(logo)
(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Open Source Books | Project Gutenberg | Biodiversity Heritage Library | Children's Library | Additional Collections

Search: Advanced Search

Anonymous User (login or join us)Upload
See other formats

Full text of "Bulgarische Grammatik"

'rof . Dr. 6. Weigqnd 

ulgarffdie 
rammaiiK 

Zw^iJe Auflage 



1 1 


PG 


^ 


^1 


833 


^^^H 


^^ 


W45 


^^^R 


^1 


1917 


^^^n 


^1 


L. 1 


^^^H 


1 


ROBA 


w 




mjä 



.H^ 



/■' 



^ 











University of Toronto Library 






1 AHBOR 1 






Gijiof 






Vrofessor 


1 




Horace Lunt, 






Harvard University 











BULGARISCHE GRAMMATIK 



VON 



PROF. Dr. GUSTAV WEIGAND 



2. VERMEHRTE UND VERBESSERTE AUFLAGE 




LEIPZIG 

•=;->yERLAG VON JOHANN AMBROSIUS BARTH 
'"■' * 19JL7 



Alle Rechte voiijehalten. 



Diuck vün August Pries in Leipzi 



Vorwort zur 2. Auflage. 

Wenn auch die Anlage und Einrichtung der neuen 
Auflage bis zum § 100 sich eng au die erste Auflage 
anschließt, so ist dpeh dem mehrfach geäußerten Wunsche, 
den ÜbungsstofFzu vermehren, Rechnung getragen worden, 
und auch eine ganze Anzahl von Übungen aus dem 
Deutschen ins Bulgarische sind aufgenommen worden. 
Sicherheit in der Beherrschung des Wortschatzes und 
der Flexion bekommt man nur durch fleißiges Über- 
setzen aus der Muttersprache in die fremde Sprache. 
Damit aber auch die Selbsterlerner sich ihre Übungen 
verbessern können, werde ich ein Übungsbuch zur Er- 
lernung der bulgarischen Schreibschrift in vielen Hand- 
schriften unmittelbar auf die Grammatik folgen lassen, 
in dem die deutschen Übungsstücke der Grammatik in 
Schreibschrift übersetzt sind. Damit soll auch die Möglich- 
keit geboten werden, die großen Schwierigkeiten zu über- 
winden, die sich dem Fremden darbieten, wenn er die 
oft kaum entzifferbare Schreibschrift von Einheimischen 
zu lesen bekommt. 

Der grammatische Stoff ist an vielen Stellen er- 
weitert und ergänzt worden. Zu Verbesserungen oder 
Veränderungen lag nur wenig Grund vor, am wenigsten 
boten dazu die in deutscher Sprache erschienenen Kritiken 
Anlaß. Die betreffenden Herren mögen die neue Auf- 
lage mit der alten vergleichen, sie werden sich dann 



XV" Vorwort. 

vielleicht überzeugen, daß meine Darstellung die rich- 
tige ist. Für eine praktische Grammatik ist lediglich 
die Zweckmäßigkeit maßgebend, der historische Stand- 
punkt muß zurücktreten. 

Ein Kapitel über die Wortzusammensetzung ist neu 
hinzugefügt worden, weil diese doch gerade für die Über- 
setzung aus dem Deutschen ins Bulgarische von "Wich- 
tigkeit ist. Auch ein deutsch -bulg. Grlossar ist beige- 
geben worden. 

Der grammatische Stoff uebst Übungen ist von 
154 Seiten in der 1. Auflage auf 183 Seiten in der 2. 
angewachsen, dafür sind die Lesestücke am Schlüsse 
weggeblieben. Ich habe aber die Absicht als Fortsetzung 
zu meinem Übungsbuch „Baj Ganju'' (Leipzig 1908) eine 
Sammlung von hübschen Skizzen erster bulgarischer 
Autoren, mit erklärenden Anmerkungen versehen, her- 
auszugeben, sobald mir es die Zeit gestattet. Mein 
bulg.-deutsches Wörterbuch ist 1913 bei Otto Holtze's 
Nachfolger in Leipzig erschienen und der deutsch-bulg. 
Teil, von Dr. Doritsch unter meiner Mitwirkung ver- 
faßt, folgt binnen Kurzem. 

Möge die neue Auflage der Grammatik dazu bei- 
tragen, die gesteigerten Beziehungen zwischen Deutschen 
und Bulgaren zu erleichtern, denn nur die Kenntnis 
der Sprache bildet die Brücke, um in die Eigenart eines 
fremden Volkes eindringen zu können. 

Leipzig, 17. Juli 1017. 

Gustav Weigand. 



Iiilialtsverzeichuis. 

Seite 

1. Kapitel. Alphabet und Aussprache 1—13 

§ 1. Alphabet, S -2. Aussprache und Schrift, § j. Vo- 
kale, § 4. i., Ä, § 5. L, § <J- !<'. ^ V. t, § 8. Übersicht 
der Vokale, § 9. Stimmeinsatz. 

Konsonanten: § 10. Knalllaute, § 11. Zischlaute, S 

S 12. Reibelaute, § 13. Liquiden. 

Verstummen von Konsonanten : S 14. t, d, S 15. v, 12 

S l(J. Kurzformen. 

§ 17. Betonung 13 

2. Kap. Substantiv und Adjektiv 16—43 

Geschlecht und Artikulation: § 18. Artikel, Ad- 16 

jektiv, Adverb, § 19. Mask. und Fem. auf l, § 20. 
Komparation. 

Pluralbildung § 21. Mask. und Fem., § 22. -imi,, 22 

§ 23. -r, -K, -X, § 24, -m'h, -ejix etc , § 25. -ose, 
§ 26. Präsens, Imperf. Aorist, § 27. Neutra, § 28. 
Unregelmäßige Plurale. 

Kasusbildung § 29. Sachnamen, § 30. lebende "Wesen 32 

Vokativ, i; 31. Aorist, § 32. Reste alter Flexion, 
§ 33. Flexionsbeispiele, § 34. Akzentregeln. 

3. Kap. Das Pronomen 43—54 

§ 35. I. Personale, IL Präsens, Futurum, § 36. 1. Pos- 
sessivum, II. Perfektum, § 37. Demonstr. u. Indef. 
§ 38 Interrogativa imd Relativa. 

4. Kap. Zahlwort 54-60 

§ 39. Grund- und Ordnungszahlen, § 40. Konditionalis, 
§41. Zeitbestimmungen. 

5. Kap. Wortbildung durch Suffixe 60—82 

§ 42. Diminutiva und Kosewörter, § 43. Augmen- 61 

tativa und Pejorativa., § 44. Motionssuftixe, § 45. 

Kollektiva, § 46. Ortssuff., § 47. Herkunft und 

Abstammung. 
§ 48. Substantiva aus Verben, § 49. Substantiva 64 

aus Adjektiven (68). 
§50. I. Adjekt, aus Subst. und Verben. 11. Stellung 70 

§ 51. Partizipialsufflxe, § 52. Bildung des Passivs 75 



VI Inhaltsverzeichnis. 

Seite 
ü. Kap. Präpositioneil und Präfixe . . . ._ . . 82—101 
§ 53. Präpositionen, § 54. Präfixe (91), § 55. Über- 
sicht der Präfixe. 

7. Eap. Das Yerlium 101—166 

A. Die Aktionsarten: § 56. Ingressiva, § 57. Ite- 101 

rative und effektive Aktion, § 58. Inklusive 
Aktion, § 59. Moment, und Durativa, § 60. 
Perfektiv und Imperfektiv. 
§ 61—64. Das Verhältnis der Aktionsart zu den 107 

Zeiten, § 65. zu den Moden (111). 

B. Bildung des Perfektivs § 66 113 

I. Kl. (e-Flexion) §67-70 117 

U. Kl. (i-Flexion) §71-74 120 

in. Kl. (a-FIexion) A. Präfigierung § 75-79 . 124 

B. u-Einschub § 80 . . . 127 

C. B- Ausfall §81-86 . . 130 

C. Flexion und Gebrauch der Zeiten: § 87. Präs., 134 

§ 88. Imperf., § 89. Aorist, §90. Put., §91. Fut. 
der Vergangh., § 92. Perf. und Plusperf. 

D. Bildung und Gebrauch der Modi: § 93. All- 145 

gemeines, § 94. JussLt',Finalis, Optativ, Poten- 
tialis,Dubitativ, t; 95. Konditionalis, § 96.Even- 
tualis, § 97. Präsumptiv, § 98. I. Imperativ, 
U Reste des Infinitivs. 
§ 99. Übersicht der Zeiten und Moden . . 152 

§ 100—105. Unregelmäßige Verba 155 

8. Kap. Die KonjniiliÜoneii und ihre Anwendung 167 — 180 

§ 106. Beiordnende u. korrespond. Konj , § 107. Kon- 
dition., § 108. Konzess., § 109. Finale, § 110. Kon- 
sekutive, § 111. Kausale, § 112. Temporale, § 113. 
Konj. des Orts und der Weise. 

§ 114. Gebrauch von 'ic, § 115. Fragepartikeln 177 

9. Kap. Adverbia und Interjektionen 180 — 184 

§ 116. Adverbia der Weise, § 117. der Zeit, § 118. 180 

des Orts, § 119. des Grades. 
§120. Interjektionen 183 

10. Kap. Wortzusammensetzung § 121— 125. . . . 184—187 
Glossar, Bulg.-Deutscher Teil 188 

Deutsch-bulg. Teil 204 



J. Kapitel. 

Alphabet und Aussprache. 

§ 1. Bulgarisches, sogen, kyrillisches Alphabet. 

Die Reihenfolge der Buchstabeu ist wesentlich wie 
im griechischen Alphabete, dem auch die meisten Buch- 
stabenformen entlehnt sind. 

Druckschrift Currentsclirift Umsehriit Beschreibung 

a A a, eT^ a § 3 

B B I, ^ V (vv) § 12, 15 

r r iJ g § 10 

^ ;i, §,p 3) ^ § 10 

e E €;S e (Bett), ie, e § 3 

>K 'K :?/c, m^ i/^ z (fr. j ardin) § 11 

3 3 3. 2 ,■ O 2 (fr. zero) § 1 1 

» n (.1) ^10, TX fü.J i (i) § 3 

K K '^r^i 'Di \ g 10 

.1 .1 --yl,^! (JI \ t< 13 

Weigand, Bulgarische Grammalik. 1 



2 Erstes Kapitel. § 1. 

Sft Currentschrift Umschrift ^^^^l'^'' 

M M ^^(,- tM m § 13 

H H n. ^, M; Jt , rr n ^ i;5 

o c, U o (Gott); 0^3 

n n ^?, ^, '-fC, li p i; 10 

p P f, ^i J r ^13 

<t ^ C, ü s (stimmlos) § 11 

T T m,Tcc,ll, ^/IRi §10,14 

y y y. y. y 

ui in ui, ui_i üCv 

m m, r/(^, /y^^ ?/^^ 

K) K) /^.^, ^-^ 



u 


§ 3 


f 


S 12 


1. h 2. ch 


§ 12 


ts(z) 


§ 11 


ts (tsch) 


§ 11 


s (seh) 


§ 11 


st (seht) 


§ H 


0, stumm 


§ 4 


(i), stumm 


S 5 


ea, e, e 


§ 7 


iu 


§ 6 


ia 


§ 6 


9 


§ 4 



§ 2. Alphabet und Aussprache. 3 

Man merke für die Umschrift: 

o e sind offene Laute wie in Gott, hätte. 

e sind geschlossene Laute wie in Kose, Leben. 

i vor Vokalen darf nicht wie deutsches j, das 
ein deutlicher Reibelaut ist, ausgesprochen werden, sondern 
ist der Halbvokal i, ein leichter Gleitlaut, ohne kon- 
sonantisches Geräusch. 

Für Deutsclie neu zu lernen sind nur: der Vokal §, 
der Diphthong ea und der Konsonant x (postpartales h). 

§ 2. Aussprache und Schrift. 

Man darf sich nicht wundern, wenn in einem so 
jungen Staate wie dem bulgarischen auch die Sprache 
in Bezug auf Aussprache, Betonung und Orthographie 
noch keine feste, einheitliche Norm angenommen hat. 
Zwischen den westlichen und östlichen Dialekten im 
Zartume bestehen ganz bedeutende Unterschiede in 
Aussprache und Betonung; in der Sprache der Gebildeten 
richtet man sich in der Betonung nach den östlichen 
Dialekten, in der Aussprache aber mehr nach dem west- 
lichen Dialekte*), und in Zukunft wird sich letzterer noch 
mehr als jetzt Geltung verschaffen, da die Landeshaupt- 
stadt im Westen liegt, und auch die makedonischen 
Dialekte ihm ähnlicher sind. Und da diese Aussprache 
der Orthographie bei weitem näher steht als die östliche, 
so ist dies auch mit Freuden zu begrüßen. Auch in der 
Orthographie ist noch alles im Flusse; ich habe mich nach 
der für die Schulen vorgeschriebenen Orthographie**) 
gerichtet, die aber noch keineswegs durchgedrungen ist. 



*) Hit-rdurch kommen manchmal Aussprachen zu Stande, die 
lediglich literarisch sind. 

**) KapariojicBT., Päkoboäctbo no öx.irapcKua npaconucx I.Teil. 
Philippopel 1905. 



^ Erstes Kapitel. § 3, 4. 

§ 3. Vokale: a klingt betont wie im Deutschen; 
unbetont ebenfalls so, im Osten aber als o (s. § 4). 

e betont meist wie offenes e (^ in der Umschrift), 
unbetont wie geschlossenes e, im Osten gar wie offenes 
i. Im Anlaut einer Silbe erhält e einen leichten i- Vor- 
schlag (ie in der Umschrift); beim schnellen Sprechen 
in unbetonter Silbe wird daraus i; z. B. iiiie rt)ir = ni-ie, 
unbetont nii. siiae er ireife = zna-ie, znai. ^i e? too ift 
= deie, dei. Im Wortanlaut wird nur in echt volks- 
tümlichen Wörtern e wie ie, dagegen in gelehrten oder 
türkischen Wörtern wie e gesprochen 
e = ie e = e 

ejä "Joanne exo @d)o 

esiiK-B ^unge, ®prad)c exiiKa St^if 

ecPHb ^ctbft e({)eKT'i> ©[fett 

ecT-B e§ ift fü türk. eMiip-B ^^ervfdjcr 

e^nni, ein§ türk. eB3a Stapfet. 

Auch in echt bulg. Interjektionen wird e meist wie e 
gesprochen: ext - — ad)! exe — Dt)o! ero — fiel)' öa! 
e.iä — fomm t)er! 

H = i wie im Deutschen, fi (i in Umschrift) ist 
entweder der leichte i- Vorschlag vor Vokalen: II ch(|)'b 
(iosif) Sofcpt) (man darf ii = i nicht mit dem konsonan- 
tischen deutschen j gleichsetzen) oder der zweite Be- 
standteil fallender Diphthonge: ^lauKa 9)?uttei' = maika, 
Kon roer = k9i. 

o betont wie offenes o (o in Umschrift), unbetont 
geschlossen-^s o (oder gar offenes u im Osten): CKopo 
fd)neU = skoro. 

y =^ u wie im Deutschen. 

§ 4. 7, (jer golem), ä. (juss). Beide Zeichen haben 
einen und denselben Laut, den ich mit g umschreibe, 
weil er in der Tat ein offenes o mit Lippenspaltöffnung 



§ 5. Alphabet uud Aussprache. 5 

ist. Um iliu richtig zu sprechen, halte man die Zungcn- 
stelluiig von o fest und lasse langsam die Lippenrundung 
in LippenspaltöfFnung übergehen, ohne die Zähne einander 
zu nähern. (Man kann ein kleines Hölzchen dazwischen 
stecken.) Im Hochdeutschen kommt der Laut nicht 
vor. Das gemurmelte e in Liebe hat eine ähnliche Klang- 
wirkung wie unbetontes t,, ist aber nicht dasselbe. Eher 
kommt man schon zu o, wenn man den vokalischen 
Klang des r in Eittr selbständig werden läßt, doch liegt 
dieser etwas zu tief, o (t, ä) ist identisch mit rumäni- 
schem ;i ( väd icl) felje), russischem nachtonigem o 
(sTOTt biefer). 

Es ist kein Unterschied in der Aussprache zwischen 
betonten und unbetonten i, ä; doch merke man, daß 
auslautendes t stumm ist, für den Laut o im Auslaut 
muß also iK. stehen. 



A^pBO 


dgrvo 


i>lä 


ti,s^6t> 


dop 


eid)e 


CLH-B 


son 


©c^Iaf 


cä 


S9 


finb 


XhMP,T> 


dos 


9?egcn 


CKÄH'B 


skgp 


teuer 


HÖl.IKa 


iäbolka 


5lpfel 


riRCKa 


goska 


®an§ 


AT-JLÖOKt 


. dolbok 


tief 


rt.TriRÖx 


golop 


^aube 



§ 5. I. im Auslaut ist stumm, doch bezeichnet es 
die ehemalige Mouillierung, was man erkennt, wenn etwa 
der Artikel augehängt wird; also u;apfc (tsar) ^ax, na^n-n, 
(tsariat) ber ^ax, neben niap^Tt. Auch in AYörtern wie 
CMtpTt fem., artikuliert CMtpxLTa bei* 'Job bleibt h stumm, 
also smortä zu sprechen. Vor o bezeichnet nach Konsonan- 
ten h den' Laut i: z. B. Vok. Faubo (gänio) Ganjo (Name), 
Vok. Ko.ito (kolio). Im Anlaut und zwischen Vokalen 
schreibt man aber io = iio, siehe oben § 3. 

i>o umschreibt auch deutsches und türkisches ö oder 
französisches eu: Köln = Kbo.iHi., Gröber — ITpLcoept, 
türk. dönme = A^-onMe SfJenecjat, monteur = MonTbopTi. 



6 Erstes Kapitel. i; 6, 7. 

§ 6. 10 gleich iu, nicht io zu lesen; letzterer Laut 
ist durch i1o, lo wiederzugeben. In Fremdwörtern um- 
schreibt 10 den Umlaut ü: T^roce-rAopcf)!., ]VIio.)ixai1i>n. 
(Mühlheim), IvrocTeH,T,njT., KiocreHÄa^a (Konstanza). 

n liest man am besten betont als ea, silbenanlautend 
ia: no.iaiia 33er9plateau =^ poleana. npHarejn, j^iciinb = 
prii.ltel. :;Kejia,'i id) tt)ünfd)e == zelaia. Eine Erweichung 
des vorausgehenden Konsonanten findet bei ;i nicht statt 
also poleana, nicht poTana. 

I. Orthographische Regel. 

Man merke sich, daß nach deu breiten Zischlauten 
ti. m, >K (ts, s, z) nie ;i, sondern statt dessen a geschrieben 
wird, z. B. schreibt man as-L yia (as ntsa) id) lerne, ob- 
gleich die Endung der i-Verba sonst ;i ist, wie in asi 
roBopH (az-govorea) id) fpved)e. 

Anm. Bei einigen Wörtern findet man ira Anlaut ein 
Schwanken zwischen a und a: anic (ligne) oder nnie (iagne) Samni, 
aö^.iK.i (äbolka) oder nox-iica Vlpfel. 

§ 7. 'L macht große Schwierigkeiten, aueli für die 
Bulgaren, in der Orthographie. Um diesen Laut richtig 
zu sprechen, müssen wir nicht nur die Betonung beachten, 
sondern auch, welcher Art Vokale darauf folgen: helle 
(weiche) (e, i) oder dunkle (harte) (a, o, u, o, i,). 

Betontes i vor dunkeln Vokalen wird als ga 
oder als q gesprochen; vor hellen Vokalen und im 
betonten Auslaut lautet es ^ ; in unbetonter Silbe 
klingt es wie ^ oder auch wie mittleres e. 

1. cntiT. (sneak) Sd)nec; MjiiKo (mleako) 3[J?ildj; öijiT, 
(beal) treifj. 

2. xi-Jio (delo) 'Xngetegcnt)eit; ntmo (nesto) etnjQ^3; 
irl-.K'L (wek) Sal)r()llitbert; Tpidea (treaba, trebwa) c§> ift 
nötig; Bi)'LMe (wreme) ßeit, 3Bctter; irtTxpi. (wetor) SBinb; 
(jIxt. (beach) ic^ toax, 6iuie (bese) bu tt)Qi'[t, er mar, öixMe 



i; S, 9. Alphabet und Ausspruche. 7 

(beachme) lüir irnivcn, (iixre (bt?aclite) it)r iuait, ötxa 
;;beacha) fie tüaren. 

3. .Tortpl; (dübre) flut (Adverb.); i'A't (de) luo? 

In ZweitVlsfällen tut mau gut e zu spreclien, da die 
ea Aussprache sehr beschräukt ist und ('-Aussprache nie 
••in besonderer Fehler ist. 

n. Orthographische Regel. 

Nach den breiten Zischlauten 'i (ts), m (s), >k (z) und 
nach Vokalen darf nicht t folgen, sondern dafür e; 
z. B. statt der unbetonten Imperfekteudung -i.x't tritt 
-oxx ein in den Verben, deren Stamm auf einen der ge- 
nannten Konsonanten oder Vokal endigt: auTi niimexT. 
(as plseh) tdj fdjvicb. aai. clicx-B (as seieh) id) iäetc (nicht 
ct'txt). as-B yiexTi (as litseh) id) lernte, aiii. niiaex'i. (as 
znaieh) id) lüU^te. 

Anm. 1. Im Wort- und Silbeuanlaute schreibt mau lieber 
n als i: ji.ieiic (h'idene) ©ffen (nicht I'.äciic), n^.;« (iazdea) id) reite, 
n3,naix (iazdäts) Sttitet. 

Anui. 2. Ist die Imperfektendung betont, so wird nacli den 
breiten Zischlauten a für i gesetzt, iu der zweiten Pers. aber c 
z.B. ai)p;KäxT> ^i^pviceiiie i(^ I)telt, bu f),elte)'t. Doch handelt es sich 
hier um lautliche, nicht um orthographische Regel. 

§ 8. Übersicht der Vokale. 

harte a (a), o (o). y (u), i., ä (o). 

weiche e (e, e), ii (i), 'L (e). 

Darnach spricht man von harter, resp. weicher 
Stellung eines Vokals, je nach dem ein harter oder 
Av eich er Vokal darauf folgt. 
Diphthonge fallende aii, oil, yil, nü, eii, lil 

„ steigende n (ia, ea) 't (ea) e (ie im Anlaut i, 

IG (iu), no (io), 1.0 (io) 

§ 9. Der SümmeiiiSJitz der Vokale im Bulg. ist 
abweichend vom Deutschen weich wie im E'ranzösischen : 
z. B. na oblok (oöjon, Sßette) darf also niclit na "oblok. 



8 Erstes Kapitel. §10.11. 

d. h. mit fest eingesetztem o gesprochen werden, soudern 
muß ohne Stimmritzenschluß leicht miteinander verhunden 
werden: naoblok. Fester Stimmeinsatz wie im Deutschen 
findet sich selten, aber er kommt vor, z.B. in "ext! ad)! 
Länge und Kürze der Vokale unterscheiden sich 
wenig, die betonten Vokale sind etwas länger als die un- 
betonten, aber ausgesprochene Längen wie im Deutschen: 
©eelc, 35oot gibt es nicht in gewöhnlicher Rede, mir 
im Affekt. 

Koiisoiiaiiteii. 

§ 10. Stimmlose KnalUaute t (t), n (p), k (k) unter- 
scheiden sich von den deutschen entsprechenden Lauten 
dadurch, daß sie ohne Aspiration gesprochen werden und 
schwächer in der Energie der Artikulation sind. 

Stimmhafte Knalllaute: ;i, (d), 6 (b), r (g). Man be- 
achte, daß ja,, C), r ihre -Stimmhaftigkeit auch vor p, .;i 
behalten, wogegen von Deutschen in der Regel gefehlt 
wird: öja-ro (bläto nicht plato) ©umpf; ApyMi. (drum nicht 
trum) Sanbflrafec; rpaön (grabia nicht krabia) id) entreiße. 

Antn. Palatale li, g kommen zwar dialektisch vor. aber in 
der Schriftsprache bewegt sich die Artikulationsstelle von k, g 
in derselben Weise wie im Deutschen, also nisjaux (gizdaf) fiübfcb, 
KHTKa (kitka) (Stvnitfj haben zwar andere g, k als totobt. (gotöf) 
bereit, Kaiai (kak) >uie?, aber der Deutsche wird ohne Weiteres die 
richtige Aussprache treffen, eine besondere Bezeichnung wird also 
überflüssig (anders im Rumänisclien, Italienischen, Französischen). 

Aiissprachercgel: Alle stimmhaften Laute werden 
im Auslaute stimmlos gesprochen: A^RÖt (dop) ^\^t; 
uoi'T. (bok) ®ott; rpaAT. (grat) ©labt; öoasi. (boas) (5d)hld)t: 
ueÄua/KT. (vedniis) einmal: Kpirrj-i. (krif) !rumm. 

§ 11. Stimmlose Zischlaute: c (s), m (fe), u; (ts), m (ts) 
Stimmhafte Zischlaute: 3 (z), -m. (z), [a3 (dz), ä>k (dz)] 
111, ist ist, nicht wie im Russischen sts zu lesen. 



< ]J. Alphabet und Aussprache. 9 

3B-l3Aä (zvezdii) Stcvn. >Ka>KAa (zäzda) 2)UVl"t. Mnu,a 
(zitsa) ^aben. >K.n.'iKa (zl(,)tska) @aÜe. AacaMt (dzam) 
(S5(a§, ®d)eibc. pnaa (riza) i>cmb. poca (rosa nicht rozi'O 
%a\\. macrne (stästiie) &[üd. 

c,3,u,A3 sind spitze Zischlaute von dentalem Charakter. 

m, yK, 'i, ;i/K sind breite Zischlaute, von denen n, ahc 
etwas "weichen (palatalen) Charakter haben, m, yK aber 
sind hart, weshalb auch die darauffolgendeni einen etwas 
gedeckten Charakter haben (doTYmn = botusi (Stiefel). 

Aum. 1. Einheitlic-lie Zeichen für dz, dz entsprechend den 
stimmlosen u, u gibt es nicht. [5» und M ^verden nicht mehr an- 
gewandt.] 

Anm. 2. q (ts) wird dialektisch ganz palatal gesprochen (ts), 
allein meist ts, mit mittlerem a, ohne Lippenvorstülpung, die 
Umschreibung mit ts oder tsch ist also nicht ganz genau. 

§ 12. Reibelaute il> (f), b (v), x (l.h, 2.chi. 

(j> Avird wie deutsches f gesprochen. 

B (v) ist der labiodentale stimmhafte Reibelaut, wie 
französisches v (vin); im Auslaut und vor stimmlosen 
Explosiven wird es zu f: hciibt, (zif) lebenb; BTopn (ftori) 
^roeiter; m, CTania (fstäiata) im ßi^i^ier; aber b-b rpa^a 
(vgradä) in bev Stabt. 

X ist ein zweideutiges Zeichen, es gibt einmal den 
leicht artikulierten gutturalen, stimmlosen Spiranten {ad)- 
Laut) wieder, und außerdem bezeichnet es den im Deutschen 
nicht vorkommenden postpalatalen stimmlosen Spiranten, 
der also weiter hinten im Gaumen als das deutsche d) 
in ic^, (aber weiter vornen als d] in adj) mit der mittleren 
Zunge artikuliert wird. Ich bezeichne den ersteren, der 
sich vor Konsonanten im An- und Auslaut und in Ge- 
sellschaft dunkler Vokale (a, o, y, i.) und e befindet, mit 
ch (ad)), den zweiten, der sich vor oder nach dem hellen 
Vokale u befindet, mit h. 



10 Erstes Kapitel. § 12. 

Das Volk liebt gar nicht diese Laute, vor a ist die 
Artikulierung so leicht, daß sie oft ganz schwindet, aber 
nicht so, daß der reine Hauchlaut I)a, der im Bulgarischen 
überhaupt nicht vorkommt, zurückbliebe. 

Die Verbindung xb wird zu f: xca^ia (fala) iioO; 
XB-tpicaMi. (forkam) icl) \ikQ^', xu'Lp.i/aM'i. (forliam) icl) 
fc^leuberc; saxBamasn. (zafästam) icl) beginne etc. 

Die Verbindung xji, xp wird zu 1, r vereinfacht, 
wenigstens in der Umgangssprache: xjriö-L (ch]leap)33rot; 
xpinx (chjrean) 50(eervettict). 

Anm. 1. Es gilt aber als vulgär .nx, px, x im Auslaut als 
If, rf, f zu sprechen, obgleich diese Aussprache weit verbreitet ist 
z. B. B-Lpx-L (vprf) ©ipjel, koikjxt, (kozi'if) ''H^di, npaxx (prafj StauB. 

Anm. 2. So schwer es dem Deutschen fällt, das postpalatale 
h richtig zu treflFen, ebenso schwer wird es dem Bulgaren den 
deutschen reinen Hauchlaut (haben dafür chaben) und den ich- 
Laut zu sprechen (id) wird zu ih statt ih'). 

Guttarales x (ch). aber leicht 
Postpalatales x (h) artikuliert. 

xiLiflAa (hileada) SEaufenb *)x]aM6ap'L(ch]ambar)^enne 

xHTpo (hitro) fdjiau xomot-l (chomöt) Kummet 

xnpypri. (hirürk) ßljirurg xopjEiiMi. (cheruvim) ß()C= 
xHJiepa (himera) ©[)imäre rubim 

THxo (tiho) [tili X1JIMX (cholm) §ÜCjct 

iiHxt (pih) icl] trnn! eKsapxx (egzarch) (Sjard^ 

OMiixa (omi'ha) fie h)ufcl)en xeKUMUHT. (chcki'min) ^ur* 
apxHB-B (arhif) 5lrd)iO pfufctjer, ^Ir^t 

apxHMaHApHTT. ?[rd)imanbrit xpana (chrana) 9^al)rung 



*) Durch eckige Klammern abgesonderte Buchstaben können 
weggelassen werden. 



§ 13. Alphabet und Aussprache. H 

§ 13. Die Liquiden \> (r), j (1). 

\) (r) ist als deutliches Zungenspitzeu-r zu sprechen. 

ji (1) ist je nach dem Charakter der folgenden Vokale 
verschieden, doch ist es nicht nötig besondere Zeichen 
dafür einzuführen, da die Extreme zwischen li und In 
nur wenig größer als im Deutschen sind; es gibt weder 
eigentliches I noch ganz tiefes 1 (dialektisch freilich 
kommt beides vor). 

In Verbindung mit i, findet ein Schwanken in der 
Schreibung statt: ntjixT. oder niiT.xr, (vorli). Man merke 
sich für die Aussprache die Regel, dal.s wenn nur ein 
Kons, auf j), ä folgt, das t. dem r, l vorauszusprechen 
ist, falls zwei darauf folgen, ist es hinter r, ] zu sprechen, 
also ganz unabhängig von der Schreibung. 

Tpi,m> oder Ttpiix (torn) Tp7>nKa(trpnka)ScI)lliav^t'orn 
S^orn TpiiFBaMT. (trogvam) id) bredje 

TT,pn. (tprk) ^erfteiöevung auf 
■jK'i.^T'h (zglt) gelb acn.iiKa (zlotska) ©alle 

Anm. 1. In Verbindung mit p, .i wird xT, durch x ersetzt, 
also nicht •i.ixmok'l, sondern ,t,i>.iöok'l (do'.buk) tief. 

Anm. 2. Nach p, ji fällt leicht ein unbetonter Vokal aus: 
,lopH: neben ^np' biv; no.iOBiiiia neben iio.ir.iiiin (polvinaj .'pälfte. 

Die Nasalen m (m), ii (n) werden gesprochen wie 
im Deutschen. 

Ausspraclieregel: Stimmhafte werden vor Stimm- 
losen stimmlos und umgekehrt: Stimmlose werden vor 
Stimmhaften stimmhaft. 

pasronopi. (razgovor) Untertialtung, aber jjasKo.ni 
(raskol) ^reii^uieg, cßoroMr, (zbogom) öJctt tiefol)Ien!, 
o'iTOBop-B (odgovor) 5(ntlt)ori. 



12 Erstes Kapitel. . § 14, 15, IG. 

Verstummen von Konsonanten. 

Manche Konsonantengruppen werden der leichteren 
Aussprache wegen vereinfacht; daß die Sprache der Un- 
gebildeten hierin vielfach weitergeht als die der Ge- 
bildeten ist selbstverständlich. 

§ 14. t, d verstummen: 

CT, 3JI. im Auslaut werden s: mecT-B (ises) fec^§, moctt, 
(mos) ^rürfe, xurpocTi, (hitros) Sift. (Die Zahl der Fem. 
auf -ocTb ist sehr groß.) AposAi. (dros) S)roffeI, tbosa-l 
(gvos) S'jQflcL 

-m, ->KA im Auslaut werden s: Homi> (nos) ?fla6)t, 
ÄtacÄ'B (dos) Steilen, SHacAt oder BHatT, (vis) [ief)e!, .i3:a'b 
oder HXT. (ias) if]! CB^mb (sfes) Äet^e. 

Im Inlaut zwischen Konsonanten: rocTÖa (gozba) 
©peife, ouomKa (ovoska) Db)'t[baiim, raiHHUKi. (gäsnik) 
Seibriemen, 'Sölpel, .itiMUHKi, (lesnik) §afelmife[baum, 
CBimHUKT. (sfesnik) Seudjtet, nyacAHo (nuzno) nöti(^. 

Anm. Oftmal ist schon die Schreibung der Aussprache gemäß 
geändert z. B. npomaBaivn. uerjciöen, dazu npouiica ^^er^eitjunc; statt 
npoiuKa; auch ny>Kiio und sogar ny;Kein. findet mau. Die Participia 
Pf. auf -.IT. lassen die stammauslautenden -r, -;i vor 1 fallen, njcia 
ic^ [(ed)ie, n.iejn, geflodjten. ^ajiTy f;ei]ebi.n zu aa,T,e ec gab. 

§ 15. B (v) vor c, 3 verstummt häufig: bch'ikh (sitski) 
aUe, Bce (se) oüe^, immer, BctKora (sekoga) immer, B3nMa>n, 
(zimam) id) ne^me, BSiipaivi-B (ziram) betrad^ten. 

Auch vor A, r wird b häufig nicht gehört; BAirraMt 
(digam) id) er[)ebe. Tp-LÖBa e^ i[t uolig lautet in der Um- 
gangssprache treaba; (vulgär: KaKBo ma§? gewöhnlich 
kako; Bi,pBeTe gel)t! gew. vorete). 

§ 16. Als Kurzformen sind zu betrachten: 
Ausfall von tr im Inlaut: Kaace (kaze oder kai) er 
fngt. MovKp (moze oder moi) er fann. 



^ 17. Alphabet und Aussprache. 13 

Die Zahlwörter: AßaHaAeceT'L (dvanäise) 12 etc. Aßa- 
.T.ecBT'B (dvaise) 20 etc. s. unter Zahlwörter. 

Im Volke werden die Verbindungen kt, pt gerne zu 
cht, ft: nrima (fti'tsa) ilsoi^cl; AOKTopT> (dochtor oderdoftor) 
^ottOT; ebenso erklärt sich KrTiAliTo, rAtro zu Aivro WO. 

KäKTO mie wird satzunbetont zu Kaxo. 

§ 17. Die Betonung:. 

Wenn auch die Mehrzahl der Wörter von den Ge- 
bildeten gleich betont wird, so gibt es doch eine ganz 
beträchtliche Zahl von Substantiven (besonders fem. auf 
-a und neutra auf -o) und riexivische Formen, bei denen 
der Akzent im Osten und Westen verschieden ist, und 
auch in der Literatursprache hat sich noch nicht in allen 
Wörtern einheitliche Betonung festgesetzt. Eine besondere 
Schwierigkeit für den Lernenden ergibt sich daraus, daß 
bei der Flexion oftmals der Akzent beweglich ist z. B. 
esepo (iezero) ©ee PI. esepa (iezerä); Kpnjn» (krilo) ^'lüget 
PI. Kpii.ia (krilä) (dialektisch krilo PI. krila oder krilo 
PI. krilä). 

Auch bei der Ärtkulation kann Verschiebung des 
Akzentes stattfinden z. B. CMi^pTb Stoö, CMtpTbTa (smortä) 
bei* %oX); liter. und östl. sagt man neße §tmmel, iieöexo 
ber ^immct; westl. neön aber iieöoTo. Es lassen sich eine 
Keihe von Regeln aufstellen, die wir in der Flexions- 
und Wortbildungdehre kennen lernen werden, die dem 
Anfänger eine niitzlche Stütze für die richtige Setzung 
des Akzentes gewähren. Was die Energie des Akzentes 
betrifft, so ist im Ostbulg. fast derselbe Unterschied 
zwischen betonter und unbetonter Silbe wie im Deutschen, 
d. h. die betonten Silben werden kräftig hervorgehoben, 
die unbetonten treten mehr zurück, im Westen dagegen 
ist der Akzent weniger energisch und die unbetonten 



14 



Erstes Kapitel. 



§1- 



Silben werden deutlich ausgesprochen; auch das Sprech- 
tempo ist hier langsamer. 



1. Leseübuiig. 

Manna 9Jiutler § 3 
3uae er roeijs 3 
cKopo fd)neU 3 
c-hiiT. ©djlaf 4 
TxRCKa ©anl 4 
AtacATi Siegen 4, 14 
rxjiÄÖ'L Xaube 4 
,^ÄÖ^ (Sidjc 4, 10 
cMT.pTbTa ber "Sob 5, 17 
npHflxejih ^reuuö 6 
yia id) lerne 6 
^ejiaji id) lüünfd)e 6 
CH'tr-L ®d)nee 7 
B'tTtp'L iBinb 7 
xeiaiMHHi. Slurpfufdjer 12 
xyöaBT. fd)öll 12 
TT-pr-B 5(uttion 13 
TpxriiaMT, ic^ bredje auf 13 
rßoaAt 9?agel 14 



ö.iaTo See 10 
rpaöfl id) eutrciBe 10 
öor-L ©Ott 10 
Aa^aMT. (Sdjeibe 11 
Bcii'iKH alle 15 
>Kima gü^e^ 11 
macTHe (SJlüd 11 
A^^amt (2d)eibe 11 
u'Lmo etroa^ 7 
poca ^au 11 
/MviKa ©alle 11, 13 
3Bt3Aa (Stern 11 
xsT-pKaMt id) fliege 12 
xioHAa 'ÜQufenb 12 
iMocTT. 33rüde 14 
ATJiöoKt tief 13 
nomb 9Jad)t 14 

KaKBO lüü» 15 

KaKTo lüie 16 



2. Leseübung. 

Städtenamen: EepjiHHT,, Cö4)H3, XäMÖypri., IIjiöbahb'b 
(Philippopel), Mioiixeni., P\'ce (Rustschuk), JüiinuHr'B, 
Bapua, Byprds-B, Kborein., ^iocejiA<>p4)^, Hiopnöepr'B, 
KrocTenAHJi'b , Eiirojia (Monastir), Cöjiyn'b (Salonichi), 
CKoiiHe (Usküb), Oj)'hx(iBo, Cbiilhobt., II.itBen'L, (Plevvna), 
ILlpitaöypn.. MocKBa (Moskau), XlapiiacT., EopAo, Hrmt. 
(Rom), BHCiia (Wien), ByAanema, Koneiixärent, Bapuiäßa, 
HäpHrpaAi (Konstantinopel), Xara, EpioKceji., ByKypöxM'B, 



§ 17. Alphabet und Aussprache. 15 

Hio-JIopKt, Ariiiia, A'uBepci. (Antwerpen), .Iiit'yKr. 
(Lüttich), MapcH.iHH. 

3, Leseübung. 

Ländernamen: EiqxHia, A'aiifi, AiscTpiijiu;!, repMUHim, 
A'BCTpu-yiiiapiiJi, li'Mriipiiü, Typniia, T'Bpmifl, PyMAmifi 
od.RjiaiuKü,PycH;i,lllBeunfl,IUBei1uapHfl,<I»paiiij;Hfl,IIciijlHHfl, 
Xojijtii^iHfi, r>e.irii;r, EaBapH>i, CaKCÖimfl, Xeccm>, BiopreM- 
öepri), JiajiKaiinTi, A'iir.iiin, Be.inKo6pnTaiiH;i, C^eAHiienn 
lUani (Vereinigte Staaten), ^lepiia-ropa (Montenegro), 
MaKeAoniiH, TpuKiiH, A;i6aiiiia, Ilojiuia (Polen). 

Plußnamen: ^vaaBt, Mapiiij;a, CxpvMa, iPcK^pt, 
/rirrpa, Bhtt., TyiuvKa, Peiui-B, E'.iöa, O'^ept, Biicia, /I^BHiia 
(Düna), Ceiia, Fapoiia, Pöiia, Te.Msa, Tiiöi.p'B, lIopA^n'B, 
^päßa, CaBa, Tiica, E(l)piiT'L, ^iiiCTi.pT,. 

Zeitungsnamen werden streng phonethisch ge- 
schrieben : ^paHK^iyprepi» uailryHrx, IIjiioCTpiipTe i^., 
KbojiHiiiiie i^-iljop-iHHepi. Tareö.iaTT.,HopAori'ieAjire!viailHe i^., 
TaiiMct (Times), Tarn. (Temps), Foilxep'B, Koj(j)6iopo. 

Vornamen: CTO;iini, A.ieKcaHAi'P'B, Jlnmir^'p'h, 
B-ia^tHCiaBT,, BjxaAnMiip'B, Mwxäji'B, IlBain., lIopAäiii., 
ATaHäct, lIöCH(})'i, Moiiceii, ToAf'pT', Kiiprijn,, Jl,aMHHi, 
raßpii.TB, .Tasapt, Miimo, Kojito, Craxe. 

Schriftsteller: FbOTe (Fexe), inii.iepx., Xaime, yjiäHAt, 
Auipt, BiiKxopT, Xioro, U.iinepöiii., lUaxcöpnaHi>, Tyjire- 

HeBT,,TnX'I>.lHBII,./[a<I>OIIxeH^. nvmKIlUT.,^5K(')HC0HT.,EeK0H'B. 

IlexKo C.iaBenKoB'L,.Tio6ein>KapaBe.'ii BtjXpncxo BöxeBt, 
AjieKO KcHCxaiixHHOB'L, Ileio H'BopoBi., Ilen'io CjaoeilKOBi., 
TIexKO TÖAOpoBT.. 

llBäHi. BäsoBT., CxoaH'B MiixaHjrÖBCKir, Ejhiit. nejHH'B, 
Kiipii jii. XpiicxoB-B, Ahxoii-b CxpamHMHpoBi., /I,66pH H ejiHpoBt, 
T. TpaniiOBT., Cx. M^ii.iiiHnipoB'B. 



2. Kapitel. 

Substantiy und Adjektiv. 

Geschlecht und Artikulation. 

§ 18. I. Wie im Deutschen gibt es auch im Bulga- 
rischen drei Greschlechter, die man meist an der Endung 
erkennen kann;» die Wörter auf -t, sind masc, die auf 
-a sind fem., die auf -o und auf -e sind neutra, nur bei 
denen auf -t gibt es masc. und fem. (siehe § 19). Der 
Artikel wird an das Substantiv und Adjektiv angehängt, 
beim masc. -tt> z. B. hoik^-tx (nozgt) oder noaca (noza)*) 
bü^ 9J?effer; beim fem. --ra z. B. co;i,a-Ta (vodäta) ba§ 
SSaffer; beim n. -to z. B. mcco-to (mesoto) tuvj 5'lcifd), 
Mope-To biv3 9J?eeT (s. auch § 19 u. § 25 IV). Beim Adjektiv 
wird beim Masc. nach Abfall des t, ein -iihti> (-iiat) an- 
gehängt, im übrigen wird wie beim Subst. verfahren: 
ciaÖT), cjaöa, cjaöo fdllüad), mit Artikel ciaönaxi. (slabiiat), 
cjiaöaxa (slabata), cjaöoTO (slaboto). cHHb, ciina, ciiiibo, 

blau, CIIHimT-L, -HHTa, -ntOTO. 

IL Männliche Personennamen auf a, ;i erhalten 
zwar den weiblichen Artikel, werden aber als Masculina 
behandelt z, B. CrT^Aiw-ra Üiidjter; pycuyKjiiia SD^inn iiuö 
3iuftfd)Uf; BJiaAUKa 33ifd]o[; cjyra £)icncv; Aoö-ipi. c.iyrcä 
ein guter Wiener. 



*) Nach literarischem (durch nichts gerechtfertigten) Gebrauch 
soll man im Nom. -ot sprechen, im Accus, aliei- -a; im Osten 
spricht man -ot oder -ot für Nom. und Acc, im Westen -a für 
Nom. und Acc. Ich werde beide Formen unterschiedslos gebrauchen. 



§ IS. Substantiv und Adjektiv. 17 

111. Adjektive auf -^iii, -3ii, mii haben im Neutrum -e, 
nicht -0. B-L.iuii, -Ma, -^ic pm Si^olf (ijx.ikt. SSolf) geljüvig. 
oByii, -ya, -ne gum ©djilf (ouua) i]e[)övii]. kü:)ii, -3;i, -3e 
5ur oicQC (K03a) öel)ürii]. koköuiii, -ma, -me 5Utn i^'^ufjn 
(KOKoniKa) gcl)örig. Man beachte, daß Adjektiva auf-ciii. 
das e der Endung in il verwandeln, wenn ein Vokal 
davor steht: Kpäem., Kpanna, Kpauno am (Subc (icpaii) be* 
finbüd), ttuBcrft; CJtyqaen'L, -'lailiia. -'läilim jiifäflig (c.iy'iail 
3ufaÜ); AocToeii-L, Aoeroiiiio U)evt, iiu'ivt)if|, taugUd}. 
iDiaMT. (i'mam) id) I)abe HtManix (neämam) id) l)abc lüc^t 
iiMauiT. (i'mas) bii l)aft irLiMaun, (ngamas) bu l)a[t iiidjt 
iijia (ima) er I)at iii.^a (neama) cv I)at nic^t 
iiMajie (imame) lüit Ijabeit ntMaMe (neamame) lüir l)aben n. 
iniaTB (imate) if)r l)abt ni:\iaTe (neamate) i()r ()abt nid)t 
iniaTi (imat) fie I)aben niMarx (nearaat) fiet)abeiinid)t 

iiMa z§> gibt, nima e§ gibt nid]t. HMamT. .in? ()a[t bu? 
iDiaxe jiii? l)abt il)r, t)Qben Sie. -in steht nach dem stark- 
betonten Worte in Fragesätzen, die nicht mit einem 
Frageworte beginnen, um die Frage zu bezeichnen, 
iio^x (noä) S!J?effer ji'L>Kiiua (Ipzitsa) Süffel 

x.iiu-B (chleap) 93rot üiua (vi'la) ^eugabcl 

KaMTiKT. (kiimok) (Stein BOAa (voda) äiiQffev 

ijiiHo (vino) Sßein Meco (meso) t^deifd) 

Äou-Bp-B (dobor), ^oöpa (dobra), ;ioöpo (dobro) gut. 
Kofi (koi) irer, mo (sto) tt)a§, xyivja (tüka) ^ier. ^i.oö-Lp'B 
x.iiöt gutcg S3rot, doöpä BOAä gute§ SSaffcr, Aoßpö büho 
guter SÖein. n unb. aMil aber. m. eAmvh (iedin), f, e;i;Ha 
(iedmi), n. e^uo (iedno) einer, eine, eincy. Bii.Tnu,a ©abel. 

1. Übung. 

111^0 iiMam'i? Il'.-viaM'L e,T,Hm. noKt*) n e,T,nä .iiyKiii^a. 

*) Nominativ und Accusativ sind gleich, nur miinnliclie 

Personennamen erhalten -a im Accus. 

o 
Weigand, Bulgarische Grammatik. 



j_8 2. Eapitel. § IS. 

HiMamt mi BiiJia? HiiwaMt Biua. Kon ibia eAnä BHJima? 
HnKÖjra (Nikolaus) HMa eAna BHjiiina. Il'Maxe .in BO^ä? 
Tl'MaMe Aoöpä, BO^ä. irMaivie xjiiöt. HiiMaMe biiiio. II Maxe 
jiu Mecö? H'waMe OB^e (öBHemKo) wecö n ;(o6i.pi. xji'töi.. TvKa 
iitsia BHiio. mo HMaxe TyKi>? irmaiyn. e^iiä Kimra ii ciiHt 
KaMiK^ (Vitriol). IlSia .in TjKa BT,.ima nma. (('»jrube)? 

§ier gibt e§ feine äBolfSgnibe. 2Ser I)Qt ^iegenfleifd)":' 
2Bir Ijaben nur ^ammelfleifcf). ^aht i()r gute§ 35rot? S^ir 
I)Qben fein S?rot, aber n^ir f)Qben gute^ Sleifd). 3öa§ f)Qft 
bu ba? S<^ llöbe ein 9J?effer, eine ®abel unb einen Söffcl. 
SBir Ijiiben fein ^Saffer, f)abt it)r Sä^affer? 

oBecB (oves) i^üfcv . e3epo (iezero) ©ee, STcicf) 

BT-jiK-L (volk) 2Bolf 2CHT0 (zi'to) ©ctveibe 

BRycx (fkiis) (^eidjmacf tiixt. (tih) vut)ig 

CTOJit (stol) ©tut)l ni.Maji'LK'B(nialok)f(ein,lüenig 

öori. (bok) ©Ott f. BiajiKa (malka) 

ließe (nebe) ,'pimmcl n. ^lajiKO (malko) 

Bpiivie (vreme) ßeit biicokt. (visok) I)Ocf) 

Mope (more) 3D?eev m. oa^ein, (gladen) [jungiig 

rojiiMT, (goleam) gvof, f. r.iaAiia (gladna) 

a.TB c-BMT. (as spm) id} bin xyßaBt (chübaf) fdjön 

TU cii (ti si) bu bift CKÄni, (skpp) tenev 

TOH e (toi ie) er i[t e({vnnn. (ieftin) billig 

iiiie cme (nie sme) ftnr finb niiKoil (nikoi) niemanb 

Biie CTB (vie ste) i()r feib käa'^ = r^t (de) wo 

Ti; CÄ (te so) [ie finb xaMt bort, yecxo oft 

atena (zenä) ^rau, 3Bcib Karo (kato) n^ie 

piiöa (riba) g-ifd), ^\\d}t ^ailTewii (daite-mi) gebet mir 

/'lö-BjiKa (iäbolka) 5lpfe( iieanaM'B (neznam) id) ftJei^ 

cecrpa (sesträ) (Sd)irefter nid)t 

111. Adverb. Das Neutrum der Adj. dient auch 
als Adverb. 



§ 19. Substantiv, Geschlecht und Artikulation. 19 

cjiy'iäeini, aclv. dyiäinio jufäüigeriDeife; 6e3KpäiiHo 
gren.'^cnlocs 6yein>, ad. öyüiio [türnüfd); thxo vu[)i9; aT'-iöoko 
tief; Miiöro üiet, fel)v. 

Einige wenige haben -T. (-e): AOÖT-pi. adv. Aoöpi gut: 
TB'BpA'B \)üXt, fcft, adv. TBtpÄo: aber TBipAt jeljV; adv. 
öxpao oder fi-Lpaco fd}ncü; adv. ,v»JieKo oder Aa.'it'M[e rceit; 
:$T,.ix adv. :u'l; fdjlimm ; .löiui., -lua, -mo, adv. -mo (-me) jd}led}t. 

2. Übung. 

Aiii cxMt raä^eiiT. KaTO bx.jk'l. HeÖexo e biicöko. 

E':?e])OTO e Tiixo. yKendTa e Miioro xyöaBa. BKyCBTt 

(fkuscjt) e Aoö-Bpi. Txk (de) cre siie? Hiie oie -ryna. 

JI,aHTe MH MäjIKO ^IlTO. ^HTOTO 6 TBT.pA'^ CK^HO. /I,OÖpä, 

Jiii e pHÖaxa? ^oöpä. Mopero e ciiiibo. H-'naTe jin cahh-b 
ro.itMt CTOJitV Hiie iiinaMe croji'h. Ta^ e xyßaBaTa 
HÖT.jiKa? He3HäMi.. Tu cii MäjixKi.. MäjiKaxa cecrpa e 
Aoöpa. Kofi e raM-L? TaMx e eAna aceiiä et (mit) piiöa. 
E({)riiHa .111 e piiuaxa? 

®ie 5iid)c finb teuer, aber [ie finb gut. S^aht \i)x 
(betreibe? 5ü>ir Ijabcn .s"?afcr. ®cbet mir dwa^ i^ofer! 
®ib mir einen 5(pfcl! 5d) l)abc feine ßeit. 'S^k ^xaii i)"t 
fd)raQd) ünb t)ungri9. 2:a§ 9}tcer ift ruf)ig. ®er ^^itriol 
t)at (einen) fd)(ed}ten ®eid]marf. ®ib mir ein menig (ma^Ko) 
33rüt, id) bin l)nngrig. Sft bcr 8tu()l grofe? (£r (toh) ift Hein 
unb fd)ön, aber teuer, ^er 5föolf ift fet)r I)ungrig, ^k 
gifdje (ber g-ifd)) finb fel)r teuer, aber ba« §ammelfleifd) ift 
fet)r billig, audj (cäu^o n) ber 3i^ein ift billig. Sa§ Söetter 
ift fet)r fd)ön 5)aö 5[briatifd]c (überlege „blaue") DJceer 
ift fet)r ftürmifd), and) ba^ ^Igäifdje (überfetje „meifje") 9)ceer 
ift oft ftürmifd}. 

§ 19. Masc. auf -t. Fem. auf -t. 

y^HTejib (utsitel) Se()rer xyöocxL (hübos) ed)ön[)eit 

KOHL (kon) ^ferb cxapocTb (staros) ^o^e§ Filter 



20 Zweites Kapitel. § 20. 

KOMap-B (komär) ©ted)müde Mjra^ocTL (mlädos) Sugeub 
o6yiflapt (obustär) (Sd)U^* kocti, (kos) 5litO(^en 

matter paAocxi, (rädos) g-reube 

rpaAHHapt (gradinär) Partner cjraÖocTt (släbos) «Sdllüäc^e 
niicaTejih (pisätel) ©C^rift- canbpTB (smort) 'Job 

fteüer Miic-LJit (misol) ©ebanfe 

npimxejb (priiätel) g-reunb npojriTL (prölet) grü^Iing 
Kpajih (kral) ^önig ecent (ie^en) §erb[t 

napb (tsar) Völlig, ^Ciifer nicenb (pesen) Sieb 

Die Masc. erhalten den Artikel -/it^b (ia[t): ymiTej/iTi, 
(utsiteli'a[t) ber 2et)rer. Neuerdings dringt bei den masc. 
immer mehr die Schreibung und Aussprache Kpa^rt, -jt-lti., 
uiap-L, -ptT^ u. s. w. oder KpairtTi,, i^apbTT. u. s. w. ein. 
Die Fem. hängen betontes -Ta an, dessen t mit dem aus- 
lautenden zu einem Laute verschmilzt: CM'LpTi/ra (smgrta) 
ber %0'Q, wobei der Ton immer auf den Artikel fällt. 

Anm. Einige Wörter sind masc. oder fem. K-a.TL — Kajn.Tj, 
oder KajiB — Ka;iBTa Sdiinulr, npax-L m., npaxL f. Staub. CMiicxjixm., 
CMUC1.JIB f. ©ebanf e ; BeiiepL-TU '^Ibenb, aber ölahii seiept 2Bei()nQd)t§= 
abenb, ÄOö^px cvd guten Slbenö. tc.it, m. (tcib f.) 2)ra[}t. 

§ 20. Komparation, bucökt. l)od), hö-bhcok'l bö()er, 
Häii-BiicoKT. I)öd:)[t. MajiKiiaTT. (malkiiaj ber t'leine, naS- 
MajiKiiHTt (näimalkiia) ber üeinfte. MjiaA'B jung. npHaxenT. 
(priiäten) aitgcnet)m. 

Der Komparativ wird durch Vorsetzung von no-, 
der Superlativ durch naß- gebildet. Der Akzent liegt 
immer auf diesen Vorsilben. 

„als" nach dem Komp. wird durch „ott," übersetzt, 
das eigentlich eine Präposition ist, die „von, aus, seit^' 
bedeutet, daher müssen auch darnach die Pronomina im 
Nom. wie 

as-B ic^ TU bu Tofi er durch die Accusative 

Mene tnid] xeöe bid) iiero i^tl 
ersetzt werden. 



§ 20. Substantiv, Komparation. 21 

m. T03II (tozi, tos) biefer cTpyBa (strüva) e» madjt, e§ 

f. Ta3ii (ttizi, tas) bicfe foftet 

n. TOBa (tovä) biefc6 cto .leua (sto leva) iOO Jyranc§ 

PL Tli3ii (tezi) bteje Be^e (vetso) )d)on 

noBe'ie (povetäe) inc()r 

m. CT-j^it^Hf, f. -Aeua, n. -jieiio falt. ni. öö.iem., 
f. öojiiia, n. öOvino franf, iio, aMä ober, ^ecro oft. 

iipoji-tTb 5^wt)t'nn> -^^^To ©ommer, eceub $^erbft, sioia 
SSinter. npts-r. snMa-ra im SBinter. utjro aciiro SBeiäeii. 

3. i* billig. 

Tun e iiö-M-iaATi ot-l :Meiie. Ast clmt. öo.icin. oine 
OTT. (seit) Hiiil-MJiaAH roAHHii. Tu HMaiuL iiu-xyßaBa 
M.iäAOCTh OTT. iiero. Kpajn.Ti iiMa iiail-xyöaua rpa;i,Hiia.*) 
Tä3ii acenä e nö-rJiaÄHa ot'b Mene. IIpo.itTi.Tä e nö- 
npHüTHa OTT. SHMaxa. EcenLTä e BpiMexo MeacAy (zwischen) 
jitTOTo n sHMaxa. IIp'i3x> (im) .itroTo li.Ma Häi1-ro.3iMa 
ropeii;iiHa.*) r])aAnHäp'BTi, iiMa miiöro aciixo. ^oöpa .iii e 
xasii snicxiJib? Tu cii nö-cxapx. oxx. Mene. Etjro acrixo e 
iiö-cKÄno oxt OBecB. Asx. inia^'L nÖBe^ie oxx. xeue, ho 
xoH ii>ra ome nÖBOue. Tö3ii kohb cxpvßa iiÖBC^ie ox'l cxo 
.leBa. Ta3H uoAa e ^moro ciyAeiia. Eö.ina .iii e xa3ii 
>Keiiä? He e öö.ina, ho e c.iaua. 

(£t i[t älter aU icl), ober bu bift ber ättefte. S^iefer 
3Sinter tuar fälter al^ ber Dorige (nocjl^em,, -^na). gür 
(sa) mtd) ift ber !alte SBinter ongenetjmer al§ ber lüorme 
(xonx-.T'L, -n.ia). 2)ie angeneljmfte ^dt ift ber ^rüt)[inq, 
ber ©ommer ift t)ier fe()r t)eif3 (ropem-i). ^m §erbfte gibt 
c§ oft fel)r ftürmifcl)e§ Si^ctter. 3Ste ift ba» äBcttcr? (2c{)r 
)d)ört (falt, toarm, l)ei§, ongenelim). 2;er tlcinfte ift am 
Ijungrigften. Ser 2Sitofrf)a ift Ijocl], ber 3umruttfct)al ift 

*) Beachte, daß abweichend vom Deutschen kein Artikel 
steht; bei weiteren attributiven Zusätzen muß er aber stehen. 



22 



Zweites Kapitel. 



§ 21, 22. 



t)öl)ev, ab er b er ^öfuf falatftb er I)öd)fte^erfl in (bt.) Sulflarien. 
@r ift nid)t älter als id), fonöern (ho) jüncter. «Sie ift 
feit il)ren Slinberjaljren (uon bcn jüngften Sal)ren) fvanf. 



Pluralbilduiig. 

§ 21. Die Pluralendang der masc. und fem. ist -h, 
auch der Artikel lautet -xi für beide Geschlechter. Der 
Akzent ist im Sg. u. PI. meist gleich, doch die fem. auf 
-h verlegen ihn meistens auf die Endung. 



m. 


npHarejib 


npHarejiH 


^reunb 


m. 


rocT-L (gos) 


rocrii 


©aft 


m. 


SaKÖHT. 


3aKÖHH 


(^efe^ 


m. 


6aii];a (bastä) 


6amH (basti) 


58atev 


f. 


napä 


napii 


^ara, §eüer 


f. 


Kpäea 


Kpäßii 


^ul) [Fl. ®etb 


f. 


K03ä 


K03H 


3'efle 


f. 


ÄtCKä 


AtCKH 


53rctt 


f. 


Myxa (muchä) 


MyxH (muhi) 


gliegc 


f. 


Homb (nos) 


iiouui (nosti) 


9f?ad)t 


f. 


nemt (pes) 


nemu (pesti) 


53actüfen 


f. 


Kocrt (kos) 


KOCTH (kosti) 


Stnod)en, @väte. 



§ 22. Personennamen auf 
vor dem Plural -ii weg, aber 
bewahren diese Endung. 



■HHT. lassen di^ese Endung 
die mit betontem -nur. 



Sg. öt.irapiiin. (bolgarin) 
rpaac;i,aninn. (grazdanin) 
06.1511111117. (seleanin) 
apuayriHi-B (arnavitin) 
OB'iap[iiH'i> (oftsarin) 
/■^OMaKiiHT. (domakin) 



PI. 



ui.irapu (e) 
rpä-^Aami 
ce.iHiiii 
apnavTii 

OBUäpiI 
ÄOMaKHHlI 



^Bulgare 

Sürgev 

Sauer 

^Xlbanefe 

§irte 

.•pauMierr. 



•24:. 



Substantiv, Pluralbildung. 



23 



§ 23. Eine Reihe von auf -i , -i;, -x ausgehenden 
Wörtern verwandelt diese Laute in -3, -u, -c. 
OLrhvh (belek) ötjitaii 3^'(^en 

ci>iipv3ii C£"l)emann, ^fvau, 



exnpvn., -ra 
])a66Tniii.'L 

ixpKT. (gork I 
Typyiiirr. 

KOatVXT. 
BjaXT, 

stieKt 



[4eutc 



l)aööTiiiiuii ^trbeitcv 

jidiui (auch jtaKii) Ärcbö 
1 i.puii Öviedje 

•lypmi (aus Ty})KT,) ^ürfe 
Koacycii ^^el^ 

luacii SSaladje 

:jai1mi (§ 18 m> .s^afe 
§ 24. Die auf -cux, -exr., -x.it, -ein>, -'lmt., -tpi., -lki., 
(zum leichteren Einprägen merke man sich das Wort 
„Zellenmark") ausgehenden Wörter lassen bei der Plural- 
bildung und Ableitung das e oder x ausfallen, wenn ein 
einfacher Konsonant davorsteht, so daß nur zwei, aber 
nicht drei Konsonanten zusammenkommen dürfen. Die- 
selbe Regel gilt für die Adjektiva sowohl bei der 
Geschlechtsbildung (z. B. A' 6i^T>, Äoopii, ,i,oupö) als auch 
bei der Pluralbildung (AOiipii), daher auch artikuliert im 
Sg. m. ÄOÖpiiHT-L, f. ^nortpära, n. AoöpoTO. üt.Ti., :ua, :!.to 
fd)Itmm 3.111 fjT-L. 

Sg. ntTe.it PI. utT-iii (utTJie .v)äl)nd)enj .s^afin 

(>I».iM (op.ienue junger ^Iblcv) ^Iblev 
Küc.Mii s^aax, g-äbdjcn 

iiiMmi 2)eutfd)er 

0Tu,H 3Sorfal)vc 

nposopuii (^enfter 

MOMUH Süngling 

micui r^kbanfc, ^sbce 

ntcHii Sieb 

ApeöeHt, ApeÖHa, Apcöno bünn, feilt, irh'iein., irtuiia, 
DtMuo eiDig. Aa-ieyen-B, ,T,a.ireyHa, AaJieyiiö iDeit. niiieii-L 



opej-B 

KOCT.M'L 
HtMeHTj 

oxei^'B 
iiposüpenT. 

MÖ.M'lKX 
f. >IHCT..1I> 

f. nicenb 



24 Zweites Kapitel. S -i- 

pl. n'iiniii Uicrtnofl, füftbav. BpiineHeins, aclv. ßp-iMCHiii» 
äeitlid), tiorübertjelienb ; aber ÄOCTÖeii-L, aclv. ,T,ocT6ilTin 
(§18111) taufllidj, tücr)tig. 

Anm. 1. Die Wörter auf -aTcii., -HTe.!!., -Lrcit bewahren e: 
niicaTCJiB PI. niicäTciii (id)ri[tftener, yiüTcii. PI. yniTe.™ Üefiter, 
CBH;iiTe^B ^ßl^Öf- 

Anm. 2. Es gibt Ausnahmen: Mtceux PI. :\iiccnM 9)ionat, 
atcep-L PI. aiuepii ©diiuager, ii.iäMXKt PI. n.iä:MT.mi ginmme, icaMxirf, 
PI. KaMxmi iSteiTt. 

n — 11 fotliof)( — aB aud): jromt fd}(cc^t; bt, in: iiai1- 
Be^ie am mciüen, (^vöfstentcilS; Bpari. PI. Bparose g-etnb; 
ajrä Qber; Aa-üe^n., -^le, -ko adv. entfernt; snaMi. id) iDei^. 

4. Übung. 

jl^necT, iiMasie röcTii. Il'MaTe Jiii Aoöpii saKÖiiii? 11 MaMe 
11 Ao6pH 11 .lömir. XIpimxejiaT'B Hiwa mhofo KpaBir, iio iiiie 
HMane 6ii],o nÖBe^ie. Vfl,^ e Kosäxa? B'b rpa^nnaTa. TaMT. 
ihia Miiöro ^lyxii. TAarn^nri; cä Haii-Beye ce.innii. 
BjräciiT'i — OB^iäpii. Typnirr-r. Cri^ BparoBe iia r'ipuuT'i. Tosii 
apnavTiiii'L. loia Ko>Kycir. H-Ümhht-B cä Aoöpii paöoTimnii. 
H'hMaMt päii;ii, ajiA iiMaMi. irtTjiH. OpjiHT'L c';k. r.Tä,T,iiii. 
Ope.i'LTt e 3iHoro jiajiem> ott. iwene. H'^iare Jiu Apeöini 
napii? aKO n:\iaTe, ^aiiTe 3111. SnaMt iwiioro xyöaBii ntcnii. 
Ibia 3iHÖro apiiayrii, r^ipu;«, Tvpi^ii h B.iacii bt. E-L-iräpiiri. 
OßyäpHT'L CÄ ^iiioroöpöilriii (,^at)h"eid)) Bt PoAÖnint. 
Mo^inHxi; y.iÖBiixa (finden) panii bx, i)iKä,Ta. 

(Sie finöcn ^i\i)i in ber ©onan. 6>ift bu SHeingelb? 
tuenn bu Ijaft, gib mir (cc-). 233ir Ijaben melir .^leingelb 
als bu. ^iefe ^trbeitcv [inb fc^v tüdjtig, fte finb tüd)ttger 
aU bie ?Ubauc)en. ^ie Sl'üt)e finb üiel teurer al§ bie 3'egcn, 
aber fie finb aud) nie! tuertiiDller. aiH>5 toftcn biefe ^i^eläe? 
3c^ uieiB (es) nict)t, aber fie finb felir toftbar, l3orüber= 
gel)cnb maren fie grenzenlos (riesKpailiio) teuer. ^3ibt e§ 
kbler in ben ^iliobopcn? (£§ gibt üielo, bort gibt c§ 
aud) SSötfc. 



§ 25. 



Substantiv. IMuialbildving. 



21 



§ 25. I. Die meisten einsilbigen masc. Wörter haben 
im PI. die Endung -ouc und verschieben den Akzent zum 
Teil auf die letzte, zum Teil auf die vorletzte Silbe (S. j; 34 II). 
a) B-tT-Lpi. (vetor) BirpoBe (Bixpeut) SBinb (Icidjter SB.) 



XtJIM'B 


Xt.lMOBÖ 


^"JÜgel 


UBiTt (tsveat) 


UbLtobc 


33lütc, garbe 


i'paAT» 


rptuoBe 


Stabt 


BiK7, (vek) 


BiKOBe 


Sa()r(}unbcrt 


CTOJ'B 


CTOJIOBe 


©tulit 


MocT-B (mos) 


MOCTOBe 


35rüde 


cnm> 


CHHOBe 


(2o[)n 


rponn. 


rpouiÖBe 


^ia[ter (20 ^fq.) 


AO.I'L 


ÄOJiÖBe 


%a[ 


non'B 


nonÖBe 


'l^farrer 


ciiom. 


CHonoBe 


©arbe 


(cnopt 


cnöpoBe 


(Streit). 



Ausnahmen: s^rö-l Qciljn, bijik'b 2öoIf, paK^ ^.reb§, 
npicT-B 5"i"flcr, cruiaBt ^io^, Seqierung, und die Völker- 
namen, die aUe -ii haben. (S. Beispiele übg. 4). 

IL Die einsilbigen Wörter auf -oir, -ai1, -e5 sind masc, 
die auf -n sind fem. Erstere, soweit sie einsilbig sind, 
bilden den PI. auf -ece (statt — Oße) aber gesprochen 
wird doch meist -ove. 

m. poil PI. poese (roieve oder roiove) (SdjlüQrm 
c.Toii cioeBe (sloiove) (Sc^idjt 

Kpai1 KpaeBe (kräiove) (Snbe, <Saum 

öoil öoeBe (boiove) Svompf 

111. Aber zweisilbige gehören nicht hierher: 
m. cmueil 
m. TBÖGAeil 
m. c.ivuäil 

f. 3eMH 

f. neBOja 



PI. ciäseii (slavei) 
PL rBÖ3Aen (gvozdei) 
PL cjvuäji 

3eMH 
HCBO-in 



i)lQrf}tigaU 

9^aqel (uon (Jtjeii) 

2ant), (Srbe, ©eqenb 
9?üt, UnqlücE 



26 



Zweites Kapitel. 



S2Ö. 



IV. Die artikulierte Form lautet bei den auf" -i1 aus- 
gehenden Mascimmer-iiTi.: cjiv>ia;i[Ttber3ufaÖ5Kpa;i[TT.ber 
iSaum, wie bei den masc. Subst. auf -h: Koiit — kohhtt. 
ba§ ^ferb, und den Adj. ööjien'B !rant, öojiHiiflT'B bei' franfe. 



§26. 


Praesens. 


Aorist. 


IIIITaMT. 


ic^ frage 


oHTäx-B id) fragte 


UHTaint 




nirrä 


HHTa 




miTä 


uHTaMe 




niixaxMe 


UHTaTe 




nHxäxxe 


UHTaTt 




niixäxa 




Impf. 


Impf. 


HMaXT. 


d) I)atte 


6'ixx. (beach) ic^ irar 


HMaiue 




6tme (bese) 


HMame 




6tme (bese) 


HMaxMe 




ötxMB (beaehme) 


HMaxTe 




ötxxe (beachte) 


liwaxa 




6ixa (beacha) 


njäinawi. 


ic^ be^aljle 


npoBöacAaMT. id) begleite, fenbc 




Aorist. 


Aorist. 


II.iaTHXTE. 


id) be3Qf)lte 


npoBOAiixT. id) fanbte, (be- 


njiaTH 




n gleitete) 


HJiaTH 




II 


n.iaTHXMe 


iixwe 


njiaxHXTt 




iixxe 


njariixa 




iixa 




Imperfect. 


Imperfect. 



miamax-L id) pflegte ^u be^ npoBöac^ax^ id) begleitete 
ame 3al)len ame 

aine ame 

axnie axMe 

axxe axxe 

axa axa 



§ 2ü. Substantiv, Pluralbildung. 27 

Der Aorist wird in der Erzählung bei ausgeführten 
Handlungen angewandt, ob sie dauern oder nicht, ist 
dabei gleichgiltig. Das Imperfect dient bei Schilderungen 
zur Darstellung von Zuständen und von Handlungen, die 
vor sich gehen oder vor sich /u gehen pflegen (iterativ). 
Näheres folgt später. 

