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Full text of "Bevölkerung des Russischen kaiserreichs in den wichtigsten statistischen verhältnissen dargestellt von A. v. Buschen .."

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i 



Bevölkeruni^si^n^ 

University of J 

des -y^ ^^^r.. ..^ ^^ 



Russischen Kaiserreichs 



m 



den wichtigsten statistischen Verhältnissen dargestellt 



von 



A. V. Buschen. 



■*^0<t^ 



Gotha. 

Verlag von Juatu^ Y^xWvi^. 



HB 



A^or\vort. 



Das bei vorliegender Skizze benutzte Material ist 
meistens den officiellen statistischen Quellen Kuss- 
lands entnommen. Diese Quellen, bestehend aus 
tausend und abermals tausend Zahlenlisten, meist 
ohne Plan und Zusammenhang hergestellt und von 
den unteren Polizeibehörden dem Statistischen Cen- 
tralorgane eingesandt, haben in Kussland selbst mehr 
wie einen heftigen Angriff erfahren müssen. Eine 
allgemein verbreitete Meinung ist es, den russischen 
officiellen Zahlen sei nicht zu trauen und dieselben 
wären nichts wie eitel Hypothesen und Bemäntelung 
grober Missstände, Gelegenheiten zu Erpressungen u. 
8. w. Sogar einzelne Repräsentanten der AAxsiÄXjiafct^ 
tion ibeilen diese Meinaiis \mü \)ax3ä^ '^ca^^i^^Jö^'^^ 
die Statistik als Liixua xm-fli \imÄ3a^^ Kfws*. ^^sss: 



IV 

Beamten darzustellen, da doch meistens gelogen würde 
und die Mühe verloren wäre. Ehe wir also an eine 
Bearbeitung dieses Materials gingen, hielten wir es 
für unsere Pflicht, dasselbe einer strengen Kritik zu 
unterwerfen und dessen Brauchbarkeit zu constatircn. 

Es unterliegt keinem Zweifel, dass die meisten 
Angriflfe auf die officiellen Zahlen von Leuten geführt 
werden, die nur oberflächlich mit denselben bekannt 
sind und die vielleicht einzelne unrichtige Zifiern ge- 
funden haben, nie aber sich die Mühe gaben, die 
allgemeinen Resultate zu vergleichen oder auch die- 
selben zu gewinnen. Wir sind durch jahrelange Be- 
kanntschaft mit dem im Statistischen Centralcomite 
angehäuften Material vollkommen überzeugt, dass die 
unteren Beamten, wenn auch nicht immer streng ihre 
Pflichten erfüllend, doch immer vorziehen, in den 
Grenzen der Wahrheit zu bleiben, als sich die Mühe 
zu geben, systematisch -statistische Phantasien aus- 
zuarbeiten. Wir sagen systematisch -statistisch, weil 
ein einseitiges Erfinden von Facten bei der jetzt all- 
gemein angewandten Kontrole der einzelnen Zahle? 
unter einander rein unmöglich ist. Wenn also grosf 
Differenzen im Ganzen vorkommen, so liegt dies 
luebt sowohl in den einzelnen Perßöi\\\c\vVe\\ew oc' 
deren schlechtem WiiJen, als an den geaeU\\c)c\ 



stmunten Formen der E-egistrirung, der angewandten 
t Zählungsmethode. In dieser Hinsicht finden wir in 
I ßussland freilich grosse XJebelstände , doch sind die- 

selben mit der Zeit abzuwenden. Auch bieten sie 
für den Kenner, den Mann vom Fach, keine unüber- 
steigliche Hindernisse, sondern nur ein Plus von 
. Arbeit und Mühe, durch welches sich der Statistiker 
nicht abschrecken lässt, das aber die Dilettanten 
1 leicht entmuthigt. In letzter Zeit, unter rationeller 
I Leitung des Statistischen Centralorgans , ist freilich 
nur wenig geschehen, dafür spricht aber eben dieses 
Wenige für die Sorgsamkeit der Ausführung. Da wir 
nun mit dem ganzen Gange der statistischen Arbeiten 
der letzten Jahre ziemlich genau bekannt sind , so 
stehen wir nicht im Geringsten ab, ihnen Glauben 
zu schenken und haben dieselben zur Basis unseres 
Büchleins mit gutem Gewissen benutzt. 



Sämmtliche Fälle, in denen unerklärliche 
Abweichungen vorkamen, sind speciell berücksichtigt 
und besonders besprochen worden. Alles Uebrige 
stimmt mit den natürlichen Gesetzen der Statistik 
zusammen und muss also , mit Ausnahme einzelner 
Unrichtigkeiten, die keinen oder nur gerin^eiL Exä.- 
ünsB auf das Ganze ausüben , a\& öäx ^ ^^Keas®!^ ^'^«t 
nahe betrachtet werden. "Der Am», öäx '^XäJgä*^^ ^^ 



/■ 



VI 

nicht in der todten Zahl, sondern in der Yergle 
chung, im Verhältniss, und dabei kommt es in 
einige Hunderte oder Tausende mehr oder wenig 
nicht an. 

y. Buscheiu 



I n li a 1 t. 

Text. 

Seite 

§. 1. Stammyerscliiedeiilieit ...... 1 

§. 2. Yolkszahl und Yolksdichtigkeit . . . .12 

§. 3. Vertheilung der Beyölkening nach Wohnplätzen . 18 
§, 4. Vertheilung der Bevölkerung nach dem Geschlecht 

(Sexualyerhältniss) 20 

§. 5. Heirathen 24 

§. 6. Geburten im Allgemeinen 28 

§. 7. Sterblichkeit 35 

§. 8. Ab- und Zunahme der Bevölkerung . . .40 

§. 9. Ständeunterschiede 43 

§. 10. Beligionsunterschiede ...... 55 

Tabellen. 

I. Nachweis über die Vertheilung der Nicht - Slavischen 

VÖlkerstärarae im Europäischen Russland . . 58 

II. Nachweis über die Zahl der in den westlichen Gou- 

vernements angesiedelten Polen . . . .62 

III. Volkszahl und Volksdichtigkeit im Europ. Ilussland 63 

IV. Stadt und Land 65 

V. Vertheilung der Geschlechter nach Stadt und Land . 66 
VI. . Heirathen ........ 68 

VII. Geburten (im Allgemeinen) . . ... .70 

VIII. Uneheliche Geburten . . . . . .72 

IX. Sterblichkeit 74 

X. Ab- und Zunahme der Bevölkerung . . . .76 

XI. Vertheilung der freien Staatsbauern, Apanagebauem 
und Leibeigenen 78 

XII. Bevölkerung nach den Beligionsbekenntnissen . . 80 



§• 1- 

Stammverschiedenheit. 

Es giebt wohl kein Reich in der ganzen Welt, 
dessen Bevölkerung so bunt zusammengewürfelt wäre 
wie die Bevölkerung Russlands. Siebzig Millionen 
leben auf einer ungeheuren Fläche von 370,000 
n Meilen und gehorchen der Macht und dem Gebote 
der Zaaren ; und tausend und abermals tausend klima- 
tischer, topographischer und historisqher Verhältnisse, 
wie solche nur bei einem Reich, welches den neunten 
Theil der bewohnten Erdliäche bedeckt, vorkommen 
können , scheiden die einzelnen Theile dieser Menge, 
bilden schroflfc Gegensätze, die nur langsam durch die 
immer weiter und weiter vordringende und Alles nivel- 
lirende europäische Civilisation aufgehoben werden. 
Noch bis 'jetzt deckt ein tiefes Dunkel so manchen 
Volksstamm des weiten russischen Ostens. Selten nur 
dringt eiiropäische Wissbegierde oder Spekulations- 
geist bis in die fernen Urwälder Sibiriens, zwischen 
Jenissei und Lena und jenseits der Lena; selten 
verirrt sich Jemand bis in die erstarrten Eisfelder 
und gefromen Sümpfe der Mesen'schen Tundra; noch 
seltener betritt ein Europäer die unzugän^Uahföö. "Bk<st%- 
Schluchten der westlichen TLa(ÄvetV<ö%^coL ^^^^ ^^'^ «^"^ 
seit einem Jabie unterworfenen T>a;^'b«X»s^* V^^'e.iösiNsäoiye^ 



und jetziger Kulturstand, Religion und Sprache vieler 
Völkerschaften sind noch bis jetzt nur höchst ober- 
flächlich bekannt. Sogar der, an Zahl und Kultur 
sämmtlichen anderen Stämmen überlegene, grossrussi- 
sche Hauptstamm ist durch Uebersiedelungen und all- 
mälige Aneignung fremder, lokaler Sitten vielfach ge- 
spalten imd stellenweise dem allgemeinen Verbände 
entrückt, so dass einzelne Abtheilungen desselben 
beinahe unbekannt sind. Rechnet man nun, ausser 
dieser, durch innere und äussere Umstände bedingten, 
Unbestimmtheit, noch die verhältnissmässig bedeutende 
Unvollkommenheit und Unzulänglichkeit der in Russ- 
land angewandten statistischen Methoden, so stellt sich 
von selbst die ungeheure Schwierigkeit einer voll- 
kommenen Uebersicht der russischen Bevölkerung und 
deren Verhältnisse heraus. 

Um einen, wenn auch nur gedrängten, ethnographi- 
schen Ueberblick über die 70 Millionen russischer 
Unterthanen und deren Stammverschiedenheit zu er- 
halten, müssen wir zur historischen Methode unsere 
Zuflucht nehmen und die Hauptveränderungen in 
Kürze durchgehen. Als Ausgangspunkt ergreifen wir 
die Zeit, in welcher wir die ersten schriftlichen Nach- 
richten über die Völker des heutigen Russlands bei 
Herodot finden. 

Scythen heissen bei Herodot die Völker, welche 

im Norden vom Pontus Euxinus die weiten, von der 

Rha, dem Tanais, Borj-sthenes und Tyras durch- 

ßtrömten Flächen inne hatten. Ein. mlder, uomadi- 

ßirender Stamm, meist beritten uad Vki Qi«i\stÄ.\x'c\i ^wi 



Bogen und Pfeil wohlbewandert. Mehr nach Norden 
wohnten die Sarmaten, weniger kriegerischen Sinnes, 
das Feld bebauend und Heerden ziehend ; noch weiter 
im Nordosten, im Lande der Federn *), Thyssageten, Jagd 
treibend und vom Wilde lebend (H^wovai äe und S'tjQijgy 
Her. IV. 22. Juxta Tanain Thyssagetae Turcaeque 
yastas silvas occupant alunturque venando, Pomp. Mela 
Lib. I. cap. ult). An supra habitet aliquis, nescimus, 
sagt Strabo (Cap. YIl). Diese drei Stämme sind un- 
streitig die Urbewohner des heutigen Kusslands und 
es ist nicht schwer, in ihnen die Hauptvölker des 
heutigen Eeichs, Türken, Slaven und Finnen, zu (t- 
kennen. Der erste dieser Stämme ist bis auf wenige 
XJeberbleibsel im Gewühle der Völkerwanderung ent- 
weder untergegangen oder in andere Gegenden ge- 
drängt; die beiden letzteren finden wir, freilich in 
ganz anderen Verhältnissen, heute wieder. 

Das weitere Schicksal dieser drei Haupttheile vor 
und während des Gedränges, welches die von Osten 
aus den Kaspischen und Aralischen Steppen und aus 
den noch ferneren Berggegenden Hoch -Sibiriens her- 
vorbrechenden Nomaden türkischen und mongolischen 
Stammes verursachten und welches die Geschichte 
mit dem Namen der grossen Völkerwanderung be- 



^) Das Land der Federn ist geographisch nicht zu be- 
stimmen. Doch muss es an der Wolga zu suchen und finnisch 
sein, denn noch heute existirt bei den Tscheremissen und Tschu- 
waschen (finnische Wolga-Stämme) das Fest 8«va&«b TL<dj(^V\. ^<st. K2«^^^- 
saat, bei welchem auf den frisch umgop^^<^«ix. K-Otat iss^ ^^»«N- 
Federn ansgeBtreut werden. Es iat ^eBft% eVo. wqä ^««v ^«v^ss^i- 
thume Btamunenäer Gebrauok. - - 



zeichnet, bleibt uns ziemlich unbekannt. Nur Hyp< 
thesen sind au£zustellen und schwer ist es, aus de 
wenigen historischen Daten etwas Sicheres festzi 
stellen. — Doch nachdem der Sturm sich verzogei 
nachdem die meisten Völker auf Grund und Bodc 
des Römischen Eeichs bleibende Stätten gegriind< 
haben y finden wir wieder Nachricht über die Völk< 
Eusslands. Im Centrum sind es die früheren Slavei 
die dem Andränge weichend sich mehr nach Norde 
und Nordwesten gezogen haben und in stetem Kampl 
mit den zurückweichenden Finnen begriffen sind. A] 
Ilmensee finden sich die ersten geordneten Zustand 
Nowgorod ist die Hauptstadt des grossen uordslavischc 
Völkerverbandes mit patriarchalisch - republikanische 
Formen. — Finnen halten noch immer den ganze 
Norden und Nordosten von den Quellen der Wol 
bis zu deren Mitte und in vereinzelten Stämmen ai 
an den unteren Gegenden des Stromes. Sie nen? 
sich selbst Morast-Männer, Suomalaiset (Suo=::Mora 
Sabmeiadha und Gothen übersetzten diesen Na 
in „Fen", „Finne". Die Finnen kannten keinen S 
sondern lebten zerstreut in einzelnen Stämmen 
leicht eine Beute jedes Eroberers wurden. Erst f 
entsteht in dem Lande der Scrithfinnen (Schlitü 
läufer oder Ost -Finnen) an der Wjatka und 
eine Art finnisches Keich — Biarmia oder das 
Perm — , welche» mit den Bolgaren und Chasar» 
zantinem und Arabern Handel mit Pelz unc 
be/n (^aiZrosfl - Zähnen) treibt. Im. Südo^^w 
^oaä immer türkische VölketBchaftÄii, öa^ ^^ 



Zeit aus Asien hineinbrechen und, die vereinzelten 
slavisch - finnischen Stämme, so wie auch die Ueber- 
bleibsel der grossen Völkerwanderung in der süd- 
russischen Steppe tributpflichtig machen. So hausen 
hier eine Zeit lang Awaren, hierauf Chasaren, Pe- 
tschenägen und endlich Polowzer, die lange Zeit in 
dem heutigen Orenburg'schen Gouvernement ihr Un- 
wesen trieben. Der untere Theil des Wolga -Landes, 
die Steppen am Don, die Steppe bis zum Kaukasus 
und endlich die fruchtbaren Flächen an der Dniepr- 
und Dniestr - Mündung wurden während dieser Hin- 
und Herzüge beinahe gänzlich entvölkert, bis endlich 
der über den Ural und Kaukasus hereinbrechende 
Strom der Mongolen, von einer Menge türkischer, 
unter dem allgemeinen Namen von Tataren bekannter, 
Völkerstämme gefolgt, sämmtliche Völkerreste mit sich 
vereinigte und nach fruchtlosem Kampfe mit dem 
Westen den ganzen Südosten tatarisch machte. Das 
grosse Tatarenreich erhielt seinen Hauptsitz an der 
Wolga und zerfiel in mehrere sekundäre Lehnsstaaten. 

Slaven und Finnen zahlten Tribut. 

