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Full text of "Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz"

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^ 




ANNALEN 



DES 



HISTORISCHEN VEREINS 

FÜR DEN NIEDERRHEIN 

INSBESONDERE DIE ALTE ERZDIÖZESE CÖLN. 

IM NAMEN DES VORSTANDES HER AUSGEGEBEN: 

VON 

* 

Dr. Al. Meister 

PROFESSOR DER GESCHICHTE IN MÜNSTER I. W. 



ERGÄNZUNGSBAND II 



ARMIN TILLE UND JOHANNES KRUDEWIG 

ÜBERSICHT ÜBER DEN INHALT DER KLEINEREN ARCHIVE 

DER RHEINPROVINZ 

BAND II 



KÖLN 

J. & W. BOISSEREE'« BUCHHANDLUNG. 

1904 



I 
t 



© 



ÜBERSICHT 



ÜBER DEN 



INHALT DER KLEINEREN ARCHIVE 



DER 



RHEINPROVINZ 



ZWEITER BAND 

BEARBEITET 
VON 

D*. ARMIN TILLE 

UND 

D B . JOHANNES KBUDEWIG 



KÖLN 

J. & W. BOISSEREE'S BUCHHANDLUNG 

1904 



A 



^ w.Azzr- 



Harvard College Library 
NOV 6 1907 

Hohenzollcrn Collection 
Gift of A. C. C#olidje 



r^r 



n 



Inhalt. 



Seite 

Vorwort VII 

Kreis Jülich • 1 

„ Mayen 54 

„ Erkelenz 101 

„ Geilenkirchen 124 

„ Heinsberg 168 

„ Düren 215 

* Aachen-Land 291 

Nachträge und Berichtigungen 350 

Kegister 35a 



Vorwort. 



Der vorliegende Band vereinigt die Beihefte V, VI und VII der 
Annalen. 

Am 31. März 1899 ist der bisherige Bearbeiter, Herr Dr. Armin Tille, 
von der lnventarisation der rheinischen Archive zurückgetreten; jedoch 
hat er von dem vorliegenden Bande noch die Bearbeitung der Archiv- 
übersichten der Kreise Jülich, Mayen, Erkelenz, Geilenkirchen und Heins- 
berg ausgeführt. Die weitere Fortsetzung der Publikation wurde im Jahre 
1903 dem Unterzeichneten übertragen. 

Zusammen mit den im ersten Bande vereinigten 21 Kreisen liegen 
gegenwärtig 28 von den 75 Kreisen der Provinz bearbeitet vor. Im 
ganzen wurden bisher veröffentlicht die Inhaltsübersichten der kleineren 
Archive vom Regierungsbezirk Köln mit Ausnahme des Stadtkreises 
Köln 1 ), vom Regierungsbezirk Koblenz 2 ) der Kreise St. Goar und 
Mayen, vom Regierungsbezirk Düsseldorf 2 ) der Kreise Neuss, Krefeld,. 
Gladbach, Grevenbroich und Düsseldorf, sowie vom Regierungsbezirk 
Aachen 2 ) der Kreise Jülich, Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg, Düren 
und Aachen-Land. 



1) Von Inventaren der Pfarrarchive der Stadt Köln, welche wegen ihrer 
Reichhaltigkeit von der Bearbeitung in vorliegender Publikation ausgeschlossen 
wurden, sind bisher von Heinr. Schäfer in den „Annalen des Historischen 
Vereins für den Niederrhein" Heft 71 (1901) diejenigen der Pfarrarchive von 
St. Gereon (St. Christoph), St. Severin, St. Maria in Lyskirchen, St. Aposteln 
und St. Peter, in Heft 76 (1903) der Pfarrarchive von St. Andreas (St. Paul), 
St. Ursula (St. Maria-Ablass) und St. Kolumba veröffentlicht. 

2) Ebenfalls in den Annalen sind aus den Regierungsbezirken Koblenz, 
Düsseldorf und Aachen bereits in Heft 59 (1894) die ausführlichen Inventare 
der Stadtarchive von Andernach, Duisburg und Linz, in Heft 64 (1897) diejenigen 
der Städte Kempen, Goch, Kaikar, Rees, Neuss und Düren, sowie in Heft 
70 (1901) ein Archivinventar des Oberklosters zu Neuss abgedruckt. 



VIII 



Der vorliegende zweite Band enthält ausser den von Tille bearbeiteten 
Übersichten diejenigen über den Inhalt der Archive in den Kreisen 
Düren und Aachen-Land. Die Auswahl der Kreise wurde wie bisher 
bedingt durch die Arbeiten der Denkmälerstatistik, mit Ausnahme des 
Kreises Mayen, dessen Bereisung eine Vorarbeit zu dem im Jahre 1900 
-erschienenen ersten Bande der Weistümer- Publikation *) der Gesellschaft 
für Rheinische Geschichtskunde bildete. Die Zahl der in diesem zweiten 
Bande der Archivübersicht vereinigten einzelnen Gruppen von Archiven, 
über welche Berichte vorliegen, veranschaulicht folgende Tabelle: 



Kreis 


Kath. 

Pfarr- 
ämter und 
Rektorate 


Evang. 
Pfarr- 
ämter 


Bürger- 
meister- u. 
Gemeinde- 
ämter 


Landrats- 
ämter 


Private 


Zu- 
sammen 


Erkelenz .... 
•Geilenkirchen . 
Heinsberg . . . 

Aachen-Land . . 


46 
41 
27 
26 
32 
68 
47 


3 
2 
3 
2 
2 
1 
4 


18 
8 
15 
11 
18 
24 
17 


1 


13 
11 
5 
9 
11 
28 
32 


80 
62 
50 
48 
68 
122 
100 


7 Kreise .... 


287 


17 


111 


1 


109 


525 



Die entsprechenden Zahlen der im ersten Bande veröffentlichten Kreise 



sind : 



2 i Kreise .... 


409 


76 


175 


2 


114 


77G 


Zusammen 


• 
• 












28 Kreise . . . . 


696 


93 


286 


3 


223 


1301 



Die Grundsätze der Bereisung und Bearbeitung, über welche im 
Vorwort zum ersten Bande S. IX— XI eingehend gehandelt wird, sind 
unwesentlichen dieselben geblieben 2 ). Vor allem bleibt massgebend der 



1) Die Weistümer der Rheinprovinz. Erste Abteilung: Die Weistümer 
des Kurfürstentums Trier. Erster Band : Oberamt Boppard, Hauptstadt und Amt 
Koblenz, Amt Bergpflege, herausgegeben von Hugo Loersch. Bonn, Hermann 
Behrendt, 1900. 

2) Vgl. dazu in der „Westdeutschen Zeitschrift für Geschichte und 
Kunst", Jahrg. XX (1901), S.304: „A.Tille, Archivinventarisierung in Rheinland 
4ind Westfalen", wo die leitenden Gesichtspunkte noch näher erläutert werden. 



IX 

Zweck der rheinischen Archiv übersieht, nämlich als praktische Vorarbeit 
zu den Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, 
namentlich der Weistümer, der Urbare und der Regesten der Kölner 
Erzbischofsurkunden, und der Kommission für die Denkmälerstatistik 
der Rheinprovinz, sowie zur Erleichterung der Arbeiten von Spezial- 
forschern eine Übersicht über den Inhalt der in Frage kommenden 
Archive zu bieten, und nicht ein Inventar derselben zu veröffent- 
lichen. 

Bei der Bearbeitung des Registers ist die Grenze in der Heran- 
ziehung der Familiennamen möglichst weit gezogen worden; über einige 
Änderungen in der Zusammenstellung der registrierten Worte im Vergleich 
zum Register des ersten Bandes unterrichtet die demselben vorangestellte 
Vorbemerkung. 

Für die entgegenkommende Unterstützung bei der Bearbeitung 
gebührt Dank vor allem den geistlichen und weltlichen Behörden: dem 
Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Sr. Eminenz dem Kardinal* Erzbischof e 
von Köln, dem Hochwürdigen Bischöfe von Trier, sowie dem evan- 
gelischen Konsistorium der Rheinprovinz, welche die Bearbeiter durch 
Empfehlungsschreiben an die ihnen unterstellten Behörden oder Personen 
aufs wohlwollendste unterstützt haben. Auch sei an dieser Stelle noch- 
mals aufrichtiger Dank allen denjenigen dargebracht, welche bei der 
Aufnahme den Bearbeitern hülfreiche Hand geleistet und die Resultate 
durch ihre Mitteilungen vervollständigt haben, sowie den privaten Be- 
sitzern von Archivalien, welche in zuvorkommendster Weise die Einsicht- 
nahme gestatteten. 

Köln, im Mai 1904. 

Dr. Johannes Krudewig. 



L Kreis Jülich. 



Aldenhoven. Kath. Pfarramt: 

1. 1481, Januar 24 (vicesima vero die quarta Januarii). Johannes 
de Pallant dominus in Wyldenberch präsentiert dem Pfarrer zu 
Aldenhoven den Helios de Overmertz als Rektor des Altars St. 
Pancracii in Luyrcke und des Altars St. Cornelii in Obermerz. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

2. 1517, November 10 (in profesto sancti Martini episcopi et con- 
fessoria). Johann von Palant, weltlicher Herr von Obermerz, prä- 
sentiert dem Pfarrer zu Aldenhoven, Lßonardus de Gusten, Ka- 
nonikus zu St. Maria im Kapitol in Köln, den Jakob, Sohn des 
Wilhelm de . . ., als Rektor der Kapelle St. Cornelii zu Obermerz. 
— Perg-. Or. 1 S. Ebenso eine Reihe jüngerer, inhaltlich gleicher 
Präsentationsurkunden von 1561 und später. 

3. Akten der Hambach'schen (gegründet 1493) und Soub'schen Vikarie- 
stiftung (gegründet 1514). 

4. Manordnung der löblichen mancammeren zu Aldenhoven und des 
probsteyn waldtz 1555. — Abschr. 17. Jahrhs. Pap. fol. 8 Bll. Urk. 
Nr. 12. Vgl. Bd. I, S. 95 Nr. 5. und unten Haus Kirchberg, S. 26 
Nr. 12. 

5. Rentbuch von 1635, auch Urkundenabschriften enthaltend. — 1 Bd. 
fol. in Perg. - Bd. und mehrere ähnliche jüngere Register. 

6. Rechnungsbuch des Pastors Renerus Brewer, angelegt 1637 in 
Wevelinghoven, seit 1643 fortgeführt in Aldenhoven, worin die 
Einkünfte beider Pfarrorte verzeichnet sind. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

7. Geschichte des Gnadenbildes zu Aldenhoven 1654 einsetzend, Hs. 17. 
Jahrhs. — - fol. 

8. Kirchenrechnungen 1670 ff. 

9. Status ecclesiae parochialis in Aldenhoven von 1670 mit Bezug 
auf den Zustand von 1624. — 2 Bll. fol. 

10. Verzeichnis der Kirchenzierraten von 1774. — 6 Bll. fol. 

11. Getaufte 1595—1623. 
Getraute 1595—1623. 

Die ältesten Einträge finden sich in einem 1595 angelegten Bande 
(1 Bd. 4° in Perghs. gebunden), der zugleich Lager- und Rentbuch ist 

1 



2 Kreis Jülich. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem Pfarramt Aldenhoven: 
Getaufte 1643—1686, 1686—1747, 1748—1798. 
Getraute 1652—1663, 1686—1747, 1748—1798. 
Gestorbene 1654—1663, 1686-1747, 1748—1798. 

2. Aus dem Pfarramt Nie der merz: 
Getaufte 1673-1770, 1758—1772, 1770-1798. 
Getraute 1739-1770, 1758—1772, 1770-1798. 
Gestorbene 1739—1770, 1758-1772, 1770-1798. 

Im ältesten Buche (schmalfol.) finden sich auch Urkundenabschriften 
1691 ff. 

Altdorf. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei ist erst 1804 gegründet, vorher war hier eine 
dem Pfarramt Geuenich unterstehende Kapelle. Vgl. S. 15 Nr. 1. 

1. Verschiedene Heberegister der Kirche Geuenich 18. Jahrhs. 

2. Ebensolche der Altdorfer Hausarmen, ältestes 1689. 

3. Einzelne Kirchenrechnungen der Pfarrkirche Geuenich seit 1766. 

4. Stiftungsurkunden 1675 ff. 

Ameln. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1853 von Spiel abgezweigt, ältere 
Akten liegen nicht vor. 

Barmen. Kath. Pfarramt: 

1. Auszug aus dem Erkundigungsbuch von 1582. — 3 Bll. fol. 

2. 1626, Febr. 2. Notariell beglaubigte Quittung, mit welcher Otto 
Heinrieh Walpott von Bassenheim, der bisher das adeliche haus 
und gut Kellenberg pfandweise von Wilhelmen Scheiffart von Merode 
herrn zu Bornheim inne hatte, bekannt, vom neuen Erwerber des 
Hauses, Johan Karl von Utenhoven 4762 Reichsthaler 51 Alb. 4 
Heller erhalten zu haben. — Abschr. 2 Bll. fol. 

3. Verzeichnis der im Barmer husch Berechtigten, aus den alten 
geffbrieffgeren ausgezogen, nach Gewalten und Gichten, wobei 

1 Gicht = 6 Gewalten gerechnet wird. — Abschr. 17. Jahrhs. Pap. 

2 Bll. fol. 

4. 1676, November 14. Lambertina, Freifrau von Frentz, geb. Freiin 
von Wehrt, schliesst einen Vertrag, dem zufolge bei Barmen 2 munt 
Ziegelsteine (die Munt = 12000 Stück) gebacken werden sollen. — 
Pap. 2 Bll. 

5. Buch der Bruderschaft der Schmerzhaften Mutter Gottes, ange- 
legt im 17. Jahrh., benutzt bis zur Gegenwart. Darin vorn die 
geistlichen jungfrawen des adelichen closters zu Gulich und die 
geistlichen jungfrawen des adelichen closters S. Clarae zu Nuiss, 
dann die übrigen Mitglieder alphabetisch nach den Vornamen. — 
1 Bd. fol. in Leder gebunden. 



Kreis Jülich. 3 

6. Verzeichnis der dem St. Martinsaltar, dessen Vergabung dem Be- 
sitzer von Kellenberg zusteht, gehörigen Ländereien von 1711. — 
1 Bl. Pap. fol. 

7. Getaufte 1638-1719, 1721-1758, 1770 ff. 
Getraute 1638-1701, 1720-1769, 1770 ff. 
Gestorbene 1638-1702, 1721-1769, 1770 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem Pfarramt Barmen: 
Getaufte 1770—1802. 
Getraute und Gestorbene 1770—1813. 

Betten hoven. Kath. Pfarramt: 

1. Geschichtliche Nachrichten über die Pfarre Bettenhoven, bearbeitet 
von Pfarrer Nicolaus Grün 1880. — 1 Bd. fol. 

2. Fulgentii de Verita pervigilium erraticae dissertationis de clerico 
regulari beneficiorum saecularium praeeipue curatorum von J. F. 
J. Guisez, Bonnensis jurium auditor in alma celeberrima academia 
electorali Maximilianeo-Fridericiana Bonnensi. Romae 1784. — 
Druck 4°. 117 S. Der Anfang handelt über Bettenhoven. 

3. Zinsregister 1587 bis 1616, sehr flüchtig geschrieben. — 1 Bd. 
seh mal fol. Umschlag bildet eine Urkunde von 1535 (Verkauf eines 
Grundstücks vor den Schöffen zu Rödingen). 

4. Erbpachtverzeichnis von 1731. — 1 Bd. schmalfol. in Leder-Umschl. 

5. Getaufte 1670—1770, anfänglich Abschrift. 

6. Der Regierungsbezirk Aachen, topographisch beschrieben, 1827. 
— Druck 40. 

Boslar. Kath. Pfarramt: 

1. Rentbuch der Kirche und Pfarrei B., angelegt Ende 16. Jahrhs. 
unter teilweiser Benutzung älterer Register, ältestes davon 1492. 
Inhalt: der pastoreien erblich jarlichs inkompts an zehenhabem, 
.... sackrenten, . . • huner, .... ebenso der kirchen, .... 
spindkom der kirchen, .... kirchenland, .... s. Sebastiani 
broderschaft erb- und loesrenten, .... brot t so an das offerampt 

Bosseier gehoirigh, lenderei so an die pharkirch Bosseier 

gehoirigh, .... lenderei dero capellen zu Gevenich 1492, . . . 
inkompst s. Sebastiani und s. Annae broderschaft zu Bosseier, — 
1. Bd. schmalfol. Pap. in Perg.-Hs. gebunden. 

2. Lagerbuch über das Kirchenland von 1597, darin auch die Kir- 
chenrechnungen von 1589 bis 1636. — 1 Bd. fol. 

3. Rechnungen der Kirche zu Boslar 1595 bis 1613, darin auch das 
Verzeichnis der zehntpflichtigen Ländereien. — 1 Bd. schmalfol. 
Perg.-Bd. 

4. Kirchenrechnungen 1636 bis 1664 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.), darin auch 
a) Bedingungen bei Verpachtung des Kirchenlandes von 1635 iu 

14 und 1674 in 16 Absätzen. 



4 Kreis Jülich. 

b) Verzeichnis aller Jahr- und Erbpachten von 1635 nach älteren 
Registern von 1579, 1603 und 1624. 

5. Buch der Bruderschaft Jesus-Maria- Joseph, begonnen 1746. — 
1 Bd. schmalfol. 

6. Stiftungsverzeichnis von 1761. — 1 Bd. 8° in Perg.-Bd. 

7. Getaufte 1622-1714, 1770-1798. 
Getraute 1630-1714, 1770-1798. 
Gestorbene 1630-1701, 1770—1798. 

Bourheim. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei besteht erst seit 1804, ältere Schriftstücke 
sind nicht vorhanden. 

Broich. Kath. Pfarramt: 

1. 1377, Febr. 5 (ipso die S. Agathe virginis). Mulart Reich und seine 
Gemahlin Gertrud stiften zu ihrem Seelenheile 6Mltr. Roggen Jahr- 
rente für den Priester, der die Kapelle zu Broich bedient und da- 
selbst wohnt. — Notarielle Abschrift von 1827, 4 Bll. fol. Die Rente 
wurde 1838 mit 369 Reichsthaler 10 Sgr. abgelöst. 

2. 1666, Okt. 7. Anstellung eines Küsters. — 1 Bl. Pap. fol. 

3. 1679, Juni 3. Die Gemeinde Broich verpfändet dem Mitnachbarn 
Martin Zimmermann 10 Morgen Wiesen für 650 Reichsthaler auf 
6 Jahre. — 2 Bll. fol. Pap. Or. 2 S. aufgedruckt. Am 12. April 
1706 wird das Kapital an die Erben zurückbezahlt und das Land 
mit den Geldern der kurz zuvor von Conrad Gartzen, gewesenen 
Pfarrer in Dürboslar, gestifteten Frühmesse belastet. 

4. 1698, Juli 12. Die Gemeinde Broich leiht von den Karthäusern 
zum Vogelsang 370 Reichsthaler (ä 80 Albus) gegen 18 1 / 2 Reichs- 
thaler Zins, um die rückständigen Steuern zu bezahlen und ver- 
pfändet dafür 7 Morgen gemeine Weiden. Angehängt sind die 
2 kurfürstlichen Befehle vom 15. April und 2. Mai 1698, worin 
von der Stadt Jülich, unter deren Botmässigkeit Broich stand, die 
Steuern gefordert werden. — Pap. fol. 8 Bll. 

5. 1706, Dez. 17. Der Generalvikar Johannes Arnoldus de Reux be- 
stätigt die am 24. August 1706 erfolgte Stiftung der Frühmesse, 
für welche nach dem Tode des Stifters Conrad Gartzen dessen 
Bruder Adam 500 Reichsthaler, die 25 Rth. Zinsen tragen, über- 
giebt. — Pap. Or. 4 Bll. fol. 

6. Kirchenrechnungen 1774 ff. 

7. Getraute und Gestorbene 1770 ff. 

— Haus. Im Besitze der Freiin Henriette von Hallberg: 

Das nach Mitteilung des Besitzers nur Rechnungen und 
Prozessakten ohne allgemeine Bedeutung enthaltende Archiv 
befindet sich in den Händen des Herrn Major Otto von Hall- 
berg in München, in Broich finden sich nur einige Erbteilungs- 
papiere 18. und 19. Jahrhs. und Akten bezüglich des Rechtes 
auf einen Kirchenstuhl. 



Kreis Jülich. 5 

DOrboslar. Kath. Pfarramt: 

Ein genaues Inventar der Bibliothek, die viele Drucke 
16. Jahrhs. enthält, sowie des Pfarr- und Kirchenarchivs 
liegt vor. 

1. Akten betreffend das Haus Dürboslar, darunter 

a) 1495, Juni 24. Heiratsvertrag zwischen Engelbert Nytt van 
Birgel und Agnes, Tochter des Johann von Lintzenich und 
seiner Gemahlin Maria van Goudenrath. — Abschr. 17. Jahrhs. 
nebst Auszug daraus. 

b) Pro memoria wegen deren von Birgelen d. i. Urkundeuauszüge 
von 1460 bis 1614, welche beweisen sollen, dass die Glieder der 
Familie Nytt von Birgelen in jener Zeit stadthelder der Kölner 
dkompraesteien ind manne dairup gehoerende gewesen sind. — 
6 Bll. fol. Hs. 17. Jahrhs. Vgl. unten S. 6 Dürwiss Nr 3 (1461). 

c) Bruchstücke von zwei unter b) genannten Urkunden, die in 
vollständiger Abschrift vorlagen. 

d) Memoriale d. i. Zusammenstellung von Geburts-, Heirats- und 
Todesdaten der Familien von Myrbach, von Lintzenich und von 
Cartils 1581 bis 1647. — 3 Bll. fol. 

e) Auszug aus einem Verzeichnis der zum Haus Bosseier gehörigen 
Ländereien von 1650. — 1 Bd. fol. 

f) Verzeichnus, was zu Joannis Theodori Hoen von CartÜs gegen 
sontagh d. 4*** Februarij a°. 1657 zu St Cornelimunster an- 
gestellter profession dorthin gesandt — 2 Bll. fol. Gedruckt 
in „Die Sankt Ursula-Schützen -Bruderschaft zu Dürboslar" (1861), 
S. 20-21. 

2. 1498, Juli 22. Johannes Gruser de Boeslar erklärt, dass er am 
30. Juni sein Testament errichtet und darin zum Heile seiner und 
seiner Ehefrau Seelen eine Wochenmesse gestiftet habe, die terciis 
feriis (Dienstags) in der Kapelle zu Boslar in altari nondum con- 
secrato sed in honorefmj sanctorum Nydolai episcopi, Anthonii 
confessoris et Sebastiani martiris consecrando gehalten werden 
soll. Die Rente beträgt 5 Rh. Gulden für den Geistlichen, 1 / 2 Rh. G. 
für den Küster, 1 Mark für Wein und V 2 Rh. G. für Wachs. Der- 
selbe stiftet zugleich zwei Anniversarien, die mit zwei Priestern 
gehalten werden sollen : jeder erhält jedes Mal 3 Albus, der Küster 
1 Albus und für Besorgung des Lichtes jährlich 3 Mark. — Perg. 
Or. Not.-Inst. 

3. Eine grössere Zahl jüngerer Anniversar- und Armenstiftungen, 
meist seitens der Besitzer des Hauses Dürboslar. 

4. Kirchenrentboch der kirchen zu Bosalar, auch der kirchen rech- 
nungen, angefangen im jair nach Christi unseres erlosers geburt 
1575 d. 7. Augusti, benutzt bis 1705, Anniversarien bis 1803. — 
1 Bd. schmalfol. in Lederbd. 

5. Verzeichnisse der Anniversarien, fitestes um 1630 angelegt. — 
1 Bd. schmalfol. in Perg.-Bd. 



6 Kreis Jülich. 

6. Steuerveranlagung vom Mai 1694 (für das Amt Boslar?) nach der 
Morgenzahl in 20 Gemeinden, zusammen 11642 steuerbare Morgen. 
- 2 BIL fol. Nr. 3. 

7. Kartographische Fixierung des kleinen Zehnten zu Hellrath 18. 
Jahrhs. — 1 Doppelblatt. 

8. Kirchenrechnungen 1690 ff. 

9. Erneuerung der Kirchenrenten von 1729. — fol. Nr, 6. 

10. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

11. Buch der Bruderschaft Jesus- Maria -Joseph, begonnen 1734. — 
1 Bd. schmalfol. 

DQrwiss. Kath. Pfarramt: 

1. 1449, Juni 6 (in crastino beati Boni facti). Johan van Werde stiftet 
für sich und seine Frau sowie beider Vorfahren ein Jahrgedächtnis 
und giebt dazu der Bruderschaft U. L. Frauen in Dürwiss 10 Mark, 
4 Pfund Wachs, 1 Mltr. roebsamen und 4 Mltr. Roggen Erbrente, 
welche auf 28 Morgen Artland verschrieben werden. Es siegelt 
der Aussteller, Daem van Broich, sein neve, und Gerart van Geu- 
wenich sein Schwager. — Perg. Or. 3 S. (lab). 

2. 1461, Febr. 22 (op sent Peters dach cathedra des hilgen apostels). 
Wilhelm van Broiche und sein Bruder Symon van Berchenraede 
bekennen, der Bruderschaft U. L. Frauen zo Doerrewijs in die 
kirche geordineirt 2 Mltr. Roggen, der Kirche zu deme geluecht 

1 Mltr. roebsamen und dem Gasthaus 2 Mltr. Roggen und 1 Viertel 
Salz schuldig zu sein. — Perg. Or. 2 S. (lab). 

3. 1461, April 5 (up dat hilge hogetzijde paeschen). Karsillis vanme 
Dreisch und seine Gemahlin Ailheit verkaufen dem gasthuiss zo 
Doerwijss 1 Mltr. Roggen Erbrente Eschweiler Mass kouffmans 
guetz, zahlbar Andrea. Neben dem Aussteller siegelt Engelbrecht 
Nijt van Birgel, ritter, erffmarsschal des lantz van Guilgh, unser 
lieve herren stathelder zer zijt der doemproesthijen. — Perg. Or. 

2 S. Vgl. obenS. 5 Dürboslar Nr. Ib. 

4. 1463, April 10 (up dat hilge hogetzijde paeschen). Derich des voyss 
eidem van Doirrewijss und seine Gemahlin Katharina verkaufen 
der Bruderschaft U. L. Frauen daselbst 4 Summern Roggen Jahr- 
rente Doirrewijsser maissen, 6 Pfennige nach dem besten. Die 
Schöffen der dinckbank zo Noitbergh siegeln. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

5. 1469, März 12 (up sent Gregorius dach pape et confessoris). Peter 
meyer und seine Hausfrau Zije verkaufen derselben Bruderschaft 
1 Mltr. Roggen Erbrente Eschwijler maissen kouffmans guetz. Die 
Schöffen zu Eschweiler siegeln. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

6. 1476, Juni 23 (up sent Johans aevent geburt zo mydtsoemer). Daem 
van Broich genant Patteren und seine Gemahlin Katharina van 
der Anstelen stiften — in Ausführung des Testaments ihres Bruders 
und Schwagers Wilhem van Broich — für ihn und seine Vorfahren 
eine Samstagsmesse sowie eine Jahrmesse an seinem Todestag 
(Juni 19), in der Kirche zu Dürwiss vom Pastor zu Eschweiler zu 



Kreis Jülich. 7 

/ 

s 

halten. Es siegelt der Aussteller für sich und seine Frau, Winand 
der Pastor zu Eschweiler, Vogt Johan van Haemboich, Goedart 
Gryn van Äldenfweven und Gillis van Geuwenich. — Perg. Or. 
5 S. (ab). 

7. 1508, Tag nicht zu bestimmen. Johan Rijfferscheü van Haimboichen 
und seine Gemahlin Katharina verkaufen dem Johan Rijfferscheü 
ivonende zu Noitberge 5 1 /* Gulden Erbrente. — Perg. Or. 2 S. (ab) 
teilweise beschädigt. 

8. Rentregister des Gasthauses von 1515, betitelt: Up den irsten dach 
in dem heumant, ass man schreiff nae gots gehurt xvc ind xv jare, 
sint die gemeine naebere sementlichen oevermijtz her Heynrich 
Leiste, iere pastoir ind 8ielenverwerrhe t bij ein anderen gewest 
ind ein jeder hau bekant wie ind wat ind waevan hei dem gast' 
huiss erfflichen jaers geldende sij, idt sij van gelde, rocgen ind 
anders gelich wie dat cleirlich ind underscheidlich hernae oe- 
schreven volgt. — Perg. 6 Bil. 16°. 

9. 1590, März 7. Verkauf einer Rente von 1 Mltr. Roggen markgeviger 
fruchten vor den Schöffen zu Nothbergh. — Perg. Or. 1 S. Daran 
Transfix mit 1 S. von 1590, Nov. 8 (Weiterverkauf der Rente). 

10. 1762, Nov. 24. Karl Theodor gestattet eine Kollekte behufs Aus- 
besserung der Kirche zu Dürwiss. — Pap. Or. 2 BIL fol. 

11. Getaufte, Getraute und Gestorbene 1700—1776, 1770 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem Pfarramt Dürwiss: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—98. 

2. Aus dem Pfarramt Laurensberg: 
Getaufte 1685—1805. 

Getraute 1753—1804. 

Gestorbene 1752—1804» 

Im Taufbuch sind einige Anniversarstiftungen 1679 ff. verzeichnet. 

3. Aus der reformierten Pfarrei Lürken: 
Getaufte 1741—1772, 1770-1798. 
Getraute 1752—1771, 1770-1798. 
Gestorbene 1748-1764, 1770-1798. 

4. Aus dem Pfarramt Lohn: 
Getaufte 1695-1776, 1750-1801. 
Getraute 1777—1798. 
Gestorbene 1735—1798, 1777—1798. 

— Im Besitze des Herrn Gastwirts Will ms: 

Reste eines Dürwisser Schöffenarchivs, meist Verkaufs- 
und Verpachtungsurkunden, in denen oft von ritterland die 
Bede ist, älteste von 1653, sowie einzelne strafrechtliche Akten. 
Darunter auch: 

1. 1726, Sept. 16. Klage der markvest Aldenhoven gelegentlich des 
Herrengedings gegen den Besitzer von Engelsdorf wegen der 
mangelhaften Bachreinigung. — 1 Bl. fol. 



8 Kreis Jülich. v 

2. Verzeichnis der Kosten, welche die Kaiserlichen und Auxiliar- 
truppen beim Durchmarsch 1735, November und Dezember, ver- 
ursacht haben. — 1 Bl. fol. 

3. 1784, März 15. Verordnung wegen der von Bier und Branntweins- 
zäpfern zu zahlenden Accise nebst Anordnung für die Accispächter. 
— 4 Bll. fol. 

Ederen. Kath. Pfarramt: 

Altere Archivalien sind nicht mehr vorhanden. 
— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Ederen: 

Getaufte 1680-1739, 1741—1771, 1770-1798. 
Getraute 1680-1771, 1770-1798. 
Gestorbene 1681-1754, 1770-1798. 

2. Aus der Pfarrei Gereons weiler: 
Getaufte 1678—1771, 1769-1798. 
Getraute 1679—1770, 1769-1798. 
Gestorbene 1678-1771, 1769-1798. 

Flossdorf. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, die Kapelle wurde erst 1823, das 
Pfarramt erst 1866 gegründet. 

Freialdenhoven. Kath. Pfarramt: 

1. Diss seind alsolche Privilegien als von den hertzogen von Gulich 
den ritt er Schäften des furstenthumbs Gulich gegeven und wie die 
in einer verschlossener leisten binnen Gulich verwarlich gewest 
(18 Bll. fol. Abschrift 17. Jahrhs.). Inhalt: 

a) 1451, August 20 (freitag nechst nae unser lieven frauen tag 
assumptionis). Wir gemeine rate ..... 

b) 1478, März 9 (montag nae dem sontag Judica). Wir Wilhelm .... 

c) 1478, Mai 28 (donnerstag nae S. Urbani tag). Wir Wilhelm 

d) 1484, März 14 (sontag Eeminiscere). Wir Wilhelm .... 

e) 1511, Januar 5 (auf den heiligen dreizehn avend). Wir Wilhelm..,. 

f) 1511, Sept. 23 {op den neisten dienstag nae st. Matthaeustag 
des heiligen apostels). Wir Johan .... 

g) 1520, April 12 (up den neisten donerstag nae dem heiligen 
paeschtag). Wir Johan .... 

h) 1538, Juni 25. Wir Johan 

i) 1546, Mai 1. Wir Wilhelm 

k) 1547, November 28. Wir Wilhelm .... 

1) 1547, Dez. 16. Wir Wilhelm 

m) 1241. Erste Verpfändung Dürens durch Friedrich II. 
n) 1348. Zweite Verpfändung Dürens durch Karl IV. 

2. 1450, Sept. 20 (sondach nest na s. Lambertz dach des heiligen 
bischoffs). Wilhelm Schmidt von Welz nimmt Güter der Altäre 
der heiligen drivaldigkeit und sent Joris in der Kirche zu Frei- 



Kreis Jülich. 9 

aldenhoven in Erbpacht. Statt der Schöffen zu Vredenaldenhoven, 
die kein Siegel haben, siegeln die des Hauptgerichts Jülich. — 
Abschr. 16. Jahrhs. 2 £11. fol. 

3. 1454, März 5 (die quinta mensis Martii). Johannes de Harve alias 
de Lijntzenich armiger überträgt die Stelle eines Altaristen in der 
bei der Pfarrkirche zu Vredenaldenhoven gelegenen Kapelle, die 
durch die Resignation des Petrus zer Hurren vakant geworden 
ist und deren Patronat ihm zusteht, dem Kleriker Jacobus Gart- 
hoff de Vredenaldenhoven. — Perg. Or. Notariatszeichen des bei 
der Niederschrift anwesenden Notars Hennannus Pennyncbier de 
Bum er skirehen. 

4. 1545, Jan. 24. Der Rektor der Altäre S. Trinitatis und S. Georgii, 
Petrus Wynckelma?in> verzichtet zu Gunsten seines Neffen Arnold 
auf das Beneficium in die Hände des Patronatsinhabers Johannes 
Hoen de Carthils in Frentzs commorantL — Perg. Ör. Not.-Inst. 

5. Auszug aus dem Erkundigungsbuch von 1582 betreffend den Altar 
8. Trinitatis zu Freialdenhoven. — 3 Exemplare je 2 RH. fol. sowie 
zahlreiche Verzeichnisse der Altarrenten. 

5. Aufnahme der Pfarrländereien auf Grund landesherrlicher Ver- 
ordnung 1654. — 1 £1. fol. 

7. 1685, Mai 6. Studienstiftung des Cornelius Seulen, Dechant der 
Kollegiatkirche S. Castoris zu Karden. — Druck, fol. 

8. 1687, März 3. Vertrag mit Meister Johannes, Schreiner in Jülich, 
wegen Erbauung eines neuen Altars. — Pap. Or. mit 14 Unter- 
schriften. 

9. Fragen formular gelegentlich einer Visitation ausgefüllt für Frei- 
aldenhoven, 153 Fragen, Anfang 18. Jahrhs. — 6 RH. fol. 

10. Steuerumlage unter die Geistlichen im Amte Freialdenhoven nach 
dem Fusse von 1717, vor 1747. — 9 RH. fol. 

11. Verschiedene testamentarische Stiftungen 17. und 18. Jahrhs. 

12. Geschichtliche Nachrichten über die Pfarre F., bearbeitet von 
t Pastor Meuser. — 4° ungebunden. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Freialdenhoven. 
Getaufte 1691—1797. 

Getraute, einzelne 1706—1741, 1742-1798. 

Gestorbene 1743—1798. 

Notiz über Errichtung eines Altars 1687. Vgl. Pfarramt Nr. 8. 

2. Aus der Pfarrei Dürboslar: 

Getaufte 1625—1733, 1721-1770, 1770-1798. 
Getraute, 1628—1768, 1767—1770, 1770—1798. 
Gestorbene 1624-1767, 1770-1798. 

Gereonsweiler. Kath. Pfarramt: 

1. 1433, Dez. 6 (st Nicolstag). Stiftung des Altars R. Mariae vir- 
ginis. — Abschr. 17. Jahrhs. 



10 Kreis Jülich. 

2. 1508, Febr. 18 (up vrijdach nae sent Valentijs dage). Vergleich 
zwischen S. Gereon in Köln und dem Juli eher Bürger Pauwels 
Barss wegen des Zehnten zo Wiljre. — 1 Bl. Pap. 1 aufgedrücktes 
S. (ab). 

3. Verzeichnis der 1575 bis 1584 zu Gereonsweiler verdedingkten 
chwrmoeden, wovon St. Gereon 1 / 2j die Schöffen zu Gereonsweiler 
V 4 und der Kellner l U bekommt. — 2 Bll. fol. 

4. Einige Register der St. Gereon in Köln zu Gereonsweiler gehörigen 
Renten 1598 ff. 

5. Extr actus protocolli visitationis de a°. 1630 betreffend den Altar 
B. Mariae virginis (1 Bl. 4°) und Visitationsprotokoll vom 27. Juni 
1679 (2 Exemplare je 2 Bll. fol). 

6. 1651, Januar 20. Klage St. Gereons wegen Verweigerung der 
Zehentlämmer. 

7. Akten über die 1703 gewaltsam erhobene französische Kontribution, 
entstanden 1711. — 2 Bll. fol. 

8. Zahlreiche Testamente und Stiftungsurkunden 17. und 18. Jahrhs. 

9. Generallandesdescription von 1705, Amt Aldenhoven. — Abschr. 

1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. sehr beschädigt. Angehangen ist Ab- 
schrift des Erlasses über die Steuererhebung in 9 Absätzen von 
Philipp Wilhelm 1670, August 29, worin wiederholt die bisher un- 
ausgeführt gebliebene Verzeichnung allen Grund und Bodens be- 
fohlen wird. 

10. Verzeichnis der Armenrenten von 1705. — 1 Bd. 4°. 

11. Verschiedene Rentbücher der Kirche und des Pastors 17. und 18. 
Jahrhs., in einem derselben (schmalfol.) die Kommunikanten von 
1725: es sind 334 Erwachsene und 81 kommunizierende Kinder. 

12» Klage des Pastors wegen widerrechtlicher Belegung mit Einquar- 
tierung beim Durchzug dänischer Truppen nach Brabant 1737. — 

2 Bll. fol. 

13. Akten über den Brand des Pfarrhauses 1766 und den Neubau 
desselben. 

14. Getaufte, einzelne seit 1645, 1657-1695, 1678-1769. 
Getraute 1626—1695, 1679—1769. 

Gestorbene 1678-1695, 1678-1769. 

— Im Privatbesitz des Herrn Pastors Küppers: 

1. Incipit missale ad usum ac consuetudinem eedesie Coloniensis. 
lmpensis honesti viri Francisco Birckman in alma Parisiorum 
academia a Wolffgango Hopylio Impressum. Venale habetur 
Colonie apud templum trium regum in pingui Gallina. — Druck 
16. Jahrhs. fol. mit illustrierten Initialen. 

2. Verschiedene Gebet- und Erbauungsbücher, Drucke der 1. Hälfte 
16. Jahrhunderts, zusammengebunden, darin auch einige hand- 
schriftliche niederdeutsche Gebete eingetragen, am Schluss solche, 
welche zu beten sind, um im gülden jaire ohne Romfahrt des Ab- 
lasses teilhaftig* zu werden. — 16°. 



Kreis Jülich. 11 

Gevelsdorf. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1837 neu errichtet. 
1. Organisation des conseils de fabrique vom 10. Okt. 1810. — 
Druck 4°. 26 S. 

GüSten. Kath. Pfarramt: 

Reichhaltige Archivalien über die zur Abtei Prüm ge- 
hörige Kirche und vormalige Herrschaft Güsten finden sich 
im Kgl. Staatsarchiv Koblenz. 

1. Modernes Urkundenbuch, enthaltend Stiftungen seit 1623. — 1 Bd. fol. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Güsten: 
Getaufte 1754-1770, 1770- 1802. 
Getraute 1770—1798. 
Gestorbene 1761—1769, 1770-1803. 

2. Aus der Pfarrei Mersch: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1715—1749, 1749-69, 1770-1802. 
Vor 1715 führte der Küster die Register. 

Hambach. Kath. Pfarramt: 

1. 1464, April 4 (up sent Ambrosius dach des heiligen confessoris). 
Hermann Groeve und seine eheliche Hausfrau Paetze verkaufen 
dem eirbaren manne Cunrait Jungen van Ratingen und dessen 
Frau Katharina 1 Mltr. Rodinger maissen Erbrente vom Haus und 
Hof gelegen zer Hellen (am bloitgraven). Es siegeln die Schöffen 
zu Rödingen. — Pcrg. Or. 1 S. (ab). 

2. 1465, Juni 24 (up synthe Johanss dach zoe mitzsoemer). Conrait 
Jonghe zu Rpedingen und seine Gemahlin Katharina geben den 
Erbrentenbrief, den sie von Hermann Groeve haben, an synthe 
Niclais elther zoe Haemboich in der ca pellen. Es siegeln die 
Schöffen zu Rödingen. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1467, Sept. 1 {des dinxdages neest vur unser lieffer vrouwen dage 
geheissen in deme latine nativitas), Gerit Hebe und seine Ge- 
mahlin Greta, wohnhaft zu Rodingen, nehmen von sent Anthonius, 
patron der capeÜen zo Obbendorp, gewisse Ländereien in Erbpacht. 

— Perg. Or. 1 S. 

4. 1470, Febr. 1 (des donresdags nyest na sent Pauwels dag conver- 
sionis). Vor den Schöffen zu Nedercyme bekennt Johan Daem 
portzeners son (in der zit, do hey mondich was ind dat wail na 
lantrecht doen moecht), dem Schultheiss Thys Fetgen van Hembach 
S l / i Summern Roggen Erbrente Hambocher maissen schuldig zu 
sein, und verpfändet up ein dynckmayl zo Cyrne 2 1 / 2 Morgen Land. 

— Perg. Or. 1 S. (ab). 

5. 1482, Mai 1 (zo sent Walpurgen missen der heiliger yonfrouwen). 
Hans van Moirshusen und seine Ehefrau Eyffgin verkaufen dem 
hogeloeffden hemelvursten ind marschalck dem lieve sent Anthoniis 
in sine broderschaff zo Hamboeche 1 Mltr. Roggen Erbrente Du- 



12 Kreis Jülich. 

rentier maesse, guet gewaiss druege ind guet körn by 6 d. na also 
goet als id dan veil kumpt up den mart, zahlbar Remigii, Unter- 
pfand 4 Morgen. Es siegeln Schultheiss und Schöffen zu Nydder- 
tzim. — Perg. Or. 1 S. 

6. 1482, Nov. 20 {up unser lieffer frauwen avent presentacionis). Vor 
den Schöffen zu Nedercyme verkauft Hantz van Moershuyssen, 
den men noemet Blaetzen, der St. Antoniusbruderschaft zu Hambach 
1 Mltr. Roggen goetz harden druegen wal gewanden maertgeven 
korns Erbrente Durenre maisse. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

7. 1483, Febr. 14 {up sent Valentijns dach des hilgen mertelers). Peter 
Snavel van Moershuysen und seine Ehefrau Lijsa verkaufen der 
St. Antonius-Bruderschaft zu Hamboich 1 Mltr. Roggen (gueds 
harden drugen wail gewanten martgevens korens) Erbrente und 
setzen vor dem Gericht zu Nedercyme gewisse Ländereien zum 
Unterpfand. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. 1483, Okt. 17 {up sent Martha der hilger jonfferen dach). Hermann 
Pelcher van Pur und seine Gemahlin Katharina verkaufen an Johan 
Kremer van Patteren 1 Mltr. Roggen Erbreute. Es siegeln die 
Schöffen van Cern. — Perg. Or. 1 S. 

9. 1499, Febr. 5 {up dynxdach sent Agaten dage der hilger jonfferen). 
Clais Kemerlynck zu Hambach und seine Gemahlin Tzija schenken 
der Kirche zu Hambach 1 Mltr. Roggen Jahrrente, so dat men 
aldage unser liever frauwen loff dairvur singen ind holden soll. 
Es siegeln die Schöffen zu Nechtzeijrne. — Perg. Or. 1 S. 

10. 1499, Mai 31 {up sent Petronellendach der hilger jonfferen). Peter 
Esser van Nechtzeijrne und seine Ehefrau Hylla verkaufen der 
St. Antonius-Bruderschaft 15 Weisspfennige Erbrente und verpfänden 
dafür vor dem Gericht Niederzier verschiedene Grundstücke. — 
Perg. Or. 1 S. 

11. 1499, Okt. 31 {up alre hilgen avent). Peter Heckg van Hamboich 
und seine Gemahlin Katharina verkaufen der St. Antonius-Bruder- 
schaft 1 Morgen Artland für 12 Kaufmann sgulden (1 Kg. = 20 Weiss- 
pfennige). Die Verkäufer behalten das Land noch während der 
nächsten 3 Jahre für einen Jahrpacht von 1 / 2 Mltr. Roggen. — 
Perg. Or. 1 S. 

12. 1503, März 12 {up des hilgen paess dach st. Gregorius). Heinrich 
Hoenervengher und seine Gemahlin Eyffe verkaufen mit halm ind 
mit monde dem joncker Welter van Solre ind jonffer Agnesen van 
Einer siner eliger huysfrouwen 1 Mltr. Roggen Erbrente Moedinger 
maess und setzen gewisse Grundstücke als Pfand. Es siegeln die 
Schöffen zu Niederzier. — Perg. Or. 1 S. 

13. 1509, Mai 25 {up sent Urbains dach). Die Schöffen zu Nedertzeyr 
bezeugen, dass Zander van Haymboich gewisse näher bezeichnete 
Grundstücke nach dem Willen seiner Eltern dem Pastor zu Boustorp, 
dem regent zo Haymboich und dem Kellner zu Hambach zu Behuf 
sent Anthonis siner capellen zo Haymboich übergeben hat. — 
Perg. Or. 1 S. 



Kreis Jülich. 13 

14. 1617, April 23 (up sint Joeris dach). Lemgen van Berge und seine 
Gemahlin Merije verkaufen dein gemeinen naeberen, geswaeren^ 
Können ind broedermeisteren zo Haymboich behufs der sint Änthonis 
ind Bastianis broederschaff in der cappellen zo Haymboich */» Mltr. 
Boggen Erbrente. Es siegeln die Schöffen zu Niederzier. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). Noch 7 jüngere Pergamenturkunden (jüngste 1656) 
unwesentlichen Inhalts. 
15. Erbung8boich im gericht Hamboch, a°. 1570 am mitwoch den acht- 
zienden Januarii uffgericht, benutzt bis 1572. — fol., sehr be- 
schädigt. 

16. 1667, Januar 19. Notariatsinstrument Über das Zeugen verhör be- 
treffend die Religionsübung in Hambach 1624. — 4 Bll. fol. be- 
glaubigte Abschrift. 

17. Kirchenrechnung 1658 bis 59. — 2 Bll. fol. 

18. Beschwerden gegen den Schultheiss Bleymann in Folge derKhchen- 
visitation von 1659 in 9 Punkten. — 4 Bll. foL 

19. Bent und inkömpsten an lender ei t erbpfachten, erbrenten und geld 
dero pastorei Hambach, anfgenommen 1661. — 5 Bll. fol. 

20. Einkünfte und Besitz der Pfarrkirche, Pastorat und Küsterei an 
Land, Geld, Erbpachten und Holzgewachs von 1665. — 3 Bll. fol. 

21. Ausführliches Rentenverzeichnis von 1711 (fol.) sowie zahlreiche 
jüngere Register und Hebbücher. 

- Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Broich: 

Getaufte 1675—1769, 1770—1798 in 2 Exemplaren. 

Getraute und Gestorbene 1770—1798 in 2 Exemplaren. 

1667 wurde kein Taufbuch vorgefunden, das damals begonnene 

ging im französischen Kriege verloren. 

2. Aus der Pfarrei Hambach: 

Getaufte 1607—1641, 1642—1666, 1666—1684, 1684—1733, 1726-1769, 

1770-1798. 
Getraute 1607-1640, 1642—1665, 1666—1683, 1685-1730, 1729— 

1769, 1770-1798. 
Gestorbene 1685-1726, 1727-1769, 1770-1798. 
Ein besonderes Register existiert für Getaufte, Getraute und Ge- 
storbene der Neuenburgischen Soldaten und ihrer famüien vom 
24. März 1660 bis August 1665. 

3. Aus der Pfarrei Selgersdorf: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1753-1770, 1770-98, letztere 1770 

—1792 in einem zweiten Exemplare. 

Die ältesten Bücher enthalten einige chronikalische Bemerkungen. 

4. Aus der Pfarrei Stetternich: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1800. 

- Im Privatbesitze des Herrn Bürgermeister Jungen: 

1. 1650, Juni 16. Wolfgang Wilhelm giebt dem Jülichschen secre- 
tarius Winandus Contzen unser uralt freies gut t die alte bürg 



14 Kreis Jülich. 

genant, in Erbpacht. Nach dem messzethd von 1604 enthält es 
an Acker 97 Morgen 57 Baten und lSVs Morgen Benden. — Perg. 
Or. 1 S. 
2. 1759, Okt. 1. Lehrbrief des Bäckeramts in Jülich für Johann 
Anton Koller. — Pap. Or. 1 S. aufgedruckt. 

Hasselsweiler. Kath. Pfarramt: 

1. 1505, Febr. 21 (up sent Peters avent ad cathedram). Johenghen 
Hugelers van Kircherten und seine Gemahlin Meye nehmen von 
Peter Jens van Upherten und seiner Ehefrau Bela Haus und Hof 
zu Opherten in Erbpacht für 8V2 Summern Boggen Boedinger 
maiffsen guetz korns nae tzwen penninck alzijt des besten, zahlbar 
Bemigii. Es siegeln die Schöffen zu Titze an Stelle deren von 
Mündt (zo Monde), die ein eigenes Siegel nicht besitzen. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). 

2. 1630, März 15. Anstellungsurkunde des Johannes Pistorius als 
Pfarrer in Hasselsweiler, ausgestellt durch den Offizial des Kölner 
Erzbischofs. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

3. 1659, März 12. Schenkung für die Frühmesse; unter den Kapitalien 
auch 300 Reichsthaler, welche die Stifter 1650, April 11, der Ge- 
meinde zur abzahlung der Schwedischer auf dem teutschen frie- 
denschluss zu Münster in Westphalen 1648 eingewüligter satis- 
faktionsgelder vorgeschossen hatten. — Perg. Or. Not.-Inst. 

4. 1697, März 8. Ablassbrief von Papst Innocenz XII. — Perg. Or. 

5. 1774, Jan. 8. Ablassbrief des Papstes Clemens XIV für das Fest 
der Kreuzerfindung (Mai 3) und ausserdem einen Tag, als welchen 
der Generalvikar am 22. September den Sonntag nach ersterem 
Tage bestimmt. — Perg. Or. 

6. 1721, Mai 18, und 1729, Dez. 30. Anstellungsurkunden für Conradus 
Hamecher und Petrus Esser als Bektoren der Kapelle zu Gevels- 
dorf. — Perg. Or. je ein Bleisiegel. 

7. Kirchenmeisterheberegister 1616/17 (fol.) und jüngere. 

8. Kirchenrechnungen 1630—1657 (1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd., wieder 
benutzt seit 1832) und seit 1700 einzelne Hefte für je ein Jahr. 

9. Verpachtung des Kirchenlandes auf 12 Jahre durch die Geschworenen 
und den Pfarrer Gerardus Schenenus 1604. — schmalfol. 

10. Protocollum visitationis von 1670. — 2 Bll. fol. 

11. Akten über die bauliche Ausbesserung der Kirche 1685, Bau des 
Turmes und der Pastorat sowie den Glockenguss 1756—1765. 

Hottorf. Kath. Pfarramt: 

1. 1506, Nov. 30 (op sent Andreis dach des hilgen apostelen). Bektor 
Michel van Linnich und die gemeinen Nachbarn von Hotorp geben 
mit raede jonker KarsiUis van Palant herren zo Breidenbeent, 
gijffter der capeUen zo Hotorp, vier Morgen Artland durch buives 



Kreis Jülich. 15 

noeden an der capeUen dem Raepgen van Marckelbach und seiner 
Ehefrau zu Erbpacht. Es siegeln die Schöffen des Hauptgerichts 
Jülich. — Perg. Or. sehr beschädigt. 1 S. (ab). 

2. Rechnungen der Kapelle zu Hottorf 1718—1735, in Sonderheit über 
die Erbauung des Rektoratshauses 1722—1729, enthalten auch Ur- 
kundenabschriften, meist mit Beziehung auf den Rektor, sowie 
die Armenrenten von 1598 ff., Anniversarkalender, Stiftungsurkunden 
von 1653, 1672, 1698, 1699 sowie die Renten des Rüsters. — 1 Bd. 
fol. Pap. in Perg.-Bd. 

3. Liber hie serviat pro futuro primissario in Hottorf d. i. Ver- 
zeichnis des Einkommens und Vermögens der 1746 gegründeten 
Frühmessstiftung. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. 

4. Kapellen- und Armenrechnungen 18. Jahrhs. 

5. Des Ertzstiffts CSln Reformation dere weltlicher Gericht, Rechts 
vnd Pollicey von Erzbischof Hermann 1538. — Druck fol. durch- 
schossen. 92 Bll. mit Foliierung in Antiqua. Vorn handschriftlich 
eingetragen: 1695, März 23. Verordnung von Franz Georg zu 
Manderscheidt und Blankenheim, dass alle Kontrakte, Testamente 
u. s. w. vom bestellten Land- und Gerichtsschreiber ausgestellt sein 
müssen. Angebunden sind Edikte von Clemens August aus den 
Jahren 1737, 1741, 1742 sowie Peinlicher Process das ist Gr&ndt- 
liche vnd rechte Underweysung wie man in peinlichen Sachen 
.... procediren soll (Druck, Frankfurt a. M. 1587 fol. 94 SS.). 
Handschriftlich eingetragen nach Bl. 68: Observanda beim holten 
herrengeding, 8 Absätze, die zum grössten Teil vom Wirtsgewerbe 
handeln. Vom 9. Absätze steht nur die Nummer da, also war das 
Hochgerichtsweistum jedenfalls länger. Die Örtlichkeit, wohin es 
gehört, ist nicht zu erkennen, vielleicht ins Manderscheidt-Blanken- 
heimische Gebiet, doch ist die Hand der beiden Einträge nicht 
dieselbe. 

Inden. Kath. Pfarramt: 

1. Register der Schuldverschreibungen, welche die Kirche Geuenich 
und die Nebenkirchen Altdorf, Inden und Pattern betreffen, 1520 
beginnend, doch ist der Anfang beschädigt, fortgeführt bis 1623. 
— 1 Bd. schmalfol. in Leder geb. 

2. Weistümer des Kirchspiels Geuenich (1 Heft 4° Pap. ohne Um- 
schlag, am Rücken mit Perg. geheftet, 15 Bll. Fach VII Nr. 11), 
nämlich: 

a) Kirchenwroech als wir sementliche nachbeuren zu Inden, 
Atihorff, Patteren und Geuwenich in unser kirspeils und 
moderkirchen zu Geuwenich uff sontagh vor halbfasten, ge- 
nant zu Latein Dominica Oculi zu wroegen und zu halten 
plegen. — 10 Absätze mit mehreren Unterabteilungen, Hs. 16. 
Jahrhs. Die Übereinstimmung mit dem Lagerbuch von 1578 
wird 1723 in einem Nachtrag bezeugt 



16 Kreis Jülich. 

b) Voigt inhalt dero wroegen, wie es mit steiren, beeren, voer- 
wegen, nachbarwegen, bauwegen, tridt und voeß paeden und 
sunst, wie von althers her breuchlich, zu Althorff zu halten und 
auf allen vogt- oder herrengedingen vorzuleisen breuchlich und 
gewonlich. — 14 Absätze, Hs. wie bei a). 

c) Weistum des auf dem Domhof gehaltenen Vogtgedings, auf 
Veranlassung des Ritters Daem van Ederen, Amtmannes und 
Baumeisters der Herren vom Dom, in eine Schöffenurkunde der 
Schöffen von Aldenhoven gebracht 1354, Jan. 7 (des anderen 
daghs nach dem hilgen dreitzehen dagh). 

3. Kirchenrechnungen aus der vormaligen Pfarrei Geuwenich, be- 
ginnend 1530, mit Unterbrechungen bis 1678. — 1 Bd. schmalfol. 
in Perg. gebunden. 

4. Kirchenrenten von Geuenich von 1605 (2 Bll. schmalfol.) sowie 
jüngere Verzeichnisse. 

5. Verzeichnus dero renthen rectoris ecclesiae Paterensis de a° 1661. 
— 2 Bll. fol. 

6. Register der vicarien zu Inden, renovirt anno 1670, enthalten in 
einem kleinen Merkbuch (1 Bd. 16°), welches mit 1666 beginnt. 

7. Erneuerung der Remigiusbruderschaft von 1624 in 6 Sätzen mit 
den Unterschriften der 3 Brudermeister. — 2 Bll. Pap. 

8. Statuta und ordnungh der bruderschaff und schutzereien der dorffer 
Inden und Altorff kir speis Gewenich von 1652 in 26 Absätzen. — 
3 Bll. 4°. 

9. Extr actus visitationis ex anno 1533. — 1 Bl. 

10. 1652, Febr. 12. Kontrakt mit dem Meister Rütger in Jülich, fünf 
Standbilder (SS. Remigius, Katharina, Maria, Johannes, Christus) 
für die Kirche in Geuenich mit Ölfarbe zu streichen und auszu- 
bessern. — 1 Bl. Pap. 

11. 1654, Jan. 11. Kontrakt wegen Reparatur des Glockenturms in 
Geuenich. — 2 Bll. fol. 

12. Renten des Offermanns zu Geuenich von 1656. — 1 Bl. 

13. Einige Akten über Reformierte in Inden 1683. 

14. Prozess der Pfarrkirche Geuenich gegen Heinrich Bardenheuer, 
welcher eine 1642 und 1648 begründete Stiftung von 100 Reichs- 
thalern der Kirche vorzuenthalten sucht, 1694 ff. — 1 Aktenfaszikel 
Fach VII. Nr. 3. 

15. Akten über die Veranlagung des Geuenicher Pastors zur Steuer 
seitens der Gemeinde Altdorf 1687—1711 und andere Streitigkeiten 
zwischen Pfarrer und Gemeinden. 

16. Prozess der Kirche gegen die Erben Nobis, die von jedem Morgen 
Land 6 Alb. an die Kirche zu zahlen verpflichtet sind, aber in der 
That zu wenig gezahlt haben 1778 ff. Dabei ein Auszug aus dem 
Messbuch der Gemeinde Inden v. 1754. 

17. Streitigkeiten mit dem Kloster Wenau wegen der Errichtung des 
Pfarrhauses zu Geuenich, zu der es verpflichtet ist, 1660 ff. 

18. Verschiedene Verordnungen 1677 bis 1723, welche das meispiel 



Kreis Jülich. 17 

(1680 und 1723), fastdabentsspiel und nachtsrasen (1677), todten- 
wachten und das mummenschantzen (1699) sowie die Arbeit an 
Sonn- und Feiertagen verbieten. 
19. Akten über die Kapelle zu Fattern 1636 ff., deren Vikar von den 
Inhabern des Hauses Bock und den gemeinen Nachbarn zu P. ge- 
meinsam präsentiert wird. Der Vikar muss in P. residieren und 
die Kranken daselbst versehen. — 1 Aktenfaszikel, Fach VII Nr. 9. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Schatzbuch dorffs Inden pro a °. 17561 Die Gesamtsumme der Steuer 
ist 176 Reichsthaler, der Steuerbezirk umfasst Inden und Altdorf. 
Das Land liegt in 9 Stücken, zusammen 116 Morgen 2 Viertel 
11 Ruthen. — 1 Bd. 16° ohne Umschlag. 

2. Aus der vormaligen jetzt eingegangenen Pfarrei Geunich: 
Getaufte 1753-1789, 1790-1798. 

Getraute 1753-1790, 1790-1798. 
Gestorbene 1753—1789, 1790-1798. 

— Evangelisches Pfarramt: 

Keine älteren Akten, die Pfarre wurde erst 1824 von der 
Mutterpfarre Jülich abgezweigt. Eine evangelische Schule, 
bestand seit 1789. 

— Im Besitze von Frl. Gertrud Göbbels: 

1. 1685, Mai 4. Laut Kapitelsbeschluss vom 16. Juni 1684 vererb- 
pachten Dechant und Kapitel des Kölner Domstifts ihren hoff und 
baumeisterei zu Inden an Johann Werner Esser und Maria Elisabeth 
Meisenberg für 80 Reichsthaler jährlich, zugleich legen sie dem 
Pächter die Verpflichtung auf, binnen Jahresfrist ein genaues Ver- 
zeichnis der Ländereien einzureichen und dasselbe aller 12 Jahre 
zu erneuern. Die Ländereien liegen in 3 Gewannen, welche 1586 
vermessen worden sind. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

2. Delineatio Über den zu Inden des hohen Dom Capitul Köln ge- 
legener höf, ländereyen und wiesen, worab wittiben Joseph Esser 
als erbpfächterin, entworfen vom Jülich'schen und Kölnischen ge- 
schworenen Landmesser Städtler in Eschweiler 1794. — 1 Karte 
auf Papier. 

Jülich. Kath. Pfarramt: 

1. 35 Urkunden 1325 bis 1687, davon bis 1500 neunzehn. 31 dieser 
Urkunden befinden sich in Abschrift in einem 1878 im Staatsarchiv 
Düsseldorf angelegten Kopiar. Einige Daten (1394, 1425) sind an- 
richtig aufgelöst. Es seien hier erwähnt: 

a) 1325, August 14 (in vigilia assumptionis beate Marie virginis). 
Gerhard, Graf von Jülich, giebt seine Zustimmung zum Ver- 
kaufe eines ihm zinspflichtigen Gutes, welches Agnes de Vrariken- 
hem an Heinrich dictus Vroel de Vrorchem veräussert. — Perg, 
Or. 1 S. (ab). 

2 



18 Kreis Jülich. 

b) 1329, Juni 30 (feria sexta post octavam sacramenti). Woltherus 
und Sophya, Eheleute, überweisen dem Altar St. Johannis zu 
Jülich eine Erbrente von 2 Schillingen aus einem Hause zu 
Jülich zur Begründung eines Anniversars. — Perg. Or. 1 S. 

c) 1366, März 11 {des godestais na deim sundage dat man sinckt 
Oculi). Jacob wilne Francken sun van Kirberch verkauft dem 
Ritter heren Karsilisse van Meroyde zu Ehren des H. Kreuz- 
altars in der Kirche zu Jülich 12 Mark geltz peymentz als 
gencge ind geif is aus seinem Lande zu Kirchberg. — Perg. 
Or. 1 S. 

d) 1382, März 4 (des veirden dages in dem mertze). Heynrich zo 
der Lilien und Thys Hamecher mit ihren Ehefrauen verkaufen 
Joris zom Schaiff und seiner Ehefrau */ 2 Mltr. rocgen erfkoern- 
gülden Guilger maissen neist sees penningen des besten. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

e) 1394, Sept. 21 (up sent Matheis dach des heilighen apostolen 
ind ewangelisten). Johan van Hengbach und sein Sohn Wynant 
proist zo Moynster in Eyfflen verkaufen dem Dechanten und 
Kapitel der kirchen sent Johans apostolen ind ewangelisten zo 
Nydegghen l 1 /^ Mltr. Roggen Erbrente, zahlbar zwischen Remigii 
und Allerheiligen, für 67 Mark. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

f) 1398, April 20 (vicesima die mensis Aprilis). Heinrich van 
Mertzenhusen, knape van waipen, verkaufen dem St. Katharinen- 
altar zu Jülich 3 Mltr. Roggen Aldeuhovener Mass aus 9 Morgen 
Land zu Barmen. — Perg. Or. 2 S. (lab). Dabei Kopie auf 
Papier. 

g) 1425, März 30 (des vrydachs vur palmdage). Vor den Schöffen 
zu Jülich nehmen die Eheleute meister Johan Westfelinck und 
Bela von Cilien der kremerssen ein Haus mit Hofstatt gegen 
4 Mark Erbzins in Besitz. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

h) 1428, August 9 (op synte Laurentius aevent). Kunigont, Witwe 
des Thys Guedels van Guylghe, nebst ihren beiden verheirateten 
Töchtern überweist dem herren Symon Busplocke, Priester 
zu Aachen, und dessen Mutter das Leibzuchtrecht an mehreren 
Erbrenten aus Jülicher Häusern. — Perg. Or. 3 S. (2 ab). 

i) 1449, Februar 27 (des donrestages neist na eschdage). Hansß 
Grelle und seine Gemahlin Bele verkaufen dem Priester Her- 
mann zum Rosenkranz, unsme lieven neven und swaiger, und 
seinen Erben 3 Mltr. Roggen Aldenhover Mass neist sees 
penningen alwege des besten erfliger koerenghulden und renten. 
— Perg. Or. 1 S. (ab). 

k) 1451, Juli 31 (an sunte Peters [aventf] genant vincula Petri). 
Gerart Saitzje und seine Ehefrau Jutte bekennen dem eirbaeren 
Johanne Roiwen, genant Stute, und seiner Gemahlin Hille 2 Mltr. 
Roggen Rente schuldig zu sein. — Perg. Or., teilweise beschädigt, 
1 S. (ab). 



Kreis Jülich, 19 

1) 1451, Juli 31 (up sent Peters avent genant vincula Petri). Johann 
Boiwe überweist diese Kornrente von 2 Mltr. Roggen den Bruder- 
meistern der Mathiasbruderschaft zu Jülich. — Perg.Or. 2 S. (1 ab), 
m) 1456, November 12 (up sent Cunibertus dach confessoris). Engel- 
brecht Nyt van Birgell, ritter erffmarschaü des lands van Guilgh 
verlehnt seine Hofstatt up deine Damme dem Kirstgen schroeder 
van Wysswylre für V« malder even, einen capuyn ind ein zeynd- 
hoyn Jahrpacht, Martini zu liefern binnen die burch zo Esch- 
tvylre, — Perg. Or. 3 S. (ab). 

n) 1464, Febr. 1 (up unser liever frouwen avent genant purificatiö). 
Heinrich Beleman von Weiler verkauft dem St. Ratharinen- 
altar zu Jülich mehrere Erbzinse aus Häusern in Jülich. — 
Perg. Or. 1 S. 

o) 1468. Dit is alsulge rente, zins ind artland, as sent Kathrinen 
elter hau geldens, dat ich her Peter van Lynne gehurt hain 
anno locviij. — 1 Bl. Perg 

p) 1477, März 2 (des tzweyden daechs in dem mertz). Gerhard 
Haer überweist von 3 Mltr. Roggen Erbrente (vgl. oben i) von 
1449) 2 Mltr. der Kirche zu Jülich zur Stiftung einer Frühmesse 
und 1 Mltr. dem St. Katharinenaltar tauschweise für einen 
andern Erbzins. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

q) 1477» März 12 (up sent Gregorius dach des heügen payss). 
Vor den Schöffen zu Guyige verkauft Rutger kremer onse 
mitstoelbroeder dem Kirchmeister zo behoeff der vroehemissen 
6 sumberen rocgen. — Perg. Or. 1 S. (ab), 

r) 1478, Februar 28 (up den testen daich des mayntz februarii). 
Vor den Schöffen zu Kirchberg erwirbt Arnold Bungartz die 
Leibzucht rechte des Adam zum Leopard, bestehend in 2 Mltr. 
Roggen und 5 Kapaunen, um sie mit Geld abzulösen und dann 
darüber zu verfügen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

s) 1488, Februar 15 (up frydach nae sent Valentyns dach). Konrad 
von Nievenheim, Bürger zu Jülich, verkauft dem St. Katharinen- 
altar eine Erbrente von 2 Mltr. Roggen. — Perg. Or. 1 S. 

t) Ende 15. Jahrhs. Erneuertes Zinsregister des St. Katharinen- 
altars. — Perg. IS. 

u) 1501, Febr. 1 (up . onser liever frouwen avent; lichtmis). Vor 
den Schöffen zu Jülich verkauft Daem zom Kes.sell t Belen van 
Marken der alder schultissynnen son, an Heynrich Schrader 
zo Kirtzenich . . . zwein erffboume erffAchs hultzgewais. — 

• Perg. Or. 1 S. (ab). 

v) 1509, Febr. 11. Vergleich zwischen Pastor und Schöffen zu 
Lendersdorf . betreffs des Präsentations- uud Investiturrechts 
bei der Vikarie b. Marie virginis zu L. — Perg. Or. Not.-Inst. 

w) 1550, Juni 20 (den zwentzigsten daich ime braemaendt). Vor 
Richter und Schöffen zu Düren verlehnt her Frans van Mieshem, 

■ unse mitscheffen, dem Meister Gillissen, deme schoemecher, die 
Hausstätte, genant die aldefleischschare t die er nach denrBrande 



30 Kreis Jülich. 

erworben, für 5 Goldgulden Erbzins (Perg. Or. 1 S.). Die 5 Gold- 
gulden Rente werden 1552, April 15 (zom halven april) zu einer 
sondachsmissen vur die siechen up der Roeren gestiftet (Perg. 
Or. 1 S.). 

x) 1554, Oktober 19. Geburtsschein der Schöffen zu Korschen- 
broich (Kyrszmich) für Veit Degens, natürlichen Sohn des Adam 
Van Haeren, soe domails ein diener zu Mylendonck was, und 
Katharina Degens. — Perg. Or. 1 S. aufgedrückt. 

y) 1557, März 31. Vertrag zwischen der Stadt Jülich und dem 
Rektor des St. Katharineu- und Gasthausaltars, wonach letzterer 
eine Leibrente von 10 Mltr. Roggen und 18 Mark erhält, die 
Einkünfte der Altäre aber laut herzoglicher Ver- 
fügung dem Schul- und Armenfonds überwiesen wer- 
den. — Perg. Or. 1 S. 

z) 1625, Febr. 24. Statuten der Schuhmacher-Bruderschaft St. Crispini 
zu Jülich, 
aa) 1652, April 30. Wilhelm Karl von Harff zu Loersbeck verpfän- 
det dem Peter Ulner sein Gut zu Patteren auf 6 Jahre für 1200 
Reichsthaler. — Perg. Or. 6 S. 

2. 1569, Sept. 28 (IV. Kai. Octobris). Der Abt von Gladbach Petrus 
a Bocholtz errichtet auf Wunsch des Herzogs Wilhelm v. Jülich 
die Statuten des von Nideggen nach Jülich zu verlegenden Kolle- 
giatstifts. — Perg. Or. 8 Bll. grossfol. 1 S. 

3. Veterum aliquot rituum seu consuetudinum ecclesiae collegiatae 
Juliacensis ad normam aequitatis reformatarum declaratio. Dussel- 
dorpii 1575. — ■ Druck auf Perg. fol. 4 Bll. unpaginiert. 

4. Statuta quarundam iüustrissimi principis ac domini D. Guüielmi 
Juliacensium etc. collegiatarum ecclesiarum authoritate apostolica 
correcta et confirmata. Dusseldorpii 1515. — Druck auf Perg. 
fol. 39 SS. in Antiqua paginiert, Perg.-Umschlag. 

5. 1651, Dec. 25. Goswinus Nickel, Jesuitengenera], begründet die 
Bruderschaft der Unbefleckten Empfängnis zu Jülich. — Perg. Or. 
1 S. Der Rand der Urkunde ist bunt gemalt. 

6. Ad usum capituli Juliacensis anno MDCCXC (1790) d. i. Statuten, 
welche die Beziehungen der Kanoniker zum St. Hubertus-Orden 
regeln, in 9 Absätzen. — 1 Heft 4°. Pap. in roten Sammet ge- 
bunden. 

7. Schriften des Dominikaners Petrus v. Dacien f c. 1288; vgl. Quetif- 
Erhard, Scriptores Ordinis fr. Praedicatorum I ff. (1 Bd. fol. Perg. 
in Holz und Leder gebunden. Hs. 14. Jahrhs.). Den Inhalt bildet: 

a) Ein Gedicht des Petrus. 

b) Die Lebensbeschreibung der Christiua von Stommeln. 

c) Briefwechsel des Petrus mit Christina. 

Die beiden letzten Abteilungen sind ediert von Johannes Paulson 
als Petri de Dada vita Christinae Stunibelensis. Gotöburgi 1896 
(=Band I der Scriptores latini medii aevi Suecani) t wo auch die 
Hs. genau beschrieben ist. Vgl. auch A. Steffens, Die Verlegung 



Kreis Jülich. 21 

des Kollegiat-Kapitels von Stommeln nach Nideggen in „Annalen 
des historischen Vereins für den Niederrhein* 68. Heft (1899), S. 110. 

8. Rechnungen der „Dürener Kellnerei" des Jülicher Kapitels 1573, 
1629, 1635—37, 1639—1792 mit kleinen Unterbrechungen. — Einzelne 
Hefte fol. mit den folgenden Rechnungen zusammen in 4 Holz- 
kästen untergebracht. 

9. Rechnungen des Kapitels zu Jülich 1580, 1598, 1599, 1609, 1654 u. s. w. 
mit Unterbrechungen bis 1790. — fol. 

10. Rechnungen' über das Vermögen der Kirchenfabrik (Kirchen- 
rechnungen) 1596, 1598, 1600, 1601, 1611, 1613, 1615, 1618 u. s. w. 
mit Unterbrechungen bis 1802. — fol. 

* — Bürgermeisteramt: 

Ziemlich reichhaltiges Stadtarchiv, welches eine Ordnung 
und genaue Inventarisierung dringend nötig erscheinen lässt. 
Demnächst soll im Hexenturm ein Archivraum eingerichtet 
werden. Es finden sich 69 Urkunden 1459 bis 1760 und bedeutende 
Aktenbestände. Vgl. unten S. 35 Nr. 11. Hier seien erwähnt: 

1. 1459, Okt. 22 (up sent Severintz avent confessoria). JReynart Oesse 
van Wailhusen und seine Gemahlin Marie verkaufen dem Ritter 
Heinrich Hoyn van dem Pesche 3 Morgen Busch, genannt Moltz- 
buyschs. — Perg. Or. 2 S. 

2. 1460, Mai 25 (up sent Urbaens dach). Vor den Schöffen zu Vremers- 
torp verkauft die ersame jonffer Kathryne van Braichelen wilne 
elige huysfrouwe des Braichelers, dem got genaide, ihrem neven, 
dem Ritter Heinrich Hoenen van dem Pesch, ihre näher bezeichneten 
Güter daselbst. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1559, Sept. 4. Kaiser Ferdinand bestätigt die der Reichsstadt 
Aachen am 4. Mai 1559 verliehenen Privilegien. ~ Perg.-Heft von 
8 Bll. grösstes 4°, 1 grosses S. an gelb-schwarzer Seidenschnur, 
bezeichnet: Urkhundt insinuatae confirmationis privilegiorum Aquis- 
granensium, auch die Bemerkung: Taxa zehen gülden. 

4. 1567, Nov. 30 (am letzten tag Novembris). Barbara van Harff, 
Witwe Alexanders von der Ehren, quittiert der Stadt Jülich über 
den Empfang von 25 Goldgulden Erbrente. — Pap. Or. 1 S. auf- 
gedrückt. Ebensolche Quittung von 1576, Dez. 25 und 1577, Dez. 9, 
letztere von Johan Helradt als Erbe der Barbara. 

5. 1582, Dez. 14. Hamboch. Herzog Wilhelm an seinen Sohn Johann 
Wilhelm, Administrator des Stifts Münster, wegen der Gesandtschaft 
an den Herzog von Alanzon. — Pap. Or. 1 Bl. mit eigenhändiger 
Unterschrift Wilhelms. 

6. Gasthausrechnungen seit 1530, Titel der ältesten: Dyt ist rechen- 
schaff ind bewyss myn Johan zer docken, als ich van weghen dess 
gasthuys zo Gulich untfanghen ind wydder uyssghegheven hayn 
als van dem jar xv* 30 angaende up sent galten dach (Okt. 16) 
ind widder uyssgaende in deme jar xv c 31 auch up sent galten 
dach, als hernae beschreven. 



22 Kreis" Jülich. 

7. Stadtrechnungen 1546 ff., das Rechnungsjahr beginnt mit St. Gallen- 
tag, für jedes Jahr ein Heft. 

8. Ratsprotokolle seit 1647 und Steuerheberegister 18. Jahrhunderts. 

9. Häuserverzeichnis von 1647 nebst der auf jedes Haus fallenden 
Einquartierung des Lothringischen Regiments under Valentin Mou- 
rant — Pap. 20 Bll. fol. 

10. Folgen die broder St. Nicolai bruderschaft mit nahmen, zunahmen, 
jahrzahl und tags, welche sich einschreiben laessen und die ge- 
rechtigkeit dero loblicher broderschaft verricht haben. Die Listen 
beginnen 1550 und sind fortgeführt bis 1682, angelegt um 1630. 
— - 1 Bd. fol. in Lederband, beschädigt. 

11. Lager Buch der Haubt Stadt Gulich A<> 1763 (1 starker Foliant 
in Perg.-Bd. mit 2 Schlössern), enthaltend die für die Stadt wich- 
tigsten Urkunden in Abschrift, u. a. 

a) Stadtliraiten von 1656, 1764, 1776. 

b) 1416, Okt, 16 (freitags auf st. Gattentag). Privileg von Herzog 
Reinbold. 

c) 1437, Juli 20 (des zwanzigsten tags in Julio). Bestätigung durch 
Herzog Gerard. 

d) 1475, Okt. 7 (des siebenden tags in Octöbri). Bestätigung durch 
Herzog Wilhelm III. 

e) 1511, Sept. 25 (auf den nechsten doner stag nach st. Mathaeus 
tag). Bestätigung durch Herzog Wilhelm III. 

f) 1563, Dez. 15. Bestätigung durch Herzog Wilhelm IV. 

g) 1572, Okt. 20. Vergleich des Kapitels mit dem Rate wegen 
Kirchenfabrik und Schule, nachdem 1569 die Kpllegiatkirche 
von Nideggen nach Jülich verlegt worden war. (Das sehr be- 
schädigte Or. ist vorhanden). 

h) 1553, Äug. 31. Gründung einer mägdger schul. 

12. Aus der katholischen Pfarrei Jülich: 
Getaufte 1635—1798. 

Getraute 1651—1798. 

Gestorbene 1647—1706, 1721—1798. 

13. Aus der reformierten Pfarrei Jülich: 
Getaufte und Getraute 1611—1798. 
Gestorbene 1738—1798. 

14. Aus der lutherischen Pfarrei Jülich: 
Getaufte und Getraute 1611—1798. 
Gestorbene 1679—1798. 

15. Aus der Pfarrei Mündt: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1793. 

16. Aus der Kapellengemeinde Pattern: 
Gestorbene 1770—1793. 

— Evangelisches Pfarramt: 

1. 1648, Febr. 24. Bitte um Restitution der Evangelischen Augsbur- 
gischer Konfession im Fürstentum Kleve auf Grund des zwischen 



KreiB Jülich. 28 

Kurbrandenburg und Pfalz-Neuburg am 8. April 1647 geschlossenen 
Hauptvertrags. — Pap. 4 Bll. fol. 

2. Verschiedene Akten zur Geschichte der Religionsübung im 17. 
Jahrhundert, auch mehrere von Friedrich Wilhelm, Kurfürsten von 
Brandenburg (la, 14. IV, 1). 

3. Konsistorial Verhandlungen der evangelisch-re formierten Ge- 
meinde 1659 bis 1833, als Newes Consistorialbuch bezeichnet. — 
1 Bd. fol. 

4. Konsistorialverhandlungen der evangelisch-1 utheri sehen Gemeinde 
1735 bis 1800. — 1 Heft schmalfol. ohne Einband. 

5. Akten der Synode erster Klasse 1722 bis 1757. — 1 Bd. fol. Darin 
auch vorn die Kirchen Ordnung in 154 Absätzen, (vgl. I. Bd. S. 126 
Nr. 13) hinten die Getauften, Getrauten und Gestorbenen nach 1798. 

6. Akten der Jülichschen Provinzialsynode 1722 bis 1750 (1 Bd. fol.) 
sowie viele einzelne Aktenstücke je über eine Synode. 

7. Akten der Generalsynode (1 Bd. fol.) enthält: 

a) Verhandlungen der Niederländischen Kirchensynode zu Embden 
1571, Okt. 4 (32 Absätze). 

b) Generalsynode zu Duisburg 1610, Sept. 7. 

c) Linnich 1611, Mai 3 bis 6. 

d) Duisburg 1611, Sept. 6 und 7. usw. bis Hückelhoven 1623, Mai 
16 und 17. 

8. Kirchenrechnungen 1616 ff., Armenrecbnungen 1634 ff. 

9. Lagerbuch der Lutherischen Gemeinde von 1743. — 1 Bd. fol. 

10. Berechnungsbuch der Lutherischen Gemeinde 1779 bis 1806. — 
1 Bd. fol. 

11. Lagerbuch der reformierten Gemeinde 1776 bis 1830. — 1 Bd fol. 

12. Lutherische Getaufte und Getraute 1770 ff. 

Im Besitze der Schützenbruderschaft SS. Antonii und Sebastiani 

(derzeitiger Brudermeister Herr Rentner Theodor Schmitz) : 

1. 1486, März 24 (up unser liever vrauwen avent annunciacionis in 
der vasten,). Testament des Heynrich van Huympusch, worin u. a. 
die Bruderschaft 8 Mltr. Roggen Erbrente erhält. — Perg. Or. 2 S. 
(ab). Vgl. Kühl, Geschichte der Stadt Jülich II, S. 310. 

2. Verschiedene Erwerbstitel der Bruderschaft 1553, 1557 u. s. w. 
nebst Vorurkunden. 

3. Bruderschaftsbuch: Folgen nun anfencklich vorangemelter broder- 
schaß bis auf heuttige stundt loblich gehalttene und in einer taf- 
feien beschriebene gesetz und gebrech wortlich hernach, welche sie 
nach- und verlauffener zeit nach eingerissenem missbrauch macht 
haben zu verbesseren, zu mehren, minderen und zu addieren 1607. 
Der älteste Bruder ist Dham van Harff, König 1504. — 1 Bd. 8°, 
quer beschrieben, benutzt bis zur Gegenwart. 

4. Einladungen zu den Schiessen nach Köln 1630 ff. und Aachen 
1650 ff., z. T. gedruckt. 

5. Karl Franz Meyer, Historische Abhandlung über die Gesellschaft 



24 Kreis Jülich. 

der Aachener Bogen-Schützen. — Druck 1802, Verlag von Johann 
Joseph Plum 48 S. 8°. 

Kalrath. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1895 von Bettenhoven abgetrennt. 

Kellenberg, Schloss. Im Besitze des Grafen von und zu Hoens- 
broich: 
Das Archiv befindetsich im "Familienar chi v der 
Baitz vonFrentz zuHattenheim, da das Schloss erst in 
neuerer Zeit durch Heirat von letzterer Familie an die 
des dermaligen Besitzers gekommen ist. 

Kirchberg. Kath. Pfarramt: 

1. 1428, Sept. 2. Anniversarstiftung seitens der Familie Croppenberg, 
der zufolge Dienstags vor jedem Quatember 3 Messen in der Kirche 
zu Bourheim durch die Pfarrer von Kirchberg und Pattern und 
den Altaristen in Bourheim gehalten werden. — Urk. selbst fehlt, 
nur ein Auszug 18. Jahrhs. ist vorhanden : pro extractu protocoüi 
fundationis. Holtz decanus ruralis. 

2. 1626, Juni 12. Dem Landdechanten wird geklagt, dass der Vikar 
des Altars B. Mariae Virginia, dem die schult zu halten auflig^ 
sich zum Schuldienst nicht eigne, und man bittet um einen andern. 
Der Landdechant bestimmt, dass der Vikar 10 Mltr. Boggen und 
2 Goldgulden jährlich für den zu bestellenden Schulmeister ab- 
geben soll. — Pap. Abschr. 1 Bl. 

3. 1647, Jan. 15. Die zur geistlichen Jurisdiktion in der Christianität 
Jülich bestellten ordinarii judices (Geistliche) erklären, dass es 
zweckmässig sei, zwei kleine Stücke Land zur Abrundung des 
Pfarrgartens durch Hingabe einer kleinen Kornrente zu erwerben. 

— Pap. Or. 2 Bll. Unten Vermerk über wirklich erfolgten Verkauf. 

— Bürgermeisteramt: 

1. 1575, Januar 2. Christina von Stommel, Witwe Peters von Kyrberg, 
Vogts zu Jülich, Peter v. Quell und Paulus Herll regeln die Nutzung 
einer Armenstiftung, welche 1571 Peter von Kyrberg in Gestalt 
von 24 Morgen Land errichtet hat, und vermehren dieselbe durch 
den Hof zu Hassel und 20 Häuser in der Judengasse zu Jülich. 
Die Stiftung soll den Armen zu Jülich und Kirchberg zu gute 
kommen und zwar sollen 20 alte Arme in den Häusern wohnen, 
wovon 10 Jülich und 10 Kirchberg und Bourheim angehören sollen. 
Da der Hof zu Hassel, welcher für die dritte Garbe verpachtet 
ist, und die 24 Morgen 618 Mltr. 1 Summern Roggen einbringen, 
wird den Armen Sonntags 6 % Brot, V« ff Speck, */* U Butter und 
2 Alb. Geld gegeben, in der Fastenzeit Erbsen und eventuell Ol. 

— Beglaub. Abschr. 18. Jahrhs. 



Kreis Jülich. 25 

2. Aus der Pfarrei Kirchberg: 

Getaufte 1635-1692, 1692-1794, 1795-98, 1770-1793. 
Getraute 1641—1692, 1692-1794, 1795—98, 1770—1793. 
Gestorbene 1638—1692, 1692-1794, 1770-1793. 
Gefirmte 1685. 
Personalien der Familie Loersbeck 1583—1661. 

* — Haus. Im Besitze des Herrn Baron von Dalwigk-Lichtenfels. 

Das ziemlich bedeutende aber vollständig unge- 
ordnete Archiv ist in mehreren grossen Kisten unter- 
gebracht. Die Mehrzahl der Urkunden und Akten be- 
zieht sich auf Sc hl o 88 Ar ce n bei Venl o, manches auch 
auf Dilborn, Elmp t, Erzelbach, Glimbach, Kirchberg, 
Koslar, Haus Pesch. 

Aus dem reichen Inhalt sei hier erwähnt. 

1. 1303, Januar 6 (in epiphania domini). Johann, Herzog von Loth- 
ringen, Brabant und Limburg, privilegiert den fidelis noster Gheer- 
locus de Buscoducis dahin, dass alle, welche die namentlich ge- 
nannten Güter desselben bauen, frei sein sollen von allen Lasten 
(exactionibus, expedicionibus, vecturis, angariis, serviciis, honeribus 
quiscunque), ausgenommen bei Ausstattung einer Tochter, Wehr- 
haften achung eines Sohnes und Loskauf des Herrn aus der Ge- 
fangenschaft. — Perg. 1 8. Transsumpt v. 1347. 

2. 1354, Mai 28 (des güdesdages na zünte Urbaenus daghe des heiige 
pauwez). Goswin van Zeveren ridder verspricht dem Ritter Otto 
van Aerzen und anderen, die sich für 80 alte Schilde an seiner 
Statt verbürgt haben, Schadloshaltung. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1366, Okt. 23 (pp sente Severiens dach des heiligen biscops). Hei- 
ratsvertrag zwischen Henric Rost van Cryekenbeke knape und 
Willem van Wisschel ridder, dessen Tochter Gertrude ersterer 
tot enen witliken tvive erhält. — Perg. Or. 5 S. (3 ab). 

4. 1370, November 16 (des satersdages nae sünte Martijns dach inden 
winter). Johan Haghedorne, Goeswijns soen, bekennt, von herrn 
Otten van Aershen ridder 100 pont payments als tot Goch genghe 
end gheve is, als Abschlag auf eine grössere Summe bekommen 
zu haben. — Perg. Or. 2 S. 

5. 1371, Juni 28 (op sente Peters end sente Pauwels avent), Johan 
van Brüechusen verspricht seinem Verwandten (maich end vrient) 
Ritter Johan van Buren, der sich für ihn für 440 dobbel mütüne 
verbürgt hat, Schadloshaltung. — Perg. Or. 1 S. 

6. 1372, Juni 25 (des neesten vriedaechs nae Johannis baptiste in 
middezomer). Heynric van Wisschel, heren Dirics soen van Wisset, 
bekennt, dass er geschworen hat, gegen Otte van Büeren, Herren 
zu Arzen, in keiner Weise etwas zu thun. Sollte es geschehen, so 
erklärt er sich vor allen heren, steeden, ritteren ende knechten 
meinedich, trouwelos, eerloes ende van allen rechten verlacht. — 
Perg. Or. 3 S. Mehrcrc ähnliche Urkunden liegen vor, z. B. von 
1371 und 1419. 



26 Kreis Jülich. 

7. 1382, November 2 (des neesten sündages nae alre heiligen dage). 
Arnolt here toe Wachtendonch verspricht Herrn Otto von Buren, 
Herrn zu Arzen, und den gemeinen Schöffen und dem Land Arzen, 
dass er ihnen ihren Hauptbrief zurückgeben will, wenn die 600 
müttune, die sie ihm schulden, von Termin zu Termin richtig be- 
zahlt sein werden. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. 1461, Juni 3 (up des heiligen sacraments avent). Johan van Bueren, 
her tot Arssen, der vom Herzog von Geldern für Donnerstag (4. 
Juni) 10 Uhr nach Geldern geladen worden ist, entschuldigt sich, 
dass er nicht kommen könne, da er seit länger als einem Monat 
krank end sieck te bedde gelegen habe und noch krank sei. Er 
hat 36 Wochen in Utrecht in Gefangenschaft gelegen und die von 
Venlo haben ihm das Seine genommen u. s. w., deshalb bittet er 
zugleich inständig um Hilfe. — Pap. Rest des Verschlusssiegels. 

9. 1493, Mai 5 (des vunffden dages in deme meye). Jenne, Tochter 
Eigelbrechtz Stachen (t) von Golsheim und seiner Ehefrau Ydtge 
van Wylderoedt, Klosterjungfrau zu Blaetzheim, erhält eine Rente 
von 6 Mitr. Roggen aus dem Hofe zu Golsheim und verzichtet 
dafür auf alle Ansprüche an das elterliche Erbe. — Perg. Or. 1 S. 

10. ? Namen von 35 Rittern: Dit sijn die goen, die hier vor ghescreven 
staen, die mede waren upger linxvoert, die noch leven, doe mijn 
heer van Gelren hertoch Wyllem sijn vrijnt sand upger linxvoert 
mit namen her Johan van den Veld end Jan van Eyl y gheheiten 
up Gastendunck, end Elbert van Eyl cokemeister t als daer cond 
te hören end braick, des den van Stralen end van Arssen onder 
ein noet was. — Pap. 2 Bll. Hs. 15. Jahrhs. 

11. ? Die naber scap aenghen doerp klagt dem erent festen und fronten 
herrn tot Arsen, dass die van Stralen ihnen 34 Stück Vieh in uwer 
lifden herlicheit weggenommen haben, und bitten um Hilfe. — 
1 Bl. Pap. Hs. um 1500. 

12. 1570, Mai 1. Erklerungh der hoch- und gerechtigkeit, so einem 
hochwirdigen thumbprobsten von wegen des thumbstiftz zu Coln 
auf dem wald und busch, die prebstei genent, sambt anderen lehen- 
guttern zu Aldenhoeven und den lehenmennem und erben daselbst 
von althers her gejart und noch in geprauch seind aus alten er- 
kentnis, schein und registratoir erfunden, 11 Absätze. — Pap. fol. 
4 Bll. Hs. 16. Jahrhs. mit dem Vermerk: presentatum den ersten 
tag mei anno 70. Vgl. oben Aldenhoven, Pfarramt S. 1 Nr. 4 und 
Bd. I, S. 95 Nr. 5. 

13. Brandregister durch Johan von Lyntzenich und Frans von Loe- 
venichy beide hultzgreven des thumpr ob steter walds de anno 1580 
am 28. Septemb. ufgericht, und ist uf das manguet 2 verken, uf 
das taufgut 1 und uff ein koetter ein halb verken uffgebrant. — 
19 Bll. fol. 

14. Lagerbuch des Palander Haus zu Frechen und Bachern gelegen 
(l Bd. fol. 17. Jahrhs.), darin: 



Kreis Jülich. 27 

a) 1300, Okt. 15 (in die beatorum Maurorum). Teilungsvertrag 
zwischen dominus Gerardus Rost dictus van sanct Amoltzivilre 
pincerna de Nidecgin, miles, und der Witwe seines Bruders 
Arnold, demzufolge ersterer Frechen erhält. 

b) Frechener weisthumb in 3 Achten. — 8 SS. fol. 

15. MemoriaUbuch Karsilii von PaflantJ herren zu Wachendorp, um- 
fassend die Zeit 1622 bis 1626, enthält neben Aufzeichnungen über 
den Wirtschaftsbetrieb auch solche über kriegerische und Natur- 
begebenheiten. — 1 Bd. fol. 

16. Leibgewinnbücher von Arcen, Herrlichkeit Kappel und Haus Bree 
(tot Breede) seit Anfang 16. Jahrhs. — Meist fol. 

17. Lagerbuch von Haus Schlossburg von 1661. — 1 Bd. fol. 

18. Zahlreiche Familien- und Geschäftsbriefe 15. bis 18. Jahrhs., nament- 
lich zahlreich in der 2. Hälfte 17. Jahrhunderts. 

Koslar. Kath. Pfarramt: 

1. 1462, Dez. 26 (sent Stephanusdach prothomartiris). Kathryne van 
Harve und ihre Söhne Wilhem ind Dreis verkaufen dem erberen 
Wilhem Gryne van Aldenhoven 8 Mltr. Roggen Erbrente Alden- 
hover maissen neist seis penningen des besten. — Perg. Or. 4 S. (ab). 

2. 146?, Mai 13 (up sent Servaciusdach confessoris). Wylhelm mit 
den genssen van Aldenhoven verkauft dem joncker Wilhelm Gryn 
12 Mark guilgs geltz Erbrente, zahlbar zu Lichtmess. — Perg. Or« 
3 S. (ab) sehr beschädigt. 

3. 1467, Tag unleserlich. Wilhelm Gryn van Aldenhoven stiftet 12 Mark 
Erbzins und 2 erffmalder roggen zu einer er ff missen, die er f flieh 
ind eteentlich geschein sal in der kirchen tzo Koisler. — Perg. Or. 
2 S. (ab). Sehr beschädigt durch Mäusefrass. 

4. Dyt synt de reicht, gewoende ind aide herkomen up Kosler busch. 

— Zwei aneinandergeheftete Pergamentstreifen, Hs. 15. Jahrhs., 
Schriftzüge teilweise verblichen. Vgl. S. 43 Merzenhausen. 

5. Dyt is die broederschaff der hilliger jonfferen sent Aldegündis 
patronersehen der kyrehen zo Coeslar, wilcher broderen ind susteren 
namen heimae beschreven volgen, Hs. um 1500. Von der ersten 
Hand 13 Seiten, dann Fortsetzung von verschiedenen Händen, 
worin als älteste Jahreszahl 1535 erscheint. Den Inhalt bilden 
neben jüngeren Stiftungsurkunden in Abschrift Bruderschafts- 
rechnungen, mit denen die Kirchmeisterrechnungen vereinigt sind. 

— 1 Bd. 8°. Pap. in schwarzes Leder gebunden. 

6. Buch der 1622 gestifteten Bruderschait St. Annae. — 1 Bd. 4°. 
Pap. in Perg.-Bd. 

7. Akten über die verweigerte Reparationspflicht an der Kirche 
seitens des teilweisen Decimators, des Besitzers von Haus Engels- 
dorf, um 1740. 

8. Kirchenrechnungen 18. Jahrhs. 

9. Provisional Vergleichung zwischen den . . . Chur Fürsten Herrn 
Ferdinanden, EHzbischoffen zu Colin, . . . und Herrn Wolffgang 



28 Kreis Jülich. 

Wilhelmen, Pfaltzgraven bey Rhein, . . . wie es mit der Geistlichen 
Jurisdiction in den GMichschen Fürstenthumben und Landen biß 
zur Hauptsächlichen und endtlichen Abhandlung zu halten vom 
28. Juli 1G21. Gedruckt im jähr J621. — Druck 4°, 12 B1L nicht 
foliiert. 

10. Krumbstab schleust niemand auß 1643. — 1 Bd. fol. Druck 249 S. 

11. Decreta et statuta dioecesanae synodi Coloniensis von Maximilian 
Heinrich (1650-1688). — 1 Bd. fol. Druck 210 S. ohne Titelblatt. 
Vgl. Bd. I, S. 184 Nr. 5. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Eoslar: 

Getaufte 1635—1684, 1684—1699, 1699—1769, 1770-1798. 
Getraute 1635—1696, 1699-1754, 1756-1769, 1770-1798. 
Gestorbene 1635-1688. 1699-1748, 1748-1754, 1757—1769, 1770-1798. 
Im ältesten Buch auch die Kirchen-, Pfarr- und Zehentländereien 
verzeichnet, in 3 Gewannen: Brülfeld, Kreuzfeld, Märzfeld. 

Laurensberg. Kath. Pfarramt: 

1. 1342, Dez. 8 (ipso die concepcionis b. Marie virginis). Vor den 
Schöffen zu Laurensberg (Berghe) und cor am hornagialibus de 
Berghe verkauft Agnes relicta quondam Jacobi de cimiterio de 

t Berghe nebst ihren Kindern einen Zehnten in territorio de Berghe, 

welchen sie vom Markgrafen zu Jülich in homagium inne hatte, 
an das Kloster Wenau (conventus Wenoyensis). Die Zustimmung 
hat Markgraf Wilhelm gegeben durch Urkunde von 1341, Sept. 17 
(ipso die Lamberti), welche inseriert ist. — Perg. Or. 1 S. (ab). Lat. 

2. 1360, April 25 (op sunte Marchts dach des ewangelisten). Vor den 
Schöffen zu Mastricht (Trijcht) versöhnen vier minlike end pays- 
mekere Johann Paris und Arnoult Nüysten mit Gerken Hoke und 
Truden Picheüinch in vermögensrechtlichen Angelegenheiten. — 
Perg. Or. 2 S. (ab). 

3. 1374, März 30 (des neistin dunrisdais vur payszin). Alart Hoinchgin 
van Humpeez und seine Ehefrau Wilhelme verkaufen an den Bruder 
des ersteren Werner van Humpeez und seine Gemahlin Alveroide 
den Hof zu Lijch mit Zubehör und bekennen den Kaufpreis er- 
halten zu haben. Es siegeln Alart, Johann Bainrijtzer van Mo- 
linarkin, Werner Büffel van Gustin und die Schöffen zu Rödingen. 
— Perg. Or. 4 S. (ab). 

4. 1379, August 24. Egidius de Bosis, alias dictus de gladio, consul 
opidi Traiectensis, schenkt im Einverständnis mit seiner Schwester, 
Anna in Hocht ordinis Cisterciensis, den ihm verwandten Johannes 
dictus Paris und Henricus de Bosis eine Mühle (dictum die broet- 
moeüen) bei Aldenhoven (Autenhoven) mit Zubehör. — Perg. Or. 
Not.-Inst. 4 S. (2 ab). Lat. 

5. 1394, Okt. 27 (op synt Symenjuden avent der heiiger appostolen). 
Die natürlichen Kinder heren Frambaichs van den Brück, Bruder 



Kreis Jülich. 29 

und Schwester, Johann Soemer und Johanna, bekennen zugleich 
für ihren Bruder Peter Winter, dass sie von Ywoin van CortijU 
300 Rheinische Gulden zurückerhalten haben. — Perg\ Or. 8 S. (ab) 
beschädigt. 

6. 1411, Novemb. 29 (op sent Andriesavent [Hs.: Andriesmaent] des 
heiigen apostels). Philips van Merten, knape van wapen, und seine 
Gemahlin Berta verkaufen ihren Hof zu Nedermertzen an Dederich 
van Wilre, Bürger zu Aachen, und seine Gemahlin Oije. — Abschr. 
Pap. 

7. 1433, Okt. 10 (des zienden daiges in Octobri). Johann von Palant 
der Junge erhält von seinem Vater Wernher, Herr zu Palant und 
Breydenbeynl, das Schloss Noetberge und giebt ihm dafür zwei 
Zehnten für seine Lebenszeit. Nothberg ist baubedürftig; Johann 
soll es auch nach des Vaters Tode behalten, aber es wird ihm auf 
sein Kindteil angerechnet. — Perg. Or. 8 S. (ab). 

8. 1438, Juni 15 (des vunfftzienden dages in Junio). Philips van 
Merizen bekennt, Johann van Palant dem jongen 200 Gulden 
(muntzen der kurfurster bij Rijne) schuldig zu sein, und ver- 
pfändet gewisse Güter dafür. Es siegeln die Schöffen zu Nieder- 
merz und Reynart van Kyntzwijlre genant van Luyrke. — Perg. 
Or. 2 S. 

9. 1443, August 26 (des neisten maendags na sent Bartholomeus dage 
des heiigen apostolen). Vor den Schöffen zu Mertzen verkauft 
Jacob Huyfnaese, burger ind geswoeren vursprecher zo Aiche, an 
Johann von Palant den Jungen, heren zo sent Laurenzberghe, den 
Hof zu Mertzen, der wilne Philips van Mertzen, knapen van waepen, 
.... «o syn plach. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

10. 1471, Juli 24 (up sent Jacobs avent des hÜligen apostels). Herzog 
Gerhart von Jülich und seine Gemahlin Sophia van Sassen er- 
klären den lieven getruwen Werner van Byntzfelt, der sich nebst 
andern für 4400 oberl. Gulden verbürgt hat, schadlos halten zu 
wollen. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

11. 1476, Febr. 17 (up sater sdach neist na sent Valentins dach). Die 
Brüder Heinrich und Wernher van Humpusch, Ritter, teilen für 
den Fall, dass einer stirbt, ihre ererbten Güter. Heinrich erhält 
Tetz mit alre siner heirlicheit hoege ind nider, Wernher den Bon- 
gart mit alnte sime rechten ind zobehoer sowie einige Weinberge. 
— Perg. Or. 3 S. (ab). 

12. 1478, Jan. 9 (up frijdach nae den heügen druitzein daegen). Johann 
von Humpesch und seine Gemahlin Katharina van Geyssbuschs 
treffen mit den Brüdern Johannes Heinrich und Wernher von 
Hompesch Vereinbarungen wegen des Johann bei seiner Heirat 
mitgegebenen Gutes und späteren Erbes. — Perg. Or. 5 S. (ab). 

13. 1481, Jan. 2 (up den zweyden dach in dem hardtmaende genant 
Januarius). Dechant und Kapitel, des Doms zu Köln verpachten 
an die Witwe des Daem van Harve, Byckarden van Hoemen, 
dochter zo Oedenkirchen, den Hof genannt Guylgher ham bij 



30 Kreis Jülich. 

Upherten auf 14 Jahre für 31 Mltr. Roggen Kölner Mass oder das 
Geld dafür nach dem Kölner Marktpreis, 6 Pfennige nach dem 
besten. — Perg» Or. 1 S. (ab). 

14. 1486, Juli 24 (up sent Cristijnen dach der hilger junfferen ind 
mertelerssen). Wilhem van Rijfferscheit erwirbt durch Kauf ge- 
wisse Grundstücke. (Der Name des Verkäufers ist durch Mäuse- 
frass vernichtet.) — Perg. Or. 5 S. (3 ab), beschädigt. 

15. 1491, Juni 28 {up sent Peter ind sent Pauwels avent apostolorum). 
Werner van Humpusch, here zoe Wachendorp, Amtmann zu Münster- 
eifel, und seine Gemahlin Lutgart von Harff setzen ihrer Tochter 
Alverait, die ins Kloster Schweinheim eingetreten ist, 20 ober- 
ländische Gulden (1 Gulden = 4Vs Mark Jülichsch) Jahrrente ans. 
—i Abschr. Pap. Eine Quittung der Äbtissin Bela von 1508 (Pap.) 
liegt vor. 

16. 1505, Januar 13 (maendach octava epiphanie domini). Die Brüder 
Johan und Reynart van JTamboch und der Mann ihrer verstorbenen 
Schwester, Hynrich Gartzwilre (für seine Tochter Anna), welche 
je ein Siebentel einer Rente besitzen, die der t Vater und Schwieger- 
vater Johann van Hambach für 4200 enckel kurfurstere gülden 
von dem f joncheren Johan van Palant gekauft hatte, verkaufen 
dem Sohne des letztgenannten, Johan von Palant, ihren Anteil 
dieser Rente für 1800 Goldgulden, die in zwei Terminen (Andreas- 
tag 1505 und 1506) zu bezahlen sind. — Perg. Or. 4 S. (ab). 

17. 1505, Januar 16 (up sent Anthoeins avent des heiligen marschalcks). 
Peter Sobbe van Aldenhoyven und seine Gemahlin Fije, welche 
vom f Junker Johann v. Palant für 600 overlensche gülden eine 
Rente von 30 Gulden (1 Gld. = 4 Mrk.) gekauft haben, gestatten 
dem Erben Johann v. Palant den Rückerwerb in 3 Terminen mit 
je 210 Gulden. Für die Aussteller, die kein Siegel haben, siegelt 
der buwemeister Peter van Loevenich. — Perg. Or. beschädigt 1 S. 

18. 1505, Januar 25 (up sent Pauwels dach conversionis). Die canoinche 
des goitzhuise zo Detkirchen an Wernher van Hoimpeschz t hern 
zo Wachendorp: Werner soll mit den Gütern seines verstorbeneu 
Bruders belehnt werden und auch mit dem schoultisampt, um 
welches eben prozessiert wird. Doch wird bald ein Urteil in der 
Sache erwartet, welches nur durch den Tod des officiaiU so lange 
verzögert worden ist. Zugleich bittet das Gotteshaus um Bezahlung 
der schuldigen Pachte, so die tzijt beijder termijn an körn und 
weijss lang verlijdden. — Pap. Or. Brief o. S. 

19. 1541, ohne Tag. Johan smit zu Lanckeler und seine Ehefrau ver- 
kaufen dem Kirchmeister zu Laurensberg als rnomber zu Behuf 
der Kirche daselbst eine Jahrrente von 4 Gulden (1 Gld. = 4 Mark 
Jülichsch) und verpfänden dafür ihren Besitz. Statt der Schöffen 
des Gerichts zu Lanckeler, die kein eigenes Siegel habe 11 » 
siegelt Werner van Palant als erfgronthere. — Perg.. Or. beschädigt 
1 S, (ab). 

20. 1550, Okt. 12 (%if den zwelfften dach des monatz Octobris). Dussel 



Kreis Jülich. 6t 

dorf. Herzog Wilhem von Jülich u» s. w. gestattet dem Wernher 
van Palani zu Breitenbend, unser rath und amptman zu Wilhem- 
stein, die Anlage einer wintmoelen zu Laurensberg mit denselben 
Rechten wie die Wassermühle daselbst, welche von altersher be- 
steht, aber neuerdings durch die Abnahme des Wassers im Betriebe 
geschädigt worden ist also, das si den luiden alda . . . nit woll 
mit dem gemalh gerech doin können. — Perg. Or. 1 8. (beschädigt). 

21. 1552, Febr. 14 (op sunt Valentinss daich). Vor den Schöffen der 
dingbanck ther Horst in den ampt van Kesseil verkaufen Johann 

• van Waichtendonck ind jonfer Franss Quaidt, syn echte huisfrau, 
der jonferen Aleydt van Baerre, wedve van Brempt, drostinne to 
Straelen, eine Erbrente auf Wiederkauf für 525 bescheiden enkell 
silveren joachymsdaler, 300 enkel goede golden gewichtige Gelrerse 
rijder karolus- gülden und 10 gode golden kurfurster gülden van 
gewichte, alles voir datum des brijffs geslaegen ind gemuyndt sint, 
beloepen tsaemen 810 golde kurfurster gewichtige gülden. Die 
Rente beträgt 40 gueder golder kuirfurster gülden van gewichte 
off die gerechte werde dairvoir aen anderen gueden payment. — 
Perg. Or. kanzeliiert, 2 S. (ab). 

22. 1552, ohne Tag. Wilhelm Kyll zu Lanckeler und seine Ehefrau 
Anna verkaufen der Kirche S. Laurentius Bergh 2 Gulden Erb- 
rente (1 Gulden = 18 bescheiden rader wyßpenning) auf Wieder 
kauf. Statt der Schöffen zu Lanckler, die kein Siegel haben, 
siegelt Wernher v. Palant als Erbgrundherr. — Perg. Or. 1. S. (ab). 

23. 1557, April 9 {am freitag den neunten des monats Aprilis). 
Die Schöffen des Hauptgerichts Jülich fällen in einem Prozesse 
zwischen dem Konvent Wenau, welchen der erbar Wolter Baedt 
zu der Weden vertritt, und Gerhart Salssmesser das Urteil, dass 
letzterer verpflichtet ist, den strittigen Zehnten von l 1 /» Morgen 
Land dem Konvent zu geben. Der Verurteilte trägt die Kosten 
und zahlt als Strafe des heren recht mit fünf Mark. — Perg. 
Or. 1 S. 

24. 1559, April 5 (am fünften tag des monats aprilis). Herzog Wil- 
helm ernennt den lieben getreuen Johannsen von Palant zum ambt- 
mann der Ämter Wilhelmstein und Eschweiler und umschreibt 
seine Amtsbefugnisse. Die Besoldung besteht in 100 oberländischen 
Gulden, 50 Mltr. Hafer, 25 oberl. Gulden für Heu und Stroh, den 
zehenden pfennig van den grossen brachten und unsere cleidung 
von hoff. Bei besonderen Aufträgen werden Diäten gewährt. — 
Perg. Or. 1 S. 

25. 1568, Mai 31 (am lesten tag des monatz maij). Calharina van 
Zevel, frauwe, und der Konvent zu Wenawe schliessen mit Zu- 
stimmung des Abtes zu Floreff mit Johann von Palant eine erb'' 
beutungh ab, d. h. einen Tauschvertrag, in welchem beide Teile 
Renten und Rechte an einander abtreten. Insbesondere erwirbt 
Johann eine Reihe Zehnten sowie die collation und kirchengifften 
der pastorei zu Noitbergh. — Perg. Or. 9 S. (4 ab). 



32 Kreis Jülich. 

26. 1567, April 10 (am ziehenten tage des monatz Aprilis). Wilhelm von 
den Bungardtt, her zu Heiden undBlitt, hatte 1543 bei seiner Ver- 
mählung" mit Margaretha von Palant von defen Brüdern 4000 Gold- 
gulden Heiratsgut zugesagt erhalten und statt deren jährlich 200 
Goldgulden Rente bekommen. Die Brüder Palant hatten nun 1549 
vom Herzog Wilhelm 8100 Goldgulden Hauptgeld und statt deren 
205 Goldgulden aus dem Amt Wilhelmstein und 200 aus dem Amt 
Wassenberg erhalten. Nach dem Tode Werners von Palant über- 
nehmen die Eheleute Wilhelm von Bongart und Margarete die 
Hälfte jener landesherrlichen Verschreibung als das entsprechende 
Heiratsguts und zwar unter Ausserach tlassung der über 8000 über- 
schiessenden 100 Gulden, weil bei hove der goltgulden etwas under 
dem gemeinen werde jaerlichs bezalt vmrd. — Perg. Or. 1 S. (be- 
schädigt). 

27. 1637, Sept. 26. Vor den Schöffen des königlichen stuels und stat 
Aach erwirbt Anna von Nesselrode, Frau zu Ouißfeld und Wyler, 
für 200 Reichsthaler Haus und Hof, wie das mit allen seinen rechten 
und zuebehoer in die eilf schorenstein stehet und gelegen ist. — 
Perg. Or. 8 S. (a b). 

28. Extraeta copia libri in pergameno scripti statutorum capittUi Ju- 
liacensis. — Hs. 17. Jahrhs. 5 Bll. fol. Vgl. S. 20 Nr. 3 und 4. 

29. Zahlreiche Akten 16. Jahrhs., Originale und Abschriften, betreffend 
die Familie von Palant, auch die reformatorische Bewegung be- 
rührend, denn Witwe Anna v. Palant, geb. von Gartzen, be- 
günstigte die Reformation, und Christian v. Merz, Pfarrer zu 
Laurensberg, tritt um 1570 thatsächlich über. 

30. Kirchenrechnungen 1503 ff. mit Lücken. 

31. Viele Einkunfts Verzeichnisse der Kirche und Pfarre Laurensberg 
16. Jahrhs. und späterer Zeit. 

32. Verzeichnis der Renten und Güter, die das Kloster Wenawe 1544 
im Amte Wilhelmstein hat. Gleichz. Niederschrift. 2 Bll. fol. 

33. Verzeichnisse der Kapellenrenten von Niedermerz und Lürken 
16. Jahrhs. — fol. 

34. Akten über die Kapelle zu Obermerz seit dem 16. Jahrh. 

35. Schöffenbuch (d. h. Eigentumsübertragungen) wohl des Gerichts 
zu Laurensberg 1575 bis 1617. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Umschlag, 
sehr beschädigt, namentlich vorn. 

36. Tauf- Trau- und Sterberegister 1770—1798. 

Lieh. Kath. Pfarramt: 

Das Pfarramt ist erst 1804 errichtet, vorher gehörte Lieh 
zur Pfarre Rödingen, ältere Archivalien finden sich deshalb 
nicht vor. 

Linnich. Kath. Pfarramt: 

1. Akten über den Altar S. Crucis 17. Jahrhs., darunter mehrere Ein- 
kunftsregister, Streitigkeiten wegen der Renten, auch wegen des 



Kreis Jülich. 33 

Vermögens der Bruderschaft SS. Antonii und Sebastiani. Daraus 
besonders hervorzuheben: 

a) 1421, Mai 17 (des seventzeinden dachs in dem meye). Bele, 
Witwe Houschiltz van Weltze, und ihre Kinder verkaufen 6 Mltr. 
Boggen Erbrente golden pachtrocgen. — Moderne Abschrift einer 
Abschrift. 

b) 1440, Mai 5 (ipso die ascensionis). Die Schöffen zu Linnich be- 
kunden, dass die Urkunde von 1421 bei ihnen behufs Sicherung 
der darauf begründeten Ansprüche hinterlegt worden ist. — 
Moderne Abschr. 

c) 1440, Mai 15 (op den heiigen pinxtach). Derich Bruwer, Schöffe 
in Welz, und sein Sohn stiften eine ewige Freitagsmesse am 
Altar St. Crucis und schenken dazu 4 von den 1421 gekauften 
6 Mltr. Erbrente, während die übrigen 2 Mltr. dem St. Katha- 
rinenaltar in Welz zufallen. — Mod. Abschr. 

d) 1444, Oktober 17 (up sent Lucas avent des hilligen ewangelisten). 
Witwe und Sohn des Ritters Goedart van Roer verkaufen der 
Stadt Linnich 13 x j % Mltr. Boggen, womit der hl. Kreuzaltar be- 
widmet wird. — Mod. Abschr. 

2. Akten über Vermögen und Einkünfte des St. Katharinenaltars, 
u. a. Auszüge aus den Erbbüchern zu Gunsten des Altars seit 1556. 

3. Akten über den St. Anna- Altar, der eine Stiftung der Familie 
v. Herll sein soll, beginnend 1633. 

4. Akten über den St. Georg-Altar, nebst verschiedenen Einkünfts- 
verzeichnissen 17. Jahrhs. auch Urkunde: 1517, Juni 24 (uf sent 
Johans dach zo midsoemer). Werner von Palant, Herr zu Breiten - 
bend, und seine Gemahlin Adriana begaben den St. Georgaltar 
mit 25 Mltr. Roggen Linnicher Mass (Abschr. 17. Jahrhs. Gedruckt 
in der Zs. des Aachener Geschichtsvereins III, S. 161). 

5. Extractus visitationis de 1550. — 1 Bl. fol. 

6. Genaues Verzeichnis aller der Kirche und dem Pfarrer zustehenden 
Korn- und Weizenrenten 17. Jahrhs. — fol. 

7. Dit sint guede ind zenten van körne ind penninkgelde t as sint 
Nicolais ind sint Katherinen alter in der kirchen zo Lynche jaers 
zu sint Mertensmissen van sinen eigen erve ind van der burger 
erve binnen Lynche in dairbuissen jaers geldens hau, Hand 16. 
Jahrhs. — Perg. 4° in Perg.-Hs. als Umschlag, 10 BU. 

8. Akten der Kapelle zu Roerdorf 1603 ff. 

9. Bruchstück einer behufs Erhebung der Türken Steuer angelegten 
Einkunftsverzeichnung der Pfarreien, Kapellen u. s.w., nach Amtern 
geordnet. Auf dem ersten Blatte die Pfarren Geuwenich, Inden, 
Broich, Stetternich. Beim Amt Aldenhoven lautet die Überschrift: 
Geistliche Turckische steur der pfarkirchen, capellen, vicarien 
des amptz Aldenhoven. Es folgen dann die Ämter Geilenkirchen, 
Heinsberg, Boslar, Düren und Wilhelmstein, Hand 16. Jahrhs., 
doch nach 1575, denn Hambach ist schon Pfarrkirche. (Vgl. S. 49 
Nr. 7) — Pap. fol. 14 Bll. 

3 



34 Kreis Jülich. 

10. Verzeichnis der Summen, die als Türkensteuer 1695 — 96 von der 
Geistlichkeit in Jülich erhoben worden sind (1 Heft 8°). Ein eben 
solches wohl vollständiges Register des oberen Teils des Herzog- 
tums Jülich enthält die Ausschreibungsbulle des Papstes Innocenz 
XII v. 1694, Febr. 6 (Pap. fol.). 

11. Linnicher Stadtrechnung von 1658. 

12. Protokoll über die bauliche Erneuerung des Kirchturms 1747. — 
4 Bll. fol. 

13. Ein Faszikel gedruckter und handschriftlicher landesherrlicher 
Verordnungen 1662 ff. 

14. Eben solche von geistlichen Behörden 1750 ff. 

15. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

Das Stadtarchiv ist bei der Beschiessung 1794 zu Grunde 
gegangen, allmählich sind aber doch noch nicht unwesent- 
liche Reste gesammelt worden. Einzelnes ist verwertet bei 
August Berns, Historische Nachrichten über die Stadt Linnich 
und deren Umgegend (Linnich, Quos, 1861. 290 S. 16°). Zahlreiche 
Aktenstücke sind im vollenWortlaut abgedruckt beiKruecke- 
meyer, Die Stadt Linnich, ein Beitrag zur deutschen Rechts- 
geschichte (Druck v. Heynen, Linnich 1897). Vgl. auch den Aufsatz 
von E. v. Oidtmann, Arnoldus Parvus, der Stammvater des 
Geschlechts von Palant, in der „Zeitschrift des Aachener Geschichts- 
vereins" 16. Bd. (1894) S. 38-85. 

1. Die auch im Pfarrarchiv vorhandenen Stiftungsurkunden von 1421, 
1440 (zwei), 1444 und 1517 (Nr. 4) in neueren Abschriften. 

2. 1429, Juli 12 (des zwölften dags in Jtdio). Werner von Palant 
und seine Gemahlin Elverath von Engelsdorf stiften den Mutter- 
gottesaltar in der Pfarrkirche zu Linnich durch Überweisung von 
18 Mltr. Roggen aus dem Hofe zur Gynstermulen. — Moderne Ab- 
schrift. 

3. 1431 (?), Mai 13 (op sente Servaesdach). Bürgermeister, Schöffen 
und Rat der Stadt Linnich schreiben an den Herzog van Boir- 
goingen, van Brabant u. s. w., der sie nach Antwerpen zum Burg- 
bau geladen hat, dass sie nicht kommen könnten, da sie ihr Lan- 
desherr bei seiner fürstlichen Gnade nach Köln geladen habe, 
bitten aber zugleich um Zollbefreiung in Antwerpen und um Ant- 
wort. — Pap. Or. (ohne Jahreszahl). Krückemeyer S. 66 Nr. 3. 

4. 1436, Dez. 12 (des zwölften daigs in Decembri, dat was up sent 
Luden avent). Reynart van Lievendaile, knape van wapen, ver- 
kauft dem Priester Amt van Rymelsberch 15 Mltr. Roggen Erbrente 
(zwei Pfennige nach dem besten) und setzt 37 Morgen Land als 
Unterpfand dafür. — Moderne Abschr. Gedruckt Zs. des Aachener 
Geschichtsvereins III (1881), S. 152. Vgl. Nr. 6. 

5. 1439, Febr. 24 (up sent Mathias dach apostoli). Herzog Gerhart 
zeigt an, dass er die Stadt Linnich nebst den Dingstühlen Boslar 



Kreis Jülich. 35 

und Körrenzig an Werner von Palant verpfändet hat. — Abschr. 
18. Jahrhs. Krückemeyer S. 68 Nr. 4. 

6. 1446, Okt. 4 (dienstag negst nae sent Bemeisdaige des hilligen con- 
fessors). Arnold von Bimmelsbergh, Kaplan zu Breitenbend, ver- 
kauft zur Stiftung der Altäre S. Crucis, S. Nicolai und S. Catha- 
rinae in Linilich 37 Morgen Acker, in Gevenich gelegen, die er 
1436 als Unterpfand für eine Rente erworben und, da die Rente 
ausblieb, ungehindert in Besitz genommen hatte. — Moderne Abschr. 
Vgl. Nr. 4. 

7. 1453, Juli 6 (frijdach neist na unser liever frauwen dage visita- 
cionis). Gerhart van Loen fordert von der Stadt Linnicb, dass 
sie die Urkunde mit besiegelt, wodurch er bekennt, von Werner 
von Palant 200 oberländische Qulden erhalten zu haben. — Pap. 
Or. Das aufgedrückte S. abgefallen. Krückemeyer S. 68, Nr. 5. 

8. 1475, August 15 {unser liever frauen daighe assumpeionis). Kar- 

sielis van Palant und seine Gemahlin Agnes van Hoymen, dochter 

zo Odenkirchen, stiften für ein Jahrgedächtnis in der Kirche zu 

Linnich, welches durch vier Priester zu feiern ist, 9 Mltr. Roggen 

Erbrente. — Moderne Abschr. 

9. 1483, Febr. 17 (maendach neist na dem sondaige Invocavit in der 
vasten). Herzog Wilhelm verkauft auf Wiederkauf die stat ind 
dinckmaill zo Lynghe an Emont van Palant als Vormund der 
Kinder Diderichs van Palant. — Moderne Abschr. Krückemeyer 
S. 71 Nr. 7. 

10. 1543, August 27. Karl V. giebt den Vertretern der Stadt Linnich 
jederzeit freies Geleit, um zu ihm und wieder nach Hause zu 
kommen. — Pap. Or. beschädigt. 

11. Ordnung und policy der stat Gulich von 1550. — Pap. Or. 4 B1L 
fol. 1 S. aufgedrückt. 

12. 1567. Beschwerden der Gemeinde Linnich und Gevenich an den 
Landesherrn wegen des Ausbaues der Landstrasse. Linnich 
bittet, die Eingesessenen des Amts Boslar, denen die Strasse am 
meisten zu Gute kommt, mit zur Arbeit heranzuziehen, Gevenich 
wehrt sich überhaupt gegen die Zumutung, die Strasse mit bauen 
zu helfen. — Pap. Or. 2 und 4 Bll. fol. 

13. 1571, Juli 28. Wroichzettel seu declaratio limitum continens ter- 
minos communitatis Linnich et Boslar, — 2 Bll. fol. Abschrift. 

14. Verzeichnung der im Bergischen und Ravensbergischen Lande 
1579 vorhandenen Räte, Kommissare des Hofgerichts, der Clevisch- 
Märkischen Räte, Städte in Berg, Cleve, Ravensberg, Mark, Frei- 
heiten ebenda, Zahl der Amter und Münzstätten, Westfälische 
Kreisstände, Bischöfe von Köln, Mainz, Trier, Augsburg u. s. w., 
Prälaten, Äbte. — 6 Bll. fol. 

15. 1588, Juni 1. Die ingesessene van adel und gemein nachbar zu 
Glimbach bitten den Herrn zu Breidenbend, sie bei der immer 
besessenen gemahlsfreiheit, also das uns je und alwegen unser 
getreid und fruchten, wohin es uns geliebt .... zufueren, malhen 



36 Kreis Jülich. 

oder hoelen zu lassen frei gestanden, die gefährdet erscheint, zu 
erhalten. — Or. Pap. 2 Bli. fol. 

16. 1596, Mai 6. Die Schöffen des Gerichts Boslar weisen auf Ver- 
langen des Dederich van Pallandt die Gerechtsame des Herrn von 
Breitenbend in Bezug auf die Brüchten in der Virnembergischen 
herrligkeit. — Pap. 2 Bll. 

17. Nach 1596. Eingabe der nicht landtagsberechtigten Jülichschen 
Städte an den Landesherrn wegen der Zuziehung zu den Land- 
tagen mit der Spitze gegen die Städte Jülich, Düren, Münstereifel 
und Euskirchen. — 2 Bll. fol. 

Juli 27 

18. 1609, a » g Bestätigung der Linnicher Privilegien durch 

beide Kurfürsten. — Beglaub. Abschr. 18. Jahrh. Krückemeyer 
S. 72 bis 75 Nr. 8. 

19. Specificatio, in welchem stände das exercitium der Augsburgischen 
oder Lutherischer Religion in anno 1624 binnen der stadt Düren 
sich befunden. — Jüngere Abschr. 4°. 

20. 1643, März 28. Köln. Stiftung des Minoritenklosters in Linnich. — 
Pap. Abschr. Krückemeyer S. 83 Nr. 12. 

21. 1653, Sept. 16. Pfalzgraf Philipp Wilhelm giebt der Stadt Linnich 
seine dortige Korn- und Ölmühle in Erbpacht. — Perg. Or. sehr 
beschädigt. 1 S. (ab). 

22. 1667, Febr. 1. Kundgebung des Landdechanten der Christianität 
Jülich gegen die Reformierten. — Jüngere Abschr, 4°. 

23. 1682, Juli 31. Verordnung über die Steuererhebung in der Stadt 
Linnich, 15 Absätze. — 5 Bll. fol. Dabei andere Steuerakten. 

24. 1718. Reglement und Ordnung warnach sich bei haltender nachts- 
wacht zu verhalten und was hiebei zu observiren. — 2 Bll. fol. 

25. Auszüge aus den Linnicher, Körrenziger und Boslarer Gerichts- 
büchern 1531 — 1726, darin auch verschiedene einzelne Weisungen 
S. 1 ff. in Betreff der Pferde-, Kuh- und Schafhaltung. — 1 Bd. 8° 
479 SS. 

26. Grenzstreit zwischen Linnich und dem Limburgischen Dorfe Roer- 
dorf, und zwar: 

a) Akten 1516—1774, ein Faszikel. 

b) Grenzfestlegung von 1571. — Moderne Abschr. 4 Bll. 4°. 

c) Regelung der Grenze im Busch 1770. — 10 Bll. fol. 

27. Specificirliche anzeig der stadt Linnicher Privilegien, freiheiten, 
recht, gerechtigkeiten, alten herkommens und guten gewohnheiten 
mit beilag en exhibirt ad clementissimam commissionem dato 18* e* 
Januarii 1772. — 8 Bll. 4°. Abschr. v. 1818 Krückemeyer S. 78 
bis 82 Nr. 11. 

28. Verzeichnung der im Linnicher Bann gelegenen Ländereien 1670. 
— 1 starkes Konvolut. 

29. Karte von Linnich und Umgebung 18. Jahrhs. — Pap. etwas be- 
schädigt, Format: 30 zu 48cm. 



Kreis Jülich. 37 

30. Stadtrechnungen 1429/30, 1449/50, 1466/67, 1490/91, 1619/20 (Or.) sowie 
Auszüge aus den Rechnungen 1425 bis 1736 wegen des den Schützen 
geschenkten Biers, andere Auszüge 1644 bis 1728 die baulichen 
Reparaturen am Schulhaus betreffend und schliesslich 1414 bis 
1736 über verschiedene Gegenstände. Vgl. oben S. 34 Nr. 11. 

31. Rechnungen der Bruderschaft uns kern gotz und unsser liever 
vrauwen 1483/84, 1486/87, 1489/90, 1531/32, 1532/33, 1547/48. — Or. 4*. 

32. Rechnungen der Bruderschaft SS. Martini et Georgii 1492/93, 
1494/95, 1517/18. — Or. 4°. 

33. Rechnungen der Bruderschaft SS. Anthonii et Sebastiani 1501/1502, 
1520/21. — Or. 4°. 

34. Rechnungen der Bruderschaft SS. Annae, Catharinae, Nicolai et 
Pauli 1505/1506, 1506/1507. - Or. 4°. 

35. Rechnung des Gasthauses 1566/65. — Or. 4°. 

36. Armenrechnung 1770/71. — foL 

37. Verschiedene Streitigkeiten zwischen der Stadt Linnich und den 
Herren von Breitenbend 1576 bis 1746. 

38. Akten über die um 1770 beabsichtigte Aufteilung von Gemeinde- 
land. 

39. Die Hubertusschlacht bei Linnich am 3. November 1444 d. i. eine 
moderne Ausarbeitung darüber, an die sich die Geschichte des 
Jülicher Erbfolgestreits anschliesst (fol.). sowie mehrere andere 
moderne Ausarbeitungen zur Linnicher Geschichte. 

40. Protokoll über die Verschenkung der Herrschaft Breitenbend an 
den Reichsgrafen von Bretzenheim 1778. — 14 Bll. fol. 

41. Aus dem katholischen Pfarramt Linnich: 
Getaufte 1604—1797 (4 Bde.). 

Getraute 1630-1666, 1669-1798, 1770-1797 (4 Bde.). 
Gestorbene 1649—1667, 1669—1798, 1770—1797 (4 Bde.). 

42. Aus dem evangelischen Pfarramt Linnich: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

Evangelisches Pfarramt. 

1. Attestation annoch lebendiger zeugen, daraus zu sehen, dass a°. 1624 
zo Linnich das öffentliche exercitium reformierter religion gewesen, 
Aktenstück vom 19. Januar 1665. — 4 Bll. fol. Auch ein Schrift- 
stück vom 3. Mai 1652 bezeugt dies an der Hand von Akten sowie 
der Auszüge aus den Tauf- u. s. w. Registern. 

2. Akten der Synode zu Randerath vom 9. April 1777. — fol. 

3. Akten der Generalsynode zu Hückelhoven 1762 und Düsseldorf 
1784. — fol. 

Im Besitze der S. Sebastianus-Schützengesellschaft: 
1. Buch der Bruderschaft, begonnen 1593, enthält die Ordnung in 
11 Absätzen, Mitgliederverzeichnisse u. s. w. — 1 Bd. fol. Pap. in 
Perg. gebunden. 



38 Kreis Jülich. 

Linzenich, Haus. Im Besitze des Freiherrn v. Mylius: 

Das ziemlich reichhaltige und übersichtlich geordnete, 
aber nicht inventarisierte Archiv enthalt Urkunden und Akten 
zur Geschichte von Linzenich, über die Familien, welche vor- 
mals Linzenich besessen haben, sowie über die Familie des 
dermaligen Besitzers. 

Die wichtigsten Stücke sind: 

1. 1351, Nov. 25 (in die beate Katerine virginis). Johannes filius 
Gerardi dicti Scharwatz und seine Gemahlin Greta bekennen der 
capelle de novo construete in Lincenich 2 Mark Kölnisch, jährlich 
Remigii zahlbar, schuldig zu sein. — Pcrg. Or. 1 S. 

2. 1353, Juni 17 (des maindachs na Viti et Modesti). Die Schöffen van 
Walderichgen bekennen, dass die 14 Morgen, welche der Kapelle 
zu Lynsennych geschenkt worden sind, vry eigen sind. Es siegeln 
die Schöffen von Sassenkyrken. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1392, Januar 5 (in vigilia epiphanie domini). Francke Goylen sün 
van Kirberch verkauft dem irberen manne Goitschalck van Harre 
8 Mltr. Roggen Erbrente, zu liefern nach Haus Linzenich oder 
in das Haus des Ritters Gottschalk binnen Jülich. — Perg. Or. 

3 S. (2 ab). 

4. 1444, April 2 (des zweiten dages in dem aprille). Vor den Schöffen 
zu Kirbergh bekennen Wilhelm Mynten eidem van Patteren und 
seine Gemahlin Cylie, dem Kölnischen Bürger Goidert K&rtgen 

4 Summern Roggen Aldenhover Mass Rente schuldig zu sein und 
verpfänden gewisse Grundstücke dafür. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

5. 1453, April 15 (des vonfftzeinden dages in dem aprille). Alcken 
van Loen und seine Ehefrau Gertruyt verkaufen jonckern Johan 
van Harve ind jonffer Alveraiden siner eliger huissfrouwen zum 
Nutzen der St. Antoniuskapelle zu Lynssenich 2 Mltr. Roggen Erb- 
rente Aldenhover maissen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

6. 1463, Juli 2 {up unser liever vrauwen dach visitacionis). Äbtissin 
und Konvent zu Seyn in Köln, welche dem Heinrich von Lynsse- 
nych seinen Hof Ayrhem bei Lechenich abgekauft haben, be- 
kennen, dass darauf zu Gunsten des Ritters Heynrich van Kruyt- 
husen eine Rente von 22. Mltr. Korn lastet. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

7. 1471, Sept. 21 (up saterstach na des hilligen cruytzdage exalta- 
cionis). Herzog Gerhart hat die oevermoele zu Kirchberg gekauft, 
von welcher Gottschalk von Harff 2 1 / 2 Mltr. Roggen Rente bezog, 
und entschädigt nun letzteren mit anderen Renten. — Perg. 
Or. 2 S. 

8. 1472, April 24 (up vrijdach nijest nae dem heijllichen ritter sent 
Joeres dach). Reynart van Harve überträgt gewisse Geld- und 
Kapaunrenten an seinen Neffen Johann van Harve y den Jungen, 
Sohn Goltschalks von Harff. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

9. 1495, Okt. 1 (up synt Bemeisdach des hilgen busschoffs). Wilhem 
Dreis und Engel Gram mit ihren Frauen bekennen, der Kapelle 
zu Linzenich 6 Mltr. Roggen schuldig zu sein, welche 1354, März 9, 



Kreis Jülich. 39 

ihre Voreltern als Erbpachtsumme zu leisten übernommen haben. 
— Perg. Or. 1 S. 

10. 1501, Juni 30 (godesdachs vur visitationis Marie). Wilhelm von 
Rennenberg 1 und Winterberg und Daem van Harve mit ihren Ge- 
mahlinnen schenken der Kapelle zu Linzenich gewisse Renten. — 
Perg. Or. 4 S. (2 ab). 

11. Verpachtungen des Hofes zu Linzenich 1513, 1596 u. s. w. bis zur 
Gegenwart. 

12. Akten des freiadlichen Rittersitzes Linzenich, Einladungen zu 
Landtagen, Bekanntmachungen in landständischen, namentlich 
Steuerangelegenheiten u. s. w. seit 1627. 

13. Recapitulations Rechnung der Jülichschen Landstände 1699 bis 
1702. - 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

14. 1538, April 24 {uff mittwoch nach sant Jor gentage). Erzbischof 
Johann von Trier verschreibt seinem lieben getreuen Gerlach 
Schilling von Lainstein, der ihm 1500 Rh. Gulden in Gold vorge- 
streckt hat, 75 Gulden Erbrente aus dem Zoll zu Engers. — Perg. 
Or. 2 S. 

15. 1576, April 17. Vor den Schöffen zu Jülich und Kirchberg teilen 
die drei Töchter des Damian von Hatzfeld, Anna (Witwe v. Palant), 
Katharina (Frau von Binsfeld und Nideggen) und Renera (Frau 
v. Quad zu Landskron) das Erbe ihres Vaters, welches sie zuvor 
mit ihrem Bruder Johann gemeinsam besassen, nach dem Tode 
des letzteren: Anna bekommt Linzenich, die anderen beiden je 
10000 Thaler. Da aber Katharina bereits 6000 Thaler in Gütern 
bekommen hat, erhält sie nur 4000. — Beglaub. Abschrift von 1606. 
Pap. 8 Bll. fol. 

16. 1583, März 21. Der zweite Gemahl der Anna von Hatzfeld, Adolf 
von Gymnich, Amtmann zu Lechenich, verkauft dem Jülichschen 
Gerichtsschreiber Paul Herll 144 Morgen vom Buschacker zu Lin- 
zenich, den Morgen für 45 Thaler. Dabei Quittungen über 2000 
Thaler, die der Gemahl der Renera aus der Teilung her noch zu 
erhalten hatte, und welche in neunzehn verschiedenen Münz- 
sorten ausgedrückt sind, deren Wert genau nach Mark, Gulden 
und Albus bestimmt ist, zum grösseren Teil goldene, zum kleineren 
silberne Münze. — Abschr. 2 Bll. fol. 

17. Streitigkeiten über die Grenze des Hauses Linzenich (unter Adolf 
Herrn zu Gymnich) gegenüber dem Leffelershof 1588 ff. — fol. 

18. Bericht und rechnung dero 8 mullen auf dem rhein (äussere Auf- 
schrift) d. i. in Köln. — Pap. fol. Als ümschl. dient eine Urk. v. 1599. 
Den Inhalt bildet: 

a) Summarischer bericht, wie der multer van den 8 rein motten 
zu verstaen und zu rechnen ist. 

b) Folgt das gantze gemahl deren 8 rhein motten von jar zu 
jähr, solangh Peter Flugk die mullen in pachtungh gehatt, 
1588—1601. 



40 Kreis Jülich. 

c) Anno 1588 bis a°. 1601 Nicolai hadt PUter Flugk in 14 jähren 
ahn maltz gelt empfangen. ■ 

19. 1606, April 25. Adolf von Gymnich und sein Sohn Werner ver- 
kaufen Linzenich an Adam Graf zu Schwarzenberg. (Drei Ab- 
schr. Pap. fol.). Dabei: Specificatio, register und bericht der ein- 
kommen, gefetten, gulten, renten und gerechtigkeiten des hauses 
und schloss Lintzenich (Perg. Or. 2 S.). 

20. 1613, Sept. 9. Heiratsvertrag zwischen Adam Graf zu Schwarzen- 
berg und Margarete von Palant, Tochter des Harthart von Palant, 
worin der letzteren Linzenich als Witwensitz zugewiesen wird. — 
Abschrift, 8 Bll. Pap. fol. 

21. 1646, Dez. 1. Johann Adolf Graf von Schwarzenberg verkauft 
Linzenich für 15700 Reichsthaler an zwei Brüder und eine Schwester 
Dussel mit ihren Gemahlinnen bezw. Gemahl. — Perg. Or. 1 S. 
Dabei Verzeichnis (Pap. Abschrift) der mit übergebenen 22 Stück 
brief und Siegel (1392 bis 1617). 

22. 1647, Okt. 25. Graf Ludwig von Stahremberg erhebt Einspruch 
gegen den Verkauf vom 1. Dez. 1646 (Pap. Or. 4 Bll. 2 S. aufge- 
drückt), ebenso 1648, Febr. 2, Adam von Flanz zu Aldenrath 
(Perg. Or.). 

23. 1648. Ladung der Dorothea von Croy, geb. von Rollingen, welch e 
am 7. Sept. neuen Stils (=28 August alten St.) gegen denVerkauf 
von Linzenich Einspruch erhoben hat, vor das Kaiserl. Kamnier- 
gericht in Speyer (Sept. 6). — - Okt. 9: Das Kammergericht verfügt, 
dass Dorothea, welche sich gewaltsam in den Besitz von Linzenich 
zu setzen versucht hat, bei hoher Strafe sofort allen dabei ange- 
richteten Schaden wieder gut machen soll. — Nov. 24: Erneuter 
Befehl, den Schaden zu ersetzen und Erhöhung der Strafe von 
10 auf 15 Mark lötigen Goldes. — Dez. 3: Erhöhung der Strafe 
auf 30 Mark lötigen Goldes, dabei undatierter libellus gravaminum 
des Käufers Dussel (3 Bll. fol.) in 24 Punkten. — 4 Urk. Pap. Or. 

24. 1651, April 5. Franz Freiherr von Croy verzichtet auf seine An- 
sprüche auf Linzenich (Perg. Or. 2 S. in Siegellack aufgedrückt). 
— 1664, Jan. 15. Adolpha Freifrau von Cortenbach, Witwe v. Flanz, 
und ihr Schwiegersohn Walter Franz Baron von Hoensbroich 
zu Overbach vergleicht sich mit den Ankäufern Dussel (Perg. 
Or. 3 S.). 

25. 1724, Mai 26. Johann Godfrid von Dussel und seine Frau Maria 
Elisabeth v. Halberg verkaufen Linzenich an Franz Egon Peter 
Henriquez von Strevesdorff und seine Frau Anna Catharina von 
Demen. — Perg. Or. 1 S. 

26. 1731, August 28. Ehevertrag zwischen Franz Joseph Melchior 
Amand von Geyr und Maria Anna Helena von Strevesdorff, worin 
letztere Linzenich als Wittum erhält. — Pap. 2 Bll. 

27. 1737, Sept. 25. Nach dem am 5. Juni 1736 erfolgten kinderlosen 
Tode der Frau ergreift der Mann (v. Geyr) Besitz von Linzenich, 



Kreis Jülich. 41 

obwohl die Erben der Frau (v. Strevesdorff) ihm den Besitz streitig 
machen. — Perg. Or. 1 S. aufgedrückt. 

28. Hechte des Hauses Linzenich am Jülicher Erbwald. Dabei: 

a) 1685, Juni 26. Feststellung der Grenzen des Welldorfer Busches. 
Pap. fol. Abschr. 

b) Ordnung des Jülicher Erbbuschs von 1560, Dez. 19. — Moderne 
Abschr. 

29. Buschordnung der Bürger von 1557, März 26. — 10 Bll. fol. Pap. 
Vgl. Bd. I, S. 105 Nr. 1. 

30. Flurkarte des Hauses Linzenich von 1738, nebst späteren Auf- 
nahmen zu einem Atlas vereinigt. 

31. Delineatio deren zum rittersitze Lintzenich gehörigen länderey en 
wiesen und benden, gemessen im monate September 1777, aufge- 
nommen für Witwe Freifrau Anna Lucia Wilhelmina von Geyr, 
geb. von Herwegh. 

32. 1648, Febr. 20. Wolfgang Wilhelm legt eine Schutzwache von 
1 Offizier und 4 Mann auf Linzenich. — Pap. Or. 

33. Streit der Hauptstädte Jülich, Düren, Münstereifel und Euskirchen 
mit der Ritterschaft in landständischen Angelegenheiten, Mitte 17. 
Jahrhs. — Vgl. unten Nr. 42. 

34. Abschriften der Erwerbstitel der Kapelle nebst Verzeichnis der Ka- 
pelleneinkünfte 15. Jahrhs. — 1 Heft, 4°. 

35. Rechnungen der Kapelle Linzenich 1605/1606 und jüngere. — 
Pap. fol. 

36. Akten eines Zehntprozesses seitens der Kapelle gegen den Pfarrer 
von Kirchberg, um 1650. 

37. Aufthuung allinger länderei, so unter des dorffs Kürchberg Juris- 
diction gehörig ist, von 1671, d. i. Deskription des ganzen im Ge- 
meindebezirk gelegenen Landes. — 1 Bd. fol. 

38. Kriegs Prothocollum, betitelt: Kriegs Expedition und acta publica 
meiner de anno 1640 bis 1651 in der Rom. Kay. Maytt. Kriegs- 
diensten gegen die Cronen Franckreich, Schweden und allierten 
Hessen geführter Wapffen meines Martini Henriques von Streves- 
torff d. i. Samrnelband, enthaltend Befehle, Berichte, Einblattdrucke, 
die Strevestorff während seiner Kriegsdienste unter OberstNiven- 
heim gesammelt hat. — 1 Bd. fol., in Leder geb. 

Archiv von Haus Busch bei Wichterich: 

39. 1530, Juli. Augsburg. Karl V. bestätigt die inserierten von Karl 
IV. (1349, Juli 25 = octava Calendas Augusti) verliehenen und von 
Sigismund (1424) und Maximilian (1512) bestätigten Privilegien, 
worin dem Herzog Johann von Lothringen, Brabant und Limburg 
für Roden und Kerpen das hohe Gericht verbrieft wird. — 8 Bll. 
fol. Abschr. 17. Jahrhs. 

40. Information auf einen reichstag, Reichstagsbeschlüsse über die 
Türkensteuer bis 1571 und Prothocollum actorum im reichstag 
zu Regenspurg de anno 1594. — 12 Bll. fol. 



42 Kreis Jülich. 

41. Verzeichnung der Feierlichkeiten bei der Vermählung von Anna, 
Tochter Kaiser Maximilians II., mit König Philipp von Spanien in 
Prag am 4. Mai 1570. - 4 Bll. fol. 

42. Akten zu dem Streit der vier Jülich sehen Hauptstädte mit der 
Ritterschaft, bis 1658. — Vgl. oben Nr. 33. 

43. Copia instruetionis der GMischen Landt-St&ndt für Deroselben 
eventualiter ausgesetzte special Deputirte au ff den fall Serenissimus 
mit der erbhüldigung einseitig verfahren \ und Landt Stand gegen 
ihre privilegia altherkommen beschweren würde \ de dato Mühl- 
heim auff gemeinem Landt* Tag den 19. Novembris 1666. — Druck 
4 Bll. fol. 

44. Einladungen zu den Landtagen 1647—1782. 

45. 1683, März 1. Einladung zum Landtag nach Köln für den 14. 
März, gerichtet an Carl von Efferen gnant Hall zu Schackum. 
— Druck 2 Bll. fol. 

46. 1692. Posttarif, von der Stadt Köln aufgestellt für Postmeister Wil- 
helm Fleertmann. — Druck grossfol. 

47. Liber genealogiacum Coloniensium, zusammengestellt von dem 
Kölner Domkapitular Balthasar von Mylius, betrifft die Kölnischen 
Familien vom Ende 18. Jahrhs. — 1 starker Foliant. 

48. Akten über das Haus Vette Henne, vorher Blankenberg genannt, 
sowie über andere Häuser Kölns und Kölner Familien, wie Wedig, 
Cran, Snellen, Imstenrath, Lambertz, Cortenbach, Heinsberg u. a. 

49. Akten über den Güterbesitz des Kölner Domkapitels, entstanden 
bei dessen Auflösung 1803, namentlich das Archiv des Kapitels 
betreffend. Dabei : 

a) Verzeichnis deren papieren, welche in Köllen aus der Domkapitel 
Schreibstube eingepackt und sich in denen Kisten sub Nr. I op. 
befinden. 

b) Verzeichnis über die Effecten, welche von Bamberg nach Prag 
abgeschickt tvorden. 

Lohn. Katb. Pfarramt: 

1. Auszug aus dem Erkundigungsbuch von 1582. — 1 Bl. fol. 

2. 1592, Mai 14. Johann Sartorius, Priester der Kollegiatkirche zu 
Jülich, vermacht der Schule zu Jülich 400 Thaler. — Abschr. Pap. 
2 Bll. 

3. Stiftungsurkunden von 1601, 1670, 1680, 1698 u. s. w. 

4. Auszug aus den Visitationsprotokollen von 1658, Okt. 15, und 
1697, Febr. 8.-1 Bl. fol. 

5. Heberegister der Offermannsrenten von 1665. — 1 Heft schmalfol. 

6. Erneuerung desselben 1674 (l Heft 4°, Pap. sehr beschädigt) und 
1774 (2 Bll. fol). 

7. Getaufte 1644-1679, 1777-1798. 
Getraute 1777—1798. 
Gestorbene 1741-1797. 



Kreis Jülich. 43 

Mersch. Kath. Pfarramt: 

1. 1483, Juni 24 (mensis Junii die vigesima quarta). In Castro nostro 
BrewU Erzbischof Hermann ernennt den Subdiakon Grafen Wil- 
helm de Werthem, Kanonikus der Kölner Domkirche, zum General* 
vikar mit der Vollmacht geistliche Stiftungen zu vollziehen. — 
Abschr. 17. Jahrhs. 3 Bll. fol., enthalten in einem notariellen Akt 
über die Stiftung der Vikarie in Kirtzenich (alter Name von 
Mersch). 

2. 1487, Juni 80 (die vero sabbati ultima mensis Junii). Köln. Sub- 
diakon Wilhelm bestellt Leonardus Lud de Lovenich zum ersten 
Rektor der Vikarie in Kirtzenich und bestimmt, dass künftig dem 
nächsten Erben des Adam Bowe in Güsten das Patronat zustehen 
soll. — Abschr. wie Nr. 1. 

3. Compendium redituum ecclesiae, pastoratus, confratemiiatis sanc- 
torum Agathae patronae nostrae, Antonii et Sebastiani ac pau- 
perum in Merschen, angelegt vor 1714 (1 Bd. fol. ohne Einband). 
Darin enthalten: 

a) Renovatio synodi parochialis von 1762. 

b) Moderne Abschrift der unter 1. und 2. gegebenen Urkunden 
und dazu eine dritte: 1487, April 23 (up sint Jores tags). Die 
Schöffen zu Kirtzenich erklären, welche Schenkungen JDahm 
Roive der Kapelle und der Bruderschaft SS. Katharinae und 
Sebastiani hat zu teil werden lassen. 

c) Specificatio sive designatio praedictorum bonorum sequitur et 
est talis. 

4. Kirchenlagerbuch von 1777, darin auch die Armenrenten. — 
1 Bd. fol. 

5. Buch der Bruderschaft SS. Agathae, Antonii und Sebastiani mit 
Statuten von 1680. — 1 Bd. 4°. 

6. Getaufte 1686-1849. 
Getraute 1688—1770. 
Gestorbene 1686—1849. 

Merzenhausen. Im Besitze des Herrn Gutsbesitzer Opfergelt: 

Akten über die Teilung des Koslarcr Erbwaldes. Vgl. 
S. 27 Nr. 3. 

Mündt. Kath. Pfarramt: 

1. Modernes Urkundenbuch, enthaltend eine kritische Darstellung der 
Geschichte des in Mündt verehrten H. Iremundus nach den ge- 
druckten Quellen und näheres über die seit 1672 bestehende Ire- 
munduskapelle auf Grund der Akten des Pfarrarchivs zu Betten- 
hoven. Die wenigen, erst der Zeit nach dem Brande von 1612 
entstammenden Papiere des Pfarrarchivs sind zusammen mit den 
Angaben der Erkundigungsbücher — die wichtigeren Aktenstücke 
sind auch im vollen Wortlaut mitgeteilt — zu einer Geschichte 
verarbeitet, welche sich an die Reihe der Pfarrer, deren Namen 
seit 1550 bekannt sind, anlehnt. — Grossfol. 



44 Kreis Jülich. 

MOntZ. Katb. Pfarramt: 

1. 1638, Juni. Die herzogliche Regierung weist auf die Beschwerde 
des Landdechanten der Christianität Jülich, dass die Pfarrer mit 
Steuern überbürdet würden, den Vogt zu Boslar an, wie bisher 
die toidenho ff 's guter steuerfrei zu lassen und etwa schon erhobene 
Beträge zurückzuzahlen. — Pap. Abschr. 

2. 1644, Nov. 9. Erneuerung der vorigen Verfügung nach einer neuen 
beiliegenden, aber undatierten Beschwerde des Landdechanten. — 
Pap. Or. Verschlusssiegel. (Vgl. unten S. 51 Tetz Nr. 7). 

3. 1649, Mai 20. Entscheid in einem Streite zwischen Pastor und 
Gemeinde in Münz, dass des ersteren zum Widenhof gehörige 
Länderei von Steuern und Kontributionen frei sein soll. — 1 Bl. Pap. 

4. Verzeichnu-s des Muntzer kirchenlands, welches heut dato den 27. Junii 
1646 unter die nachbarschaft daselbst a novo ausgethan in gegen- 
warth herren pastoren Paschasii Gorrens u. s. w. — 6 Bll. fol. Pap. 

5. 1697, März 12. Bedingungen, zu denen die Rirchenländereien ver- 
pachtet werden sollen. — Pap. 4 Bll. fol. 

6. 1652, Nov. 30 (tertia Andreae). Die Armenprovisoren der Herr- 
lichkeit Müntz verleihen 25 Reichsthaler (1 Rth. = 3 Gld. 6 Alb.). 
— Pap. Or. S. des Behr von Lahr, Pfand herrn zu Müntz, aufge- 
drückt. Dabei mehrere jüngere Schuldverschreibungen zu Gunsten 
der Armen. 

7. Dis ist alsolcher kuir, als die gehulsden gemacht haben über 
Muntzer und Hottorf er busch ubermitz den eltisten d. i. die Wald- 
ordnung, nach der Bemerkung auf dem Umschlag 1663 aus dem 
alten Buch in das vorliegende abgeschrieben, in 37 Absätzen. — 
1 Heft. Pap. 4°. 10 Bll. 

8. Muntzer Kirchenbuch des jahrs 1675 d. i. ein Rentregister (l Heft 
4°, Pap. 14 BD.) : 1 Mltr. Roggen=3 Reichsthaler gerechnet. Das- 
selbe Register, erneuert 1706 (1 Heft, 4°, Pap. 18 Bll.) : 1 Mltr. 
Roggen = 2 Reichsthaler. 

9. Präsentationen seitens der Familie Behr von Lahr und seit 1723 
der Familie ab Hinsbergh, welche das Behrenhaus erworben hat, 
für die Vikarie und Pfarrstelle 1585-1756. 

10. Akten über die Besteuerung des Kirchenlandes 1702. Dabei Aus- 
zug aus dem Schatzbuch, welches nach dem Anschlag von 1639 
aufgerichtet worden ist. 

11. Kirchenrechnungen 1670 ff. 

12. Getaufte 1641—42, 1661-1701. 
Gestorbene 1666-1698. 

— Bürgermeisteramt Hottorf: 

1. Buch der Beerbten des 1856 geteilten Hasselsweiler und Gevels- 
dorfer Waldes, angelegt etwa 1630. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.- 
Umschl. 

2. Zwei ebensolche jüngere Bücher (4°), enthaltend den Eid der Holz- 
grafen, Förster und gemeinen Erben. 



Kreis Jülich. 45 

3. Busch- und holtzordnung, wie diesdbige auf Hasselswieler und 
Gruvelstorp husch gehalten sollen werden von dem ersten articul 
bis zum Uzten in 23 Absätzen. — Beglaub. Abschr. von 1760. 
Pap. 6 Bll. fol. 

4. Steuerbuch des Dorfs Boslar 1794/95. — 1 Bd. fol. 

5. Aus dem Pfarramt Boslar: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1714-1770, 1770—1798. 

6. Aus dem Pfarramt Hassels w eiler: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1637—1786, 1737—1771, 1770—1798. 

7. Aus dem Pfarramt Müntz: 

Getaufte 1635-1662, 1701-1765, 1765-1784, 1784-1798. 
Getraute 1736—1766, 1767—1784, 1784-1798. 
Gestorbene 1714-1765, 1765-1784, 1784—1798. 

8. Aus dem Pfarramt Tetz: 

Getaufte 1741—1770, 1770—1798, gesondert die unehelich geborenen 

1743-1768. 

Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

Im Besitze des Herrn Gutsbesitzer P. Decker: 
1. Akten über den Müntz er und Hottorf er Busch (vgl. S. 44 Nr. 7) 

und zwar: 

a) Lagerbuch des Busches (1 Bd. fol. Pap., vielfach beschädigt und 
zerschnitten, in Per g. -Bd. mit 2 Schlössern). Der Inhalt besteht 
aus 4 Verzeichnissen, die erst später zusammen gebunden wor- 
den sind : Das erste Verzeichnis, fast ganz zerstört, gehört in den 
Anfang des 16. Jahrhs., die Jahreszahl 1512 kommt vor. — Das 
zweite (16 Bll.) ist von 1553: es werden unterschieden Lehen- 
manns-, Dienstmanns- und Kottersge walten. Die Behausung, 
an welcher die Berechtigung haftet, wird als stockgut bezeichnet. 
— Das dritte Register (21 Bll. beschrieben) von 1571 gleicht 
inhaltlich dem vorigen. — Das vierte (133 Bll.) ist das umfang- 
reichste, wurde 1578 weit angelegt und enthält viele jüngere 
Einträge. Der Titel ist : In dem jaer nach der geboirth unser s 
erloesers und sälichmachers herren Jhesu Christi tausent fünf- 
hondertachtundsiebentzigh ist dit legerboech gemacht, und ist 
alsolch legerboech, dae die geweldt und stockgutther ihn be- 
schrieben staent, die dae gehoeren uff Muntzer und Hottorffer 
buischs mit namen und zonamen, wie folgens geschrieben staet 
Auch ist alsolch aldt herkommen, dat keiner uff Muntzer und 
Hottorffer buischs geerfft ensall werden noch ihn dit boech ge- 
schrieben, idt ensei ihm ihn hielichs funcarden gegeben oder 
duirch ersterffenuss ahn erfcdlen. Als Anhang ist ein 1645 
alphabetisch nach den Vornamen angelegtes Register zum 
Lagerbuch beigegeben. — Als Einlage liegt darin 1 Blatt gross- 
fol. Pap. stark beschädigt Hs. vom Ende 15. Jahrhs. mit 4 drei 
wenig jüngeren Nachträgen: Dit is alsulgen kur as die ge- 
hulsden gemacht haven oever Muntzer ind Hoittorber buchs 



46 Kreis Jülich. 

oevermitz die eisten, folgen 19 Sätze erster Hand und 3 Nach- 
träge. Die Ordnungen für den Müntz-Hottorfer und den Buch- 
holz-Busch sind nebst einer Einleitung gedruckt mit dem Titel 
„Zwei Waldordnungen aus dem Herzogtum Jülich" in der Zs. 
des Aachener Geschichtsvereins Bd. 23 (1901), 8. 1 ff. 

b) Dis ist alsolcher kuir, welchen die gehülsen des Münz und 
Hottorffer busch anno domini fünfzehn hundert und eilf auf 
S. Nicolai tag ilbermitz den ältesten gemacht haben, d. i. Busch - 
Ordnung in 37 Absätzen. Abschrift vom 11. Jahre der Republik 
(beglaubigt vom Maire zu Hottorf Ferdinand Oidlman) auf 
Grund einer Abschrift vom 31. Januar 1735, welche die Unter- 
schriften von 14 Beerbten trägt. — 12 Bll. Pap. 4°. 

c) Anbrachte versatzte heister im jair 1611 am 24 novembris. — 
4 Bll. 4°. Pap. 

d) Verzeignus etliger gebrechen disses Munzer und Hottorper buschs, 
darauf! der semptliger erben erclerongh begert wirt anno 1611 
uff S. Nicolai tagh, d. i. 8 Fragen mit den entsprechenden Ant- 
worten, die von andrer Hand bei geschrieben sind. — 1 Bll. 
foL Pap. 

e) Zahlreiche verschiedenartige Akten über den Busch, doch viel- 
fach ausser Zusammenhang. 

2. Buschordnung für den Bochholtzbuschs, Abschrift von 1763, besorgt 
von Pastor Maessen zu Lövenich mit dem Bemerken: serviat suc- 
cessoribus meis pastoribus in Lövenich (1 Heft 4°. Pap.). Als 
Vorlage diente Maessen eine Aufzeichnung von 1748, in welchem 
Jahre auf Grund der Originale von 1470 und 1488, die in der 
Schöffen kiste lagen, zur desto leichterer einsieht eine Abschrift 
genommen und der Inhalt ad numeros gebracht worden war. Als 
berechtigte dörffer sind 1748 aufgeführt: Bosslar, Gevenich, Hottorff, 
Jffompesch, Glimbach, Kofferen, Cörrentzig, Milntz, Lövenich, Katzim, 
Bousseler. 1470 und 1488 ist auch Ertzelbach mit genannt. 

a) 1470, Okt. 16 (auf s. Galli tag). Die Ritterschaft, nämlich Car- 
silis von Paland zu Breidenbendt, Dahm und Göddert von Harff 
gebrudere, Dederich von Betgenhausen, Friderich von Gritteren, 
Carl von Bausseler, Dahm von Rurich und Gerard. von Kosslar 
und die 12 Dörfer beschliessen gemeinsam eine Buschordnung 
in 23 Absätzen. — Das Or. hatte 6 Siegel. 

b) 1488, Sept. 29 (auf st. Michaelis tag archangeli). Als Transfix 
zur vorigen Urkunde verfügen die Gehultzten, unter denen 
herr Henrich von Hompesch, ritterherr zu Wickerade, marschall 
genannt ist, dass eine Reihe weiterer Sätze (Nr. 24 bis 42) für 
die Nutzung des Busches Geltung haben sollen. — Das Or. hatte 
4 Siegel. 

c) Als Nachträge zu der alten Ordnung sind eine grosse Zahl 
weiterer Beschlüsse gefasst worden. Artikel 43 bis 127 wurden 
anscheinend gleichzeitig 1648 beschlossen, es folgen aber dann 
noch Beschlüsse von 1659, 1688, 1705, 1714, 1715, 1727 und 1731, 



Kreis Jülich. 47 

zusammen 141 Sätze. Diese Nachträge tragen den gemeinsamen 
Kopf: Khilr des bochholtzbusches, wie er auf st. Michaelistag 
jährlichs unter der dingbuchen abgelesen wird. 
d) Alphabetisches Sachregister zu dem Kilhr des bochholtzbusches, 
in welchem auf die Paragraphen verwiesen wird. 
3. 1767, Februar 19. Die icittib Daniels nie de Crafft als Repräsen- 
tantin der erbgenamen herrn hofkammerrathen Daniels verpachtet 
den Rittersitz zu Müntz, genannt Nesselrader hoff, sowie den 
Greinshoff mit Zubehör (darunter auch Berechtigung am Buch- 
holtzer (28 Gewalten), Müntzer (103 */ 4 Heister und 7t spelter) und 
Loherbusch (3% Gewalt) an Gerhard Ohoff. — 4 Bll. fol. Pap. Or. 

Niedermerz. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei war 1807—1836 unterdrückt und der Bezirk ge- 
hörte zu Laurensberg. 

1. Lagerbuch von 1826 (1 Bd. fol.), darin Stiftungsurkunden 1683 ff. 
erwähnt. 

2. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

Overbach, Haus. Im Besitze des Freiherrn von Wenge-Wulffen: 
Ein Archiv ist nicht mehr vorhanden, dasselbe soll in den 
30er Jahren 19. Jahrh. nach Belgien gebracht worden sein. Vgl. 
S. 40 Nr. 24. 

Pattern. Kath. Pfarramt. 

Pattern wurde erst 1804 zur Pfarre erhoben. Vgl. oben S. 17 
In den, Kath. Pfarramt Nr. 19. 

1. Stiftungsurkunden von 1693, 1757. 1758, 1764 u. s. w. 

2. Gestorbene 1770 ff. 

Roedingen. Kath. Pfarramt: 

2. Auszug aus der Gewehrbusch-vroh de a<>. 1598 (im Urkundenbuch 
enthalten). 

2. Abschlüsse der Kirchenrechnungen seit 1594, Rechnungen selbst 
1693—1712. 

3. 1692, Jan. 14. Frühmessstiftung nebst Rentverzeichnis des Früh- 
messbenefiziums. 

4. Kalendarium von 1676. — Perg. 

5. Buch der Bruderschaft Jesus-Maria- Joseph von 1732, darin auch 
das Verzeichnis der Pfarrgrundstücke und -einkünfte. — 1 Bd. 4°. 

6. Tauf-, Trau- und Sterberegister 1770 ff. 

7. Franciscus Agricola (Pfarrer in Rö dingen): Evangelischer Buss- 
und Gnaden Spiegel. Colin durch Maternum Colinum 1582. — 
Druck 502 S. 8°. Vgl. Annalen d. bist. V. f. d. Niederrhein 46. Heft 
(1887), S. 191. 

8. Lorichius : Von Bitt-, BÜger- oder Wallfahrten. Kölln 1582. — » 
Druck 138 S. 8°. 



48 Kreis Jülich. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Bettenhoven: 
Getaufte 1628-1662, 1770-1798. 
Getraute 1644-1662, 1770—1798. 
Gestorbene 1644—1662, 1770-1798. 

2. Aus der Pfarrei Rö dingen; 

Getaufte 1647-1716, 1716-1746, 1746-1779, 1770-1798. 
Getraute 1647-1716, 1717-1747, 1747-1777, 1770-1798. 
Gestorbene 1647-1716, 1716-1747, 1747—1780, 1770—1798. 
Im Buch von 1647 ist von 3 Konversionen zum katholischen Glauben 
1696 und 1697 die Rede. 

Roerdorf. Kath. Pfarramt: 

Nach der Unterdrückung 1803 ist die Pfarre erst 1834 neu 
gegründet worden. Vgl. 8.33 Linnich, Kath. Pfarramt Nr. 8. 

