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Full text of "Codex diplomaticus Brandenburgensis, herausg. von A.F. Riedel"

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Codex diplomaticas BrandenbnrgeHsis. 



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Dr. Adolph Friedrich Riedel. 



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Codex diplomattcns Brandenlniriensis. 



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Uvhmitfen^ €^tomktn mKf fanCttgcn €tueücn(d)nften 

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Dr. 9lboI|»l^ ^itbti4> Stiefel. 






184 V. 



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^^^^i^^J^^fät 



itantentlt(|f tn SSeat'el^ung auf 3ln|ialt, f8«i)tm, iBd^men, fßvcaxn^^imQ, Ti&ntmcail, ^auAms, 

^atterflabt, |)oIjlettt, bte Sauftfem, Uheä, SßneBurg, 2Wä^w«, aWcflbrtttrg, SWfcflenburg, Wittum, 

Oejierrei«^, 55oIeit, Komment, 5)ofett, f rcußw, ©at^fe«, ed^jlcpetr^ S^w^, 

Ungarn unb anbete Sfinber.- 

herausgegeben 
Dr. ^b9tp^ ^Hebrl^ 9tiebd, 

ABragltt^ ftrufif^tm ©d^rimm Slrd^ivta^e, iBoiffaubt bc« ®c^c(tnRt aRini|ict{aI'S(r4)iiw«, anfmitfMtli^ ^wfftTmt in ber 
))f){Iofoi>^if^m %amUäi m hn ^ritMif ' m\\)tlmi ' Httha^iäi )u StrUn, Stitter bc< Sto^m abler-Oibcn» »inttr JHafT«^ 
TOitWrdtot bft Jltebncf^Iefifc^ - OTfirtifc^w ®fen6o(in » ©effUftfjafi; ®tnwal - ©«retofc bt« »ntrfn« fBt Oefd^^te b« TOorf 
Sranbmburs, bn ASnigltfi X>äntfii^en (BtfcUf^afi für Slorbtfd^e ®ef4)<(^te unb S(ItrTt^ttm«funbe }« So|>(n(agai, bcr Dmtf^im 
(BcftOfi^aftoi )u fdttüa unb )tt £ri|>}i3, fottie ber C&ni)fäliif^tn, ®(^Ie|tf(^cn, fJonunnfi^nt, £)brrlanfi(if4«^ 9lriQrnhtireif4ir»r 
a;itttHnsif4i'®fi4iif4«i «nb «Utmärfifi^ni ))<ßoTif(iicn «rftSfi^aftm SHtglirbf» 



aSiett^ SSiiit^. 



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gortfetäitttg btx ttrlunbeit ana itt Slegteruttgdjett ber 2»ar!grafen unb 



MCDLXXVI. ^dntg &iegmitnb Beauftragt bm SSurggrafen ^rirbricff Mn 9lfirnberg^ bei bem 
jtfnfge ä&enjel von S3f|imen baj^tn ju »ixim, ba^ am beffen Sänber bte $oIen feine »euere 
. ^iUfe gegen beit ^etttfd|ien Orben erj^olten, am 2. '^q^ 141L 

Sigmundy von Gotes Gnaden Römircher König, zu allen Zyten Merer des 
Riches vnd zu Ungern etc. Konig. Hochgeborner, lieber Oh^im und Ffirfte, Wann diner 
liebe wol ^ifTentlich ift, >Yie gar fwerliche der erfame Orden unrser lieben Frawen des tut- 
fehen Hufses von dem konig vonPolan vnd fioen helfern in kurtzeii zyten oberzogen 
und befchedicht ift vnd wie gat hertelichen d^mfelben Orden in den' Brufchyfen landen 
In grfintlichen zu verdarben vnd zu vertylgen angefetzt wurden und wieviel chriftlichen plu- 
tes in denfelben kürtzlichen virgofTen ift, das wir alles klegelichen fchriben, und wie uff daz 
letzt zwifchen dem vorgenanten Orden und dem obgenanten von Po (an und ir beider lande 
und lüte ein Ricbtunge virbriefft und vermagt ift; Darumb bedücht uns nicht not fy diner 
liebe darumb zu fchriben. Wann uns aber nu verbracht ift, daz diefelbe Richtunge alfo 
grobeiich tiberfaren fy und ^erde, daz wir beforgen, daz aber nu kriege nicht allein zwi- 
fchen dem vorgenanten Orden und dem von Polan» funder uns auch dem Riebe und an- 
der Chriftner lande erweckit werde» wann foliche kriege uns und daz Riebe und villicht 
di^ gantze Chriftenheit anruren; Danimb wollen wir die mit diner und ander unfer und des 
Riches fnrften und getruwen Rat und Helfe gern unterfteen » als verre wir immer mochten : 
und lafsen darumb din lieb wifsen» daz, der Marfchalk des vorgenanten Ordens zu uns kom- 
men ift und hat uns clegelichen vorbracht, wie daz die vorgenante Richtunge an dem vor« 
genanten Orden gar manikiichen überfaren fy und werde , und daz ir der vorgenante von 
Pol an nicht nachgee» Wann er dem vorgenanten Orden vil finer gefangen noch nicht leidig 
bat gelaflen und er auch vil ftucke fordere^ die wider die Richtunge fy> und neraenlich, daz 
er allis urfache fuche, als der itzunt genante Marfchalk meinet, als der Orden wol bewifsen 
mack» wo das not fie, die Ach me zu kriege denn zu früntfcbaft treffen, als eV daz dan bafs 
ertzelen kan» Vnd, hat darumb uns als einen romifchen konig gar ernfilichen aiigeruffen, dem 

ifm)fU\^, u, a IV.: ' 1 



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vorgnanten Orden zii Hülffe zu kommen, daz er alfo nicht me verderbet werde. Lieber 
Obeim» wann nu derfelbe Orden zu dem RomiFchen Riebe, dem wir nu von göttlicber 
fchickunge vurgefetzit fin» geborit vnd ein fefter fchilt der ebriftenbeit an dem Orte vii Jar 
gewefen ift, und ob Got wil furbafs An fol; Darumb geburte uns y von des Riches uod 
Recbt und aucb der gantzen Cbriftenbeit wegin darzu zutun, als diner liebe felbir wol vir- 
fteety daz der vorgnante Orden icht me veruneret werde. Und darumb wollen wir unfser 
dreffelich botfcbaft zu dem vorgnanten von Polan unverzogenlichen tun und noch arbeiten 
und virfuchen iafsen, als wir befte mögen, daz der krieg unternanden werde und daz der 
vorgnante Orden und er by der vorgnanten Richtunge püben. Wann der vorgnante Mär* 
fcbalk meint, bette der von Polan der Ricbtunge gefolget und dem Orden fin gefangen, 
der er noch by fechshundert helte, ledige gelafsen, und ander ftüeke vollezogen, der Orden 
bette Im widerumb getan, waz die Itichtunge ufsgewiHet hett, imd er meint auch, daz der 
Orden darumb vorkommen wolle. Mochte aber foliche krieg nicht unterftanden werden, fo 
wilTe din liebe, daz uns vorkommen ift und alfetegelich vurkumpt, daz etzliche Ritter und 
knecht ufs dem konigreiche von Beheim und andern unfers lieben Bruders landen dem vor- 
gnanten von Polan zu Din ft oder zu Hiilfle rieten, daz funder Zweifel unfser gemfit alfo 
vil me bekümmert und fwerlichen betrtibt,, So vil daz grobelichen wider die heiligen kirchen,, 
wider Cbriffener glauben, die gantze Chriftenheit^ wider vds^ das Riebe und funderlichen 
wider den vorgenanten unfsern lieben Bruder ift» wann offenbar und iandkundig ift, daz der 
vorgeuante von Polan den vorgenanten Orden widd^r Recht und nemenlichen widder un» 
Users lieben Bruders Ufsfpriicbe, den er vor dem kriege zwifchen In tlieit gekrieget und daz 
er lieh mit Lit hauen und Tattern und andern ungläubigen unfsers Herren Jefu Chrifti 
und Uns Glaubens lefteren beholffien hat,, und daz die manig Criftenplut virgofsen, unfchul- 
die kinder und Wibsbilder ermordet^ Frawen und Jungfrawen erfmebet hinweg gefüret, das 
heilige Saciameute gevirert, kirchen,. kiofter und gotshufser als |emerljchen verergert haben, 
und daz das villicht zu ewigen tagen nicht mag widerbracht werden. Und wan daz alles 
nicht allein dem Orden, funder aller Criftenheit und zuvor an allen koiiigen^ fürften und Rit- 
terfchaft, die darumb furgefetzit und gewirdiget Jin, daz iie unfsern Glauben, daz Criftenfulk 
befchirmen füllen und funderlichen unfsern lieben Bruder me den andern konigen geFchehen 
ift^ nachdem und er vormals ein Ufsfprucbe getan und des vorgnanten Ordens' gerechtigkeit 
weyfs und nachdem und er den landen neher gefeiten vnd von gots gnaden mechlig ift; 
darumb nympt uns lere fremde und unbillich, daz ficb über daz allis Ritter und Knechte 
u(s dem vorgenanten konigreiche zu Beheim und andern unfsers lieben Bruders landen 
alfa virgeden und dem von Polan und fineh ungläubigen helfTem zu Dinfte und zu hyllFa 
rietten„ und das ymans, der mentfcbliche fynne und Rittername hat, alfo fnöde und virhertet 
gefin mag, der lieh wider foliche vorgenante aller Criftenheit offenbar facbe und rechte wi-' 
der foliche ungläubigen vorgnanten fache und die Criften lefterer und unfsers glauben ftörer 
mifchet; und virwar,, welche daz thun,. die fint billich, der daz grüntlichen betrachtet, fnöder 
daa Dattern H)der andere Heiden zu achten, und foliche haben unbillich Criften-, Ritters- 
oder Adelsnamen^ und getruwen y daz unCser lieber Bruder icht von den wyffe und daz fie 



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<laz ane finen mllen und Urlaub thuo, und begeren von diner liebe mit gantzem ernfte und 
Ryffe, daz du mit Im und finen Rethen und wo fich daz geburet ab grfintlichen und ernft* 
liehen reden und In find fie, als hoch immer. kaneft, bitten und ermanen wolleft, daz ße ir 
gemfite uif\recken und diefe vorgefchrieben gots und der Criftenheit fache und Dinge , die 
dartzu gehorent, darnach gar vil zu fchreiben were, gutlichen zu bertzen nemen und betrach* 
ten und alfo tun, daz eygentlich und beftlichen beftalt werde, daz nymant, wer der fy, u& 
dem vorgenanten konigreich zu Beb ei m, ufs Merern, ufz Slefien und ander unfsera 
lieben bruders landen zu dem vorgenanten von Pol an oder »finen helffern wider den vorge- 
nanten Orden riit: und wenn ymand gerieden, daz der wider rufft werde, und wen daz 
Iman unfserm lieben brnder dai^ume ungehorfame were, ^az der darumb an lib und an gut 
geftrafft wfird^ Yirfteen wir in der Wahrheit nicht anders, dann daz unfsers lieben bilidera 
finen konigreiche und land ^rofs ere und nutz, ^ie wir y gerne und billiche fehen, und auch 
groFs notdurfft fy; wane ane zweifei welche die finen des vorgenanten Ordens finden zu 
Dinften riten, die tun wider got, wider Criftenglauben, wider unfsem lieben bruder, uns und 
das heih'ge Riebe» Als vor erlutt hat: Wann wir y von des Richs wegin nich geladen mor- 
gen: wir mfifsen und füllen 'durch der vorgenanten fache willen dem voi genanten Orden 
belffen, und wir getruwen, wan unfser lieber bruder foliche vorgenante Oebott getan hat, 
daz ymant darfiber zu dem vorgenanten von Pol an riet; wenn aber yman als freveler fo- 
lichs gebots nicht achtet, fo hoffen wir unfser lieber bruder laffe immer einen tiarumb ftra- 
fen und AylTe fich fin gebod gehorfam zu fin. Und, lieber Oheim, wulleft dir als lemlt- 
Kchen laffen fin, als wir dir gantz getruwen, als du wol virft^eft, daz 'daz «in grofs notdurfi]t 
ift, wir den vergenanten Orden j nit gelafsen mögen* Auch, lieber Oheim, begern wir mit 
gantzem ernfte, daz du mit tmferm lieben bruder redden und In flifseliche biden woUes, daz 
er dem vorgenanten Orden tlie Baley, «die « zu Bebe im hat, wider gebin und folgen labe 
durch unfsem willen, wan der Orden leider vil gelitten hat, Unfers l>ruders gnaden und 
Hilfie wol bedarfft. Geben zu der Bürge, den Mitwochen nach fant Endrestag, imbers 
Richs des Ungrifchen 'etc. in dem XXIIH und des Romifchen in dem ändern Jare« 

Ad itiandatum Dom. Regia Johannes Kirchen. 
Dem Hochgebomen Fri de riehen, Burggraven zu ^urenbergt 
unfern lieben Oheime und Ffirften. 
Sfla^ Iffc^^ac^, ^al|fr €fiBi^ronnt 1. )fn(i. 426. 



MCDLXXVII. Ä5mg ©legmunb i)erf(f>retbt Im tBurggrafen %nAtx\fy tm 3ö|^Tödb ö»» 

40üOUttfit miitn, m h%t\>u 1412. 

Wir S^rgmund, von Gots gnaden Bomifcber Kunlg, tu allen ayten Merer des 
Reichs und zu Ungern, Dalmacien, Croacien «tc bekennen und tun kuat ofenb^r ipit diefem 
brif allen den, die in fehen t)der boren lefen, als wir dem b^ehgeEomea FridricheD» 

1* 



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. . • , • 4 

Burggrauen zu nurnberg» unfern lihen oheim Rath und Furften, 4000unger. guldenza 
iargulte us imfer Kuniciichn Camer zu gebn vormals verrchriben haben , nach inhalt unfer 
briefe, im doruber gegeben^ daz wir im mit wolbedachter mute und rechter wilTen folich 
vier tufend gülden verwyfet babn un4 verwyfen in Kraft dis brifs vf uni'ern und des Rychs 
Stewren^ die uns als eynen Rom. Kunig in den Steten nurenberg,^ Rothemburg, halle, 
nordlingen, Sweinfurt» dinkelspuhel, Windsheym und Wiffemborg und auch, 
vor der halben Juden ftewre zu nurenberg ierlichen vallen, alzo das er difelben Ste^vreo 
Und halbe iuden ftewre alle iar« ufheben und innemen foUe und mog, als lang und wir oder 
unfer nachkomen an dem Ryche das nit widerufen. Mit urkund des brifs verfiegelt mit uo« 
fern Kuniglichen anhangenden Infigel» geben zu ofen, nach Crifts geburte vierzehen hundert 
iare und. darnach in dem Czwelften iare^ des nehften Fritags vor unfer Frawen tag purifica- 
cionisy unfer ryche des ungerifchen in dem fünf und zweinzigiften und des Romifchen in den 
andern iaren. 

9ta^ 3nng'< Mifcellanea II, 3K 



MCDLXXVIU. Urt^eildfl)ru(|i in ^Betreff ber öon bm |)craßgeii Sodann mb Ülxi^ »ort iWecI^. 
UnbuxQ gegen ben trafen Ulri^i \>cn Zinioto, toegen Srieben^brudped erj^obenen Jtlagem 

So alzo herczege J'ohan vnd herczoge vlrich von mekilborg gebrudere» 
fcliuldigen graffen vlrich von lindow vnd fine man vnd nemlich das werner von 
holtzendorff vmb fiöer willen fülle entczagit haben den genanten berczogen etc. Do 
antwerthe wir herczoge Johan vnd herczoge vlrich zcu, das wir werner von 
holczendorff nicht vorthedigen vnd ift vnfser man noch unfser knecht nicht: vnd hoth 
her vmb vnfen willen entczogit» das ift vnfs geheife nicht vnd haben en dorum nicht gebe* 
then vnd bewerren vns mit em nicht. Spreche wir doruff vor recht, wil fich graffe vl- 
rich des mit rechte vfnemen, als recht ift, er blibet des ane wandO. Die ander fchdt: 
werner von holtzendorff nam vnfen armen luthen czcu Merow'jn dem wiffenden 
frede czwelf virtel bires, fobinczhen pferd vnd greiff die luthe, die gobin dreyhundirt mark 
lubifch: das (ethe er in das" lanth zcu Reppin. Dor antwertwir graffe vlrich zcu, fo er 
fchribit das werner fchade getan hat in deme lande zcu Meraw, tlo antwert wir zcu, altf 
wir vor geantwert haben, das >pvir vns myt wer|ner nicht werren vnd der fchade ift in vn- 
fer lanth nicht komen etc. Spreche wir vor rechte, alzo als wir vorgefprochen haben, wil 
fich des grafe vlrich mit rechte awfwifin alz recht ift, her blibet des ane wandet. Die 
dritte fchult: werner von holtzendorff nam vnfen manne, Achen van Bulow zcii 
Czibol czwey. fchog kue vnd ein halb fchog pferde in. eyme vorwiften frede etc* Dor 
antwert wir Graffe vlrich zcu etc So alzo vorgefchriben ift, das wir vns mit werner 
nicht werren vnd äer fchade ift in vnfer lanth nicht komen. Spreche wir vor rechte, alzo 
wir vor gefprochen baben, wil fich des graffe vlrich des mit rechte awfwisen atz recht ift, her 



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blibeth 18 ane wandiL Die virde fchult: vi^erner von holczendorff vnd des grafen 
Mann namen czu Strafen eilf ochfen vi»d fier pferde vnd teten das zcu Reppin zcu etc. 
Dor antwert wir grafe vlrich zcu, zo ßc fchriben von werner vmb den fchaden zcii 
Strafin, das vnfse Man folden meth geweft "fin, das wir vns myt em nicht enwerreo vnd 
iverner hat des zcu Reppin nicht zcu gethon: vnd haben vnfe man wes gethon, dienen* 
nen Re vns» wir wollen. en dorobir helfen alzo vil, als vns von rechte geborth. Spreche 
wir vor rechte vmb werner» als wir vor gefprochen haben, als obin gefchreben fteit] Sun« 
dir vmb die Man, die fie fchuldigen vnd nicht namhaftig machen, Spreche wir vor rechte, 
wenn hertzoge johan vnd herczoge vJrich die man dem Grafen namhaftig machen, 
fo fchal her en helfin des rechten als vil alz her in fyner antwert felber berurth. Die 
fumfte fchult: das die Ludericcze namen zcu Bothil, das was am Montage achtage, 
febinczhen ochfen vnd drey vnd virczig kue vnd czwelf fwyne, das t'etin die ludericzcze 
von Reynifberg vnd wedir darczu» Dor antwert wir Grafe vlrich czu, das wir vns 
myt den Luderyczen, die das tathen, nicht enwerren, vod ift auch nicht gefchen zcu 
ReynXberg czu. Ouch meyne wir das wir vmb Botils wille nicht mogelich antwerthen, 
wenn es leith jn erem lande nicht etc. DoruiT Spreche wir vor Rechte, is daji em die Lu- 
der izcze nicht mit rechte geboren zcuvoHhedigen vnd (ich mit en nicht enwirreth vnd' 
zcu finem Sloffe Reynifberg zcu nicht gefchen lin, als her fchribeth, wH her das irwey- 
fen als recht ift, her hübet is ane wandil. Vmb Bothil Spreche wir, leith is in erem 
lande nicht vnd geborth dem von Mekilborg mit rechte nrcht zcuuorthedigen , er biibet 
is ane wandiL Die fechfte fchult: kunroth plate Nam vor Strarfewe vier pferth nu in 
diOer woche etc. Dor antwerthe wir Grafe vlrich czu, das kunrpth plathe vnfer 
knecht nicht en is vnd werren vns n^yt em nicht etc. Spreche wir Vor rechte, is her fin 
knecht nicht vnd wirret fich myt em nicht, als her in fyner fchuith fchribit, wil lieh des 
awswifen als recht ift, her biibet is ane wandil. Die fewinde fchult: des grafen Man vnd 
knecht Namen vlrich Lubirftorffe vier pferde. Dor antwerthe wir graffe vlrich zcu, 
vvir wiffen nicht, wer die Man vnd knechte fin, die .das gethan haben, benumen fie fy vns, 
^es wir von rechte des geniffen addir entgeldin follin, das wol wir thun. Spreche wir Ton 
Vorrechte, Sinthedem Mole der her fie nicht namhaftig macht. So ift her nicht antwört 
pBichtig. Die achte fchult: das die von Alem namen Amolt meyfern czwey pfertti 
an Sand walpurgen tage uff vierczen marg Lubifcher. Dor antwerthe wir zcu, das das^die 
vdn Alem nicht gethon haben vnd wir haben Arnth Meyfern gereithe rechtis dßv obir 
geholffen vnd he en das vortrug. Spreche wir Vorrechte, hat he das nicht getan, kan her 
das bewifen, als recht is, er biibet is ane wandil. Is im ouch Vorrechte ausgefprochen vnd 
hat is ina gener vortragen, er biibet is ouch ane wandil. Die Neunde fchult: zcu lubek^e 
namen des grafen man vnd knecht hans von Arnem, Ebil Romer von Reppin vnd^ 
dortzu czwe vnd czwenczig k\ie fechs ochfen vnd vier pferde. Dor antwerthe wir graffe 
vlrich zcu, das hans von Arnem, Ebil Romer vnfse knechte nicht en fin vnd weren 
vns mit en nidit vnd haben das czu Reppin nicht zcugethan etc. Sprechen wir Vorrechte, 
wil her das irwifen, als recht is, das fie feytie Man vnd knechte nicht en fein noch zcu 