Seit der Mongolenzeit (XIII. Jahrhundert) kommen 
in Russland keine Völkerzüge in grossem Maasstabe 
vor. Ein neuer Abschnitt ethnographischer Umsetzung 
beginnt. Die durch Verlust von Land und Leuten an 
Tataren, Lithauer und Polen scheinbar geschwächten, 
in Wirklichkeit aber koncentrirten grossrussischen Sla- 
ven überflügeln in kurzer Zeit an innerer iliLtw\<ikÄ.- 
lung" ihre Nachbarn und "bieiten «vötv x^ms^Oö. «»j^* "^^i& 
Schwert unterwirft emen lSacMö«t«X»sßxfiL w.^ ^^^ 



anderen. Einführung der christlichen E^ligion, Koloni- 
sation und intellektuelles Uebergewicht vereinigen mit 
den Grossrussen Tausende entnationalisirter Finnen, 
Tataren und Lithauer, die, in einzelne geographische 
Gruppen zerrissen, fremden Einflüssen mehr oder 
weniger unterworfen, bald ihren Stammcharakter ver- 
lieren und, in einzelne, an Religion, Lebensweise und 
Bildung verschiedene Völker verwandelt, einander 
fremd werden. Zuerst sind es die Finnen, die dem 
wachsenden Uebergewichtc der Grossrussen Kaum 
geben müssen. Nach drei Richtungen wird der finnische 
Völkercomplex durch den Andrang der Slaven zer- 
rissen. Vom Urnen nach dem Baltischen Meere, zur 
Mündung der Newa geht der erste Strom, auf seinem 
Wege die Tschuden nach Esthland, die Jämen (Haema- 
laiset) nach Finnland zurückdrängend, die Suomis zer- 
streuend und mit Kolonisten versetzend. Zur Mündung 
der nördlichen Dwina, an das Weisse Meer geht der 
zweite Strom, links die Karelen an die finnischen Seen 
(Onega und Ladoga) drückend, rechts Jugren und 
Samojeden in die Petschora- Tundren jagend und auf 
seinem Wege die Dwina - Finnen , . die Völker an der 
Wytschegda und an der Wym mit dem Schwerte ver- 
tilgend. Ein dritter Zug beginnt später durch das 
reiche Biarmien, die Kama aufwärts nach dem gold- 
reichen Ural und den fabelhaften Schätzen Sibiriens 
Das Pennische Volk wird durch Kolonien und mi' 
tärische Occupation in viele Gruppen zerrissen. Wogul 
und Ostiaken. ßüohten jenseits des "üt«\ä. ^yt^,«*^ 
sobliesaen sich südlich au die Samoieden an. "fierov 



und Wotjaken ziehen sich in vereinzelten Gruppen 
in die Permischeh Wälder zurück, wo sie 1375 
Stephan, der erste Bischof von Gross -Perm, allmälig 
durch Zwang dem Christcnthumo zuführt. Es sind 
dieses die einzigen finnischen Stämme, die bei dem 
Andränge der Küssen auf ihren früheren Wohnplätzen 
blieben und jetzt mit ihren Bezwingern vermischt ihr 
Stammland bewohnen. Hechts von diesem dritten 
grossrussischen Kolonisationszuge, an dem Zusammen- 
flusse der Kama und Wolga, drängen sich die Tschere- 
missen, Mordwen und Tschuwaschen zusammen, welche 
dem doppelten Einflüsse der Slavon von Westen 
und Norden und der Tataren von Süden und Osten 
ausgesetzt am meisten entnationalisirt wurden. In 
Folge dieser historischen Facta stellt sich, die heutige 
Gruppirung der finnischen Völkerschaften in vier 
grössere Völkercomplexe heraus: 

1) Nördliche Baltische Gruppe, enthaltend die Lap- 
pen im äusscrstcn Norden, die eigentlichen Finnen 
in Finnland (in verschiedene Gruppen zerfallend) und 
endlich die Karelen an der Grenze von Finnland und 
Olonetz und im letzteren Gouvernement. 

2) Südliche Baltische Gruppe, enthaltend dieTschuden 
oder Esthen in Estlüand, der nördlichen Hälfte von 
Livland und theilweise auch in den Umgebungen von 
St. Petersburg. 

3) Uralische Gruppe, enthaltend die Samojeden 
(Nordosten des Gouvernements Archangelsk und Notd- 
Sibirien), Wogulen (ienaeit» 4e» \ix«5Ä *\hl ^wsj^'st- 

uement Tobolak), Ostiaken m fliet ^\ä«. ^X3DA'^«^^'^ 



8 

(mit den "Wogulen eines Stammes) '), Sjrrjanen im Osten 
des Gouvernements Wologda, Wotjaken (Gouvernement 
"Wjatka), Permjaken (Gouvernement Perm) und Mesch- 
tscheriaken (Gouvernement Orenburg, meist mit Basch- 
kiren vermischt). 

4) Wolga -Gruppe, enthaltend: Tscheremissen, bei- 
nahe durchgängig am linken Wolga -Ufer, in den 
Gouvernements Kostroma, Nishegorod und Kasan, 
Mordvinen am rechten Ufer der Wolga, in Nishe- 
gorod, Kasan, Pensa, Ssirabirsk, und endlich Tschu- 
waschen, ein Gemisch von Finnen und Tataren, in 
den Gouvernements Ssimbirsk, Ssaratow, Kasan und 
Ssämara. 

Später als die Finnen fühlten die Tataren des 
Südostens das russische Uebergewicht. Hier war es 
vorzugsweise die kriegerische Grenzbevölkerung, die, 
an Raubzüge und Ueberfälle gewöhnt, erst nach langer 
Zeit sich entschloss. Gleiches mit Gleichem zu ver- 
gelten, und in die entvölkerten Steppen vorzudringen» 
Am obererit Don entstanden aus meist grossrussi- 
schen Elemeutfen^ stark mit Flüchtlingen aus ver- 
schiedenen und besonders tatarischen Stämmen ver- 



^) Unter dem Namen Ostiaken begreift man Völker ver- 
schiedenen Stammes, doch lassen sich drei Hauptgruppen unter- 
scheiden : a. Ostiaken an der Tura und Tawda ; b. Ostiaken an 
dem Ob und Narym (eigentlich Samojeden) und c. Ostiaken am 
Jenissei (eine besondere Sprache sprechend und von Klaproth 
als besonderer Stamm betrachtet). Das Wort Ostiak ist kein 
Völkemame, sondern bedeutet im Tatarischen einen Flüchtling, 
^ioen Wilden, und ist darum aUen Yö\keTii'We%\.-^iÄiVxASiTk&, <^toÄ 
i^oterscbied des Stammes , aiigeeigiiet. 



setzt, die Donischen Kosaken, die allmälig bis zum 
Asow'schen Meere vordringend einzelne Schwärme nach 
verschiedenen Eichtungen ausschickten. Drei dieser 
Schwärme erkämpften sich Grund und Boden und 
bildeten neue militärische Kolonien; es sind die Kosaken 
am Terek (Kaukasische Linie), am Ural (Uralische 
und Orenbui^sche Linie), am Tobol (Sibirische Kosa- 
ken). Diese letzteren finden wir jetzt immer weiter 
nach Osten vordringend, am oberen und mittleren Amur, 
wo ein Theil erst im vorigen Jahre angesiedelt wor- 
den ist. Vor dem kriegerischen Geiste der Kosaken 
zogen sich die Tataren immer mehr zurück, und als 
die mächtigen Reiche Kasan und Astrachan fielen, 
als die Grossrussen dem Laufe der Ströme folgend 
die Mündungen der Wolga, des Don und Dnicpr er- 
reicht hatten, da blieben von der ganzen Tataren- 
Herrschaft nur noch folgende zerrissene und immer 
schwächer werdende Gruppen nach: 

1) die Kasan'schen Tataren an der mittleren Wolga, 
meist Städtebevölkerung, stark mit Russen und Finnen 
versetzt; 

2) die Nogaier, welche noch bis jetzt in deji grossen 
Salzsteppen zischen Don und Wolga nomadisiren 
und am meisten Sitte und Wesen ihrer Vorfahren 
behalten haben; 

3) die Krimischen Tataren, mit Griechen und Juden 
vermischt. 

Zu diesen türkischen Stämmen gesellen sich iLvua. 
noch die später eingewandei^ii "K\T^taÄ«v\. V«^ ^^"^ 
nement Aßtrachan und dioBasclilkixeiiVm^wx'^etviföaÄ^^ 



10 

Orcnburg, so wie zahlreiche Tataren -Stämme in Si* 
birien und am Kaukasus. 

Noch später, als der Kampf mit den Tataren, 
beginnt der Kampf mit dem Westen, der aber nicht 
den Charakter trägt, den wir im Nordosten und 
Südosten gefunden haben. Im Westen findet sich 
kein Vorschieben des grossrussischen Elements, keine 
Beeinträchtigung anderer Nationalitäten, wohl aber 
eine Erweiterung der Grenzen und allmälige Wie- 
dervereinigung der dem grossrussischen Stamme durch 
Zeit und Geschichte entfremdeten Bruderstämme. 
Weissrussen, Lithauer, Kleinrussen (am rechten Ufer 
des Dniepr) sind hier Stammbewohner. Die Klein- 
russen (in Kijew, Wolynien, Podolien und ausser- 
halb der russischen Reichsgrenzen in Ost-Galizien *)) 
bilden bis zum Ende des XIV. Jahrhunderts meh- 
rere selbständige Fürstenthümer , die in einer Art 
Lehnsverhältniss zum Grossfürstenthum Kijew stehen. 
Nachdem der Sitz des Grossfürs tenthums nach Mos- 
kau verlegt worden war, nachdem der Mongolen- 
Schwarm die meisten dieser Fürstenthümer ihrer Kraft 
beraubt hatte, verschwinden im Südwesten allmälig 
die selbständigen Herrschaften, indem eine nach der 
anderen, und endlich auch Kijew, durch freie Wahl 



^) 2 Millionen Kussinen, die mit den russischen (oben an 
geführten) Russincn bis zur Mongolenherrschaft unter Fürste: 
aus Rurik's Stamme die Hauptmacht des russischen Reichs, mi 
der Hauptstadt Kijew, ausmachten. Erst im XIV. Jahrhunder 
wird der ^ossfurstliche Sitz in Moskau, fern von dem un 
mittelbaren Einünsse der Polen, Lit^auei unöi T^X^icii, wd 
geschlagen. 



11 

und Heirath an Lithauens Fürstenstamm föUt. Zu- 
gleich entwickelt sich aucli hier das Kosakcnthum, 
als nothwendige Folge der tatarischen Nachbarschaft. 
Die Vereinigung Klein-Russlands mit Lithauen brachte 
keine ethnographische Veränderungen in der Bevölke- 
rung, wohl aber die Vereinigung beider mit Polen 
unter Jagello. Seit dieser Zeit (1387) beginnt eine 
bedeutende Beeinträchtigung des russisch-lithauischen 
Elements durch das polnische. Kolonisation, Errichtung 
von Stadtgemeinden imd namentlicli Dotirung des 
polnischen Adels mit Land und Leuten *) bringen in 
die westlichen Provinzen eine bedeutende Anzahl 
Polen, mit denen zugleich auch die Juden erscheinen. 
In Lithauen befördert die Einfiilirung der katholischen 
Religion die Entnationalisirung und hat namentlich 
die Städte beinahe ganz polnisch gemacht. Nicht so 
aber in Wolynien, Podolien und der Ukraine, wo das 
Kosakenthum weder Leibeigenschaft, noch roniischeu 
Ritus dulden wollte. Polnischer Bekehrungseifer und 
IJnterdrückungssucht erweckten den patriotischen Sinn 
der Kleinrussen und führten zur freiwilligen Ver- 
einigung der Ukraine mit Moskau. Erst nach 300 
Jahren, nach blutigen und lieissen Käni])fen, erlangte 
RusBland wieder seine Stammlande, Klein-, Weiss- 
und Schwarz-Reussen , in denen der polnischen Herr- 
schaft Grenzen gesetzt wurden. Das ausgesogene 
und entvölkerte Lithauen wurde 1794 erworben und 



^) Seit dieser Zeit finden Yrir die etaXei^ ^^xä^w NöVt\Ä^- 
) eigenBcbaft im Westen. In GTOBSTuaa\Q.iid cta^eoÄ ^^^a.'ä^'^ «^'*'*^ 
mit dem Ende des XVI. Jahrh\mdeT\.a. 



12 

hiemit die alten Grenzen des Keichs wieder herge- 
BteUt »). 

Der jetzige Bestand der russischen Bevölkerung nach 
Nationalitäten geht aus den gegebenen Tabellen her- 
vor, von denen die erste die Anzahl und die Verthei- 
lung der fremden Nationalitäten überhaupt , die zweite 
aber speciell die Verbreitung des polnischen Elements in 
den westlichen Provinzen nachweist. Die Zahlen der 
ersten Tabelle entnehmen wir hauptsächlich den Ar- 
beiten des Herrn Akademikers v. Koeppen, den besten, 
die Eussland in dieser Hinsicht besitzt. Die Zahlen der 
zweiten Tabelle stammen von einer speciellen Zählung, 
auf Nachweisen des Klerus und der Parochiallisten ge- 
gründet. Da % des Klerus katholisch und polnischer 
Herkunft ist, so ist es unmöglich, diese Nachrichten 
einer Fälschung oder Parthcilichkeit zu zeihen. Auf 
jeden Fall sind diese Zahlen die beste Antwort auf 
die lächerlichen und nur auf totaler Ignoranz der 
Geschichte basirtcn Ansprüche der Polen. 

§.2. 
Volkszalil nnd Volksdichtigkeit. 

Ehe wir zur Beleuchtung der räumlichen Ve 
theilung der Bevölkerung des Europäischen Kusslar 
übergehen, müssen wir einige Worte über die G^ 



^) Lithauen zahlte früher an Kijew Tribut und ge> 
theüweise zum russischen Reiche. Dafür fehlt von den 
Kijew'schen Reiche noch das Fürstenthum Halicz (Bot! 
aifer Ost - Oalizien) , irelches nicht längst noch am öf 
seilen Reichstage gegen den ihm aufgebürdeten. poVi» 
protestirt hat. 



13 



esammtareals und dessen administrative Ein- 
ig sagen. 
sanunt-Eussland zerfallt in administrativem 

in fünf Haupttheile , nämlich: Bussland (das 
iische), Polen, Finnland, Sibirien und die Kau- 
le Statthalterschaft *). Es unterliegt keinem 
il, dass bei einer Bestimmung des Areals dieser 
Buren Ländermasse mehr als eine Schwierigkeit 
lieh in den Weg tritt und eine richtige Zahl 
;lich gefunden werden kann. Dessen ungeachtet 
Lahm der Verfasser, im Auftrage des Statistischen 
3*s, die Zusammenstellung der einzelnen Bestim- 
jn nach Gouvernements und Bezirken auf Gründ- 
er besten vorhandenen Berechnungen und erhielt 
ier folgenden Resultate. Hauptbasis war die 
letrische Kartenberechnung des Herrn Schweitzer 
skau, bei welcher, ausser der, namentlich in 
sn und in Ost - Bussland , unvermeidlichen Un- 
;keit der Karten, sich noch eine für den Statis- 
sehr wichtige Schwierigkeit herausstellte. Herr 
titzer folgte nämlich in vielen Fällen den höchst 
rlich bestimmten Wassergrenzen und brachte 

durch Einschluss einzelner Theile von Seen und 
von Meeren in das Areal der einzelnen Bezirke 
rouvemements , mitunter sehr irrthümliche und 
irklichkeit durchaus nicht entsprechende Zahlen 



Kussisch - Amerika ist l^i^eü^.Xi'viLUi ^ydät ^«vssj^^'^gcsjÄ. ^^sä. 
um Reiche in denselbeii ^ci\'fc\3kÄa%'KSi>> 'va. ^^ävsäws^ ^^- 
n der Krone Englanda \>\a \%^Ö «\asA. 



14 

heraus. Indem nun die Zahlen des Herrn Schweitzer 
überhaupt einer strengen Kritik unterworfen und 
dabei, wo es nur möglich war, dieselbe^ durch 
Bestimmungen der neuesten (sehr detaillirten) topo- 
graphischen Vermessung ersetzt wurden, nahm sich 
der Verfasser zur Eegel, sämmtliche in das Areal ein- 
geschlossene Wasserflächen besonders zu berechnen 
und ungetheilt denjenigen administrativen Territorial- 
eintheilungen zuzutheilen, die den meisten Ailtheil 
an der Uferstrecke haben '). Nur dadurch konnte 
eine richtige Norm für das Verhältniss der Bevölke- 
rung zum Areal gewonnen werden. Auch wurden die 
neuesten Territorialveränderungen berücksichtigt, da 
viele der von Herrn Schweitzer gebrauchten Karten 
alte und unrichtige Grenzen führten. Die nach allen 
diesen Berichtigungen gewonnenen Zahlen gaben nun 
für die jetzt existirende Eintheilung folgende B;esultate: 

DW. DM. 

1. Europäisclies Kussland 4,363031.6 90134.63 

2. Polen (das Königreich) 109244.0 2257.81 

3. Finnland (Grossfürstenthum) . . . 330000.0 6870.00 

4. Sibirien 12,730344.0 263065.84 

5. Die Kaukasische Statthalterschaft . 388713.0 8033.78 

Summe 17,921333 370362 

Darunter sub 1. der Ladoga 332.10 D^«» das 
Asow'sche Meer 637.64 QM., so wie 150 Landseen 
mit 810 DM. Sub 3. alle Landseen. Sub 4. alle 1 

^) Es giebt in Bussland 159 Seen, deren Oberfläche be- 1 

stimmt worden ist und deren Grösse einen sehr starken Einfluss ! 

auf die Ziffer der Volksdichtigkeit ausübte. So z. B. der Ladoga, 1 

welcher unter 4 Bezirke yertheüt war und das Areal derselben | 

beinahe verdoppelte. Das Asow'sche Meer, der OTi%%%i,^«iV^'^%>x.%.'«. ^ 

brachten nicht geringere Störungen "kLeixoT. 



15 

jandseen, jedodi* mit Ausschluss des Caspischen 
ifeeres und Aralsees. Sub 5. sämmtliche neu incor- 
jorirte Ländertheile 1859 [JM. 