1. Die Geschichte der Pfarrei wird nur erhellt durch Notizen in 
Lagerbuch von 1828, die bis 1601 zurückreichen und ins moderne 
Urkundenbuch übergegangen sind. 

2. Stiftungsurkunden 1698 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Roerdorf: 
Getaufte 1663-1787, 1788-1798. 
Getraute 1719-1787, 1788—1797. 
Gestorbene 1719-1785, 1788-1798. 

Scbaufenberg. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei ist erst 1888 selbständig geworden. 

Schieiden. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Ar chivalien, die Pfarrei wurde erst 
1836 errichtet, das früher bestehende Rektorat — ab- 
hängig von der Pf arr e AI denho ven — wurde in fran- 
zösischer Zeit unterdrückt. 

Selgersdorf. Kath. Pfarramt: 

Dreizehn Pergament-Urkunden 1371—1656, meist 
Rentkäufe, davon zu erwähnen: 

1. 1371, Sept. 21 (up senden Mattijs dach des apostolen). Die kirspels- 
lüde van Salgendorp gemeinlichgen verpachten dem beschedenen 
knapen Welter van Berge und seinem Weibe Katharina 2 Morgen 
Artland und 2 Morgen beints, welche Frau Metze van Eylle zu 
unser lampen zu geluichte geschenkt hat, für jährlich 372 Mark. 
Es siegeln die Schöffen von Pirne (Pier). — Perg. Or. 1 S. 

2. 1432, Nov. 30 (op sent Andreisdach des heiligen apostelen). Geryt 
Flyckart van Dunenraedt (Daubenrath) und seine Gemahlin Nylka 
verkaufen zu geluchte an dat heilige sacrament 1 Mltr. Roggen 
Erbrente Rödinger Mass binnen seis penningen neist dem besten, 
den man veil vint op dem marde der kirchen zu Stdgendorp. Es 
siegeln die Schöffen van Molenarke. — Perg. Or. 1 S. 



Kreis Jülich. 49 

3. 1437, Okt. 18 (op sent Lucasdadh des heilichen ewangelisten). Ar- 
mut van Dorn und seine Gemahlin Margaretha nehmen eine Hof- 
statt zu Dorn gelegen bij der Ruyren, de sent Kathrijnen inde 
einre broederschaff gehörende is, für 4 Mark Geld zu Erbpacht. 
Es siegeln die Schöffen von Nederzern. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

4. 1466, Mai 16 {des frijdages neist na uns herren upfartz dage ge- 
nant ascensiö). Hennes Seeger van Haemboich und seine Gemahlin 
Dorothea verkaufen an Gertrude, eheliche Tochter Metzen van 
Dorne, 1 Mltr. Koggen Erbrente. Siegel der Schöffen zo Zeyrre. 
— Perg. Or. 1 S. 

5. 1531, Mai 19 (up vrijdach nae uns herren hemelfartz dage). Johann 
Kruysskrull und seine Gemahlin Jenne verkaufen 1 Mltr. Roggen 
Duyrenre maissen Erbrente an Johann den alden boiden zo Sei- 
chenstorp. — Perg. Or. 1 S. 

6. 1545, Febr. 28 (uff den lesten dach des monatz Februarii nemlich 
uff saterstach nae sanct Matheysdach des hilgen apostels). Das 
Hauptgericht von Jülich erneuert eine Urkunde, die ihr Siegel 
verloren hat. — Perg. Or. 1 S. Die betreffende Urkunde ist in- 
seriert: 1483, März 2 (des zweiden dachs in dem mertz post Oculi). 
Theis van Dorr und seine Gemahlin Metze geben eine Hofstatt 
mit S i / 2 Morgen Land gegen 3 Mltr. .Roggen Rodinger Mass an 
Geirhart Voyss in Erbpacht. 

7. 1575, Juni 8. Die Schöffen, Geschworenen und gemeinen Nach- 
barn zuHambach haben sich wiederholt mit der Bitte an Herzog 
Wilhelm gewandt, die Kapelle in Hambach zu einer Parochialkirche 
zu machen. Der Herzog will sich beim Nuntius Caspar Gropper 
dafür verwenden, und die Gemeinde verspricht ihrerseits, dass den 
Pastoren zu Niederzier und Selgersdorf durch eine etwaige 
Erhebung Hambachs zur Pfarre kein Eintrag an Zehnteinkünften 
erstehen soll. — Perg. Or. 1 S. 

8. 1585, März 28. Schöffen und Nachbarn zu Frotzem präsentieren 
dem Pfarrer zu F., der zugleich Dechant der Christianität Zülpich 
ist, Johann Schein aus Zülpich als Vikar und Schulmeister. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

9. Kirchenlagerbuch 18. Jahrhs. — fol. 

10. Rentbuch von 1715. — schmalfol. 

11. Getaufte 1705—1757. 
Getraute 1715—1755. 
Gestorbene 1714—1737. 

Setterich. Kath. Pfarramt: 

Reichhaltige Archivalien über S. sollen sich im 

Besitze des Grafen d'O ultremont in Brüssel befinden. 
1. 1529, Sept. 27. Emundus, de Buyschenberg t welchem neben seinen 
Brüdern die Präsentation des Geistlichen für die Kapelle in oppido 
Hertzogenroide zusteht, ernennt, da er längere Zeit abwesend sein 
wird, seinen Bruder Franciscus de Euyschenberg in Seirstorp 
zum Stellvertreter. — Not.-Tnstr. Perg. Or. 



60 Kreis Jülich. 

2. Modus celebrandi synodum antiquitus observatus et usitatus in 
dominio de Setterich. — Hs. Ende 16. Jahrhs. 3 Bll. fol. Pap. 

3. Getaufte 1602-1615 (lückenhaft), 1616-1771, 1770 ff. 
Getraute 1700-1771, 1770 ff. 

Gestorbene 1680-1770, 1770 ff. 

Siersdorf. Kath. Pfarramt: 

1. 1582, März 23. Godthardt HuUenkremer und seine Frau Anna 
stiften eine Jahrrente von 20 Mltr. Roggen für die Armen. — Not.- 
Inst. Perg. Or. 

2. Einzelne Kirchenrechnungen 1695 ff. 

3. Stiftungsurkunden 1693 ff. 

4. Einkünfte der Küsterei 1775. — 4 Bll. fol. 

5. Rechnungen derDeutschordenskommende über Roggen und Weizen 
1733-1742 und 1741-1742, letztere ausführlicher. - fol. 

6. Buch des lebens vor die löbliche broderschafft der christlicher Lehr 
zu Herren- Sierstorp ff (Jesus-Maria- Joh. Bapt.), begonnen 1651, be- 
nutzt bis ins 19. Jahrh. — 1 Bd. fol. in Leder gebunden. Vorn 
die Verordnung Erzbischofs Ferdinand vom 13. März 1647, wodurch 
die Bruderschaft eingeführt wird. 

7. Da 1766 die Landesregierung die Mitteilung der Pfarreinkünfte 
fordert, werden diese 1778 (!) verzeichnet (2 Bll. fol.). Die Pfarrer 
wohnten auf der Kommende, Landbesitz fehlt, ältere Schriftstücke 
auch. Abschrift der Urkunde von 1219: Wilhelm Graf v. Jülich 
schenkt domui hospitalis sanctae Mariae in Jerusalem Aleman- 
norum nuncupatae die Kirchen zu Nidecken und Serstorp mit 
Zubehör sowie das Reichslehen Berinsteyn (Bergstein). 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Höngen: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

2. Aus der Pfarrei Schieiden: 
Getaufte 1695-1770, 1770-1798. 
Getraute. 1770—1798. 
Gestorbene 1708-1770. 

3. Aus der Pfarrei Setterich: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

4. Aus der Pfarrei Siersdorf: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1722—1762, 1770—1798. 

Spiel. Kath. Pfarramt: 

1. Auszug aus dem Erkundigungsbuche von 1582. — 2 Bll. fol. 

2. Prozess mit dem Abt von Aldenberg 1578 — 1585 wegen eines Baum- 
gartens in Ameln. — 1 Heft, fol. Pap. 

3. Register der Armenrenten v. 1677. — 2 Bll. fol. 

4. Armenrenten und Rechnung v. 1658. — 2 Bll. fol. 

5. 1760, Nov. 10. Streit mit St. Gereon wegen des Zehnten und des 
Kirchenbaues. 



Kreis Jülich. 51 

6. 1717, Nov. 2. Testament des Ludwig- Attenkirchen zu Gunsten 
der Kirche. — Abschr. 2 B1I. fol. 

7. Ordnung' bezüglich der Verwendung der Annenrenten von 1664, 
nach Weistumsärt. — 1 Heft 4°, 10 Bll. ' 

8. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

Stetternich. Kath. Pfarramt: 

1. Kirchenbuch ab anno 1677 d. h. Lagerbuch (1 Bd. fol. in Per g. -Bd.). 
Nach der Inhaltsübersicht sollte es enthalten: 

a) Kirchengefälle. 

b) Pastoratseinkünfte. 

c) Zehnten. 

d) Legat des Freiherrn v. Eynatten zu Lindenberg (steht nicht drin). 

e) Anniversarien. 

f) Kirchenornamente (sind nicht verzeichnet). 

g) Offermannseinnahme. 

h) Sendgericht (ist nicht behandelt). 

Gegen Schluss: Beschreibung des rottzehnden in Stetternich aus 

dem Jülicher Kellereilagerbuche vom Mai 1636. 

2. Buch der St. Sebastianusbruderschaft, begonnen 1714, darin die 
Statuten von 1663, auf dem Titelblatte Federzeichnung den H. Se- 
bastianus von Pfeilen getroffen darstellend. — 1 Bd. schmalfol. 

3. Getaufte 1637—1769, 1770-1864. 
Getraute 1666-1769, 1770— Gegenwart. 
Gestorbene 1666—1769, 1770- Gegenwart. 

TetZ. Kath. Pfarramt: 

1. Landesherrliche Verordnungen 17. Jahrhs. über die Abhaltung des 
Sendgerichts. — 10 Bll. 4°, sehr beschädigt. 

2. Register der Pfarreinkünfte von 1608 (4 Bll. fol.) und Register der 
Kirchen- und Armenrenten v. 1637. — 10 Bll. fol. 

3. 1644, Jan. 1. Die Herrlichkeit Tetz nimmt wegen gewaltsamer 
hessischer Kontribution, in deren Verfolg Leute, Pferde und Vieh 
aus der Herrschaft nach Neuss gebracht worden sind, eine Anleihe 
von 200 Reichsthaler species beim Statthalter der Herrlichkeit Tetz, 
Hermann von Gangelt, auf. — 2 Bll. fol. 

4. Streitigkeiten der Gemeinde mit der Karthause zum Vogelsang 
bei Jülich, weil letztere 1755 ihr Haus in Tetz an einen Juden 
verpachtet hatte. — 1 Aktenkonvolut. 

5. Steuerverteilungen in der Jülich scheu Unterherrschaft Tetz 1774 ff. 
— fol. 

6. Gemeinderechnungen aus Tetz 1771 ff. — fol. 

7. Streitigkeiten zwischen Gemeinde und Pfarrer wegen der Besteue- 
rung 1640 bis 1653. — 1 Aktenkonvolut. Vgl oben S. 44 Nr. 1—3. 

8. ' Streitigkeiten zwischen dem Pastor und der Witwe von Hom- 
pesch, da die letztere Ansprüche auf die Pastoratszehnten erhebt, 
1637 bis 1640. — 1 Aktenkonvolut. 



52 Kreis Jülich. 

9. Beantwortung der bei der Kirchenvisitation 1774 vorgelegten 133 

Fragen. — 4 Bll. fol. Vgl. oben S. 9 Nr. 9. 
10. Rentbuch von 1707 mit einzelnen Urkundenabschriften. — 1 Bd. fol. 

— Haus. Im Besitze des Herrn Baron von Brachel: 

Das Archiv war zur Zeit unzugänglich. 

TitZ. Kath. Pfarramt: 

1. 1703, April 27. Joan von Redin ghoven als überlebender der beiden 
Testamentsvollstrecker <ies 1699 verstorbenen Philipp Carl Frei- 
herrn von HocJisteden, Herrn zu Velden, Betgenhausen und Buyr, 
welcher 2000 Reichsthaler für eine Wochenmesse gestiftet hat, über- 
trägt das Benefizium widerruflich dem Vikar zu Titz. Die Ein- 
künfte betragen 80 Reichsthaler. — Pap. gleichz. Abschrift. 

2. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1742 ff. 

3. Offermann, Jacob : Geschichte der Städte, Flecken, Dörfer, Burgen 
und Klöster in den Kreisen Jülich, Düren, Erkelenz, Geilenkirchen 
und Heinsberg nebst statistischen Angaben. Linnich, Karl Quos 
1864. — 1 Bd. klein 8°. 230 S. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Mündt: 

Getaufte 1649-1711, 1711—1748, 1743-1798. 

Getraute 1722—1747, 1743-1798. 

Gestorbene 1658-1661, 1681-1748, 1743—1798. 

Im ältesten Buch (schmalfol.) auch die Armenrenten, Wachsrenten 

der Kirche von 1664 u. s. w. 

2. Aus der Pfarrei Spiel: 

Getaufte 1625 (einzelne seit 1614) -1770, 1770-1798. 

Getraute 1692 (einzelne seit 1661) —1770, 1770-1798. 

Gestorbene 1648-1770, 1770-1798. 

Im ältesten Buch (schmalfol.) zwischen den Getauften von 1760 

Froich der kirchen Spiell in 27 kurzen Sätzen. 

3. Aus der Pfarrei Titz: 

Getaufte 1630—1769 \ . , ^ 

Getraute 1657-1769 vo11 ^ ^ruchstuckhaft, stark beschädigte 

Gestorbene 1664-1769 J einzelne Blätter ' 

Welldorf. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei ist erst in neuerer Zeit selbständig 
geworden. 

Welz. Kath. Pfarramt: 

1. Renten des Küsters von 1563. — 4 Bll. fol. 

2. Extrakt des Visitationsprotokolls von 1630. — 2 Bll. fol. 

3. Statuten der Christianität Jülich, Abschrift 17. Jahrs. — 9 Bll. fol. 

4. 1671, August 29. Stiftung einer Frühmesse (1 Bl. Pap. Abschr.), 
ebenso andere jüngere Stiftungen, namentlich für Studienzwecke. 



Kreis Jülich. 53 

5. Interrogatoria worüber der h. Ordens pfarrer zu Weltz bei der 
Visitation seiner pfarrei vernohmen worden den 26. Octob. 1742, 
120 Fragen. — 12 Bll. fol. 

6. Geschichte der Pfarrei Welz, bearbeitet von Pfarrer Gruben- 
hagen. — fol. 

Bürgermeisteramt : 

1. Ein Konvolut holländische VerkaufBurkunden von 1782. 

2. Aus der Pfarrei Welz: 
Getaufte 1619-1797. 
Getraute 1624—1796. 
Gestorbene 1624—1798. 



Kreis Mayen. 



II. Kreis Mayen. 



Allenz. Eath. Pfarramt: 

1. Kirchenrechnungen 1810 ff. — 1 Bd. fol. 

2. Lagerbuch vom Anfang 19. Jahrhs. — 1 Bd. fol. 

3. Neueres Lagerbuch, welches die Abschrift der Frühmessstiftung 
von 1718, Febr. 8, enthält. — 1 Bd. fol. 

Andernach. Stadtarchiv : 

Das Inventar des sehr reichen und namentlich 
fast vollständigen Archivs, eine Arbeit von Goerzaus 
dem Jahre 1868, ist gedruckt in den „Annalen des histori- 
schen Vereins für den Niederrhein*, 59. Heft (1894), S. 1—170. 
Leider sind die Mi 1 1 eilun gen über die Akten gegen- 
über den über dieUrkunden recht kurz ausgefall e n. 
Die den letzteren beigegebenen Regestennummern 
decken sich nicht mit den gegenwärtig den Urkunden 
anhaftenden Ordnungsnummern, die Aufstellung schliesst 
sich eng an die Reihenf o Ige des gedruckten In v entars an. 
Einige die Verfassung der Stadt betreffende Urkunden 
sindjetzt gedrucktin den Annalen d. hist. V. f. d. Nie- 
der r h e i n 70. Heft (1901) S. 31—42. Eine andere siehe in den 
Mitteilungen des Instituts für Osterreichische Ge- 
schichtsforschung 22. Bd. (1901) S. 298. 

Hier folgen nur als Ergänzung einige nachträglich durch Kauf 
erworbene Urkunden, sowie nähere Angaben über die Weistümer des 
Archivs. 

1. 1252, Okt. 22 (in vigilia beati Severini). Apud Andernacum. 
Godefridus, scoltetus Andernacensis, setzt im Auftrage des Erz- 
bischofs Konrad mit Hilfe einiger Adligen und der Schöffen zu 
Andernach die fratres minores daselbst in den Besitz einer ihrer 
Niederlassung benachbarten Hofstätte. Der bisherige Besitzer 
derselben wird durch ein gleichartiges Grundstück entschädigt. — 
Perg. Or. 3 S. (1 ab, 2 beschädigt). 

2. 1292, ohne Tag. Walterus dictus de Overmunze und seine Ge- 
mahlin Sophia, Bürger zu Andernach, vermachen um ihres Seelen- 
heils willen den fratres minores ihre Behausung, die gegenüber 



Kreis Mayen. 55 

ihrer Kirche gelegen ist, unter der Bedingung, dass die Brüder 
nach dem Tode der Geschenkgeber deren Erben 19 Mark über- 
weisen. Nach dem Tode der Sophia heiratet Walter eine gewisse 
Methildis, und diese erwirbt für 12 Mark, die sie den Brüdern 
zahlt, das ganze Anwesen, doch verpflichtet sie sich, dieses Haus 
nicht an einen Gewerbetreibenden (Schmied, Fassbinder, Wirt) 
kommen zu lassen, der den Gottesdienst stört. In diesem Falle 
würde die erste Schenkung wieder in Kraft treten. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

3. 1419, August 11 {die veneris undecima mensis Augusti). Der 
Pfarrer zu Linz, Conradus de Boede, welcher öffentlich den Mino- 
riten das Recht, Absolution zu erteilen und die Sakramente zu 
spenden, abgesprochen hatte, wird vom geistlichen Gericht ver- 
urteilt 50 Gulden Strafe zu zahlen, öffentlich innerhalb eines Mo- 
nats zu bekenuen, dass er geirrt habe, und dass in seinen Worten 
eine Beleidigung enthalten gewesen sei. — Perg. Or. 1 S. Daran 
ein Transfix vom 25. August 1419. 

4. 1502, November 8 (sexto Idus Novembris). Der Graf v. Virneburg 
und der Rat zu Andernach hatten sich beim päpstlichen Legaten 
Raimund, der seit 5. Okt. 1500 (tercio Nonis Octobris) als solcher 
bestellt war — Urkunde inseriert — , über den wenig geist- 
lichen Wandel der Minoriten beschwert, und dieser fordert nun- 
mehr von Erfurt aus eine Reformation des Klosters. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

5. 1500, April 28. Schöffenweistum über das Baugeding zu Ander- 
nach. Nach Angabe des Inventars (Annalen 59. Heft, S. 144 Nr. 
1 464) ist dieses 1500 erneuerte Wt. im „Schwarzen Buch" Bl. 45 zu 
finden, steht aber nicht an dieser Stelle. Die gleichzeitige Kopie 
auf Papier ist (nebst mehreren jüngeren Abschriften) enthalten in 
einem Sammelband von Urkundenabschriften 1187—1527 (1 Bd. fol. 
blau gebunden) und bildet darin Nr. 9 (alte Signatur F 1. 1 Heft 4°. 
26 Bll., davon 20 beschrieben, auf den ersten 5 Bll. ist der Text 
beschädigt). Der Titel lautet: In jaren unsers kern dusent vunf- 
hundert uff dinstag nest nach dem sontag quasimodogeniti sint 
diesse nachgeschrieben fragen [und] urtel renoviert wurden. Und 
were sach, das einche gebreche inne diesse nachgeschreven wisthum 
und urtel erfielen, so den scheffen vurquemen, herin nit gemelt 
weren, hait der scheffen die selben und andere nachgeschreven 
urtel zu verbessern uf sinen eid und besten sinnen zu judicieren, 
dabi es bliben sali. — Den letzten Teil bildet unsers gnädigsten 
kern von Colne molenrecht. 

6. Vettordenong, gepot und verpott (Hs. 16. Jahrhs. 1. Hälfte im 
„Schwarzen Buch" Bl. 53a) ist kein Weistum, sondern eine ganz 
kurze Ratsverordnung. Aber Bl. 45a findet sich von Hand Ende 
15. Jahrhs. eine Ordnung für die Feldschützen in 6 Absätzen be- 
ginnend: Dieses sint soliche punete und artickel, so den veltsc7iutzen t 
die jars von dem rade gekorn werden us der gemeinden, geburt 



56 Kreis Mayen. 

zu doin, des nesten dornstag nach dem sontag 9 so sie uff dem 
hoif vur der gemeinden verkündiget sint. 

7. Bis ist die weite der wege umb die statt Andernach. — Hand 16. 
Jahrhs. 2 Hälfte, „Schwarzes Buch* Bl. 107 a— 108 b. 

8. Getaufte 1606-1635, 1675-1713, 1714-98. 
Getraute 1666-1713, 1714—98; 
Gestorbene 1666-1713, 1714-98. 

— Kath. Oberpfarramt: 

Etwa ein halbes Hundert Urkunden 1296—1757 (Perg. 
und Pap.) liegen vor, andere Archivalien nicht. Die Ur- 
kunden betreffen meist Verpachtungen und Rentver- 
Schreibungen. Es seien hier erwähnt: 

1. 1296, Juli 6 (in octava beatorum apostolorum Petri et Pauli). Ni- 
kolaus dictus Zant und seine Gemahlin Irmentrudis geben der 
Äbtissin und dem Konvent in Namedy fünf Stücke Weinland, 
deren Lage bezeichnet ist, unter der Bedingung, dass die Geschenk- 
geber für ihre Lebtage die Hälfte des Weins daraus erhalten und 
nach ihrem Tode eine verwandte Irmentrudis das Drittel. Ausser- 
dem schenken die Eheleute ihren Hof sitam Andemaci super an- 
tiquum forum . . . versus portam ovium, zu dem auch das Wein- 
land gehört, gegen 14 Schillinge und 8 Hühner Jahrzins für ihre 
Lebtage neben dem Ertrage des Hofes. Doch behalten sich die 
Geschenkgeber die Rückgängigmachung vor, falls sie die Not zum 
Angreifen der Güter zwingen sollte. — Perg. Or. 1 S. (Stadt An- 
dernach). 

2. 1313, Juni 20 (in crastino beatorum martirum Gervasii et Pro- 
thasii). Theodericus dictus de Bolzendal, Schöffe zu Andernach, 
seine Gemahlin Gertrudis und deren Söhne Theodor und Hein- 
rich verkaufen der Äbtissin und dem Konvent zu Namedy 5 Schil- 
linge und 6 Denare Jahrzins. — Perg. Or. 3 S. 

3. 1322, Febr. 9 (in octava purificationis s. Marie virginis). Johannes 
dictus Dürre filius Alberti de Namedy bekennt für eine gewisse 
Summe, in parotis denariis numerata, dem Wilhelmus dictus de 
Hamerstein sacerdoti nunc capellano in Namedy eine Arne Wein 
Jahrrente verkauft zu haben. — Perg. Or. 3 S. (1 ab). 

4. 1327, März 11 (in vigilia beati Gregorii pape). Eheleute Johannes 
dictus Vülen und Cristina in Andernach übertragen durch Schen- 
kung unter Lebenden den religiosis personis abbatisse et conventui 
monialium monasterii in Namedey einen Weingarten ex opposüo 
fontis dicti Swaleburne. Die Eheleute erhalten auf ihre und des 
Überlebenden Lebenszeit dafür diesen und einen anschliessenden 
Weingarten gegen einen Jahrzins von 15 Schillingen zur Nutzung. 
— Perg. Or. 4 S. (meist abgebröckelt). 

5. 1338, Febr. 27 (die xxvij mensis Februarii). Confluentie. Baide- 
winuSy Erzbischof von Trier, bestätigt die von Nycolaus dictus 
Schade, armiger, dem Altar s. Crucis in der Pfarrkirche gemachte 



Kreis Mayen. 57 

Schenkung von 30 Mark usualis pagamenti Andernacensis. Ni- 
kolaus hat für seine Lebenszeit das Recht, den Vikar zu präsen- 
tieren. — Perg. Or. 1 S. 

6. 1339, Juli 14 (in crastino beate Margarete virginis). Gerlacus 
Meywardi, Altarist des Altars St. Servacii in Andernach, gelobt 
dem Altar eine Mark Jahrrente von seinen Gütern geben zu wollen. 
— Perg. Or. 2 S. (ab). 

7. 1339, Juli 23 (in crastino b. Marie Magdalene). Hartwinus, filius 
quondam Theoderici Hunoldi scabini Andernacensis, welcher von 
der Deutschorden8kommende Koblenz deren Haus in Andernach 
auf Lebenszeit zur Nutzung erhalten hat, giebt dieser dafür 7 Mark 
Jahrzins von 2 Weinbergen im Banne von Ludinst orp. — Perg. 
Or. 3. S. 

4 

8. 1369, Dez. 9 (die ix. mensis decembris). Erzbischof Cuno von 
Trier bestätigt die Stiftung des Johannes de Mich, Pfarrers zu 
Andernach, der sein Besitztum in villa dicta Fornich sita in littore 
Btni zur Dotation einer Kapelle nebst Priester wohnung und Frem- 
denherberge testamentarisch vermacht hat. — Perg. Or. 3 S. (ab). 

9. 1384, Juni 10 (crastino festi sacramenti). Der index curie des 
Wilhelm de Seyna archidiaconi sancti Castoris in Cardono ladet 
im Namen des Kapitels der Kirche in Oichtendunk als Klägers 
den Wemerus pannitonsor von Andernach als Beklagten zu einem 
Termin in crastino festi beatorum Peiri et Pauli apostolorum, 
hora prime. — 1384, Juni 29 (in crastino festi beatorum Petri et 
Pauli apostolorum hora prime). Es erscheint vor dem index curie 
der Prokurator des Werner, Gerhardus de Harderwijch, und for- 
dert Ansetzung eines neuen Termins, um die Forderung des Dekans 
und Kapitels zu Ochtendung anzuhören. — Perg. Or. zwei Teile 
aneinander hangend, je mit einem Siegel (ab). 

10. 1429, Dez. 26 (ipso die beati Steffani prothomarthiris secundum 
stilum Trevirensem). Verkauf eines Stückes Land, gelegen uff 
dem Namedeye, unter Andernacher Bürgern. — Perg. 2 S. (ab). 

11. 1439, Nov. 11 (die Martini episcopi et confessoris). Der Kaplan 
am St. Jakobus-Altar, Heinrich Schonebole, verkauft den Altaristen 
in der Kirche zu Andernach 2 Gulden erfflicks gelds der Jcoer- 
fursten montze bij rijne für 48 Gulden und verpfändet gewisse 
Grundstücke dafür. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

12. 1440, Juni 20 (vicesima die mensis Junii). Vor 2 Schöffen be- 
kennen Gobel Boystgin der cremer und seine Ehefrau dem Hey man 
Stegener und seiner Ehefrau 4 oberl. Gulden (1 Gld. = 24 Weiss- 
pfennig) Rente schuldig zu sein. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

13. 1458, Januar 30 (penultima die mensis Januarii). Die Witwe des 
Heytzo Borych verzichtet auf die Nutzniessung der 2 Weinberge, 
welche ihr verstorbener Mann der Frühmesse und Kirchenfabrik 
unter dem Vorbehalt, dass seine Witwe ihr Lebtage die Nutzung 



50 Kreis Mayen. 

davon haben soll, vermacht hat, und übergiebt sie den beiden 
magistri fabrice der Andernacher Pfarrkirche. — Perg. Or. Not. -Inst. 

14. 1458, Juli 8 (octava die mensis Julii). Der kircherre und die Al- 
taristen der Pfarrkirche zu Andernach geben ein Haus in Erbpacht 
für 4 Mark Andernacher Währung. — Perg. Or. 1 S. 

15. 1478, Dez. 16 (decima sexta die mensis Decerribris). Vor 2 Schöffen 
zu Andernach verkaufen Jacob und JoTian, Metzen sone van Keder- 
laenstein, an Geirlach Huisman van Andernach gewisse Güter in 
Andernacher Gemarkung, die sie aus dem Erbe ihrer Mutter ge- 
meinsam besitzen. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

16. 1486, Mai 30 (dinstach neest nae des helgen sacramentz dage). 
Priorsse und der gemeine convent des Gotteshauses St. Martin 
Dominikanerordens ausserhalb Andernach verkaufen den Alta- 
risten gemeiniglich 10 Mark Kölnisch Rente. — Perg. Or. 1 S. 

17. 1490, Januar 20 (1489 in die saneti Sebastiani martiris iuseta 
stilum Treverensem). Die vier almoißmeister der almoissen ufi 
deme alden marthe binnen Andernach bekennen von juncher Geir- 
lach Huißman van Andernach 410 oberl. Gulden (1 Gld. = 24 Weiss- 
pfennig) für Werke der Barmherzigkeit empfangen und dafür von 
der Gemeinde Kerlych und anderen Renten gekauft zu haben. — 
Perg. Notarielles Transsumpt. 

18. 1496, November 30 (uf sent Andres dag). Die Altaristen der Kirche 
U. L. Frauen zu Andernach alle gemeinlichen quittieren über den 
Empfang einer Summe, die sie von den Testamentsvollstreckern der 
ersamen junffer Elsen van Salbach erhalten haben. — Perg. Or. 
beschädigt, 1 S. (ab). 

19. 1520, November 15 [decima quinta die mensis Novembris). Ex 
arce nostra Er embreit stein. Erzbischof Richard von Trier be- 
stätigt die testamentarisch von Anthonius Gyer de Meyen in der 
Pfarrkirche zu Andernach gestiftete Messe, die in der ganzen Oktave 
des Frohnleichnamsfestes mit 12 Priestern zu halten ist, und verleiht 
denen, welche die Messen des Morgens und des Abeuds besuchen 
und zur Ausschmückung der Kirche Geschenke darbringen, 40 Tage, 
denen, welche die Tagesmessen besuchen, 20 Tage Ablass. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). Die Auslieferung der vom Testator vermachten 
Renten erfAgt 1522, Juni 18 (in vigilia corporis Christi). 

20. 1520, November 19 (ipso die beate Elisabeth). Confluentie. Matheus, 
cardinalis Sedünensis verleiht zur Vermehrung der in Andernach 
errichteten Bruderschaft sanetissimi corporis domini nostri Jesu 
Christi denen, die an 4 von den Bruderschaftsprovisoren zu be- 
stimmenden Donnerstagen und dem Frohnleichnamstage bei voller 
Reue und Busse dem Gottesdienst beiwohnen, als Kardinal 100 
und als Bischof 40 Tage Ablass. — Perg. Or. 1 S. 

21. 1586, April 24. In oppido montis Thabor. Erzbischof Johann von 
Trier verleibt die Güter der Kapelle SS. Gervasii und Prothasii 
außserhalb Andernach, welche ganz baufällig ist, der Pfarre An- 



Kreis Mayen. 59 

dernach ein, deren Pfarrer und Altaristen die geistlichen Pflichten 
übernehmen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

22. Hij sunt census de altari sancti Nycolai sito in ecclesia Ander- 
nacensi. — 1 Heft 8° vom Ende 15. Jahrhs. Perg. Nachträge vom 
Anfang 16. Jahrhs. auf Pap. in Perg.-Umschl. 

23. 1774, Juni 5. Frankfurt a. M. Karl VII. bestätigt die Urkunde 
Maximilians vom 29. Juli 1507 (Konstanz), welche die von Kaiser 
Friedrich 1475, März 2 (Donnerstag vor Lätare, Andernach) ge- 
stiftete Messe anerkannt, gerade so wie seine Vorgänger sie be- 
stätigt haben. — 1 Heft gross 4°. Perg. 14 Bll. in roten Sammet 
gebunden. Grosses S. an gelb-schwarzer Schnur. 

24. Erneuerung des Pfarreinkunftsregisters von 1790. — 1 Bd. fol. 

25. Wegen der Bleitafel mit Inschrift vgl. Gerhard Terwelp: Kaiser 
Valentinians Grab zu Andernach (Jahresbericht des Progymnasiums 
zu Andernach 1888). 

— Evangelisches Pfarramt: 

Das Pfarramt wurde erst 1854 von Neuwied abge- 
zweigt. 

1. 1667, Febr. 14. Erklärung der Religionsverwandten der Herrlich- 
keit Brisich über die Religionsübung im Jahre 1624. — Eins der 
3 Originale. Gedruckt bei Karl Sinemus, Die Reformation und 
Gegenreformation in der ehemaligen Herrschaft Breisig am Rhein 
(Barmen, Hugo Klein 1883) S. 106. 

— Land-Bürgermeisteramt : 

1. Aus der Pfarrei Eich: 
Getaufte 1711—1796, 1796-98. 
Getraute 1754—1798. 
Gestorbene 1754—1798. 
Gefirmte 1770-1794. 

2. Aus der Pfarrei Kruft: 

Getaufte 1656-1690, 1690-1706, 1707—1739, 1739-1798. 
Getraute 1665-1707, 1707-1737, 1739-1798. 
Gestorbene 1665-1707, 1707—1739, 1739-1798. 

3. Aus der Pfarrei Miesenheim: 
Getaufte 1657—1745, 1743-1798. 
Getraute 1657-1746, 1751-1785, 1785-1798. 
Gestorbene 1657-1746, 1751-1784, 1785-1798. 
Gefirmte 1752 flf. 

Im ältesten Buche vorn Verzeichnis der Pfarrgüter. 

4. Aus der Pfarrei Nicken ich: 

Getaufte 1628—1684, 1684—1732, 1733-1752, 1752—1798. 
. Getraute 1631—1684, 1685-1732, 1733-1753, 1753-1798. 
Gestorbene 1628-1684, 1684-1732, 1733-1753, 1753—1798. 
Im ältesten Buch Inschriften von einigen alten Leichensteinen. 



60 Kreis Mayen. 

5. Aus der Pfarrei Plaidt: 
Getaufte 1728-1794. 
Getraute, Gestorbene 1728—1798. 

6. Aus der Pfarrei S affig: 
Getaufte 1700-1782, 1771-1798 
Getraute 1700-1781, 1771-1798. 
Gestorbene 1700-1775, 1771-1798. 

Im ältesten Buch vorn einige Erlasse sowie der Status ecclesiae 
in Saffig. 

— Im Besitze des Herrn Lehrer Weidenbach: 

1. Rechte des Besitzers von Schloss Bheineck in Bell. — 1 Bl. 21/17 cm. 
Hs. Ende 18. Jahrhs. 

2. Gemeinderechnung von Bell vom Jahre 1797. 

3. Tagebuch eines Einwohners von Bell von der Wende des 18. und 
19. Jahrhunderts, Nachrichten über Laach und die Kirche zu Bell 

. enthaltend. — 1 Bd. fol. 

4. Abschrift eines Stammbuches der Familie v. Brewer, bis 1592 
zurückgreifend (die Vorlage war im Besitze des Staatsanwalts von 
Brewer und ist von ihm mit anderen Archivalien vernichtet worden). 

5. Auszug aus dem Buch der „Dreigemeinde" (Ober- und Nieder- 
mendig und Bell). Das Weistum ist darin nicht enthalten, aber 
wohl einzelnes über Rechte und Pflichten der Bürger und vor 
allem Holzverteilungen aus dem Walde seit 1789. (Die Vorlage — 
1 Bd. schmalfol. — ist im Besitze des Herrn Hauptlehrer Schüller 
in Obermendig). 

Bell. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, da die Pfarrei erst 1828 
von Obermendig abgetrennt wurde. 

BOOS. Kath. Pfarramt: 

Das älteste Schriftstück ist eine Kirchenrech- 
nung von 1807. 

Burgbrohl. Kath. Pfarramt: 

1. 1478, Sept. 1 (dienstag neest na sent Paulins daghe des heiligen 
buschoffs). Elisabeth frauwe zu Broyll, wiedwe van Flotten, 
stiftet einige Messen zum Seelenheile ihrer Anverwandten. — Abschr. 
17. Jahrhs. 6 Bll. fol. Or. hatte 7 S. Dabei Neuordnung der Stif- 
tung 1720, April 15. 

2. Buch der Josephinischen Bruderschaft von 1744, darin viele An- 
gehörige der Familien v. Bourscheidt und v. Schaesberg. — 1 Bd. 
schmalfol. 

3. Rentbuch der vormaligen Pfarrei Weiler von 1764. — 1 Bd. 
schmalfol/ 

4. Verzeichnis der Kapitalien und Anniversarien 18. Jahrhs. — - fol. 



Kreis Mayen. 61 

5. Getaufte 1619 ff. (ganz zerstört), 1673-1677, 1784—1850. 
Getraute 1658-1677, 1784—1850. 

Gestorbene 1671-1677, 1784-1850. 
Sendstrafen 1617 ff. 

6. Gefirmte 1683 ff., dabei auch Anniversarienverzeichnis. — Lose 
Blätter schmalfol. 

Bürgermeisteramt : 

1. Karte der vormaligen Reichsherrschaft Burgbrohl: Geometrische 
Delineation der ohnmittelbahr. Freyer Reichs Herrschafft Burg 
Broel pp. t nachdem dieselb abgemessen und vermag aussag alter 
Burg-Broler weissthumben widerumb auffs neu wie gegenwärtig 
grüntlich beschrieben im jähr 1748. — Unter Glas und eingerahmt 
100/137 cm. 

2. Aus der Pfarrei Burgbrohl: 
Getaufte, Getraute 1670—1798. 
Gestorbene 1668—1798. 
Gefirmte 1683—1790. 

3. Aus der Pfarrei Kell: 

Getaufte 1667—1729, 1729-1759, 1759-1798. 

Getraute 1673-1759, 1759-1762, 1759-1798. 

Gestorbene 1661—1759, 1759-1762, 1760—1798. 

Im zweiten Buche Verzeichnung der Pfarreinkünfte, besonders 

der Zehnten. 

4. Aus der Pfarrei Niederlützingen: 
Getaufte 1654-1744, 1745—1776, 1777-1798. 
Getraute 1655—1756, 1756-1776, 1777—1798. 
Gestorbene 1655-1768, 1772—1776, 1777-1798. 
Gefirmte 1683—1776. 

5. Aus der (vormaligen) Pfarrei Oberlützingen: 
Getaufte 1680—1798. 

Getraute 1682—1798. 
Gestorbene 1680-1794. 
Gefirmte 1683-1781. 

6. Aus der Pfarrei Wassenach: 
Getaufte 1662-1752, 1753-1798. 
Getraute 1674—1752, 1753-1798. 
Gestorbene 1673—1749, 1750-1798. 

7. Aus der Pfarrei Wehr: 
Getaufte 1662-1714, 1714-1798. 
Getraute 1680-1738, 1738—1798. 
Gestorbene 1687-1738, 1738-1798. 

8. Aus der (vormaligen) Pfarrei Weiler: 
Getaufte 1667-1782, 1783—1798. 
Getraute 1658—1782, 1783—1798. 
Gestorbene 1671-1772, 1784-1798. 



62 Kreis Mayen. 

Bürresheim, Schloss. Iir» Besitze des Herrtl Grafen von Renesse 

zu Burg Hamm in Oberweiler bei Bitburg: 

Ein Archiv ist daselbst nicht mehr vorhanden. 

Eich. Kath. Pfarramt: 

1. Einige Kirchenrechnungen 18. Jahrhs. 

2. Pfarrchronik, angelegt um 1820. 

EltZ, Burg. Im Besitze des Grafen von Eltz zu Eltville : 

Das Archiv der Herrschaft Eltz ist mit dem der 
übrigen Gräflich Eltzschen Besitzungen vereinigt 
und befindetsich zu E 1 1 vi lle ; ei n Ver wal t ung sa r chiv 
ruht zur tätlichen Benutzung seitens des Gräflichen 
Oberrentmeisters zu Moselkern. Über das Archiv der 
Fr ei h er r lieh en Familie v. El tz -ßüb en ach zu Wah n vgl. 
Bd. I, S. 266—269. Das Archiv zu Eltville istinventarisierf 
von F. W. E. Roth, dem Verfasser der „Geschichte der 
Herren und Grafen zu Eltz" (2 Bände 1889 und 1890). Ein Aus- 
zug aus diesem Inventar wird im Korrespondenzblatt zur Westdeutschen 
Zeitschrift gedruckt werden. 
Hier seien nur notiert: 

1. 1502, November 2 (uff aller seien tag). In Form einer Urkunde, 
welche das Trierische Domkapitel, Johannes v. Eltz und die Stadt 
Boppard besiegeln, wird von vier Kapitularen der Domkirche zu 
Trier in deren Namen ein Ausgleich zwischen Johann v. Eltz und 
der Stadt Boppard zu stände gebracht, in welchem die Bopparder 
Stadtverfassung festgestellt und beschrieben wird. — Kopialbuch 
Nr. 4. 16. Jahrhs. Bl. 4 a— 12 b. 

2. 1503, Nov. 26 (sontag nach Katherine). Einzelne Ratsbeschlüsse, 
welche die Bopparder Stadtordnung ergänzen. — Ebenda, Bl 
16 a— 17 a. 

3. ? Elf undatierte Items, die verschiedene Ordnungen für Stadt Ver- 
fassung und Verwaltung enthalten. — Ebenda, Bl. 14 a — 15 a. 

4. Verzeichnis der Eltzschen Güter in Boppard. Titel: Besichtigung 
der eigentumblicher und thailwein garten zu Boppart in den EUzer 
hof gehörig. Das älteste Verzeichnis ist undatiert, die nächsten 
entstammen den Jahren 1583, 1584, 1585, 1586, 1587. — Rechnungen 
Nr. 10. 1 Bd. 40. 

5. 1589, Januar 25. Polizeiordnung für Monreal mit dem Rücken- 
vermerk Polizey Ordnung zu Monreall de a°. 1558 (!) 25t. Jan. — 8 BU- 
Pap. 4°, davon 9 Seiten beschrieben. Ms. 20. 

6. 1691. Feststellung der Waldgerechtsame zwischen der Linie Eltz* 
Eltz und Eltz-Rübenach nach Zeugenaussagen. — 2 BU. fol. P a P* 
Akten Nr. 316. 

Ettlingen. Kath. Pfarramt: 
J. Kirchenrechnungen 1720 ff. 



Kreis Mayen. 63 

2. Lagerbnch von 1820, auch die Kirchen ratsprotok olle enthaltend. 

— 1 Bd. fol. 

Gondorf. Kath. Pfarramt: 

1. Akten des Hospitals zu Gondorf, darunter: 

a) 1482, Febr. 14 (1481 ipsa die sancti Valentini iuxta stilum 
Trevirensem). Der spedailar zo Guntreiff bekennt, der ersamer 
und geistlicher jonffrauwen Mergen von Hugelheim, cluseners 
uff der clusen zo Guntreiff, 12 Weisspfennig Jahrzins schuldig 
zu sein. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

b) Berichte über das 1416 gestiftete Hospital zu Gondorf von 1692 
und 1721. — fol. 

c) Güter Verzeichnis des Hospitals von 1608. — 2 Bll. fol. 

d) Reglement vor das Hospital von 1701 in 16 Absätzen. — 4 Bll. fol. 

e) Stiftungsurkunde von 1416, Febr. 4 (1415 Trierer Stils). — 
6 Bll. fol. Abschr. 17. Jahrhs. und 8 Bll. fol. beglaubigte Abschr. 
v. 1508. 

2. Buch der Bruderschaft des Apostols und Evangelisten Johannes 

von 1668. — 1 Bd. 4°. Pap. in Perg.-Umschlag. 

3. Bentbücher 18. Jahrhs., auch für die Filiale Dreckenach. 

4. Rechnungen der Filialkirche Niederfell 18. Jahrhs. 

— Schloss. Im Besitze der Frau Witwe Freifrau von Liebieg: 

Von 31 Urkunden 1361 bis 1728, die meist die Güterder 
Kirche und Bruderschaft zu Kobern bete ff e n, seien 
hier die wichtigeren herausgehoben: 

1. 1361, März 1 (in crastino dominice, qua cantatur Oculi mei). Johan 
JSchaüf van Coverin und seine Ehefrau verkaufen dem Vikar am 
St. Katharinenaltar in der Kirche zu Kobern, kern Johan van 
JPoylche, einen Weingarten in Nyderveller gerechte geinsite Moisel. 

— Perg. Or. 3 S. (ab). 

2. 1404, Mai 2 (in crastino beatoruin Philippi et Jacobi apostolorum). 
Johann Heinrichs Sohn erbpachtet (das ich erfflichen understanden 
hari) von den hemburgern, scheffen, kirchenmeisteren, vaid als von 
der gantzer gemeinden wegen zu Coveren 1 Stück Weingarten für 
20 Weisspfennige Koblenzer Währung, die den Kirchmeistern 
zu Kobern zu zahlen sind. Bei schlechtem Bau verfällt der Wein- 
garten und ausserdem 10 Mark uff weldegate. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1430, November 29 (uff sent Andreis äbente). Katheryne von Lan- 
gendale, eine cloisterjungfrowe zu Pedernach, die 27a brabantische 
Mark Rente bezieht, vermacht nach ihrem Tode 1 Mark der broider- 
schaff zu Coberen und 1 Mark der Bruderschaft zu Winningen, 
während die halbe Mark dem Zahlungspflichtigen erlassen wird. 

— Perg. Or. 1 S. (ab). Es war ehedem Transfix einer anderen 
Urkunde. 

4. 1450, November 12 (in crastino Martini episcopi). Junffrauwe 
Fye Sax selige hat der Kirche zehen pont noßoley-gulde testamen- 



64 Kreis Mayen. 

tarisch vermacht. Die jetzt Lieferungspflichtigen bekennen, dass 
uff unser liever frauwen dag kertzenwigunge zu geben sind 6 
Pfund den Kirchmeistern — 2 Pfund für die Pfarrkirche und 4 
Pfund für die Kapelle sent Peters zu geluichte — und 4 Pfund 
dem Kaplan zu St Peter. Die Unterpfänder werden neu bezeichnet. 

— Perg. Or. 1 S. 

5. 1452, Mai 25 (ipso die Urbani martiris). Pauls Paulshenne zu 
Cover en setzt die 18 Albus Rente, die ihm aus der Erbschaft seiner 
Eltern zugefallen sind, den Kirchmeistern aus, um miner alderen 
und frunde jairgetzijde darmede zu bestellen mit vier Geistlichen. 

— Perg. Or. 1 S. 

6. 1460, November 12 (iri crastino b. Martini episcopi). Zwei Ehe- 
paare verkaufen der bescheiden frauwen Trynen, mulners wedebe, 
wanhafftich darselbs by der nydderen midien, 4 Gulden Erbrente 
(1 Gld. = 24 Weisspfennige) für 100 Rhein. Gulden. — Perg. Or. 
1 S. (halb ab). 

7. 1463, November 13 (die beati Brictii episcopi). Johan Stobenet 
und seine Ehefrau zu Kobern nehmen von den zwei Brudermeistern 
näher bezeichnete Weingärten in Erbpacht, um sie in Stand zu 
halten mit sniden, sticken, gurten, graben, raren, prossen, lauben, 
mesten und ander arbeit. Es siegeln die Schöffen zu Kobern mit 
ires gemeinen dails ingesiegel. — Perg. Or. 1 S. (beschädigt). 

8. 1472, Dezember 28 (in die innocentium). Die Bruderschaft zu 
Kobern kauft 6 Weisspfennige Jahrrente für 6 Rheinische Gulden. 

— Perg. Or. 1 S. 

9. 1477, März 16 (1476 Trierischen Stils uff sondach Letare). Verkauf 
einer Rente von 6 Weisspfennigen an die broderschaff der mater- 
kirchen zu Covern. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

10. 1584, Mai 17. Erzbischof Johann von Trier entscheidet einen 
zwischen den Gemeinden Covern und Lonnich wegen bezirks irtr 
marken und daruff hinc inde angemasten viehedriffts, langhalrtö 
und weitgang schwebenden Streit und giebt eine genaue Grenz- 
beschreibung der Koberner Mark. — Perg. Or. 1 S. (halb ab). 

11. 1610, Februar 22. Verkauf einer Rente von 3 Gulden an die 
heilige bruderschaft sancti Lubentii patroners zu Cobern. (P ie 
Bruderschaft wird schon in einer Urkunde von 1604 genannt). — 
Perg. Or. 1 S. 

12. 1626. Juli 1. Die Gemeinde Kobern leiht von Silla Ärbogastin 
100 Gulden zu behuff und zällung unserer ausgeschickter mitburger 
ausschuss und schützen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

13. 1676, Februar 26. Die Gemeine des „Thals" Kobern entleiht zur 
Bezahlung frantzosischer contribution, um militärische Exekution 
zu vermeiden, 100 Reichsthaler 12 Gulden und 12 Albus vom 
Pastor zu Diebelich gegen 5 Reichsthaler 15 Alb. Jahrzins. — 
Perg. Or. 1 S. 

14. Zinsregister der Kirche Kobern von 1581. — 1 Heft 4°. Pap- in 
Perg.- Umschlag. Erneuerung des Registers von 1726 (1 Bd. 4°). 



Kreis Mayeti. 66 

15. Gemeine stubenordnung für Kobern von 1663, Okt. 7.-3 Bit. fol. 
Pap. Or. mit aufgedrücktem Siegellacksiegel. 

16. Herbstordnung für die Freiherrlich Boos-Waldeckischen Herbst- 
knechte, mit Weistumscharakter. — 4 Bll. fol. Hs. 18. Jahrh. 

17. Rechnungen des Boos-Waldeckischen Kellners zu Kobern 18. 
Jahrhs. — fol. 

18. Rechnung des Hospitals zu Kobern v. 1775. — fol. 

19. Karte des Erzbistums und Kurfürstentums Trier: Trevirensis 
archiepiscopatus et electoratus juxta omnes suas praefecturas cum 
confini tractu Eyfaliae recentissime et accuratissime delineat. per 
Tob. Conr. Lotter, Geogr. Aug. Vind. (Cum gratia et priviL S. B. 
J. Vicariatus in partibus Bheni, Sveviae et juris Franconici). 

Hatzenport. Kath. Pfarramt: 

1. 5 Pergament -Urkunden 1503—1704 sowie zahlreiche Original- 
urkunden und Abschriften auf Papier, die Vermögenstitel der 
Kirche betreffend. 

2. Kirchenrentbuch 17. Jahrhs., auch die Anniversarien enthaltend. 

— 1 Bd. schmalfo). in Perg.-Hs. gebunden. 

3. Registrum simplorum pertinens ad me Petrum Henricum Lausen 
pastorem in Hatzenporth, tractus Moseüani camerarium 1110, ent- 
hält die von den einzelnen Pfarrkirchen 1770—1792 gezahlten 
Steuern und zwar von Oberfell, Niederfell, Dieblich, Kobern, Lonnig, 
Gondorf, Niederlehmen, Oberlehmen, Löf, Hatzenport, Burgen, 
Macken, Moselkern, Langenfeld, Stift Mayen wegen der Präsenz 
in Kobern sowie von der Mühle des Landkapitels zu Hatzenport. 

— 1 Bd. 40. 

4. Rentbuch der Kapelle B. M. Virginis, SS. Rochi et Sebastiani von 
1661, enthält auch spätere Schenkungen. — 1 Bd. 4°, in Perg.-Hs. 
gebunden. 

5. Rentbuch der St. Rochuskapelle von 1728. — 1 Bd. fol. 

6. Zinsregister des Altars St. Johannis Baptistae zu Müden. — 1 Bd. 8°. 

7. Rechnung des Pfarrhausbaues, ohne Jahr, wohl 17. Jahrhs. — 
2 Bll. fol. 

8. Versteigerungsprotokoll über die Verlassenschaft des Herrn cam- 
merarius Lauxen von 1794. — fol. 

Kehrig. Kath. Pfarramt: 

1. Protokoll über den Zustand der erledigten Pfarre Kehrig vom 
30. August 1872. Dieses ergiebt, dass Archivalien älterer Zeit 
weder über die Pfarre K. noch über die Filiale Giering vor- 
handen waren ausser den Resten eines Lagerbuchs der Kapelle 
St. Nikolai zu Gering, welches u. a. über die Stiftung einer 14- 
tägigen Messe daselbst (1723) handelt. 

2. Urkunden über die Stiftung der Frühmesse 1719-1737. 



66 Kreis Mayen 

3. Getaufte 1650-1798. 
Getraute 1674—1793. 
Gestorbene 1655—1898. 

Kell. Kath. Pfarramt: 

1. Ältestes Buch der Bruderschaft der Mutter Gottes und St. Lubentii, 
begonnen 1494. Vorn Erzählung der Gründung und Statuten, 
dann Zinsregister und dessen Erneuerung von 1512. — 1 Heft 
schmalfol. Pap. in Perg.-Urk. (beschädigt) als Umschlag. 

2. Mitgliederverzeichnis der Bruderschaft, erneuert 1624. — 1 Bd. 4° 
in Perg.-Bd. Darin auch neben Pfarr- und Kirchenrenten Abschrift 
der Urkunde über Gründung der kinderschohlen von 1679. Vorn 
die Angabe 18. Jahrhs., dass nach dem neuen mass 1 Morgen = 
160 Ruten, 1 Rute = 16 Schuhe, 1 Schuh = 12 Nürnberger Zoll ist, 

3. Rentbuch der Bruderschaft der Mutter Gottefe und St. Lubentii 
vom Anfang 17. Jahrhs. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg. gebunden. 
Dabei jüngere Erneuerungen, neue Ordnung von 1726. 

4. Kirchenregister von 1646 d. h. Rent- und Güterverzeichnis der 
Kirche und des Pfarrers nebst einzelnen Urkundenabschriften den 
Güterbesitz betreifend. — 1 Bd. 4° in Perg.-Hs. gebunden. 

5. Erneuerung dieses Registers von 1682, enthält auch Notizen über 
Kloster Tönnisstein (1 Bd. 4°), sowie andere jüngere Erneuerungen 
desselben. 

6. Buch der Stiftungen von 1701. — 1 Bd. 4° ohne Einband. 

7. Zehenordtnung des gestrengen und edelen Anthonen herren zu 
Eltz und Trierischen erbmarschalcken aus befelch unseren gnä- 
digsten herren zu Bonn, dabei Verfügung des Amtmanns zu An- 
dernach Anton zu und von Breydtbach von 1635, Juli 19. — 3 BH 
Pap. fol. Abschr. 

8. Zahlreiche Erzbischöflich Trierische und Kurfürstlich Kölnisch 
gedruckte Erlasse, u. a.: 1776, Jan. 26 Ordnung dieses heilig® 
Jubiläi vor das Nieder-Erzstift samt kurzem Begrif der Päbstlichen 
Bull (grossfol.). 

Kirchesch. Kath. Pfarramt: 

1. 1550 (?). Aufzeichnung über die Zehntgerechtsame der Kirche. - 
Notariell beglaubigte Abschr. v. 1677. 

2. Stiftungsurkunden 1777 ff. 

3. Kirchenrechnungen 1756 ff. 

4. Buch der Bruderschaft St. Dionysii, angelegt 1725. 

5. Lagerbuch von 1725, darin Nachrichten über einen zwischen den 
Besitzern von Bürresheim und dem Pfarrer zu Kirchesch schwe 
benden Zehntstreit. 

Kottenheim. Kath. Pfarramt: 

1. Register der kirchen, item sanct Annae und sanct Nicolai xdto T$ 
zu Cottenheim, erneuert im jhar 1661 auf st. Joannis des evangt' 



Kreis Mayen. 67 

listen und der unschuldiger kindgertag in beisein und gegenwart 
des ehrwürdigen herrn Micheln Thomae, item deren .... (6 Namen) 
als sämbtlicher sindschöffen treu- und ordentlich zusammen ge- 
bragt (1 Bd. t'ol. Pap. in Perg.-Bd.). Darin Abschriften älterer 
Urkunden : 

a) Erwerbstitel des St. Nikolaus- Altars (1443, 1489, 1502, 1522, 1560), 

b) des St. Anna-Altars (1522 zweimal, 1527 zweimal, 1554), 

c) der Kirche (1446, 1473), 

d) Pachturkunde über Land der Kirche und der Altäre (1406, 1419, 
1446, 1465, 1480, 1522 zweimal), 

e) Rentkäufe 1473 ff., 

f) Anniversarienkalender 18. Jahrhs. 

Kruft. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien vorhanden. Da die 
Pfarre der Abtei Laach unterstand, werden die auf 
Kruft bezüglichen Archivalien im dortigen Archiv 
geruht haben und mit ihm gewandert sein. 

Körrenberg. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, da die Pfarrei erst in 
jüngster Zeit von Mayen abgezweigt worden ist. 

Lehmen. Kath. Pfarramt: 

1. Zinsbuch der Pfarrkirche von 1739. — 1 Bd. 4<>. 

2. Anniversarien Verzeichnis, welches das Alter jeder Stiftung angiebt 
(die älteste ist von 1681). — 1 Heft 4<>. 

3. Am Berge, wo eine frühchristliche Kirche gestanden haben soll, 
wurde ein Leichenstein aus Marmor (30 1 / 2 I 16 % cm ) ausgegraben 

— veröffentlicht in den „Bonner Jahrbüchern« 39/40. Heft, S. 336 

— mit der Inschrift : f In hunc tomolo requiiscit vir / beatissimus 
deodatus diaconus / qui vixit in saecolo annis XXXI j deposicio 
eins XVI. Kai. Jul. / in pace, folgen 7 Hufeisen. 

Loef. Kath. Pfarramt: 

1. 8 Pergament-Urkunden 1437—1760, darunter : 

a) 1437, Dez. 19. Vor dem Koblenzer Offizial Johannes de Francko- 
fordia klagen die magistri fabrice der Kirche zu Love gegen 
Henno im Säle eben dort wegen 20 Albus Jahrzins aus einem 
Weingarten, die letzterer nicht mehr gezahlt hat, und bitten 
um ein Dekret, das ihn zur Zahlung anweist. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

b) 1438, Juni 8 (dominica sancte et individue trinitatis). Der Ko- 
blenzer Offizial entscheidet in einem Streite zwischen den Ge- 
meinden Löf und Alken wegen der Steuer zur Pfarrkirche in 
Löf und der dort aufgerichteten Bruderschaft. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 



48 Kreis Mayen. 

c) 1543 : Verkauf eines Grundstücks unter Privaten. 

d) 1564 : Kloster Machern verpachtet seinen Hof zu Löf an ein 
Ehepaar und eins ihrer Kinder. 

e) 1580 : Neuverpachtung des der Präsenz des Domstifts zu Speier 
gehörigen Gutes zu Erppolsheim. 

2. Rotulus dictorum testium in causa Johannis Antonii Rohm pecto- 
ris in Loeff contra das hochadliche dosier Machern und frei- 
herrn von der Leyen den novalzehnden betreffend vom 22. Sept. 
1700. - 10 BU. fol. Dabei viele andere Schriftstöcke über den 
Novalzehnten. 

3. Formulare pro constituendo statu parochiarum per dioecesin Tre- 
virensem inferiorem. /Status ecclesiae parochialis in N. vom 13. 
Mai 1720. — 2 BU. fol. 

4. Status parochiae in Loeff eiusdemque redituum. 

5. Register der Kirchenrenten, erneuert 1653. — • 1 Bd. 4° in Perg.- 
Hs. mit griechischem Texte gebunden. 

6. Kirchenrenten von 1686. — 1 Bd. schmalfoL in Perg.-Hs. ge- 
bunden. 

7. Erneuertes Kirchenregister von 1701 (1 Bd. 4°) und 1758 (1 U 
schmalfoL). 

8. Rechnungen der Filialkirche zu Mbrtz 1758 bis 1793. - 1 Bd. 
schmalfoL 

9. 1744, Juli 10. Erzbischöfliche Erlaubnis zur Vornahme einer 
Glockenweihe. -— Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

Lonnig. Kath. Pfarramt: 

Die Älteren Urkunden über Kloster Lonnig 1187 ff. siehe 
im Pfarrarchiv zu Mayen, S. 74 ff. 

1. 1582, Mai 16. Die Kurfürstliche Kanzlei entscheidet, dass die Erben 
des Simon von Rovern, der 1515 eine ewige Wochenmesse in der 
Kapelle St. Margarethae gestiftet hat, die 5 Mltr. Korn fernerbin 
liefern müssen. — Pap. 2 Bll. fol. 1 S. aufgedrückt (ab). 

2. Erneuerung des beedregisters zu Ruber durch Amtsverwalter Anton 
Hürter 1712. — fol. 

3. Verzeichnisse der zur Frühmesse ad. s. Margaretham gehörigen 
Güter. — fol. 

4. Kirchenbuch der Füialkirchen St. Margarethae bei Rüveren ge- 
legen, in die pfar Gappenach gehörig, in welchem alle debitores 
der kirchen zu ersuchen, anno 1111. — 1 Bd. fol. 

5. P. J. Seul, Das Maifeld und die Kirche zu Lonnig. Koblenz 1840. 
(Druck und Papier von Dubois und Werle) 4°. 36 SS. 

Maria-Laach. Bibliothek der Benediktinerabtei: 

Das Archiv der vormaligen Benediktinerabtei ist nicht 
mehr in Maria-Laach, sondern überall hin verstreut:Archivalie n 
finden sich jetzt in der Universitätsbibliothek zu Bonn, in de» 
Stadtbibliotheken zu Trier und Koblenz, in der Dombibliothek 
zuTrier, der Grossher zogl. Hof bibliothek zu Darmstadt, im Stadt- 



Kreis Mayen. 6$ 

archiv zu Köln und vor allem' im Kgl. Staatsarchiv zu Koblenz. 
Eine Reihe Laacher Handschriften beschreibt Richter in der 
„Westdeutschen Zeitschrift für Geschichte un d Kunst* XVII. Bd. 
(1898), S. 277 ff. Über die vormalige Klosterbibliothek handelt 
Ziegelbauer in „Historia rei literariae ordinis s. Benedicti" 
(1754) I» S. 502—505, sowie Ennen in den „Annalen des historischen 
Vereins f. d. Niederrhein,« 11/12. Heft (1862) S. 186 ff. Ebenda 26. 
Heft (1874), S. 272 ist ein Laacher Nekrolog abgedruckt. Im all- 
gemeinen vgl. Wegeier: Das Kloster Laach, Geschichte und 
Urkundenbuch. Bonn 1854. 

Gegenwärtig findet sich in der Klosterbibliothek: 

1. 1491, Januar 8 (die octava mensis Januarii). Die Äbte von St. 
Martin-Köln, Mettlach und St. Maximin-Trier mahnen zur Inne- 
haltung der 1477 zu St. Maximin gefassten Beschlüsse betreffs der 
Wiedervereinigung der Benediktinerklöster. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

2. Aufnahme der der aufgelößten Benedictiner Abtey Laach zuge- 
standenen Weingärten, Felder, Wießen und Büschen sammt Zinßen 
in der Gemarkung Leudesdorff. Verfertigt im Jahr 1804 von Hof- 
und Regierung8 Roth Stähler. — 1 Bd. fol. 

Mayen. Stadtarchiv: 

Ein Inventar erleichtert die Übersicht. Es ist getrennt 
in Kurtrierische und Französische Zeit. Die erste Abteilung 
zerfällt in A.Urkunden (Nr. 1—40, bis 1500 einundzwanzig Stück) 
und B.Akten. Letztere gliedern sich in: I.Verhältnis zum 
Landesherrn (Nr. 1—5), II. Innere Verwaltung überhaupt (Nr. 
6-13), III. Innere Verwaltung Specialia (Nr. 14— 77) und IV. Kir- 
chenwesen (Nr. 78-^96). — Ein von Goerz 1864 bearbeitetes hand- 
schri ftliches Urkundenbuch (1 starker Foliant) liegt vor. 

1.1308, Febr. 13 (1307 feria III. post dominicam Circumdederunt). 
Der Bäcker Hermann von Kerlich verkauft dem Färber Amelung 
eine Rente von 1 Mltr. Frucht für 6 Mark weniger ein Viertel. — 
Perg. Or. 2 S. Transfix vom gleichen Tage, womit Amelung die 
Rente zur ewigen Lampe vor dem Muttergottesaltar in der Kirche 
zu Mayen stiftet. 

2. 1379, Juli 2 (die secunda mensis Julii). Ritter Arnold von Sweppen- 
burg, Schöffe der Stadt Andernach, verkauft dem Pastor zu Etterich 
5 Mltr. Kornrente und stellt sein Gut zu OffUndinck als Unterpfand. 

— Perg. Or. 3 S. (ab). 

3. 1401, Mai 1 (die beatorum Philippi et Jacobi et beate Walpurgis). 
Roilmann von Bell söhnt sich mit Schultheiss, Schöffen, Bürger- 
meister und gemeinen Bürgern der Stadt Mayen aus namentlich 
wegen des Schadens, den die Stadt durch Abbruch der Häuser 
Roilmanns zu Bell diesem zugefügt hat. — Perg. Or. 3 S. 

4. 1404, März 1 (1403 juxta stilum Trevirensem die prima mensis 
Martii). Graf Ruprecht von Vimenburg quittiert der Stadt Mayen 
über 164 Gulden, die er für Erzbischof Werner empfangen hat. 

— Perg. Or. 1 S. 



70 Kreis Mayen. 

5. 1404, Mai 5 (die quinta mensis Mail). Heinrich von Alsenz quittiert 
der Stadt über 25 Gulden und 14 Gulden, die er auf Befehl des 
Erzbischofs erhalten hat. — Perg. Or. 1 S. 

6. 1405, Juli 24 (uff den nesten fritag nach s. Marien Magdalenen 
tag). Stoltzenfels. Erzbischof Wernher (1388—1418) verlegt die 
drei Jahrmärkte zu Mayen, die bisher zu Mariae Verkündigung, 
Himmelfahrt und Geburt gehalten wurden, wegen viel unredelicher 
geschickte und Sachen, die da geschehen, die nit gotlich sind, and 
weil die leute, die zu den markten kommen, auf diesen tagen liegen 
anderer geschäfte, die sie treiben, unser lieber frauen nicht dienen 
können, wie sie billich sollten, auf die Sonntage Lätare zu Mitt- 
fasten, nach Mariae Himmelfahrt und nach S. Lukas mit allen bis- 
herigen Freiheiten. — ■ Perg. Or. 1 S. 

7. 1405. Aug. 13 (die XIII. mensis Augusti). In Castro nostro Stolzen- 
fels. Dieselbe Urkunde mit vierzigtägigem Ablass für die, welche 
an den drei neuen Markttagen die Kirche b. Mariae besuchen. - 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. 1412, Mai 11. Erembretstein. Erzbischof Wernher befreit di« 
Stadt als Entschädigung für Vorschüsse auf 3 Jahre von der 
Schätzung und sichert zu, dass die schatzbaren Güter auch ferner- 
hin in dem alten Anschlag verbleiben sollen. — Perg. Or. 1 S. 

9. 1413, Mai 9 (feria III. proxima post dominicam Misericordia). 
Die Eheleute Henne Berlant und Metze, Thile Peffersacks seligen 
Tochter, Bürger zu Mayen, schwören, dass sie sich für das wegen 
Missethat erlittene Gefängnis weder an der Stadt noch an sonst 
jemand rächen wollen. — Perg. Or. 4 S. (3 ab). 

10. 1429, November 11 (off s. Martins tag des h. buschoffs). Die 14 
Schöffen zu Mayen bekunden, dass ein gemeines Schöffensiegel 
angefertigt worden ist, welches bei Schöffenurkunden über Erbgfl* 
gebraucht werden soll, während alle anderen Urkunden von 2 
Schöffen mit ihren persönlichen Siegeln besiegelt werden sollen- 

— Perg. Or. 14 S. (6 ab). 

11. 1437, Juni 15 (in die beatorum Viti et Modesti), Hermann, Sohn 
des Henne Roilmann von Kottenheim, schwört der Stadt nach Er- 
lass der ihm wegen Holzhaus im Stadtwald auferlegten Busse Ge- 
horsam und Treue. — Perg. Or. 2 S. 

12. 1438, August 21 (uff donrstag nach unser lieben frauwen tag 
assumptionis). Bischof Johann von Lüttich, Koadjutor des K rz " 
bischofs Raban ( 1430— 1439) zu Trier, bestätigt die Urkunde Rabaus 
vom 28. Okt. 1436 (sontag der h. aposteln Symon und Judae tag, 
Andernach), worin dieser der Stadt ihr altes Herkommen, Frei- 
heiten und gute Gewohnheiten bestätigt und verspricht, sie hei 
der von Erzbischof Otto (1418—1430) angesetzten Weihnachts- 
scbatzung von 200 Gulden zu belassen und sie nicht anders al ß 
durch Rechtsurteil der Schöffen zu drängen und zu beschweren. 

— Perg. Or. 1 S. 

13. 1440, Januar 21 (1439 uff s. Agnetentag Trierischen Stils). ^ n ' 



Kreis Maven. 71 

bischof Jakob (1439—1456) gestattet, dass die Stadt Mayen, welche 
durch Krieg, Misswachs, Sterben und andere Widerwärtigkeit in 
Schulden gekommen ist, namentlich zum Stadtbau bis auf weiteres 
eine Accise erhebt und zwar von den Käufern 1 Heller auf die 
kölnische Mark. — Perg. Or. 1 S. 

14. 1488, Mai 14 (in crastino ö. Servatii). Zwei Bürger bekunden, 
dass ihnen die Stadt die Anlage einer Wasserleitung zum Feller- 
born gestattet hat, wogegen sie den Fahrweg bis an den Bach und 
den Fusspfad bis an den Karrenweg am Feilerborn in baulichem 
Stand halten sollen. — Perg. Or. 1 S. 

15. 1500, Aug. 24 (off s. Bartelmeistag). Vertrag zwischen der Ge- 
meinde Niedermendig einerseits und der Stadt Mayen und Gemeinde 
Kuttenheim andrerseits wegen des Mühlsteingrabens, vermittelt 
durch den Trierischen Amtmann zu Mayen, Reynart von den Borden, 
und den Virneburgischen walpoden in der Pellenz, Adam Kolv 
von Wassenach. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

16. 1537—1595. Geburtsscheine von verschiedenen Gerichten aus Land- 
gemeinden und Städten für Personen, die sich in Mayen nieder- 
lassen wollen. — 10 Urkunden, Perg. Originale. Vgl. unten Nr. 34. 

17. 1565, Febr. 12 (zinstag nach Dorothea). Das Kaiserliche Hofge- 
ricbt zu Rottweil spricht den 14 Dörfern der Pellenz (Mendig, Thür, 
Nickenich, Eich, Bell, Eltering, Gretz, Fressen, Hausen, Wassenach, 
Bleyden, Welling, Kochen und Trumps) den Angriff auf die Habe 
der Grafen Philipp und Kuno von Virneburg zu mit Ausnahme 
dessen, worauf Graf Dietrich v. Manderscheid einen Vorspruch 
hat. — Perg. Or. Dabei Befehl an den Kurfürsten Johann von 
Trier als Schirmherr dieser 14 Dörfer, ihnen bei Ausführung dieses 
Urteils Schutz zu gewähren. 

18. 1556, April 9. Der Meister und Provisor des Hauses der Aus- 
sätzigen bei Köln erklärt, dass Michael Ghyr von Meyen nicht 
mit dieser Krankheit behaftet sei. — Perg. Or. 1 S. 

19. 1570, Juni 17. Erzbischof Jakob von Trier vergleicht Schultheiss, 
Bürgermeister und gemeine Bürgerschaft zu Mayen mit seinem 
Hofmann zu Beretzheim wegen dessen Bau- und Brennholzberech- 
tigung im Mayener Stadtwalde. — Perg. Or. 1 S. 

20. 1613, Jan. 13 (1612 more Trevirensi). Wittlich. Kurfürst Lothar 
(1599—1623) ordnet die Bürgermeister- und Baurechnungen sowie 
die Wahl der Schöffen und Bürgermeister. — Pap. Or. 

21. 1677, Januar 22. Ehrenbreitstein. Des Kurfürsten Johann Polizei- 
und Stadtordnung. — Pap. Or. 

22. 1743, März 14. Ehrenbreitstein. Vergleich zwischen Bürgerschaft 
und Rat wegen des städtischen Rechnungs- und Polizeiwesens, 
vom Kurfürsten Franz Georg ratifiziert, d. i. eine neue Polizei- 
und Stadtordnung. — Pap. Or. 

23. Repertorium des städtischen Archivs von 1747. 

24. Gedruckte kurfürstliche Verordnungen 1551 bis 1794. — I, 2 a. 

25 Geschriebene kurfürstliche Verordnungen 1522 bis 1794 (I, 2 b), 



72 Kreis Mayen. 

darunter: 1541, März 26 (sambstag nach annuntiaHonis Marie). 
Cochme, Johann Ludwig, erwählter Erzbischof von Trier, verordnet 
die Abhaltung 1 eines bietgangk für Mittwoch nach Ostern, damit 
der die zweispaltige religion und glaubenssach zu vergleichen nach 
Regensburg ausgeschriebene Reichstag von Erfolg begleitet sei. 
— Pap. Or. Spur des Verschlusssiegels. Geschriebene Erlasse 
1722-1754 in einen Band (I, 2c). 

26. Kurfürstliche Erlasse in besonderen städtischen Angelegenheiten 
1464 bis 1787 (I, 2d). Darunter: 

a) 1510, August 21 (mitwochen nach unser frauwen tag assump- 
tionis). Erzb. Johann von Trier teilt der Stadt mit, dass er 
Dietherichen van Monreal zum Amtmann von Mayen gemacht 
hat. — Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

b) 1519, März 27 (uff sontag Oculi). Erzbischof Richard teilt der 
Stadt die Ernennung des Adolf von Breitbach zum Amtmann 
von Mayen mit. — Pap. Or. Aufgedrücktes S. (ab). 

c) 1536, April 21 (fritag nach osteren). Erembreüstein. Verbot 
des Betteins. — Pap. Or. Spur des Verschlusssiegels. 

27. Verordnungen und Erlasse in Betreff des Münzwesens (I, 3). 
Darunter: 

a) Eine gude warhafUge vorzeichnunck t wie der goUgulden und 
radermäntz und albus von einem jar nach dem anderen uff 
und ab gesthegen, angefangen anno 1464, fortgesetzt bis 1624. 
— 1 Heft 4° (bis 1550 Abschrift in einem Zuge). 

b) Einzelne Münzmandate 1537 ff. 

28. Landtagsausschreiben, Propositionen, Abschiede und Korrespondenz 
in Landtagssachen (I, 4) 1456 ff. Dabei: Statut über die Schöffen- 
wahl von 1510, Januar 16 (1509 more Trevirensi, mitwoch na dem 
eichtzen dach). — 2 ßll. schmalfol. unvollständig. 

29. Amtsverordnungen 1612 ff. — I, 5. 

30. Stadtrathsprotokolle 1734 bis 1794. — II, 6. 

31. Städtische Verordnungen von 1504 ff. — II, 7. 

32. Statutenbuch und der Stadt Gerechtigkeiten, aufgezeichnet vom 
Stadtschreiber Hausmann 1619. — II, 8. 

33. Akten über Polizei- und Stadtordnungen 1556 bis 1743. — II, 9. 

34. Akten über die Aufnahme neuer Bürger, deren Geburts-, Ver- 
mögens- und Freizügigkeitsscheine 16. bis 18. Jahrhs. — If, 10. 

35. Stadtrechnungen (Bürgermeisterrechnungen genannt) 1551 bis 1793. 
- II, 11. 

36. Baumeisterrechnungen 1605 bis 1793. — II, 12. 

37. Beschreibung der Stadt Mayen, angefertigt 1784 von Meesen, 
1 Band, — II, 13. 

38. Akten über das städtische Steuer- und Rechnungswesen sowie An- 
stellung des Stadtrentmeisters 1571 ff. — 111, 14. 

39. Akten über Steuerverteilung und „Nahrungsanschlag* 1551 ff- ~" 
III, 15. 

40. Die Erhebung des sogen. Olemensschatzes 1555 ff. — III, 16. 



Kreis Mayen. 73 

41. Unvollständige Heberegister desselben 1500—1753, drei Faszikel. 

- III, 17. 

42. Akten über die Lieferung der Glocken- und Schützengarbe aus 
dem Kennelberg 1711 ff. — II, 18. 

43. Streitigkeiten der Gemeinde Kürrenberg mit der Stadt Mayen 
wegen des Steueranschlags 1719 ff. — III, 19. 

44. Schatzungsregister 1654 bis 1666. — III, 20. 

45. Heberegister der Ehe- und Schutz- oder Schirtngulden 1681 bis 
1749, vier Faszikel (unvollständig). — III, 21. 

46. Simpelsheberegister 1681 bis 1794, vier Faszikel (unvollständig). 

— III, 22. 

47. Akten der städtischen Accise 1717 ff. — III» 23. 

48. Weistum des Kurfürstlichen Bau- und Hofgedings 16 Jahrhs. 
(Abschrift). - III, 24. 

49. Wege- und Häuserbau in der Stadt 1610 ff. — III, 25 bis 26. 

50. Errichtung des Galgens 1701 ff.— III, 21. 

51. Akten über städtische Güter und Zinse seit dem 16. Jahrh. und 
Streitigkeiten wegen derselben. — III, 28 bis 35. 

52. Fischereigerechtsame, Gemarkungsgrenzen, Wald und Weide seit 
dem 16. Jahrh., Hoheitsgrenzen gegenüber Bürresheim 1558—1779, 
Wald- und Weidestreitigkeiten mit den Grafen von Virneburg und 
Herren von Eltz 16. Jahrhs. — HI, 36 bis 48. 

53. Kriegssachen 1546 ff. — III, 49 bis 53. 

54. Juden 1779 bis 1786. — III, 54 bis 55. 

55. Akten über die Märkte: Wochenmarkt 1590, Verlegung des Lucas- 
marktes (vgl. Nr. 6) von 1772. — III, 56 bis 57. 

56. Mühlenakten 18. Jahrhs. III, 58 bis 62. 

57. Akten über den Wasenmeister 1705 ff. — III, 63. 

58. Zunftsachen 17. und 18. Jahrhs,. früheste 1606 (Wollenwcber). — 
III, 64 bis 77. 

59. Kirchen- und Schulwesen (1720 ff.) einschliesslich des Kollegiat- 
stiftes (IV, 78-96): 

a) Rechnungen der Pfarrkirche 1515 bis 1698. — 78. 

b) Sendprotokolle 1684 bis 1749. — 80. 

c) Kirchenvisitationen, Ordinationen und Gottesdienst 1549 ff. — 82. 

d) Anschaffung der Glocke 1570. — 84. 

e) Frühmessstiftung 1592 ff. — 86. 

f) Haltung des Zielviehes von Seiten des Kollegiatstifts St. de- 
mentia 1657.— 94. 

60. Aus der Pfarrei Allenz: 
Getaufte 1655—1813 (lückenhaft). 
Getraute 1702 ff. (mit grossen Lücken). 
Gestorbene 1672 ff. (mit grossen Lücken). 

In einem Bande schmalfol. sind die Renten der Kirche, die vor- 
handenen Kirchengeräte, die Anniversarien und Statuten des 
Landkapitels öchtendung verzeichnet. 



74 Krei* Maven. 

61. Aus der Pfarrei Kottenheim: 
Getaufte 1645-1798 \ 

Getraute 1644—1798 J anfangs mangelhaft. 
Gestorbene 1642—1798 J 

62. Aus der kath. Pfarrei Mayen: 
Getaufte 1694-1732, 1732— 1764, 1764— 1798. 
Getraute 1764—1798. 

Gestorbene 1764-1798. 
63) Aus der Pfarrei Monreal: 
Getaufte 

Getraute 1 1725—1798. 
Gestorbene 
Gefirmte 1773—1794. 

64. Aus der Pfarrei Nachts heim: 
Getaufte 1700—1758, 1759-1798. 
Getraute 1699—1759, 1759-1798. 
Gestorbene 1698—1760, 1759-1798. 

65. Aus der Pfarrei Weiler: 
Getaufte 1682—1751, 1751—1798. 
Getraute 1683—1756, 1757—1798. 
Gestorbene 1683—1762, 1763—1798. 
Gefirmte 1715, 1788, 1790, 1794. 

— Kath. Oberpfarramt: 

Aus der grossen Menge der vorhandenen Urkunden, die 
zum grossen Teile Rentverschreib ungen und Güterverpach- 
tungen sind, seien hier folgende herausgehoben: 

1. 1137, April 17 (XV. Kai. Mail). Viterbi. Innocencius IL episcopus 
servus servorum bestätigt den dilectis filiis Folmaro preposito d 
canonicis ecclesie sancte Marie in Longechun canonice promovendti 
tarn presentibus quam futuris in perpetuum auf Bitten der Brüdei 
die nach der Regel des h. Augustinus in Longechun gegründete 
Klosterniederlassung und deren rechtlich erworbenen Besitz. - 
Perg. Or. 1 Bulle. An den Bruchstellen beschädigt. Die Bestä 
tigungsurkunde des Erzbischofs Adalbero (1131—1152) von 1142 
ist gedruckt bei Günther, Codex diplomaticus Rheno-Mosellanus I 
(1822), Nr. 130, S. 264-67. 

2. 1180. Die fr obres Aquenses erklären, dass die Brüder de Lonecke 
gewisse den Aachenern gehörige Güter in Winningen (inWinnigis) 
unrechtmässig im Besitze gehabt hätten, worüber sich erstere beim 
Kaiser und beim Trierischen Erzbischof beschwert haben. Durch 
Vermittlung des Erzbischofs Arnoldus (1169-1183) vergleichen 
sich beide: Die Aachener erhalten 1 Haus mit Weingarten, die 
Lonniger alles übrige, frei von jeder Last, nämlich in vorehure, 
in koremede, in lignis et in ceteris minutis iusticiis excepto quod 
manuwerk fideliter excolent. — Perg. Or. 1 S. Gerade an der 
Datierung ist das Perg. zerstört, sodass nur m° c° 1. . . . zu lesen 



Kreis Maven. 75 

4- 

ist. Da aber indictione XIII und Friderico imperante et consen- 
tiente Heinrico filio eins regnante zu lesen ist, so ist 1180 ganz 
sicher, denn dies ist die einzige 13. Indiktion während F. lebte 
und H. König war. H. wurde am 15. Aug. 1169 (=-- 2. Indiktion) 
gekrönt. 

3. ? Um 1200. Abt Johannes bestimmt, dass er fortan keine neuen 
Insassen in das consorcium sororum nostrarum prebendariarum 
aufnehmen werde. — Perg. Or. 1 S. (ab). Sehr beschädigt, Da- 
tierung ausradiert. 

4. 1218, Januar 27 (sexto Kalend. Februarii). Die Brüder Henricus und 
Ernustus de Virninburg, milites, befreien den Abt und Konvent 
zu Luniche von der Verpflichtung, das Gericht (sollempne iudicium)* 
das dreimal jährlich in curia de Kerne (oder Kerve, Moselkern 
oder Kerben?) stattfindet, mit einem Vertreter zu beschicken. — 
Perg. Or. 1 S. 

5. 1220, Februar 8 ( VI. Idus Februarii). Erzbisehot' Theodericus von 
Trier erklärt auf einem Tage in Trier, zu dem der Abt von Lonnig 
und Marsüius de Guntreve, Ministeriale der Trierer Kirche, der 
dem Abte gegenüber erbliche Ansprüche an der Vogtei geltend 
gemacht hatte, geladen sind, dass nur der Trierer Erzbischof 
Vogt des Klosters Lonnig sei. — Perg. Or. 1 S. 

6. ? Erzbischof Th. (1212—1242) verleiht auf Ansuchen des Abts 
und Konvents zu Lonche, welche klagen, dass aus Mangel an 
Mitteln die Kirche und das Hospital noch nicht fertig gestellt 
sind, denen, die das Kloster unterstützen (eisdem targa manu 
porrigentibus pecuniam) 20 Tage, diejenigen aber, die jährlich am 
Tage der Kirch weihe racione peregrinacionis et munificencie dort- 
hin kommen, 40 Tage Ablass. — Perg. Or. 1 S. An den Bruch- 
stellen zerrissen. 

7. 1235, Febr. 28 (IL Kai. Marcii). Perusii. Gregor IX. verfügt auf 
die Beschwerde des Abtes von Lonnig, dass einige exkommuni- 
zierte Mönche dennoch geistliche Verrichtungen vornähmen, dass 
der Abt ihnen gewisse Bussen auferlegen soll. — Perg. Or. 1 Bulle 
Schrift sehr beschädigt. Datierung : pontificatus nostri anno octavo. 
Gregor bestieg am 19. März 1227 den Stuhl Petri, sein 8. Jahr war 
also am 18. März 1235 zu Ende. 

8. ? Gregor IX. (1227—1241) „bestätigt die Güter des Klosters Lonnig* 
(Worte des alten Umschlags)* — Perg. Or. 1 Bulle an gelbroter 
Seidenschnur. Text bis auf wenige Worte unleserlich. 

9. 1237. Erzbischof Th. von Trier vergleicht Abt und Konvent de 
Lünnige mit Mathias de Pulwih, mit dem sie wegen des sechs- 
jährigen Ertrags aus einem Hofe zu Pumere in Streit lagen, dahin, 
dass Matthias das sechste Jahr dem Konvent ersetzen soll, während 
der Ertrag der ersten fünf Jahre einer Schuld von 40 Mark gleich 
gesetzt wird, die M. vom Konvent zu fordern hatte. — Perg. Or. 
beschädigt. 1 S. 

10. 1292, Mai 9 (feria sexta ante ascensionem domini). Die beiden 



76 Kreis Maven. 

Schwestern Mechthildis dicta Haralden und Irmentrudis, Beginen 
in Koblenz, stiften zu einem Anniversar für sich und ihre Ver- 
wandten dem Kloster Lünnege ein Haus mit Garten in der Wiser 
gösse zu Koblenz. Bis zu ihrem Tode geben sie dem Kloster 18 
Denare von diesem Hause. — Perg. Or. 1 S. 

11. 1296. Alte Aufschrift: Indulgentiae pro ecelesia 8. Clementis in 
Meyen. — Perg. Or. sehr beschädigt. 9 S. 

12. 1301, Dez. 27 (feria quarta proxima post natimtatis domini). Prior 
und Konvent in Lünniche vergleichen sich mit Gobinus dominus 
de Covema wegen einiger Häuser und Hofstätten in Lonnich da 
hin, dass der Konvent für 10 Mark denariorum legalium et usua- 
lium in Confluentia dieselben erwirbt. Wenn die jetzt verfallenen 
Häuser neu aufgebaut werden, tritt das alte Recht des Gobinus 
auf Hühnerzinse wieder in Kraft. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

13. 1318, März 31 (feria sexta post dominicam, qua cantatur Oculi 
mei). Abt und Konvent zu Siegburg geben ihre Zustimmung zu 
einer Schenkung, welche ihr Schultheiss in Güls und dessen 
Schwester dem Kloster zu Longhe haben zu teil werden lassen. 
— Perg. Or. 1 S. 

14. 1329, März 29 (feria quarta post dominicam, qua cantatur Oculi). 
Vergleich des Konvents Lonche in Mayen mit der Gemeinde Trijs 
wegen der Waldnutzung : dem Konvent werden 200 Last stipüum 
(Weinpfähle?) zugestanden. — Kopie 14. Jahrhs. Perg. 

15. 1346 ; Febr. 21 (in crastino beati Eucharii episcopi). Goblinus 
Peffersac und seine Gemahlin Christina, welche vom Konvent St. 
Marien in Lonniche infra muros Meyenenses eine Rente von 12 
Mltr. Korn (siligo) gekauft hatten, erklären, dass der Konvent die 
selbe zurückgekauft habe und dass damit der früher errichtete 
Kaufbrief ausser Kraft und Geltung gesetzt sei. — Perg. Or. 
3 S. (ab). 

16. 1379, Sept. 1 (die prima mensis Septembris). Erzbischof Cuno von 
von Trier bestimmt, dass Prior und Konvent zu Mayen fortan den 
geistlichen Dienst in der Kapelle b. Mariae Virginis auf der Bur? 
zu Mayen versehen sollen, nachdem der derzeitige Kaplan Johannes 

. dictus Wickenheuwer geistesgestört geworden ist. Die Einkünfte 
werden dem Kloster überwiesen, aber der geisteskranke Kaplan 
muss als Bruder ins Kloster aufgenommen werden. — Perg. Or. 2 S. 

17. 1384, Juni 3 (die tercia mensis Junii). Erembretsteyn. Erzbischof 
Cuno von Trier bestätigt die Wahl des Arnoldus de Andernach) 

•zum Prior des Augustinerchorherrenstifts Mayen (ecclesie beate 
Marie de Lonche infra muros opidi nostri Meyen ordinis canoni- 
corum regularium sancti Augustini nostre diocesis) und investiert 
ihn per tradicionem annuli mit allen Rechten und Einkünften des 
Priorats. — Perg. Or. 1 S. 

18. 1386, November 10 (in vigilia beati Martini episcopi). Heinrich 
Mosebroich, Bürger zu Mayen, und seine Gemahlin Else verkaufen 



J 



Kreiß Mayen. 77 

den ersannen Herren zu Meyen gemeinlieh zu ire presencien 5 Mark 
geltz hoüentz Meyenre werungen Erbrente für 22 zwere gülden 
und setzen einen Weingarten und einen Garten als Unterpfand. 
— Perg. Or. 2 S. (ab). 

19. 1390, Dez. 14 (in crastino beute Lucie virginis). Henne Hillen son, 
ein cleidersnijder, und seine Ehefrau Sophie nehmen von Prior 
und Kapitel zu Mayen gewisse Grundstücke in Pacht, die Gerlach 
van Caldinborne und junffrauwe Odüie elude zur Präsenz gegeben 
haben, in Meyenre gerichte an der Eppenhelden gelegen, für 1 Sum- 
mern korns dürre und mulengar, die zwischen den beiden U. L. 
Frauentagen zu liefern sind. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

20. 1401, April 24 (xxiiij die mensis Aprilis). Kaiherine van Star- 
ckenwilre, der man spricht Kringelgin, vermacht der kirchen zu 
Meyen zu deme buwe alles nach ihrem Tode Vorhandene an ge- 
reid und ungereider haven nebst der Schuld, doch ohne Hausrat, 
Kleinode und Kleider, zum Heile ihrer Seele und der Seelen ihrer 
Verwandten. Es siegeln Symon van Gulse, zu dieser Zeit parner 
des kirspels zu Meyen, mit dem Pfarrsiegel und zwei stedescheffen 
und sentscheffen zu Meyen. — Perg. Or. 3 S. (2 ab). 

21. 1406, Febr. 2 (1404 Trierer Stils festi purificacionis b. Marie vir- 
ginis gloriose). Johan Fuyst und seine Ehefrau Else, wohnhaft 
zu Kattenes (Kackenesse), nehmen von Prior und Kapitel zu Mayen 
auf 16 .Jahre drei Stücke Weingarten an der bach, an dem bir- 
bäume und in der Nedirmarcken uff Ritler gegen halben Wein in 
Pacht. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

22. 1413, Dez. 14 (crastina die Lucie virginis). Vor 2 Schöffen zu 
Boparien erklärt Else eliche huisfrauwe Johan Falken, Bürgers 
zu Boppard, dass derselbe das Haus zu Mayen mit ihrer Zustim- 
mung verkauft hat. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

23. 1420, Okt. 3 (dez dritten dages dez mandes genant October zo 
latine). Sareburg. Erzbischof Otto von Trier erlässt dem Mayener 
Bürger Jekel Rubart, dessen Haus — wohl durch Verschulden des 
Erzbischofs? — verbrannt ist, die Hälfte des darauf lastenden 
Zinses, sodass der Kellner fortan nur 57s Weisspfennige und l 1 /« 
Huhn jährlich erheben soll. — Perg. Or. 1 S. Schrift teilweise be- 
schädigt. 

24. 1448, ohne Tag. Weihbischof Gerhardus, Generalvikar des Erz- 
bischofs Jakob (1439—1456), weiht aufs neue einen Altar zu Ehren 
der Heiligen Anthonius, Sebastiänus, Agatha und Barbara und 
zählt die eingeschlossenen Reliquien auf. — Perg. Or. o. S. 

25. 1482, November 30 (ipso die beäti Andree apostoli). Johan 
Moelener und seine Hausfrau Katharine verkaufen dem Hirman 
Kloyvensetzer und seiner Ehefrau Grete .... anderhalve ame wirtzen 
oder wins jerlicher gülden und renten kauffmansguit Eichger 
rüden, Martini zu liefern. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

26/ 1506, Dez. 21 (in die sancti Thome apostoli). Johan von Nytz und 
seine Ehefrau Applonich verkaufen der Präsenz des Klosters zu 
Mayen ein halff malder guden dürren und harten korns oder einen 



?8 Kreis Mayen. 

halven rinschen goltgulden jerlicher gulde und renien moelengar 
Meyer maessen für 10 Gulden rader geltz, veire mark vor den 
gülden. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

27. 1560, Febr. 2 (1559 Trierer Stils aem tag purificationis Marie). 
Gabriel Loers, Thoeniges son von Alcken, und seine Ehefrau Anna, 
wohnhaft zu Caeckennes, nehmen vom Kloster zu Mayen gewisse 
Weingüter und andere Ländereien auf 24 Jahre gegen ein Drittel 
des Ertrags in Pacht. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

28. 1591, Jan. 11 (1590 Trier. Stils). Testament des Geistlichen Anto- 
nius Wicherdingh, wodurch ein Anniversar am Tage nach Huperti 
und eine Armenstiftung begründet wird. — Perg. Or. Not.-Inst. 

— Land-Bürgermeisteramt: 

Dasselbe wurde erst 1858 vom städtischen Bürgermeister- 
amt abgezweigt, alle älteren Akten sind bei letzterem 

ver bli e b en. 

» 

— Evang. Pfarramt: 

Die Pfarrgemeinde ist erst 1823 gegründet, ältere 
Archivalien sind nicht vorhanden. Über die Gründung unter- 
richtet die Schrift: Die neue evangelische Gemeine zu 
Mayen, ihre Gründung und Einweihung (1 Bd 16°, 96 SS. 
Coblenz, gedruckt und in Kommission bei L. Pauli 1823). 

— Im Besitze der St. Sebastianus-Schützengesellschaft: 

1. Mitgliederverznichnis von 1725 an, in dem ältere Namen nachge- 
tragen sind (1 Bd. 4°). Darin auch die ßruderschaftssatzungeu 
von 1821 in 18 Absätzen, denen später noch 3 zugefügt sind. 

2. Rechnungen der Bruderschaft seit 1720 (je ein Heft in 4°). Das 
Heft von 1746 zeigt das Bild eines nach der Scheibe schiessenden 
Schützen. 

— Im Besitze der Metzgerinnung: 

In einer Kiste mit Akten, die meist der neuesten Zeit 
angehören, findet 6ich: 

1. Rechnungsbuch, begonnen 1616, darin viel Strafgelder als Ein- 
nahmen verzeichnet. — 1 Bd. 8°. Pap. in Perg.-Bd. 

2. Judenordnung von Philipp Christoph, 1624, Febr. 14 (= 1623 more 
Trevirensi). — Hs. Pap. fol. 6 Bll. 

3. luden Ordnung deß Ertz Stiffts und Churfürstenthumbs Trier 
vom 10. Mai 1723, erlassen durch Kurfürst Franz Ludwig. - 
Druck 4 SS. 4°. 

4. Verschiedene landesherrliche gedruckte und geschriebene Verord- 
nungen über Gesellenwesen, Nahrungsmittelpolizei u. s. w. 

Mertloch. Kath. Pfarramt: 

1. 1660, März 10. Johan Niclas, herr zu Eltz, verkauft zugleich im 
Namen der Armen von Mertloch den burgermeistern, geschworen 
und sambtlichen benachbarten der gemeinden zu Mertloch, Kollich, 



Kreis Mayen. ?Ö 

Gering und Eynich das Haus an der Kirche zu Mertloeh als 
Pfarrwohnung. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

2. Lagerbuch von 1836. 

3. Vor dem Register der Getauften 1798 ff. Aufzeichnung über die 
französische Revolution und Invasion. 

Miesenheim. Kath. Pfarramt: 

1. Nachrichten der pfarrey zu Miesenheim, (1 Bd. fol.), angelegt nach 
dem grossen Brand vom 9. April 1777, dem der grösste Teil des 
Pfarrarchivs zum Opfer gefallen ist, von Pastor Petrus Antonius 
Liminius. Inhalt : 

a) Beschreibung des Brandes. 

b) Verzeichnis der Messstiftungen. 

c) Bruderschaft S. Trinitatis et S. Castoris. 

d) Steuerlast der Pfarrgüter — die Pfarre war in spiritualibus 
Trierisch, in civüibus Kölnisch — an Kur-Köln. Als um 1690 
der Klerus von allen Steuern befreit wurde, hatte sich der 
Pfarrer von Miesenheim nicht gemeldet, später wurde er auf 
die Anlage eines neuen Landmassbuches vertröstet. 

e) Pfarrey rechten aus einem alten taufbuch ausgezogen von 1663, 
April 26, in 8 Absätzen mit Bemerkungen über die Ausübung 
der einzelnen Rechte, der Form nach nicht, aber wohl dem 
Inhalt nach Weistum. — Bl. 55. 

f) Verzeichnis der Pfarrgüter, 
g) Güter der Frühmesse. 

h) Jura stolae. 

i) Prozessionen, welche gehalten werden. 
k) Jura ludimagistri d. h. seine Bezüge vom Kirchendienst. 
1) Sakramentalische Bruderschaft, 1786 eingeführt. 
2) Zinsregister, auf Grund der älteren erneuert 1659 von Ludwig 
Wibiens* (1 Bd. fol. in Perg.-bd.). Vorn Verzeichnis der Pfarrer, 
auch Kirchenrechnungen 1660 bis 1680. 

3. Schatzbog, betreffent die gemeindte Misenheim, welches hinwider- 
umb ausgerichtet ist worden d. 5*« w 9 bri8 /777. Anton Masberg, 
Schultheis s. — 1 Bd. fol. 

4. Gerichtsprothocollum von anno 1177, dem gericht zu Miesenheim 
gehörig. Inhalt: Käufe und Obligationen. — 1 Bd. fol. 

5. Simpelsbuch, angelegt 1777 nach dem Untergang des alten (1 Bd. 
fol.). Vorn Beschreibung des Brandes und der folgenden Vieh- 
seuche. Dabei auf einem losen Blatt der Steuermodus für ein 
Simplum: 1 Morgen Feld — 20 Heller, 1 Viertel Weingarten — 
36 Heller, 1 Viertel Wiese — 12 Heller, 1 Viertel hausblatzen — 
12 Heller, 1 Morgen Hecke — 32 Heller. 

6. Pfarrey guter, hecken, f eider, wiesen, weinberg 1780, den 22. Febr. 
renovirt. Die Grundstücke liegen: in der gunst nach Plaidt zu, 
in der gunst nach Andernach zu. — 1 Heft fol., ohne Umschl. 

7. Kirchenrechnungen 1779 ff. — 1 Bd. fol. 



80 Kreis ttayeri. 

8. Fünf jüngere Zinsregister, eins vor dem Brande (um 1790) ange- 
legt, vier nach demselben. 

9. Eine grosse Menge Obligationen, gedruckte kirchliche und welt- 
liche Erlasse. 

10. Trierische Agende vom Ende 16. Jahrhs. — Druck klein fol. be- 
schädigt. 

1 1 . Getaufte 1777 ff. 
Getraute 1751—1784. 
Gehrmte 1785 ff. 

Monreal. Kath. Pfarramt: 

Zahlreiche Urkunden, meist Rentkäufe, Verpachtungen 
oder Erwerbstitel der einzelnen Altäre, 14. bis 18. Jahrhun- 
derts. Darin finden sich vielfach Beziehungen zu den Grafen 
von Virneburg. Ein Inventar des Kirchenarchivs von 1685, 
in welchem 96 Urkunden (älteste 1340) verzeichnet sind, liegt 
vor. Andere Archivalien sind im Staatsarchiv Koblenz de- 
poniert. 

Von den Urkunden seien hier erwähnt: 

1. 1318, Sept. 21 (in festo beati Mathei apostoli et e wangeliste). Erz- 
bischof Heinrich von Köln verleiht denen, welche die Kirche zu 
Monreal an allen Festen der Mutter Gottes, Geburt, Beschneidung 
und Erscheinung Christi, Palmarum, Ostern, Himmelfahrt, Pfing'sten, 
Petri und Pauli, an allen Apostel- und Evangelisten tagen, Kreuzes- 
erfindung und -erhöhung, Johannis Baptistae, der HH. Laurentius, 
Georg, Nikolai, Martini, Katharinae, Margaretae, Mariae Magdale nae, 
Annae (= Tag nach Jacobi Apostoli), Allerheiligen, Allerseelen, an 
allen Sonntagen, an allen Tagen der Fastenzeit und während der 
Oktaven der genannten Feste — besuchen, einen 40tägigen Ab- 
lass. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

2. 1363, Dez. 14 (iri crastino Lude virginis). Priester Heim/rieh Bii- 
minck zu Monreal verkauft ein Gut, dat ich zu eirfe uisgeleint 
hain für einen Jahrzins von 16 Pfund Wachs, Vs Mark pennincke 
und 6 Hahnen, für eine nicht benannte Summe Gelds den plegeren 
des buiwes der Jdrchen zu Monreal in uirber der amplen in dem 
kerrelter und erhält es für 3 Pfund Wachs Jahrzins auf Lebens- 
zeit zurück. — Perg. Or. 2 S. 

3. 1374, Okt. 18 (in die Luce ewangeliste). Peter, Peters sun von 
Buwenrait, bekennt der Kirche zu Monreal jährlich 16 Schilling 
penninge Munriaisch paimentz Rente schuldig zu sein und setzt 
das Haus, von dem die Rente zu zahlen ist, zum Unterpfand dafür. 
— Perg. Or. 2 S. 

4. 1391, Febr. 5 (dominica die proxima post purificacionis beate 
Marie virginis). Heinrich von deme Geispüsche verkauft den bün- 
gart gelegen zu Monreal an Herman von Belle, genant Colven. — 
Perg. Or. 3 S. (ab). 



Kreis Mayen 81 

5. 1394, Okt. 31 {vigilia festi omnium sanctorum). Heinrich Hiemoyt, 
kircherre zu Monreal, der Kaplan des St. Silvesteraltars, und 
zwei Kirch meister verpachten mit Rate der Schöffen zu Monreal 
zwei Wiesen an Johanne von Zulpghe, dem man spricht Mülenner, 
und junffrauwen Aleyden sinre elicher huesfrauwen auf ihre 
Lebenszeit für jährlich 8 Schillinge penninge Monrealre werungen* 
— Perg. Or. 3 S. (ab). 

6. 1451, Dez. 12 (sundach neist na sent Niclais dage), Tümannus, 
kircherre zu Monreal, giebt Contzgin Hillen und seiner Ehefrau 
Eisgin, Bürgern zu Monreal, eine schüre, stall und erve binnen dem 
daile Monreal für 5 Mark Colsch pagamentz zu Erbpacht Es 
siegelt Juncker Hoprecht zu Virnenburg als giffter der Kirche. — 
Perg. Or. 2 S. (1 beschädigt). 

7. 1478, Febr. 20 {ipso die s. Eucharii confessoris). Zwei Ehepaare 
zu Weiler verkaufen mit winkauf und goitzhaUer den bescheidenen 
mennen hern Claess von Cochme und Johan Hillen van wegen der 
preisterbroederschaft zu Monreall l / 2 Mltr. Korn Jahrrente Mon- 
realler maessen, kauffmansguet, schoene dürre, moelengair und 
vurslachsgut für 10 Rheinische Gulden. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

8. 1481, August 24 {vicesima quarta die mensis Augusti). Graf Philipp 
von Virneburg bekennt, dass er dein Vikar am St. Magdalenen- 
altar, Herrn Johann Werkin, indem erunse denre und schrever ein 
lange zit was, befohlen hat, ein steinen gewulffgin zwischen zwei 
Häusern zu bauen, um darin solche briefe, sieget und mancherlei 
Schriften und handelonge aufzubewahren. — Perg. Or. 1 S. 

9. 1492, Januar 17 (1491 Trierischen Stils uff sent Anthonius dagh). 
Die St. Sebastianusbruderschaft zu Monreal erwirbt eine Jahrrente 
von l Mltr. Korn Meyer maissen, duerre guet, kauffmansguet und 
moelengar. — Perg. Or. 1 S. 

10. 1493, Januar 24 (1492 Trierischen Stils, uff donrestach sent Pauwels 
avent conversionis). Vor das jairgeding uff unser s gnedigen herrn 
van Triere hof zu Oichtendonck kommt Johan Werken, Pastor zu 
Wijher und Altarist des St. Marien-Magdalenenaltars zu Monreal, 
in Begleitung des Amtmanns von Wernerseck Diederich van Har- 
denborne, des Kellners und des Schultheissen von Münstermaifeld 
und klagt, dass ihm an einem pesch, zum Hürter Hof in Ochten- 
dung gehörig, Schaden geschehen sei, insofern der pesch, der soe 
lange beslossich und frij hergebracht worden sei, „entfreiet" und 
gel ich andern wesen gemeine gemacht werden sollte. 
Der Altarist verlangt vom Amtmann Schutz für sein Eigentum. 
Die Schöffen beraten sich, der Kläger verzeiht die misshande- 
longe, dieThäter bitten ihrerseits um Verzeihung und versichern, 
dass die Freiheit des Peschs fernerhin gewahrt bleiben soll. — 
Perg. Or. 2 S. 

11. 1498, Sept. 5. Notariatsinstrument über die Stiftung des St. Lau- 
rentiusaltars durch Johannes Werken, Pfarrer zu Weiler. — Abschr. 
18. Jahrhs. 

6 



Kreis Maven. 

• 

12. ? Pastor und vicarien der pfarkirchen zu Monreall an den Kur- 
fürsten zu Trier: Der kurfürstliche Vogt Jörgh Schar hat mitge- 
teilt, dass ihm befohlen sei van allem unterm, so wir under 
e. fg. inkomens haben, in der turckensteuer den dritten deil 
zu entfangen. Gemäss des Reichsabschiedes seien die Geistlichen 
von ihren Pfründen frei zu lassen, nur den zehnten Pfennig 
hätten sie zu zahlen; diesen ihren schuldigen Teil hätten sie bereits 
dem Grafen von Virneburg zur Besoldung des Kriegsvolks ge- 
zahlt und bitten demnach uns herüber nit zu beschweren. — Pap. 
1 Bl. ohne Datum, offenbar Abschrift. 

13. 1522, Juli 5 (sampstags nach visitacionis Mariae). Otto von Len- 
genfeld, scheffen zu Coblentz, der sich e. g. undertheniger nennt, 
also wohl Syndikus des Grafen von Virneburg ist, schlägt dem- 
selben zwei Wege vor, um der Kirche von Monreal eine Kirch en- 
f a b r i k zu schaffen, und zwar a) man solle ein Gesuch an den 
Papst richten und um Einsetzung einer entsprechenden Kommission 
bitten, die Kosten würden etwa 50 Dukaten betragen, b) man solle 
wie bei anderen Kirchen die Einkünfte statt in 10 Teile — es 
sind 10 Priester vorhanden — in 11 teilen und dieses Elftel der 
Kirchenfabrik zukommen lassen, das sei billiger und erfordere nur 
die bischöfliche Genehmigung. — Pap. 2 Bll. Verschlusssiegel. 

14. 1522, Dez. 2 (dinstag nach Andree apostoli). Graf Philipp von 
Virneburg hat vom St. Lauren tiusaltar in Monreal 100 schlechter 
gülden Coelnischer iverung empfangen, welche der Kellner Johan 
Rech im 9. Jahre seiner Rechnung mit 70 rader gülden Coblerttzer 
werung gebucht und als Einnahme verrechnet hat. Der Vikar des 
Altars erhält dafür vom Kellner zu Monreal jährlich binnen den 
zweien U. L. Frauentagen, doch Martini wol bezalt, 4 Mltr. Korn 
van unserm besten gewachs. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

15. ? Item zu Rome zu werben, so bi minen eueren und anherren bij mir 
gewest, das dasselbe dermaissen, wie hernach folgt, von den herren 
zu Monreall hinvurter gehalten wurde. Es ist die Rede nament- 
lich von der Residenzpflicht der Vikare, die Pfründen der nicht 
residierenden sollen eingezogen und zum Kirchen sjchmuck 
verwendet werden. — 1 Bi. Pap. Wohl als Folge von Nr. 13 auf- 
zufassen. 

16. 1526, November 13 (ipsa Briccij). Joris van der Legen, here zu 
Oilbrück, verbürgt sich bei Anton Walpott von Bässen heim für 
4000 Gulden, von denen jährlich 200 Gulden Zins zu geben sind, 
welche Graf Philipp von Virneburg von ihm geborgt hat. — Perg. 
Or. 1 S. 

17. 1534—35. Brief des Grafen von Virneburg an den Landgrafen 
Philipp von Hessen mit dem Ersuchen, Pastor und Vikare zu Mon- 
real fernerhin nicht mehr bei Einhebung ihrer Zehnten in Well* 
mich, wie seit 1524 geschehen sei, zu hindern. — Pap. 2 Bll. 
Konzept durchkorrigiert mit zwei Daten a) 1534, Nov. 1 (sontag 



Kreis Mayen. 83 

nach Simonis und Jude) von Graf Philipp, b) 1535, dornslag den 
18. November von Graf Cone. 

18. Verzeichnis aller Pfarr- und Vikarieeiukünfte von 1577. — 1 Heft 
Pap. in Perg.-Umschl. 

19. Erneuertes Monrealer kirchenreg ister von 1688, auf älteren von 
1580 und 1590 fussend. — 1 Heft 4<>. 

20. Rentregister von 1685, enthält auch eine kurze Übersicht über die 
Geschichte der Pfarrei seit 1210 und namentlich Beschreibung der 
zugehörigen Zehnten. — 1 Heft 4°. 

21. Inventar des Kirchenarchivs von 1686 (vgl. Vorbemerkung), ent- 
hält auch das Rent Verzeichnis von 1577 und dessen Erneuerung 
von 1687. — 1 Bd. fol. Pap. in Pergbd. 

22. Zinsregister der Pfarrei von 1769. — 1 Heft 4°, Pap. in Perg.- 
Umschl. 

23. Verzeichnis der Anniversarien von 1722. — 1 Heft 8°. Pap. in 
Perg.-Umschl. 

24. Lagerbuch 18. Jahrhs. — 1 Bd. fol. 

25. Kirchenrechnungen von 1546 an, im 16. Jahrh. einzelne Jahrgänge, 
seit Mitte 17. Jahrhs. fast vollständig. — Einzelne Hefte in fol. 

26. Verzeichnisa vieler merkwürdigen Sachen, welche so wohl vor 
meiner zeit als auch zu meiner zeit vorgegangen sind, zusammen- 
getragen von mir und geschrieben. Walter Henrizi, Bürger in 
Monreal im Jahr 1806. — 1 Bd. 4°. 

Münstermaifeld. Kath. Pfarramt: 

1. Rentbücher und Rechnungen 17. und 18. Jahrhunderts aus Münster- 
maifeld und dessen Filialkirchen Girschnach (1633), Kalt (1680), 
Lasserg, Küttig, Metternich, Keldung (Kelling). — fol. 
— Bürgermeisteramt: 

Der grösste Teil des Gemeindearchivs, das St. Joseph- 
Hospital betreffend, ist im Kgl. Staatsarchiv zu Koblenz 
•deponiert. 

1. Articul der ivullenweberzunft zue Munster Meinfeit von 1670, darin 
auch Protokolle und Mitgliederverzeichnisse. Ein Privileg des 
Kurfürsten Philips Christoph (1623—1652) ist unvollständig. — 1 Bd. 
fol. sehr beschädigt. 

2. 1762, Okt. 2. Erneuerung der Satzungen der Wollen weberzunft 
durch Kurfürst Johann Philipp (1756—1768) in 40 Absätzen. — 
Perg. 6 BU. grossfol. in Buchform, ein S. an grün-rot-seidner 
Schnur. 

3. Verzeichnis der Meister und Lehrjungen der Wollenweberzunft 
seit Ende 17. Jahrhs. — 1 Bd. fol. 

4. Buch der Schneiderzunft 18. Jahrhs. — 1 Bd. 4°. 

5. 1771, Febr. 9. Erzbischof Clemens Wenzeslaus erneuert die 
Satzungen der Schlosser-, Schmitts-, schreiner-, glasener-, wagener- 
und drählerzunft in stadt und amt Münster, auch Coveren und 
Alken, 18 Absätze. — Perg. 4 Bll. grossfol. wie Nr. 2. 1 S. (ab). 



84 Kreis Mayen. 

6. Stadtratsprotokolle 1750—1824, betitelt: Urban-Protocoll der statt 
Münstermayfeld, so dan angefangen IS. September 1750. 

7. Haupt Register deren fruchten des Adelichen Gotteshaus zu Afariae 
Engelpforten ordinis Praemonstratensis renoviH durch F. Joannem 
Petrum Weinax pro tempore priorem 1709. — 1 Bd. fol. in Lederbd. 
Dasselbe von 1663 (1 ßd. fol. Pap. in Perg.-bd.). 

8. Gtiterverzeichnisse des zum Gotteshaus Engelporten gehörigen 
Hofes Franke!. — 3 Bde. in 4° von 1600, 1655 und 1700. 

9. Notäbilia quaedam, quae contigerunt in Engelport, — 7 einzelne 
Hefte schmalfol., doch fehlt das zweite davon, beginnend mit 1775. 

10. Betrübte zeit, welche closter Engelport gleich nach dem herbst im 
jähr 1794 empfunden hat. — 8 Bll. 4°. Pap. gleichz. Hs. 

11. Buch der Schuhmacherzunft von 1738. — 1 Bd. 4°. 

12. Lagerbuch über die dem Armen-Institut des cantons Münster- 
maynfeld gehörige grundstükker. — 1 Bd. fol. mit Plänen. 

13. Handbuch für die Bewohner des Rhein- und Mosel-Departements 
für das Jahr 1810. — Coblenz in der Prefektur-Buchdruckerei (un- 
vollständig, nur bis S. 270). 

14. Aus der Pfarrei Münstermaifeld: 
Getaufte 1633-1678, 1674—1774. 
Getraute 1633-1678, 1674-1739, 1740-1774. 
Gestorbene 1680—1743, 1744—1774. 

Bei den Taufen sind von vorn herein folgende Abteilungen unter* 
schieden: ex ipso oppido Monasterio et Sevenich — 1678, ex Mette- 
rich et molendinis — 1675, ex pago Girschnach — 1678, ex pago- 
Kuttig — 1677, ex pago Kaut — 1678, ex pago Lasserich — 1677 r 
ex pago Kellink — 1677, ex filiali Wiersheim — 1677, ex arce Eltz 
et villis 1634 — 1673, ex filiali Nunheim 1633—41, externi et vagL 

15. Aus der Pfarrei Gondorf: 
Getaufte 1713—1798. 
Getraute 1700—1793. 
Gestorbene 1700—1791. 

Bei den Taufen getrennt Gondorf, Niederfell, Dreckenach. 

16. Aus der Pfarrei Lö f: 
Getaufte 1716-1798. 
Getraute 1716-1780, 1781-1798. 
Gestorbene 1716—1798. 

17. Aus der Pfarrei Niederlehmen: 
Getaufte 1735-1798. 

Gefirmte 1772—1794. 

18. Aus der Pfarrei P i 1 1 i c h : 
Getaufte 1657-1766. 
Getraute 1660—1768. 
Gestorbene 1660-1768. 

Darin auch: a) Nach den Getauften: selbiges (des Pastors An- 
tonius Arweiler 1662) bekäntnus über getcohnliche sindtgerechtig- 
keit. b) Nach den Gestorbenen: Specificatio des aidenlands. 



Kreis Mayen. 85 

Machtsheim. Kath. Pfarramt: 

Trotz des hohen Alters der Pfarrei nur wenige 
-Ältere Archivalien. 

1. Modernes Lagerbuch mit Pfarrchronik (1 Bd. fol). Die Darstellung 
der älteren Pfarrgeschichte fusst auf dem gedruckten Material. 
Beim Abbruch der alten Kirche aufgefundene Reliquienbehälter 
zeigten die Umschrift Brumvardus Suerinensis episcopus (t 1*237). 
Philipp v. Virneburg und seine Gemahlin Walburgis von Solms 
stiften 1488, Juni 15 (uff sondag sant Vitzdag) eine Wochenmcs6e. 

2. Verzeichnis der Kapitalien, die der Kapelle Milnck zustehen und 
deren Ausleihung betreffende Aufzeichnungen 1740 ff. — 1 Bd. 4° 
Pap. in Leder geb. 

S. Schültregister dero pfarkirchen in Nachtsheim, angelegt 1665 
(1 Bd. schmnlfol. in Perg.-Hs. gebunden) enthält: 

a) Notizen über Kirchrechnungen, Knpitalausleihungen, Stiftungen. 

b) Gestorbene 1660-1696. 

c) Verzeichnung der Kirchenfelder durch die Sendschöffen 1696. 

d) Gefirmte 1683 und 1737. 

e) Mitglieder der Sakramentsbruderschaft 1739 ff., nach den Wohn- 
orten (Nachtsheim, Münck, Nitz u. s. w.) verzeichnet. 

f) Notandum: wan ein praepositus Nachtsheime nsis nicht gut- 
tcillig dem plebano oder sacellano zu Wanrast die capell zu 
Treis laest bedienen, kan er sie personaliter per se aut secum 
habentem sacellanum bedienen oder bedienen lassen, Auszug 
aus einem 1607, Dez. 28, abgeschlossenen Vertrage. 

g) Ordenung, wie die sentscheffen alle iahr die seinthaber aus- 
heben sollen undt in Ihro Curfl. gnaden praepositur unverzüg- 
lich einlibem, darmit, wan ein sentcommissarius ankombt, vor 
sich and sein pfert zu leben habe, wie alles von alters her- 
brenglich und gebrauchlich. Beruht auf einer Vereinbarung von 
1400. Genannt sind unter den Zehnthafcrpflichtigen die Dörfer 
Anschaute, Mümpach, 'Dickscheit, Münich, Nitz. 

4. Buch der St. Sebastianusbruderschaft, enthaltend die Mitglieder- 
listen in Abschrift nach teilweise erhaltenen Vorlagen, gesondert 
nach Ortschaften. Ferner Verzeichnis der Bruderschaftskapitalien 
und Notizen über deren Ausleihung 1650 ff. — 1 Bd. schmalfol. 
Pap. ohne Einband. 

5. Getaufte 1660—1698. 
Getraute 1660—1697. 

Am Schluss des Bandes (schmalfol. beschädigt) Aufzeichnung über 
einige Messstiftungen, zwischen den Getauften von 1682 ein 
deutsches erzählendes Gedicht von Vater und Sohn, die zum Heil. 
Apostel Jacobus in Kampostella pilgern. 

fiamedy, Schloss. Im Besitze des Freiherrn v. Solemacher- Antweiler : 
DasArchiv, über welches kein Repertorium vor- 
liegt, bewahrt noch die alte Ordnung. Die Schriftstücke 



86 Kreis Maven. 

* 

sind vielfach noch zu Packeten mit Inhaltsangaben 
18. J ahr hs. vereinig- 1. Die Archivalien beziehen sich auf 
die Rittergüter Namedy, Antweiler, Endenich, Elfgen 
bei Grevenbroich und Vohwinkel. Ausserhalb der 
Rheinprovinz kommen inBetrachtPachtenheim (Rhein- 
pfalz), vormals r e ichsritt er s c h aft l i c h, durch dieFamilie 
v. Walbronn an die Besitzer gelangt, Insel 'Nordstrand 
in Schleswig sowie Besitzungen der schwäbischen 
reichsritterschaftlichen Familie v. Hopfer und der 
Belgischen Familie de Roisin. 

1. Statuta Coloniensia (1 Bd. fol. ohne Einband, Handschrift und 
Druck vereinigt). Inhalt: 

a) Index Colnischer Statuten. — 5 Bll. Hs. 

b) Dit is der Stadt Colne Recht und Burgerfreyheit. — 2 Bll. 
Druck 16. Jahrhs. in 32 unnura melierten Absätzen. 

c) Vereinbarung zwischen Rat uud Gemeinde wegen der städti- 
schen Finanzen, insbesondere der Accise. — 2 Bll. fol. Druck 
um 1500. 

d) Verbuntbreiff von 1396. 

e) Hier erst beginnt der handschriftliche Text, den der Index 
anzeigt: Statuta Coloniensia. Hie beginnet sich ein gesetz und 
ordinantien, gesatz und gemacht van den kern .... bis Bl. 146 b . 
Concordata von 1506. Verträge zwischen der Stadt Köln und 
Brabant von 1251, 1469 und 1501. 

f) Reformation der weltlicher gericht eines ersamen rahts der 
heiligen statt Colin. — 23 Bll. Hs. 16. Jahrhs. 

g) Henrici Haich testamentum pro dotandis filiabus Coloniensibus 

anno 1452. — Druck um 1500, 4 Bll. fol. 
h) Aktenstücke über das städtische Gerichtswesen 1590 ff. 
2) 1448 bis 1651. Verzeichnis von zehn Urkunden auszügen — die beiden 
jüngsten von 1615, 1651 sind von jüngerer Hand nachgetragen—, 
welche die Rechte der Familie Hussman von Namdey auf die vom 
Erzstift Köln lehnrührige Vogtei in Miesenheim erweisen. — 2 B1L 
fol. Pap. Hs. vom Anfang 17. Jahrhs. Vgl. Nr. 14 

3. 1491, Mai 18 (up den gudestach na deme sondage Exaudi). Dide- 
rieh van Rynssheym und Johan van Aer, erffart zo Antwijlre r 
vergleichen sich wegen des Heiratsgutes, welches Johanns Sohn 
Lamprecht, der gestorben ist, mit Dietrichs Schwester erhalten 
sollte. Dat huiss zo Antwijlre sollen nach Johans Tode die Kinder 
Lamprechts erhalten. — Perg. Or. 8 S. (ab). 

4. 1499, August 1 (uff sand Peter vinckels tag, nemlich den ersten 
tag Augusti). Erzbischof Hermann von Köln und Wilhelm, Herzog 
von Jülich, vermitteln zwischen Roilman van Geisbusch (zweitem 
Gatten der Anna von Ringsbeim) und Johann van Aer und BoUman 
Dadenburch als Vormündern der unmündigen Kinder des Lamp- 
recht von Aer eine vermögensrechtliche Auseinandersetzung. — 
Perg. Or. 2 S. (ab). 



Kreis Mayen. 87 

5. 1507, September 13 (montag neckst nach unser lieben frauen tag, 
als sie geboren ward). Gerlach Haussman von Namedey stiftet 
in der Pfarrkirche zu Andernach auf des heiligen sacraments 
altar in meiner capellen, so ich hierbevorn von neuem auffundirt 
und machen hob lassen, drei Wochenmessen für die Tage (Montag, 
Mittwoch, [Freitag), an denen noch keine stattfinden. — Abschr. 
6 Bil. fol. Pap. 

6. 1584, März 16 (1583 more Trevirensi). Erz bischof Johann von Trier 
als Administrator zu Prüm an unsern lieben getreuen Dietherichen 
von Bentzenradt : Da letzterer Güter von der Abtei Prüm zu Lehen 
hat, ohne sie bisher empfangen zu haben, wird er zum 2. Juni 
nach Witt lieh oder Prüm, da wir aüsdann mit unserm hoffleger 
sein werden, geladen, um die Lehen zu empfangen und, was sich 
gebührt, zu leisten. — Pap. Or. 1 Bl. Verschlusssiegel. 

7. 1589, Juni 30 (am testen tage des monatz Junij). Die Äbtissin des 
freien adligen weltlichen Stitts Diethkirchen belehnt den edlen 
und ehrenfesten herrn Godthardten von Ahr und Michael von 
Enatten zu Obsenich, seinen Schwager, mit der Erbvogtei zu Ant- 
weiler und dem Zehnten zu Heuthausen, so wie die von Aar sie 
lange Zeit besessen haben. — Perg. Or. 1 S. (ab). 1608, Juli 11 
(Perg. Or. 1 S.) folgt die Belehnung des Michaelen Eynothen zu 
Obsenig und seines Sohnes Dietherich durch Äbtissin Beatrix. 

8. 1617, November 17. Erzbischof Ferdinand von Köln, welchem Äb- 
tissin und Kapitel zu Dietkirchen alle Rechte und Gerechtigkeiten 
an Antweiler titulo oneroso abgetreten hat, belehnt den Diethe- 
richen von Einnothen zu Obsenich mit der Erbvogtei zu Antweiler 
und dem Zehnten zu Heuthausen und empfängt von ihm huldung 
und aidt — Perg. Or. 1 S. 

9. Breitscheit (Kur-Köln, Oberes Erzstift, Amt Nürburg, Schultheissen- 
amt Adenau) 1638 : Interrogatoria oder fragstück und vermanung, 
wie dieselbe iahrUchs mitwochs nach geschworen montag auf dem 
hoff Breidscheidtt gehalten werden solle, aus einem alten register 
vom jähr 1605 auffs neue abgeschrieben, also geschehen Adenau 
den 13. Januarii 1638. 1. Interrogatoria. 2. Vermanungen und 
darauff gehörige antworten (9 Absätze). — Enthalten im Hofge- 
dingsprotokollbuch von Breydtscheidt (1 Bd. 4° begonnen 1605). 

10. 1663, Mai 30. Auf Wunsch des Freiherrn Ferdinand Maximilian 
von Weix legt ein Notar das Weistum vom 7. Januar 1596, welches 
das Asylrecht des Hofes zu Endenich ausspricht, nachdem 
es die 16 Geschworeneu auf sein Befragen als richtig erkannt 
haben, in einem öffentlichen Instrument nieder. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

11. 1664, Juni 28. Erzbischof Maximilian Heinrich belehnt den lieben 
getreuen Wilhelmen von Olmuss zu rechtem Mannlehen mit dem 
Hof zu Elffcken samt Zubehör. — Perg. Or. 1 S. 

12. 1669, Januar 2. Da Kurfürst Maximilian Heinrich durch beson- 
ders verordnete commissarien alle in diesem ertzstift vorhandene 



88 Kreta Maren. 

und sich für adelich ausgehende sitzer oder häuser feststellen und 
über eines jeden Qualität glaubhaften schein und beiceisthumb ein- 
ziehen zu lassen beabsichtigt, so bezeugen, — um bezüglich des 
adeligen Sitzes Vorwinckel allem weiteren vorzubeugen — Bürger- 
meister, Schöffen und Rat zu Linn, dass 1) V. immer als adliger 
Sitz gegolten habe und von den Ritterbürtigen von Eill erbaut 
sei, 2) dass das Haus mit Gräben umgeben sei, 3) dass die Besitzer 
die Jagd und andere Rechte ausüben, 4) dass die Inhaber immer 
zu den Landtagen eingeladen worden seien, 5) dass es in alten Ur- 
kunden als adliges Gut bezeichnet wird, und 6) dass V. nur als 
Adelssitz in Anschlag gebracht worden sei, wie sich aus dem ge- 
meinen descriptionsbuch ergiebt. — Pap. Or. 2 BU. fol. 1 S. auf- 
gedrückt. Eine Karte der zum Vowinckeler hof gehörigen in 
der Krobhuiser honschaft ambts Linn gelegenen Büsche von 1725, 
aufgenommen vom Kur-Kölnischen approb. Landmesser Adam Blum, 
liegt bei. 

13. 1687, August 12. Der Kölner Dompropst Frantz Bernardt von 
Nassau belehnt den lieben getreuen Joost Wirichen von Cloutt 
mit dem Vowinckeler hof im Kirchspiel Weylich und ampt Lynn 
Cölnischen Ertzstifts und territorii. — Perg. Or, 1 S. Erneuerung 
der Belehnung durch Dompropst Christian August 1696, Juli 11. 
(Perg. Or. 1 S.) 

14. Speeificatio, was wir Johann Ludwig und Adolph Hausmann von 
Namedy von dem Ertzstifft Cöln zu lehen tragen, u. a. die Vogtei 
zu Miesenheim, welche jährlich 3 Mltr. Korns und 8 Mltr. Hafer 
mit gestriechenem summer erträgt. — 2 Bll. fol. Hs. 18. Jahrhs. 
Vgl.' Nr. 2. 

15. 1702, Dez. 7. Die Äbtissin von Essen Bernardina Sophia belehnt 
Johan Arnolden von Solemacher, Kurfürstlich Kölnischen Ge- 
heimen und Hofrat, mit dem lehngut des hauses und burgh Na- 
medy sambt deren sämbtlichen gerechtigkeiten und zubehoer zu 
rechtem Erbmannlehen. — Perg. Or. 1 S. Ebensolche Belehnungen 
von 1728, 1735, 1763, 1776. 

16. 1706, April 20. Notarielles Zeugen verhör, wodurch die Jagd- und 
Fischereigerechtsame des Inhabers des adlichen sitzes Namedy er- 
wiesen werden. Im ganzen Amt Andernach und Breisiger Land 
haben sie grobe und kleine jagd und ebenso die Fischerei. — 
6 Bll. fol. 1 S. aufgedrückt. 

17. Hebregister der beeth zu Misenheim vom jähr 1712 — 1715. Am 
Kopfe die Worte : wobei zu notiren, dass an statt schuldiger hoher- 
beet, deren zu Misenheim keine wachset, buchweitz — oder, wU 
dieser orths heydnisch genent — porrigirt werden. — 1 Heft 4°. 

18. 1716, Sept. 11. Abt Michael Rütgers zu Deutz belehnt bei heut 
angestelltem manntag den Joseph Clemens v. Läpp mit der Erb- 
vogtei zu Antweiler so, wie sie bisher dem Freiherrn von Ahr 
zustand. — Perg. Or. 1 S. (ab). Johann Melchior von Solemacher 
wird damit belehnt 1769, April 28. (Perg. Or. 1 S.) 



Kreis Mayen. 89 

19. Volumen novissimarum relationum et causarum Trevirensium, dem 
Nachlasse des Kur-Trierischen Kanzlers von Solemacher (f 1734) ent- 
stammend. Darin u. a. Relatio in sacken des Schöffengerichts zu 
Coblentz gegen den Herrn general von Horst in puncto jurisdictionis 
criminalis (Nr. 4) oder Pacta famüiae des freiherrlichen Hauses 
von der Legen (Nr. 39). — 1 starker Foliant in Perg. gebunden. 

20. Verzeichnus meiner habender bücher oder Bibliothec des 1734 ver- 
storbenen Kur-TrieriHchen Kanzlers von Solemacher (1 Bd. fol.). 
Die Bücher selbst sind zerstreut. U. a. ist verzeichnet: An die 
romische Kays. Magst, gegenbericht in Sachen eines hochivurdigen 
thumbcapitels zu Collen gegen des Ertzstiffts Grafen und ritter- 
stand. 

Naunheim. Kath. Pfarramt: 

1. Modernes Lngerbuch (1 Bd. fol), darin S. 34—44 Beschreibung 
einiger auf dem Speicher der Filialkirche Gappenach gefundener 
ReliquienbchHker, von denen einer die Inschrift trägt: van sant 
geHgon und van den moren. 

Nickenich. Kath. Pfarramt: 

1. Liber parochialis de Nickenich und Wassenach, quem ex variis 
documentis collegit et conscripsit Mathias Haud Trevir plebanus 
in Nickenich 1110 (1 Bd. fol. 1030 SS. Pap. in Pergbd. mit 2 
Schlössern). Der Inhalt besteht aus 6 Teilen (Pfarrkirche; Bruder- 
schaften St. Arnulphi und St. Sebastiani; Pastorat, Küster und 
Send; Kapelle St. Luciae und St. Michaelis; Vita und Miracula St. 
Arnulphi; Kapelle zu Wassenach), die in Kapitel und Paragraphen 
zerfallen. Viele Urkunden (1334 ff.) sind im vollen Wortlaut wie- 
dergegeben, u. a. 

a) 1334, Sept. 7 (in vigilia nativitatis beatae Mariae virginis). Erz- 
bischof Balduin inkorporiert die Kirche N. dem Karthäuser- 
kloster St. Alban bei Trier. — S. 336 bis 343. 

b) 1439. Elisabeth, Gemahlin Engelberts von Nickenich, stiftet in 
ihrem Testamente zwei Wochenmessen am St. Arnulphaltar. — 
S. 69 bis 77. 

c) Münzgleichungen. — S. 202/203. 

2. 23 Pergament-Urkunden 15. bis 18. Jahrhs., sämtlich im liber pa- 
rochialis enthalten, meist Stiftungen und Einkünfte betreffend. 

3. Statuta capituli in Ochtendungh, a reverendissimo domino Joanne 
Imdovico ab Hagen confirmata anno 1541. — 1 Heft 4°. Pap. 11 
Bll. in Urk. von 1565 als Umschlag. 

4. Auszüge aus Kur-Trierischen Verordnungen, u. a. über den Juden- 
eid. - 6 Bll. fol. Hs. 18 Jahrhs. 

5. Buch der Bruderschaft St. Sebastiani von 1771. — 4°. 

6. Buch der Bruderschaft St. Arnulphi 17. Jahrhs., ein andres von 
1778. — 2 Bde. 4°. 



90 Kreis Mayen. 

7. Register oder kirchenbuch der capeUen und kirchen zu Wassenach, 
erneuert 1656. — 1 Bd. fol. in Perg.-Hs. gebunden, andre in 4° von 
1649, 1692 und 1740. 

8. Kirchenrechnungen von Wassenach 1689 bis 1749. — 1 Bd. 
schmalfol. 

9. Buch der Bruderschaft St. Remigii in Wassenachlvon 1692. — 1 Bd. 
schmalfol. 

Niederlützingen. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei ältere Archivalien vorhanden. 

Niedermendig. Kath. Pfarramt: 

Unter ziemlich rei chlichemMaterial jüngeren Ur- 
sprungs (meist 18. J a h r h s.)^e ine grössereAnzahl Urkun- 
den, Vermögenstitel der Kirche, Verpachtungen von 
Kirchenland, Rentverschreibungen u. s. w. 

1. 1488, Juli 20 (sontag vur sant Marien- Mag dalenen tag). Der 
Pfarrer Richart Graman von Nikendich, regirer und kirchherre 
der parkirchen zu Niedermendig, verpachtet gewisse zum Widen- 
hofe gehörige Grundstücke an 4 Leute, zwei zu Nieder- und zwei 
zu Obermendig wohnhaft. — Perg. Or. 2 S. 

2. 1516, Jan. 6 (altera die, epiphania domini 1515 more Trevirensi). 
Die Bruderschaft am sente Annen altar leiht dem Johan Boer und 
seiner Ehefrau 25 Gulden (1 Gld. = 24 Alb.), jährlicher Zins 5 Mark 
6 Weisspfennig. — Perg. Or. 1. S. Andere Urkunde vom selben 
Tage gestattet die Ablösung jedes Jahr vor St. Martinstag. 

3. 1639, März 21. Wien. Kaiser Ferdinand III. bestätigt dem des 
reichs lieben getreuen Johann Hensel die Güter zu Gerolzheim, die 
vom Reich zu Lehen rühren. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

4. 1720, April 18. Stiftung einer ewigen Frühmesse und zweier 
wöchentlicher Messen. — Perg. 7 Bll. fol. 1 S. 

5. Der dreier gemeinden weistumb in 21 Fragen und Antworten, 
Titel : Weistumb des ding wastumbs. — 4 Bll. fol. 

6. Dis ist das register der hoiffreiden, garten, lands und wesen 
Kinkeshoiffs genant zu Nedermendich und der selben plegen da- 
rumb gelegen, gehören zu sant Michels altare in deme kernter 
zu Meyen .... von 1508. — 12 Bll. Pap. 4°. 

7. Anno 1563, deit ist die rent sant Anna jairs inf allen, — 1 Heft 4°. 
Perg. 4 Bll. 

8. Kirchenregister von 1684, aufgenommen durch einen Kaiserlichen 
Notar. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. 

— Bürgermeisteramt St. Johann: 

Das Gemeindearchiv wurde 1886 imKgl. Staatsar- 
chiv Koblenz deponiert, und zwar Akten aus der Gemeinde 
Volkesfeld 1692ff., Niedermendig 1615 ff., Ettringen 1713ff., Bie- 
den 1700ff. Noch vorhanden: 



_J 



Kreis Mayen. 91 

1. Extract schöffenweisthum Rieden aus dem Saalbuch, die Grenzen 
der Landschaft behandelnd. — 2 Bll. fol. Hand 18. Jahrhs. Schluss: 
Diese abschrift ist durch den Balthaser Beuter senior aus der 
Bürresheimischen argief abgeschrieben worden. 

2. Verzeichnung was des weltlich gericht in der herrschaft Bürshsim 
vor unerdenklichen jähren ihre jura seind, 28 Absätze. — 2 Exem- 
plare je 2 Bll. fol. a) Anfang 17. Jahrhs., b) 18. Jahrb. 

3) 1792, Januar 7. Vergleich zwischen dem Kölner Domkapitel und 
der Gemeinde Waldesch über das Beholzigungsrecht der letzteren 
in den Wäldern Peterswald und Rammersbach. — Pap. Or. 3 B1L 
fol. VII. 3»> Nr. 33. 

4) Aus der Pfarrei Ett ringen: 
Getaufte 1701-1737, 1737-1798. 
Getraute 1720-1763, 1764-1798. 
Gestorbene 1719—1798. 

5. Aus der Pfarrei Kirchesch: 
Getaufte 1725-1790, 1790-98. 
Getraute 1725—1798. 
Gestorbene 1726-1790, 1790—1798. 

6. Aus der Pfarrei Nieder m endig: 
Getaufte 1670-1764, 1764—1798. 
Getraute 1701—1764, 1764-1798. 
Gestorbene 1672—1764, 1764-1798. 

7. Aus der Pfarrei Oberm endig: 
Getaufte 1656-1720, 1719-1769, 1769-1798. 
Getraute 1692—1789, 1792—1798. 
Gestorbene 1675—1690, 1700-1767, 1767-1798. 
Getirmte 1698 ff. 

8. Aus der Pfarrei Rieden: 
Getaufte 1702—1798. 
Getraute 1716—1798. 
Gestorbene 1727—1798. 
Gefirmte 1752 ff. 

9. Aus der Pfarrei St. Johann: 

Getaufte 1691—1768, 1769—1780, 1780—81, 1782—98. 
Getraute 1732—1781, 1782-1798. 
Gestorbene 1758—1781, 1782—1798. 
Gefirmte 1698 ff. I 

10. Aus der Pfarrei Thür: 
Getaufte 1673-1722, 1724-1798. 
Getraute 1667-1722, 1724—1794. 
Gestorbene 1673—1723, 1724—1798. 

11. Aus der Kapellengemeinde Volkesfeld: 
Getaufte 1740-1798. 

Getraute 1786—1798. 
Gestorbene 1740—1798. 
Gefirmte 1773, 1775, 1790. 






92 Kreis Mayen. 

Obermendig. Kath. Pfarramt: 

1. 1791, Sept. 20. Rom. Pius VI. gestattet die Abhaltung- einer mit 
Indulgenz verbundenen Wochen messe in der Kirche St. Genovefae 
in Obermendig. — Perg. Or. 

2. Modernes Lagerbuch mit Verzeichnis der Stiftungen, Pfarrein- 
künfte u. s. w. — 1 Bd. fol. 

Ochtendung. Kath. Pfarramt: 

1. Moderne Materialsammlung zur Geschichte von Ochtendung, u. a. 
Verzeichnis der ins vormalige Landkapitel O. gehörigen Pfarreien. 

2. 1343, Januar 27 {die xxvij mensis Januar ii). Erzbischof Balduin 
giebt seine Mühle in Ochtendung der Deutschordenskommende 
Koblenz in Erbpacht. — Abschr. 17. Jahrhs. 4 Bll. fol. 

3. 1550. Verfügung des Offizials, dass die Gemeinde Ochtendung das 
für die Deutschordensbannmühle daselbst nötige Holz herzugeben 
schuldig ist. — 2 Bll. Pap. fol. 

4. Auszüge aus den Visitationsprotokollen, betreffend den Altar s. 
Crucis 1522 ff. — 5 Bll. fol. 

5. Auszüge aus den Visitationsprotokollen, die Pfarrei betreffend, von 
1680 (l Bl. 4°) und 1785 (2 Bll. fol.). 

6. Buch der Bruderschaft St. Sebastiani, begonnen 1642, enthält Ver- 
zeichnis der Mitglieder und Einkünfte. — 1 Bd. 4°. 

7. Sp&ificatio der pfarren Ochtendung 18. Jahrhs., enthält meist An- 
gaben über die Einkünfte, aber auch Zahl der Kommunikanten, 
nämlich 500, die der Minderjährigen ist 201. — 2 Bll. fol. 

8. Inventar über den Bestand des Archivs des Landkapitels von 1736. 

— 4 Bll. fol. 

9. Obligationen über Kirchenkapitalien 18. Jahrhs. 
10. Gefirmte 1772 ff. 

Pillig. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei ältere Archivalien. 

Plaidt. Kath. Pfarramt: 

1. Register der Kirchenrenten von 1593. — 1 Bd. 4° Pap. in Perg.-Hs. 
12. Jahrhs. als Umschlag. 

2. Verschiedene jüngere Rentbücher, auch über die Almosen und die 
Frühmesse in Plaidt. — 4° und fol. 

3. Buch der Bruderschaft St. Wiliibrordi (Kirchenpatron) von 1678. 

— 1 Bd. 4° in Leder gebunden. 

4. Bruderregister d. i. Rent Verzeichnis der Bruderschaft, angelegt 
Ende 17. Jahrhs. — 1 Bd. 4°. o. Einband. 

5. Rechnungen der Bruderschaft St. Wiliibrordi und der Kirche 1-744 
bis 1754 und 1770 bis 1788. — 2 Bde. fol. 

6. Erbischöfliche und Kurfürstlich-Trierische Verordnungen, soweit sie 
die Pfarrer angehen, in Abschriften, begonnen 1784, benutzt bis 
1817. — 1 Bd. 4°. Vgl. S. 95 Rieden, Nr. 10. 



Kreis Mayen. 93 

7. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1670-1728. 
Geiirmte 1698 ff. 

Nach den Getaufteu Notiz über einen Glockenguss 1718, am Schlug» 
Verzeichnis der Stiftungen. 

Polch. Kath. Pfarramt: 

1. Unter der grossen Anzahl Urkunden 14. bis 18. Jahrhs., meist 
Stiftungen, namentlich für die Frühmesse, Rentkäufe, Rentablö- 
sungen u. s. w. betreffend, bemerkenswert : 

a) 1370, Sept. 7 {uff unser frauen abend, da sie wart geboren). 
Gobel von Polch und seine Gemahlin Agnes versprechen den 
Beerbten des Waldes Pochten, dass sie fernerhin nicht mehr in 
diesem Walde roden wollen, erhalten dafür aber alle bisherigen 
Rodungen längs Ulmener gericht als Eigentum und geben da- 
für jährlich zu Lichtmess 3 Pfund Wachs in die Mutterkirche 
zu Polch und ebensoviel in die Kirche St. Georgii. — Abschr* 
um 1600. 2 BU. fol. Pap. 

b) 1386, Januar 25 (die conversionis beati Pauli). Henne Mynner 
und seine Ehefrau Demoed verkaufen der Kirche zu Polch 1 
Mltr. Korn Erbrente zu dem gelüchte. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

c) 1460, Juni 2 {uff den zweiten dach des brachmans). Stiftung 
einer Mittwochsmesse durch Conrad von Honffe. — Perg. Or, 
1 S. Daran Transfix (Perg. Or.): 1462, Januar 7 (1461 Trierer 
Stils septima die mensis Januarii). Erzbischof Johann von 
Trier bestätigt diese Stiftung und bestimmt, dass die Messe 
am Altar St. Crucis singulis feriis quartis zu halten ist. 

d) 1463, Februar 17. Zwei Geschworene des Gerichts Polch er- 
klären, dass die ersame frauwe Metze Peters ihren Besitz, falls- 
ihre Enkel ohne Erben sterben sollten, ihrer snurge Styne 
als Leibzucht vermacht hat, dass aber nach deren Tode das 
Erbe ain sente Stephans kirche zo Polche fallen soll. — Not.- 
Inst. Perg. Or. 

e) 1494, Mai 6. Stiftung einer Dienstagsfrühmesse durch Peter 
Hürtter und seine eheliche Hausfrau. — Perg. Or. Not.-Inst. 

f) 1497, Januar 4. Witwe Fyghen Hirters zu Polch schenkt der 
Kirche ihr Haus daselbst als Frühmesserwohnung. — Perg. Or. 
Not.-Inst. 

2. DU sint die ziensse, die zo Policher pamkirchen gehorich sint, etc. 
van körn anno domini m°cccc°xcv°. — 1 Heft 4°. Perg. 14 BU. 

3. Bentbuech der kirchen zu Polch, erneuert worden anno 1577. — 
1 Heft fol. in Perg.-Hs. geheftet. 

4. Einzelne Kirchenrechnungen 1579, 1581, 1584, 88, 92, 94, 95, 1601 r 
1602, 1606, 1647. — Je 1 Heft. fol. 

5. Buch der Bruderschaft St. Sebastiani 17. Jahrhs. — 1 Bd. 4°. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Prozess der Gemeinde Polch gegen den Grafen Boos von Waldeck 



"94 Kreis Maven. 

wegen der Berechtigung im Walde Hoch pochten (Titel VII. Sect. 3*> 
Nr. 64). Darin u. a.: 

a) Rechnung des buschs und gewälts V fochten des Jahrs 1641. — 
6 Bll. 4°. 

b) 1548, August 11. Ehrenbreitstein. Waldordnung des Erzbischofs 
Johann v. Trier für den Wald Hochpochten. 

c) Extractus Polcher gemein d weist humb, renovatum in anno 1565 
et 1617, vom 18. Januar 1771. 

d) Extractus des St. Mattheiser gerichts protocoll zu Polch vom 
21. Januar 1771. 

e) Weisthumbj so jährlich den hoff er en oder sehe ff en auf meim 
gnädigsten herrn hoff zu Polch zu unterscheidlichen dien gta gen 
geweist wird, renovatum anno 1616. — 10 Absätze. 

2. Akten der Sehnet z'schen Armenstiftung zu Mertloch (Titel VI. 
Sect. 2. Nr. 25). Darin, inseriert in eine Urkunde des Johann 
Niclas Herrn zu Eltz von 1666, April 24, die Stiftung-surkunde 
(Not.-Instr.) von 1584, Aug. 4. 

3. Aus der vormaligen Pfarrei Gappenach: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1679—1798. 
Gefirmte 1720—1794. 

4. Aus der Pfarrei L o n n i g : 
Getaufte 1750—1798. 
Getraute, Gestorbene 1751—1798. 

5. Aus der Pfarrei Mertloch: 

Getaufte 1669-1731, 1731—1750, 1751—1798. 

Getraute, Gestorbene 1731—1750, 1751—1798. 

Gefirmte 1739. 
G. Aus der Pfarrei Naunheim: 

Getaufte 1669—1792, 1792-98. 

Getraute 1694—1790. 

Gestorbene 1693—1791. 

Gefirmte 1778, 81, 82, 91. 

Mitglieder der Bruderscheft des H. Märtyrers Albanus. 
7. Aus der Pfarrei Och|tendung: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1642—1739, 1740—1798. 
■8. Aus der Pfarrei Polch: 

Getaufte 1681—1735, 1736—39, 1740-98. 

Getraute 1678—1711, 1711—1726, 1727-40, 1741—98. 

Gestorbene 1664-1699, 1723—1736, 1740-98. 

Gefirmte 1670, 1683. 

Darin auch Urk. über die Weihe der Kapelle zum H. Kreuz 1679 

und Verzeichnis der Acker der Pfarre Polch. 
9. Aus der Pfarrei Welling: 

Getaufte 1662—1780, 1780-1798. 

Getraute, Gestorbene 1672—1797. 

Gefirmte 1670—1794. 



Kreis Mayen. 95 

Rieden. Kath. Pfarramt: 

1. Lagerbuch der Pfarrei Rieden, angelegt 1691, enthält auch einige 
Urkundenabschriften. — 1 Bd. fol. in Perg. gebunden. 

2. Erneuerung dieses Lagerbuchs von 1734. — 1 Bd. fol. 

3. Rechnungen der Kirche zu Rieden seit Anfang des 18. Jahrhs. — 
1 Bd. fol. ohne Einband. 

4. Kirchenbuch der Capellen zu Volkes feit, angelegt 1739. — 1 Bd. fol. 

5. Register der capellen zwischen Hausten und Mörswiesen, in der 
Kempenicher herrschaft gelegen, zugehörigh, begonnen 1671. — 
1 Bd. schmalfol. 

6. Rechnungen der Kapelle zu Hausten 1743 ff. — 1 Bd. schmalfol. 

7 Buch der loblichen bruderschaft zu ehren des h. apostoli Matthiae, 
aufgerichtet 1668 in der neuen capellen zu Waweren, enthält auch 
Rechnungen über Einkünfte der Kapelle. — 1 Bd. 4°. 

8. Buch der bei der Kapelle in Murschwesen bestehenden Bruder- 
schaft Sanctorum Annae et Simonis et Judae, gestiftet 1672 von 
Jakob v. Eltz und seiner Gemahlin Antonetta de Schmitzburg, do- 
minis temporalibus in Kempenich. — 1 Bd. 4°. 

9. Buch der Bruderschaft sanctissimi sacramenti 18. Jahrhs. — 1 Bd. 4°. 

10. Erzbischöflich- und Kurtrierische Verordnungen in Abschriften 
1784 bis 1794. — 1 Bd. fol. Vgl. S. 92 Piaidt Nr. 6. 

11. Moderne Sammlung von Material zu Pfarr- und Ortsgeschichte. — 
Einzelne Bll. fol. 

Saftig. Kath. Pfarramt: 

1. Buch der St. Sebastianus-Bruderschaft, begonnen 1700; die adligen, 
geistlichen und bürgerlichen Mitglieder sind getrennt eingetragen, 
hinten Abrechnungen. — 1 Bd. 4°. 

2. Akten der Frühmesse 1683 ff. 

3. Stiftungsurkunden seit dem 18. Jahrh. 

4. Mehrere Ablassurkunden, älteste 1672. 

5. Notamina zu einrichtung deren kirchenrechnungen in 17. Absätzen, 
Mitte 18. Jahrhs. — 4 Bll. fol. 

6. 1784, Mai 18. Begräbnisordnung^ von Maria Anna, verwitweter 
Gräfin von und zu der Leyen. — Druck fol. 4 Bll. 

7. Verzeichnis der Kirchenrenten von 1722. — fol. o. Einband. 

— Im Besitze des Herrn Rentner Burret: 

1. Karte des zum Eltz-Rübenach'schen Hole Wernerseck gehörigen 
Grundbesitzes von 1793. — Pap. im Format 85/74 cm. 

St. Johann. Kath. Pfarramt: 

Keine ältere-n Archivalien, die Pfarrei wurde erst im 
Anfang 19. Jahrhs. von Ettjringjen abgezweigt. 

*Schweppenburg. Im Besitze des Freiherrn v. Geyr-Schweppenburg: 
Das ziemlich umfängliche Archiv betrifft die Familie 



96 Kreis Mayen. 

v. Geyr und deren Besitzungen, besonders zu Brühl, Gilsdorf, 
Haus Busch, auch den Nachlass eines Kanonikus v. St. Gereon, 
Nachlass Kur-Kölnischer Beamter 18. Jahrhs. (bes. Rech- 
nungen), Akten der Fam il ie von Groote und de Fays. — Wegen 
Haus Buseh vgl. oben S. 41, doch ist die dortige Angabe in sofern unzu- 
treffend, als vou den in Nr. 39 bis 49 verzeichneten Stücken nur die in Nr. 45 
genannten sich auf Haus Busch beziehen, während die Hauptmasse, unter 
der sich auch kurkölnische Landtagsbriete befinden, nicht mit verzeichnet 
ist. Die Überschrift zwischen 38 und 39 ist daselbst zu tilgen. 

1. 1257, mense Julio. Erzbischof Konrad von Köln überliefet dem 
Henricus de Foresto, miles, seiner Frau und seinem Sohne, für 
einen Jahrzins von 11 Mark 6 Schilling die Zehnten und das 
Schul th eissam t (scoltetatus) der Kirche der HH. Audomarus und 
Bertinus in Vrekene. — Perg. Or. 4 S. (ab). 

2. Register der zu Busch, Wichterich und Dollendorf gehörigen Län- 
dereien und Renten, angeblich von 1402. — 1 Heft 4°. Abschr, 
um 1600. 

3. Rechte des Erzbischofs von Köln zu Bullheym von 1413, Sept. 11 
{montag nach unser l. frauen dag nativitas) in 5 Absätzen. — 
2 Bll. fol. Hs. 18. Jahrhs. 

4. Relatio Nicolai von Langemersch, was er zuvolgh von dem herrn 
abten und closter S. Bertini ordinis St. Benedicti et decani et ca- 
pituli ecclesiae collegiatae St. Audomari nacher Frechen and Gils- 
torf gesand a°. 1547 verrichtet und was vor information wegen des 
zehendens zu Frechen und Gilstorf hat eingenohmen. — Pap- 
Or. 4 Bll. fol. 

5. Streitigkeiten zwischen Haus Busch (Besitzer Dam v. Eiferen) und 
Bolheim {Franz v. Hompusch) wegen der Weidegerechtigkeiten 
um 1570. 

6. 1578, Juni 14 Prüm. Erzbischof Jakob von Trier belehnt Damen 
von Effern y genant Halle, mit Haus zum Busch, Dollendorf und 
dem Hof zu Wichterich. — Perg. Or. 1 S. Erneuerungen der Be- 
lehnung von 1584 und 1601. 

7. Rentbuch der Deutschordenskommende Bissen d. h. Urkundenab- 
schriften, die Erwerbstitel betreffend, meist 16. Jahrhs. (die älteste 
Urkunde ist von 1327). — 1 Bd. fol. 301 Bll. 

8. Verzeichnis der Güter, die zum Haus Dreven gehören, 16. Jahrhs. 
— 1 Bd. fol. in Holz und Leder gebunden (beschädigt). 

9. 1595, August 31. Hermann Wolff gnant Meternich als Amtmann 
von Lechenich fordert die Schöffen zu Wichterich auf, zu be- 
richten, ob es wahr sei, dass Schall zu Mülheim und Hau zum 
Busch ihre Kinder durch ausswendige und verbodene religions- 
predicanten hätten taufen lassen und ob einige conventicula g& 
halden worden seien. — 2 Bll. fol. Pap. gleichz. Abschrift. 

10. Akten zu den Verhandlungen der Kur-Kölnischen Stände wegen 
des Besteuerungsmodus 1598 (4 Bll. fol., unten etwas beschädigt» 
gleichzeitige Abschrift) und zwar: 



Kreis Mayen. 97 

a) 1598, August 1. Blankenheim. Am 25. Juli hatten die Städte 
des oberen Erzstifts zu Linz einen „Ausschusstag" gehalten 
und von da aus dem Grafen Hermann zu Manderscheid-Blan- 
kenheim, als dem Ältesten des Grafen Standes, eine Abschrift 
des novi edicts der vermeinter und aufgedrungener neuer ma- 
tricul und cölleetation nebst scharfer Verwahrung dagegen über- 
mittelt. Der Graf widerrät darauf den Städten eine Verfolgung 
der Sache an Kaiser und Kammergericht, verspricht aber zu- 
gleich den Beistand des Grafenstandes, da jenes Edikt nicht 
verfassungsgemäss zu stände gekommen sei, und verlangt, dass 
die Städte nichts ohne vorheriges Einverständnis mit dem Grafen- 
stande thun. 

b) 1598, August 9. Deputationstag der Städte in Bonn. Nachdem 
in Verfolg des Linzer „Ausschusstagsabschiedes" am 4. August 
die dort verfasste Supposition der Fürstlichen Durchlaucht in 
Bonn vorgelegt und ein widderwertiger bescheid darauf erteilt 
worden ist, haben sich die Städte ans Domkapitel gewandt, zu- 
gleich ihre Eingabe mit dem Bonnischen stattbotten, gerade so 
wie die Städte des Niederstifts, nach Westfalen an den Kur- 
fürsten gesandt. Unter der Hand erfährt man, dass der modus 
collectandi abgeändert werden würde, denn schon habe das 
Domkapitel angeordnet, die weitere Durchführung solle im Amt 
Hülchrath unterbleiben. Auf Vorschlag von Andernach wird 
eine erneuerte Eingabe an den Kurfürsten beschlossen, in der 
zugleich gedroht wird, die Städte würden sich nicht beruhigen. 
Zugleich wird ein von den Städten des Ober- und Niederstifts 
gemeinsam zu beschickender beikumpsttag zu Deutz anbe- 
raumt, um vor einem Notar feierlich Protest zu erheben und 
damit den Prozessweg zu beschreiten. 

11. 1605. Okt. 25. Stadt Andernach ladet die Stadt Neuss (?) für den 
4. November abends zu einer universalis conventio der Städte 
des Ober- und Niedererzstifts ein, um vornehmlich über die Rech- 
nungen des verordneten gener aleinnehmers des Ertzstiffts Colin 
stenden, Henrich von Entzen, zu beraten. — 2 Bll. fol. Pap. Abschr. 

12. 1605. Nov. 2. Die Stadt Bonn übermittelt den ehmvesten acht- 
baren und wolfumemen bur germeistern, scheffen und rath dero 
statt Bruett, unseren gunstigen hern und nachbarlichen gueten 
freunden, das Schreiben der Stadt Andernach an Neuss (Nr. 11) 
in Abschrift und fordert sie auf, ihrerseits den Tag durch Abge- 
ordnete zu beschicken. — 2 Bll. Pap. Or. Verschlusssiegel. 

13. Rechnung über Ausgabe und Einnahme des Hauses Busch 1628. 
— 1 Heft fol. 

14. 1669, März 9. Die Schöffen des Gerichts Wichterich bestätigen 
dem Herrn Johann Adam Heinrich von Efferen, genannt Hall zum 
Busch, Kur-Kölnischem Amtmann zu Zülpich, auf sein Verlangen, 
dass die Güter, wie sie in jüngster aufgenommener gemeiner de- 



98 Kreis Mayen. 

scription des kir speis Wichterich angegeben sind, von jeher und 
wenigstens seit 1599, zum Haus Busch gehört haben. — 2 BU. fol. Pap. 
15. Gedruckte Kur-Kölnische Erlasse 18. Jahrhs. 

Thür. Kath. Pfarramt: 

1. 19 Pergamenturkunden 1398—1714, Erwerbstitel der Kirche, da- 
runter bemerkenswert: 

a) 1398, Januar 26 (1397 Trierer Stils in crastino conversionis s. 
Pauli apostoli). Eheleute Poppernelgin zu Thür nehmen 
von Peter Posser, Prior zu Mayen, und vom Schöffen Johan 
Dyetzman zu Mayen deren hobest at, gelegen zu 2'hur, gegen 
4 Mark Jahrzins in Erbpacht. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

b) 1430, Juni 30 (feria sexta intra octavam beatorum Petri et Pauli 
apostolorum). Heymburger, gesworen und nakeburen stiften 
4 Gulden (1 Gld. = 21 Weisspfennige) Rente, damit ein Altar 
consecrert werde zu Ehren Gottes und Marien siner gebenediter 
moder, an welchem wöchentlich oder aller 14 Tage eine Messe 
gelesen werden soll. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

c) 1483, Januar 25 (1482 Trierer Stils in die conversionis s. Pauli). 
Eheleute Hylger van Heynbach und Grete übertragen den 
Sendschöffen zu Thür ihren Besitz, wofür nach ihrem Tode 
eine Wochenmesse gestiftet werden soll. — Perg. Or. 1 S. 

d) 1483 (?), Mai 3 (die tercia Mail). Der Pfarrer (kirchhere) zu 
Niedermendig bescheinigt, dass die Gemeinde Thür ein oder 
zwei Wochenmessen in ihrer Kirche gestiftet hat und dass 
die Gemeinde sich zum Baue eines neuen Altars verpflichtet, 
an dem diese Messen gelesen werden sollen. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

e) 1489, Dez. 9 (die nona mensis Decembris). Notarielles Trans- 
sumpt folgenden Notariatsinstruments: 1486, März 30 (die pm- 
ultima mensis Marcii). Synum Nitzer und seine Ehefrau 
Elizabeth vermachen dem neuerdings geweihten Altar SS. Ka- 
tharina-Barbara-Sebastianus zahlreiche Grundstücke. — Perg. 
Or. Not.-Zeichen. 

f) 1494, Okt. 1 (in die Eemigii confessoris). Peter Nytzger und 
seine Ehefrau Else verkaufen den eitermeistern ader vurmon- 
der des nuwen altaers 1 Mltr. guden harten korns irffelijcher 
gülden und renthen molengar Meier massen. — Perg. Or. 1 S. 

(ab). 

g) 1497, Aug. 23. (uff sente Bartholomeis aventz des heilligen 
apostelen). Jacob Suyrborn und seine Schwester Grethe stiften 
4 Messen, die je des Dienstags in der Frohnfasten gelesen 
werden sollen, und verzeichnen genau die dafür bestimmten 
Renten. Der Schultheiss und 2 hoeffer hängen das ghemeind 
hoeffs inghesiegel an. — Perg. Or. 1 S. 

h) 1531, Juni 24 (uff sente Johans dach baptiste). Testamentarische 



Kreis Mayen. 99 

Stiftung von 4 Messen, die je Freitags in der Fronfasten zu 
lesen sind. — Perg. Or. 1 S. (ab), 
i) 1561, Juni 5 (uffunsers kern leichamstagh). Jacob Hannes und 
seine Hausfrau Plonig verkaufen den ersamen Engel Suirbom 
und Peter Clauss eUermeistem zu Thuir zu Behuf des St. Se- 
bastianusaltars eine Rente von 5 Summern guten Korns Mayener 
Mass für 12V 2 Gulden. — Perg. Or. 1 S. 

2. 1513, ? (ipsa die Symeonis episcopi et marthyris 1512 Trierer 
£tils, also kann der 1. Juni wohl nicht gemeint sein). Erneuerung 
des Pfarreinkunftsregisters. — 1 Pergamentstreifen. 

3. Viele Kauf- und Tauschbriefe 17. u. 18. Jahrhs., einer von 1675, 
Okt. 26, mit bemerkenswerten Hausmarken. 

4. Erneuerung des Zinsregisters des dem Domkapitel zu Trier zu- 
stehenden Hofs zu Niedcrmendig 1721. — 1 Bd. 4° in Perg. geb. 

Trimbs. Im Besitze des Herrn Lehrer Schneider: 

1. Moderne Abschriften von Urkunden, welche T. betreffen, besorgt 
von Pfarrer Volk in Rheinbrohl, einem Kopiar der Abtei Sieg- 
burg von 1773 entstammend. Es sind Urkunden von 1193, 1198 
(zwei), 1223 (zwei), 1419, 1610, 1648 und 1702. 

— Im Besitze des Herrn Ackerer Ulmen: 

1. 1791, Febr. 2. Kloster St. Thomas verpachtet Weinberge zu Trimbs 
unter bestimmten Bedingungen. — Pap. Or. 4 Bll. fol. 

Was se nach. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1844 von Nickenich abge- 
trennt, die meisten W. betreffenden Nachrichten ruhen 
noch im Pfarrarchiv zu Nickenich. Vgl. oben S. 89. 

1. Antiquissima Confraternitas defunctorum in filiali ecclesia Wasse- 
nach sub patrocinio 8. Bemigii episcopi renovata a MathiaHaud, 
pastor in Nickenich et Wassenach anno 1755 (1 Bd. 4°). Den In- 
halt bildet zuerst eine Geschichte der Bruderschaft, die Statuten 
und die Namen der Mitglieder, gegliedert in sacerdotes, nobiles, 
forenses. Der erste nöbilis ist Ritter Wilhelm Flotten und seine 
Ehefrau Elisabeth von BroiU, ersterer ist 1458 gestorben. Vgl. 
oben S. 60 Burgbrohl, Kath. Pfarramt Nr. 1. 

Wehr. Kath. Pfarramt: 

1. Antiphonarium, geschrieben 1648 von Anna Maria von Mühlheim. — 
1 Bd. 4«. 

2. Lagerbuch von 1714. — 1 Bd. fol. 

3. Katalog der Äbte der Prämonstratenserklosters Steinfeld von 1720. 
— 1 Bd. 4°. 

Weiler. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei ältere Archivalien. 



100 Kreis Mayen. 

Welling. Kath. Pfarramt: 

1. Trierische Agende (impressum Treviris anno 1574) ohne Titelblatt, 
erworben für die Kirche zu Welling 1663. — 1 Bd. kleinfol. Dem 
Schluss sind angefügt : Getaufte 1662 bis 1676 (ein älteres Register 
fand der Pfarrer Simon Hommer nicht vor), Anniversarien und 
Gefirmte 1670 ff. 