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6 

Reppin nicht scugefchen ift, miI her das irwifeD als recht is, her blibet is ane wandiL 
Die czeode fchult: das des Grafen knechte griffen vor Cairkow drey gebuer, die geben 
vf dreyfig fchok ^vnd worden bttchsiizt -czu Reppin. Dor antw^rt "ivir Gräfe vlric^h 
zcu, das ds^ jn difTem frede nicht geCchen ift vnd ift gefchen vor vnfser frouwen der 'Burg - 
graffine Irede Sundir were is jn deme ffrede gefchen, er were im irandils dorum pflich- 
tig: was vor deche frede gefchen i(t, do Tpreche wir nicht uff. Die eilfte fchult: woren des 
Grafen Man vnd knechte zcu dem f iiffe vnd Branthen vnd Nomen do uff hunderth fchok 
in vnfeer frouwen frede ^tc. Dor antwerthe wir Gräfe vir ich lecu, das das vpfser Man 
adir knechte nicht gethan Jiaben, wenn Jbetten iie vns ymande benumeth, ^ir wolden do an- 
dirs vff geantwert haben. Sprechen ^ir Vorrechte, Sinth dem mole das Iie ty nicht nam- 
haftig machen, do fprechen wir nicht uff jetc. Die <5zwelfte fcholt: woren des grafen eygen 
hofgeflnde vor dem Swarcze in dem Clofter guthe, dor nomen fie die ochfin vnd do bli- 
-ben na fechs ochfen vnd do volgethen wir herczoge vlrich noch vnd ^orterbethe wir vn- 
fen hengeft alzo guth ^Izo funfczig fchog vnd czwe^ andir pferth alzo guth als czwenczig 
fchog in ynfer frauwjen frede^ Do antwert wir Gräfe vlrich czu, das daz Jange gefchen 
ift vor dem vorwiften frede, wen das her fchribit in das Clofter guth, do .antwerte wir czn^ 
das das gefchen ift durcli des willen, das he Üs. nomen in vnfer Clofter guth zcu dolgan 
vierc£ig ochzen ouch bauiTen dem w^fßnden freden. Spreche wir vor rechte, is 1s vor deme 
freden gefchen, den die Burggrafinne gemacht hath^ jSo fpreche Avir nicht doruff: js is 
abir in deme freden gefchen, fo is her jm wandils pflichtig. Die dreyczende fcholt: zcu 
debelow namen des Grafen liofegefinde eyn vnd czwenczig pferd, des tethen Iie zcu Rep- 
pin zcu ouch in. vnfser frauwen frede. Dor antwert wir grafe vlrich zcu, das vnfser 
hofgefinde des nicht gethon Jioth vnd zcii Reppin- nicht iscugefchen ift 
9la(^ Um DrigtnaU* 



MCDLXXK. Sefc^fibiguitgett, »elc^e iie <Staht ^ri^todl inxify SSafaKen btt ©eraößc 
^o^am itnb Ulricff wn SAeifUnburg in ben ^a^vm IAH mb 1415 erlitten |fat> 

Herteghe Johanns vnd lierteghe virikes man. Anno domini M^. CCCC. XV. 
des dynghedagbes .vor margarete iiebbe vns delTe nafchreuen befchedeghet^ Alz her heU 
molt, hynryk, benneke vndghedewart alle geheyten dy pleffen, dy to der lu- 
becze wanaftycht lynt vnd der mekellenborghefchen heren man lynt, vnd belmolt van 
pleffen, her helmoldes 2one, quitzow, kopperman, Clawes van wetiden, bans 
van redykftorpe to deme ra depo 1^ beydebreker, liennynghes fwagher van plefa 
Ten, vos vnd alle der pleffen knechte, dy ryden künden. 

Item in dem lande to fterneberghe Vortmer hans markwart, reymer bruder 
ghebeyten dy barnekowen vnd ere knechte, reymer Pfetezentyn. 

Item in dem lande to butezow Vortmer .dank werth van bulow met fynes va- 
der knechte vnd perde« 



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Iterp ' dy fumma defles vorgefchreuen fchaden bppet vppe twe hundert Tchok vnd 
teygen fchok lunder vofe borgher, dy dar fvn ghevanghen vnd ghemordet vnd gbewundet 
yan erer wegljien. 

Item Ok tydryk van quitzow was dar mede, dun vns delTe vorgefchreuen (chade 
y^gbende, dy reyt to der tyd van der lubecze vnd vlugtes dar wedder vpp, dat ok to 
behort herteghe iohan vnd hertogh vlrir^o van roekellenborch. 

Item Anno domini M. CCCC» XIIIL des dunredaghes vor mychahel heft clawes 
bowwer vnd kone. brant fchaden genaroen van herteg iohan» vnd hertegh virikes 
manne van meJkellenborch, dat hebben ghedan benumet hans van redykftorp vnd bru« 
nyng van redykftorpe van deme radepole vnd der pleffen knechte van lubecze, 
quitczow> kopperman» werneke holten, hynryk fvreFebeke, luder^ clawes van 
wenden^ reyfchynke, eykeraan. DefTe vorgefchreuen hebben bowwer ghenamen 
XXX mark vyrerleye raunte vnd kune brande ghevanghen, 

It€fm dy pleffen knechte hebben vnfen borghere mychel farnowe ghenamen IlII 
perde, dy zo ghut lyn alz .VII bemefche fchok. 

Item deffe vorghefchreben fchade ys vns gefchyn yn der tyd^ dat dy hochgeboren 
vorfte fredryk borchgreve to norenborghe vnze here ghewefet ya vnd myt her» 
teghe iohan vnd herteghe vlrike^ bereu to mekeUenborch^ an fate vnd an vruntfchap 
gfaefeten hebben. 

Item anno domini M. CCCC» XV. des dunredages n:) funte gallen hebben vns he-* 
fchedeghet faodow langhekop reyneke- byrfwede, furynk kowlitcze vnd fcheybe, dat fynt der 
prygheny^zen knechte vnd tydeke vryber^ knechte vnd ys gbefchyn yn dat lant to 
robell yn vribergs hof, dat hertege iohannes vnd hertege vlrykes man ys. Defle 
fchade loppet vppe VII mark> dar dy man dy perde vor ghelofet heft von vriberghe 
vnd I punt vor 1 fadeK 

Item anno domini M. CCCC"^. XV» des mandages na funte lucas dage hebbe vnfe 
borgher fchade ghenamen van herteghe iohannia vnd hertege virikes manne van 
mekellenborg an perden vnd an andern gherede» dat toppet vppe hundert mark lubyfch 
funder vnfe bt)rghery dy ghevanghen fynt ^ alz heine ghefenbaghe», vycke ghyre^ mychel 
gbyfenhaghen, arnt betker vnd heyne haue. Dyt hebben ghedan twe wartborghe, en- 
gbelke munt, fcheybe ktoden^ ftreuyng wynft vnd vele mer deffer varfcreuen be- 
reu knechte vnd der prygbenytczen knechte vnd hebben dyt vluttycht van den haghen 
ghedan vnd dar wedder te» yn der tyd, alz defle ghefüreue» bereu den haghen hat hebben. 

Item anno domini M. CCCC.^ XV. des fundages na funte iohannis daghe hebben vns 
befchedeget iafpar grabow, reyneke byfwede vnd mer der prygenyczen knechte 
au twen perden, dy to gut weren als XX mark lubv Dyt y* ghefchyu ta Aeti vynken, 
dat ok hertege iohannis vnd herteghe vlrykes man fynt. 

Item anno domini M. CCCC. XV. heft dydryk van quitczow vns befchedeget 
vnd vnfen borget clawas fclummelpennynge ghevanghen vppe den weghe ta der welfnak^ 
alz hy eyn recht pelegrynie was^ vnd heft ero ghenamen eyn perd^ tafche vnd peunynghe 



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8 

vnd ander gherede, dat was alz ghut alz XX fchok bemyrch, vnd ys to der lubecae- to 
gefcbyDy dar faertege iohannis« hertege vlrykes flot ys vnd fyne man fyn. 

Item weo vns Dyderyk van quitz.ow befchedet, fo heft fteffen fye knechte dar- 
mede vnd ys infTe fygbent wedder recht. 

Item fo hebbe der pleeffen knechte vnd dy barnekowen ghevanghea ebel vyk* 
ken, bufle fweder, merten wantmaker, otte brunow, hans vos vnd allewait. 



MCDLXXX. (B^&btn, mld)t (&laM wn Dm^oto 2)te^enBurgf(|ier @rit« itnb [mmtnili^ 
bnrify feinen SSetter S)teteiridE^ wn Dni^ott) erlitten |iat 

Dyt ys dy fchade, dy my^ Clawefe van quitzowe vad mynen armen luden ghe- 
fchyn ys vte deme lande to Robele vnd dar wedder yn. 

To deme irften male hebben fy my ghenamen to lenneuitze vnd to quitzhouel 
XXIII vnd I reylich perde von X fchokken grofchen» 

Item to klefeke VH perde, To fehreprecow Vll perde, To bluten XI perde, 
To czemelin VI perde vnd to gtouetzin Ulf perde. Dyt hebben ghedaen der pryg- 
ghenitzen knechten, alze ludeke byfeWede, Couwelitze wynft vnd gherfte gharue vnd bo* 
band es knechte, dy in deme lapde to robbet wanet, anders gheiten%latow. 

Item Dyderk van quitzow, dy was met IX perden to dannenberghe vnd den 
hadd ik alzo enkede vorbadet, dat he my nicht künde vntkamen hebben vnghevanghen ed* 
der vngheflaghen. Men ouer de borgher van lentzen dy leten ene do dorch ere Xtat ry- 
den, alzo dat he my dar mede vntwart, des myn here vnd ik fynt der tyd to groten fcha- 
den komen fynt. 

Item Dyderk van quit]zow heft my af ghemortbrant ene fchune vul komes to 
klefeke vnd dat dede he van lubetze vnd dar wedder to, dar heft he my an ghefchaden 
alzo ghut alze veftich fchok grofchen. . 

Item Dyderk van quitzow, dy lep to my vp to klefeke vnd grep my af my- 
nen vedde;\i henning van quitzow vnd nam my dar af harnefch vnd ander gherede, 
alzo ghut alze VI fchok grofchen: dat he ok vlutieh to dede to lubetze. 

Item des ghanfes brodeghe knechte, alze gherke wardeuberch vnd olde iredrik, 
nemen mynen papen to fchrepekow II perde fo ghut alze VI fchok gr. 

Alle deOTe vorghefchreuen ftflcke de mach ik und wil fe wol bewyfen. 

Item Bareke man vnd mewrin, dy hebben my affgheflaghen eyn man van leune- 
vitze vnd hebben em ghenamen twe perd^ vnd hebben dat vluchtich tu dan tu deme 
wredenhaghen. 

9ia^ tm Mginalr. 



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9 

MCDLXXXI. Die |)erj5ge ^o^am tmb ÖW($ wn SHerffenBurg ffinbige« ber ©tobt gjreitjlott; 
nftil^bem fte brm Surggrafen »on Slitrnberg al« iWarfgrafen gefiulbigt, bie g^l^bc an (1415?) 

Johan vnde vlrich, broder^ von godes gnade hertogen to Mekelenborg. 
Wetet Burgermefter, Badman vnde gantze Meenheit to preropTlow, alze gi vns in Sunte 
katherinen dage huldegeden vnde zworen enen eet vppe dem karenberge^ datgi vnfe 
pand nvefen Isolden fo lange» wente gi vns jSoftich dufent fchok geuen, diffen eet hebbe gi 
vns aiene fworen vnde bebben vns dat nicht geholden , alfe gi vns huldigeden, fworen vnde 
loueden/dar wii iw von der tiid her alle jar in Sunte katherinen dage orkunde darafgedan 
hebben in vnfen breiten vnde hebben iw dar vmme gemanet vnde gi treden von vns to vnfen 
broderen den Stetinfcben heren, dar gi iw to fetteden, vorbreueden, vnde nu hebbe gi 
ouer vort an mid fchanden von em getreden, alze gi von vns treden vnde alfe wii irvaren 
hebben^ lo hebbe gi dem borchgreuen huldeget vnde zworen, alze iuwen erfheren aldus 
hebbe gi der fchanden ftaf, dar gi mede fpringen, wen gi willen: hir vmme, alfe wii iw ir 
vaken von iare to iareii manet hebben in Sunte katherinen dage, fo vor mane wü iw noch 
vnde man'en, nu gi enen erfheren hebben, dat gi iw von vns breken vnde vorherden in den 
fchanden lenger nicht vnde enien de iuwen kinderen nicht: wente dat wii iw aldus lange 
nicht geveidet hebben, dat hebbe wii taten vmme vnfer broder der Stetinfcben heren willen, 
DU derue wii dat vmme eren willen lenger nicht laten, dar vmme breket iw mid eren von 
vns. Sch'ut dat nicht, fo mote wii vnfer frunt, heren vnd bedderuer lüde dar to neten, de* 
vns dat helpen manen, dat gi vns fo vele holden, alfo gl vns louet, huldeget vnd fworen 
hebben. Geuen vnder vnfem hertoge johans jngefegel, des wii beide bruken. 
Dem Burgermefteren , fiLadmannen vnde gantze Mennheit to prempf- 
low kome vnfer briff. 



MCDLXXXIL Der fftai^ git 5Jre«iIow tl^eilt bem 9»air!grafe« hai wv^t^tnbt ©(Reiben ber 
•^eräßge »on SWecfienburg mit, am 26* 9lo»*. (1415?) 

Dinft, horfam, .vnderdenigheit, werdicheit vnd wes wi gudes vormoghen. HoehgeborA 
furfte vnd leue gnedige here. Iwen furftliken gnaden zende wi hir in delTem vnfen breuea 
befloten eynen briff der heren von Mekelinborgh, dar in jwe gnaden derkennen ^mogen, 
wo Schentliken, wo honliken vnd fweriiken dy heren vns febenden vnd manen ouer yo myn 
wei> med eren, med warheyt vnd med rechte, dar bi ok jwe gnaden merken mogben» wo 
fy jwer gnaden befte vnd jwer lande vnd der jwen mäynen, vnd wo gi en ere werdicheit 
vnd tzolt gheuen. Men dyt ghefchiit vns alle darvme, dat wi jwen gnaden erfhuldinghe 
hebben ghedan. Iwen furftliken gnaden bydden. ^fivi med gantzen vnderdenigben flite, dat jwe 
gnade vor vns trachte vnd dat gi vns tho dagheb vnd to rechte byden: wi willen nach jwer 
gnaden hulpe. vnd rad den heren daghes vnd rechtes nicht vorwefen vnd wi willen vü» Yor 
l^auptt^ I. SBt. IV. 2 



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10 

antvfbnkfi, alfe fekere bedderue lud^: wente aUeüt, dat fy vns ouer dichten vnd fcriuen, dat 
dun fy med vRwarheit von fchicht vnd med vnrechte vnd. med baten , vnd wi bidden des 
jwen gnedichliken rad vnd antworde. Scriptum fequenti die katherine, noftro fub fecreto. 

Iwer gnaden vnderdenighen Radmanne tho Prempftaw. 
Deme Hochgebornen Eddelen furften Margreue ffrederike vnfem^ 
leuen gnedigen beren« 

9tad) ten )Drigina((. 



BlCDLXXXnL aTtarfgraf %xi^xi^ tma^^nt bot ^er^og VLlvi^ Mtt WltäktAm^ bte SBefe^bung 

femer SSafaHen be« S3alt|^afar wn SSJenben unb be« ©rafett wn Stitbo» emjußeKen, für »ü^t 

er jt^f gu 9ic4it erboten |iabe, am 12« /$ebr4 141fi» 

Vnrem fnintlicben dinft zuuon Hochgeboren furße lieben fwegeren. Als wir nechfteD 
'einen freden bedeydingt vnd gemacht haben zwifchen weh, herczog Johann zuSwerin 
vnrerm lieben fweger herczog albrecht vnferm Tone vnd andern ewem mithelfem an eynen 
Vnd den wolgeboren vnferm lieben getruwen herren Balthafaren von wenden vnd feinen' 
mithelfern am andern teyle, nach dem als denn derfeibe freden von uch beyden teylen be^ 
griffen ift; Alfo ift derfelb von wenden für vns 'komen clagend, das er folchs fredes nicht 
genyfen könne , fundern er vnd feine lande vnd lute grolzlichen dorjnne grolzlich von uch. 
vnd den uwren vCb vnd jn uwer lande, Slo(z vnd gepieten befchedigt vnd übergriffen werden» 
dorumb er fafte gemanet habe, des jm. doch weder glich nach recht widerfaren könne vnd 
werde alfo vergewaldigt, vnd hat vns angeruffen vnd vermanet. Des gleich auch der wol- 
geboren vnfer lieber getruwer Graff Virich von lindow vns cleglich mit fernen reten 
vorbracht hat, daz ir jn fehdet, Er, fine lande vnd lute, manigfeltiqlicher von uch ynd den 
uwren vfz vnd jn uwer lande gepiete vnd Slofze verweldigt vnd befchedigt werden, vns 
auch an ruffend vnd vermanend, dasfye allzyte vberbietig geweft fin vnd nach voUenbieter^ 
das. wir jn zu rechte mechtig fin follen. Want^'jr nun wol wiflen mugt, wie derfeibe von 
wenden vnd auch Graff Virich mit fampt den landen vns gewant fin, das wirvonfchuU 
den, als der Marke Manne vnd lande, fy möglich Jbefchirmen vnd wir uch auch muntlich 
recht fir (y jgepoten vnd by h ein richBaf tack. Bitter uwrs rates, uch das auch volko- 
menliah zn emjpotea haben, das wir des ober fye mechtig fin vnd folch fehde dohiff gein 
In abeton leldeal^ 4es tHes, nach dem als vns finrbracht ift, noch mit geholfen hat, das vns 
doch fremde nymet, nach <bpm, lieber Sweger, herczog Virich, als ir uch gein vns uer- 
fchrebea, |^bt tnÜ gefworen hdi>t vhfe vnd der Marcke l&nde vnd lute glich uwren eygen 
landen vnd inten getntwlicher zu fcbuczen vnd zu Arfiirmen, gein allermenilichen geraten vnd 
beholfa fin Sollet vnd wellet, ab das wve briue, vns doruber gegeben, eigentlich vfzwifen, 
Vnd nemlich aiti leezften uch beide vsrfcbriben habt, das (blch zufpruch vnd gerechtikayt, 
^ jr'habt^ d^a vekerland vnd zu den von Prempflaw vnd zu den Greuen von 
R^ppia vnd der Stal zu Reppin von gefengnufz owet herczog jahan wc^en, das 



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11 

das ften folle an vnfenn gnedigen herren dem BomircheD md hiingerifcbeD konge, uch by 
dryen jaren fnintlich oder rechtlich zxx eDfcheiden, wo das aber bjnnen derfelben' zyte nicht 
gefchee, das jr fye glich wol nicht iehden noch anlangen Tollet dann mit dem Rechten, des 
uch von jn gnugen folle, als das der felb brieff auch cleriich rfzwift, den jr^bede verfigelt 
doruber g^ben habet;' Alfo lalTen nvir uch aber wilfen, das wir des egnanten von wenden 
vnd auch des egnanten Graffen Vlri^h £u rechte gancz mechtig fin, zu nemen vnd zu 
geben oder zu geben vnd zu nemen» wie fich das gepuret, Vnd als fye vnd diefelben ire 
lande vnd lute, als ander vnfer vnd der Marcke Manne, lande vnd lute, vns zu verteydingen 
geporen, Bitten wir uch noch fruntlichen mit fleilzigem ernfte, jr wolleot uch an rechte von 
jn gnogen lafTen vnd fy nicht, fehden, fchedigen nach fchedigen lafzen. In auch vmb folch 
VDglicb, als jn von uch vnd den uwren gefcheen ift, vnd nemlich bynnen freden, korung (fic) 
vnd Wandel ton vnd es alfo fugen wollet, das wir vnd fie ober folch verfcKreiben vnd pflichte, 
als jr uch gein vns verfchriben habt vnd auch ober folch vberbietung des rechten, als wnr 
für fy i>ieten. Vorder clage noch manung icht bederffen, das wir mit einander in fruntfchafilt 
vnd gute heften vnd bleyben mögen: want ir felbs wol verftet, wo jr das v verfinget vnd die 
vnfem darüber verwaldigen woldet, das vns das zu lyden nicht fugte vnd wolden iie ^aueh 
vngeme nach lalzen uch vnd vna iJfo vorderr clag, arbeit, kofte vnd muwe verheben wul« 
lent, das wullen wir gerne verdinen« Juwer verfchriueo antwurt wider. Datum Borck, 
feria quarta ante valentini. Anno etc. XVl^. 