Die Bevölkerung des ganzen Eeichs betrug irä 
ahre 1858 nach den von dem Statistischen Comite an- 

;enommenen Zahlen beinahe 74,000000; davon kamen 

auf das Europäische Bussland . . 59,330752 
auf das Königreich Polen . . . 4,764446 
auf das Grossfürstenthum Finnland 1,636549 
auf Sibirien und seine Nebenländer 4,035000 
auf die Kaukasische Statthalterschaft 3,764000 i) 

•der im Durchschnitt auf eine n^eile^): 

im Europäischen Bussland 689 

im Königreich Po^en 2110 

im Grossfürstenthum Finnland . . . . 238 

in Sibirien 15.4 

im Kaukasischen Gebiete 468 

Was die Vertheilung dieser Bevölkerung nach 

.^rovinzen, Bezirken u. s. w. betrifft, so enthalten wir 

ins jeder näheren Erörterung in Hinsicht der letzten 4 

["heile des russischen Reichs und begnügen uns, nur 

dnige Worte über die Vertheilung der europäischen 

Bevölkerung nach Gouvernements zu sagen, obgleich 

lie verhältnissmässig viel ausführlicheren und auch 

n Hinsicht der Kritik mehr geläuterten Data nach 

^zirken dem wissenschaftlichen Forscher höchst inlcr- 

jssante Zusammenstellungen bieten. Die meisten Gou- 

'^emements stellen grosse Verschiedenheiten in der 



*) Ohne die Bergvölker yon Abchasien und Daghestan, jedoch 
Dclusive Mingreliens, Zebelda's und Ssamursakans. 

^) Mit Ausschluss der ermittelten Wasserflächen des Lado^«.^ 
les Aso waschen Meeres, so wie 159 Idemetet ^tcü, ^<et^«viSa»SÄ.- 
eben Inseln, jedoch inclusive aller unter Q.W \2^«^<Ka >gt<Ä^'eÄ'«^ 
}en in Europa. 



16 

inneren Vertheilung der Bevölkerung dar. So hat das 
Gouvernement Wladimir 2600 und 1000 in ver- 
schiedenen Bezirken, Wologda hat 1300 und 120; 
Kasan 2200 und 600; Kostroma 1700 und 200; 
Nishegorod 2700 und 500; Perm 800 und 60, u. 
s. w. Die Mittelzahlen geben also nur höchdt ober- 
flächliche Ansichten und verwischen häufig die grellen 
Contraste, welche nicht selten auf geringem Eaume 
stattfinden. Tabelle III giebt die Volksdichtigkeit im 
Europäischen Russland nach Gouvernements. Aus 
dieser Tabelle, so wie auch aus Anschauung der Karte 
Nr. 2 ergiebt sich nun Folgendes: 

Die grösste Dichtigkeit finden wir in den beiden 
russischen Stamraländem um Kijcw und Moskau, in 
6 Gouvernements (Moskau, Tula, Kursk, Charkow, 
Podolien und Kijew), von denen 3 grossrussisch, 3 klein- 
russisch sind und jedes über 2000 Einwohner auf 
die ftuadratmeile zählt. Obenan steht Moskau mit über 
3000 Einwohnern, welches also der mittleren Volks- 
dichtigkeit in den meisten europäischen Staaten nichts 
nachgiebt. Zwischen den beiden Centren zieht sich 
eine Gruppe von 9 Gouvernements der 2. Klasse mit 
2000 — 1500 Einwohnern auf jede Meile. Nur Jaross- 
law liegt nordwärts von Moskau. Indem wir die 
beiden ersten Klassen vereinigen, erhalten wir einen 
Complex, welcher sich von der Mitte nach Südwesten 
erstreckt und die ältesten und folglich auch am 
meisten fortgeschrittenen Provinzen des B;eichs um- 
fasst. Um diesen am meisten bevölkerten Theil Euss- 
Jands zieht sich nun ein Eing von \^ OouNexw^TSk^e^XÄ 



17 

der 3. Klasse mit 1500 — 1000 Einwolinern und von 
10 Gouvernements der 4. Klasse mit 1000 — 500 Ein- 
wohnern auf die Q Meile. Die erste breitet sich meist 
nach Nordwesten, die zweite nach Süden aus, wo 
die Steppennatur und Tatarenherrschaft einen langen 
Stillstand der Bevölkerung verursacht haben. 

Fem im weiten Nordosten und an der Mündung 
der Wolga und des Don liegen 7 Gouvernements der 
5. Klasse mit 500 — 100 Einwohnern auf die nMeile 
und endlich im äussersten Norden das Gouvernement 
Archangelsk mit nur 20 auf die □ Meile, das Minimum 
der relativen Bevölkerung im europäischen Theile des 
Reichs. 

Die am meisten bevölkerten Provinzen des Cen- 
trums begreifen den am besten augebauten und auch 
in Hinsicht der Industrie am meisten fortgeschrittenen 
Theil des Keichs. Das allgemeine Fortschreiten der 
reichen Gouvernements im Wolga-Bette stellt eine starke 
Vermehrung der Bevölkerung in denselben in Aus- 
sieht. Ueberhaupt bietet der Süden und Südosten noch 
unerschöpfliche öuellen für künftige Generationen, so 
dass alle Befürchtungen eines Bauernproletariats als 
völlig ungegründet erscheinen müssen. Selbst im Norden 
und namentlich im Nordwesten, wo die Industrie am 
meisten vertreten ist, fehlen noch Hände zur Arbeit 
und kann noch lange von Uebervölkerung keine Bede 
'sein. Eine . Durchschnittsbevölkerung von circa 700 
Einwohnern ist für das Europäische Bussland noch 
viel zu wenig und hindert in VicVcw ^wvsv^Xfö'o^ ^%. 
Mäehtentwickelung des HeichB. 



^ 18 

§. 3. 
Vertheilung der Bevölkerung nach Wohnplätzen. 

Bei weitem der grösste Theil der russischen Be- 
völkerung bebaut den Acker oder treibt neben dem 
Feldbau häusliche Beschäftigungen, die ihn vom Leben 
in grossen Städten abhalten. Nur ein geringer Theil 
des Volkes lebt in den Städten, deren Zahl yerhält- 
nissmässig klein ist und die dabei meistens einer wirk- 
lichen Stadtphysiognomie entbehren. Lange Strassen 
mit Hecken und Zäunen und nur spärlichen hölzernen 
Häusern besetzt, viele Gärten, Gemüsefelder und sogar 
Ackers tücke beinahe inmitten der Stadt beweisen, dass 
auch bei einem grossen Theile der Stadtbevölkerung 
Feldbau eine Hauptbeschäftigung ist. So sind die 
meisten Bezirksstädte; nur die Provinzialhauptstädte 
(Gouvernementsstädte) zeigen wirkliches Stadtleben. 
Die Städtchen und Flecken unterscheiden sich kaum 
von den grösseren grossrussischen Dörfern, die, nament- 
lich im Bette der Wolga, ansehnlich sind und nicht 
selten, wie z. B. in den Gouvernements Wladimir, 
Nishegorod und Ssaratow, 10- bis 20,000 Seelen 
zählen. Charakteristisch ist, dass in Neu-Kussland und 
besonders in ganz Lithauen es beinahe gar keine 
Dörfer, sondern nur einzelne Höfe giebt. Dasselbe 
gilt auch von Kurland und Süd-Livland und auch 
von einem Theile von Witebsk, also von allen Oegen- 
den, in denen der Lithauische Stamm die Masse der 
Bevölkerung ausmacht. 

Das JSuropäische Russland zählt 59ft Städte, die 
ziemlich gleichförmig vertlieilt smd-, üwx: Vtq. ^wct^- 



19 

nement Grodno findet man 25, meist erbännliche, 
Städte. Auch ist in den westlichen Provinzen die Zahl 
der Städtchen sehr gross. 

Die Städtebevölkerung betrug im Jahre 1858 über 
5 Millionen, war aber bei weitem nicht so gleich- 
massig vertheilt. Bei einem Durchschnittssatzc von 
9 — 10 Procent können wir 5 Gruppen von Provinzen 
annehmen, die eine grössere oder kleinere Städte- 
bevölkerung aufzuweisen haben. TJeber 50 Proc. hat 
nur das Gouvernement Petersburg im Norden. Die 
2. Gruppe (3 Gouvernements mit über 20 Proc.) und 
die 3. (12 Gouvernements mit über 10 Proc.) bestehen 
meistens aus Küstenprovinzen (namentlich im Süden) 
und beweisen, dass Seehandel einer der Hauptgründe 
zur Koncentrirung der Bevölkerung in Städten war. 
Die Rübenzuckerfabrikation scheint einen ähnlichen 
Einfluss auf die Gouvernements Orcl, Tschernigow 
und Kijew im Centrum gehabt zu haben; überhaupt 
drängt sich die Städtebevölkerung im Süden, wo die 
Bevölkerung überhaupt neu und noch spärlich ist, 
zusammen. Den mittleren Procentsatz (5 — 10 Proc.) 
weisen 26 Gouvernements auf, wobei sich bemerken 
lässt, dass der Westen, Lithauen, Weiss-Eussland und 
die früher polnische Ukraine, verhältnissmässig mehr 
Städter zahlt als die grossrussische Hauptmasse des 
B.eichs. Unter 5 Proc. endlich weisen nur die grossen 
und schlecht bevölkerten Gouvernements des Nordens 
und Nordostens auf. Wologda, Wjatka, Perm, Oren- 
burg, Ssamara und im Südoalew "^ oYow^i'^ xsäA \^v& 
Land der DouiBcheti Kosaken mit \jei\\ÄW \vj^'iNfc^^^^ 



20 

Grassteppen bilden diese letzte Gruppe, die am wenig- 
sten Städte und Stadtbewohner zählt. 

Die Hauptmomente der Vertheilung der Bevölke- 
rung nach Stadt und Land leuchten Jedem bei An- 
sicht der Karte Nr. 3 ein. 

§• 4. 
Vertheilung der Bevölkerung nach dem Geschlecht (Sexnal- 

verhältniss). 

Indem wir zur Beleuchtung der Hauptmomente 
in der Bewegung der Bevölkerung übergehen, müssen 
wir zuerst das Geschlechtsverhältniss näher berück- 
sichtigen. Schwerlich findet sich ein Land, welches 
so grosse Variationen und Schwankungen bietet wie 
Russland. In ganz Europa finden wir nicht solche 
Anomalien, solche sich beständig wiederholende Ver- 
änderungen in dem natürlichen Geschlechtsverhältniss. 
Als Grund dieser Abnormitäten lässt sich nur eins 
anführen: der besondere Charakter der russischen In- 
dustrie, welche bei geringer Fabrikthätigkeit un< 
höchst seltener Maschinenanwendung eine grosse Ar 
zahl meist männlicher Arbeiter erfordert, die natu 
lieber Weise in nur wenigen Punkten koncentr 
leben. Dasselbe gilt vom Kleinliandel und der Krämer 
welche namentlich in einigen Gouvernements, 
welchen die Dorfinduslrie (Weberei, Gerberei, V 
fertigung von Holzwaaren) ziemlich lebhaft ist, « 
bedeutende Anzahl Männer beinahe das ganze • 
vom Hause abhalten. So giebt es in den Gouvemeir 
WJadimir und JarosBlaw eine besondere llaxxsvTet-. 



21 

die Opheni, welche zu Tausenden das ganze Jahr 
überall, nur nicht zu Hause zu finden sind. Tula, 
Kaluga, Twer, Pskow u. s. w. stellen für die grösseren 
Städte und' namentlich beide Residenzen Tausende 
"iron Fuhrleuten, welche alle ihre Familie im Dorfe 
Lassen. Dasselbe findet sich stellenweise in Klein- und 
N'eu-Eussland. So kommt es denn, dass das natürliche 
Verhältniss bedeutend alterirt wird und dass bei einem 
Biittelsatz von 102.03 auf 100 in manchen Gegenden 
11 ö, in anderen nur 52 Frauen auf 100 Mäiuier 
kommen. (Granz Eussland zerfällt in dieser Hinsicht 
in 2 Theile, von denen der grösste mehr Frauen als 
Sf änner in der Bevölkerung zählt und % <icr ganzen 
Landesfläche begreift. Der andere Thcil im Süd- 
Bresten (die Gouvernements Bessarabien, Taurien, 
Dhersson, Podolien, Charkow, Jekaterinoslaw) , wozu 
loch einige zerstreute Gouvernements im Centrum 
^Moskau, Tula, Rjasan), das Gouvernement Astrachan 
and St. Petersburg kommen, bietet dagegen eine 
iberwiegende männliche Bevölkerung. Wir verweisen 
lierbei auf Tabelle V. Daraus folgt nun der Schluss, 
lasB der Süden das männliche Geschlecht aus dem 
N'orden anziehe und mehr Erwerbsquellen biete als 
lieser. Dieses ist nun freilich in manchen Stücken 
wahr, indem die Seestädte des Südens, das bei 
Mangel an Eisenbahnen, Kanälen und guten Wasser- 
»trasseii weitläufige und schwierige Fuhrwesen und 
lie Militärkolonien ') grosse Massen Arbeiter be- 



'; Die iKilitärkolonien wurden \ia ^i^Ä«. \^^^ «o&e3sv^5ws^- 



^ 



22 

schäftigen. Doch kann ein solcher Schluss nur in 
Folge einer oberflächlichen Anschauung gezogen werden. 
Wir können unmöglich voraussetzen, dass Olonetz, 
Wjatka, Jarosslaw und Kostroma, welche die grössten 
Beispiele von Ueberwiegen des weiblichen Geschlechts 
zeigen, einen Theil ihrer männlichen Bevölkerung 
regelmässig nach dem Süden schicken. Eine ausführ- 
lichere Analyse des Sexualverhältnisses nach Stadt 
und Land zeigt uns, dass nur 6 Gouvernements, Tula, 
Astrachan, Podolien, Bessarabicn, Jekaterinoslaw und 
Taurien, in jeder Hinsicht eine überwiegende männ- 
liche Bevölkerung besitzen, während die übrigen, zu 
derselben Gruppe gehörigen Gouvernements dieses 
nur der grossen Städtebevölkerung und der Arbeiter- 
anhäufung in den Städten verdanken. Wir können 
also annehmen, dass im Süden der Hauptgrund des 
zahlreicheren männlichen Geschlechts darin liegt, dass 
hier die Städte überwiegend sind. Dasselbe gilt auch 
von den meisten Gouvernements der ersten Gruppe, 
in welchen das weibliche Geschlecht überhaupt zahl- 
reicher ist, in denen aber dessen ungeachtet dieses 
Verhältniss nur auf dem platten Lande zu finden ist, 
indem in den Städten meist mehr Männer als Frauen 
leben. Eine Ausnahme machen nur die* Gouvernements 
Jarosslaw und Wladimir, in denen der jährliche Ausfall 
des männlichen Geschlechts so gross ist, dass sogar 
in den Städten ein Deficit beständig ist. In den übrigen 
Gouvernements, in denen der üeberschuss an Frauen 
bedeutend ist, erklärt sich derselbe durch die Nahe 
grosser Städte; so z. B. entspricht die&et'Vi^ct^^öaasÄ 



23 

in Olonetz, Nowgorod, Wologda, Twer, Ssmolensk und 
Pskow dem Deficit in St. Petersburg (71 Proc. im 
Gouvernement, 52 Proc. in der Stadt). Das platte 
Land von Jarosslaw, Kostroma, Nishegorod, Mos- 
kau, Perm und "Wjatka schickt seine männliche Be- 
völkerung in der Kegel nach Moskau und Tula; Kur- 
land und Livland schicken die ihrige nach Eiga, Ssim- 
birsk und Ssamara nach Astrachan u. s. w. 

Noch grössere Abnormitäten finden sich, wenn wir 
das Verhältniss' der Geschlechter nach Bezirken er- 
forschen '). Nicht weniger interessante Resultate bietet 
eine Vergleichung nach Stand und Beschäftigung. So 
finden wir im Stande der leibeigenen Bauern einen 
TJeberschuss von 3 Proc. des weiblichen Geschlechts 
(105 — 106 Frauen auf 100 Männer, wogegen das 
' natürliche Verhältniss 102 auf 100 ist). Vorherr- 
schend ist das weibliche Geschlecht auch im Priester- 
stande, üeberhaupt erlaubt uns unsere Aufgabe, 
in gedrängter Kürze den Gcsammtzustand der russi- 
schen Bevölkerung zu betrachten und nur die Haupt- 
momente aufzufassen, nicht, in Beleuchtung ein- 
zelner Ansführlichkeiten einzugehen. In Hinsicht des 
Einflusses, den die Vertheilung der Geschlechter auf 
die Statistik der Heirathen und Geburten ausübt, ver- 
weisen wir auf die folgenden Paragraphen. 



^) Nach Bezirken berechnet stellt sich unter Anderem die 
Differenz im GouTemement Wladimir (106 Proc.) und in Jaross- 
law (116 Proc), so wie auch in Kostroma (112 Proc.^.^ Udv^^ife. 
als von einzelnen Bezirken herrÜhteiid Y^eioiu«. \Tv'''^^^MKvt ««ä. 
eß die Kreise KowroWf Schuja und Wia.Ämki, woä ^gixsjsv "^J^Jk^^s^ 
über 30000 Hausirer (s. oben) im gam«i ^«AftV«^ Vctvosv-iKsäws^ 



24 

§. 5. 
Heirathen. 