5. Tbung. Anekdote. 

EAiiiit Aoirrop'b li.Mame uö.ieiiL icoiib. Toil iipoßÜA» 3a 

K6lICKIi;i[TX XeKH.MUm,. TÖ31I Bt mItKO BpiMe H3JliKVBa 

öö.iHiiflfT'B icöiib. Konlro aöktop'lt'l ro iionHxa, kojko 
Tpiöfsja Aa njiarH, xoil >iy Kasä: Hiiui,o, a^t iie BseMajit 
Hiimo Ha ApYräp/i[T'B cii. 

HlIu^o nid)tl;. ntmo ettuaS. Korä roann? KoräTo aU. 
KoucKii äum ^^ferb geljöriQ. xeKuMnn-B ^Irgt. KasBaMt ic^ 
fage, Ka:5;ixt icf) iag^k. iipoBo>K;iaM'i, id) fd)ide, begleite. 
npoBOAiix-B ua idi fanbtc narf), lieB f)olen. in-Tf-KyBajiT. id) 
l)ei(e. Bne^iaMt (zemam) id) pflege ^u nel)men. luiTaMx 
id) frage, nomiTax'B ic^ fragte (einmal). njäutaM-B idj be^atjle, 
Aa n.iaTii hci^ er beäal)lt. oTroBäpHMx id) pflege §u Qnt= 
lüorten. oxroBöpjixx id) anttoortete. Tpi6[B]a e§ ift nötig. 
HaiipdßflMT. ic^ mad)e, nanpäBnxi. id) madjte, id) tat. 

Die Fragen sind zu beantworten! 

Koit Hsiame oö-ieii-B kohb? SBer l)atteein franfe§^^ferb? 

ICaKBÖ inrame aöktopt.t'b ? 2öaS l}atte ber Softor? 

KaKT. 6ime KoiiaT-L na ,T,öKTopa? SBie lüar ba§ ^ferb 
bc3 2)oftorg? 

KaKBö HanpäBii ^lioKTüptTi,? 2Ba§ tat ber S)ottor? 

3a Korö npoBOAii roii? 9tac^ irem fd)idte erV 

KaKBo HanpÄBH xeKiiMiiniTi,? S53a§ tat ber ^(r^t? 

Bt Ko.TKo BpiMe in.iiKVBa koiih? Sn lüieüiel ^txt 
()eilte er ta^i ^ferb? 

111,0 ro noniixa aökxop'bx'b? jföa§ fragte iI)nber3)üftorV 



28 



Zweites Kapitel. 



S 27. 



mo oTioBöpii? 3Saö antooxtete er? 
IIo KOJiKo BSeMauie na Apyräpn cii? SSiV? (je tt)tet)iel) 
pflegte er Dom SloUegen 511 ue()men? 

6. Übung. 

®ie Sl'ämpfe lüoren fe^r ftürmifdj, ftürmtfc^er al§ (ott. 
KojiKOTo) e§ nötig tuar. ^uföHig tüor icf) Q^vlqq. SBer fragt? 
S)ie Seljrer fragen, bie ©djüler (yiennKt) antiuorten. 
©ibt e§ üiele ©tobte in ben 9fi()obopen? (£§ gibt bort 
nur (caMo) Heine ©täbte. W.^ luir in Bulgarien inaren, 
pflegten rt)ir n^enig 5U beäal)Ien für bie ©peifen (sa AAeneio). 
äöer machte biefe <Stüf)Ie. ^c^ mai^te (fie). SBieöiel ^iafter 
nimmt er für bie 9?ägel? (Sr nimmt nidjt§ (bafür). Sn 
®eutfd)tanb gibt e§ nict)t Inele Sfiadjtigallcn, aber in S3ut= 
garien gibt e§ üiele. äötr maren in großer 9^ot im SSinter. 
^ie Pfarrer unb bie Set)rer ftnb fe§r tüd)tig in biefem 
Sanbe (crpaHa). 

Neutra. 

§ 27. I. Die Neutra auf -o haben im PI. -a, die auf 
-e haben -;r, doch haben die auf -u;e, -iii,e ausgehenden 
Neutra mit Bewahrung des Akzentes einfaches a. Ge- 
wöhnlich liegt der Akzent auf der letzten Silbe, es findet 
also oft Verschiebung statt. 



nncMÖ 


PI. niiCMa 


©d)reiben, 93rief 


K^UÄÖ 


KpHJlä 


5'IügeI 


cejio 


cejiä 


,®orf 


xopö 


xopa 


1a\x'^ 


esepo 


esepa (iezerä) 


©ee 


üjiibjio 


ö.iioAa (bliudä) 


Untertafle 


;i,ijro (delo) 


A'£jia 


Siat, ?lngelegenf)eit 


cj(3bo 


CIOBä 


SSort 


CT'LKJÖ 


CTtKJia 


®IQ§, glafc^e 


nnt.Tc 


u;B'r,TH 


33(ume 



Substantiv, Neutra. 



29 



^ui■r^> i];B'LTOBe S3liite, ^-arbe 

.ii>3e .io3fl SBcinbevt"! 

:vnrI;HHe MirLHiia 3J?cinmu] 

ctpue (sprtse) ei.pu.a (sortsu) ^er^ 

yiH.iiiuie yiHjiiiina (Sc^ute 

rpa^Hine rpaAiiiua 9^uinc 

II. Die mehr literarischen, aber sehr häufig ge- 
brauchten Wörter auf -aii[iiJo, -eu[iile, die dem deutschen 
substantivierten Infinitiv entsprechen, bewahren den 
Akzent; der Phir. lautet nach russischer Weise -nn oder 
volkstümlich -exa. 



itHcaiie (ba?) Sdireibeu 
nncäniie ©djlift (1)1.) 
iie-reiie (Das) ^^orlcfcn 
MöjeHB (ÖQö) bitten 
X(\Tene ®e()cn 
iirpane ®pie(en 
ce;i;eHe Sitten 



iincan-ii;i öftere«? Schreiben 
nucäHHfl ©djtiften 
iiexeH-Hfl, -exa SSorlefungcu 
MöjreHHH (Siebete 
xö^ennH ©änge 
jirpäiiHfl ©piele 
ceACHHH (-exa) ©i^ungeit 



III. Einige auf -e ausgehende AVörter haben kollek- 
tiven Sinn, vertreten dann einen deutschen Plural: Ete>.i- 
rapiniT, aufgäre, E-ijirapexo bie 93ulgQren (in i()rer ©e^ 
famtt)eit). Eijirapnxi bie 33ulgarcn. 

xptn-B '3)orn, xptiie SDornen, ©eborn. 

rposAT. Xraube, rpo3A[Hje Xrauben. 

cHoni, ®avbe, cnone (Sarben, cHonöße einzelne (Starben. 

ÖH.iKa 9J^ebi,Mnalpf(an,^c, öibe ipetlträuter. 

jiHcr'L iölatt, .iiicxo koU. Saub, (PI. Jincxn, .iiictii, otcxobb 
einzelne 33tätter). 

HÖK-Bx-B Fingernagel, koll. noKx[ii]e, PI. hökxii (hckxh). 

MÄHcx> DJ^mn, MÄacexii bie 5D?änner 

HiiBa ?lder, hiibc, niiBa ^$-lur, niiBir 5Idcr. 

OBU,a (Sdjaf, OBiüe, PI. obi;h. 



30 Zweites Kapitel. § 28. 

Anm. xopa pl. heißt „Seutc", Miioro xopa — üiele Seilte, M-ia^n 
xopa — juitcje Seute. 

IV. Bildungen auf -eml, -erä, -ecä. 

a) Einige Neutra auf -e nehmen im PI. die Endung 
-na an: m\e PI. iiMenä 9^ame, iJiQmenötag, njeiwe PI. iijie- 
Menä SSoIf, ©tamm, ebenso: sptBie 3^^^, chw (Samen, 
^Biaat, BHMe ßuter, 6p'ii«e S3ürbe, 2ait, cxp-tMe (Steigbügel, 
auch paitto, paiweHä Sdjulter gehört hierher. 

b) Einige Neutra (meist Tiernamen) auf -e und alle 
auf -ye nehmen die Endung -exa im PI. an: MOJnie PI. 
MOM^exa mit Art. MOM^exaxa*) 33utidje, 3toMH<ie PI. MOMHyexa 
9J?äb(^en, icÖHue PI. Könqexa ^ferbd^en (Dim. zu kohb), 
Kv'ie PI. Kvyexa ^unb, Bpaöiie PI. Bpa6»iexa (Sperling (Dim. 
zu Bpaöeu'B), nMe PI. nMexa oder mi-mii §u()n, npace 
PI. npacexa ^ertel, xeüe PI. xe.iexa, coli. xejiu;n ^alb, 
anie PI. arHcxa Samm, npe PI. apexa girf^ein, Mope PI. 
Mopexa SOJeer, no.ie PI. no.iexa (Sbene, ^elb, Atpsö 93aum 
PI. ;i,tpBexa 33äume, ^rennl)olä. xeneK-e neben dem auch 
xenBKHH JBled) vorkommt, hat im PI. xeneKexa. 

c) Einige Neutra haben -eca im PI.: iieöe (iieöo) PI. 
Heöecä (neöexa) §immel, mvao PI. ^y^eca SSunber. 

§ 28. Unregelmäßige Pliirale. 



f. 


piRKa 


PI. 


pÄ^ife (rotse) 




§anb, 5[rm 


n. 


OK(') 




onu 




Siuge 


n. 


yxc')^ 




yiuH 




Dl)r 


n. 


KOjI'tHO 




vojiini ilntee 




KO.iina ©lieber, 










©enerattonen 


f. 


Horä 




11031 (norn) 




Sein, guB 


m. 


KpaKt 




KpaKä (^Ba KpäKa) 


gui S3cin 


m. 


porx 




pora (p(iiOB(') 




igoxn, ®etüetl) 



*) Um die schwerfällige Aussprache momtsetata zu vermeiden, 
spricht man dialektisch momtäeata usw. 



;;28. 



Substantiv, Neutra. 



31 



m. KJlM'I.KTi 

ra. KH,'i3r. 

m. uapi> 

ra. Kniih 

m. rociiOAiiii'B 

111. ßpart 

m. ,T,eiib 

n. A'fcTe 

m. Kpaii § 25 II 

JU. IlrTvTh 

f. Kimra 



KäMT.HII, KäMT)I^Il ©teilt 

uape gax, Slönig 

Koiio ''4^fcrb 

rociioAä (als Anrede) S^err 



6paTÄ (6paTii)i) 53ruber, (®e- 

AHii jTag [brüber) 

Atnä 5linb 

Kpamna, KpäeBs (Snbe, ©eflenb 

nÄTiiina SBege nÄxn SIKale 

KHiirH Sucher KHiijKä ^^apicre. 

Anm. 1. Es gibt eine ganze Reihe einsilbiger Wörter, die 
im PI. -iima haben, doch kann man auch -obc anwenden, ohne 
einen Fehler zu begehen. 

Anm. 2. Im Ostbulgarischen geht nach den Lauten 'i, /K, iu, 
\ (in n) das betonte a des Stammes in e über, wenn e oder i folgt: 
;Ka6a PI. :»ce6ii (^nofd); 'lauia PI. »iciiiu ®la§; mariKa PI. mcnKu 'JJiü^e; 
no.iflna PI. no.ieuu iöerganeje. Ctohht. Voc. Croeiie. Die Literatur- 
sprache vermeidet diese Formen. 

Anm. 3. >kubotho Jier, mki) hat im PI. mchbotiui (da es 
eigentlich zum adj. ^uiiBorein. gehört). 

7. Übung. 

KaKT. BH e HMexo? T6ao}»'b mii e HMexo. Jjtjii napii 
3a ^epHii Ann.') ^necb e iiasäpeH'B Aent. ^Z^ea ahh npiAH 
CMxpTbTä CH Toil Ötiue y wene. Bqepa Hiviame xopö b'b 
ce.ioTO. B'B.iräpiia nlMa roAtMii esepä. MaräpeTo 6tme 
BT. TpxneTo. ^tuäTa öepixa u,BiTH b'b nciexo. ^ail mii 
eAHa iiama bhho. Ta3H eceHfc .losaxa iiiMaTX rpÖ3Ae (coli). 
Eäna 3a M^ace. Oqii iinia — ne bhäa^, juiii iima — ne ^ivsa. 
PÄU.tT't My ciR A'tJrrH, a.iä Hostri niy ciK. käcii. Tt cnoA^, 
civiuaiiTe : öpäxH oie, öpara Aa ch ocxäiie.M'L. "^) IIo 
nArninaTa iiMame Miioro KaMT-uii. ,T,Ba nATii 6tme y Mene. 
^Ba A'in H ÄBi Hoinii. Ot'b icpaKäxa ao rAaBäxa ciMt 
MÖK'Bp'B. ,l,i)vrii BpiMeiiä, Apyni iipaBH. Moivniexaxa ii 



32 Zweites Kapitel. § 29. 

MOMH^eTaxa 6ixa iMiioro Becejwi. KynnxMe iiH.iC'xa ii rACKii. 

arHera ii apexa. 

1) Sinn ist: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. 2) Brüder 
daß wir bleiben = Brüder wollen wir bleiben. 

SBieüict 9JcaIe mart \[)x bei mir? 1)iur- cinmaf. ®icfe 
SSege fiub fe^r fd}Ied)t. §ier gibt es §al}(reid)e imb gute 
(Sc£)ulen. ®ie SSäume Ijaben bid)te§ (fäcxi.) 2anh. ®iefe 
Slättcr l)aben eine jelir fd)önc garbe, aber bie S3Iumen fiub 
nod)' fdjöncr. ®er 31pfelbaum l)at Diele Blüten. §iev gibt 
e§ öiele §unbe in ben Dörfern, ober auc^ Diele ^inber. 
Sn ben ©tobten gibt eö feine Sämmev ober ß'^^cin ober 
Werfet auf ben ©trafen. 33icle Seute liaben frumme 35einc. 
Sßer I)at SSertpapiere (^£IIHII KHii>Ka)? 2Bir t)aben feine 
SSertpQpiere, aber nnr (jaben (S-beI[tcine (n^crtüolle ©teine). 
^a§i tauftet it)r im ^orfe? SKir tauften §ül)ner unb ©äufe. 
Sc§ ()atte lange 3^^^ fd)(imme Dl)ren. ®ie «Steigbügel 
ftnb fel)r bünn. 

Kasusbildung. 

§ 29. Es muß zwischen Sachnamen und Namen 
lebender Wesen unterschieden werden. 

1. Sachnaraen. 

a) Bei den Sachnamen tritt keine Veränderung der 
Endung des Nom. ein. Der Gen. und der Dat. werden 
nur durch Vorsetzung der Präp. na (= zu, auf, nach) 
gekennzeichnet. Der Acc. ist gleich dem Nom., der Gen. 
gleich dem Dat., oder richtiger gesagt, es gibt keinen 
Gen. im Bulgarischen, der Dat. ersetzt ihn. 

Sg. Nom. nepoxo bie ^-eber PI. N. nepäxa bie ^-ebern 
Gen. na „ ber „ iia „ bcr „ 

Dat. na „ ber „ na „ ben „ 

Acc. ., bie „ „ bie 



S 8u. Substantiv, Kasusbildiing. 33 

b) Der einzige Fall, daß eine Endung antritt, zeigt 
sich bei masc. Wörtern nach bestimmten und unbestimmten 
Zahlwörtern; dann wird a angehängt: e^iun cto.tb ein 
Stuljt, ABii cn'ua 5Uici 5tül)(c, nicht cxo.iout'; jobt. ^'i'unf: 
rpii jicBa brei ^ranf, cxo jieBa 100 g'^v ^K'Tupn ^läca üiev 
Stunben, ce^eMi. rpa^a [ieben Stäbtc. Vielfacli wird diese 
Regel. namentlich bei Personennamen oder bei mehrsilbigen 
"Wörtern, nicht beachtet. Fem. und Neutra haben gewöhn- 
licheEndung: ab^ käihii 5tDei^äu]ev. -rpn TderabreiSlälbev. 

Beachte Aßa (xpn) fl^un i^uicht Ana, wohl aber auch 
At'fia, AeHfl) '2 (3) Tage. Ebenso hat jräKxx-i, (£(Ie in Ver- 
bindung mit Zahlwörtern .laKTii (nicht .laKxa). 

('Aunx eAiiä. cahi) 1 cxo 100 

ABicxi 200 

xpiiflxa 300 

^lexiipiicxiVnni'B 400 

xnMAa lOOD 

ABi XH.iaAH 2000 

k6.iko wie viel 
ntKo.XKO einige 
eAHo BpiMe einst, einmal 
eAHii paö(')xiiiiu,n einige Ar- 
beiter 

§ 30. 2. Namen lebender Wesen. Yokativbildung. 

a) Bei den Personennamen und auch bei Tiernamen 
und personifizierten Sachnamen ist für den Vokativ eine 
besondere Form auf -e für masc, auf -o für fem. vor- 
handen; dabei wird bei dem masc. -re in ace, -kb in ^e, 
-eqe in -qe verwandelt. Adj. haben im Vok. -ii im masc, 
-a im fem. 

Anm. Die -u und -K-Stämme nehmen vielfach die Endung -o, 
nm Verwechselung mit dem Diminutivsuffix -ue zu vermeiden. 
Weigand, Bulgarische Grammatilj. 3 



m. ABa f. n. ab^ 


2 


rpn 


3 


'lexiipii 


4 


nexT. (nexb) 


5 


mecxt 


6 


ceAeMX, 


7 


oceMT. 


8 


ACBeXT. 


9 


Ac'cexx 


10 



34 





Zweites Kapitel. 


§ 


Beispiele 


für masc. im Vok. 




neTipt 


Vok. nexpe (§ 24) 


^seter 


KMeTT. 


KMexe 


SSürgermeifter 


rOCIlOAHH'B 


rccnoAHHe 


.v>erv 


Tbcnofl,T, 


r6cno;i;H 


§err (ßott) 


6ovT> 


6ö>Ke 


©Ott 


lon.i-Ki, 


lOHä^ie, lOHäKO 


§elb 


H'LMei^Tj 


ninev^o 


®eutf(i)er 


TtproBei^x 


TtproB^ie -6Beii;o 


Ä'aufmann 


r.iyneiii'B 


r.iynei^o, rjiyn^io 


S)ummfDlif 


oTeu;!. 


üTqe 


3Sateu 


CTäpei^T. 


cxap^ie 


?(Iter 


'lOBiKt 


'lOBi^ie 


aJJenfd) 


HiiKy.i'L 


/TiiKvjie 


3an!u( 


PaAyJiT» 


PaAyje 


9^Qbu( 


Ctohiit. 


Crofliie (Cxoene) 


©toj au 


KHASt 


KHfl3Ke 


S-ür[t 


Feoprn 


Teopre (Foro) 


©eovg 



b) Beispiele für fem. (denen die masc. auf -a sich 
anschließen); dabei ziehen die auf ä betonten Wörter den 
Akzent zurück. 

N. M<i.Ma, 3iaMo 5D(Utter BofiBÖAa, boiIbö^o ^^üfirer 

3iäiiKa, wailKo 9J?utter B.iaAHKa, B^ra^HKo 53ifcIjof 

cecxpa, cecxpo (Sd)tt)eftcr [ÜBäHKa], IIsäHKo Sol}ann 
HCBicxa, iieB'Lcxo jutifle ^-rnit chht., chhko (2ol)n 
MapHH, MapHo SJiatia öpaxi, öpaxKo 33ruber 

A'iia, A'ho SInna öamä, xäxe, xäxKo SSatei' 

c) Die auf -h ausgehenden Masc. haben -bo, oft lo 
geschrieben; ihnen schließen sich einige andere an. 

Koiifc, KOHLo ^ferb 6an, öa-rto, ßafio N. u. Voc. 

Kpajii,, Kpajifco ^önig älterer 93ruber, ©eüatter 

npHflxejib, iipii/ixc.ifco ^-reunb rocno^äpi', rocno;i;apLo ^^err 



i^ 30. Substantiv, Kasusbildung. 35 

Anm. Eine Reihe ursprünglicher Vokative auf -lo sind 
Nominative geworden und werden mit -lo geschrieben, können 
aber nicht mit dem Artikel verbunden werden: Kpa^Jiro 5!)leb, 
n.ia'i.iio ^(ärrfiany, Wveiner, sarwio ®nifer, Bau raiiio ©eüatter 
®ane u.s.w, 

d) Die auf -acB, -m, ausgehenden Masculina haben o. 
MiR/KT, — MÄ15K0 -Diann, Bpan7> — upano ß^ubercr, Mnno(-e) 
'^üireöe an ^erfoneu mittleren ^Xltery, Cnfe(, BOAä'ii. — 
BOAano g'ü[)rer. 

e) Nicht selten (bes. bei den Suffixen -Ka und -iina) 
findet man -e bei weibl., und -o bei männlichen Wörtern 
im Voc. Wörter auf -iih^i. haben -o. 

^IiiHKa, MiiHhe EijirapHm., -hho 33u(flave 

MapiiilKa, MapiiHKe rpäjKAaiiinn., -hho 33ürc\er 

MOMä, Mojie Jungfrau Typ'nnn., -mio %üxh 

3opHiiua,3opHHue9}Jorgenftern a^ao 5tnvcbe au ©voBi'ater 
ci-iime, cjixn'iime Sönncl)en über an alten Wann 

f ) Sehr häufig wird in der Volkssprache, seltener in 
der Schriftsprache an die Voc. auf -e und -o ein -.le an- 
gefügt: 

EÖ3Keje 1 rti XXI MäiiKOJie, MäfiHOJie 1 9J^ütter= 

hojRnejiej wajie, MajreJie ' Ct)en! 

.iHÖejie (2c^äöd)en! ropojre ifiJalb! 

BtTpejie SSinb! PäAOjre Sf^oba! 

KVMejie ©eöatter! cecxpojie \ r-jL n x. i 

I /^^ ;= n r ' 6c&n)e[tercf)en! 

ojieje! (■2:ct)mer§en§ruf) au! cecTpHi;e.ie J ^ ^ 

arf)! 

8. Übung (Briefanreden). 

Eoacejie, biiuihh röcnoAH, 
CxopH Me, Boate, npicTopri 
Ha KaKBÖ-roA^ niiJieHue! 
0.ieJie! 3^6-1) Me öojiii! Ejiä, chhc, KaK'L -re BHKaTt? 
KaKBÖ HCKaxe ott. Mene, rocnoAHne? ÜHTanit re, ot-l 
KaKBä Bipa cn? C.iäBa Eöry, ne ct.mt. Typ^nni). Ana 

3* 



S6 



Zweites Kapitel. 



31. 



npaBÖcjräBeHt Jiii ch, ^ih^io? Ast iie3HäM%, KaKBÖ ro EHKaxt, 
HänraHTT. noni, e rpa^cKH. 

IIoyiiTaeMn FocnoÄnHe! YBasKäeMii rocno;i;HHe Pe;i;äK- 
Tope! MHoroyBa3KäeMii rocnoAHne npo(|)ecope! Biicoko- 
yßa^äeMii rocnoAHHe MHHHCTpe! (s. § 51 II) 

Barae Ejaropo^ne — (Sit). ^ocI)tt:)oI)[geboren. Barne 
IIpiB'BSxoAHTejicTBo — Ew. Exzelleiiz, Baiue BncöyecTBO 
— ©lü. §oI)eit. Bäme ÜMiiepäTopcKo Bejni^iecTBo — (Slü. 
!QiferItd>e SJJajeftät. 

MiMii Taxe! Cirae moh! CK;K.nii poAiiTejiH! ^pam 
npHaxe.ifco! Mnja Apy^Ke — liebe ^reunbin! Miua Mawo! 
YBa^Kaesia rocnojKiii^e! MHoroyBa>KaeMa rocno^Ko! 

SJMtterdjen, gib mir ein loenig Srot! ©öljitcfjen, icfj 
tjabe !ein§. Sieber Sßater, gib mir ®elt), ba^ (sa ^a) id) 
53rot faufe. Siebe ©djirefter, id) i^aho: ben 93rief nid)t er- 
(jalten (nojyiHxi,). D tüel), ber ^opf fdjmerjt midj. ^eiire 
©Item, id) lüünfdje ©ud) (Bh) eilt glüdüdjcö 9^eue§ Sa^r. 
trüber, fomm ^u mir. Sd] fann nid)t, Sof)ann, id) f)Qbe 
feine ßeit. D^cetjmen ©ie ^ia^, mein §err! Sieber g-rcunb, 
I)aft bu einige fdjöne S3üc^er? Sdj ^abe öier nene, fd)öne 
©üdjer. (£§ finb (gibt) nur nd)t ©tü[)Ie in bicjem ßinimer, 
aber e§ finb 6 9J?änner, 4 g-rauen unb 3 Sl'inber ha. 

§ 31. Außer dem Aoriste auf -ax'B (s. § 26) gibt es 
auch solche auf -hx'b, -ixt, -oxt., die, abgesehen vom 
Vokal, gleich flektiert werdeu. 



ic^ finbe 


id} gebe 


id) fel)e 


uaMHpaMX 


AäBaM'i 


BHAH 


Aorist Haiviip-iiXTb 


AäÄOXi. 


BHA-ixT. (eah) 


-H 


Aä^e 


4 (e) ■ 


-H 


A^Ae 


-i (e) 


-HXMB 


AaAOXMe 


-'LxMe(eachme) 


-Hxxe 


AäAOXxe 


-ixxe (eachte) 


-Hxa 


AJiAOxa 


-ixa (eacha) 



i? 32. Substantiv, Kasusbildung. 37 

icl) Uerliere icl) lefe td) fiUe, t)cnuei(c 

aaryÖHMT. 'icni ceA>i 

saryöiixT. 'iotoxt. cca^xt. 

id) antiuorte idj ge^e tuen iff) ^^i^c 

OTrOBäpHJI'L OTHBaM'B Tl.pnH 

OTrOBupilXt OTHAOX'B TipfliXT. 

9. Übung. 

EAiim. Ö'LjirapiiuT. oriiAc ut eAiiä xypcKa K/¥iina ii, 
i>aTo BiiAt- Ai5'ii-Tpii A'tuA, nonirra Typ'iiiiia: „dro, Mini C/R 
T't3II A'tiUi?" 

„Möii CÄ, qöpöaAafH!" oTroBÖpn TvpuHU'LT't. 

„ExTi! HöKa 'in cXx jkhbh, xa äKo ii Aa cä TypMexa," 
Kasä öx-irapinn-TT). 

wpöaAatH I}öflid)e ?Cnrebe an 9)?änner befferen @tanbe§. 
xyp^ie junger STürte. neKa xh c^ /khbii ba^ fie bir lebenb 
feien, fie foUen leben, xa unb. aKo n Aa irenn aud). 
arä, Voc. aro §err, 9JJeifter. mui treffen, n^em gehörige. 

ßtuei grennbe gingen burd) (npist) ben 3BaIb unb 
fanben einen 'Bad. Sn bem 'Badt traten §tüei 93rote, brei 
5ifd)e unb etrt)a§ Släfe. Sßa§ mad)ten fie mit bem ■Bad? 
Sn bem näd)ftcn ©orfe gaben fie il)n bem (Sd)ul,^en. 3Sa§ 
fragte ber (Sdjulse? SBo fanbet il)r ben Bad? Sa^3 ant- 
lüorteten fie? 3^ir fanben it)n im 3Solbe. SKet terlor if3n? 
Sc^ mei§ nidjt, fagte ber eine. Sie gingen ineg nnb t)er= 
meitten (fa^en) nod) einige ßcit im SBirt^ljan^. 3^ann (noc.it) 
fet)rten fie in bie ©tabt gnrüd. 

©eüatter, Iric getjt'S? ©uten 9JJorgen, ©roBi^ater! 
©Uten 2ag, ^atcr! ©nten ?lbenb, .s^")err 'Jiidjter! ®ute 
9^ad)t, Sdjtnefterd^en! 

§ 32. Reste alter Flexion. 

a) Reste eines Dat. auf -y findet man besonders in 
der Volksliteratur bei masc. Personennamen: Cxohii'b Dat. 



38 Zweites Kapitel. § 33. 

CxoHHy (gew. Ha CroHHa); Eor^b D. cjiaBa Eory ®ott fei 
9?U^m; öpar-B D. ßpaxy Söruber; TäxKo D. xaxKy SSater. 

b) Einen Acc. auf -a findet man in der Regel bei Eigen- 
und Personennamen: HBäm. Acc. IlBana. llBäHOBT. Acc. 
HßanoBa etc. Ha rocno^HHa A-p't IlBäiioBa be§ iiervn 
Dr. SlüCinoff. Jlo rocnoAHHa npo^ecopa MnxoBa an §erru 
^rofe[for 9Kid)o[f. Oxt rocnoAHHa jiHniicxpa X Don bem 
§errn 9J?ini[ter ?t\ 

c) In der Literatursprache ist es Brauch geworden, 
den artikulierten Subjekts- vom artikulierten Objekts- 
kasus auf die Weise zu unterscheiden, daß -tTi. als Nom. 
gilt, -a dagegen als Acc. (s. § 18). In der Aussprache 
dagegen herrscht keine Verschiedenheit. Das Adj. wird 
gerade so behandelt: N. öxjirapcKimx'L cshkx, Acc. öt>.ii- 
rapcKiia eaiiKt. 

Beim Pronomen (§ 37), Zahlwort (§ 39) und in einigen 
stehenden Ausdrücken lautet die bestimmte Form auf 
-H statt -Hflxx. BejinKH-nextK^ ßtjai'freitag, CBeni HiiKÖjia 
^(. SfJifoIaU'-?, ötAHH Bevept SBeiI)iiadjtcn. 

d) Bei fem. Personennamen findet sich manchmal 
statt der Umschreibung mit na eine Kasusendung auf -h : 
PaAa Dat. PaAn Dtaba; Dim. Pa^na Dat. Pa^KH. MaMa Dat. 
iviaMH 9Dhltter. Manna Dat. Mai1u,n 3JJuttev. aioMÜ Dat. 
MÖMH Suncjfraii. 

§ 33. Flexioiisbeispiele. 

Sg. N. BTE.pxi.xT. ber (Gipfel npHHxe.iHTi. ber ^-teunb 
G. D. Ha B-Bpxa na npHHxejiH 

A. Bxpxa npHHxe.^fl 

V. Bxpxo npHaxe.ibo(-io) 

PI. N.A. BT&pxoBexi npHflxejiHxi 

Gr.D. na BtpxoBex'L iia npiiHxejiirr'S 



S3ci 


Flexionsbeispiele. 39 


sg. 


N. Eon.®ütt Ctohhi 


(Stojaii xaxe, xaxKo9>ater 




G. D. na Lora iia CTOniia na raxe, iia xaTKa 




(D. ]k)ryi (D. CTcoiiiy) (D. raTKy; 




A. Eora Croniia 


xaxe, xaxKa 




V. Eo^ef.ie Croniie 


Cxoene xaxe, xaxKO 




ba§ fc^önc 5JMbct)en 


9!}?uttcv bie ^tvaiiflieit 


Sg. 


N. A. xyöaBaTa MO>iä 


iMäMa öo.iecxtxa 




G. D. na xydaßara Mojiä 


na mama na ßojiecxbxä 




(D. momh) 


(D. MaiMH) 




V. xyöasa momg 


BiaMO 


PI. 


N. A. xyöaBHxi momh 


ööjecxHxi 




G. I). na xyöaBiiT'li jiomii 


na Cüjecxiixi 




sMiia iSdjIange 


3Mi3 ©raclje 


Sg. 


f. X. A. sMHflTa 


Sg. m. 3Mtflxi. 




G. D. iia BMiiHxa 


na 3Mia 


PI. 


X. A. SMIIHTi 


SMMoBexi 




G. D. iia SMiiiixt 


na SMMoBeii 




bei" S^ücjel 


bie ®r!Iärung 


Sg. 


n. X. A. Kpn.iöxo 


o6Hcnen(njexo 




G. D. Ha Kpiuoxo 


Ha o6acHeH(H)exo 


PI. 


X. A. Kpii.iäxa 


oÖHCHennaxa 




G. D. iia Kpnjiaxa 


Ha oÖHCHennaxa 




'•^^ietroff 


(bie grau) ^etrofi 


X. 


IlexpoBT. 


X. A. üexpoBa 


G. D. Ha IleTpoBa (-bt.) 


G. D. na TTexpoBa 


A. 


IlexpoBa 




V. 


ITexpoBT. 





(bie gamilie 'ipetvoff) 
PI. X. A. fTexpOBnxi 
G.D. na ITexpoBiixt 



40 Zweites Kapitel. t? 33. 

Die FamilieDnamen, die meist Adjektiva siod, haben 
keine feststehende Form, sondern werden je nachdem sie 
sich auf den Mann, die Frau oder die Familie beziehen, 
verschieden behandelt. Entsprechend werden andere 
Familiennamen verändert. 

Das substantivierte Adjektiv. 

Sg.N. A. Ao6pii;i[T'i f. AoöpäTa n. AOupöTo 

G. D. iia ;i;o6piia iia ;i,oöpäTa na joöpoxo 

V. ;i;ö6pH Aö6pa 

PL N. A. Aoöpiixi 
G. D. na AoöpHxi 
3X.TL fdjtimm: s-iiiiiTi., saa-ra, 3jioto PI. sjiHTt. 
r.iaAeni: rja^HHaxi, rjiaAnaxa, PI. rjraAiiiixi. 

10. Übung. 

Hne iiaM'EpHXMe niKo.iKO xydasn u;Bixfl na Kpäa iia 
BAiiä ropa. Ha^iipMX'B iriKciKo jeBa. ^ynaBi.x'B e ciBep- 
iiaxa rpäHHi^a na BiJiräpHH. lO'sKiiaTa rpäHnii;a e Miioro 
nö-iienpaBH.iiia oxt ciBepuaxa. Bt^ HäS-naxciHiixi 'läcxii 
iia EajiKaiia, okcjio ^epiio-Mope, ima niä.iKO ropä; ho ki.mx> 
sänaA'B iiJia Miioro. /I,aA0XTb next jesa na nHcäxeji;i[x'i.. 
\[aKäxMe 10 ^lexiipii ^läca. ITonäKafixe oiu;e HiKojKO :\inHyxii. 
rocnoAHne, na Korö AäÄOXxe nepäxa? Ha Bäma'ra cecxpä. 
Mapiio, A^ CÄ nepäxa xh? ^äAcxi) rii na A^i^äxa. EpaxKo, 
n.iaxir ah MecoTo? ÜAaxHX'B ro. HeBiexo, BHA'ixxe jih 
iOHäu,HX'li? He rn BHAix'B. TtproBye, ta^ aaryöHxxe 
napiixi CH? HesHÜMt, mmo. EAHäxa Aäiixe MawH, h Apyraxa 
AaÜTB xäxKY, a xpexaxa AailTe na ÜHKa. Mhah h nesaöpa- 

BHMH KoJIbo! 

9Ba§ fanbet i^r im ©arten? 3[öir fanben einige fcf)üne 
?[pfet iinb üiele 23trnen. ®er ©orten Stojan^ ift ber größte 
unb fdjOufte im S)Drfe. ^§> gibt fein Scijlimmeö ofjne ®utc5. 
®ie 9.1iutter be« guten Sodann ift fe()r franf. ©egen Cfteu 
gibt ee fcböne SSälbcr, aber gegen Si^cften ift (eine) (Sbene. 



v^ 34. Akzcntregeln. 41 

3d) gab brci *^^ia[tcr bcr grau ^etroff. ®ic g-ami(ic 
SJ^irfoff finb tüdjtige l^ciite. ®lc 9iad]fümmcu be^ ^nta 
(.lyKOBuirri) i^inflen nad) ^Xmerifa. i2djUic[tcr, ()aft bu bie 
.'Öüf)ner be^at^lt? (^ib ber 9J?iittev biefe ()errüd)en 53(umen. 
iöiir|d)e, tüem i^abft bit bie 33üd)ev? Sd) gab fie bcm ^evru 
Set)ver. S^ic ö[t(idjen lljcr be» ^tbriatifdjen (blauen) 9Jkere» 
finb meift fteit. ®ie ^axbt bc§ ^(gäifdjcii SJJeereiS i[t 
meift blau. 

sänaAt 2Be[ten lon, ©üben 

3äiia,i,ein. lücftUd) loaceiix füblic^ 

ctBept 9?ürben hstok-l £ik\\ 

ciBepen'B nörblid) lisTo'ieii'B öft(id) 

npas-L adj. gerabe, lua()r; npaBo adv. gerabe, rid)tig; subst. 

9?ec^t, SBafirtjeit; npäsiuo Siegel, ^ogrna; npaBHjteHx regele 

mä^ig, gerecht; nenpäßMeiit unregelmäßig, un!orreft. 

§ 34. Akzentregelii. 

I. Die mehrsilbigen Masculina und allgemein die 
Feminina haben festen Akzent, sowohl bei der Artiku- 
lierung, wie bei der Pluralbildung. iipiiHTejiB, npHJixe.iHT'B 
PI. npiiflTejiir. Kpäßa PI. Kpaßn. K03ä PL Koaii. 

Ausnahme hiervon machen 

a) die Masculina auf -ä, -p, -n, -m, -u, -k, die bei 
der Pluralbildung einen Vokal auswerfen (s. § 24): 

nireji, n^ixejTm. PI. niTJiii c^af)n 

KOC'BM'B, KÖCBM-BTTi PI. KOCMH §aai" 

oTeu;^, oTeuitT-L PI. oiuii Slirc^enüater 
opejit, ope.iT.T'B PI. opjiii 3lbler 

KOTeJlt, KOTeJT.TT. PI. KOT.III S^teffcl 

b) die Feminina auf -t verschieben regelmäßig bei 
der Artikulierung, seltener bei der Pluralbildung den 
Akzent auf die letzte Silbe: 



42 Zweites Kapitel. § 34 

nemb, nemtTä PI. neu;«: iiomt, iioiu,bTa, iiomii 

MJläAOCTh, MJiaAOCTbxä (PI. Mjä^OCTIl) 

cräpocrL, crapocrtTä (PI. cräpocTn) (s. § 19) 
c) die Feminina (und masc.) auf -ä ziehen im Voc. 
den Akzent zurück (s. § 30 b): 

ateiiii V. Hceno! cecxpä V. cecxpo 
MOMä V. MÖMe! masc. arä V. äro. 

II. Die einsilbigen Masculina, die -h im PI. haben 
(paKt PL päu^ii ^reb§), haben festen, die auf -ose haben 
beweglichen Akzent; meist tritt bei letzteren der Akzent 
auf den Artikel im Sg., und im PI. wird -ove betont 
z. B. rpaAT-, rpaa.'iTT,, rpa^oße ©tabt (s. § 25). 

Ebenso chh-l ©ol)n, öpirt Ufer, ^ap-i ©efcljenf, r.iacx 
(Stimme, poAi. ^fJoffc, Slrt, ubBt'l 33Iüte, BiKt Sat)rf)untiert, 
^lacL ©tunbe. 

Anm. 1. Einige behalten den Akzent auf dem Stamme: 
x-iiÖT., xjiiuxTT), x-iioOBe iörot, npär'L, npär'tTt, npärOBC 'Sdiroelle. 
Die zweisilbigen auf -odc verschieben den Akzent nur im Plural : 
Bi;Ti.pt, BtTiptT-L, aber B^TpoBc 5Binb. 

Anm. 2. Einige Wörter mit o im Inlaute bewahren den 
Akzent bei der Artikulierung, betonen aber im PI. -ÖBe: nonx 
nönxTi., nonÖBC. Ebenso: aojii, %ü\, ko-tt. 'SPr^W» Äcopt ^lof, CHom> 
©arbe, rpoöT. ®vab, aber gto-i^ (Stit^l cto.iobi', mocttj 33rücfe mocxobc, 

ÄOMX §aUä AOMOB(!\ 

III. Nach den Zahlwörtern, nach denen, wie bekannt 
(§ 29, Ib), die Masculina die Endung -a annehmen, bleibt 
der Akzent auf der Stammsilbe: Aßa Kpäna (sonst npaKä), 
xpii rpä^a, ^lexHpn köha sonst Kone, nex^ u;apH sonst uiape, 
mecxt yäca, aber: iia mecxx yacä itm 6 U^r, wobei ^lacd 
die artikulierte Form des Sg. ist. hIkojikg KÖx.ia sonst 
KOXJH von Koxej'L Sle[fe(. 

IV. Die Neutra haben im allgemeinen bei der Arti- 
kulierung festen Akzent, bei der Pluralbildung aber ver- 
schieben sie den Akzent auf die Endung -a, z. B. cjübo. 



§ 35. Pronomen. 43 

CitÖBüTo PL cjOBä, cjiOBciTii Süort; e3opo ©ee PI. eaejjä; 
HBlVre 23Iume PI. i^Bir/i; ibie Dcame PI. iiMend; yvA« 
S5?unbet PI. My^eca; A'ijio Söcrf PI. ^-hjiä. 

Abweichend sind a) die Plurale auf -era, die meist 
-exa betonen, einige sind auch stammbetont; die Dimi- 
nutiva auf -ye haben meist -Mera. iipace — iipacera, nojie 
— nojrera, Te.ic' — -rejieTa, Köipie — KöuqeTa etc. (§ 27 IV b). 

b) die auf -iima bewahren den Akzent des Sing. 
yyHJiiime — yyajnma; rpaAiiine — rpaÄHma. rpü6niu,o — 
rpüöiima griebtjof (rpoöi, — ©rab). 

c) die auf -eH[H]e, -an[n]e werden im PL wie im Sg. 
betont: wojene — MÖJieHHH 33itte. niiTaiic — niiTaHHa ^^'^'^fl^- 
niicaiie — niicaiiHa ©d)veiDen. 



3. KapiteL 

Das Pronomen. 

§ 35. Pronomen personale. 

L a) Das Pronomen als Subjekt beimVerbum braucht 
nicht ausgedrückt zu werden, doch kann es der Deutlich- 
keit und Hervorhebung wegen gesetzt werden. Für den 
Dat. existieren besondere Kurzformen 

PI. im BII CII HMI 

um eiirf) fid) il)iteu 

H PL IUI BH Ce TH 

lie uns eud) fid) [ie 

die in Verbindung mit dem Verb gebraucht werden, ferner 
öamä My = ber SSater it)m = fein 3Sater und auch bei substan- 
tivischen Präpositionen : BT,pxi. ©ipfel, BT-pxy jiy auf il)m. 



Sg. MH 


TH 


CII 


my II 


mir 


bir 


fid) 


i^m i()r 


für den 


Acc. 






Sg. Me 


Te 


ce 


ro 


mirf) 


bid) 


m 


il)n, e§ j 



44 Drittes Kapitel. § 35. 

Der Dat. f. k erhält meist den Akzent um ihn von 
H = unb zu unterscheiden. 

b) Liegt besonderer Nachdruck auf dem Pron., so 
steht die volle Form und außerdem die unbetonte beim 
Verb.: Mene mg niiTaTx man fragt tntd) (nicht anbere). 
In Fragesätzen aber vorgestellt nur die volle Form: mene 
.111 niixami.? mid) fragft bll? oder nnTam'B .ih mc? 

c) Über die Accusativform nach OTt s. § 20, aber 
auch nach krto Irie steht nicht der zu erwartende Nom. 
sondern der Accusativ: KaTo nero tüie er. 

d) Flexion des Personalpronomens 

Sg. N. 2l3t, (as) westb. k idj 

D. Mene, na aiene, [jieHx]; mii mit 

Acc. Mene, Meiit; Me mic^ 

PI. N. iiiie, [hhii, hh] iDtr 

D. HaMt, na nact; nn lltl§ 

Acc. Haci.; mi uu§ 

Sg. N. TU bu PI. N. Biie, [bhh, bh] if)r 

D. Teöe, na xeöe; th bir D. BaMtjHaBaci; bh euc^ 

Acc. xeöe; tb bid] Acc. Bact; bh eud) 

Refl. betont ce6e, na ceöe (na ceöe ch); D. ch fidj, Acc. ce 
Sg. N. TOH er th fie to e§ 

D. HBÄiy; my i()m nefi; h il)r HeMy;Myif)m 

na nero na höh na nero 

Acc. nero; ro iljit nen; n fte nero; ro e§ 

PI. N. Ti^ THe [thh] fie (für m. f.) 
D. TiMi. (nKM-B); HMt d)nen 

Ha TiXT, 

Acc. lix-B (mixT.); ni fie 
•Neben xoS er kommt auch ont, ona, oho PI. onii vor. 

e) caMt felbft, ollein, caM'L asx id) felbft, Gawä th f. fie 
fetbft; HHe caMii iüir felbft, caMcii fetbft, caMn^ieKt gartä allein. 



§ 35. Pronomen. 45 

II. a) Biiayta ce e§ fielit fiel) = mau fiel)!, aiiäe ce 
man lueife. 

CTiiyBa MH CO mir fcl)cint crpyBa im ce iniy fd)cint 
CTpvBa TU cc bir „ cxpyna bii ce cuci) 

CTpvBa jiy ce it)m „ crpyßa iimx ce il)neit ,, 

lue Mii iia yMr;i ce fommt mir in ben <2inn. 

cnn Mii ce e^o fd)(äfert fiel) mir, i(^ l)alie (5cl)(af. 

!ifl,e MH ce id) l)abe Sf^hift. 

nrie MII ce id) babe iiuft ^n trint'en. 

HAa i(^ cjetje, cna, cniiuii., cnn, Aor. ciiax'i. id) fi^Iafe. 

liHfl, nHeim> ic^ trinfe, umt,, ^JAeiu-i., yi^e id) effe. 

HHTO , . . HHTo . . . tKebci" nod) . . .; otköjkoto a[§> (nach 
Komparativen). KaKBÖ \va^? otaL ll>oI)ei'? iiosiiaBaM-L id) 
fenne; ocr&Bnyn id) laffe. 

:\iÄya ce id) quäle mid) 
MÄyiimi. ce bu quälft bid) 
MÄTO ce er quätt fid) 
. MJ5.^HMi. ce trir quälen um 
MxR^Hxe ce il)r quält eud) 
MÄnaTt ce fte quälen fid) 
Häufig findet man den Dat. cii beim Verb., der im 
Deutschen unübersetzt bleibt, er soll nur die Beziehung 
zum Subjekt näher hervorheben: oTiiBaMt cii id) 9el)e meg. 
Im § 26 haben wir die Verba wie iicK-aMi. id) tüill, 
-aiut, -a, -aMe, -axe, -axt kennen gelernt, es gibt aber 
auch solche die mit -e- und solche die mit -h- abge- 
wandelt werden, wie die obigen Beispiele zeigen. Man 
beachte, daß die I. Prs. PL gewöhnlic'h kein -e am Ende 
hat, wie die a-Klasse. Wie anaa gehen: mm id) trinfe, 
li^a ic^ 9el)e, wie niAya geht: paqa, Aor. parax'B id) 
miliige ein. Bei den reflexiven Verben steht in allen 
Personen ce. 



b) 


Präsens. 


3Haa (3HaMT.) 


idj ireiß 


SHaem-L 




bu meifet 


3Hae 




er meife 


siiaeMi. 




mir miffen 


SHaexe 




it)r mifet 


3HaHT1. 




fie miffen 



46 Drittes Kapitel. § 35. 

c) Futurum. 

me AaMT. td) tuerbe geben me AäBaM^ ic^iüerbeju geben 
me AaÄemt me AaBain-B pfJ^egen 

me AaAe me ;i,aBa 

me AaAeiM'B ui,e AasaMe 

me AaAöTe me ^aßaTe 

me ^üaAäTi. me Aasaxt 

d) Abweichend vom Deutschen wird die Verbindung 
„id) unb 9^. 9^?." wiedergegeben: nne ei. 6afi FaHa BjiisoxMe 
Bt öio^exa i(^ unb S5aj (^anju gingen an§ S3üffet (wört- 
lich: tüir mit ^. ®.). Baexme cb öaS Tslkh fl,Bi cxctAHii 
CTan^KH ic^ unb sSaj ©anju nahmen f^xod benachbarte ^dkn 
ein (mir mit ^. &. naljmen ein). 

e) Tritt ein Acc. und ein Dat. zum Verb, so unter- 
bleibt oft die Setzung des Accusativpronomens: He exe jiii 
MH [roj npaxHjiH? §abt it)r mir e§ nid)t gefd)idt'? Anderer- 
seits findet sich oft im Bulg. ein Dativ, der im Deutschen 
als überflüssig empfunden wird (Dativus ethicus): xpirnajix 
MH cBexH Teopra (mir) brad) ber f)I. ©eorg auf. 

f) Ein nach deutschem Sprachgefühl überflüssiges 
Dativpron. wird oft zur engeren Verbindung eines Attributs 
angewandt: ßpaxt h na noKoiiHaxa ber 33ruber (il)r) ber 
3)er)"torbenen. 

Anm. u i^v, ce (sce) alle§, lüi ba ! erhalten einen Akzent zum 
Unterschied von ii unb, ce itcl), na Präpos. ju. 

11. Übung. 

KaKt xe KäsoaxT.? (mie nennen [te bid)?). Mene Me 
KtisBaxi. ränLo. Ha Mene KaKBÖ mh AäBamt? Hiimo ne 
XH AaBaint; [na] xeöe xh AaAOxa (man gab) nÖBe^ie, oxkoj- 
Koxo na nact. Kojko iiMamt Aa mh AaBam-L? HiMaM'B 
HHmo Aa AaBaM'B hhxo na xeöe, hhxo na nero. He snAemt 
JiH KaKBÖ ce licKa ojt, xeöe? IlI,o HCKax'B oxi) BacB? Oxtj 



S 3(J. Pronomen. 47 

Meiie Hiimo iie iicKaxT). Heniy My ce CTjjyBa, ye 3Hae bch'iko 
nö-^toöpi OT-L Hacx, iio ast ro nosiiaßaMT. oTAäßiia h 3iiäfl, 
ue rjiyiien'B Karo iiero iitMa Brojm na cuixä. He tc 
oCTHB/iM'B ;^a ce mAuhui'b; asx m,e ro iianpaßn caMCii. 
Ota^ ro SHäemT,? Toh mh [ro] nasä. Aat Jiy noHCKaxx 
eAiiä KHiira, iio xoii ne pa^ni ;;a mh a^ag. HaM'Lpiixa y (bei) 
HBH peßö.iBepi. H'^e .111 xii na y.MT>, Korä öixi. xaMi)? 
He MH HAe iia yiviä. SnajiT) rii as'B Tixt. B'Bpxy siy 
'lepsH-B ööJiaK'L (ergänze: ift, fdjlrebt) fc^tuar^e SSoIfe. 
Toh e Tipr6Beu;'B Karo Meiie. Käsnanix wy [ro] xaKä, k.'ikto 
ro 3iia>n.. ITo-Aoöpi c.Mi.pTb, otköjkoto noBÖpt. Ha tu 
H Ha reöe eAnä, nji-tcniiua, xa jin iiöniHnni'B! 

§ 36. Possessiv-Pronomen. 

T . „ , ., , . .^ ifeiu HeroBT. 

1. nictu m. MOH (moi) üciu thoh ., 

^ '"^ liljr Henni. 

„ , (neroBa 

T. MOfI XBOH 

UieHua 

iHeroBO 
n. Moe XBoe 

InenHO 

rJ. m. I. n. moh (moi) xboh > 

* I neHHH 

i()r xixeHT. (niixent) 

XtXHa (HHXHa) 

xixHo (hhxho) 

xiXHH (hhXHh) 

Mit Artikel: m. möht-l oder moh, f. mohtu, n. wöexo 
Fl. MOHxi ber meinige etc. neroBnaxt ber jeinige, Haninaxt 
ber unfrige, namaxa, namexo; TixHHflxt ber i()rige etc. 

Beachte: einer unferer ^reunbe cahh'b Hauit npnaxejit. 

b) Achtung! Die Pron. mein, bein, fein, unfer, euer, 
i()r müssen immer durch cboh, cboh, csoe (eigentlich fein) 
übersetzt werden, wenn sie sich auf das Subjekt des 



un)er m. 


Hamx 


euer 


BaUIT. 


f. 


Hama 




Bama 


n. 


name 




Barne 


PI. m. f. n. 


iiauiH 




BauiH 



48 Drittes Kapitel. § 36. 

Satzes beziehen. Sc^ Ijcibe mein S3u(^ bertoren asi, saryÖHxt 
cBoaxa KHHra; tper Ijüt mein S3uct) gefiiuben? koh naMipu 
MOyixa Kimra? 

Anm. Es finden sich vereinzelt noch ulte Acc. (Gen.) wie 
Moerö, TBoerö, CBOcrd. 

c) Gewöhnlich ist das adjektivisch gebrauchte Poss. Pr. 
artikuliert, ebenso wie das substant. gebrauchte ; aber in 
prädikativer Stellung unartikuliert. Der Gebrauch des 
Poss. Pron. ist überhaupt seltener als im Deutschen, da 
gewöhnlich dafür das entsprechende Pers. Pron. im Dat. 
eintritt z. B. tüO ift mein 3^"^"^^!^ (= ^0 i[t mir ba§ 3-)? 
r^i e CTaHxa mh statt r^i e Moaxa craa. Sa^ ßimmer 
ift mein — CTäKxa e moh (nicht MOHxa), aber: ba§ meinige 
ift größer qI§ ba§ beinige Monxa e no-roji^Ma, oxkojikoto 
XBOflxa. 

Verwandtschaftsnamen im Vokativ können mit nach- 
gestelltem unartikulierten Possessivum verbunden werden: 
cHHe Mon! mein ©o[)n! :^IaHKo Moa! meine SJhitter! xaxKo 
uaun,! SSater unfer. Ebenso unterbleibt in Brief Unter- 
schriften die Artikulierung: Bam-L npi^aiit cjiyra ^1)1* 
ergebener Wiener. TboS BipeHx npHHxejii, S)ein treuer 
^•reunb. 

d) CBOHXt PI. CBonxi wird der Regel nach mit ch 
verbunden, wie auch das Refl. ceöe cii. CBOiixi cii mäkii 
leine 9JJül)en. 

Perfectum. 

IL Das Perfectum wird im Bulgarischen aus dem 
Part. Perfecti vermittels des Hilfsverbs ctMi, gebildet, 
auch bei den Verben, die im Deutschen mit „haben" ab- 
gewandelt werden. Das Part, richtet sich in Geschlecht 
und Zahl nach dem Subjekt. 



§ 36. Pronomen. 49 

m. oH.n> cBM'r. f. asx cx.mt. uii.iü ic(} bin fjeiüefcn 
uii.n, cii TU cii öiuä 

ön.i-T. [e] rn [e] öiuä 

ÖlIJIIl CMC lIHe CMC ÖlLllI 

riiijiii CTe BHe CTe öiijiii 

ÖH.iii [cä] Ti [cä] öiun 

Merke: Man sagt ohne Unterschied Öji.it. c7.mt. oder 
asT. CT.M1. öii.n., nicht aber darf man einen Satz mit dem 
unbetonten ci.mt. beginnen. 

In der III. Person kann die Setzung des Hilfsverbs 
imterbleiben. 

a3B ciMT, KyniijT. oder Kynii-n, cxm-l id) l)abe getauft. 
337.] He c-BMi. Kyniiji-L id) l)abe nidjt gefauft. 
ne ctMT. jiH KynyBajT-L? I)abe id) nirfjt gu taufen gepflegt? 
xpÜHfl, -iimt id) nä()re; rpH>Ka ce, -iiui-l forgeu; TxpcH, 
-iiui-L id) fud)e; At-^acii ce e^5 uürb üei'banft (e^j fi^ulöet 
fid)); crpaxT. Me e id) fürd)te; paacBpAnMx ce böfe lueiben; 
iiaiicTiina ipirtUd), iraf)vl)aftig; npiKpäcem. fe()V fc^ön; 
cT.pjiiT-B äornig; reiK-BK-L, TeacK-a, re/KKo fd)n:)er, f)art, [djümm; 
iiepBeH-B rot; ciibt. grau; päöoxa 'i?lrbeit, 'Badjz, 5lngelegeu= 
l)eit: B-B KAmu (bkäu^h) = y aomA gn .S^aufe. 

12. Ü buug. 

MoflTa cxäpa wanKa e TB^p^i ööjna. He cre äh 
BH;i,'kiH MOHxa mnnKa? He fi biia^xt., asB caM-B T^pcH 
CBÜHTa CII. B'iepa ötxwe b'b Bäinara rpa^Hna, r;i;tTo BHA'fexwe 
BämiiTi xyöaBii u;B'f;Tfl. HaiiCTiiHa, xi cä npiKpäcHii; xoBä 
ce Ai'-^'KH Ha cecxpä mh. Räme jih e nepöxo? Jl^a, ynio, 
cxpysa MH ce, ^e e möe. Saryönjinb cbmI) neiiHaxa KHHra; 
cxpaxTj Me e, ^le me ce pascBpAii. Cboh CBoerö ne xpänH, 
HO xeatKÖ My, Koil cn ro ntMa. Tuil ce rpiiaca 3a CBÖHxi cii. 
PoAHTe.iHxi oxii;iioxa na pasxÖAKa, xa xa e caM<ä b'b K^mu 
(y Afi^i^). TtxHHaxT. KOHB e 'lepßeHB, nainnaxT. — ciibt.. 

Weigand, Balgarische Grammatik. 4 



50 Drittes Kapitel. S 37. 

KasBax^, 'le Bue exe ch Kynpijrn HÖBa KAtu,a bt. rpa^ii. 
r>Hji^ jiii ctMi. xaMT. HJH He, TOBä 116 6 Bduia päöoxa (Poss. 
ohne Artikel). Cime moh, ^a Kaacemt isnhni cii, KaiCBÖ cii 
HanpäBHji'B. MoHxa cecipä nero (oder ro) nosHasa. 3ary- 
611x1. MÖ/T MHJT. öpaxTb BL BOimäxa. 

Unsere @tabt ift eine ber [c^önften ©tobte S)eutfd)(anbg, 
uieUeid)t fogar bie fcljönfte. S53o ift mein S3u<^? Scft fal) 
€§ auf beinern 'Jifc()e. 5)q§ ift nic^t ha§ meinige, bivo iü 
bay meiner ©cljmefter. 9}iein lieber trüber, bu irrft bicli, 
eg ift bod) ba§ beinige. ©inb euere ^ferbe auf ber SSiefc 
gemefen? ©omot)( bie unfrigen, mie aiidj bie eurigen finb 
bort gemefen. ^Die ©tojanoffä finb nad) 5lmerifa gegangen, 
man fagt, 'i>a^ ber 93ürgermeifter it)r §au§ unb it)re 9tcfev 
getauft I)at. ®a^5 ift ridjtig, aber mein SSater f)at i^reii 
Söeinberg gefauft. Sft baio bein .§ut ober ber feinige? ©'- 
ift meiner. ®eine SUiutter Iiat tt)ren ©i^lüffel üerloren. 

§ 37. Demonstrativ-Pronomen und Indeflnita. 

a) biefer xü3n, töh | 

biefe xa3H, xaa )■ PI. xisH, th<i 

biefe» xobü, •lyil] 
Auch das Personale xoii, rn, to PL xi werden als 
substantivische Demonstrativa gebraucht, entsprechend 
deutschem ber, bie, ba§ (s. Anm. 2). 

jener öush, ohh | 

jene onc43ii, 0Hä;i ; PI. CH'LSH, omia 

jene» onoßä, oujii J 

b) berfelbe m. caMT, f. caiwa, n. caMÖ. m. caMnueKi., 
f. caMH'iKa, n. caMii^iKo: hcx7>, (hcxh), ncxa, iicxo. 

fDld)er iii. xaK'tB'B, f. TaKäna (xaK-ißa), n. xawtBa (-'bbo); 

PL XaKlIBa; xaKT>B3H, -KBäSH, -KBÖ3H PL -KB1I3H, -I13X.. 

anberer m. Apyrxi (^pyrn), f. Apyra, n. Ä]>yro; PL Apyni. 
ein anberer: Apyr'r, eji,mn> siiaxeni. niicaxejiB ein anberer 
•be!annter Sdjriflfteller. 



S 37. Pronomen. 51^ 

ebenberfelbe m. cähvi. (cäiuh), f. cAma, n. cAmo; 
ejnHT. II CÄm'B(n) ganj berjelbe. 

anberer m. riHaK7>BT., f. iinaKua, n. ihiaKBo; PI. HiiaKon. 
aiibcrer m. 0HaK'BB[3H, f. onaKsasH, n, 0HaKBÖ3H, PI. 

OHaKHBa, OHaKBHSH. 

aüerlei m. BciKaKT.Bi., f. BclJKaKBa, n. BcLKaKBo; PI. 

BCtKaKBII. 

c) jcmanb m. HtKoii, f. h-Lko-'i, n. irbKoe. 

niemanb m. hhkoh, f. hhkoh, n. uHKoe. 

QÜC Bcu'iKii (ohne Artikel beim Substantiv); alle 
in^gejamt Bciixi. 

irer aurf) immer m. K(tH-roAt, f. Kija-roAi, n. Koe-roA^ 
oder Koii-Aa-e usw. mö-ro^i lüQS aud) immer. KaKT.Bi.-roA^ 
lra§ für einer audj immer, menn aud) nod) fo . . . 

jeber (einzelne) m. BctKoii, bc^kh, (seki), f. BciKa, n, 
BciKo; PI. BCticoH. (Dat. auch BciKOMy, Acc. BCiKoro). 
BctKH eAiiH'B, BciKa cAua ein jebcr. 

jeber (ini§ge)amt) m. bcii'ikii, f. -a, n. -o. Käxa Aent 
jeben ^ag; naxa xpH ahh jeben britten %aQ. 

irgenb einer niKoä cii; m. HiKaKiBt, f. HtnaKBa, n. 
-KBo; PI. -KBn. irgenb jem.anb eAn-Koi1[cn], f. bah-koh, n. 
eA"-Koe. eAH-KaKtB-i ; (eAH-Ko.iKo irgenb ft)iet)iel; eAH-KaK-B 
irgenb toie; eAn-Kora irgenb tttann). 

einige h^oh; HiKo.iKo. 

Anm. 1. Zuweilen finden sicli noch Acc. auf -oro z. B. xorosu', 
xoroBE, 0H0r03ii selbst ;ipyruro kommt vor. OnoroBa laMX, BUAUxe 
.TU ro? ^en bort, fcf)t if)v if)n? noiiirra-Ti, e;iiioro er fragte einen. 

Anm. 2. Ein schwach hinweisendes Dem. wird, wenn auch 
selten, durch Hcro m. neu f., PI. lixi. (s. Personalpronomen) ge- 
bildet: iien^ EeiepB on bent 3lbenb, Bt lixi. Bpiiieua ju ben g^iten. 

Schwächer als TOB<ä = bie5 ist xo = boS, eö. Es gibt noch 
ein den Nachsatz beginnendes xo, das für xoräBa steht. 

4* 



52 Drittes Kapitel. § 38. 

§ 38. Interrogativ- und Relativ-Pronomen. 

a) tner? tücldjer? m. koh, f. koh, n. Koe, PL koh, 
ireffen? tuem geprig? m. ^ihh, f. ^hh, n. qne, PI. mm. 
tüem? in. KOBiy oder na Koro, f. na Ko>i. 

tuen? m. Koro, f. koh, n. Koe. 
welcher? m. koS (attributiv). 

tüaS für ein? m. KaK-LB-B, f. KaKsä, n. KaKBö, PI. KaKBii. 
luas? mo, KaKBö (dial. Kimä). 

luie fe^r (gro^) (m. kö.ixki.) n. köjiko (PI. k6.ikh); 
KOJi^aBt, -a, -0. 

b) Durch Anliängung von to werden die interrog. 
Pron. zu relativen z. B. köhto, koato, kocto, PI. kohto 
ber, bie, ba§; yiiäTo etc. beffen; komjto bem, Koröxo beu; 
KaKBOTo oder moTo ba§, lua^ ; -raKiBi, . . . KaKiBxo . . . f o(d)er . . . 
toclc^er . .; ibjoto (= ryS Koexo) BH^^xMe, HaAiMiina ciinKHTi 
Hämn oiiäKBaHHH 'Oa§, luag iiüi* fal)en, übertraf alle unfcre 
(Sriuartuncien. 

c) Häufig wird in der Volkssprache r^ixo WO statt 
des Relat. Pron. gebraucht. noMHHini. Jiii aTjacuexo, 
Ä^xo XH ro KynHXT, ertnnerft bu bic^ an ben 5tt(a§, ben 
(rao) icl) bir gefauft t}abe. 

d) Koii dient auch in Relativsätzen statt kohxo wie 
das deutsche „ttier" im Sinne von „berienige, tüddjti", 
„Seute, bie". koii wird als Interrogativ sowohl subst. wie 
adj. gebraucht: b^ koh rpaAt in U}e(d)er Stabt? 

e) Koä gefolgt von KaKt lüie, kojiko njie öiel, r^ixo 
hat die Bedeutung von jeber, jegUdjer: Kofi KaKt Möate ^a 
ce öopn ein jeber fo(I kämpfen fo gut (roie) er fann, (tt)er, 
lüie er tann, 'ba'^ er fämpfe). A'^pa^eme u.iji'L cniic'BK'L na 
MOMii, Koa KojiKo secxpa iiwa er Ijatte eine gan^e Sifte bon 
9J?äbd)en, (bie entt)ielt) roieöiel 3)ittgift jebe Ijatte. 

f) Hima KOH Aa ... e§ gibt nic^t wer \>a^ er = e^ gibt 
niemanben ber . . . H^na koh a» ro norjieAa, ciHMHuia jia 



§ 3S. Pronomeu. 53 

My HanpaßH, BoAiiua a^ mj no^aAe "ba ift iiieiuaiib, ber füi" 
it)n forgte, il)m ©d)atteii madjtc ober ii)m SSaffer gäbe 
(^otfylieb). Kofi no-cKopo iiicr fcfjncflcr = um bie SSette. 
g) ui,o lüa§? wird, auch als Relativ auf Personen be- 
züglich gebraucht: tu, mo cii Bt neöeca'ra bli, bei' bil in 
bcn i*öimmc(n bift; besser ist tu, kohto . . . 

13. Übung. 

Ast. ne cbm-b KpiiBT, 3a TOßä. Hiniauie KaKBo ^a npäBjj. 
KyuHjiH .iH csi Kr^mara? He iimt. e xapecBajia. Amh 
'16 TH OT.ii". snäemt, KaKBH CÄ 0Hi3H Ha KäcaTa? 3a Mene, 
KaKTo II 3a BciKHro Apyniro H^Ma CBniHenne, mb Bue cTe 
iipaBT.. CBiiT'B :HHÖro, xopa BCtKaKBn, Koil 3Hae n Tyä 
xjane KaKBÖ e. 

macTjiiB'B e (ÖH3ii) kohto H$Ma rpiiaai. Bciimko OHOBä, 
KtiCTO e Kasajit, ne e B-ipHo. CMT.jvri.TÄ iie niiTa, ^ihh ch 
ciiHt. CAinHnTt ^iobIkt, na cäu;oto m'I&cto npiA« h'Ikojiko 
Jim nsKäsajTB iipoTHBHO jininne. Kon snäe, ^iHfl e Täa 
KÄma? JI,änTe mh bahh'b KaK'tBt-roA'S BicTiinKt. 3an\6 
ui,e CH Ä'iBaMe napii'iKHT'fe na Ht:\mHT'£, n y nacT. iiMa Kofi 
ja rn aji,e. T63H ncKa, öh3h hb ncKa; KaKBÖ ^a nanpäBa? 
KoMj Aa AaMT. i^BiTHTa? J^Anre rn na onaa, kohto e nafi- 
BiJBÄHa. ÜMa BpeAHH H Bp'iAHH xöpa. ^ne b tobr a'^tb? 
Mob (MoeTo). ^mi cä Tisn käii],h? KaKBii K^mn? Oh^sh 
noKpäil MopeTo. Ti cä na Kpä.iH. Kon e AomejT.? Hhkoh 
HB B Aomcjix. Bcii'iKH jiH CÄ Aoin.Tii iiJiH jiiincyBa H'feKOH? 

BCPI'IKO, KOBTO JTLIUH, HB B 3.läT0. Ti päÖOTflT^ Kofi OT'B 

Kofi no-Aoöpi. ÜHeäx'B nfeo.TKO häth, 3a Aa mh HsnpaTH 
iriKon päöoTii. 

14. Übung. 

Tofi KaKBÖ MH'feHHB HMa? TaKüBa, KaKBÖTo n a.3T>. Koro 
BiiacAaun.? ßH/KAa.M'B bahö A^re. '^ne a'^tb? BämeTo. 
HtManiB KaKBü Aa npaßa co blieb mir iiid)t§ anbereö (^u 
tun) übrig. OnoroBa TaM-i,, BnAnTC .ih ro? Tyfi, ko^to 



54 Viertes Kapitel. § 39. 

BHÄ^xiwe, HaAMHHa BciiyKnTi nauiH oqäKBaHna. nüMHHun> 
JH Bi nncMÖTo, TAiTO TH To HHoaxT. OT-B ITapHacB ? J^T.p3:eme 
i^i.i% cnHCXKt Ha MOMH, KOfl KOJiKo secTpa H>ia. Kofi e 
BHKajTTb? Eähht. Hani'B npHHTejib. /I^pyn. eAiim. yyeHHK'B. 
(Beachte die Stellung!) Kofi köjiko möhcc ^a hoch. Kon 
HaKÄ^iTo bh;i;h Aa BtpBH. ICoiwy ii],e rn ocräBHini.? Ill^e hmt> 
^aitt-B BCH1K0, Hacx Aa hh noMeHyBaTt. 3Häe röcnoA'B, ^ine 

BläcJED BX KaHAMOTO ropil. KoHTO MHCJH ApjrHMy 3JI0, caMT. 

10 HaMHpa. Hne ne BHKAaMe Apyra npH^ima ocB'iHt Taa? 
'le TH e ÖHJio cxpaxT., ^a hc BJi'fesaT'B bt. koh(J)jhkti. ct> 
ÄHpeKTopa. Ton A'tpa^H TaKXBt c^HKii, KaK^BTo HHKora ne 
CXMT. ^yBajit. TaK'tB'B MHpt H xaKäBa neaaBHCHMOCTL ce 
ocHOBäBaTT, caMO na CMaxa h na AHCu,HnjiHHaTa na Hämaxa 
üpMHfl. Kofiro KynjBa oHOßä, mo my hc xpiöea, npo^aBa 
xoßa, u],o My xpiößa. ICofixo bhcöko XBxpKa, xofi hhsko 
na^a- Ill^e ro nanpaBH bi HHxepecHii na bch^kh. Bchikh 
BtnpocH My csi ^oöpt nosnäxH. IlmaMe bc^kh BH^t (bchukh 
BHAOBe) xapxiiH. ITpfox bchukoxo xoBa BpiMS ccxaBaxx 
y ÄOMa. 



4. Kapitel. 

§39. Zahlwort. 

Grundzahlen. Ordnungszahlen. 

1 eAHHt, eAHä, eAHÖ nipsH (nptBi), -a, -o elfter 

2 ABa, f. n. AB'£ Bxöpn, -a, -o gtDeiter 

3 xpH xpeni, -h, (-a), -o bvitter 

4 Mexnpn (tiexiipe) ^lexBxpxH, -a, -o 

5 nexT. nexH, -a, -o 

6 mecxx (ses) mecxn 

7 ceACM^ ceAMii 

8 öcejit ocMii 



S 3'J. 