2. Verpachtungen von Kirchenland, Urkunden über Ausleihung von 
Kirchengeldern u. s. w. 18. Jahrhs. in Abschriften. -— 1 Bd. fol. in 
Perg.-bd. 

3. Rentbücher von 1709 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.), 1744 (4°) und 1784 (4°). 

4. Verzeichnis der Anniversarien in der Kirche zu Trimbs. — 1 Heft 
4°. in Perg.-Umschl. 

5. Rentbuch der Pfarrei Trimbs v. 1737. — 1 Bd. fol. 

6. Buch der angeblich 1401 gegründeten Bruderschaft St. Sebastiani, 
angelegt um 1700. Inhalt: a) Hohe geistliche und adlige Per- 
sonen, b) Hochadlige des Gotteshausec St. Thomas, c) Adlige Kon- 
ventualen zu St. Thomas, d) Geistliche Personen, e) Schwester und 
briider in gemein. 



ÜBERSICHT 



ÜBER DEN 



INHALT DER KLEINEREN ARCHIVE 



DER 



RHEINPROVINZ 



BEARBEITET VON 



D B . ARMIN TILLE 



II. Bd. II. Heft: DIE KREISE ERKELENZ, GEILENKIRCHEN 

UND HEINSBERG. 



BONN, 1902. 

ÜNIVERSITÄTS-BUCHDRUCKEREI VON CARL GEORGI. 



III. Kreis Erkelenz. 



Baal. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1849 errichtet, bis dahin gehörte 
die Gemeinde zum Pfarrbezirk Doveren und besass eine 
Kapelle. 

1. Akten über die 1778 erbaute Kirche, Entstehung der Kapellenge- 
mein de und Pfarrei. Dabei: 

a) 1778, Sept. 3. Durch Notariatsiustrument erklären die mehrist 
beerbten zu Bald, dass sie die Kapelle auf ihre Kosten erbaut 
haben und aus ihren iMitteln dotieren, insbesondere den deser 
vitor, so lange keine Stiftungen für seinen Unterhalt da sind, 
aus Geraeindemitteln mit jährlich 30 Keichsthalern besolden 
wollen. — Pap. Or. mit 10 Unterschriften. 

b) Eingabe der scheffen t Vorsteher und mehristbeerbten dorfs 
Baahl, undatiert, an den Landesherren, worin um Genehmi- 
gung der zwischen der Gemeinde und dem Pfarrer zu Doveren 
getroffenen Vereinbarung ersucht wird. — 2 Bll. fol. Abschr. 

c) 1778, Okt. 7. Landesherrliche Bestätigung der Übereinkunft 
durch Karl Theodor. — Pap. Or. 3 Bll. fol. 

d) 1778, Okt. 7. Karl Theodor ordnet an, dass die vom Bau der 
Kapelle übrigen 600 Reichsthaler zur Bestreitung jährlicher 
not wendigkeiten verzinslich angelegt werden. — Pap. Or. 2 Bll. 

2. Copia protocolli visitacionis sacelli in Bald vom Uten Julii 1197, 
— 6 Bll. fol. 

3. 1789, Okt. 26. Protokoll über die meistbieteml versteigerten 24 
Morgen Heide auf der Bahl kirspels Doveren. — Pap. 4 Bll. fol. 

— In Privatbesitz des Herrn Pastors Britz: 

1. 1738, Januar 22. Vor den Schöffen der Pfandherrschaft Weilers- 
wist kauft Wilhelm Scheben den Kellerhof oder Junker Scheiterichs 
gut und verkauft für 1000 Reichsthaler zur Bezahlung eine Rente 
von 50 Reichsthaler an Anna Francisco, von Quentel, geb. v. Meinerz- 
hagen zu Heimerzheim. — Perg. Or. 1 S. Rückenvermerk: 1746, 
Dez. 30. Das Hospital .s*. Herberti ad s. Andream in Köln erwirbt 
die Rente für 1000 Reichsthaler. Vgl. I. Bd., S. 147 Nr. V>. 

7 



102 Kreis Erkelenz. 

Beeck. Kath. Pfarramt: 

1. Manbueck der pastorijen van Beeck, behandelt die Zehnten; Kloster 
Hohenbusch mehrfach darin erwähnt. — 1 Heft schmalfol. 16. Jahrh. 
1. Hälfte. Wohl nicht identisch, aber nahe verwandt mit dem 
unter Nr. 3 beschriebenen 1677 noch vorhandenen älteren Mannbuch. 

2. Dit nachgeschreben sint die rente und jaergulde der kirchen van 
Beeck, bezeichent overmitz Kern Johan van Baull, pastoir, sclieffen 
und gesworren semptlich a°. domini dusentvierhondert dreiunacht- 
zigh. — Abschr. 16. Jahrhs. schmalfol. in Perg.-Hs. als Umschlag 
mit Nachträgen bis 1519. Dasselbe in Abschrift von 1588 mit Zu- 
sätzen bis 1710, besonders über die Zehnten. 

3. Rentregister, angelegt von Pastor Arnoldus Wernerus Eising bei 
seinem Amtsantritt 1677. Er fand vor das Lagerbuch von 1588, 
welches er nochmals abschreibt, und eine Hs. betitelt: Dit is dat 
manboek der pastoreien van Beeck als von wegen St. Vincentius 
patrons in der heiligen kirchen daselfs to Beeck vom Ende 15. Jahrhs. 

— 1 Bd. fol. ohne Einband. 

4. Redditüs b. Mariae virginis altaris in ecclesia Beeckensi, et habet 
unara missam in hebdomada, auch andre Stiftungen verzeichnet. 

— 5 Bll. fol. 

5. Akten eines Prozesses des Herrn Heinrich v. Breill gegen Pfarrer 
und Gemeinde zu Beeck vor dem Archidiakonalgericht in Lüttich 
wegen der Kollatur der Kapelle in Kipshoven, 1689 bis 1713. — 
1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

6. Armen Renten der Mutter Gottes Bruderschaft. — 1 Bd. fol. 

7. Heberegister der Vikarierenten zu Beeck 1724 bis 1726. Der Vikar 
war zugleich Rektor der Kapelle s. crucis in Kipshoven. — 1 Heft 4°. 

8. Bericht über Entstehung (1717) und Entwicklung der Kapellen in 
Rath nebst Verzeichnung der bis 1771 gestifteten Anniversarien. — 
10 Bll. fol. Vgl. unten S. 120. 

9. Getaufte 1678 bis 1680, enthalten in einem Notizbuch mit Rech- 
nungen, Einkünftsverzeichnungen u. s. w. (1 Bd. schmalfol. in 
Perg.-Hs. gebunden), sowie Getaufte 1770—1804. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Auszug aus den Schatzbüchern 1537 bis 1634 zum Beweis, dass 
Ihrer Durchlaucht länderei, zum hause Beeck gehörig, nie ange- 
schlagen worden ist. — 1 Heft, fol. 

2. Eine grosse Anzahl Steuerveranlagungen und Verzeichnungen des 
Grundbesitzes zu diesem Zwecke. Die älteste Liste (schmalfol. un- 
datiert) gehört wohl noch ins Ende 16. Jahrhs., die andern (fol.) 
sind auch meist undatiert, bei einigen ist das Jahr der Abfassung 
erkennbar, z. B. 1649, 56, 64, 75, 81, 82, 84, 93 u. s. w. 

3. Specification der familien mit Angabe der Kinder, aber ohne 
Säuglinge, aufgenommen 1700 unter besonderer Bezeichnung der 
Armen. — 1 Heft, fol. Vgl. S. 103 Nr. 4 und S. 104 Nr. 17. 



Kreis Erkelenz. 103 

4. Aus dem kath. Pfarramt Beeck: 

Getaufte 1619-27, 1635-87, 1700-1724, 1725-69, 1770—1798. 
Getraute 1636-38, 1647-81,1685, 1698-1713,1713-69, 1770-1798. 
Gestorbene 1647—72, 1677—81, 1684, 1696-1755, 1770—1798. 
In dem Taufbuch, welches 1769 schliesst, eine Tabelle sämtlicher 
Pfarreingesessenen von 1771 ; es werden dabei unterschieden Kom- 
munikanten, kleine Kinder, Knechte und Mügde. Das Endergeb- 
nis ist: 477 Haushaltungen, 1699 Kommunikanten, 754 kleine Kinder. 

Borschemich. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1804 von Keyenberg abgezweigt, 
ältere Akten nicht vorhanden. Vgl. übrigens I. Bd., S. 73 Otzen- 
rath Nr. 6, wo fälschlich Borschenich gelesen wird. 

Doveren. Kath. Pfarramt: 

Aus den reichhaltigen gut geordneten Archivalien seien 
folgende Stücke herausgehoben: 

1. 1235. S., Dekan, und das Kapitel zu St. Marien in Aachen, die 
wegen der vom Pfarrer zu Düverne an bestimmten Tagen in der 
Kapelle des Hofes de Hobusch zu leistenden Dienste mit der Abtei 
Klosterrath in Streit lagen, vereinigen sich mit letzterer dahin, dass 
sie zu der jetzigen Rente von 1 / i Mark noch 2 Schillinge Rente 
hinzufügen, worauf der Pfarrer zu Doveren sich zur Leistung der 
Dienste verpflichtet. — Perg. Or. 2 S. (ab) an Seidenschnüren. 

:2. 1477, Juni 21 (up saterstage na sinte Vijtz dage martiris). Vor 
den Schöffen zu Doveren verkauft Arndt inghe haene (d. h. 
in Doverhahn) dem Theuwus Thoerbeeck 1 Mltr. Roggen erfflichz 
ind jairlich pachtz. — Perg. Or. 1 S. Vgl. Nr. 5. 

4$, 1499, August 25 (des andern tags nach st. Bartholomaeitag des 
h. apostels). Durch Vereinbarung mit dem derzeitigen Rektor des 
Altars S. S. Anthonii et Catharinae erwerben die Schöffen, Kirch- 
meister und Brudermeister das Recht, fernerhin den Rektor zu 
präsentieren. — Pap. Abschr. 17. Jahrhs. 

4. 1501, Dezemb. 3. Durch Notariatsinstrument erklärt Arnoldus de 
Herve, miles, dominus de Nederhoeven, er sei Kollator des Altars 
s. crucis zu Doveren, was durch eine inserierte Urkunde von 
1422, Okt. 10, erwiesen wird. Den derzeitigen Inhaber des Alta- 
ristenbenefiziums, Johannes de Molenberch, pastor in Bredbur, 
der den Altar zu Unrecht besitze, veranlasst er zur Verzicht- 
leistung, um ihm dann dasselbe seinerseits zu übertragen. — Pap. 
2 Bll. Gleichz. Abschr. Vgl. Nr. 7. Über Nierhoven vgl. I. Bd., 
S. 91 (Schloss Harff). 

5. 1510, März 17 (up sint Gertruds daich der heiliger jonffern). Vor 
den Schöffen der Dingbank Doveren nehmen Johann Schrämen 
und seine Ehefrau Trina von Jennis in den haen (vgl. Nr. 2) und 



104 Kreis Erkelenz. 

seiner Ehefrau Jutta 1 Morgen Land in Erbpacht. — Perg. Or. 1 S* 
(beschädigt). 

6. 1517, März 1 {op den (ersten dach des maentz Martii). Abt und 
Kapitel zu Klosterrath schliessen mit dem Gotteshaus Hoembusch 
folgenden Vertrag: 1) Klosterrath überlässt Hohenbusch die ihm 
inkorporierte kirche van Baülen in den lande van Lymborch. 
2) Hohenbusch kauft die Jahrrente von 10 par korns, halb Roggen 
und halb Hafer, die es Klosterrath von dessen Gute Hetzenraide 
schuldet, zurück, und zwar das Mltr. Roggen für 18, das Mltr. 
Hafer für 9 oberl. Gulden d. i. zusammen 270 Gulden.. 3) Für die 
von den verstorbenen Eheleuten Carselijs van Palant und Agnes 
van Hoemen zu Breitenbend in Hohenbusch gestifteten zwei Erb- 
messen und zwei Erbjahrgezeite werden 15 Mltr. Roggen Rente 
gezahlt. Die Erben der Genannten, Gerart, Werner, Ei*nst und 
Carselis von Palant, kaufen mit 240 oberl. Gld. die Rente ab, welche 
Hohenbusch zur Begleichung der Schuld an Klosterrath benutzt. 
— Perg. Or. 5 S. (ab). 

7. 1550, Mai 22. Werner von Palant als Herr zu Nierhoven prä- 
sentiert dem Pfarrer zu Doveren als Investitor den Gerhart Dechens 
van Heinsberg, Vikar des St. Katharinenaltars zu Hüekelhoven, 
als Vikar des H. Kreuz-Altars in Doveren. — 2 Bll. fol. Gleichz. 
Abschr. Vgl. Nr. 4. 

8. 1558. Notiz über die Erbteilung des Hauses Nierhoven. — 3 Bll. 8°. 

9. 1564, März 19. Der Abt von Klosterrath präsentiert Stephan van 
Lommertzem als Pfarrer von Doveren. — 1 Bl. fol. Abschr. 17. Jahrhs. 

10. 1626, Febr. 20. Wolfgang Wilhelm befiehlt dem Amtmann zu 
Wassenberg, dass er die Schöffen zu Doveren anweist, dem Pfarrer 
die einquartierten Soldaten abzunehmen, da er sich über dieselben 
beschwert hat. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

11. 1634, Juni 16. Wolfgang Wilhelm erklärt, dass Heinrich Wassen- 
berg nach geschehener Examination als geeigneter Pfarrer aner- 
kannt worden ist. — Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

12. 1678, Novemb. 6. Die Gemeinde Doveren leiht von Pfarrer Sellary 
100 Reichsthaler. — Pap. Or. 2 Bll. 

13. 1678. Novemb. 30 {sankt Andreae). Die Gemeinde Doveren leiht, 
um die französische Kontribution zahlen zu können, 150 Reichsth. 
von Gerhart Bernardts. — Pap. Or. 2 Bll. 

14. 1683, August 26. Auf Verlangen der Gemeinde verordnet der 
Archidiakon die Umwandlung des Benefiziums am Altar SS. Se- 
bastiani, Katharine und Antonii in ein Primissariat — Pap. Or. 

1 S. aufgedrückt. 

15. 1695, Mai 9. Die 16 Morgen Land, welche die Gemeinde für den 
Frühmesser gestiftet hat, werden für steuerfrei erklärt. — 1 Bl. 
fol. Abschr. 

16. Stiftungsurkunden 1514 ff. 

17. 1752. Specification der häapter der familien kirspels Doveren. — 

2 Bll. fol. Vgl. S. 102 Nr. 3 und S. 105 Nr. 1. 



Kreis Erkelenz. 105 

18. Ordnung der St. Sebastianusbruderschaft, Hs. 17. Jahrhs. — 2 Bll. 
fol. beschädigt. 

19. Notitia verum pastoratum Doverensem concernentium, 1573 mit 
Einzelheiten einsetzend, fortgesetzt bis 1762. (Im Anfang Hs. 
17. Jahrhs., 1 Bd. fol). Darin Regest: 1178. Erzb. Philipp v. Köln 
bekundet, dass dominus Henricutt de Limburg, filius dqmini Hen- 
rici, die drei Kirchen zu Baelen, Doveren und Aefden bei Richterich 
der Abtei Klosterrath inkorporiert hat. 

20. Folget nun die lenderei der pastorei zu Doveren, Hs. 17. Jahrhs. 
— 5 Bll. 4°. 

21. Leegerbuch der pastoreien zu Doveren, angelegt um 1025 (1 Bd. 4° 
in Perg.-Umschl.). Darin Verzeichnis der 1(5*20 vorhandenen Kirchen- 
geräte. 

22. Buch der Kirchen- und Armenrenten, begonnen 1645. — 1 Bd. 4° 
in Perg. gebunden. 

23. Armenrechnungen 1617 (1 Bl. fol.), 1707/8 und 1725—1763 (schmalfol.). 

24. Kirchen- und Armenrechnungen 1745 bis 1754. — 1 Bd. fol. in 
Perg.-Bd. 

25. Verzeichnis der Anniversarien von 1745. — 1 Bd. schmalfol. 

26. Doverer Specification de anno 1671 d. i. Deskription der jedem 
Genieindeeingesessenen gehörigen Grundstücke. — 1 Bd. fol. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Doveren: 

Getaufte 1648—82, 1682—1736, 1737-1790, 1792-1826. 
Getraute 1648-85, 1691—1741, 1740—1812. 
Gestorbene 1683-84, 1691—1739, 1740—1812. 

Im ältesten Buch nach den Getauften von 1668 Verzeichnis der 
zur schilderei in sent Sebastiani altar gegebenen Beisteuern. — 
Bis 1773 sind sämtliche Geburten statistisch verarbeitet. Ein Ver- 
zeichnis der Pfarreingesessenen von 1746 (eins von 1752 S. 104 
Pfarrarchiv Nr. 17) findet sich im dritten Taufbuch (1737—1790): 
es zählt 309 Kommunikanten und 152 Nichtkommunikanten. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Hückelhoven: 
Getaufte 1678-1753, 1754—1798. 
Getraute 1721—1752, 1754-1798. 
Gestorbene 1719-1753, 1754-1798. 

S. Aus dem evang. Pfarramt Hückelhoven: 
Getaufte 1790-1798. 

Das Buch (Kirchen Protokoll der reformirten Gemeinden Wassen- 
berg und Hückelhoven) ist neu angelegt, nachdem am 3. April 1790 
eine Feuersbrunst alle andern Kirchenbücher im Hause des Pre- 
digers vernichtet hatte. 

Elmpt. Kath. Pfarramt: 

1. Akten der 1699 gegründeten Rosenkranzbruderschaft, nämlich: 
Stiftungsurkunde in Abschrift, Anweisung zur Anlage eines Bruder- 



106 Kreis Erkelenz. 

schaftsbucbes vom 1. März 1701 (2 Bll. fol. Or.) und Bruäerschafts- 
buch (l Bd. schmalfol.), welches bis zur Gegenwart benutzt wird. 

2. Rent- und Lagerbuch von 1790. — 1 Bd. fol. 

3. Pfarrchronik, angelangt 1889 von Pfarrer Wolff auf Grund des 
von Lehrer a. D. Houx gesammelten Materials. Reihe der Pfarrer 
1443 ff., Kapläne 1643 ff. — 1 Bd, fol. 

— Bürgermeisteramt: 

Ziemlich reichhaltiges Gemeindearchiv, mit der 2. Hälfte. 
17. Jahrhs. beginnend, in zwei Schränken untergebracht, völlig 
ungeordnet und bestaubt. Eine genaueDurchsi cht ist dringend 
zu wünschen. 

1. Aus dem Pfarramt Elmpt: 

Getaufte 1620- 23, 1629-36, 1645-50, 1655-1707, 1754-77, 1774— 1797. 
Getraute 1619-1703, 1704—78, 1754-77, 1779-91. 
Gestorbene 1619—25, 1655—1703, 1704—78, 1754-77, 1779—90. 
Im Anschluss an die Gestorbenen von 1778 Abschrift des für die 
Österreichischen Niederlande erlassenen Edikts der Kaiserin Maria 
Theresia vom 6. August 1778, die Führung der Tauf-, Trau- 
und Sterberegister betreffend. Seit 1785 sind förmliche Pro- 
tokolle über die Amtshandlungen durch die Pfarrer aufgenommen 
worden. 

— Im Besitze des Herrn Lehrer a. D. Houx: 

In einer reichen Sammlung geschichtlicher Nachrichten 
über die Gemeinde Elmpt und den Elmpter Wald auch folgende 
Stücke: 

1. 1276, Juni 14. Ritter Theodericus von Brempt und seine Kinder 
verkaufen dem Grafen Reinald I von Geldern ihren Anteil am 
Elmpter Walde. — Moderne Abschr. Gedruckt Sloet, Oorkonden- 
boek S. 949 Nr. 976. 

2. 1465, Sept. 14. Wilhelm von Elmpt genehmigt den Vertrag, durch 
den der Pfarrer Thomas Smeets zu Elmpt den halben Ryerhoff in 
Erbpacht nimmt. — Moderne Abschr. 

3. Verclaeringe van de gerechtigheit des keisers tot der herlickeit 
Elmpt in den Elmpter wald ofte bosch met den rechten ende ge~ 
volge van dien. — Abschrift aus dem Stadtarchiv in Roermond, 
Umschlag 17 Nr. 38 (Sivre, Inventaris II, S. 415). 

*Erkelenz. Stadtarchiv: 

Das Archiv der Stadt Erkelenz wurde 1370 durch den 
Grafen von der Mark zerstört, wie sich aus der Bestätigung 
der städtischen Privilegien durch Herzog Wilhelm von 
Geldern und Jülich ergiebt. Die älteste gegenwärtig vor- 
handene Urkunde ist eben diese Privilegienbestätigung von 
1377. Die Zahl der Urkunden überhaupt beträgt etwa 300 
Originale und gegen 100 Abschriften. Von ersteren gehören 
dem vierzehnten Jahrhundert 30 an, die Hauptmasse ent- 



Kreis Erkelenz. 107 

stammt dem fünfzehnten und sechzehnten, während aus 
dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert nur wenige 
Stücke vorliegen. Von den Landesherren, den Herzögen 
von Geldern sind etwa 30 Urkunden (1377—1537) ausgestellt, 
die Mehrzahl davon gehört in die erste Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts. Die meist um 1600 geschriebenen Kopien geben 
Urkunden von 966 an (Kaiser Otto schenkt Erkelenz an das 
Marienstift zu Aachen) wieder, die sich zum weitaus grössten 
Teile auf das Stift beziehen und dessen Privilegien ent- 
halten. Das Stift lag von 1570 an in einem etwa hundertjäh- 
rigen Prozess mit der Stadt über seine Beisteuer zu den 
Lasten der Stadt wegen seines dortigen Grundbesitzes. Die 
Abschriften wurden als Beweisstücke vorgelegt und sind 
dann mit den anderen Prozessakten nach Erkelenz gekommen, 
während die Originale — aber nicht alle — nach Düsseldorf 
gelangten. Bei dem grossen Brande von 1540, dem auch 
das Bathaus zum Opfer fiel, wurden die Archivaiien gerettet 
dann eine Zeit lang in der Sakristei {gerkamer) der Kirche auf- 
bewahrt. Später — nicht vor 1569 — wurden dieselben in das 
neu erbaute Rathaus zurückgebracht, wo man sie bis zur 
französischen Okkupation in einem besonderen gewölbten 
Räume aufbewahrte. Durch mehrmalige Raum Veränderung 
ging in der Folge jede Ordnung zu Grunde. Zuletzt waren 
die Bestände in 18 Kisten verpackt in einem halb verges- 
senen Zimmer des Rathauses untergebracht. Mit der Neu- 
ordnung und Inventarisierung wurde im Auftrage der Stadt 
im September 1901 vom Oberlehrer Josef Maeckl begonnen. 
Das Inventar wird nach seiner Vollendung veröffentlicht 
werden; und zugleich wird eine Sammlung des gesamten auf 
Erkelenz bezüglichen Materials aus auswärtigen Archiven 
(Aachen, Arnheim, Brüssel, Düsseldorf, Köln, Maastricht, 
Roermond) erfolgen. Ein besonderer Archivraum wird her- 
gestellt. 

Hier seien nur die vom Archiv getrennt im feuersicheren Schranke 
aufbewahrten wenigen Stücke genannt: 

1. Eigentumsübertragungen, bezeichnet als Erffbuck 1527 bis 1535. 1535 
bis 1546, 1553 bis 1556. — 3 Bde. in 16°. in Perg.-Umschl. 

2. Renteinkünfte und Rentverpflichtungen der Stadt Erkelenz 1480 
bis 1493. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd., sehr beschädigt. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Erkelenz: 

Getaufte 1604-31J 1632-86, 1687—1732, 1732—72, 1772-98. 
Getraute 1632—1705, 1705—57, 1757-91, 1791-98. 
Gestorbene 1713-80, 1781—98. 
— Kath. Pfarramt: 

1. Im Lagerbuch von 1826 kurze Chronik, einsetzend mit dem 
Jahre 1326. 

2. Kirchen Rentken, Hs. um 1550. — 8 611. schmalfol. 



108 Kreis Erkelenz. 

3. Verzeichnis der Einkünfte der einzelnen Altäre von 1596. — 2 Heft 
chen in 16°, quer beschrieben. 

4. Pastoratlagerbuch von 1681, aufgestellt nach dem Stande von 1602. 
— 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

5. Exemplar litterarum P. Ludovici Ponce, rectoris collegii Grana- 
tensis Soc. Jesu, quas misit ad R. P. Franciscum Suares 19. May 
anno 1610 \ convertit eas ex Hispanico idiomate in latinum Brugis 
Johannes Wals. ~- 8 Bll. 4°. 

6. Computus et consignatio pastoratus et christianitatis Ercklensis 
per Gerardum Beckium pastorem et decanum ruralem pro anno 
1614 dominica prima Septembris d. i. Beschreibung der Patrone, 
Kollatoren, Benefizien an den Kirchen zu Erkelenz, Cuyckhoven, 
Cruchten, Overcruchten. — 2 Bll. fol. 

7. Pastoratus Ercklensis habet quotannis in paschate communicantes 
1200, inter quos morantur haeretid 13, quos pastor loci requisitus 
nominare debet, Autzeichnung von 1614. — 1 Bl. 4°. 

8. Acta et conclusa in congregatione archipresbiterorum dioecesis 
Ruraemundensis 1614. — 2 Bil. fol. 

9. Einkünfte der Kirche und des Pfarrers, der Altäre, der Capella in 
Holt, angelegt um 1614 (1 Heft fol.) und ähnliche jüngere Register. 

10. Verzeichnis der Anniversarien und sonstigen Stiftungen nebst Ab- 
schriften der Testamente, einzelner Obligationen u. s. w., angelegt 
um 1630. — 1 Bd. fol. 110 S. ohne Einband. 

11. Akten über die Niederlassung der Kapuziner in St. Goar 1654 
bis 1657. — fol. 

12. Auszug aus den Rechnungen, betreffend die Besoldung des vicar i us 
zu Erkelenz 1657 bis 1668. — 2 Bll. fol. 

13. Epistolae responsoriae , quas in et post aeeeptationem pastoratus 
Ercklensis ratione huius officii eiusque ineidentiarum vel aeeeperim 
vel scripserim, 1647 bis 1656. — fol. ohne Einband. 

14. Verzeichnis der Einkünfte und der Pflichten des Benefiziaten zu 
Matzerath. Das beneficium simplex sine cura wurde 1696 er- 
richtet. — 1 Bd. 4°. 

15. Buch der seit 1619 bestehenden Rosenkranz bruderschaft, benutzt 
1740 bis 1837. — 1 Bd. fol. 

16. Rentbuch des Benefiziums am Altar St. Lamberti von 1771. — 
1 Bd. 4°. 

17. Einige Ablassbreven und Reliquienauthentiken 18. Jahrhs. — Or. 

18. 1729, Okt. 25. Wilhelm Schabhaussen errichtet eine Studienstiftung 
für solche, die mit dem Stifter verwandt sind und den Studien ob- 
liegen. — Perg. Or. ohne S. 

19. Geirische Landt en Stadt Rechten in het Over Quartier van Rure- 
monde. — Druck, Venlo 1783, 497 S. fol. 

— Im Besitze des Herrn Sanitätsrat Dr. Lukas: 

1. Liber juris patriae hoc est continens jura civil ia oppidi nostri de 
Erklens.) (1. Bd. 4°. 157 Bll. Pap. in Perg.-Bd.). Verfasser ist der 



Kreis Erkelenz. 109 

Stadtscbreiber und spätere Bürgermeister Mathias Baux (f 1569), 
derselbe, der die von Eckertz im 5. Hefte der „Annalen des histo- 
rischen Vereins für den Niederrhein u veröffentlichte Stadtchronik 
geschrieben hat. Die seiner Aufzeichung zu Grunde liegenden 
schriftlichen Quellen gehören dem 14. und der ersten Hälfte des 
15. Jahrhunderts an. Das Buch hat der Stadt — Erkelenz und 
Montfort werden bei der Einführung des Landrechts im Ober- 
quartier durch Keinald IT. 1328 ausgenommen und behalten ihr 
Gewohnheitsrecht — als offizielle Rechtsquelle gedient, bis 1620 
das allgemeine geldrische Landrecht zur Einführung gelangt. 
Die Veröffentlichung dieses Stadtrechts steht bevor. 

Gerderath. Kath. Pfarramt: 

1. Beschreibung des Hofes Pletzbrnggen zu Gerderath von 1560. — 
2 Bll. lol. 

2. Renten der Frühmesse am Altar S. Catharinae. — 1 Bl. fol. 

3. Rentbuch der Pastorat, angefangen 1725. — 1 Bd. 4°. 

4. Verzeichnis der Anniversarien von 1808. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Gerderath: 
Getaufte. 1696-1725, 1726-69, 1770-98. 
Getraute 1696—1726, 1726—69, 1770—98. 
Gestorbene 1696-1724, 1726-69, 1770—98. 

2. Sammelband gedruckter Rechtsbücher (fol.), nämlich: 

a) Herzog Wilhelms Rechtsordnung und Reformation für Gülich 
und Berg, gedruckt Düsseldorf durch Joannem Oridryum und 
Alberturn Buyss anno 1565. — 211 Seiten in Antiqua paginiert. 

b) Peinlich Gerichtsordnung, gedruckt zu Frankfurt am Main 
durch Martin Lechler, in Verlegung Hieronymi Feyrabends 
1571. — 29 Bll. in Antiqua foliiert. 

Gevenich. Kath. Pfarramt: 

Im Jahre 1768 war Gevenich noch nicht Pfarrei, sondern 
hatte eine zu Boslar gehörige Filialkirche. 

1. Rentbuch von 1647 (1 Bd. fol. in Perg. gebunden). Darin: 

a) Specificatio deren lenderei und erbrent, so der vicarien zu Ge- 
venich zustendig, per me Conradum Meyers zeitligen vicecura- 
tum anno 1667 de novo notirt, wie ich dasselbige zu Boslar 
aus einem kleinen langen codice, welches von r. d. pastore 
Pintges beschreiben und damalen gemessen worden, anno 1492 
ausgezogen sind, seind folgende. (Vgl. oben S. 3 Boslar Nr. 1). 

b) Rechnungen und Erneuerungen der Renten 1644 ff. 

2. 1657, Dez. 24. Designatio redituum, deeimarum et obventionum 
pastoratus. — 2 Bll. fol. 

3. Taxa iurium stolae von 1667. — 1 Bl. fol. Vgl. unten S. 157 Nr. 3e. 



110 Kreis Erkelenz. 

4. Onera et aggravationes pastoratus S. Gertonis in Bosselaer, Hs. 
17. Jahrhs. — 1 Bl. fol. 

5. Designatio redituum vicecurati in Gevenich, nach 1700. — 2 Bll. fol. 

6. 1706, März 23. Verpachtung des Kirchenlandes, wie es von alters 
hero und sonderlich 1564 in Maio geschehen. — 4 Bll. fol. 

7. Gevenicher kirchen und armen rentbeschreibung, verneuert 

^707 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.), darin auch Renten der St. Barbara- 
Bruderschaft. 

8. Buch der angeblich 1356 gegründeten Bruderschaft S. Barbarae 
von 1710. Darin auch regulen und Ordnung der Bruderschaft. — 
1 Bd. schmal fol. 

9. 1717, Okt. 20. Reinhard Vincenz Graf von Hompesch verkauft 
dem Schöffen Hermann von Köln 12 Holzgewalten auf dem Buch- 
holzbusch, die Gewalt zu 40 Reichsthaler. — Or. Pap. 2 Bll. fol. 
1 S. aufgedrückt. Vgl. S. 118 Lövenich, Evang. Pfarramt Nr. 12. 

10. Akten der Frühmessstiftung 1719 ff. 

11. 1721, Mai 15. Vertrag der Gemeinde mit dem Glockengiesser 
Gottfried Dinckelmeyer in Köln auf der Breiten Strasse. — 2 Bll. fol. 
Vgl. S. 125 Nr. 7. 

12. Specificatio redituum pastoratus seu ecclesiae filialis in Gevenich 
1768. — 2 Bll. fol. 

13. 1775, April 20. Die Errichtung eines Baptisteriums wird ange- 
ordnet: Die Weihe des Taufwassers erfolgt durch den Rektor, 
aber das h. Öl hat er nach wie vor von der Pfarrkirche Boslar zu 
erhalten. — Or. Pap. 1 S. aufgedruckt. 2 Bll. fol. Dabei eine 
Abschr. 

14. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

Glimbach. Kath. Pfarramt: 

Ausser einigen Stiftungsurkunden 18. Jahrhs. keine älteren 
Archivalien. Vgl. unten S. 115 Koffern Nr. 1 und 4. 

Golkrath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten vorhanden, da die Pfarrei erst 1851 
von Kleingladbach abgetrennt wurde. 

Granterath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten vorhanden, da die Pfarrei erst 1864 
von Doveren abgetrennt wurde. Vorher bestand weder Rek- 
torat noch Kapelle. 

Holzweiler. Kath. Pfarramt: 

1. Im modernen Lagerbuch eine ausführliche Geschichte der Pfarrei, 
die 1224 dem hier begüterten Stift Essen inkorporiert wurde» 
Vgl. Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 12. Bd., S. 134. 



Kreis Erkelenz. 111 

2. Drei sehr beschädigte Pergamenturkunden, nämlich: 

a) Rentenstiftung für das Hospital von 1401. 

b) Rentstiftung für die Kirche (2 Mltr.) von ? (Hs. um 1400). 

c) Rentstiftung für die Kirche (V/ 2 Mltr.) von 1495. 

3. Rentbuch der Kirche, des Gasthauses und der Bruderschaft von* 
1560. — fol. beschädigt. 

4. 1585, Januar 12. Befehl des Amtmanns zu Kaster an Schöffen und 
Geschworene, wegen der Kriegsgefahr das Dorf wie früher mit 
tiefen und breiten Gräben zu umgeben. — 1 Bl. fol. Or. 

5. Genieinderechnungen 1623 bis 1626. .— 11 Bl. fol. 

6. Armenrechnungen von 1625 (schmalfol.), 1667 (schmalfol.), 1678 ff. 
(fol.). Kirchen- und Armenrenten 18. Jahrhs. (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.) 

7. 1675, Jan. 30. Reglement der Kaiserl. Generalität über die Kon- 
tributionen und Verpflegung der Truppen in Jülich und Berg. — 
4 Bll. fol. Dabei auch viele andere Akten über diese Kriegsjahre. 

8. Liber ecclesiae parochialis in Holtzweiler, begonnen 1675, ent- 
haltend die Renten der Kirche, der Altäre, der Vikarie, der Armen 
und des Küsters. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

9. Buch der Rosenkranzbruderschaft von 1678, benutzt bis in& 
19.Jahrh. — 1 Bd. 4°. 



Höckelhoven. Kath. Pfarramt: 

1. Urkunden buch, angelegt von Pfarrer Loverix 1766 auf Grund der 
damals vorgefundenen Bruchstücke (1 Bd. fol. in modernem Ein- 
band). Darin u. a. : 

a) Verzeichnung der Kirchendebitoren und der zu zahlenden Zinse. 
— S. 4 bis 7. 

b) Reditus ecclesiae de Huckelhoven ab anno 1385. — S. 8 bis 9. 

c) Landesherrliche Mandate, besonders über den Kirchenbau zu 
Körrenzig (1769, 1770) und Huckelhoven (1770). — S. 12 bis 14. 

d) Flachszehnten der Kirche seit 1766. — S. 16 ff. 

e) Teilung des Zehnten in drei Teile. (Vs Pastorat, Vs Deuren- 
zehnt mit der Verpflichtung, den stier oder deuren zu halten, 
1 / 8 Bährenzehnt mit der Verpflichtung, den bahren zu halten), 
davon jährlich jeder der 3 Dezimatoren einen geniesst, 1723. — 
S. 34 bis 36. Vgl. S. 182 Nr. 1. 

f) 1769, Sept. 9. Verfügung von Karl Theodor, an den Schult- 
heissen zu Kaiserswerth gerichtet, betreffend den Zehnten von 
kappuSj ertäppelen, bohnen u. dgl. — S. 60. Vgl. Bd. I, Re- 
gister unter „Erdäpfelzehnten* und unten Nr. l k . 

g) Obligationes pastoris. — S. 60. 
h) Anniversarien. — S. 62 bis 63. 

i) Bericht über die Verhältnisse der Kirche und Pastorat, erstattet 
auf den im Sept. 1767 ergangenen landesherrlichen Befehl. — 
S. 64 bis 65. 

k) Erlass über den Erdäpfelzehnten vom 16. Juni 1772. — S. 80. 



112 Kreis Erkelenz* 

1) Generalerlass über die Zehnten und die Einkünfte der Kirche 
und Armen von 1711, Sept. 10. — S. 76 bis 77. 
m) Generalerlass über den Unterschied zwischen grossem und 
kleinen Zehnten. — S. 78 bis 79. 

2. Rentbuch des St. Katharineiialtars zu Huckelhoven, benutzt 1691 
bis 1734. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. Dabei Akten über den Altar 
1797 ff. 

3. Specification der pastoreien gutern zu Huckelhoven, wie ich die- 
selbige lenderei und busch durch Cornelium Steffen Döess, ver- 
eidter landmesser, hob messen lassen a°. 1664, den 23. Aprilis, und 
in folgender gestalt befunden. Summe: Land er ei 17 Morgen 
und */a Viertel, Busch 6 Morgen 3 Viertel, Weingart l 1 /* Mor- 
gen, geweld l l / 2 Morgen. — 2 Exemplare je 2 Bll. fol. 

4. Kirchenrechnuugen 1607 bis 1615 (1 Heft 4°), 1681 bis 1683 (2 Bll. 
fol.) und Armenrechnungen 1687 bis 1689 (fol.). 

5. 16*25, Febr. 25. Protest des Sends gegen die erfolgte Bestattung 
des alten Lodioich Mulstroe im hohen Chor der Kirche sowie gegen 
die Inschrift des Grabsteins, welche die Familie als collator be- 
zeichnet. — 2 Bll. fol. 

6. 1659, Juli 29. Charta visitationis monasterii B. M. V. et S. 
Nicolai ad lacum. — 8 Bll. fol. 

7. Verzeichnung der Pastoratseinkünfte auf Grund eines päpstlichen 
Breve und der Aufforderung des apostolischen Nuntius vom 17. Ja- 
nuar 1695. — 2 Exemplare zu 2 Bll. u. 1 Bl. fol. 

8. Stiftungsurkunden 1683 bis 1787. 

9. Heebzettel kirspels Huckelhoven vom 14. Juli 1687. — 1 Heft fol. 
10. Akten über den Bau des Kirchenschiffs und Chores 1731 bis 1772, 

des Turmes 1773 und des Pfarrhauses 1773 bis 1790. — 1 Akten- 
faszikel. 

— Evangelisches Pfarramt: 

Da bei dem Brande des Pfarrhauses 1790 (vgl. oben S. 105 
Doveren, Bürgermeisteramt Nr. 3) alle alteren Akten vernichtet 
worden sind, ist keinerlei beachtenswertes Material mehr 
vorhanden. Vgl. unten S. 159 Randerath Nr. 3 a . 

Immerath. Kath. Pfarramt: 

1. Modernes Urkundenbuch (1 Bd. fol.), darin u. a.: 

a) 1462, April 25 (dominica Quasimodogeniti). Poppelsdorp. Erz- 
bischof Dietrich ernennt Engelbert de Dünen, Dekan von St. 
Georg in Köln, zum General vikar. 

b) 1462, Nov. 11. Die Testamentsvollstrecker des Johannes de 
Emerode, Kanonikers zu St. Andreas in Köln, der den St. 
Nikolausaltar in Immerath in seinem Testament dotiert hat, 
überweisen die entsprechenden Einkünfte. 

2. Verzeichnus deren offergarben halb haber und halb roggen, Hs. 
Ende 16. Jahrhs. — 1 Bl. fol. 



Kreis Erkelenz. 113 

3. 1654, Novemb. 30. Das spitalhaus, welches Privatleute geraume 
Zeit in pos Session gehabt und der gemeinden abbeliebt hatten, 
geht wiederum in den Besitz der Gemeinde über. — 2 Bll. toi. 

4. Rentbuch 17. Jahrhs. 2. Hälfte. — 1 Bd. fol. in modernem Einband. 

5. Status ecclesiae parochialis 8. Lamberti in Emmerath olim, nunc 
Immerathj Hs. 18. Jahrhs. — 2 Bll. fol. 

6. Designatio vicariorum, rectorum, altaristarum et personatistarum 
Christianitatis Berchemensis, angelegt 1765 in alphabetischer Ord- 
nung. — 1 Heft fol. 

7. Karte der zu Kirche, Pastorat und den Altären SS. Agatha, Nico- 
laus, Georg, sowie zur Küsterei gehörigen Ländereien von 1828. 
— 1 Bd. fol. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Landmassbuch der Gemeinde Iminerath 17. Jahrhs., ohne Titel, da 
der Anfang fehlt. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. Vgl. S. 105 Nr. 26. 

2. Aus der Pfarrei Immerath: 

Getaufte 1644, 1648-1661, 1692-1710, 1710-1786, 1712-1714, 

1770 bis 1798. 

Getraute 1686-1710, 1710-1786. 

Gestorbene 1710-1715, 1710-1786, 1770—1796. 

3. Aus der Pfarrei Holzwei ler: 
Getaufte 1667—1742, 1769— 180;>. 
Getraute 1675—1693. 
Gestorbene 1770—1805. 

Katzem. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 18(54 vonLövenich abgetrennt, vor 
dieses Jahr zurückreichende Akten liegen nicht vor. 

Keyenberg. Kath. Pfarramt: 

Vgl. I. Bd., S. 73 Otzenrath Nr. 2 und 6. 

1. 1330, Dez. 22 (in crastino b. Thomae apostoli). Bischof Adolf von 
Lüttich inkorporiert die Kirchen Daten, Myle und Keyenberg der 
mensa der Äbtissin zu B. Maria im Kapitol in Köln. — Abschr. 
17. Jahrhs. fol. 

2. Mitte 16. Jahrhs. (Datierung zerstört). Rentkauf eines Malters 
Roggen Keimberger maissen. Statt der Schöffen an dem dink- 
mael zu Keimberg, die zo dieser tzijt gein eigen sieget enhaven, 
siegeln die Schöffen van Bursmich. — Perg. Or. 2 S. (ab). Durch 
Transfix von 1591, Okt. 1, werden die Unterpfände für diese Rente, 
die inzwischen für die Armen zu Keienberg erworben worden ist, 
erneuert. (Perg. Or.) 

3. Isti sunt redditus, quos ego Iteyner rector capellae in Oetzsenraed 
recepi nomine neu ex parte pastoris in Keyenborch, Hs. Ende 15» 
Jahrhs. (1 Heft 4°. 13 Bll. Pap. ohne Umschl.). Inhalt: 



114 Kreis Erkelenz. 

a) Verpachtetes Land, wovon Roggen und Wachs gezahlt wird. 

b) Anniversaria. 

c) Officia custodis. 

d) Dat gelucht der kirgen tzo Oetzsenraed. (Hier ist ein Raum 
von 4 Zeilen gegen das Ende offenbar absichtlich ausgeschnitten.) 

4. Rechenschaft der t zweier kirchmeister Gerhur di Fabrj, altariste in 
Keyenberg, und Vastertz nachparn daselbst van tzwei jairen pechten 
und inkomens der kirch Keyenberg, so van 1562 und 1563. In 
dieser Zeit wird der Kirchturm gebaut. — 1 Heft sehmalfol. 

5. Renten des St. Katharinenaltars von 1589. — 2 Bll. fol. 

6. 1613, Sept. 25. Wolfgang Wilhelm verordnet regelmässige Rech- 
nüngsablage über die Einnahmen und Ausgaben aus den Kirchen- 
renten. — 1 Bl. fol. Vgl. I. Bd* Register „Kirchenrechnungswesen u . 

7. Lagerbuch von 1649. Titel: Liber annuorum proventuum ad usum 
divini cultus in parochia Keyenberg (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.) Nach 
einer hier abgeschriebenen Inschrift an der Kirche ist diese vom 
Kölner Erzbischof Hermann (welchem?) am XII. kal. Januarii ge- 
weiht worden. Neben den Renten findet sich: 

a) Anno domini 1574 catalogus scriptus familiarum in Keyenberg 
pago. — S. 27. Vgl. S. 123 Nr. 2e. 

b) Jura parochialia d. i. Stolgebühren von 1668. — S. 159. Vgl. 
oben S. 109 Gevenich Nr. 3. 

c) Catalogus familiarum von 1650, ebenso in Westrich, Berveraht 
Otzenrath, Spenrath, dann Ozerath 1708 (S. 246 ff.). 

d) Auszug aus einem alten Buche in Hogenbusch, betitelt: Kurtzer 
begriff der herligkeit Keyenberg. Dabei Erneuerung bezw. Ver- 
leihung eines Ablasses durch Papst Nicolaus V. von 1447, März 19 
(XIV. Kai. Aprilis). Gedruckt Zs. d. Bergischen Geschichtsvereins 
2 Bd. (1865), S. 122. 

e) Liste der Kölner Erzbisehöfe. 

f) Reihe der Pfarrer 1557 ff. 

S. Buch der St. Sebastianusbruderschaft 1715 ff. (1 Bd. 4 n ), der Bru- 
derschaft Agoniae Christi 1718 ff. (1 Bd. 4°). Erneuerung der 
Bruderschaft B. Mariae virginis und S. Sebastiani 1769 (1 Bd 
schmalfol.). 

9. Getaufte 1618—1655. 
Getraute 1649—1666. 
Gestorbene 1651. 

Im Taufbuch 1618 ff. (fol.) Reihe der Pfarrer 1557 bis 1766, Send- 
protokolle 1654 bis 1655, Anniversarien der Filialkirche in pago 
Ozeradt. 
— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem Pfarramt Keyenberg: 

Getaufte 1700-1719, 1727-1735, 1736-1798. 
Getraute 1700—1735, 1736-1762, 1762-1798. 
Gestorbene 1709-1735, 1736-1762, 1763-1798 
Gefirmte 1744. 



Kreis Erkelenz. 115 

2. Aus dem Pfarramt Borschemich: 
Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

Kleingladbach. Kath. Pfarramt: 

Vgl. unten S. 122 Wegberg Nr. la. 

1. Iste Über pertinet ad conventum fratrum sancte crucis in Hoin- 
busch prope civitatem Erklens, Hs. eines Antiphonars von etwa 
1500. — Perg. fol. in starkem Holzband. 

2. ProtocoUum ecclesiae in minori Gladbach, angelegt von Pfarrer 
Vitu8 Emporius aus Dahlen (1 Bd. schmalfol. in Perg.-Umschl.). Den 
Inhalt bilden gemäss der geistlichen und weltlichen Ordnung: 

a) Verzeichnis von Ehekontrakten {heilig snotel) 1590 ff.; seit 1602 
finden sich auch einfache Notizen über Proklamationen, Kopu- 
lationen und Taufen, bis 1636. 

b) Testamente 1592 ff., seit 1603 auch einzelne Notizen über Todes- 
fälle bis 1632. Vgl. S. 180 (Heinsberg, Bgsteramt Nr. 1) und 
S. 213 Nr. 4. 

3. Kirchenrechnungen 1639 ff. 

4. Kirchenrenten von 1644. — 2 Exemplare, je 1 Bl. fol. 

5. Anniversar- u. s. w. Stiftungen 1696 ff., Originale und Abschriften. 

6. Rentregister, besonders Einkünfte aus den Anniversarien, von 1753. 

— 1 Bd. schmalfol. 

7. Rentbuch der Kirche und der Armenstiftung, Anniversarien u. s. w. 
18. Jahrhs. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

8. Vikarierentbuch von 1767. — 1 Bd. schmalfol. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Kleingladbach: 

Getaufte 1685—1745, 1745—1749, 1750-1769, 1770—1798. 

Getraute 1685-1752, 1759-1769, 1770-1798. 

Gestorbene 1685—1759, 1770—1798. 

Gefirmte 1712. 

Getraute und Gestorbene 1685 ff. sind in einer Reihe durcheinander 

geschrieben. 

Kofferen. Kath. Rektorat: 

1. 1641, Januar 28. Beschwerde des Rektors altaris S. Catharinae in 
Glimbach und der Kapelle in Kofferen wegen der Einkünfte, gegen 
den Pfarrer in Glimbach gerichtet. — 4 Bll. fol. 

2. 1698, Mai 23. Erlass des Landdechanten, dass der Rektor sich 
nicht in Pfarrangelegenheiten einmischen, aber auch Wirtshäuser 
und schlechten Verkehr meiden soll. — 2 Bll. fol. 

3. 1723, März 15. Den Eingesessenen m Kofferen wird gestattet, ihre 
Osterkommumon vom Vikar des Altars S. Catharinae zu empfangen. 

— 1 Bl. fol. 

4. Reditus et onera vicariae S. Catharinae in Glimbach, um 1700. 

— 2 Bll. fol. 



116 Kreis Erkelenz. 

5. Coffer armenrechnung 1665 ff. 

6. Cofferer armen-, erb- und loesrent, Aufzeichnung vom Ende 17. 
Jahrhs. — 2 BIL fol. 

7. Kapellenrechnung 1754/55. — fol. 



Körrenzig. Kath. Pfarramt: 

Vgl. oben S. 111 Hückelhoven Nr. lc. 

1. Rest eines Missales 15. Jahrhs., erhalten sind Bl. 1—37 und 49—169. 

2. Modernes Urkundenbuch, darin u. a. : 

a) 1680, August 24. Gerichtliche Verzeichnung der dem Rektor des 
Altars B. Mariae virginis zustehenden Einkünfte. 

b) Ablassverleihung von 1720. 

c) Stiftungen seit Anfang 19. Jahrhs. 

3. Verzeichnis der Anniversarien, des Zehnthafers u. s. w. von 1830. 
— 1 Bd. 8°. 

4. Getaufte, Gestorbene 1770 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Körrenzig: 
Getaufte 1724—1769, 1770-1800. 
Getraute 1727—1769, 1770-1802. 
Gestorbene 1729—1769. 

Am Schluss des ältesten Bandes Notizen über die Personalien der 
gräflichen Familie von Hompesch 1758—1763. In Düsseldorf wurden 
1776 gezählt: 223 Geborene, 228 Gestorbene und 79 Getraute. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Gevenich: 
Getaufte 1658-1771, 1770—1798. 
Getraute 1701—1771, 1770—1798. 
Gestorbene 1700-1772, 1770-1798. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Glimbach: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1710—1763, 1763—1798. 

Im ersten Bande (1710—1763) sind alle Fälle in einer einzigen 

fortlaufenden Reihe geschrieben. 



Kückhoven. Kath. Pfarramt: 

Vgl. oben S. 108, Erkelenz Nr. 6. 

1. Kirchenrechnungen 1691 bis 1703. — 1 Heft fol. in Perg.-Hs.-UmscW. 

2. Stiftungsurkunden 1698 ff. 

3. 1722, Juni 4 (ipso festo corporis). Stiftung der Donnerstagsniesse 
durch Pastor Joannes de Doveren. — Perg. Or. 

4. Zwei Lagerbücher vom Ende 18. Jahrhs. und 1804, worin neben 
den Renten einzelne Urkundenabschriften und Auszüge verzeichnet 
sind. — 2 Bde. fol. 



"Kreis Erkelenz. 117 

— Bürgermeisteramt: 

Ist mit dem Bürgermeisteramt der Stadt Erkelenz in Per- 
sonalunion verbunden, bis 1864 bildeten beide eine Bürger- 
meisterei. Deshalb fehlen ältere Akten, auch Standesregister. 

Lövenich. Kath. Pfarramt: 

1. Stiftungsurkunden 1627 ff., darunter: 

a) 1678, Dez. 18. Die Gemeinden Katzem und Bosseier entleihen 
zur Bezahlung der französischen Kontribution 200 Reichsthaler 
vom Vikar Jo. Adamus Cupperus aus den Mitteln des Altars 
B. Mariae virginis. — Gleichz. Abschr. 

b) Specification der Unterpfand, so zu dem altar B. M. V, in 
Loevenich fundirt und gehören, 17. Jahrh. — 2 Bll. fol. 

2. Aus dem Ende 15. Jahrhs. ist eine Stiftung vom Jerusalempilger 
Arnold von Harff vorhanden {beneficium S. Michaelis), doch fehlt 
die Stiftuugsurkunde oder irgend eine andere Aufzeichnung darüber. 
Arnold war Besitzer des Hauses Nierhoven ^Nederhoeven) vgl. 
oben S. 103 Doveren Nr. 4. 

3. Im Taufbuch 1837—1865 am Schluss Verzeichnis der Pfarrer seit 1679. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Akten über die Aufteilung des Buchholzbusches (vgl. oben S. 46 
Nr. 2). Eine den neuen Verhältnissen entsprechende Buschordnung 
wurde 1818 entworfen. Die Aufteilung des Busches wird seit 1828 
erörtert, aber erst 1857/58 ausgeführt. Am Schluss Abschrift der 
alten Busch Ordnung in 141 Absätzen. — 1 Aktenfaszikel. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Lövenich: 

Getaufte 1646—1698, 1698-1713, 1713-1770, 1771—1798. 

Getraute 1648-1714, 1715-1738, 1742-1770, 1771-1798. 

Gestorbene 1742-1770, 1771-1798. 

Gefirmte 1686, 1691, 1696. 

Im 1740 begonnenen Buche 4 0> S. 385 Reihe der Pfarrer. 

3. Aus dem evang. Pfarramt Lövenich: 
Getaufte 1661—1774, 1770-1798. 
Getraute 1770—1798. 

Gestorbene 1685—1774, 1770—1798. 

— Evang. Pfarramt: 

1. Status reformatae religionis in Loevenich etc. de a°. 1553 d. i. 
Bericht über den Zustand der Gemeinde um diese Zeit, verfasst 
wohl in der 1. Hälfte 17. Jahrhs. (2 Bll. fol.). Ein zweites Exem- 
plar (2 Bll. fol.) hat einen Zusatz vom 10. Sept. 1650, der direkt 
auf die Feststellung des Zustand es im Normaljahr Bezug nimmt. 

2. Zeugenaussagen über den Zustand im Normaljahr vom 19. Jan. 1667. 

3. Special fragstucken anno 1650, d. 8 ten Septemb. — 4 Bll. fol. 

4. Bericht vom öffentlichen exercitio reformatae religionis zu Löve- 
nich im jähr 1624, 6 Absätze, verfasst nach 1650 (2 Bll. fol.). Ein 
anderes ähnliches Stück (2 Bll. fol.) ist datiert vom 29. MHrz 1665. 



Vgl. S. 212 Nr, 8. 



8 



118 Kreis Erkelenz. 

5. 1660, April 16. Philipp Wilhelm fordert Bericht über den Religions- 
zustand von 1651. — Perg. Or. 1 Bl. fol. 

6. Gravamina in causa religionis contrarias (2 Bll. fol.), wohl die 
Grundlage zu der Anfrage unter Nr. 5 ; dabei mehrere Aktenstücke 
zur selben Frage. 

7. Verzeichnis der Gemeindeglieder nebst Kindern aus der Mitte 
17. Jahrhs (2 Bll. fol.), ebensolche Liste von 1670 (2 Bll. fol.). Vgl. 
unten S. 180 Heinsberg Nr. 1«. 

8. 1663, Juli 15. Abrechnung und Entlastung des Ältesten und Kirch- 
rentmeisters Lienhardt H. Strauss. — 1 Bl. 4°. 

9. Acta classis seeundae, gehalten zu Linnich am 15. und 16. März 
1672. — 4 Bll. fol. 

10. Status ecclesiae reformatae Loevenichiensis anno 1682. — 2 Bll. fol. 

11. 1711, Sept. 9. Graf Vincenz von Hornpesch verpachtet an Johann 
Jansen die Kornmühle zu Körrenzig mit Baumgarten, Heuzehnten 
und Holzgerechtigkeit auf dem Körrenziger gemeinen Busch sowie 
1 gewalt auf dem mohlenrhat und aller Mahlgerechtigkeit. — Pap. 
Or. 2 Bll. fol. 

12. 1718, Okt. 4. Hertzogenbusch. Reinhard Vincenz Graf von Horn- 
pesch schenkt für die reformierte Schule zu Lövenich 2 ihm zu- 
stehende gewält holz auf dem im ambt Bosselar gelegen so genanten 
Bucholtzbusch doch mit der Bedingung, dass die Holzberechtigung, 
falls die Schule eingeht, heimfallen soll. — Pap, Or. 1 S. auf- 
gedrückt. Vgl. S. 110 Gevenich Nr. 9. 

13. Konsistorialprotokolle 1782 ff (1 Bd. fol.). Darin vorn kurze Notizen 
über die Geschichte der Gemeinde seit 1562. 

14. Getaufte 1661 ff., Getraute und Gestorbene 1770 ff. 

Merbeck. Kath. Pfarramt: 

Die von Niederkrüchten abhängige Kapelle wurde 1818 
zur Sukkursal-Pfarrkirche erhoben. 

1. 1789, Juni 6. Die Gebrüder Roosen zu Niederkrüchten kaufen vom 
Kölner Domkapitel die Güter und Zehnten desselben zu Nieder- 
krüchten und Merbeck. — Perg. Or. 1 S. 

2. Rechnung des capelle-meesters van de capelle in den Merbeck 
dependentie de gem. van Nederkrüchten für die Jahre 1804 bis 
1807. — fol. 

Niederkrüchten. Kath. Pfarramt: 

Die ältesten Schriftstücke sind erst von 1796, früher müs- 
sen ältere dagewesen sein, wie sich aus Annalen des histo- 
rischen Vereins für den Niederrhein 23. Heft (1871), S. 234—247, 
ergiebt. Vgl. oben S. 108. Erkelenz Nr. 6. 

— Bürgermeisteramt: 

Aus der grossen Masse Gerichts- und Gemeindeakten 16. 
bis 18. Jahrhs., die eine genaue Sichtung verdienen, seien 
hervorgehoben: 



Kreis Erkelenz. 119 

1. 1559, Dez. 12. Lenart von Vennyckel leiht vom Kirchspiel 20 Thaler 
für 3 Thaler Zins, welcher als jaerpacht bezeichnet wird. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). 

2. 1577, ? Otto von dem Beylandt und seine Gemahlin Maria von 
Bongart, Herr und Frau zu Reydt, Brempt, Cruchten und Weck- 
bergk, welche von ihren underthanen zu Cruichten und Brempt 
3V2 Morgen broiehs gemeinden zusampt der alter Schwalmen 
erhalten haben, verpflichten sich dafür zu einer jährlichen Olrente, 
nämlich 1 Quart für die Kirche zu Niederkrüchten und 1 Quart 
für die Kapelle zu Brempt. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1633, Juni. Vertrag zwischen den Geldrischen und Jülich- 
schen gehulsden des im Amte Wassenberg gelegenen holtboschs 
in 49 Absätzen. — 1 Heft 4° von 13 B1L Abschrift 17. Jahrhs. 

4. Renten der Küsterei zu Krüchten, nach dem Hebzettel von 1582 
verzeichnet. — 2 Bll. fol. 

5. Extraordinarischer Schatz- oder Leenzettel aus Ober- und Nieder- 
krüchten 1591, 1621 u. s. w. 

■6. Schatzcedule der ordinarisse leeninghe van het kirspel Cruchten 
von 1694. — 1 Heft fol. in Perg.-Umschl. 

7. Armen Buch, angelegt 1640 durch die armenmeister des cerspels 
Cruchten, enthält die Armenrechnungen 1648 bis 1729 und mehrere 
Verzeichnisse der Armenrenten. — 1 Bd. fol. in Perg. geb. 

8. Prothocol des gerichts Brempt, doch mede het Ervenboeck 1646 bis 
1669, darin vorn der byvanck van Brempt 1664. — 1 Bd. 4° in 
Perg.-Hs. gebunden. 

9. Verschiedene Protokolle des Gerichts Krüchten 17. und besonders, 
18. Jahrhunderts (Verpachtungen, Hypotheken, Fiskalprotokolle, 
Civilprotokolle, Resolutienbuch, Memboirs-Inventarissen). 

10. Aus dem kath. Pfarramt Niederkrüchten: 

Getaufte 1632— 1650, 1651—1662,1662-1696, 1697—1764, 1764—1785, 

1786—1795, 1796. 

Getraute 1597-1626, 1641-1650, 1666—1696, 1697—1764, 1764 bis 

1795, 1796. 

Gestorbene 1639-1650, 1650—1719, 1717—1764, 1764-1795, 1796. 

Im Sterbbuch, das 1717 begonnen wurde, vorn: Communitas 

Cruchtensis dividitur in 17 cohortes, quarum 3 ad parochiam 

Overcruchtensem pertinent, reliquae ad parochiam Nedercruch- 

tensem seeundum ordinem sequentem, folgen die einzelnen Teile 

der Gemeinde mit Anzahl der Häuser und deren Insassen (Namen 

und Alter) nach dem Stande von 1717. 

11. Aus dem kath. Pfarramt Overkrüehten: 
Getaufte 1634-1740, 1741—1796. 

Getraute 1646-1675, 1691—1745, 1749-1786, 1787—1796. 

Gestorbene 1654-1666, 1695-1786, 1787—1796. 

Im ältesten Taufbuch vorn einige chronikalische Bemerkungen 

1633-1697. 



120 Kreis Erkelenz. 

— Im Besitze des Herrn Franz Leuffer: 

1. 1723, Febr. 3. Die Obermeister des Metzgerhandwerks im Hoch- 
fürstlich Fuldischen Oberamte Fischberg: stellen dem Thielemann 
Lauffer, Sohn des Stoffel Lauffers zu Weyler, nach dreijähriger 
Lehrzeit das Zeugnis des Wohlverhaltens aus und empfehlen ihn 
allen Meistern des Handwerks. Neben dem Handwerkssieg:el ist 
das des hochfürstlichen Oberamtes angehängt. — Perg. Or. 2 S. 
(1 ab) an grün- und rosaseidnen Bändern. 

2. 1734, Okt. 16. M. G. v. Breiderbach, Capitain im Kurkölnischen 
Regiment zu Fuss des General Lientz Baron von Kleist, stellt dem 
Tylmanus Lauffer, der 89 Monate als Füsilier und Gefreiter ge- 
dient hat, sein Dienstentlassungszeugnis aus. — Perg. Or. 1 S. 
aufgedrückt, aber abgebröckelt. Vgl. unten S. 123 Nr. 1. 

Oberkrüchten. Kath. Pfarramt: 

1. Stiftungsurkunden, Testamente und Obligationen 1630 ff. 

2. 1663, Sept. 15. Bericht über die dem neuen Abte vonSiegburg r 
Johann von Bock, seitens der Unterthanen zu Pattere?i, Straelen, 
Hüls, Evenheim, Weiskirchen dargebrachten Huldigung. — Abschr. 
4 Bll. fol. 

3. 1669, Dez. 20. Errichtungsurkunde der Vikarie zu Oberkrüchten. 
— Gleichz. Abschr. 10 Bll. 

4. 1683, Nov. 11. Da der Ecktor die dem Vikar obliegende Pflicht, 
Schule zu halten, nicht erlüllen kann, ernennt der Bischof von 
Roermond den Theodorus Peters, matricularius, zum Lehrer unter 
der Bedingung, dass er zurücktreten soll, wenn der Rektor selbst 
die Pflicht übernehmen will. — Abschr. 1 Bl fol. Vgl. oben S- 24 
Kirchberg Nr. 2 (1626). 

5. 1689, Januar 29. Landesherrliches Verbot gegen allerlei Exzesse 
während des Gottesdienstes. — Abschr. 4 Bll. fol. 

6. Inkompsten der kirchen zu Obercrüchten von 1663 (1 Bl. fol.), das- 
selbe von 1716 (2 Bll. fol.) 

7. Reditus pastoratus in Overkrückten, He. um 1700. — 4 Bll. fol. 

8. Armenrenten zu Oberkrüchten, mehrere Verzeichnisse 1707 bi& 
1732. — fol. 

9. Verzeichnis der Vikarierenten von 1669 (1 Bl. fol.), 1720 (2 Bll. fol.) 
und 1722 (1 ßl. fol.). 

10. Verzeichnis der anniversaria annexa vicariae, Hs. 18. Jahrhs. — 
1 Bl. fol. 

11. Sammelliste der zu Beschaffung einer neuen Glocke 1804 gespen- 
deten Beträge. — 2 Bll. fol. 

Rath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten vorhanden, da die Pfarrei erst 1837 
von Beeck abgetrennt wurde. Über die seit 1717 bestehende 
Kapelle vgl. oben S. 102 Beeck, Kath. Pfarramt, Nr. 8. 



Kreis Erkelenz. 121 

Riclcelrath. Kath. Pfarramt: 

1. 1690, Sept. 14. Bischof Reginald von Roermond errichtet ein bene- 
ficium mixtum ex simplici ac curato, nachdem Mattheus Poorten 
die Bruderschaft des Namens Jesu gegründet und sonst das geist- 
liche Leben gefördert hat. — Abschr. 4 Bll. fol. Pap. 

2. 1700, Juni 2. Durch Notariatsinstrument überträgt dominus Mat- 
theus Poorten, rector et fundator devotae capellae in Ryckelrait 
im Beisein des Pfarrers von Oberkrüchten diese Kapelle nach 
seinem Tode den Kapuzinern in Sittard cum omni onere et honore. 

— Perg. 4 Bll. grossfol. 

3. Akten über den Neubau der Kapelle 1710. 

4. 1719, Mai ?. Bischöfliche Bestätigung des von der Gemeinde 
präsentierten Rektors. — Perg. Or. 4 Bll. fol. 1 S. 

5. 1724, Januar 21. Dotation des Beneficiums seitens der Gemeinde 
mit einigen Grundstücken. — 12 Bll. fol. 

6. Bericht über die meist zur Bestreitung der Kriegslasten seitens 
der Gemeinde 1668 bis 1682 gemachten Schulden. — Bruchstück 
5 Bll. fol. 

7. Rentbuch der Rektoratseinkünfte von 1767. — 1 Bd. 4°. 

Burich. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, da die Pfarrei erst 1888 von 
Körrenzig abgezweigt wurde. 

— Haus. Im Besitze des Grafen von Hompesch: 

Eine grosse eiserne Kiste enthält Urkunden und Akten 
17. und 18. Jahrhs., einzelnes auch aus dem 16. Jahrh., doch 
betreffen dieselben fast ausschliesslich holländische Be- 
sitzungen der Familie v. Surmont. Nur die auf die Familie 
von Hompesch und Haus Rurich bezüglichen Stücke seien 
hier erwähnt. 

1. 1629, März 13. Wolfgang Wilhelm ernennt seinen lieben getreuen 
Johan Dietherichen von Hompesch zu Bolheim zum Amtmann von 
Boslar, nachdem Hieronymus von Hochkirchen zurückgetreten ist. 

— Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

2. 1650, Juni 11. Wolfgang Wilhelm ernennt Johann Dietherichen 
von Hompesch zu Tetz nach dem Rücktritte des Pilgram von 
Gruithausen zum Amtmann von Boslar. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 

S. 1668, Juli 22. Philipp Wilhelm gestattet seinem Amtmann zu Boslar, 
Johann Dietrich Freiherrn von Hompesch, kleine Vergehen, die 
vor das Brüchten verhör gehören würden, aber im Gebiete des 
Hauses Rurich begangen worden sind, persönlich gemäss der 
Brüchtenordnung zu bestrafen. — Abschr. 2 Bll. fol. 

4. 1681, Okt. 7. Johann Wilhelm ernennt Johann Dietrich Freiherrn 
von Hompesch zum Amtmann über die beiden vom Amt Boslar 
wegen der grossen Entfernung abgetrennten Kirchspiele Müntz 
und Balshoven. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 



122 Kreis Erkelenz. 

5. 1704, März 12. Kaiser Leopold ernennt Claudius Ludovicus de 
Surmont zum nobilis eques vexillarius seu vexillifer als ob er mit 
vier Ahnen de nobili genere, domo ac familia veterum vexillariorum 
entsprossen sei. — Perg. in roten Sammet gebunden mit grossem 
trefflich erhaltenem Siegel. Das Wappen ist dem Texte eingefügt. 

6. 1767, Juli 27. Josef IL ernennt, nachdem Reinhard Vinzenz 1706 
Reichsgraf geworden war, auch die Kinder seiner Brüder, ins- 
besondere Vincentius Gustavus, zu Reichsgrafen mit dem Titel 
Hoch- und wohlgebohrn. — Perg. Or. in roten Sammet gebunden. 
1 S. gut erhalten. 

7. 1790, Okt. 4. Erzbischof Maximilian Franz belehnt Maria Jacobe 
Marquisine von Trotti, geborene Gräfin von Hompesch, mit dem 
ihr bei der Erbteilung nach des Vaters Friedrich Wilhelm Grafen 
von Hompesch Tode zugefallenen vom Vater käuflich erworbenen 
hause Arft oder Hackhausen. — Perg. Or. 1 S. 

8. Verzeichnung der zum Haus Rurich gehörenden Ländereien von 
1729. — 1 Heft 4°. 

Schwanenberg. Evang. Pfarammt: 

Das Archiv ist in einem Brande, den die Überlieferung 
ins Jahr 1777 setzt, zu Grunde gegangen. Unter den jüngeren 
Akten findet sich nichts von Belang. 

— Bürgermeisteramt : 

1. Stetirzeittel aus befehl unser s gnedigen landherren durch scheiffen 
und geschivoren zu Schwallenberg ausgesatz im 27. Febr. 1674. — 
5 Bll. fol. 

2. Protokolle des Vogtgedings 1700 bis 1794, enthält auch die Er- 
bungen 1700 bis 1794. — 1 Bd. fol. in Perg. gebunden, sehr bei 
schädigt. 

3. Aus dem evang. Pfarramt Schwanenberg: 
Getaufte 1770-1798. 

Proklamierte 1770—1798. 
Gestorbene 1769—1798. 

Venrath. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei ältere Archivalien vorhanden, da die Pfarrei 
erst 1804 von Wanlo abgezweigt wurde. 

Wegberg. Kath. Pfarramt: 

1. Rechnungsbuch aus der Propstei Wegberg 1504 bis 150G (1 Heft 
16°, 18 Bll. in Perg.-Hs. als Umschlag). Darin u. a.: 

a) Ista exposui ex parte ecclesie minoris Glabbach. 

b) Eedditus ecclesie de Berck. 

c) Census ipso die Dyonisii van honre unde penningen. 

d) Die kuermoiden der kerken van Berck. 



Kreis Erkelenz. 123 

e) Hau der pastore noch */ 2 buischgewalt op Bercker butsch. 

f) Eedditus misse venerabilis sacramenti, que V. feria celebratur. 

g) Eedditus Maris sancti Ulrici in Castro de Tusscheribroich. 

2. Abrechnung: über den Nachlass des P. Tilmannus. Daran an- 
schliessend in demselben Hefte (schmal 4°, ohne Umschlag): 

a) Extract aus dem vroechzittul aengaende die kirchendiensten. 

b) Die custereirenten a°. 1601, quando Emont Konings custos. 

c) Pulli olim anno 1504. 

d) Notanda pro contributione Geldrica (um 1640). Ordinarisse 
contributio des conings = 317 Gld., 1 simpel schattinghe = 
364 Gld. 

e) Nomina famüiarum parochiae in Berck de a°. 1506. (Es 
sind 131). Vgl. S. 114 Nr. 7a. 

f) Vikarierenten von 1598. 

g) Nomina famüiarum pastoratus de Bercka a°. 1640. (Es sind 
104, aber die Liste ist nicht ganz vollständig.) 

3. Dit sint der kirchen rechten van Berck gescreven int jar duisent 
veiff hondert en veiffthin (?), di men jars nu pleicht zo rroecken 
in den heiligen sents, anschliessend die Kirchenrenten. — Hs. 
17. Jahrhs. schmalfol. 

4. Anno domini duissent vc ind xxix, Einkünfte der Kirche to 
Berck in 29 Absätzen. — 1 Perg.-Streifen. 

5. Armenbuch der Kirche zu Wegberg von 1682. — 1 Bd. fol. 

6. Kirchenbuch d. i. Rentbuch von 1756. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

7. Kirchenrechnungsbuch 1772 ff. — 1 Bd. fol. 

8. Getaufte 1639-1655, 1655-1682, 1771-1791, 1783. 

Bürgermeisteramt : 

1. Verzeichnis der Wegberger Armenrenten von 1756. — 1 Bd. fol. 
in Perg.-Bd. Vgl. oben Nr. 5. 

2. Armenrechnungen 1772 ff. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Wegberg: 
Getaufte 1682—1718, 1718-1754, 1755-1783. 
Getraute 1656—1724, 1735—1798. 
Gestorbene 1656—1724, 1733—1782. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Tusch enbroic h: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

Im Besitze des Herrn Jakob Brunen: 

1. 1777, Sept. 9. Gulich. Militärisches Dienstentlassungszeugnis für 
Matthias Weingart, der 106 Monate als gemeiner Soldat gedient 
hat, ausgestellt von Johann Peter Kling. — Or. Pap. fol. quer be- 
schrieben, 1 S. aufgedrückt. Vgl. oben S. 120 Nr. 2. 

2. Rechnung des Gerichtsboten der Herrschaft Tüschenbroch, Johann 
Jacob Wilms 1796 bis 1801. — fol. 



IV. Kreis Geilenkirchen. 



Baesweiler. Kath. Pfarramt: 

1. 1607, Nov. 21. Die Schöffen zu Pfaffendorff bescheinigen, dass 
Henrich Schröder (f) der Kirche Baestwiler eine Jahrrente von 
1 / 2 Mltr. Roggen schuldig sei, und bezeugen die Richtigkeit der in 
einem alten deutschen Evangelienbuche vorn eingetragenen Kirchen- 
renten, die der 87jährige alte Kirchmeister eingetragen hat. — 
Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

2. 1654, Juni 23. Ein Ehepaar hat 21 Reichsthaler aus dem Armen- 
fonds geliehen und dafür ein Grundstück als Pfand gesetzt. Ein 
Theil der Schuld wird zurückgezahlt. — 1 Bl. fol. 

3. 1674, Mai 30. Testament des Junkers Joannes Reinerus von Spe, 
wodurch er ein Jahrgedächtnis stiftet (Pap. Or. 2 Bll. fol.) sowie 
andere Messstiftungen 1636 ff. 

4. Anniversarienverzeichnis von 1729. — 1 Bl. fol. 

5. Register des jährlich in festo St. Andreae fälligen kirchenpfachts 
in Beggendorf 1737/38. — 4 Bll. fol. 

6. Rentbuch 18. Jahrhs. — 1 Bd. fol. 

7. Kirchenrechnung dorfs Baesweiler 1773/74. — 4 Bll. fol. 

8. 18. Jahrh. 2. Hälfte. Vorsteher, Kirchmeister und Beerbte bitten 
die Landesregierung um Erlaubnis zum Bau des Kirchendachs. 
Die Kosten werden auf mehr als 350 Reicbsthaler beziffert. — 
21 Bll. fol. 

9. Gestorbene 1770—1798. 

10. Moderne Chronik, verfasst 1879 von Pastor Thissen. — 1 Bd. fol. 
140 S. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Abschrift der Ortschronik von Pfarrer Thissen. — 1 Bd. fol. 55 S. 

2. Aus der Pfarrei Baesweiler: 

Getaufte 1658—1742, 1741-1773, 1770-1819. 
Getraute 1658—1744, 1745—1771. 
Gestorbene 1658-1742, 1742—1773, 1772-1819. 
3 Aus der Pfarrei Beggendorf: 

Getaufte 1654-1755, 1755-1770, 1770-1798. 
Getraute 1673—1727, 1755-1770, 1770—1798. 



Kreis Geilenkirchen. 125 

Gestorbene 1724-1754, 1755-1770, 1770-1798. 
Gefirmte 1730. 
4. Aus der Pfarrei Oidtweiler: 

Getaufte 1701—1751, 1752—1770, 1770-1798. 
Getraute 1704—1753, 1754—1773, 1770—1798. 
Gestorbene 1706-1737, 1738—1772, 1770-1798. 

Seggendorf. Kath. Pfarramt: 

Nach der Unterdrückung wurde die Pfarrei 1834 neu er- 
richtet. Vgl. Baesweiler S. 124 Nr. 5. 

1. 1454, Sept. 12. Zwischen dem Stift St. Cäcilien in Köln als Inhaber 
des grossen Zehnten und der Pfarrgemeinde Beggendorf sind 
Streitigkeiten entstanden. Das Kapitel zu St. Gangulf in Heinsberg 
als bestellter Schiedsrichter entscheidet, dass a) das Stift und die 
Gemeinde gemeinsam für Herstellung der Glocke und des Kirchen- 
schiffs zu sorgen haben, b) dass das Stift aller 14 Jahre eine mittel- 
mässige Kasel liefern und einen Zuchtstier halten soll. — Not.-Inst. 
Abschr. 17. Jahrhs. 3 Bll. fol. Eine zweite Abschrift 2 Bll. fol. 

2. 1637, Juli 3. Die Erben des f Pastors Gerardus Correns bitten 
um das Gnadenjahr. — Or. Pap. 1 Bl. fol. 

3. 1674, Juli 24. Philipp Wilhelm präsentiert, nachdem Joannes Bey 
resigniert hat, Joannes Spinder zum Pfarrer von Beggendorf. — 
Perg. Or. 1 S. aufgedrückt. Ebensolche Präsentation von 1723 
nebst Investitur durch den Ofhzial des Archidiakons. 

4. 1686, Okt. 28. Bischöfliche Bestätigung des neu gegründeten bene- 
ficium simplex B. Mariae Virginis. — Abschr. von 1834. 

5. 1699, Mai 1. Die Äbtissin von St. Cäcilien giebt freiwillig 
25 Reichsthaler zum Guss der zweiten Glocke und stiftet für die 
Kirche eine priesterliche alff und wiel (= velum oder etwa twele 
[lat. tobalea = Altartuch] ? Vgl. Annalen d. hist. Ver. f. d. Nieder- 
rhein 45. Heft. S. 124). — 1 Bl. fol. 

6. 1699, Nov. 6. Der Glockengiessermeister Merten Fesch in Köln 
erklärt sich bereit, die herabgefallene Glocke wieder auszubessern. 
— Not.-Inst. Abschr. 4 Bll. fol. 

7. Rechnung über den Guss der Glocke 1725. — 1 Bl. fol. Vgl. über 
Glockenguss I, S. 49 Nr. 6 und S. 296 Nr. 5 sowie oben S. 14, 
Hasselsweiler Nr. 10 und S. 110 Gevenich Nr. 11. 

8. Stiftungsurkunden von 1652, 1674, 1678, 1679, 1687. — Abschriften 
Pap. fol. 

9. Akten der 1783 durch Maria Elisabetha Zillikens, Wittwe des 
Johannes v. Wersch, gestifteten Frühmesse. 

10. Kirchenrechnungen 1704, 1718 ff. mit Unterbrechungen. 

11. Kirchenrenten, Hs. 17. Jahrhs. — 2 Bll. 4°. 

12. Gedruckte Erlasse der geistlichen (1696, 1708 ff.) und weltlichen 
Behörden (1708 ff.). 

13. 1840, Febr. 22. Attest der Verwaltung des Baesweiler Erbbusches, 



126 Kreis Geilenkirchen« 

dass die Kirchenfabrik zu Beggendorf [zwei Heistern Holzrecht be- 
sitzt. — Pap. Or. 
14. Getaufte 1770—1835. 
Getraute 1792—1809. 
Gestorbene 1797-1836. 

Birgden. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten. Vgl. unten S. 201 Nr. 10 (1485). 

Blumenthal, Haus (bei Brachelen). Im Besitze des Herrn v. Gruit hausen: 

Früher sind viele Akten verbrannt, ein anderer Teil ist 
1877 an Bürgermeister a. D. Bins in Andernach, einen Vetter 
des Besitzers, verliehen worden. Gegenwärtig findet sich noch vor : 

1. 1570, Jan. 3. Heiratsverschreibung zwischen Hermann Klaitz zu 
Buntenbruch und Elisabethen von der Gruithausen, wittib des 
Johann v. Blomendal. — Perg. Or. 

2. Leichenbegängnis des Pfalzgrafen Philipp Hinrich von Neubourg, 
seit 1609 Herzog von Jülich, Cleve und Berg; er starb am 12% 
August 1614, ihm folgte sein Sohn der Churprinz Wolfgang Wil- 
helm, der hinter der Leiche einherschritt. — 44 Blatt Kupferstiche. 
Der Titel steht auf der vorderen Einbanddecke. 

Brachelen. Kath. Pfarramt: 

1. Moderne Bearbeitung der Geschichte der Ortschaften Brachelen 
und Lindern von Bürgermeister a. D. Esser. — fol. 164 S. 

2. Im modernen Urkundenbuch (1 Bd. fol.) Abschriften von Präsen- 
tationen zweier Geistlicher 1581 und 1690, Notizen über Reihenfolge 
der Pfarrer und Stiftungsurkunden 1736 ff. 

3. Zahlreiche Akten (vgl. S. 131 Nr. 6<», 1607) über den Kappbusch, 
besonders die Gerechtsame des Pfarrers daran. Neben Holzgedings- 
protokollen u. a. auch 

a) Kappenkotter und gerechtigkeiten von 1642. — schmalfol. 

b) Kotterbuch von 1662 (schmalfol.). 

c) Liste der 1697, als es nur wenig Ecker gab, in den Kappbusch 
getriebenen Schweine: aut jeden Morgen kommt nur 1 Ferken. 
— 1 Heft schmalfol. 

d) Item disse hernabeschreven guder gelden erfflichen die uissgult, 
dairmit die forster uff die Kappen beloint und underhalden 
uerden. Dairomb werden die selbigen, so he innen benant r 
an erben genant, und die ander kir speis underdhanen, so nit 
he innen benant, werden kotter genant. Es werden roggen- 
lehen (geben den Förstern ein Summer Korn und Pastor und 
Küster 4 Brote), evenlehen (geben den Förstern 1 Summer Hafer 
und Pastor und Küster 2 Brote) und kotten unterschieden: jeder 
kott oder haus giebt den forsteren ein broit und dem pastoir 
und custer ein brot. 



Kreis Geilenkirchen. 127 

4. Pastoratsrenten von 1610 (1 Heft, schmalfo). in Perg.-Hs.-Umschl.} 
nnd jüngere Fassungen, auch von 1766 (1 Bd. fol.). 

5. Kirchenrentbuch von 1765. — 1 Bd. fol. 

6. Kirchenrechnungen 1647 ff. Vgl. unten S. 146 Nr. 57 ft . 

7. Einzelne Kirchenrechnungen aus Linner 1620/21 ff. — fol. 

8. Laethgerichtprotokolle zu Brachelen von 1734. — fol. 

— Bürgermeisteramt: 

Die seit dem 16. Jahrh. verhältnismässig reichen Akten- 
"bestände verdienen eine sorgfältige Durcharbeitung und 
Ordnung. 

Im folgenden sind die Stücke verzeichnet, die bei flüch- 
tiger Durchsicht als die älteren und in verschiedener Hin- 
sicht interessanten erkannt wurden. 

I. Akten über den Kappbusch: 

1. Aktenfaszikel (Fach XV. Nr. 3 der alten Registratur), enthaltend 
Urkunden zum Beweis der Gemeindegerechtsame auf dem unge- 
teilten Piivatwald Kappbusch. Darin u. a. folgende Stücke: 

a) Niederschrift des alten Kappenzettels d. h. der Waldordnung 
von 1476, Febr. 28 {op den esch dach). — Pap. 28/40 cm. Kerb- 
zettel. Dabei eine Übertragung ins Neuhochdeutsche von 
Quix 1839. Wird abgedruckt Zs. d. Aachener Geschichtsvereins, 
24. Band. 

b) Extract aus der Kappenordnung d. a°.A550, den 22. April in 
55 Absätzen, iuramentum des unadlichen gebman, iuramentum 
secretarii. — 11 Seiten fol. Hs. 17. Jahrhs. Vgl. Nr. 41 und Nr. 10o. 

c) 1644, November 29. Wolfgang Wilhelm verfügt auf wiederholte 
Vorstellung der Erben auf dem Kappbusch, dass die 40 Klaftern 
Holz, welche bisher jährlich auf Grund der landesherrlichen 
Holzberechtigung für das Haus Heinsberg gehauen wurden, 
durch eine Zahlung von 2000 Reichsthaler abgelöst werden 
sollen. Doch behält sich der Herzog vor, durch Rückerstattung 
der Summe jedes Jahr die Holzberechtigung wieder zu erwerben 

— Abschritt des Originals auf Perg. mit 1 S. Auf dem Rücken 
der Perg.- Urkunde stand die Quittung für erfolgte Zahlung vom 
1. Juni 1645. 3 Seiten fol. 

d) Eid der Förster. — IS. 

e) Erneuerung der Waldordnung vom 29. April 1740 in 55 Absätzen. 

— Abschr. von 1838. 6 Bll. fol. 

f) 1555, April 2. Gemeindesatzung üher die Viehhaltung der Nach- 
barn, Bierschank und Brotbacken. — 2 moderne Abschriften 
von 2 Bll. u. 1 Bl. fol. 

g) 1656, Oktober 14. Regelung der Beitragsquoten zu den ge- 
meinen Lasten seitens Hilfarth, Lindern und Brachelen : Hilfarth 
muss 7 8 , Lindern l j 1 und Brachelen den Rest aufbringen. Auch 
die Viehhaltung und gemeine Nutzung wird neu geordnet. — 
2 moderne Abschr. je 2 Bll. fol. 



128 Kreis Geilenkirchen. 

h) 1772, Mai 9. Vergleich zwischen Brachelen und Lindern wegen 
der battungen auf dem obersten Bracheler driesch in 8 Absätzen. 

— Pap. Or. mit 12 Unterschritten, 4 Bll. fol. 

i) Verzeichnis der gehaltschweine von 1789 d. i. der ah Lohn für 
die Beamten frei gehenden Schweine sowie der Geistlichen u. s. w. 

— Abschr. von 1839. 1 Bl. fol. 

k) Namentliches Verzeichnis der stimmfähigen Kappbusch-Beerbten 
(welches Jahr?): es sind 40 aus Brachelen, 10 aus Lindern, 18 aus 
Hilfarth, 3 aus Hückelhoven und 5 aus Meinig, zusammen 76. 
Die Berechtigung jedes einzelnen ist ausgedrückt in korter und 
tingen. (Vgl. S. 135 Nr. 10p.) — 2 Bll. fol. 
1) Akten über die Aufteilung des Busches 1819 ff. 

2. Buch für den Kappenbusch, an dem Lindern, Hilfarth und Brachelen, 
Rittergut Wedau, Tenholt und Klink ei berechtigt sind. (1 Bd. fol. 
in Perg.-Bd.) Dariu: 

a) Extract ausser der Kappenordnung. 

b) 164t. Ablösung der dorn Amtmann zu Heinsberg zustehenden 
40 Klafter Holz, quatemberholz genannt. Vgl. Nr. l c und 4 h . 

c) Nachrichtung einiger alten gewonheiten, recht- und gerechtig- 
keiten des Kappenbusch (4 Absätze). 

d) Holzgedingsprotokolle 1625—1745. 

e) Kotter und gerechtigkeit der Kappen, wie viel ein ieder darauf 
berechtigt ist, = kotter gerechtigkeit. 

3. Drei weitere anschliessende Bände führen die Nachrichten über 

den Wald bis 1837. Vgl. Nr. 2d und Nr. 9. 

4. Einzelne Aktenstücke über die Organisation der Buschverwaltung. 

a) Notttvendige Verbesserung des busch inzustellen uff icolgefaUen 
der sementlichen geerbten, wohl vorgelegt beim Holzgeding 1575, 
sehr beschädigt und wohl auch nicht vollständig. — 2 B1L fol. 

b) Verzechenis der personen, so anno [15] 83 am 3. Septembris uff 
dem echerbesichtigung bei meir gezert haben. Es sind 24 Per- 
sonen, die Mahlzeit kostet für jeden 9 Albus, an Wein wurden 
32 Quart verbraucht. — 2 Bll. fol. Vgl. Nr. 4<> und 10h. 

c) Johann Fingerhoedt beschwert sich beim Amtmann, dass eine 
beim Holzgeding 1588 bei ihm entnommene ahem biers noch 
nicht bezahlt sei und ebenso die Zehrung* von 12 Thaler 20 Albus 
einiger schützen, die 1590 steurgelt gefordert, wofür die Schöffen 
Bezahlung angelobt haben. — 1 Bl. fol. 

d) 1593, vor April 29 (Datum der Präsentation). Sementliche 
nachbar uff dem Hilvart bitten den Amtmann und semptliche 
Junkern und erben der Kappen die Förster anzuweisen, a) dass 
der neuen Ordnung gemäss ein neuer Schlag (hau) nur drei 
Jahre geschont wird, nicht, wie es geschehen, 5 Jahre und länger 
vom Eintrieb der Kühe {koebesten) freibleibt, b) dass der jetzt 
mit Eichen bepflanzte Schleickdriess wieder wie früher als Not- 
weide betrachtet wird. — 2 Bll. fol. Or. 






Kreis Geilenkirchen. 12£ 

e) 1599, März 22. Degenhardt von Merodt zu Cosler, ambtman 
und stathelter zu Heinsberg, bittet die edlen und ehrentfesten 
Arnolden von Bodtbergh zu Tryps, erbmarschalken des fursten- 
thurnbs Geller, und Wilhelmen von Blomendall zu Brachelen r 
seinen Schwager und Gevatter, ihn bei dem auf Anhalten et- 
licher beerbten auf Dienstag, den 23. März, festgesetzten Holz- 
geding zu vertreten, da ihn seine Gicht am Erscheinen verhin- 
dert, und die Verhandlungen schriftlich aufnehmen zu lassen. — 
Or. Pap. 1 Bl. fol. 

f) 1801, Jan. 7. Der Amtmann zu Heinsberg Degenhard von Me- 
rode an die aedlichen und sunst sembtliche beerbten der Kappen r 
der ihm vorgetragene Streit zwischen den Beerbten von Brache- 
len und Hilfarth soll bis zum nächsten Hol zgeding ruhen; kann 
er bei dieser Gelegenheit nicht geschlichtet werden, so muss 
die Sache an höhere ort gelangen. Jedenfalls wird strengstens- 
befohlen, dass beide Teile bis zum Austrage sich der Thätlich- 
keiten enthalten. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

g) 1601, vor Januar 14 (Datum der Präsentation). Die sementlich 
underthaenen uf dem Hilfart an den groisgepedenden hern 
ambtman: am 6. Januar haben die voerster mit dem gericht- 
boeten und geschwoeren schützen die armen Holzsucher gepfän- 
det; die Gemeinde bittet den armen betrübten underthaenen und 
miterben ire abgenoeme pfend zu restetueren bis zu verhoir 
der sachen. — Pap. Or. 2 Bll. fol. Der Amtmann Degenhard 
von Merode weist in einem Rückenvermerk die Bracheler an, 
der Bitte gemäss die Pfandstücke zurückzugeben, auf dem an- 
stehenden holzgeding die Sache der Kappen Ordnung gemäss zu 
erledigen, aber im übrigen gegen die Hilfarther nichts vor- 
zunehmen. 

h) 1605, Sept. ?. Sambtliche adeliche und unadeliche beerbten auf 
der Kappen an den ehrenvesten und hochgelehrten Bernhard 
zum Pütz, dero rechten Licentiaten, furstl. Guligischen Vice- 
cantzler und rhat: auf die frühere Klage betreffend die über- 
messige f orderung des brandholzes seitens des verstorbenen 
Amtmanns zu Heinsberg, in Folge deren sie den Untergang* 
des busches in kurzer zeit zu gewarten hetten, ist noch kein Be- 
scheid ergangen, deshalb wird die Bitte wiederholt. — Konzept. 
1 Bl. fol. Vgl. oben Nr. 1° u. 2i>. 

i) 1606, April 7. Die Beerbten besichtigen den Windschaden und 
beschliessen, dass davon Bauholz gegeben werden soll. Das 
Holzgeding wird auf den 17. April festgesetzt, bis dahin sollen 
die Rechnungen vorliegen. Wegen des amptmans brandhaulz, 
so durch seiner edelh. burggreven heftig gefordert, soll bis zum 
Holzgeding nichts geschehen. — 1 Bl. fol. 

k) 1614, April 7. Verordnung der Beerbten, die am 13. April in 
der Kirche von der Kanzel bekannt gegeben wird: es soll 
weder Windschlag noch andres Holz forthin bei einer pfeen 



130 Kreis Geilenkirchen. 

von sechs golt gülden verkauft werden. Der Verkäufer erhält 
auf 6 Jahre kein Holz. Wer Holz zugeteilt erhalten hat, soll 
dieses benutzen, ehe er um neues bittet. Wer das zugewiesene 
Holz nicht fällt, verliert es. Wer im Busch durch andre arbeiten 
lässt, soll kirspelsleut und keine Fremden dazu nehmen. — 
1 Bl. fol. 

1) Extract ans der Kappenordnung d. i. die 11 ersten Strafbe- 
stimmungen, die Beträge von 5 Mark bis 6 Rheinische Gulden an- 
drohen, in der Fassung von J550, Hs. 17. Jahrhs. — 1 Bl. Vgl. Nr. l b . 

m) 1601, März 23. Degenhard von Hall zu Streuweiler beauftragt, 
da er zu dem für den 30. März festgesetzten Holzgeding nicht 
kommen kann, seinen lieben Vetter Wilhelm Quaden zu Beeck 
ihn zu vertreten zu Handhabung und manutenerung meines 
hobs gerechtigkeit, da villichts etwas dar gegen vorgewandt wer- 
den mochte. — Pap. Or. 1 S. aufgedrückt, 2 Bll. fol. 

n) 1606, April 15. Derselbe schickt wegen seines Hofs zu Linner 
als Vertreter zu der auf den 17. April festgesetzten Verteilung 
des Windschlags einen Notar mit Vollmacht, für ihn zu handeln, 
da er es selbst vorzieht bei dem Vorbeimarsch koning sehen 
kreichsfolcks in seinen Bergischen Besitzungen zu bleiben. — 
Pap. Or. 2 Bll. fol. 

o) Anno 1607 am IS. Aprüis, als das hulzgeding gehalten ist, 
haben bei der edeler und vill ehr- und tugentricher Elisabetha 
von Blomendall nachfolgende personen malzeit gehalten, und 
eine jeder person ohne wein und beir uff zweilf albus gerechent, 
nämlich 21 Beerbte und 15 Diener. — 2 Bll. fol. Ähnliche Liste 
von 1606, April 17. 

p) 1612, Dez. 1. Auf Befehl des Amtmanns stellen die Geschworenen 
des Kirchspiels Botheim fest, dass sie die kohweid des Edel- 
herrn Godert Mulstroe besichtigt und von den kapecher-ferken 
so verwüstet gefunden haben, dass sie nicht mehr einer Weide 
gleich sei. — 1 Bl. fol. 

-q) 1619, Febr. 14. Die Beerbten verpachten au 4 Privatleute 
einige Morgen Wald im wirdt auf 12 Jahre für 5 Thaler für 
den Morgen Jahrpacht und 1 / 2 Ohm Wein vor weinkauf. Die 
Eichen bleiben den Kappenbeerbten. Am 4. April werden die 
Eichen den Pächtern für 190 Thaler, ty* ohem weins und ein 
thoin beirs vor weinkauf überlassen. — 2 Bll. fol. 

r) 1699, Mai 2. Die Gemeinde, welche aus der kleinen Kappen 
ein stuck von benden, den wirth gnant, . . . versazweise aus- 
gethan, will dieses anderweitig austhun und fordert den Ver- 
satzbrief zurück. — 1 Bl. fol. Vgl. S. 134 Nr. lOf. 

s) 1766, vor April 9. Die Erben Dorpmans zu Heinsberg, welche 
von den Kappenbeerbten ein Stück Benden in Versatz haben 
und aufgefordert worden sind die battungen zu bessern, lehnen 
dies ab. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

t) ? Am Rurufer soll ein Stück grassohe (Grasaue) von 2 Morgen 



Kreis Geilenkirchen 131 

angetrieben sein, welches zum besten der Kappengemeinde ver- 
pachtet werden kann. — 2 Hll. toi. 

5. Verzeichnisse der auf den Kappenbusch bruchthaft Befundenen 
1602-1603 (2 Bll. fol.), 1605—1606 (2 Bll. fol.), 1607—1608 (2 BU. fol.) 
und eine undatierte ebenfalls in den Anfang* des 17. Jahrhunderts 
gehörige Liste. Vgl. Nr. 9. 

6. Listen über verteiltes Holz : 

a) Anzeignus der gewesener (= gewiesener) heulser 1598. Es wer- 
den unterschieden branthulser, bauhüls, dillhuls, ferner Holz 
zur schüren, zur brücken, zu schlagbaumen, treffenhuls (Unter- 
lagbalken zum Dielen), tremenhulz (Dielholz). Unter den Em- 
pfängern ist die kirche zu Linner (l Bauholz) und die herren 
burgemeistere zu Hinsberg zu der neuer brücken. — 2 Bll. fol. 

b) Verzeichnus der gefallener heulzer, actum am 3. Aprilis anno 
1606. — 1 Bl. fol. 

c) Loeszettul der Kappengerechtigkeit de anno 1601 ; ist beneben 
dem hau, so im vorigem jair gehauen, im Hoinckenbongart 
zwischen der Nierbeek und Steinlaek abgelaicht. — 8 Bll. 
schmaifol. Die Einteilung in heue war nach Nr. 4 d 1593 noch 
nicht allzu lange in Kraft. Die Berechtigung wird ausgedrückt 
in kott, deren 15 bis 16 einen morgen bilden. Im ganzen wer- 
den 68 Morgen abgelaicht und auch ausgelost. Unter anderem 
erhält Götze klocker von seiner gerechtigkeit und von ohrwerk 
5 kott, pastorie Brachelen 10 kott und Lynner 2 kott. 

d) Verzeichnis des 1611 verteilten Bau- und Brandholzes, darunter 
erscheint auch Pater uf dem Hüffart ein brantholtzgen. — 
1 Bl. fol. 

e) Holzverteilung von 1632 (2 Bll. fol.) und 1634 (2 Bll. fol). Neben 
Bau-, Brand- und Dielholz kommt soll oder saeü (Schwellen) vor. 

— Vgl. S. 145 Nr. 54c. 

7. Bittgesuche um Überweisung von Bauholz aus dem Kappbusch: 

a) ? Von Johannis Piff er, dhiener oder Schreiber des herrn amptmans, 
zur Herrichtung seiner ererbten Scheuer vor arnzeit. — 1 Bl. fol. 

b) ? Von Guüielmus Werden pastor Brachelensis (f 1634) zur Her- 
stellung von Bänken in der Bracheler Kirche, da demnächst die 
Visitation stattfinden soll. — 1 Bl. fol. 

c) ? Von Hilger Brauman in Heinsberg, der sein Haus bereits her- 
gestellt hat, für Scheuer und Stallungen. — 1 Bl. fol. 

d) ? Vaist aufm Bergh hat schon oft um Holz für eine battung 
gebeten, da ihm das Wasser, im Harn genant, längs den 
Cappenbusch liggent, grossen Schaden zufügt, und wiederholt 
seine Bitte um die zu furgemelter battung noedigen patpiel. — • 
Pap. Or. 1 Bl. fol. 

e) ? Wilhelm Pickart statt- und gerichtsbott zu Heinsberg, der 
wegen Beköstigung eines Inhaftierten noch Ansprüche an die 
Gemeinde hat, bittet um Holz zur Reparatur seines Häuschens. 

— Pap. Or. 1 Bl. fol. 



132 Kreis Geilenkirchen« 

f) ? Pater und Conventualen des closters Hilfart bitten um Holz, da 
vergangen jzrs Sommerzeit der donner in unser kirch gefallen 
und, wie kundig, dieselbe vast sehr am holtzwerk und sonst be- 
schädigt, also der kirchen mit zeitlichem notbau zuverhelfen 
hochnotig ist — Pap. Or. 1 Bl. fol. 

g) 1604, vor März 26 (Datum der Präsentation). Wilhelm Scheinen, 
burger zu Linnich, als Inhaber der auf der Kappen erblich be- 
rechtigten obersten Kornmühle bittet die Gebäude zu be- 
sichtigen und ihm Bauholz zur Ausbesserung von Haus, Scheuer 
und Stallung sowie einiges Brand holz zu liefern. — Pap. Or. 
2 Bll. fol. Vgl. unten Nr. 21. 

h) 1612, vor April 30. Daniel Horst vicarius in Brakelen will am 
St. Katharinenaltar, darab ich unschuldiger rector bin, Repara- 
turen vornehmen und bittet um ein holtzgen. — 2 Bll. fol. Die 
Bitte ist erfüllt worden (Rückenvermerk), 
i) ? Wilhelmus a Wyck, rector altaris b. Mariae virginis in 
Brachten, der bereits früher eine Zusage erhalten hat, bittet 
um Holz, zumal da er in 24 Jahren von seiner Gerechtigkeit 
keinen Gebrauch gemacht hat. — 2 Bll. fol. 
k) 1619, vor April 15 (Tag der Präsentation). Peter Schuckens, 
leidecker und burger in Heinsberg, bittet um Holz zum Wieder- 
aufbau seines beim grossen Brande zerstörten Hauses aus 
christlichen mitleiden und barmherzigkeit (Pap. Or. 2 Bll. fol.). 
Am gleichen Tage werden Gesuche von meister Gerhart Made- 
mecher (2 Bll. fol.) und von Jaspar (1 Bl. fol.) aus demselben 
Grunde überreicht. 
1) 1620, vor Juni 15 (Datum der Präsentation). Peter Mullers, 
dem Peter Fincke sein auf der weidtmullen liegendes Bauholz 
weggefahren hat, wodurch ihm 4 Goldgld. Schaden entstanden 
sind, bittet, den letzteren zum Ersatz dieses Betrages anzuhalten 
und anderes Holz anzuweisen. — Pap. Org. 1 Bl. fol. 
m) 1620, Juni 15. Amtmann, Vogt, Dechant und Magistrat zu 
Heinsberg bitten um Holz zum Aufbau des neben mehr anderen 
bürgerheuseren leider in grund abgebranten Hospitals. — 1 Bl. 
fol. Laut Rückenvermerk bewilligt. 
n) 1621, April 18. Der Landschreiber zu Gangelt hat Holz zuge- 
sagt erhalten und zum Empfang am zweiten Montag nach Ostern 
seinen Bruder beauftragt. Da derselbe nicht erscheinen kann, be- 
traut er einen Zimmermann mit der Inempfangnahme. — Pap. Or. 
1 Bl. fol. 
o) 1621, vor Juni 7 (Tag der Präsentation). Bitte des Dietrich Fabri- 
cius in Heinsberg zum Wiederaufbau seines beim grundverderb- 
lichen mordbrand am 3. Juni 1619 zerstörten Hauses um ein 
holtzgen. — 1 Bl. fol. 
8. Beschwerden wegen ungerechtfertigter Bestrafung und nicht er- 
haltenen Holzes: 

a) 1601, vor März 30 (Tag des Bescheids). B. Breuer hat zur 
Zeit, als Arnold von Bodberg zu Tryps und Heinrich Glaiß 



Kreis Geilenkirchen. 133 

gebmeister waren, ein Baubolz auf dem Holzgeding bewilligt er- 
halten, aber die jetzigen Gebmeister, Dietherich von Horrich 
zu Braichlen und Peter Jengens zu Lynner y haben trotz wieder- 
holter Mahnung kein Holz angewiesen. Hiermit werden die 
Beerbten gebeten, die Anweisung anzuordnen. — Pap. Or. 1 Bl. 
fol. Das Holz wird laut Rücken vermerk angewiesen. 

b) 1608, nach Mai 28. Hans Cuper inghen Habroch zu Ratheim, 
welcher wegen Holzentfremdung zu 6 Goldgld. Strafe verurteilt 
worden ist, rechtfertigt sich und bittet um Rückgängigmachung 
der Strafe. — Pap. Or. 2 Bll. fol. Ablehnung der Bitte vom 
2. Juni 1608. 

c) 1612, vor Januar 7 (Datum der Präsentation). Leonard Frencken 
beschwert sich beim Amtmann über den Förster Johan Hoimken, 
der ihn zwei mal angeklagt hat, er habe ungebührlicher Weise 
gebuschet, weshalb er zu 12 Goldgld. Strafe verurteilt worden 
ist. — Pap. Or. 2 Bll. fol. Die Beschwerde wird vor das Holz- 
geding gebracht, aber abgewiesen. 

d) 1612, ?. Erneute Bitte desselben an den Amtmann, er solle dem 
Förster auftragen, die Stichhaltigkeit seiner Anklage zo bewären. 
— Pap. Or. 2 Bll. fol. 

e) 1620. vor Februar 4 (Tag der Präsentation). Die Wittwe des 
Merten Koenen ist mit 3 Goldgulden Strafe bedroht worden, 
weil sie einen Eichbaum verkauft hat. Sie rechtfertigt sich 
damit, dass ihr verstorbener Mann diesen nicht durch die Geb- 
leute angewiesen erhalten, sondern aus seinem eigenen gelt 
gekauft habe. — 1 Bl. fol. 

f) 1621, vor Juni 7 (Datum der Präsentation). Dahin Jengens zu 
Linner hat Holz angewiesen erhalten und abgefahren, aber 
Jan Hoinkens beschuldigt ihn, falsches Holz genommen zu haben. 
Er ist mit 4 Gulden Brüchte belegt worden, fordert Untersuchung 
und Rückerstattung. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

g) ? Hermann Wageis ist beschuldigt worden, eine bürden g er den 
abgehauen zu haben und ist des geständig, zeigt aber an, dass 
der seildreher zu Schaphausen nebst drei anderen ebenfalls 
Gerten abgehauen habe, u dabei betroffen worden, aber noch 
nicht bestraft sei. Was Auswärtigen gestattet werde, das müsse 
doch bei einem nachbarbusch einem Beerbten erst recht ge- 
stattet sein. — Pap. Or. 1 Bl. fol. 

h) 1676, vor Juni 25 (Datum der Präsentation). Die gemeinen 
Nachbarn zu Hilffordt beschweren sich über die geschworenen 
Schützen zu Brachelen, weil sie die Hilfarther Füllen bei der 
W T eide im Busch unrechtmässiger Weise geschüdt und nach 
Brachelen gebracht haben, und bitten um Erhaltung ihrer Weide- 
rechte. — Pap. Or. 1 BL fol. 
9. Holzgedings protokolle 1574 bis 1595, einzelne Aktenstücke nach- 
träglich zu einem Faszikel vereinigt (33 Bll. fol.). Den Inhalt bilden 



zumeist die Strafen für Buschvergehen. — VgL Nr. 5. 



9 



134 Kreis Geilenkirchen. 

10. Modernes Aktenfaszikel mit dem Titel Copia den Kappen-Ordenung. 
Enthält u. a.: 

a) 1745, Dez. 11. Protokoll über Verhandlungen, die Reparation 
der Steuern unter die Stadt Heiusberg und die Dörfer Brctchelen, 
Linner, Hüfarth t Dremmen, Utrath, HtUhoven, Horst, Porselen, 
Oberbroich, Karken, Kempen, Unterbroich, Kirchhoffen, Aphoven, 
Schaaf hausen, Walderath betreffend. — 4 Bll. fol. 

b) Undatiertes, in die 1. Hälfte 17. Jahrhs. gehöriges Memoriale, 
worin gefordert wird 1. Auskunft, weshalb die oftmals ange- 
ordnete Aufzeichnung über die Gemeinde- und Kirchengüter 
und ihre Nutzung noch nicht hergestellt sei, 2. Abstellung* der 
Beschwerde des gemeinen armen Manne?, dass einzelne viele 
koetengerechtigkeiten erwerben, 3. Festsetzung eines Tages 
zum Ausgleich der zwischen Brachelen und Hilfarth schwebenden 
Streitigkeiten. — 2 Bll. fol. 

c) Holzgedingsprotokoll 1632, Juni 15. — 1 Bl. 

d) 1675, April 19. Die Schöffen bekunden, dass ihnen für die Ein- 
quartierung von 133 Dragonern mit Pferden vom Trautmans- 
dorfflschen Regiment unter Hauptmann Madalungh vom 2. Januar 
bis 15. März 665 Thaler Kölnisch = 443 Reichsth. 24 Albus zu- 
stehen. — Pap. Or. 1 S. aufgedrückt (ab). 2 Bll. fol. 

e) 1649, Juli 13. Die Gemeinde der dingbank Brachelen, nämlich 
die Dörfer Brach elen, Linner und Hilfarth, verkaufen für 500 
Reichsthaler dem Grafen Hermann von dem Berg eine Jahr- 
rente von 31 Reichsthaler in specie. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 
(ab). Unterschriften von 9 Schöffen bezw. Geschworenen. 

f) Rechnung über die zuerst am 28. Febr. 1679 auf 24 Jahre ver- 
pachtete Kleine Kappen. — 1 Bl. fol. 

g) 1602, April 15. Willem Quadt zu Beeck bittet um die ihm ver- 
sprochenen zwei guten Bauhölzer. — Pap. Or. 1 Bl. fol. 

h) Verzeichnis der Teilnehmer des am Holzgedingstag (ohne Jahr, 
17. Jahrhs.) abgehaltenen Essens (1 Bl. fol.): 13 Adlige, 2 Geist- 
liche, 6 Schöffer, 8 Geschworenen, 14 andere Beerbte, 8 Diener. 

i) ? (17. Jahrh.). Gerhard Prickarts, custos in Linnich, der ebenso 
wie seine Frau im Kirchspiel Brachelen geboren und, wie- 
wohl er seine tägliche Nahrung in Linnich hat, am Kappbusch 
berechtigt ist, bittet um Bauholz für seine Scheuer. — Pap. Or» 
1 Bl. fol. 

k) 1619, vor April 15 (Datum der Präsentation). Gerhard Wolff* 
scheffen und burger zu Randeradt bittet um Holz zum Wieder- 
aufbau seines bei dem grossen Brande in abgewichener Fasten 
mit allem Inventar verbrannten Hauses. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

1) 1601, März 29. Tryps. Arnold von Boedtbergh bedauert, da 
er zum Deputationstag nach Düsseldorf beschieden ist, nicht 
zum Holzgeding kommen zu können, spricht sich aber entschieden 
gegen jede Veränderung der Buschordnung aus. — Pap. Or. 
I Bl. fol. 



Kreis Geilenkirchen. 135 

in) 1777, vor April 8 (Datum der Präsentation). Die Gebrüder 
Freiherrn von Olmissen, genant Mulstro, haben die Kappen- 
benden von der Gemeinde Brachelen in Versatz. Da sie durch 
das Wasser Schaden leiden, fordern sie das Holz zum „Patten* 
oder wollen das Verhältnis lösen. — Pap. Or. 2 Bli. fol. 

n) 1601, Januar 1. Beschwerde der Kappbusch beerbten gegen die 
Hilfarther beim Amtmann, das« aus einem Hause 4 bis 5 Per- 
sonen Holzrechte ausüben, was den Wald und die landesherr- 
liche Wildbahn vernichten müsse. -— Abschr. Pap. 2 Bll. fol. 

o) Neuere. Abschrift der Kappenordnung von 1740. — 6 Bll. fol. 

p) Akten über die Teilung des Kappbusches von 1853/54. (Druck, 
9 Bll. fol.). Es gab 148 Berechtigte. Der Wald bestand aus 
50 Holzmorgen und 13 Rotten. Jeder Morgen zerfällt in 20 Rotten, 
jedes Rott in 4 tintchen. Vgl. oben S. 128 Nr. l k . 

ZI. Urkunden und Akten der Gemeinde Brachelen. 

11. 1477, Juni 26 (des donnerdaichs neist nae sant Johans dagh bap- 
tist). Vor den Schöffen des dingstols Braichlen bekennen Gerhart 
Byns und seine Gemahlin, dem Johan Cuiters und seiner Hausfrau 
4 minoren roggen der maessen van Hgnsbergh guets waeraftigs 
pachtkoms Erbrente schuldig zu sein. — Abschrift 16. Jahrhs. 2 Bll. 
fol. Als Transflx hing au: 1560, Mai 3 (am dritten dagh maijj. 
Vor Johan van Zwenbruggen, Vogt des Amts Heinsberg, und den 
Schöffen zu Brach elen übergeben Ger hart Kuiters und sin mit- 
gedlingen (?) den Hauptbrief an Johan van Wer dt und Sophia van 
Herll siner eliger hausfrauwen. 

J.2. 1481, Mai 18 (up fridach neist nae sint Servaess daghe). Vor den 
Schöffen zu Brackelen bekennen Heine van Aelst ind Bertgen 
seine Hausfrau, dem Johann Birckman und seiner Ehefrau i Mltr. 
Roggen Erbrente schuldig zu sein, und verpfänden dafür ihr Haus 
und Hof zu Niederbrachelen. — Abschrift 16. Jahrhs. 4 Bll. fol. 
Als Transfix hing an*. 1555, Nov. 30 (auf sente Andries dagh). 
Vor den Schöffen zu Brachelen — darunter Wilhelm von Wyrde — 
überträgt Giertta Francken dem Tylmann Gordtz und seiner Haus- 
frau Giertta den Hauptbrief. 

13. 1555, April 2. Dis seind alsulche ordenungh zu gantzer nutz undpro- 
feidt der nachbarschaß auf gereicht, wes die ehrentfest und fromm 
Werner, herr zu Geimmich, amptman, und Johan von Ziveribrüggen, 
vogt zu Heinsbergh, fort semptliche scheffen, bilrgermeister und ge- 
schworen zu nutzbarkeit der gantzer erbgenahmen zu Brachelen, 
Hilfardt und Leinner auf huidigen deinstagh den zweiden Aprilis 
anno tausend fünfhundert funfundfunfzeigh eigendtlich ent- 
schlossen und festiglich auf jeder bruchten gehalden soll werden, 
sich entschlossen und verdragen wie folgt d. i. die Gemeindeordnung 
in 13 Absätzen, welche die Viehhaltung und Weidebenutzung sowie 
die Thätigkeit der Brauer und Bäcker regelt. — Perg. Or. ohne 
Siegelung. 



136 Kreis Geilenkirchen. 

14. 1562, August 18. Dederich van den Horich, der von Jaspar van 
Hoen Haus, Hof, Bongert und Kuh weide, genant das gut uf den 
Bergh, im Kirchspiel Brachelen mit ungefähr 4*/2 Morgen Land ge- 
kauft hat, bittet den Amtmann beim Landesherrn die Einwilligung 
zur erbung und uftragt desselben vursch. lehenguts zu erwirken. 
— Pap. Or. 1 B). fol. 

15. 1568, Mai 31. In unserm dosier Aldenbergh. Herzog Wilhelm 
schärft seinen den Amtleuten und der Ritterschaft wiederholt ge- 
gebenen Befehl nochmals ein, in diesen sorglichen beschwerlichen 
leuffen in gauter rostong mit pferd und hämisch einheimsch zu 
verhalten^ umb im fall der not unsere underthanen vor unbilligen 
uberfal verthedigen zu helfen. Feinde der Kgl. Majestät von 
Hispanien sind auszuweisen, Werbungen gegen dieselbe nicht 
zu gestatten, Fremde in den Gasthäusern streng zu beobachten. — 
2 Bll. fol. 

IG. 1584, in Januario. Johan Coenen hatte seinen drei Söhnen gemein- 
sam ein brauhau s } bruwgezauw und neuen stall testamentztvei» 
vermacht. Einer ist gestorben, und die beiden überlebenden Brüder 
mit ihren Frauen treten das Erbe desselben an. — 1 Bl. 4°. 

17. ? Die sämtlichen Schöffen des gerichtz Brachen (!) bitten den Vogt, 
er möge ihnen die ihrem haubtgericht zur Aburteilung überwiesenen 
criminalsachen (homieidia) abnehmen (da es Übung sei, dass zwar 
die drei underbenke . . . alle und jegliche criminalsachen richten 
und erörtern, dass aber das Hauptgericht davon befreit sei) und 
an das ordentliche Gericht überweisen. — 2 Bll. fol. 

18- ? Beschwerde eines Eingesessenen von Brachelen gegen seinen 
Nachbar, der — obwohl verwarnt — durch flachs schwingen Feuer 
verursacht hat, wodurch des Beschwerdeführers Haus abgebrannt 
ist. — 1 Bl. fol. 

19. ? Tilman am putz zu Brachelen in einer Erbschaftsangelegenheit 
an den Landesherrn: eine Schwester seiner Frau war in das gotz- 
huis uf dem Hilwart, im ampt Heinsberg und gericht Brachten 
gelegen, für eine geistliche person gedan gewest. Als durch die 
Burgundische vehede das convent verjagt icorden, ist dieselbe 
auch mit darus gangen und hat sich zu ihrer Mutter begeben, 
nach deren Tode aber zu ihrem Schwager, dem Bittsteller, dem 
sie 200 Goldguldcn von ihrem kindteil gegeben hat. — 2 Bll. foL 
Konzept. 

20. Gebrechenzettel des kirspels Brachelen, nach der Hs. um 1600 an- 
zusetzen. Inhalt: 10 Klagepunkte, am Rande offenbar von der 
Behörde gegebene Antworten mit Besserungsvorschlägen. — 
2 Bll. fol. 

21. 1605, vor April 7. Wilhelm Scheiffen, Bürger zu Linnich, bittet 
den Vogt, zur Kenntnis des Gerichts Nachforschungen zu veran- 
stalten, wie es mit der verweigerten Erbung der obersten kornmul 
bewandt sei. — 1 Bl. fol. Or. Vgl. oben Nr. 1s. 

22. 1608, April 22. HeinSchoill, Bürger von Randerath, hat anMartten 



Kreis Geilenkirchen. 13? 

Maus in Sittard weisswollenes dauch verkauft, welches letzterer 
als faul bezeichnet. Die Schöffen von Brachelen fragen in aitz- 
stadt den völler, do dis dauch gefolgt, wie er es befunden. Dieser 
urteilt, es sei ein gut aufrichtig dauch, was die Schöffen bekunden. 

- 1 Bl. fol. 

"23. 1608, August 13. Wilhelm von dem Bongardt. herr zur Heyden 
und Blijt beschwert sich bei den Schöffen und Geschworenen des 
Kirchspiels Brachelen, dass mit Erbauung* einer hochnötiger neuer 
rossmull, woran ihrer filrstl. gnaden, der Bürgerschaft zu Heins- 
berg und andern viel gelegen sei, noch nicht begonnen werde. — 
1 Bl. fol. Or. 

24. 1611, April 15. Der Kommandant von Guilich, Frid. Pithan bittet 
den Statthalter zu Brachelen um einen Wagen Heu gegen Bezahlung. 

— 1 Bl. fol. Or. 

25. 1611, vor Juni 5. Peter Holzwynckcl zu Porselen, der für Pauirelssen 
Boyns zu Brachelen gewebt hat und von diesem der Unterschla- 
gung geziehen worden ist, beschwert sich darüber beim Vogt (1 Bl. 
fol.). Ebenso Beschwerde des Pawelusen Schoynwetter zu Brachelen 
gegen Petteren weber zu Porsellen. (J Bl. fol.\ präsentiert am 
9. Juni 1611. 

26. 1616, Febr. 3. Georg Wilhelm als gevolmechtigter gewalthaber 
des Kurfürsten von Brandenburg an das Gericht Brachelen: der 
Sohn des gewesenen Vogts zu Heinsberg, Lucas Kamphausen, hat 
sich beim Pfalzgrafen zu Neuburg ein provisionalpatent für das 
Amt des Vogtes erwirkt und sucht den rechtmässigen Vogt, Johann 
Sontagen, zu stören. Nur letzterem ist zu gehorchen. (2 Bll. fol.) 
Erneute Anweisung vom 10. Mai durch den Kommandeur Frid. 
Pithan von Jülich (1 Bl. fol. 1 S. aufgedr.). 

27. 1616, März 1. Verzeichnis des Getreides, welches wegen des herren- 
pachts auf den Blomendall geliebert aus dem jar 1615, so die von 
Blomendall vermoeg habender verschreibung anno 1614 verfallen 
gewesen. — 2 Bll. fol. 

28. 1617, August 26. Die Schöffen zu Brachelen bezeugen, dass Hein- 
rich Berritz aus Lindern, so auf der västung und schloss Gulich 
unter dem capitain Bronbell vor Soldat in dienst ist, so krank 
darniederliegt, dass er nicht zurückkehren kann. — 1 Bl. fol. 

29. 1617, vor Sept. 6. Gesuch der sembtlichen unterthanen des kirspels 
Brachelen bei Amtmann und Vogt, sie möchten die adelichen be- 
erbten veranlassen, das3 sie aus den gemeinen guttern verhilflich 
sein möchten, da durch den langwierigen Krieg alles ausgesogen und 
gegen dritchalb tausend Gulden Schulden erwachsen seien. — 2 Bll. fol. 

30. 1617, Okt. 23. Brachelen an Heinrich von Ollmussen, churfürst- 
lichen capitin: wenn er mit dem Konzept der Verschreibung ein- 
verstanden sei, würde das Geld durch den Amtmann geliefert 
werden. Die Verwendung sei ihm ja bekannt. — 1 Bl. fol. Konzept. 
Vgl. Nr. 48d. 

31. 1618, April 2. Lambert Thielen, Statthalter zu Brachelen, quittiert 



138 Kreis Geilenkirchen. 

dem kurfürstl. Brau den bürg*. Landrentmeister Pyll über den Em* 
pfang von 38Gld. für geliefert« Kutter und bestätigt am 1. August,, 
dass ihm der Landrentmeister, da er unbesoldet sei, 1 Mltr. Roggen 
und 1 Mltr. Hafer am Jahrpacht nachgelassen habe. — 1 Bl. fol. 

32. 1618, Sept. 23. Bekanntmachung des Amtmanns Hans Diethrick 
von Ahr und des Vogtes Joh. Sontag, das« zur Versorgung 1 der 
Jülicher Garnison Freitags ein Wochen markt abgehalten wer* 
den soll. Alle Überschüsse an getreid* roggen, geraten, tcetss T 
butter, kees, fleisch, flach und was dessen mehr sein mag, soll dahin 
gebracht werden. — 2 Bll. fol. 

33. 1630, Dez. 11. Vor den Schöffen zu Brachelen verkauft der Mit- 
schöffe Gort Eschenbrocher an Anna Clärchen, Wittwe des Wil- 
helmen Führt, Schultheissen zu Jülich und Vogtes zu Eschweiler, 
31 Reichsthaler und 1 Ort Erbrente für 500 Burgundische oder 
Creutz JReichsthaler (ä 3Gld. 6 Alb. Kölnisch). — Perg. Or. 1 S. (ab). 

34. 1658, Mni 14. Gerhart Borglohe, Jan Borglohe, Johann Kocken- 
becker und Joan Derichs im Namen seines Kindes leihen 75 Thaler 
leichter Währung und setzen 1 Morgen grind, gelegen auf der ohe t 
zum Unterpfand. — Als der Landmesser Steffen Dost 1668 das 
Grundstück misst, ergiebt sich weniger als ein Morgen, und er 
fügt das fehlende zu. 1668 wird die Summe in zwei Hälften ge- 
teilt. Weiterübertragungen 1717 und 1740. — 2 Bll. fol. 

35. 1692, Mai 9. Johann Wilhelm an den Vogt zu Heinsberg wegen 
der Besoldung des Jost Herffs, landwibel der ampter Milien, Bom r 
Geilenkirchen und Heinsberg. — 1 Bl. fol. 

36. 1693, Januar 12. Da geklagt worden ist, dass es bei umblagen 
sowohl als bilettirn in Brachelen unrichtig zugegangen sei, wird 
befohlen, dass im Unter- und Oberdorf je ein baurmeister an- 
gesetzt und das ganze Land in zwei Lagerbüchern verzeichnet 
wird. Bei Strafe von 25 Goldgld. wird den Schöffen aufgetragen, 
das Werk binnen 8 Tagen zu beginnen. — 1 Bl. fol. 

37. ? Specification des freiherm von Gruithausen seine guter, so unter 
die haualeut verp facht seind. — 1 Bl. fol. 

38. 1714, Novemb. 26. Erlass gegen herumziehende Zigeuner, Bettler, 
Juden pack. — Druck fol. 

39. 1718, Januar 10. Karl Philipp fordert Auskunft darüber, welcher 
Anteil ihm als Landesherrn etwa an den so genanten gemein- 
den jeden orts im Amte Heinsberg zukomme, besonders an den 
etwan öbhandenen ohnbebauten heiden, mithin ob wir zu sothanen 
anteil, im fall alsolche gemeine heiden umbgeackert und angebaut 
werden sollen. — 1 Bl. fol. 

40. 1727, Okt. 27. Karl Philipp verordnet, dass die pastores und vice- 
curati ihre pastoralbehausungen und Widenhöfe selbst in gutem 
baulichen Stande erhalten. — 2 Bll. fol. 

41. 1742, Dez. 31. Vertrag der Schöffen mit Meister Anton Schlosser 
wegen Ausbesserung des Uhrwerks: er erhält jährlich 2 Reichs- 
thaler festes Gehalt. - 1 Bl. fol. Vgl. oben S. 131 Nr. 6c. 



Kreis Geilenkirchen. 139 

42. 1743, Febr. 26. Auf den Befehl, alle Fruchtvorräte in der Bank 
Brachelen zu spezifizieren, wird berichtet: die Winter- und Sommer- 
früchte hätten sehr durch die Mäuse gelitten, Heu sei den Fran- 
zosen und nach Jülich geliefert worden, sodass eine Spezifikation 
nicht der Mühe wert sei. — 2 Bll. fol. 

43. 1748, März 9. Die neun vom Dorf Brachelen zu stellenden Re- 
crouten erklären sich auf 3 Jahre 3 Monate zu freiwilligem Kriegs- 
dienste bereit und bekennen jeder 25 Reichsthaler extraordinarie 
doucoeur erhalten zu haben. — 2 Bll. fol. 

44. 1762, Okt. 5. Erlass, die erneuerte Gülich- und Bergische Jagd- 
und Forstsatzung bekannt zu machen. — 1 Bl. fol. 

45. 1756—1766. Akten über die Verteilung der Kinquartierungskosten 
unter Stadt und Amt Heinsberg. — fol. 

46. 1790, April 27. Bitte um Auskunft, von einem Pastor, wie es seit 
1640 mit der zum Haus Blomendahl gehörigen untersten Mühle 
stehe. Als Antwort wird ein Erbpachtbrief übersandt, der aber 
nicht beiliegt. — 1 Bl. fol. 

47. Gemeindebesitz an Grundstücken und Häusern, dabei u. a.: 

a) ? Verzeichnus, wem Gordt Stevens wegen des angenommen 
grindtz gelt geben hat, 23 ziemlich grosse Posten, wobei 1 Königs- 
thaler = 4 Gld. gerechnet wird. — 2 Bll. fol. 

b) 1608, Mai 3. Verpachtung eines Stücks Gemeindeland auf 6 
Jahre bei der Kerzen, Angebot ist 4 Thaler Jahrpacht, und ein 
jeder beschutt soll sein ein ort thlr. — 1 BL fol. 

c) 1608, Juli 12. Ein Zaun, der dem gemeinen Weg zu nahe steht, 
wird ausgerissen. — 2 Bll. fol. 

d) 1611, April 26. Erneute Verpachtung eines grind, der 12 Jahre 
wegen grossen verderblichen kr ei gs Schadens verpachtet war, 
auf wiederum 12 Jahre für 600 Thaler. — 1 Bl. fol. 

e) 1677, Apr. 6. Befehl, den Wedauer driesch jenseits der Rohren 
nochmals meistbietend zu verpachten, da bei den ersten Ver- 
pachtungen allerhand strafbare partialitet zu der gemeinden 
nachteil vorgelaufen. — 1 Bl. fol. 

f) 1698, Juli 1. Befehl an dio Gemeinde, 9 Morgen in versaz ge- 
thane Benden einzulösen und dem Meistbietenden zu ver- 
pachten. — 1 Bl. 8°. 

g) 1699, Mai 26. Die Gemeinde hat nach Bekanntmachung in den 
Kirchen zu Drein nie u und Brachelen Gemeindebenden meist- 
bietend verpachtet und bittet den Vogt, die versatznehmere 
zu schützen gegenüber den früheren Pächtern, falls diese ihre 
vorsazpfenninge zurückerhalten. — 2 Bll. fol. Laut Rückenver- 
merk zugesagt. 

h) 1713, März 6. Wegen rückständiger Steuern und Pensionen 
werden mehrere Grundstücke versteigert, die Schuldsumme gilt 
als Angebot. Da meist niemand höher bietet, verbleiben die 
Grundstücke der Gemeinde. — 2 Bll. fol. Ähnliche Protokolle 
von 1715, Nov. 28. 



140 Krein Geilenkirchen. 

i) 1714, Juni 25. Die Gemeinde verkauft an Jan Römer . . . einen 
halben fuss breit ungefähr aus der gemeinen Strassen an seinem 
Hausplatz für 2 Reichsthaler. — 1 Bl. fol. 

k) 1748, Febr. 6. Die Gemeinde löst 17 Morgen Ben den, jenseits 
der Rur in 2 Stücken von 8 und 9 Morgen gelegen, für 1334 
Reichsthaler ein und versetzt sie wiederum auf 12 Jahre an 
Paulus Porten, halbwinner des hof's zu Kippingen und Schöffen 
des Dingstuhls Körrenzig. — 2 Bll. fol. 

1) 1754, Juni 14. Früher hat die Gemeinde in höchst tringender 
noth den Keyserskamp veräussert; jetzt hat die Rur von der 
gemeinen Weide Land angeschwemmt, ein Landmesser be- 
stimmt die Vergrösseruug auf 1 Morgen l l / 2 Viertel, welche für 
59 Reichsthaler auf 12 Jahre verpfändet werden. — 2 Bll fol. 
in) ? Beschwerde der Römer'schen Erben gegen die Gemeinde, 
weil letztere auf Gemeindegrund stehende ersteren gehörige 
Weiden geschlagen hat. — 2 Bll. fol. 

n) 1831—1841. Proze&sakten über die Rechtsverhältnisse des früher 
von der Gemeinde veräusserten Bramgesgrind. — 2 Akten- 
faszikel. 

o) 1712, Sept. 9. Landesherrlicher Befehl, den gewesenen siechen- 
hausplatz und garten alsbald dem Meistbietenden zu verkaufen 
und das erlöste Geld binnen 4 Tagen einzuliefern. — 1 Bl. fol. 

p) 1731, Dez. 1. Vertrag der Gemeinde mit Meister Görten Jas- 
pars wegen Ausbesserungsarbeiten am Rathause. — 1 Bl. fol. 
48. Schulden der Gemeinde (vgl. oben Nr. 29) und Zinszahlung (Pen- 
sionen) : 

a) 1594, April 19. Die 4 Pächter des schlickgrintz uf dem Hilf ort 
zahlen 30 Thaler Jahrpacht. 1592 sollen die Gemeindeeinge- 
sessenen Geld aufbringen, der Amtmann Degenhart van Meraidt 
gestattet, aus der gemeinden die Pfenningen aufzunehmen: jeder 
der 4 Pächter erlegt nun 25 Reichsthaler, deren Zinsen ihnen 
an dem Jahrpacht abgerechnet werden (1 Bl. fol.) 1597, vor 
Okt. 15 (Tag der Geldauszahlung) : Nachdem die Pachtzeit der 
annemer des schlickgrintz zu Ende ist, erhalten sie dieses Ge- 
meindegrundstück wieder auf 12 Jahre, müssen aber noch 100 
Thaler darleihen. Sie zahlen den alten Pacht von 18 Thaler 
weiter., erhalten keine Zinsen, aber nach Ablauf der 12 Jahre 
hat die Gemeinde 200 Reichsthaler zurückzuerstatten. (1B1. fol.) 

b) Um 1612 (undatiert). Die Gemeinde stellt dem Landesherren 
dar, wie die Schulden entstanden sind und wie sich die Ge- 
meinde durch Verpachtung von Gemeindeland, das z. T. vor- 
her Kappbusch war und z. T. davon dependierte, geholfen 
hat. Anlass ist die Einforderung der Pacht- und Versatzurkun- 
den, um deren Rücklieferung und Bestätigung gebeten wird. 
- 2 Bll. fol. 

c) ? Der Bevollmächtigte einer Wittwe, die der Gemeinde Geld 
geliehen hat, bittet den Vogt, ihr zu irer uf gegangener pension 



Kreis Geilenkirchen. 14t 

zu verhelfen oder ihr den Weg anzugeben, wie sie sich helfen 
kann. — 2 B1I. fol. 

d) 1616, Dez. 15. Mit Wissen des Amtmanns Dederichen von Ahr 
nimmt die Gemeinde bei Henrich von Olmessen gnant Mulstroe 
eine Anleihe von 200 Reichsthaler (1 Rth. = 52 Alb. Heinsberger 
Währung) auf und überweist ihm auf 12 Jahre, 'die Nutzung an 
2 Morgen und 27 Ruten Rurbenden. — 2 Bll. fol. Vgl. Nr. 30. 

e) 1666, Februar 23. Die Nachbarn des Dorfs Brachelen verkaufen 
zu Einlösung des Bremgensgrindts dem Vogtsadjunkten Diete- 
richen Alberti 25 Reich sthaler jährlicher losrenten und erhalten 
400 species gemuntzte reichsthaller. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

f) 1666, Juni 4. Die Gemeinde stellt eine Obligation über 50 Reichs- 
thaler aus für den jetzigen Inhaber Gerhard Strauss, dem diese 
seit 1637 schwebende Forderung infolge Erbgangs zugefallen 
ist, und verspricht ihm 2V g Rth. Zinsen. 13 Unterschriften 
von Schöffen und Geschworenen. — 2 Bll. fol. 

g) 1679, Juli 30. Die Gemeinde leiht von Freiherrn von Hompesch 
auf 8 Tage 50 Reichsthaler; es haften die 13 Unterschriebenen. 
— 1 Bl. fol. 

h) 1679, Dez. 4. Die Gemeinde leiht zur Bezahlung der franzö- 
sischen Kontribution 2000 Reichsthaler von Henrich Wilhelm 
freiherrn von und zu Leeradt, Amtmann zu Heinsberg, und 
dem Landschreiber Wilhelm Contzen, Vogt zu Heinsberg*. — 
Perg. Or. 1 S. (ab), 
i) 1686, Novemb. 3. Agnes Irmgart von Zillen weist die scheffen, 
geschwomen und Vorsteher uffm Hilffart an, die ihr vom Mai 
1686 und 1687 zustehenden Zinsen von 125 Reichsthaler im Be- 
trage von 127» Rth. an die Gemeinde Brachelen zu zahlen. — 
1 Bl. fol. 2 Exemplare. 

k) 1687, Dez. 16. Peter Walraff, Schultheiss und Kellner zu Linnich, 
hat 1675, März 13, der Gemeinde Brachelen 300 Rth. und am 
2. April 200 Rth. bei dahemaliger kaiserlicher einquartirung und 
uberheufter geltpressuren vorgestreckt. Die Schöffen erkennen 
beide Obligationen, die er ihnen vorlegt, an. —6 Bll. fol. Vgl.Nr.52a. 
1) Quittungen über gezahlte Pensionen, Listen rückständiger Pen- 
sionszahlungen, sowie Vergleiche wegen uneinbringlicher Be- 
träge 1700 bis 1754. 

in) 1713, April 3. Das Kriegs- und Steuerkommis6ariat in Düssel- 
dorf weist die Gemeinde an, dass, da die Gemeindeschul- 
den überall zu gross geworden sind, jedesmal bei Er- 
hebung der Steuer auch die Schuldenzinsen mit umgelegt wer- 
den sollen unter Hinweis auf die Verordnung von 1708, März 17. 
u) 1713, Mai 8. Die Gemeinde hat die Zinsen den Gläubigern 
nicht mehr direkt zu erstatten, sondern sie gehen an das Amt 
und werden von da aus den Gläubigern zugestellt. — 1 Bl. fol. 
o) 1716, April 10. Anweisung, an den abgestandenen Heinsberger 
Rentmeister Hecking nicht zu zahlen. — 1 Bl. fol. 



142 Kreis Geilenkirchen. 

p) 1735, Febr. 1. Joh. Weyers hat 25 ßth. Zinsen, die Herrn von 
Dussel zu Lintzenich zustehen, eingenommen aber diesem nicht 
ausgezahlt und verschreibt der Gemeinde Brach elen dafür sein 
dort im Oberdorf gelegenes Haus. — 1 Bl. fol. 1753, Febr 1, 
wird das Haus an Herrn v. Dussel verpfändet (1 Bl. fol.) 

49. Gemeinderechnungen 1560 bis 1718, dabei: 

a) Ausgabe von Frenken Franken für Wege, Stege und Gelage 
1560. - 2 Bll. fol. Vgl. Nr. 54d. 

b) Ausgaben, die Jhann der boedt für Zechgelage aufgewendet hat. 

- 2 Bll. fol. 

c) Battungsrechnung des Bürgermeisters 1577. — 1 Bll. fol. 

d) Auszug aus den Rechnungen des f früheren Bürgermeisters 
Jan Fingerhudt 1584, Ausgabe und Einnahme. — 2 Bll. fol. 

e) Zwei Rechnungen des Johan von Wierdt, eine über 4 Morg-en 
ausgethaner Gemeinde, die andre Abrechnung am Schlüsse 
seiner Amtszeit 1595, Januar 21. — 2 einzelne Blätter. 

f) ? Eine Rechnung über verschiedene persönliche Ausgaben, wohl 
für bevormundete Kinder. — 1 Bl. 

g) Auszug aus den Bürgerin eisterrechnungen 1606 bis 1609. — 
2 Bll. fol. 

h) Genieinderechnungen des Goerdt Steffens von 1612. — 10 Bll. foL 
i) Ausgabe für ein Glockenseil 1709. — 1 Bl. 4°. 

50. Steuerwesen 1599—1751, daraus hervorzuheben: 

a) Verteilung der Steuern unter Städte, Gerichte und Ämter nach 
dem alten tax, wan von land Gulich 1000 rtl. gefordert wird. 

— 2 Bll. fol. 

b) Umblag der mutunerer (f) stuir, so anno 1602 in Octobri auf 
dem zu Deuren gehauenem landtag ist ingewiüigt (8 Bll. 
schmalfol.): Overbracheln hat 110 Steuerzahler, Nederbrachelen 
63, Haulz 12, Wedau 7. Die Gesamtsumme ist 85 Reichsth. 
1V 2 Ort 6 Alb. Vgl. unten Nr. 56. 

c) Uniblag wegen dero foerleut, so die mutunreriß) von Mure- 
mundt auf Diest gefahren haben, actum am 10. Octobris anno 
1605. Diese umblag haben die burgemeister, scheffen und ge- 
schworen aufgebeurt und damit auch die foerleut verricht und 
bezalt (8 Bll. schmalfol.). Ober- und Niederbrachelen hat 174 
Steuerzahler, Holz 14 und Wedau 7. 

d) Umblag dieser ingewilligter steuren von 1617, Juni 8. (16 Bll. 
schmalfol.). Oberbrachelen hat 145 Steuerzahler, Niederbrachelen 
80, Holz 13, Wedau 18, Linner 39. 

e) ? An den herrn marschalk gerichtetes Gesuch des Kirch- 
spiels Brachelen um halben Steuererlass der 1604 bewilligten 
Steuern von 205 Reichsthaler, da der Marquis de Spinula vom 
18. bis 22. Juli mit seinen Truppen binnen Brachelen, Linner 
und Hilfart gelegen habe und dadurch, ob nu woll hochermeUer 
Marquis fast gut und streng regiment gehalten, der Gemeinde 
grosser Schaden erwachsen sei. — 1 Bl. fol. Vgl. Nr. 52«. 



Kreis Geilenkirchen. 14$ 

f) Anno 1628 am 9. Novembris ist einem jeden seine einbrachte 
gebrechen in damals umbgelagte steuren eingeschoben, wie her- 
nach folgt, d. h. Auslagen der einzelnen für die Gemeinde 
werden abgezogen. — 2 Bll. fol. beschädigt. 

g) Rechnung über rückständige Steuern des herrn Thielen aus 
den Jahren 1655 bis 1669, vorgelegt seiner Wittwe 1673. — & 
Bll. fol. 

h) Gesuch um halben Steuererlass 1675 und dessen Gewährung. 
- 2 Bll. fol. 

i) Steuerumlage im Oberdorf Brachelen kraft des kurfürstlichen 
Befehls vom 28. Juni 1714. Der Morgen wird 4 Albus Kölnisch 
angeschlagen, 107 Steuerzahler. — 16 Bll. schmalfol. 

k) Rückstand der Steuern und Pensionen 1713 bis 1717. — 3 Bll. foL 
Vgl. Nr. 48m. 

1) 1718, Juli 22. Befehl an die Bank Brachelen, behufs Verteilung 
der Steuern durch 4 Meistbeerbte aus jedem Dorf die Pferde 
und Kühe und die auf gewin und gewerb anzuschlagen seiender 
familien zu verzeichnen. — 1 Bl. fol. Ähnlicher Erlass 9. März 
1722 (1 Bl. fol.). Vgl. I. Bd. S. 263 Nr. 3. 
m) Streitigkeiten über die Änderung der Steuermatrikel im Amte 
Heinsberg 1740 bis 1750. 

51. Buch über die Schulden der Gemeinde (1 Bd. fol. ohne Einband) 
enthaltend: 

a) Die Steuervertellung von 1654. Die bank Brachelen hat 571 
Reichsthaler aufzubringen. 

b) Nach Übereinkunft von 1659, Nov. 21, werden die in der Kriegs- 
zeit aufgenommenen Gemeindeschulden (3881 Reichsth.) umge- 
legt und zwar 3 Reichsth. auf den Morgen. Zu diesem Zwecke 
werden die Gemeindegenossen in 25 Abteilungen eingeteilt. 

c) Verschiedene andere das Gemeindevermögen betreffende Auf- 
zeichnungen bis Ende 18. Jahrhs. 

52. Akten über die Kriegslasten 1600 bis 1748, dabei: 

a) Verzeichnis der Einquartierung, die jeder Einwohner am 2. Sep- 
tember an Statissen und am 4. Sept. und 2. Novemb. an Hispa- 
nischen reutern gehabt hat. — 1 Heft fol. 

b) Kontribution an Geld für die am 7. Nov. 1602 zu Brachten 
und Linner lagernden Statischen reuter aus Brabant (6 Bll. 
fol.) sowie Verzeichnis was jedem die Einquartierung gekostet 
hat (12 Bll. fol.). 

c) ? Bitte des Kirchspiels B. um Boscheid auf das früher ein- 
gereichte Gesuch um Steuererlass, da es im Mai durch das 
Statische kriegsvolk Schaden erlitten habe und der Vogt zu 
Heinsberg mit der Einfordrung der jüngst zu Düren zugelegten 
Taxe von 245 Rth. 52 Alb. 2 Heller drohe. — l Bl fol. 

d) 1605, Jan. 26. Mitteilung der Regierung über die Verhaftung 
des Coen von Heinsberg, corporal under graf Heinerich von 
dem Berg, wegen Ausschreitungen gegen die Unterthanen (2 



144 Kreis Geilenkirchen. 

Bll. fol.) und Bericht der Schöffen zu Brachelen über das Verhalten 
der Beschuldigten (2 Bll. fol.). 

e) Verschiedene Aktenstücke über die wiederholte Einquartierung 
der Truppen des Marquis de Spinola 1604 und 1605. — Vgl. 
oben Nr. 50 e. 

f) 1606, Febr. 4. Umlage zur Aufbringuug des Geldes, welches 
man geben musste, als die voessknecht aus Ercvlens auf Rure- 
mund gezogen sein. — 8 Bll. seh mal fol. 

g) 1606, Dez. 19. Verzeichnung des Aufwands für die Truppen des 
Pompeij Justinianjy enthalten im Verzeichnis der Kriegsbe- 
schädigungen vom 25. März 1606 bis 24. Januar 1607. Die 
Summe ist 2839 Gld. — 10 Bll. fol. 

h) 1607, Januar 24. Eingabe nn den versammelten Landtag mit 
Bericht über den erlittenen Kriegsschaden: am 25. März kamen 
23 Fähnlein Fussvolk, 23. Okt. drei Kompanien Reiter, 15. Dez. 
Rittmeister Pinck mit seinen Reitern, 18. Dez. alterirte {/) reuter 
und Pompeij Justiniani kriegsrolk. — 2 Bll. fol. 

i) 1607, April 6. Bericht der Schöffen über den Kriegsschaden 
seit 1604. — 2 Bll. fol. 

k) 1607. Bitte an den Landesherrn, den roggenpacht wegen Miss- 
wachses und Kriegsschadens in Geld zahlen zu dürfen. — 2 
Bll. fol. 

1) 1610, August 26. Verzeichnung der Kriegsschulden, Summe 1433 
Thlr. 22 Alb. — 10 Bll. fol. 

m) 1610, Juli 13. Bericht des Kirchspiels an den obersten Kriegs- 
commissarius mit der Bitte die Stellung des admunitiontoagens 
zu erlassen, da die Besatzung- auf Breidenbend so nahe sei. — 
2 Bll. fol." 

n) 1614, Sept. 13. Der Kommandeur der Garnison Jülich, Frid. 
Pithan, bestellt für 15. Sept. 5 Wagen Stroh. — 1 Bl. 8°. 

o) Kriegsschäden 1616/1617, Summe: 229 Gld. 23 Alb. — 4 Bll. fol. 

p) 1625, Nov. 11. Bitte um Pachtnachlass wegen des Durchzugs 
von französischen, Lüneburgischen und kaiserlichen Völkern. — 
2 Bll. fol. 

<\) 1675, Mai 8. Bericht über die Einquartierung Kaiserlicher, Summe 
der Aufwendung 3334 Rth. 50 Alb. — 2 Bll. fol. Vgl. Nr. 48* 

r) 1675, Okt. 10. Das Kirchspiel Brachelen weigert sich, den Rent- 
meister Heinrichen von Werth auf Hoorichs haus für die den 
Franzosen gelieferten Mengen Korn, Gerste, Hafer und Rindvieh 
zu entschädigen. — 2 Bll. fol. 

s) 1676, Juni 14. Die Gemeinde leiht zur Bezahlung der französi- 
schen Kontribution 160 Rth. von Arnold von den Dreesch, 
Schöffen zu Waldfeuchi, und verpfändet 3 Morgen Grasgewachs. 
— 1 Bl. fol. 1 S. 

t) 1689, Dez. 1. Erlass über die Höhe der Löhnungskompetenz des 
Militärs. — 2 Bll. fol. 



Kreis Geilenkirchen. 145» 

u) ? Kosten für die einquartierten Reiter: 161 Rth. 22 Alb. — 8B11. 

schmalfol. 
v) Kaiserliche Truppen 1710, Teutschmeisterisches Bataillon 1714 r 

Follivülische8 Regiment 1714 u. 1717, Kaiserliche 1717, Franzosen 

1718, Holländer 1743. 

53. Frohnleistungen der Gemeinde d. h. namentlich Wagenstellung für 
die Festung Jülich 1611, 1614, 1615, 1617, 1618, Anweisungen dazu 
von Frid. IHthan. Handdienste nach Jülich 1697, Spanndienste 
für französische Effekten 1742, Holzzufuhr zur Vertiefung des Esch- 
weiler Kohlbergs 1743. 

54. Modernes Aktenfaszikel, bezeichnet als Urkunden wegen der Ser- 
vituten der Gemeinden Brachein, Hilfarth und Lindern. Enthält 
u. a. auch: 

a) 1611, April 26. Neu Verpachtung eines grind auf 12 Jahr an 
Goerdt Stevens für 600 Tlilr. — 2 Bll. fol. 

b) 1618, Okt. 22. Die Gemeinde leiht 300 Königsthlr. von Lod- 
wichen von Olmussen genant Mulstroe auf der Wedau und 
seiner Gemahlin Sybille von Beeck. — 2 Bll. fol. 1 S. aufgedr. 

c) Schlaglisten der Bau- und Brandhölzer auf dem Kappbusch 
1766 bis 1768, 1781, 1783, 1786, 1787, 1788, 1799, 1800, sowie Akten 
über die Verpflichtung, Holz zur Kirchturm ausbesserung au» 
dem Kappbusch zu geben, 1780. 

d) 1571. Ausgeben Lambertz Francken, so er als burgemeister an die 
gemeind verlacht, an f englich zu paisschen anno Ixxj. — 1 Bl. fol* 

e) Gemeinderechnung von 1782 und 1784. 

55. Streitigkeiten zwischen den Gemeinden Körrenzig und Brache- 
len 1612 bis 1635, die Vergrösserung bezw. Verkleinerung der 
Genieindegebiete durch unziemliche Battungen am Ufer der Rur 
betroffene!. — 21 Aktenstücke. 

56. Material zur historischen Statistik (vgl. oben Nr. 50*>» d u. s. w.). 

a) ? Verzeichnus der namen des kerspels Brachelen. Oberbrach ein 
zählt 80, Niederbracheln 54, Holz 11, Wedau 6, Lindern 27 r 
Hilfarth 54 Namen. — 6 Bll. fol. 

b) ? Undatierte, um 1600 anzusetzende Liste der eingesessenen 
nachbarn des kirspels Brachein mit Angabe der Bewaffnung, 
ob röhr oder spiess. Angeschlossen sind namen der geschworen 
schützen (15) und der ausgesatzten schützen (26). — 10 Bll. 
schmalfol. 

c) Namen der ausgesetzten schützen des kirspels Brachelen, so am 
4. Julij anno 1608 sein gemunstart worden (27). — 1 Bl. 4°. 

d) 1610, Okt. 4. Zählung der Pferde und Kühe. - 18 Bll. schmalfol. 
beschädigt. Vgl. Nr. 50i. 

e) Munsterzettel des kirspels Brachelen und ist am 25. Julij anno* 
1611 besehenen, wie bei Nr. 56 b röhr oder spiess beigefügt. — 
1 Heft schmalfol. 

f) Namen der einwohner des kirspels Brachelen, signatum am 7. 
Julii a°. 1620, enthält 261 Namen. — 6 Bll. schmalfol. 



146 Kreis Geilenkirchen. 

g) Einwohnerverzeichnis von UVi mit Vermögensangabe. — 6 

Bll. fol. 
h) ? Specifflcation der familien mit Angabe der Personenzahl, 

doch anscheinend unvollständig". — 2 Bll. fol. 

57. Kirche und Küster, Armenpflege: 

a) Kirchenrechnung 1562 (2 Bll. fol.), 1563 (2 Bll. fol.), 1599—1601 
(6 Bll. fol.). 

b) 1605, Febr. 22. Bitte der Gemeinde, an den Vogt gerichtet, um 
Rückerstattung von Benden, die zum St. Antoninsaltar, dessen 
rechte collatores die Nachbarn sind, gehören, weil früher drei 
Priester dagewesen seien. — 2 Bll. fol. 

c) 1627, April 28. Bauten an der Kirche und Verteilung der Al- 
mosen sollen nur mit Wissen zweier vom Adel, des Pastors, 
eines Schöffen und Geschworenen vorgenommen werden. — 
1 Bl. fol. 

d) 1720, Aug. 13. Vertrag mit dem glasmacher, ein Glas iii der 
Kirche am Altar U. Lieben Frauen anzubringen. — 1 BL fol. 

e) Akten über Einkommen und Besoldung des Küsters Jacoben 
von Haynstatt 1600 bis 1601. — 4 Aktenstücke. 

f) 1718, Febr. 7. Wiederholte Bitte des Küsters Gerardus Meurers, 
an den Vogt gerichtet, um Erstattung seines Lohnes für deD 
Schulmeisterdienst von weiten der Gemeinde. — 2 Bll. fol. 

g) Verteilung von Gaben an die Armen, namentlich von Schuhen, 
1586-87 (2 Bll. fol.), 1587 (2 Bll. fol.), 1588 (2 Bll. fol.). 

58. Einzelne Gerichtsakten, meist Zivil- und einige Strafsachen 1556 ff. 
Dabei gerichtlicher Zeugenbericht v. 1570 über die Begegnung mit 
einem Fremden, der in Glaubenssachen verdächtig erschienen ist. 
Der Zeuge hat auf eiue Frage geantwortet, er gleube einen got, 
eine tauf und einen glaub, aber er gleubet nit (wie der fremder 
sagt), das diejenige verdambt sein sollen, die mit den messpaffen 
eessen. (1 Bl. 4°). 

59. Aus dem kath. Pfarramt Brachelen : 
Getaufte 1644-1742, 1742—1770, 1770-1798. 
Getraute 1639—1744, 1742—1770, 1770-1798. 
Gestorbene 1644—1741, 1742—1770, 1770—1798. 

Breill, Schloss. Im Besitze des Freiherrn v. Failly: 

Zur Zeit waren Auskünfte über das mutmasslich vor- 
handene Archiv nicht zu erlangen. Vgl. Strange, Beiträge zur 
Genealogie der adligen Geschlechter 11. Heft, S. 25—45. 

Freienberg. Kath. Pfarramt: 

Vgl. unten S. 155 Haus Leerodt Nr. 16. 

1. Die kirchen'zu Palenbergh erbrenthen, anno 1592 in Martio ver- 
zeichnet, eingeteilt in Geld-, Korn-, Rtibsamen-, Wachs- und Wein- 
renten. — 2 Bll. fol. sehr beschädigt. 



Kreis Geilenkirchen. 147 

2. Rentbuch der Kirche Palenberg von 1728. — 1 Bd. schmalfol. 

3. Rechnung von roggen und riebsamen, wachs und geltrenten und 
holtzgerechtigkeit der kirchen zu Freienberg von 1620 d. i. eine 
Kirchenrechnung. — 4 Bil. fol. 

4. Verzeichnis der Renten des erffvicarien zu Freienberg, ausgezogen 
aus unserm alten missal 1634. — 2 Bll. fol. 

5. Anniversar- u. s. w. Stiftungen für die Kirche Freienberg 1684 ff., 
Obligationen 1658 ff. 

6. 1688, Juli 22. Neubesetzung des Personats Freien berg. — Gleichz. 
Abschr. 2 Bll. fol. 

7. Aufzeichnung und Vermessung der Pfarrgrundstücke, aufgenommen 
unter Pastor Joseph Antonius Beyn. — 4 Bll. 4°. 

8. Verzeichnis der Einkünfte von 1760 (1 Bl. fol.) und 1767 (2 Bll. fol.) 

9. Specification deren beerbten des ehemalen Frelenberger busches 
1767. — 2 Bl». fol. 

— Standesamt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Freienberg: 
Getaufte 166n-1798. 
Getraute 1665-1798. 
Gestorbene 1712—1798. 

Gangelt. Kath. Pfarramt: 

Das von Kessel in der Zs. des Aachener Gcsehiehtsvereins 
1. Bd. (1879), S. 254 erwähnte Kartular des Heinsberger Frauen- 
Stifts war nicht aufzufinden. 

1. Mehrere Abschriften (lateinisch und deutsch) der Stiftungsurkunde 
von 1 301, Juni 24, auf Pap. 17. Jahrhs. — Vgl. Bürgermeisteramt Nr. la. 

2. 1559, Nov. 29 (am avent Andree apostoli). Der Vogt des Amtes 
Milien und die Schöffen der Stadt Gangelt bekunden, dass Heinken 
Voss von Hastenrath und seine Ehefrau der Kirche von Gangelt 
lVt Summern Roggen und ebenso viel Hafer Erbrente verkauft 
und gewisse Grundstücke als Unterpfand gesetzt haben. — Perg. 
Or. 2 S. (1 ab). 

3. 1636, Juli 25. Stiftung eines Anniversars durch Johann Ritz und 
• seine Ehefrau. — Perg. Or. 4 S. (2 ab). 

4. Verzeichnis der der Pfarrkirche zustehenden Zehnten von 1666. — 
1 Heft fol. Pap. in Perg.-Umschl. 

5. Status omnium beneficiorum tarn curatorum quam simplicium 
ducatus Juliacensis de anno 1696, aus verschiedenem Material, 
namentlich den Erkundigungsbüchern und päpstlichen Steuerlisten, 
bearbeitet von Holthausen. — 1 Bd. 8° in Perg. gebunden. 

6. Rechnung über den Bau der Orgel, ohne Jahr aber sicher 17. Jahrhs. 
- 2 Bll. fol. 

7. Visitationsprotokolle von 1697 (1 Bl. fol.) und 1711 (2 Bll. fol.). 

8. 1703, Jan. 6. Gründung der Bruderschaft Sanctissimi nominis. — 
Perg. Or. 1 S. in Blechkapsel. 



148 Kreis Geilenkirchen. 

9. Jährlicher erbpfacht in festo sancti Andreae apostoli a D. Pastore 
G angelt ensi annue zuerheben, ut sequitur, descriptus a me F. 
Martina Lorins canonico Knecht st edensi, p. t. pastore in Gangelt, 
anno 1704. — 1 Bd. 4° in Perg.-Bd. 

10. Rentbuch von 1725, angeordnet nach den Namen der Rent Pflichtigen. 
— 1 Bd. schmalfol. • 

11. Notarielle Verzeichnung der zum adeligen Kloster in Heiusberg 
gehörigen Halbwinner in Tripsrath, Hünshoven, Lovericb, Hoengen. 
Bäsweiler, Hommerschen, Gilrath, Aldenhoven nebst Angaben über 
den Zustand der Höfe, 1733. — 8 Bll. fol. 

12. Buch der 1668 gegründeten Bruderschaft sacrorum quinque vul- 
nerum salvatoris von 1749, benutzt bis 1833. — 1 Bd. fol. in 
Perg.-Bd. 

13. Liber anniversariorum von 1774. — 1 Bd. fol. 

14. Verschiedene Ablassbriefe und Authentiken 18. Jahrhs. 

15. Abschrift des Gangelter Stadtbuchs 18. Jahrhs. Vgl. Bürger- 
meisteramt Nr. 1. 

— Bürgermeisteramt Gaugel t-Schümmerquartier: 

Eine grössere Menge Akten, anscheinend 1833 in Pakete 
verschnürt, liegen stark verstaubt auf dem Speicher des 
Rathausesund verlangen dringend eine gründliche Durch- 
sicht. 

1. Stadibuch Gängelt, in diese form and Ordnung gebracht anno Christi 
1644 (1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. Vgl. Rauschens Beschreibung 
der Handschriften und des Inhalts dieses Stadtbuchs in der 
Zs. des Aachener Geschichtsvereins 13. Bd. (1891), S. 181—190, 
über die Hs. des Kölner Stadtarchivs von 1641 „Mitteilungen 
aus dem Stadtarchiv von Köln" 20. Heft (1891), S. 72, über die 
Chronik und ihren Verfasser, den Jesuiten Jakob Kritzraedt, 
auch Lückerath, Beitrage zur Geschichte von Heinsberg und Um- 
gegend I. Jahrg, (1897) S. 43— 45.) Der Text ist sorgfältig und 
zierlich geschrieben, den Eingang bildet ein deutsches und latei- 
nisches Gedicht auf das Wappen der Stadt, und dann folgt in 20 
Abteilungen Chronik und vollständige Beschreibung des städtischen 
Wesens. Unter anderem: 

a) 1301, Juni 24 (uff tagh des heiligen Johans des teuffers), Be- 
stellung eines Priesters für den neu zu Ehren des Märtyrers 
Georg und der heiligen Jungfrau Barbara errichteten Altar. 
— S. 57. 

b) 1343, Sept. 23 (Dienstag nach S. Matthäus). Das ius patronatus 
oder schirm- und giftrecht der kirchen zu Gangelt geht von 
dein Landesherrn auf den Konvent zu Heinsberg über. — S. 60 

c) Weisung des Landrechts von 1494 in 5 Absätzen. Ebenso wer- 
den andere ohne Jahr unter 1499 aufgeführt. — S. 77, 79. 

d) 1500, Febr. 7 {frijdach nae unser liever frauwen dag purifi- 
cation). Herzog Wilhelm gelobt das Land von Milien, Gängelt 



Kreis Geilenkirchen. 149 

und Vucht, das ihm gehuldet hat, bei seinen alten Freiheiten 
zu erhalten. — S. 85. 

e) 1518 und 1519 bauliche Erneuerung der Kirche. — S. 96. 

f) Weistum der Schöffen zu Breberen über das Recht der Mühle 
zu Istraeten, unter 1520. — S. 97. Gedruckt Zs. d. Aachener 
Geschichtsvereins XIII (1891), S. 263. 

g) Älteste der mitgeteilten Stadtrechnungen 1524/25. — S. 98 bis 108. 
h) Grenzbeschreibung der Herrlichkeit Gangelt. — S. 117/118. 

i) Weisung über den Schutt der beesten d. h. ihre Einziehung in 
den Pfandstall. — S. 119. 

2. Verzeichnus der burgerschaft alhie zu G angelt ingeloberter morgen- 
zahl d. i. Landmassbuch von 1632. — 1 Aktenfaszikel. 

3. Steur und Pensions Directorium des Amtes Milien 1794 und 1795 
— 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. Vgl. S. 189 Nr. 6. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Gangelt: 

Getaufte 1622—1680, 1680-1729, 1730—1769, 1770-1798. 
Getraute 1615-1681, 1731-1770, 1770—1798. 
Gestorbene 1648—1680, 1731—1770, 1770—1798. 
Gefirmte 1647—1731. 

Das Verzeichnis ist nach Ortschaften getrennt angelegt; aus Gangelt 
selbst sind nur seit 1622 die Getauften verzeichnet, aus den Ort- 
schaften der Umgegend schon seit 1616. Im zweiten Taufbuch 
(scbmalfol.) findet sich ein Verzeichnis der 1706 vorhandenen Kirchen- 
geräte. 
5) Aus dem kath Pfarramt Birgden: 
Getaufte 1725-1769, 1770-1798. 
Getraute 1725-1770. 
Gestorbene 1727—1769, 1770-1798. 

Aus den Jahren 1680—1725 sind die Register auch vorhanden, aber 
lückenhaft geführt und sehr beschädigt. 

Geilenkirchen. Kath. Pfarramt: 

Der Hauptteil des Archivs ist 1770 durch Feuersbrunst 
zu Grunde gegangen. Unter dem Reste findet sich: 

1. Schumecher, loehrer, lettersnider und fleischheuer ambacht meister 
boech d. i. Statuten von 1590 nebst Nachträgen bis 1647. — fol. 

2. Rentbuch der Pfarrei, angelegt 1648, mit Nachträgen. — 1 Bd. 4° 

in Perg.-Hs. gebunden. 

3. 1698, April 6. Erklärung der Nachbarn zu Scherpenseel, über die 
Zehnten auf Grund des Weistums. — 1 Bl. fol. 

4. Gedruckte geistliche Erlasse 1698 ff. 

5. Über redituwm von 1701 und 1722. — 2 Bde. schmalfol. in Perg.-Bd. 

6. Buch der Marianischen Bruderschaft von 1732. — 1 Bd. fo) in 
Perg.-Bd. 

7. Pachturkunden und Obligationen 17. und 18. Jahrhs., meist in Ab- 
schriften. 

10 



150 Kreis Geilenkirchen. 

— Bürgermeisteramt : 

1. 1501, März 5 (fritags naich dem sontag Invocavit). Bruel. Erz- 
bischof Hermann quittiert der Stadt Köln über 1000 Goldgld., die 
ihm aus dem 1500, März 23 (mandaich nach dem sontag Ocult), 
abgeschlossenen Vertrage zustehen. — Faksimile von J. D. Heine 
in Göttingen, wohl noch im 18. Jahrh. angefertigt. 

2. 1556, Febr. 4. Düsseldorf. Herzog Wilhelm giebt nach der Ver- 
bindung des Gerichts zu Teveren mit dem zu Geilenkirchen dem 
letzteren ein neues Siegel. — Moderne Abschr. aus dem Lag*er- 
buche des Amts Geilenkirchen von 1641. 

3. 1591, Juni 22. Margaretha Abtecker s, Ehefrau Peters vom Holtz, 
Bürgers von Köln, die am 23. Febr. 1591 ihr Testament errichtet 
hat, ändert dies zu Gunsten ihres Mannes. — Perg. Or. Not-Inst. 

4. 1594, Juli 15. Gedruckter Erlass einer nicht genannten Stadt, die 
Butterzufuhr betreffend. — 1 Bl. fol. 

5. Briefe des Johann Becker, Kommandanten zu Boppard (18., 22., 
25. Mai 1635), Friedberg (19. Juni 1635) und Bingen (2. Juli 
1635) an seinen Vorgesetzten, Lothar Freiherrn von Benning- 
hausen. — Originale auf Pap. 

6. Auszug aus den Hofgedingsprotokollen der Abtei Gross-St. Martin 
zu Rodenkirchen 1693—94 (2 Bll. fol ) sowie Erörterung über die 
Entschädigung der Schöffen seit 1689 (2 Bll. fol.) und andre dahin 
gehörige Akten gelegentlich eines Prozesses 1782. 