Einer richtigen und ToUständigen Statistik der 
Ehen in Eussland steht noch mehr als e i n Hindemiss 
entgegen. Bei einer zahlreichen nicht-christlichen Be- 
völkerung werden die Ehen nicht immer gut r^strirt; 
besonders gilt dieses von den Ehen der Juden und 
Muhammedaner, die von der Landpolizei r^strirt wer- 
den, welche diese Obliegenheit nur selten gut erfüllt. 
Sowohl Juden als Muhanmiedaner , und stellenweise 
auchi^atholiken und Protestanten, haben eine besondere 
Kirchspiel- oder Parochialeintheilung, die beinahe nie 
mit der Territorialeintheilung zusammenfallt und daher 
grosse Schwierigkeiten bei der Kepartition der Summe 
nach einzelnen Kontingenten macht. So werden die 
Protestanten von 4 — 5 Gouvernements manchmal in 
einer einzigen Stadt, in der die Kirche liegt, als 
getraut eingeschrieben, was, da die Ehen wirklich 
an einem Orte geschlossen worden sind, auch richtig 
ist, dabei aber die Zahl der Ehen fi^r die angeführte 
Lokalität bedeutend vergrössert, während die getrauten 
Paare ganz anderen Lokalitäten angehören. So werden 
sämmtliche tatarische Ehen in Lit^auen^in der Krim 
registrirt, kasanische Tataren registriren in Orenburg, 
Katholiken in Gross-Eussland, meist in den westlichen 
Gouvemementsstädten. Diesem TJebelstande könnte 
nun freilich durch eine regelmässige Führung der 
Polizeiyegister begegnet werden, doch, wie wir schon 
oben gesagt haben y geschieht diesem imt Qi\]LS»T\fi]baQ&^ 
wehe. Ein zweiter üebelstaud ist die T5TJiL6^<äc^«Ä 



25 

die zweiten und dritten Ehen (Wittwen und Wittwer) 
von den erstgeschlossenen zu trennen. Tataren nehmen 
2 bis 4 Frauen auf einmal (selten) ; Zigeuner heirathen 
nach Belieben; Kalmücken und Baschkiren u. s. w. 
entziehen sich beinahe jeder Kontrole. Endlich herrscht 
noch bei der slavischen Bevölkerung stellenweise die 
Gewohnheit, behufs der Trauung entweder vom Lande 
in die Stadt zu ziehen oder umgekehrt aus der Stadt 
auf das Land zu gehen. Dieser letztere Fall ist bei 
der zahlreichen flottirenden Stadtbevölkerung männ- 
lichen Geschlechts beinahe Regel. In Summa können 
also folgende Schlüsse aus Tabelle VI und Karte Nr. 5 
nur annähernd sein und geben der Kritik weiten 
Spielraum. 

Der Durchschnittssatz der auf 10,000 Einwohner 
geschlossenen Ehen ist 105 (auf 100 Einw. nach der 
Tabelle VI l.os). In den Städten ist das Mittelverhält- 
niss etwas geringer, ein Beweis, dass die Stadt noch 
lange nicht dieselbe Leichtigkeit, eine Familie zu 
gründen, bietet wie das Dorf bei Pflug und Acker. Be- 
sonders stark ist das TJ eberwiegen der Ehen auf dem 
Lande in Wologda, Wladimir, Jarosslaw, Moskau, wo 
neben dem Ackerbau eine lebhafte Dorfindustrie be- 
steht, in Bessarabien, Chersson, Jekaterinoslaw, Astra- 
chan, Mohilew, Kowno, Minsk, Tschernigow, deren be- 
deutende Städtebevölkerung also wahrscheinlich meist 
aus temporär beschäftigten Dorfleuten besteht. In den 
übrigen Gouvernements ist das Verhältniss zwischen 
Stadt und Land gleich oder etwas grö^^ct ^x ^^ %\»^^\ 
namentlich ist dieses der ¥a\\ ^ ^^^ ^o^'ö^^äsjX.^ö^ 



26 

Niedergouvemements (Nisowyje Gubemii) an der Wol- 
ga: Ssaratow, Ssimbirsk, Ssamara, Pensa, Nishe- 
gorod. Es sind dieses namentlich die Gouvernements, 
die in Handel, Industrie und Ackerbau die schnellsten 
Fortschritte machen und in denen die Bevölkerung 
(besonders in den Städten) sehr bedeutend wächst. 

Wenn wir nun von der Verschiedenheit zwischen 
Stadt und Land absehen und uns nur an die Mittel- 
sätze für die Gouvernements halten, so fuiden wir, 
dass die Zahl und Vertheilung der Ehen überhaupt 
eine höchst unregelmässige ist. Das Maximum (193 
Ehen auf 10,000 Einwohner) bietet Ssamara, welches 
noöh vor wenigen Jahren eins der unbemitteltsten 
Gouvernements war, aber jetzt durch Kolonisation, 
Vertheilimg der bedeutenden Kronländereien an Pri- 
vate, die im eigenen Interesse das brachliegende 
Land der fruchtbaren Wolga -Steppe urbar machen 
mussten, in jeder Hinsicht der Theil Eusslands ist, 
der die meisten und ergiebigsten Erwerbsquellen be- 
sitzt. Kolonisation und Ackerbau befördern das Fami- 
lienleben; dieses beweist auch Ssamara, welches das- 
selbe Eild wie die nordamerikanischen Ansiedelungen 
bietet. Ueberhaupt finden wir in Eussland die meisten 
Ehen in den ackerbautreibenden Gouvernements des 
fruchtbaren Landstrichs, der sich von der Mittel- Wolga 
n^ch Südwesten erstreckt und sänuntliche Neurussische 
und Kleinrussische Gouvernements begreift. Zu dieser 
Gruppe gehören auch die Gouvernements Minsk und 
Grodno im Westen, in denen die grosse Zalil der ge- 
sehlosaencn Ehen ziemlich u\\erk\äT\ic\x , sJcäjc naöv.- 



27 

leicht der, wie bekannt, sich schnell vermehrenden, 
ziemlich bedeutenden Judenbevölkerung zuzuschreiben 
ist Die geringste Zahl geschlossener Ehen findet sich 
im Norden und im Centrum, um die beiden Gouver- 
nements Moskau und Petersburg herum, in Jarosslaw, 
Twer, Kostroma, Tula, Bjasan, Nishegorod, Wladimir, 
Tambow und in Wologda, Olonetz, Pskow und Nowgo- 
rod. Beide Eesidenzen stehen weit unter dem Mittel. 
Archangelsk endlich schliesst die Eeihe mit einem 
Minimum von nur 66 auf 10,000 Einwohner und ver- 
hält sich zu Ssamara wie 1:3. 

Es lässt sich als allgemeine Regel aufstellen, dass 
die Zahl der Ehen sich hauptsächlich nach dem Wohl- 
stande richtet, und so lässt sich die geringe Anzahl 
der Trauungen im Norden wohl erklären. Dasselbe 
wird auch durch partielle und lokale Vcrglcichung 
der Heirathcn nach Stand und Religion bestätigt. So 
finden wir die grösste Zahl geschlossener Ehen bei 
den deutschen Kolonisten in Ssaratow und Ssamara, 
die überhaupt mehr Intelligenz und Ausdauer bei der 
Arbeit besitzen und auch durch Steuerfreiheit und 
verschiedene Privilegien begünstigt sind. Bei dem geist- 
lichen Stande ist die Zahl der geschlossenen Ehen auch 
bedeutend, da die orthodoxen Priester nur angestellt 
werden, wenn sie verheirathet sind. Dagegen ist die 
Zahl der muhammedanischen Ehen gering, was wohl 
mehr der nachlässigen Aufzeichnung derselben zuzu- 
schreiben ist. 



28 



§. 6. 
Geburten im Allgemeinen. 

Die Aazahl der Geburten in Eussland ist über- 
haupt gross (4.88 ' auf 1 00 Einwohner oder beinahe 
eine Geburt auf 20 Lebende). Da bei der Aufzeich- 
nung derselben unmöglich eine Mehrangabe statt- 
finden kann, dagegen wohl Lücken und Auslas- 
sungen oft vorkommen, wie dieses bei einer Be- 
völkerung von kaum 700 Seelen auf die □ Meile auch 
nicht anders sein kann, so muss diese Angabe eher 
für zu klein als zu übertrieben angeschen werden. 
Im Nordosten sind die Kirchspiele so gross, dass der 
Priester dieselben nur selten jedes Jahr bereisen kann. 
In Wologda, "Wjatka, Orenburg worden die Kinder 
nicht selten verheimlicht, um dieselben der Taufe zu 
entziehen. Von den Muhammedanern , Protestanten 
und Katholiken des Inneren gilt ausserdem noch das- 
selbe, was wir über die Kegistrirung der Trauungen 
gesagt haben. Nach früheren einzelnen Berechnungen 
kam l Geburt auf 18 Einwohner (5.55 auf 100), 
und wir zweifeln nicht, dass diese Angabe der Wirk- 
lichkeit mehr entspricht. 

Was die Vcrtheilung der Geburten nach einzelnen 
Gouvernements betriflFt, so finden wir auch hier be- 
deutende Variationen. Nach Tabelle VII (s. w. u. Karte 
Nr. 6) können wir 4 Gruppen annehmen. Am stärksten 
sind die Geburten in Ssaratow (über 6 auf 100), dem 
die meisten iViachbar - Gouvememeulft »e\vt weJckfc Vwa.- 



29 

men ^). 17 Gouvernements bilden die zweite Gruppe 
mit über 5 Geburten auf 100 Einwohner, also mehr, 
als im Durchschnitt auf ganz Eussland kommt. Diese 
Gouvernements füllen das Centrum und den Osten, 
während die folgende Gruppe mit 25 Gouvernements 
nördlich, nordwestlich und westlich einen breiten 
Ring um das Centrum bildet, so dass der ganze Norden 
und "Westen in Hinsicht des Verhältnisses der Ge- 
burten zu der Bevölkerung meist unter dem Mittel 
bleiben. Eine 4. Gruppe, welche die Gouvernements 
enthält, welche weniger als 4 Geburten auf 100 Ein- 
wohner zählen, und welche also das Minimum repräsen- 
tirt, liegt an den äusscrsten nördlichen und westlichen 
Grenzen des Reichs. Es sind dieses die Gouvernements 
Archangelsk, Esth-, Liv- und Kurland, Wilna und 
"Wolynien. 

Betrachten wir nun die Vcrtheilung der Geburten 
in Verbindung mit der Vertheiluug der Ehen, so stellt 
sich heraus, dass die meisten Geburten da stattfinden, 
wo die meisten Ehen geschlossen werden; dieses gilt 
aber nicht als allgemeine Regel ; Moskau, Tula, Tam- 
bow, Nishegorod und Ssimbirsk haben sehr viel 
Geburten und zählen doch wenig Ehen. Für Moskau 
Hesse sich dieses durch die sehr grosse Anzahl un- 
ehelicher Geburten erklären, für die übrigen Gouver- 
nements wagen wir keine Hypothese aufzustellen. 



') Im Gouvernement Ssaratow selbst ^tvöätl Vä «vs^'^^wäasssas^ 
von circa 8 in den deutschen Kolomen, Vxv ^«ul«». wvOcl ^^ TisJ^ 
der Ehen sehr stark ist. 



% 



Nach dem Geschlecht vertheilen sich die Geburten 
folgendermaassen. Das männliche Geschlecht zählt 
überhaupt bedeutend mehr Geburten als das weibliche ; 
dieses Yerhältniss ist eine sich überall bewährende 
Eegel, doch ist dasselbe in Eussland grösser als 
in anderen Staaten. Auf 100 Knaben werden nur 
95 Mädchen geboren, also um 5 Proc. weniger, was 
einer verhältnissmässigen Steigerung der Sterblichkeit 
in den ersten Lebensjahren bei dem männlichen Ge- 
schlechte entspricht. Nach den einzelnen Provinzen 
ist das Yerhältniss sehr verschieden und in 23 Gou- 
vernements noch ungünstiger für das weibliche Ge- 
schlecht (Tabelle VII und Karte Nr. 7). Geographisch 
lässt sich dieses schwer erklären, auch finden wir 
keinen sichtj)aren Zusammenhang mit den oben an- 
geführten Zahlen, das Geschlecht, die Ehen u. s. w. 
betreffend. Hauptgrund bleiben also wohl ökonomi- 
sche Bedingungen, Beschäftigung der Einwohner, 
Lebensweise, 'Klima und Nahrungsmittel, welche di- 
rekt auf die Sterbliclikeit einwirken und indirekt eine 
Alterirung des normalen Gcschlcchtsverhältnisses ver- 
ursachen. Wir behalten uns vor, bei Besprechung 
der Sterblichkeit überhaupt noclmials auf diese Frage 
zurückzukommen. Hier genüge es, noch hervorzu- 
heben, dass in 2 Gouvernements, Wilna und Jeka- 
terinoslaw, die weiblichen Geburten die männlichen 
übersteigen. Dieses letztere Factum steht, unseres 
Wissens, einzig in Europa da (wenn wir nämlich be- 
äenken, dass jedes der beiden Gouvernements beinahe 
/ Million JEinwohner zählt). 



31 

Wir halten es' für passend, hier noch einige Worte 
über die Vertheiliing der Geburten nach Stadt und 
Land zu sagen. Die allgemeine Proportion der Ge- 
burten für das ganze Keich ist ziemlich beständig, 
nämlich auf 100 Bewohner 4.83, 4.89 und 4.88 Ge- 
burten. Doch bietet dieselbe in den Details, nach 
einzelnen Provinzen, starke Abweichungen. Nur in 
Tambow, Wilna und Jekaterinoslaw ist das Verhält- 
niss gleich. (In den beiden letzten Gouvernements 
ist auch das Verhältniss der weiblichen Geburten zu 
den männlichen wie 102 : 100.) In den meisten Gouver- 
nements werden in den Städten mehr Kinder geboren 
als auf dem Lande, namentlich in Kursk, Woronesh, 
Rjasan, Ssaratow und Ssamara. Dagegen werden in 
20 Gouvernements in den Städten ver^ltnissmässig 
weniger Kinder geboren als auf dem Lande, und zwar 
gebührt die erste Stelle in dieser Hinsicht der Provinz 
Bessarabien. Wenn wir nun dieses Verhältniss mit 
der Yertheilung der Geburten nach dem Geschlecht 
vergleichen, so lässt sich bemerken, dass beinahe 
überall, wo in den Städten mehr geboren wird als 
auf dem Lande, die Geburten ziemlich natürlich nach 
dem Geschlecht vertheilt sind, dagegen aber bei einer 
stärkeren Betheiligung des platten Landes an den 
Geburten diese verhältnissmässig mehr Knaben zählen. 
Auch auf diese Bemerkung werden wir bei Besprechung 
der Sterblichkeit noch einmal zurückkommen. 

Indem wir nun zur Besprechung der unehelichen 
Geburten übergehen, bemerkeu Vit tvöOö., ^^»'s» '^^^ 
Statistische Central-Comit^ sicii \etzt td:\\. c^sä^ ^^'^^^- 



lirten Bearbeitung der beiden Gouvernements Jorosslaw 
und Nishegorod beschäftigt, in denen zwei Special- 
Kommissionen sämmtliche zur Bewegung der Bevölke- 
rung gehörige Elemente gesanmielt imd kritisch fest- 
gestellt haben. Diese Bearbeitung verspHcht einen 
grösseren Halt für statistische Schlüsse Und wird 
wahrscheinlich auch zu den Geburts- und Geschlechts- 
verhältnissen in Eussland neues und sicheres Material 
liefern. 

Bei der bedeutenden Anzahl von Geburten über- 
haupt ist die Anzahl der unehelichen Geburten in 
Russland verhältnissmässig klein, sie« beträgt nur 4.34 
Proc. (oder auf circa 500 Einwohner eine uneheliche 
Geburt). Unter allen europäischen Staaten hat also 
Russland das günstigste Verhältniss, denn sämmtliche 
Länder, vpn "denen uns Notizen vorliegen, haben auf 
100 Geburten mehr als 6 uneheliche. So kommen auf 
Belgien, Schweden und Norwegen, England beinahe 
7 Proc, auf Preussen und Fravikreich etwas mehr, 
auf Dänemark über 8 Proc, auf Hannover beinahe 
10 und auf Oesterreich über 11 '). Doch so wie in 
Europa die Veriheilung der unehelichen Geburten 
höchst unregelmässig ist, so ist sie es auch in Rusp- 
land, indem wir hier das höchste Maximum und das 
kleinste Minimum in Europa überhaupt finden. Es 
sind dieses für die Stadt Moskau 37 Proc. (2 Proc 
mehr als für Paris) und das Gouvernement Ssaratow 



^) S. ^,The Causes of Ülegitimacy, particularly in Scotland" 
von O. SetoD (Sekret&r des Register-of&ce in Ediaburgb). £dm- 
.öarg^Ii 1860. 



