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Full text of "Bibliographie der österreichischen Drucke des 15. und 16. Jahrhunderts. Mit einem Anhang: Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdrucks"

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BIBLIOGRAPHIE 
DER ÖSTERREICHISCHEN DRUCKE 
DES XV. UND XVI. JAHRHUNDERTS 

HERAUSGEGEBEN VON Dr. EDUARD LANGER 



I. BAND, 1. HEFT 

TRIENT - WIEN - SCHRATTENTHAL 

BEARBEITET VON DR. WALTHER DOLCH 
MIT EINEM ANHANG 

AUS DER ERSTEN ZEIT DES WIENER BUCHDRUCKS 

VON DR. IGNAZ SCHWARZ 



WIEN 1913 
VERLAG VON GILHOFER & RANSCHBURG 



BIBLIOGRAPHIE 
DER ÖSTERREICHISCHEN DRUCKE 
DES XV. UND XVI. JAHRHUNDERTS 

HERAUSGEGEBEN VON Dr. EDUARD LANGER 



I. BAND, 1. HEFT 

TRIENT - WIEN - SCHRATTENTHAL 

BEARBEITET VON DR. WALTHER DOLCH 
MIT EINEM ANHANG 

AUS DER ERSTEN ZEIT DES WIENER BUCHDRUCKS 

VON DR. IGNAZ SCHWARZ 



MARIE 



ST 



H ? 



WIEN 1913 
VERLAG VON GILHOFER & RANSCHBURG 



i 



fTYOF 



954516 






Vorwort des Herausgebers. 



Seit Jahren habe ich alte österreichische Drucke gesammelt 
und zu einer besonderen Abteilung in meiner Bücherei ver- 
einigt. Als Wegweiser hierzu mufsten mir die bestehenden 
Bibliographien und Spezialwerke dienen, die mich leider recht 
oft im Stiche liefsen. Qualvoll empfand ich es auch stets, 
dafs keine Bibliographie ein Gesamtbild der österreichischen 
Buchdruckergeschichte bot. 

Und doch haben wir Österreicher genug Ursache, auf 
viele Erzeugnisse unserer Buchdruckerkunst stolz zu sein. 
Zwar sind die ersten österreichischen Wiegendrucke recht 
primitiv; aber schon der zweite Drucker, der in Wien arbeitete, 
Johann Winterburger, kann ein Künstler in seinem Fach 
genannt werden. Er war ein Mann von hoher Begabung, 
voll Hingebung und Ehrgeiz für die Vollendung seiner Ar- 
beiten. Seit Jahren war es mein lebhafter Wunsch, diesen 
hervorragenden Mann gebührend gewürdigt zu sehen. Ich 
hoffte damit den Anfang zu einer systematischen öster- 
reichischen Bibliographie zu machen , die alle Werke der 
österreichischen Drucker des XV. und des XVI. Jahrhunderts 
umfassen soll. 

Herr Dr. Walther Dolch, der durch längere Zeit im 
Auftrage der Kgl. preufs. Akademie der Wissenschaften die 
Handschriften meiner Bibliothek inventarisierte, übernahm die 
Durchführung meines Planes. Er verarbeitete zunächst den 
Stoff, den meine Bücherei bot und ergänzte ihn dann durch 
weitere Studien in vielen Bibliotheken und Museen ganz 



IV 

Europas. Der erste Erfolg dieser eingehenden Arbeiten liegt 
nunmehr vor. Dieses erste Heft behandelt die Buchdrucker, 
die im XV. Jahrhundert in den innerösterreichischen Ländern 
gedruckt haben. Das zweite Heft wird die Sudetenländer 
und Galizien im gleichen Zeitraum behandeln. 

Mit dem XVI. Jahrhundert freilich wächst der Stoff ins 
Ungeheure. Ob man diesen auch in der gleichen Weise wird 
bewältigen können, läfst sich noch nicht bestimmt sagen. 
Jedenfalls soll die Fortsetzung des Werkes die Druckerzeug- 
nisse Österreichs zum mindesten in gedrängter systematischer 
Darstellung aufführen. 

Es hängt freilich alles von der Aufnahme ab, die dieses 
Heft findet. Möge sie eine freundliche sein! 

Braunau i. B., im Juni 1913. 



Dr. Eduard Langer. 



Vorwort des Verfassers. 



Die vorliegenden Beschreibungen bedürfen kaum eines 
Geleitwortes; sie schliefsen sich im grofsen und ganzen an 
die Grundsätze der Inkunabelkommission an. Eine wesent- 
liche Abweichung besteht nur darin, dafs bei den Enden der 
Abschnitte oder beim Schlufs der Drucke die Zeilenzahl bis 
zur letzten Zeile angegeben ist, also nicht bis zu derjenigen 
Zeile, mit der die Anführung des Schlusses beginnt. Aufser- 
dem ist t und l* nicht unterschieden. Bei antiqua gedruckten 
Anführungen ist anfänglich nicht s und f auseinandergehalten 
worden. 

Die Bibliotheksexemplare beschriebener Bücher, die mit 
Signaturen angeführt sind, wurden fast durchgängig von mir, 
nur wenige von namentlich angeführten JNIitarbeitern be- 
schrieben oder zur Vergleichung benutzt. Bei der Angabe 
der Exemplare, die in der einschlägigen Literatur verzeichnet 
sind, wurde keineswegs Vollständigkeit erstrebt. 

Die Korrektur wurde durchgängig an der Hand der 
Exemplare gelesen. Da diese Bücher über ganz Europa 
verstreut sind, mufste ich mich bei der Kollationierung und 
bei Änderungen völlig auf die Herren verlassen, die so 
freundlich waren, diese Arbeit zu besorgen. Herr Dr. Bohatta 
und Herr Dr. Schwarz haben aufserdem in liebenswürdiger 
Weise jedes Mal die Korrekturbogen überlesen. 

Das wichtigste Ergebnis des vorliegenden Heftes bildet 
die Übersicht über die Druckwerke Winterburgers in Wien. 
Denis hatte im ganzen 68 Erzeugnisse der Winterburgerschen 



VI 

Presse aufgefunden; durch Panzer und Hain war diese Zahl 
um i8, durch Weller um 6, durch Mayer um 7 vermehrt 
worden. Das vorliegende Verzeichnis zählt 165 Nummern. 
Zahlreiche glückliche Funde haben mir wohl geholfen; das 
Ergebnis wäre aber sicher nicht zu stände gekommen, wenn 
ich nicht so wertvolle Unterstützung gefunden hätte. Eine 
Anzahl unbekannter Drucke hatte der Sammeleifer von Herrn 
Dr. Langer vereinigt. Auf einige besonders wichtige Stücke 
in der Sammlung Trau wies mich Herr Dr. Schwarz hin. 
Herr Dr. Freys von der Staatsbibliothek in München machte 
mich auf den umfangreichen Sammelband der Stadtbibliothek 
Memmingen aufmerksam, der lauter unbekannte Stücke 
enthielt. Herr Dr. Collijn endlich war so freundlich, die 
Funde, die er in Stockholm gemacht hatte, mir zur Verfügung 
zu stellen, obwohl er dadurch seiner eigenen Veröffentlichung 
Vorgriff. 

Immer neue Funde, immer neue Ergänzungen während 
des Druckes erschwerten und verzögerten die Fertigstellung 
der Arbeit. Bei Beginn der Drucklegung kannte ich 134 
Winterburgersche Prefserzeugnisse, am Schlüsse 165. Infolge- 
dessen hat sich das Bild von Winterburgers Tätigkeit etwas 
verschoben und vielfach ergänzt. Neu und beachtenswert ist 
es, dafs er z.B. Volkslieder und Exlibris gedruckt hat; das 
Bücherzeichen Heupergers, das aus Winterburgers Offizin 
stammt, ist wohl das früheste Exlibris, dessen Drucker man 
kennt. 

Edikte, Ordnungen usw. führt dieses Heft allein 27 auf. 
Seit 1501 dürfte Winterburger wohl alle österreichischen 
Landtagseinberufungen und manches deutsche Reichstags- 
ausschreiben, seit mindestens 1508 alle Steueranschläge für 
Österreich gedruckt haben. Die 27 Stück sind sicher nur ein 
ganz geringer Rest seiner Tätigkeit in dieser Beziehung. 
Aber schliefslich ist druckgeschichtlich nicht viel an solchen 
Blättern verloren. 



VII 

Schwerer hingegen wiegt der Verlust vieler Kalender 
und Praktiken , deren ehemaliges Dasein man auf Grund des 
vorliegenden Verzeichnisses z. T. sicher erschlicfsen, z. T. ver- 
muten kann. Von Muncz und von Johannes Glogoviensis 
dürfte alljährlich bei Winterburger ein Kalender und eine 
Praktik, je deutsch und je lateinisch, erschienen sein. 
Aufserdem stammen noch Kalender und Praktiken von 
M. V. Choschovia, von Faber v. Budweis, von Joh. Engel und 
anderen aus Winterburgers Presse. Man wird nicht zu hoch 
greifen, wenn man für jedes Jahr von Winterburgers Tätig- 
keit mindestens 5 solche Drucke, also im ganzen 130 ansetzt. 
Die vorliegende Liste enthält aber nur 23 derartige Stücke. 
Wieviele wichtige Holzschnitte, wieviele beachtenswerte 
Drucke mögen in der Reihe der verlorenen Stücke gewesen 
sein! Einen guten Teil wird ja die Makulaturforschung noch 
zu Tage fördern ; der Verlust wird immer grofs genug bleiben. 

Viel zu viele Herren haben sich freiwillig und in liebens- 
würdigster Weise in den Dienst der Arbeit gestellt, als dafs 
sie alle namentlich erwähnt werden könnten. Ihnen allen sei 
hiermit der aufrichtigste Dank für ihr Entgegenkommen aus- 
gesprochen. 

Nicht zuletzt möchte ich des Setzers gedenken, der trotz 
immerwährender Änderungen und Nachträge den schwierigen 
Satz mustergültig besorgt hat. 

Walther Dolch. 



Inhaltsübersicht. 



S. 1^7: Trient. S. i — 4: Albert Kunne von Duderstadt, 1475 — 76; S. 4 — 7: 

Leonardus Longus, 1479 — 81. 
S. 7: Georgenberg in Nordtirol. 
S. 7 — 130, 132 — 148: Wien. S. 8 — 13: Der Drucker der Historie von S. Rochus 

1482 — 1486; S. 14 — 130: Johannes Winterburger; darin S. 122 — 124: 

Isak Colli] n, Notiz über Wiener Inkunabeln in der Kgl. Bibliothek zu 

Stockholm. 
S. 130 — 131: Sclirattenthal, (1500) 1501. 
S. 132 — 143: Ignaz Schwarz, Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdrucks. 

(1482— 1486.) 
S. 144 — 148: Verzeichnis der Typen Winterburgers. 
S. 1 49 — 171: Inhaltsverzeichnis. 



Druckfehler und Berichtigungen. 

S. 4, N" 4: lies super canonisationem statt canonisatione. 
S. 9, N" 2 : Wappen statt Wappnn. 
S. 10, N04: 3I0CCU6 statt 'Soccue. 
S. II, NO 7: £3S3i(l> statt £3^Äa\ 
S. 12, NO 9a: Jlome statt Äomc. 
S. 27, Zeile 7 und Anm. 2 : Dodgson statt Dogson. 
S. 34, NO 4: 2lcgi statt %cgi. 
S. 37, N" 9: Friderici statt Friederici. 

S. 43, NO 22: ucrfis (.') statt ucrsis (/); ebenso stets im Innern von antiqua ge- 
setzten Worten f statt s. 
S. 45, N» 25: folio und foUo Ip),*i je statt Jolic». 
S. 68, NO 56: Type 7 statt 6, Type 6 statt 7. 
S. lOi, NO 117: Type 10 statt 5, Type 5 statt 9. 



I. 

Trient. 



I. Albert Kunne von Duderstadt. 1475 — 76. 

Das erste Buch, das aus einer österreichischen Offizin 
hervorgegangen ist, hat ein Deutscher gedruckt, Albert 
Kunne von Duderstadt am Mittwoch vor Mariae Geburt 
(6. Sept.) 1475 in Trient: Die Historie von Simon in deutscher 
Sprache. Das Werk ist in einer gotischen Type gesetzt, 
ähnhch einer in Norditahen'^ übhchen, und mit 12 blattgrofsen, 
künstlerisch sehr bedeutsamen Holzschnitten geschmückt. 

Die gleiche Type fand Verwendung bei der Historia com- 
pleta, die am 9. Februar 1476 in Trient erschien. Das dünne 
Heftchen von 12 Bll. enthält in lateinischer Sprache die Ge- 
schichte des seligen Simon, von Joh. Matth. Tuberinus, mit einer 
Vorrede an Joh. Hinderbach, darauf Wunder und Lamentationes 
vom selben Verfasser. Nach der Angabe von Druckort und 
Druckjahr ist eine Zeile freigelassen; dann folgt: : Hermanno 
fchindeleyp Auetore:. Diese Worte veranlafsten Hain,-^ einen 
Hermann Schindeleyp für den Typographen zu halten; Proctor 
und Voullieme schlössen sich der Hypothese an und schrieben 
diesem angeblichen Drucker die übrigen, in der gleichen Type 
erschienenen Werke zu. Mit Unrecht. Denn „Auetor" kann 
nicht den Drucker bezeichnen. Dagegen bedeutet es: Ver- 
käufer einer Sache. 3^ Hermann Schindeleyp war also der 
Verleger des Werkchens. Das Heft stammt sicher aus der 
Offizin Kunnes. Das Gleiche gilt von den beiden anderen 
Drucken, die dem angeblichen Typographen Schindeleyp 
zugeschrieben werden (L'aspra crudeltä, nach 7. Juni 1475, 

i) Type 2 Christoph Arnolds in Venedig ist z. B. bis auf das E täuschend ähnlich. 
3) Bereits Panzer HI, 52, i fragt: an hie typographus? 

3) Du Gange I, 466: Auetor . . . dominus rei, vel venditor, qui rem vendit. 
Langer, Osterr. Bibliographie I. 1 



2 Trient, Kunne v. Duderstaclt 

Proctor 9462 und Silvester de Balneoregio, nach 6. Dezember 
1475, Voull. 2567). 

Kunne von Duderstadt hat demnach nachweisbar zwischen 
6. September 1475 und 6. Februar 1476 in Trient gearbeitet. 
Weitere datierte Zeugnisse seiner Tätigkeit in Südtirol sind 
nicht bekannt. Seine Typen wurden etwa 3 — 4 Jahre nach 
1476 von Longus in Trient verwendet, und etwa um die 
gleiche Zeit beginnt Kunne seine Tätigkeit in Memmingen. 
(Proct. 2768.) 

1. Historie von Simon. 6. Sept. 1475. 

Bl. ir: leer. Bl. iv: Hohschn. (16,8 X I2,g cm): Versammlung- der Judeii 

in der Synagoge. \\ Bl. 2r: [öjite crfte captttcl tfl bcc 3lat bcn bic iuben 
l)aben gehabt in bcr heiligen inacs||tetr tooc^en an bcm pftngflag vor 
öfteren. t)on bem 2\at bccii bing fint 3U mec||fcn. . . .; links stets 

ein Holzschnitt , rechts Text; Bl. Iv: die yuden treffen Sifnon auf der 
Straße und nehmen ihn tnit ; BL ^v: er wird gewaschen und gekämmt ; 
Bl. 4^'-' ^f wird geschachtet ; BL ßy: er liegt tot vor dem Altar der 
Synagoge ; BL 6v: das Ritualmahl ; Bl. Jv: die Juden verbergen das tote 
Kind; BL8v: der Leichnam wird gefunden ; Bl.gv: Messe zu S.Peter 
in Trient ; Bl. 10 v: die Juden werden aufgespannt und ?nit glühenden 
Zangeti gezwickt; BL II v: gerädert und geröstet; Bl. I2v: mit dem 
Schivert hingerichtet. Schi. BL l4'% Zeile 2']: 511 beincm lob üfi ecen bte || 

nit au^ 5U fprec^cn i)^ bo mit ii^ mi(^ beftel in beine befd)innung Itnten, 
X>n bai bat i| gbebrucf t 2ilbcctu8 bubcfjlat üon be iSiffoclt 5U Trient 
in be iar a\% xna bi9 iube b^t || uerprant bo man fc^reib taufent? 
t)icrbunbcrtüfifunfDnftbnc3 iar an bem mitu?u(i)e vor || pnfer lieben 
fraioen tage ber purt Äaus beo. || Zwei Zeilen frei. \\ !Dife aufs 

gebrufd)te gefd>rift ünb gemel ifl vngeuerlicben befc^eben üon be 
auffbrug;]| feren vnb maleren in aller ber ma^ u?ic fte bM lantmer 
toeife ünb üon bem gemaine || voVt in ber fiat 3u »Trient gefagt unbe 
geblaten (/) i|l loorben ba mit ber usarbait ber bfHflorie ni&}t ab? 
genomen nocb t»er5igen als bit in bcn geriefte pucbereü (/) t>nb aufs 
fc^riben || uermerfet t)nb aus gefcbribe ijl JDar auff wir uns ganc3 
fec3c »nb biffc »nfer gefcbrif||tc ünb gemele fd)riben pnb tjerlaffen. || 

Bl. l4v leer. || 
2°/ — l4- ng. und unsign. BIL, ohne Cust.; erste Lage 8, zweite 6 Bll. ; — 

einsp., ohne Seitenüberschr., ßO — ß4 Zeilen; — Type I ; ■ — ausgesparte 

Initialen ; — 12 Vollholzschnitte ; — Wz. kleiner, dreiteiliger Fels, Strich, 

sechsbl. Kreuzbl. (l — 14)- 
München, St.-B., 2°. Inc. s. a. 62. (l) ; — Hain 'J'Jßß. 

2. Tuberinus: Historia completa. 9. Febr. 1476. 

BLlrjv leer. Bl.2r: ^jcfioria £ompleta, II Eijie Zeile leer. \\ Kb J^eue? 

rcnbifftmum 3n >;pö patrem : et : J) : bominü 3ob«nnem || »oinbers 



Trient, Kunne v. Duderstadt 3 

bad) : ^ntiilttem : et bominum Tribcntinum : 3?c pafftoi|nc/ et obitu : 
4»e«tt pueri Simonis ; 3nnoccntiö martiviö : ^ribenti || ni : 3obanni6 
niatbiae iCiberini : iTIai-enfis : libei-alium artium : et |1 meöicine boa 
torie : libellue fclicitec incipit, jj /u'/ie Zeile leer. \\ [ ] (t>KIC'2i^U'3 : es 
me faepe Keuetrcbifi'te praeful : ut \ impccfectam/ quam nuper tbibi] 
t>eobitu beati BimoH nie : compleccm bifloriam; Schi. Bl.qr, Zeile q: 
tuoqj nomini foelicitev confecraui : i| Eine Zeile frei. \\ 23ene ualc 

SacCUli nojlri fodicitas : || Sieben Zeilen frei. \\ Folgt: tPiufbcm JDOC? 

tocte : imitraculrt 23eati ©imonie |! Tribentini : übellus felicite«^ »"- 
cipit: |] Eine Zeile frei. \\ [ ].qui Cfiiliana J^eligioe cefcmini/ ut quit» 
oculog cÖbitig II in iMn manifeila iubeorum tlagitiaV . . -j Schi. 

Bl.Ilr, Zeile 2: abucrfa ualituötnc folut9 C puec: || Eine Zeile leer. || 

Folgt: : 2tltut> abmii-abile JITiracuIum : j [ ]Um Tybcrinue epo buicis 
©crmanicus infans : ü . . • Schi. Zeile 2^: Baepe x\h\ gcatcö inclfte 
niartir habet || Folgt imtnittelbar : [ ] Oufulat (.') rebus fuis : q ffiloriofi 
Symonis Ttribetini \Qz\\\\t\ bettral)üt matrticio .... 3llos Cöcabi 
faftf) tctrci || bilis cafus eboccat ... Bl. iiv: [ Jltytb 3ubcc>rm (.') 
caufam pcotector abotrtus || . . . 8 Verse; Schi, t^anc febem medto 
"^c^x tibi Bancte Brmon. || Eine Zeile leer. II 3ncipiüt, Ääentationes. 
23eati Brmonis 3""'^^«»* '- et '- Htartitris. || Ciuitatis : Hxxbtntxnt, per 
ntagiilrum 3'^^^*^""^'" »^^»^tbiam : jl Eine Zeile leer. II [ JUmPuec 
illc Bimon : quem nuper xw urbe ^tribenti : || . . .; Schi. Bl. i2v 
Zeile 6: tßui manbunt tepiba membtra ctruent« uifum : || Eine Zeile 

frei. II 2?eO ©ratias || Eine Zeile frei. \\ Folgt: ^Cribcti imptreffa : 

2tb taubem sDomini nofitri j-cfu crijlirtotius || q3 caeleilis curiac 
tciumpbantis 2tmcn : Hb 3"^*^^'^'^""^ xoh'xtxtx beclacanbam : 2>iuo 
3c>banne binberbad) 2lntiilitc ; et iE^omino Ü vDribentino foeliciter ims 
pcrante : pontiftcatus fui anno becimo: || VTatalis uero icarnati xjci'bi 
UT cccc 2.);)n3i : quito 3^"ö ff l'»-*"*>^'i II Eine Zeile frei. \\ : ^ccmanno 
fc^inbelejrp 'liuctoce: || 

4°; — 12 ng. Bll., nicht signiert; eine Lage ; — ^4 Z., einsp., ohiie Seiten- 

überschr.; Verse abges.; — Type 1 ; — Anf.-Buclist. ausgespart; — Wz. 

OcJisenk., Strich, fünfbl. Krzbl. 
Berlin, KB Inc. 2566 [Voull. 2ß66] ; London, BM I. A. 51 126 [erstes 

u. letztes Bl. fehlt ; Proct. g46ß] ; München, Staatsbibl., 4°- Lnc. c. a. gi; 

Wien, Hofbibl. 5. G.4S; — Hain *Iß66l (II Bll., Schindeleyp l4l6j. 

L'aspra crudeltä del Turco. o. J. (nach 7. Juni 1475). 

Anf Bl. ir: Bignotr bei cid bcnigno/ c coctcfe || pien bx clemenj« c pien 
bogni bontä || (5catia mi preila cbio moltri palefe . . . (8 Verse); 
Schi, nelajlouia üebere. \\ 2tbi fette be 3ugno Ht. cccc.ljrp»: i| &ne 
Zeile frei. \\ [a]£ nome be bio in canal be cö^antinopoli aua||ti a 

qfli giotrni . . .} Schi. Bl. 6v, Zeile 22: cömo te \}0 biete. || Eine Zeile 

frei; folgt ein So?tett fi2 Zeilen): 3ntunbi la tua gratia fignor bio . . .; 
(Rual fccc el 3lc al prebicat- be '^ono., \\ 3" « P'^t* fi troua/ in te 
fapere/ || 3" ^^ '^^^f ^^ gloria:c^e e \i bona || Ti lalme : cbe ft ffovj« 

in ciel feberc, || Eine Zeile frei. \\ •:♦ ^3^3® ♦* 

)* 



4 Trient, Kunnc v. Duderstadt 

4" ; — 6 njf. Bll.; ßl Z. voll, einsp., ohne Seitenüberschr. ; Type I ; — Anf.- 
Buchst. ausgesp., Mein ehtges.; — Wz. filnfbl. Blume (London) ; ^ Taube 
(Cambridge). 

London, BM I. A. S^ ^^3 [Proctor g462] ; Cambridge, Univ., Inc. 5. G. 2. 2. 

4. Silvester de Balneoregio: Conclusiones . . . super canoni- 
satione b. Simonis Tridentini. o. O. u. J. (nach 6. Dez. 1475). 
Bl. irjv leer. \\ Bi. 2r: Cottcluftoncs Cum catum bccl«cadonib9 cbitc a 
^cucrebo Qacvt \\ tt)cologic lltagifltro ©ilueflfo bc balneoregio ovi 
binie fratfü bere || mimnim ©ancti augujlini : fupet* Canoni.^aciouc (/). 
^zMi @)?moni6 |1 Cribenttni. quem impia ©ene »ocbtrea icontcptii 
fibei cctfiianc || ccubelitcc enccauit 'Üb Jveuerenbiffimutn '^pifcopum 
et sCfiben||tinc ciuitatis principem bominum ^obanncm by'tiöerbacb : || 
Ei7ie Zeile frei. \\ [ ] *Etum @ummu6 ponttfe^/ CutU6 cfl . . .; Schi. 
Bl. lor, Zeile 2g: etrabiccr iugiter clamat || Eine Zeile frei. II j5eo« 
©ratiae. || Bl. lov: [ ] crcnbiffime (.') 3" V\>o P«tec et bomine pofl 
bumiles cöme-||bationeg et cetera . . .; Schi. Zeile ßo: meo||rtä precor 
babeatte« '^atü pabue btc. x>u iDccebris. Ill:cccc,l)rpt> || Zwei Zeilen 
leer. \\ Jili9 et feruitor fr^^ter j'üuefier be balneoregio facre || tbeo* 
logie magiflec licet ibignus orbinis facti. 2iugi. || 

4°/ — 10 ng. Bll., ohne Sign.; — einspaltig, ohne Seitenüberschr. ; ^4 
Zeilen ; — Type l ; — keine Initialen (ausgespart) ; — Wz. Kreis, 
Wage, gerade Schalen. 

Berlin, KB Inc. 2^6^] [Voull. 2^6"]]; Trient, Stadtbibl, Inc. 2g8 ; — 
Hain 1^20^. Vorhanden auch in Innsbruck, Ferdinandeuiii. 

t Historia completa. . . . Trideti impressa MCCCCLXXV. 

Ar eh. Trent. II, 206, 4- verwechselt )nit Ilain *lßö6l. (Siehe oben N" 2.) 

f De Infantulo in civitate Tridentina per Judaeos rapto . . . 

Ar eh. Trent. II, 20ß, ß : = Hain *lß 655, gedr. in Rom von Guldenbeck. 

f Die Marter des Knaben Simon. 

Holzschnitt, Einblattdruck. 3u Orient. || JRAf. || Trotzdem nicht in Trient 
gedruckt. Abgebildet U7td besprochen von Leidinger in P. Heitz, Einblatt- 
drucke VIII, I : Staatsbibl. München, Straßburg IQOI, N^ 4S- 

f Passio S. Pueri Simonis 1475. 

Ar eh. Trejit. II, 204-, 2: „Indizt sicuri per asserire che questa stampa sia 
stata fatta in Trento mi mancano.^'' Gemeint ist Haiti *lß6ß4' Scdr. 
von Creußner in Nürnberg. 

2. Leonardus Longus. 1479 — 81. 

Kunnes Nachfolger in Trient war ein Itahener, Leonardus 
Longus. Er stammte aus Treviso und nannte sich selber 
presbiter; missier pre Lunardo; piovan de S. Paulo de Vicenza, 
postea rector de la giesa de S. Lorenzo da tore de bei Vesin. 



Trient, L. Longus 5 

Von 1476 bis 19. September 1477 druckte er in Vicenza, Ende 
1477 bis 19. September 1478 in Bergamo. Sein nächster 
datierter Druck erschien am 11. August 1481 in Trient: Das 
Doktrinale des Alexander Gallus. Er verwendete dabei eine 
Antiquatype, die von seiner vorher gebrauchten abweicht: so 
war das Endstück des Mittelstrichs von E in Vicenza-Bergamo 
schräg gestellt, in Trient senkrecht; der letzte Strich des R 
setzte in Vicenza-Bergamo am Schaft, in Trient am R-Kopf 
an; der Querstrich des T war in Vicenza-Bergamo links, in 
Trient rechts verkürzt. In der gleichen neubeschafften Type 
setzte er den Polentonus vom 28. März 1482 und den Tube- 
rinus vom 5. September 1482. 

Aufserdem verwendete er aber in Trient die gotische 
Type, die früher Eigentum Kunnes gewesen war, und zwar 
in Calphurnius, Mors et apotheosis Simonis, ohne Angabe des 
Druckjahrs. Kunne von Duderstadt erscheint um 1479 in 
Memmingen, Ende 1478 verschwindet Longus' Offizin aus 
Bergamo. Man kann demnach mit grofser Gewifsheit ver- 
muten, dafs Longus seine italienische Druckerei zurückliefs 
und in Trient die Werkstatt Kunnes übernahm. Zunächst 
druckte er mit dem übernommenen Apparat den Calphurnius 
zwischen 1479 und 1481. Dann erwarb er neue Antiquatypen, 
mit denen er 1 481 — 1482 arbeitete. 

I. Calphurnius: Mors et apotheosis Simonis infantis. o. J. 

(1479 — 81). 

Bl. i(a)r: Calpl)ucnti poctc 3n>;i : tnove : : apotbcoftß Simonis infantis 1| 
noui mai-tii-ig : ab ^obanc? ^nbcrbac^iü pötiftcc.; ttribcntinü |1 x bos 
minum pvejlantifftmum. : j| [ ]3f faccf : t nojlro priccps memoca« 
bilis euo: || Cui pclara feeöit utvtug mo&cfamina iuili |1 • • •; Schi. 
Bl. 4(alV)v, Zeile 24: Cu ntobo pcccato (/) bonec maiora babuntur« || 
: Jinis: || Fol^t: •:glcgia calpbuvnii poete bci)c : 210 francifcuin ttronum 
pati-iciu3 |1 uenetum clai-ifftmum i mccoenatent fuum, || 3bis ab cps 
treinos fines fi-ancifcc tdbenti || . . .; Schi. Bl. ßv , Zeile ^ß: tCc ut 
noflrum pofi'im uifei-e bulce bccus. || :U2tilt£::. Folgt auf gleicher 
Zeile: 2iJD £3^3x11111, || 3 libcc cp tciuplo pco mc quo paruc iu* 
becis II ■ . .; Schi. Bl. 6r, Zeile 20: Jlcfponfum faltent per breuc ccbbc 
mibi : || »f inis : |1 iDiuo ftmoni matrtici tribentino inocentif (imo : 
3lapbael rome||u6: bis tci* poeta laui-eatus bebicauin || Eine Zeile 
frei. II J)ic agc fanctc pucc c^ci^i inocentis imago || . . .; Bl. 6v an- 
schließend iSiufbcm« II (Dbbuctis tcnebuis occulos iatn motte pco* 
pinqua || . . .5 Schi. Zeile 2g: Hccipc cum laccjrmis ofcula noflra 
fimon: || Jinis, || «5 Ji«: 



Trient, L. Longus 

40, • — 6 Bll., ng., sign, a; — ^4^^^^^, eiitsp., Verse ahges., ohne Seiten- 

überschr.; — Type l ; — Wz. dreiteü. Fels, Kreuz. 
London, BM I. A. ^I IßS [Cop. II, I4l2 ; Praetor §466] ; Trient, Stadtb., 

Inc. 566; — Nicht H. 4268. 

Alexander Gallus: Doctrinale. 11. Aug. 1481. 

Bl. i(A)r: (rot: S^ cribere clericulis paro doctrinale nouellis. j! Plurag docto^: 
sociabo scripta meorum. jj Jamc^ legent pueri pro nugis maximiani: . . . 
Schi. BL g8(E6)r, Zeile 24: Nate dei deus : atq: tibi deus alite alme. || 
Quas tres personas in idem credo deitatis. j| : FINIS : \\ Ille ego sum : 
doceo pueros qui & recta locutos || Arte uiros : sine nie doctior esse 
nequit j| Quem quanq indocti sepe aspernantur : habendü j| Jure domi 
doctus me tarnen esse putat. |] M:CCCC:LXXXI : die xi mensis augusti. 
In tridento. i| S: :M: :P: :Z: :L: :L: :S: 1| POST : TENEBRAS : 
SPERO : LVCEM. Bl. ßSfEöJv leer. 

2"; — g8 ng. Bll., ohne Cust.; sign. A — D: 8, E: 6; — 36 Zeilen; 
einsp.; ohne Seitettüberschr.; Verse aiges.; — Type 2 für Überschr. u. Text ; 
Anf. -Buchst, aufgespart, klein eingesetzt , beim BM- Exemplar rot über- 
druckt (geschn. Buchst.) ; Wz. Ochsenk., auswärts gebogene Hörner, Strich, 
sechsblättr. Kreuzblume. 

London, BM I. B. 51 133 [Proct. g464 ; Cop. II, 26g]; — Reichling N^ 75. 

Polentonus: La Catinia. 28. März 1482. 

Bl. ifAJr: (S)ICCO POLENTON CITADIN PA|| duano e homo dotto parte 
p dar piacer a lajlcomo paragine . . .; Schi. Zeile 26: persona j| non 
mediocre Intelligentia de la sequente Comedia. || Bl. I2\- (c)ATINIO 
HOMO DA COMO. STAJIgädo mi a äguilara e aspitädo . . .; Schi.. 
Bl. 32(D8) r, Zeile Ig: hol|mo paduano & uinitiano iscripta zoe iti- 
tulato qui finise. || Zeile frei. Folgt: O uui che questa opera lezete. 1| 
In el uulgar como uui uedete. || De litteral sermone qui tradutta. || 
Vedete catinio e lopra tuta. || Bibio cum cetio uigilante. |j E lanio 
homo simigliante. || E sopra al tuto questio ceretano. || El quäl con 
lo suo dir soprano. [| Fa catinio esser ligato in tuto. jl (Senkrecht 
seitlich: IN TRENTO; Zeile frei; darauf: POST TENEBRAS SPERO 
LVCEM:^ j|SMPZLCLS:|:ZL+|| M 4: CCCC + LXXXII + DIE if 
XXVIII + MARCII . . II Bl. 32V leer. 

4"/ — 32 ng. Bll., sign. A — D: 8; oJitie Cust.; — einsp.; keine Seiten- 
überschr., 26 Zeilen; — Type 2; — keine Ausstattung; Wasserzeichen? 

Venedig, Markusbibl., Inc. 120'] ; zeilengenaue Abschrift in Trient, Stadtbibl. 
Hs. gg4' — Facsimile in Archivio Trentino XIX, igo4, S. 160 — 161 ; 
vgl. S.lß']; Hain 13 21 4; Panzer III, ^^,4; Reichlinq; III, S. 1^2. 

Tuberinus: Epigramma in beatum Simonem. 5. Sept. 1482. 
Bl. Ir: Johänis matthie tiberini claresis : In beatum Symonem || nouG 
säctissime passiöis christi lume & martire : epigrama || ( )Vm puer 
ille Symon : quej nup in urbe tridenti || . . .; Bl. 2(A2)r, Zeile i4: 
Diuo Johäni hinderbach quarto : pontifici : ac domino tri || dentino : 
Johannes Matthias : S : P : D. j| EIVSDEM : || (c)Vm tua sancte symon 
lux sempiterna tridenti || . . .; Schi. Bl. 8v, Zeile 13': Ipse tuum 



Trient, L. Longus 7 

princeps nomen ad astra feram. || Zeile frei. || Vale pacis ac iusticie 

pater. || Zeile frei. Folgt: AD LAVDEM ASSVMPTIONIS BEATE || 

MARIE SEMPER VIRGINIS : JOHANNIS jj MATTHIE TYBERINI : 

Carmen feliciter incipit :. |1 (c)hristifere redeüt sollenia festa Marie || ...; 

Schi. Bl. lOv, Zeile i^: In tua se clausit uiscera factus homo . : . || 

AMEN. 

Ecclesiam matris christi qui rite gubernat "Ü 

Presbyter impressit hoc leonardus opus:}: 2 

Gente triuisanus nulli uirtutibus impar 2 

Quem genuit longa semper honesta domus . : . Z 

POST TENEBRAS SPERO LVCEM + ^ 

Laus Deo Semper . Amen . 
+ M + CCCC X LXXXII + DIE X^ X SEPTEMBRIS + 
4°; — 10 Bll., ng., sign. A: lO ; — eifisp. ; 26 Zeilen; — Type 2; — JVz. 

Ochsenküpf, auswärtsgebog. Hörner, Strich, sechsblättr. Kreuzbl. 
London, EM I. A. ^I Iß6 [Proctor g46s] ; Trient, Stadtbibl., 30"] S- T; 
Venedig, Markusbibl., J/isc. I'^ßß (4J ; ■ — Hain-Cop. l^66o; Reichling III, 
S. 202. 

Calphurnius et Zovenzonius. 1482. 

Halft 4~08: „Calphurnius (Johannes) et Zovenzonius (Raphael). Carmina de 
beato Simotie puero Alartyre. Tridenti per Presbyterutn Laurentium 
(forte Leonardum) Longum. M CCCC Lxxxii. 4-" = Panzer III, ß^, *3, 
nach: Bonav. Bonelli monian. Eccles. Trident. V. III. P. II. p. 160. 

Tabula super magistrum sententiarum. o. O. u, J. 

Cop. III, S^Q-t- „Tabula super tnagistruin sententiarum. [Leonardus Longus]. 
S. a. 4». Rotn. 27/., 43 f. End: Finis \\ : S : : M : : P : : Z : : L : : C : 

:L::S:" Wahrscheinlich nicht erst in Trient gedruckt. 

Tabula super totum decretum. o. O. u. J. 

Cop. III, S^95- yiTabula super totum decretum. End: Post tenebras spero 
lucem. S. M. P. Z. L. C. L. S. Deo gratias . Amen. Finis. 4°- Faccioli, 
p. 103, n. VI. Panzer IX, 303, gib." Wahrscheinlich nicht erst in 
Trient srcdruckt. 



Georgenberg In Nordtirol. 



I Das ist ein Tafel des anefangs des wirdigen Closters . . . 
aufF sant Jörgenberg. o. O, u. J. 

F. Waldner, Quellenstudien zur Geschichte der Typographie in Tirol, 
Innsbruck, 1888, S. IV — V. W. glaubt, dieses Buch sei 1480 in 
Georgenberg gedruckt. Das ist ein Irrtum. Es stammt aus der Presse 
von A. Sorg in Augsburg (Hain *g382 = 7577, Proctor l66g). 



IL 

Wien. 



I. Der Drucker der Historie von S.Rochus, 1482—86. 

Verhältnismäfsig spät fand die Kunst Gutenbergs Eingang 
am Sitz des Deutschen Kaisers, in Wien, Erst 1482 liefs ein 
Drucker einige Bücher dort erscheinen und bis etAva i486 
kann man seine Tätigkeit verfolgen. Grofs war sein Betrieb 
nicht. Er besafs eine einzige mäfsige Type, einen Holzschnitt 
(allerdings von hervorragender Tüchtigkeit) und eine roh- 
geschnittene Initiale I, Schlechtausgeglichener Satz und zahl- 
reiche Fehler kennzeichnen die Erzeugnisse seiner Presse. 

Der Name dieses Druckers wird in keinem seiner Werke 
genannt, Proctor identifiziert ihn mit Cassis, Dazu führte 
ihn eine Stelle in Perger, Grammatica nova, i486, ohne Ort,'^ 
wo es Bl. 2 heifst: Johänis caffis ciuis vuie || nefis/ cui phs 
opufculü ad imprimedü traditü eft/ prefaciuncula, 1| Bereits 
Hain setzte unter seine Beschreibung: Forte Viennae in 
Austria a Joh, Casse, Proctor schlofs sich dieser Vermutung 
an, hielt Cassis für einen Wiener Drucker und sah in ihm 
den Typographen von 1482, Unsicher mufs schon der Umstand 
machen, dafs es heifst: cui opufculum ad imprimendum tra- 
ditum est. Denn das bedeutet nicht: das Werk ist ihm über- 
geben worden , dafs er es selber druckt , sondern es ist ihm 
in Verlag gegeben worden, ohne Rücksicht darauf, ob er 
oder ein anderer es druckt. Ganz ähnlich sagt der General- 
vicar der Diözese Gran in einem Brief an der Spitze des 
Graner Breviers von 1484 (Hain 3941): Quatenus circumspecto 
Theobaldo Feger de Kirchem librario ad imprimendum plura 
breviaria traderemus , . . Feger ist Buchhändler gewesen 
und hat alle seine Bücher Ratdolt, Stahl und Preunlein, 
Stuchs oder Winterburger zum Druck gegeben. So tat auch 
Cassis, der sein Missale Strigoniense 1480 von Ratdolt drucken 



') Denis, ;"uppl. S. 215; Panzei III, 523, 5; Hain 7857. 



Wien, Dnicker der Historie v, S. Rochus 9 

liefs (er wird hier ausdrücklich als Buchhändler bezeichnet: 
Johannis Cassis dicti librarii ex Ratispona). Man kann also 
von vornherein annehmen, dafs er auch die Grammatica nova 
nur verlegte. 

So ist es in der Tat. Das Buch ist nicht mit den 
Typen des Anonymus gedruckt, sondern mit Type M 97, 
77 — 78 mm in Haeblers Typenrepertorium und stammt danach 
aus Grüningers Presse in Strafsburg. '^ 

1. Aegidius de Columna: Errores philosophorum. 1482. 
(st. 1472!) 

Bl. I leer. \\ Bl.'z(A)r: [ JX^oniviitt t)no iu (.') xiuentcntt 5«to multa fcs 
quntuc (.')/ c>: \>no || malo funbamcnto pcotulit pbüe multos m«lo6 
ecrollfcs/ cre&ibit eniin nihil cffe \\\ «liq bifpcficionc in q pue || ncn 
fuctrat nifi p motu pceöentcm . . ..• Schi. Bl. 6v, Zeile ^6: (9 cü nifi 
p||tc facere pomi tibi ftt bonor x gl'« in feculo^, fecul« || Eine Zeile 
frei. II tg^pliciüt evfcvcö pbö^ ariflotilis auctrraye, 2luiccnnc || 
'2tlga3cliC'. TllFinbi Jlabimoyft collcctc a fjratrc tggibio || ofbinis fcti 
«ugu^lini» OmpfTü t»icnne Itnno t>, m. cccclpjrii (/) || 

4"; — 6 7ig. Bll., Bl. 2 mit A, Bl. ß mit B signiert; — einsp., ohne Seiten- 
iiberschr., ^8 Zeilen ; — Typel; — ausgesparte Anf. -Buchst. ; — Wz. Wein- 
traube ohne jeden Ansatz; keines in den Münchener u. Brünner Exemplaren. 

Berlin, KB Inc. 26'J'] [Vozäl. 26'J-]] ; Brunn, S. Jakoh , Inc. 141 (4); 
München, St. B., 4°; Inc. c. a. 2o6 ; — Denis 7^7 ; Hain I18 ; Mayer I, S. 14. 

2. Gerson: Doctrina de confessione et absolutione. 1482. 

Bl. ifAjr: iDcctrin« egfcgii magiflci (5ecfoni6 Cocellacii (/) piftcnfis j] 
bc Confefftonc et abfolutionc || ( )<Dnfeffto facramcntalis funbatuc l 
folo iure bi||uino et euuangelico . . .} Schi. Bl. 14 (Doppelhl. E2v) 
Zeilegg: X «regis comanoi-n (/) pcu||bcntia ^uibeant pbifponunt || 
3inpceffum toicnnc anno bomini Hl cccc l)[-p)f ü, || 

4"; — 14 ng. Bll., die ersten 4 Doppelhll. sign. A—D, die flg. ß: E—G; 

ohne Custoden; — einspaltig, keine Seitenüherschr., ßg Zeilen; — Type I ; 

— Wz. Mo7iogramm (P nach Schtibert, Inc. S. 742 ; Wappnn). 
Brunn, S. Jakob, Inc. N^ 141 (2); Wiefi, Hofbibl, VII. H. 64. — Denis ■]4g; 

Hain-]662; Mayer I, 12 ; vorh.: Raudnitz, Olmütz, Wien (Fr. Trau). 

3. Guido de Monte Rotherii: Manipulus curatorum. 1482. 

Bl. ir — 2v InhaltsT.'erzeichnis. Anf. Bl. l(A)r: »CcactUS (.') Pl'imuS JDc 

factramentiö ^x I)rtbet tcia capitui« jj Zeile frei. \\ primum capitulum 



i) Herr Dr. Ign. Schwarz teilt mir mit, dafs unser Anonymus sehr wahrschein- 
lich mit dem früher in Vicenza tätigen Drucker Stephan Koblinger aus Wien identisch 
sein dürfte. Dr. Schwarz, der sich bereits längere Zeit mit den Werken und der 
Persönlichkeit des Typographen von 1482 beschäftigt hat, wird die Ergebnisse seiner 
Forschungen in einer besonderen Abhandlung niederlegen, die am Schlüsse dieses 
Heftes stehen wird. 



lO "Wien, Dnicker der Historie v. S. Rochus 

^c inilttuctonc faccamcntotrum . . .; Schi. Bl. 2CB)v, Zeile ^s- il C«pi* 
tulum öc öotibu» bcatocum || Bl. g(iuuign.)r: ( ) i^uercnbo in >:po 
•^atKx ac öno Jtarmübo 5tutn« ^utbette (/) || fcte r>«lctic cpo fuo?, 
t>euoto9, mintm9 (5ut5o b' mötc co||t!)crü cü bcuota i l>umili cecös 
menfeatione . . .; &■///. ^/. ä'ö' (Doppelbl. TT2)v, Zeile ßg: mct || £ut9 
cgni ^ctucs nos taci<*t cej: regü bns bominätiü iefus jrps ame. || 
Curato?, manipulue. fi^nit iclxcittt \\ 3mprefj'um toienne. Itnno iDnt, 
m:£C££.£j:);pu H 

4"^ — gß ng. BIL, ohne Ciist.; Lagen meist zu 6 BIL, nur die 2., ^. und 
die vorletzte utui letzte Lage ztt. 8 BIL; Doppelbll. sign. A — A', AA — YY; 
die Signatur auf dem g. Bl. (CJ ist ausgefallen , die Signaturen D und 
KK fehlen; — einspaltig , ohne Seitenüberschr., g8 — 29 ^^'^^'^ >' — 
Type I; — IVz. durchweg Traube. 

Brunn, S. Jakob, Luc. 141 ßj ; — Denis ']46; Hain 8187; Mayer L, bes. S. II. 

4. Historie von S. Rochus. 1482.'^ 

Bl. ir leer. Bl. Iv: Holzschnitt (l6,4Xg,'] crn) : Der hl. Rochus am Bett 
von drei Kranken; über ihm: ♦©♦lEoCCUS. ; links im Hintergrund der 
hl. Vitizenz, über ihm: t)incenci9; im Mittelhintergrund eine Säule, im 
JCapitäl: ♦ 23 . Bl. 2f'Ujr: ^y biflori rott ©anb KOCCUS. !| Zeile frei. \\ 

(D lobfainc iuutffratt) (.') bocbi^c fünittin ein muetei* bee b«il«nö 
3bc||fu crtfli. 3d) pit bicb bcs morgen vnb ben abcnb . mit- fo x>H 
gcnab |1 ein .icgiiTen in mein bei-C3 x)nb 3«) bccaitten mein fcombs 
gcmuet; i| bas id) mug «uffprecben b«6 lebn bes berlipen gerecbten 
man || (3anb 'Koccue || Zeile frei. H ( )<3 fpricbt ein maiflcr bcc by 
bviloci befcbreibt ba& in fva\\ndvcid) . . .; Schi. Bl.Sr, Zeile 2^: 2ln 
bcmjifelb en (.') tag ifl er gcflotrben: 2116 man C3alt nacb <ii>y^i (■') 

gepUCb: || HI £££. ünb 3m . ppüij ♦ 3aC 1| Z^vei Zeilen leer. Folgt: 

5Die »Syilod 3l^ ü«^" x»alifcb auf Ccücbfs (/) prad)t, 3" ^^^ loblicben || 
Qtat yco Xßiznn 3" Ollecycicb. (.') VTad) Cbcifti gcpuvb. MTCCCC || 
Sjfx^fiu 3<*»^ ^"^ bafelbö auf gebfucft bem beilige ©anb 'Roccus 1| 
3U ercn bcg beiligen leben tmb t)erbienen hty (5ot: nod) wenig bye |1 
auf bi\z 3eit in ben lanben becbanb was. |1 Bl. 8v leer. 

4"; — 8 ng. BIL, die Doppelbll. 2 — 4 sign. A — C; — einsp. ; ohne Seiten- 
überschr. ; ^5 u. ß6 Zeilen ; — Type I; — ein Holzschn. ; — Wz. Traube. 

Brunn, S. Jakob, Inc. 141 ; — Denis 748; Cop. III, fljö'; Mayer I, 
S. IS u. 77. 

5. Historie von S. Rochus. 1482. 

Bl. Ir leer. Bl. Iv: Holzschnitt (l6,4X9-,l t^m) >' '^'i^ "' '^^^ andern Aus- 
gabe. Bl. 2(A)r: I)^^ biJ^OCf üOn Sanb JloCCUe. || Zeile frei. || (D 

lobfame iuntffra«) böcbjle fünigin ein muetec bee bailanb 3^^lif" 
(bcifii. 3^^ P'tt bic^ bee morgen pnb ben abenb: mir fo t)il gc||nab 



1) Die Rochuslegende wurde 1484 in Nürnberg nachgedruckt (München, 
Staatsbibl., 4". Inc. c. a. 366). Der Holzschnitt trägt das Monogramm N und ist 
dem Wiener Holzschnitt nachgebildet (vgl, die Wiedergabe bei Sudhoff, Med. Ink., 
S. 159). 



Wien, Drucker der Historie v. S. Rochus 1 1 

ein .^cptcvTen in mein bcrc.; x>nb 31Ü bcraitten mein frömbs tte muct: 
bas id) müg auffprcd)fi bae lebeu (.') öce beilign gevccbtn man , <^<xnb 
:Eoccu6, il Zeile frei. || ( )© fpricbt ein maiilci* 6er bv brtlory be; 
fcbrcibt bae || in franrfreic^ . . .; Schi. Bl. 8r, Zeile 25.- 2in öem felben 
tca. ijl et- gcilorben, 2tl9 man || C3alt nad) (Cbrifti gepufb ♦ IIT €CC . 
t>nb im . p^DÜ . 3<^t* I! -f'/a '■''« l'^'^''- Folgt (Z.26 . . ■): «Die -("sy^^xy 
3l1 üon rcalfd) auf »Tcütfd) pvac^t. 3" ^^^ löblichen i| (r^xM 3U 
toicnn 3" Ö>iierrcicb. X\<i.i> Cbvifli pepurb. IITCCCC. || ^):>f):'\u '^at 
Vnb bafclbe aufgebrurft bcm beiligü Banb ^voccne (.'; |i 311 cfcn bcs 
bciligcn leben \>\\b vcrbienen bey (5ot: nod) wenig biß || auf bife 3eit 
in bfn lanben ^itiCj^nx it»as, i| Bl. Hv: leer. 

4° ; — 8 ng. BIL, die Doppelhll. 2 — 4 ^'.g""- -^ — (^/ — einsp., ohne Seiten- 
überschr., 25 und g6 Zeilen; — Type l; — ein Holzschnitt; — Wz. 
Monogramm. 

Melk, C. 27 [Schachinger 'J24] ; — Cop. III, 5136 >' Mayer I, S. IJ, l4 u. 16. 

Joh, Meyger: Manipulus distinctionum. 14S2. 

Bl.i: leer. Bl. 2(A)r: lEcactatuö bi|linctionnm (.') 3<^^<*""'^ mcj-gec || 
( )x>ia cecum quibtitates (/) tjolenteg ipcfligatre : neceffe e ut ca^, || 
ybentitatem x biuctrfttate iugiter mebitentuc . . .; Schi. Bl. 12 (Doppelhl. 
E2)v, Zeile gg: filma || <xt fimpIicifTi« t'mtatt q fit bncta (/) p iftnita 
fecula feclo^, amen |[ '^jrplicit manipul9 biilictionü lectoris 3*^^^^""^"* 
(/) mefgec 3'"P«^eVi'utn II loienne Tinno bomni (/) iUccccIppjfii 1| 

4°/ — ^2 ng. BIL, ohne Kustoden, sign. Doppelhl. 2 u. J: A, B, Doppelbl. 
4 — 6: C — E; — einspaltig ; keine Seitenüierschr., ßg u. 40 Zeilen; — 
Type I ; — Wz. Lage I : Monogram.m,, Lage 2: Traube. 

Brunn, S. Jakob, Inc. 141 QJ- Wien, Ho/bibl. VII. H. 66 ; auch in Göttweig; 
— De7iis N^ I ; Hain II 1^4; Mayer I, bes. S. II. 

Wörterbuch, italienisch -deutsch. (Vochabuolista ) 1482/) 

Bl.ir leer. Bl.iva: ( )(L'»Ienifftmo Uo||c^abuoIitla c pjltilifftmo a impajj 
rare Icgccc pccjjgli ^e befibccafc fen3a aba jlrc afc^ola . . . bivt in 
piu mobi. II . . .; Bl. ivb: ( )3fe aller erweir || bigiftft oft nuQ |i 
iftcn Uocabula II rium 3u lernen . . . inma||nic^)erla)? u?eg, || Anf. 
Bl.2(A)ra: (q)U(£B^(D || ^323-a<J> |i lEl iRualc || fid)iama i || trcito 
i£ porta be q || lcd)e üoleno impararc e ^Ijprcnbere tobefc^o a la^ 
ttno . . .} Bl. 2rb: ( )3i5 pued) balt |i 3"" *>^" 1lller]|foftlic^iften 
pftllnuQiftfi tjfi^) xrer lerne toolt: || toalfc^ ober teütfd) . . .; Bl.2va: 
(Bucfti fono li capitoli . . .; Schi. Bi.jfaijji'a: sDas . ix ♦ capitl Sagt 
von II fc^laffcn; Bl. gvh: «£l primo capitulo ftc bc bi||o e be latris 
nita . . .; Bl. 4fa3)r: (b)3o. S,h btixabz <50X'^ Schi. BL g6r, Zeile ig: 
2tmcn II Zwei Zeilen frei. \\ ig^plicit t)OCabolariU6 II Zwei Zeilen frei. \\ 

^x<m.^(i,b<i. quefto libro (5ebru(ft 3U Wicnn. || in Uicna 2lnno il Ipppii. 
2tnno bn\ IC, IppVM^ II Bl.g62' leer. 



i) Das italienisch-deutsche Wörterbuch ist ein Nachdruck der zweiten Ausgabe 
von I479, die in Bologna von Domin. de Lapi gedruckt wurde. (Brunet V^, 1339.) 
2) Im Bologneser Druck steht richtig: vund. 



12 Wien, Drucker der Historie v. S. Rochus 

40; — 24 erhaltene Bll. (vielleicht ßO BJl. alt) ; — 7iicht gezählte Bll., ohne 
Custoden; Bl. I unhezeichnet , Bl. 2 mit A, folgt aij ; Lage a: 6, d: 8, 
g: 6; (vielleicht signiert: a: 6, b: 8, c: 6, d: 8, e: 6, f: 8, ^: 6); — 
2^ Zeile7t voll; zweispaltig ; ohyie Seitenüberschr. ; Type I ; — Wz. Traube. 

London, BM, Grenville ']S43 [Proctor JSdj] ; — Brunei V^, Ij40 beschreibt 
das Exemplar der Auktion Hanrott , das für 2 '£ Iß sh z'er kauft wurde. 
Nach Brunet stajid am Anfang eine Initiale S: (S)Olenissimo . . . 

*8. (Morung). Passio dominorum sacerdotum/^ o. J. (um 1483). 
Bl. ir leer. Bl. iv: [ ] af fio bno^, faccröotü fub 5no marc^ion ^m matis 
\)\cv\ 3n||ilIo tpc bi^it pcinceps; Schi. Bl. 6v, Zeile 5/.- trtbuat || 
nobiß tcmpocibug noftuis 2lincn: 

40^. — Q „jr. Bll., eine Lage, imsi^n. ; — einspaltig, ohne Seitenüberschr., 

g^ — 28 Zeilen ; — Type 1 ; — Wz. Weintratibe. 
Dr. Langer J. ^2^. Vgl. Reichling 6S5- B>ie Typen wurden von Reichling 

falsch bestifnmt und erst von Dr. Ign. Sch-warz richtig erkannt. 

ga. Innozenz VIII: Bulla Canonisationis Sancti Leopoldi. 

o.J. (1484/5). 
Anf. Bl. ir: 25ull« CftnonijÄtionig @an||cti Äcopolbi tTTacc^ionis/: || 

[t]nnoccnciu6 igpüs fecuug feruo?, bei. 2tb ppc-||tua3 rei memonä. 

©acrofctam mcm ttcVia^ \\ «ftitiffe a beutete bei fegina5 in üeftttu 

bc «u-||rato . . .; Schi. Bl. 4v, Zeile gl : cius 1| fc noncrit (/) incucfu;?,. 

Ixxtü. :Eome. 2tpub fanctum pct?, || 2tnno incöfnationie bominice. 

ITtillefimo quabfingeHtcftmo octuagefimoqnatrto (/). (Dctauo 3bus 

3«iju«i7 pölltiftcatue noftct, 2tnno pcimo: |1 

4'> ; — 4 n§: Bll., ohne Cust.; — einsp.; keine Seitenüberschr., ^4 ^^i^^n; — 
ausgesparte Initiale; — Type l; — Wz. Ochsenkopf, großeti Stengel, 
Kreuz, sechsblättr. Kreuzbl. 

Klosterneuburg, 8g8. b. (2j ; Wien, Univ., 1.^0^248; — Mayer II, S.gQi. 

9 b. Innozenz VIII: Bulla canonisationis Sancti Leopoldi. 
o.J. (1484/5)- 
Anf. Bl. ir: ^uUa (Crttionijationis @rtn||cti Äcopolbi tTtardjioniß/: |i 

(3)nnOCCnciU6 lEpÜS u. s.f. Völlig gleich, wie die vorhergehende Bulle, 
selbst gleiche Druckfehler ; nur beginnt der Nattie des Papsts jnit eitient 
großen rohgeschnittejien 3> '^'^ möglicherweise mit einem Hajidstetnpel 
aufgedrückt -wurde. 
Berlin, KB Inc. 26']8 [Nachträge iV« l6g] ; London, BM., C. 36. fg 
[Cop. II, 1,326-]; Proct. g4']l] ; Wien, Hofbibl. I. G. 18 ; Wien, Schotten- 
stift, Inc.JlI [Hübl S. 156—7]; Wien, Univ. I. Iß8000. 



>) In der Bibliothek von Dr. Langer findet sich dieselbe Schrift als datiertes 
Manuskript von 1481 ; in den Lesarten fand ich keinen Anhalt, dafs die Handschrift 
eine Abschrift nach dem Drucke sei, 



Wien, Drucker der Historie v. S. Rochus 13 

gc. Innozenz VIII: Bulla canonisationis Sancti Leopoldi. 
o.J. (1484/5). 

Genau wie die eben beschriebette Bulle, jedoch signiert: a. 
Klosterneuburg 8g8. b. (l). 

10. Innozenz VIII: Bulla pro publicatione transactionis 
Sancti Leopoldi; gegeben Rom 15. Kl. Marcij 1485. o. J. 

(1485). 

Bl. ir leer. Bl. iv: (3)V'Tnoccnciu6 tEpiig fecuu« fcfuotrum bCt.lit) flu 
tuvam II rci memoria . Zbefauin faci\^tiffic paffionie ^omtni || cc . que 
in cccl'iafticie facramentig rcconbitü biijuine pietatis mifccacio 4? 
fuorum Salute ftbeliü in || ctevne xiixz pi-emium erojaci öifpofuit. 
meritig, || Schi. Bl. 2;-, Zeile . . .: JDatü rome «pub fäctü petcü anjino 
3ncatrnacioni6 bominice ilTilleftmo quabrinpetefto oct||uagefto quinto 
(ßuinto becio H' macci] pontiftcatus nofti-i Itnno fecunbo« || Bl.iv 
(verkehrt gedruckt): ^uUa ,p publicacionc »Ccafactio || ntg ©ct'i 
Äeopolbi ♦ niafdjionis. || 

4° ; — 2 Bll.; — ß4 u. g2 Zeilen. 

Hain gig^; Mayer II, Seite ^9^ (ohne Angabe, in welcher Bibliothek; Be- 
schreibung nach Dr. Wilhehn Haas). 

11. Officium Sancti Leopoldi Marchionis. o.J. (1485). 

Bl. I mit Antiphona und Vesper fehlt. Anf. Bl. 2: ( ) tgpilla tU« pofftbet 

patctrna «uftcie bu||ce8 illoe tu commcnb« vt ütuant iufti boUcjj ac* 
cepti . . .; Bl.gr Anf.: cuiffe ♦ null« imbrium aut tempeftatum t)i|| 
confumptu3. . . .; Bl. i6r Anf.: meo immittat.3" ^^5^ fua facratiffia 
fi-||cut tt birepit/ me . . .; Schi. Bl. i6r, Zeile 22: te || cuj z CU3 alyg 
minifttris fuis qua b'beo ppc i| tuam laubem ac gloviam becantcm, || 

Bl. l6v leer. 
8°; — 16 ng. Bll.; Lagen zu 8 Bll., zweite Lage handschriftlich bl — b4 
signiert; — einsp., keine Seitenüberschr., 22 Zeilen; — Type 1; Anf.- 
Buchst, ausgespart ; — Wz. stark zerschnitten (ein Ochsenkopf). 
Klosterneuburg (erstes Bl. fehlt) ; Loiidon, BM, I. A. 5z ^og [nur Bl. g und 
Bl. 16; Praetor g4'j2]. 

f Perger: Grammatica nova. o. O. i486. 

Hain jSßJ. Panzer III, ^2ß, 5. Von Grüninger in Straßhiug gedruckt. 

f Responsio, quod vacantiae ac servitia nuUo jure sint debita. 
Viennae 1482. 

40. Panzer III, 527, *; Hain 138^8; Burger, Index S. ß-Jß: Wien. 
(Vgl. Burger S. 6jJ). Bereits Denis S. V gibt an: „zu Vienne im 
Dauphine und nicht in Oesterreich zu Hause." 



14 Wien, Johannes Winterburger 

2. Johannes Winterburger. 1492 — 1519. 

§ I. Hans Winterburger druckte seit 1492 in Wien. 
Woher er kam, wo er seine Kunst erlernt hatte, ist un- 
bekannt.'^ Geboren war er in Winterburg in der Grafschaft 
Sponheim, unweit von Kreuznach, wohl um 1460. In Wien 
erwarb er 1496 das Bürgerrecht.'^ Er war verheiratet und 
gehörte mit seiner Frau der Bruderschaft vom Gottes- 
leichnam als Mitglied an. 3) Da sein Typenvorrat im Anfang 
einfach war, und der Umfang der ersten Drucke nicht über 
ein dünnes Heftchen hinausging, so kann man nicht an- 
nehmen , er sei wohlhabend nach Wien gekommen. Durch 
seine Tüchtigkeit hat er sich aber ein ziemliches Vermögen 
erworben, denn 1509 besafs er ein Haus in der Kruger- 
strafse.^^ Er starb im Jahre 15 19 und wurde auf dem 
Stephansfriedhof begraben. 5^ 

§ 2. Der Drucker der Historie von S. Rochus hatte sein 
Geschäft von vornherein auf jahrelangen, erfolgreichen Betrieb 
zugeschnitten. °^ Liefs er doch im ersten Jahre mindestens 
sieben, zum Teil gelehrte und umfangreiche Werke erscheinen. 
Aber nach dem ersten Anlauf brach sein Unternehmen zu- 
sammen. Was aus den Jahren 1483 bis 1485 noch Zeugnisse 
seiner Tätigkeit bietet, sind kleine Gelegenheitsschriften, keine 
Bücher, die einem Drucker oder einem Verleger auf die Dauer 
Einnahmen verbürgen könnten. Die Ungunst der Zeiten, 

») In der Schlufsschrift zum Apuleius, o. J. (1497/8) sagt er: Impressum per 
Joannem de hibema arce Haud procul a ripis Rhenanis Et vrbe inuentrice et parente 
impressorie Artis Mogunciaco. Es ist jedoch unrichtig, hieraus schliefsen zu wollen, 
er habe in Mainz seine Kunst gelernt. 

2) Oberkammcramtsrechnung der Stadt Wien v. 1496 (Archiv der Stadt Wien), 
Bl. 4v: Innemen von ettlichen personen, damit sy burgerrecht gewunnen haben . . . 
Hanns Winterbiu-g, aufdrugker. 

3) Gedenkbuch der Bruderschaft: 1506. Hanns Winterburg et uxor hat sich 
abkaufft. 

4) Gewerbuch E (18, Wiener Stadtarchiv Rep. 121, i, 5), fol. 541b: „Hanns 
Wintterwurger der buechtrukher burger zu VVienn vnnd Genofeua sein eeliche haus- 
frau haben emphanngen nutz und gewer aines haus hie in der Khruegstrass zunächst 
herm Merrtn Wisnt haus" etc. Sie haben das Haus um den ansehnlichen Betrag 
von 505 Pfund Wiener Pfenning erworben. S. auch Satzbuch 60 (Rep. 121, 2, 4), 
fol. 224a (Aufnahme einer Hypothek im Jahre 1509). Das Haus (alt 1007) ist mit 
dem jetzigen Hause Krugerstrasse 5 identisch (Mitteilimg von Herm Dr. Ign. Schwarz). 

5) Mayer I, S. 23. 

6) Er war sicher kein „wandernder" Drucker, für den ihn Mayer hält. 



Wien, Johannes Wintcrburger 15 

Kriege und Pest hatten es ihm unmöghch gemacht, in 
gleichem Mafse weiterzuarbeiten. Ganz anders war die Ent- 
wicklung von Winterburgers Geschäft. Als er zehn Jahre 
später zu drucken begann , verhiefsen ihm die geänderten 
Verhältnisse fast sicheren Erfolg. Keine Seuche störte den 
Volkswohlstand, Friede herrschte in Österreich, und die Uni- 
versität begann sich von den Kriegswirren zu erholen. Kaiser 
Friedrich, der sich um Kunst und Wissenschaft wenig ge- 
kümmert hatte, starb. Maximilian, begeistert für die Gedanken 
der Renaissance, umgab sich mit einem Kreis feingebildeter 
und feinsinniger Männer, deren Bestrebungen er in jeder 
Weise förderte. Nicht blofs die Astronomie, die seit langem 
in Wien in Blüte gestanden hatte, auch Dichtkunst und 
Musik, Philologie und Medizin fanden im Kaiser ihren 
Schützer und Freund. Aus allen Teilen des weiten Reichs 
kamen Gelehrte und Künstler nach Wien. Celtes, Baibus, 
Perger und Quercu, Cuspinianus, Steber und Steinpeifs, 
Johann Engel, Muntz und viele andere, zum Teil in der 
Donaugesellschaft vereinigt, lebten hier und veröffentlichten 
hier ihre Werke. Schon mit einem Drucke, der noch zu 
Friedrichs III. Lebzeiten erschien, mit dem Persius von 
1492, kündigte sich der neue Geist an. Und eine lange 
Reihe von Ausgaben, die alle Früchte des neuen wissen- 
schaftlichen und humanistischen Lebens an der Donau sind, 
folgte auf diesen Druck: Baibus 1494, Apuleius 1497/8, 
Ausonius 1500 und 1502, Horatius, Ars poetica, o. J. zweimal, 
Tacitus, Germania, o. J., Dionysius Periegetes o. J. und 1508, 
Quercu, Opusculum musices 1509. Als die wissenschaftliche 
Tätigkeit sich in Wien immer weiter entfaltete, gründeten 
15 10 Victor und Singrenius ihre erste Firma, die in un- 
unterbrochener Folge hauptsächlich philologische Ausgaben 
veröffentlichte. Daneben arbeitete Winterburger auf der 
gleichen Linie weiter. Bei ihm erschien 1515 die erste Aus- 
gabe der Aulularia des Plautus, und 15 14 ein Werk, das 
allein ein unsterbliches Denkmal seiner Druckerei bilden 
würde, ein Werk, das beredtes Zeugnis von dem wissenschaft- 
lichen Bestrebungen unter Maximilian ablegt: die Tabulae 
eclypsium Peurbachs. 

§ 3. Aufser den günstigen Verhältnissen verdankte Winter- 
burger einen Teil seines Erfolges auch seinem frommen Sinn. 



l6 Wien, Johannes Winterburger 

Er war Mitglied der Bruderscliaft vom Gottesleichnam, der 
u. a, einige der bedeutenden Gelehrten angehörten — z. B. 
Cuspinianus-Spiefsheimer. — So kam er mit ihnen in persön- 
liche Berührung. Wichtiger für ihn wurde die Bekanntschaft 
mit dem Ratsherrn Matthias Heuperger,') der „wegen seines 
christlichen Eifers zu Wien sehr berühmt war". Er gab 1501 
das Wiener Heiligtumbuch in Auftrag, das 1502 vollendet 
wurde. In Ausstattung und, freilich nur zum Teil, im Satz 
gehört es zu den hervorragendsten Erzeugnissen Altwiener 
Typographenkunst. 269 Holzschnitte und Initialen verwendete 
der Drucker für das 20 Blatt starke Heftchen. Die Titelseite 
mit dem Ritter, die Titelrückseite mit dem Stephansdom und 
der Kalender in Rot und Schwarz stellen sich dem Besten 
zur Seite, was Winterburger geschaffen hat. Das Gleiche 
gilt von dem Titel der 3 Blätter Nachträge (2 Bll. Text mit 
21 Holzschnitten und Initialen), die ebenfalls im Auftrage 
Heupergers 1514 erschienen. 

§ 4. Die Freundschaft mit frommen und glaubenseifrigen 
Männern gewann ihm wahrscheinlich auch Verbindungen in 
den vier Diözesen Gran, Passau, Salzburg und Olmütz. Da- 
durch konnte er, als er liturgische Werke auflegte, auf ge- 
nügend Absatz rechnen, um die hohen Ausstattungskosten 
zu decken und einen Gewinn zu ermöglichen. Jedenfalls ist 
es überraschend, wie schnell sich dieser Zweig seines Ge- 
schäfts ausbreitete. Das undatierte Psalterium dürfte als sein 
ältestes liturgisches Verlagswerk anzusehen sein. Er sucht 
darin noch nach einem Stil für derartige Werke und experi- 
mentiert mit einer länglichen Type (10)^^ und mit weifsen Lom- 
barden auf schwarzem (besser rotem) Grunde. Der Eindruck, 
den das Buch machte, befriedigte ihn nicht, denn es blieb das 
einzige, bei dem er diese beiden Lettern in gröfserem Mafsstab 
angewendet hat. Die Missa de requiem von 1499 ist ver- 
schollen. 3) 1500 folgte das Baptismale Strigoniense. Darin 
fand er seinen Stil, die Verwendung der Typen 4, 5, 6 und 8, 
in Schwarz- und Rotdruck, verbunden mit Lombarden. Die 
einmal als wirksam erkannten Typen benutzt er immer 



über Heuperger vgl. Mayer I, S. 25; und: Das Wiener Heiligthumbuch, 
?2, S. VII. 

2) Vgl. die Tabelle am Schlüsse dieses Heftes. 

3) Sie hat möglicherweise nie bestanden. 



Wien, Johannes Winterburger I 7 

wieder, aber von einem Mal zum anderen bessert er an der 
Ausstattung, legt er immer von neuem Gewicht auf schönen 
Satz. In einer langen Reihe liturgischer Werke erprobt er 
bis zu seinem Tode immer wieder seine Kunst: Actus sacer- 
dotalis 1500, (Rituale Viennense, 1500,?), Missale Pataviense 
1503, Missale Olomucense 1505, Missale Salzburgense 1506, 
Missale Pataviense 1507, Missale Strigoniense 1508, Missale 
Pataviense 150g, Missale Salzburgense 15 10, Graduale Pata- 
viense 151 1, Missale Pataviense 1512, Psalterium Pataviense 
1512, Exemplar in modum accentuandi secundum chorum 
ecclesiae Pataviensis 15 13, Missale specialium missarum pro 
itinerantibus sec. rubr. Patav. 15 13, Vigiliae cum vesperis et 
exequiis 15 13, Rubrica brevis Patav. 15 13, Agenda Pata- 
viensis 15 14, Missale Strigoniense 15 14, Missale defunctorum 
o. J. (1515), Actus sacerdotalis 1517, Antiphonarius 1519 und 
Ordo pro missis de requiem = Missale defunctorum o. J. 
Diese 24 meist umfangreichen Drucke stellten die höchsten 
Anforderungen an sein Können. Durch sorgfältigen Satz 
und prächtige, von Seite zu Seite, von Ausgabe zu Ausgabe 
wechselnde Ausstattung wetteiferte er mit den besten Druckern 
liturgischer Werke, mit Ratdolt und mit Schöffer. Diese 
liturgischen Drucke kennzeichnen den Höhepunkt seines 
vSchaffens, sie sind seine gröfste Leistung. Und mag es auch 
Zufall sein, dafs am Anfang seiner Tätigkeit das dünne, 
schmucklose Heftchen der Persiusausgabe und genau am 
Ende das gewaltige, reichausgestattete Antiphonar steht: 
nichts könnte bezeichnender für die Entwicklung seiner 
Druckerei, nichts bezeichnender für Anfang und Ende sein. 

§ 5. Neben den wissenschaftlichen und liturgischen Ver- 
öffentlichungen darf man einen Zweig seines Betriebes nicht 
übersehen, der zwar unscheinbar, aber keineswegs unbeachtens- 
v/ert ist: den Druck von Ordnungen und Erlässen. Bereits 
um 1493 erschien bei ihm das „Ungelt vom Wein", ein 
Büchelchen in 8°, das für die städtischen Steuereinheber und 
die Weinschänker bestimmt war. Es bestand aus Tabellen, 
in denen man für jede übliche Weinsorte und für jede be- 
liebige Menge den Gefällbetrag nachschlagen konnte. Mög- 
lich ist es, dafs er dieses Heft vom Rat zu Wien in Auftrag 
erhalten hatte. Seit mindestens 1506 druckte er für die 
Regierung der innerösterreichischen Lande die Landtags- 

Langer, Österr. Bibliographie I. 2 



l8 Wien, Johannes Winterburger 

einberufungen, Edikte, Achterklärungen und Steuerzettel. Sicher 
ruhen noch die meisten davon unbeachtet in den Archiven 
von Behörden, Klöstern und Schlössern. Immerhin zählt diese 
Bibliographie 2 1 solche Blätter und Bücher auf, so dafs man 
Winterburger unbedenklich den ersten österreichischen Reichs- 
drucker nennen darf. Auch von einem auswärtigen Herrn 
erhielt er schliefslich einen Auftrag für eine ähnliche Arbeit: 
15 15 druckte er für den Herrn von Rosenberg die Krumauer 
Bergwerksordnung. 

§ 6. Was sonst noch bei Winterburger erschien, war auf 
schnellen Absatz berechnet: Grammatiken und Rechenbücher 
für Lateinschulen (Alexander Gallus, Cato moralissimus, Donatus, 
Remigius, Regulae grammaticales, Peurbachs Algorithmus usw.), 
und das, was man als Jahrmarkts wäre bezeichnen könnte: 
Gelegenheitsschriften zum Türkenkrieg, zum Tode Friedrichs III., 
zur Fürstenzusammenkunft von 15 15; Pestblätter (Titulus crucis), 
Syphilisblätter, Aderlafsblätter, Aderlafskalender, Almanache, 
Festkalender, Praktiken, Prognostiken und Ablafsverzeich- 
nisse. Zur gleichen Gattung darf man volksbücherartige 
Schriften rechnen , wie die Epistola iucunda des Samuel de 
Monte Rutilo 1492, wie die Historia Simonis o. J. (um 1493), 
das Schachbuch des Jacobus v. Cessolis 1505, Aeneas Sylvius' 
Libellus proverbiorum 1509, Aeneas Sylvius' Traum 1510 usw. So 
bilHg diese Schriften gewesen sind (vgl. N" 9), so sorgfältig sind 
sie oft gedruckt. Einzelne Stücke können sogar vorbildlich ge- 
nannt werden, z. B. des Aemilianus Cimbriacus Historia Simonis, 
das Titelblatt zur Schilderung vom Begängnis Kaiser Friedrichs, 
oder Johann Neumanns Instructio modica o. J., die in ihrer 
Verteilung von Rot und Schwarz im Zusammenklang mit ihrer 
schönen schwarzen Randleiste geradezu unübertrefflich wirkt. 

§ 7. Einen grofsen Teil seiner Bücher verlegte er selber. 
Aber wie er das Heiltumsbuch auf Kosten Heupergers, 
die Edikte usw. für die betreffenden Behörden druckte, so 
übernahm er Aufträge von Verlegern, Diözesen und Ge- 
lehrten. Für den Buchhändler Theobald Feger in Ofen 
druckte er die Constitutiones synodales ecclesiae Strigoniensis 
1494, für Johann Herzog in Ofen das Baptismale Strigoniense 
1500, für Matth. Milcher in Ofen das Missale Strigoniense 
15 14 und für Bernhard Melipola in Olmütz den Computus 
novus 1508. Bevor Vietor 15 10 sein eigenes Unternehmen 



Wien, Johannes Winterburger IQ 

gründete, gab er bei Winterburger des Paulus Crosnensis 
Carmina in Auftrag. Die Tabulae eclypsium des Peurbach 
erschienen 15 14 auf Kosten der Gebrüder Alantse. Bischof 
Wigalois Fröschl von Passau vcranlafste, dafs das Exemplar 
in modum accentuandi secundum ritum eccl. Pataviensis 15 13 
aufgelegt und der Satz von den Vicariis chori überwacht 
wurde. Dr. Radendorfer liefs Engels Almanach auf 15 12, 
Stabius sein Lobgedicht auf Maximilian und das Astrolabium 
von Winterburger drucken. 

§ 8. Vielfach zeichnen sich seine Bücher durch sorg- 
fältig gesäuberten Text aus. Das verdankt er in erster Linie 
seinen Setzern — als compositor nennt sich 1493/94 Theo de 
Wyck — und seinen Korrektoren. Bei den philologischen 
Ausgaben las naturgemäfs der Gelehrte die Bogen. Dafs 
Celtes das tat, liegt mit in dem Ausdruck „ductu Conradi 
Celtis" {Apuleius o, J. = 1497/98 und Septenaria sodalitas 
1500). Auch Quercu hat sicher die Arbeit an seinem Opus- 
culum musices geleitet. Die liturgischen Werke wurden von 
Sachverständigen durchgesehen: 1505 das Missale Olomucense 
von Thom. Rothhanzel, 1512 das Psalterium Pataviense von 
Wolfgang" Grefinger, Musicus, 15 13 die Vigiliae Patavienses 
von Quercu, 15 13 das Exemplar von den Vicariis chori zu 
Passau und Johannes Staindel, Custos ecclesiae Pataviensis. 
Den schwierigen Tabellensatz in Peurbachs Werk, 15 14, über- 
wachte der Mathematiker Michael von Breslau (v. Ratibor), 
der nach seinen eigenen Angaben bei Renner von Heilbronn in 
Venedig sich die nötigen technischen Kenntnisse erworben hatte. 

§ 9. Während die Druckerei des Anonymus von 1482 
kümmerlich dahingesiecht war, wuchs Winterburgers Geschäft 
von Jahr zu Jahr, und schliefslich konnte sich sein Betrieb 
neben die berühmtesten Anstalten seiner Zeit stellen. Selbst- 
verständlich waren es nicht allein die glücklicheren Ver- 
hältnisse, sondern ebensosehr, oder mehr noch, seine eigene 
Tüchtigkeit und Regsamkeit, die dem Rheinpfälzer in Wien 
zu seinem Erfolge verhalfen. Der Drucker der Historie von 
S. Rochus hatte mit einer einzigen, keineswegs eigenartigen, 
und recht unschönen Type gearbeitet. Winterburger benutzte 
von Anfang an drei sehr sorgfältig geschnittene Typen: die 
erste für den Text, die zweite, gröfste für Titel, die dritte, 

1* 



20 Wien, Johannes Winterburger 

mittlere für die Überschriften. Sie waren eigenartig ent- 
worfen, so eigenartig, dafs man vergeblich nach einer ähn- 
lichen Type Umschau hält, und im Stil waren sie in vorbild- 
licher Weise einander angepafst. Gleichzeitig' benutzte er 
schon zwei Auszeichnungstypen, Lombarden von 4 und 7 mm, 
die sich im Charakter den drei Haupttypen vorzüglich an- 
schlössen. Bereits 1494 vermehrte er seinen Vorrat, der bis- 
her nur aus deutschen Typen bestanden hatte, um mindestens 
zwei gefällige gotische Alphabete (4 und 5). jMöglich ist es, 
dafs er um die gleiche Zeit oder bald darauf die Type des 
Psalters ohne Jahr (Type 10) anschaffte; ihre etvv'as länglich 
geratenen, gefiederten und gespreizten Buchstaben haben ihm 
aber nicht gefallen, denn aufser in dem Psalter verwendete 
er sie nur noch in drei Titelzeilen. '^ Um 1497 besitzt er drei 
weitere, gotische Typen, und 1500 (oder 1499? '^S^- N^ 21) tritt 
neben einer sechsten gotischen eine Antiquatype auf. 1507, 
15 13, 15 14, 1515, 15 17 findet sich je eine neue Letter, darunter 
1515 die vierte deutsche (15), die ungemein den in Augsburg 
und Ulm üblichen Schwabacher Formen ähnelt (M^^). Neben 
den Texttypen bildete von 1505 ab der Notenvorrat das 
Hauptmaterial seiner Drucke. Er besafs drei verschieden 
grofse Systeme; die Noten bestanden aus Köpfen, Nägeln und 
Fliegenköpfen. Das gröfste System verwendete er in seinen 
Folio werken, zuerst 1503 im Missale Pataviense. 1506 zeigt das 
Missale Salzburgense bereits ein mittleres System (Bl. 9/10). 
Als er Missalbücher in Quart zu drucken begann , führte er 
ein kleines System ein (Notentype 3). 

§ 10. In der gleichen Weise, wie seine Grundtypen, ver- 
mehrte er unaufhörlich seine Auszeichnungsbuchstaben. Er 
begann mit zwei Lombarden; am Schlufs seiner Tätigkeit 
besafs er mindestens 18 Alphabete von schwarzen Lombarden 
in allen Gröfsen: 3, 4, 5, 5 1/2, 7, 8, 11, 15, 16, 18 (ohne Perlen; 
mit Perlen; mit Schnörkeln), 19 (breit; schmal mit Perlen), 24 
(einfach; mit Perlen), 27 (Antiphon arlombarden in den ver- 
schiedensten Formen) und 31 mm. In manchen dieser Alpha- 
bete , besonders in denen , die für Missale und Antiphonare 
in Betracht kamen, hatte er einzelne Buchstaben in vielen 
verschiedenen Formen vorrätig, und so oft er ein neues litur- 



In Obiectiones in Talmud o. J. und in Dionysius Periegetes o. J. 



Wien, Johannes Winterburger 2 I 

gisches Werk auflegte, vermehrte er diesen Vorrat. Unzähl- 
bar sind die F und I in Missalgröfse, die Antiphonarlombarden 
K und M von 27 mm Höhe. 

§ II. Neben den gewöhnlichen Lombarden, die er in 
erfinderischer Weise immer mehr schmückte und änderte, 
benutzte er frühzeitig Antiphonarbuchstaben als Initialen. 
Ein breites M von 31 mm Höhe tritt in Pergers Oratio 
Wiennae habita 1493/94 auf, um die gleiche Zeit ein ähn- 
liches S in Henricus de Hassia o. J. Diese Buchstaben 
machen einen plumpen Eindruck; sie kommen nicht wieder 
vor. Dafür entwarf sich Winterburger schlanke, zierliche 
Buchstaben von 25 mm Höhe: ein P verwendete er zum 
ersten Male 1496 auf dem Titel der Praktik für 1497, ein E 
auf dem Titel der Elegantiae des Datus 1499. Im Missale 
Pataviense 1503 treten zum ersten Male Antiphonarbuchstaben 
in ihrer natürlichen Verbindung mit Noten auf. Sie sind 29 mm 
hoch und noch etwas breiter gebaut, als die eben erwähnten. 
Im Missale Salzburgense 1506 haben diese Typen eine schmälere 
zierlichere Form angenommen, haben sich auch etwas ver- 
kleinert (28 mm). Der Anfangsbuchstabe der Landtagsein- 
berufung von 1507 wird von einem solchen Antiphonarbuch- 
staben gebildet. Schliefslich hatte Winterburger noch eine 
kleine Type von 20 mm zur Verfügung, die zuerst im Missale 
Strigoniense von 1508 und im Steuerzettel vom selben Jahre 
auftritt. Dafs in den Edikten bis 151 1 noch Antiphonarbuch- 
staben verwendet wurden, beweist, dafs die Druckerei noch 
keine Urkundenbuchstaben besafs. Das erste Mal findet sich 
ein solcher 151 1, übrigens gar nicht in einem Edikt, sondern 
in einem liturgischen Werk, im Graduale auf Bl. i v: I, mit 
Winterburgers Monogramm IW im Schaft. Das General- 
mandat gegen Brandstifter in Österreich vom 26. Mai 15 12 
bietet das früheste Beispiel für einen Urkundenbuchstaben in 
einem Edikt. Von jetzt ab schliefsen sich die Urkunden 
in ihren Anfängen und Formen immer mehr den diplomatisch 
üblichen Formen an (so im Weinbauedikt 1 5 1 6, in der Urkunde 
von 15 18 usw.). Ein Mittelglied zwischen Antiphonar- und 
Urkundenschrift könnte man die Buchstaben der Titel nennen, 
die vollständig oder zeilenweise aus einem Stück geschnitten 
sind (z.B. der Titel des Graduale 15 11, des Missale Strigo- 
niense 15 14 u. a.). 



2Z Wien, Johannes Winterburger 

§ 12. Neben den Lombarden und den Antiphonar-, bezw. 
Urkundenbuchstaben besafs Winterburger frühzeitig schmuck- 
lose, weifse Lombarden, holzgeschnittene Buchstaben, die aus 
dem schwarzen Grunde herausgehoben waren. Er hat sie 
nicht oft verwendet: im Psalterium o. J. fast durchweg und 
in einer Ausgabe von Peurbachs Algorithmus o. J. Sie sind 
seine einfachsten und daher wohl frühesten Zierbuchstaben, 
vielleicht um 1493 entstanden. 1494 verwendet er schon eine 
Linearrankeninitiale : '^ eine weifse Lombarde, durch den 
schwarzen Grund schlingen sich schmale, weifse Ranken mit 
schwachen Fiedern. Er besafs diese Buchstaben in ver- 
schiedenen Gröfsen. Zuerst tritt ein G auf in Muntz, Tabula 
minutionum ad 1495, dann Q in Grünpecks Prognosticon 1496, ein 
B im Psalter o. J., ein N in Peurbach, Algorithmus o. J. (3. Aufl.), 
schliefslich P in Regulae grammaticales antiquorum 1500, R 
im Missale Patav. 1507 und H im Antiphonar von 15 19. 
Daneben besafs er noch Initialen eines ähnlichen Typs, aber 
in verschiedenartiger Zeichnung: A im Donat o. J.,^) C in 
Andreae 1500, G in Tacitus, Germania o. J. (ungefiederte 
Ranken, eine akeleyartige Blüte von der Seite, eine andere 
von oben),3^ C in Datus, Elegantiae, o, J., Astesanus, o. J. und 
Donatus minor o. J.,-*^ D im Missale Patav. 1503, Bl. CLIIIr.s' 
Die beiden letzten Buchstaben lehnen sich unzweifelhaft an 
fremde Vorbilder an. 