Zahlwort. 



oo 



9 ACßeTT. AGBeTlI 

lij AeccTt AeceTH 

11 eAHHäHC[e[TT. eAHHÄiIceTH 

12 ABaiiäMcfe (ÄBaHaAeceT'i) AßaiiaHceTH 



13 TpiniäSce 

14 iieTiipiiärice 
1.") iieTiiäiice 
16 meCTHäilce 
IT ceAe^riiänce 

18 oceMiiäiice 

19 AeBeTiiäüce 

20 Auäi1c[e[TT> (ÄBiiAeceTT.) 

21 ABaiIce h eAi'nif etc. 
MO Tpiince 

40 yenipece 
50 neTAece[T'L 
(50 meficeTi. 
70 ceAeMACceix 
SO oce»iAeceTT> 
00 AeBeTAecert 

100 CTO 
20U ABtCTi 

'iOO TpMCxa 

4'lO iieTIipHCTOTIiHX 

500 nexcTOTHH'L etc. 
lOOO xnjrflAfv (xiijhao) 
2000 AB-fe xiijiaA" 



TpiiiiäiIceTii 

^leTiipiiäilceTH 

neTiiäHceTH 

mecTiiäncerii 

ceAeMHÄnceni 

oceniHääceTH 

AeBCTnäilceTii 

ABäilceTii 

ABailce 11 n-tpBH 

TpiiilceTH 

iiexiipecerii 

iiexAecexH 

meficexH 

ceAeMAecexH 

oceMAecexH 

AesexAecexii 

CXÖXHH (cXOXeHTE.) 

ABicxöxiiii 

XpHCXOXHH 
MeXHpHCXÖTHII 

neTCxÖTHii 



AB^^XH.i aAHii 

a) 9JJiüiou ^iiLiHOiiT., ABa ^iiijinöim. 
Arbikulierte Ordnungszahlen : ni,pBHHX% ber evftc, 
BTopiiaxT. etc. Attributives ntpBx. bleibt unartikuliert: 

3a ni.pB'L HÄTb. 

Daß beim Zählen von Masc. die Endung -a angehängt 
wird, wurde schon § 29b bemerkt, also: ABa cxöjia (statt 



56 Viertes Xapitel. S 39. 

CTOJioBe) ^^tuci (£tül)te; mit ZurückziehuDg des Akzentes: 
ABa KpäKa ^li'ci 33ciiie; Ai^a ciiiia (nicht ciinoBe). Bei 
Personennamen werden gerne statt der gewöhnlichen 
Formen der Zahlwörter, die um die Silbe -nia vermehrten 
genommen, wonach die gewöhnliche Pluralform stehen 
darf: jibAmsl ciiHCBe; ebenso: xpiiwa, nerapaia, neTihia, mec- 
Tiinia, ceAMHHa, ocMHua, ;^eBeTHMa etc. AßaniaTa bie bciben. 
Mexiip^ia öpäTH bie t)ier S3rübcr, aber sonst: ab^t^ cxpanii 
beibe «Seiten. 

b) ABoilim (ABoeiix) boppelt, gtüeifad), TpoiiHH (Tpoem.) 
breifad}, yeTBÖpnH Uterfadj, neropH« fiinffadj etc. mit An- 
hängung von -opiiii. 

c) nojroBHiia §älfte, hojiobhh'l ^laci. eine [jaibt ©lunbe: 
TpeTHHa, xpexH '3)rittel, MexB-LpxL oder MexBtpxHna 3SierteI 
usw. indem man das -h der Ordnungszahl in -iiiia ver- 
wandelt. Daneben bezeichnen die Bildungen auf -iiiia 
noch die Zahlsubstantive: AßaMmia eine ^Ci[][ üon gliiei 
^^erfonen, Aecexiina ungefätjr ^ef^n (Bind, croxHua [junbcit 
oder ungefäljr .^lunbert, i^unbert unb etHd)e dagegen e^na 
cTöxHa ein ^unbertftcl, Mnoro cxoxhi^h t)ie(e ^unberte. 

d) Statt der artikulierten Zahl trifft man oft eine 
Form auf -x^xx: xpiiTixi., MexHpHxtxT), nex^xt, cxoxixi. 
z. B. B3eMii TpHxixT.! nimm bie bret! Cxoxixt jeBa, kohxo 
no.iyiHXT., ii;e BH Bi.pna 5)ie ^unbevt ^r., bie id) cnipfini], 
rcerbe id) St)nen gurüderftatten. 

e) u;tJT&, -Jia, -jto gan,v ^i^T> Xent, i^'l^jra roAmia, bt> 
uiji'B cBixTb, aber i^'ijroxo cejro 'l)a§' gange ®orf = alle ßeute. 

adv. (xo-iKo), xojiKOBa, xojrKcsii, xö-ikos-b fo Diel, fo fc()r. 
adj. (xcjrKaB-L oder) xoji'iaßt fo befdjaffen, fo groß. 
adv. KöjiKoxo ftiiclnet, kojikoxo äo h)ü§ anbetrifft, xö.iko3u 
— K6.IK0X0 folnel — mieoiel. 

adj. (m. Ko.j'iK'L), n. ko.iko, PI. ko.ikii oder m. KÖ.iuaBx,, 



§ 39. Zalüwort. 57 

f. Koji'iaBa, n. KoJi'iaBo ein U'ic fli'ofecr, Kö.iKo-roAt iuicuiel 
aud) immer, lucim and) nur ein wenig (s. ^ 1^8). 

niu\o dwai; PL niuifl. 5ad)en, ^Dinge. 

Hilmo nid)t^5, Bce oder ce aöe^, bch^ikh, BCHnua ade 
inygc[amt, ny.ia 9t uü. nÖBcie mel)r, noBeueTo bie meiften. 

eAiiHT. ;ipyri. einer ben anbern, einonber, eMuuMwi, 
ber eine, ;ipyriiHT'B ber anberc, eAiincTBein. einzig, alleinig 

Beachte: Apyrt eAiiii'B b^ctiihki. eine anbere 3citung. 
Bxopa eAHa ocnoBiia mic-hÄh ein ,Vreiter ©runbgebanfe. 

f) Die Praep. no vor Zahlwörtern multipliziert die- 
selben und drückt auch das Distributivverhältnis aus: xpii 
no ^lernpu — jeaHäiice 3 >< 4 = 12. no xpn (rpiDia) — ^u 
breien, je brci. cji^a^ BciKn next Mimyxn aüer 5 ÜKinuten. 
nac-h no yacB alle ^?(ugenblide. eAnn^B n^xi einmal, Aßa 
nÄxii (n^x/i) jiueimal usw. 

g) Be,T,Hä>K'B (BeAHä5KAH) einmal, ÄBa»:^ giueimal, xpn^^ 
breimat. m'.pno (nipBOMt) eri"ten?\ Bxopo ^tüeiten?, xpexo 
brittenc^, nöc.ii barnuf, näil-mpso ,^u allcrerft, näi1-noc.it 
= Hän-cexH'i ,^ule^t. 

15. tJbuiifi:. 

TvKa ce naMiipa iri.jtBa ^iarapcKa (|)ä6pnKa 3a säxapL. 
Ha KÖ.iKo exe roAiinii? Asx. cbm^b na ABäHce[x'L h XBi 
roAiiHH. Kö.iKo Bp'liwe exe bt. FepMäHna ? HSia ^ca 
Mtceita. Ko.TKo nMa[M'LJ Aa n.iämaMX. ? '^exiipn Jießa h 
nex^ecexT. n next cxoxiinKii. Toßä e wnöro ckAuo; as'B 
BipBaxx., ne HiMa[M'i>]Aa n.iau;aMT& n(')Be'ie oxt xpn jieBa, näS- 
Beue xpn n no.ioBiina. Ce^eM^ [n^xn] no öceinT. [npäßHxt] 
nexAecex'B n niecxt. II'Ma nexnpn BH^a bt. m-pBcna- 
Mä.iHoxo cMixane: ci>diipane, nsBäjKAane, yMnoacene, s,i.jene. 
IIsBaAexe (^iel)t ab) ceAe>icxoxHHi. xpiincelxi, u nexrB 
OTT. <'ice.MCxoxijn'i. iiexiipece[x'B n AeBexx.. OcxäBaxx, cxo 
xpHiicern, n 'lexiipu. ^ä^ox-L aöxjiKHxi na ^lexnpnxix'B Aiu;a. 
Pa3,ii.iexe (teilt) nexACcexxj n jier.er'h na ce^eMT. Ce,T;e:M'B 



58 Viertes Kapitel. § 4< i. 

BT. neTAecex'B ii Aenext r.jiiba (gcl)t f)inein) dce^vh iirRTii, 
ocräBaTi, TpH. 3a mbpBn n^xb ChMT, bt. Erb^iräpiiH, a 
6\)arT> MH 3a Bxopn n«¥iXb. Y'ieiiHiiHxi ce pasxo/KAax'L 
ABa no ABa (AßaMa no Aß^Ma). KynHjn, c7.mt, jini oki'i n 
iierBT.pxi. Meco, a Biie cänio e,?i,iiä h nojroBHHa. ^ocxa jih e 
3a Bact? JIfiGT&,. SeMexe cii köjtkoxo e B'LSMoaoio nÖBe'ie. 
Tan roAHHa eceHHiixi nocißH cä oxhumh (zu oxiiAa) bt> 
pasBHXHexo ch ^ecexHHa jmn nanp^At oxt. jimia-iaxa roAiiiia. 
^lexB'LpxHiiaxa ort ötJirapcKHxi eBpen -Mnaiim, et. C6(J)h>i. 
^Baxa Hapo^a xpiößa ^a ce noAKp'Jbnaxx. ^Bajiaxa iiojin- 
THUH, KOHXo CA BÖAHJiii np'LroBopH'i i, 6ixa Tuept ii Ehc- 
.MapKt. Thh ABawa A'^pacaBHumi Hsiaxa HSBiiiipeAHO rojiMo 

BJIHflHHe. 

16. Übung (s. Hl)- 

Cnope^T. e^nä cxaxiicxiiKa Bt Bocna h Xepi^erÖBHHa 
Hiwa 5827 ^ihhobhhi^h KaxojiHUH, 2052 npaBocjiäBHn, 373 
enpen h eBaHrejrncTii h 728 MycroJiMäHH. Ori. BciniKii 
X'T;3H ^iHHüBmiHH 0523 CJR npiimejiHH, a 2593 cs^ mLcxhii 
xöpa. Ort 1899 äo 1903 ro^HHa xoS e 3ary6Hji'B 375000 
jieBa. Bt 1905 r. (roAnna) hghoc-bxi. na yKiixoxo e AocxHrHa.ii> 
Äo 76 jiHjHÖHa KHJiorpäMa. IIojiyiiHXi\ie 27 jib. (== JieBa) 
75 ex. (cxoxhhkh) 3a öfcAHHri. ^lexHpHii BpiweHä na roAH- 
Haxa c;k: npojr^xt, jiixo, eceiit h 3HMa. Exo^t 50 ex. sa 
.iHu;e, BT, nö-isa iia ötAHiixi y^iennuH. /^iieuiHHiix'L AHCBent 
pe^TB Ha HapÖAHOxo cBÖpäHiie e: xpexo ^lexene*) saKona 3a 
nocxpoaeaHe KapaiixHueH'B jia3apex'L bx> rp. (rpaAt^ Eypräst. 
/Kiixejiiixi Ha xoBa cejro ce HScejiHxa ao ej{inn>. 3a iis- 
BtpuiBaHe iia nöjrcicHX'i päöoxH Bp'Smexo ni)i3Ti nÖBe^iexo 
AHH Ha Mtceua e niHoro noMära.io. Bt nÖBeMexo oxt 
cxäHi];HHxi HÄia 6io(J)e'rH. MHosHHa oxt y^nixe.iHX'fe npoxecxii- 

*) Die Verbalabstracta auf -aue, -eiie können die Rection des 
Vei'bums bewahren, also mit dem Acc, verbunden werden, während 
im Deutschen der Gen. stehen muß. 



§ 4*^. Zahlwort. 59 

paxa. LiixT. 6h.ix macr.iHBX, aKo MO>Ke ,10. mh imuiexc 
BCHMKo, KaKBOTo SHaoTc OTT, TÄfl paßoia. 

§ 40. Der Conditionalis wird gebildet mit dem 
Part. Perf. Activi und der Form ÖHxt dem alten Aorist 
von ciMT. z. B. von ocraBH.M i, id) Kiflc. 

ast. Oiix'B ocTaBH.it, -.la id) li>üröe laffen oder id) mürbe 
TH ön „ flefüffen l)nbcii 

Toff 611 „ 

Hiie ÖiixMe ocräBHJiH 
Biie ÖHXxe „ 
T§ daxa „ 

oder mit Nachstellung des Hilfsverbs: ocTai;H.n> öuxt, etc. 

"^aKa.Ti ÖHXx re, a^a ne me siii 6?ixjie B'LSMoatHo id) 
irürbe auf bid) matten, ober e« iinrb mir nic^t möc^Iid) fein. 

;Ia Ö'Lxx Ha Bämcpro Micro, öhxx oTiiuie.n, oT^äBHa 
menn id) au i^rer SteUe mar (gemefen märei, mürbe id) 
fd)on Icinflft meggegangen fein. 

Ako 611 suaH.ix MÖH'ri Tpy,T,6Be, tu 611 :Me c'i>»:a.iH.ix 
menn bu meine 90?üt)cn fenncn luürbeft, mürbeft bu mic^ 
bebauern. 

n. Übung (Anekdote). 

,I.BäMa cejiflHH, ;i;o6pH npiiaTe.iii, ce paaroBapnxa npist 
e^na ;fcua HOii;fc. Ti r-ie^axa iieöeTO nx.mo ci sb^saii h 
ej^nwhTi, Kasä: ..ast /KCia« ^a iiMaMt sAHa .iHBä;;a ro.iLMa 
Karo Heöexo." ^l,pyrnflT'B Kasä: „AsT) ntKT. iiCKaMt ^a 

HMaMT. TiMKOST) OBl^H , KO.IKOTO SB^BAH HMa Ha HeÖeXO." 

UxpEiiax-L noniixa: „^i 6h näct.i'B xojrKOBa obhii?" Btö- 
pHHTX oxroB('»pH: „Hs^ ro.T^]Maxa th .iHBa^a." „jW^ Kasä 
irapBHHT'B, „aKo xe öiixi. oeTaBH.n.". „TI öest ^a HCKamt, 
me ro Hanpäßfl." Ti ce AOKäuaxi., pascxpjKAax'B ce, n(')c.ii 
ce cÖrißaTt n naiT-nocif. ce yöiiBaTi. bahhi Apyr't- 



g(j Fünftes Kapitel. § 41. 

§ 41. Zeitbestimmungen. 

a) HCAt-ifl ©oimtag, 3öocf)e; ii;tjra ne^iÄn eine ganäe 
9Bod)e; bx nc^^ija näd)ftcn ©onntac}. noHeA'iJiHiiKi. 9JtontQg, 
BTÖpHiiKT. S)ien§ta3, e\yixd Wittwodj. yeTB-ipTT.K'B Xoniier^^ 
tag, nexi-Ki. g-reitag, cAöoxa (SamStag. 

anyäpH, (j)eBpyäpH, jiapTt, anpii^x, Man, loiiii. iojih, 
äßrycTX, cenTeniBpH, oKTÖMBpn, HoeMspH, AeKeMBpii. 

oT% Tpii ;^H^ iiacäM-B üon brei Togen ()erlpärt§ = feit 
brei ^agen, 

b) Monats- und auch Jahreszahlen werden mit den 
Ordnungszahlen gebildet: na 25. abk. t. r. = na jEaäce 
H nexH AeKBMBpn xoro = am 25. ©ej. b. S. Man spricht 
xorö, das sowohl im Sinne von xaa roAnna = b. ^. wie 
von X03II M'iceuT. = b. 931. gebraucht wird, für letzteres 
ist auch die Kürzung x. su üblich. 

c) Im Jahre 206 vor Christi Geburt: bt. ABicii n 
mecxa roAiina np^A" PoacAecxBo XpHCXÖBO, gekürzt: bx 206 
r. np. P. X. 

d) ABy(o)ÄHeBeH'L ^lueitägtg; AByraäcen-L ^hieiftimmig; 
AB^roAiiiueHt jtücijä^rig. xpHAneBent, xpiir.TaceHi., Tpnro- 
AHmeH-B. 

5. Kapitel. 

Wortbildung durch Suffixe. 

Eine wesentliche Erleichterung für den die bulga- 
rische Sprache Erlernenden ist es, wenn er sich mit der 
Bedeutung der Suffixe und Präfixe bekannt macht, an 
denen diese Sprache so außerordentlich reich ist. 

Zahlreiche Wörter erschließen sich dann ohne weiteres 
seinem Verständnisse, die er sonst im Wörterbuche suchen 
müßte. Wir wollön daher zunächst einmal die häufigsten 
Suffixe in ihrer sfewöhnlichen Bedeutung kennen lernen 



§ 42. 43. Wortbildung. 61 

§ 42. Zur Bildung von Diminutiven und Kose- 
wörtern dienen: 

-ue (außerordentlich beliebt), -en'h, -enue, -.le, -ue 
(an Neutra auf -o, -e), -yeuT. (^e + ei^x), -yeni^e {ne + eui^e), 
-HUa (an Fem.), -Mima, -Ka und -iiuKa (an Fem. an Stelle 
von -ima): Ki.irajJHH'L — E-L.irap'ie junger 33ul(}are, ronöp- 
Me fleiney iöeil, npicx-Me i^ingerd)en, np-Lcxen-ye JJtingetc^en, 
6päT-ye, -eu;T., -eiiue, -.le, -'lenne ißrüDercf)en, ^rüberlein, 
xijiM-euT. öiipfclcljcn, Könne ^^fcrbd)en, mak-cu-b 9Ji\inncf)en, 
ßäpfc^en (im ©aumen), ^lix-enue S('inbrf)en, u;BiT-eHi;e 
Slümlcin, BHH-i^e 253eind)eu, ce.i-ue 2)örfd)cn, cxäA-ue fleine 
.sterbe, ;i,oa-niiHKa Xäldjcn, yäiuKa ©läedjcil, nxiiua Q^ogel, 
nxiiyKa, nxnye Jl^öglein, Kmira 5öud) — KHiiacKa ^eft, jEafc^en- 
bud), irixe.i'B $>Qt)n — ntx.)ie $>ät)nd)en. cMiipeuiuiKa eine 
bemiitige %xa]i, M-i-iue-iHBiitiKa ein fdjiueigjnme^ 9}?äbc^en 
(grau). 

In der Volkspoesie sind Suffixverkettungen häufig: 
Micei^x iWonb, Tlouat — Miceuima ?JJonb[d)ein, 9)JonQt§= 
Iot)n, M'LceynHKa DJcönbdien, momö — Moumnefime S[)?äbd)en, 
ßyöa 3Burm, ©etbentüurm, ßyßojeiiKa aüe§ frabbeinbe, 
fleine ®etier. 

§ 43. Zur Yergrößerung, häufig mit verschlech- 
terndem Sinne, (Augmentative und Pejorative) dienen: 

-aKi. (das aber in dieser Bedeutung an Adj. gehängt 
wird s. § 49 b) -ani. -iime, -ara (-ara), -nna. 

r-iyn-äKT. S)ummfDpf, cjia6-äKTb Sd^UiQdjIing, Aeöe.n, 
V\d, fett, Aeöe-iäKT, ©robian, ;i;e6e.iäm. g-ettfac!, .ijAiy närrifdj, 
jiyMKt S5raufefopf, an§ge(affener 33urfd)e, ponu^e großer 
©c^roarm, HoatHune, noacära gro^e^o 93?c[]er, A'^xilu^e 53enge(, 
^eHHu;e grofeel 3Seib, ;i,flBoj)ira großer jEeufel, r.iaBiina 
Siabnobe, r.iaBHine großer S^opf, MOMnära großer Snrfd]e, 
:\ioMHme grofee^ SO?äbd)en, MÄacära großer 93lann. 



62 Fünftes Kapitel. § 44. 45. 46. 

§ 44. Um Fem. aus Masc zu bilden (Motionssuffixe) 
bedient man sich der Suffixe: 

-a: AOMaKHH-a ^auSlüittin. 

-Ka: roBe^äp-Ka 9iinbert;irtiii, yuHTe.i-Ka £'el)renn, 
ö'B.irap-Ka 33u(9ariii, cTonän-Ka .S^"^QUCfrQU, nHcaTe.i-Ka 
©d)iitt[teUertn. 

-hhh: miH3T> ^itrft, KininiHH ^Ül'ftin, rpa(j)-HHa ©räftii, 
iipocHK-iiHa S3ettlerin, cjyr-riHa ^ienftmäbc^en, typk-iihm 
Xürtin, rxpK-HHJi ©riectiiu, B.Tax-ima 2Balad)ln. 

-Hi^a: i;ap-iiu,a Slaijerin, Kpaji-Hij(a Königin, Marap-iii;a 
(Sjelin, crap-Hi^a alte ^rau, AOMOBHiiu;a §QugI)äItenn, 
(aomobhiikt.), ÖHBOJi-nuia 33üffclfu^. 

-öHKa: H'£Meu,'B — HiMu;6ilKa 2)eutfdier — 2)eutic^e: 
CLpöÖHKa (Serbin; [A'tßa Sun öf von (bes. Maria)] — AiBöilKa 
9[Räbd)en ; pÄKä.^anb,px5.K6nKa§anblioü®tro()=(Stror)nnfdj. 

§ 45. Sammelnamen (Collectiva) werden gebildet 
durch die Suffixe: 

-aKT,: nyoTHnjiKt ßinöbe (nycTHHii), c;iHBäKT. 3H'etfc^en= 
Charten, AAöäK'B ©idjcntpalb, opimaKT. D^nferocilb (opixi, 
ÜJufjbamn), .limäK'B ^afclnufebufd) (.limnHKi. ,f)ajelnufe\ 
öyixäK'B, öyKäiiiT, 53ud}en()atn. 

-e wurde bereits § 27 III besprochen, wo weitere 
Beispiele stehen; ein Wort wie uiB-ixe S3Iume ist als 
CoUektiv zu u;BiTT> S3tüte aufzufassen; Jiosä Üi^bQ, ÄÖ3e 
SBeinlierq. 

-CTB», das auch Collectiva bildet, siehe unter § 48 c. 

§ 46. Den Ort, wo sich der im Stamme genannte 
Gegenstand befindet, bezeichnen 

-imj,e: oniiime (]feuer[tättc, thoh ©iter, 9)(i[t — rnoiiu^e, 
öyHume 9Dci[tf)aufen, ce.iHii;e Ort wo ein 2^orf war, rpaAiime 
9iuinc, 53uri5, Kpaiunc ^Jumb, (Snbc, cöopt (zbor) $öer[amm= 
lung, cßöpume ^^etfamnilung^jort. 



S 47. Wortbildung. 03 

-iiima: KHiiac-HHi^a 93tbliotl)ef, KHuac-äp-Hima i8ucl)l)aub= 
luiig, öu.iiiima Stranfcnljauy, nöK-mma (Sdjeibe (für hokx 
9J?e)fer), KOBäumma Sdjmiebe (KuBaui. (Sd)miei)), Bap-Hiiuia 
Ä\iItofeii (Bapi> m. sapt f. Äalf), MacTiLiuHi^a Xintenfaü 
(.MacTii.io linte), co.imina ©aljfüfe (cojil f. <Salä), jryAimaa 
lltarren()Qu» (.lyAi. närrifd)). 

-HHKx: piiöraiKT. ®eri(^t üoii 50'^}^" (^^s Ortsname = 
i5i[d)tetd)), pyAiiHKi. (Sr5lacier, cööpnnKi. ©ammluncj (auch 
cönpKa), .n.acH'iHiiK'i. 2öffeltörbd)cn, (.i-i-KHiiia Süffel). 

-iiHti: paenimä ©bene (paBent eben), n.iaHHua ©cbitfl, 
TB-LpAHHa befeftigter Crt, ^-cftunq (tb-bpa^ ftarf) (s. § 49a;. 

§ 47. Die Herkunft, Abst<ammun^ drücken aus: 

-eut, -HHeu;-!, -anei^T»: CocIinHnei];^ einer au^ Sofia, 
BäpHHneu;t QU§ SBarna, njaiiHneu-B PI. njamim^H 5ierc]= 
ben}ol)ner, no^raneu;!. PI. nojaHu;« (SbenebetPOljner. 

-HHt, -ii(a)HHH'B: Bpaij;a, BpayaHimi. einer QU§ SBra^a, 
AööpyAJKäHiiH-B einer Qn§ bcr ®obrubfd)a, rpäacAauHH'L 
33ürger, ö-i-irapHnt Bulgare, -hht. wird im Sg. auch an 
Berufsnamen angehängt (s. § 22) öepöepim'B S^Qrbier, 
KacÄnniit g(eifd)er. 

-hk-l: öouiHflK'L S3o§nier, pycHäKx, pyceu,!,, pyGiiut 
9?uffe, nojraKT. ^ole (ho.ihk'b zu no.ie ^elb bedeutet ^elb* 
l)üter'), MopKKT. 5!J?atrofe. 

18. Übung. 

M.iäAocTL II .iioöoBB ce Aiip>i'ri> (folgen [tdj) KäKro 
(kato) npö.i^TL II i^eiTe. ü'ipBiiTi w,e ÖÄ^axt ccthh, 
ceTHiiT'i — nipBH. Pas^a^oxa hii no e^Hä cb^ihb na Kyne. 
CxpyBa MH ce, ^le as'B cxmi. U3ry6ujn> CBBCtMi. xisn Aßa 
cjiy^a.a. Bx TpHScexroAiiuiHaTa Boänä ce sanycxHJiH MHÖro 
cejiä Bx. repMaima. JI,Bi 6yxH.iKH CTHraxi sa nexiiMa hii. 
Hhxo HüjOBiiHaxa ^lyuiKa ne Möaca ^a Hsaait, xa e XBT>pÄi 
.iioxa. Ha 1 xoro, bx 4 ^laca cji. (cji^ax) nji. (njä^ni) 
KHflrHHHxa npiieja na ayAeHnna repMäncKiia AnnaoMaxii- 



64 Fünftes Kapitel. § 4S. 

^lecKH areHTTi ut CTÖjHqaxa. Ha 13 noeMopH ^exiiTi 
HanäAHajH MonacTiipa Cb. EoropÖAnu;a, sajioBiijiii Aßaivia 
KajryrepH, TpiiMa aiyrii ii eAHÖ Monnie. J^wÄMura yöiiHu;H 
He HCKaxt Aa cii KaxaTi. iiMeHa'ra. TpeTinixi. cnojyyiox 
Aa ii3Ötra. 

§48. Substantive werden aus Yerben abgeleitet: 

a) durch die Suffixe: -apt, -aKt, -ei^x (f. -iiu,a), -ayi) 
(fem. -a^iKa), -xejrb, (axejib, Hxejit), -A^aia, -hhkX), -Jito (jik>) 
(nie mit Artikel, weil eigentl. Vok.), -iiiit, die eine Person 
bezeichnen, die die im Stamme genannte Tätigkeit aus- 
führt (Nomina agentis) z. B. nnma id) fdjreibe, Stamm 
mic-, also micapb, nncemt, nncauTb ©djrciber, nHcäxejib 
©(^riftfteücr. 

BOA« id) fü^re, BOAäiii 3üt)rer, boah^iT', boahxcil 3tn= 
fuf)rer, nia. id) finge, nißei];^ ©änger, nfeiiua ©ängerin, 
niTeji-h §at)n (=©d)reicr). 

jlobA ergreifen, jagen, aoBätit .9lac§ [teuer, jrooeu;'!. = 
.lOBA^Hfl Säger (.loBHAÖa Sagb s. unter c). 

rpeöä £)ar!e, rubere, rpef>eu;'i, = rpeöäiix, 3iubcrer. 

HsaA-HHKt i^erfd)tüenber, ^ump; c.iyac-HHK'L S^icncr. 

xcAänt guter g-u^gängcr. 

öiraMTb fliet)en, öiräyt 9?enner, 6iryHei];i., ötr.ieux. 
gdüdjtUng. 

KOBa fdjmiebe, KoBciyB ©djmteb, KoBapiniKx, 3\änfe= 
fdjmieb (KOBapeni. lifttg). 

Kjena fdjUigen, flatfd]en, Kjrenäyt ^(ugcubedel. 

nüäya lueine, njäujibo(-io) (f. -jia) einer ber (Die) gerne 
n)eint = njiäiiKo; KpaAa ftel)le, KpäA^ito (f. -.ia) einer ber gern 
ftieljlt; ji'iyK.a, lüge, ji^acKo = .liacjibo einer ber gerne lügt. 

najra jünbe an, naMyt -ä^ix. ^^In.y'inber, Sunte, öopa 
fämpfe, öopäqx., ÖopHTi., öopeu;!, ÄYimpfer. 

Eine große Rolle in der modernen bulgarischen 
Sprache spielen die Nom. agentis auf -aTe.!ii>, -iixe.it, 



§ 4S. Woi-tl.ildung. 65 

-tTe.ib uml die daraus abgeleiteten Adj. auf -axe-ieii-B etc., 
weil sie sich überaus bequem für Neubildungen eignen. 
niicaTejfc Sdjriftfteller, npnTe>KäTejiB S3e[it^er, npociixejib 
SBittfteüer, B-ia^tTe-ifc iperr|ct)cr, cuHA-iTejib ^^uge. 

b) Dieselben Suffixe dienen auch zur Ableitung von 
Personennamen aus Substantiven, gehören also eigentlich 
nicht hierher: sie bezeichnen die Person (Tier, Sache), 
die sich mit dem im Stamme genannten Gegenstande be- 
schäftigt (ihn herstellt, verkauft), von ihm abstammt, ihn 
trägt, bei ihm (auf ihm) wohnt u. dgl. Einige Beispiele 
mögen genügen: kjiioii'b ©c^lüffel — K^iio^iäpb ©djlcffer, 
5d)Iü)felbeiüal)rer = ©efänflni^jiüärter, Sl'ird)enbiener; rpä- 
Hiiua ®ren5e — rpami^äpL ©vcii^cr; jKe.riso (£i[en, ^Kciisäpt 
Sd)mieb, jKejtismma (£ifenbal)n, ace.i-Lsimqäpi, (Sifenbat)n= 
beamtet; cojt «Sal^ — cojiäpt Sal^^ücrfäufer, cojimo (Salg* 
ledcr ; nemepHiiK'i §öl}Ienbeiüol)ner (nemepä §öljle); nyoniH- 
HHKT. ©infieblcr; xaiiA^iia Sßtrt (xani, (£t)an), tiotiohaxkhh 
■S^abafeuerfäufer, 9iaud)er (tiotioht, SEabaf;, BapAacna ^alt- 
brenner; Bpaxä "3;üre — BpäTunK'B Pförtner, Pforte, Strogen; 
K-ptcTT. Slreu5 — Kp-Lcxei^-B 5rud)tl}aufen, S^reug (amSlörper); 
KpicTHHKx Taufpate; rjiyMa ©pafe — rjiyMeu.'B ©pajjmac^er. 

Äpiina Sumpen, ^ti^tn — Apiinjbo (f. jia) Vok. -^erfegter 
SlKenfd): c-üi-b @djlaf — cxHJibo (f. ja) Vok. üerfdjiafener 

rptx-L (Sünbe (rpimä fünbige) — rpiniHiiK'B, -niiua 
2ünber, -in. öor-B @ott, öo^kh^i-b 3ßei£)nad}ten. 

c) Durch -ane, (-ene s. § 27 II) werden Zeitwörter 
substantiviert (Nomina actionis), durch -6a, -HAÖa, -Ba, 
-eacb, -CTBo -apcTBO (bei Berufsnamen), -^kb, -Ka, -mo 
werden Verbalabstracta gebildet: 

MÖjH id) bitte, :MÖjreHe 33itten, ©ebet, Mojiöa 33ittc 
(MOJiHTe.ib einer ber bittet, Steter), Mo.iiiTßa ©ebet. 

Weigand, Bulgarische Grammatik. 5 



66 Fünftes Kapitel. § 4S. 

Kpa^ä icl) ftc[)(c, Kpä;i,eHe ha§ ©tef)Ien, KpäacCa Xieb= 
ftat)l (KpaAe^'L 2)ieb). 

Bapa id) fodje, Bapene "oa^ ^od)en, bie 5>erbauung, 
(ßapMo bQ§ ®efDd)te). 

K-Lpn/T fürfe, K-BpHeact (K-LpneHe) ba§ "^tuc^ieffern, 
(K^pnä^i-B ^(idfd)neiber). 

KpoK )d)nctbe, KpoeiKT, ©d)neiben, Schnitt, )la\lk, ""^ro- 
jeft (Kpoa'iT, ©djneiber). 

n.pM/i bonnern, rtpittea^i, S£rod), S^onner. 

v-hÄTimiy i)erfd)Iudc, tmtt.k'l SDJiinböon, ©djliid, r-iixKa 
ßug. BtpB)! gelje, B-tpEeatt ©ang, 3J?arfd). 

60.1H Me e§ fdimergt mtd), ööjieHii fronf, öojiecTL ^ranf* 
I)eit, öojeyK'L Sc^mer^, ööjiKa «Sdjmcrj (aud) feelifdiX öoje- 
ÄYBane i^eiben. 

Koca mä{)e (Kocä Sid)el, koccVit, Wä[)tx), Kociijöa bie 
3D^al)b; öepä fammefii, öepiiAÖa (Srnte; da fäe, cfoiAÖa 
'Baat: jKeHiiAÖa 5iserl)eiratung (acena Söeib); Expinä biefdje, 
BxpmHÄÖa ©refdien; pa5KAaMi. gebäre (poA>i), p6a:6a ©cburt, 
poAt ®eburt, gamilie, pöactbo 35erit)Qnbtfd}aft. min trinfc, 
niiHiix truiifen, nn/iHCTBo STrunfenljeit. 

saKjeBaMi ce fd)rDüre, KjexBa ©d)tDur; acena ernten, 
/KexBa (£rnte; 6ii;i fdjlagen, öiixBa Stampf. 

Apyn. onbere, ApyacecxBo ®eleUjd)aft, Apyräpt ®efät)rte. 

BiiHäpcTBo SBcinbQu, 93eruf bc^Söcinbauern; piiöäpcxBo 
g-ifd^erei, M.iiKapcxBo SD(i(d]iinrtfd)aft,pyAäpcTBo 33ergn.ierf^5 
betrieb, MnimcTepcTBo iDtiniftcrium, npo-HS-BOA-cxBo "Xus* 
fül)rung, f)erfteüun9, ^^robuftion; dagegen: nponsBeAeuHe 
>|?robuft; npHSBeacAane ba^5 i^eifteUen. 

iiHina fdjreibe, hhcmö 35rief, c-nHctKx !^ifte, niicane 
©djreiben, nHcänne (Sdjriftftüd. 

Anm. 1. Die Tfoniina actionis auf -aiie, -chc können als 
Substantiva, aber auch als Verba behandelt werden, so daß sie 
ein Objekt regieren können: Die Regeln für das Schreiben der 
Wörter — npaBii.ia'ra 3a niicaiie jyMHT-t (Objekt) oder 3a niicaiiexo 



S 48. Wortbildung. 67 

ua ÄyMUTi (Attribut). iiy^iuHaxa cy.Ma 3a oxBäpcue eauo yiHJiume. 
Sogar mit Artikel: ;ia iiayiBaiicTO bchukii öa.iKaHCKii eaiiuii. paspi- 
luäBaiicTO TaKHBa saAu^iH — bie SJöfuni; folcfjer ^iluffiabeii. 

Anm. 2. Das Suffix m;-,ui. ist eudbetont und Inldet Masc, 
eine Ausnahme macht nur M^iaÄc'-KL f , M.iaaeacLTä bie ountub (junge 
Seute), MJiäÄU ro.THiiii ^uS^^^^Cj^i^)- 

d) Die Suffixe -.lo, -&,äo, -ä.iKa, -iijio, -li.iKa benutzt 
man um das Werkzeug zu bezeichnen, mit dem die 
Handlung ausgeführt wird (oder etwas produziert wird). 

AyxajiT. ()aurf)e, blafe, ,iyx.i6 ß^G^od), Ayxdao 331afe* 
balg; MBTä id) feljrc, .Mcxjia S3efen. 

jiäxaitf'L beroege t)in unb l)er, Maxä.nKa groBe ©piubef, 
Maxiuio ^enbel. rpeöa Ijnifeii, rubern, rpeßjio b^axk, 9tuber. 
rpe6a.io 8c§öpffclle; ceÄ>i id) ji§e, ceAJio ©üttel; Jierjio 
Sager, S5ett; bhtjo grofee ^ol^jdiraube (bhh loinben, butt, 
geltiunben); cpia bre()e, cyKäjio ©pulrab. Menn fc^lagen, 
flatfd)eit, oenäjo Älöppel. hö^h füt)re, boamo Qüo^d. 
yyKaMi flopfe, nyKäjio ©tö^e(. h6c>i trage, hocmo Xrag* 
ba()re: jiinA tieben, .liuMo Seim, örint ^euer, orniijio 
5euer[tal)(. 

Töqa fd)Ieife, to^ihjo (Sdjleifftein, xoMMKa SfiubeUioIg, 
TOMH.iäpt Schleifer. ^iiicxH reinige, nKcniiva, ^su^tappen. 
öyTaniTb ftofee, 6yTä.iKa SutterftöBel, 6yTäjro ©ti)^el. 

xerna tüiege, xer.iö ®etl)id)t, xerjMKa SBage, xerjK 
jiebe, bulbe, xer-iö = xerjipijio Seiben. 

19. Übung. Cpima. 

J^oöxpt Aeub, rocnoAHHe AÖKxope, na kä^^ Ti.ä 6i.p3o? 

Afi A^BO-itT'L, 0X1. jii H^exe? 

Il^a nanpäBo oxrt Bpäu;a; npHCXHrHaxt np^AH no-io- 
BHH'L ^acT.. 

Ci> H3BHHeHHe, HO KaKBH paöoxa? 

IIpäBo Aa CH Käata, oxx oxer^ieHHe. Hawi bx MaJKHxi 
rpaAOBe b'L^ihoxo eAiiocöpasne hh cxpäuiHO ^oxera. EL x-lii 

5* 



68 Fünftes Kapitel. § 49. 

KaTO T^KMO cerä HMaMt 8 A^na ÖTnycKt, peKOX'L — xanAe 

Bt CÖ(|)HH. 

Mnoro xyöaBO, ^le ce naMipnxMe. Jljiech noAiipt 
oöfeAt aa'B iii,e Tpiöea ^a nocixa eAHHt öojthhk-l b'l Eann; 
aKo oöii^axe, ejäre cb Mene, moM'B H^MaTe Apyra päöoxa. 

C'L Hää-rojiiMO yAOBOjrcTBHe. r;i,i ^a ce HaMipHAii 
H Korä? 

Ast iu,e Bh Bseina ot'l xo'rejia. F^i iii,e caisexe? 

CaMt HesHaM^. Ta^ önxxe Me noc-LB'LxBaJiH? 

Ehb noBHäBaxe CöcJ)na cäu^o xih AoÖp'i, KaKxo h aai.. 

Ott. xpH roAHHH iiacäM'L ne ci.mi> ÖHBaj'L bt, Co(|)Ha 
xa Bce ce e niui^o noiiSM'feHHjro. Tt^u ne, r^i öiixt HaMipn.ix 
nö-^iHCXi. xoxejr-B? 

ÜAeTe xoräßa bx xyny iu;o oxBÖpeHHa xoxejrx Kohxh- 
HeHTait. Ciir^^piio me e oii],e ^ihcto. 

E, noA^ Baiiia oxroBÖpHocxL me cnpa xani.. Ho, ^a 
HC Bii saA'ipJKaM'L iiOBeiie — ao BHac^aHe Bt 3 V2 ^laca. 

§ 49. Substantiva werden aus AdjektiTen abgeleitet 

a) Abstracta. 

-ocxb: xy6ocxt, M.itäAocxfc, cxapocxL s. § 19 cbhajhibt. 
geijig, cbhajihbocxb ©ei^, BaatnocxL SSidjtigfeit. 

-oxä: Aoöpoxä @üte, KpHBoxä Ärumml)eit, llnrecf)t §u 
K-pHB-B frumm, jiecent leidet, jiecHoxä 2eicf)tigfcit, 93equem^ 
(id)feit, MÄ^eHT. fc^iüer, 3iÄ^nioxa, -oxiia (£d)iDierig!eit, 9}?ül)e, 
Sefcfiroerbe, npocxoxHa 2)umml}eit, D^aiöitüt. 

-Aa: npäBAa 6iered)tigfett, KpiiBAa Unred)t (ßpar-i ^einb 
— BpaatAa ^eiiibfc^aft). 

-HHä: AoöpHHä ©Ute, MOKpuHä ^eudjttgteit, rojriwHHa 
®röj]e, KpHBmiä Strummt)eit, 33iegung, jiecnHHä Seidjtigteit, 
jHCT. fal)I, jiHCHiiä ^onfur, Sleffe Cil^ferb), acHBt lebenb, 
5KHBnHä :öeb^aftig!eit (»tHBöx'B Seben), jy^HHä ^oflf)ett. Ein 
anderes -'iiiia steckt in den Concreten: atiiBinia lebenbco 



§ 49. Wortbüdung. 69 

SBefen. A'Wnia uom ÖJrofeüater (Srerbte^. 6äu;HHa uätcr- 
Iid)e§ ®ut. 

-6a, -ÖHHa: staT. — 3jio6a (Sdjtedjtigfeit, ^ij-aüat. fremb 

— iiyjKÖHiiä t^rembe, (cäah urteile, c^AÖiina ©djidfal). 

b) Concreta. 

-eu,t: rojitiMeux l)ert)orra9enbei" 9)('anii, 6ijiei;t tüeifeer 
9tOUi§e, rjyneii;^ ©ummfopf, Bpaneux 9lappe (ßpaHi. 
fdjluar,^) vgl. § 48 a. 

-äKT. (s. § 43) : ciaöäK-B ©djlüäc^Iing, SÄpaBenaKx robufter 
SDIenfd), ro.ii. leer — rojiäKi. armer Xeufel; kphbt, frumm 

— KpiiBiiK-r. .viirtenftab, ber oben gebogen ift; ronaKi. junger 
^l^tann, .S>4b, Xiirner; noßäKt 9leuling; Aoöp/iK-L guter Slerl. 

-'10 (Voc. ==Nom.): ötj^io SBeiBting, rjiyniio Summ= 
fopf, ro.mo i>abenid)t§, rjiyx^o Stummer. 

-11.10 (s. § 48 d): iKtjiTi. gelb — acT-jiTMo gelbe ^arbe 
(baö SDiittel, momit man gelb föt^bt), ^lepen^ fd)mnr,^ — 
iiepHiLio fc^mar^e ^arbe, Uuglücf, (jiacxiijro "Jinte), öi^Mo 
mei^e (Sd)minEe, ^lepEMo rote (Sd)minfe. 

-'Hii;a: acijiTeHiiua ®elbfud}t, Apeßinina ipautauSfdjIog, 
ApncKäBHua S)urc^fan, Äö.THHua Unterfeite, Sle^rfeite. 

Echt bulgarische Vornamen sind häufig Ableitungen 
von Adjektiven: ^parx: ^para f., -räHt, (-na), -röfi (-aa), 
-ry.TL, -rym-B (-ryina); aoÖ'lp'l: ^oöpä f., -ßpän'B, -'6pto, 
-öpiiHt; ^HEx: ylvHBKo; MHjitiMHJibo, -jiKa, -jiKäna; Be.iHKt: 
EeAHH-B, -jTH^iKo (-.iHKäHt Ü^tcfe, -juiKiiuiT. gro^cr, oor= 
ne^mer öerr). 

20. Übung. 

Bi. säjaxa eAsä jih liiviame neTAeceT-L Ayinn. Koh- 
^epT^T'I. na MysHKäjHOTO Apy^^ecTBo ii;e ce Aa^e ne bx 
nextKt, a bx CÄÖOTa se^ept, b-l BoeHHHH KJiy6i>, 10 ^i. 
(= qacä) np. (= npiAii) oöiAi-. Bqepa, 8 (= ooih) Hoe.MBpH, 
OTX 8 Ao 11 'I. (oceM-L AO BAHHaäce ^lacä) Hiviaine rojiMO 
cou,HflJiicTHiiecKo CLÖpäHiie. C'Lo6ii;äBaMe iia pcAHiiHH ii 



70 Fünftes Kapitel. § 50. 

npHHTeJiH, ye iia 14. (qeTHpiiäHcexH) t. m. (=to3h Micei^T.) 
^lacT&Ti 7 BeiepLTä, di^t 8-AHeBHo TeacKo 6ojre,i;yBaHe 
np^Aä^e Bory aY^t> Hamaxa .iroÖHMa h nesaöpaBHMa cxnpyra 
H MaHKa. ^Hecb, bt> 10 V2 ^i- (Aecexi. 11 nojioBHHa ^lacä) 
cyTpHHtTd ce. iiSB'i.pmH norpeöeHHeTo na co(|)ni1cKim rpä- 
;KAäHHHi. X. X. (hier ix gesprochen). 3aKÖin.Tt ce rjiacyBa 
na nipBO h BTÖpo ^lexene öest ;i;a cxäBaxa ^eöäTH no nero. 
KÖ.IKOTO xöpa, TÖJIK03H yMOBC. Bt. CTäaxa HMauie tojtkos'l 

MOMUH (von MOMT-KT,), KO.IKOTO H MOMH^CTa. TO-lKOSt nö- 

Äoöpi. PasÖHpaTe äh KÖjiKo-ro^'I; 6T.jirapcivii. 

§ 50. I. Bildung der Adjectiva aus Substantiven 
und Verben. 

-aBT. bedeutet: versehen mit, ähnlichj-artigz.B.KxpBaBi, 
blutig, r'tpßaB'B budelig, KämaBi. breiartig, öö^iem. frnnf, 
dojinäBt, (tÖÄHimau-h !ränfli(^, .lacKaH fc^meid){e, jiäcKaBT, 
fd)meic^elnb. 

-0B'L(-eBT>) bezeichnet die Zugehörigkeit zu (possessive 
Adj.), die Herkunft von, daher auch zu StofFadjektiven, 
Orts- und Personennamen häufig verwandt (nach palatalen 
Lauten -bb-l): jh^^öobt, eid)en, öyKOB-B jhct'b 93ud)enblatt, 
poaoBi. ß,ojn, 9^ofenta(, nonoßa K^ma ^^farrt)ait§. 

räö'Bp'B 2!öeifebud)e — ra^poB-B D'on 3B. — räöpoBo Drt, 
löo äBeifebuc^en ipadjfeu, bal)cr aud) Drtyname. 

MiipKoBTb [cHUT>] @o()n be^ ilJ?arfu§; MäpKOBHTi bie 
5lnge[}örigen be^ SOc.: oxHAe y M. er ging in§ §au§ be§9J?.; 
JVIäpKOBeii;t ist die substantivierte Form zu MapKOBt, der 
PI. MäpKOBu;« bedeutet dann: die Angehörigen, die Nach- 
kommen, die Sippe des Markus, daher die häufigen Orts- 
namen auf -OBU,H. 

-lofi 'Jalg — joeB-B fettig; Kpymeno 33irnenürt. 

-OBeHT), OBHTt siud aus -0BT> + euT. resp. -irn. zu- 
sammengesetzt und bedeuten dasselbe wie deutsch -ig, 
-lieh, -artig: sHMÖBeni. Uiinterlid), KniiacöBeni. literarifd). 



{^ iVi. Würtbildung. 71 

/KOJiüBeH'L traurig, betrübenb, iLia'ießeut (ii.iayüBein.i bc= 
baucriid) (lua^a iDcine). — Ai>>ivT,ÖBeHX = at-'^kaobiitt. 
rcflncrijcl], >Kajioi;HT'i. mitlcibii], aomobhtt. IjäiiöUcIj, K.iac- 
oiJiiTx ä()vciiartig. 

-iiBT.. -ÄUD-h bezeichnet die Neigung zu etwas: 
lOBop-TiiBT. ßefrf)iiiä^icj, jiniiBT, faul (.liiinBei;^ g-aulenjer), 
KpajjiiB't bicbifd), poajihbt. fvudjtbar, M-i.iuejiHBi. fd)rDeigjam. 

Das Neutrum -iibo dient zur Bildung von Substan- 
tiven aus Verben: ropn brennen, ropiiBo Brennmaterial; 
rpaja bauen, ritaAiißo Baumateriat. 

-äxT. bedeutet: versehen mit etwas z. B. KpMax'B ge» 
flügelt, Koc.MUTT>, BjacäTx mtt langen .S^aaren, poräri. ge* 
l}örnt (pora^it 6öörnertriiger = ^pirid), iiirfd)fä[er), Kauy.iaTi. 
mit ^aube Derfeijen. 

-iiTi,, -emiTT., -IICT1. bedeuten dasselbe wie -arx. 
3HaMe 5U\^eid)en, ^-aljne — sHaMeimn. be,^ei(^net, berü{)mt. 
ropiicTT. bebecft mit 2öalb (ober bergig), ö^iaracri. fumpfig. 

-ecTX bedeutet: im hohen Grade versehen mit etwas, 
also eine Steigerung von -aTt: KÖcecTt fet)r I)aarig, 
h-pH-iecT-L mit grofjen g^ügeln öcrfei)en, ripjiecTt mit großer 
ÄeI)Ie, Sd]reier (iipjio), r.mBecxT. mit öielen köpfen oder mit 
einem biden Slopfe, .iiicxecn. blattreid), KiöHecxt aftreidj. 

-eHTb ist das häufigste adj. Suffix, es bedeutet: ge- 
macht aus, versehen mit (=ig, =bar), ähnlich (=lich, 
= isch). Als Part. Perf. Pass. trägt es öfters den Akzent, 
sonst nicht. Sehr häufig vertreten die Adj. auf -em. 
das deutsche Bestimmungswort bei zusammengesetzten 
Wörtern. cö.ieHT. Sal^* (co.iHa umna ©aljbergmert) aber 
cojteH'B gefallen, Kniira Rapier — KHiiaceni, au0 '^^^apier, 
rJiiHeHi. lcl)mig (rjiHHa Set)m), .leAem. eifig (.leATE. ©is), 
pöceH-B tauig (poeä STau), yMeni. üerftänbig, radBen-B 
{)auptfäd)(id), n-icx^ieHi. fanbig (nicxKx (Sanb), aenen-B 
(einen (.lem, Seinen), EMneiit mollen- (RT..iiia SBolIc). 



72 Fünftes Kapitel. S iJO. 

-TejreHT. bildet Adj. zu dem Nom. agentis (s. § 4Sa^ 
z. B. ßjiaAiü I)crrfd)e, B.ia^i.'tTe.ib §ei'r)d)er, BjraAiTeaeH-B 
^errjd)cnb, ABBräTe-iem, beluegenb, treibenb, TOBapiixejieH'B 
belabenb. 

-uieiii. bildet Adj. meist aus Adverbien : TyKa-men'L f)iefig, 
TäMomsHt boxtig, AHeuieiit I)cutig, Biiepameni. geftrig, yxpi- 
meni. morgig, OHaHAeiimeHi. neillid); — AOMämeHi, l)äu§lid). 

-inix(e)K'E (f. -iniKa, n. -hiko) ebenso -njKaBt ver- 
mindert den Grad der Eigenschaft: cojteHHytK'E ein 
bi^rficn gefat,^en, ö'ipsini'LK'L (^iemlid) fd)neU, ö'liiri'iK'B 
tDeiBticI], uö.iHHii'LK'L fränfüi^, jicko Ieid)t, jeKn^iKo gan^ 
Ieicf)t. (Oft Nebenbedeutung des NiedKchen). iiepHiiKaBi. 
f^trärslic^, -fiepBeHpiKaBi. rötlid), cimK-aB-B bläulicf). 

-CKii bezeichnet die Herkunft und Zugehörigkeit: 
«eHCKH h)eibli(^, mä^ckh männlid), maniiijoft, ropcKH gum 
SBalbe (©ebirge) gef)örtg, ö^rapcKH bulgarijc^. po^öncKn 
§u ben 9il)obopen getjörig, Co4)HncKH öon ©ofia, oTtEHTOJCKo 
aü§> ber ©egenb üon 33Jonaftir. pö^oMi. oti, ^enimcKo ge= 
bürtig an§ ber Öanbfdjaft Sj;fd)eptno. KacäncKn Hoaci. 
5-Ieifd)ermejfer. i^apnrpäACKn ApyMi. Sanbflrafee nadj ^ow 
ftatttinopel yoB'iKT. 9J?enfrf) — ^iob'£uikh menfd)Iid). 

-li'iecKii, zu -iiuiKH bulgarisiert (= deutsch =ifc§), ist 
ein äußerst häufiges Suffix, um von gelehrten "Wörtern 
Adj. zu bilden: iio.fjHTiiqecKH, AeMOKpaTiiiiecKH, naxpiioTii- 
iiecKH, B-TaAnuiKii bt]d)öflicf) etc. 

11. Stellung der Adjectiva. 

Wie im Deutschen werden im Bulgarischen die 
Adj. allgemein vorgestellt, nur die von Personennamen 
abgeleiteten Adj. auf -ob-l (-eB7,), und die die Herkunft 
bezeichnenden auf -ckh können nachgestellt werden: 
XspucrT. rioHTepi. KoöyprcKii ^ergog ©unter non iloburg, 
üpiinux MaKCTi CaKcoHCKii, öpaxa ToAopoBi. 'Sfjeobor» 
!öruber, cnna CxomioBi, ©tojanS ©ol)n. Ti ce cMi/ix-i. 



§50. 



Wortbildung. 



73 



mi iipocTOTHflTa IIouoBa ©ie tacken über 5o^ü^ 5)ummf)eit. 
Ot-l ctueMTi j)ann i^apemr cTaiia.iii ce^eMi. iinijopa au§ 
ben fieben SSiuiben beö ^aiS^ enlftanben fieben Öiieden. 
Außerdem gibt es noch einige stehende, altüberlieferte 
Wendungen: Ti.To XpncTOBo 5-rot)nkid)nam ; r])o6T.T'L 
rocnoAen'B btv3 1)1. ®rab; ,^0 Aent Anemeirr. bi'o QUf ben 
l)eutigen Siacj. 



21. Übuug. BpiMCTo. 

KaKBO e BpiMero? 
XyöaBo (jömo) e. 
Mi.r.iä H.Ma. (:\n,r.iHBo e). 
HeßeTO ce saxi-MHii (ce H3- 

ä3Hh). 

Tön.io (cTjAeno) e. 

KojiKo 8 ropemo! 

IHnKa e Mpa3T&. 

PtKaTa 6 3a>ip'B3Hajia. 

BiiA^xre jiH cBiTKäBimaxa. 

Bajii Äi-acAt (ciiin.). 

He Bi])BaM'B a^ Ba.!iii a'i-^caI', 

MHoro e X-iaAiio. 
CTpaxT, MB e, ye m,e näAHe 

rpaAViuKa (Ba.iH rpaAt). 
LI,t.Ta Hoiu,i> ce CBixKame. 
Cxpyßa MH ce, ^le m,e H3iaMe 

rtpMOTeBima, 
^lyxTe .m rtpivieacaV 
KaivT. MHCJiHTe, m,e jin ce 

onpäBn BptMexo? 
BtSMÖ^Kiio e, samöxo B'ie 

ciijren'B BixtpT). 
IIllKaK-LET. Bixpei^'L HC .Ttxa. 



2)aö SSetter. 

2Baö ilt für 2Setter? 
eg ift fd)öne§ (fct)Ied)teö) 3Bet= 
@§ ift nebelig. [ter. 

'A^er .v^immel nerbunfett, be= 

becft fi^ (roirb l)eü). 
e^5 ift lieife (fQlt). 
2Sie IjeiB ift e§! 
©raupen friert e^3. 
2^er ^-luf5 ift zugefroren. 
S^abt i^r ben Sti^ gefeljen? 
(£§ regnet (fd)neit). 
Set) glaube nidjt, bafe e§ regnen 

tt)irb, e§ ift ju !üt)I. 
S^ fürd)te,bafe elt)agelnn)irb. 

(ä§ I)Qt bie gange ^ad)t gebli^t. 
Mix fdjeint n)ir Serben ein 

©enjitter [)aben. 
.'gaben ©icbenS)onnergef)ört? 
^a§ glauben fie, rt)irb fic^ 

baS SBetter wieber mad)en? 
(S§ ift möglid), med ein Ijeftiger 

Sßinb lue^t. 
iTein Süftdjen regt fid). 



74 Fünftes Kapitel. 4? 50. 

TopemHHäTa e necnöcHa. ®ie §i^e ift unerlriiglid). 
Ilma MHoro npaxt. ßö ift fe^r ftaubig. 

Bqepa öime m-bohbo. ©cftem tüar e§ nebelig. 

•i"2. Übung. 

1. Zur sicheren Beherrschung der Suffixe empfiehlt 
es sich ein alphabetisches Verzeichnis aller von § 42 — 50 
besprochenen Suffixe mit Bedeutungsangabe anzufertigen, 
dabei auch besonders auf diejenigen Suffixe zu achten. 
die immer den Akzent tragen, und auf solche, die in 
mehrfacher Bedeutung vorkommen. Solche Selbstarbeit 
ist von besonderem Nutzen. 

2. Erkläre folgende AVörter, die bereits vorgekommen 
sind: 6oÄem>, öo-iuaB-B, öojiHii'iaBT), öojiHaBOCTB, öojiKa, 
6o.ieAyBaue, ööjiHiiuia (öo.ifiHi^a f. zu öojihhk'i.), öo.iecTL, 
öojieacT.. pyA^, py^ent, pyAunKx, py;^apL, py^apcxBO, 
py,T,apcKH. cejio, cejm;e, cejiHm,e, cejrcKii, cejiflHHHi., cej-iHKa. 
KHHra, KHHatent, KHHatapL, KHHacHHii;a, KHH}KapHHu;a, khii- 
acoBeHx, KHH3C0BHIIK1.. cä&6t>, cjiaöaKT., ciaÖHUtKT,, cjraöocTfc. 
Kpa^ä,» KpaAene, KpavT;j[ho, Kpa^eui'B, Kpa^ja, KpaAJHBi), Kpaatöa. 
KOBa, KOBa^ii), KOBapeiit, Kosa^HHi^a, KOBa^iecKii, KOBa^iecTBo. 

3. Einige Wortfamilien zur Anschauung: KpnB7> 
1. frumm, fc^lef, 2. unre(f)t, 3. fc^ulbig, fünbig. kpiibük-b 
©djäferftob; npHBa^Ka 5lrt gebogener ©diaufel, eine Schaufel 
DoU: KpiiBHua gebogenes ©türf, i^otfe, 2lrt 23eil: KpiiBiuiKa 
(Sdinutoer^ierung; npiiBHua ^Biegung; KpiiBoxä, KpiiBAa, 
KpHBHHä (abstrakt) ßrummt)eit, Unred)t, Süge; verbale Ab- 
leitungen: KpiiBH !rümmen, fätjd]en; intrans. frumm gct)en, 
feine Diidjtung änbern. KpHByjra, KpHByjniHa fidi fd) längein; 
KpHByjiäKTb Steigentanä; KpHByjri., -jAhr, -jiiiqa Sl\'ümmung, 
SSinbung, (Sd)langenltnie; KpiiBy.iecx'B fid) fd)Iänge(nb, ge- 
munben. 

ni)aBT. 1. grabe, 2. ridjtig, rcd)t, iiml^r, 3. gerecht, 
ohne ?!}Jatet. — npaBOTÜ, njidB^a, npaBAiinä?; np;iBinia 9ted)t, 



§ 51. Wortbildung. 75 

©erccfitigfcit; npäBo 9icd)t, (*>)ered)ti9!eit; npänHiiK-r. Surift: 
iipaimiinecTBO?; npäBH.30 9?egel, ©efetj; iipaBH.iein>?; 
npäBiLinuCTb ? npaBH marf)e, lierridjte; ripaßenT.? (npaBiire.ib) 
npaBiire.icTBo Steflierung; npaBiiTejicTBem.? 

§ 51. Partizipialsuffixe. 

I. ai Das Part. Praesentis Activi hat eine iinver- 
änderliclie Endung auf -aniai für die Verba der a-Klasse, 
auf -eilKH für die Verba der i- und e-Klasse, -niii^n für 
vokalisclie Stämme. 

Diese Formen sind nicht volkstümlich in Bulgarien 
(wohl aber in Makedonien), sie werden aber ihrer be- 
quemen Anwendung wegen, da sie einen ganzen Adver- 
bialsatz der Zeit, des Grundes, oder Eelativsatz vertreten, 
in der Literatursprache gern gebraucht. 

HjraM-L: iiManKii ba id) l)atte, nt:\iailKn t>a ic^ nid)t I)abe. 

BH2c;ia>ri>: BnaKAaiiKii TOßä, ast MiicjiixT. ^le . . al§ id) 
ba§ fal), badete id) ba^ . .; oTiiBaMT,: KnastTi., oTiiBaHKii sa 
Bpäua, Miiaajn. noKpäfi t^x-l bei* ^nivft, ber wad) SSra^a 
reifte, fut)r an i^nen üorüber. PaööTHimirrt oöpasyBaxa 
luecTBHe, nifläKH nicHH bte ^Irbetter bilbeten einen Qua^, 
inbetn fie Sieber fangen. Tofi 6ime H3AT>xHa.n., no3,T,paBH- 
caiiKn noBa E'i,.irapH/i. 

Zu CT.M1 bin lautet die Form: ÖHAenKH (zu öhaoxt.) 
aii id) Xüax. Zu snaa — anaeÜMi ba ic^ lüU^te. 

b ) Das Part. Praes. Act. auf -ew^-h für e- und i-Klasse, 
-ami. für a-Klasse, -miyh für solche auf -aMt, -yiomT, auf 
YBaiii (einige wenige auf -yui,TE., -äiht. sind Adjektiva ge- 
worden) ist veränderlich: fem. -eina n. -eme PL -einii. 
Es umschreibt mehr modale Sätze, die durch „inbem" 
eingeleitet sind, oder Relativsätze. Die Formen sind nur 
literarisch: iiHTepecyBamiiTi bie Sntereffcnten etc. 

Viele der hierher gehörigen Wörter sind zu reinen 
Adj. geworden, wie örK^emt ^ufünftig feienb (6^^^), ropemt 



70 Fünftes Kapitel. >5 51. 

fjeife, drennenb (ropa), Bonem-B [tinfig, ftinfenb (boha), 
MorAm^L mädjtig, hajiht» !ommenb, jufünftig, uE^Tymi. 
blülienb etc. 

Eahht. KejiHepi., Hoceini. no^HÖci. cb Ka4)eTa . . ein 
Lettner, ber ein ©erüierbrett mit Sfaffee trug . . .; EjidK-BTi. 
H^em-B oT'B E'LrpaAT. ber 3"9 ^onimenb au§ Seigrab, 
e^nä KOMHCHH, CBCToema otx MexHpii MJieHa, OTii^e bt, ce.i6T0 
eine au§ üier SD'Jitgliebern be[te^enbe (c-bctoh beftefie) 
5lommif[ion begab [ic^ in ba§ Sorf. BiiKaM'B — BiiKami.. 
cjiy^Ka biene — c^ryaceint (cjiyacäii];^, Wiener, Beamter). 

Die Verba auf -yBajit schwanken in ihrer Bildimgs- 
weise: A'l'i^cTByBain'B, ;i,iiiCTBYBa!\n> oder ,T,'£iicTByioiH'B. 

c) Wenn der Inhalt der durch die Part, umschriebeneu 
Sätze verneint ist, so tritt die Negation als Präfix ne- 
vor das Part. z. B. oxroBÖpH cb eAiim. toht,, nex'Bpnem'B 
BtspajKeniie er antwortete in einem %o\k, ber feine 'Xnt- 
mort bulbete. 

d) Auch die lietiexiva bilden diese Part, y^ia ce 
ftubiere, y^iämaxa ce M.JiaAe5Ki, bie ftubicrenbe ^ugenb. 

e) Zuweilen findet man statt der deutschen Parti- 
cipia Praes. im Bulgarischen Part. Perf. Act. z. B. fi|enb 
ceAHaj-B (= fid^ gefegt dabenb) s. Übung 29,1V; l)erauy= 
fjängenb yßiicHajr-B = (}erau§gel)ängt feicnb s. Übg. 2S. 

II. Das Part. Praes. Pass. ist lediglich literarischer 
Natur, sein Suffix ist -aeni-B, -hm-b. 

Wir übersetzen es meist mit einem Adj. auf -bar, 
-lieh oder mit dem Part. Perf. Pass., das ja im Deutschen 
auch adjectivische Bedeutung hat. 

yBaacäewB, iio^HTäeMT. geel)rt (s. Übung 8), orpiinäeMaTa 
AjMa ba§öerneinte2öort(oTpiii;aBaM'Bt)erneine), nenoHocHMx 
unerträglid) (iiöca), uex'BpnnMT, unerträgtid^ (x-Bpua), ne- 
npoxoAHMT, ungangbar, nnpraftifc^ (xöa;i), neoßxoAibi'B 



§ 51. Wortbildung. 77 

iinuiußängticf) = nötig, iieHapaHiiM-L unDcrluunbbar (paiw), 
HenitocTiiMx iinncv^eihdd) (npocra"^. 

III. a) Das Part. Perf. Act. endet auf -jii,, und zwar 
kann man es bilden aus dem Imperfectum oder aus dem 
Aorist, indem man die auslautenden -xt. in-.n, verwandelt. 
Auch die Bedeutung ist darnach verschieden z. B. 

Impf, iv-yiiyuaxi. — Kynyßa.rr. einer, ber ju !aufen pflegte. 
Aorist KynilxT. — Kynifai, einer, ber ben Äauf ausigefüt)rt t)Qt. 

Impf. Bil/KAax'L — BHyKAajT-L einet, ber ju )e()en pflegte. 
Aorist BUflixT, — BHÄ'kJi'i einer, ber erbfidt l)Qt (Adj. erfal)rcn). 

Impf. iiiimex-B — nHuieai. einer, ber fdjreibenb mar. 
Aorist nncäx'B — nHcä.TL einer, ber bay (Sd)reiben ausgefüljrt 
l)at. 

Impf. ntex-L — nte.i^i. einer, ber fingenb Uiar. 
Aorist nix^ — ni.i'L ^eincr, ber (boiS Sieb) gejungen l)at. 

b) Die Aoriste auf -aoxx, -toxi, verwandeln diese 
Silbe in -j-l z. B. Aä^oxt — ji,ajn>. 

Impf. ^lex-ix-B — MexlTi, einer, ber ^u (efcn pflegte. 
Aorist ^leroxT. — ^lejit einer, ber fertig gelefen l)at. 

Impf. njrexix'L — njerij-i einer, ber ^u f(ed)ten pflegte. 
Aorist n-ieToxT. — njicjn. einer, ber mit (^(ed)ten fertig ift. 

c) Die übrigen Aoriste auf -oxt. haben -%ät,, mit Aus- 
fall des 1, im fem. und neutrum: Moröxt id) fonnte — 
MorM-L. Morüä, MOrjö; peKoxT. ic^ fogte — peKiji'L; neKox'B 
ic^ briet — neKi.ji'L; nacoxT, id) roeiöete — näcB.i'L etc. 

d) Aus der Bedeutung des Part. Perf. Act. erklärt 
sich auch, warum die zusammengesetzten Zeiten mit dem 
Hilfsverb „sein" und nicht wie im Deutschen mit „haben" 
verbunden werden und weshalb sie sich im Geschlechte 
und in der Zahl nach dem Subjekte richten müssen; denn 
AaÄT, chMT, heißt id) bin einer, ber ba§ ©eben au^igefülirt 
t)at = ic^ l)abe gegeben. Aäjia c«m'£ = id) bin eine, bie nfm. 
Aä.TH CMe mir finb fold)e, bie ufra. 



78 Fünftes Kapitel. ^ öl. 

e) Wie schon in § 30 II angedeutet wurde, hat das 
Part. Perf. in Verbindung mit CTbMX, also das sogenannte 
Perfect, und ebenso auch das Plusquamperfectum nicht 
genau die Bedeutung, wie das deutsche Perfect und 
Plusquamperfect, sondern es ist modal gefärbt und soll 
im § 92 näher besprochen werden, um so mehr als hier auch 
die Bedeutungen von perfectiv und imperfectiv , die 
dabei auch in Betracht kommen, noch nicht klar ge- 
legt sind. Hier sei nur soviel gesagt, daß die deutschen 
Perfecta und Plusquamperfecta im Bulgarischen durch 
den Aorist oder das Impf, wiedergegeben werden müssen, 
wenn der Erzähler selbst Zeuge der Handlung war. 
Näheres folgt später. Vergleiche auch die Bedeutungen 
des Passivs im § 52. 

IV^. a) Das Part. Perf. Passivi endet meist auf -hi., 
doch gibt es auch eine Anzahl, die -t-l haben. Die Form 
wird aus dem Aoriste gebildet, indem -axx in -ant, die 
Endungen -ix^, -oxi,, -hxx in -em, verwandelt werden. 
Seltener kommt das aus dem Impf, abgeleitete Part, vor: 
npäinaMT> id) fc^tcfe, Aor. npaTiix-L — npaTBHx 9e)d)idt; Impf, 
npamaxt — npaii],ain. gejc^idt (öftere gejc^idt roorben feienö): 
AaiM'B Aor. ;i;aAox'B — A^Aeiit gegeben. Impf. ^aßax'L — ÄaBani. 
öfters gegeben njerbenb; raima Aor. micäxx — niicaui. ge= 
fdjricben; peKii (pe^ia) fage Aor. peKoxx — peiient gefagt. 

Vielfach sind die Partizipia zu reinen Adj. geworden: 
yqeii-L ge(e()rt; co^ent gefallen = faltig s. §50; n3B'icTem> 
befaunt, nsßicTen'L benad)rid}tigt. 

b) Bildungen auf -tt., von denen viele Adjektiva 
sind: saKpHxi, berbürgen (saKpHBaMT,), noKpiix'E bebedt, 
oTh-pHTTj offen, nj'n, getjört (yyBaMii), npo^yx-L berüljmt, 
noaiiäxt befannt (siiaji), iipoKJien. üerfludit (npoKjeBaMT,), 
Mit verbaler Bedeutung: CHeiviaMi. l)erunterlaffen — cHext. 
npHCMaM^i. anneljmen — npHext, bhh breljen — BHXt, onia. 



S 52. Wortbildung. 79 

einfegiten (eine Seidje) — ontTi, yÖHBaMT, crfdjlngen, töten 
— yöuTt, TpiiH reibe — iiaJTpuT.t. 

c) Verba, die eine Form auf -na bilden, haben dazu 
das Part. Perf. Pass. auf -naTt: B^HraMTb, BAHrna ert)e6e 
B;i;HrHaTT.: cpliui.aM'L, cpemiia beQegnc cpemnaxt; c.MtTaMT>, 
oiexHa red)nc CMeTiiani etc. 

§ 52. ]>il(liiii^ des Passivs. 

a) In der Volkssprache wird das deutsche Passiv 
durch aktivische Wendungen oder oft auch durch das 
Reflexiv übersetzt; doch kann man auch das Part. Perf. 
Passivi in Verbindung mit dem Hilfsverb „sein" dazu 
verwenden. Freilich wird dann eine Form wie niicano e 
eher c§ ift gefdjrieben, als e^^^ irirö gefdjricben heißen, da- 
gegen das Perf. niicaHO' e öhjiö e^ ift geid)rieben uiorbeu, 
mit demselben Sinne, wie im Deutschen; doch kann man 
auch im Praesens den verbalen Begriff hervorheben durch 
Anwendung von öiiBaM'L == id) bin, ic^ befinte mid). 

Praes. iisöpan-L clm-l id) bin ermälilt, ein (£Troä[)Uer, 
naÖHpaiit öiißaM-L id) tt)erbe ern)äl)lt (id) bcfinbe mid) üU 
ein (Snuädlt tuerbenber). 

Imperf. iißöpan'B 6ixT, id) Wax ertt'äf)tt, iiaönpaHt ßiiBax'B 
id) n}ui"be (öftere) ern)ä()lt. 

Aor. Hsöpan-L öhäox-b id^ rtutbe (einmal) ertt)ät)lt. 

Perf. HGÖpant ctMi, önj-L id) foü crroät)(t ttiovben 
fein oder naÖHpan'L clm-l ÖHBajii. id) foU öftere eruiät)It 
roorben fein. 

Plusquamperf. nsöpani. öixi. 6uäi> id) Umr er= 
iüäl)lt njorben. 

Fut. m,e cxM-L nsöpan-B ic^ roerbe 'woi)i ern}ät)(t fein. 