7. Akten zu den Streitigkeiten über das gräfliche Gericht in Köln 
1685, 1695, 1716, 1723, 1752. — Hss. und Drucke. 

8. 1737, März 23. Ernennung des Propstes der Kollegiatkirche beatae 
Mariae virginis ad gradus in Köln, Ignatius Gräffinger, zum 
eques s. Sepulchri nebst Verzeichnung der Privilegien dieses 
Ordens. — 4 Bll. fol. Pap. beglaub. Abschr. 1749. 

9. Professions-Ritual und Statuten der Brüder St. Johannis des 
Hospitals von Jerusalem. Köln 1712. — 1 Heft 4 U Hs. 

10. 1779, Sept. 20. Erzbischof Clemens Wenzeslaus von Trier erlässt 
Gesetze über den Lebenswandel der Geistlichkeit. — Abschr. 
6 Bll. fol. 

11. Kurzer Vortrag der Geschichte und beiderseits angeführter Rechts- 
gründen in Sachen Eingesessener der Freiheit Scheiderhöhe Amts 
Porz wider das Archidiaconal Stift ad Ss. Cassium & Florentium 
zu Bonn 1780. — Druck 8 SS. fol. Dabei: Synodus per . . . . D. 
Franciscum Gruüielmum . . . praepositum et archidiaconum Bon- 
nensis ecclesiae celebratae ab anno Christi MDCXXIX (Druck 
20 SS. 4°). 

12. Verzeichnisse der dem Norbertinerinnenkloster in Heinsberg ge- 
hörigen Immobiliargüter und Einkünfte, angelegt gelegentlich der 
Authebung des Klosters. 

13. Ebensolche Verzeichnisse der vormals im Kanton Geilenkirchen 
gelegenen geistlichen Besitzungen, nämlich in den Orten: Geüen- 



Kreis Geilenkirchen. 151 

kirchen, Randerath, Utterath, Gangelt, Teveren, Marienberg, Immen- 
dorf, Loverich, Baesweiler, Beggendorf, Süggerath. 

14. Aus dem kath. Pfarramt Geilenkirchen: 
Getaufte 1680-1770, 1770—1799. 
Getraute 1678-1770, 1770-1798. 

Gestorbene 1678-1770 (bis 1722 lückenhaft), 1770-1798. 

15. Aus dem kath. Pfarramt Hünshoven: 
Getaufte 1649-1721, 1721—1789, 1790-1798. 
Getraute 1649-1725, 1722-1783, 1783-1790, 1790-1798. 
Gestorbene 1649-1708, 1777-1791, 1790-1798. 

Im ältesten Buch (Nr. 5, 4°) hinten Mitglieder der Bruderschaft 
Jesus— Maria — Joseph von 1743. Im 2. Buch (Nr. 6, 4°) vorn 
Verzeichnis der Pfarrer von Hünshoven mit kurzen Bemerkungen 
über ihre Thätigkeit, doch] sind die zwei ersten Blätter be- 
schädigt. 

16. Aus dem evang. Pfarramt Hünshoven-Teveren: 
Getaufte 1684-1765, 1765—1797. 

Getraute 1714—1765, 1766-1797. 

Gestorbene 1714—1741, 1742—1765, 1766—1798. 

Die ihr Glaubensbekenntnis abgelegt haben 1714—1765. 

— Im Besitze des Herrn Gottfried Oligschläger: 

1. 1775, Febr. 17. Nachträglicher Neujahrsglückwunsch des unter- 
danigsten diener Johannes Maul Trajectensis für den Oberamt- 
mann zu Aldenhoven, Francisse von Eys, genant Beusdal, herrn 
zu Zweibruggen und Brock und dessen hochgebohrne danxe. — 
— Pap. Or. Ein Wappen in Federzeichnung. 

fiillrath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten vorhanden, da die Pfarrei erst 1804 
von Geilenkirchen abgezweigt wurde. 

Grotenrath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten vorhanden, da die Pfarrei erst 1863 
von Marienberg abgezweigt wurde. Vgl. unten S. 160 Scherpen- 
seel Nr. 4. 

Hünshoven. Kath. Pfarramt: 

Nach der Unterdrückung wurde das Pfarramt erst 1844 
neu errichtet. Die der alten Pfarrei entstammenden Akten 
scheinen verschollen zu sein, vgl. übrigens unten S. 163/64 Schloss 
Trips Nr. 6 und 23. 

— Evang. Pfarramt Hünshoven-Teveren : 

1. Konsistorialbuch 1610 bis 1720. — 1 Bd. fol. in Perg. gebunden. 

2. Consistorial Buch 1721 bis 1737 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.), Darin auch: 



152 Kreis Geilenkirchen. 

a) Lager buch von 1750. 

b) Auszüge aus den Klassik alakten 1611 ff. 

3. Konsistorialbuch 1737 bis 1831. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

4. Armenrechnungen 1727 ff. — 1 Bd. 8°. 

5. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff-, die älteren in Abschrift. 

6. Berufungen der Pfarrer 1666 ff. 

7. Akten der zweiten Klasse 1716 bis 1794. — 1 Aktenfaszikel. 

Immendorf. Kath. Pfarramt: 

Über I in in endorf er Archivalien im Archiv zu Sc bloss Harff 
vgl I. Bjd., S. 91, besonders S. 93 Nr. 13. 

1. 1459. Peter van dem Bergh stiftet zu seinem Seelenheile und dem. 
seiner Gemahlin Bele y seiner Kinder und beiden Eltern für eine 
ewige Messe am Altar St. Johannis Evangelistae, St. Katharinae 
und St. Agathae 974 Morgen Land in der graischaft van Gütige, 
die 3 Mltr. Roggen Ertrag liefern. — AbBchr. v. 1746. 

2. Akten über den Zehnten der Pastorat. Dabei: 

a) 1575, Okt. 29. Hamboch. Landesherrlicher Entscheid, welcher 
dem Pastor zu Immerath als Kläger gegenüber dem Be- 
klagten Godhardten Jeger und Agnes von dem Bongardt, witwe 
von Hanzier, als Intervenientin, die Zehnten zuspricht, nämlich 
den smalen zehenden an erbissen in der harder sat, des gleichen 
den zehenden aller fruchten, so jarlichs in die brach geseet. — 
Pap. Or. 2 Bll. fol. 1 S. aufgedrückt. 

b) 1576, Juni 26. Herzog Wilhelm ermässigt die Kosten, welche- 
die Beklagten dem Kläger zu ersetzen haben, auf 179 GkL 
9 Albus. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 

3. Beschreibung der limiten freiherren von Myrbachs zehenden zu 
Immendorff, verfasst 1676 durch den Schulmeister sowie den ge- 
wesenen und dermaligen Halfen des freiadligen Hauses Immen- 
dorf. — 4 Bll. fol. 

4. Auszug aus dem Erkundigungsbuch von 1559. — 2 Bll. fol. Hs- 
17. Jahrhs. 

5. Articuli synodales in 22 Absätzen. — 2 Bll. fol. 

6. Behntzettul dero kirchen zu Immendorff d. i. ein Renthebebuch 
von 1662. — schmalfol. 

7. Verzeichnus, was zeitliche hausarmen kir speis Immendorff jahrs 
per fundationes gemessen, 1667. — 2 Bll. fol. 

8. Einkunftsregister des Altars St. Johannis Evangelistae von 1701. — 
1 Bl. fol. 

9. Status ecclesiae, pauperum, pastoratus et custodiae, angelegt 1722* 

— 1 Bd. fol. 

10. 1762, Januar 18. Klage des Pastors, dass manche Eltern ihre Kin- 
der nicht zur Schule schicken, obwohl die Schule so fundiert ist r 
dass kein Schulgeld zu bezahlen ist, und Bitte sie dazu anzuhalten» 

— 2 Bll. 



Kreis Geilenkirchen. 153 

11. Stiftungsurkunden 1762 ff. im modernen Urkundenbuche. 

12. Akten über die bauliche Erneuerung* der Kirche, besonders des 
Daches, 1762. 

13. Armenrechnungen 1613 bis 1701. — 1 Heft schmalfol. in Perg.-Uroschl 

14. Kirchenrechnungen 1659 ff. mit Lücken. 

15. Einige Notizen über die Geschichte des Ortes und der Pfarre von 
f Pastor Speckheuer, 1879. 

Kraudorf. Kath. Pfarramt: 

1. Präsentations- und Ernennungsurkunden von Pfim-crn 1621 ff. 

2. Verzeichnung der Pfarreinkünfte von 1654. — fol. 

3. Stiftungsurkunden 1656 ff. 

4. Erlasse der weltlichen (1717 — 1794) und geistlichen (Bistum Lüttich 
1739—1801) Behörden. — 2 Konvolute. 

5. Kirchenrent-, Armen- und Fundations gefalle zu C ra utor ff von 11&3. 
— 1 Bd. fol. Darin auch Reihe der Pfarrer 1579 ff. 

6. Getaufte 1620-1714, 1756-1798. 
Getraute 1756—1798. 
Gestorbene 1620—1714, 1756-1798. 

Langbroich. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, da die Pfarrei erst 1855 von 
Gangelt abgezweigt wurde. 

*Leerodt, Haus. Im Besitze des Freiherrn Schütz v. LeeroUt: 

Aus den verhältnismässig reichen Archivbeständen, die 
swar im Ganzen geordnet, abernicht inventarisiert sind, seien 
folgende Stücke herausgehoben: 

1. 1414, Juni 29 (up sent Peters ind Pauicels dach der heiiger apostolen). 
Herzog Adolf von Berg übergiebt dem Richart van Elze für seine 
treuen Dienste den Hof Mullenkoeven. — Perg. Or. 2 S. (ab). Über 
die Lage des Hofes vgl. Nr. 14. 

2. Anno xl (1440) in profesto saneti Michaelis archangeli worden 
dese namen ernuwet zo Vrelenberg overmitz der gantze leenlude 
zo Vrelenberg nae inhalt der alder rollen. — Pap. schmalfol. 1 Bl. 

3. 1445, Dez. 25 (ipso die nativitatis Christi). Priorin und Konvent 
zu Ellen geben 4 ! /2 Morgen Land zu pechters reicht aus und zwar 
jeden Morgen für einen Zins von 3 sumbren even und 1 Morgen 
für 3 sumbren roggen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

4. 1449, Okt. 9 (up sent Gereonis avent ind sinre geselschaff der hei- 
liger merteler). Johann vamme Steinhuse zo Oivenroide und seine 
Gemahlin Beelgin van Merheim verkaufen ihre halffscheit des 
hoiffs zn Vilckeroide an den eirberen Johan van Keppell. — Perg. 
Or. 5 S. (ab). Vgl. I. Bd., S. 263 Nr. 2 und S. 297 Nr. 1. 

5. 1453, Nov. 6 (op sent Lenartz dach sheilgen abds). Johann von 



154 Kreis Geilenkirchen. 

Heinsberg, Bischof zu Lüttich, als momber ind vurweser der edelre 
Johannen van Loen, onser liever nickten, ind des lantz van Heyns- 
berg, und Graf Johann von Nassau und Saarbrücken als kommen- 
der er ff her e slantz van Heinsberg befreien den Johan Meynbrant r 
Bürger zu Herzogenbusch, wegen des Hofes zu Scheyvendaü im 
Lande Heinsberg von allen Lasten und Diensten. — Perg. Or. 

2 S. (ab). 

0. 1474, Dez. 5 {up sent Niclais avent des hilligen buschoffs). Herzog 
Gerhard und sein Sohn Wilhelm, jung herzouch, versprechen dem« 
lieven rait ind getruuen Wilhem van Bernsauwe, Amtmann zu 
Porz, Schadloshaltung wegen der von ihm geleisteten Bürgschaft 
für 3075 oberl. GIdn., die Diederich van Burtscheit, Erbhofmeister 
des Landes Jülich, geliehen hat. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

7. 1476, Juni 9 {up den sondach Trinitatis). Herzog Wilhelm ver- 
spricht Wilhelm van Bernsauwe, Amtmann zu Porz, der sich bei 
Pfalzgraf Albrecht für 15000 oberl. Gld., zo vier jaren zo betzalen r 
verbürgt hat, Schadloshaltung. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. 1485, April 11 (up den eilffden dach des maindz April). Johan 
van Ruysschenberg, here zo Setterich, und Johan van Lierraide 
sind im Streite wegen der kirchengift van Vrelenberg ader Paelen- 
bach, welche an dem Hofe zu Freienberg haftet, den beide je zur 
Hälfte besitzen. Jeder hatte einen Priester präsentiert, sie ver- 
einigen sich nunmehr zu abwechselnder Präsentation. — Perg. Or. 2 S. 

9. 1485, Juli 22 {up sent Marien Magdalenen dach). Herzog Wilhelm 
befreit den Hof zom Daile mit allem sinne in- ind zogehoere im. 
Amte Steinbach im Kirchspiel Oeverroide, in der Honnschaft Med- 
bach, der bisher schatzguet war — die Abgaben sind aufgezählt -> 
von aller Last und macht ihn zu einem vrijhoff zu Gunsten des- 
lieven rait ind getruwen hern Wilhem van Bernsauwe, ritter, ampt- 
man zo Portze. Die Hälfte des Hofes besass schon 50 Jahre früher 
Wilhelms gleichnamiger Vater, welche diese an seinen vor der 
Ehe erzeugten natürlichen Sohn Geirhart vererbte. Letzterer 
erwarb die andere Hälfte hinzu, so dass nunmehr, nach Gerharde 
Tode, der ganze Hof an Wilhelm von Bernsau, seinen Halbbruder, 
fällt. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

10. 1494, Sept. 13 (up des heiigen cruitzavont exaltacionis). Roüman 
van Dadenburg und seine Gemahlin Anna kaufen von Johan van 
Oirsbeck, hern zo Oübruggen ind zo Kendenich, und seiner Ge- 
mahlin Agnes den halben Hof Weidesheim für 400 oberl. Gld., ge- 
statten ihnen aber den Rückkauf innerhalb 6 Jahren. — Perg. Or- 

3 S. (ab). 

11. 1522, Juli 25 {up sent Jacobs dach). Der f Zöllner zu Kofferen 
hatte dem Junker Werner von Palant, Herrn zu Breidenbend, 25 
Goldgld. geliehen, die bei der Einlösung des Amts Boslar bezahlt 
werden sollten. Nach des Zöllners Tode sollen seine Erben von 
den vier Brüdern Karsils, Werner, Elbert und Gerart je ein Viertel 



Kreis Geilenkirchen. 155 

erhalten und quittieren dem Gerart über das von ihm bezahlte 
Viertel, 6 Gld. 1 Ort. — Perg. Or. 1 S. 

12. Rechnungen Henricx Oliviers über die Einnahmen und Ausgaben, 
die er von den Gütern und Zehnten zu Erpe für die Rinder des 
joncker Johans Masscreel gehabt hat, 1554 bis 1561. — 1 Bd. Pap. 
in Perg.-Umschl. 

13. 1558, Okt. 25. Urteil des kaiserlichen Kammergerichts in der 
Appellationssache des Johann Leyrath, Amtmanns zuBrüggen, gegen 
Christian Pflugmacher, Bürgermeister von Sittard. Der Kläger 
behält den Sieg, der Beklagte trägt die Geriehtskosten. Objekt 
ist die grosse Glocke zu Sittard, welche in negstem Giüchischen 
krieg (d. h. im Geldrischen Erbfolgekrieg 1542) durch die Burgun- 
dischen mit gewalt genomen worden ist und die Leraidt als In- 
haber des grossen Zehnten zu Sittard wieder zu beschaffen von der 
Gemeinde als verpflichtet angesehen wurde. — Perg. Or. 12 BU. fol. 
in Buchform, beschädigt. Tax 14 gülden. Über den Prozess wird 
ausführlich gehandelt in „Publications de la Societe historique et 
archeologique dans le duche de Limbourg" 14. Bd. (1877). S. 391 ff. 

14. 1570, Sept. 27. Herzog Wilhelm belehnt mit dem Hofe zu Moelingk- 
hoven bei Bercheim auf der Siegen seinen lieben getreuen Johannen 
von Hoesteden, probsten zu Kerpen, für die Kinder seiner an Wil- 
helm von Wylach (f) verheiratet gewesenen Schwester Katharina. 
— Perg. Or. 1 S. (ab). 

15. Besitzstand des Hofes Merckstein, aufgezeichnet durch Carl von 
Wierdt 1574. — Pap. 10 Bll. fol. 

16. Zahlreiche Akten über Freienberg seit dem 16. Jahrh. (vgl. oben 
Nr. 2, 8) und Etzweiler (Kr. Bergheim) seit dem 16. Jahrh., dabei 
das Gerichtsbuch des letztgenannten Orts 1561 ff. 

17. 1637, Juni 27. Prag. Ferdinand III. erhebt die Brüder Heinrich 
Wilhelm, Johann Werner und Johann Arnold v. Leerodt sowie ihre 
Schwester Mathilde in den Reichsfreiherrnstand mit dem Prädikat 
Wolgeboren. Im besonderen werden die Dienste gepriesen, die 
Heinrich Wilhelm dem Erzherzog Leopold bei seinen Bemühungen 
um die Nachfolge in Jülich-Berg erwiesen hat; er hatu. a. Werner 
von Palant dazu bestimmt, dem Erzherzog sein Haus Bredebent 
zu öffnen. — Perg. Or. 5 Bll. 1 S. an goldschwarzer Metallschnur. 

18. 1654, Juni 30. Wieu. Ferdinand III. bestätigt auf Wunsch der 
Landstände von Jülich, Cleve, Berg und Mark die 1647, Febr. 25, 
zu Köln geschlossene Erb Vereinigung. — Perg. Or. 11 Bll. be- 
schrieben in Buchform, 1 S. an gelbschwarzer Schnur. 



Lindern. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten, da die Pfarrei erst 1857 von Brachein 
abgezweigt wurde. Da Lindern auch zur Wirtschaftsgemeinde 
Brachein gehörte, so wird es in den Akten derselben auch oft 



156 Kreis Geilenkirchen. 

genannt. Vgl oben S. 126 ff. Die „Kirche 44 wird 1598 S. 131 Nr. 6a, 
1607 Nr. 6c und 1620 S. 127 Nr. 7 genannt. 

Loverich. Kath. Pfarramt: 

1. Im modernen Urkundenbuch Stiftungsurkunden 1755 ff. 

2. Kirchenrechnung 1772/73. — toi. 

3. Eine grössere Anzahl Eigentumsübertragungen unter Privaten 
18. Jahrhs. 

Oidtweiler. Kath. Pfarramt: 

1. 1696, Aug. 30. Der Pastor Mathias Mertens zu Ottweiler stiftet 
für eine Frühmesse 300 Reichsth., 1 Karrich Erbholz auf dem Ais- 
dorfer Busch und auf dem Hoenger Busch 9 heisteren holz. Erz- 
bischöfliche Bestätigung durch de Veyder vom 17. Dez. 1696. — 
3 Bll. fol. Abschr. 

2. Ein ausführliches 1832 bearbeitetes Inventar verzeichnet Urkunden 
1482 ff., u. a. auch eine .Sendordnung vom 20. Nov. 1619, Anniversar- 
stiftungen 1637 ff., aber gegenwärtig ist von den verzeichneten 
Stücken nichts mehr bekannt, auch über ihren Verbleib keine Aus- 
kunft zu erlangen. 

Prummem. Kath. Pfarramt: 

Bei einem Brande soll im 18. Jahrb. (Notiz im neuen Lager- 
buch) durch Feuer alles vernichtet worden sein, erhalten 
ist nur: 

1. 1676, Okt. 11. Jungfrau Agnes Mays stiftet 25 Reichsthaler für 
ein Seelenamt. — Pap. Or„ unterschrieben von Pastor Correns, 
dem Schöffen Peter Thielen und dem Küster Leonard Bernveldt. 

— Bürgermeisteramt Immendorf-Puffendorf: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Prummem: 
Getaufte 1692-1785, 1767—1798. 
Getraute 1692—1783, 1767—1798. 
Gestorbene 1692—1799, 1767-1798. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Immendorf: 

Getaufte 1600—1694, 1699-1710, 1725—1770, 1770-1798 
Getraute 1601—1667, 1668—1696, 1743—1769, 1770—1798. 
Gestorbene 1595-1697, 1742—1770, 1770—1798. 
Unehelich Geborene 1692—1696. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Lo verich-Puffendorf: 

a) Getaufte 1676—1753 (auch in Abschrift), 1760—1798. 
Getraute, Gestorbene 1770—1798. 

b) Kirchenrechnungen 1659 bis 1692, am Schluss die Sendordnung 
(1 Bl. 4°). 

c) Getraute und Gestorbene aus der Kapellengemeinde Puffen- 
dorf 1770-1798. 



Kreis Geilenkirchen. 157 

Puffendorf. Kath. Pfarramt: 

Das Pfarramt besteht seit 1837. Vorher war hier ein Rek- 
torat, welches anfangs zur Pfarrei Gereonsweiler, später 
(17. Jahrh.) zur Pfarrei Loverich gehörte. 

1. Verkaufsurkunden solcher Grundstücke, welche der Kirche und 
dem Pastor zinspflichtig sind, von 1611, 1632 und später. 

2. Streit zwischen dem Rektor Servas Mercator und Paulus von 
Wierth wegen einiger Renten, die letzterer der pastoreien jerlich 
erblich schuldet. 1656—1668 (8 Bll. fol.). Ebenso zwischen dem 
Rektor und Rutger von Wierdt (Bruder des Paulus) wegen der 
Kirchenbrote (9 Bll. fol.) und wegen einer Wachsrente 1720. 

3. Akten über die Kirchen Visitation 1659 (6 Bll. fol.), nämlich: 

a) 1659, April 27. Erzbischof Maximilian Heinrich ordnet eine 
Visitation in der Christianität Deutz an und bestellt den Land- 
dechanten, Pastor zu Merheim, Johann von Langenberg, zum 
Visitator. 

b) Bitte des Dechanten um Unterstützung der weltlichen Obrig- 
keit, gerichtet an Herzog Philipp Wilhelm von Jülich-Berg (un- 
datiert). 

c) 1659, Mai 18. Anweisung des Herzogs, die Hilfe zu gewähren. 

d) Forma visitandi in 9 Absätzen; im Absatz 8 wird dem Küster 
die Führung der Tauf-, Trau- und Sterberegister befohlen. 

e) Stoigebührenordnung. 

4. Kirchen- und Armenrenten von 1665. — 1 Bl. fol. 

5. Testamente und Stiftungen 1698 ff. 

7. Status der Kirchenrenten von 1706. — fol. 

7. Kurze Bearbeitung der Pfarrgeschichte. — 1 Heft 4°. 

Randerath. Kath. Pfarramt: 

1. 1447, Dez. 3 (sontags na sente Andries dage). Vor den Schöffen 
der Stadt Randerath wird der Bruderschaft Unser Lieber Frauen 
1 Mltr. Roggen Erbrente (jairpachts gut wettigs korns) verkauft. 
— Abschr. 17. Jahrhs. 

2. 1471, Mai (in dem maende genant der Mei). Vor den Schöffen der 
dinkbank zo Prumeren werden 4 erfmaldcr roggen Randenroider 
maissen (6 Pfennige nach dem besten) erkauft. — Perg. Or. 1 S. (ab). 
Eine Randnotiz besagt, dass diese Rente der Kirche zu Randerath 
tzo einer erffsatersdaichssingemissen nach dem Tode des Rentin- 
habers (llioenys van Prumeren) durch dessen Erben gestiftet 
worden ist. 

3. 1512, Juli 4 (up sondach neist nae unser liever frauwen dach visi- 
tationis). Vor den Schöffen des Dingstuhls zu Wurm werden 3 
Mltr. Roggen Rente verkauft. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

4. 1519, März 22 (dinsdaich post Reminiscere). Stiftung der satersdaichs 
singemissen. — Perg. Or. o. S. Vgl. Nr. 2. 



158 Kreis Geilenkirchen. 

5. 152r>, März 1 {uff den irsten dach des maentz Mertz). Schöffen, 
Bürgermeister und Rat der Stadt Randerath bekennen, das8 sie 
von Johann Buff, Propst zu Niedeggen und Pastor zu Linnich 
2 Erbrentbriefe von 1447 und 1520, lautend auf 1 und 5 Erbmalter 
Roggen, aus den Renten der Bruderschaft U. Lieber Frauen ge- 
kauft haben. Der Verkäufer stiftet für sich, seine Brüder, Eltern 
und Verwandten ein Jahrgedächtnis mit Vigilien und 6 Priestern. 
— Perg. Or. 2 S. (ab). Die Urkunden sind inseriert. 

6. 1528, März 24 (uf den neisten dinxstach na dem sondage Letare 
halffasten). Die Schöffen von Randerath bestätigen, dass Amt 
von Wijck ihnen zwei inserierte Urkunden des Herzogs Johann 
(als gifters des Katharinenaltars) von 1515 und des Dekans des 
concilioms van Susteren von 1516 vorgelegt hat, worin dem 
t Rektor des St. Katharinenaltars zu Randerath gestattet wird r 
dem Amt 17 Morgen Heide hinter dem Ruyters dreischen, die 
jetzt Ackerland sind, in Erbpacht zu geben, und dass Amt allen 
seinen Verpflichtungen nachzukommen verspricht. — Perg. Or. 

1 S. (ab). 

7. 1546, Aug. 6 (in die transfiguratio domini). Vor den Schöffen zu 
Randerath überweist der Vikar des St. Johannisaltars, zugleich 
Planer zu Krutorph, welcher dein Vikar des St. Katharinen- 
altars 37 2 Mltr. Roggen jährlich schuldig ist, an deren Stelle dem 
letzteren auf Lebenszeit gewisse Zehnten. — Perg. Or. 1 S. auf- 
gedrückt. 

8. 1623, Juni 23. Wolfgang Wilhelm verleiht die durch freie Re- 
signation des Petrus Haren erledigte Vikarie St. Johannis Baptistae 
et Evangelistae dem Kleriker Mathias Crummen. — 2 ßll. Pap» 
Abschr. Falsch datiert 1523. 

9. 1665, März 24. Zeugenverhör über die Religionsübung 1624 in 
mehreren Exemplaren sowie viele andere auf das Normaljahr be- 
zügliche Akten. 

10. 1681. Sept. 13. Vertrag mit dem Steinmetz Cornelliss von Heins- 
berg wegen Erbauung einer Mauer von der Gerkammer zum 
Glockenturm. — 2 Exemplare je 1 Bl. fol. sowie Akten über den 
Bau der alten Kirche. 

11. Einkünfte des Altars St. Johannis Baptistae 17. Jahrhs. (1 BL fol.) r 
dasselbe von 1655 (2 BU. fol). 

12. Akten der Armen bruderschaft seit 1639, Rechnungen, Rentverzeich- 
nisse u. s. w., Listen über ausgeteilte Spenden 1666 ff. 

13. Kirchenrechnungen 1643, 1681 ff. 

14. Eine Reihe Rentregister seit Mitte 17. Jahrhs., meist schmalfol. 

15. Im modernen Urkundenbuche (fol.) vorn „Geschichtliche Vorbe- 
merkungen", die eine Orts- und Pfarrgeschichte 1104 ff. darstellen. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Moderne Chronik, verfasst von Herrn Apotheker Eckertz 1893, in 

2 Quartheften, darin u. a. in Abschrift: 



Kreis Geilenkirchen. 159* 

a) Zeugenverhörprotokolle vom 4. (!) März 1665 über das exer- 

citiura religionis im Jahre 1624. 
b) Statuten der St. Sebastianusbruderschaft von 1697. 

2. Aus dem katholischen Pfarramt Kanderath: 

Getaufte 1604-1650, 1658-1677, 1671—1720, 1701-1755, 1756-1798. 
Getraute 1659-1677, 1682-1692, 1701-1755, 1756-1798. 
Gestorbene 1659—1677, 1679-1701, 1701—1755,1756—1798 und 1770 
bis 1798. 

3. Aus dem evangelischen Pfarramt Banderath: 
Getaufte 1611-1798. 

Getraute 1611-1797. 
Gestorbene 1656-1758. 

4. Aus dem katholischen Pfarramt Kraudorf: 
Getaufte 1756—1798. 

Getraute 1758—1798. 
Gestorbene 1757—1798. 

Evangelisches Pfarramt: 

1. Konsistorialprotokolle 1611, Okt. 13. bis 1783 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.). 
Darin vorn : 

a) Reihe der Prediger seit 1610. 

b) Ordnung des consistorii aufgerichtet und approbirt auf dem 
synodo gehalten zu Caster 22. May 1612 in 37 Absätzen. 

2. 1699, März 5. Ankauf des Schulhauses. — Pap. Or. 2 Bll. fol. 

3. Akten 18. Jahrhs. über die Verteilung der holländischen Liebes- 
gaben unter die Jülichschen Pfarreien. Dabei Verzeichnis der 
Gemeinden, die Gaben empfangen haben nebst Angaben über die 
Höhe des jedem Prediger und Schulmeister gewährten Gehalts, 
im besonderen: 

a) Verzeichnis des Vermögens der Gemeinde zu Hückelhoven 1762» 

— 2 Bll. fol. 

b) Wassenberg 1762. — 2 Bll. fol. 

c) Einkommen des Predigers zu Kelzenberg 1781. — 1 Bl. fol. 

d) Gemeinde Lövenich 1761. — 2 Bll. fol. 

e) Schulmeister in Jüchen. — 1 Bl. fol. 

f) Prediger in Jüchen. — 1 Bl. 4°. 

g) Gemeinde Sittard. — 2 Bll. fol. 

h) Gemeinde Kirch herten. — 2 Bll. fol. 

i) Prediger und Schulmeister zu Waldniel und Wevelinghoven. 

— 1 Bl. fol. 

k) Gemeinde Heinsberg. — 2 Bll. fol. 

4. Kirchen-Ordnungen der Christlich Reformirten Gemeinden. — 
Druck, Duisburg 1754, 4°. 

5. Getaufte 1770 ff. 

Im Besitze des Herrn Apotheker Eckertz: 
1. Reiche Sammlung von Materialien zur Geschichte von Randerath* 
— 1 Heft 4°. 



160 Kreis Geilenkirchen 

2. Gülichische Chronic von Adelarius Eriehius, Pfarrer zu Anders- 
leben an der Gehr. — Druck, 1611, 296 Bll. fol. 

— Im Besitze des Herrn Robert Nellen: 

1. 1503, April 23 (Sonntag Quasimodogeniti). Herzog Wilhelm giebt 
durch unsern lieven getruwen Hans van Adelssheym, Amtmann zu 
Randerath, dem underdanen Volqwyn ap dem hoeve, der ein neues 
Wohnhaus auf seine Kosten bauen soll, die Ölmühle vor der Stadt 
R. in Erbpacht gegen 7 oberl. Gld. Jahrzins und die Ollieferung 
für die ewige Lampe in der Kapelle der Burg Randerath. — Perg. 
Or. 1 S. (beschädigt). 



Scherpenseel. Kath. Pfarramt Marienberg-Schcrpenseel : 
Vgl. S. 149 Geilenkirchen, Kath. Pfarramt, Nr. 3. 

1. Auszug aus einem Register des Bistums Lüttich von 1510, dem- 
zufolge Marienberg von Eygelshoven (jetzt holländisch) g*etvennt 
und mit Pfarrrechten ausgestattet wird: der Pfarrer von Eigela- 
hoven hat fernerhin den Marienberger Pfarrer zu präsentieren und 
erhält dafür von der Gemeinde 8 Mass Getreide. — 2 Abschr. 
18. Jahrhs. Vgl. Übach Nr. 3. 

2. Stiftungsurkunden 1651 ff., u. a. für die Frühmesse 1705. 

3. 1687, Juli 25. Die zur Erhaltung der canalen (Dachrinnen) an der 
Kirche zu Marienberg verpflichteten sölder zahlen jeder einen 
Reichsthaler, um die Dachrinne mit Blei zu versehen und wasser- 
dicht zu machen. — Pap. Or. 1 Bl. fol. 

4. 1700, Jan. 13. Die Eingesessenen des Kirchspiels Marienberg, wozu 
das Jülich'sche Scherpenseel, das Spanische Rimburg und Groten- 
rath gehört, vereinigen sich dahin, dass Scherpenseel 5 Jahre lang, 
Grotenrath das sechste und siebente und die Freiherrlichkeit 
Rimburg das 8. Jahr den Kirchmeister stellt. — Abschr. 2 Bll. fol. 

5. Auszug aus dem Visitationsprotokoll von 1711. — Abschr. 

6. 1723, Juni 18. Der Archidiakon der quartae capellae der Chri- 
stianität Süsteren investiert den am 22. April von Karl Philipp 
präsentierten Heinrich Wilhelm Schumacher als Pfarrer von Marien- 
berg. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. Ebenso andre Präsentationen und 
Investituren. 

7. 1730, Mai 31. Der Landdechant verfügt, dass die Toten von W T int- 
hausen in Marienberg und nicht in Geilenkirchen begraben werden 
sollen. — 1 Bl. fol. 

8. Kirchenrenten von 1732 (1 Heft fol.) und spätere Verzeichnisse. 

9. Verzeichnis der Zehnten nebst Schätzungswerten von 1783. 
2 Bll. fol. 

10. Zeugenaussagen über den Zehnten zu Scherpenseel von 1641, 
Juni 20. — 1 Bl. fol. 

11. Akten über den Neubau der Kirche zu Marienberg 1777 bis 1788, 
besonders über die Verpflichtung der Zehntherren ztfm Kirchenbau. 



Kreis Geilenkirchen. 161 

12. Kirchenrechnung 1631/32, das Rechnungsjahr läuft von Weilmachten 
bis Weihnachten. — 1 Heft fol. 

13. Armenrechnungen 1755/56 und 1757/58. — Je 2 Bll. fol. 

14. Buch der Rosenkranzbruderschaft 1657 ff., enthält Mitteilung über 
die Gründung und die Satzungen. Die Mitglieder sind gesondert 
in Geistliche, Adelige, Schöffen und Bürgermeister, dann erst 
folgen alphabetisch nach den Vornamen geordnet die übrigen. 

15. Getaufte 1660-1798 (Abschrift). 
Getraute 1770-1818. 

Bürgermeisteramt : 

1. Aus dein kath. Pfarramt Marienberg: 

Getaufte 1660-1696, 1695-1724, 1724-1770. 
Getraute 1660—1769. 
Gestorbene 1660—1770. 



Süggerath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien, da die Pfarrei erst 1846 ge 
gründet wurde. 



Teveren. Kath. Pfarramt: 

1. Bruderschafts-, Kirchen- und Armenrenten (1 Heft 4°, als Umschlag 
dient ein Bl. einer Hs. 12. Jahrhs., geistlicher Text in sehr gut er- 
haltenen Schriftzügen). Inhalt: 

a) 1516. Bit is der kyrchen jaergulde van Theveren geschreven 
ime jaer van xvc ind xvj (von derselben Hand 13 Bll., die am 
Rande stark beschädigt sind). Es folgen nach einander Renten 
an roggen, even, gelt, soem (Rübsamen), wass, ferner Renten, 
wofür den Armen op ten gueden fritag gebacken wird, sowie 
Wein, der to korsmissen und der to paesschen zu bezahlen ist. 

b) 1557, Mai 10. Ein Rentschuldner der Kirche kann bei der 
Teuerung sein erffmalter nicht bezahlen, ein andrer Nachbar 
übernimmt deshalb die Rente an seiner Statt. 

c) Ohne Jahr. Eine Rente von l 1 /* Summern Hafer ist geteilt wor- 
den, der eine der Schuldner setzt für seine 3 / 4 Summern als 
neues Unterpfand 1 / 2 Morgen zehntfreies Land. 

d) 1631, Jan. 7. Beurkundung der Erbung eines Grundstückes, 
worauf zu Gunsten der Kirche 1 / 2 pint ruebsams Rente ruht. 

e) Im Jahr 1565 hat die naberschaft zu Theveren das uhrwerk 
machen lassen und zur Bezahlung des Meisters, um eine direkte 
Umlage zu vermeiden, einige Renten der Kirche und der 
Bruderschaft für Jahre geopfert, indem die Kapitalien zurück- 
gezahlt wurden {quiüren mit penningen). Die Renten mit ihrem 
Geldwerte sind verzeichnet. Später erhalten die Rentschuldner 



162 Kreis Geilenkirchen. 

ihr vorgestrecktes Geld zurück, und die Rente wird wieder 
weitergezahlt. Die Aufzeichnung üher den Thatbestand ist ei>t 
nach 1604 in einem Zuge erfolgt, wohl die Reinschrift der 
ganzen Abrechnung. Am Schlüsse nochmals : der armen körn. 
— 8 Bll. 

2. Testamente und Stiftungen 1636 bis 1724, Abschriften und Originale 

auf Papier, letztere z. T. mit merkzeichen der Aussteller. 

3. Kirchenrentbuch, angelegt 1746 (1 Bd. fol.), enthält auch einige 
chronikalische Notizen, Bericht über die 1658 gegründete Bruder- 
schaft St. Antonii eremitae, patroni huius ecclesiae secundaria, 
deren Einkünfte sowie Armenrenten. 

4. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

— Standesamt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Teveren: 
Getaufte 1697—1798. 
Getraute und Gestorbene 1734—1769. 

* Trips, Schloss. Im Besitze des Freiherrn v. Eynatten: 

Das verhältnismässig reiche und geordnete Archiv ent- 
hält Material zur Geschichte der Familie Evnatten. sowie 
verwandter Geschlechter, namentlich Berghe von Trips (vgl. 
I. Bd., S. 94—95 Hemmersbach) und Palant, welches Haus Trips 
bis Ende des 14. Jahrhs. besass (vgl. Nr. 2 und v. Oidtman in 
der Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 16. Bd. (1894), 
S. 70/71). Vielfach werden die Besitzungen lieimersbeek und 
Peerboom u. a. in Holländisch-Limburg erwähnt, ebenso die 
Pfarre Hünshoven bei Geilenkirchen. Die Urkunden (1354AÜ 
ßind von den Akten getrennt. Vgl. auch oben Brachelen S. 129 
Nr. 4e und S. 134 Nr. 10». 

1. 1373, Juni 23 (op smte Johans avont baptiste). Maes van Reymers- 
becke und sine eliche gesellinne Katharina teilen ihr Gut unter ihre 
Kinder, nämlich Gerart, Anna und zwei namentlich nicht genannte 
Töchter im Kloster Burtscheid. — Perg. Or. HS. 

2. 1376, März 9 (Sonntag Reminiscere). Nees (Agnes) von Trips, eine 
Palant, Tochter des f Daniel, erhält bei ihrer Verheiratung mit 
Daem (Adam) von Berghe, Reinhards Sohn, Schloss Trips mit allem 
Zubehör als Mitgift. — Abschr. 15. Jahrhs. Pap. Das Or. hatte 
10 Siegel. 

3. 1407, August 23 {op sint Bartelmees aevont apostoli). Vertrag 
zwischen Willem van den Birboem und Goeswin van Cortenbach 
wegen des Wassers, das durch das Kirchdorf Vorendale fliesst: 
ersterer benutzt es 4 Tage, letzterer 2 Tage für seine Benden. — 
Perg. Or. 6 S. (5 ab). 

4. 1450, April 22 (des 22. daichs in deine inaende van Aprille). Schöflen- 
urkunde über die Belehnung der Katharina van Beymersbecke 
nach dem Tode ihres Schwagers Johans van Werde, genant van 



Kreis Geilenkirchen. 163 

Wijs, und ihrer Schwester Hilswetten, Klosterjungfrau in Burtz- 
scheit. — Perg. Or. 1 S. 

5. 1450, April 24 (des 24. daichs in deme maende Aprille). Statthalter 
und manne van leene der Herrlichkeit van Schynne beurkunden 
die Übertragung des von der Herrlichkeit lehn rührigen Hauses 
Reymersbecke durch junffrauice Kathryne van Reymersbecke, 
Wittwe des Peter van dem Bock, Schöffen zu Aachen, an Johann 
v. Eynatten zu Behuf des Herman Schillinck van Eynatten ihres 
Patenkindes (peteren). — Perg. Or. 4 S. 

6. 1462, Nov. 1 (up alre liever heiligen dach). Margareta van Palant 
ind van Bergh y Wittwe Wilhelms von Berghe zu Trips, stiftet eine 
Dienstags- und Donnerstagsmesse auf dem Marien Magdalenen-Altar 
in unser moiderkirchen zo Huynshoven, für welche jederzeit die 
ghene, die hemamails besitzer soilen sin des huiss zo Tryps, einen 
Priester setzen sollen. — Perg. Or. 6 S. (1 ab). Vgl. Nr. 23. 

7. Dit sint alsolche pecht ind zensse herna beschreven vollende, as 
ich Willem van Kaltenborn .... van den Beerboem geldende haem, 
gegheven ind in dese rolle gemackt 1411. — 1 Pergamentstreifen. 

8. 1558, Febr. 20. Heiratsverschreibung zwischen Wilhelm van Gerzen, 
herrn zu Sinzich, und Agnes von Palant, Tochter des f Girhart 
van Pällant und seiner Gemahlin Johanna von Eynnoten. — Perg. 
Or. 20 S. 

9. Rechnung des Rentmeisters Jans van Wirde (?) für Junker Her- 
man van Eynetten 1577 bis 1585. — 1 Heft fol. in Perg.-Hs. als 
Umschl. 

10. Auszüge aus den Taufregistern zu Nuth (Diözese Roermond) 1588 ff. 
und andern Limburg. Pfarrregistern. 

11. Staatsverträge zwischen Brandenburg und Pfalz (1609, Juli 21), 
Wolfgang Wilhelm und Jülich-Bergischen Landständen (1649, Sept. 
25), Landständische Steuerbewilligung (1668, Juli 20), Hauptrezess 
zwischen Philipp Wilhelm und den Landständen (1672, Nov. 5.), 
Erläuterungsrezess (1672, Juli 27) u. s. w. — Druck, fol. 223 SS. 
mit Sachregister. 

12. 1622, Sept. 26. Hermann v. Hoensbroch als Ehemann der Marga- 
rete von Berge und ihrer beider Erben werden mit Trips belehnt. 

— Pap. fol. Beglaub, Abschr. 

13. 1635, Aug. 16. Kaiser Ferdinand II. erhebt die drei Brüder Johann 
Adolf und Winand v. Eynatten in den Freiherrnstand: Der erste 
ist Domherr in Lüttich, die beiden anderen sind kaiserliche Obristen. 

— Abschr. 7 Bll. fol. (Adolf war später Kaiserl. Feldmarschall und 
Inhaber von Jan v. Werth's Regiment). 

14. Genealogische Familienaufzeichnung der Barbara von Eynatten, 
Nonne zu Königsdorf (geb. 1599), einsetzend 1511 fortgeführt bis 
1651. - 1 Heft 8°. 

15. Schlagbuch auf der gemeinden von Geilenkirchen d. i. Verzeichnis 



164 Kreis Geilenkirchen. 

der Holzberechtigungen 1076/77. E^ werden unterschieden heu 
und reis. — 1 Heft fol. ohne Umsehl. 

16. Landtagseinladung zum 28. März 1677, gerichtet an Johann v. Mir- 
bach zu Tiegelen. — Pap. Gr. 

17. 1684, April 6. Otto Heinrich Markgraf von Larzetto als Gubernator, 
General und oberster Feldhauptmann der Niederlande ernennt 
Johann Stephan Baron v. Eynatten zum Hauptmann über das 
fändl hochteutschen kriegsvolks zu fuess, dessen Führung- der 
Obristwachtmeister Johann Henrich von Ufflingen freiwillig auf- 
gegeben hat. — Perg. Or. 1 S. aufgedr. 

18. 1693, Mai 11). Notarielles Zeugnis über die zwischen den Gütern 
von Trips und Hör rieh vorgenommene Grenzregulierung. — 
Perg. Or. 1 S. aufgedr. 

19. 1693, Aug. 19. Der Bischof von Münster ernennt Johann Stephan 
von Eynatten zum Obristwachtmeister und giebt ihm die Nageische 
Kompagnie im Regimente des Obristen Cornarens. — Pap. Or. 
1 S. aufgedr. 

20. Mann Cammer Geilenkirchen, Erkundigungsbuch über die Lehen 
Renovationen ex anno 1720. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

21. 1726, März 9. Karl Philipp ordnet eine Musterung sämtlicher 
adliger und unadliger Lehenleute an, nachdem eine solche fast 
10 Jahre nicht vorgenommen worden ist, wie es 1651, 1675 und 1685 
geschehen sei. — Druck fol. 

22. 1727, Dez. 1. Johann Ludwig Henrich Graf von Goltstein als 
Lehenstatthalter der Mannkammer Geilenkirchen belehnt Johann 
Stephan Freiherrn von Einatten, Herrn zu Nütth (Holland. Limburg) 
mit dem Rittersitze Trips. — Perg. Or. 1 S. aufgedr. 

23. Akten über das beneficium simplex am Altar B. Mariae Magdalenae 
zu Hünshoven, dessen Kollatoren die Inhaber von Haus Trips sind, 
1744 bis 1760. Vgl. Nr. 6. 

24. 1780, April 27. Aufnahmezeugnis des Carl Theodor freiherrn von 
Eynatten, Sohn des Oberamtmanns zu Jülich, Maximilian Fr. v. E. T 
unter die bürger der Kamera! Hohen Schule zu Kaiserslautern. — 
Ausgefülltes Druck formular. Abgangszeugnis vom 12. Mai 1782 
für denselben, nachdem er 2 Jahre lang mit vorzüglichem Fleiss 
sämtliche Kameralwissenschaften studiert hat. 

25. Eine grosse Anzahl Stammbäume der Familie v. Eynatten und an- 
drer Geschlechter 17. und 18. Jahrhs. 

26. Zahlreiche Flurkarten über die zu Haus Trips gehörigen Grund- 
stücke, auch mehrere vom Tripser Busch. 

Tripsrath. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Akten, da die Pfarrei erst 1891 von Geilen- 
kirchen abgezweigt wurde. 



Kreis Geilenkirchen. 165 

Übach. Kath. Pfarramt: 

1. Eigentumstitel des Altars und der Bruderschaft St. Antonii 1522 ff. : 
1522, Okt. 1 {uff st. Remeistag). Die Brudermeister des St. Antonius- 
Altars verpachten auf 24 Jahre die Güter, die Giellis Nauwe für 
eine satertagsmisse gestiftet ; hat. Der Acker muss in dieser Zeit 
zweimal gemergelt und zweimal gemistet werden. — Abseht*. 2B11. fol. 

2. Dit sint alsulche rechten, als den naeboeren von der kirchen wegen 
[zustehen], geschrieben im jar 1542. — 1 Bl. fol. Abschrift einer 
Beglaubigung von 1609. 

3. 1587, Dez. 24. Brüssel. König Philipp von Kastilien verfügt, dass 
die der Kirche von Eygelshoven gehörigen Zehnten in der bank 
von übach, so in unserem lande von Ueber-Maass gelegen und 
unterm heraogthum Roth gehörig ist, nicht (wie es seit 1584 ge- 
schehen ist) mit der täglichen contribution, Schätzung und lastungen 
zu belegen sind. — 5 Bll. fol. Abschrift einer Übersetzung ex 
Flandrico. 

4. 1705, Okt. 6. Verpachtung der Pastoratgüter unter ausführlicher 
Aufzählung der Bedingungen: Der Pfarrer wird vom Pächter voll 
beköstigt. — 4 Bll. fol. 

5. Testamente, durch welche Stiftungen begründet werden, seit der 
2. Hälfte 17. Jahrhunderts. 

6. Getaufte 1794 ff., Getraute 1792 ff. 

— Standesamt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Übach: 

Getaufte 1651—1699,1698-1746,1746-1797,1779—1794. Uneheliche 

1701—12. 

Getraute 1651 (Anfang beschädigt) bis 1746, 1746—1812, 1779-1793. 

Gestorbene 1652—1746, 1746—1820, 1779-1792. 

Ütterath. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei ist erst 1804 gegjründet. Vorher bestand hier 
ein beneficium S. Catharinae unter der Pfarrei Dremmen. 

1. Neun Perg. Originalurkunden 1450—1565, sämtlich Erbpachtbriefe. 

2. Zahlreiche Urkundenabschriften 1422 bis 1686, meist Getreide- und 
Geldrenten betreffend, auch Abschriften der Originalurkunden sind 
dabei. Unter anderem: Stiftung für Beleuchtung der Kirche (1422), 
Verpachtungen von Kirchenland (1428, 1465, 1466), ßentanerkennt- 
nisse (1450, 1457, 1516). 

3. Stiftungsurkunden 18. Jahrhs. 

4. Rentbuch über alle Einkünfte von 1754 (1 Bd. 4° in Perg.-Bd.), 
darin die Besitztitel sämtlich abgeschrieben. 

5. Kirchenrechnung 1667/68 (6 Bll. fol.) sowie einige jüngere nebst 
Verzeichnung der Erbpachten. 

6. Visitationsprotokoll v. 1744. — 2 Bll. fol. Gleichz. Abschr. 

11 



166 Kreis Geilenkirchen. 

Wurm. Kath. Pfarramt: 

1. Verzeichnisse der Kirchenrenten, bezeichnet als kirehenzettul von 
1677, 1692 (8»), 1693, 1713, 1749, 1755, 1756, 1762 u. s. w. — je ein 
Heft 4 0. 

2. Kirchenrechnungen 1694 ff. 

3. Liste der Kirchmeister 1614 bis 1632. — 1 ßl. fol. 

4. Schuld- und Stiftungsurkunden 1657 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Wurm: 

a) Verzeichnung aller stehender kornrenten von 1617. — 1 Heft 
fol. 37 SS. beschrieben. 

b) Rentbuch von 1674. — 1 Bd. schmalfol. ohne Einband. 

c) Rechnungsbuch der Pfarreinkünfte 1688 ff. — 1 Bd. 4°. 

d) Armenrenten des Kirchspiels Wurm vom Ende 17. Jahrhs. — 
1 Bd. 4°. 

e) Getaufte 1623-1693, 1688—1733, 1770—1798. 
Getraute 1625—1633, 1636—1694, 1687—1741, 1770-1798. 
Gestorbene 1661-1686, 1695-1740, 1770—1798. 

2. Aus der Gemeinde Süggerath: 
Getaufte 1715—1798. 
Getraute 1728-1798. 
Gestorbene 1730—1798. 

— Im Besitze des Herrn Theodor Dohmen: 

1. Chronik von Wurm, bearbeitet am Ende 18. Jahrhs., zurückgreifend 
bis zum Anfang des 17ten. — 1 Bd. fol. 

*ZweibrÜggen, Haus. Im Besitze des Freiherrn v. Negri: 

Das Archiv enthält Material zur Geschichte der Familie 
des jetzigen Besitzers, die früher zu Brunssum in Holländisch 
Limburg ansässig war, sowie zur Geschichte der vorbesitzen- 
den Familien, Eys-Beustall, Voss, Mirbach, Zwembrüggen. Die Ur- 
kunden (etwa 50) reichen bis 1373 zurück, die Akten sind zum 
grössten Teile ungeordnet, doch hat eine Durchsicht be- 
gonnen. Vgl. oben Brachelen S. 135 Nr. 11, 13 und S. 151 Nr. 1. 

Hier seien erwähnt: 

1. 1373, Jan. 19 (deeima nona mensis Januarii). Wilhelma, Wittwe 
van Mummer sloche, Bürgers zu Köln, schliesst den Heirats vertrag 
für ihre Tochter Geirdrud mit Eberhard, Sohn Eberhards Gijrs 
van Huntgine, ab. — Perg. Or. 5 S. (ab). 

2. In den jaeren uns herren duisent vierhundert seistzich sint die 
alsulchen tzins ind leenguede, as ich Reynart van Monck (?), ge- 
nant Tiechelen, gelden hain in mijnen hoff zo Zwenbrughen up sent 
Steffens dach, 25 Absätze und 1 Nachtrag. — 1 Pergamentstreifen. 

3. Erbteilungen, Eheverträge u. s. w. der Familie von Mirbach 1522 



— - 



Kreis Geilenkirchen. 167 

bis 1604 (Abschr. 17. Jahrhs., 1 Heft fol. o. Umschl.), 156C bis 1607 
(ebenso). 

4. 1542, Aug. 1. Herzog Wilhelm erklärt, dass Clais van Mirbach 
als Vogt zu Wassenberg die Rechnung für das Jahr vom 1. Mai 
1541 bis 30. April 1542 abgelegt hat und ihm G0 Mark 9 Schilling 
schuldig bleibt. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 

5. DU is de rent zo Gurtzenich. — 1 Heft schmalfol. Hs. 16. Jahrhs« 
1. Hälfte in Perg.-Hs. als Umschl. 

■6. Hie nae volgt dat recht, dat key[serliche] majestät heefft tot den 
hertogdom van Geldre, wohl eine Privatarbeit 16. Jahrhs. — 7 Bll. fol. 

7. Inventarium bonorum Siegen d. h. Nachlass des Kölner Bürgers 
Arnold von Siegen, 1607. — 50 Bli. fol. 

S. Kirchenrechnung von Palenberg 1633. — 2 Bll. fol. 

9. Akten über die Nutzung des Gürtzelbusches und Marienberger 
Busches 17. und 18. Jahrhs, sowie Ordnung der Mann Kammer 
Thumb Probsteier waldes zu Aldenhoven anno 1665 mit einem 
Nachtrag vom 10. Mai 1667. (15 Bll.) Vgl. I. Bd., S. 95 Nr. 5. 



V. Kreis Heinsberg. 



Arsbeck. Kath. Pfarramt: 

1. Pastorei Renthen zu Arsbeck, aufgezeichnet 15(51, mit Nachtragen. 
— 1 Bd. schmalfol. 

2. Erklärung des Pastors über die Pastoratsr enten, auf Grund landes- 
herrlichen Befehls abgegeben 1654. — 2 Bll. fol. 

3. Kirspels Arsbeck buch, angelegt 1644 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.). Darin: 

a) Grundsätze, die bei der Erhebung des Schatzes beobachtet werden. 

b) Verzeichnung der Schatzumlage von 1644 und später. 

c) Rechnung des Küsters 1644. 

d) 1649, Okt. 28. Scheffen, vorsteheren und des gantzes kirspels 
Arsbeck nachparen einhelliger vertragh und contractu wie mit 
den drieschen gueteren zu thun, in 9 Absätzen. 

e) 1647, März 13. Generalrezess, an alle Vorsteher gerichtet. 

f) 1648, Okt. 2. Ordnung für den schatzheber. 

4. Buch der Kirchenrenten und Kirchenrechnungen, angelegt 1662 
(1 Bd. fol. in Perg.-Bd.). Darin auf Bl. 5b— 6a Notiz über die 
Gründung der Aldegundis-Bruderschat't 1353 und eine ihr gehörige 
Kornrente. 

5. Capella in Raetgen vigore facultatis concessae ab illustrissimo 
nuntio apostolico sub invocatione sanctorum Sebastiani, Antonii, 
Rochi necnon sanctarum Luciae et Apolloniae et Genovevae bene- 
dicta est ab amplissimo domino Henrico Beeck, aurei Wassen- 
bergensis capituli decano, anno 1675, Juni 10. — 1 Bd. 4°. 

6. Verzeichniss der im 17. Jahrh. an der capell im Rätgen bestehenden 
Stiftungen. — l Heft schmalfol. 

7. Buch der Kirche Arsbeck 17. Jahrhs. (1 Bd. fol. in Leder geb.). 
Enthält: 

a) 1561, Juni 19. Erlass des Herzogs Wilhelm an die Insassen 
der Herrlichkeit Arsbeck und Röttgen, nachdem er sie von 
Wilhelm von Vlodorff gekauft hat, wegen der Huldigung. 

h) DU is der umbganck und betwank der herrlichkeit von Heipen- 
stein (Kreis Grevenbroich), Weisung von 1500, des ersten man- 
dags nahe DaLheimer kirms. 



Kreis Heinsberg. 169 

c) Renten des Küsters und Schulmeisters. 

d) Pastoratszehnten. 

e) Pastorey zu Arsbeck. 

f) Mitglieder der Rosenkranzbruderschaft. 

g) Jura et libertates capituli Wassenbergensis. — Vgl. S. 192 Mr. 7. 
$. Reste eines Gemeiudearchivs: Rechnungen seit Mitte 17. Jahrhs., 

Erlasse der Landesregierung, Steuerumlagen, Prozessakten. Be- 
sonders : 

a) 1546. Verneuerung der laetbanck zu Arsbach, Ratgen und 
Wildenraedt, gemacht uff dinxtach den sesten dach Aprilis a°. 
etc. xlvj. 

b) Verzeichnung der Umlagen. Kontributionen und Steuern, die 
Arsbeck 1630 bis 1656 getragen hat. — Aktenfaszikel, fol. 

c) Bruchstücke von Arsbecker Schöffengedingsprotokollen 1571/72, 
1598, 1601 bis 1612. 

9. Der Regierungsbezirk Aachen, topographisch beschrieben. —Druck. 
Aachen, Mayer 1827. 

7 i/ 

— Bürgermeisteramt Myhl: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Arsbeck: 
Getaufte 1653-1803. 

Getraute 1705—1803. 
Gestorbene 1661—1803. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Wildenrath: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1691—1792. 

Birgelen. Kath. Pfarramt: 

Vgl. unten S. 208 (Wassenberg) Nr. 33. 

1. 1223, ohne Monat und Tag. Arnold, Propst von St. Gereon in 
Köln, beurkundet, nach dem Tode seines Bruders (Osto de Borne 
vir nöbilis), dass dieser nebst seiner Gemahlin Petronilla unter des 
Ausstellers und seines Sohnes Gozwinus Zustimmung sein Allod 
zu Ophoven (mit Ausnahme des zu Lehen Gegebenen) zu seinem 
und seiner Ahnen Seelenheile dem conventus sanetimonialium de 
Ophoven in Gegenwart viri nobilissimi domini Heinrici de Wassen- 
berge übergeben hat. In Gegenwart der Äbtissin und des Kon- 
vents de Herkenrode hat der Stifter seine Absicht wiederholt, und 
seine Witwe sowie sein Sohn haben am Begräbnistage feierlich 
über dem Altar U. Lieben Frauen die Übergabe vollzogen. — Perg. 
Or. 3 S. (1 ganz, 1 halb ab). Gedruckt bei Knippenbergh, hist. 
eccles. ducatus Geldriae (1719), S. 73. 

2. 1249, August 19 {feria quinta post assumptionis beate virginis). 
Bischof Heinrich von Lüttich teilt den viris venerabilibus et dis- 
cretis preposito et scolastico de Heinsberg den Perusii, kalendis 
Mariii pontificatus nostri anno seeundo (= 1229, März 1.) datierten 
Erlass des Papstes Gregor IX. (1227—1241) mit, wodurch dem 
Kölner Erzbischof und seinen Suffraganen aufgetragen wird, die 



170 Kreis Heinsberg'. 

abbatissa et sorores monasterii de Uphoven Cisterciensis ordinis 
gegen ihre Bedrücker zu schützen und dieselben, falls es Laien 
sind, eventuell zu exkommunizieren, falls es Kleriker, Kanoniker 
oder Mönche sind, von ihrem officium oder beneficium zu suspen- 
dieren. Die Empfänger der Urkunden sollen das Kloster in seinen 
Rechten unterstützen, wenn sie darum angegangen werden. Die 
Urkunde selbst ist ohne Datierung, endigt vielmehr mit: Datum, 
aber eine gleichzeitige Hand hat auf dem Rücken das oben an- 
gegebene Datum verzeichnet. Gregor X. (1271—1276) kommt nicht 
in Frage, da das Kloster Ophoven 1258 nach Dal heim verlegt 
wurde. — Perg. Or. 1 S. an grünseidener Schnur (halb ab). 

3. 1259, mense Julio. Hermannus burgravius de Wassenberg, seine 
Gemahlin Alveradis und ihre Kinder bekunden, dass der bisher 
zwischen ihnen und der Äbtissin und dem Konvent de Uphoven 
schwebende Streit folgendermassen geschlichtet worden ist. Das 
Kloster kauft die Güter, que vocantur Breidenrode iuxta Heimen- 
bruch sita, für 50 Mark vom Burggrafen, der in die Hände Wal- 
ram s, ducis de Limburg, auf diese Güter verzichtet, damit sie 
letzterer frei dem Konvent übergiebt. Es siegeln Herzog Walram 
von Limburg, Walramus de Juliaco und Willheimus miles Schil- 
linck dictus de Halle, da die Aussteller kein eigenes Siegel haben. 
Acta sunt hec in ecclesia Wasenbergensi presentibus Alexandro 
milite de Wilre, Udone dapifero de Rode, Gerardo de Kerreke 
milite, Gozwino milite de Gripenkoven, Gozwino eius filio, Arnoldo 
milite de Rotheim, filio suo Gozwino, Siberto milite de Commortere, 
filio eius Siberto, Theoderico fratre dicti burgravii, Siberto de 
Hucloven et magistro Henrico de Wasenberg. — Perg. Or. 3 S. 
(2 ab, 1 beschädA 

4. 1262, mense Novembri, Wilhelmus vir nobilis, dominus de Heipen- 
sten, und seine Gemahlin Sophia bekunden, dass Adam dictus de 
Quercu, noster fidelis, (von Eich vgl. Annalen 2. Heft, S. 119 ff.) einen 
Teil seiner Güter bei Dalheim, que a nobis in feodo dinoscitur 
tenuisse, nämlich etwa 80 Morgen Wald, mit ihrer Zustimmung 
an den Konvent in Dalheim verkauft hat. Es soll nuUi de 
ipso nemore aliquid obsequium impendere ausser 12 Kölnischen 
Denaren, die Adam vom Kloster jährlich Martini erhält. Wenn 
Adam seine Lehen aliquo excessu verlieren sollte, will Wilhelm 
vom Kloster auch nur den Jahrzins haben und überträgt im 
übrigen zu seinem und seiner Erben Seelenheil dem Konvent 
den Wale in elemosinam. Zeugen: Gerardus miles de Kerre1^e r 
Wilhelmus miles dictus Colvo, Arnoldus de Rotheim, Theodericus 
miles de Nunheim, Sibertus et Henricus milites de Huchelhoven, 
Henricus miles de Oderode, Arnoldus advocatus de Wassenberg, 
magister Henricus, rector scolarum eiusdem loci et alii quam 
plures. — Perg. Or. 2 S. an blauweisser Seidenschnur (1 ab, 1 
sehr beschädigt). 

5. 1695, April 12. Beatrix de Grevenbroeck priorinne itft adelijke 



Kreis Heinsberg:. 171 



e 



stift Daelheim, welche nach dem Testament ihrer Eltern von 1660 
eine Leibrente von 50 Reichsthalem bezieht, dieselbe aber seit 
2 Jahren nicht erhalten hat, bittet den Rat van Brabant um Ver- 
inittelung, und letzterer (cT eerste presiderende ende andere raden 
van Brabant) weist den eersten deuruaerder an, den Grund für 
die Zahlungs Versäumnis festzustellen. — Perg. Or. 1 S. am Kopf 
aufgedrückt. 

6. Haushaltbuch der Äbtissin zu Dahlhe.im 1636 bis 1644. — Bruchstück 
schmalfol. 

7. Kirchen- und Armenrechnungen des Kirchspiels Birgein 1694 ff. — 
1 Bd. 40 in Perg.-Bd. 

8. Protokolle verschiedener Pfarrer zu Birgein, die als Notare fun- 
gierten, Anfang 17. Jahrhs. — Mehrere Hefte in schmalfol., doch 
bruchstückhaft erhalten. 

9. Heberegister der Armenrenten 1755/56 und 1763/64. — 2 Hefte, 4°. 

10. Rentbuch 18. Jahrhs., darin kurze Beschreibung der Pfarre und 
ihrer Gerechtsame, u. a. auch Holzgerechtigkeit im Hersbusch. — 
1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

11. Rechtliche Vorstellung Deren Abgehaltenen Recht- Streits-Hande- 
lungen 2jwischen Ein Hochwürdiges Capitulum der CoUegialkirchen 
zu Wassenberg und Hrn. Pastoren in Birgelen, Myhl und Wilden- 
rath. — Druck fol. 27 S. und supplementum actorum informa- 
torium (7. S.) 

12. Getaufte 1701-1743, 1743-1812. 
Getraute 1677-1743, 1776-1821. 
Gestorbene 1743-1775, 1777-1827. 

Bocket. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1851 von Waldfeucht abgetrennt. 
Das älteste Schriftstück des Archivs ist von 1836. 

Braunsrath. Kath. Pfarramt: 

1. Modernes Urkundenbuch, enthaltend Stiftungsurkunden u. s. w. 
1650 ff. (1 Bd. fol.). Die Vorlagen sind nicht mehr vorhanden. 

2. 1793, Juli 4. Petrus Tholen übernimmt für 27 Reichsthaler jährlich 
die Dienste des Benefiziaten Jennes zu Braunsrath ohne die 
messen- und orgelschuldigkeiten. Das Abkommen schliesst ab 
Pingen. Pastor in Havert. — 1 Bl. fol. 

3. Nota super onera annexa primissariatui in Braunsrath. — 1 Bl. 4°. 
Hs. Ende 18. Jahrhs. 

4. Tabelle über Vermögen und Einkommen der Pfarre Braunsrath 
von 1796 (französisch), auf der Rückseite Mitteilung über Bene- 
ficien, Officien, Stiftungen bei der Kirche Braunsrath, gerichtet an 
den Bischof von Aachen 1806 (lateinisch). — 2 Bll, fol. Konzept. 

5 Undatiert. Eingabe des' Pfarrers zu Braunsrath an den Volks- 



172 Kreis Heinsberg. 

repräsentanten in Aachen wegen seiner Steuerveranlagung, deutsch 
als Unterlage für eiuen Freund, der die französische Fassung 
herstellen soll. — 2 Bil. toi. 

6. 1805, Okt. 30 {le huit Brumcrire an quatorze). Anweisung des Ge- 
halts von 500 Frank für den Pastor Valentin Braun zu Braun srath 
in Ausführung des Edikts vom 11. Prairial an 12 (1804, Mai 11) 
Artikel 6. — Ausgefülltes Druckformular. 

7. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770 ff. 

— Bürgermeisteramt : 

1. Aus dem kath. Pfarramt Braunsrath: 
Getaufte 1696-1750, 1789—1798. 
Getraute und Gestorbene 1753- 179H. 

Breberen. Kath. Pfarramt: 

Vgl. S. 195 Nr. 1. 

1. 1694, Juni 3. Der Deutsehordensritter Guilelmua Becker stiftet in 
seinem Testament unter andeiem auch in der Pfarrkirche zu 
Brebren in den lande van Gvlich 25 specie pattacons für ein am 
1. bis 3. September zu haltendes Jahrgedächtnis. — 4 Bll. fol. 
Gleichz. Abschr. Ebenso verschiedene andre Stiftuugsurkundcn 
von 1695, 1712 u. s. w. 

— Bürgermeisteramt: 
Ortlich mit dem Bürgermeisteramt Waldfeucht vereinigt. 



n 



Dremmen. Kath. Pfarramt: 

1. Copia incorporationis ecclesiae de Dremmen decanatui de Heins- 
bergh ex anno 1434. — 12 Bll. fol. Hs. 17. Jahrhs. 

2. Stiftungsurkunden 1720 ff. 

— Bürgermeisteramt Dremmen und Oberbruch: 
1. Aus dem kath. Pfarramt Dremmen: 

Getaufte 1639 (Anfang beschädigt) — 1718, 1770-1798. 

Getraute 1639—1716, 1770-1798. 

Gestorbene 1639—1718 (seit 1665 getrennt adulti und infantes), 1770 

bis 1798. 
Gefirmte 1663, 1681, 1698, 1712. 

Mitglieder der Bruderschaft Jesus - Maria - Joseph, die älteren 
Namen sowohl als die der seit 1727 neu aufgenommenen. 

Elsum, Schloss. Bürgermeisteramt Birgelen: 

1. Aus dem Pfarramt Birgelen: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1743—1798. 

2. Aus dem Pfarramt Ophoven: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1694—1733, 1768—1798. 

3. Aus dem Pfarramt Steinkirchen: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1694—1764, 1765—1798. 



Kreis Heinsberg. 173 

4. Akten über den Birgeier Mühle nbach. Darin: 

a) 1648, Juni 28. Befehl des Amtmanns zu Wassenberg, dass 
binnen 14 Tagen jeder Angrenzende den Bach an seinem Stück 
zu reinigen hat, nebst namentlichem Verzeichnis der Anlieger. 
— 2 Bll. fol. Pap. 

— Im Besitze des Freiherrn v. Leykam: 

Es findet sich kein eigentliches Archiv vor, aber wohl auf 
Haus Elsum bezügliche einzelne Urkunden und Akten sowie 
zahlreiche Aktenstücke aus dem Nachlasse einiger Freiherren 
von Leykam, die im 18. Jahrh. diplomatische Amter bekiei- 
deten. Über letztere liegt ein Inventar (4 Bll. fol.) vor. Vgl. 
Tinten S. 178 Heinsberg, Kath. Pfarramt Nr. 29 (1467) und Nr. 30 
(1491). Andres Material über den Rittersitz liegt im Archiv 
zu Schloss Harff. Vgl. I. Bd. S. 91 V. 

1. 1499, Okt. 30 {up guedestach nest na sent Symon ind Jueden dach). 
•Roilman vamme Geyssbuysch, Sohn des f gleichnamigen Vaters, 

und seine Gemahlin Anna van Ketge (Kettig), genant van Rynss- 
heim, (Ringsheim, Kr. Rheinhach), verkaufen mit Zustimmung Karls 
von Geisbusch und G. von Geisbusch, Äbtissin zu Bürvenych, ihr 
Gut zu Wijlre up der even (bei Zülpich gelegen) an Emont van 
Palant. — Perg. Or. 8 S. (ab). 

2. 1573, Mai 14. Herzog Wilhelm von Jülich belehnt seinen lieben 
getreuen Johannen von Aldenbruggen, gnant Velbruggen zu Bulles- 
heim, durch seinen Kammertneister Diederichen von Palandt mit 
seinem Anteil am Hause Eissem. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1612, Januar 26. Vor dem Offizial des kurfürstlichen Hofgerichts 
zu Köln erscheint ein Bevollmächtigter des Grafen Floris zu 
CuJenberg, freiherrn von Palant und seiner Gemahlin Katharina 
von dem Berge und legen den Verkaufsbrief vor, durch den die 
Güter zu Wiler uff der even und zu Severnich an Jost Pfingsthom, 
Ratsverwandten in Köln, und Eberhart Jäbach nebst ihren Ge- 
mahlinnen übergegangen sind, und der Offizial wiederholt die 
Kaufbedingungen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

4. Lagerbuch des Hauses Elsum, angelegt 1689 (1 Bd. fol.). Darin 
unter anderem: 

a) 1614, April 16. Präsentation eines Priesters für die Kapelle von 
Papmünster bei Süsteren sowie andre auf dieses Gotteshaus be- 
zügliche Nachrichten. 

b) Berechtigung des Hauses im Ulenbusch. 

c) Grenzumgang des Jagdbezirks. 

d) Recht und gerechtigkeit auf dem Schagh- oder Hagenbusch 
und der waldgreven, fort der geschworen und gehulsden erben 
desselben buschs, wie solches von alter zu alter herbrach, ge- 
brauch, regiert und gehalden worden, verfasst 1625, Nov. 25 
{auf st. Catharina tag). — 31 S. fol. 

5. Ein zweites Exemplar desselben Lagerbuchs, Abschrift mit sehr 
verblasster Tinte. — 1 Bd. fol. 



174 Krei* Heinsberg*. 



r»' 



6. Erb- und Versatzbuch der underlehnen ländereien wie dem des 
Schachbusches, begonnen 1696, benutzt bis um 1775. — 1 Bd. fol. 
in beschädigtem Perg.-Bd. 

7. Erb und Versatzbuch des Schagh- und Hagenbusch, erneuert im 
jähr 1697, es wurde benutzt bis 1806(1 Bd. fol.). Darin Abschriften 
älterer Waldurkunden seit 1633, auch die unter Nr. 4<* aufgeführte 
Wahlordnung. 

8. Akten des Prozesses um das Haus Linzenich, auf welches die Fa- 
milie de Bruyn gegenüber denen von Geyr Anspruch erhob, 1736 bis 
1773 (vgl. oben S. 40 Nr. 27) sowie andre Familienprozesse 18. Jahrbs. 

9. Stammbaum des Johannes zum Pütz auf Perg. ohne Jahr, ebenso 
von Anna Lucia Snellen und Maximilianus Balthasar zum P(Us 
sowie von Johanna Helena von Brassart. 

10. Flurkarte des Schaagwaldes von 1836. 

Haaren. Bürgermeisteramt: 

Ist mit dem Bürgermeisteramt Waldfeucht vereinigt. 

Havert. Kath. Pfarramt: 

Vgl. unten S. 208, Nr. 29 (1427) und 31 (1462). 

1. Umfangreiche Prozessakten 1569 AT. anscheinend ausser jedem Zu- 
sammenhange mit der Kirche und Pfarre. 

2. Armenrechnung v. 1578 (4 Bll. fol.), 1610 u. s. w. 

3. Kirchenrechnung von 1592 (4 Bll. fol.). 

4. Bürgermeisterrechnung von Havert 1616/17, 1617/18, 1635/36. — fol. 

5. Rechnung des Vorstehers im Dorfe Schaltbroch 3649/50. — 1 Akten- 
faszikel fol. 

6. Morgenzal des kirspels Havert, wie derselb sich den 1. Septembris 
anno 1648 noch befunden hat. — 10 Bll. fol. 

7. 1651, Jan. 12. Einladung zur Wahl eines neuen Landdechanten 
der Christianität Süstern, die am 20. Juni in Sittard stattfinden 
soll. — 2 Bll. Pap. fol. mit den Unterschriften der Pfarrer. 

8. Einquartierungsrechnung v. 1671. — 2 Bll. fol. 

9. Register dero capellen im Isenbroch verfertiget anno 1663 (1 Bd. 
fol. in Perg.-Bd.\ Renten Verzeichnis der Kapelle von 1671 (6 Bll. 
fol.) sowie andre Akten über die Einkünfte 1711. 

10. 1788, März 4. Landesherrliche Bestätigung des neu erwählten 
Landdechanten.. — 2 Bll. fol. 1 S. aufgedr. 

11. Getaufte 1657 ff. sehr beschädigt, 1770-1798. 
Getraute 1660 ff. „ 

Gestorbene 1717 ff. „ „ 

— Bürgermeisteramt Havert-Saeffeln: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Havert: 
Getaufte 1734-1770, 1770—1798. 
Getraute 1734-1770, 1770—1798. 



Kreis Heinsberg. 175* 



o 



Gestorbene 1734-1769, 1770—1798. 
Gefirmte 1767. 

2. Aus dem kath. Pfarramt Hoengen: 

Getaufte 1639-1669, 1669—1699, 1699-1770, 1770-1798. 
Getraute 1638-1677, 1669-1699, 1700-1770, 1770-1798. 
Gestorbene 1639-1669, 1669-1699, 1700-1770, 1770-1798. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Milien: 
Getaufte 1651-1770, 1770—1800. 
Getraute 1651-1770, 1770-1800. 
Gestorbene 1651—1770, 1770—1802. 
Gefirmte 1681, 1696, 1708, 1756, 1767, 1780. 

Die Schöffen des Kirchspiels schenken 1651 das Buch zu den Ein- 
tragungen. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Sa ef fein: 
Getaufte 1699-1771, 1770-1798. 
Getraute 1700-1770, 1770-1798. 
Gestorbene 1696-1771, 1770-1798. 

5. Aus dem kath. Pfarramt Tüddern: 
Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1800. 

Heinsberg. Kath. Pfarramt: 

Ein Inventar über die 112 Urkunden 1242 bis 1685, be- 
arbeitet von W. Lückerath liegt vor; davon gehören drei ins 
13., zwanzig ins 14., neunundsechzig ins 15., achtzehn ins 16» 
und zwei ins 17. Jahrhundert. Hier folgen nur die wichtigsten: 

1. 1242, Juni 24 (in festivitate nativitatis Johannis baptiste). Heinrich 
de Spaneym, dominus de Hensbergh, und seine Gemahlin Agnes 
inkorporieren die Pfarrkirche zu Heinsberg den canonicis ecclesie 
sancti Gangulfi Hensbergensis unter Zustimmung des Bischofs 
Robert von Lüttich. — Perg. Or. 3 S. (ab). Gedruckt bei W. 
Lückerath: Die Herren von Heinsberg, II. Teil (= Programm der 
Stadtschule Heinsberg 1888/89, S. 12). 

2. 1289, Mai 17. Gerardus de Kuke, Propst zu Odilienberg, bestätigt 
die von den Brüdern Hermann und Heinrich von Erdbrüggen (bei 
Waldfeucht) vollzogene Schenkung von 10 bunder Land zu Bocket 
an den Altar St. Joh. Bapt. in der Krypta der Heinsberger Kirche. 

— Perg. Or. 2 S. (ab). 

3. 1289, Juni 25. Dietrich, Herr zu Heinsberg, bestätigt die Schenkung 
von 16 Bunder Land seitens des Kanonikus Johannes und von 
10 Bunder seitens Heinrichs von Erdbrüggen an denselben Altar. 

— Perg. Or. 2 S. (beschäd.). 

4. 1307, Sept. 1. Gottfried von Heinsberg bekundet, dass Hermann 

üumsuttel und seine Gattin Elisabeth dem Altar der Mutter Gottes 
und des H. Michael 14 Schill. Jahrrente geschenkt haben. Unter- 
pfand sind 14 Morg. Acker bei dem Walde Heythoth. — Perg. Or. 
2 S. (ab). 



176 Kreis Heinsberg. 



5. 1322, Febr. 24. Egidius Wevil, Bürger zu Heinsberg, und seine 
Frau Beatrix verkaufen dem Rektor Arnoldus des Maria-Magda- 
lenenaltars eine Jahrrente von 3 Schill, und 6 Den. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

6. 1326, April 30. Gottfried, Herr von Heinsberg und Blankenberg 
stiftet eine Jahrrente für einen Altar in der Sakristei der Heins- 
berger Stiftskirche. — Perg. Or. (beschädigt). 1 S. 

7. 1328, Juni 18. Derselbe stiftet eine Rente von 5 Brab. Mark 
für den Altar der Mutter Gottes und der HH. Bartholomäus und 
Agnes. — Perg. Or. 1 S. (halb ab). 

S. 1335, Mai 15. Dietrich von Heinsberg und Blankenberg bestätigt 
mehrere dein Altar der HH. Petrus, Andreas, Quiriuus und An- 
tonius in der Stiftskirche zu Heinsberg zu Teil gewordene Schen- 
kungen. — Perg. Or. t S. (ab\ 

9. 1341, Nov. 30. Michael von Heinsberg, Bürger in Gangelt, verkauft 
dein Rektor am Jakobus-Altar, Johannes Mansart, eine Jahrrente 
von 2 Mltr. Hafer. — Perg. Or. 1 S. >b). 

10. 1343, März 30. Die Heinsberger Bürger und Brüder Johannes und 
Rutgerus bekennen, dass ihr Haus up dein hoiticege mit einer 
Rente von 6 Schillingen zu Gunsten des Jakobus-Altars belastet 
ist. — Perg. Or. 1 S. 

11. 1349, Februar 6. Matthias Lachman, Bürger zu Heinsberg, und 
seine Frau Ida schulden dem Altar der HH. Laurentius und Ursula 
1 Brab. Mark Jahrrente und setzen ihr Haus in der platea tex- 
torum (Webergasse) dafür zum Unterpfande. — Perg. Or. 1 S. 

12. 1350, Juni 15. Vor den Schöffen zu Geilenkirchen verkaufen 
Aleidis von Gilrath und ihr Sohn Nikolaus dem Alardus von Heins- 
berg 2 Mltr. Korn Jahrrente und setzen ihren Hof in Gilrath zum 
Unterpfande. — - Perg. Or. 1 S. (ab). 

13. 1350, Sept. 17. Die Heinsberger Bürger Tihnan und Gottfried 
schulden dem Albertus von Roythusen 1 Mark Heinsberger Wäh- 
rung Jahrrente und setzen ihr Haus versus forum bladi zum 
Unterpfand. — Perg. Or. 1 S. 

14. 1350, Okt. 31. Gerhardus von Keyenberg und dessen Ehefrau 
Truda verkaufen dem Franco von Pütt und seinem Sohne Jo- 
hannes 1 Mark Jahrrente und stellen zwei Hofgüter zu Laffeld 

als Unterpfand. — Berg. Or. 1 S. (ab.) 

15. 1355, Okt. 16. Lambricht van Sittert und seine Frau Katharina 
verkaufen dem Stiftskapitel 2 Mark Jahrrente und stellen 2 Morgen 
Benden op der alder beeck (d. h. die alte Wurm) und einen Garten 
in der alder stadt zum Unterpfand. — Perg. Or. 3 S. (I ab). 

16. 1359, August 22. Arnoldus, genannt Vell, und sein Bruder Heyno, 
Heinsberger Bürger, verkaufen dem Rektor des Altars der HH. 
Laurentius und Ursula 1 / 2 Brab. Mark Jahrrente und stellen ein 
Drittel von einem Hause in der Myengasse (Mariengasse) zum 
Unterpfand. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

17. 1363, März 17. Johann der royder und seine Frau Katharina 



Kreis Heinsberg:. 177 



© 



schenken dem Dreikönigenaltar in der Stiftskirche 5 Schill. Jahr- 
rente. — Perg. Or. 1 S. 

18. 1369, Nov. 25. Vor den Schöffen des dinkstoels van vur der 
haighen (Haagbank) überträgt Johann von Pütt, Rektor des Altars 
der HH. Jakobus, Martinus und Barbara, dem Stiftskapitel 1 Mark 
Jahrrente zur Stiftung zweier Anniversarien. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

19. 1371, Nov. 30. Der Priester Gostvinus von Kempen und seine 
Nichte Jutta schulden dem neu gestifteten, aber noch nicht ge- 
weihten S. Georgs- und Patriciusaltar in der Stiftskirche 1 Brab. 
Mark Jahrrente und stellen ihr Haus an der drtiygelsport zum 
Unterpfand. — Perg. Or. 1 S. 

20. 1372, Okt. 9. Eine zweite Rente (2 Brab. Mark 6 Schill.) mit Unter- 
pfänden wird vom Stifter des genannten Altais, Johannes de 
molendino, überwiesen. — Perg. Or. 1 S. 

21. 1382, Febr. 2. Ein Ehepaar nimmt eine Hofstätte mit Garten auf 
dem Sandberge ausserhalb der Stadt H. für 1 Summer Rübsamen 
und einen Korb Birnen in Erbpacht vom Rektor des Magdalenen- 
altars, Johann von Holderibelds, füu den sein Onkel. Stiftsdechant 
Wilhelm von Blankenberg, den Vertrag abschliesst. — Perg. Or. 1 S. 

22. 1382, Sept. 21. Gottfried von Loin, Herr zu Heinsberg, bestätigt 
das Testament des Dechanten Wilhelm von Blankenberg, dem zu- 
folge nach seinem Tode das Heinsberger Stiftskapitel seine Häuser 
an der druyelsportzen erben soll, die bis dahin der Mitkanoniker 
Nikolaus, Pfarrer zu Freienberg, nutzt. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

23. 1393, Mai 24. 'Derselbe Gottfried und sein Sohn Johann bekunden,, 
dass sie das dem Magdalenenaltar gehörige Haus auf der Stadt- 
mauer bei der Veltportzen abgebrochen und dafür dem Altar ein 
anderes Haus nahe bei der Wohnung des Stifts dechanten gegeben 
haben. — Perg. Or. 1 S. 

24. 1436, April 9. Johann von Loen, Herr zu Heinsberg, und sein 
ältester Sohn Johann vergleichen sich mit 'der Stadt Heinsberg* 
über deren Privilegien: alle in der Stadt zu erhebenden Ab- 
gaben gehören der Stadt; alle Häuser und Gärten sind steuerfrei; 
Bürgermeister und Schöffen üben die Gerichtsbarkeit aus, auch in 
Kriminal- und Polizeisachen, des bürgerlichen und Erbrechts. Da- 
gegen muss die Stadt dem Herrn von Heinsberg jährlich 150 Rh. 
Gld. zahlen und im Falle seiner Gefangennahme 500 Gld. Lösegeld 
aufbringen. — Perg. Or. 8S. (ab). Gedruckt Annalen d. hist. Ver- 
eins f. d. Niederrhein 62. Heft (1898), S. 201—205. 

25. 1454, April. 6. Vor den Schöffen zu Kempen nehmen Arnold Pesche 
und seine Ehefrau Katharina 2 Mrg. Land von Johann doiekscherer 
und dessen Frau für 1 Mltr. Roggen in Erbpacht. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

26. 1458, Juni 23. Vor den Schöffen zu Gangelt nehmen Clais Loyffs 
van de birekden (Birgden) und seine Frau Barbara 13 Morgen 
Land vom Heinsberger Frauenstift für 3 Mltr. Hafer in Erbpacht. 
— Perg. Or. 1 S. (ab). 



178 Kreis Heinsberg. 



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27. 1461, Jan. 25. Vor den Schöffen der Haagbank nehmen Arnold 
Kybelen und seine Frau Marie vom Rektor des Dreikönigenaltars 
Matthias Schryvers 7 Bunder Land für 5 mal der koerns halfroggen 
und half even in Erbpacht. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

28. 1463, Juli 25. Johann ramme Paede, Herr zu Frankenberg, als 
Lehnsstatthalter von Heinsberg- bekundet, dass Arnold Postkens 
und seine Frau Aleit ein Erbgut zo der Straeten mit 18 Morgen 
Land von Johann van der Heiden und seiner Frau Gertrud für 
1 Quart Wein, ein offergarf und 6 Paar Korn, halb Roggen, halb 
Hafer, in Erbpacht genommen haben. — Perg. Or. 3 S. Transfix 
vorn 16. Dezember 1487: Die Pachtsumme übergiebt Johann von 
der Heiden als Rente dem Altar sper und cron und 5 wunden 
und st. Anna (Perg. Or. 3 S.). 

29. 1467, Dez. 7. Die Schöffen zu Heinsberg bekunden, dass Wilhelm 
van Eelsen (Elsum) und Baetze seine Ehefrau dem Jakobusaltar 
eine Erbrente von Va Mltr. Roggen verkauft haben, welche sie 
jederzeit mit 8 oberl. Gld. ablösen können. — Perg. Or. 1 S. 

30. 1491, Nov. 24. Vor den Schöffen zu Heinsberg giebt der Rektor 
des Jakobus- Altars Wilhelm van den Bissen (Elsum) 44 roiden Land 
für 8 Stüber in Erbpacht. — Perg. Or. 1 S. 

31. 1495, Juni 16. Bischof Julianus von Ostia genehmigt die Errichtung 
eines neuen Altars in der Stiftskirche zu Heinsberg iuxta introitum 
chori, den Gottfried Hotificis (Radermachers) ', Kanoniker zu Heins- 
berg, gestiftet hat. — Perg. Or. 1 S. 

32. 1497, Nov. 2. Der Heinsberger Vogt Clais van Zysse und seine 
Frau Gertrud Mangelmann stiften eine Sonutagsmesse am St. Anna- 
altar und übergeben dafür 2 l /g Goldgld. Erbpacht. — Perg. Or. 1 S. 

33. 1498, Juli 1. Prior Everhard van Efferen und der Konvent des 
Karthäuserklosters in Jülich bekennen, dass sie zur Ablösung einer 
Rente von 6 Paar Korn und 3 Goldgld. von dem Heinsberger 
Vogt Clais van Zisse 133 Gld. (jeden zu 40 Alb.) und 8 Weiss- 
pfennige erhalten haben. — Perg. Or. 1 S. 

34. 1507, Juli 24. Dechant und Kapitel von St. Gang-olf bekunden, 
dass Jan Radts und Peter Knirweckts dem Rektor des Mathias- 
altars, Thysen van Lennichj 4 Paar Korn Erbpacht schulden, wo- 
von Jan 2 Paar mit 96 Hornschen Gld. abgelöst hat, welche das 
Kapitel zur Schuldentilgung benutzt, sodass es nunmehr dem Rektor 
die 2 Paar Korn schuldet. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

35. 1507, Dez. 6. Die Schöffen der Haagbank bekunden, dass Willem 
van Scheifendaill und seine Frau Tryne dem Rektor des Altais, 
gewiet in name speir ind cronen ind sente Annen, eine Erbrente 
von 2 kümmern Roggen schulden. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

36. 1654, März 9. Die Schöffen zu Heinsberg bekunden, dass die 
Franziskaner in Heinsberg eine dem Rektor des St. Annaaliars 
schuldige Rente von 6 Gldgld. durch 100 Gldgld. Kapital abgelöst 
haben und dass die Erben Kamphausen dieses Kapital für eine 



Kreis Heinsberg. 179 



o 



Erbrente von 3 Mltr. Roggen erhalten. — Auf der Rückseite einer 
Urkunde vom 10. Nov. 1487. 

37. 1682, Febr. 5. Bürgermeister und Rat zu H. erklären sich mit der 
Gründung eines Pönitentenklosters in H. einverstanden und be- 
willigen ihm Freiheit von allen städtischen Lasten. — Pap. Or. 
1 S. aufgedr. Gedruckt bei W. Lückerath „Beiträge zur Ge- 
schichte von Heinsberg und Urngegend" 2. Jahrg. (1898), S. 39/40. 

38. 1713, April 24. Vertrag zwischen dem Rat der Stadt Heinsberg 
und dem Kloster der Pönitenten daselbst über die Errichtung einer 
Mädchenschule. — Gedruckt bei W. Lückerath „Beiträge zur Ge- 
schichte von Heinsberg und Umgegend 2. Jahrg. (1898), S. 54/55. 

39. Anniversarienverzeichnis, angelegt 1467 von Joannes a Lyeck (1 Bd. 
kleinfol. Perg. in Lederband mit Holzdeckeln 79 Bll. und 1 Vor- 
satzbl. Pap.). Das Ganze ist nach Monaten geordnet mit je 2 Ab- 
teilungen: a) hec sunt festa huius mensis und b) hec sunt anni- 
versaria huius mensis. Nach einer Angabe auf dem Titel sollen sich 
am Schluss die Eidesformeln der Kanoniker, Kapellane u. s. w. 
befinden, doch sind sie thatsächlich nicht da. 

40. Auszug aus älteren Toten listen der Kanoniker von 1679, fortgesetzt 
bis 1802, ein Eintrag noch von 18*24. — l Bd. 4° Pap. 

41. Renten der Pfarrkirche 1780/81. — 1 Heft 4°. 

42. Einkunftsverzeichnis der Altäre JSS. Laurentii et Bartholomei, an- 
gelegt 1788 (1 Bd. 4° in Leder gebunden) sowie andere Einkunfts- 
register, Testamente, Stiftungen u. s. w. 18. Jahrhs. 

43. Fridericus Kreetz: Historia nobilis parthenonis Heinsberg ensis 
sacri canonici et exempti ordinis Praemonstratensis Leodiensis 
dioecesis et ducatus Juliacensis. — Druck Coloniae Agrippinae 
apud Jacobum Theodorum Jansen unter Gold- Schmidt 1792. 254 
SS. 8°. 

44. Kurze Geschichte des vormaligen Kollegiatstifts und der Pfarrkirche 
zu Heinsberg von Oberpfarrer Brands. — 1 Heft 8°. 

Bürgermeisteramt : 

1. Aus dem kath. Pfarramt St. Gangolf in Heinsberg: 

Getaufte 1584, April 21 (Anfang beschädigt) - 1620, Juni, 1623—1644, 

1645-1691, 1692—1769, 1770-1798. 
Getraute und Proklamierte (einzelne seit 1560) 1584, Jan.— 1620, 

Februar, 1623 — 1657, 1658—1682, 1683—1713, 1714-1770, 1770 

—1798. 
Gestorbene 1616-1691, 1692—1769, 1770-1798. 
Am Schlüsse des Bandes 3 (fol. Getaufte seit 1645, Getraute seit 
1658) findet sich die Abschrift einer 1480 neu abgeschriebenen Ab- 
lassurkunde, die in der Sakristei hing: 1262, Okt. 2 (in crastino 
beati liemigii). Der provisor des Lütticher Bischofs in ponti- 
ficalibu8 (frater H. ordinis fratrum minorum), der an diesem Tage 
das altare maius ecclesiae beati Gangulphi geweiht hat, verleiht 
der Kirche indulgentiam unius anni, carenam unam und 40 Tage, 



180 Kreis Heinsberg. 

ausserdem jedem Altar am Tage der dedicatio, die fortan am 
Sonntag vor Remigii gefeiert wird, dasselbe und an den 4 Marien- 
tagen (purif., annunc., assump., nativ.) und dem Tage b. Gan- 
yulphi 40 Tage Ablass. (Gedruckt bei W. Lückerath, Beiträge 
zur Geschichte von Heinsberg. 1. Jahrg. [1897] S. 83/84). Es folgen 
Notizen über den Besuch des Bischofs 1647 und einige ähnliche 
Nachrichten bis 1712. 

Im 6. Bande (schmalfol.) vorn einige Auszüge aus Testamenten 
1616 bis 1620, am Schluss chronikalische Notizen 1645 bis 1654. 
besonders über Anschaffung von Kirchenschmuck, Prozessions- 
fahne u. s. w., dann Schenkungen an die Kirche seit 1639 und 
Fortsetzung der Kirchenchronik bis 1738. 
2. Aus dem reformierten Pfarramt Heinsberg: 

Getaufte 1681-1747 (lückenhaft), 1725-1770, 1770-1798. 
Getraute 1681-1747 (lückenhaft), 1725-1769, 1770-1798. 
Gestorbene 1680—1748 (lückenhaft), 1725-1769, 1770—1798. 
Die, so ihres glauben* bekenntnis gethan, 1681 — 1745. 
Verzeichnis der 1681 vorhandenen Geineindeglieder. Vgl. unten 
Nr. le 

— Evangelisches Pfarramt: 

1. Erstes Konsistorialbuch 1613 bis 1691 (l Bd. fol. Pap. in Perg-.-Bd.). 
Darin : 

a) Ordnung des consistorii aufgericht und approbiert a°. 1612 
den 22. Maß a synodo Castrense (37 Absätze). 

b) Konsistorialprotokolle 1613-1691. 

v) Namen der Ältesten und Diakonen jährlich 1614-1623, 1649 
bis 1660, 1681- 1688. 
Als lose Blätter liegen in diesem Bande: 

d) Undatiert, doch 16. Jahrh. Eingabe von Bürgermeister, Schöffen 
und Geschworenen der Stadt Heinsberg an die fürstliche ver- 
ordente commissarii, welche die Gründe darthut, weshalb sich 
die Gemeinde von dem Pfarrer Gerhart Hess abgesondert hat: 
er weigert sich u. a. das Abendmahl unter beiderlei Gestalt 
auszuteilen. — 4 HU. fol. 

e) 1610. Verzeichnis der Gemeindeglieder nebst dem Betrag der 
freiwilligen Kirchensteuer, alphabetisch nach den Vornamen: 
152 Namen. 

f) ? Bitte von Bürgermeister, Schöffen und Geschworenen der 
Stadt Heinsberg an den Amtmann, er möge für die durch Herzog 
Wilhelm gewährleistete Anstellung eines Predigers sorgen, damit 
die sectischen und verdampfen opinionen, besonders die der 
Wiedertäufer, nicht Platz greifen möchten. — 2 Bll. fol. Konzept. 

g) Erlass des Vogtes, Rentmeisters und Gerichtsschreibers zu Heins- 
berg, dass gemäss Edikts vom 29. August 1670 (vgl. oben S. 10 
Nr. 9) jeder ein Verzeichnis seiner liegenden Güter an kempen, 
huschen, benden, gärten, baumgarten, wiesen, nutzbaren oder 



Kreis Heinsberg. 181 

öden platzen, sowol von geist- und weltlichen, adel und unad- 
lichen, in oder ausser lands gesessenen einreichen soll mit be- 
sonderer Angabe, ob das Gut frei oder unfrei, schätz-, steuer- 
bar, lehen, churmutig, allodial oder erbpfachtig seie und, da 
es frei, ivaher und wan es freiheit erlanget. — 1 Doppelbl. fol. 
h) 1698, Aug. 18. Holländische Legitimation, ausgestellt von der 
Gemeinde für Prediger D. Petrus Cuppelstein, der über Amster- 
dam nach Aurich reisen will, um Gaben für die Gemeinde Heins- 
berg zu sammeln. — 1 Bl. fol. Pap. 

2. Zweites Konsistorialbuch 1692—1759 (1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd.) 
enthält die Protokolle, am Schluss: 

a) Regula, wornach gemäss beschluss synodi provinc. Juliac. de 
a°. 1144 § 29, a°. 1745 ß 20 bei erwehlung der prediger in den 
gemeinden Gülicher landes . ... zu verfahren. 

b) Formulare b'eruffsbriefs. 

3. Konsistorialprotokolle 1759 bis 1858. — 1 Bd. fol. 

4. Akten über den Religionszustand im Jahre 1624 (Reformierte waren 
ratsfähig und hatten eine Schule), sowie besonders Zeugenaussagen 
darüber von 1665, April 7.-9 Bll. fol. 

5. Akten über das Eigentum der Gemeinde am Kirchhof, gestützt 
auf Schenkungsakte von 1595 und 1603. 

6. Verzeichnis der Prediger 1610 bis 1873. — 2 Bll. fol. 

7. Akten über die Absetzung des Pastors Ultgesforth 1676/77. — 
1 Packet. 

8. Rechnungen der evangelischen Gemeinde und ihrer Armenkasse 
seit Mitte 17. Jahrhs. 

9. Rechnung des Peteren Joppen über das, was er 1671 bis 1679 für 
Gottfried von Hoengen, genannt Wassenberg, an erbpfacht, von 
verpachteten Ländereien und Benden und an Erbzins eingenommen 
hat. — 17 Bll. Pap. fol. ohne Uinschl. 

10. Druck der Kirchen Ordnung von 1662, Mai 10, in 155 Absätzen. — 
toi., 43 S., durchschossen. 

11. Akten der zweiten Klasse 1719 ff. 

12. Akten der Generalsynode 1734 ff. 

13. Akten der Jülichschen Provinzialsynode 1735 ff. 

14. Verzeichnis der Obligationen zu Gunsten der Gemeinde 1773 bis 
1805. — 1 Bd. fol. in Perg.-Bd. 

— Im Privatbesitz des Herrn Pastor Deussen : 

1. Instrumentum publicum wegen desjenigen, was bey denen Churfl. 

Pfaltzischen Herren Commissainen gegen die Protestante Menoniste 

zuRheydt in Anno 1694 in facta vor genohmen und sich zugetragen. 

Crefeld bey J. H. Funcke. — Druck 1 Heft 8°. 24 SS. Anhang: 

Rückerstattung der Güter 1697. 
2. J. P. Schlickum: Verzeichnis sämtlicher evangelischer Prediger 

seit 150 Jahren. — Druck, Heinsberg 1829. 13 SS. 4°. 

12 



182 Kreis Heinsberg:. 



«■»• 



— Im Besitze d<*s Herrn v. d. Bruch: 

1. Stammtafel clor Herren von Heinsberg 1180 ff. 

2. Akt über den Verkauf von Gütern des vormaligen Norbertinerinnen- 
klostcrs aus der Masse der Nationalgüter im 12. Jahr der Republik. 
Dabei : 

a) Grundriss des Klosters. 

b) 1512, Nov. 12 (freidach neist na sint Mertens daich). Vor den 
Schöffen zu Braichellen nehmen Johann van den Broich und 
seine Ehefrau Ytgen von der Koliegiatkirche St. Gangolf einen 
Hof zu Lynner, dessen Zubehör genau aufgeführt wird, in Erb- 
pacht. — Abschr. 

c) Verpachtbrief seitens des Kapitels vom gleichen Tage. — Abschr. 

3. Beschreibung und Rückblick auf die Vergangenheit Heinsbergs, 
betitelt Statistischer Bericht die Stadt Heinsberg und derselben 
Privilegien betreffend, — 10 B1I. fol. Hs. 19. Jahrhs. 

— Im Besitze des Herrn Bürgermeisters a. D. Nathan: 

Eine angeblich reichhaltige Sammlung von Altertümern 
und Urkunden, die zur Zeit unzugänglich war. 

Hilfarth. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1804 von Brachelen abgezweigt, 
ältere Pfarrakten sind deshalb nicht vorhanden. Über den 
Ort und dasKloster vgl. oben S. 126ff. unter Brachein besonders 
S. 131 Nr. 6<l. 

1. Aktenstücke des vorm. Franziskanerklosters, 56 Nummern 1612 bis 
1782, sämtlich in neuerer Zeit in einen Band abgeschrieben. Das 
ältere Archiv ist bereits im 17. Jahrh. verbrannt (vgl. Nr. 46). Im 
Jahre 1646 war das Kloster nebst Kirche nach einem Brande eben 
neu aufgebaut worden (Nr. 8). 

— Bürgermeisteramt: 

Standesregister fehlen. 

1. 1828, Juli 7. Ministerialerlass, durch den Konservator Christian 
Geerling für die ihm übertragene Ermittlung merkwürdiger Gegen- 
stände für Kunst und Altertum legitimiert wird. — Druck im 
Amtsblatt. 



Hillensberg. Kath. Pfarramt: 

1. Akten eines Prozesses der Zehntinhaber gegen den Pfarrer zu 
Hillensberg 1690/94 (fol.) sowie viele einzelne Akten über die Zehnten 
aus der Zeit vor dem Prozess. Der Zehnte war in drei Teile ge- 
teilt: den ersten bezogen die Pfarrer, den zweiten die Armen und 
den dritten die Herren von Sittard. Vgl. S. 111 Nr. l e . 

2. Moderne Chronik, darin vorn die Reihe der Pfarrer 1538 ff. 



Kreis Heinsberg». 183 



l ö* 



3. Getaufte, Getraute, Gestorbene 1616 bis 1639, protokollartig durch- 
einander geschrieben, wie die Fälle vorkamen, in moderner Ab- 
schrift. 

4. Ein Inventar von der Mitte 19. Jahrhs. verzeichnet einzelne Ur- 
kunden 1593 ff., die sich aber gegenwärtig nicht mehr vorfinden. 

rlochbrück. Im Besitze des Herrn Krings: 

Die Akten sind offenbar die Reste eines Gemeindearchivs 
von Rur-Kempen. Es liegen zahlreiche Kauf- und Erbtei- 
lungsurkunden 17. u. 18. Jahrhs. (1613 ff.) vor, in denen oft Arnold 
und Johann von Randerath zu Rurkempen und Horrich genannt 
werden. Darunter auch: 

1. 1659, Okt. 7. Schuldurkunden über ein Darlehen von 25 Reichsth., 
1 Rth. = 4 Gld. 4 Alb. gerechnet. — 2 Bll. fol. 

2. 1666, Juli 16. Junker Johann von Randerath bekennt sich zu 
einer Schuld von 10V 2 Rth. — 1 Bl. fol. 

3. 1672, Sept. 26. Die sämtlichen Nachbarn der Gemeinde Raur- 
Kempen bevollmächtigen 4 Schöffen zur Führung eines Prozesses 
gegen den Müller Gorsten. Es haben 25 Nachbarn unterschrieben, 
z. T. mit Kreuzen und Hausmarken. — 2 Bll. fol. 

4. 1715. Specificatio deren im dorf Karken vorgefallener pferd- 
diensten, u. a. auch, um die fürstliche Bagage von Düsseldorf nach 
Hambach zu bringen. — 1 Bl. fol. 

5. 1751, März 1. Landesherrliches Edikt gegen Ausschreitungen ein- 
quartierter Soldaten. — fol. 

6. 1788. Rechnung des Landmessers Busch über die Begehung der 
Gemeindegrenze von Kempen und Setzung der Grenzsteine da- 
selbst. — 2 Bll. fol. 

Moengen. Kath. Pfarramt: 

Aus dem Archiv sind einige 1880 von W. Lückerath noch 
vorgefundene und inventarisierte Stücke abhanden gekom- 
men (s. unten Nr. 4, 13a, 14 — 17). Vgl. über die Ordnung des 
Hoenger Buschs von 1546 I. Bd. S. 92 Nr. 11. 

1. 1278, März 12 (Sabbabo post dominicam, qua cantatur Invocavitme). 
Bischof Johannes von Lüttich bestätigt die Übertragung des Pa- 
tronats über die capella de Hoynghen, das bisher dem vir nobilis 
dominus Theodericus dominus de Heynsberghe und seiner Ge- 
mahlin Johanna zustand, an die Bruderschaft (confratria) concilii 
Zuestrensis zur Unterhaltung alter und kranker Geistlicher. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

2. 1360, Juni 30 (des dinsdaichs na sent Johans dach, als he ge- 
boeren wart). Graf Dietrich von Loen, Herr zu Heinsberg, schuldet 
den Schwestern Jutte ind Nese van Schaefsberg sowie Katharinen 
van Boeslair kraft eines Schiedsspruchs 30 goldne Schilde Jahr- 



184 Kreis Heinsberg. 

rente oder 300 gold. Schilde Kapital dafür. Der Vogt zu Heins- 
berg, Kitter Johan van Lieck, hat sie befriedigt und erhält als Ent- 
schädigung 40 Mltr. Korn, halb Roggen und halb Hafer, aus dem 
Zehnten zu Hoenigen, die mit 300 Schilden einzulösen sind. Es 
siegelt mit Goedart heirre van Dalenbroich, onser liever neeve. — 
Perg. Or. 2 S. (ab). 

3. Undatiert, 16. Jahrh. Das Kapitel zu Heinsberg an den Landes- 
herrn : es bittet um fernere Erhaltung der ihm aus dem Zehnten zu 
Hoengen bisher zustehenden 20 par korns Erbrente. (Ist dies 
etwa dieselbe Schuld wie in der vorigen Urkunde?) — 2 B1L 
fol. Pap. 

4. 1588, Okt. 28. Dechant und Kapitel des Stifts St. Gangolf zu 
Heinsberg präsentieren den Heinrich von Hasselt zum Pfarrer in 
Hoengen. — 4 Bll. fol. Gleichz. Abschr. Früher war auch das 
Or. auf Perg. vorhanden. Ähnliche Präsentationen liegen eine ganze 
Reihe vor (Orig. auf Pap. mit aufgedrückten Siegeln), z. B. 
von 1731, Mai 4. 

5. Visitationsprotokolle 1656/57 : Acta et decreta visitationis eccle- 
siarum decanatus Susterensis. — 1 Heft 4° ohne Umschl. Dabei 
eine moderne Abschr. Vgl. S. 157 Nr. 3. 

6. Verzeichnis der Einkünfte des Beneficiums B. Mariae Virginis zu 
Hoengen, aufgenommen durch den Rektor Hieronymus Behr am 
25. August 1659. — Pap. fol. 

7. 1706, Aug. 30. Johann Wilhelm erkennt das Sendgericht und 
seine Gewohnheit an, aber so, dass es auf Lutheraner und Juden 
keine Anwendung findet. — fol. 

8. Buch der 1669 gegründeten Erzbruderschaft Chordae, angelegt 
1716: Dies chordae servabitur dominica secunda cuiusque mensis* 

— 1 Bd. schmalfol. Pap. in Perg.-Bd. 

9. Begistrum annui census altaris matris dolorosae in Beymersbeck y 
angelegt 1719. — 1 Bd. 8° in Perg.-Bd. 

10. 1757, Okt. 21. Papst Benedikt. XIV. beauftragt den Offizial des 
Lütticher Bischofs, für die Zahlung des Ruhegehalts an den re- 
signierenden Pfarrer Heinrich Simons von Münstergeleen zu sorgen. 

— Perg. Or. 1 S. (ab). Vergl. Nr. 15. 

11. Eidbuch der Kämmerer und Assessoren der Christianität Süstern 
1759 bis 1794. — 1 Bd. schmalfol. in Perg.-Bd. 

12. Verzeichnis der Anniversarien von 1760. — 1 Bd. 8° in Perg.-Bd. 

13. Modernes Urkundenbuch, darin auch: 

a) 1278, Mai 25 (in vigilia ascensionis domini), Dietrich von 
Heinsberg und seine Gemahlin Johanna übertragen ihr Pa- 
tronatsrecht an der Kapelle zu Hoengen der Bruderschaft der 
Geistlichen in der Christianität Süsteren und lösen die Kapelle 
aus der Verbindung mit der Mutterkirche Gangelt. — Früher 
(1880) war das Orig. auf Pergament mit 3 Siegeln (Dietrich, 
Johanna und Pfarrer zu Gangelt) vorhanden. 
, b) Extrakt des Lehnbuchs der Mannkammer Milien von 1560. 



Kreis Heinsberg. 185 

c) Reihe der Pfarrer. 

d) Modus celebrandi synodum, nicht Weistum aber Beschreibung 1 
der Handhabung des Sendrechts. Vgl. oben Nr. 7. 

Nicht mehr vorhanden sind: 

14. 1728, Juni 3. Übertragung des Beneficiums B. Mariae virginis 
zu Hoengen an Servatius Baldem durch den Archidiakon. — Pap. 
Or. 1 S. 

15. 1757, Okt. 21. Papst Benedikt XIV. erkennt die Resignation des 
Pastors Heinrich Simons von Münstergeleen an und bestimmt ihm 
ein Ruhegehalt. - Pcrg. Or. 1 S. Vgl. Nr. 10. 

16. 1757, Okt. 21. Dasselbe beauftragt den Offizial des Lütticher 
Bischofs mit der Einführung des neu ernannten Pfarrers Peter 
Goebbels von Münstergeleen. — Perg. Or. 1 S. 

17. 1761, Okt. 30. Das Kapitel des Heinsberger Stifts präsentiert den 
Johann Willems als Beneficiaten in Hoengen. — Pap. Absehr. 

Karken. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei Archival ien. Nur eiue sehr beschädigte Altar- 
T^eihe-Urkunde rst in neurer Zeit aufgefunden worden; sie 
-dürfte auf den 7. Juli 1485 (?) zu datieren sein. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Karkener Gemeinderechnung 1676/77, Bruchstück eines Bandes, 
S. 15 bis 68 umfassend. 

2. Aus dem katk. Pfarramt Karken: 
Getaufte 1621-1770, 1770-1798. 
Getraute 1703—1770, 1770-1798. 
Gestorbene 1703—1770, 1770-1798. 

Im ältesten Buch (fol., sehr beschädigt) auch die Naturalem künfte 
des Pfarrers. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Rur- Kempen: 
Getaufte 1677—1770, 1770—1798. 
Getraute 1663—1770, 1770—1798. 
Gestorbene 1678—1770, 1770-1798. 

Im ältesten Buche (schmalfol.) auch Verzeichnis der Anniversarien 
und Abschrift der Provisionalvergleichung von 1618. 

— Im Besitze des Herrn Bürgermeister Frenken: 

1. 1414, Dez. 23. Auf Ersuchen des Pfarrers der Kirche St. Peter in 
Köln, Heydenricus de Odendorp, verbietet der Offizial des Erz- 
bischofs die Abhaltung von Exequien für Lodowicus Heffenmenger. 
pictor, dessen Witwe Gilda, obwohl er Pfarreingesessener von St, 
Peter war, ihn innerhalb der Immunität von St. Cäcilien hat be- 
graben lassen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

2. 1529, Okt. 9. Die Testamentsvollstrecker des magister Thomas 
Lytt de Schotia, artium et sacre theologiae professor, überweisen 
4 Gld. Rente zum Behuf zweier in der Pfarrkirche St. Peter zu 



1^6 Kreis Heinsberg. 

begründender Memoricu. Die Rentvcrschreibung vom 27. Juni 
151 8, welche die Schwestern des Konvents an der St. Michaelis 
kapeile bei St. Cacilien zur Zahlung verpflichtet, ist inseriert. — 
Perg. Or. Not.-lnst. 
,'!. 1533, Nov. 5. Notariatsinstrument, womit eine Reihe namentlich 
genannter Kölner Geistliche gegen die vom Erzbischof ausge- 
schriebene exaetio deeimarum et subsidium contra Thurcam pro- 
testieren. — Perg. Or. 

4. 1555, Dez. 29. Bürgermeister, Schöffen und Rat zu Bonn verkaufen 
dem Ratsverwandten Hermann Weynrich 10 Goldgld. Leibzucht 
für 100 Goldgld. — Perg. Or. 1 S. (ab\ 

5. 1559, Mai 24. Vor dein Offizial des Bonner Archidiakons wird der 
Kanoniker (iobelinwt Kempiss in Bonn zum Vormund für die 
nachgelassenen Kinder seiner Schwester Catharina Kempis. die 
mit Henricus Loerss, ciois consularis, dum vixit, oppidi Bonnensis, 
verheiratet war, ernannt. Die Kinder sind Peter (13 Jahre alt), 
Elsyina (11), (iuetyin (7) und Gobelinus, welcher studiert. — Perg- 
Or. 1 S. 

6. 1561, Juli 17. Der Dechant des Kassiusstifts in Bonn, Peter Zons, 
welcher vom Erzbischof Johann Gebhard zum Vormund der nach- 
gelassenen Witwe des Bonner Bürgermeisters Hermann Wynrichs 
— Eisgin Kempis, wieder verehelicht mit Bertram von Sybergh — 
ernannt worden ist, regelt die schwierigen Erbschaftsverhältnisse, 
die Besitzungen in Bonn und Poppeisdorf betreffen. — Perg. 
Or. 2 S. 

7. 1562, Sept. 17. Weitere Regelung dieser Erbschaftsangelegenheit. 
- Perg. Or. 1 S. (ab). 

Kirchhoven. Kath. Pfarramt; 

1. 1466, Mai 1 [des e.irsten daigs in den Meie). Die Schöffen des- 
dinckstoils van vur der hagen bekunden, dass Peter inghen borch 
und seine Ehefrau Bele von Priester Thomas Muters, rectoir der- 
capellen zu Kirchoven, ungefähr 2 Morgen Land in Erbpacht ge- 
nommen haben gegen einen Jahrzins von S 1 !^ summern roggen 
Heynsberger maten guetz uertichs pachtkorns, 2 Pfennige nach 
dem besten, und von einem taihverdich hoen. — Perg. Or. 1 S. 

2. 1473, Okt. 4 {des vierden daigs in October). Vor den Schöffen der- 
selben Dingbank nehmen von demselben Priester Lemmen inghen 
Venne uud seine Ehefrau Katharina J / 8 Morgen in Erbpacht für 
5 Viertel guetz roebsaitz Heinsberger Mass, 2 Pfennige nach dem 
besten, und 2 tailweirdige honre. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

3. 1482, Sept. 26 {op donrisdach neist nae sint Mathijs daghe de$ 
heilghen apostels). Vor den* Schöffen derselben Dingbank nehmen 
von demselben Priester Heyne van Lucken und seine Ehefrau 
Katharina 1 Morgen in Erbpacht für 1 / 2 Mltr. Roggen Heinsberger 
Masses guets werachtichs pachtkorns, 2 Pfennige nach dem besten,. 



Kreis Heinsberg*. 187 



2 tzailwerdighe honre, 2 Albus Maischatz und ebensoviel Herbst- 
schatz sowie 2 Viertel even geruyfft. — Perg. Or. 1 S. 

4. Registrum bonorum et redituum pastoratus von 1685. — 1 Bd. 4° 
in Perg.-Bd. 

5. Kirchenbuch, enthaltend die Pfarrei nkünfte von 1686 und Obli- 
gationen, seit 1684. — 1 Bd. schmalfol. Pap. in Perg.-Umschl. Eben- 
solches Buch 1608 flf. (schmalfol. in Perg.-Bd.). 

6. Vier Bullen von Pius VI., ausgestellt unter dem 6. Oktober 1786 
(pridie nonas Octobris), betreffend die Neubesetzung der Pfarrstelle 
Kirchhoven. — 4 Urkunden, Perg. Or. mit Bullen. 

7. 1792, Febr. 24. Ablass Verleihung für die, welche am Freitag (feria 
sexta) in der Passionswoche die Kirche St. Huberti in Kirchhoven 
besuchen. — Perg. Or. 

8. Zahlreiche Stiftungsurkunden und Testamente 18. Jahrhs. 

9. Ein Sammelband gedruckter geistlicher Erlasse 1802 bis 1825. 

— Bürgermeisteramt: 

1 . Extract Ihrer Churfürstl. Dhlt. Heinsperger rhentmeistereien läger- 
buchs der regedien fol. 300 pag. 2 (4 Bll. fol. Pap. sehr beschädigt, 
Hs. 17. Jahrhs.) Folgt der Kirchhover weit gang hernach beschrieben 
1642, April 5., und zwar werden unterschieden: 

a) Liecker weidgang. 

b) Kirchhover weidgang. 

c) Vinn- und Lumicher (Lümbach) weitgang. 

d) Haaser und Streystrafser gemeiner weitgang. 

2. Verzeichnis der Wege und Fusspfade in der Gemeinde nebst An- 
gabe ihrer Breite: die Wege sind 2 Ruten, 1 Rute, l / 2 Rute oder 
6 Fuss, die Fusspfade 6 und 4 Fuss breit. — 2 Bll. fol. Hs. 17. 
Jahrhs. 

3. Kirchhovisches Armenbuch, enthaltend die Armenrenten und darauf 
bezügliche Obligationen 1686 bis 1782. — 1 Bd. schmalfol. in Perg.-Bd. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Kirchhoven: 
Getaufte 1733—1771, 1796—1798. 
Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

Laffeld. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1849 von Heinsberg abgezweigt. 
Das vorher bestehende Rektorat war erst 1828 gegründet 
worden. 

— Im Besitze des Herrn Pfarrverwalter Juschka: 

1. 1554, Juli 4 {uff mitwochen na unser lieber frauwen tage visitacio- 
nis). Gerart grave zo Segne etc. an den Herzog von Jülich-Berg: 
Gerhart hat die vadije van Luwenscheit vom Herzog als Pfand 
inne, letzterer will sie offenbar, ohne die Lösungssumme zu bezahlen, 
wieder gewinnen, und beide liegen darum in Streitigkeit mit ein- 
ander. Ein Tag in Bonn ist ohne Ergebnis geblieben. Gerart 



188 Kreis Heinsberg. 

hofft auf einen rechtlichen Austrag und Beseitigung aller Schädi- 
gung, die van den uwern weder got t ere und unerfolget alles 
rechten geschien ist, und dass ouch uissrijchtonge van mijner scholt 
und ersehenen manlehenen, des ich uwer siegel und briefe und 
ander zoschribonge han, gettchie. — Pap. Or. 

2. 1619, Febr. 27. Ex carcere Omuracensi. Schreiben des Jesuiten- 
paters Carolus y der seit 16. Dezember 1618 mit dem Bruder Am- 
bro sius Femandez in Japan (Japonia) gefangen sitzt, nachdem er 
gefesselt durch die Strassen von Nangasacki gerührt worden ist, 
an einen Vorgesetzten. Ein früherer Brief ging über Ostindien, 
dieser über die Philippinen. Bericht über die Schicksale des Schrei- 
bers, der seit 35 Jahren zur Gesellschaft gehört und schon im 
zweiten Jahre seines Noviziats den Wunsch aussprach, nach Japan 
gehen zu dürfen. — 1 Bl. fol. Pap. Gleichz. Abschr. 

3. 1763, August 15. Frankfurter Münzedikt, welches die verbotenen 
Münzen aufzählt und den Kurs der übrigen verzeichnet. — Abschr. 
2 Bll. fol. 

4. 1767, April 16. Schreiben des Papstes Klemens XIII. an König 
Karl III. von Spanien, nachdem dieser die Jesuiteu aus seinem 
Reiche ausgewiesen hat. — Deutsch. 3 Bll. fol. Abschrift. 

— Im Besitze des Herrn Jakob Küppers: 

Reste eines Gemeindearchivs, besonders Kauf- und 
Tauschurkunden 18. Jahrhs. Dabei: 

1. Rechnung über 1757 für die Gemeinde geleistete Fuhren und täg- 
liche ausgäbe, aufgestellt vom Bürgermeister. — 2 Bll. fol. 

Milien. Kath. Pfarramt : 

1. Rechnungen des Amts Milien von 1619/20, 1628, 1630/31, 1642/43, 
sämtlich beschädigt und unvollständig (fol.). Im Jahre 1630 legen 
Amtmann und Schöffen eine Steuer um, welche jeden bonder (klei- 
nen Morgen) mit 3 Reichsth. belastet. 

2. Bestellung eines Kirchmeisters 1643 nebst Verzeichnis der von ihm 
zu verwaltenden Kirchenrenten. — 2 Bll. fol. 

3. Stiftungsurkunden 1621 ff. 

4. Liber annotationis omnium ac singulorum documentorum u. s. w. } 
auf Milien und die Filiale Tüddern bezüglich, 18. Jahrh. (1 Bd. fol. 
Pap. in Perg.-Bd.). Darin: 

a) 1144. Erzbischof Arnold von Köln beurkundet die Erwerbung 
der Millener Kirche durch die Abtei Siegburg und stellt fest, 
welche Einkünfte dem Pfarrer und welche dem Kloster gehören. 

— Nr. 1. Gedruckt bei Lacomblet, Urkb. I, N. 351, S. 239. 

b) 1357, Juli 28. Die Pfarrkirche Milien wird der Scholasterie zu 
Heinsberg inkorporirt. — Nr. 2. 

c) 1712, April 5. Stiftung eines Beneficium simplex in Tüddern. 

- S. 39. 



Kreis Heinsberg. 189 

d) Inventar der Kirchengeräte. — S. 61 bis 64. 

5. Buch der Bruderschaft Jesus-Maria-Joseph, angelegt 1739. — 1 Bd. 
schmalfol. in Leder gebunden. Darin ein Verzeichnis aller Pfarr- 
eingesessenen von 1739, getrennt in Kommunikanten und nicht 
Kommunikanten. 

6. Ambts Milien Steur und Pensions Directorium von 1797. — 1 Bd. 
fol. Pap. in Perg.-Bd. Vgl. S. 149 Nr 3. 

7. Undatierte Eingabe von Bürgermeister, Seheffen und Vorsteher 
des Amts Milien an die Landstände mit der Bitte, ihre gravatnina, 
die selbst nicht mitgeteilt sind, abstellen zu wollen. — 2 Bll. Pap. fol. 

Myhl. Kath. Pfarramt: 

1. Rentbuch, angelegt Anfang 17. Jahrhs., mit vielen Nachträgen: 

a) Renten, wie sie 1595 fällig waren. 

b) Urkundenabschriften. 

c) Weistumartige Aufzeichnung: Inhalt was maassen die kirch in 
der Mylen bedienet, auch ferner wie underhalten soll werden. 

d) Einkünfte des Altars S. Johannis zu Mazenradt. 

e) Inkompsten des dienstes duarum missarum genandt. 

f) Praesens Renten d. h. Einkommen des Vikars, da die Kirche 
dem Stift Wassenberg inkorporiert war. 

2. Memoriale ad usum ecclesiae de Myhl. Enthält: 

a) Getaufte 1682—1708, 1709-1750, 1750—1768, 1770-1787. 
Getraute 1682-1742, 1743—1753, 1753-1767. 
Gestorbene 1681—1713, 1714-1761, 1761—1767. 
Gefirmte 1712. 

b) Kirchenrenten und Pfarreinkünfte. 

c) Einige Kauf- u. s. w. Urkunden. 

d) Wohlthäter, welche beim Bau der Pastorat durch Geschenke 
hilfreiche Hand geleistet haben, 1682. 

3. Getaufte 1788—1798. 
Getraute 1765-1787, 1788-1798. 
Gestorbene 1765—1788, 1788—1798. 

Vor den Getrauten 1788 ff. einige chronikalische Notizen über den 
Einfall der Franzosen 1794. 

4. Notitz Buch für mich Stephan Otten. Aufzeichnung aus dem An- 
fang 19. Jahrhs. in unbeholfener Bauernschrift, worin Verschiedenes 
über Kirche, Vikarie und Schule mit geschichtlichem Rückblick 
mitgeteilt ist. — 1 Bd. fol. 

Meuhaaren. Kath. Pfarramt: 

Die Pfarrei wurde erst 1804 errichtet, ausser wenigen 
Stiftungen seit Ende 18. Jahrhs. finden sich deshalb keine 
Akten vor. Über die hier gelegene St. Jans Klus liegt eine 
Ablassur künde vor, von 10 Bischöfen 1328, Juni 25, in Avignon 



190 Kreis Heinsberg. 

ausgestellt: sie ist gedruckt bei W. Lückerath, Beiträge zur 
Geschichte von Heinsberg und Umgegend II. Jahrg. (1898), 
S. 20/28. Andere Urkunden über Haaren aus dem Archiv 
des Hauses Well beiVenlo sind gedruckt in der Zeit- 
schrift Limburg 6. Jahrg. (Roermond 1899), S. 203 ff. Der 
alte Namen für Haaren ist Keiretzem. 



Neuhall, Haus. Im Besitze des Herrn Baron v. Spiess-Büllesheim: 

Über die Besitzer des Hauses Hall vgl. W. Lückerath, 
Beiträge zur Geschichte von Heinsberg und Umgegend 
I. Jahrg. (1897), S. 7 0-71. 

1. 1433, März 22 (up den sondach Letare in der vasten). Heinrich 
Spyess von Bullisheim schliesst unter Zustimmung seines Bruders 
Wilhelm, Abtes zu Siegburg, und seines oemen Dederich van 
Lancgell einen erffkudt ind weissei mit seinem Schwager Heinrich 
van Randeroide, dessen Schwester Karde er geheiratet hatte. 
Randeroide erhält das hijlichs gut seiner Schwester, in Renten be- 
stehend, zurück, und Spiess erhält sloss ind huis zo Boedendorp 
(Kreis Ahrweiler) und den Hof zu Buyre, zahlt aber dem ersteren 
noch in baar 200 Gld. (1 Gld. = 3 l / 2 Mark). — Perg. Or. 3 S. (ab). 

2. 1464, Okt. 27 (up sente Symon Juden avent). Johan Cruse van 
Bodendorff, molener, pachtet von Junker Spies van Bullesheim 
die moele bij der Sleippen in Bodendorffer banne auf 12 Jahre 
für 9 Mltr. Korn bei vierteljährlicher Pachtzahlung: der Pächter 
muss die Mühle mit dem Holze des Junkers im Stande halten. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

3. 1494, Sept. 9 (dinxtag nest nach nativitatis Marie virginis gloriose). 
Der Hochmeister des Deutschordens Hans von Tieften gestattet auf 
Bitten des Komthurs Hans Scherffchen, dass Werner Spiess von 
Büllesheim, Komthur der Bailei Koblenz, die Güter, welche Scherff- 
chen durch den Tod seines Bruders zugefallen sind, für diesen in 
Besitz nimmt. — Perg. Or. 1 S. 

4. 1507, Nov. 25 {up sent Kathrijnen dach der hilliger junffereri). 
Heirats vertrag zwischen Heinrich Speiss van Büllesheim, Sohn 
Johanns Spiess v. B., und Angnese van Orsbeck, Tochter Johanns 
von Orsbeck (f), Herrn zu Oel brücke und zu Kendenich. — Perg. 
Or. 11 S. 

5. 1510, April 22 (uff sint Joris avent). Werner von Palant als Lehn- 
herr der Herrlichkeit Wassenberg bekundet, dass Daem Beyssel 
von Gymnich das halve huiss ind hoff zor Hallen an Johann 
Mulstroe und seine Ehefrau Agnes van Guschveit für eine nicht 
genannte Summe verkauft hat. — Perg. Or. 3 S. (ab). 

6. 1562, Febr. 7. Zu Gunsten des Hermann von Spiess verzichtet 
seine Schwester Katharina, Gemahlin des Werner von Bongart, 
auf ihr Erbe. — Perg. Or. 1 S. 



Kreis Heinsberg. 191 

7. 162, Febr. 7. Notariatsinstrument, wodurch Kathari nas Verfügung 
(Nr. 6) von den Verwandten anerkannt wird. — Perg. Or. 

8. 1566, Juni 23 (uf S. Johans abent des theuffers). Hermann Spiess 
v. Billlesheim zu Frechen und seine Gattin Margarete von Batten- 
berg verkaufen den Eheleuten Daem v. Diepenbroich zu Eiferen 
und Katharina v. Zivi feil eine Erbrente von 60 Goldgld. für 1200 
Goldgld. und setzen Grundstücke zum Unterpfand. — Perg. Or. 
2 S. (ab). 

9. 1567, Febr. 3. Dieselben verkaufen eine Erbrente von 16 Mltr. 
Korn an den Schultheiss zu Unkel, Lupen Herrestorff, für 400 
bescheidener dalier. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

10. 1568, Nov. 6. Hermann Spiess von Büllesheitn zu Frechen kündigt 
dem Wilhelm von der Horst zu Heimerzheim, kurfürstlich Kölni- 
schen dorworthern, einen Schuldbrief über 3000 Goldgulden, den 
letzterer von ihm besitzt. — Not.-Inst. Perg. Or. 

11. 1599, März 22. Erzbischof Ernst von Köln belehnt den lieben ge- 
treuen Johan Wilhelmen Spiess van Bullesheim zu Frechen, nach- 
dem er den Treueid geleistet hat, mit dem Haus Frechen. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). 

12. 1713, Dez. 17. Heinrich Knorr und seine Ehefrau Ferdinanda 
Margaretha von Beck kaufen den freiadlichen Koppendaüer hoff 
bei Schaufenberg, der von der Mannkammer Wassenberg zu Lehen 
geht, wie ihn das Haus Königsfeld bisher besessen hat, mit den 
Rechten und Lasten, wie sie im pfachtzettul vom 8. Aug. 1637 ent- 
halten sind, von Elisabeth Amalia verw. Freifrau v. Walpott-Bassen- 
heiin, ihren unmündigen Kindern Johann Adolf und Maria Katha- 
rina, der verwittweten Freifrau von Osterstein und Johann Hugo 
Freiher Walpott v. Bassenheiin, Herrn zu Köuigsfeld, für 4600 
Reichsthaler und 200 Reichsth. verziegpfennings. — Perg. Or. 2 S. 

13. Stammbaum von Ludwig Joseph Freiherrn Spiess von Büllesheim 
(1785—1860) auf 7 Generationen. 

Oberbruch. Bürgermeisteramt : 

Wird mit Dremmen gemeinsam verwaltet. 

Ophoven. Kath. Pfarramt: 

Vgl. Birgelen S. 169-70 Nr. 1-4 (1223-1262). 

1. 1474, Juni 10. DU syn renten der kirken van Ophaeven* geteykent 
inden iare ons hern dusent vierhundert vier ind seventich des» 
fridages nae sacrament. Der Text ist in die Abteilungen roggen r 
even, gelt, wass und wijn, roebsaet gegliedert. — Perg. kleinfol. 1 Bl. 

2. Register der Kirchen, Pastorats- und Armenbuch zu Mariae Op- 
hoven bey Wassenberg (1 Bd. schmalfoL). Darin: 

a) Mariae Ophover Kirchenroll, gerichtlich erneuert 1697. Dar- 
unter auch Abschriften von Stiftungen und anderen auf das 
Pfarreinkommen bezüglichen Schriftstücken. — S. 5 ff. 



192 Kreis Heinsberg». 



»■ 



b) Armenrenten. — S. 64 ff. 

c) Weistum des Sends und der Wege (anzeig der weg und stege 
zu Ophoven), aufgenommen 1587. — S. 53/54 u. 324. 

(I) Regulae dero so genanter Crommen weiden 1589/1644. — S. 49/50 
und 333/35. 

e) Buschroll von 1569. — S. 224/26. 

f) Um 1202. Kardinallegat Guido von Präneste, der 1201 bis 1202 
in Köln war, empfängt die Boten des im Entstehen begriffenen 
von den Herzögen von Limburg geförderten Konvents Op- 
hoven und stellt diesen unter apostolischen Schutz. — Moderne 
Absehr. S. 264/65. 

g) 1218. Die Äbtissin Jutta von Herchenrode erteilt dem Konvent 
zu Ophoven die Privilegien des Cisterzienserordens. — Moderne 
Abschr. S. 265/66. 

h) Schützen Roll des kirspels Marien Ophoven von 1715. — S. 273/75 
u. 340/42. 

3. Modus introducendi institutum seu investitum pastorem in realem 
et actualem possessionem suae parochialis ecclesiae in praesentia 
notarii, si haberi poterit, alias duorum plurium parochianorum. 
— Pap. 2 Bll. fol. 

4. Kirch enrechnungen 1720 ff. 

5. Sammlung gedruckter Erlasse, namentlich aus der Zeit von Karl 
Theodor, 1771 bis 1789, aber auch andre geistliche Erlasse, Denk- 
schriften u. s. w. 18. und 19. Jahrhs. 

6. 1612, Juli 25. Bericht über die vollzogene Visitation des Klosters 
B. Mariae in Dalheim in dioecesi Burimundensi durch den Visi- 
tator Mathias Durrus, abbas monasterii Vylarij Bettnach (Perg- 
Heft, 4°, 6 Bll.); Charta visitationis von 1624, Jan. 25, (2 Bll. fol.); 
Statuten des Klosters aufgerichtet 1657, Sept. 14, nach der Visi- 
tation des Petrus Polenius, Abts von Altenkamp (6 Bll. fol.): 
Charta visitationis per Joannem Hoen, abbatem Veter is Ca?npi, 
exhibita in Dalheim et per eiusdem successorem dominum An- 
dream Holtman confirmata 1668, Okt. 10, (2 Hefte fol.) sowie ver- 
schiedene andre Akten 17. und 18. Jahrhs. Kloster Dalheim 
betreffend. 

7. Jura et libertates capituli Wassenbergensis t Hs. 17. Jahrhs. — 
1 Heft 4°. 6 Bll., davon 3 beschrieben. Vgl. oben S. 169 Nr. 7e. 

8. Statuta Susterensia, Hs. 17. Jahrhs. — 1 Heft 4°. 6 Bll. 

Orsbeck. Kath. Pfarramt: 

1. 1390, Sept. 28 (die Mercurii vicesima oetava mensis Septembris). 
Der Dekan von St. Andreas in Köln, Johannes Stoyr y iudex seu 
conservator iurium et privilegiorum, bei welchem Beschwerden über 
Beeinträchtigung des Besitzes der Kirche St. Georgii in Wassen- 
berg eingelaufen sind, macht öffentlich bekannt, dass alle die- 
jenigen, welche die Besitzungen der Kirche geschädigt haben, so 



Kreis Heinsberg. 19$ 

weit sie bekannt sind, namentlich, alle andern in genere aufzu- 
fordern sind, binnen 14 Tagen {quindecim dies) alles zurückzuer- 
statten. Wer darwider handelt und die Kirchenräuber unterstützt, 
wird, wenn er geistlich ist, ab officiis divinorum et ingressu 
ecclesie suspendiert, wenn er Laie ist, mit anderen Kirchenstrafen 
belegt werden. — Perg. Or. 1 S. (ab). Vgl. dazu unten S. 20$ 
Wassenberg Nr. 28. 
2.* 1G47, Okt. 8. Der Archidiakon hat bei einer Visitation in Orsbeck 
Mangel an der Kirche gefunden und fordert deren Beseitigung 
vom Propst zu Wassenberg. — 2 Bll. fol. Abschr. Eine zweite 
Abschr. (1 Bll. fol. sehr beschädigt) hat Bemerkungen über die 
Ausführung des Dekrets. 

3. Neu Verzeichnung der Kirchenrenten nach dem Untergang der 
Akten im Brande von 1761 durch die 8 älteste mehrestbeerbte. 

4. Protocollum anniversariorum et redituum pastoralium, angelegt 
1763, nachdem das 1761 abgebrannte Pfarrhaus laut Inschrift über 
der Hausthür neu erbaut war. — 1 Bd. fol. 

5. Im Lager buche von 1826 Übersicht über die Pfarr- und Kirchen- 
ein küntte. 

6. 1779, Febr. 9. Ernennung eines Pfarrers durch den Dekan des 
Stifts Wassenberg. — 2 Bll. fol. Pap. 1 S. aufgedrückt. 

7. Protocollum consistoriale aurei concilii christianitatis Wassen- 
bergensis 1780 bis 1788, d. i. geistliche Strafgerichtsakten. — 
1 Bd. fol. 

— Gemeindevorsteheramt: 

1. Karte des Dorfs und der Feldflur von Orsbeck, bunt ausgeführt, 
in Format 64/51 cm, angefertigt von einem Landmesser 23. Okt. 
1694. Titel: Was hierin mit gelber färben angestrichen sich be- 
findet, gehört under Wassenberg, was grön gezeichenet, ist nach 
Orsbeck gehörig und was zwischen denen gefärbten stuckeren 
weissfarbig gestrichen worden, gehöret nach Heinsberg. Die 
scheidt und limitfuhr ist rohtf arbig. Darauf erfindliche Zeichen 
bedeuten die zu . . . eingesetzte pfähle und limitstein. 



Ratheim. Kath. Pfarramt: 

Vgl. R. Pick, Urkunden von Ratheim in der Zeitschrift des 
Aachener Geschichtsvereins 6. Bd., S. 181 ff. 

1. Einzelne Kirchenrechnungen von 1600, 1654/56 u. s. w. 

2. Armenrechnungen 1664 ff. 

3. 1753, April 9. Verfügung von Karl Theodor über Verbesserung 
der Kirchen- und Armenrechnung. 

4. Rentbuch der Kirche von 1751. — 1 Heft 4°, ohne Umschl. 

5. Akten der Ferris'achen Stiftung 1730 ff. 

6. Merkbuch des Pastors Vaessen von 1738. — 1 Bd. 8° in Perg. geb. 



194 Kreis Heinsberg. 



«v 



7. Buch der 1747 errichteten Armen- und Studienstiftung des Fastor 
Vaessen in Linnich, angefangen 1756 (1 Bd. 4°, ohne Einband) so- 
wie viele lose Akten darüber. 

8. 1747, April 24. Testament des Pastors Wilhelm Vaessen. — 8 Bll. 
toi. Abschr. 

9. Buch der Totenbruderschaft zu Ratheiin, erneuert 1758, und der 
Sakra in entsb ruderschaft, begonnen 1767. — 1 Bd. schmalfol. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Beschreibung der in der Gemeinde Ratheim gelegenen Grundstücke 
mit Angabe der Grosse und der Nachbargrundstücke von 1671. 
— Bruchstück eines Bdes. fol. Bl. 4—234 und 383-419, Rest nicht 
foliiert. 

2. Läger Buch und Register der Ratheimer Kirchenrenten, angelegt 
1693, darin auch die Armenrenten von 1720 und Concementia pasto- 
ratum in Ratheim 1697 ff. d. i. Verzeichnis der Einkünfte und 
Lasten der Pfarrei und der Altäre, auch Visitationsprotokoll von 
1697 u. ä. — 1 Bd. fol. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Ratheim: 
Getaufte 1715-1757, 1758-1786, 1787—1798. 
Getraute 1716-1757, 1758-1786, 1787-1798. 
Gestorbene 1716-1757, 1758-1786, 1787-1798. 
Gefinnte 1731, 1749, 1765. 

Bur-Kempen. Kath. Pfarramt: 

1. 1454, März 28 {des nesten donresdags na onser liever frauiven 
dage annunciacionis). Stiftung von 3 1 /» Morgen Benden für die 
Dienstagsmesse am Altar unser liever vrauwen in der Kirche zu 
Kempen. — Perg. Or 1 S. 

2. 1457, Juli 10. Petersse Kute?i, Witwe des Gerardus Kute, hat bei 
Lebzeiten ihres Mannes mit diesem gemeinsam vor dem Pastor 
(seu curatus) Johannes in Kempen ein Testament errichtet und 
unter anderem eine Wochenmesse in quinta feria (Donnerstags) 
am St. Katharinenaltar gestiftet. Jetzt stellt sie die gestifteten 
Güter zur Verfügung unter Zustimmung der Herren des Kapitels 
St. Gangulf zu Heinsberg als patroni seu collatores capelle in 
Kempen. Ausserdem stiftet sie ein Anniversar und übergiebt die 
dafür bestimmten Grundstücke den magistri ecclesie seu fäbrice 
zur Verwaltung. — Not.-Instr. Perg. Or. 1 S. (ab). Not.-Zeichen. 

3. Register der Kirchenrenten 17. Jahrhs. 2. Hälfte (1 Bd. fol. in Leder 
gebunden). Darin: 

a) Armenrenten von 1677. 

b) Obligationen, Stiftungen u. s. w. mit vielen Hausmarken (merk- 
zeichen) als Unterschriften. 

c) Getaufte 1742 Dez.— 1751 
Getraute 1743—1751. 
Gestorbene 1741—1752 



Kreis Heinsberg. 195 

d) 1682, Mai 12. Erneuerung der Bruderschaft St. Katharina, umb 
sich in wehr und wapfen zu üben, durch die Nachbarn in 13 
Absätzen mit 60 Unterschriften. — Dasselbe besonders auf 
2 BH. fol. 

4. Spezifikation der Pfarreinkünfte von 1677. — 2 BU. Pap. fol. 

5. Verzeichnis der St. Nikolaizehnten von 1698. — 4 BU. Pap. fol. 

6. Kirchenbuch, d. h. Rentbuch mit Obligationen 18. Jahrhs., darunter 
auch die primi communicantes von 1777 (18 Namen). — 1 Bd. fol. 

Saeffeln. Kath. Pfarramt: 

1. 1457, Mai 16 {des maendaich na sijnt Servaes daich). Vor den 
Schöffen zu Breydbuyr (Breberen) werden gewisse Grundstücke 
zu Erbpacht ausgethan. — Perg. Or. 1 S. 

2. 1466, Okt. 8 (des achden daich in Octobri). Vor den Schöffen zu 
Breberen nimmt Johan van Korboss, zo der tzijt pastoir zo Sae- 
felen, einen Hof daselbst, der achteen buynre lants umfasst, von 
Welten Loemant van Echt und seiner Ehefrau Druyden in Erb- 
pacht für 12 pair korns Jahrpacht. — Perg. Or. 4 S. (1 ab). Daran 
zwei Transfixe: 

a) 1470, März 29 (neegenentwyntichzde daghs in den meert). Der 
Inhaber verpfändet diesen Pacht für eine Rente von 8 Mltr. 
Roggen, die er dem Konvent van ghin Kemzell bij Ruremunde 
(Kloster Einmaus) schuldet. 

b) 1556, April 6. Die Rente von 5 Mltr. Roggen und 7 Mltr. Hafer, 
welche in drei Teile gegangen ist, wird wiederum vereinigt, 
indem zwei Inhaber ihre Drittel an Leisgen Baghoeven abtreten. 

3. 1680, April 4. Vor den Schöffen zu Breberen verkaufen die Nach- 
barn zu Saeffeln ihrem Pfarrer Angelus Meylartz eine Erbrente 
von 15 Albertiner Reichsthaler für 300 Alb. Rth. — Perg. Or. 2 S. (1 ab). 

4. 1681, März 1. Dieselben verkaufen demselben 18 Albertiner Reichsth. 
und 3 Ort eines Albertiners für 300 Alb. Rth. — Pap. Or. 2 S. 
(1 ab). 

5. 1780, August 4 (pridte Nonas Augusti). Vier Bullen des Papstes 
Pius VI. die Resignation des Pfarrers Kamps, seine Pension und 
Einführung seines Nachfolgers betreffend. — Perg. Or. mit je 1 S. 

6. Rentverzeichnisse der Kirche von 1588 (8 BU. fol.), 1622 (1 Akten- 
faszikel), 1727 (1 Bd. fol. in Perg. -Bd. Kercke Renthen van 
Zaeffelen). 

7. Instructio super puncto religionis tarn Romano-catholicae quam 
reformatae. — 1 Bl. fol. Hs. 17. Jahrhs. Vgl. unten S. 203 Nr. 41. 

8. 1663, Juni 9. Befehl an die Gemeinde, den Weg nach Waldfeucht 
unter den Saeffeler brand 8 Fuss breit wieder herzustellen. — 
1 Bl. fol. 

9. Kirchenrechnungen 1605 ff. 
10. Getaufte 1636—1698, 1770 ff. 

Getraute 1636-1697, 1770 ff. 



196 Kreis Heinsberg*. 



©' 



Gestorbene 1634—1687, 1770 ff. 
Gefirmte 1647, 1653, 1656, 1670. 

Darin auch reditus pastoris Saffelensis von 1510 in Abschr. Rech- 
nungen über die Einnahmen aus dem Opferstock 1661 bis 1696. 
Gegenwärtig nicht auffindbar, aber noch um 1880 nach 
W. Lückeraths Angabe vorhanden: 

11. Vroichzettul von etlicher gerechtigkeit des dorffs und Kir speis 
Saeffelen, aus einem papiren zetttU, so gar eine alte hand oder 
schrift gewesen, durch mich Johannen Wylar, vereidten gerichts- 
schreiber des ambts Milien, auf sonder angeben dero scheffen und 
geschwohrn dasselbe von wort zu wort geschrieben und umb besser 
Verwahrung will an dis pergament grossirt. — Abschrift einer 
Niederschrift auf Pergament vom 3. Nov. 1776. Der Inhalt zerfällt 
in vier Abteilungen: 

a) In den ersten alsulche gerechtigkeit 1 als dat dorp van Saeffelen 
hat von wegen der h. kirken .... 

b) Item noch ist der moelder von Milien schuldig . . . 

c) Van de wege ende straeten. 

d) Van der gebuhrschaft. 

Schierwaldenrath. Kath. Pfarramt: 

Da die Pfarrei erst 1804 von Breberen abgezweigt wurde, 
sind ältere Akten nicht vorhanden. Das vor 1804 bestehende 
Primissariat war auch erst 1798 errichtet worden. 

Steinkirchen. Kath. Pfarramt: 

1. 1234, mense Aprili. Apud Nidecken. Graf Wilhelm von Jülich 
überträgt das Patronat der Kirche Burvenich, sowie das Allod r 
auf dem das Kloster erbaut ist, der Äbtissin und dem Konvent 
des Cisterzienserklosters daselbst. — Abschr. 17. Jahrhs. 

2. 1260, mense Junio. Erzbischof Konrad verleiht dem Kloster das 
Recht, die Pfarre Burvenich durch den provisor oder capellanus 
des Klosters oder einen andern vom Archidiakon zu investierenden 
Priester verwalten zu lassen und die Einkünfte für den gemeinen 
Nutzen des Konvents zu verwenden und bestimmt zugleich die 
Einkünfte, die dem Verwalter der Pfarre zustehen sollen. — Abschr. 
17. Jahrhs. 

3. 1430, Sept. 6. Bischof Johannes von Lüttich verleiht die Einkünfte 
der Kirchen zu Berghe (Odilienberg), Vlodorp und Steinkirchen 
der Dekanie von St. Spiritus in Roermond ein. — Moderne Abschr. 
des in Roermond befindlichen Originals, gedruckt „Publications 
de la Societe historique et archeologique dans le duche de Lim- 
bourg" 23. Bd, (1886), S. 268. 

4. 1430, Sept. 9. Der Archidiakon stimmt dieser Einverleibung zu. — 
Moderne Abschr. des als Transfix an Nr. 3 hängenden Originals. 
Gedruckt ebenda, S. 273. 



Kreis Heinsberg. 197 

5. 1441, Juni 15. Henricus de Lovanio, Propst in Wassenberg, über- 
trägt dem Petrus Aben upme Steyn, Kanoniker des Stifts Wassen- 
berg, die durch den Tod des Mathias Vlegen erledigte inkor- 
porierte Pfarrei Steinkirchen. — Not.-Instr. Perg. Or. 

6. 1549, Januar 12. Vizepropst und Kapitel zu Wassenberg präsen- 
tieren nach dem Tode des Werner Leyendecker dem Archi- 
diakon den Kleriker Georg Sgroten aus der Kölner Diözese zum 
Pfarrer der Kirche St. Martini in Steinkirchen. — Perg. -Or. 
1 S. (ab). 

7. 1579, Juli 1. Vizepropst und Kapitel zu Wassenberg präsentieren 
dem Dekan der Chris ti an ität Wassenberg den Heinrich Vischer 
aus Kirchrath zum Pfarrer in Steinkirchen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. Kirchenrechnungen 1638 ff. (sehr beschädigt in Perg.-Bd.) und seit 
1693 einzelne Hefte. 

9. Register der Kirchen- und Armenrenten, angelegt 1696. — 1 Bd. fol. 
in Perg.-Bd. 

SüSterseel. Kath. Pfarramt: 

1. 1681. Eingabe des Pastors Kleven an den Landesherrn g % egen das 
Kapitel zu Sittard, das als Zehntinhaber seinen Verpflichtungen 
nicht nachkommt. — 2 Bll. fol. 

2. 1703, Juli 23. Testament der Maria Willems, welche u. a. für 2 
.Requiemsmessen 25 Reichsth. vermacht. — 4 Bll. fol. Abschr. 

3. Register der Kirchen- und Armenrenten des Dorfes Susterseehl, 
angelegt 1737. — 1 Bd. fol. ohne Einband. 

4. Getaufte 1660-1672, 1747—1815. 
Getraute 1747—1819. 
Gestorbene 1747—1815. 



Tüddern. Kath. Pfarramt: 

Zwar eine alte Pfarrgründung, war aber bis 1804 mit der 
Pfarrei Milien uniert, sodass ein selbständiges Archiv nicht 
entstanden ist. Vgl. S. 188 Nr. 4c. (1712). 

U nterbruch. Bürgermeisteramt : 

Wird in Personalunion mit dem der Stadt Heinsberg ver- 
waltet, gehört zum Pfarrbezirk Heinsberg und hat keinerlei 
ältere Akten. 

Waldenrath. Kath. Pfarramt: 

Vgl unten S. 201 Nr. 18. 

1. 1548. DU is alsulche wroich und aide herkumbst der kirchen zu 
Waldenraidt, verneuwet und ufgezeichnet in die paischheüige dage 
anno xlviij, 6 kurze Absätze, besonders die Verpflichtungen des 

13 



198 Kreis Heinsberg. 

Heinsberger Kapitels betreffeud. Gedruckt bei W. Lückerath, Bei- 
träge zur Geschichte von Heinsberg* und Umgegend I. Jahrg. 
(1897), S. 7. 

2. Moderne ausführliche Bearbeitung der Pfarrchronik von W. Lücke- 
rath, darin viele Aktenstücke in Abschrift, u. a. auch Bl. 4 bis 7: 
Klagen des Heinsberger Kapitels gegen den der Reformation an- 
hangenden Pfarrer Schaep zu W., ebenso Bl. 9: Klagen gegen den 
Pastor Jöpsenius 1604. — 1 Bd. fol. 

3. Akten über das Pfarreinkommen 1654 ff. 

4. 1687, August 24. Abkommen der Schöffen mit den Zimmerleuten 
wegen Versorgung der Glocken. — 1 Bl. fol. 

5. Stiftungsurkunden 1747 ff. 

6. Armenrechnungen 1771 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus dem kath. Pfarramt Waldenrath: 

Getaufte 1642-1687, 1697-1719 (bruchstückhaft), 1719-1756, 1756 

bis 1770, 1770-1798. 

Getraute 1640—1085, 1687-1719 (bruchstiickhaft), 1719-1756, 1770 

bis 1798. 

Gestorbene 1640—1672, 1689—1719 (bruchstückhaft), 1719—1756, 

1757-1770, 1770-1798. 



Waldfeucht. Kath. Pfarramt: 

1. ? Anno nativitatis quarta hoc altare consecratum 

est per dominum Franciscum Chattet ordinis fratrum minorum 
sacraeque theologiae baccalarium, Dei et apostolicae sedis gratia 
episcopum Calcedonensem, reverendissimi in Christo patris et 
domini domini Eberhardi de Marcka episcopi Leodiensis (1506 
bis 1538) in pontificalibus vicarium, in honorem sancti Lamberti. 
— Perg. Or. mit aufgedrücktem Siegel, sehr beschädigt und modrig-. 

2. 1477, Nov. 23 {up sente Clemens daich paes). Die Schöffen der 
stat Vucht bekunden eine Schuld versehr eibung der Brüder Geelken 
und Dirck Smyetz. — Perg. Or. 1 S. Daran ein Transfix von 
1509, Juni 15 (up sent Vitus daig des hilligen mertelers (Perg. 
Or. 1 S.) 

3. 1513, Juli 13 ipp sunt Margreteri dach virginis). Bürgermeister 
und Schöffen der stat ind kerspels van WaUvucht verkaufen dem 
Kloster Marieugarten in Roermond 5 Gld. Erbzins. — Perg. Or. 
kanzelliert und beschädigt, 1 S. (ab). 

4. 1612, Aug. 30. Die Schöffen des Gerichts Waldtfucht bekunden 
eine Erbpachtschuld. — Perg. Or., sehr beschädigt, 2 S. 

5. 1637, Sept. 13. Anstellungsurkunde des Lehrers Peter van der 
Waterlaet in Waldfeucbt mit 7 Unterschriften. — 2 Bll. Pap. fol. 
Gedruckt bei W. Lückerath, Beiträge zur Geschichte von Heins- 
berg und Umgegend I. Jahrg. (1897), S. 13. 



Kreis Heinsberg. 19fr 

<>. 1652, März 6. Anstellungsurkunde des Lehrers Benedikt von Merrem 
mit 7 Unterschriften. — 2 Bll. Pap. fol. 

7. 1681) Mai 23. Anstellungsurkunde des Lehrers Thomas Schoffelen 
mit o Unterschriften. — 2 Bll. Pap. fol. 

8. 1701, März 9. Ablassverleihuug des Papstes Clemens XI. für die 
Todesangstbruderschaft. — Perg. Or. 1 Bulle. 

'9. Gerichtsbuch der Schöffen zu Waldfeucht (Straf- und Zivilsachen) 
umfassend die Zeit von 1552, März 30, bis 1562, März 19. Titel: 
Vuecht. Geinchtz Boich des reichtlichen process und handeis, was 
für den scheffen zu Fuecht furpraicht nae Christi unsers hern ge~ 
bourt vunffzehnhundert im zweiundfunffzigsten jaire am drissigsten 
dage Marcij angefangen. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. 

10. Eigentumsübertragungen vor den Schöffen zu Waldfeucht 1592, 
Juni 25, bis 1622, Sept. 3. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. 

11. Waldfeuchter Landmassbuch, mit alten Mülischer mass gemessen, 
von 1744, April 14. — 1 Bd. fol. Vgl. S. 192 Nr. 8. 

12. Beschreibung der Pfarreien in der Christianität Süsteren von 1802, 
Okt. 23. — 1 Heft fol. Vgl. S. 192 Nr. 8. 

13. Akten über das Dekanat Süsteren 1560 bis 1784. — 2 Faszikel. 

14. Catalogus confratrum adorationis perpetuae sacramenti in Wald- 
feucht, begonnen 1767. darin: Status animarum parochiae de 
Waldfeucht vom Sept. 1773. — 1 Bd. fol. Pap. in Perg.-Bd. Vgl. 
Nr. 20. 

15. Getaufte 1700—1830. 
Getraute 1709—1830. 
Gestorbene 1709—1830. 

16. Visitationsprotokoll der Pfarreien des Dekanats Ahrgau von 
Dechant Joh. Abraham Schroeder, 1762, Juni, bis 1763, Okt. — 
1 Bd. 4°. Vgl. I. Bd., S. 157 Nr. 8 und unten S. 202 Nr. 35. 

17. Akten über Vergebung der Beneficien SS. Annae, Nicolai et Ca- 
tharinae, B. Mariae virginis y Magdalenae, Schenkungen an die- 
selben, Güterverwaltung u. s. w. 1622 bis 1806. — 4 Aktenfaszikel. 

18. Akten betreffend die Capeila ad Clusam in Haaren 1563 bis J1781. 
1 Aktenfaszikel — Vgl. oben S. Ib9 (Neuhaaren). 

19. Kirchenrechnungen (mit Lücken) 1602 bis 1813. Das Rechnungs- 
jahr läuft von Laurentii bis Laurentii. — 1 Aktenfaszikel. 

20. Status animarum parochiae de Waldfeucht vom 27. Sept. 1791. — 
1 Bd. 4° in Leder geb. Vgl. oben Nr. 14. 

.21. Stiftungsurkunden 1750 ff., Reliquienauthentiken 1746 ff., Ablass- 
urkunden 1791 ff. 

22. Akten, betreffend die Diözese Aachen, gedruckte Erlasse. — 
1 Faszikel. 

23. Organisation du diocese d'Aix la Chapelle. — Druck Cologne 1804. 
I Bd. 40. 78 SS. 

Bürgermeisteramt : 

1. 1564, Juni 4. Bürgermeister, Schöffen und Geschworene der Stadt 
Waldfucht bekennen, dass die Testamentsexekutoren des Herrn 



200 Kreis Heinsberg 



O' 



Hinrichen Bischoffs von Vucht die für die Studienstiftung: bestimmten 
Rechtstitel ausgeliefert haben (6 Bll. fol. Abschr. 17. Jahrhs.), so- 
wie verschiedene andre Stiftlingsurkunden u. a. von Johann von- 
Driesch in Würzburg (1G1U, Aug. 29). 

2. Landmass stättlein Waltfeucht, Gesamtsumme . der steuerbaren 
Morgen ist 1235, Hs. 17. Jahrhs. — 1 Bd. fol. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Waldfeucht: 
Getaufte 1627-1771, 1770-1798. 
Getraute, Gestorbene 1709-1721, 1770—1798. 

Verzeichnis derjenigen, die 1709 zu Waldfeucht und Haaren die 
Osterkommunion genommen haben. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Breberen: 

Getaufte 1616-1661, 1725-1760, 1760-1769, 1770-1798. 
Getraute 1767—1769, 1770—1798. 
Gestorbene 1687—1735, 1770-1798. 

— Im Besitze der Sebastianus-Schützengesellschaft: 

1. Statuten der Gesellschaft von 1433, in Reimpaaren verfasst, ia 
einer Niederschrift von 1597. — 1 Perg.-Bl. zu 4° zusammengefaltet. 

2. Verschiedene Akten 1632 ff. in 5 Bündeln, Einkünfte, Wachtdienste r 
Fischereiberechtigung in den Stadtgräben u. s. w. betreffend. 

— Im Privatbesitz des Herrn Pastor W. Lückerath: 

1 13G5, Jan. 12 (dominica post epiphaniae). Engelbert, Propst des- 
Heinsberger Frauen Stifts, transsumiert eine Urkunde Gottfrieds v. 
Heinsberg vom 10. Dez. 1305 über die Schenkung des Hofes zu. 
Ratheivi an das Heinsberger Stift St. Gangolph. — Perg. Or. 1 S. (ab). 
Gedruckt mit falschem Datum in der Zs. des Aachener Geschichts- 
vereins 6. Bd., S. 192. 

2. 1367, Febr. 20. Abt Vullingus von Kamp klagt bei den Schöffe» 
von Rheinberg über Belästigung der Abtei durch Johann von» 
Dongherade. — Perg. Or. Not.-Inst. 

3. 1384, März 11 (feria sexta post Reminiscere). Wilhelm von Saffen- 
bürg verbürgt sich für seinen Neffen Hermann von Randerath 
für 100 Goldgld. — Perg. Or. 2 S. (ab). 

4. 1384, Okt. 4 (des dinstaichs na sent Remeis dage). Everart van 
Lieck bekannt, dass Johan her van Gronsselt (bei Maastricht) von 
ihm eine Erbrente von 40 Mltr. Korn gekauft und bezahlt habe. 
— Perg. Or. 2 S. >b). 

5. 1396, Aug. 14 {in vigilia assumptionis B. Mariae virginis). Johann 
von Loen, Herr zu Heinsberg und Löwenberg, vereinigt die fünf- 
zehnte Präbende des Heinsberger Stifts St. Gangolph mit der 
Dechenei und bestellt den Stiftsherrn Konrad van Berge zum 
Dechanten. — Abschr. um 1600, 3 Bll. fol. Pap. Or. hatte 2 S. 

6. 1405, Mai 13 (ipso die beati Servacii). Kirstken van Rembergh 
(Rimburg), Herr zu der Heiden, und seine Gemahlin Mettel von 
Gronsveldt bekunden, dass sie dem Dechanten des Heinsberger 



Kreis Heinsberg. 201 

Stifts St. Gangolph 40 Paar Korn Erbpacht verkauft haben. — 
Perg. Or. 3 S. (ab). 

7. 1455, März 12 (des twelffden dages in Marcio). Walter von den 
Bongaert, Lehnsstatthalter des Bischofs Johann v. Lüttich, bekundet 
den Abschluss eines Erbpachtvertrags für Willem van Hontheim. 
— Perg. Or. beschädigt, 3 S. (ab). 

$. 1455, Juli 20 (op sente Margarieten daich der heiiger jonffromveri). 
Der Statthalter des Lütticher Bischofs Johann bekundet die Ver- 
erbpachtung des halben Hofs Oessenvorst bei Breberen. — Perg. Or. 
sehr beschädigt. 1 S. (ab). Transfix von 1565. 

9. 1459, Okt. 1 (up den irsten dach in Octobri). Stiftung einer cluisen 
beim Kloster Mariengarten in Köln für 6 Laienschwestern. — Abschr. 
16. Jahrhs. gross fol. Dabei Bestätigung dieser Stiftung durch Erz- 
bischof Dietrich von 1460, Febr. 12., und Erwerbung eines Hauses 
durch die Inklusen von 1497, Febr. 2. 

10. 1485, April 12. Präsentationsurkunde für einen Rektor zu Birgden 
(Birden) im Bezirke der Pfarre Gangelt. — Perg. Or. beschädigt 
1 S. (ab). 

11. 1487, Juli 5 (dornsiag na unser liever frauiven dage visitacionis). 
Der erzbischöfliche Rentmeister Johann von Königsdorf nimmt von 
Abt Adam von Brauweiler 5 Mltr. Korn zu Lehen. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

12. 1500, Febr. 6 (up den neisten fridach na unser liever frauwen 
dage purificationis), Herzog Wilhelm von Jülich bekundet, dass 
ihm das lant van Milien, Gangelt und Vucht gehuldigt hat. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). 

13. 1512, Mai l (op sinte Philips und sinte Jacops dach). Die Schöffen 
von Havert bekunden den Verkauf der Mühle zu Isenbruch. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

14. 1519, Mai 24 (uf sente Urbaens avont des heiligen bischofs ind 
mertelers). Die Schöffen der Haagbank im Amt Heinsberg be- 
kunden eine Vererbpachtung seitens der Bruderschaft U. Lieber 
Frauen zu Ophoven. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

15. 1522, Febr. 3 (den driden dach in die spurkel). Die Schöffen zu 
Geilenkirchen bezeugen den Abschluss eines Erbpachtsvertrags 
seitens des Geilenkirchner Amtmanns Johann von Harff, Herrn zu 
Alsdorf. — Perg. Or. 1 S. Mit Transfix von 1537, Okt. 28. 

16. 1539, März 6 (den sesten dach in den mertz). Abschluss eines Erb- 
pachtvertrags vor den Schöffen zu Geilenkirchen. — Perg. Or. 1 S. 

17. 1541, März 6 (den sesten dach mertz). Die Geilenkirchener Schöffen 
bekunden den Abschluss eines Erbkaufs durch Simon Ubychs 
von Freienberg. — Perg. Or. 1 S. 

18. Um 1545. Die Einwohner von Waldenrath (Wauraide) bitten den 
Herzog Wilhelm, dass er das Heinsberger Stiftskapitel zum Wieder- 
aufbau der Pfarrkirche anhält, soweit es als Patron dazu verpflichtet 
ist. — Pap. Or. 1 Bl. 

19. 1575, Aug. 15. Die von Kardinal Caspar Gropper aufgestellten 



202 Kreis Heinsberg 



e» 



Statuten für Kollegiatstifte. — Abschr. 17. Jahrs. 1 Heft fol. Eine- 
andre Hs. in 4°, gebunden. Vgl. oben S. 20 Nr. 3 und 4. 

20. 1553, Juni 21. Herzog Wilhelm verkauft seinem Rat Johann Blomen- 
dall uud seiner Gemahlin eine Jahrrente. — Perg. Or. 1 8. 

21. 1578, April 12. Der Heinsberger Amtmann Degerihard von Merode 
bekundet den Verkauf eines Hofes im Kirchspiel Dremmen. — Perg. 
Or. 4 S. (2 ab). 

22. 1590, Juni 7. Engel von dem Horrich als Lehnstrflger des Bauche- 
mer Lehns quittiert einen Erbpachtbrief. — 2 beglaub. Abschr. auf 
Perg. von 1603, Febr. 1. 

23. 1625, Mai 3. Die Schöffen zu Brauweiler bekunden den Verkauf 
einer Jahrrente. — Perg. Or. 1 S. 

24. 1638, Juli. Schutzbrief für die zur Gerichtsbank Breberen gehörigen- 
Ortschaften des Amtes Milien, erteilt von Baron de V Eschelle. — 
Pap. Or. 1 S. aufgedr , französ. 

25. 1644, März 31. Die Inquisitions-Kongregation verleiht dem Provin- 
zial Joachim Mayr der Minoritenordensprovinz Strassburg die 
Vollmacht, Häretiker zu absolvieren und wieder in die Kirche auf- 
zunehmen. — Perg. Or. 1 S. 