( Uiiivt»rsityol' 
33 V *• ' o 1 1 1 ■-« • »J J 



v^ 



0.49 Froc. für das platte Land, 0.87 Proc. für das 
ganze Gouvernement. Zwischen diesen beiden Ex- 
tremen gruppiren sich die übrigen Provinzen so, dass 
der Nordwesten mit 11 Gouvernements 5 — 10 Proc. 
uneheliche Geburten und der Rest von 35 Gouver- 
nements unter 5 Procent zählt. Am wenigsten 
kommen uneheliche Geburten vor in Olonetz, Oren- 
burg, Bessarabien, dann in Twer, Woronesh, Rjasan, 
Kasan, Ssamara, Astrachan, Tauricn. Es sind dieses 
meist Gouvernements mit zahlreicher Tatarischer Be- 
völkerung und dieses erklärt die Unmöglichkeit aus- 
serehelicher Verbindungen, da der Koran und die 
muhammedanische Sitte eine Annäherung der beiden 
Geschlechter sehr erschweren. Für die christliche Be- 
völkerung dieser Gouvernements, so wie auch für 
"Woronesh insbesondere erklärt sich die geringe Zahl 
der unehelichen Geburten durch die verhältnissmässig 
grosse Anzahl der geschlosseneu Ehen (s. oben). Es 
bleibt also nur das Gouvernement Twer, welches eine 
ziemlich unerklärliche Abnormität darbietet. 

Wenn wir nun näher in die Vertheilung der un- 
ehelichen Geburten nach Stadt und Land eingehen, 
so zeigt es sich, dass, wie auch in ganz Europa (mit 
Ausnahme Londons), die Städte das bei weitem grössere 
Kontingent der unehelichen Geburten liefern. Im 
Allgemeinen bleibt auch in Hinsicht der Städte die 
auf Karte Nr. 8. angegebene Klassification richtig; 
nur Kasan, eine meist von Russen bewohnte Stadt, 
Ire mit sich von dem Gouvernement übctUaxsL^t n^xsä. 
mckt in Hinsicht der ImmoTalität \iö\\et XxvÄajvsi. — 



34 

Dagegen zeigt sich in Tula, einer stark bevölkert 
Fabrikstadt, eine im Vergleich mit dem platten Lan 
ziemlich unerklärliche geringe Anzahl unehelicher C 
burten. Ueberhaupt tritt auch hier in Hinsicht c 
Städte der Nordwesten hervor; doch müssen "w 
um gerecht zu sein, erklären, dass viele unehelic 
Geburten in diesem Landstriche nicht sowohl der I: 
moralität als einem sonderbaren Gesetze zuzuschr 
ben sind. N$ich dem russischen Eechte nämlich si 
sämmtliche Kinder der sogenannten Eascolniki (A 
gläubigen) '), die nicht das Sakrament der Ehe 8 
erkennen oder keinen Priesterstand haben, als ausj 
der Ehe geboren zu betrachten. Obgleich nun < 
Statistik sich auf solche kanonische und ziemli 
willkürliche Unterschiede nicht einlassen kann u 
will, da sogar Tataren und Heiden das Recht besitze 
nach eigenen Ansichten die Gültigkeit der Ehen 
definiren, so kann sie dennoch nicht verhindern, dt 
ziemlich oft von einzelnen Beamten die Geburt 
willkürlich klassificirt werden und dadurch in d 
Gouvernements, in denen die Anzahl solcher Sekti] 
gross ist (überhaupt nahe an 2 Millionen?), ein Me 
von unehelichen Geburten aufgezeichnet wird. Eber 



*) Unter diesem Namen begreift man zahlreiche Sekten 
griechisch - orthodoxen Kirche , die ^ seit des Patriarchen Nii 
Zeit entstanden und öfters stark verfolgt worden sind. Un 
diesen Sekten, die im Nordwesten stark vertreten sind, hal 
die meisten nur an pünktlicher Befolgung des alten Bitus, 
von Nicon einer Bevision unterworfen worden ist. Andere 
äoeJi haben staatsgefahrliche und unmotaUsche Frincipien, ' 
z. B. die Kastraten f die sogenanntcni Be«]^opo^i.\ u. «. ^ . 



lässt sich das Maximum in St. Petersburg, Moskau 
und am Don erklären. — In Moskau kommen 37 Proc. 
auf die unehelichen Geburten, die jedoch beinahe zur 
Hälfte auf das Kaiserliche Findlingshaus (eins der 
grössten in Europa) fallen, wobei zu bemerken ist, 
dass dieses Findlingshaus als Abzugskanal für sämmt- 
liehe umliegende Gouvernements und namentlich für 
Tula (s. oben) dient. — Am Don finden wir in der 
einzigen Stadt Nowo - Tscherkassk 22 Proc. unehe- 
licher Geburten. Es ist dieses eine natürliche Folge 
einer übeiydegenden männlichen, militärischen Bevöl- 
kerung. In St. Petersburg (20 Proc.) kommt auch die 
Mehrzahl der unehelichen Geburten auf das Find- 
lingshaus und auf die über 40,000 Mann betragende 
Gramison. 

In Hinsicht des Einflusses der unehelichen Ge- 
burten auf das Geschlecht und die Sterblichkeit ver- 
weisen wir auf den folgenden Paragraphen. Aus der 
Tabelle Nr. VIII. kann jedoch der Leser ersehen, 
dass das Sexualverhältniss bei den unehelichen Ge- 
burten ziemlich dasselbe ist wie bei den Geburten 
überhaupt. In den Städten kommen starke Variatio- 
nen vor, doch berechtigen dieselben uns nicht, mit 
ftuetelet in den unehelichen Geburten ein verhält- 
nissmässiges Mehr männlicher Geburten zu finden. 

§• 7. 
Sterblichkeit. 

Das reichste Feld für den Statistikst \Afc\fe<. \s\.- 
streitig die /Sterblichkeit, da dieae^b^ ^^tl xqsv^\jssc^ 



36 

Einfluss sowohl auf die innere wie äussere Bewegung 
der Bevölkerung ausübt. Von dem Gesetze und der Ord- 
nung der Sterblichkeit im Staate hängt der Bestand 
und die Produktionsfahigkeit der ganzen Bevölkerung 
und deren Hauptfaktoren ab. Vertheilung des Volkes 
nach dem Alter, mittlere Lebensdauer, Vitalität, Ver- 
theilung nach dem Geschlecht, Ehen, Geburten u. s. w. 
stehen in direkter Beziehung zu der Absterbeordnung, 
die ihrerseits wieder ein Produkt, eine unabwendbare 
Folge des moralisch - ökonomisch - politischen Zustan- 
des des ganzen Volkes ist. So ist und bleibt die 
Statistik des Todes der Hauptgegenstand unserer Wis- 
senschaft und es lässt sich nicht genug anempfehlen, 
eine geläuterte und vollständige Eegistration der To- 
desfälle als ein Hauptaugenmerk aller Regierungen 
hinzustellen. Indem wir den aufgeklärten Bestrebun- 
gen so mancher Staaten in der letzten Zeit volle 
Anerkennung zollen, müssen wir doch zu unserem 
grossen Bedauern eingestehen, dass in Russland diese 
Registration, wenn auch nicht gerade falsch und feh- 
lerhaft, doch höchst unvollkommen und mangelhaft 
ist. Von den sieben Hauptfragen, die bei Erforschung 
der Sterblichkeitsverhältnisse vorkommen (Sterblichkeit 
nach der Volkszahl, nach den Wohnplätzen, nach dem 
Geschlecht, nach dem Civilstande, nach dem Alter, nach 
Beschäftigung und nach den Todesursachen) beantwortet 
die russische Statistik nur die drei ersten. Sämmtlichc 
übrigen Fragen werden zwar registrirt, doch geschieht 
dieses so unordentlich, dass es beinahe unmöglich ist, 
mit den beschrmkieü. Mitteln des ^t3AaÄ\AaOti<eo. ^^\>icCT!lv-- 



37 

Organs irgend eine Bearbeitung vorzunehmen. Wir 
begnügen uns also, auf folgende drei Hauptpunkte 
einzugehen^ 

a) Vertheilung der Sterblichkeit nach der Volks- 
zahl (Tabelle IX und Karte Nr. 9). — Die mittlere 
Sterblichkeitsziffer für das Europäische Eussland ist 
3.43 Proc, variirt aber zwischen 4.34 (Gouvernement 
Moskau) und 1.92 (Land der Don-Kosaken). 28 Gou- 
vernements kommen der Durchschnittsziffer ziemlich 
nahe; 8 weisen eine verhältnissmässig grössere Sterb- 
lichkeit auf; 13 erreichen nicht das Mittel. Aus 
der geographischen Vertheilung lässt sich kein Schluss 
auf mehr oder minder günstige und regelmässig ver- 
theilte Lebensverhältnisse ziehen. Dieselben finden 
ihren Ausdruck vielmehr in den Wechselbeziehungen 
der verschiedenen statistischen Elemente der Bevöl- 
kerungsbewegung und erfordern also eine Vergleichung 
der Todesfälle mit den Ehen und Geburten. Indem 
wir auf diesen Gegenstand noch besonders zurück- 
zukommen gedenken, verweisen wir auf den folgenden 
Abschnitt und beschäftigen uns zuerst mit den Be- 
standtheilen der allgemeinen Sterblichkeitsziffer. Diese 
Bestandtheile , so wie sie uns für Eussland gegeben 
werden, sind: Art des Wohnsitzes und Geschlecht. 

b) Sterblichkeit nach Stadt und Land. — Wie 
überall ist die Sterblichkeit in den Städten bedeutend 
grösser als auf dem platten Lande ; in manchen Gou- 
vernement s, wie z. B. Livland, Woronesh, Witebsk 
und am Don, erreicht sie sogar das üo^^^e^l^^i. "Ö^Oö. 
ist diese, für Europa beinahe aYV^ercvcATkö, ^^%^ ^xv 



38 

RuBsland nicht ohne Ausnahmen. Im Südwesten ist 
die Sterblichkeit bei einer sehr bedeutenden Städte- 
bevölkerung beinahe gleich; in folgenden 7 Gouver- 
nements: Moskau, St. Petersburg, Wjatka, Bessarabien, 
Jarosslaw, Wladimir, Tschemigow, ist sie sogar in 
den Städten kleiner als auf dem Lande. Unter diesen 
Gouvernements sind 2 mit der stärksten Städt^bevöl- 
kerung und 2 andere mit einer sehr starken (beide 
Residenzen, die Städte in Tschemigow und Bessarabien). 
Diese Ausnahmen sind also um so merkwürdiger, da 
sie höchst selten vorkommen und eher auf kleine 
Städte als auf grosse passen können. Wir enthalten 
uns jedes Kommentars und wagen es nicht, eine 
Schlussfolgerung über die vortheilhaften Stadtverhält- 
nisse obiger Provinzen zu ziehen, müssen aber hier 
einschalten, dass, wie die Tabelle der unehelichen 
Geburten zeigt, eine bedeutende Anzahl Von Geburten 
in den Kaiserlichen Findlings- und Waisenhäusern 
registrirt, die Kinder aber meistens auf das Land 
geschickt werden, wo die häufigen Todesfölle auf- 
gezeichnet werden. So lässt sich für Moskau und 
Petersburg die geringe Sterblichkeit wohl erklären, 
besonders wenn wir dabei noch bemerken, dass die 
Todesfälle bei dem Militär auch höchst unregelmässig 
in die Polizei-Tabellen aufgenommen werden. Wjatka, 
Jarosslaw, Wladimir bieten (s. §. 4) einen Überschuss 
an weiblicher Bevölkerung, was wir der lokalen Wan- 
derlust und der häufigen Abwesenheit eines Theils 
der Männer zugeschrieben haben. Dabei islfc es na- 
türlich, dass ein Theil der Todeaiä\ie w3Ä%et\vaÄi x^- 



d9 

gistrirt wird, wahrend ßämmtliche andere Facta am 
Wohnorte selbst aufgezeichnet werden und sogar der 
Name des Verstorbenen in den Listen seines Dorfs 
bis zur nächsten Revision fortgeführt wird. Für 
Tschemigow können wir unmöglich eine Hypothese 
aufstellen; für Bessarabien genüge es, zu sagen, dass 
die Provinz überhaupt viele Abweichungen zeigt und 
sich in seht vortheilhaften Bedingungen zu bewegen 
scheint. 

c) Sterblichkeit nach dem Geschlecht. — Ein Blick 
auf die Karte Nr.^ 10 genügt, um zu zeigen, dass 
die Sterblichkeit nach dem Geschlecht nur wenige 
Abweichungen darbietet. Die allgemeine Regel gilt 
für 35 Gouvernements, in denen die Sterblichkeit für 
das männliche Geschlecht um ungefähr 5 Proc. stärker 
ist als für das weibliche. (Im ganzen Reiche sterben 
auf 100 Männer 96.88 Frauen, in den Städten 86, 
auf dem Lande 98.) In 9 Gouvernements ist das 
Verhältniss noch grösser, und zwar sind dieses die 
Gouvernements, in denen wir meist einen grossen 
Überschuss des männlichen Geschlechts nachgewiesen 
haben (St. Petersburg, Witebsk, Bessarabien, Chersson, 
Taurien, Astrachan). Dagegen ist in 5 Gouvernements 
die Sterblichkeit im weiblichen Geschlechte grösser, 
waÄ für 4' derselben (Jarosslaw, Wladimir, Kostroma, 
Kowno) durch den oben nachgewiesenen Überschuss 
der weiblichen Bevölkerung gerechlfcrtigt wird. Für 
das Gouvernement Kursk lässt sich nur sagen, dass 
in demselben auch die Zahl der Geburten ^elw: %\ast 
ißt Eine Fei^Ieichung der 8tetb^Ciiak.e\\ÄÖL^\Ä. tk\\. ^««^ 



40 

Geburten führt uns zu folgenden Betrachtungen über 
die natürliche Vermehrung der Bevölkerung. 

Ab- und Znnabme der Bevölkerang. 

Nach Vergleichung der Tabellen VII, IX und X 
wird es klar, dass im ganzen Beiche die Bevölkerung 
in einem steten Wachsen begriffen ist, und zwar 
betrachten wir nur die innere Vormelirung durch 
Überschuss der Geburten. Die in Tabelle X und 
Karte Nr. 1 1 angedeuteten Gradationen beziehen sich 
also nur auf diese natürliche Vermehrung und nicht 
auf das absolute Steigen und Fallen der Bevölkerung 
in einzelnen Provinzen, bei welchem die absolute 
Ziffer nicht so sehr durch den inneren Zuwachs als 
durch äusseren (Immigration und Emigration) bedingt 
wird. Abgesehen von dem daraus erfolgenden lokalen 
Andränge vermehrt sich die Bevölkerung sämmtlicher 
Provinzen in folgendem Maasstabe: 10 Provinzen 
haben über 2 Proc. jährlichen Zuwachs; 23 haben 
über 1 Proc. (d. h. ungefähr das für das ganze Reich 
gültige Mittel von 1^ Proc.); 16 Provinzen haben 
unter 1 Proc. (darunter das Minimum von '/^ Proc. 
in Wologda). Die am schnellsten ihre Bevölkerung 
vermehrenden Gouvernements liegen im unteren Wol- 
gabette und im Südwesten, also da, wo auch die Zahl 
der Geburten am grössten ist und wo auch die Ehen 
häufiger vorkommen. Am schwächsten vermehrt sich 
die Bevölkerung im ganzen Norden und theil weise 
jzn Nordwesten des Reichs. lirbetViÄvxvt. \«\- ^\\^ V^t- 



41 

mehrung in den Städten schwächer (mit Ausnahme 
von Moskau, Poltawa, Rjasan und Podolien), und zwar 
meistens so schwach, dass in 6 Gouvernements (Pskow, 
Jarosslaw, Perm, Livland, Witehsk, Wilna) sogar ein 
Deficit erscheint ')• Doch müssen wir uns hüten, auf 
Grundlage dieser Daten voreilig auf den ökonomischen 
Wohlstand und günstigere Lebensverhältnisse des 
Südens im Vergleich mit dem Norden oder des platten 
Landes im Vergleich mit den Städten zu schliessen. 
Vielmehr drängt sich uns bei tieferem Eindringen in 
die Faktoren des Vermehrungsprocents ein neuer Um- 
stand auf, welcher obige Klassifikation, wenn auch 
für sich ganz richtig, doch für weitere Schlüsse un- 
haltbar macht. 

Der Wohlstand des Staates und der Bevölkerung 
hängt nicht so sehr von der unbedingten Vermehrung 
durch Uberschuss der Geburten, als von der mittleren 
Lebensdauer ab. Es gicbt Fälle, in denen bei einer 
geringen Anzahl Geburten die Bevölkerung, wenn 
sie auch nicht so rasch steigt, sich doch dauerhafter 
vermehrt, als bei einer verhältnissmässig grossen 
Anzahl Neugeborener, die gewöhnlich dann einer eben- 
so grossen Sterblichkeit unterliegen. Selbst bei ge- 
ringerer Sterblichkeit ist ein starkes natürliches An- 
wachsen der Bevölkerung (ohne Immigration) bei 
weitem kein Anzeichen von günstigen ökonomischen 
Verhältnissen, indem es meistens nur temporär ist. 