Cond. iinöpan'L 6iixx öhjii. id) luürbe erniäl)tt inerbcn 
oder ic^ n)äre ern)ät)It luorben. 

b) Das Fut. Pass. kann auch mit öxKAa gebildet 
werden: me öi^^a nsöpäii-L idj lüerbe eni)äl)lt njerbcn und 



8q Fünftes Kapitel. i? ö'I. 

Cond. Pass. mfet ,'i;a ÖÄ^a iisöpaiii. id) tüürbe er- 
liiä()It uieröeit. 

c) Das Deutsche „man" wird auch durch das Reflexiv 
ersetzt, oder durch die IL Prs. Sg. oder die III. Prs. PL: 
yvBa 06 e6 lüirt) fleljört, mau t)öi't, Käaßa ce man fagt, e^ 
mirti gefagt, KaKBö Aa npäßHinx? ma§ foU man ba macöen? 
KasBaxi., ^le fie fagcn, man jagt, "lia]] . . . 

d) Über die Stellung ist zu bemerken, daß das un- 
betonte Hilfsverb cxmi., ßixi,, uiixt. nie am Anfange des 
Satzes stehen darf, sondern immer einem betonten Worte 
folgt: Perf. asi. ctMt 6uät, iisnpaTeHt id) joü gefdjicft 
njorben fein; Koräxo clmx önai. HsapareHt; oder öhjit. 
cxMx HsnpäTeH'fc; oder HsnpaxeH'B clmt. öhjit, aber nicht: 
ChMT, 6nÄT> iisnpaTeHi). 

Fragend. HsnpaxeH'L jih CBJit öiijii. [aoi.] (öh.i'b .iii 
ctMT, Hsnpaxeni.) bin id) gefi^irft lüovben? Kora cxMt öh^i-b 
HsnpaxeH'B (aanpainaHT.) mann bin id) gcjd)idt morben? as'B 
ÖHXt JIH önjit HSiipaTeHt oder Hsnpaxeiix. jih öhxt. öiutb'? 
mürbe ic^ gejd)idt merben (gc)d)idt morDen fein)? 

Verneint, [asi.] ne Chwh öh-it. Hsnpaxeni. id) bin nidjt 
gefd)idt motben. xofi iie [e] öiwb Hsnpaxeni. er ift nid)t 
gefd)idt roorben. Hiie ne öixMe öhjih Hsnpaxenn mit maren 
nic^t gef(^idt morben. Bue hb 6nxxe öhjiii Hsnpaxeim itir 
tt)ürbet nic^t gefc^idt merben (roorben fein). 

Fragend, verneint, ne clm-b jih öujib iisnpaxeni. bin 
id) nid)t gefd)idt morben? (der Fragende Aveiß es nicht) 
He CMe JIH [ffiie] öimh HsnpaxenH? (auch nsnpaxenii öiuh). 
HajiH cxMt öhjii. HsnpaxeHt bin ic^ benn ntd]t gefd)idt roorben 
(der Fragende glaubt es, aber er will die Bestätigung von 
Seiten des Gefragten hören). na-iiH cme [nne] öiijih nsnpa- 
xeHH oder najin cjie Öhjih hhc (mit Betonung) HsnpareHH? 

He ÖHxa JIH ÖHJiH H3iipaxeHH mürben fie nidjt gefd)idt 
merben? najin önxa öhjih nsnpaxenn? 



vj 52. Wortbildung. gj^ 

2o. rbuiig. 

1. Täsii CTiifi ce jäua iioat. iiileM'L. Epaiixu6ro ee e 
CM.ilao B'iejja na BOAenui^ara. MecÖTo rptua aii ce e oneK.io 
Be'ie. ..IlyiueiieTo tioth)hi> (§ 48 c Anm.) e saiipiTeHo'", 
ce Mexe npi,T,T. bcii'ikii BpaTii. TaKii My 6h.iü cA^eHo 
(luicano), »le m.e ()i.ß,e yoiiTX ot-l ciihü cn. 3iimuo B)»tMe 
Bipxoßex'i oiiBaT'i. iioKpiirii et cirtrt. Koirro [me] (jrY^,T.e 
in'iH-HanptAt iioBiiKaHt ot^ Meiie, Toil rpLÖBa ,T,a ,T,6ilAe 
:5aB'i;ici.. Hiie u;e uAje.M'B uocpimHani utx iiämiirt iipiui- 
Te.iii Bx ^yiiHHua. HapuAnoro CBupaHiie ne Mo^e ^a 6^ß,e 
cciiKaHO. nie My ce K;'i>Ke (man), ne ßxö^i.T'B e aanptreii'B. 
IIoSHÜTiiHTT. paaöoiiiiHKt 6hät, yjOBeHX Bqepa bx ropära n 
AHecB AOBBAeHt Bx rpa^ä. KäsBaTi, ^le bch^ikh yueHUi^ii 
6iLin naKäsaim; awii yiienii'iKHxi naKasaHii Jiu. cä ßii.iii? Ti 
He CxK. ßii.iii iiaKdaaim. Eiixxe .iii üii.iii lX'lüj Aoötpi, ^a mh 
iianpäBHxe CAna 3iä.iKa ycAyra? öhx'b Bh noMÖ.iH.i'L, Aa 
3IH sae.Mexe niKo.iKo .leBa ao yr^i. Ha Apäro ctpi^e. 
npiiexi, jiH e iiÖBnaxi. saKÖnt h.ih hc? Ome ne [e] öiiai. 
npnexx. xaKä mimax'B BicTnaüjui. tia.iH ÖHjä yaj'B npo- 
AäACHa KÄmaxa? M-cRacex'i h accHiixi Hoctjn innpÖKn 
rauui. aceanxi saKpiiBajiH .iimexo ch Kaxo xyiiKiiiiiixi. 

IL CaöiiHiB, ^lyBcxByßailKH ce ciaöt, n öoeHKH ce Aa 
ro iie cnoAexii yqacxtxä na np^AiuecxBeHiiKa My, nsöi- 
rajt BT> I^dpHrpaAt, a^to ÖH-it npnexx iia Aparo CLpi^e. 
HanymaHKn AoöpoBÖ.iHO Bijrrapna, CaÖHH'B nptAäAx Bjrac- 
xtxä Ha H^Kon-cii YMapa. — Yxnrypnxi öhaii pasöiixH 
II npiiHyACHii Aa ce noKopnx'L na aßapcKim xaran-B. — Ha- 
MiipaiiKH ce BT. npHflxe.iCKn oxHomeHHa et BH3äHXim h 
iioAAtpatan'L oxt nocAtAnaxa, Kyöpaxi. ycnl^jt-B Aa oöeAHHii 
öi-irapcKHxi opAH, a cäii],i) Aa npncBeAHnii K^Mt xix-L 
paseAHHeHHxi KyxparypH h xynn. IIo xoh Hä^HH'B ocho- 
ßä-it Bt.irapHH iio opiroßeri na ^epno Mope. Koraxo 
Hsxo'maxa HMnepna ce naMiipajia bx. Haii-cxicHeno no.io- 

Weigand, Balgarische Grammatik. 6 



g2 Sechstes Kapitel, § 53. 

ateiiiie, HpaK.iiin 001011«;!% ciiost ci KyöpäTa. — M^siacexi 
öpiciif.iH rjraBUT'L ch. 

III. Flektiere: idj lüurbe empfangen npneTi. öii^oxt 
im Aorist, Perfekt, Plusquampf. Fut. und Cond., ferner 
id) bin befannt noaiiaTi. ct.m'b im Praes. Impf. Perf. Fut, 
Cond.; idj tt)erbe befannt nosHäTt ÖHsaMt im Praes. Aor. 
Perf. Pluspf. Fut. und Cond. 



6. Kapitel. 

Präpositionen nnd Präfixe. 

§ 53. Die Präpositionen, sowohl einfache, wie zu- 
sammengesetzte (no-Kpan, na-MicTO etc.) regieren sämtlich 
den Acc: c-b mene mit mir, ort nacB t)On euc^, sa^'B 
nero l)inter il)m usw. Es gibt aber einige Adverbia des 
Ortes auf -y und -i (-n), die präpositioneil in Verbindung 
mit dem Dat. des Personalpronomens gebraucht werden : 
oTuptA^ My Oorn üor il)m, (als adv. vornen); sonst muß 
die Präp. npiA"! stehen: npiA^t K^^maxa öor bem .^aufe, 
oo 3iene üor mir. 

a) Präpositionen gebrauchte Adverbia sind: 
oberl)alb oxröpi, unter()alb oT^öjiy. 

bor OTupiA^, OTupiAH, Hanp'£A'5&(H) 

!^inter no^Hpi, oisä^'S, OTsä^n 

unter noMeacAy. oo H^rs (cii) untereinanber 

gegenüber Hacpiu],a. cv3 h i^r gegenüber, epima hm-b 

if)nen entgegen. 

Ein Schwanken findet statt bei ökojio, naoKO.io ring§= 

um und B7.pxy über, wo sowohl B^pxy Biy, wie auch 

Bxpxy Hero üblich ist, da sie auch als eigentliche Präp. 

üblich sind. 

b) Es folgt nun eine Liste der Präpositionen in 



§ 53. Präpositionen und Präfixe. 83 

alphabetischer Reihenfolge mit Angabe ihrer spezifischen 
Bedeutung. 

rtest o()ne, nuy(^cnommen, luenigcr; cv^ Baci.; tv) napii 
ot)ne ®elb; MCTapii laca öest ne-rt mhuv'th. 

BMicTo s. HaMicro. 

BCjf.ÄCTBiie na infolne Don (nur literarisch). 

Bcpi^t s. cpiiAii. 

B-L, BTiB-B in; bezeichnet die Richtung wohin, den 
Ort wo, dann auch auf" die Zeit bezüglich: in, nad), nm, 
p: BT. rpa^a in (nad)) ber Stabt; Aßaaci, b-b roAnnara 
äroeimal im ^at)re; bt, sKencKH poAi. im tt)eibltd)en ®ejd)led)t; 
BTb TpH Mtceua in (innerl)alb) 3 SJJonaten. 

B-BST. 1. auf, oben auf: b-b-it, Mäca-ra auf bem -Tifdje; 
BTBs-B ocHoBa Ha auf (^runb öon. 

2. oberf)aIb, uatje bei: ce^a c^ or-Bna beim j^euer fit;en. 

(dialektisch 3. gcijen OTHBa.MT. <^ nenpuHTej;! gegen 
ben geinb gießen.) 

B^uptKu gegen, tro§; c>o Bö-iaxa mh gegen meinen 
Sßiüen. 

B'Bpxy (abgeleitet von B'Bpx'L ©ipfel) bedeutet: über, 
oben auf, brüber I)inau§ (in Bezug auf Ort). — ceAa «^ 
cTöjia id) fi^e auf bem ®tui)te; cva seMHTa über ber (Srbe. 
In übertragener Bedeutung: HSBicxHe o-^ a(|)epaTa 9^od)rid)t 
über bie 3(ngelegent)eit. 

Äo 1. bi§: Ao TaM'B biä bortt)in. 6jiH3y ao rpaAä uatie 
an ber ©tabt. ot^ cyTpuHL ao Be^ept öom SJJorgen Vi% 
pm 5tbenb. ao cKöpo bi^ üor fur^em; 

2. nüf)e bei, neben: ao KJiäAeneua uMa A'tpBeH'B kp^ct-b 
neben bem Brunnen fte^t ein §olätreu§. 

AoeaMH, -MO bid)t bei, gerabe an: ~ öynäpa gerabe 
am iörunnen. 

AocpiA'i' bi» mitten in: -^ ABopa h\§> mitten in ben 
§of l)inein. 

6* 



84 Sechstes Kapitel. § 53. 

AoctatHO be^üglic^, b:treff^: 3aAJ[i>»ceHHaTa cv^ no- 
cxpoHBaneTo na iwejiyiyHapoAHaTa mmna. bie ^^erpfüd)tunijen 
begüglicf) be^^ iöaueS öer internationalen Sinie. 

sa 1. drückt die Bestimmung, den Zweck aus: für: 
3a jieiie; sa mos y;i;oBÖjiCTBHe ; möjtk sa biiho idj bitte um 
Söein. npoBöacAaMT. sa s. Übung 5; 

2. gibt den Grund an: toegen: Toil ce cipAn sa niimo 
ttiegen nid)t» n)irb er böfe; samö iporum; saxuBä barum; 

3. bezeichnet die Stellvertretung, den Preis um: okö 
sa OKÖ, SÄÖT. sa säöt.; sa Koro nie BSHMaxe für men ()alten 
®ie mid)? sa mecn, jieBa; 

4. gibt den Zeitpunkt in der Zukunft an: über, und 
die Zeitdauer: nad), in: sa xpn ro^iinii auf bie S)auer Don 
3 ^sa()ren; sa eAihn, ^lacL in einer ©tunbe, (jofort); 

5. beim Körper bezeichnet es die Stelle, wo einer 
gepackt, gezogen, gerissen etc. wird: -rerjiH sa Kociixi 
^tel)e an ben ^')aaren; bGah sa uocä füt)re an ber 9iafe; 
xBämaMt sa Bpaxä faffe am Sl^ragen; 

6. in übertragener Bedeutung: für, über: ci>o6ii];eHHexo 
sa cMT.pxLrä bie 3Jättei(ung über ben %o'i>; KaKBo nrnnaxt 
sa öac-B? ma§ f (^reiben fte über un§? 

saAi», saAH l^inter (Drt, s. cjiiji,!,): o^ Bpaxäxa l^inter 
ber j^üre; xin're MycKäjrirri sa^'B nöHca cii er ftopft bie 
^-(äfd)d)en binter (unter) feinen ®ürtel. 

sapäAT-, sapaAii, nopa^ii: Wegen, nm . . millen: c>o 
xeöe acepxBjBaMi, bch^iko um beinettt^iüen opfere id} alle§. 
(uyacAa P^äh au§ 9^ot, ist nur literarisch). 

Hsx. bezeichnet 1. die Richtung aus etwas heraus, 
(0X1. = von etwas her): rJieAaMi> nsi ^po3Öpe^a id) fdjauc 
au§ bem ^-enfter; nna iis-r. qäuia id) trinfe an§ einem ©lafe. 

2. die Richtung durch etwas hin, wo nach deutscher 
Auffassung eine andere Präp. stehen müßte wie: auf, in: 
H3B y.iHi^axa auf ber Strafte; hs'l (oder uo) uAxa unter- 



§ 53. Präpositionen und Präfixe. S5 

lücg^; Kpiie ce hst. ÄyiiKHTi er üerbirc^t [id) in ben Söc^ern; 
iioAiipnxT) CT. oyil ii3t (oder inisx) uijin>i pecTopäiirr. i^ 
fudjtc mit ben ^tugcn im (Duvd) bac^) gan,^en Üteftaurnnt; 
nÄxemecTBiin hs-b ÄBcrpHa J)iei)en burd) Cftcrveid). 

n3B'Bpxi. oben auf <:^ Bo,T,aTa anf bcm, über bem Sßaffer. 

KOAt (dial) bei, neben. 

Kpail, noKpaH neben, na()e bei, IdngS: ^ p'^Käxa am 
^luffe, Iäng§ be§ S^wfl^-^- 

Kp'LST. ist maked., es wird gebraucht wie iipt.n.. 

KTiMT. gibt die Richtung nach etwas hin an: gegen, 
nad): k-bmi. aäiiaAi nad) SScften; ckjiohhoctb c^j MysHKa'ra 
^Iteigung ^ur SJiufif. Auf die Zeit bezügHch: c>o nojiyiiomi. 
gegen iUcitterimdjt. 

KÄA'i kennen wir schon als Adv. (mo), es wird aber 
auch als Präp. benutzt im Sinne von gegen (ki,mt>) sowohl 
örtUch, wie zeitlich. Der darauffolgende Kasus ist eigent- 
lich ein Nom., kein Acc, aber beim Pron. ist Acc. üblich: 
me iiAa oo iiero ic^ n)erbe 5u it)m l)inge(jen (id) werbe gel)en 
mo er [ift]). npoaopi^uTi iny r-ieAan. cvs ;i,B6pa feine ^'^nfter 
gel)en nad) bem $iofe (fd)auen, voo ber §Df ift). m,onj> 
Aoii;i;oxMe c>o BaKapejit al^3 mir nad) SSafarel fameii. roil 
me äoSab CV3 BBJHKAent gegen Dfteru mirb er fommeu. 

Me3K;i;y unter, gmifc^en: ^ xöpaxa unter ben Seuten; 
oo cTpaxä H HaAeaiAaTa 5Unfd)en '^\ixd]t unb .S^'^üffnung. 
Zeitlich t:^ roBä unterbeffen. 

noMeatAy c^MeiicxBOTo innerl)alb ber ^amiUe. spa- 
acAysaxa »o ch (Dativ) fie ftritten fid) unteretnanber. 

Ha I.Richtung nach, Angehörigkeit, daher auch 
zur Bezeichnung des Dat.- und Gen.-Verhältnisses: luän- 
Kaxa e iia y^iiixe.ia ber $>ut ift bem 2el)rer, be§ Sel)rer§; 
ceAuexe na cxö.ia feigen ©ie fid) auf ben ©tuf)(; oci^ÄHxa 
ro na cM-LpxL fie ücrurteitten it)n ^um Xobe; Katiiixi, ce 



86 Sechstes Kapitel. § 53. 

iia A-LpEüTo id) Vetterte auf ben 93aum; iiaAtBaMx ce na 
6öra auf ©Ott fjoffen; iia sApäee gur ®efunb()eit! 

Zeitlich: ot^b Aent na Aent Hon Xag p Xag. 

2. Ort, wo, sowohl drinnen, wie oben auf: cbcb 
CBJisii na oMiixi mit Stränen in ben ^luqen; pcäua na rjaBäxa 
SBunbc auf bem Si^opfe; na hstokt, im Dftcn; iia nAxt auf 
bem SBege, unternjeg^; na seMaxa auf bcr (Sibc; na neöexo 
am^tmmcl; na 6-i.jirapcKHa esEK-B in bulgarijdjer ©prad)e; 
na rpänHu;axa an ber ©ren^e; na Äy-Hana an ber ®onau; 
na ^epno Mope am ©cf)mar,^en 9iJ?ecr. 

Zeitlich: na Aecex-L yaea um 10 U()r; vgl. § 41b. 

naA-B (BT.pxy) über, oben brauf: cv^ Bpaxäxa über ber 
^üre; c^ rjrasaxa niy über feinem Raupte. 

HaM'fccxo, BM'Ecxo an (Stelle Oon: naMEcro iiafi niie 
nutKo anftattSTee trinft er9}Jildi; bm^cxg Bacx, an eurer ftatt. 

HH3Tb 1. abwärt^: «^ nnca an ber 91afe t)erunter; o^ 
piKaxa täng^j bcS ?^(uffeg (abmärtö); 

2. quer burdi: cvj ropäxa quer burd) benSBalb; n.iäBaMt 
HII3I, BGAära burd) ba§ SSaffer fd^mimmen. 

l. um — f)erum: o KpaKüra um bü§ 33ein I)erum; 

2. gegen, miber, auf, an (nur nach Verben der Be- 
wegung) onHpaMx ce o Macaxa ic^ ftü|e mtd) gegen (auf) 
ben %\\dy, pasÖM-L cn r.iaBäxa o CKa.inxi er äerfd)(ug ftc^ 
ben Stopf an ben Reifen; uaxiicKaMi. ce o cxiiü'ixa idj bränge 
mid) an bie 3J?auer l)eran. 

o. bei Zahlen ^u, je: o ji^ni §n}eima(; o Aßaaci. gu 
^meimalen; o xpn breimal; o Be;inayKx. mit einem 9J?aI. 

nacaivi'B — HaxäxxK'B bieSfeity — jenfeit^ sind Ad- 
verbien, dafür als Praep. besser oxcaiH'L — oxxax'LKx. 

oKOJio 1. ringsum, um: aemaxa ce Bx.pxii cv? cji-ini^exo 
(oo My um i()n Dat.); 

2. bei Zahlen und Zeit: gegen, ungefät)r: «^ xpn okh 
gegen brei Cfa; t>^ UÄ^ji^ni gegen StRittag. 



4} 53. Präpositionen und PriUixo. S7 

ocBtii-L (oswen) nu^er, aufgenommen: Ä<JnÄ«jxa bcÜ'ikh 
(iCBinx Ileaiia. 

oTHinx aui5ev()Qtb. 

oTBÄTpi iiincrl)alt), c>o rpa^a inncrljalb ber ©tabt. 
OTBÄAT» Cxapa IIjraHHHä übet bcn 93alfan l)inauc\ 
jenfeity be§ 35. 

iiTiiocHTejiiio cB-LpsBaiiexo be^ügliclj ber 35erbinbung. 

OTcÜMt bieöfeit^; OTTäTtK'B jenfeity: «^^ piKära bte§* 
feitg (jenfeitg) be§ i^^uffc^- 

OTt 1. dieKiclitung woher: ot-l aömq. üon jui^'^auie. 
OTFA^ exe BHe? OTT, oxpiiACKo (s. § 50 -CKii); OTt Hayä.To 
Ao Kpan Don ^(nfang ^u önbe; ot-l .iLbo na Exo^a Iinf§ 
nom (Singangc; 

2. die Entfernung von (Abwehr vor), sowohl ört- 
lich wie zeitlich: Aajre'ii. oxt Mopexo; oxt niKOjiico ahii 
feit einigen ^agen ; ort Aecexi. roAiinn HacäMt jcit 10 ^saf)ren; 
Kpile ce oT-B aceHä[Ta] ch er öerbirgt [id] oor feiner 'i^xan: 
6oH ce 0X1 er fürdjtet fid) öor; 

3. Ursache: otx cpa^x üor ©C^am; oxt cxpaxt qu§ 
Jurdjt; xer.ia ott> cryAt id) leibe unter ber ^ä(te: 

4. gibt den Urheber an, daher häufig beim Passiv: 
Bjacxtxä, KoHxo My e ^äAena oxt iiapö^a bie SOJadjt, bie if)m 
üom 35oIfc gegeben i[t; B-BsnöüsyBaHi. ox-i. 3ipäKa nnterftü^t 
üou ber Si^unfeHjcit. 

5. Stoff: ort .lern, au§ Seilten. 

6. Maß, Preis von: A^xe oxx nexT. toauhh. HaK.iom. 
ox-L 2'^'o Steigung uon 2*^/0. 

7. beim Komp. = at^3. 

HO ist eine vielseitig gebrauchte Präp. 1. bezüglich 
des Raumes bezeichnet sie die Bewegung über etwas 
hin: xö^n no y.iHu;axa (no CBixa) er ge(]t auf ber ©traße 
(burd) bie 2Be(t); riAxvBaM'L no Mope (no >KCjt.3iiiiuaTa) id) 



g8 Sechstes Kapitel. i; 53. 

reife auf bcm 9Jteer (ber Gifenünfjn); no ^em auf bem ßife: 
xoAii no iiero er c^ing I)inter if)m I)er; 

2. zeitlicli bei: no xöa cjiyy:ii1 bei ber (5!)ele9ent)cit; no 
TOBä Bpine ju ber ^z\t; 

3. gibt sie das Mittel und den Grund an: uiiKaMT. 
no liwe mit Flamen rufen; noBiiäijaM'B no r.iacä id) erfenne 
an ber (Stimme: no jirb-Jin, au§> (S(i)ulbig!eit. 

4. no drückt dann sehr Läufig die Gemäßlieit, die 
Weise aus = nac[), auf, gemä^, in: nö ÖMrapcKii oßn^iail 
nac^ bulgarifdjer <2itte; no Möe[To MHiHne nac^ meiner 
SD^einung; no Kapranaxa na nadj einem ©emälbe üun; no 
Apinxi My gemä^ feinen SSorten; no rpiuiKH auf ©riec^ifi^; 
no acencKH nod) ^-rauenort; ne .mii e no CLpi^e er ift mir 
nid)t ftjmpatl)ifd); 

5. bei Zahlen multipliziert es: xpn no ^lernpii cf. §39f 
no xpHMa p breien == je brei ; no next .lesa oku für (ju) 
5 ^-ranf bie Dia. 

noAiipt hinter (Eeihenfolge, Ort, Zeit): c>o nero t)inter 
i^m t)er, aber noAnpi mj; cv^ iifeojiKo ro;i,HHn. 

noA'i unter (örtlich): cv^ cxp^axa unter bem ^or= 
bac^e. Mit übertragenem Sinne: oo uiylji,jibn> unter bem 
SSormanbe. 

noKpäfi s. Kpaä. noMcat^ty s. MeacAy. 

nopaAH megen s. sapa^^B. 

no cjiy'tiaS noBaxa ^o;^IIHa gelegentlich (ju) 9ceujaf)r. 

nocpiÄCXBOM'L t)ermittel§ (literarisch). 

nocpiÄ'B inmitten, ^mifdjen. 

npn 1. bei örtlich: npn ropäxa hd bem 2öatbe; npii 
Ä^i^äxa bei ben Stinbern; iiMaMx, n-imo npn ce6e ch id) I)abe 
etma§ bei mir; npo(j)ecop'B npn (b-bbt. oder na) ^^nnBepcirrexa 
aber yiieuHKx oxt ni.MnäsiiHxa. 

Übertragen: npn xob:1 nojioaceniie bei ber Sage ber 
2)inge; npn p^n-l yciumia unter ^tnei 33cbiugungen. 



S 53. Präpositionen und Präfixe, S9 

2. Zeitlich: unter, bei: ^^ Eopiica unter 93ori§; npu 
iitpB'B c.-ry'iau bei erfter (^3elec]eul)eit. 

npoTjiBT. flegen (feindlich): inia 3ä h iipoTiiBx el flibt 
(®rünbe) pro uub contra. <:^ iiero gegen ifin. 

npi^ii uor i^/eitlich'i: cv? u^ecTi. M-Leeua üor 6 9Jifonnten; 
«^ BCH'iKo uor allem anbern. 

np-iAt üor (örtlich): cv^ oMHTt mii üor meinen ?(ugen. 

npist, örtlich: quer burcf): ^^^ no.ieTo burcf) bic(Sbene; 
<^o M6cTaüberbie53rü(fe. c^Pyce über(via)9tuft)c^uf. Zeitlich: 
«^ TOBä BpiMe tt)äl)renb biefer Qdt; c^ abs. aiui burd) jUiei 
'2age=ieben britten Tag ; ^^ (umn. ^lacT, no jT-aciniica alle ^luei 
Stunben ein fiöffeldjen uoü; cnj snivraxa benSBinter ^inburcE). 

nptKo wird gebraucht wie npiax: c^^ n.iaHiniii u 
Aciimii quer burd) ©ebirge unb Täler. 
päAH s. sapay^i. 

c.iij'B l)tntcr (Zeit, Eeihenfolge) wechselt mit no^iipi. 
Zeitlich: oo bc^kh nexx MHiiyTii nad) je 5 SOänuten. 

cnopej-B nad], gemü^, wechselt mit no: cHi)peAi> (no) 
-Mö^aTa nad) ber 9Jtobe. 

cnpoTHm. gegen, gegenüber, im i^ergteid) p. 

cnp'Emo (nur literarisch) gegenüber, gegen: yjBCTBOTo 
~ Hero ba§ ©efül)! gegen it)n. 

cpimy (nacp'ima, oTcpiu^a my) gegenüber, entgegen: 
cTGH cvD TiepKBaTa td) luüljne gegenüber ber ^irdie; oxiiBa^i'B 
■^ B'iT-Lpa id) gebe bem SBinbc entgegen. 

cpiAT&, cpiAii, BcpiAi» inmitten (örtlich und zeitlich): 
f^ Hoinb mitten in ber 9tad)t; cv^ 6§jix Aent am bellen 
Iid)ten Tage; cv3 y-jumaia mitten in ber Strafe; <^ (MeacAy) 
ö-B.irapcKiia HapoAi- unter bem butg. 33olfe. 

CB (ctcB meist vor Zischlauten) l.mit (in Begleitung); 

2. mit (als Mittel): yA^pii ro cb ToaraTa er Ijat ibn 
mit bem <Stod erid)Iagen; 



90 Sechstes Kapitel. § 53. 

3. mit (Art und Weise): cb SAnä Aywa mit einem 
SBorte: c-l HamipeuHe mit ?lb[id)t. 

y bei (wird meist bei Personen gebraucht) : y poAii- 
TejHTi CH bei feinen (Sltcrn; y apnayTHT^ bei ben ^Iba* 
nefen; y cTäpnxi bei ben ^Hteii; y rjiarojiHHTi (|)6pMH bei 
ben ^erbatfotmen. 

np^Gx (nur literarisch) burc^, üermittelä: cnj BjracTLTu 
burd) a}?ad]tbefugni^. 

c) Das Zusammentreten zweier Präpositionen um 
verschiedene Bestimmungen gleichzeitig auszudrücken ist 
im Bulgarischen nicht gerade gewöhnlich, immerhin finden 
sich manche Verbindungen wie: oti. kt.m'b == üon gegen 
= tion t)er: ot-b kt.mt. lori. bon ©üben ^er; i^apcxBoxo e 
ö'Saho ot'b KTbMt atejiiso bal ^i^^'^iitti ift arm an (in Sejug 
anf) (Sifen. na kxm'b = nad) gegen =nad) (lin: na k^lmt. 
(auch 3a KtMi.) ^ßopä nac^ bem ij)ofe {)in. oxt npi^H 
roAHHii = öon üor Srtl)ren = fd)on feit ^sat)ren. Cnycuaxa 
ce 1I3T. noAt Hciroxo neöo fie ftürgten fic^ tjerunter üom 
t)citeren ^imrnel. ao KÄA'fe ropaxa = nad) mo ber SSJalb 
= in ber 9?id)tung nad) bem SBalbe f)in. 3a bx. neAli-x 
für am ©onntag, 3a bt, ÖÄ^eme für bie ßnfunft. 

24. Übung. 

M^acB 6e3x. napii ii Kr¥»iii,a öest Keuä, ön>nb ,T,a rii 
ropii. Ocxaiiexe npii nacX) na o6iji,T>l KuajKe! xh iiniaint 
Ä'inä, 3IIICJIH 3a xixi,! Toil e äouit, ^lOBiKt, 3axoBä ce 
6oii 0X1. Hcnmaxa. IIpiAH bch^iko u;iHfi y niMninii xixnoxo 
'lyBCTBo na ^t-ira. ^o CKopo Bpaat,T,yBaxa uoMejKAy cii. 
IIoKpän cyxoxo ropn ii cypÖBoxo. IIpoxHET. xixx HiwaMT. 
niiiu,o. 0'ko.5Ö eAiiä Mäca ceA'ixa ifIkojiko cxapii xopa. 
Il3npäinaMT. Bii näil-iiCKpeini npiiB^xii iio cjiyiiail mieinin,'i 
Bii APHh. CeAii Kaxo na öoa.ih. BT.pBexe iraiipt.A'r^ a3Xi 
me AÖiiAa noAiipt bii. KäSBaxi., ^e a xer.in.n. 3a Kociixt. 
OxTb iiiuiiicxBo ce e pa36o.i'l'i'i., ne oxx. Miiöro päuoxa. 



§ 54. Präpositionen und Präfixe. 91^ 

y.iOBHaii paGÖöniiiiKa ii ro ocäaimii na cM'i.]iTb. IToAupi. 
A'i'iKAt KayyjiKa. Ha xui»H3aini Koiib dAöht'L iie ce rjieAa-ri.. 
Ht. Hyac^a ce Al>yrai)b iin:!iiäBa. Toil ce CKiira iio iioji« h 
[no] ropii. Bipsaxa koii« o flciirri. Jljbnjiußj, ce HS^Hra 

IJlu!-!. T})!! X'B.IMa. OcB'IuiT. MeHC Apyri. 116 ,T,OHAe. TpliCl- 

uame ^a iiocTpoinri. eAinii. TYHe.n, ot7, 700 .Mexjia ,T,i'Ji>KiiHa. 
Ilnnii iit.iu 'lama o Be;iiia>K7,. 

25. L billig. 

Toir ce npocrpt ornpi^i siy er inarf firf) Uor il)m 
niebev. ceAiia iiacj)'iina um er fetzte fid) mir gegenüber. 
Kypmy.MjiTt nmivbxa o-i:va,ji,i hh, a uTiiptA'i hii KJÖiiiieTaxa 
iitiiaxa. E;tHÖ MO^nie, Koero HMame rojiMt hoct., ce oiuiäK- 
Baure, ^le ne :My pacraxi. mycTannTt. Eahht. r.iyMeu'B iviy 
KasBame: KaKTb u\e pacxa-n,, Koräxo oti> Hocä th ci^HiiieTo 
iie rn Bii;K;i;a. 

Kpail MajiKa Bpara .inBä;;a, 
B-bBT. .TOBa^aTa sejieHt öopt, 
IIoAi" 6öpa cxy^eHi. vjii^eReu,Ty, 
Jlo Kjiä;i;eHeua xpaneaa, 
Ha xpanesaxa bcii CBexmi: 
Ha nejio Cbcxh HjiHa, 
Jlfi iiero Cßexä Mapiia 
G-hCh Xpiicxa Eöra na pÄ^'l;. 

§ 54. Präfixe. Die meisten einfachen Präpositionen 
dienen zugleich als Präfix und bewahren dabei ihre 
Grundbedeutung : 

6e3- O^ne bei Adj. und Subst.: öesöypein, tpinbftiti, 
öesAtTen-B finberlo«, öesMA^ne StJ^annlofigfeit. 

Anm. Die Präf. öea-, B'is-, ii3-, pas- werden zwar vor stimm- 
losen Konsonanten mit stimmlosem s gesprochen, allein die 
Schreibung mit 3 soll doch beibehalten werden öesn-iaTciii. (be- 
splaten) imetitc)eltlidi;aber viele richten sich nicht nach dieser Regel. 



92 Sechstes Kapitel. § 54. 

b[t>- l)ineiu (113- Ijinau^), bxoat. ©intritt, ©ngang, 
HaxüA^ 5Iu§gQrtg, bctAiihm-i, f)ineintappen, BptsBa^i'B etn= 
fd)neiben, nspisBaiMi, auc^fdjueiben, b-loöii^g im allgemeinen, 
BCjijLCTBvie in ber ^"Olge, BtEeac^anx einfüt)ren. 

B'Ls- 1. in bie §ö^e, auf: B-BaBiipaMi, aufbrobeln, 
'fod)en, (BT.BHpaM'L t)inetu)"to§cn), Bx3Öy>K;i,aMi, aufl)e^en, 
B'B3,?i;yx'i. Suft, BT>3AHmKa (Seufger, BT.3c^AaMT. a-uffi^en. 

2. gurücf, ft)ieber: ExBAaBa^i-L prücf geben, lieIo{)nen, 
BisATtpaca^ix ^urüdl)alten, t)inbern, BT,3A'i'PKaHo adv. mäf3ig. 

Äo bi§ Ijeran, gan^ §u (£nbe: tohh jagen, ao c^o er* 
reid)en, röBopT. SSort, S^ebe, a6 <:v:' Übereinfommen. AönncKa 
3nfc^rift, HOCH tragen, aoiiAghmi, bringen, AoopaBaMi. ju 
@nbe pflügen, Acxo^K^a^ra anfommen, aöxoatb (Sinfommen. 

3a- 1. hat es ingressive Bedeutung beim Verb, 
d. h. es bezeichnet den Anfang, den Eintritt der Tätig- 
keit: öo.jeAyBaMi. ic^ bin franf, saßo.riBa^M-L id) ttierbe franf 
(tomber malade), roBÖpa id) rebe, saroBapa^T:. ic^ fange 
an 5U reben, saxBamaMt ergreifen, anfongen. 

2. sehr häutig dient es zur Ableitung von Verben 
aus Subst. und Adj.: saMpanuBaMi. öerbunfeln von MpaKT, 
®unfclt)eit, 3apyMenflBaM'L rot mQd)en. 

3. bei einer Reihe von Verben entspricht es deutschem 
zu: sarpaacjaMT. ^u-, einfd)(iefeen, saKjnoyßaMt pfd)Iiefeen, 
saöoacAaMT, ^ufteden (mit Siabetn), 3acHnBaM'L §ufd)üttcn. 

3a A- 1. über, barüber t)inau§: 3aAMiiHaBann> überfjolen, 
püorlommen. 

2. nac^, t)inter: aaArpoöenT, (noi^grabig) nad) bem 
Xobe fommenb; saAKy.iuiceuT:, t)inter ben Äutiffen befinblid^: 
3aAMopcKH überfeeifd). 

H3- (Gegenteil bx-) l.au§=, t]eran§=: n3M'iTaM7. f)inan^= 
merfen; H3öop'i> Slu^njat)!; lOBiipaM-i. ()erau§fprubeln; h3hoc'b 
?tn5fut)r, HsnpauiaMT, fortfd)irfen. 

2. -^u (Snbe, üer?, 5er-: (egressive Bedeutung), lociym- 



{? r>4. Präpositionen und Präfixe. 93 

BUMx [nc- 311 Snbe anliörcti, iiaMVKAaMT, oüe^ aufcffen, miji-hn 
tierßlüdc, tieri]el)c, ii3öpo;iijaM'r. bcr 9'?ei()c nad) aiifänt)Ien. 
o. oft hat es wie deutsches cr= eifektive Bedeutung 
(das Ziel der Tätigkeit wird erreicht): iiGBOiouaMt burd) 
Sl\itnpf crrcid]en, cvfämpfcn, erobern. iiacjitABaMT, cv^rünben. 
ii3iiaMii]ia:M'r. erfiiiben, lUKyuynaMi. cvfaufcn. 

na- 1. das als Präp. „die Richtung nach etwas hin" 
bezeichnet, gibt auch dem Verbura eine bestimmte Rich- 
tung nach dem Ziele, dem P^nde der Tätigkeit: ni^'i 
filtern, feilKit, iiau^jKAaM-B burdj ^-iltern (©eil)en) füllen, 
v'ia lel)ren, nav'iBaM'i, bnrd] Sebren beibringen, funb tun. 

2. Es verstärkt den \'erbalbegriff in liezug auf Menge 
und Kraft der Tätigkeitsäußerung: 'lepua fdjlDor,^ mad)en, 
Haiiepim.M-B über nnb über fdjwar^ mQd)en. nüfi trinfen, 
iianiiBaMi, (ben Surft ftiüen) uiel trinteu, betrinfen, ßiia 
jd)lage, naÖHBaMx tüd)tig fdjlagen. 

iiaj- über, brübcr: HaAiiiicBaMt überfdjreiben, naAnnc-L 
Überfd)rift, imAMnuaBaM-L übertreffen. 

He-, Hii- ist Verneinungspräfix (s. J; 51 Ic): iieMou;t 
Unüermögen, Sd)lDäd)e. neBöjin ^\va\uy:Aac\^, dlot, neBjiiieni. 
unfdjulbig, HenosHarT, uubefannt. Vor Adv. im: iiiiKora 
nie, miKÄj'J, HiirAi, nnilAi uirgenb^-, HiiKaKi, auf feine SSeife. 

Hi- bezeichnet eine Unbestimmtheit: hLko.iko einige, 
HliKora irgenbraann, h^käa^ irgenbn^o, HfeKaK-L irgenbwie. 

dient 1. zur A])leitung von Adj. und Subst.: reit 
nadt — orojiBaM-B nadt madjen, plünbern, rpäunua ©ren.^e 
— orpaHn'iaBaMx begrenzen, a.v.aui Sföort • — oAniBaMi. be= 
friteln, aciiBi, lebenbig — o/KnBaßaM'i. beleben, oöesiiecraiyni 
enteliren = + 6e3 + nee 1 b = ®l)re : 

2. gibt es dem Verb wie iia 2 verstärkende Be- 
deutung: napH bämpfen, onäpaMi. uerbrüt)en, uerbrennen 
(fid) bie ^aub), naca ttieibcn, onäceaiMi, (gan,^) abtt)eiben, 
ojiLnflM7> gan,^ umfleben, nniicuaMx befdjreibcn. 



94 Sechstes Kapitel. § 54. 

06- (ist nicht Präp.) bedeutet 1. über, brüber f}tnau§, 
5UüieI: cHna — oöciinBaM't überfdjütten, überhäufen, du 
fäen, oÖciBaM'B überfäen, einjäen, oÖTpynBaMi. überlaben, 
bebeden, oöpacBaMT, überrcadjfen; 

2. um, {)erum, ringsum: oöcxAnBaMt Ijerumtreten, inn- 
gingeln, belagern. oöxöacAaMi. Ijerumgeljen, Stel)rt mad)en: 

3. dient auch zur Ableitung von Verben aus Adj.: 
■ oö-HOB-üBaMi. erneuern, o6-ncH-flBa3i'L flar mad)en. 

OT- gibt 1. wie die Präp. die Richtung woher an: 
oxropi [t)on] oben, oTAajreqe öon lü eitern, oTAäBna feit langem, 
oTCKöpo bor fur^em, oTBicem. fen!re(^t (oon aufget)ängt); 

2. die Trennung: oTrdjtflMi, entblößen (rojii.}, oxiiBaMT, 
rDeggef)en, oTBipsBaMi, aufbinben, oTsäpHM'B öffnen, oxBöpen'B 
offen; otctä^uhm'l abtreten; oxcyKBaM'B Io§> aufmideln. 

3. Abwehr, Verneinung und Ahnliches: oxKä3BaM'B 
abfagen, üernetnen, arxiiKBaM^ hjegfto^en, oxpiitiaivii. ah' 
toeifen, Oerneinen, oxxypHMt entfernen. 

4. entgegen, prüd: oxA^Basi-B loömadjen, aber auch: 
entgelten, auf fid) nef)men; oxcjiyacaM'B ©egenbienfte leiften, 
üergelten, oxnjramaMi. (roiber^atilen), entgelten, oergetten; 
oxcpaMHMi. ce Oergelten (fidj entfdjanben). 

no 1. hat als Grundbedeutung die Richtung über 
etwas hin; ähnlich beim Verbum; die Tätigkeit beginnt 
nach einer Richtung hin, ohne aber wie bei na- das End- 
ziel zu erreichen, daher es oft im Deutschen mit „an- 
fangen zu . . ." . (ingressive Bedeutung) oder mit „ein 
wenig" (diminutive Bedeutung) übersetzt werden kann, 
niia id) trinfe, nonüxt id) fing an gu trin!en oder ic^ 
tranf nur ein loenig; iicKaMx id) mitl, noücKa mh ce ^lan 
mic^ befiel bie Suft nad) STee. 

2. Sehr häufig dient es zur Ableitung von Verben 
aus Adj. und Subst.: MpaKi. ®unfell)eit, noMpa^iäBami. t)er= 
bnnfeln; MnpT, triebe, noMiipaßaMT. üerföl)nen; 



§ 54. Präpositioneo und Prätixe. 95 

3. bei Snbst. iiocöKa 9iid)tung (zu nocöMBaMi. I)iii5ei(^en), 
iiojieT'i. '3(ufflug,^^(n[turm, (/u no.iexfl), noBpuTi.Unnucfl, Sogen 
(zu noBptmaM'L), iioaöp'B (Sdjaiibc (zu iio3ih»ji entcl)i'cn) etc.; 

4. häutig bei Adv., auch bei Adj. und selbst Inter- 
jektionen: I101ICB6.1H getüattjam, iiontKora mand)mal, iio.ieKa 
fadjtc (eigentlich Comp, zu jicKa), iiöcii, noAiipi nadjljCr, 
uuM'LceueH'B moiuitlid), iiÖBpara! jum Teufel! 

5. dient es als Comparativ-Prätix: nö-Jieciio Ieid)ter 
(s. >? 20), nö-no.!ieKa laiigfamcr. 

n 0,1,- unter, dann auch ungefef)en,t)eimlid): noAÖyacAaji'B 
bariintcrftoBcn, auftadjctn, aufteilen; nuAA'i>p>KaM'r. unter* 
[tütjcn, iiuAKyiiynuMT, Ijeimlid) taufen, be]ted)en. 

nojiy- t)alb: nojyöc rpoBt i^albinjel, o-'M'ipT'LBi. I}Q(b= 
tot, c^iiömt SJtitternac^t, «r^cinKa <pa(bfc^atten. 

npii- gibt dem Verb die Richtung an etwas (Subjekt 
oder Objekt) heran = an, §u, t)eran: npnBeacAa:«''!. l)eran= 
fü()ren, npuBJiri'iaMx an5ief)en, npuröTBam^ jubereiten, npn- 
ß'tpsBaM-L anbinben, npiie.MaM^ üunetjmen (npiieM-L (i'mpfang). 

npo- das als Präp. nicht vorkommt, gibt dem Verb 
1. Bewegung nach vornen und oben: npoB.iäyaMi. QU§* 
beljuen, npoöirpaMt anf§luäl)(cn, nporÖHHMTb fortjagen, npo- 
AtJiacciBaMi. öerlängern, fortfeljen, npojniBaM-L ausgießen, 
npoAaBaMt Derfaufen. 

2. Bewegung durch etwas hindurch (örtlich und 
zeitlich): npoööacAaMi. biirc^fted)en, iipoöiiBaM'B burd)bol)ren, 
npoB-ipTaM-B burd)bol)ren (mit bem 83ol)rcr), npociiuaivii. 
burdjfdjneiben, npoapa'ieHt burd}fid)tig, iiposöpeut (^ur(^= 
guder) S^^f^^i^» npoiirpäBaMt iioinfra id) burdjfpiele bie 9?ad)t. 

Auch im übertragenen Sinne = öer: nponiiBaMi. Der« 
trinten, nponäAaMx Oerf allen, umtommcn. 

3. Bei Tätigkeiten, die man noch nicht kann, be- 
zeichnet es den allmählichen Anfang derselben: npoxoacAaMi. 
get)en lernen (oon fleinenÄinbern ober Traufen), npontßaM'L 



9(5 Sechstes Kapitel. 4? 54. 

anfangen jn [ingen (uon fleinen 9>üge(n), npopäfioTBaMi. [id) 
an'o ^2lrbeiten geroö()nen, nponiißaMT. ce fid) ^nm Xruntenbolb 
auöbtlöen, iiporjieABaMi. anfangen 3U fel)cn- Man beachte, 
daß npo eine von den ingressiven 3a, no (die schlechthin 
den Anfang einer Tätigkeit bezeichnen) verschiedene 
Bedeutung hat! 

4. Es dient auch zu Ableitungen: xjräAeu'i. I;ül)( — 
npox.iaacAaMT, fül)Ien, erfrifd)en, daraus upoxjiäAa ^ül)te, 
iipox^a-AeHi. erfrifd)enb, i^b-Iitt. 23Iüte — npou^bBiHB&wh 
aufblül)en, gebeil)en. 

npi- das als Präp. nicht vorkommt, bedeutet 1. in 
Verbindung mit Personennamen Urs: cv3';if,;i,o Urgro^üater, 
c^'BnyKT, Urenfel, cv^'öaöa Urgroßmutter. Es kommt auch 
daneben in der Form von npa- vor: npäoTeu;-!. SSorfafjre, 
npä-npa-A^Ao Ururgrofeuüter; 

2. in Verbindung mit gewissen Adj. erhöht es ihren 
Grad: npiKpäcein. fetjrfc^ön, ooMii;i;T,p7. jel)rn3eife, «^'iMHoro 
fc()r biel, o^jim6e3em> anwerft lieben^uiürbtg, ooB-LsxoAent 
au^3geäeic^net. 

3. Die Handlung wird zum Ziele geführt = burd)', 
5er=: np^A'tJiBaM'B t)urd)teilen, npiA'tJi'i- (^ren^e, npictKu 
35?afferfd)eibe,<^Kp'LmBaM'tJierbred}en,cv3roBapHMT. Überreben; 

4. die Handlung wird über das Ziel hinausgeführt: 
^BimiäBaMt übertreffen, brüber l)tnauSget)ciT, c^^Bä.iHM'B 
über ben S^erg t)inüu^, jenfeitio be§ H'animeä fd)rciten, 
o-öo.iflBaMi. überfteben eine ltranfl)cit, oo^^pacaMiE. ^^u lange 
(^urüdbalten, oo'jiiax Übergang (an ber ^al)n), Überftetg 
(ün Qann); 

5. es gibt dem Verb die Bedeutung der Wieder- 
holung = lüiebers oder der Umkehr = jurnd^, um^: npi- 
iiiicBaMt nod)mal fd)reiben, abfdjreiben, cv3o6.?icviaM'B loiebcr 
Qn,vcl)en, cv^BHoaMT. ,^urüdbcngen, c^DMiiuaiMi. nod) einmal 
umfdjen. 



^ 54. Präpositionen und Präfixe. 97 

6. Bewegung von einem zum andern = über-, üci*^: 
npierüpaMt iicrftcfleu refl. licudjcln, <^-u()acAaM'B übcrfetjen, 
cv'MuaM'i. überleben, ^^Ainiiie Xratiitioii, c^\MtnHBa.-\rL ce 
lüedjjchi bic 9Bäjd)e, c^Mina neue Mleibmu], <:v:'M'icTflM'B 
üerje^eii, cv^näcaMi. trauypürticren , c^'iioc-b Tranöport, 
cvjcejiflM^ üerfetjen, cv.^cä/KAa.M'i. ucrptlan^eii. 

Anm. Von Ostbulgaren wird iipl.- oft mit iipii- verwechselt, 
weil i wie ii gesproclien wird. 

np^A- vor vereinigt die Bedeutungen von npi,i,ii und 
u\)iAT, {u[ylAQm3 adj. uorbcrc': -^.laraM-L üorlegcit, uor= 
fi^Iagen, cv)aürx S^orroanb, ^räpüfittoit, cv^KibicAaMi, uoraul« 
fef)en, csDniicBaMi. üorfd}reiben, c^croA bcüor|'tel)en. 

pa3- ist ebenso wie npt. nur als Präfix üblich, in 
der Bedeutung von aii»einanbcr=, licr=, äer-, au[=: c^uiiBaMx 
au§cinanberfd)Icigen, c^bmamti j^ertreten, -^erftören, c^öiipaMt 
(aui'Cinanbcrlcgen =) unterfdjcibcn, ücrftelicn, c>oroBäpHivi'& 
(auveinanberreben, baburd)) ablcnfcu, ^cvftreucii, tröften, 
cv:>'roDop'B Unterrebung, (£rleid)tcrung, ^roft, cv^nä^aM-B jer* 
fallen, cvinapaMi. auftrennen, o^TOBapaMt ablaben. 

c- (vor Vokalen, Zischlauten [3, c, >k, ^i] und manchen 
Konsonantengruppen ex) hat 1. die Grundbedeutung der 
Präp. ex, nämlich die Vereinigung von == -^ufammen: 
ctöiipaMi. äufammentragen (cdopt, cöopunKi., cöupKa, ctöpa- 
Hiie § 50), CBiiAtTe.iL ÜJJitjefjer = ^^^fl*^? croBapamt über»' 
cinfommen biird) Dieben, Überreben, cjnißaMi, üereinigen, 
Deriredifeln, cMiceaMt üermifdien, cBeAimaBaM'L Dereinigen, 
c-B^KajreHiie SJJitteib; 

2. durch die Bedeutung mancher Verba (örüden, 
nial)len, treten, preffen ufiü.) ist mit der Vereinigung zu- 
gleich eine Vernichtung der ursprünglichen Form ver- 
bunden, daher ce die Bedeutung von Der-, ^er«, ent-, auf* 
also ähnlich wie pa3- annehmen kann. Auch viele von 
Subst. und Adj. abgeleitete Verba gehören hierher: 
cKÄicBa^iT, i^errei^en, brcd]en (käct, (Stürf), cApoÖjiBaMt 5er= 

Weigand, Balgaiiscbe Orammatik. ' 



98 Sechstes Kapitel. § 55. 

ftürfeln, cMa^iKaM'B jermafmen, cxciinBaMi. öerni(i)ten, cro- 
naeaMT, fdjmel^en, uitflüien; 

3. eine spezifische Bedeutung des Präfixes, nicht der 
Präp. et, ist die von Ijcrab-, niebcr-: cjiara:»'!. niebericgen. 
cHiiMaM'B l3erunterne()men, cBjä^ani'B I)erab3iet)en, cjuisaMi» 
abfteigen, csa.iaM'i (}crunternel)mcn. 

y- hat ganz ähnliche Bedeutung wie o-, weshalb 
auch die Schreibung vielfach schwankend ist. Für die 
Anwendung des einen oder andern ist manchmal kein 
anderer Grund entscheidend, als daß man o- bei folgendem 
y, dagegen y- bei folgendem o (Dissimilation) wählt: 
yKpoTflBa^it gä()meii zu KpoTT.Ki. fauft, aber or.iymäBa.Mt 
betäuben zu r.iyxi. taub, aber doch oro.reaMT. zu ro.it; 

1. dient es zur Bildung von Verben aus a) Adj. und 
b) Subst.: a) yn-ixBaMT. ruljig luerbeu, yTiimäBann, beruljigen, 
yBejEH^iäßaMT., yBecejiHBaMi>, yMHOKaBaMi> (niHoro), yaiajiH- 
BaMi. üerf (einem, b) yBimiäßaMi. — sfeeut Ä'ran^. ype- 
iK^aMT. orbuen — pe^t 9veit)e, Drbuung, ycioBanit qu§= 
mad)en, bebiugen — cjöbo ^fiebc, yBipißaMt öer[id)ern, 
überzeugen — B-ipa ©lauben etc.; 

2. gibt es dem Verb die Bedeutung der Erreichung 
des Zieles seiner Tätigkeit, wobei natürlich die Bedeutung 
des einfachen Verbs oft wesentlich geändert wird: 6iifi 
jd]Iagcn — yöiiBaMi, erfdjiagen, töten. Aup>i nadjipüren, 
fud)en — yAiipfl-M'L auf bteSpur fommen, finben. jlobA jagen, 
greifen — jÄäGnm, ergreifen, überrafd)en. mia trinfen — 
^aiiißaMt betrunken madien, refl. fid) betrinfen. roBopa 
fpred)e — yroBäpHnn. ^ureben, Überreben. 

§ 55. Präfixe, die nicht zugleich auch Präpositionen 
sind, sind nur o6-, npo-, np^i-, pas-, dazu kann man noch 
ire-, im-, uli- und nojiy- rechnen, alle übrigen sind zugleich 
Präp. Besondere Beachtung wegen teilweise abweichender 
Bedeutung verdienen darunter bis-, o-, ct.-, no-. 



§ 55. Präpositionen und Priiiixe. 99 

Ingressive Bedeutung haben: 3a, 110, im gewissen 
Sinne auch npo-. 

Intensive (aus der effektiven entwickelte) Bedeutung 
haben: iia-, 0-, iip-i'"-, no beim Comparativ. 

Effektive oder die nahe verwandte eggressive Be- 
deutung haben: iia', y-, npi^ ', hs'--'. 

Zu verbalen Ableitungen von Subst. und Adj. dienen 
besonders sa^, 0^, no^, y^, C'^: bei postverbalen Subst. und 
deverbalen Ableitungen kommen natürlich fast alle Präfixe 
vor. Mehrfache Zusammensetzung von Präfixen ist häufig, 
eine Besprechung aber überflüssig, da ihre Bedeutung 
ohne weiteres erhellt: naiipnMipTi ,^um ©eifpiel, n^oTAa.'ie'i'B 
Hon lüeitem, 1^^11370x1. au^5iüenbig (in au§ bem äJhinbe), 
nsHaMiipaMT, au^ofinben, cntbecfen, erfinbcn. ' Aa ce h3-uo- 
Ha-npH-Ka3BaMe iriv luotlcn un§ nun nuyfprcc^en (überaUe^, 
\üa§' un-o auf bcm ^erjen liccit, ein lücnic]). hocuoxoah mc 
HiKOH hätl! bei"uct)e mid) einmal ein njenig! 

26. Übung. Bi, xoreja (zu § 53). 

^aHTOHAacH, saKapaHTe mc bt. xorejn. KoHrimeHTäji'B! 

H'iMaxe JH oine öaraati.? 

He, TOBä e bchiiko, kobto Hwaivi^ bt> pÄKaxa. E xäHAe! 

KöjiKo licKaTe? 

^Ba jieBa. 

Mnöro e. Ha Bh 1.50 Ji. {äbbt, h ucJOBHua.) 

HsBHHeTe, rocnoAHHe, -roBä hh e xäKcaTa. 

E, BSeMexe xoräßa! — 

Hwaxe jh cboööahh cxän? 

^a, r.! B-B n-tpBHH jh hjh htb BTopHfl exäKt HCKaTe? 
KöjKO cxpvBaxT. cTäuxi? 

Bt, nxpBiiH exäiK-L no 4 aeßa, Bt Bxopiia no 3. 
^ääxe MH no-Aoöpi cAnä xrixa cxan Bt xpexHa eTäacB, 
no BtSMoacHOCxL oÖTbpHaxa na ctBepi.. 

7* 



IQO Sechstes Kapitel. §55. 

Cxa^ajraBaM'B, na C'Eßep'B HiniaiMe CBOÖöAHa cxa«, ho 
li Manie Ha ii3toki>. 

HenpHHTHO MH e, ^le oine OTt päno u^e 6k.flfi ropeui;o. 

M6a:a Aa Bn ä^m^ h e^nä cxän na 3äna;ii^, ho rje^a 
naKiMt ^BÖpa. 

Bce e^HO, cxiira cäMO Äa e Tiixa ii ^iricTa. 

EÄ^exe cnoKoeHt, y Hact e ^ihcxo. 

MojTH, HeKa Mii Aonecäxi. npicna BO^ä sa Miiene h Hena 
;i,6ilAe c.iyräxa ^a mii otiiicxn o6yiu,axa. 

XyöaBa cn, moii ropo. 27. Übung (zu § 54). 

XyöaBa cii, uoä ropo! 

Mepiiineim. na MJiäAOcxt, m. na ried)en Itad] 

Ho Bce-iaBaiüT. bt. ctpi^äxa hh BX-ce.7[ö-flBai\nj 
Ca.Aio cKxpöfc H ;Kä.TOcxi,: 
Koiixo BeAHäatTb xe nor.ie,T,a, § 54 no^ 
ToH Bt^iHO a^ajite, 
^e ne MOJKe nOA^. XBÖiixi 
CiHKH m- ii3Xji'Üe; xjt^h glülje II3-2 

A KOMyxo cxane HjKAa 
Be^iT. Aa xe ocxäBn, 

Toil HB MÖace, AopA'l^ e ^cHB-b, § 13, Anm. 2 
JX^ xe saöopäBH. 3a6[o]paB>iMt öergeffe 

XyöaBa cn m6h ropo! , 
Mepninemx. na MJiäAOCXt, ' 
Ho BcejinBanix b-l ctpi^äxa \tli 
CaMO CK^pöb H >Kä./TOCxi>: 

TBoiixi öyKH h A'RÖoBe, xpoiixi (SSerjdjlcifung) 

TBÖHxi myinH täcth, 
H ii;Bixflxa, h boamt^, 
A'rnexaxa xjit.ctii, 
H öoHcyp'BX'i, II xpfeiix'i 
H xBOHTa iipox.iaAa, XBonxa. § 54 npo"* 



§56. Vcrbum, Aktionsarten. 10 1 

BcHiiKo, Ka3ijaM7>, iiouiKoraaK'B, § 54 no^, ai. § 39 g. 
Kaxo KpyiuyMT. iiiiAa 
Ha ctpi^eTO, Koero e 
BctKOraact roxÖBO 

/I^a non.iä'io, Kora buaii § 54 ii<»^ 

B-L npiipÖAaxa iiöbo, 

Kora BHAH, KaK'B npcjitTbiä np. bei" ^riiljUng 
CTapocTbTii iianpama, i^ 54 113^ 

H noÄt cxy^a, n no,T,'B cnirä 
yKiiBÖTT. ce saxBäina. § 54 sa' 

Äio6em, KapaBe.TOBT. 1837 — 79. 



7. Kapitel. 

Das Yerbum. 

A. Die Aktionsarten. 

§ 56. Ingressiva. Wer die bulgarische oder über- 
haupt eine slawische Sprache erlernen will, muß sich mit 
den Begriffen von perfektiver (= pf.) und imperfektiver 
(= impf.) Aktionsart vertraut zu machen suchen, die 
zwar für das deutsche Verhum nicht in Betracht kommen, 
im Bulgarischen aber das ganze Verbum beherrschen und 
im Vereine mit der richtigen Wahl der Präfixe eine Fein- 
heit und Mannigfaltigkeit des Ausdrucks zu erzielen im- 
stande sind, wie sie beim deutschen Zeitworte bei weitem 
nicht möghch ist. Ein öfteres, aufmerksames Lesen 
dieses Kapitels wird aber die Schwierigkeiten überwinden 
helfen, eine häufige kritische Betrachtung der Verbal- 
formen bei der Lektüre wird sie besiegen. 

Wenn man sagt: „ich sah", so kann das zweierlei 
bedeuten: 1. ich sah, ich beobachtete, wie etwas vor sich 
ging, d. h. während des Vorganges war ich gleichzeitig 



102 Siebentes Kapitel. § 57. 

mit Sehen beschäftigt. Weder der Anfang des Sehens 
noch das Aufhören des Sehens ist im Verbalbegriff ent- 
halten. Ich sah, wie die beiden miteinander rangen, 
d. h. ich war dabei Zuschauer; 

2. „ich sah" kann aber auch soviel bedeuten, als: 
ich erblickte, d. h. in einem gegebenen Augenblicke nahm 
das Sehen, das Bemerken seinen Anfang, z.B. Mein Auge 
schweifte über die Meeresfläche, da sah ich einen Adler, 
der herniederschoß etc., d. h. ich war mit Sehen beschäftigt 
(== mein Auge schweifte), da trat ein anderes Sehen ein, 
ich erblickte einen Adler. In diesem Falle ist also der 
Verbalbegriff in seinem Anfange bestimmt, es handelt 
sich um eine eintretende (ingressive) Tätigkeit, während 
unter 1. von einer in ihrer Dauer unbestimmten Tätig- 
keit die Rede ist. Den zeitlich unbegrenzten, verlaufenden 
Verbalbegriff unter 1., den wir als imperfektiven be- 
zeichnen, wollen wir durch einen Kreis O (Handlung 
ohne Anfang und Ende) symbolisieren, den unter 2 (den 
ingressiven) durch eine im Anfange begrenzte Linie j 



(Handlung im Eintritt begrenzt, dann weiter dauernd). 

§ 57. Iterative und effektive Aktion. Wenn man 
sagt 1. „ich schlage Eiweili zu Schaum", so heißt das, 
ich bin mit Schlagen beschäftigt, ich führe die Handlung 
des Schiagens wiederholt aus; der Verbalbegriff ist, wie 
man sagt, iterativ, seine Dauer ist unbestimmt. 2. „ich 
schlage dich tot", d. h. ich führe die Handlung des 
Schiagens aus, um dich zu töten, der Zweck, das Ziel 
des Schiagens ist die Tötung, ob es durch ein- oder 
mehrmaliges Schlagen erreicht wird, ist gleichgiltig, be- 
tont ist nur der Ausgang, der Effekt der Handlung, also 
der Verbalbegriff ist effektiv. Wenn man schlagen mit 
der Vorsilbe er- versieht, so bekommt das Verb dieselbe 
effektive Aktionsbedeufcung, wie das im Bulg. der Fall 



J^ 5b. Verbum, Aktionsarten. I(l3 

ist, weuu mau 6ii;i icljiaqcn zu yöiiü eiicl)ta(^cn werden 
läßt. Die iterative Aktiousart bezeichneu wir durch 
Punkte (...)» d^6 effektive durch einen Pfeil (>>), 
als Symbol der dem Ziele zueilenden Handlung; 
allerdings gilt dies nur fürs Präsens und Futurum, in 
der Vergangenlioit gesprochen, ist das Ziel wirklich 
erreicht. 

§ 58. Inklusive Aktionsart. Wenn man sagt: er 
kehrte den Hof, als ich ankam, so heißt das: er war mit 

Kehren beschäftigt (O) als ich ankam (j ). AVenn 

man aber erzählt: Gestern erhob ich mich ganz früh, 
kehrte den Hof, schirrte die Pferde an und fuhr in die 
Stadt etc., so ist auch hier „kehrte" ein Dauerverbum, 
allein in der Erzählung ist durch die vorausgehende 
Handlung (ich erhob mich j ) und durch die nach- 
folgende (schirrte die Pferde an j — — ), sowohl der Ein- 
tritt wie der Schluß der Handlung begrenzt, „kehrte" ist 
inklusiv (Symbol j — j eine am Anfange und Ende be- 
grenzte Linie) gebraucht, die Handlung ist dadurch perfekt 
geworden. Die Dauer der Handlung selbst ist für die 
Beurteilung „ob perf, oder impf." vollständig gleichgiltig. 
Die inklusive Handlung in der Erzählung ist perf,, sie 
geht aber leicht in die lebhaftere und anschauliche 
Schilderung, d. h. in das impf. Präsens über, z.B. „erftanb 

auf (i ), madjte einige <Sd)ritte im 3inimer (j ! trotz 

der iterativen Grundbedeutung) unb blieb ftel)en", kann 
man als Erzählung pf. durch cxana, npiicxÄnii h ce cnpi, 
al)er viel anschaulicher durch das impf. Präsens: CTaea 
0X7. cxo.ia cii, npncx;EinBa niKCiKo KpauKii n ce cniipa 
wiedergeben. Im letzteren Falle bedeutet es: Schau', 
wie er aufsteht, wie er umhergeht und wie er stehen 
bleibt. Es ist natürlich Sache des Stils, nicht der Syntax, 
sich für das eine oder das andere zu entscheiden. 



j^Q4 Siebentes Kapitel. § 59, üO. 

§ 59. Momentanverba und Durative. 

Von geringerer Bedeutung ist es, die Momentanverba 
von den Dauerverben (Durativen) zu unterscheiden. Die 
Momentanverba, die wir durch einen Punkt (#) symbo- 
lisieren, sind ihrer Natur nach perfektiv, da mit ihrem 
Eintritt auch das Ziel erreicht ist. Es knallt, ich drücke 
los, ich stehe auf, ich steche (einmal) etc. zeigen das 
deutlich. Immerhin können aber auch Momentanverba 
imperfektiv (also in ihrem Verlaufe dargestellt) gebraucht 
virerden, nämlich wenn sie iterativ sind, z. ß. „das Pferd 
schlägt aus (pflegt auszuschlagen), so oft man es kitzelt", 
oder aber die momentane Handlung wird in Parallele zu 
einer andern gebracht, deren Gleichzeitigkeit durch die 
impf. Anwendung hervorgehoben wird, z. B. gerade als 
ich mich erhebe, erschallt ein Schuß, Deshalb kann man 
auch von fast allen Momentanverben ein impf. Präsens 
bilden. Immerhin ist die impf. Gebrauchsweise eines 
Momentanverbums gegenüber der pf. selten. Hüten aber 
muß man sich, zu glauben, daß umgekehrt die Durativa 
meist impf, sein müßten. Das ist, wie schon oben ge- 
sagt wurde, ganz und gar nicht der Fall. 

Zu den Aktionsarten gehören auch Aktiv, Passiv und 
ßeflexiv, worüber aber an dieser Stelle zu bes. Be- 
merkungen kein Anlaß ist. 

§ 60. Perfektiv und Imperfektiv. Die ver- 
schiedenen Auffassungen, in denen der Verbalbegriff 
schlechthin genommen werden kann (Ingressiv, effektiv, 
perfektiv, imperfektiv, iterativ, momentan, durativ, aktiv, 
passiv, reflexiv etc.) nennt man Aktionsarten des Verbs. 
Die Mittel zur Kenntlichmachung sind verschiedener Art. 

Die ingressive Bedeutung erhalten die Verba durch 
die Präfixe 3a-, no-, (npo-) (§ 55), die effektive besonders 
durch na-', y--, npt-^-*, ii3-- ^ (§ 55). überhaupt die per- 



vj (30. Verbum, Aktionsarten. [ij,", 

fektive durch Präüxe aller Art (§ 54), die zugleich dem 
Verbum eine spezifische Bedeutung geben, ferner durch 
lautliche Veränderung der Vokale oder der Konsonanten 
oder beider zugleich. 

Das Kennzeichen der iterativen Aktion ist ein -u- 
(AaMT) — Aai^aMi. I und das der einmaligen Aktion ein -ii-, 
z. B. BiiKaniT. o ic^ bin rufenb anl)Qltenb, Biiraa • id) rufe 
einmal, id) fd)rcic auf (BiiKBajn, hat modale Bedeutung, 
worüber i; 96 handelt), DiiKnyBaMt bann unb wann einmal 
fdjreie id) auf ( ) 

Für die Flexion des Verbums selbst ist die 
Scheidung in zwei Gruppen ausreichend: 1. die Gruppe 
der imperfektiven Verba, die auch die iterativen und 
dtirativen von unbestimmter Dauer umfaßt; denn allen 
gemeinsam ist der Begriff des unvollendeten Verlaufs der 
Handlung; 2. die Gruppe der perfektiven Verba, die die 
ingressiven, effektiven, momentanen und die durativen 
von begrenzter Dauer umfaßt, denen allen der eine Begriff 
gemeinsam ist, daß die Handlung ausgeführt, daß sie 
perfektiv wird, resp, bei der Vergangenheit geworden ist. 

28. l billig. 

I. In der Literatursprache wird bei der Erzählung 

die fortschreitende (pf.) Handlung (^ od. | j od. { ) 

durch den Aorist, die begleitenden Nebenumstände 
Schilderungen (O), die also keinen Fortschritt der Hand- 
lung selbst bedeuten, durch das Imperfektum wieder- 
gegeben. Bei Handlungen, die in der Zeit zurückliegen, 
deren Augenzeuge der' Erzähler nicht war, muß das 
Perfekt stehen, und zwar pf. oder impf., je nachdem es 
die Aktionsart verlangt, 

TpeutTt HH Batse (^) b-l räpara. Hne BjiisoxMe (^) 
Bx 6K)(|)eTa. Karo suäext (o), 'le Tynt m,e ce 6äBinn> 
(O mv toerben ^ßcriueilenbc fein) iif>jn> yac-L, nopÄiiaxi, 



lOß Siebentes Kapitel. § GO. 

(» nHBO. He 3aöijr'£;KiiXT. (», Kora öaS FaHto ii3c|)Hpa- 
ca.ix O H34)HpacßaMi. Uerbuften) iigx pecTopäiiTa, Orjie- 

AaxT. (;> od. j 1) ce HaoKo.io, iioAiipnxi, (^) et oiiii 

HSt iji.Tna pecTopänTt — irEMa ro. Ila^iiaox'L (^) b^ht., 

IIoMHC.inxi. (I ), ^le e oTuuiejii, (^) bi. Baröna ^a 

npirJCAa (>> um §U fef)en), Aa (ob) iie e oxn'BHa.i'B (» 
HiKOH KiMiiM^iexo >iy. BtpHaxT. (>) ce naKi, bi. pecxopä-HTa. 
ÜHa (O) CH nHBO n 3imn^n, (O Übergang in die Schilderung). 

IIopTHep'BTI) CJI'£a^ BCiKH nCTT. MHHyTH JAP« (• • .) BB'BHei^a 

II CBoömäßa (. . .) HanpaBjieHiieTo na xpeiioBeTi. Ocxänaxa 
(]>) ome AGcext MirayxH ao xp^rBanexo iia xpena: ast ce 
paan.iaxHX'B (^) ii iisjiisox'i. (» iia nepöna, ci. Hamipeniie 

Aa ro noxtpca (| ). E'l xoBa Bpime B-Jnisame (o) (es 

könnte auch heißen bt. xösii Mun. BJiise ^) cahhi. xpeni» 
II, np^ACxaBexe (^) cii, btj eAiiiii. oxt- BaroHHx-fe, yBiicnajii. 
(IierauSgeljäncjt >>, deutsch IjcrauSfjäncjenb o) ji-icna 
(I - er erglänzte, trurbe mir plöl^üd) fid^tbar) öafi Tänto. 

Toil Me sadiatacii (| ), iio^raa (| ) Aa mh Mäxa (. . .) 