MCDLXXXIV/ Stufforberuitg glrid^en ^n^alii *att bin ^erjog 3o|iantt »o» SOTecffettkra mit 
aSejugnalime auf beffen SWärfifd^e CeH^ndbcfttungen, »om 12, %fbv, 1416t 

Vnfem fruntlichen dinft zuvor. Hochgebomer furfte vnd Keber fweger. Die wolge- 
bome vnfe lieben getniweahere Balthafar von wenden vnd Graff vlricb von lindow 
haben vns cbglicben furbracht das jr fie fehdet, fchedigt vnd in fchelung mit jn fyt, des 
wir nechftens zwifchen uch beyden teylen vnd vnfem Swegera hern johan vndbem vlrich 
gehrudera herczogen zu Meckel&urg einen freden beteydin^^t haben etc«, Alfo laEeen 
wir uch wiflen, d^ die felben von wenden vnd von lindow vnfere^nul der Mardc Manne 
mit fampt iren landen vns alfo gewant fin vnd zu verteydingen geporra vnd jr auch volko* 
mdich zu recht mechtig ßn, gein allermeniciichen zu nemen vnd zu geben oder zugeben vnd 
zu nemen, wie ßtch dtks gepore^ das wir auch vormales für fye gepeten baben, nacb für fye 
bieten, vnd yczund herczog vlrich vnferm fwoger zu gefcbriben vnd far fye als vormals 
offt recht gepoten haben; want ir nun lieber fwoger uwre leben vom heiligen riebe gende 
von vnfem gnedigen hern Bomifchen vnd hungrifchen konig, vnd folöhe leben von der Mar- 
grauefcbaflFt rurende auch von finen gnaden als von einem Margnauen entpfangen habet, die 
euch alfo gelihen fin, als ir bas wiOen mögt, do -von jr v^s den vnfem vnd der Mardi:e 
gutes pflichtig fyt vnd vns nicht f<riiden nach fchedigen, funder umer «vnfem vnd der lande 

: 2* 



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12 

frumen werben foHent etc., Darumb biten mv ucb fruDtlichen mit ganczea flifze, jr wellet die 
(elben von wenden vnd von lindow ober fotch recht, als wir für fie gepoten haben vnd 
bieten, nicht fehden noch fchedigen vmb uWem nach ymanden willen, fundern die Fehde als 
ir gein jn habt abeton. Hetend jr denn dlieinerley fchelung zu jn, fo fein wir ir zurechte 
mechtig, als ob gefchribet ftet, vnd wolden uch des volkomelichen von jn helfen Vnd ^im 
ben uch genczlich, ir fuget es alfo, das es do bey bleibe vnd keynerley anders an jn begin-^ 
net, das wollen wir gerne verdinen uwer antwurt etc. Datum Borck, feria quarta ante 
valentini, Anno XVP. 

9la(^ ^Uid^ltiti^tt (Eopie. 



MCDLXXXV. I)ie ^erjßge, ^c^am, IXlviäf, Sodann Mitb Slftred^t öon SJlecflettburg^ f(j »ie 

Otto unb Safimir öon ^Jommern ^kttin eincrfett^; unb bie Ferren öon SGBerle anbcrerfritö über- 

tragen bte SSefeittgung t^rer ©treiitglettett btm SDtarfgrafett ^riebrid^ i>ctt SSranbenburg unb bem 

^ergcg (Sxi^ wn ©a^fen^Sauenburg, am 9« ^ai 1416. 

Es ift berett vnd betedinget czwifchen den hochgeboren furften beren Job an vnd 
herren Vlxich, brudern, herren Johan vnd berren Alebrecht, fettern, hercogen zu 
Mekellenbürg etc. vnd berren Otten vnd herren Ca ferne r . brudern hercdOgen zu 
zu Stet in etc. an eynem, den wolgeboren herren Bal.thafar vnd herren wilhelm, Bru- 
dern, herren zu werle, von jren vnd herren Criftofferß jres gefangen fetters wegen an 
dem andern feile, als von aller zufproche, fchelungen, frydebruche vnd aller vnd iglicher 
lachen vnd gebrechen wegen nicht vl^genommen, wie fich dy tzwifchen den genanten beyden 
teylen bis uff difzen hewtigen tag gemachet vnd vcrlouffen haben, der fein fy. an beyder fiet 
gegangen an dy bochgeborn furfieti herren 'fryd riehen, Marggrauen zu Brandenburg 
vnde Burggrauen zu Nurenbergetc^ vnd herren Eriche, herczogen zu Sachfenetc. 
dy fullemacbt haben füllen, fy darvmb zuentfcheiden in fruntfchaflft ader mit rechte vnd was 
fy darjnne eintrechtichlich fcheiden vnd vfzfprechen werden, do fall es bey bliben vnde das 
füllen ouch beyde teyle vnuorbrochlich halden ane allerleye widderrede, alle argelift genczlich 
vlzgefcheiden, vnde doruff füllen beyde teel jre fchulde vnd zufpruche clerlich vnd eigentlich 
befchrieben vnd dy in zweierleien verfigjilten fchrifften vff difzen neheften fantt johannis tag 
finer gebort zp- Perle berge -vor den^ Ratmannen glich kegen enander obergeben vnde ober* 
antworden: vff fulche fchulde füllen beyde teel jre antworde fetczen clerlich vnd eigentlich 
vnd dy domach uff den neheftto fanct jacobi tage ouch an czwifeidigeh fcliritlten vor/igelt 
mit fampt den ver/igelten Tchulden fchicken vnd* fenden dem obegenanten Marggraüen 
ffrydrichen eine kegen Tangermunde in das Slofz, finen houptlewten, ab er felber 
do . nicht were^ vnd dy andere herczoge Eriche oder finen howptleuteu in das Slolz zu 
lowenbilrg: uff diefelbegen fchulde vnd antworde dy genanten czwen lurften^fich des 
rechten erfaren füllen, vnd wen fy des rechten beraten vnd dorczu bereyt fyn vnd den oben* 
genanten teylen einen benanten tag befcheiden werden ke^n. Perleb er g vnd jn das vier 



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vrocben zuuor- yerkuocligen; fo füllen die felbegen czwen furften vnd dy obengenanten beyde 
"teyle vnaorczogenlich vff den genanten tag komen vnd da fein vnd vondanne nicht fcheiden, 
Ty werden danne vor ^ntfcheideh in fhintrchafft ader mit rechte Vnd weres, das fy dy 
heyde teyl in fruntfchafil nicht entfcheiden ninchten. So füllen fy das recht vnuorczogentlich 
vnd eintrecfatiglich vfzfprechen vnd dofelbeft beyden teylen von fich verligelt geben. W^re 
aber, das dy genanten czwen furften in vfzfprechunge des rechten gancz ader enteyli nicht 
eintrechtig worden, woran fich das ftofzen weide, daet füllen fy an beyderfiet zuftunt von 
dem tage befchriben vorfigelt von fich fchicken dem hochgeborn furften hem Bernden zu 
Brunfwig vnd lunenburg etc. herczogen, den dy obegenanteo beyde teyle gewillet 
•vnd gekoren haben, der danne darvmb vlzfprechen vnd fulchen vfzfproch binnen achte wochen 
beyden teylen befchriben vnd verfigelt fchicken vnde autworden fall : vnd tnit welchem rechte 
der zufallen werdet, das Recht fall fulkommen vnd vngeftraffet hüben vnd von beyden teilen 
vnuorbrochlich gehalden werden. Were aber, das der genante herczoge Bernd von an- 
dern finen gefchefften ader hindernifise wegen binnen den achte wochen, nach dem als dy 
Recht an jm bracht worden, nicht vfzfprechen, funder das vorczihen vnde fulche vGcfpruche 
nicht von fich fchicken werde, als obengefchreben fteit; So füllen denne Marggraue Fre- 
derich vnd. herczoge Erich obengenante dy vorgenanten Rechte vnuorczogentlich fchicken 
-vnd brengen an den hochgeboren furften herren Rudol ff en, zu Sachfen vnd lunenburg 
herczogen etc. den dy obeogenanten beyde teyl ouch zu eynem obermanne gewillet vnd 
gekoren haben, der denne aber dorvmb vfzfprechen vnd fulcheu vfzfp;*och binnen achte wochen 
Dach dem vnde dy Recht an jm bracht werden, beyden teylen befchriben vnd verfigelt fchik- 
ken vnd antworden fall: vnd mit welchem rechte er zufallen werdet, das Recht fall ynge- 
Itraffet bleiben vnde von beyden teylen ftete, vefte vnd vnuorbrochlich ane allerleye widder- 
rede gehalden werden on geuerde. Ghefchege ouch» da got lange vor fy, das Mar g graue 
Frederich ader herczoge Erich, fy beyde ader jr einer, ee fy das recht vfzfprechen 
.wurden, von todes wegen abegingen; So füllen dy obegenaflten furften von Mekellenburg 
vnd von Stettin an herczoge Erichs ftatt vnd dy von wenden an Marggrauen fry- 
drichs ftatt ander furften kyfen, dy danne alle gewalt vnd fullemacht haben füllen an aller- 
mafze, als dy genanten czwen furften haben. Were ouch das der obegenante oberman eyner 
ader fy beyde abegingen, da god vor fy, So füllen dy obegenanten teile binnen vier wochen 
nach des todes, der abegangen wer, zufamen komen gein Perlebarg vnd nicht von danne 
fcheiden, fy haben fich danne vor eines andern obertuann'voreynet, der denne ouch alle 
gewalt vnd macht haben fall, als von den obengenanten furften vnd obermanne gefchreben 
fteet. An welchem teyle aber das abeginge vnd von dem alle vnd jgüche obengefchreben 
ftucke vnd Artikel, aife fy begriffen vnd geteydinget fein, nicht fullenkomelich gehalden vnd 
iulfuret worden, So füllen dy obengenanten Marggraue ffrederich vnde he-rczoge 
Erich dem andern teyle mit ganczer macht biftendig vnd behulifen fein vnde ernftlich dorczu 
brengen, das das gehalden 'vod fu|furet werde, des lych ouch beyde teyl obergeben vnd das 
gewillet haben. Doruff haben dy obegenanten furften von Mekellenburg vnd von Stettin vnd 
puch dy von wenden alle fede, vnwillen vnd widderwertikeit sydergeflagen vnde abe getan 



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1* 

vnde fuUeD aller fachen vnd fcbelungen, me (ich dy bis her verlowffen habea, genczlich ge^ 
funet vod ehtriehtet fein, das lyHJen obengenanten Marggraue ftrydriche vndherczoge 
IS'riche vnd ouch beyde teel kegen den ander mit bände vnde mit munde by jren furft- 
liehen truwen vnd eren czuhalden geredt vnd globt haben« Vnd wir obengenanten Job an 
vnd VIricb brudere^ Johan vnd Alebrecbt, fetteren, herczogen zu Mekellenburg, 
Otte vnd Cafemer brudere, ^herczogen zu Stettin, an eynem^^Ynde wir Balthafar 
vnd Wilhelm, brudere, herren zu werle, von vnfem vnd berren Criftoffers vnfzers 
gefangen Vetters wegen, an dem andern teyle, ^bekennen öffentlich mit diizem briue voraller*- 
menniglich, das alle obengefcbreben ftucke vnd fachen mit vnfem wiizen, guten willen vnd 
fulbort alfo begriffen vnd getedinget fein: vnd wir haben den obengenanten furften Marg- 
graue frederiche vnd herczoge Eriche vnd ouch vnfer iglicher dem andern mit haut 
vnd mit munde bey vnfem furftlichen tmwen vnd eren- geredt vnd globt, reden vnd globen 
in difzem briue,' das wir alle obengefcbreben ftucke vnd Artikell ßete, VeRe vnd Ynuor« 
brocfalich halden füllen vnd wollen ane alles widderfprechen vnde argelift Zu Vrkunde 
haben wir Marggraue ffrederich vnd herczoge Erich fchideslewte vnd wir alle oben- 
genante furften von MekeUenborch, von ftettin vnd herre von werle vnfere jngefigele 
uff difzen brieff wiffentlicb lafzen drucken. Geben zu Perleberge, Nach crifti geburt vier- 
czehenhundert vnd in dem Sechfczebenden jaren, am dunrftage nach johannis tage ante Por^ 
tam latinam. 

MCDLXXXVI. ÄÖnig SBenjel beaufh-agt feen ©urggrafen %mbn^ mb hm .(grjBifc^öf Söl^anft 
wn ^aini, i^n mit bem ^cfnige ©tegmunb aniiv^S^nm, am 30^ "SJlai 1416^ 

Wir Wenczlaw, von gotes gnaden Romifcher kunig zu allen czeiten Merer des 
Reichs vnd kunig zu Beheim, Bekennen vnd. tun kunt öffentlich mit difem briue allen den, 
die In-feben oder hören lefen, das Wir durch Vernunft » trewe vnd Weisheit willen, der wir 
vns zu dem Erwirdigen Johanfeh, Erczbifchoff zu Meinze, des heiligen Reidis in 
dewtfchen landen Erczcanczler, vnferm Üben Nefen, vnd dem- bochgeborn Fridrichen, 
Burggrafen zu Nui^emberg, vnferm Üben Swager, vnfem furften, genczlichen vorfefae» 
vnd an In wol erkant vnd erfunden ^aben, denfelben Johanfen vnd Fridrichen mitwol- 
bedachtem mute, gutem Rate vnd rechter wiOen vnfere gancze und volle macht vnd gewalt 
gegeben haben, vnd geben In die m craft diez briues, ezwifcben vns vnd dem Ailerdurch- 
leuchtigiften furften, hem Sigmunden kunige etc. vnferm Üben Bruder, gute fruntfchaft^ 
fünunge, eynunge vnd bmderliche libe zu beftellen vnd zu machen, vff fulche ftucke ymd 
Ar^kel, als die nechften von vns vnd dem Edlen Conraden^on Bickenback vnd dem 
Erfamen Meifter Heinrichen von Ernfels, Probft zu fand Victor bey Meincze, vnfera 
befundem liben, des ^nänten Johans Eirczbifchoffs zu Meincze Beten, vnd ouch dem 
egenanten Fridrichen/ von des Quanten bem Sigmunds vnfers Üben Bmders wegen^ 



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■ 16. 

verfigelt find: vnd nvie die egenaDten Johans vnd Fridrich vffdiefetben Rucke md Artikel, 
die egenant fruntfchaft» fuDunge, eynunge vnd bruderliche libe czwirchen vns vod dem ege-- 
nanten hem Sigmunden vnrenn liben Bruder beftellen und machen, das ift vnfer guler 
Wille und wort, vnd wollen öuch das ftete, gancze vnd unuomickt halden vnd volfuren^ glei- 
cherweis, als ab wir selber gegemvurtig gewefeq weren vnd das leiplichen vfgetragen, geendet 
vnd beftalt betten. Mit vrkunf: dicz briues vorfigelt mit vnfer kuniglichen Maieftat Infiget. 
Genen zu Präge, Nach Crifts geburt virczehenhundert Jar vnd dornach in dem Sechcze- 
hendem Jare, des nechßen Sunabent nach gots vffarttage, vnfer Reiche des Behemifchen in 
dem dreyvndfunfczigillten, vnd des Romifchen in dem virczigiften Jaren. «Ad mandatum do* 
mini Regis Johannes Weilbg. decretor. doctor. 
9tad^ 9)e[|c( itonfg flSnurUa» n i(n(. 161. 



MCDLXXXYII. ©efdfifibigunsm, tceldfie btr Sfft|iof wn $)aöelb«rß fettend ber fWerflenbuira^ 
©cfftteriner in im ^a^xm 1417 his 1420 erfittett* 

PelTe nafchreuen ftucke vnd fehaden fint gefchen deme Biffchoppe van hauel« 
berghe den fynen vnd fynen landen van der herfchapp vnd heren to Meklenborch, den 
eren vnd eren landen vt deme lande to Meklenborch vnd Sweryn vnd dar wedder yn b3nanen 
der heren frede. To deme erDen jn deme jarealfmen fchreff etc. Anno etc. XVU^ Glauatz 
mit fynen knechten, alfo he was eyn houedman der meklenborghefchen heren to gorloze. 
Des Sondaghes alfmen Singhet ]udica in der valten, nam roHlik vor leppin in deme bede 
^o der plattenborch Uli'*' peerde, fo ^ut alfo VllI fchok boh; gr. Dit fchach to gor- 
loze tho. Item An deme daghe vnfes heren bemmeluart Glauatz, refchinkel, heyne 
gobele^ Curd lyndow, pipenpalm vnd mer hauegeiindes hertoghen al brecht feiiger 
^echtnilTe bebben gheuamen vor leppin VI peerde, fo gut alfo XII fchok boh. gr. vnd 
liebben dy ghevuret fluchtich in dat Lant to Sweryn. Item des Sondaghes vor vnfer leuen 
frouwen daghe erer bort vilebom van dem Slote to dem wr-edenhaghen, dat dy fuluen 
meklenborghefchen heren hertoghen johan vnd AI brecht felighen beualen hadden, 
gherke boltzane helft ghemortbrant to dem dorpe befem III fchunen mit kome vnde 
des Sondagbes na Lamberti in der nacht ghemortbrant ene fchune mit kome tö wem ekow, 
den fehaden wy aclKen vppe hundert bemelTche fchok gronchen:'vnd heft dat ghedan fluch- 
tich to deme hagheo« Item jn Sunte Andre auende des nachtes de fulue irilebom heft 
ghemortbrant eynen hoff,, hufs vnd fchünen tnit körne to glineke vnd de teghel fchune volr 
wiftok vluchtich to deme haghen vnd daraff, den fehaden wy achten vp XXX boh. fchok 
Summa Il^ fchok boh. gr. 