') Absolut vermehrt 8ic\i die BeNöVk^TMTi^ vqlOsv \ä. ^\^%<s^ 
Städten, doch ist dieses lediglich die ¥o\^ft öict ^X.-k^'s«». ^ssisscv- 
gration vom Lande. 



W 



42 

So finden wir auch in Russland Gouvernements, in 
denen die Vermehrung gleich ist und doch ganz 
verschiedene Verhältnisse vorwalten, so z. B. Woro- 
nesh und Grodno. Im ersteren werden Viele geboren, 
sterben aber auch ebenso Viele (besonders Kinder); 
im zweiten werden viel weniger geboren, sterben aber 
auch weniger. Da die Vermehrung dieselbe ist, so 
beweist Obiges, dass in Grodno die Vermehrung le- 
diglich der längeren Erhaltung der Einwohner zu 
verdanken ist, und dass sich Grodno also in vortheil- 
hafteren Bedingungen bewegt als Woronesh. Über- 
haupt ist i^i den Provinzen der unteren Wolga und 
in I^eu-Russland, wie in jedem neuen, in Kolonisation 
begriffenen Lande die Bevölkerung in starkem Wachsen 
begriffen, da Alles zur Ehe disponirt; doch ist dabei 
ein rasches Erneuern der Bevölkerung und zugleich 
ein kurzes Leben der einzelnen Individuen und na- 
mentlich des männlichen Geschlechts unvermeidlich. 
Li den nördlichen Provinzen und im Westen erblicken 
wir dagegen ein verhältnissmässig langsames Anwach- 
sen, dabei aber lässt sich nicht läugnen, dass diese 
Bewegung viel regelmässiger ist und nicht störend in 
die ökonomischen Verhältnisse des Volkes eingreift. Li 
dieser Hinsicht stehen die Gouvernements Archangelsk, 
Esth-, Liv- und Kurland, Wilna und Grodno obenan'). 
Wir wagen es nicht, ausführlicher in diese Materie 
einzugehen, da es uns an Zeit und Eaum gebricht, 



') Es sind dieses Gouvernements, in denen z. B. die Leib- 
e^enachaft schon seit längerer Zeit nicht mehr besteht oder doch 
ß^elindere Formen hatte. 



4d 

in einer Analyse der mittleren Lebensdauer und der 
Sterblichkeit nach dem Alter Belege und Zahlen- 
beweise aufzustellen. 

§. 9. 
Ständeunterschiede. 

Eine Statistik der Bevölkerung nach Ständen hat 
in llussland eine viel grössere Bedeutung als in an- 
deren Europäischen Staaten, in denen keine Standes- 
privilegien und Vorrechte anerkannt werden. Die 
Russische Gesetzgebung erkennt 4 Stände an: 1) den 
Adel (inclusive sämmtlicher Staatsdiener, Beamte, so 
wie beinahe Aller, die eine höhere Bildung genossen 
haben, dadurch den steuerbaren Ständen entrückt 
sind und den sogenannten persönlichen Adel haben); 
2) die Geistlichkeit; 3) die Städtebewohner und 4) 
die Bauern. In jeder dieser Klassen finden sich meh- 
rere Unterabtheiluiigen und schroffe Unterschiede. Bei 
dem grossen Unterschiede der einzelnen Stände und 
Gruppen vor dem Gesetz und im bürgerlichen Lebeij, 
bei der grossen Schwierigkeit, aus einem Stande in 
den anderen überzutreten, was behufs Ausübung ge- 
wisser Geschäfte und industrieller Unternehmungen 
unumgänglich ist, da sogar das Recht, in gewisse 
Schulen, namentlich in die höheren Lehranstalten 
einzutreten, sehr oft von einem solchen Übergange 
abhängt, — lässt sich doch eine bedeutende Verwirrung 
nicht läugnen. So existirt z. B. der persönliche Adel 
als leere Phrase, denn im Grunde hat er keinen 
Vorzug vor den privilegirten ^tsA\)ö^^^JttfiÄTVY ^ i». 



44 

welchen auch die Kinder eines Persönlich - Adeligen 
zählen. Ebenso giebt es ein persönliches Ehren-Bür- 
gerrecht, welches auch für die Familie des Inhabers 
ohne allen Werth ist und also auch keinen eigent- 
lichen Stand bildet. Endlich giebt es zwischen dem 
Städterstande und den Bauern so viele Nuancen und 
Übergänge und dabei so viele fiskalische Unterschiede, 
die dabei sehr oft ein und dasselbe Individuum be- 
treffen, dass es rein unmöglich wird, in diesem Chaos 
klar zu sehen. Obgleich die Standesrechte der ver- 
schiedenen Gruppen in der Russischen Gesetzgebung 
einen dicken Band ausmachen, so lässt sich doch 
wegen der vielen Widersprüche und Undeutlichkeiten 
keine rationelle und konsequent durchgeführte Klassi- 
fication aufstellen. Als positiv kann nur eine Steuer- 
verschiedenheit gelten, doch auch hier existiren viele 
Ausnahmen, Befreiungen u. s. w., so wie andererseits 
Viele 2 und mehr Steuersätze zahlen. Wir wagen es 
also nicht, unseren Lesern eine ausführlichere Beleuch- 
tung dieses, auch für den Russen höchst unerquick- 
lichen, Wirrsals zu geben, und begnügen uns mit 
einigen allgemeinen Andeutungen. 

Da Standesunterschiede vor dem Gesetz und auf 
dem Rechtsboden in Hinsicht des Besitzes und Er- 
werbes in unserem Jahrhundert zu den moralischen 
Unmöglichkeiten gehören , so lässt sich die Russische 
Ständeordnung nur dadurch erklären, dass es noch 
jüngst unumgänglich war, die Leibeigenschaft durch 
Auß'ecbthalten veralteter Formen und unbegreiflicher 
Spitzßadigkeiten zu ßtützen. ^o \>e«\ÄSi^ ^\xä kÄ 



45 

höchst komplicirten und vielfach durchlöcherten Kasten- 
systems als entsprechende Staffirung der vom Gesetz 
anerkannten Leibeigenschaft. Da eine konsequente 
Durchführung einer Neuorganisation und Milderung 
des halb Tatarischen, halb mittelalterigen Despotismus 
unmöglich war, ohne dem Grundprincipe nahe zu 
treten, so begnügte man sich mit Rütteln, machte 
jedes Jahr neue Veränderungen, neue Ausnahmen, 
deren Hauptzweck beständig war, der wachsenden 
Nothwendigkeit nachzugeben und einzelne Partheien 
wenigstens in Hinsicht der Bildung und Industrie zu 
emancipiren. So kommt es, dass man endlich vor 
lauter Ausnahmen das Gesetz selbst nicht mehr sehen 
kann. Seit einem Jahr ist die Leibeigenschaft auf- 
gehoben und dadurch die Nothwendigkeit einer gründ- 
lichen Revision und hauptsächlich Kondensation des 
oben erwähnten dicken Bandes aufgestellt. 

Im alten Russland (dem Moskauischen Zaarenthume) 
gab es eigentlich nur 3 Rechtsgruppen : den in Adel 
transformirten Beamtenstand'), dessen Hierarchie sich 
beinahe ausschliesslich an die einst ausgeübten Funk- 
tionen knüpfte und zahlreiche Streitigkeiten hervor- 
rief (Mestnitschestwo) , den Klerus und die wenigen 
Städter (Posadskie, Mestschane). Adel und Klerus 
bildeten manchmal berathende Yersammlungen , die 
aber nur in wenigen Fällen wirkliche Korporations- 
rechte ausübten und nie als' ständisches Element 



^) Mit Ausnahme sehr wenigeT 'E«iai\\«tL, öa» '^t^ '^V^äs. ^«^ 
Terntori&l' Ansprüchen herleiteten. 



\% 



46 

konstituirt worden sind. Die Städter (Eaufleute und 
Handwerker) hatten nie Stimme. Der Rest war 
leibeigen. Seit Peter dem Grossen trat zum Adel 
der neue Dienstadel, der sich reissend vermehrte und 
endlich bis zu einem gewissen Grade auf persönliche 
Rechte (persönlicher Adel) beschränkt wurde. Der 
Klerus verlor viele Privilegien, blieb aber doch ein 
ziemlich schroff abgeschlossenes Ganzes, welches sich 
noch bis heute meist selbst rekrutirt und sogar seine 
Ehen meist innerhalb des Standes schliesst. Dieses 
gilt nur vom sogenannten weissen Klerus (Weltgeist- 
liche) , der beinahe gar keinen . Zufluss von aussen 
erhält und nur seit kurzer Zeit seinen Überschuss in 
andere Stände abgiebt. Der Stand der Städter hat 
sich seit Peter dem Grossen durch vielfache Begün- 
stigung von Handel und Gewerben bedeutend ver- 
mehrt und mannichfache Rechte erworben. Doch haben 
eben diese zu verschiedenen Zeiten und nur partiell 
verliehenen Rechte, noch mehr aber Assimilirung dei 
Bürger in den neu erworbenen Provinzen, in denen 
ein Bürgerstand schon existirte, vielfache Grupper 
erzeugt. So bestehen jetzt erbliche und persönliche 
Ehrenbürger als besondere Auszeichnung vor den übriger 
Städtern (Befreiung von der Rekrutirung, von Körper- 
strafen u. s. w.), aber mehr noch als Vereinigungsmitte' 
der Bürgerschaft in den westlichen Provinzen mit dein 
neu zu kreirenden Russischen Mittelstande; Kaufleutc 
in drei Abstufungen (Gilden), von denen nur die erste 
(Qr^Bslmadel) einige reelle Rechte besitzt; Handwerker 
6;7^eii^'ciieBürger(MeBt8c\iaDLe)\i.a.^. ^^\A&^%^Qrt«s 



47 



zu den Städtern viele Bauern, die Handel und Ge- 
werbe treiben und ausser den Landsteuern auch noch 
diverse Abgaben der Städter zahlen. Im Bauern- 
stände selbst endlich entstanden durch Vereinigung 
sämmtlicher Staats- oder Kronbauern in einen dem 
Namen nach freien Bauernstand (wobei der Staat 
Grundeigenthümer ist) und durch vielfache Befreiun- 
gen drei Hauptgruppen mit zahllosen Unterabthei- 
lungen, die meistens keinen Sinn und keine Bedeutung 
haben, aber doch störend in die Verhältnisse eingreifen. 
Nach der 10. Volkszählung ist der Bestand der 
Bevölkerung des ganzen Eeichs (mit Ausnahme von 
Polen, Finnland, der Sibirischen Kirghisen, der Länder 
am Kaukasus und des Amerikanischen Gebiets) nach 
Ständen in folgenden Zahlen angegeben: 

I) Adel (incl. des persönlichen, so wie des grössten 
Theils des Beamtenthums) : 

Männl. WeiW. Total. 

437326 436828 874154 

II) Geistlichkeit aller Konfessionen, mit Ausnahme 
der jüdischen Eabbiner '): 



^) Nach den einzelnen Konfessionen: 

MKnnl. Weibl. Total. 

a) Griechische 281501 315027 596528 

(incl. der nicht fungirenden Kir- 
chendiener, Sänger u. s. w. geist- 
lichen Standes) 

b) Kirchendiener nicht geistl. Standes 9767 8375 18142 

c) KathoUsche 4147 — 4147 

d) Armenische 539 235 774 

e) Lutherische 1381 1405 2TaS 

f) Reformirte b^ IV ^^^_ 

üeberttag ^^lÄ^A. ^^^\V^ ^öJ'ä^'V 



48 

MännL Weibl. Total 

312495 " 340274 652769 

III) Ehrenbürger (erbliche und persönliche; die 
letzteren meist Technologen, Fabrikanten, Künstler, 
Industrielle u. s. w.): 

Männl. Weibl. Total. 

9074 7764 16838 

IV) , Kauileute (in allen 3 Gilden): 

Männl. Weibl. Total. 

223514 208320 431834 

V) Bürger und Handwerker incl. der besonderen 
Rechtfigruppen der Baltischen und Bessarabischen 
Bürger, der Bürger in den westlichen (früher Polni- 
schen) Provinzen u. s. w. Die eigentlichen Eussischen 
Bürger (Mestschane) stehen beinahe auf demselben 
Fusse wie die Bauern und tragen dieselben Lasten: 

Männl. Weibl. Total. 

1,724051 2,025508 3,749559 

VI) Verschiedene Personen, theilweise im Staats- 
dienste stehend, aber ohne persönlichen Adel, Kanz- 
listen, Hauslehrer, Künstler, Unterbeamte der Post, 
Personal der Theater u. s. w., Arbeiter und Handwerker 

bei den Kronsfabriken und Kronshüttenwerken u. s. w. 

» 

Die verschiedenen Gruppen schliessen sich an keinen 
der Hauptstände an und bilden für sich und ihre 



üebertrag 297394 325113 622507 
g) Griechische Sekten (Raskolniki) 673 741 1414 

h) Muhammedanische . . ._^ 14428 14 420 28 848 

Summä~3r2495 34Ö274 652769 

Die jüdischen Rabbiner werden wie alle Juden besteuert 

und gehören nicht zu einem besonderen Stande. Die kolonisirten 

Juden (Karaim) haben besondere Rechte und zählen 29 Personen 

geiBtUchen Standes. Ebenso giebt es noch 267 Lama's, die auch 

nicht zum geistlichen Stande zu tee^nieii «m^. 



Familien besondere Rechtsgruppen, die gewöhnlich 
unter dem allgemeinen I^amen der „Rasnotschinzy" 
ein sonderbares Gemisch von Rechten, Ausnahmen u. s. w. 
bieten und meist mit der Zeit in andere Stände über- 
gehen : 

Männl. Weibl. Total. 

222210 198196 420406 

VII) Bauern im Privatbesitz Sr. Majestät des 
Kaisers, der Kaiserlichen Familie u. s. w. Diese, so- 
genannte Apanage-Bauern, bilden eine Art Kronsfidei- 
kommiss : 

MäTiTil. Weibl. Total. 

9Ö5780 1,062701 2,018481 

Vni) Freie Staatsbauem unter verschiedenen Be- 
nennungen, die, wenn sie auch frei heissen, doch keinen 
eigenen Grundbesitz haben und ausser der Kopfsteuer 
noch den sogenannten „obrok" für das ihnen über- 
lassene Kronsland zahlen '). Femer Freibauern auf 
eigenem Grund und Boden und Freibauern mit be- 
schränktem Grundbesitz; Freibauern auf Privatlän- 
dereien; Freibauern der Ostsee-Provinzen, Zaranen in 
Bessatabien, Eiiihöfler u. s. w. Die Totalsumme dieser 
verschiedenen, persönlich freien Klassen giebt: 

Männl. Weibl. Total. 

11,888427 12,607122 24,495549 

IX) Leibeigene (seit dem Jahre 1860 in einem 

Übergangszustande) in 5 Abstufungen 2) : 



') Über die verschiedenen Klassen der Freibauern und die 
^rt des Grundbesitzes s. Zeitschrift für die gesammte Staats- 
wissenschaft 1859, Heft 2. y. Buschen, „die Freibauern Russ- 
lands*'. 

^ Über die iClassification der Lei\>c\^eii«i\. ä, licÄÄ^äKr^ ^Sä 



. immer 

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Aibelle 



50 

Männl. Weibl. • Total. 

10,974944 11,588142 22,563086 

X) Bevölkerung der Kosaken -Länder: 

Männl. Weibl. Total. 

1,332749 1,261069 2,593818 

XI) Nomadisirende Völker mit besonderer Stamm- 
verfassung in Sibirien, in den Gouvernements Astra- 
chan und Archangelsk: 

Männl. Weibl. Total. 

523350 502526 1,025876 

XII) Verabschiedete Soldaten und ihre Familien, 
die mit gewissen Unterschieden Ihcilwoi.sc unter den 
Bauern, theilweise unter den Städtern leben: 

Männl. Weibl. Total. 

487924 606102 1,094026 

Total sämmtlicher 12 Hauptgruppen: 

Männl. Weibl. Total. 

29,091844 30,834552 59,926396 

In dieser Totalsumme sind nicht enthalten Polen 
(4,800000), Finnland (1,600000), der Kaukasus ohne das 
Gouvernement Stawropol (ungefähr 3,0( 0000), die Sibi- 
rischen Kirghisen und andere Nomaden (ca. 500000), die 
Armee (ungefähr 1 ,000000), die Ausländer u. s. w. Eech- 
net man diese hinzu, so erhält man für das ganze Reich 
über 71 Millionen, also beinahe 3 Millionen weniger, 
als wir oben (§. 2) angenommen haben. Dieser Un- 
terschied beweist, dass die Russischen Zählungen, 



die gesammte Staatswissenschaft 1861, Heft 3. v. Büschen, 
„Überaicht der Entstehung und der numerischen Verhältnisse 
der ZelbeigeDschaft in Eussland zux Zeit Äiet kOkSNi^xai^^ . 