CT. KajinaKT. h oxAajie^ii. roBÖpime (O) iriiii,o, Koexo ne 
iMoacaxi. (o) Aa Aoyya (^). Ast pasöpüxT. (| ), KaKßä 
e (o) päöoxaxa. (Aleko Konstantinoff.) 

II. EAna iiomt CLÖyAiixa ^ eAUHt MHoro ji^iiiiBt 
cejüHHHi., 3a Aa My Ka^Kaxi ^, ^le 6aiu,ä My e y3ip^jn> ]>. 
OxrB, Kaaä ^ xcii, Kaxo ce npoatßame O: „Kojiko me mii 
e Htä-iHO yrpi, Kaxo ce ctöyAa" ^. Oö'Lpua ^ ce na 
Apyraxa cxpanä ii sacnä ^. (Weigand.) 

III. EaiihT) oö'LcHHKt, Koilxo HiBiaiue ßoxymii, iia^Miiciii 
;> eAHa XHxpocTb ii n ctoömn j> Hä Apyräpü ch. Toil 
oxiißa (O Schilderung statt Erzählung s. § 58) bt. Aroreiia 
Ha eAiiHt oöymäpi., ii oöyBa O iiiKO-iKo 'iii(|)xa öoxymii, 
AorA^TO naiviipH ]>• xaKBHS'B, kohto My npii.i'Erax'B O. To- 
räßa npiicx.¥.nßa . . . cl iiÖBiix'i öoxymii iiacäw'L HaxäxT,K%. 
a BI. c«Rinoxo Bpt.Me Apyräpaxi. My, Koilxo xyil ii 'läKame O, 



§ ()1. Verbvmi, Aktionsarten. 107 

B.iiba (o Schilderung statt Erzählung) bt. Aioreiia, yA^pnaO 
3iy e,THa n.iicHHua ii tosx Macx iiaöt.rBa O. JlpyriiJiT'B ce 
BTvpca O cjtATj iiero. ii cKöpo ii jüaMara ce iisryöuaTi. O 
3a,T,'B ö.iiiaciiHfl aaBoil. 

(»uyuuipfiT'B Ka3Ba O ua cxctAUTi, koiito ce 6txa 
CTböpa.ur ^: „ll^e ro XBaiie >, 3au^ÖT0 luia hobii öoTyuiii." 

(Weigand.) 

Man mache sich bei jedem Beispiele klar, warum 
die pf, resp. impf. Aktionsart angewandt ist, der Lehrer 
aber zeige, wo die Aktionsart vertauscht werden kann, 
und wo dies unmöglich ist. 

§61. Das Verhältnis der Aktionsarten zu den 
Zeiten. Kenner des Französischen wissen, dal.s man beim 
franz. Verb zwei Zeiten in der Vergangenheit unter- 
scheidet, das Imparfait und das Passe defini; in Wirk- 
lichkeit sind das keine verschiedenen Zeiten, sondern eine 
und dieselbe Zeit, verschieden ist nur die Aktionsart, das 
Imparfait ist impf., das Passe defini ist perfektiv; für 
ihre Anwendung gelten dieselben Prinzipien wie im 
Bulgarischen, Abweichung besteht nur öfters in der 
Auffassung des Einzelfalles, was auch innerhalb der 
slawischen Sprachen, ja selbst individuell im Bulgarischen 
oft genug vorkommt, auch der Stil spielt eine Rolle 
dabei. Wir haben also das, was wir früher als Imperfekt 
(§ 26) und als Aorist (§ 26, 31) bezeichneten, als dieselbe 
Zeit, aber mit verschiedener Aktionsart aufzufassen. Die 
slawischen Sprachen, denen sich auch das Neugriechische 
anschließt, unterscheiden aber auch in der Gegenwart 
und in der Zukunft die Aktionsarten. Es wird das da- 
durch ermöglicht, daß die ihrem Begriffe nach impf, 
Ver})a auch pf., und umgekehrt, die ihrem Begriffe nach 
pf. Verba auch impf. gel)raucht werden können. Die 
meisten einfachen Verba, vor allem die Dauerverba, sind 



j^Qg Siebentes Kapitel. § 61. 

natürlich, wenn sie im Präsens gebraucht werden, impf. 
Wenn ich sage „ich lerne'', so heißt das „ich bin lernend", 
.,ich huste = ich bin mit Husten beschäftigt'", ob es ein- 
mal oder mehrere Male ist, kommt dabei nicht in Betracht. 
Trotzdem kann aber auch, wenn auch seltener, ein 
ausgesprochen perf. Verbum im Präsens stehen: 

1. Im Hauptsatze, a) Bei Aussprüchen allgemeiner 
Art, die für alle Zeiten Giltigkeit haben, tritt der Begriff 
der Zeit so in den Hintergrund, daß er von dem pf. 
Begriffe verdrängt wird z. B. köhto nsji'i.JKe (pf.) BeAnaaci,, 
ne ro u'i])ßaTi. (impf.) BTopii itätl lüer einmal lügt, bem 
glaubt man nid)t ein ^tueitee; Tlal Man könnte ebensogut 
sagen: 2Ser einmal gelogen Iiat oder mer einmal lügen 
luirb, bem pflegt man ni(i)t ^u glauben; das Zeitliche ist 
nebensächlich, es soll vor allem der pf. Begriff „mcr 
einmal eine Süge auyfprid)!" hervorgehoben werden. 

b) In der Erzählung tritt zuweilen das pf. Präs. für 
den Aorist ein, wodurch die Erzählung belebt wird, 
häufiger freilich ist der Fall, daß die anschauliche 
Schilderung im impf. Präs. mit dem Aoriste der Er- 
zählung wechselt. In Übg. 29 II findet sich z. B. pf. Präs.: 
Der Vater sagt dem Prodan, was er alles zu tun habe — 
2)a mad)t ^roban mit bcr §anb eine abmelirenbe Semegung 
(pf.), lät^elt ein menig (pf.) unb fagt (pf.). S. auch unt. 29 III. 

2. In Konditional- und Temporalsätzen steht oft 
das pf. Präsens in futuriseher Bedeutung (nach ui,o!*n> = 
fobalD a(§ ist dies sogar Regel): ui,05n, ce saB'Lpiie ciyräxa, 
me Tp-Lriiejit mir Werben aufbredjen, jobalb al§ ber ©iener 
§urüd1ommen mirb (5urücfgefommeu fein mirb). Kö.iko u\e 
mi e yicäjHo yrp't, kuto ce ci.6yA>i (menn id) ermarfjen 
merbe) s. Übung 28 II. 

3. Im Nebensatze, der mit Aa = bafe eingeleitet ist, 
ist dagegen die ilnwendung der pf. Form die Regel, die 



§ 62. Verbum, Aktionsarten. 109 

der impf, die Ausnahme. Diese Nebensätze sind meist 
konjunkter Natur, d. h. ihr Inhalt ist logisch aufs engste 
mit dem des Hauptsatzes verbunden, da er der Gegen- 
stand der lleflexion des Subjektes des Hauptsatzes ist, 
während die mit Me = i)aß eingeleiteten Nebensätze ein- 
fach der Ausdruck der Wahrnehnuing (der Apperzeption) 
des Subjektes des Hauptsatzes sind; es besteht also eine 
mehr äußerlich grammatische als innerlich logische Ver- 
bindung. Die Sätze mit ,ia drücken meist Absicht und 
Wunsch aus, wobei dann natürlich die Verbalhandlung 
als in der Zukunft vollendet, d.i. also pf. hingestellt wird, 
eine Vorstellung der dauernden unvollendeten Handlung 
dagegen nur seltener vorkommen wird: iicKaMt ^a aoiIa© 
id) iuünfd}e, 'i)a]^ er fommt, baß er i)a§ ütommen Qu§[ü()rt, 
nicht aber: öafe er ein ilommenber fei. Dagegen: HCKaM'B 
Aa ÄoxoacAa BciKii achi. er foU jeben %aQ fommen, also 
impf, eigentlich iterative Bedeutung. Et, c.iyuail iia BoiiHa 
He Tpiöa iia HiiKuro ji,'d ce Ha,T,tBa:Me (i^offnunfl Ijcgcn impf.). 
Die konjunkten, mit ^a verbundenen Verba vertreten 
nicht nur das deutsche Präsens, sondern auch das Impf, 
(sie entsprechen dem franz. Subjonctif des Present und 
des Imparfait, freilich nicht immer, s. § 93, 94). 

§ 62. In der Vergangenheit wird die impf, von der 
pf. Aktionsart immer scharf auseinandergehalten durch 
Anwendung von Impf, und Aorist. Also von Mexä fe()ren 
bedeutet Impf. MeTtxT, O id) tt)ar mit 5?el)ren befd)äftigt 
(ohne zeitliche Begrenzung der Handlung), der Aorist des 

einfachen Verbums mctoxt, ( ) id) feljrte eine gelüiffe 

3eitlang, bann tat id) etroa^ anbereö (Anfang und Ende 
der Handlung sind bestimmt), noMeroxi. (» id) brad)te 
baei ^el)ren ,^ur 5(u6tü()rung (noMexoxT. cxa/ixa ic^ fe[)rtc 
ha^i ^^'^w^'^)» wobei hier dem Präfixe no- durchaus keine 
besondere Bedeutung zukommt, etwa „ein wenig", wie 



110 Siebentes Kapitel. § 63, 64. 

wir das früher kennen gelernt haben, sondern ledigHch 
macht es das Verb effektiv. 

Es ist wichtig sieh zu merken, daß die Bedeutung 
der nicht präfigierten Aoriste häufig durativ ist, aber 
bei dem inklusiven Charakter doch perfektiv ist. Durch 
Zutritt eines Präfixes wird der Begriff effektiv. Eine 
Schwierigkeit liegt allerdings für den Fremden in der 
richtigen Wahl des Präfixes, denn dasselbe Präfix kann 
bei dem einen Verbum eine effektive Bedeutung haben, 
während es dem andern eine ganz spezifische Neben- 
bedeutung gibt, z. B. .iTbJKa (o) H3jn.Ka (» lügen, aber 
HOCH (o), saiiecti (>>) tragen; iisnecä >> heißt Ijerauötragen, 
exportieren, abtragen üon Sitleibern und gehört zu iisHacHMt; 
113- gibt also hier dem Verb eine ganz besondere Be- 
deutung, während das bei .TB5Ka nicht der Fall ist. 

§ 63. Bei dem zusammengesetzten Perfekt, das 

aus CBMX und dem aus dem Imperfekt gebildeten impf. 
Part. Perf. besteht, ist natürlich die Bedeutung impf., 
bei dem aus dem Aorist gebildeten pf., wie wir das 
bereits § 51 III kennen gelernt haben. Dasselbe ist der 
Fall beim Plusquamperfektum: AasaJii. öixi. (6ime) = 
fr. j'avais donne, fl.üÄ'h 6i,XT> (6i) = fr. j'eus donne. 

§ 64. Beim Put. (Bildung mit ru,e) ist die pf. Form 
natürlich bei weitem vorherrschend, weil es sich meist 
um in der Zukunft eintretende oder vollendet gedachte, 
also perf. Tätigkeiten handelt, immerhin kommt auch die 
impf, (besonders die iterative) Form so oft vor, daß man 
nicht futurisch und pf. als unbedingt miteinander ver- 
bundene Begriffe auffassen darf, ebensowenig wie im 
Präsens conjunct und pf., wenn auch meist beides mit- 
einander verbunden ist. 

KäsBari., ^le ;i,oBeqepa me ce Hrpae O e^Hd nÖBa 
KOMCAHfl (das Eintreten der Handlung ist unbestimmt) 



§65. Veibuiu, Aktionsarten. Hl 

^oBe'iepa me ce a^a^? (» e,T,Ha iioBa KOMeAiifl (die Hand- 
lung wird abends bestimmt eintreten). Ill,e ii.iaTH id) 
iiteröc lie,^al)len (auf einmal) (>>), me lUiima.M-B id) luerbc 
(aünuili(id)) ab.^ülilen (. . .) oder id) luerbe fd)on nod) 5a[)(cn 
iroobci id) ab[id)tlid) ben ßeitpunft im Unflemiffcn lalje). 

§ 65. Die Aktionsarten und die Moden. 

1. Beim Imperativ wird scharf zwischen pf". und 
impf. Bedeutung unterschieden: impf. ^äBan, AiißaÜTe! 
pf. ;iiafi, Aaine! impf. Kyiiyuail, KynyBaiiTe pf. Kynii, Kynexe! 
impf. KäsBail! pf, Kaacii! impf. cTaBaiii pf. CTami! impf, 
iiiiil! pf. iianiiil! Man gebe an, wann die eine, wann die 
andere Form gebraucht werden mul.s, z. B. cxaBail ftet)e 
auf, lucnn bu gefragt lüirft, sagt der Lehrer zum Schüler. 

2. Zur Hervorhebung der pf. Bedeutung wird auch 
das Part. Perf. Act. in der pf. Form an Stelle des Impt. 
gebraucht: ß,v6pi Aome.n.! lüiUfommen! (Du bift ber un§ 
n)of)l angefommene) ^lyMa tc Bse.ia! i^ol bid) bie ^45ei't! (|ie 
hat Did) 9cl)oIt). Vergl. uieggctrctenl aufgepaßt! 

3. Die Part. Praes. (§ 51 1 a, b) verlangen, da sie 
begleitende (also unvollendet dauernde) Nebenumstände 
angeben, die impf. Form, die Part. Perf. Act. dagegen 
unterscheiden genau die impf, und pf. Form, worüber 
§ 51 nia das Nötige gesagt ist. Das Part. Perf. Pass. 
ist natürlich gewöhnlich, da es sich um abgeschlossene, 
also pf. Handlung handelt, aus der pf. Form gebildet, 
doch ist auch die Anwendung der impf. Form möglich, 
wobei es sich dann um iterative Bedeutung handelt 
(iipamaH'L 6ime et pflegte gefd)idt gu merben), oder im 
Präsens Pass. kommt durch Verbindung mit öiiBaMt die 
in der Gegenwart noch fortdauernde leidende Tätigkeit 
zum Ausdruck, z. B. npaman-L öiißaMi. in bin in bem ^u* 
ftanbe be§ ®e|c^icft)ein§, id) merbe 9ejd)idt, dagegen kann 
das pf. Präsens Hsuparein. cbm-b nur heißen: id) bin ein 



112 Siebentes Kapitel. S 65. 

geidjidtcr, idj bin i:5C)c£)icft [roorben]. Weiteres folgt bei 
Besprechung der übrigen Moden. 

2«). Übung. 

I. no3BOjijiDaMi. (O) cii Aa Bii .ctoöiuji (^), ^le i^-iiiuT'li 
oii],e ce noAHraxTj (o) (aber ne e yMp^Jit ( ^) iiäuiHaxi 
iipii/iTejib). Hhb Tp'LÖBa (o) M ce n6.ii3yBaMe (o) otTi 
nojoaieHiieTo h ^a iie AonyciieMi. (» ^a ce pasBiiBa-n, (o) 
öopÖH noMeacAy nacL. Besi. CBsmeHiie h Apyräpiixi My 
ii];e npoÄ'B.TJKaBaT'L (o) Aa Bi.pBUX'L (o) no cxAnKiixi my. 
Bc^Ka CÄÖoxa cxaßaxa (. . .) AByiäcoen saci^AäiniH, bt, 
KOHXO ce A'tp^äxa (. . .) pe(|)epäxii. IlexKo CjraBeSKOB'B, 
ociioBäxeJiHX'L Ha HOBoötjrrapcKaxa iioesiia, ce poAiui> (1» 
BT. TpiBHa. Toä HSicisi.Ji'B (^) 1131. caMaxa cp§Aa iia 
HapoAa. 

II. Taxe öiine padoxeni. ^lOB-iKT., aKo h cxapx Be^ie 
Aa öiine, a h toS xb^pa^ ^lecxo Kä3Bame (...); „Tu, IIpo- 
Aaiie, HHKaK'B ne Moacemt öesi. päöoxa; tu xp'iÖBa rAcKUT'L 
Aa xpäHiimi. (. . .), Bt öocxaiia SMe a^ caAHun^ (O), ii iia 
Mäima cn Aa noMäram'L (. . . oder O). A IIpÖAani. iviäxiie 

beachte Hauptsatz Präsens) C7> pÄKa, noaacivite 
(ebenso) ce McIiko ii pe^ie (ebenso): „Ext., xäxe, iiiiMä e 
xoBa päöoxa?" (s. § 61,1b). 

III. HiiKaKT. He MÖateme Aa cbah (O) Miipem., a-iä 

iiSBeAnäacT. saxBana (| ) Aa ce npoM^uHBa (o) n 3a 

Ma.iKO Bpine ci.BC'iM'B ce np'feoöi.pHa (^). (Nun folgt 
anschauliche Schilderung) Bce mhcjih, ne ;iAe, ne niie, ne 
nie H cTbHt He ro XBäma. H'ac (O) xoil na niiBaxa, a 
xaMX ro HäilAeuiT. (>■ Hauptsatz Präsens), ^le hb jiadöxH 
(o) HJH ro HaM'ipiiui'L O ebenso), ne ce xtpKäjH (o) no 

Xp'feBäxa H Hlimo HB HSOpäA'B (». 

IV. B-B THR HBnpicXxRnHH xoraBa öajiKäHCKH nycxHHH 
BK^xT, na Boänäxa cjiäöo cxiirna ^. Bofinaxa ce nÖMna 

1 H cBipmu ^. Hacxana ^ CBoöoAHa Ei-aräpHn. 



S 'iü. Verbum, Bildung des Perfektivs. 113 

II fi,i,io llou.0 CTi'iiia ^ cuouÖAeiix, Kiisaxa >■ .My Touä. 
Hü Toil otuie O citin., CBoöoAäxa iie BiiAime O (Bii>K,T,aine), 
iiiiTo ;i yyyßCTByBauie O. CBOÖoAara ce iispasa Barne (. . .) 
:5a iiero bt. Ay-MUTi: „iitMa 'rypi^ii seue". II Toil yctii;ame. 
('. . .) ye rii Ht.Ma Be'ie. „^t e öi-irapcKOTo?" iiHrame ce 
Toil oyyAeii'B ceAna.n. (bulg.: ^ sich gesetzt habend; 
deutsch: sitzend O, oder wenn er sal.< . . .) iia ctiiKa iioxh 
K.iOHHTi na KpiiBirrt i^epoBe. ^a 6i iimq.tb ^ np-tniie, 

Toii 6n 4>P'iKiiajirB | , Kaxo ope;it, ^a nor.ieAa >, KaKBÖ 

n>ia O no iiÖBiia CBix'B. A'nA>KaK'L cera :mii 'iphuBaxa O 
öniixt! MiicJiime cii O (...) toh ropyiiBo. 

15. Bildung des Pertektivs. 

§ 66. Da in den Wörterbüchern in der Regel nur 
die impf. Form des V^erbs angegeben ist, weil die Aktions- 
art des Verbs im Präsens im Hauptsatze meist impf, 
ist (s. § 61), so muß man wissen, wie aus der impf, die 
pf. Form (das Perfektiv) gebildet wird. 

1. Das Hauptmittel besteht in der Präfigierung, wozu 
vor allem die Präfixe dienen, die dem Verbum eine 
ingressive, intensive, effektive oder kurz eine j)f. Be- 
deutung geben (s. Zusammenstellung im § 55), dann über- 
haupt alle Präfixe, die entsprechend ihrer Verwendung 
als Präposition dem Verbum noch eine spezifische Be- 
deutung beilegen: KvnHXTb id) faufte, no^Kyniixt id) faufte 
öavunter, unter öer ^anb, beftarf), mit pf. Bedeutung. 
Um die pf. Präsensform zu bilden, behält man die Form 
des Aoristes bei und gibt ihr die Präsensendung, also 

nOÄKVUH. 

Bei der Bildung der impf. Form zu den präfigierten 

pf. Verben, die man durch Anhängung von -aJM'B, -hm-b 

oder -BaMt erhält, geht häufig ein Vokalwechsel vor sich : 

1. wird a, 2. e, t wird ii. roBopa impf, idj fpvedjC, 

Weigand, Balgarische Grammatik. S 



j^j^4 Siebeutes Kapitel. § 66. 

oTroBÖpn pf. icE) antlüorte, oxroBupHM'L impf, trf} atlttüorte ; 
njexa fledjte, saiLiexa pf. id) fange an gu. f(ed)ten, sanjiiTaMt 
impf, id) t)erfled)te; jitaid) gieße impf., eji^h id] giefee ein pf., 
BJiHBaMT, id) bin eingiefeenb impf. Durch Zusammenstellung 

von Beispielen wie nnäji (o) id} lueife, nosHäxi, (| ) id) 

erfuftr, nosnaBaMt (o) id) fenne; mima (o) ic^-fc^reibe, 
iisniicäxT, (>>) id) fdjvieb Doli, iiBnncBaiMi. (o) id) fd)reibe 
Doli erkennt man deutlich dieRegel,daß durch Präfigierung 
die Imperfektiva zu Perfektiven werden, durch Anhängung 
von BJaMT., die präfigierten Perfektiva zu Imperfektiven. 

Wenn die perf. Präsensform vom Aoriststamme ab- 
weichend ist, Avas auch vorkommt, so sind im folgenden 
beide angegeben, im allgemeinen aber ist es genügend, 
daß man die eine weiß, um die andere nur durch 
Änderung der flexivischen Endung zu- bilden, z.B. ciß,iXMT> 
id) fe^e midj, ce^na pf., also Aorist ceAHäxT>. 

Zu beachten ist, daß die nicht präfigierten Aoriste 
derjenigen Verba, die in der Regel präfigiert sind, die 
dauernde, aber inklusive Bedeutung haben, die präfigierte 

dagegen die effektive, z.B. uö.in (o) id) bitte, mo.ihx-l (i 1) 

id) bat eine ßeitlang, bann tat id) Qüvai anbetet, noMo- 
.iHXT, (» ic^ fprac^ bie ^itte au^^. 

II. Das zweite Mittel zur Perfektivbildung ist der 
Einschub von -h-, der sich bei den Verben der a-Klasse 
häufig findet, in Verbindung mit Verben der andern 
Klassen hat er die Bedeutung der einmaligen Handlung, 
die ihm ursprünglich zukommt, öo^ii ftedjen, öÖAna id) 
fted)e einmal, öo^ßaM-B id) ftec^e »ieber()olt, öoAnyBaM'B id) 
ftcd)e bann unb toann einmal. Bei den Verben der 
a-Klasse aber tritt die Bedeutung des -ii-Elementes zur 
Bezeichnung der einmaligen (ebensowenig wie die des 
-B-Elementes zur Bezeichnung der wiederholten Handlung) 
nicht mehr deutlich ins Bewußtsein, wir können also 



§ 67. Verbum, Bildung des Perfektivs. 115 

recht gut sagen, daß -ii-Einschub die Imperfektiva zu 
Perfektiven macht, s. j^ SO. 

111. Das dritte Mittel zur Pert'ektivierung ist der 
Ausfall des -b- bei impf. Verben: BaiiCBaML id) bin fäibenb, 
BiincaMT. irf) führe ba^j färben au^, Bäncax-B id] fütjrte ba^i 
färben auö. 

Außerdem kommen bei der Perfektivbildung in Be- 
tracht Konsonanten- und Vokalwechsel, Verlegung des 
Akzentes, die bei manchen Verbalformen die einzige 

Unterscheidung ist (^y-Ma o er rebet, Ajjiii \ j er rebete), 

worüber wir bei den Unterabteilungen der Klassen reden 
werden. 

Wir teilen alle Verba in die drei bekannten Klassen 
ein: 1. e-, II. i-, III. a-Verba; letztere ist bei weitem die 
umfangreichste. Auf der umstehenden Übersicht ist von 
jeder Gruppe ein Verb im Präsens und im Aoriste an- 
gegeben, wodurch die imperfektive und die perfektive 
Form kenntlich gemacht sind, aus denen alle anderen 
leicht abgeleitet werden können, z. B. 
impf. Pr. Mexä, Impf. sieTixT,, Fut. ii^e Merii, Part. Pf. 

jiexiji'B. 
perf. Pr. nOMera (dazu impf. noMHTaMi.), Aor. mctox?), 
noMCToxt, Fut. me noMexa, Part. Pf. mcji'b, noMejrt. 
impf. Pr. niiraa, Impf. niimax'B, Fut. iu,e nnma, Part. Pf. 

miinajTB. 
perf. Aor. HaJnncäxT., Präs. nannma, Fut. ui,e Haniima, 

Part. Pf. HariHca.Ti'i,. 
impf. Pr. mervBaMi,, Impf. mervBax'L, in,e mervsaMt, 

Part. Pf. meryBajt. 
perf. Pr. nomervBaM'B , Aor. nomervßax-B , Part. Pf. nc- 

merjBaji'L. 
impf. Pr. nä^aMt, Impf. niUaxi., Part Pf. ncUajrx. 
perf. Aor. naAnäxt, Präs. naAua, Part. Pf. näAnait. 

8* 



116 Siebentes Kapitel. § 67. 



o 


>i 


>( 


CD 


i-ö 


•-ö 


p» 


i"' 


X 




tri 


, 




Cl^ 




B 




bi 



a a a B s g ►< 
H s, Ä s> 2« ro H: 

'S C a iq H -! tl3 



<^ H e 

E ^ N 



tri 



frl 



tH 



>5 


W o 
O M 


o 


Cd 


td 


5a 


tJ^ 


b^ 


B 




5 


b^ 



(W 



wto ST? >^to fcd" 

SS t^g? hjP Sco 

X S bl g^ P- 

tr' td £a "^ 

^ S b^ 



o 


o 


a 


^ 


1 


■2 


t^. 


p 


22. 


bd 


>< 


>l 


>i 


>< 


M. 


pH 


p 




P 


& 


.^ 


V 


p^ 


•^ 


m 


M 


frl 


y. 


"^ 


O 


b^ 


JO 


b^ 


<r^ 




o 


o 


=<! 


^ 




w 


« 


OV 


cx 


p 








Cd 
P 




p> 


ta 


frl 


tä 




p 

3 




frl 


> 

Ö 



w 



^^ ¥' l^""^ s- ^ 



b^ =^ cm 



oo t:ti s-ä S2 

tas jq. t7?<. tos ^ "g g, g 12. !^ 

g g^ i^ ; I o ^ 5^ 



g' (w vT; S* 

IS E5' 






« , ' "' "■ w g 'S. »^ 

» fri p S b^ a> » 

&1 p fri ^ S JS* 

tri 01} 5^ 



td 1— I 



er 



CoCOf^ b^-PP' H i_J a 

^ I 
t^ b^ 



S G7. Verbum, Bildung des Perfektivs. J^17 

I. Klasse (e-Flexion). 
1. MCTii, -eun., Aor. Me-roxi., Mcre. P. P. MejiT.. cf. § 35. 

§ 67. Die ('-Klasse ist wonig zahlreich, sie umfaßt 
1. eudbetonte konsonantische Stämme auf -d, -euiT., im 
Aorist -0X7, mit Zurückziehung des Akzentes. Bezüglich 
der PP sehe man i; 51 III b. Bei den k- und r-Stämmen 
ist das n und /K auch in die erste Person eingedrungen, 
für peKä, ])eMeurr. etc. meist pe^ä, pey^iu'B. Bei Moaca ist 
auch im Aoriste die Form Mo-iK5ix7> (Impf. MöiKext, Moacaxt) 
fast allein üblich. >Ke>Kd, (acerä) c^lüljeiib luadjen, brennen, 
aceroxx (/KC/kiixi,), ^en..i'B (aceatiijix). 

Bei der Bildung der impf. Präsensform auf -ajit der 
dazu gehörigen prätigierten Verba geht e (§) in h, o in 
a über; also ,T;oBJiH'ia:M7, -ju @nbc 5icl)en wird man als zu 
B.iiKä gehörig erkennen. 

Mexä, -emi. fel)ren, pf. noMeiä; Mexoxt PP mejii.. na>iii- 
■raM'B äufammcu fc()ren, pf. iiaMerä, HajieToxT.. 

Gerade so: n-iexä, fled)ten; npe^ä fpinnen; öoAä fted)en: 
•leKä (xeyä) laufen, flieBen, PP xeKijn,; peKä (peiui) pf. 
fatjen ([JeKüann. impf.); (oxpiiiiaMi. üerneinen, refl. t)ev= 
sichten); neKä (ne^ä) bocfen; BjiiKä fc^teppen, gieljen; Möra 
(MÖaea) fönnen; Moacäx'B oder Möroxi,, PP iMor^jn.; 
uoMäraMT. f)elfen, pf. noMÖrna; noMÖrnaxt; Bipxä (B-Lpuiä) 
luorfeln, brefdjen, Bxpxoxt (jB^pmäxT.), b-bpxij'b; rpeßä 
l)ar!en, rubern, rpeöoxt (rpeöäxi., PP rpeöäjii.); nacä 
lüeiben, micuxx, PP näci..Ti.; i)acxä U'ad)jen, i)äcxox'i, PP 
päctjit; cxpnrä (-^Ka), pf. ocxpii^a bie .Spaare fc{)netben, 
cxpiiroxt. 

o ma, meirn, njoüen, loünfdjen Impf, mix-u PP uybÄ^,. 
Merke: ÖHBaMi. impf., öAjia, -eun, pf. fein, ft^erbcn 
Aor. ÖHAf^xx, PP dii.n,, ÖHJiä. 



IIS Siebentes Kapitel. § 68, 69. 

2. Präs. nÜK, nHeinx, Aor. iishhx'l, iisnii. 

§ 68. Hierher gehören stammbetonte vokalische 
Stämme, die im Aoriste -x an den Stamm hängen, nur 
die einsilbigen Stämme auf a haben a^xt, die mehr- 
silbigen -axt. 

miH trinfen (namiBaMi,) pf. hshiih, nsniixt; bhh 1. brel)en, 
ranfen, 2. l^euten naBiix^; 6im fdjiagen, iiaörix'L ic^ icl)tug 
tü(^ttq, yÖiix-L erf(^Iug; Kpiia berbergen cKprixt. 

jiäfl bellen (Ha-iailBaMi.), udjiAnxi,; Käa ce bereuen, no- 
Käax'L ce; snaa tt)iffen, snä.HX'B, aber 3ano3Häxi> ce i(^ lernte 
lennen; atejiaa tDÜnfdjen ace^raxt; xan fc^melf^cn, -raHxi; 
AT>^iöäa meijeln, -öaxt; A^psäa tragen, -aäxt (^p'LaHyBaMx, 
-näxt). 

nia. fingen nixi,; cMiii uiagen, refl. ladjen cMixt ce 
(aacMiiBaMt ce); uin toefien, B'Lxt.; .lin gießen, JiixTy (n3.3H- 
BaMT.). Hierher gehört ferner eine große Menge abge- 
leiteter Verba, die einen Zustand ausdrücken oder in- 
choative Bedeutung haben, z. ß. öorariH, -iemi.. Impf, 
öoraxiexi., Aorist öorarixT. reirf) fein oder retc^ irerben; 
Aeöe^iiH (HaAeöejriBaMi) fett luerben; öiAHia, sa c^ arm 
lüerben; 6i&jria, no cv? lüetfe (alt) ui erben, ^lepHia, no cv:» 
fdjraai'ä tnerben etc. (vgl. § 72). 

3. Präs. iiiiuia, -meini>; pf. naniima, Aor. niieäxi), niicä. 

§ 69. Die nun anzuführenden stammbetonten Verben 
haben im Aoriste -axi,, wobei stammauslautende ^i^k, n, 
111 ;>> c, K > r resp. 3 werden; dabei findet meist Ver- 
legung des Akzentes auf -äxx statt. Die pf. Form des 
Präs. stimmt aber mit ihrem Konsonanten nicht mit dem 
Aoriste, sondern mit dem Präs. überein. ujisma h)einen 
(nonüaua pf), njiaKäxT.; KBaua gadem, brüten KBaitax-L, 
^lema fämmen (paaiiecBaMi, burctjcv^), pf. CTema, c^iecäxi; 
niiiua (-niiCBUMTj), pf. nannma, iianHcäxi.; öipma abtrodnen, 



S; Tu. Yerbum, Bildung tles Perfektive. 119 

ou'ipcax'L; Miipiiuiii riedjen, MiipiicäxT.; .TBaca lügeii, ji3- 
.TBraxt; jiKata leden, .iinaxt; Maaca ein)cl)mieren, Masäx-B; 
M-LMpa (MT-Mp;]) murmeln, brummen, M^Mpäx-B (-pfix-i); 
i>-.iena (-im) läuten (mit bem Sdilagbrctte), KTcriäxt. 

4. Präs. Aepä, ;^epem^., Aor. OApäx-L. 

§ 70. Einige Verba zeigen im Aoriste Vokalausfall, 
die Endung ist -ax-L. ;i;epa (daneben oAiipa:«'!. mit be- 
kanntem Wechsel von e zu ii), ,\ü, o^epä Aor. o,T,päx'B 
idjinben; cxAiipaMTb zerreißen : öepä pflüden ujjaxi,, paa- 
vlnpa:^!^ lier[te()en, Aa pasßepa, paaupa^x-B; ctöiipaM'L fammeln ; 
iiepä irojd)en iiiJäx-B, nsnnpanrL auen.ia)d)cn: ?>oyA nennen 
3Bax^. (-cTe.na) iiocTii.iaBi'L, noer.Täxx ausbreiten. 

30. Übung. 

I. Hajitfi :»iir, -möäh tu ce, 'läuia up'l;cua BOjä. Ho 
3ain,ü cn :\in naÄi.ji, TÖjiKoBa Mä.iKO uo;i,;i? II^ii b-b cräHTa 
Aa BiiAHUi'B KaK'L Mupiime iiöboto uBire! Sauifi ue cn 
(luipcaji'B MiimuTi? H^-t-b j^eiih ce Mememx npi^T^ ooe^äjOTo. 
Ott. paAOCTfc n.iaKäxi.. Toi'i jiu e niicajix Be^e nexT. niioiä, 
HO e^Bä BX uocjitÄHOTo ro pasßpaxB KaKBÖ licKa. KaK-L ce 
30Be ueroBa nnijiocTi>? IlncMÖTO tu iio.iyMii toü, ajiii ue 
]ia36pä cBÄtp^KäiineTo Jiy. njiiat xkui DptMenä xöpaxa 
iie AeöeJitaxTb. iroMorHaxi. my ,T,a exäne, u xofr ^ui öjia- 
rojapii ox-B Bce CBpm?. yKiixoxo ce B-Bpme no Muoro 
nainmn. He >io",Ka ^a pasöepa, KaKBo B'ipmnm'B. 

II. ^sc^ bitte, baB bu mir bie .t)aare fct)neibe[t. od) 
nntl, baB bu bog 3™"^^^' f^hvit. Gr f)alf i[)m, fo uiel er 
tonnte. ®refd)t i^r aüen S53etf,en ober nur einen ^eil? 
5Ii>ir (laben fd)on hen griißten 2et( gcbroi"d)en, ey cjab nur 
meniß biefeä o>alU'. SBeif]t bu, wer btcfer ?Jcann ift? 
^sd] lernte i()n im 33abe tcnnen. 3Str n^agten nid)t (^u 
fingen (baB ft'ir . . .), ttieil bie ii^eute nod) Iad)ten (Impf.). 
3Sir ladjten (Aor.), als rtir e§ fahen. ilHUiim fd)lagt if)r 



j20 Siebentes Kapitel. 8 71. 

tien ^lunb? Siveil er immer bellt, menn mir fpinnen. ^k 
^iiiuber cvidjhicjen ben ^anberer unb öerbarcsen fiel) im 
SSalbe. 2Senn ber grülilincj tommt, fcljmilät ber (3d)ncc, 
bie ©räjer madifen unb bie ©c^afe meiben auf ben 95er9en. 
SSünfd)ft bu 2öein ober 55ier ^u trinfen? ocf) öer^idjtc 
auf beibe§, id] bitte um ein ®Ia§ $föaffer. 

IL Klasse (i-Flexion). 
§ 71. Hierher gehören alle konsonantischen Stämme 
auf -H, zweifelhaft sind nur die vokalischen wie niirr. 
-eniT.. .lan. .Taeuri, usw., aber Kpo;i, -iimi); ferner die auf 
-na, -lua, -vKa: j-i^Ka, -emx lügen, aber .leacä, -iiui'l liegen. 
Der Akzent ist kein sicherer Führer. 

1. MÖ.iH, :M6.inm'i., Aor. Mcmixi,, MOJiii. 

Die erste Gruppe enthält stammbetonte Yerba, die 
im Aoriste den Akzent auf die Endung verschieben, falls 
sie aber präfigiert sind, den Akzent behalten. 

Bei der Bildung der impf. Form aus den präfigierten 
Perfektiven wird -Aaivn. zu ac,T,aMi., -xaM'i zu -maMt: b-ij;! 
,5Üd)ten (5>iel}), sas'BAHX'B — saB^acAaMT. id) ^^iebe auf. 

öyja (c'LÖyacAaM'L) toeden, CBÖyAnxi., PP c-lövaiux: 
:miic.th beulen, >incjiix'i, noMiiciiix-B; roBÖpa (^oroBapH^n.) 
fpred)en, roBopiixi; in'ma rauchen, nyuiiixT,; noMiin fid) 
erinnern (an etmaö u-Lmo Akk.); 6tcn aufl)iingcn o cv:.; 
rä.iH liebfofen no c^d; ^pipü, Tipca fudjen; sa^K (iiSBaac- 
AaMt) f)crau§,^iel)en ii3 -r^; Bdp;i;H bitten sa c^ (in cn^ be- 
lauern); BT>pma tätig fein (cBipmBaiMx eine Slrbeit au§= 
fül)ren) enipmiixi,; ,T,yma. Aymiix'B 1. riechen, luittern, 2. er* 
mürgen; öäBa üer^ögern, unterl)alten sa c^; aiibh crtrünlen, 
crtpürgen yAaBiixt, refl, crftiden, ertrinfen; ApaBii/i erregen, 
neden, pan cvd; mokph befeud)ten y c^; Mo.ia bitten no cv,-. 
M.iiiT/'i brefc^en; npäBa mad)en, iia«^ (aanpaB^Mt aufrichten): 
nene.i/T uerbieneu; cmipa pfeifen ns c^; v'ia lernen ns ^; 
xpäii/T näl)ren na cv:'; Toya fd)leifen; nepa ce fic§ brüftcn. 



§ 72, 73. Verbum, Bildung des Perfektivs. | o 1 

iDicIltit] tun (aber nop:i, -oun, ft)afd)cn npoxt I 4); MÄ/Ka 
iicrt)ctraten o ^•^; >köh}i iicrl)ciratcn (bcuieibcn) o cv^; -yiA^m 
trüben; M^^Ma quälen: -renji ,yclien. 

2. MTipcii, -nun., Aor. miijcuxt,, Mi.pcii [icjdjmuljcn. 

§ 72. Hierher gehören viele im Präsens und Aoriste 
endbetonte Verba. Fast immer ist der Aor. präfigiort, 
Avodurch die dritte Person beider Zeiten unterschieden 
wird. .Tin>i, -liuiTb (saji^njiMT.) leimen, sa-TLinixi.. öiA>i 
(naö'iAHBaMT.) Dcrleumben iia6i,-i"X'L. AO>i mclfen ii3 cvs; 
Ba.ii't ey reiinet, iia f^ bränf^cn (aber BäjiiM'B ft)äl5en); Bapa 
trans. füd)en cBapiixt; Ka.Tu l)ärten KiuiixTbrefl. f)artlDerben; 
Apoö>i 5evbvöcfc(n na oo (,i,pü6b f. S3rödd}en); öpoH §äf){en 
iia c^ (öpoii 3^1^05 J"B^ ioQcn y «^ (jobt, ^agb); jigm;! 
jerbrcdjen cjionuixt; Kpon fc^neiben Kponx'B; cTpoä bauen 
no cvj; crpy/i ftrömeu; rtina fd)ä^en; i;iA>i Ki£)t^n (nai^iac- 
.laji-L öott jeiljen). 

Viele abgeleitete Verba auf -A zeigen faktitive Be- 
deutung, während die auf -in inchoative Bedeutung haben 
(vgh i^ 68): öoraT'ta reid) tücrben; Becej>i (pa3Beceji;iBa3ii.) 
erl)eitcrn ; Aeöexta fett loerben; ^eße.M (na-) fett nuidjen; 
Kaayrepa äum SOxönd) mad)cn (noKa.iyrepaBani'B ce S[Rönd} 
irerbcn); 3iiip;i (yMiipaßaMi.) beruhigen (iMnp'L ^-riebc). 

3. ropa, -IIIU1., Aor. ropix'B PP ropi-it. 

§ 73. Die Verba dieser Gruppe zeigen im Aor. -ixt, 
stimmen also im Aoriste (abgesehen von der IL und 
III. Prs. Sing.) und PP mit den entsprechenden impf. 
Formen überein. Die Zahl der hierher gehörigen Verba 
ist nicht groß, da es aber sehr wichtig ist. sie zu kennen, 
habe ich eine ziemlich vollständige Zusammenstellung 
gemacht. Es sind Dauerverba, besonders der Sinnes- 
empfindung, darunter 9, die sich aufs Hören, 6 aufs 
Sehen, 5 aufs Fühlen beziehen. 



122 Siebentes Kapitel. § 74. 

6JiiuxA glänzen nim],;i freifc^en, fct)reien 

BiiAH fel)en njiaMTii in g-Iammcn ftcljen 

BHoi liänc^en intr. nxjraa fdedien 

BtpBa gel)en m.p;iia furzen 

BtpTfl iDenben, bre()Gn ii-extk f(i)naufeu, !eud)en 

ropa brennen intr. (ropiixT.tr.) ce,T;>i fi|en 

exTH 1. fc^aüen, 2. ädj^en, cjimta fummen, fdjnari^en 

ysjMA blinzeln [[tö{)nen cMtpAfi ftinfen 

sBtHTH fc^atlen cmäaji Juden 

.i-LpTH t)tnfd)auen cLpöii impers. Juden 

miuA fallen, fieben xpenTfi gittern 

K-EHTH er|d)a[Ien, erbröl)nen TynxH Hopfen, fi^lagen 

jiaMTa 3a enteren noc^ ti-hth tönen, erfd)QÜen 

jieTH fliegen T-i.pn>i bulben, ertragen 

jr-Bui,}! glänzen ii-bbth blüt)en 

jiioTH Juden, brennen uiyM[T]H raufd)en. 

MöxpH fdjauen 

4. cTo;i, -liiuT., Aor. CTonxt, CTOfi. 

§ 74. Im engen Zusammenhang mit der vorigen 
Gruppe stehen die folgenden Verba, die einen Vokal 
oder Zischlaut (^i, ac, m) im Stammauslaut haben, wie 
cToa ftet)en, li'ot3nen, npicTOHBaMi, öerineilen, pf. npicToa. 
Aor. npicTOüX'i. 

6oa ce fid) fürdjten Mnacä bün5eln 

öyyä fd)allen MT-juiä fdjroeigen 

(aber öy^ia I)inetnfto§en, ein* ppiä raufdjen 

lüeidjen Aor. 6yyHX'Ls.§71) T'Bp^iä ftür^en, eilen 
Atpacä Ijolten (aber viele andere wie öipya 

seyqä tönen, Hingen falten, öpoa (^äf)ten haben 

.üeacä liegen im Aor. ö^pinixi., öpoi'rxi.). 

jima fid) geigen, fd)einen. 



S "^- Verbum, l^ildung des Perfektivs. 12*3 

31. Übung. 

I. II CKaTe Jiu Aa Bii npo^era xoBa niiCMÖ ? 'Ä\eji^T> öiix-l 
M Mora Aa 'lerä tiii joöpt KaK-ro Eire. IToMHeTe (Impt.) 
Ao6pt TOBii, Koero yeroxTe! Eiie iiiimere Miioro uxpao; 
nniuöre (Impt.) u6-no.ieKa! Jl^äirre mh KaKBÖ[TO nHcaxre! 
KaKBÖ BiiHCiam-B? Aa-i ne Bii/KAaM-i. iiiiiuo. T^iiAiiunb (O) 
.111. KaK-B npäBfl aat TOBa? BiiA'ix'L BMepa ^leriipii ejeiia 
BT> rüptixa. Crpyea jiii ce, ye bii noanäsaMt, asia nesmim, 
Kor;i c'Bji'L ce sanoaHa.ii) et Eact. CjiyraTa [Moa:e] ^a iia- 
iipnBH TÜa pauo'ra! Bamä mu muic ^a roBÖpn hLmckh Miioro 
Aoöpi. PasroBiipflMe ce B'Lpxy iiemäcTHeTO My. Koräxo 
Ci-Lx-B :»rAa.T.'i,, niix-L (j i) (niiex'L O) camo hm^ko. Bhiioto. 
KocTO niixMe B»iepa, öime t6;iko3i Aoöpö, möro BctKii 1131111 
(» no eAiiö miimö. 

II. CTäjjaTa cTÖjima e BHA'i.ia 11 npi»:HBi.!ia niuxo 113- 
Bi)HpeAHO Mii.io Ha iiÖBa roAiiua. BciiyKH AtpaciiBn oxi. cxiosa, 
cToamii iicAt eAHO reHiiajiHo päkoböacxbo iiaqejio cb xpäö- 
])ini cii BoilcKii BxpBax'B oxt. noöiAn Kt^t noötA«. .Timexo 
My ÖJ^miine oxt pÜAOcxt, Koraxo xoii mh paanpÜBame, ^le 
HiimHxi ne^ejüXT.. ^pis-B xÖBa yöiiilcxBO sanjrawxi noacapa 
Ha oömoeBponencKaxa bohhü. IUe B-Bpen xaMx., a^to caöJiH 
3B'LHx;iT'B n xonÖBe exxHXTb. C'Bpi^exo 3iy saxynxi ox'b 
pi'iAOCXB, Koräro jiy Kaaäxa, ^le h xoir m,e B^pB!!. Himo 
samyMt n xoii xpenna. lUyMu Mapnu;a oK-BpBaBena. 
ropiira xiixo my:»rtme. BnA'txxe Jiii iioBaxa KÜpxa na 
Eßpöna. Bhaoxx. (dial. statt bha^x-b, auch bei Wasoff). 

III. 3^ mectte if)n um 8 U^r, n^ie er gefteru befat)t. 
ör fü()rte bie 5(rbeit ni(^t am, roeit er feine ^t\t t)ntte. 
"©ir quälten un§ fe()r, tia5 9JJeffer p fdjleifen, aber n^ir 
tonnten nid)t. 3Sir beruljigten bie ormen Seute, bie nictit 
rouBten, irac^ fie mact)en foüten. ©cljau, iDie ber ©dinec 
auf ben Sergen glänzt! Sie tonnen fid) nid)t norfteUen, 
irae er in ber ^-rembe crbulbete. ^a§> Siniffer raufdjtc 



j^24 Siebentes Kapitel. § 75, 76. 

(Impf.), bie Jammer bi-ül)nten (Impf.), bie 9f?äber fnarrten, 
e§ tvax ein unbefdjreiblidjer Särm tu bem ^ammeriüer! 
(iyKa.iHima), jo baB mau id)reien mufete, um ftdj Uerftänb- 
Iid) §u mad)en. 9Sir fd}iT)ieflen, a\§> er anfing ju reben. 
SSütenb griffen bie geinbe an, aber bie Unfrigen t)ielten 
gut au§. 

III. Klasse (a-Flexion). 
A. Bildung' durch Präfigierung. 

1. Hoiu.yBajii. übernachten, Aor. npinomysaxTb. 

§ 75. Hierher zählen eine Reihe von aus Substantiven 
abgeleiteten Verben auf -ysaMt mit dem Akzente auf y 
(s. dagegen § 85), die die pf. Form lediglich durch ein 
Präfix bilden, oder aber sich der zweiten Gruppe mit 
Akzentwechsel anschließen. 

jiiKi. Heilmittel, .liKTBann, (leilen (trans.), iis <^ ; merä 
©paiß, uierysaMT, ce fdjei'^en, no «^ ; b-bühü 2öoge, BxjHy- 
BaMT. erregen, pas ^-^'; 6o.7re(i)ÄyBaM'i frant fein, sa c^j. 

Merke KynvBaMT. faufen, pf. Kyna, Kyniixi.. Ebenso 
die Komposita: nojKynyBa^'L beftedjen, noAKynn, no^Kyniixt. 
Auch manche Fremdwörter kann man hierher rechnen, 
wie nyö.iHKyBaMrB üerüffcntndjcn, iiHTpiiryBaMTE, intrigieren, 
die weder präfigieren noch den Akzent verschieben. 

2. AyMaMt fagen, Impf. jvMaxT., Aor. AY^uixt. 

§ 76. Der Unterschied zwischen III. Prs. Sg. Präs. 
und Aorist und zwischen I. Prs. Impf, und Aorist besteht 
lediglich im Akzent; das pf. Präs. wird durch Präfixe 
gebildet, also etwa zu ;;yiMaM% — npcAyManix, der zugehörige 
Aorist wechselt nicht den Akzent : npoAyMaxT.. Der Akzent 
im Präs. liegt immer auf der vorletzten. 

öiraMT. füel)en ns c^j, öirjixi.; öipsa^n, eiten no <^; 
KapaMü treiben, führen sa c^j; niixaMi. fragen no cv^: n^a- 
BaMx, njiTBaMT, fdimimmen. 



§ 77, Tb, 79. Verbum, Bildung des Perfektivs. 123 

3. Bä.Dun. iräl^eil, pf. i)B;ijfiM7.: uiUDixt, oiüLiaxi.. 

§ 77. Die Verba auf -jimt., Aor. -swh sind wenig 
zahlreich, sie verschieben meist den Akzent auf die letzte. 
Bei einigen zeigt sich Schwanken nach dem -hxx Aoriste. 

Ka.iflMi. befdimutjen, oiwi.Tflxx: i;eMep>iM'L p 'i?lbenb effen. 
Be^iep;rx7>; XBLpjiJiM'i. (forleam) fctilciitiern Impf. XHxp.ifixi,, 
Aor. xBxpjHXTb (meist xB'Bpjinx'i>). 

4. -aMT.. Aorist -oxi, (-axi,), --Lx-l (aus Klasse 1 abgeleite^). 

§ 78. Die impf. Verba der I. und II. Klasse, die 
aus den prätigierteu pf. gebildet sind, richten sich nach 
dem einfachen Verbum in ihrer Aoristbildung, haben also 
trotz der Endung -a^i. (hm-l) im Präs. im Aoriste die 
Endungen -oxt, -ixx, -axi,, -nxi,; also: oxpiiuaMt 0er* 
neinen, Aor. oTpeKoxi, (auch oTpiniax-L) von peyä — peKcxT.. 
Manchmal sind die einfachen Verba nicht üblich. 
BjibaMT. hineingehen, pf. Bjiiaa, BJitsoxi.. 
iisjiHsaMt ^inauSgefien, c.iiiaaMi, abfteigen. 
ÄOBJiiiiaMi. {)erbei)c^(eppen, pf. AOBJiiKa, AOBjiiKox'B. 
npocTripaMT. auc^ftrccfen, pf. npocrpä, npocTpixt. 
saniipaMx auflinlten, uerbieten, pf. aanpd, sanpixT,. 
onripaMT. antialten, pf. onpä, onpixt. 
YMiipaMi. [terben, pf. y.Mpa, yMpix'L. 
(y.MopjiBa:^^ töten, pf. yMopa, yMopiixi.) 
CMibaMT. (mbjij]) mat)Ien, pf. oieja cm.i^x'b. 
cB^npaMT. 5crreif3en, ctAepä, c-LApcixt. 
pasönpaMT. öer[tel)en, paaöepd, pasöpäxi.. 

Andere Beispiele erklären sich leicht aus § 67 u. 68. 

5. -nwh, Aor. -iixi,, (-oxt, -ixT,). 
§ 79. Zahlreich sind die präfigierten Verben auf 
H.MT., Aor. iixt, die zu den einfachen Verben der IL Klasse 
gehören, seltener sind die aus der I. Klasse stammenden 
auf -0X1). -ix-h. 



1^26 Siebentes Kapitel. § 79 

Der Vokalwechsel von a zu o, h zu i, e ist uns be- 
kannt, ebenso' der Konsonantenwechsel vor -hm-l, wodurch 
T ]> m, A ^ acA wird, und die Regel, daß nach ^i, m, -/K 
einfaches -aMT. statt -;imt> erscheint. 

a) npißiuHMi. übcrfdjreiten, naBa^iHMi. angreifen, npo- 
sajaittt burdjbüliren, AoöaB/'ni-L Ijtn^ufügen, onpasHMT, üer= 
beffern, nocTaBaan. auffteUen, npicxopHMT. Deränbern refl. 
()eud)eln, s. § 54. 

b) ynjiam[B]aM'L ei'fc^reden, «^ ma, -irnii., t^ uihxi., CBxp- 
maMT> noUenben, AcKatiaM-L beleibigen. 

c) Mit Vokalwechsel: 
HaMiipaMt finben, HaM-ipa, naMipiixi,. 
HaMiicaM'L (oder naiHiuiaMT.) einnii](^en, HaMicnxi. 
pasroBäpHM'B tröften (s. § 54 pas-), pasroBÖpa, pasroBopHXi.. 
oÖHKäjiflMT. umfreifcn, cöhküjuixi. (köjio ^rei§). 
ÖjarocjiäBHMi. fegncn, öjiarocjoBHxi. (c:i6bo SBort). 
AoräpHMT. abbrennen, [rupii], Aoroprixi. trans., -pixi, intr. 
noBTiipHMT. rateberljolen, noBTopiixi, (BTopn glneiter). 
BJiaraMT. anlegen (®elC)), bäöm-Sl, BjoacHX'L. 

jjiaBfiwh erjagen, jäöuh, yjroBiixt (joBt ^scigb). 

d) Mit Konsonantenwechsel: 
ctmaM'L füljlen, merfen, ciTa, ciiiixii. 
njiäii],aM'L bejahten, ujirth, nitaTiixt (n^iaxa Sof)n). 
CT.6\;KAaM'L erinerfen, cT>6ffl.a, ct>6}'ahx^ (öyAeni. njacb). 
npuxjiciacAaM'B cifrijdjeii, -üah, -aAiixt (xAaAem. fiil)!}. 
oöäjKAaMi. anfünbigen, oörah, o6Aakxt,. 

HapeacAaMt orDnen, napeAfl, iiapeAiixTj (peA'B 9^eit)e). 
pa-yKAaMx gebären, i»oAfi, poAiixx (poA^ ®efc^led}t). 
noBpiacAaMi. fdjäöigen, noBptAa, noBp'iAHXi, (Bp^Aa ©d)abe). 
AoraacAaMi. erraten, AoräAH, AoraAHXT,. 
AocajKAajrB langtreilen, AocaAfi, AocaAiixx. 

Beachte: BHacAaniT. feigen, bhah, BHA'txT.. HacnojeraM'L 
anfallen, -.leTixi,, npHBeacAaiwT, l)erbetfül)ren, -BeAäi-BeAoxt. 



§ 80. Verbum, I^iklung des Perfektivs. 127 

joBe>K;iaMT, ^ufübren; iisBOJKAaMT. au§fü()rcn, -BeA:i, -b(''A(ix'b. 
inBaHvVciMx l)erauv,^tel)en, -BUAfl, -büäiixt,. 

32. rbuiig. 

1. Ei>KäHUUT'Ii, KuiiTo HC luiMtpiixa noACiöiit, npi- 
Hou;yBa.iir bt. Ka(|)eH6Ta'ra h cKji'iAOBeTt. Koraxo BHAtxa 
'le iriMa cnaceime, H3Jit,30xa bchukh. EtAnaxa acenil npo- 
CTiipauie pAKÜ sa iieTUue, 3a ji,a, Kynii nimo Aa Be^epa. 
Toii ce noAnripame na TOJijKKaTa ch ii eABii nsjitse hs-b 
KÄmH. 3anptxi> ro na cpiAi- yjimaxa h My AiiAoxi, ^a 
pa36epe, ye Apyrt n^Tb He xpiöa ^a nHxpHryBa BC'ie. 
He ce cipAH xojiKOBa, hb BiisKAaint jih, ^le a3'L ce mery- 
Baiwi.. npoAyMaxx My ab'£ AYmh h toiI nodirna. ITapiiTi 
KOHXo HaMtpHXi), BjiÖK.nxT> Bx Kficaxa. Jäninaxa Aoropt, 
xp'idBa Aa jrernejie. C^öyAH sie yxpi pano, samoxo me 
HapejKAajiT» cxiiaxa ch, npiAii Aa xp^irna. 

IL Söenn e§ nötig ift, tüerben tüir fterben für unfer 
^i^aterlanb mit bem 53euuifet)ein, bafe mx unfere Sdjulbig^ 
feit getan f)aben. Sie ftarben, Dl)ne 5U iriffen, wofür. Sie 
töteten alle, fogar g-rauen, ©reife unb Stinber, bie fie in 
ben Käufern fanben. 5)a§ befte tüirb fein, fie legen i()re 
©elbcr in ber Sparfaffe an. (Sr iDiebert)o(te meine liBorte 
nnb fteüte fidj, al^ ob er fie nid)t oerftünbe. Jd) Winterte 
i[)n, in ba§ 3^"^^^^ einsntreten. können ©ie fid} nid)t 
oorftellen, ma» er öon ol)nen mill? SSarnm I)ältft bn 
il)n nidjt jurüd, er erfdjredt bie Slinber mit feiner lauten 
Stimme. i>abt i^r bie 5tuf gaben üoUenbet? Sofort erriet 
id) feine ©ebanfen. 

B. Bildung durch H-Einschub. 

§ 80. Vor dem -h- fällt b aus: ocxäBHa zu ocxana. 
CKH (arn) wird zu ch (3h) vereinfacht: njiecKHa wird 
njrecna. Die Part. Perf. Pass. lauten auf -naxi.. Eine 



128 Siebentes Kapitel. § SO. 

Reihe der hierher gehörigen Verba hat Nebenformen 
auf -HyuaMT, ohne iterative Bedeutung. Der Aorist ist 
meist endbetont, das Präsens stammbetont. Manche 
Verba können neben ihrem gewöhnlichen Aoriste einen 
solchen auf -nax-L bilden, um die einmalige Tätigkeit 
hervorzuheben: (|)yiiaM'B id] eile, -^ax^L und (I^YKHaxi,, 

1. naAaMT, fallen, näAna, -emt; na^naxi,, -na. 

axaMT. feuf(^en ETypeaMi. ce jid) [türmen 

6.iHKaMi. fjerüorfprubeln Anraiwi. (leben 

ÖJiT-sraMt, öjitsna ausgleiten ApacBaMi), Apacna reiben 
öjn.cKaM'B, öjT&cHa [to§en ApycaMi. madeln, fd}au£eln 
6i.pKaMx, öpi-KHa tt)ül)len, ^P'^sBamt, Aptsna n}agen 

ftöbern Äi-xaMi. atmen 

öyxaMT. f(^(agen KjensaMt, Kienna üüpfen, 

EHKaM-B rufen auf]d)lagen 

jitcaaMTB, j-Lcna glätten cxaEaMi. ftcden, fein cxana 

MaxBam-B, Maxna befettigen, tt)eröcn 

refl. ftc^ entfernen cTHraait crretd)en 

MT-pAaMi. belegen cpimam. begegnen 

HaMeeaM^, -yenax^ anbre(^en, TponaM'L flopfen 

anfteden {%a^) Tp^rBaura, Tp-Brna aufbrcd)en 

noy[Hy]BaMt, no^inaxt an= xBT.pKaivi'i. fliegen 

fangen xjianani'B fdjlottern 

nonHBaMx au§rut}en xjionaM'L !lopfen 

nouHHaj-B nerftorben ii,iÄyBa,m,, n,ijiyna füffen. 

njiocKaMT,, njiiocHa fnallen 

2. ciAaMTb ftd) fe^en, Aa ceAua; ceAHaxi, [ceAii fi^en] 

Wechsel von i zu e. 

BnpiraMt fpannen, Bnperna; Hanpiranii. 5lnftvengung 

madjen, nanperna; AociraMt berüliren, Aoeerna; Aor-iraMi. 

(My) beläftigen, AOTerna; jr^^ranx fid) legen, Jierna [jieyKÜ, 

-liuiT, liegen]; cMixaMi redjnen, meinen, cMexna; MiTaMx 



4j so. Ver))um, Ijildung tles l'erfektivs. i-)() 

Iferfen, Meraa; nxLcKaAn, fnciUen, lucciia; ö.itcKa.M'B Iend)tcn, 
gti^crn. 6.iecua; TptcKa.Mi, (Tpiiiui) frad)en, rpeciia; K.itKaM-r. 
l)Octcn, KJieKiia; ciicaMT. ^qikv fdjlai^cil, ccKiia; ctnaM'i, 
liemmeii. ceniia; coiTKaM-B funfcfit, blitzen, cBeriia; cxiraMr. 
cn(\ madjcn, briintien, cTema; KptcKa.Mx fdjrctcn, Kpeciia. 

3. Mit Konsonantenwechsel t > m, ;i; ^ >ka, 

X^UI, K^y vor ilMX. 

XBumaMi 1^111 cn, XBUiia (dial. xßdT/i) ; xßaiiax'L (xBaTiixi,). 
saxBaiuaM-L anfangen, 3axBanaxT>. ny"ii;aMi (nycKaM^) IoC'= 
taffen (iiycr^), nyc[T]naxt (nyoiiix-L). BpxmaM-r. ipenben, 
feljvt mad)en, B-Lpnaxx. oÖp-imaMi. umroenben, oö-Bpiiax-L. 
BAiiuiaM-B einatmen, B^ixuax-B. BtsAHuiaint fenf^en, b-l;)- 
A'F.xiiaxi.. cKä'iaMT. fpringen, cKOKnäxt (ckomhxt.). pa^- 
rp'i.u^aMx aufiüidchi, ablöfen, pasripnaxT,. 

33. Übung. (Alle Aoriste sind zur Übung in Präs. 
bist, umzuwandeln.) 

I. TpT>rnaxMe m, yexHpH h noJroBiina n na mecxx ii 
MeriJtpTTi AocTHrnaxMe npn eaepoTo. TaMt jternaxMe noAx 
ciHKaxa na övKiiTi h ocränaxMe hojobhh'l ^lacB. B-tpnaxMe 
ee y Ao.va, ;i;iTo naMtpiixMe H3BicTHeT0 3a iiauiaxa no6iß,^. 
B'h TOH MHrT> BpaTäxa ce xjönnaxa h Koraxo oxBopnxMe, 
CT.C bAtTi nii ce Bxypnä h oöäAn: snafixe jih hüboxo, ye 
luimiixt BÄisjin bi> Eiixo.ia. TaMt ocBo6o;;Hxa 3iHoro 
xiiiHAH ßx-jirapH, kouxo .leacaxa bt. xxMimu;axa. Bciuikii 
CTandxMB ii H3BHKHaxMe: ^a acHBte BoficKäxa. — Maxiiii 
ce ox-L xvKa! Miiiiajaxa ce^Miiua norpeöaxa noyiiiiajraxa 
My ;i,i.mep;i. 

IL ßc ftanb anf unb brad) auf nadj bem 3Ba(be. 
Untcrroeg§ traf er einen iöefannten, bcn er übcrrebete mit 
il)m 5n tommen. %.\d) einiger 3eit erreidjten fie bcn Si^alb 
unb traten ein in ben fiil)len Sd]atten ber 5^äumc. '^[(ä 
fie eine üuede fanbeu, fetjten fie fic^ nicber. Gr fing an 

Weigand, Balgarische Cirammatik. t) 



130 Siebentes Kapitel. § Öl, v2. 

^n er(^äl)[en, tüa^3 er im ^Iricge erlebt unb erbulbet I)atte. 
^r feiif^te auf, clU er i^m bie 253unbe geigte, bie immer 
nocf) nidjt geljeilt toax. 'Xber er ftra[)lte üor Jreube, a('3 
er er5äl)lte, mie er aUj erfter in ben feiublid)cn Kraben 
einflebruuQen mar, inib fid) auf ben Seutnant ftür^te, ber 
fid) it)m ergab, inbcm er bie §änbe l)od) l)ob. 

C. Bildung durch -B-Ausfall. 

1. Vokalische Stämme. 

yöiiBa3i'L erfd)lagcn, pf. ydii^i, -euit; yCuixi,. 

§ 81. Hierher gehören präfigierte Imperfekta der 
1. Klasse, also alle Komposita der im § 68 angeführten 
Simplizia, z.B. Jiia gießen — HSJuiBanix auf^giefsen. EjiuBaMi. 
eingiefjen, sajuißa^ii. begießen mit dem pf. Präs. ns.iin, 
BÄiH, sajiiH, Aor. iis.itx^, e.iix'L, aa.iix'B. 

2. cKxS.cBa:\n> jerbredjen, pf. oKÄcaMi.; ckäcüx-b. 
(HayqBaMT. le(jren, pf. nayua; nayiiHxx.) 

§ 82. Hierher gehören konsonantische Stämme, an 
denen -BawL unmittelbar dem stammauslautenden Kon- 
sonanten folgt. Die pf. Form entsteht durch Wegfall 
des -B-. Es sind sowohl abgeleitete und präfigierte Verba, 
als solche fremden Ursprungs. 

jisKAcBaMT. gerreiljen, -KÄcaM-i,, -caxi). [x]apecBaMi. ge- 
fallen, BTacBaMt gären, AOKapßaMi. I)erbeifü()vcn, iiaBiiKBaM-b 
aufrufen (nsonKnaxi, id) rief einmal aue-), oAyMBaMi. be- 
fritcln, cÖT.pKBaMt ce fid). irren. 

Die Komposita der I. oder 11. Klasse haben im Aorist 
natürlich die Endung des einfachen Verbs, ebenso die 
pf. Form des Präs., z. B. HSKanßaMi. (-na, -naxt) abtröpfeln, 
HSKÄnBaMT. (-na, -naxt) baben, on.iaKBaMt betlagcn, pf. 
on./iä^ia, -emx; onjäKaxt wegen n.iä«ia tt)cine. njiaKäxi,. 
oröJBaji'B (auch orojiiOBaMi.) plünbevn, pf. oroÄn: orö.inxi. 



^ S3, S4. Verbum, Bildung des Perfcktivs. 131 

nocoqßaMt I)in3eiC|en, <^'ia; ooyiixt; iiayiinaMi. ce [tllbiei'cn, 
-'iiixT,. HsrüiiBaMT. liertrciben, -röimxi,. 

3. KdauaMT. faflen, Aa KÜaea, -emi.; Kasfixi,. 

§ 83. Diese Gruppe enthält Verba, bei denen die 
pf. Form des Präs. von der des Aoristes im Kons, ab- 
weicht. 3 (resp. r) wechselt mit yK, und c mit in. Auch 
viele fremde (griechische, türkische) Verba schließen 
sich an. 

yKasBaMT, ocii^en, liinroeifcn; oKaauaMi, erlüeifen (Ö)C5 
fäUicjteit). B'LpsBaM^. binbcn, m'.pava; Btpaax-L. o6jin3BaM'L 
auilcden, -ui/Ka; -.msäx-L. xapiisBaM-L (griech.) fdjenfcn, 
-iiaca; -lisaxi.. npiiinicBaMi. (zu iinma) jufdjveibcn, -iiiiiua; 
-niicaxT>. .MapxiipiicBaMx (griech.) bezeugen, -liuia; -licaxi.. 
iis-iirsaMt (iiiaca) lügen, nsaiaca; HS^iraxt. 6oajiflCBa,m> 
(türk.) färben, -Aiiuia, -;iHcaxi>. 

In den folgenden Gruppen 4, 5, 6 handelt es sich 
um Verba auf -aBaMt, -'yBaM-B (jotiert -HBaJiTb, -lOBaMt) 
und -l.BaMT. , die sämtlich abgeleitete Verba sind, oder 
Komposita und sich im Aoriste nach dem einfachen 
Verbum richten, also ;i,ocTo>iBaM'L hat aoctohx'l, nicht -lixt, 

4. a) -aBaji'B (-HBa^ii.), Aor. -axt. 
§ 84. HasoßäBaMT. t)ei^en, nennen, <^Bä., -eun>; naso- 
BaxT, [soßä, -emi.]. BiniiäBajiT. befransen, t)ert)eiraten, 
^yäfl, ooyäxT,, [ß'iHei;!.]. AocTOHBaMTb aU'§t)Qn'en, -cto/ixx. 
npicTOHBaMTb öerbringen. onpaBAaBaMt red)tfertigen, onpas- 
jäa, -emt, <:^;i,äxTE.. 

4. b) -iiBa:M'L, Aor. -hx-l. 
Diese Klasse von abgeleiteten Verben auf -aBaM-L 
resp. -^lasaMTb etc. ist sehr zahlreich. 
;ioBip/'iBaM'L üertrauen, AOBip;i; ^oBipiixi, [ß-Lpa]. 
yMopHBa^i-L töten, refl. ermüben, c^p/i; «^piixt. 



132 Siebentes Kapitel. S öö,- bü. 

no^apHBanii, fc^en!cn (^apveaMT, fcl]enfen), no^apii; ncT.aiuix'B 

Uapi.]. 
yKopHBaMi. tabeln, -pn, -piix'L [yKopt '2!abel]. 
BKopaEHBaMt bert)ärten, -B;i, -bhxT) [KopaBt Ijavt]. 
BKopeH^iBaMi. betüuräeln, <^hh; oohhxi. [Kopeii'i. 3Biir5el]. 
YAHBHsaM'B beriDunbern, c^^b/i; cv^bhx'b [ahbt. lüilb]. 
saßpaHflBaMT. üerbieten, c^iiA; cvdhhsi. [öpänH fc^ü^en]. 
noTyj[a[Ba]M'£ üerbetfen, <^äii; jiuxt, [tjjihJ. 
flBnBaMx geigen, benac^ric^tiQcn, refl. erfc^einen, -Bii; biixt,. 
npiiöJiKKaBaM-L nä()ern, c^aca, oonim.; c^jKiixt. 
npoA'BJiacaBaM'L fortfaljren, cv^aca; oo^ciixT). 
JiimiaBaMTE. berauben, jnima; jnmiiixt. 
orpaHH^iaBaMT. begrenzen, o^nA,; c^m'ixi,. 
HBJiiniaBaMT. abwifdjen, c^^iä, cv^miixt.. 
nonipayaBaMi. üerbunfeln, ^^nä., cxatu'ixx. 
npomaBaMT. Liergeifien, npocra; npociiixt. 
nocimaBaiH-B befucljen, noctTn; nocixiixT.. 
j6i>tRji,3iBa.m, übergeußen, jöijiA; -ahx'l. 
yyp-LatAaBaM-B gvünben, yupi;i,a; -,t,hxi.. 

5. jiiincyßaM'L oder jiHncBaMi. fel)Ien, Aa jnincaMt; juincaxt. 

§ 85. Da vielfach Formen mit und ohne y vor- 
kommen, so können die meisten auch unter Gruppe 2 
gestellt werden. Die Verba auf -lOKaMi. haben -hx^, wie 
die entsprechenden einfachen Verba. 

on.iecK[y]BaM'L od. ynitecKBani-L befd)nut|en. OTp.vn[y]- 
BaM-L anljäufen. ynän[y]BaM'L befpri^eit, ynanaM^. oAVM[y]- 
BaMT. !riti[ieren. oröjiioBaM'L plünbern, ^a orojia, orojiiix'i.. 
HSüCTpioBaMt, Aa ii3ÖCTpH; HSÖCTpHXi. fd)ävfen; BaiicyBaMt 
färben, EjiroÖBaMi. ce, bjiioöhx'l fid) berlieben und noch 
viele moderne Eindringlinge. 

Zahlreich sind die Wörter auf -ii^^BaMt, die 7a\ den 
pf. auf -na gehören: ö-LpKaMi. tt)ül)(en, ftöbern, öp-i-Kna etn= 



§ 86. Verbuiu, Bildunfjj des Perfektivs. 133 

mal lt)üt)Ien, etwa mit der Hand in der Tasche, daher die 
Hand in die Tasche stecken, dazu dann das impf. 6\n^- 
KHyBaMTb. nsyesHyBaniTb (n3nc3BaM'L) t)Crfd}Uiinben,Aa ii3'ic3iia; 
ii3ue3iiaxTi etc. 