§ 13. Im Jahre 1500 benutzte Winterburger eine Initiale, 
die sich in der Zeichnung stark von allen bisher erwähnten 
unterscheidet, ein C in Actus sacerdotalis, Bl. 2r:^^ durch den 
schwarzen Grund ziehen nicht mehr einfach ausgehobene 
Ranken, sondern Blattornamente, die mit wenigen kurzen 
Querstrichen schraffiert sind und links unten in eine akeley- 
artige Blüte, rechts oben in eine fünf blättrige , erdbeerartige 
Blüte auslaufen. Wahrscheinlich hatte er um 1500 — 1501 

i) Typus Tafel 11, N" 2. Das N stammt aus Peurbachs Algorithmus, o. J. 

2) Dieses A wurde 1498 von A. Huber nachgeschnitten, entstand also vor diesem 
Jahre; vgl. Haebler-Heitz, N" 97. 

3) Tafel n, N" I. 

4) Ganz ähnl. C kommen auch anderwärts vor, so: Grünpeck, Traktat von dem 
Ursprung des bösen Franzos. Augsburg, Schobser, 1496. 

5) Tafein, N^ö; vgl. Butsch, Bücherornamentik I, 1878, Tafell: Ratdolt, Venedig. 

6) Kommt noch vor in Aristoteles, Libri octo phis. o. J. Bl. n4r u. im 
Psalterium Pataviense 151 2, Bl. LIv. 



Wien, Johannes Winterburger 23 

bereits eine ganze Anzahl ähnlicher Buchstaben auf Lager, so 
das A von Somnia Danielis o. J., das D mit nelkenartiger Blüte 
in der ]\Iitte in Xicol. de Cusa o. J., Remigius o. J.,'^ das Q in 
Somnia Danielis o. J. und in Neumanns Instructio modica o. J. 

§ 14. In einigen der zuletzt besprochenen Buchstaben 
stehen menschliche Gestalten zwischen den Ranken; z. B. im 
A: zwei Gegner bekämpfen sich mit Speeren. Einen weiteren 
Schritt in dieser Beziehung bilden die meisten Initialen des 
Heiltumsbuchs von 1502, die eine Art Puttenornament ent- 
halten. Die Zeichnung ist flüchtig und ungeschickt. Immerhin 
ist das lange I auf Bl. 2 r beachtenswert :*) sein Schaft wird durch- 
zogen von einem Baum, in dessen Geäst drei Kinder klettern. 

§ 15. Eine neue Ornamentik fand 1503 in gröfserem 
Mafse im jNIissale Pataviense Anwendung. Winterburger be- 
nutzte darin u. a. einen Satz von Buchstaben, die meistens, 
wenn auch nicht durchgängig, von Blattornamenten in langen 
Strichen umgeben sind.^^ Die Zeichnung weist einen grofsen, 
künstlerischen Zug und eine derartige technische Vollendung 
auf, dafs man diese Holzschnitte dem Besten zurechnen kann, 
was die Buchillustration geschaffen hat. Das A mit dem 
nach oben durchbrochenen Bügel (Bl. ira), das B: Saturn, 
der seine Kinder verschlingt (Bl. ii2vb), das C auf Bl. 113V, 
und viele andere sind Meisterwerke. 

§ 16. Die Initialen des Heiltumsbuchs treten nie mehr 
auf. Dafür finden sich von 1506 ab, zuerst im Missale Olomu- 
cense, kleine Puttenbuchstaben, ^^ die auf schwarzem Grund 
von dünnen, oft fadenförmigen Ranken eingesponnen sind. 
Zwischen den Ornamenten stehen meistens Kindergestalten, 
deren Körper vielfach dürr und mifsgestaltig ausgefallen sind. 

§ 17. Zur gleichen Zeit verwendet Winterburger Initialen, 
die zwischen Ranken mit erdbeerartigen Blüten liegen. 5) Er 
scheint sich hierbei eng an Vorbilder gehalten zu haben. 
Denn das eine I ist eine ziemlich genaue Kopie eines Buch- 



') Auch in Albertus Magnus o. J. u. im Psalt. Fat. 15 12, Bl. XXIX r. 

2) Das Wiener Heiltumsbuch. Wien 1882, aijr. 

3) Tafel n, N» 4. 

4) Tafein, N" 7 (aus Miss. Olomuc. 1505, Bl. i^grb). 

5) B, C, I: Tgl. Tafel II, N" 3 u. 9. Man kann avich bei ihnen Blüten in Sicht 
von der Seite und in Sicht von oben nebeneinander finden. 



24 Wien, Johannes Winterburger 

Stäben, den Bonetus Locatellus in Venedig 1497 besafs.'^ 
Möglicherweise gehören sie zu den Buchstaben, von denen 
einer (C) 1500 im Actus sacerdotalis auftritt. 

§ 1 8. Die Blattornamente in den Initialen gefielen derart, 
dafs der Drucker seinen Vorrat bald um eine Reihe ähnlich 
verzierter Buchstaben ^> vermehrte. Zuerst tauchen diese neuen 
Initialen 1506 im Missale Salzburgense auf. Die Grundzüge 
sind die gleichen, wie 1503: über schwarzen Grund legen sich 
breite Blätter und tragen eine weifse Lombarde. Während 
jedoch früher die Schraffierung mit grofsen Strichen in der 
Längsrichtung angedeutet war, ist sie jetzt so durchgeführt, 
dafs zwischen den Längsstrichen eine grofse Anzahl von 
kleinen Querstrichen die Schatten angibt. 

§ 19. Das Missale Strigoniense 1508 stattete Winterburger 
mit Figurenbuchstaben 3^ aus, und zwar so, dafs der Buchstabe 
jedesmal die Schriftstelle illustrierte, zu der er gesetzt werden 
sollte; z. B. bei „Ad te levavi" kniet David im A und betet an; 
bei „Benedicta sit sancta trinitas" sieht man im B die hl. Drei- 
faltigkeit usw. Eine solche Initiale konnte höchstens zweimal 
in einem und demselben Druck verwendet werden. Es ist daher 
nicht verwunderlich, dafs sich 86 Buchstaben dieser Art nach- 
weisen lassen."*) 

§ 20. Einen weiteren Schritt in der Ausstattung seiner 
Bücher tat Winterburger mit dem Graduale Pataviense 151 1, 
das er mit prächtigen, grofsen Initialen schmückte, die man 
am besten nach ihren auffälligsten Vertretern als Wildeleute- 
buchstaben s- bezeichnet. Die Schäfte dieser Buchstaben werden 
von Bäumen gebildet, zwischen deren Geäst meistens die Ge- 
stalten von Wilden Leuten sichtbar werden. Auf dem Balken 
des E sitzt z. B. ein Wilder Mann, während vor ihm rechts 
ein Faun Pfeife bläst; im G hängt ein Wilder Mann am 
oberen Ast, während eine zweite Gestalt unten mit einer Keule 
hinschleicht. Zur gleichen Reihe gehören aber auch Zeichnungen 
anderer Art: so zeigt das D einen Hasen im Krautfeld. 

§ 21. Kurz vor seinem Tode vermehrte Winterburger 



i) Tafein, N^g; Rhases Abubeker, Opuscula varia medica. (11*13893, Pr. 5082). 

2) Tafel n, N" 8. 

3) Tafel n, N« II. 

4) Miss. Strig. 1508; Patav. 1509; Salzburg. 1510; Patav. 1512; Strigon, 1514. 

5) Tafel n, N« 5. 



Wien, Johannes Wintcrburger 25 

noch einmal seinen Typenapparat durch Buchstaben, die in 
ihren Gröfsen (7,6 X 7,5 cm) fast alle bisherigen übertreffen 
und von denen er zwei dem Antiphonar von 15 19 einfügte: 
ein N aus Zierblättern, schwarz auf weifsem Grunde, mit 
einem heiligen Kinde vorn und einer landsknechtartigen 
Gestalt dahinter; und ein reizvolles V auf Blütenranken: aus 
der Mitte der Blume wächst eine Putte heraus und hält die 
beiden Buchstabenschäfte an ihrem oberen Ende fest. Die 
Technik erinnert an die Titelleiste der Landgerichtsordnung. '> 

^22. Eine Stellung zwischen den Initialen und den Holz- 
schnitten nehmen die T vom Kanonanfang ein. Das älteste 
im Missale Pataviense von 1503 zeigt zwischen Ranken links 
einen Propheten, rechts einen König. 1505 wurde es noch in 
einem Teil der Auflage des Missale Olomucense verwendet, 
in einem andern Teil aber schon ein T, das die Anbetung 
der ehernen Schlange illustriert. 1506 im Missale Salzburgense 
findet sich ein T, das einen Priester vor dem Altar, rings 
Volk darstellt, und das des passenden Vorwurfs wegen fortan 
in allen Foliomissalen gebraucht wird. Die Quartmissale 
zeigen im T das Opfer Abrahams: links Abraham mit dem 
Schwert, rechts Isaac und der Engel, der das Schwert festhält. 

§ 23. Die frühesten Holzschnitte in Winterburgers Büchern 
sind kleine Wappen , die mit Bezug auf den Inhalt des 
Drucks gewählt wurden. 1492 steht auf dem Kalender für 
1493 ein Wiener Kreuzschild; 1493/4 auf den Schriften zum 
Tode Friedrichs III. und im Ungelt vom Wein finden sich der 
Doppeladler und die beiden Wappen der Stadt Wien. ^^ Auf dem 
Aderlafsblatt für 1495 tritt wie im Baptismale Strigoniense 1500 
das Wappen der Diözese Gran auf, auf dem Kalender für 1498 
drei verschiedene Wappen (Löwe, einköpfiger Adler, Steinbock). 

§ 24. Der älteste, gröfsere Holzschnitt ist die Titellciste 
der Praktik auf 1497,3) ein Stück, das in mehr als einer 
Hinsicht von Belang ist. Aus schwarzem Grunde sind weifse 
Ranken ausgehoben, die zum Teil als Abschlüsse akeleyartige 



i) Siehe unten § 31. Im Antiphonarius von 15 19 findet sich ein Schrotbuch- 
stabe. Er gehörte aber nicht Winterburger, sondern -war Eigentum Singiieners , der 
ihn wohl verliehen hatte. 

2) Diese 3 Wappen wurden 1498 von Ambrosius Huber in Nürnberg nach- 
geschnitten. Vgl. Haebler-Heitz, N" 97. 

3) Tafellll. 



20 Wien, Johannes Winterburger 

Blüten in Ansicht von der Seite oder von oben tragen. Die 
Blätter sind ganz ausgehoben oder nur umrissen und roh 
schraffiert. In ganz gleicher Art ist die Randleiste des 
Kalenders für 1498" gezeichnet, nur dafs ihre Blätter vielfach 
gefiedert sind, ähnlich den Linearra.nkenbuchstaben;^) die Kopf- 
leiste weicht bereits etwas im Stil ab: sie stellt einen weifsaus- 
gehobenen Drachen dar, dessen Schwanz in Ranken ausläuft. 

§ 25. Um 1497/8 trifft man den ersten Holzschnitt als 
Illustration in Stehers A malafranzos praeservatio : die Dar- 
stellung von zwei Syphiliskranken und zwei Ärzten. Gleich- 
artig in der Technik sind zwei andere Holzschnitte: Lehrer 
mit Schüler, eine Kopie nach einem Bämlerschen Holzschnitt; 3) 
und Daniel und Nebukadnezar in Somnia Danielis o. J. 

§ 26. ]\Iit dem Jahre 1500 treten gleich eine Anzahl ver- 
schiedenartiger Holzschnitte auf: in Regulae grammaticales 
ein Gelehrter, der mit aufgeschlagenem Buche aufrecht nach 
rechts gewendet in einer Landschaft steht (10,3x6,4 cm); *) in 
Actus sacerdotalis eine Darstellung der hl. Dreifaltigkeit; und in 
Andreaes Arbor consanguinitatis drei Stammbäume in Holztafel- 
druck, von denen der eine den Kreuzschild von Wien trägt. 

§ 2'j. Von nun an vermehrte sich die Zahl der Illustra- 
tionen ununterbrochen und nur selten lassen sich einheitliche 
Gruppen unterscheiden, die ohne weiteres einem einzigen 
Künstler zugewiesen werden dürften. Nicht einmal für die 
Abbildungen des Heiltumsbuches von 1502 kann man einen 
Künstler allein in Anspruch nehmen. Die Hunderte von Heil- 
tümern sind jedenfalls von Einem gezeichnet; aber stammen 
auch von ihm Titel und Titelrückseite (Stephansdom)? Stammt 
von ihm auch das Toten wappen? 

§ 28. Noch unter der Arbeit für das Heiltumsbuch mufs 
Winterburger neue Bilder in Auftrag gegeben haben, denn 
der grofse Holzschnitt: S. Stephan auf der Rückseite des 
Missale Pataviense von 1503 ist 1502 datiert. Der Heilige 



i) Nachgeschnitten von Ambrosius Huber in Nürnberg; vgl. Haebler-Heitz 
N" 97 u. N" 100. 

3) Tafel II, N" 2; übrigens bildet ein derartiger Buchstabe den Anfang dieses 
Kalenders für 1498. 

3) Abgebildet bei Schreiber und Heitz, Die deutschen Accipies- und Magister 
cum discipulis Holzschnitte N° 4 ; kommt vor in Remigius o. J. u. Cato o. J. 

4) Schreiber und Heitz N" 83. 



Wien, Johannes Winterburger 27 

steht mit einem Sack voll Steinen zwischen Bäumen, in deren 
Ästen Putten trommeln und pfeifen , während sich um die 
Stämme scheufsliche Teufelsgestalten winden. Die Darstellung 
ist künstlerisch hervorragend. Gleichwertig ist das Kanonbild: 
Christ am Kreuz, gleichwertig die prächtige Goldenezahltafel: 
eine Eule, die einen kleineren Vogel fafst. Diese grofsen 
Holzschnitte weisen Dogson und DörnhöfFer aus gewichtigen 
Gründen Lukas Cranach zu, der um diese Zeit in Wien gelebt und 
gearbeitet hat. Ob man in ihm auch den IMeister des Kanon -T 
(Anbetung der ehernen Schlange) und des kleinen Kanon- 
Rundbildchens '^ mit dem dornengekrönten Haupte Christi zu 
sehen hat, wie Dörnhöffer will, mag dahingestellt bleiben. ''^ 

§ 2g. Vierzehn gleichartige Bilder enthält das Schachbuch 
von 1505: der Hintergrund wird durch Rankenornamente ge- 
bildet, vor denen die Figuren stehen. Der Zeichner hat sich 
dabei offenbar an ein Vorbild gehalten, das wohl italienischer 
Herkunft war. 

§ 30. Einen anderen Künstler möchte man vermuten im 
Zeichner des Kanonbildchens: Christ im Grabe, das im gleichen 
Jahre 1505 im Missale Olomucense auftritt. In jedem folgenden 
Missale, in fast jedem liturgischen Drucke finden sich neue 
Darstellungen, neue Bilder, bald auf dem Titelblatt, bald als 
Textillustrationen. 

§ 31. Einzelne dieser Holzschnitte zeigen den gleichen 
Typus, wie die Titelleiste zur Landgerichtsordnung von 15 14, 
und die Randleiste für den Kalender auf 15 14, so z. B. die 
Arma Christi, ^^ die Passauer 3^ und die Salzburger Heiligen:*) 
dünne Striche, parallele Schraffierung, Rundbogen, Renaissance- 
ranken. ]\Iöglicherweise ist derselbe Zeichner der Urheber der 
Titelleiste zum Actus sacerdotalis von 15 17 und der letzten 
Figurenbuchstaben Winterburgers. 

§ 32. Eine ganze Reihe von Bildern im Actus sacer- 
dotalis von 15 17 weist entfernt ähnliche Merkmale auf. So 



iJ Kleine Kanonbildchen gibt es zwei verschiedene. 

2) S. Dogson, Catalogue of Early Gennan and Flemish Woodcuts in the British 
Museum, II, 277, i, 2; Dogson, Jahrb. d. k. preufs. Kunstsamml. 1903, XXIV, 
289; XXX, 511; Dönihöffer, Jahrb. der Zentralkommission 1904, II, 2, 182; Beth, 
Repertorium f. Kunstwissenschaft 1907, XXX, 511. 

3) Miss. Pat. 1507; 1509 kleiner. Ebenda die Passauer Heiligen. 

4) Miss. Salzb. 15 10. 



28 Wien, Johannes Winterburger 

die Darstellung des Gelehrten mit einem Buch in der Hand, 
aufrecht nach links gewendet (4,4 x 3 cm); das Begräbnis Bl. 15V; 
Vigiliae mortuorum Bl. i4r; S. Johannissegen Bl. 56r. Am 
kennzeichnendsten für diese Gruppe ist jedenfalls der Accessus 
maior Bl. i v: rechts schreitet eine kleine Gestalt, in der linken 
Hand trägt sie ein Mefsbuch, in der rechten eine Kerze; ihr 
folgt der Priester, dahinter Volk. Die Zeichnung ist flott, bei 
kleinen Stücken etwas unklar, die Schraffierung zeigt eine 
gewisse Rundung, die Haare erscheinen krausgelockt. Der 
Bildrand ist einfach. 

§ 33. Daneben finden sich im Actus sacerdotalis 1517 
eine Anzahl von Schnitten, die in der Technik den Figuren- 
buchstaben ähneln. Sehr bezeichnend für diese Gruppe ist 
die Darstellung des Brautzugs Bl. 53V: links die Kirche, im 
Tor der Pfarrer nach rechts gewendet, dem Zug entgegen, 
von dem bereits zwei Paare auf dem Bilde erscheinen. Die 
Schraffierung ist parallel, erscheint steif und dünn; Gebäude 
und Mauern sind bald gestrichelt, bald in weifsen Flächen 
gegeben, die Landschaft ist leer. Die Gestalten sehen wie 
ungeschickte Puppen aus. 

§ 34. Eine Stellung ganz für sich nimmt die Randleiste 
zu Neumanns Instructio modica, o. J., ein. In ihr sind Blumen 
und Blüten untereinander zu grofsen Ranken geflochten, die 
Technik ist frei und sicher, das Ganze ein Kunstwerk von 
nicht zu übersehender Schönheit. Der Zeichner kann derselbe 
sein, der die Initialen mit kurzgestrichelten Blattornamenten 
entworfen hat. 

§ 35. Einzelne Holzschnitte finden sich noch zahlreich, 
von denen mancher kunsthistorisch, mancher kulturhistorisch 
beachtenswert ist (z. B. der Syphiliskranke — Hiob — und 
der Teufel auf dem Syphilisgebet). Alle aufzuzählen, würde 
weit über den Rahmen einer Bibliographie führen. Einer 
aber erfordert eine Besprechung, da er die Datierung eines 
Druckes ermöglicht. Der Titel des Missale Strigoniense, 
November 15 14 zeigt Maria mit dem Kinde auf einem Halb- 
mond, von Strahlen umgeben, in Wolken, unter ihr einen 
dreifachen Kreis; im Kreise: |^ , das Zeichen Milchers, der 
das Missale verlegt hat. Den Schlufs der Cura pastoralis o. J. 
bildet derselbe Holzschnitt, aber das Verlegerzeichen ist 
herausgeschnitten, freilich unvollkommen: vom linken Schaft 



Wien, Johannes Winterburger 2g 

des M ist noch ein Teil erhalten. Demnach mufs die Cura 
pastoralis nach November 15 14, nicht nach 15 19 gedruckt sein. 

§ 36. Neben den Holzschnitten zur Verschönerung seiner 
Bücher besafs Winterburger noch Holzschnitte als Drucker- 
zeichen, und zwar mindestens 5 verschiedene. Das älteste 
Signet (Actus sacerdotalis 1500) ist sehr einfach; es zeigt 
auf länglichem Block ein IW mit einem Schlangenpfeil. '^ 
Das zweite erscheint zum ersten Male 1503 im Missale Pata- 
viense^^ und zeigt das IW mit Schlangenpfeil im Kreis auf 
rankendurchzogenem Grunde. 

Es tritt in fast allen liturgischen Folio-Drucken auf. Für 
die Quartausgaben liturgischer Werke benutzte er seit 1509 
ein kleineres Zeichen: 3^ über den Kreis klettern zwei Wilde 
Leute, links eine Frau, rechts ein Mann. Aufser diesen 
Signeten finden sich noch zwei kleine, einfache: ein rundes 
in der Agenda Patav. 15 14 und ein rechteckiges im Actus 
sa.cerdotalis 15 17. In ganz einfachen Strichen, weifs auf 
schwarz, zeigt der Grazer Kalender auf 1502 das Zeichen. 
Da freilich gerade an der Stelle das Blatt abgerissen ist, das 
Signet aber am linken Rande steht, ist es fraglich, ob es 
hier nicht den unteren Teil einer Randleiste bildete. 

§ 37. Bei Büchern, die er für andere druckte, benutzte 
Winterburger aufser den Verlegerzeichen seiner Auftragg-eber 
(1500 für Herzog', 15 14 für Alantse) gelegentlich auch Holz- 
blöcke, die ihm zur Verfügung gestellt wurden. Die Schnitte 
in Paulus Crosnensis' Carmina 1509 gehörten Victor, der sie 
später selber verwendet hat (so in Paulus Niavis Epistolae 
breves o. J. den Titelholzschnitt, in Parvulus philosophiae 15 10 
die Auferweckung eines Toten), -»^ 

§ 38. Die meisten Holzschnitte Winterburgers sind Ori- 
ginale, viele Kunstwerke von hohem Werte. Bei dem Mangel 
an sonstigen Unterlagen bilden sie fast die einzigen Belege 
für ein grofses Gebiet künstlerischer Tätigkeit in Wien. Dafs 
sich manches als Kopie entpuppt, was auf den ersten Blick 
ursprünglich erscheinen könnte, ist bei den Tausenden von 



i) Abgebildet bei Mayer I, S. 27, N" 17. 

2; Mayer I, S. 26, N« l6. 3) Mayer I, S. 27, N" 18. 

4) Später besafs Siiigriener diesen Hokschnitt, in dessen Eigentum er offenbar 
bei der Firmenteilnng von Vietor u. Singrenius übergegangen war; er benutzte ihn 
in Exercitium secunde partis Alexandii 15 18. 



30 Wien, Johannes Winterburger 

Zierbuchstaben, Leisten und Bildern nicht zu verwundern. 
Auf süddeutsche und italienische Einflüsse und Vorbilder 
wurde bei einzelnen Buchstaben bereits hingewiesen; bei den 
Bildern wurde erwähnt, dafs der Magister cum discipulis-Holz- 
schnitt einem Augsburger Stock nachgeschnitten ist. Auch 
sonst sind Vorbilder leicht zu finden. Im Missale Olomucense 
von 1505 steht auf der Rückseite des Titelblatts der hl. Wenzel 
mit zwei Engeln; das Bild ist eine Kopie nach dem Original, 
das Conrad Baumgarten in Olmütz 1501 verwendete (in Heinr. 
Institoris Clipeum adversus Waldensium heresim). Die Dar- 
stellung von Annaselbdritt im Computus novus 1508, Bl. 12 v 
zeigt links Maria, wie sie auf einer Bank sitzt und die rechte 
Hand nach rechts schützend vor das Kind hält, das auf der 
Bank steht. Der linke Arm Jesus' langt nach der Grofsmutter, 
die rechts sitzt und beide Arme dem Kinde entgegenhält. 
Der bekannte Holzschnitt der Druckerei Retro minores in 
Köln'> oder eine Zwischenstufe hat hierzu als Vorbild gedient. 
§ 39. Woher Winterburger sein typographisches Material 
bezog, ist unbekannt. Die Typen zeichnete er sich selbst; 
denn im Missale Olomucense 1505 sagt er mit Stolz von sich, 
er sei artis impressorie studiosissimus et caractcrum sculpen- 
dorum ingeniosissimus: ein strebender und im Typenzeichnen 
höchst erfinderischer Drucker. Man wird in ihm den Zeichner 
nicht blofs der Text-, sondern auch der Auszeichnungstypen, 
der Lombarden und An tiphon arbuchstaben, sowie der Irühen 
Initialen sehen müssen. Die gleiche Technik der Ranken in 
den älteren Zierbuchstaben und in den älteren Randleisten 
beweist, dafs sie vom gleichen Künstler herrühren und es ist 
vielleicht nicht unmöglich, dafs man in ihm auch den Zeichner 
der Blattornament -Buchstaben von 1505 zu sehen hat. Im 
übrigen kann man wohl gewisse einheitliche Gruppen von 
Buchstaben, Leisten und Bildern unterscheiden. Alle haben 
aber ihre besondere Note, sie dürften demnach von ver- 
schiedenen Künstlern herrühren. Nirgends jedoch findet sich 
ein Monogramm,^) nirgends ein Name, und alle schnellen 
Vermutungen in dieser Hinsicht würden müfsig sein. 

1) Zentralbl. f. Bibliothekswesen XXVIII, 191 1, S. 99: A. 

2) Das einzige Monogramm steht im Schaft des grofsen I im Graduale Fat. 
15 II, Bl. iv: IW; es dürfte beweisen, dafs Winterburger sich auch diese grofsen 
Auszeichnungsbuchstaben selber entworfen hat. 



Wien, Johannes Winterburger ^l 

§ 40. Bewundernswert erscheint auf jeden P^all die Ent- 
wicklung- von AVinterburgers Druckerei, wenn man den be- 
scheidenen Anfangsvorrat und die schier unübersehbare Menge 
von Lettern, Zierbuchstaben und Holzschnitten bedenkt, die 
er am Ende seines Lebens besafs. Ohne seine Fähigkeit, das 
ungefüge Material in künstlerischer Weise zu verteilen, wäre 
sein Erfolg unmöglich gewesen. Schon in den ersten Werken, 
die er mit geringen Mitteln setzen mufste, erreichte er reiz- 
volle Wirkungen durch geschickten Satz und geschickte 
Typenverbindungen. Er begnügte sich aber nicht damit, eine 
einmal erprobte Verteilung beizubehalten. Immer strebte er 
nach neuen Kombinationen, nach neuen Bildern, die er dem 
Auge bieten konnte. Je mehr er die Zahl der Hilfsmittel 
steigerte, desto erfinderischer wurde er hierin. Er suchte mit 
seinen Typen zu malen, mit immer neuen Anstrengungen 
bemühte er sich, die gleichen feinen Wirkungen zu erzielen, 
die das Zusammenarbeiten von Schreiber, Rubrikator und 
Illuminator erreichen konnte. Schon seine Zeitgenossen an- 
erkannten und priesen dieses Streben , und es ist etwas mehr 
als leere, humanistische Schmeichelei, wenn Paulus Crosnensis 
ihn den gröfsten Künstlern an die Seite stellt: Quanta erat 
Cous formata Cypride pictor, quanta erat diuis Phidia docte 
tuis . . . tantus Joannes H3^berna dictus ab arce extat fin- 
gendis bibliopola libris. Und wenn Nachahmung die höchste 
Schmeichelei ist, so haben ihm seine Zeitgenossen auch diese 
Art der Anerkennung zuteil werden lassen. Jodocus Gutknecht 
in Nürnberg druckte 15 14 nicht blofs das Missale für die Diözese 
Passau nach, sondern er ahmte dazu genau die Typen, Zier- 
buchstaben und Holzschnitte Winterburgers nach. Ebenso 
war schon in Nürnberg 1498 und 1499 Ambrosius Huber 
verfahren, der die Wiener Aderlafskalender in Ausstattung- 
und Satz nachahmte. '^ 

§ 41. Der Satz der liturgischen Drucke erforderte un- 
endliche Sorgfalt, ihre Ausstattung grofse Kosten. Es darf 
daher nicht Wunder nehmen, dafs Winterburger diese Haupt- 
werke seiner Offizin nicht schutzlos in die Welt hinaussandte; 
wenigstens einen Teil der Auflage liefs er bereits in Wien 



') Man vgl. Winterburgers Kalender auf 1498 mit den beiden bei Haebler- 
Heitz als N° 97 u. 100 wiedergegebenen. 



32 Wien, Johannes Winterburger 

binden, denn eine ganze Reihe gleicher Missalbücher besitzt 
gleichen Einband oder ähnlichen Einband mit gleichartigen 
Stempeln. Der älteste Druck, für den ich das nachweisen 
kann, ist das Missale Olomucense'^ von 1505. Bezeichnend 
für diesen Einband sind zwei Röllstempel;^^ davon weist der 
erste eine steife Blatt- und Blütenranke auf; der andere zeigt 
als Mittelpunkt auf einem Sockel einen Pehkan, der sich die 
Brust aufreifst, um seine Jungen zu nähren. Das Missale 
Salzburgense von 1506 hat neben einfachen Stempeln, die 
auch sonst üblich waren, eine Blütenranke, die sich in leicht- 
gewellter Linie und gefälliger Form hinzieht. Auf dem Missale 
Pataviense 15 12 findet sich u.a. eine ähnliche, jedoch breitere 
Ranke und ein schilfartiger Stab,3> um den sich IHS- und 
MARIA- Spruchbänder — mit verkehrter Schrift — winden. 
§ 42. Nach seinem Tode ging das Geschäft in die Hände 
von Singriener über, der es mit seinem eigenen verschmolz. 
Beachtenswert ist, dafs Winterburger im letzten Druck, den 
er kurz vor seinem Tode vollendete, einen Schrotbuchstaben'') 
aus dem Typenvorrat Singrieners verwendet hat. Das deutet 
vielleicht darauf hin, dafs der alternde Mann in gewisse Ver- 
bindung mit dem jüngeren Drucker getreten war. Von 1520 
ab benutzte der neue Besitzer die Typen zusammen mit seinen 
früheren, z. B. in: C. Julius Solinus, cum enarratione J. Camertis. 
Seine Firma machte bis weit über die Mitte des XVI. Jahr- 
hunderts von ihnen Gebrauch, ja, sie erst hat einem Alphabet 
davon zur weitesten Verbreitung verhelfen. Die deutsche 
Type 15 von Winterburger, die er selber schon für Ordnungen 
und Edikte verwendet hatte, wurde durch Singriener zur Type 
der österreichischen Edikte und Verordnungen schlechtweg, 
zunächst unter Ferdinand I. Schliefslich wmrde sie, da ein 
Amtsdrucker nach dem andern sie nachahmte, zu der Type, 
die durch mindestens zwei Jahrhunderte einem grofsen Zweig 
des österreichischen Buchdruckergewerbes das Gepräge ge- 
geben hat. 

i) Gleicher Einband auf dem Exemplar der Univ.-Bibl. Breslau und dem der 
Bibl. von Dr. Langer. 

2) Kein Stempel weist Monogramm, Stecherzeichen oder Jalireszalil auf. 

3) Auf 3 Exeir.plaren : zwei im Besitz von Dr. Langer u. eines von Gilhofer 
& Ranschburg, Wien. 

4) Antiphonarius 1519, Bl. 411: Z. 



Winterburgers Drucke. 



I. Datierte und ohne weiteres datierbare Drucke. 

[. Persius: Satirae. 1492. 

El. ir: Pccfmg. II Bl. Iv: leer. \\ Bl. 2fai\Jr: i| Ttuli ^fl«CCi Pctrfti fatffa 

prim«. II ( )(£c tonte labra prolui caballino. jj . . .; Schi. Bl.20(c4)v: 

II 3""CntUS CCifypuC tui finitC'f accrui. || Eine gesperrte Zeile frei. ]j 

3mprciTum VPiennc || «nno bni. 1.^.9.2. || 

4"; — "20 ng. Bll.; ohne Ciist.; sign, a, b: 8, c: 4/ — ohne Seiteniiberschr., einsp., 
l8 Zeilen ; — ÜberscJir. Type 2, Text I ; — Lombarden 8 m?u ; — keine 
geschn. Initialen (ausgespart) ; — Wz. a: Zirbelnuß (Au^sburger Wappen): 
b, c: breiter Ochsenkopf ohne Augen und Nasen, Strich, Fadenstern. 

Berlin, KB Inc. 2^79 [Voull. 26'jg] ; Wien, Hofbibl., Inc. II. G. 61. — 
Denis, Anhaiig N^']44; Panzer III, 524,* 6; Hain I2']l8; Mayer II, 
S. ^g2 ; Geschichte der Stadt Wien , hsg. vom Altertiinisver. zu Wien, 
Bd. III, Teil 2, 5. 614 ß'ii Exemplar in Lambach). 

!. Samuel de Monte Rutilo: Epistola jucunda. 1492. 

Bl.ir: ifpii^ola iucunba. Samu=||clt5 cp mötc cutüo. 3n qu« jj fatale 
interlcgebü fuboriet' |i ^geftuin. faccctjs refperfu.;. || fcolicitec (/) in; 
cipit. II Bl. IV : (t3)'2tmuel ep monte rutilo : pceeminenti baub || nee 
comprobatc pcajris üiro Bartbolomeo i| Stebec aitium libecaliü : mc* 
bicine quocß i»octo;l|ratu6:i>ignittcentia inftgnitus: . . .; Schi. Bl. 4v, 
Zeile 26: fpüs ac ij tiuare pcupia 2?emii et tu 23a«boIomcc : »ic pccs|| 
etnincs afl ^batiffime . faufto fucceffu. üalc batt. \\ i cm frei. \\ 3ms 
pceffum tüienne. i^^ga || 

8" ; — 4 «i'v nnsign. Bll.; — einsp., keine Seitenüberschr., 28 Zeilen; — 
Titel: Type J, Text: Type I ; — eine ziveizeilige Lombarde (S) ; — Wz. 
zerschnitten. 

Ati^sburg, Stadtbibl., iV« 2002 [Nachträge zu Hain, N> ^l4]. 

\. Aderlafskalender, lat, auf 1493. o. J. (1492). 

Anfang fehlt. In der linken Spalte sind die Aderlaß regeln von Ende März 
bis Anfang Juli erhalten, in der rechten Spalte von September bis Dezember. 
Schi, der zweiten Spalte: (rot) C (schwarz) 3" üipilia natiuitatis bCs 

manc in clectuaciis pro bumoribue euacuanöi« || Unter der Unken 

Langer, Österr. Bibliographie I. 3 



34 Wien, Winterburgers Drucke 

Spalte stehen: (rot) jDicg balneationutti electi fccunbü numecu3 || biccutn 

CUiuflibet ntenftS || Folgen in 12 Zeilen die aiiserimihlten Tage zu haden. 
Unter der rechten Spalte steht: (rot) (i£)clipft6 luttC »niuecfalif in t)icC5 

ftmo fccübo II gcabu librc prtm« bic «pcilie jjpc caput braconie 

bora ♦ H ♦ nXinUtO . 28 ♦ || Darunter ein verfinsterter Mond (Holzschnitt) 
nnd Anfang, Mitte und Ende der Finsternis in 4 Zeilen. Folgt: (rot) 

(ȣ)clipfig foUe octo punctorum in grabu t>i;||gcfimofe);to librcbecimo 

bic OCtobriS bora tCtrci« minUtO || Darunter Holzschnitt: Verfinsterung 
der Soizne; und Angabe von Anfang, Mitte und Ettde der Finsternis. 
Schi, ^iniö (rot) ti. (schwarz) ]8 (rot) 3o (schwarz) pofl mcf. || Zwischen 
den Angaien der Badetage und der Finsternisse steht rot der Kreuzschild 
der Stadt Wien. Darunter schwarz: "^vnyfXt^WVH WicnnC || 

2"; — Einblattdruck; nur die untere Hälfte erhalten] — zweispaltig; — rot 
und schwarz gedruckt; — Text Type I, Überschr. Type ^; vielleicht 
war der Titelkopf in Type 2 gesetzt; — Lombarden: 4 ww und 7 mm.; 
— kein Wz. 

Wieti, Kupferstichkabinett der Hof bibl.; — Schreiber II, igi6; jfos. Wünsch, 
JVierier Kalender-Einblattdrucke N'^ ^. 

4. Marcus Schinagel de Choschovia: Prognosticon , lat, auf 
1493- o.J. (1492).'^ 

Bl. (i)r: (S)actratifftmo principi biuo lllbcrto || Polonic Äcgi eiccto . 
!tT«gifletr niarcue Bc^inagcl bc (Ebof4)ouia || 2tlmc oniuccfitay €r«s 
couicnftg 2tflrologu6 pfie mittit prcnojlicü, || Zeile frei. \\ (C)Kcbo2) 
nonnuUuö cffc Tui^jlctifftmc rcp in quocu.; manibus bcc noflcc lucu«|| 
btrationcg ücrfabuntur . qui non mcbiocri afjtcij||entnc (/) abmiratiöc. 
qb' cgo qui plerifqj annie nee || pi-enoflicon oXxc^b' thx'Otx'xxn. . .; 
Zeile "2^ flg.: t?t igituc inuictifjümc rcp caufam ajlcologorum || non 
aflronomie cffc itcUigag boc genug laborig benuo fubice üolui || 
proq? ijlius anni . 93 ♦ cuffu quofbam ej; flellatrum cctraticacum bc || 
curftbus ctfcctuß apericc qui non mebiocces <xpparcbunt in boc müH 

bo . . . Mit Zeile gl beginnt das Prognosticon: JDc bomino Anni. || 

CDiui betmctig fcntentiam ab omnibue probatam . . .; Bl. (i)v, 
Zeile 12 beginnt: Dc ftgniftcatöc cclipftü in gftali. II C sfclipfium Iva 
tninaciuj fignificata non ncgligcnba effc ptoIos||mci ffia . . .; das Blatt 
schließt mit Zeile g"]: 3" <^C*^^ üCfO fitt fl'igibitaS || Das zweite er- 
haltene Blatt enthält die Coniunctionen und Oppositionen der Monate 
April bis August, teilweise die von März und September. Atifang: 
CS«bato pofl ntatbic 2\ l^ota y5 minuta pofl mctribiem mu^jl . . .; 
Schluß Rückseite Zeile g2: Coniunctio Qcptcmbcig . || C i^ominica pojl 
■^auccnci) pofl mctribiem j6 bc>»ra 23 minuta || 



') Die Kenntnis dieses Dmcks verdanke ich Herrn Dr. Ign. Schwarz; die 
Beschreibung konnte ich auf Grund des Exemplars vornehmen, das Herr Fr. Trau 
in frdl. Weise mir zur Verfügung stellte. 

3) Das C ist die in § 12 und S. 22, Anra. 4 erwähnte Initiale. Es ist sehr 
wahrscheinlich, dafs Winterburger auch die meisten anderen der im § 12 aufgezählten 
Buchstaben bereits 1492/3 besafs. 



Wien, Winterburgers Drucke 35 

4"; — .' ß//.; cr/iaiien 2 BIL, beide nicht gezählt und nicht signiert; — 
einspaltig, keine Seitenüberschriften ; auf jeder Seite Durchschuß ; Seite l : 
^Zeilen; Seite 2: ^J; Seite J: J^; Seite 4' S^; — Typen l und 2', 
Titel vielleicht in Type 2; — Lombarden voti 4 und 7 mm; — ein ge- 
schnittener Buchstabe : C; — kein IVz. 
IVien, Samml. Fr. Trau. 

^^. Alexander VI: Brief an Kaiser Friedrich III. um Hilfe 
wider die Türken, lat, mit Bezug auf einen Brief des Nun- 
tius Antonius Fabregues, in dem von einem Gemetzel 
unter den Kroaten berichtet wird. (Dieser Brief auf der 
Rückseite). Gegeben Segnie 8. Sept. 1493. o. J. (1493, 
nach 8. Sept.). 

Bl. ir: 2(Icpan5cf papa x>\, i| Drei Zeilen frei. \\ Canfftme in Cbfiflo nli 
noflcc. Srtlüt . et apoilolicam ben. »Tcrcius nöc igituc mcnfie. '^p 
quo II intcllcvtinu*i ♦ nouos in icoacta Tuccotrü motus e);ctmi.-i. . . ., 
premonito ca 6c rc Carif::;iftmc in ppo ftlio nro Vülabiflao »junp^^t'tc 

X 23oI>emtC l'CgC. • • •; ^0^\-2 Zeilen auf dieser Seite erhalten; Bl.lv: 

(@)2tnctifftmc patcc pofl pc5um ofcula bcato?,. »o«c bora per 23anum 
nüciatum cjt mihi. || »Tutrcos feciffc magna inccn6ia : bäpna per 
Croaciam x almania . . .; Schi, cuius Bctifftmis pcbibus me f)umilitcc 
cömcnbo. ;[ Bcgnic x>\v\, @cptcmbvt6 nt.cccc.lppppiii. || Eine Zeile 
frei. \\ !£@U || ^fibcltg fccuus Tint, fabregnce. || 

Einblattdruck, nur die obere Hälfte erJialten ; — Druckspiegelbreite Iß,"] mm; 
Vorderseife ohne Überschr., ig ^j^ Zeilen erhalten, Rückseite 75 Zeilen Text, 
zwei Zeilen Ujiterschrift ; — Überschrift Type 2, Text Type l ; — Anf- 
Buchst. Lombarden zu 4 "• ^>t 7 mm; — kein Wz. 

Dr. Langer, Inc. ß28- 

^6. Alexander VI: Brief an Friedrich III um Hilfe wider die 
Türken, deutsch. {Ohne den Brief des Nuntius Fabregues). 
o.J. (1493, nach 8. Sept.). 

Bl. ir: Itlcpanbcc babcjl 5er »j. || Drei Zeilen frei. \\ 2iÄ.lecIicb|lef Sun 
in got iDaö bail »nnb pnfetren bcbfllicbcn fegen beuoi% ^^6 bait ftd) 
nun II bei* bvin monabt üevlouffen bae xait oecnummen baben vcte 
ein neioe bewegung bei* tbucrfcn || ftcb in "Srabatten ecbebe . . .; 

20 Textzeilen erhalten. Bricht ab: \\ t)nnb burcbjJebcnn 1X1% foUcbS 

bein ntaieftat aup bifen bieinn befloffen btrieffen So voit bir 3U || 

Rückseite leer. 

Einblattdruck; nur die obere Hälfte erhalten; — Druckspiegelbreite Iß,6 mm ; 
ohne Überschr., 20 Zeilen erhalten; — Type I und ß; — Lombarden zu 
7 7nm; — Wz. zerschnitten, nur der obere Teil eines Doppelkreuzes 
erhalten, 

Dr. Langer, Inc. ^2g. 



36 Wien, Winterburgers Drucke 

7. Friderici III. obitus et exequiae. o. J. (1493/4). 

Bl.ir: 2)iui bni ^ftribctrici Zctrcij 3m 1| patons fcmp Ttugufli Obitue 
cjrequiccB felicef fcquuntV || Zwei Zeilen frei. II (2l)nno falutis ppi 
H93 bic lunc 19 mcnf llugujli pf«s||tue bns 3tnpatoc in cajlco fuo 
Äfnncj ...■!, Bi. 2r, Z. II fi^.: llltera autc bic 7 tjccembcis 1493 5Dnö 
Jnbcricue arc^icpüg || Salcjcbucgen ptrima cclcbcauit miffam 5e 
rcquie . . .; Schi. Bi. 4v, Zeile 2ß: Itlfacic xi, <E>biit «nno bni 

,nt,CCCC,||Ipj;p>;iti .ItngufliCO.pij;. || Holzschnitt: Wappen mit Doppel- 
adler. II i^ü/^/; 3nipi^cffum Wicnne per 3ob«nnc'n XDintcrburg || Tbeo 
bc tOijrf ^pofttoc: II 

4"; — 4 '^i^- w- unsign. BIL; ohne Cust.; — einsp.; keine Seitenzählung; ^ — -^6 
Zeilen ; — Text Type I , Über sehr. Type ^ ; — Lombarden : 4 "'w ^'"^ 
Text ; erster Anf. -Buchst. A: /,5 cm; — Rubrik {[; — Holzschn.: kleines 
Wappen; — Wz. Ochsenkopf, angesetzte Ohren, Stetigel, Doppelkreuz. 

Wien, Hofbibl., 2. G. 28 tt. 25. H. g4; — Hain 'Jß84; Denis, Nachtrag 
S.81, 803; Panzer III, 526, *22. 

8. Begängnifs Kaiserl. Majestät Friedrichs III. o. J. (1493/94; 
nach 7. Dez. 1493). 

Bl. I f]jr: 25cgcncfnug || Äayfcclic^ct' || ntaieflat «jf . || / cm frei. \\ 
»oiernac^ üolgct t>ic bcgentfnus f«ifcrltd)ctr i| mafcflat So .;u VDien 
bcfc^ebc tft 2tnno bomini || 1493 Un 6em 7 tag bcccmbcie . mit üigili 
Vnb II «m ncd)ftcn tag öacnac^ llls an 5c tag bcs bcil«5l|cn bifc^off 
nicolai mit felmeffcn vnb opfct: Itucb || wie bie maicftat bee ^omifc^c 
funigs gc fierc^ljcn gcrijttcn in i>ev fictd^c geftanben vnb 3U opfec 
gägcn ift. VOit bcs Jlomifc^ft ccid)« 2tud) btv %\\xn» tEcblanbc bancc 
beim ünb fc^ilt getrage feiub (7) || tpotrbcn . x>nb burcb t»el(ben abel 
3Dac 3U toie t)il || fucfucften x)nb fucften botfc^aft vnb aud) pcela;||ten 
bat pei getpcfen feinb t>n5 bccnad) gcfd)ribe |] brurf ift vifttiect vn 
oerbort burcb bec %. Dl, retb || Unb gerecht »nb voo anbec« erfunben 
tpict in ge || fc^rifft ober bcucf ift üngccedjt. || Kleines Wappen Q,i cm 

hoch): Doppelköpfiger Adler. \\ Bl. Iv leer. \\ Bl. 2 (2)r: (le)Kft mal» 

feinb bic bfubec do bem gulben || vieie . bie nit fucften getpcft obeu 
an fui'ften || ftat . . .5 Bl. g ß)r: 3n bcr ficrc^e fat fteffans. 3" ^^ 
mittecn giwelb || ift bec Cboc x>nb b\t ^\xic)l buccb ab alte umbban||cn 
in bec boccb mit ftoacQen tud)efn t>nb ob ben || fn>acQcn tuc^ecn 
babet geprünen t"ntfbunt>ert||breiiünbad>Qigfb fecQcn || ... Bi.6v 
Schi.: üiii igbelcn mit Ferren doc gangen || Eine Zeile frei. \\ (l 5Dic 
gcaueftbaft vö Fibucg 1| • . •; Schi. Bl. 8v: alfacie. || (Dbijt 2tnno 
bfii m.cccc.l):p>:j;iii. Ttugufti ,yfVf* \\ i^^ cm frei. \\ ©etrurft 3U VDien 
bucc^ II 3"^^^"^"^ »interburg || 

4"; — 8 ng. BIL, Doppelbll. sign. I, 2, 3, 4! — 37 Zeilen (nie voll); 
einsp.; ohne Seitenüberschr.; — Titel Type 2, Uberschr. 3, Text 1 ; — 
kleines Wappen; — Lombarden 4 u. 7 tnm ; — Wz. Ochsenk., Hörner und 
Ohren angesetzt, Stengel, Doppelkreuz. 

London, BM I. A. 51 $1 5 (nur Bl. 3—6) [Cop. I, 7386 = Proct. g4']4> der 
fälschlich das Bruchst. für einen Teil von Hain *I262l hält] ; München, 



Wien, Winterburgers Drucke 37 

St.-B., 4". Inc. c. a. g8o; Wien, Hofbibl., Inc. II. II. 57; — Panzer, 
DA I, -JOÖ, 361; Hain *27j8 ; Mayer I, S. 28, N° I. 

9. Bernh. Perger: Oratio Viennae habita in funere Impera- 
toris Friederici III. o. J. (1493/94). 

B/. ir: (Dratto VDicnnc || babit« in funere || 3mpccrttoin6 .Jc. || Kaiserl. 

Wappen, Doppeladler (3,1 X 2,2 cm). \\ Bl. Iv leer; Bl.2r: Q (Dcatio 

ni (/) funevc »fri6erici tercij J^o=||in«nor9, 3mp«toi*i6 t>ienne b«btta 
}? II fpcctabilc üirü . ^. ■Secnbavbü Pccrict: || illic in Confilio Ciuiü 
X?icnncnfiuin || ptro 3""ic"ffi'""^ Jlomanovu^ Kcgc || X)ict gcfcntein || 
Zwei Zeilen frei. \\ (111) llllcm öcircnifftme «c potcntiffime pi-inccpe || 
inavi'"ili<*"C Bacci Jlomani 3mpij tUobcvatoi* etKep . . .; Schi. Bl. 4v: 
üivee qua ^Curcj- mi||not:e6 funt inbubitatam i)nitttinius in &co t>ics 

tOCiam. || Zwei Zeilen frei. \\ «Dipi || Zwei Zeilen frei. \\ 3tnpvClTum 

tOicnne || 

4"; — 4 ng. Bll., nicht S'gn.; ■ — 38 Zeilen, einsp., ohne Seitenüberschr.; — 
Bl. ir: Type 2; Text Type I; — Antiphonarhuchst.: Bl. 2r großes, 
geschn, M (voll) ; — Wz. kleiner Ochsenkopf, Strich, Fadenstern. 

London, BM I.A. 31 ßl^; tmd 51 514 [P^- 94l3] >' München, Staatsbibl., 4". 
Inc. s. a. 1423; IVien, Hofbibl., Inc. 18. H. 4; Schottenstift, Inc. ^77 
[Hübl S. 186 — 187]; Univ.-Bibl. I. 261 16'] (aus dem Theresianujn ; von 
alter Hand auf dem Titel: 2 ^): — Denis 302 ; Panzer IX, 304, H^' 
Hain-Cop. * 12621 ; Sartori, Theresianum , 3491 ^in Exemplar in Stift 
Michaelbeuren. 

10. „Conductus funebris imperatoris Friderici III. Viennae 
Austriae per Johannem Winterburg 1494. 4°." 

Lambacher, Bibl. antiq. Vindob. S. IIJ; Panzer III, S. 326, *22 Anm.; Hain 
13^5 (unter Fridericus III., obitus et exequiae) ; Mayer S. 28, N° 2. 

11. Constitutiones synodales ecclesiae cathedralis Strigoniensis. 
14. Apr. 1494. 

Nach C. Peterffy, Sacra Concilia ... in regno Hungariae . . ., Viennae, I'j4^> 
Bd. I, S. 203 beginnt der Druck: 

INCIPIUNT II NES NOV^ || SIS 

STRIG. II (S)Icut de || für in üb || 

fusa trib ; und schließt: 

sive dedicationem || quilibet in sua Ecclesia faciat cele-\\brari. \\ 

Finiunt constitutiones feliciter Sy-\\nodales , Ecclesiae Cathedralis 

Strigo-\\nie7tsis Dioecesis, Viennce impressce, per || Joannem Vintterburg, 

cura, CT' expensis \ \ Theobaldi Feger Librarii, ^ Con-Civis \ \ Budensis. 

Anno salutis 14^4 -di^ quar-\\ta decima m-ensis April is. 
Zu dem Text, den Peterffy abdruckt, gibt er an: Manuscriptum, quod nacti 
sumus ad rigorem fidei publicce, e libro typis excuso traductum est, paginis 
sane multis injuria locis desertis, seque hinc , atque inde in contextu 
fallentibus. Nach diesem Abdruck zitiert bei Denis N'^ 3; Denis, Suppl. I, 
S. 365, N'^ 304"]; Panzer III, 324, 10; Hain 5668 (nicht Cop.) ; Szabo 
u. Hellebrant III 28. 



38 Wien, Winterburgers Drucke 

12. HieronymusBalbus: Opusculum epigrammaton. 1, Aug. 1494. 

Bl. ifajr: C <^itvonf\ni 23albi tJtctufci? iuris feoctovig nec=l|non poctc 
atq? oratocie inftgnis: opufculü epigcäsli inaton fclicitcr incipit H 
C ntapniftcis et fapicntiffimig bnis ij pro fcreniffimo Jlomanorü rege 
in ter;||ri6 bcrcöitarijs rcgetibue intcgerrimis || Eine Zeile frei. \\ 
(XT)t>lIa üos fubeat abmiratio . . .; Schi. Bl. iv, Zeile 25; t)uls|!cani 
x>el öeucalionis au);ilio X)tar, j| Bi.zfazjr: C ttta^rimiliano fcrci 
nifftmo II 2lom«norü ac X^ngarie rcgi. || Eine Zeile frei. \\ XTon primü 
tumiöo eil aufus fe crcbere ponto: || . . .; Schi. Bl. 22fc6jv, Zeile 11 : 

©a: ütrü üiß noilro pranbiue e\l meritO. || Drei Zeilen frei. Darauf 

folgt: t^oc ini'igne opus multiplici rerum |j rarictate refertum cparatü 
fuit in;i|bu|lria 3obannis Winterburg in cesj leberrinta vrbe Vüienncn. 
2inni5 bosj mini \\^\ :Salenbi6 auguili. t| Mtajrimiliano Jlomanoru 
«t(B t)ns||g«ric rege fcreiffimo fcliciter regnate || 

4"; — 22 ng. Bll., ohne Ctcst., sign, a, b:8, c : 6 (c ^ ohne Sign.); eittsp., 
ohne Seitenüberschr., 2g— go Zeilen; — Type 1 ; Lombarden 4 ufid 7 mm; 
— Wz. Kreis, Strich, T; und ffneist in Lage b u. c): Ochsenkopf, Strich, 
T. Ln München auf Bl. c6: Kreis, gebrochene Linien. 

Berlin, KB, Nn. 8OJO (4) [Voull. 2680 ; c ßi4 so gestellt, daß cß das 
erste, c4 das zehnte Blatt bildet]; ebenda Xc. 66 12 [fehlt cjl4]; Kloster- 
neuburg, g6o [cßl4 ö^ erstes und zehntes Blatt]; Leipzig, Buchhändler- 
gewerbehaus, Klemm III, lOQO; London, BM I. A. 51 51"] [Bll. cß\4 vor 
Bl. a I gestellt ; Procter g4'75]> München, Staatsbibl., 4"- Inc. c. a. 1068 
[wie Leipzig]; Paris, Nat.-Bibl. u. Bibl. Mazar ine [Pell. I, l6gß: beide wie 
Leipzig.^]; Stift Tepl / — \p. ^52 (^) [in altem Einband ; fehlt c 2\4 '«^'^^ 
in Berlin X. c. 66 12]; Wien, Univ., I. 1^162^ [cS\4 zwischen a4 — «5 
gestellt]; Hof bibl. 8. H. 60 ; — Denis vV» 2; Panzer III, 524, 8; Hain- 
Cop. *22§0; Hübl6l (Wien, Schotten) ; Schachingeri2l (Melk) ; Hellebrant 
^53 (Budapest, Akademie). 

13. Joh. Muntz: Lat. Aderlafskalender auf 1495. o. J. (1494). 

Anf.rot: XßbulalUinutionü fuper mcribiano 23ubenft Itnno btti !1lcccc>:ct>.|| 
Zeile frei. \\ ((5 /ö^Coriofus bcu6 : fublimis . qui oihi« üerbo creauit . 
terra in celi mcbio collocauit , üt corpora ccleftia receptaculu; || ins 

UCnircnt . . .; nach 12 Zeilen einspaltig folgt rot: ■] ConiunCtöcS X 

oppofitöcs luminariü cü bifpofttöe aery fm corunbe [ Je?, motu fup 
meribiäo Subcft tpib9 eqtj ücriffinte caiculatc. 1| Darunter zweispaltig 

Iß und 14 Zeilen. Darauf rot: f ^empor« t iiiti pro fleubotomi« fcb'ni 

»erü curfum lune fub ftgnis^obiaci . fortunatogq? «lio;i (/) planet«?, ab 

ipam afpe5||ctU6 • • •; darunter zweispaltig die Regeln für die JMotmte. 
Darunter links (rot): f 25ics prO t<^rmacia clecti . . . U.S. f. (imges. 
26 Zeilen), rechts (rot): ^ 25ie6 bonorü afpeCtUÜ . . . u.s.f (ins^es. 
26 Zeilen). Der Schlußabschnitt links enthält (rot): <|[ I)ieg (Seminanbi 
X plantanbi || in 6 Zeilen. Rechts davon Wappen rot mit vier Querbalken 
auf weißem Feld. Darüber ei^ie schmälere Krone. Die rechte Spalte 

beginnt: {ft rot)'iL \i anno prefenti nulla fit eclipfis futura tamen 
annorö pcebentiü eclipfce fuos in \^\xnt annü poc;|| [tjcnbüt effectus 



Wien, Winterlnirgcrs Drucke 39 

. . .; S,ii/. 'S. Zrilt'J: angufti; i| a6 pluritn«6 marito?, pifcce motient' 
in aquie »53 tci-r« mcvibiana ftabit ^pctctcr cum terra cricntali . zc || 

DaiiDtter (roi): ^CC MluttC^ |l Links von dicsni beiden Worten (rot): 

3mpcc|Tum Vüicnnc per 3oannem VDiutcvburg. 

a",- — Einblattdruck ; — rot und schicarz ; — Text Type I, Überschr. Type 4- 
u. 5/ — Lombarden v. 4 «• 7 nun ; — eine geschn. Lnitiale G C4i5 XSiQ t'nij : 
Linearornament weiß auf schwarz; — Holzschn.: Wappen mit 4 Quer- 
balken ; kleine Krone ; — Wz. nicht sichtbar. 

Klosterneuburg, HO (zwei Teile: ein Mittelfalz fehlt u. einzelne Stücke aus- 
gefetzt ; aufgezogen); — Denis ^04^ Panzer III, ^20, If) ; Hain II l"]^. 

14. H. M. (Joh. Muntz): Wiener Praktik auf 1495. o. J. (1494).'^ 
Bl. ir: (3>*Ccm VOienctr pracaca (.') || auff ^a6 X0.\: nac^ Cvijli || gcpuct 

lllCCCClVPIcp? . il Jltare ©tC Cöcl fon 1| Holzschnitt ■^) (11,^X^6 cm): 

links steht ein Gewappneter (Mars) mit Schwert und Hellebarde auf 
einem Krebs; über ih?n ein Stern. In der Mitte ein Widder. Rechts 
thront eine Königin mit Szepter, Reichsapfel und Krone, ihre Füße 
ruhen auf einem Löwen. Über dem Thron eine Sonne. Bl. Iv: iDiC 

voiTCö &cf practica bcs l)c>:)i:>;t) . iars . | lT>3c tDo[I] bcr almcc^tig 
got allain in feiner gcvoalt bie 3eit v)nb augensjjplicf in bcfbjalten bat. 
»nb bic hinfting bing er allain x)or toaie.rnb Fain |! menfct) in bec 
lücrlt nit ijl.ber bcn tnorgii tag mocbt üerfprccben . . .; ... <3o 
bab \<X-> maitlcr b«nt.ben tugentbafftigcn weifen vnb bic [ ] auff^H 
nemen . aus gepct üil guter menfcben . »nb 3c aufncntüg meiner 
Icrnüg. || bod) am forberjlen i>tm almecbtigcn got 3e lob x>n ere . 
t»nb 3c nuQpFait || in ber gemain üorgcnümen ben flanbt vnb regimct 
aug vn in ber plane] |tcn x>n creaturfi bes künftigen iars.ale man 
fc^reiben loirt X\lcuc):cx> * \\ 2116 ban bic capitel bec"«'^ uolgunt 
vocrbfi 3cigen . . .; Schi. Zeile ßS: t>nb bM »erbicnen aller b«iligcn 
fei ber fc^uQ t)nb || [@cbir]m in aller wibertoertifait . limen . || 
Bl. 2(a2)r: iDae crfl Capitel« || (V>)<l>n ben bern vh regirern bee 
itrmamcQ beg iar6«C2lm anfangt || i\l 3emercfen b3 bo fagt leo; 
pclbug . . .} Schi. Bl.(4)v, Zeile Iß: fd)ne||Feltcn ünnb x>\\ üerbanb; 

lunng bes toetters || Etwa ß Zeilen leer. Folgt Zeile 14 usw.: ige ifl 

3c iDiffen ^M folid) iubiciü ober practica |1 au6 genugfamer maifier 
ber natur im gejliern au6||ge3ogenn ifl in fonberm t)leu)|5 3U Wien 
nacb crijl |1 gepurt Hl ccccpco . iar 3n bem an3efeben So folisHc^c 
regierung nit in bcn »ermeltfi tage gcnolic^fi \\ gcf^cbcnn ♦ fo t»irt 
C6 bod) nabct bo pe)7 üor ober || nac^ gefc^ebcnn . :c . || Vier Zeilen 
leer. \\ ©ctrurft 3u VPicn burc^ || ^<i\^ixnmw\ tPinterburg || 
4**/ — .'' BIL; erhalten 4 nicht gezählte BIL: das erste unsigniert, das 2. 
sign. a2, das vorletzte und letzte, je unsign. ; — einsp.; keine Seiten- 

Dieser Druck wiu'de von Herrn Dr. Ign. Schwarz gefunden und vom Be- 
sitzer, Herrn Fr. Trau in frdl. Weise mir ziu- Verfügung gestellt. 

2) Als mir diese Praktik bekannt wurde, war der 2. Bogen bereits gedruckt. 
Es mufste dort S. 25, § 24 heifsen: Der älteste grüfsere Holzschnitt ist das Titelbild 
der Praktik auf 1495; der nächstälteste die Titelleiste usf. 



^O Wien, Winterburgers Drucke 

überschr.; jede Seite mit Durchschuß; bis zu ^g Zeilen ; — Text Type I, 
Titel 4, Überschr. und Impresstitn 5; — Lombarden: 4 und 8 mm; — 
das erste J geschnitten (Urkundenbuchstäbe) ; — ein Holzschnitt; — 
kein Wz. 
Wien, Samml. Fr. Trau. 

15 a. Joseph Gruenpeckh: Prognosticon. 1496. (1495/6.) 

Bl. ir: pconoflicon ftuc II (t)t alii Dolüt) ^ubiciü ifj; ^iiictionc |1 ©«5 
tutrni : 3out6 I5ecen«ltcj5 ireuolu;||tionc Satucni 0«u : ftnc anti jrpi 
flc II alije quibufbä intcvpoutts prout c>:j||fcquetib9 clacet pambulis 

bic infcrit'« jj l'^l^cmfrei. II Holzschnitt (8,6 xSq cm) : geometr. Figur, 

im Mittelquadrat: ^igutra ccli tcmpotrc || ^iüctionis ©fttuftti II X 3oui6 
in fcotrpionc || 1+8^ 25 bic noue«||bcis »Sor« 12 mi«o jj Bl. iv: f Pres 
faciöcul« ab Icctore || ^npnofltcon fubfcqucns || Zeile frei. \\ Uiuob 
pauci bac nc« ctate i-epi«nt' inbujlrtj ftberü cj:pIc»»r«to||fe6 . . .; Schi. 
Zeile 21: pcc6 funöci'c noti ccijabis . Valc ♦ || Bl.2{ai\)r: dJ^euccen; 
biffimo in ppo patvi : bno«bno Ci-iiloHiforo inftgnis eccli'e p«taui . 
pfuli metritiffimo 3ofcpb j gnienpcdf . actium magijlec felicitatem 
optat. II ((ft)X>«nto bcftbcno iatnptribe affectue fucci cttbif=||umc pf • • •; 
Schi. Bl. IS {ci)v, Zeile 2g: bftbictus || bcuö in fccula feculo^.. 2tmcn. jj 

Zwei Zeilen frei. Folgt Zeile gO: ß^init pfOnoflicon Cp j'tbcrc« COns 

iunctönc @«tucni : iouis || sDccenaliqj ireuolucön ciufbe fclici numinc 
per 3obä5||ncm Vüintcvbucg i inclita v»iencnft ciuitatc talitcc effts 
giatu II llnno bomini HI. cccc. l^picppj. i| Bl. iGr: ([2lbbicionc6 ab 
«pnoflicon pcebcns bc certon'i anno^, || fatibue Butnptc ep iubiciis 
ajltronomicie C);cellctifl'tmi || quonbam üiri niagi)lfi (tcijlianni cp 
clagenfurt. || C H96 || (djOncors cfl fentcnia aflrolo;i . . .j Schi. 
Bl. i6v, Zeile ß8: luciba intccualla eueniet. || Zeile frei. II Äaue bco. || 

4'> ; — iß ng. BIL, oh7ie Cust., sign, a, b: 6, c: 4> — einsp., keine Seiten- 

überschr., ßg Zeilen; — Typen: erste Titelzeile Type 2, Zeile 2 — 6: Type S; 

sonst u. Text Type l; Bl. 2r geschn. Q (weiß auf schwarz; Ranken) ; 

— sonst Lombarden 4 "«'^ 7 mm; — Wz. keins. 
Wien, Hofbibl., Inc. i'j. H. iß; — Denis A^" 5 und Nachtrag S. 6—g; 

Panzer III, 52^, II; Hain 808']; Mayer II, ßg2; in Michaelbeuren N^ 10. 

15 b. Joseph Gruenpeckh: Prognosticon. o. J. (1495/6). Ohne 
Impressum. 

Gleicher Druck wie der vorhergehende ; auch die Druckfehler sind dieselben; 
z.B. Bl. I0(b4)r, Zeile 6 von unten; ftccit«6 avcfflCtaC : II ipa CUpis 
bitae statt: aref acta : est. Nur auf Bl. Iß (cj)v ist das Impressum aus- 
gelassen, sodaß die Seite schließt: bnbictU6 || bCU6 in fccuIa fcculo?.. 
2tmcn, II 

Kein Wasserzeichen. 

Wien, Hofbibl., Inc. 24. b. l4; — Denis Nachtr. S. 6 ; Hain ScSj, Anm. 

16. Aderlafskalender, lat. und deutsch, auf 1497. (o. J. 1496.) 

Anf (rot): 2ibcclag tafcl , HTCCCC XCüij . || (schwarz) (2tjl6 man 5«It 

nad) bec gcbu« Cnjli m. CCCC, aeCüij . iav ♦ 3ft «'" gcmains iatr. 



Wien, Wintei burgers Drucke 4' 

iDacin vüirt || etc. (Rot): ^ 2?tc crfc^cinungcn nct» »nb üolmone . 
ütib tt>ic C6 barin voittercn witrt.zc. .... folgt (rot): ^ ißrnjelt x<k^ 
3U aöerlafTen , evQcncy 3encmen . t»nb ^cbaben . jc . . . .; darunter folgen 

die Monate: 

5Dc6 »oocnunge sDes llugilmons 

jDcs nTccQcne 2>C6 »ocrbjlmone 

Z)/V jSIonatsüberschriften sind rot , </i?r TV.v^ w^ schwarz gedruckt. Die 
untere deutsche Hälfte fehlt. Auf der Rückseite steht derselbe Kalender 
in lateinischer Sprache, u?ngekchrt gesetzt. Es sind vorhanden die Monate: 

ntflrctj llugufli 

lipriltß Bcptembtrig 

illai) (Dctobfiß 

3utiij XToucinbtris 

sDccembne 

Es folgen darunter drei Wappen: das Wiener weiße Kreuz auf rotem 
Feld, der scJrwarze Reichsadler und der österreichische Bindeschild. 

Darunter: „3mprcffü xoxtnwt pctr 3'^^<^""^ ujintccbufg/' nt.S C 
(Cbiccnen. 

Die Schrift ist gotisch ; am oberen und rechten Rande ist je eine schwarz- 
weiße Randleiste angebracht, in der rechten, oberen Ecke ein rotgedruckter 
Zierbuchstabe. 2 ° ; Einblatfdruck ; rot und schwarz gedruckt. 

Das Stück ist verzeichnet im Auktionskatalog von A. Einsle (Katalog XL V) 
unter iV 8^1 (vgl. Mayer II, S. jgß, Ä^° ß) und befindet sich in Wien in 
der Sammlung Fr. Trau. Die vorliegende Beschreibung stützt sich im 
wesentlichen auf Notizen von Herrti Dr. Ign. Schwarz, der sie sich seiner- 
zeit nach dem Original gemacht hat. Sollte das Blatt mir noch zugäng- 
lich werden, so würden Angaben über Typen u. s.f im Nachtrag erfolgen. 

*i7. Praktik, deutsch auf 1497. o. J. (1496). 

Bl. ir: (P)ractic« || auf big \<Kt \\ ITTcCCCjrCOi) || Randleiste weiß auf 
schwarzem Grunde: Ranken. (l^,l X /O^ cm; Titelraum: 6,7X5,1 cm.J || 
Bl. Iv leer. \\ Bl. 2 flg. fehlen. \\ Letztes Bl.r, Zeile l']: V>on bCtr finflernUß 

beg mone. || CsDic jcijt bcc finjlctnue (/) in öic «)uc(l)ung gcfd)cben 

tPtirt.iil n«C^ II . . .; Schi, letztes Bl.r, Zeile ^O (mit Impr. Z. gl): 

«^6 toi« II auc^ in bifcv jcijt vil üecporgnc bicbcfcy isnb fd)alcfb«it. || 

Zwei Zeilen leer. \\ Ju tOicnn gcbcutft || Letzte Seite leer. \\ 
4^; — erhalten 2 Bll. (das erste und das letzte); — einsp., ohne Seite^iüberschr.; 
keine Seite mit vollem Text vorhanden , mindestens gl Zeileti mit Durch- 
schuß ; — Titel und Impressum Type 2; Überschriften Type ß, Text 
Type I ; — das 'erste P in Atitiphonarschrift geschnitten; — Randleiste 
weiß auf schwarz; — kein Wz. 
Dr. Langer, Inc. gßl. 

18. Aderlafskalender, deutsch auf 1498. o. J. (1497). 

Vo7n Anfang nur ein Bruchstück erhalten. Links von der Randleiste rot: 
3II'^II@I|X>||© II Unter der Randleiste: rot S,\(aßtafelr) . . .; Anfang: 

((5)<E»t t>[ b]ig «U6 feiner »necgtruntlic^en wei [ . . .j Zeile 2 des Texts: 



42 Wien, Winterburgers Drucke 

II ^^^ [ J "l J ^^^ fc«:öifd)cn creatuc : wan nid)t [ • ■ •; in Zeile 6: ] frot) 
püii frot) C (schwarz) [ ]ntag buc(^jlab (^.»-«Vyi (5 ß (schivarz) jDcc 2lcmcc 
3rtl [ . . .} zw Zeile 8: ... (^'o^y^ I^cc pfingjlag . AvAifars; am funtag 

ÜOC 23 [förtz/izzzMj.- _5. yuni; l4!)8 war Pfingsttag am ^. jfuni ; zugleich 
7var 17 goldene Zahl und G der Sonntagsbuclistabe) . Nach der einen 
Zeile Überschrift und 8 Zeilen Titeltext folgt rot: ^^ 5Dic Cffc^cinung 
[ . . . Darunter eine Zeile leer. Folgt Überschrift der linken Spalte 

rot: CX'lctPinon II Zeile frei. \\ ^omung (schwarz) 2lm montag »Of 

Pauli X^nflet feit mit t)[ . . .; Teile von fünf Zeilen erhaltest bis: 
(rot) 23cac^ntö . . .} die U7itere Hälfte enthält die Aderlaßan^t'eisiingen für 
die einzelnen Monate in zwei Spalten, links bis: (rot) ^ sDC6 23cad)inon6/ 
rechts bis: (rot) ^ 5DC6 Ccijltnone. Darunter folgen einspaltig i'icr Zeilen : 

(rot) C (schwarz) XOit ujol bag btc 3U)ay groffcrfi licc^t Sunn rnb 
titon bC6 bimcl6 ycrcs fd)ein6 vtib licd)t 63 gcgcntDuvtig jac nit 
beraubt »»erben üfi onberörurft yebod) wirt ber || mcnfcb . • .; Schi. 

bCg ainen befunberfi f rafft lllartie. IC. || Folgen links in Je 6 Zeilen: 

(rot) Gifrtpclt tag 3U pfJan^cn jj . . . rechts: (rot) CiEruselt tag 3U 

fenn. |1 . . . Dazwischen ß Wappen: links stehender Löwe (rot), Mitte 
einköpfger Adler, rechts Steinhock. Die linke Seite wird begleitet von 
einer Randleiste , den Kopf bildet eine rote Leiste , in der Ecke steht das 
Anfangs-(3. 

2"/ — Einblattdruck; — erhalten Bruclistück aus der oberen Ecke links und 
untere Hälfte; — rot u. schwarz; — Titelzeile Type 2, Text I, Über- 
schriften 5 ti. 6; — Lombarden S^l'i "';«,• — geschn. Buchst.: Ranken- 
ornament; — 2 Randleisten; ß Wappen; — rechts von den Monaten 
astronomische Zeichen. 

Wien, Hofbibl., Inc. 5. C. iq (ausgelöst aus 22. B. 14 ■ Missale Pataviense ißOJ.) 

*i9. Johannes Glogoviensis: Signatio anni 1499 (Lat. Praktik). 
o.J. (1498). 

Anfang fehlt. Anfang des Bruchstücks: blabis X fcumctig oibnß (.') abüfant' 

X impebimeta in locif multiß pflabit qnüno || in mVtii loci« c^acifliä 
X b'fectü panig . . .5 Schi. Bi. [2]v, Zeile ßo: gencvatur 1| pcoptev fa« 
turni lunam coiunctionem impebicntcm. 1| Eine Zeile frei. \\ Cigcc efl 
anni 1^99 curretis t^ jlella?, x plancta- 1| rum teilimoio in rebus in 
hoc mübo fferiori ftgnalltio Per mgEm 3oänem ©logouienfem 2ib 
me-||ribianü inclite ciuitatis Uiefienfiß pänonic fupe-||rtoriß 'Üb latis 
tubinem ^8 grabuü feliciter <i.i> lau-||bem bii x totiug bc>minum ptili* 
tatent calculata. || Eine Zeile frei. \\ 3»nprejTum wienne. 

4° (beschnitten) ; — etwaige Zählungen und Signaturen weggeschnitten; — 
ein Doppelbl., auf der letzten S. das Impressum; das l. Bl. beginnt mit 
der II. Differentia und endet in der Iß., das 2. Bl. enthält die 2g.—ßl; 
es dürftest 6 Bll. mit Iß Abschititten dazwischen gestanden haben; auch 
die erste Lage hatte viell. 8 Bll., sodaß die ganze Schrift 16 Bll. gehabt 
haben kann; — einspaltig ; ohne Seitenüberschr., 4^ Zeilen {Bl. Iv: 4'> 
Bl. 2r: ßg, Bl. 2v: ßO) ; — Type 6 Text C; Impressum Type 8, das I: 
Type 2; — kein Wz, 

Dr. Langer, Inc. ^22, 



Wien, Wiiiterburgers Drucke 43 

20. Augustinus Datus: Elegantiae minores. 1499. 

Bl.ir: iglcgantic ininO;||l*C6 2tugU|lJiu öatt. || 2'/o cm frei. \\ Holzschnitt 
(8,1 X lOß cm): Gelehrter rechts im Gestühl, blättert in einem Buch; links 
vorn knabbert ein Hund an einem Knochen. Im Hintergrund auf Brett 
Bücher tmd Flasche. \\ Bl. iv leer. \\ Bl.2(M\)r: (I 'HuttUllini batt fcs 
nctu'te 3fatioptcu6 Itbellus cIo; i quctic pveccpta. 1l^ 2lnt>fcam ^ni 
(Ibvitlofcfi ultii. 1 [cJJ\eötmus iam öuöü a plcfifcjj t»tiM6 cttä öifcr; 
tiffisllmie. pfuaft . . .; Schi. Bl. 20(c4)r, Zeile-]: in bi5||cg aiTcqucris 
rtb ejrei-cttaticncm accomo^«. t>ale. |! /V2 <w /'w'. || (I^lupuilint 
^ati ©cncnfts oratoris pi-tmavti 3fa5ogicu6 Itbcllue in cloi cuttonie 
pccccpta t6pplicitu6 e)l. || 3tnpvcf['um Dicnnc p iobannc lüinsjltcvbufg, 
anno t«cmini 1+99 || BI.20V leer. 

4° ; — 20 ng. BIL, ohne Gast., a, b: 8, c: 4>' — einsp.; keine Seitenüberschr.; 
40 Zeilen; — Typen: Titel Type 8 (Canontype), Text Type 6; — erster 
Buchst, ifn Titel 2*/« cm hoch; — Anf.-Buchst. ausgespart ; — Holz- 
schnitt; — Wz. a: Kreis (4cm), Wage, runde Schalen; b: Variation; 
c: Stern über dem Knauf. 

Wien, HofbibL, Inc. 25. G. 4g; — Panzer IV, 4^8, ijb; Sartori, Thercsianum, 
380; Hain 6016: .Mayer I, S. 28, N° 3. 

21. Missa de requiem. 1499. 

Denis N'^ g: „Missa de Requiem. Voransteht: 210 lectOCCtn. || Dt DCniain 
pofcas ^cfuncti6 fite animabue jj »Scpc 5cc« mcntie muncra pura 
fcvae. i ^ic etiam pietas fcra tc inovtc fcc^uetuc | Xtam rcbcunt 
öonie ubci-iora batii, || Am Ende: ßinh felicitcc triefte p 3oannc 

"tOintcrburg« H99» Große, schöne gothische Schrift. Fol. 
Winterburger hatte itnmer liturgische Arbeiten. Die gegenwärtige besitzen 
die hiesigen PP. Serviten, die mich mit i/iren typographische7t Seltenheiten 
gefälligst bekannt gemacht haben." Das Buch ist derzeit in der Bibliothek 
des Servitenklosters Wien nicht aufzufinden. Nach Denis angeführt bei 
Panzer III, 525, 13: Hain II 247. 

*22. Joh. Andreae: Arbor consanguinitatis. 22, Juni 1500. 

Bl. Ir: lieber (EÖfanilguinitatiS. ZC. i| Bl. iv leer. \\ Bl. 2(ailjr: (C)IRCA 
LECTVRAM ARBORIS DI||ucrsis (.Oolim diuerfum modum . . .; .Schi. 
Bl. lOv, Zeile 14: \\ confirmante & confirmato . ac tenente ad con- 
firmationem & tento. || Drei Zeilen leer. \\ FINIT TRACTATVS 
MAGISTRI lOHANHIS (/) ANDREE jj SVPER ARBORIBVS CON- 
SANGVINITATIS AF-|!EINITATIS (/) NEC NON SPIRITVALIS COG-|| 
NATIONIS ANNO DOMINI MILLESI- |MOQVINGENTESIMO IM- 
PRES-IISVM VIENNE PER lOHANlJNEM WINTERBVRG jj DIE 
VICESIMA II SECVNDA |1 IVNI || I || 

4"; — 10 ng. BIL, ohne Cust., sign, a : 6, b : 4> — einsp.; keine Seitenüberschr., 

3S Zeilen; — Titel Type 8, das erste A jedoch Type 2; Text Type 12; 

— Lombarden 1,8 cm; — 3 geschn. Stammbäu?ne Bl. 2z', ^v, 8v ; — 

Wz. Ochsenk., Stengel, Schlange, Kreuz; und dass., über dem Kreuz 

fünfblättr. Kreuzbl. 



44 Wien, Winterburgers Drucke 

Dr. Langer, Inc. ^8; Braunau, Benediktinerstift, XXXII. I.^'2; München, 
StaatsbibL, 4^. Inc. c. a. l']4-]; Prag, Univ., XVIII. G. ig8 ; Wien, Univ., 
I. 2ßg6g^ (aus dem Theresianum); Hofbibl., Inc. 22. H. 10; — Denis II; 
Panzer III, ^2^, *I5; Ilain *l04g; vgl. Reininger in Mitt. d. österr. Ver. 
f. Bibl.-W. igos (IX), l6 [S. Polten, Fratiziskanerkl. N° 2^lJ; Sartori, 201. 

23. Baptista Mantuanus: Contra poetas impudice loquentes 
Carmen. 14. Aug. 1500. 

Bl. ir: BAPTISTE MANTVANI ORDINIS FRA||TRVM BEATE MARIE 
VIRGINIS II DE MONTE CARMELI SACRE || THEOLOGIE DOC- 
TORIS li ET POETE ET ORATO-i|RIS CELEBERRIMI || CONTRA 
POE-IITAS IMPVDICE |1 LOQVENTES |1 DIVINVM || CAR||ME||N jj 
Zeile frei. \\ CARMEN AD LECTOREM || Aonii modo fi quem montis 
traxerit ardor || . . .; 2 Distichen; Schi, carmine doctus eris || Bl. iv: 
(S)Vnt gbus eloquii daf aurea uena poetae : || . . .; Schi. Bl. 4v, 
Zeile 21: Si uenus in uersu non erit ulla tuo. || Zeile frei. \\ FINIS 
VIENNE DIE XIIII |1 AVGVSTI || MD |1 

4°/ — 4 ^tg- Bl., unsign.; — einsp., ohne Seitenüberschr., 2J Zeilen; — 
Type 12; — eine Lombarde: 1,8 cm; — kein Wz. 

München, StaatsbibL, 4". A. lat. a. 2g4 (vorn von alter Hand: dena: iij c)J ; 
— Hain ^2388 ; Mayer II, S. ßg^, iV» 5. 

24. Actus sacerdotalis. 1500. 

Bl. ir (rot): TlCtue || @«CCC* || bOWltS || Dreifache schwarze Umrahmung. \\ 
Bl.lv: Sancta ^Ccinitas || Darufiter schwarzer Holzschnitt (4x2,8 cm): 
Gottvater auf dem Thron hält den Gekreuzigten, auf dem linken Kreuz- 
ast der hl. Geist. Das Ganze in dreifacher roter Umrahmung. || Bl. 2 
= I (all)r (rot): 3ncipit \t\\mtK «CCCffu» VXMOK \\ (@ rot) llncti 

fpÜ6 II «ffit nobte || grati« 2lmc || (rot:) J) (schwarz:) CU8 in || «5* 
iutOCiÜ . . .; Schi. Bl. -jg = LXXXIIr, Zeile ig: \\ bcfuitCtift in tCCCft 
üiucntiü xiixi, e«t:-||nam conccbc. per. || Bl.-jgv (rot): (Contcnta in 

^OC libeUo. || Zeile frei. \\ Itcceffug altai-is . . .; Schi. Bl. 80 = LXXXIIIr, 
Zeile g: @cptC pfalmi pcnitcntialee . folio 73. || Zwei Zeilen frei. Folgt 

(rot): c 3mprcfi'um in inclyt« vcbc || X>ienna: p imptrcfforc 3oan-|| 
ncm rointcrbucg. || Zeile frei. \\ (Rot): Ttnno. i5oo. Scculatri. || Bl.8ov: 

Druckerzeichen (5Xß,I cm): Kreis, innen Schlangenpfeil, oben Kreuz 
^ W« (rot). Umgeben von dreifacher schwarzer Randleiste. 

8°; — 80 Bll. (I ng. + LXXXIII gez. ; Zählung springt von ^^ auf 60); 
keine Cust.; sign, a — k :8; — einsp.; keine Seitenüberschr.; ig Zeilen; — 
Druck schwarz und rot ; — Titel Type 8 ; Text Type 7, Nebentext Type IJ; 
Lombarden 3 u. 51/2 mm u. I,g cm; — ein geschn. Q (Blatt- u. Ranken- 
ornatnent: links akeley artige Blüte, rechts fünfblättr. Blüte von oben 
gesehen) ; — ein Holzschn.; — Druckerz. I ; — Wz. großer dreiteiliger 
Fels, Stengel, Kreuz. 

Stiftsbibl. S.Floriati, Ob.-Österr., X. 163. A; — Mayer I, S. 28, A*» 5. 



Wien, Winterburgers Drucke 45 

25. Baptismale Strigoniense. 1500. 

Bl. Ir (rot): Ißaptiftnalc II Stcigonien. 1| Darunter Holzschnitt (rot): ge- 
kröntes Wappen: vier Querbalkeii auf iveißetn Felde. \\ Bl. Iv (rot); Cotts 

tenta in boc libello. || Zwei Zeilen frei. \\ C »^uangcliü fancti ^obäniu 
X)i5eli5 3n pncipio erat, ^olio 1. 1| . . .; Schi. Zeile 33: ß 3" «ffuniptionc 
ntatrjc bcncbictio bccbarum, ^olio l);^. || Bl. 2 = I (m\) r rot: 
3nctpit (Dbfequialc fcu 23aptifmalc || fcb'm c^o?. «Ime ecclefic Stcis 
gonien jc. || 3"'^*" f^^' euagelij fcb'm '^oo.nrxl, ©l'ia. || (3'''"']^ 
principio erat t>bü. . . .; Schi. Bl. 72 = LXXI (i8)v, Z. 12: fanitatc i| 

Z atC tUtela pctpiant. (Rui CÜ pattrC. || Zeile frei; folgt Z. IJ u.s.f: 

3mprcffum cuca i ejrpenfie 3"'^<^"=ii"iß «oCt^Qog Ciuis Subenftg : fub |] 
fuo fignorin inclfta \>rbc Dincnna (.') || p impfTotrc 3'5b«nnc tüintec* 

bürg. II Tinno .Ut. ♦)&♦ ^ttwlatU (Alles rot.) \\ Holzschnitt (4,ß'><4,6 c?n) : 
Verlegerzeichen v. Herzog: * "^ * ■^ * in Kreis, rot. 

4^; — 72 Bll. (1 ng. -\- LXXI gez.), ohne Cust., sign, a — i : 8; — einsp.; 
keine Seitenüberschr., 25 Zeilen; Druck schwarz u. rot; — Titel Type 8 
(Canontype), Bl. iv Type 5 und 6, Text Type 4, der seltene Nehentext 
Type 5; — Rubriken nur iv; — Lombarden 5^/0 ww u. I,l cm, rot, 
Bl.LXIIv ein% schwarz; — keine Zierbuchstaben; — Wz. großer drei- 
teiliger Fels, Stengel, Kreuz; g ß: Weintraube mit Stengel ansatz, geringelt. 

Stift Zwettl, V. a. 2g; — Mayer I, S. 28, Ä'" 4- 

26. Celles: Septenaria sodalitas. 1500. 

Bl. ir: 3it boc libello Continentur || Eine Zeile frei. \\ f Bcptenaria 
fobalitag littcrari« (Bermanie || f Hufonii Qentcntie feptcm Qapientum 
fej||ptcnis üerftbue epplicate. || ^ lgiuf^em 2iufonij ab brcpanum 5c 
lubo fcllptem fapieutum. |1 f €pi(lola fancti »^ieronymi «.b magnü 
Oralltorcm ürbis 6e legenöis z au&ie&is poetie, || Bl. iv: C ©eptenaria 

fobalitae Äitteraria (Bermanie || Eine Zeile frei; viel f. eingefügt, eine 

griechische Stelle handschriftlich. \\ C Bcptetn cajlrenfts 5Damubiauus (/) 
II Eine Zeile frei. \\ (B)3 Clara grccie rccenfeo lumina || . . .; Schi. 
Bl.2(i\)r, Z.26: Kbeni et fluenraf.') glcriantur turgibi || Eine Zeile 
frei. II Folgt: fl Oientencie feptem fapientum fc-|| ptcnie üerftbue cpplis 

cate Itufoni). || Eine Zeile frei. \\ G 23ia6 PricneUÖ || Eine Zeile frei. \\ 

(Bue nam fumma boniV mens que (ibi confcia recti || . . .; Schi. 
Bl-3{\\\)r, Zeile 31: Httleti fugiffe tbales vabimonia alumnug || 
Bl. gv: C 5Decij magni aufonij ab Drcpanunt pacatü || proconfulem 
JDe -2.ui)0 feptem Sapicntum, || Eine Zeile frei. II ( ) <5nofcent>a iilb^c : 
an ccgnofcenba rearis || . . .; Schi. Bl. 6v, Zeile 25.- ITTebitari m 
üeflram rem curetie publicam. || Eine Zeile frei. \\ Jinit lubue Septem 
Qapientum. || Bl.-jr: d 33eati «^ieronymi prefbfteri ab ITtagnü (Dra; 
torem vrbie 2to;||me fatiffacientis illiue quejlioni cur fecularium 
litterarum t)tere;||tur epcmplis . . .; Schi. Bl.8v, Zeile 28: materia ♦ 
feb II iam epiflolarif anguflia ftnienba ejl, || Zwei Zeilen frei. \\ C 3"*' 
preffum X?ienne buctu Conrabi |1 Celtis 2tnno Hl (Ruingetefimo 
feculari || 
4**/ — 8 ng. Bll., sign. \\ — iiij; — einsp., ßg Zeilen; keine Seitenüberschr.; — 
Titel Type 5, Überschr. 6, Text I ; die griechischen Stellen vielfach hand- 



46 Wien, Winterburgers Dracke 

schriftlich rot oder schivarz eingetragen (so Berlin, Leipzig, London, Melk, 
München, Dublin, Wien Univ.), z. T. aber nur ausgespart (Brunn, Bozen, 
Wien Hofbibl.); — Lomb. 4 u. II mm ; — Wz. kleiner Ochsenkopf, Stengel, 
Kreuz, Schlange; in München und Wien Univ. größerer Ochsejtkopf, 
Stengel, Kreuz, Schlange. 