Anno etc. XVill. item An dem Palmen des nachtes^ heflft ghemortbrant vilebom 
to deme dorpe groten haffelow vief houe, hufs vnd Ichunen mit kome vnd hufsgherat, 
den fehaden wy achten vp hundert ichok gr. boh. vnd hefit dat ghedan fluchtich to deme 
haghen. 



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16 

Ilem des Mandäghes na vifitacionis Nam de houedman van deme haghen ynd fine 
knechte vor wiftock X peerde vnd vor dem befem 1 pert, den fchaden wy fetten vppe 
XXXX boh. fchok fiiichtich to deme haghen. 

Item -des donredaghes negheft dar na Nam de fulue houedman vor wiftok an der 
lakp by haffelow eyn perd van X fchokken vnd vengk den knecht, de gaf to der fchat«* 
tingfae ok vp X fcbok: ok IcHach dit fluchtich to dem haghen. 

Item des Sondaghes vorjacohi Glauatz« pallatz« beYnefchinkel, ftratzebor^h, 
dy dargatzen nemen vor deme dorpe Cernitz, dat wy hebben ghekoft to deme hilghen 
blöde, XXXIU peerde fo gut alfo LXVl fchok boh. gn fluchtich to gorlo2e. Item jn 
Sunte francifci nacht heff ghemortbrant vilebom to langbeuelde eyne fchune vul komes 
fo gut alfo XX fchok boh. gr. fluchtich to deme haghen. Summa IK fexag. boh. gr. vnd 
XL VI fexag. gr. bohm. 

Anno etc. XIX. Item des mandaghes na judica jn der vailten. ~ De houetman van 
deme haghen vnd mer meklenborgher vnd wentlender reden van deme haghen vnd wun- 
*den fik mit den Stargharderen, de vor wiftok weren gherant, vnd nemen to lutken 
haffelow. Alfo do in der jacht vnfe dener na jagheden den roueren, hebben fy mit vorfate 
vns af ghewunnen wol X vanghen vnd X reyfeghe peerde, fo gut alfo II boh. fchok vnd 
vnfen vedderen meyneke rof afghegrepen vnd den befchattet vppe U. fchok mit teringhen 
vt vird in toridende vnd eynen guden man dot ghefchaten fluchtich to deme haghen: vnd 
de Schattinghe is ghekamen an Achim van Dewitz van der heren weghen to Meklen- 
borch vorghenant. Item des donredaghes Na deme* Sondaghe Cantate hefft de Sulue houed* 
man van deme haghen to vute vnd to peerde den frede des kerkhaues to wernekow 
ghebraken vnd dar van ghenamen alfo dane quek, alfo dar vppe was vnd eynen bur ghe- 
vanghen, wech ghevuret vnd befchattet, den fchaden wy achten vppe LXXX fchok boh. gr. 
funder auecvaringhe des iredes vnd fryheit der hilghen kerken. Item des dinghefdages vor 
vnfes heren hemmeluart de vorbenomede houedman van deme haghen vnd de Prigghe^ 
nitzen vordingheden befem vnd wernekow, de iwe vnfzer dorp, vp voftich fchok boh. 
vnd vorbranden dar etlike ghebuwe vnd nemen dar quek vnd gut, alfo gut alfe hundert 
fchok boh. Item dar negeft an deme daghe vnfes heren hemmeluard de fuluen van deme 
haghen vnd priggenitzen branden vnfe dorp tzatzik mit deme kerkhaue vnd nemen 
dat quek dar van, fo gut alfe XL fchok gr. boh. vnd des fuluen auendes nemen fy to wer* 
nekow XXIX ofle» vnd koye vnd VIII perde, fo gut alfo LXXIIII fchok boh. gr^ vnd 
vnd vorbranden dar de kerke vnde fpiker vp deme kerkhoue, den fchaden des brandes to 
beyden dorpe wy achten vppe U^ fchok boh. gr. fluchtich to dem haghen. Item desdin* 
ghefdaghes na vifitacionis marie Refchinkel, pipenpalm, berfe, hi'nrik van ditten« 
helmold van Pleffen vnd hertoghen albrecht hoffghefinde ftotten den kerkhoff to 
groten haffelow vnd nemen dar van alfo dane quek dar was, wol dat dorp verdingbet 
^adden vppe XX vemdel bers vnd dy bereydet, den fchaden wy achten vppe hundert fcbok 
boh« gr. Summa IX^ fexag. böh. Item XCÜII fexag. gr. boh. 



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17 

' Anno XX. Item des mandaghes na Inuocauit, genant kopfalicbmandacb, her toghen 
Joban YQd. hertoghen Albr^cht etc. mit. eres Hilues liues mit groter fcfaar hebben vns 
a^bebrant de grote defler kerken kerktorD vnd alle ghebuwe, dat dar was, nicbtes vtgbe^ 
Domen vod dar to de dorpere j^abel, gline'ke, Tzatzik/papenbruk, langheuelt alle 
vorbrant ynd dat balue dorp Cricbftorp de ander helfte mit deme gantzen dorpe kon« 
ningefberghe vordingbet vppe XL fexag. boh. XX vemdel bers vnd VIII wifpel haueren 
vnd dar to ghenamen an queke ynd an gherede, wes de armen lade hadden: dar vmme wy 
vnfer renthen vnd pachte alfus langhe entvoren hebben vnd muten in langhen tokamenden 
tyden vptveren.: den fchaden wy achten vppe veer vnde twintich hundert fchok boh. gr. funder 
dingbeninen* Item des mandaghes na.Sunte Peters dagfae vorbranden de van deme haghen 
dat dorp belem, kerken, kerktorn, wedemen vnd allent wes dar ghebuwetwas, den fchaden 
wy achten vppe 11 fchok boh. Item des donredaghes dornegheft hinrik vndReymer van 
pleffen nemen vns vpr wittok an perden vnd koyen fo gut alfo XL fchok boh. Item 
des fuluen auenjdes :qu.(^men fe wedder vnd nemen koye fo gut alfo XX fchok fluchtich to 
deme haghen vnd.Vort to lubetze vnd Mernitz« Item jn der elf dufent meghededaghe 
De van der MerniU. venghen heyne amdes vnd nemen em II peerde, den fchaderi finer 
fchattinghe vnd peerde wy achten vppe XX boh. fchok, to der mernitz. .Item an Sunte 
Nicolai anende Reymar van pleffen vnd der PriggenitzBn knechte nemen vnfen dener 
klotzen vor wiftok eyn reyfich peerd van X fchokken. . Item des donredaghes in deme 
vaftenlauend^ Reymar van pleffen vorbrande eyn bufs to dem befem vnd puchede dat 
dorp vnd floch enen man dot, den fchaden wy achten vppe LXXX fchok höh. ane den 
dodeii, dar wy bute vor efchen, to der mernitz. Item des , dingbefdaghes na trinitatis 
kleynedinft grep ropenacken, vnfen knecht, vnd nam em «yn perd Ib gut aUb X fexag. 
vnd deden dat fluchtich to der mernitz binnen freden, des wy ichaden hebben vppe XXllII 
fchbk boh'. Item des Sonauendes vor Martini Nam vns Reym er van pleffen vorkramptze 
eyn reyßch perd fo gut alfo X gr. boh. Item in Sunte Siluefters daghe Nam vns Rey- 
mar van pleffen vor leppin I fexag. koye, fo gut alfe XXIV fchok ^ van der mernitz 
af vnd to. Summe XXIX fexag. boh. minus IV fexag.. 

Anno XXII. Item des dqnredaghes Na Laurenty De ftralen dorpe van Criuotze, 
de Pleffen van lubetz vnd Claws ror van Sibbule nemen vor der doffe duCent fchap 
vnd l! fexag. koye fo gut alfo C fexag. et XC' fexag. gr. boh. vnd feboten vnfer fuiter föne 
hans tzyker dot vor wiftok, dar wy vor efchen wandel vnd buie, vnd nemen vns III 
reyßghe peerde, fo gut alfo XXIV fchok boh. etc* 

9)at^' trr llcf(^Tift, »rlc^e tim Gc^nfe nnotUfl^nbi^ ifL 

MCDLXXXVJU. JE)te @tabt SQBfttjtotf mb ber ffltft^of Don ^i>tV>tts Kquibiteit i|re »on 1418 
bid 1423 bux^ bte SÄecflwtbwg^Storgarber erlittenert ©cfiÄbem 

Dyt fynt de fchaden, de der ftat wyftok ghefcheen fynt nte deme lande Star- 
gbarde'vnd Robel. Na gades bord ete. jn demeAchteynden jare Clawes vpdhennigh 



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18 

/ 

van Ofthere&v hinrik velCberch myt erer feirchop, Alfo Cee bofel ghevanghen badde^ 
dar na des donred^ghes vor Nicolai grepen lie up der daber vyff borgber vnd veer knechte, 
den fee.aff fcbatteden foftich fchok, fo gud alfo LXX fchok bemefcher grofcbeo. Item de 
fuluen grepen eynen Itadknecht van wiftok by dem Czechelin vnde nemen em eyo perd, 
Alfo gud alfo XL mark lub. den knecht halp vnfe here de marggreue los, dat perd bleff na. 
Item jn deme XIX jare Clawes ^vnd henningh van Oftheren, binrik veltberch, 
bennigh parffow myt eren hulperen hadden ghenamen vor der doffe: vnfe fruntvolgbe- 
den wente vor der halenbeke, dar flugben fee eynen borgher doet vnde nemen den bor- 
gberen IV perde fo gud alfo XIII Ichok bemefch. Item an deme fuluen jare bans vnde 
Eggert warborghe, binrik tefke de nemen der blokkefchen vnde Ghant^koy leben 

IV perde in deme groper hotte, fo gud alfo XVI mark lub* dat dede fee to myrow in 
vnde ut Item in deme fuluen jare Eggert warberch, peter wegheners föne van 
Mirow nemen Amd fchulten by der/daberghewefchen mölne III perde fo gud Alfo 
rV fchok bemefcher gr. vude vorden de to Mirow in. Item in deme fuluen jare Engheike 
manduuel, Ebel trefkow, Ciawes fcheybe nemen XXXll perde by deme verde to 
baffeloWy fo gud alfo LXX fchok bob. gr^, de fee vluchteghes vorden in dat-land to 
Bobel vnde eyghendum to^Myrow, Item in deme fuluen jare Clawes fchutte vnde Ebe- 
link grepen tile vermanne in deme hoppedunghe vnd nemen em II perde. vnd gherede fo gud 
alfo VI fchok boh«-gr. vnde bofchatteden en^ up deme werder vor vorftenberghe up 

V fchok boh. g. vnde worden alle dagbe vaii den Oftberen vnde veltberghen ghefpifet 
dar fee van van tilen ber vmme nemen, dat en tile up ere flot fände. Item in deme XXII 
jare henningh vnde Clawes van Oftheren, hinrich veltberch, bennigh parfzow, 
lubberftorp myt erer felfchopp nemen vor wyftock des vridaghes na des hilghen licha- 
mes dagbe XXXIII perde alfo gud alfo LXX fchok boh. gr. vnde grepen VII manne, de 
fee bofchatteden to Blumenhaghen, Arnfbergfae vnde vorftenberghe upp LX fchok 
bob* gr. vnd nemen deue fulues vor wiftok Anderhalff kuyge fo gud alfo LX gr. Item 
bans van Redikftorpe vnde hermen moltzanes knechte, peder etc. in deme fuluen 
jare flugben twe borgher dot van wiftok by deme dorpe doffe vnde nemen em VII perde, 
Alfo gud alfo XIV fchok boh^ gr., vnde vorden de in dat laut to Stargard des erften 
sachtes to walow des Anderen to wefenberghe in. Item' in deme XXIU Jare Tyllatz 
Qotelke vnde mer bei hans^ priggenitzen knechte nemen hermen breder vnde Clawes 
marggreuea XIV perde fo gud alfo XXX fchok hob. grofT. de vorden fee to den vynken. 
Item Clawes wulff vnd fyne knechte flugben clawes werkmefter vor den beren winke! 
. dot vnde nemen em eyn perd fo gud alfo XX lub. mark vnde an reden ^enuighen XVIII 

mark lub. Summa CCCC fchok boh. gr. XXIV fchok vnde V .manne dot ghedaghen, dar 
fe wandel vnd bute vor efchen to rechte. 

Defle nafchreuen fchaden lynt ghefcheen deme Biffchoppe to hauelberghe, 
finen vnderfaten vnd.fineme lande van den Stargarde rem vnd Robelerer vt den landen 
Stargarde vnd Robel vnd dar wedder in bynnen der heren frede. Tho deme erften dy 
Oftheren vnde dy kratze myt eren knechten bebben gherouet vor deme Tzechelin 



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19 

VII oflen^ VI koye/U ryndere^ in plughperde». XX zvFjn VDcle VUI ichap^. delTe (ehade 
ys geachtet vppe XLV beh. fchok grofTeo. Item dy fuluen Ofthern vnde kratz hebben 
ghevanghen vor der vere tu Belli n III menne vnde bebben dy bofchattet vppe XVI beb. 
fchok vnde nemen en XIV perd.e vnde alzodane gherede vnde ghelt, alze fy by fik hadden : 
deOe (chade ys gheachtet vppe LX boL fchok. Item heynatz der ofthern knecht myt 
eren hulperen nemen to karwefe van deme kerkhaue III perde fo gut alze IX fchok. Item 
dy fulue heynatz myt fyner felfchop nemen eyme manne by gherraendorpelll perde zcf 
gut alze IX fchok vnde bowen em myt vorfate dy hende aff^. dar wy vor efchen wandel 
vnd bute« Item dy Ofthern vorbonomet hebben ghebrant, tu der biabytz eyn hoff äff, tu 
groten haffelow III haue vnde dy fchun^n vul kornes vnde vordynghet vnde dy korke, 
tu lutterow äff ghebrant vnde ghenamen XI perde X offen IV wiltnette, den fchaden wy 
achten vppe CC fcbok^ Item hebben dy Oftheren ghenamen vor. der groten doffe tu 
twey tiden XXVIII perde vnde XXI koye, den fchaden wy achten vppe LXXX fchok 
beb. Item dy fuluen Ofthern hebben ghenamen vor deme Czechelyne III perde fo gut 
alze IX fchok hohem. ' Item dy fuluen Ofthern nemen vor deme'tzechelin VUreyfeghe 
perde vnde vengben VI vanghefi vnde nemen den ere harnfch: dy vanghen ^ worden los ghe- 
deghedynghet van vofeme hern deme Markgreuen tu euerswolde, dy perde vnde harnfch 
bleuen na:, den fchaden wy achten vppe C fchok. Item des fuluen daghes nemen' dy fuluen 
Ofthern vor deme tzecbeün IV offen vnde I plugperd fo gut alze IX fchok, Item nemen 
dy fuluen Ofthern vor wiftok hermen bredere IV perde fo gut alze XV fchok. Summa 
V*^ fexag. vnde XXXVI boL fchok. 

Anno XVIIL vlrik lubberftorpe des fundaghes tu exurge myt fyner felchop 
branden tu bellyn dat tolhus vnde ftotten dy wedeme vnde fpikere vppe deme kerckhaue 
vnde nemen wes darynne was vnde leydeden diffliker wyfe den perre dar fulues in eyneme 
feie, den fchaden vnd hoen wy achten vppe C. fchok boh. Item des funnauendes tu ju- 
tiet (iie) Eggert warborgh, hinrik tefkens, krubbeke vnde ere felchopp hebben 
namen vor wiftok VII perde fo gut alze XIII fchok, tu myrow vt vnde yn. Item man« 
daghes na judica Eggert warborgh, hinrik te*^fkens, hinrik fmed, frybergh, claw , 
Streuingjb hebben namen vor deme Izechelyi^ II perde fo gut alze ^V fchok. Item des 
mandaghes dar na nam vlrik lubberftorp vor deme tzechelin IV offen fo gut alfe VIII 
fchok vnde deden dat tu wezenberghe vt vnde jn« I^em des mandaghes na deme Achten 
daghe des hilghen lichammes daghe Crubbeke, dy manduuele etc. nemen II perde vor 
deme czechelin fo gut alze V fchok. Item des mandaghe» vor fünte Johan bapfiften 
daghe vlrik lubberftorp,- ebel manduuel etc. don fy nemen dat quek vor haffelow, 
dat eni dy bure wedder nemen, fchoten fy den buren 111 perde dot, fo gut alze VI fchok' 
vnde I reylich pert fo gut alze X fchok. Item in funte Panels, däghe negheit.funte peters 
daghe henningh von pleffen, helmold etc. nemen vor deme tzatzeke 11 perde fo 
gut alze VII fchok vnde (loghen II bur dot vnde voreden eynen ghevanghen tu lubitze» 
Item jn Sunte lambertus daghe vlrik lubberftorpf werner van holtzendorpeetc. myt 
Bren kumpanen brande äff dat gantze dorp tu deme tzecheline vnde dy fpiker vppe deme 

3* 



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20 

kerkliaue . VDd fcbadeden vds vnde den vnren dar mede AndeihaKT hundert fchok vnde deden 
dat tu arnfbergbe Wuchtigh äff vnde tu etc. Item des mandaghes na martioi virik lub-^ 
berftorp,. heuning perfow, Ebel trefkow, Acbyra van dewitze etc. Netnen vn» 
vor dem dorperen babitze vnde hafreiow zwyne, ryntquek» fchap vnde tzeghen, alzo gut 
alze LX fchok bobem. Item dy fuhien des fulueii dagbes branden vnfe molne tu deme 
tzechelyne vnd III boue tu baffelow vnd II tu harftorpe, den fehaden wy acbten 
vppe LX fcbok. Snmma CCCC vnd XXll fexag. boh, dar bauen dy veie vor dy doden. 
Anno XIX des dyngftedagbes na Agbate Eggert warborgb, henningb Scbuttei etc^ 
nemen vor wiftpk 11 perde vnfen buren van baffelow fo gut alze IV fcbok. Item des 
dunredaghes na letare Eggert warborgb, henningb Schutte myt eren bulperen nemen 
vor lutteken baffelow IV offen fo gut alze VIII fchok. DelTe twygherleye fchicht ys 
ghefcben tu myrow vt vnde yo dat lant tu ftargbarde. Item des mandpghes na Judica 
Egghert warborgh, henningb fchutte, clawes ftreuingb myt eren kuo^panen nemen 
vor wiftok vnfeme hauegbeiinde X fadelde perde fo gut alze LXXX fchok vnde V bur- 
perde^ fo gut alze X fcbok vnde venghen vnfer dyner IHwydoghen, hildebrande vnde lok«* 
fteden, der terynghe vnde fchattinghe vns quam vppe L fcbok hob. dat deden fy flucbtigh 
tu Myrow jn dat lant tu (ftargarde vt vnde jn. Item des vrigdagbes na judica ludeke 
befewede myt fynen kumpanen nemen tu wlueftorpe deme fcbulten II offen, fo gut 
alze IV fchok, dat fchach fluditigh in det laut tu-ro belle. Item na guden dunredaghe 
nemen dy van deme vinken IV offen vor wernekow fo gut alze VIH fchok. Item des 
frigdaghes in deme pingbeften hen'ningh vnde hinrik fqbutte nemen vor deme tzeche- 
lin vnfe waghenperde II fo gut alze VI fchok. Item des erften mandagbes na pingbeften 
nemen dy robeiere, alze her bans prignitze, gherke boltzan vnde etlike borgber vt 
robele vor deme tzechelin koye, zwin, fchap, tzeghen vnde perde, fo gut alze XL fchok 
boh. Item des mandagbes vor petri gherke boitzan vnde dy borgher ende) van ro bei etc. 
vorbranden dat dorp papenbrok, alze der hern dagh wäret tu wiftok vnde fcbadeden 
vns des dagbes vppe CC fchok boh«, dat deden fy in dat lant tu robel. Item des Irig* 
daghes na petri her bans prignitze, gherke bpltzan/ dy voffe, dy molteken, dy 
olden-borghe, dy fcberne vnde dy borgber van robel tu vote vnd tu perde nemen dy 
koye to ja bei vnde' dreuen dy wegb: vppe der reyfe alze wy volgheden myt vnfen dynem 
vnde borghem grepen fy vns äff bans bofele, teltzekowen, bans van. retltorpen 
vnde dar tufp vele, alze X ghewapent. Dar mede wern des ganfes knechte van putieft 
vppe vnfe fehaden ftand» des wy fehaden nemen vppe den dagh an barnfche/ perden vnde 
vanghen fo gut alze XVI hundert boh. fcbok. Dyt fchach fluchtigh tu deme haghen, tu 
deme vinken vnde jn dat lant to Robel. Item des irigdagbes na pantaleonis dy wlueken 
vnde kowlitze nemen vor der wilfnak II perde fo gut alze VI fcbok. Item jn Sunte 
Peters daghe ad vincula clawes fcheybe/ byrbuk, blafe vnd vaghelrit nemen deme 
prouefte tu wiftok II perde fo gut alzo XIII fchok vnde I verdink. Item in funte Barto* 
lomeus daghe nemen Eggert warborgh, claw fcheybe myt eren bulpern vor werne- 
kow X perde vt vnfen waghenjen fo gut alze L fchok boh« 



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21 

Item des Dynftedaglies na feueri her faans vnd daniel Prignitze, gherke bol^ 
tzaiiy tideke frigbergb, Uubaii viotow vnde dy borgher van robel nemen vns vorder 
doffe II fchok koye vnde vor wiftok vnler egbenen fchap W. vnde vnFen borghern M. 
dy koye fo gut alze LXX fchok, vnfe fchap fo gut alze LX fchok, der borgher fchap alze 
C fchok: dyt deden fy fiughtigh in dat lant tu robjel. Item des dynftedaghe naehtes na alle 
gadefhHghen gbercke boltzan, danneil prignitze eta pucheden vnfe dorp tzalentin 
den fchaden wy achten vppe hundert fchok bebem. Summa II M. fex. Illi^ fchok boh gr. 
IX fexag, vnde I ferton. 