6. iia^eöeJi'LBasn. fett lucrbcn, <^jiia, -euii,; cv^jiix'L. 

§ S(J. Zu dieser Gruppe vergleiche § (iS. yMa.ituaM7, 
ticin iDcrben, yMajinBami {(ein mad)en. noöicirtBaMi. toU 
uierben (öici. 3But), saKopeniBaMi, Söurjel fafjen, saBja^i- 
uaMT. erobern (.S^'^evr irerbcn), AoropiuaMi. bi^? 5U ©nbe Ver- 
brennen, AOHoiBiinniT. erleben, oatHBißaM^ iDieber anflebcn 
(oaciiBflEaMt beleben), AocpaMiBa Me fid) fd)ämen, AOMiuiBa 
Mii e§ erbarmt mid), Ao>KajiiBa mh e§ bauert mid], iipi- 
T-LpniBaMi» erbniben, 3aKoj)aBtBaMT. fidj mit prüfte bebedeii, 
()art m erben. 

34. Übung. 

1. B'iepa iia 4 yacä, xoKyuto cii 6'Lxt. iisnii.it Ka(j)eTO, 
BTypiiti 08 cjyrilTa mii bt. cTaara 11 mii 01.06111,11, ne bt. 
(|ia6pHKaTa ropijo. HpiACTaBexe ch MOHxa yniiäsa! Abt, 
ce saTeKoxT. kÖ-tkoto mo Kpanä Atpacäri. Bt Aßöpa. IIoKap- 
iiaxa KOMaiiAa öime Be^ie npiicxiiriiajta 11 öime iisnpaBiiAa 
cx-tjöiixi 3a Aa cnacii xopaxa, kohxo oxt röpi BiiKaxa 3a 
noMomii. nÖ3iniixi nö'iiiaxa Aa päöoraxi. 11 eAHO xaKOßa 
Ko.TiiueoxBO BOA'^i ce ii3Jii B7>pxy ropamexo sAaniie, iie 
c.i^A'B ^lexBtpT'L MacT. BCiKa onäcHOCxL 6i oxcxpaneHa. 
IIpii BOB xoB^ sdryßaxa m,e Aocxrirne 100000 JccBa. Ako 
iie öixT. noAHOBM'B np'^AH mmko BptMe sacxpaxoBKaxa, 
cera mixt Aa clmt. nponaAnajiT.. Miiojfa ^le ciiAi» Aßt 
ceAMiimi naKt me MoateMt Aa nö^neMT. päöoxaxa. 3a Ao6pä 
iiecxb Bauiaxa MamiiHa 6ixMe hocxcIbiijui om,e np^AH bi» 
ABopa, x-LJI '16 xa He nj)'£T'i.pn'I; liHKaKBa nospiAa. 



j[34 Siebentes Kapitel. § S7. 

II. Aus „JX^AO IIoii;o rje;i;a" von Iwan Wasoff (gekürzt). 

E^lHHi. iiÄTb pasHece ce cjyxt hs-l cejio, ^le H^e oko- 
JiHilcKiiH HayajiHiiKx. PasBXJiHVBa ce cejiOTO ott. Ta;i BicTb. 
PasHrpa ce ii ö^ahoto a^äo IIöi;obo cxpi^e. PaBniixa Aa 
pasöepe toh rojiiMei];'^ Kaxo KaK-tBi. e. Kasäxa mt, 'le 
Haya^iHHK'LT'B 6 H^mo Kaxo nauiä. Ho a^äo IIoi];o ne ce 
saAOBOJiflBa CT. xoa oTroBopT.. Toil niixa, HaMajiniiKa Kanx 
6 npiMineH'B, KaK-B xoah, hoch jih caöa. PasnpäBHX'B My. 

üpHCXHrHa HaqajHHKtxi. n cnp'£ y ^enKOBH. ^eHKo- 
Baxa KÄma 6ime oxpeAcna ox'b cejoxo Aa npneMe bhcokiih 
rocxt. 3axe^ie ce a^AO IIoi^o KtMx ^enKOBH, xyna et 
xoijacKaxa cii no iiJiexeHaxa Bpanifi h BHKa: „^chko, xyica 
jiii e rocxa?" „Tyna e, a'^AO IIoi^o. 3a KaKBa paöoxa 
HAeiut? HayajrmiKa e ymopein., ocxaBH ro cerä!" „A 6e 
KaacH My Aa lO.iiGe sa cAHnt ^laci.!" ji^vyia. exäpei];a ii xyna 
et xoaatKaxa cii no Aßopa, oxHBailKii KtiMt cx'ijiöuxi, mo 
BOAüxt na ÖAtpyexo. 

^oMaKiiH'LX'L B.iHsa npH Ha^iajinnKa n my oöäacAa, ^^ 
eAnni. BA^THnem. cxäpei^t cjinei^t ro xtpcn. — ,.3a 
KaKBä paöoxa?" — „Hab Aa xe bhah." — „^a nie bhahV 
n cji^nt KasBamt?" — „C.i'Sn'i. oxt. next, mecxt roAnnii." 
II xoii My pasnpaBa, KaKt a^AO Hoho nenaAenno nsryön.it 
spinn exo cn. (Cj'tABa.) 



C. Flexion und Gebrauch der Zeiten. 

§ 87. Das Bulg. besitzt nur zwei einfache Zeiten, 
da sie aber pf. und impf, gebraucht werden, so bestehen 
dafür vier Formen: Präs. impf. KaanaMx, pf. Kdaca. Ver- 
gangenheit impf. KäsBaxt, pf. Kasäxt. Der Bequemlich- 
keit wegen bezeichnen wir die zwei einfachen Zeiten der 
Vergangenheit als Impf, und Aorist. 



§87. Verbiim. Flexion und Gebrauch der Zeiten. }35 

Präsens. 

I. nexä iiii;i iniiiia pf. crAiia (clUaMi.) 

ein-B euiT. eun, iieiui, 

e e e iie 

e-M-B eMT. e.M^ iieMi. 

ere ere exe nexe 

an. HTT. axT. iiarx 



II. 


m'tÄii 


xx.piLi cro;i 


pf. b.k' 


i>Ka (luaraM't] 




nun. 


liiiix. 


nun. 




iim-i. 




II 


li 


II 




II 




II MT. 


II MT. 


IIMT. 




HM'B 




irre 


II xe 


Hxe 




lixe 




/ITT. 


ax-L 


flXX. 




axx. 


III. 


n^TyBaM-B 


XBäuiaMX 


Bäj;nn, 


JiHnc[y]BaMX> 




am-B 


auix. 




aiuT. 


am-B 




a 


a 




a 


a 




RMe 


aMe 




flsie 


asie 




axe 


axe 




axe 


axe 




axT. 


ax-L 




RTT, 


axx. 



Wie man sieht, wird in den drei Klassen der charak- 
teristische Vokal durchgeführt bis auf die dritte PL, die 
mit der ersten Sg. im Vokale übereinstimmt. Die Be- 
tonung und der Stammauslaut (sei es vokalisch oder 
Zischlaut) haben für die Flexion des Präs. keine Be- 
deutung, wohl aber für das Impf. 

Oft findet man nach Analogie der dritten Klasse 
auch in der ersten und zweiten Klasse ein e in die I. Prs. 
PI. eingeführt: niie.Aie statt iiiieMX., Mo.^inie statt imo.tiimx. 



13(5 



Siuljentes Kapitel. 



S SS. 



§8S. Imperfekt. 



I. ^eT-tx-B (each) 


niiex-L 


mimex-B it. 


pf. 


ceAHixt 


'Line (ese) 




eine 


eme 




ime 


-Lme (ese) 




eine 


eme 




ime 


ixne (eachme) 


exMe 


ex>ie 




ixMe 


'txTe (eachte) 




exxe 


exre 




'Lxxe 


ixa (eächa) 




exa 


exa 




ixa 


IL .MU.l'feXI. CTO;iX'L 




1,T.]1HCäxXi it. 


pf. 


Bjiöacext 


■tme 


eme 




eme 




eme 


tiiie 


eine 




eme 




eme 


ixMe 


fiXMe 


äxMe 




exMe 


'ixxe 


;ixTe 


äxxe 




exxe 


ixa 


axa 




äxa 




exa 


111. nrRxyBax-L 


xndmaxT. 


Lä.lHXX, 




iriincBaxT. 


auie 




ame 


;ime 




ame 


ame 




ame 


iime 




ame 


axjie 




axMe 


;]XMe 




axMe 


axxe 




axxe 


axxe 




axxe 


axa 




axa 


Hxa 




axa 



a) Das Impf. Avird immer aus dem Präsensstamme ge- 
bildet, indem für Klasse I und II die Endung -ixt die 
Präsensendung vertritt. Der Akzent bleibt derselbe. Xach 
den orthographischen Regeln, die wir bereits im §6 und 7 
kennen gelernt haben, wird nach Vokalen und den breiten 
Zischlauten y, m, ac unbetontes -'ixx. zai -exx,, betontes 
dagegen erscheint nach ^i, m, ac als -axi,, nach Vokalen 
als -/ixt; die IL u. III. Prs. Sg. dagegen lauten auf -eme. 
Der Vokalwechsel (a — e) der endbetonten Verba wirkte 
so mächtig, daß auch die stammbetonten Verba davon 
ergriffen wurden, die auch in die Literatursprache ein- 
drangen, so daß sehr häufig :MÖacaxT, c.üyacaxx,, niimaxi. 
usw. auftreten statt M03KexT> usw. 



§ S9. Verbuui, Flexion und Gebraucli der Zeiten. 137 

b) Die a-Verba bieten zu Bemerkungen keinen Anlaß, 
wohl aber haben "vvir die Aufmerksamkeit noch auf die 
vom pf. Stamme gebildeten Impf, zu lenken wie ce^na — 
cöAuixT. (PP ceAHijn.), Bjöaca — u.iöacext (PP BJtöa^ejri.) etc., 
die einen scheinbaren "Widerspruch in sich selbst enthalten, 
aber doch ihre Entstehung der Schärfe des Bulgarischen 
in der Auffassung der Aktionsart verdanken. Ein Bei- 
spiel mag dies zeigen: Kaxo ct'AirLmc öäCia Cxana, pa3n]iil- 
BHuie 3a öaiiiHÖouyinKin'L Kjaiiexa U'enn 33aba StaiiQ fid) 
felUc, ei\^ä()lte fie uon bcn btuticjeu Greueltaten ber 53aid}i-- 
(io[uf. Das Impf. ctAaiiie würde heißen: inä[}renb fic fid} 
ilieberücB, der Aorist ceAnd a(§ [ic fid) gcfetjt ()atte, ecAnime 
aber ist pf. und iter. zugleich: so oft sie sich niedersetzte 
(resp. gesetzt hatte), pflegte sie zu erzählen (impf,). Be- 
sonders häufig trifft man dieses Impf, in Sätzen, die mit 
Koräxo H Afi . . . Jrann au6) immer, Koröxo n Aa . . . men 
aild) immer beginnen: käa^to ii Aa otha^xt., nee iiero 
cpemax-L uioljiu id) Qud) ßc()en modjte, immer traf id) it)n. 
Auch nach KaM-B Aa baf] bod): KaMTb Aa ö^a'^xt, xaKa 
öoraTT, ad) incnn id) bod) fo reid) toäre! (Weder Ö-tx-B 
noch ÖHAOX'B wäre hier möglich.) "y^ecxo mii MiniyBa 
upisT. yMa, KaKBo ön Öiiao onyAeaHexo iia namiixi ßamii, 
xImi, aKo, no eAiio mjao, ce ciöyA^xa bt. rpööoBexi, 
ii3.TL3'ixa na öi-i-B cb'Lxx. ii norüCAHixa 0K0.10 ceöe ch. 

§ S9. Der Aorist. 

1. 'lexoxt n-ta finge — nix-B, n% nixMe. 
nexe HHH irinfe — mixt, nii, niixMe. 
nexe ßorax'ifl rcid) luerben — öoraxtxi, -x'l 
yexoxMc niiiua fd)reiben — niicax'B, niica, micaxMe. 
'lexoxxe ceAna pf. fid) feficn — ceAnäx-i, ceAHä, ceAnäxMe. 
nexoxa" Aepä fd)inben — Apaxt, Apä, Apaxme. 

poKä (pena) fagcn — peKOXi., peqe, peKoxMe. 



13S 



• Siebentes Kapitel. 



§89. 



II. 


Mo.iiixT. CTOaxT. ropixT. ^T^p 


Hcäx-B 


BJÜJKHX^ 




MO.!lH 


H 


'l 


ä 


11 




MO.IH 


a 


i 


ä 


H 




MO.THXMe 


ax>ie 


ixMB 


äxMe 


lixMe 




Mo.iiixTe 


jiXTe 


ixTe 


äxxe 


iixxe 




Mo.iiixa 


axa 


ixa 


äxa 


iixa 


II. 


nÄTVBaxT. 


AyMäxT, 


XBaiiäxx (I) 


Ba.ijfx'L 


jiiincäxT. 




a 


ä 


a 


A 


ä 




a 


ä 


a 


k 


ä 




axMe 


äxMe 


äxjie 


aXMe 


äxMe 




axxe 


äxTe 


axxe 


ixxe 


äxxe 




äxa 


äxa 


äxa 


axa 


axa 



Die Bildung und der Gebrauch des Aoristes sind 
uns bekannt; bei der Akzentuierung beachte man, daß 
der Akzent der zweisilbigen Verba meist umgekehrt ist, 
wie im Präsens. Da, wo ein Zusammenfall mit einer 
Präsens- oder Imperfektform eintreten würde, ist das die 
Regel, allein die Dialekte weichen sehr ab, und auch in 
der Schriftsprache herrscht keine Übereinstimmung, was 
oft genug in der Poesie zu merken ist. Die präfigierteu 
Verba aber bewahren meist den Akzent, also: III. Prs. 
Präs. ^vMa, Aor. ,T,y3iä — npo^vMa. Präs. 31ÖJI11, Aor. mojiii 
— noMo.iii. 

Xach Vokalen und weichen Kons, m, y, >k erscheint 
im Aorist mancher Verba der IL Klasse -äx-L. nicht 
-jixi.: ^i'LpiKäx'L id) hielt, .le^Käx'B icl) lag, cxojix-l, cxo;i, 
das auch im Akzente nicht vom Impf, in der I. Pers. 
unterschieden ist: cxojIx-b, cxoeme (s. ^ 74}. 

35. tlbimg. Aus „Ä'Lao IIouo r.ieAa" 
(Fortsetzung zu S. 134). 
HayäjiHHK'LX'i. HSJiise iia o^tpa 11 cji't3e no cTx.Jiuiixii. 
^t;i,o IIou;o no xpönanexo na ■»iiiSMUx^i no3nä, 'le e xoi1, 
öx.irapcKna naiiiä, na CBa.in märiKaxa. 



§ 90. Verbum, Flexion und Gebrauch der Zeiten. 139 

^iniÖBHHK'i.T'B BiiA^ iipiAT» ce6e cii eAiiH^ öijroöpiiA'B 
cTäpeux. II,i.TOTo Jiy Tt.io ce Tpecl'.iiio. Toil croeuie bT) 
CMHiteiiu iio.iOHceHiie, ci. HaBe^eHa öt^oBjiiica iMaeä. 

„KaKBO iura, A'I>A0?" noiniTa iiaya-imiKtTT. ni)iiBiTJiiiBo. 
Cxapein.T'B AnrHa r.3aBa, odipHa mbMt Hero 6e33KH3HeHn 
OMii, KOiiTO ne ce Aßii^^axa. Ca^ro :viiiunurTf. iia eApoTo 
5iy .iime iiepBHo 3aTpeiiaxa. 

..Bama mii.iocti. .iii cii. ciihko?" — „Ast. c^mt., 
A^Ao." — .,ITamaTa Jiir?'' — „Ton CÄminrn.." i^'tAo 
TIoüo npnu.inacii kt.m'b nero, npt:M'tcrii cii maiiKaxa itoat. 
.liBa jniniHima, 3e niy pÄKaxa, iiouäpa cvKueHii/i pAKäEX, 
nocjiana MlaniiTi Kön^eTa no' rApAiiTi ^y, noniina ci> 
TpeiieTiia pÄKti t'peui})HHT'L n.iexoHii enciexii na paMenäxa 
i»iy — na ce noAiirna xa rii uiitviia. 

..röciioAii, BiiA^XT.!" npoAVMa cxdpeiitxx, , Koilxo ce 
npiici)'i.cxii, na cn n3xpH et pÄKiißa ci>.i3iixi, mo ö.iiiKnaxa 
n3i> >ipixBiixi My onA. IIa ce noKMonii hhsko n pe^ie: 
„Gera npoinaBaii ciihko, ne xn nanpjiBiix'BxpyA'B. IIxynanKn 
CT> xo;i>KKaxa, ro.iorjraBt n3.i'i3e. 

§ yo. Futurum (s. ^ 35 c). 

a) Die gewöhnliche Bildung des Fut. ist die ver- 
mittels des unveränderlichen me und der pf. resp. impf. 
Form des Präsens, u^e Haniima nncM(3xo id) tüerbe ben 
93rlef jcfireiben. u;e niima, Koräxo [me] iiMaMt Bpt:*ie id) 
luerbe fdE)veiben (id)reibenb fein) fo oft ic^ ^dt fjaben toerbe. 
Manchmal wird noch die Konj. ja nach me gebraucht: 
me Aa niima. 

b) Eine zweite Form des Fut. wird vermittels des 
flektierten Hilfsverbs ui,a, meim., me, meMt, mexe, inaxx. 
(das eigentlich „tdj tütü" heißt l und einer vorgestellten 
verkürzten Infinitivform gebildet, die man erhält, wenn 
man das -.it des Part. Perf. abfallen läßt: nnfji f^etrunfen, 



140 Siebentes Kapitel. 5? 91. 

nHcä[jr'B gcj(i)rie6cn, iie[ji'B gelefen, MOJiH[.ir'B gebeten, yyH[j'B 
gefernt etc. Doch ist die Bedeutung dieses Fut. etwas 
abweichend von der ersten Art, indem es die Ungewiß- 
heit hervorhebt: nncÄ ma DieUeidjt tuevbe id) ba^j Sd)reiben 
ausfüliren. ^le i^e ütelleidjt luirb er lefen, üielleidjt and] nid)t. 

Anm. 1. Diejeoigen Stämme der I. Kl., die im Part. Perf. 
-Ki.ix, -mc^'L haben, lassen diese ganze Silbe abfallen pe[Kx.i'i, 
So[iue.i'i, 

Anm. 2. Auch die Nachstellung des Verbs ist, wenn auch 
seltener, meist in feststehenden Ausdrücken, üblich: ma nucä. 

c) Eine dritte Art der Futurbildung, die die Gewiß- 
heit des Eintritts der Handhiug in der Zukunft hervor- 
hebt, besteht in der Verbindung von roiaiviTb ^a (besonders 
häufig in negativen Sätzen unveränderlich niMa ^a) und 
dem Präsens: HMa(MT,) ^a Bh Käata ntmo id) t)abe Sfinen 
etronö ju jagen, ic^ tüerbe St)nen etroa^ f^gen. KaKBo 
H3ia(mi.) Aa mh Kaacem-B rt)a§ l)ajt bu mit §U jagen. as-L 
H'iMa Aa Äöiwa id^ iDerbe beftimmt nid)t fommcn. Tofi 
iiiMa Aa yjipe ottb rjraAt ber lutrb geunB nic^t üor junger 
fterben. 

§ 91. Das Fut. der Vergangenheit bildet man mit 
me c'LM'L oder me öxK^a mit dem Part. Perf. (§ 51 Hl). 
me CLMt HajuHca.a'i. oder iii,e ö^Aa Ha]iincajn> 

me cii „ me 6^^eun> „ 

me e „ me ÖxRAe „ 

me CMC Ha]nHca.iH me ö^AeMt iiajniicajH 

me exe „ me ö^AGTe ., 

me CÄ „ me ÖÄAax'B „ 

Beide Formen werden ohne besondern Unterschied 
gebraucht für „ich werde geschrieben haben". Die 
Formen mit 6;RAa drücken mehr die bestimmt eintretende 
Veränderung des Zustandes aus, die mit cbmi. nur die in 
der Zukunft abgeschlossene Vergangenheit. Bei der mit 
d^Aa zusammengesetzten Zeit unterbleibt oft die Setzung 



§91. Verbum, Flexion und Gebrauch der Zeiten. 14] 

von me. Ähnlich wie das Perf. hat auch diese Zeit die 
Nebenbedeutung der Unbestimmtheit, die wir am besten 
durch die Partikeln „wohl'' oder „vielleicht" zum Aus- 
druck bringen. 

3(). i* billig. 

IIpii HacronmeTO (§51Ib) npaBiixejiCTBb aax hLmu 
HHKora Aa civaca O. Ast. BtpBaxx, ne uima ;ia n.iäinaM'L 
noBcie OTT. T})HCTa jieBa; ne ii;e n.iaT>i uÖBcie otx yeTiii)n- 
CTOTiiiiT. .leBa. Hue me rp'irHeM'B, KoräTo AÖHAe a^AO. 
B-i.aMoacHO e, ^le toii iu,e ce oxB'i.pHe ott. nacB. KaKBi» 
me cräna ast? Ton m,e mc no:uid (gew. nosnae) 110 rjiacn. 
Kora mari. ce cxöpö? Bii^'t iabm-b ce utKora. Ajia 3ie, 
jiä.MO, ne niixamt, Hcemi Jiii iu,a ce, ne ma .111. Aa-L jitMa 
Aa Bii pasnpäßüM'L 3a nämiiri KaBrii. Ti u;e cä 3a6pä- 
uiijiii Aft AÖilAaxT.. Aico ÖÄAeuiT« cxrpimnJi'B Htmo, me xii 
onpocx/i. Bne me Ö^Aexe cxiinia.iH bx> ce.ioxo, Koräxo 
Hiie ui,e ÖÄAeM'B 6m,e bx. njaHiiiiaxa. IlBanx. u;e e (me 
G^^e) Hsopä-it HHBaxa cu, Korä iiy Aonecäxx. (pf. Präs. in 
fut. Bedeutung) üöi^a. lll^e xii noMÖrna, ex. KaKBOxo jiora. 
Köirro (Iäac AO>KiiB'ijix xän öxipKoxiiH, me aciiBie uöcjii 
MiipHO. üpiaciiBiBaMe MomeHxn na BtpxÖBHo iiauuxiiiie. 
Oxii^iine na BjrauiKa, cneuejiiuie cii napiiuKH, BJiöaceme rn 
BT. Käcaxa n paanpäB-ime u'Lia siima npiiKasKH bx. Kp-i^Diaxa 
(zu i; 8S b). Koröxo h Aa BiiALme, cAmoxo my Kasßame. 

§ 9'i. Perfekt und Plusquamperfektum. 

1. Beide Zeiten werden gebildet aus dem Part. Perf. 
Akt. und dem Eilfsverb cx.m'b idj bin für das Perf. und 
dem Hilfsverb öix-L ic^ tüQt (§ 26) für das Pluspf. Da 
uns die Bildung des Part. Perf. aus dem § 51 111 und 
die Flexion des Perf. aus § 36 II bereits bekannt ist, so 
können wir uns hier kurz fassen. 



142 Siebentes Kapitel. § U2. 

Pf. impf. EHKaji-L CT-MT, id) l)obe gerufen (bin rufeiib gemeicn). 
Pf. pf. BiiKiiäji'L c-BMx ic^ [)abe gerufen (einmal aufgefdjrien). 
Pluspf. impf. BiiKajr-B öixt, (öime) id) f)atte gerufen. 
Pluspf. pf. BiiKHäü-B ß-tx-B (öime oder 6i, das dem franz. 
Passe anterieur entspricht) idj I)atte gerufen. 

IL Das Pf. wird gebraucht, um Handlungen der er- 
zählenden Vergangenheit und vollendeten Gegenwart zu 
bezeichnen, die man nicht selbst als Augenzeuge gesehen 
hat, sondern mehr vom Hörensagen kennt. Sein Platz 
wird also besonders in Erzählungen aus der Vergangen- 
heit, in Märchen, in fragenden und zweifelnden Sätzen, 
in Zeitungsberichten, in der indirekten Rede, kurz, in 
allen Mitteilungen sein, in denen eine subjektive Un- 
bestimmtheit des Mitgeteilten in Betracht kommt. Sowie 
der Erzähler zu eigenen Erlebnissen, zu eigenen 
Beobachtungen übergeht, wird er im Aoriste er- 
zählen, im Imperfekt beschreiben (oder beides in der 
Gegenwart). 

ni. Besonders deutlich tritt die Nichtwirklichkeit 
des Perfekts hervor bei Mitteilung von abeigläubischen 
Gebräuchen, wo das Pf. nicht als Zeit der Vergangenheit, 
sondern als zeitloser Modus der Unwirklichkeit gebraucht 
wird, z. B. nicLK'LT'L SHa^iaji-i. pasMHoataBane na xpana ii 
AoÖHTT.K'i ber (Sanb foll bebeutcn (nicht: [)at bebeutet) bie 
QSermeljrung be§ ©etreibeS unb be§ SStel)eg. (S. Üb. 37 11 
und 52.) Da die Setzung des Hilfsverbs in der dritten 
Pers. häufig unterbleibt, muß man acht geben, diese 
Form nicht zu verwechseln mit dem imperativisch ge- 
brauchten Part. Perf., dessen Anwendung in der Volks- 
sprache viel häufiger ist, als in der Literatursprache: xa 
>iy ce 3jiaTo h cpeöpo ji^jig h npist nj[eTi> npijii.io ®oIb 
unb ©i(ber foU if)m fliegen unb if)m über ben ^i^"" flief^en 
(Wunsch in einem Weihnachtssegen). 



;? 'J-. Wrbum, Flexion und Gebrauch der Zeiten. ij^:\ 

IV. Auifallend ist, daß auch bei Besehreibungeu von 
Gewohnheiten das pf. Perf. angewandt werden kann: 
Ha päöoTa mi e, iiaui.p'iii.Ti, (iiaöptMuaMT,) biicöku ne.iö, 
naiiperna.i'L (iianpiraM-L) hkii Milmmi trenn er bei bei" '?lrbeit 
tu, stellt er bie l)ül)e (Stirn in }^a[tcn, ()iit angefpannt bie 
ftarfcn l»JtuÄte(. 

V. Das Phisquaraperfekt wird verschieden vom 
Deutschen angewandt: yß-ipeni, cl.mt., ne, moMi, iia.iiaox'B 
ii3'L cränra, 6ail Faiito e OTBÖpHjn. nox.Tyni^nrt id) bin 
überzeugt, t>a\i, [obnlb id) ()e ranggegangen tvar, i^ai 
©anjo bie i^oläfapfel aufmachte. Der Erzähler sagt von 

•sich selbst: iisaLsoxt, aber von Ganjo „e oTBopii.TL" Pf., 
weil er es selbst nicht gesehen hat; der Aorist mit mo,-»!-!., 
Kaxo, c.TiAi» Kaxo entspricht also dem deutschen Pluspf. 
In Hauptsätzen wendet man aber auch im Bulg. das 
Pluspf. an bei längst vergangener Handlung, namentlich 
in Sätzen, die Bene jdjon enthalten, ferner in explikativen 
Sätzen (besonders Relativsätzen), die nicht zur Fortführung 
der Handlung gehören, s. Übung 37 HI. 

Über den Gebrauch der Zeiten im Passiv, dessen 
Bildung bereits im § 52 besprochen wurde, bedarf es 
keiner besonderen Regeln. 

'M. Übuug. 

Über den Gebrauch der Zeiten und Aktionsarten. 

I. iöU ;i,vmTi ce.ianii ce ^niixa bi, säxapnaxa (})äöpiiKa 
n noiicKaxa ^a saeMaxi. mLcxoxo na cxtumimiixi, ho öii^öxa 
nocpemiiaxn ot'b nocüiAHHTi cl peBOjßepHH ripMeacH. 
HaMicii ce no.iiii^iiHxa, saetpsa ce u;-Lia öiixKa, b-l spiMe 
na Kojixo xpiiMa paßöxuHuii ßii^oxa yöiixii h nexiiMa paneHii. 

PoAii.n> CLM-B ce (häufiger po^eni. cbm-l) bi. 1S80 r.; 
AO IS. CH roAinia noctmäBax'B ruMHaiiii/ixa. Mnoro mh ce 
licKame ,Ta citABaM-L bt. ymiBepciiTexa, ho noneace öama 



144 Siebentes Kapitel. §92. 

MH öbine iiaryöiwB CLCToaniieTo ch, Tpiöeauie köükoto ce 
MÖace nü-CKopo ^a ne^iejia napii. CjiiAi> Kaxo iipaKTHKyBaxi, 
AB't roAHiiH npH e^i.iiH'B TtproBei^'B, HsnpäTiixa Me Bt 
CTpaHCTßo. TaM'B npiCToaxx ^eceTX ro^Him, xa cu cne- 
cTHxx Ma;iKO HiMane. 

II. Eahhx cK^nepiiHKi. nonHxa.it eAHorö: „3ainu ne 
acHBiem-L Kaxo Meiie?" „III,e nöqna ^a acHBin Kaxo xeöe, 
CÄi^Ty Karo mh hg ocxaiie mmi,o" oxroBÖpiiji'L xoh. IUomt, 
CT>rjreAaji'B b-b cxäaxa 'lexiipiMa BLopiR^enH xopa, saxBÖppoi 
Bpaxäxa. TpeHtxi. 6ime Tp'iniaj'B, Koräxo npHCXHrHaxi. 
Ha räpaxa. Asx. HiiKora ne cxMii njrämajn& xö.ikos'l. 
Toräoa n-Taxiix-L caMO 70 ex. BipBaxi, ^le xoh oöihiail ce 
npaB^jr^B Kaxo no3HB^ kt.m'b Ä^psexaTa^a ce pa33ejieni,ix'L. 
IIpH Hrpaxa xpiÖBa.To Aa ce KJitKa h CKa^ia, 3a Aa cxasajit 
AoÖT-pX) H pasu'i.BBaJi'B naMyKix'B. CiKaM'B ^le CT,wh ro 
BHA^Jt HtHA'^- Koil e rocnoAHHX.x'B, cb Koroxo xopxyßaxxe? 
Koe e MOM^iexo, na Koexo AaAOXxe Kiniraxa? HanpäBiuii. 
JiH ctM-B, IIB ctj'mti üh, Biib H^Maxe HHKaKBo npäBo m MB 
niixaxe. U,ijiaxa apxHBa e önjra saneyäxeHa. 

EiXT. oxHine^ix. xanx h asx. ci> iiiKojinHHa öiArapii 
cryABHTH. ^pyrii niiKt ö-ijirapyBxa öixa oxhuijiii Ha cxän- 
u;Haxa, Aa nocpßmax'B öpäxa na noKÖHHaxa. ^aji. mt Toc- 
noAt ciiHOBe H ui,epKH Kaxo mysia Bt ropa! 

in. Eahh^ iioBifeKi. öimB BBAHäaci. b-l xeäxpa. IIo baho 
BptMB xoii noiicKa Aa bhah, köj:ko b yacLxx h, Kaxo dp-BKnä 
BT. A^eöa CH, 3a6ijii5KH ynjrämBHO, ^ib ^lacÖBHHKixi. siy 
jiHncyBa. Toil cb orjreAa naÖKOJio h BHA'i bahh'l cxmhii- 
TeJiem> MOBiKt. IIoMiicjiH ch, ^le xöa mc b oxKpaAHa.j'ii 
^acoBHHKa jiy, xa nj Ka3ä CMiJio: „rocnoAHHB, hjth mii 
AäilxB ^laeÖBHHKa, hjih ii],6 HaKapami. Aa Bh saxBÖpaxx.." — 
„Hb mh cxpyßailxB bjo," oxroBÖpH Apyrnax-B, „na Bii 
MacÖBHHKa". Teil bsb ^lacÖBHiiKa h hb imhcjhi bb^ib 3a xosä. 
Kaxo CBBxpnä bkäii];h, xoii BHA't ^aeoBHHKa na cxinäxa. 



^ 98, 'JJ:. Verbiuu. Bildung und (ifl.raucli der Modi. 145 

TAtTO ro ötiue saöitaBii.i-L.*) H, Kiiid ii3iiiUii ott. AVKefia 
cii qaciJBiiiiKa, mo My ötixie Jua-ii.*) noutK-LTX hi, reärpa, 
iJiiAt, ^le Toa npiiJiiiqa Miiöro na nerouiia. MoBl;K7.n. na- 
ircTHiia ötiue 0TKpäAua.n.*j yacÖBHiiKa, ca.Mo iie ce 3iiaeme, 

0T7. KOnJ. 



D. liilduu^ und Gebrauch der Modi. 

§ 1)3. Allgemeines. Während bei der Aktionsart 
der reine Verbalbegrifi unabiiängig von dem Subjekte 
des Satzes verschieden (perf. impf, etc.) aufgefaßt wird, 
handelt es sich bei den Moden um die Auffassung des 
Subjektes, ob der Inhalt des Satzes als bloße Wahr- 
nehmung (Indikativ), als Willensäußerung (Imperativ, 
Jussiv, Finalis, Optativ), als möglich (Putentialis, Dubi- 
tativ), als bedingt (Konditionalis), als Vermutung oder 
Annahme (Praesumptiv). als eventuell möglich (Eventualis) 
hingestellt werden soll. Für alle diese Moden mit Aus- 
nahme des Eventualis und Impt. gibt es im Bulg. keine 
Flexionsendungen, wohl aber lassen sie sich ausdrücken 
durch bestimmte Hilfsverba und durch Konjunktionen. 

§ 1)4^. Jussiv, FiiiJilis, Poteutialis, Dubitativ, 
Optativ. Der Jussiv steht in Hauptsätzen, er vertritt 
den Impt. und ersetzt die fehlenden Personen desselben. 
Für den Jussiv, Finalis, Optativ, Potentialis, Dubitativ 
kommt nur eine einzige Ausdrucksweise in Betracht 
(s. §ÜJ,3). 

Einen Konjunktiv, d. h. eine besondere Verbalfurm 
für diesen Modus, gibt es nicht im Bulgarischen, man 
hilft sich aber durch die Konjunktion ,T,a, die gleichsam 

*) Hier und weiter unten muB das Pluspf. stehen, da es sich 
um längst vergangene (^e.schehnisse handelt, die nicht mehr in 
die fortlaufende Erzählung eingeschlossen werden. 
VV'eigand, Bulgariacho Orammaiik. 10 



;[46 Siebentes Kapitel. § 94. 

wie ein Präfix vor das Verb tritt und nur durch kleine 
satzunbetonte Wörter (ne, jin,*linbetonte Pronomina) davon 
getrennt werden darf. Dabei ist die Anwendung der pf. 
Form, besonders bei futuriscber Bedeutung, vorwiegend, 
aber nicht ausgeschlossen ist die Anwendung der impf, 
bei iterativer oder zeitlich unbegrenzter Handlung. Also 
nicht die Wahl der pf. oder impf. Form, sondern ledig- 
lich die Anwendung von ^a ist ausschlaggebend für das 
konj unkte Verhältnis. Die ^a-Sätze vertreten sowohl 
das deutsche Präs. wie das Impf., Ind. und Konjunktiv, 
oder sie ersetzen die deutschen Hilfsverba „sollen, wollen, 
mögen" (Finalis, Optativ, Potentialis), oder Adverbia 
„wohl, vielleicht, etwa" (Dubitativ, Potentialis) oder sehr 
häufig den deutschen Infinitiv. 

Wenn also ein Nebensatz, sei er nun Objektsatz, 
Relativsatz oder Adverbialsatz, finalen, optativischen, poten- 
tialen oder dubitativen Sinn hat, so muß die Konj. ^a 
angewandt werden, ^a njaxii heißt also: er fod be^aljten 
(Jussiv), bafe er be^aljle (Finalis), 'ba'^ er be^^atjU (Poten- 
tialis), üb er irül)l be^ablt (Dubitativ). Kofi njiäma? wer 
be^alilt; kou Aa njaxii lüec foU be,^a()(en oder roer mag \voi]l 
be^aljlen (der ^a-Satz hat futurischen Sinn). 3am6 ocrä- 
Biisn rojii.? ii)eöl)alb bleibe id) entblößt? (Er ist entblößt 
und fragt nach der Ursache); samo Aa ocTäna rö.ix? lucy- 
Ijiilb foU id) entblößt bleiben? (Er ist noch nicht entblößt 
und fragt, warum die Handlung eintreten soll.) KäsBaMi,, 
^le Biie exe npcäBii id} fage, baf^ i^r 9ted}t Ijnbt; Ka3BaM'B 
Aa Baeaiexe ii xoBa id) jage, it)r füllt find) biVo nel)iuen. 
HesHänra ta^ e xäxKo id) ireiB nic^t, Wo ber SSater fid) be= 
fiubet; Hesiiänn. rfl,i Aa 6£j[e xarKo id] lüeifs lüd]t, UiO ber 
'^atcr iüol)l ftedert mag. Miiöro ce päABaMx., ne Biie exe 
sApaBTb id) freue mid) fel)r, 'i)a^ 5ie gefunb fiiib. (Im 
Französischen würde hier im que-Satze der Subj. stehen. 



§ 95. Verbum, Bildung and (jebraiR-h der Modi. 147 

aber im Bulg. darf kein Aa-Satz stehen, da weder tinale 
noch Potentiale noch dubitative Bedeutung vorliegt). 
Ta.MX irt.Ma ctMaiiiun., Koilro aü mm uoueHe ot-l Tpii 
xeKTäpa 3eM>i (Der Ijätte . . dubit.). HcKaMt Aa Un AaMt . . 
id) tpill St)neii geben ... He CMta ^a o-nUa id} tüage nidjt 
lueg^UCjeljeii. Hne ne MÜace.MT. a^ nocöyiiMi. HCTiiiicKim 
iiÄTt lüir fönnen ben redjten SSeg nid)t äeigen. Aa iiMaMt 
napii! tnenu id) bocf) ©elb Ijätte (Optativ)! /I^a ro ae.Aie 
AHBOj-BTT.! ber Teufel mi3ge il)it l)oIen. 

§ *J5. Konditionalis und Optativ. Wir haben 
bereits im § 40 die Bildung des Konditionalis kennen 
gelernt. Sehr häufig ist die Anwendung des Kond. als 
Optativ: acciavii, uiix-l ic^ tüürbe tüünfdjen oder id] möchte 
iininid)en. asT. öiix'b bh noMOjrn.ix id) müd)te (5ie gerne 
[litten. 

Aktiv. 
Kond. 1 id) mürbe (mödjte) Kond. 11 id) ipürbe (üicl(eid)t) 
jc^reiben gefc^rieben t)ciben 

niica.iT. 6hxi> iiiica-ii. 6uji-h ßiixi. 

UH „ „ ÖII 



„ 611 


„ öii 


niicajiH ßiixMe 


nnca.iH 611.1H öiixaie 


., ÖHXTB 


„ „ ÖHXTe 


öiixa 


uiixa. 



PassiT. 

Kond. I, n 6iLin> öiix'b HarpaAeiit 

id) n)ürbe beIoI)nt loerben (oder lüorben fein) 
HHB ÖHXjie 6mh iiarpaACHH 
mir löürben belol)nt Sorben fein. 

Anm. Statt aat 6ux'b iiuca.TL wird auch asi, 611 niica.ix in 
der Umgangssprache gebraucht. 

Eine zweite Art der Konditioualbildung ist die mit 

10* 



148 Siebentes Kapitel. S 95. 

dem Impf, von m,a id) tuiü und dem Finalis, die aber 
nur in Hauptsätzen anwendbar ist: 

Aktiv id) unirbe fd)rei6en Pass.id)lDÜrbcemiä{)Ittt)erbcn 

mix'B A^ iiHiua mixt jin. ÖÄ^a Hsöpam. 

mime Aa immem-L iii,ime Aa ÖÄ^emt „ 

mime Aa irame m^u^e ^a 6^Ae „ 

mixMe Aa nnme>rB m^XMe Aa ÖÄAeM'L iiaöpaHii 

mixxe Aa mimexe m'^xre Aa ÖÄAexe „ 

mixa Aa mimaTt. ui,ixa Aa ö/RAa-ri. ,, 

Als Kond. der Vergangenheit dient dann u\^ät, cbm-b 
Aa niima idj tüürbe gejdirieben liabcn. Weiter unten werden 
wir aber sehen, daß der Conditionalis häufig ersetzt wird 
durch Aa-Sätze. Wie beim Fut. mit me, kommt auch 
hier der verkürzte Inf. vor: ni'XBa.Tii -le mix'B id) luürbe 
btd) loben. Ako ö'kxT, 3ApaBi,, m'txs Aa uAa (oder oth 
mixt) it)enn id) gefunb uuire, iDÜrbe idj i]clieii. 

38. Übung. 

mime Aa Öäab eAna ro.iiMa rpimna, aKo 'lisii .iinnm 
6nxa ÖHJH nocTpoemi xicHOJiHHeiuiii, 3amoxo eKOHüjiimxa, 
KOKTo 6h ce HanpäßHJia oxt nocxpoiiKaxa, ne 6ii onpasAajra 
Bt HHKOH cjryqaß roaiMHxi saxpyAHeHHa, et kohto 6h ÖHAa 
cBT.p3aHa eKcn.ioaxäuHflxa na MÄ.iKnxi KJiÖHOBe. ^Incjiöxo 
iia rocTH e mi.io Aa ö^Ae no rcaiiwo, aKo ne c?k Önjiü 
iMHoro noGHäxH BT. KOHu;epxa. IlI,iXMe Aa HanpäBHMi. pas- 
xoAKa, aKü He Bajiime. Bqepa 6HXMe 6h.3h nanpäBHjiH 
pasxÖAKa, ano npiMexo 6ime nö-xyöaßo. Tofi m^me Aa 
6ÄAe HaKäsaHt, aKo 6ime nt.iHOjiiTeHT.. Hhb 6HXMe mj 
noMÖrHajiH, aKO HMaxwe nyatAHuxi cpiACxna. ycjiOBHaxa, 
npH KOHxo 6n xpiÖBajio Aa cxane ^mpt, xpiÖBame Aa 
ÖÄAaTt nö-yMipeuH. Aat 6HXt bh noM()^nJn^, Aa mh hs- 
npäxHxe niKOJKo xy6aBH Kunrn 3a Mexene. 



S 1)6. Verbum, Bildung und Liebrauch der Modi. |4v) 

§ %. Eventualis. Eine eigentümliche, aber in 
•ler Volkssprache recht verbreitete modale Bildung ist 
der Eventualis, der sich auch in der Literatursprache 
findet. Er wird gebildet durch Anhängung von -BaMi. 
an den Präsensstamm, aus -iia wird iiyBaMt, bei den auf 
-BaM-L auslautenden vokalischen Verben kommen dann 
zwei -BB- zusammen, die auch in der Aussprache sich 
deutlich von einfachem -b- unterscheiden: 0TiiBaM7> id) Cjelie 
uieg — oTiiBBaMT. id) tonnte tt)egqclien (ircnn id) uioUte, 
menn Co bic Umftänbe crforbcrten). nsjuunaMT. ro idj fönnte 
cc^ au^ofliefeen. in.itKynBaMT, ro id) fonnte il)n eüentuell 
heilen. Nach Konsonanten steht einfaches -b- auch da, 
wo eine impf. Form auf -BaMt existiert: KasBUMi. id) bin 
rebenb: Eventualis: KasBaM-r, ro id) fönnte e§ üicjen (liicnn 
id) ft)o(Ite). nanncBUMT, ro irf) fönnte e^j fdjreiben. lua — 
iiABa.MT, id) tonnte ijieute ^?(benb einmal) fommen. najuMt 
id) bin im ^'i^cn, iiuAna id) falle, iiaAHyBa.Mx id) falle 
oucntucÜ. (Im "Westen und in Makedonien wird auch bei 
andern Verben die volle Form auf -yBaMT. angewandt: 
iiTiiByßaMT. etc.) KaKBÖ npäBBaiu'L ? UHi^o tonnte man ba 
mad)en? Die Bedeutung ist fast dieselbe wie die von: 
KaKBo A» naiipaBfl? il^a^o foll id) ba mad)en? Kyiwe, «ABauix 
.111 neneiio npace? ©einitter, mürbeft bn uioI)l (^ebratene^S 
^-erfcl effen? CiAnysaMT. na Benepa, aKo li^ia iitiuo 3a 
HAene id) iDÜrbc mid) eüentuell pm "^Ibenbeffen fctjcn, mcnn 
c^3 \va§ ,^n effen qibt 

Es findet sich auch das Impf, und Pf mit derselben 
Modalbedeutung: ciAnyBax'B na Benepa, aKo iniame 3a 
MAene id) l)ätte mid) euentucfl ^nm ?lbenbcffen (icfctjt, menn 
ec etmaö ju effen i]et3cben l)ätte. Zu cLAaMi. id) fege mid) 
gibt es aber folgende Imperfekta: ctAaxT. id) pflegte mid) 
,^u fe|en; ciAuyßaxT, Ev.; ceAH-ixi. id) fetjte mid) bann unö 
mann einmal s. § SS b; ceA'ixT, id) fa^ gehört zu ceAa id) fi^e. 



150 Siebentes Kapitel. §97. 

§ 97. PräsumptiY. 

Die Verbalform: a3i. cbmi. öiijit. iiaKaaajn, bedeutet 
wörtlich: id] bin geroeien einer ber geftraft [)at, sie scheint 
also zunächst eine bloße Vergangenheit zu bezeichnen; 
im Hinblick auf: ast cim'l HaKäsajit ic^ bin einer ber 
gej'traft ()at, wird sie auch von den Grammatikern als 
Plusquamperfektum bezeichnet. Die Bedeutung ist aber 
durchaus modaler Natur, die Form wird nur dann an- 
gewandt, wenn der Inhalt nicht als Faktum, sondern als 
Vermutung ausgesprochen wird, z. B. yiiHTejiflTt [e] 6iux 
HaKäsajii. yiieuHKa heißt nicht : der Lehrer hatte den Schüler 
gestraft, sondern: ber Set)rer foü (wie man erzählt, wie 
das Gerücht geht) ben ©(^üler beftraft f)aben. Man ver- 
gleiche das im § 92 III über den Gebrauch des einfach 
zusammengesetzten Perfekts Gesagte; man könnte dort 
sehr gut von einem präsentischen Präsumptiv sprechen, 
wenn nicht die Zeit selbst zu sehr in den Hintergrund träte. 

ast CBM-L ÖHJt-B Biifl,ijn> ic^ foE gcfef)en I)aben 

TU ClI ÖnjIT, BIIA'tjIli 

Toil [e] öiijn. BiiAiJi'B 
TH [e] öiiJiä, Bii^iiijia 
Hiie CMe öiiJiH BiiA'iJiH 
Biie exe ÖHjiii biia'^JIh 
Ti [cä] önjiii BHAtjIH. 

In der Umstellung lautet diese Form : BiiAijn> cbmi, 
6iiJi-L usw. 

Dieser Modus wird im Deutschen am besten durch 
Hilfsverben der Möglichkeit oder Unbestimmtheit aus- 
gedrückt: Koil KaKBÖTO My öiiÄTi KäsBajii., Bce ro 6iijn, 
BifepBa.i'L tüaS immer man i^m jagen modjte, er glaubte 
aüe§. Toil ÖiWB ^iBTijrt BicxHiiKa, Koräxo wy iisBiCTiiJiii, 
^18 yMplirT, ciin-LTT. my er foU bie ßeitung gelefen baben, 
aU man if)m uerfünbete, ha^ fein ©Df)n geftorben ift. 



§ 9S. Verlium, Bildung und rü'brauch der Modi. 151 

§ OS. I. Bildung des Imperativs. 

a) Der Imperativ hat nur eine zweite Person Sg. 
und PI. Die Verba der e-Klasse (»leiä, Mereiux) und der 
i- Klasse (ö|>aH;i, upaniiun.) bilden den Sg. auf -h, den PL 
auf -ere. Die Verba der a-Klasse (-aMi,) haben im Sg. 
-aii, im PI. -airre. 

'lerä id) lejc, uerii! yereTel 

Clpaiia id) l)altc ab, öpann! öpaiiere! 

övraMX id) ftoiV- ö.vTail! fiyrailTel 

öyriia. -eiin> id) [toße j^U, övthh ! öyriieTe! 

Vokalisehe stammbetonte Stämme der e-Klasse haben 
n statt H. -ilre statt -exe: Biia, -emi. beulen, Biiil! Biiirre! 
iiiia, -em-B trinfen, null! niiirre! rtoraxi/i, -cmt reid) iDerbcit, 
CioraTtill öoraTtirre! aber endbetonte schwanken: Kpoa. 
KpoiiuiT. 5u[c^netben hat Kpöill Kpöilxe! oder Kpoiil Kpoexe! 

über die Verwendung des Part. Perf. Act. als Impt. 
s. § 65,2. 

b) Unregelmäßig sind: hm-b id) cfje — nyKi>, nyKTcl 
BH/KÄaMt ic^ |e()e — bii'/Kt., ßiiacxe! Neben ji,oiim\ !omme — 
e.ia, e.iäxe! B.iii3aMt eintreten — b.t£3t. B.itsxe. ,T,i>paca 
l)alten — ^ptacB, A'ipacTe neben regelmäl.ügem a^P^ku, 
A'Bpacexe! ebenso .xeatä liegen — jreacB, .le/Kxe! Äe-JKn, jie5K.exe! 
^i-BJi^iä fd)n.icii^en — m.ti'lki> = m.ii.'I'i.I oder 31'Lji'nr, MX^-inexe! 
('»traM'L f(iel]en ßtrail, ötrailxe, daneben 6£>kt>, utacxe! no- 
3iara>ri. ()elfen (no.Moaca), perf. iioMuniiil impf. iio^iaraiH 
iioMÖ>Kii (noMcsii) Eort! i^ilf ©ottl (als Gruß). 

Beachte den Unterschied zwischen: oCTäBaM-L — 
ocxäeail bleibe und ocxäBaM'B — ocxaean tnffe! Natürlich 
unterscheidet man auch beim Impt. die pf. und impf. 
Form (s. § 65,1), also auch ein ocxaBii laffe! (perf.). 

c) Der Jussiv vertritt oft den Impt. und bietet Ersatz 
für die fehlenden Personen desselben: ^a oxn,T,a id) \v\U 
ftieggelien, ^a oxnAeinx gebe wtQ,\ Aa oxii,i,e er joll niec}get)en, 



X52 Siebeutes Kapitel. § 9i). 

,ia oTHAeMT. laut unc^ Uici^c^cfjcn ! Aa oTiiAeTe flcl)t Uiec^! a^ 
oTiiAaTT, fie iD((cn uict"5t]c()cu (oder (linqetien). 

d) Statt des durch iie verneinten Impt. kann auch 
iieAtil (A'lBaMi. madicii) tue nid)t, iieAtilre tut nid}t, mit 
einer verkürzten Form des ehemaligen Infinitivs (s. § 90 b) 
angewandt werden, die man aus dem Part. Perf. Act. 
durch Abfall des -jit. erhält. Der Akzent kommt auf* 
den auslautenden Vokal. iieAi^il yni ferne iiid)tl ^^ x^-aii 
gelic nidji! c^ Kasoä fai^e nid)l! ^^ Kynyßa faiife nidit! 
cv^niicä fd)veibe nid)t! -- Aacä gib iiidjt! c^ Aa C[\b nid)l! 
iieA'tn AO t'ommc liid]tl neAtÜTe pe plßct ntd)t! iifc'A'fil 'le 
(yejn.)! neAtil ne (neKx.n.)! iieA'iilTe a ef5t iiid)tl 

Anm. HC mc r.irjau, qe . . . wörtlicli: fiet) uiid) itidit an, biift (aly 
ob] . . . = Inf; biet) iiidit töufrfien burcf) ben ''^(ni'cliein, baf; ... iie ni 
r.iejiaii, 'le ex joeo.tiiii Inffe bidi nidit täiijdjen, al§ ob fie aufrieben lüäven. 

II. Reste des Infinitivs. 

Meist muß der deutsche Inf. durch einen Aa-Satz 
ausgedrückt werden, doch haben wir schon im §90b 
beim Fut. den verkürzten Inf. in Verbindung mit u\a. 
(mixT. § 95) und im § 98 beim Impt. in Verbindung mit 
ueA'til kennen gelernt. Ganz gewöhnlich ist dann die 
Anwendung des Inf. nach ]\n')ra (mo^ko): ne i\i6raT7. ro 
3ar.ivuiii ftc fönneu i[)\\ nidjt übertönen. 

§ 99. Übersicht über die Zeiten und Moden. 
Imperfektiv, Perfektiv. 

Präs. HiiKaMT. id) bin rufeub o BiiKiia id) ld)rcie auf o 

Konj. (Aa) uiiKaMT. O lAa) noBiiKaMt >, biik- 

II a • 
Impf. BiiKax^ id) unu" nifeub Aor. biiküx-b id) rief |— — j, 

iiüBiiKaxi) 
BHKH'txx (pf. § 88) ... BiiKiiäxT, idj fdjric • 



ij 'M. 



Verbum, Hildunsr uml Gebranch der .Modi. 



I5:j 



Perf. HiiKaji. ct^mt. 

UlIKirkl-B CBMt 
Pluspf. BIIKa.I'B ÖiX'B 

(öiuie) ijua) 

i"\it. 1 me BHKaMT> (liiiwa 
Fat. 11 me cT.M'r> biikoji'& 
Kond. I HiiKa.Tx ßiix'i. 

miXT) Ail BJlKa.Ml. 

Kond. 11 önjit öiixT. BiiKa.iT, 
m'kit ctMi. Aa Bii- 

Ka.MT. 

Präsumpt. BiiKaai. clmt. öii.ii. 
Impt. BHKail, BHKailTe! 

Event. Präs. BiiKBaMt (BiiKHyBa.MT,) 

Impf. BiiKBax'L Aor. BnKBäxT, 

Pf. BIIKBa.TI, CT.M'B BIIKBIU^ C^M-L 

Imperat. BiiKaii 

BiiKafiTe 
Part. Präs. BiiKanKii 

EHKamt 
Part. Perf. BiiKa.iT, 

BHKBa.I-B 

P.Perf.Pass. BiiKaii-L 

BIIKBailX 



BiiKa.i'L ( iioBiiKa.n.je i.Mi. 

BllKHiUT. CIMt 

BiiKäjn. (BiiKiid-n.) öt.xi, 

(u-lO 

me BiiKiia 

me 6,VvT,a BiiKiiajn. 

BIIKHiUr. 61 IXT) 

mlixr. Aa BHKiia 

()IIjn. ClIIXT. BHKHii.lT 
mlUT. C'I>M7. ,IS. BIIKHa 

BIlKIlä.lX CT-MX ÖILTI. 

BiiKini, BiiKiieTe! 



iioBHKaii, iTOBiiKairrr' 
BiiKHii, -exe 

BIIKHeilKU 

BiiKneuiT. 

BHKa.TB, nOBlIKa.lX 
BHKHä.I-B 

noBiiKanx 
nOBiiKiiaTT. 



31). Übung. 

IIiiBBax-B eAiia ^lama uiipa, aMa irtMaMt Bp't:MC' ,;a 
ceAiia. Tu, 6ai1 u[MimejK), päöoTBaui'i., a.Aia cii M'Lpse.iii- 
Bii'ieKT). Toi1 SHaTiBa sa raa paöora, no ne ucKa Aa Kaace. 
A6e, A^ e CroHiit? oxt Miioro Bpt.Me iie cx-Mt ro biia'Li t ? 
Toil uii.n. 3a:Mihia.n) 3a A:MepnKa iijiii ApyraA^. Mjikx, ne 
iiCKaM-B iioBene Aa ciymaMt. Mo^nie, e.iä caMt! Ha tu 
nexT. .leBa. na 6'£/K-l npn öaKa.mna 11 Kynii xpii nanexa 



154 Siebentes Kapitel. ' § 99 

TiOTiOHT.. /I Api>»cTe 3iajiK0, Aa ]\in iio:«orHaTe. .^leyK'B 
TaM'B, iixK'L ^it-i^Jir. EyxHH iiacoBHHKa Ma.TKo Hanp§.T;'B. 
He öyxaiiTe niäcaTa, 3aii],0TO ne moaca ^a paöoTü. He^in 
nie saKäua, cera ne mh e Aoöpi-. HeA^HTe ui no yjiimiiTi! 
He^iiiTe ce ciwi ct. rjraci.! TOBa ne e t'ithbo. ^laKaii, 
Miixäjie, H3BHKaxi. asT., Aaii ^a a cTHcna ott& cLpi^e raa 
nonyKaiia, Kvpaacjiim, MecxHa pÄKsi. 

40. Übung'. I^apL Tpo;lHT,. 

II,apt TpoHHi. ßii.TX MHoro jiH'ieHX u;apL, a.ia cibio 
ymii KOSH^) hmuji'b. 3a ^a ce ne bhah rposeni. np'SAi. 
jiioAeTo 2), TOH BciKora CKpiiBajiT. ymiixi cii noAi) Kajinc4Ka, 
Aa^) rH He rje^a hhkoh. /toKoräxo LjapHTT) KpHJii yuiHTi 
eil, xpiöajio Aa xöah HecrpHacein.. Ho Kaxo oöpäciJii. bx 
MHÖro A't.JrrH h Henpnjui'iHH koch, HaMHCJiun. Aa hbh yiiiiixi 
cii öapewT, Ha cahh-b öepöepHiit. II xoBä cxopMx.. II,aiib 
TpoHHT. BHKHi'ut eAHHX öepöepiiHT. H My Kasäjit: „Asx xe 
noBHKaxt Aa iwe ocxpilacemt, a npiAii Aa HanpaBiiui'L xoBä, 
me XH HBH eAHä xäHHa, kohxo aKO*) Ka/Kemx HtKosiy, 
TOsqacB me xii Bseivia rjaBäxa." IIpiA't näpcKaxa sanoBiAfc 
He Moace Aa ce npaBH Apyro, ocB-fcHt Aa niy ce Hsni.jimi 
BÖjaxa; saxoBä öepßepHH'LX'B ce oöiui.äjn. i^äpio, ^le H'iMa 
Aa Ka/Ke xäSnaxa na hhkoä ^iiBa pjuiA. CAiAi- TOBä 
i^apL Tpo^HT. cnejix KajinaKa ch h peKtji-L Ha öepöepmia 
„Exo, as-L CB^iT. i];apfc Tponm.. Borrb mh e Aa-i'B roAtMa 
xy^öocxb, a cänio cahö e, Koexo nie sarposHBa — xoea cä 
xi3H KOSH yiHH; saxoBa xh me jie cxpiiacemt BCbKorayEi. 
H XH KasBaMt HHKOMy Aa He KäacemX), ne-') u\e saryörfiui. 
aciiBÖxa cii." (CAtABa.) 

1) ymn ko3h (oder kosii yuiii) ßiegciiolivcn. kösii, 
KOSH, Kose adj. zu Kosä ^iege. 2) aioac -xo koll. Sg. 
Leute, gewöhnlicher ist xopa. 3) Es ist ein logischer und 
stilistischer Fehler zwei Finalsätze einen an den Anfang 



§ 100. Unregelmäßige Verlja. 1,">5 

lind einen an das Ende des Satzes zn stellen. 4) kcito 
aKO beachte die sehr übliche relativische Anknüpfung 
für aKO ü Ka-zKeniT. 5) 'le bedeutet hier „benn, fonft", 
aber nicht „ba^". 

§ 100. Uiiregeluiäßii^e Verba. 

Unregelmäßig im Sinne der praktischen Grammatik 
sind nicht nur solche Verba, die aus verschiedenen 
Stämmen gebildet sind, sondern alle, deren Formen nicht 
ohne weiteres aus dem Präsens nach den Regeln gebildet 
werden können; z.B. gehören auch alle Verba mit Vokal- 
ausfall bei der Perfektiybildung hierher, die wir zum 
Teil schon im § 70 kennengelernt haben, oder die sonst 
Abweichungen oder Doppelformen zeigen. 

L Klasse. 

Bpa ce (BpixT,, Bp'Ln^) (feine 9^ai"e iit etui. [tedeni 
fiel} einfc^Ieid^en: naßiipa^n., iiaßpä, HaBptxT. f)ineinfteden: 
BT.BiipaMT. ()ineinbräiu]en, -fto^en: suBiipaMT. (jineinftecfen 
refl. fid) einmifdjen, ftd) lievfricdjen; Ableitung: aaBöpKa 
^^ffocf, Rapfen. 

[spa] (apixT., sp-Ln,) bilden, als Simplex ungebräuch- 
lich; Ableitungen: spinne ®efi d)t, Set)en; spaK-r, 331id, 
Stral)l, ©onnenlidjt; 3piiTe.3L ßiifdjQuer; Komp. BSPipaMi. ce 
(ßspa, B3pixT>) anfdjQuen, fixieren; }ia,v>iipaM7, übertüadjen. 
HajsnpaTejit 5luffel)cr, iiaASÖpi. 5(utftd)t; BsiipaMi, ce flenau 
betrachten, unterfud)en; nposiipaMT. t)inbnrc^fel)en , üorauy- 
fel)cn, al)nen; nposnpKu (^udlod); iiposöpeu-L ^^-enfter; iipo- 
spä'ieiiT, biird)fid]tig; npii3iii)aM'i. ce Umfd]au l)alten; npii- 
3paK7, ©efpenft; np-fesiipaM^ c^evincjfdiäljen. 

:Mpa (MpixT., Mp'i.n.) ftevben; gewöhnlich yMPipaMi., 
y>n);i, yMp-ixi. ftevben; aber yMOp/iBaMT., yiviopiixTi, -pii.n. 
töten, ermüben, yMopem, mübe, fi^laff, yMopa Gvinübung, 
5tnfpannunc\; saMiipaMi. betänbt trerben; up-hMiipaM^ obn= 



156 Siebentes Kapitel. § 100. 

nuid)tig rpcrbcn; nsMop-aBaMi, au§t)ungern, refl. ermattet 
IT erben. 

öepä tragen, fammeln,net)men, öpaxi,, öpaji'B;c'i,6iipaM'i> 
fammetn, pflüden, c-EÖepä, cLÖpaxt, cLÖpäm.; noAÖnpaMx 
auff)eben, erfaffen; noönpaMi, faffen, Iialten; naönpaM-B auä* 
lt)äE)Ien; o-röiipaMT. toegtragen, au§tt)ä()Icn; pasönpa^T, Hcr= 
fte()en; npiönpaM-i jufammentreiben, au!§lefen. Ableitung: 
cÖHpKa, cöopiiiiKT. (Sammlung; cönpminia 5(uf(auf; n6,^6op'£ 
'Xu^mai)!, Cninteffen^; iiöönp-L g-affung^uermögen; oTÖopi, 
5(u§lefe, -pem, auc^erlefen. 

Aepa fdjtnben, ^erreifeen, Äpaxi,, Apa.ax. Komp. c-bah- 
pa^iT., c-BAepa, CLApäxT,, CT,ApaHT. (^etreißen; oAiipa^ii. ab- 
,^iet)en; pasAnpaM-B auioeinanberreifjen. Ableitung: pasAöp'L 
ßn)ietra(i)t, ©treit; Aepä^n, ©d)tnber; Aepajiiime ©c^inbanger. 

cepa, cpaxx, cpajiT.; HacHpaMt öer^un^cn, öerberben; 
nacepa, nacpax^; nocnpaMT., nocpax^. 

nepa n)a[d]en , npax-B, npajiT., npaiiT); iisuiipaMT. 
aUi^tüafdjen. Ableitung: npaiie SSäfc^e; nepajiKa? nepä^Ka? 
nepäuHHna? (Beachte: nepa, nepuiux Aor. nepiixT. refl. 
ftd) brüffen.) 

Ganz verschieden von nepa, Komj). oniipaMi, Unlieben 
sind einige Komposita von einem nicht mehr üblichen 
Stamme npa, npixi): 

oHHpaMT. anftemmen, anljaltcn, 6npa, onpixi., onpi.n,, 
onpix'B. sannpaiMt, sanpa, sanp-ixi, tr. auf£)atten, lierl)aften; 
itr. ftef)en bleiben, sanpii! t)alt! HaniipaMi., nänpa, nanpixT. 
anbrängen. Aomipa^ii., Aönpa, Aonpixi. anfommen, fto^en 
auf etm., l)alten. — AonnpaTejrna ähiuisi Xangente. cniipain.» 
cnpa, cnpfeT. aufbauen, bremfen. — 6e3T, cnnp^. unaufbörlid), 
aniipajiKa, cnnpauKa 33rem]e, aaniipKa §emmfd)U{). noAnii- 
cpMT, noAupa, noAnpix-B eine ©tü^e, (Strebe anbringen, 
refl. [td] ftü^en auf. — noAuopKa, noAnnpäjo, -jKa Stülpe 
Strebe, Sprieptauer, ^irüde; noAnpini, geftnlu. 



S 101. Unregelmäßige Verba. * 1 .",7 

KT,.! HU ueiilnd)en, reti. fdjtuören , K-Mnäxt = Kviex-i., 
lae.i'L. Kl ext; Konip, saiaeBa.Mi., 3aKr..'iiia, saK.iexr. lic= 
fcl)iUül'en. iipuKJieBaM'r, (-Kjniiia.M'x.) ucrflud)en; iipoK.ien. 
iicrfludjt; iipoKjieTHa Sitirdjeiibann, ^(ud); oeTBaCiiö; iipo- 
KvieTHiiK-i. üi>cvf(iid)ter. 

41. Übung. 

Spixr. ce ryKi. ii TaMi. ii iiiiiii,o iie naMtj)iix7.. Toii 
Ha BctKiüA'fe GH HaBii})ame MyuynaTa. /TncHuaTa ötmc 
cun.T\^y.iiiBo yAapena, ho ce saßpi b'l CKpHBiuHmeTo cn. 
TuBa 6tme yacäcno spfejiHme. Asti HaiiycHaxt jiömiiTt 
xüpa CB npiapenne. Bi.npiKH ne ce 6txMe mhofo HSMopiiJin. 
Hiie Bce npoAt-DKaBaxMe ji,ii päÖoTHMi. Tpos^oöepa utuie 
iipliBxpuieHi. BCMe. E'LacaHu;HT'i dixa ex cbap^hh h okA- 
caHii jpexH. üepaMKaia mii ftasä, 'le npanero mh u;e ö^^e 
ruTÖBO ciiAt ÄBa Acna. Hhc ce cnpixMe npiAi» näjicTHiiKa 
3a Aa ro pasrjieAaMe. BciKo jijijio xptößa Aa ce oniipa na 
BApäBii (iCHÖBii. SaKieBa^iT. ce bt. HaM-MHJioro ch, ie xoBa 
e Btpuo. 3a npoK.iexiiH ahcci. Bpliniexo ce pa3BaAH. 

Sie fa^cn, öci^ luir fte ucrad)tcten, uiib be5t)a(b ücr- 
bari^cii fie fid). 2Bir ial)cii um überall um, um bcii 
Dertorciieit .v^^'^ö ^u fiiiDcn. .5d) ftcrbe uor .s^uuöcr. 
SUe mir aufamen, lag er fdjuu im Steiben unb toniitc 
faiim leinen ^Jiamen fagcn. ^-üvc '-iHitcrUiub ,^u fterben ift 
ber i"djün[te 2ob. iscrftcl)]"! bu bulgarijdj? ^sd) ueritelic 
ein menitj, Uicnn bu langjam Uirid)it. Sie ermäl}ltcu ilm 
f,um 'Jlbgeorbneten. S^aW. ber Eingang i[t uerbotcn. Xer 
^-l^ater üerf(ud)te feine lodjter, weil [te auf einen fdjledjten 
2Bcg geraten mar (xpi-rBaMi.). ®ie jungen Solbaten legen 
licute ^i^n Gib ab (AaBaMt). ^er Siegen fiel oljn' llnterlaB- 

§ 101. H Aci , iiAemi. ist impf, und pf. bedeutet 1. tümmen 
(Richtung nach dem Sprechenden, daher meist in der II. 
u. 111. Pers.), 2. gel)en, reifen (Richtung vom Sprechenden 
weg) im Imperativ und Fut., sonst muß die Bewegung 



j^5S * Siebentes Kapitel. § 102. 

durch oTHAti lücggeljen, oder Aosoac^aM^ ^ingugetjen, fommeit 
klar ausgedrückt werden. Präs. oTxojKAaw'L pf. oTH^a, 
Fut. iii,e HAa, Aor. othaoxt., Impt. h^h, HAexe. Part. Pf. 
OTHUiejii., -iiua; Präs. AcxcacAaMi», pf. AÖHAa, Aor. aoiIaöxT) 
(aoaoxi.), Part. Pf. Aomejn>, Imperat. ejia, ejnvre; Präs. 
Haxo>KAa3i'L (baraiiffommen) finben, pf. HaiiAa, Aor. naiiAöx'B. 
Dagegen wird HsxoacAaMi. t)erau§gel)en, aufgel)en (Sonne), 
l;)inburct)n:>anbern genau wie das regelmäßige xoah, xoaiixi., 
xoAMt getjen, uml)erget)en, befucljen (einen Ort) behandelt. 
Ebenso: noxoaKAaMx aufbred)en, befuc^en, npoxoacAaMTE. burc^* 
get)en (np6xoAT> ©urdjgang), npixoacAaM-B Dorübergel]en 
(np'ixoAi' Übergang), npiixosKAaMi. anlommen (npiixcAi- Ein- 
gang, ©innaf)me). Sonst wird „ge^en" noch durch B^psa 
(Aor. EtpE-ixT,) ausgedrückt, das ein Gehen ohne Angabe 
des Zieles bedeutet, auch im übertragenen Sinn (von 
Geschäften, von der Uhr usw.). 

§ 102. Moaca (jiora). Impf, meist MÖ>Kaxi., -eme und 
MÖaKext; Aor. Moacäxi. (statt Moroxt); P. P. Moacä;ii. (= 
Mon.jn,); MorÄii],T. mäd)ttg, ftarf; moui,b 9}iad)t, MÖmeni. 
mäd)tig. nonaraMi. t)elfcn, pf. noMorna, Impt. noMÖ3iis.§ 89b, 
Aor. no5iorHaxi>, P. Pf. noMarajtT., noMornaji-i.. Ableit. : 
iiö^ioii;!, §ilfe; no3i6iii,niiKi, ®el)ilfe. 

Einige konsonantische Stämme auf -h gehen nach 
der I. Klasse und haben -axt im Aorist. 

xan/T(-ria), xanemx beiden, ftedjeu (Insekten), Aor. xän- 
axt; yxanBaMT. beiden (Hund), xäriBaMt abbeizen, foften ,xän- 
Haxi>; — xani, S3t&, <Slid}/^iIIe; xaiiKa Rappen, 83iflcn; xan- 
.iHBT, bij[ig,fpüttifd); saxauBaMT. anbeißen (3axanai,3axanaxT.). 

Kann, -eim. tröpfeilt Känaxi.; HSKanBaMi, abtröpfcin, 
npoKanBaMT,; Kanna 'Jrüpfen; Kamiyrt S)ad)traufe. 

kähh, KAneuiT) bübeu, KÄnäxi.; KÄiiäji.; KÄnäni). — 
KÄne.üB STaufbecfeii; KÄuane S3aben; KÄnäanniüa 33ab; 
ii3KÄnBaMT. bciben. 



§ lOl'. Uni-egelmiUJige Verba. 159 

irLua-MT., irtiui jpanncti. 

ii-Liia ce, ii'i>Hiix'i, fid) ani'trcnt]en; on-tuaM-i., oirLiui 
oder oiiibiaMT., Oinia, ünnax-r, ipauiieil, ail^ietjcii (uiiiIiikh 
::öunbjd)ul)e); sanilnaM-t l)enimen, refl. ftcdeii bleiben; cnx- 
uaMT. l)enimen, feifelii, refl, [tolpcrii, cm-iia-rx 'loutK-i. ftumpf= 
fimiiflcr iUienidj, cm.nKa g'UBKffcl. iian-tiniMT,, naniiiininn., 
iian'Ljiax'L fpanneii, reü, )"id) anftrenflen. 

42. Übung. 