51 

indem sie nur finanzielle Zwecke verfolgen, immer 
unter der Wahrheit bleiben und höchst unvollkommeij 
sind. Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, die 
Revisionen einer strengen Kritik zu unterwerfen, 
und sind dabei zur Überzeugung gekommen, dass 
dieselben nie eine richtige Volkszahl angeben, da eine 
Menge Steuerpflichtiger sich der Zählung entzieht, 
Weiber, Nomaden u. s. w. aber nur höchst oberflächlich 
geschätzt werden. Die Hauptdifferenz findet sich in 
Sibirien; doch auch im Europäischen Russland findet 
eine solche häufig statt, wozu die komplicirte und 
manchmal total unbegreifliche* Methode der Volks- 
Zählung nicht wenig beiträgt. Unsere Erfahrungen 
in dieser Sache haben wir an einem anderen Orte 
dem Publikum mitgetheilt. 

« 

Aus den uns zu Gebote stehenden Materialien, 
deren Endresultate wir oben angeführt haben, wählen 
wir nur die für das Deutsche Publikum interessan- 
testen Daten zur näheren Betrachtung. Tabelle XI 
giebt die Vertheilung nach Gouvernements: 

a) der freien Krons- oder Staatsbauem, sowohl 
derjenigen, welche auf Staatsländereien leben, als auch 
derjenigen, welche nach verschiedenen Rechten eigenes 
Land besitzen; 

b) der Kaiserlichen und Apanage-Bauern, die eine 
besondere, den freien Staatsbauern ähnliche Admini- 
stration haben, und 

c) der Leibeigenen. Die Resultate dieser Tabelle 
finden sich auf den Karten Nr. 12. , \^ \äA W ^-«v.- 
phisch dargestellt Die auß dex TLab^^'fc \ät^«^%^^^^- 



den Summen betreffen nur das Europäische E-ussland 
und stimmen daher nicht mit den oben angegebenen 
Zahlen, welche auch das Gouvernement Stawropol und 
Sibirien umfassen. Wenn wir speciell den Bauernstand 
zur näheren Beleuchtung wählen, so geschieht dieses 
erstens, weil die Daten über denselben ausführlicher 
sind und mehr Einzelnheiten und statistische Details 
enthalten, und zweitens, weil in demselben, je nach 
den verschiedenen Klassen, starke Variationen vor- 
kommen. Wir können hier freilich nur wenige Um- 
stände hervorheben, doch werden auch diese genügen, 
um die oben gemachten Bemerkungen zu rechtfertigen. 

In Hinsicht des Geschlechts bemerken wir, dass 
bei den Leibeigenen der Überschuss des weiblichen 
Geschlechts besonders stark hervortritt. Das Ver- 
hältniss für das ganze Eeich giebt 100:102, das 
platte Land 100:104, die Leibeigenen 100:105. 
Erklären kann man sich dieses nur durch Folgendes : 
1) Verheimlichung einer (freilich geringen) Anzahl 
von steuerpflichtigen männlichen Individuen ; 2) jähr- 
lichen Rekrutenabgang ; 3) anormales Überwiegen der 
männlichen Geburten und in Folge dessen sehr be- 
deutende Sterblichkeit der Kinder männlichen Ge- 
schlechts. Diese letztere Erscheinung hat vielleicht 
ihren Grund in den frühzeitigen Heirathen. 

Eine andere Absonderlichkeit finden wir in Hin- 
sicht des Alters. Die Bauembevölkerung männ- 
lichen Geschlechts vertheilt sich nach Altersklassen 
7/2 folgender Art: 









Alter 


< 






von 
1-5. 


von 

1 5—16. 


von 
16—18. 


von 
18—60. 


über 
60. 


Freie Staatsbaucm . . . 
Apanage -Bauern . . . 

Leibeigene 

Kolonisten 


18.04 
16.77 
15.81 
20.02 


25.28 
25.34 
25.41 
27.36 


4.24 

4.01 

'4.17 

5.88 


48.59 
50.14 
50.98 
44.24 


3.85 
3.73 
3.62 
2.55 


Im Allgemeinen 


16.69 


25.31 


4.53 


49.77 


3.70 



100. 

Wir wagen es nicht, ohne tiefer in die Bestand- 
theile dieser Zsihlen einzudringen, die natürlichen 
Ursachen dieser Yerschiedenheit zu bestimmen. Dazu 
bedürften wir specieller Daten über die Sterblichkeit 
nach dem Alter in den verschiedenen Ständeklassen. 
Wir wissen nur sicher, daÄs die Sterblichkeit der 
Kinder in der Klasse der Leibeigenen besonders gross 
ist und dass also der Uberschuss der Lebenden im 
mittleren und im Greisenalter nur auf Kosten der 
neuen Generationen besteht, indem ein grosser Theil 
der natürlichen Vermehrung früh wegstirbt. Bei den 
Kolonisten, die wir aus der Masse der freien Staats- 
bauern absichtlich ausgesondert haben, ist das Vcr- 
hältniss ganz anders und verspricht eine kräftig her- 
anwachsende neue Generation. 

Was die räumliche Vertheilung der verschiedenen 
ßauemklassen betrifft, so finden sich freie Staatsbauern 
in allen Gouvernements (s. Karte Nr. 12); doch ist 
das Verhältniss zur allgemeinen Bevölkerung sehr 
verschieden. Am zahlreichsten ist die freie Land- 
bevölkerung im Nordwesten, ^edoe\x \si\\. kN\'s<x'5^K?5fiÄ. 
des Gouvernements St. PetetsWT^. 'VSXi^'^^»:^*^ ^^ 



54 

dieselbe überall, wo zu dem Russischen Element^ 
fremde (Finnen, Tataren u. s. w.) kommen, noch ziemlich 
stark vertreten. Je reiner das Gross-Kussische Element, 
desto schwächer ist die freie Landbevölkerung. Am 
schwächsten ist sie in Lithauen, Weiss- und Klein- 
ßussland, in beinahe sämmtlichen Gouvernements, die 
unter Polens Botmässigkeit gestanden haben. Im 
Lande der Don-Kosaken ist eigentlich gar kein freier 
Bauernstand in dem von uns angenommenen Sinne 
vorhanden, da Alles, was Kosake heisst, frei ist 

Die Apanage - Bauern finden sich nur in 22 Gou- 
vernements des Nordostens und treten besonders zahl- 
reich in den Gouvernements Ssimbirsk und Ssamara 
auf. 

Die Leibeigenen finden sich im ganzen Reiche 
mit Ausnahme der 3 Ostsee - Provinzen. In Sibirien 
sind sie sehr in der Minderheit. Am stärksten ist 
die Leibeigenschaft in Weiss - Russland, dann in dem 
historischen Centrum des Reichs, in und um Moskau 
herum. Mit Ausnahme des Westens, in welchem die 
Polenherrschaft durch Eroberung die Leibeigenschaft 
verbreitete und beinahe die ganze Bevölkerung in 
dieselbe trieb, verringert sich die relative Anzahl der 
Leibeigenen nach Maasgabe der Entfernung vom 
Centrum, welches Moskau und die Gouvernements 
Tula, Kaluga, Jarosslaw, Kostroma, Wladimir, Rjasan, 
Nishegorod bilden. In den Gouvernements, welche 
am äussersten Rande Russlands liegen, in Taurien, 
Olonetz, Archangelsk, Ssamara, Wjatka, Orenburg, 
Astrachan und Bessarahien, ist die Le\\)e\^eti&^^ «oi 



55 

schwächsten. In diesen Provinzen ist sie meist durch 
Kolonisation Gross-Russischer Bauern importirt worden, 
hat aber zum Glück nicht um sich gegriffen. Leib- 
eigen ist beinahe die ganze Slavisch - Lithauische Be- 
völkerung und ein bedeutender Theil entnationalisirter 
Finnen; frei meist Tataren, Finnen und Eumänen. 

§. 10. 
Religionsunterscliiede. 

Nicht sowohl mangelhaftes Material als die uns 
durch den Zweck dieser Arbeit gestellten engen 
Grenzen bewegen uns, bei Besprechung der Religion s- 
verhältnisse des Russischen Reichs alle Details bei 
Seite zu lassen und nur die Hauptpunkte im All- 
gemeinen zu berüliren. In der Tabelle Nr. XII geben 
wir die Vertheilung der Russischen Bevölkerung nach 5 
christlichen und 3 nichtchristlichen Religionspartheien 
und fügen hier einige allgemeine Betrachtungen bei. 

Die bei weitem grösste Masse der Bevölkerung 
gehört dem Christenthume an (93 Proc. gegen 7 Proc). 
Nur 3 Gouvernements des Ostens und Südens (Oren- 
burg, Astrachan, Taurieu) sind beinahe zur Hälfte 
nichtchristlich. Kasan, Ssimbirsk, Ssamara, Chersson 
zählen auch eine bedeutende Anzahl Nichtchristen, 
doch überwiegt in denselben das Christenthum. Alle 
diese Gouvernements sind meist von Tataren bevölkert 
und können also den Islam reprasentiren , der in 
Astrachan neben sich eine bedeutende Anzahl Heiden 
(LamEQten) unter den Kalm\icke\i dx^JAfeV. ^xss. ^ ^'^^s^v 
ßnden wir auch durcYiBcYimUÄ'^^ ^ ^sv^ ^^ ^^«^^^ 



56 

NichtChristen, doch sind es hier beinahe ausschliess- 
lich Juden, die unter dieser Rubrik aufgenommen 
sind. Die Totalsumme der Juden beträgt ungefähr 
1^ Millionen, die noch unlängst in den westlichen 
(früher Polnischen) Provinzen koncentrirt waren imd 
erst seit einigen Jahren bedingte Aufnahme in den 
Gross - Kussischen Gouvernements finden. In den 
westlichen Provinzen ist die Zahl der Juden grösser 
als die der National - Polen. (Hierzu Karte Nr. 15.) 
Yon der 55 Millionen zählenden Masse christlicher 
Konfessionisten sind beinahe 50 Millionen griechischer 
Konfession (mit Einschluss der meist Unirten Grie- 
chen im Westen). Folglich ist die griechische Kon- 
fession mit Recht die Staatsreligion. Sie herrscht 
nicht nur in ganz Gross- und Klein-Russland, dominirt 
nicht nur die Muhammedancr im Osten und Süden, 
sondern auch sämmtliche christliche Konfessionen im 
Westen, sowohl einzeln wie zusammengenommen. 
Weder die Zwangsmaassregeln der Polnischen Regierung 
während der 400 Jahre Polnischer Herrschaft, noch 
die Bestrebungen der päpstlichen Nuntien und der 
Jesuiten haben die Weiss- und Klein -Russen ihrem 
ersten Glauben abspänstig machen können. Dieselben 
sind noch immer den Katholikien an Zahl bedeutend 
überlegen. In Mohilew und Kijew sind sie über 
95 Proc. stark, in Wolynien undPodolien über SOProc, 
in Minsk beinahe 80 Proc, in Witebsk und Grodno 
über 60 Procent. Dagegen sind die Lithauer in 
WJIaa und Kowno meist katholisch und die Griechen 
-Ä/er j'n der Minderzahl. Beide Gouveraemeii^Ä VoimeD 



.57 

also für die einzigen Bepräsentanten des Katholicismus 
gelten, ebenso wie Esth-, Liv- und Kurland beinahe 
rein protestantisch sind (s. Karte Nr. 16). Ausser- 
dem kommen viele Protestanten in Ssaratow, Ssamara 
(meist Mennoniten), Taurien, Chersson und Bessa- 
rabien vor. 

Noch müssen wir einige Worte über die in Ko- 
lonne 2 verzeichneten Sektirer (Easkolniki) sagen. 
Die in unserer Tabelle angeführten Zahlen betreffen 
nur diejenigen Sektirer, welche mehr oder weniger 
offen ihren Gebräuchen u. s. w. nachgehen. Ihre Zahl 
beträgt beinahe 806,000 und ist besonders in den 
Kosakenländem bedeutend. Ausserdem giebt es aber 
eine grosse Anzahl latitirender Easkolniki, die ent- 
weder heftig verfolgt werden (wie z. B. die Kastraten), 
oder nominell zur griechischen Kirche gehören, dessen- 
ungeachtet aber ihr Wesen in geheimen Zufluchts- 
stätten treiben. Diese Sekten werden auf 2 Millionen 
geschätzt und sind namentlich im Norden (Wologda 
und Nowgorod) zahlreich. Da also die von uns ge- 
gebenen Zahlen ungenügend sind, so enthalten wir 
uns jeder näheren Erläuterung dieses interessanten 
Thema's. 



58 



Nachweis über die Yertheiliuig der Nidit-SlayisclL« 



Benennong 
der Gouvernement*. 


Finnen 

(im AUge. 

meinen). 


Tataren 

(im AUge- 

melnen). 


Lithaner 

und 
Letten. 


Mongol.«^ 

(Kal^ 
mückenj*. 


Archangelsk 


21000* 


— 


— 


— 


Wologda 


64000» 


— 


— 


— 


Olonetz 


58000« 


— 


— 


— 


St-Petersburg 


108000 


^"^ 


2000* 


— 


Pskow 


8000» 


_ 


500t 


__ 


Nowgorod 


85000« 


— 




— 


Twer 


85000* 
1800« 


-•" 


— " 




Jarosslaw 


__ 


Kostromlt 


3400« 


260 


— 


— 


Wladimir 


— 


— 


— 


— 


Moskau 


— 


— 


— 


— 


Ssmolensk 


— 


— 


— 


— 


Kaluga 


— 


— 


'— 


— 


Tula 


— 


— 


— 




Oröl 




Kursk 


*•_ 


— 


— 




Tscliemigow 


— 


Poltawa 


^ 


— 


— 


— 


Charkow 


— 


— 


— 


— 


"Woronesh 


— 


— 


— 


— 


Rjasan 


— 


470 


— 


— 


Tambow 


48500* 


11500 


— 


— 


Pensa 


10600* 


35000 


— 


— 


Nishegorod 


60000* 


24000 


— 


— 


Kasan 


895000* 
270000* 


810000 
62000 


— 




Wjatka 


.^ 


Perm 


56000* 


ftWyOOf\ 








\ \ 



59 



Yölkerstämme im Europäisclien Russland. 



I. 



RumKnen. 
(Holdauer) 



Jnden. 



lEingewan« 
derte 
Völker. 



19000 
17000 



Bemerkangen. 



600 » Lappen, Karelen and Syrjanen. 

230 «Syijanen. 

300 * Meist Karelen. 
75000t * Letten, f 50000 Deutsche. 

1000 *Esthen. f Letten. 

14000 «Karelen. 

400 «Karelen. 

600 «Karelen. 

310 « Tscheremissen. 

260 

12000**8000 Deutsche. 
1100 

800 

500 

710 
1600 
4000 
2000 
1800 
4500 

800 

400 

400 

600 



• Mordvincn. 

* Mordvinen. 
«Meist Mordvinen. 



700 « 300000 Tschuwaschen, f 72000 Tschere- 
missen. 
500 1« Meist Wotjaken und Tscheremisseu. 

600 \* Penxi^akfici. ^ ^»&Oc(t\t«tv. 



60 



Benennnng 
der GouvernementB. 



Finnen | Tataren 
(im Allge- (im Allge- 
meinen), meinen). 



Lithaner I Mongol., 



nnd 
Letten. 



(Kal^ 

mttelce«^^. 



Orenburg 

Ssimbirsk 

Ssaratow 

Ssamara 

/ Astrachan 

Esthland 

Livland 

Kurland 

WltebBk 

Mohilew 

Kowno 

WUna 

Grodno 

Minsk 

Wolynien 

Podolien 

Kijew 

Chersson 

Bessarabien 

Taurien 

Jekaterinoslaw 

Land der Donischen Kosaken 



63000*' 640000t 



280000* 



253000* 

355000* 

2000* 

10000* 



115000 



112000* 



275000 



1000 



Total (NB.) 2,182000 1,668000 



319000t 

410000t 

142000t 

lUOO 

730000 

'418000 

202000 

65000 

21000 

38000 



2,348000 



700 



88000 



22000 



110000 



NB. Allgemeine Bemerkung. Die Zahlen sSmmtlieher westlichen Pro- 
vinzen sind bedeutend neuer als die Zahlen, welche Herr t>. Koeppen für 
die übrigen Provinzen angiebt. Da die Bevölkerung seit der Zeit bedeu- 
tend gestiegen ist, so sind die Zahlen der meisten Provinzen für die 



61 



Rnmänen 
(Moldauer) 


Jaden. 


Eingewan- 
derte 
Völker. 


Bemerknngen. 


— 


— . 


1100 


»Meist Mordvinen. f Darunter 400000 
Baschkiren. 


— 


— 


70000 


* Mordvinen und Tschuwaschen, f Meist 
Deutsche Kolonisten. 


— 


— 


6000 


* Ueber 80000 Kirghisen. 


— 


— 


15000t 


*£sthen. f Deutsche und Schweden. 


— 


500 


58000J 


* Esthen. f Letten, t Meist Deutsche. 