26. Briefe des Abtes Cornelius Strauch von Lilienfeld (Niederösterreich> 
von 1645 u. 1647. 

27. 1646, Jan. 13. Herzog Philipp IV. von Geldern genehmigt, dass- 
Bertram von Wambach sein Gut zur Wammen bei Havert mit 
2400 Rth. belastet. — Perg. Or. 1 S. 

28. 1649, April 25. Dechant Reuter des Dekanats Süsteren benach- 
richtigt den Herzog Wolfgang Wilhelm, dass der .Lütticher Weih- 
bischof Richard Stravius die Dekanate Maastricht, Maaseyck und 
Süsteren besuchen werde. — Pap. Or. 

29. 1667, April 19. Schutzbrief des Herzogs Rudolf August von Braun- 
schweig für die Stadt Höxter. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

30. 1672, Juni 5. Heidenrich Droste herr zu Vischering genehmigt,, 
dass die Einwohner des Kirchspiels Wüllen (Kr. Ahaus) ein Kapital 
zur Bezahlung ihrer Kriegsschulden aufnehmen. — Perg. Or. 
3 S. (ab). 

31. 1722, Juli 14. Bestätigung des zum Abt von Brauweiler gewählten, 
Edmund Schmitz durch Erzbischof Joseph Clemens von Köln. — 
Pap. Or. 1 S. aufgedr. 

32. 1739, Mai 2. Das Stifts-Kapitel zu Wassenberg präsentiert den 
Priester Ludwig van Cleve als Benefiziat von Havert. — Pap. Or. 
1 S. aufgedr. 

33. 1741, Okt. 8. Die Besitzer des Hauses Wammen vermehren das 
Beneficium St Barbarae zu Havert. — Pap. Abschr. 

34. 1755, Sept. 27. Papst Benedikt XIV. verleiht dem Propst Ludwige 
Scampar des Stifts St. Kunibert in Köln die Dompropstei. — Perg.. 
Or. 1 Bulle. 

35. 1762, Jan. 31. Generalvikar von Francken- Sier st orpff beauftragt 
den Dechanten Abraham Schroeder des Ahrgaudekanats mit der 



Kreis Heinsberg 1 . 203 

Visitation «amtlicher Kirchen seines Dekanats. — Pap. Or. 1 S. 
aufgedrückt. Vgl. oben S. 199 Nr. 16. 

36. 1781, Aug. 4. Papst Pius VI. überträgt dem Freiherrn Friedrich 
Franz von Harff zu Dreiborn die Propstei des Stiftes Moxstatt. — 
Perg. Or. 1 Bleibulle. 

37. 1783, Mai 18. Lehrbrief für Franz Reinartz aus Dremmen, ausge- 
stellt von dem Chirurgen Johann Heinrich Reinold in Tuschen - 
broieh. — Pap. Or. 

38. 1785, Juli 20. Der Generalmajor Johann Peter Kling eutlässt den 
Feldscherer Franz Reinarz aus Dremmen aus dorn Militärdienste. — 
Pap. Or. 1 S. aufgedrückt. 

39. 1793, Mai 2. Pfalzgraf Karl Theodor überträgt dem Hofgerichtsrat 
Wilhelm von Weiler die Wahrnehmung der Direktorialgeschäfte 
des oberrheinischen Kreises. — Pap. Or. 1 S. aufgedr. 

40. 1793, Juli 27. Papst Pius VI. verleiht den Besuchern der Kloster- 
kirche in Maaseyck einen vollkommenen Ablass für das Schutz- 
engelfest. — Perg. Or. 

41. Provisionalis informatio de exercitio religionum Romano-Catfwlicae, 
Augustanae et Reformatae in ecclesiis et locis decanatus Suste- 
rensis Leodiensis dioecesis ducatus vero Jxdiacensis adscriptis ad 

mandatum Serenissimi reeepta .... mense Julio anno 

1647 — behandelt den Religionszustand von 1609 und 1612. — 
1 Heft, fol. Pap. 11 Bll. Dabei die durch Edikt vom 21. April 1647 
gestellten 30 Fragen, die beantwortet werden sollen (3 Bll. fol.). 

42. Geistliche Betrachtungen über das Leben Mariae und Jesu, nieder- 
deutscher Text mit Initialen, Hs. um 1500. — 1 Bd. 16° in 
Leder geb. 

43. Niederdeutsche Heiligenleben, Hs. um 1500. — 1 starker Bd. in fol. 

44. ? (nach 1543). Bürgermeister, Schöffen und Geschworene der 
Stadt Vuicht bitten den Herzog um [Steuerermässigung. — 2 Bll. 
fol. Pap. 

45. Modus celebrandi synodum im Dekanat Süsteren, Hs. 16. Jahrhs. 
— 3 Bll. fol. 

46. Statuta synodalia Leodiensia cum ipsorum moderationibus. Lo- 
vanii 1549. — Druck 1 Bd. 4°. 91 Bll. 

47. Akten über Wiedertäufer in Breberen um 1554. — 10 Bll. 
fol. Pap. 

48. Hexen prozessakten aus Rügen walde (Ostsee) 1655. — fol. 

49. Sammlung gedruckter Herzogl. Jülich'scher und Bischöflich Lüt- 
tich'scher Mandate 1673 ff. 

50. Visitationsprotokoll von Waldfeucht 1684 (2 Bll. fol. Pap.). Das- 
selbe von Birgden 1671 (2 Bll. fol.). 

51. Verzeichnis der 1684 bis 1784 als Landtagsmitglieder vereidigten 
Jülich'schen Standesherren. — 1 Heft fol. 

52. Hie begint die regel st Augustini, d. i. eine hochdeutsche 1707 ge- 
schriebene Ordensregel. — 1 Bd. 8°, in Perg. geb. 



204 Kreis Heinsberg. 

53. Gedruckte Informatorial'DedwMon in Sachen der Ämter Born und 
Sittard gegen den Vogt Johann Mattheiss Maes bis 1732. — fol. 
153 SS. 



Wassenberg. Kath. Pfarramt: 

Ein bedeutender Rest von Urkunden, die dem vormaligen 
Stifte entstammen, im ganzen 109 Stück, wovon 14 dem drei- 
zehnten, 16 dem vierzehnten, 26 dem fünfzehnten, 40 dem 
sechzehnten und 13 dem siebzehnten und achtzehnten Jahrh. 
angehören. Seit dem 15. Jahrh. betrifft die Mehrzahl Rent- 
ver Schreibungen , Verpachtungen, Präsentationen u. ä., im 
folgenden sind nur die in irgend einer Hinsicht inhaltlich 
wichtig erscheinenden verzeichnet. 

1. 1221, Juni 28 {qua) to Kai. Julii). Propst, Dekan, Archidiakon und 
Kapitel maioris ecclesie zu Lüttich bestätigen aut Bitten der Ka- 
noniker von Wassenberg die neu eingeführte Präbendenverteilung 
nobili viro Gerardo, quondam incliti ducis Henrici de Linburg 
filio, prefate ecclesie patrono concedente et approbante. — Perg. 
Or. 1 S. (ab;. 

2. 1230. Wassenberg. Henricus dux de Lemburg et comes de Monte 
beurkundet und genehmigt die Schenkungen, welche Propst Friedrich 
zu Wassenberg den Kanonikern daselbst gemacht hat: curtes in 
Volte et in Eilenchoven (Ellinghoven, Kr. Erkelenz) mit Zubehör, näm- 
lich 2 Fischteichen, forestam continuam curti in Eilenchoven, novale 
prope piscinam et nemus Wassenberg situm, Pfarre und Kustodie 
Wassenberg, die Kirche in Havert und Zinse in Brunscule. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). Die Bestätigung derselben Schenkung durch den 
Lütticher Archidiakon ist gedruckt Lacomblet, Urkb. IL, S. 87, 
Nr. 168. 

3. 1259, mense Augusto. Waleramus dux Lemburgensis übergiebt 
dem Kleriker Heinrich, Sohn des Sibertus de Hugenrode, der auf 
20 Morgen Land bei Ursbec, die Wassenbergisches Lehen sind, 
verzichtet, 16 andre Morgen Land bei Wassenberg. — Perg. Or. 
3 S. (ab). 

4. 1260, Sept. 22 (in crasiino Mathei evangeliste). C, prior ecclesie 
beate Marie in Ruremunde, und R. investiius ecclesie pari'ochialis 
ibidem, als Schiedsrichter zur Schlichtung des Streites über die 
Einkünfteverteilung unter Propst und Kapitel berufen, bestimmen, 
dass die Einkünfte gleich geteilt werden sollen; ausserdem fallen 
dem Propste für sein Amt zu omnia casualiter emergentia curtis 
de Vulte et curtis Eilenchoven. Bei andern Gütern hat er das ius 
infeodandi vel hereditandi, doch in jedem Falle mit Zustimmung 
des Kapitels, wenn das Recht auszuüben ist. Auch ein homagium 
zu Berge iuxta Brede, das strittig war, wird dem Propst zuge- 
sprochen. Der Scholastikus erhält 18 Mltr., halb Roggen halb 



Kreis Heinsberg. 205 

Hafer, zwei Kanoniker werden mit der Verwaltung der Einkünfte 
betraut. — Perg. Or. 4 S. (3 ab). 

5. 1261, Nov. 1 (Kalendis Novembris). Waleramus dux de Lymburg 
übergiebt der Kirche Wassenberg gegen 3 Denare Jahrzins, am 
Tage St Stephani zahlbar, eine Rente von 6 Schill, und 5 Denaren, 
2 Kapaunen und 1 Mltr. Hafer, welche Sophia vidua de Ursbeck 
vom Schlosse Wassenberg (a castro nostro de W.) zu Lehen trug 
und eben zur Verfügung gestellt hat. — Perg. Or. I S. (ab). 

6. 1262, Febr. 21 {feria tercia ante cathedram s. Petri). Da Streit 
über die Verteilung der Einkünfte zwischen Propst und Kapitel 
entStauden ist, bestätigt Bischof Heinrich von Lüttich den Prior 
der Kirche beate Marie in Ruremunde, C, und den investitus der 
Pfarrkirche daselbst Ä., welche von den Beteiligton als Schieds- 
richter gewählt worden sind, in dieser Eigenschaft. — Perg. Gr. 1 S. 

7. 1262, Febr. 21 (feria tercia ante cathedram Petri). Bischof Heinrich 
von Lüttich bestätigt den durch die zwei Schiedsrichter getroffenen 
Vergleich zwischen Propst und Kapitel. — Perg. Or. 1 S. 

8. 1262, November {mense Novembri). Apad Wassenberg. Walramus 
dux de Limburg übergiebt der Kirche St. Georg in Wassenberg 
ein Allod von 34 Morgen Ackerland in decima de Ursbech und 
2 Hofstätten, eine zu Ursbech und eine zu Wassenberg, die bisher 
der Kleriker Heinrich, filius Syberti de Hugenrode, vom Schlosse 
Wassenberg zu Lehen trug. Die possessores und semicultores er- 
halten dieselbe Freiheit als ob die Güter von Wassenberg zu Lehen 
gingen. Es siegeln Willelmus de Halla dictus Schillingus und 
Th[eodericus) de Brakelen. Unter den Zeugen: G[erardus] de 
Kerreke dapifer Wassenbergensis, Sybertus miles de Huchloven 
nnd sein Bruder Heinrich miles , Henricus miles de palude, Th. 
dictus Rümschutel. — Perg. Or. 3 S. (ab). Gedruckt Lacomblet, 
Urkb. IT, S. 293 Nr. 519 und Ernst, Histoire du Limbourg 6, Bd., 
S. 262. 

f >. 1263, Okt. 27 (in vigilia apostolorum Symonis et Jude). Der 
scolasticus Renerus vidimiert das instrumentum . . . tarn in scripto 
quam in sigillo vetustate pene consumptum von 1118, Sept. 30 
(pridie Kalendas Octobris): Comes Gerardus stiftet die von Bischof 
Otbert geweihte Kirche in meo aUodio Wassenberg und verzeichnet 
die geschenkten Güter. — Perg. Or. 1 S. (ab). Transfix von 1263, 
"mense Novembri: Bischof Heinrich von Lüttich bekundet, dass diese 
Vidimierung durch Renerus vollzogen worden ist. (Perg. Or. 1 S. 
beschädigt). Die Urk. v. 1118 ist nach dieser Vorlage gedruckt 
bei Lacomblet, Urkb. I, S. 189 Nr. 289. 
10. 1263, Okt. 27 {in vigilia sanctorum Symonis et Jude apostolorum). 
Magister Renerus scolasticus Tongrensis, provisor in spiritualibus 
des Bischofs Heinrich, hält eine Visitation des Stifts Wassenberg 
ab und erlässt ausführliche neue Statuten: 1. Der Propst soll einen 
Stellvertreter haben. 2. Die Einkünfte der Kustodie werden ge- 
bessert, die Pflichten des custos umschrieben. 3. Propst und Ka- 



206 Kreis Heinsberg. 

noniker thuen ihren Dienst wochenweise abwechselnd. 4. Bei der 
Messe fehlende Kanoniker zahlen Geldstrafe. 5) Der Propst 
kann 6 Wochen Urlaub geben, darüber nur mit Zustimmung de» 
Kapitels. 6. Einer aus dem Kapitel soll die Einkünfte verwalten. 
7. Wer die Universität (scola, tibi sollempne vigeat Studium) besucht, 
behält seine' Pfründe. 8) Annus gratiae der Kanoniker, ein zweites 
Nachjahr zum Nutzen des Kirchen Schmucks (Gewänder, Bücher) r 
Kirchenbau oder ähnliches. 9. Resignierende Kanoniker verlieren 
die Pfründe. 10. Der Pfarrer hat wie ein Kanoniker den Hören, 
beizuwohnen. 11. Gottesdienstordnung. 12. Der Propst hat für 
die Ausführung aller Ordnungen zu sorgen. 13. Kleidung und 
Haltung der Kanoniker. — Perg. Or. 1 S. (ab). Auf dem Rücken 
als Nachtrag a) Statut de novo preposito und de novo canonico 
d. h. ihre Beisteuern zur Kirchenfabrik b) iuramentum vicarii. 

11. 1263, Nov. 1 (in festo omnium sanetorum). Gerardus de Kerreke 
miles bekannt, dass er und seine Erben vom Allod Pardelare 
der Kirche Wassenberg 9 Schillinge Coloniensis monete nomine 
annui redditus schuldig sind, zahlbar bis Sonntags nach Martini 
in vüla de Wassenberg. Im Versäumnisfalle können die nuntii 
dicte ecclesie sieh durch Pfandhebung schadlos halten. Da Gerard 
kein Siegel hat, siegeln für ihn ülustris dominus mens Walramus 
dux Lemburgensis und seine Verwandten Theodericus de Brakele 
und Wilhelmus de Halla dicti Scilling milites. — Perg. Or. 3 S. 
(2 in Bruchstücken erhalten). 

12. 1264, Febr. 22 {in festo cathedre beati Petri apostoli). Bischof 
Heinrich von Lüttich bestätigt die durch den Scholastikus Renerus 
1263 (Nr. 10) erlassenen Statuten. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

13. 1284, März 26 (dominica in passione domini). Bischof Johannes 
von Lüttich genehmigt, dass die Einkünfte der Höfe VuJte und 
Elinchove fortan gleichmässig unter die Kanoniker verteilt werden. 
— Perg. Or. 1 S. (ab). 

14. 1293, Juni (mense Junio). Zwischen dem Kapitel einerseits und 
dem custos und scolasticus Heinrich de Rumpheym andrerseits 
war ein Streit entstanden, ob der custos de iure canonicus esse 
deberet. Das Kapitel bekundet, man habe sich geeinigt, der custos 
müsse Kanoniker sein mit allen Rechten und Pflichten. Bezüglich 
der Einkünfte werden eine Reihe Einzelheiten geregelt. — Perg. 
Or. 1 S. (ab). 

15. 1317, Aug. 23 (in vigilia beati Bartholomei apostoli). Propst und 
Kapitel zu Wassenberg bekunden, dass der nächste Erbe der 
honesta matrona Jutta, relicta quondam Henrici dicti Seckelini 
opidani de Wassenberg, welche den Altar 6. Marie virginis ge- 
stiftet hat, berechtigt ist den Rektor dalür zu präsentieren, dass 
aber nach ihrem Tode die collatio seu presentatio des Altars hei 
Propst und Kapitel stehen soll. — Perg. 1 S. (ab). 

16. 1335, Sept. 26 (feria tercia ante festum b. Michaelis archangeli). 
Herrnannus de Horst dictus Hoyt miles, Sohn des f Rabodo de 



Kreis Heinsberg*. 207 



■© 



Wyer miles, bekundet, dass sein censualis Gerardus, dictus Lisman y 
dem Wassenbcrger Schöffen Geldolphus de Ophoeven 1 Mark Brab. 
Denare (3 hallenses für einen Denar gerechnet) Jahrzins verkauft 
hat. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

17. 1344, Juni 28 {in vigilia Petri et Pauli apostolorum). Vor den; 
Schöffen zu W. verpachten Propst und Kapitel 3 Morgen Acker- 
land, die zum Altar St. Nikolai gehören, erblich {inpensionasse et 
in perpetuam pensionem contülisse). — Perg. Or. 1 S. (ab). 

18. 1350, ? {in crastino beate /?.... erne virginis). Die Schöffen zu 
Wassenberg bekunden einen Rentkauf von 1 MUr. siliginis annui 
et perpetui pactus mensure Wassenbergensis prope volarem duorum 
denariorum melioris, Remigii zahlbar. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

19. 1351, April 9 {mensis Aprilis die nonä). Propst Theodericus de 
Cortis ernennt den Kanoniker Petrus von St. Dionysius und dea 
Wassenberger Kanoniker Thomas zu seinen Stellvertretern. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

20. 1356, Jan. 25 [in die conversionis beati Pauli apostoli). Die scabini 
opidi Wassenbergensis bekunden, dass Nicolaus Keppelken, noster- 
coopidanus, mit Zustimmung seiner Töchter Bela und Katharina 
dem Gerlacus dictus Kays einen Jahrzins von 1 Mark verkauft 
hat. — Perg. Or. 1 S. 

21. 1359, Nov. 10 {in vigilia b. Martini Mentalis). Vor den Schöffen 
zu Wassenberg kauft Gerlacus Kays . ... 11 summerinos siliginis 
annui et hereditarii pactus. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

22. 1360, Okt. 2 {mensis Octobris die secunda). Propst Theodericus de 
Cortis überträgt das durch den Tod des Theodericus dictus Brugode 
de Hayo erledigte Kanonikat dem Kleriker Gerardus f Sohn dea 
Conrardi de Cortis. — Perg. Or. 1 S. (ab). " 

23. 1361, April 4 {mensis Aprilis die quarta). Johann von Wassen- 
berg, Dekan und Thesaurar der Kirchen zu Lossen und Wassen- 
berg, stiftet gewisse Renten — u. a. 10 Mltr. siliginis hereditarii 
pactus seu canonis — für den Altar beatarum virginum Katharine 
et Barbare. — Perg. Or. 1 S. (beschädigt). 

24. 1368, April 4 (mensis Aprilis die quarta). Propst und Kapitel be- 
kunden, dass der Thesaurar Johannes eine Reihe Renten für den 
Altar bb. virginum Katherine et Barbare gestiftet hat. — Perg. Or. 
1 S. (ab). 

25. 1369, Aug. 36 (in crastino beati Joannis decollationis baptiste)- 
Die Erben der Jutta, Witwe Henrici dicti Zeckelijns, präsentieren 
einen Priester für den Altar b. Marie virginis. Die admissio steht 
dem Propst und Kapitel zu. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

26. 1377, Mai 1 {ipso die Philippi et Jacobi beatorum apostolorum). 
Vor den Schöffen zu W. bekennen Henricus Buyck und seine Ehe- 
frau, den Kanonikern eine in Monatsraten zu zahlende Jahrrente 
von 6 Mltr. Korn und 2 Brabanter Mark — currentes pro tempore 
in Wassenbergh in bursa mercatorum — schuldig zu sein, welche 



208 Kreis Heinsberg*. 



»■ 



der f Johannes decanus Lossiensis et thesaurarius für sein Jahr- 
Gedächtnis gestiftet hat. — Perg. Or. 1 S. 

27. 1377, Aug. 24 {ipso die beati Bartholomei apostoli). Fünf Schöffen 
zu W. bekunden, dass ihr Mitschöffe Eustacius t sein Bruder Lam- 
bertus und seine Schwester Aleidis, Kinder des f Lambertus de 
Heyn*bergh, den Kanonikern einen Jahrzins von 4 Schillingen und 
1 Kapaun geschenkt haben, welchen Katherina Molrepesch jähr- 
lich am Andrenstag aus ihrem Garten zu geben hat. — Perg. Or. 
1 S. (ab). Lat. 

28. 1390, Jan. 17 (XVI. Kai. Febr.) Bonifatius IX (1389—1404) befiehlt 
auf Bitten des Propstes und Kapitels zu Wassenberg dem Dekan 
der Kirche St. Andreas zu Köln, dass er alles, was er de bonis 
ipsius ecclesie alienata illicite vel distraeta finden würde, derselben 
wiederum zustellen solle. — Perg. Or. 1 S. (ab). Vgl. oben S. 192, 
Orsbeck Nr. 1. 

29. 1427, März 21 (die vicesima prima mensis Marcii). Der Propst zu 
W., Johannes de Lovania, licentiatus in decretis, erklärt: Da der 
Kanoniker Paulus Prumen de Echt, der das Personat zu Havert 
inne hat, resigniert, so wird dieses dem Kanoniker Fredericus de 
Mormont übertragen, denn das Personat kann nur ein Kanoniker 
bekleiden und wenn der Inhaber als Kanoniker resigniert, so ver- 
liert er damit ohne weiteres das Personat. — Perg. Or. 1 S. 

«30. 1450, Dez. 4 (op sint Barberen dach). Vor den Schöffen zu W. 
verkauft Johan Wicker dem Propst und Kapitel sint Joris kirken 
. . . . zo behoeff ire kirken presencien 1 Mltr. Roggen jairlichs 
pachtz, zu liefern dem presentzmeister zu Andrea oder 14 Tage 
danach. — Perg. Or. 1 S. 

-31. 14152, Sept. 25 (septima Kai. Octobris). Papst Pius IL (1458—1464) 
befiehlt den Dekanen von St. Paul zu Lüttich und St. Marien r /u 
Aachen, dass sie über die Klagen entscheiden sollen, welche Propst 
und Kapitel zu Wassenberg über den vicarius perpetuus zu Havart, 
Petrus de Libra, und einige andre Kleriker und Laien erhoben 
haben, nämlich dass sie curmedia und andre Einkünfte dem Stift 
vorenthalten. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

32. 1477, März 6. Notariatsinstrument über die erfolgte Einführung 
des Math. Dormagen in sein Kanonikat. — Perg*. Or. 

33. 1482, Okt. 10 (ipso die s. Gereonis martiris sociorumque eius). Der 
Mitkanoniker Petrus Bysman, Pastor in Birgelen et rector altaris 
ac domus saneti Nicolai retro nostre ecclesie emunitatem inter 
laicos situate, der um einen besseren und kürzeren Zugang ge- 
beten hat, erhält diesen vom Vizepropst und Kapitel zugebilligt 
— Perg. Or. 1 S. 

34. 1534, Juli 18 (die deeima oetava mensis Julii). Herzog Johann 
präsentiert dem Kapitel der Kollegiatkirche St. Georg nach dem 
Tode des Johannes Leyendecker. da die presentatio, provisio seu 
quevis alia dispositio dieses Kanonikats ratione dominii in Wassen- 



-A 



Kreis Heinsberg. 209- 

burgh ihm zusteht, den Kleriker Wilhelmum de Ho engen. — Perg.. 
Or. 1 S. (ab). 

35. 1555, Juni 23. Herzog Wilhelm präsentiert nach dem Tode de» 
Engelbert ab Hemsteden drn Johann a Drinborn. — Perg. Or, 
1 S. (ab). 

36. 1584, Aug. 12. Für die Pfarrstelle Orsbeyh präsentiert Herzog 
Wilhelm dem Dekan des Landkapitels Wassenberg den Priester 
Johannes Hillesbach. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

37. Dieses ist eine wahre figur des busch in der Meylen, d. i. eine 
Federzeichnung, welche die Lage des grossen Wassenberger 
Kirchenbusches darstellt, nach der ersten Bearbeitung des Land- 
messers Meister Stephan zu Botheim gezeichnet 1672 von Pastor 
Joannes Melchers. Der Busch ist in 9 haue geteilt, für die 1696 
die genauen Ergebnisse einer vorgenommenen Vermessung einge- 
tragen sind. — 3 BU. fol. aneinandergeklebt, liegen im Lagerbuche 
von 1826. 

38. Extractus redituum seu proventuum beneficii a praenobili domi- 
cella de Schlüse p. m. in ecclesia collegiata hie Wassenbergi erecti. 
— 2 Bll. fol. Die Stiftung wurde 1734 gemacht. 

Bürgermeisteramt : 

1. 1317, April 3 (in festo solempnitatis pasche). Schultheiss (matri- 
cularius scultetus) und Liten des Hofes Vrohenrode (Fronderath, 
Kr. Erkelenz) bekunden, dass ein Ehepaar dem Hospital b. Nicolai 
siti in opido Wassenbergensi 19 iurnales terrae in der Pfarre 
Gerderade geschenkt haben, die iure censuali zum Hofe Vrohen- 
rode gehören. — Perg.Or. 1 S. (ab). 

2. 1354, Okt. 2 (postera die b. Hemigii confessoris). Da gewisse Güter 
des Hospitals, sita in Mila (Myhl), seit langem keinen Ertrag geliefert 
haben, werden sie unter Zustimmung der Schöffen und der Ge- 
meinde für 3 Mltr. siliginis und 2 Mltr. avene Jahrzins dem Gode- 
fridus de Voishem in Erbpacht gegeben. — Pap. Or. 1 S. (ab). 

3. 1399, Okt. 4(?) (ipso die Francisci confessoris). Vor den Schöffen 
zu Glaedbeycke wird eine Erbrente von 3 Mltr. und 2 Summern 
Koggen Wassenberger Mass zu Gunsten Johanns von Hergetiroede, 
poirter zu Wassenberg, von den Schuldnern als zu Recht be- 
stehend anerkannt. — Perg. Or. 1 S. (beschädigt). 

4. 1408, Mai 20 (des sondages nae sent Servais dage). Alart van 
Geerderoide als Lehenherr von wegen des Ritters Herman van 
Bandenrode und die laissen des Hofs zu Randerath bekunden, 
dass 2 Priester eine Losrente von 4 par körn (halb Roggen und 
halb Hafer) für 72 Rhein. Gld. gekauft haben. Unterpfand ist der 
Hof zen By essen. — Perg. Or. 1 S. Transfix von 1422, Dez. 8 (op 
onsser liever vrauwen daegh coneepeionis). Lijse van Boedeberch 9 
Kloster Jungfrau in Heinsberg, verkauft dem Gasthaus St. Nikolai 
zu Wassenberg den Beeser hoiff (Perg. Or. 1 S.). 



510 Kreis Heinsberg. 

5. 1415, Nov. 6 K op sent Lenardus dach). Die Bruderschaft Unser 
Lieben Frauen und sent Joris zu Wassenberg geben Goebel op 
dem Schelberghe zu Cleyneglaedbeck 3 Morgen Land in Erbpacht 
für 1 Mltr. Roggen Jahrzins. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

6. 1417, April 23 (up sent Jorijs dach des heilghen mertelers). Vor 
den Schöffen zu Wassenberg wird eine Erbteilung zwischen zwei 
Schwestern, Goele und Belye, und deren Ehegatten (Goetghen der 
boedt ter tijt van Uphoven und Heyne ten Bungarden) beur- 
kundet: dadurch wird Heyne dem Goetghen eine Jahrrente von 
3 Mltr. korns % halff rocgen ind half even, .... guez paichtkorns 
schuldig, dat malder an twen penninghen neist dem besten. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). Durch Transfix von 1417, Sept. 1 (uf sent 
Gelijs dach des heiligen confessoires) kommt der Rentbrief an das 
Gasthaus (Perg. Or. 1 S.). 

7. 1444, Sept. 21 (up sent Matheusdach). Schenkung von 1 Mltr. 
Roggen Erbrente an das Gasthaus. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

8. 1451, April 26 {up sondach den sessindetwentzichten dach in deme 
maente Aprille). Die Schöffen des durps zo Urssbeeck bekunden, 
dass ein Ehepaar daselbst dem Gasthause zu W. 1 Mltr. Roggen 
Erbrente Ursbeker maeten schuldet und ihr Haus und Hof mit 
19 Morgen Land zum Unterpfande gesetzt hat. Der Lehenherr 
Heyne Buysen ist zugegen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

9. 1428, Febr. 22 {up sent Petersdagh cathedra). Vor den Schöffen 
bekennt Gerit die tveert in her Milen, Maess ten Pessch eidüm van 
Boichem, und seine Gemahlin Nesa einem Wassenberger Bürger 
ein pair korns und 2 Hühner Erbreute von einem in Erbpacht ge- 
nommenen Gute schuldig zu sein. — Perg. Or. 1 S. Durch Trans- 
sumpt von 1431, Juni 15 {up sent Vitusdaigh des heiigen mertelers) 
kommt die Rente in rechter komenscap an die Bruderschaft U. 
Lieben Frauen und des heiigen mertelers sent Joris (Perg. Or. 1 S.). 

10. 1429, Mai 25 (up sent Urbaensdaich des heiigen paues ind mer- 
telers). Heinrich van Wysschel und sein ältester Sohn Johann 
schenken der nunen broiderschap der hogeloiffder maget Marien 
ind des gueden sent Jorijs 3 Morgen Land und 1 Kamp zu Wyl- 
derode im Lande Wassenberg für Wachskerzen zu den neu er- 
worbenen 4 Leuchtern. — Perg. Or. 2 S. Durch Transfix von 
1430, März 17 (op sent Gertruden daich der heüger jonffrauiveri) 
bekennen die Söhne Heinrichs, Wilhelm und Heinrich von Wischel, 
dass die Schenkung mit ihrem Willen geschehen ist. (Perg. Or. 2 S.) 

11. 1441, Dez. 13 (up sente Luden dach der heiiger jonffren). Ver- 
kauf einer Erbrente von 3 Mltr. Roggen. — Perg. Or. 1 S. (ab) 
mit zwei Transfixen: 

a) 1461, Nov. 11 {up sinte Mertins dage). Weiterverkauf der Rente. 
— Perg. Or. 1 S. 

b) ? (unvollständig datiert). Die Rente wird dem Gasthaus zur Ver- 
teilung unter die Armen am Pfingstabend überwiesen. Eine 
Tochter des Stifters ist in der Mylen bi den susteren van der 



Kreis Heinsberg. 211 

derden regüien sunte Franciscus wonende inde goede dienende, 
— Perg. Or. 1 S. 

12. 1444, März 17 (up sente Geirtruden dach der heiiger jonffren). 
Coyntze van Vischenich und seine Frau Iburgh schenken der 
Bruderschaft Unser Lieben Frauen 1 Mltr. even erffiiehs ind jeir- 
lichs pachz von S x / 2 Morgen Land. — Perg. Or. 1 S. (beschädigt). 

13. 1447, Nov. 25 (up sint Cathrinen dage der heiiger jonfferen). 
Gerart van Ghore, erffart zo Eysse, und seine Ehefrau Heyllwige 
schenkt der Bruderschaft Unser Lieber Frauen 2 Summern Roggen 
Erbrente. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

14. 1452, April 16 (up den sondach Quasimodo etc., nenligen up 
den belaeken paeschdach). Vor den Schöffen zu W. übergiebt 
Henken Tzaren dem Laemen van Birgelen und seiner Frau Ti^uyden 
sein have ind icliche sine gereide guede für 100 Postulatzgulden. 
Die letzteren sollen ihn aber sein Leben lang würdig verpflegen 
und versorgen, ihm auch jährlich 2 Rh. Gld. in seinen buidel zo 
dringkgelde geben. Kommen sie ihrer Pflicht nicht nach, so müssen 
sie sofort die 100 Postulatzgld. in haar erlegen. — Perg. Or 

1 S. (ab). 

15. 1455, Aug. 14 (up unser liever vrouwen avont assumpeionis). Vor 
den Schöffen zu W. bekennt Koene in der Mylen dem Ilenrick 
Duvels und seiner Ehefrau Wendelen eine Rente von 1 Mltr. 
Roggen schuldig zu sein und setzt sein Haus und Hof in der alder 
Mylen zum Unterpfande. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

16. 1456, März 12 (up sinte Gregorius dach des heiigen paes). Ver- 
kauf eines halben Mltr. Roggen erflichs pachz\ als Unterpfand 
dient ein Grundstück, welches Lehen der Kirche Raethem ist, unter 
Zustimmung des dortigen Kirch meisters. — Perg. Or. 1 S. Durch 
Transfix von 1460, Jan. 25 {up sinte Pauwels dach conversionis) 
kommt die Rente an die Bruderschaft Unser Lieber Frauen in 
Wassenberg (Perg. Or. 1 S.) 

17. 1495, Sept. 29 {up sint Micheils dach). Verkauf von 4 Summern 
Roggen Jahrrente Wassenberger maessen guetz pechtkorns, 2 Pfen- 
nige nach dem besten. — Perg. Or. 1 S. (ab). Durch Transfix von 
1501, Okt. 1 (up sint Remeis daich) kommt die Rente an das Gast- 
haus (Perg, Or. 1 S.). 

18. 1512, Juli 24 (up sint Jacops avent). Die Schöffen zu W. bekun- 
den, daes Paulus Kremer> Brudermeister der Bruderschaft Unser 
Lieber Frauen, ein Stück Land für dieselbe zu Erbpacht gegeben 
hat. — Perg. Or. 1 S. 

19. 1513, Januar 16 (up sint Anthonis avent). Vor den Schöffen zu 
W. bekennen joncher Werner van Palant ind jonffer Alvart van 
Oist, drost ind drostin des landz van Wassenberg, dem Gasthaus 

2 Mltr. Roggen Erbrente zu schulden und stellen ein Stück Land 
in der kortzer straessen (d. h. die Strasse von Wassenberg auf 
Elsum) zu Unterpfand. — Perg. Or. 1 S. (ab). 



212 Kreis Heinsberg. 

20. 1550, März 4 {dienstach nae dem sondach Reminiscere). Vor den 
Schöffen zu W. bekenut Coen in den Bongardt zu Birglen, dem 
Gasthaus 2 Mltr. Roggen Jahrrente zu schulden und setzt 3 Morgen 
Land als Unterpfand. — Perg. ()r. 1 S. (ab). Ebenso eine Reihe 
andrer Renturkunden, die anscheinend später in den Besitz des 
Gasthauses gelangt sind, von 1516, 1522, 1527, 1550, 1556, 1588. 

21. Heberegister des Gasthauses in Wassenberg von 1740. — 1 Bd. 
fol. in Perg. gebunden. 

22. 1747, Juli 29. Gedruckter Erlass, ausgefertigt für die Stadt Wassen- 
berg, über den neuen Judengeleitskontrakt vom 16. Juni. —4 Bll. fol. 

23. Rechnung über Empfang und Ausgäbe deren zur Stadt Wassen- 
berg gehörigen renten und gefallen 1772/73. — fol. 

24. Aus dein kath. Pfarramt Wassenberg: 
Getaufte 1680— 1807. 

Getraute 1680—1806. 
Gestorbene 1680—1806. 

25. Aus dem kath. Pfarramt Orsbeck: 

a) Getaufte, Getraute, Gestorbene 1648—1807 (1 Bd. fol. in Perg.-Bd.) 
Darin auch Reihe der Pfarrer 1643 — 1779, Verzeichnis der 
Kirchenornamente, Legata pia, Anniversarien, Kirchen- und 
Armenvechnungen 1643 ff. u. s. w. 

b) Rentbuch der Pfarrkirche St. Martini in Orsbeck 1760/61. — 
1 Bd. fol. in Lederbd. 

— Evangelisches Pfarramt: 

1. Acta des gehaltenen synodi zu Heinsberch anno 1601 den 5*- Junii. 
— 6 Bll. fol. 

2. Acta consistorü zu Wassenberg 1678, Juli 24 und Sept. 28 (2 Bll. 
fol.) sowie 1701 bis 1702 (einzelne Bll. in 4°). 

3. Consistorialbuch der Reformirten Gemeine von Wassenberg h (1 Bd. 
fo!. in Perg.-Bd.). Darin die Konsistorialprotokolle 1709 bis 1854 
(1708 wurde Philipp Schmitz Prediger). 

4. Memoriall und bitt der sembtlich religions verwandten und mit- 
burger dieser statt Wassenbergh, nach 1610. — 2 Bll. fol. 

5. Armenrechnungen 1622 ff., Einnahme und Ausgaben (6 Bll. schmal- 
fol.) sowie Renten der Armen 1624/26 (4 Bll. schinalfol.). 

6. Verzeichnis dessen, was die Gemeindeglieder von Johannis 1622 
bis ebendahin 1624 für die Gemeinde an dienersteuer und Sti- 
pendium gezahlt haben. — 5 Bll. schmalfol. 

7. Bericht über den Religionszustand von 1624, verfasst nach 1649 
(2 Bll. fol.) sowie Notariatsinstrument darüber von 1666, Dez. 22 
(3 Bll. fol.). 

8. 1647, Aug. 8. Documentum certificacionis, d. i. Bericht über die 
Entstehung der Gemeinde Wassenberg. — 2 Bll. fol. S. aufgedr. 
Dabei ähnliche Berichte über Eschweiler und Stolberg (1641) und 
Lövenich (1665). 



Kreis Heinsberg. 213 

9. 1647, Sept. 22. Zeugnis über die Handhabung des Gottesdienstes 
1609 und 1624. — 2 Bll. fol. 

10. Akten über die Jülich'sche Provinzialsynode von 1651. — 4 Bll. fol. 

11. 1663, Mai 21. Verhör des Predigers zu Wassenberg wegen der 
Religionsgravamina. — 1 Bl. fol. 

12. Kirchenordnung von 1684 in 154 Absätzen. — Hs. in 4°. 

13. Satzungen und regelen bei consistorialversamblungen wahrzu- 
nehmen von 1692. — 2 Bll. fol. 

14. Kollektenbuch, begonnen 1722, worin die jedesmal gesammelten 
Beträge verzeichnet sind. — 1 Bd. schmalfol. 

15. Lagerbuch von 1749. — 1 Bd. fol. 

16. Liste dessen, was die Reformierten 1766/67 zum Bau des katho- 
lischen Kirchturms beigetragen haben. — 1 Bl. fol. 

Wehr. Kath. Pfarramt: 

Keinerlei ältere Akten. 

— Bürgermeisteramt: 

1. In den Belegen zu der Gemeinderechnung von 1823 finden sich 
folgende Urkunden: 

a) 1668, Okt. 12. Die Nachbarn zu Wehr verkaufen dem spa- 
nischen Vizegeneralempfänger des Herzogtums Limburg 25 Rth. 
Jahrrente für 400 Reichsthaler. — Perg. Or. 2 S. 

b) 1651, Juni 15. Die Nachbarn zu Süsterseel verkaufen für 
200 Albertiner Rth. eine Jahrrente von 12 l / 8 Alb. Rth. — Perg. 
Or. 2 S. 

2. Auszug aus dem Limitenbegang des Amtes Born von 1650. — 
2 Bll. fol. Alte Registr. Fach 3 Nr. 1. 

3. Aus dem kath. Pfarramt Broich-Sittard: 
Getaufte 1694—1769, 1770—1798. 
Getraute 1699—1769. 

Gestorbene 1693-1769, 1770—1798. 

4. Aus dem kath. Pfarramt Hillensberg: 

Getaufte, Getraute, Gestorbene 1616 ff., sämtliche Einträge protokoll- 
artig durch einander, bis 1638 mit vielen Notizen andrer Art (Ge- 
firmte, Testamente, Verpflichtung zum Bau des Kirchenschiffs u. s. w.) 
untermischt. 1770—1798. Die Verbindung von Sterberegister und 
Testament findet sich auch S. 115 Nr. 2t>. 

5. Aus dem kath. Pfarramt Süsterseel: 
Getaufte 1698-1744, 1747-1771, 1770-1801. 
Getraute 1652-1707, 1708-1743, 1747—1801. 
Gestorbene 1665-1722, 1727-1749, 1747—1771, 1770—1801. 
Gefirmte 1696, 1705, 1711. 

Stiftung der Rosenkranzbruderschaft 1698, Statuten des Archi- 
diakonats von Kempenland in de kerke von Imyck, abgeschrieben 
nach einem Druck von 1612. 



214 Kreis Heinsberg 

6. Aus dem kath. Pfarramt Wehr: 
Getaufte 1733-1771, 1770-1798. 
Getraute 1738-1770, 1770—1798. 
Gestorbene 1736-1769, 1770-1798. 

Wildenrath. Kath. Pfarramt: 

1. 1474, Mai 15 (den sondach Vocem jocunditatis). Vizepropst und 
Kapitel zu Wassenberg bekunden, dass auf Bitten der Bürger- 
meister und Schöffen zu Wassenberg die Pfarreien Wassenberg 
und Wildenrath fortan nicht mehr von einem Priester versehen 
werden sollen. Der bisherige Pastor zu Wassenberg wird mit 
15 M ltr. Roggen, die von der Stadt zur Erleichterung der Trennung 
angewiesen worden sind, für seine Lebenszeit entschädigt, muss 
aber wöchentlich eine Messe lesen. — Perg. Or. 2 S. 

2. 1571, Juli 31. Adam ab Hatzfelt, Dekan der Christianität Wassen- 
berg, bestätigt den ihm vom Kapitel präsentierten Henricus Dalensis, 
Pfarrer zu Orsbeck, der an Stelle (loco procuratoriö) des noch 
studierenden Guylielmus Leiendecker treten soll, zum Rektor. Der 
Vorgänger Petrus Sartoris a Duirbossler war auf Befehl des 
Herzog Wilhelm abgesetzt worden, qui iuxta ordinationem et 
edicta . . . ducis . . . non vixit. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1582, Juni 18. Michael Gropaeus, Dekan der Christianität Wassen- 
berg, bestätigt, dass das Kapitel der Kollegiatkirche Wassenberg, 
dem das Recht rectorem ad dictam parrochialem ecclesiam sive 
quartam capellam in Wilderaedt zu präsentieren zusteht, ihm 
schriftlich Johannes Beeck als Geistlichen genannt haben und er- 
nennt ihn, da von keiner Seite Widerspruch erhoben wird, zum 
Pfarrer. — Perg. Or. 1 S. 

4. 1585, Okt. 16. Das Stifts-Kapitel zu Wassenberg, dem ratione in- 
corporationis das Präsentationsrecht in Wilderadt zusteht, prä- 
sentiert dem Landdechanten den Priester Carsüius Bynsfeldt aus 
Aachen. — Perg. Or. 1 S. (ab). 

5. Verzeichnung der Pfarreinkünfte 18. Jahrhs., einzelne Hefte in 4°, 
ungebunden. 

6. Buch der Bruderschaft S. Johannis baptistae und der immerwähren- 
den Anbetung von 1746. — 1 Bd. 8°. 



VI. Kreis Düren. 



Arnoldsweiler. Kath. Pfarramt: 

1. Inventarium über die im Kirchen- und Pf arr- Archiv zu Arnolds- 
weiler befindlichen Dokumente und Literalien, 1832. Beglaubigt 
durch den Kirchenvorstand 1833 Januar 6. — Fol. Pap. 

2. Copia authentica der Ordnung auf dem busch, die Burgh genant, 
ex anno 1557 März 25, erlassen von Herzog Wilhelm von Jülich- 
KleveBerg an die Amtleute am 27. März. — Beglaubigte Abschrift 
vom Anfang des 18. Jahrh. 10 Bl. fol. Pap. — Über den Bürgen- 
wald und die Arnolduslegende vgl. Analecta Bollandiana, IV (1885), 
356; A. Steffens, Der hl. Arnoldus, Aachen 1887, und A. Tille, Über 
den Arnoldswald bei Jülich, in den Annal. d. hist. Ver. Bd. 63, 
S. 22 ff. Vgl. ferner unten S. 284, Stockheim, nr. 15. 

3. Stiftungsurkunden 1625 ff. 

4. Erbenbuch von Arnoldäweiler: Kopiar der vor den Schöffen von 
Arnoldsweiler und Düren kontrahierten Erbkauf -etc.- Verträge, 1675 
bis 1742. — 1 Pergamentbd. mit Schliesse. fol. Pap. 

5. Buch über die Lieberung der Kertzen des Jahres 1732 an die 
Kirche zu Arnoldsweiler durch die Ortschaften Arnoldsweiler, 
Blatzheim, Niederem, Mertzenich, Pfaffendorf, Büdingen, Elsdorf 
Niederzier, Syndorf Beur, Golzheim, Morschenich; fortgeführt bis 
1829. Zum Schlüsse Bescheinigung über die Ablösung aller an- 
geführten Wachsrenten und deren Reste d. d. 1837 November 20. 

— Orig. 4° Pap. Einband abgerissen. 

6. Erneuerte Statuten der 1631 gestifteten St. Arnoldusbruderschaft, 
1680 auf Pfingsten [Kopie], 1 722 April 30 [Kopie] und 1845 April 20. 

— Fol. Pap. 

7. Getaufte 1770-1876. 
Getraute 1770 bis jetzt. 
Gestorbene 1770 bis jetzt. 

— Bürgermeisteramt auf Haus Rath: 

1. a) Religiosa familia parthenonis in Ellen ab anno 1778, d. i. Ver- 
zeichnis der Mitglieder des Klosters ; b) Status animarum parochiae 
in Ellen inceptus 1778. — 8° Pap. Pappbd. 

14 



in einem Bande. 



216 Kreis Düren. 

2 Aus der Pfarrei Arnoldsweiler: 

Getaufte 1706-1738 

Rechnungseintragungen 1734—1738 

Getraute 1706—1727 

Gestorbene 1706—1737 

Fol. Pap. defekter Einband. 
Getaufte 1738-1769, 1770-1801. 

Geborene vom Jahre 7 der Republ. frimaire — Jahr 8 fructidor, 
vom Jahre 9 der Republ. 1. vendem. — 25 fructidor. 
Getraute 1742—1793 und vom Jahre 9 der Republ. 
Gestorbene 1742—1793, vom Jahre 7, 8, 9 der Republ. 

3. Aus der Pfarrei Ellen: 
Getaufte 1729-1772, 1770—1817. 
Getraute 1730-1773, 1770—1793. 
Gestorbene 1729-1773, 1770-1793. 

4. Aus der Pfarrei Morschenich: 
Geborene 1770—1799. 
Getaufte 1770—1798. 

Gestorbene 1770—1798; Auf der ersten Seite die Notiz, dass das 
Kopulationsbuch bei der Ankunft der Franzosen verloren gegangen 
ist; daran schliessen sich die Getrauten von 1795 — 1799 an. Beilage: 
Mitgliederliste der Rosenkranzbruderschaft in Morschenich, 1768 
bis 1797. 

— Im Besitz der St. Arnoldus-Schützengesellschaft: 

1. Urkundenbuch der St. Arnoldus-Bruderschaft zu Arnoldsweiler, 
begonnen 1857. Am Anfang sind eingeklebt und abgeschrieben 
einige Erlasse des Herzogs von Jülich-Berg zu gunsten der Bruder- 
schaft mit den Statuten derselben von 1680 und 1722. — Fol. Pap. 
Halblederband. 

Bauweiler. Supprimierte Pfarrei: 

Akten über die 1806 supprimierte Pfarrkirche siehe unter 
Golzheim, kath. Pfarramt, unten S. 240, nr. 13. 

Berg vor Nideggen. Kath. Pfarramt: 

1. Sammelband, enthaltend: 

a) De personatu ecclesiae in Berg (Pfarrerliste) von 1406 an. 

b) Getaufte 1669—1770. 

c) Getraute 1669—1682. 

d) Gestorbene 1669-1769. 

e) Notiz betr. das vaticinium des Malachias über die Reihenfolge 
der Päpste bis zum Ende der Welt. 

f) Liste der in der Umgegend von Berg vor N. gestorbenen Pfarrer 
1776-1835. 



Kreis Düren. 217 

2. Buch der Jesus -Maria -Joseph -Bruderschaft in B. v. N., erneuert 
1755. — 4°. Pap. Lederbd. 

3. Getaufte 1770—1876. 
Getraute 1770—1901. 
Gestorbene 1770—1877. 

Bergstein. Kath. Pfarramt: 

1. Rent- und Anniversarbuch der Kirche zu B., 1666 ff. — Schmal-Fol. 
Pap. Schweinslederbd. 

2. Sammelband, enthaltend: 

a) Rechnungsbuch der Ausgaben für die Kirche zu B., 17. Jahrh. 

b) Anniversar -Verzeichnis 1690. — 4°. Pap. 

S. Sammelband, enthaltend: 

a) Buch der Bruderschaft von den 7 Schmerzen Mariae, mit Ver- 
zeichnis der Mitglieder, die sich aus der weitern Umgebung von 
B. zusammensetzten, c. 1695 ff. 

b) Status animarum 1764 ff. 

c) Ausgabe-Rechnung 1806 ff. 

d) Inventar der Paramente und Utensilien der Kirche 1724. — 
Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

4. Rentbuch der Kirche zu B., 1728 ff. bis 19. Jahrh. — Fol. Pap. 

Schweinsldrbd. 

5. Kirchenrechnungen 1753-1788. — 4° Pap. Halbldrbd. 

6. Getaufte 1770—1804. 

7. Gebetbuch der Bruderschaft zur schmerzhaften Mutter Maria. Druck 
mit hdschrftl. Nachträgen. 18. Jahrh. — 4° Lederbd. 

Binsfeld. Kath. Pfarramt: 

1. Akten, Rechnungen und Statuten der Sakramentsbruderschaft, 
c. 1600 ff. 

2. Annotationsbuch der Einkünfte, Renten, Ländereien und Rechnungen 
der Kirche zu B., 17. Jahrh. — Fol. Pap. Halbldrbd. 

3. Sammelband, enthaltend: 

a) Getaufte von Binsfeld 1703-1767. 

b) Renten Verzeichnis 1815 ff. 

c) Getraute von Binsfeld 1649, 1690, 1691, 1692, 1704—1767. 

d) Getaufte von Frauwüllesheim 1704—1759. 

e) Getaufte von Rommeisheim 1704—1760. 

f) Gestorbene von Binsfeld 1750—1768. — Schmal-Fol. Pap. Schweins- 
ldrbd. 

4. Buch der Jesus -Maria -Joseph -Bruderschaft 1755 ff. — Fol. Pap. 
Schweinsldrbd. 

5. Nachweis der Kirchenrenten in der Herrschaft B., 1764 ff.; Status 
animarum in B. 1810. — Fol. Pap. Ldrbd. 

-6. Nachrichten über den zur Pastorat gehörigen Baumgarten 1767 ff. 



218 Kreis Düren. 

7. Getaufte 1768—1884. 
Getraute 1769—1903. 
Gestorbene 1769—1903. 

Binsfelderburg : 

Keine Archivalien vorhanden. 

Birgel. Katb. Rektorat: 

Keine altern Archivalien vorhanden. 

Birkesdorf. Katb. Pfarramt: 

Nach Angabe des Herrn Pfarrers sind die meisten Archi- 
valien ca. 1794 verbrannt. 

1. Getaufte 1732—1855. 

Getraute und Gestorbene 1770—1855. 

— Bürgermeisteramt: 

Aus der Pfarrei Birkesdorf: 
1. Getaufte 1732-1769, 1770—1793, 1770-1798. 
Getraute 1770—1793, 1770—1798, 1783. 
Gestorbene 1770-1793, 1770—1798. 

Boich. Kath. Rektorat: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

Bovenberg: 

■ • 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

Bürvenich. Kath. Pfarramt: 

Nach Aufhebung des Klosters sind die Archivalien des- 
selben verschleppt worden. 

1. Sammelband, enthaltend: 

a) Getaufte 1729—1860. 

b) Gefirmte 1801. 

c) Getraute 1729—1837, 1839—1860. 

d) Gestorbene 1729—1859. 

e) Copia obligationum 1744. 

f) Copia fundationis Nagelschmidt 1742. — Fol. Pap. Gepresster 
Ldrbd. 

Bubenheim. Burg: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Burgau, Schloss. Im Besitze der Grafen Keyserlingk: 

Das ziemlich reichhaltige, sowie übersichtlich geordnete 
und inventarisierte Archiv, von welchem jedoch bedeutende 
Bestände durch Erbteilungen und sonstige Umstände haupt- 
sächlich nach Russland verschleppt worden sind, enthält 



Kreis Düren. 219 

Urkunden und Akten zur Geschichte des Schlosses und der 
Herrschaft Burgau, über die Familie von Elmpt, welche vor- 
malsBurgau besessen hat, sowie über die Familie der augen- 
blicklichen Besitzer. 

1. 1384 Juni 2. Erzbischof Friedrich von Köln inkorporiert der 
Kollegiatkirche zu Nideggen die Pfarrkirche zu Kreuzau und die 
Kapelle zu Niederau. Kopie von c. 1600. — Siehe unten S. 225 
nr. 65. — 0.2 a 1 ). 

2. 1400 Dezember 9 (crastino concept. b. virg. Marie). Styna, Witwe 
des Conrad von Hoiltorp, überträgt zu ihrer und ihrer Kinder 
Behuf dem Boylf von Stommel und dessen Frau eine Leibzucht 
aus dem Gute zu Stommeln auf Lebenszeit. Bürgen sind Everhard 
Vaide zu Belle, Ritter, Räboid und Daem von Vi.schenich. — Perg. 
Or. 4 Siegel, 2 ab. — C. 1. 

3. 1440 Oktober 1 (auf St. Remigius). Heiratsberedung zwischen 
Heinrich von Cruythussen dem Jüngern und Grietgen, Tochter 
des Wilhelm von Merode. Hauptheiratsgut ist der Hof zum Berge 
bei Sittart. — Perg. Or. Sehr defekt, nur noch Fetzen. Alle 14 S. 
ab. — A. 1. 

4. 1443 Juli 1 (Des neisten maendages na sent Johans dage baptysten). 
Heinrich von Goystorp und sein Sohn Werner verkaufen erblich 
dem Goidard von Harve und seiner Frau Henrica von Broich- 
husen, sowie dem Heinrich von Kruythusen das Gut Troistorp, 
bei Kirchherten und Margaraetenherten gelegen. — Perg. Or. Sehr 
vermodert und zerrissen. S. ab. — A. 1. — Enthalten in Samml. 
Redingh. Bd. 65. 

5. 1451 Juni 19 (am 19. tag Braemaents). Vor den Schöffen der 
Dingbank von Melick verkauft Dries, Johanns Sohn von Baethom, 
Knappe van Wappen, dem Wilhelm von Elmpt und seiner Frau 
Lisbet von Erpe seinen ganzen Hof zu Halroide, gelegen in der 
Dingbank von Melick, mit Ausnahme einer Leibpension von 
5 Maltern Roggen für die Klosterjungfer Baets van Baethom zu 
Burmunde auf deren Lebenszeit, ablösbar mit 65 Herzog Arnold- 
Arnheimschen Gulden. An Stelle der Schöffen von Melick siegeln 
diejenigen von Wassenberg. — Perg. Or. 3 S. ab. — A. 2. 

6. 1452 Juli 25 (auf St. Jakobstag). Erbteilung zwischen Heinrich 
von Cruythusen, Ritter, Heinrich von Melre, Wilhelm von Goistorp 
und Hermann von Geyen, genannt Groeve van Moirsshussen, als 
Neffen, Gebrüdern und Schwägern. Soviel die in den Falten stark 
verfaulte Urkunde erkennen lässt, handelt es sich um ein Gut zu 
Lyntzenich und Scheve, ein Gut zu Pafflich und eine Geldrente 
auf einem Hofe zu Düren. Von den Zeugen sind zu entziffern: 
Beissel von Gymnich, Johann Lüysche van Goilsheim, Johann van 
Ayre, Amtmann zu Hohenkirchen, und die Schöffen zu Loevenich. 



1) Gegenwärtige Archivsignatur. 



220 Kreis Düren. 

Doppelte Ausfertigung. Beide sehr schlecht erhalten. — Perg. Or. 
10 [?] S., nur 2 erhalten. — A. 1. 

7. 1454 Mai 13 (up sent Servatius dach in deme Meye). Ritter 
,' Johann von Borchau vermacht der Cyriacuskapelle zu Niederau 

eine jährliche Erbrente von 15 Maltern Roggen, für welche wöchent- 
lich 3 Messen zu lesen sind. Es siegeln mit die Schöffen von 
Niederzier. — Beglaubigte Kop. des 16. Jahrh. — 0.2a. 

8. 1468 August 24 (auf Barthol. apost.), Daem van Kaldenbach, 
welcher bei der Erbteilung mit seinen Brüdern Peter und Thomas 
den Hof zu Roede, ein Mannlehen der Dompropstei zu Köln, er- 
halten hat, bekennt, dass er von diesem Hofe seinem Bruder Peter 
eine erbliche Jahrrente von 4 Maltern 3 Summern Roggen Esch- 
weiler Mass und vierthalb Mark Jülicher Pagaments zu zahlen hat; 
den Hof setzt er als Pfand. — Perg. Or. 4 S., 3 ab. — A. 45. 

9. 1471 Oktober 19 (Samstag nach St. Gallen- Tag). Graf Vincenz 
zu Moers und Sarwerden, Pfandinhaber des Landes Wassenberg, 
gibt dem Wilhelm, Herrn zu Elmpt, eine bei dessen Gut Hallroide 
im Lande Wassenberg gelegene Wiese, so lange er selbst das 
Land Wassenberg pfandweise besitzt. — Perg. Or. S. ab. 

10. 1477 Januar 24 (op sent Pouwels avent conversionis). Daem 
Nighen [?] Hülss bekennt, dem Wilhelm, Herrn zu Elmpt, 60 ober- 
ländische rhein. Goldgulden schuldig zu sein, welche dieser für 
ihn an den Grafen von Nassau, Landdrost des Landes Brabant, 
bezahlt hat. — Perg. Or. S. ab. 

11. 1480 Juni 24 {St Johanns bapt. nativ.). Heiratsverschreibung 
zwischen Johann von Elmpt, Sohn des Wilhelm zu Elmpt und der 
Elisabeth van Erpe, und Margarete, Tochter des Werner zu Bins- 
feld und der Margrete van Rymsteck. Hauptheiratsgüter sind: 
Haus und Herrlichkeit Elmpt, die Güter Boeldenroede, Hoittorp 
und Haelrode, ferner nach dem Tode der Margarete van Burscheit, 
Witwe zu Burgau, das Schloss und die Herrlichkeit Auwe von 
Seiten des Bräutigams und 2000 Gulden von Seiten der Braut. — 
Perg. Or. 20 S., meist ab. — A. 4. 

12. 1481 Juli 25 (auf St. Jacob Apost.). Thomas von Kaldenbach und 
seine Frau Margarete van Sivartzenberg verkaufen an . . . [?] eine 
jährliche Pachtrente von 8 Summern Roggen Eschweiler Mass und 
4 Mark Jülicher Geldes gegen 24 oberl. rhein. Gulden und 24 albus. 

— Perg. Or. 2 S., eines ab. — A. 50. 

13. 1482 Juni 13 (Antonius). Heiratsvertrag zwischen Hermann von 
Hochsteden und Aelheidt von Horrich. Heiratsgut ist der Stock- 
heimer Hof. Notariell beglaubigte Abschrift d. d. 1639 August 17. 

— A. 5. — Original im Archiv Harff Urk. 712 (Annal. d. hist. Ver. 
57 II, S. 162-63). Ausführl. Regest in Redingh. S. Bd. 65, Bl. 315. 

14. 1486 Juni 13 (auf den nächsten Dinstag nach Barnabas). Johann 
von Elmpt reversiert dem Herzog von Jülich zu behuf seine* 
Vaters Wilhelm von Elmpt die Belehnung mit dem Hause Burchamve, 



Kreis Düren. 221 

einem Heinsberger Lehen. Beglaubigte Kopie des im Düsseldorfer 
Staats-Archiv befindlichen Originals d. d. 1786 Sept. 29. 

15. 1491 Mai 14 (up saterdag nach Sonntag Vocem iucund.). Heirats- 
vertrag zwischen Johann von Elmpt, Sohn des Wilhelm, eyne herr 
zo Elmpt ind herr zu Borchauwe, und der Elisabeth van Erp t 
und Sophia von Spiess, Tochter des Johann Spiess van Bulleshem 
und der Aelhet van Br&mpt. Zeugen auf Seiten der Spiess: Land- 
komtur Spiess von Büllesheim, Ritter Werner v. d. Bungart, 
Heinrich und Bertram Spiess von Büllesheim, Heinrich Spiess von 
Büllesheim, Goswin Brent van Vyrnich und Baldewin van Berge; 
auf Seiten der Elmpt : Abt Wilhelm van Glevere zu Cornelimünster, 
Wilhelm von Floedorp, Johann von Ghoere, Ritter Emond van 
Palant, Geirhart van Berge und Wilhelm von Krieckenbeck. — 
Perg. Or. — A. 42. 

Die wichtigsten Stücke aus der Zeit nach 1500 sind: 

16. 1522 Oktober 1 (Remigiustag). Beinard Goltsteyn zu Dilborne 
und seine Frau Aelheyt van Moelenbaich, gnt. Breydloe, verkaufen 
in Gegenwart des Lehenherrn Dierich an dem Cruytz und zweier 
laeten mit Namen Heynken Slypen und Gaetgen Korss dem Adam 
von Haetzfelt, Rat zu Bruggen und seiner Frau Lisbet eine jähr- 
liche Erbrente von 35 Goldgulden. Sie setzen als Pfand ihr Gut 
Dilborn im Kirchspiel Elmpt. Siegelszeugen sind Johann Mulstroe, 
Bernt Angren, Jakob von Wyck und Junker Johann, Herr zu Elmpt. 
— Perg. Or. 5 S., von denen 2 ab und 3 defekt. — A. 6. 

17. 1532 Dez. 6 (Niklas). Johann, Herr zu Elmpt und Burgau, und 
seine Frau Katharina von Weverden, gnt. Droyff, verkaufen an 
Daem von Birgel, Sohn des Frambach von Birgel, Vogt zu Hoyn- 
kirchen, eine Erbrente von 30 Goldgulden gegen 600 Goldgulden 
und stellen zum Unterpfande den Hof zu Stockheim. — Perg. 
Or. 2 S. ab. — C. 3. 

18. 1543. Daem Hetzyngen verkauft dem Goedert von Nevelstein 
12 Malter Roggen Dürener Mass und 6 Pfennige Gelds, zu liefern 
auf St. Andreas Tag. Als Pfand setzt er sein Gut Kaldenberg bei 
Kinzweiler als Lehensmann der Dompropstei zu Köln. Abgelöst 
1602. — Perg. Or. — A. 41. 

19. 1543 Juni (Brachmont) 23. Karselis Hurt von Schoneck und Eva 
von Hetzingen verkaufen dem Werner von Haitzfelt, Herrn zu 
Wildenberg und Weisweiler, und seiner Frau Margarete Torck 
eine Erbrente von 12 Maltern Roggen Dürener Mass und 6 Pfennigen 
um eine Summe von 200 Goldgulden Frankfurter Währung; als 
Pfand setzen sie Ackerland bei Nothberg. Es siegeln die Schöffen von 
Eschweiler. — Perg. Or. — A. 46. 

20. 1549 November 29 (Andreas Abend). Carselis Hürth van Schonecken 
und seine Frau Eva von Hetzingen verkaufen dem Peter Hürth 
und seiner Frau Naellen eine Erbrente von drei Maltern Roggen 
Esch weiler Mass; sie setzen als Pfand 5 oder 6 Morgen Benden 



222 Kreis Düren. 

in den Eschweiler Benden. Es siegeln mit die Schöffen des 
Gerichtes Eschweiler. — Perg. Or. 2 S. ab. — A. 51. 

21. 1553 Aug. 9. Carselius Hilrt von Schönecken wird mit dem St. 
Nikolaus- Altar zu Aeswilre und allen Rechten und Zugehörigkeiten 
vor dem Notar Thomas Wyrtzfeld zu Basttvilre begabt. — Notariats- 
instr. Pap. Or. — A. 48. 

22. 1553 September 28 (up sent Michels avent). Johann, Herr zu 
Elmpt und Burgau, und seine Frau Catharina von Weverden, gnt. 
Droeff, verkaufen der Clara von Ürdingen, Bürgerin in Düren, 
eine jährliche Erbrente von 25 Goldgulden gegen eine Summe 
von 500 Goldgulden und setzen als Pfand ihren Hof zu Steprath. 
— Perg. Or. 2 S. (ab). — C. 5. 

23. 1559 Sept. 13. Johann von Weverden, genannt Droeff, verkauft 
seiner Schwester Katharina von Droeff, Witwe des Johann, Herrn 
zu Elmpt und Burgau, sein ganzes väterliches und sonstiges 
Familien-Erbteil für 10300 Goldgulden. — Perg. Or. 8 S. — A. 7. 

24. 1563 Juli 26. Vor den Schöffen zu Niederau verkaufen die Ehe- 
leute Hilger Voestgen und Mergen zu Stockheim den Eheleuten 
Peter von Weisiveiler und Catharina von Kaldenbach zu Müweiler 
eine jährliche Losrente von 8 Maltern Roggen und 4 Thlrn. und 
setzen als Pfand ihren Hof zu Stockheim mit dem Recht der Wieder- 
löse. Es siegelt Catharina von Weverden, gnt. Droeff, Frau zu 
Elmpt und Burgau. — Perg. Or. 1 S. — C. 8. 

25. 1566 März 12. Wilhelm Bück zu Pattern und seine Frau Maris 
verkaufen erblich mit dem Recht der Wiederlöse dem HuprecM 
Evenschaede und seiner Frau Helene ihren kleinen Zehnten zu 
Heyboorde auf dem Broychthof gegen 100 Goldgulden vor 2 Lehens- 
leuten der Kölner Dompropstei, Reinart van Goessenych, Schult- 
heiss zu Aldenhoven, und Gerard van Koettyngen, und vor dem 
Schöffengericht zu Loyn. — Perg. Or. 4 S. (ab). — - D. 2. 

26. 1577 Mai 2. Embrich von Hetzingen vergleicht sich mit der Ge- 
meinde zu Kinzweiler über die Verlegung eines Fuss- und Reit- 
weges in der dortigen Gegend. — Perg. Or. 3 S. erhalten. — A 44. 

27. 1578 März 13. Embrich von Hetzingen zu Kämbach verkauft dem 
Johann Schroeders, Pastor zu Lohn, eine erbliche Jahresrente von 
6 Maltern Roggen Aldenhovener Mass und 6 Königsthalern gegen 
eine Hauptsumme von 100 Goldgulden, 100 Königsthlrn. und 45 
Reichsthirn. Als Pfand setzt er 4 Morgen Land. — Perg. Or. 2 S., 
eines ab. — A. 47. 

28. 1581. Embrich von Hetzingen kauft von Adam Broich 8 Malter 
5 Summer Roggen zurück, die er ihm jährlich bezahlt hat, für 
495 Köln. Thlr. — Perg. Or. 2 S. — A. 43. 

29. 1589 Dez. 18. Beschreibung der zum Rittersitz Boisdorf gehörigen 
Jagdgerechtigkeit in den 4 Gerichten um Düren. Kopie eines 
Notariatsinstrumentes. — Fol. Pap. — C. 7. 

30. 15[9]1 Jan. 4. Vor den Schöffen der Herrlichkeit und Hoheit 
Burgau verkaufen mit dem Recht der Wiederlöse Gerhard Bingens 



Kreis Düren. 223 

zu Stockum und seine Frau Catharina dem Niclas Wyrich und 
dessen Frau Margareta eine jährliche Losrente von 3 Maltern 
Koggen Dürener Mass und 3 Thalern 8 Mark und setzen zum Unter- 
pfand eine Anzahl Grundstücke bei Krauthausen und Burgau. Es 
siegelt bei Siegelkarenz der Schöffen Caecilia v. d. Bongart, Witwe 
von Elmpt, Frau zu Elmpt und Burgau, mit dem Siegel ihres ver- 
storbenen Gatten Heinrich von Elmpt. — Perg. Or. 1 S. (ab). — D. 1. 

31. 1608 April 27. Vor den Schöffen zu Nideggen verkauft Marga- 
rethe von der Ehren , Witwe des Emmerich von Hetzingen, zu 
behuf ihrer Tochter Alexandrine dem Johann zum Piltz in Düren 
eine jährliche Erbrente von 50 Thlm. gegen eine Schuldsumme von 
800 Thlm. — Perg. Or. 1 S. — 0. 1. 

32. 1609 Okt. 8. Vor dem Gericht zu Drove kauft Ludwig Weiss, 
Bürger zu Düren, eine jährliche Erbrente von 6 Summern Roggen 
von Franz Schneider zu Maubach, lastend auf dem Hofrecht gegen- 
über der Kirche zu Drove, zurück. Es siegeln Hans Degenhard 
von Wevorden, Herr zu Drove, und Daem von Ellempt, Mitherr 
daselbst. — Perg. Or. 1 S. — A. 49. 

33. 1645 April 16. Die Schöffen und Nachbaren des Gerichtes und 
Dorfes Soller-Jacobwüllesheim verkaufen zur Abhülfe ihrer Notlage 
dem Johann Heinrich von Elmpt zu Burgau die Freiheit von 
31 x / 4 Morgen dienstbarer Ackerländerei gegen eine Summe von 
300 Reichsthalern. Es siegeln Vogt und Schöffen des Gerichtes 
Soller. — Perg. Or. 2 S. wohlerhalten. — C. 9. 

34. 1679 November 15. Adam Bertram von Elmpt zu Elmpt cediert 
dem Wilhelm von Elmpt zu Elmpt die Herrlichkeit Elmpt, wobei 
Adam Bertram sich ausdrücklich die beiden Höfe Stockheim und 
Steprath reserviert. — Fol. Pap. — B. 4. 

35. 1754 Sept. 6. Witwe Gräfin Maria Isabella Therese von Wolff- 
Metternich belehnt den Christian Stoltz mit dem Rolandshof zu 
Kallerbent. — Fol. Pap. — A. 25. 

36. 1784 Aug. 24. Herzog Karl Theodor belehnt den General Johann 
Martin von Elmpt zu Burgau mit der Herrlichkeit Burgau — Fol. 
Pap. — C. 29. 

37. Inventar der Akten, welche auf Haus und Herrschaft Burgau und 
alle von dem Grafen Wolf f-Metternich an Freiherrn von Elmpt ab- 
getretenen Güter Bezug haben. 1789. — Fol. Pap. — C. 32. 

38. Inventar des Archivs auf Haus Burgau; aufgenommen 1793 Juli 18. 
Fol. Pap. — M. 3. 

39. Verzeichnis der Akten, welche von der Herrschaft Burgau im Auf- 
trage der französischen Regierung nach Aachen abgeliefert worden 
sind, 1806. — Fol. Pap. — C. 27. 

40. Spezifikation der Burgauer Lehen, Afterlehen und Kurmoden, 
1598 ff. — Fol. Pap. — C. 26. 

41. Akten, betr. den zu Burgau gehörigen Hof Steprath, 16—18. Jahrh 



224 Kreis Düren. 

42. Lehensreverse der Herrschaft Bureau und der Höfe zu Stockheim 
und Steprath, 16.— 18. Jahrh. 

43. Haus Burgaiv, wie das gelegen neben umbherlig enden graben, meiern, 
benden, garten, bongarten, schlachholtz, auch habender accisen 
und andern jurisdictionsxtuecken, so der Herr zu Burgaic etc. in 
das Ülterlich vortheil inziehen thut etc. c. 1600. — Enthält auch 
Beschreibung der zugehörigen Höfe Steprath, Stockheim, Rath 
vor Niedeggen, Hottorf, Drove, Widendorf, Thorr. — Fol. Pap, 
22 Bl. — C. 2. 

44. Spezifikation der zu Burgau gehörigen Ländereien und Fuhrlasten 
zu Niederau, 1669 ff. -- Fol. Pap. — C. 16. 

45. Heberegister des Kelberhauser Grund- oder Erbpacht-Hafers bei 
Kreuzau, 1685, 1731. — Fol. Pap. — E. 2. 

46. Akten betr. die Zehnten, Renten und Ländereien in Stockheira, 
17. und 18. Jahrh. 

47. Pachtbriefe und Eingaben um Erlass oder Erniedrigung der 
Pachten der Herrschaft Burgau, 17. und 18. Jahrh. 

48. Akten betr. Stockheimer Zehnten und Grundpachten, 17. und 18. 
Jahrh. 

49. Akten betr. Burgauer Fischerei-Gerechtsame, 18. Jahrh. — Fol 
Pap. — E. 4. 

50. Akten betr. Armenrenten zu Burgau, 18. Jahrh. — Fol. Pap. — C. 18. 

51. Protokolle der Anklagen vor dem Hofgeding der Herrschaft BurgaUr 
1613-1624. — Fol. Pap. — F. 1. 

52. Liste der zum Reinigen des Flutgrabens zu Stockheim Verpflich- 
teten, 17. Jahrh. — Fol. Pap. — C. 10. 

53. Korrespondenz zum Zwecke eines Vergleiches zwischen dem Frei- 
herrn von Wachtendonck zu Binsfeld und der Freifrau von Elmp* 
zu Burgau wegen des Rittergutes zur Steinmühlen bei dem Bitter- 
sitz Krauthausen, 1716. — Fol. Pap. — B. 8. 

54. Streit wegen der aus der Unterherrlichkeit Burgau in das Unter- 
amt Nideggen überschlagender Länderei und deren Kontributions- 
anschlag, 1. Hälfte des 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

55. Grund pacht-Liste der Weinberge bei Kreuzau und Winden, 1781. 
— Fol. Pap. — C. 28. 

56. Steuerlisten der Herrlichkeit Burgau, 18. Jahrh. — Fol. Pap. — C. *• 

57. Buschgerechtigkeit deren nachberen zu Crutzauw, Wynden und 
er er zostender am einen und der herlichkeit Burchauw mit ereM 
anhang am andemtheil, tvie die von aeldtfers] gewroit und $*>' 
halten tvurden, nuhn im jair nach Christi geburt- 1562 schriftlich 
gestelt. — Fol. Pap. Mit Abschrift des 17. Jahrh. — F. 1. 

58. Akten betr. Buschgerechtigkeit, buschwrogen und buschbrüchten 
des Burgholzes bei Burgau, 16.— 18. Jahrh. — Fol. Pap. — speziell 
F. 1, 5. 



Kreis Düren. 225- 

59. Zeugenverhöre über die Jagdgerechtigkeit des Herrn zu Burgau, 
1660, 1662. — Fol. Pap. — E. 47. 

60. Verzeichnis der Gerechtigkeit des Burgholzes bei Burgau, 17. Jahrh. 

— Fol. Pap. — F. 1. 

61. Wald Ordnungen von Burgau, 1784. — 414. 

62. Protokoll über Limiten-Steinsetzung zwischen den Niederauer und 
Kreuzauer Feldern, 1793 November 20. 

63. Protokolle über Abhaltung des herrschaftlich Burgauer Geleit- oder 
Limitenganges, 1793 und 1796. — Fol. Pap. — C. 35. 

64. Einquartierungs- und Fourage-Listen der Herrschaft Burgau, 1757 
bis 1759. — Fol. Pap. — C. 22a. 

65. Praetensio juris conferendi capellam in Niederem unitam cum 
matrice in Creutzau ex parte capituli Iuliacensis cum copia unionis 
instrumenti, c. 1600. Enthält u. a. die oben S. 219 unter no. 1. an- 
geführte Urkunde EB. Friedrichs von Köln für die Kollegiatkirche 
zu Nideggen d. d. 1384 Juni 2. — O. 2a. 

66. Festsetzung der Lieferungen des Steprather Hofes an die Kirchen, 
zu Stockheim und Niederau, 1711. — Perg. Or. — A. 22. 

67. Einkünfte- Verzeichnis der Kapelle zu Niederau, 18. Jahrh. — Fol. 
Pap. — 0. 2a. 

68. Kirchenrechnungen von Niederau, 18. Jahrh. — Convol. Fol. Pap. 

— N. 2. 

69. Stiftungen durch Witwe von Elrapt zu Burgau, zu gunsten der 
Kirchen zu Niederau und Stockheim. Ende des 18. Jahrh. — Fol. 
Pap. — A. 21. 

70. Matrikel der Jülicher Unterherrschaften, 1726 Dez. 7; aufgestellt 
im Auftrage der Herrschaft Gladbach. — Fol. Pap. — 0. 13. 

71. Buch der Rechtsordnungen und Reformationen des Herzogs Wilhelm 
von Jülich. Gedruckt Düsseldorf durch Albert Buyss 1582. — Fol. 
vollständig erhalten, Schweinsleder band. — C. 6. 

72. Lieffländische Churländische Cronica, was sich vom Jahr 1554 bis 
auf 1590 in den langwierigen Masscoivitorischen und andern 
Kriegen .... verfasset und gestellet durch Salomon Henning 
Vinariensem Filrstl. Curländischen Rath .... Rostock Gedruckt 
durch Augustinum Ferber den Jüngern Anno MDXC. — Abschrift 
des Druckes, 4°. Pap. 264 S. Schluss ausgerissen, reicht nur bis 1583. 

Derichsweilei*. Kath. Pfarramt: 

1. Zwei Inventare der Litteralien und Mobilien der Kirche zu Derichs- 
weiler aus den Jahren 1868 und 1888. — Fol. Pap. Geheftet. 

2. Rechnungen der Honschaft, sowie der Bruderschaft des hl. Kreuz- 
altars zu Derichsweiler, 1644 — 1789, mit mehrfachen Unterbrechungen. 
Zwischendurch einzelne Jahrgänge von Anniversarien- und Armen- 
Rechnungen. — Fol. Pap. Konvolut. 

3. Buch der Bruderschaft des hl. Kreuzes, sowie der Honschaft zu* 
Dieterichsweyler, 1654 bis Mitte 18. Jahrh. — Fol. Pap. Perg.-Bd- 



226 Kreis Düren. 

4. Das gleiche 1756 ff. — Fol. Pap. Halblederbd. 

5. Mappe mit Akten über die Frühmesse und über Besitzstand und 
Anschaffungen der Kirche, insbesondere der Orgel, 17. u. 18. Jahrh. 

— Fol. Pap. 

6. Extract der Grundpachten für die Pastorat, 1756 bis Anfang 
19. Jahrh. Am Schluss Spezifikation der Anniversar-Einkünfte. 
Zwischendurch geschichtliche Notizen über Buschteilung und 
Stift ungslasten. — Fol. Pap. Halblederbd. 

7. Lose Verzeichnisse der Pastoral-Zehnten, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 
in Pfarramtslitteralien nr. 1. 

8. Mappe mit Kirchen-Rechnungen und Quittungen, 1797—1840- — Pap. 

9. Getaufte und Gestorbene, 1767—1903. — Fol. Pap. Lederbd. 

D'horn. Kath. Pfarramt: 

1. Kirchenrechnungen, Obligationen und Pachtbriefe, 1628—1785. 

2. Akten betr. Stiftung der Kapelle zu Schlich durch Heinrich Poel, 
Pastor in D'horn. — 17. Jahrh. 

3. Fundatio domus pastoralis und Anniversar-Obligationen. — 17. Jahrh. 

4. Sammelband, enthaltend: 

a) Getaufte von Merode 1659—1770, 

b) Getaufte von Schlich 1660—1770, 

c) Getraute von Merode 1674—1769, 

d) Getaufte von Obergeich 1660—1770, 

e) Gestorbene von D'horn 1659—1770. 

Zwischendurch Urkundenabschriften, Anniversar - Eintragungen 
und Notiz über die Begräbnisstätte der Grafen von Merode in der 
Kirche zu D'horn. 

5. Empfangsregister der Kirche zu D'horn, 1665 — 1666. 

6. Register der Kircheneinkünfte, 1698, 1699. — Schmal-Fol. Pap., in 
Leder geheftet. 

7. Akten betr. das ritterliche Hospital zu Geich, 17. u. 18. Jahrh. 

8. Verzeichnis der Anniversare, mit Angabe von deren Einkünften; 
Einkünfte des curatus in Dohm\ Renten des Kustos, c. 1745 — 1790. 

— 4°. Pap. Perg.-Bd. 

9. Stiftung einer Frühmesse und Studien-Stiftung von Bern, Wettstein, 
1750 Juli 12 ff. 

10. Verzeichnis der Anniversarien, mit Rechnungsführung über deren 
Einkünfte, 1772 bis Mitte 19. Jahrh. 

11. Akten betr. die beiden Georgii-Stiftungen, 18. und 19. Jahrh. 

Dirlau. Gut — bei Vettvveiss: 

Keine Archivalien vorhanden. 

Disternich. Kath. Pfarramt: 

1. Heberegister der Kirche zu D., 1614-1652. — Schmal-Fol. Perg.-Bd. 

2. Protokollbuch des Disternicher Hofgerichtes, 1652—1719, und des 
dortigen Herrengedinges, 1652, 1658—1748. 



Kreis Düren. 227 

3. Zehntenregister der Kirche zu D., 1656. — Schmal-Fol. Perg.-Bd. 

4. Sammelband, enthaltend: 

a) Getaufte 1651-1714, 1715-1717, 

b) Getraute 1651—1738, 

c) Gestorbene 1651—1716, 

d) Verzeichnis der Scapulierbruderschaft, 1663 ff. 

5. Getaufte 1770-1798, 
Getraute 1770—1797, 
Gestorbene 1770—1799. 

6. Heberegister der Kirchenrenten und Kirchenrechnungen, 18. und 
19. Jahrh. — Lückenhaft. 

— Burg: 

Es findet sich nur eine Kiste vor, welche französische 
Akten aus den Jahren 1790—1800 enthält [Mitteilung des Besitzers]. 

Drove. Kath. Pfarramt: 

Nach Angabe des Herrn Pfarrers wurden 1806 die Archi- 
valien in zwei Kisten vor den Franzosen geflüchtet, fielen aber 
bei der Landung bei Düsseldorf in den Rhein und gingen zu 
Grunde. 

1. Protokoll-Buch des Schöffengerichtes der Herrlichkeit Drove [?) 
1556—1572. — Fol. Pap. 

2. Werner von Dulken [Vorsteher des Amtes Nörvenich] fordert deu 
Schultheissen und die Schöffen der Herrlichkeit Drove auf, die 
rückständige Türkensteuer baldigst zu erlegen. Datum Froitzheim, 
1581 Febr. 18. 

3. Bestätigung der Mathias-Bruderschaft zu Drove durch Cyrtll, Abt 
des ausserhalb Triers gelegenen Mathiasklosters, 1695 Mai 21. 

4. Getaufte 1738—1773, 1775 bis jetzt, 

Getraute und Gestorbene, sowie Erst-Kommunikanten und Firmlinge r 
1775 bis jetzt. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Akten über Reparaturen von Glasfenstern in der Kirche, 1835, 1889» 

2. Aus der Pfarrei Drove: 

Getraute und Gestorbene 1775—1798. 

DOren. Stadtarchiv : 

Das städtische Archiv ist bei dem Brande Dürens im 
August 1543 untergegangen; daher sind aus der Zeit vor 1543 
Akten überhaupt nicht vorhanden, und die wenigen älteren 
Originalurkunden sind höchstwahrscheinlich erst später aus 
privatem Besitz ins städtische Archiv gekommen. Nach ver- 
schiedenen, ergebnislosen Ansätzen zu Ordnungsarbeiten im 
19. Jahrh. sind dieselben seit 1894 dem Oberlehrer am Dürener 
Gymnasium, Herrn Dr. A. Schoop, übertragen und im wesent- 



228 Kreis Düren. 

liehen durchgeführt worden. Das Ergebnis dieser Arbeiten 
ist in dem Inventar des Stadtarchivs zu Düren, veröffentlicht 
in Heft 64 der Ann. d. hist. Ver. f. d. Niederrhein (Köln 1897), 
S. 264—363, niedergelegt und mit einer eingehenden Vorbemer- 
kung versehen, welche auch über anderweitige Publikationen 
Dürener Archivalien Auskunft gibt. 

— Landratsamt: 

Keine älteren Archivalien vorhanden. 

— St. Anna, kath. Pfarramt: 

1. 1512 Dezember 28. Vertrag zwischen dem Pfarrer und dem 
Magistrat der Stadt Düren wegen abwechselnder Vergebung des 
Altars zum hl. Dionysius und Sebastianus. — Perg. Or. 

2. 1536 Mai 1 {auf sent Philipp und Jac. ap.). Beglaubigte Kopie 
der Stiftung des Symon Steuffmehl, mit Namens Verzeichnis derer, 
die diese Stiftung bereichert haben. — Pap. 

3. 1545 Dezember 31. Der Magistrat der Stadt Düren ernennt 
den Heinrich Lelgere zum Vikar des St. Fabianus und Sebastianus- 
Altars. — Perg. Or. 

4. 1552 Dezember 2. Tönnes Vassen und seine Frau Gertrud ver- 
kaufen anderthalb Malter Korn an Peter Zevel, Bürgermeister der 
Stadt Düren, zu gunsten des Hammersteins-Alt&rs. — Perg. Or. 

5. 17. Jahrh. a) Schenkung eines Hauses etc. auf der Kalten zu 
Düren zu gunsten des Kapuzinerordens durch Bar. von GymniciL 
b) Erwerbung einer Scheune und eines Gartens in Düren durch die 
Kapuziner. — Vgl. Bonn, Rumpel und Fischbach, Materialien, S. 372. 

6. 1677 August 5. Steph. Scriba und seine Ehefrau stiften ein Anni- 
versar in der Kirche zu Düren. — Perg. Or. 

7. Stiftung zu gunsten des Cellitinnenenklosters, 1705. — Perg. Or. 

8. 1717 November 5. Heiratsberedung zwischen Casp. Kirsch und 
Agnes Müller, 

9. 1728. Die Kirchmeister geben einen der Kirche gehörigen Garten 
zu Merzenich an J oh. Koch für 30 Rthlr. in Erbpacht. — Perg. Or. 

10. 1735. Testament und Codicill des ehemaligen Rektors zu Roelsdorf, 
J. P. Robens, mit Bestimmungen über die Stiftung eines Anni- 
versars im Gasthauskloster. — Perg. Or. 

11. Responsorien und Antiphonarium (mit Neumen); Eandschriftlich 
auf Pergament, 16. Jahrh. — 3 Bde. Gross-Folio. 

12. Erneuertes Register der Rent-Einkünfte, des Pastors-Zehnten der 
St. Marien-Pfarre, später dem Jesuiten-Kolleg inkorporiert, auf- 
gestellt 1598. 

13. Ephemerides r. p. rectoris collegii S. J. Marcoduri, enthält Notizen 
von 1628 bis c. 1770. — Gross-Schmal-Folio, Pap. Schweinsleder- 
band. 

14. Rentbriefe 1640. 



Kreis Düren. 229 

15. Kopienbuch der Urkunden der ehemaligen Jesuitenniederlassung, 
17. Jahrh.; darin u. a. die Bulle Julius* II. zur Übertragung der 
St. Annen -Reliquie nach Düren, c. 1510. 

16. Einnahme- und Ausgabe-Register der Kirche zu Düren unter 
Leitung der Jesuiten, 1660—1756. — Schmal-Folio, Pap. Pergament- 
Band. 

17. Die Historie van sinte Anna van hären ouders ende van hären 
leven ende wonderlycken myraculen. DU boeck is ghevisiteert up 
meester Jan Goossens pastoor van sint Jacobs kercke l'antwerpen. 
Gheprint Thantwerpen op die Lombaerde Veste in onser liever 
Vrouwen Thoren bi mi Jan. Roelants anno 1556. — Titelblatt ein 
Holzschnitt [Selbdritt]: Maria reicht das Jesuskind der hl. Anna. 
— Druck, Klein oktav, Schweinslederband. 

18. Exegeticon historicum sanctae Annae authore Jac. Polio, 1640, 
Colon. — handschriftlich von 1731 [Kopie des Druckes]. — Mit 
deutscher Übersetzung (Druck). 

19. Getaufte 1785-1798, 1798—1803. 
Getraute 1800-1803, 1804-1828. 
Gestorbene 1800—1803, 1804—1832. 

20. Kupferplatten zu Widmungsbildchen der Todesangstbruderschaft 
und Erinnerungsblättchen des Marien-Bildes bei den Kapuzinern 
und des St. Anna-Hauptes. — 17. [18.?] Jahrh. 

— St. Marien, kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1832 aus dem früheren Franziskaner- 
kloster. Altere Archivalien nicht vorhanden. Vgl. Jacob- 
wüllesheim, unten S. 243, nr. 3. 

— St. Joachim, kath. Pfarramt: 

Rektorat, errichtet 27. Nov. 1897, zur Pfarrgemeinde er- 
hoben 17. Juni 1901. 

— Kloster St. Gertrud in der Pletzergasse: 

1. 1506 Juli 21. Erneuerungs- und Bestätigungsbulle der Kongregation 
der Cell-Brüder und Schwestern durch Papst Julius II. — Kopie 
vom Anfang des 19. Jahrh. 

2. Totenbuch, 1624-1853. — 8°. Lederbd. mit Schliessen. 

3. Verzeichnis der Wohltäter des Klosters, 1667—1774. — 4°. Schweins- 
lederbd. Pap. 

4. Tagebuch des Klosters St. Gertrud (Kopiar, Verzeichnis der 
Schwestern mit Lebenslauf), angelegt c. 1700, inhaltlich von 1669 
bis 1797. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 454 Seiten, 25 beschrieben. 

5. Acht Pergamenturkunden: Erbpacht- und Kaufbriefe des 17. und 
18. Jahrh. Teilweise mit wohlerhaltenen Siegeln. 

6. Prozessakten und Obligationen, 17. und 18. Jahrh. — 3 lose Konvolute. 

7. Stiftungsbuch, 1705 ff. — Moderne Sammlung in fol. Geb. 



230 Kreis Düren. 

— Evangelisches Pfarramt: 

A. Allgemeines: 

1. Protokolle der Generalsynode zu Düsseldorf und Duisburg, 1647, 
1719, 1740, 1743 (dupl.), 1746. — Fol. Pap. in Umschlag. 

2. Akten der Generalsynode, abgehalten zu Duisburg, Düsseldorf und 
Elberfeld, 1749 (dupl.), 1752, 1755, 1763, 1766, 1769, 1772, 1775 (dupl.), 
1778, 1781, 1784 (dupl.), 1787, 1790, 1793. — Fol. Pap. Lose in 3 Um- 
schlägen. 

3. Akten betr. Synodal-Angelegenheiten, Ende 18. Jahrh. — Fol. Pap. 
in Umschlag. 

4. Protokolle der Jülicher Provinzial-Synoden: 1739—46, 1747—56, 
1759-1770,1771 (dupl.) —76,1778-83 (1783 dupl.), 1784 (dupl.) —1794 
(1790 dupl.). — Fol. Pap. Lose in Umschlag, 5 Konvolute. 

5. Protokolle der klevischeu Provinzialsynode, 1763—65, 1782—87. - 
Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

6. Protokolle der bergischen Provinzial-Synode, 1764—67, 1784—88. - 
Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

7. Protokolle der märkischen Provinzial-Synode, 1779—80, 1782—87. - 
Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

8. Auszüge aus denen General- und Gülichschen Provincial- Akten oder 
sogenandte Centurien, so wie dieselbe auf dem conventu zu Rande- 
rath den 28.— 30. Junii 1114 sind aus gereiniget und zur näheren 
Bestimmung unserer Giilich- und Bergischen Kirchen- Ordnung 
ausgefertiget worden. — Gross-Fol. Pap. Halblederbd. 

9. Konsistorialakten, 1670—1680, 1709—1791. — Fol. Pap. unvollständig. 
Lose in 2 Umschlägen. 

10. Konsistorialbuch, 1728—1846. — Fol. Pap. Lederbd. (Alte nr. 31). 

11. Acta classis primae, 1720-56, 1757—1774, 1775—1794. — Fol. Pap, 
Lose in 3 Umschlägen. 

12. Akten betr. Classical-Angelegenheiten : Kirchenstreit Oberwinter 
1782—83 etc. Ende 18. Jahrh. — Fol. Pap. in Umschlag. 

13. Berichte der kle vischen Regierung an den König von Preussen, 
wegen des aerarium ecclesiasticum und des Retorsionsrechtes, 
18. Jahrh. — Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

14. Rechnungen und Quittungen, 18. Jahrh. — Fol. Pap. Lose in 5 Um- 
schlägen. 

15. Histoire de l'edit de Nantes (1683), 1693. — 5 Bde. Gross-Fol. Druck. 

B. Akten der reformierten Gemeinde: 

16. Akten der reformierten General- und Provinzial-Synoden, 1571 ff. 
— Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

17. Desgleichen 1610—1698. — Fol. Pap. Schweinldrbd. 

18. Konsistorialbuch, 1592—1611. — 4° in Schweinsldr. geheftet. 

19. Desgleichen 1611—1668. — Fol. Schweinsldrbd. 

20. Der reformirter Religion-Kirchen zu Deuren Consistorial-Buchj 
ahngefangen anno 1611 , reicht bis 1728. — Gross-Fol. Pap. Schweins- 
ldrbd. — Alte Sign.: nr. 30. 



Kreis Düren. 281 

21. Korrespondenz der Konsistorialen betr. Predigerwahlen, c. 1770. — 
1 Fase, lose Blätter. 

22. Akten heterogenen Inhaltes 1588—1620, 1620—1650, 1650—1670. — 
4 Konvolute loser Blätter in fol. 

23. Kollektenbuch für die ref. Gem. 1610, 1649. — 35 Pergamentblätter. 
4°. Schweinslederbd. 

24. Abrechnung über die Kollekte von 1610. — Ein Konvolut loser 
Blätter, fol. 

25. Kollektenbuch, 18. Jahrh. — Gepresster Lederbd. 4° Pap. 

26. Lagerbuch, 1701—1801. — 4° Pap. Geheftet. 

27. Lagerbuch oder Nachweisung von ausstehenden Capit alten, liegenden 
Erbgütern und grundp fachten hiesiger evangelisch- ref ormirter 
Gemeine zu Düren, 1726—1783. — Fol. Pap. Perg.-Bd. (Alte nr. 32). 

28. Kirchenrechnungen, aufgestellt von den Ältestem 

Abteil. A. 1610-1621, 1621-1631, 1639-45, 1644-1660, 1661-1670, 
1670-80, 1680-90, 1690-1700 unvollst., 1705-1715, 1715-23, 1723 
—30, 1731—40, 1740-50, 1750-60, 1760-70, 1770-80. 
Abteil. B. 1612-18, 1620-30, 1630—40, 1640-50, 1650-60, 1660—70, 
1670—80, 1680-90, 1690-1700, 1700-1710, verschiedene des 18. 
Jahrh. — 4°. Pap. 

29. Einnahmen- und Ausgaben-Journal, 1779—1854. — Gross-Fol. Pap. 
Lederbd. 

30. Akten betr. die Kirchen- und Armenkasse, 17. und 18. Jahrh. — 
Lose in 4 Umschlägen in Fol. Pap. 

31. Akten betr. Übergabe der Armengelder etc., Französ. Zeit. — Fol. 
Pap. Lose in 2 Umschlägen. 

32. Akten betr. die Schule der Reformierten Gemeinde in Düren: 

a) 1623, 1624, 1652, 1674 und 18. Jahrh. b) 1767 ff. c) 1789. — Fol. 
Pap. lose Blätter in 3 Umschlägen. 

33. Akten betr. den Streit des abgesetzten reformierten Kirchendieners 
und Schulmeisters Joh. Pet. Schultheis gegen das reformierte Kon- 
sistorium zu Düren, 1769—1773. — Fol. Pap. Lose in 12 Umschlägen. 

34. Gedruckte Kirchenordnung der Ref. Gem. von 1729, nebst Religions- 
Edikten, Rezessen und Nebenrezessen ; mit vielen handschriftl. Nach- 
trägen. — 4° Pap. Schweinsldrbd. 

35. Kirchen-Ordnungen der reform. Gemeinden am Niederrhein, 1666, 
1672, 1673. Druck Duisburg (Herrn. Ovenius), 1754. — Schweins- 
lederbd. 4°. Pap. 

36. Kirchenzeugnisse, 18. Jahrh. — Lose in 4 Umschlägen. Pap. 

37. Akten, betr. den Kampf der Reformierten um Magistratsstellen in 
Düren, 1745 ff. — Pap. Fol. Lose in 2 Umschlägen. 

38. Akten, betr. den Streit der reform. Gemeinde mit den Franziskanern, 
1746. — Ein Konvolut loser Blätter, Fol. 

39. Gravamina etc. der reformierten Gemeinde, u. a. über den durch 
Studenten am Predigerhause veranstalteten Tumult, 1754 ff. — Fol. 
u. 4°. Pap. Lose in 3 Umschlägen. 

15 



282 Kreis Düren. 

40. Rechnungen über den Bau resp. Umbau der Prediger-Wohnung 
der ref. Gemeinde in Düren, 1784. — Fol. Pap. Lose Blätter in 
Umschlag. 

41. Akten, betr. die Benutzung der reformierten Kirche in Düren als 
Heumagazin, 1794 ff. — Fol. Pap. Lose Blätter in Umschlag. 

C. Akten der evangelisch-lutherischen Gemeinde: 

42. Supplik der lutherischen Gemeindemitglieder zu Düren an den 
Herzog Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg betr. Religionsausübung 
und widerrechtliche Abgabenerhebung, c. 1591. — Fol. Pap. Lose 
Blätter in Umschlag. 

43. Akten heterogenen Inhaltes, 1624—1669. — Ein Konvolut loser 
Blätter, Fol. 

44. Quittungsbuch über die auf Grund von Vermächtnissen ausgezahlten 
Renten, 1663-1746. — 4°. Pap. Perg.-Bd. 

45. Pachtbriefe, Beschwerden, Kommunikantenlisten, Erbkaufbriefe, 
Quittungen und Rechnungen, 1668—1747. — Fol. Pap. Lose Blätter 
in Umschlag. 

46. Kirchenrechnungen, 1739—1758. — Fol. Pap. Lose Blätter in 
Umschlag. 

47. Prozessakten des 18. Jahrhunderts: 

a) gegen Witwe Schoneberg, 

b) gege n Gr. Förster. 

Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

48. Akten, betr. Wahl, Bestätigung und Anstellung von Geistlichen 
der evang.-luther. Gemeinde zu Düren, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 
Lose Blätter in Umschlag. 

49. Akten verschiedenen Inhaltes und Kirchenrechnungen, 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. Lose Blätter in 3 Umschlägen. 

50. Synodal-Rundschreiben des evang. Ministeriums im Fürstentum 
Jülich-Berg, und Suppliken der luth. Gemeinde in Düren, 2. Hälfte 
17. Jahrh. — Fol. Pap. Lose Blätter in Umschlag. 

51. Getraute und Gestorbene, 1770—1843. 

52. Sammelband, enthaltend: 

a) Getaufte, Konfirmierte und Kopulierte, 1760 ff. [loses Blatt, liegt 
am Anfang], 

b) Protokolle des lutherisch-evangelischen Konsistoriums in Düren 
1787-1842, 

c) Kurzer Entwurf einer Kirchengeschichte der evangelisch-luthe- 
rischen Gemeinde in Düren, 1630 — 1780, mit Fortsetzung bis 1835, 

d) Beschlüsse der Lokalkonsistorien zu Krefeld, Düren, Stolberg, 
c. 1806—1845, 

e) verschiedene kirchliche Erlasse und Beschlüsse, 1. Hälfte 19. Jahrh. 
Lederband. Fol. Pap. 1. Hälfte 19. Jahrh. 

EchtZ. Kath. Pfarramt: 

1. Sammelband, enthaltend: 
a) Getaufte 1655—1666, 



Kreis Düren. 283 

b) Rechnungseintragungen 1695—1698 und ff., 

c) Anniversarien 1707 ff., 

d) Verzeichnis der Pastorai-Renten, Ländereien, Obligationen etc., 

e) Gestorbene 1654—1666, 

f) Verzeichnis der Paramente, und was ab anno f 1717 in der 
pfarkirch gebawet ist, 

g) Eintragungen über Kirchenkapitalien 1716 ff., 
h) Renten der Hausarmen zu Echtz und Geich, 
i) Leg ata pro primissariatu in Echtz. 
Schmal-Folio Pap. Schweinslederbd. 

2. Akten und Stammbäume betr. die Studien-Stiftung Thomas Fluggen 

v. J. 1612, 18. Jahrh. — Konvolut. Pap. 
-3. Akten betr. Anniversarien, Prozessakten, Rechnungen, Quittungen, 

Suppliken. 18. Jahrtn — Pap. 

4. Pastorai-Renten und Anniversarien-Kapitalien, 1744—1811. — 4°. 
Pap. Perg.-Bd. 

5. Obligationen der Vikarie zu Echtz; mit Rechnungsführung, 1744 
bis 1811. — 4°. Pap. Perg.-Bd. 

6. Kirchenrechnungen 1752, 1760—1799. — Konvolut. Pap. 

7. Einkünfte der Kirche zu E., 1767—1768. — 4°. Pap. Geheftet. 
-8. Aus Conzendorf: 

Getaufte 1714, 1720, 1723—1802, 
Getraute 1723—1802, 
Gestorbene 1723—1798. 
4° Halblederbd. Pap. 
$. Aus Echtz: 

Getraute 1773—1903, 
Getaufte 1772-1864, 
Gestorbene 1772—1874. 
[ Am Schlüsse der Gestorbenen: Geschichtliche Notizen über die 

Pfarrer von Echtz von 1657 an, zusammengestellt von Pfarrer 
B. Cremer i. J. 1861; handschriftl. Ferner: Chronik der Bürger- 
meisterei Hall seh lag bei Prüm, verfasst von Barth. Crem er, 1861, 
z. Z. Pfarrer in Hallschlag; handschriftl. Ausserdem Abschriften 
der Glockeninschriften in der Kirche zu E. mit kurzen Notizen 
über die Schicksale der Glocken. 

10. 1812 April 1. Bischof Jean Denis Francois von Aachen genehmigt 
die Weggabe der Glocken der supprimierten Kirche zu Conzen- 
dorf nach Echtz und Büsbach. — Fol. Pap. Or. und Kop. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Inventar der in der Gemeinde-Kiste im Kirchturm zu Echtz am 
7. Januar 1840 vorgefundenen Akten. [Dieselben befinden sich 
jetzt im Pfarrarchiv, vgl. das vorhergehende Verzeichnis.] 

2. 1475 März 17 (St. Gertrud). Heinrich von Hocherbach und Dylie 
van Lynne, seine Frau, verkaufen dem Johann von Meroide zu 
Petersheim, dem Wilhelm von Hamel zu Eidern und dem Wilhelm 



234 Kreis Düren. 

von Meroide zu SnyUer 37 Mark Jülicher Pagaments jährlicher 
Erbrente gegen 240postelaüz-Qvdden und eine Hausrente von 5 Ober- 
land. Gulden an und auf ihre Hofstatt zu Geirstorp und beschriebenes 
Ackerland; sie setzen als Pfand ihre Hofstatt zu Geirstorp, Neben 
H. von Hocherbach siegeln die Schöffen zu Jülich. — Perg. Or. 
die Siegel abgeschnitten. 

3. 1565 Januar 8. Anna von Merode, Witwe von Palandt, das Kreutz- 
brüderkloster zu Schwartzenbroich und das Gasthaus zu Geich 
übertragen zu Erbpacht dem Leonhard von Schoevenberg und 
seiner Frau Drutgen einen Morgen Landes im Mertzer Felde für 
einen Joachimstaler jährlich. — Perg. Or. 2 S, eines ab. 

4. 1662 März 20. Bernard Kox, Drossard zu Merode, Nicolaus Iamin 
und Johannes Fabritius, Prior zu St Mattheisdähl, genannt 
Schwarzenbroich, und Pastor zu Echtz, verpachten als Provisoren 
des ritterlichen Hospitals zu Geich die genau spezifizierte Halb- 
scheit des dem Hospital zugehörigen Hofes zu Irresheim dem 
Johann Neustein und der Elisabeth Peussen gegen eine Jahres- 
rente von 19 Maltern Roggen. — Perg. Or. 2 S., eines ab. 

5. Aus der Pfarrei Echtz: 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1757—1772, 1772—1799. 

6. Aus der Pfarrei D'horn: 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1799. 

7. Aus der supprimierten Pfarrei Conzendorf: 
Getaufte 1723—1799, 

Getraute und Gestorbene 1723—1798. 



Ellen. Kath. Pfarramt: 

1. Specificationes redituum vel pertinentium ad altare s. crucis item 
iurium sacellani in Ellen, 1682—1739. — Konvolut. 

2. Getaufte 1770-1863, 

Getraute und Gestorbene 1770 bis jetzt. 

3. Sammelband, enthaltend: 

a) Rechnungseintragungen (Auslagen, Einnahmen und Anniver- 
sarien), 1775-1818, 

b) Getaufte uneheliche Kinder 1730—1771, 

c) Gefirmte 1730. 

Schmal-Fol. Einband abgerissen. Pap. 

4. Speciflcatio des zum frey adlichen Kloster Ellen gehöriger erb- 
pf ächtige lands auf der Lohe sambt von einem jeden stück an? 
gerechneten roggen pfachts und hilhner gelt vermög eines 1728* 
d. 6. Nov. entrichteten contracts, so von damahligen Erbpfächteren 
ist also bewilliget und unterschrieben worden, 1780. Mit Ein- 
tragungen der geleisteten Lieferungen bis zum Jahre 1802. — 
Fol. Pappbd. Pap. 

5. Die Geschichte der Uberbringung der grossen Kreuzpartikel m 
dem ehemaligen Kloster, jetzt Pfarrkirche zu Ellen ; nebst geschieht- 



Kreis Düren. 235 

liehen Nachrichten über das Kloster selbst. Von M. M. Bonn, 
Aachen 1864. — Druck 8°. 

Embken. Kath. Pfarramt: 

1. Stiftungsakten, 16.— 19. Jahrh. 

2. Rentbuch des Altars S. Luciae, einer freiadligen Präbende, zu 
Embken, 1672 ff.; zum Schluss Spezifikation der Paramente des 
Altars. — Schmal-Fol. Pap. Perg.-Bd. 

3. Lager-, Renten- und Rechnungsbuch, 1672—1746. — Fol. Pap. 
Schweinslederbd. 

4. Dasselbe 1746—1806. — Fol. Pap. Gepresster Lederbd. 

5. Buch der Kirchen-Einkünfte, 18. Jahrh. — Gross-Fol. Pap. Lederbd. 

6. Aus Embken: Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770 ff. 

7. Aus Juntersdorf: Getaufte 1770—1826. 

* 

* 8. Annotationsbuch der Anniversarien 1790 ff. — 4°. Pap. Hlbldrbd. 

Eschweiler Über Feld. Kath. Pfarramt: 

1. Akten einer Messstiftung durch Maria Elisabeth Eicks, 1767 April 28 
u. ff. — Fol. Pap. Geheftet. 

2. Desgleichen durch Joh. Curtius und Anna Cath. Meuser, 18. Jahrh. 

3. Getaufte 1770—1887, 

Getraute und Gestorbene 1770 bis jetzt. 

— Kirchenrendantur: 

1. Moderne Aufzeichnungen über die alte Kirche im Lagerbuch des 
Kirchenrendanten auf S. 455 ff., insbesondere Kopien der Inschriften 
in der Kirche, an der Orgel und auf den jetzt in der neuen Kirche 
zur Verwendung gelangten Glocken. 

— Gemeindevorsteher-Amt: 

1. Orts-[Schul-]Chronik von Eschweiler, aufgestellt am 20. Dez. 1875 
von Chr. Overbach; beginnend mit dem Jahre 1000 und von 1875 
an fortgeführt. — Gross-Folio. Pap. Halblederbd. 

Frauwüllesheim. Kath. Pfarramt: 

Wiedererrichtung der Pfarrei 1847. 

1. Abschrift einer wahrscheinlich am Dreifaltigkeits- und Marienaltar 
angebrachten Inschrift d. d. 1123 Dez, 30 "(dominica infra oetavam 
nativitatis) über die Weihe des genannten Altars durch Bischof 
Bruno von Speyer und die Bergung von mit Namen angeführten 
Reliquien in demselben. Unterschrift: Concordat cum veteribus 
tabulis de verbo ad verbum J. W. PescJten, pastor in Binsfeld et 
Frauwüllesheim, — 18. Jahrh. Ein Blatt. 

2. Kirchenrechnungen, Pachtzettel, Prozessakten, Anniversar, 1658 bis 
1758. — Fol. Pap. lückenhaft. . 

3. Annotationsbuch der Kirche zu F., enthaltend Inventar des älteren 
Archivs, Kirchenrenten, Vermächtnisse, Rechnungen und Notiz 



236 Kreis Düren. 

über die verzögerte Reparatur der Kirchenuhr d. J. 1674—1691 
2. Hälfte 17. Jahrh. — Fol. Pap. 

4. Kontrakt mit einem Schreiner zur Verfertigung der Altarmuscheln 
in der Kirche zu Fr., 1709. Desgleichen mit einem andern zur 
Reparatur der Kirchenmöbel, 1719. — Fol. Pap. 

5. Akten über Reparaturen am Altar und den Kirchenmöbeln der 
Kirche zu Fr., 1709, 1719. — Fol. Pap. 

6. Buch der Skapulierbruderschaft zu Fr., 1788—1848. — 4° Pap. 
Schweinslederbd. 

— Bürgermeisteramt Bin s fei d: 

Bisher in Personalunion mit Bürgermeisteramt Nörvenich 
verwaltet. 

1. Chronik der Bürgermeisterei Binsfeld 1794 ff., angelegt 1825; bis 
1846 fortgesetzt. Zwei Exemplare wesentlich gleichen Inhalts, aber 
in verschiedener Textfassung. 

2. Aus der Pfarrei Nörvenich: 
Getaufte ) m \ 
Getraute ) ™«-™ mO-98. 
Gestorbene 1651—1770 J 

3. Aus der Pfarrei Eschweiler über Feld: 
Getaufte 1650—1800. 
Getraute 1693-1800 
Gestorbene 1650—1800 

(einige Anniversarien 1598 ff.) 
Gefirmte 1706 ff. 

4. Aus der Pfarrei Ollesheim: ' 
Getaufte 1770—93 

Getraute 1770—94 \ in einem Bande. 

Gestorbene 1770—93 

Auf der Innenseite des hinteren Deckels beider Bände einige 

geschichtl. Bemerkungen über die Pfarrei Ollesheim : 1441 haben die 

Antoniter in Köln das Patronat erworben. 

5. Aus der Pfarrei Binsfeld: 
Getaufte 1649—1798. 
Getraute 1658-1799. 
Gestorbene 1705—1799. 
Gefirmte 1798-1816. 

6. Aus der Pfarrei Hochkirchen: 
Getaufte 1683-1805, 1740—1770, 1770—98. 
Getraute 1740-1769, 1770—98. 
Gestorbene 1690-1805, 1740—1770, 1770-98. 

7. Aus der Pfarrei Wissersheim: 
Getaufte 1703—70, 1770—93. 
Getraute 1704—70, 1770-98. 
Gestorbene 1703-70, 1770—93. 
Gefirmte 1700 ff. 



1770-98. 



Kreis Düren. 237 

Frenz. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1863. 

1. Getaufte 1770—1790 | fortgesetzt aus den Ori- 
Getraute und Gestorbene 1770—1788 | ginalen bis 1863. 

2. Beiträge zur Geschichte von Frenz; von Pfarrer Kahlen. Zeitungs- 
ausschnitt: Dürener Volkszeitung, 1903 Okt. 10, nr. 231, II. Blatt. 

Frenzerburg. Besitzer: Frau Wwe. Charles J. Cockerill und Sohn in 
Aachen : 
Der Zutritt zum Archiv war nicht zu erlangen. 

Froitzheim. Kath. Pfarramt: 

1. Buch der Kircheneinkünfte, 1715 ff. 

2. Kirchen-Hebe-Zettel, 18. Jahrh. — Konvolut. 

3. Pachtbriefe, 18. Jahrh. 

4. Buch der St. Sebastianus-Bruderschaft, 1784 ff. 

5. Annotations- und Hausbuch, 1785 ff. 

6. Getaufte, Getraute und Gestorbene, 1770 ff. 

— Standesamt: 

Getaufte aus Froitzheim, 1755 ff. [laut Notiz im Taufbuch des kath. 
Pfarramtes]. 

FüSSenich. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1804. 

1. Urkundenbuch der Pfarrei, angelegt 1867. Das Vorwort bietet eine 
auf Grund der damals vorhandenen Quellen verfasste Chronik des 
früheren Klosters und der späteren Pfarrei. — Darin u. a. auch 
historische Notizen über Eilich, Geich und Dirlau, über die Reliquien 
und Geschichte des hl. Aldericus, sowie über die Teilung der Güter 
der Marienkirche zu Zülpich. 

Gey. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1801; ältere Archivalien nicht vorhanden. 
Vgl. Lendersdorf, unten S. 249 nr. 4 b und S. 251 nr. 22. 

— Bürgermeisteramt Strass-Bergstein: 

1. Aus der Pfarrei Berg stein: 
Getaufte 1708—1770. 
Getraute 1709-1770, 1772-1783. 
Gestorbene 1708—1770. 
zum Schluss: Annotata quaedam 
pro informatione neo-pastorum. 
Getraute und Gestorbene 1770—1804. 

2. Aus der Pfarrei Hürtgen: 
Getaufte 1744-1789 

Getraute 1744 — 1788 \ in einem Buche. 
Gestorbene 1743—1800 



in einem Buche. 



p 
© 

© 



988 Kreis Düren. 

Getaufte 1770—1819. 
Getraute 1770—1818. 
Gestorbene 1770—1819. 

3. Aus der Pfarrei Maubach-Kreuz au: Gestorbene 1770 — 1799.^ 
Aus der Pfarrei Stockheim: Getauf te 1750— 1795, 1797—1799, 

„ „ Gemeinde „ Gestorbene 7. Jahr der Bepb. 

» n „ n Geborene 7. „ „ „ 

Aus „ „ Nieder au: Geborene 7. » „ „ 

„ „ „ Kr euzau-Win den: Geborene 7. Jhr. der Repb. 

» » » n Gestorbene 7. „ „ 

„ „ „ Stockheim-Niederau: Getr.7. „ » „ 

„ „ „ Kreuzau: Getraute 7. „ „ „ 

4. Aus der Pfarrei Kreuzau: 
Getaufte 1770—1797. 

5. Aus der Herrschaft Maubach in Kreuzau Getaufte 1770—1797. 

6. Chronik der Gemeinde Bergstein 1826 ff. (doppelt). 

7. „ ff „ Strass 1823 ff. (doppelt). 

Ginnick. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1863. 

1. Akten (Obligationen, Kauf-, Pacht- und Rentenbriefe und Prozess- 
akten) betr. die Magdalenen- Vikarie in Froitzheim, 17. und 18. Jahrh. 

2. Grundpacht-Zettel der Vicariae B. M. Magdalenae zu Froitzheim, 1782. 

3. Akten betr. Zerstörung der Kapelle im Kuhpescher Hof und deren 
Übertragung nach Froitzheim, I. Hälfte 19. Jahrh. 

Girbelsrath. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1849. 

1. Geschichtliche Notiz über die Stiftung einer Kapelle zu Girbelsrath 
durch Reiner von Henseler, 1595. — Im Lagerbuch des Pfarramtes 
S. 440. 

Gladbach bei Vettweiss. Kath. Pfarramt: 

Nach Angabe des Herrn Pfarrers sind die Akten bei einem 
Brande der Pastorat vor etwa 100 Jahren vernichtet worden; 
demnach wären ältere Archivalien nicht vorhanden. Jedoch 
sollen nach Angabe des Herrn Bürgermeisters in Müdders- 
heim in einem zugemauerten Verschlage im Pfarrhause sich 
noch Archivalien befinden. EineAuskunft hierüber war von 
dem Herrn Pfarrer nicht zu erlangen. 

— Burg. Im Besitze des Herrn Bessenich: 

1. Korrespondenzen und Rechnungen, 1739—1788 [Mitteilung des 
Herrn Bessenich]. 



Kreis Düren. 239 

Golzheim. Kath. Pfarramt: 

1. 1495 Juni 14 (des vierzehenden dags in dem brachmonat). Peter 
Brewer von Golleshem und seine Frau Fye stiften aus ihrem Erb 
und GutzuGolzheim eine erbliche Jahresrente von 12 Maltern Roggen 
Dürener Mass und 12 Pfennigen zu einem wöchentlichen Gotlichen 
Dienst zweier missen, — eine Sonntags und eine Freitags — welche 
ewiglich am St. Nikolaus- Altar zu Golleshem gehalten werden sollen, 

'■ ferner 2 Pfund Wachs zu diesen Messen. Nach dem Tode des 
Emmerich Brewer, des Sohnes der Stifter, sollen die Brudermeister 
dero geloffter hilliger junfferen Marien .... und dess hilligen 
paiss St. Gregorius, ein patron der kirche zu Goltzheim, die giffter 
und patroner der Stiftung sein. Bei der Anstellung des Geist- 
lichen soll ein geborener Golzheimer bevorzugt werden. Zum 
Pfand setzen sie genau spezifizierte Stücke Ackerlandes im Golz- 
heimer Felde. Siegelzeugen: Werner van Buir, Vogt zu Hon- 
kirchen und die Schöffen daselbst. — Kopie. Mit einem auf das 
gestiftete Beneficium bezüglichen Notariatsinstrument d. d. 1536 
April 27 und sonstigen Akten des 17. Jahrh. Fol. Pap. 

2. Extrakt aus drei Gerichts- oder Erbbüchern des Dorfes G., 1572 
bis 1700, mit Registern, ausgezogen 1700—1701 von Pastor Otto 
Curtius. — Schweiusldrbd. Fol. Pap. 

3. Obligationen für die Kirche zu G., 1675—1836. — Konvolut. Fol. Pap. 

4. Kirchenrechnungen, 1684, 1761—1792. — Konvolut. Fol. Pap. 

5. Kirchenbuch, 1685; enthält: Inventar der Kirchenutensilien, Notizen 
über Kirchenpatrone, Liste der Pfarrer und der andern Geistlichen, 
Anniversare, Armeneinkünfte, Einkünfte der Kirche und der Pfarr- 
stelle, Einkünfte der Vikarie, Aufthuung-Buch Golzheimer Lände- 
reien 1671 Jan. 12, Golzheimer Weistum 1612—1614, kopiert 1718, 
Begräbnisrecht, Verzeichnis der auf dem Kirchhof Beerdigten, 
fundatio altaris S. Caeciliae ad JS. Gereonem Coloniae de bonis in 
Goltzheim 1299 Januar, Einkünfte der Caecilien- Vikarie zu St. Ge- 
reon in Cöln bestehend in 40 Morgen Land in Golzheim. 

6. Heb-Empfang und Restanten-Zettel der Roggen-, Wachs- und Geld- 
renten der Kirche zu G., 1696—1726. Fol. Pap. 

7. Buch der Einkünfte oder Renten der Armen in Golzheim, 1731 — 
1850. — Perg.-Bd. 4°. Pap. 

8. Akt über die Vereinigung der beiden Bruderschaften J. M. J. de 
doctrina christiana und s. scapularis, 1771 Jan. 21. 

9. Spezifikation der Anteile der Erben am Erbbusch : Erbbüsch lösser 
bürger grosse der Morgenzahl. 18. Jahrh. — 8°. Pap. Geheftet. 

10. Register der Armen-Renten zu G., 18. Jahrh. — Durch Feuchtigkeit 
sehr defekt. Fol. in Umschlag. 

11. Miscellanea: Prozessakten, Einkünfteverzeichnis, Pachtzettel, 18.Jhrh. 
— Lose. Fol. Pap. 

I 12. Getaufte 1771—1874. 

Getraute und Gestorbene 1770 bis jetzt. 



240 Kreis Düren. 

13. Akten betr. die supprimierte Pfarrkirche zu Bauweiler, 1806—1828. 
Fol. Pap. Geheftet. 

— Gemeindevorsteheramt: 

1. 1495 Juni 14. Peter Brew er von Gollesheim und Fey, seine Haus- 
frau, stiften 12 Malter Roggen und 2 Pfund Wachs für den Nikolaus- 
Altar etc. — Dieselbe Urkunde, wie die unter nr. 1 des Golzheimer 
kath. Pfarramtes verzeichnete [vgl. oben S. 239), Kopie des 17. Jahrh. 
Fol. Pap. 

2. 1672 November 24. Paulus Aussemius, Gencralvikar des Erz- 
bischofes Max Heinrich von Köln, genehmigt die Verlegung der 
stiftungsgemässen Sonntagsmesse auf den Donnerstag der Woche. 
— Pap. Or., 2 aufgedrückte Oblatensiegel. 

3. 1703 Dezember 2. Vergleich zwischen der Gemeinde zu Golzheim 
und den Testamentsexecutoren der Stiftung des Heinrich Curtius 
zur Kombinierung dieser Stiftung mit der der Eheleute Peter 
und Sophia Breuer d. d. 1495 Juni 14. — Fol. Pap. 

4. Golzheimer Schatzzettel, 1708, 1743-1744, 1783 -1784. — Schmal- 
Fol. Pap. 

5. Bruderschaftsbuch der Schützenbruderschaft zur Jungfrau Maria, 
1718—1863; enthält Statuten, Mitgliederverzeichnis, Rechnungen 
und Aufzeichnungen über Vermögen und Stiftungen der Bruder- 
schaft. — 4°. Lederbd. Pap. 

6. Rechnungs- und Quittungsbuch der Kirchmeister zu G. über gezahlte 
Renten, 18. Jahrh. — 8°. Pap. 

7. Kirchenrechnungen, 1761—1763. 

8. Erbbusch-Protokoll vom 27. November 1778. — 4 Bl. Fol. Pap. 

9. Tagebuch der Familie Kirsch in G., 1791—1825. — 4°. Pap. Geheftet. 

10. 1840 März 12. Erkenntnis des kgl Landgerichtes zu Aachen in 
Sachen der Meistbeerbten des bis dahin in ungeteiltem Zustande 
besessenen Merzenicher Erbwaldes zum Zwecke der Aufteilung 
desselben. — Druck, fol. 

11. Statuten der Marianischen Bruderschaft zu G., erneuert 1864. — 
8«. Druck. 33 S. 

Grosshau. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Gürzenich. Kath. Pfarramt: 

1. 1513 November 22 (Caecilien-Tag). Gobel Nutzgen zu Bessenich 
teilt vor den Schöffen zu Mersburden mit Wilh. von Wichtrich und 
dessen Frau Barbara, ihrer Stieftochter, zu behuf deren noch un- 
mündigen Tochter Mergen Güter zu Bessenich und in der Zülpicher 
Herrlichkeit. — Perg. Or. S. ab. 

2. 1538 Februar (Spurkel) 6. Jakob then Eigen und Leen, seine 
Frau, stellen dem Stift St. Gereon zu Köln einen Revers aus über 



Kreis Düren. 24t 

die pachtweise Belehnung mit dem Vronhof und dem Schultis-Amt 
zu Virssen auf 12 Jahre. — Perg. Or. S. ab. 

3. Reliquien-Authentica der Kreuzpartikel in der Kirche zu Gürzenich r 
1636, 1726, 1794, und daran anknüpfende Ablassbriefe. 18. Jahrh. 

4. Benedictio salis, aquae et panis in honorem s. Huberti, 18. Jahrh. 

5. Buch über die Einkünfte, Renten und Ausgaben der Kirche zu 
Gürzenich, 1704 bis Mitte 19. Jahrh. Zwischendurch geschichtliche 
Notizen über Vorgänge in der Pfarre und den Kirchenbau. Bei- 
liegend: Geschichtliches über Gürzenich, 4 Seiten, geschrieben 1860 
von Cremer. — Fol. Schweinsldr. Pap. 

6. Lagerbuch der Anniversarien, 1759—1819. — Fol. Pap. Halbldrbd» 

7. Getaufte 1683-1705, 1739-1744, 
Gefirmte .... 1697, 1730, 

Getraute .... 1698—1747,} in einem Bande. 
Gestorbene . . . 1698—1750, 
Notizen über Renten u. Primizen, 
Fol. Pap. Halbschweinsldrbd. 

8. Getaufte und Getraute 1776—1817. 

Gürzenicher Burg. 

Archivalien nicht vorhanden. 

Hastenrath. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Hochkirchen. Kath. Pfarramt: 

1. 1687 Januar 13. Die Vormüuder der Kinder des verstorbenen 
Godert Basseier verkaufen vor den Schöffen des Gerichtes Nörvenich 
dem Casp. Francken-Sierstorp, Regenten des Laurentianer Gym- 
nasiums zu Köln, zu gunsten der Stiftung Cremer eine jährliche 
ablösliche Erbrente von 17 Thalern gegen eine Schuldsumme von 
340 Kölnischen Thalern. — Perg. Or. Mit Schöffensiegel. 

2. Rentenregister der Kirche zu H., 1599 und 1604. — 4°. Pap* 
Perg.-Bd. 

3. Renten Verzeichnis der Kirche zu H., 1623, 1721. — Fol. Pap. 

4. Bnch der Erzbruderschaft zum hl. Rosenkranz in H., errichtet 1655,- 
erneuert 1667. — Fol. Pap. Lederbd. 

5. Liber synodalis der Kirche zu H., 1667. So der Titel, enthält 
jedoch: Designatio bonorum et redituum pastoris. — Fol. Pap. 
Schweinsldrbd. 

6. Auszüge aus älteren Akten über Anniversare und Einkünfte der 
Kirche, c. 1670. — Fol. Pap. 

7. Synodal- Artikel des Pfarrsendes von Hochkirchen, 17. Jahrh. — 
Fol. Pap. 

8. Informatio circa statum pastoratus et ecclesiae Hokirchensis (Lager- 
buch mit geschichtlicher Einleitung), 17. Jahrh. — Fol. Pap. Defekter 
Schweinsldrbd. 



242 Kreis Düren. 

9. Zwei Zinsregister der Pastoral-Grundpachten, 17. und 18. Jahrh. 
10. Kirchenrechnungen, Obligationen, Pachtbriefe, Testamente und 

Prozessakten, 17. und 18. Jahrh. — Lose Blätter, Fol. Pap. 
11« Stiftungsakten, 17. und 18. Jahrh. 

12. Rechnungsbuch der Kircheneinkünfte, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

13. Buch der Einnahmen und Ausgaben der Kirche, 1742 ff. — Fol. Pap. 
Schweinsldrbd. 

14. Pachtzettel betr. Ländereien der Mar garethen- Kapelle zu Dorweüer, 
1758, Jan. 23. 

15. Spezifikation der Einkünfte der Mar garethen- Kapelle zu Dorweiler, 
1774. — Fol. Pap. 

16. Liber fundationis Marschellianae, 1786. 

17. Lagerbuch 1791 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

18. Getraute und Gestorbene 1770—1809. 

19. Vita b. Joseph, presbyteri et canonici Stein feldensis. Druck, Ant- 
werpen, Officina Plantiniana, 1627. — 8°. Pap. Schweinsldrbd. 

20. Philomela Choralis sive opusculum, in quo agitur de cantu eccle- 
siastico etc. Auetore . . Thoma Reinen, seniore in Steinfeldt anno 
1674 (Mit Notenproben). — 4°. Pap. Pappbd. 

ttuchem-Stammeln. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1864; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Mutigen. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1804. 

1. 1665 April 8. Die Eheleute Johann Weyergans und Grietgen Hupertz 
zu Gey verkaufen eine Rente von 3 Rthlm. an Tüman Pick, 
Gerichtsschreiber zu Nörvenich, und dessen Frau Helene Christ- 
heims. — Kop. in DI 1 ). 

2. 1724 Mai 19. Kurfürst Karl Philipp überlässt dem Thomas Hürtgen 
einen Hausplatz in der Nähe des Kirchhofes zu H. für eine Jahres- 
rente von 3 Vierteln Hafer. Dat. Düsseldorf. — Kop. in DI. 

3. 1759 Febr. 11. Die Provisoren der Kapelle zu Maubach bitten [wen?], 
ihnen bei der Eintreibung eines schon seit 6 Jahren nicht mehr 
gezahlten Zinses von MattKias Schröder auf der churfürstl. Wehr- 
meisterei in Kleinhau behülflich zu sein. — Kop. in DI. 

4. 1777 Mai 9. Kurfürst Karl Theodor trifft Bestimmungen über den 
weyt- und schweitgang zu Hürtgen. Dat. Düren. — Kop. in DI. 

5. Dotations-Sachen: Dokumente von 1677—1836 betr. die Gründung 
der Kapelle in Hürtgen, die Einkünfte des Geistlichen nebst dessen 
Rechten und Pflichten. — Fol. Pap. AI. 

6. Akten über die von Wehrmeister Theodor Leers der Kirche zu 
Hürtgen vermachte sogenannte Palander Rente zu Düsternich, 1683, 
1736, 1772. — Fol. Pap. AVIII. 



1) Augenblickliche Archivsignatur. 



Kreis Düren. 24$ 

7. Akten, betr. Beitrag von Gross- und Kleinhau zum Unterhalt des- 
Pfarrers zu Hürtgen, 1684—1779, sowie über die Mitbeteiligung 
der genannten Ortschaften an der Sonntagsmesse zu Hürtgen bis 
zur Errichtung einer eignen Kapelle in Hau kurz vor d. J. 1745. — 
Fol. Pap. AV. 

8. Akten von 1689—1786 über Präsentation und Investitur der sämt- 
lichen Rektoren von Hürtgen aus dieser Zeit periode; Streitigkeiten 
zwischen dem Hause Leersfeld und der Gemeinde, die das Con- 
patronat hatte, über das jedesmalige Nominationsrecht, welche damit 
enden, dass 1745 die Kapelle ein beneficium curatum wird und dem 
Hause Leersfeld das Patronat allein verbleibt, welchen Vergleich 
die Einwohner wieder umstossen wollen. — Fol. Pap. All. 

9. Akten über Entstehung, Einführung und Verfall der dem Pfarramte 
zu Hürtgen gehörigen Renten aus den Ländereien des Mottescheid, 
1693-1842. — Fol. Pap. AVIL 

10. Stiftungen zu gunsten der Kirche zu Hürtgen, 1709, 1712, 1746, 
1762. — Fol. Pap. AIV. 

11. Klagen des Joh. Werner Urlichs, Pastors zu Vicht, und des Joh. 
Theodor Bürschgens, Pastors zu Hürtgen, v. J. 1722 gegen Freiherrn 
von Kolf wegen rückständiger Zinsen eines Kapitals von 300 Rtlrn. 
und Abwehr derselben Pfarrer gegen ihren — so mutwillig und 
scandolose fungierenden — confrater, Pastor Werner Herper za 
Schevenhütte, in bezug auf Mitbeteiligung an obigen Interessen. — 
Fol. Pap. AIX. 

12. Akten betr. die Vikarie zu Hürtgen, 1756, 1761, 1766, 1796, 1832. — 
Fol. Pap. AX. 

13. Heberegister der Kirchen-, Pastoral- und Vikarie-Renten , 1771 
und 1772. 

14. Kirchenrechnungen, 1772 ff. 

15. Lagerbuch der Kirche zu Hürtgen, 1773 ff. Rückwärtig: Album 
der Bruderschaft J. M. J. aus Hürtgen von 1786 an. 

16. Heberegister der Kirchenrenten, 1775—1810. — Fol. Pap. Geheftet. 
AXII. 

17. Rechnungsbuch über die Einnahmen der zur Pfarre Hürtgen ge- 
hörigen Renten, Ende 18. Jahrh. — AXIII. 

18. Getaufte, 1770-1818. 

Jacobwöllesheim. Kath. Pfarramt: 

Wiederrichtung der Pfarrei 1842. 

1. Jährliche Kirchenrenten, 1766 ff. 

2. Gestorbene, 1770 ff. 

3. Annales r. r. p. p. Franciscanorum Marcoduri, 1736—1759. — Folio, 
Pap. Schweinsldrbd. 

Juntersdorf. Unbesetztes kath. Rektorat: 

Wird durch das kath. Pfarramt Embken verwaltet. 



244 Kreis Düren. 

Kelz. Kath. Pfarramt: 

Keine älteren Archivalien vorhanden. 

— Standesamt: 

1. Aus der Pfarrei Kelz: 
Getaufte 1669-1770, 1770-1798. 
Getraute 1678—1769, 1770-1797. 
Gestorbene 1696—1769, 1770-1798. 

2. Aus der Pfarrrei Gladbach bei Vettweibb: 
Getaufte 1739-1797. 

Getraute und Gestorbene 1739—1798. 

Xreuzau. Kath. Pfarramt: 

1. Testament des Pastors Martin Heister aus Kreuzau, o. D. [c. 1695]. 
— Pap. v 

2. Getaufte 1700—1769. — 4°. Pap. Ohne Einband. 

3. Anniversar- Verzeichnis mit Nachweis ihrer Einkünfte, 1783 Dez. 31. — 
Schmal-Fol. Pap. 

— Bürgermeisteramt Stockheim: 

1. Aus der Pfarrei Nieder au: 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

— Burg. Im Besitze des Herrn Bürgermeisters a. D. Jungbluth; 

Der Besitzer, welcher die Burg an Herrn Walter Hoeschin 
Kreuzau verkauft hat und demnächst von dort verziehen 
wird, wird die Archivalien mit nach seinem neuen Wohnorte 
nehmen. Dieselben bestehen aus Urkunden und Akten über 
den Rittersitz Kreuzau und dessen frühere und jetzige Be- 
isitzer, nämlich die Familie von Torck-Jungbluth und die mit 
derselben in Verbindung stehenden Familien Brachel, Boulich, 
Dunckel zu Maubach, Eynatten, Holtz zu Königshoven, Raes- 
feld, Pützfeld, Wallrave, Wedenau und Wittmann. Die den 
grössten Teil der Bestände ausmachenden Prozessakten be- 
liehen sich ausserdem auf die Familien: Ähren zu Goltzheim, 
Buchel, Eller zu Lutzheim, Elverfeld von Herbede, Gevertz- 
han, Gruithausen zu Brück, Herten, von der Horst zu Bois- 
dorf, Merode zu Frenz, Nolden, Randerath, Schall, Schellard 
und Wrede, sowie auf Gemeinde und Kirchspiel Kreuzau. 

1. 1368 Dezember 20. (de . . . or sent Thomas dage des heiligin . . •) 
Eheleute Gobil von Smydeburger und Ide Han?iin 1 Tochter von 
Orin, verkaufen ihren Teilzehnten, den sie mit Johann von Steves- 
hus teilen, zu Geilstorf in der margfodigin zu de Jcyrchin an den 
Johann von Steveshus für 44 Goldgulden. Dit ist geschien mit 
urkonde des marckvotz inde der scheffen zu Diekirchin, nämlich 
Heinrichs, des provist son Birtingin, Welters, des Richters, Hein- 
richs Hanzmans, Clais' Reners , Thelens Meygers und Johanns des 



Kreis Düren. 245 

richters [Sohn?]. — Perg. Or. mit 2 grossen, von Mäusen gefressenen 
Löchern. S. ab. 2 Pressel noch vorh. 

2. 1386 Dez. 4. (St. Barbara). Der Herzog von Jülich und Geldern 
teilt dem Reinard zu Schonforst und zu Sychen, Engelbrecht van 
Schonforst, Statz von deme Bongarde, Godard van deme Bongarde, 
Godart van Schonawe [?], Gerard van der Dicke und Godard van 
dem Bongarde mit, dass er seine Güter und Dörfer Richtergen, 
die Banck, Eigelsoighe, Steinstrasse und Bernsberg mit ihrem Zu- 
behör von Heinrich von Groisfelt wieder eingelöst und wieder an 
sich genommen hat. — Pap. Kop. des 17. Jahrh. Fol. (in lib. 1 feud. 
fol. 132 pag. 2 da). 

3. 1387 September 21. (Sent Matthaeus tagh). Wilhelm, Herzog von 
Jülich und Geldern, und seine Gemahlin Maria bekunden, dass 
Heinrich von Grousfeld die Dörfer Richter gine und zor Banck in 
derselben Weise wie sein Bruder Johann zu Grousfelt behalten 
soll. Dat. Jülich. — Pap. Kop. des 17. Jahrh. Fol. (ex lib. 1 feu- 
dorum fol. 150 pag. 2). 

4. 1410 Juni 10. (in die b. Maurini abb.). Remfret und Erenfret van 
der Molen, Gebrüder, verkaufen mit Willen des Erenfred van der 
Molen, der Mecken, seiner Frau, und deren Kinder Erenfred, Rem- 
fred und Gosteke, sowie mit Willen des ydelen Karghen, der Mecken, 
seiner Frau, und deren Kinder Albert, Hinrik und . . . nen [?], 
ferner mit Willen des Andres van dem Rodderberge, ihres 
Lehnherrn, den Zehnten zu Mensele den Leuten Cort Nevelunge, 
Brustene [?], Corde, Johanne, Rutgher und Goderde, seinen Kindern, 
sowie dem Johann van Lon, seiner Frau Alheyde und deren Kindern 
Hermann, Gerd, Mecken, Greten und Alheyde für 276 rheinische 
Goldgulden. — Perg. Or. 6 S. (2 ab). Stark verblasste Schrift. 

5. O. J. [15. Jahrh.] auf den 1. Sonntag in den Fasten, Invocavit. 
Renart van Leroid beklagt sich bei dem Hat der Stadt Zutphen 
über die Beeinträchtigung, welche er an seinem toll und geleide, 
as zo Roermunde op der m&sen op der Aerloe gelegen is, durch 
Herzog Arndt von Geldern und Jülich, Graf von Zütphen etc. trotz 
seines Einspruches erfährt. — Mit einer in dem Briefe genannten 
Beilage d. d. [14]52 April 21 (des heelgen speir ind cronedach). — 
Pap. Fol. 

6. 1500 Dezember 8. (Conc. Mar.) Herzog Wilhelm von Jülich-Berg 
tritt der Maria van Rode, Wittwe des Johann von Schonrath, die 
zur Auslösung ihres in Jülicher Diensten stehenden und in der 
geldrischen Fehde zu Rurmonde gefangen gehaltenen Sohnes 1480 
Goldgulden zahlen musste, als Entschädigung die Dörfer Richter- 
gyen, vor der Bank, Steinstrasse, Eigelsoyge und Berensberg ab. 
— Pap. Kop. Fol. 

7. 1517 Juni 4. (Donnerstag nach Pfingsten). Vor Werner v. Palant, 
Lehnherr der Herrlichkeit Wassenberg, und vor zwei man van 
lehen verkaufen Johann van Bre und seine Frau Marie dem Johann 



246 Kreis Düren. 

van Randenroide sen. den halben Hof zu Wylecken im Lande 
Wassenberg zu beiden Seiten der Ruhr. — Perg. Or. 3 S. ab. 

8. 1522. Vertrag zwischen Diderich von Leyraed und Druytgen van 
Ertzewach, Wittwe des Wilhelm van Hoisteden, und deren Söhnen 
Jan und Goecht und ihren Schwestern und Brüdern betr. die der 
letzteren Partei aus der Nachlassenschaft des Wilhelm von Hoi- 
steden zukommenden Anrechte an Busch und Holz zu Leyraid. 
Unterschrieben von Jan und Cort van Hoesteden, sowie von zwei 
Schöffen aus Wurm. — Pap. Or. Chirograph. 

9. 1538 Februar 18. Vor den Schöffen der Stadt Wassenberg- ver- 
kaufen Heyn Ingen Hoüant und seine Frau Bela dem Heinrich 
von Randenroide neun Viertel Landes hinter der Wylaken für 
50 Goldgldn. 36 alb. gegen eine Erbrente von jährlich 4 Summern 
Roggen. — Perg. Or. 1 S. (lädiert). 

10. 1755 Januar 2. Die Eheleute Ferdinand von Torck zu Creutzau 
und Wilhelmina von Pützfeld zu Kirspenich schenken unter dem 
Vorbehalte des Verfügungsrechtes an die neuerbaute Kapelle zu 
Boich 30 Rthlr. für eine jährliche Memorienmesse. — Pap. Or. 

11. Spezifikation des Kreuzauer leitganges d. a. 1685, renoviert 1758, 
Dezember 20. — Kopie, Fol. Pap. 

12. Akten betr. das Gut Hoven> ein Lehen des Rittersitzes Kreuzau, 
17. u. 18. Jahrh. — Pap. Fol. 

13. Jagdgerechtigkeit des Hauses Kreuzau, 1728. — Fol. Pap. 

14. Akten über die Gerechtsame des Rittersitzes Kreuzau an dem hohen 
Walde bei Burgau, 18. Jahrh. — Fol. 

15. Akten über einen Jagdstreit zwischen den Torck zu Kreuzau und 
den Spiess zu Maubach, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

16. Rechtsstreit des Grafen Salm-Reifferscheidt als Erben des Jon. 
Heinr. von Efferen (durch Testament vom 26. März 1686; abgedr. 
Fahne, Salm-Reif fersch. II, S. 320) gegen Herrn von Dunckel als 
Pfandherrn der Unterherrlichkeit Maubach, welchem dieselbe 1649 
von Wilhelm Ludolf von Efferen verpfändet worden war. Am 
Schlüsse des Aktenstückes das kaum leserliche und nicht ganz 
vollständige lateinische Testament des 1639 zu Wien verstorbenen 
Freiherrn Wilh. Ferdinand von Efferen, worin er den Sohn seines 
Bruders Johann v. Efferen, Wilhelm Ludolf, zürn Erben von Mau- 
bach bestimmt und dessen zweiten Bruder Johann Heinrich sub- 
stituiert. — Fol. Pap. (Regest von Herrn von Oidtman.) 

17. Akten über die grobe Jagdgerechtigkeit des Hauses Maubach, 1668. 
— Fol. Pap. 

18. Auf die Herrschaft Drove bezügliche Akten der Familien von Elrnpt 
zu Droiff und von Elmpt zu Elmpi, 16. und 17. Jahrh. — Pap. Fol. 

19. Kopie der Bilr gen-Buschordnmig nebst Nachweis der daran Be- 
rechtigten, Dat. Jülich, 1551 März 25. Hierbei noch mehrere son- 
stige Buschakten, 17. und 18. Jahrhundert. — Fol. Pap. 



Kreis Düren. 247 

20. Pachtzettel des Hauses Laach bei Bergheim von Seiten der Elisa- 
beth von Ketteier, verwittw. von Plettenberg. 1579 Februar 22. 
(cathedra St. Petri). 

21. Prozessakten, welche sich auf den Rittersitz Laach bei Bergheim 
und den Gatzweiler Hof beziehen, 1694 bis Ende des 18. Jahrb. 
Streitende Parteien sind folgende Familien: Beissel von Gymnich» 
Schellard zu Laach, v. d. Horst zu Heimersheim zu Laach, von Bour- 
scheid zu Allner, Pickard von der Heyden, Konvent zu Greven- 
broich, von Nesselrode, von Schwerin, von Spiess, Gevertzhan, 
Vyggen und Roleff. — 27 Konvolute. Fol. Pap. 

22. Inventar der das Haus Laach und dessen Zugehörigkeiten be- 
treffenden Litteralien (nr. 1—34), 1797. 

23. Akten über die Stiftung einer Anzahl bei Thorr liegender Morgen 
Landes zu einer Messe, 18. Jahrh. 

24. Prozessakten betr. die Teilung des Thorrer, Zievericher und Grou- 
vener gemeinen broichs zwischen den Gemeinden Thorr und 
Grouven, 18. Jahrh. — Pap. Fol. 

25. Akten betr. die Ländereien eines gewissen Kältenburg zu Grouven 
bei Bergheim, 18. Jahrh. — Pap. Fol. 

26. Buschordnung uf der Heppendorper Gewer, 1577 November 11. — 
4°. Pap. Geheftet. Mit Kopie des 17. Jahrh. Fol. 

27. Rechnungen der Kirche zu Heppendorf, 18. Jahrh., sowie Akten 
der Vermögensverwaltung dieser Kirche, Anfang 19. Jahrh. — 
Pap. Fol. 

28. Akten betr. die Familie von Boulich und ihre Besitzungen, haupt- 
sächlich zu Reuland und Umgegend, 16.— 17. Jahrh. — Pap. Fol. 
2 Konvolute. 

29. Akten über den Besitzstand des Rittersitzes Kirspenich, 18. Jahrh. 

30. Akten über den Verkauf des Nievelsteiner Hofes zu Binsfeld durch 
Carl von Gronsfeld-Nievelstein zu Kellersberg an den Hofrat Jung- 
bluth von Aldenhoven am 23. Mai 1785. — Fol. 

31. Akten über den Verkauf des Rittersitzes Gahlen bei Oberaussem 
durch Frhrn. von Cloedt an Treiss, und durch diesen sub hasta 
an Hermann Giepen, 1797. — Fol. 

32. Akten über die Eschweiler Kohlberg-, Eisenstein-, Gallmey-, Reid- 
und Hüttenwerke, sowie über die dortigen Hausteingruben und 
Kalköfen. Französ. Zeit. — Pap. Fol. 

33. Einige Suppliken an den Jülich-Bergischen Landtag, sowie Eide 
des Syndikus und der Stände und Abschrift der Union, 17. Jahrh. 

. — Fol. Pap. 

34. Renovirte Registervng der Weingärten und Zinsen in der Cueser 
Mark, zu Bernkastei und Juncker Lieser Hof 1727; dabei Kor- 
respondenz über die Weingüter in Cues an der Mosel, 2. Hälfte 
18. Jahrh. — 4<>. 

35. Stammtafeln und genealogische Nachweise der Familien: Boulich 
zu Butgenbach, Dunckel zu Maubach, Eynatten, St. Fontaine, Ge- 
vertzhan, Jungbluth, Kolf von Vettelhoven, Lyster, Torck zu 

16 



248 Kreis Düren. 

Heringen, Viermundt von Nordenbeck, sowie der Studienstiftung 
Pilgrum; 17.— 19. Jahrh. 

— Im Besitz des Herrn Kohlenhändlers Kle fisch: 

1. Rechnungsbuch über die Einnahmen und Ausgaben des Küsters 
Franz Kayser von 1784—1799. — Gross-4°. Pap. Pappbd. 

Kuhpescher Hof bei Ginnick: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. Ginnick, oben S. 238, nr. 3. 

Lamersdorf. Kath. Pfarramt: 

Um das Jahr 1766 ist das Pfarrhaus mit den meisten Akten 
verbrannt, und unter Pfarrer Kaumanns (t 1831) wurde im Pfarr- 
hause ein Einbruch verübt, bei welchem viele der noch übrigen 
Akten vernichtet wurden. 

1. Kirchenrechnungen, Rentenbeschreibungen, Obligationen, Prozess- 
akten und Anniversarakten, 17. und 18. Jahrh. 

2. Pfarreiukünfte, 1757, 1758. — 8°. Pap. 

3. Protokoll zur Wahl eines Primissars in Lamersdorf, 1780. — Fol. Pap. 

4. Getaufte 1770-1788, fortgeführt bis 1833. 

Getraute [doppelt] 1770—1789, fortgeführt bis 1867, und 1770—1790, 
fortgeführt bis 1866. 

Langerwehe. Kath. Pfarramt: 

1. Lagerbuch der Kirche zu L., Ende 17. Jahrh. — Fol. Pap. 

2. Bestätigung der Statuten der St. Sebastianus- Bruderschaft zu 
Langerwehe durch Kurfürst Karl Theodor. Dat. Düsseldorf, 1765 
Mai 7. — Perg. Or. 4 Bl. Fol. 

3. Libellum annotationum der Kirche zu Eschweiler, 1679—1780. — 
Schmal-Fol. Pap. Perg.-Bd. 

— Bürgermeisteramt Langerwehe-Weisweiler: 

1. Rechnungsbelege zur Hauptrechnung über Geld- und Naturalien- 
Empfang der Bürgermeisterei Langerwehe, 1794—1797. — Fol. Pap. 
Geheftet. 

2. Rechnungsbelege zur Hauptrechnung der Bürgermeisterei Langer- 
wehe, 1794—1798. — Fol. Pap. Geheftet. 

3. Ausgabe-Rechnungen der Bürgermeisterei Langerwehe, 1795—1797. 
— Fol. Pap. Geheftet. 

4. Aus der Pfarrei Langer wehe: 
Getaufte 1770—1801, 1770—1806. 
Getraute 1770-1798, 1776-1803. 

Gestorbene 1715-1770, 1770-1801, 1770-1806, 1783-1787. 

5. Aus der Pfarrei W e i s w e i 1 e r : 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

6. Aus der Pfarrei Wenau: 

Getaufte 1714 ff., begonnen im 1. Jahre des Pastors Peter Wolffs t. J. 
1114. Mit einer Notiz über die Schenkung einer neuen Kanzel i. J. 



Kreis Düren. 249 

1766 durch Joh. Kasp. Klaubbert, filius in Holtzheim [bei Wenau], 
venerabilis capituli B. M. V. Aquisgrani cellae administrator, 
welcher der Kirche zu Wenau i. J. 1767 auch ein ciborium argen- 
teum cum argentea cappa intus deaurata schenkte. 

Lendersdorf. Kath. Pfarramt: 

DasArchiv ist zuerst wahrscheinlich von Pfarrer Hörn (1835 
bis 1838) geordnet und in zwei Kisten in zusammengeschnürten 
Fascikeln untergebracht worden, welche derselbe seinem 
ausführlich angelegten Litteralieninventar vom 6. April 1839 
zugrunde legte. Die Neuordnung des ganzen Bestandes be- 
sorgte im Sommer 1896 und Winter 1896/97 Herr Pfarrer K. Füs- 
sen ich. Die Archivalien sind jetzt ineinem besondern Archiv- 
schranke untergebracht. 

1. Kirchenrechnungen, 1553, 1560—1576, 1592, sowie Rechnung der 
Sebastianus-Bruderschaft, 1590. — Fach XI, Konv. 2 1 ). 

2. Aktenkonvolut, enthaltend Kulturhistorisches, 17. und 18. Jahr- 
hundert, u. a.: 

a) Gottesdienstordnung, Vierzigstündiges Gebet, Sittenpolizeiliches, 
Kollekten, Aberglaube, abergläubischer Gebrauch von sogen. 
Hubertus-Schlüsseln, 1720 ff., 

b) Tierjagen (Haberfeldtreiben), 1733. Publiz. von Füssenich in 
Rheinische Geschichtsblätter IV, 284, 

c) Türkensteuer, 

d) Intriguen gegen den Pfarrer Hörn, 1718 ff., 

e) Streit betr. Jura sepeliendi parochianos etiam clericos des 
Dechanten und Pastors zu Lendersdorf mit dem Prior von 
Schwarzenbroich vom Jahre 1778, 

f) Verschiedene gedruckte erzbischöfl. und kgl. preussische Erlasse, 
18. und 19. Jahrh.; und Köln. Zeitung, Beilage 1821 Sept. 8. 

Fach XI, Konv. 4. 
S. Akten betr. die frühere Ausdehnung der Pfarre Lendersdorf, in 

specie betr. Kapellen in Hürtgen, Langenbroich, Schevenhütte, Vicht 

und Winden, 1690—1801. — Fach XI, Konv. 5. 
4. Aktenkonvolut, enthaltend: 

a) Visitations-Protokolle 1647, 1657, 1716, 

b) In Gey ocularis inspectio ecclesiae [1657], 

c). Statistische Angabe über den Seelsorgesprengel des Pfarrers zu 
Lendersdorf, 1767, 1795, 

d) Auslagen-Rechnung für die Pfarrkirche zu Lendersdorf, 1752 
bis 1766, 

e) sonstige Rechnungen, 1757, 1772, 

f) Übersicht über die Seelsorge, 18. Jahrh., besonders: 1741, 1788. 
Fach XI, Konv. 6. 



1) Gegenwärtige Archivsignatur. 



250 Kreis Düren. 

5. Aktenkonvolut, enthaltend Rentbuch (Einkünfte und Ausgaben) 
der Pfarre Lendersdorf, 17. Jahrh.; mit zugehörigen Pachtzetteln, 
1617—1796. — Fach XI, Konv. 7. 

6. Akten (Rentenverzeichnisse, Präsentationen und Kollationen) betr. 
Vikarie (Beneftcium) B. M. V. in Lendersdorf, 18. Jahrh. — Fach XI r 
Konv. 8. 

7. Küsterei-Akten, 1703—1718, 1721, 1730—1732. — Fach XI, Konv. 10. 

8. Akten betr. die persönlichen Verhältnisse der Pfarrer Peter Rhein- 
feld (1655—1675), Thomas Robens (1676—1704) und Bernard Born 
(1704—1739) aus den Jahren 1676, 1704-1740. — Fach XI, Konv. 11. 

9. Akten betr. die persönlichen Verhältnisse des Pfarrers Franz Bern. 
Steprath (1740—66) aus den Jahren 1743—1770. [Wichtig zur 
Kenntnis der damaligen Haushaltungsführung.] Fach XI, Konv. 12. 

10. Aktenkonvolut, enthaltend: Prozessakten über Gerechtsame in 
der Kirche zu Lendersdorf, hauptsächlich über das Jus listrae et 
sepulturae und über die Kirchensitze, zwischen den Rittergütern 
zu Boisdorf und Mozenborn einerseits und zu Birgel andrerseits, 
1680, 1739, 1746, 1758, 1819; mit Anziehung einer Schenkung des 
Markgrafen Wilhelm von Jülich, respektive der Inkorporation einer 
Vikarie zu Lendersdorf durch Erzbischof Wilhelm von Köln d. d. 
1375 Januar 7 (crastino festi epiphaniae). — Fach XI. Konv. 13. 

11. Bruderschafts-Rechnungen und -Register aus den Jahren 1601, 1604,. 
1608, 1610, 1652—1655, 1672-82, sowie Heb-Register der Pfarrei 
Lendersdorf. — Fach XI, Konv. 3. 

12. Bruderschaftsrechnungen, 17 — 19. Jahrh. (lückenhaft). 

13. Buch der St. Sebastianus-Bruderschsift, 16. Jahrh., mit späteren 
Nachträgen : 

a) Rechnungen und Mitgliederverzeichnis der Bruderschaft der hh. 
Sebastianus, Rochus und Antonius, 1518 ff., speziell 1574 — 1591, 

b) Verzeichnis von Anniversarien, 1584—1716, 

c) Weistumartige Aufzeichnung über die Rechtsverhältnisse der 
Kirche zu Lendersdorf, 1583 Dez. 18. — Fach XI, Konv. 1. — 
Publiz. von E. von Oidtman, Ztschr. d. Aach. Gesch.- Vereins 
XXIV, 288. . 

14. Verzeichnis der Einkünfte der Pfarrei Lendersdorf und der Aus- 
gaben für die Sebastianus-Bruderschaft dortselbst, 1652 — 1662. 

15. Akten der St. Hubertus-Bruderschaft, besonders über deren Pro- 
zession nach St Hubert in den Ardennen, 17. — 19. Jahrh. — Fach I, 
Kon. 4. 

16. Bruderschaftsbuch der St. Hubertusbruderschaft zu Lendersdorf, 
Aufzeichnung des 18. Jahrh. Rückwärts von der letzten Seite an : 
Bruderschaft der Marianischen Liebsversamblung zu München in 
St. Peters-Pfarrkirchen eingesetzt und vom Pabst Innocentio XI. 
den 18. Aug. anno 1684 bestätigt. Begonnen von Thomas Robens, 
Pastor des Kirchspiels Lendersdorf, 1688 Nov. 19. 

17. Rechnungen der Michaelsbruderschaft, 1707, 1719, 1721,1722, 1732-38, 
1753-68, 1770—76. 



Kreis Düren. 251 

18. Matrimonialia (Ehe-Dispense), 17. — 19. Jahrh. — 2 Konvolute. 
Fach III, Konv. 2, 3. reponiert. 

19. Akten betr. Ausstattung und Reparaturen der Kirche zu Lenders- 
dorf, 18. Jahrh. 

20. Getaufte 1770-1839. 
Getraute 1766, 1770-1845. 
Gestorbene 1766, 1770-1846. 

-21. Reliquien-Authentiken, 19. Jahrh. Mit Auszügen aus den Acta 
Sanctorum. — - Fach I, Konv. 1. 

22. Akten über Einkünfte und Stiftungen der Kirche zu Gey, 17. Jahrh. 

23. Kirchenrechnungen von Rölsdorf, 1646—1700. — Konvolut. 

24. Original-Stiftungsbrief der Kapelle in Langenbroich sub titulo Jesu- 
Mariae-Joseph, 1705 Nov. 25. 

25. Akten über Armenwesen in Lendersdorf und Rölsdorf. 17. und 
18. Jahrh. 

26. Akten betr. die Lendersdorfer Hütte, 17. — 19. Jahrh. 

27. Extraeta copia libriin per g amen o scripti statutorum c&pituli citri- 
Htianitatis Juliacensis, mit Abschrift der Privilegien, das älteste von 
Herzog Wilhelm von Jülich von 1308 [Pfaffenjagd]. Hs. 17. Jahrh. 
Mit mehreren auf diese Abschrift bezüglichen Aktenstücken. — 
Abgedr. : Rhein. Geschichtsblätter 5, 54. Vgl. Ann. 35, 18, 19. 

28. Testament des EB. Max Heinrich von Köln, 1688. — Gleichzeitige 
Kop. Fol. Pap. 

29. Lose Blätter zur Geschichte der Pfarre Lendersdorf, veröffentlicht 
durch Pfarrer Füssenich im „Dürener Anzeiger" in den Jahren 
1900 und 1902. 

— Im Besitz des Herrn Pfarrers K. Füssenich: 

1. Güterlagerbuch der Herrschaft Plettenberg, 17. Jahrh. 4° Pap. 

2. Contracten- und erbungs-buch der Herren zu Maubach, 1618 bis 
Mitte 18. Jahrh. — Mit losen Beilagen. Fol. 

3. Rechnungsbuch (Einnahmen und Ausgaben) der freiherrlich von 
Spies zu Maubach'schen Haushaltung, 1707, 1748—1759. — Fol. Pap. 

4. Desgl., 1757—1778 (Annotation all dessen, wass freyherr u. frei- 
fr au von Spies selbst empfangen haben). 

5. Desgl. (Empfangsregister), 1766— 1776 (mit losen Beilagen). — Fol. Pap. 

6. Fahrzinsregister der Unterherrschaft Maubach, 1777— 1780. — Schmal- 
folio Pap. 

LüCherberg. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

— Bürgermeisteramt Pier: 

1. Aus der Pfarrei Pier: 

Getaufte 1622-1724, 1724-1770, 1770—1772, 1770-1799 (doppelt), 

1794-1799. 

Getraute 1624-1724, 1724-1773, 1770-1799 (doppelt), 1794-1799. 

Gestorbene 1621-1725, 1770— 1799 (doppelt), 1794-1799. 



252 Kreis Düren. 

2. Ans der supprimiertenPfarreiBonsdorf [jetzt ein TeilvonPier]: 
Getaufte 1616-1690, 1689-1781, 1770-1793, 1781-1798, 1799— 1801„ 
1801-1813. 

Getraute 1616—1687, 1689-1806, 1770-1793, 1807—1812. 
Gestorbene 1617-1691, 1689-1811, 1770—1793, 1811—1813. 

3. Aus der früheren Pfarrei Lamersdorf-Frenz: 
Getaufte 1699—1701, 1699—1737, 1738-1769, 1770-1800. 
Getraute 1699-1701, 1699-1745, 1745-1769, 1770—1798. 
Gestorbene 1699, 1702-1745, 1745-1769, 1770-1798, 

LOtzeler, Haus — bei LaDgerwehe: 
Keine Archivalien vorhanden. 

Mariaweiler. Kath Pfarramt: 

1. Rentbuch der Kirche zu Myrweiler, 1712 angelegt. — 4°. Pap» 
Lederbd. 110 Seiten. 

2. Kirchenrechnungen, 1604—1733. — Konvolut. 4°. Pap. 

3. Kirchenrechnungen, 1751—1786. — Lose in Umschlag. Fol. Pap. 

4. Liber Sodalitas B. M. V. in Mariaweiler, 18. Jahrh. bis 1857; 
rückwärts: Verzeichnis der Anniversare von 1786 bis 1828. — 8°. 
Holzbd. Pap. 

5. Liber Sodalitatis B. M. V., erneuert 1769—1855. — 8°. Pap. Pappband* 

6. Getaufte 1770—1864. 
Gestorbene 1770—1896. 

Maubach. Kath. Pfarramt: 

1. 1556 Februar 22 (auf St. Peter ad cath.). Wilhelm Harfen zu Con- 
ratzheim, kurköln. Marschall und Herr zu Maubach, und seine 
Gemahlin Anna von Bernsau verpachten als Patrone der Kirche 
zu Maubach den der Pastorat zu Maubach zugehörigen Hof zu 
Genaspen bei Korrenzig an die Eheleute Peter Arnults und Geriet 
Esser. Mit genauer Beschreibung des Hofes und seiner Zugehörig- 
keiten. — Duplikat, gleichzeitig. Pap. Gross-Folio. 

2. 1568 Februar 22 (St. Petri ad Cath.). Anna von Bernsau, Witwe 
von Paland, Frau zu Maubach, verpachtet als gifftersche und 
volmechtige der Kirche zu Maubach das der Pastorat zu Maubach 
zugehörige Aspen-Gut zu Korrenzig an die Eheleute Kyrstgen und 
Entz Hartmans und an die Eheleute Wemardt, Arnd Pauls Sohn, 
und Maria. — Duplikat, gleichzeitig. Pap. Fol. 

3. 1580 Februar 22 {St. Petri ad cathedr.). Nachdem Wilhelm von 
Paland, Herr zu Gladbach, Thum und Maubach, den Peter von 
Kelz zum Pastor in Maubach ernannt hat, und diesem somit die 
Verfügung über das Aspengut zu Korrenzig zusteht, verpachtet 
letzterer dasselbe auf 24 Jahre an Arnold Pauwels Sohn und dessen 
Frau Maria unter Vorbehalt der dem Pastor zu Maubach zu- 
ständigen Rechte. — Duplikat, gleichzeitig. Pap. Fol. 



Kreis Düren. 963 

4. 1651 Juni 10. Pastor, Schultheiss und Schöffen der Herrschaft 
Maubach verkaufen als Prioren der Kirche das der Pastorat Mau- 
bach zugehörige, nunmehr verfallene Asparyut zu Correntzig dem 
Joh, Dietrich von Hompesch zu Rührig, Herrn zu Tetz 1 und seiner 
Gemahlin Anna Loyse, geb. v. Ketzgen, für 700 Rthlr. Datum 
Haus ßurich. — Perg. Or. Bug mit Siegel abgeschnitten. 

5. 1663 Juli 8. Adam Wilhelm von Dunckel, Herr zu Maubach, 
ernennt den Wilh. Molitor zum Sacellan der S. Trinitatis- Kapelle 
zu Maubach, actum Maubach. — Kop. Pap. 

6. 1717 April 15. Schultheiss und Schöffen der beiden Gerichte 
Kreuzau und Untermaubach tragen den Eheleuten Anton Schweitzer 
und Maria Wahlen aus Kleinhau auf deren Antrag hin zwei 
Morgen Landes in Kleinhau zu gunsten der Kirchen in Kreuzau 
und Untermaubach auf, gegen einen jährlichen Zins von 80 albus, 
von welchen die Kirche zu Kreuzau 2 / 8 und die Kirche zu Unter- 
maubach 1 I 3 erhält. Datum Kreuzau. — Perg. Or. 

7. 1790 Juli 12. Amortisations-Supplik an den Kurfürsten [zu Köln ?] 
von Seiten des Salomon Balzer gegen die Kapelle zu Langenbroich 
zum Zwecke der Herausgabe von Ländereien, welche 1715 der 
Kapelle zu L. vermacht und von dieser auch angenommen worden 
sind. — Pap. Fol. 

8. Anniversar- Verzeichnis und Notizen über Einkünfte der Kirche zu 
Maubach, 18. Jahrb. — Fol. Pap. Schweinslederbd. 

— Schloss. Im Besitz des Herrn Grafen von Spee: 

Die Archivalien wurden angeblich von den früheren 
Besitzerinnen, zwei Damen Spiess von Büllesheim, bei ihrem 
Wegzuge von Maubach mit nach ihrem neuen Wohnorte ge- 
nommen. 

Merberich, Haus — bei Langerwehe. 
Archivalien nicht vorhanden. 

Merken, kath. Pfarramt: 

Nach Angabe des Herrn Pfarrers sind alle älteren Akten 
aus der Zeit vor 1794 zu Anfang des 19. Jahrh. (1803 November 13) 
verbrannt. Vgl. die Notiz im Taufbuch 1770 ff. auf dem Standes- 
amt zu Merken [S. 254, nr. 2b]. 

— Standesamt: 

1. Aus Merken, Mariaweiler und Hoven: 
Getaufte 1630—1778, 

Getraute 1631—1769, 
Gestorbene 1660—1771, 
Gefirmte 1730. 

2. Aus Merken: 

a) Getaufte 1675—1802, 
Gefirmte 1684, 



254 Kreis Düren. 

Getraute 1676-1802, 
Gestorbene 1674—1802. 