^Xoöp'i jiouijiiil KaKTi cre? Ce;iiiieTe! Tofi OTiiBame 
peAÖBiio iia CKajiäTa, \u,oyn, iiaÖjiHatäme nacä Ha BJiäKa. 
Ot7> a^ HÄexe? Hhc H^eMt oxt räpara. 11 CxofiH'B Aouiejit 
on, TaMt. KaKt cxaiia (une !ommt eC\), ^e bhc hb cxHriiaxre 
Ha BpiMO? Hne ne MoacäxMe Aa äöüaomi- na Bpfoie, sainöxo 
B.iä.KT.xi. iiMame hojiobhh'l Maci. saK^cneHHe. IIah ch Kynii 
iiiiiHÖBT. xa Aa ce yÖHSui'L. Hab mh na y^it, Me cljix. 
GaöpäBiLit Aa Jiy Käaca Aa AoiiAe xa3H Beuepb y naci.. 
KaKx. BT.pB{ixT> päöoxHxi? BjaroAapa, unioro Aoöpt, ne 
MOHcax^ Aa B'LpBHXT. nö-Aoöpi. '^^acüBHnKa BT.pBii Aecexi» 
:\inHyTii nanpiA'^. Xöaujih jia exe bt. napHacx.? XoAnjn, 
cxMX. xa^ix., aMa nesnäMi., j!,ajiu u;e HAa Apyni n^-it. BcLkii 
Aenh Aoxö^CAaMe xyKX., h Bc^Kora ro cpimaMC iist n^X/i. 
lIoBHKailxe AÖKxopa n Kaacexe :«y Aa AÖiiAe y Haci. saBuacL. 
He xpiÖBa; x'bkmo hac. Köjiko My cxpyBa (fommt) KÄiii,axa? 
lls.ilse Ha 30000 JieBa. BoHmii^Hxi ^omjii'i, ho ne m,e 
ocxäuaxx. B-L rpaAä, naKx. me oxiiAaxx. na öoimoxo nojie. 
Toii ce m.He mhofo, ho ne My bt>pbh.' 

ÜSol)er !omm[t tu, ©euatter? Sd) fomme üom ®e* 
birge. ^d) tarn, id} fal), id) fiegte, jagte Gäfar. iföcldje 
Ginnatjme t)atte bie ''Sant biefe^^ ^ai)i? Sc^ toeiß nid)t 
roeld)c, aber id) tocifj, baß ce eine groJ3e 5lu^gabe gibt. SBir 
buvdjgiugen beu gaiiäeii ^l^aif, aber U'ir fanben feineu ^^luS- 
gang. 5d) Ijalf iljin in jeber Se^^ie^ung, bamit er ein gan-^er 
SQtanu iiürb. Se mar mir geftcru uic^t möglid) au§ benx 



J(i() Siebentes Kapitel. §103. 

^^auiQ 5U ge^en. S)er böje §unb unfereS D'iadibarS [jat ein 
Äinb gebiffen. ^'^üte birf), baf^ bic^ ber tolle ^^unb nid)t 
bcifst. .^eute beim 9J?ittage[fen fonute \d) fauiu f^roei, biet 
Rappen 5U mir iiel)men, unb fofort ging icl) (mieber) an 
bic ^(rbeit. ®a§ 2)q(^ be§ §aiife§ ift befd)äbigt, unb bec** 
balb tröpfelt e§ in§ ß^"^^"^^"- ^Pi-^^^ '')^" '\^^^ "^^ neuen 
93abe gebaöet? ©aö ^aben mar prädjtig. (Heftern ftolperte 
id] auf ber Strafe unb ti fel)lte lucuig (öest jiajiKo), fo 
tt)äre id) gefallen, ^iemel ©djmierigfeitcu (cniHKa) trefft 
il)r beim lirlerucn ber bulgavifdjen 8prad)e! 

11. Klasse. 

§ 103. KÖjiH fd]lQd)ten, Kjiaxi., K^raji-i, Kjam.. saKäjinMi., 
saKÖ.ia, saKJiäx'B fd)lad]ten, moröen (aaKajiHMx, saKajinx-B 
liärtcn, ftäl)len); laaiie (Sd)ladjten, ©erne^el. 

Me.ia mQl)len, gerreiben, lüaUen, sijiaxTi, M-iajn,, M^ieHt 
cMiuTHMT. (-aM7>), cMe.ii., cMJTflxT. ("ixT.), 5crmal)len, uerbaucn. 

cre.iH au-5breiten, crjiaxi,, cxjia.n,, cx.iam.. iiacTH.TaMT,,, 
iiacreji/1, iiacTjäxi. ausbreiten, bcbcdcn, ~ ci. KaMT>im pflaftern; 
HacTHjra'17. ^ftafterer, iiacTibKa (Streu, ^flafter; nocrii-iaMi. 
ausbreiten, belegen, bielen, nocre(H)jiKa Sager, 53ett; npi- 
cni.iKa ©djürge. npocnipaMt, npocTjiäx'L, pasnpocrupaMT. 
ausbreiten. 

BÖAfl führen, boahx^ Komp. iisBeac^aMT, oder h3bo>k- 
jiasi-h l)inaU'cfüt)ren,. HSBe^a, iiSBe^oxi., iisBejri,; (HSBäacAaMi.. 
H3BäAa, -AHXT,, -AMt IjerauSgieljen, InnauSftrcden, ab^veljcii, 
fubtraf)ieren); Abi. hbboax 5luSgug, Sttl)alt§angabe. B-BBo-yK- 
AaMT., B-LBoacAaMT), BtBeAä, BTBeAox'B, BXBCJi'L l)ineinfül)ren, 
anleiten, üerfüljren; B-EBeAenne (Sinleitung. naBeatÄaMt. 
HaBe^ä, HaBeAoxT,, naBeji-B beugen, neigen; anfübren, er= 
iiiäl)nen. HaBSAeHHe Steigung, ©d)lußfolgerung; naBeAenocTi 
Steigung, ©entung; HaBeAem. l)erabl)ängenb, abfd)üffig. 
npiBoatAaMi, npißejKAaMx, np^BBAa, npißeAoxx, nptße.n. 



^ 108. Unregelmiißige Veiba. \{\[ 

Überführen, überKUeii (Sprachen), npliuoÄi' Überfelumg, 
iip'LBiviä'n. Uberfe^er. AoueHvAaM-r. l)in(^ufül)ren, A"ßeA<-'iin 
Aina Stieffinbcr, aöboat> ^eiuei^o. 

BÖaa faljren bo3iix7.; nauöauaM'i. (ii:3ije3iiaM'r.), inuOsa, 
iijuesä, J13BÖ3IIXT., inBCsox-L, ii3Be37,ji'L IjiimU'cfabrcn, aib}'' 
führen. np^BossaMt, npißeGÜ, npiuesoxi. l)inübcrial)rcn, 
übcrieljcn (über einen FluCs), liertrad)teu; Ableitg. iipiB037, 
^-iiljre: '-iHn'fracI)!!!!!!.";; np'Lno3ii;un. gi^hrmann. 

HOCH tragen hociIx-i.. Komp. A<inac/nn, bringen, pt'. 
Aoiiecä. AoueGox-B, Aoneei..n>; ii3iiacnM7, (jinauctragcn, ab' 
tragen, pf. ii3iiecä id) trage I)inanö, hshOch id} trage ab 
(Kleider); iisHecoxi:, id) trug l)tnau^', miiücHxt id) trug ab; 
npiiiiäcfiMi. (npimoc/iMi = npiiiiiicaMi.) l)erbeibringen, ein- 
bringen, iipniieca, npimecox-L. Ableitungen: iipiiMocx ®abe, 
npiiHomeiine Opferung, npuHocHiiici. (-iiiiua) guter ^^aui-- 
l)ältcr(-in)(©inbringer); BHacKM-i.ißiiocflM'B, BimcaMi.) l)incin- 
tragen, eintragen, ein5a()Ien, nnecä, BnecoxT,; Biiecent Kanii- 
■ra.ix einge,^ül)lte^5 Sl'apital, Bnoct (Sinfu()r, Import, ii3H(.;cii 
5(ui?ful)r, Si;port, bhocuo muto (£infu()räoü, BiiocKa 53eitrag. 

cii;i, cniiun, fd)(afen (Aor. cnaxx) hat im Präs. oft 
die Form cna statt cnn. sacniiBaMi., saciidxt, 3acnä.i'B cin= 
fdjiafen, refl. fid) ncrfd)(afen; oxcnnBaMT. ch fid) au^3fd)lafen. 

Ebenso Bpa und Bpa, Bpiiuit {od)en (Aor. Bptxt) 
naniipaMT,, naBpä-, nanpix-L auf fo dien; dagegen iiaBiipaMt 
l)inein[ted'en (naBpa", iiaBpixi,) gehört zu Bpa, lipemi. s. 
§ 100. 

43. Übung. 

Tiia obu;h cä 3a laane. ^hgcl bx CKOToöoiiiiaTa 
saKjiäxa :\iHoro roBe^a. KaKBoxo ch nocrejiemi, na TaKOBa 
m,e cniimi). röpKiia xoil ce cKnxa 663^ nocrii.;iKa ii 3aBHBKa. 
^ixexo MOJ^ine :MaiiKa cii Aa My nocxejie, 3a Aa Aerne. 
Aöe öailiio, k^a^ böahiut. xOBa Monnie? EöAa ro bx rpaAä 
sa Aa ro i][iHa c.iyra. ^hbcl öixi. npii 3ÄÖ0AiKapii h cii 

Weigand, Biilgirische Grammatik. 11 



] 02 Siebentes Kapitel. § 104. 

ii3BäAiixi> eAiiHt 3^6t>. Ast. my iiaBeAox'L pasjunimi 
iipHMipH, 3a Aa ro yu'feAfl. Tan ro^Hiia CHonexo ce paiio 
np^BosH. IIpiBosa na xaa cxoKa e imhofo ckähi.. K iisnecTe 
Tim H^mä HSt CTäaxa mii! ^neci. cii OTcndxi. xyßaBO. 
Cnn cnoKOHHO, jioe miijio Ä^xe! ^aKaß MajiKo, Bo^axa ne 
Bpii ou],e. Bpemt ce BCtKOra, ;;1ixo xpiÖBa ii Hexpiösa. 
Toii e Bpijix. H KHntjix. noBi,Ki,. 

$Be§l)al6 jd)lad)tet il)r ßictlein unb Sämmcr (Sing.)? 
93effer luäre e§, ineiin il)r t)cute Kälber fd]Iac^tet. (gtxecf 
bicl) imd} (cnope^-B) beiner ®ecfe! ®a§ ^flafter ber Strafee 
ift üerborben. Sd) führte it)n auf ben 93a{)iif)ot, meit er 
ben 2Seg nid)t fannte. 3d) bat il)n mir ben franfen ^al}n 
au§^U5tef)en. SBir füf)ren unfere ^orrefponben,^ in ^uU 
(^arifd), ®eutfd) unb granjöfifd). 5fi3ir braudjen einen ilber= 
fe|er für ®eutfd}. Äannft bu mid] auf ba§ anbere 5^"fe* 
ufer überfe^en? 2)ie <2c^nede trägt if)r ^^au§> auf bem 
9xüden. Sd) brad)te i^m ba§ ®elb, ba§ mein SSater fd)idte. 
©ie (Sinfu^r mar biefes 3at)r gröfjer aU bie 2Iu'3fu()r. 3d) 
fonnte bie gan^c Tiadjt nid)t fd)Iafen. ©obalb id] mid) 
niebertege, fdilafe id) fofort ein. 2öa§ fod)ft bu ba? Sd) 
fod)e (Sier. 2Sie lange lä^t bu fie fodjen. ©erabc fünf 
SJJinuten. 

III. Klasse. 

§ 104-. ^äBaMi. id) gebe pf. jia^n, AaAemx, aüa^, 
Aa^eMi., Aa^eTs, Aa^äxi.; Aor. Aä^oxi., Aä^e; Part. Pf. ji.aÄi,. 
iipoAaBaMt nerfaufen, npoAaßäq't SL^erfäufer, npo^äjicöa 3?er= 
fauf, npo^äatem. üerfäuflid), npoAäacniiKx, beftcd)Iid)er !iDtenfd), 
npoAaHL 3Serfauf; iiaAaBaMi. reid)lid) geben; iia^AaBaMT. über- 
bieten, fteigern; usAiiBann, ()erau§geben, t)eröffentlid)cn, Her- 
raten, iisAaxeaL ^^"^crauSgeber, Q^erlegcr; np-LAaBaiix über- 
geben; noAaBaMT. übergeben; cAasa mii ce eö gfüdt mir. 

iiMT>, iiAemt, HAe, HAenra, iiAexe, ha^xt, effcn, freffen, 
Juden; naiiacAaMi. (iiaHAaMt) pf. naHMi., iiaaAä, Aor. iiaiiAoxT. 



§105. Unregelmäßijfe Verba. j63 

aubeiBcn, füttern; na/iacAaMi. ce fiel} fatt effcn; pasaaciaMT, 
jcrfreffcu, ätjcu; nu;i>KAaM'i. ein lucnig offen; in/uKAaMT. auf* 
cffen, ücrfcliiucnben; iiohahuki, iiNerfcljiucnticr, 3d)maro'^er. 

KauLiiiMT, l)uftcn, I)üftetn pf. küuijui, -eun.; Kaiu-iaxi., 
Kaiu.ifl.in. (auch Kaiu.ia, Kaiii.iaxT., KauiJiajn.) Käiujiima i^uften. 

BSHMaM'B (auch siouimt. oder 3eMaMii) nel)men pf. 
Dse.Ma, Aor. Bsext, Part. Pf. Bse.n.; Part. FL Pass. BseTi,, 
Impt. BseMH, BseMexe. Ebenso gehen: iii)iB3nMaM'B er* 
Obern; saeMaM-B einncl)men; entlcil)cn, borgen; ua 3äeM7> auf 
<3org; säiiMHu Ieil)Uieifc; npiieMaM-r, (Aor. npiiexx) annehmen, 
empfangen; npneMaTe.ib (Empfänger, iipHesn, Gmpfang; chh- 
MaMT. ab=, f)erunternet)men; cniiMKa 5üifnal)me(''^^l)otograpl)ie); 
noAeMaM-L ergreifen, beginnen; iioAsiiMaMTb (noAsexi.) unter* 
faffen, refl. necfen, narren; uTsiiMamt, oTiiiniaMT.njegncl)men; 
iiaeMaMi, mieten, bingen, näeMi. SOtiete, ^ad)t, HaeMiinKt 
^lagelötjuer, Solbner; iiaAsiiMaM-i, ^uniel ncl)men; ci,b3ii- 
MaM'i. ce fid) erijolen. 

§ 105. sein Pr. ct^n.; cii, e, CJie, exe, cä. Impf. 
utxTi, öime; Aor. öix'L, 6i; Pf. öiu-b cbmi. — öiißajn. 
Chsn^; Pluspf. öiijii. ö'ixTi — ßiiBa.i'L öixT.. 

Fut. I iu,e CT.M1. — 6h iu,a — me ÖÄ^a. 

Fut. II iu,e ci-m, öh.ix; m,e ÖÄ^a ßiut. 

Cond. I ÖHXT,, 6n — m^xi, ^a ÖÄ^a. 

Cond. II ßiKi'L öiixT, — m^ji-L cBMi. A» ÖÄAa (vieUeicht). 

Impt. öiRAii, ÖÄAexe. Part. Präs. öiiAeäKii; Pf. öiiBrnt. 

Event. öiiBBaM'L id) !ann eoentueü fein. 

Präsumptiv öiiüt. ci-mi. ßii.n, id) foll getoefen fein. 

werden Pr. ÖHBaniT., cxasaMT^, pf. ÖÄAa, cxaiia. 

Impf. ÖHBaxt. Ao.r. öiiaöx'b, öhab — cxänaxT,. 
Perf. impf. önBajn. ex.:«'!), pf. cxanaJiT) ctMi.. 
Pluspf. ÖHBaji'B öixx., pf. cxanajii. 6ixx>. 
Fut. I uüe ÖÄAa — me cxana. 
Fut. II m,e ÖÄAa cxanajit. 

11* 



j^64 Siebentes Kapitel. S 105. 

Cond. I öiixT. cTanajiT. — ul^xi. /ta 6rKAa (cTana). 

Cond. II öiiJi'B 6iixT, CTanaji'L — lu.i.'i'L cbm'b Aa ÖÄAa. 

luipfc. 6äah (cTaiin), ö^AGTe (cTanexe). 

Event. ö^ABaMT), CTanBaiMt. 

Präsumptiv öiijit. ctM-t cTaHa.i-L. 

Part. Präs. ÖHAenKii; (ö^Aemexo die Zukunft)- 

Part. Pf. ÖHBajix, CTaiia.it. 

44. Übung. 

CaAÖHXTx, B-B KOHTo öixt npiiexT), ßime pasKomeHi.. 
Koräxo A'^Texo njiäyeine, sexi» ro sa p^Kä ii ro aaBe^oxi 
y AOMa. CiieMexe ch uiänKuxi, Kfiräxo ui,e SÄise nncneK- 
Topa. rt'Iaaxa HomL aeeiiäxa KäuiJiime ii mh ö'tpKame 
ctHä. Ton ce e MHÖro nonpäßiun.. Hcmj A'^AOxa Kp-iCii. 
sa xpäöpocxB, 3aiu,oxo 6iiät, MHÖro xpilötpi.. Hue ÖHXMe 
cnenejiHAH noBe^ie napii, aKo pasnoJiäraxMe et KanH'iä.ix,, 
Koiiro öiiXMB öii.iii ynoTp'iÖH.xii bt> xiproBHaxa cii. Toil 
6h öiMt nö-macxjiHB'L , aKO ce yaceneme. A^i, mixt Aa 
ÖÄAa no-Ao6pi, aKo öixT. npii poAHTejiHX'L ch. Ast me 
ÖÄAa nojTHXHKTb. KaKBÖ iii.ij'B cHAadÄAem-L? IIojihthk'x .ei V 
ErißBauit TaK^Bt, iio oiii,e mnöro xjrtöi. iwoace 6h ui,e HAemx.. 
BpäqKaxa mh Kasä, Me uxijn^ cT>unb Aa 6iiAa rojiiM'L ^iobIk-b. 
Bäah SApaBTb! Toil 6HBanie BCiKora Hsönpant 3a HapoAeHx 
npiAcraBHXeJit. E^Aexe nö-ö.TiaropasyMHH, KOräxo BtpmHxe 
cepHÖsna paöoxa, HHaye öhxtb ch H3näxH.Tin Mnoro. iKejiäjii) 
6hx'b Aa BseMa yp6i];H oxt Bac'B, aKo ÖÄA^xt (!) cnrypen'L, 
^le ii\e MÖaca Aa Bh njiau];a>ii. peAÖBHO. EiiAefiKH peAuBeHt 
yiicHHK'B, M0>Käjii> 6hx'i> Aa nay^ia niMCKii, na aKo ui,e un n 
3a xpH roAHHH. Cne mänKaxa ch. ücAexMe Aa päöoxHMx,. 
KaKBÖ ce noASHMamt cb nero? Ilwaxe jih cxoKa 3a npcAanb? 

^er ^^erfauf feine§ i^aufeS wirb I)eute ftattfinben. 
Sd) l}offe, (Sie iDcrben mid) nic^t überbieten. Sc^ glaube, 
<Sie irren ]\d); Uieun Q^i irgenb nUiglidi fein inirb, trcvbe id) 
ba^ §au^3 taufen, benn e§ gefällt mir fel)r. ^Jcclimen Sie 



S ICö. Unregelmäßige Verba. 105 

\{)n iüd)t an, wenn cv Sic licfud)t, beim cv ift ein beftccl)^ 
Udjcr ilJtcnfd). W\t fcrciBici Siibvcii ()at et fdjüu bav nan.^e 
^vüBc !i>crmü9cn feiner (Slterii burd^gebradjt unb treibt fic^ 
je^t aly «Sc^maroUer um{)er. Sr ift fct)r frant, Ruftet be- 
ftäiibig unb I)at nid)t mehr fatt ju effcn. Siirben Sie 
nid)t ben armen 9JJcnfdicn in^3 ftranfcnl)auci aufnehmen? 
^sd) ujürbe i()n cjerne aufnehmen, aber er ift ein ^yrember, 
unb ba mirb e^S fd)uiierii] fein, bie Grtaubnic bcr 33et)ürbe 
'^n befommen. vsd) Iie() mir üon i()m 100 Seum, unb id) 
merbe fie in brei 9J?onatcn mit ':^u\']tu ,^urudgeben, menn 
nid)tv llnerroartetc^? ba,^unfd)en fommt. ©r na(}m ben ^ut 
ah unb mad)te eine tiefe S^erbencjung. 

45. Übuug. 

Karo cnp'Lxjie na CTäHij;u;iTa bT) U^äpiiöpo^'B, bt. Bur6- 
HiiT'£ öiine cxB'Bpmeiio t'lmiio, ne MO^exaie Aa ce biijumi. 
tvHiH'L c^ eAiint. Ba'ivßaxa ce BHKOBe: „/l^äilTe cßimii 6e, 
ii3ruämiixa im ce Ati^ära!" „Eii, mhuo, ha» hh K^^nii 
ejnn'L (jtynx'L cb'Liuii, me tu A.aAeM'L 6aKmiimi>." ,,A 6e 
no ejiia .löeira CBim^' nnie Aänxe!" CäMO öaS Faiibo ne 
Aonymame (gab gu), ^le e b-lsmo/Kho, öi-irapn ^a öxKjaT'B 

BIIHÖBHII Bt Xäsil HeynpaBIIH. O'ß^AI'T'BrOTÖB'L*). Il0AHpT> 

'•oiAB nna SAHa yäma Ka4)e, a noc.il; oriiBaM'L Aa ce pasxoac- 
AaMt. II'cKaTe .ih Aa seMexe Moexo micxo? EjiaroAapa 
Ell, me seMa Apyro, iiMa ome AÖcxa. 3exMe cii cxoJi6Bex'j& 
II ceAHaxMe. 3iimho Bpime Hiie cuhimt. oönKHOBeno 6ce'sn> 
^i;ica, B^epa cnaxt caMO nex'L ^laca. HäpHXX CHejii. KajnaKa 
CII H ro Aaji^ Ha cjyräxa. Ta B3e.ia niioiöxo n ro npo- 
^le.ia. Toräßa peKtJi'B na acenä ch: „XafiAe stpsii xii 
iianpiAt, n-BK^ asx me AoiiAa no-noAHpi.". ^exripMa ö-bj- 
rapii BÄr^inmäpn AomJiii bx> rpaAä, npoAajiH BÄrAiimaxa, ii 
x'tKMo ce roxßijH Aa ce B-ipHax^, öii.iu sa.ioBeHii oxt. 



Das Setzen der Kopula e wird oft unterlassen. 



j 66 Siebentes Kapitel. § 105. 

nojiHu;HaTa. ^-BpjKäHH ao k-bcho, xi TpirHajiH ^a cii otii- 
BaTi., HO no n«RTH rn ripicpiumajra eji^nä öänAa ii rii 
naÖHJia. Ha Apyrna ^enb rpäacAaniixli CT.öpä.jii cämo KACOBe 
OTt xix'L. 

46. Übung. IJ,apL Tpo/iHT.. 

^'ijrro BpiMe öepöepiiHtT'L 6pimiÄT> i^apL Tpoaiia n 
HHKOMy He Kasä-ii, ^le i];äpHTi. lina kosh ymn. Häil-nodi 
AOM^R'iHflJio My ^) Ha AymaTa, noyKejiä.Mi, KOMj-roA'S (§ 37 c) 
Aa Kä/Ke, Ta 2) ^a iviy noojieKHe mÄjIKo na CT>pu;eTO. Eahh'b 
AeHi H3J[li3Xjn> Ha pasxÖAKa AaJieyt ott. rpa^ä, h xaiMt 
Hame.n'B eAHnt HSocTäBem. dynäpi,; norjeAHajii, bb 63"Häpa 
Aa BHAH ii];o HMa, a^a Apyro hhu],o ne ce BiiacAa.io, a casio 
05Ka6oHÖceHa boa^, xa Hamiiciiuii. Aa Käace onoBä, Koexo 
My nopA^iajiT. u;äpflxi, Aa AT>p2vPi xailna, ^le Aa^) My no- 
o.ieKHe MäjiKo na Ayuiaxa. HaBejit ce naA'B dynäpa h 
xpH HÄXH BHKHäji'L: „II,api> TpoHHt li.Ma KOSH ymii!" 
IIoAHpTb xoBä ce BT&pHäjii. BT. rpaAa. 

n6cj['6 HtKOjiKo roAHHH MHHajii iioHpäfi cAiHHH dynapi, 
KHpaAacim h pasxOBapnJiH ao nero Aa njiäAiiyBaxx,, nycHäjrii 
KOHex'6 CH Aa nacäxx,, a xi cii jierHäjiii noß,'h jriicxäxoxo 
AT^pBÖ AO öyiiäpa. Kaxo iiorjieAHa.iin naröpi, iii,o Aa 
BHAaxT>? Ha BCtKOH jiHCTi. Ha Ai-PBÖxo öhjih HaniicaHii 
AyMiixi: „IJ^apB Tpo/'iHx, liwa k63ii ymii." PHnnä.!!« h cii 
oxKÄCHajiH HO h'Ekojiko jiHCxa II CII 3aMHHa.?iH. JlocÄ^ ni- 
KojiKO BpiMe pa3^iyjro ce no ij'i.i'L cb^xt,, mc i],api> TpoHHX 
HMajiT. (!) KÖ3H ymii. Toä nOBHKajn> öepöepHna ii ro 
noniIxajn>: „3aii],ö cu Kasäjit xäimaxa?" „He ctMi., yecTiini 
u;äpho, HiiKOMy Kasäjix.." „Amii oi'Ai 3Hae i^'tjiiiax'L CBixt, 
^le a3x ibiaMx, oxt. K03ä ymii? Hjiii iu,e mii Kä-iKemT> licxii- 
Haxa, iiÄii cerä iu,e xii Bse.Ma r.TaBaxa.'" (C;iiABa.) 

1) AOMÄ^naBa mii e§ luirb mir fcljluer (mäiiiio fc()Uicr). 
2) xa Aa unb boB = um ^u erleid)teru (jieKo teid)t, ojickuv- 
BaMt kic^t Uievben). 3) ye Aa baB . ., um 5U § 114,7. 



>j lOii. Die KoDJunktioacu und ihn- Aiiwoiuluiig. IGT 

8. Kapitel. 

Die Koiijunktioiieu und ihre Auweiiduiig. 

§ 106. Heioi'diu'iitle Kuiijunktioueii. 

a 1 Einfach zufügend ohne weiteren Nebenbegriff ist 
II uuti; a, in.KT>, a.Mii, aMii, ajiä, iio drücken in feiner Ab- 
stufung sieh steigernd eine Gegensätzlichkeit in der An- 
knüpfung aus, wofür wir aber, (jiniiccjcn gebrauchen, 
oöäqe entspricht deutschem inbcffeii, ict)odj. 

Bei xa unb jo ist leichte Folgerung, bei 'le uiib, beim 
(s. § 114) oft Begründung enthalten (in Fragesätzen können 
wir 'le mit aber übersetzen, oder auch unübersetzt lassen 
'le 3iü>Ka an [aber] faiin id) beim?) es kann aber auch ober, 
fünft bedeuten, na iinb bann, aber, (jiiiflegen, naKT.roieberum, 
übermale^ (eigentlich Adverb). 

b) Korrespoudiereiide Konjimktionon. 

II — II ; KiiKTo — TaK;i füUiDl)l — a(5 oud); im — ini, 
HiiTu — miTo iDcber — nod); ne cdMo — iio ii nid)t nur — 
fonbern aud); -ly — t3^ batb — ba(b; luii — iiJiii entiueber 

— ober; kö.ikoto — TÖ.iKona iDieuiel — fouiel; KaKxo — 
Ttil II luic — fo aud); kojIkoto nöceue — TÖüKcna noBeue 
je mcl)r — befto mef)r; Chiäö ye — öii.iö ^le fei c^? ha^ — 
ober baf]. 

V^ulgär, aber vielgebraucht ist das türkische: xe.M-B 

— xeM'L füiüül)t — ate audj. 

47. Übung. 

^liiciixt ro 3a ö'Lirapiiin,, ho tciI ce yicasä, 'le uii.?n. (I) 
ij.iaxx. PaoöiM'Ln. ce e M^ia^i. CToain., Ta jie>Kii Aenei-h 
roAiiHii. rposÄäiiKe, Mjä^a KyMiiue, aKO cn ntjia niMiina, 
«le (Fragepartikel) c.iina .in cii c.itiniua, ne (baf5) mii 
sanä.iii uy.ioTo? IE rpo3AäiiKa ce 3acM'LTa, ne (unb) cii ua 
öy.iKa iipo,iy.Ma. 



J68 Achtes Kapitel. §107. 

E^na 3apaiib x'^W^ CiäB^io, Karo (a('J) ö'i cd-liiuih.it, ii 
pasiipäniLiT. Ha biiitj iiatioTirri cii, ceAnä.in. 6i BT-at ön.iia 
n CH nyuieiue .ly.iii'iKaTa; PäilKa nt Tona ßpiMe öi B.3't3ja 
B7> rpa^iiiHKa-ra ,T,a cii iicjuiDa, iia (iiiit) bann) ut. sairlia 
'n,ii ßesrpiiaciio e^na Beceja ntceiib, aiMa (aber, iint) ,^UHiv) 
TT.!! CJiä;iKO II :«H;ino iiieme. ^le ;i;tAO C.iaB'io, Künro bT) 
ToBä Bp'EMe iitKaKTi cii ce ötme BCayuiaj'L bt, xocä iiieiie, 
ce npoci).i3ii; iio (liiit(]ciicn) öaöaTa etc. — Mi'nm, neAtnie 
jUe, ^le (loiift) moTe jM\)i (cf. § 90b). Köjikoto cTauHimin 'L 
pHCKyßaT7,, TÖjiKOBa II Ai'P>KäBaTa piicKyBa. Köjikoto iiÖBeMe 
3iy AfiÄeuiT., TÖjiKOBa nÖBetie toü hcku ottf. xeöe. Il^e 
örSAeMT. nocpiiniiaTii TTip/KeciBeiio KäKTO na rpammaTa, 
Txil II BT. ITpära. Tihi Mosniexa iie GiiäaTT, im ^a ^leiäxT., 
im ^a nnmaxT.. Hjiii 3111 ^^iiTe otiijckt., ii-iii m,e li^a 
ApyraA^- Ty Bajiii, -iy cixime rpie. Ha» Ta bh^ki! 
Eon, Afi yfiiie MÖaxa MaÜKa, ^le (lüeil) iie Me Aäji,e, taIto 
C7)3ri. miAa, ajin ?ie Aä.ia iia jv'ao >i.iäAo. 

§ 107. Konditionale Konjunktionen und Sätze. 

Die gewöhnliche Konj. ist aKo oder auch aKO Aa bei 
Irrealität, sehr häufig in Verbindung mit dem Imper- 
fektum, wo im Deutschen das Pluspf. steht, dann aber 
auch mit dem Pluspf.; im Hauptsatze steht meist der 
Kond. (a). 

Wie im Deutschen, so kann auch im Bulg. der Be- 
dingungssatz durch Inversion (oder die Partikel .in) die 
Form eines Fragesatzes (Inversion) ohne Konj. erhalten 
(b), wenn es sich um Bedingungssätze der Realität handelt. 
Ganz gewöhnlich ist dann die Verwendung von Aa als 
kond. Konj., wobei man ebensowenig wie sonst Aa vom 
Verb trennen darf, selbst wenn das Subjekt an den Anfang 
kommt (c); U'enn nur cajio Aa. 



S 1<IS. Die Koniiiuktionen und ihre Anwomlung. 1(39 

48. Übung". 

a) Ako iie Ci'Lme r. Racii.iäKii ^a iiMt nosajidacc oMiiT't, 
iiiiii cLBctMT. mt.xMe ,T,a ce npoBa.iiiMi. 333cnii nid)t »'öcvr 
3B. iliiien bte 5[ut]eii 116)01)1111011 Ijättc, fo iiuiven luir uoü^ 
ftänbiß iierloren c^cluefen. HiiKaKiB-L iiptA^ört iie 6ii ro 
yAOB.ieTBopiu-B, aKo iit.Manie irLmo sa npi^i» KyMii. Ako 
Toil iie 6tme Aiipt^KTopT., köhto h a^ öii ÖH.n, na iieroBO 
M'hCTo, He lu.txMe A'T. HMa^e cxanKa. Ako a» 6tme toh 
TVKa, ii;ix7> a» bii Kima bch'iko. Ako Öixt 6poii;i'i. bcLkii 
Aeiib OBHiiTi CH, iie öiixt cera njjiT'Bpntji'L TaKBäsii :);iry6a. 

b) Ohne Konjunktion: Ibiä-i'B ch öoji'l iiapii, n.iaTil.Tt 
cii 6iipaTa 2?Jenn bu 5itliie( ®elb (jeliabt l)aft, nun fo ()aft 
bii and) biic 53iei' bc,^a()tt. Ihia cii 'loBtKT.TrL -.uiKvcKa, 
3amö me CII xäpyii napiixi sa xomio ^lAeiie. IkiräTi, .in 
CH, BciKH Te ysaacaBa. 

c) Mit Afi eingeleitet: C;bio CAna :\inHyTa Aa ce 6i 
GaöÜBiM-B .liKaptT'L, TOH Öiuie ysip-^feAT). TpiiCTa ncexa Aa 
ce CAäB^iTT., ne MÖraxT. ro narAyiuH. JI^aceöoBe Miiöro, cumo 
napii jin mm. Jln. 6'ixa Me HaKaaaAH cnpaBeA.iiiBo, iie 
mix-h Aa ce üAÖcaM'B. 

§ 108. Konzessive Konj. und Sätze. 

aKo II AS», MaKap-L Aa entsprechen deutschem übgleicl), 
irciin aitcb. Auch aKo und Aa allein, oder n Aa in Ver- 
bindung mit fragenden Pron. (koiI h Aa) und Adverbien 
(kö.iko II Aa, Kora ii Aa) drücken konzessives Verhältnis 
aus, ebenso die Ausdrücke npn Bce (bcihiko) mc bei allc^ 
bem bcif] = obgteidi, oder Aa (aKo) öh h fei nudj bQJ3 . . . 
cinpiKii iie troljbem ha]^ . . . 

Die temporale Konj. AOKaxo drückt vielfach auch 
adversatives Verhältnis aus , wie deutsches liHibvcnb 
(tandis que). „QJe|cl)tPeige beim baf^" kann man durch 
KQMO .111 Aa wiedergeben. 



170 Achtes Kapitel. § lOS. 

49. Übung. 

E-B.irapHHt eAHu cxän ;i,a iiJia, iiaKT> iJU,e tc noKäiiii, 
^OBiK-LTi, H BceMorAii],!. j\Vi 6, ctirtT^ niy iiaABiiBa. Ti 
CÄ ijiiuii.Tii ^a cii HanyciiaTT, i\iicTOTO caMO npi^T» ciuaTa, 
iia :\iaKapTb to ^a KÖcxyßa ii K^pDii. Ilma Miiöro TÖyKii, 
Koiiro 3a cerä me 6Ä;;aT'B crmo iianncaHH, köjikoto ii Aa 
CxK. ;i;oupii. Köjikoto ii ^a öiliö ciijiho nopa>KeHiieTO iia 
poMeiiT't, öi-irapiiTi iie ^lor.iH ^a iiSBJLiKäTX otx iiero 
HHKaKBa nojisa. Aai. i-ie cbmi. ro BiiHc^ajiT., a KaMO Jiii ^a 
CBMi) :m3^ roBÖpHjn.. Manäpi. ,T,a cbmi. th Mäiii,exa, iiayKa 
me xe iiayqa. KaKTO ii ^a e, ast acejaa Aa MT.iMiixe. 
Ilpn BCiPiKO Me asT. ne CLMii G^paBi,, ui,e il^a xaMi., 3a ^a 
He BiiJBaxTi, ^e a3'i. c^mi. TixeiiTi AyinMaiinHi.. Ako e 
yepi., ne e i^Hraimm.. Korä 11 ^a viji,eun>, me xe iianripa. 
^oKaxö iiiie Mi.jtiäxMe, ApyrHxi b'1;ctiihu;h ctoßmiixa bciimko. 
A31, caniT) iiiniaMT. mo Aa ami, Kajio-Jiii xeöe Aa a^mi. 

50. Übung. lJ,apL TpoHin>. 

EepöepHiiixi) MHCjiMt, :\iiicjiiijix 11 eAüäMx, ce ctTiLix. 
3a öynäpa, na peKi.Ji'L na i];apB TpoHiia: „IJ,äpi>o, np^A't 
Bora n np'£A'T> ii;ap;i niiiij;o iie ce Kpiie! ^T>;iro Bpisie ast 
iiHKOMy He Ka3äx'L xäiiiiaxa, aKO h mhöfo Aa jKeAäexx Aa 
Kä/Ka 6apeMT. na eAHoro, 3a Aa mh noojieKiie iia cx.pi^exo. 
EAHHt ACHb H3Ai30X'L na pa3XÖAKa AaJieyx. oxi> rpaAä, h 
npii eAiiHx üÄXb HaiiAÖx-B eAiiHX ö^niäpx., xa ce naBeAOX'B 
Aa BHAH, 111,0 Hsia BÄxpi. Bt Cr^moxo Bptme mh aoha*? 
Ha yjiä Aa H3BHKaMi. xpii iiäxii bt. öyiiäpa: ij,apb Tpo- 
/'ini. iDia KÖ3H yuiH; n xoBa cxopiixii, caMo h ca:\io Aa 3in 
noojreKHe na AymaTa, yecxiixii iJ,äpi>o, a Apyni.My luiKo.My 
He CBMTb Kasä-ii." 

U^ä.pax'L Ho^eitäjx. Aa y3iiäe, AaAii öep6epnin.xT, roBopn 
HCXHHa. Eahh'l AöHb noAÖpäAt öepöepHHa, Aa mj noKä/Ke 
ßynäpa. IIpiAH Aa cxiiixiari) iia mIcxoxo, Hcäp/ixt noiinxa.n. 



§ lO'J. Die Konjunktionen und ihre Anwendung. j^l y 

öepÖepiiiui, Aü.in e inilio iitKoil siiam, iipn (jyiuiii;i. Tui1 
niy oTroBö])ii;i'B, ne HHKaKiBt snaKt ne e iimmo. Kam 
CTnrHa.in ripii cäiuii;i K.iä;i;eiiei;x , luo Aa, biiähtt.? IIpu 
ycTäxa na KüäAeiiena öhjö mpäcjio gaho KiinecTo at>Pb6, 
Ha KoeTo Ha bch^kii .ihcth öiijö naniicaHo: „ll,ai)t TpoiH'B 
ibia KÖ3H ymii." Turaßa i^iip/ixt peKXJii.: „llJ,u e otx 
Bora Aä;ieiio, ne xp-töa Aa ce Kpiie." H oxToräBa iie cii 

CKpiIBaJIt KOSHTi yiiiH. 

§ 109. Filiale Konj. und Finalsätze. 

"Wie schon im § 93, 94 gesagt wurde, drückt die 
Konj. Aa vor einem Verb das Gewollte, die Absicht aus, 
sie muß also angewandt werden in Sätzen aller Art, 
seien es Hauptsätze (Jussiv), Objektssätze, Subjektssätze, 
Attributs-(Relativ- (Sätze oder Adverbialsätze, in denen eine 
Willensäußerung enthalten ist. Bei den Adverbialsätzen 
des Zwecks, und zwar nur bei diesen, wird auch sa Aa 
gebraucht, namentlich wenn der Adverbialsatz vorausgeht, 
in Objektssätzen uu,oto a^. 

iieKa alleinstehend oder in Verbindung mit Aa, leitet 
mehr den Jussiv ein, doch auch finale Adverbialsätze, 
besonders in der Volkssprache. In Wunschsätzen dienen 
als Konjunktionen neben einfachem Aa auch Aanö o tiQß 
bod), KaMt Aa roenn bod), O büB bod), auch era, eräil 
inenn bod) nur. 

xa Aa unb ba^. In der folgenden Übung sind Bei- 
spiele aller Art, auch Objektssätze mit Aa und solche 
mit ye zusammengestellt; bei allen Beispielen soll man 
sich Rechenschaft geben, warum Aa resp. ne angewandt ist. 

51. Übung. 

I, CKöpo Aa ce Mäxaiu'L oxi, xvKa! lls-iisoxt cb 
Ha.Mipeiine Aa ro iiox'Lpoi. ^a iie iiu:miic.iii uxk'b iitKoii 



172 Achtes Kapitel. S 109. 

OTT. Bact, ^le npiyBejiiniäBaMi.. /I,a cii aciiBx t>u follft 
leben = ©Ott üergett'^! 'Äiejitun, öiixi, Biie ^a ro 3iiaeTe. 
Boace, iiayuH iih ^a ce -swÄinn,. Ast iioiieKaxt jia, jiy 
noMÖnia, ho toü iie pa^iii. r,T;i ^a iija? HeKa [;i;a] bh^ht'b 
eßponefmiixi, ne Et.irapiia iie cnii. TäTKo Hamt, ja ce 
CBexH iiMexo tu, ja j6i1;i;e lüäpcTBoxo xii! IIcvcb KäsBa ja 
ce oÖH'ia^ie no^ieacAy cii. ^e.iänexo mii ja xe biij-i. CKÖpo 
ce cÖÄjiia. 3a ja AocxiiniemT. ui'i.iLxä cii, xpiöa ja 6ä- 
jeui'L 3niöro iipiLi-iaceiit. IIsBicxHo e, ^le npaBiixe.icxBoxo 
6i HasHaqri.TO je.ieräxii, kohxo ja oxiijaxi. bt. EyKypemt 
II xaMt ja CK.iioqax'B xxprÖBCKii joroBopi.. Ce-iHinixi y 
iiacB 3iiäaxT> ja ^lexaxT. ii ja niimax'L. Asx siiaexi. Miioro 
joöpi, ^e xoH nsöira.i'B. Hiie BcnnKii 3Häe3ix, ^le xpiösa 
ja yMpeMi). 

IL HiKOH oxx Tixt G2&. 06 sa.iOBMii ja pasnpojajäx'L 
iiMOTHxi CH H ja HanycHaxT& EtJiräpHH. ^a öAp^em-h roxÖBX 
ja Tp-irneuit yxpi. HaMipexe HiKoro, köiIto ja mi noKä^e 
nÄTK. H'Maxe jth xvKa HiKoro, kohxo snäe nArfi? KaM'B 
ja MH najHime bt. pÄi];i, ast öhxi 3iy Ka3ä.ii> iicxnnaxa 
(s. § 88 II). ^Ce.iaeMTE bch^ikh moxo Bpi,3Kiixi Meacjy 
jBixi cxpaHH ja ce 3acHjiflxi, noBe'ie. IIö-jo6pi ja ce 
oateHH, 0XKÖ.IIK0X0 ja ocTäne st xäsH npoKJiexa K^ma. 
Korä ja xe Bsema? He siiäext, Koro ja H36epä. Cxpaxt 
Me e, ja ne cxäna 3a CMixt na xöpaxa. Eaina hh hb 
nosBOMBa ja cnH:\ii. nÖBe^ie oxi) cejeM'B ^idca. r>ime miijo 
ja r.ieja yoEiK-L xiia ^lajiKH jii^ä, oö.ii^ieHii cnpeTiiaxo, 
CT. sejieHH öyKexH bt. p^i^i, ja niax'B cxapoHapöjHHxi 
KOJiejapcKii HoatejiäHiia. Haj§Ba:\ie ce ja 3aji>p>Kii:\i'B xiia 
cxpaHii, jixo ÖMrapcKiia esiiK^b e rocnöjcxBYBaji'B BctKora. 
3a ja :»i03Ke3n. h 3a nanpij'L ja sanäSH.'iit xiia 3e>iii, xo 
xpiÖBa ja nojj'tpaca^ie h cjiij'B Boimäxa ceräuiHna CBiost. 
HiiKoil He öiiBame ja Ka>Ke Bt Et.irapna cxpämnaxa 
licTHHa. 



§110,111. Die Konjunktionen und ihre Anwendung. 17;^ 

§ 110. Konsekutive Koiij. und Konsekutivsätze. 

Die Folge wird durch möTO ausgedrückt, im Haupt- 
satze weisen die adv. Tiiil, TaK.i, TOJKOBa etc. auf diese 
relative Konj. hin. rAt'i'o Wo vertritt in der V^ulgärsprache 
soAvohl mÜTO. wie auch ^le, Korä-ro, samöTo und Relativa. 

52. Übung. 

Tori otme TT.ri CLpAiiTi., müTu iie aiiaeme KaKBü[Ti.i 
iipuBiuie i^npäßii). IIpii tiiji ;iy.Mii Toil Taiai iisr-ieAa eAuorü 
OTT. yyjKAeHijuTi, moTo ro iiaKäpa ,\a. ce saKärnju. Pa3jii<iTH 
Cynara ,t.o xaKBasH cxeneHb, möTO eAÜm, HenpnBiiKHa.TL 
MOBliKT. Uli ce oTpÖBH.it. Bi, üiiäfl sesiii njiaHHHiirt cä 

T6.IK03X BIICÖKH, r,T,t.TO (mOTO) C.I'BHI^eTO CC TT.pKil.l;! HO 

B'tpxä. Mnoro C'L/Ka.TiflßaM'i., rA^To toh np^BOAt e HS-iisT-it 
'n>i1 Hecno.ayiL'iiiB'B. 

Hiie c:Me A^iaciiH Aa ce Ai>p>K.n-^n> xaKa crpöiü, 
u|6to All HC MÖ3:e HiiKori Aa hii cxöpii 3Jio. Th e xÖAKOBa 
cpaMjuiBa, moxo ne roBÖpn AyMa. Oxx bchukh cxpanii hh 
HanÜAaxa Henpiifixejiiixi, moxo ötxMe npimyAeHn Aa ce 
B-ipHeMT) Ci rojiiMH saryöii. Ast öixi, oneKAa xjiiöi), ii 
xaK-LBT. öijrt Cime xori h xyöaBO iisne^eni, moxo 3a yyAO 
6ime. HsBeAnä-yKT. ce cuymaxi. Aßa räpBana, 'lepim Kaxo 
KaxpciHt, H Ao xojtKOBa cxpauiHH, iu,oxo 331., Kaxo rn bha'Üxt,, 
pasxpenepaxi. ce Kaxo jihcxi>, IIs^Aaxx BCiniKO ö.iaacno, 
ocxäna.!'! oxi. Be^iepbxa, 3a Aa iie rii xan^Jin s.Miiiixi 
(s. § 92 III). Ha BoAiiUH xt oxiiBaxi, b-b ^lepKBa Aa iimi. 
ce yexe MOJiHXBa oxx cBemeHHiiKa, samoxo ßipBaxx., ne 
Koüxo HC cii nexe, noJiyA'iBa.ii. Ama npocxa paöoxa xisii 
ui>[u;ii. eAUHt rB03Aei1 ne mix cxiira yji'ix'B Aa aaöiiaxx.. 
na KasBaxt, ne hhh CMe ßiuii iipocxii. 

§ 111. Kausale Konjunktionen und Kausalsätze. 

Der reine Grund wird durch 3a xoBa ^e und 3aii],6xo 
nict( eingeleitet, das einem sainö Uuiriim entspricht. Die 



174 Achtes Kapitel. § 112. 

Begründung wird eingeleitet durch nOHeate ba ja, infolge, 
Kaxo bei (^eigentlich luie), Ttii Kaxo ba, ne ta (beim); 
rA'ixo, sa^iTo wdl, ba (lüO bod}) und das türkische ^lyHKH 
ha, ha nun einmal. In Makedonien ist öth benn, weil 
gebräuchlich, das auch als Fragepartikel wie ne ge- 
braucht wird. 

53. Übung. 

TtS Kaxo Hiwaxi) ÖTnyoKt, otii^oxi. bx CTpäiicxBO. 
Ha xä3ii cxäxHH ce e ox^äjo roJiiMO SHayeHiie, 3aii],öxo 
nei'iHOxo ctAtpafäniie ce npiAa^e ii oxx BxjirapcKaxa xeJie- 
rpä({)na Arenmia. ToräBa Momäxa, Kaxo H'6Ma;io KÄ.;i,'i ;i,a 
ii,T,e, ocxäHa.ira aa cjryniHH. IIoHeKe 6ime ööjreHi., noMÖjiH 
MC Äa sacxÄRH m'Lcxoxo iviy. Ilsinepaxopt ce Bi.opÄaciijri. 
npoxHBi. ötjirapHXi, sa^ixo xi jhuuhjih y:Mäpa oxT) 
BjiacxLxä. 

H.fl,e, ye e rjiäAeHi>. He ro ma, ye e rpöseni,, ye e 

naKOCXHHKI.. 

IlaByHKa ne e sa nacx, ^e e CHpoMäuiKa ;;i.inepH. 
roB'ie, ^le Ht^ia ii],o ^a «Ae. Eiraäxe, acenn, öiraiixe, a^rä 
asT. H'tMa Aa öiranix, ue HwaMt mhöfo CHHOße. ^le ce 
ciCBHUieTo naatajiH, a'^to e Hijia, HiMnu;a. Unb bic Sonne 
lüarb betrübt, weil fte ftnmm, gan^ [tnmm tft. 

§ 112. Temporale Koiijuiiktioueii und Sätze. 

Koräxo (dial. raxo) alg, iDenn, tüann; Kora KaK'B wann 
immer; Kaxo (naxt, ke) mie, al§, fobalb al§; ^oKaxo (ACKax-L) 
jo lang aU; oxKaxö fobalb al§>, feitbem; cji^a^b Kaxö nac^= 
bem; KaKx. (naxo) loie, lüäljrenb, al§; oxKäKx., oxi. Koräxo 
feitbent; ui,omt, (Korä moMt, mo^ra Käxo) fobalb al-o, xyKy 
moMt faum — ba|; npi^H Aa beüor, el)e; aükji'L bi§, fo 
lange ai§>; AOKJii Aa bi§ baf5 (final); Aopri, AopA^ (s. Übg. 27) 
bi^; KÖ.iKo nAxii, Kojuieiyn. fo oft. 



§ ll:J. Die Konjunktioiion und ihre Anwendung. ]75 

54. Übung. 

lU^OMT) CH /(oilAÖxMe AOMä, nojiy>iHXMe nncMOTo. IUome. 
Me cBiue^ajiTi, Tui1 ce oß-Lpuiun, ß'ipso. Kon'iTO iiMa 
."Mxr.iä, BtjmiiT'L ce puAnaTT,. Kora KaKi. ro biiah, nee ce 
CMte. ÜTKäKX ce paaöojt, cä.MO 3a CHiiä ch npnKä3Ba. 
OxKaTö ii HaKa3äxa, t/i Miipj'ßa. ITpiAM Aa Tp'i.rHa, me 
Bh ncciTii. Jlfiv^i öime yKiiBi. PoMiint, 11 xiMT. Crime 
AoCip'L .TiiCHuaTa 11 ßTwiKiTi. CTdHajtH KyjiOBe, AopA'i 
OTKpäAHajiH KOKOiuKa. 3aiia.iii na AfiBojra CBtmb, .loKJii 
Miiiioun. (pf.) Mocra. Ilec'ni, AOK;ii iiMaiin,. TyKy lu.om'b 
ceAJiä, n 31 Y Kasa HCTiiiiaxa b'b jiHueTo. ^oKaxo e 2chbb 
cerämniiHTt CyATäiii, Typi^irri HtMa ii'tpBH a^ nö'iHUT'L 
Boiliiä CB iiacB. Mäxa ch KyyeTO oiiämKaxa, AOK.it a^i 
3ejie ApoöeHKaxa. C.i'tAt Kaxö BiiA'tx^ie, ye bch'iko e iia- 
npcbiio, ccxäßiixMe ro. ^oKoraxo KailMaKi'hMHxi ptmaBaxx. 
yuii.iHmnii B-Lnpöeii, ao xoraBa niuo, Aa Hjia iwiipt. Kö.i- 
'leMx. oxiiAfet (§ S8 II) y nero, Bce :\in AäBame iitmo. 
Hapt e 3iaHä({)n Hsnpaxii.xB — ASKa (roo immer, uienn) 
Taxynqa najripflT'B, r.iaßäxa Aa :My cxBeMaxi.. Tj5,i (üi^) 
ro 3ayy ^bjih ^iimo, noM'tpii ro cl A'i-ira nyniKa. IHo 
c'i.:mt& A'i-'t>Kein& Aa san.iax/i, A'fcxo (saA^xo) exe .mii Haxö'iii.in 
caöiixa. 

§ 113, Koiijunktioiieii des Ortes und der Weise. 

KÄA'tTO (AeKa), r]At[xo liio, lliüljiii; ao käa^xo (aoa^Ixo) 
biy luolltu; oxx. KÄA'txo moljer; rAtxo wo hat in der Volks- 
sprache eine vielseitige Verwendung, da es Relativa und 
viele andere Konjunktionen vertreten kann (§ 110, 111). 

KäKxo mie; Kaxo ye (ra^ie, raye.iii) oder auch Kaxo 
Aa al§> ob je nach der Art der Sätze, worüber man die 
Beispiele vergleiche, kö.iko mie fe()i', fo felir alv; 
öest Aa o()ne 511, ol}ne ta^; neace.ui, iier.in aU bau 
(nach Komp.). 



176 Achtes Kapitel. § 113. 

55. Übung. 

Tpiößa Aa iianpäBHTe paöoTaxa, KaKxo licKaMt asx. 
Toii >re rje^a, Kaxö ye Jin cxmx jöiiä-l 6aiii,ä m^''. Ton 3ie 
r-ie^ä, Kaxö ^a Me pa3;iAe. BiiKa, küjiko My rjaex Ai-p^Kii, 
A3T> ro niixaMt, a xofi m-m^ih, raye me ne ^lysa. Käpaxt 
ce, Kaxo ye HMax^ iiiino ^a a^-^ht'b. ITö-Aoöpt ,i,a yMpa, 
He>Kejiii (Herein) Aa öiiAa po6i.. Oyii ibia köjko ab^ iiainiu;!!, 
ycxa H.via köjko Majia Bpaxa. He 3Hae, ao a^ Aocxiira 
liHBaxa My. IIonHra ro, oxX) käa^ has ii na käa^ oxiioa. 
Toii npÜBime xtä, Kaxo ye hhlu,o ne snäeme. Toil cxoa 
H'tKOJiKo ceKyHAH HenoABHacrio, öesi. Aa ce noiaoHii. IIo 
AJiaHbxa na A^cnaxa ch p^Ka yc-ixHXt ^ivbcxbo, Kaxo ^e 
öix-L (|)äHajr'B SMiia. Toii CKOKHä, no6.i'iAHt ii nanpaBii 
iieBÖjtHo ABHK.eHHe, Kaxo Aa 6ira. 

56. Übung. Strafe der Prahlerei. 

CaMCii ce Cxo;iii'i noxBäjii.i-B, 
CaM-L CH e öiAa HanpäßHjn. 
Bi. EApene bt. y3yHi.-^iapmiia, 
Ilpn Cy.üxäiix.-Ce.niiM'i. AHcaMiia, 
^e HMa öyji'ie xj'öaBO. 
^le iiMa KÖHiie xpäiieiio, 
XpaHeHO HeB'i)3ctAano; 
KoHue My cxpyBa XHJiAAa, 
EyAue My crpyßa Asa rptiAa. 
OxTb A^ ro sa^iy BoilßÖAa, 
^.e 3a Cxo;iiia npoBÖAii: 
Jli Aa e CxoaiiT., Aa Aöi^Ae, 
Eyji'iexo Aa cii AOßeAe, 
Byjiqexo ilome Köiniexo. 

Volkslied ans Dozon's Sammluii 2;. 



§ lU. Die Konjuuktioueii und ihre Anweudung.- 177 

§ 114. Gebraucli Ton nc. 

1. Sehr häutig dient ue zur Einleitung von Fragi?- 
und Ausrufesätzen; wir können es unübersetzt hissen 
oder durch ausrufendes luaöl oder nun! benii wieder- 
geben: ^8 TOßii, KaKBü e? 9?un! 2Ba§ foll bcv5 bebeutenv 
.'iQa§' ift bcnn bae? ^e 3aui,6 ne mii Kas.i nö-naiipiAi-V 
2Barum i)ait bu mir beim bi>5 nidjt uor()cr flciagt? 

^le Ali 6 caMo TOBci, aniii oui,e kojiko iiMa! SSenii Cv 
nur bau luäre, aber lüicDiel ift e§ aiiJ3crbcm iiod}! M^e 
yMp-i .111 ßöjieiiTi Teöpm? ^sft ber tränte ©eorcj geftorben? 
^.e KaK-iß^ njjäaHHKT, e AHeci.? 2Ba§ für ein ^ciei'tag ift 
l)eute? Meßä bo(^, inot)!. KaKBo ce cpaMimii.? yeua iie 
cii y yyacAii xopa? 

Aber auch in indirekten Fragesätzen dient „ye" wie 
das deutsche „ob" als Konjunktion: n3rje;K;i;aiije, ne inimo 
iioBo OTT. BXHT. iifeia ^a Aoiue er fdjante auc, ob nid]tu 
'Jtene^^ oon annen tommen werbe. 

2. ve dient dann in Subjekts- und Objektssätzen als 
unterordnende Konj. ba^, wobei es nicht mit ;i;a ver- 
wechselt werden darf (s. § 93, 94). Hierher gehören auch 
Beispiele wie: Eto ^e lUe Me^Kaxa. <Sie()e ba fommt ber 
^^tir. y'MCTßeHiiTi liHTepecii iie caMO ^e ne ro BaimMäßaT-E. 
HO MY CÄ II xpyAHH. öeifttge ^ntereffen befd)äftigen iljn 
nidjt nur nidjt, fonbern finb it)m fogar läftig. He ne 
Htjia, a samÖTo iie my ce Aäßa. (£'» ift nidjt, Weil er nidjte 
l)at, fonbern weil er nidjtS geben mödjte. 

3. Dient ne zur einfachen Anknüpfung: ^ä^e iiäil- 
nanpiAT- neMy, ne Toräßa sieiie. ß^^rft gilb er iljm unb 
bann mir. Ho yjrHii;HTi cßiTi., no nposöpi^iiTi cßiTi>, no 
AtpEeraxa, ne u no cxp'Lxiixt. 5Inf ben Straften 9J?enfd)en, 
an ben g-cnftern SJienfdjen, auf ben Säumen unb audj 
(fogar) auf ben S)ädjern. Tofi cxaiia ne oxiIac. ©r ftanb 
auf unb ging weg. 

Weigand, Bulgarische Grammatik. 12 



178 • Achtes Kapitel. § 114. 

4. Das durch ^le Angeknüpfte kann im gewissen 
Gegensatze zum Vorausgehenden stehen, wobei wir es 
dann mit aber übersetzen: Aßjnira nie pänena 0TAÖ.iy mh; 
ne To He ÖHJiö aB-inra, aMH öyjiKaTa BejiHKa. Unter mir 
fiuflt früt) ber "ipirol; abt\: ba§ mar nid)t ber ^^irol, jonbern 
bie junge ^-rau äöelita. ITö-Ao6pi mäjiko, ^e xyöaBo, iieacejiH 
MHoro, ^le KaKt Aa e. 

5. Das durch ^le Angeknüpfte enthält die Begründung 
zum Vorausgehenden; wir übersetzen es dann mit benn 
(resp. meil § 111) oder fonft: PasB^Bpacii mh p^i^ixi, Aa> 
CH onAri omhh, ^e e ahccl cserä HeAt-ia. Sinbc meine 
i^änbe Io§, baB ic^ meine ?tugeu mafc^e, beun l)cnte i[t 
©onntüg. CTofixe ch mhphh, ^le me ciöipua xonoBeTi 
Aa BH HsÖHH. SSer()aItet eud) rul)ig, fonft merbe id) bie 
itanonen menben nnb (beachte im Deutschen Koordination, 
im Bulg. Subordination) eud) ncrnid)ten. 

6. Der koordinierte ^le-Satz kann sich auf ein ein- 
zelnes Wort beziehen, wodurch er zum Attributivsatz 
wird, und wir übersetzen ue mit dem Relativum: ÜMajo 
ntKOfl BioMä, IIB xöii^ijisi BciKH ASHt cyxpHHa ^a ce MHe na 
KjräAenei^a. (£§ Juar einmal ein 9Jiäbd)en, ha§ (eigentKch 
unb e^) ging jeben SJ^orgcn an ben Brunnen unb muf(^ 
fid). Bh^'Ljih cypa ejieHa, ^le nace xp^Bd sejrena. ®ie 
fafjen einen grauen §irfdj, ber grüneS Ä\'aut abmeibet. 

7. Oft steht dann, besonders in der Volkssprache, 
He vor andern Kouj., ohne daß ihm eine besondere Be- 
deutung zukommt, nur bei ^a läßt sich als Grund die 
innigere Verbindung mit dem Vorausgehenden angeben, 
wenn nämlich das Objekt, Subjekt oder ein Umstand 
dem Aa vorausgehen: 3amö, 6äe, ue cn HanpäBnmi> (pf.) 
K^ma? Ta KÖjiKo napri HMa^i'B, ^le KÄiua Aa cn npäBH. 
Söarum bauft bu bir, ^eüatter, fein i^'^aue? 2öieDieI ®elb 
l]aht id) benn, um mir ein ^^au§ ju bauen! 



§ 115. Die Konjunktionen und ihre Anwendung. 179 

§ 11'). Fragepartikelu und Fragesätze. 

Fragesätze, die nicht durch fragende Pronomina oder 
Adverbia eingeleitet sind, müssen eine Fragepartikel ent- 
halten. Meist ist dies .in, das dem betonten Worte nach- 
gestellt wird (aber nie ne m\), oder es Avird iia.iii (nejH) 
bcnn iiidjt, etira (mit unbestimmterem Charakter als .111) 
angewandt. Indirekte Fragesätze, in denen nicht ein 
bestimmtes "Wort den Ton trägt, leitet man mit Aa.iii, 
(jiBa, AaBä) ob ein. Über 'le, uena als Fragewort siehe 
J; 109,1. Hejiti, miM<i, heißt etlücl, uidjt Uuitjr. Man beachte, 
daß das deutsche „ober iiidjt" mit Wiederholung des 
Verbs ausgedrückt wird, „ob nidjt" kann durch .,Aa iie" 
ausgedrückt werden (s. S. 106, Zeile ü). 

57. Übuiifi:. 

I. He e JiH TOBÜ yacäciio? Hajiii KasBaMx ast npäBO? 
IIpäBO cii KäsBami.. Ha^iii e xaKä? Tana. Ehjih .111 exe 
m> xeaTipa? ^e samo Aa my ne oxiiAa? SBarum foKte 
id) nic^t äu i()m ge^en? He noananaxe jiu .Me? 

He nÖMHH, 6i,XT> jih xaMi, ne öixi äu. Ast neanäH, 
Aa.iii (IpaT-L MH e HanpäßHjn> niKaKBH nocxAnKH sa npo- 
AäBane K^maxa ch. Tofi 0x1. AeJiiiKäxiioc fl jiii, oxt. mo äh 
He IIM7, ni Aä^e. Koä snäe, fl,ixjiii m,e ce B-ipne naKt. 

Ast ro nHxäxTb, anäe jih, a^ aciiB'te jitKapHxx,. ^ocera 
iie ce 3Häe, 5Khb'i. jih e xofi, njrii M'ipxi.B'i,. Biie Ha.in no- 
3HäBaxe FaBpMa, cejrcKHa SHAapt? E, snäeMt ro. A.mii 
3Häexe JIH, 3amö e Bce xaKtBi. naMp-imeni., Bce M'Bjtyii, 
imäexe jih? Selb il)r Ut(^t gcUiefeu = ne exe är öhjh 
(nicht ne zn exe öaiii). He cre jih aobo.thh? 

II. ELftia JIH ^lilua? — HiMa. — A niiJiexa? — HiiMaMe 
nii.iexa. — A xaMt Hwa! Kasä xoil, Kaxo iioco^h iitKOjiKO 

KOKÜIHKH, mO KtJIBiXa HO MerA^Ha. OhH CA 6ÖJIIIH HB 

CA 3a HAene. — ■ /I,afixe xjiiöa caMo! Jla, — lue rocnoAt 

12 = 



j[§(j Neuntes Kapitel. § 116. 

xjtö-Ll — TTI^o ? — Cß'LpinHJ'B IUI ce, ja npr maBniu'L. — 
Ha.iH HMaxe biiho? — 

He 3Haa, kek-l ce cjiy^H, ^e asi. öixi, nero Aenb 
eAHHCTBeHHH nÄTHHK'B. Ti ce yyyAHxa, Kaxo rii noniiraxT,, 
HMa JiH xoTe^it Bt ce.ioTO. üoKasaxa, ^le ce pa;i,BaTi. a^to 
ctMi. jiomeji'h Aa bhah, KaK-L yKiißtiiTT) xt. 

C'B KaxpäHt Aa ro oö.iiaxx., ^le Aa ro sana.inxx! 
IIpiMinia Jiii Ha BacB, Aa ce CKiixaxe Hou;no spiMe nsx 
yjiHiüHxi, HesHaexe Jin, ^le e saöpaHeiio 6e3'i. (l^enepTb? 



9. Kapitel. 

Adverbia nud Interjektionen. 

§ 116. Die Adverbia der Weise stimmen mit dem 
Neutrum der Adjektiva resp. Partizipia überein: :viii^iHO 
fd)lner, jiecHo teid)t, HenaAtilHo unertüartet, ctBtpmeHo üoll- 
ftäubic^, cMi.To !üt}ii etc. Einige aber haben -i: Ao6pt, 
3Äi fd)ümm zu 31.^11. . fd)(ecf)t, öipace neben ÖTbpso fc^neH. 

Die Adj. auf -ckh bewahren diese Form auch beim 
Adv.: npHHxejicKH, xypcKii türfifd) (ccah cvd mit unter- 
gefrfilac^eucn S5eine:i), jivAemKii iiärrifd), ^iä^ckh männlidj, 
inutitj, ^läScxopcKii metfter()aft. 

-oMx.: xnxo rut)ig, leife, xiixcoii. fd)lDeigenb, t)etm(id}, 
MM[qeuijKOM'i. ]d)tüeigenb, saAHiimKonn^ rüdlüärt?, HihiKOMX, 
ouf bem 33aud)e, cKpiimoMi l}eimlid], a^pom-l umfonft, 
Kyu;emKOMi. I)infenb, sind mehr literarisch, volkstümlich 
sind die auf -Kaxa, -xa: Kyi^euiKäxa Ijinfcilb, rMi-iyemKiixa 
fc^iueigenb, sApäBaxa fräftig usw. 

yact, yjKKa gibt dem Verb eine gewisse Unbestimmt- 
heit „tüoljl, aüem ^Infdjeine nad}, glaub id)". 



[ 



§ 117. Adverbia und Interjektionen. \^\ 

Die Präp. no mit Subst. oder Adj, auf -ci.ii um- 
schreibt oft deutsche Adv.: no pe^i. bei" 9ieif)c nacl), no 
sKencKn itacl) ^^'i^u^^iii^'^' "^^ cBoesiy imd) feiner 3^i^cije. 

ex eAHHT. r.iacT. iileid),^eitig, ci. rjiach laut (n.iaye c^), 
iiäeano ^^ufammen, unter Hier ?(niicn, najieA-r. ber 9u'ilic 
nad], iiar-ieAT» bem xUn]d)ein nad), naöuaKn umgefel)rt, ucr- 
fclirt, HaJE-BSHaKt iimi:\eEc()rt, narptöt auf bem 9iüden, 
nanpiiMipT, 5. SB-, nainycTi, au^lüenbig, nimir ,^u ^-uß. 

Mii.iKO no nuiiKo, JteKa no.ieKa, nojn^Kii'iKa aümäljlid), 
im&j unb nad). 

ct.Kanit bu i^fanbft kann wie ein Adv. (bem ?lnfd)cine 
nad), i3leid))am al^5 ob) verwandt werden: clKaun. .iiincä 
noAT. seMHTa bu gUnibft, er ift unter ber ©rbe öerfdjtnunben 
= gerabe a\§> ob er . . . 

jpyroflMe anberö. 

§ 117. Die Adv. der Zeit, die von Substantiven 
abgeleitet sind, haben meist -i: Acnt bei ^ag, Hou],t, 
3'Tpi, .liri, sii.Mi etc. 

oder -C7., -CKa: ji^nech, AnecKa Ijeute, eceneci), -CKa 
Hörigen i^erbft, .TixocKa, sHMaci, Honi;ecx, -cKa in Uer» 
gangener 9tad)t etc. cenici, — TorHct bann unb mann. 

oder -xa: ne^iepL-ra am 5tbenb (oeuepfc abeubö), cyxpn- 
Htxa frid) morgeiuS, sapanLxä gan^ frü^. 

oder -oM-L (resp. -esn nach weichen Konsonanten 
und t): HÖn^eMt, AeneiMT. etc. 

oder -2cx: BCAnaaci. einmal (§ 39 g.), HHKoraHCT. nie, 
cera sa cera Horbertianb etc. 

cHömn geftern abenb, saßiiepa üorgeftern, önsn Aent 
nculid), BciKHÄHeBHo täglid), xenipBa öou nun an, ox^öBna 
feit langem, Hecx^asHa nor nid)t langer ßcit, nnje^Hö Bpi^e, 
BeAHära fog(eid), nsBBAHjbK'B p(D^[id), auf einmal, näABe^iepb 
gegen 5(beub, AOßeyepa [)eute 5tbenb, ao roAiina näd)fte§ 
^uit)r. 



182 Neuntes Kapitel. § 118, 119. 

§ 118. Adverbia des Orts: rüpt oben, ^^^y, nöÄi 
unten, B1.HT. an^en, batp^ innen, H03äAi. — Hanp'J;^':^ (]in 
unb ()er, ornp-iAt üorncn, o-i3c4;i;-t Ijtnten, nacäM^L — naxaTiK-B 
!^ierf)in — bortt)in, oxcäM'L — oTxäTi.K'B bielfeit§ — jcnfeitio. 
Ha Ä'^cHo na<i} xcdjtÄ, na jr-iso nacl) Iin!§, nacpima flegeu' 
über, c^KÄA^ überall, niv^^i (niHA^) irc^enblno, A'i-roA'fe 
uio immer, hhkäa^ ntrgenb^, Apyra^i anberStoo, naßpeAi. 
überatt {]in, yJAOMä, BKÄmii nad) §au[e, 51t ^aufe, naßjiHay 
naf)e' bei, Aa-steyi), Aa«iöKo entfernt, nanpäBo gerabe au§, 
HaBxpxT., naröpi nad] oben, iiaAöjy nad) unten, nänpiKH 
quer über, otbäai. brüben, jenfeit«, oTBim. brauf]en, ßArp-L 
b rinnen. 

§ 110. Adverbia des Grades: mhöfo, xBipAi fc()r 
(aber xstpAo adv. ftarf), aobö.iho ,^iemUd), Aöcxa jiemlidj, 
genug, xih, xojiKoa'i fo, x-ikmo, vulg. xaMamii gerabe, genau, 
cä3io nur. Man beinat)e, eABä[Mi, !aum, xokö, xoKy faum, eben, 
xoKym;6 gerabe, no^ixii bcinal)e, faft, ctBciM-B gan^ unb gar, 
npHÖ.iiisiixejiHo annä()ernb, vulg. xiint (iie) gar (nid)t), 
öapeMi. menigftenS, Aä«:e, Aopil fogar, xö.iKOBa fo |ef)r, 
Aocymi, lioflftänbig, krk^ cjiäAKo mie (fe()r) füfe! HacjiäjKo 
luenig fetjtt, ba^, niii^o etma§ als adv. ungefät)r, beiläufig: 
CV3 nexrcAHineHt fo etira 5 3n()re alt. neue meuigften^S. 
^laKi. gerabe. 

ööaceMi. bei (Sott kann im Sinne von „tuenigftenl" 
verwandt werden: aKO ne sa niene, xo ööacew'L sa A'Su^äTa 
menn audj nidjt für mid), fo n^enigften^S für meine 
Slinber. 