Berlin, KB Ltic. 2681 [Voull. 2681]; Brümi, S. Jakob, Inc. 140 ; Bozen, 
Franziskaner, Z.ßß2; Dublin, Trinity-Coll., N'^ 10 1 ; Leipzig, Börse^i- 
verein [Günther gQ^l]; London, BM I. A. ßl 525 [Proctor Q4'11]; Melk, 
P. 8g4 [Schachinger N^ 264]; München, Staatsbibl. 4». A. Lat. b. 'J06 (4); 
Wien, Hofbibl., 8. G. 62 (Georgius Tannstetter suo Arbogasto) ; Wien, 
Schotten, l48 [Hübl 148]; Wie?i, Univ. I. 131 gg8; Wien, Samml. Fr. 
Trau; — Denis 10; Panzer III, 525,14; Hain-Cop. 2182; Innsbruck, 
Univ. 

26 a. Septenaria sodalitas, Deckblatt. 

Ein schmaler Querst reifen, der die letzten zwei Zeilen von Bl. 2 r enthält und 
folgendermaßen lautet : 

(<R)uc nam fumma boniV meng quc ftbi confci« cecti || pctrnicic» I)omtnü 

qUC mapimaV folus bomo alter ij |i Die Blattsignatur steht mit der 
zweiten Zeile auf gleicher Höhe. 

Wien, Univ., I. Iß"]. gg8. 

27. Regulae grammaticales antiquorum. 1500. 

B.ir: Jlcgulc gcämaticales || Itntiquo;«, cum tatübl beclrttrationibu» i| t 
multis «cgumctis pofttie citrc« t)namj||qu«mq3 ccgulam in fpcciali. || 

Holzschn. (10,2 X 6,ß cm): Lehrer steht mit Buch, nach rechts gewendet, 
in einer Landschaft. \\ Bl. Iva: (C)t)tlt CUtuflibct || actiftcig ftC ^ftbCVai'C 

fua pn-||cipia . . .; Bl. 2{M\)ra: (p)2^im« i-c||gulrt gtr«mrtti-|| cäUs cfl 
ijla. . . .} Schi. Bi.24(d6)vb, Zeile 6: \\ opittionctt (/) gcntiUü qui 

pofuccunt plu-|lcC5 bC06. II Et'ci'a 2 cm freier Raum. Darauf folgt-: 

G »f^pliciöt regulc gramati- 1| cales antiquo?i cuj carunbcm || bccla* 
rationibus ac aigumc-|| ti& 3*"^"^^^^ t?icnnc per 3oi || bauncm (/) 

tointcrburg. ]| Zwei Zeilen frei. \\ ]5oo || 

4"; — 24 ng. BIL, ohne Cust., sign, a — d:6; — zweispaltig, ohne Seiten- 
iiberschr., 44 Zeilen; — Titel: erste Zeile Type 8 (Canontype), jedoch 
das Atifangs-R in Type 2; sonst Type 4i ebenso Überschriften; Text 
Type 7/ — Lombarden 1,1 cm,; — Bl. 2r : geschn. P, weiß auf schwarz; 
— Wz. großer Kreis, Wage, runde Schalen (halbmondähnlich). 

Wien, Hofbibl., 24- G. Iß; — Denis N" 12; Panzer III, 525, */6"; Hain 
13848; Mayer II, S. ßgß, .V 6; Schreiber u. Heitz 83. 

28, Jacobus Faber Stapulensis: Compendiaria in Aristotelis 
ethicen introductio. 1501. 

Bl. i(a)r: Competibiaria in Itrijlotclie || ctbiccn introbuctio rei Iitter«5||ric 
jlubioftS «pprime »tilig. || i^^cm frei. \\ lACOBI STAPVLENSIS IN- 
TRODVCTIO IN ETHICEN || Aristotelis: ad studiosum uirum Ger- 
manü de Ganay: decanum Bello-||uacensem: & Consiliarium Regium. || 



Wien, Winterburgers Drucke 47 

Zeile frei. || ( )IGNISSIME VIR . cum humana uita duobus potissi-|| 
mum . . .; Schi. Zeile ^0: ac-ljcendit: eiufdem arti beniuoli fauete 
atcj pficite. || Bl. iv: C Virtutis querimonia ex Baptista Mätuano || 
Zeile frei. \\ Fortune domitrix ego sum: scelerü(j flagellü. jj . . .; 
Schi. Bl. 2 (aiij) r, Zeile 6: Et me (ubi tempus erit) ipse in mea regna 
reducet || Z7t'ei Zeilen frei. Folgt: (J Jacobi Fabri Stapulesis Intro- 
ductio moralis in Ethicen || Aristotelis: Ad studiosum uirum Ger- 
manum de Ganay |1 decanü Bellouacensem: & Consiliarium Regfium. {| 
Zeile frei. \\ ( )Rtes introductorie simillime semitis esse debent: . . .; 
Schi. Zeile 2^: intro-jjductionis fundamentum primum est. || Zeile frei. 
Ffllo-f: C HEXASTICHON MAGISTRI PAVLI HVG QVO j| PHILO- 
SOPHIA MORALIS LECTOREM ALLOQVITVR || Zeile frei. \\ Sunt 
mihi cum medico. . . .; Schi, docta piare animum. || Bl. 2v: Übersicht. 
Auf. G 25cnü l)um«nü GUtalü bumanü || • • •; Schi. Zeile gq -. \\ ^clis 
citfls II Bl. s(MX\)r: ( )<l>nü ^um«nü cjl quob natura botnini cps 
pctibilc c. 3t> l>omini na-||tuca . . .; Schi. Bl. ijfbsJv, Zeile 41: 
msjlioc (/) gl'ia tclicic>ccß cj^itus manet . X>alctc iam . et tanbc felis 
citatC fruamtni. || Bl. 141': G Carmen exhortatorium uirtutis in 
Rectoratu || clarissimi uiri . Theologi iusiignis . (.') Christophori || 
Culber Grecensis adingenuos adolescentes bonajjrü artiü studiosos p 
magistrü Paulü Hug lusum. || Zeile frei, j] Nil uite confert . quem 
mille uolumina uatum || . . .; Schi. Bl. I^v, Zeile 10: Et superat : 
tellus quas tibi prebet : opes. || Zeile frei. Folgt: || G T^trastichon 
euiusdem (.') ad Liuorem || Zeile frei. \\ Sunt quis decimum . . .; 
vier Verse. Schi, in funere dulce canit. || Zeile frei. || Presens Arti- 
ficialis introductio || In decem libros morales || Aristotelis : feliciter || 
suum fiueui (/) || assecuta || est || In alma Viennesiium (/) academia || 
Z'cvei Zeilen leer. || )5oi || 

4**/ — i4 >ig- Bll., sign. a:8, b:6; keine Custoden; — einsp. ; keine Seiten- 
über sehr.; 4^ Zeilen; — Titel Type 4' Vorrede u. Gedichte Type 12; Text 
Type I ; Randglossen Type Iß; — Lombarden 7 mm; — keine Ausstattung ; 
— Wz. großer dreiteiliger Fels, Stengel, Kreuz, links V07n Stengel I, 
rechts E. 

Hohenfurth, 2']ifdJ; — Denis Iß; Panzer IX, I, I; Sartori, Theresiamim, 202. 

2g. Titulus crucis (Pestblatt). 1501. 

In 2^/4 cm hohen Buchstaben ist der Kreuzestitel Jesus Nazarenus rex yudce- 
orum dreisprachig gedruckt ; alle drei Zeilen scheinen aus einem Stück 
geschnitten zu sein, da mehrere Buchstäben zusammenhängen. Darunter : 
Ad lectore || Rechts hiervon drei Distichen nebeneinander. Anf. G AS- 
PICIAS SVMMA DEMISSAS ARGE FIGVRAS || . . .; Schi. NE 
NOBIS NOCEANT SAEVA TRISVLCA lOVIS. || Hie titulus Ihefu 
Christi : a viris clariffimis : qui & hebraeam & graecam linguam cum 
latina perclare callent approbatus eft. G Impffus Vienne p 

Johannem Winterburg M.D.I. || 

Schmal quer folio (i'] X 43 cm) ; — Einblattdruck; Rückseite leer ; — Text in 
Type 12; — kein IVz. ; — Block von l2^j.iX 40 cm. 



48 Wien, Winterburgers Drucke 

München, Staafsbibl., 2", Inc. c. a. 2gi8 fßj. [In Hartmann Schedels eigenem 
Exemplar seiner Weltchronik l493] >' — "•'S'^- Mayer I, 2g, A'" l"]. 

30. Johannes Muntz: Aderlafskalender auf 1502.'^ o. J. (1501). 

Anfang fehlt. Die Mitte ist zweispaltig und enthielt in der linketi Spalte 
Aderlaßvorschriften für die ersten sechs Älonate des fahres, in der rechten 
Spalte die Vorschriften für Juli bis Dezember. Schi, der Spalte a: 

(rot) C (schwarz) ITTittic^ vot (/) "^oYMixi baptiflc nit fpat am bcftcn 
mittcin mclä.on bic pain (rot) ujafl'ccr || Wie tool bae ron 5en 
weifen xjecpotten ijl ö«g llbeclaffcn pon mit t«e6 beumos 1| \>\% auf 
bic mit öes Itugjlmons So fcQt man bod) etlib t>en^ not ifl jc. || 

^6-/;/. der Spalte b: (rot) (J (schwarz) 'Um. 10,0, Siluejltri gut bcm iungcn 

mcIanCOliCO On bic pain . tpaffcec i| Hierauf folgen links: (rot) G j£c* 

toclt tag i6cQene]r ju nemcn ünb ju reynigung beg leib«.; rechts: 

(rot) C^<*9 guter einfliul^ ber planeten || ...(/> y Zeilen); hierunter 

links: (rot) C igrvüelt tag 3u baben mit focpfen obetr on foepf.jc.; 

rechts: (rot) ([ Cag pofec einflup bec planeten. \\ . . . (je ij Zeilen). 

Der Schluß ist vierspaltig. Erste Spalte: Hin ^injlernul^ bet: Sutt auff 
jr.pÜCt. II 2im Sambflag nad) Hticbaelis. || Vier weitere Zeilen für An- 
gabe von (rot) ^txib mi. mittag || Itnfancf (schwarz) 6 53 |1 (rot) ntittcl 
(schwarz) 8 Q (rot) DOC || ißnnb (schwarz) 9 7 || Rechts davon eine ver- 
finsterte Sonnenscheibe. Zweite Spalte: (rot) (J tgrvoelt tag 3U fecn || • . • 
(6 Zeilen); dritte Spalte: (rot) (J \txXDt\X tag JU pflanzen || . . . (6 Zeilen); 
unter der zweiten und dritten Spalte: (schwarz) ntavjlec *oanß mUnQ 
3U tüien . |i Vor der vierten Spalte steht eine Mondscheibe: 2tin finflccnuS 

bes ntone auf iij. |1 punct "Mm nac^fln tag tjot: ©alli^) || (rot) ^txii>- 
mi. mittag || 2infancf (schwarz) y\ Z\ \\ (rot) mittel (schwarz) j2 35 

(rot) nad) II iEnnb (schwarz) ]3 36 II In voller Breite: (rot) Ju Wien 
getrurft bUCC^ 3obanncm »intecbucg. || Der Text wird links von einer 
Randleiste begleitet, die weiße Renaissanceranke^i auf schwarzem Grunde 
zeigt. Sie ist zusamme7tgesetzt aus mehreren Holzblöcken, voji denen der 
unterste vollständig erhalten ist. Vom vorletzten (roten) ist nur das Ende 
vorhandeji, das durch JVinterburgers Signet: Kreis und Schlangenpfeil 
gebildet wird. 

2"; — Einblattdruck, Druck schwarz und rot; — Typen: Aderlaßregeln l, 
sonstiger Text Type 7, Uberschr. Type 6, Unterschrift Type 4> Impressum 
Type 8 ; — Holzschnittleisten und zwei Gestirnbilder. 

Graz , Universitätsbibliothek , //. 'J248, x (ausgelöst aus dem Einband von : 
fohannes de Ketham, Fasciculus medicinae, Venetiis, 1^00). 

31. Johannes Muntz: Astrologica operatio anni 1502. (o. J. 1501.) 

Denis gl i: „liflcologica opecatio anni i5o2 pcc magiflcum 3ob«nnem 
nTunc3 tDurtenbergenfcm fupec t>ienncnfem meribianum calculata. 

Darunter ein Holzschnitt , der die 5. Regenten dieses fahrs vorstellt mit 



J) Das Jahr dieses Bruchstücks wurde in frdl. Weise von den Herren Vize- 
direktor Palisa und Dr, Holetschek von der k. k. Sternwarte Wien bestimmt. 
2) is. Oktober. 



Wien, Winterburgers Drucke 4^ 

heygefüqteit Versen: Noctivage ductu lune dominabitur annus. Compta 
Caput venus eft gracior alma comes. Mercurius reget eftatem cerealibo 
aptä. Jupiter autuni tollet de vite liquore. Imperiü fervat brumali 
frigore luna. ^'. -Z Das freyh. landatiisclie Wappen loui Janeben: Ad 
fplendidifsimum aequeftris ordinis Virum : dominum Jacobum de 
Landau : tarn fapiente Suevie : dictatorem quam auftrie fidum que- 
ftorem. In iudicium ioannis Muntz Prefatio. Sind g. ziemliche Disticha, 
lind dann eine kurze Vorrede vom Zii'ecke und von der Wirkung der 
Gestirne, von welcher er auf vielfältiges Anrät lien falüiß piraCCCptiß 

et boctriniö 'Satboltcts — et 3cfu ^'to auviltum fcfentc seine ureymaig 

sagen wolle. Dieß ^-eschieht nun also in drey Tractaten: bc Cai>tcibU6^ 
bC t߻entibu6 codi und be (teriS alteritatC, die wieder in Capitel ge- 
theilet sind. Im XIV. Cap. des II. Tract. -wird dem Pabste Alexander VI. 
dem Kaiser Maximilian, dem Könige von Ungarn tind den Venetianerri 
insbesondere, doch ziemlich aus der Erfahrung, prognosticiret ; nur wahriiet 
er den ersten 0, V*encrt fubjCCtie. A/n Ende: XOxtnm impi'ejyutll pCC 
3c>banncm WintcrbUfp. Mittelm. Mönchschrift , die Vorstiicke aus- 
genommen. 4 "• 
Alf des Stiftbibl. zu Eftoiheiinniiinster. Ganz glaublich IßOI gedrucket. . . ." 

*32. Ausonius: Oratio matutina. 3. März 1502. 

Bl. ir: AVSONII PEONII POETAE PRE-JiCLARISSIMI ORATIO MATV- 
TINA II AD OMNIPOTENTEM DEVM HERO |i ICO CARMINE 
DEDVCTA FELICI-||TER INCIPIT. || z^'jt cm leer. \\ Jacobus Pifo 
tranffiluanus || Poeta Laureatus: Lectori. S. || Eine Zeile frei. \\ Mente 
deum pura: placidif(j requirito uerbis || . . .; 5 Distichen. Schi. Si 
uelit integra fimplicitate coli? || Eine Zeile frei. \\ Diftichon || Eine 
Zeile frei. \\ Non eft in noftro Semeleia fabula uerfu || Eft facra 
tardipedi menfa negata deo || Bl. iv leer. \\ El. 2;-; IHESVS MARIA 
II ( ) Mnipotes quem mete colo pater üice reB: || . . .; Schi. Bl. 4'', 
Zeile 15.- Et refponfuris ferit aera uocibus Amen. || Finis. || Wienne 
Tercia Marcii. 1502 || Bl. 4^ leer. 

4^; — 4 ng., unsigti. BIL; — keine Seiteniiberschr. ; eirup.; 16 Zeilen; — 
Type 12; — kein geschn. Buchst. (Initiale ausgesp.) ; — Wz. Kreis, Wage, 
eckige Schalen, daneben 8. 

Dr. Langer, I. 316; Berlin, KB, Nn 8o']0 fßj; Stift Tepl, nnsign. ; — 
Denis Iß; Panzer IX, l,j. 

33. Heiltumsbuch von Wien, herausgegeben auf Veranlassen 

von M. Heuperger. 1502. Erste Auflage. 

Bl. ir: 3n ©ifcm Pucd)lcin tfl l>cv3«tct)cnt bas || «o'?<^wi>^'''5 »oCfltgtüb 
fo man 3n bet: Jiobs|| liefen jlat VOicnn 3" <Djlctri-eic^ alle iat an || 
fontag nac^ bem (Dflertag 3e3aigen pfJtgt. || Holzschnitt (1^,8x12 cm): 

ein gewappneter Ritter mit Stechfahne in der Rechten; lijiks das eine 
Wappeti der Stadt IVien : Doppeladler, rechts das andere: Kreuzschild. \\ 
Rückseite: Holzschnitt fl"] X II,g cmj : der Stephansdom. In den weißen 
Himmel mit Typen gesetzt: 
Langer, Österr. Bibliographie I. x 



50 Wien, "Winterburgcrs Bracke 

Miller bevlign »Ebuemfircb; 

en Qani) ^ttf f<in lUit t»cm 

Turn Pitt» an; öec (AtpfUgi 

iah , 2tbgunn 5ei-uebt . ic . 

B/. 2 faiiJr: 2?ic Voi-rei) || (3)VT 5ein namcn bei* tEtPijen »ngetailten 
x>nb alkv beylipijlen t>i'iualtifait || potö . . .; Sc/i/. Bi. ^ fatij;, Z.41: 
II aud) t»nn6 bei* bymiifcben fi-cib in öec eu?igfait nit t)Ci-3eibcn U)cllc. || 
^/. ^7'.- sDie ^ocin Dttb gcfialbt t«eg bcyltumbjluels, || Holzschnitt 

(l6,ßX 12 cm): der Heiltiimsstiihl , von dessen Fenstern die Priester die 
Heiligtüfner zeigen, -während rings eine Menge Volk sitzt und steht. || 

Bl. 4 fMi\\)r: (t5)f£efnad) ifl in ^'irtutrcn vnb Bc^riften ficriid) an* 
5e3ai5t || wie t>a6 bod)U)ii-bip bc^rlmmb . . .; Schi. Bl. i-] (t)r, Zeile ^-j: 
öes II bellff Dne got öct- »atci* pot {>ei* fun vnb got bcir beilg geifl 

Itmen, || i)V. I']v: Holzschnitt ('l6,gXI2 cm): Steinigung des hl. Stephan. 

II Bl. 18 fci\Jr rot: ([ »^ev uad) in bifcm ;&alenbev i|l flcrlid) begriffen 
bic II gcnab ünnb <xbUi6 fo man be)7 üoi'penantet allerbey litten ij iTbuemj 
l?ir(^cn Sanb Btcffans tcplid) cclangcn map, jj 3anuai-iue || 'B^S, 
3enncc l)at \:):}:\. tag || {sdnoarzj ) f/o/; 2t. JDie befc^ncibung . . .; Schi. 

Bl. 2J fc 'Jjv, Zeile ßj: || (schwarz) 3) (Iro^yl 2t (schivarz) Qanb <3ilucflCf 
babfl (rot) j:oi, tn, Vij. C. lüj. || Bl.24r: Holzschnitt fl6,4X 12,1 c?n) : 

Jl^appen des Todes. Im IVappen gekreuzte Geheine und zwei Kröten. 
Die Kröttung besteht aus einem Totenkopf, die Wappenzier aus ver- 
schlimgenen JVürniern, die Helmzier aus Totenbahre mit Leuchtern. Das 

IVappen steht über einem offenen Grabe, in dem ein Totengerippe von Würmern 
und Kröten benagt zvird. Rechts Spaten, links Hacke. Als Abschluß 
Spruchband: UT © tO 2t££ „ <^'Z^X1li<l<h 1 502 „ ^ II ^l- M v : ' 

('2t)X?f bcn montag nad) Bannb 3acob6 tag fo man cjcllt || nac^ 
Crifli ünfcfs liebn bcvi'en geburbe funfiC^ebun-JIbcrt x?nb ain iai* ifl 
bifö Docanget.^aigt bod)it>irbig beyl || x\\\> vn antlas barmit bcmelte 
wicbigc llift aller beilign i| ^Cbuemfii*d)n B. Bteffans it)ie üOfilct üö 
bcn beilign |j v>ater ^ebjlc Carbineln patriard)cn legate cct.;bifd)o || 
ucn üfi bifc^ouen furgefed)fi un begabt alfo ^M folid> beiltüb uft 
antj||la6 menigflid) geoffenira« \>n in ci-fentnus feine (.') barbui-cb bit 
£rif-||ten menfc^en 3U merer anbacbt ent3unbet genaigt üfi bewegt 
aud) b3 II bail icci* feien beilpaf bettrad^ten mögen 3uuoi-an got bem 
allmed)tige 1 ber lobfamen iungfffai»en marie allem bvmelifcbn beve 
v»ft befuei'tem [j beiltumb 311 lobe tjft erc auc^ allen gelaubigen felii 
un ben anbed)tige || mcnfd)en 3u billf t)nb ti'ofl mit gunfl t>nb willen 
ber f^rfame boc^wei || fen berrn Burgermaifler vti rate ber £obIid)Jt 
fiat ivienn pü nemlid) ;| au6 fonberim )ieiffe pnb barlegen IHatbcipfen 
beujpperger aud) ber || 3eit bes rate ünb burger bafelbe betracbt cn-^ 
geben t»nb 3U famcn ge3o||gtt t>nb nad)mals bifg puc^l X\<xA) crifli 
gcpurbe. Taufent funfbun-|| bert ünb ycoc^ iar burc^ 3obannc 
tDinterburg auc^ burger bafelbs |j 3U VOienn gebrugft ünb 3U cnbs 

brad)t || Holzschnitt (olme Rahmen): ein -wilder Mann und eine -wilde 
Frau halten das Heupergersche Wappen (der Herreii voit Pankirchen) : 
senkrecht geteilter Schild, links Felsen auf rotem, rechts Felsen auf 
sch-warzem Feld, beide umgehen von einer Hürde. 



Wien, Winterburgers Drucke 5' 

40 ; — 24 ng. BIL; ohne Cust.; sig: n — c: 8; — keine Seitenüberschr.; einsp.; 
41 — 42 Zeilen voll; — Titel jind Überschr. Type 4; Überschr. der Ab- 
schn. S, atich 5, Text 6: Kalender schwarz und rot, darin gelegentl. 
Type 1; — fünf Vollholzschnitte ; 255 Heiltümer ; — geschn. Buch- 
staben: Puttenornament und Fadenornament ; — im Kalender Lombarden 
4 mm. 

IVien, K. k. österr. Museum (Pergament) ; — photo lithographisch wieder- 
gegeben -vom Museum als: Das Wiener Heiligthumbuch, Wien 1882; vgl. 
Mayer I, S. 26. 

*33a. Das Heiltumsbuch von Wien. 1502. Zweite Auflage, 
erste Reihe. 

Genau wie die erste Auflage, Jedoch sind viele Druckfehler verbessert; Bl. g 

(bjv: bannt! fein \\ bcfltumb . . . (statt: l)ct bcyltumb;,- Bl. lOfbiV'-- 
Hin arm fannb ; 23aftlmc (nicht: fanub ,• Bl. 16 (bSjr: fanfe petconcU 

(nicht: PctniOcU; Bl. 22v, Zeile J: gcfalfd)aft. Ohne das Wappen 

Heupergers am Schluß. 
Wz. Ochsenkopf, Stengel, Schlange, Kreuz; großer Kreis, Wage, gerade 

Schalen. 
A'iirnberg, Germ. Mus., -iV. ^4jjj (Pergatnent) ; Stift Zwettl, III. a. ^J 

(Papier) ; Wien, Stadtbibl., IJISl- ^- (Papier); Dr. Langer, I. 259-> 

ehem. Lanna (Papier); — Denis 16; Panzer, DA 2^8, 526". 

33 b. Das Heiltumsbuch von Wien. 1502. Zweite Auflage, 
zweite Reihe. 

Bl. 22 V, Zeile g: gcfclfc^aft. 

Berlin, Kgl. Kupferstichkab., 2 ^81 (Pap.); Wien, Schottenstift, 42. d. 36 (Pap.); 
Wien, Hofbibl. und Sa?timl. Trau (Papier, ehemals Samml. Karajan). 

34. Beruh. Perger: Grammatica nova. 1502, 

Denis X^ 14 : „©fammattca XToua. Flu Holzschnitt mit einer männlichen 
Figur, die ein Buch hält. Lob dieser von Bern. Pergern und andern 
Schulcollegen der Wiener Universität herausgegebenen Sprachlehre. Pergers 
Vorrede. Eine andere Vorrede vor dem II. Buche: HlattbcuS moretl)Uö 
^ri>;ianuö artium et mcbicinc öoctot* mgro 3ob'i Caffis üienefi 

t5alute plucintä ^xaiu Cassis hatte des Moretus Urtheil über dieses 
Schulbuch begehret, welches dann günstig ausfällt, u. a. pccunijß tuis 

aput 3talos vt q5 emcnbatiffimc impi-imci-ct' fuma biligetia laboraili. 
Atn Ende: IXttxi (r) guamaticc 3ntrc't»uctoi-iü in octo ptcforatiöi« in 
^jlructioncs in cpijlolas ^ficicnbas : fefc ep XTicoIai pcvotti gramatici 
erubutiffimi ttrabitioibue a mgco 23cfnafbo pei-gcu tfäflatü flubioi 
fiffimc. 2lc öenouo accuratiffimc caftigatü : impffu.; Uicnne per 
3obanne5 tointerburrt. 2lnno falutis. 11t. 6. ij« \[\\n foelicitcr t)na 
cum tractatulo qbam putili Profobie : arti mctrorum fubfcruienti. 

Kleine gothische Schrift. 4- 
Dieses Stück hat mir H. Härtel, ein hiesiger junger und nun verstorbener 

Freund der Bibliographie zur Einsicht mitgetheilet. . ." Danach Panzer 

IX, 1,2. 
Derzeit verschollen. 



52 Wien, Winterburgers Drucke 

35 a. Missale Pataviense. 25. Mai 1503. 

Bl. Ir leer. Bl. iv: Holzschnitt f2I,gxiß,4 ctn) : der hl. Stephan tnit einetn 
Sack voll Steinen. Links tmd rechts Baumstäm?ne mit Teufeln. In den 
Zweigen links ein trofiimelndes , rechts ein flötendes Kind. Am Bauvi- 
sta7nm links unten: 1^02 || Darunter: QanCtUg ©t£pr>anUi5 pfOtl>05 

ma«)f'r. i| Bl. 2fiiJr: (rot) %S, 3anuariu6 habet btes *}:}:}:]' Ä.una . 

VT>^. II ^ 3«nuatri9 . . .; Schi. Bl. Jv: frot) 21 (schwarz) \\ fal' Stlueflft 

papc (rot) Plenum officiü || Bl.8r: ^Cabul« Beptimgefimc. || .. .; kein 

Rot auf dieser Seite. Schi. Zeile 40 : \\ önic« fequeti . i> ♦ 2tbUCntU8 
i>ni fcquit' folcnnia lini. || Bl.Sv: Goldene Zahltafel (lÖXIS^I ctn): 
in der Mitte Eule, die einen Vos^el packt. Grundjahr l4gO. \\ Ä-ittcratn 

t>nic«lein «b annü ^pofttü fcice fi cuptö, 3n Ira c tro || tule ej^te^ 
fiorts citrca cruce . . .; Schi. Zeile 12: || finita rotula aliqua nume; 
väbo ceinctpiat" cjin ppetuo butrabit jj Bl. gra: (rot) '^xvtvpit 
tabula ab luentenbü || facilitet* miffas be teporc et be || fctie...; 
Schi. Bl. iii'i, Zeile jo : VOalpufgiö vivginie cc || Bl. 12 ra: (rot) 
3nctpit cvoccifmue falis jl i aque bominicis biebus. || (schwarz) 
Itbiutorium noflvum in nomine bnu || • • •; Schi. Bl. i2vh, Zeile 15.- 
fecula II feculovum Linien, ü Bl. iß = I(a)ra: (rot) 3ncipit libetr miffali» 
fm d)o||cum patauicnfem. ^nica pfis||ma in abuentu bni offtcium. j| 

{2l)(sch7i'a?-z)^ te leua-iiUi . . .; Schi. Bl. 1^2 = CXX (p8)7'b, Zeile ßG: 

bni li ofanna in epcelfte. || Bl. CXXI— CXLIV.- Ä'oteu. Auf. Bl. 133=^ 
CKKl (c\) r : {rot p) (schwarz} iS-x omia fecula fcculo^, S^ominuis (rot) 
Ptrefatio II be natiuis||tatc bni \\ folenitec. . . .; Schi. Bl. iß6 = 

CXLIV (s8)v, Zeile 8: Capita »eflra beo. i| Bl. Ijjr leer. Bl. IS7 
[CXLVJv: Holzschnitt (2I,4XIS,6 c/n): Christ am IC/euz. Links JMaria, 
Blick nach oben, Arme über der Brust gekreuzt. Rechts yohannes mit 
nach unten geneigtem Kopf, gefaltete Hamide. Links im Hintergrund be- 
buschter Berg mit einigen Gebäuden, rechts vom Kreuz pyramidenfiirtnig 
der Tempel, weiter rechts vorn Felse7i, darauf Bäume. Ganz im Vorder- 
grund links und rechts je ein Schädel , ein Schädel links von yohannes' 
Füßen, vor seinen Füßen zzcei Kjiochen. || Unter dem Holzschnitt: tSt 

famulü tuum cpm noflcü cum oibus ftbi cömiffts: c^h c>m*||ni iCbi 
uerfüate cujiobi: x pace ecciefie nfis conccbe teporibus. || Bl.i^8 = 
CXLVI (ti\)r: (*E)U: igitu" clcmcn^iltiffimc patev pev i| iefum d)i*i)lü 
fi:liü|]tuü bftm nojlfü : ij fupplices topa; jmue ac petimus : || . . .; 
Schi. Bl. 164= CLII7', Zeile i4: \\ et mifei'icofs bominus llmen. || 

Fünf Zeileii frei. ^: ein Prophet (Moses r) und ein Itönig (David r) in 
Ranken. Bl. CXLz' ujiten: runder Holzschnitt (3,3 cm): Christuskopf 
[Eccehomo]. (Bl. CXLVI;-, Z. ig in: memoria das Vil in Type 2). Bl. 16 S 

= ClAll (v)ra: (rot) Dominica prima pofl octas]|uas pentbecofles (Dffis 
cium. II (^) (schwarz) <i>mic in tua mi||fericorbia . . .; Schi. Bl. 304 = 

CCXCII (04)rb, Zeile 8: iDcfcbe qmö. || 4'/o c?n frei. Folgt: (rot) 

£ibro9, miffaliü fm patauiesHfis eccl'ie rubricä. (Dpus tMn \\ ftbeli 
q5 cultifftmo caractere: ij opera x impenfts folertiffimi || »iri 3^bannt'3 
VOinterbuvcj jj VOienne ejraratum: tgpplicit, i| 2lnno falutig bominicc. 
Ulilsllleftmo quingenteftmo tertio, (Dctauo falenbas 3""'J II 2'/^6-w 
frei, II (rot) ß Creberrimü t)oc in miffv^Iibus euenit ori re-||mif|1iöe9 . . . per* 



Wien, Wintcrburgcrs Drucke 53 

fjuttctitto ... confuftonc faciaut...; Schi, (rot) tivatifftmam babc Icctor. !| 
yy/. jo^ = CCXCIl7<f.- (rot) C Cautele in ofncio miffc obfci-uanöc, | (P) 
Csi/ncarz' Hiiiia cautcl« cjl . . .; Schi. Bl.go6= CCXCIIII(0 6)/-a; ccp«5 
Vrttio bcfcctvie. || Bl. goGib leer. || Bl.ßOÖv: (rot) Signa uides lector; 
Schi, tela decorem. || Druckerzeiclien (8,gX'],g cm): rot ; IW, Schlangen- 
pfcii. II Bl. go-j = CCXCV (P)/-«.- (rot) <5ubfcquctcs miffas fpccia^ülcs 
pojlct^ r nibvic« patv^uien, || no babcant': in bac tarne no;||u« impi'cfj 
ftöc: quibufuie 5co || bcuotie faccvbotib9: pro m«si|ioci biuini amocig 
inccntiuo ij et opeviß bccofc fubiilvit int; j| pvcffot* ftbelifi'imuß,' i| 
Ofnciuni niiiTc bulciffimi jj nominis iefu. 3ntvottus. jj '^(sch7ejarz)XX 
nomine iefu ontne ctenujl; Schi. Bl.gi-2 = CXCVIII(^.y (P6)rh, Zeile iß: 
II ncvauit.sDnm (nfm iefu.?) nC-m iefu3 >;pm. || Bl.giiv leer. 

2"; — gl2 Bit. (12 ng. + CXCVI II statt CCC gez.); der Canon Pergament; 
ohne Ciist.; sign.: Bl. l u. 5 — 12 nnsigniert, Bl. 2 — 4 sig^. — , //', üj; dann : 
a—z, A — N: 8; O, P: 6; — Bl. 1—8, I2g — 146 einspaltig, sonst zwei- 
spaltig] ohne Seitenüberschr .; — ^6 Zeilen gexvöhnl. Text, 8 Notenzeilen, 
Canon ig; — Typen: Überschr. u. Text 4> Nebente.xt 5 ti. 6, der große 
Canon 8, einzelne Buchstaben darin 2; Druckervers 12; — Lombarden 
4 u. 7 mm, 1,1 cm u. 1,8 Cfn ; Antiphonarlomb. 2,7 cm, Antiphonarbuchst . 
2,8 cm; — Dritck schwarz u. rot; rote Notenlinien mit Fliegenköpfen, 
System i; — geschn. Buchst. Blattorn. (von L. Cranachr) u. Rankenorna- 
ment ; — 2 Vollholzschn. ; — Druckerz. 2; — Wz. dreiteiliger Fels, 
Stengel, Kreuz' Krone, seitlich Cp ; Ochsenk., Stengel, Schlange, Krem; .. . 

London, BAI., gßQS f. 20 (Bl. I u. 8 tmd der Canon aus Miss. Patav. 150g); 
Wien , Hofbibl., 22. B. 14 (Titel fehlt); 22. B. 77 (fremder Canon); — 
Denis N> 1'] ; Panzer IX, l, 4. 

35b. Missale Pataviense. 25. Mai 1503. 

Der gleiche Druck, jedoch fehlen die Missae speciales (Bl. ßO"] — ßl2 = La^e P). 
Da die angeführten Exemplare sich in alten Einband befinden, liegt die 
Vermutung nahe, daß die j\lissae speciales nur einem Teil der Auflage 
beigegeben ■wurden. 

S.Florian, Stiftsbibl., VII: 513g; Melk, Sfiftslibl., P. 32. g zind P. 32. 2. 

36. Canon zum Missale Pataviense 1503. Anderer Druck. 

Bl. 1 Sl *' ^f'^i'- PI- ^Sl"^ Holzschnitt wie sonst, darunter jedoch keine Unter- 
schrift. BL 1^8 (nicht gezählt , sign.\\)r: (C)'-E ipitUf clemcn;||tifllimc 

patcc per || iefu3 cbtrillü ftliü || tuü bnm nofirü; || fupplicee forta;| muß 
ac pctimue: [j "oxx «cccpta babe;|| ...; Schi. BI.164V, Zeile 14: et mi? 

fericOVS dominus 2lmcn, || Bl. l^Sr: (*C).- Anbetung der Schlange: 
Bl. 162V icnten: rutider Holzschnitt (Lamm Gottes); Bl.iß8r, Zeile ig: 
niemoci«: nt in Type 8. 
Wien, Hofbibl., 22. B. iß (Titelblatt fehlt, Canon Pergament). 

37. Stephan Roslin: Praktik deutsch auf 1504. (o. J. 1503). 
Denis 312: „Practica teutfd) mactiilri ©teffani Kofflc» oon liugfpurg 

3U U)ii*t>en unb ercn öec löblichen l)ot)enfct)ul 3U Wien» Ituff bas 



54 Wien, Winterburgers Drucke 

. nt . CCCCC . unö iii] ♦ 3^*^ ♦ Darunter die Figuren der beyden Plajieten 
Jupiters und Merkurs. 4^. 

Auf der Universitätshihl. zu Ofeti ist ein Catholicon Jo. Balbi . Venct. l^OÖ. 
f. dessen Deckel ein unbarinherziger Buchbinder dieß Titelblatt ein^eleimet 
hat. Der astronomische Kalender selbst wird schon lange dahin seyn. 
Ich halte ihn 1^0^ . hey Winterburgern gedrucket. . . ." 

Nach einer Mitteilung der Utiiversitätsbibliothek Budapest ist zwar das 
Catholicon Jo. Balbi vorhanden , die Buchbindermakulatur ist aber aus- 
gelöst worden und derzeit nicht aufzufinden. 

''sS. Missale Olomucense. 14. März 1505. 

Bl. ir: Jllifyalc ÜMomÜCCn. |1 3^:-iC>n teer \\ (rot) T. R. Artium & philo- 
fophie profeffor : ecclefiarü collegiatarü j| montis petrini Brunnen . 
Olomuncen dyocefis : & fancte crucis |1 vratiflauien Canonicg. Ad 
reuerendiffimü dnm dnm Stanif lau : jj dei & apoftolice fedis gratia 
Epifcopü Olomücen . dnm fuum | gratiofiffimü : pro diftributione Libri 
miffalis. In dyocefim fuä jj Venundandi. Ij Zwei Zeilen frei. ]| (schwarz) 
Venit ab ethereo felix fub fidere miffa |] Que legi ueteri fancta 
fepulta fuit || Zwanzig Verse (10 Distichen). \\ Preffit ex ingeniis : 
hibernus ab arce ioannes ]| Multorum : atg fuit docta Vienna locus || 
Eijie Zeile frei. \\ Anno 1505 Pridie idus Martias || Bl. iv: Holzschnitt 
(^22 X iß,^ cm) : der hl. Wenzel fnit zwei Engeln als Schildhalter; darunter 
Bl. Iva: Inclite martyrii princeps recolende Corona |] Sechs Verse 
(g Distichen) ; Schi. Bl. Ivb: Ille anime : hec iuris felitiora fui || Folgt 
Kalender. Bl.2(i\)r: (rot) "RS, 3anu«l-iug babct t>iC6 . pppj . iunötio ■ 

«ppj;. II 11 3anu«i*i9 . . .; Schi. Bl. jv: (rot) 21 (schwarz) ij »Bilueilfi 

p«pc. fol'. jrt) . (rot) iij , le ♦ || Bl.8r: Holzschnitt (16,1x15,4): 

Tabelle für den Sonntagsbuchstaben , in der Mitte Eule , die eine Taube 

überfällt. Äittcfä önicalem ab annü ^poiuü fcirc \i cupis. 3" ^^^ 
c. fos||tulc eptctrions civc« cvucc poftta , 11t. cccc . vc ♦ nuinevai-c 
incipc \\ . . . Bl. Sv: (rot) (Tvibula Bcptuapeftmc. || Bl.Q(-\-)r: 3tttci-; 
uallü carnifpriutale . . .; (rotj Zeile ^H: "^equituc ücrfus in quo babctui: 
quanbo ina; Jtritnonium probibef • • •; Schi, affumptio tciMuinat 
illag. il Bl.gva: (rot) 3ncipit bfi&ictio falie x aquc |i . . .; Schi. Bl. 10 

(+ii) rb, Zeile -Z-j: fc^lJCuKa fcculocü : atUCn, Bl. lOva: (rot) (Dfbo in 

pvefcnti mifsjlfflli contcntofum. || Schi. Bl. 11 rb, Zeile 26: Pro bcs 
functis fol'. (rot) ccl^jr«) ii Bl. iiva: (rot) ©cquuntuv informatiöc6 et 
cautclc obfccuan-|lbe prcfbytcco volenti öiuina celebface. || (P) (schwarz) 
^ima cautela ei1:t>t facevöos ntiiTam ■ cclebraturue : xjfctentia . . .; 
.Schi. Bl. i-2va, Zeile 4j: in ti-||tulo be cclcbfationc iniff^^vuin, jj Bl. i-2vb 
leer. |] Bl.l^a)ra: (rot) 3»cipit libcf inifTaltg fm I! oröincm ecclefic 
Oloinüccfi. j 2?nica pm« i abuctu bfii 3'"' ii (^) (^'^'ti-warz)'^ tt 
Icua^ljui aniina; iJ meä beue jj meus . . .j Schi. Bl. CXL.^-, Zeile g4: 
t)i;i,töm etci-na5 peubucat ♦ Urnen. |i Bl. CXLI/%)r.- (rot) pcefatio bc 
XTötiuitatc bontini fub nota jl folenni canit'. 3" Pfim« • . . 
(schwarz) (Pjifc omniiX fccula . . .; Schi. Bl. 1^6 = Q,U;fl\l\(x8)v, 
Zeile 8: bO^minO. ^C nCbiCv',m9 bO minO.|| Bl. I-J-j r leer. \\ Bl.I'/'Jv: 



Wien, Wintcrburgcrs Drucke 55 

Jlolzschnitt ('21,4X1 Syf^ <-'"') •' Christ am Kreuz. Derselbe Holzschnitt, "wie 
im Missale Patavieiise 1503 ohne Unterschrift. Im oberen Rand Aus- 
bruch von 1,4 cm. Bl. i-jS frot Y\-\) r : ((C)'^ igituf clcmcits || tifftmc 

pai*ClV-V PCf li icflini d^VttlÜ . . .; CZ): David II. Moses in Ranken. 

Seht. Bl. 184 fySjv, Zeile ig: piu6 || j mtfcricore ^C'minus. llincii, 1| 
Bl. CLXXIII fiijr: (rot) 3"cipit cciuunc fanctofü . et [\ pfimo in 
virtilia apl'o^i , 3ntC- . || (•£) '"sclr.L'arz) <Bo autc ftcut oIt;| ua fi'ucti; 
ficaui in|| . . .; Schi. i.V. CCLXXVI (M8jra, Zeile 3 s- l'üc |l tiiunbum 
vcnilli. II i>V. CCLXXVI;^; (rot) UltlTali fcb'm notulam facro^lifanctc 
ccclcftc (Dlomüccn , of-llöinato 3oaimc5 'Otntccbucp \\ ^trtie iinpi*eiJovtc 
1lu^ioU1Tt5i inuö et caf^cterü fcuIpcn^Ol•^l ingcnioi'tfi'imus : in flofi^a 
tH-=j be V^ienncnft aufli-irtca : pvit»ic |i i^uei JlTartia* . Ilnni ab in;]! 
cairnatiöe Baluatofis noilri. || lUilleftmoquininpcnteinno;, v'iiquinto : 
fincni ^C^it optatli. || Et-wa 5 cm leer. || (rot) Notabilia carmina & !| 
diligenter cogitanda ]| Eitie Zeile leer. \\ (schivarz) Tu quicügs uelis 
miffam cantare facerdos|| . . . Zehn Verse, Schi. Haec fic cuncta pie 
memcrando : pectora tunde || Bl. CCLXXVIt.- I (rot) AD LECTOREM 
(schwarz) W || Zeile frei. \\ Abdita diuini uulgantur uerba fenatus: || 
(6 Distichen); Schi. Reiiciunt nugas : inuidiamq! premunt. || Rotes 
Druckerzeichen (8,4 X ^,4 cm) : I Schlangcnstah W ; , ; Bl. CCLXXVII 

(XX) ra: (rot) ©ubfcquetcß ntiffÄS fpeci«s||Ie6 po|liT3 i vubfica olos 
mücen ♦ II nö babcant'Mn bac tarne nosjiua impi-cfi'töc : quibufuis 
öeo II bcuotis faccrbotibuß : pfo ma;|iioiri öiuini «mons incentiuo |i 
et opcvis öccore fubiü)£:it irnjUpi-effoc ftbelifftmus. || . . . Schi. 
Bl. CCLXXXIII/-6.- ma=|iiejlati. Pcv ^cntinii. || Zwei Zeilen frei. II (rot) 
Jterfiflvum mitJafii fpecialiil \\ ,p certis patronie • • .; Schi, btc || 
pafce . /■<>/; 3ntva folio veuefteöo, |! Bi. CCLXXXiii T<i .- (rot) ^cne* 
^icticc6 a^iniofü in bie pafce. |i 2t (sclnoarz) biutoviü no^lvunt . . .; Schi. 
Bl. CCLXXXllllTrt, Zeile 34: fu;||pei' \)<i.nc cfcatuvä oini amen, || 
Bl. CCLXXXIIIIc^. leer. 

2«; — 296" Bit. (8 ng. +4 ng. + CCLXXXIIII Bll.) ; sign. (—; if ; iij ; 

iiij)] + f'+ i, + ij) ; a — r: 8; s: 4> t — z, A — N: 8\ keine Custoden ; — 

keine Seitenüberschriften; zweispaltig] 36 Zeilen, Canoti ig Zeilen, Bl. II 

II. 12: 5p Zeilett: — Titeltype 8 und 12; Text Type 4^ Nebentext Type 6 

11. Type 5/ Canon Type 8; Schlußverse Type 12; einige Anfangsbuclist. 

im Canon Type 2; — Lombarden 4 nun, 3'/2 'tnm, 1,1 cm, 1,8 cm einf. u. 

verschnörkelt, l,q cm und Antiphonarlombarden 2,U cm u. höher; — geschn. 

Anfangsbuchst. Cranachscher Art, Linear Ornamente und Puttenornamente ; 

— Holzschnitte; — Druckerzeichen 2; — IVz. eckige Wage in Kreis; 

darüber Kreis; eckige Wage in Kr., Stern\ Kardinalshut ; Schrere und 

Pfeil in zwei Formen (bes. a — e u. IC, L) ; Ochsenkopf, Stengel, Schlange, 

Kreuz (Bl. g4). 
Dr. Langer, I. 225 (fehlt Bl. i; der Canon in anderem Druck); London, B. 

M., 3366. §: 10 (fehlt Bl. I und Bl. 177 ^= y ; Lage y Perg.); Raigern, 
ß 

Benediktinerstift, j^. II. ß. g (fehlt Bl. 2 — 7, tcnd Bl. 177 =y; Lage y 

Pergament); Wien, Hofbibl., 22. D. 23 (vollständig) ; — Denis 755/ 
Panzer IX, 2,^. 



^6 Wien, Winterbiirgers Drucke 

*39. Canon zum Missale Olomucense 1505 , anderer Druck. 

Bl. ylT: Holzschnitt, line bei jV" jg, alier ohne Aitsbrucii. Bl. (rot) yijr; 

(^)tE igituf clcmen;|ltif(ime patcc pcc || icfum d)rijlü ftliü i| tuü 5nm 
itojltrü: ii fuppitcce roga^ümus x pctimue: || v\\ «cccpw babc;|las x 

bfit>iCÄ6» • • •) *C: Anbetung der ehernen Schlange; Bl. yßv unten 
runder Holzschnitt: Christ steht im Grab. Schi. Bl.yS, Zeile ig: piug || 
X mifcricotre ^0minU6. 2imcn« || Blätter nur signiert, nicht gezählt. 
Dr. Langer, I. 225; alter Einband (yl fehlt) '^ Breslau, Univ. Bibl., Theol. 
J>ract. IV Fd. 168. 

*4o. Joh. Andreae: Arbor consanguinitatis. 7. April 1505. 

Bl. I r: 2irbor C0nfan;|:guinitatt6.:c. |i Bl. /?■ leer. Bl. 2fa\j)r: (C)IRCA 
LECTVRAM ARBORIS DI-||uerfis olim diuerfum modum tenen- 
tibus . . .; Schi. Bl. 10 v, Zeile Iß: confirmationem & tento . 1| Drei 
Zeilen leer. \\ EINIT (.') TRACTATVS MAGISTRI lOHANNIS AN- 
DRER II SVPER ARBORIBVS CONSANGVINITATIS AF-||FINITATIS 
NEC NON SPIRITVALIS COG-; NATIONIS ANNO DOMINI MIL- 
LESI-i|MOQVINGENTESIMOQVINTO [j IMPRESSVM VIENNE 
PER II lOANNEM WINTER-| BVRG DIE SEP-||TIMA APRI||LIS. j| 

4"/ — 10 ng. Bll.j sign, a: 6, b: 4-', ohne Custoden; — einsp.; ohne Seiten- 
überschr.; g^ Zeilen; — Text Type 12, Titel Type 8; — Bl. 2r geschn. 
C: weiße Ranken auf scfrwarz; — Bl. 2v, ßv, 8v geschn. Starntnbäuine ; 
— IVz. Kreis, IVage, eckige Schalen. 

Dr. Langer, I.ß22; Hohenfurt l']0(b); — Denis, Nacht r. 75/. 

41. Jacobus de Cessolis: Tractatus de scachis. 1505, 

Bl.ir: ^Ctractatus t>e Scac^ig || xni^ict intecpcetasl|tu6 be mocibus ii per 
ftngulog il l)Ominu || ftatUß, || Bl.iv leer. || Bl. 2(a2)r: Incipit Pro- 
logus in librü Magistri Jacobi || de Ceffolis : quem de Scachis edidit. || 
Eine Zeile frei. || (E)Go frater Jacobus de Ceffolis : multoR || fratrü . . .; 
Schi. Bl. ß2 (h4J''\ Zeile ßi : & mores . & ce . Anno 1505. || Zeile frei. 
Folgt: II 215 icctovem. || ^ftuam paucie rigiboö poffte compefcctre 
mores II llcciperquob offcft bibcrna cp atct ioanncs || @cad)erti 
munu5 : fapicns pbiloinctoc x illub || Crabiöct : t»t trcgts babilonis 
crimina metrgat |t ^unc tibi ft fotiee c«piet te lectio frcquene || Ho; 
uecie et iuftc quc ftnt mobeiraminfl vitt \\ 

4."; — ^2 ng. BIL; ohne Cust.; a — h: 4', — ohne Seitenüherschr.; einspaltig; 
ß6 Zeilen; — Typen: Titel Type 8; Text 12; Impressumverse j; — 
2 geschn. Buchst. (Blattornament) ; und Lombarden 1,1 cm , l,g cm und 
2,4 cm\ — 14 Holzschnitte (der letzte: ein Schachbrett) ; — Wz. a, b, e: got. 
Kro7ie; c, d: keins; f: Ochsenkopf ohne alles; g: kleine Krone (.-); h: Kreis 
(4,S <^'fO> Wage: gerade Schalen. 

Berlin, KB, Os. Iß HO. (Dona Guilelmi II); Stift sbibl. S. Florian, VII. 
3gog; — Denis, Nachtr. 752; Panzer IX, 2, 7. 

*42. Missale Salzburgense. 7. Aug. 1506. 

Bl. I r: leer. Bl. Iv: Holzschnitt (2 Stöcke; der obere 8,S X ^6 cm, der untere 
1^,6x16 cm): Christ mit den Marterwerkzeugen (Artna Christi); darüber 
die zwei Stiftspatrone von Salzburg;: @, KuöbctrtUg und S. t>ri*giliu6. 



AVien, Winterburgers Drucke 57 

Bl. 2—7 ; Kalender: (rot) %.^ ^anuaftuß babct bicu . V^j-'j ♦ iun« VCVO . 
)f)C):. II . . .; Schi. Bl. 7»; (rot) poüi 21 (sclnvarz) "^ilueftci pape . 
foliO ♦ clpOJ . (''"''C^ bJni || />V. i'^.- aoldcnezalütafel mil der J-'.ulr und 
dem Jahr l4gO. Darunter: (f iittCVä önicalciU ab annü a^pOlUll fcirC 
ft CUpie . 3n Ifa C.CO^iItuIc CjCtcriOftS . . .; Bl.Sv schwarz gedruckt; 

enth. die üuhwlo. feptuapeftiuc. ; . . .; Schi. Zeile 40: cc;||lcbcat' bfiica 
fcquenti . ,v . 2lbuentu5 bni fcquit' fclcntiia lini. || Bl.g(-\-)r: 3n«rs 
uallö cafnifpviuiale ib cft nume;t fcptiinflnavu t concuftrcntiü Mcrü 

a it^tO liatalte || bni • • .; folgen ei/ii^v JMerkverse. Schi. Zeile ßd: 

Jllarpai* caniculae affumptio tcnninat illa&. || Bl. () (^-)va: ([(rot:) 
(Di-bo fm tictulä mctfopoli;|it«nc eccleftc «^alt^cbui-pen . at> || facienöain 
aquatn bcnebtctä, || • • •; Schi. Bl. w (+ i\)rb, Zeile ^8: II in bcc 
babitaculo « P V^'" ^'^ * W ^^- ^ova: G (i'ot) Scquuntuc infonnaticnee 
X cautclc obfer-ljuanbc pi-cfbytcfo üolenti biuina celcbcatc. || p 
(schwarz) Jlima cautcla . . .; Schi. Bl. II va, Zeile 4o: \\ Icctura bcfticn . 
in titulo bc celcbvatiöc niiffarü. || Bl. iivb: C (rot) Tabula bfticarii 
. . .j Schi. Bl. i2Tb, Zeile ß8: (rot) ofjlftciü xitinct' . falenbafiü fbicat || 
Bl. 13 = rot 1(0.) ra: C (rot) 3ncipit libcf mitjalts fm jl vubricä ccclejüe 
Salt5cbui-5e;||ft6 cü otbiie fuis rcquifiti?. || (sdrwarz) ([(rot) \Zt \ivimo 
bc bfiica prima in || abucnm bomini ♦ 3ntcoitu6 ♦ || (sch-warz) (HjiD 
tc leuatii | anima ntcä || . . .; Bl. CXLIr beginnt der Canon minor; 
Schi. Bl.is,4 =z CXl^llzb, Zeile g: ücsjlnit in nominc biii ♦ Ofanna in 
ClfCClft«, II Bl. CXLIII— CLVI; Noten. Auf. (rot) {S,) (schwarz) y ri C 
leffon (rot) (I3n ]| fümiß || fc(^iui=lltatib9. . . .; Schi. Bl. i6"<5 = CLVI 
(v6)v, Zeile 8: >Zt nc nos inbucas in tenuxti o ne , !| Bl. i6gr: (*C)!^ 
igitur clcmen=|itifumc patcr.per |i iefutn cbriflunt ftliö || tuii bnm 
noflru^ : || fuppliccg rortam9 |j x pctimu&:t>ti acsjjccpta babcas et || 

bcneöicaft . (rot) t^ (schwarz) CC bO (rot) 4- (sch'warz) na (rot) »^ (schwarz) 
CC mu||ne (rot) + (schwarz) t<X (rot) ^ (schwarz) CC facro (rot) + 
(schwarz) fancta facrisllficia illibata. . . .; T: David vnd Moses in 
Ranken. Canonholzschnitt : Osterlamm mit Fahne. Schi. Bl. ^75^'' 

Zeile ig: Per d)ri<lü bnm noilru.Stie v>o;||bifcü . 3"'*'" fancti cuans 
ttclij fcb'm II ioannc,3" principio erat . fol' ♦ 3^33 • I! Bl. i-]6 = 
CL.Vll(}ß)ra: C (Dfftcium pro bcfunctiö. || (3t)tEquic eterna t»o;||na 
eis önc : et lup || . . .; Schi. Bl. 275 = CCLV;A Z. 26: II peccatorum . 
Per öominü« || Bl. 2j^va: C (rot) Bubfequenteg mifCas fpc=||ciales 
. . .5 Schi. Bl. 282 = CCLXIIra, Zeile 12: genc*||rauit . 2?nm nfm 
icfu3 ct)rijlü, || Zeile frei. Fol^t Zeile ij: fl (rot) Kegiilrü ntiffarü 
fpecialiu5 || . • • Schi. Z. ^s- ma=||ric X)itc^\mi> * (rot) folio.cclx, || 
Bl. 282 rb: (rot) 7lu),'iliante bco : bfio nvo icfu || cbriflo cui eft otg 
noflrc bone || opcvatiöis x laborie fcmp bo;||nor x gloria . niifTalc 
fm d)0;||rum »^ialQeburpcii . cu^ oibus [j requifttie.: alijs multis 
fup;||abt>iti6 flubiofiffimc reuifum i correctü x cmcnöatii : in clarifs|| 
ftma urbe Viennenft aujlriaca 1| 3'"P^"U* J laborib9 3*^*^""'® II 
tPintcrburger öiligentifftmc || impreffum : felicitcr evplicit. || 21nno 
falutie , :c . IltiUelümo || quintjcntcinno fe>;to . t»ecima;| feptima bic 
Htcnfte 2(ugu|li || fincm öebit optatunt. || Zeile frei. \\ £au8 öeo || 
Zeile frei. || Signa uides usw. . . . tela decorem. || Druckerzeichen rot: 
Schlangenpfeil i Kreuz, Blütenranken. BL 282 v leer. 



58 Wien, Winterburgers Drucke 

2^; — <^ }tg. ( — ,• ij : iij : iiij) -\- 4 J'g- f-\-) + CCLXII rot gez. (ein- 
geschoben zwischen GL VI u. GL VII 6 ng. Bll. Canon) = 2^0 Bll. ; sign. 
a—r: 8, s: 6, t: 8, v: 6, x : 6, y: 8, z: 8; A—I: 8, K: 6, L: 6; — rote 
Seitenüberschr. ; zweispaltig; mir Kalender, Canon n. Antiphonar ein- 
spaltig; meist ^8 Zeilen, Bl. 10 u. II bis 60 Zeilen, Canon ig Zeilen; — 
Kalender niid l^ext Type 4i Nebentext Type 6, int Miss, selbst Type 5; 
Canon Type Sr; Schhißvcrse Type 12; — Lombarden zu 4i 5V2 "'^'^ 
7 mm, zu 1,1 cm, 1,8 cm, -,'crschnörkelt 2,4 cm, Antiphonarlombarden 
versch. Größe von '2,6 c?n ab; Notentype I ii. 2; — geschn. Anf.-Buchst. 
(Blattornamcnt u. a.J ; — Titel holzschn., Caiionbild ; — Druckerzeichen 2 ; 
— Wz. Kardinalshiit, got. Krone (Bl. ßg); dasselbe, IE (Bl. 75, 77 ns/.J ; 
Ochsen k., Stengel, Schlange, Kreuz (Bl. 1^4 y l40, l4V'' Kreis, eckige 
Wage, Stern; oder eckige IVage, Knauf; oder runde JVage, Knauf; oder 
eckige Schale, Kreuz. 

Dr. Langer, I. J20 (Titel, Canon und Blatt GL VII fehlt); Klostcrneuburg; 
Wien, Hofbibl. I"]. A. 4 (Titel fehlt, ebenso Bl. I']6); Salzburg, Studien- 
bibl.; — Denis 18; Panzer IX, 2, 8. 

*42a. Deckblatt zum Missale Salzb. 1506. 

Bl. Ißra, Zeile 2b: tUCU ♦ ["^CCf .] B ufctpc ;; . . . 'In Dr. Langer's Exemplar). 

43. Maximilian I: Einberufung des österr. Landtags nach 
Wien auf den 26. Januar 1507. Gegeben zu Linz am 
30. Dez. 1506. (o. J., 1507 vor 26. Jan. 1507.) 

Anf. niavtinilian v>on goQ gnaben |] 3?omtfd)cr :Runig . ic ,\\Z7vei Zeilen frei. \\ 
((5)etfcu>en iltcbcn. Wii* fcinn öei* mci'cflicben bcnöcl halben fo vns' 
311 banden feinen ünnb vn<& ünnb üunfei-n ißcblicben /, jfufflentbumben 
lanben lonb lexctcn oblttten uni? 311 nacbuiil i*«id)cn mucten cit>cf niits 
fambt an^ei* ünnfei* iannötleut onb t»n&ei*tban , pegenxx>urtjttt'ait 
nott'ucfttirt onnb ^al•lnnb ainen 2.ann&tag auf lllontart nad) fanbt 
Paule tart befcrunnt 3U VOicnn 3U balten fui*ge;iinomen, . . .; Schi. 
ci'nilltcbe maynung. (Beben 3u Äinij am . VTP ♦ t«P sDecembfte. Unno 
bni. ^unff3ebens| bunbei-t t»n^ im fej;tcn. t^nfcu vcid) öcs Jtomtfcben 
im 3U)atnQigiilen ünb öc6 ^ungci-ifd)en im fe(b3eben{>en 3avcn. 

Querfolio; — Einblattdruck ; — 12 Zeilen; — lypc ü; — Anfangs- G Anti- 

phonarbuchstabe 2,8 cm ; — Wz. keitis. 
Wien, Staatsarch., gedr. Edikte nach I^OO (an: Vnns'n getreivcn lieben . dem 

Richter vnd Rate zu Ybbs). 

44. Missale Pataviense. 3. April 1507. 

Bl. ir: leer. || Bl. Iv: Holzschnitt (24,5X16,1 cm): zwei Säulen, darüber 
Bogen; oben der hl. Stephan tnit den beiden Bischöjen , unten der Ge- 
marterte C/iristus, von zwei Engeln gciialten, umgeben von den Marter- 
werkzeugen, im Holzschnitt: ♦2(2121121 2fP3 . || Bl. 2 (V\) r : (rot) %S, 

3anuariu6 babct öics ♦ VTV« ♦ ^una.vVT» II 2i 3anuatri9 <ZiVi 

CUmCtftO öni. (sdiwarz) fo.VOi. • • •; S^'^il- ^^-1 (-k-)"^', Zeile g2: (rot) 

21 (sch'warz) jj fal' Qilueilfi papc.folio *z\^^\\^ (rot) picnü officiü || 



Wien, Winterburgers Drucke 59 

B/. 8 f+iV>'-' (Jotdcnc Zahltafcl für 1^0-] ('],2X']ß cw). \\ ilittCl-ä öftis 

c«Iem ab annü ajpofitü i| fcire ft cupt6,3n Iva c rotulc cptcrio^ilctö 

. . .; Schi. Zeile iH: qm ppctuo bui-abit. || (rot) (Tabula *=5;cptuagcftmc |i 

21 '21 (schicarz) llpatbc uil-piiuö . . .; Schi. Bl.Sv: i): iy ; Zeile 

frei. II (rot) Qcquit' ücffuf in quo habet' quäbo ma;|ltcimoniü pvo» 
bibct' . . .; Schi. Zeile ^6: lllafttuf caniculas affumptto rcnninat 
illag. li Bl. g f+ii\jra: C (rot) 3iicipit c)L'<M-cjfinu6 falie et ;| aquc 
bcminicie biebu«, || 2lbiutortü »otlinl in nomine boniini, jj ^ftui fecit 
. . .; Schi. Bl. gvb, Zeile 8: ejjltccna fccula feculo?. 2lnten, |[ Z-vd 
Zeilen frei. Folgt: \\ fl (rot) vCabula bnicavü t»e tpc . qui^jlbus babitis 
eafum fccic facili || quaöCi ^iectura repei-ii-i pofyüt || . . .; Schi. 

Bl.lOvb, Zeile JJ}: (rot) f alen^af . iJ>icat 11 Bl.ll = I (ajra: ([ (rot) 

^ncipit libcf ntiffalie fc5'm || cbovü patauicn . ('vc/rawr^i ([ (rot) JDnica 
pvijlma in abucntu bni offtciuni . jj (sch-.^'arz) (21)© tc Icnaui (/) || 
anima.; . . .; Bl. i-2-2 = CXij (o'j) rb: (I (rot) Canon minov. Ii • . •; Schi. 
Bl. V22'cb, Zeile 2"]: acccp^Htabile ftat oipotcnti bco. || Bl. i2j = 
CXIII (o8)ra: fl (rot) Qequuntuf pvcfationes . !^t || priino bc nattuis 
täte bomini * \\ (schzmrz) {\>yS,t omia fecula feculo^i . || (rot) J) (schivarz) 
oniinus . . .; Schi. Bl. 124 = CXinjvb, Zeile jS: q ücnit in noic 
bni,a>fanna in evcclfts . || Bl. 12s = CXV (\>)r: ([(rot) prefatio bc 
natiuitate bni folennitei*. H (schivarz) (P)»4:v otnia [ccula fcculo?, . 

I^OminUS t)0=|ibifcü. . . .; Schi. BI.14S = CXXXViij (r8)r, Zeile 8: 

(''^>0 3 ^•»■("/'''^'■S/' nclinatc capita veflfa bco. || Bl. 14g (\)r: (0«^ 
\a,it~ clcmcs||tifftmc pateu || p icfü )?pnt ^sljliu^ tuü . . .; Bl. 152V 

unten Mitte der letzten Zeile ^'icrcchigcr Holzschnitt : Kreuz in Strahlen. 

Schi. Bl. is4v, Zeile ig: ^piciabile fit i üita ctcfna . amc. || Bl. 755 = 
CXXXiX (\)ra: fl (rot) jDoniinica pfima potl octa=!|ua6 pentbecofles 
d'^fftciunt. II (schvarz) (jD)0niic in tua mi^ilfccicoi-bia . . .; Schi. Bl. 297 

= CCLXXXI ,^.1/7; rZ», Zeile lg: (rot) TcfCia ♦ (sclnoarz) •Tcfcn^C qtflö 

bnc, II BL 2g'j7'a: ß (rot) Cautclc in officio ntiffc obfcfuanbe. || (P) 
(schwarz) J^iina cautela eil ♦ X)t facevboe . . .; Schi. Bl. 2g8vb, Zeile 58: 
(P trcpacatio öefectus . |i Bl. 2gg = CCLXXXIII (XX) ra: fl (rot) igp nos 
tato int)ice. tI\uot fa;|jcvificio:^ fovmulc : quas quiöa || bavbafculc : 
ntinufq.; latinc !| lltiffas appellant . 2llia6 in || patauiefi vubrica nö 
cötcnte; |i fola Cald)opi-apbi int>uflfia | pt'O inceriuo tue tcuotiöie 
ÄC5||ctof bcuotc bic collccte funt: || cvaniuffnn appacct. (schwarz) 
C (i'^V 3" fosjllenitatc imaginie öüi faluatosjlcis ♦ 3"*'-''^"^ ♦ II (schwarz) 
(B)2lnctU6 öeuS:fäs|iCtUg . . .; Schi. Bl.ßl'] = CCCI (Ps)va, Zeile 18: 
proficiät II ab nicbelä.pec bominü« || Zeile frei. || ([ (rot) Jlegijlfü 
miffatru fpecialiu3 || pro maiori biuini amoris injUccnttuo : bcuos 
tione. II (schwarz) 3n folcnnitate . . .; Schi. Bl. ji8 = CCCllra, 
Zeile ß8: PfO itrvclipiofte aut lapfte (rot) cccj . || Bl.ßiSrb: (rot) <^oc 
pvcfcntj fnt cbovuni pa;|itauicn . cü omnibus vequifitie. || : alije niultig 
fupci'abbitis tlujjlbioftfftinc ceuifum covrectü et || emcnbatum : in 
liai-iffima üube || fupei-iovis piinonie : que olim || flauianamunc 
Vicnna bicta : || »^''^annig VOintcvbucpevi : et || impenftg et labos 
tribus fiubios|iftu6.2lnno falutis . :c« 11lilles||ftmo quinpcteftmo fcptio 
ab II Cetrcias nonas 2lpfilis : ftnc || optatum »enbicans niifFalc || 



6o Wien, Winterburgers Drucke 

impreffum cpplicit. |1 Zeile frei. \\ Äauß feco. \\ ^'^l^^cm frei. II Sign« 

viöCÖ lectOf • . •; Schi, tcla öecOCCm. || Rotes Druckcrzeichcn {8,4 X 

•j^j tinj. II BLßiSv: (schwarz) (Ealcogi'apbuß 3oannc6 tOintecbutrgcrus 
ilcctori @. i». II ^^?7^ frei. II (©)Umm<; v>nrt:tum biligcti« tu coz« 
vcctionc . . .5 Schi. Zeile g2: tnöagatiotic oalcntta : cppltcabunt'. || 

2"; — iO ;^°-. 4- CCCII gez. f+ 6ng. BU. zwischen Bl. CXXXVIII\IXr^ Canon 
in Pergamenl) ; ■ — ohne Gast. ; sign, erste Lage: 6 ( — , ij, HjJ ; zweite Lage 
zu 4 (■\-j + ?/> + iijj >' dann: a — n: 8 ; 0: 10; p — r: 8 ; Canonlage von 
6 Bll. fschw'arz i, ij, iij) ; s — 2, A — N: 8 ; O und P: 6 ; — rote Seit enüber sehr.; 
zweispaltig ; ^8 Zeilen Text, ig Zeilen Canon, 8 Zeilen mit Noten, 61 
Zeilen Type 6 ; — Typen: Text 4 ^^'^d 5/ Canon minor g, Canon in 8 ; 
Bl. CCLXXXIv — LXXXIIv und letzte Seite, sowie Lmpressumverse 6; — 
Lombarden 4i 5*:2» "] mm, I,I cm, 2,4 cm, Antiphonarlomb. 2,"] cm, Anti- 
phonarhuchst. 2,8 cm; — gcschn. Initialen: Ranken u. Blattorn.; — 
Notensystem I: — Driickerz. 2; — Vollholzschnitte; — Wz. 1 — 10: 
Kardinalshut ; a I : got. Krone ; a2, ^: Kreis Q,6 cm). Wage mit doppeltem 
Knauf, eckige Schalen; a 4- K^ardinalshut, Bl. g"] zugleich in der Ecke: 
jJt/ b2: Kreis (4 cm). Wage mit Knatcf, darüber voller Stern; eckige 
Schalen; im Gegenbogen j^; d 2: Kreis Q,4 cm), Wage mit LCnauf, darüber 
Kreuz, eckige Schalen ; 1 1 : Kreis (4 cm), Wage mit Knauf, runde Schalen ; 
1 2: Kreis Q,ß cm) ; nj: Ochsenk., Stengel, Kreuz, siebenbl. Krzbl. ; D S 
Kreis, Q,4 cm). Wage, Knauf, Stern (voll), runde Schalen. 
Melk P. g2. I. (Canon fehlt) ; München, 2^. Litiirg. 22"] ; Wien, Hof bibl. 22. 
A. 21 ; — Denis TV" ig] Panzer IX, g. Iß. 

*45. Canon zum Missale Pataviense 1507, anderer Druck. 

Der Druck ist zeilengenau gleich dem vorherbeschriebencn ; die Signaturen 
sind jedoch rot gedruckt. Bl. Ir, Zeile l8 lautet hier: anttflitC nf O « VT . 
I rege nojlro . Vt ♦ |1/ gegenüber: et rege nojlro ♦ H . || im ersten Druck; 
Blatt 5;- die letzte Zeile: mortC tU« mübü UtuiftCrtjli : . . ., gegenüber : 

mübu.v Schluß des Canons: ötgn9 obtulj : ftt tibi placc6 : mif)i J II 
oib9 pro qbus illb' obtuli te mifera;|lte ^piciabile fit f r>it« ctern«. 
«mc« II gegenüber: obtuli : tibi fit places . . . 

Dr. Langer, I- ggg (Pergafnent). 

46. Computus novus et ecclesiasticus. 1508. [1507.] 

Bi.ir: (Töputuö nouue et ccclefia(li*|lcu6 tociuft fere afironomic || funbas 
mentü puld)erri;||mü ^tinene: at)mo*libu3 t>tilis clerico || cü ftguris 

beni;]|q-! tejrtü lucisHbC bCClar5=|!tibug . || Bl. Iv: Holzschnitt (j,6x 
'],6cni): Goldenezahltafcl (Grundzahl ISOl)- \\ C •2.itter<;3 bntcalcm ab 

önnü ^pofitü fcirc ft cupis, ;[ 3" lf<^ ^ rotule . . .; Schi. Zeile 16: 
reitt;|icipi«tur quonia pcrpetuo burabit, I| Bl. 2 («,\\)r: ((ß)t>anta 
biligetic cur« || olim fucrat jlubetibue ac clericis bc obfcrsjluatione . . .; 

B1.2v: ^ CrtpitulÜ primu || • ■ •; Schi. Bl.IO(ci\)v, Zeile 22, bez. 24: 

nobis Ij coabiuuate cui folo peccata bimittere ^«t\x cjl, i| 2V2 cm frei. \\ 
3o<xntie6 X>interburg ciuie in ürbe xjicnfi (/) || Optimue arte fua 
prefferat eccc notae i| Bi.iiv: C Tabula <xi> fcienbum || ortu3 foliß: 



Wien, Winterburgers Drucke 6 1 

quolibet bic \\ . . .; diese Tabellen schließen Bl. 12 r. Bl. I2v : ^OC 

opufculü cfl cgi-cpiü abtmpe*||fa8 Vernarbt mclipolc be || <DImunQ. 

Unuo. II l5o8 . imprcfllfum, || Holzschn. (^,9x8,3 cm): Annasclhdritt. 
4"^- — 12 ng. Bll.; ohne Cust.; sign, a — c: 4; — ei?tsp.; keine Scitenüberschr. ; 

bis zu 26 Zeilen (stets Diirchscliuß) ; — Titel und Ubcrschr. Type g, 

Text Type 5 tmd 6; — keine Lombarden ; Anf. -Buchst.: Blattornament, 

kurze Querstriche ; — eine Holzschnittt afcl ; — ein Holzschnitt ; — IVz. 

Oclisenk., Stengel, Schlange, Kreuz; Lage c: Ochsenk., Strich, fünjbl. 

Kreuzbl. 
Stiftsbibl. Schlägt in O.-Östcrr. Ipl. 2ß6 ; — Denis 21 ; Panzer IX, 3, H- 

47. Steueranschlag auf Grund der Bewilligung des Landtags 
zu Krems. Gegeben zu Wien, 17. März 1508. o. J. (1508, 
um 17. März.) 

An/. ('Jt)uf gemainei- -iannMfcbafft bex»illittürt :&aifciiid)ec lUaieflat . zc ♦ 
in bein 3ungii'i rtcbalten £anb=||tatt ju livembe . ifl auff ei^? 3u ttcs 
mainetn anflatj peflatten bie ujellet |j unuenogenltdi auf 

^ceitag x>ov bem paliuMct netttlfuntttg bec pcn XPienn ten vcvovi 
bentcn 3nne=||mefn auff iv tftuittung antitjovtten vnb befallen. . . . 
Schi, bavnad) xx>i\\ct eiv .niftcbtcn. || ©eben ju VDienn an Jveitag Dor 
Heminifcctrc in bcv X>ajlen , 2tnno . zf . octauo ♦ 1| Etiüa g cm frei. Ij 
V>eroft)cnt x>o\\ bec breycc *5tennb liegen Prclattcn || »gcrfcn t»nb 

Htttecfcbafft bec einlegen t)nb anf läge || Die Steuersumme ist in den 

ausgesparten Raum Zeile 2 handscJiriftlich eingesetzt. 
Querfolio; — Einblatt d r uck ; — 8 Zeilen; — Bype ^; — Anfangs- A Anti- 

phonarbuchstabe schmal 2 cm ; — Wz. got. Krone, über dem Krewz CD. 
Wien, Niederöst. Landesarch., Fase. Verordn. I ^02 flg. ; — Weller 4ßO, danach 

Mayer I, S. 2Q, A'» 20. 

48. Missale Strigoniense. 22. April 1508. 

Das Titelblatt fehlt in dem Wiener Exemplar. Nach Knaiiz steht auf 
Bl. I r: Missale Strigoniense cum additionibus. Auf Bl. iv: Holzschnitt' 
oben der hl. Ladislaus , Stephan und Einer ich , unten der Holzschnitt : 
Arma Christi. Bl. 2r — ']v: Kalender. Anf. (rot) %S, 3anuaviuS l)Abet 

bie& , Tcjpyi , S,una , \yi: » II • • •} ■Sclil. Bl. 77-, Z.^j: (rot) pape t cons 

fe^^OVii , (schwarz) fcU0,(rot)]i!^] Ij; , || Bl.Sr: Goldenezahltafel ('j,-j 

xj,8cfn): Grundzahl ISO"]. Äittcvvi bnicalem ab annn (/) ^jpofttü || 
fciuc fi cupi6,3n Ica c, i'otule cptei-io^ili-is . . .; us-hk Schi. Bl. 8v, 
Zeile ß6: Htargav caniculas affumptto tei-minat illas. || Bl. gra: 
G (''Ol) ©ecjutr e);orcifntue falis t \\ aquc biebue bnicis p totü 

ansjlnum . Primo legat" . (schwarz) Cvebo in || . . .; Schi. Bl. gvb, 

.Zeile 5; II etecna fccula fcCUlo;i . 2tmcn ♦ || Zeile frei. II Folgt: 

CI (rot) !SaIcnbavtü Ibtcar numenl ]| jo\i\ : . . .; Schi. Bl. lOva, 

Zeile 13: Jteceffug altavtö io\io,{rof) 102 II Zeile frei. \\ Folgt: ü (rot) 

(Dcatto beuota bc pafftonc || bfii nofld ante miffc ccIebva;|itionctn 
ffncci-o metis affectu || btcenba, || (schwarz) (IDCei-biffima.; patTis|i 
onem . . .; Schi. Bl. lovh, Z. 28: fem;||pttevnam. Timen . || Bl. 11 (\)ra: 



02 Wien, Winterburgers Drucke 

Kleiner Holzschnitt !'4,~ X 2,^ cm): Praeparatio ad missam. \\ ([ (rot) ^Utlt 

faccrbos |i pparat fe ab ntiffa; || bicat ^i , {schwarz) (t>^li>t . . .; Schi. 
JU. i^va, Zeile 22; fecuj|iU fcculo?, . 2imcn ,\\ Bl. iß'i'^- C. O'ot) Bcquuttt' 
infonnatiöes x cautelc obfei-uabc || prefbytcro volenti öiuina cclcbrave, 
II ()(>) (sch7i'arz)'^\vn.<x cviutcla e)! : pt facerbos || . . .; Schi. Bl. i6vb, 
Zeile ^4: \\ I)c>|lien . in titulo bc celebfatiöc mi)Tai*ü. || Bl. i-j f-\-)ra: 

Kleiner Holzschnitt: Teufelaustreibung: \\ ^^ (rot) Cöiucatio malipnOl'U || 

fpifituum . . .; Schi. Bl. ig(+ n\)7>b, Zeile lO: \\ feculojuni ♦ 2tmcn . || 
Bl. 2,0 ra: C (>'ot) Cantus angelicue. || (schwarz) ((5)£oria i c^rcclftg 
bco« II . • •; -St-Zi/. Bl.20rb, Zeile 2-]: \\ t)itfl ventui'i feculi . Itmcn ♦ || 
Bl.20 7^ leer. \\ Bl. 2i = ] (a)ra: C. (rot) "^ncipit niiffalc fm djocü II 
almc ccclcftc Stvigonicii« || (schwarz) ß (rot) sDtiica prima in abuetu 

bfii. II (schwarz) (2t)iD tC leuas||ui; Schi. Bl. W] = 87 ra, Zeile 1-] : \\ ftat 

apub bcum omnipotente. || Bl. 10- rb : C (rot) Bcquif pcefatio 
quotti;||biana quc ctiam bicituc bic=||bu6 bominicie x fcjliuis. || 

(schwarz) (P)tec Oia fcCUs||la; Schi. Bl. 112 = ^ivb, Zeile 6: \\ bO mi 
nO» II Bl. Iljr leer. || Bl. IIJ = qS^J.- Holzschnitt (21, J X IS<jJ •' Christ 
am Kreuz: Maria blickt aufwärts, kreuzt die Hände über die Brust; 
fohannes blickt abwärts und faltet die Hände vor sich. Bl. Il4 = ()\r : 

(vC)i£ igif clcmes!|tifftmc patcf || pcv icfu.; cbrii|||lu3 jtliü tuü || . • •; 

Schi. Bl. 121 = JO) V, Zeile ig: \\ CUla feculo^, (rot) Kcfpö* (schwarz) 2tmen, 

bctutr, 

II Bl. 122= i02ra: C.(rot) ifpuCiS fc faCCfbOS bicat pg. II (sch2i'arz) Hene- 
ificiti Omnia || . . .; daneben Holzschnitt (J X 2,^ cm) : Recessus altaris. 

Bl. i22rb: {[(rot)'^tc\\xn' htntbictio cacniü || in bic rcfutri-cctionis 
bomini. I| • • ■; Bl. i2j = ]o3ra: C. i''ot) 2lb mtiT«m ♦ 3"*'^'^'*"* ♦ II 

(schwarz) (2l)'-EfUfrC>;i . . .; Schi. Bl. 264 =■ 2\\ra, Zeile ig: \\ lontJCUa 

pietate cujlobi.pcr. |i Zeile frei. II Folgt: C i''ot) 2^c5i)1i*ü miffarü 
fpccialiü II pro maiori biuini amoris inj||centiuo et beuotionc, |! 
Zeile frei. \\ (sclrwarz) XM'x^a bc bulcifftmo nominc || icfu . . . .; Schi. 

Zeile 2g: Pro fponfo t fpöfa.foliO .(/•o;';2^3 II Bl.264rb: (rot) 2(upi* 

liantc beo x bno nro iefu || c^rijlo cui cft oiö noftrc bonc || 
operatiois : laboriö fcmp bo=iinor x gtloria . l1IiiT«le hn d)Oj||rum 
©trigonien . cum oibue || requifitie : : alijs niultig fup;||abbiti6 ftubio* 
ftfftme reuifum jj correctü : emcnbatü : in clarif=||ftma ürbe X^iennenft 
auftriaca || 3mpenfi6 : laborib? 3oanniö || VDinterburger biligen« 
tiffime 1| impretTum : fcliciter e^plicit . || 2lnno falutig ♦ :c . llTillefimo || 
quingcntefimo octauo : beci^uma falenb' . Hlaii ♦ ftncm bcbit || op? 
tatum, II Rotes Druckerz. 2 \\ Bl. 204"^ ^cer. 
2" ; — 20 ng. + 244 rot arab. gez. Bll. ; — sign- Lage l (lO Bll.) : 2 — 5 ; 

Lage 2 (6 Bll.): i — iiij ; Lage g (4 Bll.): ■\ V üf ! a—z: 8; A—F: 8; 

G: 6; IL: 6 ; — rot und sclnvarz gedruckt ; — meist zweispaltig , rote 
Seit eniiher sehr.; 2^ Zeilen; die Informationes: ^-J Zeilen ; Bl. + ij: 45 
Zeilen; Noten: II Zeilen; Kanon: ig Zeilen; — Typen: Text 4; Nebentext 5, 
z. T. 6 ; Informationes 6 ; Kanon 8, Überschr. darin 4, Aiifangsbuchstaben 
z. T. 2; Lombarden: 5 u. ^^j^mm; I,I c??i, 1,8 cm, verschnörkelt 2,4 cm, 
Antiphonarlomb. schmal l,g cm, 2,7 cm und höher ; — Antiphonarbuchst. 
p u. 2,8 cm; — Anf. -Buchst.: Blattornament- und Figurenbuchstaben ;' — 



Wien, Winterburfjers Dnicke 63 

Holzschnitte ; — Druckerz. 2 ; — A'oteiischema 2; — Wz. Kardinahhut ; 
großer Ochsenkopf, Stengel, Kreuz, Schlange; runde Wage in Kreis, 
Stern; Kreis, Strich, durchstrichen, voller Stern; eckige Wage in Kreis, 
Stern ; got. Krone. 
Wien, Dominikanerbihl., KK. VII. 20; Gran, Diözesanhibl. (Knauz: Liöri 
missales etc. Ä'o.Iß); Budapest, Univ.-Bibl. (Titelbl. fehlt) ; Preßburg, 
Franziskanerkloster ; — Denis 22; Panzer IX, J, 12; Szabo und Helle- 
brant No. i4g- 

4g. Dionysius Periegetes: De situ orbis, Ruffo Avieno inter- 
prete, ed. Job, Cuspinianus. 1508. 

Bl. ir: Situs OfbiS JDij|iontfij Kuffo auisüeno intCfpVCtC. || Darunter Holz- 
schnitt (6,2 X 6,2 cm) : Olmützer Bischof swappen in einem Kreis, umgeben 
von einem Kranz in einem Viereck. Schmale Längsrippen. || Bl. Iv: 
REVERENDISSIMO IN CHRISTO \\ PATRI AC DOMINO D. STANI-1| 
SLAO OLOMVCENSI EPISCOPO 1| CVSPINIANVS S P D. jj Zeile 
frei. II Ruffus feftus Auienus qui tpibus dioclitianis Caes : 1| claruit . . .; 
Attulit mihi ad häc exequendä jj fuppetias Aldus Manutius uir de utrag 
lingua bene-||meritus : qui me greco Dionyfii ueneräde uetuftatis || 
exeplari donauit : exquo errata plurla deterfi . . . . Schi. Zeile ^ß: 
fufcipe Ij fröte qua foles ferena . Vale & me cömendatü habeto || 
Bl. 2(anjr: DIONISII PERIEGESIS . I . SITVS ORBIS \\ RVFFO 
AVIENO INTERPRETE || Zeile frei. \\ (q)Va protenta iacent uaftae 
diuortia terrae || . . .; Schi. B1.26v, Zeile 28: Nominis aonio famam 
infpirate labori || Zeile frei. \\ Vienne || (£ufptnianU6 ttCUOS t t)Crs 
vucae fuftulit || Wintcvbuvgci* imprcfftt anno nibüiij 

4°; — 26 ng. Bll.; ohne Cust.; sign, a: 6 ; b—f: 4>' — ^8 Zeilen; einsp.; 

ohtie Seitenüberschr. ; — Titel Type 8, Text Type 12, Impressum 6; — ■ 

keine Lombarden ; — ein Holzschnitt (Wappen) ; — Wz. Ochscnk., Stengel, 

Kreuz, Schlange. 
London, B M., 8^2. g. 4^ ; Melk; — Denis A'" 20; Panzer Ann. IX, ß, 10 

u. Snppl. XI, 64 S- 

50. Lat. Aderlafskalender für 150g. (Sonntagsbuchstabe G.) 
o.J. (1508.) 

Anf. fehlt. Schi, links beginnt: t>t COmobitaS pntiö t'J'acij luCC claviOf i 
pCOmptU II . . . Das Ende dazu fehlt. Rechts: ©CUCraS buiuS ann [ || 

CX>igefim«quinta bit mc [ 1| tui-ni i ütai-tts pcrboi-rcfce [ |1 • • • 

Das Ende fehlt. Sonntagsbuchst. G. Ostertag 8. April. 