Anno XX^ des fuoauendes na Agnetes dy van robel vnde vinken vnde w reden- 
haghen vorbranden groten haffelow, dat noch wufte ys: den fchaden wy achten vppe 
CC fchok boh. Item in kopfalighen mandaghe dy van den vinken nemenvor wernekow 
IV oITeo, fo gut alze VIII fchok bohm. Item des funauendes vor Johannisbaptiften gherke 
boltzan, alze hy van der hern dagbe togh von wiftok, nani hy vor wernekow llperde, 
fo gut alze IV fchok vnde flogh eyn man dot« Item des Sundaghes dar na venkghereke 
boltzan den fchulten van groten haffelow etc. — . 

Item des funabendes na m^rtini Curd plote, gherke Boltzan knecht nemen vns 
vor lutterow II perde fo gut alze IX fchok vnde venghen vnfen wagheh knecht. Summa 
VII*. fexag. gr. boh. vnde LXXXXV fex. boh. 

Anno XXI des funauendes vor jnuocauit Scheybe etc. gherke boltzanes vnde 
der prigttitzen knechte nemen vor glyneke I perd fo gut alze II fchok; Item des dinfte- 
daghes na Quafimodogeniti Otto morines knechte vnd fcheybe etc. nemen vor lutte-^ 
ken haffelow IV offen III perde fb gut alze XIII fchok beb. vnd floghen llmannes 
dot, dyt deden fy flughtigh in Otto moryns hoff. Item des dynßedaghes na gades hemmel- 
uart dy robeler venghen vnfe tymmerlude vnde neme en ere gherede, dy fchade vns quam 
vppe X fchok: dyt fchach vlucbtich to robel jn. Item des fridaghes vor laurentii nemen 
Eggert warborgh, fule merten vnde dy borgher van Arnfberghe vnde vlrik lub- 
berftorpes knechte vor deme tzeehelin alle koye, oiTen, perde, fwyne vor deme fclote 
fo gut alze XX fchok boh. vnde veiighei^ vns äff VII knechte, dy fy bofchatteden, des wy 
hebben fchaden vppe L fchok vnde fioglien dot eynen kqecbt. Ok nemen ly vns X fchap 
vnd CVfo gut alze XII fchok boh. Suroma C fexag. et VII fexag. gr. boh. 

Anno XXII des dyniledaghes na Exaudi henning veltbergh, henningh perfow, 
henningh van ofthern, dy warborghe Engelke vnde rygbrecht vode mer der 
Stargar der nemen vor der doffe al dat quek an koyen, fchapen, fwynen etc. dat dar 
was, fo gut alzo hundert fchok boh. De& myddewekens dar na vlrik lubherftorp myt 
den Arnfberfchen nemen vor deme tzecheline IV perde vnde VI' koge fo gut alze 
XIV fchok boh. Summa C fexag. et XIV fexag. gr. boh. Summa fummarum IV". V* et 
LX fexag« gr. boh« et 1 fert. Vitra iftam fumma civiuai ia wiftok IV* et XXIV It'xag« 

fflaä) «liijrr gcg:n tad (?nbe Ificfrtt^aftrn glric^^ritigen ^bfc^tfi. 



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-'.■-. .22 

MCDLXXXIX. D« SleBHfrm Slbel^eib \>cn DueMmburg öerf^rii^t Um SWarfgrafe« %mbti^, 
ifim baö Se^n ber ^mfcl^aft 2W6(ferh unb ber ®raffd[faft ßmboto gegen Äömg SBewäel ju ge«» 

^ren, am 6. 2Wara 1418* 



Wy Adelheit» von der gnaden godes Ebdiffche des werliken Stichtes tho 
Quedelingeburgy Bekennen openbar in deflem brieff für alle den, dy en fehen effte hören 
lefen, dat wy den hochgeboren furften hem fridricke marggrauen tho brandburg etc. 
bebben gelegen vnd beligen mit kraft difles briues tho einen rechten eruen manlehne dy 
Grauefchop tho lindow ynd herfchop tho mokeren, Alfo dy jrluchte here wentf- 
lowe, Romifcher koning vnd xaerer des egnannten Bikes^.beyde (fic) koninge tho 
Behmen, von vnfen vorfaren tho lehne entfangen vnd befeten hebben, alfe ore openen ver- 
fegeldeu brieue jnnholden, dar fy vns manicbop ynne bekennen. Vnd wy vorgnannte Adel- 
faeit willen deiTer obgnannten lehne dem ergefchreuen hern fridritike bekennich fyn vnd , 
werich^ wor vns dat tho rechte geburet vnd beweren vnd betugen dat myt vnnfer Ebdige 
groten jngefigel^ dat wy witlicken hebben hengen laten an deflen brieff, Am Sondage letare 
gegeben, Anno dom; MCCCCXVIll. 

9ladi htm G^urm. 2e(ii^Sopial»58nc^e 111. 55. 



MCDXC. Äöntg ©tegmunb beöottmäd^Hgt beit 3Mar!0rafett griebricfi an be« ÄÖittg« (Statt öon 
ber ©tabt unb ber SWannfd^aft Äotbu« bie ^ulbigung anjimej^me«/ am 5* 2WÄrj 1420* 

Wir Sigemundty von gots gnaden Romifcher kunig, zu allen zelten merer des 
Teichs vnd zu vngeren^ zu Behmen, dalmacien, kroacien kunig. Entbieten dem Edeln Jo- 
hannfe, hern zu kotbus; vunferm lieben getruwen vnnfer gnade vnd alles gut Edeler 
lieber getruer, wir fenden zu dir den hochgeboren fridrichin/ marggrauen zu brand- 
burg etc. vnnfern lieben ohmen vnd kurfurften, mit voller macht vnd gewalt, die wir jm jn 
krafft difles brieffs geben^ fulche huldunge vnd eide, als dein brieff lutet, den du vns nechft 
darüber gegeben haft, von deiner Stadt Zu kotbus vnd der fnanfchafft darzugehorendt an 
vnnfer ftatt vnd zu vnnfern henden zunehmen. Darvmb gebieten wir dir emftlich mit difTem 
brieffe, das du mit deinen bürgeren zu kotbus vnd auch der manfchafft darzugehorendt be- 
ßellen vnd fchaffen wolleft, das.fy dem vorgnannten Marggraue fridrichin nach diner 
breyff lute foliche eyde vnd huldunge yetz an vnnfer Hat vnd zu vnnfern henden tun on 
alles verczihen vnd tue doynne nicht anders : vnd des zu vrkundt haben wir vnnfzer kunglich 
jnfigel an dilTen brieff thun hengen. Datum zu brefz.lawy Anno dom. MCCCCXX, Am 
dinftage nach Reminiscere in der faften, vnnfer Riebe des hungrifchen etc. jm XXXIII vnd 
des Romifchen jm czehnden iaren. 



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23 

JMCDXCL ©er SrjKfiäfiof ©untrer »ort SWagbeWg uvb btt SRarlgraf %nü>viify com>romit' 
Ünn totQtn tl^rer Uneimgleiten auf bai f4itebdnd^ter(t4>e (Srfennimp bed ^erjog« ^IBredi^i »oir 
@ad[^fm; iti ©rafm i^etnrt^ »on @c|itoaraBttrg mb b^i dbUn ^Ibredf^t ©d^enl »Ott ianbib^Q, 

am 23^ SH^ril 1420. ^ 

Nach gotes geburt virt2eDh\iDdirt jare jm Czwentigßen jaren, des dinjltages an Sand 
Jörgen tage, jft twifchen dem Erwirdigiften in got vater vnd hern Ern Guntl^^r Ertz- 
bifchoffe zcu Magdburg an eyme vnd dem houchgeborn furften hern fridrich, Marg- 
grauen zcu Brandenburg etc. am andern teyle, alfo beredet vnd betedinget, das ir 
yeglicher feynen Schriber mit allen rchuld^n vnd .zufprachen, die ier zcu dem andern oder 
zu des Mannen adir. vndirfaffen hat vnd die fich verlaffen haben feind der tzyte, das fi mit eyn- 
ander in aynungen vnd puntnüfsen gefelTen haben, fchicken fol gen wittemberg uff den 
nechftkunftigen Pfingftag vnd.foliche fchulde mit feinem jnfigel vorfigelt dem Burgermaifter 
vnd Rate dafelbift zu Wittenberg lafTen antworten, die dann tzuhand des egepanten Ertz- 
bifchofs fchqlde des vorgenanten marggrauen Schriber, vnd desfeiben marggrauen fchulde 
des obgenanten Ertzbifchoffs Schriber vbergeben füllen; vnd die obgenanten Ertzbifchoff vnd 
Marggrauen, füllen dann dar nach vff den nechften Sonntag vbir vier wochen , das ift der 
Sontag vor fant Johanns Baptiften tag, foliche fchulde baiterteyle mit yi-er antvvurt dar uff, 
ouch alfo vei'figelt, fchicken gen wittemberg dem Burgermaifter vnd Rate dafelbft: vnd 
darnach vff dem Suntag vber fechs wochen, das ift der Sontag nach peter ad vincula, Sül- 
len one vortzog der hochgeborn fürfte her Albrecht hertzog zcu Sachfen vnde lun- 
nenborg vnd der edel Graue heinrich von Swartzburg, here z,cu Arnfteten 
vnd Sunderfhilfen, Soliche fchulde zcufprache vnd. antwurt fcheiden mit rechte zcu wit- 
temberg. Ob fy darüber die vorgenanten Ertzbifchoff vnd Marggrauen in fruntfchafft nicht 
eynen künden. Wurden' aber die egenanten bertzog Albrecht vnd Graue heinrich 
die. fach mit rechte tzu fcheiden twytrechtig. So fal es an den Edeln hern Albrecht 
Schenken tzu landfperg als atnen oberman komen: vnd an welchem fechten die egenan- 
ten hertzog albrecht vnd Graue heinrich tzwitrechtig wurden, was dann derfelbe 
hei: Albrecht Schenken für recht daruff aufsfprechen wirdet, daby fol es bliben. Die 
obgenanten Ertzbifchoff vnd Marggraue Süllen vff die vorgefchriben tagtzyte dahin gen wit- 
temberg kommen, die Scheidunge von den obgenanten hertz^og albrechten vnd 
(jrrauen heinrich tzu, hören: vnd wurden fy dann von in nit gentzlichen ghefcheiden, 
So fal der vorgenante Scheiak Albrechte als ain obirman dar, uff eynen vfsfpruch thun 
tzu Cerwift dar nach vbir fechs wochen, das ift der Sonntag nach des heiligen Greulz tag 
Exaltacionis vnd uff den felben Sontag Süllen die egenanten Ertzbifchoff vnd marggrauen 
mit fich gen Czerwift bringen an baiden teylen jre manne vnd vndirfalTen, die an folichen 
tzufprachen befchuldiget werden, aufsrichtunge tze ton, nach dem als das mit recht yerfchei- 
den wirdet vnd wie fie die obgananten hertzog Albrechte vnd Graue heinrich eyn- 
trechteclich oder der obgenanten hern alb recht Schenke oberman mit rechte fcheiden 
werden, das fullep der egenante Ertzbifchoff vnd marggraue gefolgig fein gentzlichen vnd. 



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24 

das alfo halten vnd jrer eyner dem andern das t^u tun on allerley behelffung vnd Tvider« 
fprechen. Wiird es auch fach; das bynnen des der egenante Schenke Albtech-t von 
todes wegen ab gieng, dar got vor fey; So füllen die obgenanlen hertzog Albrecht 
vnd Graue heinrich ainen andern obernian an feine ftat kiefen von ftad an, der gantze 
macht haben fol die fachen mit rechte tzu entfcheiden in allermafs, als der Schenke die 
folte gefcheften haben. Es füllen ouch die bürgen von der von Berlin herings wegen vnd 
auch von der von bavelberg vnd das gelt das zcu Magdeburg erclagt ift bis uff die 
fcheidung^vngemant vnd vnbetzalt ften vnd bliben. Die obgenanten Ertzbifchoff vnd marc- 
graue füllen auch bis auff die fchaydung mit iren landen vnd luten fitzen vnd gein eyn an- 
der halden in allermafse, als fie fich vnderlanck zcu Wittenberg verfcbriben haben vnd 
als .das zu Coftnitz twifchen jn vertedingt vnd verbriefet ift an geuerde, wann diffe tey« 
dünge Solichen andern iren briefen vnd verfchreibungen keinen fchaden bringen. Sunder 
ße in vollen meghten bleiben füllen. Ouch fal fich der genante Graue heinrich von 
*Swartzburg by hayfen vom Stainforde getreulich verfuchen» lujdolffen von Al- 
uenfleuen vnd den andern gefangen tage zcu fchicken adir zcu borge zugeben als lu- 
dolff vor geborgen \lU Mochte er aber des nicht machte gewinnen , So Tal des zwifchen 
dem genanten hern den marcgrauen vnd haife.n vom Stainforde bleiben in allirmafse 
als es yetzund ftet. Mit vrkund ditz briefs veifigelt mit der egenanten bertzogen al- 
brechten vnd Grauen heinrichs, die das getedjnget haben ^ aufgedruckten jnfigeln. 
Geben zu Czerwift» Anno etc. xlie ut Cupra. 

9ia^ einer gUtd^iettigfn 9(bf<^rift im aVagbdborger 9t9tm)i«('9r(6itf. 



MCDXCn. 2ltt«jfige <iu« Ux ßntfi^cibitng ber gtoifd^m IBraitbenBurg uttb SÄagbeBttrß ht^t^»^ 
ben ©tvettigleiten^ ml^t ®raf ^cinvidf ^m ©d^toar^burg getrofen, am 15^ ^mi 142K 

Vfzfpruche dez rechten obir die irften vnfers h«rn- von Magdeburg 
fchulde vnd vnfers hern des Marggraffen von Brandenburg antwerte. 

Erwerdiger in Got, vnde Hocbgeborner Er Günther Ercz^biffchoff zcuMag- 
deburg, vnde Er ffriderich Marggraffe 2cu Brandeborg etc. Lieben Hern. Alz 
uwer igliche befundern An vns Heinriche, von Gotifgnaden Graffen z^cu Swartze- 
borg, eczliche fchriftliche faczunge, zcufpruche^ fchulde vnde antwerte keginenander gefand, 
vnde vns dar bi gebeten vnde ermanet habt: Dy fetzunge, fchulde vnde antwerte mit deme 
Hochgeboren ffurften vnde hereu Ern Albrechte, Hertzogen zcu Sachfzen etc. my- 
neme lieben gnedigen hern, mid rechte zce fcheidene, alz yr an beidenfyten nach luter foU 
cher breffe, dy uwer iglicher jn fioen fchriften beruret zcu deme vorgnaoteo Em Albrechte, 
hertzoge zcu Sachfen vnd zcu vns füllet vorwillekoret haben, vnde woj daz wir fulcbes 
erbeites gerne anig weren vnd yns ouch uwere Richter zcu fin jn fulcben fachen zcu dein 



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26 

vi^d »icht wol gnugqCüm erkennen; So ibogen mr konioglicheB geboten ^ dy vns von ort* 
fprunge 20K fcheidenQ d^r fachen ermanen, nicht vogehorfam gefin: Vnde foflen buch gote 
zeit lohe vnd zcu eren nach vorer vermöge firede vnde eiotracht neren, vnde vnfrede vnde 
hefee ftillen. Hir umroe haben wir flifis gethan vaiine anweirunge de» rechten, alz dy an 
vns gebracht Rn, vnd fcheiden die» alz ^ir daz vfz erTaninge wifer lute vnde ufz vnfer ver* 
nuoft rechteft vnd xedelichft begriflen mögen. -^ 

Vffe duIpB vorgeTcreueq zcuiaohunge vnde weddirrede alz wir die obir gefehn vnde 
merket h^bin, G^ben wir Heinrich etc. dufle fcheidunge vnde orteil nadi anwifunge recht* 
wiiTender lute vnd alfe wir Telbis dea nicht rechter adir redelicfaer begrtfen mögen. Mag 
vnfer her Er ffriederich, Marggraffe etc. erwifen felb fehinde friher vnd vnberuchtiger 
lute C. de teftibus 1. Jurisiurandi, die daz fweren, daz die fachen die die fchult joheldt 
mit vnferm hern von Magdeburg vnde mit demafe Abte zcur Czynne mit volbort 
liner fammenunge gefunet fy; So ift her von der fchult wegin vurder nicht phlidhtig von 
finer perfoi^n wegin. Die benanten jn der (chult füllen obir felbir antworten vnde ore 
fune bewifen, ab fie dar vfle die fune ant werten willen. Nu vnfer here Mar^rafTe ffri« 
de rieh vor fie zcu antwertene jn finer wedirrede keine beuelunge noch volmechte ruret C. 
de procuraciobibus l Quia vnd ft ad legem Aquiliam I. Quia. Als bewifet C. de transa- 
ctionibus In deme gefetze Caufas. Bewifzet er abir der Sune nicht« alz vor georteilt ift, fo 
geboret vnferm hern von Magdeburg die bewifunge finer behorungen die er yme jn der 
fchult zcufaget durch der geweren willen» die er yme zcu fchribet» der yme Marggraffe 
ffriderich uicht bekennet fT. de probationibus et prefumptionibus Im ambeginne vnd die 
g6were Tal ei* felb fcbinde bewifen zcu band ab er wil» adir obir fechs wochen daz bewifzet 
das Preuilegium der Safzen jm irften buche, jm LXU. artikel. Bewilzet vnfer here von. 
Magdeborg alfo nicht, fo werden die gefchuldigeten von der anfprache wegin der fchulde- 
gunge lofz, alz verre die vnfern hern von Magdeburg anlangen. Alz vfz den Regelen dez 
rechten zcu bewifen ift Actore non probante etc« Bewilzet abir vnfer here von Magdebui^ 
alz jtzunt gefcheiden ift: So fal vnfer here Marggraffe ffrederich, Alz die tedmges 
breffe vnd willekor vfzwifen, die benanten jn der fchult die noch letuode find, vorbrengen^ 
daz fie der fchult gnug thun mit eyden ader mit wedertat ff. de pQictis Im tiobeginne. 
Brechte er der alfo nicht, fo were er felbir jn der fchult gewünnen, vnde fbide vnferm hera 
von Magdeburg vnd finen vndirfafzen von der wegin er euch gefcbuldiget b^t, die fchaden 
in der fchult geachtet weddirgebin binnen virzcenhntagen , Nu er den jn fineme antworte 
nicht mynret^ daz bewifzet das Priuilegium der Saffen jm achten artikel dez <kitten buchs. 
Trete abir vnfer here von Magdeburg von der bewifunge vorgefaget, daz fchadet deme Abte 
von der Czinnen vnd den andern befchedigeten jn der fchult benaot zcu yren rechten 
nicht vnd die gefchuldigeten füllen on gnug thun, adir Marggraffe ffriderich, alz vor 
gefcheiden ift. Ouch mag iglicher jn der fchult benant dez hons, fmafaeit vnd hafzes, den 
vnfer here von Magdeburg der. fchult zcu zcuht mit fineme eyde vnfcbuldig werden, vnd 
dar mit ift Marggraffe ffriderich dez ^nich entlediget, dar vnme daz die fchult nicht 
wifzet, daz er den hon fülle gethan habin. Werden abir die gefchuldigeten alfo mit yren 
l^auptt^. 1. S3t. IV. 4 ■ . 