Das indef. Pron. KaKBÖ-roA^ entspricht einem deutschen 
menn and) nur im geringften: oxhaoxt. bt, cxpäHcxBo, sa Aa 
HaM'ipH KaKBÖ-roA'S cnoKÖilcxBne ox'l cKp^öiiHTi 31HCJIH id) 
ging in§ ?Lu§(anb, um lucnn and) nodi fo menig 9ütt]e 
nor ben traurigen ®eban!en ^^u finbcn. 



i^ 120. Adverbia und Interjektionen. 1S3 

§ 120. Interjektionen. 

a) der GefühlsäuLierung: Schmerz, Jammer drücken 
aus; u, oxT>, oii, aii, ö.io.ie, yijii, tojikü mm, tioxt,; 

Billigung, Freude: a.vii, ax;i, öpäßo, AoÖpi, xyßaBo; 

Antrieb, Aufmunterung: n, na, xauAe auch xiinieTe 
beim PL, xeil, Ae, e.iel 

Verwunderung: eil, a, 6e, 6en, exx, exe, Eo/Ke Moi1, o-xo, 
{ijje, xai1. u-i;-n, (inspiratorisch gesprochen); MaÜKa My CTapa! 

Verachtung: ex't, t({)io, TKKJtT,, 6a, tc; 

Entrüstung: cKanAä.i'L! o-xü; 

"Wunsch: ^ano ®ott ßcbc Cö! (wird auch als Konj. 
bau öocl), müdjte bod) gebraucht, s. Übung 52), Aö.iyl 
nicber, pereat! Böace noM03H ©Ott Ijclfe! Bort Aa npociji 
{^ott möge fluäbig fein! 

Anruf: e, 6e, 6pe, MÖpe, Mapii, Mape, xeii; m.ixk'l ritljii]'. 
cycT,! ftlü! caKim.! Stdjtung! 

Beteuerung: naHCTiina Irafjrliaftii]. Bora mh, ö^ät. 
AeHb Aa ne ßiiAfl idj Und ba^o 2onncnIid}t nid)t me()r fefjen! 

Flüche: yÖMt xe l^oril a^hö ro Bort xpeciie! npo- 
K.jex'i. Aa ch! 

Ironie: rojii&Ma jiäöuTa ba§ uuivc mir iDa§ ^Kec^tec-. 
öjiaroAapi id) baute für Cbit. xail Aa ce ne biiahI baö 
mödjt' id) jet)en! 

Wichtig für den Reisenden ist es zu wissen, daß die Be- 
jahung durch langsamesKopfschütteln,dieVerneinungdurch 
Kopfnicken bezeichnet Avird, also umgekehrt wie bei uns. 

b) Lautmalend: Klopfen nyKt, A>KHn'B, rpont, xynx, 
xjioni., m.ian'L. 

xont ()Opp, 6yxi> parbau-, njiacT, flat|d), ap^h-l bim, 
nanx, fdiroapy, ({txp^ni I)Uift. 

58. Übnng. 

^a XII Kä/Ka npäßH'iKaxa, n eAUHTi ii Apyrnxi c^i 
MacKapii. HaKäpaxa ce ji,i,jivo B})§Me, no nail-cexni pas- 



1S4 Zehntes Kapitel. §121. 

oTiiniJii CH Miipiiaxa. Il3Be/i,Hä»:t BiiKiia 3ApaBaTa: exi., 
ja ro 3eMe A'ißOJia. YmireÄü Kasä na yiemii^nTi ;i;a iia- 
v'iaTi, iiansycT-B xyöaBOTO cxHXOTBopeHiie na EoTeß-i). Ton 
.lerna r-LpöoMTi na xpisäTa h aanna MTBjiyemKo^nE. iiaropi. 
Oö^pna noKpiiBKaTa HaonaKii 3a ^a ne ce i^äna. Toh ne 
r.ieAauie naonaKii ra^ie.(iii (naTo ne .in) jiii e cLpAiixi.. 
HaABeyept ejäre K'£]\n> nacB. /I,pyroaye ne iwoate iiSBHKa 
Toii et rjiacT>. CeA^xa ji-iji'iemKaTa ii yanaxa a^ Bjiise 
yyiiTe.3KaTa. ^euejit ii HüU],eMi, ce TpyA'£uie, ho bch^iko 
sa xöpa-ra. Ee IleTpe, KaKBo cii nanpaBH-n.? He tb e 
cpaMi.! — 0x0, ne Te6e KaKBO th cxaBa? — ^ano CTane 
cKopo MHpi.! Ejre, mo iiwa no xaEana? 



10. Kapitel. 



Wortzusammeiisetzuu2;. 



fe* 



§ 131. Nachdem wir im 5. Kap. den großen Reich- 
tum der bulg. Sprache an Suffixen, die vielfach deutsche 
Komposita zu ersetzen vermögen (66.miiu,a ^ranfeiitiaiiio, 
^riAHiiKäpt ^np[er[djmieb, noABOAHima Unterfeeboot, avxöb- 
KiiKT. ©eelforger usw.), ferner im 6, Kap. die Präfixe 
kennen gelernt haben, ist es noch nötig, auch die Wort- 
komposition zu besprechen, für die das bulgarische seinem 
Charakter nach nur sehr geringe Neigung besitzt, denn 
die Zahl der wirklich volkstümlichen Komposita ist ge- 
ring. Allein schon aus der alten Kirchensprache waren 
nach dem Vorbilde des Griechischen gewisse kirchliche 
oder abstrakte Begriffe durch Komposita wiedergegeben 
worden, die die Sprache bew^ahrt hat; in der Neuzeit 
aber dringen immer mehr Kulturwörter, besonders solche 
technischer Art, in die Sprache ein, die man Zum guten Teil 
durch Komposita wiederzugeben genötigt ist, so daß bereits 
jetzt schon ihre Zahl recht beträchtlich geworden ist. 



§ 122, VJS. Wortzusammensetzung. JSö 

§ 122, I. Echt volkstümliche Komposita sind die mit 
V'erb + Objekt gebildeten: K.iuxii-Kana (fd)üttle bai? ^aÜ) 
''4>(umpiad: iciaTii-uianKa ^afiigev; pas.M/SLTii-rho.TL (trübe 
bcii *5ee) Xnmmfopf; K.iyKail-A'r.pBö (f(opf bcn ^aiim) 
epcd]t; -ri^pcu-riisiina (id)üttclc bcn Stcifj) ^ad)i"tel,^e; 
].a3Bti1-ii.rti!a (bla^S bic Spreu aiiÄcinanbcr) 2d}(cd)t= 
fd)inäticr; .lannii-^iyxd SSirrtopf (frifj bic 5^'*-'9*-''; 3aiii)iimii- 
Gapa (ijait auf bic ^Fü^i^-O Sd)miit3finf; iioB.it'iii-iiaBoil 
(id)[cpp mid) ben gufslappcn) verlumpter 9}leiil"d); 'uicth- 
ivOMiiu-L (3d)orufteiufec]er) edjiuutjfinf. 

II. Gelehrter Art sind die Verbindungen von Objekt 
+ Nomen agentis: ,iyiueryöeu7, 9}?örbcr (<SeeIenbcruid)ter), 
aiiaMeiiocem. Jö^inenträflcr, 3.ioAteu,'r. llbeltäter, AyxoBiiAei^t 
@ei[tericl)er, xopoB6Ae^7, 9xeiQcnfü()rer usw. 

§ 12^5. I. Häufig findet sich im Bulgarischen eine 
appositioneile Verbindung, wo im Deutschen ein zu- 
sammengesetztes Wort oder eine Verbindung von Subst. 
und Adj. steht, z. B. bulgarische Studenten 6%.u'a\m 
ciyAeHTii (S3uIgQren*Slubeuten); armeniidjc ^niulifaucr 
apMeHn;n naEjinKann; CTäpeut cjiineu.'L blinber ®rei§ (alter 
^lann — 93(iuber); op,'i,ii-ujieMeHä$iorbenftätnme;xyAÖ2ciniKT, 
(To.iäpt ^un[ttij(i)ter (Äüuftler — ^ifdjler); -r-LpröBnii x6pa 
.'öanbeleleute; npiiixejiL eptcthukt- ^reuub und 5I(tcre- 
tienoffe; KÜpyöa-yKäöa Sd)ilbfröte mutet in seiner Bildung 
vollständig deutsch an, denn es bedeutet „Sdjaleuirojdj". 

IL In KauKa KptBb 53Iut§trop[en, Kynt scm/i ßrb- 
liaufeu, 6yi;a 3e3i;i (£"rbid)oUe usw. kann man, da es sich 
um Mengen handelt, das Verhältnis auffassen wie in 
nama Bimo ein ®la§ SSein und ähnlichen Ausdrücken; 
dagegen 3i>einglQö 'läma sa biiiio oder Biniena ^äiiia. Illiime 
paKHH ^-laic^c Sd)napÄ, aber mnme 3a paKiui Sc^napsflüfc^e. 

HI. In den vorausgehenden Beispielen können wir die 
grammatische Beziehung im Deutschen nachfühlen, nicht 



186 Zehntes Kapitel. §12^,125. 

aber in TOuKa-sp-Lime (russ.)®efid}t§pun!t (^^Unft-Selicn statt 
^uu!t be§ ©eljens), oder AT>m.-3eMH 9{bgrunb, At^'-Aymä 
£)er5enei9runb (®ruub ber Seele), ii3rpii3TB-CviiHi];e Soimcii= 
aufgani] und manchen anderen, besonders türkiscber 
Herkunft, 

§ 124. überaus häufig sind die gelehrten Zusammen- 
setzungen mittels eines o-Suffixes am ersten Bestandteil, 
und zwar nicht nur bei Substantiven, sondern auch bei 
Adjektiven: 

I. KopaöocTpoenne Sdjiffbau, KopaöoTpomenne (Sd)iff= 
bxud), SÄÖoji'iKapfc ß'-'^^^'^^a^; CKOTOÖöinia (pop. ca.ixaHä) 
<Srf)Iact)t(iau§, B-LSAyxonjaBärejiB Suftfdjiffer, npiicrojio- 
Hac.iitAiniKT. "S^ronfolc^er, ^ronprinj, cpeöpojiioöne, BOAonäAi- 

IL KÄCoBpäTT, fui\^l}al[ig, KÄCorjeAt furjfidjttg, käco- 
önax'B fur^fc^lrän^ig, 6ijrorjiäB%, öijioöpäA'B, kphbööki. 
fd)ielenb, KpiiBonört, iiepnoKoc-L fdjlDQVgljaartg, MspuooKi., 
Aeöe.ior.iäß'B usw. 

Vorstehende Bildungen zeigen durchaus keine adjek- 
tivische Form; sie beziehen sich fast immer auf Eigen- 
schaften des Körpers, andernfalls müssen sie die adjek- 
tivischen Suffixe haben: AoöpoBO-ieni., Aoöpo^yiuenT) usw. 
Erkläre: MnpojnoÖHBi., njiGAopö^eni., TicHOJiinieenT., Be.iii- 
Kfi;i;ymern>, AOJiino^i^nHcaHX, ropicnoMeiiä-n.. 

§ 125. Es mögen nun noch Beispiele folgen, die 
zeigen sollen, wie man sich helfen kann, um die deutschen 
Komposita im Bulgarischen wiederzugeben 1. durch Um- 
schreibung, 2. durch adjektivische Zusätze an den Begriffs- 
träger, 3. Zerlegen in zwei Substantive, wobei besonders 
auf die richtige Wahl der Präposition zu achten ist, 
4. durch Suffix, 5. durch besondere oder synonyme Wörter. 

Komposita mit Kopf-. Da das Adj. rjraBen'B „l)aupt= 
fäd)Iid)" heißt, scheidet es aus zur Bildung von Zu- 



§ 1-^). Wortzusammensetzung. 1S7 

sammensetzungen. Slopfarbeit yMCTBeiia i)fiöoTa, ~[icbcdiint] 
noKpiiBKa iia rjrasaTa (uiaiiKa), ~tnirfte uexKa sa r.iana (-3a 
Kocä), ~enbe Kpai1 ott, kxm7, r.iaijära, ~()än(^cr Ma.ioAyiuoirr. 
MOBfe-B, -fijfcn m.ar.iiiBHima, ~lo§ Ctesr.i.lia., fig. öeßrjiaBcuT, 
öesMiicueHT., ~(o]"i(:jfeit öesmdBiiocTt, -redjiicn cMtraiio na 
yw-B, -fatat r.iaBecTa cajiaxa, ~fd)mer^ 6o.iKa bt. oaBara, 
r.iaBOÖo.n., -fprung ck.'k^ cb r.iaBa'ra iiaiipt^ix, iip'tsr.iaBä, 
~tucf) K-Lpiia 3a r.iaBa, -jerbvedjen sarpy^Heiiiie, cyyiiBane 
na r.iaßa, pasöiißaM'B cii rjaBaja. 

Komposita mit Blut-, wozu die Adj. KptBein. und 
KtpEaBT. (qualitativ) vorhanden sind: ~anbrang naiLiiiBi. 
OTT. Kp-BBfc, npn.TiiBT, jia KpT>Bi.Ta. ~apfet[tne ^lepBem. no]>- 
TOKäj-B, ~avm Ma-ioK-pineii-B, ~arnint Ma.ioKpi,BnocTi,, ~(iab 
Kp^BonpcaiiTiie, ~bür[tig Kp-LBoacaAeiit, sKecTÖK'L, cBiipim,, 
~fled jreKe ott. k., ~gefäB acii-ia, Kp^BBonoceuT. cäat», -gefdjlDÜr 
Kp'BnaBT. i^npeii (RptBein. wäre hier falsch), ~§Ueruianbter 
Kp-BBeii-B pcACTBCHiiK-B (Kp-BBaBT. würde hier lächerlich 
wirken), ~f)uften KpT.Boxpäqene, ~frel§lauf Kp'BBOOöp^meiuie. 
~reinigertb Kp-BBoo'iucTHTejienT,, -ftidenb KpT.BoycnoKOH- 
TCJiCH-B, ~ftuV(^ CHJiHO Kp'BBOTeyeniie; in Adj. blutjung, hiuU 
arm, blutroenig usw. hilft man sich durch das adv. TC7,pÄt. 

59. Übung. 

Erkläre folgende technische Ausdrücke durch deutsche 
Komposita: Ticno.inHeeH'B, iiopMa-HHa miipo^nraä, nipBocxe- 
nenna .iiiniia, BTÖpocxeneHHa jimiim, onp^A^-^em. K-toht., ct. 
eAHinieHT) iiätb, nacaacepcKii xpenT., Aajieuiio cBoöii^euiiL', 
jiOKa.iHO CBOÖinemie, Aßoen'B häxb, xoBapocnocoÖHocitxa 
(na pe.iciixi), npiicMiio sAaniie, peMiiaa aa .ioko:motiibii. 
Marasini ex. pa^ina, na3äqniiu;a, BOAocHaÖAHTeiriia inicxa.Tai;ii;i, 
i^eHxpa.ieii-B anapax-B aa cxp^JiKiixi, ö-Bpsoxo^na Mamiina, 
xoBapiia :Mainniia. 



1S8 



Bulgariscli-Deutsches Glossar, 



Bulgariscli-Dentsches Glossar, 

In das Glossar sind diejenigen Wörter, die den 
Übungsstücken unmittelbar vorausgehen, oder die sich 
sonst öfter wiederholen, nicht aufgenommen worden, 
ebenso solche, die sich durch bekannte Präfixe oder 
Suffixe leicht erkennen lassen. Der Lernende muß sich 
zeitig daran gewöhnen, sich möglichst vom Wörterbuche 
frei zu machen; denn es kann kein Wörterbuch geben, 
das auch nur annähernd alle möglichen Ableitungen ent- 
hält. Die Zahlen beim Verbum beziehen sich auf das 
VII. Kapitel der Grammatik (Übersicht S. 116). 



a unb aber 

aBjiHra ^irol 

ara Vok. t4ro ^'^err, i^kifter 

jiKo tnenn 

ajiä aber 

aMa, aMH aber 

änaataK^ aber (gerübe) 

apMHH Hrmee 

apRayTHRT. 5IIbane[e 

öäBH II 1 öeräögern 

6aKaj[iiH]'i. Slrämer 

öaSno ©ebatter (al§ 5(nrebe) 

öäHH 93ab 

öapeura tuenigftenS 

6e! (Inruf) " 

6e32KH3HeH'L IebIo§ 

öesrpiiaceHi. forgloS 

6epä § 100 fammeln, pftüden 

(5ep6epHHT. S3arbier 

ßiiTKa, -Ba ®d)Iägerct, ^atnpf 



öjaropasyMBH'B t)ernünfttg, 

oorfidjttg 
ÖJidacen-B am ^'^'^f^^'^Ö Ö^^'' 

boten (gleifc^fpeifen) 
ÖJinKem. tläc^ft 
6jiiiKaM'i,-KHaxT.l)erliorquelIen 
öoAejii. ®tac£)el, S)orn 
Öo^Kyp'B 9ftanun!el, ^äonie 
öoShoto nojie @d)lad}tfelb, 

5trteg§fd)aupla§ 
6öjieHi> fran! 
6ojiw imp. e^3 fdjmer^t 
6op6ä ©treit 
6opi. tiefer 
öocTaH-L ©emüfegaxten 
öoTyint ©tiefe! 
6oH ce II* fid] fürchten 
6pamH6 Wq{}1 
öp-icna, -hc'ixi, rofiereti, ben 

S5art fd)neiben 



Bulffarisch-Deutsches Glossar. 



180 



ßp^Kiia s. 6'r.i»KaM'r. 
6yK[a Siidjc 
6y.io 93rautfd]Ieicr 
öy.iKa 53raut, iuiicic J-raii 
ßyjrne ißraut 
ÖyHcip-L S3ruiincn 
6yTH.iKa (^-Uifcljc 
ßxpKaMi, 6i)T.KHa nennirrcn, 

llineinftecfen (bie §anti) 
ötpHOTiia unruf)ige 3^'^- 

^urcf]cinanbcr 
ötAä UuQlüd 
ötAeH-L arm, bebürftig 
öiacilHeuT. glüdjtling 
6iÄo6\rdXh iücit3bärttg 
öijioB.jdch tüei^Ijaarig 
6i.1T, uiciJ3 

BäpAH 11 1 fd)üljcu 
BAiTimem, finbifd) 
Becejx fröljlidj 
Be^ie, Ben-h ]d)On 
Be^iepH II - ,^u 5[6cnb effen 
BseMaMX, BsexTi iietjmen 
BHA-L %vt, ©orte 
Bii/KAaM-L, BJiAix'h feilen 
BHKaM-L A2 rufen, Ijcifsen 

BHKX 9\Uf 

Bii.ia .v^eugabet 
Bibima ®abcl 
BHiia Sd)ulb 
Bibio ©ein 

B II CO KT, I)OC^ 

Biimiiii I)ödjft 



BKycL (V^efdjmad 
bkAiuh nad) i^aiife 
Bjaxt pl. Bjiacii 2Balac^e 
ujiiisaMT., B.ii:3ox'i. {)ineinge{)en 
! B.iH)iHne ©iiifhiB 
BOAu 21'afier 
BOfleiiniia "ÜJü^le 
RoAiimi jTanfeßfirifti (G.oan.) 
BOA« § 103 fü()ren 
BoeiiiiiiH K.iyÖT. 9JtiUtärfafino 
BoiiBÖAa 5"ii^)^cr, .v^err 
Boiiiia Strieg 
Böjia SBille 
BparL "^^mxi) 

BpaacAyßaMT. A 1 ftreiten 
ijpaTä 5tür; BpaTHH ^^^forte 
BpaTT. ^alö 
Bpä'iKa SSaljrfagerin 
BpeAeHt tüdjtig 
BpT>3Ba:\it, B'i.psaxT, anbin ben 
BptcKa 5öanb 
Bp^AeHT, fd}äblid) 
Bce aüeö; immer 
BceMorÄu;!. aümäd)tig 
BCjiyinBaM'B ce C 2 f)ord)en auf 
BC'iKoraiui. immer 
BTvpBaji'B , Bxypiia ()erein=^ 

ftürgeu 
BxoAt (Sin gang 
B'iepa gcftern 
B-iBMoaceiiTi mögtid); -^kiioctb 

9J?ögIid)feit 
BiacräHfiMTi, -cxanaxi, 5(uf- 

ftaub mad)en 



190 



Bulgariscli-Deutsclies Glossar. 



Bt-iKt il>ül[, uBJiim adj. 
ß-LHi. brauBeii, l)inau§ 
B-LopÄacäBaMTb, -acuxt ruften, 

beumffiien 
BtupöcB ^ragc 
B-iiip'tKH ye übgtciif) 
Bxpx'L ®{pfel; -xoBeHT. l)od) 
BxpBH, -Bixt get)eit 
Bipma II 1 Qusi'üt)ren, tun; 

Btpmä 1 1 örefc^cn 
Bipa Glauben 
BipBaMt glauben 
Bipen-L tt)ot)r, xicl]tig, treu 
BicTHiiK'L ßeitung 
Bt^ieHi) en)tg 
BÄrjHmapt ^ot)lenbrenncr 

raAi. Ungeziefer, n^ilbeg 'Zin 
räpa 33al)nt)of 
lapBaHT, ^olfrabe 
läinH ipofen 

TA^ IDD? 
r.7raBa ^Opf 
rjiacyBaM'L aßftimmen 
rjvMa <5pClfe 
rjiynei];i. ©ummfopf 
ro t()n 

roBiH, -ixx faften 
roAHHa 3a()r 
rojEor.itiB'L bart)aupt 
TOJiiisieu,T, ^of)e ^erfon 

ropemx t)et^, irarm; -mmvd 
^t^t|e 



ropyiiBi bitter 
rocnÖ2CHii;a gräulein 
rocTt ®aft 
röTBii ce II 1 fid) anfcljicten, 

bereit madjen 
rpaöa 11 1 rauben 
rpdACKiiftäbtifc^(gebi(betÜ'b.8) 
rpaAHHa ©arten , -näpt 

(Gärtner 
rpäHHu;a ©renge 
rpHHca ©orge 

rpiiaca ce II 1 fid) fümuiern 
rpoBAoöep-L SS^einlefe 
rposeHx fd)redlid) 
n.pKTb ©riedje 
rtpHeact ®onner, «SdjUB 
rAcKa ©ans 
TÄCTT. bidjt 

AajieyT. entfernt, lueit 
Äßopi. i^'^of 

Aeßejria I 2 bid luerben 
;i,ejieraTx Slbgefünbte 
^tiHcawHH 3Diofd)ce 
Aaceöt Xafdje 
AJtant f. fladje i^anb 
/i;jri5KiiH s. ß^'hÄ/K.eivh 
ÄHeBeHT. pe^Tj XogeSorbnung 
AHec-B !£)eute 
ÄHeuieiix l^eutig 
AoöpoBOJieHt frcinjiüig 
^oö^pi., -6p6 gut 
AOBeacAaivn., -seAox'B tjinein* 
führen § 103 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



191 



AöroBoifL 'Vertrag 
joroi)tDaM'L C 6 aufbrennen 
.TdKci'iaM-L ce in Streit gc= 

raten 
AOMti nad) .v^auje 
joMÄiiutuH Mii C 6 e§ uürb 

mir [djmer gu ü)Zute 
AüiiycKaMi, -ciia äula[|en 
AOpA'i = Aopii TAi bici, ]ü 

lani^e ül5 
Aöcxa av. flcnn^] 
;i,uCTiiraMi., -rnax-B erreichen, 

cjelangen 
;iOTera.M'B brüden, bclüftigen 
AoyyBaMT. (ÄO'iy;i pf.) üerftel}en 
AoinejiT. gefommen (aoxo3k- 

AaMt § 101} 
Apar-B lieb, teuer 
ApeöeHT. fein, bünn; -6mi 

napii ^leingelb 
Apexa Äleib 
jpööeiit S3roden 
jpyra;i'£ anberc^roo 
Apyräpt ö)efä()rte, ©enoffe, 

koUege 
jpyacKa @efäf)ttin, g'^cunbin 
.lyxT. fiuft, §aud), ®ei[t 
jyma Seele, '!)3er[on 
jym.MaH['nH]'B ^einb 
j-B.i2cä II 4, -iKaxT, fdjulbig 

fein, üerbönfen 
jT..Tn:. Sc^ulb, ^f^idjt; a%ji- 

;KeHx id)u(big 
xi.i'hv'h lang 



A^'P/Kä, -3Kax7> II 4 lialten 
AT>p>KäBa 9icgierung 
AtpacdBiiiiKi. Staatc-mann 
Ai.iene "J eilen 
aIio 5lrbeit 
AiüT. Teil 
AiJii'i II 2 teilen 
Aioreiib, AioKiiHT. l!aben 
A'iBo.TL teufet 

GABä faum 

eAiiouöpasHe ßinförmigfcit 
eA-Lpt berb, ftarf, groH 
e3ei)o 2^eid}, See 
1 eKx 6(^0 
ejreHT, ^if]d) 
ejiä fomm der! 
eceiib f. iperbft 
ei^Tim-h bi((ig 

ÄiiiccTB f. Xrauev, 3 dinier,^ 
>KejräH I 2 inünfc^en 
aceiiä ^rau 
yKiiBöT'R iBeben 
>KiiTo ©etreibe 

3a6[o]päBHMt A 5 liergefjcn 
aaöpanenx öerboten 
3a6'£.i't3BaM'L, -aciix7> bcmerten 
saBiiBKa 5!;ede, §üUe 
sasoH Biegung 
3aByäci. fofort 

sarJiymaBaM'L, -mnxT> über= 
täuben C 4 



192 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



sarpoS/iBaMT, C 4 fc^retfüdl 

machen, entfteüett 
säryöa ©cljabeit ■ • 
aaryÖHMi, A 5 Verlieren 
saAOBo.TraßaMT. ce C 4 [id} 6c= 

sRA'tpa^aM^, -acaxx jurüdbe* 

t)alten, eil)alten 
saKäpBaMi. C 2 fa()ren 
saKäqaMT, A4 anljafeu; neden 
3aKamJiK)BaMi. ce C 5 [jüftehl 
saKoiii. ©ef.c^ 
saKpHsaMT. C 1 üerbergen 
saK-BCHeHHe S^erfpätung 
sajäsaMi., -joBHxt gefangen 

neEjtnen A 5 
säjT.K'B Riffen, ©tüd 
sanäjiHMi. A 5 anftedcn, refl. 

üerbrenneii, fid) ent^ünben 
saneyäTBam-L C 2 lier[iegeln 
sannpami., -npixi, auf()alten 
sänoB^At f. Sefe£)l 
3anpiTen'L zu sanirpaM't l3er= 

bieten § 100 
sanycTiiBaMi. C 4 üettttüften 
säpant 9J?orgen 
sacMiiBaMT. ce C 1 lad) ein 
sacxpäxoBKa 3'euert)er[id3e= 

rung 
saciA'tHHe "Si^ung 
saTBäpHM-B A 5 [djüeßen 
saxpönaM-B A 4 jnden 
saTihiaMi., -xeKoxTj l)in(aufen 
saxapB f. 3lJcf^^' 



saxBämaM-B, -BanaxT, anfangen 

BaqyBaMT. C 1 I]ören 

sainÖTO tueil 

SB-LHeitt Klingel, (S)(ödd)en 

3ejie (29) ®rün5eng, ©emüfe 

aejienx grün 

3eMaM^, 36X1. § 1(14 nehmen 

aecTpa SJätgift 

3iiAäpfc 9}2aurer 

3HMa ^JBinter 

3Jiäro @e(b 

3jro Übel 

sanaM'B A 2 gäbnen, gaffen 

3ä6i> ßi^bn 

HAa § 101 fommen 
iisÖHBaMT. C 1 erfd)(agen 
iisöiipa^ii., -öpax'B aui&uuiblen 
iisöirBaMTb, -raxi. entfUebcn 
nsBa^KAane 5(b,^äf)Icn 
ii3BeAHa)KT. p(ü^lid) 
H3BHHeHiie 33er5eil)ung, (Jnt= 

fd)nlbignng [rooljnlid) 

iisB-rapeAeiii., -aho aufjerge- 
iiSB-tpinBa^it, -miixT. aU5fnt)= 

ren, refl. ftattfinben 
iisB'icTiie Ännbe, ^3tad]rid}t 
HsryÖBajit ce üerfd)tDinben 
ii3jH3a3ii., -.itsoxTj binauv- 

ge[)en 
lisHocT. 5(u§fnl)r • 
H3opäBa3i'B C 4 5n (Snbepfüigen 
n30CTaBein. ucrlaffen 
HsnamäM-L. -naxiixT, evbnlben 



Bulgarisch-Deutsches! Glossar. 



193 



iisneyent ausgcbacfcii 
inmiTaue ^Nrüfuiig, 3Ser= 

fudjiing 
iisnpama.MX A 5 fortfc^icfcn 
iispasHBaMT. ce [id) aulbrüden 
nscejBaMT., -jinxt aii^traubern 
HsrpHBaMT. Quäreibeu, ab- 

uiiidien 
iisHMt pf. zu HSflacAaM-L aufs 

effeit 
iiMöTT. 35ermögcn 
iiMe pl. -eiia ÜcQtne 
iinaye fonft 
ilcKaMT. ui ollen 

KaBra Streit 

Kaaca pf. s. KasBaMt fagen 

KaiiMaKäjiT. ^väfeft 

Ka[K]To Irie 

Ka.inaK-L 9}?üt^e 

Ka-iyrep-L 5DUind) 

K-aHAHJo Sämpdjen 

KäpaM-L ce i'id) ftreiten 

häca Äaffe 

KaxpäHT) ^ed) 

Kay\u(K)a 9iegen{appe 

KiuH-MMe tleiner Xeppid) 

KnpaA-/KHH Saumtiertreiber 

KiiuecTt bufdjig 

K.iäjeHeuT. SSriinnen 

KJioHi.,-Hie3ii-^eig,3li^^^9^'i^)n -"lOM "Salg; jioem. adj 

K.TtKaMT. ce ()oden i-iyAt närriid) 

KHiira 33ud) I ji'i.Hcei];'B Sügner 

KHflniHfl f. zu KHHst j-BacHi^a Söffel 

Weigand, Bulgarische Grammatik. 13 



KOKouiKa ^enue 

Koii iner 

Ko.ieAapb 3S.^eil)nadjt5fänger, 

iturrcnbaner 
KÖjiKo uiicuiel 

Ko.ito dim. Vok. zu HnKOJia 
Küii'ie Siiiopf 
Kocä igaai 
KOCH II 1 mät)en 
Kpdßa Äu{) 
Kpa.ib Honig 
KpHBt frumm, «^ aa fd)ulbig 

an eüimg 
KpicKaMTb, KpecHa fd)reien 
KypmyMT. Hugel 
Kt-iea, pf. K-ixEna pidcn 
K-icHO fpät 
KÄC7, furj; (gtücf 

.iieex granf 

.111 Fragepartikel 

jiiBäAa SBiefe 

jranc[y]BaMi. fef)Ien, mangeln 

jiHCHua ^nic^^ 

jriicTäTT, belaubt, bu]d)ig 

jiHue ^erfon, @efid)t 

üHuem. anfeljnlid) 

jiniuctBa^ii), -uiHXT. berauben 

Jose SBeinberg 



194 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



jitHiißi) faut 
jiiTo ©ommer 
jiioÖHMT, geliebt 
jiioööBi. f. Siebe 
jiiOTT, lüilb, fdjarf 

jiaräpe ©fet 

MäjiKo ein nieniß, etnia^ 

Ma.TT.K'B tleiu 

jMaiuujiT, fleina[ifltifcf)er Xiirfc 

(üeräd)tltd)) 
MacKapji $)aib5n3Ur[t, ©d)iift 
Mäcjro gett, öl, 53utter 
MaxaMt pf. MaxHa ininfeu 
MaxBaMt (MaxKaMt) pf. waxHa 

entfernen 
Mämexa ©tiefmutter 
werAHHi. freier ^(aU 
MepHuia I 3 riedjcn 

niecö S'^^S^fii} 

MHr-B ^(ugenblid 

MMocTb @nabe, sama cvd 

@uer Knaben, ©ie 
^iiijix lieb, teuer 
MHHyBaM-L C 5 borübergeljen 
MHp-B ^rlebe 

MHpvBaM'L A 1 9\ul)e ()alten 
MHCLJTB f. ©ebanfe 
MHI^HH^a 5Id)fel[)ö[)te 
MHuma 9Jiu§teI 
MjiaAocTi. f. v^ucjenb 
MHoroöpoeHt 5af)(reid) 



MH'iHHe SDJeinuni] 

MÖK-Bpi. nafe, feud^t, burdjnäfjt 

Mo^iHTBa (Siebet 

MOMä ^sungfrnu 

MOMHqe 9Jcäbd)en 

MOM-BKi. pl. Mo:Mu;ii Jüngling 

MocTt S5rude 

My i()m 

MycTtli^H ©d)nurrbart 

myxfl g-(iege 

Mynviia yiüffei, ©djnau^e 

Mxrjra 9iebel 

Mtji'iaiie Sdjiücigen 

MtpaeaiiBT. träge, faul 

MT.i)Ti>BT, tot 

MtAeii'L fupfern 

M'ice^1> SJJonb, 9}ionat 

MicxeHT., -THO örtlich, Iieimifd) 

MAxeHi. trüb 

Hai ha, ba I)aft bu 
HaBeac^aM'B, -Be^oxi, -Bejit 

beugen 
HaABiiBaMT. mit Dat. einen 

übern)inben 
HaAMiniaBami., -naxi, über* 

treffen 
ndesn 9JJiete 
HaacajiaBa:«'!. ce C 4 betrübt 

werben 
Hail-Be^e meiften^, gröJ5ten= 

tei(§ 
iiafiAa pf. zu iiaxo^K^aMt aw 

treffen 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



195 



HancTiiim in bei %at, uürnicl), 

uial)rt)aftii] 
iiaKibüiun., -Ka>Ka bc)"trafeii 
HaKapuaMT. Heran laff eil ; retl. 

[iclj [trciteu 
iiaKÄA'iiTo uiü()in 
naMiipaMi,, naMipiixT. finben 
HaMipemie '?([i[icf)t 
HaMpTtmein. nüirriidj, finfter 
Hana^aM-B, -Aiiax-B überfallen 
HanpaBo av. ijerabeiueivS, birett 
HanpaB.ieiiiie Üücljtnni] 
iianpäuHMt A 5 macl^en 
iianp-LAT. l.iiorf)er,ef)er, 2.uor= 

lüärte, sa cv^ iu ßnfunft 
HanymaMT,, -nycna Uerlaffen 
HapeK^aMT., -e;i,HX'L in Crb= 

iiinu] bringen 
Hapö;i,Tb $Bo{f 
HapÖAHOTo CTiöpaHiie bie 

Q^ülfc^iertretuncj 
iiacaMT. t)ierf)er 
HacTäßaM'B, -cranaxt iperben, 

entfte[)en 
nacToam-B bc[te()enb, gegen- 

lüärtifi 
Hau-LBxLBaM-L C 6 aufblüf)en 
iiaqajiHHK'B 5^orftef)er, ^^-^räfeft 
iiauejo au ber (Spi^e 
iiäiiim-L 5(rt, 23ei[e 
iieöe ^immct 
neßtcTa junge ^ran 
uesaCpaBiiM-L uulicrge§(iclj 
He3aBHcnMocrtUnab()ängig!eit 



iieaHd.MX iclj n)eii5 uic()t 
HfiiaAeinio uneruiavtct, plöu- 

licl) 
Heiipii.ui'iein. " nn^^lemlid), 

ijüBncf] 

HeuptcTÄiieuT. un;,ugänglidj, 

entfegen 
necnn.iyii.TiiB'i. nugelungeu, 

uugenügenb 
iiecTpH^ceH'i. mit ungeid)nitte' 

neu .s^aareu 
ueyiipainlfi Ungeljorigfeit, 

Sieber(id)feit 
iieiuacTiie Unglüd 
nii3T.Kx tief 

iiiiKaKT. auf feine ^föeije 
HiDiä bcnn, uieüeid)t 
HHTo — HiiTo nieber — r.od) 
niimo nidjt^5 
HoacT. 9J?e|fer 
nüca tragen (§ 103) 
HpaB-L ©itte 
HtKaKT, irgenb ivic, eiuftienig-, 

HiKaK'LB'i. irgenb einer; nt- 

Kojiu;HHa ^tn^^al)! 
iitMeu;'!. I^eutfdjer 
uiM'h ftumm 

o6ä>KAaMT, n6a;i,HX'B refi. !nub 

tun, jagen 
oÖeAnn/iBaMi, -niixx 'ücx- 

einigen 

oöii'iail (sJett:)o(in[)eit, iBraud) 

oÖHqaM'B A 2 uiüUen, lieben 
13* 



196 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



oGpimaMt, oö-ipHaxT. !c[)ren, 

itienben 
oöyßaMT, anäiel)en (Sc^ulje) 
oß-ipHaT-i gelranbt, gelegen 
oöicHHKT. ^augenic^§ 
oöiu^äßaMi. ce C 4 Der[pred)en 
OBeHX ©C^af borf, oBHeuiKH adj. 
oBecT. §Qfer 
oBiiäpb §irte 
ÖB^H adj. <Bd]af — 
or.ieAajio Spiegel 
ortHfc m. 3'euer 
oAT.pLye ^Borcaum 
o>Ka6oH6ceH'B mitSSofferlinien 

beberft 
öKo.io präp. um — f)enim, an, 

in ber ©egenb t)on 
oKojiHH ^rei§, Söe^irf 
oKxpBaBeHi. blutig, blutbefledt 
onäcHocTb ®efn£)r 
onaiuKa ©d)manä 
oneKJio za onnyaiwi. braten 
onjiaKBaM'L ce C 2 ftd^ be- 

flagen 
oiipaBAäBaMt, -A&a red)t« 

fertigen 
onpom.aBaM'B, onpocTH öei"- 

geitjen 
opAa §orbe 
opejii, pl. op^iH 5lbter 
ocBoööacAaMTE,, -6oji}ix.T> be- 
freien 
ocBiHx Aa aufser ba^ 
ociiöBa ©runblage 



ocHOBäBaMi, C 4 grünben refl. 

beruf)en 
ocTäBajit, ocTänaxt bleiben 
ocTaBflMt A 5 lajfen, üerlaffen 
ocTpurBaMT., -ünKSi bie §aare 

jd)ueiben 
ocAacAaMt A 5 üerurteilen 

OTB^pna pf. zu OTBp'LIUaM'B 

abttjenben 

oTroBöpHocTt f. 93erantitiortg. 

oTAaBHa feit langem 

oTAt rt)ol)er? 

oTerieHHe 2angett)eile 

oTHAa pf- zu oTxoacAaMi. nieg- 
gel)en (gelangen 15) 

oTKÖjiKOTo als (nach Kom- 
parativ) 

ÖTnyoKt Urlaub 

oTni.BaM'L, -HaxT. abfpauuen, 
fte()len 

oTpeucHo abgefagt; uom 
(2d}idfal beftimmt 23 

oTpöBfl II 1 liergiften 

oTCTpaHflBaMi. C 4 entfernen 

oTTb üon, au§, feit; aU? (nach 
Komp.) 

o'iäKBaHHe (Sriuartung 

o^HCTHM'B reinigen 

o^iyAem. erftaunt 

oiue fdjon nod) 

naAanii, B 1 faüen 
nasäp'L 3}Zartt; adj. -peni. Aeki 
5marfttag 



Bulffarisch-Deutsches Glossar. 



l'.)7 



iiäKOcriiHKi. 35öfeiüid)t 
iiÄMCTHiiKi. ^ eil final 
naMyKT. 33aiimuioüo 
naiiiiu;a ^eücr 
iiapii, iiai)HMKii (5)c(i) 
nacä 1, näcox-r. Uieibcii 
nepö ^-eber 
necT>i II 2 iü&jt'u] c[len linb 

trinfci! 
necB PI. ncera i~">unb 
neTJi'ie ^ünfei* 
ne'ie.M II getu innen 
iiiiBo Siei" 
nii.ie ©efÜiget 

nii.ieHu;e i^ü()nd}en, 3SögIein 
^HcaTe.^L v5d)rift]'teüer 
niimöBT. ^iftole 
nniua II 2 pfeifen 
n.iaBaM-L A 2 id)luimmen 
n.iäAHe 9[Rittag, ^Jiittageffen 
njiäAiiysaMx ju 5JJittac} effen 
njiätia, -KäxT. meinen 
n.ieTeHT, gef(od)ten 
n-iicHui^a C()vfeige 
noöapaM-L A 2 betaften 
noß^rfAHieaM-B C 6 erbdiffen 
noötAa (Sieg 

nöBe^ie me()r, -uero bie meiften 
noBpi^a Sefdjäbigung 
norpeßeime 33eerbigung 
noÄÄ'Bp»:aM'B, -yKaxx nnter* 

ftü^en 
noAKp-iiiHMt, =niixT> ftäi'fen, 

nnterftüljen 



noAnäCflMi., -necox^ üorfetieit, 

anbieten 
iioAHuBHBaM'i. criieiieiii 
noAniipaMX, -npixx ftü^eit 
iioACJiGHt Cbbad) 
noacapHaxa KOMdiiAa 2cuev= 

njei)r 

iioHcejidiiiie 3iUin|d) 
iiu3Bo.inBaM'r. cii id) geftatte 

mir 
nosiiBT, 5tufruf, ^^(ufforbcriiug 
nosnaBaM'i., -3iiaxi. feinieu 
no3öp% !2d}anbe 
uon3M'LiiaM'B, -HiixT. cin iiieiüg 

iinbevn 
noHCK-aMT. Derlangen, forbcrn 
noKasBaMt C 3 geigen 
noKÖem. Q^erftorbcner 
noKopflBaMT,, -piixt nnterHier- 

fen; fdjelten 
noKpail, längy, neben 
noKpiiBKa ^cde 
nojie ©bene 
nojieKa (angfaiu 
n6ji3a 9cnl3cn 
no.MjBaMx ce benutzen, [id) 

jn D^u^e madjen 
noüniBaM-B C 1 begießen 
nojioaceHHe Sage 
no^ryA^BaM-L C 6 iierrüdt 

njevben 
nojryyeaM'B, -'iiixt. empfangen 
nöjicKa päöoxa ^-elbarbeit 
iiOMdraMT, Ijelfen (§ 102) 



198 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



iioMeHyBaM-L A 1 rieben fen 
iioMHfl II 1 gebeufeit 
iioHe tuenigfteng 
iioiitKoraafT. bann unb mann 

einmal, inand}ma( 
noojieKBajii-, -Kiia erleid)tern 
iioniinaMi. A 2 betaften 
nonjia'iBaMi., -KaxT> in SSeinen 

angbrecljen 
nonpaeflM'B, -bux'l beffem 
nonyKaiiT, A 2 aufc^efprungen, 

nopaaceime Dcieberlage 

nopÄ^iBajii., -yaxi, befcl)(en, 
befteüen 

noc'BBiTBaM'B raten 

noc.iiAeH'B leljlere 

nocpimaM-B, -cpixiixT. begeg- 
nen, empfangen 

nocxpoHBane (ärbauung, 93an 

iiocT;knKa 53enel)men 

nöcißi, (Saat 

noTi,pciiMT& A 5 anffndjen 

nocftana zu naxBainaM-i ei's 
greifen, anfaffen 

noxüvnnn PL ^ool^fapfet 

iio^iHHaji'B lierftorben 

no^mTcieMT. geef)rt 

npoBo 9ied)t, SSal)r(ieit, npa- 
BiixejicTBo 9kgterung 

npaBocjraBeni. red)tglänbig, 
ort[)oboi- 

npaBt rcdjt, geredjt, cxmt. o^ 
id) [jahQ rec^t 



npart (Sd]mel(e 

npuBiTjuiBT. juiiorfoinmenb, 
freunblid) 

npHBix^ ©lürftinmid) 

npHBHKHa.i'B gcuiö{)nt 

npiiejtt P. Perf. zu npiieMaMt 
j empfangen 

npnKasBaniT., Kanca erfüllten 
! -Ka3Ka (^efd]id)te 
! npHaejKeiiT. fleif3ig 
j npHjiHiia imp. ec^ ^v^'^^t fid) 
I -Äimem, anftiinbig, fdjön 
' npHjliraMt paffen ((2(^ul)e) 
' npimyacAäBaM'L, -hjauxt, 
gmingen, nötigen 

npnpoAa 9^atnr 

npHcxHraMi.,-rHax'L aufommen 

npH'iHHaUrfad)e,^-i.^eranlaffnng 

npHinejien'B (Singemanberter 

npHATen-L angenclim 

npoBoac^awL 3a fd)iden nad) 

npoAaBaM'B, -^a^oxT, üerfaufen 

npoAtJracaBaMT., ->khxt, fort- 
fatjren 

npo3iBaivn. C 6 gälmen 

npojiiTL f. ^-rütjling 

npoMiHflBaiHi. C 4 änbern 

npocxiipami, -crpixt 

npocT.ji3;iBaMTs C 4 in 'Sränen 
au^ibred)cn 

npoxiiBent gegenteilig 

npoxjiaAa ^ül)Ie 

npomi^BaMt, npccxiix-B öer* 
äeif)en 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



199 



iip-Lcreiix 9tin(5 

iipiAäoaMT.j-AäAox'L überleben 
iipiA" Uor 



pa3roB;ip;iMX ce, -BopHX'B [ici^ 

unterl)altcit 
l)a3Ailnanrr., -Aa^oxi, berteileil 
pa3iirpaBa.M7. cefirf) auStaitäen; 

Hör greubc ()iipfoii 



(ip'tAmecTBeiiHK'L ^orqiinger j pasKomein, prädjlifl 



iipiaciiBtBaMT. C 6 erleben 
iip'lapeiine Sßeradjtiini] 
npi3-i. burd], uiätirenb 



fd)nrf 



iJasjiKrr/iBaMt C 4 
mad)en, erzürnen 
pasiiojrärawL c% Derfügeu über 



iiptKpAceHT. fel)r fdjün,l)errlid^ ' pa3iipäBHM7. A 5 au§einanber= 
rpiK'pi.cTiiM'L A 5 befrcu^^^eu | ie|en, er5äl)Ien 
npioöptinaMt, -Öi.pHax-L ce j pascipAHMi, A 5 eräümen 

\\d) umänbern 
iipiMiHeiii> gefleibet 
npicent frifd) 
njjicTöpflM'B A 5 neriiHiubedt 

ncexa PL zu iieci. .VMlllb 
nycTHiiü f. S53üfte 
nymene 9iaud)en 
ntK-L aber 
n-Ljem., -jiho üo(l 
m.jiHOJiiTeH'L groll jcKjrig 
mbpBoiiauaJHO c^iixaiie (^lu* 
fang^O (Slementarrcdjiten 
ntceHi. f. :^ieb, ®e[ang 

pa6öTHHKT> 5lr6eiter 
päöoTH^ arbeiten 
]ia366nHHK^& Sväuber 
liasBiiBamt ce pf. pa3Biiii [id) 

entlDideln 
pa3BiiTiie ©iitlüidcluncj 
pasBi.iHyßaiM'B cein5(ufregung 

geraten A 1 



refl. böfe lüerben 
pasxöAKa (Spaziergang 
pasxöacAaMi ce A 5 fpagieren 

geljen 
pa3utBBaM'L anfblütjen, gc* 

beitjen 
pa3'iyBaji'B ce überall get)ört 

lu erben C 1 
pa3fla:AaMi., -HAoxt auf [reffen, 

zernagen 
paKT. pl. paii,ii Strebs 
päiio av. früf) morgend 
pä'ia, -^nix-L II 1 incllen, ein- 

unüigen 
peßä 1 1 impf, brüllen 
peAOBBH'B regetmäjjig 
peuä (peKä), peKoxi^fagcn 
piinajit aufjpringen 
poÖT. Sflaoe 
])OAnTeJiii ©Item 
poAHiiHa $8erftianbter 
pöceHi tauig 



200 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



piinäßaMT., -iixT. entfdieiben 
pÄKoBOACTßo güt)rung 

cäÖH ®äbel 

ca^H n 2 pffanäen 

caMT, av. f)ier[)er; pron. felbft 

cÖHBaMT, ce {)anbgemein tüerben 

cÖÄAHyBaMt, -Haxi, ficf) er= 

füücn 
cbIihm-l A 5 [)eruntetnel}men 
CBerei^'L ^eiliger 
CBem.eHHHK'i. ®ei[t[icf)er 
cBHBaMi, C 1 (^ufammen^iefjen 
cBoßo^ä greit)ett 
CBo66;^eHX frei 
cBxpsßaMt C 2 ticrbinbcn 
CBxpinaMT. A 5 lioüenbett 
cbBt-b SBelt, Sicfit, Seute 
cB'lmt f. ^erge 
CÄäBflMT. ce aufeinanber Io§- 

[türsen 
cejinHini-B 2)orf6elr)of)ncr, 

S5auer 
cecTpä (Sdjtoefter 
cHBt grau 
cHHt blau, oo KaM-BK-B S?!upfer- 

öitrtot 
cKajrä ^-elfen 
cKäyaMx , cKoKnax'B auf- 

fpringen 
cKiixaMT. ce uml)er[c()roeifen 
cMa^x 9üebertage, DJ^aga^in 
cKOToÖoHHa (Sa|Iac^t[)auc 



CKpHBajHme 6^ö()Ie 
CK-BpÖL Seib, Stummer 
cKÄnepmiKx (SJei^fialy 
cKÄm. teuer 
cjiaöx fd)tt)ac^ 
cjiäBa 9?uf, 9iu()m 
cjinsaMt, cjisox-L abfteigeu 
cjiyrä 5)iener 
cjryx'L ß)erüd)t 
cjiyinaM'L, -max-L [)örcu 
c/iy^iaä gaU, ®elegen()eit 
cj^ABaMt, -Aiixt folgeu 
cjii3a zu cjiinaMT. 
cjiim, bltnb 
cMHpeHT. bemütig 
cMjiijio zu cMiuiHMt jermal)Ien 
cMi-pTt f. 'Job 

cMixane 9iedjnen 
ciiejn. zu ciiHMaMx 
CHoni. ©aibe 
cnaceime S'tettuug 
cnacHBaMi. C 4 retten 
cnecTHBaM'L C 4 fparen 
cneuejiBam-L A 5 gelüinneu 
cnHCLKx Sifte 
cnoKÖeHX ru^ig 
cno.iHTaM'L , -jrexoxx (an* 

fliegen), befallen, treffen 
cnojiyyaM'L, -nuxi, gelingen 
cnojryyjniBT. erfo(greid) 
cnopt'A^ gemäß, nad) 
cnpa zu cniipaMi.auft)aIten,an' 

I)aIteu,SBot)nung nef)men(19) 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



201 



I 



ciipaBeA-iHBT. flcrecf)t 

cnpeTiiaT'r, gejdjicft 

cnpi zu cniipaM'i. t)alt madjcn 

(abfteigen) 
cpeöpö ©ilber; cpeÖxpeH'B 

filbern 
cp§ma ^Begegnung 
cpiina^iT., ci>iinnaxi> begegnen 
CTanmiH Station 
cTapi. att 
CTÄTna 5(uffQ^ 
cTaiiiiiKT. (Streüenöe 
cTencHB f. ©tufe, ©rab 
cTiiraMt, -rna antommen; 

imp. genügen 
CTiicKaMii, -CHa brüden 
cTöjima 9-tefiben3 
cTojix (Stu()I 

cTopH pf. mac{)en (cTopEaMt) 
cTpäment fd)recfUd) 
cxpiirä, -aceuix fcfjeren 
cxyAeHx !alt 
cxyAi» teilte 
CTT-Kjo ö)la§ 
cTMÖa Seiter, treppe 
cxinä SSanb 
cxicHflBaMx. , -Hiix'B beengen, 

bebrücfen 
cxAnKa iScf)ritt 
cypöBTB frifd), faftig; rot) 
cyxpiiHtxa av. l)ormittag§ 
cBÖnpane 3ufammen,^äf)Ien 

c'LÖpaj'B zu CLÖlipaMI 

fammeln 



cT.ÖyjKAaji'B, -ÖyAuxT. lüecfcn 

refl. ern;ad)cn 
c-LBciMi, ooUftänbig 
CT.rpimdBaM'B C 4 fel)l tnn 
CT.A'BpHcAHiie Snl)alt 
ctMiieiiiie ßttJ^^if'-'^ 
cxMHHxejteHT. üerbärfjtig au^« 

feljenb 
cLHi. (£d)lQf, "Sraum 
cBoöii^aBaMx,, -miix'B mitteilen 
c-Bnpy'ra ©attin 
cipAiiri. sornig 
cipM ce böfe roerben 
cLcxoHnne ßuf tanb ; Vermögen 
cT>cip,T, 9^arf)bar 
cBiost 95erbanb 
ciHKa (Scf)atten 
ctinaMx. ce A 5 at)nen 
CÄAH II 1 ridjten ; -Aeno bom 

©djidfal beftimmt 
ciRmHn ebenberjelbe 

xa unb, fo 

xaBaHx. 2)ede 

xaeHx, Ijeimlidj; xailna (^e= 

^eimniS 
xaMx bort, ba 

XB-Bp^t ftarf, fjart ar. -a^ ie{)r 
xeMCBK-L, -acKo fdjtüer 
xji'Bcx'i. fett 
ToAop'B X()eobor 
xöKymo gerabe aly, faum baf^ 
xoyKa ^unft 
xoara, xon^KKa <Stod 



202 



Bulgarisch-Deutsches Glossar. 



xpaneaa %i'\d) 
Tpenexent gitterilb 
xpeci gittern 

TponaM'B !(o|)fen; trampeln 
Tp'irBaM'B, -rna aufbrei^en 
Tp^Ht, TxpHx ©orn 
xpißä ^raut, ©ra§ 
xyK[a t)ter 
xvKy mo eben erft 
xyna.Mt B 1 ftopfen 
xypKHHH STürfin 
xypHMi A 5 legen, ftellen 
x'LpKäjrflMt ce, -kojtiixx ftc£) 
njäljen, fic^ f)ernmbref)en 
xtJiHHi^a ©efängniS 
x-Lproßei^t Staufmann 
xxpcH fuc^en 
xtjo Körper 

xicHojuraeeHt fcJ)maI]purtg 
xioxioH'L Xahat 

Y bei 

yÖMBaMt, yÖHx-B er)cl]Iagen 
y6Heu;T> SJJörber 
ysaacäBaMt, -sKiixt eljren 
yBaacäeMt geehrt 
yöi^AäBaMX pf. j6ifl,A Ü6er= 

sengen 
y,T,apBaMi, s, y;i;pHM'i 
y^iiOBJiexBopÄM'L, -pEX-B be= 

friebigen 
y;i;oB6jicxBHe S}ergnügen 
yApHMt, y^äpiixi. fd)lagen 
y^Kx fd)on, borf) 



ysHäBaMT. C 4 erfahren 
Ysynt-^iapinnH ©ro^er 9JJarft 
yjäsHMi,, yjioBiix'L fangen 
yniHoateiie 5>ertiielfad)en 
ymopent miibe 
yMT. Sinn, S3erftanb 
ymipeH'L mäBtg, gemüBigt 
ynjiäxa Sc^reden 
ynjiäiuBaM'B erfdjrcden 
ycjÖBHe 35ebingnng 
ycjyra ®ienft, (Gefallen 
ycntBaM-L, ycnixi gelingen 
ycxä 9J?unb, Cffnnng 
yciinaMi, füf)Ien, nicrfen 
y^iacxi, f. ©d)idja( 
yyeHHKx <Sd}ü(er 
yixiiBi, I}öf[id) 

(J)aHxoHAaaiH *$lntfc^er 
{})äHajii. s. XBaina>n> 
(i)eHep'B Saterne 
(fjpi.Knaji'i zu (ItxpKaji-L fliegen 
(j)yHX'B ^funb 

xänn, xaniiaxt beiden 
xapecBaMT. tr. u. intr. gefallen 
xapiisaHx gefdjcnft 
xapxHfl Rapier 
xBäna pf. zu xBainaMx er= 

greifen 
xBi-pKaMTb fliegen 
xb^pmIII id)(eubern,fd}ieBen 
xHxxp'B (iftig; -xpocxt [Sift 
xjiane Sürfc^^cn 



Bu lorarisch-Deutsches (ilossar. 



20:$ 



xraa IJ 1 i^e[)cn 
xöpa ijeiitc 
xopö SJeigentan;^ 
xpäöT.p'L tapfer 
xpäH>i,-Hnx'i, cniä{)ien, füttern 
xpäHeiit njoI)lgeiui(irt, ftattlic^ 
xyßaBT, )d]ön 
xiaM-L Ö)ipfcl 

miriaM-L B 1 be)prificu 
uepT3 3ii"i"*-'i>i)e 
UiiraHiiHT. ßiäcuner 
ui-iVBaM-L, -ynaxt füffcn 
ui.ib f. 3icl 
uiHä ^^reiy 

uiHsi fd)ägen; -liHBaMi, fcr* 
bingcn, ocrmicten 

'laKT. gerabc, nur 

'lacoBiiiiK-B 'Jafcfjenutjr 

nacx ©tunbe, 5(ugenb(icf 

iiacTfc f. ^eit 

'läma ®[a§ 

iie.io (2tirn, Spi|e 

y[e.i]oBiKi. S)tenfc^ 

'lepBeHX rot 

yept, nepeiit fcfmiarj, un= 

cjlücflic^ 
yecTHT'L geehrt 
'lecTo av. häufig 
necTt f. I. (£{)re, IL ®Iüct 



'lera i)üiuberbanbc 
iiHiiöBHiiK-B Beamter 
'iiKJrrb 'tjiaar 
qvBaMT., tiyxt t)örcn 
'iy;^o SSunber 
yvAa ce 11 1 fid) Uuinbem 
'lyatÖHHä ^i'embe 
^lyacACH^Hx ^-rember 
qyiuKa grüner '!|>aprifa 

uiänKa §ut 

lUHiue 5^^"'1^c 

mpia Sanb 

myM-B 9uiufct)en, 2axm 

macT.iHBT. g(ücf(ic() 
mepKa = A^mepa 
mo wav] ber, bie, baö 
moMx ba, fobatb a(5 

lOHaK-B, -pl. -u.il i^elb, !Iurner 

H — R fei e§ baf5 — ober bajs 

a6%jiKa SIpfel 

ABaBajit C 4 funb tun, geigen 

HAocBaM-B ce C 2 fid] erzürnen 

Ako adv. laut, früftig 

HMa @rube 

aM-i, flAemi. effen 

ape 3ifffc'it 
flcen-L [)eü, f(ar 
HCT» pl. Slrippe 



204 



Deutsch-Bulgarisches Glossar. 



Dentsch-Bulgarisclies Glossar. 



a6er ho, awä, ajid 
^Ibgeorbneter napoAeH'B npi^- 

cxaBHTejit 
^(cfer HHBa 
^Ubonefe apuayTimi. 
([{§> Koräxo 
al§ ob Karo iie ;ih 
■angreifen Hanä^anix, -Anaxi. 
antworten oTroBäpHMi., -söp- 

HX-L 

mpfel A6t,äkb, 

Slrbeiter paöoTHHKi,, pl. -i];h 

üuc^ cAmo H 

üufbre^en xpi.rBaM'B, xp^rna 

i?lufgabe sa^ä^ia 

auffeufj^en B-iSAi-XBaan., -xna 

auffteljen cxasaM^, cxana 

angfuören (üoüenben) cB-tpiu- 

BaM'B, -lUHX'B 

5tu§gabe paaxc-A'B 
an§f)alten HSAipacaMi., -ataxt 

9^üb öäHü, 93abeort öaHn 

93anf öänKa 

^e^örbe ynpaBjeHHe yiipiac- 

AeHiie 
t)efef)len sanosiABaMt 
t)ei y, npii 
beru()igen ycnoKOHBaMi-, 

-KCHXT. 

iSenju^tfein ci3HäHHe 



33e3ief)ung oxnomeHiie 
biüig e(J»THHi> 
53irne Kpyma 
bitten um xöja sa 
blau CHHB 
33rief nucMo 
Sorot xiEiö-B 
S3utgarien E^jiräpHK 
Sürgermeifter Kiiex-B 

S)aCl} nÖKpHBI. 

®ecEe ^lepra 
®eutfd)Ianb repMänna 
bod) Bce naK'B 
®onau AyuaB-B 
bünn x^H-iKT. 

burdjbringen (öerid]ineuben) 
iisaacAaMi. 

(Sbene paBHHna [m-bki. 

(Sbelftein Aparou-lHem. Ka- 
(£i ailue 

einige HiKojKo, HiKoii 
(£innal)me iipiixoAi. 
erbniben npixi.pntBaM'B , 

-ntxT) 
ergeben np$AäBa>n. 
©rlaubni^o nossojieHHe 
erreichen cxiiraM-B (aufomm^n) 
erfdjrecfen ynjiäuiBa>i'B, 

-lUHX'B 



Deutsch-Bulgarisches Glossar. 



20: 



5cbcr iiepö 

fcinblid) HenpiiHTe.TCKn 

finbcn HaMiipaMt, iiaMtpnx'B 

}s'\]d) pil6a 

Aleifd) :Mec6 

fragen miTaM'B, noniiraxx 

fran^öfifd) (j)pencKii 

JvraU >Keii:i 

(Vvembe ('^(ullanb) iiyatßunä 
^•rcmbcr My>K,ieiiei^'L 
5Tii()(ing npö.itTL 

(^)a6cl Bibima 
gefallen xapecBann. (ce) 
gegen präp. Ktnit (iRid)tung) 
gc^en oTxoacAaMT. (othaoxi.), 

saMimaBaMT. (== au§* 

uianbern), BtpBa II 3 
(l)elb napH 
<5)efd)mad BKyc-L 
(Metreibe acilxo 
©eimtter KyM'L, ^iil^io 
gibt ec iiMa, gibt e§ feinen 

HiMa 
(^Ua§ Mama 
glüdltc^ macT-iiiBt, (iiecxiixa 

Hosa roAiiHa) 
(5)raben oköh-b 
Ö^raS Tpißä 
(5)rei§ CTapeu;-!., -pmi 
groß ro.iiMT. 
O^roBuater a^ao 
gut Aoö'ipi'; Aoöpö 



.^afer oBect 

^ammelf(eifd) oBHeuiKo (öB'ie) 

MCCÜ 

^autnicr ^ynt, ^eKäin. 
§aar Kocä 

t)eilen itr. aasApaß/iMi., -bIiji'l. 
Ijerrlid) npiKpacen-B, -ciio 
l)inbern aanHpani'L, -iipixi» 
^n()n KoKöuiKa; iiiLie 
^unb Kv^e 
junger rjiaAx. 
l)Ungrig r.iaAeHt, -Ana 

irren fid) öxpKaMi ce, .ixaca ce 

Slampf 6011 
Släfe ciipeiie 
tiein Mä-niKt, -.iKo 
l^leingelb ApeÖHn napii 
f narren cKi.pi^aM'B 
fönnen Moaca § 102 
Ä'opf rjaBä 
^orrefponbenä KopecnoHAeii- 

foftbar i^tHCH-B 
frumm KpuBi 
^ülj KpäBa 

Sanb cxpanä 
2äxm inynix. 
Set)rer yinxcib 
Sente xöpa 
Sieb ntceHL f. 
Söffet .n.>KHi^a 



•206 



Deutsch-Bulgarisches Glossar. 



marf)en npaßa, nanpaBuxi. 

SlJJeer Mope 

meift ady. nÖBe^exo 

äJieffer noac^ 

SJJorgeit jTpo; adv, yTpi 

näC^ft CJI^AeH'L, -AHO 

9^a(i)tigaü cjräBeil 
i)tagel rcosAeil 
netjmen BseMaw'B, Bsexx 
neu HOBT, 
nic^tio idmo 
nötig nyacAent 
3lot HeBÖJia 
nur caMo 

ober ii-iii 
oft ^lecTo 
o()ne öes-L 

^el^ Koacyx'B pl. -ycn 
•^farrer cBemeHHKt, nont 
^tcfter rpoint 

^lal^ 3itcTo, cvD ne't)men ci- 
AaMi), pf. ce^Hä 

9^ab Kojejio pl. -Jiä, -jtexa 
9?äuber paaöofiHHK^ 
9?td)ter cäauh 
richtig Bipeni. 
3fiüden r^pöx 
rut)ig Tiixx 

©nc! yyßä.3x 



©djatten ciHKa 

fd)(ed)t jiom-h 

fdjiimm st-ji-l, sjio 

©djtüffet KjiioyT. 

fd)(eifen xöya, Haxö^iuxT. 

fd)me(äen itr. xon« ce 

fc^mergt mtd) ciojiii Me 

®d>nede oxjiiobi. ■ 

fd)ün xyöaBi. 

fc^reien roBopa et maci 

©c^utbigfeit tun iiBntJiHflBaMx, 

cii Ai-Jira 
@d)Ule yqMHme 
(Sdjüler ytieniiKi. pl. -i];ii 
(Sd)ul§e KMexx 
fd)tt)adj cjraöt 
©djluefter cecxpä 
feljr xBxpA^ 
fofort Be^Hära, saB^iäc-B 

®Olbat BOHHHKX 

ioiüül)[ — qI^ audj II — 11, 

KaKxö — xaKä 
©parfaffe cneciÜBna Kdca 
jpinne npe^a, npe^oxi. 
©tabt rpaAt, -OBe 
ftattfinben cxaEaM-i, cxäna 
©teigbügel cxpi^ie, -ena 
fteil cxpiMeH-i, -MHO 
[tta{)(en cB^xKaMt, cB^iXHa 
©tra^e yjiHij;a 

©tUt)t CTOJIt 

ftürmijd) öyeii-L, öyÜHo; 6y- 

peHT., öypiio 
[türmen fidj ciiycKaMi- ce 



Deutsch-Bulgarisches Glossar. 



2U7 



Xeil Mucifc 1. 
teuer cKÄHT. 
%i\d] Mika 
toU 6ic-h 
tüdjtig AocTÖeHT. 

überall iJctKÄxi 

Ufer öpiri, 

uniljertrciben refl.yBxpTaMi ce 

unbeic()reib(ic() orpöMenx (31) 

lliierUiartetCy Heo^aKBano 

unteriüCi'jC' no häth 

J^titerlaitb oTeyecxBo 
üerbercjcn refl. CKpiiaaM-B ce 
S^erbeugiiug nüKJOHT. 
üerberbcit trans'. pasßäjiflMi, 
SBerfauf npu^a^KÖa 
üerlicrcit nsrjö^M'i, -önxi. 
S5crmöi]cit iiMane, luiöxt 
ber^idjteii oxKaseaM'L ce 
t)ieUeid)t Moace 6h, üieüeidjt 
fogar=tüenn nidjt aKo iie 
23itrio( cniit KajitKx 
üürfteüen fid) npicTasaBaM'L ch 
t)orüberQcl)ciib BpiMemio 

'lii^aih ropä 
SBanbcrer nATnuKi. 



irarum 3au;ö? 

tüa§ mo? KaKBO? moTOjKaKBOTO 

SBaffer BOAä 

SBeinberc; ;iü3e 

\iK\\] 6f,.Tr. 

SBci^eu iimeiiiii^a, (6ijio)yKnTo 

tüenig mujiko 

niertnoll uiiiieHt 

SBetter BpLMe 

2Bteje jiBBä^a 

uüeiiiel kö.iko 

3Birt§(}au^5 Kpi-yaia 

2Sort cjiöBo 

njünfc^en jueji-Aa ^ 

iPÜtenb apocTeHT. 

5a()(retc^ jinoroöpöeH-B 

3cit up'ijie 

^euge cBiiAiTCJib 

3iege Ko3a; ßicgenffeijc^ K03e 

Mecö 
ßinuncr ctAk 
^infeit jriixBa 
5U Ao, iia, npH 
zufällig ciyyäilHo 
3uhinft 6^Aeiu,e 
5iirüdfef)rcn Btpuj.aM'i. ce, 

B-ipuaxt 
^tntiigert HaciuBaMi., -.iiixi. 



Empfehlenswerte Bücher [iir das Studium derBalkansprachen: 

Verlag von Joh ann Amb rosius Barth in Leipzig. 

Aisübungsbuch für die bulgarische Sprache sei bestens empfohlen: 

Aleko KoiiHtantiiiofs ItaJ Oaiijii 

herausgegeben, übersetzt und erläutert von 
Prof. Dr. tHUNtav M>igand. 

VII, 159 S. VMS. Geb. Mk. 3 — 

In dem Werke ist die Umgangssprache der gebildeten Bulgaren 

mit vielen echt volkstümlichen Wendungen dargestellt. 

Denniiichst erscheint : 

Ibuiigstiucli zur tiiilgiirischen Siiii'eibschriii 

herausgegeben von Prof. Dr. Iwostav Woigand 

1917. Unter der Presse. 

Früher erschienen: 

Albaiieisische Crraiuiuatik 

im südgegischen Dialekt von 
Prof. Dr. drnstav M^eiffand 

XlV, 189 S. mit 2 Tafeln 19l;J. Geb Mk. 6,—. 
in der gegenwärtigen Zeit gewinnt die Sprache Albaniens, die 
bisher nur für Linguisten von Interesse war, für weitere Kreise 
eine Bedeutung . . 

Albanesisoh-cleutsclies u. I>eutsch- 
albaiie^isclieN IVörterbucli 

von Prof. Dr. Cirustav Weigaud. 

X, 179 S. Geb. Mk 5,U( i 
Im Anschluß an die früher verfaßte albanesische Grammatik hat 
Prof. Weigand ein Wörterbuch folgen lassen, welches für viele, 
die sich mit der dortigen Sprache beschäftigen müssen, will- 
kommen sein wird. 

Oraniuiatik der riimäui^cli. I^i>rache 

von Prof Dr. GuMtav Woigand. 

2. Auflage 1917. Unter der Presse. 
Aus einer Besprechung: Weigand's Buch überragt weit die Arbeit 
seiner Vorgänger. Prof. W. ist den ohne Zweifel richtigen Weg 
gegangen, indem er die Sprache so darstellt, wie sie im Munde 
iler Masse des rumänischen Volkes lebt ... Es ist ein vorzüg- 
liches Werk. 

Ton Creaiig;a's Uarap Alb 

herausgegeben, übersetzt und erläutert von 
Prof. Dr. Oastav l¥eigand. 

IX, 148 S. 1910. Geb. Mk. 8,-. 
Ion Creangä war ein Bauernsohn, aber von allen rumänischen 
Schriftstellern hat keiner in so genialer Weise sich in der Volks- 
sprache auszudrücken verstanden wie er. 



Verlag von Johann Ambrosins Barth in Leipzig. 

Von demselben Verfasser erschienen im gleichen Verlage: 

Die Aromunen 

Ethnographisch-philologisch-historische 
Untersuchungen 

über 

das Volk der sogenannten Makedo-Komanen oder Zinzaren. 

1. Band. Land und Leute. . . . . M. 10.—. 

2. Band. Volksliteratur der Aromunen. M. 8.—. 



Jahresberichte 

des 

Instituts für rumänische Sprache 

(Runiänisches Seminar zu Leipzig). 

Bis jetzt erschienen 20 Bei'ichte zu verschiedenem Preise 



Linguistischer Atlas 

des 

daco-rumänischen Sprachgebietes 

Format 48:52 cm ohne Rand, Maßstab 1:600000 _ 
herausgegeben auf Kosten der rumänischen Akademie. 
IV S. 34 Spalten Text u. 67 färb. Karten. 1909. Gebunden M.50.- 



Ferner : 

Die Sprache der Olympo-Walachen. M. 3.— 

Vlacho-Meglen. M. 3.60 

Der Banaler Dialekt. M. 3.— 

Körösch- und Marosch-Dialekte. M. 2. — 

Samosch- und Theiss-Dialekte. M. 2.— 
Die rumänischen Dialekte der Kleinen Walachei, 

Serbiens und Bulgariens. M. 2. — 

Die Dialekte der Großen Walachei. M. 2.— 

Die Dialekte der Moldau und Dobrudscha. M. 3. — 

Die Dialekte der Bukowina und Bessarabiens. M. 3. —