2"; — Einblattdruck ; — rot u. schwarz; die Monate dreispaltig ; — eine 
Randleiste sicher links ; Abschluß Holzschnitt (etwa g X 8,5 cm): Jupiter 
als Herr, rechts Merkur, links Mars ; im Zeichen des Löwen eine vollst. 
Mondfinsternis ; links vom Holzschn. mindestens 21, rechts ig Zeilen; — 
Heiligennamen u. Schluß Type 6; Übcrschr. Type 5/ Monatsnamen 
Type g ; Tagesbuchstaben Type I ; — Lombarden (I) von 4 w« utiter den 
Verhaltungszeichen ; — - Wz. got. Krone. 

Stift Tcpl (aus Miss, pro Jtinerantibus I^I^), Einblatt dr. 15. 



64 Wien, Winterburgers Drucke 

*5i. Missale Pataviense. 29. Jan.' 150g. 

Bl. ir (rot): HTiffale PatAUien. || Bl.lv: Holzschnitt fl6,SXI^3 ^mj : der 
hl. Stephan, links der hl. Valentin, rechts der hl. Maximilian. Darunter 
das Wappen des Fassauer Bischofs Fröschl. \\ Bl. '2 (l\J r rot: %S, 3<*nU5 

ariue ^«bet bieg ♦ VTH ♦ ^una. )f)fp . || 11 '^anwuvi'i . . .; Schi. Bl. ']v: (rot) 
'Vi (schwarz) ij fal' ©iluefln pöpc ♦ folto , (rot) 755, Plenum ofjtciu3 II 

Bl. 8r: Goldene Zahltafel , Holzschnitt (^ ,'] X '] ,8 c inj . C £ittccä t>nt* 
calein ab jj «nnü propofttü fcirc \i CU;||piß. . . . Grundjahr: ISO'J; 
Schi. Bl. 8t, Zeile ßS: fequit" folcnttia Ittti . || Bl.gra: C.(rot) 3nciptt 
cvorcifmue falte et aquc || bomtnicie biebus, (schwarz) llöiutoriü 
noflcii II . . .; Schi. Bl. gva, Zeile "^g: in || ererna fecula feculo?, 
■ymen. || Bl.gvb: C. (rot) vCabula bnicaruin bc tempore: || . . .; Schi. 

Bl. lOz'ö, Zeile 20 (rot:) falcnbat . inbtcat . II Bl. (rot) ] (sclrwarz: d) ra: 

([(rot) "^ncipit libcr üliffalie fcö'm || d)ocum Patauien. (schwarz) 
C (rot) sDnica pcis||ma in abuentu bni Officiü« || (schwarz) (21) (rot) 
iD||*C||€|i£|i!^liU||2I||U||3||2i||XT:|i3||m|| (schwarz) am meä beue 
mcus ♦ ■ . .; Schi. Bl.^^vb, Zeile 25; accesHptabilc {\m omnipotcti 
beo. Ij Bl.ißra: ([(rot) ©cquuntut' prefatione« . igt pi-ijümo bc nati* 
uitate bomini pvefatio . |1 (schwarz) (P)tgc omnia fecula fes||culo9,» 

. . .; Ton Bl. 97 (n) /' ab Ä'oten. Schi. Bl. 1207'." (rot) 3 (schwarz) 
VTclinatC ca pi ta »ejltra be O. 1| Bl.\2\rleer. \\ Bl.]2]v: Holz- 
schnitt (l^jgXIIfS cm): Christ am Kreuz, links Maria, rechts jfohanjtes. || 
Der Canon beginnt Bl. j22(qij)r.- (*C)l£ igit' clemctifftmC || patCC P 

icfu3 ppm ft*||Uü tuu5 bftm nfm: || fupplicee rogamue jj ac petimus 
üti acce^llpta babcae: x bftbi^Ucas . . .; »C: Abrahams Opfer. . . . Schl.^ 
Bl. ]26v, Zeile 20: mifcra;||te ^piciabile fit in uitä ctenta : ame . || 

Bl. 125t'." Viereck, darin Kreuz, von Strahlen umgeben. Bl. ]27 (t) ^'rt.' 

G (rot) iDriica pma pojl octauae pentb'. || Officiü. j| (sclrwarz) (DjOminc 

in jj tua . . . Das Commune sanctorum beginnt 220va. Schi. Bl. 2'^\va, 

Zeile gs- pc-tiue |1 projtctät ab mcbcla . pec bnm, || Bi.2T\vh: ([(rot:) 
Jtcgitlcü miffa?, fpecialiü . . .; Schi. Bl. 272 r&, Zeile 20: pro irrcligiofis 

aut lapfie.fc». ('-of) 27] \\ Zwei Zeilen frei. \\ ^rr)/; miffalc fm C^oru 

Patauien. tam || be tempore ql be fanctis orbinaj||tifftme bifpofitü 
et emenbatü \\ 3*^^"^^ VOinterburger cis||ui6 Vienneft . impffit t \\ 
feliciter ftntuitranno | (^rijli . Ht ♦ b , ip ♦ || Hlenfis 3<^=li""<^*^iJ ^'^ II 
VV^V* II 3" ^^'^""^ Pannonia II (6< /*«■«;■;.) Signa »ibee lector bfberna 
cp arce ioänie || 2lnguineas inter iaculü ametabilc fpirae. ]| Itnguie 
X)t etatem : cariofas ille liturae || Comit.in inuibiä gerit artis tela 

becorem. || Druckerzeichen J, rot (^,6 X 5 cm). \\ Bl. 2-]2v: (rot) 
Cufpinianus Sacerdotibus bene orare : || Eine Zeile frei. || (schwarz) 
Hec fi nö labiis pia uerba nee ore darentur || . . .; 4 Distichen; Schi. 
Fabula tum furdo dicitur ampla deo || 

4"; — 10 ng. -\- 272 arab. rot rechts oben gez. Bll . ; keine Custoden ; Lage I: 
10 Bit., sign. — , if, iij, iiij, v ; a — p: 8; q: 6; r—z, A — /.• 8; K: lO ; 
L: 8: — Bl. I — 8 u. g'] — 126 (n — q) einsp., sonst zweispaltig ; rote 
Seitenübersch.; im allg. ß8 Zeilen, Bl. g'] — 120: 8 Zeilen,- dazwischen 
Notenlinien, Bl. 122 bis 126: 20 Zeilen; — Titel Type 8; Text Type G 



Wien, Winterburgers Drucke 65 

li. 7/ Canon: Type 4 u.Q; Verse Type 12; — Lomharden: 4 nvn ; 7 mm; 
1,1 cm; 7,5 cm; Antiphonai-lomhardcn von I,g cm an; — geschn. Initialen 
(Linien- u. Blattorn., meist Figurenbuchst.) ; — Druckerz. ß; — Holz- 
schnitte ; — Wz. Ochsenkopf, Stengel, Kreuz, Schlange; gotische Krone ; 
Ochsenkopf, Strich ?iach unten, Dreieck, Strich nach oben, Kreuzbl.; 
Ochsenkopf, Stengel, Kreuz ('■) ; Kardinalshut; Wage, runde Schalen, 
in Kreis ; großer Ochsenkopf, Stengel, Kreuz, Schlange, IE. 
Dr. Langer, I. ßig; Hohenfurt, ^8"]; London, B. M., 3365. bb. l; Melk, Stifts- 
bibl., P.l']l; München, St. B., 4^- Liturg. 402, wid 401 (hierin fehlt 
Bl. CXXI); Wien, Hofbibl., 401201. B. (aus der Garell. Bibl.J ; Stift 
Zwettl, V. a. 44; — Denis 2$; Panzer IX, 3, Iß. 

*52. Johannes Antonius Modestus: Carmen ad invictissimum 
Caesarem Maximilianum. 10. Mai 150g. 

Bl. ir: 3oannis 2tntonii 21T05|ibeili Umbfi datrme j; aö 3nuictiffimu3 || 
Ccfare ma;ij;imilta;||num. !| Bl. iv leer. \\ Bl. 2(s.iyr: INVICTIS- 
SIMO IMPERATORI CAESARI || Maximiliano Joannes Antonius 
Modeftus Vmber. || Eitie Zeile frei. || ( )uos modo Caftalio collegi in 
uertice flores || . . .; Schi. Zeile 28: Victima : & seterni deuincit pectora 
Regis. II Bl.2faüjv: JOANNIS ANTONII MODESTI VMBRI !| PRE- 
CATIO AD DEVM PRO INVI-HCTISSIMO IMPERATORE CAESA-||RE 
MAXIMILIANO ET GERMANIS. 1| Eine Zeile frei. \\ ( )Vmme pater 
rerum nullo qui femine teiTas |i • ■ • Folgen Bl. 4?'.' ROMA CON- 
QVERITVR ET I CAESAREM INVOCAT.; Bl. 6(\»\)r: CAESAR 
ITALIAM ALLOQVITVR.; Bl. 8v : ELEGIA IN QVA INVICTIS-1| 
SIMO CAESARI FELICITA-|1TEM AVGVRATVR.; Bl.iofciijv: IN 
RESVRRECTIONE DOMINI.; Bl. II v: DE HVMANA IMBECILLI- 
TATE : ET A II CHRISTO VENIAM PETIT.; Schi. Bl. I2(c4jv, Zeile 13: 
Optatumqi pios inter habere locum . jj Drei Zeilen frei. \\ In aedibus 
Joannis Winterburg Vienenfis || bonarum artium fautoris maximi . || 
Anno . M . d . ix . Die . x . Maii. 

4^ ; — • 12 ng. Bll.] ohne Cust.; sign, a — c: 4! — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
26 Zeilen ; Verse abges. ; — Titel Type g, Text Type 12 ; — Blinddruck : 
Bl. II r, Schlußzeile ; — keine Initialen; — kei7ie Rubriken; — Wz. a — c: 
got. Kro7ie. 

Dr. Langer, 1. 321 ; — Denis 26; Panzer IX, 4, 16. 

*53. Simon de Quercu: Opusculum musices. 21. Mai 1509. 

Bl. ir: Q'9V^Q,Vi:siyi MVSICES PERQVAM BRE-JiVISSIMVM : DE 
GREGORIANA ET j| Figuratiua at^ contrapuncto fimplici |j per- 
cömode tractäs : omnibus cantu j] oblectantibus utile/ ac neceffa-||riü : 
per Simonem Brabäti-||num de Quercu Can-jjtorem Ducu Medi-|| 
Clanen. con-||fectum. || Drei Zeilen frei. \\ TETRASTICHON. || Eine 
Zeile frei. || Quem facra Caftalio delectat Mufica phcebo : || Et teneros 
dulci reddere uoce modos/ || Hunc legat : & fuaui cantabit blandius 
Orpheo: || Infanas poterit ducere & ipfe feras. |i Bl.lv: leer, jj Bl.2(a\\)r: 
AD ILLVSTRES DVCCS (') MEDIOLANENSIS (.') || SVOSQZ AV- 

Langer, Osterr. Bibliographie I. 5 



66 Wien, Winterburgers ['rucke 

DITORES SIMONIS BRABAN-i|TINI DE QVERCV EPISTOLIVM. || 
Eine Zeile frei. \\ (C)onfideranti mihi (Spledidiffimi duces) quid ob || 
nonnuHoBc . . .; Schi. Zeile ^0: audito-]]res ftudiofiffimi identide . Ex 
Vienna kalefi . Martias . Anno minori i| Nono fupra Millefimum quin- 
gentefimü. || Bl. 2fanjz': Harmonische Hand in Rotdruck, die Einträge 
schwarz. \\ Bl.^fa^Jr: Oktavenschema. \\ Bl.ßv: (I)Mprimis : longis 
amfractibus fepofitis : ois näqr de |1 cantädi modo . . .; Schi. Bl. 21 
ffjv, Zeile ^0: in '=1 mi: || quia eft fpecies falfa . & cetera. |1 Bl. 22 
f/2jr: TABVLA ad concordandü Clauicordia . . .; Bl. 22v — 2ßr: 
TABVLA refonantiarü & confonantiarü compofitarü . . .; Bl. 2^v: 
ISTA TABVLA DEMONSTRAT NOBIS OMNES || refonätias . . .; 
Schi. Bl.24(f4)'>', Zeile 23: cla 8 perfecta. || Eine Zeile frei. || Opuf- 
culü Mufice {!) feliciter determinatü/ nö folü in cantu || Gregoriano : 
uerumetiä Figuratiue fumme necef- |fario . Impreffum Vienne in offi- 
cina ho-;|nefti & prouidi uiri Joannis Win-i|terburg . 12. kaleii. Junii : 
ab II anno uirginalis par-||tus . 1509 . || Bl.24v: PERORATIO . || Eine 
Zeile frei. \\ ([ Hec habui optimi Auditores admodü breuiufcula : que 
de Cätu & II Gregoriano/ & Figurato dicerem : . . .; Schi, mit der 
10. Textzeile: etiam || Doctiores penates reuifuri . || Zeile 11 : Telos . || 
Drei Zeilen frei. i| Folgt: Sub Joue olim quercus uictum fortef^ 
ferebam . || Alma Simonis ope (.') Mufica mella gero . j| Darunter 
Holzschnitt (ß'] X 48 ?nmj: eine Eiche in einem Wappen, das von 
Spruchbändern umgeben ist; oben im Band: .S.D.Q. 

4°/ — 24 ng. BIL; ohne Cust.; sign, a — f: 4>' — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
ß"] Zeilen voll; — rot u. schwarz; — Text Type 12, Glossen Type 7; — 
zahlr. Notenschetnen i?n Text ; — geschn. Buchst. C, J, S (Bl. c 4i>) , Q' 
(eßrj ; — Wz. a b df: got. Krone; c: Ochse?tk., Stengel, Kreuz, Schlange; 
e: Wage in Kreis. 

Dr. Langer, I. I'Jß ; London, BM., MK. I. g. 22; — Denis 25 (Stiftsbibl. zu 
Herzogenburg); Panzer LX, ß. Ig; Mayer I, 149; — Nachgedruckt in 
Nürnberg von Joh. Weißenhurger, l^^J- (B^^-, ^IK. I. g. 20.) 

54. Paulus Crosnensis: Ad divum Ladislaum et sanctum Stanis- 
laum carmina. 4. Juni 1509. Auf Kosten Hier. Victors. 

Bl. ir: PAVLI CROSNENSIS RVTHENI ARTIVM LIBERALI-||um ma- 
giftri . Poetae(| quäfuauiffimi Panegyrici ad diuü Ladiflaü Pan-||noniae 
regem uictoriofiffimü : & fanctü Staniflaü praefule : ac martyre || Polo- 
niae gloriofiffimü : & plerag alia connexa carmina nö fine magna || 
fuauitate condita . || Holzschnitt fl4:g X 10,8 C7}i): der hl. Ladislatis zu 
Pferd, links in Wolken Maria mit Kind, von rechts krönt ein Engel aus 
den Wolken den Heiligett ; unten das Perenyische Wappen: geflügelter, 
härtiger Kopf auf Krone. \\ Bl. iv: MAGNIFICO DOMINO GABRIELI 
PERENAEO CVBI-||culariorum Regaliü Magiftro: & Comiti Vgochenfi/ 
dno/ & Patrono jj fuo gratiofiffimo Paulus Crofnenfis Ruthenus 
artium liberaliü Magi-||fter : & coUega Florentiffimi ftudii Cracouienfis . 
Salutem . D . P . || Eine Zeile frei. \\ (L) Audatiffima / & pbatiffima apud 
canä illä antiquita-||tem . . .; Schi. Bl. 2faij)v, Zeile- ß4' decus 
meü . Data Viennae anno a natali Chriftiano Millefimo : fefquin;||gen- 



Wien, Winterburgers Dnicke 67 

tefimo nono:die quarto Aphrilis . |1 BL ^gfadijjr: AD LIBELLVM VT 
IN PANNONIAM OM-||nigenam fe conferat ... I dulcis precor/ i 
mihi libelle |1 • . •; -^V/!/. B/.4fa^Jr, Zeile ^8: Curfu Pannonicas adi 
citato |] Bl. 4v: Sterne fecurigera Prauas Rex magne cateruas 1| Dextra: 
& Maumethi facra nefanda uiri . 1| Titelholzschnitt wiederholt. \\ Adfis 
Pannonicae Rex inuictiffime genti . j| Et dedas populo crebra tro- 
phseo tuo. II Bl. 5(&S)r: ^PC^IA CROSNENSIS RVTHENI ARTI-|1 
um liberalium Magiftri Panegyricus in laude diui |1 Ladiflai . . . 
(H)Vc Grinaee ueni cithara decorate fonora |j . . .; Schi. Bl. l8fc6Jr, 
Zeilen: Et taceam laudes Rex generofe tuas. || Zwei Zeileji frei. || 
Folgt: Lufum anno a natali Chriftiano Millefimo fefquin-||gentefimo 
nono : apud Magnificü dominü Gabriele || de Peren . in oppido uiti- 
fero Zeules. |1 Drei Zeilen frei. \\ Genfer oculatiffime ut tibi obla- 
trandi . . .; Schi, fi übet : poteris. i| Bl. 18 v: Huc uultum Praeful 
uertas : huc fancte benignü. || Et faueas ouibus paftor amande tuis. || 
Holzschnitt (l ^,2 X I0,'J cmj : Links steht der hl. Stanislaus in Bischofs- 
tracht und erweckt einen Tote?t ans dem Grab; links oben Wappen: 
schwarzer Adler; rechts oben: drei Türme, offenes Tor. || Gerne tuam 
Praeful placato lumine gentem. || Atij regas nutu regna Polona tuo. || 
Bl. igid}r: PAVLI GROSNENSIS RVTHENI PANE-||gyricus ad diuum 
Staniflaum . . . (I)Mpia crudelis mens eft mihi facta Tyräni || . . .; 
Schi. Bl. 2^(_e)v, Zeile 2J: Figemufq tuo munera multa tholo. || Eine 
Zeile frei. \\ Finis. || Z.Y. 2(J (e ii) /- .• MAGISTRI PAVLI GROSNENSIS 
RV-||theni Elegiacon ad fanctä Barbara . . . exteporaliter lufum apud 
magnificum || dominü Gabrielem Perenaeum anno . . . 1508 . die 
quarto Decembris. j| Eine Zeile frei. \\ (S)ecula formofas ceffent 
iactare puellas || . . .; folgen verschiedene kleinere und größere Gedichte, 
so Bl.ß2r: in infignia Magnifici düi Gabri-l|elis de Peren . . . {die: 
HARPYIA BARBATA). Bl.ji(i)v: Holzschnitt fl4,g X 10,8 cmj: 
IVappen: die bärtige Harpye auf der Krone. Schi. Bl. 42(g6)'v, Zeile 28: 
Permanet Aoniis Candida fama uiris. || Zwei Zeilen frei. || Opufculü 
hoc mira diligentia loannis Winterbur-||ger ciuis Viennenfis : & im- 
prefforis accuratiffimi im-jjpreffum eft : impenfis Hyeronimi doliarii 
de Libetal : || Anno dominicae incarnationis . 1509 . Die quarto || 
menfis lunii. 1| (Auf BI.42V stehen 6 Distichen: IN LAVDEM lOAN- 
NIS WINTERBVR-||ger . . .;. 
4'^; — 4~ IIS"- Bll.; ohtie Cust.; sign, a — g: 6; — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
Bl. I — 4: ^7 — ß8 Zeileti, Bl. 5 — 25; 28 Zeilen (etwas gesperrt), Bl. 26 ßg. 
^8 imd weniger Zeilen; — Type 12; Lomb. 4^nm, 8 m/n, 1,2 cm; — 
ein geschn. Buchst. L (Blattornament) ; — drei Holzschnitte; — Wz. 
Kardinalshiit. 
Dresden, 4°, Hist. Polen. 616 (J^); London, BM., C. 57. i. 2; — Denis 28; 
Panzer IX, 4, 18. 

55. Johannes Holandrinus: Obligationum et insolubilium 
tractatulus, hsg. v. Martin Edlinger. 28. Juli 1509. 
Denis 24: „tlTagiiltri 3oanni8 *oOlanbiMni JDialcctici acgutiffimi oblt* 
gationü i infolubiliü tractamlS 3n epiromatie copenbiu5 facili bfcui* 

5* 



68 Wien, Winterburgers Drucke 

täte rcbact9 : cum biuiftonibue et annotatiuncuUs bcclai-atoi-ijs «i># 

iectis. S. 2 ein Brief des Thomas Velocianus oder Resch an den Ver- 
anstalter dieses Compendiums Martin Edlinger, in welchem er über die 
ynge7idqualen unnützer dialekt. Spitzfindigkeiten klaget, und die gute 
Absicht dieses Lehrers lobet. In dem Werkchen selbst begleitet Edlinger 
die großgednickten Regeln des Holandrinus mit seineti Erläuterungen. 

Es schließt: (E>bIig«tionü et 3nf'5lul'il«ö iTtagitlvi 3oanni3 »oolanbrini 
opufcul« p magijlrii ntarttnu.; tEblingcr ep VDelö nuper «b bceui* 
tatem compenbiofam rcbacta ej^pltciüt , '^m^t\\\\'i et opeca 3oanni6 
tOtnterburger ciuis Uteniien . impreffa , ^nno bomini iH.CdCCC.üJiij. 

bii üicefima OCtau« ITlenfte 3ulii .4 . Auf der bischöffl. Bibl. zu Neustadt, 
zu Seitenstätten uttd zu s. Dorothea. S. Schier Cotn?nent. p. 20 . . .'' 
Panzer IX, ^, l4- I^^ Seitenstetten heute unauffindbar. 

*56. Aderlafstafel, lat. 150Q. 

Der Anfang; fehlt, sowie seitlich das linke Drittel. Die Mitte 7vird in einer 
Höhe von 1^,2 X 7,5 cm von einem Holzschnitt ausgefiillt : Aderlaß- 
männchen, das auf einem Löwen steht; von den einzelnen Aderlaßstellen 
führen Linien nach dem Rande und weisen auf die Erklärungen hin, die 
ringsu?n gesetzt sind. Seitlich stehen diese Er läute runge?i in je einer 
Spalte von oben nach unten, oben und unten dagegen sind sie je von links 
7iach rechts gestellt, sodaß man das Blatt von der rechten Seite aus an- 
sehen 7nuß. Die Angaben in der Spalte rechts schließen: (rot) (J üalct 

rctcntioni : meii-li<ltruo;i apoflcmatibS te(li||culc>cum : bolovt fcmocis : || 

X boloci lutnbctrum. 1| Links und rechts wird dieser Mittelteil begleitet 
von je einer Spalte ?nit allgemeinen Monatsregeln. Schluß der rechten 

Spalte tnit Juli: 3nf<^n6 qui |i n«tus fuefit : iocunbus ecit : i tarnen 

caflue. II Der Unterteil wird ausgefüllt von fünf Spalten, von dencfi die 
letzte (u7td natürlich auch die erste fchle7ide) rotgedruckt ist. Die drei 
7/iittlercn Spalten e7ithalte7i die Mo7iatsregeln für August bis Oktober. 
Schi, von Spalte 4 mit Zeile 16: 3nf«6 <\^ nat9 fue=li»^«t "I<^lc ItatUVC 
etrit X pcffimc lingue. || /« der 5. Spalte -wird die Natur des Winters 

e7-läutert; Anfa7is;: (rot) ('o)3?em6 fcipibe X t)umi-||be iiatucc ejl . . .; 
Schi. Zeile 22: (rot) pblegma-||tc x>x quotibian« izh^xi nimie mala || 
que genecat ep c^olera t»t tevciana. || ihiter der zweiten bis fimften 
Spalte: üiennc imptrcffum per 3*^<'""C'" VOintcfbui-g . 1609 ij 

2"; — Ei7iblattdruck; — fünfspaltig; ■ — rot und schwarz gedruckt; — I/n- 
pressuni Type 5; Erläuteru7ige/i zinn Aderlaß7nännchen Type 6 , ebenso 
von der Natur des Winters; Monatsregeln Type 7; — Lo7)ibarde7i 1,1 
U7id 7,5 C7n; — ein Holzschnitt; — Wz. Ochsenkopf, Ste7igel, Schla7ige, 
Kreuz. 

Dr. Langer, I.JIS (Gilhofer u. Ranschburg, Kat. 102, N" ßO). 

57. Aeneas Sylvius: Proverbiorum libellus. 150g. 

Bl.lr: ENEE SILVII POETE ALIAS || PAPE PII SECVNDI || PRO- 
VERBIO- 1| RVM LIBEL- 11 LVS : II Bl.iv: MAGISTER THOMAS 
VELOCI-||anus Theologus & poeta Viennefis gym-||nafii Rector fuo 
Andree Stiborio Theolo-jjgo & mathematico doctiffimo Salutem. |1 



Wien, Winteilmrgers Drucke 69 

Zeile frei. \\ (Q)Vom me diebus fupioribus Andrea ]| mi colediffime . . .; 
Schi. Zeile 2J: \\ nö penitus ingrata putabis . Vale. || />/. 'j (a ii) ;•.• PRO- 
VERBIA ENEE POETE ALI-j|AS PII PAPE SECVNDI INCIPI-j| 
VNT. II Zeile' frei. \\ Diuinitatein credendo melius q difputan-||do 
cognofci|| . . .; Schi. Bl. 6 r, Zeile 16: Generofam morte turpi uite 
preferendä. || Zeile frei. || Impreffum Vienne anno chrifti .M.D.ix. || 
Bl.8v leer. 

8°; — 6 ng. Bit.; ohne Cnsf.; sign, aij — aiiij; — bis zu 25 Zeilen; stets 
Durchschuß (voll 24 Zeilen); einsp.; ohne Seitenüberschr.; — Type I2; — 
eitle Lombarde 8 mm; — JVz. got. Krone. 

[Wien, Hofbibl.: ?iicht aufzußnderi]; Wolfenbiittel, 5/7. 1 Quodl. 8". (Philippi 
Gundelij sum. ISS^- Ex aiictionc Pauli ab Oberstein Praepositi Vien- 
ncnsis): — Denis, A'achfr. J^J^; danach Panzer IX, 4, IQ- 

58. Augustinus Datus: Elegantiae minores. 1509. 

Bl.lr: i^Iegantic minoce« || 2lupuilini bati. || Holzschnitt (8,1x10,4 cm): 
rechts sitzt in einem gotischen Stuhl ein Gelehrter vor einem Bücherpult 
und blättert in einem. Band; links vorn frißt ein Hund an einem Knochen. 
Im Hintergrund auf einem Brette Bücher und Flasche (Schreiber und 
Heitz, Die deutschen Accipies- und Magister cutn Discipulis -Holzschnitte, 

N" 8g). II Bl. IV leer. \\ Bl.2{a\\)r: llugujlint bati fenenfie |! 3fas 
gogtcuß libcllus eloquentte precepta . 21t> !| 2tnbceam bnt C^Jftflofcci 
ftlium. II Zeile frei. \\ (C)J?ct>imus iambubü a plertfqs ütcie ctiä 5ifc»r|| 
x\\\\\n\i> . . .; Schi. Bl. 26 ff 4) r, Zeile 18: affequcfte II cpercttaticnetn 
accomoöa. V?ale. || /V'., ^'« f^^^- II üienne impreffum per H 30. 
VDintecbui-g . tSog. || Bi.26v: lEIegantie 2luguilini batbi || fm mcccm 
flubij Vicnsllnenfts pro grabu jl baccalaurea;|itu& ^fues||tc lc=||gi. || 

4"; — 26 ng. Bit.; ohne Cust.; sign, a: 6, b — f: 4; — ohne Seitenüberschr.; 
einsp.; ßO Zeilen; — Titel i?i Type 8; Bl.2r erste Zeile und Bl.26v: 
Type g; Text Type 6; — keine Lombarden ; — Bl. 2 r geschn. C (ßX 
2,7 cm): Blatt Ornament ; — Wz. q;ot. Krone; großer Ochsenkopf, Stengel, 
Schlange, Kreuz. 

Melk, P. 4ss; München, Staatsbibl., 4«. Z. lat. S56J18; — Denis 27; danach 
Panzer IX, 4, ^7- 

5g. Joh. Engel: Almanach novum atque correctum. 1510. 
(oj. 1509). 

Bl.ir: 2(lmanrtc^ nouu atq3 coccectü i| per 3c>anncm angclü oxtxü \\ et 
mebicine boctore pe;|irittfftmü ep ^prijs tasjlbulte calculatum || fupec 
2tnno II bomini . || i5)o. || Bl.iv: prefatio || (nt)(DtU8 planet«rü in 
tabulig 2lIfonfi t bland)ini funt ialii , t)ti ma?||nu6 ^jpria magiflri 
(Bcorgii Peurbrtd)ij ... «tte;||fiatur. . . ./ Schi. Bl.2{aii)r, Zeile 12: 
obs||fecuanbi prcbca : mm zt\<i c? ea obferuatione oerttag ipfa in 

lucem probeat. || Folgen die Tabellen bis BL l4r. Am Schi. PiennC 

per 3<'» "^intcrburg '^m\ivt^\xxn, \\ Bl.i4v leer. \\ Bl.is{\)i-: Canon 
3oannis bc montc jj regio in tgpbemcribcs. || (X))*5um cpl)emeribi6 
cuiuflibet breuitcr cpponemus . 3" pcitnjß «befl || ...,• Schi. Bl.i8v, 
Zeile Q: J^eliquc electiones üulgares cp pceccbcnti ftguv« t «Uje fupc«# 
bictis pateböt. !| 



70 Wien, Winterbuigers Drucke 

4"; — l8 ng. BIL; sign, a: 6, h, c: 4; die vierte Lage int besonders signiert: 
das erste Doppelbl. \, das zweite x\; — einsp.; keine Seitenüberschr.; 4-5 
Zeilen; — Titel Type g, ebenso Überschr.; Text Type 7; Monatsnamen 
Type 4; — Lombarden 1,1 cm (nur Bl. 75 — 18); — Anf. -Buchst. Blatt- und 
Li7iear Ornament ffadetiförmigj; — Tabellensatz; — Wz. got. Krone. 

Wien, Univ.-Bibl., I. 2ßß60S; — Denis gl6; Panzer IX, 57,^22. 

60. Steueranschlag auf Grund der Bewilligung des Land- 
tages zu Wien. Gegeben Wien 5. März 15 10. (o. J. 15 10, 

um 5. März). 

Anf. ('2t)uf (Bcmaincr iannöfcbafft 3ufagcn ünb bc«?illigung ünfenn 
2illccgnct>i5ijicn bcri-n öcm JIo=|jmifd)n 2^«tfcr xi auf öcm üanntag 
VTtcoIai ncgfl 3U VDienn geJ)«Itn feinet* MTvxie^lat ♦ 311 5ein fc^irifl || 
künftigen f«nnt> ©origcn tag 3it5clff laufent gulbein Kcinifd) 3ubc3alln 
3U vnnberbainmg öes fi-icgfljüolfb in 5cn 3^nnt»ccn lannbn vo'ibtt bic 
t)cnebigec . fein auf tgir gelegt . . .; Schi. 2?acnad) ujiffet sftt> ü 3Us 
richten ünb üof fcljabn 3uuerbuttn ♦ (5ebn 3U Vüienn an iftritag nac^ 
Suntag (Dculi 3n ber Vafftn, || Ttnno zc ♦ 3nt 3ebentn 3ai% || Et^va 
2 cm frei. || iJie t>ei*orbenten bec äLannbfd)aft bce || Jucflntumb oflccs 

trei<^ »nbetr bCC tgnns. || Die Steuersumme ist Zeile 7 handschriftlich 

eingetragen. 
Querfolio: — Einblattdruck; — 14 Zeilen; — Type 5; — Anfangs-A Anti- 

phonarbuchst., schmal, 2 ctji; — kein Wasserzeichen. 
Wien, Niederöst. Landesarchiv, Fasz. Verordn. Pat. Iß02flg; — Weller 434>' 

danach Mayer I, S. 2g, N° 21. 

*6i. Missale Salzburgense. 27. April 1510. 

Bl.lr: (rot) miffalc ©al^cbufgeil. || Bl. iv. Holzschnitt (8,6X12,2 cm): 
links S. JlubbcctUß, rechts S. Picgiliu» halten den Dom zu Salzburg. 
Darunter: (rot) ©acerboti facrificafC üoienti || Eine Zeile frei. \\ 

(schwarz) 3ram : obium : rijras : rancorem pelle facetrbog : ü • • • Ö 
Distichen); Schi. iDum pctis : borrenbü ftt procul omnc ntalü || Bl. 2 (ii) r: 
(rot) "KS, '2^anu(ivm& \)ahn i>\zi 4TV''« Äuna üei-o .j^pj:. || 21 ciccums 

ciftO bni , (schwarz) folio . (rot) )^ fe|lum. . . .; Schi. Bl.-Jv: (rot) ißmx) li 
(schwarz) ©ilucflrt pape ♦ folio . (rot) 1^3 ♦ bini || Bl.Sr: Goldene Zahl- 
tafel (gleicher Holzschnitt wie im Missale Patav. l^Og); C JÜttCCä bni* 

calem 0,^ \\ annü ptrcpofitü fcice ft cu||ptg . . .; Gncndjahr i^oy; Schi. 
Bl.8v: fcc|uit folennia lini. |1 Bl.gr a: d (rot) <S>vb<> ^m notula mctco* 
politanc || cccleftc BalQeburgcn ♦ ab facicMba3 || aqua benebictä. . . .; 
Schi. Bl.g-db: per C^rijlü bnm nojlcü. || Eine Zeile frei. \\ (J (rot) 
ZCabula bnicarum be tempore ♦ jj quibus \}'x\>\t\'i> . . .; Schi. Bi.iovb: 
(rot) Falenbaciü inbicat, i| Bl.ii ^^■\{<C)r a: fl (rot) 3ncipit über 
tttiffaliß :^m ru?||bricä ecclefte ©algeburgefis cü ot:||bu6 fuie re^ 
quifitiß. (schwarz) ([ (rot) s^t ptimo be || bnica prima in abuentu bni. 
3ntr, II (schwarz) H(rot)-iO || C|| 'J: i| ^|| iS|| U||2t || U || 3 II 2t II Vr II 3 II 
(schwarz) mam mcS bcus meus . . .; Schi. Bi.iß-j = 127^^.- fit oi« 
potenti beo. || (rot) Scquitur Sccretum. || Bi.i^q = p^T'.a.- C (rot) 
3" natiuitate bomini prefatio, |1 (schwarz) (P)'4Jr omnia fecula fc*|i 



Wien, Winterljur^ers Drucke 7^ 

culorum; Schi. Bf. 138 = ]2^z< a: ^ni. II (Dfanna in e^rcclfie. || fßl. J287* 

/,-t-r). ßl. i^g = }2i)r (Ä'otenJ, Anf.: (rot) Ä fscfiwarz) j;) fi c \ty foil. || fro^j 

C 3" il fummie || fefliuij||tattb9. . . .,• Schi. El. 148 = i38 7'.- inbucae in 

tcnta ti O nein. />'/. jSc; ;• Av;-. 1] i?/. 139t'.- Holzschnitt flß.g X /7,5 o/ij: ui'e 
in Miss. Fat. I sog, BL]2]v. ßl.\\or (Canon). Anf. (<!)(£ igit clcmcs 
tifftme II patCf p icfu^ >;pm ft;i'Iium tUÜ . . .,- T: Abrahams Opfer. Schi. 
El. \\\v, Zeile 20: 3" pcincipio CVat ÜCf. ,'>v/; fol' .>;i. t| El. ynßr a: (I 
(Iro;'; pro ft5clibu6 befunctie offtciü. || (schwarz) (2l)<Pquic ct's||n«3 bona || 

eig . . . ; das Commtiiu: sanctoruni hegin^it CXX)r a. Schi. El. 2!\^v b: tUÄ3 || 

confolattonc pcrcipirtt . pec t>nm. || Eine Zeile frei, ij C ,'Vö/;; Jlcgifli'u 
miiya;?, fpccialiil . . . ,■ ScJil. El. i^dr a, Zeile -^6: II pco oibu« . folto . (rot) 
z\H II El.2\6rb: lUi'^alt fm cbonl -Halt.^cburgeii. || tarn be tpc q; bt 
fanctts oi'bina;|!tiff!me bifpofinl j cmcnbatü || 3oanc6 VOintecbuvgec cts|| 
uie llicnnen. impffit x !| felicitci- ftntirit : anno || d)rifli .nt.b,p. H Htenfts 
2i;||pfili6 : bit \\ ):):x>i\ . || (rot) 3n llienna pannonia || Fünf Zeilen frei. \\ 
(schivarz) ©igna t)ibe6 Icctoc l))?benta cj; arcc ioanis || . . .; Schi, tcia 

beCOfCnt. II Eine Zeile frei. || Rotes Driickerzeichen g. El.2\(iV leer. 

4°; — 10 nn-. -\- 246 rot arab. r. 0. gez. EH.; keine Cnst.; Sign. 1. 1 — v . . .; 
II. a-q: 8; r: 10; s: 6; t-z, A—G: 8; H: 6; — El. I. 1—8, II. 8r—gv 
(Noten), 6g — 7/, 12g — 144 (Noten Lage s, Canon Lage t) einspaltig, sonst 
zweispaltig; — im allg. j8 Zeilen; El. 81g, 6g — 71 u. I2g — Iß8 : zehn 
Zeilen, dazwisc?ien rote Noteyilinien; Canon: 20 Zeilen; — Titel Type 8; 
Text Type 6 n. 7/ Canoti Type g u. 4>' die Verse atn Schi. Type 7/ 
— Ausstattung -wie das Alissale Patavietise v. I^Og; — JVz. got. Krone; 
Kardinalshut; Ochsenkopf, Stengel, Schlange (bi, d^, f^ u. s. f.); Eber 
von Schzveidnitz (El. Ei); u. a. 

Dr. Langer, I. 602 (Canonbild fehlt); München, Staatsbibl., 4"- I-iturg. 446 
Jtnd 44-]; Wien, Hofbibl., "-48. S. ß8; Stift Zwettl, VII, a. 2; — Denis 23; 
Panzer IX, 4, -0. 

62. Steueranschlag auf Grund der Bewilligung der Gesandten 
zu Augsburg und des Landtags zu Wien v. 21. April 1510. 
Gegeben Wien, am 2g. April 1510. (o. J., 1510, um den 
29. April). 

A//f. (2t)uf bei- gcfanubtcn fo 3""5t^ 3" ^U5i^P"«-*0 "»t »nb neben anbcrn 
Xliberoilei-fcid)ifc^cn iannbcn 2titf'i;fd)uffcn bavauf ftd; 3*^ gcu>alt 
cfflrcdft bat ber 3uegcfagtn bilf.ün nad)toIgcb gctncincv 2.anbf(t)aft 
airibcUig || bcujilUgung bee ytjgebaltcn lanntags 3i'^'^<^rc 5u tPicfi 
ergangen Jlomifcber llayfcrlic{)en Jltaieflat i>it \\ fefnnbig bilfF ^on 
3U)cil>imbert pfunt pbennig gclts Zlincn gcraiftgn vnb 3U)en fueps 
l?ned)t(.') v)icr IHonat lang || trtbcr bie X>cncbiger 3U b<*ften ober 
gelt barfur . nemlicfe für ainen geraiftgcn 3ebcn pbuut ünb für einen 
fuef;|!fnec^t iüj. pbunbt pbennsg bes Ittonetg 3ugcbn . 3<^ <^"f ^^^ 
etDrem einlcgn nacl> || gelegt. . . .; Schi, vov fd)aben 3imerbutcn« 

2ictü tüiefi monjltagg v»or pbilippi ünb "^accbi appl'o?, ♦ 2lnno ic. 
becimo. || i^jicm frei. Ij 2?ic TOerorbcnten ber ^annbfd)aft bes || 
Jurfintuinb (Dflerreic^ vnber bcr «fnns || 



72 Wien, Winterbuigers Drucke 

Querfolio; — Einblatt druck; — 20 Zeilen; — Type 5; — Anf.-A Antiphonar- 
buchst. schmal, 2 cm hoch; — Wz. der Eber von Schweidnitz. 

Münche7i, Reichsarchiv, Österr. Generalverordnungeii I, Blatt I (an : Brobst 
zu Sannd Niclas zu Passau; Steuersiunme : Lxxxxi t iiij ßc^J. 

63. Aeneas Sylvius* Traum. 1510. 

Dejiis, Nachtrag ']^4: „VOic ignce »3ilt»io trotnct bae er in b«s Hycl) bec 
füngin ^c«u) ©lürf fommen ojec, unb xo'xz ec fcbc alle Stcnb bec 
Welt . rO)?n . i5\o. 4°- 

Auf der herzogl. wolfenbütt. Bibl. ..." In Wolfetibüttel derzeit nicht zu 
finden. 

64. Rubriken im Gedenkbuch der Gottesleichnamsbruder- 
schaft. 

Nach Ant. Mayer I, S. 25, Anm. 52 ist das Buch IßlO angelegt worden; die 

Rubriken sitid ivahrscheinlich von Winterburger gedruckt worden. 
Das Buch ist jetzt Eigejitimi des fürstbischif liehen Konsistoriums in Wien. 

65. Graduale Pataviense. ".Juni 151 1. 

Bl.lr (rot): (5l*«ö'. || patßuicn. II (geschnittener Titel). \\ Bl.Iv: Holz- 
schnitt (8,1 X 16,1 cnij: unter einem Bogen die ^ HU. von Passau, der 
hl. Stephan in der Mitte. Im Bogen Blumenranken (vom Holzscfmeider 
der Titelleiste zur Landrechtsordnung). Darunter: (3)<l^annCS " tüilttCf* 

butrgcc ^cctoci Salutem et felicitatein li, \\ li multts fcpenüctro iants 
bubü follicitö metc rogatus . libcos 1| ®r«bua!es impcimcboe fufs 
cipcrcm . . . ep biuetrfte cpemplaribue vnbic^j labotre ccvtc || no pacuo 
in ünü corpus üt cei-nis ♦ cögefluin ♦ maiori \nta cu;i|ra rttc}3 inbufici« 
imprefft . Sufcipias igit fcontc gcatifftma jj mi lectci* . . .; Schi. 
Zeile ig: \\ offtcio . lacgioci fapientie rabio illujlcare üelis obfecco» || 
Zeile frei. \\ X?«Ie |1 ^/. 2 = ] (a i)) r; (rot) jTiüca pcim« in abuetu 
bui» (.') II (schwarz) (2t)sD tc Icuaui a nimä meatn : beu6 \\ mc U8 . . .; 
Schi. Bl. 2gß = 2g2v, Z. 6: \\ fucrcctionc motrtuotnim x X)xt(t, t)e* 
tuci fcculi "Umtn, \\ Bl.2g4r — 2gsv: (rot) «Tabula bnicacü : feflo^. 
be tempore, || . . . (in drei spalten); Schi. Bl.2g^ =. 2f)\v c, Zeile 2^: 
(Cempore pafcali 19^ || Folgt in der Breite von zwei Spalten: (rot) Igj;? 

plicit fcliciter aupiliäte bno <5rabuale nup intcsj'gerrime cafligatü : 
fm libro^i miffaliü patauien ♦ bisHoceftg rubrica et orbinc : G.'i> rectum 
cöfuctumq3 cä^ütanbi ritü : cum oibus cCi) boc ipm ptinetibus reba;|| 
ctü : i orbe clariffima V*ienna Itujlriaca impcfie et || opa igenioftfftmi 
(£b«Icograpbi 3oänis tt>inter;|lburger ipretjü . Knno fal . i5u . feptio 

3b9 3unij, II Darunter rot das Druckerzeichen 2. 
2"; — 2g6 Bll. (l ng. + 2g4 arab.gez. + / ng. leeres Bl.); keine Cust.; sign, a — x, 
A — O: 8; — einsp.; rote Seitenüberschr.; — g Notenzeilen; — Druck rot u. 
schwarz; Typen: Bl.Iv Type 4; Text Type g; Inhaltsverzeichnis Type 5; 

— (Antiphonar-)Lo7nbarden rot 2,7 cm; Antiphonarbuchst. schwarz 2,8 cm; 

— großem geschtiittenes u. verschnörkeltes Urkunden-I Bl. I v (ausgespart: 
IW); — Notensystem I ; Fliegenköpfe von Bl. 2Sg (= 2g0) v ab: Nägel; — 

') Im I weifs auf schwaizem Grunde: I und W. 



Wien, Winterburgers Drucke 73 

geschn. Titel; Bl. 1 v Hohschn.; — Druckerz. 2; — Figur enbuchst. u. 
Blatt Ornament e , -wilde Leute -Buchstaben; — Wz. Anker ift Kreis; und 
Kreis (et^oa 4->S '•""*,*> Strich durchquert, am Ende Fadenstern. 
S. Florian in Oberösterr., Stiftsbibl, VII. 4846. E; Wien, Hofbibl., S. A. jg. 
A. 4; — Denis 66; Panzer IX, 6, ßl. 

65 a, Deckblatt. 

ßl. CXXXI r: eine rote [^] zur Zahl \i{!\ in der letzten Zeile. 

66. Lucius Florus: Libri historiarum quatuor; ed. Job. 
Cuspinianus. 21. Juli 151 1. 

Bl.l(\)r: LVCII FLORI LIBRI HISTO- j] RIARVM QVATVOR A ]] 
CVSPINIANO CASTI-IJGATI CVM IN-|jDICE. |i 2 cm frei. \\ Ad Lec- 
torem Chriftoph . Craffi Heluetii || Eine Zeile frei. || Florus in Au- 
fonios non ultimus autor honores / || . . ./ 4 Distichen. Schi. Phcebi 
& Caftalidü Cufpinianus amor. || Bl. it: IOANN . Cufpinianus / 
loachimo Vadiano & loanni Mario eloque-]|tiae candidatis & fecre- 
tiorum litterarum ftudiofis . S. P. D. j| Eine Zeile frei. \\ [RjOgaftis. 
ut . L. Flori Epitome luulgarem : . . .; Schi, accepturi . Valete . Ex 
sedibus noftris ]l Viennas : anno falutis Müefimo q^ngetefimo Vn- 
decimo . kalen . Julii. || Bl. 2 (2) ;-.- AD DOCTISSI . IOANNEM CVSPI- 
NI-IIANVM . lOACHIMVS VADIANVS. j| Eine Zeile frei. \\ Si funt 
pii : fi ueritatis confcii || . . ./ gl Verse; Schi. Agam . fereris uerfibus 
fub Sydera. || Bl.^v: PETREI APERBACCHI AD L. || FLORVM 
RESTITVTVM. || Eine Zeile frei. \\ Luci . 4 tenebrse tibi malignss || 
. ..,- gO Verse. Schi. Felix innumeras eas in oras. |j Bl.gi^ r: AD 
FLORI ELIMATISSIMI LI-j]BRVM STEPHANI TAVRINI. || Eine 
Zeile frei. \\ Te quis in Auitriacas labor imigrare penates ]| . . .; 2.4 
Verse. Schi. Vecturus laudis ampla trophsea tuse. || Bl.gv: INDEX 
QVO/ QVAE NOTATV VISA || SVNT DIGNIORA . . .; Schi. 
Bl.lO (a4)rb: Roma-|jnos fudit .2.2. j| Ei)ie Zeile frei. \\ Finis In- 
dicis. II Bl.lOv leer. \\ Bl.liih)r: LVCII FLORI GESTORVM RO- 
MANO-] jRVM EPITOMA INCIPIT LIBER I. || Eine Zeile frei. \\ 
PREFATIO. II Eine Zeile frei. \\ [pjOpuIus Romanus rege Romulo . . .; 
Schi. Bl. ß6 (m 6) r: titulo confecraretur. || Eine Zeile frei. \\ Impreffum 
Vienne p loänem Winter . 1511 . 12 . kalen . Augus. || Bl.ß6v leer. 

4^; — 5^ ng. Bll.; ohne Cust.; sign. Lage Bl. I — 6: aräb. I — 4' dann a — l: 
4, rn: 6; — einsp.; Seitenüberschr. in Alajuskel; g^ Zeilen; — Type 12: 
i fnit Schrägstrichen; — keine geschn. Buchst.; — Wz. got. Krone; in 
Berlin Lage f, g, i, k, ni: Ochsenkopf, Stengel, Kreuz, Schlange. 

Berlin, KB., Wn. 4jj6; London, BM., 833. e. 26; — Denis ^4>' danach 
Panzer IX, 6,g2. 

67. Job. Engel: Almanacb novum atque correctum. 15 12. 

[1511]- 

Bl.ir: 1llm«nad) nouü atcß cori-cctü j| pcc 3oannem angclü «vtiü || et 
mebictne boctove pc5||fittfi'tmu ep «ppctje tösHbulis caiculatum || fupetr 
2innc> II bomini, || 1512, i| Bl.iv. leer. \\ Bl.2r: pcefatio || (2l)im«s 



74 Wien, Winterbnrgers Dmcke 

ttÄC^ ty üci'iß atoß coffcctis meis tabulig €al kuUtü . . .; Bl.j^r: ein 
Epigramm: Fiftula nunc tenues tibi dat mea Zoile flatus || Maioref(j 
dabit Buccina mota fonos. |! Schi. B1.4r, Zeile 28: fucccftoncm gfa; 
öietuf. II Zwei Zeilen frei. \\ llnno i)x'\^\ «iSja. abfolutü c(I boc 
rtlamnad) (') in X>cbe «ujttiaca ,1 V»icnna fub Cb^tlcogpbo 3oäni6 
UJtiitcrbuvg . 3tiipcn-] fis üci-o bomtni ©coi-gti 3?(Xbcnbc>i-fcf falubcc-|| 
trime mcöicine boctoris ejrpccicntifftmi . x fa-!|ccatifftmc impecatocic 

maiejlattö || pbyftci aiTumpti, || Bl.4v—l6(c4)r: Kalendertafeln für 

1^12. II Bl.iöv leer. || Bl.i-j{i)r: Canon 3o«nnis öc monte 1| regio 
in lEpbcmel•i^cs♦ j| iTr>)@uin epbemcfibis cuiufübet . . .; Schi. BI.20V, 
Zeile g: cp prccebenti ftsuv« x alijs fuprabictie patebunt. i| 

4°; — '20 ng. Bll.; ohne Cust.; Bl. I — 4 incht sign., dann a — c: 4; Bl. I"] 
sign, i, BI.18: ij, dann nicht sign.; — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
ivechselnde Zeilenzahl, 4^ Zeile^i voll; — Titel u. Über sehr, auf Bl. 11 r : 
Type g; Überschriften sonst Type 4: Text Type']; Epigramm auf Bl.^v: 
12; — geschn. Initialen fein Blattorn., ein FadetiornatnentJ ; Lo?nbarden 
1,1 cm; — Tabellensatz; — Wz. I — 4-" Kreis, Wage, gerade Schalen, 
Stern; a: kl. Ochsettk., Strich, T; b: got. Krone; c: großer Ochsetik., 
aus-iV. geh. Hörner, Stengel, Kreuz, Schlange; Bl. If — 20: Ochsenk., Stengel, 
siebenbl. Kreuzblume. 

j]Iünchen, Staatsbibl., 4°. Eph. Astr. 155I3; — Denis 82; Panzer IX, 12, 61. 

68. Steueranschlag auf Grund der Bewilligung des Landtags 
zu Wien vom 26. April 1512. Gegeben "Wien, 4. Mai 1512. 

(o. J. 1512, zwischen 26. April und 4. Mai), 
Anf (2l)uf ^el• Jlcinifcbfi "S^a^ ♦ litt . li , »nfetrs aütv genebigiflen becrn 
(Sefönbten 3?cte Werbung vnb begcffi || auf bem lannbtag «n Ittontag 
nacb fannb 3oi:gen tag nacblluecfcbincn 3U u)icnn gehalten . an ain 
iEffas]|me lannbtfcbafft beg ^urflentbumbß Oflerccicb ünnbec btt 
Jfnns getan . 3|l feiner %,Ay . tXlt . 3ubillf t>nb || toiberflannb 3r 
niaieilat üeinb onb i»:bcrtDarttgen vnb annbef treffenlicbn notfadjen 
lüiUen ain fum;' ma gcilts als ncsniid) fejrQebti taufcnt gulöen Jleinyfb 
ftetpr öurd) bic viev ftennbe öerfelbn Ianbtfd)afft || auf ainen be; 
llumbten tag .;uraid)en vnb geben jugefagt v>nb bctpilligt . t»nb ber? 
balbn auf tS.iv angeflagft i| JDiefelbn fuma . . .; Schi, bacnacb 

«3ii^t iZvo jucic^ten vnb »or fcbaben juuerbucttcn . jDatum 2tn iKricb- 
tag <Sanb »5^Iorianftag \\ bes heiligen Hlartree ♦ 2(nno bomini . :c ♦ in 
3U3clfften. iJ i^\^cmfrei. || 5Die t>erorbenten ber lannbtfcbafft beg || 

^urflntumb Ofterreicb »nbcr ber ißnns || Die Steuersumme hand- 
schriftlich in der 7. Zeile. 

Querfolio; — Einblattdruck; — ig Zeilen; — I'ype 5; — Anf.-A Anti- 
phonarbuchst., schmal, 2 cm; — kein Wasserzeichen. 

Wien, Nieder Ost. Landesarch., Fasz. Verordn. Fat. 1^02/1^; — Weller 443; 
danach Mayer I, S. 2g, ^V 22. 

*6g. Missale Pataviense. 13. Mai 1512. 

Bl.ir (rot): Hliffale pataüiett . |1 cü abbitionibus . jj 33ftbictionü . Cere; 
orü ♦ Cinerü , palmarü . 35"'^ II Prtff^«I«6 ♦ LEuägelij pafftoig biiicc 



Wien, Winterburgers Drucke 75 

quatci* cu notie || muftcis fm orbtnem qurttuof cuangclijlacuin . iZt \\ 
pafd^aliß pi-cfationie . t^pulttt iam angelicrt . :c . || /jV. iv: Iloizsduntt 

f2J,8 X IS>2 ctnj: der hl. Stephan mit einem Sack voll Steinen; datiert 
1^02 (wie i)n Missah' Pataviense I^OßJ. \\ Bl.2 {rot: i\)r: (rot) "KS, 3«nU* 
«fius l^abet 6iC9 ^yiyi'f'u £un<; .p^):»,- Schi Bl.'J {rot: ■\-')v, Zeile ^2: (rot) 

It (schwarz) i\ fal' ©tlucflci papc ♦ folio . (rot) jSS plcnü offtciü i|; 

BI.8 {rot: -\- V\)r: Goldene Zahltafel (^-le icher Holzschnitt, wie im Missale 

Patav. isog): Äittera bniccicm ab annum «ppofttü || fcirc )'i cupte. 
3n Iffl c Comic c)rtci-ios|iciö cii-c« cruce poftt« .ttt.ccccc.t)ii. nw-W 
merarc ^«nnis futurig beptrorfum : || ...; Grundjahr 1^07; Schi. 
Zeile 18: ppetuo ^lu•abit ♦ || Foio-t: (rot) Tabula fcptuagefimc || 2t 2C 

(schwarz) 'Ilgatbc ütrginig ♦ |i Seid. Bl. 8v, Zeile 27; (rot) pip (schwarz) p ): 

ipipipipip il Pinc Zeile frei. \\ Folgt: (rot) Qcqutt xjcrfus in c^uo babct 
quabo mas||ti-imoniu probibct . . . usw.; Schi. Zeile g6: xtxwnwax illas . !| 
Bl.Q {rot: + üj);- a: fl (rot) ^nctpit e)rc>rcifimi6 falie et II aquc bominicts 
bicbuö ♦ II (schivarz) lib'wxxoxxxi wQ^twt, in noiitinc botitini . 1| (Bui fecit 
cclum et tetrvani. . . .; Schi. Bl.gvb, Zeile 8: ||tecna fecula fcculo^, . 

"Itnicn. II Zwei Zeilen frei. \\ Folgt: G (rot) Tabulfl t»nfca»:Ü . . ./ Schi. 
Bl.IOTb, Zeile ß4: (rot) falcbac . ibtcat . || Bl. II = rot ^{rot: a)ra: 

([(rot) 3ncipit über miffalis fcb'm || cborum patauicfi . (schwarz) (i(rot) 
JDnica || pvrima in abucntu bni (Dfftci ♦ || (schwarz) (2I)JD te leuaui || anima 
mea3 || . . .,- Bl. 140 == )3o(ciii))r^'.- fl (rot) Canon tntnof.; Schi. 
Bl. ylovb, Zeile 24: OipOtCti beo . || Bl. 141 = ^S);-«/ ö (rot) @c; 
quuntuc pi'cfatiocs . . ./ Schi. BI.142 = yZ^vb, Zeile ^8: (Dfanna in 
ejrceliüs ♦ || Bi.142 = i33(f)r.- ß (rot) Pfcfatto bc natiuitatc bfii 
folenitcc . || (schwarz) (P)<^c omia fecula feculo^ . .. .; Schi. BI.166 
= \56(v8)v, Zeile 8: (rot) (3) (schwarz) nclinate capita ücflfa beo II 

Bl. 16'] r leer. |] Bl. löjv: Holzschiiitt (2^,1 XIJ,6 cm): Christ am Kreuz, 
links Maria, rechts jfohannes, Schädel am Fuß des Kreuzes, kein Datum: im 
Hitmnel links itnd rechts signaturähnliche Zeichen. || Bl.l68r: (vC)lE igit 

clcine;||tif|une patev || p icfu . . ./ Schi. Bl. i']4v: ^ifiicuibilt iit i x>\tä 

etetnä 2lnie . || T.- Priester beim Meßopfer (II, I X g,4 cm); die Bll. des 
Canons sind schwarz signiert 11. zwar BI.168: \, Bl. l6g: i\, Bl. I'JO: Üj, 
Bl. I']I ist unsigniert. Bl.I'jlv: -viereckiger Holzschnitt (g,2X^,2 cm): 
Kreuz von Strahlen umgeben, i?/. 775 = \^f {^r a: ([ (rot) 2>0ininica 

prima pofl octas||ua6 pcntl)cd)otles . (Dfjtciü 4 1| (schxuarz) (5D)Omie in tua 
mij||fecicofbia/ Schi. Bt.gi^ = 297 (P ^)vb, Zeile 18: qfumus biic . || 
Bl.^16 =^ 2QiZ(P6)r a: ö (rot) Qubfccjuetcö miffas fpecii||ales pvo 
maioci binini amofis || incentiuo . . . (schwarz) (3)n noic iefu omnc || 
genu flectat : . . .; Schi. Bl.334 = 3i6 (S iS)v a, Zeile 24: II ab mebclam ♦ 
Per bominuni . || Bl.5\6vb: ([ (rot) (Eautelc xri officio miffc ob* 
feruanbc ♦ || (P) (schwarz) Jtima cautela cft . \?t . . ...■ Schi. Bi.g;^6 = 
3^8 (S4)ra, Zeile 58: reparatio befectuß . || -£■/. 3^8r i.- ö (rot) ^legijlrü 
iniffarü (pecialil . | (schwarz) 3" folennitate j^maginis . . ./ Schi. 
Bl. 3i8x' a, Zeile ^-j: pro irreligioftö aut lapfiß . fol' ♦ 3^6 |i i>V. 3\8"' b: 
»joc prefens fm (^oru.^ patauien . cü || otnibus requifitie ♦ t alijg multis 
fupillabbitiö flubioftfftme reuifum correctü || t etneubatü (/) : in clariffima 
P'cbe fuperi: iiorie pänouje : que oli {lauiana : nunc jj Uiena bitta x 



70 Wien, Winterburgers Drucke 

3o«ntä Winterbufgci- : |] et impenfte et labovibus jlubioftus || 2inno 
ffliutie ♦ IC . nttllcftmo quigcnsHtefimo buobectmo ab Tcrciag ibus i| 
nXöij : ftne optatü üenbicag iltiffalc || imprcfTum e^plicit ♦ |1 Eine Zeile 

frei. II (rot) £auß ÖCO . jj Drei Zeilen frei. \\ (rot) Bigna t>ibC6 leCtOC : 
. . . ,• Schi, (rot) telrt bCCOCCtIl . || Eine Zeile frei. || Druckerzeichen 'J 
(8,3 X"], 3 cm) rot. il Darunter in der Blattmitte: (rot) ^iniß. 

2»; — gg6 Bll. : I. 10 ng. -f Il.giS arab. rot r. o. gez. BIL; zwischen Blatt 1^6 
u. J57 (zwischen Lage v und- x) der Catiott von 8 Bll. nicht gezählt u. 
gesondert signiert; keine Cust.; rot sign. I. ij, iij, iiij (6 Bll.); -\-, -\-ij, 
-\-iij (4 BIL); II. a — p: 8; q, r: 6; s — v: 8; eine Lage gesondert signiert; 
X — 3, A — Q: 8; R: 6; S: 4; — /. / — 8, II. Ig^ — IS^ (^ — ^y', der Canon 
einspaltig, sonst zweispaltig; rote Seitenüberschriften; ^8 Zeilen bei mittlerer 
Type; Bl. 6lvb — 86 r a: IJ Zeilen, dazwischen Notenliniett, ebeftso 88 — gj, 
§8 — 100; Bl.lßß — 156: 8 Zeilen, dazwischen Noten; Bl.IJOv (der kleine 
Canon): JO Zeilen, der große Canon ig Zeileti; Bl.ßlövb — ßlSra: 61 
Zeilen; — Druck schwarz und rot; — Titel : erste zwei Zeilen s^eschjiittcn; 
dann Type g; Text Type 4t Nebentext Type 6 und Type 5; Cation minor 
in Type g: Canon Type 8; — Lombarden 5'/2 m?n; 1,1 cm; 1,8 cm; 2,4 cm 
verschnörkelt; Antiphonarloinbarden von 2,6 cm ab in versch. Forinen; 
Iiiitialeti: einige Blattornamefite, ?)ieist Figurenbuchstaben; — Druckerz. 2; 
— Bl. IV Cranachscher Holzschn.; Canonbild; — einige kleine Holzschnitte 
(4,2X2,^ cm), so Bl.g6va; — Wz. I: got. Krone; a^: kl. Ochsenkopf, 
Stetigel, Kreuz, Schlange; a^: kleiner Ochsenkopf, Strich, T; b: schmale, 
gotische Krone; Ci: kleiner, schmaler Ochsenkopf, Strich, T; c^: breiter 
Ochsetikopf, Strich, T; c^: kleiner Ochsenkopf, Stengel, Kreuz, Schlange; 
u. s. f. vielfach sehr schwer zu sehen; nii und v 4- Ochsenkopf, Stengel, 
siebenblättr. Kreuzblume ; m2 — 4' Anker in Kreis; h: 8: Kardinalshut; 
i ^, 4' kleiner Halbtnofid (ebenso München); i8: großer Kardinalshut; 
Stengel (Szepter mit Krone). 

Dr. Langer, I, ^10 und ^ll (beiden Exemplaren fehlt der Canon, dem einen 
auch das Titelblatt); Ilohenfurt 44^ (Titel, Bl. Iß6 u. Canon fehlen); 
London, BM., JjgS- ^^- ^6 (Canon aus einem andern Druck); München, 
Staatsbibl., 2". Liturg. 228 u. 22g; — Denis ']6; Panzer IX, II, 59. 

*69 a. Deckblatt zum Missale Pat. 1512. 

itt (3,lX2,8cmy: Figurenbuchstabe. (Ein Apostel). Als Deckblatt über ein 

E auf Bl. 222 V a. 
Dr. Langer, I. 57/. 

70. Canon zum Missale Pataviense. 13. Mai 1512. Anderer 
Druck? 

Der Holzschnitt ist aus einem anderen Werk eingesetzt; er trägt die Jahres- 
zahl ^5^^^. Auf Bl. 168 (rot i)r: {Z)iZ igtt clcmej||ttfftme patcc iJ p 
icfü . . .; Schi. Bl.ij4v: pcopiciabilc fit in ottä || ctccnam : amen. 

6 Bll., dazu ein erstes vorgesetztes Blatt Perg.; — rot sign. Bl. l68: j, 
Bl.l6g: ij, Bl. I'JO: iij, BI.I'JI: iiij; — Bl. I']lv: runder Holzschnitt 
(3,5x3,2 cm): Christ im Grab. 

London, BM., JjgS- ^^- ^6. 



Wien, Winterburgers Drucke 77 

71. Maximilian I: Generalmandat gegen Brandstifter in 
Oberösterreich, o. O. 26. Mai 1512. (o. J. 15 12). 

Auf. (XV> ii- Illavimiltan oon gots gni^^cn lEnrelrcr Jvomifcbcr Äayfcf 
3uallen3cttrcn rncrev öcs J^eid)» m rtevmanien 311 hungecii i>almacicn || 
ilroacicn . 2c . . . . tgmbicten öcn lEnpirbigcn '4;i'famen peiillicbn jj ans 
öcAtipcn tßbln ünnfcrn liebn getreix»cn . Xt . . . . in »nfern ^furflens 
rlnimb o|lerretcb ob 5cf '4;nnö . . . «llee gut ♦ Xiacbbem vrir 5uvd) 
ctleublicl) «n3ai5cn x)nt> aus bcfantnufe cttl!d>er per? fönen becicbt . . .; 
Schi, ernnillicbc marnuntt . ©eben an Iltitidicn nacfa fanb üfbans xo,^^ ji 
linno . :c . im 3U)eltten ünnferr 3?eid)c bes KomifAen im t=5ibcnunb5 
3toain3ipi|len vjnb bee »^ungcrifcben im t>rea)un63tDain3igiilcn 3accn. || 

Großqiterfolio ; — Eiiiblattdriick ; — 14 i^eilcn ; — -l^yp^ 5! — Anfangs -IV 

großer Urkundenbuchst.; — Wz. got. Krone. 
Wien, Staatsarch., gedr. Edikte nach i^OO. 

72. Maximilian I: Handwerksordnung für Maurer und 
Zimmerleute für das Fürstentum Österreich, o. O. 19. Aug. 
1512. (o. J. 1512). 

Auf. (,V0}3r IlTapimilian v>on gotg gnaben ifftDcItet* 3?omifAec :Sarfet: 
3uaUen3citen mevei* bes Jleicbe : in (Sermanien : 3U »oungern : iDalma; 
cien : Croaci' en . IC . "Suntg : '-gi'Qberijog 311 Oilerceicb ... X"rad)t>em 
bif bei* ünnfec Bürger x>nb 3niPonec gentainicitd) »nfei* Stat VOicnn: 
aud) anber ünfci* on^ertban auff öent £ant«t : bui'd) bie 3tmci-Iei»t 
x>nb mait>i*ei* mit i»em Ion mecJrlicb »nnt» bod) befittei't t>ni> übernomen 
loerben : . . .; Schi. bM ijl t>nfcc ernnfllid)e mafnung. <5zhtn an 
Pbint3tag v»of fanbt 3aftboIomeu6 tag bes bciligen 3it)cItpoten . 
Ttnno bni.^untf3eben Ibunbert ünb im 3U)eIfftcn unfef I?eid)e beg 
Homifd)en im fibenunb3U)ain3igitlcn ♦ vnb bti ^urtgecij'd)cn im bveif ; 
unt'3Xt>ain3igiilen 3ai-en. |i 

Querfolio; — Einblattdruck; — g^ Zeilen; — Type 5/ — Anf.-W ver- 
schnörkelter Antiphonarbiichst. 2,4 an; — Wz. got. Krone. 

Wien, Ar eh. des Min. des Innern, Abt. Patente ; — Weller 444! Mayer I, 
S. 2g, NO 24; Quellen zur Gesch. d. St. Wien I, 2, I^l^. 

73. Maximilian I : Edikt gegen den Durchzug von Zigeunern 
in Niederösterreich. 17. Dezember 1512. (o. J. 1512}. 

Anf. (lt>)3c ilta^imilian Man gots gnaben '.gftDcItct: 3^omifd)cc 'Ko.'^yzx. 
3U allenQeiten merei* öce 2teid)6 : ii in (Sennanien : 5U »oungern : sDal; 
macien : dfoacicn . li . :Eunig : UrfijbefQog 3U Oflerrei^ : «oCfQog 3U 
^utr*iigun6i : . . . t>nfer gnat» t»nb allee gutt . VDietüoI xo'w oocmalle 
in tjnfeu XTibet:oticrfeid)i5 1| fd)c ^fucflentbüb ünb lanbc : beuolben 
baben : bic jigcinei* in biefelbn »nfer lanbe : nicbt fomen : legem 
nocb ii butrd)3ieben 3uIaiTen . Qo toei'ben xo'w: bod) bei'icbt : . . .; Schi. 
»nnfeir || ecnjllicbe maynung ♦ (Seben am ^ferytag (.') nad) fanb Äucicn 
tag . 'linno bni . zc . 3'" 3U)eItften ünfcf Jleid)e be* j| 2?omifd)en im 
@ibenunb3tt)ainQigiilen . ünb bee voU'^SCf'f'bcn 3^" bcett)unb3n?ainQij 
gijlcn 3<*»-*^" ♦ li 



78 Wien, Wiiiterburgers Drucke 

Querfolio; — Emblattdruck ; — l6 Zeilen; — Type ^; — Anfangs -W Anti- 

pho?iarbuchst. verschnörkelt 2,4 cm ; — kein TVasserzeic/ien. 
Wien, Archiv des Min. des Innern (Weller 44-'i Mayer I, S.2g, N'^ 26). 

74. Psalterium Pataviense. 15 12. 

Bl.ir: (rot) pfalteftü || cutn 2intipboni6 ♦ 2lcfpons||foni6 . »oftnnifcß in 
notj muj|iftcalibu6 ♦ zc . |i Bl. iv leer. \\ BI.2 = ■\ (<X \-\)r: ([ O'otJ 3n* 
cipit Pfaltei-iü cü notj 2tnttpf>ani6 (/) et ^]rm*||ni6 . (schwarz) ([ (rot) 
JDotninicie bicbus ab matutinas ♦ 3""'t<*t7 ♦ II Noteitzeile. || (schwarz) 
(2v)ege magnü . 2lt>orem9 . . .; Schi. Bl. 114 = u3 (p \\)v, Zeile 11 : \\ et 
nunc et in perpetuuin , 2tmcn ♦ || ^^o cm frei. |j ^^02;^! pfalteriü bauibi* 
cum CU5 fuis llntipbo^Unis . J^cfpofoi'ijg . «c 'äymniö » fub nötig || trectc 
ipm concenientibuß : per ^oanncm || lüintei-bucger Ciue VDicnit . 
2tnno bfti ♦ i| i5i2 . jluöiofe iu^'ta vitum patviuieü : imslipreffum : et p 
bnm tOolfgangü gtrefinger |1 muficum biligetec emenbatum ; fauflum || 
^«bet finem . || Bl.iis = W^r.- (rot) 2lcgifltrum |! . . .; Schi. BI.116 

= \\5rb, Zeile 2g: (schwarz) t?eni CCCatOC fpiritUS . fol' . \0\ \\ 2 cm 
frei. Folgt rot: Signa vides lector . . .; Sclil. tela decorem . || Darunter 
rot Druckerzeichen 2. Bl. Il6v leer. 

2^: — Il6 Bll. (I ng. + 11^ g^^-)', keine Cust.; sign, a — o: 8, p: 4', — 
einsp.; rote Seitenüherschr.; go Zeilen; — erste Titelzeile geschn.; — Titel 
Type 8 mit Anf .-Buchst. Type 2; Text Type Q (gelegentl. Buchst. Type ß); 
Text zu Noten Type 4 j Inhalt Type ß; Verse Type 12; — Lombarden 
5I/2 ?n})i; 7 mm; I,ß cm; 2,4 cm; zu Noten 2,7 cm.; — Antiphonarbuchst. 
2,8 c?)t; — Notensystem- l, Fliegenköpfe; — Anfangsbuchst . Ranken weiß 
auf schwarz; ■ — - Wz. got. Krone u. hoher Kardinalshut. 

Melk, Stift sbibl., P. I ; — Denis 81 ; Panzer IX, II, 60. 

*75. Exemplar in modum accentuandi secundum ritum ec- 
clesiae Pataviensis. 22. Februar 15 13. 
Bl.ir: (rot), Lg);emplaf in mobü «ccentußbi || fcb'm tritü d)oci eccl'ic 

Prttauieil . || Holzschnitt (l8 X Iß,S cm): Bischofswappen, links oben, 
rechts unten Löwe mit Menschenkof, rechts o., links u. Frosch, im Band: 
SCS^Ü^iVTPB ©2in(E^t?S, datiert ^5I3. Wappen des Passauer 

Bischofs Wigiil. Fröschel. \\ Bl. iv: (tD)3gilcus bei gfa Lgpug Patauieft ♦ 
X?niucrft6 x fmgulis platj tgcclefi«^ || parcocbialiü Kcctoribus . «lijffB 
ccclefiflfliciß . . .; Sclil. iuflicia mebiante ♦ jDatü « p«tauie , bie pma 
mefiß niaccij . "Mnno bfii . 2c ♦ || trebecimo : ncilro fub fccreto maioci . i| 

Eine Zeile frei. \\ G (rot) »Tabul« feu Kegillcum l)UiU6 libelli . II (schwarz) 

Pccfatio . folio . \ \\ . . .; Schi. Zc beü Uubamus ♦ (rot) 68 || Bl. 2 = 
1 («ij)'-' C f^'^^J 3« mobum accentuanbi iEpempIai* ♦ fcb'm laubabilcm 
ns||tü CI)Ofi fancte cccleftc patauicft . 3ncipit felicitcc . pcefatio ♦ || 
(schwarz) (*C)Ä«ctatui*us be mobo accetuanbi i ntinijlefio |1 biuinocü 
officiocü : . . .; Schi. 6 = 5(a6)r: vt patj ifc<t ♦ || Folgt unmittelbar: 
G (rot) ©equuntuc i£);empla : tum Kegens »cfperas '^ntvpxt fic ♦ || 
(Bl. 6v): (rot) 5D (schwarz) ißus I «biutoriü meü intebe . . . .; Schi. Bl. 70 
= 6()(i6)r: in ctecnum. || Zwei Zeilen frei. \\ fVö^y üTobue accctuäbi 
pfu : citu eccl'ic patauieü , p 3"^« II Wintecbucgec Picnc folerti 



Wien, Winterburgers Drucke 70 

acte impffue felicitcr fts||nit ocmuo f^xlcnbite ntarctj . Unno ^ni 
♦ \5\3, II Bl.'jOv: (schwarz) Signa vides lector : hyberna ex arce Jo- 
annes . II . . .; Schi.: tela decorem . || Eine Zeile frei. \\ Druckerzeichen 
2, rot (8, 3 X'], "2 cm): IW, Schhingenpfeil. ß^j^ cm frei. \\ 3flc Itbelluß 

efl coccectus p T3ica*||cioe (tbori z 3<5^<^""^'" ©tain;|ibel Cuflobe 
ifccl'ic patautcn , || 

2°; • — / >i^. + 6g gez. Ell.; ohne Cust.; sign, a — h: 8, i: 6; — einsp.; ohne 
Seit eiiiiber sehr.; ßg Zeilen voll; Iß Notenzeilen; — Druck rot und schwarz; 
— Titel Type 8, hischüfl. Verordnung Bl. I v und Korrekturvermerk a?n 
Schi. Type 5, Register Type 6, Text Type 4> Glossen Type 7, Schluß- 
verse Type 12; — geschn. T (Blattorn.) ; — Lombarden 5^/3 mm, 1,1 C7n, 
7,5 cm, 1,8 cm; — IVz. fast durchweg Kreis, Strich, Fadenstern; oder 
Kreis, Strich, durchkreuzt, Fadenstern; eine got. Krone; h2: Ochsenkopf, 
Stetigel, Kreuz, siehenhUiitrige Kreuzbl. 

Dr. Langer, I, ßlß; Hohenfurt 450; London, BM., ßßöü. g, 22 ; München, 
StaafsbibL, 2°. Liturg. 108 (mit Deckblättern) ; — Denis gg. 

75 a. Probedruck für das Exemplar ... 15 13. 

Bl.ig{'\%) u. Bl. 22 (2\). — igr u. 22 7- fertiggedruckt, Bl. ig r u. 22 r nur 
rotbedruckt. 

An f. in mcbio feb tm in finc notanbü ücnit <!^ talis oco j>nüci«ba efl || 
in ünifono p oTa pro »t fup . . .; Schi. Bl.2\v, Zeile iß: x>t omes 
cvebecct per illü; Xlö tvat ille lup : fcb vt tc|limoniu3 || 

Kloster neuburg, Stiftsbibl. (unter den Bruchstücken). 

76. Deckblätter zum Exemplar ... 15 13. 

/. Bl.2 = \r, Zeile 8: bOi||inU6 bni [^niACuIe] « labofc aüt ...; statt 

falsch: ^mubcre. 
2. Bl.2r, Zeile 2^: cöfuctubo [tttagiflra] pcipit . . .; statt: in gvatja. 
ß. Bl.ß = 2r, letzte Zeile: tonus ftt iUiuß [auctcrimtis ♦] statt «cccntis. 

4- Bl.68v u. 6g r (= (y^v 21. 6s r) sind ganz neu gedruckt worden; sie be- 
ginnen Bl. 677' a: [Cc trogamue aubi noe ♦ || (rot) V (schwarz) t nobis 
inbulgeaß . vCc co* || (rot) X> (schu^arz) t p«cc X cöcocbiam nobis || 

boneö ♦ (rot) 21' . (schwarz) (Tc fOgamU6 . || . . .] Die ersten beiden 
Zeilen fehlen ursprünglich; da sie eingeschoben werdeti mußten, wurde 
der ganze Satz gebrochen und erst Bl. G?,rb kam die Verschiebung- zur 
Ruhe, da dort einige Zeilen frei waren. 
München, StaafsbibL, 2°. Liturq-. 108. 

TJ. Steueranschlag auf Grund des Landtagsbeschlusses vom 
6. Juli 15 13 zu Wien, zur Unterstützung gegen Türken 
und Venetianer. Gegeben Wien, 15. Julii5i3. (o. J. 1513, 
um 15. Juli). 

Anf. (2t)ut bei- 2loinifd)en llay . litt . ic . »nfei-ö allcrgncbigiilcn bccfn 
Werbung vnb begecn fo aincc igrfamen gemainen Ianbt5||fd)afft bec 
»icc jlenbe be:f lEvQbei-Qogtbumbs (Djletrceic^ »nnbec bei- ifnns : bui-^) 
ben but:d)leucbtigii bod)gebornen fuc)len 1| vnb l^etrcn : f)et:trn *f trnjlcn 
niacggvauen 5U Prtbcn : ©rauen ju Qpanbaim ♦ zc . onb anbei* 3trctr 



öO Wien, Winter burgers Drucke 

tttt , Hctc . . .; Schi, üub igu) öacnad) \xxhzn 5ucid);iitcn . 2)atutn 
tüienn am Jtreitag biuiftonis 2lppofloloy, . TInno 5ni . il , 3m örep 
Qebcnben . || Zeile frei. \\ Verocbent 5ec brcycc flennbe : prclaten : 
»occcn : |1 r>nt» 3^ittcrf(^afft in ©ilertreic^ onnbcc feec iSnns || 

Querfolio; ■ — Einblattdrtick; — 24 Zeilen; — ^'/^ 5', — Anf.-A Anti- 
phonarhuchst . schmal 2 cm] — Wz. kleiner Ochse7ikopf, Stengel, Schla7ige, 
Kreuz. 

München, Reichsarchiv, Passauer Blechkastenarchiv, Kasten 6$, Fasz. I (aus- 
gestellt für den Bischof zu Passau auf iiij c xv t' xxj ch). 

78. Vigilie cum vesperis et exequiis mortuorum, secundum 
ritum eccl. Pataviensis. 30. August 15 13. 

Bl.ir: (rot) X^igtltc cum üefperis : e)i:e;||quij6 motrtuocu «nnej^is canttci« 
eat:uns||5cm t cetccig in ciföe jj morc fubnotatis ♦ ]| Bl.iv: Holzschnitt 

(18,2x1^, ß cm): Wappen des Bischofs Fröschl v. Passau, datiert Ißlß. \\ 

Bl.2 = ] (aii)r: C. (>'ot) 3nciptunt Vigilic moftuovü maiores ♦ || 
(<D) (schwarz) Jlcmus pco omnibu6 ti^clibus öcfunctie . Jlcquiem || 
etccnam . . .; Schi. Bl.2ß {2\)v, Zeile 28: ^bt''\\\inxn fecfunctorum res 
quiefcant in pace . 2imcn . || Bl.26r: Signa »ibee Icctoc . . .; Schi. 

tcia becOfem . |i Folgt rot das Druckerz. I (8,3X1,2 cm). || Darauf: 

»ounc cmenbatifftmu X>igiliarum maio;i |i : minocü cobicc : anncj^ie 
cäticie : üefpcirj : \\ x cjrequiis bcfunctocum fm tritum cccl'te || pata* 
uieft . 3mpf)u 3<^^' ♦ VDintet'b' . diuig i] t>tenneft6 ♦ tfmenbatotre JD ♦ 
Simone bc \\ UXucfcu 33cabätino . fiene . tei'cia :Ealen , ;[ Septem; 
bfig ♦ 2lnno bni ♦ (rot) I5l.3. || Bl.26v leer. \\ 

2»; — 26 Bll. (I ug. + 24 §-ez. + l ng.); sign, a: 8, b: 8, c: 6, d: 4; — 
einsp.; rote Seitenüberschr.; 30 Zeilen Text; 8 Notenzeilen; — Druck rot 
u. schwarz; — erste Titelzeile Type 8, erster Buchst. Type 2, zweite und 
dritte Zeile Type Q; Text Type 4 und Type g; — Lombardefi: 0,J, 1,6, 
2,1 cm; — Afitiphonarbuchst. 2,8 cm; — I?iitialen: ein Wilde-Leutebuchst., 
ein „Cr anach" -Buchst, und ein Blattornament; — Notefisystem I; Fliegen- 
köpfe; — Druckerz. 2; — Holzsch7iitt Bl. iv; — Wz. a, b, d: got. Krone; 
c: großer Ochsenk., Stengel, Schlange, Kreuz u. kleiner Ochsenk., ebe?tso. 

Wien, Hofbibl., 2. Q. ig; — Denis 102; Panzer IX, IS, 80. 

79. Rubrica brevis Pataviensis. 24. September 15 13. 

Bl.ir: Jlubcica bireuie et ütiliffima fe^liptem compenbiofie atqj psHpctui» 
biflincta nocmulis |i quib9 iupta patauieft . |i ecclefte tritü i abuei||tu 
bomico . (Dträ^ilbi : £antanbi : 1| 2lnticipabi=i!cp feries . q i| plane x ot\\ 
biatiffulime ccrjinit. |1 Bl.iv: 2^euerenbif|uno in €f)citlo patci x bfio 
bomto Ü ujigileo patauieft ♦ eccl'ie pontiftci pietiffimo . || Zeile frei. \\ 
t)ibebam J^euecebiffimc preful plerofcjj per tuam sDioslicefim paffim 
cffe : c\VL\ non mebiocritec fepe contucba^jlrentuc; Schi. Zeile ig: \\ cui 
falle meas lucubraciunculas nuncupatim et iure |i quibe ttrabo . üalc 
antiilitum becus : litterato^, colume . i| Bi.2ra: d (rot) (ßualiter 
cantanbü : antici^ipanbü : ocäbüue ftt quotibie in || abuetu bni fm 
rubricam pata5||uien . eccl'ie ♦ Septe fequüt cc;||gulc in ocbie ppetuo 
bucätee . i! (P;2\ima fcgula . Si littera !| bominicalis juttxt 21 . || 



Wien, Winterburgers Drucke 8l 

(schwarz) G (rot) 25nica i ♦ at^yxlt'^ , (schwarz) 2(git bc ^ni;l|ca . . . .; 
Schi. Bl.gvb, Zeile t: \\ CctCtr« omnia Dt bC uigilta . || Freier Raum; 
fast a?n Schluß der Spalte folgt: + || 3ms||piTutn || X^icttne || p 3os 

ancm || njttctrbui-gef . || 2inno bnt . milslllcftmoquinscteft'llmobccimos 
tcvcio . Ocjltauo falebas Houebne || Bl.io: (leer r fehlt). 

8°; — 10 ng. BIL; ohne Cust.; sign. Bl.ß: aij, Bl.4: aiij, BI.5: aüij; — 
zweisp.; keine Seitenüherschr.; ßg Zeilen; — schwarz- u. rotgedruckt; — 
Titel Type 4, Text Type l4; Rubrik g; — Lombarden 3 u. ß^j., mm; 
— Wz. p (t). 

Wien, Hofbibl., 40-]. 4o6. A; — Denis I04; Panzer IX, 15, 81. 

80. Missale specialium missarum pro itinerantibus secundum 
rubricam Pataviensis ecclesiae. 15 13. 

Bl.ir: (rot) ItTiffale fpecialiü miiTa?t II V^o 3tincranttbu5 fcb'm Kubtri« 
cam patauten . || eccicftc . per orbincm ftngulainim fcf^tuitatum || 
totiuß anni x peculiacium offtciocutn ♦ zc . || Bl.iv. Holzschnitt (16,4 

X12,2 c?n): in der Mitte der hl. Stephan 7nit einem Sack voll Steinen, 
ti.s.f, wie im Missale Pataviense IßOg. \\ Bl.2ra: ([(rot) JlcgififUm 

^uiuö Äibclli ♦ II Zeile frei. || (schwarz) ©abbato b\t 5c ücnefatione 
bcatc II matrie . . .; Schi. Bl.2va: Canon matoe . (rot) Kcqcc i mcbio 
Itbtri . 11 Bi.2vb: C (rot) 3ncipit cvofcifmus falie et aquc || öomtnicts 
öicbus ♦ (schwarz) Ubiutoriü noflfü || in . . .; Schi. Bl.gr b: in II ctccna 
fccula feculojrum ♦ "Hmen . || Bl.gva: (I (rot) ©abbato 5ic öc ücne* 
ratiöe bcs||atc niavic üifginis , (Dfftcium ♦ || (schwarz) (S)2tlue fcta || 
pavcß eniijlp« ...; Schi. Bi. 4vb: ücne»:atio=||nc l)cc tue obtulimus 
mmejlati ♦ p . || ^/. 5 = 1 («);■ a; G O'ot) 3n fctä noctc in gallicatu , 
(Dffii* II (schwarz) (2))(Dinin9 6is||pit «'ü me || ftlius me9|| es .. .,• Schi. 
Bl.j8 = 3-^ (e4)vb: in noie biii . (Dfann« in cjccelfts . || Bl.ggr leer. \\ 

Bl.ßgv: Holzschnitt (16x11,6 cm): Christ am Kreuz, links Maria, rechts 
Johannes, vor dem Kreuz ein Schädel, davor ein Knochen, im Hintergrund 
Jerusalem, rechts ein Felsen. Keine Signatur. || Bl.40r: (C)i£ igitUf cle* 

metiffime || patcc pcv iefuj );pm jt5||lium tuum fenm ncm : || . . .; vC.- 

Blattornamentbuchstabe. Schi. Bl.44v: tS «ppiciabilc \it in t>ita Ctecna : 

amen ♦ || Bl. 45 = 35 (f) r a: G (rot) 3nctpit cömune fcto^ p cicculu3 || 
anni . tEt pt'imo be cuagelijliß . (Dfft ♦ || (schwarz) ((1))S iujli me || bitabit 
. . .; Schi. Bi.62 = 52 (h 4) rb: ^ftui || x)iuiö t fcgnas in fcl'a feculo^ , 
2tme . II 4 Zeilen. \\ (rot) S'xmt felicitcf ♦ f iennc impretTum p || 3"^^'' 
VOintecb' . ItnnO biii ♦ ]5]3 ♦ || Bl. 62 v: rotes Druckerz. ß (s,6x4,g cm): 
IW, Schlauste, Pfeil, Wilde Leute. || 

40; — 62 Bll. = 4 ng. -^ ß4 gez. + 6 ng. + i8 (= 35—52) gez. BIL; 
die ng. auch nicht sign.; die gez. Bll. sign, a — c: 8, d: 6, e: 4> f^ 8, 
g: 6, h: 4>' — i'ote Seitenüberschr.; zweisp.; 38 Textzeilen; 20 Canon- 
zeilen; — erste Titelzeile Type 8 (== Canontype); Titel z. 2 — 4' Type 4; 
Text Type 6 u. 7; Canon Type g u. 4, rote Überschr. darin Type 6; — 
Druck rot u?td schwarz; — geschn. Initialen; rote Lombarden: 4 nun, 
'] mm, 1,1 cm u. 1,6 cm; — Wz. i — 4> Stab mit Schlange; a — c,fi,g\: 
Kardinalshut ; d, e, f^: Kreis, Wage, runde Schalen; Canon: p; h: 
kleiner Ochsenk., Stengel, Kreuz, Schlangle. 