— 


25000 


42000t 


♦Liven. f Letten. % Meist Deutsche. 


• — 


62000 


10000 


* Esthen. f Letten. 


— 


103000 


400 




— 


101000 


40000 


* Darunter auch dieLithauischen Tataren. 


— 


77000 


3300 




— 


94000 


6800 




— 


97000 


2900 




— 


184000 


5200 




— 


196000 


43000* 


* Meist Rumänen. 


« 


225000 


1650 




75000 


23000 


45000* 


* Darunter 32000 Deutsche. 


410000 
11000 


50000 
9000 
7000 


90000* 

52000* 

62000* 

1000* 


* Darunter 70000 Bolgaren, 10000 Deut- 

sche. 

* Darunter 23000 Deutsche. — 7000 Zigeu- 

ner; Griechen, Armenier, etc. 

* Darunter 32000 Griechen, 13000 Deut- 

sche, 14000 Armenier, etc. 

* Meist Zigeuner. 


496000 


1,290000 


685000 





gegenwärtige Zeit ungenügend und geben nur ein annäherndes Resultat. 
Einige Fehler, die sich bei Herrn v. Koeppen eingeschlichen, sind nach 
neueren Daten ausgeglichen worden. Nva 4Vä XäJcX ^«t '^Ktcwws. nssä. 
TAtarpn jMBBte Im Durc^cbnltte um 'w^itA^ÄletiÄ \^*U "h«^^«»««!^ ^«äss»- 



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63 



in. 

YolkszaU nnd Yolksdichtigkeit im Enropäischen Rnssland. 



Benennung 
der Oonvemements. 



Zahl 

der 

Kreise. 



Areal. 



Q.-Werst. j Q.-Meilen. 



Archangelsk 








7 


Wologda . 








10 


Olonetz . 








7 


St-Petersburc 








9« 


Pskow . . 








8 


Nowgorod . 








11 


Twer . . 




• 




12 


Jarosslaw . 








10 


Kostromä . 








12 


Wladimir . 








13 


Moskau 








13 


Ssmolensk 








12 


Kaluga . . 








11 


Tala . . 








12 


Oröl. . . 








12 


Kursk . . 








15 


Tschernigow 








15 


Poltawa 








15 


Charkow . 








11 


WoroHCsh 








12 


Rjasan . . 








12 


Tambow . 








12 


Pensa . . 








10 


Nishegorod 








'U 


Kasan . . 








12 


Wjatka . 








11 


Perm . . 








12 


Orenbnrg . 








11 • 


Ssimbirsk 








8 


Ssaratow . 








10 


Ssamara . 








7 


Astrachan . 








5 


liiTland 








4 


Kurland . 








5 


Witebsk . 








5 


Mohilew . 








12 


Kowtto . . . 


. 






11 


Estbl&Dd . . 


■ 






1 



673742,2 ' 

348414,8 

131473,9 « 

39368,2 

39488,6 * 

103495,2 » 

50277,4 

3U1 14,0 

70210,8 

4ir>ai:i,3 

29113,0 

49262,0 

27142,5 

2G9:.6,i 

41567,6 

39«i71,5 

46042,0 

43685,0 

47836,0 

58576,2 

36901,2 

58161,9 

33.J29,9 

44675,2 

53997,7 

l:;6052,o 

292735,3 

331693,.} 

44737,7 

71916,2 

139608,0 

193310,4 

17351,0 

42725,0 ' 

23967,0 



13924,61 

7200,89 

2717,26 

813,65 

816,13 

2139,00 

1163-,1'2 

622,3^ 

1451,09 

860,56 

601,70 

1018,12 

560,97 

557,12 

859,12 

81!»,9l 

951,58 

902,86 

988,35 

1210,62 

762,67 

1202,0« 

688,84 

923,34 

1116,00 

2605,19 

6050,12 

6917,81 

883,28 

1486,84 

2885,86 

3995,87 

358,60 

883,04 

495,84 



BeTSlkerung 

im Jahre 

1A58. 


Auf 

1 Meile 

leben 


274951 


20 


951593 


132 


2873.54 


121 


1,083091 
706462 


1333 

885 


975201 


466 


1,491427 


1288 


976866 


1572 


1,076988 


743 


1,207908 
1,599808 
1,102076 
1,007471 
1,172249 


1404 
3499 
1082 
1795 
2104 


1,532034 


1783 


1,811972 


2210 


1,471866 


1546 


1,819110 


2014 


1,582571 
1, 930^59 
1,427299 
1,9104.54 


1600 
1594 
1874 
1589 


1,188535 


1725 


1,259606 


1364 


1,. 543.344 


1383 


2,123904 


811 


2,046572 


338 


2,007075 


294 


1,140973 
1,636135 


1291 
1100 


1,530039 
477492 


530 
120 


303478 


846 


883681 


1069 


567Q7a 








64 



Benennung 
der Gouvernements. 



Zahl 

der 

Kreise. 



Areal. 



Q.-Werst. 



Q.-Meilen. 



Bevölkerung 

im Jahre 

1«58. 



Aur 
IMefy« 
leben 



Wilna . . . 
Grodno . . . 
Minsk . . . 
Wolynien . . 
Podolien . . 
Kijew . . . 
Bessarabien . 
Chersson . . 
Taurien . . 
Jekaterinoslaw 
Land d. Donischei: 
Kosaken . 



7 

9 

9 
12 
12 
12 

7 

7» 

9» 
10 '• 

8" 



37121,6 
33444,0 
78457,7 
62667,0 
37293,8 
44730,4 
30669,2 
63209,0 
56180,8 
59185,0 

135761,0 



767,70 

691,44 

1621,52 

1295,17 

770,76 

924,46 

633,87 

1306,88 

1161,12 

1225,27 

2805,86 



Total 



494 4,363031,6 •< 90134,23 



876116 


1145 


881881 


1276 


986471 


608 


1,528328 


1180 


1,748466 


2268 


1,944334 


2103 


919107 


1449 


1,027459 


786 


687343 


021 


1,042681 


851 


896870 


. 319 


59,301246 


689 



') Inclusive Seen. 

2) Den Onega einbegriffen. 

') 8 Bezirke und das Gouvernement Kronstadt. 

*) Den Pskowschen See mitgerechnet. 

•) Den nmen, Bjelo-osero etc. mitgerechnet. 

") 9 Bezirke und die Länder der Orenburgischen und Uralifichen 
Kosaken. 

') Den Peipus mitgerechnet. 

^) 6 Bezirke und das Stadtgebiet Odessa. 

') 8 Bezirke und das Stadtgebiet Kertsch-tTenikale. 

"*) 8 Bezirke, das Land der Asowschen Kosaken und Taganrog. 

") 7 Bezirke uAd das Land der Kalmücken. 

12) In diesem Total sind eingeschlossen: a) das Asowsche Meer 
(30852 Q.-W., 637,64 Q.-Meil.), b) der Ladoga (16048,3 Q.-W., 332,10 Q.-MeU.) 
und c) die Neuländischen Inseln (Nowaja Zemlja) mit 101694 Q.-W. oder 
2101,80 Q.-Meilen. Ohne dieselben beträgt der Flächeninhalt des Euro|>ä|, 
sehen Russlands 4,214437,8 Q.-W. oder 87062,69 Q.-Meilen. 



65 



Stadt nnd Land. 



IV. 





1 




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1 




§•► 


Benennung 

der 

Gouvernementt. 


Zahl der 
Städte. 


BevttU 
kerung 

der 
Städte. 


3 ?• 


Benennung 

der 

Gouvernements. 


Zahl der 
Städte. 


Bevöl- 
kerung 

der 
Städte. 


nf lOOLand- 
iw. kommen 
Städter 


Archangelsk . 


8 


28981 


10 


Perm . . 




16 


86825 


4 


Wologda . . . 


12 


41704 


4 


Orenburg 




10 


75484 


4 


Olonetz . 


» • 


7 


18831 


6 


Ssimbirsk 




11 


69078 


6 


St-Petersbur 


K • 


13 


604617 


56 


Ssaratow . 




10 


159841 


9 


Pskow .' . . 




9 


44063 


6 


Ssamara . . 




8 


62001 


4 


Nowgorod 




11 


66628 


6 


Astrachan . 




5 


65930 


14 


Twer . . . 




13 


118154 


7 


Esthland . , 




5 


25383 


8 


Jarosslaw 




13 


90098 


9 


Livland . 




10 


106935 


12 


Kostromä 




17 


61546 


6 


Kurland . 




11 


59344 


10 


Wladimir. 




U 


77036 


6 


Witebsk . . 




12 


95520 


12 


Moskau . . 




14 


449550 


28 


Mohilew . 




12 


67847 


7 


Ssmolensk 




12 


72944 


6 


Kowno . . 




9 


67867 


7 


Kaluga . 




14 


96559 


9 


Wilna . . . 




9 


72746 


8 


Tula . . 




12 


106337 


9 


Grodno . . 




25 


101594 


11 


Oröl . . 




12 


150240 


10 


Minsk . . . 




11 


90225 


9 


Kursk . . 




18 


111180 


6 


WoljTiien . 




12 


110245 


7 


Tschemigow 




19 


139965 


10 


Podolien . . 




17 


120822 


7 


PolUwa . 




17 


143917 


8 


Kijew . . . 




12 


203612 


10 


Charkow . 




18 


179096 


11 


Bessarabien 




7 


156878 


17 


Woronesh 




12 


85606 


4 


Chersson . 




1 17 


275998 


27 


Rjasan . . 




12 


86615 


6 


Taurien . 




16 


129292 


21 


Tambow . 




.13 


139306 


7 


Jekaterinoslaw 


11 


113847 


11 


Pensa . . 




13 


99152 


8 


Land der Doni- 








Nishegorod 




13 
13 
12 

x 


82692 
99002 
52849 


6 
6 
2 


schen Kosaken 


1 
598 


18586 


2 


Kasan . . 
Wjatka . 


Tc 


»tal 


5,582068 


5,16 



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Astrachan 
Esthland 
Livland . 
Kurland . 
Witebsk . 
Mohilew . 
Kowno . 
Wilna . 
Grodno . 
Minsk 
Wolynien 
Podolien 
Kijew,. . 
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Ghersson 
Taurien . 
Jekaterinoslaw 
Donische Kosaken 



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1267 

606 

925 

636 

565 

688 

1331 

767 

1153 

1618 

1858 

1153 

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1721 

1353 

174 



2471 

2599 

7059 

4839 

6797 

9049 

10176 

6968 

10396 

11831 

13303 

17072 

17685 

11572 

10141 

5075 

11852 

8994 



3105 


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1,83 


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1,83 


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0,78 


1,51 


13442 


0,90 


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6796 


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13205 


1,18 


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1,08 
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1,28 
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+ 463 

+ töb 

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+ 1S15 

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+ 35* 
+ 8G8 

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+ 87* 

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+ 11» 


+ SUD 

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+ Mtil» 
+ 13830 

+ lEiBM 
+ UiÖM 

+ aTias 


+ SSM 

+ ass5 

+ Suflü 
+ l(rtH« 

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+ 8989 
+ IMüS 
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Oouvernemeuts. 



Absolute Ab- und Znnahme. 



Astrachan 

Esthland 

Livland ...... 

Kurland 

Witebsk 

Mohilew 

Kowno 

Wilna. 

Grodno 

Minsk 

Wolynien 

Podolien 

Kiew 

Bessarabien . . . . 

Chersson 

Taurien 

Jekaterinoslaw . . . 
Land der Don. Kosaken 

Total 



Stadt. I Land. 



Ueber- 
haupt 



Relative 
Ab- und Zunahme. 



Stadt. 



Land. 



Ueber- 
baupt 



+ 653 
+ 91 

- 587 
+ 200 

- 2303 
+ 466 

- . 39 

- 140 
+ 1262 

293 
974 
+ 2073 
+ 1383 
+ 1040 
+ 3372 
+ 2517 
+ 1120 
+ 396 



+ 

+ 



+ 5278 
+ 3077 
+ 8549 
-f 3413 
-f 12785 
+ 14528 
+ 8894 
-f 7927 
+ 12371 
+ 16906 
+ 4851 
+ 26876 
+ 22451 
-\- 16374 
+ 25018 
-f 11643 
+ 24017 
+ 25527 



+ 5931 
4- 3168 
+ 7962 
+ 3613 
-f 10482 
+ 14994 
+ 8855 
+ 7787 
+ 13633 
+ 17199 
+ 5825 
+ 28949 
+ 23834 
+ 17414 
+ 28390 
!+ 14160 
1+ 25137 
\+ 25923 



0,99 


2,65 


0,36 


1,10 


0,54 


1,10 


0,38 


0,67 


2,41 


1,87 


0,68 


1,77 


0,05 


0,96 


0,19 


0,98 


1,24 


1,68 


0,33 


1,88 


0,88 


0,34 


1,71 


1,65 


0,68 


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0,66 


2,14 


1,22 


3,35 


1,95 


2,08 


0,98 


2,63 


2,13 


2,90 



2,24 
1,04 
0,90 
0,63 
1,34 
1,69 
0,89 
0,88 
1,66 
1,74 
0,38 
1,65 
1,19 
1,89 
2,77 
2,06 
2,41 
2,66 



+ 46990 



+811143 



+858133 



0,84 



1,51 



1,44 



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der freien Staatebaaem, Apanagebanem und Leibeigen ea^ 



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79 



OpuTernements. 



Freie 

BtMte- 

banem. 



Apanage- 
bauern. 



Leib- 
eigene. 



Aof 1 00 Einwohner 
kommen 



Fr. St. 



A.-B. 



L. 



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Astrachan 

Esthland 

Livland 

Kurland 

Witebsk 

Mohilew 

Kowno 

Wilna 

Grodno 

Minsk 

Wolynien 

PodoHen 

Kijew 

Bessarabien 

Chersson 

Taurien 

Jekaterinoslaw .... 
Land der Don. Kosaken 

Total 



783500 
176624 
272109 
747300 
463352 
142831 
75378 
281816 
229923 
243529 
128828 
242251 
324906 
304573 
704803 
114642 
433951 
482841 
94 



246061 
1656 



13336 
9412 

106 



234453 
12427 



446233 

572269 

364646 

402549 

361302 

599160 

864161 

1,041051 

1,121062 

10844 

321250 

41063 

328530 

2861Ö6 



51,2 
36,9 
89,7 
84,4 
81,6 
18,2 
8,5 
28,5 
26,2 
27,6 
24,6 
15,8 
18,6 
15,6 
76,6 

11,1 
63,1 
46,3 

0,001 



16,0 
0,8 



1,7 
1,0 

0,01 



15,3 
2,6 



57,1 

64,7 
36,9 
45,9 
40,9 
60,7 
56,5 
59,6 
57,6 

1,1 
31,2 

5,9 

31,5 

31,9 



22,060909 2,037801 122,543277 

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37,2 



3,4 



38,1 



*) In diesem Total fehlen noch circa 600000 Kolonisten und kolonisirte 
Juden. Ungefähr 1^ Millionen freier Staatsbauern leben in den Ssibiri- 
schen Gouvernements. Zusammen giebt dieses die Totalsurame der Frei- 
bauern von über 24 Millionen. 

**) Diese Summe ist etwas grösser als die oben gegebene; der Grund 
liegt darin, dass in einigen Gouvernements die in den Apanagen lebenden 
verabschiedeten Soldaten (freie) auch mit aufgenommen sind. 



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Christen 



Auf 100 Chri- 
sten kommen 
G riech. Conf. 

Total 

der 

Nicht- Christen. 



Heiden. 



Muhameda- 
ner. 



Juden. 



Total 

der 

chriatlichen 

Bevölkerung. 



Protestanten. 



liOmische 

und 

Armenische 

Katholiken. 



Armenisch- 
Gregorianische 
Confession. 



Altgläubige, 
(öecten.) 



Griechisch- 
orthodoxe 
Confession. 



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Druck der Engelhard -Reyher'schen Hofbuchdriickerei in Gotha. 



RUSSLAND'S BEVÖLKCRUNO. 

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SEXUAL -VERHÄLTMSS. 




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RUSS LAN D'S BEVÖLKERUNC. 




RUSSLAND'S BCVÖLKERUNC. 

GEBURTEX im'aLLGFMEISEN. 




RUSS LAN D'S^BEVÖLKERUNC. 

GRBÜRTEN SACH DEM OKSCHLECHT. 




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RUSS LAN D'S»VÖLKERUNG. 

UNBHELICHR GEBURTEN. 




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RUSSLAND'S BEVÖLKERUNO. 

STERBLICHKmT IH .VLLGEM£I>XV. 




RUSSLAND'S^BEVÖLKERUNC. 

STKKIJLICllKKrr.Wil TIKM GKSrUI.El'nT. 




RUSSLAND'S EEVÖLKEKUNO. 

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RUSSLAND'S BEVÖLKCRUNC. 

FRKIE STÄ.\TSBArERN. 




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RUSSLAND'S^BEVÖLKEItUNG. 

APANAGE -BAl'EBX. 




«iTITS l»M(THRS 



RUSSLAND'S BEVfiLKERUNO. 



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