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26 

eyden nicht vnrchuldig» fo fal yrer iglicher adir IVlarggraff ffriderich vnfer herre von 
iglichs wegin vnrerm hern von Magdeburg vnd deoie Abte zcur Czynne bufe geben. 
Alz vCzwifen jnrtitut. de lege Aquilia vnde de Iniuriis §. Si quis feruc. Vnde waz iglicher 
zcur bufe geben fuUey daz lafzin wir zcu der bewifunge VDfers hern von Magdeburg bebift- 
licher vnde kefferlicher friheit, die er jn finen fchiilden beruret, alz verre her der zcu der 
fchult gebnichen wii, wenne wir der nicht abe nemen mögen jn Autentica quando oportet 
epifcopos etc. §. Et dum. Wil abir vnfer here von Magdeburg der bewifunge abetreten zcu 
duffer fchult; So melzigen wir die buize, alz vns daz von Ambacbte der wilkor gebort. 
Alz vfzwifet C. de modo mulctarum vnd fcheideö daz. Alz vfzwifzet der Saxen-Priuilegium 
jn dem XLV. artikel, der Alfo beginnet: Nu vememet aüir lute bufze vnd wergelt, jn deme 
§. doch eret man die ffurften etc. Daz iglicher jn der fchult befchuldiget, der hons vnde 
fmaheit nicht vnfchuldig wirt, alz vor gefcheiden ift vnferm hern von Magdeburg XII güldene 
phenninge zcu bufze gebin fal binnen fechs wochen» nach deme alz die bufze irteilt ift. Der 
güldene phenninge machet jo einir einen fchilling phenninge vnde der phenninge füllen XVIU 
eyn gewichte goldes machen^ daz die leges libram heifzin. Alz jnftitut. bewifen de libertinis 
jn der Glofen §. Libertinorum vnde die Glefe der Sachfzen Priuilegii vff den Vorg^rurten 
XLV. artikel vnde C. de fentenciis, que de eo, quod intereft proferuntur vnd alfo orteilen 
wir ouch dem Abte czu der Czynnen die bufse zcu geben. 

Dar nach fetzcet abir der Erwerdiger vnfer herre von Magdeburg alz hir nach ge- 
fcreuen ift: Item fetzen wir fulche fchult vnde zcufprache zcu deme gnanten Marggraffe 
(friderich, nu die nachgefcreuen enunge jnnehat, wo wir Ls an beiden fyten halden füllen 
vme daz Slofz Plawe, daz wir mitenander gekreftiget haben, In dem jare nach crifti ge- 
bort vierzcehnhundert jar dar nach jn deme viercehnden jare vnd vndir andern ftucken, daz 
wir daz Slofz vorgnaute eyme jnantwerten folden zcu eyneme jare alz wir gethan haben 
vnde alz wir von beiden fyten bionen der zciit von deme AUirdurchluchtigeften ffurften Ro- 
miffehen koninge vnferm gnedigften hern nicht mechtig werden mochten, daz Slofz Plawe 
zcu brechen. So folde der gnante Marggrad ffriderich vns vnd vnfem nachkomene vnde 
Gotifliüfe gebin vnd bezcalen binnen deme genanten jare Tufent vnd drittehalbhundert fchog' 
bemiffch grolTchen PregiiTcher muntze etc. Alz die felbe fchult daz fchriftlich vurder von 
ambeginne bis zcu ende vfzwifzet. Weddir fulche Rede, fache, zcufprache vnde fchulde 
fchribet der vorgnante vnfer herre Marggraffe ffriderich jn duITen worte duffer nach- 
gefcreuen kegenrede vnde antwerte, die fich alfo anheben: — Wy wol jn deme enunges 
breffe, der da gegeben ist zcu Czerwift nach gotis gebord tufent virhundert jn deme drif- 
zcehnden jare, folche Summe geldes alz Tufent vnd drittehalbhundert fchog bemidche grof« 
fen jn fulcben zcüten, alz jn finer fchult dar oben gefcreuen ftet, wir vor gefcreuen haben vor 
Plawe zcu bezcaline, fo haben wir doch dar nach, do wir mit enander Plawe gewunnen 
hatten, beiderlyten andere breffe gegeben etc. — Vffe dulTe vorgefcreuene zcufagunge vnde 
wedirrede, alz wir die obirfehn vnde- gemerket habin, Gebin wir Heinrich, Graffe von 
Swartzeborg etc. dude fcheidunge vnde orteil nach anwifunge rechtwidender lute vnd 
uU wir des felber nicht rechter adir redelicher begriffen mögen: Mag vnfer here Marg- 



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27 

graffe friderich von Brapdeborg die brefle vor brengen binnen Techs wochen adir 
zcu band vnde bewifen dar roid, daz er yme vnrerm bern von Magdeborg gegeben fy, vnde 
bekennet vnfer here von Magdeborg der breflfe, daz er yme die gegeben habe: fo mag vn- 
fer here von 'Brandenborg vorgnanter der brefTe gebrachen ; Alz vfzwifzet HC de probatiooi^ 
bus et prefumptionibus I. jn exceptionibus vnde Si quis cautionibus ]. Qui vnde hette der 
breff daz Yndirfcheit, alz daz anti/verte vnfers hern von Brandeborg lutet. So ftunde der 
wilkor an yme, vnferm hern von Magdeborg daz gelt zcu geben adir Plawe mit yme 
zcu habene, Regula: In altematis debitorum eft electio, Doch alfo, daz vnfer her von Mag- 
deborg vmme Plawe ane trogene bewaret werde C. de obligationibus 1. Bonam Et IT. de 
pactis 1. Pretoria vnd alz verre die menunge des leften bret'fes^ den Marggraf fen ffre- 
de rieh den vordem brefT, den vnfer here von Magdeborg ruret, verandere vnde fine ver- 
nuwunge berure: beruret er der vernuwunge nicht, fo fal er vnferm hern von Magdeborg 
dy irften breffe halden, Nu er der jn der aufwerte bekennet, Alz bewifen Inflit. quibus 
modis tollitur obligatio §. Preterea nouator. Ouch alz vnfer her von Magdeburg vnfern 
hern Marggraffen ffriderich von Brandenburg fcbuldiget vnd zcufpricht vmme 
fchaden , den er werdiget vff fechs hundert fchog 'bemifTche grofchen etc. vnde nach ant- 
wertin vnfers hern Marggraffen ffrederich, alz daz or beider fchult vnde antwerte von 
beginne bis zcu ende vfzwifzet etc. Dar obir fprechen wir Heinrich etc. jffet daz vnf^ 
herre Marggraff ffriderich volkumpt mit fulchen brefTen, alz er benant hat, In J^ner 
antworte, alz wir vorgefcreuen vnde gefprochen habin; So ift her vnferm hern von Magde* 
bürg von des gewerteten fchaden wegen nicht phlichtig dar vmme. Quia fublato prin- 
cipali tollitur acceObrium vt ff. de Reg. jur. ). Cum. princ. ^Volkumpt abir vnfer hei* der 
Blarggraffe nicht mid deme vemuweten breffe vnde Claufulen, alz er yme zcu faget, So fal 
er vnferm Hern von Magdeburg den gewerdeten fchaden keren adir den minren Mit iineme 
eyde, find deme male daz er dez feibin breffes bekennet, Alz daz recht vfzwifzet Contra 
confitentem non funt partes judicis nifi in condempnando ff. ad legem Aquiliam §. ultra Et 
ff. de Confeff. I. L 

Vordmer fo fetzt abir der Erwerdige vnfer her von Magdeburg, in einir andern finer 
fchulduoge, als hir nachgefcreuen ftet jn duffen werten: Item fchuldigen wir den gnanten 
Marggraffen ffriderich Alfo, daz wir von Em Gunthere von Bertenfleue BiU 
tere gemand vnde gedrungen werdin, vmme fulche vfzgift vnde Czerunge, alz er von des 
Slofzes wpgin Plawe gethan habe etc. Alz daz jn der fchuldegunge fchriftlichen begriffen 
ift. Dar viT der Hochgeborene Marggraffe ffrederich vnfer here fetzt fulche keginrede 
jn fulchen Worten: Dar vif fetzcen wir vnd fprechen, daz wir vmme manunge Era Gun* 
thers von Bertenfleue zcu benemene nicht gelobit habin: Ouch fo Er Günther vnGßr 
beider mit deme Sloffe Plawe glich wartende ift, meynen wir daz er mid vns ouch gliche 
czemnge fülle tragen etc. Alfo daz die keginrede von werte zcu worte vfzwifzet Dar 
vff erkennen vnd fprechen wir Graffe Heinrich etc. vor recht; Alz wir dez vndirwiizet 
fin vnd felbir rechtir nicht en wiffen: Volkumpt vnde bewifzet vnfer here Marggraffe 
ffriderich obgnante mit deme breffe, dar an er £ch zcu zcubt, daz daz SloCs Plawe 

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28 

yrer beider fy, vnd Er Günther von Bertenfleue yrer beider da mete warnet; So ift 
der gewin vnd yorluft dez Slolzes yrer beider. Nach deme alz gefcreuen ftet de Regula 
iuris: Qui fentit onus, fenlire debet et coinmodum et econtra et (f. e. t. I. fecundum na- 
turam. Ouch alz landrecht vfzwifzet jn deme irften buche jn deme dritzcehnden artikel. 
Volqueme äbir vnfer here der Marggraffe des nicht liiit jnhaldunge des breffes; fo folde Er 
vnrerm hem von Magdeburg fulcher manunge kegen Em Gunthere von Bertenfleue 
benemen. 

Vorbaz fetat der Erwerdige vnfer here von Meydeborg, Alz h\v nachgefcreuen fteit: 
jtem fchuldigen wir den feibin vorgnanten Marggfaffen ffrederich etc. Aiz die neder'e 
gefcreuen eouoge vndir andere oren puncten fchriftlichen anwifzet, daz wir mit ynie vnd er 
mid VDS de Siofz vnde Stete Plawe vnde Ratenowe einis tagos beieggen folden vnfer 
iglicher vIT linen ort iines landes vnde wanne wir Rateuouwe des zcöges alfo gewunoen, 
So folde vns vnde vnferm Gotifhufe Marggraffe Ifriderich vorgtianter teil gebin, nach 
anzcal gew«ipender lute, an deme gelde, daz die von Quitzow an Ratenowe hatten. 
Alz daz die felbe fchult vurder zcu. ende vfzwifzet. Weddif fulche Rede vnde fchuide der 
gnante vnfer here Marggraffe ffriderich fetzcet fulche antwerte jn den werten: Dar 
zcu antwerten wir, daz der gnante Er Günther, noch wir, Ratenouwe noch ny belegen 
noch beftelten: Sunder ehr wir beide vor Plawe zcogen, hatten fich die Von Ratenow 
vns ergeben etc.. Alz die felbe fin aufwerte zcu ende vfzwifzet. Hir vff gebin wir dis or- 
teil vnde fcheidunge: Mag Marggraffe ffriderich bewifen, alz fio antwerte lutet vnde 
thu linen eid fecu deoie, alz «r fchribet, daz vnfer here von Magdeborg Ratenoiiwe zcu 
gewinnen adir zcu beftellen zcu velde keine zca) gewapender lute gebracht habe, fo wirt er 
der fchult lofn. Gefchiit des nicht, fo. ift her jn dar Jchult gewunnen, Alz gefcreuen fteit 
ff. de arbitr. 1. Celfus vnd den eid mag er .fhun durch einen finen vnbejlichtigen frihen man, 
Alz vfz wifzet decretum XXIL §. V. 

Dar nach fetzt abir der Ec^erdige ErXSunther etc. line fchult jn duHen worten: 
wir fchuldigen ouch den vorgnanten Marggraffen ffriderich daz er vns von des Slof- 
2es wegen Buten, daz wir midenander gewunnen, eyne fummen geldes Alz virdehalbhun- 
dert fchog bemiffe grofchen etc. ,vprgefcreuen, gelobet vnd verborget hat etc. alz daz die« 
felbe fchuide bis zcu ende vfzwifzet. Dar Vff der gnanter vnfer here Marggraffe ffri- 
derich fetzt falohe antwerte jn fulchen Worten: Dar zcu antwerten wir, daz wir yme von 
der fummen gelde alz UII'^ fchog bemiffe gröffen von d^s SloITes wegen Su^t^n nichtes me 
fchuldig fyn etc., z\t daz die antwertä fui'der vfzwifset. Ober die obg^nante Ccbnit vnd ant- 
worte fprecfaen wir egnante gekoren vnde geWilkotd Richter, Graffe Heinrich etc. vor 
recht, alz wir de^ vnderwifzet fin vnd felber nicht befzir wifz^n: Sindemale daz vnfer here 
von Magdeborg vorgnänter vnfern hem den Märggraflen von dez Slofz^s we^en Hüten 
fchuldiget vmme mt^ fcht)ck bemiflTe größten, dez 6r breSe hat, vnd fet2t, daz er yme 
noch C vnd LXXXIt fchock fchuldig fy; vt^es vnfer facfre Von Mägdeborg dez vnfern hem 
dez Marggraffen Verl^^tUe l^reffä hat, die fal er yita&hddeti, ädef fich' entledigen vnd finen 
breff vfz tcM, daz die ftihnlt vergulden fy fetb dritte Vübefuchtigeter lüte, die daz gefehn 



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29 

vnd gehöret haben, Nach lote deas^ latixTrechts^ jm VI. Artikell |dez andern biichB §. II. Vnde 
V: de probationibns I. Co. m debito. 

Vurder fetzt vnd rchuldiget der egnante tnfer here Gnnther, Ertzbifchoff etc. 
den gnanfen herh ffrlderich etc. in fulcfien Worten« Oucb fchüldigen tvir den gnanten 
Marggraffern ffiriderich ^ff die Clanfulen eine»^ breffes nachgefcreuen; der jtn jare dez 
hem M^ CCCC^ vod XII««" zcu Wittenberg gebih ift etc:, Daz er dai Stetichen Gortzk, 
daz vnfers Gotifliufes zcir Magdeburg eigen ift , vnd die lute vnd die jo wonende dar jnoe 
weder vns jngenomen hat etc. Alz die fchult von deme ambeginne bis zcu denie ende vfz- 
wifzet Weddier fulche Rede, fchulde vnd zcufprocfie* der vorgnante vnler her Margg raffe 
ffrlderich fetzt duITe nachgefcreuen keginrede jn duffen worten: Dar kegen fetzen wir, 
daz daz^ Sfetechen Gortzk zu der Marke lange zciit, furder wan ienigen inenfchen deng- 
ken ifty gehnret bat vnd hat vnd fo an Vns gekomen ift etc. nach vfzwifunge der kegenrede. 
Vffe die gnante fchult vnd äntwerte fpreehen wir vorgnanter Graffe Heinrich etc., alz 
wir vns dez Haren- haben vnd felber befßr nicht en wiffen, mag. vnfer here von Magdeborg 
fine lehns gewere, die er jn finec fchutt beruret, bewifen felb febinde gefworen gezciugen 
ader finer belehnden man, fa faf vnfer her Margg raffe ffriderrch ym Gov^tzk wedder 
jn fine gerugefe lehns gewere lafzin — vnd Wlfll denne vnferm hern deme Marggraffen jm 
rechten nicht, daz er fcribt, daz yme die manne von'Gort:&k gehuldet vnde gefaget haben. 
Regula iuris res inter alios acta Et C. de iuris et facti ignorantia vnd privilegium der Saf- 
fen lib. II., Art. XXUIL vnd wanne vnfer her von Magdeborg die gewere erwifzet hat, alz 
vor gefcreuen ift^ fo mag er daz eigentom mit zcwen fchepphen gezcuigen. Alz vfzwifzet daz 
preuilegium der Sachfzren lib. II, Art. XLIIL Adir mit preuitegien, ab er die dar zcu hat 
C. de probationibus i^ proprietatis. 

' Vordmer fetzt der Erwerdige etc. vnd befchuldiget den gnanten etc. al2 hir nach 
fteit etc. Vurder fchuldigen wir den vorgnanten Märggraffen ffriderich — In deme 
jare nach crifti geburt M. CCCC. vnd XVII. jar vnd dez Gotifhaufes vnd geflifte vorgnafite 
Slofe vnd wigbilde Sandow von den mannen vnd jnwonende der Marine zcu Bcanderiborg, 
Nemelichen Ern Balthazar von Wenden, der zcu der zciit dez felbigen Marggfafleti 
ffriderich Rad vnd Amptftian waz, mit hulffe Vnde volleift Ern Jafpar Gans, Swart- 
zes Quitzouwen, Clawes Suabek, Claws von Quitzow vifd fin fob, Werner 
von Holtzendorff e!c. vnde andere vil finer matme vnde vnderfafzin Weder recht, bebift- 
licher vnde keiferiicher gnade friheit vnde frede Roublichen entlurt, genommen vnde mit 
faollTe vnde vorderungen, die den genanten vnfem befchedigeren von den MerkilTchen, alz 
nemelichen von Geuerde von Aluenfleue, zcu der zciit houptmann der Alden Marke, 
den borgem vnde jnwonenden der ftete vnde lande gemeiolichen der Alden Marke mit 
fpife vndiB mit gedrengke, hartiffche, gefchotze vnde luten gefchen fin, lange zciit vorgehaldeö 
wart. — Czu der fchult vnde allen fachen, vnde fchaderir, die von des wegen daz Sandow 
gewunnen wart, benant vnde verzcelt werdin. Der Hochgeborne MarggrafTe ffriderich 
antwertet vnde fetzt fulehe nachgefcreuen weddirrede vnd entfchuldigunge jn fulchen wor^ 
ten: ^*. Czum irften Alz der Erwerdige Er Günther nemelichen fchribet von Em ßal- 