Langer, Osterr, Bibliographie I. 5 



82 Wien, Winterburgers Drucke 

Meli!, Stiftsbibl., P. g40; München, Staatsbibl., 4°. Liturg. 404 u. 40S; Stift 
Tepl, VII. D. I; Wien, Schott eiistift , 47. d. 5; — Denis lOl; Panzer 

IX, IS, l8. 

81. Wenzel Faber von Budweis: Aderlafstafel, deutsch, auf 
1514.') o.J. (1513). 

Die rote Überschrift fehlt; nur Spuren diWO?i erhalten. Anf. I r a: 2int 

tag ^cs nctoen jars gut on bic fc^endrel pucgatto in allen . ntc>nl|]|ag 
nad) &cm nctocn iav mittel on bie fu^ pur , in pillen ♦ Sonnabcnt || 
]|ut pur . im tcantf ♦ ©ontag t»n5 motag nac^ JAhiani gut on bic 
bicd) II . . . Schi. Bl.ira: 2tm tag bec gebutrt c^rifli x>nö ioljannie || 
hM ^aubt II Eine Zeile frei. \\ (rot) ]lgtafcl boctofiö VDencjcflai pon 
25uöU)ci6 II Bl. I r b: (rot) 3cnncc (schwarz) Utontag t)nb mi [;*«'] oc[/i] nac^ 
5cm nett)cn ...; Schi. Bi.irb: \\ bcc t)nf(^ulbigen finbcc tag mittel 
bab II Rückseite leer. 

2"; — Einblattdriick; — erhalten : ^0 X 22 cm; Kopf -weggeschnitten und 
Seiteti tnit Textverlust beschnitten; unterer Rand j^j^cm erhalten; — 
zweispaltig; erhaltene Spaltenbreite 11,4 on, o-H^ mindestens 12^/2 cm; — 
SS erhalte7ie Zeilen Irb (gesamter Text); wohl ?iur Uberschr, weg- 
gefallen; — Namen der Mottate u. Überschriften rot, Type 4>' Text 
schwarz, Type l; — einige Lombarden: S^U f^^n; — Wasserzeichen nicht 
sichtbar, da das Bruchstück aufgezogeji ist. 

London, BM., C. 18. e. ^. (33.). 

*82. Georg Peurbach: Tabulae eclypsium. 13. April 15 14. 

BL ir: Tabulac tgclypftü ntagi^lri || ©eorgij Peucbac^i] ♦ || Tabula 
Primi mobilie 3o;||annis bc HTonte regio« || Cl^^ices praeterea 
monumetoR | quae clariffimi uiri Studii Viennenfis alumni in Aftro- 
nomia & aliis || Mathematicis difciplinis fcripta reliquerüt . cj fi lector 
haec te oblectauerint : curabimus ut & alia in luce || bono Aufpicio 
aliquando progrediantur . || C Pojlremo t3t nibil tc : quob fcitu bignum 
cfl pcactereat : || Inuenies ftudiofe lector ex hoc diligenter impreffo 
uolumine mirum quendam & fcecüdiffimü pluriü || tabularü : & pene 
omniü inftrumentoR : puta Aftrolabii : Sapheae ... ufum & ex||peditam 
praxim . Sunt eni Theoreumata tabulae Primi mobilis . . .; Schi, pfpi- 
cacis ingenii uiris oblata eft . || Drei Zeilen (i^\i cm) frei. \\ Coelum 
^Cabella »fati. \\ 3 cm frei. \\ f Jfbicto 3mpccatocio t)eti||tum ejl:nc 
quis in beccnio || \)0C infignc opus impmat || vcl alio?, buctu t im« 
penfts II e):cufum üenbitet:fub mul||cta «mifftoniß omniü epei||plai*iü : 
z quinquaginta nü||mot:ü aucco?, pro ftngulie || impreffts t>el vtm 

bitift . II Links davon Holzschnitt : Mondfinsterniserklärung ; rechts: Sonnen- 

finsterjiis. \\ Bl. iv: ^^'^o^i^xvcä X>«,'^'\o,m iDe Sancto (5allo poetae et || 
(Dcatotris nupcr Cacfarcis manibue laureati || 3n laubcm opcrie tEpi« 
grama. || Eine Zeile frei. \\ Qui fragili cenfes morituram in corpore 
mentem : |1 . . .; lO Distichen. Schi. Et longo duret tempore partus 

i) Die Jahreszahl ist nicht mehr vorhanden; ich gebe sie mit Vorbehalt als 
15 14 nach dem Museumskatalog. 



Wien, Winterburgers Drucke 83 

bonos. II Zzi'ei Zeilen frei. \\ f ^Cttuli Canottü in tabulas iJJclypftü 
mapijlrt (Bcorgij Peui-bad)ii . || Eine Zeile frei. II I Tempus Oppo- 
fitionis . . .; Schi. Finis Regiftri Canonü tabularü Eclypfiu Magiftri 
Georgii peurbachii . || Bl. 2(aa2jr: f Kcgtflrum Canonum Tabulc 
Primi mobilie || 3oanni6 bc inontc regio Vixi bifcrtifftmi . || / C7n 
frei. II problema pritnum i| % cm frei. \\ ((5)tEncralem tabule ufum 
in primiß C):pl«narc ♦ || . . .; Schi. Bl. 2v: Finis Regiftri Tabulae Primi 
mobilia Joannis de Monteregio. || Bl. ^faasJr: ^ PracflantifftmO 
x>ivo 25, Tbomac J^efd) pbilofopl)0 || poctac Tbcologo:: eccleftac 
catbct>rali6 t>ienenft5 || Canonico (5corgiu6 Tannfletter Collimitius || 
ÄjTCoripenUö ^Irtium z Htcbicinae boctor. || Btubijct3 cniuerfalig 
Piennenfis [| in 2lilrc«nomia profcffor || orbinarius . 'S, JD. p. Il i cm 
frei. II (E)Dituro mihi . . .; Schi. Vale bene . || Viennae Auftriae Septimo 
Idus Januarias . Anno Chrifti fupra fefquimillefimü decimoquarto. || 
Bl.^v: i]I Piri ntatbcmatici quos inclytü Piencnfc gyMnnaftü || orbinc 
ccicbrcs bftbuiw 1| Eine Zeile frei. \\ (»^)(£nncug bc ^affta ©crmanug 
Vir undecüg doctiffim9 : ex ue-||tuftiffimo . . .; Schi. Bl. 6v , Z. 6: 
prorfus degenerare uidear . || Zwei Zeilen frei. \\ ^ lITagiflcr %\)OXn.M 
Hefcb c^' TkKzvM »Cbcologue : poeta : || Piencii . cccieftc catbebr«!' t9,'' 
nonic9 Piro c;;:celletifftmo || mcbicinac x matbematiccs .pfeiTori erubi* 
tifiuno I iDfio (Bcorgio ^annilcrtcr CoUimitio || tttagna c^aritatc 
amico bilecto || ©«lutcm t ^oelicitatem , || Eine Zeile frei. \\ (P)Oftu- 
lafti fepenumero . . .; Schi. Valeto fceliciffimus . Datü Vienae || Quarto- 
decimo kalendas Martias . |j Eine Zeile frei. \\ ^ iSiufbcm sCI)Omac 
üclociani »oe)i;aflicon in gcntinas tabellas, || Eine Zeile frei. || Qui 
uelis aftrigeros . . .; 6 'Verse. Schi, monumenta uirum . || Bl. yr; 
^ 3oanne6 nticbaclie 23uborenfi5 2?octifftmo || ITlatbematicae et 
Jltebicinae profeffoci || "^no ©corgio iTannflettcr £oUimi]jtio Itmico 
X patrono . S. JD. || i cm frei. II (©)3u mibi fuit animus \}\x\ncm\\\\\\it 
ftmul et II doctiffime Collimiti . . .; Schi. Zeile 42: ama . Viennae || 
Auftriae Anno ab Incarnatione Chrifti . Millefimo quadringentefimo ac 
quartodecimo . Pridie kalen-||das Maias. Bl. yw; ^'^acchwi fpiegcl 
Sclcflanue 3ureconfuItu6 Caef.: 2lrd)ibucali6 ©ecrctj . || no.iuriü 
in ^ubio Picnneft . profeffor ♦ 2tb (Bermaniant ingeniofam, || Eine 
Zeile frei. \\ Bombarda . . .; 6' Verse; Schi, pares : || Eine Zeile frei. || 
^ ©ebailiani ^unbcrlij Carmen ab £ibrum. 1| Eine Zeile frei. || l 
celer . . .; 8 Verse; Schi, fepulta uiri . || Linke Spalte: f XTicolaue 
<5crbeliuö PborQcft« || Quid non tentarunt . . .; 16 Verse; Schi, adit . || 
Rechte Spalte: 2lb boctiffimü ©corgiü »Cannilcter H doUimitiü ^trtiurn 
X Mtebicinae |i boctorem, igt 2iilronomiac || Piennac profefforc 5Dfim || 
et preceptorcm fuü || 'Jinbreae perla(^ ©tirij (Dctoflidjon, || Eine Zeile 
frei. II Aftra per aethereos . . .; Schi, grata decus . || Folgt: Emendanda 
in tranfcurfu errata (tum ob nimiam Calcographorum feftinantiam : tum 
etiam cj fimul || totum perfpici aliquid prorfus nequeat : ut in opticis 
oftendit*) fubfequunt". 1| ...; Schi, emendare poterit. || j5/.<?7-.- ^PraefAtio 
nragiftri 2tnbreac ©tiborij 23oii in || tabulaß Jf clfpftü Ht. ©corgij 
peurbachii || Piri iltatbematici erubitiffimi . || i cm frei. |1 (U>.)Pi6 
non gratulctur infigni reipublicae litte||rariae ueftrae Rector Decane 

6* 



84 Wien, Winterburgers Drucke 

atcjf caeteri uiri ornatiffimi : . . .; SckL Bl. 8v, Zeile ig: magnalia dei . || 
Eine Zeile frei. \\ Folgt Zeile 10: 3" cacmtHC '^<:><x\s\\\\\ (/) pcO ^UC abes : 

rccü ♦ »ouc abes : x petrü ♦ x pro «flrigeras «jlcigenae : x ^ iflt)ac ifta 

^aec lege« || Holzschnitt (1^,6 XQ,6 ein): zwei Astro?io?nen unter einem 
Hiinmelsglohus ; oben Spruchhand. \\ Links: ^5, rechts Xß. \\ Bl.gfhhjr: 

\ Ptropoi'ttionce et 2 || ^ Canonee in »Tabulas iSclypftum niagi(lci || 
©eocgij peucbac^ij Viti petfpicacifiimi ♦ . . .; &Vi/. j5/. 16 fbbSjv, 
Zeile "ig: a principio ad finem . || Eine Zeile frei. \\ Folgt: C Figuratio 
Eclyfis (/) Lunaris Ad annü Chrifti . 1460 . currentem . || Folgt Figur. \\ 
Bl. I-]r — l8v: »TabeU« ntanualtS . || Von Bl. igfaj ab folgen die Tabellen; 

Schi. Bl. 68fim2)v: f *C<;bularum tgclypftum HT. CPcorgi) Peucbac^ij || 
\?jci in Itilconomia : omni ntatbe||mattca pecfpicaciffimi || J3X'1^3®' II 
Bl. GgCiXUyr: ^Vtncvci,h\\i x cpccgio t»ii*o bfio ©corgio |! Ratzen- 
perger Artiü & philofophise magiftro . Facultatis artiü || Studii Vien- 
nenfis decano optima merito Georgius || Tannftetter Collimitius Ly- 
coripenfis Artiü || et Medicinae Doctor S. D. j] Eine Zeile frei. || (N)Ihil 
mihi inter omnia . . .; Schi. Zeile 2g: Vale fuauiter . Vienne Auftrise 
Quinto kal's Martias Anno Chrifti . 15 14 . || Bl . 6g ('WVi'h) v : ^ 2inbccac 
Stibori) Soij 3n tabulant primi mobilis Pracfatio« || Eine Zeile 
frei. II (J)OANNIS DE MONTE REGIO Mathematici cöfümatiffimi 
opus tabularum Primii| . . .; Schi. Zeile gg: . . . dignetur . Amen . || Bl. "JO 
= Fol.' I ('ViVi\)ra: f PtroblcmatÄ cü e);pofttionib9 eoy, || Petr ücncs 
rabilem t>icü 3<^<*""^ ©ecmanü be || niontei-egio compofit« | pro 
tabula bc primo ntobili || üniuecfali x pei-petua Jauflo(.Ofybci'C inci« 

piunt« II Zit'ei Zeilen frei. \\ Ptroblema Pl'imÜ, II Zwei Zeilen frei. ||. 

((5)iEX'T!^3i2t||lem tabu||lac t)fü in || ptrimis ep||planatre, ij C Omncß- 
numet;i || . . ./ Schi. Bl. 88 = Fol.' XIX (CC8jvb, Zeile 47; g, 9, m'. ^8. i| 
Zwei Zeilen frei. \\ J3^3® II ^^- ^^ = XI Xv: Canone6 in «Cabulam 
Primi mobilie || Htagiflci 3'5<^""i^ ^^ JlTote regio || ©ermanic be« 
coris II ^'eliciter !£>;pliciunt . || Bl. 8g{lljr: ZWiiXX^ r>t^K ©2tÄLEQ||; 
Tabellen bis Bl. G ^v. \\ Schi. Bl. Iß4 (G6)r: Abfolutum eft hoc illuftre 
Tabularum Eclypfium & Primi mobilis opus || Arte & induftria folertis 
viri Joannis Winterburger. || Impefis vero Leonardi & Lucse alantfe 
fratrü || Ciuium Viennenfium || Anno Chfi . 1514 . || Idib9 Aplib9 . || 
Elimatum denuo & re-||cognitum Süma cum diligentia || a GEORGIO 
Tannftetter Collimitio || Artium & Medicinae doctore Necnon Aftro- 
nomicas rei 1| Profeffore ordinario VIENNAE AVSTRIAE. || IMPE- 
RANTE INVICTISS . ROMANORVM IMPERA||TORE MAXIMILIANO 
CAES . AVG . P. F. P. P. II Holzschnitt fil,'] X g,g cm): Verlagszeichen 
Alantse (Doppeladler, gehalten von zwei Greifen; vier Eckwappen). || 
Bl. l34(G6)v leer. 
2«; — 6g ng. + XIX g. + 46 7ig. Bll. = 1^4 BIL; — sign, aa: 8; hb: 8; 
Bl. 17 u. 18 in Loiidon : die Tabella Manualis (das Londoner Exemplar 
ist der Beschreibung zu Grunde gelegt) '^ a — c: 8; d, e: 6j f: 8; g: 4» 
AA: 8; BB: 6; CC: 8; A: 8; B: 6; C:8; D:6; E:8: F: 4; G:6; 
2 ungez. u. unsignierte Bll. Tabella Manualis waren offenbar lose bei- 
gegeben; sie sind entweder an wechselnder Stelle beigebunden worden oder 
verloren gegangen) — einspaltig auf den ng. Bll., 52 Zeilen; zweisp. auf 



Wien, Winterburgers Drucke 85 

den gez. BIL, 68 Zeilen; Seitenüberschr,; — Typen: Titel 11. Überschr. 
Type 8 und Type 4y auch Type 5 / Text Type 5, 7 und 12 ; — qeschn. 
Buchst. (Cranachsche Art) und Antiphonarbuchstaben , Holzschnitte, ge- 
schnittene astronomische Figuren; — Wz. got. Krone ; Kardinalshut; das- 
selbe tnit C ; dasselbe mit O; runde Wage im Kreis mit Knauf; sechs- 
teiliger Fels, klein, Stengel, Kreuz. 
Dr. Langer, K. II. A. 12 und 12 a (in dem einen Exemplar steht die Tdbella 
Manualis vor bb , in dem zweiten fehlt sie) ; London , EM., S33- ^- ^' 
(Tab. Alan, nach bb) ; München, Staatsbibl., 2". Astr. Ephem. 23 (Tab. 
Man. vor das letzte El. geheftet); — Denis Il4>' Panzer IX, ig, 106. 

83. Maximilian I: Landgerichtsordnung für Österreich vom 
21. August 15 14. 

El. Ir: Titelleiste (18 X 12 C7n) : torartiger Aufbau mit zwei Säulen, umgeben 
von Ratiken. Auf dem Sockel Doppeladler in Kreis. Im Mittelfeld typo- 
graphisch: »otccinc fcyn i>ie 2tcttigH || btt Äanbtjtri^t / bcs ^ücs|| 
jlcntub (Dilecrcid) öui-d) |1 bxt 2lomifd) :Ea]?fcrIi(^ 1| XWait^M zc.auf* 
tjccicbt. II El. IV : (l'D)3v ntavtmilian üon tjote pnabn tE«t>cItcc || 
Jtomifd)Cc [Rayfcc / ju allen Qcitn inecev bc6 1| Jleic^e / . . . ^cfenncn 
otfcnlid) . . . ^cf £an5gcri(^t l)«lbn / xoxt \\ t)n in ttxte l)cn{>cn bic 
gcuebt it)ert>n follcn / . . ./ Schi. El. 8(b4)v, Zeile 18, bez. ig: 3"=IIU5<^I 
bcfigdt, ©egen {/) in »nnfcc ©tat ©munben «m '2iin||unb3tt)ainQi5ijlen 
'ZaQ bee monate Itugufli / nad) dbri^Hfli gcpucb ^unff3el)cnbunnbcct 
t)nb 3m üiecQcbenbcn || ünnfccc Jieid)c bcs J^omifc^cn 3'" VTcton* 
unb3a3ainQi||gi^cn / t>n5 5ce ^ungcrif^en 3"^ ^unfpunb3i»ainoi*|| 

giften ^<iten, \\ Zwei Zeilen frei. \\ 3u toictt bücd) 3'^^<*" tüintCC* 
pticgctr tcurft. 

4°; — • 8 ng. EIL; ohne Cust.; sign, a, b: 4; — einsp.; keine Seitenüberschr.; 

JO Zeilen; — Type 15/ — Anfatigs-W verschnörkelter Antiphonarbuchst., 

2,4 ctn; — Wz. Eaumstamm, Pfeil. 
Wien, Arch. des Min. des Innern, Patente (Weller 44']; Mayer I, S.2g, N°2ß). 

84. Missale Strigoniense. 10. Nov. 15 14. 

El. ir: (rot) XMx^cdz. Stvi^Hgoniefi . cü multis abbitionibus «c || (schivarz) 
miffts : fumma cü biligeti« cailigatü : funt pcctcrea quc=||bam miffc bc 
nouo fu}? abbitc que in miffalibue b<^c=||tcnug imprcffte nufcp bt^^Jcnf: 
funt eti«m qucbä miffc 1| ftgnate übi jlationes 2tomc obferuantutr ♦ 

tC ♦ II Holzschnitt: Maria mit dem Kind auf Halbmond, unten dreifacher 
Kreis, darin [VJ. Typographisch links und rechts : V(lCi-tX\)\M \\ ntild)CC || 
33ibliopol« II ^Ubenftß H El. iv: Holzsch?iitt (24,^X16,3 cm): zu- 
sammengesetzt aus 2 Eläcken',; der obere 8,S '"^ni hohe stellt ß gekrönte HU. 
mit Wappen unter einem Eogen dar, der hl. Stephan in der Mitte, links 
der hl. Ladislaus , rechts der hl. Enterich. Der untere 16 cm hoch: 
. ÜKtWä 3fP3 , El.2(sign. 2)—-]: Kalender. Anf. El. 2r: (rot) S.S, 3anUi 

«vius h<i,htt biee, vj^n ♦ 2.una. j;j;p. || . . .; Schi. El. 'jv, Z.33: (rot) % 

(sclrwarz) V\ (rot) ©ilucfll'i pÄpC X COnfcffofiS . foliO ^30 Ic ♦ || El.8r: 

(rot) ©cquitutr »crfus in quo babctuc quanbo mfii||moniu)n probi* 
\i^x\^tu.s.f. Folgt Zeile 10: (rot) Canon tabulc fequcntie be intec* 



86 Wien, Winterburgers Drucke 

imllo : fcjliö mobilibus. || . . .; BI.8v die Tabelle. Bl. gra: ö (rot) 

Sequif e)corcifmu6 falie x \\ «quc btebus bntcis p totü <xns|lnum« 

Pctmo Icgaf« (schwarz) CceöO in || bCÜ . . . .; Schi. £1. gvb,. Zeile S: 

II etecna fecula fcculo?, ♦ 2tmcn . || Zeile frei. \\ ([(rot) %(iltnb(itiü 
ibicat numerü || folij : . . .; Schi, des Itzhalts Bl. lova, Z. Iß: 2leccfl'u8 
rtltai-iß icMo , (rot) ()\ II Zeile frei. || C (^rö;^ (Dratio bcuotfl bc pafftonc 
II bni nojlfi ante miffc celcbtras|ittoncm . . ./ Schi. Bl. lOvb, Z. 28: \\ cca 
mtnü t xiitam profict<xt fcntsUpitetrnant.'ymcn ♦ || Bl.ii(\)ra: C (rot) 
©um facerboß || pparat fe ßb miffa^ || bicat ;i). (sch^uarz) (l>flcbe 
nobie || . . .; Schi. Bl. i^rb, Z. 24: fecus|jla feculo;^ . 2linen . || ^5/. ißva: 
([ (rot) ©cquunf infocmatiocs t cautelc obfetuäbc || prcfbytcfo . . .; 
Schi. Bl.i6va, Z. ß^: \\ i)o^icn in titulo bc cclebratiöe mitT^vuin. || 
Bl. i6vb leer. \\ Bl. !-](+) ra: ([ f^ot) £öiuratio maltgnofü II fpicttuum 
in cocpocibuö || bominü . . .; Schi. Bl. igvb, Z. 10. ■ feculorum ♦ Urnen ♦ |! 
Bl.20ra: (J (rot) C«ntuß angclicug « II (schwarz) {(5)Q,<:>K\o, in c>;ccl||fiß 

. . .,• Schi. Bl.20rb, Z.g-] (das Symboliim): Igt oitam t)es||tia*i fcculi ♦ 

2lmcn. II BI.20V leer. II B1.2I = ](a)ra: ö (rot) 3ncipit ntiJTalc 
i^m d)orü || «Imc ifccicfic ©tcigonicft ♦ (schwarz) \\ d (rot) -Dominica 

pcim« in «bueHjtu bomini , f/^Jj? ^^^Jjf^''^ 3nttvit9 . |! (schwarz) 

("21)25 tc Icuaui || anim« mc«3 || . . .; Bl. gg = 7g rb, Z. 4: ß 
(rot) ^cc cfl minocis canonie || obfcruatio . . .; Schi. Bl. 100 = 
8o(l)ra, Z. Iß: \\ ft«t apub beum omnipotente. || Bl. loorb: ([ 
(rot) Bcquit' Pfcfatio quotti;||bian« que etiam bicituc biei||bu6 bos 
minicis x fefliuis. || (sch-warz) (p)^^ omnia fecuf]|l<x . . .; Schi.Bl.ios 

= S5ra, Z. g: \\ bO mi no . II Bl. lOßi-b leer. \\ Bl. lOS^: Holz- 
schnitt (21,2 X 14,2 cm): Christ am Kreuz, Maria u. Johannes. Bl. 106 
= 86/-.- (tC)tE igit" clemej||tifftme \>Mtv \\ pev iefu3 cl)ri;||flu5 
. . .; (H: Meßopfer.) Schi. Bl. Ilß = g3v, Z. ig: ||cula feculoi'um . 
(rot) Kcfpo? (schwarz) Tlmtn, \\ Bl. Il4 = g\(n)ra: C.(rot) tßjCUCß fc facec- 

bctutr , 
bog bicat ps, II (Kleiner Holzschnitt links.) 23encbicite omnia || opccit 
. . ./ Schi. Bl. 248 = 22%(F6)va, Z. 18: \\ pcoftcu« , pcc cunbc 
bominü. || Bl. 22ivb: (rot) 2legi<icü miffrtfü fpcciali*||um . . .; Schi. 

Zeile 18: ||t)Cl paCtUfientibuS ovo. (rot) 228 || Folgt einspaltig rot 

das Impressum: ^oc pi'efens ^\n d)orü ©tcigonien . cum oibus requi* 
fttis.i «lijß multiß fupabs||bitig flubioftfftmc reuifum cortcctö (/) x 
cmenbatü . in clatriffim« urbe fupiorie pvis||nonie : q olim flauian« nüc 
X)ienna biet« 3o«nne9 tX?intctrburgei- 2lnno falu;||ti5 . :c . Illilleftmos 
quingenteftmobecimoquarto (Ruartas 3^"^ XTouembrie || ftncm op* 
tatum »enbicane Jlliffale impi-effum epplicit . iE^eo gv«ti<xe || Rotes 

Drucker zeichen 2. 
2°/ — 248 Bll. (20 ng. -\- 228 rot arabisch gez. Bll.; einige Fehler in der 
Zählung hebe?i sich auf; z. B. fehlt Zahl g2, dagegen ist Zahl gi doppelt); 
keine Custoden; sign. Lage I (l — lO): Doppelbll. I — 5; Lage II (Bl. II 
— 16): Doppelbll. i — üj (sign, bis Bl. iiif); Lage III (l'j—20): Doppelbll. 
■\- , -\- ij (sign, bis Bl. + üj) ; dan^i a — /; 8, m: 6, n — z: 8, 'A — E: 8, 
F: 6; — zweispaltig; rote Seitenüberschr.; ß8 Zeilen Text, i^ Zeilen 



Wien, Winterburgers Drucke 87 

Noten, ig Zeilen Cation, 57 Zeilen Informationes; — Druck schwarz und 
rot; — erste Titelzeile geschnitten; — zweite Titelzeile Type 8, die flg. 
Zeilen TypeQ; Text Type 4-! Nehentext: Type ^; Informatioties Type 6 1 
kleine Über sehr. Type l4>' Canojt Type 8 mit Anfangsbuchst. Type 2; — 
Lombarden 5^/2 mm, 1,1 cm, 1,8 cm, l,g cm, 2,4 cm (stark verschnörkelt) ; 
— Blatt LXIX ßg. Notenschemen ohne Noten, ebenso im Cation; — Ini- 
tialen Linear- u. Blaftomament, sowie Figur enbuchst. ; — Holzschnitte; — 
IVz. got. Krone ; Ochsenk., Stengel, Kreuz, Schlange ; Oclisenk., Stengel, 
siebenblättrige Kreuzbl.; Kardinalshut; Ochsenk., Stengel, siebenbl. Kreuzbl., 
IE; Wage, gerade Schalen, voller Stern; Ochsenk., Stengel, Kreuz, darauf 
siebenbl. Kreuzbl. ; Wappen, kreuzw. Schwerter, rechts A, links M. 
Stift Zwettl, X. 4g; — Mayer I, 2g, N^ ig; Szabo III, i8g (Kalocsa; Graf 
Apponyi u. a.J. 

85. Agenda secundum chorum ecclesiae Pataviensis. 1514.'^ 

Bl. ir: rot 2lgcn&« Patautcfi . || Bl. iv: Holzschnitt (l6,2 X 12,2;; die drei 
Passauer Heiligen. \\ Bl. 2 = )fAi\Jr: (rot) 23nbictio frtUg X «quc || 

(sch'cvarz) C (rot) "^ntx^i'xt apcb« ftuc bnbicttonrtle bc actibus || fm 
d)ot-ü et obferuationc ecclcftc patauten, || (schwarz) C. (rot) iSpofs 
cifmus frtlie i «que önicie i>iebu6 . || ü . (schivarz) 2ibiutoftil nfm in noie 
bni.tftui fccit cclum z tccram« || (i£)Xot:cifo te crcatuc« falis . . .,• 
Schi. Bl. 100 = 99 (n4)v, Zeile l4-' (rot) . . . bicit'« (schwarz) @anCtUS « (rot) 
et (scMvarz) IlsnuB , \\ Eine Zeile frei. \\ 3mpccf|'um in incl)?t« ciuitatc 
t>ienna, || per 3ot)ancm tOintetrburgc»: (rot) \^\\^ \\ Darunter rot 

das runde Druckerz. (4,4 cm Durchm.) : IW, Schlangenpfeil. 

4" >' ■ — I ng. +55 arab. gez. BIL; keine Custoden; sign, a — m: 8, n: 4> — 
etnsp.; Seitenüberschr.; 24 Zeilen; — Druck schwarz und rot; — Titel 
Type 8 ; A aus Type 2 ; Text Type 4^ Nebeittext Type 5/ — Lombarden 
^"^l^mm; I,I cm; 2,4 cm; 2,'] cm; — Antiphonarloinb. 2,'] cm; — Anti- 
phonarbuchst. 2 cm; — geschn. Buchst. Fi^urenbuchst., Blattorn. und 
Puttenorn.; — Noten System 2; — Druckerzeichen 4>' — Wz. Kar- 
dinal s hut ; Krone ; Ochsenk., Stengel, Schlange, Kreuz; Kreis, oben Stern, 
innen Wage, kleitie eckige Schalen. 

Lotidon, BM., C. ^6. e. ^2 (Exlibris Nostiz; Aukt. Lobris 12^8); Hfünchen, 
Staatsbibl., 4°- Liturg. 21 ; Linz, Studienbibl. ; — Denis I2J; Panzer IX, 
ig, 105. 

86. Heiltumsbüchlein, Ausg. 15 14. 

Zu dieser Ausgabe wurden die Restexemplare von Z502 mit einem 7ieuen 
Titel und mit Nachträgen versehen. 

a) Titel zum Heiltumsbüchlein. 1514. 

Bl. ir: (rot) ^n bifcrtt 23ucd)l fein 2iUc onnt» ycbc ©tucf^ || bce bod)? 
toicbigcn «oAf Itumbs bec 3eit 3n «lief bcyligenn |1 CbumFifcben ©ant 
jleflFan bcc jlat VDicnn in (Dflei-teid) || ocrbanbc onb <xlbeg bcn nagjlft 
Sütag n«d) bcm Ojlcrtag || 3arlid) jatgt UJCfben : bcm n«cb : bcnt 
alten puc^l Dil jlvicf || bit erfl ber 3wc Fume »nb in peiT«: Jotrm 



») Dn gleichen Jahr erschien (XIII. Cal. Marcij) eine Ageiida für die 
Diözese Passau bei Jakob Wolf v. Pforzheim in Basel: Prag, Univ., j»J. E. 4"]. 



88 Wien, Winterburgers Drucke 

pra^t iDorbcn abüpen aigcntlicb vn'iai<i)nn-2Uxno S^omini« ^5\^ || 

Holzschnitt, schivarz (lg,^Xl2,2 cm): der hl. Steplian , in der linken 
Hand Palme, mit der rechten hält er Steine im Gewand; itn Hintergrund 
eitle Stadt mit Burg, Dom., Fluß (Wien). Putten befestigen rings in 
Reiengeranlte eine Anzahl von Wappen. In Spruchband unten: .jl/.G.W. 
Rücliseite leer. Das Blatt 7t'urde über den Titel von 1^02 geklebt. Erste 
Zeile Type 4^ sonst Type 5. 
Wien, Österr. Hfiiseum ; — De?iis loS. 

*b) Nachträge zum Heiltumsbuch. 15 14. 
Bl. ir: Tcrmctrfcnt mefimg ; befTcfütt : t)nt> 3u?||neinung bife loitrbigcnn 
bcjrltutnbe« |i (»o)3et:nad) fej'en aigcntlic^ t)cr3aid>net t>tc jlucf fo in 
bzn al;|[tcn bcj'ltumbpuecbln «btteen t»nb cr|l becQue fomcn aud) || 
etltcbc alten flurf in anbei: form aujf fucfyel gei-td)t fein voorsüben 
üon bem ?502 3arn | pis auff \t,\^ 3arn | bic ban hct' || MTatbeue 
beipppcrger abermals auff fein coficn pnb barsjj legen | . . . trucfen 
bat laijen . . .; Schi. Bl.2v, Z.2g: \\\n ain i;)ii aue bcr ad)fl fäcte 
Catherine . || ^eo gfae» || 

4"; — 2 Bll.; — Titel Type 4 1 Überschr. ^, Text 6] — Blattornamcnt- 
initiale; — 21 Holzschnitte; — Wz. Kardinalshut, daneben flcLSchenkürbis- 
artiges Zeichen. 

Dr. Langer: eingebutiden zwischen Lage b und c; Berlin, ICupferstichkabinett, 
2^8o (Pergatnent) : an Stelle des letzten Blattes von 1502, das fehlt 
[Vgl. Centralbl. f. Biblw. igOI, S. ^ß] ; Wien, Österr. Museum. 

*87. Peter von Rosenberg: Bergwerksordnung für Krummau. 

o.J. (1515)- 

Bl. ir: pergFioercl) || (Drbnunng. || Bl. iv: leer. || Bl. 2fM\)r: (3)d) Peter 
von Jlofennberg ic . Tbuen funb || aller mcnigHicb ♦ V^acb bem bcr 
almecbtig gott ... ain ncn> || percfwcr^ albie be)? meiner Stat 3U 
Crumbnau) v)erli=]|bcn . . .; Schi. Bl. 2jffiiij7', Zeile 2: geburbe/ || 
funff^cbcnbunbert tjnb im ^funffrjebenben 3*"'-*^" ♦ 1! ^^- -4ffiii))r: 
C libfcbrift meines genebigen berrcn || bct^i'C" Petern t>on J^ofenn; 
berg zc* \\ fttybvitfi fo fein genab bcn gewerrfüen auf bas pcrd!« 
wercb gegeben bat« 1| Schi. Bl. 26 r, Zeile 6: 3U Crumbnai» liwx \\ 

monntag in ben beiligen pftngjlueirtagen als man 3ellt || 

^ünff^ebensilbunbcrt t>nb im Jünfgebcnben 3'*'^^" ♦ IJ ^"'^'^'^ Zeilen 
frei, jl (5ebrudrf)t 311 VOienn \w 6|lrcid) || burd) 3'5b<^nn VOinnter; 
burger» || Bi.26v leer. 

4" ; — 26 ?ig. Bll.; ohne Cust.; sign, a — e: 4t f- 6; — einsp.; ohne Seiten- 
überschr.; ßO u. JI Zeilen; — Typen: Titel Type 16 ; Überschr. Type 4: 
Text Type iß; — Lombarde y stark verziert; — Wz. a, c, d, e, f: Baum- 
stamm mit Knorren, ein Pfeil durchgelegt ; b: gotische Krone. 

Dr. Langer, I. ß^g (K. II. E. 42). 

88. Plautus: Aulularia. 1515. 

Bi.ir: 2{ulularia piauti [| (Eomebia lepibiff : c;:ecras||bilem feniorü auarij|| 
Ciam lubene. \\ i'';,, cm frei. || JOANNES HISO BADENSIS |! .M.G.|| 
Zeile frei. |j Doctus fi quis adeft : flagitans pernofcere Piauti || . . .; 



Wien, Winterbuigers Drucke öQ 

5 Distichen. Seid. Fronte ftatim incipies . ]| Bl.lv: IN AVLVLAIAE 
(/) ARGVMENTVM . |1 ß Auarus fenex nö fatis fibi fidens Euclio : 
aulam || auri . . .; Schi. Z.26: Ijredditur : uxor cp filia traditur Lyco- 
nidi. II BI.-2 =ll(a.\])r: ARGVMENTVM. || (S)Enex auarus uix fibi 
credens Euclio. || Domi . . .; Schi. Bl. XVIIIv, Z. ij: Nung hinc| 
feres a me . || Zeile frei. || Fabula imperfecta. || Zivei Zeilen frei. \ 
IMPRESSVM PER lO . WIN-jjTERPVRGER VIENNE || ANNO. 
M.D.XV. II 

40 / — XVIII gez. BIL; keine Cust.; sig7i. a, b: 4, <^-' 6, d: 4; — einsp.; 
keine Seitenüberschr. ; 2"^ Zeilen; — erste Titelzeile Type S, Zeile 2 — 4- 
Type g ; Text: 12; — erstes A: Type 2; — geschji. S (Puttenbuchst.)] 
— ausgesparte Anf .-Buchst. ; — keiji Wasserzeichen. 

Wien, Hofbihl., *j)'5. D. 6[,; — Denis Iß4; Panzer IX, 24, 126. 

89. Die Vereinigung Kaiserl. Majestät mit den Königen von 
Ungarn, Polen u. Böhmen zu Wien 1515. (o. J. 1515). 

Bl. ir: iDie Deraintgung Bay, HTaieftat mit jj ben Äüntrten v>on <'o\\n^t\:n 
Polen »n |i 25cbcmen ic , 2luct) wie x>nb wo fy 5ufal|men fümen fein/ 
aiiirtubct: empfangen || vom fi^ ba begeben b«t llucl) was bcr;]|f(^«ff£ 
»nb t)olfl) ba bey gewefcn V>nb || voic ff 311 XOkn tEin jogen fein 
mit mcf II üeflaufung v)nb f^anblung alles Inetrin || flciiid) begriffen 
'ZtnnO bni . ITl 4 b ♦ j;» . || Darüber Wappen (4,4 XßH '^"0 k<iiserl. Doppel- 
adler ; darunter 2 Wappe7i dicht aneinatider, ebenso groß, links Bandschild, 
rechts Kreuzschild. Bl. Iv: ([ 3tem 2tnt ^ ♦ t<^S 3"ln ^"^ V *'^^ i" ^" 
nad)t3fl 11 fa);fedd)(.') niaieilat mit wenig V>olcfs in by Statt || ...; 
Schi. Bl.8r, Z.ig: ^ec^Ufc^eften ^ayAUa, nad) 3ogen in 5ie VTeu= 
flatt II Zwei Zeilen frei. \\ sDeo gcatias || Bl. 8v leer. 

4"; - — 8 ng. BIL; ohne Cust.; sign. a,b: 4! — einsp.; keine Seitenüberschr.; 
2g Zeilen; — Type jß; — ^ Holzschnitte fWappenJ; — kei/ie Lombarden ; 
■ — Wz. Kreis, Wage, runde Schalen. 

Wolfenhüttel, 2g6. S^ Theol. 4». 

90. Casus in Coena domini et alii casus papales. 11. März 15 16. 

Bl. ir: Cafus in 'Zt\\<x bni t || alij Cafue papalcö || qntü ab cenfutrae 
ec=||cleftafiica6«€afuf£^5 || igpaleö cü magna cu||ra cv omi iure : las 
boi'isllofc collecti : ftnc qbus || nullue rlevicxiö ma^Ie || cui-atus cffe 
potefi . II Bl. iv: (L)EO epüs feruus ferucft dei/ Ad perpe-]jtuam rei 
memoria . . . .; Schi. Bl. igfcüijv: eft || tua Caritas fufferat atqt fuppleat 
orat . II Bl. 20(c4)r: Imprefß . Vienne per magiftrü Jo . Winter-||burger 
conciuem Vienneii . M . D . XVI . || XI . die Marcii . || Zeile frei. \\ Cum 
inhibitione. || Bl. 20 v leer. || 

5'*; — 20 n§: BIL; ohne Cust.; sign, a, b: 8, c: 4: — einsp.; keine Seiten- 
überschr.; 2^ Zeilen; — Typen: Titel g, Text 12; — Bl.lv: zweizeil. 
Lombarde ; — Wz. got. Krone. 

Wien, Schottenstift, I. f 3. (vgl. Centralbl. f. Bibhv. igoi, XVIII, 48); — 
Denis 171 / Panzer IX, 30, I^g ; Sartori, Theresianum, N^ 25J. 

91. Maximilian I: Erlass, es solle im Kreise: Klosterneuburg, 
Baden , Waltersdorf und Wienerherberg bis zur Donau 



90 Wien, Winterburgers Dracke 

niemand bei Strafe neues Gelände dem Weinbau er- 
schliessen. 20. Juni 1516. o. J. (1516, um den 20. Juni). 

(tOjic X)Xa}:imiUan von gotteg gcnat>n igi-weltci* 3l6mtfd)ei- 'B.ayfct 5u; 
«Ucn3eitcn merec ^e6 3lejcd)6 (/) in ©ennflnicn 3u »$üngeni/ sDal'H 
macicn/ Cfoacien . :c . Fünig .... tembicten ♦ XX . al=[|len vnb )?enclid;)en/ 
ünfcni üiibcctliancn vnb getfci»en/ in was u)itrben flanbes ober vDcfcns 
öie feiti/ in 5em Siirdl/ t)on ClofletrneiDnsllburg auf Paben/ »nb t>on 
bannen nad) bem Sird'l/ für VDaltcftlocff »nb VDienefberbccg bis 
tuibecümben an bic Ziinaxs>i fo ©runbt || pnb tCeingai-ten haben . . .; 
5cÄ/. ernn(ilid>e maynung. ©eben an Jfcitag nacb fanb Veitetag« 
2lnno bni.ic. Junf3ebeni|ibünbci-t ünb im Becfetjebennben/ Vnnferc 
3?eicbc/ bc6 Jlomifcben im liinfunbbreifftgijlen/ t>nb bes t^unQtvi^d)cn 
im @ibenunb=||Qtt>ainQigiflen 3accn ♦ || 

Groß-Qucrfolio] — Einblatt; — l4 Zeilen; — Type 75; — Anf.-W reicher 

Urkundejtbuchstabe ; — Wz. Baumstamm, Pfeil. 
Alünchen, Reichsarchiv, Passaiier Blechkastenarch., Kaster. 6g, Fasz. i ; Wien, 

Niederösterr. Landesarch., Kaiserl. Patente. 

92. Maximilian I: Erlass, es soll in Niederösterreich nicht 
gestattet sein, neuen Grund durch nicht angesessene Ar- 
beiter dem Weinbau zu erschliessen, bei Strafe der Ein- 
ziehung des Landes. 20. Juni 1516. o. J. {1516, um 20. Juni). 

Anf. (tO)itr nta^rimilian wen gotg gnaben ifvwelter Jtomifcbec :Raifcc 
3ü<tUennoeitn mei-etr bes Jleid>6 in ©ei'manien/ 3ü »oüngetrn/ 2?al|| 
xn-Mizw] (Etroacien ♦ K . f untg ... tgmbietcn.VT. || allen »nb ]?eben ... 
bic fein/ in ünnferm fufflentumb <Dfler?|lceicb Dnbec bei* tgnn» gcs 
fcfTen t)nb wonbaift . . . alles gut. |i VDic wecbcn becicbt. Wie ftd) 
b'xt lebigen Fnect)t t»nb batüec bic in bem felbn ünnfecm ^üffientümb 
nicbt angefeffen/ nocb in flen)j||cen . . . fein . . .; Schi, bai'an tut 3»-* 
ünnfcf ernn)'Hicl)C ma):nung. ©eben am fi'eitag nacb fanb Veitetag 
2{nno bfii.ic. || 3'" ):^t>i . t>nnfei'f J^eicbc bes Jlomifcben 3'" VTVJ ^"^ 
bc6 »ounngci-ifdjen 3'" jrv'^ij . 3«**^^" ♦ II 

Groß- Querfolio; — EinUattdriick ; — l^ Zeilen; — Type 15; — Anf.-W 
Urkimdenbuchst. g,8 cm ; — Wz. Baumstamm, Pfeil. 

München, Reichsarchiv, Passauer Blechkastenarch. Kasten 6g, Fasz. I (Oesterr. 
Gener aliaj, 

93. Maximilian I: Erlass, die Weinzierl sollen den Eigen- 
tümern die brauchbaren Weinstecken nicht beschädigen. 
20. Juni 1516, o. J. (1516, um 20. Juni). 

Anf. {XO)it niapimilian üon gottes genaben Lenöclte»: Jlomifcbcf :Raifctr 
5üallcn3eiten mever be& Jtcicbe in ©ei-manicn 5U ^unngecn 5Dal;|| 
macicn Croacien :c ♦ :Eünig tgfQbci'Oog 3Ü Oflerceicb . . . iEmbictcn 
n. allen || ünb yeglicbcn . . . alles gut. XT>iir werben beriebt/ VDic bic 
VDcinjürl v>nb bviwcr || bxz ireinfledben ane^ bzn Weingarten in »nnferm 
^ürflentumb (Dflerreid) gelegen/ bic nocb Jtut fein jerpredjen/ . . .; 
Schi. bM ij^ gennQlid) ünnfer ernnfllicbe maptung , (5cben (^n Jfccj'tag 



Wien, Winterburgers Drucke QI 

nad) fatmö Vcitstart ♦ 2lnnc> feni ^unf3ebcnbun;i|öcrt vnb im Bcd); 
tjebcni'cn/ Unnfcia* 3vcid)c t>C6 Jlcmifd)cn im llinfunötcifftgil^cn vnb 
bc6 »ounSCi'M^cn im j;):oij . 3<^t*C" ♦ II 

Groß-Querfolio ; — EinblattJruck ; — 1'] Zeilen] — Typel^; — Anf.-lV 

Urkundenbuchst. 2,4 cm ; — Wz. Baumstamm, Pfeil. 
München, Reichsarchiv, Passaiier Blechkastetiarch. Kasten 6g, Fasz. I (Ocstcrr. 

Generalia). 

94. Maximilian I: Ausschreiben eines Landtags nach Wien 
auf den 6. Okt. 15 17. Gegeben Wien, 9. Sept. 15 17. o. J. 
(Sept. 15 17). 

Anf. EL ir: (tD)3c 21t«)inmilian t)on gote gnabcn cciocitcf 2l6mifd^etr 
Äaj'fcc II SuAlIenQcitcn merec bcg Hcidis in ©crmanicn 511 »5"""= 
gern || 2?«lmacien Ccoacicn it minig/ f^rQbcfQop 3u (r»ftcri*eid) || 
. . . iEmbietcn tten iEnt>irbipcn tmfcvn Jüfften/ . . . || alles guct. || V*nnb 
geben cud) gncbigclicb jüevfennen . iTas u?if onng felbß || erinnert 
baben/ ipie «ucb menigcleid) febii rnt» lüiffen mag/ ...; ä-ä/. Bl.4r, 
Zeile 28: II crfenncn ujellcn . <3thzn in pnfer Btat VOiefi «m nett»n5ten 
tag II bes lltoncts Septembrie/ bae ifl pftnt?tvxg nad) ber gepurtt)nj|| 
ferliebcn trauen. 2Inno bomini im ©iben^ebenben/ ünferer Jleiütbc 
bcs 3?6mifcben im 3it)a)nmbbrc)*ffigiilen/ t)nb bes »oungei||rifcben im 
'2id?tunb3v»ainQigi(len '^attn^ || Bl. 4v leer. 

2°/ — 4 »g- BIL; ohne Sio-n. ii. Custoden] — einsp.; keine Seiteniihcrschr.; ß"] 
Zeilen ; — Type i^ ; — Anfangs - IV dürftiger, großer Urkundenbuchst. ; 
— Wz. Kreis, Wage (tindeutl.). 

Wien, Staatsarchiv, gedr. Patente nach 1^00; — Denis ßßg {'Kapuzi?ierbibl. 

Wien). 

95. Maximilian I : Landtagsausschreiben für Oberösterreich. 
Gegeben zu Wien, am 9. Sept. 1517. o. J. (etwa g.Scpt. 1517). 
Anf.Bl.ir: llla^imilian von gots gnaben || iE. Jiomifdicr 'Sayfcr :c || 

Zwei Zeilen frei. \\ VOir geben bir || gnebigclicb juerfenncn | tici xoit 
»nns fclbs erinnert baben wie || aud) mcnigclid) [eben xmb uiiffen 
mag | . . .; Schi. Bl. 2v: Zeile 10: \\ allen gnaben gegen bir bebcnrfben 
t)nb crfennen wellen. (Beben jj in »nfer Stat Xt>ienn am ncuMibten 
tag bes Htonets @eptems||bri6 | bM i\i pftngftag nad) bcr gepurbt 
onfcr lieben frauen. 2inno || bomini im Biben3ebenben | »nnfcrcr 
2teid)c bes Jlomifcben im |] 3U)ayunbbreyfugif!en | t»nnb bes »junges 
rifcbcn im 'itcbtunb; || 3ii)ainc3igiilcn 3aren . || Darunter handschriftlich 

die Unterschriften. 
2" (28^ 12X20^ 1-2 cm); — 2 ng. BIL; ohne Cust.] oluie Sign.; — ß6 Zeilen 

(Bl. ivj; — Type 75; — keine Ausstattung; — Wz. Kreis, darin Wage. 
Wien, Bibliothek der kunsthistorischen Sammhaigen des Kaiserhauses, Ambraser 

Samml., luv. A'" l4g^']; — vgl. Mayer I, S. gj, Ä'" 4g4. 

96. Maximilian I: Ausschreiben eines Reichstags nach Augs- 
burg auf den 25. November 15 17. Gegeben Baden, i. Okt. 

15 17. o. J. (um I. Okt. 15 17). 



92 Wien, Winterburgers Drucke 

Anf. (VD)3i- UTavJ"'-!l'<^" »Ott gote pnabcn cnücltcc ?^omifcbcf :Sayfcc 
SuallenQcttcn mei-cr feee 3ieic|)6 in (Scrmanicn 3U »5ii"i5Ctrn 2?«Iinacicn 
Ccoacicn zc [:R . .]ntg/ 'Ptr^bci-gog 3U (DflciTeiccb/OO^äerQog 3u 23uc5|l 
gunt>i 3u Trabant ont» pb<xIlcnQgr«uc zc tEmbicten || 

/ VOit' baben bieüoi* bie Cücfütrflcn ^ücflen »nö 
@tcnnb beei betligcn Jtei*ö auf ainen 3ietc^jlag gen HlainQ befdjrtbcn/ 
II «US nomii-iften ...; Schi, ci-fcnncn roellen . (5cbcn in t»nfer Btatt 
3a&cn in oftetrtreidi am ecftcn tag Octobris . Itnno || öfti im Bibens 
jcbenbcn/ ünfecec Jicicbc bce Jlomifcbcn im 3it)ayunbbrcj'fftgiftcn/ t»nnb 
&C6 ^unngcfifcben im 21c^tunb3tt)ainQigiftcn 3<^t'en« II 

Groß-Querfolio; — Einbhittdruck; — 4-] Zeilen; — Typeis,', — Anfangs -W 
dürftiger Urkundejibiichst.; — IVz. verschnörkeltes Lombard- A. 

Wien, Staatsarch., gedr. Patente nach IßOO (Zeile 2— J ausgefüllt: Dem Er- 
■wirdigejt Paulsen Bischoiien zu Chur vnnsernn Fürsten . . .). 

97. Actus sacerdotalis. 15 17. 

El. ir: (rot) 2(ctu6 faccrbc»ta=||li6 eil mobo pbisl|cät>i x alije abbitionibue. || 

Holzschnitt (4,4 XJ cmj: stehende Gestalt, mit aufgeschlagenem Buch in 
der Hand, iiacJi links gewendet. Im linken Rand, 8 mm von oben, leichter 
Ausbug; im rechten Rand dicht unter der Ecke kleiner Ausbruch. 
(Nicht bei Schreiber und Heitz, Die deutschen Accipies- Holzschnitte.) \\ 
Bl. IV : (7-ot) licU^Ui II Holzschnitt (6x4,4 cm): Gestalt mit Kerze und 
Buch nach rechts; dahinter ein Priester 7nit Kelch; ihm folgt Volk. Rechts 
und links vom Holzschnitt je eine 6,1 cm hohe, 4 mm breite Zierleiste. || 

Bl.2 = \(ax\)r: C.(rot) 3ncipit felieitec acecJTuö iltaioc. || (schwarz) 
(©)@aneti (/) fpfls afftt nobis || gi-atia. 2ime, (rot) sD (schwarz) cu6 
i II abiutoriü mcö intcnijbc. . . .; Schi. Bl. 70 = 69 (i6)v, Zeile 2: bc« 
functiß II in tccca viuentiü v'\x,<x etetrnä ^ccbe,petr. || Holzschnitt 

(6,1 X4,4 <^m): links auf Kanzel ein Prediger, rechts Volk. Zu beiden Seiten 
des Holzschnittes Leisten (6,1 X 0,4 cm), die rechte anders als auf Bl. I v. \\ 
Bl. Ji = 70 (i7)r: {[(rot) HTobUS pfebicanbi ♦ :c . II (schwarz) ([ (rot) ©Ctr; 

moniß alicuiuß probcmium. || 3n bie Solemni ab pcpulü üulgave. || 
(schzuarz) ([ petitc ct aecipietiö (rot) 3c'anni6 )foi . || {^) (schwarz) "^t 
2ilmednitait (5ot bes || üatccg . . .; Schi. Bl.8j = 82 {Ui\)v, Zeile ij: 
fpii-iiufyancti . 2lmcn . || Bl.84 = 85r: C (rot) niobus aubicnbi (Ton; 

feflioncm || Kleiner Holzschnitt (2,'] x: 2,4 cm) : links eift Beichtiger, vor 
detn ein Ma7in ktiiet; rechts Teufel, E^igel und eine Gestalt. \\ (rot) (P) 

2timü (» faccrbos || fclue buiug facra]|mcnti . . ./ Schi. Bi.8'] = 86 

(l-j)v, Zeile 10: in eUi||iuS tcjli . (rot) MX ß" . || Zeile frei. \\ Folgt: fl 

(rot) (Tontenta in boc Äibello ♦ || (schwarz) C 2tccefyu6 altafiß maioc ♦ 
folio ) II . . .; Schi. Bl.88 = 87V, Zeile II: ... in e)fCCUtiöc 86 II Z-wei 
Zeilen frei. \\ (rot) pec '^QOMVitvx VPintec;||buf0ec Vicnnc 3nipfTum || 
(schwarz) I51f || Kleines rotes Druckerz. (gx.2,6 cm): IW, Pfeil tnit 
Schlange in Kreis. \\ 

8°; — / ?ig. + 8j aräb. gez. BIL; ohne Cust.; sign, a — /; 8; — rote Seiten- 
über Schrift eil ; einsp.; 22 Zeilen; — Druck rot imd schwarz; — Typen: 
Titelzeile I u. 2 Type g; dritte Titelzeile Type ij; Überschr. Type 7; Text 
Type 7/ daneben Type Iß; Bl. 71 (=^70) — 8j (=82): Type i; daim 



Wien, Winterburgers Drucke 93 

wie vorher; — Lombarden ^, 5^/0 t*. ll mm; — im Text kleine tiitd Voll- 
holzschnitte; Figurenbuchst.; — Wz. Ochsenk., Stengel, fÜ7iß>l. Krzhl.; und 
dreiteiliger Fels, Stengel, Kreuz, neben dem Stengel ein kleiner Kreis, 
auf dem Felsen neben dem Stengel ein Stern. 
München, Staatsbibl., 8". Lititrg. I. 

98, Festkalender für 15 18. o. J. (15 17). 

Auf. {'iijnno CbiMlltane ©aluttö . ilTillefimo |1 qutnpetcumo bectmo octauo 
qui ejl II fccunbuö pofl ^tfc^tilcin ♦ Ciclue folai-ts ejl pü.C.lca bnis 
caliß . 2lu«||ceu6 numerus )coüj . ^nbitto t)t ♦ Septem feptimane et 
5uo bieg conjllcufrentcs - . . C ^I^uinquageftina occui-rtt bnjca po|l 
@d)ola)iicc boc cjl in i»ic @» || Valentini cutuö memociv^ anticipatuc 
in @abb«tl)um jj . . • G ^fetlum @. 23cncbicti cabit in bfiicam 3u5ic« 
et poilponituc in tc»-*i||«'ii fecunöam i| G JDics facvatifftmus pafd>atiö 
occufi-it pnbie Honas ^Xpcilis ipfo || bie S. 'Zimbroi'tj . cuius \t^nm 
poflponituf in ^tüä fecunöa poil octäö || pafc^atis . . .; Schi, fehlt. 

Rückseite leer. 

2°(rJ; — Einblattdruck; — erhalten zwei Bruchstücke ig'^l^ (oben kein Rand!) 
Xl4^J2cm (linker Rand fehlt) und 14^1^x8 ctn; alte Hohe mindestens 
^4i wahrscheinlich 44 cm; alte Breite wohl 18 — 20 cm ; — Druckspiegel- 
breite 10,4 cm; erhalten 46 + 36 Zeilen; — erste zwei Zeileti Type 4^ 
Text Type I ; erster Buchst. Lombarde von 1,1 on. 

London, BM., C. 18. e.3 (28). Wahrscheinl. ausgelöst aus C.36. e. ^2: Agenda 
Pataviettsis 1^14- Im Katalog: Liturgies — Latin Rite — Directories, 
Spalte 148: „Order of Divine Office in the diocese of Würzburg for Ißl8." 
Die Heilige7i, derett Feste beso7iders aufgezählt werden (Benedictus, Markus 
Ev., Nerejis et Achilleus), werden jedoch überall gefeiert. 

99. Maximilian I: Erlafs zur Ausforschung und Einfangung 
von Strafsen räubern in Kärnten. 3. Juli 1518. o. J. (1518, 
um den 3. Juli). 

(U))3c ntav'itnilian t>on gots pnaben tei-töcltef 3^6mifd)Cf :Raifei.- ju 
allenQeitten mevcir bes 3lei(^s in (5ci-manien / ju toungevn / iDals 
macien Iroacien :c. || fünig / tecQbet-^og ju (Dfiei-fcid) ^ciroog ju 
:Sucgunbi / . . . igmpieten allen . . . bie || 3n onnfecm ^ufflentbumb 
^vecunbten / (/) ©efeffen . . . fein . . . «ließ gut / lüietüol xo'\t 3u 
mecmvillen / unnfec Htannbat ^-nb (Senei-al «ufgeen Xn'^tw \ toclbct: 
maJTen xo'\'!>zy: ^'\z / fo Dnns / ünnfevn ^«nnbn t>nb |i Äeivten tgnt? 
fagen / beftbebigen / t)n fonbei'licb gegen ben pet-fonen / ^'\z ftd) bet- 
»ntrainen bccfbent-eittecey gepvaud)en / • • •; Schi, ^waw xxxi iu genQJj 
lic^ »nfet* ecnflli(t)c ntvif nüng , (Beben nm Bambflag DOi* \M\b Vldd^ilag 
Tlnno ^n\ 3m j;oiij . ünnferet' Jleic^e bes JUmifd^en im vv^-'iü ♦ ^"^ 
bee tounge||fifc|)cn im y:):^\\\\ . '^<k\:z\\ ♦ || 

Querfolio; — Einblattdruck; — 2Q Zeilen; — Type Iß; — Anf-W Ur- 
kundenbuchst.; — kein Wasserzeichen. 

Wien, K.-Östcrr. Landesarch., Kaiserl. Patente IßlS- 



Q4 Wien, Winterburgers Dracke 

100. Maximilian I: Erlafs zur Ausforschung und Einfangung 
von Strafsenräubern in Krain, 3. Juli 1518. o. J. {151S). 

(V0)3r nt«j;imilt«n von gots gnabcn iZvxvdtev H6mifct)ef Äaifer 3U 
allenQciten tnercc bcs 7lei<i)& in (Btvmanicn / 3u ^ungern / iDalmacien 
€fO«cicn ec. || fünig / • . • if mpicten «Ucn t>nnb ycben / in was flattce 
ober tDcfen / bie !| 3n ünnfetrm ^uvflentbumb Crain 1 ©cfeffen t>nn5 
VDonnbafft fein/ • • • t>nnfer ]1 gnat» vnb «Ucs gut / VOieiDol töte 5u 
mcnnallen / üitnfei* illannbat x>nb (Bencval «ufgeen laffen / \x>dl)it 
maffen wibtv bie / fo unne / »nnfcfn S^annbn vnb || Äetöten ißntfagen / 
bejlbebigen / vh fottbcflid;) gegen ben perfonen / bh ftc^ bec »ncaincn 
bcrfbcnveittei-cy gcpr«uc^en / . . .; •S''^^'*'"'- baran tut it genQ||lid) ünfcc 
ernfllid)c m«);nüng . ©eben am ©ambilag V0v fanb X>Iric^|l<xg 2tnno 
bni 3m v^iii ♦ onnferetr 3leic^e bc5 Komifc^en im }:}:}:ii\ . »nb bc6 
»oungell eiferen im VTviiij . 3<;trcn ♦ 

Querfolio; — Einblattdriick; — 29 Zeih}!; — Type l§; — Anf.-lV Ur- 
kundenbuchstabe (dürftig); — Wz. Baumstamm (ohne Pfeil!). 
Wien, Arch. des Min. d. Inn., Patente. 

loi. Steueranschlag auf Grund der Bewilligung durch die 
drei Stände des Erzherzogtums Österreich 15 18 zu Inns- 
bruck. Gegeben 10. Aug. 1518. o. J. (1518, nach 10. Aug.). 

Anf. (2t)uf jDei* Jlomifc^en :&<x]r , litt ♦ it . t>nnferß allergenebigiiln bertfi 
cjrforbecn allct: VTtbcf ünb obccofleri-cifc^n (.') lannbc Ttuffcbüfs fo y Q 
3U 3nnfbrugg bey || ainannber üctrfamclt gei»efcn fein 3ff 3'-*^»^ Htt ♦ 
3U billff vnb ablofung etlid)cc f«Q x>nb pbannbtfc^afften / auc^ ftlbct* 
ünb hipffetr ünb annbctrn obligen || neben anbei* lannben gefannbtcn 
bufd) unfern auffüfe auf 3'-*^" polmecbttgen gwallt fo f]r t)on aincf 
ifffamen Äannbtfcbafft gcbabt ^aben / üon bifem i| tEvijbeftjogtbumb 
(Dflci-i-eicb ünnbec bec iEnns / 2tin fuma benenntlic^ \^)^X)'\\\ taufent 
gullben 2?einifc^ . . . 3U . . . faid)en / 3ugefagt . . .; Schi, bavnac^ 
it»tfft b<iben 3uvtc^ten . ©eben am i£nci)tag Bannb Äai-en^en bes 
l)ciligen ntartrece tag || Itnno bni :c . 3'" It^Qebenten . || V>ei*s 
orbcnnt bei: bueyet: jlennbe || beg lEvobc^Qogtbumbs (Djlei-treid) || 

Querfolio] — Einblattdruck ; — g2 Zeilen; — Type iß; — erstes A Ur- 
kundeninitiale, reich verziert, 4)6 cm; — Wz. dreiteiliger Fels, Stengel, 
Kreuz, auf den Felsen je ein "voller Stern. 

München, Reichsarchiv, Passau, Lit.'j86 (ausgefertigt für den Bischof zu 
Passau auf die Summe des ersten Viertels = TJ<^ xxij t v ß ij (^.). 

102, Maximilian I: Generalmandat gegen Strafsenräuber und 
Achterklärung Sigmunds, der sich nennt Yfaner, wegen 
Strafsenreiterei. 20. September 1518. o. J. (1518, um den 
20. Sept.). 

Anf. (t0)3»-* llTaj;tmilian oon gots gnaben iffiuelter Jl6mifcl)ef :Slayfei* / 
3Ü allen 3citn metrei* bee 3ileid)g / in ©etrmanten / 311 »oungecn 25al« 
maticn Cvoatien zc» !Eünig || i^uQberQog 3Ü <l>flci-feic^ / • • • '^"t* 
bieten . . . alles gut, VOic baben || bifel)eve befc^tcarlic^ t)betrfel)en bie 



Wien, Winterburgers Drucke 95 

mutitJtUig übel '^cytcvey . . .; ScM. v>nnfci* cvnjllicbc marnnup (.') . 
©eben tu ünfcc ünb bee 2tetd)6 Bt«t |1 Itugfpncg (.') am HTontag uoc 
fallt ntattbeuö bti bailitren jtpelffpoten unö tguangeliflen ta^ , Itnno 
öomint Taufent fünfFbunöert ütib im acb^ebenben || Dnfecec "Rt'xdyt 
t>c6 Kc>mifd)en im brcj^unbbfcyfi'iigiilen / V)nb bee ^ungecifc^en im 
neünunb3tt)ainQigiilen 3a»rcn ♦ || 

Querfolio; — Einblattdruck; — ^l Zeilen; — Typel^; — Anf.-W dürftiger 
Urkundenbuchstabe ; — Wz. dreiteiliger Fels, Stengel, Kreuz, seitlich Kreis. 

Wien, Archiv des Min. des Innern, Patente; Nieder iJsterr. Landesarchiv, 
Kais er l. Patefite. 

103. Antiphonarius. 21. August 1519. 

Bl.lr: (rot) Tintipb' . || Bl.lv leer. \\ Bl.2 = ] (aij)r.- frotj fl 3ncipit 

2tntipb' . Ptviufqj patrtj fm ^mune ^fuetubine biocj » || (schwarz) fl 
(rot) 25fiica prima in abuetu bfii (i,'<i üs' ♦ fupci* ps Itnt . (schwarz) 
23cnebictu6 || (rot) cum reliquie , Kcquivc m pfaltecio bic Sabbati 
<x'i> t)6* ♦ r»el cantentuc || bee antipbonc fcqucntcö loco ant . (schwarz) 
^cncbictus (rot) cum celiquis ♦ "lifit . || (schwarz) (2t) jDiebue antiquie 
no8 aubiuim9 cp || . . .; Schi. Bl.2';^ = 271^ (Vß) r, Zeile II: Sapietia 
fcto;i ♦ (rot) 223 ♦ .-ö . ms" . II Bl.2j^ = 27^ra: (rot) tabula Itnti? 
pbonacij totiug || anni be tcpoce t fanctis || . . .,• Schi. Bl.2j6 = 

275 rc, Zeile 2']: (schwarz) ^Q,hh<kX.\n\^ || nOCtibuß ♦ 273 || Darunter Jolgt 

in Spalte b und c : (rot) i£)L*plicit fclicitec aujriliantc bfio lintipbonariuß 
nupctr insjltegercimc cafligatus ; ab ccctü confuetiiq? cantäbi i-itum : || 
cum omnibug <xb büc ipfum pevtinetibuß rebactue . || 3n x>vht clavif? 
fima Vicnna 2tu|lfiaca : impeftö ; i| opera ingenioftfftmi Calcopi-apbi 
3oani6 II X'üinterpucgeu impffus ♦ 2tnno 2nils|| lefimo qngeteftmo 

becimonono || iDecimO "KaV ♦ QeptembciS . || Rotes Druckerzeichen 2. 
Bl. 375 V leer. 

2«; — I 77g. + 275 arab. rot gez. Bll., keine Cust.; sign, a—p, A — T: 8, 
V: /f.; — rote Seitenüberschr.; meist cinsp., neun Textzeilen; — Druck 
schwarz und rot; rote Notenlinien; — Titel geschnittett, 5 cjn hoch; — 
Text Type g zind Type 4-! Inhaltsverz. Type ß; — Lotnbarden 2,'] cm; — 
Antiphonarbuchst. 2,8 cm; — Ra^iken- ti. Blattornament, Figurenbuchst., 
Blattern, schwarz auf weiß; — Druckerz. I; — Notensystem I; — Wz. 
großer, doppelköpf. Adler, im Gege7ibogen: A (oder NF). 

München, Staatsbibl., 2", Liturg. II e; — Denis 212; Panzer IX, jg, 21 1; 
Sartori, Theresiantwi, N'^ 2']8. 



IL Undatierte Drucke. 

104. Aemilianus Cimbriacus: Historia beati Simonis Triden- 
tini. o. J. (um 1493). 

Bi.ir: 0©C<D2132( 11 ^i£2tT3 II ©3m(l>X'T:3S || »Cn3jD*^XT:C3n3 II 
Bl. IV : C ♦ pau , 2lmaltbei Poete lauircati ab ^ectovcm . || Zeile frei. \\ 
@i tu Canbibulum legie pocma || . . ./ 15 Verse. Schi.: XTofcee pvo? 
tinus / et fcicne caucbie || Zeile frei. || 3«cobue pona »Cvibentinuß 



g6 Wien, Winterburgers Dnicke 

a>.uintto II »o**c""I«<^no Cimbfiaco Poctac ♦ @ ♦ X) . || Zeile frei. II t^OC 
quobcücß canig bocto ^aemilianc -^ibello i| Crebc mihi p^cbi . . .; 

5 Verse (4 Distichen). Schi. sDebctlt ^tflcifcci ftbera Celfa poli . || 

Bi.2{2)r: ^3@*r<j>H3€(DXT ^2i!£m3i|£32tn3 €3m^2v32j£3 h 
pouj^ jDiE 3X'^3:!f3v3i|;i:r> ^•P2i»z:3 e3m<D||n3@ pr»Le2\3 ^213 n 

©LgVT*C3n3 ♦ 11 Zeile frei. \\ (I>,t)cin totü in numcfo ^fectü üulncve 
ceniig : || . . ./ ^t-/z/. ^/.5, Zeile 26: '£t tatibem factuö fpifitug a)lca 
petet . II Zeile frei. Folgt: P3XT2iCtesD3<DX-i: S!£2t||Z3 e3m(DVT3'5 
pr>te||Jl3 tCK35D!£V^T3X'^3 H Z^//^ /r^^-. H ^anc tibi Cimbciacu» 
figit fua uom tabellä || . . .; Schi. Bl. 6v, Zeile 12: t^ii tibi : plue oci 
qum (!) mit)i : pluca cana . || 

4°." — 6 ng. EIL; sigji. Bl.2 rechts unten 2, Bl.ß ebenda ß; — einsp.; keine 
Seitejiüherschr.; g6 Zeilen; — Text Type l; Titel: Lomharde7i von 7 tn7n; 
Überschr. Lombarden -von 4 mm; — Wz. Ochsetikopf, Strich, voller Stern. 

Wien, Hofbibl., Inc. 8. H. 80. 

105. Albertus Magnus: De secretis mulierum. o. J. (etwa 
1504. vor 1506). 

Bl.ir: 2tlbc«u6 magtius 1| bc fecrctie riTuIietrü || cum commcnto . zc. || 
Bl.iv leer. \\ Bl.2{ix\\)r a: ([ igppofttio fupcL* ^ctincü be fa^oni« II 
5c fecrctis mulierum 3nc5pit fdicitei: . || Eine Zeile frei. \\ (2l)5D Ä.uci« 
50CC3 II notitiä fcqucHtiü . . .; Schi. Bl.2rb, Zeile 44: ... libvi t£tul9 . Ij 
Bl.2va: ö *Ci-actatus »äencici bc f«);onia || Ulbcrti magni bifcipl'i bc 
feccctif II mulic?i quc ab 2tlbecto e^cei-pfit || fcliciter incipit . (Tapitl'm 
primü . II Eine Zeile frei. || (5D)3lecto ftbi || in c^cijlo follcio 3oI)ani || 
»oencicuö || bc fa):oia . . .; Schi. BL^-j fgß)vb, Zeile 42: fciue^llrunt 
tfllia : : cetera ♦ ^inie « || Eine Zeile frei. \\ 3mptrcffum l^iennc per || 
3oannent VOintecburg . jj Bl.^8 leer. 

4°/ — 3^ "i^- -^^^•/ ohne Custoden; sign, a — e: 6, f, g: 4: — zweisp.; ohne 
Scitenüberschr.; 45 Zeilen f34'>', 35^' a), 46 Zeileti (22 v a) in Texttype, 
38 Zeilen Überschrifttype; — Titel Type 8 (Canontype), jedoch das An- 
fangs -A in Type 2; Überschr. Type 6; Text Type j; — Lombarden 
7 — 8 mm; — zwei geschn. Buchstaben, Linearornament: A (3,'] ■><33 cm): 
zwei männl. Kämpfer, die sich mit Spießen zu Leib gehen; D (3,'] X 
3,2 cm): in Rajtken. — Wz. a — c: Kreis, Wage, runde Schalen, halbmond- 
ähnlich, über dem Kreis Knauf; d — g: Weintraube an gekrütnmtetn Stiel; 
d^ (in Alünchen) : Kreis, Wage, eckige Schalen, über dem Kreis ein Stern 
(härteres Papier als d^, 2). 

Berlin, KB., Inc. 2682 [Voull. 2682]; München, Staatsbibl., 4". Inc. s.a. 84. 
(Handschriftl. auf dem Titel: Attinet Tegernsee Empt() Anno Iß06). — 
Hain *ß62; Mayer I, S. 28, N° 7. 

106, Alexander Gallus Grammaticus : Doctrinale puerorum. 

o. J. (um 1499). 

Lage a fehlt. Auf Bi.hr: @epe p um ocI ium facit ans aut cns gtm || 
©lans bat iü ♦ gcns bene mcs fociabit ifij- || . . .; am Rand: line x 
eng II um »el ium || Schi. Bi.dßv, Zeile i-]: Dei-boi'ücij ^ox^ ftt becli^ 
natio quai-ta . || Zeile frei, jj (l tgjrplicit prima pg 2tlevanbri . jj 



Wien, Winterburgers Drucke 97 

JSl.dör: [ J3c iubct orbo libui üocum || ccgimcn vefccact || . . .; 
am Rand: ß Capitulü OC||t«UÜ 5' trcgimic || ; Schi. Bl. 42. ff4)T-', Zeile 5; 
piuralt mimci'o fil'ee funt quos cgo ccrno • . . || Zeile frei. \\ C 3"^* 
pffuin üicnnc p 3 ♦ ^^ ♦ li 

4°; — 42 «^- ^//.; ohne Ciist.; sign, a — d: 8, e: 6, f: 4>' — einsp.; keine 
Seitenüherschr.; 20 Zeile^i; — Typen: Titel fehlt; Text: 5; Randglossen: 
6; — zweizeilige, volle Lojuharden; — Wz. bl: großer Ochsenk., Stengel, 
Schlange, Kreuz; bß: got. Krone, ebenso c, d, e, f. 

j\Ie>nmi>igen, Stadtbibl., ^, ßl. 4° (La^e a fehlt). 

107. Lucius Apuleius: Cosmographia, ductu Conrad! Celtis. 
o. J. (etwa 1497/1498). 

BL I ;■; Äucij 2lpulet piatontct : TifiilotesUlici pbiIofopl)i tßpitom« btutnü 
5e II munbo Scu Cofmogvapbta bucm || Conrabi Celtie 3'"P^^iT" 
Vlicnnc ♦ || 8 cm leer. Folgt: -"^pifobia Bob«Itt«tt6 Itttefavsc sDitnu; 
biane ab Conrabu Gelten || bunt a noctco g)?mn«fio «b Uiennatn 
Pannonic COnceffCfat ♦ || Eine Zeile frei. II Bl.lra: fl '^OüAXnt^ 
©raccus picviue 3lo . 3?e . @cc || Celtis «.ht^ : Celtis clai-ii fot« prima 
tfiumpbi II . . .; iisiv. Schi. Bl.ivb, Zeile ^4: patconü : et nutu 
<lat(^5 cabitci3 tuo ♦ || Zeile frei. \\ G Jinis epifobiouü fobalitatis || 
littctracie ÜDanubianc , ||; Bl.2(^i\)r: Concabus Celtis Pfotucius 
Criformis pbilofopbie sDo||ctot: . 3'"P£t*atonjfcj3 manibus pocta 
laurcatus 3<^<^""i Jujlfemaitno 2?egio ©enatotri . et 3*^<*""' (5racco 
pierio pfOtl)0 || notado Bobalitaty littecacic iDanubiane pncipibS 
P 25 . II Zeile frei. \\ [eJUocatus p t)os nup jregiis epi)loIis Jufes 
manne et (5raccc . . .; Schi. Bl. 2 (2t i\)v, Zeile ßi: . ■ . tüienne Äalcnbis 
Wouem^llbcibus ocbc nojlro d)ri(liano . h97 ♦ D^e»^« üalctc . . . ac; 
ccpt9 II fuccit . ©eb iam 2lpuleiunt aubiamus . || Bl.j {'2liii)r: SLuci] 
2tpulei ÜTabauvenfts pbiIofopl)i piatonici || Cofmoguapbia (tue be 
munbo ab Jauflinuin 3"cipit . 1| [ JcDnftbecanti mibi et biligcntius 
intuenti . . .; Schi. Bl.6fA6)v, Zeile 26: bcbit atcj5 pcnniftt ♦ || Drei 

Zeilen leer. \\ Folgt: ^'m\?> S,\Xt\\ 'Zlpulci be JltunbO ♦ || Fünf Zeilen 

leer. \\ 3inptrefj'u5 pef '^ocKmxl be ^ibeuna arcc |1 »gaub pvocul a ripis 

Jlbenanis || igt ofbc inuenttrice x patente imptreffotrie || 2tftis Htos 

gunciaco fcücitetr || 
2"; — 6 11g. Bll.; sign. — , A ij — iiij; — 52 Zeilen voll; einsp.; Bl. I 

2. T. zweisp.; ohne Seiteniiberschr.; — Typen: Titel 4', Text der 

Widmungsgedichte 7; Überschr. 5/ Text 6; — keine Lombarden; — Wz. 

ein kleines Einhorn. 
London, BAL, /. B. 57521 [ans der Bücherei Theod. Karajan; Praetor ^410]', 

Wien, Llofbibl., Lnc. 20. F. 24; — Denis 6; Patizer LLL, ^2^, 12; Hain- 

Cop. IJ2I. 

108. Aristoteles: Libri octo physicorum traducti per Johannem 
Argyropylum. o. J. (etwa 1508). 

Bl. ir: 3,ibii octo pbfftco^i 'MvisPotilis pec '^oanncm \\ 2irgyfopylu e 
gt:ac*||C0 in latinü tcasHbUCti, 1| 2 cm leer. \\ Joannis Camertis ordinis 
Langer, Österr, Bibliographie I. 7 



^8 "Wien, "Winterburgers Drucke 

Minorü: || theologorü minimi: in nouä Arifto-||tilis tranflationem: 
Epygramma. || Eine Zeile frei. || Qui modo barbarico latias fermone 
per aures || . . .; 6 Distichen; Schi. Ne timeat mecum turbalatina loqui. || 
Bl. IV leer. || Bl. 2 faüjr: Bolfgangus Mofnauer Liberalium artiü Ma- 
gifter: theolo-||go & philofopho doctiffimo Joanni Camerti. S. P. D. || 
Eine Zeile frei. \\ (S)epius mecum ipe doctor clariffime || plinianam . . . ; 
Schi. Bl. 2v, Zeile g: litte-||rarum decus unicum. || Bl. ßr: Compen- 
diofa Ariftotilis uita ex electis aucto-l|ribus excerpta per reuerendum 
facrae theologise || doctorem magiftrü Joannem Camertem: facri || 
ordinis Minorum : profeffum. |1 Eine Zeile frei. \\ (A)Riftotiles Nico- 
machi medicinas artis pe||ritiffimi; . . .; Schi. Bl. 4"'-', Zeile ^: fructum 
capient. j| Bl. 5('o)r: 8.xhtt pcitttuö pbtftcocü. «EractÄtuß pctmS, II 
G Incipit über primus qui eft de principiis rerü naturalium: || fiue 
entis mobilis. |1 Eine Zeile frei. || d Proemium Ariftotelis. 1| Eine Zeile 
frei. II (C)"Vm circa omnes doctrinas . . .; Schi. Bl. 86 (x6)v, Zeile "Zß: 
prorfus habere. || Eine Zeile frei, jj C Phificorum Ariftotelis liber 
octauus : & ultimus finit per. Jo-||annem argiropylum accuratiffime e 
graeco in latinü tranflatü. || Eine Zeile frei. \\ FINIS. ij Eine Zeile 
frei. II "Vienne Impreffum per Jo. Winterburg. || 

4"; — 86 ng. BIL] oh7ie Cust.; sign, a: 4, i: 8, c — v: 4> ^ ■' 6; — einsp.; 

mit Seitetiüberschr.; ß^ Zeilen; — Text Type 12; Titel Type Q; Üherschr. 

Type ^; Randglossen Type 1 ; — Lombarden l,l cm; — geschn. Buchst. 

(Blattornament ; und Kä?npfer, entspr. § l4)', — geometr. Figuren; — 

Wz. gotische Krone, EI. 
Graz, Landesbibl., g2^g; Lotidoti, BM., 8460. dd. 29 (ij; Melk, Stiftsbibl.; 

P-6S3 und P. ß68 (schlechter er halteii); als Beibajid je: Sunczel, Venedig, 

1508, für L. Alatitse; — Detiis ß20; Panzer IX, 57, ß2ß; Sartori, 

Theresiamim, ß43- 

^109. (Astesanus): Textus canonum poenitentionalium. o. J. 

(etwa 1494 — 1499). 

Bl. ir: «re);tu9 c«nonü penitcn*||tionöIiü. cunctts cucam animacu babcnti*i| 
buö multü fftlubciß «tcß pecutilis 5c übo || «b tjcrbum pcne bc fumma 
fcÄtris 2tflensj|fis orbinis minorum ejrtcactuß. :c. |] Bl. iv leer. \\ 
Bl.2ra: C. '^nciytint canones penttentionales || eptractc be oerbo «b 
Dccbü bc futfia II ftrtg ajlefis oirbie mio;i li. 5, titu, 32. || (C)<Dnfts 
bctrabum || cjl b' c«nonibu6 || penitenttalibus || ab quo^. intelli;|| 
gcnti« . . .; Schi. Bl.6va, Zeile28: accufajli, II et bc fpon. bilcctug et 
fimilia, tc. || Eine Zeile frei. \\ ^intt. (!) || Bl. 6vb leer. 

4"; — 6 ng. BIL, nur Bl. ß sign, (ß); — zweisp.; ohne Seitenüberschr.; gg 
Zeilen; — erste Titelzeile Type 2; Titel sonst 4,' Text Type I; — geschn. 
C (ßX 2,8 cm); — Wz. drei Felsen, Stengel, Kreuz; Wiett : Kreis, Wage, 
runde Wagschalen (halbmondförmig). 

Dr. Langer, Inc. §ß8 (K. II. E. 16); London , BM., I. A. ^I ßßl (Praetor 
Suppl. igOl, iV" g4']8. A.); Wien, Hofbibl., Inc. 2ß. H. 21 und Inc. 2ß. 
G. 62; — Panzer IX, ß04, 2ßc; Hain 4ß4ß; Mayer I, 2g, N° g und II, 
ßg4, Nog. 



Wien, Winterburgers Drucke 99 

HO. Phil. Beroaldus: Carmen in memoriam passionis domini 
nostri Jesu Christi, o. J. (um 1501). 

El. ir: PHILIPPI BEROALDI VIRI VNDECVN||QVE DOCTISSIMI 
CARMEN II ELABORATISSIMVM INMEIJMORIAM SANCTISSIME || 
PASSIONIS DOMINI |1 NOSTRI lESV CHRI||STI QVAM PIENTISJ! 
SIME CONSCRIllPTVM || -z^\.^c»i frei. \\ Ad lectorem. || Eine Zeile 
frei. II Vis tibi perpetuam uitae firmare falutem. || Mente pia hoc re- 
petas nocte die(j melos || Bl.lv leer. \\ Bl.2r: CARMEN PHILIPPI 
BEROALDI DE j| DIE DOMINICE PASSIONIS. || Eine Zeile leer. \\ 
(U)Enit mefta dies: rediit lacrymabile tepus. || . . ./ Schi. Bl. 4^» 
Zeile 22: \\ Auxiliumg feras miferis mortalibus. Amen. || Bl.4'v leer. 

4°; — 4 ng. Bll.; nicht sign.; — einsp.\ ohne Seitenüberschr.; ß4 Zeilen; — 
Type 12; — eifie Lombarde 1,1 cm; — TVz. got. Kro7ie. Papier wie das 
fließige Papier von 121. 

Hohenfurth 41O (a); Melk P. 628 [Schachitiger l6^]; München, Staafsbibl., 
4». Inc. f. a. gg2; Wien, Hofbibl., Inc. 8. G. 6ß; — Panzer IX, i, g; 
Hain *2g']6; Mayer S. 2g, N° 8. 

111. Cato moralissimus. o. J. (um 1499). 

Bl.lr: !S«t^O moirßlifftmus || Holzschnitt fll,^ X g,I ctn) : ein Lehrer sitzt 
rechts unter einem Himmel und lehrt einen Schiller, (links, ynit Buch). || 

Bl.lv leer. || Bl.2(cäy)r: (C)t>m animiabuetrtctrcj (/) qua plufi||mo6 
Ijotcs gcauitec ccrarc i via || morü, ©uccutrrenbü x xifulenbü || co?i 
opinioni focc c);ijltmaut tiia|lpimc t>t gl'iofe »iuetret x fjonore ^tins 
gecet, |i Sues l)ucb et: auff onb fptrad) || 2)a er genueg leut f«(^ || . . .; 
Schi. Bl. i8(c4)v, Zeile 26: öXDtxi FucQ fftt ^abettö cß gctljan || 

JDaS ic^ jnJCU üCC^ gcfugct Ixttt || Eine Zeile frei. \\ Folgt: «Dct: tOCiS 

Fatt)0 ein cnb \)M, ©et: butrd) fet Icc x>xi toeifn trabt || -Cctrnet bas 
mefc^ itt bet; iugent, (5uct fttten t>n aud) tugnt || 2)afbucd) et: ^\i\>t 
ju ece ün gut. JD3 er üot* laflev t»i« bct)ut || Eine Zeile frei. II i^t 
(tc e<l finiß II 

4^^: — J-8 nicht gez. Bll.; ohne Cust.; sign, a: 8, b: 6, c: 4>' — einsp.; ohne 
Seitenüberschr.; ßO Zeilen; — Titel Type 2; Text Type 5 (20 Z. = 
104 ''nm); letzte Strophe Type l; — Lombarde C Bl.2r: I,g cm; volles, 
zweizeil. H auf biijr; — Wz. kleiner Ochsenkopf, Strich, voller Stern; — 
der Titelholzschnitt ist eine gegenseitige Kopie des Holzschn. von H. BiimJer, 
Augsburg, l4g2. (vgl. Schreiber u. Heitz N^ 2 u. 4)- 

London, BM., I. A. 51 ^35- (Proctor Suppl. JV» g4j8. B.J. 