In der Mitte des Buches Notizen des damaligen Pastors Petrus 
Schall über den Brand der Kirche am 24. Nov. 1673, den neuen 
Glockenguss 1674 und die Wiederaufrichtung der Kirche von 
1674 bis zum 12. Aug. 1700. 
b) Getaufte 1770— 1803, Kopie aus den Kirchenbüchern zum Gebrauch 
des Mayers, da durch die fürchterliche Feuersbrunst des Jahres 
1803 den 13. Novembris auch die Merkener Taufenbücher in 
der Behausung des Mayers ein Opfer der Flammen geworden 
sind. Geschrieben von Pastor Henrich Schmitz. 
Getaufte 1790-1799, 1802—1816, 
Gefirmte 1816, 
Getraute 1802-1816. 

3. Aus Mariaweiler und Hoven: 

Getaufte 1770-1807, hierzu gleichzeitige Kopie 1770—1793, 
Getraute 1770-1806, „ „ „ 1770—1798, 

Gestorbene 1770—1807, „ „ „ 1770—1781. 

4. Aus der Pfarrei Derichs weilen 
Getaufte 1770-1803, 

Getraute und Gestorbene 1767—1798. 

5. Protokollbuch des Munizipalrates, später des Schöffenrats zu Merken, 
1803-1819. — Fol. Pap. Halblederbd. 

Merode, Schioss: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Merödgen, Haus: 

Siehe Nachtrag, unten S. 289. 

Merzenich. Kath. Pfarramt: 

1. 1483 Aug. 12. Transfix. Fundations-Urkunde des beneficii s. 
crucis in der Kirche zu Merzenich nebst einer von EB. Max 
Heinrich (d. d. 1677 Februar 15) erlassenen Reduktion der mit 
diesem Beneficium verbundenen Messen, welche hiernach ausser 
2 Wochenmessen auf eine Sonn- und eine Festtagsfrühmesse fest- 
gestellt werden. — Perg. Or. Mit S. des EB. — Hierzu mehrere 
Abschriften vom 16. Jahrh. und Akten über einen Streit wegen 
der Kollation, 18. Jahrh. 

2. 1486 Aug. 12. Etliche Nachbaren von Merzenich stiften zu ihrer, 
ihrer Eltern, Magen und Freunde Seelentrost eine ewige memorie, 
nämlich 6 Messen allwöchentlich in der Kirchspielskirche zu 
Merzenich; sie geben dazu 30 Malter Roggen erfliger komgulden- 
renten, lastend auf erbland im Gerichte Merzenich. Es siegeln 
der Pastor Albert Kemper und die Schöffen von Merzenich. 
(Diese Siegel abgenommen bei Anhängung eines Transfixes). — 
Perg\ Or. 



Kreis Düren. 265 

3. Hebebuch und Register der Pfarre zu Merzenich über die Ein- 
künfte, Zehnten und Gefälle, geschrieben von 1576 an durch Werner 
Fabritius, Pastor in Merzenich, und renoviert i. J. 1669, mit späteren 
Nachträgen. — 4°. Pap. Gepresster Lederbd., eine Schliesse fehlt. 

4. Stiftungsakten, 1610—1798. — Fol. Pap. 

5. Lagerbuch (protocollum generale) der Pfarr- und Mutterkirche 
St Laurentii martyris zu Merzenich und der derselben inkor- 
porierten Kapelle St. Amandi episcopi zu Girbelsrath. Zusammen- 
gestellt 1772 Juni 11. — Fol. Pap. Lederbd. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Merzenich: 
Getaufte 1663—1738, 

Auf der ersten Seite chronikale Notizen betr. Merzenich und 
Girbelsrath aus den Jahren 1624—1769, 
Getraute 1663—1737. 

2. Aus der Pfarrei Merzenich und Girbelsrath: 

a) Gestorbene 1663—1769; rückwärtig: Renten- und Anniversar- 
verzeichnis der Kirche zu M., zusammengestellt 1756, 

b) Geborene und Getraute 1738—1770, 

c) Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

3. Aus der Pfarrei Golzheim: 

a) Getaufte [1677] 1693—1803, 
Getraute 1678—1802, 

Verzeichnis der Pfarrer und Vikare in Golzheim, 
Gestorbene 1676—1803. 

Jede Abteilung mit besonderem alphab. Register nach den 
Vornamen. 

b) Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

4. Chronik der Bürgermeisterei Merzenich, 1815 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

Morschenich. Kath. Pfarramt: 

1. 1504 März 13. Vor Richter und Schöffen zu Düren übertragen 
Johann Smyt van Marken und Frau Jutte für sich und ihre Erben 
dem Frambach von Birgel und zu Hoynkyrchen und dessen Frau 
Adelheid ein Haus in der Oberstrasse (zu Düren) gegen einen 
Erbzinz von jährlich 19 Mark und 6 Schillingen. — Perg. Or. Das 
Dürener Schöffensiegel ist abgeschnitten. 

2. 1554 Juli 1. Vor Vogt und Schöffen zu Honekirchen verschreiben 
Johann Sehriver und Paulus Krauss, Schöffen zu Honekirchen, 
und des letzteren Frau Elsa der Kirche zu Morschenich 5 Malter 
Roggen Dürener Mass auf Remigii zu Honkirchen fällig. — Perg. 
Or. 2 Siegel, eines ab. 

3. Prozessakten über angefochtene Stiftungen für die Kirche, 17. und 
18. Jahrh. — Ein Konvolut zusammengebunden. 

4. Kirchenbuch; enthält sämtliche auf die Verwaltung der Kirche 
bezüglichen Aufzeichnungen : 



256 Kreis Düren. 

a) Getaufte 1682-1845, 
Getraute 1682—1844, 
Gestorbene 1683—1845. 

b) Anniversare, Rechte und Einkünfte der Pfarrstelle, Einkünfte 
des Chrisamhafers, des Altars der HH. Anna und Katharina, 
Einkünfte der Kirchmeisterei von 1682 an, Mitgliederverzeichnis 
der Bruderschaft, Verzeichnis derKirchenwohlthäterund Inventar 
der kirchlichen Paramente und Ornamente. 

5. Rechnungsbuch, 1692—1700. — 4°. Einband abgerissen. Pap. 

6. Einkünfte der Kirche, 1725—1740 und 1787—1797. — 8°. un- 
gebunden. Pap. 

7. Sammelband, enthaltend: 

a) Einkünfte der Kirche, 1776-1802, 

b) Getaufte 1794—1803, 

c) Anniversare und Stiftungseintragungen. 
Schmal-Folio. Halblederbd. Pap. 

Müddersheim. Kath Pfarramt: 

1. Stiftungsakten 17., 18. Jahrh. 

2. Akten betr. das Katharinen-Beneficiura, 17.— 19. Jahrh. — Fol. Pap. 

3. Buch der Einnahmen und Ausgaben der Kirche zu M., 1684 bis 
c. 1805. — Schmal-Fol. Schweinslederbd. 

4. Verzeichnis der Stiftungsmessen in Möddersheim, erecta anno 
domini 1660, renovata 1718. Auf Pergament tabellarisch geschrieben 
in 10 Nummern. [Früher eingerahmt in der Kirche ausgehangen.) 

5. Rentbuch der Kirche zu Müddersheim, renoviert 1740. — Fol. Pap. 
Geheftet. 

6. Desgl. renoviert 1745. — Fol. Pap. Lederbd. 

7. Getaufte, Getraute und Gestorbene 1779 bis jetzt. 

— Bürgermeisteramt Sievernich: 

1. Aus der Pfarrei Müddersheim: 
Getaufte und Getraute 1633—1815, 
Gestorbene 1638—1815. 

2. Aus der Pfarrei Disternich: 
Getaufte 1708—1799, 
Getraute 1709—1788, 
Gestorbene 1708—1789. 

3. Aus der Pfarrei Sievernich: 
Getaufte 1770—1790, 1770—1798, 
Getraute 1770-1798. 

— Burg. Im Besitze des Freiherrn von Geyr: 

Die Einsichtnahme in das angeblich reichhaltige Archiv 
wurde vom Besitzer einstweilen noch nicht gestattet. 



Kreis Düren. 257 

Nideggen. Kath. Pfarramt: 

AltereArchivalien nicht vorhanden. Da der Stadt Nideggen 
die Aufsicht über die Vermögensverwaltung der Kirche zu- 
stand, sind die Akten in das Archiv des Bürgermeisteramte» 
gelangt. Vgl. oben S. 251, nr. 27, unten S. 261, nr. 52—56, S. 283, 
nr. 1 und S. 288 (Wollerheim), nr. 1. 

— Bürgermeisteramt: 

Die reichhaltigen Archivalien, welche bisher in völlig 
ungeordnetem Zustande in einem grossen Schranke auf einer 
Speicherkammer des Rathauses untergebracht waren, werden 
demnächst geordnet und in würdiger Weise in einem ge- 
räumigen Zimmer des Rathauses ihren Platz erhalten. 

Zur Orientierung über die umfangreichen Bestände diene folgende 
Übersicht: 

A. Urkunden (Privilegien, nr. 1—13): 

1. 1313 Dezember 25 (in nativitate domini Jesu Christi). Gerard, Graf 
von Jülich, seine Gattin Elisabeth und sein erstgeborener Sohn 
Wilhelm verleihen der Stadt Nydeckin ein Freiheitsprivilegium auf 
ewige Zeiten. Datum Nydeckin. [Erstes Privileg]. — Perg. Or. 
2 S. (des Grafen Gerard und seiner Gattin Elisabeth), das 3 S. ab r 
Pressel noch vorhanden. — Vgl. Müller, Beitr. I, Aschenbroich, 
Gesch. v. Nideggen I S. 21, abgedruckt S. 181. 

2. [1313 Dez. 25] 1502 Dez. 3 (up sent Barberen avent). Transsumpt 
oder Vidimusbrief (Beglaubigung) des Freiheitsprivilegs der Stadt 
Nideggen von 1313, ausgestellt durch die Schöffen des Hofgerichts 
zu Jülich. — Perg. Or. 1 S. 

3. 1331 September 8 (up unser vrowen dach, dat man heist nativi- 
tatis). Graf Wilhelm von Jülich verleiht seiner Stadt Nydecgen 
die Freiheit von Abgaben, und gibt ihren Bürgern das Recht, nur sa 
viel Abgaben zu zahlen, als sie freiwillig leisten wollen. Rück- 
aufschrift: Proxima confirmatio [Erste Bestätigung]. — Perg. 
Or. sehr beschädigtes Siegel (ein nach links sprengender gehar- 
nischter Ritter). 

4. 1367 Febr. 4 (des neisten donrestaichs nae unser vrouwen dage r 
den man schryft purificatio). Herzog Wilhelm von Jülich bestätigt 
der Stadt Nydechen ihr von Graf Gerard, seiner Gemahlin und 
deren Sohn Wilhelm, seinem Vater, verliehenes Freiheitsprivileg. 
Zeugen: unse vrunt her Carselis van Meroide, her Johan van 
Harve, rittere, ind her Oelrich van Lupenamve, unse borchgreve 
zo Nydechen. [Zweite Bestätigung.] — Perg. Or. mit Siegel an 
grüner Seidenschnur (im Schilde der aufrecht nach rechts schrei- 
tende Jülicher Löwe). 

5. 1413 Jan. 7 (des saiterdaichs na druytziendage). Drifte 'Be- 
stätigung durch Maria, Herzogin von Jülich und Geldern und 
Gräfin von Zütphen. — Perg. Or. S. ab. 



258 Kreis Düren. 

6. 1435 Januar 8 (up den neisten saterstach na dem hilgen drue- 
tzienden dage). Vierte Bestätigung durch Adolph, Herzog zu 
Jülich-Berg etc. und Graf zu Ravensberg. — Perg. Or. 1 S. 

7. 1437 Sept. 16 (up den maindach neist na des heyigen cruytz dage 
exalt.). Fünfte Bestätigung durch Gerhard, Herzog zu Jülich- 
Berg etc. und Graf zu Ravensberg. — Perg. Or. 1 S. 

[Die sechste Bestätigung fehlt.] 

8. 1486 Juli 21 (up sent Marien Magdalenen avent). Siebente Be- 
stätigung durch Wilhelm, Herzog zu Jülich-Berg, Graf zu Ravens- 
berg etc. — Perg. Or. 1 S. 

D. 1511 Sept. 25 (uf den neysten donrestach na s. Matheus dage ap 
evang.). Achte Bestätigung durch Johann, ältesten Sohn zu 
Kleve, Herzog zu Jülich-Berg, Graf zu der Mark etc. Dat. Düren. 
— Perg. Or. 1 S. 

10. 1609 August 5 (st. nov.). Neunte Bestätigung durch Wolf- 
gang Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein etc., Herzog zu Jülich-Kleve 
Berg. — Pap. Or. Fol. 7 Seiten. Mit 3 Siegellack-Petschaften. 

11. 1661 Juli 4 (Düsseldorf )♦ Zehnte Bestätigung durch Philipp 
Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein etc., Herzog zu Jülich-Kleve-Berg. — 
Perg. Or. Mit dem Sekret-Siegel der Jülicher Hofkanzlei in Holz- 
kapsel an schwarzroter Schnur. 

12. 1681 März 31 (Düsseldorf). Elfte Bestätigung durch Johann 
Wilhelm, Pfalzgraf bei Rhein etc., Herzog zu Jülich-Kleve-Berg. — 
Or. Perg. -Brief, 8 Blätter. Das Sekret-Siegel der Geh. Ratskanzlei 
ist abgefallen. 

13. 1717 Juni 17 (Düsseldorf). Zwölfte Bestätigung durch Karl 
Philipp, Pfalzgraf bei Rhein etc., Herzog zu Jülich-Kleve-Berg 
etc. — Or. Perg.-Brief, 4 Blätter in gross-Folio. Mit anhängendem 
Hofkanzlei-Sekret-Siegel in Holzkapsel an schwarzer Seidenschnur. 

14. 1395 März 17 (up sent Geirdrude dach), Bynsvelt. Henrich Male 
van Bynsvelt und seine Frau Agnesa belehnen erblich den Johannes, 
Mathys Rügens sone } Geil Crayftz enkelen, mit ihrer hoifstat zu 
Nydecgen, die gelegen is neist bi der hoifstat Telemans van Blyden- 
steyn, di da e leit vur der Durender porzen gegen einen jährlichen 
Zins von 1 Mark und 2 Hühnern, zahlbar auf St. Martins-Tag im 
Winter in uns huys ind in uns herber ge zu Nydecgen; nach Ab- 
sterben des genannten Johannes soll dessen Nachfolger das Lehen 
myt halfme zins empfangen. — Perg. Or. 

15. 1483 Juli 28 (des neisten maendachs nae sent Jacobs dach des heyigen 
apostels). DieRäte und Schöffen des Hofes zu Jülich entscheiden in 
dem Streite der Schöffen von Nydechgen und der Nachbaren von 
Obermaubach gegen Peter von Ramsell zu Jülich, dat der vurg. Peter 
sulle schuldich syn mit [?] den van Overmobach ind anderen synen 
naeberen schätz inde ungelt zo betzalen, gelich sy des lange tzijt 
ind jaeren bis her yn oebongen ind gebruychen gewest synt, ind 
want Peter in des zo weder geweyst ist, dar omb sali hie die 



Kreis Düren. 25J> 

richtliche kost, her up ergangen, ind den heren ad vonf marck up 
genaede lyden ind gelden. Gegeven onder uns scheffen secreiU 
segel. — Perg. Or. 1 S. 

16. 1499 Juli 28 (St. Pantaleonstag). Wilhelm, Herzog zu Jülich-Berg 
Graf zu Ravensberg, bekennt, der Stadt Nydecken 40 Goldgulden 
schuldig zu sein, die sie ihm geliehen hat, und gelobt, die Summe 
oder deren gleichwertigen Ersatz nach einem Jahre, auf Pantaleons- 
tag 1500, zurückzuerstatten. Datum Haimboich. — Perg. Or. mit 
anhängendem gelbem Wachssiegel. 

17. 1571 Februar 20. Vergleich zwischen dem Dechanten und Kapitel 
der Liebfrauenkirche zu Jülich und der Stadt Nideggen zur Bei- 
legung der Streitigkeiten über die den beiden Parteien an dem Jung' 
holz zustehenden Gerechtsame. — Perg. Or. mit 2 anhangenden 
Wachssiegeln. Doppelte Ausfertigung. 2 Exemplare. 

18. 1573 März 11. Wilhelm, Herzog zu Jülich-Kleve-Berg etc., verleiht 
der Stadt Nideggen auf deren Ersuchen, da in der Stadt gar keine 
narung und kaufmannschaft getrieben, dadurch sie dan ins gemein 
sich mit irer haushaltung schiverlich behelfen theten, jährlich 
drei freie Jahrmärkte (1. auf den ersten Montag zu Halbfasten 
nach dominica Laetare, 2. auf St. Peter und Paul, 3. auf St. 
Huprechtstag, den 3. November). Datum Düsseldorf. — Perg. Or. 
1 anhängendes S. 

19. 1581 Mai 2. Die Kollegiatkirche zu Jülich bekennt, dass sie, um 
neue Kapitelshäuser ankaufen zu können, der Stadt Nideggen zu 
Jahrpacht auf 12 Jahre ausgethan hat ihr Gut, das Jungholz ge- 
nannt, für 90 gemeine Thaler, jeden zu 52 alb. gerechnet. — Perg. 
Or. Mit Siegel des Kapitels und der Stadt Nideggen. 

20. 1597 Juli 8. Die Herzoglich-Jülicher Räte zu Düsseldorf entscheiden 
in dem Prozess der Stadt Nideggen gegen die Stadt Düren wegen 
zwangsweiser Acciseneintreibung, dass die Stadt Düren dies un- 
berechtigt gethan habe und hinfort die Privilegien der Stadt Nideggen 
respektieren soll; die Kosten sollen kompensiert und verglichen 
werden. — Perg. Or. mit anhängendem Sekret-Siegel ad causas. 

21. 1602 Febr. 13. Instrumentum apprehensae possessionis und be- 
schehener Huldigung der Stadt, Schloss und Ambts Nidegen: 
Notariatsinstrument über die offizielle Besitzergreifung des Amtes, 
Schlosses und der Stadt Nideggen durch Anthonetta, Herzogin 
von Jülich-Kleve-Berg, und die dieser getätigte Huldigung zu 
Nideggen. Transsumiert sind die Bevollmächtigungsurkunden. — 
Perg. Or. 

22. 1611 Febr. 4. Anna, Gemahlin des Kurfürsten zu Brandenburg, 
Ernst, Markgraf zu Brandenburg, und Wolfgang Wilhelm, Pfalz- 
graf bei Rhein etc., bekennen, von der Stadt Nideggen leihweise 
700 Reichsthaler erhalten zu haben und versprechen, dieselben aus 
kilnftiglich eingeivilligter ambtz-steuern oder anderen verfallenden 
gemeinen mittelen zurückzuerstatten. Dat. Düsseldorf. — Pap. Or. 



260 Kreis Düren. 

mit eigenhändigen Unterschriften und aufgedrückten Pap.- Siegeln. 
Hierzu zwei gleichzeitige Abschriften. Pap. 

23. 1627 Sept. 7. Instrumentum provocationis eventualis appellationis 
vor Bürgermeister und Rat der Stadt Nideggen betr. den Mühl- 
zwang der Nideggener Bürger zu Schüdderfeld bei Nideggen. — 
Perg. Or. Notariatsinstrument. 

24. 1731 Mai 21. Copia authentica protocolli clementissimae com- 
missionis begangener limiten und dabey zugleich eingesetzter 
bann- oder schiedsteine zwischen der statt Nideggen und der 
herrschafft Thumb. — Fol. Pap. 8 Seiten. 

B. Summarische Übersicht der Akten: 

25. Inventar-Aufnahme des Inhaltes der Privilegien-Kiste vom 14. Juli 
1760 nach Renovierung des Stadt-Archivs auf Ratsbeschluss vom 
5. Juli. — Fol. Pap. 4 Blätter. Geheftet. 

26. Akten betr. die Freiheitsprivilegien der Stadt Nideggen, 17. Jahrh. 

27. Bürgermeisterei-Protokolle, 1582—1794 (lückenhaft). 

28. Bürgermeisterei-Rechnungen, 1457,1513-15, 1523, 1538-42, 1551-52, 
1564, 1653 bis Ende 18. Jahrh. 

29. Belege zu den Bürgermeisterei-Rechnungen, 18. Jahrh. 

30. Schatzzettel (Steuerveranlagungen) von Nideggen, Obermaubach, 
Mausauel und Schlagstein, 1553-1554, 1564, 1568—1569, 1622, 1623, 
1637, 1656 und 18. Jahrh. 

31. Jährliche Schatz- oder Umlegezettel der Stadt N., 1551—1691, sowie 
des 18. Jahrh. (lückenhaft). 

32. Bürgerliche Collecten- und Schatzzettel der Stadt N., 15.— 18. Jahrh. 

33. Jährliche Rechnungsbücher und Akten des Hospitales und Gast- 
hauses St. Joviniani zu Nideggen, geführt von den jeweiligen 
Gasthausmeistern, 15.— 18. Jahrh. (lückenhaft). 

34. Akten betr. Schul Verhältnisse zu Nideggen, 18. Jahrh. 

35. Akten der Stiftung Plönnis, 18. Jahrh. 

36. Akten betr. Wegebauten, Wegeregulierungen und Wegeabgaben, 
16.— 18. Jahrh. 

37. Akten betr. die Brücke über die Ruhr, 1665. 

38. Akten betr. die Mühle zu Schüdderfeld, 17. Jahrh. 

39. Protokolle und Wrogen-zettul der alter aufgerichter verdreg und 
verthedingter buschivrogen von wegen des Mausawels, beiden ge- 
meinden zu Nydeggen und Drove zugehörig, 1550—1676, 1677—1719, 
lose und lückenhaft c. 1750—1773. 

40. Akten betr. die forstlichen Verhältnisse und die Busch- Wrogen des 
Mausaueler Busches, sowie den Holzertag zu Boich, 1642, 1660, 
1722-1735. 

41. Sonstige Buschakten betr. Mausauel, Kurzenbusch, Rossberg, Mont- 
joie, 17.— 18. Jahrh. 

42. Jährliche Verteilung der Eckerntriften und Verdingung des Heide- 
landes bei Nideggen unter die Bürgerschaft, 1632 ff. 



Kreis Düren. 261 

43. Verthadingte veld-ivrogen zu Nideggen, 1601—1612. 

44. Weid- und Schweidgang zu Nideggen, 1663. 

45. Akten betr. Spezifikationen des Grundbesitzstandes, sogen. Morgen- 
zahl-Akten der Bürger zu Nideggen, 17. und 18, Jahrh. 

46. Erbungsbuch des Stadtgerichtes zu Nideggen (erstreckt sich auch 
auf die umliegenden Gebiete), 1636—1669. 

47. Beweisschrift über die strittige Zugehörigkeit der Erbgüter in Ober- 
maubach zur Nideggener Jurisdiktion, Auszüge von 1562 — 1626. 

48. Gerichtsbücher von N., 1557—1560, 1560—1565 und ff. Jahre. 

49. Schöffen- und Ratsgerichtsprotokoll: Vertzeichnus , was durch 
Schulthiss, Burgermeister, Scheffen und Rhät [zu Nideggen] in 
vorgefallenen sacken dis jair 1580 vor und nach gehandlet und 
beschlossen. — Fol. Pap. 

50. Akten des Appellationsprozesses der Stadt Nideggen und ihres 
Bürgers Heinrich Klein gegen den Dürener Accisemeister Gerhard 
Schutz und die Stadt Düren als Intervenierten des letzteren vor 
einer besonderen von der Jülicher Regierung eingesetzten Kom-. 
mission, 1591 — 1594. 

51. Sonstige Gerichts-, Schöffengerichts- und Prozessakten, 15.— 18. Jahrh. 

52. Akten, Rechnungen, Quittungen, Rentenverzeichnisse, Beden und 
Inventare der Kirche St. Johann-Bapt. zu N., 15.— 18. Jahrh. In 
specie: 

63. Rechnungsbuch der Einkünfte der Pfarrkirche zu N., 1670—1680. 

54. Akten betr. Stiftungen zu gunsten der Pfarrkirche zu N., 17. und 
18. Jahrh. 

55. Akten und Rechnungen der St. Sebastianus-, Urbanus- und Rochus- 
Bruderschaft zu Nideggen, 16. — 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

56. Akten der St. Matthias-Bruderschaft zu N., 18. Jahrh. 

57. Militaria (Belettbücher und -Zettel, Ordonnanzen, Einquartierungen, 
Requisitionen etc.), 17. und 18. Jahrh. 

58. Salva guardia, 1674. Gedrucktes Formular, handschriftlich ausge- 
füllt. Abgedruckt: Aschenbroich, Gesch. v. Nid. I, S. 214. 

59. Grentzen und bezirck des landts Monjoie. I. Hälfte des 17. Jahrh. 
— Fol. Pap. 7 Seiten. 

60. Ungeordnete Litteralien, 16.— 18. Jahrh. 

Iliederau. Kath. Pfarramt: 

Wiedererrichtung der Pfarrei 1842. 
Vgl. Burgau, oben S. 218 ff. 

1. Protokolle des Kirchen Vorstandes zu N,, 1597 Februar 9 bis 1665 
Mai 10. — 4°. Pap. Lose Blätter. 

2. Rentbuch der Kirche zu N., 1750 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

3. Getaufte 1699-1748, 1749—1762, 1750-1874, 
Getraute 1735, 1740, 1762-1773, 1774-1808, 
Gestorbene 1749-1807, 1770—1890. 



262 Kreis Düren. 

Niederzier. Kath. Pfarramt: 

1. Missale, Kodex des 13. Jahrb.; mit Nachträgen verschiedener Zeiten 
auf den ersten 12 Blättern, auf Fol. 1—160 das eigentliche Missale 
und dann auf den letzten 21 Blättern wieder spätere Nachträge. — 
Perg. Gross-Fol. 

2. Akten der Stiftung Casp. Weitz, 17. und 18. Jahrh. (1694 ff.). 

— Im Besitz der Schützenbruderschaft z. Z. in Händen des 

Vorsitzenden, Herrn Bürgermeisters Karl Heinrich Hoegen: 

1. Buch der St. Nicolaus-Bruder- und Schützengesellschaft zu Nieder- 
zier von 1667—1859. — Schmal-Fol. Pap. Schweinslederbd. (defekt).— 

2. Akten derselben Bruderschaft von 1792 an. 

— Bürgermeisteramt: 

1. 1624 Juli 1. Anton von Blitterstorf, Schultheiss der Kellnerei 
Hambach, gibt vor Notar und Zeugen auf Ersuchen der Ge- 
schworenen der zu Hambach zugehörigen Dörfer Weistum über 
die Jurisdiktion und Freiheiten seiner Kellnerei und deren Dienste 
seit seinem Dienstantritt i. J. 1578. — Fol. Pap. 

2. 1689 Februar 23. Der Vogt der Ämter Düren und Nörvenich und 
die Schöffen der unierten Gerichte Merzenich und Arnoldsweiler, 
sowie die Schöffen und Einwohner des Dorfes und Kirchspiels 
Arnoldsweiler verkaufen zur Abwendung der Kriegsbeschwerden 
dem Heinrich de Groete, Bürgermeister zu Köln, eine Jahresrente 
von 50 Rthlrn. bis zur Wiederlöse gegen eine Hauptsumme von 
1000 Rthlrn; als Pfand setzen sie aus ihrem Erbbusch, dem Düb- 
bender, 90 Gichten Holz. — Perg. Or. Siegel und Unterschriften 
abgeschnitten. 

3. Bürgen-Ordnung, erlassen durch Herzog Wilhelm von Jülich, 1557 
März 25. — Kop. Fol. Pap. 

4. Ordnung auf beyden büschen Dubbener und Brostart, deren sich 
die erben hinfürder gemäss zu verhalten. Datum Hambach, 1582 
November 19. Mit Nachtrag von 1612 Juli 5. — Kop. Pap. Fol. 

5. Auszug aus dem Protokoll der Verhörung der zum Bürgen-Busch 
Berechtigten und Beerbten des Arnoldsweiler Quartiers des St. 
Arnolds waldes zum Zwecke der Abteilung des genannten Quartiers. 
1770 Sept. 20 und 1771 Juni 19. — Kop. Fol. Pap. 

6. Hebezettel der Huppelrader Pacht zu Niederzier, 1630. — Schmal- 
folio Pap. 

7. Tenor citationis in finem publicandi serenissimi mandatum betr. 
Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Einwohnern von Buir 
und denjenigen von Eschweiler und Niederzier im Rathaus zu 
Düren, 1658 Sept. 23 bis 1659 Oktober 20. — Fol. Pap. 

8. Prozessakten, 18. Jahrh.; hauptsächlich Gemeinde Ellen c/a Ge- 
meinde Oberzier, Gemeinde Oberzier c/a Matth. Hohn. — Konvolut, 
Fol. Pap. 

9. Erb-Kaufbriefe, 18. Jahrh. Fol. Pap. Konvolut. 



Kreis Düren. 263 

10. Rechnungsbuch über Auslagen des Bertram Heiden für das Amt 
Niederzier, 1794—1800. — Fol. Pap. Geheftet. 

11. Aus der Pfarrei Niederzier: 

a) In einem Bande: 
Getraute 1649—1769, 
Getaufte 1649—1713, 
Gestorbene 1656-1770, 
Getaufte 1713—1770. 

b) Einzeln: 
Getaufte 1770—1790, 
Getraute 1769—1793, 1769-1798, 
Gestorbene 1770—1798. 

12. Aus der Pfarrei Ob er zier: 

a) In einem Bande: 
Anniversare 1724, 
Getaufte 1669—1769, 
Gestorbene 1668—1769, 
Getraute 1711—1769. 

b) Einzeln: 

Getaufte 1768-1802, 1770-1794, 
Getraute 1770-1798, 1770-1799, 
Gestorbene 1770—1799. 

Nörvenich. Kath. Pfarramt: 

Das Archiv enthält ausser den Nörvenich er Pf arramtsakten 
solche aus der supprimierten Pf arrei Ollesheim-Oberbolheim. 

1. Specificatio anniversariorum necnon redituum ecclesiae in Nörve- 
nich von 1791. — 1 Bd. Fol. Auf der Innenseite des Umschlags 
Reihe der Pfarrer seit 1462. 

2. Lager- und Rentbuch der Nörvenicher Kirche, 18. Jahrh., darin 
auch die dem Schulvikar obliegenden Pflichten von 1721 ver- 
zeichnet. — 1 Bd. Fol. 

3. Aus Nörvenich und Rath: 

a) Getaufte 1610-1770 (Abschrift Fol.). 

b) Getaufte, Getraute, Gestorbene 1770—1869. 

4. Rentbuch der unterdrückten Pfarrei Ollesheim (1 Bd. 4° in Perg.- 
Bd.), enthält: 

a) Offermans dienst und rhenten, 

b) Designatio anniversariorum, quae in ecclesia Ollesheim et Ober- 
bolheim servari solent, 1606 ff. 

c) Getaufte 1641—1746 \ 

Getraute 1733—1746 1 aus Woller sheim und Oberbolheim. 
Gestorbene 1733-1746 ) 

d) Testament des Pastors Molitons, 1726 Okt. 10. 

e) Visitationsrezess von 1649. 

f) Designatio dominorum pastorum in Ollesheim ab anno 1582, 
(zurückgreifend bis 1441). 

17 



264 Kreis Düren. 

5. Verzeichnis der Anniversarien von Ollesheim und Oberbolheim 
(Kapelle), angelegt 1821. — 1 Bd. 4<>. 

6. Aus der Pfarrei Olles heim- Oberbolheim: 

Getaufte 1770-1815, 
Getraute 1770—1801, 
Gestorbene 1770-1802. 

7. Chronik von allerlei Merkwürdigkeiten, angelegt von Reinerus 
Badenhewer, 1770, geführt bis 1789. — 1 Bd. 4°. 

— Bürgermeisteramt: 

Die älteren Archivalien der vereinigten Bürgermeister- 
ämter Nörvenich-Binsfeld — früher auf Hof Hommelsheim — 
beruhen im Bureau des beigeordneten Bürgermeisters in 
Frauwüllcsheim. Siehe oben S. 236. 

1. Nach der Verordnung der Kgl. Regierung zu Aachen vom 8. April 
1825 geführte Ortschroniken, deren Anfänge um einige Jahrzehnte 
zurückgreifen. 

Nothberg. Kath. Pfarramt: 

1. Casus papales reservati pro dioecesi Aquisgranensi juxta declar. 
It. V. generalis, 1591 bis c. 1800. Hs. von c. 1800. — 4 Seiten Pap. 

2. Akten betr. Kirchenrenten, 1676 ff. 

3. Stiftung des Pastors Joh. Christ. Morschel und des Jak. Krutgens 
zu gunsten der Kirche zu N., 1696 Jan. 16. Mit Beilagen 1696 — 
19. Jahrh. 

4. Akten betr. Anniversare, Stiftungen und Stiftungsangelegenheiten, 
1747—19. Jahrh. 

5. Kirchenrechnungen, 1755 ff. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Landmass des halben Quartals Nothberg nebst B[!]eleidgang, 1747. — 
Fol. Pap. 

2. Hauptkirchenlagerbuch der Pfarre Nothberg, renoviert aus alten 
Hebregistern, 1772. — Fol. Pap. 

3. Aus der Pfarrei Nothberg: 

Getaufte 1676-1717, 1717-1739, 1744-1769, 1770—1798. 
Getraute 1684-1716, 1717-1720, 1725-1769, 1770— 1798. 
Gestorbene 1683-1717, 1717—1770, 1770-1798. 

4. Aus. Wenau: 

Getaufte (Duplicatio), 1770—1805. 

— Nothberger Hof: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Oberzier. Kath. Pfarramt: 

1. Catalogus ecclesiarum Juliacensi decanatui subjectarum una cum 
designatione collatorum nominibus pastorum vicecaratorum vicari- 
oruni altaristarum officiantium additis etiam monasteriis tarn 



Kreis Düren. 265 

monachorum quam monalium sab eodem districtu häbüantium, 
c. 1650—1670. — Fol. Pap. Geheftet. 

Paland. Haus — bei Weisweiler: 

Nach Angabe des Herrn Gutspächters Zimmermann be- 
finden sich auf Haus Paland keine Archivalien. 

Pier. Kath. Pfarramt: 

1. Konvolut loser Akten, enthaltend : 

a) Kirchenrechnung, 1592—1596, 

b) Rechnungsakten, 17.— 19. Jahrh., 

c) Diverse Akten und Aufzeichnungen historischen Inhaltes betr. 
Pier, Bonsdorf, Merken und Schophoven, 

d) Notizen zu den Ab- und Ansetzungen des Dingstuhls Pier und 
Merken, 1785—87, 

e) Akten betr. Nebenschule in Schophoven, 1725, 

f) Akten betr. Ländereien des Zehnhofes zu Vilvenich, 1671, 

g) Akten betr. Lehngüter der Abtei Brauweiler und Propstei 

Zülpich, 1521, 
h) Testament des Juncker Job. v. Verken, 1488. — Kop. 
i) Erbpachtzettel des kurfürstlichen Hofes zu Merken, 1438. — 

Fol. Pap. 

2. Akten betr. Pfarramt zu Pier, seine Verwaltung, Rechte, Pflichten, 
Stellung zu den Benefizien und Geschichte, 17.— 19. Jahrh. — Lose 
in Umschlag* Fol. Pap. 

3. Stiftungsakten, 17.— 19. Jahrh. — Fol. Pap. Lose in Umschlag. 

4. Aus der Pfarrei Pier: 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1801—1827. 

5. Aus der supprimierten Pfarrei Bonsdorf in Pier: 
Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1838. 

PlSSenheim. Kath. Rektorat: 

Ältere Archivalien siehe im Nachtrage, unten S. 290. 

ftath bei Nörvenich. Kath. Rektorat: 
Altere Archivalien nicht vorhanden. 

ftath, Haus — bei Düren. Im Besitz des Freiherrn von Bourscheidt: 

Das ziemlich reichhaltige und gegen Ende des 18. Jahr- 
hunderts geordnete, aber augenblicklich in dieser Ordnung 
nicht mehr befindliche Archiv stammt vom Hause Merödgen, der 
jetzigen Röthgen er BurgbeiEschweiler(imLandkreiseAachen) 
und enthält in der grossen Mehrzahl Urkunden und Akten 
über die Familien- und Vermögensverhältnisse der Freiherren 
von Bourscheidt, sowie Stammbäume, genealogische Nach- 
weise, Heiratsverträge, Prozesse, Briefschaften, Obligationen, 



266 Kreis Düren. 

Pachtbriefe, Rechnungen etc. der mit den Freiherren von 
Bourscheidt in Verbindung stehenden Familien Beissel von 
Gymnich, Beissel zu Schmidtheim, Blanckart, Bongard zu 
Paffendorf, Elmpt, Harff, Höningen, Hompesch zu Tetz und 
zu Bolheim, von der Horst zu Helmersheim, Landsberg zu 
Olepe, Leerodt, Leyck, Merode, Nesselrode, Paland, Reuschen- 
berg, Schaesberg, Scheiffart, Schellard, Schenck, Steinen, 
Steprath etc. Die meisten Pergament-Urkunden sind bereits 
von dem verstorbenen Grafen Ernst von Mirbach - Harff 
inventarisiert worden; die von ihm angefertigten Regesten 
sind nachstehend verwertet. 

1. 1381 März 20 {Gudestags nach St. Gertrud). Paul von In den und 
die übrigen Schöffen zu Inden bekunden, dass Adam von Merötchen 
und Heilwig, Eheleute, dem Heinrich von Gevenich 20 Malter jähr- 
licher Erbrente verkauft und ihren Zehnten zu Inden, ein Lehen 
des Herrn von Elsloo, als Unterpfand gestellt haben. Für die 
Schöffen von Inden siegeln die Schöffen zu Pier. — Perg. Or. S. 
erhalten. 

2. 1403 April 6 (Freitags vor Palmtag). Gerhard Munkart von 
Kirspenich verkauft dem Peter Eilerborn von Münstereifel Lände- 
reien und Benden, vorbehaltlich der Rente von 5 Maltern Spelz und 
5 Hühnern, die Jörgen Munkarts Weib und der Schöffe Johann 
Burnheim daran haben. — Perg. Or. S. ab. 

3. 1407 März 6 (auf Laetare). Stina von Hae?ie, Aebtissin, und der 
Konvent zu Gnadenthal [bei Neuss] verkaufen an die Eheleute 
Henken und Guda Nolden 10 Morgen Land im Kirchspiel Hoeningen. 
— Per. Or. 2 S. ab. 

4. 1412 Juli 4. Gobel van dem Vynck zu Walporzheim und seine 
Familie verkaufen an Heinrich Stolzer, Schultheiss der Domherren 
in Walporzheim, und an Metza, dessen Frau, einen Hof mit Kelter- 
haus in Walporzheim. — Perg. Or. S. der Schöffen von Ahrweiler 
abgefallen. 

5. 1414 März 17 (auf St. Gertrudis-Tag). Arnold von Hemberg, kölnischer 
Kämmerer, bekennt, den Eheleuten Johann und Greta Eüerbom 
300 rheinische Gulden schuldig zu sein und stellt als Bürgen; 
Pawin von Holzheim, Wilhelm Krusseler von Nürburg den Jungen 
und Heitgen v. Weier. — Perg. Or. S. ab. 

6. 1420 Sept. 25 (Gudestags nach Matthäus). Hermann von Rande- 
rath, Lisa von Oetgenbach, seine Frau, und Kryssem von Thurn, 
der Lisa Vortochter, verkaufen dem Thys Merayt von Reiffer- 
scheidt und Ailken, dessen Frau, ihr Gut zu Drysse [Oberdrees] r 
genannt das Thumgut von Sintzig mit Freiheit und Herrlichkeit. — 
Perg. Or. S. ab. 

7. 14 . . [aber vor 1423] im März. Zerrissene Urkunde, aus der soviel 
zu ersehen, dass Frambach von Birgel und Johanna, seine Frau, 
die Eheleute Wilhelm und Lisbeth mit dem Hofe Volkeurath be- 
lehnt haben. Mit Frambach hatten gesiegelt: Simon, soin Bruder, 



Kreis Düren. 267 

Wilhelm von Hasewerth, sein Schwager, Edmund und Carsil von 
Merötchen, Gebrüder, seine Verwandten. — Perg. Or. S. ab. 

8. 1426 Februar 24 (auf Mathias-Tag). Philipp Stach, Sohn zu Golz- 
heim, verkauft vor den Schöffen zu Hochkirchen, unter Mitbesiege- 
lung des Briefes durch seinen Bruder Reinhard Stach zu Golzheim 
dem Reinhard von Reichenrode 6 Malter Roggen Erbrente aus 
seinem Hofe in Golzheim. — Perg. Or. Nur Philipps Siegel hängt 
noch unverletzt an (Wappen mit Querbalken und Turnierkragen). 

9. 1431 März 12 (auf Gregorius-Tag). Werner von Dreyse und 2 andere 
bekennen sich dem Thys Merayt von Reifferscheidt zu einer 
Schuld von 40 Maltern Roggen. Für sie siegelt Nicolaus von 
Kommern, Pfarrer zu Dreysse [Oberdrees], — Perg. Or. 1 S. 

10. 1432 Oktober 1 (auf Remigius-Tag). Meis von Fuerde und Fiegen f 
seine Frau, gestatten dem Heinrich von Harff und Liesgen, dessen 
Frau, die 105 Gulden Jahrrente, welche auf dem Hofe Ucking- 
hoven haften, und die ihnen von Heinrich verkauft worden, mit 
1100 Gulden abzulösen. — Perg. Or. S. des Meis, seines Sohnes 
Gotschalk und der Schöffen von Rommerskirchen ab. 

11. 1434 Sept. 18 (Samstags nach Kreuz-Erhöhung). Auf vom Stein- 
haus zu Overath, Pia, seine Schwester, Druitgen, der Pia Tochter, 
Nonnen zu Dünnwald, Mettel, Wittib des Heinrich vom Steinhaus, 
und ihre Kinder verkaufen den Eheleuten Rorich und Nesa von 
Beldenhuysen ihr Gut Aldenberg im Kirchspiel Overath. Mit der 
Familie Steinhaus siegeln Ritter Dietrich von Langet [führt einen 
Zinnenbalken], Wilhelm von der Moelen und Heinrich vom Zweifel, 
Albrechts Sohn, Kellner zu Bensberg. — Perg. Or. S. [Die Stein- 
haus führen im Wappen drei rechtsschräg-diagonaliter gestellte 
Rauten und einen Halbmond im linken Oberwinkel.] 

12. 1436 Januar 13 (auf andach des Dreizehn tags). Clas von der Aer 
und Lisa von Bachern, Eheleute, verkaufen an Thys Merayt und 
Ailke, seine Frau, ihr Gut zu Dreyse [Oberdrees], genannt das 
Thomgut von Sintzig, mit Herrlichkeit und Freiheit, wie der Lisa 
Eltern, Arnold Thonis von Bachern selig und Metza, seine Frau, 
es besessen haben. — Perg. Or. Die Siegel des Clas, der Lisa, 
der Metza, des Heinrich von Dadenberg und das von dessen Frau 
Metza, der Lisa Schwester, sind abgefallen. 

13. 1446 im August. Friedrich Voss von Lechenich verkauft dem 
Johann Merayt von Reifferscheidt eine Erbrente von 3 Maltern 
Roggen. Mit dem Verkäufer [der 2 gekreuzte Pfeile im Wappen 
führt] siegelt Wilhelm von Kinzweiler, genannt von Müddersheim 
[dessen S. ab.] — Perg. Or. 

14. 1447 Oktober 23 (auf Severins-Tag). Otto von Aer, Vogt, Johann 
von Kyll und Bälduin, Schöffen zu Münstereifel, bekunden, dass 
Dam Luchelgyn dem Johann Merayt von Reifferscheidt für 9V2 Mark 
seine Wiese in der Kaynbach in Erbpacht gegeben habe. — Perg. 
Or. 3 S. ab. 



268 Kreis Düren. 

15. 1449 März 2. Jordan Mute von Irnich und Balduin von Berg 
versichern den Eheleuten Johann Savage und Alverade von Thurre r 
genannt Ire, wegen einer Schuld von 1000 Gulden eine jährliche Rente 
von 100 Gulden in der Stadt Köln, und zwar verbürgt sich Balduin 
für den Hauptschuldner Jordan, weil sein Sohn Gerhard mit der 
minderjährigen Beatrix von Irnich, Jordans und der verstorbenen 
Jatgen Tochter, vermählt ist. Weitere Bürgen sind: Engelbert 
NU von Birgelf Wilhelm von Vlatten zu Dreiborn, Dam von Auice 
[Burgau] und Rabot von Berg, Balduin s Vetter. — Perg. Or. 
(Rabots Siegel zeigt einen Querbalken und einen Vogel im rechten 
Oberwinkel). 

16. 1449 Mai 1 (auf den heiligen Meytagh). Heinrich Bumeister, 
Priester zu Euskirchen, überlässt vor Zeugen und Schöffen zu 
Klein-Büllesheim dem Thewus ran Bü lies heim und dessen Frau 
Nesen genau genannte Haus, Hof, Ackerland, Busch, Wiesen und 
Weiden zu Klein-Büllesheim gegen eine jährliche Erbpacht von 
6 Maltern Roggen. — Perg. Or. S. beschädigt. 

17. 14 .. Dezember 31 (auf Neujahrs-Abend). Bruchstück einer Urkunde 
ohne Siegel, durch welche Johann von Reifferscheidt und Druthgen T 
seine Frau, der Oberin Mettel Stommel von Mülheim und dem 
Kloster auf der Breitestrasse in Köln 6 Malter Roggen Erbrente 
verkaufen und Land bei Neurath und Frimmersdorf zum Pfände 
setzen. — Perg. Or. Es siegeln die Schöffen zu Frimmersdorf. 

18. 1454 Dezember 4 (auf St. Barbara-Tag). Vor Stass von Heghem, 
dem heinsbergischen Lehnsstatthalter zu Milien, Johann von Kod~ 
graven, Vogt daselbst, und Johann von Heghem bekennen Beiner 
Schuwe und Jutta, seine Frau, sich den Eheleuten Jelis und Lisa 
von Horrich zu einer Schuld von 14 Maltern Roggen Erbpacht, 
versichert auf einen Hof im Kirchspiel Saeffeln. — Perg. Or. 
3 S. ab. 

19. 1455 Januar 8. Dam von Fischenich, genannt Bell, Lehnsstatthalter 
zu Heinsberg, Johann Bastard von Heinsberg und Sander von Eyl 
als Lehensmannen bekunden, dass Peter Kessel von Nürburg sein 
elterliches Gut zu Stockheim, ein Lehen von Heinsberg, mit dem 
Consens des Johann von Aue [Burgau] bezüglich der Ablöse einer 
Rente von 16 Maltern Roggen verkauft habe. — Perg. Or. 4 S. 
[Fischenich führt Querbalken und Fisch, Johann den Löwen mit 
Bastardbalken, Sander eine Gleve, Peter ein Kreuz im Wappen.] 

20. 1455 Mai 25. Hermann von Horrion, Lehnsstatthalter, und 3 Va- 
sallen zu Elsloo bekunden, dass Johann Pollem und seine Frau 
Eva von Berg, Herrn Rainers Tochter, dem Andries von Weers 
den halben Hof Moeterberg, ein Lehen der Herrschaft Elsloo, ver- 
kauft haben. — Perg. Or. 4 S. ab. 

21. 1466 Oktober 23 (up sent Severyns dach). Reynhart van Ouessem 
reversiert dem EB. Ruprecht von Köln seine Belehnung mit l l l 2 hoefen 
landz in dem geylgaiv, welche zu seinem Behufe von Friedrich van 
der Koulen aufgetragen sind. — Pap. Fol. Or. Ohne S. 



Kreis Düren. 269 

22. 1470 Sept. 15. Reinart Krummel van Eynatten und Dietrich 
Krummel van Nechtersheim stellen dem Johann von Burtscheyt, 
Herrn zu Büllesheim, welcher sich für sie bei Johann Gebuyrghyn, 
genannt von Brandtscheidt, für 500 Gulden verbürgt hat, einen 
Schadloshaltungsbrief aus. — Perg. Or. 2 S. 

23. 1471 Juli 24 (auf St. Jakobs-Abend). Gerhard, Herzog, und Sofia, 
Herzogin von Jülich und Berg, stellen ihrem Rate und Amtmann 
zu Grevenbroich, Ritter Heinrich von Ilompesch, der sich für sie 
mit anderen bei Heinrich Beckers wegen 4400 Gulden verbürgt 
hat, einen Schadloshaltungsbrief aus. — Perg. Or. 2 S. 

24. 1476 Mai 21. Goddart und Friedrich von Steprath teilen nach 
dem Tode ihres Bruders Friedrich. Goddart bekommt den Hof zu 
Blazheim, Friedrich den zu Steprath und einige Besitzungen und 
Renten in Köln; nach dem Tode ihrer Mutter Hermanna, jetzt 
Ehefrau Johanns von Harff, soll Goddart die Höfe zu Thynen und 
Friesheim und Renten an Gütern zu Wissersheim, Dorsfeld, Man- 
heim und Buir, Friedrich aber den Burghof zu Lutzem [Lüxheim?] 
und das Gut zu Boevenich erhalten. Mit Goddart siegeln Luffart 
von Schidderich, Vater von Goddarts Frau Bela, Joh. v. Harff als 
Stiefvater, Johann lHck von Sieberg als Ohm, Poe von Kinzweiler 
als Vetter und endlich Friedrich von Steprath als Bruder und 
Partei. — Perg. Or. Nur Friedrichs S. erhalten. 

25. 1478 März 8 (auf Judica). Wilhelm, Herzog zu Jülich und Berg, 
stellt seinem Rate und Amtmann zu Münstereifel, dem Ritter 
Heinrich vonHompesch, der sich für ihn bei Joh. von Nechtersheim 
mit anderen für 1600 Gulden verbürgt hat, einen Schadloshaltungs- 
brief aus. — Perg. Or. 1 S. 

26. 1484 Juni 12. Ehevertrag zwischen Vincenz von Huyssen und 
Beatrix Stael von Holstein. Sie wird an Haus Lathum bei Linn, 
er am Hofe zur Mühlen b. Leichlingen bewittumt. Zeugen: Dietrich 
vou Mors, Dechant zu St. Severin in Köln, Johann von Buyrisch, 
Bruder [Schwager?] des Vincenz, und Bumilian von Calkum auf 
Seite des Bräutigams; auf Seite der Braut: Johann Stael, ihr Bruder, 
Lutter, Wilhelm und Lutter Stael von Holstein, Gerhard von der 
Horst zu Hürth und Amt von Hemberg. — Perg. Or. Nur des 
Wilhelm und des Amt S. erhalten. 

27. 1485 März 5. Hilla Wewers und ihre Kinder verkaufen der Kar- 
thause bei Trier ihr Kirchhaus zu Weilerswist. Zeuge : Gerhard 
Schutts, Pastor daselbst. — Perg. Or. Das Weilers wister Kirchen- 
siegel anhängend. 

28. 1486 Juli J8 (Dienstag nach St. Alexistag). EB. Hermann von 
Köln fällt auf Antrag des Domkapitels zu Köln und des Ritters 
Johann von Bortschit, Amtmannes zu Hart, einen Schiedsspruch in 
Streitigkeiten zwischen denselben wegen verschiedener Güter und 
Gerechtigkeiten zu Büllesheim. — Perg. Or. 1 S. Duplikat. 

29. 1488 Juni 25 (Godestags nach dem Geburtstage Johannes des 
Täufers). Die Karthause bei Trier verkauft ihr Gut und Gericht 



270 Kreis Düren. 

zu Weüerswist mit Genehmigung ihres Visitators, des kölnischen Kar- 
thäuser-Priors Johann, für 400 Goldgulden den Gebrüdern Conrad 
und Johann [von Merode] von Killseggen. — Perg. Or. 2 S. 

30. 1493 Februar 8 (Freitags nach Blasius-Tag). Teilung zwischen 
den Gebrüdern Conrad und Johann von Merode, genannt von 
Külseggen. Conrad erhält das Haus Külseggen mit allem Zubehör, 
Johann 200 Malter Erbrente, mit 4000 Goldgulden ablösbar. Mit 
den Parteien siegeln Gosvcin Brent von Vernich als Schwager und 
Johann Jaeden von Geyen als Vetter. — Perg. Or. Die S. der 
Zeugen erhalten; Jaeden führt drei Judenhüte im Wappen. 

31. 1495 Februar 3 (auf Blasius-Tag). Johann von Harffund Hermanna, 
seine Frau, verkaufen dem Gerhard von Heze, Abt, und dem 
Kloster Knechtsteden 16 Morgen Land vor den Schöffen des Hofes 
Anstel. — Perg. Or. 4 S., darunter das Harff'sche erhalten. 

Die wichtigsten Stücke aus der Zeit nach 1500 sind: 

32. 1500 Juli 15 (Gudestags nach Margarethen-Tag). Gerhard von 
Quernheim und Agnes von Gevenich, Eheleute, und Wilhelm von 
Cortenbach uud Stinchen von Gevenich, seine Frau, teilen die Nach- 
lassenschaft des Jelis von Gevenich und der Stinchen, ihrer Eltern 
bezw. Schwiegereltern. Agnes erhält Hof und Land im Altwerk 
bei Düren, den Hof in Stepperath und verschiedene Renten, 
Stinchen verschiedene Häuser und Renten in Aachen, Zülpich, 
Golzheim undBuir; ihrer Schwester Jutta von Gevenich, Nonne zu 
Wenau, wird eine Leibrente von 22 Gulden vorbehalten. Mit 
Quernheim und Cortenbach siegeln: Edmund von Pallant zu Mau- 
bach, Gerhard von Berg-Blens, Reinhard Bock von Golzheim, Dam 
von Drove, Johann Brich von Geibeck, Johann von Cortenbach, 
Wilhelm von Schaesberg. — Perg. Or. S. ab. 

33. 1508 Oktober 9 (auf Dionysiustag). Gerhard von Quernheim, 
Johanns Sohn, Amtmann und Schultheiss zu Düren, gibt mit Ge- 
nehmigung seiner Brüder Johann, Domherrn zu Minden, und Jaspar 
von Quernheim die Leibzucht von 600 Goldgulden seiner Frau 
Agnes. Mit den Brüdern siegelt ihr Vetter Ludolf Hake, Domherr 
zu Minden, der 3 Hacken im Wappen führt. — Perg. Or. DieS. erhalten. 

34. 1511 August 14. Elisabeth von Merötchen, Emont und Carsil, ihre 
Söhne, verkaufen an Jakob Froester 10 Morgen freien Landes bei 
Lohn für 133 Goldgulden. Mit den Verkäufern siegelt der Pastor 
zu Lohn, Heinrich Kremer von Echt. — Perg. Or. Die S. ab. 

35. 1513 November 9 (Gudestags nach Leonardus-Tag). Sander Droste 
zu Beck und Katharina Stael, seine Frau, verkaufen dem Walraf 
Brent von Vernich, Herrn zu Külseggen, für 1800 Gulden und 
100 Malter Korn die 200 Malter Korn, welche Katharina noch leib- 
zuchtsweise an Külseggen gehabt. Mit Sander siegeln Gauwin 
vom Haus, Vogt zu Bonn, Wilhelm [Grynf] und Walraf Schriftart 
von Merode, genannt von Külseggen. — Perg. Or. Die S. unkenntlich. 

36. 1517 März 6 (Freitags nach Invocavit). Coen von Vlatten, Erb- 
schenk von Jülich, gelobt dem Johann, Sohne des f Pastors Johann 



Kreis Düren. 271 

Vassbender zu Boslar, Linnich und Frenz, der ihm Schuldbriefe 
zurückgestellt, eine Leibrente von 40 Gulden 20 Albus, versichert 
auf den Zehnten zu Elvenich. Mit dem Aussteller, dessen Siegel 
abgefallen, siegeln die Schöffen zu Elvenich in der Herrschaft Boll- 
heim. — Perg. Or. 

37. 1524 November 4 (auf Freitag, Octav vor Martini). Wilhelm, von 
Cortenbach und Stinchen von Gevenich, Eheleute, verkaufen vor 
Johann v. Pallant, Lehnsstatthalter und Amtmann zu Wilhelmstein, 
Hubert von Lieventhal-Pattern und Peter Schumacher von Noth- 
berg als Mannen von Lehn ihrem Schwager Gerhard von Quern- 
heim, Schultheissen zu Düren, und Agnes, seiner Frau, eine Erb- 
rente von 10 Gulden aus dem Hofe hinter der Kirche zu Dürwiss. 
— Perg. Or. Nur Huberts Siegel, das einen Löwen zeigt, noch 
kenntlich. 

38. 1525 Dezember 23. Anna von Paffrade, Äbtissin, und das Kloster 
Mariengarten zu Köln quittieren dem Gerhard von Quernheim über 
275 Gulden, die er mit seinen Töchtern Katharina und Anna dem 
Kloster übergeben hat, davon sie Leibrenten erhalten sollen wegen 
des Verzichtes auf ihre Erbgüter. — Perg. Or. Das Klostersiegel ab. 

39. 1530 Januar 4 {uf dinstaich na jairs daich) . Vor Werner van Pallant, 
demLehnherrn der Herrlichkeit und des Landes Wassenberg, und vor 
Jorigen van Hoengen und Johann Leyendecker als man van liehn 
übergibt Johann van Randcnroide dem Heinrich van Randenroide, 
seinem Neffen, das gedeyltz, nämlich den 12. Teil, welchen er an 
dem Hofe zu Wylaken im Kirchspiel Ophoven im Lande Wassen- 
berg hat, gegen eine Summe von Pfennigen. — Perg. Or. 3 S., das 
des W. van Pallant ab. 

40. 1530 März 29. Vertrag zwischen den Gebrüdern Friedrich und 
Wilhelm von Steprath, gemäss welchem der letztere auf Müdders- 
heim und den Hof in Jackerath und andere Besitzungen gegen 
12 Gulden und eine Forderung von 300 Gulden verzichtet. Die 
Höfe in Dorsfeld und Luxheim sollen beiden gemeinschaftlich ge- 
hören. Diesen Vergleich habeu beredet und versiegelt: Dietrich 
Meinerzhagen, Probst und Domherr zu Köln, Dr. juris Albrecht 
von Zweiffei, Otto von Metternich, Wilhelm von Beissel und 
Engelbert Tyn von Schlenderhan. — Perg. Or. Nur des Albrechts 
S. erhalten. 

41. 1530 Juni 29. Teilung zwischen Fia von Quernheim, Gattin des 
Johann von Merayt, und deren Schwester Christine, Gattin des 
Johann von Mirbach, nach dem Tode ihrer Eltern Gerhard und 
Agnes. Pia bekommt den Hof Altwerk und einige Renten, Christine 
den Hof zu Stepperath etc., sie soll aber ihrer Schwester Agnes, 
Nonne zu Köln, eine Leibrente von 15 l /2 Gulden zahlen, Fia der 
Schwester Maria, Nonne zu Schweinheim, eine solche von 16 Gulden. 
Mit Merayt siegeln Dam von Weworden, Herr zu Drove, Reinbold 
von Aldenrode und Reinhard Bock von Lichtenberg; mit Mirbach: 
Joh. Hochkirchen, Droste zu R.inderath, und Clas von Mirbach. 



272 Kreis Düren. 

Das S. des letzteren erhalten. — Perg. Or. — Hierzu ein Duplikat, 
an welchem die Siegel des Reinbold (2 Rechtsbalken und 1 Turnier- 
kragen), des Reinhai-d (Querbalken, daneben 3 Vögel) und des Gas 
erhalten sind. 

42. 1534 Februar 1. Heirats vertrag zwischen Johann Kolff von Vettel- 
hoven und Agnes, Tochter des Wilhelm von Berg-Blens, und der 
Eva von Hetzingen. Er bringt Haus Vettelhoven mit Herrlichkeit 
und Zubehör, wie sein Vater es gehabt, in die Ehe, ferner Höfe zu 
Holzweiler, Esch, Cartveiler und Stotzheim etc., die Braut erhält 
40 Malter Roggen für jetzt und nach dem Tode ihres Gross vaters 
Adolf von Hetzingen 40 Gulden, nach der Eltern Tode ist sie an der 
Hetzinger-Mülenarker Erbschaft berechtigt. Zeugen: Bertram Kolff 
zu Winterburg \ Emmerich Kolff, Thomas v. d. Broel, Franz Spies 
von Schweinheim, Werner v. Binsfeld, Landdroste etc., Daem ??. 
Merode- Frankenburg, Gerhard v. Merode, dessen Sohn, Bertram 
von Weworden zu Drove und Wilhelm Hammerstein, Pastor zu 
Berg. — Perg. Or. Die S. noch erhalten, aber vielfach beschädigt. 

43. 1539 Februar 2. Friedrich von Steprath und Margaretha von 
Seibach, Eheleute, versprechen ihren Dienern Johann Schaeffdriesche 
und Eisgen von Bornheim, Eheleuten, lebenslängliche Beköstigung 
mit Bier und Brod, wogegen sie ein unmündiges Kind in Pflege 
nehmen sollen, bis es sein Brod selbst verdienen kann. Mit Friedrich 
siegelt Thonis von Boppard, Pastor zu Waldorf. — Perg. Or. Die 
S. ab. 

44. 1541 März 15. Notarielles Instrument über die Besitzergreifung 
einer von EB. Hermann von Köln dem Friedrich von Steprath 
iun. im Severinstifte zu Köln verliehene Präbende durch Magister 
Heinrich Bornheim als Prokurator. — Perg. Or. 

45. 1561 Juni 7. Kurfürst Johann Gebhard von Köln belehnt den 
Wilhelm von Steprath, zugleich für seine Brüder Friedrich und 
Conrad mit dem Offenhause Höningen, wie es Wilhelms Vater 
Friedrich getragen. Zeugen: die Lehnsmänner Georg v. d. Leyen, 
Hofmeister, Rat und Amtmann zu Andernach, Dietrich von Eyll 
und Dietrich von Meschede, Türwärter. — Perg. Or. Des Erzbischofs 
S. verletzt. 

46. 1567 Oktober 25. Wilhelm von Harff, Herr zu Alsdorf u. Hürth, 
Jülicher Erbhofmeister, verzichtet für sich und seinen Sohn Anton 
erblich anf den Hof Volkenrath zu gunsten des Kaspar Sengeis, 
Schultheissen zu Jülich, vor Johann von Reuschenberg, Marschall 
und Amtmann zu Wilhelmstein, als Lehnsstatthalter daselbst und 
Gerhard vonHersel zu Margreten und Colyn Bock als Vasallen der 
Mannkammer Wilhelmstein. — Perg. Or. Die Siegel der Genannten 
sind meist noch erkenntlich. Bock führt das Scepterkreuz, Sengeis 
einen Bock. 

47. 1569 August 29. Adelsbeweis der Anna von Gymnich, Witwe von 
Reuschenberg und Frau zu Eicks, auf Grund der Buschordnung 
des Boichhultz für eine Adelsprobe vor dem Domkapitel zu Trier 



Kreis Düren. 27& 

aufgestellt durch Dietrich von Paland zu Breidenbend, Statthalter 
und Amtmann zu Wassenberg. Dat. Breidenbend. — Kop. Pap. 
4 Fol.-Blätter. Die Transsumptbriefe sind datiert: 1468 September 29* 
(sent Michels thag), 1470 Oktober 16 (up sanct Gallen thag) und 
1569 August 17. 

48. 1572 April 9 (Gudestags nach Ostern). Lorenz Holthausen, Scho- 
laster zu St. Georg in Köln, gestattet dem Conrad von Steprath 
zu Höningen eine Erbrente von 50 Goldg. mit 100 Goldg. abzulösen. 
— Perg. Or. S. des Ausstellers abgefallen, das des Schöffen von 
St. Gereons-Frohnhof zu Ockhoven verwischt. 

49. 1583 Juli 30. Vor Hermann Nolden, Vogt zu Nörvenich, und 
den Schöffen des Gerichtes Merzenich und Arnolds weil er nehmen 
Conrad von Steprath zu Höningen als Vater, Arnold von Wachten- 
donk, Droste zu Kempen, und Dr. Werner Schenk als verordnete 
Vormünder der Sofia von Steprath , Tochter Conrads und der 
Beatrix von Wachtendonk selig, bei dem Dr. Jost Gerkingk von 
Lemgo 2000 oberländische Gulden auf, versprechen dafür 40 Gold- 
gulden und 40 Malter Roggen Erbernte auf Wiedereinlöso und 
setzen zum Pfände den für die Sofia erkauften und mit den 
2000 Gulden zum Teil bezahlten freien Sitz Roth im Amt Nörvenich, 
Gericht Merzenich und Arnoldsweiler, haltend in drei Gewanden 
64, 71 und 60 Morgen Ackerland, 17 Morgen Benden, Bruch, Holz- 
gerechtigkeit etc., welcher von Juuker Peter Iven und Katharina 
von Rath, Eheleuten, erworben ist. Der Vogt führt im Siegel einen 
Sparren, begleitet von 2 Sternen, das Schöffen-Siegel ist verletzt, 
Arnolds Siegel ist abgefallen, Schenk führt 3 Tannen, dazwischen 
einen Querbalken. — In dorso die Bemerkung, dass diese Obligation 
1656 Februar 4 getilgt ist, aber nicht vom damaligen Besitzer von 
Haus Rath, sondern mit 52 Morgen Land aus dem Acker des 
Hauses Höningen. — Perg. Or. 

50. 1592 Juni 11. Anna von Mirbach, Witwe von Bourscheidt zu 
Kleinbüllesheim, und Hans Werner, ihr Sohn, verkaufen dem Til- 
mann Beckers und seiner Frau Cordula Bach für 303 Thlr. 40 alb. 
eine Erbrente von 9 Maltern Roggen aus dem Hofe Soller. Mit den 
Verkäufern siegeln Peter v. d. Burg, genannt Jeger, Vogt zu 
Nideggen, und die Schöffen zu Soller. — Perg. Or. S. ab. 

51. 1602 Januar 29. Heirats vertrag zwischen Everhard Merayt von 
Reifferscheidt, Vogt zu Münstereifel, des Gerhard selig und der 
Christine von Bulich Sohn, und der Sofia von Steprath, Conrads 
Tochter; er bringt in die Ehe den Sitz Münstereifel und den Hof 
und die Mitherrlichkeit zu Oberdrees etc., sie soll jetzt 100 Morgen 
aus Höningen haben und ist ihrer Eltern Erbin. Der Bräutigam soll 
für den Conrad die Sache mit der Canzlerin Broel führen (wegen 
Haus Rath bei Nörvenich). Mit den Brautleuten siegelt Steprath, 
dann Bertram von Nesselrode, Amtmann zu Münstereifel, Joh. Kessel 
von Nürburg, Bernhard Merayt, Werner von Widdersdorf zu Bois- 
dorf, Arnold u. Joh. v. Wachtendonk, Engelbert v. Orsbeck, Amtmann. 



274 Kreis Düren. 

zu Neuenahr, Max v. Steprath und Dietrich Crümmel v. Nechters- 
heim als Freunde und Verwandte. — Perg. Or. S. ab. 

52. 1618 Juni 24. Katharina Waldbott von Bassenheim, früher des 
Rittmeisters Johann Schall von Bell, jetzt des Marsil von Eynatten 
Wittwe, Joh. Heinrich Schall, Deutschordens-Komtur zu Breitbach 
und Rheinberg, und Johann Anton Schall, pfälzischer Rat, Cäm- 
merer und Amtmann zu Düren und Nörvenich, ihre Söhne, nehmen 
bei Bernhard von Bourscheidt zu Oberbüllesheim und Anna von 
Bernsau, dessen Frau, gegen 6% Zinsen verschiedene Kapitalien 
(in toto 2617 1 /a Gulden) auf und stellen als Sicherheit ihr adeliges 
Gut zu Euskirchen, Blyvers-Burg (später Schallenburg) genannt. 
Mit den Ausstellern siegeln Schultheiss und Schöffen des hohen 
Gerichts zu Euskirchen, zugleich im Namen der Schöffen des 
Pantaleonischen Gerichts daselbst. — Perg. Or. Die 5 Siegel verletzt. 

53. 1620 Oktober 9. Adolf Steinbaus, Schultheiss zu Düsseldorf, und 
die Schöffen daselbst bekunden, dass am 2. März 1620 Johann 
Oudart, Herr zu Rixstell, und Margaretha von Hoengen-Wassen- 
berg, Eheleute, den Wassenberger Hof zu Oberbilk dem Johann 
von Hoengen-Wassenberg für sich und seine mit der verstorbenen 
Elisabeth von Krüchten erzeugten Kinder verkauft haben. — Perg. 
Or. Die Siegel verwischt, das des Oudart zeigt wohl 3 Enten auf 
dem Wasser. 

54. 1635 Februar 1. Vor Schultheiss und Schöffen des Gerichts zu 
Oberbüllesheim verkaufen und erlassen Bernard Adolph von Bordt- 
scheidt zu Oberbüllesheim und seine Gemahlin Anna Agnes, geb. 
von Meyrodt, dem Joh. Roverius, Pfarrer an St. Lupus und Cano- 
nicus an St. Maria ad gradus in Köln, 10 Rthlr. in specie jähr- 
licher Erbrente, zahlbar jedes Jahr am 1. Februar in Köln, um 
eine Hauptsumme von 200 Rthlrn. in specie. Als Pfand setzen sie 
Teile aus ihrem adligen Sitz zu Oberbüllesheim, welche einzeln 
genannt werden. Das Recht der Wiederlöse der Hauptsumme wird 
vorbehalten. Beglaubigte Kopie von 1659 Mai 24. Darunter Quit- 
tung über die Ablösung der Hauptsumme d. d. Köln, 1704 Juni 26. — 
Perg. Or. 1 S. 

55. 1638 April 10. Vor Schultheiss und Schöffen des Gerichts zu Ober- 
büllesheim verkaufen und erlassen Bernard Adolph von Burscheidt 
und seine Gemahlin Anna Agnes, geb. von Mayradt, mit dem 
Recht der Wiederlöse dem Heinrich Francken-Sierstorf als Regens 
des Laurentianer-Gymnasiums zu Köln eine jährliche Erbrente von 
50 Rthlrn. zu behuf der Stiftung Herrn. Gropper und dessen Ge- 
mahlin Kath. Pfingsthorn um eine Hauptsumme von 1000 Rthlrn. 
Als Pfand setzen sie Teile aus ihrem adligen Sitz zu Oberbülles- 
heim, welche einzeln genannt werden. — Perg. Or. mit den Unter- 
schriften der Verkäufer und 2 anhäng. Siegeln. Auf dem Rücken 
Quittung über die Ablösung der Hauptsumme d. d. 1727 April 24. 

56. 1638 Juli 29. Durch notarielles Instrument lässt Anna Agnes von 
Merayt, Frau von Bourscheidt, bekunden, wie sie nach dem Tode 



Kreis Düren. 275- 

ihrer Mutter Sofia von Steprath in Höningen die Besitzergreifung 
vorgenommen hat. — Perg. Or. 

57. 1649 März 31. Ferdinand, Erzbischof zu Köln, belohnt den Bern- 
hard Adolf von Bourscheidt mit dem Hofe Dorsfeld im Amte 
Lechenich als Mannlehn vor den Vasallen Joh. Jost von Dorth 
und Joh. Ludwig Blankart von Ahrweiler. — Perg. Or. 1 S. 

58. 1656 November 15. Johann Paul Lascaris, Grossmeister zu Malta, 
verleiht die Kommende Weilerswist, die durch den Tod des Conrad 
Scheiffart von Merode, der sie am 16. November 1633 gestiftet,- 
nunmehr vakant ist, dem Hieronymus Wolff von Metternich. — 
Perg. Or. 1 Bleisiegel. 

59. 1683 Dezember 22. Heinrich Ludwig und Max Heinrich Damian 
Hattart, Freiherren von Bourscheidt, Degenhard Ludwig von der 
Horst- Heimersheim, Gatte der Isabella Klara Franziska von Bour- 
scheidt, Antonia Elisabeth von Bourscheidt, geborene Beissel von 
Gymnich, als Leibzüchterin und für ihre Kinder Maria Katharina, 
Johann Winand und Sofia Elisabeth, Minorenne von Bourscheidt,. 
verkaufen ihrem Bruder resp. Sohne Karl Kaspar von Bourscheidt, 
pfälzischem Kämmerer und Hauptmann, und der Anna Margaretha 
Ehrmanns, seiner Frau, den Eicherhof zu Neukirchen in der 
Herrlichkeit Müggeuhausen. — Perg. Or. Das anhängende Siegel 
der Schöffen von Müggenhausen ist verwischt. 

60. 1696 Sept. 14. Joseph Klemens, Erzbischof von Köln, belehnt den 
Degenhard Ludwig von der Horst als Bevollmächtigten der Sophia 
Wilhelma von Bourscheidt zu Klein-Büllesheim und in behuf von 
deren Schwestern mit Gut HÖningen, Eigentum und Offenhaus des 
Erzstiftes, im Amte Hülchrath und dessen Zubehören. Dat. Bonn. — 
Perg. Or. 1 S. in Kapsel. 

61. 1704 Mai 7. Schultheiss und Schöffen des Domkapitularischen 
Gerichtes und der Herrlichkeit Oberbüliesheim bekunden, dass 
Karl Jos. v. Bourscheidt als Mandator des Heinrich Ludwig von 
Bourscheidt, Herrn der untersten Burg zu Büllesheim, bei dem 
Kloster corporis Christi in Köln am 25. April 1704 500 Thlr. auf- 
genommen hat. — Perg. Or. 

62. Ehepakten, Dispositionen und Verträge der Familie von Bour- 
scheidt, 16. und 17. Jahrh. — Fol. Pap. Konvoi. 

63. Notamina der Familie von Bourscheidt, angelegt von Conrad 
Theodor von Bourscheidt anfangs des 17. Jahrh. Enthält zunächst 
Abschriften von Urkunden des 15. — 17. Jahrh., u. a. : 

a) 1485 November 28. (Montag nach St. Catharinen.) EB. Her- 
mann von Köln stellt einen Kompromiss her zwischen dem 
Kölner Domkapitel und dem Ritter Johann von Bourscheidt, 
Amtmann zu Hardt, betr. die Kurmuden und die Zehnten der 
Huksten-G üler und Ländereien bei Büllesheim etc. Es siegeln 
mit der Jülicher Hofmeister Dietrich von Bourscheidt und der' 
bergische Erbmarschall Bertram von Nesselrode zu Ehrenstein. 



.276 Kreis Düren. 

b) Weibtum auf dem Huister-Gut, welches jährlich 4 mal zu Klein- 
Büllesheim von wegen des Lehnherrn des Huisten-Gutes und 
der Geschworenen gehalten und 1572 am Donnerstag den 
10. Januar renoviert wird. Vgl. unten S. 277 nr. 79. 

c) Leheneid des Huister-Gutes, 

d) Heiratskontrakt zwischen Johann von Bourscheidt, Kitter zu 
Jerusalem, und Christine von Huister [(?) Haust v. Urnen!], 
1463 Juni 6. 

e) Protokoll des Hauste n-Gevichtes. 

f) Erlasse des Herzogs von Jülich an die Landstände betr. Krieg's- 
steueru d. d. 1547, 1554. 

g) Jülicher Landtagsabschiede 1538 zu Jülich, 1542 zu Düsseldorf, 
1543 zu Gladbach, 1544 zu Düsseldorf, 1574 zu Düsseldorf, 1577 
zu Grevenbroich, 1583 zu Jülich, 1587 und 1588 ohne Ortsangabe, 
1593, 1594, 1596 und 1597 zu Hambach, 1663 zu Düsseldorf. 

h) Confirmatio Pririlegiorum durch Herzog Johann Wilhelm, 1606 
Mai 8. 

i) Des weiteren Eintragung von Ertragsverzeichnissen, Protokolle 
des //imfen-Gerichtes, Description der Güter und der Herrlich- 
keit Oberbüllesheim, Extract der Kölnischen Landesordnung 
oder Privilegien, Rezepte zum Einmachen von Früchten etc., 
Wetter-etc.-Prophezeiungen, Extrakt der Jülicher Landschafts- 
Privilegien 1451, 1452, 1475, 1478, 1484, 1489, 1496, 1511, 1516, 
1520, 1538, 1546. Fortsetzung fehlt. 
Schmal-Fol. Pap. Defekt. (141) *). 
454. Akten betr. das Erbbegräbnis v derer von Bourscheidt bei den Mino- 

riten in Köln, 17. Jahrh. (170). 

65. Prozessakten Beissel von Gymnich zu Schmidtheim gegen Erben 
des Malteser-Ordens-Komthurs von Bourscheidt vor dem erzbischöfl. 
Offizialatsgericht zu Köln, 1699—1704. — Fol. Pap. 

66. Eine grössere Anzahl Erbschafts- und Schenkungsakten betr. die 
Familie von Bourscheidt, 17. und 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvoi. 

67. Eine Anzahl Stammbäume und Aufschwörungen derer von Bour- 
scheidt, 17. und 18. Jahrh. 

68. Prozessakten betr. die Besitzverhältnisse derer von Bourscheidt, 
17. und 18. Jahrh. 

63. Akten, Rechnungen und Quittungen des Deutsch-Ordens-Komthurs 
von Bourscheidt, 17. Jahrh. — Fol. Pap. 2 Konvolute. 

70. Privatkorrespondenzen derer von Bourscheidt, 18. Jahrh. 

71. Inventare und Akten über den Nachlass der verstorbenen Dom- 
kapitulars Frh. von Bourscheidt [zu Münster], 1784. — Fol. Pap. 
3 Konvoi. 

72. Prozessakten zwischen den Familien Beissel von Gvmnich und 
Harff, 17. und 18. Jahrh. 



1) Alte Signatur. 



Krris Düren. 277 

73. Prozessakten Blanckart zu Alsdorf gegen Beissel von Gymnich, 
1711—1742. — Fol. Pap. Schweinslederband. 

74. Familienpapiere derer von Blanckarts, 17.— 19. Jahrh. 

75. Akten betr. die Hinterlassenschaft des kinderlos verstorbenen 
Friedrich Theodor Sigismund Frhrn. von Schaesberg, I. Hälfte 
18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvoi. 

76. Verzeichnis der Güter und Einkünfte des Schlosses Schaesberg, 
18. Jahrh. 

77. Inventar und Teilungsvergleich über die Mobilien der Wwe. Anna 
Constantia, Freifrau Scheiffart zu Merode, auf dem Hause Allner. 
1698 und 1700. — Fol. Pap. Konvoi. 

78. Akten betr. Leibzucht der Wwe. Anna Constantia Freifrau von 
Scheiffart zu Merode auf Haus Allner und Vergleich mit dem 
Dompropste von Scheiffart, aus der Zeit um 1700. — Fol. u. 4°. 
Pap. Konvoi. 

79. Weistum des Hausden- Gutes zu Klein-Büllesheim und Protokolle und 
Akten des alljährlich nach Verlesung obigen Weistums zu Ober- 
büllesheim abgehaltenen Haus den-Gericht es, 1621—1637. Zu Anfang 
Kopie der oben S. 268 nr. 16 genannten Urkunde d. d. 1449 auf den 
heiligen Meytagh. Fol. Pap. Vgl. oben S. 276 Nr. 63 b. 

80. Kurmoden-Protokolle betr. die beiden Rittersitze zu Ober- und 
Kleinbüllesheim, 17. u, 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvoi. 

81. Pacht-, Zins- und Rentenzettel der Güter zu Büllesheim und Cochen- 
heim, 17. u. 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvoi. 

82. Akten betr. Besitz Verhältnisse von Klein-Büllesheim, 17. und 
18. Jahrh. 

83. Urkunden und Akten über die Stiftung und Kollation von 4 Messen 
auf der Kleinen bürg zu Oberbüllesheim durch Witwe Isabella 
Godefrida von Bourscheidt, geb. von Schaesberg, 1727 November 11. 

84. Annotations- und Pachtbuch der kleinen Burg zu Oberbüllesheim, 
1764—1818. — Fol. Pap. 

8b. Erb- und Lehenbuch des Hauses Merödgen bei Eschweiler, 1573—1593. 

Mit Auszügen aus demselben, gemacht 1716. — Fol. Pap. 
86. Desgl., 1588—1597. 
81. Heberegister und Rentenverzeichnisse des Hauses Merödgen, 16. 

und 17. Jahrh. (23). 

88. Heberegister des Hauses Merödgen, 1628. — Schmal Fol. Pap. 

89. Akten betr. Besitzverhältnisse des Hauses Merödgen, 17. Jahrh. 
(112). 

90. Verzeichnis der Grundpachten und Erbrenten des Hauses Merödgen, 
1655. — 4°. Pap. 

91. Akten betr. Besitzer, Besitzwechsel, Verpachtungen etc. des Hauses 
Merödgen, 17. und 18. Jahrh. 

92. Heberegister des Hauses Merödgen, 17. und 18. Jahrh. 



278 Kreis Düren. 

93. Akten betr. Gerechtsame des Hauses Merödgen in der Eschweiler 
Kirche, 17. und 18. Jahrh. (63b). 

94. Rechnungsbuch über Ausgaben des Hauses Merödgen, 1733—1762. — 
4°. Pap. Perg.-Bd. 

95. Haupt-, Annotations- und Lagerbuch des Hauses Merödgen, 1733 — 
1782. — Fol. Pap. Schweinsleder. 

96. Haupt- Hebe-Register der zum Rittersitz Merödgen gehörigen und 
meist zu Weihnachten fälligen Erbpachten, aus früheren Registern; 
ausgezogen, 1745. — Fol. Pap. Pappbd. 

97. Erbvergleiche und Kaufbriefe des Hauses Merödgen, 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. Konvoi. 

98. Pachtbuch des Hauses Merödgen, 1759—1773. — Schmal-Fol. Pap, 
Lederbd. 

99. Rechnungsbuch über die Ausgaben auf Haus Merödgen, 1779 bis 
1805. — Schmal-Fol. Pap. Halblederbd. 

100. Rechnungsbuch über Einnahmen und Ausgaben des Hauses Merödgen r 
1783 bis 1789. — 4°. Pap. Schweinslederbd. 

101. Rechnungsbuch der Einnahmen und Aussenstände des Hauses- 
Merödgen, 1786 bis 1788. — Fol. Fap. 

102. Martini-Empfangsbuch des Hauses Merödgen, 1793—1794 (mit Bei- 
lagen). — 4°. Pap. Halblederbd. 

103. Militaria: Akten und Rechnungen über Einquartierungen, Requi- 
sitionen, Kontributionen, Lieferungen, sowie Offizierspatente und 
Zeugnisse etc. auf dem Hause Merödgen, 17. Jahrh. 

104. Akten betr. Vermögen, Kriegsdienste und Avancement des Generals- 
Karl Kaspar Wilhelm Frhrn. von ßourscheidt aus der Zeit um 1700^ 
-^- 3 Konvolute Pap. Fol. 

105. Militärische Akten und Korrespondenz des Generalmajors Frhrn~ 
K. K. W. von Bourscheidt, I. Hälfte 18. Jahrh. — Konvolut Pap. 

106. Akten und gedruckte Erlasse betr. die Bürgermiliz, aus den Papieren 
des Freiherrn von Bourscheidt zu Rath (bei Düren) als Bataillons- 
chefs der Bürgermiliz, 1815. 

107. Akten betr. Kohlenbergwerke bei Merödgen und Eschweiler r 
18. Jahrh. (172, 186). 

108. Akten betr. die durch das Kohlenbergwerk in Mitleidenschaft ge- 
zogenen Ländereien zu Merödgen, 18. Jahrh. 

109. Rechnungsbuch über die Abgaben des Kohlenbergwerks Platten- 
kohl an das Haus Merödgen, c. 1760—1786. — 4°. Pap. Halblederbd- 

110. Akten und Rechnungen betr. das Forensberger und Eschweiler 
Kohlenbergwerk, II. Hälfte des 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konv. 

111. Beurkundungen der vor dem Holzgrafen, den Schöffen und Busch- 
erben zu Buir, Golzheim und Morschenich abgeschlossenen Käufe, 
Verkäufe und Übertragungen, 1644—1720. — 4°. Pap. Perg.-Bd. 



Kreis Düren. 279 

112. Akten betr. den Eschweiler Busch, 18. Jahrb. (35). 

113. Akten betr. Eschweiler Busch, Nothberger und Probsteier Wald, 
18. Jahrh. (171). 

114. Akten betr. Jagdgerechtsame im Eschweiler Feld und in der 
Gegend von Stolberg, 18. Jahrh. (186). 

115. Geometrischer Plan von der im amt Wilhelmstein gelegenen Not- 
berger- Waldung, nemlich Burgholz, Bergerheyd und der Frenz, aus 
gemessen durch Städtler, geschwor. Jülicher und Kölnischen Land- 
messer, zu Eschweiler, 1792 August 1. Situationsplan, umgrenzt 
von Wenau, Heistern, Nothberg, Bohl, Stolberg, Vicht, Mausbach, 
Gressenich, Schevenhütte. Beiliegend Aquisitionsbriefe über Busch- 
gerechtigkeit. — Pap. Grösse der Zeichnung: 71X107 cm (55). 

116. Akten betr. die Besitzverhältnisse des Hauses Hönningen, 16., 
17. Jahrh. (123). 

117. Urkunden und Akten des 16. und 17. Jahrh. betr. das Lehnhaus 
Hönningen zum Prozess des Bernard von Bourscheid gegen die 
von Steprath, 17. Jahrh. 

118. Prozessakten, Briefschaften, Rechnungen, Heb- und Pachtzettel, 
Kauf- und Rentbriefe betr. das Haus und Lehngut Hönningen, 
16.— 18. Jahrh. — 9 Konvolute in Fol. 

119. Weisturn der Herrlichkeit Alsdorf: DU ys künde ind bewysdum 
myn Arnoltz van Hoemen van der heyrlicheyt van Ailstorp thüs- 
schen deme lande van Wülelmsteyn ind der vurscr. heirlicheyt 
van Ailstorp, c. 1420. — Ein Blatt. Gross-Fol. Pap. 

120. Weistumartiger Bescheid zwischen dem Amt Wilhelmstein und der 
Herrlichkeit Alsdorf über die beiderseitigen Gerechtsame, vorgelesen 
am Dienstag, 29. August anno etc. [c. 1500]. 

121. Spezifikation der in der Herrlichkeit Alsdorf gelegenen Güter, 
16. Jahrh. — Fol. Pap. (200). 

122. Auszug aus dem Lagerbuch der Herrlichkeit Alsdorf, 1575 ff. 
(gleichzeitig). 

123. Akten betr. Herrlichkeiten Alsdorf und Hürth, 16. und 17. Jahrh. 

124. Extract wegen dero halfen lieberungen oder pfachtungen, so ahm 
haus Aistorf gehörig, c. 1600. — Fol. Pap. (200). 

125. Heberegister über die Morgenzahl und die Haussteuer der Herrlich- 
keit Alsdorf, 1647. 

126. Lagerbuch der Herrlichkeit Alsdorf, 17. Jahrh. 

127. Akten betr. die Herrlichkeit Alsdorf, 17. Jahrh. (200). 

128. Register der Einnahmen und Ausgaben des Erbschatzes [der 
Herrlichkeit Alsdorf], 1648—1660. 

129. Akten und Korrespondenzen betr. die Herrschaft Alsdorf, 18. Jahrh. 

130. Johann van Lach und seine Frau Mettel stiften eine Prozession, 
Station und Gottestracht in der Kapelle zu [Hürth], 1518 Mai 13 
(uff .... Servals daich) — Mäusefrass. Kop. Fol. Pap. 

18 



280 Kreis Düren. 

131. Lagerbuch der Herrlichkeit Hürth vom Jahre 1646. 

132. Belehnungsakten des Manngutes zu Aldenhoven, 18. Jahrh. (166). 

133. Verzeichnis der zur kölnischen dorapropsteilichen Mannkamer zu 
Aldenhoven gehörigen Lehen und Buschgerechtigkeiten, 1775. 

134. Verzeichnis der Renten, Verpachtungen, Kurmoden und Ländereien 
des Hauses Alten bürg bei Brebern, c. 1630—1799. 316 Fol. — 
Fol. Pap. Geprcsster Lederbd. 

135. Subdi visions-Zettel des Dorfes Breberen, 1797. — Fol. Pap. 
Schweinslederbd. 

136. Akten über die Besitzverhältnisse des Gutes Forensberg, 18. Jahr- 
hundert. (127). 

137. Annotations- und Pachtbuch des im Ländgen von der Heyden 
gelegenen freiadlichen Gutes Forensberg, 1777— 1819. — Fol. Pap. 

138. Verzeichnis der Landereien, Grundpachten, Kurmoden und Zehnten 
zu Hausen, descriptum anno 1735. — Fol. Pap. Geheftet. 

139. Zwei Rechnungsbücher über die Einnahmen und Ausgaben der 
Malteser-Ordens-Kommende Herrenstrunden, 1705 — 1707. — " 
Fol. Pap. 

140. Akten betr. die Herrschaft Heyden, 17. Jahrb. — (139, 200). 

141. Abschrift der Prozessakten Anton von Harff zu Alsdorf gegen 
Werner von Nevelstein zu Kellersberg wegen der Jagd zu Kellers- 
berg, 1603—1609. — Fol. Pap. 186 Fol. 

142. Annotations- und Pachtbuch des Hofes Kesenberg, 1777 — 1812. — 
Fol. Pap. 

143. Akten betr. ein Lehen der Familie von Bourscheidt zu Merze nich, 
18. Jahrh. — (147). 

144. Recess betr. die Succession des Hauses Nothberg, 1629 Mai 11. — 
Fol. Pap. (200). 

145. Hebe- und Pachtregister von Oberdriess, 18. Jahr. (167). 

146. Verzeichnis der Gebrechen zum Osterhof gehörend, anno 1628 am 
26. Juny beisamen gezogen. — Fol. Pap. (124). 

147. Akten betr. Besitz Verhältnisse des Hauses Patteren, 17. Jahr- 
hundert. — (200). 

148. Annotations- und Pachtbuch des Rittersitzes Patteren, 1792 -—1812. 
— Fol. Pap. , 

149. Akten betr. das freiadliche Gut zu Seh werfen, 18. Jahrh. — (162). 

150. Beschreibung der jährlichen Guldten und Renten der Grafschaft 
und des Hauses Virnenburg, angeschlagen bei der Manderscheid- 
schen Teilung als Anteil der Gräfin Elisabeth zu Leben stein 
und Wertheim, geb. Gräfin zu Manderscheid, 1615 Sept. 26. — 
Fol. Pap. (200). 

151. Beschwerden an Stände und Regierung zu Düsseldorf wegen ge- 
schehener Übergriffe von Seiten der Stadt Euskirchen beim Bau 
des Rathauses und der Stadtmauer, sowie wegen ungerechter 



Kreis Düren. 281 

Heranziehung zu Nachtwachen und übermässiger Einquartierung, 
1783. — Fol. Pap. 

152. Prozess-Akten betr. den Rittersitz Schallenburg zu Euskirchen, 
18. Jahrh. (145, 146). 

153. Annotations- und Pachtbuch des Rittersitzes Schallenburg in Eus- 
kirchen, 1785—1812. — Fol. Pap. 

154. Konvolut, enthaltend Erzstift-kölnische und Jülicher Landtagssachen : 

a) 1463 März 26 und 1550 Mai 12: Copia der Landesvereinigung 
der Landstände des Erzstiftes Köln. 

b) Einzelne kölnische landständische Protokolle d. d. 1669 Juni 13, 
1670 Mai 20. 

c) Ausschreiben des Markgrafen Ernst von Brandenburg und des 
Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm zum Landtag nach Düsseldorf, 
1609 Juni 21. 

d) Auszug aus dem Vertrag zwischen Brandenburg und Pfalz- 
Neuburg beim Absterben des Herzogs von Jülich, 1609 Mai 31 
(st. vet.). 

e) Deklaration der Erzstift-kölnischen Ritterschaft wegen der Lehen, 
1659 Juni 28 (188). 

ftoelsdorf. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1866. Altere sich auf R. beziehende Archi- 
valien siehe Lendersdorf, oben S. 249—251. 

— Bürgermeisteramt Birgel: 

1. Aus der Pfarrei Gürzenich: 

Geborene 1713-1724, 1725-1739, 1739—1799, 1792-1799, 
Getraute 1739-1799, 1792—1799, 
Gestorbene 1739-1799, 1792-1799. 

2. Aus der Pfarrei Lendersdorf: 
Geborene 1656-1721, 1734-1770, 1770—1800, 
Getraute 1656-1721, 1766-1769, 1770-1799, 
Gestorbene 1656-1721, 1744-1767, 1767-1769, 1770-1799. 

3. Aus Bergbuir, Birgel, Gürzenich, Kufferath und 
Lendersdorf: 

Geborene, Getraute und Gestorbene 1799—1800 (1808). 

Schlich-D'horn, s. D'horn, oben S. 226. 

Schophoven. Kath. Pfarramt: 

Pf arrerrichtung 1855. Vorher wurde die Kapelle vom Pfarr- 
amt Pier aus verwaltet. 

1. Pachtzettel über die Renten und Einkünfte der Kapelle zu Schop- 
hoven, 1609—1619: Pacht- zedtlein dero Schophoevener capellen 



282 Kreis Düren. 

und altaris St Huberti in Pyrn wegen inkoempsten und under- 
hält des priesters, 1609. — 4° Pap. 

2. Desgl. v. J. 1711. 

3. Register der Einkünfte der St. Barbara-Kapelle in Schophoven, 
1682. 

4. Akten über der Kapelle in Schophoven zugehörige Renten und 
Ländereien, 17. und 18. Jahrh. 

5. Akten über eine Reihe von Stiftungen zu gunsten der Kapelle in 
Schophoven, 17. und 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

6. Akten betr. ein mit der Schophovener Kapelle verbundenes bene- 
ficium 8anctae Barbarae\ erste Stiftung von Hugo von Metternich zu 
Müllenarky und seiner Frau Maria Theresia von Metternich- Doten- 
bou?'g f 1721; mit Bestätigung derselben. — Fol. Pap. in Umschlag. 

7. Erweiterung des Testaments des J. Penning, Rektors der Kapelle 
zu Schophoven, 1729. — Fol. Pap. 

Sievernich. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1854. 

1. Zehnt-Register der Kirche zu Sievernich, 1664 März 30 (doppelt); 
Kopie von 1754. 

2. Rentenverzeichnisse, 1699—1706, 1729. 

3. Grundpachtregister der Pastorat zu Sievernich, 1743—1745. 

4. Anträge um Pfarrerhebung, 1835. 

— Burg: 

Ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Soiier. Kath. Pfarramt : 

Wiedererrichtung der Pfarre 1836. 

1. Einige Kopien älterer Urkunden, in welchen Soller erwähnt wird: 

a) Urkunde des EB. Heribert von Köln für Gr. St. Martin in 
Köln, 1022. 

b) Charta Sigewini archiepisc. Col. confirmatoriarum decimarum 
in Solere et Flittardt, 1085. 

c) Urkunde des EB. Bruno von Köln de decimis in Solere, an 
Gr. St. Martin in Köln geschenkt, 1191. 

d) Charta Evergeri archiepiscopi de donationibus monasterio S. 
Martini factis. Darin die Schenkung u. a. der Kirche zu 
Sullere, 1489. 

2. Prozessakten, Zehntregister, Kirchenrenten und Kirchenrechnungeu 
der Kirche zu Soller und Jakobwüllesheim, 16. und 17. Jahrh. — 
Konvolut. 

3. Pastoral-Einkünfte aus Soller und Jakobwüllesheim, Einkünfte der 
Vicarie B. M. V. in Vettweiss, 1622 ff. und 1669 ff. — Schmal-FoL 
und Fol. Pap. 



Kreis Düren. 283 

4. Hafersaat zwischen Jakobwüllesheim und Kettenheim, 18. Jahrh. — 
Schmal-Fol. Pap. 

5. Eintragungen der Renten, Anniversare und Kirchenausgaben, 
18. Jahrh. 

6. Pastoral-Ländereien und Zehnten im Jakob wüllesheimer und Sollerer 
Feld, sowie andere Einkünfte und Lasten der Pastorat zu Soller, 
1782. 

7. In einem Bande: 

Getaufte 1693-1755, 1768-1771, (Kinder) 1733 ff., 

Getraute 1697—1770, 

Gestorbene 1686-1770, 1748-1752, 1752—1756, 1757-1770. 

Anniversar-Verzeichnis. 



Stockheim. Kath. Pfarramt: 

Ein Inventar des Kirchenarchivs wurde angelegt von 
Pfarrer Joh. Wilh. Wassong und vervollständigt von Pfarrer 
Jansen in der 2. Hälfte des 19. Jahrh. Mehrere der dort ver- 
zeichneten Urkunden sind bei einem Prozess beim Gericht 
zurückgeblieben. 

1. 1308. Markgraf Wilhelm von Jülich stiftet für sich und seine Ver- 
wandten ein Anniversar (die sogen. Pfaffenjagd) in Nideggen. 
Kopie des 17. Jahrh. Unterschrift: Cornelius Curtius (Pfarrer in 
Wichterich, 1614) Decanus Christianitatis Tulpetensis pr. manu. — 
Renovatio anniversarsii Nideggensis. Dat. Düsseldorf 1665 März 21. 
Kopie von 1697. Vgl. unten nr. 3 und S. 288 (Wollersheim), nr. 1. 

2. Protokoll über Beitreibung einer Rente, des sogenannten Veits- 
— heimer Malters, zahlbar an die Kirche zu Stockheim. Datum Soller 

1579, 23. tagh Heckmonat, renovatum 1637 Juni 30 ; mit hierauf be- 
züglichen gerichtlichen Akten des 17. Jahrh. 

3. Nomina dominorum principum, ducum et comitum Juliacensium 
cum eorum uxoribus et liberis recitandorum in memoria facienda 
feria tertia post dominicam misericord. domini per decanum 
Tulpetensem aut alium idoneum ad hoc constitutum in Nideggen. 
Rückauf schrift: Venerabili domino Guiliermo P. in Berg prope 
Nideggen, c. 1625. — Fol. Pap. — Laut Annot. Cap. Tolp., 1625 
[unten nr. 6] war ein Notar Wilhelmus a Berg prope Nideggen in 
Berg immatrikuliert. Vgl. oben nr. 1. 

4. JSpecificatio parochiarum et capeUarum principalium christianitatis 
Tolpiacensis juxta alphabetum dispositarum. 17. Jahrh. Fol. Pap. 
Mit Directorium perpetuum [session]m.9 in capitulo feria 3. post 
dorn. Jubilate pro de[signatione] ex r. d. confratribus capitularibus 
celebrantium. 

5. Quaestiones synodales eines Pfarrsendes aus dem 17. Jahrh. Fol. 
Pap. Veröffentlicht von Dr. Berrenrath im Kölner Pastoralblatt 
gegen Ende der 90 er Jahre. 



284 Kreis Düren. 

6. Annotationen quaedem ex libro capituli seu christianitatis Tolpia- 
censis per . . . Eberhardum Boshamer quondam decanum, pastorem 
S. Lamberti in Cochenheim etc. et anno salutis 1654 conscriptae. 
Excerptae a nie Joanne Casparo Elias, p. t. pastore in Müddersheim, 
Der 2. Teil enthält: Nomina d. d. pastorum capituli, 1600—1772, 
Vgl. Scheeben, Kölner Pastoralblatt, 16. Jahrgang 1882 nr. 11 ff. 

7. Protokoll des Kirchenvorstandes über Kirchenrechnungsablagen 
mit einem Register der Renten, 1654—1782. — Schmal-Fol. Perg.- 
Band. 

8. Auszug aus dem Visitationsbuch des Zülpicher Kapitelsdechanten 
über Kirchenvisitationen 1680 u. 1698 zu Stockheim u. Niederau. — 
Orig. im Dekan. -Archiv des Dekanats Münstereifel. 

9. Akten über die confoederatio coronata augustissimi altaris sacra- 
menti erecta inter Er f tarn et Rühr am. — 17. u. *18. Jahrh. 

10. Akten betr. Streitigkeiten über das Begräbnisrecht des Kämmerers 
der Christianität Zülpich, 1731. — Fol. Pap. 

11. Buch der Marianischen Liebesversammlung in Stock heim, 1750 ff. — 
Schmal-Fol. Halblederbd. 

12. Protocollum descriptionis et renovationis der Stockheimer Zehend- 
limiten mit ansetzung [von] 60 limitstein de annis 1763 et 58. — 
Fol. Pap. 

13. Gerichtlich renovirtes rentbuch von den capitalien, anniversarim, 
fruchten, wachs und öl, so die h. kirch zu Stockheim jahrs zu er- 
heben hat] desgl. die Küstersrenten, 1757. — Fol. Pap. 

14. Register der Küstersrenten zu Stockheim, 1757 ff. — Schmal-FoL 
Schweinslederbd. 

15. Officium et vita S. Arnoldi. Kopie von 1759. — 4°. Pap. Vgl. oben 
S. 215 nr. 2. 

16. Prozessakten des 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvolut. 

17. Akten über Verwaltung, Einrichtung und Patronat der Kirche zu 
Stockheim, sowie Kirchhofsverteilung, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

18. Aus Stockheim: 
Getaufte 1657—1870, 

Getraute 1657-1738, 1750-1810, 1770-1870, 
Gestorbene 1658—1870. 

19. Aus Niederau: 
Getraute 1770—1792. 

— Im Besitz des Herrn Pfarrers Jansen: 

1. Gerichtsprotokollbuch von Limburg, 1624—1626. — In französischer 
Sprache. Fragment. Fol. Pap. 

Veitzheim. Gut — bei Vettweiss: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. Stockheim, oben S. 283 
nr. 2. 



Kreis Düren. 285 

Vettweiss. Kath. Pfarramt: 

1. 1022 November 11. Erzbischof Heribert von Köln schenkt der Abtei 
Gr. St. Martin in Köln ausser 13 Mansen im Moselgau die drei Kirchen 
zu Weiss, Soller undFlittard. —Kopie in dem unten nr. 11 angeführten 
Rentenregister. — [Abdruck in Ennen und Eckertz, Quellen z. 
Gesch. d. Stadt Köln, I, S. 475.] 

2. 1386 November 10 (up sent Mertyns avent). Caster. Herzog Wil- 
helm von Jülich und Geldern und seine Gemahlin Maria befreien 
gegen eine ewige jährliche Erbrente von 70 Goldgulden das Bene- 
diktinerkloster Gr. St. Martin zu Köln von allen bisher auf den 
ihm gehörenden zwei Höfen zu Wysse[= Vettweiss] und £oZre[=S oller] 
mit ihren dirderhalven hoven laindtz lastenden Schätzungen, Beden, 
Diensten etc. Kopie des 17. Jahrh. — Fol. Pap. 

3. 1394 März 29 (auf Sonntag Laetare). Herzog Wilhelm von Jülich 
etc. bestätigt das oben unter nr. 2 angeführte Privileg. Mit Trans- 
sumpt der Urkunde d. d. 1386 November 10. Kopie des 17. Jahrh. — 
Fol. Pap. Beide zusammen geheftet. 

4. 1537 November 24. (Samstag vor St. Kathrinentag), lleinard Off er- 
mann und seine Frau Merge und ihr Sohn Heyn Hamacher und 
dessen Frau Gry et verkaufen dem Wilhelm Esser zu Kelz und 
dessen Frau Apollonia eine jährliche Erbrente von 3 Maltern Roggen 
Dürener Mass und setzen als Pfand eine Anzahl näher bezeichneter 
Morgen Ackerlandes im Gericht Vettweiss. Es siegeln die Schöffen 
von Vettweiss. — Perg. Or. 1 S. 

5. 1577 November 27. Vor den Schöffen des Gerichtes zu Vettweiss 
verkaufen Cürstgen Hoedt, Gerichtsbote daselbst, und seine Frau 
Greidt dem Arnold Scheffer vom Roedt zu Düren und dessen Frau 
Caecilie mit dem Recht der Wiederlöse eine Jahresrente von 
6 Summern Roggen gegen eine Schuldsumme von 36 Talern und 
setzen als Pfand ihr Haus mit Hof und Garten auf der Strassen. — 
Perg. Or. 1 S. (ab). 

6. 1600 Febr. 24. Zwei Vergleiche zwischen Gr. St. Martin in Köln 
und den Nachbaren zu Vettweiss wegen der Dotation der Vikarien 
Unserer 1. Frau und St. Paul in der Pfarrkirche zu Vettweiss. — 
Perg. Or. 4 S., 3 ab. Das in einer notariell beglaubigten Kopie 
mit abgeschriebene Transfix d. d. 1605 Jan. 11 fehlt. 

7. 1637 Jan. 28. Vor den Schöffen zu Vettweiss verkauft Johann 
Louvin aus Vettweiss seinem Bruder Conrad Louvin und dessen 
Frau Maria in Köln eine jährliche ablösliche Geldrente von 2 x / 2 
Talern gegen eine Schuldsumme von 40 Talern und setzt als Pfand 
Ländereien bei Vettweiss. — Perg. Or. S. ab. 

8. Rechnung der Ausgaben und Einnahmen der Kirche zu Vettweiss, 
1592—1593. — Fol. Pap. Geheftet. 

9. Kirchenrechnungen, 1592 ff. — Sehr lückenhaft. 

10. Annotationsbuch der Kirche zu Vettweiss, enthaltend Protokolle 
des Kirchenvorstandes, Renteneintragungen. Stiftungen, Anniversar- 



286 Kreis Düren. 

Verzeichnis, Nachrichten über die Glocken und Kirchenmalereien, 
sowie über die Vikarien, 1597—1752. — Fol. Pap. Schweinslederbd. 

11. Rentenregister der Kirche zu Vettweiss (?); aufgestellt c. 1660. 
Am Anfang Kopie der oben nr. 1 angeführten Urkunde. — Fol. 
Pap. Geheftet. 

12. Ungeordnete Prozessakteu, 17. und 18. Jahrh. 

13. Spezifikation der Kirchen-Renten und -Einkünfte, renoviert 1731 
von Pastor Maternus Müller. — Schmal-Fol. Pap. Pergamentbd. 

14. Lagerbuch der Kirchenrenten und Stiftungen der Kirche zu Vett- 
weiss, 1758 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

15. In einem Bande: 

Getaufte 1607-1612, 1693-1829, 
Getraute 1609—1616, 1692—1828, 
Gestorbene 1692—1829. 
Fol. Pap. Halblederbd. 

16. In einem Bande: 

a) Getaufte 1649—1693, 
Getraute 1649—1695, 
Gestorbene 1649—1695. 

b) Anniversarverzeichnis, 1682 ff. Notizen über Armenrenten, Nach- 
richten über Glocken und Brände der Kirche. 

4° Pap. Pergamentbd. 

— Bürgermeisteramt Froitzheim: 

Keine älteren Archivalien vorhanden. 

Weisweiler. Kath. Pfarramt: 

1. Weistumartige Anspraich unser sementlicher naeber des dorfs zu 
Lutzeier uf Clais zom Harten als momber Cr acht s van Lanier starp 
vor dem gericht zu der Whee, betr. die Palanter Benden ; ca. 1550. 
— Fol. Pap. 

2. 1554 Februar 21 (uf aevent cathedrae Petri). Furwart van dem 
lande an Wedenhof gehoerich. — Fol. Pap. 

3. Statuten des Canonical-Praemo?istratenseroi*dens, wie dieselbe durch 
anthoritet der gener al-capitulen deren jähren 1618, 1619 \ 1622, 1621 
sind gesetzet, übersehen und disponiret und anno 1630 völlig gut 
geheissen. — 4°. Pap. 909 Seiten. Lederbd., 2 Schliessen (1 ab). 

4. Akten betr. den Palanter Zehnten zu Luchem, 17. und 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. 

5. Weid- und Schweidgangsrecht der Häuser Paland und Weisweiler, 
1710 Nov. 29. — Fol. Pap. 

6. Akten betr. die St. Rochus-Bruderschaft, 18. Jahrh. 

7. Akten betr. beneficium s. crucis, beneficium B. M. V. t beneficium 
s. Nicolai und das Primissariat, 18. Jahrh. 

8. Extract auswendiger lehnen ausserm lehnbuch [der Herrlichkeit 
Weisweiler], 18. Jahrh. — Fol. Pap. 



_.-. 



Kreis Düren. 287 

9. Testamente, Stiftungsakten, Obligationen, Prozessakten und Armen- 
rechnungen, 18. Jahrh. 

10. Akten der Familien Hatzfeld und Cuchenheim, 18. Jahrh. 

11. Sammelband (Pastoral-Buch), enthaltend: 

a) Anniversarien, 

b) Pastoral-Grundpachtrenten, 

c. 1780 bis erste Hälfte des 19. Jahrh. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

12. Anniversarien-Verzeichnis, 1784 ff. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

13. Sämtliche Kommunal-Akten der Gemeinde Weisweiler: vereinzelt 
aus dem 18. Jahrh., vollständig 1792—1814, dann vereinzelt wieder 
bis 1824. 

14. Getaufte 1737-1765, 1770-1838, 
Kommunikanten 1823—1868, 
Getraute 1736-1841 (Extract), 
Gestorbene 1770—1866. 

15. Urkunden-Buch der Pfarrei Weisweiler, 19. Jahrh. Enthält Ab- 
schriften von Urkunden des 16.— 19. Jahrh., u. a. Kopie der Inschrift 
auf der kupfernen Platte neben dem S. Nicolaus-Altar d. d. 1520. 

16. Südliche Ansicht der Kirche und des Pfarrhauses zu Weisweiler; 
Federzeichnung von Karl Hansen, 1847. — Gross-Folio, Pap. (ein- 
gerahmt). 

17. Eine grössere Anzahl älterer, gedruckter Werke über Theologie 
und ius canonicum, 17. und 18. Jahrh. 

18. Sacra Biblia von Caspar Ulenberg (grosse illustrierte Ausgabe). 
Gedruckt in der Kölner Quentelei durch Johann Krebs, 1630. — 
Gross-Fol. Lederbd. 

16. Welt-Geschichte, 1675-1688, von Hiob Ludolf, Sachs. Geh.-Rat; 
Frankfurt, Joh. Ad. Jung, gedruckt bei Balth. Diehl 1731. — Gross- 
Fol. Pap. Lederbd. 

— Bürgermeisteramt: 

Durch Personalunion mit dem Bürgermeisteramt Langer- 
wehe verbunden; siehe oben S. 248. 

Wenau. Kath. Pfarramt: 

Ehemals Kloster der Praemonstratenserinnen. Pfarr- 
errichtung 1804. 

1. Catalogus confratrum et sororum archiconfraternitatis ss. Trini- 
tatis nobilis monasterij Wenawgiensis, renovatus per reverendum 
dominum dorn. Ludovicum Theys, eiusdem monasterii priorem, 
canonicum Floreffiensem a. d. 1128, fortgesetzt bis zur Jetztzeit. — 
Gross-Fol. Pap. Gepresster Lederbd. 

2. Direktorium bezw. Rubriken Ordnung des Praemonstratenserklosters 
Wenau. Hs. des 18. Jahrh. — Gross-Quart. Pap. 

Winden. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1866. Ältere Archivalien nicht vorhanden. 



288 Kreis Düren. 

Wissersheim. Kath. Pfarramt: 

1. Kirchenbuch zu Wissersheim, aufyericht anno 1675. 17. feb., in 
welchem geschriben alle kirchenrenten, fundationes und gerechtig- 
keiten zur zeit Petri Piltz, pastor daselbsten. — Fol. Pap. Schweins- 
lederbd. 

Wollersheim. Kath. Pfarramt: 

1. Wollersheimer Kirchenrenten, renoviert 1656, 1699 ff., enthält: Renten 
des Pastors, Anniversare, Kirchenkapitalien, sowie Aufzeichnungen 
über das Anniversarium serenissimorum ducum Juliae quod habe- 
tur in Nideggen fer. 3. post Miser. dorn, (die sogen. Pf äffen jagd), 
1643-1666. 

2. Kirchenrollen, 1696, 1698, 1726, 1780, 1781. 

3. Zehen-Register des Pastors zu W., 1728 ff. — Klein-8°. Pap. 

4. Prozessakten, Akten über das Patronat von Maria i. Cap. in Köln, 
Stiftungsakten, 18. Jahrh. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Sammelband enthaltend: 

a) Aus der Pfarrei Wollersheim: 
Getaufte 1667-1770, 
Gefirmte 1687, 

Getraute 1670 ff., 

b) Praepositurae archidiaconales maiores in archidioecesi Colo- 
niensi sunt sequentes, quae habent suos officiales. 

c) Nomina defunctorum decanorum Tulpetensium, quorum memoria 
post tot depraedationes archivii decanalis seu capitularis in 
monumentis, libris et diplomatibus adhuc exstant. Bis 1795. 

d) Aus der Pfarrei Wollersheim: 
Gestorbene 1664-1766, 1696-1770, 1766—1770. 

e) Resolutiones circa sepulturam. 

f) Nomina pastorum in Wollersheim, 1581—1840. 

g) Verschiedene Notizen über Verpachtung von Kirchenland, Reli- 
quien, Kirchengeräte, Reparaturen, Visitationen und Brand der 
Kirche am 22. Januar 1819. 

2. Aus der Pfarrei Wollersheim: 
Getaufte und Getraute 1770—1799, 
Gestorbene 1770-1797. 

3. Aus der Pfarrei Berg vor Nid eggen: 
Getaufte 1740-1769, 1770—1799, 

Getraute und Gestorbene 1741—1769, 1770—1798. 

4. Arithemitisches Lehr- und Exempelbuch von Johannes Pütz, 1690. 
Handschriftlich. Darin Getaufte, Getraute und Gestorbene au» 
Juntersdorf, 1703—1799. — 4°. Pap. Schweinslederbd. 



Kreis Düren (Nachtrag). 289 

5. Aus Jun tersdorf: 

Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1809. 

6. Aus Pissenheim: 
Gestorbene 1770-1806. 

7. Protokollbuch der Pfarrkirche ad Almam Virginem in Zülpich r 
1746 ff. Enthält u. a.: 

a) Liste der Kommunikanten von Gressenich, Geich, Hoven, Füsse- 
nich, Zülpich c. 1750, 

b) Getaufte 1779—1801, 
Getraute 1780—1801, 
Gestorbene 1780—1801. 



Nachtrag zu Kreis Düren. 

Merödgen. Haus — bei Lamersdorf. Im Besitze des Freiherrnr 

von Zandt: 

Die Archivalien beziehen sich auf den Rittersitz Beeck 
und dessen Besitzer, die von Beeck, sowie die mit denselben 
in Verbindung" stehenden Familien Brachelen, Elmpt, Hall- 
Wassenberg, Hochkirchen, Hompesch, Katterbach, Mulstroe r 
Wedau etc. 

1. Inventar der auf Haus Beeck 1581 vorgefundenen Briefschaften. — 
Fol. Pap. 

2. 1421 Oktober 7 (des neisten dynsdachs na sent Remeissdage). 
Vor den Schöffen des Dingstuhls zu Beeck verzichten Jutte van 
Hulhove, Witwe des Johann van Knabbinchusen, und ihre Kinder 
Amt, Gyse, Johann, Catharina, Yde, Oede ind Jutte auf ihr in 
dem Dingstuhl gelegenes, zu ihrem Hof zu Oenssel im Landfr 
Valkenburg zugehöriges Ackerland etc., welches dem verstorbenen 
Johann von Krieckenbeeck gehörte, zu gunsten der Eheleute Steven 
van Lieck und Maria. Es siegelt Goswin von Kurtenbach, Rat des 
Landes Valkenburg. — Or. P. 1 S. 

3. 1486 Juni 6 {up dynstach neist nae sent Bonifacius dage). 
Vor dem Statthalter des Herzogs von Jülich zu Heinsberg ver- 
kaufen die Eheleute Goitzen van Oesen und Margaretha dem 
Dietrich Oetgens, Schöffe zu Brachelen, und dessen Frau Hille fünf 
Malter Roggen Bracheler Masses und setzen zum Pfände ihren Hof 
zu Troistorf im Kirchspiel Brachelen. — Or. Perg. 4 S. Mit Trans- 
fix d. d. 1617 April 4 betr. dieselbe Roggenrente. 

4. 1565 Juni 28. Erbteilung zwischen den Erben der verstorbenen' 
Eheleute Wilhelm von Cortenbach und Christina van Geuicenich. 

5. 1567 April 4. Vor dem kurkölnischen weltlichen Gericht der Stadt 
Beeck verkaufen die Eheleute Wilhelm van der Lewen \mdMargriet 
Spe dem Johann in gen Haiff ein Stück hoylantz in Beeck. — 
Or. Perg. 1 S. 



290 Kreis Düren (Nachtrag). 

6. 1571 Februar 16. Vor dem Amtmann zu Wassenberg verkaufen 
Daniel zu Holtum und seine Frau Hill dem Johann von Kriechen- 
beck, genannt Beeck, eine» Rente von 5 Talern auf eine Schuld von 
118 Talern 49alb. und setzeu zum Pfand Ländereien bei Beeck. — 
Or. Perg. 3 S. ab. 

7. 1599 November 15. Die Eheleute Johann in gen Haiff und Till 
verpachten den Eheleuten Heinrich Köpgens und Meyen ihren Hof 
an dem Kradenpoil zu Serenich im Fürstentum Jülich. — Or. 
Perg. Mit Unterschriften. 

8. 1608 November 15. Abt Conrad zu Werden und Helmonstetten 
belehnt den Wilhelm Conrad von Franckeshaven erblich mit dem 
Gut Busschefeid und seinen Zubehörungen in der Grafschaft Moers. 
— Orig. Perg. mit dem grossen Abteisiegel. 

9. Spezifikationen des Rittersitzes und Lehens Beeck im Amte Wassen- 
berg, 17. Jahrh. — Fol. Pap. 

10. Extract eines descriptions-buchs des kirspels Beeck, 1680 No- 
vember 26. — Fol. Pap. 

11. Briefschaften und lehenherrlicher consens, wo die von Berlo denen 
von Beeck das Lehen Beeck mit allen ap- und dependenzen ver- 
kaufen, 16. Jahrh. — Fol. Pap. 

12. Lehnbriefe des Hauses Beeck, 17. Jahrh. 

13. Lehnakten betr. die Investitur des Rittersitzes Beeck, 18. Jahrh. 

14. Akten betr. die Unterlehen des Rittersitzes Beeck, 18. Jahrh. 

15. Zins- und Rentenregister der Herren von Beeck zu Beeck, c. 1425. — 
Schmal-Fol. Pap. in Pergament geheftet. 

16. Zinshafer -Register des Newenhofes zu Beeck, 1624. — Scbmal- 
Fol. Pap. 

17. Prozessakten zwischen Johann von und zu Beeck und den Ge- 
schworenen und Nachbaren zu Milien, 1669. — Fol. Pap. 

18. Akten betr. die Familie der Frhrn. von Goltstein, 18. Jahrh. 

19. Pachtzettel betr. Goltsteinsche Güter zu Beeck, Mahrhausen und 
Frenz, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

20. Extract aus dem Wassenbergschen Mannbuch betr. das Haller 
Lehngut, 1561. — Fol. Pap. 

21. Kurmodial-Protokolle betr. die Welderhof- Kurmuten bei Schön- 
hausen, 1769, 1779—1789. — Fol. Pap. Konvolut. 

22. Akten betr. das Haus Wedawen, 18. Jahrh. 

Pissenheim. Kath. Rektorat: 

1. Akten betr. die Verwaltung, sowie die Besitz- und Vermögens- 
verhältnisse der Kirche zu Pissenheim, 17. und 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. 

2. Lagerbuch der Renten und Gefälle der Suceursal-Kirche von 
Wollersheim zu Pissenheim, eingerichtet 1812. — Fol. Pap. Lederbd. 



VII. Kreis Aachen-Land. 



Afden. Kath. Pfarramt: 

1. Liber monasterii canonicorum regularium verbis Aquens. Auf 
Pergament geschrieben, nach einer Notiz auf der vorletzten Seite 
correctum secundum exemplar de Windesim [*?] anno 1437. Auf 
der letzten Seite gleichzeitige Abschrift einer Urkunde v. J. 1421. — 
4°. Perg. Gold gepresster Lederbd. 

2. Register der Einkünfte, Lasten und Beschwernisse der Pastorat zu 
Hersei, 1658. — Fol. Pap. Halbldrbd. 

3. Anniversarien- Verzeichnis, 1668. — 4° Pap. Perg.-Bd. 

4. Kirchenrenten und Einkünfte, 1668 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

5. Verfügungen der vorgesetzten kirchlichen Behörden, vom Ende des 
17. Jahrh. an. — Fol. Pap. Geheftet. 

-6. Anniversarienverzeichnis, 1762, 1789. — Fol. Pap. Halbldrbd. 

7. Einnahme- und Ausgaberegister, 1787 ff. — Schmal-Fol. Pap. Lederbd* 

8. Catalogus genealogicus parochianorum in Afden, ordine alpha- 
betico digesttts. Anfang 19. Jahrh., greift bis auf das 16. Jahrh. 
zurück . — Schmal-Fol. Pap. Lederbd. 

9. Missale Romanum, anno 1493 primo Julij . Aus dem Handgebrauche 
des Johannes Selarius. Pastors in Doveren, dum existeret capellanus 
campestris excellentiae generalis marscalli lutenandi belli anno 
1630. — Druck 8° Pap. Gepresster Lederbd. mit 2 Schliessen. 

Alsdorf. Kath. Pfarramt: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Akt aus einem Streite zwischen dem Baron von Blanckart und der 
Gemeinde Alsdorf betr. Gerechtsame im Walde und auf der Heide 
bei Alsdorf, 1756 Sept. 24. — Fol. Pap. Beglaubigte Abschrift von 
1845. 

2. Getaufte 1724-1798, 
Getraute 1749-1798, 
Gestorbene 1748-1798. 



292 Kreis Aachen-Land. 

— Burg; im Besitze des Herrn Friedrich Freiherrn von 
Blanckart: 

Archiv der Familie von Blanckart und teil weise der früheren 
Besitzer der Burg Alsdorf. 

1. 1466 Februar 14 (up sent Valentyns dach). Herzog Gerhard von 
Jülich-Berg und seine Gattin Sophia van Sassen reversieren, dass 
sich ihr Rat Ritter Gotschalck van Harve mit ihnen und einigen 
andern bei Kitter Johann van Efferen für 4000 vier dehalf hundert 
oberländische rhein. Gulden, die sie dem Johann von Efferen 
schulden, verbürgt hat, und stellen demselben einen Schadlos- 
haltungsbrief aus. Ohne Ausstellungsort. — Or. Perg. 2 S. 

2. 1469 Februar 6 (up den maendach neist na unser lieven frauicen 
dage lichtmissen). Herzog Gerhard von Jülich-Berg und seine 
Gattin Sophia van Sassen reversieren, dass sich ihr Rat Ritter 
Gotschalck van Harve mit ihnen und einigen andern für sie bei 
Emont van Palantz für 5800 oberländische rhein. Gulden, welche 
sie demselben schulden, verbürgt hat, und stellen ihm einen Schad- 
loshaltungsbrief aus. Dat. Nydecken. — Or. Perg. 2 S., das der 
Herzogin verletzt. 

■3. 1472 Mai 10 (up den sondach Exaudi). Herzog Gerhard von 
Jülich-Berg und seine Gemahlin Sophia van Sassen reversieren, 
dass sich ihr Rat, Ritter Gotschalck van Harve, mit andern für 
den Herzog bei dem Herzog von Bourgondien oder seinem Stell- 
vertreter für 7900 oberländische Gulden verbürgt hat für den Fall, 
dass dieses Geld durch den Herzog von Burgund oder seinen hohen 
Rat dem Thonis van Palant zugesprochen würde, und stellen dem- 
selben einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. zo dem Sparenberge. — 

— Or. Perg. 2 S., das der Herzogin ab. 

4. 1476 Juni 9 (up den sondach Trinitatis). Herzog Wilhelm von 
Jülich reversiert, dass sein Rat, Ritter Gotschalck van Harve, sich 
für ihn mit andern bei Pfalzgraf Albrecht bei Rhein, Herzog in 
Ober- und Nieder-Bayern, für 15000 Gulden verbürgt hat, und 
stellt demselben einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. ßlankenberg. 

— Or. Perg. 1 S. verletzt. 

-5. 1480 Oktober 20 (up der hilliger eylfduy sent megde avent). Herzog 
Wilhelm von Jülich re versiert, dass sein Rat, Ritter Gottschalck 
van Harve, Herr zu Alsdorf, Landdrost von Jülich, sich mit andern 
für ihn bei Ritter Johann van Effern für 1040 rhein. Goldgulden 
verbürgt hat, welche dieser von dem Herzog zu fordern hat, und 
stellt ihm einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. Hambach. — 0r. 
Perg. 1 S. verletzt. 

6. 1483 Februar 14 (up den neisten vrydach na dem hilligen esch- 
daige). Herzog Wilhelm von Jülich reversiert, dass sein Rat, 
Ritter Gotschalck van Harve, Landdrost von Jülich, sich für ihn 
mit andern bei der Stadt Köln für 5000 oberländische Gulden ver- 
bürgt hat, die der Herzog der Stadt schuldet, und stellt ihm einen 



Kreis Aachen-Land. 293 

Schadloshaltungsbrief aus. Dat. Düsseldorf. — - Or. Perg. 1 S. 
verletzt. 

7. 1486 Januar 24 (up sent Paulus avent conversionis). Herzog 
Wilhelm von Jülich reversiert, dass sich sein Rat, Ritter Gotschalck 
van Harve, Landdrost von Jülich, mit ihm und andern bei Diderich 
Krummeis van Nechtersheim für 2000 oberländische rhein. Gulden, 
welche er demselben schuldet, verbürgt hat, und stellt ihm einen 
Schadloshaltungsbrief aus. Dat. Randenroide. — Or. Perg. 1 S. 
verletzt. 

8. 1486 Februar 10 (up den vrydach na dem hilligen eschdage). 
Herzog Wilhelm von Jülich-Berg reversiert, dass sich sein Rat, 
Ritter Gotschalck van Harve, Landdrost von Jülich, mit ihm und 
anderen bei der Stadt Köln für 2000 oberländische rhein. Gulden 
verbürgt hat, und stellt ihm einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. 
Randenroide. — Or. Perg. 1 S. 

9. 1496 Februar 2 {up unser liever frauwen dach purif.), Herzog 
Wilhelm von Jülich reversiert, dass sein Rat, Ritter Gotschalck van 
Harve, Herr zu Alsdorf und Landdrost zu Jülich,, sich mit anderen 
Räten, Rittern und Städten von Jülich-Berg bei Graf Wilhelm zu 
Wede und Moirsse, Herrn zu Isenberg, für 15000 Goldgulden von 
wegen der Lande Bruggen, Wassenberg und Born, die er von dem- 
selben erlangt hat, mit den Jahrrenten verbürgt hat, und stellt ihm 
einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. Düsseldorf. — Or. Perg. 1 S. 

10. 1499 Juli 8 (uf sent Kiliains dach). Herzog Wilhelm von Jülich 
reversiert, dass sein Rat, Ritter Gotschalck van Harve, Herr zu 
Alsdorf und Landdrost von Jülich, sich für ihn bei Amt van 
Wachtendonck, Arntz Sohn, für 2000 oberländische rhein. Gulden 
und eine Jahrrente von 200 derselben Gulden verbürgt hat, und 
stellt demselben einen Schadloshaltungsbrief aus. Dat. Hambach. 
— Or. Perg. 1 S. 

11. 1503 August (austmaynt) 14. Die Kapelle und der Altar auf dem 
Hause Alsdorf wird zu Ehren der Mutter Gottes, der HH. Mutter 
Anna, Johann Bapt., Paulus, Maria Magdalena und Witwe Elisa- 
beth durch den Kölner Weihbischof Johannes Spender, Bischof von 
Cyrene, eingeweiht. — Perg. Orig. eingerahmt in der Hauskapelle. 
Veröffentlicht von Pick in Beitr. z. Gesch. von Eschweiler II, 156. 

12. 1577 Juli 10. Donatio inter vivos vel causa mortis zwischen den 
Eheleuten Johann Schenck von Nideggen und Lutter von Beringen 
und den Eheleuten Christoph Schenck von Nideggen und Gertrud 
von Beringen. — Or. Perg. 3 S. ab. 

13. Prozessakt betr. Wilhelm von Harff, Herrn von Alsdorf und Hürth, 
und Gerard van Eisse, Herrn van Buesdael, 1575 Mai 16. — Or. Perg. 

14. Akten über die Einkünfte der Kapelle auf Burg Alsdorf, 17. Jahrh.; 
zurückgreifend auf das 15. Jahrh. 

15. Passierschein für de Rougemont, 1677 Febr. 14. Mit eigenhändiger 
Unterschrift Ludwigs XIV. — - Fol. Pap. 



294 Kreis Aachen-Land. 

16. Quittungen der Gemeinde Alsdorf über die von den Herren von 
Blanckart zu Alsdorf vorgeschossenen Gelder zur Deckung der 
Kriegsunkosten, 17. Jahrh. 

17. Akten und Urkunden, welche sich auf die Familien- und Ver- 
mögensverhältnisse derer von Blanckart beziehen, Ende 17. Jahrh., 
18. Jahrh. 

18. Salva guardia für das Gut Guyghoven in Belgien, 1746 Okt. 6. 

19. Akten und Urkunden betr. Familien- und Vermögensverhältnisse des 
französischen Marschalls Grafen Du Muy, bezw. dessen Gattin oder 
Witwe Charlotte von Blanckart zu Alsdorf, II. Hälfte des 18. Jahrh. 

20. Schenkungsurkunde Ludwigs XVI. betr. ein Haus ä Varsenal de 
Paris an den Marschall Felix Graf Du Muy und seine Gattin Charlotte 
von Blanckart von Alsdorf, 1774 Nov. 10. Mit eigenhändiger Unter- 
schrift des Königs. — Perg. 

21. Auszug aus dem Stiftungbuch der Pfarrkirche zu Alsdorf, soweit 
die Stiftungen die Familie von Blanckart betreffen, notiert 1833. 

22. Carte topographique de la terre et seigneurie d' Aistorf ä tnr. le 
baron de Blanckart d 'Alsdorf, c. 1750. Mit Orts- und Situations- 
bezeichnungen und mit Orientierung. — Pap. Grösse des Blattes: 
89x63,5 cm. 

23. Erzbruderschaft des hl. Rosenkranzes, wie selbige in der Pfarr- 
kirche der freyen Herrschaft Alsdorf gehalten wird. — Druck, 
verfasst von J. M. Pelzer, 1781. — 8° Pap. Leinenbd. 

AtSCh. Kath. Rektorat bei Stolberg: 

Wird von Eilendorf aus verwaltet; Archivalien nicht vor- 
handen. 

Bardenberg. Kath. Pfarramt: 

Nach Angabe des Herrn Pfarrers sind die Archivalien bei 
einem Brande in der ersten Hälfte des 19. Jahrh. zugrunde 
gegangen. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Bardenberg: 

Getaufte 1691—1724 (doppelt), 1725—1748 (doppelt), 1753—1769, 

1753—1770, 1770-1811. 
Getraute 1691-1724 (doppelt), 1725-1752 (doppelt), 1753-1769, 

1753-1770. 
Gestorbene 1691-1724 (doppelt).. 1725-1752 (doppelt), 1753-1769, 

1753-1770, 1770-1817, 1770-1822, Jahr IX-XIV (1800-1805) der 

franz. Republik. 

2. Urkundenbuch des Schöffengerichts der Freiherrlichkeit Alsdorf,, 
c. 1680—1687. — 4° Pap. Defekter Einband. 

Bardenberg, Nieder-, s. Niederbardenberg, unten S. 332. 



Kreis Aachen-Land. 295 

Berensberg. Kath. Rektorat: 

Ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Bergerhochkirchen. Haus — bei Laurensberg: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Bergrath bei Eschweiler. Kath. Pfarramt: 

Das Kirchensystem in Bergrath ist erst 1894 eingerichtet 
und 1900 zur Pfarre erhoben worden; ältere Archivalien nicht 
vorhanden. 

Brand. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden 

— Bürgermeisteramt: 
Errichtung 1884. 

1. Chronik 1825 ff. 

Breinig. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

— Gut Rochenhaus: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Broich. Kath. Pfarramt, siehe Linden, unten S. 331. 

— Bürgermeisteramt, siehe Weiden, Bürgermeisteramt, 

unten S. 340. 

Broicher Hof in Broich: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Bfisbach. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtuug 1804. Altere Archivalien nicht vorhanden. 

— Bürgermeisteramt: 

Ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Cornelimünster siehe Kornelimünster, unten S. 314 ff. 

Driescher Hof bei Brand: 

Archivalien nicht vorhanden. 

19 



296 Kreis Aachen-Land. 

Drimborn, Gut — bei Forst. Im Besitze der Frau Witwe Herrn. 

Sträter: 

1. 1657 Jan. 25. Pfalzgraf Philipp Wilhelm bei Rhein etc. stellt dem 
Johann Hütten einen Schutz- und Schirmbrief zur unbehelligten 
Betreibung seines Kupferhofes auf Schönforst aus. — Or. Pap. 1 S. 
in Holzkapsel. 

2. 1658 Jan. 21. Pfalzgraf Philipp Wilhelm bei Rhein etc. genehmigt 
die Errichtung eines Kupferhofes und Schmelzofens in Schönforst 
durch Johann Hütten und dessen Freiheit von per sonaleinlo gierung 
und billettierung. — Or. Perg. S. in Holzkapsel. 

3. 1772 Nov. 12. Akt über den Verkauf des Gutes Schönrath durch 
Henrich van Houtem als Bevollmächtigten des Besitzers Philipp 
Joseph von Thenen an Hermann Isaac von Aussem und dessen 
Frau Maria Marg. Noel. — Or. Aachener Schöffenbrief, Perg. 1 S. 
in Holzkapsel. 

4. Stammbäume der Familie von Aussem, 18. Jahrh. 

5. Auszug (aus dem Lagerbuch) der Erbpachten und Unterpfänder 
des Hauses Schönforst durch Herrn. Is. von Aussem, 1785. — 
Fol. Pap. 

6. Beschreibung über den Inhalt und Samlung des Naturalien- 
Cabinets, Kunst- und andre Sachen, wovon Diedrich Daniel von 
Aussem (1704—72) in Mülheim den Anfang gemacht und Friedrich 
Arnold von Aussem (1751) daselbst continuiert, sodann Hermann 
Isaac von Aussem auf Drimborn und in Monjoie weiter fortgesetzt, 
alsdan zur ferneren Fortführung und Aquisition seinem lieben 
Enkelsohn Hermann Scheibler (geb. 1796) überlassen bleibt. — Fol. 
Pap. Pappbd. — Beiliegend ein Schriftstück über den Verkauf des 
Kabinetts, der Manuskriote und Münzen durch Herrn. Scheibler an 
Isaac Goldsmit in London, 1827 Juli 10. 

7. Akten über die Besitzverhältnisse der Güter Schönrath, Schönforst 
und Drimborn, 18. und 19. Jahrh. 

8. Notamina von Hermann Isaac von Aussem (Familientagebuch), an- 
gelegt c. 1800. — 8°. Pap. Halbldrbd. 

9. Ansicht des Hauses Drimborn, Aquarell. Bezeichnet: Josua de 
Grave: fecit 1671 l ). 

10. Flugschrift: Aufzeichnung dessen, was unsere Vaterstadt [Mül- 
heim a. Rh.] durch die beispiellose französische Revolution bisheran 
erlitten hat — Druck 8°. Pap. nach 1795. Titelblatt fehlt. 

Eilendorf. Kath. Pfarramt: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 



— Bürgermeisteramt: 

Nach Aussage desHi 

Valien nicht vorhanden. 



Nach Aussage des Herrn Bürgermeisters sind ältere Archi- 



1) Jozua de Grave, habile dessinateur, seruait d'officier dans Varmce 
de Guillaume III. 



Kreis Aachen-Land. 297 

Eschweiler. Kath. Pfarramt: 

Die in der IL Hälfte des 19. Jahrhunderts neu und über- 
sichtlich geordneten Archivalien beruhen in einem eisernen 
Wandschranke in der Kirche. 

Die in einen Sammelband zusammengehefteten Urkunden — 
35 Pergamente und ein Papier — sind in der Mehrzahl vom Aachener 
Schöffenstuhl ausgestellt. Die wichtigsten derselben sind: 

1. 1373 November 24 (op der guder sinthe Katherinen avende). Vor 
Richter und Schöffen des Kgl. Stuhls zu Aachen verkauft Geirkyn 
Viescherghyn dem Heinrich van den Hey einen guten schweren 
Gulden jährlichen Erbzinses an und von seinem deil huys und 
hofstat Valkenburg in Schaerpstrois und seinem Teil an dem halben 
Hause zer Marcken gegen 13 Gulden mit dem Recht der Wiederlöse 
innerhalb 4 Jahren. Es siegeln die mit Namen genannten Richter 
und Schöffen des Kgl. Stuhls zu Aachen. — Perg. Or. 9 S. (5 ab). 

2. 1398 Dezember 21 {ipso de beati Thome apostoli). Ritter Gerart van 
Endelstorp, Sohn des verstorbenen Ritters Emontz van Endelstorp, 
versetzt pfandweise mit Erlaubnis seines Lehnherrn, des Herzogs von 
Jülich und Geldern, dem Ritter Werner van Palant, seinem Schwager, 
sein Schloss und Burg zu Noitberge mit allen Zubehörungen, so 
wie es sein Vater besessen hatte, auf vier Jahre lang gegen 1500 
rhein. Gulden, und wenn Werner von Palant in den vier Jahren 
noch 300 Gulden an der Burg verbauen soll, so darf Gerart von 
Endelstorp in dieser Zeit die Burg nicht einlösen. Demgemäss 
können Gerart von Endelstorp und seine Erben, sowie sein Bruder 
Dederich und dessen Erben das genannte Schloss mit 1800 rhein. 
Gulden und mit einem ganzen Jahrgulden wieder einlösen und an 
sich bringen. — Or. Perg. 

3. 1416 Februar 1 (des yrsten daghs in der spurkeln). Die Eheleute 
Johann Gryn von Aldenhoven und Maria nehmen von den Ehe- 
leuten Frambach von Birgel, Erbin arschall zu Jülich, und Johanna 
von Eschweiler die zu Overhusen gehörigen Renten für jährlich 
zehnthalb Malter Roggen in Erbpacht und setzen als Pfand 
60 Morgen Land von ihrem Hofe zu Uphoeven. — Kop. des 
19. Jahrh. in R 1 * ). 

4. 1437 Oktober 1 (up sent Remeys dach des hilligen buschoffs). 
Dederich van Buyrke und seine Frau Heilwych bekennen, dass 
Johann van Palant ihnen den Hof und das Gut zu Vloverick 
mit seinem Zubehör erblich verkauft hat, und gestatten ihm und 
seinen Erben, den Hof und das Erbe innerhalb der nächsten 
6 Jahre mit 600 oberländischen rhein. Gulden wieder einlösen zu 
können. Es siegelt mit Heinrich van Betgenhusen. — Or. Perg. 2. S. ab. 

5. 1449 Juni 6 (in craatino beati Bonifacii). Wilhelm von Broich stiftet 
eine wöchentliche Messe zu Ehren der Mutter Gottes in der Kirche 
zu Düriviss. — Kop. des 19. Jahrh. in R l 1 ). 



1) Gegenwärtige Archivsignatur. 



298 Kreis Aachen- Land. 

6. 1465 März 28. Richter und Schöffen des kgl. Stuhles zu Aachen 
bezeugen, dass Coyne van Pimt an Wilhem van der Hagen selig 
ein Erbpacht von 25 Müddern Roggen auf seinem Hof und Erbe, 
op den grave tuschen conninxpoirtze ind puntpoirtze gelegen, mit 
den Zugehörigkeiten verkauft hat. — Or. Perg. 

7. 1465 Mai 28. Vor Richter und Schöffen des kgl. Stuhls zu Aachen 
verzichten Wilhelm van der Hagen, Kanonikus der Liebfrauen- 
kirche in Aachen, Fetschyn Colyn, Peter van Segraide und Johann 
van der Hagen, alle vier Gesch Wäger, zu gunsten der Hüken 
Gurtzgens, Nonne des Weissen-Frauen-Klosters in Aachen, und 
dieses Klosters selbst auf eine Erbpacht, welche Coyne van Punt 
vor den Richtern und Schöffen des kgl. Stuhls zu Aachen an 
Wilhelm van der Hagen selig auf seinem Hof und Erbe, op den 
grave tuschen conninxpoirtze ind puntpoirtze gelegen, mit seinen 
Zugehörigkeiten verkauft hat. Es siegeln der Richter und 
zwei Schöffen des kgl. Stuhls. — Or. Perg. 3 S. 

8. 1466 Mai 31 (up sent Peternellen dach der hilliger jonffereri). Johann, 
Junggraf zu Salm, ältester Sohn zu Ryferscheyt, bekennt, dem 
Jakob van Nechtersheym 151 oberländische rheinische Gulden 
schuldig zu sein, welche er ihm auf St. Urbans-Tag des nächsten 
Jahres zurück zu zahlen sich verpflichtet, und stellt als Bürgen die 
Brüder Johann Gerard und Hermann Scheytwylre und den Richard 
Henckelman aus Ryferscheyt, ferner Jakob van Bloede, genannt 
Heysgen, Goswin Passert und Dietrich van Snorrenbach aus 
Ryferscheyt. — Or. Perg. 4 S. (3 ab). 

9. 1471 April 23 {up sint Ioeris dach des hilgen ritters ind mertelers), 
Dederich Schramme von Alstorp tut sein Haus und Hof zu 
Noitberch neben der Kirche und gegenüber dem Gasthause nebst 
zugehöriger Länderei dem Reinart Quincker von Noitberge und 
Guetgen, seiner Frau, für jährlich 7 oberländische, rheinische Kur- 
fürsten-Gulden zu Erbpacht aus. — Perg. Or. S. ab. — R 10 1 ). 

10. 1481 Februar 22 (up sent Peters dagh ad cathedram). Die Eheleute 
Vincenz van Swanenberg und Alverait van Palant verkaufen mit dem 
Recht der Wiederlöse erblich dem Peter Suwen und seiner Frau 
Fien in Aldenhoven eine erbliche Jahresrente von 20 oberländischen 
Gulden, jeden zu vonfdehalve mark guylghs, gegen eine Summe 
von 400 Gulden und setzen zum Pfand ihren Zehnten zu Voul- 
kershoeven. Ausser den Ausstellern siegeln die Schöffen zu Neder- 
mertzen und Lehnleute zu Lancklair. — Or. Perg. 3 S. ab. 

11. 1486 August 16 (up gudestach). Testament des Hynrich van 
Hompesch, Herrn zu Tetz und Wickrode, und der Sophia von» 
Bortscheit. — Fol. Pap. Kopie vom Anfang des 16. Jahrh. — R8. 

12. 1496 September 21 (up guedestach [na] sent Lambertz dach). Johann 
van Hembach jun. bekennt, dass Reinhard Bück van Lichtenberch 
zu ihm gekommen ist und ihm mitgeteilt hat, wie ihm sein Bruder 



1) Gegenwärtige Archivsignatur. 



Kreis Aachen-Land. 299 

Jobann van Hembach und dessen Hausfrau vast indracht doint in 
der kirchen zo Stver'fen, trotzdem seine Eltern, die das Haus Eirnich 
besessen haben, des in oeffunge und gebruychen hieven sind bis 
zu ihrem Tode, wie er es bewiesen hat, und es ihm auch von ihrer 
beider Amtmann Emont van Paiant erblich zuerkannt worden ist. 
Nun bäte er, Bück, ihn, den Johann von Hembach, um Mitteilung, 
was er von der Sache wisse. Johann von Hembach bekennt dem- 
gemäss, er habe nie anders gewusst, als dass solche Kirchen- 
gerechtigkeit, wie Vorgang, Weihwasser, stoilgebet, Opfergang etc., 
was ein Haus oder ein Edelmann vor andern in der Kirche voraus 
hat, dem Hause Eirnich und seinen Erbbesitzern zustehe, als das- 
selbe noch seinen Eltern gehört habe. — Notariell beglaubigte, 
ziemlich gleichzeitige Abschrift. Perg. 

Aus den umfangreichen Aktenbeständen mögen hier die 
wichtigeren genannt werden: 

13. Akten über die Einkünfte des Pfarramtes, 1654 bis 19. Jahrh. — B 1. 

14. Akten betr. Pastoral-Einkünfte, 17. und 18. Jahrh. — Fol. Pap. 
Geheftet. — B 1. 

15. Akten betr. Geld- und Natural-Renten des Pfarramts, 17. und 18. 
Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. — B 6. 

16. Annotationsbuch der Pastoral-Renten, 1762 ff. — Fol. Pap. Pappbd. 

— B6a. 

17. Kirchenrechnungen, meist Empfangs-Register der Kirchen-Renten, 
c. 1600—1800. In 6 Konvoluten geheftet. Fol. Pap. — Fl. 

18. Extrakt des Eschweiler Schatzbuches, 1648. — Schmal-4°. Pap. — Fl. 

19. Status der baumeystereien, d. i. der Renten der Kirche, 1653. — 
Fol. Pap. Pappbd.'- F 1. 198. 

50. Akten betr. Baumeisterei- Abgaben zu Eschweiler, 1746. — Fol. 
Pap. — R 2. 

■21. Stiftungs-Urkunden und -Akten, 17. bis 19. Jahrh. — Fol. Pap. Ge- 
heftet. — 7 Konvolute. — H 1-6» (I). 

22. Nachweis der Kapitalien der Anniversarien, Messen und Andachten, 
18. Jahrh. 

23. Nach Weisung der Kapitalien von Anniversarien, Messen und An- 
dachten, c. 1800. — Schmal-Fol. Schweinsldrbd. — B 5. 

54. Rentenverzeichnis des Frühmessen-Altars SS. Antonii et Sebastiani, 
1683 bis e. 1750. — Schmal-Fol. Pap. Schweinsldrbd. — F 1. 24. 

2h. Empfangsregister des Katharinen-Altars, 1780-1782. — 8°. Pap. 
Schweinsldrbd. — Fl. 81. 

-26. Empfangsbueh des St. Nicolaus-Altars, 1780—1790. — 8°. Pap. Ldrbd. 

— Fl. 88. 

21. Empfangsbuch des Mutter Gottes- Altars, 1784. — 8°. Pap. Ldrbd. — 

F 1. 86. 
28. Akten betr. Kirchen-Mobilien und Geräte, 17.— 19. Jahrh. In specie: 

Inventar der Kirchen-Gerätschaften und Gewänder, sowie der 

Kirchenbücher, 1567. — Fol. Pap. — M. 



300 Kreis Aachen-Land. 

29. Akten betr. das Kirchengebäude und Reparaturen desselben, 17. bis 

19. Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. — J 1. 
80. Baurechnimg' über Reparaturen der Pfarrkirche und des Turmes 

zu Eschweiler, 1753 ff. — Fol. Pap. Geheftet. — Fl. 

31. Statuten und Mitgliederbuch der St. Sebastianus-Bruderschaft in 
Eschweiler, 1756 ff. — Klein-Fol. Halbldrbd. — A5*. 

32. Eine päpstliche Bulle und 5 päpstliche Breven (Fischerring) zu 
Gunsten der confraternitas B. M. V. de monte Carmelo, 18. Jahrh. — 
Perg. Or. - AI». 

33. Heterogene Akten betr. die Pfarrkirche zu Eschweiler, 1724 — 1757r 

— Fol. Pap. Geheftet. — R 2H. 

34. Bevölkerungsliste (Status animarura) und Nachweis der Kommuni- 
kanten der Pfarrei Eschweiler, 1749 und Ende des 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. Geheftet. — Ale. 

35. Getraute 1750-1796, 1770-1859, 1796—1798. 
Gestorbene 1750—1793, 1770-1857, 1791—1799, 1793-1796. 

36. Akten betr. die Mädchen-Schule in Eschweiler, 17. bis 19. Jahrh. — 
Fol. Pap. Geheftet. — D 3. 

37. Akten betr. Armensachen, 17. bis 19. Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. 

- Q 1. 

38. Instruktion für die Schöffen und Geschworenen des Amtes Esch- 
weiler, 1643 August 3. — Fol. Pap. — In R 1. 

39. Landmass der Felder in der Hoheit Eschweilcr, 1660. — Fol. Pap. — 
In R 1. 

40. Verpachtung der Barriere auf der Strasse Eschweiler-Jülich, 1789r 

- In R 3. 

41. Akt betr. Abgabe von Holz aus dem Probsteier Walde an die 
Eschweilerer Kohlenbergwerke, 1582 Juli 18. — Kopie des 18. Jahrh. 

— In R 9. 

42. Akten betr. die Eschweiler Kohlenbergwerke, 18. und 19. Jahrhr 
Mit Durchschnitts-Zeichnung der Grube Kirschbaum-Hundend. — 
Fol. Pap. — R 5. 

43. Akten betr. den Probsteier Wald, 18. Jahrh. — In R 6. 

44. Akten betr. den Probsteier Wald, 18v und 19. Jahrh. — In R 9. 

45. Quittung über Zahlungen von Umlagen für ungarische Fourage 
in Eschweiler, 1673. — Fol. Pap. — In R 1. 

46. Französische Kontribution in Eschweiler, 1677, 1679. — In R 1. 

47. Akten über Truppen Verpflegungen in Eschweiler, 1740 — 1758. — 
In R3. 

48. Akten betreffend den (Kölner) Dombau-Hülfsverein in Eschweiler r 
19. Jahrh. — A Id. 

49. Notizen über die Heiligtumsfahrten zu Aachen und Korneli- 
münster i. J. 1776. — In R 3. 

50. Ordnung der Mannkammer zu Aldenhoven und des Probsteier 
Waldes, 1555 August 27. — Kopie des 19. Jahrh. — In R 9. 



-J 



Kreis Aachen-Land. 301 

51. Schreiben des Werner von Merode betr. den Pastoratszehnten zu 
Aldenhoven, 1570 August 16. — Fol. Pap. — In R 9. 

52. Specificatio der durch das Gericht zu Alsdorf verhängten Strafen, 
1644 ff. — Fol. Pap. — R 8. 

53. Protokoll aus einem Gerichts verfahren wegen Wegnahme und Zer- 
schlagens von Grenzsteinen auf der Alsdorfer Heide, 1673 Ja- 
nuar 2. — Fol. Pap. — R 8. 

54. Akten betr. die Herrschaft Alsdorf und Haus Kellersberg, 
17. und 18. Jahrh. — In R 1. 

55. Rentenregister der Kirche zu Altdorf, 1530—1711. — Schmal- 
Fol. Pap. in Schweinsldr. geheftet. — R 16. 

56. Extract des Altdorf er Aufthuungs-Buches, 1657. — 8°. Pap. — R 21. 

57. Altdorf er Kirchen-Einkünfte (Extract), 1676 ff. — 8°. Pap. — R 21. 

58. Akten betr. die Gemeinde Broich und das Probsteier Lehen, 

17. Jahrh. — Fol. Pap. — R 8. 

59. Vertrag mit dem Glockengiesser Peter von Trier über den Guss 
einer Glocke für die Kirche zu Broich, 1669 April 21. — Fol. 
Pap. — R 8. 

60. Verzeichnis gezahlter Kriegskosten in der Gegend von Düren, 
1642. — Schmal-Fol. Pap. — In R 1. 

61. Manboych ynd lehenboych des huyss ynd herlycheyt Vrentzen 
[Frenz], c. 1530 ff. — Schmal-Fol. Pap. Gepresster Leder band. 
1 Schliesse (ab). — R 18. 

62. Hebe-Register der ehemaligen Pfarrkirche zu Geuenich, 1656, 
1727, 1729, 1732, 1756, 1772. — Fol. und 8°. Pap. — R 21. 

63. Einkünfte- Verzeichnis des Pastors zuGressenich, 179D-1799. -— 
8°. Pap. Schweinslederbd. 

64. Privat-Papiere der Familie Dohmen in Gressenich und der Witwe 
Dohmen zu Stolberg, Ende 18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvolut. — 
R 22, 27. 

65. Abgaben- Verzeichnis der freien und unfreien Güter in Hoengen 
und Umgegend, Ende des 18. Jahrh. — Fol. Pap. — R 4. 

66. Heberegister der Kapelle und der Hausarmen zu In den und Alt - 
dorf, 1656, 1683, 1686,1691, 1702, 1717, 1724, 1728,1731,1736,1738, 
1741, 1745, 1751, 1752. — Einzeln in 8°-Heftchen. Pap. - R 17. 

67. Kirchenrenten der Pfarrei Inden, 1660 ff. — Schmal-Fol. Pap. in 
Schweinsleder geheftet. — R 24. 

68. Indener Huf- und Hebe-Register, 1693, 1694, 1696, 1718. - 8°. Pap. 
4 lose Heftchen. — R 23. 

69. Akten betr. die Gemeinde resp. die Kirche (Herstellung derselben 
nach der Brandschatzung durch die Franzosen, 1717) zu Inden, 

18. Jahrh. — Fol. Pap. — R 8. 

70. Akten betr. Einnahmen und Renten der Jesuitenschule zu Jülich 
17. Jahrh. — Fol. und 4°. Pap. — R 8. 

71. Akten betr. Einrichtung eines Lager buches der kurfürstl. Kellnerei 
zu Jülich, 1780. — In R 3. 



302 Kreis Aachen-Land. 

72. Auf schwörung 1 des Wappens von Gronsfelt [zu Kellersbergl, 
genannt Nivelstein, in die Deutsch-Ordens-Ballei Beissen, 1632. — 
Fol. Pap. — In R 1. 

73. Stiftung einer Messe in der Hauskapelle zu Kellersberg, 1730 
Jan. 16. — Fol. Pap. — R 2. 

74. Akten der Familie Gronsfeld zu Kellersberg, 18. Jahrh. —Fol. 
Pap. — R 2. 

75. Heterogene Akten betr. die Burg und Einwohner des Dorfes 
Kinzweiler, die Herrschaft Laurenzberg und das Kloster 
St. Joris, 16. und 17. Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. — R 8. 

76. Empfangsregister der dem St. Anna-Altaristen in Kinzweiler zu- 
stehenden Roggen-Erbpacht, 1786-1810. —4°. Pap. Leder bd. — R 26. 

77. Erbpachtbuch des St. Anna-Altars zu* Kinzweiler, 1803 ff. — 
8°. Pap. Halblederbd. — R 25. 

78. Vorläufige Verordnung wegen des collegii S. Michaelis in der 
Weydenbach [zu Köln]. Gegeben Münster, den 20. Nov. 1769 
durch EB. Maximilian Friedlich. — Fol. Pap. — In R 3. 

79. Akten betr. die Abtei Kornelimünster, 18. Jahrh. — Fol. Pap. 

— R2. 

80. Kirchenrechnungen von Laurenzberg, c. 1500—1513, 1574. — 
Kopie des 19. Jahrh. — In R 9. 

81. Kirchenrechnung vom Laurenciiberge, 1514 ff. — Schmal-Fol. 
Pap. — Fl. 

82. Rechnung des Gasthauses zu Laurenzberg [?], 1577— 1580. —Fol. 
Pap. - In R9. 

83. Akten betr. Haus und Herrschaft Laurenzberg, 16. — 18. Jahrh. 

— R9. 

84. Pastorat-Register der Renten und Einkünfte der Herrschaft Lau- 
renzberg, c. 1600. — 1 Blatt fol. Pap. — In R 9. 

85. Declaration vom 15. May 1697 weiland Henrichen Brewers, ab- 
gelebten schultissen zu St. Laurenzberg , erbgen. betr. die an 
Kirch und gasthaus zu St. Laurenzberg donirte drey morgen frey- 
adlichen Milenduncker lands. — Fol. Pap. — In R 9. 

86. Akten betr. das Beneficium des Kreuzalters in Laurenzberg, 

18. und 19. Jahrh. — In R 9. 

87. Notizen betr. die Pfarrer und Pfarrstelle zu Lohn, 1643 bis 1759.— 
Aufzeichnung des 19. Jahrh. — In R 9. 

88. Verhandlungen zwischen dem Herrn von Paland und Werner von 
Hatzfeld betr. den Lue eher Zehnten, 1472—1475. — Kopie des 

19. Jahrh. — In R 1. 

89. Supplik an den Herzog von Jülich betr. Gottesdienst der evan- 
gelisch-reformierten Gemeinde auf Haus Lürken, 1709 .Mai 4. — 
In R 9. 

90. Akten betr. Güter (Bowhof) und Renten der Familie von Schenck 
zu Nideggen, 16. Jahrh. — Fol. Pap. — R 8. 

91. Akten der Familie von Schenck, 16. Jahrh. — Fol. Pap. — R 14. 



Kreis Aachen-Land. 303 

"92. Akten betr. den Nothberger Hof, genannt der Kirchen-Hof, zu 
Nothberg, 16. Jahrh. — Fol. Pap. — R 10. 

93. Akten betr. den Nothberger Wald, 1695-1809. — Fol. Pap. — R lt. 

94. Akten betr. Abgaben an die Kirche zu Nothberg und deren Ein- 
künfte, 18. Jahrh. — Fol. Pap. — In R 10. 

"95. Akten betr. das von Quadtsche Haus Nothberg, 18. Jahrh. — 
Fol, Pap. — R 10. 

96. Gründung der Eremitage zu Rohe durch Bruder Mathäus Schräg, 
1705 September 29 (auf St. Michels Tag). — 4°. Pap. — In R 1. 

97. Akten betr. Abhaltung des Gottesdienstes in Rohe bei Ech weiler, 

18. Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. — A 6. 

98. Akten betr. die Besitz- und Familienverhältnisse auf Schloss Ruhrig 
bei Linnich, 1624, 1628, 1638. — Fol. Pap. — In R 1. 

99. Inventarium alles desjenigen, so uf beschehen anbevehlen des ge- 
strengen, edlen und vesten Dieterich Landeschadens von Necker 
Sternach zu Uttingen nach tötlichem hindritt deroselben viel- 
geliebten Hausfr[a,u] ahn kleinodien, ketten, hals- und armbanden, 
auch allem anderm nahmhaften in dero adelichem Haus Uttingen 
sich befunden, 1617 Dezember 3. — Schmal-Fol. in Schweinsleder 
geheftet. — R 30. N 

100. Akten betr. Ansprüche der Pfarre Verlautenheide auf einen Teil 
des Reichswaldes, anfangs 19. Jahrh., zurückgreifend bis 1613. — 
Fol. Pap. — R 6. 

101. Geschichtliche Notizen über Walberberg. Aufzeichnung des 

19. Jahrh. — 4°. Pap. — In R 1. 

102. Einnahme- und Ausgabe-Register des Godert van Hulsyt, burch- 
greve zo Bungarden, zu behuf seines Herrn, des Johann von Palant, 
Landdrosten, zu Weisweiler, 1530. — Fol. Pap. — In R 9. 

103. Einnahme und Ausgabe-Register des Junkers von Palant zu Weis - 
weiler, 1533—1534. — Schmal-Fol. Pap. — In R 9. 

104. Akten der Familie von Paland zu Weis weil er, 16. Jahrh. — In R 9. 

105. "Eckern-Buch des Weis weil er Busches, aufgeschrieben 1590. — 
Fol. Pap. — R 8. 

106. Verzeichnis der Personal-Schulden des Wilhelm von Paland, 1590 ff. 

— Schmal-Fol. Pap. -- In R 13. 

107. Akten betr. Gemeinde, Pfarre und Herrlichkeit Weis weil er und 
Haus Paland, 16.— 18. Jahrh. — Fol. Pap. Geheftet. — R 12. 

108. Akten betr. Haus Paland bei Weisweiler, 18. Jahrh. — R 13. 

109. Familien- und Rechnungsbuch der Eheleute Adam Brammert und 
Maria Minderjahn [aus der Umgegend von Aachen], 1678- c. 1740. 

— Schmal-Fol. Pap. Lederbd. — R 28. 

- Evangelisches Pfarramt: 

1. Kirchmeister-Rechnungen, 1636—1783. — Fol. Pap. Konvolut. 

2. Ein buch [der reformierten Gemeinde zu Esch weiler], in welchem 
nicht allein die namen der newlich zusammen getrettenen eheleuth 
und getauften kinder, sonder auch die acta der gehaltenen con- 



304 Kreis Aachen-Land. 

sistorien verzeichnet zu finden, aufgestellt durch Valentinum Sige- 
tium Benshemio-Palatinwn, beider kirchen zu Stolberg und Esch- 
weiler verordneten diener im wort Gottes, 1637. — Fol. Pap. 
Defekter Schweinsldrbd. 

3. Acta classic primae, gehalten zu 

Düren 1670, 1673, 1674, 1677, 1680, 1681, 1684, 1685, 1687, 1698, 1700 r 

GrossBüllesheim 1671, 

Stolberg 1675, 1678, 1683, 

Oberwinter 1682, 

Frechen 1686, 

Eschweiler 1688, 1696, 

Köln 1694, 

Severnich 1695, 

Jülich 1697, 

Stolberg 1699. 

Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

4. Kirchenbuch der evang.-reform. Gemeinde zu Eschweiler, 1675f 
enthaltend: 

a) Getaufte 1696-1719, 

b) Acta consistorii zu E., 1675 — 1741, 

c) Getraute 1682-1719, 1697-1717, 1721-1735, 1737—1740, 

d) Gestorbene 1696-1717, 1721—1741, 

e) auf loser Beilage Notizen über die Entwicklung der Gemeinden 
Weiden, Lürken und Eschweiler. 

Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

5. Schuld- und Rentenbuch, c. 1680—1716; litt. A. — 4°. Pap. Schweins- 
ldrbd. 

6. Schuld- und Rentenbuch, c. 1700-1745; litt. B. — 4°. Pap. Lederbd. 

7. Schuld- und Rentenbuch, c. 1700—1788; litt. D. — Gross-Fol. Papr 
160 pag. beschrieben. Schweinsldrbd. 

8. Acta primae classis, gehalten zu: 

Jülich 1721, 1725, 1741, 1750, 1753, 1765, 1769, 1777, 1791, 

Düren 1723, 1726, 1729, 1739, 1744, 1771, 1783, 1789, 

Flammersheim 1724, 1745, 1755, 1764, 1770, 1784, 1786, 1792, 

Stolberg 1727, 1728, 1731, 1738, 1748, 1752, 1761, 1767, 1776, 1787 r 

Oberwinter 1730, 1740, 1747, 1760, 1768, 1774, 

Gross-Büllesheim 1732, 

Eschweiler 1733, 1759,4763, 1773, 1779, 1781, 1793, 

Gemünd 1734, 1757, 1766, 1780, 1790, 

Frechen 1736, 1751, 1762, 1775, 1782, 1785, 

Warden 1737, 1746, v 

Weiden 1756, 

Remagen 1778, 1788, 

Röthgen 1794. 

Fol. Pap. Konvolut. 

9. Acta synodi provincialis Iuliacensis, 1721 bis 1796. — Fol. Pap» 
Konvolut. 



Kreis Aachen-Land. 305- 

10. Acta synodi provincialis Iuliacensis, 1725 bis 1793. — Fol. Pap. 
Konvolut. 

11. Sammelband, der Gemeine zu Eschweiler gehörig. 1738: 

a) Form der zu haltenden Classical- Versammlungen, gestellt in actis 
primae synodi provincialis, gehalten zu Linnich anno 1611 den 
3.-6. May. 

b) Modus procedendi bey der christl. busszucht und excommuni- 
cation, festgestellt in syn. gen. 18. anno 1614 § 49 und ange- 
nommen a syn. Iul. 59 § 11. 

c) Kurtzer auszug der allgemeinen Schlüsse und Verordnungen 
des gillichschen synodi, verfasset gute Ordnungen in den ge- 
meinen aus den acten desselben von anno 1611 bis auf diese 
Zeiten. 

4°. Pap. 75 fol. beschrieben. Schweinsldrbd. 

12. Verzeichnis der Konsistorial-Handlungen in der evang.-reformierten 
Gemeinde zu Eschweiler, zum Schluss Liste der Konfirmanden, 
1742-1840 ff. — Fol. Pap. Lederbd. 

13. Kassa-Buch des jährlichen Altesten der reformierten Gemeinde, 
1744—1860. — Gross-Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

14. Schuld- und Rentenbuch, 1748—1797; litt. E. — Gross-Fol. Pap. 
Lederbd. 

15. Prozessakten, Suppliken, Berichte etc., 18. Jahrh. — Fol. Pap^ 
Konvolut. 

16. Diakonie-Rechnungsführung und Schuld- und Rentbuch, 1750 bis 
c. 1850. — Fol. Pap. Defekter Lederbd. 

17. Rechnungsbuch der Einkünfte der reformierten Kirchengemeinde zu 
Eschweiler, 1770—1797. — Gross-Fol. Pap. Lederbd. 

18. Auszüge aus denen general- und gülichschen provincial-acten oder 
sogenannte centurien, so wie dieselbe auf dem conventu zu Rande- 
rath den 28.— 30. Iuny 1114 sind ausgereiniget und zur näheren 
bestimmung unserer gülich- und bergischen Tcirchenordnung aus- 
gefertigt worden. — Fol. Pap. Halbschweinsldrbd. Vgl. S. 230, nr. 8. 