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30 

thazar von Wenden, daz der'zcu der zciit vnfer rad vnde Amptmann fülle g'ewefzen ßo; 
Sprechen wir, daz der gnante von Wenden zcu der zciit vnfer rad nicht waz vnde ouch 
vnfer Amtmann noch nie gewefzet ift etc. ATz daz die fchrift finer antwerte bis zcu ende 
vfzwifzet. Vffe duffe vorgefcreuen fchulde vnde zcufachunge vnd ouch uflT keginrede, alz 
wir die obirfehen vnd merket haben: Sprechen wir gnanter Graffe Heinrich von 
Swartzburg etc. vor recht» duften fcheidunge vnde orteil nach anwifungen, alz wir vns 
dez irfaren haben, vnd alz wir de ouch felbir rechter nicht enwifzen, — Alz Marggraffe 
friderich zcum irften antwertet vmme den von Wenden, daz der zcu der zciit fin Rad 
noch fin Amptman nicht gewefzet fy vnd in fineme lande nicht gefeffen fy, daz mag er mit 
fineme eide felbir adir durch einen andern frihen man, der gutes genicht fy, entledigen, alz 
vor gefcheiden ift, vnd alfo mag er fich vmme den Gans von Putlift ouch entledigen 
vnd die andern Marggraflfe frideriches man, die jn der fchult benant fin, der mag er nicht 
entfchuldigen mit finer antwerte, nu er dez jn finen antwerten von en keine beuelunge noch 
vollemacht erbutet Cod. de procurat. 1. Quia. 1. jnvitus — vnde Marggraffe ffrederich 
fal fine man, jn der fchult benant, nach lute einer Claufulen dei buntbriffe, der vff beider 
hern wilkor langet, ernftlichen dar zcu brengen, daz der fchade von den, die en füllen ge- 
than haben, mit eiden ader wedertat 'gekart werde zcu zcüten vnde fteten, alz daz die vor- 
W'ilkorten tedingfbreffe vfzwifen adir er ift felbir jn der fchult gewunen, Alz daz priuilegium 
der fachffen bewifzet jm VllL artikel dez dritten buchs. — Welche ftete vnde lute abir Er 
Günther Ertzbifchoff jn finer fchult nicht benennet, der en darlF vnfer her Marggraife 
friderich zcu antwerte nicht brengen — . Alz danne vnfer herre Marggraffe ffride- 
rich vorbaz fchribet, daz der Gans von Putlift mit allen finen helifern alle der ge- 
fchicht, fchulde vnde fache, mit deme Erwerdigen Em Günther, Ertzbifchoff zcu 
Magdeborg, gefunet fy; So haben wir hir vor gefcheiden, daz er die befchuldigeten fine 
man felbis zcu antwerte ftellen fal. Sind die dann jn jren ' antwerten gefunet, daz mögen 
fie bewifen, alz vor uff die fune gefcheiden ift. Alfo mag ouch der hochgebome Marg- 
graffe ffriderich, wo die fchult fine perfone anlangt, bewifen, daz er der gefunet fy, 
vnde bewifzet er die fune, alfo ift er von finer perfonenwegen der fchult entbrochen C. de 
transactionibus 1. Caufas. Bewifzet er aber der fune nicht; So mag er fich doch zu finer 
perfonen der fchult entledigen mit den werten, alz er jn fineme antwerte fchribet, daz ge- 
fchichtes gewalt, Roubes, fchaden, Rates, tades vnde allir volbort wolle er fic entledigen 
vnd an Im fy noch ny kein gebruch der hulffe worden mit fineme eide, Alz bewifzet der 
Sachfen priuilegium artikel VII jm irften buche, vnd- da mite ift er danne des bafles vnd 
fm.aheit ouch entlediget. Regula Cum principale non tenet etc. Volkumpt er abir der fune 
nicht, adir der vnfchult, fo ift er der fchult gewunnen, vnd fal den fchaden nach der wer- 
derung gelden nu er dez nicht mynret. Inftit de Iniur. §• non folum Et ff. de nozialibus 
actionibus I. jn omnibus et §. Extraneus: vnd fal danne ouch vnferm hern von Magdeborg 
die Smaheit verbufen, alz hir vor viT fmaheit gefcheiden ift. Vortmer Alz der vorgnante 
vnfer her von Magdeborg furder jn finen leften mannigfalden zcufpruchen vnde gefetzten 
vmme mannigerleien grofzen fchaden deme hochgeboren Em ffriderich Marggr äffen 



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31 

2CU Brandenburg vnd vmme den Biffchoff von Brändenb.urg vnd vmme die an- 
dern fine manne, vnd die jn den fchulden benennet fin, funderlich vnd femptlich befchul- 
diget etc. Dar kegin der felbe gnante vnfer her Marggraffe ffriderich fine antwerte 
vnd keginrede fetzt, nach deme alz die fchulde vnde keginrede von Ambeginne bis zcu 
deme ende kegen enander gentzlichen vlzwifeu etc. Dar obir wir vorgnanter Heinrich, 
Graffe von Svrartzborg etc. fprechen recht jn allir mafze, alz wir liir vor jn deme neh- 
men vorgefcreuen rechte vmme Sandow gefprochen haben, alz daz grundlich vnd. gentzlich 
vor gefcreuen fteit Ouch fprechen wir furder vor recht: Czu welcher fchult der obgenante 
her £r ffriderich Marggraffe zcu Brandendenburg etc. jn finen antwerten neyu 
fpricht, der entgeit er mit iinen eiden, vnd blibet der fchulde vnd zcufpruche ane wan- 
del etc. Vnde waz fcbade vor der verbuntniiTe vnd enunge vnferm hern von Magdeborg 
gefchen ^were, dar zcu ift vnfer her ffriderich, Marggraffe zcu Brandenburg etc., 
yme nicht zcu dufTer zciit phlichtig zcu Antwertene, wanne daz d|e enunges vnd tedingf- 
breffe nicht vfzwifen. Gegeben zcu Wittenberge, nach Crifti gebort virzcehnhundert 
jar dar nach jm einvndezcwentzigeften jare. Am Suntage alz man fing^et Ezaudi, vff elffen 
biedere gefchreben mit vnferm Angehangenen jngefegel verfegelt. 

Vzfpruche des rechten ober die andern vnfers hern von Magdeburg 
fchulde vnd vnfers hern, hern von Brandenburg, antwerte. 

Detz lint die Rechte die wir Graue Heinrich von Swartzpurg, her zcu Arn* 
jßede vnd Sunderfhufen, fprechen ober fchulde des Erwerdigen in gote vaters vnd bereif 
hern Günthers, Ertzbifcboffs zu Magdeburg, vnd ober antwerte des hochgeboren 
ffirften hern friderichs, Marggrafen zu Brandenburg vnd Burggrauen zu Nüren* 
berg, die fie geinenander gegeben haben, vnd wir vnfem fliez getan haben vmme anwifunge 
des rechten uff die fachen, als die an vns bracht An, vnd fcheyden die, als wir daz vz er* 
farunge haben vnfer lüte'vnd vz vnfer vomumfil rechteft vnd redelichft begriffen mögen. — 

Als dann vnt€v her Marggraue friderich furder uff die vorgnante fchult vnfers 
hern von Magdeburg antwerdet vnd fetzet: Nach der were antwerten wir zu der vorgefchrieb- 
nen fchult, das wir vnd die vnler vns vor das SIoIT AI uen flehen, das dem genanten 
herren Günther vnd fyme gotefhufe abe zugewynnen ader zu entfremden, nicht gelegirt 
haben. Ouch haben wir hern Günthers vorgnant ftatum vnd werdikeit zu fwechende nicht 
gefucht, noch keyne obertretunge fruntlicher kuntfchaft, eynunge ader globde getan haben 
vnd jm ouch daran nichtes zu hone ader fmaheit bewifet haben etc., als diefelbe antwert 
volkomelichen vzwifet etc. .Daruff erkennen vnd fprechen wir Graue Henrich von 
Swartzburg vorgnanter vor recht, als wir des vnderwifet fio vnd felbir des rechter nicht 
enwiffen: Nachdenmale, daz vnfer her Marggraue friderich in finer antwert fetzet, das 
fit vnd die finen fich vor daz Sloff Aluenfleuen, daz dem genanten hern Günther vnd 
fyme gotefhufe abezugewynnen , nicht gelegirt haben vnd finen ftatum zu fwechende nicht 
gefuecht hab vnd jm daran nichtes zu hone ader fmaheit bewifet hab, des mag fich vnfer 
her der Marggraff alles mit fynem eyde entledigen, darvmme, daz fine meynunge daran nicht 



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32 

zu bemfen ift, A}a vzwifet das preuilegium der Sftchfen, jo 4^m VIl. Capitele jn dem erfteo 
buche, vnd jn dem XVIU, delTelben bucbes. . 

Vortmer ab dann zu der erften fehult Tofera bern von Magd^urg, ^er bocbgeborene 
furfte vDfer her Margg raff Crjdeficb furder jn finer antwerte fetzet vnd igbribet vmb 
Heyfen von Steynforde, darumme er ficb yor .Aluenfleuen gelegirt bab, daa jm von 
Heyfen vi)d ünen yoUeirt^rn mancherley freuel vnd gewäit» mottbrant» raupmort von vnd 
zu dem Sloffe Aluenfleuen jm vnd linem Lande gefchen fin etc., als daz diefelbe ke- 
genrede vfzwifet. Daruff erkennen vnd fprechen .wir vorgnanter Grape Henrich von 
Swartzpurg, her zu ^rnftede vnd Sun.derfhufen, vor recht, .als wir des vndenyifet (in, 
vnd felbir rechter nicht enwifTeD^ Sint demmale daz jmfer her .von Brandenburg vnfern .hem 
von Magdeburg vor vmb HeyCon vom Stelnforde.befchuldiget fbat vnd vnfer her von 
Magdeburg fin jEUQtwerte .daruff getan hat vnd wir ojich darobir vor^recht gefprochen baben^ 
daz vnfer her von Magdeburg H>eyfen vojn .Steinfojrde .vorbrengen vnd Jtleyfe von 
St ein forde fich felber vorantwerteo vnd^entfchuldig^n fqire, als der vzfpruch vzwifet. So 
kan ficb vnfer her von Brandenburg mit den keg^reden, die er fetzt von Heyfen von 
St ein forde deis ,SloiT AUefleuen, vnd briue, die fie vnder enander gefant haben, wegen . 
antwerte nicht erweren; fvinder er Xal voll antwert thun, nach vnfers bern von Magdeburg 
fehult,. vnd vnfer b?r Von Magdeburg, ift nicht pjichtig uff die fchulde, die vnfer her Margr 
graffe fridejich von Brandenburg ruret jn finer antwerte, zu antwerten, vnfer her 
der Marggraue hab ficb danne von erften .keg^n vnfern. hem von JMagdeburg Jiner fehult 
entlediget, als vzwifet das preuilegium der Sachfen jn dem^dritten buche vnd XU. art das 
ficb alfo^ anbebet: Welch man uff den andern ,claget etc. Als ouch furder vnfer her von 
Magdeburg jn def:felben fehult /chjildiget vnfern bern Marggj.ane.n friderich eta von 
des Stoffes wegen Aluefleuen ynd ficb vnd .fynem Stiffte zufpricbt .eigenthum, gewere 
vnd berlicheit vnd unfer her Marggraff frid>ericb des obertzoges bekentlich ift, vnd den 
eigenthumi gewere vnd b^licbeit des Slofles .Aluefleuen, die der gnante vnfer her von 
Magdeburg daran hat, nicht widerfprichet, waz danne uff fülche obertzikunge jn gütern, die 
der kirchen zu Magdeburg gehören vnd gefchicbte von Bebftll^hen vnd keyferlicben gnaden 
vnd frieheiten penen gefatzt fin, vnd vnler iier von .Magdeburg bewifen mag, allTerre er der 
zu der fehult gebruchen wil, wenne \i^ir die nicht abenemen mögen; In .der penen ift vnfer 
her Marggraue friderich voji Brandenburg gefallen, als ^Autentica bewifen «Quoniam 
oportet epifcopbs etc. vpd C« facrofanctis ecclefiis 1. priuileg. vnde de .epÜcopis et clericis 
1. ^i eccief. venerab. vnd ez ift der fürften ammecht vod plicbt, das .fie «die kirchen vnd 
ire guter befreden vnd befcbirmen füllen deqretuni XXIII ca. conft. guinta vnd wa^ die 
furften den kirchen plichtig fin , daz fin Oe ouch dem BfCghoffe plichtig de verborum figni- 
ficatione t. cum' clerici vnde die davuder thun, waz Jre pena ift, ,be.wifet decretum di* prima 
jus publicum vnd C. de crimine facrilegii 1. Qui vdiuine legis fanctitatem vnd jn decretis XII, 
conft, II nuUi licet. Ouch fprechen wir vorgnanten .Gr.ajue .Hjearich von Swartzpurg 
ober den gewerdigten fcbaden von des Stoffes Aluefleaen vnd obertzoges wegen, den 
vnfer her von n Magdeburg werdiget an Tufent Mark goldes» vnd nach antwerte vnfern 



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33 

Marggrauen friderichs etc., der jm dartzu neyn Taget, des ift derfelbe v&rer her von 
ßrandenburg neher zu entgehen vnd zu minnem mit fyme eyde, wenne das man on des 
, fülle oberkooimen, nach vfwirunge des preuilegium der Sachfen jn dem erften buche vnd in 
dem fibenden capite vnd jn dem XVUI delTelben bucbes. — 

Als danne vortmer vnfer her von Magdeburg fcfauldiget vnfern hern Marggrauen, 
friderich von Brandenburg, das er zu der cziit^ ah er fich legerte vor das SIols 
Aluenfleuen fülle mit fchieflende jn uff grolTe kofte fchaden vnd erbeit gedrungen vnd fine 
frfichte dauor getielget haben, vnd achtet den fchaden uff feehs hundert bemifle fchog groffen. 
Darczu vnfer her Marggraff friderich etc. antwert vod fpricht zu der tat^vnd fchaden 
neyn, vnd erbfitet fich darmete zu dem eyde etc. Darober fprechen wir Graue Henrich 
von Swartzpurg etc. vor recht, als wir des vnderwifet fin vnd felbir beßir nicht enwts- 
fen, daz er den eydt thun lal durch einen iinen vnberuchtigen frien mann, Als vzwifet 
decret. XXII conft« quinta. 

Vortmer als danne vn(er her von Magdeburg fetzet vnd fchuldtget vnfern hern fri* 
derich Marggrauen zu Brandenburg, das Hans von Sehen, fin manne vnd dyner, 
von yra vnd den finen erfchoflen fie vnd drie andere fine knechte in den .tot gewunt. Dar- 
^gen vnfer her Marggr.aff friderich fraget; ab er durch recht darczu antworten fulle^ 
darumme, daz er Hänfen von Sehen nicht erfcholTen hab, als daz furder fin frage vz- 
wifet. Darober wir Henrich Graue von Swartzpurg etc. fprechen recht, als wir vus 
des erfraget haben vnd felbir beffir nicht enwifsen: Sintdemmale daz vnfer her von Magde- 
burg vnfern hern den Marggraffen fcfauldiget vnd die finen, fo muIT er von rechtis wegen 
fich vorantwerteu . vnd kan fich mit fulcher were antwertes nicht entfchuldigen. Vmme den 
toden fal er finen Swertmagen beffiren mit vollem wergelde nach finer gehurt vnd fal vnferm 
hern von Magdeburg bQlTen nach finer werdicheit: vnd alfo fcheiden wir vmme alle toden in 
difen fchulden benant. Als uzwifet daz priuilegium der Sachfen In dem XLV Art. Ubri 
tercii vnd defglich buiTet man vnferm hern von Magdeburg vmb die drie gewandten knechte. 
Regula iuiis Is vero committit, cuius auctoritate uel mandato coromitti p^obatun ^ — 

Vortmer fetzt vnfer Jier von Magdeburg, das er daz flek Aluefleuen, kirche vnd 
kirchhoff, violirt hab, vnd die büchfe mit gotes lichnam uls der kirchen uff den Markt, eyn 
meffebuch, lichte, wachs vnd ander ornat, daz zu gotes dinfte gehöret, genommen vnd dar- 
mete die kirchen gepuchet vnd zuflagen haben, als daz diefelbe fchull färder vzwifet. Dar 
gegen vriferher Marggraff friderich von Brandenburg fraget vnd bittet zu erkennen : 
Sintdemmale daz vnfer her von Magdeburg jn finer fchult nymandes der finen namhafftig 
machet, die daz getan hab^n, dacr er die zu tagen brengen könde; lo fie er nicht plichtig 
zu antworten, als daz fin frage vnd kegenrede zu ende vzwifet. Darober erkennen vnd fpre- 
chen wir Henrich Graue von Swartzpurg etc. .recht,^als wir vns des erfraget haben - 
vnd felbir rechtir nicht enwiflen, daz vqfer her Marggraff fi'idericrhetc. mit fulchen fragen 
vnd kegenreden antworte Zu de[: fchult vnfers hern von Magdeburg fich nicht erweren kan» 
vnd ift jm plichtig zu antworten: vnd als er ffirder fetzt vnd fich entfchuldiget vnd enUedige^ 
das er der t^t vnfchuldig fie, als daz fin antwert fOrder vfwifet, darober fprechen wir Hen^ 
f)ait|>tt^» U, $« IVt 5 



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ä4 . 

rieh, Or»Ü€ von Swartzpurg etc. das er der vnfchuU entgehen Tai mit Tyme eyde durch 
einen finen vnbenichtigen friai mann, daz er der gefcbicht vnd fulbort vnfchuldig Re, vnd 
nachdem, als er den gewirdigten fchaden von vnferm hem von Magdebuig, als drie hundert 
fchog bemifTche groflen nicht vorantwert hat, Tö ift er der drier hundert fchogke bemiflche 
großen erwonnen, vnd fal die gelden jn viertzehn tagen, als das priuilegium der Sachfen 
vfwifet jn dem andern buche jn dem fttnfilea artikeK — • 

Item vnv Henrich, Graue von Swartzpurg etc. fprechen recht, als wir des 
VBderwifet fin vnd Mh(t recbtir nicht enwilTen. Als vnfer her von Brandenburg zum erften 
antwert der von wenden vnd Cafpar Ganfe von potlift, das die nicht mit |m geweft 
fin vnd ouch fine mannen nicht enlint vnd ouch jn finem lande nicht befeßen, des mag er 
fidi mit fynem eyde felbir ader durch eynen anderen finen vnberfichtigen frien mann entle- 
digen vnd die andern vnrers hem* Marggrauen friderichs mannen vnd Stete, die jn der fchult 
benant fin, der mag er nicht entrchutdigen mit finer antwert, Nu er des jn fincr antw^ 
von jn keine befelunge noch fotlemacht nicht erbfitet: C de procuretoribus 1. Quia vnde U 
jnntus vnde 1. licet de reftitucione miiitum ff. ad 1. aquiliam 1. über» vnde Marggraff fri« 
derich fal fine. manne vnd Stete in der fchult benant nach lute einer claufulen der Bunt* 
briue, daruff beyder heren willekör langet, emftlichen darczu brengen, daz der fchade von 
den, die jn fulben getan hab, mit eyden ader widertat gekart werde zu getzit» vnd Steten, 
als die vorwillekörten tediogesbriue vzwifen, ader er ift felbir jn der fchult gewonnen, als 
daz preuilegium der Sachfen vzwifet jn dem VIII artikel des dritten buches. Welche Stete 
vnd lute aber vnfer her von Magdeburg jn finer fchult nicht benennet, der endarff vnfer her 
Marggraff friderich etc. zu der antwert nicht brengen. — 

Ober die anderen vnfers hern von Brandeburg fchulde vnd unfershern 
von Magdeburg antworte vzfprüche des rechten. 

Ditz fint die recht, die wir Graue Henrich von Swartzpurg, here zu Arnftede 
vnd Sunderlhufen, fprechen ober Schulde des hochgeboren ifirften hem friderichs, Marg- 
grauen zu Brandenburg vnd Burggrafen zu NCrenberg vnd ober entwerte des Erwir* 
digften jn gote.vaters vnd faeren Iiern Günthers, Erzbifchoffs zu Magdeburg, die 
fie geinenander gegeben haben, vnfer Üben heren vnd Bruder: vnd wir haben vnfem fliez 
getan vmmb anewifange des rechten uff die fachen, als die an vns bracht fin, vnd fcheyden 
die, als wir daz tz erfarunge wifer l§te vnd vz vnfer vorafinft rechteft vnd redelichft begrif- 
fen mfigm eto. 