112. Conrad Celtes: Oeconomia. o. J. (um 1499). 

Bl.ir: Cotrabi Celtis II tßconomia. || Bl.iv: G 2lb £ectotretn || Eine Zeile 
frei. II ©i que noffe iuuat quo confiet l)onc|la fupellc^ || (ftua potei-int 
bocti üiuccc Kxtz x>\'c'\ \\ 3Ue Icgat paruum noflcü ^üc iam fepe li* 
bellum II ift ^atuct üitc bulcia fata fuc || Bl.2r: G Contrabi Celtts 
igconoinia ibejl be || ^is quc trequitrutttut: ab ^oneflatn fuslipellectilcm 
p^ilofopl)i patviffamilias, |1 Eine Zeile frei. II C 2ib bcbicata omtti* 
potentie bei 3tnagincm i| 5Decafli4)on || Eine Zeile frei. |1 [ jninipotcs 

7* 



lOO Wien, Winterburgers Drucke 

optfc); immcnft cobitor otbis || . . .; Schi. Bl. 4v, Z. 25; donbibccint 

tnonumcnt« t)itC || Zwei Zeilen frei. \\ ^inis || 
4°/ — 4 ng. BIL; nicht sign.; — ß8 Zeilen; einsp.; ohne Seitenüherschr.; 
Verse dbges.; — Typen: Titel Type 8, Text Type 6; — Anf.- Buchst, aus- 
gespart; — Wz. Kreis, Wage, runde WagscJiale. 
■ Bozen, Franziskaner Master, Z. ^J2; London, BM., I.A. 51 S13> Wien, Schotten- 
stift, Inc. 14-] [HüU S. 75]; Wien, Hofbibl., I71C. 2. H. loS; — Krakau, 
Univ., Inc. 2282 (Wislocki II^J; Panzer IX,^04,2gb; Hain-Cop. 484^; 
Mayer I, S. 2g, II. 

113. Concordia Hungarica. o. J. (um 1507). 

Bl.ir: Concorbta 'oungacica intcc ©cccnifftmos || t ©lofioftfftmos pcin« 
cipcs et bnos 2?iuum || Jribecicü xzKd\x 3^o. 3mpcf«tore. tc, et 3"* 
ui;||ctifftmü principe x t>nm t>nin tllapimilianü || Jlo, et »oungatrie 
2legem. ic. ^iupuilos ep || tjn« et Seceniffitnü VDIabiflaum *oungacie || 
et 23oemic Jlegcm 3nclitum(^3 i-egnü ^un*||gacie epaltera pofonij con« 
clufa. II Bl.iv leer. I| ^/. 2rii;^- (n)(D6 VDIabiflaus bei gi-ati« ^un* 
garie jj ^ocl)einie (/) 2?<;lm«cie Cfoacic !Eaine (.') Seruic 0<xUicic || 
Äobomecie . . .; 5t-Ä/. Bl.Sv, Zeile ß^: pccfentibuß fecimus appenbi, 
2)<;tUTn 23ube in \t^o htati \\ Xlicolai i^pifcopi et Confeffocis. 2tnno 
bni UTilleftmo (ftuabfingenteftmo |1 VTonagcfimo pcimo« J^cgnorum 
noflcocü ^ungacie 2tnno fecunbo. ^obcs||mie t)ero ir*igefimo pnmo, || 
Eine Zeile frei. \\ Commiffto pcopcia bni Äegiö. II 

2",- — 8 ng. BIL; sign. f—J, ij, iij, iiij; — einsp.; ohne Seitenüherschr.; 46 
Zeilen; — Über sehr. Type Q; Text Type ^; — geschft. N (4^3 X 4 cn) : 
Blattornament; — keine Lombarden; — Wz. Ochsenkopf, Stengel, Schlange, 
Kreuz, 

London, BM., I. B. S^ SSl- fProctor g4gO; Cop. II, lyjg und 2^86: Nürn- 
berg!); — Szabö iV° 26 ^Budapest, Mus. u. Göttingen) ; Schachins;er 
N^ 286 (Melk, Stiftsbibl.). 

*ii4. Cura pastoralis. o. J. (nach 1514). 

Bl.ir: dura pasjlflotralis. || pro otrbinan;||bo9, tetamine. || Bl.iv. Holz- 
schnitt (stehende Gestalt mit aufgeschlagefiem Buch in der Hand (Schreiber 
und Heitz N° 8ß). \\ Bl. 2 (ai)Jr: (C)Vra eft onerofa atg folicita cu-|| 
ftodia aiaft alicui commiffa . . .; Schi. Bl. ig (c iij) v, Zeile 2^: \\ Aduentus 
domini fequit" folemnia lini. &c. || FINIS || Bl. 20 (c4)f: Holzschnitt 
('],4X 5,5 <^fn) : Maria mit dem Kind auf dem Halbmond, von Wolken 
utngeben; ein Kreis unten in der Mitte. Es ist der gleiche Holzschtiitt, 
der im Missale Strigoniense 1514 "verwendet wurde. Das Milchersche 
Monogramtn jedoch , das 1514 noch vorhanden war , ist bis auf eine7t 
kleinen Rest links unten entfernt. Darunter : Impreffum Vienne per || 
Jo. Winterburger. || Bl. 20 v leer. 

8°; — 20 ng. BIL; ohne Cust.; sign, a, b: 8, c: 4>' — einspaltig; ohne Seiten- 
üherschr.; 25 Zeilen; — Titel: Zeile I u. 2 in Type 16; Zeile ^ u. 4 
Type 8, Text Type 12: über dem i statt des Punkts ein schräger Strich; 
— Lombarde C: 2,4 cm; — Rubrikoi ([; — Wz. got. Krone, A — M. 

Dr. Langer, Inc. ßgS. 



Wien, "Winterburgers Drucke lOI 

115. Nicolaus de Cusa: Propositiones; et: Conradus Celtes: 
Carmen saeculare. o. J. (um 1500 — 1501). 

Bl. ir: PROPOSITIONES DOMINI |i CARDINALIS NICOLAI || CVSE 
DE LI NON 1 ALIVD || Eine Zeile frei. \\ CONRADI CFLTIS (-0 || 
CARMEN SEjjCVLARE || Bl. iv: G Propofitiones Reuerendiffimi 
Dni II Nicolai Cardiiialis de uirtute ipfius || Non aliud ([ Prima ppo- 
fitio II Zeile frei. || (D)Efinitio que fe & ola definit: ea eft q per oin|| 
nem . . .; Bl.ßr. Zeile ^i: nature naturäin (.') ipfa relucentem. || Zeile 
frei. C FINIS PROPOSITIONVM || Bl.^v: INCIPIT CARMEN SECV- 
LARE II cuius uerfus numerü HoraR Diurne reuo |] lutöis celi cö- 
tinet & oes Sphaeras celeftes. || Zeile frei. \\ [ ] Rbe centeno modo 
felis axis || . . .; Bl. 4^', Z. 28: Templa per urbes || Zeile frei. \\ Hec 
ego in auftriaca cätaui carmmia (.') terra || Alpica q Styrius tectacj 
carnus het || 

4°; — 4 "cf- Bll.; ohne Sig)i.; ohne Cnstoden; — einspaltig; ohne Seiten- 
überschr.; g6 Z.; — Type 12; — iv gesch7t. Buchst. (Blatte rnarnent) ; — 
kei7te Lombarden; — IVz. großer Ochsenk. ?nit Kreuz und Schlange. 

Wien, Schottenstift, Inc. Jß2 (Hübl S. l']4); — Denis ßOg. 

116. Augustinus Datus: Elegantiae minores, o. J. (etwa 1494). 
Bl. ir: tglegantie minores |i Tluguilini JDati tc. || Bl. iv leer. \\ Bl.2(9.2)r: 

Ituguflini JDati fcnenfts ifvigtosjlgtcus Äibellus in cloqucntic pccccpta, 
ab 2inbrcam feomini || C^cillofei'i jtliutn. || (OKebimus i«m bubü||a 
plcrifq5 üiris ctiä bifctrtiffimis . . .; Zeile i^flg.: C Primum prcceptum 
tiarietati« || comutationicß Dt (^ubcamus 1| Eine Zeile leer. II Set) cum 
ib in pi'imig quif(^3 ab moncnbus fit qb' t\)ttot il*||lc . . .; Schi. 
Bl.24(c8)v, Zeile'] (bez. 10): if^b \\ e)fCfcitationcm accomoba. t>ale« || 
Zwei Zeilen leer. \\ fl liuguflini '^n.ti Senenfis oratotriö || pvimairi) 
3fagogicu6 libellus in cIocutio?||ni6 pveccpta teppUcitus efl. 

4^; — -4 i'g- Bll.; ohne Ciist.; sign, a — t"; 8; — ^^lß6 Zeilen; einsp.; ohne 
Seiteniiherschr.; — Typeti Titel 2, Uberschr. ß, Text l; Lotnbarden 4 >nm; 
Anf. -Buchst. C weiß auf schwarz (ß,2X2,8 ctn); — IVz. Kreis, Strich, T; 
Ochsenkopf, Strich, Fadenstern; in Klosterneuburg Augsburger Zirbelnuß (c), 

Göttweig, Stiftsbibliothek] Hohettfurth, Stiftsbibl., Iß2 (cj ; Kloster neubur^, 
Stiftsbibl.; London, BM., I. A. ßl S^9 [P^octor Q4']8] ', München, Staatsbibl.; 
Wien, Hofbibl., Inc. I. H. 8^^' — Panzer IX, ßOß, 25 d; Hain-Cop. *S915' 
Mayer I, 2Q, N° 12 und II, S. gQ4, TV« ii; Pell. 4144. 

*ii7. Defensio immunitatis et libertatis ecclesiasticae. (Jakob 
Wimpheling). o. J. (etwa 1507). 

Bl. ir: (3)mmunitatis et libc«as|itis ecclcttajlicc flatufc^? || facetrbotalie 
befenfio. || Bi.iv leer. II Bl.2(9X\)r: 3tnmunitatis et libertatis ec* 
clefiaflicc: || jlatufq3 facerbotalis befcnfto. lEt pcio be || mifetria facer* 
botü <x\> ipa etiä puerccia (/). |l Zeile frei. \\ {(l)'^ti>\ m potefl intcc 
»niuecfos mortaljles, infelicioc effc . . .; Schi. Bl. 8r, Zeile ßo: memo* 
riä pavie;||tis fempiteniam. ^init felicitec || Bl.8v leer. 

4°; — 8 n§: Bll.; ohne Cust.; sign, aij — aiiij; — einsp.; keine Seitenüberschr.; 
— 29 Zeilen; — Titel Type 5, Text Type Q : ^; — geschn. I; Lombarde C: 



I02 Wien, Winterburgers Drucke 

I,g cm; — JVz. Ochsenk., Ste7igel, Krone, Kreuz; aiij : großer Kreis (8 cm), 
Wage, gerade Schalen. 
Dr. Langer, Inc. 2']0; Krems?mhisfer, StiftsiibL; Lo7idon, BM., /. A. ßl ^6g 
[Proct. §488]; Mimchen, Staatsbibl., 4". Inc. s. a. 6ß6; Prag, Univ., 49. 
F. 2^; Wien, Hof hihi., Inc. 7. H.go; auch in meinem Besitz; — Panzer 
IV, 146, 66s ! Hain *6o8o ; vgl. Reininger in Mitth. des Österr. Ver. 
f. Bihliotheksw. igo4 (VIII), S. 122 [St. Polten , Bischof Fr int sehe Bibl. 
N° 224]; Schachinger N° ßOO [Melk, Stiftshibliothek]; Goedeke II, 40-], 8. 

*ii8. Defensorium privilegiorum quatuor ordinum mendi- 
cantium. o. J. (kaum vor 1499). 

Bl. ir: 2>efenfc>ciü Priuilegio??, t 3ut:tü fcibus || quatuof oc&inü mcnbis 
crtntiü « febc «po||jloIica pec plurcs Komanoe pontificce || coceffo^i 
(Eonttra cia-oces t ccnbcpiiÄtos || articulos quotrunbam IHagiflco?. t 
(tus||t-atocum cccleftÄrü pafco^ialium, || Bl.ivleer. \\ Bl.2faii)r: 
( )C ft crcbris Itttriftco^i car<tctcrtb9 obfcura c^utoß «c || mVm in 
aubita . . .; Schi. Bl.4ofe8)r, Zeile ij: copio-||fa contfa emulos in i 
e^tta iubiciü non carpcnb«. || Zraei Zeilen leer. II ö tgj:plicit cplä bCs 
clatratocia ac bcfcnforia iuciü x puilcgio;^ (/) fctn |i orbinü menbis 
crtnciü contra quofb« articulos erroncos ^bepna-||tos, quoröbam 
mgro9, : curato;i ccclcft«^, proc^ialiü. :c« || Bl. 40 v leer. \\ 

4^; — 40 ng. Bll.; ohne Cust.; sign, a — e: 8; — eiiisp.; keine Seiteniiherschr.; 
ßg Zeilen; — ■ Titel: Type 4f Text Type 6: fl; atisgesparte Auf .-Buchst.; 
— Wz. öj u. a^, hl und e [in London auch h^]: Ochsenkopf, Stengel, 
Schlange, Kreuz; [London: a^ gotische Krone]; h^, c, d kleiner Kreis 
Q cm), Wage, gerade Schalen, über dem Halteknauf ein Kreuz. 

Dr. Langer, Inc. II ; Klosterneüburg, Stiftsbihl., N° 1^22 und Iß22a; London, 
BM., I. A. ßl s4l- [Proct. g48l; aus Kloß' Besitz]; München, Staatshihl., 
40. Inc. s.a. 640 ; Wien, Hofhibl., Inc. 17. G.I2; — Panzer IV, 121, 
*42']; Hain-Cop. *6o8'J. 

119. Dionysius Periegetes: De situ orbis. Translatio per 
Priscianum, ed. Job. Cuspinianus. (o. J. um 1497). 

Bl. ir: ©ionifi) 2ille);anbrini || pl)ilo3opfjt bc fitu orbis || Cranflatio per 
Prijlia;||nü gramatico;?, pricipe. || Bi.iv leer. \\ Bl.2(ai\)r: prifciani 
cefarief interpmtio t): bionifto b' orb' fitu jj Zeile frei. \\ ( )2tturc 
gcnitor: quc munbü xytxntt omne || 2lnnue rev ccli . . .; Schi. Bl. 20(c4)r, 
Zeile II: Igt tcrrc prtritcr rcgioncs ftnibus «mplis: || (Dmnipotcns pro 

quo gcnitor mi^i prcmia bonct || Zwei Zeilen frei. Folgt Zeile 12 u.flg.: 

^mprcffunt X>icnnc a 3oanne || Winterburg ifmenbatü aut « || £♦ 
3o«nne Cufpiniano «rtiü || x I)umanitati6 profcfforis qui || publice 
^üc libcUum in fiubio || X?iennenft intcrpretatus cfl, || Bl. 2ov leer. 

4^; — 20 ng. Bll.; ohne Cust.; sign, a, h: 8, c: 4l ' — ■ einsp.; keine Seiten- 
überschr.; go Zeilen; — Titel Type lO, Text Type l (E); — erster Auf.- 
Buchst, ausgespart; Lombarden 7 mm; — Wz. Wage, runde Schalen in 
Kreis, darüber voller Stern; in Klosterneuburg Lage c: Ochsenkopf, 
Stengel, fünfhl. Kreuzhl. (in Wien b u. c). 



Wien, Winterburgers Drucke 103 

Klosteriieiiliirg, StiftsbibL, Iß86; Kremsmünster, Stiftshibl., 5; London, BM., 
I. A. 51 561 [Itnpressum weggeschnitten; Proct. g486]; Wien, Hofbibl., 
Inc. 24. G. 12; — Denis 20s; Hain-Cop. 6224; Mayer I, S. 2g, A"» Iß. 

120. Donatus. o. J. (um 1496). 

Bl.if^jr: CZDiepiuß quc pars iBfl no;||men. quarc, quia cfl pfor«t6i6 
(/) II öcclinrtbiliö cü cafu figniftcäs || proprtc üel^nultcc corpus . . .; Schi. 
Bl.-]v, Zeile ^i : ... «bmir«töt6 üt papc. gaubij ot eua)c || timocie 
x>x, flt ac «ft xl, II 3tnpfl'um Wicnnc. p 3« U?. || Bl. 8 (leerr fehlt in 
München). 

4"; — 8 ng. BIL; ohfie Cust.; sigji. I — 4; — einsp.; keine Seitenüberschr.; 
ßO — gl Zeilen; — erste Zeile Type 4, Text Type ß; — Lombarden 1,6 cm 
u. 1,1 cm; — ein geschn. Buchst.: A (4,'] X 4,5 <^^J Rankenornainent ; — 
Wz. Bl. I: Kreis, dari^i gebrochene Linien; Bl. 4- kleiner Ochsenk. mit 
Nasen und Augen, kleifter Kreis zwischen den Hörnern, Strich, T. 

München, Staatsbibl., 4". Inc. s. a. 68"]^; — Hain *6ß']6; Mayer I, 2g, N^ 14 
und II, S. ßgg, N^ 7. 

121. Donatus minor, o. J. (um 1498). 

Bl. Ir: sDonatUß minor, jj 2^/4 cm frei. II Magister-cum-discipulis-Holzschtiitt 
(g,8 X 8,6 cm): links sitzt der Lehrer mit einer Rute in der linken Hand, 
während er die rechte Hand belehrend erhebt; rechts vier Schüler: -vorn 
drei, hinten einer. Die dem Beschauer nächsten beiden Schüler halten je 
ein Buch, die beiden anderen Schreibtafeln. Ein leeres Spruchband füllt 
den Raum über den Gestalten. Das Ganze ist überspannt von einem breit- 
gezogefien Bogen, den zwei Sätilen tragen. Keine Eckverzieru7igen. Alle 
Schuhe sind schwarz. (Weiterentwicklung des bei Schreiber u. Heitz unter 
N° ß4 abgebildeten Holzschnittes von Johann Schäffler, Ulm, l4g3)- Ln 
der rechten, oberen Ecke ein Ausbruch von 2 mm. || Bl. Iv leer. \\ Bl. 2 
faiiJr: (P)7irtcforatöiß quotfuntV octo, ^ || nomcn. pronomc. t»crbü« 
«5uer||biü. . . .; Schi. Bl. i6(c4jv, Zeile Iß: »olcnöü, @upini6 II carct. 
X?nü participiü l)abet quot ejl üolcns. || 

4°; — 16 ng. BIL; ohne Cust.; sign, a, b: 6, c: 4l — einsp.; keine Seiten- 
überschr. ; go Zeilen ; — Titel Type 8, Text Type 5 ; — geschn. P auf 
Bl.2r (4,8x4,4 cm): schwarzer Grund, weiße Rosenranken, weißer 
Buchstabe; zahlr. andere geschn., ähnl. Buchstaben (Bl. b2v: C mit Aus- 
bruch : g,2 X 2,8 cm ; das gleiche C in Datus o. J. u. in Astesanus 0. y., 
beide Male ohne Ausbruch); — volle Lombarden; — Wz. a: großer 
Ochsenk., Stengel, Schlange, Kreuz; b, c: Kreis, (g,8 cm), oben Knauf, 
innen ungleiche Wage, runde Schalen. Das C auf Bl. 2v ist zerbrochen; 
deshalb jnuß dieser Druck später, als Datus 0. J. und Astesanus , Textus 
canonum, 0. f. angesetzt werden, in denen dasselbe C noch unbeschädigt ist. 

Memmingen, Stadtbibl., ggl. 4°- 

122. Donatus minor, o. J. (um 15 18). 

Bl.i(a)r: (P)2lrtcforAtionts || qtfuntV (Dcto. (ßucV Ho || mcn: ^Jnome: 
uerbü: «b || ucrbiü: participiü: ^iun;||ctio: ppofitio: iteriectio. || 
VTome qb cjlV . . ./ Schi. Bl.g2(d8)r, Zeile 18: \\ ^«bct quoö ejl 
VOlene. || Zeile frei. Zeile ig: Jinie, II BLß2v leer. 



I04 Wien, Winterburgers Drucke 

4"/ — ^2 ng.BlL; sig7i. a — d; 8; Lagenciistoden ; — einsp.; keine Seiten- 
überschr. ; 21 Zeilen; — erste Zeile Type 8, sonst durchweg Type g; keine 
Rubrikefi ; — Lotnharden von l,^ cm als Anfangsbuchst. ; — der erste 
Atifangsbuchst . (P) geschnitten: S>6X3>9 <^w," etJie aufrechtstehe?ide Blüte 
(Zeichner der Wildeleutehitchstabenr) ; — Wz. got. Krone; got. p. 

Kremsmünster, Stiftsbibl., Q. ^4- (Beigebunden : Gra^nniatices institiitiones 
Nove ina^istri Bernardi Pergerii, Viennae Pannoniae in aedibus yoannis 
SingreniJ, I^l8; und: Do?iatus, ohne Ort, Jahr, Drucker: Wien, 
SingrietierJ. 

123. Exlibris für Matth. Heuperger. o. J. (1502 oder später). 

Das Heupergersche Wappen in einer Umrahniuiig, gehalten von einem wilden 
Mann und einer wilden Frau. Unter dem utnrahrnteri Wappen liegen 
zwei Löwen. Das Ganze wurde aus vier Holzblöcken zusammengesetzt. 
Davon sind die ersten drei Blöcke so entstanden, daß der Holzstock '), den 
Wifiterburger am Schluß von Heupergers eigenem Exe7nplar des Heiltums- 
buches 1^02 verwendet hatte, zerschnitten wurde; die haltenden Personen 
wurden abgetrennt und mit dem neuen, vierten Block (den beiden liegenden 
Löwen) auf gleiche Höhe gestellt. Das Wappen wurde höher gerückt. (Ab- 
gebildet bei Leiningen- Westerburg, Deutsche und österreichische Bibliothek- 
zeichen, Stuttgart, IQOI, S. 10']). Trotzdem kein Typetisatz verwe7idet worden 
ist, kanft nicht daran gezweifelt werden, daß Wijtterbur^er dieses Bilcher- 
zeichen gedruckt hat. Heuperger starb I^l6. 

8°; — Einblattdruck. 

*I24. Henricus de Hassia (Langenstein): Secreta sacerdotum. 
o.J. (um 1495—97). 

Bl.ir: Secreta facecöotü tnagiflri beincici bc || ^afft«, quc ftbi placent 
vel öifplicct in mifüfa Jö p egregiü factrc tbeologic : turifcano jl nici 
boctotc magijlrü mid)aele lo^mayc i| coccecta t in h«nc to«-*'"<^"i ^(' 
bacta, II Bl.lv leer. \\ Bl.2(0,2)ra: (@)'Zlcerbotes || pluccg circa offtll 
ciü miffc alit' ^jjjcebecet . . .; Schi. Bl. I0(b4)rb, Zeile 40 : nos fua 
gca iljlluminare bignctuc li* \\ Bl. 10 v leer. 

4°j — 10 ng. Bll.; ohne Cust.; sign, a: 6, b: 4j — 40 und gg Zeilen; zweisp.; 

keine Seitefiüberschr.; — Titel Type 4y Über sehr. Type 5.- *|, Text Type i: 

C; — eine Initiale: Missal-S; — Lombarden 0,"] u. 1,1 cfn; Wz. Kreis, 

Anker. 
Dr. Langer, Inc. 364; London, BM.; I. A. 51 533 [Proct. g4']g]; Wien, 

Hofbibl., Inc. I. H. 12-]; — Panzer IV, 138, *5q8; Hain-Cop. *83'j6. 

125. Historiae de festo et translatione divi Leopoldi Marchionis. 

o.J. (etwa 1506— 1507). 
Bl.ir: (rot) ^]7flocie bc fcjlo cttranfjlllationcbiui^eopolsljbi ma»r^ioni6(/) || 

aufltrie. || Bl. iv: Holzschnitt (g,8 X 8,1 cm): Leopold und Agnes halten 
das Kirchengebäude von Klostertieuburg. Darimter: QanctC leopolbc tU 



') Der Holzschnitt ist wiedergegeben am Schlüsse der photolithographlschen 
Ausgabe des Wiener Heiltumsbuches von 1502. 



Wien, Winterburgers Drucke 105 

terc^ bcatc i; iTu patctr o patric pcjlie incomot«« peUc j! O p«tcc o 
patftc cbriiltativä i cfpicc (') gentc |i liuffef tot moi-rce t ti-iilia cvu 
min« belli || j9/. zfiiJra: fl ^n;/; 3" ttranflvxtionc biui ^cojjjpolbi 
JlTarc^iöig ^tujltric cus||ius fcjlü celebrabit' )t;p. 6ic Jc|lbru«rij. C 3n 
p'miö t>i6. 2ifi, II (It) (schwarz) X>^\:'\^ let«||rc üccc fc-||lip regio . . .; 
Schi. Bl. svb, Zeile 26: acbu« || beltcije üfufi fupernocum. 1| Bl. 6ra: 
(rot) 3" fcjliuitrtte biui Äcopol||t>i maccbioie «ufifie: cutus fesjiilum 
celebcaf pt>, bh noucbfis || G 3" pcimie üis. fup ps. 2in, || (i£) 
(schwarz) Cclefi« fctä || l)cc gaubia || löulgeat . . .; Schi. Bl. 8vb, 

Zeile 28: pa||tl*OCinift fencirtmUÖ. per &. || Drei Zeilen leer. Folgt 

Zeile 2g\go: (rot) Piennc impt-effum pcc || "^OMiXiZVX t?intccburg || 
8°; — 8 ng. Bll.; ohne Cust.; sign: Bl. 2: tj, ß: iij, 4>' "?/V — keine Seiten- 
überschr.; zweispaltig; ^5 Zeilen; — Druck schwarz und rot; — Titel 
Type 4t sonst Type 7 u. /J/ — Lombardefi ß mm, 5^/2 mm, 1,6 cm u. 
ß cm; — Wz. Kardinalshut, J^, os. 
Klosterneuburg, Stiftsbibl., l4og [Titelblatt fehlt: Denis JI 4]; Nikolsburg, 
Dietrichsteijische Bibliothek, ^ig; Wien, Univ.-Bibl., 2']4']4l; — Denis, 
Nachtrag I']Q3, Seite 10 erwähnt ein vollst. Exemplar im Besitz des 
Hofrats vo7i fayiisch. Es ist das wohl das Exemplar, das heute in der 
Univ.-Bibl. Wien aufbewahrt wird. 

126. Horaz: Ars poetica. o. J. (etwa 1498 — 1508). 

Bl. ir: ■^otrattj ^lacci oenuftni poete || be biuina facfatifftnio^i Poe;]| 
tacutn acte compenbiofum et || multiplici ecubitione ccfertü || (Dpus 
felicitec "^n&^oau \\ Bl.iv leer. Bl. 2(M\)r: C a>.. ^oi*a, fliacci bc 
acte poetica ab pifonee, || Eine Zeile frei. II (b)X?mano capiti cevuiccm 
pictoi* cgnani || . . ./ Schi. Bl. io(b4)v, Zeile 2: Hon mijTuca cute nift 
plena ctruocis l)'«^uf>c* II Eine Zeile frei. \\ G (Ru. ^ocatij fiacci ai-tiß 
pocticc finig» || 

4",' 10 ng. Bll.; ohne Ctist.; a: 6, b: 4>' — 28 Zeilen; einsp.; keine Seiten- 
überschr. ; — Verse abges. ; — Typen : Titel 4, Text 6 ; — Wz, gotische 
Krone. 

London, BM., I.A. Sl S4S- [Proct. g482]; München, Staatsbibl., 4°. A. Lat. 
a. 20g ; — Cop. II, I, glsS. 

127. Horaz: Ars poetica. o. J. (etwa 1500 — 1510). 

Bl.ir: »ootracii »flacci ücnuftni po;|icte be biuia facvatifftmo^i || poeta^i 
arte c6penbi;,|ofum : multiplici || crubitöe rcfcr^jitu opug fcli;ljcitcr 
3n*||d)0at II Bl. iv: Q. HORA. FLACCI DE ARTE || POETICA AD 
PISONES II (h)Vmano capiti ceruice pictor eqnam || . . .; Schi. Bl. 10 
(b4)'v, Zeile 12: Non miffura cutem nisi plena cruoris hirudo. || Zeile 
frei. II Qu. Horatii flacci artis poeticae finis. || Zeile frei. \\ Impff. 
Vienne. Per Jo. W. || 

4"/ — JO 7iq;. Bll.; ohne Cust.; sign, a: 6, b: 4: — einsp.; keine Seiten- 
iiberschr.; 26 Zeilen ; — Titel Type 4, Text Type 12 ; — ausgesparte 
Initiale; — Wz. Kreis, darüber Stern, innen Wage mit runden Schalen. 

München, Staatsbibl., 4°. A. lat. a. 2g4- (4)', — Denis ^24; Mayer II, S.2g4- 



Io6 Wien, Winterburgers Drucke 

128. Johannes XXII: Indulgentiae in concilio Basiliensi 
editae. o. J. (um 1507). 

A7if. (rot) 3nbulgcntic 3oannis papc üigcfimifccunbi. H 3n concilio 
»afilicnft Cbitc : CÖfimatC. |1 Zeih frei. \\ Spalte l: (rot) (3) (schwarz) 
Ctcj (!) inclinati caput fuü quasHbo . . .; Schi. Spalte 2, Zeile gl der 
spalte: . . . {)Os||raS CanOtttCaS biccntibug« (rot)<l.\\Z-wei Zeilen frei. Folgt 

einspaltig: (rot) (t>) (schwarz) 33icü(p auöit nolavt I)OC prectofum 
nome 3efu6 bcbcmuß caput cü m<x>:ima ceucrcti« incitnare: boc 
X(i.mt pcipuc II ...; Schi. Zeile l4 des Abschn.: ||lcgitUC t)Cl CÄltitur, 
iZt l>omo t«cmg z^, \\ Folgt: (rot) ^tttpceffum VOienne. || 

Großfolio; — Einhlattdruck; — oberer Teil zweispaltig; — m ganzen 
48 Zeilen; — Druck schwarz u. rot; — oberer Teil Type g, unterer 
Type 5; — ein Auf .-Buchst., Blattorn.; — sonst Lombarden 8 u. l6 mm; 
— Wz. nicht zu erkennen. 

München, Staatsbibl., Eiiibl. VII, 10. 

129. Lapidarium omni voluptate refertum. o. J. (um 15 12). 
Bl.i(B.)r: ilapibariü omni t»oIuptatc \\ tcfectü: x mcbicinc plun=l|ma 

notatu bigniffima | eppcrimcta cö^jiplcctene. || Eine Zeile Jr ei. \\ OPVS 
DE LAPIDIBVS PRE-||clarü: mira<j uoluptate refertu : in quoHde 
fingulis lapidibus nedum pciofis: || uerü eciam de reliquis quibus 
uirtutis II aliquid ineffe cöstat: & de pcioforum || lapidum sophifti- 
catione: & naturaliü |] ac artificialium difcretione: notatu di-||gniffima 
reperies: per quendä artiü ac || medicine doctore editü atg collectü. 
II Bl. IV : (P)Refens opus bipertitü effe uolui: & primü quidem || 
aliqua cömunia ad lapidü cognitione . . .; erster Teil 13 Kapitel; 
schließt Bl.5(hi)v, Z.ij: ... Et primo de incipientibus ab. A. 1| In Abc- 
fol§-e werden itn 2. Teil die Steine beschrieben. Anf. Bl. 6(bii)r: C. Trac- 
tatus secundus in quo de uno quog lapidü || . . .; Schi. Bl. 28(g4Ji', 
Z.32: ...& depellit mentis alienationem. || Zwei Zeilen frei. \\ Per Jo. 
Winterburger uienne impff. H 

^0; _ 2^ ng. BIL; ohne Cust. ; a—g: 4; — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
26 Zeilen; — fünf Titelzeilen Type g, Text Type 12; keine Lombarden; 
zwei geschn. Buchst. (P u. A, je 2,5x2,5), Blattornament u. Puttenorn.; 
— Wz. got. Krone; Kreis, Wage, eckige Wagschalen; Kreis, Wage, 
runde Schalen; kleiner Oclisenkopf, Stengel, Schlatige, Kreuz; im Mün- 
chener Exemplar großer Ochsenk., desgl.; und Halbmond (ebenso in 
Glasgow). 

Glasgow, Hunterian Museum, B. x.ß. 27; Lotidon, BM., 1255. d. II; München, 
Staatsbibl., 4". Path. 35-] ; — Denis 322; Cop. II,34g2(-')- 

130, Lied von den krainerischen Bauern, o. J. (1517)- 

Anf. Hin ncujce lieb üon ben fvayn-Herifc^cn bautrcn. || Zeile frei. \\ t^o« 
n)unbcc 3U ] bei: bauen ünvue | tl)ct ftd) fo fctr aus pcaittft. 3n 
fufQ'llejr 3eit | 3U fneg »nb (Ircit j . . .; Schi. Zeile 32: \\ man M «" 



Wien, Winterburgers Drucke I07 

ti'ucfcn ttfcboren. ^eufbup. I. I. I. wort« gmaina i bucd) 3r |1 f«Ifd) 
ftnn t)n^ arglifl | erbangen t>nb aud) gefpifl. || Rückseite leer. 

/fP ; — Einhlattdrttck ; — einsp. ; ß2 Zeilen ; — Über sehr. Type g, Text 75. 

Berlin, KB., Yd. ']802, N^ 6; — Weller, Repert. ^^og ; Liliencron, Histor. 
Volkslieder, iV 2g8 ; — Weller, Ann. I, 88 erwähnt einen Druck ohne 
Überschrift, der möglicheru'eise ebenfalls aus Winterburg-ers Offizin 
stammt. 

131. Missale defunctorum. o. J, (um 1515/16). 

Bl. ir: (rot) XWi'^oXt bcfunctO^. || ^^jo.ctnfrei. \\ Holzschnitt f 15X13,4 cmj: 
in den züngelnden Flammen des Fegefeuer leiden zahlreiche Seelen, von 
denen eine, geläutert, sich erhebt, zwei herabschwebenden Engeln entgegen. 
Im Vordergrund zwei Toteiuchädel , rechts ein Bildstock. In Melk un- 
beschädigt, in Wien im ujiterett Rand, l cm von der linken Ecke entferjit, 
•2 mm Ausbruch. |] Bl.lvleer. \\ Bl. 2 = frotjl (aiiJr a: C. frotj '^nttcitUi 

pi-o ifpo: II Pcepoiuo üel Prelato, || fschwarzj {Q)'^ cnim ctcbi \\ muß 
<P iefug II moctuus cjl || J refuiTC>;it: . . .; Schi. Bl. S = VII ^b iiJvb, 
Zeile 2g: ^ac CM gauöerc, || fr^V ©cquituc I«non minor ]| Bl.g ^ 
VIII fb iiiJra: (<D) frotj (gponc cujlc-Hbem t fb' miffa || voce bic . . .; 

Schi, des Canon minor mit Praefatio Bl. 10 = IX (b 4) r, Zeile 10 : i>Os| |mini 
(Dfanna in e):celftg» || Bl.lOv: Holzschnitt (21,2X14,2 cm): Christ am 
Kreuz, links Maria, rechts Johannes; Titel: I. N. || R I ; rechts vom 
Fuß des Kreuzes Totenschädel. Keine Jahreszahl. Im Hintergrund 
Jerusalem. Links Felsen. Im Himmel links und rechts signaturähnliche 
Zeichen (abgebildet bei Heitz und Schreiber, Cano?ibilder, ig 10, N" 40). 

II Bl. ii(c)r: (tC)te igit' clcsllmetifftmc || p ic^Hfum d)fm || ftlium . . .; 

^C: Priester am Altar, doppelter Rand. Schi. Bl. 20(d4)v. Zeile 10: in 

t)is||tam ctecnS, 2tmen. || Zeile frei. \\ (rot) 3mpccff'um Vicnnc per || 
3oannc lOinterburgetr. || Druckerzeichen, rot (5,6x.4,9 c??i): J W, 
Schlangenpfeil ; zwei wilde Leute. || 
20; — 20 Bll. = I n^. ■\- IX lat. rot gez. + 10 ng. Bll. ; sign, a: 6, b: 4, 
c: 6, d: 4>' Bl. 2—g zweispaltig ; 10 — Schi, einspaltig; Bl. 2 — lOr: rote 
Seitenüberschr., sonst keine; — Bl.2 — g: go Zeilen ; Bl. II — 20: 15 Zeilen; 

— Bl. gv — 10 r: rote Notetilinien mit schwarz eingedruckten Noten; — 
Titel Type 16; Text Bl.2—I0r: Type 4 u. g ; Bl.II—20: Type 16, 
Überschriften Type g ; Text z. T. auch Type 8 (Canontype) , darin einige 
Anfangsbuchst. Type 2 ; — zwei große Holzschnitte ; — Druckerzeichen g ; 

— Lombarden 7 mm, 1,5 cm, 2,J cm, g,I cm; — geschn. Initialen (Figuren- 
buchst.): S; R; Blatt ornament: D; Antiphonarbuchst. 2,8 cm: B, D, S; 
großes geschn. T (ll Xg,2 cm): Priester bei der Messe ; — Noten- 
system I; — Wz. Wappen, dreiteil. Fels, Kreuz: aj, a.j^; b^; ^1,3/ d\; — 
Baumstamm, Pfeil durch: a^; d.^; — P: b-^; c.^. 

Melk, Stiftsbibl., P.g8S- (Dotninus Valentinus Gwalt . . . dono dedit — A^ ']g); 
Wien, Hofbibl., Inc. ig. F. 17. (Bl. Ir: Frater Hierony : Khünig. V. A. 
P. B. Canonicus Regul. || adis D. Dorothece Custos et ibidem Senior pro- 
prio II sibi are comparauit Anno MD.CViif. \\) ; — Denis go8 ; Panzer 
III, 526, 20; H. II 288; Mayer I, S. 22; ein Facsimile [unter der irre- 
führenden Bezeichnung Missa de Requiem (l4gg)]- 



I08 Wien, Winterburgers Drucke 

132. Joh. Neumann: Instructio modica. Lat. Anweisung, 
nicht ohne ärztlichen Rat zur Ader zu lassen, o. J. (nicht 
vor 1500, wohl um 15 10). 

Anf. (rot) Instructio 'modica ne vulgus fcd'm generales minujjltionü 
tabulas abfqi cofilio periti medici phlebothosjjmiam faciat. Et qi tabule 
minutionü pa^; vel nihil qfi j] pfunt. per Joanne Neuman artiü •: 
medicine d. edita. || l cf)t frei. \\ Spalte i : (rot) (Q) (schwarz) Voniam 
tabularum minutionü genera-||lium . . .; Schi. Spalte 2, Zeile Q: ... || & 
ratione fanguinem extrahere habent. !| Zeile frei. Fol^t: (rot) De 
quadris Lune. j| (I/^ !) (schwarz) Vlti homines folent facere phlebo- 
thomiä fecun-jldum . . .; Schi. Sp.2, Zeile ß6: ...\\ phlebothomie ydonei 
exiftät femp tri cofilio periti medici nö neglecto. || Unter beiden 
Spalten: (rot) 3mprciTum VDienne pct: 3oannem Vüitttecbutg. || 

Großfolio; — Einblattdruck; — ziveispaltig; Überschrift und I?npressu?n ein- 
spaltig; — erste Spalte 66 Zeilen; — Druck rot und schwarz; — Über- 
schrift u. Impressum Type g, Text Type 12; — Z7i'ei §-eschn. Buchst, rot 
(Litiearorna?nent) ; — eine Randleiste schwarz (Blatt- u. Blüteriranken 
schwarz auf weiß); — Wz. tticht erkennbar. 

München, Staatsbibl., Einblattkal. z«; (Abgebildet bei Haebler u. Heitz, 
Kalenderinkunabeln N'^ go, irrtümlich l4g'] als Druckjahr angegeben). 

*i33. Obiectiones in dicta Thalmut. o. J. (etwa 1496—99). 

Bl.ir: ^l)almut, II Zeile frei. \\ (Dbicctiottce in bicta *r«lsllmut fcbuctofift 
iubcorum. || Bi.iv leer. \\ Bl. 2(a ii)r: (Z)^almm efl boctcittÄ tubco^. 
let biuibituc in quasHtuotr libcos. quo?, quilibet co?i «ppellatuc 
Ccfetr in[|gcnctrc . . .; Schi. Bl. 8r, Zeile i-j: füt || patct ccgo quob 
gtranbc pcccatum cömifccunt quob c^ciftum »cHcum regem occibccunt 
Zl, II ^inig 11 Bl. 8v leer. 

40; — 8 ng. BIL; ohne Ctist.; sign, a (—; a ij; a iij; a iiij); — g8 Zeilen; 
einsp. ; ohne Seitenüberschr. ; — erste Zeile Type 2 , die zwei nächsten 
Zeilen Type 10, Text Type l; — Lombarden 1,6 u. 2 cm; — Rubrik: C; 
— Wz. a^: Kreis, 4 cm, Wage, Stern (Dr. Langer; Berlin; Schottenstift); 
03.- Kardinalshut (Dr. Langer, Schottenst.) , oder kleiner Kreis (2,6 cm), 
Wage (Berlin). 

Dr. Langer, Inc. 262; Berlin, KB., 2685 [Voull. 2685]; Kremsmünster, 
Stiftsbibl., N^ ^6; London, BM., I. A. 51 565 [Proctor g48'j] ; Wien, 
Schottenstift, Inc. 434 [Hübl S. 215]; Univ.-BibL, I. I37g59' ^^f' 
bibliothek; — Denis Suppl. S. 675; IIain-Cop.*i522g. 

134. Ordo bonus, regimina et constructiones. o. J. (etwa 

1494—9). 

Bl. i(a)r: (Dtrbo bonus 3legimin« || et joiivucüones fcquunt'. || Zeile frei. \\ 
((D)3?bo ejl bon9. cß pponeba pponunt' : po|lpos||neb<x poflponunt'. . . .; 
Schi. Bl. IV, Zeile 12: cectoce foluti. II Zeile frei. \\ ©equütutr cegi* 
min«, II ©(r>«cg curtrit Softes cjl nolati cafus et »regit' || «b ifio 
öbo . . .; Schi. Bl.3(an\)r, Zeile iß: metis afectü »occ incognit«. || 
Zeile frei. \\ ß Sequütuv CöfltTUCtöce, II [ ](Dnflt:uctiott:iplicitct:c«pir 



Wien, Wiiiterburgers Drucke lOQ 

fcj Cömunitctr ,p |] prtc . . .; Sc/iL Bl.ßv, Zeile 17; abs||uctrbjj quo n,^ 
cöilfuctionem. || Zeile frei. \\ Jini« II 

4°/ — 6 ng. BIL; ohne Ciist.; sign, a, aij, aiij; — einsp.; keine Seiten- 
überschr.; gO Zeilen; — Typen: Überschr. 4, Text 5; — Initialen zwei- 
zeilige, volle Lombarden] — kein Wasserzeichen. 

Memmingen, Stadtbibl., g, ßl, 4^. 

135. Georg Peurbach: Algorismus. o. J. (um 1495). 

Bl. Ir: 2iIgC'l-ifmue. .i Bl.lv leer. \\ B1.2(<f.l)r: fl <J>pU6 lilpOl-tfmi 3oCÜs 

btfi'imum ninC-t ©cotrgii pcurbac^i) || VDtenncnj'ts (pccptoc fingl'atris 
lllgC-i 3o«nnt6 be monte regio) || faccecß matbcmaticc inq'fitore 
fb'tilifftö fuma cü otilitate zbixxx* \\ Eine Zeile frei. II (VTjOmeiri jjpoiui 
trepntacöe3 |[ ^gnofcere, numec^i matbematici tripciunt', cnueljbam . . .; 
Schi. Bl.ör, Zeile 8: acctpcijl« poteg. || ^iniß ^ilgorifmi lITagijli (!) 
©ceoi-gij (I) t>e peurbacb. || Zwei Zeilen frei. II ([ JDc J^egula «urea ftuc 
öe tfe II G Sunt quibam numcd . . .; Schi. Bl. 6r, Zeile ^6: ... bc lucro 
Ccöei-e bebeat. || Bl. 6v: G ©eqnütuc (!) nunc eutgmata (!) quo;i 
pi-ima(!) e|I ijlub. || C 25ns aliquis bat famulo fuo centü bucatoe . . . 

Drei Rätsel; Schi. Bl. 6v, Zeile 2^: quabratfltn 0|1enbit quejlttum || 
4"! — 6 ng. BIL; sign, a; — einsp.; ohne Seitenüberschr. ; ß8 Zeilen; — 
Titel Type 2, Überschr. Type g, Te.xt Type i; — Lotnbarden v. 4 u. 7 mm; 

— geschn. N (wie bei Dr. Langers Exemplar); — Wz. Bl. i: Kreis, 
Strich T (in Afünchefi jedoch Kreis, gebrochene Liftien, wie im Ungelt 
vom Wein); Bl.g: Ochsenkopf, Strich, voller Stern. 

Kloster neubutg, Stiftsbibl., 1^48 a; Leipzig, Univ.-Bibl., Mathem. 16 1 ; 
München, Staatsbibl., 4°- Inc- s. a. I439 \ Wien, Hofbibl., Inc. I. H. Ilß ; 

— Hain *IgS99>' Mayer II,ßg4, A'" 12. 

136. Georg Peurbach: Algorismus. o. J. (um 1498). 

Bl.lr: 2ilgot:tfmU6. \\ Bl. iv leer. \\ B1.2r: C (DpU6 TilgOfifmi 3oCÜi 

bifftmü ilTgüi (Bcocgii pcucbac^ij || tX>ieunenft6(!) (pceptorif jüngraris 
MTgci 3oannis bc monte regio) || facreq5 matbematicc inq|uorte(!) 
fuptiliffiö fütna cü xjtilitate tbixvi, \\ Zwei Zeilen frei. \\ (XT)l>mcri 
^poi'tti repfitatönc3 || ^gnofcerc nume^. matbcmatici tripciüt' <Bnc (!) || 
ban; em »ocät . . .; Schi. Bl. sv, Zeile 28: aciiciperepotee. (!) || Eine 
Zeile frei. \\ ^inis 2lIgorifini Jllagiilri ©eorgi] be pcurbac^. || Zwei 
Zeilen frei. \\ (J 2?c Äegula (!) aure« ftue be tre. || G Sunt quibam 
numeri . . .; Schi. Bl. 6r, Zeile jQ; . . . be lucro Cebere bebcat, || Ei?ie 
Zeile frei. \\ ß Sequuf (I) nüc cnigmata quo?i primü ejl iilub. || 
C sDftg aliquis bat famulo fuo centü bucatos . . .; fünf Rätsel. Schi. 

Bl.öv, Zeile 2-]: quoties OflenbCt quefitum. || Zwei Zeilen frei. \\ 3m? 

preffum X>itnnt per i| 3'^<^""C'" tPinterburg. || 

4°- — 6 ng. BIL; ohtie Sign, (nur Bl.g unten rechts iij); — einsp.; ohne 
Seitenüberschr.; 40 Zeilen voll; — Titel Type 8, Text Type 6; Anfänge 
und Überschr. im Text g; gelege^itlich sind Typest I unter J gerateti, so 
Bl.gr, Zeile Ig von unten in: 2(bbe das "H; Bl.öv, Zeile g von oben in: 
UXucrif das (R; — Bl.2r: geschn.. N (schwarzer Grund, weiße Lom- 



1 1 Wien, Winterburgers Drucke 

harde, ^,4-'>'^3 cm); — Zahl ^j^ im Text ausgelassen (Bl. ßr, Zeile 22 u. 
ßßj ; — kein Wz. in Berlin, London, München, Wien. 
Berlin, KB., Nn. So^JO (g) ; London, BM., I. A. S^Sll- [Proct. g48g A] ; 
München, Staatsbibl., 4". Inc. s. a. 1440; Wien, Hof hihi., Inc. 4-]. jfi.gO; 
— Denis 326 ; Mayer II, S. ßg4, N'> IJ. 

*i37. Georg Peurbach: Algorismus. o. J. (etwa 1498 — 1500). 
Bl.ir: 21Igortfmus. || Bl.iv leer. \\ Bl.2r: ([ (Dpus 2ilgotrifmi "^Otüf 
i>i^\\mü ntgfi (Scorgij peutrbad)ii || VOicnnefts (pccptoc (/) fitngl'arig 
llTgci '^oo.nnii, bc montc vz^io) \\ facrecp matt)ematice incjfttocc fb'* 
tilifftö füm« cü üitilttatc cbitü, 1| Eine Zeile frei. \\ (VT)X)mect ijpofin 
vcpntat6nc3 |] ^opnofcetrc, nume^i matl)em«tici mpciür (Due||bam . . .; 

Schi. Bl.ßv, Zeile 2J: ac||cipcce pOtCS» || £ine Zeile frei. \\ Zeile 28: 

Sin'^'i lllgocifmi ntagiflri (Beorgij be Peucbac^« i| Zwei Zeile^i frei. || 
C sDc 3?cgula aurea fme bc ti-c, || C Sunt quibam numeci ...; 

Schi. Bl.6r, Zeile ig: . . . 5c lucCO £ebece bebcat. || Eine Zeile frei. || 

Folgt: C Scquunt' nüc enigmata quo^i pcimü ejl iftub. || ([ 2?n8 
aliquis bat famulo fuo centu bucatos üt »abat üencciaf || . . .; /"«/ 
Rätsel; Schi. Bl. 6v, Zeile 25: \\ benotniatocm t buctü; X numcr9 quoties 
ojlcnbct quefttum, || Zwei Zeilen frei. \\ Zeile 261'] : 3ntpfefj'um Dicnnc 
V^^ II 3o«nnem tDintecbucg. 

4°; — 6 ng. Bll. ; ohne Sign. u. Cust.; — einsp.; ohne Seitenüberschr.; 
40 Zeilen voll; — Titel Type 2, Über sehr. Type g, Text Type 6: C; — 
Bl. 2r geschn. Anfatigsbuchstabe (RatikenornamentJ; — Zahl ^J2 im Text 
gedruckt Bl.ßr, Z. 22 u.ßß; — Wz. großer Ochsenk., Stengel, Krone "^-^ 
in Cambridge : Bl. I u. 2 Monstranz (r), Bl. ß: Ochsenkopf, Stengel, ' 
Schlange, Kreuz. 

Dr. Langer, Inc. 261 ; Cafnbridge, Univ.-Bibl., Ab. 6. 2g. 

138. Georg Peurbach: Algorithmus, o. J. (wohl 1510). 

Bl.ir: 2tlgofit^mu6« II Bi.iv: (J (Dpuß algoritl^mi '^<itn'z>'\S^\v(\\x HTgui 
(Seorgtj peutrbflc^ij || lotcunenfis (.') (pceptorif/ ftugulan6 (!) illgOi 3o* 
annis bc(!) montc regio || ^ctKaO!!) mat^cmaticc iuqfitoris(!) fubtilifftmt 
füma cü otilitate ebi||tum. |1 Zeile frei. \\ (Vt)t>meri f>pouti repfens|| 
t«cione3 ^gnofccrc. numc?, m«tl)em«tici || tctpciüt' (Ruebam cm Docat 

bigitü; . . .; Schi. Bl. JZ', Zeile S: accipcirc pOtCÖ. || Zeile frei. \\ Jjnis 

'2tlgotritt)mi niagiflfi ©coi-gij bepcutrbac^: || Zwei Zeilen frei. \\ ß 5Dc 
2^cgula autrc« ftuc bc tcc, || C ©unt quibam numcri.../ Schl.Bl.^v: 
dcbcce il bebcat. || Bl. 6r: C ©cquutuc nunc cnigmata quo?, primü 
cjl ijlub. II Zeile frei. \\ C 2)ng rtliqutö bat famulo fuo . . .; fünf 
Rätsel. Schi. Bl. 6r: et || buctum: X numcirue quocieng oflenbct que* 
fitum, II Zeile frei. || ^inis. || 

4",' — 6 ng. Bll.; das erste nicht sign., das zweite rechts unten: ij, das 
dritte: iij, das vierte bis sechste nicht sign.; — einsp.; kei^ie Seiten- 
überschr., 42 Zeilen; — Titel in Canontype = Type 8, Über sehr. Type g, 
Text Type 6 ; — Bl. 2v ist „^/j" im Text ausgespaj-t ; — eine Ifiitiale: 
Blattor}ia?nent ; — Wz. der Schweidnitzer Eber (die Borsten einzeln, aber 
bereits verbunden). Vgl. die Drucke von 151O. 

München, Staatsbibl., 4^- Inc. s. a. 1438. 



Wien, Winterburgers Drucke III 

*i39. Privilegia fanctiffimae virginis Mariae. o. J. (um 1500). 

i)V. jfajra: ([ ^cc futit pctutlcgia fanctifft-|;me ,vgtnis MTai-tc i progattue || 
coUectc bilipctec ep bictie z fcr-||montb9 feto?, öocto^i ab laubc^ \\ 
bei X öcuotionc legentium. || Zeile frei. \\ ß 23crnac6u6 m fccinonc. || 
[ ] V>n^ j:p6 bt üii-ginc glo-||i:iof« nrttus fuiff^t • • •' •^'cä/. Bl.Orb, 
Zeile 8: mt\\titii gtrAtJatrum »cl bignitßtü, || Bl.ßr: ^inig, i| Bl.ßv: 
leer. 

4?: — 6 ng. Bll. ; ohne Custoden; sign, a, a ij, a iij ; — zweisp.; keine 
Seitenüberschr. ; 29 Zeilen; — Type 6; — keine Initialen; — Wz. got. 
Krone; u. Ochsenkopf, Stengel, Schlatige, Kreuz, im Ocfisenkopf ein Stern. 

Dr. Langer, Inc. S31 • Klosterneubiirg, Stiftsbibl., N° g2ga und Ij2la; 
Krenisrnünster, Stiftsbibl., N^^l' London, BM., I.A. ^l SSI- [Proct.g48s]; 
Milnchen, Staatsbibl., 4°- Inc. s. a. ISO'] und 4°- Inc. s. a. ig49 ; Wien, 
Schottenstift 26. f. 22 (4) [Hilbl S. ig"]]; Hof bibliothek. — Denis Suppl. 
S688; Hain-Cop. *I3368. 

140. Prudentius: Liber hymnorum. o. J. (etwa 1497/8). 
Bl.ifajr: S,ihet bpnno?. pcuöecij. 1| Sechs Zeilen leer. \\ Cufpini«nu6 ab 

Icctorem. || Eine Zeile leer. \\ ß 0raij pinbatrias «maiit c«mcna6: || ...; 
ig Verse; Schi, putra: lectoc l)abcs factrutn poema. ||; Bl.iv: HTag* 
nanimo 3ol)anni <5racd)0 pterio biui 1| tTlajrimiliani tromano;?, ims 
patocig beftgnati || ^tt)onotacto+ 2.+ 3ol)äne6 cufpinian9+ ©+ b+ || 

Eine Zeile frei. \\ <S>bM «UtrcUj pcubccij ütri quätü CVfcrtptJ fui6 bcpCCs 

btm9 . . ./ Schi. Zeile 2g: . . . mc «luare t)t ceptili nö ceff«.; Bl. 2(<x \-\)r: 
2lufclii cicmetiö pcubecij 3n djateinerimon pfasHtio (Dbc tcicoloe 
gliconicü afclepiabcü ald)aicü. || [pjtgt: quinquennia i«m bcccm || VTi 
falIoc+ futmus: fepttm9 infupctr; Schi. Bl.28(d4)vb, Zeile 10 : x>'\\x\ 
imbecillt «c mortui || iam nemo poflbac moctuus: i| Impressum in 
der Mitte: C 2tut:eli) Clemcnttö ptru-||benttj €«tl)cmccimon ftnit, || 
3mpt:efi'um Dienne per || '^o\)M\ntv\ XX)intci*burg. || 

4^ ; — 28 ng. Bll.; ohne Cust. ; sign, a — c: 8, d: 4>' — ^3 Zeilen; bald ein- 
spaltig, bald zweispaltig; ohne Seitenüberschr. ; — erste Titelzeile Type 2, 
zweite Titelzeile Type 4t Uberschr. Type 5, Text 6 (() ; keine Lombarden ; 

— Anf .-Buchst, ausgespart ; — Wz. Reliquienschrein ; Ochsetikopf, Stengel, 
Krone, siebenbl. Kreuzbl.; got. Krone. 

Klosterneuburg, Stiftsbibl., Inc. N^ 1360b; Kremsmünster, Stiftsbibl., Inc. Q.34; 
London, BM., I. A. $1 S31 [P''o<:tor g48o] ; München, Staatsbibl., 4". Itic. 
s.a.lßlö; Stift Tepl x—xp. 3^2. (2j ; Wien, Hofbibl., 24. G. II und 12 ; 

— Denis 30"] ; Denis , Suppl. S. 64S >' Panzer III, 526", 21 ; Hain - C. 
^13436 ; Sartori, Theresianiwi, 3S5- 

141. Prudentius: Ex libro hymnorum hymnicum Carmen de 
inventione novi ignis pafcalis. o. J. 

Denis 310: "Pcubencij 2tufclij c^ libro Ijpnnocü ^ymnicü Carmen be inj 
uentoe noui igniö pafcalig. Ein zweyter Titel »hymnicum afclepiabiu3 

(Eoriambicum uszo. Dann das Carmen 7iett abgedruckt, und am Ende 
nur: ß'\x\.\X, foeltCtter« Mittelm. schwarze Möncfischrift mit abstehendett 
Zeilen. 4'^- 



112 Wien, Winterburgers Drucke 

Auf der Rathshibl. Winterhurgers Schriften , vermiithlich um i^OO." — 
Derzeit verschollen. 

142. Pfalterium. o. J. (etwa 1494 — 98). 

Bl. ir: (rot) Pfaltcrtum, II Bl. IV leer. \\ Bl. Ir — qv: Kalender. Anf (rot) %S, 

3«nuaciug babct biee .>:pn. 8,una ,}:}:}:, \\ . . .; Schi. Bl. jv, Zeile ^2' 
(rot) 2t (schivarz) ij fal ©tlue^ct pape, (rot) pienü offtcium || Bl. 8r\v: 
^ Zabul« impofttionie byflociarum, || ti.s.f.; Schi. Bl.8v, Z.j^: 
(rot) 3" i)* "09, pe, {'schivarz) ^ij;in (rot) pg, (schwarz) £au. pu« (rot) 
pg, (schivarz) £etat9 (^rö/J pg, (schwarz) VTift b. Cbi, fr()/y pg, (schwarz) 

Ä.«u. icl'j II Bl.g = l(a)r: (rot) '^nci\>h Pfaltcriü cum ^ymnig: t 
comunc || sDnicig bicb9 || «b matuttnag 3nuttj, (schivarz) Hege magnü 
2tbOtrcm9 bnm. |1 . . .; Zeile 20: (rot) {25) (schwarz) igatUg t)tc . . .; 
^/. ioo = XCIIf'miüi>.- r^'ö^y Ä.etania, || ...; Schi. Bl.igo = Cl.yi^Y.r, 
Zeile 28: VTefcieg matec. rrö/;t»t fup, || (Dtratio t)tg. inptrtmig üefpertg, || 
^Z. /_90 = CLXXX2'.- :Hegijlniin pfalmo^. 1| ...; folgt Bl. igiv. 3lcs 
giflrum fup Comune. || z^««' Bl. ig2r: Jlcgtjltrutn ^pnno:;?., || Schi. 
Bl. ig2rb, Zeile 21: \\ Dicginig ^leg optfe)^ C);lt) || Bl. ig2v leer. 

2"; — ig2 Bll. (8 ng. + CLXXX gez. + 2 w^. .- Bl. m üijv uttd tu j r\v ent- 
hält die Litanei; m iiij ist gezählt xcii , m ^ aber ist nicht gezählt, m 6 
wieder xcii; Bl. m 6r ist leer. In den freien Raum auf m 6 paßt (rot) 
(C<X)tttCUTn ittÄCic, das Jetzt miiijr steht; vielleicht stand das auch ur- 
sprÜ7iglich auf m6 , ist aber während des Druckes umgesetzt und die 
Litanei eingeschoben worden); Signaturen von H — 3/ — einsp. ; keine 
Seitenüberschr. ; in der Mitte oben rote Blattzählung; 28 Zeilen Text; — 
Typen: Titel 2, Kalender u. Nebentext 4< Tabellen 5, Text 10; — Anti- 
phonarbuchst. P auf detn Titel, wie in der Praktik auf 149']! — Lom- 
barden 5^/2 "• 7 ^nm, I,ß u. 2,4 cm; — Itiitialen: weiße Lombarden auf 
rotetn Grutide (^,4X3 ^'^^)! ^"^"^ Initiale ?7iit Bandorname?it , weiß auf 
rot (B: ^,'] X4,8 cm); — Wz. hoher Kardinalshut; Kreis, Wage, eckige 
Schalen; Knauf; Kreis, runde Wagschalen, voller Stern; Ochsenkopf, 
Stengel, fünf blättrige Kreuzblu?ne. 

S. Florian, Stiftsbibl, X, 20 (defekt); Wien, Hofbibl, 2. Q. ig. 

143. Regulae grammaticales. o. J. (etwa 1495 — 9). 

Bl.if\)r: (P)3t:ma j^egula gcamaticßltg e itl« 2tb||iectuü i fubtlätm bnt 
^ueifc i trib9 || accibetib9 . . .; Schi. Bl. 6v, Zeile 28: t »obig: p «n«; 
flropbcn || x>t me cum: te cum, xc* \\ Zwei Zeilen frei. II XPicnnc im* 
pceffum per || 3<5l)«ncm tOintecburg || 

4"/ — 6 '^?- BU. ; sign, i, ij, iij; — einspaltig; keiiie Seitenüberschr. ; 
^0 Zeilen (Bl. ijr : gl); — eine Type: 5/ — eine geschn. Ijütiale: P, 
ß,'] Xß,4 cm ; — sonst ausgesparte Anfangsbuchstabett, zweizeilig; — kein 
Wasserzeichen. 

Menwiingen, Stadtbibl., g, ßi, 4". 

144. Remigius Grammaticus: Regula, o. J. (um 1499). 

Bl.lr: J^egula 2vemigij. i| I^\^cm frei \\ Magister-cum-discipulo-Holzschnitt 
(ll,^Xg,l cm): rechts sitzt der Lehrer unter einfachem Baldachin, links 
der Schüler ?nit einem Buch auf den Knieen. Im Hintergrwid eine 



Wien, Wintcrburgers Drucke I I 3 

Mauer. (Gleich dem Hohscfuiitt in N" III: CatoJ. \\ Bl. Iv leer. \\ 

Bl. •2((i,x\)r: (D)<Dmtnu6 que psV f^jl nome quatre || qui« ftgniftcat 
fubtlantui cü quajjlitate <ppria . . .; Schi. Bl. iofb4jv, Zeile 26: <=5pe6 
bt futufo bo;|ibono. (!) *Cimoc ^e futu«^© malo. || Zeile frei, jj GJ'nit 
repula Jtcmigij. \\ Zwei Zeilen frei. \\ 3'"P»^cffu'" Vicnttc pcf II 
3obänem VCiincfbuvp || 

4"; — 10 n^. Bll.; ohne Ctist.; si^n. a : 6 , b:4', — ein.<;p.; keine Seiten- 
überschr. ; ^o Zeilen ; — Typen : Titel Type 8 (Canontype), Text Type 5/ 
— erstes Titel - R volle Lombarde; — erste Textinitiale geschn. D, 
ß,"] X^,4 <:>n ', — sonst zweizeilige Lo?nbarden ; — kein Wasserzeichen. 

Memmingeii, Stadtbibl., jJ, ^l, 4"- 

145. Somnia Danielis. o, J. (etwa 1501). 

Bl.lr: <3omttia iDanielis 1| Holzschnitt (12x10 cm) : links knieender König; 
über ihtn: Rex Nabuchodo-|jnofor adoranit(!) eü || uelud deum. || /;? 
der Glitte eine Sa'nle. Rechts steht David, mit schwarzer Kappe auf dem 
Kopf. Über ihm: Daniel expofitor j] fomniorum || Bl. Iv leer. || 
^/. 2^aii;;-.- EXORDIUM || Zeile frei. \\ (Q)Vanq indies uetera folet 
ab recenti-|lbus obrui . . .; Schi. Bl. 2z', Zeile ^S- ■ • • üHcitum diuinare. || 
Bl. 3 fa iü) r : INCIPIVNT INTERPRETATIONES SOM - 1 1 NIORUM 
DANIFLIS (!) PROPHETE. |i Zeile frei. \\ In diebus Nabuchodonofor 
regis Babilonis . . .; \\ (A)B Imperatore ofculari uel cum eo loqui: lu-|| 
crum...; Schi. Bl. I0(b 4jr, Zeile ^S- ■•■ homini || fomnum(!) effe 
uerum Finit feliciter || Bl. 10 v leer. 

4^', — 10 ng. Bll.; ohne Ciist.; sign. a:6, b:4', — ohne Seitenüberschr. ; 
einsp.] ^^ Zeilen; — Titel: Type 8 (Canon), Text: Type 12; — 2 geschn. 
Buchst. (Linearorn. mit Gestalten) ; — keine Lombarden ; — ein Holz- 
schnitt ; — Wage in Kreis, über dem Kreis großer ninder Knauf ; runde, 
halbmondähnl. Wagschalen . 

München, Staatsbihl.. 4"- Ii^c. s. a. 608 : — 'Seitenstctten. Stiftsbibl., N° lOg r) 

146. Joh. Stabius: Carmen adventui sacratiffimi Caefaris divi 
Maximiliani dedicatum. o. J. (1515). 

.-/«/. Bl. IV : (rot) Aduentui Sacratiffimi arcp (!) Inuictiffimi Caefaris Diui 
Maximiliani perpetui Augufti dedicatü. |l Zeile frei. |] (schwarz) In 
hac pagina omniü uerfuü litterse tricenae quinse funt: & per oes 
partes laterum totidem in qua a. ix. !| littera primi uerfus ad . xxvii . 
Ultimi uerfus per obliquü defcedit uerfus. (rot) Principis inuicti 
felicia uincite |j figna (schwarz) 'Ex rurfus a . xxvii . littera primi uerfus 
ufg ad .ix. Ultimi: per obliquü defcedit ille uerfus. (rot) Maximi-|| 
lianei crefcent fic rite triumphi (schwarz) Et illi duo uerfus Victorio- 
fiffimam crucem Diui Maximiliani minio || fcriptam effigiant. || Zeile 
frei. II Folgt Tabelle, in der die einzelnen Verse derart gesetzt sind, daß 
in allen Versen die ersten, zweiten, dritten . . . Buchstaben genau über- 
einander stehen. Anfang: Victoris pia figna nitent quae 
magnus eoi || ... Schi. Zeile 42: moderari || Zeile frei. \\ 
(rot) Joann. Stabius ad imitatione Publilii Optatiani Porfirii nuper a 
fe reperti contexuit. |j Bl. 2r: (schwarz) Gloriofiffimum nomen 

Langer, üsterr. Bibliographie I. g 



114 Wien, Winterburgers Dmcke 

(rot) Maximiliani fschviarzj propter Pythagorica (hoc eft) facra \\ 
numerorum myfteria: quae mirabiliter in eo continent": fine fyncopa 
pofui||nam cum apud latinos feptem litterae funt: quibus omnis numerus 
fcribit" II fcilicet. frofj cdilmux Maximilianus (sclnvarz) quincp ex 
Ulis recipit: etiam illas quae || maximum & minimü fignificant ita re- 
petitis uicibus ut aeque feptem nu-||merales litteras habere cernatur 
cogita o lector fi unquam nomen huic || fimili legifti. || Zwei Zeilen 
frei. II Victoris pia figna nitent: quae magnus Eoi || . . .; Schi. Z.43' 
Agmina et in pace et cum iufticia moderari. || Z-cvei Zeilen frei. || 
(rot) Impreffum Vienne per Joannem Winterburg. 

4°,' — 2 Blätter; ■ — schwarz und rot ; — 4^ und 43 Zeile7i ; — Type 12 ; — 
keine Ausstattung ; — Wasserzeichen nicht erkennbar. 

Wolfenbüttel, Hzgl. Bibl., beigebunde^i der IIs. des Porphyr ins (g Aug. 4V 
aus Stabius' Besitz; — Denis 8o4- 

147. Bartholomaeus Steber: A malafranczos praefervatio ac 
cura. o. J. {1497—8). 

Bl. ir: li nTalafranc30S movbo gallo?. || prefetruatio «c Cui-a a ^««1)010=11 
mco ©tebetr Vliennenfi actium x \\ meöecinc öoctorc nupctr cöita, H 

Holzschnitt (gtgXJyS c/n) : Arzt mit Uringlas am Bett einer Kranken; 
Arzt bestreicht einen sitzenden Kranke7i. In der U^nrandiaig ist ein 
2,g cm langes Stück oben ausgebrochejt. Bl. iv: »gicfonimi 23Älbi <Xb 

lectotrcm. || Zeile frei. \\ lEpigfamtna || Zeile frei. \\ T«mquam pauca 
fofcnt üolucris bifcrimina t)ite || ■ ■ .; 3 Distichen; Schi. 'Itttulit op^ 
tatam bai-tbolomeus opcm || Bl. 2(v\)r: 23artbolomeu$ ©teb'ec Xliencn. 
pSnonic Ij atrttü : mebicie boctoi*. Srtccio ppofl dtliaco: || atrtiü 
facrcc^j Tbeologie ^feff'^«^«: incliti gym-||ttrt|lij Uicncn, Jlectori magnis 
fico. Salutcm. || Zeile frei. \\ (2i)(Dgatu6 a qbuf&a(I) tnei amätifilimis/ 
rcctoc magni-liftcc: bc Hlorbo que gallicü bicüt . ...• Schi. Bl. 8r, 
^■33- II fc5> sp )?ti tnebici itigenio otnia liinitattba, || Zeile frei. || 
Jinis. II Zeile frei. \\ 3inpfeffum t>icnnc. p 30. tt>. || Bl.8v leer. 

4^; — 8 ng. BIL; sign, ij — iiij ; ■ — 3^ Zeilen ; einsp.; keine Seit eiiiiber sehr.; 
Titel Type 4-) Text 6; — eine Lombarde: 1,1 cm; — ein Holzschnitt ; — • 
Wz. ein kleines Einhorn (vgl. N'^ lOlJ. 

Berlin, KB., Kd. IQ04; London, BM., I.A.^l^4g [Proctor g483]; München, 
Staatsbibl., 4". Path. 360; Wien, Hof bibl., Inc. 24. G.18; — Denis 306 ; 
Panzer III, ^26, 2J; Hain-Cop. IS0S3! Wisiocki S. 4-]8 (Krakau, Univ., 
Inc.ßgg: Buch mit Widmung des Verfassers: Mathie Gasser Grentzensi 
Bartholomeus Steber, fnedicine dr., singulari sua humanitate hunc libellum 
condonauit iti profesfo Conuersionis d. Pauli apostoli [24- I-J I4g8)- 

148. Syphilisgebet, o. J. (nicht vor 1505, nicht nach 15 10). 
Anf. (rot) Juc bie platern iTIalafcatiQofa. || Holzschnitt (8,5x1,3 cm): 

ein nackter, blattcrjibedeckter Heiliger (Hiob) sitzt links und wird von 
einem Teufel gegeißelt ; rechts stehen ziuei Pfeifer. \\ (rot) ((D) (schwarz) 

^(vv bfntelß vn || bec erben bec bu || bcn gbultign iob || . . .; Schi. 
Zeile 2g: \\ ])etf<i)tn t)on weit ju weit. 2lmen, || Zeile frei. Folgt: 
(rot) J)iQ gcpct ifl guct vnb bcwe« für ^\z platern UTalafranQofa jj 



Wien, Winterlmrcjers Drucke I I 5 

genant V^n^ iil ncmlid) pefun^cn U10^^en 3n cincnt 3UCfiloc;;[ten 
:Rlo(lci- in ^francfi-etd) lltalicve genant 3n einev ilctncin jj feyll I5C6 
batü getlanben i\l . citii ♦ iav. Do man nannt bife plag ij bie platccn 
3ob. XV>etr i>it^ (5cpet bey \Mn tregt: ober petet bei- ]j i\l ftd)ei- oor 
i>en platern. || 

Folio; ■ — Einblattdruck ; — einspaltig ; — ^^ Zeilen; — Druck schwarz 
u. rot; — Type 4; — (^'n geschn. Buchst. (Blattern.) ; — ei)i Hohschn.; 
— Wz. got. Krone. 

München, Staatshibl., Einblatt VII. Q f. (Handschriftlich: Ifte liber attinet 
venerabili Monafterio Sancti Quirini Regis et martyris In Tegernfce 
Emptus et inli^atus anno domini 1510J ; — Sudhoff, Med. Inktinabeln 
N^22l; wiedergegeben in: Sudhoff, Erstli>i^e der Syphilisliteratur, igi2 
Tafel XXI. 

*i49. Tacitus: Germania, o. J. (etwa 1498 — 1502). 

Bl. i(ajr: C Contelij Taciti. 5?e originc 2 1| fitu (Sermanorü Ä.ibcc ins 
cipit. II Eine Zeile frei. \\ ((5)tgt:mania oiunis a gallijß Kctt)iifqj x 
p«n II nonijg: tbcno x bM\\xh\c> . . .; Schi. Bl. 8(b4jv, Zeile 40: x>t in 
comptunt II in mebiutn vclinquant. i| C Jinie || Bl.g(c)r: C C. £. ©e 
fttu X morib9 (Bcrmanic abbitocs || ^abula bemogorgonis bc ctrea? 
töc mb'i pfato || Eine Zeile frei. || (P)'-Sr bcmogofgoneü memorat* 
cücta tuntl'tü || ...; Schi. Bl.i2(c4jv, Zeile 12: @]rbefibu6q3 fuis 
bcus X natuva cceauit || Schließt unmittelbar an: (T ^y libro £. €♦ be 
fttu X moribuß XTofinbctrgc bc bct^cinie || filue magnitubine x bt ei9 
in iBuvopa be^initöe x ppl'is incolif || (@)f-ßb peius qjj b' ürbis fitu 
bicam9 . . .; Schi. Bl. i4(cGjv, Zeile 40 : üifa fnnt(!) biffuftus II fccips 
ftmue, II C S^'^'^i' II 

4"/ — 14 itg- BL; ohne Cust.; sign, a , b: 4^ c:6; — 40 Zeilen; einsp. ; 
ohne Seiteniiberschr. ; Verse abgesetzt ; — Type (j ; — geschn. G weiß auf 
schwarz: 7 mm hohe Lombarden; — kein Wasserzeichen. 

Dr. Latiger, Inc. 451 j London, B3I., I. A. ^i ^ßß [Proctor g484]! — Panzer 
IV, ig8, Il8g; Hain 75225; Goß. III, ßögö' ; Mayer I, 2g, A'o iG. 

150. Ungelt vom Wein. o. J. (etwa 1493, vor 1500). 

Bl.i(^)r: (rot) X>ngelt t)om ipein || nad? otrbcnung bei: || loblidjti flat 

VPieit II JVappen (schwarz): doppelköpfiger Adler. || Zwei gleichgroße 
Wappen links tcnd rechts (Je rot): links weißer Balken auf rotem Feld; 
rechts weißes Kreuz auf rotem Grund. || Kleines Wappen, halb zwischen 
den großen (handschriftlich ausge füllt, so daß der Druck kaum erkennbar 
ist). II Bl. iv: C (rot)Vm\> j6 MXl 2lcbtecin 2 f) || 1 t>f (schwarz) 6\ c) 
(rot) »ngclt ö'^/s c) . . ./ Schi. Bl. I5(b-])r: (rot) Hß t)f (schwarz) I28 t c) 
(rot) vngclt (schwarz) }2t 6 ß ]2 c>) \\ Bl.iy.': ([ (rot) t>Cfmcrfbt ©0 

ycmant bic ju lV>ienn tJonn !| 3«pbenn fd)cnnft VCae auff btn VOein« 
maifler || VOeintragei: Äod) unnb Äeitgcbenn get on bic || ftrucflucfb II 
G X>om ^ucbcr. || C fschicarz) 2?eni XV^cinmaitlev 6ßc} . . .; Schi. 
Bl. i6(b8)r: bar 3U |! ain lldncrin ivcin. || ^ Zeilen frei. II Was 
auf ycbc xücingartarbait get auf ain pbüb || Ei>ie Zeile frei. \\ 

G (schwarz) t?On bCHl Qncybcnn 2] !) . . .; Schi, (rot) G (schwarz) 

Itbgippbclt IcQcr pannt 7 <) ü Bl. iGv leer. 

8* 



1x6 Wien, Winterburgers Drucke 

S°; — l6 Hg. BIL; ohjie Ctist.; sign, a, b: 8; — einsp.; ohne Seiteiiüherschr.; 
20 — 24 Zeilen; schwarz und r ot^e druckt ; — Typen: Titel Type 2, Text 
Type l; — TVz. Kreis, Wage, gerade Schalen (kein Stern). 

Oldenburg, Großherzogl. Bibl., Cimet . II, 244 ((^uf d^fn Titel: JVP Khaim, 
äö: ISOOj; — Serapeum i86l, S. j82 ; Mayer I, S. 2Q, yV» l8. 

151. Xenophon: Dialogus; per Leonardum Aretinum traductus. 

o. J. (um 15 10). 

Bl.lr: iDialogus Jcenopbontis || in quo non minus uere q eleganter | 
quid inter || priuatam et tyrannicam uitam inter fit. |1 oftenditur: per 
Leonardum are-j|tinum traductus 1| Bl. iv leer. \\ Bl. 2fanjr: Carmen 
priuate Vite laudes: cum criminatione eius qni(!) regias || delicias 
effert & extollit ] continens: In rectoratu clariffimi uiri: |] Johannis 
Stephanii Reus Conftantiefis iuris confulti infignis || ad eum qui animo 
perfracto fortem fuam fert: per Paulum Hug || philofophiae amatorem 
lufum. II Eine Zeile frei. || Tu qui magnaminos(!) laudas regesg (!) du- 
cef^: II . . .,• Schi. Bl. 4(o- 4)'^''- Sortecj contentus uiuere difce tua. || 
Bl. §(b Ijr: E Xenophonte Leonardi Aretini traductio de tyrannide. || 
Eine Zeile frei. || (X)Enophontis philofophi quendam libellum quem 
ego II ingenii . . . ; Bl. 57'; Traductio Dialogi. || Eine Zeile frei. \\ 
(C)Vm ad Hierone tirannü Simonides poeta aliquädo || ueniffet . . .; 
Schi. Bl. 12 (c4)'^"- enim || cum fis nemo tibi inuidebit. || Eine Zeile 
frei. II XENOPHONTIS LIBELLVS DE || TYRANNIDE EXPLICITVS. || 
Eine Zeile frei. || Impreffum Wienne per || Joannem Winterburg. 

4°; — 12, ng. BIL; ohne Ctcst.; sign, a — c:4! — Seitenüberschr.; einsp.; 
24 Zeilen ; — erste Titelzeile Type g , Seitenüberschr. Type 5 , Text 12 ; 
— z'äieizeil. Lombarden; — Wz. a — c: got. Kro?ie. 

Berlin, KB, Nn So-jO (lO) ; Wien, Schottenstift, 42. d. g4; — Denis ßlß; 
Sartori, Theresianum, 24S- 



III. Undatierbare Bruchstücke datierbarer Drucke. 

152. Praktik, deutsch, o. J. (um 1493).'^ 

Auf des Bruchstücks Bl. ii\r: || Ungcfel)cn fil X)t\<i,i} bcc vxai^tt bee tjes 
jlivns erftnb ic^ ain fcuHc^tbatrs mittels iav . . .; auf Bl. ^r steht das 

vierte Kapitel vom Metall und Erz und beginnt das fünfte vom gemeinen 
Stand der Menschen. Bl.gv: ([ 2)«6 V>j. dapitcl ÜOn bcn || mcttfc^en 

Saturno ütitcrtoorflFcn . . .; C 5Da6 t)ij, Capitel Don bcn men;|lf^cn 
6cin 3upitcc pntctrujoi-ffen. . . .; C «Das üiij. Capitel x>o\\ ben mcn;|| 
fd)cn bcm Iltace üntefUJorffcti. ...; Schi, von Bl.Hjv, Zeile ßj: ... 
bk mit bem bam;||mci: t>nb eifcn toutrfen. 21Tinc3etr Sintmerleut. unb 
gemainclid) aUjj Blatt iii\r fährt fort: ||lc mcnfd)en bic von natu»: 
cot färb getrn tragen, vn gern tnit feur || arbaiten, . . .; Bi.4r, 



Bl. 3 war am Hinterdeckel, Bl. 4 am Vorderdeckel von 3, 31. 4° der 
Stadtbibliothek Memmiugen aufgeklebt. Herr Dr. J. Miedel hatte die Freundlichkeit, 
die Stücke abzulösen; ihm verdanke ich auch Nachträge für die Beschreibung. 



Wien, Winterburgers Drucke I 1 7 

Kap. Q bis 12. Z'iVei Sätze auf B/. 4'' kihtiifeti vielleicht Anhaltspunkte für 

die Druckzeit ^q-eheu : t>c>n vnfcntt . . . oattcc bcm 23ab<l. 3tn «nfanp 
lüuföt fein hailiJ^flit cnpftnbn tVancfeit fcijlncs leibs . . . iDcr her ünb 
fui-jl ^uniti Illavimiltan ftdi fad)cn t>nbev)lon «JUfM in weihen ec 
\>cn feinen feinben üefad)t it>ci-bcn ujui-öt. Vnnbt im oil pefcbeft 
feiner »Cocbref halb .m ileen anivbt . . . Von bl bucc^U ^Eunip 3U 
V>ng«r \>nb pchani . . . "IPlabiflaue etlid) fvicb tbon tourbt bie im 3u 
fcim fd)a| bcn geit>anM itJcrbcn. "-gr fol tu«-*d)tcn «b3tebun5 feines 

gute. iS.t II (Seiteiischluß). 

4^; — erhalten 2 Bit.; sig7i. iij, iiij ; — einsp. ; keine Seitenüberschr. ; 
g"] Zeilen ; — Titel fehlt ; Überschr. und Text Type 1 ; Q / — auf den 
Seiten iijv und iiijr keine Initialen; — Wz. nicht sichtbar. 

Memmingen, Stadtbibl., g. JI. 4°. 

153. Johannes Muntz: Aderlafskalender, lat. o. J. (i5.Jahrh. 
oder Anf. 16. Jahrb.; vgl. N° 30: Aderlafskalender, deutsch 
auf 1502). 

Herr Dr. Ign. Schwarz teilt über das Bruchstück fols^endes mit: „Am Schlüsse: 

Per mapiflfü 3o«nnem mung t>icnne caiculata || 3'"Prcfi'um Viennc 

pei* 3<^f><*""^'" Winterburgf, fJiot gedruckt.) Fragment eines Wiener 
Wandkale7ulcrs in Einblattdruck , das zu zwei Dritteilen erhalten ist. 
Der Kopf mit der Aufschrift und wahrscheittlich der Anzeige der gol- 
denen Zahl und des Somitagsbuchstäbett fehlt. Der erhalten gebliebene 
Teil enthält folgende Abschnitte : Beschaffenheit der Luft (Monate Mai 
bis Januar), in zwei Spalten, dazwischen das untere Fragment des Wiener 
Doppelwappens (links der Reichsadler auf schwarzem Grunde, rechts das 
weiße Kreuz auf rotem Felde), Aderlaß- und Arzneitafel, Verzeichnisse 
der günstigen und ungünstigen Ta^e , Bade- und Schröpftage , Mondes- 
ßnsterniß , Tage zum Säen und Anbauen. Links eine Ilolzschnittbordüre, 
weiß auf schwarzem Grunde, in der Mitte der Bordüre das kleine Signet 
Winterburgers. Das Ganze rot und schwarz gedruckt. Großfolio.'^ 
Wien, Sammlung Trau. (Derzeit unauffindbar.) 



IV. Werke, die während des Druckes der Biblio- 
graphie erst beschrieben wurden, und deren 
Beschreibungen nicht mehr an ihrer Stelle ein- 
geschaltet werden konnten."^ 

154. Maximilian I: Ausschreiben eines Landtags nach Graz 
auf den 28. Juli 1501. Gegeben am 6. Juli 1501. o. J. (etwa 

6. JuU 1501). 

Anf: nta>;imilian uon gote gnaben |1 Jlomifc^cc !Runig .if. Ij Drei Zeilen 
frei. II ( )rfamec geiillicber lieber «nbecbtiger. «le xoiv ytt^ abermals 

Vgl. aucii V. 



1 1 8 Wien, Winterburgers Drucke 

in \?nfcrn nibcvoilcri'Ctcbtf^jen furficntbumbcn £«nbtert baltcn ünt> 
biv vnb II anbern t>nfei*n £annötlcit>ten buvd) ünfeu ticccjöent Jlcte. 
neben »nfcc vnb 6c6 betlipen Keid)5 Ozbnunft 311 liuttfpurp befloffen. 
etrsljlic^ ...; Zeih g: ... ^abn voiv wibevumb nnv S^annbtca, «llent; 
halben in || ben pemelten unfecn Jfur)lcntbumben yebcni in fonn^ccs 
l)ait auf IlliUüocb nach fannt» 3acc>be tatj fcbiriti funftip jebalten 
fui'genomcn Jl Vnb empfelbcn biv . . . 2^a6 bu autf fecnfelben Za^ ju 
<3ve^ . . . lEvfcbcinejl. . . . ,• Sc///.: ennllicbc maynung. ©eben an 
iftritag nad) fannb X>Ivid)6 rap. 2lnno bnt. ^yunf.^C'Hbenbunbei't vnb 
im tßtilen. X^nnferr 2vcid)e bcs 3lc>mifd)en int iSecbt.^cbcnbcn. onb bes 
tounjctrifcbcn im Stüclfftcn 3afen. || 

Qiierfoiio ; — Einb/attdnic/c ; — 16 Zei/cii ; — ^'/^ 6; — /tein Ur/iunden- 

buchstabe; — Icein Wasserzeichen. 
Graz, Steiennär/iisches Landesarchiv , Pate nie (ausgefertigt : Dem Ersat?ien 

geystlichen . . . dem Probst zu Se/iaii<). 

155. Maximilian I.: Ausschreiben eines krainischen Landtags 
nach Laibach auf den 28. Juli 1501. Gegeben am 6. Juli 
1501. o. J. (um 6. Juli 1501). 

Denis 8^3 (Lese/ rii cht e, II, !']§'], S. 26 ßj: „Ä'. Alaximiiians Einberufen der 
krainerischen Landstände zu einem Landtage nacli Laybac/i auf HtittDOCb 

nad) fannb 3acc>b6tart. Ö5eben am !f ritap nad> fannb UIi*id)6tag, 2inno 
©omini Jfunfjebenbunöcft unb im '£r|lcn. llnnfcvr Jleid)C bee 3^omifd)cn 
im Bed)t.?ebenben unb bc6 ^ungci*ifd>en im 3x»eltften 3aren. Der Fürst 

besc/iweret sich über die Antworten, die n\&}t einhellig fonbCC gefpaltcn, 
Ungleid) unb ganQ Unauftfeglid) auf sein erstes Auffordern einge/aufen 
waren. Deutsche Schrift, et^cas über Iß. Zeilen auf einem ha/ben Quer- 
bogen. Der Druclcer ungezweifelt jfoh. Winterburger. Auf gefällige An- 
zeige des H. Prof. Abr. Ja/i. Penzels in LaybacJi." 

156. Maximilian I.: Mandat an die Viertelshauptleute in 
Österreich unter der Enns wegen des Ungarneinfalls. 
Gegeben zu Wien, 10. Juli 1506. o. J. (um 10. Juli 1506). 