19. Prozessakten: Reformierte Gemeinde zu Eschweiler c/a Adam 
Bocks Erben und Mathias Burtscheid zu Röthgen, 2. Hälfte des 

18. Jahrh. — Fol. Pap. Konvolut. 

20. Kaufakten und Besitztitel, 2. Hälfte des 18. Jahrh. — Fol. Pap.,- 
in VHa. 

21. Register der Ausgaben und Einnahmen für den Kirchenbau und 
die Reparatur des Predigerhauses, 1786. — Gross-Fol. Geheftet. Pap. 

22. Akten betr. den Ausbau der reformierten Kirche zu Eschweiler, 
1787 ff. — Fol. Pap. Konvolut. 

23. Liste der Kollekte zum Bau einer neuen Kirche und Verbesserung 
der Pastorat, 1788—1791. — 8°. Pap. Gold gepresster Lederbd. 

24. Akten betr. die Wahl des Predigers Altgelt, 1794. — Fol. Pap. - 

25. Akten betr. die Einrichtung einer neuen Schule, anfangs des 

19. Jahrh. — Fol. und 8°. Pap. 



306 Kreis Aachen-Land. 

26. Akten betr. die Anlage eines neuen Kirchhofes der ref. Gemeinde 
zu Eschweiler, anfangs des 19. Jahrh. — Fol. Pap. Konvolut. 

27. Akten betr. Vergrösserung und Verschönerung des Kirchhofes, 
Mitte 19. Jahrh. — Fol. Pap. Konvolut. 

28. Kirchen-Ordnungen der christlich-reformierten Gemeinden in den 
Ländern Gillich, Cleve, Berge und Mark etc., in den Jahren 1666, 
1672 und 1673 aufgerichtet. — Druck. Duisburg a. Rh., Herrn. 
Ovenius, 1754. 4°. Schweinsldrbd. Vgl. S. 231, nr. 35. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Eschweiler: 

Getaufte (post exustionem ecclesiae nostrae Eschweiler, quae fuit 
anno 1678 die 4 t0 octobris facta a Gallis cum pluribus domibus 
communitatis, baptizati sunt sequentes ab anno 1686 {anno 1775 
de novo computatus), 1680—1750, 1750-1798, 1770—1818, 
Getraute 1732—1750, 
Gestorbene 1694-1750, 1770-1798. 

2. Aus der evang.-ref. Gemeinde zu Eschweiler: 
Getaufte 1721-1798, 

Getraute 1744—1769, 1770-1798, 
Gestorbene 1742—1769. 

Suchen. Kath. Rektorat: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

Forst. Kath. Pfarramt: 

1. Rest einer inhaltlich nicht mehr festzustellenden Er bteilungs Urkunde 
vor dem Aachener Schöffenstuhl, c. 1480. — Hat früher als Einband 
eines Buches gedient. 

2. Verzeichnis der Anniversarien und Armenrenten, 1713 ff. — Schmal- 
Fol. Pap. Defekter Schweinslederbd. 

3. Haupt-Buch über die den Armen des Amtes Schönforst zuständigen 
Kapitalien, Zinsen und Gefälle, 1773 und 1792. — Fol. Pap. Halb- 
lederbd. 

4. Einkünfte- Verzeichnis der Anniversarien, 1774 ff. — Schmal-Fol. Pap. 
Ohne Einband. 

5. Register der Kirchenrenten, 1787 ff. — Fol. Pap. Halblederbd. 

6. Verzeichnis der Armenrenten, 1787 ff., im Kirchenbuch 1769 ff. 

7. Getaufte 1769-1837, 
Getraute 1799—1837, 
Gestorbene 1798—1837. 

8. Aus Schönforst, Eilendorf, Röthgen: 
Getaufte 1770-1793, 

Gestorbene 1770—1793. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Aus Eilendorf: 

Getraute 1666—1669; nur zwei Blätter. 



Kreis Aachen-Land. 307 

2. Aus der Pfarrei Forst: 

Getaufte c. 1690, mit kurzen historischen Notizen über die Durch- 
züge der Franzosen i. J. 1679. 

3. Sammeiband; enthaltend: 

a) Aus Forst: 

Getaufte 1731-1798, illegitimi 1732-1797, 
Getraute 1731—1797, 
Gestorbene 1731—1798. 

b) Notiz über den von dem Grafen von Spee geförderten Bau und' 
die Weihe der Kirche in Forst i. J. 1788. 

c) Mitglieder der Jesus-Maria-Joseph-Bruderschaft, 1734—1798. — 
Schmal-Fol. Pap. Haiblederbd. 

— Im Besitze des Herrn Pfarrers Fr. Jansen: 

1. Familienpapiere der Familie Jansen in Hamm und Düsseldorf, 17. bis 
19. Jahrh. — Lose in Umschlag. Fol. Pap. 

Friesenrath. Im Besitze der Frau Witwe Ludw. Krott, geb. 
Schornstein: 

1. Akten und Obligationen betr. die Besitzverhältnisse der Familien 
Schornstein, Ganser, Koch etc. zu Friesenrath und Hahn. 18. Jahrh. 

Gressenich. Kath. Pfarramt: 

1. Sammelband, enthaltend: 

a) Rentenregister 1736—1826, 

b) Gestorbene 1836—1887, 

c) Armenrenten 1824, 

d) Lustbarkeitsabgaben 1824, 

e) Erstkommunikanten 1791—1831. 
Fol. Pap. Schweinslederbd. 

2. Nomina fratrum et sororum archiconfraternitatis doctrinae chri- 
stianae s. t. Jesu, Mariae et Josephi, 1764—1886. — Schmal-Fol. 
Pap. Geheftet. 

3. Getaufte 1781—1793, 1807-1869, 
Getraute 1811—1903. 

Gross-Beulardstein. Hof — bei Sörs: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Haaren. Kath. Pfarramt: 

Pf arrerrichtuns: 1623. 



© 



1. Die Abschriften der für die Kirchenverwaltung wichtigeren Archi- 
valien finden sich vereinigt in dem i. J. 1864 durch Pfarrer 
F. Brandt zusammengestellten Urkundenbuch. Die wichtigsten 
derselben sind (aus den Aufzeichnungen des f Pfarrers H. J. G r o s s- 
vou Osterath [vorher Vikar in Laurensberg] von c. 1880): 



308 Kreis Aachen-Land. 

a) 1623 Oktober 13. Erhebung der Kapelle in Haaren zur Pfarr- 
kirche durch den Generalvikar Adolf Schulken (S. 6). 

b) 1624 Jan. 2. Der Aachener Erzpriester Goswin Schrick inkor- 
poriert das vom Stiftsvikar Johann Ortmans gestiftete Benefizium 
zu H. der neuerrichteten Pfarrstelle daselbst. (S. 8). 

c) 1624 Mai 25. Der Aachener Rat weist aus der gemeinen platzen 
ufVerlautenheid neckst bei dem landgraben etliche, d.h. 10 Morgen 
Land an, aus deren Ertrag die von den Pfarrgenossen ver- 
sprochenen 70 Thaler genommen werden sollen. (S. 9.) 

d) 1606 April 11. Testament des Johan Ortmans. (S. 12 ff.) 

e) 1775. Testament des Expfarrers M. Peters. (S. 33 ff.) 

f) 1745 Aug. 12. Stiftung Maria Creimans. Die als Unterpfand 
gestellte Länderei wurde per Viertel mit 80 Thlrn., zusammen mit 
1015 Thlrn. eingelöst. (S. 37.) 

g) Stiftung A. M. Merx, zwei Morgen Land auf die hoest. 
Stiftung des Pfrs. Joh. Schiffers von Spiel. (S. 50 f.) 

h) 1754. Stiftung der A. M. Tourniel in Wien, geb. Fancken aus 
Haaren. (S. 48 f.) 

i) 1662. Stiftung des Cornel Mutschen, Pfrs. zu St. Jakob in Aachen. 
(S. 56.) 

k) 1787. Joh. Böven empfängt von Gerard Schlösser 600 Rthlr. 
ä 54 M. Unterpfand: ein Haus in Haaren, die Burg genannt, mit 
Hof und Garten, zusammen circa 3 Morgen, '/a M. in der Hassels- 
gracht, V2 M. auf Rott, ein Haus in Haaren, zum Förster- nnd 
Dommerswinkel-Lehen gehörig. (S. 65.) 

1) 1758. Johann Beys vermacht der löblichen Schützerei der Pfarre 
Haaren 100 Thlr. ; die Schützen müssen dafür in der Prozession 
am Sonntag vor Pfingsten andächtig drei Rosenkränze beten: 
den ersten in besteigung des Kaninsbergs, den 2. auf Schildchens- 
weg u. den 3. auf Rohrfeld. Der zeitliche Bau- oder Schützen- 
meister muss hart vorbeten und bekommt dafür einen Thlr. 
(S. 179). 

m) Petrus Fischer hat 50 Thlr. legatiret für Sanctuskerzen auf 
dem Chor. (S. 181.) 

n) 1781. Sofie Bree, Ww. Freins stiftet mit 50 Rthlrn. und 50 Thlrn. 
aix eine marianische vesperkerz von weisen wachs. (S. 184.) 

o) 1745 Aug. 8. Stiftung des Benefiziurns Beys durch Johan Beys. 
(S. 283-288.) 

p) 1629 Apr. 10. Stiftung des Muttergottesaltares mit der Früh- 
messe durch drei Ehepaare. 

q) 1629 Jan. 13. Der Aachener Rat weist der Frühmesse die 
sogen. Pännchen, d. h. eine Abgabe der Bäcker, Brauer und 
Kornhändler zu. 

Die hauptsächlichsten sonstigen Archivalien sind: 

2. Älteste Aufzeichnung der Kirchenrenten durch Dietrich von Goch, 
Rektor zu Haaren, v. J. 1483 Juli 21 (op sunt Marien Magdalenen 



Kreis Aachen-Land. 309 

ovent), nach dem alten Zinsbuch unter Beiziehung der Nachbaren 
[Gemeindeeingesessenen] und mit Beistimmung der momberen der 
Kirche [Kirchmeister]. — Orig. in schöner klarer Schrift mit späteren 
Eintragungen auf 12 Pergamentblättern geschrieben. 

3. 1604 Januar 3. Vor dem Aachener Schöffenstuhl verkauft Nellis 
Linen dem Priester Johann Ortman einen jährlichen Zins von 
2^2 Reichs- und IV4 Philipps-Königsthalern für 50 Reichs- und 
25 Königsthal er* Unterpfand: Haus, Hof und Erbe, 7 V2 Viertel an 
Platz haltend, zu Scherberg, 1 V2 Bend, gelegen in die dorrenbenden, 
negst Zei Lynen und des sainischen altars x ) auf den hochmünster 
hinder dem h. cruz auf dem churgen [Chörchen] daselbsten in unser 
lieven frawen münster alhie erf. 

4. Extr actus epitomatus aus dem Waldbuch, vom Pfarrer Bont an- 
gelegt (1609), vom Pfr. Agricola erneuert (1656) und vom Pfr. 
Beys kopiert und fortgeführt; wichtig für die Geschichte des 
Atscher Waldes. Er enthält u. a. die vom Kurfürsten Karl Theodor 
erlassene Waldordnung (25. Jan. 1788). 

5. a) Instrumentum erectionis huius ecclesiae in Haaren in parochiam 

1623 Okt. 13. Vgl. oben S. 308, nr. la. 
b) Urkunde des Aachener Rates d. d. 1623 November 16 mit dem 
Transfixbriefe d. d. 1623 November 12, durch welche der Rat 
genehmigt, dass die Gemeinde für den neuen Pfarrer 70 Aachener 
Thaler jährlich aufbringen will. Vgl. oben S. 308, nr. 1 c. 

6. Liber memorialis der Zeitereignisse von der Gründung der Pfarre 
an, 17. und 18. Jahrh. 

7. Liber sinodalis in Haaren ex anno 1662, enthält die Sendstatuten, 
die Sendprotokolle bis 1798, ein Weistum über die Wege vom 
9. März 1741, die conditiones u. articulen primissarii in Haaren, 
die articulen, dem veldschütz vorzuhalten. 

S. Rechnung der Haarener Frühmesse, 1666. — Fol. Pap. 

9. Hebezettel der Frühmesse zu Haaren, 1677—1678, 1743—1744. 

10. Verschiedene Akten, Urkunden und Rechnungen über das Gast- 
haus zu St. Gilles in Haaren; besonders das von Pfr. Beys an- 
gelegte Heberegister deren jährlichen renten des armen- gasthauses 
zu Haaren und das Hauptlägerbuch deren gefallen des armen- 
gasthauses zu Haaren und das hauptlägerbuch deren gefallen des 
Gasthauses von demselben, 1699, 1749 und 18. Jahrh. 

11. Bericht von der kirchen zur Weiden im reich Achen gelegen, Ende 
des 17. Jahrh. — Fol. Pap. 2 Blätter. 

12. Obligationen und Rentbriefe, 17. und 18. Jahrh. — Perg. u. Pap. 

13. Urkunden und Akten über den Besitzstand des Johannes Beys, 
Pastors in Haaren, und dessen Vererbung, 1713, 1715, 1727, 1728, 
1730, 1733, 1741, 1748, 1751, 1753, 1765, 1766. — 11 Perg.- Urkunden 
und 4 Papiere. 



1) Dieser Altar war von Graf Gerard zu Sayn und Wittgenstein 
gestiftet. 



310 Kreis Aachen-Land. 

11. Register oder lientbuch der pfahrkirche alhie zu Haaren per wie 
Henr. Tibus pastorem . . . 1722: Einkünfte der Kirche. 

15. Register t aufgestellt durch Pfarrer Beys, giebt Nachrichten über den 
Wald, das Armenvermögen und die Früh- und Hochmesse, 18. Jahrh. 

16. Akten betr. fundatio altaris 8. crucis, 18. Jahrh. 

17. Prozess- Akten zwischen Pastor und Vikar in Haaren, 18. Jahrh. 

18. Genehmigung des General-Vikariats in Köln zur Errichtung einer 
Kapelle in Verlautenheide, 1766 April 19. — Kop. Fol. Pop. 

19. Hebzettel der Kirche zu Haaren, 1780. — 8°. Pap. 

20. Register zu einer Sammlung von Verordnungen betr. die Busch- 
verhältnisse in der Umgegend von Haaren, 1788—1791. — 4°. Pap, 

21. Rent-Zettel der Armen zu Haaren, 1791—1792. — 8°. Pap. 

22. Grundriss und Aufriss der alten Kirche. Rohe Zeichnung von c. 1800, 

— Bürgermeisteramt: 

1. Sammelband, enthaltend: 

a) Aus der Pfarrei Haaren: 
Getaufte 1647—1722, 
Getraute 1050-1719, 1719-1721, 
Gestorbene 1648-1722. 

b) Verzeichnis der Anniversarien, 1665 ff., Vermächtnisse für die 
Kirche und Schenkung von Kirchenutensilien, 1652. 

c) Notiz über Feuersbrunst in Aachen, 1656, familia Harensis, 1655, 
1669. Gefirmte 1678, 17 . ., 1770, Kommunikanten o. J. 

d) Irruptiones et effraenationes Gallorum in nostris partibus eorum- 
que probrosa ad lares Gallicanos expulsio, 1792 et 1793. Ver- 
öffentlicht von Schnock in Ztschr. : Aus Aachens Vorzeit X, 33, 

e) Kopiar von Testamenten, 1656 ff. 

2. Aus der Pfarrei Haaren: 
Getaufte 1722-1795, 1795-1798, 

Assignatio familiarum domesticarum cum speeificatione communi- 

cantium et animarum, 1722, 1741, 
Getraute 1722—1798, 
Gestorbene 1722-1798. 

3. Aus der Pfarrei Verlautenheide: 
Getaufte 1780-1799, 

Getraute 1780 -17b9, 
Gestorbene 1780-1799. 

Hahn bei Walheim. .Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1804. 

1. An älteren Archivalien findet sich nur ein Register der Gestor- 
benen, 1782 ff. 

Hehlrath. Kath. Pfarramt: 

Früher Rektorat, zur Pfarre Lohn gehörig, jedoch schon 
früh mit eigner Verwaltung. Ältere Archivalien nicht vor- 
handen. 



Kreis Aachen-Land. 311 

Herzogenrath. Kath Pfarramt: 

1. Vogtgeding-Protokollbuch von Closterrade, c. 1610—1616. 

2. Pastoral-Einkünfte, 1637-1686, 1679 ff., 1691 ff., 1696 ff., 1780-1823. 

3. Renovatio anniversariorum celebrandorum in ecclesia Radensi per 
v. d. Joannem van der Meter, 17. Jahrh. — 4°. Pap. Perg.-Bd. 

4. Conceptus morales praedicabües super dominicas et totius anni 
festa, von Beruh. Freidell, 166 . . — 4°, Pap. Schweinsldrbd. 

5. Register der Kirchen renten, 1699 ff., 1710 ff., 18. Jahrh. 

6. Reditus altaris s. crucis, 17. und 18. Jahrh. 

7. Einkünfte-Verzeichnis, 1732—1770. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

8. Obligationen, 18. Jahrh. 

— Evangelisches Pfarrvikariat: 

Errichtung 1903. Ältere Archivalien nicht vorhanden. 

— Bürgermeisteramt: 

1. Die letzten Blätter eines zusammengehörigen Schriftstückes des 
17. Jahrh., enthaltend: 

a) 1548 März 26 (Dinstag), Augsburg. Ende einer Urkunde Kaiser 
Karls V. : Korroboration und Mitbesiegelung durch EB. Sebastian 
von Mainz, Pfalzgraf Friedrich bei Rhein etc. 

b) Copia des brieffs, wie der graf Reynalt van Geller irstlich 1339 
[März 19] van Keyser Ludwich IV. zum hertzogen gemacht. 
Vgl. Boehmer, Reg. Imp. 1314—1347, S. 124, nr. 1977. 

c) 1298. König Albrecht bestätigt auf eine Anfrag'e des EB. Wic- 
bold von Köln, ob Töchter in Lehengüter erbberechtigt wären, 
dass dies nicht der Fall sein könnte, ausser mit voller Einwilli- 
gung des Lehensherrn. 

Kop. Fol. Pap. 

2. Rechnungsablage des Leonard Kanen, Rentmeisters des Herzogs 
von Brabant und Limburg zu Herzogenrath über die Renten, 
Zehnten, Obligationen, Einkünfte und Ausgaben zu Herzogenrath, 
1594 Oktober 1 bis 1595 Sept. 30. — Fol. Pap. Geheftet. Darin 
kommen auch Alsdorfer Sachen vor. 

3. Desgl. v. J. 1596. 

4. Aus der Pfarrei Afden: 

Getaufte 1648—1680, 1682-1731, 1731-1788, 1789-1798, 
Getraute 1669-1753, 1754-1788, 1789-1798, 
Gestorbene 1666—1753, 1754—1788, 1789—1798, 
Gefirmte 1729, 1734, 1748, 1768, 1771, 1773, 1782. 

5. Akten betr. Kriegsforderungen und Lieferungen, 1682. 

6. Rechnungen über den der Stadt Herzogenrath zustehenden Nieder- 
bardenberger Schatz, 1694, 1697. — Fol. Pap. 

7. Akten der gemeen vergaederinghe zu Herzogenrath, 18. Jahrh. — 
Fol. Pap. 

8. Aus der Pfarrei Herzogenrath: 
Geborene 1757-1798, 
Gestorbene 1732-1798. 

20 



812 Kreis Aachen-Land. 

— Im Besitze der St. Sebastianus- Armbrust-Schützen- 
gesellschaft (Verwalter Herr C. J. Marbaise); sämtliche 
Archivalien sind geordnet und geheftet: 

1. Schützeneide, Statuten und Reglements, 16.— 19. Jahrb., die ältesten 
Statuten von 1504 Juli 7 {up sundach na unser leuer frauwen 
risitationis). 

2. Rechnungen, 1514—1599, 1717—1802. 

3. Pachtbriefe, 1537 ff. 

4. Privilegien, Beschlüsse und Prozessakten, 16.— 18. Jahrh. 

5. Notizbuch, 1714-1737. — 8°. Pap. 

6. Einladungen von anderen Schützengesellschaften zur Beteiligung 
am Schiessen, 18. Jahrh. 

Heyden, Haus — bei Kohlscheid: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. Richterich, Bürger- 
meisteramt, unten S. 333. 

Hoengen. Kath. Pfarramt: 

1. Libellus (Rechnungsbuch) ecclesiae Hoengensis comparatus per 
Wühelmum Mandelarz anno 1590 ipso die cinerum [März 4]. 

2. Pfacht oder Sackrenten der Pastorat zu Hoengen, renoviert 1686 
im Dezember. — Schmal-Fol. Pap. 

3. Lager- und Ernpfangfcbuch der Renten und sonstigen Gefälle. 
welche der Kapelle in der Herrschaft Warden zugehörig sind, 
renoviert 1767. — Fol. Pap. Halbldrbd. 

4. Register der Frucht- und Geldrenten der Kirche zu Hoengen, 
renoviert 1775. — Fol. Pap. Defekter Einband. 

5. Armen-Rechnungen zu Hoengen, 1775—1776, 1780—1781. — Fol. Pap. 

6. Liber confraternitatis de ss. corde Jesu in Hoengen . . . ineeptus 
. . . anno 1780. — 4°. Pap. Halbldrbd. 

7. Nomenclatura fratrum et sororum sodalitii de ss. corde Jesu 

noviter erecti 1780 die 23. Aprilis. — 4°. Pap. Halbldrbd. 

8. Postilla^ das ist Predig und auslegung nach catholischer lehre 
Alles durch den . . . Herren Michael [Heldingius] , weylandt 
bischoffen zu Mersenburg } gepredigt . . . Gedruckt in . . . Meyntz 
durch Franciscum Behem MDLXXIII1. — Fol. Pap. Halbldrbd. 

9. Antiphonarium Praemonstratense, 1771. — Fol. Pap. Druck. Ge- 
presster Schweinsldrbd. 

— Bürgermeisteramt Hoengen-Kinzweiler: 

1. Aus der Pfarrei Hoengen: 

Getaufte 1665-1698, 1698-1739, 1740-1771, 1770—1796, 1797—1827, 

Gefirrate 1697, 1788, 

Getraute 1679, 1698-1738, 1738, 1770-1798, 

Gestorbene 1694, 1698-1707, 1719—1728, 1770-1800. 

2. Aus der Herrschaft Warden in Hoengen Getaufte, Getraute und 
Gestorbene 1770-1798. 



Kreis Aachen-Land. 313 

tiorbach. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1804. 

1. 1637 April 2. Vor Vogt und Schöffen des Gerichts zu Horbach 
bekennen Philipp Quadtflieg und Meyen Haenen, Eheleute, von 
Otto v. d. Bongardt zu Bergerhausen, Heiden etc. aus dem von 
Heinrich v. d. ßong'art vermachten Legat im Namen der Kirche 
zu Horbach eine Summe von 50 Rthlrn. gegen einen jährlichen 
Zins erhalten zu haben. — Or. Perg. 3 S. (2 ab). 

2. 1715 Sept. 10. Vor Vogt und Schöffen des Gerichts Horbach be- 
kennt Matthias Douffe?*en f aus den von dem Kanonikus Heinrich 
v. d. Bongardt der Kapelle zu Horbach vermachten Geldern im 
Namen der Kapelle eine Summe von 61 Rthlrn. erhalten zu haben. 
— Orig. Perg. 1 S. (ab). 

3. Stiftung des Kanonikus Joh. Heinrich Freiherrn von Bongardt, Herrn 
von Heiden, zu gunsten der Kapelle zu Horbach, 1634. Auf- 
geschrieben 1704. — Fol. Pap. 

4. Rechnungen der Horbacher Kapelle, 1674, 1693, 1741, 1743, 1774. 

5. Begider debitorum und rechnung, 1711—1717. — Fol. Pap. 

6. Attestatuni aus denen müntz-annotatis der freien reichstadt Kölln 
(Münzfussberechnungen des Wardeins), 1787. — Fol. Pap. 

7. Akten, Obligationen und Rechnungen der Stiftung des Joh. Heinr. 
v. d. Bongardt, 18.— 19. Jahrh. 

— Haus Frohnrath: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. die folgende Notiz unter 
Haus Rosenberg. 

— Haus Rosenberg: 

1. Akten betr. die Besitzverhältnisse des Gutes Mittel-Frohnrath 
in Horbach und der Familie Vaessen, der früheren Besitzerin dieses 
Gutes, 18. Jahrh. 

St. Joris-Kloster: 

Früheres Cisterzienserkloster St. Göris, angeblich 1450 für 
adelige Jungfrauen von Gothard von dem Bougard, Herrn zu 
Bongard, Paffendorf und Bergerhausen, und seiner Gattin 
Xunigunde von Bourscheidt gestiftet. Anfangs des 17. Jahrh. 
.stand es unter Aufsicht des Abtes von Heisterbach, vor der 
Aufhebung der Klöster durch die Franzosen 1802 unter der 
Abtei Altenberg. Bei der Säkularisation 1802 wurde die Kirche 
geschlossen, jedoch am 3. Januar 1805 für den Gottesdienst 
feierlich wieder eröffnet und diente demselben bis 1815. Vgl. 
Beitr. z. Gesch. von Eschweiler, S. 71. 

Archivalien nicht vorhanden. 

Kambach. Haus — in Kinzweiler: 

Archivalien nicht vorhanden. 
Kinzweiler. Kath. Pfarramt: 

1. Buch der Marienbruderschaft unter dem Titel Mutter vom Guten Rat 
zu Kinzweiler, 1767 ff. — Fol. Pap. Grüner, goldgepresster Ldrbd. 



314 Kreis Aachen-Land. 

2. Messstiftung zu gunsten der Kirche zu Kinzweiler durch Adolph 
Über baro Berghe de Trips 7 1768. — Fol. Pap Mit schön erhaltenem 
Petschaft. 

3. Getaufte 1771—1843, 1844 bis jetzt, 
Getraute 1771—1792, 1794-1798, 1808 bis jetzt, 
Gestorbene 1771—1792, 1808 bis jetzt. 

4. Gebetbuch der Bruderschaft Mariae, Mutter des guten Rates, 1767. 
— Druck. 8°. Pap. Ldrbd. 

Kinzweilerburg. Archiv der Herzogl. Arenberg'schen Rentei: 

1. Summarische description der zum Haus Kintzweiler gehörigen 
Erbpfenningsgeldt, Erb-Iiogs, Haber, Capaun und Hünner, 16S6— 
1696. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

2. Kinzweilerer Schuldbuch, 1690 ff. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

3. Summarische description der Erb- und under-gulden, wie auch 
der verachteter Ländereyen zum Haus und Herschaft KirdsweÜkr 
gehorich, 1709—1713. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

4. Erbpachts-Empfangsbuch, 1752 ff. — 4°. Pap. Ldrbd. 

5. Buch der zur Burg Kinzweiler gehörigen Laurentzsberg- und 
St. Goerres-Pfacht, 1774. — Fol. Pap. Halbschweinsldrbd. 

6. Hoenger und Dürboslaer Pfacht, 1774. — Fol. Pap. Halbschweins- 
ldrbd. 

7. General-Auftuung der der Burg Kinzweiler zugehörigen Erb- 
pacht, vor dem Gericht zu Kinzweiler festgestellt 1791. — Fol. 
Pap. Defekter Einband. 

Kohlscheid. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Kornelimünster. Kath. Pfarramt: 

1. 1271 Mai 9 {VII idus May). Philippus senior de Hohenvels be- 
kennt, dass der bone memorie quondam dominus Florentius, Abt 
des Benediktiner-Klosters sancti Cornelij Indensis, einst (olim) dem 
Abt (patri nostro) [von Rachenstein (?)] einen Weinberg, genannt 
die maze, gelegen in terminis ville D rechtin geshusen t für 100 Mark 
kölnischen Geldes mit dem Recht der Wiederlöse verpfändet hat. 
Datum Bachenstein. — Or. Perg. 1 abhängendes dreieckiges Wachs- 
siegel mit einem nach rechts sprengenden geharnischten Ritter zu 
Pferde und der Umschrift: t Sigülum Philip ji De Hohenjvels. 

2. 1350 Jan. 28 {in die octavarum sancte Agnetis virginis). Rychaldus, 
Abt, Johannes, Dekan, und der Konvent von Kornelimünster be- 
kennen, dass mit ihrer Erlaubnis Eeymarus de Dorp, der Güter- 
verwalter ihres Hospitales in Kornelimünster, sich einer Mutter 
Agnes dicta Cleynese und deren Tochter Cecilia für mehrere ser- 
vitia iam dudum ex speciali favore ndbis impensa zu einer Jahres- 
pension von 15 Mark Aachener Pagaments bis zum Absterben der 



Kreis Aachen-Land. 315 

beiden verpflichtet hat. — Das Abts- und das Konventssiegel ab- 
gefallen. Or. Perg. mit folgendem Transfix: 

3. 1370 Februar 25 (crastino Mathie apostoli), Johannes, Abt, Arnold, 
Dekan, und der Konvent von Kornelimünster bestimmen, dass die 
obengenannte Cecilia, welche ihre Mutter überlebt hat, auf Lebens- 
zeit jährlich 25 Mark Pension erhalten soll. — Orig*. Perg. S. ab. 

4. 1507 Mai 5. Indulgentia centum dierum pro confraternitate sancti 
Cornelij diebus ?iativitatis } resurrectionis, pentecostes, sancti Cor- 
nelij et dedicationis ecclesiae. — Or. Perg. kalligraphisch aus- 
geführt, mit farbiger Initiale und 24 Siegeln in Blechkapseln; die S. 
selbst meist herausgefallen. 

5. 1562 Dezember 9. Gorius Baerdts, Geirtgen zu Morsbach, Paischens 
Kinder, und ihre Verwandten bekennen, dass die Abtei Korneli- 
münster ihnen den derselben gehörigen, heimgefallenen Apostels- 
Altars-Hof zu Schleckum wieder in Erbpacht übertragen hat. — 
Or. Perg. 

6. Journal der gottesdienstlichen Handlungen, 1618 ff. — Schmal-FoL 
Pap. Ohne Einband. 

7. Rentenregister, 1626 ff. — Schmal-FoL Pap. Schweinsldrbd. 

8. Stammbuch der Marianischen Bruderschaft, 1636 bis 1827. — Schmal- 
Fol. Lederbd. 

9. Register der Kapaunen-Rente des Pfarrers an St. Stephan, 1679 bis 
1790. — Schmal-Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

10. Lagerbuch der St. Stephans-Pfarrkirche, 1705 bis c. 1790. — Schmal- 
Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

11. Register der Pfarr-Rente auf dem Höninger Hof, 1717 bis 1797; im 
Taufbuch 1731 bis 1746, s. unten nr. 15. 

12. Spezifikation der Renten von Hahn, welche zum Altar B. M. V. in 
St. Stephan in Kornelimünster gehören, 1726 ff. — Schmal-Fol. 
Pap. Schweinsldrbd. 

13. Lagerbuch des auf der sog. Baerdts-Uente fundierten St. Aposteln- 
Altars, 1742 ff. — Schmal-Fol. Pap. Ldrbd. 

14. Rentbuch des Altars B. M. V., II. Hälfte des 18. Jahrh. — 4°. Pap. 
Halbldrbd. 

15. Getaufte 1662, 1698, 1705, 1711, 1717, 1724, 1731-1746, 1747-1766, 
1766-1777, 1778-1787, 1785—1787, 1789, 1798, 

Getraute 1658—1697, 
Gestorbene 1680, 1798. 

16. Reliquien-Authentiken, 18. und 19. Jahrh. 

— Bürgermeisteramt Kornelimünster-Walheim: 

Das Bürgermeisteramt verwahrt ausser den unten S. 324 
unter nr. 76 angeführten älteren Standesamtsregistern das 
noch ziemlich reichhaltige, jedoch in seiner ursprünglichen 
Ordnung nicht mehr befindliche Archiv Minderjahn von Gut 
Stockem bei Kornelimünster, welches der verstorbene Besitzer 
testamentarisch der Gemeinde Kornelimünster geschenkt hat. 



316 Kreis Aachen-Land. 

Yor der Übergabe wurde dasselbe durch Herrn Apotheker 
E.Pauls in Düsseldorf revidiert, welcher auch von der Mehr- 
zahl der Urkunden Regesten angefertigt hat. 

1. 1292 Juli 22 (in die sancte Marie Magdalene). Abt Benardus und 
der Konvent von Kornelimünster verleiht dem Pleban Wilhelmus 
an der Pfarrkirche zu Inden [Kornelimünster] als Entgelt für die 
Arbeiten und Auslagen, welche er für seine Kirche in dem Streite 
gegen den Kleriker Godefridus de Brokendorp geleistet hat, einen 
genau bezeichneten Zehnten in Kornelimünster. Chirograph. — 
Or. Perg. 6 S. (ab). 

2. 1303. Abt Kenardus von Kornelimünster bekennt, dass vor ihn* 
Franco dt Venweghe, genannt de Hoistade, dem Benardus de Weins 
eine jährliche Erbrente von 12 Scheffeln Hafer, abzuliefern auf 
seinem Hofe Noitheim, verkauft und zum Pfände seinen Zehnten 
bei Bredenich und Heide (Mirica), sowie seine sämtlichen Wiesen 
in Emendale etc. gesetzt hat; desgleichen verpflichten sich eine 
Anzahl sonstiger Personen anteilweise für den Franco. — Or. Perg. 
mit dem wohlerhaltenen Abtssiegel. 

3. 1327 Februar 8 (anno domini mille&imo trecentesimo vicesimo sexto 
sabbato proximo post festum purificationis beate Marie virginis 
scripto secundum consuetudinem Leodiensem [Jahresanfang mit der 
Osterkerze, welche während der Vesper des Charsamstages geweiht 
wird]). Der Kantor von St. Adalbert in Aachen taxiert auf Er- 
suchen des Godefridus de Kügenheym, Mönches von Kornelimünster 
als Bevollmächtigten des Abtes von Kornelimünster, die Kosten 
eines zwischen der Abtei und dem Vogt WeUerus und den Schöffen 
von Kastenholz auf 3 x / 2 Pfund grossorum Turonensium monete 
regis Francie de argento. — Or. Perg. 1 S. (defekt). 

4. 1344 April 5 (in vigilia palmarum). Kersilius dictus Vlecke bekennt, 
dass er alle seine beweglichen und unbeweglichen, vom Abt von 
Kornelimünster abhängigen Lehengüter in villa de Grinden apud 
castrum dictum Lantscrone an seinen Lehnherrn, den Abt Bychal- 
dus von Kornelimünster, verkauft hat und auf dieselben resigniert. 
Zeugen: Ghiselbertus dictus Noil und Bason de Mäilenarche, 
Mönche zu Kornelimünster, ferner Otto de Venneivege, Johannes 
dictus Vloghel, Beynardus dictus Babel und Gerardus dictus 

* Putenaghelchin, Getreue des Abtes. — Or. Perg. 1 S. des Vlecke. 

5. 1373 November 3 (in crastino commemorationis omnium fideliurrir 
animarum). Christian von Sechtem, Rektor der Kirche in Ober- 
Ausheym, resigniert zu Händen des Abtes von Kornelimünster als 
Kollators dieser Kirche. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

6. 1382 März 23 (an dominica Iudica etc.). Johann Key van Slecheim 
bekennt, dass er mit Einwilligung seiner Ehefrau Katharine dem 
Küster Winrich zu Kornelimünster und dessen Konvent 21 Morgen 
Landes für 1200 Mark verkauft hat. — Or. Perg. 2 S. (1 ab). 



Kreis Aachen-Land. 317 

7. 1390 Februar 2 (up unser lieven vrauwen dach Uechtmisse). Abt 
Wynrich zu Kornelimtinster bekennt, dass Wymmer, genannt der 
Junge, welcher mit Frambach van Heitvelt und Winant Babel van 
Vorsbach vor ihm und seinen Schöffen erschienen ist, dem Winant 
Babel für eine erbliche, jährliche Pacht von 7 mudde Hafers und 
zwei sester sein Erbe zu Heitvelt gegeben hat. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

8. 1390 Oktober 28 (in die apostolorum Simonis et lüde). Abt Wyn- 
rich van Kynzwylre zu Kornelimünster bekennt, dass er und sein 
Konvent vor seinen Lehensmannen von dem Ritter Dryes van me 
Bade und seiner Ehefrau Grete deren Hof zu Siechem für 400 rhei- 
nische Goldgulden gekauft haben. — Or. Perg. 3 S. — Abgedruckt: 
Quix, Bernsberg, nr. 44. 

9. 1390 Oktober 28 und 1392 Februar 8. Abschrift der Urkunden 
der Dotation des Apostelnaltars zu Kornelimünster mit einem Hofe 
zu Schleckern. Abschrift aus der ersten Hälfte des 19. Jahrh. — 
Ful. Pap. 

10. 1392 Februar 8. Wynricus de Kynzwylre, Abt zu Kornelimünster, 
dotiert in Übereinstimmung mit seinem Konvente den Aposteln- 
altar zu Kornelimünster mit dem von Andreas de Boide, Herrn 
von Vranckenberg, gekauften Hofe [zu Schleckheim]. — Or. Perg. 
2 gut erhaltene S.; in dorso: littera prima. — Abgedruckt: Quix, 
Bernsberg, nr. 45. 

11. 1392 Februar 8. Wynrich van Kynzwylre, Abt zu Kornelimünster, 
bekennt für sich und sein Kapitel, dass sie den Hof zu Siechem 
mit Zubehör, mit dem sie mit Einwilligung des Erzbischofs von Köln 
einen Apostelnaltar in ihrem Münster dotiert haben, von dem Ritter 
Dryes van Vranckenberg, den man nent van BSide, nach Inhalt 
hierauf lautender Urkunden für 400 rheinische Goldgulden mit dem 
Recht der Wiederlöse nach 4 Jahren gekauft haben, und dass sie 
nach vollzogener Einlösung die 400 Gulden einzig und allein zur 
Dotation des genannten Altars verwenden wollen. — Or. Perg. 
2 gut erhaltene S. 

12. 1392 März 18. Johannes de Cervo, legum doctor, officialis curie 
Coloniensis, verleiht als commissarius specialiter deputatus des EB. 
Friedrich von Köln auf Grund der wörtlich angeführten Geneh- 
migung des EB. dem mit dem Hofe zu Schleckum dotierten 
Aposteln-Altar in der Klosterkirche zu Kornelimünster und dessen 
Gütern alle kirchlichen Freiheiten und Privilegien. — Or. Perg.. 
1 S. (ab). 

13. 1396 Juli 14 (up sint divisionis avent apostolorum). Otte van 
Wachendorp, Ritter, der Junge, verkauft dem Peter van Battum, 
dem Küster zu Kornelimünster, und dessen Konvent 4 Morgen 
beintZy so wie die myt eren reicht ind zubehoeren gelegen sint 
beneven den bruele, do der selve her Peter vier morgen beintz ain 
ligende hau, für 55 rheinische Goldgulden. — Or. Perg. 2 S. (1 ab). 

14. 1407 Januar 5. Heinrich Stichger, Propst an St. Severin in Köln 
und Offizial der Kölner Kirche, konfirmiert auf Grund der wörtlich 



318 Kreis Aachen-Land. 

transsumierten Vollmacht des EB. Friedrich von Köln d. d. Poppels- 
dorf, 1403 Dezember 18 die Permutation der Ämter zwischen 
Mathias Alardus, Priester der St. Nicolaus-Kapelle im Hospital zu 
Kornelimünster, und dem Hutger Vorn, Scholastikus an St. Kuni- 
bert in Köln, als Bevollmächtigten des Gerard Moelrepesch, des 
Rektors der St. Stephans-Pfarrkirche zu Kornelimünster. — Or. Perg. 
Anhängend das Kölner Offizialatssiegel. 

15. 1425 Mai 28. Die Geschwister Machtelt und Agnes van den Bor- 
chonen, Töchter des Wonters van den Borchonen, bekennen, von 
dem Abte von Kornelimünster eine Leibpension von 10 kurfürst- 
lichen rhein. Gulden, haftend an den Gütern der Abtei Korneli- 
münster in Brabant, erhalten zu haben. Es siegelt Henric van den 
Borchonen, Bruder der beiden Schwestern. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

16. 1441 Juni 7 {des neisten gudisdaighs na dem heiligen hoegetzyde 
pynxten). Abt Heinrich van Gertzen bekennt, dass vor ihm und 
seinen Lehensmannen ihm Meister Uylrich van Astenytz, unse koch, 
die Erbpachtung myt der loese darvan, die er an dem halben 
Hofe zu Stockem besitzt, aufgetragen hat. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

17. 1442 April 2. Die Lehensmannen und die Schöffen zu Korneli- 
münster bekunden, dass Thys Boeps von Niederforstbach vom Abt 
Heinrich van Gertzen und dem Konvente zu Kornelimünster gegen 
eine jährliche Erbpacht den Hof zu Niederforstbach erhalten hat — 
Or. Perg 5 S. 

18. 1456 April 12 (nf mayndach na dem sondage Misericordia domini). 
Schied vor dem Vogt und den Schöffen zu Hohenkirchen zwischen 
dem goitzhuse sent Anthonys bynnen Coelne und meister Everhart 
Smyt zo Goidelsheym wegen eines Hofes und Gutes zu Buwilre 
[Bauweiler bei Golzheim, Kreis Düren], welches Johann van Savoye 
zu behuf einer ewigen Memorie für sich, seine Frau Alveraide 
und ihrer beiden Eltern, zu halten in dem vurscr. goitzhuse sent 
Anthonys up unser liever frauwen altair in der capellen sent Antho- 
nys, gegulden hat. Es wird bestimmt, dass Everhart Smyt, seine Frau 
Cathryna und ihre Erben von Antonius van Poypone, Meister und 
Gebieter des St. Antonius Hauses, und den Brüdern desselben den 
genannten Hof zu Bauweiler nebst Zubehör 12 Jahre lang zu Pacht 
haben sollen gegen eine jahrliche Pachtsumme von 19 Maltern 
Roggen Dürener Masses. Sie setzen zum Pfand den genannten Hof 
und dazu alle ihr Güter, gereit ind ungereit, gelegen in Buwilre 
ind in Goidelsheymer kirspelen, in Hoynkirchen ind Glaidbacher 
heirlicheiden ind gerychden. — Or. Perg. 1 S. (des St. Antonius- 
Hauses) ab. In dorso: Dat walt boech. Die Urkunde diente näm- 
lich als Umschlag für das unten S. 323 nr. 52 angeführte Waldbuch. 

19. 1463 Februar 4. Bombout van Baussele und Jan Campernoels, 
Schöffen von Thienen, bekennen, dass Symon Smeets van Meensele 
von Heinrich de Gruytere namens des Abtes von Kornelimünster 
den Zehnten in und um Meensele auf die Dauer von 6 Jahren für 
18 rhein. Goldgulden a, 20 Stüber mit dem Rechte der Ablösung 



Kreis Aachen-Land. 319 

gepachtet hat. — Or. Perg. 2 S., nur das des Jan Campernoels 
erhalten. 

20. 1463 März 4. Verhandlungen zwischen Ludwig von Büsbach und 
Jutta, Witwe Johanns van den Broiche, wegen des Kaufes von 
vier Mud Hafer Erbpacht zu Büsbach vor Richter und Schöffen zu 
Aachen. — Or. Perg. 9 S. (alle ab). Veröffentlicht von H. Loersch 
in Ztschr. d. Aach. Gesch. -Ver. I, 169. 

21 . 1466 Dezember 7 (up sondach neist nae sent Andreis dage apostoli). 
Johannes Bruyns, Opfermann zu Gressenich, und seine Frau Oete 
bekennen, dass sie den Eheleuten Jacob Spoerenveger van der 
Vicht und Fygen eine Erbrente verkauft haben von 2 Maltern 
Hafer Gressenicher Masses und Pfenningen, dazu von einem 
Malter kuroffs beren erfrenten, also verre die jaers up unsme 
ind unser erven vurscr. erfschaff waissen, ind off sy nyet en 
waissen up unser erfschaff, so sullen wir doc\ alle jare ei/n malder 
groyne beren .... dar vur leveren. — Or. Perg. 2 S. (ab). 

22. 1474 April 20. Vor den Schöffen zu Loewen bekennt Merten van 
der Heyden, dass er von Wilhelm van Goere, Dechant von Korneli- 
münster, den Zehnten von Diedeghem übernommen hat. — Or. 
Perg. 2 S. (1 ab). 

23. 1478 April 24 {up sente Ioeris dach des hylghen mertelers). Abt 
Herbert van Luisdorf bekennt für sich und . sein Kapitel, dass 
Daem Gedanck und seine Frau Lysgen eine Erbpacht von 4 Mud 
Hafer, haftend auf dem von ihnen zu 26 Mud Hafer Erbpacht 
an gepachteten Schützheider Hofe, mit 48 oberländischen Gulden 
ablösen, und bescheinigt den Empfang dieser Summe. — Or. Perg. 
2 S. (ab). 

24. 1487 Juli 13. Johannes Cappart, Schultheiss des Abtes von Korneli- 
münster zu Cumptich, Petrus van der Hoeven, Bürgermeister der 
Stadt Loewen, Petrus van der Hoeven,» sein Sohn, und Martinus van 
derlleyden, wohnhaft bei Leefdale, bekennen, nach den Privilegien 
und Freiheiten der Universität Loewen dem Schuster Yeven und 
seiner Frau Odilie Capellaens 12 rhein. Gulden schuldig zu sein und 
stellen Sicherheit. — Or. Perg. 2 S. (1 ab). 

25. 1489 August 12 (Godestag nach St. Laurentius dag mart). Auf 
Veranlassung des Abtes von Kornelimünster schlichten Statthalter 
und ausicendige mahnne des Hofes zu Kornelimünster einen Streit 
zwischen den Eingesessenen und den einivendigen mahnne einer- 
seits und den Schöffen des Landes und Hofes Kornelimünster andrer- 
seits. — Kopie des 18. Jahrh. Fol. Pap. 

^6. 1496 Mai 30. Wymmarus de Ercklens, Dechant der Marienkirche 
zu Aachen, Spezialdeputierter des apostolischen Stuhles, schützt 
den Abt und das Kapitel zu Kornelimünster im Besitz der Pfarr- 
kirche zu Lonzen in der Diözese Lüttich. — Or. Perg. notariell 
beglaubigt. 1 S. 

27. 1498 Januar 24. Vor Richter und Schöffen des königlichen Stuhls 
zu Aachen bekennt Reynard Tontten van E . . . ssden, dass er 



320 Kreis Aachen-Land. 

dorn Bürgermeister Peter Wolff 63 Gulden, jeden zu 6 Mark, zu 
verschiedenen angegebenen Terminen in Teil summen zahlen 
werde. — Gleichzeitige Kopie. Pap. 

Die wichtigsten Archivalien aus der Zeit nach 1500 sind: 

28. 1503 März 1 (uf donersdag nest na dem hilligen esche dage). Vor 
dem Unterschultheiss und den Schöffen der Dingbank zu Kornli- 
mtinster verkaufen die Eheleute Bartholomeus Kaltwasser van der 
Sleyden und Geirtgin, genant Goedart Kremers doichter, dem Hein- 
rich von Byntzfelt, Abt von Kornelimünster, zu behuf dieser Abtei 
alsulche erftzalle y genant die Hudt, dae man ysseren up smeltz 
myt al irem zubehoere, wie die boeffent Freissenroede (Friesenrath) 
up dem wasser gelegen ist myt äusseren, schüren, koelleschoepen, 
weyeren, gaiden und benden. — Or. Perg. 1 wohlerhaltenes S. 

29. 1516 Oktober 1—1526 November 30. Drei durch Johannes Rode, 
Clericus der Mainzer Diözese und Notar, beglaubigte Urkunden- 
Abschriften : 

a) 1526 November 30 (up sent Andries daich). Abt Heinrich von 
Binsfeld und das Kapitel zu Kornelimünster geben den Hof zu 
Schleckheim an Goet Bart und dessen Frau Grete in Erbpacht 

b) 1516 Oktober 1 (up sent Remigius dach des heilgens buschoeffs). 
Dieselben geben den Hof zu Hassenberg bei Buesbach an 
Gilles Roitheufft und dessen Frau Gertrud in Erbpacht. 

c) 1525 September l (up sent Gillis daich). Dieselben geben an 
den Heinrich Quyryns van Sleckheym einen halben Morgen 
Bend etc. in Erbpacht. 

Or. Perg. in Imper.-Fol. 

30. 1517 August 15 (ipso die assumptionis beatissime genitricis dei). 
Heinrich von Bynsfelt, Abt von Kornelimünster, ernennt den Anto- 
nius de Lorn und den Everardus de Wouteringen, Kleriker der 
Lütticher Diözese, zu Prokuratoren des Klosters Kornelimünster 
in den Diözesen Tournay, Terouane, Canterbury und Arras (in 
Tornacensi, Morinensi, Cantuariensi et Atribatensi dioecesibus) und 
stellt ihnen eine Beglaubigung aus. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

31. 1525 April 23 (up synt Jorris dach im April des hilligen mertelers). 
Vor den Schöffen der Herrlichkeit, und des Gerichts der Abtei 
Kornelimünster erscheinen Johann van Wachtendunck, deichgen 
ind paistor der moder der hilligen kyrchen, und Piryt Schomecher 
von Kornelimünster und bekennen, dass der letztere mit seiner 
Ehefrau Marie dem Pastor oder der Pastorei zu Kornelimünster 
jährlich 3 Mark als Unterpfand eines Bendes boeven der blye hatten, 
den sie von nun an zehntfrei haben, zu zahlen haben. — Or. Perg. 
mit wohlerhaltenem Schöffentumsiegel. 

32. 1525 Juli 1. Vor Richter und Schöffen des königlichen Stuhles zu 
Aachen verkauft Goebel op gen Heyde dem durch Reinart von 
Hoegenraide vertretenen Abte Heinrich von Binsfeld und dem 
Konvente zu Kornelimünster i 1 ,^ Morgen Land in sechs, meist auf 



Kreis Aachen-Land. 32 1 

der Heide gelegenen Stücken. — Or. Perg. 10 grösstenteils wohl- 
erhaltene S. 

33. 1532 Januar 8. Dechant und Kapitel der Kollegiatkirche St. Adal- 
bert in Aachen präsentieren dem Abte Johannes von Wachtendonck 
von Kornelimünster ihren Dekan Ambrosius Schenarts an Stelle 
des verstorbenen Stephan Mertzen zur Belehnung mit dem Zehnten 
in vüla de Elendorp. — Or. Perg. 1 S. (ab). 

34. 1541 Juli 8. Kaiser Karl V. bestätigt der Abtei Kornelimünster 
ihre sämtlichen Privilegien; mit eigenhändiger Unterschrift des 
Kaisers. — Or. Perg. 6 Blätter in Imperial-Folio. S. ab. Die gold- 
silberne Siegelschnur noch vorhanden. 

35. 1543 Dezember 26 (uf sanct Steffens dach nach dem heiligen Christ- 
dach). Der Prior Otto van Hueclum und der Konvent des Klosters 
Brandenborg im Limburger Lande bekennen, dass sie von Johann 
van Vyrscheim, dem Küchen- und Rentmeister des Abtes Butger 
van Antstel zu Kornelimünster, 46 Joachimsthaler geliehen haben, 
und stellen Unterpfand für diese Summe. — Or. Perg. 1 anhän- 
gendes, zwischen Papier geklebtes S. 

36. 1560 Mai 26. Die Lehenmannen und Schöffen des Gerichts zu 
Kornelimünster bekunden ihrem Abte Albrecht von Wachtendonck, 
dass Lehengut gegen Schatzgut nur nach vorheriger, ausdrück- 
licher Bewilligung des Landesherrn umgetauscht werden darf. — 
Or. Perg. 3 S. 

37. 1562 Mai 20. Abt Albrecht von Wachtendonck und der Konvent 
zu Kornelimünster geben den Hof zu Schleckheim der Familie des- 
Goedt Baerdts in Erbpacht. — Or. Perg. 2 S. 

38. 1562 September 25. Abt Albrecht von Wachtendonck und der 
Konvent zu Kornelimünster bekennen, dass sie dem Franz Oeslinger, 
dessen Ehefrau Gertrud etc. den zwischen Breinig und Hassenberg^ 
gelegenen Hof auf der Heiden [Schützheide] in Erbpacht ge- 
geben haben. — Or. Perg. 2 S. (1 ab). 

39. 1598 Februar 2. Abt Heinrich von Gertzen, genannt Sintzig, und 
der Konvent zu Kornelimünster bekunden, dass der Bruder des 
Abtes, der Jülicher Kriegskommissar Johann Salentin von Gertzen, 
genannt Sintzig, zu Münstereifel ihnen 500 Goldgulden als Beitrag 
zu den Konfirmationsgeldern des Abtes zinsfrei geliehen habe, und 
verpflichten sich, dieselben binnen Jahresfrist zurück zu geben oder 
sicheres Unterpfand dafür zu stellen. — Or. Perg. 2 S. (ab). 

40. 1598 Mai 1. Der Generalvikar Laurentius des EB. Ernst von Köln- 
bekennt, am 1. Mai 1598 den Johann Heinrich von Gertzen, dictum 
Syntzich, zum Abte von Kornelimünster in Köln in der St. Antons- 
kirche geweiht zu haben. — Or. Perg. 1 S. ab. 

41. 1608 August 2. Johann Heinrich von Gertzen, genannt Syntzig, 
Abt von Kornelimünster, belehnt nach Absterben des bisherigen 
Inhabers Dietrich von der Hoven zum Stein dessen Erben Konrad 
von Boenen zum Berg mit dem der Mannkammer zu Kornelimünster 



-322 Kreis Aachen-Land. 

gehörigen adligen Ritterlehngut Stockem zwischen Kaiserswerth und 
Düsseldorf. — Or. Perg. 1 S. 

42. 1613 April 25. Aachen. Vergleich zwischen Würselen, Haaren und 
Weiden einerseits und dem Ländchen Kornelimünster andrerseits 
betreffend Weidgang und Nutzung des die Etzsch genannten 
Busches. Mit 6 deutlichen eigenhändigen Unterschriften. — Or. 
Perg. (5 S. (1 ab). 

43. 1622 April 16. Teilungsakt der Erben des Jan Scharsberch. — 
Or. Perg. 

44. 1627 Februar 25. Im Auftrage des Abtes von Kornelimünster be- 
scheinigen Johann von Lohmondt zu den Raderen und die Lehn- 
mannen von Kornelimünster. dass Wilhelm Freiherr zu Alsdorf 
gegen 4100 Reichsthaler dem Abte Hermann von Eynatten die auf 
dem Kornelimünsterer Lehengut Schwarzenburg bei Kornelimünster 
ruhenden Hypotheken cediert habe. — Or. Perg. zerschnitten. 2 S. 

45. 1665 Mai 31. Abt Isaak (Hirseh-Landskron) und Prior Crummel 
von Kornelimünster bekunden, den Erben Arnold Wachtendonck 
3000 Aachener Thaler zu schulden und als Unterpfand den Erben 
für 12 aufeinander folgende Jahre die Benutzung der Hollonier 
Mühle zu gestatten. — Or. Perg. mit eigenhändigen Unterschriften 
und mit Petschaften des Abtes und Priors. 

46. 1693 Februar 14. Richter und Schöffen des Königlichen Stuhls zu 
Aachen bekunden, dass Gertrud Meessen, Witwe des Christian 
Hann, aus dem Nachlasse der Anna Simons einen Bend mit Bau- 
platz auf der Hosten in Aachen gekauft hat. — Or. Perg. 8 S. (1 ab). 

47. Eine Anzahl Pergamenturkunden des Aachener Seh offen Stuhls aus 
dem 17. und 18. Jahrh. in Sachen Fell, Meessen etc., ohne Bezug 
auf Kornelimünster. — 1 Packet. 

48. 1705 Oktober 23. Abt Rutger Stephan und das Kapitel zu Korneli- 
münster bekunden mit Konsens des Nuntius, zur Deckung ihrer 
Schulden beim Bürger Niklas Ritzerfeld in Aachen, beim Bürger 
und Handelsmann Peter Weisenberg in Aachen, sowie zur Deckung 
einiger anderen Schulden von den Eheleuten Johann Andreas von 
Schmidt und Maria Christina Theresia von Monckell 4000 Reichs- 
thaler ä 80 Albus geliehen zu haben. Zum Unterpfand setzen die 
Schuldner das Gut, genannt der Abtshof zu Oberaussem, bestehend 
aus mehr als 1000 Morgen Zehnt- und mehr als 200 Morgen Art- 
landes. — Or. Perg. 3 aufgedrückte S. Unter dem Texte eine Be- 
scheinigung, dass der Abtshof Allodial- und freies Gut sei, und 
eine solche über die Rückzahlung der entliehenen Summe. 

49. 1710 April 22. Lehrbrief der Kölner Wein -Fassbinder -Zunft für 
Philipp Wilhelm Moriconi aus Bensberg. — Or. Perg. Mit schön 
erhaltenem S. in Kapsel an grünem Band. 

50. 1714 April 4. Instrumentum collationis praepositurae in Cumptich 
pro reverendo et praenobili domino Johanne de Suys durch dessen 
Bruder, den Abt Hyacint Alphons de Suys zu Kornelimünster. — 
Or. Perg. Mit Unterschrift des Abtes. 1 S. (ab). 



Kreis Aachen- Land. 32& 

51. 1726 Juli 10. Peter Arrets, Pfarrer St. Foillani in Aachen, weist 
den Eheleuten Philipp Wilhelm Moriconi und deren Erben eine 
Grabstätte nebst Grabstein in der St. Foillanskirche neben dem 
St. Johannes-Evang.- Altar an. — Or. Perg. 1 aufgedrücktes Oblaten- 
siegel. 

52. Waldordnung des Hofes von Düren und der weiteren Umgebung 
desselben, c. 1500: Dyt is alsulche gerechtigeit, als der hoff van 
Dnyren uff des Eichs walt hait, wie nae volgt inhalt des ivalt 
boechs. — 4°. Pap. 11 Blätter, 10 beschrieben. Als Umschlag diente 
die oben S. 318, nr. 18 angeführte Urkunde d. d. 1456 April 12. 

53. Register der Erbschatz-Einkünfte der Abtei Kornelimünster, 16. 
Jahrh. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

54. Sammelband, enthaltend: 

a) Regula, Ordinarius et ceremonie ordinis s. Benedicti. — Druck, 
16. Jahrh.; 

b) Kalendar mit Eintragung der Gestorbenen des Ordens, angelegt 
c. 1500. 

4°. Pap. Gepresster Lederbd. mit 2 Schliessen (eine ab). 

55. Rentbuch von Erb- und Losrenten der Bruderschaft U. 1. Fr., St. 
Annae, St. Antonii, St. Sebastiani, St. Rochi und anderer Heiligen 
betr. den Altar b. Mariae virg. in Kornelimünster, 1593—1606; so- 
wie ein anderes, renoviert 1600. — 4°. Pap. Pergamentbd. 

56. Kirchenrechnung, 1609—1621. — Fol. Pap. 

57. Nuntiatur-Akten betr. die exemptio Coloniensis, 1617. — Fol. Pap. 
in Umschlag. 

58. Copia des den 15. Decembris 1654 zu Collen dahin geschehenen Ver- 
gleichs, weilen nach dem i. J. 1648 den 14. Octobris zu Münster 
und Osnabrück getroffenen frieden-schluss sich die gefährlichen 
motus im Heil. Rom. Reich noch nicht allerdings gelegt. — Fol. Pap. 

59. Rechnungsakten, Prozessakten, 17.— 18. Jahrh. 

60. Einnahme-Register der Anniversarien der Pfarrkirche zu Korneli- 
münster, c. 1660-1718. — Schmal-Fol. Perg.-Bd. 

61. Protokolle des Lehengedings der Lehnsmannen und Schöffen zu 
Kornelimünster, 1676, 1726-1734, 1747-1749. 

62. Kopie des französischen Kontributionsaccords, 1691. — Fol. Pap. 

63. Befehl des Herzogs von Marlborough als commandant en chef 
Varmee confederee an die Einwohner des Landes Kornelimünster, 
bis zum 16. Mai eine genau angegebene Kriegskontribution an das 
Lager zu Herzogenrath abzuliefern. Dat. Mastricht, 1705 Mai 14. — 
Orig. Fol. Pap, 

64. Busch-protokolla deren Nothberger erbbüschen, signanter bourg- 
holtz, Dentz, Nothberger Heyd. 1711—1797. — Fol. Pap. Geheftet. 

65. Ein aus denen original- hebregistern des ländleins Comelimünster 
.... ausgezogener unvorgreiflicher status deren ab anno 1714 bis 
1138 ausgeschriebenen landschatztingen, 1739 Sept. 25. — Fol. Pap. 

66. Specificatio der frühe-messen-renthen von Haan, so dem Mutter- 



324 Kreis Aachen-Land. 

Gottes-altar auffm berg [St. Stephan in Kornelimünster] ahngehen 
.... Renoviert den 6. Decembris 1125. — 8°. Pap. Pappbd. 

67. Rechnungsbuch der St. Michaels-Bruderschaft in Kornelimünster, 
1732 bis 1834. - 4°. Pap. Lederbd. 

68. Korrespondenz des Abtes von Kornelimünster mit dem Grafen 
d'Aubigny in Trier, 1735. — Fol. Pap. Konzepte. 

69. Annotatio mitwarum der Pfarrkirche, 1744 ff. — Klein-8°. Pap. 
Pappbd. 

70. Rentbuch der Pfarrkirche St. Stephan in Kornelimünster, 1747 bis 
1806. — 8°. Pap. Schweinsldrbd. 

71. Register der kapitularischen Repartition, 18. Jahrh. — Gross-Fol. 
Lederbd. 

72. Reste mehrerer Kartonblätter, auf welchen Urkunden abgeschrieben 
sind, welche sich auf die Familie Wachtendonck beziehen, 18. Jahrh. 

73. Buch merkwürdiger Ereignisse: Tagebuch des Kaplans Forst in 
Kornelimünster über die Zeitereignisse, 1788 bis 1813. — 4°. Pap. 
Schweinsldrbd. 

74. Chronikale Aufzeichnung betr. das Kloster Reichenstein: Funda- 
tores huius monasterii etc. Abschrift [?] des 18. Jahrh. in anti- 
quierter Schrift. Pi % aes. . . zur gnedigsten Commission den 28ten 
Aprilis 1708. — Fol. Pap. nebst Abschrift d. d. 1808 Aachen 10 Merz. 

75. Eine kurze Nachricht von Schloss und Stadt Monjoie, 1803, zurück- 
greifend bis zum Jahre 760. — Fol. Pap» 

76. Aus der Pfarrei Kornelimünster: 

Getaufte 1644—1655 (mit chronikalen Notizen auf der Innenseite des 
Deckels), 1662-1677, 1677—1689, 1689—1697, 1698-1709, 1709- 
1718, 1719-1731, 1731—1747, 1747—1766, 1766-1789, 1789-1798. 

Getraute 1698-1744, 1744—1780, 1780-1798. 

Gestorbene 1601—1663 (mit chronikalen Notizen auf der Innenseite 
des Deckels), 1664-1698, 1698-1741, 1741—1780, 1780—1798. 

Kuckesrath, Haus — in Soers bei Aachen: 
Archivalien nicht vorhanden. 

.Küppershof bei Eicht er ich: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Laurensberg. Kath. Pfarramt: 

Das nachstehende Verzeichnis ist ein Auszug aus dem In- 
ventar, welches der f Pfarrer H. J. Gross in Osterath (vorher 
Vikar in Laurensberg) c. 1880 bearbeitet hat. 

Es sind hier auch einige Urkunden verzeichnet, welche 
sich in Abschriften des Aachener Stadtarchivars Quix vor- 
fanden, weil sie wahrscheinlich aus dem Laurensberger Ar- 
chive stammen. Dieselben sind mit „Quix" bezeichnet. 



Kreis Aachen-Land. 325 

1. 1165. Kaiser Friedrich I. bestätigt die Schenkungen, welche Propst 
Otto und seine Vorgänger dem Kapitel des Münsters zu Aachen 
gemacht hatten, besonders den Zehnten von Richterich, 4 Pfund 
von der Küsterei und die Geldrenten von Erkelenz. — Unbeglau- 
bigte Abschrift aus dem 18. Jahrhundert, welche nur wenig von 
dem Abdruck bei Quix, cod. dipl. Aquens, Nr. 31, abweicht. 

2. 1218. Erzbischof Engelbert von Köln schenkt als Propst dem Ka- 
pitel des Münsters zu Aachen die Kirchen zu Herstal und Laurens- 
berg. — ■ Abschrift, welche die bei Quix, cod. dipl. Aquens, Nr. 127 
vorkommenden Fehler nicht hat. 

3. 1256 ?. Papst Alexander bestätigt die dem Propste Otto zuge- 
schriebene Schenkung der beiden genannten Kirchen an das Ka- 
pitel. — Abschrift; stimmt überein mit dem Abdruck bei Quix, 
cod. dipl. Nr. 185. 

4. 1442. Das Aachener Sendgericht spricht ein Urteil in Sachen des 
grossen Zehnten zu Berg. — Abschrift aus dem 18. Jahrhundert. 

5. 1491 Sept. 21. Die Kirch meister von Würselen und Laurensberg 
verkaufen mit Bewilligung des Aachener Rates Benden an der 
Wurm zu Nutzen ihrer Kirchen an Wilkin Maw. Der Rat belehnt 
denselben mit den Grundstücken unter Vorbehalt einer Anerken- 
nungsgebühr von einem Aachener Schilling jährlich. — Stadtsiegel 
in braunem Wachs beschädigt. — (Quix.) 

6. 1534 Juni 19. A. Sch.U. 1 ) Gobel Buikynk, der des Richters Statt 
bewahrt, Johan van Drinborn, Leonart van den Ellenbant, Johan 
Proist, Herman van den Weyer, Johan van Bensenroide, Johan 
Ellerborn und Simon van Wylre sprechen dem Kerstgen Lanckoir 
van Berge als Kirchmeister eine Erbpacht von einem Summer 
Roggen zu, den die Kirche an dem Hofe in der Kuyle zu Orsbach 
zu fordern hatte, — (Quix.) 

7. 1571 Aug. 20. Der Aachener Propst Heinrich von Vlatten präsen- 
tiert dem Archidiakon von Hasbanien den Priester Wilhelm Linde- 
lauf für die durch die Resignation des Pfarrers Mathias Drossart 
de Kernept erledigte Pfarrstelle zum h. Laurentius in Berg. — 
Abschrift. 

8. 1575 Febr. 2. Heidener Lehenhof. Johan in gen Vorst, Statthalter 
und Mitlaet, Helis Bindeis, Thönis van Gouchem, Georg Schmidt, 
Clas in gen Vorst, Herman Vinken, Laeten des Laethofs zur Heiden, 
bezeugen, dass die Eheleute Daem und Trine Nacken dem Johan 
Meiers einen jährlichen Zins von sechs Reichsgulden auf ihr Gut 
an den Dorrenbaum neben Theisen von gen Steinstrassen verkauft 
haben, welcher Zins mit hundert Aachener Gulden abgelöst werden 
kann. Bei Siegelkarenz der Laten siegelt auf ihr Ersuchen 
Wilhelm von dem Bongart, Herr zur Heiden und Lehenherr, und 
der Statthalter. — Or. Perg. Beide Siegel verstümmelt und un- 
deutlich. 



1) D.i.: Aachener Schöffenstuhls-Urkunde. 



326 Kreis Aachen-Land. 

9. 1599 Juni 18. Frau Brigitte Kulant und ihre Kinder verständigen 
sich mit Ritterschaft, Pastor, Kirchmeister, Sendschöffen und ge- 
meinen Nachbarn des Kirchspiels Laurensberg über den Gebrauch 
der Diepekuilsweier in der Sörs. — - (Quix.) 

10. 1600 April 15. Die Eheleute Leonard und Agnes Ahn verkaufen 
den Eheleuten Peter und Bärbgen Carlis eine Erbpacht von 

2 Mud Roggen negst zwölf Pfenning des beuten roggen, als in zeit 
der bezahlung binnen Aach auf den markt feil sein und gefallen 
sollt au f Haus, Hof und Erb, drei Morgen Bongart zu Laurensberg, 
und 2 Morgen Bend daselbst in die Dell, wovon der Bongart sechs 
Thaler und ein Ort Zins untengilt, für 50 Thlr. ä 26 M. — Or. Perg. 

3 S. (1 ab). 

11. 1613 Oktober 12. Die vorgenannten Eheleute verkaufen denselben 
einen Zins von 5 Thlrn. ä 26 M. von demselben Bongart, gelegen an 
die lind negst Aimolden von der Wehe, und vier morgen bends, 
under die kirch im dell negst Kirchhoffen gut an einer und Eras- 
mus von Holsits gut zur anderer Seiten gelegen. Das Erbe schuldet 
der Kirche ein Runtsel Rübsamen und ein Kapital von 275 Thlrn.— 
Or. Perg. 3 S. (1 ab). 

12. 1615 Januar 17. Die Eheleute Peter Carlis übertragen die von 
Leonard Ahn erkauften Zinse im Betrage von Vl 2 Aachener 
Thalern für 150 Thaler aus der Stiftung von Pfr. Läpp an Peter 
Drescher, Wilhelm Groten und Peter Bindeis als Armen pro visoren 
und Kirchmeister. — Or. Perg. 3 S. 

13. 1617 Sept. 10. Not.-Urk. Heinrich von Vlatten bekundet, dass er 
1562 vom Herzoge Wilhelm von Jülich zum Propste in Aachen er- 
nannt worden sei und seitdem mehrfach bei eingetretener Erledi- 
gung die Kirche zum h. Laurentius in Berg, die Mutterkirche der 
Kapelle in Richterich, dte zum Bistume Lüttich, zum Archidiako- 
nate Hasbanien und zum Dekanate (concilium) Mastricht gehöre, 
besetzt habe. — Abschrift. 

14. 1620 (?). Herzog Wilhelm von Jülich verfügt, dass das Aachener 
Kapitel in Zukuuft einen eigenen Pfarrer (vicarius perpetuus) in 
Richterich anstellen, demselben ein entsprechendes Gehalt zahlen 
und einen Platz zum Pfarrhausbau anweisen solle. Die Einwohner 
des Ländchens zur Heiden sollen das Haus bauen, dem neuen 
Pfarrer die zwei Brode (von jeder Haushaltung) und ausserdem 
50 Aachener Thaler jährlich geben, wozu der Herr zur Heiden 
hülfreiche Hand leisten möge. — Publicata Aquisgrani 14. Januarii 
1620. Abschrift, beglaubigt von Notar Kirberich und dem Apostol. 
Notar Franz Deutschen, Kaplan in Berg. 

15. 1643 Januar 17. Mathias Graven und Kerst Groten, verkaufen 
als vom Aachener Rat angestellte und vereidete Vormünder von 
Johann Groten den Eheleuten Paulus Ortman und Mergen Groten 
mit Genehmigung des Kleinen Rats vom 9. Okt. 1642 das Erbe des 
Unmündigen, gelegen zu Seffent neben Mergen Ruland und Peter 
Knoff, bestehend in Haus, Hof und 18 Morgen Land, für 1000 Thlr. 



Kreis Aachen-Land. 327 

ä 26 M. und als Verzichtspfennig eine der besten Kühe und vier 
der besten Schafe. — Or. Perg. 

16. 1667 Jan. 23. Die Eheleute Heinrich Buetsen und Cath. Nacken 
haben vor 40 Jahren ein Armenkapital von 100 Aachener Thalern 
zu 5 % erhalten. Da die erste Verschreibung wegen langheid der 
zeit verloren gegangen ist, stellen sie eine neue aus und zwar an 
den Pfr. Joh. Bapt. Becx und die Armenprovisoren Johan Simons 
und Theis Ortmans. Unterpfand : Haus und Hof in Vetschau. — Or. 
Perg. Siegel abgefallen. 

17. 1693 Febr. 5. Carl Lothar Freiherr von Bongart, Herr zur Heiden 
etc. ernennt den Magister Gerard Freundt aus dem Ländchen 
zur Heiden zum matricularius an der Kirche zu Richterich und 
verzichtet zu gunsten desselben auf die Absetzbarkeit des Matri- 
kulars. — Abschrift. 

18. 1693 Febr. 11. Not. Urk. Auf dem Hause Kamp an der Kirche zu 
Berg lastete eine Rente von 7 x / 2 M. aix jährlich für Kirchenöl und 
auf Wilhelms von Richterich Haus und Hof in der Gasse zu Berg 
eine Rente von l 1 ^ Fass Rübsamen. Beide Güter gehörten dem 
Baumeister der Stadt Aachen Michael Mostart, welcher die letzt- 
genannte Besitzung dem Pfarrer Becx abgeschüddet hatte. Die Ur- 
kunden über jene Renten waren durch Krieg und böse Zeit ver- 
loren; Mostart hatte sich in erbauung des kirchenthores, sakr % istei, 
portal, küsterei und sonsten auch bei e. e. rhat dahier zu Aach in 
vielen sehr befürderlich erwiesen, darum schliesst mau folgenden 
Vertrag: Mostart legt auf sein Gut, Langohr genannt, und auf die 
dazu gehörigen elf Viertel Kuhweide, der Büchel genannt, einen 
Zins von 16 Aachener Gulden zu gunsten der Kirche, der mit 
320 Gulden ä 6 Mr. ablösbar ist, und liefert drei Monate lang den 
Mess- und Kirchenwein. Dafür verzichtet die Kirche auf alle etwa 
rückständigen Forderungen. Zeugen: Joh. Bapt. Becx, Pastor, Wil- 
helm Greven als Provisor, Matheis Ortmans als Provisor, Peter von 
der Eschen und Carol von Berg. Pet. Musch, not. publ. — Ab- 
schrift. 

19. 1694 März 8. Notar. Urk. Stiftung eines Jahrgedächtnisses für den 
Pfr. Joh. Bapt. von (!) Becx durch die Eheleute Joh. Adolf von 
Oetegroeven und Anna Nestelincx. Kapital 180 Thlr. Unterpfand: 
die drei sogen. Schönauer Morgen am Hirzerfeld. Zeugen: Anton 
Moll, Priester, Matheis Bischoff, Schöffe zur Heiden. Notar: Joh. 
Cornets. — Or. Perg. Siegel abgefallen. 

20. 1697 Febr. 1. Die Eheleute Gerard Wilhelm von Ottegräeven und 
Maria von Schwinen, Joffrau Maria Elisabeth von O., Johan 
Schermin und Anna Cath. von 0.. der letztere auch als Bevoll- 
mächtigter des Joh. Gottfried von 0., verkaufen den Eheleuten 
Hauptmann Peter Reuland und Gertrud von 0. ihre Anteile an 
einem Hause in der Bendelstrasse neben den Käufern und dem 
Hause die Beidt gelegen, und zwar Gerard Wilhelm 2 / 6 und Maria 
Elisabeth Ve = 3 /e für 400 Rthlr. a 56 Mark aix, Schermin Ve für 

21 



328 Kreis Aachen-Land. 

100 harte Spezies Rthlr. A 8 brabantische Gulden, Joh. Gottfried 1 / ß 
mit allen Forderungen an dem Nachlasse der Frau Veucht, geb. 
Cath. Agnes von O. für 150 Rthlr. ä 56 M. aix. So lange der An- 
käufer das Haus bewohnt, muss er dem Joh. Gottfried eine kammer 
zu fluchtung seiner sach und mobilien frei lassen. — Or. Perg. 
8 S. (ab). 

21. 1699 Sept. 27. Protokoll über die Visitation der Kirche zu Berg 
durch den Archidiakon von Hasbanien, Michael Clercx. Enthält 
die Verpflichtungen des grossen Zehnten. Hen. Leonard, Arehi- 
diakonats-Notar. — Abschrift. 

22. 1701 Mai 24. Heidener Schöffenurkunde. Die Eheleute Anton Dover- 
mans und Otgen Vrohn erhalten vom Pfr. Wilhelm Recker und den 
Armenprovisoren Herman Brewer und Peter Savelsberg zu Berg 
200 Thlr & 26 Mr. aix zu 5 °/ . Unterpfand : Vg Morgen Graswachs auf 
dem schmitter driesch, 1 / i Morgen Ackerland an ze schryen, x /2 Mor- 
gen Graswachs an den Forensberger bend auf Krandrichsgass^ 
1 / 2 Morgen Ackerland auf die porrewey, Haus und Hof auf dem 
Scheid mit 6 / 4 Graswachs an zeschryen. — Or. Perg. Siegel aus- 
geschnitten. 

23. 1703 Sept. 29. Die Gedeputeerden te Velde wegens . . . de Heeren 
Staten Generaal der Vereenigde Niederlanden stellen im Lager bei 
Verviers dem Hofe Nierstein bei Vetschau einen Schutzbrief aus. — 
Or. Pap. (Quix.) 

24. 1704 Dez. 6. Abt Stefan in Lepsing entscheidet im Auftrage des 
Kurfürsten, dass das Aachener Kapitel zum Gehalte des ständigen 
Seelsorgers in Richterich 100 Thaler kölnisch aus dem Richtericher 
Zehnten, die Gemeinde 50 Aachener Thaler, die beiden Brode aus 
jedem Hause und den nötigen Brand zu leisten habe. — Abschrift. 

25. 1706 März 16. Die Armenprovisoren Peter Savelsberg und Herman 
Brower legen vor Pfarrer und 2 Schöffen Rechnung vom 19. Mai 
1702 bis 2. März 1706. Sie haben 1 Thlr. 2 Gulden 15 Buschen mehr 
ausgegeben als eingenommen; das wird ihnen erstattet. — Orig. 
Ein Schöffe kann nicht schreiben. 

26. 1707 April 2. Peter Savelsberg und Laurenz Knops, Armen- 
provisoren zu Berg, kaufen für 40 Thlr. einen Zins von 2 Thlrn. zu 
lasten der Eheleute Peter Zapp und Trein Langohr. Unterpfand: 
Haus und Kohlhof ungefähr 30 Ruthen gross, in der gassen am 
falder gelegen. Pfr. de Goer und die Sendschöffen Matheis Ort- 
mans, Leonard Frohn und Johan Dovermans sind einverstanden. — 
Or. Perg. 3 S. 

27. 1709 Febr. 9. Der auditor camerae apostolicae zu Rom verfügt, 
dass bis zur Entscheidung des schwebenden Prozesses und unbe- 
schadet der pfarrlichen Rechte und Einkünfte der Priester Wilhelm 
Dobbelstein in Richterich die Seelsorge im Namen des Pfrs. de Goer 
ausüben solle. 

28. 1709 März 5. Der päpstliche Nuntius Joh. Bapt., EB. von ^Tarsus, 
visitiert die Kirchen zu Berg und Richterich. Er richtet von Köln 



Kreis Aachen-Land. 329 

aus ein schönes Schreiben an den Pfarrer und die Heidener und 
verfügt verschiedenes zur Herstellung des Friedens. 

59. 1713. Die congregatio cardinalium beschliesst die Abtrennung 
Richterichs von Berg. Der Zehnten soll dem Aachener Kapitel, 
die festen Einkünfte dem Pfarrer von Berg verbleiben, die nicht 
festen gehören dem neuen Pfarrer; die Gemeinde verpflichte sich 
zur Stellung eines Einkommens von 130 römischen Thalern, und 
die Baronin von Heiden soll ihre Güter zur Sicherheit desselben 
stellen. Am Laurentiusfeste opfere der neue Pfarrer in Berg eine 
sechspfündige Wachskerze beim Hochamte. — Abschrift. 

30. 1716. Adelheid von der Heiden quittiert vor dem Aachener Schöffen- 
stuhl über 140 Thlr., die sie von Ortmans von Berensberg durch 
den Pfr. de Goer erhalten hat. — (Quix). 

31. 1719 Okt. 7. Verkauf eines Kindesteiles in Berg an Haus, Hof und 
Kohlhof für 36 Aachener Thlr. — Or. Perg. 8 S. (ab). 

32. 1720 Juni 8. Verkauf von zehn Ruthen Garten für 30 Thlr. ä 26 Mr., 
Verzichtspfennig 1 Rthlr. ä 54 Mr. Das Stück ist los, liber und 
frei. — Or. Perg. 8 S. (ab). 

33. 1732 März 17. Michael Clercx, Archidiakon von Hasbanien, bedroht 
die Mitglieder des Aachener Sendgerichts mit der Exkommunikation 
bezw. mit Interdikt und Suspension, wenn sie sich nicht binnen 
8 Tagen mit gesetzlichen Gründen ausweisen, warum sie die Ent- 
scheidung über die Novalien in Berg an sich gezogen hätten, da 
doch die erste Instanz hierfür das Berger Sendgericht sei. — 
Abschrift. 

34. 1757 Mai 7. Verkauf von vier Vierteln Landes zu Berg an die 
heyen Drieschen für 60 Aachener Thaler, Lickauf 1 Rthlr. 20 Mr., 
Gottsheller 3 Buschen. Das Land ist ausser servis und Zehnten 
los, liber und frei. — Or. Perg. 8 S. (gut erhalten). 

35. 1767. Wahrhafte deduktion in Sachen freiherrn von Blanche . . ., 
herrn zu Schönau, contra zeitl. provisores der Pfarrkirchen zu 
st. Laurentiiberg. Betrifft die drei Schönauer Morgen.* — Orig. 

36. 1778 Juni 20. Verkauf eines Stückes Landes zu Vetschau am Molden- 
weg, gross 1 Morgen 6 Ruthen, für 156 Thlr. ä 26 Mr., eine Pistole 
in Gold zum Verzichtspfennig, 1 / 2 Kronenthaler für Lickauf, 1 Mark 
als Gottesheller. Das Stück trägt nur die gemeinen Lasten. — 
Or. Perg. 8 S. (aufgedrückt). 

37. 1792. Gemeinde Berg contra Lic. Wolff als Inhaber des kleinen 
Zehnten. 

38. 1794 April 5. Nach Verzicht seiner Mutter auf die Leibzucht erhält 
Joh. Wilh. Pelzer vom Stadt-Landmesser J. P. Klinkenberg 200 Rthlr. 
ä 54 Mr. zu 5%. Unterpfand: ein siebenter (!) Teil eines Hauses zu 
Orsbach mit dazu gehörender Länderei. — Or. Perg.3S. (aufgedrückt). 

39. 1798 Februar 4. Maria Josefa von Eys, gnt. Beusdal, Äbtissin zu Burt- 
scheid, verpachtet an Karl Jos. Emonts, Bürger zu Aachen, 20 Mor- 
gen Haide auf dem Vetschauer Berg auf 24 Jahre. Pächter soll das 



330 Kreis Aachen-Land. 

Land urbar machen. Dafür zahlt er in den ersten zwölf Jahren 
keine Pacht, für die zwölf letzten 20 Rthlr. ä 54 Mr. Emonts er- 
klärt an demselben Tage, dass diese Verpachtung dem vorläufigen 
Kaufvertrage nicht hinderlich sein solle. 

40. Sendgerichts-, scheffen-, provisoren-, kirchmeisters-, küsters- und 
Schulmeisters-, samt Sendboten -Ordnung in der pfahr zu st. Lau- 
rentii. — Abgedruckt: Ztschr. d. Aachener Gesch. -Vereins V, 219. 

41. Die Protokollbücher des Sendgerichtes sind nicht mehr vorhanden; 
auf einigen losen Blättern finden sich Notizen über Sitzungen, 
Schöffenwahl, Ernennungen von Pedellen, Zeugnisse über die Rechts- 
beständigkeit des Sends, eine Abschrift des cap. 33 lib. I aus Nopp 
De nostra synodo ecclesiastica, sowie eine Abschrift des Aachener 
Ratsedikts vom 12. Mai 1758, wodurch die Sendgerichte im Aachener 
Reich kurzerhand aufgehoben wurden. 

42. Einige, aber sehr unvollständige Akten betr. den Streit des 
Pfarrers de Goer de Herve (1702—1758) mit der Frau zur Heiden 
über die Abtrennung Richterichs, sowie mit der Aachener Familie 
Rulant über den Rott- oder Neubruchzehnten. 

43. Auf einem Blatt sind verzeichnet die Renten der Küsterei zu 
st. Laurentii Berg im Reich von Aachen. 

44. Liber parochialis, angelegt von Pfr. de Goer (1702 — 1758), enthält: 

a) Specificatio redituum pastoralium in Berg et Bichterich nebst 
Quittungen über die vom Aachener Kapitel gezahlte Besoldung: 
von jährlich 120 Aachener Thalern. 

b) Designatio anniversariorum in Berg et Bichterich. 

c) Blatt 12: Testament des Anton Ortmans, Halbwinners an dem 
Büschchen zu Berg, vor Pfarrer de Goer und 2 Zeugen, 1712 
Januar 28. 

d) Blatt 36: Jura pastoralia. Der Pfarrer darf zwei Schweine zur 
Mast auf den Heidener Busch treiben. 

e) Blatt 40: Die Gräfin von Goltstein und die Freifrau von Leerodt 
als Inhaberinnen des grossen Zehnten liefern Paramente u. s. w. 

f) Blatt 59: Specificatio decimarum parvarum, quas d. pastor hinc 
inde sparsim et per minutias trahit. 

g) Specificatio decimarum, vulgo der kleine Billandische Zehende 
in regno Aquensi. 

h) Blatt 62: Specificatio aliorum redituum pastoralium tarn in Berg 
quam in Bichterich. 

i) Blatt 64: Die drei Schönauer Morgen. Pastores. 

k) Blatt 99 ff. : Prozessionen in Berg und Richterich, deren Ge- 
bühren, Kirchmeister und Schützenmeister in Berg und Rich- 
terich. 
1) Blatt 109: Namen deren, welche in der Pfarrkirche zu Berg 
Kirchmeister gewesen. 

m) Von Seite 169 ab Notizen des Pfarrers Braeder. 



Kreis Aachen-Land. 331 

— Bürgermeisteramt: 

1. Getaufte 1706—1707, 1718—1759, 1759—1794, 

Getraute 1706—1707, 1719-1721, 1725—1759, 1759-1794, 
Gestorbene 1706-1707, 1721-1728. 

Linden. Kath. Pfarramt Broich: 

1. Inventar über die im Kirchen- und Pfarrarchiv zu Broich befind- 
lichen Dokumente und Litteralien, erste Hälfte des 19. Jahrh. — 
Fol. Pap. Geheftet. 

2. 1450 November 10 (up sent Mertens avent des heügen buschoffs). 
Hugo vamme Greynde und seine Frau Eifgen stiften eine 2 mal im 
Jahre abzuhaltende ewige Memorie in der capell kirchen zo Broiche 
und geben zu diesem Zwecke ihren jährlichen Erbzins etc. in 
Jülich, in der Overstraissen zu Jülich und zu Petternich. — Or. 
Perg. 2 S. (ab). 

3. 1702 Juni 16. Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz verordnet, 
dass die Kosten der Gotteslampe in der Pfarrkirche aus dem 
Broicher Erbbusch bestritten werden müssen. — Or. 

4. 1704 Juni 30. Papst Clemens XL verleiht der Michaels-Bruderschaft 
zu Burtscheid einen vollkommenen Ablass. — Or. Perg. Siegel des 
Fischerringes (ab). 

■5. Buschgerechtigkeit zu Broich, 1535 Mai 11. — Auszug aus dem Orig. 

43. Extrakt des Jülicher Erkundigungsbuches v. J. 1550 betr. die 
Mutterkirche zu Broich und die ihr unterstellten Kapellen zu 
Euchen und Weiden. — Kop. des 17. Jahrh. Fol. Pap. 

7. Extrakt aus dem kleinen Jülicher Erkundigungsbuch v. J. 1559 
betr. die Kirche zu Broich. 

'S. Extrakt aus dem Jülicher Erkundigungsbuch betr. die Pfarrei zu 
Broich und die Kapelle zu Weyden, 1582. Ausgezogen und beglau- 
bigt 1725. — Ein Blatt. Fol. Pap. 

9. Akten betr. den Broicher Erbbusch, 16.— 19. Jahrh. 

10. Annotationsbuch des Pastors Heinrich Lentzen zu Broich, 1699 ff. 
— Schmal-Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

11. Notitiae gener dies exhibendae bei der Visitation durch den Dechanten 
der Jülicher Christianität in Broich, 1716 Juni 15. — Fol. Pap. 
Druck mit handschriftlicher Beantwortung der Fragen. 

12. Buch der Jesus-Maria- Joseph-Bruderschaft, 1730 ff. — 4°. Pap. 
Schweinsldrbd. 

13. Pastoral-Lagerbuch, 1735. — Gross-Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

14. Getaufte 1770-1853. 

Getraute und Gestorbene 1770—1887. 

15. Verordnungen der vorgesetzten kirchlichen Behörden, 18.— 19. Jahrh. 

— Im Besitze des Herrn Pfarrers Fr. Heynen: 

1. Sechs Pergamenturkunden der Familien Prömper, Scheifg'ens, Ort- 
man, Creutz, Feitgens und Strang vor dem Aachener Schöffen- 
stuhl, 18. Jahrh. 



332 Kreis Aachen-Land. 

2. Testamente und Akten der Familien Jungbluth und Beys betr. die 
Kirche zu Haaren, 18. Jahrh. 

Mariadorf. Kath. Pfarramt: 

Rektorat mit eigner Vermögensverwaltung seit d. J. 1891 r 
zur Pfarre erhoben am 1. Dezember 1903. Ältere Archivalien 
nicht vorhanden. 

Mausbach. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1805; ältere Archivalien nicht vorhanden, 

— Bürgermeisteramt Gressenich: 

1. Aus der Pfarrei Gressenich: 

Getaufte 1686-1720, 1720-1736, 1738-1770. 

2. Aus der Pfarrei Vi cht: 
Getaufte 1770—1802, 
Gestorbene 1770-1798. 

3. Aus der Pfarrei [Scheven]hütte: 

Getaufte 1700—1747, 1760-1811, uneheliche 1728 ff., 
Getraute 1723—1739, 1758-1791, 1797—1811. 
Gestorbene 1740-1745, 1758—1811. 

4. Akten betr. die Waldgerechtsame der Gemeinde Schevenhütte, Mitte 
des 19. Jahrh. Über die früheren Zustände derselben S. 6 ff. 

Merkstein. Kath. Pfarramt: 

1. Drei Zehntregister, 1660-1698, 1699—1785, 18. Jahrh. 

2. Prozess-Akten und Suppliken betr. den Zehnten, 18. Jahrh. — 
Konvolut. 

3. Getaufte, Getraute und Gestorbene, 1770 bis 19. Jahrh. 

— Standesamt: 

1. Getaufte 1624—1777, 1778-1797, 
Getraute und Gestorbene 1662-1797. 

Morsbach. Kath. Rektorat: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

Münsterbusch bei Stolberg. Kath. Rektorat: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Niederbardenberg. Kath. Rektorat: 

Altere Archivalien nicht vorhanden. 

Oberforstbach. Kath. Rektorat: 

Einrichtung der Kapellengemeinde i. J. 1894; ältere Archi" 
Valien nicht vorhanden. 



Kreis Aachen-Land. 333 

Ophoven, Gut — bei Horb ach: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Orsbach. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1840; ältere Archivalien nicht vorhanden. 
Im übrigen sind die wichtigsten, aber auch fast einzigen Nach- 
richten enthalten in dem von Rektor J. W. Drouven 1767 ange- 
legten: 

1. Register oder Bruderschaftsbuch der immerwährenden Anbetung 
des heiligen Sakramentes des Altars. S. 131. Rektoralbeneficii Sack- 
renten oder erbpfachten, wie auch die gefundeerte seelmessen und 
anniversaria in Orsbach. Dieses Verzeichnis führt auch die Ors- 
bacher Höfe auf. 

Paffenkull, Haus — bei Orsbach: 

Pfarrgut der katholischen Kirche zu Orsbach; die jetzigen 
Gebäulichkeiten sind erst i. J. 1870 errichtet worden. Archi- 
valien nicht vorhanden. 

# 

Pumpe-Stich bei Eschweiler. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1898; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Richterich. Kath. Pfarramt: 

Früher Filiale von Laurensberg; ältere Archivalien nicht 
vorhanden. 

— Bürgermeisteramt Richterich-Pannesheide (früher Ge- 
meinde Heiden, hervorgegangen aus der Jülicher Unterherr- 
schaft Zur Heiden; vgl. J. J. Michel, Die Jülichsche Unter- 
herrschaft Heiden, in Ztschr. d. Aachener Gesch.- Ver. V.): 

1. Protokoll der Taghaltungen des Vogts- und Schöffengerichts auf 
dem Dinghaus zu Horbach, 1577 Februar 14 bis 1580. — Fol. Pap. 
in Schweinsleder geheftet. 

2. Desgl. 1584-1585. 

3. Erbungsbuch des Gerichtes Horbach und der Herrschaft Heyden, 
1620—1632. — Fol. Pap. Perg.-Bd. 

4. Desgl. 1624-1649. 

5. Akten betr. die logements, Einquartierungen und andere Kriegs- 
lasten der Jülicher Unterherrschaft Heyden, c. 1680—1710. 

6. Schatzheber-Rechnungen der Gemeinde Zur Heyden, 17. und 
18. Jahrh. 

7. Prozessakten, 17. und 18. Jahrh. 

8. Schatzregister von Richterich, 1711. — Schmal-Fol. Pap. Perg.-Bd. 

9. Schatzbuch des churfürstlichen Quartiers Richterich, 1720. — Schmal- 
Fol. Pap. Defekter Lederbd. 



1778-1816, 



334 Kreis Aachen-Land. 

10. Extrakt aus dem Transport-Buch auf dem Hause Heyden, 1740. — 
Fol. Pap. 

11. Akten betr. den Busch der Gemeinde Zur Heyden, 18. Jahrh. 

12. Aus der Pfarrei Laurensberg und ihrer Filiale Richterich, speziell 
aus den Orten Klinkheide, Scheid, Horbach, Berensberg, Pannes- 
heide, Rumpen, Banck, Orsbach und Bergerheid: 

Getaufte 1759-1784, 1784-1798, 
Getraute 1759—1783, 1784-1798, 
Gestorbene 1759-1798. 

13. Sammelband, enthaltend Auszüge aus dem Kirchenbuch. In Rich- 
terich Getaufte: 

a) aus Kohlscheid 

b) aus Klinckheide 

c) aus Pannesheide 

d) aus Gracht und Banck ) 

e) aus Berensberg 1783-1816, 

f) aus Roland und Kessels 1780—1816, 

g) aus Hasenwald und Pley 1779-1816, 
h) aus Rumpen 1778—1816. 

Fol. Pap. Pappbd. 

14. Aus der Kommune Kohlscheid: 

Geborene 1798—1799, Jahr 7 der franz. Republik, 
Gestorbene 1799, 1799—1800. 

15. Protokoll der Gemeinderatssitzungen der Kommune Heyden, 1794. 
— Fol. Pap. Einband abgerissen. 

— Zehnthof: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Rimburg, Schloss: 

Keinerlei Archivalien vorhanden. 

Röhe bei Eschweiler. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1805, Supprimierung 1808, Wiedererrich- 
tung 1845. 

1. Akten betr. deservitura functionis sacerdotalis in sacello Röhensi, 
18. Jahrh. 

2. Rechnungen, 18. Jahrh. 

3. Akten betr. die Schnaphahnsche Messstiftung, 18. Jahrh. (1759 ff.). 

4. Akten betr. die Eremitage, 18. Jahrh. Vgl. oben S. 303, nr. 96, 97. 

Röthgener Burg bei Eschweiler, früher Haus Merödgen: 

Die Archivalien desselben siehe Kreis Düren, Haus Rath, oben S. 265 ff. 

Rothe Erde. Kath. Rektorat: 

Einrichtung 1893; ältere Archivalien nicht vorhanden. 



Kreis Aachen-Land. 335 

Schellartshof bei Oberforstbach: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Schevenhütte. Kath. Pfarramt: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. A. Bommes, Zur Gesch. 
des Ortes und der Pfarre Scheven hütte; in Bd. X, XlderZtschr. 
„Aus Aachens Vorzeit", Aachen 1898. Ferner oben S. 332, Maus- 
bach, Bürgermeisteramt, nr. 3 und 4. 

Schleibacher Hof bei Alsdorf: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Schönforst, Haus — bei Forst (vgl. dieses oben S. 306): 

Bei der Durchforschung der Trümmer derBurgruine sind 
bisher Archivalien noch nicht gefunden worden. 

Schönratti, Haus — bei Forst: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Steinhaus, Gut — bei Bardenberg: 

A n Ort und Stelle sind keine auf das Gut bezügliche Archi- 
valien vorhanden. Dieselben befinden sich mit reichhaltigen 
anderen, meist auf niederländische Besitzungen und Familien 
6ich beziehenden Urkunden und Akten des 14.— 18! Jahrh. in 
derWohnung der Besitzerin des Gutes Steinhaus, der Familie 
von Coels von der Brügghen in Aachen (Alphonsstrasse 45). 
Aus denselben möge hier nur Folgendes erwähnt werden: 

1. Prozessakten, Pachtzettel, Kaufbriefe und Information über die 
Ritterbürtigkeit und Steuerfreiheit des Gutes Steinhaus zu Barden- 
berg, hauptsächlich aus dem Prozess zwischen Portmann und der 
Gemeinde Bardenberg, 17. und 18. Jahrh., zurückgreifend bis 1403. 

2. Kauf- und Erbbrief des Vronhofes zu Bardenberg, 1403. — Kop. 
von 1681. — Fol. Pap. 

3. Register der Dokumente, welche sich den 22. Mai 1700 betr. die 
Güter zu Bardenberg vorgefunden haben. — Fol. Pap. 

Stolberg. Kath. Pfarramt: 

1. Annotationsbuch über die Geschichte der Stoiberger Mission, Ver- 
zeichnis der Pastoral-Revenüen und Anniversarien, Taxe der Stol- 
gebühren und sonstige die Pastorat zu Stolberg betreffende Gegen- 
stände, 1737—1827. Rückwärts: Chronik über die Niederlassung 
der Kapuziner und Übernahme der pfarramtlichen Funktionen 
durch dieselben, 1737—1791. — Schmal-Fol. Pap. Lederbd. 

2. Fünf Reliquien-Authentiken, 18. Jahrh. 



336 Kreis Aachen-Land. 

3. Getaufte 1748-1771, 1771-1783, 1783-1807, 
Getraute 1783-1791, 1791-1849, 

Gestorbene 1738-1770, 1738-1783, 1783-1798, 1791-1805. 

4. Biblia cum concordantijs veteris et novi testamenti et sacrorum 
canonum, necnon et additionibus in marginibus vanetatis diver- 
soritm textuum ac etiam canonibus antiquis quatuor evangeliorum. 
Noviszime autem addite sunt concordantie ex viginti libris Josephi 
de antiquitatibus et bello iudaico excerpte. — Druck des 16. Jahrh. 
mit Illustrationen (Holzschn.) und handschriftlichen Notizen. — 
Gross-Fol. Pap. Halbldrbd. 

— Kath. Pfarramt St. Mariae-Himmelfahrt (Unterstolberg 
oder Stolberg-Mühle): 

Pfarrerrichtung 1888; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

— Evangelisches Pfarramt: 

Zur Orientierung über die umfangreichen Archivalien, 
deren Ordnung eben vorgenommen wird, diene folgende sum- 
marische Übersicht: 

1. Acta synodi in usum ecclesiae Stolberg, 1571 — 1658. — Fol. Pap. 
Schweinsldrbd. 

2. Acta consistorii der reformierten Gemeinde in Stolberg, 1581—1639, 
1640-1662, 1662-1686, 1686-1725, 1725-1753, 1753-1826. 

3. Kirchenbücher, 1611 ff., 1646 ff., 1700 ff. und 1774 ff. 

4. Rechnungsbücher, 1613—1690, 1614-1651, 1614—1714, 1645—1667, 
1667-1681, 1680-1715, 1684-1702, 1692-1727, 1694—1706, 1706- 
1728, 1707-1792, 1718-1776, 1719-1750, 1723-1745, 1726-1767, 
1727—1759, 1727—1778, 1745-1768, 1751—1826, 1760-1812, 1767- 
1832, 1768-1800, 1776-1822, 1778-1826. 

5. Akten der bergischen, märkischen, klevischen und Jülicher Pro- 
vinzial-Svnoden, 1641—1794. — 8 Bände fol. 

6. Protokoll der Duisburger Konferenz, mit kurfürstl. Verordnungen,. 
1647. 

7. Continuatio actorum synodi provincialis Juliacensis, 1659—1704. 

8. Akten betr. den Dorstischen Vergleich, 1665. 

9. Disziplinarverfahren gegen den Prediger in Heinsberg, 1670. 

10. Index actorum der allgemeinen Synodal-Verordnungen, 1678 bis 
1710. — Fol. Pap. Ldrbd. 

11. Synodal-Liquidationen, 1684 ff. 

12. Synodal- und Klassikalakten, 1698-1763, 1705-1731, 1731-1740, 
1740-1761, 1762—1787, 1788-1807. 

13. Jülicher Reversalia etc. in puncto religionis, 17. und 18. Jahrh. 

14. Gravamina classis primae, secundae et tertiae } 17. und 18. Jahrh. 

15. Vermögensrechtliche Akten der Prediger und ihrer Gemeinden,. 
17. und 18. Jahrh. 

16. Kommunikanten-Liste, 1711 ff. 



Kreis Aachen-Land. 337 

17. Kopie-Buch der Kauf- und Pachtbriefe der lutherischen Gemeinde, 
1732-1823. 

18. Kapitalbuch der Röthgener Protestanten, 1734 ff. 

19. Kirchenbuch, enthaltend: 
Getaufte 1744 ff., 1751. 
Gestorbene 1746. 

20. Streit zwischen Weiden und Lürken, 1748. 

21. Jülicher Stuhlstreitigkeiten, 1750. 

22. Rheydter Bewegung, 1751. 

23. Presbvterial-Protokolle der lutherischen Gemeinde, 1757—1861. 

24. Verzeichnis und Auszüge aus den Schriften, so im Jülichschen 
Synodal- Archiv befindlich. 2. Hälfte des 18. Jahrh. 

25. Wahlstreit in Süchteln, 1784. 

Bürgermeisteramt: 

1. Kirchenbuch der lutherischen Gemeinden Aachen, Maastricht, Düren r 
Stolberg, Zweiffei, angefangen 1660, und Verzeichnis der 

a) Getauften 1660-1723, 

b) Konfitenten 1660-1743, 

c) Kommunikanten 1660—1708, 

d) Kopulierten 1660-1743, 

e) Verlobten [nur Titel], 

a 

f) Acta consistorialia 1714, 

g) Büssenden 1663-1741, 

h) Verstorbenen 1660—1743. 
Fol. Pap. Halbldrbd. 

2. Protocollum der catholischen kirchen oder pfaar zu Stollbergh r 

darinnen so woll die jähr- und erbpfachten, als auch die nahmen 

der alhie getauften und ad matrimonium ritu catholico copulierten 

sambt anderen Sachen mehr sich annotiert befinden; reparatum 

anno 1721 in Martio. 

Darin : 
Getaufte 1664-1746, 1747, 

Verzeichnis der Stoiberger kath. Pfarrgenossen 1716, 1734, 1741, 

Anniversarien und Erbbegräbnisse 1704—1718, 

Verstorbene Lutheraner und Kalviner 1669—1687, 

Getraute 1687—1750, 1756- 1768. 

Fol. Pap. Halbldrbd. 

3. Einnahme-Verzeichnis und Berger-Hebe-Zettel der Herrschaft Stol- 
berg, 1666-1737. — Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

4. Churfürstliches Steuerbuch der Herrschaft Stolberg, 1738 ff. — FoL 
Pap. Lederbd. 

5. Aus der kath. Pfarrei Stolberg: 
Geborene 1748-1771, 1770-1798, 
Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

6. Aus der lutherischen Kirchengemeinde Stolberg: 
Geborene 1751-1798, 1770-1822, 

Getraute und Gestorbene 1770—1798, 1770—1822. 



-338 Kreis Aachen-Land. 

7. Herrschaft Stollberg Bergerseihts Steur-Buch, 1759 ff. — Fol. Pap. 
Lederbd. 

8. Herrschaft Stollberg cliurfürstl.-seiths Steurbuch, 1759 ff. — Fol. 
Pap. Lederbd. 

9. Aus der reformierten Kirchengemeinde Stolberg: 
Getaufte, Getraute und Gestorbene 1770—1798. 

10. Plan über den Lauf des Teiches (Wassergrabens) des Birken- 
Pumpen-Gefälles mit dem anliegenden Gelände, 1776: Abris über 
das Eller -Müllen (Rosenthals-) Wehr, bircken- pompen- kuhe klau, 
Prattelsack- und Velauer Kupfer Müllen, 1776 \ mit beiliegender 
Konzession des Herzogs von Jülich für Isak Peltzer jun. zur Errich- 
tung zweier Kupfermühlen am Birkenwassergefälle. — 29,5x91 cm. 
Hierzu ein Konvolut auf dies Gefälle und das Birkenpumpen-Kohl- 
werk bezüglicher Akten von dem Eschweilerer Berggericht, 18. Jahrh. 

11. Karte des zum Hause Stolberg gehörigen vom Münsterbach und 
Vichtbach umflossenen Gutes Schnorrenfeld, 1784. Mit Explika- 
tion. — Färb. Handzeichn. 37,5x49 cm. 

12. Protokoll des Eschweilerer Gemeinderates, 1794 November 8 bis 1797 
März 31. — Fol. Pap. Lederbd. 

13. Protokoll des Stoiberger Gemeinderates, 1794 November 10 bis 1795 
September 10. — Fol. Pap. Lederbd. 

14. a) Protokolle der Gemeinde Stolberg, 1796 April 16 bis Dezember 1. 
b) Kassenbericht derselben Zeit. 

Fol. Pap. Lederbd. 

15. Karte des Waldes zwischen Stolberg und Eschweiler, c. 1800; an- 
scheinend aus Anlass eines Gerechtsame- Vergleiches zwischen Esch- 
weiler und Stolberg. — Färb. Handzeichn. auf Pap. — 69x50 cm. 

16. Plan de la grande route de Stolberg, dress4 par J. G. Ostlaender, 
geometre. Franz. Zeit. Mit Explikation. — Färb. Handzeichn. auf 
Pap. 45,5x141,5 cm. 

17. Carte topographique de la mairie de Stolberg, departement de la 
Roer, dediee ä la chambre consultative des fabriques y manufactures, 
arts et metiers etablie a Stolberg sur les cantons oV Eschweiler, 
Düren, Froizheim, Gemünd et Montjoie. Dressee en 1811 par Jean 
Adam Peltzer, dessinee par J. G. Meigen et gravee par W m Breite- 
stein ä Düsseldorf. — Kpfrst. 45,5x68,5 cm. 

Schwarzenburg, Haus — bei Kornelimünster: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl. Kornelimünster, oben 
S. 322, Nr. 44. 

Ürsfeld, Gross-, Gut bei Richte rieh: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Ürsfeld, Mittel-, Gut bei Richterich: 

Nach Angabe des Besitzers sind die auf das Gut bezüg- 
lichen Archivalien von einem Aachener [?] abgeholt worden. 



Kreis Aachen-Land. 339* 

Venwegen. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

Verlautenheide. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung* 1780, Supprimierung als Pfarre 1808, Wie- 
dererrichtung der Pfarre 1836. Vgl. S. 310, nr. 18. 

1. Getaufte, Getraute und Gestorbene 1780—1826, 1836 bis jetzt. 

Vicht- Kath. Pfarramt: 

Archivalien nicht vorhanden. 

Vorweiden. Evangelisches Pfarramt Vorweiden-Lürken: 

A. Pfarramt Vorweiden. (Vgl. P. Kraemer, Bilder a. d. Ortsgesch. 
Alsdorfs, S. 56): 

1. Akten betr. Gemeinde- Angelegenheiten (Presbyterialsachen), 1611 — 
1880. 

2. Getaufte, Getraute und Konfirmierte 1611—1683, 1726—1839. 

Abschriften aus den Original-Kirchenbüchern, jetzt auf dem 
Bürgermeisteramt Weiden. S. unten S. 340, nr. 2. 

3. Akten betr. das Normaljahr 1624. 

4. Abschrift des Adelsbriefes des Herrn von Portmann, 1653. — Orig. 
im Besitz des Herrn Oskar Füllbeck in Neusen. 

5. Akten betr. Grund- und Gebäudebesitz der evang. Gemeinde, 1660* 
bis 19. Jahrh. 

6. Acta classis primae, 1670-1688, 1694—1700, 1721—1794 (lückenhaft). 

7. Akten betr. Pfarrer und Pfarramt, 17. und 18. Jahrh. 

8. Presbyterial-Protokolle von Vorweiden, Ende 17. Jahrh. und 1725 — 
1772. 

9. Vorweidener Schulakten, 1708—1844. 

10. Kirchenzeugnisse, 1715 ff. 

11. Acta synodi Juliacensis, 1716 — 1755, 1756—1794. 

12. Armensachen, 1727. 

13. Acta synodi generalis, 1731—1793. 

14. Kirchenrechnuugen von Vorweiden, 1771—1814. 

15. Schenkungs- und Kaufakten betr. die Verwaltung des Pfarramtes,. 
18. und 19. Jahrh. 

B. Pfarramt Lürken: 

16. Gemeinde-Angelegenheiten, 1648—1895. 

17. Verwaltungs- und Rechnungsakfcen, 17.— 19. Jahrh. 

18. Presbyterial-Protokolle von Lürken, 1726—1789. 

19. Akten betr. Kirchhöfe und Beerdigungswesen, 1731 ff. 

20. Schulakten, 1731—1880. 

Walheim. Kath. Pfarramt: 
Pfarrerrichtung 1804. 

1. Neues Kirchenbuch, 1792 ff.; enthält auch Nachrichten über die 
kirchlichen Verhältnisse in Walheim von dem Jahre 1754 an. Das 



340 Kreis Aachen-Land. 

gegenwärtige Lagerbuch enthält ebenfalls, jedoch moderne Ein- 
tragungen über die kirchlichen Verhältnisse von dem Jahre 1794 an. 

— Bürgermeisteramt: 

Durch Personalunion mit dem Bürgermeisteramt Korneli- 
münster verbunden; siehe dieses oben S. 315. 

Warden, Haus- (Nackens Gut) bei Hoengen: 
Archivalien nicht vorhanden. 

Weiden. Kath. Pfarramt: 

Pfarrerrichtung 1804; ältere Archivalien nicht vorhanden. 

— Bürgermeisteramt Broich-Weiden: 

1. Aus der Pfarrei Broich: 

a) Getaufte und Getraute 1695—1770, 1770—1798, 
Gestorbene 1716-1770, 1770—1798, 

b) Anniversarien- Verzeichnis, c. 1700. 

2. Aus der reformierten Gemeinde zu Vorweiden: 
Getaufte 1611-1616, 1617—1631, 1718-1772, 1770—1798, 
Getraute 1611-1630, 1770-1796, 

Gestorbene 1726-1770, 1772-1798. 

Würselen. Kath. Pfarramt: 

Das nachstehende Verzeichnis ist ein Auszug aus dem In- 
ventar, welches der f Pfarrer H. J. Gross in Osterath (vorher 
Vikar in Laurensberg) c. 1880 bearbeitet hat: 
A. Urkunden. 

I. Kirche zuWürselen. 

1. 1471 April 24. Aachener Schöffenurkunde (A. Seh. IL): Johan Byrne 
von Elchenrath mit Katharina in 1. Ehe verkauft in Gegenwart 
Herrn Ludwigs von Baesweiler, Pfarrers von Würselen (W.), Walter 
Offermann, Glos van Granjauen und Hein Leuchter, seiner Nach- 
barn, Nys dem Schmied von Elchenrath und Simon Tormans, den 
beiden Kirchhonnen von W., zu behuf der Kirche und nicht des 
pastors 5 /4 Bend, an den Touwenberg und an die Wurm stossend. 
Kaufpreis 50 Gulden k 3 Mark. — Or. Perg. Die 3 letzten Siegel 
noch stückweise vorhanden, die übrigen abgefallen. 

2. 1477 Juni 13. A. Sch.U. Wilhelm More, genannt Kranen, mit Cäzilia 
in 1. Ehe überträgt dem Lambert Greven als Momber der Kirche 
von W. zu behuf derselben 3 Viertel Landes, gelegen an der Valtpost 
nächst Reinard Cruytis Land für ein Mud Roggen Erbpacht, das 
die Kirche daran hatte. Ökel 1 ) Greve, Witwe von Johan Hellinx 
in St. Peterstrasse, und ihr Eidam Simon Pickeler erklären, fortan 
kein Recht mehr auf das Land zu haben. Dasselbe schuldet nur 
mehr das Mud Roggen und ein Quart Wein an die Kirche. — 



1) Adelheid. 



Kreis Aachen-Land. 341 

Or. Perg. S. abgefallen, ausser Drenborn und Vleck ; Vleck Hori- 
zontalbalken mit fliegendem Adler. 
S. 1482 März 16. A. Seh. U. Gerard Kaien hat vormals von den Kirch- 
honnen zu W. 1 / 2 Morgen Bend, gelegen an Klanten Mühle nächst 
der Gemeinde und ein Stückchen Hofreide, worauf ein Häuschen 
steht, gelegen an Kaien Mühle wider der Wurm, erkregen und 
angenomen. Jakob Boven, zweiter Mann der Witwe Gerards, gibt 
die beiden Stücke als Mombcr seiner Frau und Stiefkinder zurück. 

— Or. Perg. 9 S. (3 ab). 

4. 1482 März 22. A. Seh. U. Urteil, gesprochen zwischen Hein Lynen 
und Reinard Cruthis wegen des Eigentumes an einem Stücke Land, 
welches der Kirche zu W. vier Summer Roggen schuldete. Auf 
Grund des von Reinard geschworenen Eides wird ihm das Land 
zugesprochen. — Or. Perg. 9 S. (ab). 

5. 1487 Nov. 22. A. Seh. U. Die Schwäger Nellis Volkwin, Johan Moll 
und Peter Noppenei übertragen eine Erbpacht von 1 Mud Roggen 
jährlich auf Kranen Hofstat, gelegen zur Wyden neist Fleuren Erve 
anThis Weitsenburger und Hein Lvnen als Kirchmeister zu behuf 
der Kirche in W. — Or. Perg. S. teils ab, teils verletzt. 

6. 1488 Juli 27. A. Seh. U. Die Brüder Reinard und Simon Voss über- 
geben Hein Lynen und Lambert Tormans als buwemeister 1 ) ind 
kirchonnen zu behuf der Kirche von W. 1 / 2 Gulden jährlichen Erb- 
zinses auf Grundstücken in Weiden. Die zweite Hälfte des Guldens 
gehört andern Leuten. — Or. Perg. Die S. abgefallen, ausser Colin 
und Lenz; letzterer hat drei Türmchen auf einer Art Fussgestell. 

7. 1490 Sept. 11. A. Seh. U. Hermann Pastor als Provisor des heiligen 
Geistspitals (Aachen) tauscht mit Johann Alarts als Kirchhonne 
zu W. 2 kleine Pfund Wachs, welche das Spital an weiland Karl 
Mankgelteschs Haus und Erbe, das weiland Hein Noppenei der 
Zöllner an sich genommen hatte, gelegen zur Wyden und die Burg 
genannt, sowie an einem andern Erbe hatte, gegen das grosse 
Pfund Wachs, welches die Kirche von W. am Zehnten des Spitals, 
gelegen in die veirdehalve höve, besass. Bei dem Tausch sind 
zugegen und stimmen zu zwei Nachbarn 2 ) von wegen der Kirche. 

— Or. Perg. 8 S. (3 ab). Vgl. unten S. 343, nr. 22. 

8. 1491 Okt. 29. A.Sch.U. Hein Cornelis, Kirchmeister, Peter Pütz, 
Lambert Tormans, Simon Rost, Johan Fleuren v. Weiden, Send- 
schöffen, Bastianus Fellen und Walter von Gravenberg, Forst- 
meister zu Würselen, übergeben namens der ganzen Gemeinde 
und der Kirche dem Clas Kaien und seiner Frau Otgen die 
Mühle und das Mühlenerbe der Kirche mit ihrem Zubehör up 
der Voirnij plach Klanten moelen zo heischen, genant an die 
aide voirt [Wolfsfurt], tuschen der gemeinden und tuschen der 
Woirm für elf Gulden ä 6 Mark ausser der Kaiserpacht. Nach 
vier Jahren muss Clas vier von den elf Gulden mit je 15 Gulden 



1) Rendanten. 2) Gemeindeeingesessene. 



342 Kreis Aachen-Land. 

ablösen, die andern sieben hat er dann jährlich zn zahlen. Clas 
stellt der Kirche zur Sicherheit: 2 Morgen Landes bei Dommers- 
winkel up die kroschelgracht 1 ), V/ 2 Morgen up der Herstrassen 
und ein zehntfreies Viertel up der vauicelsmau. — Or. Perg. 9 S. 
(6 ab). 

9. 1492 Juli 6. A. Seh. U. Dem Johann Everhart, Kirchmeister, wird in 
Gegenwart des Lambert Tormaus und des Johan Alart, Mitprovisoren 
der Kirche zu W., ein Zins von einer Mark auf des Thoems Erbe, 
welches vorhin des Gelre Erbe war, zugesprochen, weil Thoems 
im Termin nicht erschienen ist. — Or. Perg. 9 S. (3 ab). 

10. 1494 Juni 19. A. Seh. U. Goswin von Haie und Cäzilia übertragen 
an Hein Lyne als Kirchoene und Momber einen Morgen Bend, ge- 
legen zu Opheim*) up die Mure. — Or. Perg. 8 S. (ö ab). 

11. 1497 September 1. A. Seh. U. Herper van Lonzen verkauft an 
Johan Alartz und Johan Nys, zur Zeit Kirchmeister, zu behuf 
der Pfarrkirche von W. die Hälfte von 3V2 Viertel Landes, gelegen 
op den Ho facker nächst der Kogasse für 7 Gulden ä 6 Mark. Das 
Land war zehntpflichtig und niusste der Kirche jährlich einen 
Summer Roggen geben. — Or. Perg. 8 S. (3 ab). Von den Schöffen 
siegelt Wilhelm Colin mit einem rechtsschreitenden, zum Grimm 
geschickten Löwen. Vom S. van der Schmittens ist die Vorderseite 
abgesprungen. 

12. 1498 April 27. A. Seh. U. Dem Johan Storm als Momber und Kirch- 
oene der Kirche zu W. wird nach vielen Förmlichkeiten eine Erb- 
pacht an einem Stücke Landes an die Wir delbachsgr acht up ghenm 
Gülcherkuckum zugesprochen. — Or. Perg. 9 S. 

13. 1500 Jan. 21. A. Seh. U. Ausspruch der Moetsoenre 8 ) Dam von Haren, 
Gerard Elreborn, Wilhelm von Wilre, Wilhelm in gen Hove, Wil- 
helm Colin und Heinrich Dollart zwischen Herrn Wilhelm Lentzen, 
Pfarrer zu St. Peter in Aachen, bezw. dessen Momber Wilhelm 
Engelbrecht und den Kirchmeistern von W. betreffend vier Mud 
und zwei Summer Roggen an die gebrande moelen, nu genant die 
nuvce moelen. — Or. Perg. 10 S. (7 ab). 

14. 1504 xMai 20. A. Seh. U. Die Zurückziehung der Vollmacht für Wil- 
helm Engeibrecht als Momber des Pfarrers Lentzen ist ungültig, 
weil sie nicht von ebenso vielen Schöffen ausgestellt ist, wie die 
Vollmacht selbst. — Or. Perg. 8 S. (1 ab). 

15. 1532 Dez. 30. A. Seh. U. Reinard und Katharina Coster Eheleute 
übertragen Johan Alartz und Clas Kaien als Kirchmeistern zu 
behuf der Pfarrkirche zu W. 1 / 2 Morgen Landes, gelegen in gen 
leien\ das Land ist zehntpflichtig. Ohne Preisangabe. — Or. Perg. 
9 S. (1 ab). 



1) Kroschel = Stachelbeere. 

2) Oppen, Ortschaften bei Würseln. 

3) Schiedsfreunde. 



Kreis Aachen-Land. 343 

16. Weitere Erbpacht- und Zins-Übertragungen zu gunsten der Kirche 
zu W. d. d. 1537 November 10, 1540 März 24, 1546 Januar 16, 1546 
Dezember 1, 1576 März 3, 1621 Juni 12, 1624 Februar 24, 1624 April 27, 
1678 Januar 29, 1700 Juni 5, 1705 April 11, 1710 März 22, 1714 
März 17, 1714 April 14, 1714 Mai 5, 1725 März 3, 1726 April 6, 
1740 Oktober 7, 1741 September 16, 1749 August 16, 1756 März 20, 
1757 November 26, 1759 August 25, 1763 August 20, 1766 August 23, 
1777 Juni 14 und 1781 März 31. 

II. St. Salmanus-Kapelle. 

17. 1487 Sept. 6. A. Seh. U. Bruder Jakob Spoeroich van Büsbach, 
wonend in der clusen bi der kapeilen sent Salomon [!], übergibt 
Nellart auf der Wegscheide und Engel Meiop als Kirchmeistern 
zen buwe besagter Kapelle zwei Morgen Bend auf dem Driesche 
neist donden des paffen erve } % Land in den beiskeirsdall, stossend 
auf den Landgraben inde neist der wasservloedt, sowie 3 / 4 Land 
im Buschfeld lanx den lantgraven. — Or. Perg. 8 S. 

18. 1534 Febr. 25. A. Seh. U. Hein Kremer macht gegen die Kirchmeister 
der sentSalomons [!] -Kapelle Anspruch auf oben genanntes Land des 
Bruders Spaerreich^ wird jedoch abgewiesen. — Or. Perg. 9 S. (ab). 

19. 1667 Aug. 6. A. Seh. U. Theis Geusen hat */ 4 Land auf Pricksfeld 
als los und frei gekauft. Da sich herausstellte, dass das Land der 
Kirche zu Würselen 10 Kbp Roggen und J / 3 Kop Rübsamen, sowie 
22 Bauschen und 2 Heller, der Kapelle st. Salmanni 2 Gulden jähr- 
lich untengalt, stellten die Verkäufer im Einverständnis mit den 
Kirchmeistern Severin Pütz und Johann Laven Haus und Hof zu 
Würselen als Unterpfand für jene Zinsen. — Or. Perg. Die 3 S. 
nur stückweise vorhanden. 

III. Frühmesse zu Würselen. 

20. 1579 Aug. 22. A. Seh. U. Johann Schotten verkauft an Peter Guesen 
den professoir 1 ) und vurstender der froegmissen zuWürseln, einen 
jährlichen Zins von 5 Gulden ä 6 M. aix für 100 Gulden. Unter- 
pfand: Haus, Hof und Erbe am Neuhaus, einst Hans Guesens Erbe. 
Ist zehntpfiiehtig. — Or. Perg. 3 S. (ab). 

21. 1637 April 10. Die Eheleute Clas und Mettel Stolzenberg ver- 
kaufen der Frühmesse zu W. einen jährlichen Zins von 8 Gulden 
aix für 20 Thaler. Unterpfand: V 4 Land an der pafenterstrassen 
am Morsbacher thörngen 2 ). — Or. Perg. 3 S. 

22. 1692 Febr. 27. Rütger Brauman als von e. hochteeisen rath der 
freien reichsstadt Aachen über die churmüdige viertehalb höfe 
und vorstgüter :i ) angeordneter Verwalter bekundet, dass Johan 
Peltzer von Jakob Bücher 45 Aachener Thaler empfangen hat, 
wofür Johan zu nutzen der frühemessen zu W, jährlich 2^4 Thlr. 



1) Provisor. 

2) Der Wachtturm am Landgraben. 

3) Vgl. Aus Aachens Vorzeit. VI, S. 103 ff., sowie oben S. 341, nr. 7. 

22 



344 Kreis Aachen-Land. 

geben muss. Unterpfand: Haus und Hof, die Crott genannt, 
gelogen auf dem Driesch. — Or. Perg. Siegel vorhanden. 

23. 1697 März 23. A. Seh. U. Anna Welter hat vom Kirchmeister Hein- 
rich Goesen 60 Thlr. erhalten, wofür sie jährlich 2V 2 und ein orth 
Thlr. an Zins gibt. Unterpfand: ihr in der Weiden beneben Joh. 
Cohnen und Thomas Corner . . .*) itevi 8 / 4 land in Heppenrath, 
V2 M. neben den g asthaus erbschaß. — Or. Perg. 3 S. (1 ab). 

24. Weitere Rentenbriefe zu gunsten der Frühmesse zu W. d. d. 
1709 April 27, 1740 Februar 11 und 1790 Januar 2. 

IV. Bruderschaften. 

25. Renten- und Zinsbriefe zu gunsten der Bruderschaften: 

a) Jesus-Maria-Joseph d. d. 1762 Juni 5 und 1770 Mai 25; 

b) der St. Sebastianus-Bruderschaft d. d. 1786 Mai 6; 

c) der Balbina-Bruderschaft d. d. 1787 März 3, 1789 Juli 11, 1790 
April 17, 1793 Januar 12, 1794 Februar 15 und 1797 Oktober 7. 

V. Armenstiftungen zuWürselen. 

26. Renten- und Zinsbriefe zu gunsten der Provisoren der Armen zu 
W. d. d. 1655 Januar 9, 1663 Mai 12, 1690 April 3, 1698 Mai 6, 
1702 Juni 10, 1708 Dezember 15 und 1750 Januar 31. 

VI. Varia. 

a) Aachen. 

27. 1485. Papst Innocenz VIII. erneuert für Aachen das Privilegium 
de non evocando, nimmt die Stadt in seinen Schutz und bestätigt 
ihre Privilegien, besonders das Sendgericht und dessen Jurisdiktion.— 
Kopie des Aachener Stadtsekretärs Pelsser. Sekretariatssiegel. 
Vgl. Noppius, Chronik, III, nr. LX, S. 241. 

28. 1635 Nov. 10. A. Seh. U. Michael und Johan von Raedt geben 
für sich und ihren Bruder Adam den Eheleuten Johan Syb und 
Maria von Veldt die Berechtigung, aus ihrem Brunnen, der auf der. 
Pontstrasse dem Haus von Aachen gegenüber liegt, eine Pumpe 
auf seinem Erbe aufzuführen. Gegenleistung ein Rosenobel. — 
Or. Perg. 8S. (1 ab). 

29. 1643 Okt. 10. A. Seh. U. Die Eheleute Gerard und Jängen 2 ) Voss 
empfangen von der andächtigen Gertrud Bernarts, Mutter, und 
den Süsteren zu St. Elisabeth-Gasthaus am Radermarkt 8 ) lOORthlr 
ad 58 M. Zins 5%. Unterpfand;: 5 / 4 Land zu Morsbach im Broich 
und 4 ! /2 Viertel an die dhene. — Or. Perg. 3 S. Vgl. unten nr. 34. 

30. 1651 März 1. Bürgermeister, Schöffen und Rat bekunden, dass 
der alte Stadtrentmeister Johan Syb und Maria vom Veld den 
Eheleuten Marzilis Thiens, Rentmeister und Statthalter der Herren 
Staaten, und Elisabeth Bot einen jährlichen Zins von 60 Rthlrn. 



1) Das Weitere fehlt in der Urkunde 

2) Marianne. 

3) Jetzt Münsterkirchhof. 



Kreis Aachen-Land. 345 

ä 54 M. für 1200 Rthlr. verkauft haben. Unterpfand : die Melkerei, die 
Spill genannt, in der Aachener Heide gelegen und an Land und 
Graswuchs etliche vierzig Morgen haltend. — Or. Perg. Stadtsiegel 
ab. . Thiens bezeugt auf der Rückseite, dass diese 1200 Rthlr. in dem 
vor Richter und Schöffen am 28. Mai 1659 geschehenen Bekennt- 
nisse über 2200 Thaler Kapital mit inbegriffen seien, 15. Juli 1659. 

31. 1658 Dez. 20. A. Seh. U. Die Freifräulein Theodora Margaretha 
und Anna Lukrezia von Schütter hatten in der Erbteilung ein 
Kapital von 1600 Thlrn. erhalten, welches 1611 auf den Grossen und 
Kleinen Birnbaum auf dem Markte zu Aachen gelegt und 1653 auf 
2000 Thlr. gesetzt worden war (seeundum valorem tempore con- 
trarius sive creationis). Die Behausung brannte 1656 vollständig 
ab ; es blieben nur die Keller, etliche Steine und fundamenta übrig. 
Den Damen wurde der Platz zugesprochen. Beim öffentlichen 
Verkaufe erstand denselben der alte Rentmeister, Herr Peter Syb, 
für 2201 Thlr. Nachdem die Gerichtskosten und die Erbzinsen der 
Ungarischen Kapelle abgezogen waren, verblieben für die Frei- 
fräulein 1840 Thlr. 25 Mark, welche Syb als Hypothek auf das 
Haus legte, das er auf dem Platze baute. — Or. Perg. 3 S. (ab). 

32. 1667 Okt. 10. A. Seh. U. Peter Syb baute auf den Baustellen des 
Schwarzen Adlers, des Goldenen Schildes und des Rosenbaumes 
ein Haus, wozu er sich den Platz des Rosenbaumes, der neben 
dem Goldenen Schilde und dem Hause zum Heller lag, von Johann 
Schetter für 600 Thlr. kaufte, die ihm Gerard Thiens lieh. Er 
überträgt den Eheleuten Gerard Thiens und Gertrud Melis einen 
Zins von 30 Thlrn. auf Platz und Haus. — Or. Perg. 3 S. (2 ab, 
1 verletzt). 

33. 1677 Nov. 27. A. Seh. U. Witwe Syb (Seib) verzichtet auf ihre 
Leibzucht zu gunsten ihrer beiden Söhne Johann Heinrich und 
Christian. Letztere stellen ihre Güter dem Laurenz Colen, Rent- 
meister zu St. Gillis in Aachen 1 ), zum Unterpfande für 350 Spezies- 
thaler, welche derselbe für ihren in Mastricht verhafteten Schwager 
Johan Leonard von Driesch bezahlt hatte. — Or. Perg. 3 S. 

34. 1682 Jan. 17. A. Seh. U. Johan Savelsberg als Anwalt der Pro- 
visoren und sämtlicher Schwestern im Gasthaus erklärt, dass die 
Erben des Rentmeisters Sieb, nämlich Christian namens seiner 
Mutter, die 800 Gulden, welche derselbe laut Brief vom 10. Okt. 
1643 schuldig war, die von Gerard Voss herkamen, samt den 
Zinsen bezahlt habe. — Or. Perg*. 3 S. Angeheftet an die Urk. 
von 1643 oben nr. 29. 

55. 1688 Dez. 13. A. Seh. U. Testament des Christian Seib. — Or. 

Perg. 9 S. (7 ab). 
36. 1694 April 3. A. Seh. U. Laurenz Colen bezeugt, die 350 Thlr. 

nebst Zinsen [vgl. oben nr. 33] von den Brüdern Seib erhalten zu 

haben. — Or. Perg. 3 S. 



1) Deutsch-Ordens-Kommende in der Pontstrasse. 



346 Kreis Aachen-Land. 

Urkunden, welche sich auf einzelne Ortschaften der ehe- 
maligen Quartiere over Worm im Aachener Reiche beziehen, 
soweit sie nicht schon in den vorhergehenden Abteilungen 
enthalten sind: 

b) D ob ach. 

37. 1491 Mai 25. A. Seh. U. Hein Volkwyn überträgt auf Sebastian 
Fellen einen Erbzins von 6 Mark, den er 1487 von Göbel Marx 
auf dessen Haus, Hof und Erbe zu Dobach, neben Simon Koste 
und Agnes Vryns, Tochter vanHaele, Erbe gelegen, gekauft hatte. — 
Or. Perg. 3 S., gut erhalten. 

c) Dommerswinkel. 

38. 1445 Febr. 13. A. Seh. U. Wilhem Krayne verkauft dem Wilhem 
Clais von D. eine jährliche Erbpacht von einem Mud Roggen 
an einem Morgen Land, gelegen an den valderposte 1 ) neben Cruthis 
erb für 16 schwere Gulden. — Or. Perg. 3 S. 

39. 1484 April 17. A. Seh. ü. Die Eheleute Clas und Ötgen Kaien 
verkaufen dem Bastian Fellen auf ewige Wiederlöse einen jährlichen 
Erbzins von 6 Mark auf 1V 8 M. Land, der ganze M. gelegen bei D. 
auf der Gracht, der halbe im Driescherfeld, für 15 Gulden ä 6 Mark.— 
Or. Perg. 3 S. (ab). 

d) Driesch. 

40. 1528 letzt. Febr. A. Seh. U. Die Eheleute Clas und Jenne up gen 
Driesch verkaufen den Eheleuten Reineke und Mettelen Voss einen 
Erbzins von 5 l / 2 Mark, auf 3 / 4 kamps, gelegen in die kemmenarde 
neist Goerten erve an die kirch an die eine und Nellis Krummen 
erve an die andere syde, für 30 Gulden a 6 M. Der Kamp ist 
zehntpflichtig. — Or. Perg. 8 S. (7 ab). 

41. 1733 April 11. A. Seh. U. Die Ehel. Peter Noppenei und Balbina 
Locken verkaufen an Heinrich Biermans und Anna Thielen einen 
Morgen Weide im Reich auf dem Driesch für 300 Aachener Thaler 
ä 26 M., eine Pistole zum Verzichtspfennig und 18 Gulden Wein- 
kauf. Das Stück ist zehntfrei. 

e) Elchenrath. 

42. 1437 Okt. 29. A. Seh. U. Peter Gantze verkauft an Johan Hyme 
von Elchenroide 3 Summer Roggen Erbpacht, die er von Johan 
Cruytis dem jungen erkregen hat, auf Martin Coninx's Haus und 
Hof in E. auf der Strasse, intgein den putze nyest Greten Guide- 
niers erb, für ll 1 ^ Gulden. — Or. Perg. 8 S. 

- 43. 1574 April 30. A. Seh. U. Die Eheleute Peter und Agnes Rovern 
verkaufen an Clas und Maria Ross ein Viertel Landes hinter dem 
Hofe zu E., neben Ross und Voiss, für 24 Thlr. ä 16 M. — Or. Perg. 
8 S. (2 ab). 
44. 1638 Juni 20. A. Seh. U. Die Eheleute Reineke Jomis und Pietzgen 
[Beatrix] verkaufen auf ewige Wiederlöse an die Eheleute Gerard und 



1) Fallthorpfosten. 



Kreis Aachen-Land. 347 

Maria Hauselt 5 Thlr. Zins auf IV2 M. Land zu Schweilbach und 
3 / 4 Land hinter Elchenrath für 100 Thlr. ä 26 M. — Or. Perg. 
3 S. (1 ab). 

45. 1724 Nov. 18. A. Seh U. Wilhelm Thielen und Mergen Esser, Eheleute, 
bekennen, den Carmeliter-Patres in Aachen einen Zins von 5 Aachener 
Thlrn. für 100 Thlrn. verkauft zu haben. Unterpfand: Haus, Hof 
und Erbe .in Elchenrath mit J / 4 Kohlhof, 1 / 2 Viertel Graswachs und 
2V2 Viertel Land im Douvendal. — Or. Perg. 3 S. 

f) Haaren. 

46. 1411 Aug. 30. A. Seh. U. Johann Reisgin als Momber seiner Frau 
Bela verkauft dem Gerard Beissel von Heisterbach eine jährliche 
Erbrente von einem Summer Rübsamen, fällig auf St. Johanns Geburt, 
auf 5 / 4 Land, gelegen zu Haaren under die burch alreneist Jdhan 
Overbachs beint, welches Land nicht mehr vnden en gilt, dan Goide 
synen tziendt. Kaufpreis 15 Mark. — Or. Perg. 8 S. 

g) Morsbach. 

47. 1427 März 8. Johan van der Linden als Vormund Wilhelms van 
Rietersbeck, genannt van Schaisberch, verkauft den Eheleuten Henken 
und Ida Fleuren eine Erbpacht von einem Summer Roggen, 
welchen Reinart Boyssen von Moirsberg von einem halben Morgen 
Landes, gelegen hinter Moirsberge an dem hufte al over der pyp- 
gassen, zu geben pflegte. — Or. Perg. 

48. 1753 März 3. A. Seh. U. Frein Beucken und seine Frau Anna Capell- 
man zu Morsbach verkaufen den Eheleute Johann Meetsen und Anna 
Hoffelt V4 Land hinter Elchenrath am Linkersteg, a / 2 M. auf dem 
Hermanspatt, */ 2 M. an Lennenfurt bei St. Josthäuschen mit den 
Früchten für 53 Aachener Thaler per Viertel, eine französische 
Pistole zum Verzichtspfennig, 3 Mark Gottesheller und eine güldene, 
wichtige Dukat zum Lickop. — Or. Perg. 8 S. aufgedrückt. 

49. 1753 März 24. A. Seh. U. Johan Meetsen erklärt, dass Heinrich 
Biermans ihm die von Bücken gekauften drei Stücke Land gegen 
Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten abgeschiiddet habe. — 
Or. Perg. 8 S. aufgedrückt. 

h) Oppen. 

50. 1714 April 21. A. Seh. U. Mergen Schönen übergibt ihrem Halb- 
bruder 3 / 4 Land und Bend, wovon V4 au ^ der Mauer, 1 / 2 Viertel auf 
der Höhe, 1 / 2 Viertel im Hellenter Feld, 1 / 2 Viertel Bend in Dobach 
liegt, sowie ein halbes Haus mit 1 / 2 Viertel Hof in Oppen. Dafür 
muss die Mergen ihr Leben lang mit Kost und Trank, reydt- und 
kleidung unterhalten, auch standesgemäss begraben werden. — 
Or. Perg. 8 S. 

i) Seh erb erg. 

51. 1372 Sept. 1. A. Seh. ü. Rütger, Wilhelm Schröders Sohn, der 
Off ermann von Woerselden, verkauft an Johann v. Weismolen ein 
halb Mud Roggen ganz paichtz korns und 12 Pfenning Erbrenten, 
fällig auf St. Remigius und haftend an Haus und Hof mit l*/g M. 



848 Kreis Aachen-Land. 

Grund zu Scherberg an der Linde. Das Stück ist zehntpflichtig. 
Preis 44 M. — Or. Perg. 8 S. (7 ab). 

k) Weiden. 

52. 1389 Nov. 30. A. Seh. U. Peter Mankolf von Weiden verkauft dem 
Coynen von Forstbach einen Erbzins von einem Gulden, fällig 
auf St. Andreas, haftend an einer Hofstätte zu Weiden, zwischen 
dem Hause Hein Römers und Hermans von der Duven, mit 
dem Stück Scheune, welches darauf steht; ferner 2 1 / 2 Morgen Landes 
hinter Dommerswinkel by der kende hof van der Eich an dem 
Wohnhause des Peter zu Weiden, welches jährlich 7 Schillinge 
3 Pfenning undengilt; das Land gilt unden einen hellinck und ist 
kurmudelant Johans Schendehofs van Bure *). Raufpreis 14 Gulden. 

— Or. Perg. 10 S. (9 ab). 

63. 1447 Okt. 25. A. Seh. U. Der Schöffe Gerard Beissel der junge 
verkauft an Kerstion, Heyne Ganzen son y den smit zer Wyden, eine 
Erbpacht von drei Summern Koggen, als he van Kathrin wegen van 
den Meile erkregen hatte, fällig auf Alexius und haftend an zwei 
Stücken Landes, jedes S 1 /^ Viertel gross, eines gelegen an die preisten 
hage neben Gerbrecht zur Eiche, das andere op die hoe. Kauf- 
preis 10 Gulden. — Or. Perg. 8 S. 

54. 1447 Nov. 21. A. Sch.U. Wilhelm Moire von Weiden verkauft dem 
Jakob Greve in Aachen eine Erbpacht von einem Malter Roggen» 
los und frei an dessen Haus zu liefern, für 15 Gulden. Unter- 
pfand : Haus und Hof zu Weiden und 3 J / 4 Morgen Landes, gelegen 
in die valtposte. — Or. Perg. 10 S. 

1) Würselen. 

55. 1474 Mai 2. A. Seh. U. Verhandlung zwischen Thys zer Maw 
und Jutta Schoemans wegen eines Stückes Landes lanx Moirsberger 
wege. Das Land wird der Jutta zugesprochen, dem Thys die 
darauf haftenden vier Summer Roggen. — Or. Perg. 8 S. 

56. 1479 Juli 7. A. Seh. U. Verhandlung gegen Hein Weissenburger r 
den Zimmermann, der dem Gerard Wambach ein in Verding ge- 
nommenes Haus auf dem Kirchhofe nicht bauen wollte, weil es sich 
herausgestellt hatte, dass Gerard zu der Baustelle nicht berechtigt 
war. Wambach wird in contumaciam mit seiner Klage abgewiesen 2 ). 

— Or. Perg. 9 S. (4 ab). 

B. Sonstige Archivalien: 

57. 1479. Das älteste Weistum des Sendgerichts nebst einer Über- 
tragung in das Deutsche des 17. Jahrhunderts. Perg. 

58. ca. 1480. Das älteste Kirchenrentenbuch, enthält auf den noch 
vorhandenen 29 Pergamentblättern 160 Positionen. Dazu kommen 
noch 19 Posten verdunkelte Pachte. 



1) Besitzer des Hofes zu Verlautenheide. Sein Beiname Sehendehof 
ist bezeichnend. 

2) Vgl. zu den letzten beiden Urkunden : „Aus Aachens Vorzeit" VI, 
S. 62ff., wo diese und andere ausführlicher mitgeteilt sind. 



Kreis Aachen-Land. 349 

59. 1488—1501. Rest eines alten Kopiars des Gasthauses zu Weiden. 
Zwei Folioblätter, Pergament, 1. und 4. Seite ganz, und zwar die 
1. in zwei Spalten, die 2. Seite halb beschrieben, die 3. leer. Ent- 
hält Zuwendungen an das Gasthaus und Stiftungen an die Kirche 
zu Weiden von 1488—1501. 

60. 1499—1507. Die ältesten Reste der Würselen-Haarener Sendproto- 
kolle. 

61. 1610-1699. Protokollbuch des Sendgerichts. 

62. 1624. Extr actus der geseigelter Brief wegen der frohemissen zuWilr- 
selen, enthält Auszüge aus Urkunden von 1488 ab, sowie mancherlei 
Aufzeichnungen über Vikarie, Schule, Küsterei, Salmanuskapelle, 
Verpachtungen u. dgl. 

63. 1650, 1716. Dotationsurkunde der Seelsorgerstelle in Weiden durch 
den Aachener Rat. Kopie des Stadtsekretärs Becker mit dem 
Stadtsiegel. 

64. 1706—1782. Protokollbuch des Sendgerichts. 

65. Mehrere Taufbücher aus dem 16 M 17. und 18. Jahrhundert. 

Bürgermeisteramt: 

1. Aus der Pfarrei Wür seien: 

Getaufte 1713-1738, 1738-1761, 1762-1794, 1791-1805. 
Gefirmte 1708-1729. 

Getraute 1711-1754, 1754—1770, 1765—1805, Jahr 7-9 der Republ. 
Gestorbene 1736-1798, 1771—1805. 



850 



Nachträge und Berichtigungen. 



S. 42 ist bei Nr. 48 Folgendes zu ergänzen: 

Linzenich, Haus-. 

I. Betr. Birkmann: 

a) Nachrichten über die Familien Mylius, Birckmann, Quentel, Wedich, 
Calenius (S. 30 Vita des Michael Glaser); nach Personen angelegt 
in der Art einer kurzen Familienchronik scriptus ab Arnoldo My- 
lius, qui uxorem habuit Barbaram Birckmann. Fortgesetzt von 
S. 23 an durch Hermann Mylius, cuius uxor Sophia Wedig. — 
40 Seiten. 8°. Geheftet. 

b) Stammtafel der Familie Birckmann, von Godfrid Birckmann von 
Heinsberg bis II. Hälfte des 18. Jahrh. — 1 Blatt, defekt. 

c) 1522 Februar 26. Rentbrief über 113 Gulden, ruhend auf dem Hause 
Vettehenne zu Köln(?); genannt wird darin Amt Birckmann]}].— 
Or. Perg. 2 S., das des Schöffen Johann Slossgen erhalten. 

d) 1531 April 18. Stinchen von Moinchglatbach gibt und erlässt mit 
Willen ihres Mannes Kyrstgyn van Hyttorp ihre Halbscheid von 
22 oberl. Gulden jährlichen Erbzinses von 2 Häusern unter einem 
Dach, genannt Blanckerberg, zum Halsbeyn wärts und auch zu 
Pfaffenportze wärts an Arnold Birckmann, Boichverkeuffer, und 
seine Frau Agnes, wie es auch im Schreinsbuch Campanarum von 
St. Kolumba steht. — Or. Perg. 2 S. (ab). 

e) 1612 Dezember 11. Vor dem Kölner Rat verkaufen die Eheleute 
Johann Birkmann und Elisabeth Feistin den Eheleuten Christian 
Feist und Roth. Mass 1 I A der zu Oberwesel gelegenen Weingärten 
nebst Hecken, Wiesen, Büschen, Zinsen etc. — Or. Perg. 1 S. (ab.) 

II. Betr. von Wedigh: 

f) Memorienstiftung des Hermann von Wedigh und seiner Frau Adel- 
heid Therlan a Lennep apud crucigeros in 4 temporibus. Dazu 
Stammtafeln der Wedigh und zum Putz. o. D. 

g) Schreinseintragung: Clericorum nr. 78 den 8. Juli, nr. 59 den 7. Juni 
lata platea L. 47. 

III. Betr. von Snellen: 

h) 1570 Jan. 12. Ehevertrag zwischen Martin Snel(len) der Rechten 
Lic, Sohn von Joh. Snel zu Deventer und der Katharina Onver- 



Nachträge und Berichtigungen. 351 

dorben, Tochter des Archivars und fürstlichen Chronisten Thonis 
unverdorben und der Marg. Pastoris. — Or. Perg. 2 S, 

i) 1608 Oktober 28. Eheberedung zwischen Gottfried Schnellen und 
Sophia zum Pütz. 

k) 1662 (auf St. Ursula). Messstiftung mit Unterhaltung einer Kapelle 
in St. Maximinen oder in St. Laurenz in Köln durch Eheleute Hein- 
rich Schnellen und Anna Maria Cronenburg. 

IV. Stammbäume der Ende des 18. Jahrh. adeligen Patrizier und 
einflussreichen Familien in Köln. 

Auf Haus Linzenich befindet sich jetzt auch das Kölner 
Archivalien enthaltende Archiv der Burg Altenrath im Kreise 
Köln-Land (vgl. Tille, Übersicht I, S. 336). Die Inventarisation 
desselben war z. Z. des Besuches noch nicht möglich, da der 
Besitzer dasselbe vorher selbst einer Durcharbeitung unter- 
ziehen wollte. 

S. 228, nach nr. 10: 

Düren, St. Anna: 

10«-. Auf einem c. 10 cm hohen und c. 18 cm breiten Holzstück, welches 
beim Abbruch der Orgel (jetzt wiederhergestellt) c. 1893 in derselben 
g % efuuden wurde, befindet sich auf aufgeklebtem Papier folgende 
gleichzeitige Notiz (in antiquierender Buchschrift): 

1555. Anno virginei partus mülesimo quingentesimo quinquagesimo 
quinto Joannes Bosarius, huius oppidi consul solus aedilis ac ar- 
chitector, omnes sumptus ac materias sine ullius civium incommodo 
procurando hoc Organum musicum auspicatus est atque idem trien- 
nali fere tempore in Dei opt. max. laudem ac gloriam äbsolvit teste 
sui ipsius subiecto chirographo 

(in Kurrentschrift:) Joannes Bosarius sspt. 

14». Zwei Pläne zur Erbauung einer Kapelle in hon. S. Trinitatis vor 
der Stadt, 1653. 

S. 229, ad nr. 15: 

Die dort erwähnte Urkunde Julius' II. ist auch im Original in St. Anna 
vorhanden, war jedoch zur Zeit der Aufnahme an das Dürener Stadt- 
archiv verliehen. 

S. 229, nach nr. 1 : 
— Kloster St. Gertrud in der Pletzergasse: 

1 a. Catalogus oder begriff derer, so etwan zu erbawung oder zieraht 
dieses Clusters S. Giertruden und derselben kirchen behilflich ge- 
wesen seindt, so aufgericht anno 1616 bey regirender Mutter Eva 
von Gurtzenich. Mit Notiz über den Brand von 1630. — Schmal- 
Folio. Pap. Pergamenteinband. 



862 Nachtrüge und Berichtigungen. 

S. 250, ad 10 Zeile 11) von oben: 

Statt „einer Vikarie" lies: „Der Pfarrstelle*. Vgl. S. 326 nr. 14. 

S. 251, nach nr. 26: 
Lendersdorf. Kath. Pfarramt: 
2o a . Sammelband, enthaltend: 

a) Ornamenta et reditus ecclesiae, quae est in Moubach, 1604 Jan. 2. 

b) Einkünfte der Kirche zu Maubach. 

c) Bericht aus der Fundati ons-Rolle der Kirche zu Maubach, den Zehen- 
dun uf dem Schaen heischend (Heinrich von Bulich vor 1440). 

d) Das Kreuzbrüderkloster zu Hombusch bei Wassenberg und Erke- 
lenz bestätigen die Stiftung eines Jahrgedächtnisses durch Carselis 
Palant zu Breidenbend und seine Frau Agnes von Hoemen, des- 
gleichen dem Werner Palant eine Schenkung etc., 1517 Montag nach 
Antonii Tag. 

e) 1534. Urkunden-Abschriften der von Palant aus dem Register des 
Amtes Gladbach. 

f) Was die Nachbarn zu Maubach aus der herren heiden für land 
umgemacht haben. 

26*>. Kopien- Buch der Herren Paland zu Gladbach, c. 1600; aus dem- 
selben sind besonders zu erwähnen: 

a) 1581 April 3. Weistum der Hoheit und Herrlichkeit zu Gladbach. 
Abgedr. Müller, Beitr. II und Ann. d. hist. Ver. f. d. Niederrh. 19, 266. 

b) Belangen des Müllers Vroegen. 

c) Gleydtgang dero Herrligkeit Maubach, 20. Juni 1592, 19. Febr. 1599. — 
Fol. Pap. Schweinsldrbd. 

S. 252, 17. Zeile von oben: 

Statt „Sodalitas" lies: „Sodalitatis*. 

S. 263, nr. 4 c. 

Statt „Wollersheim* lies: „Ollesheim.* 

S. 279, nr. 119: 

Veröffentlicht in: P. Kraemer, Bilder aus der Ortsgeschichte Als- 
dorfs (1904), S. 86. 

S. 282, 7. Zeile von unten: 
Statt „1489" lies: „989". 

S. 283, ad nr. 1 : 

Vgl. Ztschr. d. Aachener Gesch.-Ver. Bd. 25, S. 358. 

S. 335 vor Schönforst: 

Schönau, Haus — bei Richterich: 

Archivalien nicht vorhanden. Vgl.: Aus Aachens Vorzeit, 
IX, S. 1 und 97, X, S. 1 un d 17. 



Register. 



Vorbemerkung. Orte, Personen und Sachen sind in eine einzige 
alphabetische Reihe gebracht, meist in moderner Sprachform ; nur ausnahmsweise 
und zwar nur in Fällen, wo die neuhochdeutsche Umschreibung Missverständ- 
nisse zu erwecken drohte, oder wo — so namentlich bei Ortsbezeichnungen — 
die moderne Schreibung nicht ohne weiteres festzustellen war, ist die im Texte 
gewählte ältere Sprachform angeführt. Die mit C und K beginnenden Worte 
sind unter C, die mit F und V beginnenden unter F vereinigt; die Namen der 
Römisch-deutschen Kaiser sind unter „Kaiser" und diejenigen der sonstigen hohen 
weltlichen oder geistigen Persönlichkeiten unter dem Stichwort des Landes oder 
der Stadt zusammengestellt, von welchen sie ihren Titel führten. Die erste Zahl 
weist auf die Seite hin: bei den im Texte als Stichworte gewählten Ortsbezeich- 
nungen ist sie allein zu finden. Das Vorkommen in der dem einzelnen Archive 
vorausgeschickten Vorbemerkung zeigt ein V. hinter der Seitenzahl an, so dass 
bei „Elmpt" 25, V. bedeutet: dieser Ortsname kommt in der Vorbemerkung zum 
Archiv auf Haus Kirchberg auf Seite 25 vor. Die kleinere Zahl hinter der 
Seitenzahl weist auf die Nummer der Archivalien hin, unter welcher das regi- 
strierte Wort zu finden ist. Wo dieselbe Nummer auf einer Seite mehrmals 
vorkommt, ist darauf nicht besonders Bücksicht genommen, da ja für den Leser 
ein Blick genügt, um sich darüber zu unterrichten, welches von zwei oder 
höchstens drei Archiven gemeint ist. Es bedeutet demnach z. B. bei „Bergstein" 
237, i: dieser Ortsname kommt vor auf Seite 237, Archiv des katholischen 
Pfarramtes zu Gey Nr. 1. 



Aachenl8, l h ; 29, 6, 9; 
32, 27; 163, ö; 214, 4; 
337,i; 343, 22; 344,27 

—36. 

— , St. Adalbert 316, 3; 

321, 33. 
— , Auf dem Graben 298, 

6, 7. 

— , Auf der Rosten 322,46. 

— , Bischof Jean Denis 
Francois 171,4; 233, 10. 

— , Bogenschützen 23, 5. 

— , Brand in — (1656) 
310, 1 c. 

— , Brunnen in der Pont- 
strasse 344, 28. 

— , Diözese 199, 22, 23. 

— , St. Elisabeths-Gast- 
haus 344, 29; 345, 34. 



Aachen, St. Foillan 323, 51. 
— , Französ. Regierung 

223, 39. 
— , St. Gillis-Kommende 

345, 33. 
— , Häuser in — 270, 32; 

345, 31, 32. 
— , Heilig-Geist-Spital 

341, 7. 
— , Heiligtumsfahrt 300, 49. 
— , Kapitel 326, 14; 329,29. 
— , Karmeliter 347, 45. 
— , Königspforte 298, 6, 7. 
— , Liebfrauenkirche 298,7. 
— , Marienkirche 103, 1 ; 

208,31; 319. 26. 
— , Marienstift 107 V. 
— , Münster 325, 1, 2. 
— , St. Peter 342, 13. 



Aachen, Ponttor 298, 6, l r 

— , Privilegien 21, 3. 

—, Pröpste: Otto (1165), 
325, 1. Heinr. v. Vlatten- 
(1571) 325, 7; 326, 13. 

— , Radermarkt 344, 29. 

— , Regierungsbezirk 3, ff. 

— — , Topographie 169, 9. 

— , Schiessspiel 23, 4. 

— , Sendgericht 329, 33; 

344, 27. 

— , Stadtbaumeister Mich. 

Mostart 327, 18. 
— , Ungarische Kapelle 

345, 31. 

— , Weisse-Frauen-Klöster 

298, 7. 
Aachener Heide 345, 30. 



854 



Register. 



Aachener Reich 309, 11; 

330,41,43; 346—349. 
— , Landgraben 343,17,21. 
— , Quartier over Worm 

346. 
Abendmahl- Austeilung 

unter beiderlei Gestalt 

180, l d. 
Abergläubische Gebräuche 

(vgl. Gebräuche) 249, 2». 
Adelsheym, Hans v. — 

160, l. 
Adelsprobe 272, 47. 
Ältere Drucke, s. Drucke. 
Aer, Herren v. — (vgl. 

Ahr) 86,3,4; 87,7; 88, 

18; 267, 12, 14. 
Aeswilre 222, 21. 
Afden 105, 19; 291; 311,4. 
Agende, Trierische 100, l. 
Ahr, Herren v. — (vgl. 

Aer) 138, 32 ; 141 d; 219, 6. 
Ähren zu Golzheim 244 V. 
Ahrgau, Dekanat 199, l ; 

202, 35. 
Ahrweiler 275, 57. 
Alanzon, Herzog v. — 21,5. 
Aldenbruggen, Joh. v. — 

173, 2. 
Aldenhoven 1; 7, l; 16, 2 c; 

26, 12; 27, l, 2; 28, 4; 

30, 17; 33, 9; 48 V.; 148, 

n ; 151, i; 222,25; 280, 

132, 133; 298, 10 ; 300, so; 

301, 51. 
— , Gnadenbild 1, l. 
— , Mannkammer 167, 9. 
Aldenrode, Reinbold v. — 

271, 41. 
Aldericus-Legende 237, l. 
Alken 67, l ^», 83,5. 
Allenz 54; 73, 60. 
Allner, Haus 247, 21 ; 277, 

77, 78. 
Almosenwesen 58, 17. 
Alsdorf 201, 15; 272, 46; 

277, 73; 279, 119—129; 

280,i4i; 291-294; 294, 

2;301,52— 54;311,2;352. 
— , Burgkapelle 293, 11, 14, 
— , Busch 156, 1. 
— , Weistum 279, 119, 120; 

352. 
— , Wilhelm zu - 322, 44. 
Alsenz, Heinr. v. — 70, 5. 
Altarmeister 98, i f ; 99, 1 *. 
Altdorf 2, 1; 15, 1, 2; 16, 

15, 17, l; 301, 55—57,66. 



Altenberg, Abtei 50, 2 ; 136, 

15; 267, 11, 313. 
Altenburg bei Breberen 

280, 134. 
Altenkamp, Abtei 192, 6. 
Altenrath, Burg 351. 
Ambachten, s. Zunftwesen. 
Ameln 2; 50, 2. 
Amelung als Name (1308) 

69, 1. 
Amtmannsbestallung3l,24. 
Andernach 54—60; 66, 7; 

69, 2; 79, e; 87, 5; 88, 

16; 97, 10 b, 11, 12; 272,45. 
— , Baugeding 55, 5. 
— , Bleitafel 59, 25. 
— , Dominikanerkloster 

St. Martin bei A. 58, ltf. 
— , Mühlenrecht des EB. 

von Köln 55, 5. 
— , luetischerer 57, 9. 
— , Weistümer 54 V.; 55, 

5; 56, 7. 
St. Anna-Legende und 

-Reliquien 229, 15, 17, 

18, 20. 

Annus gratiae 205, 10. 
Anschau 85, 3 ff. 
Anstel, Hof 270, 31. 
Ansteln, Herren v. d. — 

6,6; 321,35. 
Antiphonare 99, 1; 115, 1; 

228, 11. 
Antoniter in Köln 236, 4. 
Antweiler, Gut 86 V., 3; 

87, 7, 8; 88, 18. 
Antwerpen 34, 3. 
— , Lombarden-Veste 229, 

17. 
— , St. Jakob 229, 17. 
Aphoven 134, 10 a . 
Arcen b. Venlo 25 V. ; 26, 

7, 8, 10, 11; 27, 15. 
— , Otto v. — 25, 2, 4; 

26, 7. 
Archipresbiterorum con- 

gregatio, s. Roermond. 
Arenbergsche Besitz. 314. 
Arft, Haus 122, 7. 
Armenwesen 2, 2; 10, 10; 

15,4; 20, iy; 23,8; 24, 

1; 37, 36; 43, 3,4; 44,6; 

50, 3,4; 51, 7; 51, 2; 52, 

1; 58, 17; 78, 1; 84, 12; 

92,2; 102, g; 105,23,24; 

111,6,8, il; 112,4; 113, 

2; 115,7; 116,5,6; 119, 

7; 120,8; 123, 5, 1, 2; 



124,2; 146, 57; 152, 4, 7; 
153, 13,5; 157,4; 161, 
18, 1, ie ; 162, 3; 166, 

ld; 168, 7C; 171,7,9; 

174. 2; 181, 8; 187, 3; 

191, 1,2b; 193,2; 194, 

2, 3»; 197, 9, 3; 198,6; 

212, 25 a, 5; 231, 30, 31; 

233, 1 h ; 239, 5, 7, 10; 

251,25; 300, 37; 301,66; 

306, 3,6; 309, 10; 310, 

15, 21; 312, 5; 339,12; 

344, 26. 
Arnoldi officium et vita 

284, 15. 
Arnoldswald, s. Bürgen- 
wald. 
Arnoldsweiler 27, u»; 215; 

262, 2; 273, 49. 
Arnolduslegende 215, 2. 
Arnulpli, Vita et iniracula 

st. — 89, 1. 
Arras, Diözese 320, 30. 
Arsbeck 168. 
Aspar [Aspen]-Gut, siehe 

Genaspen. 
Atsch 294. 
Atscher Wald (die Etzsch) 

309, 4 ; 322, 42. 
Aubigny, Graf d' —324,68. 
Aue, s. Burgau. 
Augsburg 35, 14; 41, 39. 
Augustiner in: 
— , Aachen 74, 2. 
— , Lonnig 74, 1. 
— , Mayen (Konv. Lonnig) 

76, 14,15,16,17; 77,19,21. 

Augustiner- Ordensregel 

203, 52. 
Aurich 180, 1 h. 
Aussätzige 71, 18. 
Aussem, Familie von — 

240, 2; 296, 3—8. 
Ayre, Joh. v. — 219, 6. 

Baal 101 ; 105, 19. 

Babel, Reinard — 316, 4. 

— , Winand — von Forst- 
bach 317, 7. 

Bachern 26, 14. 

Bachern, Familie v. — 
267, 12. 

Back ereige werbe 135, 13. 

Bährenzehnte 111, i e . 

Baesweiler 124; 148, 11; 
150, 13; 340, 1. 

— , Erbbusch 125, 18. 

Baillen b. Limburg 104, 6. 



Register. 



35fr 



Bamberg 42, 49. 

Banck, Dorf 245, 2, 3, 6; 

334, 12, 13. 
Banritzer v. Müllenark 

28,3. 
Bardenberg 294 ; 335, l— 3. 
Barmen (Kr. Jülich) 2; 

18, l f. 
Barrieren-Verpachtung 

300, 40. 
Bassenheim, s. Walpott. 
Bastweiler 222, 21. 
hatten 135 m. 
battung 128, ih; 130 s; 

131,7*; 142,49°; 145,56. 

Bauchem 202, 22. 
Bauernunrahen 81, lü. 
Baumeisterei = Kirchen- 

rendantur 30, 17; 299, 19, 

20 ; 341, 6. 
Baurmeister 138, 36. 
Bausseler 46, 2. 
— , Herren v. — 46, 2 a ; 

318, 19. 
Bauweiler 216; 240, 13; 

318, 18. 
Bayern, Herzöge in — 

292, 4. 
Beeck 102; 120 V.; 270,35; 

289-290; 289,5; 290, 

6, 9—17, 19. 
— , Herren v. — 145, 54 b; 

289 V.; 290,6,9, 15, 17. 
Beeser Hof, 209, 4. 
Befestigung eines Dorfes 

111,4. 

Beggendorf 124, 5, 3; 125; 

150, 13. 
Beginen in Koblenz 75, 10. 
Begräbnisordnung 95, <;. 
Behr v. Lahr 44, 6, 9. 
Beissel, Herron v. — 271, 

40 ; 348, 53. 

— v. Gymnichl90,5;219, 
«; 247,2i; 266 V.; 275, 
59; 276, 65, 72; 277, 73. 

— zu Schmidtheim 266 V.; 
276, 65. 

Beldenhusen, Familie v. — 
267, n. 

Bell 60,1,2,3,5; 60:71,17. 

— , Herren v. — (vgl. j 
Fischenich und Roilman) | 
69, a : 80, 4. j 

Benedikiiner 314, l. 

— zu Frechen 96, 1, 4. 
— in Köln, s.Köln, Gr. St. 

Martin. 



Benediktiner in Maria- 
Laach 68. 

— in Mettlach 69, l. 

— in Trier 69, l. 
Benediktiner-Kalendar 

323, 54. 

Benediktinerklöster, Wie- 
dervereinigung d. — 69,1 

Benediktiner-Regel etc. 
323, 54. 

Benninghausen, Freiherr 
v. — 150, 5. 

Bensberg 267, n; 322,49. 

Bentzenradt, Dietr. v. — 
87,6. 

Berchenrade, Herren v. — 
6,2. 

Berck 122, i b f d ; 123,2«, 

S, 3, 4. 

Berensberg 295; 329, 30; 

334, 12, 13. 
Beretzheim 71, 19. 
Berg, Graf Heinrich v. — 

(1230) (vgl. Jülich-Kleve 

-Berg) 204, 2. 
— , Herz. Adolf (1408— 

1437) 153, l. 

— vor Nideggen 216; 272, 
42; 283, 3; 288, 3. 

— (= Laurensberg) 325,4, 
7; 326,13; 327, i8; 328, 

21, 22; 329, 28, 29, 33, 34; 

330, 44. 

Berg-Blens, Herren v. — 
270, 32 ; 272, 42. 

Bergbuir 281, 3. 

Berge iuxta Brede 204, 4. 

— , Herren von — (vgl. 
Trips) 13, 14; 48, i; 134, 
10 e; 143, 52 d, 152, l, 
162 V., 2; 163,6,12; 173, 
3; 200, 5; 221, 15; 268, 15. 