Anf.: (lt>)3f ntapimilian Don gots gnaben ?lomtfd)er "Eunig Suallen; 
3cittft mccet* beg Jlcicbe 3u »oungecn iDalmatien droatien .zc, ;Runig 
t£roberts[|5c>g 3U Oflecreid) »ocrijog 3U ^öurgunbi 3U 33t-abanbt t>nb 
PbalQgraue .tc. sSnibicten allen 33ucgcrn ünb Iciotten fo 3VDifc^cn bee 
tüiennecjUtoalbg. ob vnb t?nbcc bcm ilevttapcfg t)nb bem obcvn ünb 
ünbernt Btainfelb t>nb nad) ber ganzen £cytta <i,\>, auch auf bcnt 
Culnerfelb. unb |i in bcm üiertail ünnbcc bes meinhatrQpci-g abujctrts 
bis an bic ^eya onb Htacc^ ünb langil bec »Eunai» Vm gen lEeben. 
gefeffen ünb lüonbafft ]| btn bifcr ünnfer bfief furfumbt ober üetr; 
funbt lüicbct, Unnfei* gnab ünb «lies guet, VOif b<^bcn biz ein3ug 
ber ^ungecn gefeben. . . .; Sc/il. Zei/e jo: ünnfei* eniillid)c ma)?nung« 
(Beben 3U Xt>ienn am fteitag nad) fanb Ulfidjs tag, Tinno bni. jj 
im Becbflen. Unnfcr Jleic^ bee 2?omifd)cn im .>;n, ünb bee »junges 
l-ifd)en im .):üij, ^a,Vtn, \\ Zeile frei. Folgt Zeile ^l usw.: Vlnb lüiciüol 
lüiv mit bcn obgemcltcn »^ungern ainen anflannb lüic obenange3aigt 



Wien, Winterburgers Dnicke I IQ 

itl attrtcmiinen -=50 fein one bod) in bet (lun5 alö ^ifei- bricf »er; 
fei'ttrtt ^rol•^cn. 23otfcbafft ^uFomen t>«g bie vorbenannten ^ungern 
folbcn 2lni1annM nicht .utbalttcn uerntaincn. . . . .■ Sc/t/. Z. 41 : || 6«; 
fclbe <^y vcn ^cn obcnanten llierrailmaiticrn ferrern befd)ai5 b<»bcn 

U?er5en, jj Darunter handschriftlich: Commissio domini Regis proprio. 

Querfolio (^ ^j., X 44 <-'f^0 ,' — Einhlattdruck ; — 4^ Zeilen ; — Type §; — 
ein Antip/ionaröuc/istabe ; — JFz. .- 

Wien, Bibliothek der kunst historischen Sammlungen des Kaiserhauses , Am- 
braser Sammlung, Inv. N'' I^OI'] ; — vgl. Mayer I, S.gq, N^ 488 ; 
Kertbeny I, N'^ 6~ ; Weller, Repert., ß62. 

*i57. Canon zum Missale Pataviense 15 12, 

Anf. Bl. I (schii'arz \) r a : (Z)tE igif cleme;,|ttfftme pater ! p icfü d)fm 
^!!Itu3 tuü bxKWx II nrm: fuppliijices rogamue || ac petim9 vt\ \\ aa 

CCpta b«bc li as 2 bilöicas || frotj «^ (schwarz) CC ba (rot) + (schwarz) 
n«. (rot) ^ (schwarz) tt mu (rot) -\- (schwarz) nct«. || (rot) «3 (schwarz) 
ec \Mi (rot) -\- (schwarz) tt«. facriftcia illibat«. I| (rot) "^ (sch-warz) n 

primtß que tihi o^tvim^i pro || ecclefm tua fancta catbolic«: quaj || 
paciftcarc: cu1lo^irc: a^unarc x rc= gere ^igneri6: toto orbc ter; 
rarum i onvi cü famulo tuo papa nfo. VT. i \\ antiilite nfo. XI. et 
rege noilro. X\, \\ i omnibS ortbobojris atqj catbo;||licc et apoflolice 
jtbei cultoribue. || (Bl. iv) (rot) IM (sch-warz) cmcnto feite famuloru 
fflmuIrtJJIrumqj ...; Bl. iv, letzte Zeile: (rot) (L (schwarz) \tti (rot) <t 
(schwarz) IcntCtig (rot) Q (schwarz) iptt (rot) C (schwarz) ornCs|| Bl. 2 (V\)r: 
lij (rot) C (schwarz) ipriani (rot) S, (schwarz) aurctij (rot) C (schwarz) 
cifogo5||ni . . .; Bl.2r, letzte Zeile: |]mt jülij tuibfii nojTri ibefu cbrifli. || 

Bl. 2v, erste Zeile: (rot) ((H) (sch-warz) Ui pvibit Öß pateref «CCepit || 
. . .,• letzte Zeile: fcccrit") l tnei memoria f<^cietl (rot) \\ (schwarz) ns II 
Bl. ^('n-\)r, erste Zeile: bt X memorcs 5nc no6 ferui tui f3 || . . .; letzte 
Zeile: iube bec pferri per man9 fancti ans|| Bl.ßv, erste Zeile: geli 
tui in fublime altare tuü: in cÖ;|| • • •; letzte Zeile: ||tuis fctie apl'iß 

et martj*rib9 (rot) 3 (schwarz) Os|| Bl. 4(u*^igniert)r, erste Zeile: annC 

(rot) ^ (schwarz) tVfi^CMO (rot) tlt (sch'warz) athlA (rot) H (schwarz) AV''\\ 

. . .; letzte Zeile: \\ üolütas tu« ftcut in celo z in terra, pane nfm 
cjuos|| Bl. 4v erste Zeile: tibianü ba wohii bobic. i£t bimitte nobtß 

bebita || . . ■; letzte Zeile: tollis pctä Utüfei. (Holzschnitt: Strahlenkreuz.) 

iDon« nobig paccm. || jDona eis requiem fcmpiternam. || Bl. ^r, erste 
Zeile: (rot) J (schn'arz) iat bec ^mi^tio corpis X fanguiö |i . . .; letzte 
Zeile: moztc tuä mübü üiuiftca^li : libera || Bl. ^v, erste Zeile: xnt 
inbignü famulü tuü; p boc faj|| . . . ,• letzte Zeile: feto üiuis «c cegnas 

beus: per Oia || Bl. 6r, erste Zeile: fccula fccl'O^ amc. (rot) p (schwarz) 

ancm celefle || . .-,• letzte Zeile: accepi x calip que potaui abbcfc«t || 
Bl. 6t, erste Zeile: t)ifcerib9 mcis: : p)la t)t ibi nullius !| . . .,• Schi. . . . 
ins||bign9 obtuli: ftt tibi placee: mihi x \\ oibue ^ q'bue illb' obtuli 
tc mifezä;||tc jjpiciabilc ftt i vitä eternä. amc. |j 

2"; — 6 7iicht gezählte Bll.j schwarz signiert: j, ij, iij, — , — , — ; — einsp. 
ig Zeilen ; — Typen : Text 8, das dritte N auf Bl. I r und das schwarze 
P auf Bl. ^r Type 2 ; der schwarze Nebentext Type g; die kleinen roten 



I20 Wien, Winterburgers Drucke 

Überschriften 4; die letzte Halbzeile Bl. 4v : Type 6 ; — das 7; N" ^: 
Priester am Altar ; in der vorderen Kante des Altars, etwa I cm von der 
rechten Ecke kleiner Ausbruch; die rechte, obere Ecke der doppelten Um- 
rahmung ist ausgebrochen ; — Bl. 4'' kleiner, viereckiger Holzschnitt : 
Kreuz in Strahlen ; — kein Canonbild. 
Dr. Langer, K. II. B. ßg fdas Ulissale in altem Einbände). 

158. Maximilian I.: Edikt gegen den Durchzug von Zigeunern 
in Steiermark. 17. Dezember 1512. o. J. (1512).'^ 
Auf.: (VD)3i- in«vii"il'<*" ü<?n 3«5t6 gnabcn t^nvclter 3lomifc^ci* :Rarfctr 
3U «llcnQeiten met-cc ^eß Keicbs: j] in (Secmanicn: 3U ^ungern: 
iDalmactcn: droacicn .:c. ^Runitt: t-ei'ijbcrQop 3U 0)lctrretd): »oei-Qog 
ju ^uf;|!gunbi: ... ».gmbietn bcn tgcwirbign: ... || »nnfcnt lieben 
getretpcn .XX allen t>nnfei-n prelaten: bcn t)om "Zlbcl: Btetten: • • • || 
. . . allenntbalbcn in ünnferm ^urjlentbumb ^teir pefeffen: . . . t>nfec 
pnßb . . .; Schi.: »nnfctr || crnillicbc maynunp. ©eben am ^ei7tag(.') 
nad) fan^ ^ucien tag. Ünno bni ,tc, 3m 3a>eltften pnfec Jleicöe bcs || 
Jlomifcbcn im '3ibcnunt>3»)ainQigiflen. vni» bes ^ungerifcben 3m 
i>cenJunb3W>ainQigi|len '^avtn, \\ 

Querfolio; — Einblattdruck; — 16 Zeilen; — Type 5; ■ — Anfangs -W 

Antiphonarbuchst., verschnöi'kelt, 2,4 cm; — kein Wasserzeichen. 
Graz. Sfeiermä'rkisches Landesarchiv, Patente. 

15g. Maximilian I.: Edikt gegen die Strafsenräuberei in Krain. 
Gegeben 7. März 1513. o. J. (etwa 7. März 1513). 
Anf.: (XO\\K ntapimilian üon gote gnaben ».Snüelter Komifcber "Raifei* 
3uallen3eitten merer bc6 Jleict)6 in (Scfmanien 311 f^yxxxa.ztn ^Dalmacien jl 
Croacien jc. :Runig. ißrQberQog 3U Oflcrreid) t^evQog 3U 23urgunbi 
3U ^rabannt v»nb pbal^grauc .jc. tgmbigten(.') allen ünb yeben in 
ünnfcrm |] ^yurjlentumb (Train gefeffen t>nb rconnbafft. . . . allee gut. 
VOie it>ol it>ir 3uuilmalen : beuolbcn. in bem felbcn ünferm durften; 
tumb: be)r ben Clojlern. ©eflofTern. 33euefligungn 'j Btettcn. 
Hlerrf bten. t>nb fiecf bcn gut auffeben ünb bevcacnung 3ebaben . . . ,• 
Schi.: x)nb bar oor 3uucrbutten. ©eben am montag nacb bem Bontag 
£etare xn bei* üaflcn. 'linsüno ic. im breiQcbenben. Vnnfef 2teicbe bee 
Jlomifcben im "ZlcbtunbQtDainQigiflen. ünb bee »äungeirifcben im bttii 
unbQtoainijigillcn '^a.xfn. 

Einblattdruck; — Querfolio; — 22 Zeilen; — Type ^; Urkunden- IV 2,4 cm; 

— kein Wasserzeichen r 
Laibach, Landes?nuseum (Rudolfinum). 

160. Maximilian I.: Verbot, „selbstschlagende Handbüchsen" 
zu führen oder zu verfertigen. Gegeben zu Wien, am 3. Nov. 
1517. o. J. (etwa 3. Nov. 1517). 

Anf.: (VO)ic nta);imilian t»on gotts genaben. ».EfUJeltef J?6mifd)ctr 1\aifcc 
juallen^cittcn merei- bee Jteicbs in (Sennanicn 3U ^ungern 25almacten 



i) Das Edikt weicht nur in wenig von dem unter N" 73 beschriebenen Ein- 
blattdruck ab. Die Abweichungen vgl. unten im Nachtrag. 



Wien, Wintcrburgers Drvicke I 2 I 

Croacien ic. \' finiittp/ . . . i^inptetcn allen u^l^ vcrtlicben . . . 3tm 
ünnfenn '^rr^bci-tjogtbuinl» «^teir/ . . . alle* guer. Tlle i'tcb erltd) peu* 
fonnen t>nn^cl•f^een / in üttnfevn ni^cl•01lc^l•eid); ifd)en 2.annbeit/ Mc 
felbfcblajenben bann^tpud)fi■en / Mc ftd) felbe .nmt>ten/ .^ufueren bas 
iviv aber au6 vil ui*fad>en i>ie toiv felbs/ auch t>urd) xjnfcrn tccfs|| 
fenlic^cn 2tat beujcpen baben/ in fatncn weg nit gejlatten wjellen. . . .; 
ÄÄ/..- II ünnfei' ei*nnillid)c mainung, ©eben in onnfer t^tatt VDicnn 
am britten tag öi^e moncMsJ VTouembvie ?lnno bfti zc. 3m fvbcnns 
Qcbenben. V*nnfei*ei* || Jteid)c feeö Kömifd)en im 3U)a]runnt)t)i'eyffigillcn/ 
t)nb 6c6 v5ungcrifd)en im 2ld)tunnbt3U)aini3igiilcn 3atren. || Zwei Zeilen 

frei. In sc/nmilereii Zeilen folgt: VeiTei* ijl aud) ünnfcc CCnfllid)Ct: 

bcuelb/ ^a6 t>bain banbnrerd)* man nod) annöec || öbain felb; 
flagcnnbc pud)6 bic ud) fclbs anjjunM in Fainenireg lüeitcc nit 
macbe/ . . .; Schi.: «l;l|u)egcn gegeben werben || 

Großqiterfolio ; — Einblatt drucl: ; — ^O f2J -\- Jj Zeilen ; — Type 1^ ; — 

großes, dürftiges Urkunden-JV; — IVz. p, darüber eine Krone. 
Graz, Steiermdrkisches LandesarchiT, Patente. 

i6i. Albertus Magnus: Liber aggregationis. o. J. (um 1500).'^ 
ßl. ir: £ibef fecretoi-um 2llbei-ti magni be || üirtutibue berbarum. t 
animalium || quovunbä. '^tufbemqj libcr. 5c nti;j|cabilibu6 munbi. 
5^t ctiam be qui=|ibufbä effectibus caufatie a quibufsHbam animalibue 
jc» II Bl. IV leer. Bl. 2(0. v\)r: ([ übctr aggvegatiöiö feu libev i'ecreto^i 
lllbcfti majlgnt be üivtutibus bei-ba;t. lapibü. j aialini.') quocunbä. || 
G 2.ibec pcimuö be üii'ibue quafunbä <':^zxhcy:\\. \\ (f )3cut üult pbilos 
fopliue i plufibue locie Oie \ fcienria be gcnere bono^z. eii . . .,- Sign, b; 
getlat9 mittgat irä/ lujrui-iä et cetera* caliba* pafftoneg. |1 . . . Sciil. 
Bl. 26 V, Zeile Ig: ... ^Urtica iX>^ t)olan-||bum ^thtx effe löga: graciliß 
puluerc illo optimc plcna. ab || facic»^"'" ^t-co tonitruü breuie gro)Ta 
i fcmiplena. |1 G 2llbertu6 magnu* be || fecretiö naturc lE^rplicit H ( )'Z 
ci.Vit qui legeri* q fuperi9 notata funt pbcriore truc;||tunt capiae 
üolum9 cömunc regula.; et breue trabere || ((i) \c\txyb\x ortum dune 
. . .; Bl. 2-]v, Zeile ij:...z ft trcö cffent babee .j^püi. et ftc be aliie || 
Unbe üecfug. tftatem lune buplico pofl abbito quinq5 |i ^l^uinqj 
babig figno/ quo lune incepit origo. 1| £iber aggregationis/ feu libcr 
fejlcretorü 2llberti magni be pirtu-jltibue l}erbarü/ lapibü/ et anima|| 
lium quorübam: ^feliciter finit. || Bl. 28 leer. 

4"; — 28 ng. BIL, sign, a — c: 8, d: 4>' — 35 Zeilen ; — Typen 4 '<>t'^ 6. 
Gießen, Univ.-Bibl.; ¥.35600 (8) Inc.; — Hain *526". 

162. Conrad Celles: (Admonitio) ingeniorum puerorum et in 

quibus rebus dirigi et institui debeant. o. J. (um 1500). 

Anfang: G Conrabi ccltie ingeniu;i (.') pucro;i x in i| quibue 

rebus birigi (-0 x injlitui bebeant ^trepticus || Zeile frei. \\ Spalte a: 

G dcgcg X ilatuta *?cruo;i Ifario^i. | (»0)30 i'cbue poterig mibi femp 

') Diese Beschreibung verdanke ich der Liebenswürdigkeit des Herrn Prof. 
Dr. Konr. Haebler, bezw. der kgl. pr. Inkunabelkommission. 



12 Wien, Winterburgers Drucke 

fcnic placcrc jj St que pfcciba pcipiSqj facie |i . . .; Sc/i/. Spalt i^ a, 
Zeile ig: !|2tfpicia6 bci-fi : fie ccicc ipc pebe |] Zeile frei. Folgt: ([ ^cpcs 
ingcnuo^j, et )lu6iofojü a^olefcetum || (»o)*£c iuuenis gractiifqj pucr 
pccpta tcnebiß |i 3n boctum cupiee cfefcere qfcß t)i^ || . . .; Schi. 
Spalte 17, Zeile 54.- Ij XTc tibi cü nutniß reinpus in«ne fiuat |! Zeile 
frei. Folgt: C ^): aula. üniuei-ftitatiß (.') üiennefts. |i (^y)£ojeat in 
ilubijs üirmtft pi-ima iuucntus || Jflovcat Dt tnartnc» laubie bonovc 
fenev jl • • ■/ Schi. Spalte a, Zeile 6']: || t£t multa tatibe Iflubc beatug 
cris II Zeile frei. Folgt: ö 215 Stctifinübü fuftliü X>tr«tiflauiefem öc 
II biß que fututruß pbilcfopbuß fcirc bcbcat || Zeile frei. \\ {^)V>\i\i 
biniß mibi notuß (inniß || ©um perapträti inibi fvtrinatacü || Ccrtra 
lufltratur rtclibo ^pinqua || ^frigiöa cclo || Spalte b: (J>,ua bu«ß tocpet 
poluß inter t)trf«ß || . . .,• Schi. Spalte b, Zeile ']6: \\ Carccriß Dinbzaß 
11 Schlußsclirift: ([ Kepub : Icaric t>icnncfiii x<:^x\<\}i gccmanic ab || 
cmulatione grcco^i j I«tino;i fauflc x felicttcf pcfttü !| Rückseite leer. 

2"; — Einblattdruck ; — zweispaltig ; Überschrift und Unterschrift einspaltig, 
je 2 Zeile7i; Spalte a: 7^ Zeilen, Spalte b: ']6 Zeilen; — Type 6 und 7/ 
— Lombarden ^ mm ; — in der Überschrift ist für das dritte (griechische) 
Wort eine Lücke gelassen ; das Wort ist handschriftlich rot eingefügt, wie 
in Celles, Septenaria sodalitas, I^OO (siehe oben A^" 26J ; die Buchstaben 
sind z. T. unlesbar, ich entziffere: TieQinsO- :: ag; — kein Wasserzeichen. 

Salzburg, Bibliothek des Stiftes S. Peter. 



V. Notiz über Wiener Inkunabeln 
in der Kgl. Bibliothek zu Stockholm. 

Von Isak Colli jn-Upsala. 

Die Kgl. Bibliothek zu Stockholm besitzt eine kleine 
Anzahl von Drucken, die aus der Offizin des Johann von 
Winterburg in Wien stammen und die erst neulich während 
der Katalogisierung der Inkunabelsammlung zum Vorschein 
gekommen sind. Nach Schweden sind diese Drucke mit den 
in Böhmen und Alähren während des 30-jährigen Krieges 
erbeuteten Bibliotheken gelangt. Da diese Inkunabeln, von 
denen höchst wahrscheinlich zwei Unica sind, wohl für die 
künftige Österreichische Bibliographie von Interesse sind, 
greife ich der Veröffentlichung des Stockholmer Inkunabel- 
katalogs vor und gebe hier eine kurze Notiz über die in dieser 
Bibliothek vorhandenen Inkunabeln des Johann von Winterburg. 

Bereits bekannte Drucke sind Hieronymus Baibus: Epi- 
grammata 1494 (Hain ^2250, Dolch 12), Georg Peurbach: 
Algorithmus [um 1495] (Hain*i3599, Dolch 135), Conrad 
Celtes: Septenaria sodalitas litteraria Germaniae 1500 



Wien, Winterbiirgcrs Drucke 123 

(Hain*2i82, Dolch 26), Bernhard Perger: Oratio in ftinere 
Friderici III. Imperatoris, nach ig. 8. 1493 (Hain*i262i, 
Dolch 9), sowie die nur in einem Exemplar (Hofbibliothek 
Wien) bekannte Historia beati Simonis Tridentini [um 1493] 
des italienischen Dichter Quintus Aemilianus (Dolch 104). 

Die folgenden drei Drucke habe ich in keinem biblio- 
graphischen Werke erwähnt gefunden. Leider ist von dem 
wichtigsten darunter, dem ^Modus praedicandi et baptisandi 
von 1496, nur die letzte Lage vorhanden. 

I. 

163. Tabula aurei numeri, inditionum Romanorum, litterarum 
dominicalium , intervalli et festorum mobilium pro annis 
1493 — 1530. [Wien: Johann von Winterburg, 1492.] 2°. 

Einhlattdruck ; — 246x184 mm; Überschrift in 4 •^■j "i'o^- Darnach 22 Sp.^ 
abwechselnd rot 11. schimirz gedr., auf ^8 Z. verteilt m. den Kolumnen- 
titeln unten quer gestellt ; — Type: I; — Initiale: c ; — Rubrik: a. 

Überschrift: (J (iDabuIa 2(uvei numcvt 3nbitionü J^otnano^t ^ttteray. 
önicaliii 3nteinialli. fituulq? fefto^i mobiliii ep mrtie raiTfc^B |! t<^vi^ 
3obnie bc möte '^ttx,\<i q3 fcIiquo;t ailvonomo^. fcciptl evcerpt«. 
^\uc qut6 plane : tielcctabtlitcr ftnc Ubojc ©civc i üoluertt pino 
animaöucvtct nume^z, anni Cuvccntl iDcin^e öcozfuj befccntat ab Iccü 
infcrioztß fccipturc \x ibi] nuezus ij ille i lineis anni curi-entl «£t 
qcunc^j tabule infcri9 tnfci-ipta funt. 2ttttnct 3^ '\n\V\ fuü iucnict 
ajpofttum bifei'tc i| 

Es folgen die Angaben für die Jahre l493 — ^530 i>i 22 abivechselnd rot 
u. schwarz gedruckten Kolumnen mit folgenden unten quer gestellteti 
I nhaltsangabe7i. 

Knni Cbrifti || 2lurcu9 XTumerue. || 3"^'ci<^ J^otnanozum j; Clauis 
Jeficzum ntobilium i| Ciclue foIai-t6. j| ilittci-« bointntcalte, 1 3"^*^'-*' 
uallum. ]| Concurt-entee. || Picptuapcftma. || U\uabfagcftm«. Ij pafdja. 1| 
Jvogationes |! 'Itfcenfio bomini. | pentbccojlcs. \\ Tftnitatis |, (lozporie 
Cbnflt» II 'jcl'öomabe a pentb'. at> 2tbuentü bni. || 2löucntu6 bomini 
il »ocbbomabe ab Itöuctu 2t& VTatalcj bni || 2)ic6 Supci-ffui. || 

Dieser kleine Einblattdruck, einer der ältesten Drucke des Johann von IVinler- 
burg, wurde aus dem Vorderdcckel eines Exetnplars des Petrus Comestor: 
Historia scholastica, Straßburg: [Dr. des Jordanus], nach 24. 2. 148$ 
(Hain *S533J ^'^ '■^^'' ^'^S'^- Bibliothek herausgelöst. Die Provenienz dieser 
Inkunabel ist: Ex Bibliotheca Cathedralis Ecclesiae Olomucensis. 

IL 

164. Modus praedicandi baptizandique etc. [Wien: Johann 
von Winterburg] 1496. 8°. 

s,6 Bit., von denen Bl. 2 — ß2 mit den Zahlen I — 51 bezeichnet sind ; — 
Sign.: [a]8—gS; _ jy Zeilen; — Typen: I, 5; — Rubrik: a; — 
keine Initialen: — Wz. Was;e in Kreis. 



124 Wien, Winterburgers Drucke 

Bl. ir: ntobue pfCt>ican||bt bttpttjanbiqj. Xl, \\ Bl. iv leer. Bl.2r mit 

Zahl y: ([ i^crmotiie altcutue ^bcmiü || 3n btc foleni ab ppl'm »uls 
pace II petite et acctpierl. 3ob'. v'oi. . . • Endet Bi. 52 Cösjv Z. 6: . . . 
3ujrta pfcntiu3 lttJi]tcrarum contincntiam. et tcno:=||rein. 3n cuius 

:c. uti. 1! H96 li Bl. S3 h-er. BI. s4 r Z. I: C 3" boc libello ^tinent 
ca q Ij fequntuf. [.'] i£t pjtmo. ii . . . Endet Bl. ssr Z. /y.- C "gb'fcripto 
(Citatl i cpecutöe 5) |] Bl. 557^ ^/«(f 56" leer. 
München, Staatsbibliothek, 8^. Inc. c. a. 24'] m^^ ; in Stock '-tolin nur die letzte 
Lage (g) vorhanden. 

III. 

165. Hayder, ^A(^enceslaus. Epistola de miraculis Budwicij 
actis jubilei domini 1500 Bohemis concessi. [Wien : Johann 
von Winterburg, 1500.] 4°. 

4 BIL; — Lage: [o*J ; — Typen: I, ß; — Initiale: b. 

Bl. I leer. Bl. 2r: IIb luagnittcü «c reuercnbttTtmü bnm 3"^l^<^""cm bc 
il »Scbbambei-gf 3" "^trafonicio: X^enciflai bayber ar ' cieü (.') ac 
facre tbeoltgie (') boctcne ^ubwicen. »^piilola. i| (S.) 'Peius «nneu6 
Seneca coibubcnfie. mo^. ac oim bona;?, arciö ;; mp:. . . . Z. 24: ... 
boc factratif jj l'into 3"^il^' quinttetei'tmo anno que ntajrtmus pontis 
izip 2i!e):an5! bcr "Se^tus bne noiler papa. bc fpecialt bono gfc tnbulfit, 
Sefentf^llfimo pztcipi Wlabiflao «oungaric ac 25obemie regi. :c. bno 
noilro ij gcaciofifiuno. v)cluti pclai-a facinoza. bic Sub«)ic)\ in 
cccl'ia noilfa jl pvocbiali biui Xlicolai. übt bicti iubilei ^ontani locata 
eil fcbcß ... 21 nonis becebiibus x fupra ab Falenbae X)fcj3 3<*""<*HI 
fias.. patracc bignatue efl, . . .; Bl. 2v: HTifaculum pzimü. \\ ■ ■ • Endet 
Bl. 4t: C »^ec itacß a beo noi^ro bonata inftgnia. ftcut in Decitatc 
(que bc;]iu6 eil) ^ubtoicij acta funt. ita fmcevitec ttbeliter jjpria 

manu bepisjjcta . . . Am Schluß ein Tetrastichon, dessen letzte Zeile: 3"*^ 

ncccin »rabibam. bignioi ipfuß oSy'u || 
Auf detfi leeren ersten Blatte steht geschrieben : pro domino Archidiacono 
Crumlcwiensi. Diese kleine Schrift findet sich in einem Satnmelbande, 
der einst der Bibliothek des Peter Vok von Rosenberg angehört hat. 



VI. Nachträge. 

Zu N° 21: Missa de requiem. 1499.-^ 

Bl.ir: Hb ^ectorcm 'j t>t »eniam pofca« befuncti6 xxtt animabue i| 
@epc beo mentig muneva pura itx<M \\ Bic cabem pietae fcira tc 



i) Die Beschreibung des vollständigen Münchener Exemplares besorgte in 
liebenswürdiger AVeise Herr Dr. Freys. 

2) Die Beschreibung dieses Stücks bei Mayer hat mich iireführen müssen: 
wie das Impressum da wiedergegeben ist, mufste man das Buch für undatiert halten. 
Erst als ich das Buch durch die Freundlichkeit des Stiftsbibhothekars in Schlierbach, 
Herrn P. Emberger, nach Braunau geliehen bekam, konnte ich feststellen, dafs es 
mit dem von mir oben, S. 43, unter N" 21 aufgeführten Druck identisch ist, den ich 



Wien, Winterburgers Drucke I25 

mcrte fcquctuc i| XÜam vcbcunt bonie übcrioca batis |l B/. /?' /eer. 
Bl. 1 <x'\\)ra: (rot) (B) (schwarz) 3 cnim ccebim9 ,; c? icfu6 moctuug il 
c: I rcfuvi-epit ita || et beus ...,■ 5cA/. BL-jvb, Zeile 32 : \\ pei* ppm 
bnm nfm 2lmcn || Folgt unmittelbar, Z.jß, rot: Secccta cequivc fupi'a 

circa II CoUcCtae. Prefationes. || Bl. 8rjv die Praefationes mit Noten; 
Anf.: (rot) (J(>) (schwarz) lEv CtUni« fccula feCUlOCÖ, (sD)ominU6 t)05|| 

bifcum . . .,• Schi. Bl.Sv, Zeile 6: \\ nit in nomine bomini (Dfanna in 
epcelfis, || Bl.g(b)r: (T)l6 igif cIemeti(Tmc(.') \\ patec pei- ibefü ppm 
II ftliü tuu3 bnm nC-m: || fuppliccö voctamuö ;; ac pctimus: t»ti accc^il 

pta babeae Z bnbica«: ...; das »C stellt Abrahams Opfer dar. Schi. 

Bl.iöv, Zeile ij: fcb'nt (rot) -\- (schwarz) 3obannc. (Bl'ia tibi bne, II 
Darmiter Zeile 18: (rot) ^init fclicitec lliennc p 3oannc VPintccburg 

H99 II 

2"; — 16 «f. BIL; ohne Ciist. ; sign, a, b: 8; — Bl. 2 — 7 zweispaltig, 
Bl. 8 — iG einsp.; keine Seitcniiberschr.; Bl. 2 — -j : ߧ Zeilen, Bl. g — 16: 
18 Zeilen ; — rot und schwarz gedruckt ; — Typen: Titel und der größte 
Teil des Texts , sowie der Xebentext des Canons: 4i Nebentext Bl. 2 — 7; 
Type ^, Canon: Type 8, untermischt mit Type 2 ; — Lombarden ß,^ tnm, 
1,1 und 1,8 cm; — Notensystem I, mit Antiphonarbuchstaben (zgl. § II); 
— eine Initiale S mit einfache)! Blattornamenten (zgl. § I^); — Canoti-T: 
Abrahams Opfer, der früheste derartige Buchstabe (zgl. §22); — JFz.: 
Wage in Kreis. 

Schlierbach in Oberösterr., Stiftsbibl., V,Jß; — Denis g; Mayer II, S.^gj, 

iV 4. 
Zu N° 25: *Baptismale Strigoniense. 1500. 

Ein zzi'eites Exemplar im Besitz von Dr. La^iger (K. II. E. g2). In der Be- 
schreibung S. 45 i^t in Zeile ß, zvie in Zeile 4'- '\<i\\^ statt ^olio zu lesen. 
Die Blätter sind römisch gezählt. 

Zu N° 73: Maximilian I.: Edikt gegen den Durchzug von 
Zigeunern in Niederösterreich. 17. Dezember 15 12. o. J. 

(1512). 

Von dem unter iV° 1^8 beschriebenen Edikt unterscheidet sich dieser Druck 
hauptsächlich in der folgenden Stelle: \\ ünnfem Ucbcn JJCtCeHJCn XI, 



vergeblich bei den Servilen in Wien gesuclit hatte. Es berichtigen sich jetzt eine 
ganze Anzahl von Angaben über den typographischen Apparat Winterburgers: 

§9, Seite 20, Zeile 15: die Klammerangabe (oder I499? vgl. N" 2i) fällt 
weg; Denis hat in seiner Beschreibung emen willkürlich gewählten Titel antiqua 
drucken lassen. Dieser Titel ist im Winterburgerschen Exemplar aber nicht vor- 
handen, imd somit ist die Winterburgersche Antiquat3^e 12 auch jetzt nicht vor 
1500 nachzuweisen. 

§ 9, Seite 20, Zeile 24: das gröfste Notensj-stem seit 1499. 

§ II, Seite 21, Zeile 14 f. soll es statt: Im Missale Pataviense 1503 . . . 
heifsen: In der Missa de Requiem 1499 . . . 

§ 13, Seite 22 soll beginnen: 1499 benutzte Winterburger eine Initiale, 
die 

§ 22: das T mit dem Opfer Abrahams ist das älteste Canon -T. 



120 Wien, Winterburgeis Drucke 

allen vnnfcvn prelatn: btn t)om llbü: «Stcttn: ... || ... allcnntbalbcn 
in ünnferm ^ufflentbüb <J>flerrcid) ünber ^Cl• tgnns pcfeffcn: .. . 



VII. Drucke, die fälschlicherweise Winterburger 
zugeschrieben wurden. 

j Antonius Abbas Monasterii Admontensis: Epistola ad prae- 
latos. o. O. u. J. 

V^/. Reichlmg^ I, S. 8, N'^ g2 : Dubliu, Cat. von Abbat, X" 46. Auf keinen 
Fall bei Winterhitrger gedruckt; ivahrscheinlich in Krakau mit Hoch- 
feder sehen Typen gesetzt. 

f Capitula Concordie dudü inter . . . Fridericü || Romäorü 
imperatore . , . necnö . . . Mathiä Hügarie Rege . . . oclufa . . . 
o. O.u.J. 

Vgl. Szabö es Hellebrant III, A'" 20 : fälschlich IVien. Gedruckt von Petri 
in Passau; Praetor 2846 f London, BM. I. B. II^J-J). 

t Celtes: Ars versificandi. o. O. u. J. 

Mayer I, S. 2g, X° 10: „Hofbibl." Die Hofbibl. besitzt folgende Drucke mit 
diesem Titel: l7ic. XVIII. H.g^= Hain*484S- Praetor 2266 (N^ürnberg, 
Stucks) ; Inc. XVII. H.g (Leipzig, Landsberg) ; Inc. VII. H.g^ (Leipzig, 
Kachelofen). Wahrscheinlich hielt Mayer den Nürnberger Druck für ein 
JViener Erzeugnis. 

t „Celtis libri Odarum quatuor, — Argentorati M.D.XIII. 4°. 
— Viennae 15 13. 4°. (Göttinnen. Poet. 545; vermifst.)" 

Goedeke I, 4^8, IJ. Aus dieser Angabe könnte auf eine Wiener Ausgabe der 
Oden des Celtes, und da Celtes bei Winterburger druckett ließ , auf ein 
Winterburgersches Erzeugnis geschlossen -werden. Wie eine Anfrage in 
Göttingen ergab, handelt es sich überhaupt nicht um je einen Straßburger 
und einen Wiener Druck. Vielmehr liegt nur eine einzige Ausgabe vor, 
und zwar: Argent., IS^3i gedruckt bei Schürer. Diese beginnt mit einem 
Vorwort des Joachim. Vadianus an Schürer, ivelches am Schluß datiert 
ist: Vienne Austriae, decimo Kai.' Martias. Anno ]\IDXIII. Gaedeke 
muß hierbei irgend ein Versehest unterlaufen sein. 

f Roderici Dubravii de Boemia libellus de componendis 
epistolis. 

Denis ^is, = Hain ''6411 (Mimchen, StB., Inc. s. a. 4". 6g8). Type bis auf 
das i (i statt i) gleich der Antiquafvpe van Victor. 

■j P. Jani Hadelii, Poetae . . . Elegiarum Liber Primus. 15 18. 

Denis ig~. TJ'ie/i, Univ., I, 261 451- Gedruckt von Singrenius. 

f Johannes Glogovienfis : Calendarium aftrologicum pro anno 
1499, ad meridianum Viennenfem calculatum. o. O., Dr., J. 

Reichli7tg VI, S. gg, N° l']-]i. Die Angabe: Viennae Aust., Ja. Winterburg 
ist falsch. Das Blatt ist in Venedig gedruckt ; die ^ Wappen am Schlüsse 



Wien, Winterburgers Drucke I27 

scheineti den J ältesten IVintcrbtirgerschen nachgeschnitten zu sein. Das 
ganze Blatt ist mit Ausnahme der Jahreszahl antiqua gesetzt. Im übrigen 
ähnelt aber Ausstattung und Satz derart der Einrichtung Winterburgerscher 
Kalender, daß -wohl auch diese Adcrlaßtajel als ein Konkurrenznachdruck, 
ähnlich den Ambrosius Huberschen, arizusehen ist. 

f Maximilian I.: Niederlagsordnung für "Wien. 30. Juli 1512. 

IVeller 441 ; Mayer I , N" 2^ ; oster r. Archiv XIV, 26j. Gedruckt von 
Singriener in seiner ersten und zweiten Type. 

f Maximilian I.: Edikt, durch das eine Breslauer Geld- und 
Effektenlotterie für die fünf österreichischen Erbländer 
genehmigt wird. 5. Nov. 15 17. 

Weller 459 >' ^^'^}'^^ ^^ 27/ Wien, Archiv des Ministeriums des Innern: 
gedruckt von Singriener in seiner ersten und zweitefi Type, das Anfangs- 
W ein SchrotbucJistabe. 

f Joh. Neumann: Infectiva tabularum minutionum generalium 
cedula per Johannem Newman arcium et medicine famo- 
sissime universitatis Vienensis doctorem edita 1498. 

München, StB., 2". Inc. s. a. 143"' (J'''^- Wünsch, Wiener Kalender-Einblatt- 
drucke, S. 77, A'" yj. Es wäre leicht zu verfnutett, daß dieses Blatt 
ebenso bei Winterburgcr erschienen sei, wie Neutnanns Instructio modica. 
Die Type, mit welcher es gedruckt ist, ist jedoch M gg (20 Zeilen = 
lOg mmj.^) 

f Nicolaus de Farnad: Compendiosa descriptio urbis Jeru- 
salem. Schi. Impressum Vienne. o. J. u. Dr. 

Denis S.ßlß: „glaublich aus Winterburgers Presse.*' Ist aber von Singriener 
gedruckt. fSch rotbuchstabenj. 

f C. Plinii Secundi Praefatio in Historiam mundi, ad Vespa- 
sianum. Viennae 1513. 

Denis 100; M'ien, Hofbibl.: von Vietor und Singriener gedruckt. 

f Revocatio moderna cuiusdam garrientis ... o. O. u. J. 

Hain Jj886. Mayer I, S. 2g, A'» I^ = Praetor 888g (Delft , Christian 
Snellaert). 

f Joh. Stabius: Aftrolabium imperatorium totius habi- 
tabilis orbis nobilioribus partibus inferviens. o. J. (15 15, 
nach 25. Juli). 

ASTROLABIVM IMPERATORIVM TOTIVS HABITABILIS ORBIS 
NOBILIORIBVS PARTIBVS INSERVIENS. || Holzschnitt (45x45 cmj: 
astrologische Tafel. \\ Darunter: Reuerendo & Magnifico diio Jacobo 
de Banniffis Sa. Cefa. Maief. Confiliario & Secretario Eccl'iaB: Tri- 
dentine & Antuerpieii. Decano digniff. loan. Stabius Au. fefe com- 
mendat. jj Spalte a: Continue Sa. Csef. Maief. de puincia in puinciä 

i) Frdl. Mitteilung von Herrn Dr. Freys. 



128 Wien, Winterburgers Drucke 

pfectiöes I quaF: tu officiis tuis id requiretibus: comes es freque- 
tiffimus inter alias moleftias \\ häc habet potiffimä: q. de neceffaria 
fuppellectile etiä obmiffis quas ad decus & ornamentü faciüt: vix ea 
quaR cottidianus vfus carere nö po;] teft nobifcü uehere poffumus: 
ne tii Aftrolabiis ac ceteris id genus organis aftronomicis quibus 
uter(5 nostrü delectat carerem9: excogitaui |j nup hoc inftrumentü 
qd' Aftrolabiü Imperatoriü (eo q easipas impatorias pfectiöes fine 
difficultate cöcomitabit) appellare libuit. . . . illud fi capfis tuis uia- 
toriis fuerit impofitü: pondere nö grauat: afperitate cartas | uestefue 
nö ptüdit: reliquä^ fuppellectile terendo nö laj|cerat. Ipsum pterea 
accomodabit cüctis ciuitatibus | oppidis et uillis j p quas nobis 
Caefareä Maieftate fequendö tranfeundü eft. . . . ide deni^ impatoriü 
Aftrolabiü artificio Impfforü in plurima deriuaui || exeplaria. ut alii 
etiä . . . eo du libuerit uti ualeant. . . . Sc/i/. der Vorrede mit Zeile 10 
der erstell Spalte: Vale fceliciter ex Vienna Auftrie. Die . xxv . Julii . 
Anno . M . D . XV . j| ^ Hoc Imperatoriü Aftrolabiü: in quig (!) linea- 
metoP: partes: ex quib9 cöpofitü eft diuidit. «jj Parte prima . . .; Schi. 
Spalte b, Zeile 2S- • • • LibeR fit tii unicuicj in eo perquirere quodcunq 
uoluerit. j| 

Großfolio; — Einhlattdruck ; — zweispaltig; — gl Zeilen; — Type 12;^'^ 
— keine Lombarden oder Initiale?!; — ei7t großer Holzschnitt ; — Wz. 
Turm, Strich, Krone, Strich, fünf blättrige Kreuzblume. 

München, Staatsbibl., Einbl. VIII, 12. 



i) Die Type ist nicht völlig gleich der Type 12. Die Buchstaben decken sich , 
allerdings. Aber Ziffern, Abkürzungen, Rubriken und Teilstriche weichen von den 
sonst üblichen Formen ab. 2 tritt in Verbindung mit der Antiquatype gewöhnlich 
in Form eines z auf, hier entspricht die 2 aber der Foim, in der sie in einem 
kleinen gotischen Alphabet Wmterburgers vorkommt. Die Form der 5 , die im 
Astrolabium auftritt, kann ich unter den Winterburgerschen Ziffern nicht nachweisen. 
9 ist, soweit ich sehe, stets in Foma einer 9 geschlossen, meist tiefgestellt, hier ähnelt 
es mehr einem ' und ist hochgestellt. Die kleine Rubrik •][ habe ich nirgends mehr 
bei Winterburger gefunden ; mit der Antiquatj^e verbindet er das Zeichen fl in zwei 
wenig verschiedenen Formen. Im Astrolabium sind aUe Teilstriche doppelt; sonst 
sind die Teilstriche der Antiquastellen einfach (doppelt nur gelegentlich : Jac. Faber 
StapulenGs 1501, N" 28, Bl. 13 v, Z. 41; Peurbach, Tabulae eclypCium 1514, Bl. bb5, 
Z. 29). Diese Unterschiede könnten es alle nicht als unmöglich erscheinen lassen, dafs 
das Blatt aus Winterburgers Presse stammt, besonders, wenn man bedenkt, dafs die 
Vorrede aus Wien datiert ist, und dafe Stabius bei Winterbiu-ger um die gleiche 
Zeit einen anderen Einblattdruck erscheinen liefs. Ich hatte mich entschieden, das 
Astrolabium unter die Wiener Drucke einzureihen, nachdem Herr Dr. Leidinger auf 
meine Bitte hin die Typen sorgfältig verglichen und sie als unzweifelhaft Winier- 
burgersche bezeichnet hatte. Herr Dr. Karl Schottenloher hatte die Freundlichkeit, 
die Typen noch einmal genau zu untersuchen. Er kam zu dem Ergebnis, dafs alle 
angeführten Abweichungen von der Type Winterburgers sich bei der Type von Joh. 
Stuchs in Nürnberg vorfinden; und da derselbe Drucker das von Stabius heraus- 
gegebene Quadratum geometriomi Peurbachs mit seinem Namen gedruckt hat, da 
obendrein diese .Ausgabe dasselbe Datum wie der Einblattdmck trägt, so ist es un- 



Wien, Wintcrburgcrs Drucke 12() 

t Martin Steinpeis: Ein medizinischer Traktat, (um 1497). 

Denis 8-' „Ich schließe dieses aus den IVorten der Nachrede zu seinem Liber 
de modo studendi et legendi in Medicina, der unter den Ausgaben ohne 
Druckjahr vorkommen wird. Prcefens Opiifculum ejt longe fructiiofius, 
falubrius et utiliiis illo, quod anno falutis 1491 ^ "'^ comportatiim fuit.'^ 
Der Ausdruck comportatum läßt keineswegs auf eine gedruckte Ausgabe 
schließen. 

f Martin Steinpeis: Hailsame erczney . . . wider den lauff 
der Pestilencz. 1515. 

Denis A'° j4S-' „Vermutlich aus IVinterburgers Offizin." In Wirklichkeit 
von Singriencr in gotischen Typen gedruckt (London, BM. "J^Oß. de. 2). 

f Martini Steinpers (Steinpeis): Antidotale. Viennae anno 
Domini 1510. 

Denis 4-0. Nach Gesner, Bibliothcca. Gemeint ist die Ausgabe ohne Jahr, 
Wien, Si/tgriener; die Vorrede datiert ißlO. (München, Sfaatsbibl., 4^- 
Path.^si)- 

t Georg Tannstetter von Rain : Almanach auf 1509. o. O., Dr., J. 
(Nürnberg, Wolfgang Huber?, 1508). 

Vgl. Joseph Heller im Serapcum 1843, ■^'^' 20^0; Weller, Repertorium 462 
gibt als Druckort Wien an. Die Type ist ganz äh^ilich der des Kalenders 
auf I^Ig (Serapeum IV, 260), die Zahlen weichen jedoch ab. (Frdl. 
Mitteilung von Herrn Dr. Pfeiffer, Bamberg.) 

t Georg Tannstetter von Rain: Almanach auf 1513. (15 12). 
Gedruckt zcu Nürnberg durch Wolffgang Huber. o. J. 

Serapeum l843t IV, 260 — 261. Der Unterteil mit dem Impresswn hat sich 
nach frdl. Mitteilung von Herrn Dr. Pfeiffer-Bamberg noch dazugefunden 
und bestätigt Hellers Vermutung über den Druckort. Die Angabe von 
Weller, Repertorium 705, der Kalender sei in Wien gedruckt, ist dem- 
nach hinfällig. 

? Georg Tannstetter von Rain: Praktik auf 1516. o. J. (1515)- 

Denis ßß^' ,.Pfactica mayjlcf 3c>fgcn tCanjlcttctre 3U VDicn pc«ctt3ict 
auff. tlT.€€C€C.X>t?.V*i. 3«»:. Darunter die Figuren der Son?ie und 
Venus. 4"- -"^^f der Universitbibl. zu Ofen einem Catholicon cin- 
geleimet." 

Nach einer Mitteilung der Univ.-Bibl. Budapest ist zwar das Catholicon 
vorhanden, die Buchbinder makulatur ist jedoch ausgelöst 7vorden und 



zweifelhaft, dafs das Astrolabium aus der Offizin von Johann Stuchs in Nürnberg 
stammt. Herr Dr. Leidinger hat sich dem Ergebnis dieser erneuten Untersuchung 
angeschlossen. (Über Stabius' Verbindung mit Nürnberg vgl. Scliottenloher, Die Ent- 
wicklung der Buchdnickerkunst in Franken, Würzburg 19 lo.) ^lan berichtige danach 
S. 19, § 7. 

Langer, üsterr. Bibliographie I, g 



1 30 Wien, Winteiburgers Dnicke 

derzeit nicht aufzufinden. Vo7i Tannstetter besitzt jedoch die Univ.-Bibl. 
Budapest eiti Judicium Astronofnicuni Viennense afini 1518, das, wie ich 
nach den Type^i feststellte , von Singriener gedruckt wurde. Aus der 
gleichen Offizin stammt eine Praktika Tannstetters , deutsch, auf 1522 
(im Besitz von Dr. Langer). Es ist daher sehr -wahrscheinlich, daß die 
Praktik auf Ißl6 ebenfalls bei Singriener erschien. 

f Ynreitung Keiferlicher Maieftat zu Wien. o. O., Dr., J. 
(S)eifet:lid)cc itlaie; ;|)lat j-nveitunp jü Wien, mit bein "Rünig üon Vngctrn 
ütib "Rünig von Polen/ mit |j fampt ben :aüniginen/ va^ losiMäf in 
gulbincn || toagen x>n t>il an&er geQierbe/ «Is bernac^fiat. i| Darunter 

Holzschnitt : zwei Könige zu Pferde begrüßen einajider; hinter ihtien 

Gefolge. — Ohne Angabe von Drucker, Druckort und Jahr. 
4°; 10 7ig. Bll. (A:6, B:4J; das letzte (leerer) Bl. fehlt dem Lemher^er 

Exemplar. 
Weller, Ann. S. göj ; Maj'er /, S. gy, N° 4gi ; — Lemherg, Ossolinskische 

Bibliothek, 4~02I. 
Das Heft ist auf keinen Fall in Wien gedruckt; der Text ist gesetzt 7nit 

eitler deutschen Type, wie sie in Siidwestdeutschland üblich war. M^^; 

20 Zeilen = 100 mm. 



III. 

Schrattenthal. 



In Schrattenthal ist ein einziges Buch gedruckt worden, 
wenigstens ist ein einziges nur nachweisbar, und zwar er- 
schien es im Anfang des Jahres 1501. Streng genommen 
gehört es also gar nicht mehr unter die Werke der Drucker 
aus dem 15. Jahrhundert. Der Titelholzschnitt ist aber stark 
abgenutzt, ein Zeugnis dafür, dafs der Schrattenthaler Drucker 
schon vorher Abzüge von dem Holzstock gemacht haben 
mufs. Ob diese Abzüge selbständige Heiligenbilder, ob sie 
Illustrationen für ein Druckwerk waren, dürfte von geringerem 
Belang sein. Jedenfalls hat er mit einem Teil seines Materials, 
das er zu dem einzigen erhaltenen Druck v/erk benutzte, be- 
reits vorher gearbeitet, das dürfte aber noch im Jahre 1500 
gewesen sein, und so trug ich kein Bedenken, das merk- 
würdige Erzeugnis einer frühen, namenlosen Presse an dieser 
Stelle mit anzuführen. 



Schrattentlial i 3 1 

* Michael Franciscus de Infulis: Quodlibetica decifio per- 
pulchra et devota de feptem doloribus Chriftiferae virginis 
Mariae. 20. März 1501. 

Bl. ir: tRuoblibetica ^ccifto pei-puld)i-« et beuota bc feptem bolocibu» |I 
jrptfevc ütvpinie m«i-ic ac conmunt (.') : falubccfima confcateunitatc || 

bc fupei- inilttUta «X> etUS bonocem : gloviam \\ Holzschnitt, oben ohne 
Rand, eti.üa l S'S X -^-fjö^ <^'"-: die schmerzensreiche Mutter Ufaria, das 
Herz von Schwertern durchbohrt. \\ Bl. Iv: XlaVX et ft bominus pCC 

propbetam bc loco nattuttatte fuc bipertt || tgt tu bcticbcm cffl«ta . . .; 
Schi. Zeile Iß: qutcuuqj ab oculutit confptccvc tjolucdt bominicam 
bie II pcfl fei^"'" corportfi d)fiili conftberarc potevit fcqj in Qd)ratnj 
tflll II conferrc vihi evultabtmuc et letabimuc in bomino quoniam 
magna || crit bti gcnitrtcts glorta et cbrtfii pafftonis memoria. || 
Bl.2('Vi\jr: C iTabula alpbabctica pcincipaliunt matevianim in ptrc|l 
fcnti opere contcntavum. || . . .; Schi. Bl. 4r, Zeile ^s^ G ifpplicit 
tabula alpbabctica buiug quoblibeticc beciftonie. || Zeile frei. Folgt: 
G Bequit» tabula auctoritatü facre fcipturc i b" tractatu quoblibcjl 
tico . . .; Schi. Bl. 6r, Zeile ^8: ep-||ponit' in ^clufiöc p*mi orbinis 
in bcclaratioc p'mi boloris. || Bl.6v leer. \\ ß prologus quoblibcticc 
beciftonig fr^^tris nticbclie tr«n-||cifci b' 3"f"^i^ \ac}:t paginc (pfeiT*?«-'!« 
Colontcn ocbinie pbica||t09, Hcc non ^feffori? 3Uujlrif|tmi pdcipis 
bni pbilippi ard)i||buci6 Kufluic 23urgübie 23cabatic tc Bup fcptc 
prTcipalium ji cbcijlifccc(/) üirginie lllaric bolo?,/ quos i boc mübo 
b' fuo pniljgcnito ptulit cclcbcrcima nee minus b'uota lögcqj »tili 
tfatcr||nitate/ ab t)tciufq3 laubc cbvi|li colatrüqj non mebiocrcm ebift|| 
cationc plccifq5 locie (eobc puncipe (.') aucto«) nouitcc Cfccta |1 Zeile 
frei. II Prologus. || . . .,• Schi. Bl. 4g f^ ii\J r, Zeile 36: (ft ftc cfl ftnig 
tOtiuS buiuö li quoblibcticc beciftOnie. || Bl. 4gv: Holzschnitt Iß,g X 
12,4 cm): in der Glitte J/aria, die schinerzeiisreiche , links Bernhard, 
rechts Augustin ; unten Wappen: drei Kugeln iu schräggeteiltem, schwarz- 
-weißem Felde. \\ Bl. 50,^^ ÜifJ;- a; G Scquit' offtciü bC bolocibuß || 

fcu ^paffione beatifftme üirgie || macie. ...,- Schi. Bl. ^4"'-'^, Zeile 26: 
ali-||möiam genccauit. bfim ncm, || Zeile frei. Folgt Zeile 2-] tisw.: 
igt ftc efl ftnis totius bui9 || quoblibcticc beciftonis, || Cü offitio (/) t 
miffa bc bolo||i*ibu5 fcu ^pafftonc bcati-Uffimc uirginis ntacie, || 
Zeile frei. \\ 3i"Pfcffum ©cbcatntal in II liuflvia. 2lnno btii. \\\, \\ 
quingcntcftmo p^no, t)iccfi||mo bic mcfts ttlarci. || 

4"; — 54 iig- Bll.; ohne Cust.; sign. A: 6, A(!)—F: 8; — Bl. I—4Q 
einsp., ßO — 54 zweisp.] ohne Seitetiüberschr.' ßl Zeilen; — Type i; — 
zwei Holzschnitte] — Wz. got. Krone; Wage, gerade Schalen, in Kreis'y 
Ochsenkopf, Stengel, Schlange, Kreuz. 

Dr. Langer, I, l']6 (K. II. F. 8); Klosterneuburg, Stiftsbibliothek ; — 
Deschamps 11^4- 



9* 



132 Ignaz Schwarz 

Anhang. 
Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdrucks. 

Von Dr. Ignaz Schwarz-Wien. 
Wollte man den Entwicklungsgang der Typographie und 
die Beziehungen der einzelnen Druckstätten zu einander gra- 
phisch darstellen, so würde in der sich hieraus ergebenden 
Kurve Wien als Druckort eine ganz isolierte Stellung ein- 
nehmen. Während die Buchdruckerkunst in den eng benach- 
barten Ländern schon in verhältnismäfsig früher Zeit Eingang 
gefunden hat, führt keinen der zahlreichen Typographen sein 
Weg nach Wien. Allerdings darf nicht vergessen werden, 
dafs die ersten Jahre des Aufschwunges der Typographie in 
eine Zeit fallen, wo in dem durch innere Wirren aufgewühlten 
Wien selbst der Universität, dem zur Pflege wissenschaftlicher 
Bestrebungen berufenen Faktor, fast jedes Verständnis für die 
Tragweite der neuen Erfindung gefehlt zu haben scheint. Ein 
kleiner Lichtpunkt in dieser wissenschaftlichen Öde ist uns durch 
die gleichzeitige Nachricht übermittelt, dafs die artistische 
Fakultät im Jahre 1474 für ihre Bibliothek eine Reihe von 
Druckwerken erwirbt'^ und dafs die Universität im Jahre 1475 
für die Herausgabe des „Vocabularius ex quo latino-teutonicus''^^ 



i) Acta fac. art. HI, fol. 247 a (1474, II): „Item emptum est (ne in oblivionem 
recidat) in superiori decanatu: Decretales impressuni pergameneum 34 flor. Ren. 
Item emptus Vincencius in Speaxlo. Serv'ius super Vergilio. Plutarcus apotegmatum. 
Questiones de anima. Suetonius. Problemata (?) Aristotelis. Questiones Tusculane. 
Macrobius in somno et satunialibus. Topographia Strabonis. Baccac'us (!) in deomra 
genealogia. Solinus. Colummella. Francisais de contractibus. Epistole Plinii. 
Leonardi Aretini epistole; omnia hec impressa sunt". (Gefl. Mitteilimg des Herrn 
Universitätsarchivars Dr. Goldmann). Was Aschbach, Geschichte der Wiener Uni- 
versität II, 38 — auf Grund-» des unrichtigen Zitates obiger Stelle aus den Artisten- 
akten bei Kink, Gesch. der k. Universität Wien I, S. 181, Anm. 220 — über Ent- 
sendung von Magistern an den Rhein , in das mittlere Deutschland und nach Italien 
behufs Einkaufs von Druckwerken erzählt, entspricht nicht den Tatsachen. — Die 
Bibliothek der medizinischen Fakultät erhielt erst 1490 als Legat ein gedrucktes 
Buch, den sogen. Aggregator; gleichzeitig wird in den Fakultätssitzungen „super 
emendis libris impressis pro libraria" beraten, doch erst 1492 erwirbt man 
„fere omnes textus Galleni impressos" für 6 und die Sermones medicinales 
des Nicolaus Falcutius für 12 Pfund Pfenninge (Acta fac. med. univ. Vindo- 
bonensis, ed. Schrauf, HI, S. 6, 17, 18). 

2) O. O., Dr. u. J. (doch Augsburg, G. Zainer 1475). Fehlt bei Harn. Panzer, 
Deutsche Annaien I, 56, N" 105. Denis, Garellische Bibl. S. 197 u. f. Hoffmann 



Aus der ersten Zeit des "Wiener Buchdrucks 133 

Sorge trägt. Sonstige Beziehungen der Wiener wissenschaft- 
lichen Kreise zur Buchdruckerkunst lassen sich in den ersten 
drei Jahrzehnten ihrer Blüte nur ganz sporadisch nachweisen. 

Wie anderswo, so bezeichnet auch in Wien die Tätigkeit 
der „Aufdrucker" die erste Etappe in der Entwicklungs- 
geschichte der vervielfältigenden Kunst. Doch wird sich diese 
Tätigkeit, — trotzdem u. a. der Buchdrucker Winterburger 
noch 1496 in der Wiener Bürgerhste als „aufdrugkher" be- 
zeichnet wird — wohl ausschliefslich auf den „Modeldruck" 
beschränkt haben. Das Erzeugen von Heiligenbildern, das 
„Aufdrucken" von bildlichen Darstellungen auf Stoffe (Fahnen, 
Kirchengewänder etc.) dürfte das Um und Auf des Arbeits- 
gebietes dieser frühesten Wiener Graphiker gewesen sein.'^ 

Erst im Jahre 1482 taucht in Wien ganz unvermittelt ein 
Buchdrucker auf, dessen Tätigkeit gleich im ersten Jahre 
seines Wirkens mit einer ganzen Serie von Drucken einsetzt. 
Denis, der 1782 in seiner „Wiens Buchdruckergeschicht bis 
M. D. LX" als erstes und einziges Produkt dieses Wiener 
Anonymus nur Meygers Tractatus distinctionum (s. oben 
S. II, N° 6) nachweisen konnte, war schon in demselben Jahre 

im Serapeum 1862, S. 272. Proctor 1576. Das Exemplar der Göttinger Universitäts- 
bibliothek trägt auf fol. 138 v von der Hand des Rubrikators folgenden Vemierk: 
„Editum per venerabiles ac egregios magistros universitatis Wiennensis. 
Anno tc. LXXV to." Dziatzko, Samml. bibliothekswissensch. Arb. 10. H., S. 130. 
Ihr Arbeitsfeld wird in der „Ordnung der Maler, Schilter, Glaser, Gold- 
schläger, Seidennater und Aufdnicker" vom 28. Juni 1446 umschrieben: „Item ain 
aufdruckcher, der erhaben oder flache ding drukchen wil, der sol das 
auch erweisen und aufdrukchen, als dann solicher arbait recht und 
von alter herkomen ist" (Uhlirz in Jahrb. d. Samml. d. Kaiserhauses XVII, 
Regest 15 219). Bei der Ehrung anläfslich des Einzuges König Ladislaus' im Jahre 
1452 ist die Rede von Ausgaben für Fahnen „mit den vier landen mit sneidung 
der modelpreter, ze verben, aufzedrucken" (Ebenda, Reg. 15265, S. CLII). 
Die Reihe der von Uhlirz im Zentralbl. f. Bibl. IX, S. 399 aus den Bürgerlisten 
angeführten Aufdrucker (Valentin Hagenberger [1471], Cuntz Mair [1477], Simon 
Perkhaimer [1479], Jörg Schneider [1479], bei Uhlirz im Jahrb. d. SammL d. 
Kaiserhauses Reg. 15444, ^"■'' demselben Jahre „Jörg Schaidu") läfst sich aus den 
bisher ungedruckten Wiener städtischen Grundbüchern und aus anderen Quellen z. T. 
mit Namen aus Irüherer Zeit ergänzen. 1438: Hanns Piberl von Kenczingen 
(Gnmdb. 17, 172b), 1456: Peter Leittner (Grmidb. 17, 23a; 18, 47a), 1469: 
Hanns Scherenfels (Quellen zur Gesch. d. Stadt Wien II, 2, 4251), 1482 — ca. 1510: 
Hanns Schonnawer (Gi^mdb. 18, 137b, 158b, 363a, 586a), i486: Wennczlab 
Folmer (Gnmdb. 18, 165a), Andre (Kammeramtsreclm. i486, 6a). 



Iß4 Ignaz Schwarz 

in der Lage, den seither oft beschriebenen Sammelband der 
Brünner Pfarrbibliothek zu St. Jakob mit weiteren vier Er- 
zeugnissen des Wiener Prototypographen in die Literatur ein- 
zuführen.'> Bei dieser Zahl der Wiener Ersthngsdrucke blieb 
es bis zum Jahre 1882, wo Mayer noch einen zweiten Abdruck 
der Rochuslegende nachweisen konnte. =^ In dem in demselben 
Jahre erschienenen „Katalog der historischen Ausstellung von 
Wiener Buchdruckerzeugnissen 1482 — 1882" S. 2 wurde dann 
noch auf Grund der Notiz bei Brunet V, 1340 auf das 1482 
in Wien gedruckte italienisch-deutsche Wörterbuch, von dem 
derzeit allerdings nur ein Bruchstück bekannt ist, hingewiesen. 3) 
Zu der Denis -Mayerschen Liste neu hinzugekommen waren 
nach Erscheinen des i. Bandes der Buchdruckergeschichte von 
Mayer, die im Nachtrag zu dem 2. Bande von Dr. Haas be- 
schriebenenen Kanonisationsbullen anläfslich der Heilig- 
sprechung des Markgrafen Leopold, u. z. die „Bulla canoni- 
sationis Sancti Leopoldi Marchionis" (s. oben S. 12, ga, 
gb) und die „Bulla pro publicatione transactionis^^ S. 
Leopoldi" (s. oben S. 13, N° 10). Hierzu kam noch 1898 das 
von Proctor beschriebene „Officium S. Leopoldi Marchionis" 
(oben S. 13, N° 11), die 1909 von mir als Wiener Druck fest- 
gestellte „Passio sacerdotum" (oben S. 12, N° 8)5) und die 
Variante zur Bulla canonisationis (oben S. 13, N° gc). 

i) Die erste Beschreibung dieser bis dalün unbekannt gewesenen Wiener 
Drucke erfolgte im „Allgemeinen Bücherjourna! von Wien" 1782, 23. Juli, 13. Stück, 
S. 104. — Denis Nachtrag N" 746 — 749. Mayer, Wiens Buchdr.-Gesch., S. 16 u. f. 
Die vier Dracke (Guido de Monte Rotherii, Manipulus curatorum. 
Aegidius Columna, Errores philosophorum. Histori von S. Rochus. 
Gerson, De confessione) sind im vorliegenden Werke S. 9 u. f. unter den 
Nummern i — 4 beschrieben. 

2) S. oben S. 10, N" 5. Faksimile bei Mayer, S. 16. 

3) S. oben S. 1 1, N« 7. 

4) Soll wohl heifsen „translacionis". 

5) Die bisher in keinem zweiten Exemplare bekannte Wiener Ausgabe der 
Passio stammt aus der Sammlung Heinrich Lempertz sen., in dessen Auktionskatalog 
(Köln 1904, N" 1474) sie ohne Angabe des Druckers und Druckortes (,-,ca. 1490") 
figuriert. Später findet sich das Exemplar im Katalog XXXIV von J. Halle in 
München (N" 162, ohne Angabe des Druckers); danach bei Reichling 655 mit der 
Angabe „Argentinae, Martinus Flach 1482" (I'lach druckte erst seit 1487!), hingegen 
im Index S. 33 und 131 unter „Bamberg, Joh. Sensenschmidt" und ebenso im Kata- 
log XLV von J. Halle, N» 145. — Das auch inhaldich sehr interessante Pamphlet 
(s. Näheres darüber S. 141, Anm. 2—4) wurde anfangs nur handschriftlich verbreitet; 
eine frühe, mit dem Datum 1481 versehene Abschrift besitzt Herr Dr. Langer. 



Aus der ersten Zeit des AViener Buchclracts 135 

Diese Aufstellung entspricht dem derzeitigen Stande unserer 
Kenntnis über die Drucktätigkeit des Wiener Anonymus, die 
demnach 13 Druckwerke umfafst und für die als terminus a 
quo ad quem die Zeit von 1482 bis etwa i486 festzustellen ist. 

Die Frage der Identität des ersten Wiener Druckers liefs 
Denis unberührt, zumal die Erzeugnisse seiner Offizin gar 
keine Handhabe zur Feststellung einer solchen bieten. Erst 
Seemiller, dem Beschreiber der Inkunabeln der Ingolstädter 
Universitätsbibliothek blieb es 1789 vorbehalten, den gordischen 
Knoten zu lösen. Allerdings geschah dies in seiner, oft ge- 
rügten unkritischen Art. Von einer mifsverstandenen Stelle 
eines garnicht nach Wien gehörigen Druckes ausgehend, er- 
findet er einen Wiener Buchdrucker, namens Johannes Cassis, 
der nun seit mehr als 120 Jahren die unverdiente Ehre eines 
Wiener Prototypographen geniefst. " Die Fehlerquelle Seemillers 
geht auf folgende Tatsache zurück: Anfang der 80er Jahre des 
15. Jahrhunderts verfafste der Wiener Universitätsprofessor 
Bernhard Perger eine „Grammatica nova", deren Drucklegung 
Johannes Cassis, der schon 1480 als „librarius ex Ratispona" 
figuriert^), besorgte. Die Ueberschrift der Vorrede Cassis' 
(„Johannis Cassis civis Viennensis cui presens opus- 
culum ad imprimendum traditum est prefatiuncula"), 
könnte bei dem flüchtigen Leser unter Umständen noch die 
Anschauung, dafs Cassis zugleich der Drucker der Grammatica 



') Bibliothecae acad. Ingolstadiensis incunabula typographica. Fase. III. Sy 55, 
N° XXIV: „Puto ex descriptione a me data colligi posse, librum hunc 
anno i486. Viennae in Austria a Job. Casse impressum fuisse: imnio 
Johannem Cassem in eadem civitate iam tum fixam sedem, & officinam 
typographicam habuisse". Die von Seemiller beschriebene Ausgabe ist H. 
* 12 613 (Proctor 446, gedr. bei Job. Gräninger in Strassburg) = H. 7857 (hier nicht 
de visu, sondern nur nach SeemUler). „Silet vero de hoc typographo, sagt 
Seemiller weiter, ipsoque adeo etiam hoc opusculo Cl. Denis in Wiens 
Buchdruckergeschichte". Denis, dem die „Entdeckimg" Seemillers sicher nicht 
imbekannt geblieben wav, hat aber von ihr auch in seinem Nachtrag zur Buchdrucker- 
geschichte (1793) keine weitere Kenntnis genommen. 

2) 1480 erscheint bei Erhard Ratdolt in Venedig ein Breviarium Strigoniense 
„impensis Joänis caffis dicti librarij ex Ratis pona" (Inkunabclkatalog des ung. 
Nationalmuseums N" 122. Copinger II, 131"). — Der Versuch, einiges über die Lebens- 
verhältnisse Cassis' festzustellen, hatte vorläufig folgendes Ergebnis: Auf Grund eines 
vermutimgsweisen Hinweises des Herrn Hofrates v. Luschin in Graz, des besten 
Kenners des mittelalterlichen Scholaren wesens, auf Ingolstadt als Studienort Cassis' 



Ißö Ignaz Schwarz 

gewesen ist, wachrufen. Seemiller und seine Nachschreiber 
wären jedoch sicher nicht in den Fehler verfallen, wenn sie 
auch die Zuschrift des Matheus Moretus an Johannes Cassis 
am Schlüsse des i. Buches der Grammatica gelesen hätten. 
Hier findet sich nämlich expressis verbis der Passus, der uns 
sagt, wohin wir die erste Ausgabe der Grammatica nova 
verlegen müssen. Am Schlüsse dieser Zuschrift heifst es: 
„Verum et tibi summas referre debebunt [gratias], qui 
opus illud, ut in publicum veniret, procurasti, immo 
et pecuniis tuis ipsum apud italos, ut quam emenda- 
tissime imprimeretur, summa diligentia elaborasti" 
Dafs sämtliche Nachdrucker des 15. Jahrhunderts diesen 
Passus des ersten Druckes '^ ohne Kritik in ihre Ausgaben mit 



fand ich in der von Oberbibliothekar Dr. Wolf f in München bearbeiteten, derzeit 
jedoch noch nicht veröffenthchten Universitätsmatrikel unter den am 25. Sept. 1472 
Immatrikulierten einen „Johannes Helm de Aybling", der mit miserem Cassis 
identisch sein könnte. Sein Studienweg führte ihn wahrscheinlich später nach Italien, 
wo er die latinisierte Form des Familiennamens annahm. 1480 figuriert er, wie 
erwähnt, als Buchhändler aus Regensburg. Ob er als solcher in Venedig oder, was 
sehr zweifelhaft ist, in Wien tätig war, läfst sich nicht feststellen. In den allerdings 
nur lückenhaft erhaltenen Wiener Bürgerlisten findet sich sein Name nicht, obwohl 
er sich schon um 1 48 1 , in der ersten Ausgabe von Pergers Grammatica als civis 
Viennensis bezeichnet. (Möglicherweise war er als solcher in der derzeit verschollenen 
Bürgerliste vom Jahre 1480 eingetragen). Ein weiteres Verfolgen seines Studienganges 
müfste auch feststellen, ob er oder vielleicht sein Sohn es war, der, wie mir Herr 
Universitätsarchivar Dr. Goldmann mitteilt, im Sommersemester 1490 in Wien 
immatrikuliert wird. (Hauptmatrikel 1490, Sommer II, fol. 85 b: „Johannes Cassis 
ex Ratisbona 60 den." und gleichzeitig in der Juristenmatrikel: „D. Johannes 
Cassis ex Ratisbona dedit i flor. Rhen.") 

O Die erste Ausgabe ist zweifellos H. 12605, ^ie schon Reichhart, Beiträge 
zur Inkunabelkunde S. 42 als „Venetiis, ante 1482" erschienen bezeichnet, was mir 
auch von Herrn Prof. Haebler mit der Ergänzung bestätigt wird, dafs der Druck 
höchst wahrscheinlich von Leonhard Wild in Venedig vor 1481 stammt. (Die Ein- 
reihung der Ausgabe unter „Unbestimmte deutsche Drucke" bei Günther , Die Wiegen- 
dracke der Leipziger Sammlungen, N" 3955 ist unrichtig). Die zweitnächste Ausgabe 
ist H. 12608 (Passau, Stahel und Mayr 1482). Die Revision, der ich die 15 in 
der Münchener Hof- u. Staatsbibliotliek befindlichen Ausgaben unterzogen habe, ergab 
für die frühesten Ausgaben folgende Kriterien: 1. Alle Ausgaben bis 1488 beginnen 
mit „Johannis Cassis civis Viennensis" etc. in der Vorrede, während die 
späteren Ausgaben die Ueberschrift der Vorrede weglassen und mit „Cum magis 
atque magis animadverto" beginnen. 2. In den frühesten drei Ausgaben fehlt 
der von Wimpfeling verfafste „tractatus prosodie et artis metrice". (Auf dieses 
Kriterium hat schon Knod (Zentralbl. f. Bibl. V, S. 474) hingewiesen; doch ist es 
nicht richtig, wenn er meint, dafs der älteste Druck der Grammatica noch in das 



Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdrucks 137 

hinüber genommen haben, darf bei der Sorglosigkeit der 
mittelalterlichen Typographen nicht besonders auffallen. 

Der Versuch, die Frage der Identität des ersten Wiener 
Druckers mit Hilfe der Cassistheorie zu lösen, ergibt, wie aus 
dem Gesagten hervorgeht, ein negatives Resultat. Anderer- 
seits findet man auch mit der Annahme, dafs es sich bei den 
Wiener Drucken der Jahre 1482 — 1485 um die Produkte eines 
wandernden Buchdruckers handelt, ebensowenig sein Aus- 
kommen, wie mit der Anschauung, die zuerst von Kauz,'' 
dann von G. A. Schimmer-' und später von J. Franck^' 
vertreten wurde, dafs unter dem Wiener Anonymus der seit 
1492 in Wien als Buchdrucker nachweisbare Johannes Winter- 
Ende der siebziger Jahre zuiückreicht.) Aus diesen Kriterien ergibt sich für die 
Drucke der Grammatica nova folgendes chronologische Schema: 

Mit dem Namen Cassis in der Vorrede und ohne den Tractatus. 
H. 12605 (s- !• a- et typ. n., sed Venetiis, Leonh. "Wild, ante 1481). 
H. 12608 (Pataviae, Stahel et Mayr 1482). 
H. 12607 (Norimbergae, Fr. Creussner, ca 1483). 

Mit dem Namen Cassis und mit dem Tractatus. 
H. 12604 (s- '• ^- et tj'p. n., Augustae, Ant. Sorg?) 
H. 12609 (Memmingae, Alb. Kunne 1484). 
H. 12 610 (Neudruck von demselben aus demselben Jahre). 
H. 12611 = H. 7856 (Reutlingae, Joh. Otmar 1485). 
H. 12 612 (Memmingae, Alb. Kunne 1485). 

H. 12 613 = H. 7857 (s. 1. et typ. n., sed Argentinae, Joh. Grüninger, i486). 
H. 12 614 (Reuüingae, Joh. Otmar 1487) 
H. 12 615 (Argentinae, [M.Schott] 1488). 

Zu der Gruppe ohne den Namen Cassis gehören die übrigen von Hain angeführten 
Ausgaben 12602 (s. 1. a. et typ. n., sed Hagenoae, Heiu-. Gran, ca 149 1), 12603 (s. 
1. a. et typ. n. , sed .Augustae, Joh. Schönsperger, ca 1499), 12606 (s. I. a. et typ. 
n., sed Basileae, Joh. Amorbach, ca 1494), 12 616 (S. 1. et typ. n. , sed Hagenoae, 
Henr. Gran 1496), 12 617 (Memmingae, Alb. Kunne 1498), 12 618 (S. 1. et typ. n. 
1498) und 12 619 (Norimbergae, Hier. Höltzel 1500), femer die Ausgaben VouU. 
Berlin N" 2527 (hier als Stiafsburg, Drucker der casus breves, bei Voull. Trier N" 845 
Hagenau, Gran um 1494) und wahrscheinlich auch die mir nicht zugängliche Ausgabe 
Voull. Trier N" 757 (Coloniae, Lud. de Renchen). 

Gegenstandslos ist die Bemerkung von Bauch , Die Reception des Humanismus 
in Wien, S. 16 über „den fast verschollenen Wiener Erstlingsdruck" (d. i. H. 12 6 13) 
und eine Paduaner (d. h. Passauer) Ausgabe. 

•) Über die wahre Epoche der eingeführten Buchdiaickerkunst in Wien. 1784. 
S. 126. 

2) Über den Buchdrucker Ulrich Hau aus Wien, und das Jahr in welchem die 
Säcularfeier der Wiener Buchdmckepkimst mit geschichtl. Begründung begangen werden 
kann. Wien 1862. S. 16. 

3) .-Mlg. Deutsche Biographie. B. 43, S. 478. 



138 Ignaz Schwarz 

burger ZU suchen ist. Winterburger wäre „anerkannter Mafsen 
in reger Verbindung mit den von Mathias Korvin begünstigten 
Gelehrten am ungarischen Hofe" gestanden und „verlegte 
mehrere AVerke ungarischer Schriftsteller, denen er auch das 
ungarische Wappen vorsetzte". Gehörte nun Winterburger, 
wie der Gewährsmann der AUg. Deutschen Biographie weiters 
meint, „zu den Begünstigten des ungarischen Königs, so 
mufste er ebenso natürlich dem Kaiser, der Grund genug hatte, 
den Ungarn gram zu sein, als eine mifsliebige Persönlichkeit 
erscheinen und es war ein einfacher Akt der Klugheit, seinen 
Namen nicht auf die 1482 gedruckten Bücher zu setzen, wo 
der Krieg schon über ein Jahr wütete, die Ungarn ganz 
Österreich durchstreiften und bereits einige feste Plätze ge- 
nommen hatten. In diesem Inkognito verharrt W. bis zum 
Tode des Kaisers und tritt erst mit dem Beginn der Regierung 
Max L, des hochbegabten Förderers aller schönen Künste und 
Wissenschaften, daraus hervor". Diese willkürliche Annahme 
zerfällt in nichts, wenn man bedenkt, dafs sich unter den 
Drucken des Wiener Anonymus kein einziger befindet, der 
seinem Inhalte nach von einem Parteigänger des ungarischen 
Königs oder von einem von diesem begünstigten Drucker 
herrühren könnte. 

Auch die Annahme, dafs es sich bei den Wiener Erstlings- 
drucken um Arbeiten eines wandernden Typographen handelt, 
hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich ; ja sie ist sogar ganz 
von der Hand zu weisen, wenn man berücksichtigt, dafs sich 
die Wiener Tätigkeit unseres Anonymus auf mindestens vier 
Jahre erstreckt und dafs man — was noch mehr ins Gewicht 
fällt — die von ihm verwendete Type bisher nirgends sonst 
nachweisen kann. 

Versucht man der Frage auf anderem Wege, u. z. mit 
Hilfe der Untersuchung des Charakters und Inhalts der Drucke 
und der in diesen verwendeten Type näher zu kommen, so 
ergeben diese zwei Momente eine Kombination über die Person 
des ersten Wiener Druckers, die ich im Folgenden zu begründen 
suche. 

Das Oeuvre des Wiener Prototypographen enthält u. a. 
zwei Produkte, die mit zwingender Logik auf einen Drucker 
hinweisen, der zu Italien in Beziehungen gestanden war. Es 
sind dies der „Vochabuolista" — von dem schon oben (S. 11, 



Aus der ersten Zeit des Wiener Buclidnxcks 1 39 

Anm. i) konstatiert wurde, dafs er einen Nachdruck des 
147g von Domenico de Lapi in Bologna gedruckten ita- 
lienisch-deutschen Wörterbuches darstellt — und die „Historie 
von S. Rochus". Die Schlufsschrift der letzteren sagt aus- 
drücklich, dafs sie „in der löblichen Stat zu Wienn" „von 
wälsch auf Teütsch pracht" wurde. Sie geht zweifellos 
auf die von Francesco Diedo (f 1484) verfafste und nach 
Proctor von Antonio de Corsiono 1479 in Casal di San 
Vasa gedruckte „Vita di San Rocho" zurück." 

Mufs es einerseits füglich auffallen, dafs unter den ersten 
Erzeugnissen des Wiener Anonymus aus dem Jahre 1482 zwei, 
beziehungsweise mit dem Neudruck der Rochuslegende drei 
auf italienische Originale zurückgehen, so wird andererseits 
die Beziehung des Wiener Typographen zu einer italienischen 
Druckstätte durch den Umstand bekräftigt, dafs seine Type 
wenigstens teilweise auf eine italienische Urform zurückzuführen 
ist. Es ist fast sicher, dafs sich der Stempelschneider, als der 
vielleicht der Drucker selbst anzusehen ist, beim Entwerfen 
seiner Type eines italienischen Vorbildes bedient hat. Schon 
Proctor konstatiert die Abhängigkeit der Wiener Type von 



') Proctor II, 7270. Copinger II, I, 1974 (dort als Druckort Brescia an- 
gegeben). Die Wiener Ausgabe war Denis noch nicht bekannt, doch vermutet 
er auf Gi"und des betreffenden Passus in der Wiener Ausgabe vom Jahre 1512 
ihre Existenz, wenn er (S. 223, N" 238) sagt: „Sollte aber allesfalls 1482. oder 83. 
schon eine in Wien vorhergegangen sein, so dürfte sie uns der Drucker gelassen 
haben, von dem oben auf 1482. der Älanipulus curatorum steht." — Hier dürfte es 
am Platze sein, folgenden Irrtum zu berichtigen: In den Mitteilungen des österr. 
Vereins f. Bibl. XIII, S. 157 beschreibt Reininger eine in der Linzer Studienbiblinthck 
befindliche, bisher nicht bekannte lateinische Ausgabe der Vita S. Rochi von Maldiu-a, 
die nach dem Typenvergleich aus der Presse Konrad Zeningers in Nürnberg (um 
1484) stammt. Es ist aber ganz unrichtig, wenn R. meint, dafs die Nürnberger 
Ausgabe, beziehungsweise ihr Holzschnitt die Vorlage für den Wiener Druck gewesen 
ist; „daZeninger von 1480 an druckte, konnte ganz gut ein Exemplar der Lebens- 
beschreibung nach Wien gelangt sein, so dafs 1482 der Holzschnitt als Vorlage be- 
nützt werden konnte". Diese Anschauung wird jedoch ganz hinfällig, wenn man 
die rohe Kopie der Nürnberger Ausgabe, wie sie Sudhoff, Deutsche med. Inkunabeln 
N" 185 nach dem Nürnberger Nachdruck der Wiener deutschen Ausgabe reproduziert, 
mit der künstlerisch vollendeten Wiener Arbeit vergleicht (s. das Faksimile bei 
Mayer I, S. 13, Schachinger, Die Wiegendrucke der Stiftsbibliothek in Melk, S. 113 
und hier, Tafel 4). Übrigens bemerkt schon Schreiber, l\Ianuel V, N" 5100: „La 
g. s. b. du titre (der Nürnberger deutschen Ausgabe, deren Holzschnitt mit dem der 
lateinischen identisch ist) a ete copiee tres grossierement sur celle du N" 5099" (der 
Wiener Ausgabe von 1482). 



140 Ignaz Schwarz 

einer italienischen Vorlage, wenn er sie als „imitated 
from italian types (e. g. Vicenza, press 6 type 1)'^" 
bezeichnet. 

Hält man nun an dem von Proctor — ohne Bezugnahme auf 
den Kern der Frage — genannten Druckorte fest, so läfst sich 
mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Verbindung zwischen 
Vicenza und Wien herstellen. Schon vor 1476 war dort der 
aus Wien stammende Johannes de Vienna und 1479 — 1480 
Stephan Koblinger de Vienna als Buchdrucker tätig. 

An diesen letzteren Namen knüpft nun meine Vermutung 
über die Identität des Wiener Buchdruckers an. Die Argumente 
meiner Hypothese sind insofern nicht neu, als schon Uhlirz, 
ohne das Wesen der uns hier beschäftigenden Frage zu be- 
rühren, den in den Wiener Bürgerlisten des Jahres 1481 mit 
der verhältnismäfsig hohen Bürgerrechtstaxe von i ung. Gulden 
eingetragenen „Steffan Koglinger" für den früher in Vicenza 
tätig gewesenen Stephan Koblinger hält.^^ Die Tatsache, 
dafs b und g vor der Liquida gerne verwechselt werden, die 
Gleichheit des Namens und „die auf eine ansehnliche Stellung 
deutende hohe Taxe" lassen Uhlirz vermuten, „Koblinger sei 
aus Italien wieder nach Wien zurückgekehrt". Die hohe 
Bürgerrechtstaxe ist tatsächlich umso auffallender, als der 
Bürger Stephan „Koglinger" weder in den bisher in reicher 
Anzahl veröffentlichten Wiener Urkunden, noch in den von 
mir durchgearbeiteten Wiener städtischen Grundbüchern als 
Flaus- oder Grundbesitzer figuriert. 

Trifft nun die Vermutung zu, den 1480 aus Vicenza ver- 
schwindenden Stephan Koblinger und den 1481 in Wien auf- 
tauchenden Stephan Koglinger — wenn auch nicht mit mathe- 
matischer Gewifsheit, so doch mit vieler Wahrscheinlichkeit — 
als ein und dieselbe Person anzusehen, so ergibt sich für die 
ersten Erzeugnisse seiner Offizin folgende chronologische An- 
ordnung: Für den aus Italien eingewanderten resp. repatriierten 
Österreicher wird vielleicht der Gedanke nahe gelegen sein, 
durch Herausgabe des deutsch-italienischen Wörterbuches ein 
praktisches Verständigungsmittel zwischen den in regen Handels- 



i) Philippus Albinus, von dem man einen Druck aus dem Jahre 1477 kennt. 
2) „Beiträge zur Gesch. des Wiener Buchliandels" in Zentralbl. für BibHotheks- 
wesen 1892, IX. Jahrg., S. 399. 



Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdracks 141 

beziehungen zu einander stehenden zwei Nationen zu schaffen. 
Fast sicher dürfte daher der Vo c h a b u o 1 i s t a jener Druck gewesen 
sein, mit dem sich der erste Wiener Buchdrucker hier ein- 
geführt hat. Das nächste Produkt seiner Presse war wahr- 
scheinHch die aus dem itahenischen übersetzte Rochuslegen de. 
Das Bedürfnis für eine derartige Erbauungsschrift war durch 
die heftige Pestepidemie in Wien im Jahre 1482 gegeben.'^ 
Die übrigen kleineren Drucke könnten entweder dazwischen 
oder kurz danach entstanden sein. In die letzten Monate des 
Jahres fällt der Druck von Theodorich Morungs Passio 
sacerdotum.''^ Ich schliefse dies daraus, dafs der Urdruck^) 
nach einer gleichzeitigen Quelle schon Anfang September fertig- 
gestellt war. 4) 

Auf eine, wie es scheint, mehrmonatige, vielleicht einjährige 
Pause folgen dann in den Jahren 1484 und 1485 die auf die 
Kanonisation Leopolds IV. von Österreich bezüglichen Bullen 
(drei Varianten) 5\ die Bulla pro publicatione transactionis vom 



i) S. Geschichte der Stadt Wien II, 2, S. 991, Arnn. 6. Tichtels Tagebuch 
(ed. Karajan) S. 14. Tichtel selbst erkrankte an der Pest im Juli 1482, von der er 
erst anfang Oktober wieder genas. 

2) Über das scharfe Pamphlet des Würzburger Kanonikus Theodorich Morung 
gegen die Besteuenmg der Geistlichkeit in Franken durch den Markgrafen Albrecht 
Achilles s. Minutoli, Das Kaiserliche Buch des Markgrafen Albrecht Achilles. 
Berlin 1850. Kraufsold, Passio sacerdotum unter der Regieiimg des Markgrafen 
Achilles von Brandenburg-Bayreuth im Archiv f. Gesch. u. Altertumsk. v. Oberfranken, 
X. B. 3. H. Kraufsold, Dr. Theodorich Morung, der Vorbote der Reformation in 
Franken. Erlangen 1877. Boehm, Die Pfaffensteuer von 1480 81 in den fränkischen 
Gebieten des Markgrafen Albrecht Achilles. Berlin 1882. 

3) Bisher mufste ich annehmen — was mir übrigens auch von autoritativer 
Seite bestätigt WT.irde — , dafs der Wiener Druck die erste vmd einzige Ausgabe 
dieses für seinen Verfasser noch nach Jahren mit schweren Folgen begleiteten Pamphlets 
gewesen ist. Kurz vor Abschlufs dieser Arbeit konnte ich mich jedoch überzeugen, 
dafs die Münchener Hof- und Staatsbibliothek in einem Sammelbande imter S° Inc. s. 
a. 195 ehie bisher unbeschriebene Aiisgabe besitzt, die zweifellos die Vorlage des 
Wiener Druckes darstellt. Die s. 1. a. et t. n. gedruckte Ausgabe (8", 8 n. gez. Bl., 
got. 30 Z.) stammt sicher aus der Offizm des Albert Kunne in Memmingen. 

4) „Nuper Nurmberg fama fuerit Ingolstat priorem passioncm 
esse pressam", schreibt am 2. Sept. 1482 Johannes Seyler, der Verfasser einer 
Gegenschrift, betitelt „Passio marchionis" an den Sekretär des Markgiafen, Johannes 
Volcker. (Nach einer mir gütigst besorgten Abschrift des Briefes im Bamberger K. 
Kreisarchiv. Fehlerhaft abgedruckt bei Kraufsold a. a. O. S. 89, Beil. XXXIX). 

s) Die Kanonisation selbst fand erst am 6. Januar 1485 statt. Tichtels Tage- 
buch S. 35: „Sub quo (Johannes Hcchtel, Propst von Klostcmeuburg) canonizatus est 



142 Ignaz Schwarz 

15. Februar 1485 und das Officium s. Leopold! aus demselben 
Jahre. 

Mit dem Jahre 1485 oder — wenn man das Officium als 
die Gelegenheitsschrift anläfslich der ersten festlichen Begehung 
des Leopoldstages ansehen will — i486 verliert sich jede 
Spur des ersten Wiener Druckers. Weder er selbst, noch 
die von ihm benützte Type läfst sich nach dem jähen Abbruch 
seiner Wiener Tätigkeit weiter verfolgen. 

Bescheiden wie die Erzeugnisse seiner Offizin '^ ist das 
Typenmaterial, dessen sich der Wiener Prototypograph bedient. 
Er findet mit einer einzigen Type sein Auskommen, verzichtet 
auf jede Auszeichnungsschrift, Initialen etc. Den Umbruch 
der Spalten behandelt er äufserst salopp, so dafs die Zeilen- 
anzahl der einzelnen Seiten (wie z. B. in Morungs Passio)^^ oft 
ganz erheblich differiert. Sicher stand ihm auch kein gelehrter 
Korrektor zur Seite, denn seine Drucke weisen massenhafte 
Druckfehler auf. 

Den einzigen Luxus, den er sich leistet, ist der — in 
beiden Ausgaben gleiche — Holzschnitt der Rochuslegende. 
Wenn, woran kaum zu zweifeln ist, dieser Holzschnitt in Wien 
entstanden ist, bedeutet er allerdings eine der hervorragendsten 
Leistungen der österreichischen Xylographie. In Zeichnung und 
Schnitt gleichermafsen virtuos behandelt, weist er auf die Hand 
eines Künstlers hin, der für Flächenzeichnung und Gruppierung 
seiner Figuren ein seltenes Verständnis zeigt und der dabei 
auch wichtiger zeichnerischer Details, wie z. B. der sorgfältigen 
Behandlung des Fufsbodens nicht vergifst. Die Leistung unseres 
Künstlers, der sich mit seinem auf einem Stützpfeiler an- 
gebrachten Monogramm o B o verewigt hat, ist umso an- 
erkennenswerter, als er sicher aus eigenem schöpfte; wir kennen 
nämlich bisher weder ein italienisches, noch deutsches oder 
französisches Vorbild der Wiener Rochusdarstellung mit der 



Leopoldus, Austiie marchio, de trium regum 1485''. Der 15. November trägt bei 
Tichtel (S. 37) schon in demselben Jahie die Bezeichnung „dies sancti Leopoldi"; 
offiziell wurde er erst im nächstfolgenden Jahre in Niederösterreich festlich begangen 
(Aschbach, Gesch. der Wiener Universität II, S. 29). 

') Mit Ausnahme von Manipulus curatorum des Guido de Monte Rodierii, 
das 86 und des VochabnoLsta, das etwa 50 Bl. zählt, besteht sein Oeuvre aus Drucken 
von 2 — 16 Bl, 

2) Fol. ib, 2a, 2b zählt je 38 Zeilen, 3a 35, 3b 31, 4a 30, 4b 35, 5a 
37, 5b 38, 6a 38, 6b 31. 



Aus der ersten Zeit des Wiener Buchdnicks 143 

sinnreichen Vereinigung beider Pestpatrone, des h. Rochus 
und des h. Vincentius am Krankenbette.'* 

Ist auch vorläufig mangels urkundlicher Belege die 
Gleichung „Koglinger — Koblinger" nicht mit voller Sicherheit 
zu lösen, so spricht doch vieles für die Wahrscheinlichkeit 
der Annahme, dafs Koblinger seine Druckertätigkeit in Wien 
fortgesetzt hat. Die auffallende Übereinstimmung des Namens, 
der Umstand, dafs Koblingers Tätigkeit in Vicenza nur bis 
1480, sonst aber überhaupt nicht nachweisbar ist, der auf 
italienische Beziehungen hinweisende Charakter der ersten 
W^iener Drucke, die Verwandtschaft der Type mit Vicenzaer 
Vorbildern sind JMomente, an denen man nicht achtlos vorüber 
gehen darf. Was den ersten Wiener Drucker veranlafst hat, 
die Produkte seiner Offizin ohne Angabe seines Namens in 
die Welt zu schicken — eine von den Prototypographen sonst 
nur selten geübte Bescheidenheit — , wissen wir derzeit noch 
nicht; der Versuch, diesem Rätsel mit Hilfe der Vicenzaer 
und Wiener Archive auf die Spur zu kommen, verlief bisher 
resultatlos. 

Man wird wohl, insolange nicht einwandfreies urkundliches 
Material der Lösung der Frage zu Hilfe kommt ^\ den Namen 
Koblingers als des ersten Wiener Buchdruckers auch noch 
in Zukunft mit einem Fragezeichen versehen müssen. Gleich- 
zeitig wird aber auch der Name Cassis', der nur durch ein 
Mifsverständnis zur Ehre des ersten Wiener Typographen ge- 
langt ist, aus der Liste der Wiener Buchdrucker verschwinden 
müssen. 



i) Der Monogiammist B, den wir in den 70er Jahren des 15. Jahrhunderts 
in Strafsburg finden (s. Schorbach und Spirgatis, Heinrich Knoblochtzer in Strafsburg 
Taf. 9), hat mit dem Wiener Xylographen trotz einiger stilistischer Übereinstimmungen 
in der Behandhing des Figuralen, kaum etwas zu tun. 

2) Auch die Aichivahen in Klosterneuburg, wo mit Rücksicht auf die wahr- 
scheinlich vom Stifte selbst veranlafste Drucklegung der Leopolds- Bullen eine Auf- 
klänmg zu erwaiten wäre, geben, wie schon Dr. Haas bei Mayer II, S. 390 bemerkt, 
über die Frage keine wie immer geartete Auskunft. 



144 



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Verzeichnis der T\-pen Winterburgers 



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Anmerkungen. 

Zu Type 2: Nur Titeltype, nicht Canontype, wie Haebler angibt. 
Jeder Foliocanon der datierten Winterburgerschen Missale ist mit Type 8 
gesetzt, allerdings sind oft grofse Buchstaben der Type 2 eingestreut. 

Zu Type 8: Dies ist die Canontype Winterburgers. Ihre grofsen 
Buchstaben sind glatt. Die bei Mayer J, S. 22 wiedergegebene Type 
tritt erst 151,5 auf und findet sich ein einziges Mal in einem Canon: 
in dem des undatierten Missale defunctorum (siehe oben N^ 131). 
Diese Type bezeichne ich mit 16. Proctor, Vorbemerkung und 
Haebler gaben der bei Mayer I, 22 wiedorgegebenen Type die Zifter 8. 
Nun glaubte Procior zwei Mal, diese Type zu finden: l. NO 9487, 
Obiecliones in dicta Talmut, 2. N" 9488, Immunitatis . . . ecclesiasticae 
defensio. Beide Male aber handelt es sich um eine andere Type 
und zwar um die im vorliegenden Werke mit 10 bezeichnete. 

Zu Type 9: Diese Type benutzte Winterburger zum Setzen des 
kleinen Canon. Sie ist abgebildet bei Mayer I, S. 23. Proctor be- 
zeichnet sie an 2 verschiedenen Stellen mit 2 verschiedenen Ziffern: in 
der Vorbemerkung mit 11; bei N" 9490: Concordia hungarica mit 10. 
Haebler begnügt sich mit der Zeilenhöhe und der Angabe: „Aus- 
zeichnungstype ". 

Singriener verwendet diese Type später ziemlich häufig. 

Zu Type 10: Haebler gibt an: „Titellype", ohne nähere Be- 
stimmung. Proctor bezeichnet mit 10 das eine Mal (N^ 9490) die 
Type, die in der obigen Tabelle die Ziffer 9 trägt. Unsere Type 10 
ist schmal, steif, hoch, stark gefiedert und kommt nur in 4 Winter- 
burgerschen Drucken vor: im Psalterium o. J. (NO 142), in Immunitatis . . . 
ecclesiasticae defensio o. J. (NO 117), in Dionysius Periegetes o. J. 
(NO 119) und in Obiectiones in dicta Thalmut (N" 133; Proctor 9487: 
dort als Type 8 bezeichnet). 

Zu Nummer 11: Proctor, Vorbemerkung und Haebler, S. 1 1 1 
bezeichnen mit 11 die Type, die bei Mayer I, S. 2^ wiedergegeben 
ist. Die Nummer wurde im vorliegenden Verzeichnis übersprungen; 
Gründe vorstehend. 



Inhaltsverzeichnis. 



A. 

Ablafsverzeichnis. S. i8, §6. 

Achterklärnng gegen Sigmund Yfaner, 20. Sept. 1518. S.94, N''io2; S. 18, § 5. 

Actus Sacerdotalis, in . . . Vienna. Winterburg. 15CO. S. 44, N« 24; S. 17; 

S. 26, § 26; S. 29, § 36. 

— Vienne. Winterburger. 1517. S.92, N» 97; S. 17; Titelleiste: S. 27, § 31; 

Holzschnitte § 32 und 33; Druckerzeichen S. 29, § 36. 
Adeiiafsblätter. S. 18, § 6; S. 25, § 23. Siehe im übrigen Aderlafstafel, Ader- 

Jafsunterweisung und Kalender. 
Aderlafskalender: siehe Kalender. 
Adciiarsniännchen : S. 68, N" 56. 
„Aderlafstafel". 1497. Einblattdruck. Wienne, Winterburg. S. 40, N" 16. 

— Vienne. Winteiburg, 1509. S. 68, N° 56. 
Aderlafsnnterweisuug. Neumann, Joh.: Inlectiva tabularum minutionum 

generalium cedula, edita 1498. S. 127. 

— Neumann, Joh.: Instructio modica, ne vulgus secundum generales 

minutionum tabulas absque consilio periti medici phlebotomiam faciat. Wienne, 

Winterburg. S. 108, N" 182. 
Adutont. S. 126. 
Aegidins de Columna: Errores philosophorura, Wien, 1482. S, 9, N" i; S. 134, 

Anm. I. 
Acmilianus, ({uintus, CimbriacilS : IHstoria Simonis, o. O. J. Dr. (Wien, 

Winterburg, um 1493.) S. 95, N" 104; S. 18, § 6. Ein zweites Exemplar in 

Stockholm: S. 123. 
Aeneas Sylvius: Proverbiorum libellus. Vienne. (Winterburger.) 1509. S. 68, 

NO 57; S. 18, §6. 

Traum. Wien. (Winterburger.) 1510. S. 72, NO63; S. 18, §6. 

Agenda ecclesiae Pataviensis. Vienna. Wiuterburger. 15 14. S. 87, N" 85; 

S. 17; Druckerz. S. 29, § 36; das Exemplar des Brit. Museums S. 93, N" 98. 
Aggregator. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
Alantse, Lucas und Leonliard : als Verleger der Tabulae eclypsium des Peurbach 

1514. S, 84; S. 19, § 7. Vgl. Alantse als Verleger auch S. 98, N" 108. 
Albertus, König von Polen. S. 34, N" 4. 
Albertus magnus: De secretis mulierum. Vienne. Winlerburg. o. J. (etwa 

1500.) S. 96, NO 105; Initialen S. 23, Anm. i. 

— Liber aggregationis seu liber secretorum. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger, 

um 1500) S. 121, N" 161. 
AlbinuS, Phil, in Vicenza. S. 140, Anm. I. 



150 • Inhaksverzeichnis 

Aldus: siehe Manutius, Aldus. 

Alexander VI: Briet an Friedrich III. um Hilfe wider die Türken. Nach 8. Sept. 
1493. [Wien, Winterburger.] lat. S. 35, N" 5; deutsch S. 35, N" 6. 

Alexander, Gallus: Doctrinale. Trient, 1481: S. 5; S. 6, NO 2. 

Doctrinale. Vienne. J. W.(interburger). o. J.* S. 96, N« 106; S. 18, § 6. 

— — Exercitium secunde partis Alexandri. Wien, Singr., 1518. S. 29, Anm. 4. 

Alfonsns, Astronomicus: S. 69, N" 59. 

Alnianacll. S. 18, § 6. Siehe sonst Kalender. 

Almanacll nOTlim atque COrreotum per Johannem Angelum. Vienne. Winter- 
burg. 1510. S. 69, N" 59. 

1512. S. 73, N" 67. 

Amalthens, Paulus: ad Lectorem. S. 95, N" 104. 

Anierbaeh, Joh., in Basel. S. 137, Anm. 

Andre. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. I. 

Andreae, Joh.: Arbor consanguinitatis. Vienne, Winlerburg, 1500. S. 43, 
N022; Anfangsbuchst. S. 22, § 12; Holzschnitte S. 26, § 26. 

Vienne. Winterburg. 1505. S. 56, N" 40. 

Andreas, domini Chrisloferi filius: S. 43, N" 20; S. 69, N^ 58. 

Angelus, Joh.: siehe Engel, Joh. 

Annaselbdritt, Holzschnitt. S. 30, § 38. 

Anno Christiane Salutis Millesimo quingentesimo decimo octavo qui est se- 
cundus ... S. 93, N" 98. 

Antiphouarius. Vienna. Winteipurger. 1519. S. 95, K" 103; S. 17; Linear- 
rankeninitialen S. 22, § 12; grofse Zierbuchstaben S. 24 — 25, §2l; Schrot- 
buchstabe S. 32, § 42 und Anm. 4. 

Autiphonarbuchstaljen Winterburgers. S. 21, § II. 

Antonio di CorsionO in Casa di San Vasa. S. 139. 

Antonius Abhas Monasterii Admontensis: Epistola ad praelatos. o.O.J.Dr. S. 126. 

Aperbacchus, Petreius: Ad L. Florum restitutum. S. 73, K» 66. 

ApuleiuS, Lucius: Cosmographia. Vienne. Per Joannem de hiberna arce. 
(1497/8.) S. 97, N" 107; S. 14, Anm. i und S. 15; S. 19, § 8. 

Arbor consanguinitatis: siehe Andreae. 

AretinuS, Leon.: Diagolus Xenophontis (Wien, Winterburger). S. 116, N" 151. 

Epistolae. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 

Argyropylus, Joll.: Libri octo physicorum Aristoielis. Vienne. Winteiburg. 

o. J. S. 97, N»» 108, 
Aristoteles: Libri octo physicorum, liaducli per Johannem Argyropylum. Vienne. 
Winterburg. o. J. S. 97, N* 108; Zierbuchstaben S. 22, Anm. 6. 

— In ethicen introductio: siehe Faber, Jacobus. 

— Problemata. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
Arnia Christi. S. 27, § 31. 

Arnold, Chüstoph, Drucker in Venedig. S. I, Anm. I. 

Arttigkl der Landtgricht 15U. S. 85, N» 83. 

Astesanus: Textus canonum poenitentionaiium. o. O. J. Dr. S. 9S , N" 109; 
S. 22, § 12 (Linearrankenbuchstaben). 

Auf der gesandten . . . zuegesagten Hilf . . . : siehe Steueianschlag. 

Auf der Römischen Kay. Mt. tc. ... erfordern ... 10. Aug. 1518: siehe Steuer- 
anschlag. 



Inhaltsverzeichnis 1 5 I 

Auf der Romischen Kay. Mayestät . . . Rete Werbung: siehe Stcueranschlag. 
Auf der Romischen Kay. Mayestät . . . Werbung: siehe Steueranschlag. 
Auf gemainer Lanndtschafft Bewilligung: siehe Stcueranschlag. 
Auf Gemainer Lanndtschafft zusagen . . .: siehe Steueranschlag. 
Augsburg'. S. 71, N" 62; Reichstag v. 25. Nov. 1517. S. 91, N" 96. 
Aufdrucker in Wien. S. 133 flg. und Anm. 

Ansoniust Sententie septem sapientum septenis versibus explicate, und: Ad 
Drepanum de ludo septem sapientum. Viennae, 1500. S. 45, N" 26; S. 15. 

— Oratio matutina. Winnnae. (Winterburger). 1502. S. 49, N" 82. 
Avienus: siehe Ruffus Avienus. 

Aybling. Joh. Helm de, S. 136, Anm. 

B. 

B. Holzschneider in Wien. S. 10, K" 4; S. 142 und S. 143, Anm. i. 
Bämler in Augsburg: Magister- cum -discipulis- Holzschnitt als Vorbild. S. 26, § 25, 
Balbus, Hier.: Ad leclorum Epigramma. S. 114, N" 147. 

— — Opusculum epigrammalum. (Wien). Winterburg, 1494. S. 38, N" 12; 

S. 15; S. 122. 
BalneoregiOj Silvester de: Conclusiones super canonisationem beati Simonis. 

Trient. (1475?). S. 4, N" 4. 
Baptisniale Strigouicnse. in . . . Vienna. Winterburg. 1500. S. 45, ^'"25; 

Nachtrag S. 125; vgl. S. 16; S. 18, § 7; Wappen S. 25, § 23. 
Baptista Mantnanus: Contra poetas impudice loquentes Carmen. Vienne. 

(Winterburger). 1500, S. 44, N" 23. 
Basel: Konzil. S. 106, N» 128. 

Baumgarteil , Conrad, in Olmütz: Holzschnitt: der hl. Wenzel. S. 30, §38. 
Begäuguifs Kaiserl. Majestät Friedrichs HI. Wien, Winterburg, o. J. S. 36. 

N08; S. iS, §6. 
Bergamo: L. Longus, Drucker in Bergamo. S. 5. 
Bergwerksordnung von Krumau. 1515. S. 18, §5; S. 88, N" 87. 
BeroalduSj Phil«: Carmen in memoriam passionis domini nostri Jesu Christi, 

o. O. J. Dr. S. 99, N« HO. 
Blanchinus: S. 69, N" 59. 

Boccacius: in deorum Genealogia. S. 132, Anm. I. 
Brandstifter, Generalmandat gegen. S. 77, N" 71. 
Breslau: Maximilian I, Genehmigung einer Breslauer Geld- und Kffektcnlottcrie. 

5. Nov. 1517. S. 127. 
BrcTiariuni Strigoniense 1480: S. 135, Anm. 2; 1484: S. 8. 
Briccius: Barth. Steher Briccio Rectori Salutem. S. 114, N° 147. 
Bruderschaft vom (jotteslciclinam in Wien. S. 14; S. 16. 

Gedenkbuch. S. 72, N" 64. 

Buchbinderei (in Winterburgers Besitz). S. 31 — 32, §41. 

Budorensis: siehe Michael Budorensis. 

Budweis. Wenzel Faber von Budweis: siehe Faber. 

— Wunder im Jahre 1500. S. 124, N" 165. 

Bücherbesitzer, frühere. Siehe: Gundelius; Gwalt; Karajan; Khiinig; Klofs; 
Krumau, dominus Archidiaconus; Olmütz, Ecclesia Cathedralis; Rosenberg, 
Peter Wok; Stabius; Tegernsee, Stiftsbibliothek. 



152 Inhaltsverzeichnis 

Bulla etc. Siehe Innozenz VIII. 

Buuderlius, SebastiamiS : Carmen ad librum. S. 83, Bl. 7v, 

€. 

CalyllUl'lliws, Joll.: Carmina de beato Simone, Trient, 1482. S. 7, N" 5. 

— — Mors et apotheosis Simonis infanlis. o. O. (Trient) J. Drucker: Z. L. 

(= Longus). S. 5. N" I. 
CamerS; Joll.: S. 32, § 42; Epigramma in translationem Aristotelis. S. 97, 

N" 108. 
Canon in 4°, von Winterburger. Missale Pataviense 1509. S. 64, Nr 51 ; 

Missale Salzburgense, 15 10. S. 71, N° 61. 

— in 2". Missjle Patav. 1503. S. 52, N« 35, N" 35 a und S. 53, N« 36; 

Missale Olomucense 1505. S. 55, N" 38; S. 56, N" 39; Missale Salzburg., 
1506. S. 56, N« 42; Missale Patav., 1507. S. 59 und S. 60, N" 45; Missale 
Strigoniense 1508. S. 62, N» 48; Missale Patav. 1512. S. 75, N« 69; S. 76, 
N070; S. 119, N<'I57; Missale Strigoniense 1514. S. 86; M'ssale defunctorum 
0. J. S. 107, N" 131. 

Canonbild (v. L. Cranach). S. 27, § 28. 

Cauon-T, ältestes von Winterburger. S. 125, Anm. zu § 22; vgl. S. 25, § 22. 

Capitula Concordie dudum inter Frideiicum Romanorum imperatorem necnon 
Mathiam Hungarie Regem conclusa. o. O. J. Dr. S. 126. 

CaSSiS; Johannes: nicht Buchdrucker in Wien. S. 8; S. 135 flg.; vgl. S. 51, 
N" 34. Siehe auch Ferger, Grammatica nova: die verschiedenen Ausgaben. 

Casus in cena domini et alü casus papales. Vienne. Winterburger. 15 16. 
S. 89, NO 90. 

Catinia, La. S. 6, N" 3. 

Cato moralissimus. (Lat. und deutsch). 0.0. J. Dr. S. 99, N*lli; S. 18, 
§ 6; Holzschnitt S. 26, Anm. 3. 

Celtes, Conradus: in Wien: S. 15; als Korrektor: S. 19, §8. 

— — (Admonitio) ingeniorum puerorum et in quibus rebus dirigi debeant. 

o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger, um 1500). S. 121, N«* 162, 

— — Lucius Apuleius Cosmographic. "Vienne. Joh. de hibernaarcc. (1497/8). 

S. 97, N"* 107. 

Ars versificandi. o. O. J. Dr. (Mayer I, S. 29, N' 10). S. 126. 

Carmen saeculare. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger). S. loi, N" 115. 

— — De situ et moribus Germanie und: Ex libro de situ et moribus Norin- 

berge etc. S. 115, N" 149. 

— — „Libri Odarum quatuor. Argentorati 1513 — Vienne 1513." S. 126. 
Oeconomia. o. O. J. Dr. S. 99, N" 112. 

Septenaria Sodalitas. Vienne. (Winterburger). 1500. S. 45, N"26; 

vgl. S. 19, § 8 und S. 122. 
Cessolis, JacobuS de: Tractatus de scachis. (Wien). Hiberna ex arce Johannes. 

1505. S. 56, N» 41 ; Holzschnitte S. 27, § 29: vgl. S. 18, § 6. 
Chur. Bischof Paulus von Chur. S. 92, N" 96. 

Cimbriacus, Aemilianus: siehe Aemilianus. 
Collimitins : siehe Tannstetter. 

Colummella. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. 1. 
Colnmna) Aegidius de: siehe Aegidius. 



Inhaltsverzeichnis 1 5 3 

Comestor, Petrus: Historia Scholastica. Strafsburg. (Drucker des Jordanus). 

nach 24. 2. 1485. S. 123. 
Coilipiltns noviis et ecclesiasticiIS. In urbe Viensi (!). Vinterburg. 1508. 

S. 60, N» 46; S. iS, § 7; Holzschnitt Bl. 12 v Kopie: S. 30, § 38. 
Coucordia Hungarica 1491. 0. O. J. Dr. S. 100, N" 113. 
CondllctllS funebris imperatoiis Friderici III. Viennae, Winterburg, 1494. 

S. 37, N« 10. 
CongresSUS Vienuae: Die Verainigung Kay. Maiestat mit den Künigen von 

Hungern ... o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger, 151 5). S. 89, N' 89. 
CoilStitutioilOS synodales ecclesiae cathedralis Strigoniensis. Viennae, Vinttcrburg, 

1494. S. 37, N» 11; S. 18, §7. 
Cr<inach) Lucas. Holzschnitte und Initialen. S. 26/27, § 28. 
CrassilS, Helretius: Ad Lectorem. Siehe: Lucius Fiorus, 1511. S. 73, K" 66. 
Creufsner, Friedrich, in Nürnberg. S. 137, Anm. 
Crisyppns. S. 33, N» i. 

Crosnensis, Paulus: siehe Paulus Crosnensis. 
Crudeltä, L'aspra, del Turco. Trient, (1475?). S. 3, N" 3. 
Clllber, Cliristopliorus : Carmen cxhortatorium virtutis. S. 47, N« 28. 
Cura pastoralis. Vienne. Winterburger. o. J. S. 100, N" 114; Holzschnitt 

S. 28, § 35. 
Cusa, Nicolaus de: siehe Nicolaus de Cusa. 
Cuspiuianus, Joli. S. 15; S. 16. 
Ad lectorem. S. in, NO140; Widmung an Graccus Pierius S. iii, N"I40. 

— — Situs orbis Dionisij Ruffo Avieno interprete. Vienne. Cuspinianus 

nevos et verrucas sustulit, Winterburger impressit. 1508. S. 63, N" 49. 

— — o. J. Vienne. Winterburg. S. 102, N" 119. 

Lucii Flori Libri Historiarum Quatuor a Cuspiniano Castigati. Vienne. 

Winter(burger). 151 1. S. 73, N" 66. 

D. 

Dauiel» Somnia Danielis: siehe Soninia. 

DatuS, Augustinus: Elegantiae minores. Vienne, Winterbuig, 1499. S. 43, 
NO 20; S. 21, § II. 

— — — — Vienne. Winterburg, 1509. S. 69, N" 58. 

— o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger). S. lOi , N° 116; S. 22, § 12. 

De Infantulo in civitate Tridentina per Judaeos rapto. S. 4. 

Deckblätter zum Exemplar 1513. S. 79, N" 76. 

— zum Crraduale Pataviense. S. 73, No65a. 

— zum Missale Pataviense 1512. S. 76, N<'69a. 

— zum Missale Salzburgense 1506. S. 58, N" 42 a. 

Decretales. Gedr. im XV. Jahrh. S. 132, y\nm. i. 

Defeusio immunitatis et libertatis ecclesiasticae. o. O. J. Dr. S. loi, 
N» 117. 

Defensorium privilegiorum quatuor ordinum mendicamium. o. O. J. Dr. 
S. 102, NO 118. 

Diedo, Francesco: Vita di San Rocho. S. 139. 

Dionysius, Periegetes: Situs orbis, Ruffo Avieno interprete; ed. Joh. Cus- 
pinianus. Vienne. Winterburger. 1508. S. 63, N" 49; S. 15. 



154 Inhaltsverzeichnis 

DionysiuSj PeriegCtes: De situ orbis. Translatio per Priscianum. Vienne. 
Winterburg. o. J. S. 102, N" II9; S. 15; S. 20, §9, Anm. I. 

Domenico de Lapi in Bologna. S. 139. 

Douatus. Wienne. J. W.(interburger). o. J. S. 103, N" 120; S. 22, § 12 und 
Anm. 2; vgl. S. 18, § 6. 

— o. O. J. Dr. (Wien, Singriener, um 1518). S. 104, N" 122. 
Douatiis minor, o. O. J. Dr. S. 103, N" 121 und N" 122; S. 22, § 12. 
Donaugesellscliaft: Episodia Sodalilatis litterarie Danubianac. S. 97, N» 107. 

— S. 15; S. 45, N" 26; S. 121, NO 162. 
Druckerzeichen Winterburgers. S. 29, § 36. 
Dubravius, Rodericus: De Boemia libellus. S. 126. 

E. 

Edikte: S. 18, §5; Typen der Edikte Singrieners S. 32, §42. Maximilian I. 

Landtagsauschreiben usw. 
Edliugerj Martin: Magistri Johannis Holandrini obligalionum et insolubilium 

iraciatuluss ed. Martin Edlinger. S. 67, K" 55. 
Einbände Winterbiirgers. S. 31—32, § 41. 
Engel, Johann. S. 15. Siehe auch Kalender. 

— — Almanach novum atque correctum. Vienne. Winterburg. 1510. 

S. 69, N« 59. 

— — Alnianicli novum atque correctum. Vienne. Winterburg. 1512. 

S. 73, N«6-; S. 19, §7. 
Ephemerides: siehe Kalender. 
Erlässe. S. 17, § 5. 
Exemplar in modum accentuandi secundum ritum ecclesiae Pataviensis. Vienne. 

Winterburger. 1513. S. 78, N" 75. Probedruck: S. 79, N» 75a; Deckblätter: 

S. 79, NO 76, vgl. S. 17; S. 19, § 7 und § 8. 
Exlibris, Das Heupergersche Wappen als Exlibris mit dem Heiliumsbuch von 

Wien, 15C2 gedruckt: S. 50, N" 33; selbständig gedruckt S. 104, N" 123. 

F. 

Faber von Budweis, Wenzel: Aderlalstafel, deutsch auf 1514. (Wien, Winlcr- 

burger, 15 13). S. 82, N" 81. 
Faber, Job., Stapulensis: Compendiaria in Aristoteiis elhicen introductio. 

(Wien, Winteiburg). 1501. S. 46, N" 28. 
Fabregues, Antonius: Lat. Brief an Alexander VI. mit Nachrichten über 

Türkensiege. Gegeben Segnie, 8. Sept. 1493. S. 35, N" 5. 
Falcutius, Nicolaus: Sermones medicinales. S. 132, Anm. I. 
Farnad, Nicolaus de: siehe Nicolaus. 
Faustinus. S. 97, N" 107. 
Feger, Theobald, in Ofen. Verleger der Consliluliones synodales eccl. cathedr. 

Strigoniensis, Viennae, Vintterburg, 1494. S. 37, N" li; S. 8; S. 18, § 7. 
Festkalender für 1518. S. 93, N^ 98; S. 18, § 6. 
Flach, Martin, in Strafsburg. Fälschlich als Drucker der Passio sacerdotum 

des Morung bezeichnet von Reichling. S. 134, Anm. 5. 
Florus, Lucius: Libri historiarum quatuof, ed. Joh. Cuspinianus. Vienne per 

Joannem Winter. 151 1. S, 73, N" 66. 



Inhaltsverzeichnis 155 

Folmer, AVcilllCzlab. AuWrucker in "Wien. S. 133, Aimi. I. 
Frauciscns de COntractibuS. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anni. i. 
FrancisCllS de InSUlis: Quodlibeticu decisio perpukhra de seplem doloribus 
Mariae. Schratental. 1501. S. 130. 

Friedrich III. S. 15; S. iS; S. 25, § 23 

Concordia Hungarica 149 1. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburgcr), S. lOO, 

N« 113. 

o. O. J. Dr. (t'assau, Petii). S. 12Ö. 

Friderici III. obitus et exequiae. Wienne. Winterburg, o. J. (1493/4). 

S. 36, K" 7. 
Begängnifs Kaiserl. Majestät Friedrichs III. Wien, Winterburg, o. J. 

(1493/4). S. 36, N«8. 

— — Conductus funebris Friderici III. Viennae, Winterburg, 1494. S. 37, K" 10. 

— — Perger: Oratio Viennae habita in funere Friderici III. Wienne. (Winter- 

burgcr, 1493/4)- S. 37, N« 9. 
Brief Alexanders VI. an den Kaiser um Tiirkenhilfe. Nach 8. Srpt. 1493. 

[Wien, Winterburger]. S. 35, N» 5 und N" 6. 
FrÖSClll, Wigalois, Bischof von Passau. S. 19, § 7. 

— — Exemplar in modum accentuandi sec. ritum eccl. Palaviensis. 15I3' 

und sein Wappen: S. 78, N" 75. 
Vorrede an Frosch], (v. Joh. Winterburger?) in Rubrica brevis Pata- 

viensis 15 13. S. 80, N'' 79. 
Für die platern Malafranzosa. o. O, J. Dr. (Wien, Winterburger, 1505 — 1510). 

S. 114, N" 148. 
FuseinannuS, Joll.: Zueignung von Conrad Celles. S. 97, N° 107. 
Fnsilius, Sigismundus. S. 122, N° 162. 

G. 

GalcnilS. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
GallllS; Alexander: siehe Alexander. 

(ianay, (jcrmanus de. S. 46, N" 28. 

(xedeilkbucll der Gottesleichnamsbrudcrschaft. 15 10. S. 72, N" O4. 

liielegenlieitsscliriften. S. 18, §6. 

(;!cor^eill)erg: Falscher Druckort.. S. 7. 

Gerbelius, Nicolaus: (Ad librum). S. 83, Bl. 7V. 

Gcrmauus de Gauay: S.46, N« 28. 

Gersoii: Doctrina de conlessione et absolutione. Wien, 1482. S. 9, N" 2; 

S. 134, Anm. I. 
GrlOg'OVieusis, Joll.: siehe Johannes. 
Graecus pierius: siehe Pienus. 
Graduale Patavieuse. Vienna, Winltrburger. 1511. S. 72, N" 65; S. 17; 

S. 21, § II; Wildeleutebuchstaben S. 24, §20; holzgcschn. Buchstabe mit 

Monogramm S. 30, Anm. 2. 
türammatiiieil. S. 18, § 6; siehe Cato, Douatus, Ordo bouus, Pergcr, Regulae, 

Remigius. 
Gran, Diözese. S. 16, § 4; Wappen s. 25, § 23. 
— Baptismale Strigoniense; in . . . Vienna, Winterburg. 1500. S. 45, ^•'25; 

vgl. Nachtrag. 



156 Inhal tsverzeiclinis 

Gran, Diözese. Breviarium. Venedig, Ratdolt, 1480. S. 135, Anm.2; 1484. S.S. 

— Constitutiones synodales ecclesiae cathedralis Strigoniensis. Viennae, 

Vintterburg, 1494. S. 37, N" II. 

— Missale Strigoniense. Wien. Winterburg. 1508. S. 61, N" 48. 
15 14. S. 85, N''84. 

Gran, Heinrich, in Hagenau. S. 137, Anm. 

Graz. Landtag, 28. Juli 1501. S. 117, N" 154. 

Greflnger, "Wolfgang, Musicus und Korrektor des Psalterium Pataviense 15 12. 

S. 19, § 8; S. 78, NO 74. 
Grüninger, Strafsburg. S. 9; S. 137, Anm. 
Gruenpeckh, Josepli: Prognosticon. In inclita wienense ciuitate, Winterburg, 

1496: S. 40, N" 15 a; o. Ort, Drucker, Jahr: S. 40, N" 15b; S. 22, § 12. 

— — Tractat von dem Ursprung des bösen Fran^os. Augsburg, Schobser, 

1496. S. 22, Anm. 4. 
Guido de Monte Rotherii: Manipulus curatorum, AVien, 1482. S. 9, N" 3; 

S. 134, Anm. I. 
Gundelius, Philipp: Buch aus seinem Besitz. S, 68, K" 57. 
Gutknecllt, Jodocus, in Nürnberg. Druckte Winterburgers Missale Pataviense 

nach und ahmte dabei Typen, Zierbuchstviben , Holzschnitte und Satz genau 

nach. S. 31, § 40. 
Gwalt, Valentinus. 1579, Buch aus seinem Besitz. S. 107, N" 131. 

H. 

H. M. = Hans Muntz. 

Hadelins, Janus: Elegiarum Liber Primus. 15 18. S. 126. 

Hagenberger, Valentin. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. I. 

Han, Ulrich, aus Wien. S. 137, Anm. 2. 

Handbüchsen, selbstschlagende. S. 120, N« 160. 

Handwerksordnnng für Maurer. S. 77, N" 72. 

Hassia, Henricus de: siehe Henricus. 

Haj'der, Wenceslaus: Epistola de miraculis Budwicij actis jubilei domini 1500. 

o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger). S, 124, N" 165. 
Hechtel, Johannes, Probst von Klosterneuburg. S. 141, Anm. 5. 
Hciltuuisblich TOn Wien. Wien, Winterburg, 1502. S. 49, N" 33; S. 51, 

N« 33a und 33b. S. 16; S. 23, § 14; S. 26, § 27. 

— Titel und Nachträge v. 1514. S. 87/88, N» 86 a und 86 b. 
Helm: siehe Cassis. 

Henricns de Hassia: Secreta sacerdotum. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger). 

S. 104, N" 124; S. 21, § II. 
Herzog, Johannes, in Ofen. Verleger des Baptismale Strigoniense, Wien, 1500. 

S. 45, NO 25; S. 18, §7. 
Heiiperger, Matthias. S. 16; S. 18, § 7. 

Heiltumsbuch von Wien. 1502. S. 49, N« 33; S. 51, N" 33a und 33b. 

Exlibris. S. 104, N" 123. 

Nachträge zum Heiltumsbuch 1514. S. 87/88, N''86a und 86b. 

Hieronymus: Ad Magnum oratorem urbis de legendis et audiendis poetis. 

S. 45, NO 26. 
Hinderbach, Joh. S. 2, No 2; S. 4, N'^ 4; S. 5, N« i ; S. 6, No 4. 



Inhaltsverzeichnis 157 

Hiso, Johannes, Badensis: (Ad lectorem). S. 88, N« 88. 

Historie von S. Rochus, Wien, 1482. S. 8; S. 10, N" 4 und 5; S. 134 und 

Anm. I ; S. 139. 
Histoiia COmpleta: siehe Tiberlnns. 
Historia beati Simonis, des: Aemilianus Cimbriacus. (Wien, Winterburger, 

um 1493). S. 95, N"* 104. 
Historiae de festo et translatione divi Leopoldi Marchionis. Vienne. 

Vinterburg. o. J. S. 104, N" 125. 
Hültzel, Hieron., in Nürnberg. S. 137, Anm. 
Holandrinus, Johannes: Obligationum et insolubilium tractatulus. (Wien). 

Winterburger. 1 509. S. 67, N" 55. 
Holzschnitt. Der älteste, gröfsere Ilohschniit Winterburgers ist das Titelbild 

der Praktik auf 1495. S. 39, Anm. 2. Andere Winterburgersche Holzschnitte 

S, 25, § 22 flg. 
Horatins: de arte poetica ad Pisones. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger. 

S. 105, IS!" 126. 

— Vienne. Jo. W(interburger). o. J. S. 105, N"* 127. 

— Vgl. S. 15. 

Huber, Anibrosius, Nürnberg. Wappen, die Winterburgerschen Stücken nach- 
geschnitten sind: S. 25, Anm. 2; Randleiste, nachgeschnitten: S. 26, Anm. i. 
Als Nachdrucker: S. 22, Anm. 2; S. 31, § 40 u, Anm. I. 

(Hnber, Wolfg".) Tannstetter, Almanach auf 1509, und Tannstetter, Almanach 
auf 1513. S. 129. 

Hug, Paulus, Carmen private vite laudis. S. 116, N" 151. 

Hexaslichon. S. 47, N° 28. 

I. 

In disem Buechl sein Alle vnnd yede Stuckh. S. 87, N^Söa. 
Indulgeutiae in concilio Basiliensi editae. S. 106, N" 128. 

Indulgeuz: siehe Ablafs. 

Ingolstadt, Studienort von Joh. Cassis. S. 135, Anm. 2. 

Innozenz VIII: Bulla canonisationis Sancti Leopoldi. o. O. u. J. S. 12, N^ga 
und 9b; S. 13, N<'9c; S. 134. 

— — Bulla pro publicalione „ transactionis" Sancti Leopoldi. o. O, u. J. S. 13, 

N" 10; S. 134. 
Innsbruck. Stände, 1519. S. 94, N^ loi. 
Institoris, Henr.: Clipeum adversus Waldensium heresim, Olmütz, Baumgarten, 

1501. S. 30, § 38. 

J. 

Jacobus de CeSSOlis: siehe Cessolis. 

Johannes XXII: Indulgentiae in concilio Basiliensi editae. Wienne. (Winter- 
burger), o. J. S. 106, NO 128. 

Johannes GlogOViensis: Calendarium astrologicum pro anno 1499 ad 
meridianum Viennensem calculatum. o. O. Dr. J. S. 126 

Signatio anni 1499. Wienne. (Winterburger, 149S). S. 42, N" 19. 

Johannes de monte regio: siehe Regiomontanus. 

Johannes de Yienna. S. 140. 



1^8 Inhaltsverzeichnis 

K. 

Kärnten: Strafsenräuber. S. 93, N" 99; 
Kalender. S. 18, § 6. 

— Tabula aurei numeri, inditionum . . ., pro annis 1493 — 1530. o. O. J. Dr. 

(AVien, Winterburger). S. 123, N» 163. 

— lat., auf 1493. Wienne. (Winterburger, 1492). S. 33— 34, N» 3; Wappen 

S. 25, § 23. 

— Joh. Muntz, Tabula Minutionum anno 1495. Wienne, Winterburg. 

S. 38, NO 13. 

— deutsch u. lat, auf 1497. „Aderlafstafel." „M. S. T. Thiernen." Wienne, 

Winterburg. (1496). S. 40, N» 16. 

— deutsch, auf 1498. (Wien, Winterburger 1497). S. 41, N" iS; Randleiste 

S. 26, § 24; Wappen S. 25, § 23. 

— Glogoviensis, Johannes, Calendiarium astrologicum pro anno 

1499 ad meridianum Viennensem calculatum. o. O. J. Dr. (Venedig). S. 126. 

— Joh. Muntz, Aderlaiskalender auf 1502. Wien, Winterburg. (1501). 

S. 48, N" 30; Druckerzeichen S. 29, § 36. 

— lat., auf 1509. (Wien, AVinterburger , 1508). S. 63, N" 50. Randleiste 
S. 27, § 31 (15 14 statt 1509). 

— Tannstetter, Georg. Alma nach auf 1509. o. O. J. Dr. S. 129. 

— Joh. Engel, Almanach novum atque correctum per Johannem Angelum 
(Engel). Vienne. Winterburg. 1510. S. 69, N" 59. 

— Joh. Engel: Almanach novum atque correctum. Vienna. Winterburg. 

1512. S. 73, N« 67. 

— Tannstetter, Georg. Almanach auf 1513. Nürnberg, Wolfgang 
Huber. S. 129. 

— Faber von Bud weis, Wenzel: Aderlafstafel auf 1514. (Wien, Winterb.). 

S. 82, NO 81. 

— auf 1514. Randleiste S. 27, §31. Soll heifsen : Kalender auf 1509 (S. 63, 

NO 50). 

— Festkalender für 1518. (Wien, Winterburger, 1517). S. 93, N" 98. 

— Joh. Muntz, Aderlafskalender, lat. Bruchstück. (Wien, Winter- 

burger). S. 117, NO 153. 

— Siehe auch Computus und Praktik. 

Karajan, Theod. : Buch aus seinem Besitz. S. 97, N" 107. 

Kllünig', Hier. 1608. Buch aus seinem Besitz. S. 107, N" 131. 

Klofs in Frankfurt: Buch aus seinem Besitz. S. 102, N" 118. 

Klosterneuburg: Kirche, Abbildung. S. 104, N« 125. 

KoMinger, Stephan: S. 9, Anm. i ; S. 140 flg. 

Koglinger, Steffan. S. 140 flg. 

Köln, Druckerei „Retro minores". Holzschnitt Annaselbdritt als Vorlage. S. 30, 

§38. 
Königsberger: siehe Reglomontanus. 
Korrektoren Winterburgers. S. 19, § 8. 
Krachenberger : siehe Pierius, Graccus. 
Kräin. Strafsenräuber. S. 94, N» lOO; S. 120, N" 159. 

— Lied von der krainerischeu Bauern. S. 106, No 130. 
Krems. Landtag zu Krems 1508. S. 61, N" 47. 



Inhaltsverzeichnis 159 

Krems. Rasch von Krems: siehe Velocianus. 
Erenzestitel. S. 47, N» 29. 
Knigerstrafse in Wien, Haus ICO7 : S. 14. 

Kriimmau: Bergwerksordnung liir Krummau. 1515. Wienn. Winterburger. 
o. J. (1515). S. 88, NO 87. 

— Buch „pro domino Archidiacono Crumloviensi". S. 124, N" 165. 
Knnne, Albert, von Duderstadt. S. I — 4; S. 137, Anm.; S. 141, Anm. 3. 

L. 

Ladislans, der hl.: S. 66. N« 54. 

Ladislaus: Concordia Hungarica 1491. S. 100, N« 113; S, 126; — S. 35, N» 5. 
Laibach. Landtag, 28. Juli 1501. S. 118, N» 155. 

Laiidgerichtsordnnng für Oesterreich 1514. S. 85, IS» 83; Titelleiste S. 27, 

§31. 
Landtag in (jraz am 28. Juli 1501. S. 117, N« 154. 

— iu Krems. 1508. S. 61, N« 47. 

— in Laibach, 28. 28. Juli 1501. S. 118, N" 155. 

— in Wien. 1507. S. 58, N043; S. 21, § 11. 

— in Wien): 5. März 1510: S. 70, N^öo; 29. April 1510: S. 71, N" 62. 
26. April 1512. S. 74. N» 68. 

15. Juli 1513. S. 79, N« 77. 

Ausschreiben auf den 6. Okt. 1517. S. 91 , NO94; vgl. N" 95. 

Landtagseinbernfungen : siehe Maximilian l. 

Laudtagseinbernfungen. Die früheste Landtagseinberufung ist 1501 bei 

Winterburger gedruckt, nicht erst 1506, wie S. 17, § 5 steht. 
Langenstein, Henricns: siehe Henricus de Hassia. 
Lapidarium omni YOluptate refertum. Vienne. Winterburger. o. J. S. 106, 

N" 129. (vgl. Steinpeifs). 
Lafstafel: S. 82, N« 81. Siehe auch Kalender. 
Leittner, Peter. Autdrucker in Wien. S. 133, Anm. i. 
Leopold d. hl., Markgraf: Bulla canonisationis. o. O. J. S. 12, N" 9a, 

9b; S. 13, Nogc; S. 141 flg. 
Bulla pro publicatione transactionis Sancti Leopoldi. o. O. J. 

S. 13, N" IG. S. 141 flg. 
Historiae defesto et translatione. Vienne. Vinterburg. o. J. S. 104, 

NO 125. 

Officium Sancti Leopoldi. o. O. J. S. 13, No n. 

Lied Ton den Icrainerischen Bauern, o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger). 

S. 106, NO 130. 
Linz. S. 58, NO 43. 

Locatellus, Bonetus, in Venedig. Initialen. S. 24, § 17. 
Lombarden Winterburgers. S. 20, § 10; weifse Lombarden S. 22, § 12. 
LongUS, Leonardus. Drucker in Trient. S. 4 — 7. 

M. 

M. S. T. Thiernen. S. 41, N» 16. 

MacrobiuS in sommo et saturnalibus. S. 132, Anm. I. 



1 6o Inhaltsverzeichnis 

Magister • cum - discipulis - Holzschnitte : 

1. Lehrer mit Schüler. Kopie nach Bämler. S. 26, §25; S. 99, N"!!!;. 
S. 112, N" 144. 

2. Lehrer. S. 26, § 26; S. 46, N" 27. 

3. Gelehrter. S. 28, § 32; S. 92, N" 97. 

4. Gelehrter sitzend. S. 69, N" 58. 

5. Lehrer mit Schülern. S. 103, N" 121. 

Mail', Cuntz. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. i. 

MantUiluUS, Baptista: siehe Baptista. 

Maiiutius, Aldus: schenkte einen Codex des Dionj'sius Periegetes dem Cuspinian. 

S. 63, N" 49. 
Maria, Privilegia. S. iil, N" 139. 
Marius, Joh. S. 73, N« 66. 
Maximilian I: S. 15; S. 117, N« 152; S. 138. 

— Concordia Hungarica 149 1; S. 100, N''II3; CongressusVienne 15 15. 

5. 89, N" 89. Ynreitung Keiserlicher Maiestat zu Wien. S. 130. 

— Mo des tus, Carmen ad invictissimum Caesarem Maximilianum, Johannis Antonii 

Modesti Umbri. (Wien). Winlerburg. 1509. S. 65, N" 52. 

— Joh. Stab ius, Carmen adventui Maximiiiani dedic:itum. Vienne. Winterburg. 

o. J. S. 113, N" 146; S. 19, § 7. 

— Ausschreiben eines Landtags nach Graz auf 28. Juli 1501. Gegeben am 

6. Juli 1501. (Wien, Winterburger). S. 117, N° 154; dasselbe nach Leibach. 
S. 118, NM55. 

— Mandat an die Viertelshauplleute in Österreich unter der Enns wegen des 

Ungarneinfalls. Wien, 10. Juli 1506. (Wien, Winterburger). S. liS, N" 156. 

— Einberufung des österr. Landtags auf den 26. Januar 1507. Linz, 30. Dez. 

1506. S. 58, NO 43. 

— Edikt gegen die Strafsenräuberei in Krain. 7. März 1512. (Wien, 

Winterburger). S. 120, N" 159. 

— Generalmandat gegen Brandstifter in Oberösterreich, o. O. 26. Mai 1512. 

S. 77, N" 71; S. 21, § II. 

— Niederlagsordnung für Wien. 30. Juli 1512. S. 127. 

— Handwerksordnung für Maurer und Zimmerleute für das Fürstentum 

Österreich, o. O. 19. Aug. 151 2. S. 77, N» 72. 

— Edikt gegen den Durchzug von Zigeunern in Niederösterreich, o. O. 17. Dez. 

1512. S. 77, N''73; und S. 125; dasselbe für Steiermark. S. 120, N" 158. 

— Arttigkl der Landtgricht des Fürstentumb Österreich. Gegeben zu 

Gmunden, 21. Aug. 1514. Wienn. Winterpurger. o. J. (1514). S. 85, N" 83. 

— Erlafs, es solle im Kreise Klosterneuburg, Baden, Waltersdorf und Wiener- 

herberg bis zur Donau niemand neues Gelände dem Weinbau erschliefsen. 
20. Juni 1516. S. 89, N" 91 ; S. 21, § il. 

— Erlafs, es soll in Niederösterreich nicht gestattet sein, neuen Grund 

durch nicht eingesessene Arbeiter dem Weinbau zu erschliefsen. 20. Juni 
1516. S. 90, NO 92. 

— Erlafs, die Weinzierl sollen den Eigentümern die brauchbaren Weinstecken 

nicht beschädigen. 20. Juni 15 16. S. 90, N" 93. 

— Ausschreiben eines Landtags nach Wien auf den 6. Okt. IS^7- Wien, 

9. Sept. 15 17. S. 91, N'' 94. 



Inhaltsverzeichnis 101 

Maximilian I. J Ausschreiben eines Landta<;s für Oberö^terreich. Wien, 
9. Sept. 1517. S. 91, N" 95. 

— Verbot, selbstschlagende Handbüchsen zu führen. Wien, 3. Nov. 1517. 

(Wien, Winterburger). S. 120, K" 160. 

— Edikt, durch das eine Breslautr Geld- und EfFektenlotterie für die fünl 

österreichischen Erbländer genehmigt wird. 5. Nov. 1517. S. 127. 
• — A usscli rei ben eines Reichstags nach Augsburg auf den 25. November 
1517. Baden, I. Okt. 1517. S. 91, N" 96. 

— Erlafs zur Ausforschung und Einfangung von Strafseniäubern in Kärnten. 

S. 93, N" 99. Desgl. für Krain. 3. Juli 1518. S. 94, N" lOO. 

— General mandat gegen Slrafsenräuber und Achterklärung Sigmunds, der 

sich nennt Yfaner. 20. Sept. 1518. S. 94, N" 102. 

Mclipola, Beruhard, in Olmütz. Verleger von : Computus novus et ecclesiasticus. 
1508. S. 6r, NO 46; S. 18, § 7. 

MeniniillgCIi: Kunne von Dudersladt. S. 2. 

Meyger, Job.: ]Manipulus di&tinctionum, Wien, 1482. S. II, N" 6; S. 133. 

Michael Budoreiisis (von Ratihor): Brief an Tannstelter, Viennae, piidie 

Kalendas Älaias 1514. S. 83, Bl. 7r; als Korrektor von Peurbachs Tabulae 

eclyps.ium 1514. S. 19, § 8. 
Michael von Breslau: siehe Michael Budorensis. 
Milcher, Matthias, in Ofen: Verleger des Missale Slrigoniense 1514. S. 85, 

N« 84; S. 18, § 7; Verlegerzeichen S. 28, § 35. 
Missa de requieni. Vienne, Winterburg, 1499. S. 43, N021; vollständige 

Beschreibung S. 124 — 125; vgl. S. 16, § 4 und Anm. 3. 
Missale defuuetorum. Vienne. Winterburger. o. J. S. 107, N" 13I; S. 17. 

Vgl. Missa de requiem und Ordo pio missis de requiem. 

— specialium missarum pro ilineramibus sec. rubricam Pataviensis ecclesiae. 

Vienne. Winterb(urger). 1512. S. 81, N" 80; S. 17. 

— Olomucense. In urbe Viennensi, Vinterburg, 1505. S. 54, N° 38; 

Variante des Canons: S. 56, N" 39; S. 17; S. 19, § S; Puttenbuchstaben 
S. 23, § 16; Canon-T S. 25, § 22; Canonbildcben S. 27, § 30; Holzschnitt: 
Der hl. Wenzel S. 30, § 38. 

— Pataviense. Wienne, Winterburg, 1503. S. 52, N» 35 a; S. 53, 

N" 35b; Variante des Canons: S. 53, N» 36. — Vgl. S. 17; S. 20, § 9; S. 21, 
§ 11; S 22, § 12; Initialen (von Cranach?) S. 23, § 15; (fälschlich) das älteste 
Canon-T: S. 25, §22; Holzschnitte von L. Cranach S. 26, §28; Drucker- 
zeichen S. 29, § 36. 

Vienna, Winterburger, 1507. S. 58, N" 44; S. 17; S. 22, § 12; Arma 

Christi. S. 27, Anm. 3. 

Vienna, Winlerburger, 1509. S. 64 , N" 51; S. 17; S. 27, Anm. 3. 

— — Vitnna, Winterburger, 1512. S. 74, N^og, Variante des Canons: S. 76, 

NO 70; S. 119, NO 157. Vgl. S. 17. 

— Salzburgense. In urbe Viennensi, Winlerburger, 1506. S. 56, N042; 

S. 17; S. 20, § 9; S. 21, § II; Blatiornamentbuchstaben S. 24, § 18; 
Canon-T: S. 25, § 22. 

Vienna, Winterburger, 1510. S. 70, N" öl; S. 17; die Salzburger Heiligen 

(Holzschnitt) S. 27, Anm. 4. 
Langer, Österr. Bibliographie I. 1 1 



102 Inhaltsverzeichnis 

Missale Strigoniense. In urbe Viennensi, Winterburger, 1508. S. 6l, NO48; 

S. 17; S. 21, § II; Figurenbuchstaben S. 24, § 19. 
Vienna, Winterburger, 1514. S. 85, N" 84; S, 17; S. 18, § 7; S. 21, § ii; 

Milchers Verlegerzeichen S. 28, § 35. 

— Siehe auch Canon. 
Modeldruck. S. 133. 

ModestuSj Job. Alitoilins: Carmen ad invictissimum Caesarem Maximilianum. 

(Wien) Winterburg, 1509. S. 65, N" 52. 
Modus praedicandi baptizandique etc. (Wien, Winterburger) 1496. S. 123, 

NO 164. 
MorethuSj Matth« S. 136; arlium et medicine doctor, magistro Johanni Cassi 

Viennensi Salutem dicit. S. 51, N° 34. 
(Morung, Thomas:) Passio dominorum sacerdotum. (Wien, o. J.). S. 12, N°*8; 

S. 134 und Anm. 5; S. 141. 
Mosnauer, Wolfg. : Johanni Camerti salutem. S. 98, N" 108. 
Müller^ Joll.) V, Königsberg: siehe Regiomontanus. 
Muutz, Job. S. 15. 

— — Aderlafskalender, deutsch, auf 1502. Wien, Winterburg (1501). 

S. 48, NO 30. 

— — Aderlafskalender, lat., Bruchstück. (Wien, Winterburger) S. 117, 

N» 153. 
Astrologica operatio anni 1502. Wienne, Winterburg (1501). 

S. 48, NO 31. 

Praktik, deutsch, auf 1495. Wien, AVinterburg, o. J. S. 39, N" I4. 

Tabula minu ti onuni auf 1495. Wienne, Winterburg, o. J. S. 38, NO13; 

S. 22, § 12. 
Musik: Opusculum musices Simonis de Quercu, 1509. S. 65, N" 53. 

N. 

N. Holzschneider in Nürnberg. S. 10, Anm. i. 

Neumann, Joh. : Infectiva tabularum minutionum generalium cedula, edita 
1498. o. O. J. Dr. (nicht Wien). S. 127. 

— — Instructio modica. Wienne. Winterburg. o. J. S. 108, NO132; S. 18, 

§ 6; Initialen S. 23, § 13; Randleiste S. 28, § 34. 
NiaTis, Paulus: Epislolae breves. Wien, Victor, o. J. S. 29, § 37. 
Nicolaus de Cusa: Propositiones. o. O. J. Dr. S. lOi, N" 115; Initialen 

S. 23, § 13. 
McolauS de Farnad: Compendiosa descriptio urbis Jerusalem. Vienne. o. Dr. J. 

(Singriener, um 1516). S. 127. 
Niederösterreich. Maximilian I., Mandat an die Viertelshauptleute wegen des 

Ungarneinfalls, 10. Juli 1506. S. 118, No 156. Ueber Weinbau usw. siehe 

Maximilian I. 
Nürnherg: C. Celtes de situ et moribus Norinberge. S. 115, N« 149. 

0. 

Oberstaiü, Paulus ob: siehe Paulus. 

Obitus et exequiae Friderici tercii. Wienne, Winterburg, o. J. S. 36, No 7. 



Inhaltsverzeichnis 1 63 

Oblectiones in dicta Thalnnit. o. O. J. Dr. S. 108, N« 133; S. 20, § 9, 

Anm. I (betr. Type lO; vgl. auch die Typentabelle). 
Ofen: Buchhändler Feger, Herzog, Milcher. S. 18, §7. 

Officium Sancti Leopoldi Marchionis. o. O. J. Dr. S. 13, N" ii; S. 134; S. 142. 
Olniütz: Bibliotheca «rcclesiae cathedralis. Buch daraus. S. 133, N* 163. 

— Buchhändler Melipola. S. 18, §7. 

— Diözese. S. 16, § 4. 

— Missale Olomucense. In urbe Viennensi, Vinterburg, 1505. S. 54, N"38; 

Canon: S. 56, N" 39. 

Operjltio astrolOgica: siehe Praktik. 

Oratio Viennae habita: siehe Perger, Bernh. 

Ordnnngen. S. 17, § 5. Vgl. Bergwerksordnung und Maximilian I. 

Ordo bonilS, regimina et constructiones. o. O. J. Dr. S. 108, N" r34. 

Ordo pro missis de requiem: siehe Missale Defunctorum. 

Otmar, Joliannes, in Reutlingen. S. 137, Anm. 

P. 

Parrulus philosophiae, Wien, Vietor, 15 10. S. 29, § 37. 
Fassau, Diözese. S. 16, § 4. 

— S teneranschlag für den Bischof von Passau, 15. Juli 1513. S. So, N" 77; 

10. Aug. 1518. S. 94, N" lOl. 

— Steuer anschlag für den Propst zu S. Niclas, 29. April 1510. S. 72, N° 62. 

— Agenda. W. W. 1514. S. 87, N" 85. 

— Exemplar in modum accentuandi secundum ritum ecclesiae Pataviensis. 

Vienne. Winterburger. 15 13. S. 78, N" 75. 

— Graduale Pataviense. Wien, Winterburger, 1511. S. 72 , N" 65. 

— Missale Pataviense, 1503. Siehe Missale. 
1507. Siehe Missale. 

1509. Siehe Missale. 

1512. Siehe Missale. 

— Missale specialium missarum pro itinerantibus secundum rubricam 
Pataviensis ecclesiae. Vienne. Winterb(urger). 1513. S. 81, N" 80. 

— Psalterium Pataviense. (Wien). 1512. S. 78. N" 74. 

— Rubrica brevis Pataviensis. Vienne. Winterburger. 15 13. S. 80, N" 79. 

— Vigiliae cum vesperis et exequiis sec. ritum ecclesiae Pataviensis. (Wien). 

Winterb(urger). 1513. S. 80, N» 78. 
Fassio dominorum sacerdotum. o. O. J. Dr. (Wien, um 1483). Siehe Morung. 
Paulus, Bischof von Chur. S. 92, N" 96. 
FauluS Crosnensis: Ad divum Ladislaum et sanctum Stanislaum carmina. 

(Wien) Winterburger, 1509. S. 66, N" 54; für Hier. Vietor S, 19, § 7; 

Holzschnitte S. 29, § 37; Lob Winterburgers S. 31, § 40. 
Faulus ab OberstaiU) praepositus Viennensis: Buch aus seinem Besitz. S. 68, 

N" 57. 
Fereny, Gabriel. S. 66, N« 54. 
Ferger, Bernh. S. 15. 
Grammatica nova. Vienne, Winterburg, 1502. S. 51, N" 34. 

11* 



1 64 Inhaltsverzeichnis 

Perger, liernll. Grammmatica nova 1486. S. 8 ; S. 13. Die verschiedenen 
Ausgaben des XV. Jahrhunderts. S, 135 flg., bes. S. 136/7, Anm. I. 

— Grammatices institu ti on es novae. Vienna, Singrenius, 1518. S. 104, 

N" 122. 

— — Oratio Viennae habita in funere Imperatoris Friderici III. Wienne, 

(Winterburger, o. J.). S. 37, N» 9 •, S. 21, § li; S. 123. 
Pergkwerch Ordnimng. S. 88, N» 87; S. 18, § 5. 

Perkliaimer, Simon. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. I. 

Perlach, Andreas: Ad Georgium Tannstetter Ocloslichon. S. 83, Bl. 7V. 

Perottus, Nicolans: siehe Perger, Bernh.: Grammatica nova. Wienne, Winter- 
burg, 1502. S. 51, N» 34. 

PersiuS, Flaccus Aulus: Satirae. Wienne, (Wintei burger) 1492. S. 33, N" i; 
vgl. S. 15; S. 17. 

Pestblatt: Thulus crucis. S. 47, K<» 29; S. 18, § 6. 

Peurbacli, Georg: S. 69, N" 59. 

Algorismus. S. 109, N^ 135 und 136; S. iio, N« 137 und 138. Vgl. 

S. 18, § 6, S. 22, § 12; S. 122. 

— — Tabulae eclypsium. Viennae. Winterburger, 1514. S. 82, N" 82; 

s. 15; S. 19, §7. 

Plperl, Hanns, von Kinczingen. Aufdrucktr in Wien. S. 133, Anm. i. 

Piccolonilni : siehe Aeneas Sylvius. 

Pierius, Joll. Grraeens: (Ad Lectorem). S. 97, N" 107. Zueignung von C. Celles 

S. 97, N" 107; von Cuspinian S. III, N° 140. 
Piso, Jacobus: Ad Lectorem. Siehe: Ausonius, Oratio matutina. Wiennae, 

1502. S. 49, Is'o 3:. 
Plus II: siehe Aeneas Sylvius. 

Plantus: Aulularia. Vienne, Winterburger, 1515. S. 88, N« 88; S. 15. 
Plinins: Epis.olae. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. 1. 
PlininS Secundns: Praefatio in historiam mundi. Viennae 1513. o. Dr. (Victor 

und Singrenius.) S. 127. 
„PlxitarcnS apotegmatum". Gedruckt im XV. Jahrh. S 132, Anm. i. 
Polentonus: La Caiinia. Trient, 1482. S. 6, M» 3. 
Pona, Jacobus, Tridentinus: Quinlo Haemiliano Poetae S. D. (o. O. J ). 

S. 95/9Ö, N» 104. 
PorpliyriuS, Optalianus: Handschrifi aus dem Besitz von Joh. Stabius. S. II4, 

N» 146. 
Praktik. 5. 18, § 6. 

— Jos. Gruenpeckh, Prognosticon. Wien, Winterburg, 1496 und dasselbe 

ohne Ort, Jahr, Drucker: S. 40, N» 15 a und 15 b. 

— Johannes Glogoviensis, Signatio anni 1499. Wienne, (Wititetburger, 

1498.) S. 42, N» 19. 

— Joh. Muntz. Astrologica operatio anni 1502. Wienne, Winterburg. S. 48, 

N031. 

— Stephan Roslin, Praktik deutsch auf 1504 (Wien, Winlerburger ? 1503). S. 53, 

NO 37. 

— Schinagel de Choschovia, Prognosticon, lat., auf 1493- S. 34, N" 4. 

— deutsch, auf 1497. Wien. (Winterburger, 1496.) S. 41, N" 17; S. 21, § II ; 

Randlci.ste (Titel) S. 25, § 24. 



Inhaltsverzeichnis 1 65 

Praktik deutsch. Bruchstück (Wien, Winterburgcr , um 1493). S. 116, 

N« 152. 
PriscianilS ; Dionysü Allexandrini de situ orbis. Translatio. S. 102, N" 119. 
Privilegia sanctissimae virginis Mariae. o. O. J. Dr. S. iil, N° 139. 
Probedruck für das Exemplar 1513. S. 79, N" 75a. 
ProgllOStikon. S. 18, § 6. Siehe sonst Praktik. 
PrudeiltillS: Liber hymnorum. Vienne, Winterburg, o. J. S. III, K" 140. 

— Ex libro hymnorum hymnicum Carmen de inventione novi ignis pascalis. o. O. 

J. Dr. S. III, K" 141. 
Psalterium. o. O., J., Dr. (Wien, \Vinterburger.) S. 112, N" 142; S. 16, § 4; 

S. 20, § 9; S. 22, § 12. 
Psalterium Patavicnse. (Wien.) Winterburger, 1512. S. 78, N"74; S. 17; 

S. 19, § 8; Initialen S. 22, Anm. 6; S. 23, Anm. i. 

Q. 

Qnaestiones de aninia. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. I. 
(^uaestiones TllSCulanae. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
(Queren, Simon de: in Wien. S. 15; Korrektor der Vigiliae ... sec. ritum 

ecclesiae Pataviensis, (Wien), 15 13. S. 80, N" 78; S. 19, § 8. 
— Opusculum musices. Wienne, Winterburg, 1509. S. 65, N" 53; 

S. 15; S. 19, § 8. 

R. 

Radendorfer, (ieorgius: Verleger von Engel, Almanach novum, 1515. S. 74, 
NO 67; S. 19, § 7. 

Randleisten Winterburgers. Praktik .luf 1497. S. 25, § 24; Kalender auf 1498. 
S. 26, §24; auf 1502. S. 29, §36; auf 1514. S. 27, §31; Landgerichts- 
ordnung 1514. S. 27, §31; Actus sacerdotalis 1517. S. 27, §31; Neumann, 
Instruclio raodica. S. 28, § 34. 

Ratdolt in Venedig. S. 17; S. 135, Anm. 2; Initialen S. 22, Anm. 

Ratzenberger, Georg: Brief von Tannstetter an Ratzenperger. Vienne, Quinte 
Kalendas Alartias 15 14. S. 84, Bl. 69 r. 

Rechenbücher. S. 18, § 6. 
Regiomoutanus, Joh. S. 123, N" 163. 

— Canon in Ephemerides. Vienne, Winterburg, 15 10. S. 69, N^ 59. 
Vienna, Winterburg, 15 12. S. 73/74, N" 67. 

— Tabula piimi mobilis. S. 82, N" 82. 

Regulae grammaticales antiquomm. Vienne, Winteiburg, 1500. S. 47, ^"27; 
S. 18, § 6; S. 22, § 12; Magister-cum-discipulis-Holzschn. S. 26, § 26. 

— — Wienne, Winterburg, o. J. S. II 2, N° 143. 

Reichstag zu Augsburg, 25, Nov. 1517. S. 91, N» 96. 

Remigius, Regula. Vienne, Winterburg, o. J. S. 112, N" 144; S. 18, §6; 

Initialen S. 23, § 13; Magister-cum-discipulis-Holzschnitt S. 26, Anm. 3. 
Renchen, Ludw. de, in Cöln. S. 137, Anm. 
Renner von Heilbronn, in Venedig. S. 19, § 8. 
Resch, Thomas: siehe Velocianus. 
Responsio, quod vacantiae ac servitia nullo jure sint debita. Viennae, 1482. S. 13. 



l66 Inhaltsverzeichnis 

ReVOCatio moderna cujustlam garricntis ... o. O. J. Dr. (Helft, Snellaert.) 

Mayer I, S. 29, N" 15. Siehe S. 127. 
Rhases Abubekr, Opuscula medica varia. Venedig, Locatelhis, 1497. S. 24, 

Anm. I. 
Rituale Yiennense. 1500. S. 17. 

Rochus, Historie von, Wien, I482. S. 8; S. 10, N« 4 und 5. 

Romeus, Raphael: Divo Simoni. S. 5, N« i. 

Roseubergj Peter von: Bergwerksordnung für Krummau. Wienn, Winter- 
burger, o. J. (1515) S. 88, NO 87; S. 18, § 5. 

Rosenberg', Peter Wok TOn: Buch aus seinem Besitz. S. 124, N» 165. 

Roslin, Stephan: Praktik, deutsch, auf 1504. (Wien, Winterburger ?, 1503.) 
S. 53, NO 37. 

Rosslen, Stephan: siehe Roslin. 

Rotherius, Guido de Monte Rotherii, siehe: Guido. 

Rothhanzel, Thoni., Korrektor des Missale Olomucense 1505. S. 19, § 8. 

Rubrica breyis Patayiensis. Vienne, Winterburger, 15 13. S. 30, N" 79; 

S. 17. 
Rubriken im Gedenkbuch der Gottesleichnamsbruderschaft. S, 72, N" 64. 



s. 

Salzburg, Diözese. S. 16, § 4. 

— Missale Salzburgense : siehe Missale. 

Samuel de Monte Rutilo: Epistola jucunda, Wienne, (Winterburger) 1492. 
S. 33, NO 2; S. 18, § 6. 

Schachbuch. S. 18, § 6. 

Schaidu, Jörg. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. i. 

Schereufels, Hanns. AufJrucker in Wien. S. 133, Anm. I. 

Schinagel de Choschovia, Marcus: Prognosticon, lat., auf 1493. [Wien, Winter- 
burger, 1492.] S. 34, N" 4. 

Schindeleyp, Hermann, in Trient. S. I ; S, 3, N" 2. 

Schneider, Jörg. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. i. 

SchöflFer. S. 17. 

Schönsperger, Job., in Augsburg. S, 137, Anm. I. 

Schonnawer, Hanns. Aufdrucker in Wien. S. 133, Anm. i. 

Schratenthal. Buchdruck. S. 130/31. 

Schwanberg, Johann de. S. 124, No 165. 

Sensenschmidt, Job., in Bamberg. Von Reichling fälschlich als Drucker der 
Passio sacerdotum des Morung bezeichnet. S. 134, Anm. 5. 

Seryius super Vergilio. Gedr. im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 

Seyler, Johannes: Passio marchionis. S. 141, Anm 4. 

Sigmund, gen. Yfaner. Achterklärung gegen ihn. S. 94, N" 102. 

Signatio anui: siehe Praktik. 

Silvester de Balneoregio: siehe Balneoregio. 

Simon de Queren: siehe Queren. 

Simon V. Trient. Aemilianus Cimbriacus: Historia beati Simonis. 
(Wien, Winterburger, um 1493.) S. 95, N" 104. 



Inhaltsverzeichnis 167 

Simon V. Tricnt. Calphumius, Mors et apothcosis Simonis, o. J. S. 5, N» l. 

— Calphumius et Zovenzonius. Carmina de beato Simone. Trient. 

1482. S. 7, NO 5. 

— — — De infantulo in civilate Tridentina per Judaeos rapto. S. 4. 
Historie. Trient, 1475. S. i; S. 2, N" i. 

Marter des Knaben Simon. Einblattdruck: zu Trient 1475. S. 4. 

— — — Passio S. Pueri Simon. 1475. S. 4. 

— Silvester de Balneoregio, Conclusiones super canonisationem 

beati Simonis. Trient (1475). S. 4, N" 4. 

— — — Tuberinus, Epigramma. Trient, 1482. S. 6, N" 4. 

Historia completa, Trient, 1475. S. 4. Trient, 1476. S. 2, N" 2. 

Singrieuer. Schroibuchstabe aus seinem Besitz. 8. 25, Anm. i ; Nachfolger 

Winterburgers. S, 32, § 42; Holzschnitt aus dem früheren persönlichen 

Besitz von Victor nach der Geschäftsteilung von Victor und Singrenius. 

S. 29, § 37 und Anm. 4. 
SodalitaS Dauubiaua: siehe Donaugesellschaft. 

Sodalitas septenaria, lilteraria, Germanie. S. 45, N" 26, S. 45, N^ 26a. 
Solinus. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 

SolinuS; C. Julius, cum enarratione J. Camertis. Wien, Singr., 1520. S. 32, § 42. 
Somnia Dauielis. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger, um 1501.) S. 113, 

N" 145; Initialen S. 23, § 13; Titelholzschnitt S. 26, § 25. 
Sorg, Anton, in Augsburg. S. 137, Anm. 

Spiegel, JacobuS, Seiestanus: Ad Germaniam ingeniosam. S. 83, Bl. 7v. 
Spiefsheimer: siehe Cuspinianus. 
Stabius, Job.: Astrolabium imperatorium tolius habitabüis orbis. o. O. J. Dr. 

(Nürnberg, Joh. Stuchs, 1515.) S. 127 — 129; fälschhch als von Winterburger 

gedruckt bezeichnet S. 19, § 7. 
Carmen adventui sacratissimi Caesaris divi Maximiliani dedicatum. Vienne, 

Winterburg, o. J. (1515.?). S. II3, N" 146; S. 19, § 7. 
Staliel und Mayr in Passau. S. 137, Anm. 
Staiudel, Johannes, custos ecclesiae Pataviensis und Korrektor des „Exemplar" 

1513. S. 19. §8. S. 79, NO 75. 
Stanislaus, Der bl. S. 66, No 54. 

StanislauS, Bischof von Olmütz. , Widmung an ihn. S. 63, No 49. 
Stapulensis: siehe Faber, Jacobus. 
Steber, Bartholomäus. S. 15. 

— — A malafranczos praeservatio ac cura. Vienne, Jo. W(interburger) o. J. 

(1497 — 8). S. 114, NO 147; Titelholzschn. S. 26, § 25. 

— — Briet an Steber, siehe: Samuel de Monte Rutilo. S. 33, No 2. 
Steiermark: Maximilian I. Edikt gegen den Durchzug von Zigeunern. 17. Dez. 

1512. S. 120, NO 158. 

— Wappen, auf dem Kalender von 149S. S. 25, § 23. 
Steinpeifs, Martin. S. 15. 

Antidotale. Viennae, 1510. S. 129. 

Hailsame erczney wider den lauff der Pestilentz. 1515. S. 129. 

— — Lapidarium omni voluptate refertum. S. 106, No 129. 

— — Ein medizinischer Traktat. 1497. S. 129. 

Stephan, Der heilige, grofser Holzschnitt (von L. Cranach ?) S. 26, § 28. 



l68 Inhaltsverzeichnis 

Stepliausdom, Ansicht. S. l6. 

SteiierailSClllag auf Grund der Bewilligung des Landtags zu Krems. Gegeben 
Wien, 17. März 1508. S. 6r, N» 47; S. 21, § 11. 

— auf Grund der Bewilligung des Landtages zu Wien. Wien, 5. März 15 10. 

S. 70, NO 60. 
. — auf Grund der Bewilligung der Gesandten zu Augsburg und des Landtags 
zu Wien v. 21. April 1510. Wien, 29. April 1510. S. 7t, N" 62. 

— auf Grund der Bewilligung des Landtags zu Wien vom 26. April 1512. Wien, 

4. Mai 15 12. S. 74, N" 68. 

— auf Grund des Landtagsbeschlusses vom 6. Juli 15 13 zu Wien. Wien, 15. Juli 

1513- S. 79, NO 77. 

— auf Grund der Bewilligung durch die drei Stände des Erzherzogtums Österrtlch 

1518 zu Innsbruck. Gegeben 10. Aug. 1518. S. 94, No loi. 
Steuerzettel. S. 18, § 5. Siehe sonst Steueranschlag. 
Stiborius, Andreas: Praefatio in tabulas eclypsium M. G. Peurbachii. S. 83, 

Bl. 8r; praefatio in tabulam primi mobilis: S. 84, Bl. 69V. 

— — Widmung von Thomas VeJocianus an ihn. S. 68, N** 57, 
Stockholm. J. Collyn, Wiener Inkunabeln in der Kgl. Bibliothek. S. 122 flg. 
Stral)0: Topographia. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
Strafsenräuber. S. 94, N« 102; in Kärnten: S. 93, NO99; in Krain: S. 94, 

NO 100; S. 120, NO 159. 
Strafsblirg, Drucker der casus breves. S. 137, Anm. 
Suetonius. Gedruckt im XV. Jahrh. S. 132, Anm. i. 
Slinczel. Venedig. 1508. S. 98, N" :o8. 
Syphilis: Barth. Steher, A malafranczos praeservatio. Vienne, Jo. W(inter-- 

burger), o. J. S. II4, No 147, 

Syphilisblätter. S. 18, § 6. 
Syphilisgebet. S. 114, No 148. 

Syphilisliraniter : Darstellung auf dem Titelhoizschnitt zu Steber's A malafranzos 
praeservatio: S. 26, § 25; Darstellung auf einem fliegenden Blatt: S. 28, § 35. 



T. 

Tabula aurei numeri, inditionum etc. pro annis 1493 — 1530. o. O. Dr. J. 

(Wien, Winterburger, 1492.) S. 123, No 163. 
Tabula minutiouuni : siehe Munlz, Joh., und Kalender. 
Tabula super magistrum sententiarum. o. O. J. S. 7. 

— super totum decretum. o. O. J. S. 7. 

Tacitus. Germania, o. O. J. Dr. (Wien, Winlerburger.) S. 115, No 149; 

S. 15; S. 22, § 12. 
Taunstetter, (»eorg: Praeslanlissimo viro Thomae Resch. Vicnnae, septimo 

Idus Januavii 1514. S. 83, Bl. 3r; von Resch an Tanustetter: S. 83, Bl. 6v; 

von Michael Budorensis an Tannstetter: S. 83, Bl. 7r; Perlach, Octostichon 

und G. Tannsletter S. 83, Bl. yv; Brief von ihm an Georg Ratzeuperger, 

Vienne, Quinto Kalendas 1514: S. 84, Bl. ögr. 
Almanach auf 1509. o. O. Dr. J. S. 129. 

— — Almanach auf 1513. Nürnberg, Wolfg. Huber. S. 129. 

— — Judicium astronomicum Viennense. 1538. S. 130. 



Inhaltsverzeichnis 1 69 

Tannstetter, Oeorg': Practica zu Wien praclizitrt auf 1516 o. Dr. (Wien, 
Sii.^iiener.) S. 129. 

— — Practica auf 1522. (Sinfjriencr.) S. 150. 
TaiirilillS, Stephan: Ad Flori librum. S. 73, N" 66. 
Tegernsee: Buch aus dem Besitz von Tegernsee. S. 114, N" 14S. 
Textus COnoniim poenitentionalium. o. O. J. Dr. S. 98, N» 109. 
Thalnnit, Obieciiones in dicta. S. 108, N" 133. 

Theo de Wyck, Setzer. S. 19, §8. 
Thiernen., M. S. T. S. 41, N° 16. 

Tiberimis: siehe Tuberinus. 

Tichtel, Tagebuch. S. 141, Anm. I. 

Titelleiste: siehe Randleiste. 

Titlllus erncis. Vienne, Winterburg, 1501. S. 47, N" 29; S. 18, §6. 

Trient. Buchdruck im XV. Jahrh. S. 1—7. 

Taberinus, Matthias: Epigramma in beatum Simonem, Trientl482. S. 6, N" 4. 

Historia completa, Tridenti, 1475. S. 4; 1476. S. 2, N" 2. 

Türken: S. 35, N» 5, N» 6; L'aspra crudeliä del Turco, Trient, (1475). S. 3, N" 3. 

Türkensteuer. S. 79, K" 77. 

Typen "Winterbnrgers. S. 19, §9 flg. und Typenregister. S. 144 — 148. 

ü. 

Ungarneinfall in Niederösterreich 1506. S. Il8, N« 156. 

Üngelt TOm Wein. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburgcr, vor 1500.) S. I15, 
NO 150; S. 17, § 5; Wappen: S. 25, § 23. 

V. 

TadianuS, Joachim: S. 73, N''66; In laudem tabularum eclyp^ium Peiirbachii 

Epigramma. S. 82, N" 82. 
Velocianus, (ReSCh), Thomas: Andreae Stiborio Theologo Salutem. 

S. 68, N» 57. 
an Martin Edlinger. S. 68, N" 55. 

— — — Brief von Tannstetter an ihn: S. 83, lil. 3r; von ihm an Tannstetter: 

Bl. 6v. 

— — — Hexaslichon in geminas tabellas: S. 83, Bl. 6v. 

Venetianerstener. S. 79, N« 77. 

Verainignng, Die, Kay. Maiestat mit den Künigcn von Hungern, Polen vnd 

Behemen. S. 89, N" 89. o. O. J. Dr. (Wien, Winterburger, 1515.I 
Verleger, mit denen Winterburger arbeitete. S. 18, § 7. 

Verlegerzeichen: S. 28, § 35; S. 29, § 37. 
Vicenza: Lapus, Drucker in Vicenza. S. 4 — 5. 

— Johannes de Vienna und Stephan Koblinger de Vienna. S. 140 flg. 
Vienne als Druckort. S. 13. 

Victor, Hieron jmus. Buchhändler. S. 18, § 7. Holzschnitte zu Paulus Cros- 

nensis, Carmina, 1509. S. 29, § 37. 
Vigiliae cum vesperis et exequiis morluorum, sec. ritum ecclesiae Pataviensis. 

(Wien), Winterb(urger), 1513. S. 80, N" 78; S. 17; S. 19, § 8. 
Vincentius, Der hl. S. 10, N« 4. 



1 7 O Inhaltsverzeichnis 

VincenÜllS Belloracensis: Spcculum. Gedr. im XV. Jahrb. S. 132, Anm. I. 
YocabulariuS ExqilO. (Augsburg, G. Zainer) 1475 auf Veranl. der Univerbität 

Wien herausgegeben. S. 132 und Anm. 2. 
Vochabiiolista. Wien, 1482. S. ir, N" 6; S. 134; S. 138. 

— Bologna, 1479. S. 11, Anm. i. 
Yolcker, Joli. S. 141, Anm. 4. 
YolksI)iiclier. S. 18, § 6. 

w. 

Wappen in Winterburgers Drucken. S. 25, § 23. 

Wein: Ungelt vom Wein nach Ordnung der Stadt Wien. S. I15, N" 150. 

Weinbau in Niederösterreich: S. 89, N" 91; S. 90, N^ 92, N« 93. 
Wels: Martin Edlinger von Wels. S. 68, N" 55. 
Wien. Aufdrucker. S. 133 u. Anm. 

— Buchdruck seit 1482. S. 8 flg. Aus der ersten Zeit des Wiener Buch- 

drucks, von Dr. Ign. Schwarz. S. 132 — 143. 

— Einzug des Königs Ladislaus: J. 1452. S. 133, Anm. i. 

— Heiltumsbuch. S. 49, N" 33 ; S. 87, N« 86. 

— Landtag. 6. Juli 1513. S. 79, N* 77. Siehe auch Landtag. 

— Maximilian I: Niederlagsordnung, 30. Juli 1512. S. 127. 

— Ordnung der Maler, Schilter, Glaser usw. v. 1446. S. 133, Anm. I. 

— Stephansdom, Abbildung. S. 49, N» 83, Bl. i v. 

— Ungelt vom Wein nach Ordnung der Stadt Wien. S. II 5, N" 150. 

— Universität. Astronomische Schule. Geschichte. S. 83, N"^ 82, Bl. 3v; 

Füi sorge für Bücher im XV. Jahrh. S. 132 und Anm. 

— Wappen. S. 26, § 23; S. 26, § 26. 

— Ynreitung Keiserlicher Maiestet (1515). S. 130. 
WigileuSj Bischof von Passau: siehe Fröschl, Wig. 
Wild, Leoaliard, in Venedig. S. 136, Anm. I und S. 137. 
Wildeleutebuclistaben Winterburgers. S. 24, § 20. 

Wildeleutedruckerzeichen. S. 29, § 36. 

Wimplieling, Jacob: Defensio immunitatis et libertatis ecclesiaslicae. o. O. J. 
Dr. S. lOi, NO 117. 

— Tractatus prosodiae etc. S. 136, Anm. i. 

Winterburger, Job, S. 14 flg. Herausgeber der Rubrica brevis Pataviensis 

•513? Vgl. die Vorrede. S. 80, N" 79. 
Wisnt, Merten. S. 14, Anm. 4. 

Wladislaus: siehe Ladislaus. 

Wörterbuch, italienisch-deutsch. Wien, 1482. S. 11, N» 6. 

Wijck, Theo de, compositor. S. 19, § 8; S. 36, N«» 7. 

X. 

Xenophon: Dialogus, per Leon. Aretinum traductum. Wienne , Winterburg, 
o. J. S. 116, N» 151. 

Y. 

Ybbs: Landtagseinberufung nach Wien auf 26. Jan. 1507. An den Rat zu Ybbs. 
S. 58, NO 43. 



Inhaltsverzeichnis 1 7 I 

Yfaner, Sigmund. S. 94. N« 102. 

Ynreitung, Ktiserlicher Maiestat zu Wien. o. O. Dr. J. .S. 130. 

z. 

Zeninger, Kourad, in Nürnberg. S. 139. 

Zigeuner. Edikt Maximilians I. gegen ihren Durchzug in Steiermark. 17. Dez. 

1512, S. 120, N" 158; dasselbe für Niederösterreich. S. 77, N" 73 und S. 125, 

N» Tl. 
Zorenzonlns, Raphael. S. 7, N« 5. 



Druck von Ehrhardt Karras, Halle a. S. 



Tafel I. 




Der älteste Wiener Holzschnitt (Histori v. S. Rochus 1482). 



Tafel II. 








1 


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J 



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Winterburgersche Zierbuchstaben. 



Tafel III. 




Die früheste Winterburgersche Titelleiste. 



Tafel IV. 




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attffoaö tar nact) €nfti 
gepurt^^ccccUxuxTt 



{Diecbelfon 




Der früheste Winterburgersche Holzschnitt. 



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133 

L27 

Bd.l 

Hft.l 



Langer, Eduard (ed.) 

Bibliographie der 
österreichischen Drucke des 
TJ. und ITI 




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DRUCK VON EHRHARDT KARRAS, HALLE A S.