Bergerhausen, Bongardt 
zu — s. Bongard. 

Bergerheyd, 279,115; 334, 

12. 

Bergerhochkirchen 295. 

Berggericht zu Eschweiler 
338, 10. 

Bergheim, Christianität 
113, 6. 

Bergische Lande, Kriegs- 
volk in — 130 n. 

— , Verwaltungsorganisa- 
tion 35, 14. 

Bergische Landtagsakten 
(vgl. Jülicher L.) 247, 33. 

Bergrath b.Eschweiler295. 



Bergstein 50, 7 ; 217; 237 r 

l ; 238, 6. 
Beringen, Fam.v. — 293,12. 
Berlo, Herren v. — 290, n. 
Bernkastei 247, 34. 
Bernsau, Herren v. — 154, 

6, 9; 252, l, 2; 274, 52. 
Bernsberg 245, 2, 6. 
Berverath 114, 7 c. 
beschutt 139, 47 b. 
Bessenich 240, l. 
Betgenhausen 52, l. 
— , Herren v. — 46, 2 a : 

297, 4. 
Betteln, Verbot gegen das 

— 72, 26 c. 
Bettenhoven 3 ; 24 V. ; 43, 

i; 48, l. 
Bettler 138, 38. 
Beulardstein, Gross- 307. 
Beusdal, s. Eys. 
Bibliotheken 89, 20. 
Bier-Accisse 8, 3. 
Bierschan k 127, l f. 
Biesen, Deutsch-Ordens- 

Ballei 96, 7; 302, 72. 
Biland, Herren v.d. — 119,2. 
Bingen 150, 5. 
Binsfeld 217; 224, 53; 236 V., 

1,5; 264 V. 
— , Nievelsteiner Hof zu — 

247, 30. 
— , Herren v. — 29, 10 ; 

39, 15; 214,4; 220, n; 

258,14; 272,42; 320,28. 
Binsfelderburg 218. 
Birboem (Peerboom), 

Herren v. d. — 162, 3^ 

163, 7. 
Birckmann, Familie 10, l; 

135, 12; 350 a-e. 
Birgden 126; 149,5; 177, 

26*, 201, 10. 

Birgel218; 250, 10; 281, 3. 
— , Herren v. — 5, l a , 

ib ; 6,3; 19, im ; 221,17; 

255, i; 266,7; 268, 15; 

297 3. 
Birgelen 169— 171; 172 V., 

1; 208, 33; 21 1,14; 212, 20. 

— Hersbusch, Holzgerech- 
tigkeit 171, io. 

— Mühlenbach 173, 4. 
Birkesdorf 218. 
Birtingen 244, 1. 
Bittgänge 71, 25. 
Blanckart, Herren v. — * 

266 V.; 275,57; 277,73, 



356 



Register. 



74; 291, i; 292; 294, 16, 

17, 19— 22. 

Blauken berg 292, 4. 

— , Herren v. — 176,6,8; 

177, 21, 22. 
Bl Ankenheim, Herren zu 

— 15, 5. 
Blatzheim 215,5; 269, 24. 
— , Kloster 26, 9. 
Bleihütteb.Kornelimünster 

320, 31. 
Blens, s. Berg-Blens. 
Blevden 71, 17. 
BHjt 137, 23. 
Blittersdorf, Anton v. — 

262, l. 
Blumenthal 126; 137, 27; 

139, 4«. 
— , Herren v. — 126, l; 

129e ; 130 o; 137, 27; 

202, 20. 
Blydenstein, Tilmann v. — 

258, u. 
Bocholtz, Petr. v. — 20, 2. 
Bock, Herren v. — (vgl. 

Golzheim), 120, 2; 163, 

5; 272, 46. 
— v. Lichtenberg 271, 41 ; 

298, 12. 
Bocket, 171 ; 175, 2. 
Bodberg, Herren von — 

129 e ; 132, 8»; 1341; 

209, 4. 
Bodendorf 190, l, 2. 
Boeldenrode 220, n. 
Boenen, Konr. v. — zum 

Berg 321, 41. 
Bohl 279, 115. 
Bohnenzehnte 111, 1*. 
Boich (Kr. Düren) 218; 

246, io. 
— , Holzertag 260, 40. 
Boisdorf 222, 29; 244 V.; 

250, io ; 273, si. 
Bolheiin (vgl. Hompesch) 

96, 5; 121, i; 271,36. 
Bolzendal, Herren v. — 

56, 2. 
Bongard, Herren v. — 32, 

26; 119,2; 137,23; 152, 

2»; 190,6; 201,7; 221, 

l»; 223,30; 245,2; 266V.; 

313, i; 325,8; 327, 17. 
Bonn 66, 7; 68 V.; 97, io*>, 

12; 186, 4, ö; 187, l. 
— , St. Cassius 186, 6. 
— , St. Cassius et Florentius 

150, n. 



Bonn, Kurkölnische Uni- 
versität 3, 2. 
Bonsdorf-Pier, 252,2; 265, 
lc, 5. 
| Boos 60. 

; Boos-Waldeck, Freiherren 
| — 65, i« t 17; 93, l. 
! Borchonen, Familie van 
I den — 318, 15. 
' Born 293, 9. 
Bornheim 2, 2 
Boppard 62, l, 2 } 4, 77, 22; 

150,5. 
— , Eltzer Hof 62, 4. 
Borden, Reinard v. d. — 

71, 15. 
Born 138 35 ; 204, 53 ; 213, 2. 
Borne, Herren v. — 169, 1. 
Borschemich 103; 113, 2; 

1 15, 2. 
Boslar (vgl. Dürboalar) 3; 
5, i«, 2; 33, 9; 34, 5; 
35, 12; 36, 16,25; 44, 1; 
45, 4, 6; 46, 2; 109 V., 
ia ; HO, 4; 117,i»; 118, 
12; 121, 1—4; 154, 11; 

271, 36. 
— , Grenzweistum 35, 13. 
— , Familie v. — 183, 2. 
Boulich, Herren von — 

244 V.; 247,28,35; 273, 

51 ; 352 c. 
Bourheim, 4; 24, 1, 1. 
Bourscheidt, Herren v. — 

60,2; 154, e; 220, 11; 

247,2i; 265-280; 298, 

11; 305, 19; 313. 
Boustorp 12, 18. 
Bovenberg 218. 
Brabant, 10, 12; 170, 5; 

220,io; 318, 15. 
— , Herzöge v. — 34, 3; 

41, 39. 
Brabant- Limburg,Herzöge 

311, 2. 
Brachel, Herren v. — 52 V. 
Brachelen, 126-146; 155 V., 

182, 2 b, V.; 289, 3. 
— , Herren v. — 21, 2; 

205,8; 206, 11; 244 V.; 

289 V. 
— , Historische Statistik 

145, 56. 
— , Kappbusch 126,3: 127 

— 135;l30q,r;140,48b; 

145, 54 c. 
— , Kornmühle b..— 132, S; 
136, 21. 



Brachelen, Rathaus-Aus- 
besserung 140, P. 

— , Siechenhauspiatzl40, °. 

— , Uhrwerk 138, 41. 

— , Weidtmühle 132,1. 
< Brand bei Aachen 295. 
- Brandenborg, Kloster im 
1 Limburger Lande 321,35. 
, Brandenburg 281, 154 d. 
1 — , Markgraf Ernst (1611) 
259, 22. 

— , Kurfürstin Anna (1611) 
259, 22, 

— , Kurf. Georg Wilhelm 
(1616) 137, 26. 

— , Kurf. Friedr. Wilhelm 
(17. Jahrb.) 23, 2. 

— , Staatsverträge 163, 11. 

Brandregister 26, 13. 

Brandtscheidt v. — 269, 
22. 
! Branntwein- Accise, 8, 3. 

Brassart, Familie v. — 
174, 9. 

Brauereigewerbe 135, 13. 

Brauhaus 136, 16. 

Braunschweig, Herzog 
Rudolf August (1667) 
202, 29. 

Braunsrat h 171. 

Brauweiler, Abtei 201, u; 
202, 31 ; 265, 1 s. 

— , Schöffen 202, 23. 

Breberen 149, f; 172; 
195, 1—4; 196 V.; 200, 
4; 201,8; 202, 24; 203, 

47; 280, 134, 135. 

Bredbur 103, 4. 
Bredenich 316, 2. 
Bree, Haus — , 27, 15. 
— , Joh. v. — , 245, 7. 
Breidenrode 170, s. 
Breidloe, Familie v. — , 

221, 16. 
Breill 146. 

— , Herren v. — , 102, 5. 
Breinig 295; 321, 88. 
Breisig 59, 1; 88, 16. 
Breitbach, Herren von — , 

66, 7; 72, 26 b. 
Breitenbend 14, 1; 29, 7; 

30, 20; 33, 4; 35, 6, 15; 

36,16; 37, 37,40; 46, 2*; 

104, 6; 144 m; 154, 11; 

155, 17. 
Breitscheit b. Adenau 87, 9. 
Brempt 119, 2, 8. 
— , byvanck van — , 119,8. 



Register. 



357 



Breinpt, Herren v. — , 31, 

21; 106, 15 221, 15. 
Brent s. Vernich. 
Bretzenheim, Graf v. — 

37, 40. 
Brewer, Farn. v. — , 60, 4. 
Broch 151, 1. 
Broel, Herren v. d. — 

272, 45?; 273, 51. 
Brohl, Familie v. — 60. 1 ; 

99, 1. 
Broich (Kr. Aachen-Land) 

295; 301, 58; 331; 340,1. 

— (Kreis Jülich) 4; 13, 1; 
33, 9. 

— (Bruch), Herren v. — 
6, 1,2, 6; 182V.; 297, s; 
319, 20. 

Broichhusen, Familie v. — 

219, 4. 
Broich-Sittard 213, 3. 
Brokendorp, Godefridus 

de — 316, 1. 
Brostart-Busch 262, 4. 
Brotbacken 127, 1 f . 
Bruch, Herren v. — , s. 

Broich. 
Bruderschaften : 
— , Agatha — 43, 3, 5. 
— , Agoniae Christi 114, 8. 
— , Aldegundis — 27, 5; 

168, 4. 
— , Anna — 3, 1; 27, 6; 

37, 34; 90, 2; 95, 8. 
— , Antonius — 11, 6; 

12, 6, 7, 10, 11; 13, 14; 

23; 37, 33; 43, 3, 5; 

161, 1,1«; 162,3; 165. 

1; 250, 13 a. 
— , Armen - Bruderschaft 

158, 12. 
— , Arnoldus — 215, 6; 

216, 1. 
— , Arnulphus — 89, 

1, 6. 
— , Balbina — 344, 25. 
— , Barbara — 110, 8. 
— , Beatae Mariae virginis 

114, 8; 252, 4, 5. 
— , B. M. V. de monte 

Carmelo 300, 32. 
— , Castorfs — 79, ic. 
— , Chordae — 184, 8. 
— , Confoederatio coronata 

altaris sacramenti zwi- 
schen Erft und Ruhr, 

284, 9. 
— , Dionysius — 66, 4. 



Bruderschaften : 

— , Doctrinae christianae 

50, 6; 307, 2. 
— , Fronleichnams — 58,20. 
— , Geistlichen — 81, 7; 

184, 13. 
— , Georg — 37,32; 210, 

5, 9, 10. 

— , Herz Jesu — 312, 6, 7. 

— , Hubertus — - 250, 15, 16. 

— , Jesus-Maria- Joseph — 
4, 5; 6, 11; 47, 5; 151, 
15, 172, 1; 189, 5; 217, 
2, 4; 239, 8; 243, 15; 
307, 3; 331, 12; 344,25. 

— , Immerwährende An- 
betung — 214. 6 ; 333, 1. 

— , Johann-Bapt. — 214,6. 

— , Johann - Evangel. — 
63, 2. 

— , Josephinische — 60, 2. 

— , Katharinen — 37, 34; 
43, 3 b; 49, 3; 194, sd. 

— , Kornelius — 315, 4. 

— , Kreuz — 225, 2, 3. 

— , Lubentius — 64, 11; 
66, 1-3. 

— , Marianische — 149, 6; 
315, 8. 

— , Marianische Liebes- 
versammlung — 250, 
16; 284, 11. 

— , Marien — 239, 1; 

240, 5, 11; 313, 1; 
314, 4. 

— , Martinus — 37, 32. 
— , Mathias — 19, 1 1 ; 

95, 7; 227, 3; 261, 55,66. 
— , Michael — 250, 17; 

324, 67; 331, 4. 
— Mutter-Gottes — , 66, 

1, 2, 3; 102, 6. 
— , Namen Jesu — 121, 1; 

147, 8. 
— , Nikolaus — 22, 10; 

37, 34. 
— , Paulus — 37, 34. 
— , Priester — 81, 7 ; 184, 13. 
— , Remigius — 16, 7; 

90, 9; 99, 1. 
— , Rochus — 250, 13»; 

261, 55, 56; 286, 6. 
— , Rosenkranz — 105, 1: 

108, 15; 111, 9; 161,u; 

169, 7 f.; 213,5; 216,4; 

241, 4; 294, 23. 

— , sacrorum quinque vul- 
nerum salvatoris, 148.12. 



Bruderschaften : 

— , Sakraments — 79, 1 1 ; 

85, se; 95, 9; 194, 9; 

199, 14; 217, 1. 
— , Sanctissimi nominis — 

121,i; 147, 8. 
— , Scapulier — 227, 4; 

236, e; 239, 8. 
— , Schmerzhaften Mutter 

— 2, 5. 

— , Schuhmacher — St. 
Crispini — 20, 1 *. 

— , Sebastianus — 3, 1 
13, 14; 23; 37; 37, 33 
43, 3, 5; 51, 2; 78; 81 
9; 85, 4; 89, 1, 5: 92 
5; 93, 5; 95, 1; 100, 6 
105.18; 114, s; 158, ib 
237,' 4; 248, 2; 249, 1 
250, 18», 14; 261, 55, 56 
300, 3; 344, 25. 

— , Sieben Schmerzen 
Mariae — 217, 3, 7. 

— , Simonis et Iudae — 
95, 8. 

— , Todesangst — 114, 8; 
199, 8; 229, 20. 

— , Totenbruderschaft — 
194, 9. 

— , Trinitatis — 79, 1 c; 
287, 1. 

— , U. 1. Frau — 6, 1, 2, 
4, 5; 37, 31; 157, 1; 
158, 5; 201, 14; 210, 5, 
9, 10; 211, 12, 13, 16, 17; 
323, 55. 

— , Unbeflekte Empfäng- 
nis — 20, 6. 

— , zur Unterhaltung alter 
und kranker Geistlichen 

— 183, 1. 

— , Urbanus — 261, 55, 56. 

— , Willibrordi — 92, 
8—5. 

— , Ohne Namen in Holz- 
weiler — 111, 3. 

in Kobern 63, 3; 

64, 7, 8. 

in Loef 67, ib. 

— — in Morschenich 
256, 4b. 

— — in Winningen 63, 8. 
Brüchtenordnung 121, 3. 
Brück 244 V. 

Brück, Herren v. d. — , 

28, 5. 
Brüggen 155, 13; 221, 16 

293, 9. 



358 



Register. 



Brühl 43, 1 ; 96 V. ; 97, 12; 

150, 1. 
— , Der — bei Korneli- 

münster 317, 13. 
Brülfeld 28, 1. 
Brüssel 165, 3. 
Bruggen s. Brüggen. 
Brunscule 204, 2. 
Bruyn, Familie de — , 

174, 8. 
Bubenheim 218. 
Buchdrucker 10, 1; 47, 7; 

109,2; 179,43; 229, 17; 

231, 85; 287, 18. 
Buchdruckerei 242, 19. 
Buchel, Familie — 244 V. 
Buchhändler 350 d. 
Buchholzbusch 46, 2; 110, 

9; 117, 1; 118, 12. 
Buchillustrationen 51, 2. 
Bück, s. Bock. 
Büllesheim 173, 2; 269, 

22, 28; 304, 3, 8. 
— , Huisten - Güter und 

Gericht 275, «3 ; 277, 79. 
— , Weistum 276, 63 b; 

277, 79. 

— , Klein- 268, l«; 273, 
50; 275, <;o, 63; 277, 

79—84. 

— , Ober- 274, 52, 53, 54, 
55; 275, ei, «3; 277, 

79 — 84. 

— , Herren von — 268,16. 
Büren, Herren v. — 25, 

5, 6; 26, 7, 8. 
Bürgenbuschordnung 41, 

29; 215,2; 246,19; 262, 

3—5. 
Bürgenwald 215, 2; 262, 

3 — 5. 

Bürgermiliz (1815), 278, 

106. 

Bürresheim 62; 66,5; 73, 

52; 9J, 1, 2. 
Bürvenich 196, 1, 2; 218. 
Büsbach 233, 10; 295; 

319,20; 320,29; 343,17. 
— , Ludwig von — 319,20. 
Bütgenbach 247, 35. 
Buir 52, 1; 190, 1; 215,5; 

262, 7; 269,24; 270,32; 

278, 111. 

— , Werner v. — 239, 1. 
Bulich, s. Boulich. 
Bimder (Flächenmass) 175, 

2, 3; 178, 27. 
Bungarden 303, 102. 



Buntenbruch 126, 1. 
Burgau (Haus) 218—225 ; 

220, 11, 14; 221, 15, 17; 

222, so; 223, 33, se, 37, 

38, 39; 224, 43. 
— , Herren v. — 220, 7, 

222, 22, 23, 24, 30; 223, 

33, 3fi; 224, 43; 225, 59, 
69; 268, 15, 19. 

— , Buschgerechtigkeiten 
224, 57, 58; 225, 60; 
246, 14. 

— ,Buschordnungen 225,61. 

— , Jagdgerechtigkeit 225, 

59. 

Burgbrohl 60—61. 

— , Karte der Herrschaft 

— 61, 1. 
— , Weistümer von — 

61, 1. 
Burgen 65, 3. 
Burgholz b. Burgau 224, 

58; 225, 60. 
— , im Amt Wilhelmstein 

279, 115. 
Burg-Jeger, Pet. v. d. — 

273, 50. 
Burgund, Herzöge von — 

34, 3; 292, 3. 
Burgundische Fehde 136, 

19. 

bursa mercatorum 207, 26. 
Burtscheid, Kloster, 162, 

1, 4; 329, 39. 
Busch, Haus — 42, 45; 

96 V., 2, 5, 6 ; 97, 13, 14. 
Busch, Hall zum — , s. 

Hall. 
Busch, s. Forstwesen. 
Buschbeamteneide 44, 2. 
Buschberechtigte 45, 1. 
Buschbrüchte 224, 58. 
Buschbuch von Haaren, 

309, 4. 
Buschefeid (Grafschaft 

Moers) 290, 8. 
Busch, Erb- von Golz- 

heim 239, 9; 240, 8, 10. 
— , Erb- von Merzenich, 

240, 10. 
Buschgerechtigkeiten und 

Buschordnungen von: 
— , Aldenhoven 280, 133. 
— , Barmen 2, 3. 
— , Broich 331, 5. 
— , Buchholz 272, 47. 
— , Buchholzbusch 46, 2; 

117, 1. 



Buschgerechtigkeiten und 
Buschordnungen von: 

— , des Bürgenwaldes 41, 
29; 215,2; 246,19; 262, 
3, 4, 5. 

— , Burgau s. Burgau. 

— , Burgau, Kreuzau und 
Winden 224, 57, 58; 225,60 

■— , Elsum 173, 4d. 

— , Gevelsdorf 45, 8. 

— , Haaren 310, 20. 

— ■, Hasselsweiler 45, 3. 

— , Heppendorf 247, 26. 

— , Hof von Düren 323,52. 

— , Hottorf und Müntz 
44, 7; 45, 1. 

— , Kappbusch b. Brache- 
len 127, la, b, e ; 128,2; 
129, 8; 130,1; 131, ec ; 
134, io,l; 135,o. 

— , Kreuzau 246, 14. 

— , Nothberg 279, 115. 

— , Ophoven 191, 2*. 

— , Wald Hochpochten b. 
Polch 93, 1 a, 1. 

— , des Kurfürsten Karl 
Theodor (1788), 309, 4. 

Buschprotokolle : 

— , von Buir, Golzheim, 
Morschenich 278, 111. 

— , von Nothberg 323,64. 

Buschteilungen 226, 6. 

Buschwrogen (vgl. Weis- 
tümer) 224,58; 260,39-41. 

Butterzufuhr 150, 4. 

Buyrisch, Herren von — 
269, 26. 

byvanck van Brempt — 
119, 8. 

C und K. 

Kaiser, Deutsche — und 

Könige : 
—, Otto 1.(936-973) 107 V. 
— , Friedrich I. (1152- 

1190) 74, 2; 325, 1. 
— , Heinrich VI. (König 

1169-1197) 74, 2. 
— , Friedrich II. (1215— 

1250) 8, 1 m 
— , Albrecht I. (1298- 

1308) 311, ic. 
— , Ludwig der Bayer 

(1314—1347), 311, i h - 
— , Karl IV. (1347—1378) 

8 1 n • 41 39. 
— , Sigismund (1410-1437) 

41, 39. 



Register. 



359 



Kaiser, Friedrich III. (1440 

—1493) 59, 23. 
— , Maximilian I. (1493 

—1519) 41,39; 59, 23. 
— , Karl V. (1519—1556) 

35, 10; 41, 39; 311, l a; 

321, 34. 
— , Ferdinand I. (1556— 

1564) 21, 3. 
— , Maximilian II. (1564 

—1576) 42,41. 
— , Ferdinand IL (1619- 

1637) 163, 13. 
— , Ferdinand III. (1637 

—1657)90,3; 155,17,18. 
— »Leopold 1.(1657— 1705) 

122, 6. 
— , [Maria Theresia (1740 

—1780) 106, i.] 
— , Karl VII. (1742-1745) 

59 23. 

— , Josef IL (1765—1790) 

122, 6. 
Kaiserslautern, Kameral 

Hohe Schule 164, 24. 
Kaiserswerth 111, l*; 322, 

41. 

Galcedon, Bischof Franz 

Challet 198, l. 
Kaldenbach, Herren v. — 

220, 8, 12; 222, 24. 
Kaldenberg, Gut bei Kinz- 

weiler 221, i&. 
Calenius, Familie — 350 a . 
Kalen-Mühle 341, 3. 
Kalköfen zu Eschweiler 

247, 32. 
Oalkum, Herren v. — 269, 

2(5. 

Kallerbend 223, 35. 
Kalrath 24. 
Kalt 83, l ; 84, u. 
Kalten born, Herren v. — 

77, 19; 163, 7. 
Kambach, Haus 222, 27 ; 

313. 
Kameral Hohe Schule. 

s. Kaiserslautern. 
Kamp, Abtei 200, 2. 
Kaninsberg bei Aachen 

308, 1 1. 
Canterbury, Diözese 320,30. 
Kapellenmeister 118, 2. 
Kappbusch, s. Brachelen. 
Kappel 27, 15. 
Kappuszehnte 111, l f. 
Kapuziner in : 
— , Düren 228, 5 ; 229, 20. 



Kapuziner in: 
— , St. Goar 108, 11. 
— , Sittard 121, 2. 
— , Stolberg 335, 1. 
Karden 9, 7; 57, 9. 
Karken 134, io«; 185— 186. 
Carolusgulden 31, 21. 
Karten, s. Pläne. 
Karthäuser in St. Alban 

b. Trier 89, l» 
— , zum Vogelsang (Jülich) 

4, 4; 51, 4; 178, 33. 
Cartils, Herren v. — 5, 

ld, jf; 9 f4 ; 29,5. 
Kartoffelzehnte (1769) 111, 

1 f. k. 
Garweiler 272, 42. 
Kasel-Lieferung 125, 1. 
Kastilien, König Philipp 

(1587) 165,3. 
Kattenes 77, 21 ; 78, 27. 
Katterbach, Herren v. — 

289 V. 
Katzem46,2; 113;117,ia. 
Kaumanns, Pfr. in Lamers- 
dorf 248 V. 
Kehrig 65. 
Keiretzem, s. Haaren und 

Neuhaaren. 
Keldung (Kelling) 83, 1. 
Kell 61, 3; 66. 
Kellenberg, Haus — 2,2; 

3 •; • 24. 
Kellerhof 101, 1. 
Kellersberg 247, 30 ; 280, 

141; 301,54; 302,72-74. 
Kelling (vgl. Keldung) 84, 

14. 

Cellitinnen228,7;229,i— 7. 
Kelz 244 ; 252, ». 
Kelzenberg 159, 3 «. 
Kempen (vgl.Rur-Kempen) 

134, 10 »; 177, 19, 25, 

183 ? 6; 273, 49. 
Kempenich, Herrschaft 95, 

5, 8. 

Kempis, Familie — 1 86, 5-7. 
Kendenich 154, 10; 190, 4. 
Kennelberg 73, 42. 
Centurien, Evangelische — 

230, 8; 305, 18. 
Keppel, Joh. v. — 153, 4. 
Kerben 75, 4. 
Kerlych 5b, 17. 
Kerpen 41, 39; 155, 14. 
Kerreke, Herren v. — 170, 

3,4; 205, 8; 206, 11. 
kerrelter 80, 2. 



Cervo, Joh. de — 317. 12. 
Kesenberg, Hof 280, 142. 
Kessel, Amt 31, 21 
— von Nürburg, Herren 

— 268, 19; 273, 51. 
Kessels 334, 13. 
Ketteier, Elisabeth v. — 

247, 20. 
Kettenheim 283, 4. 
Kettig, Anna v. — 173, 1. 
Ketzgen, Anna Luise v. — 

253, 4. 
Keyenberg 103 V.; 113— 

115; 176, 14. 
Keyserlingk, Grafen — 

218 V. 
Chirurgen 203, 37. 
Choralgesang 242, .*>. 
Christianitäten, s. Berg- 
heim, Deutz, Erkelenz, 

Jülich, Süsteren, Was- 

senberg, Zülpich. 
Christina v. Stommeln, s. 

Stommeln. 
Chronik von 1806, 83, 2«. 
Kinzweiler 221, 18; 222, 

26; 302, 75- 77; 312; 313. 
— , Herren v. — 29, 8; 

267, 13; 269, 24; 317, 

7, 8, 10, 11. 

Kinzweilerburg 314. 
Kippingeu 140 k. 
Kipshoven 102, 5, 7. 
Kirberg 38, 4. 
— , Herren v. — 24, 1 ; 38, 3. 
Kirchberg 18, ic ; 19, I**; 
24-27; 38, 7; 39, 15; 

41, 3(5, 37. 

— , Franken v. — 18, l c . 
Kirchengesang 242, 20. 
Kirchen-Ordnungen,Evan- 
gelische und reformierte 

— 181, 10; 306, 28. 
Kirchenrechnungswesen, 

95, 5; 114, c. 
Kirchesch 66; 91, 5. 
Kirchherr = Pfarrer, 58, 

14; 81,5,«; 90,i;98,id. 
Kirchherten 14, 1; 159,3 h; 

219, 4. 
Kirchhofsrechte 181, 5. 
Kirchhoven 134 io*; 186. 
Kirchmeister-Bestallung 

188, 2. 
Kirchrath 197, 7. 
Kirspenich 266, 2; 247, 29. 
Kirtzenich (= Mersch), 19, 

1 "; 43, 1, 2. 

23 



360 



Register. 



Cisterzienser in BUrvenich 

196, i, 2. 
Cistercienseriunen in Op- 

hoven 169, *; 192, 2*. 
Klanton-Mühle 341, 3, 8. 
Classicalakten, Evangel. 

- 151, «b ; 152,7; 181, 

ii ; 230,11,12; 304,3,8; 

305, n ; 336, 14; 339,6. 
— , Reformierte — 118, 9. 
Klaubbert, Joh. Kaspar 

248, «. 
Kleiderschneider (1390) 

77, 19. 
Kleingladbach 110; 115: 

122, l »; 210,6. 
Kleinhau 243, ?; 253,6. 
— , WehrmeisteYei 242,3,6. 
Kleist, Lientz Baron v. — 

120, 2. 
Clemonsschatz 72, 40. 
Kleve-Mark, Verwaltungs- 

' Organisation 35, 14. 
Klevische Regierung 230, 

13. 

Klinken berg, Fam. 329, 38. 
Klinkheide 334. 12, 13. 
Cloedt, Familie von — 

247, 31. 
Klosterrath, Abtei 103, 1; 

104, 6, 9; 105, 19; an, 

1, 3. 
Klosterreformationeu 55,4. 
Cloutt, Jost Wirich v. — 

88, 13. 
Knabbinchusen, Joh. v. — 

289, 2. 
Knechtsteden, Abtei 148, 

9; 270, 31. 
Kobern, 63 V., 1 — 64, 14; 

65, 18,3; 76, 12; 83, 5. 
Koblenz 56,5; 58. 20; 68 V.; 

82, 13. 
— , Beginen 75, 10. 
— , Deutschordenskom- 

mende577; 92,2; 190,3. 
— , Wisergasse 75, 10. 
Kochen 71, 17, 25; 81, 7. 
Koelgraven, Joh. v. — 

268, 18. 
Köln 34,3; 150,1,3; 166, 

1; 173,3; 268, 15; 285, 

7; 292,g; 293,8; 304,3. 
— , St. Andreas, 112, lb; 

192, 1; 208,28. 
— , Antoniter 236, 4. 
— , St. Antoniuskirche, 

321, 40. 



Köln, St. Antoniuskloster 

318, 18. 
— , Aussätzige bei — 71, 18. 
— , Blankeuberg, Haus — 

42, 48. 

— , Breitestrasse, Glocken- 
giesser auf der — 1 10, 11. 

— , Breitestrasse, Konvent 
268, 17. 

— , St. Cäcilien 125, 1, ft; 
185, 1, 2. 

— , Dom 43, 1. 

— , Dom bau- Verein 300, 48. 

— , Domkapitel 17, 1, 2; 
29,13; 89, 20; 91, »; 97, 
10 b; 118, i; 275, 61, 

63*. 

— , Domkapitel, Archiv 

desselben 42, 4». 
-, Dompropstei 5, lb; 6, 
3; 88, 13; 202,34; 221, 
18; 222, 25; 280, 133. 

— , Domstift 26, 12. 

— , Erzbischöfe 35,14. 

— — , Erlasse derselben 
66,8; 98, 15; 249, 2 f. 

— — , Liste ders. 114, 7 d . 
, Everger (984—999) 

282, 1 d. 

— — , Heribert (999- 
1021) 282, i»; 285, 1. 

— — , Sigewin (1079— 
1089) 282, 1 b. 

, Arnold I. (1137 — 

1151) 188,4». 
, Philipp I. (1167— 

1191) 105,19. 
, Bruno III. (1191 

—1193) 282, ic. 
, Engelbert I. (1216 

—1225) 325, 2. 

— — , Konrad v. Hoch- 
staden (1238-1261) 54, 
1; 96, 1; 169, 2; 196, 2. 

, Wicbold (1297— 

1304) 311, 1 c. 
, Heinrich II. (1304 

-1332) 80, 1. 
, Wilhelm (1349— 

1362) 250, 10. 
, Friedrich III. (1370 

—1414) 96, 3; 219, 1; 

317, 12, 14. 
, Dietrich II. (1414 

—1463) U2,i; 201,9. 
, Ruprecht (1463— 

—1480) 268, 21. 
, Hermann IV. (1480 



-1508) 43 ? 1; 86, 4; 
150,i; 269,28, 275,63». 
Köln, Erzbisch., Herrn. V. 
(1515-1546) 15, 5; 

272, 44. 

— — . Johann Gebhard 
(1558-1562)186,6;272,45. 

, Ernst (1583—1612) 

191, 11. 
, Ferdinand (1612- 

1650) 27,9; 50,e; 87, 

8; 275,57. 
, Max Heinrich (1650 

—1688) 28, 11; 87,n, 

12; 157,3»; 240, 2; 251, 

28; 254, 1. 

— — , Joseph Clemens 
(1688-1723) 202, 31; 

" 275, 60. 

— — , Clemens August 
(1723-1761) 15,5. 

, Max Friedrich (1761 

-1784) 3, 2. 

, Max Franz (1784 

—1801) 122, 7. 

— , Erzstift und Kur- 
staat 86, 2; 88, 13, 14. 

— — , Ausschusstag zu 
Linz 97, 10 a. 

Beamte 96 V.; 97, 

11, 14. 
, Besteuerung^ modus 

96, 10; 97, 10 a.b. 

— — , Erlasse 66, 8; 98, 
15 ; 249, 2 f. 

— — , Landtagsakten 42, 
45; 281, 154. 

, Landtagsbriefe 96V. 

, Matrikel 97, 10 ». 

, Militär 120, 2. 

— — , Mühlenrecht des 
Erzbischofs 55, 5. 

, Praepositurae archi- 

diaconales 288, 1 b. 

— — , Reformation (1538) 
15, 5. 

, Ritterschaft 89,20. 

— — , Stände Verhand- 
lungen 96, 10; 97, io a . 

, Städtetage 97, 10 *> b , 

11. 
— , Genealogie kölnischer 

Familien 42,47; 351, IV. 
— , St. Georg 112, 1»; 

273, 48. 

— , St. Gereon 10, 2—4,6; 
50, 5; 96 V.; 169, 1; 239, 
6; 240, 2. 



Register. 



361 



Köln, St. Gereons-Frohnhof 

in Ockhoven 273, 48. 
— , Glockengiesser Gottfr. 

Dinckelmeyer 110, n. 
— , Glockengiesser Merten 

Pesch 125, 6. 
— , Gräfliches Gericht 

150, 7. 
— , Häuser in Köln 42, 48. 
— , Haich, Testament des 

Heinr. — 86, l g. 
— , Haus Blankerberg 

350 d. 

— Haus Vettehenne 10, l; 

42,48; 350 c. 
— , Haus Halsbeyn 350, d. 
— , St. Herbert- Hospital 

an St. Andreas 101, l. 
— , Herren! eich nam-Klost. 

275, 6i. 
— , Kardinallegat Guido 

von Präneste in K. 

(1201—1202) 192, 2 f. 
— , Karthäuser 270, 29. 
— , Kreuz trägerkirche 

350, f. 
— , St. Kunibert 202, 84. 
, Scholasticus Rutger 

Vorn 318, 14. 
— , Kurstaat, s. Köln, Erz- 
stift. 
— , Laurentianer Gymna- 
sium 241, l; 274,55. 
— , St. Laurenz 351, k . 
— , St. Lupus 274, 54. 
— , Maler (pictor) 185, l. 
— , St. Maria ad gradus 

150, 8; 274, 54. 
— , St. Maria im Kapitel 

1,2; 113, i; 288,4. 
— , Mariengarten, Kloster 

201, 9; 271, 38. 
— , Gr. St. Martin 69, i; 

150,6; 281,i a,c,d ; 283, 

1, 2, 6. 

— , St. Maximinen 351, k . 
— , St. Michaeliskapelle 

bei St. Caecilien 185, 2. 
— , Minoritenkirche 276, 64. 
— . Münzakten 313, 6. 
— , Münzwesen 82, 14. 
— , Patrizierfamilien 42, 

47; 351, IV. 
— , St. Peter 185, l, 2. 
— , Pfaffenpforte 350, d. 
— , Posttarif 42, 46. 
— , Quentelei 287, 18. 
— , Rheinmühlen 39, 18. 



Köln, Schiessspiel 23, 4. 
— , St. Severin 272, 44. 

— - , Dechant Dietrich 
von Moers (1484) 269,26. 

— — , Propst Heinrich 
Stichger 317, u. 

— , Seyn-Kloster 38, 6. 

— , Siegen, Arnold v. — 
167, 7. 

— , Stadt- Archiv 68 V. 

— , Statuta Coloniensia 
86, l. 

-—, Universitätsprofessoren 
185, 2. 

— , Weidenbach-Kloster 
302, 78. 

— , Weihbischof Johann 
Spender (1503) 293, n. 

— , Wein-Fassbinder-Zunft 
322, 49. 

— , Weltliches Gericht des 
Rates 86, 1 f. 

Coels, Familie von — v. 
d. Brügghen 335 V. 

Königsdorf, Kloster 163, 14. 

— , Joh. v. — 201, n. 

Königsfeld, Haus — 191, 12. 

Königshoven, .Holtz zu — 
244 V. 

Körrenzig 34, 5; 36, 25; 
46,2; 111, ic ; 116; 118, 
11 ; 121V.; 140, k ; 145, 
55; 252, i—4. 

Kötter, s. Forstwesen. 

Kofferen 42,2; 115; 154,n. 

Kohlenbergwerke zu Esch- 
weiler 145, 53; 247, 32; 
278, 107—no; 300,41,42. 

Kohlscheid 314; 334, 13, 14. 

Kolf, Freiherren von — 
243, n. 

— , Familie — v. Vettel- 
hoven 247, 35; 272, 42. 

— , Familie — zu Winter- 
burg 272, 42. 

Colinus, Matern. 47, 7. 

Kollegiatstifte, Statuten 
für — 201, 19. 

Kollich 78, l. 

Commortere, Sibertus de — 
170, 3. 

Congregatio archipresbi- 
terorum, s. Roermond. 

Konservator für Kunst- 
gegenstände 182, l. 

Konradsheim 25*2, l. 

Konsistorialakten, Evan- 
gelische — 151, i, 2; 



152, 3; 159, i; 180, l; 
181, 2, 3; 230, 9. 

Konsistorialakten, Luthe- 
rische — 23,4; 232,52. 

— , Reformierte — 23, 3; 
212,2,8; 213, 13; 230, 

18—21, 33. 

consuetudo Leodiensis, s. 
Jahresanfang. 

Kontributionen, s. Kriegs- 
kontributionen. 

Conzendorf 233, 8, 10 ; 234, 7. 

koremede 74, 2. 

Gornarens, Obrist 164, 19. 

Kornelimünster 5, l f ; 302, 
79; 314—324. 

— Äbte: 

, Renardus (1292) 

316, l, 2. 
, Richaldus (1344) 

316, 4; (1350), 814, 2. 

— — , Johannes (1370) 
315, 3. 

-*- — , Winrich von Kinz- 
weiler (1390) 317, 7. 

, Heinrich v. Gertzen 

(1441) 318, 16. 

— — , Herbert von Lüls- 
dorf (1478) 319, 23. 

, Wilhelm v. Glevere 

(1491) 221, 15. 

— — , Heinrich von Bins- 
feld (1503)320,28—30,32. 

— — , Joh. von Wachten- 
donck (1532) 321, 33. 

— — , Rutger von Antstel 
(1543) 321, 35. 

, Albrecht v.Wachten- 

donck (1560) 321, 36, 

37, 38. 

, Heinrich v. Gertzen- 

Sinzig (1598) 321,39-41. 

— — , Herrn, v. Eynatten 
(1627) 322, 44. 

— — , Isaack (Hirsch- 
Landskron) (1665) 322, 

45. 

— — , Rutger Stephan 
(1705) 322, 48. 

— — , Suys, Hyacint Al- 
phons de — (1714) 322, 

50. 

— , Bleihütte 320, 31. 
— , Heiligtumsfahrt 300, 49. 
— , Hospital 314,2; 318,14. 
Korschenbroich 20, l x . 
korsmissen 161, i a . 
Cortenbach, Herren v. — 



362 



Register. 



40, 24; 42, 48; 162, 3; 
270, 32; 271, 37; 289, 4. 
Cortis, Dietr. de — 207, 
19, 22. 

Koslar 25 V.; 27. 
Koslarer Erbwald 43 V. 
Koslar, Gerard v. — 46, 

2 * 
Cosler 129 e. 
Kottenheim 66; 70, u; 71, 

15; 74, 61. 
Kottersge walten, 8. Forst- 
wesen. 
Cran, Familie — 42, 48. 
Kraudorf 153; 158, 7 ; 159, 4. 
Krauthausen 223, 30 ; 224, 

53. 
— , Herren v. — s. Crui- 

thusen. 
Krebs, Joh. 287, 18. 
Kreetz, Friedr. — 179, 43. 
Krefeld 232, 52. 
Kreuzau 219, l; 224,45; 

225, «2, 65; 238, 3—5; 

244-248; 248, i; 253,6. 
— , Buschgerechtigkeit 

224, 57; 246, 14. 
— , Jagdgerechtigkeiten 

246, 13, 15 
— , Weinberge b. — 224,55. 
Kreuzbrüder z. Schwarzen- 

broich 234, 3. 
Kreuzfeld 28, l. 
Kreuzpartikel 234, 5; 241 , 3. 
Kriegsbereitschaft, 

Jülicher Befehl zur — 

136, 15. 
Kriegsberichte (1640 — 

1651) 41,38. 
Kriegskontributionen, Ein- 
quartierungen etc. (vgl. 

Militaria) 8,2; 10,7, 12; 

22,9; 51,a; 64, 13; 104, 

10, 13; 111,7; 117, i a ; 

121,6; 134, 10 d; 138, 

36; 139,45; 141 h,k ; i43 ? 

52; 165, 3; 169, 8 1> ; 174, 
8; 183,5; 202, 30; 225, 
64; 261,57; 278,103; 294, 
16; 300.45—47; 301, 60; 
311, 5; '333, 5. 

Kriegssteuem 276, 63 f. 

Kriekenbeck, Herren v. — 
25,3; 221, 15; 289, 2; 
290, 6. 

Kritzraedt, Jacob 148, 1. 

Krobhuiser Honschaft 87, 
12. 



Kronenburg, Anna Maria 

351, K 
Kroschelgracht 342, n. 
Croy, Familie v. — 40, 

23, 24. 

Krüchten (vgl. Nieder- u. 

Oberkrüchten) 108, 6; 

119, 2, 4, 6, 7, 9. 
Krüchten, Elis. v. — 274, 

53. 

Kraft 69, 2; 67. 
Cruithusen, Herren v. — 
38, 6; 219, 3,4, 6. 

Crummel 322, 46. 

— von Eynatten 269, 22. 

— von Nechtersheim 269, 
22; 274, 52; 293,7. 

Cuchenheim 277, 81 ; 284,6. 
— , Familie v. — 287, 10; 

316, 3. 
Kuckesrath 324. 
Ktickhoven 108, 6; 116. 
Külseggen, Haus 270, 30, 35. 
— , Herren v. — 270, 29, 

30, 35. 

Kunkel 128, 2. 
Küppershof 324. 
Ktirrenberg .67; 73,43. 
Cues a. d. Mosel 247, 34. 
Küsterdienste 114, sc; 206, 

14. 

Küttig 83, 1; 84, 14. 
Kufferath 281, 3. 
Kuhpescher Hof 238, 3; 

248. 
Kuke, Oerard v. — 175, 2. 
Culenburg, Floris- zu — 

173, 3. 
Kulturhistorisches 16, 18; 

249, 2 n. 
Cumptich 319,24; 322,50. 
Kunstgegenstände, s. Kon- 
servator. 
Kunstsammlungen, siehe 

Sammlungen. 
Kupfermühlen 338, 10. 
Kupferschmelze 296, 1, 2. 
Kurfürstenmünze 29, 8 ; 30, 

16; 31, 21; 57, 11. 
Kurland 225, 72. 
Kuroffs-Beeren 319, 21. 
Kurtenbach, Goswin v. — 

289, 2. 
Kurzenbusch 260, 41. 

Dacien, siehe Petrus. 
Dadenberg, Heinr. v. — 
267, 12. 



Dadenburg, siehe Roil- 
man. 

Dänische Truppen in Ge- 
reonsweiler 10, 12. 

Daile, Hof zum — 154, 9. 

Dalen 113, 1. 

Dalenbroich, Godart v. — 
183, 2. 

Dalheim 168, ?b; 169, 2; 
170, 4,5; 171,6; 192, «. 

Darmstadt 68, V. 

darworther 191, 10. 

Dattenberg, Familie v. — 
191, 8. 

Daubenrath 48, 2. 

Demen, Familie v. — 
40, 25. 

denarii parati, 56, 3. 

Denkraalspflege,siehe Kon- 
servator. 

Deputationstag zu Düssel- 
dorf (1601) 134, 1. 

Derichsweiler 225 ; 254, 4. 

Deurenzehnte 111, i e . 

deurwaerder, 170, 5. 

Deutschorden 172, 1; 276, 
69. 

— zu Aachen 345, 33. 

— zu Biesen 96, 7; 302, 
72. 

— zu Breitbach 11. Kheiu- 
berg 274, 52. 

— zu Koblenz 57, 7; 92. 
2; 190, 3. 

— zu Siersdorf 50, 5, 7. 
Deutz 97, 10 b. 

— Abtei 88, 18. 

— Christianität 157, 3 a . 
D'horn 226; 234, «. 
Dicke, Herren v. d. — 

245, 2 
Dickscheit 85, 3 8. 
Dieblich, 64, 13; 65, 3. 
Diedeghem 319, 22. 
Diekirchen 244, 1. 
Dienersteuer 212, 6. 
Dienstmannsgewalten *. 

Forstwesen. 
Diepenbroich, Herren v. — 

191, 8. 
Dietkirchen 30,18; 87,7,8. 
Dilborn 25, V.; 221, l«. 
dinckmaill 35, 9. 
Dirlau 226; 237, 1. 
Disternich 226; 242, 6; 

256, 2. 
Dohmen, Familie, 301, 64. 
i Dobach 346, 37; 347, 60. 



Register. 



363 



Dollendorf 96, 2, 6. 
Dom, Herren vom — 16, 
2c. 

Dominikaner 20, 7 ; 58, ir>. 
Dommerswinkel 342, 8; 
346, 38, 39; 348, 52. 

— Falltorpforte 346, 38; 
348, 54. 

Dongherade, Joh. v. — 

200, 2. 
Dorfbefestigung 111, 4. 
Dorn 49, 3. 

— Familie v. — 49. 3, 4, 6. 
Dorsfeld 269, 24; 271, 40 ; 

275, 57. 
Dorth, Joh. Jost v. 275, 

57. 
Dorweiler 242, 14. 
Douvendal 347, 45. 
Doveren 101, V., 3; 103 

— 105; 110; 291, 9. 
Doverhabn 103, 2, 5. 
Drählerzunft in Münster- 

maifeld 83, 5. 
Dreckenach 63, 3; 84, 15. 
Dreiborn 203, 3d; 268, i&. 
Dremmen 134, 10 a ; 139, 

47»; 165, V.; 172; 191, 

V.; 202, 22; 203, 37, 38. 
Dreven, Haus — , 96, 8. 
Dreyse, Werner v. — 267, 9. 
Driesch 346, 40, 41. 

— Herren v. d. — 6, 3; 
144 s; 199, 1; 345, 33. 

driesche gueter 168, 3 d . 
Driescher Hof 295. 
Drimborn, Gut 296. 
— , Herren v. — 209, 35; 

325, «. 
Droste-Vischering 202, 30. 
Drove 223, 32; 227; 246, 

18; 260, 39. 
— , Hof 224, 43. 
— , Herren v. — 221, 17; 

222, 22, 23, 24; 223, 32; 

246, 18; 270, 32; 271, 4i; 

272, 42. 
Drucke, Aeltere — 10, 1 ; 

15, 5; 20, 3; 23, 5; 27, 

9; 28, 10, 11; 47, 7, 8; 

108, 19; 109, 2; 159 k; 

160, 2; 163, 11; 179, 43; 

181, 10, i;203, 46; 225, 

72; 229,17; 230, 15; 231, 

34, 85; 242, 19; 287, 17, 

18, 19; 312, 8,9; 336,4. 
Dübbender Erbbusch 262, 

2, 4. 



Dülken, Werner v. — 227, 2. 

Dünen, Engelbert de — 
112, l». 

Dürboslar 4, 3; 5; 9, 2; 
214, 2; 314, 6. 

Düren 19, 1 w; 21. 8; 33, 
9; 36, 17; 41, 33; 143, 
52 c ; 215,4; 219, ü; 222, 
22; 223, 81, 32; 227— 
232; 255, 1; 259, 20; 
261, no; 262, 2, 7; 270, 
33; 271, 37; 274, 52; 
283, 5; 304, 5, 8; 337, 
1; 338, 17. 

— , Altwerk 270, 32; 271, 41. 

—, St. Anna 228— 229; 351. 

— — , Orgelbau 351, 10 a . 

— — , Reliquie 229, 15, 
17, 18, 20. 

-, Brand i. .1. 1543: 19, 

iw; 227 V. 
— , Cellitinnenkloster St. 

Gertrud 228, 7; 229; 

351. 
— , Franziskaner 229, V.; 

231, 38; 243, 3. 
— , Häuser in — 19, iw. 
— , Hof von — 323, 52. 
— , Jesuiten -Kolleg 228, 

12, 13; 229, 15, 1«. 
— , St. Joachim 229. 
— , Kapuziner in — 229, 20. 
— , Kreis 52, 3. 
— , Kriegskontributionen, 

301, go. 
— , Landtag (1602) 142, 

50 b. 

— , St. Marien (alte Pfarre), 

228, 12. 
— , (neue Pfarre) 229. 
— , Normaljahr 1624 : 36, 19. 
— , Stadtarchiv, 227. 
— , St. Trinitatis-Kapelle, 

351, 14». 
Dürwiss 6— 8; 271, 37; 

297, 5. 
— , Gasthaus 6, 2, 3 ; 7, 8. 
Dussel, Herren v. — 40, 

21, 24, 25; 142, P. 
Düsseldorf 37, 3; 150, 2; 

183, 4; 230, 1, 2; 259, 

20, 22; 274, 53; 307, 1. 
— , Deputationstag (1601) 

134, 1. 
— , Landstände zu — 280, 
Duisburg 23, 7; 230, 1, 2; 

336, (>. 

151. 



Dunkel, Familie — 247, 

35; 253, 5. 
Dunkel zu Maubach 244, 

V.; 246, 16. 
dynckmayl 11, 4. 

Echtz 208, 29; 232—234. 

Eckerntriften, siehe Forst- 
wesen. 

Ederen, 8. 

— , Herren v. — 16, 2<*. 

Efferen 191, 8. 

— , Herren v. — 42, 45; 
96, 5, 6; 97, 14; 178,33; 
246, iß; 292, 1, 5. 

Ehren, Familie v. d. — 
21, 4; 223, 31. 

Ehrenbrei tstein 70, 8; 71, 
22; 72, 26 C; 76, 17. 

Ehrenstein 275, 63». 

Eich 59, 1; 62; 71, n; 

77,- 25. 
— , Adam v. — 170, 4. 
Eicks, 272, 47. 
Eigelshoven 160, 1, 165, 3. 
Eigelsoighe, Dorf 245, 2, 6. 
Eilendorf, 294 V.; 296; 321, 

33; 306, 8, 1. 
Eilich, 237, 1. 
Eill, Herren v. — 87, 12. 
Einquartierungen, siehe 

Kriegskontributionen. 
Eirnich, Haus — 299, 12. 
Eisenschmelz werke, 320, 

28. 
Eisensteinwerke zu Esch- 
weiler 247, 32. 
Elberfeld 230, 2. 
Elchenrath 340, 1; 346, 

42—45; 347, 48. 
Eidern 233, 2. 
Elfgen bei Grevenbroich 

86 V.; 87, 11. 
Ellen, 153, 3; 215, 1; 216, 

3; 234, 262, 8. 
Eller zu Lutzheim, 244 V. 
Ellinghoven 204, 2, 4; 206, 

13. 

Elmpt, Haus, Herrlichkeit 
und Ort, 25, V.; 105— 
106; 220, 11; 221, 15, 
16, 17; 223, 34; 246, 18. 

— , Herren v. — 106, 2 ; 219 
V., 5; 220, 9, 10, 11, 14; 
221, 15, 16; 222, 22, 23, 

24, 30 ; 223, 82, 33, 34, 36, 

37; 224, 53; 225, 69; 246, 
18; 266 V.; 289 V. 



364 



Register. 



ElmpterWald, 106, V., 1,3. 
Elsdorf, 215, 5. 
Elsloo, 268, 20. 
— , Herren v. — , 266, l. 
Elsnm 172—174; 211, 19. 
— , Schach- oder Hagen- 
busch 173, 4d ; 174, ß> 

7, io ; 
— , Herren v. — 178, 29, 80. 
Eltering 71, 17. 
Eltville 62, V. 
Eltz, Burg 62; 84, u. 
— , Herren v. — 62, V., 

l, 4, 6; 66, 7; 73, 52; 

78, 1; 94, 2; 95, s; 

153, 1. 
— , Waldgerechtsame 62, 6. 
Eltz-Kübenachscher Be- 
sitz 95, 1. 
Elvenich 271, 3(5. 
Elverfeld, Herren v. — , 

244 V. 
Embden 23, 7. 
Embken 235; 243 V. 
Emendale 316, 2. 
Emerode, Joh. de —112,1 b . 
Endelstorp, Emond, Dietr. 

und Gerard v. — , 297, 2. 
Endeuich 86, V. 
— , Weistum 87, 10. 
Engelpforten, Mariae — 

84, 7, 8, 9, 11. 

Engelsdorf 7, 1 ; 27, 7. 

— , Familie v. — 34, 2. 

Entzen, Heinr. v. — 97, 11. 

Erbauungsbücher 10, 2. 

Erbbäume, siebe Forst- 
wesen. 

Erbbeutung = Tausch ver- 
trag 31, 25. 

Erbbusch von Baesweiler, 
125, 13. 

— Golzheim 239, 9; 240, 

8, 10. 
— , Jülich 41, 28. 
— , Koslar 43 V. 
Erbgrundherr, 30, 19 ; 31, 22. 
Erbmalter 161, ib. 
Erbwald, siehe Erbbusch. 
Erdäpfel, siehe Kartoffel. 
Erdbrüggen, Herren v. — 

175, 2, 3. 
erffkudt, s. weissei. 
Erfurt 55, 4. 
Erichius, Adelar, Jülicher 

Chronik 160, 2. 
Erkelenz, 106—109; 117, 

V.; 144, f; 325, 1. 



Erkelenz, Brand (1540) 

107, V. 
— , Christianität 108, 6. 
— , Jura civilia oppidi 

108, 1. 
— , Kreis 52, 3. 
— , Stadtchronik 108, 1. 
— , Wimmarvon — 319,26. 
Erp 155, 12. 
— , Herren v. — 220, 11; 

221, 15. 

Erppolsheim 68, 1 e . 

Erzelbach 25 V. 

Esch 272, 42. 

Esch eile, Baron de Y — 
202, 24. 

Eschweiler 4, 6, 6; 19, im; 
31, 24; 138, 33; 221,19, 
20; 248, 3; 262, 7; 265 
V.; 297—306; 338, 12, 

15, 17. 

— , Berggericht 338, 10. 

— , Brand der Kirche (1678) 
306, 1. 

— , Buschakten 279, 112-114. 

— , Evangelische Gemeinde 
212, 8. 

— , Evangelischer Kirchen- 
bau 305, 21, 22, 23. 

— , Evangelisch-reformier- 
ter Kirchhof 306, 2«, 27. 

— , Kirche 278, 93. 

— , Kirchengebäude und 
Kirchenbau 300, 29, 30. 

— , Kohlenberg-, Eisen- 
stein- etc. Werke 145, 
53; 247, 32; 278, 107 — 
110; 300, 4t, 42. 

— , Kriegskontributionen, 
300, 45-47. 

— , Johanna von — 297, 3. 

— über Feld 235; 236, 3. 

Essen, Abtei 88, 15; 110, 1. 

Etterich 69, 2. 

Ettringen 62; 90, V.; 91, 
4; 95, V. 

Etzweiler (Kr. Bergheim), 
155 16. 

Euchen 306; 331, 6. 

Euskirchen 36, 17; 41, 33; 
268, ig. 

— , Bau des Kathauses und 
der Stadtmauer 280, 151. 

— , Blyvers- oder Schallen- 
burg 274, 52; 281, 152, 
153; 

Evangelische in: 

— , Andernach 59. 



Evangelische in: 
— , Düren 230-232. 

Eschweiler 212,8; 303 
- 306. 

Heinsberg 159, 3k; 
180-181. 

Hückelhoven 105,3; 
112; 159, 3 a 
H ünsho ven-Teveren , 
151. 
Jüchen 159, 3ß, f. 
Jülich 22. 
Kelzenberg 159, 3c. 
Kirchherten 159, 3 h . 
Linnich 37, 42. 
Lövenich (Kr. Erke- 
lenz) 117, 3 ff; 159, 3 d; 
212, 8. 
Mayen 78. 

Randerath 159, 3 ; 159. 
Schwanenberg 122. 
Sittard 159, 3*. 
Stolberg 212, 8; 336. 
Süstern 203, 41. 
Waldniel 159, 8*. 
Wassenberg 159, 3 b ; 
212-213. 
— , Wevelinghoven 159,3 *. 
Evangelische Kirchenord- 
nung 213, 12. 
Evangelischer Buss- und 

Gnadenspiegel 47, 7. 
Evenheim 120, 2. 
Exemptio Coloniensis 323, 

57. 
exercitium religionis 1624, 

siehe Normal jähr. 
Eyl, Herren v. — 26, 10; 
48, 1; 268, 19; 272, 45. 
Eynatten, Herren (vergl. 
Krummel) 51, id; 87, 7 r 
8; 162, V.; 163, 5, 8, 9, 

13, 14; 164, 17, 19, 22, 

24, 25; 244, V.; 247, 35; 

274, 52; 322, 44. 
Eynich 78, 1. 
Eys, Herren v. — 151, 1. 
Eys-Beusdal 166, V.; 329,39. 
Eisse 211, 13. 

F und V. 

Färber (1308) 69, 1. 
Failly, Herren v. — 146 V. 
Valentinian, Kaiser — 59,. 

25. 
Valkenburg 289, 2. 
Valkenburg, Haus — in 

Schaerpstrois 297, 1. 



Register. 



305 



Fastnachtsspiele IG, 18. 
Vauwelsmau 342, 8. 
Fays, Familie de — 96, V. 
Feist, Familie — 350, e. 
Veitzheim 283, 2 ; 284. 
Velbruggen zu Büllesheim 

173, 2. 
Veld, Joh. v. d. — 26, 10. 
Velden 52, l. 
Feldordnungen 55, <>. 
Feldscherer 203, 38. 
Feldschütz-Artikel 309, 7. 
Feldschützenordnung 55, 6. 
Feldwrogen von Nideggen 

261, 43. 
Fellerborn, 71, 14. 
Venlo 26, 8. 
Vennyckel, Lenart v. — 

119, l. 
Venrath 122. 
Venwegen 339. 
— , Herren von — 31 6, 2, 4. 
Verita, Fulgentius de — 

3, 2. 
Verken, Joh. v. — 265, 1&. 
Verlautenheide 303, 100 ; 

310, 3; 339; 348, 52, 

Anmerk. 
— , Kapellen - Errichtung 

310, 18. 
— , Landgraben bei — 

— 308, 1 c. 
Vemich, Brent v. — 221, 

15; 270, 30, 35. 
Verpachtung von Kirchen- 
land 165, 2. 
— von Pastoratgütern 

165, 4. 
Verviers 328, 23. 
Vetschan 327, ie; 328, 23; 

329, 36, 39. 
Vettelhoven, Haus — (vgl. 

Kolf) 247,35; 272,42. 
Vettweiss 282, 3; 285. 
vexillarius eques seu 

vexillifer 122, 5. 
Veyrscheim, Joh. v. — 

321, 35. 
vicarius perpetuus = 

Pfarrer 250, 10; (Ver- 
besserung S. 351) 326, 14. 
Vicht, 243, 1 1 ; 249, 3 ; 279, 

115; 319,2i; 332, 2; 339. 
Vichtbach 338, 11. 
Viehhaltung 73, 59; 125, 1; 

127, if, <?; 135,13. 
Viermundt, Familie — von 

Nordenbeck 247, 35. 



Viersen 241, 2. 
Vilckeroide 153, 4. 
Vilvenich 265, 1 f- 
Vimeburg36, lfi; 280, 150. 
— , Herren von — 55, 4; 

69,4; 71,n; 73, 52; 75, 

4; 80, V.; 81,8; 82, 12, 

13, 14, 16, 17; 85, 1. 
Virneburgischer walpode, 

71, 15. 
Fischberg, Fuldisches 

Oberamt 120, 1. 
Fischenich, Herren v. — 

211,12; 219,2; 268, 19. 
Fischereigerechtsame von 
— , Mayen 73, 52. 
— , Namedy 88, 16. 
— , Waldfeucht 200, 2. 
Vischering, s. Droste. 
Visitationen, kirchliche — 

33, 6 ; 42, 4, 52, 92 ; 53, 5 ; 

73,59; 92,4,5; 101, 2; 

112,6; 131,7b ; 147,7; 

157,3; 160,5; 165, 6; 

184,5; 192,6; 193, 2; 

194, 2; 199,16; 202,35; 

203, 50; 205, 10; 249, 4^; 

263, 4e ; 284, 8; 288,1 er; 

328, 21. 
Vita b. Josephi Steinfel- 

densis 242, 19. 
Vita s. Arnoldi 284, 15. 
Viterbo 74, 1. 
Flachsschwingen 136, 18. 
Flamme rsheim 304, 8. 
Flanz zu] Aldenrath 40, 

22, 24. 

Vlatten, Herren v. — 60, 
1; 99, 1; 268,15; 270,36; 
325,7; 326,13. 

Vlecke, Karsil — 316, 4. 

Fleertmann, Wilh. — , Post- 
meister in Köln 42, 46. 

Flittard, 282, ib ; 283, 1. 

Vlodorf 196, 3. 

— , Herren v. — 168, 7 a ; 
221, 15. 

Floreff 31, 25. 

Flossdorf 8. 

Vloverick 297, 4. 

Förstereid, s. Forstwesen. 

Vohwinkel 86, V. ; 87, 12 ; 
88, 13. 

Volkenrath 266, 7; 272,46. 

Volkershoven 298, 10. 

Volkesfeld 90, V.; 91, 11; 
95,4. 

Volte 204,2,4; 206, 13. 



Fontaine, Familie St. — 

247, 35. 
Vor der Hagen, s. Hagen, 
vorehure 74, 2. 
Vorendale, Dorf 162, 3. 
Forensberg 280, 136, 137; 

328, 22. 
— , Kohlenbergwerk 278, 

110. 

Foresto, Henricus de — 

96, 1. 
Vom, Rutger 318, 14. 
Fornich a. Rhein 57, 8. 
Forst 296 V.; 306; 335 V. 
— , Kirchenbau 307. 3. 
Vorst, Johann und Clas 

in gen — 325, 8. 
Forst, Kaplan 324, 73. 
Forstbach 348, 52. 
Forstsatzung, Jülich-Ber- 

gische — 139, 44. 
Forstwesen (vgl. Busch 

etc.) : 

— , anerben 126, 3 d . 

— , Brandregister 26, 13. 

— , buschen 133, b. 

— , Busch vergehen 133, 
b-h 9 

— , Dienstmannsgewalten 

45,1. 
— , Eckerbesichtigung 128, 

4 b. 

— , Eckerntriften 260, 42. 
— , Erbbäume 19, 1 ». 
— , evenlehen 126, 3d. 
— , Förstereid 44, 2 ; 127, id. 
— , Gebbriefchen 2, 3. 
— , gebman 127, lb ; 133, e. 
— , gebmeister 132, 8 a . 
— , Gehultzte 44, 7 ; 45, 

1; 46, 2b, c, d ; 119, 3; 

173, 4 d. 
— , Gewalten 2,3; 45, 1; 

94,ia; HO, 9; 112,3; 

118,11,12; 122, le. 
— , Gichten 2,3; 262, 2. 
— , haue 209, 37. 
— , heistern 46, ic; 156, 1. 
— , Holzertage 260, 40. 
— , Holzgedinge 126, 3, 4», 

c; 128, 2d; 129, e, g, i; 

130, m, o ; 132,8»; 133, 

9; 134, IOC, h, 1. 
— , Holzgrafen 26, 13. 
— , Holzgrafeneid 44, 2. 
— , Holzverteilungen 60, 5. 
— , Koetengerechtigkeiten 

134, 10 b. 



366 



Register. 



Forstwesen, Ktftter 26, 13 ; 

126,3; 128,2«. 
— , korter 128, l k. 
— , Kottersgewalten (vgl. 

Kötter) 45, l. 
— , Kur der gehultzten, 

44, 7; 45, i; 46, *c, d. 
— , Quatemborholz 128, 2>>. 
— , roggenlehen 126, ad. 
— , Schlagbuch 163, 16. 
— , steurgelt 128, 4<\ 
— , taufgut 26, i:i. 

— , tintchen (tingen) 128, 
lk; 13.">, 1>. 

— , Waldgreven-Recht 173, 
4<*. 

Vorweiden 337, 20, 339; 

340,2. 
Voss, Familie - 166, V. 
Franke], Hof — 84, 8. 
Frankenberg 178, 28. 

Vrankenberg, Andreas von 

— , gen. Merode 317, 
10, n. 

Vrankenheim, Agnes de 
— 17, l a. 

Franken • Sierstorf, Hein- 
rich 274, 55. 

— , Kaspar 241, l. 

— , General vi kar (1762) 

202, 35. 
Frankenburg, Herren v. — 

272, 42. 
Frankeshaven, W. Conr. 

v. — 290, 8. 
Frankfurter Münzedikt 

188, 3. 
Frankreich, Ludwig XIV. 

(1677), 293, 15. 
— , Ludwig XVI. (1774) 

294, 20. 
Franziskaner in 

— Düren 229, V. ; 231,38; 
243, 3. 

— Heinsberg 178, 3«. 

— Hilfarth 182,1. 
Französische Revolution u. 

Invasion 79, 3. 
Franzosen in 

— Brachelen 139, 42; 
144, P, s, v ; 145, 53. 

— Doveren 104, 13. 

— Eschweiler 306, l. 

— Forst 307, 2. 

— Haaren 310, l d. 

— Kobern 64, 13. 

— Myhl 189,3. 



Frau wü llesheim 217, 3 ; 

235; 264, V. 
Frechen 26,14; 96, l, 4; 

191,8, io, li ; 304, 3, 8. 
Freialdenhovon 8. 
Freies Geleit 35, io. 
Freihof 154, 9. 
Freitag, Guter — 161, i&. 
Freienberg 146; 153, 2; 

154,8; 155, l«; 177, 22; 

201, 17. 
Frelenberger Busch 147,9. 
Vremersdorf 21, 2. 
Frenz 9,4; 237; 244, V.; 

252,3: 271,36; 279, 115; 

290,19; 301,61. 
Frenz, Herren v. — 2, 4 

24, V. 
Frenzerburg 237. 
Fressen 71, n. 
Fried berg 150, 5. 
Friesenrath 307, 1 ; 320, 28. 
Friesheim 269, 24. 
Frimmersdorf 268, 17. 
Vroel de Vrorchem 17, i a . 
Frohnrath, Haus — 313, 1. 
Froitzheim 49, 8; 227, 2; 

237; 238, 1-3; 338, 17. 
Fronderath 209, 1. 
Fürth, Mois und Gott- 
schalk v. — 267, 10. 
Füssenich 237 ; 289, 7. 
Fulgentius de Verita 3, 2. 
Vulte, s. Volte. 
Furwart 286, 2. 
Fuyst als Name (1405) 

77, 21. 
Vyggen, Familie — 247,21. 
Vynck, Gobel v. d. — 

266, 4. 

Gahlen, Rittersitz bei Ober- 
aussem 247, 31. 

Gallmeywerke zu Esch- 
weiler 247, 32. 

Gangelt 132,»; 147—149; 
150. 13; 153, V.; 176,9; 
177, 26; 184, 13 a; 201, 
10, 12. 

— , Grenzbeschreibung 
149, h. 

— , Hermann v. — 51, 3. 

— , Landmassbuch 149, 2. 

— , Orgelbau 147, 6. 

— , Stadtbuch 148, 15, 1. 

Gappenach 68, 4; 89, 1; 
94,3. 

Gartzen, Familie v. — 32,29 



Gartzweiler, Heinr. — 
30, 16. 

Gasthäuser 136, 15; spe- 
ziell in: 

— Aachen (St. Elisabeth) 
344, 29; 345,34. 

— Andernach 57, 8 

— Dürwiss 6,2,3; 7,8. 

— Geich 234,3,4. 

— Haaren (St. Gilles) 
309, 10. 

— Holzweiler 111,3. 

— Jülich 20, 1 y; 21, 6. 

— Laurenz berg 302, 82. 

— Linnich 37, 35. 

— Nideggen (St. Jovi- 
nian) 260, 33. 

— Nothberg 298, 9. 

— Roelsdorf 228, 10. 

— Wassenberg 210, 6 — 8, 
11; 211, 17, 19; 212, 20, 21. 

— Weiden 349, 59. 

— Würselen 344, 23. 
Gast.endunck 26, 10. 
Gatzweiler Hof 247, 21. 

G ebbrief chen , s. Forst- 
wesen. 

Gebetbücher 10, 2. 

Gebräuche und Sitten 16, 
ts; 249, 2 b. 

Gegenreformation 36, 22; 
71, 25. 

Gehultzte, s. Forstwesen. 

Geich 237, 1 ; 289, 7. 

— , Gasthaus 234, 3, 4. 

— , Hospital 226, 7. 

Geilenkirchen 33, 9; 138, 
35; 149-151; 160, 7; 
164, V. 176, 12; 201, 

15 — 17. 

— , Holzgerechtigkeiten 

163, 10. 
— , Kreis 52, 3. 
— , Mannkammer 164, 20, 

22. 
— , Schlagbuch 163, 15. 
Geirstorp 233, 2. 
Geisbusch, Herren v. — 

29, 12; 80, 4; 86, 4; 

173, 1. 
Geistlichkeit, Lebenswan- 
del der — 115, 2; 150, 

10. 
Geldern, Erbmarschall von 

— 129, e. 

— Grafen und Herzöge: 
Gerard IV. (1118 

—1131) 205, 9. 



Register. 



367 



Oeldern, Grafen u. Herz. ; 
Reinald I. (1271— 

1326) 106, i; 311, ib. 
Reinald II. (1326— 

1343) 108, l. 
Wilhelm (1372— 

1383) 106, V. 
Wilhelm (1383— 

1402) 245, 2, 3. 
— — Herzogin Maria 

(1413) 257, 5. 
Arndt (1423-1465) 

245, 5. 
Philipp IV. (1646) 

22, 27. 

— , Herzogtum 167, 6. 

— , Oberquartier 108, 19,1. 

Geldrischer Erbfolgekrieg 
155, 13. 

Geldrische Gehultzte 1 19,3. 

Geldrische Kontribution 
(c. 1640) 123, 2 d. 

Geldrische Land- u. Stadt- 
rechte 108, 19. 

Geleit, Freies — 35, 10. 

Gemeindeschulden 140,48; 
141, m. » 

gemeine Strasse 140, *• 

Gemünd 304, 8; 338, 17. 

Genaspen, Hof bei Kör- 
renzig 252, l — 4. 

Gerderath 109; 209. l. 

— , Herren v. — 209, 4. 

gereite Habe 77, 20. 

Gereon, Reliquienbehälter 
des hl. — 89, 1. 

Gereonsweiler 8, 2; 9— 10; 
157, V. 

Gerichtsordnung, Pein- 
liche - 109, 2 b. 

Gering 65, 1; 78, 1. 

Gerkammer = Sakristei 
107, V.; 158, 10. 

Oerolzheim 90, 3. 

Gertzen, Herren v. — 163, 
8; 318, 16; 321, 39—41. 

Gestrichener Summer 88, 14 

Geuenich (Gevenich) 2, V. ; 
3, l; 15, 1, 2; 16, 8, 4, 8, 
10, 11, 12, 14, 15, 17; 17,2; 
33, 9; 35, 6, 12; 46, 2; 

301, (J2. 

— , Herren v. — 6, 1; 

7, 6; 266, 1; 270, 32; 

271,37; 289,4. 
Gevelsdorf 11; 14, 6. 
Gevelsdorfer Wald 44, 1; 

45, 3. 



Gevenich (vgl. Geuenich) 

10 ; 116, 2. 
— , Baptisterium 110, 18. 
Gevertshan, Familie — 

244, V.; 227, 21,35. 
Gewalt, s. Forstwesen. 
Ge werbekammer (chambre 

consultative) 338, 17. 
gewin und gewerb 148, 1. 
Gey 237; 242, 1; 251,22. 
Geyen, Herren v. — 219, 

e; 270, 30. 
Geyr, Herren v. — 40, 

26, 27: 95, V.; 174, 8; 

256, V. 
— , Herren — v. Hunt- 

gine 166, 1. 
Geyr - Schweppenburg, 

Herren von — 95, V. 
Gicht, s. Forstwesen. 
Giepen, Herrn. 247, 31. 
giffter = Collator 14, 1 ; 

81, 6; 158,6. 
giftrecht 148, 1 b 
Gilgau 268, 21. 
Gilrathl48, 11; 151; 176, 

12. 
Gilsdorf 96, V.; 96, 4; 

244, 1. 
Ginnick 238. 

Girbelsrath 238 ; 255,5,1,2. 
Girschnach 83, 1; 84, 14. 
Gladbach, Abtei 20, 2. 
Gladbach b. Vettweiss 225, 

70; 238; 244, 2; 252,3; 

318, 18; 352, e, a. 
Glaedbeck 209, 3 ; 210, 5. 
Glaser, Mich. 350, a. 
Glaserzunft in Münster- 
maifeld 83, 5. 
Glimbach 25, V.; 35, 15; 

46, 2; 110; 115, 1, 4; 

116, 3. 
Glocken, Herstellung von 

— 14,io; 93,7; 110,n; 

120, 11; 125, 1, 5—7; 

155, 13; 198, 4; 254, 2. 
Glockengarbe 73, 42. 
Glockengiesser 110, 11 ; 

125, 6. 
Glockenweihe 68, 9. 
Gnadenjahr 185, 2. 
Gnadenthal, Abtei b. Neuss 

266, 3. 
St. Goar, Kapuziner 108,11. 
Goch, Dietr. v. — 308, 2. 
Goere, Herren v. — 221, 
15; 319, 22. 



Goistorp, Herren von — 

219, 4, 6. 
Goldenes Jahr 10, 2. 
Golkrath 110. 
Goltstein, Herren v. — 

164,22; 221, 16; 290, 18, 

19; 330, 44. 
Golzheim 26, 9; 215, 5; 

219,6; 239-240; 255, 

3; 267,8; 270,32; 278, 

111 ; 318, 18. 
— , Ähren zu — 244, V. 
— , Bock v. — 270, 32. 
— , Stach zu — 267, 8. 
— , Weistum 239, 5. 
Gondorf 63—65; 65, 3; 

84, 15. 
— , Hospital 63, 1. 
Gore, Gerard v. — 211,13. 
Gottesdienstes, Excesse 

während des — 120, 5. 
Gottesdienstordnung 205, 

10. 
Gottesheller 81, 7. 
Gracht 334, 13. 
Granterath 110. 
Grave, Josua de — 296, 9. 
Greinshof zu Müntz 47, 3. 
Grenzbeschreibungen (vgl. 

Limitengang) 149, h; 

261, 59; 301, 53. 
Gressenich 279, 115 ; 289, 

7; 301,63,64; 307; 319, 

21; 332, 1. 
Gretz 71, 17. 

Grevenbroich 86 V. ; 269, 23. 
— , Beatrix v. — 170, 5. 
— , Konvent zu — 247, 21. 
Griechische Handschriften 

68, 5. 
grind 138, 34; 139, 47", d ; 

140, n, 48 a ; 141, e ; 145, 

54 a . 

Grinden 316, 4. 
Gripenkoven,Goswin de — 

170, 3. 
Gritteren, Friedr. v. — 

46, 2». 
Groete, Heinr. von — 

262, 2. 

Gronsfeld, Herren v. — 

200, 4, 6. 
Gronsfeld-Nievelstein, Fa- 
milie — 245, 2, 3 ; 247, 
30; 302, 72, 74. 

Groote, Herren v. — 96 V. 
Gropper, Caspar, 49, 7; 

201, 19. 



368 



Register. 



Gru»s, H. J. 307 V., 1 ; 

324 V. 
Gnsshau 240: 243, 7. 
Grotenrath 151 ; 160, 4. 
Groiiven 247, 24. 
Gruitlmusen, Herren v. — 

121, 2: 126 V., i; 138, 

37; 244 V. 
Gry n von Aldenhoven 7, 

«; 27, i-:); 297, s. 
Güls 76, is; 77, 20. 
GUrtzelbusch 167, 9. 
Gürzeuich 167, 5; 240; 

281, 1, 3. 
Gürzenicher Burg 241. 
GüMten 11; 43, 2. 
Guisez, J. 3, 2. 
Guissfeld 32, 27. 
Guldenkurs, s. Münz- 
wesen. 
Gulden, Schlechte — 8. 

Münzwesen, 
gunst = Gewann 79, ♦;. 
Guntreve, Marsilius de — 

75, 5. 
Guschveit, Familie v. — 

190, 5. 
Guter Freitag 161, i». 
Guyghoven 294, 18. 
Gymnich, Herren v. — 

(vgl. Beissel) 39, 16, 17; 

40, 19; 135, 13; 228, 5; 

272, 47. 
Gynstermulen, Hof 34, 2. 

Haagbank, s. Heinsberg. 
Haaren (Kr. Aachen-Land) 

307-310; 322,42; 332, 

2; 347, 40. 
— , Burg in — 308, 1 k. 
— , Buschverordnungen 

310, 20. 
— , Dommerswinkel-Lehen 

308, 1 1*. 

— , Franzosen in — 310, 1 d. 
— , Gasthaus zu St. Gilles 

309, 10. 

— , Sayn'scher Altar 309,3. 
— , Schützen -Gesellschaft 

308, ll. 
— , Sendgericht 349, «0, 

61, 64. 

— , Wald 310, 15. 

— , Weistum 309, 7. 

— , Zeichnung der Kirche 

310, 22. 

Haaren (Kr. Heinsberg) 
174. 



Haaren, Klusenkapelle 

199, ih. 
Habe, Gereite und un- 

gereite — 77, 20. 
Haberfeldtreiben 249, 2 b. 
Hackhausen, Haus 122, 7. 
Haene, Stina v. — 266, 3. 
Haeren. Herren v. — 

20, 1 x. 
Hagen, Herren v. d. — 

89, 3; 186, 1-3; 298, 7. 
Hahn 310; 307, l; 315, 

12; 323, 6G. 
Hall, Herren v. — 130, m. 

— zum Busch 96, «, 9; 
97, 14. 

— -Wassenberg, Herren 
v. — 289 V. 

— zu Schackum 42, 45. 
Halla, Willi. — dictus 

Schilling 205, 8 ; 206, 11. 
Hallberg, Herren v. — 

4 V.; 40, 25. 
Haller Lehngut 290, 20. 
Hallschlag 233, 9. 
Halm, Verkauf mit — 

und Mund 12, 12. 
Halroide, Hof 219, 6; 

220, 9, 11. 
Hambach 6, 6; 7, 7; 

11-14; 21, 6; 33, 9; 

49,4,7; 152,2*; 183,4; 

259, 16; 262, 1, 4; 

293, 10. 

— Herren v. — 30, 16. 
Hamerstein, Wilh. v. — 

56, 3. 
Hamm 307, 1. 

Hanen, Clas zum — 286, 1. 
Hansen, Karl 287, 16. 
Hardenborn, Dietr. v. — 

81, 10. 
Harderwych, Gerh. v. — 

57, 9. 
Hardt 275, 63 » 
hardtmaeude = Januar 

29 13. 

Harff (Ort) 269, 28. 

— , Herren v. — 9, 3 
20, iaa ; 21, 4; 23, 3 
27, 1; 29, 13; 30, 15 
38, 3, 7, 8; 39, 10; 46 
2»; 117, 2; 201, 15 
203, 36; 219, 4; 252, 1 
257, 4; 266 V.; 267, 10 
269, 24; 270, 8i ; 272 
46; 276. 72; 280, 141 
292, 1-10; 293, 13. 



Hasbanien 325, 7 ; 326, 13 ; 

328, 21; 329, 33. 
Hasen wald 334, 13. 
Hasewerth, Wilh. v. — 

267, 7. 
Hassel, Hof zu — 24, 1. 
Hasselsweiler 14; 45, 6. 
— , Wald 44, 1; 45, 3. 
Hassenberg 320, 29; 321, 

38. 

Hastenrath 147, 2; 241. 
Hattart, Herren v. — 

275, 59. 
Hattenheim, 24 V. 
Hatzenport 65. 
Hatzfeld, Herren v. — 

39, 15, iß; 214, 2; 221, 

16, 19; 287, iü. 
Hau (vgl. Gross- und 

Kleinhau) 243, 7. 
Hausen 71, 17; 280, 138. 
Haushaltungsführung im 

18. Jahrh. 250, 9. 
Hausmann, Familie — 

von Namedy 86, 2; 87, 

5; 88, 14. 
Hausmarken (vgl. Merk- 
zeichen) 183, 3; 194, 

3 b 

Haust v. Ulmen 276, 63 d . 
Hausteingruben zu Esch- 
weiler 247, 32. 
Hausten 95, 5, 6. 
Havertl71, 2; 174-175; 

201, 13; 202, 27, 32; 

204, 2; 208, 29, 31. 
Heffen menger, Ludwig — 

185, 1. 
Heghem, Job. und Stass- 

v. — 268, 18. 
Hehlrath 310. 
Heide 316, 2. 
Heiden, Haus und Herr- 
schaft — 280, 140 ; 312. 
— , Ländchen Zur — 32, 

26; 137, 23; 200, 6; 

313,i; 325, 8; 326, 14; 

327, 17; 329, 28; &33V., 

3-6; 334, io, 15. 
— , Herren v. d. — 178, 

28; 247, 21; 319, 22,24; 

320, 32; 329, 29, 30; 

330, 42. 
Heiligenleben 203, 42, 43. 
Heiligenlegenden 20, 7 ; 43, 

i;89, 1; 203,42; 215,2; 

229,15, 17, 18, 20; 237, 

1; 242,19; 284, 15. 



Register. 



369» 



heiligsnotel = Verzeichnis 
der Ehekontrakte 115, 

Heiligtunisfahrten 300, 49. 

Heilkunst 203, 37, 88. 

Heimbürger 98, 1 b. 

Heimenbruch 170, 3. 

Heimersheim (vgl. Horst) 
191, 10. 

Heinsberg 33, 9; 130, s; 
131, 6», ?c, e ; 132, K 
m o; 134, 10»; 139,46; 
148, ib ; 159, 3k; 169, 
2; 175-182; 183, 2; 
184, 3, 4; 185, 17; 187, 
1, V; 188, 4b ; 194, 2; 
197, V., 1; 198, 2; 200, 
5, e; 201, 18; 202, 21; 
209, 4; 212, 1; 268, 18, 
19; 289, 3; 336, 9. 

— , Adeliges Frauenkloster 
147 V.; 148,n; 177,26; 
179, 43; 200, 1 

— , Dekanat 172, 1 

— , Druygelspforte 177, 19, 

22-24. 

— , Feldpforte 177, 23. 
— , Feuersbrunst 132, k , o. 
— , Franziskaner 178, 36. 
— , St. Gangulf 125, 1. 
— , Haagbank 177, 18; 

178, 27, 85; 201, 14. 
— , Haus und Amt 127, 

ic ; 128, 2b ; 129, e, f 

5, h ; 135, ii, 13; 136, 
19; 137, 26; 138, 35, 89; 
139, 45; 141, h ? o ; 143, 
m; 153, 5. 

— , Herren v. — , 42, 48; 
153, 5; 175, 3, 4; 176, 

6, 8; 177, 22; 182, 1; 
183, 1,2; 184, 13 a; 200, 
1; 208, 27; 268, 19. 

— , Hoitweg 176, 10. 
— , Hospital 132, m. 
— , Kreis 52, 3. 
— , Mariengasse 176, 16. 
— , Norbertinerinnenklos- 

ter 150, 12; 182, 2. 
— , Pönitentenkloster 179, 

37, 38. 

— , Webergasse 176, 11. 
Heisterbach, Abtei 313 V. ; 

347, 46. 
Heistern 279, 115. 
Heitvelt 317, 7. 
— , Frambach von — 

317, 7. 



Hellenter Feld 347, 50. 
Heipenstein 168, 7 b. 
— , Herren v. — 170, 4. 
Helmonstetten 290, 8. 
Hembach, Job. v. — , 

298, 12. 
Hemberg, Herren v. — 

266, 6; 269, 26. 
Hemsteden, Engelbert 

v. — 209, 35. 
Hengebach, Herren v. — 

18, ie. 
Henning, Salomon 225, 72. 
Henseler, Reiner v. — 

238, 1. 
Heppendorf 247, 26-27. 
— , Buschordnung 247, 26. 
Heppenrath 344, 23. 
Herbede 244 V. 
Herberge, Fremden- (vgl. 

Gasthäuser) 57, 8. 
Herbstordnung 65, 16. 
Herbstschatz 186, 3. 
Herchen rode, Jutta v. — 

192, 2 3. 
Heringen, Familie Torck 

zu — 247, 35. 
Herkenrath 169, 1. 
Herll, Familie v. — 33, 3. 
Hersei 291, 2. 
— . Gerh. v. — zu Mar- 
graten 272, 46. 
Herrenstrunden, Malteser- 

Ordens-Kommende 280, 

139. 

Herstal 325, 2. 
Herten, Familie — 244 V. 
Herve, Arnold v. — 103, 4. 
Herzogenbusch 25, 1 ; 118, 

12; 153, 5. 
Herzogenrath 49, 1; 311 

bis 312. 
— , Französisches Lager 

ZU — (1705), 323, 63. 

— , Schützen-Gesellschaft 

312. 
Hessen, Landgraf Philipp 

(1509—1567), 82, 17. 
Hessische Truppen in Tetz 

51, 8. 
Hetzenraide (Gut) 104, 6. 
Hetzingen, Herren v. — 

221, 18, 19, 20; 222, 26, 

27, 28; 223, 31; 272, 42. 
Heuthausen 87, 7, 8. 
Hexenprozesse 203, 48. 
Heyboorde 222, 25. 
Heyden, s. Heiden. 



Heynen, Pfarrer Fr. — 

331. 
Heythoth, Wald 175, 4. 
Heze, Gerh. v. — 270, si- 
Hilfarthl27, lfir.k; 128, 2, 

4d ; 129 f S; 181, iid, 

132f;133h;134,ioa,b,e: 

135, n, 13; 136, 19; 140, 

48*; 1411; 142, 50 e ; 

145, 54, 56»; 182. 
— , Franziskanerkloster 

182, 1. 
Hillensberg 182; 213, 4. 
Hinsberg, Familie v. — 

44,9. 
Hittorp, Kyrstgyn v. — 

350, d. 
Hochbrück 183. 
Hocherbach, Heinr. v. — 

233, 2/ 
Hochkirchen 219,6; 221, 

17; 236,6; 239, 1; 241; 

255,1,2; 267, 8; 318, 18. 
— , Herren v. — 121, 1; 

289 V. 
Hochsteden, Herren v. — 

52, 1; 155,u; 220,13; 

246, 8. 
Hochpochten, Wald 93, 

l«-, 1. 
Hoegenraide, Reinard v. 

— 320, 32. 
Hoemen, Herren v. — 29, 

13; 35, 8; 104, e; 279,. 

119; 352, d. 
Hoen, Jaspar v. — 13<>, 14. 
Hoengen (Kr. Heinsberg) 

50, 1; 148, 11; 175, 2; 

183-185. 
-, Busch 156, 1; 1S3V. 
— (Kr. Aachen-Land) 301, 

65; 312; 314, 6. 
— , Herren v. — 181, 9; 

271, 39; 274, 53. 
Httningen, Haus — bei 

Hülchrath 266, 3 ; 272, 

45 ; 273, 48, 49, 51 ; 275 r 

56; 279, 116—H8. 
— , Herren v. — 266 V. 
Höninger Hof 315, 11. 
Hoensbroch, Herren v. — 

40, 24; 163, 12. 
Hoeven, Petrus v. d. — 

319, 24. 
Höxter 202, 29. 
Hohenbusch, Hof 103, 1. 
— , Kloster 102, 1 ; 104,6; 

114, 7d ; 115, 1. 



370 



Register. 



Hohenkirchen, h. Hoch- 
kirchen. 

Hohenvels, Philippusde — 
314, 1. 

Hohlmasse 161, l d . 

Hoistade, h. Veuweghe. 

Holländische Liebesgaben 
159 3. 

Hollonier Mühle 322,45. 

Holt 108, 9. 

Holtum, Herren zu — 
290, «i. 

Holtz zu Königshoven 

244 V. 

Holz 142, f>o l\c,d; 145,58 a. 

Holzarten 131, ß a . 
Holzertage, s. Forstwesen. 
Holzfrevel, s. Forstwesen, 

Buschvergehen. 
Holzgeding, s. Forstwesen. 
Holzgerechtigkeiten von : 

— Birgelen 171, 10. 

— Geilenkirchen 163, 15. 

— der Kirche zu Freien- 
berg 147, 8. 

Holzgrafen, s. Forstwesen. 

Holzheim, Pawin v. — 
266. 5. 

Holzweiler 110; 113, 3; 
272, 42. 

Hombusch, Kreuzbrüder- 
kloster 352, d. 

Hommelsheim, Hof 217, 3; 
264 V. 

Hommerschem, 148, 11. 

Honipesch 46, 2. 

— , Herren v. — 23, l ; 
28, 3; 29, n, 12; 30, 15, 
18; 46,2b; 5i 5 8 . 96, 5; 

110,9; 116, l; 118,11, 

12; 121 V., 1-4: 122,7; 

141, »; 253, 4; 266 V.; 

269, 23, 25; 298, n. 
lionnen 13, 14; 340, i; 341, 

3, 6, 7; 342, io, 12. 
Honschaften 225, 2, 3. 
Hopfer, Familie v. — 86 V. 
Hopylius, Wolfgang 10, l. 
Horbach 313; 333, l— 4; 

334, 12. 
Horrich,Gutl64,i8;183V. 
— , Herren v. — 132, 8 a ; 

136,14; 202, 22; 220, 13; 

268, is. 
Horrion, Herrn, v. — 268,20 
Horst, Dorf 134, 10 a. 
— , Hermannus de — , dic- 

tus Hoyt 206, 16. 



Horst, Herren v. d. — 31, 

*i ; 89,1»; 191, io; 244V.; 

275, ho. 
— , Herren v. d. — zu 

Heimersheim 247, 21 ; 

266 V. ; 275, 5». 
— , Herren v. d. — zu 

Hürth 269, 26. 
Hospitäler zu: 

— Aachen, Heilig-Geist- 
Spit. 341,7. 

— Geich 226, 7. 

— Gondort 63, 1. 

— Heinsberg 132, m. 

— Holz weiler 111,2*. 

— Iminerath 113, 3. 

— Köln, s. Köln, St. Her- 
bert-Hospital. 

— Kornelimünster 314,2; 
318, 14. 

— Lonnig 75, 6. 

— Münstermaifeld 83 V. 

— Nideggen, St. Joviniani 
1 260, 33. 

] Hottorf 14; 44— 45; 46, 2. 
— , Buschordnungen 44, 7; 

45 1. 
— , Hof 224, 43. 
Hottorp, Gut .220, 11. 
— , Herren v. — 219, 2. 
Hove, Wilh. in gen — 

342, 13. 
Hoven 246,12; 253,1 ; 254, 

3; 289, 7. 
— , Dietr. v. d. — zum 

Stein 321, 41. 
Hoyn v. d. Pesche 21, 1, 2. 
; Hoyt, s. Horst. 
Hubertus-Orden 20, 6. 
Hubertusschlacht b. Lin- 

nich 37, 39. 
Hubertus - Schlüssel 249, 

2». 
Hubertus- Verehrung241,4. 
Hubert, St. — in den Ar- 

dennen 250, 15. 
Huchem-Stammeln 242. 
Huchloven, Sybert v. — 

205, 8. 
Hückelhoven 23, 7; 37, 3; 

104, 7; 105, 2, 3; 111 — 

112; 128, ik ; 159,3*. 
— , Herren v. — 170, 3, 4. 
Hueclum, Otto van — 321, 

3.T. 

Hülchrath 97, 10 h ; 275, «0. 
Hülhoven 134, 10 *. 
Hünshoven 148, 11; 151, 



15; 151; 162 V.; 163,6; 

164, 23. 
Hürtgen 237, 2 ; 242 ; 249, 3. 
Hürth 269, 26. 

— bei Aachen 272, 46; 
279, 123, 130 ; 280, 131. 

Hüttenwerke zu: 

— Eschweiler 247, 32. 

— Friesenrath 320, 28. 

— Lendersdorf 251, 26. 
Hugelheim, Morgen v. — 

63, 1 ». 
Hugenrode, Herren v. — 

204, 3; 205, 8. 
Huistengüter, s. Bülles- 

heim. 
Hulhove, Familie v. — 

289, 2. 
Hüls 120, 2. 
Hulsit, Familie v. — 303, 

102; 326, 11. 
Huntgine, s. Geyr. 
Hnppelrath 262, 6. 
Hurt v. Schoneck, Herren 

— 221, 19, 20, 21. 
Huyssen, Vincenz v. — 

269, 26. 

Jabach, Eberhard — 173,3. 
.Jackerath 271, 40. 
Jacobus in Kompostella, 

Pilgerreise zum hl. — 

85, 6. 
Jacobwüllesheim 223, 33 ; 

243; 282, 3; 284, 4, 6. 
Jagd, Grobe u. kleine — 

88, 16. 
Jagdgerechtsame 88, 16; 

225, 59 ; 246, 13, 17 ; 279, 

114. 

Jagdsatzung, Jülich-Ber- 

gische — 139, 44. 
Jahresanfang mit d. Oster- 

kerze (consuetudo Leo- 

diensis) 316, 3. 
Jahrmärkte (vgl. Märkte) 

70,6. 
Janser, Familie 307, 1. 
Japan, Jesuiten in — 188, 2. 
Jerusalem, Deutschorden 

in — 50, 7. 
Jesuiten, Ausweisung aus 

Spanien 188, 4. 
— , Granatense collegium 

108, 5. 

— in Düren 228, 12, 13; 
229, 15, 16. 

— in Japan 188, 2. 



Register. 



37 t 



Jesuiten in Jülich 20, 5. 
Immendorf 150, 13; 152; 

156, 2. 
Immerath 112. 
Imstenrath, Familie — 

42, 48. 
Inden 15—17; 33, 9 ; 266, 

l; 301, 66—69. 

— , Kirchenbau 301, 69. 

Kornelimünster316,l. 

Initialen 203, 42; 315, 4. 

Inquisition 202, 25. 

Joachimstaler 31, 21. 

Joris, St. — Kloster 302, 
75; 313; 314, 5. 

Johann, St. — 90-91 ; 95. 

Johanniter-Orden 150, 9. 

Iremundus-Legendc 43, l. 

Irlich, Joh. v. — 57, 8. 

Irnich, Familie von — 
268, 15. 

Irresheim 234, 4. 

Isenbroch 174, 9; 201,13. 

Isenburg 293, 9. 

Istraeten, Mühle zu — 
149, *'. 

Jubeljahr 1776: 66, 8. 

Juden 73,54; 138,38;184, 7. 

Judeneid 89, 4. 

Jüdengeleit 212, 22. 

Judenordnungen 78, 2, 3. 

Judenstreitigkeiten 51, 4. 

iudicium solemne 75, 4. 

Jüchen 159, 3e,f. 

Jülich 4, 4; 9, 2, 8; 15, 1; 
16, 10; 17, V.; 17-24; 
31, 23; 36, 17; 38, 3; 
39, 15; 41, 33; 42, 2; 
49, e; 137, 24, 26. 28; 
138, 32, 38; 139, 42; 144, 
n; 145, 53; 233,2; 272, 
46; 300, 40; 301, 70, 71; 
304,3,8; 331,2; 337,21. 

— , AdeligesNonnenkloster 
2, 5. 

— , Bäckeramt 14, 2. 

— , Benefizien des Herzog- 
tums — 147, 5. 

— , Christianität 24, 3; 
36, 22; 44, 1; 52, 3; 225, 
«5; 251, 27; 331, 11. 

— , Dekanat 264, 1. 

— , Gasthaus 21, 6. 

— , Gasthausaltar 20, i v . 

— , Grafen und Her- 

, Wilhelm IV. (1219 

bis 1278) 50, 7; 196,i. 



Jülich, Grafen und Her- 
zöge: 

, Walram 1.(1931 bis 

1271) 170, 3 

— — , Gerhard VI. (1297 
bis 1329) 17,i»; 

— — seine Gattin Elisa- 
beth 257, 1. 

— -, Wilhelm I.(V.) (1329 
bis 1361) 28, 1; 251, 27; 

257, 1, 3; 283, 1. 

— — , Wilhelm II. (VI.) 
(1361—1393) 106, V.; 
245, 2, 3; 250,io; 257, 
4; 283, 2, 3. 

— — , Reinhald IV. (1402 
bis 1423) 22, 11. 

— — , Maria (1413) 257, 5. 

— —, Arndt (1423- 1465) 
245, 5. 

— , Grafschaft 152, 1. 
Hofgericht 257, 2; 258,15 
Jesuiten 20, 5. 
Jesuitenschule 301, 70. 
Kapitel 32, 28. 
Karthause zum Vogel- 
sang 51, 4; 178, 33. 
Kreis 52, 5. 
Liebfrauenstift 259, 
17, 19. 
Markt 138, 32. 
Schuhmacher- Bruder- 
schaft 20, iz. 
Jülicher Chronik des 
Erichius 160, 2. 

— Erbmarschälle 6, 3; 
19, im; 297, 3. 

— Erbschenken 270, 36. 

— Erbwald 41, 28. 

— Gehultzte 119, 3. 
Jülich-Berg: 

— , Erbfolge in — 155, 

17, 18. 

Jülich-Berg, Her- 
zöge: 
Adolph (1423-1437J 

258, 6. 

— — , Gerhard (1437 bis 
1475) 22, 11; 29, 10; 
34, 5; 38, 7; 154, 6; 
258, 7; 269, 23; 292, 1. 

, Wilhelm IV. (1475 

bis 151 1)8, i:22,n ; 35, 
9; 86, 4; 148, id ; 154,6, 
7, 9; 160, 1; 201, 12; 
259, 16; 269, 25; 292, 4-10, 

— — , Philipp (Ludwig) 
Heinrich (1609—1614), 



Abbildung des Leichen- 
begängnisses 126, 2. 
Jülich-Berg, Her- 
zöge: 

— — , Wolfgang Wilhelm 
(1614-1653)13, 1; 27, 
9; 41, 32: 104, 10, n* r 
114, 6; 121, 1, 2; 126, 
2; 127, lc; 158,8; 163, 
n;202,28;258,io;259,22. 

— — , Philipp Wilhelm« 
(1653-1690) 10,9; 36, 
21; 118,5; 121, 3; 125, 
3; 157, 3b,c ; 163, 11; 
258, 11; 296, 1, 2. 

— — , Johann Wilhelm- 
(1680-1716) 121, 4; 
258, 12; 331, 3. 

, Karl Philipp (1716 

bis 1742) 138, 39, 40 ; 
160, 6; 164, 21; 242, 2: 
258. 13. 

, Karl Theodor (1742 

bis 1799) 7,io; 101, ic, 
d; 111, if; 192, 5; 193, 
3 ; 233, 86 ; 242, 4 ; 248, 2. 

— , Herzogliche Erlasse- 
203, 49. 

— , Jagd- und Forstsatzung^ 
139, 44. 

— ,Landständel63,n;189,7 

— , Landständeakten, 39, 
12, 13; 41, 33; 276, 63 f . 

—»Landtage 144,h ; 203, 51. 

— , Landtagsakten 39, 12; 
42, 43, 44; 164,16; 247,- 
33; 276, 63£; 281, 154. 

— , Landtagssuppliken 36 v 

17. 
— , Rechtsordnungen 225 y 
71. 

— , Rechtsordnung u. Re- 
formation 109, 2. 

— , Ritterschaft 42, 42. 

— , Ritterschafts - Privile- 
gien 8, 1. 

— , Steuertaxe 142, 50 a . 

— , Unterherrschaften 225, 
70. 

— , Verwaltungsorganisa- 
tion 35, 14. 

Jülich -Kleve -Berg: 

— , Herzöge: 

.Johann 111.(1511 bi» 

1539)8, 1; 158,1 ; 258, 9. 

, Wilhelm V. (1539 bis 

1592)8, 1; 20, 2; 21,5; 
22, 11; 30, 20; 31, 24; 



372 



Register. 



Jülich-Kleve-Berg: 

— , Herzüge: 
82, 2«; 136, 15; 150, 2; 
152, th; 155, m; 167, 
4; 168,7 a; 173,2; 180, 
i*'; 187, 1; 201, 18; 202, 
20; 214, 2; 215, 2; 326, 

13, 11. 

— — , Johann Wilhelm 
(1592—1609), 21, s; 
276, 63^. 

, Antonetta (1602) 

259, 21. 

— , Landst&nde 155, 18. 

— , Münzstätten 35, 14. 

Jülich-Klevischer Erbfol- 
gestreit 37, 39; 281, 154 d. 

Jungbluth, Familie — 244 
V.; 247, 30, 36; 332, 2. 

Jungfer = Ehefrau 31, 21 ; 
38, 5; 81, 5; 211, 19. 

Jungholz 259, 17, 19. 

Juntersdorf 235, 7; 243; 
288, 4; 289, 5. 

Jurisdiktion, Geistliche — 
27, 9. 

Jus listrae et sepulturae 
250, 10. 

Jven, Peter 273, 49. 

K siehe C. 

Laach, Haus bei Berg- 
heim 247, 20 — 22. 

Laach, Maria — 60, 3 ; 67, 
V.; 68. 

Laffeld 176, u. 

Lahnstein, s. Schilling. 

Lahr, s. Behr. 

Lam bertz, Familie — 42,48. 

Lamersdorf 248; 252, 3. 

— , dacht v. — 286, 1. 

Lanckeler 30, 19 ; 31, 22. 
-Lancklair 298, 10. 

Landeschaden, Dietr. — v. 
Necker-Sternach 303,99. 

Landesdescriptionen 10, 9; 
97, u; 105, 26. 

Landgraben bei Aachen 
343, 17, 21. 

Landmassbücher 113, 1; 
149,2; 199, 11; 200, 2. 

Landsberg, Herren v. — 
zu Olepe 266 V. 

Landskron 316, 4. 

Landtagsakteu, s. Jülicher 
und Bergische, sowie 
Trier, L. 

landwibel 138, »:>. 



Langbroich 153. 
Langet, Dietr. v. — 190, 

1 ; 267, u. 
Langemersch, Nie. v. — 

96, 4. 
Langenbroich 249, 3 ; 251, 

24 ; 253, G. 
Lagendale, Cath. v. — 

63,2. 
Langenfeld 65,3. 
Langerwehe 248; 286, 1; 

287 V. 
Langohr, Gut 327, 18. 
Läpp, Jos. Clemens v. — 

88, 18. 
Larzetto, Otto Heinrich v. 

— 164,17. 
Lasserg 83, 1; 84, 14. 
Lathbank 169, 8 *. 
Lathen (laissen), 209, 4 ; 

325, 8. 
Lathgerichte 127. 8. 
Lathum, Haus bei Linn 

269, 26. 
Laurensberg 324 — 331 ; 

334, 12. 
— , Haus Kamp 327, 18. 
— , Sendgericht 329, 83. 
Laurenzberg 7, 2; 28-32; 

302, 75, 80—86; 314, 5. 
— , Mühlen zu — 30, 20. 
Leben Mariae et Jesu 

203, 42. 
Lebenstein u. Wertheim, 

v. — 280, 150. 
Lebenswandel der Geist- 
lichkeit 115, 2; 150, 10. 
Lechenich 39, 16 ; 96, 9 ; 

267, 13 ; 275, 57. 
— , Hof Ayrhem bei — 

38, 6. 
Leefdale 319, 24. 
Leerodt 153— 155; 246, 8. 
— , Herren v. — 141, n ; 

153 V. ; 154, 8; 155, 13, 

17 ; 245, 5 ; 246, 8 ; 266 

V. ; 330, 44. 
Leersfeld 243, 8. 
Leffelershof 39, 17. 
Lehengut, Umtausch von 

— gegen Schatzgut 321, 

36. 

Lehengüter-Erbrecht 311, 

Lelienmaiuisgewalten 45,1. 
Lehmen 67. 

— , frühchristlicher Lei- 
chenstein 67, 3. 



Lehrbriefe 120, 1 ; 203, 37. 
Leichlingen 269, 26. 
leitgang, s. Limitengang. 
Lendersdorf 19, 1 v ; 69, 9 ; 

249; 281, 2, 3; 351. 
— , Kirchenbau 251, 19. 
— , Hütte 251, 26. 
Lengenfeld, Otto v. — 

82, 13. 
Lepsing 328, 24. 
Leodiensis consuetudo, s. 

Jahresanfang. 
Leyck, Herren v. — 266 V. 
Leyen, Herren v. d. — 

68, 2 ; 82, 16 ; 89, 19 ; 

95,6; 272,45. 
Levkam, Freiherren v. — 

i73 V. 
Lieh 28, 3 ; 32. 
Lichtenberg, s. Bück. 
Liebieg, Familie v. — 

63 V. 
Lieck 187, 1 a . 
— , Herren v. — 179, 

39 ; 183, 2 ; 200, 4. 
Lieser a. d. Mosel 247, 34. 
Lievendal, Herren v. — 

34,4. 
Lieventhal-Pattern, Hub. 

v. — 271, 37. 
Lijch, s. Lieh. 
Lilienfeld, Abtei 202, 26. 
Limburg (vgl. Brabant), 

104, 6 ; 284, 1. 
— , Herzöge: 
Heinrich III. (1167- 

1221), 192, 2 f; 204, 1. 
Heinrich IV. (1226- 

1247) 204, 1, 2. 
Walram V. (1247— 

1280) 170, 3 ; 204, 3 ; 

205, 5, 8 ; 206, 11. 
Johann (1530, 1534) 

41, 39 ; 208, 34. 
Wilhelm (1555), 

209, 35. 
— , Herzogtum 213, 1 a. 
— , Holländisch- 162, V.; 

166, V. 
Limiten-, beleit-, weid-und 

Schweidgang (vgl Weis- 

tümer) 35, 13 ; 36, 28 

64, 10 ; 183, 6 ; 213, 2 

246, 11; 260, 24; 261,44 

264, 1; 284, 12; 286,5 

322, 42. 
Linden 331. 
— , Joh. v. d. — 347, 47. 



Register. 



373 



Lindenberg 51, l d. 
Lindern 126, l; 127, 7, i fir, 

b, k ; 128, 2;130,n;131, 

6», c ; 132,8»; 133, f; 

134,10», «; 135, 13; 137, 

28; 142, 50 d e ; 145, 54) 

56», 155; 182,2 b. 
Linn 87, 12; 88, 13; 269, 26. 
Linnich23, 7;32-37;132, 

g; 134, 10 i; 136, 21; 

141, k; 158,5; 194,7; 

271. 36 ; 305, 11. 
— , Gasthaus 37, 35. 
— , Grenzweistum 35, 13. 
— , Hubertusschlacht 37, 

39. 
— , Minoritenkloster36,20. 
— , Mühle 36, 21. 
Linz 55, 3; 97, 10 a. 
Linzenich 38—42; 142, P; 

174,8; 219,6; 350. 
— . Herren v. — 5, 1 *, 

i<t; 9,3. 
Livland 225, 70. 
Löf 65,3; 67; 84, ie. 
Loen, Herren v. — 35, 7; 

153,5; 177, 22— 24; 183, 

2; 200,5; 245,4. 
Loersbeck 20, 1 »a. 
— Familie — 25, 2. 
Lövenich 46, 2; 113, V.; 

117—118; 159, 8 d ; 

219, 6. 
— , EvangelischeGemeinde 

212, 8. 
Loewen 319, 22, 24. 
— , Universität 319, 24. 
Löwenberg 200, 5. 
Lohe, Auf der — 234, 4. 
Lohmondt, Joh. v. — zu 

den Raderen 322, 44. 
Lohn 7, 4; 42; 222, 25, 27; 

270,34; 302, 87; 310 V. 
Lonnig 64, 10 ; 65, 3 ; 68 ; 

94,4. 
— , Hospital 75, 6. 
— , Kirchenbau 75, 6. 
— , Kloster 74, 1— 75, 10; 

76, 12. 
— , Kloster- Vogtei 75, 5. 
Lonzen 319, 26. 
Lorichius 47, 8. 
Lossen % 207, 23. 
Lothringen, Herzöge : 
— , Johann (1303) 25, 1. 
— , Johann (1530) 41, 39. 
Lotter, Tob. Conr. — 65, 

19. 



Loverich 148, 11, 150, 13; 

156, 3 ; 157 V. 
Luchem 286, 4. 
Lucherberg 251. 
Luecher Zehnte 302, 88. 
Lülsdorf, Herbert v. — 

319, 23. 
Lümbach 187, ic. 
Lürken 1, 1 ; 7, 8 ; 32, 33; 

302,89; 304,4; 337, 20. 
Lüttich 102, 5 ; 163, 13 ; 

204,1. 
— , Bischöfe: 
, Otbert (1092 bis 

1117) 205,9. 
, Robert I. (1240— 

1246) 175, 1. 
, Heinrich III. (1247 

bis 1274) 169, 2 ; 179, 

1 ; 205, 6, 7, 10 ; 206, 12. 
, Johann III. (1274 

bis 1281) 183, 1; 206, 

13. 

, Adolphll. (1313— 

1344) 113, 1. 
, Johann VIII. (1419 

bis 1455) 70, 12; 153,5; 

196, 3; 201, 7. 

— — , Johann Theodor 
(1744-1763) 184, 10; 
185, ie. 

— , Bischöfliche Erlasse 

153, 4 ; 203, 49. 
— , Bistum 326, 13. 

— — , Register von 1510: 
160, 1. 

, Send 8 tat uteri 203,46. 

— , St. Paul 208, 31. 

— , Weihbischof Rich.Stra- 

vius (1649) 202, 28. 
Lützeler, Haus 252; 286, 1. 
— , Weistum, 286, 1. 
Lüxheim 269, 24; 271,40. 
Lupenau, Ulrich v. — 

(1367) 257,4. 
Lutherische 184, 7. 
— , in Düren 232. 
— , in Jülich 23, 4, 9, 10, 12. 
Lustbarkeitsabgabe 307, 1. 
Lutzheim, Eller zu — 

244 V. 
Luwenscheit 187, 1. 
Luyck 213, 5. 
Luyrke, v. — , s. Kinz- 

weiler. Herren v. — . 
Lyll, Thom. — de Schotia 

185, 2. 
Lyster, Familie — 247, 35. 



Maaseyck, Dekanat 202, 

28 ; 203, 40. 
Maastricht 28, 2, 4 ; 337, 1. 
— , Dekanat 202, 28 ; 326, 

13. 
Machern, Kloster 68, 1 d, 2. 
Macken 65, 3. 
Märkte (vgl. Jahrmärkte) 

73, 55 ; 138, 32 ; 259, 18. 
Märzfeld 28, 1. 
magistri fabricae 67, 1. 
Mahlfreiheit und Mahl- 
zwang 35, 15. 
Mahlgerechtigkeit 118, 11. 
Mahrhausen 290, 19. 
Maifeld 68, 5. 
Mainz, Erzbischöfe, Liste 

derselben 35, 14. 
— — Sebastian (1545 — 

1555) 311, 1 ». 
Maischatz 186, 3. 
Maispiele 16, 18. 
Malachias, Prophezeiung 

des — 216, 1 e. 
Maler in Köln 185, 1. 
Malteserorden 275, 58 ; 276, 

65 ; 280, 139. 
Manderscheid, Herren v. 

— 15,5; 71,17; 197, 
io»; 280, 150. 

Manheim 269, 24. 
Mannbücher 102, l, 3. 
Mannordnungen 1, 1. 
manuwerk 74, 2. 
Marckelbach, Raepgen v. 

— 15,1. 

Margraten, s. Hersei. 

Margretenherten 219, 4. 

margvodigin 244, 1. 

Mariadorf 332. 

Maria-Laach, s. Laach. 

Maria Theresia, Erzher- 
zogin von Österreich 
1740-1780, 106, 1. 

Maria weiler 252; 253, 1; 

254, 3.- 
Marienberg 150, 13; 151 

V.; 160 V., 1, 4, 6, 7, 11; 

161, 1. 
— , Busch 167, 9. 
Mark, Herren v. d. — 

106 V.; 198,1. 
Marken, Haus zur — 

297, 1. 
markvest 7, l. 
Marlborough, Herzog von 

323, 63. 
Masscreel, Joh. — 155, 12. 



874 



Register. 



Masse, Verschiedene — 

(vgl. Hohlmasse) : 
— , Bunder (Flächenmass) 

175» 2, s ; 178, 27. 
— , buynre (Landmass), 

195, 2. 
— , munt 2, 4. 
— , Paar (Korn maus) 178, 

83, 34; 184, 3 ; 195, 2; 

210, 9. 
— , pint(Hohlmass)161,id. 

Massberechnungen 2, 3, 4. 
Massgleichungen 66, 2. 
Mathiasthal, s. Schwarzen- 

broich. 
Matzerath 108, 14 ; 189, 

id. 

Maubach 223, 32 ; 238, 3, 
s; 242,s; 246, 16; 247, 
35; 251, 2-6; 252; 279, 
U5; 332; 351,26»; 352, 

2«b, 

— , Dunkel zu — 244 V., 

246, l«. 
— , Jagdgerechtigkeiteu 

246, 17. 
— , Ober- 258, 16; 260, so; 

361, 47. 

— , St. Trinitatis- Kapelle 

253, 5. 
— , Unter- 253, 6. 
Mausauel 260, 30, 39, 4«, 41. 
Mayen 68 V.; 69—78; 

76, n ; 98, l ». 
— , Archiv - Kepertorium 

71, 23. 
— , Beschreibung der Stadt 

— 72, 37. t 
— , Burg 76, lö. 
— , Clemensschatz 72, 40. 
— , Feilerborn 71, 14. 
— , Fischereigerechtsame 

73, 52. 
— , Juden 73, 54. 
— , kernter zu — 90, 6. 
— , Kirchenbau 77, 20. 
— , Konvent Lonnig 76, 

14-17; 77, 19, 21. 

— , Kriegssachen 73, 53. 

— , Märkte 70, 6; 73, 56. 

— , Metzgerinnung 78. 

— , Mühlen wesen 73, 56. 

— , Polizeiordnung 71, 21, 
22; 72, 33. 

— , Schöffensiegels, Anfer- 
tigung des — 70, 10. 

— , Stadtordnung 71, 20, 
21, 22 ; 72, 33. 



Mayen, Stadtwald 71, 19. 

— , Stift 65, 3. 

— , Wasserleitung 71, 14. 

— , Zunftsachen 73, 58. 

Medbach 154, 9. 

mehristbeerbte 101, l. 

Meinerzhagen. Herren v. 
i — 101, l ; 271, 40. 
, Meinig 128, l *. 
; Melick 219, 5. 

Melre, Herren v. — 219,6 

Mendig 71, 17. 

Menonisten 181, l. 

Mensele 245, 4; 318, 19. 

Merbeck 118. 

Merberich 253. 

mercatorum bursa 207, 26. 

Merheim 157, 3 a . 

— , Familie v. — 153, 4. 

Merken 253; 254, 2; 255, 
l ; 265, l c, d, i. 

Merkstein 155, 15 ; 332. 

Merkzeichen (vgl. Haus- 

i marken) 162, 2; 194, 
sb. 

Merode, Ort 226, 4. 

— , Herren von — 2, 
2 ; 18, 1 c ; 129, e-g ; 
140, 48 * ; 178, 28 ; 202, 
21; 219,3; 226,4; 233, 
2 ; 234, 3. 4 ; 244 V. ; 
245, 6 ; 254 ; 257, 4 ; 
266 V.; 266,6; 267, 7, 

9, 12, 13, 14 ; 270, 29, 30, 

34, 85; 271, 41 ; 272, 42; 

273, 51 ; 274, 54, 55, 56; 

275, 58; 277, 77, 78; 301, 

51 ; 317, 8, 10, 11. 
Merödgen (Kr. Düren) 

254; 289. 
Merödgen (Röthgen) bei 

Eschweiler 265—281 ; 

277, 85—102; 334. 
Merödgen, Herren v. — 

266, 1 ; 270, 34. 
Mersburden 240, 1. 
Mersch 11, 2; 19, 1«; 43, 

l, 2. 
Merten, Phil. v. — 29, 6. 
Mertloch 78; 94, 2, 5. 
Mertzen, Phil. v. — 29, 

8, 9. 

Merz (vgl. Niedermerz) 29, 

9; 32, 29. 
Merzenhausen 43. 
Merzenhusen, Heinr. v. — 

18, 1 f. 
Merzenich 215,5; 228, 9; 



254; 262,2; 273,49; 

280, 143. 
Merzenich, Erbbusch 240, 

10. 
Meschede. Dietr. v. — 

272, 45. 
Messbuch 16, 16. 
Messpfaffen 146, 58. 
Messzettel 13, 1. 
Metternich, Ort 83, 1; 84 r 

14. 

Metternich, Herren v. — 
(vgl. Wolff-M.) 271,40; 
282, 6. 

Mettlach, Benediktiner- 
abtei 69, 1. 

Metzgerinnung 78. 

Metzgerlehrbrief 120, 1. 

Miesenheim 59, 3; 79; 
88, 17. 

— , Pfarrei- Weistum 79,1«. 

— , Prozession 79, 1 *. 

— , Vogtei 86, 2; 88, 14. 

Milendunck 20, 1 x . 

Milenduncker Land 302, 

85. 

Militärische Dienstentlas- 
sungszeugnisse 120, 2 : 
123, 1. 

— , Musterungen 145, 56 
c-e ; 164, 21. 

Militaria (vgl. Kriegskon- 
tributionen) 73, 53; 143, 
52; 164, 17, 19; 203, 38; 
278, 103—106; 281, 151. 

Milien 138, 35 ; 147, 2 ; 
148, id; 149,3; 175, 
2; 188; 196,n; 197 V.; 
201, 12; 202,24; 268, 
18 ; 290, 17. 

— , Mannkammer 184, 13 b. 

Milweiler 222, 24. 

Minden 270, 33. 

Minderjahn. Archiv — 
315 V. 

— , Familie 303, 109. 

Minoriten in: 

— Andernach 54, 1, 2; 
55, 3, 4. 

— Köln 276, 64. 

— Linnich 36, 20. 

— Strassburg 202, 25. 
Mirbach, Herren v. — 5, 

1 d : 152, 3 ; 164, 16 ; 
166 V., 3, 4; 266 V.; 271, 
41 ; 273, 50. 
Missale 116, 1. 

— Coloniense 10, 1. 



Register. 



375 



Missale d. 13. Jahrh. 262, l. 
— Romanum 291, 9. 
Moelen, Wilh. v. d. — 

267, ii, 
Moelenbach, Familie v. — 

221, 16. 
Moelinghoven, Hof bei 

Bergheim 155, 14. 
Moers 290, 8. 
— , Grafen zu — 220, 

9 ; 269, 26 ; 293. 9. 
Mors wiesen 95, 5. 8. 
Mflrtz 68, 8. 
Moeterberg, Hof bei Els- 

loo 268, 19. 
Moirshusen, Herren v. — 

11,5; 12,6, 7; 219, 6. 
Molen, Herren v. d. — 

245, 4. 
Molenberch, Joh. de — 
. 103, 4. 
Molrepesch, Familie — 

208, 27 ; 318, 14. 
Moltzbusch 21, i. 
Mommersloch, Familie v. 

— 166, l. 
Monckel.Mar. Christ. Ther. 

von — 322, 48. 
Monrant, Valentin 22, 9. 
Monreal 62, 5 ; 74, 68 ; 

80-83. 
— , Archiv-Bau 81, 8. 
— , Archiv der Kirche 82, 

21. 

— , Herren von — 72, 26*; 

82, 15. 
— , Kirchenfabrik 82, 13. 
Montfort 108, l. 
Montjoie 260, 4i; 261, 59; 

296,«; 324,75; 338, 17. 
Moriconi, Phil. Wilh. 322, 

4» ; 323, 51. 
Morinensis dioecesis, s. 

Terouane. 
Morsbach 332 ; 343, 21 ; 

344, 29; 347, 47—49; 

348, 55. 
Morschenich 215, 5; 216, 

4; 255; 278, in. 
Moselgau, 283. l. 
Moselkern 62V. ; 65, 3 ; 75, 4. 
Mostart,Mich. — , Aachener 

Stadtbanmeister 327, 18. 
Mottescheid 243, 9. 
Moxstatt, Stift 203, 36. 
Mozenborn 250, 10. 
Mtiddersheim 238 V.; 256, 

i; 271,40; 284, 6. 



Müddersheim, Wilh. v. — 
267, 13. 

Müggenhausen 275, 5». 

Mühlenrecht 55, 5. 

Mülheim a. Rh. 42, 43; 
296, 10. 

Müllenark 28, 3; 48, 2; 
272, 42 ; 282, 6. 

— , Rason de — 316, 4. 

Mümpach 85, 3 ff. 

München, St. Peters- Pfarr- 
kirche 250, ig. 

Münck, Kapelle 85, 2. 

Mündtl4,i;22,i5;43;52,i. 

Münich 85, 3 S. 

Münster 276, 71. 

— , Bischof Friedrich Chri- 
stian (1688- 1706) 164,19. 

— , Stift 21, 5. 

Münsterbach 338, 11. 

Münsterbusch 332. 

Münstereifel 18, 1«; 30, 
15; 36, 17; 41,33; 266, 
2 ; 267, 14 ; 269, 25 ; 273, 
51 ; 321, 39. 

Münstergeleen 148, 10 ; 
185, 15. 

Münstermaifeld 81, 10; 
83-84. 

— , St. Josephs - Hospital 
83 V. 

— , Zünfte 83, 1—5. 

Müntz 44—47; 121, 4. 

— , Buschordnungen 44, 
7; 45, 1. 

— , Greinshof 47, 3. 

— , Nesselroder Hof 47, 8. 

Münzwesen : 

— , Frankfurter Münz- 
edikt 188, 3. 

— , Guldenkurs 32, 26. 

— , Gulden, Schlechte — 
82, H. 

— , Kölner Münzakten 
313, 6. 

— , Kurs der Gulden 32, 26. 

— , Münzberechnungen 57, 
12. 

— , Münzedikt 188, 3. 

— , Münzen der Kurfürsten 
bei Rhein 29, 8; 30, 16, 
31, 21; 57, 11. 

— , Münzfuss 139, 47 » ; 
141, d. 

— , Mtinzfu8sberechnung 
77, 26 ; 206, 1.;. 

— , Münzgleichungen 89, 
1 c. 



Münzwesen : 

—, Münzkurs 32, 26; 188,3. 

— , Münzsorten, verschie- 
dene — 39, 16; 183, 2; 
191,9; 195,3,4; 211,14. 

, Alte Schilde 25, 2. 

, Carolu8gulden31,2i. 

— — , denarii parati 56, 3. 

— — , Hornsche Gulden 

178, 34. 

, Joachimstaler 31,21. 

— — . Kurfürstenmünze 
29, 8 ; 30, 16 ; 31, 21 ; 
57, 11 

— — , pattacnns 172, 1. 

— — , Postelatsgulden 
233, 2. 

— — , Radermünze 72, 
27; 77, 26; 82, 14. 

— , Münzstätten in Jülich- 
Kleve-Berg 3? , 14. 

— , Trier, Kur- 72, 27. 
— , Verbotene Münzen 

188, 3. 
Mule von Irnich, Familie 

- 268, 15. 
Mulleukoeven, Hof 153, 1. 
Mulrepesch, s. Molrepesch. 
Mulstroe, Herren v. — 

112,5; 130, P; 135,«»; 

141, d ; 145,54^; 190, 

5; 221, 16; 289 V. 
Mummenschanzen 16, 18. 
Munt, Berechnung einer 

Musterungen 145, 56 c_ e ; 

164, 21. 
muttune 25, 5; 26, 7. 
mutunerer 142, 50 b t c. 
Muy, Du — 294, 19. 
Myhl 169 V.; 171, 11; 

189; 209, 2. 
Myle 113, 1. 
Mylen, Familie in der — 

210, 9, 11 l>; 211, 15. 
Mylius, Herren v. — 38; 

42,47; 350, a. 

Nachtsheim 74, 64; 85. 

Nachtsrasen 16, 18. 

Nackens Gut 340 V. 

Namedy 56, 1, 2, 3, 4 ; 
57, 10; 85-89. 

— , Jagd- und Fischerei- 
gerechtsame 88, 16. 

Nangasacki in Japan 
188, 2. 

Nantes, Edikt v. — 230, 15. 

24 



376 



Register. 



Nassau, Grafen v. — 88, 

1:1; 153, 3; 220, 10. 
Nathan, Sammlung — 182. 
Naturereignisse 27, 15. 
Naunheim 84, 14; 89: 

94, «. 
Nechtersheim, Herren v. — 

(vgl. Krumm el) 269, 25; 

298, 8. 
Necker, s. Landeschaden. 
Negri, Freiherr v. — 

166 V. 
Nesselrode 247, 21. 
— , Herren v. — 32, 27; 

266 V.; 273, 51 ; 275, 

03*. 

Nessel roder Hof zu Müntz 

47, 3. 
Neu bürg, Pfalzgraf zu — 

(l61ti), 137, 2(5. 

Neuenahr 274, 51. 
Neuenburgische Soldaten- 
familien 13, 2. 
Neuhaaren 189. 
Neuhall (Haus) 190. 
Neujahrsglückwunsch 

151, 1. 
Neukirchen bei Mtiggen- 

hausen 275, 59. 
Neurath 268, 17 
Neuss 51, 3;. 97, 11, 12. 
— , St Klaren-Kloster 2,5. 
Neuwied 59 V. 
Nevelstein, Herren v. — 

(vgl. Nievelstein) 221, 

18; 280, ui. 
Nickenich 59, 4; 71, 17; 

89; 90, 1; 99 V., 1. 
Nideggen 18, 1 e ; 20, 2, 7: 

22, 11g; 39, 10 ; 50, 7; 

158, 5; 196, 1: 219, 1: 

223, si ; 224, 54: 257 

— 261; 273, 50; 292, 2. 
— , Bauhof 302, 90. 
— , Dürener Tor 258, 14. 
— , Hospital und Gasthaus 

260, :•„•{. 
— , Huldigung (,1002), 259, 

21. 
— , Märkte 259, 18. 
— , Mühlenzwang 260, 23, 

38. 
— , Pfaffenjagd 251, 27; 

283, 1, 3; 288, 1. 
— , Pfarrkirche St. Joh.- 

Bapt. 257 V.: 261,52-54. 
— , Schenk v. — s. Schenk 
Niederau 219, 1; 220, 7; 



222, 24; 224, 44: 22Ä, 
G2, «.vw ; 238, » ; 244, 1 : 
, 261; 284, 8, 1» 
Niederbardenberg 311, 6; 

332. 
Niederem 215, 5. 
; Niederfell 63, 1, 4; 84, 15. 
I Niederforstbach 318, 17. 
, Niederhoveu 103, 4. 
' Niederkrüchten 118 V.; 

118-120. 
, NiederlahiiHtein 58, 15. 

Niederlande 164, 17. 
, — , Oesterreichische — 

106, 1. 

■ Niederlehmen 65, 3; 84, 17. 

Niederlützingen 61, 4; 90. 

, Niedermendig 60, ö; 71, 

' 15; 90-91: 98, id ; 

99, 4. 
1 — , Weistum 90, 5. 
| Niedermerz (vgl. Merz) 
2, 2; 29, c, 8; 32, 33: 
47; 298, 10. 
Niederzier 11, 4, 5; 12, 
■;, 7, 8, h 10, 12, 13; 13, 
11: 49, 3. 7; 215, a; 
220, 7: 262—263. 
Nierhoven 104, 7, 8; 

117, 2. 
Nierstein. Hof 328, 23. 
1 Nievelstein, Familie — 
1 (vgl. Gronsfeld und 
Nevelstein) 247, 30. 
Nievelsteiner Hof, s. Bins- 

feld. 
Nievenheim, Konr. v. — 

19, 1*. 
Nit v. Birgel 5, i», 1 b ; 

6, 3; 19, 1 m. 
Nitz 77. 2<;; 85, 3 *. 
Nivenheim, Oberst — 41, 
38. 

Noel, Mar. Marg. 296, 3. 

Nörvenich 227, 2: 236 V., 

2; 241, 1; 242, 1; 262, 

2: 263-264: 273, 49: 

274, 52. 

, Noitheim, Hof 316, 2. 

Noppenei, Familie 346, 41. 
i Norbertinerinnen zuHeins- 
| berg 150, 12; 182, 2. 
1 Nordstrand, Insel in 
I Schleswig 86 V. 
; Normaljahr 1634: 1, 1 ; 13, 
i ig; 36, 19; 37, 1; 59, 1: 

117, 1, 2, 4; 158, 9, 1*; 

181, 4; 212, 7; 339, 3. 



Nothberg 6, 4; 7, 7, »; 
29, 7; 31, 25; 221, 19; 
264; 271, 37; 279, 115; 

303, 92-95. 

— , Buschakten 279, 113, 

116- 
— , Gasthaus zu — 298, 9. 
— , Schloss 280, 144; 

297 2. 
Nothberger Hof 264 ; 303, 

92. 

— , Wald 303,93; 323, <;4. 
Novalzehnten 68, 2. 
Nürburg 266. 5. 
— , Kessel v. — s. Kessel. 
Nunheim, Dietr. v. — 

170, 4. 
Nuntiatur- Akten 323, 57. 
Nuntien, Päpstliche — : 
— , Caspar Gropper 49, 7. 
— , Johann Bapt. (1709) 

328, 28. 
1 Nussül-Gulden 63, 4. 
! Nuth (Holland. Limburg, 

Diözese Roermond) 163, 

10; 164, 22. 

Obbendorf 11, 3. 
Oberaussem 316, 5. 
— , Abtshof 322, 48. 
— , Rittersitz Gahlen 247, 

31. 

Oberbilk, Wassenberger 

Hof 274, 53. 
Oberbolheim 263 V., 4-«:. 
Oberbruch 134, 10 a ; 172 

V.; 191. 
Oberdrees 266, ü; 267.12; 

273, 51; 280, 145. 
Oberfell 65, 3. 
Oberforstbach 332. 
Obergeich 226, 4. 
Oberkrüchten 108, «; 119, 

5, 10, 11: 120: 121, 2. 
Oberlehmen 65, 3. 
Oberlützingen 61, 5. 
Oberraendig 60 V, 5; 90, 1: 

91, 7; 92. 
Obermerz (vgl. Merz) 1. 

1, 2; 32, 34. 
Oberrheinischer Kreis 203, 

39. 

Oberw eiler bei Bitburg 
Burg Hamm 62 V. 

Oberwesel, Weingärten 
350, e. 

Oberwinter 230, 12; 304, 
3, 8. 



Register. 



377 



Oberzier 262, 8; 263, 12: 

264. 
Obsenich 87, 7, 8. 
Ochtendunk 57, 9; 69, 2; 

81, 10; 89,3; 92; 94, 7. 
— , Landkapitel 73, 60. 
Ockhoven, St. Gereons- 

Frohnhof 273, 48. 
Odenkirchen 29, 13 ; 35, 8. 
Oderode, Heinrich v. — 

170, 4. 
Odilienberg 175, 2; 196,3. 
Oenssel bei Valkenburg, 

289, 2. 
Oessenvorst, Hof bei Bre- 

beren 201, 8. 
Oetgenbach, Lisa v. — 

266, 6. 
Oeverroide 153, 4 ; 154, 9. 
Offermann, Jacob, Gesch. 

der Städte etc. in den 

Kreisen Jülich, Düren 

etc. 52, 3. 
Oftending 69, 2. 
Oidtman, Familie v. — 

46, l b. 
Oidtweiler 156. 
Oist, Alvard v. — 211, 19. 
Oivenroide, s. Oeverroide. 
Olbrück 82, 16; 154, 10 ; 

190, 4. 
Olepe, s. Landsberg. 
Ollesheim 236, 4; 263 V., 

4-6; 352. 
Ollmissen, Herren v. — 

135, m ; 137, 30; 141, d; 

145, 54 b 
Olmuss, Wilh. v. — 87, n. 
Omnracensis carcer 188, 2. 
Opfergarbe 178, 28. 
Opherten 14, l; 30, 18. 
Ophoven 169, l, 2; 170, 3; 

172, 2; 191—192; 201, 

14; 210,6; 271,39; 333. 
Oppen bei Würselen 342, 

io ; 347, 50. 
Orden vom heil. Grabe 

150, 8. 
Orgelbauten : 

— zu Düren 351. io a . 

— zu Gangelt 147, 6. 
Orgeldienst 171, 2. 
Orsbach 325, 6; 329, 38; 

333; 334, 12. 
Orsbeck 192; 204, 3; 

205, 8; 209, 36; 210,8; 

212, 25; 214, 2. 
Orsbeck, Herren v. — 



154, 10; 190, 4; 205.5; 

273, 51. 
Osterhof 280, 146. 
Osterkerze, s. Jahres- 
anfang. 
Osterstein, Familie v. — 

191, 12. 
Ostia, Bischof Julian (1495) 

178, 31. 
Ostindien 188, 2. 
Ostlaender, G. 338, 16. 
Othegraven, Familie v. — 

327, 19, 20. 
Otzenrath 113,3; 114, 7 c, 9. 
Ouessem, Reinh. v. — . 

268, 21. 
Ovenius, Herrn. 231, 35. 
Overath 267, 11. 
Overbach 40, 24; 47. 
Overhusen 297, 3. 
Overmunze, Walt. v. — 

54, 2. 
Ozerath, s. Otzenrath. 

Pachtbedingungen 44, 5. 
Pachtenheim (Rhein pfalz) 

86 V. 
Pächtersrecht 153, 3. 
Pännchen, Abgabe der 

Bäcker etc. 308. IQ. 
Päpste: 
— , Innocenz II. (1130 

bis 1143) 74, 1. 
— , Gregor IX. (1227 bis 

1241) 75, 7, s; 169, 2. 
— , Alexander IV. (1254 

bis 1261) 325, 3. 
— , Bonifaz IX. (1389 bis 

1404) 208, 28. 
— , Nicolaus V. (1447 bis 

1455) 114, 7d. 
— , Pius II. (1458—1464) 

208, 31. 
— , Innocenz VIII. (1448 

bis 1492) 344, 27. 
-, Julius IL (1503— 1513) 

229, 1, 15. 
— , Innocenz XL (1676 bis 

1689) 250, 16. 
— , Innocenz XII. (1691 

bis 1700) 14, 4; 34, 10. 
— , Klemens XL (1700 bis 

1721) 331, 4. 
— , Benedikt XIV. (1740 

bis 1758) 184, 10; 185, 

15. 16; 202, 34. 
— , Klemens XIII. (1758 

bis 1769) 188, 4. 



Päpste : 

— , Klemens XIV. (1769 

bis 1774) 14, 5. • 
— , Pius VI. (1775-1799) 

92, 1; 187, e; 195, 5; 

203, 36, 40. 

Päpstlicher Legat Rai- 
mund (1502) 55, 4. 

Päpstliche Nuntien, siehe 
Nuntien. 

Paffendorf (vgl. Bongard) 
124, 1; 215, 5; 313. 

Paffenkull 338. 

Pafflich 219, 6. 

Paffrade, Anna v.— 271, 38. 

Paland, Haus 26, u ; 265 
286, 1, 4, 5; 303, 107, 108 

— , Herren von — 1, 1 
2; 14, 1; 27, 15; 29, 7 

8, 9; 30, 16, 17, 19, 20 
31, 22, 24, 25; 32, 26, 29 

33, 4; 34, V., 2, v, 35 
8, 9; 36,16; 39, 15; 40 
20; 46, 2&; 104, 6, 7 
154, 11; 155, 17; 162 
V., 2: 163, 6, 8; 173,2 
3; 190, 5; 211, 19; 221 
16; 245, 7; 252, 2, s 
266, V.; 270, 32; 271 
37, 39; 273, 47; 292, 2 
3; 297, 2, 4; 298, 10 
303, 102, 103, 106; 352, 
d, e, 26 b. 

Palander Rente 242. 6. 

Palen bach 154, 8. 

Palenberg 146, 1; 147, 2; 
167, 8. 

Pannesheide 333 V.; 334, 

12, 13. 
Papmünster 173, 4». 
Paar, siehe Masse. 
Pardelare 206, 11. 
Paris, Universität 10, 1. 
Pastoratgütern, Verpach- 
tung von — 165, 4. 
pattacons 172, 1. 
Patteren 12, 8; 15, 1, 2^ 

16, 5; 17, 19; 20, i*a ; 

22,16; 24, 1; 38, 4; 47; 

120,2; 222,25; 280,147. 
— , Haus Bock 17, 19. 
— , Herren v. — , vergl. 

Lieventhal 6, 6. 
Pauls, E. 316 V. 
paysmekere 28, 2. 
Pedernach fi3, 2. 
Peerboom (vergl. Bier- 

boem) 162, V.; 163. 7- 



378 



Register. 



Peffersack als Name (1346, 

1413) 70, 9; 76. 16. 
Peinliche Gerichtsordnung 

109, ab 
Pollenz, In der — 71, 15 17. 
Polzer, Familie — 343 T 22. 
Perugia 75, 7; 169, 2. 
Pesch, Haus — 25 V. 
Petersheim 233, 2. 
Peterwald 91, 3. 
Petternich 331, 2. 
Petrus v. Dacien 20, 7. 
Pfaffenjagd, s. Nideggen. 
Pfalz, Staats vertrage 163, 

li. 
Pfalzgrafen bei Rhein 203, 

39; 258, io—i3; 259,22; 

292, 4; 311, l*. 
Pfalz-Neuburg 281, i54d. 
Pfarrerbesteuerungen 44, 

3; 51, 7; 82, 12. 
Pfarrereinführuugsord- 

nung 192. 3. 
Pfing8thorn, Jost — 173, 3. 
Philippinen, Inseln 188, 2. 
Pick von Sieberg 269, 24 
Pickard von der Heyden 

247, 21. 
Pier 12, 8; 251, 1; 265; 

266, 1; 281, V., 1. 
Pier-Bonsdorf 252, 2. 
Pilgrum, Studienstiftung 

(Köln) 247, 35. 
Pillig 84, 18; 92. 
pint (Hohlmass) 161, Id. 
Pis8enheim 265; 289, 6; 

290. 
Pithan, Friedr. — 137, 24, 

2«; 144, °; 145, 53. 
Pläne und Karten von 

Alsdorf 294, 22. 
— , Burgbrohl, Herrschaft 

61, 1. 
— , Eltz - Rübenachscher 

Hof Wernerseck 95, 1. 
— , Heinsberg, Norbertine- 

rinnenkloster 182, 2. 
— , Hellrath 6, 7. 
— , Immerath, Flurkarte 

von — 113, 7. 
— , Inden 17, 2. 
— , Linnich und Um- 
gebung 36, 29. 
— , Linzenich, Flurkarten- 
atlas von — 41. so, 31. 
— , Nothberger Wald 279, 

115. 
— , Schachwald 174, 10. 



Pläne und Karten von 
Stolberg 338, 10, 11, 15, 
1«, 17. 

— , Trier, Erzbistum und 
Kurfürstentum 65, 19. 

— , Trips, Flurkarten von 
Haus — 164, 21;. 

— , Voh winkeler Hof 87,12. 

— , Wasseuberger Kirchen- 
busch, Flurkarte (figur) 
209 37. 

Plaidt 60, 5; 79, 0; 92. 

Plantinianaofficina 242, 19. 

Plebanatskonfoederation, 
284, 9. 

Plettenberg, Herrschaft 
251, 1. 

— , Familie v. — 247, 20. 

Pley 334, 13. 

Pdnitentenkloster inHeins- 
berg 179, 37, »8. 

Polch 93-94. 

— , Herr v. — 93, 1. 

— , Weistuin 94, 4°, e. 

Polizei-Ordnungen 35, 11; 
62, 0; 71, 21. 22; 72,38. 

Pompeius Justinianus 
144,«:. 

Poppeisdorf 112, 1; 186,6. 

Porselen 134, 10 a ; 137,25. 

Portmann, v. — 335, 1; 
339, 4. 

Porz, Amt 150, 11; 154,6,9. 

Postelats-Gulden 233, 2. 

Postille 312, 8. 

Posttarif 1692: 42, 46. 

Poypone, Anton von — 
318, 18. 

Prädikanten 96, 9. 

Praemonstratenser 286, 3 ; 
287, 1, 2; 312, 9. 

— zu Mariae Engelpforten 
84, 7. 

— in Steinfeld 99, 3. 
Präneste, Guido v. — 

192, 2 f. 
Präsenzmeister 208, 30. 
Prag 42, 41, 49; 155, 17. 
Predigten 311, 4. 
Prick v. Geibeck 270, 32. 
Pricksfeld 343, 19. 
Priesterkleidung 125, 5. 
Propsteierwald 1, 1; 26, 

12, 13; 167, 9; 300, 41, 

43, 44, 50. 

Propsteier Lehen 301, 58. 
Prozessionen (vgl. Wall- 
fahrtsort) 47, 8; 79, ii; 



250, 15; 308. il; 330, 
44k. 

Prozessionsfahne 17}', 1. 
Prozessordnungen In. 5. 
Prüm, Abtei 11, V.; b7, <;. 
Prummern 156; 157, 2. 
Pütt 176, 14; 177, 18. 
Pütz, Familie zum— 129, 

h ; 174,9; 223, 3i:350, 

f; 351, i. 
Pützfeld, Herren v. — 

244, V.; 246, 10. 
Puffendorf 156, s; 157. 
Pulheim 96, 3. 
Pulwih, Mathias de — 

75, 9. 
Pumere 75, 9. 
Pumpe-Stich 333. 

Quadt, Familie von — 31, 
21; 39, 15; 303, 95. 

— zuBeeck 130, »' ; 134,?. 

quarta capellal 60, 6 ; 2 1 4, 3. 

Quentel, Familie v. — 101, 
1 ; 350, a. 

Quentelei in Köln 287 , 18. 

Quernheim, Herren v. — 
270, 32, 33; 271, 37, 38, 41. 

Quix, Aachener Stadt- 
archivar 324, V. 

Bachenstein, Kloster — 

314, 1. 
Radermünze 72, 27 ; 77, 26 ; 

82, u. 
Raesfeld, Herren v. — 

244 V. 
Raethem 211, in. 
Raethom, Herren v. — 

219, 5. 
Raitz v. Frentz 24 V. 
Ralshoven 121, 4. 
Rammersbach, Wald 91, 3. 
Ramseil, Pet. v. — 25ö, 15. 
Randerath 37, 2; 134, k; 

136, 22; 150, 13; 157- 

160; 209, 4 ; 230, 8 ; 293, 

7; 305, 18. 
— , Burg 160, 1. 
— , Herren v. — 183 V., 2 : 

190, 1; 200, 3; 209, 4; 

244 V.; 245, 7; 246, 9; 

266,6; 271, 39. 
— , Ölmühle 160, 1. 
Rath bei Norvenich 263, 3 ; 

265; 273,49,51. 
— , Haus — bei Düren 

215 V.; 265-281. 



Register. 



379 



Rath (Kr. Erkelenz) 102, 
8; 120; 165, 3. 

— vor Nideggen 224, 48. 
Ratheim 133, *>; 193—194; 

200,i. 

Rattum, Pet.van — 317, 18. 

Ravensberg, Verwaltungs- 
organ isation 35, 14. 

Rechtsordnungen, Jülicher 

— 225, 7i . 
Redinghoven, Herren v. — 

52, l. 
Reformation 32, 29; 71, 25. 
Reformierte zu : 

— Düren 230—232. 

— Eschweiler 303-306. 

— Heinsberg 180, 2. 

— Hückelhoven 105, 3. 

— Inden 16, 13. 

— Jülich 23, 8, n. 

— Linnich 37, l. 

— Lövenich (Kr. Erkelenz) 
117,1,4. 

— , Lürken 302, 8»; 304, 3. 

— Stolberg 303, 2. 

— Süsteren 203, 4i. 

— Wassenberg 105, 3; 
212, 2, 3. 

— Weiden 304, 4. 
Reformierte Kirchen-Ord- 
nungen 159, 4. 

— Religion 195, 7. 
Regensburg, Reichstage 

(1541)71, 25; (1594) 41, 

40. 

Reichenstein, Kloster 324, 

74. 

Reicbenrode, Reinhard v. 

— 267, 8. 
Reichstage zu Regensburg 

(1541) 71, 25; (1594) 

41, 40. 

Reichs wald 303, 100 ; 323,52. 
Reid- und Hüttenwerke 

zu Eschweiler 247, 32. 
Reifferscheidt 298, 8. 
— , Herren v. — 7, 7; 

30, 13; 246, kj; 266,6; 

267, 9, 13, 14; 268, 17; 

273, 51. 
Reimersbeek 162 V.; 163, 

5; 184, 9. 
— , Herren v. — 162 V., 

4; 163,5. 
Reimen, Schützenbruder- 
schaftsstatuten in — 

200,1 
Reinen, Thom. 242, 20. 



religionis, Instructio super 

puncto — 195, 7. 
Religionsexercitium (vgl. 

Normaljahr) 203, 41. 
Religionsgravamina 1 18, 6. 
Religionsprädikanten96, 9. 
Religions Übung 1624, s. 

Normaljahr. 
Remagen 304, 8. 
Renesse, Graf v. — 62 V. 
Rennen berg, Wilh. v. — 

39, 10. 
Responsorien 228, n. 
Retorsionsrecht 230, 18. 
Reuland 247, 28. 
Reuschenberg, Herren v. 

— 49, i; 154,8; 266 V.; 

272, 46, 47. 

Renz, Joh Arnold de — 

4,4. 

Revolutionszeit, Franzö- 
sische — 324, 73. 

Rheinberg 200, 2. 

Rheineck, Schloss 60, l. 

Rheinpfalz 86 V. 

Rhein, Pfalzgrafen bei — 
s. Pfalzgrafen. 

Rhein- und Mosel-Depar- 
tement (1810) 84, 13. 

Rheydt 119, 2; 337, 22. 

— , Protestanten zu — 
181, l. 

Richtergen 245, 2, 3, 6. 

Richterich 325, l ; 326, 13, 
14; 327, 17; 328, 24, 27, 
28; 329,29; 330, 44; 333 
-334; 352. 

Rickelrath 121. 

Rieden 90 V.; 91, 8; 95. 

— , Schöffen weistum 91, l. 

Rietersbeck, Wilh. v. — 
347, 47. 

Rimburg 160, 4 ; 334. 

— , Herren v. — 200, 6. 

Rimmelsberg, Herren v. — 
34, 4 ; 35, 6. 

Ringsheim 173, l. 

ritterland 7 V. 

Rixstell 274, 53. 

Rochenhaus 295. 

Rodderberg, Herren v. d. 

— 245, 4. 

Rode, Udo de — 170, 3. 
Roden 41, 39. 
Rodenkirchen 150, 6. 
Roede 220, 8. 
Rödingen 3, 3; 11, l; 28, 
3; 32V.; 47t- 48; 215, 5. 



Rödingen, Buschweistum 

47,1. 
Rohe 303, 96, 97 ; 334. 
— , Eremitage 303, 96. 
Roelants,Jan,Buchdrucker 

229, 17. 
Rölsdorf 251, 23; 281. 
— , Gasthaus 228, 10. 
Roer, Goedart v. — 33, l d . 
Roerdorf 33,8; 36, 26; 48. 
Roermond 108, 19; 142, 

50 c; 144, f; 196,s; 204. 

4; 205, 6; 245,5,6. 
— , Bischof Reginald 120. 

4: 121,i. 
— , Diözese, congregatio 

archipresbiterorum 108, 

8. 
— , Emmauskloster 1 95, 2 a . 
Röthgen 304,8; 305, 19; 

306, 8 ; 337, 18. 
Röthgener Burg b. Esch- 
weiler 277,85— 102: 334. 
Röttgen 168,5, G, 7»; 169, 

8». 
Roevenich 269, 24. 
Roilmann von Bell 69, 3. 

— von Dadenburg 86, 4; 
154, 10. 

— von Geisbusch 86, 4; 
173, 1. 

— von Kottenheim 70, 11. 
Roisin, Familie de — 86 V. 
Roland 334, 13. 

Roleff, Familie — 247, 21. 
Rollingen, Familie v. — 

40, 23. 
Rommerskirchen 9, 3; 2<i7, 

10. 
Rosen berg, Haus — 313. 
Rossberg 260, 41. 
Rossmühle 137, 23. 
Rostock 225, 72. 
Rothe Erde 334. 
Rotheim 130, P; 209,37. 
— , Arnoldusde — 170,3,4. 
Rottweil 71, 17. 
Rougemont, de — 293, 15. 
Rovern, Simon v. — 68, 1. 
Roythusen 176, 13. 
Rübenach, Familie Eltz — 

62 V. 
Rüber (Rüveren) 68, 2. 
Rügenwalde (Ostsee) 203, 

48. 

Ruland, Familie 326, 9, 15 ; 

327, 20 : 330, 42, 44 «. 
Rumpen 331, 12, 13. 



380 



Register. 



Rumpheyro, Heinr. v. — 
206, 1 1. 

Hur(Flus8)130, t ; 140,V; 
145, 55; 260, 37. 

Rurich 121-122; 253,4; 

303. 9«. 
— . Herren v. — 46, 2 a . 
Rur-Kempen 183V., 3; 185, 

:>; 194. 
Ruyrke, Dietr. v. — 297, 4. 
Rym8teck, Farn. v. — 220, 

n. 
Rynssheim, Dietr. v. — 

86, 3. 

Saarbrücken, Graf v. — 

153, 5. 
Saarburg 77, 23. 
Saeffeln 174 V.; 175, 4; 

195-196; 268,18. 
SatFenburg, Wilh. v. — 

200,3 
Saftig 60, fi ; 95. 
Salbach, Else v. — 58, 18. 
Salm-Reifferscheidt (vgl. 

Reifferscheidt), Grafen 

— 246, 16; 298, 8. 
Sa Iva guardia 261 , 5« ; 294, 

18. 
Sammlungen von Kunst- 
gegenständen etc. 296, 6. 
Sarwerden, Graf Vincenz 

zu — 220, 9. 
Sassen, Sophia v. — 29, 

io ; 292, i —3. 
Sassenkirchen 38, 2. 
Savage, Joh. — 268, 15. 
Schaafhausen 134, io a . 
Schachbusch bei Elsum 

173, 4 d ; 174, 6, 7, 10. 
Schackum, s. Hall. 
Schade, Nicol — 56, 5. 
Schaefsberg, Familie v. — 

1 83, 2. 
Schaesberg, Schloss277, 76. 
— , Herren von — 60, 2; 

266 V.; 270,32; 277,75, 

83; 347, 47. 
Sehall, Familie — 244 V. 

— von Bell 274, 52. 

— zu Mülheim 96, 9. 
Sehallenburg, siehe Eus- 
kirchen. 

Schaltbroch 174, 5. 
Schaphausen 133, £. 
Schatzbare Güter 70, 8. 
Schatzgut (vgl. Lehengut) 

154, 9. 



Schatzheberordnung 168, 

3 f. 
Schaufenberg 48; 191, 12. 
Scheibler, Herrn. 296, 6. 
Scheid 334, 12. 
Scheiderhohe b. Porz 150, 

n. 
Scheinart, Herren v. — 

(vgl.Merode)2,2;26bV.; 

270, 3ö ; 275, m; 277, 77,78. 
Schellard, Herren v. — 

244 V. ; 266 V. 

— zu Laach 247, 21. 
Schellartshof 335. 
Schenck, Familie — 266 V. 
Schenk zu Nideggen 27, 

14»; 293, 12; 302, 90, u. 
Scherberg 309, s; 347, 51. 
Scherffchen, Hans — 190,3. 
Scherpenseel 149, 3; 160 

—161. 
Scheve 219, 6. 
Schevenhütte 243, n; 249, 

s; 279, ii5-, 332, 3, 4; 335. 
Scheyvendail, Hof 153, 5. 
Schiaderich, Herren v. — 

269, 24. 
Schierwaldenrath 196. 
Schiessspiel-Einladungen 

23,4. 
Schilde, alte — (Geld) 

25, 2. 
Schilling, dictus Halle (vgl. 

Halla) 170, 3. 

— von Eynatten 163, 5. 

— von Lahnstein 39, 14. 
schirmrecht 148, l b . 
Schlagstein 260, 30. 
Schleckheim, Hof zu — 

317, 8, 9, io, n, 12; 320, 

2!i; 321, 37. 

— , Key van — 316,6. 

Schleckuni, Apostels- 
Altars-Hof zu — bei 
Kornelimünster 315, 5. 

Schleibacher Hof 335. 

Schieiden (Kr. Jülich) 48; 
50, 2. 

Schlenderhan, Tyn v. — 
271,40. 

Schleswig 86 V. 

Schlich 226, 2, 4. 

Schlich-D'horn, s. D'horn. 

Schlossburg, Haus — 27, 17. 

Schlosserzunft in Münster- 
maifeld 83, 5. 

Schmidt, Andreas v. — 
322, 48. 



Schmidtheim (vgl. Beissel) 

276, 66. 
Schmiedezunft in Münster- 
maifeld 83, 6. 
Schmitz bürg, Familie v. — 

95, 8. 
Schneider, Kleider- (1390) 

77, 1». 
Schneiderzunft in Münster- 
maifeld 83, 4. 
Schnellen, Familie von — 

42, 48 ; 174, 9 ; 350, h-k. 
Schnorrenfei d 338, n. 
Schönau 329, 35 ; 330, 44 * ; 

352. 
— , Herren von — 245, 2. 
Schönforst 296, l, 2, 5, 7; 

306, s, 8; 335. 
Schönforst- Sy chen, Herreu 

v. — 245, 2 
Schönhausen 290, 21. 
Schönrath, Gut 296,3, 7; 

335. 
— , Herren v. — 245, 6. 
Schoevenberg, Leonh. v. — 

234,3. 
Schoneck, s. Hurt. 
Schophoven 265, i V ; 281. 
Schreinerzunft in Münster- 

maifeld 83, 5. 
schüdden 133, n . 
Schüdderfeld 260, 23, 38. 
Schümmerquartier 148 V. 
Schütter, Familie v. — 

345, 3i. 
Schütz v. Leerodt 153 V. 
Schützengarbe 73, 42. 
Schützengesellschaften zu 

— Altdorf 16, 8. 

— Arnoldsweiler 216 V. 

— Brachelen 145, 56 b , c. 

— Golzheim 240, 5. 

— Haaren 308, 1 1. 

— Herzogenrath 312. 

— Inden 16, 8. 

— Jülich 23. 

— Kobern 64, 12. 

— Laurensberg 330, 44 K 

— Linnich 37. 

— Maven 78. 

— Niederzier 262, 1, 2. 

— Ophoven 192, 2 K 

— Richterich 330, 44 k. 

— Waldfeucht 200, 1, 2. 
Schützheider Hof 319, 23; 

321, 38. 
Schnhmacherzunft in 
Münstermaifeld 84, 11. 



Register. 



381 



Schulvikare 24, 2. 
Schulwesen 17V.; 20, iy; 
22, n&, h;24, 2; 37, 30 ; 

42, 2; 66, 2; 73, 59; 79, 
ik; 118,12; 120,4; 146, 
57 f ; 152,3, 10; 159, 2, 3; 
179,38; 198,r,; 199, «, 7; 
231, 32,33; 260,34; 263, 
2; 265, ie ; 300, 36; 301, 
70 ; 305, 25; 330, 4o; 339, 
9, «o; 349, 62. 

schutt der beesten 149, 1. 
Schwalm 119, 2. 
Schwanenberg 122. 
— , Vincenz v. — 298, 10. 
Schwarzenberg, Familie v. 

— 40, 19—21; 220, 12. 
Schwarzenburg, Gut bei 
Kornelimünster 322, 44 ; 

338. 
Schwarzenbroich 234, , 3 ; 

249, 2e. 
Schweden 14, 3. 
Schweidgang. s. Limiten- 
gang. 
Schweilbach 347, 44. 
Schweinezucht 126, 3 C ; 

128, ii. 
Schweinheim, Kloster 30, 

15; 271, 41. 
— , s. Spies. 
Schweppenburg 95 — 98. 
— , Herren v. — 69, 2. 
Seh werfen 280, uy; 299, 12. 
Schwerin, Bischof Brun- 

wart (1192— 1238)85, 1. 
— , Familie — 247, 21. 
Schvnne, Herrlichkeit 

163. 5. 
Sedunensis cardinalis 

Matheus, s. Sitten. 
Seffent 326, 15. 
Seib, Familie 344, 28,30-3«. 
Sekten 180, 1 f . 
Selarius, Joh. 291, 9. 
Seibach, Familie v. — 

272, 43. 
Seigeradorf 13, 3; 48—49. 
Sendakten, -Artikel, 

-Bücher, -Ordnungen, 

-Protokolle etc. 28, 11 ; 

43, 3a; 50, 2; 73, 59; 
84, 18; 85, 38; 123, 3; 
152,5; 156,2; 159, ib ; 
184,7; 203,45, 46; 212, 
1; 241,5,7; 283, 5; 309, 
7; 330, 40, 4i; 348, 57; 
349, «0. 



Sendgerechtigkeit 84, 18. 
Sendgerichte 51, i h , 1; 

330, 40, 41. 

Sendkommissar 85, 3#. 
Sendrecht 184, 13 d. 
Sendweistümer 191, 2«; 

197, 1. 
Setterich 49; 50, 3; 154, 8. 
Seul, P J. — , Das Mai- 
feld etc. 68, 5. 
Sevenich 84, u; 290, 7. 
Severnich 173, 3; 304, 3; 
Seyn, Grafen zu — 57, 9 ; 

187, 1. 
Siegburg, Abtei 76, 13; 

99, 1; 120, 2; 188, 4»; 

190, 1. 
Siegen, Arnold von — 

167, 7. 
sielenverwerrhe = Pfarrer 

7, 8. 
Siechenhausplatz zu 

Brachelen 140, o. 
Siersdorf 49, 1; 50. 
— , Deutschordenskom- 

mende 50, 5, 7. 
Sievernich 256, V., 3; 282. 
Simpelberechnungen 79, 5. 
Sindorf 215, 5. 
Singmessen 157, 2, 4. 
Sinzig 163, 8; 266, 6; 267, 

12. 
Sittard 136, 22; 155, 13; 

159, 3*; 174, 7; 197, 

1; 204,53; 213,3; 219,3. 
— , Herren v. — 176, 15; 

182, 1. 
— , Kapuziner 121, 2. 
Sitten, Kardinal Matheus 

Schiner (1499-1522) 

58, 20. 
Sittenpolizeiliches 249, 2. 
Sieberg, s. Pick 
Snellen, Familie v. — , s. 

Schnellen. 
Snorrenbach, Dietr. v. — 

298, 8. 
Snyller 233, 2. 
Sodalitäten, s. Bruder- 
schaften, 
söider 160, 3. 
Sörs307, V.; 324; 326, 9. 
Solemacher - Antweiler, 

Freiherren v. — , 85, 

V.; 88, 15; 89, 19, 20. 
Soller 223, 33; 273, 50; 

282; 283, 1, 2. 
— , Herren v. — 12, 12. 



Spanheim, Herren v. — 

175, 1. 
Spanien, Ausweisuug der 

Jesuiten 188, 4. 

— Könige: 

Philipp II. (1556 

bis 1598) 136, 15 ; seine 

Hochzeitsfeier (1570) 

42, 41. 
Karl III. (1759 bis 

1788) 188, 4. 
Spanier in Brachelen etc. 

142, 50 e; 143, 52. 
Sparrenberg 292, 3. 
Spee, Herren v. — 124 

3; 307, 3 h. 
Spenrath 114, 7<*. 
Speyer, Bischof Bruno 

(1107—1123) 235, 1. 
— , Domstift 68, ie. 
Spiel (Kr. Jülich) 2, V.; 

50; 52, 2. 
— , Weistum 51, 7; 52, 2. 
Spiess, Familie — 247, 21. 

— von Büllesheim 190, 
1—4, <;- 191, 8; 191, 
10, 11, 13; 221, 15. 

— von Schweinheim 272, 

42. 

— zu Maubach 246, 15; 
251, 2—6. 

Spinola, Marquis de — 

142, 50 e; 144, e. 
Staatische Truppen in 

Brachelen und Lindern 

143, 52. 

Stach' von Golzheim 26, 9 ; 

267, 8. 
Stael, Familie — 270,35. 

— von Holstein 269, 2<>. 
Stahremberg, Ludwig v. — 

40, 22. 
Stammeln 242. 
Starkenwilre, Kath. v. — 

77, 20. 
Steinbach, Amt 154, 9. 
Steinen, Familie v. — 

266 V. 
Steinfeld, Abtei 99, 3; 242, 

19, 20. 
Steinhaus 335. 
— , Herren v. — 153, 4; 

267, 11. 
Steinkirchen 72, 3; 196. 
Steinmühlen, Zur — 224, 

53. 
Steinstrasse, Ort 245, 2, 6. 
Steprath 223, 34, 41; 224, 



382 



Register. 



42,43; 225, 6t>; 2G9. 24; 
270, 32; J71, 4i 

8teprath, Herren v. — 
266, V.; 269, 24; 271, 40; 
272, 43— 45; 273, 4«, 
49, 51; 275, 66; 279, 117. 

Sterberegistern, Edikte zur 
Führung von — 106, 1. 

— , Führung der— 157, s d . 

Sternach, siehe Lande- 
schaden. 

Stetternich 13,4; 33, 9; 51. 

Steuerfreiheit der Geist- 
lichen (vgl. Pfarrerbe- 
steuerung) 82, 12. 

steurgelt 128. 4c. 

Stich, s. Pumpe. 

Stockem, Gut — b.Kaisers- 
werth 315, V.; 321, 41. 

— , Gut — bei Korneli- 
münster 316 V. 

Stockgut 45, l». 
Stockheim 220, 13; 221, 

17; 222, 24, 34; 224, 42, 

43, 46, 4h, fi2; 225, 66, 

09; 238,3; 244, V.; 268, 

19; 283; 318, 16. 
Stuckum 223, 80. 
Stolberg 279, iiö; 301.64; 

304, 8, 8; 335—338; 

337, 1. 

— , chambre consultative 

338, 17. 

— .Evangelische Gemeinde 

212, 8. 
— , Gut Schnorrenfeld 338, 

11. 
— , Jagdgerechtsame 279, 

114. 

Stolzenfels 70, 6, 7. 
Stommel, Herren v. — 
219, 2. 

— v. Mühlheim, Familie 
— 268, 17. 

Stommeln 219, 2. 

— , Christina v. — 20, 7. 

Stotzheim 272, 42. 

Straelen 26, 10, 11 ; 31, 21 ; 
120, 2. 

St rass- Bergstein 237 V. ; 
238, 7. 

Strassburg 202, 25. 

Strassenbauten(vgl. Wege- 
bauten) 35, 12. 

Stravius, Rieh., 202, 28. 

Streuweiler 130, m. 

Strevesdorf, Herren v. — 
40, 25, 26, 27. 



Strevesdorf, Kriegsproto- 
koll d. Mart. Henriques 
v. — 41, 88. 

Stubeuordnung 65, 15. 

Studentenunruhen 231, 89. 

Studienstiftungen : 

— , Bischoff, Heinr., 199, 1. 

— , Cremer, 241, 1. 

— , Flüggen, Thom., 233, 2. 

— , Gropper- Pfingsthorn; 
274, 56. 

— , Pilgrum 24T, 86. 

— . Schabhaussen, Wilh., 
108, 18. 

— , Seulen, Com. 9, 7. 

— , Yaessen 194, 7, 8. 

— , Wettstein 226, 9. 

— , Ohne Namen 52, 4. 

Süchte In 337, 25. 

Süggentth 150, 13; 161; 
166, 2. 

Summer, Gestrichener — 
88, 14. 

Suerinensis episcopus, s. 
Schwerin. 

Süsteren 158, 6; 183, 1; 
192, s; 173, 4». 

— , Christianität 160, 6; 
174, 7; 184, 11. 13; 199, 
12. 

, quarta capella 160,6. 

— , Dekanat lfc4, 5; 199, 
13; 202, 28; 203, 41, 45. 

Süsterseel 197; 213, ib, ö . 

Surmont, Familie v. — 
121, V.; 122, 5, 6. 

Suys, Herren de — 322, 50. 

Swaleburne 56, 4. 

Synodalakten. Evange- 
lische — 23, 5, 6, 7; 
181,12, 13; 212, i;213, 
10; 230, 1-8: 304, 9; 
305, 10, 11; 336, 1, 5, 7, 
10—15?; 337, 24; 339, 



11, 13. 



— , Reformierte — 37, 2, 

3; 230. ic, 17. 
Synodal - Rundschreiben, 
j Evangelische 232. 50. 

I Tarsus, Erzbischof Johann 
| Bapt. (1709) 328, 28. 

taufgut 26, 13. 

Taufregistern, Edikte zur 
1 Führung von — 106, 1. 

Taufregister, Führung der 
— 157, sd. 

Tenholt 182, 2. 



Terouane, Diözese 320, so. 
Tetz (vgl. Hompesch)