Item als danne der hochgeborne ffirfte her friderich, Marggraue zu Branden* 
Inifg vnd Burggraue zu Nürenberg, den Erwirdigften jn gote hem Guntheir, Ertzbi* 
fehoff zu, Magdeburg» fchfildiget jn finer erften fchult, daz jn difzen kegenwertigen jare 
nach £fzen nehften vorgangen pbingeften Hans von Quitzaw mit finen helffera vz San- 
dow tnd wider darczu finer Stat Hauelbergknecht, genant Mertin, ffille abgehouwen haben 
bendo vnd ftffe vnd Cdppe Soleman^ der Stat Sandaw knecht, ffille der genante knecht 
Meitin dkirchfchoAea beben, alfo, als he meynet daz eyn ßilches von faffe, voreynunge, von 



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8& 

gidbde vnd tod finer vorfigeUe» briue Tnd von Torbiodunge wegra, die fie uff beyde^fitm 
XU Wittenberg nach criAi vnfers' bern geburt .virczenbundert jase jn dem cKwelffiteu ijar# 
vnd euch vor dem Allerdurchlucbligfteii fürfteo hern Sigmunde, Romiffen e^c. komig^» 
vnfenn gnedigen heren, uff beyden fiten gewillekoret fin, wie fie daz halden füllen y^u dsitf q 
Q2U cziten eta. vnd fulch gefcbicht gewelde vngerichte vnd obel tat fie ouch gefebeq von 
'finer vfirwarlofunge wegen, darumme, daz he Hänfen vpn Quitzaw wider ire Caile, firunt* 
liebe glöbde, eynunge vnd vorbrifunge ane finen wiffen, willen vnd fulbordjedig vnd loa ge^ 
geben hat, vnd bittet erkennen jn rechte, ab der gnante Erwirdigfte her Gunthe^r vmmb 
fulche gewelde voi^erurt jm antwert plichtig fie von finer lande vnd lutjB wegen, vnd euch 
fulch gewelde vtid vngerichte, als vorgefcbriben ift, mit wergelde beflireQ fülle ader wa* 
recht fie. Ouch fchuldiget der vorgnante vnfer her Marggraff friderich den genanten 
hern Günther Ertzbifchoff, daz fulch gefcbicht vz dem SlolTe Sandaw joi zu hafle^ 
hone vnd fmaheit gefeHen fie, vnd begeret darume antwert, büße vnd wandele wie daz die- 
feibe fin erfte fchult allez von begynn wenn zu ende g^ntzUchen vzwifet 

Item als danne der Erwerdigfte Her Günther, Ertzbifchoff zu Magdeburg, zu 
fulcher fchriftlichen fetzunge widerfage tut, daz er bie den vorgnanten Ichriften, die fich ja 
ejnunge, vorbunteniiTe, votbreng^nge, jngefigel vnd briue tziehen, ire innehaldunge ader fun^ 
derliche claufulen, die die fchult anlangen füllen, nfoht finde, vnd der gnante her Günther 
£rtzbifchoff heyfchet die briue vff daz, daz er die fchulde eigentlichen vornemen möge etc. 
Darober erkennen wir obgenanter Graue Henrich von Swartzpurg etc. als ein gekoren 
gewillekort ricbter vnd fprechen vor recht, als wir vns des erfaren vnd erfraget haben, daz 
der bochgeborne fürfte her friderich, Marggraff zu Brandenburg fulche voreynungea 
briue daruff er fich tzeihet^ dem Erwirdigften hern Günther Ertzbifchoff zu Magdeburg von 
rechtis^ wegen vorlegen fülle, vff daz er die fchulde defte eigentlicher vememen möge. — 

Darober erkennen wir obgenanter Graue Henrich von Swartzpurg her zu Amftede 
vnd Sundirfhufen als ein gekorener vnd gewillekort ricbter vnd fprechen vor recht, als wir 
yns des erfraget vnd erfaren haben, das' der Erwirdigfte her Günther Ertzbifchoff zu 
Magdeburg vor daz erfte der ergenanten erften fchult fich gein dem obgenanten hochgeboren 
furften hern frideriche Marggrauen zu Brandenburg entfchuldigen fal mit fyme eyde durch 
einen finen frien mann etc., da ez im gehöret nadi fyme grade, das Hans von Quitzaw 
noch fine helffer Mertin der Stat Hauelberg knechte hende vnd ffifle nicht abgehouwen 
haben, vnd daz der Stat von Sandaw knecht genant Cöppe Solemann den gnanten Mertin 
nicht durchfchoflen hab mit fyme rate, geheilte, wiflen vnd fiirwort vnd daz he dem obge- 
nannten Marggrauen friderich daz zu hone, fmaheit vnd fchaden nicht getan hab: So 
bUbet der vorgnante vnfer her von Magdeburg der fchult vmmb rat» gebeyfle, jyviOen; vorwort, 
hon, fmaheit vnd hafles ane wände! — • Darnach fo (al dannen«der vorgnante Erwird^fte. 
ber Günther Ertzbifchoff zu Magdeburg von eynunge, von vorbfintniife vnd von vor« 
brifunge wegen, die Ratmannen finer Stat zu Sandow vormögen, diefelben erften fchult 
«uuorantwerten, ab fülch vorgnante gefdiicht vnd vngerichte vz orer Stat Sandaw vz vnd 
)D gefchen fie ader nicht, nachdem als die obgenannten preuileg^ vnd recht vzwifeiii das 

5* 



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3a 

ander buch jn dem LXXU capUele vnd letzten, da alfo Ttehet : Schuldiget man das hus vmmb 
raup, daz er dar abe vnd daruff gefchen fie, daz mufT wol entfchuldigen des hures herre, 
ader eyn fin Bürger uff die heiligen etc^ Wer aber die genante gefchicht vnd vngerichte 
n der genanten Stat zu Sandaw gefchen, alfo, das die hanttetigen bynnen eyme tage vnd 
eyner nacht nach der frifchen tat nicht Wider jn die genante Stadt Sandaw komen weren: 
So ift diefelbe Stat vnd jr herre der tat vnd der gefchicht vnfchuldig, nachdem als die ob- 
genanten preuilegia vnd recht vzwifen das ander buch jn demfelben LXXIl capitele jn dem 
letzten vnderfcheide, da alfo ftet: Ryten lüte von einer Burk vnd thun iie fchaden vnd komen 
fie nicht wider daruff bynnen eyme tage vnd einer nacht; So blibet die Burk vnfchuldig an 
der tat Aber die Ratmanne der Stat Sandaw füllen fich vor entfchuldigen mit iren eyden, 
daz fulch gefchicht vnd vngericht vz der genanten orer Stat nicht gefchen fie mit.iren rate, 
volbort, wiffen vnd geheyffe, nachdem als datfelbe ergnante XXXII capitel jn dem dritten 
vnderfcheide vzwifet, da alfo ftet: wer fo felbift vmmb vngerichte beclaget wirt, der enmag 
das hus nicht entfchuldigen, er habe fich dannen felbir aller erft entfchuldiget , vnd der vor* 
gnante vnfer her von Magdeburg enift nicht plichtig, vmb die obgenanten Hänfen von 
Quitzaw mit finen helffern von der gefchichte wegen, die fie an dem genannten knechte 
der von Hauelberg, gnant Mertin^ füllen getan haben vz Sandaw fürder zu an t werten 
dem obgenanten hochgeboren furften hern friderich, Marggrauen zu Brandenburg, 
darumme, daz er der tladmanne der genanten Stat meclitig ift vor zuftellen, nach lute vnd 
jnnehalde der voreyounges briue, vnd ouch dauon, daz er fin mannen noch fin ynderfafle 
nicht- en ift, als her jn finer antwert gefaczt hat. Were he aber fin mann vnd fin vnder- 
fafle, fo fulde er jn von vorbuntniffe von verfigelter vnd verbriffter eynunge vnd von tedin« 
gefbriue wegen vorbrengen, nach lute vnd jnnehalde der gnanten briue, vnd jn vermögen, 
das er den genanten knecht der von Hauelberg, genant ]\Iertin, befTere mit fyme vollen 
wergelde nach finer geburt, dem, der fin nefte fwertmag ift, ab he darumme gefchuldiget 
bat, ader dem, den der genante fin fwert mag vor gerichte darober gekoren hette, vnd dem 
hochgeboren färften hern friderich, Marggrauen zu Brandenburg fine bulT<0 darumme 
geben, als eyme fürften von rechte gebfiren fal, nachdem, als die obgnanten preuilegia vsm* 
fen, das dritte buch jn dem XLV capitel, daz fich alfo anhebet: Nu vememet aller lute 
wergelt vnd bufie etc. Vnd der vorgenante Erwirdigfte her Gunth^er Erczbifchoff zu 
Magdeburg blibet des vorgenanten wergeldes vnd bufie von dem vorgenanten Marg* 
gr äffen friderich von des genanten knechtis wegen der von Haue I her g, genantMertin, 
ane wandel. Ouch fo darff der obgenante Ertzbifchoff von rechtis wegen dem obgenanten 
hochgeboren fQrften hern friderich Marggrauen zu Brandenburg vmmb Haufen 
von Quitzaw, das er den ledig vnd los fülle gegeben haben, wider finen willen nicht ant- 
werten, darumme daz der vorgenante her fride|[ich, Marggraue zu Brandenburg den 
genanten hern Günther Ertzbifchoff zu Magdeburg vor jn andern finen fchulden, darumme 
gefchuldiget hat vnd der obgenante Ertzbifchoff jm darczu geantwert hat, vnd diefelben fchulde 
vnd antwerte noch hengen uff gewillekörte vud gekome riobtere vnd uff eynien obirmann, 
wie daz diefelbön ire fchulde vnd antwerte geinenander vfwifen etc. 



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"37 • - 

Item als dapne der obgenante hocbgeborne fürfte her fridericb, Marggraff zu 
Brandenburg vnd Burggraue zu Nfirenberg den vorgenanten hem Günther Erczbifchoflf 
zu Magdeburg Schuldiget jn finer andern, finer dritten, finer vierden fchult etc. Dargegen 
der vorgenante her Günther ErczUfchoff nach der were .\rere vnd äntwert fetzet, wio das 
die genante fchulde were vnd antirerte allez von begynnen virenne zu ende gentzlichen gein 
enander vfwiren etc. Dar ober erkennen wir obgcnanter Graue Henrichvon Swartz- 
purg, her 'zu Arnftede vnd Sundershufen, aU ein gekoren gewillekort Richter, vnd Tprochen ' 
vor recht, ab wir vns des erfraget haben, vnd felbis nicht beffir ivilTen, ober hoen, (maheit, 
rat, haz, tat, wiflen, volbort, geheyfle,^ todflag vnd vngerichte, ober vor beftellunge der ge« 
fchuldigeten vnd ^handtetigen, die des- genannten hern Günthers Erczbifcboffs zu Magdeburg 
manne vnd vnderfafTen fin, nach lute vnd jnnehalde der voreynungesbriue vnd ober Hänfen 
von Quitzaw jn allermaffe, aU wir vor darober gefprochen halben uff die erften fchult vnd 
antwerte. 

Item als dannen der hochgeboren farfte her friderich Marggraff zu Branden^ 
bürg vnd Burggraue zu Nörenberg Schuldiget den Erwirdigften jn gote vater vnd hem 
hern Günther, Erczbifchoff zu Magdeburg, vmmb alle gefcbichte, bröche, geweide 
vnd vngerichte, die hiitiach^ gefchriben ftehen, biz uff fine letzten Ichult, dargegen derCelbe 
her. Günther, Erczbifchoff zcu Magdeburg nach der were, were vnd antwert fetzet, 
wie die genante fchulde alle vnd igliche befundem, were vnd antwert uff beyde partjen von 
begynne wenne zu ende gein enander gentzlichen vfwifet etc. Darober fprechen wir vor- 
genanter Graue Henrich von Swartzpurg, herre zu Arnftede vnd zu Sundershufen 
vor. recht, als wir vns des. erfraget vnd erfaren haben: Daz der Erwirdigfte, herre her Gün- 
ther, Ertzbifchoff zu Magdeburg, vorbrengen fal alle die gefchuldigpt fin, die jfine 
manne vnd vnderfaffen fin, jn difen nachgefchriben fchulden, biz utf dfe letzten fchult .vnd 
die vermögen, daz fie iulche gefchichte, brüche, gewelde vnd vngerichte widerthun füllen 
mit eyden ader mit widertät nach vfwifunge vnd jnnehalde der vorligelten eynunges brine. 
Tete der vorgenante her Günther, Ertzbifchoff zu Magdeburg, des nicht, fo fulde 
he allen gewerderten fchaden, den fie daruff gewerdert haben, keren vnd gelden bynnen 
virtzentagen, nachdem ais die bbgenanten preuilegia vnd recht vfwifen, daz andere buch jn 
dem ilDmfften capitel jn dem andern vnderfcheide, da alfo fteht: ober viertzen nacht fal man 
fchult gelden, die man vor gerichte gewynnet. Aber er mag den fchaden myntieren mit 
fyme eyde nachdem als die obgenanten preuilegia vnd recht vzwifen, das dritte buch jn dem 
XLVU vnd LI capiteln feto, 

Sio als der obgenante hochgeboren fürfte her friderich. Marggraue zu Bran- 
denburg, den vorgenanten Erwirdigften hern Günther, Ertzbifchoff zu Magdeburg, 
jn den genanten fchulden furder fchuldiget, vmb Hänfen von Quitzaw vmmb hobn^ fma- 
heit, haz, rat, wilTönfchaft, geheyffe vnd volbort etc, Daröber fprechen wir jn allermaffe, als 
wir vor daröber uff die erften fchult vnd antwert gefprochen haben vnd der genante vnfer 
her von Magdeburg, fal darober keyne buffe noch wandel darumme lyden etc' 

Item als danne der obgenante hochgeboren ffirfte her friderich Msirggraff zu 



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38 

Brandenburg vnd Burggraue zu Nurenberg, den ergenanten Erwirdigfien hem Günther, 
Ertzbifchoff zu MagdeEurg, Schuldiget in iiper letzten fchult, das Hans von Quit* 
saw drieftunt geweft lie vor Plawe zu fude vnd zu pherden vnd fulde gemeynet haben» 
Plawe zugewynnen, vnd fülle daz getan haben durch P lote. etc. des he fülle fchaden ha- 
lben czwenczig bemide fcfaog vnd fümff bemifle fchog, von Houwes wegen, das dö vorbrant' 
fülle fien. . Dargegen der genante vnfer her her. Günther, Ertzbifchoff zcu Magde- 
burgs Widerrede vnd antwert fetzet , wie die vorgenante fchult Widerrede vnd antwert von 
begynn wenn zu ende gein enander gentzlichen vfwifen. Darober erkennen wir obgenanter 
Graue Henrich von Swartzpurg etc. als ein gekoren gewilkört lichter, viod Sprechen 
vor recht: Als wir .vns des erfraget vnd erfaren haben , Sintdemmale^ daz der hochgeboren 
ffirfte, her friderich Marggraff zu Brandenburg etc. diefelben line letzten fchult uflf 
czwiuel vnd ineynunge,^efatzt hat. So ift >der vorgeoante her Günther, Ertzbifchoff 
zu Magdeburg, derfelben fchult billichen vnd von rechtis wegen von jm los, vnd euch 
des fchaden, den he daruflf geachtet vnd gewerdert hat, nachdem als lehenrecht jnneheldet 
)n dem XXXVIII. Capitel, jn dem andern vnderfcheide, da alfo ftet: an willen vnd an wor« 
ten en ift kein folge noch getwank, da enfolge dann die tat nach etc. Ouch als der hoch* 
geboren fürfte her friderich, Marggraff e zu Brandenburg den Etwirdigften hern 
Günther, Ertzbifchoff zu Magdeburg, furder fchuldiget in derfelben finer letzten 
fdiult, daz jm fuich vorgenanter fchade gefchen fie, dauon,' das he Hänfen von Quitzow 
ledig vnd los fülle gegeben haben vnd lieh mit jm verfünet haben. Darober fprechen wir 
frorgenanter Graue Henrich von Swartzburg etc. als ein gekoren gewillekort richter, 
recht als wir vns des erfraget vnd erfaren haben, jn aller maffe als wir vor ober Hänfen 
von Quitzaw uff die erften fchult vnd antwert gefprochen haben etc. 

Gegeben zcH Wittenberg. Nach crifti gebord virzenhundert jar vnd dar nach jm 
eyn vnd zcwenczigiften jare, am Suntage als man finget exaudi, uff zcendehalb biedere ge-. 
fehreuen mit vnferm obgenanten grauen henrich von Swarczpurg, hern zcu Amftete 
vnd Suudershufen^ angehangen JngefegeU 



MCCXCIV. ®^&&en, ttä^t i^rr^og ^tmii^ wn SOIedEfeitbitr'g uitb V« ianh SBenben in 
hm ^^xm 1421 (t0 1424 iw^ ^tnfafjfm itt ^vismli m^ b^ ^at^ 9iMppin 

Dytis de fchade de vna hertoge hinrik von Mekelbürg vnd vnfen vangen ved- 
dero gefchin is van den Prigenitziren anno XXIIII. To dem irften alfe wy hertoge 
hinrich vorbenant wolden riden van myrow in vnfe land Robe4, beiden dar vpp dem' 
weghe bauen dem Crummele vpp vns Claws van konigifmarke, Bor^, Mollen- 



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39 

dorpe Reyneke myntftede^ ^es biffchops knechte ron hauelberge, de dar af 
vluchtich to wiftok JQ reden vnd de to vreftorpe vluchtich to reden, vnd wolden vns 
lif vnd gud af gewunnen hebben in fundergen louen vnd vreden, den wy naet en baddeo, 
vnd nymen vns einen pnerde, bamrch, armborfte vnd ander gherede, fo gud alfe hundert 
bemefche fchok grofchen, vnd twe perde doet, fo gud alfe hundert lub. mark vnd grepen 
Vnfe man als Claws Czecheline, Claws von Gudenfwege, henning warborge, 
Engelk&n manduuel vnd vnfe andern knechte, de wy loes vnd leddich begheren to 
Schickende vnd vns wandel vnd lick fchy vmme de fchicht, de vns gefchien is. Item eodem 
anno to band dar na, don nam Claws von konigismarke met den fynen Achim Ret« 
zovren vt fynem gude II fchok hake olTen vnd koyge, fo gud alfe hundert bemerche fchok, 
If fchok fwiir, fo gud, alfe hundert lub. mark, XXIX phichperde, fo gud alfo XL fchok 
LXfiden fpecks, fo gud alfe XII fcok vnd ander plunder wäre, ketel, grapen, clederen, 
Smyde vnd Rede penninge, fo gud alfe C bem. Ichok vnd X fchok. Dit is gefchien anno 
XXII* vmme vnfer frowen dach to wortwiginge, don Nam Claws von koningifmarke, 
iangecopp, zuring vnd ere hulper vor Strelitze VIK fchapp XVpluchperde, XVhack 
offen vnd XL houede Ryndvees, fo gud alfe C bem. fchok. Item des irften mandages in 
der vaften Nymen de Prigenitzen, der Ror knechte, des ghanfs knechte, Claws 
von konigifmarke, langecop to dem Ruilenhagen jn dem Cioftergude to want- 
zik XFII perde, fo gud alze L fchok, vnd nymen vt dem hufe an plunderware» Smyde, 
ketel, grapen fo gud alze € fchok vnd flugen eynen man doet Item Nymen Peter tzer- 
nekow vnd pariis met eren hulperen to Dobelow XVhouede grotes vees fo gud alfe 
Xlt bemifehe fcfaock vnd grepen enen man, de ghaff VII fchock vnd I tune hekedes, fo 
gud alfe II fchock, vluchtich to vreftorpe vnd wedder dar to. Ifem Nymen ludeke 
warnftede vnd Iangecopp met eren hulperen to Myrow LXX houede grotes vees, 
To gud alfe L bemefche fcok, IUI perde fo gud alfe VIII fcok, II ftige fchap fo gud alfe 
III fchok, vnd eynen man, de ghaff eluen bem. fchok, Itunne botteren vnd I tunne heringes 
fo gud alfo IUI bemifehe fchok vnd I par leydefcher hofen, I fchok als, fo gud alfe I bem. 
fchok. Item enen man, der gaf eyn verndel birs vnd I fchok hekedes, fo gud als II bem. 
fchok, vnd nymen an plunderware vnd an reden penningen van den kerkhstue vpp L bem. 
fchok. Item Nymen peter Czern^kow vnd Olde Claws to gnewetze Il.perde fo 
gud alfe IUI fchok, Item Nymen defuluen dar fuiues to ener andern tyd Ilffl perde fo gud 
alfe VIII fcok. Item to ener andern tttd eyn fädelt perd fo gud alfe V fcok, vnd de bur 
ghyuen en to dingenifle I fchok vnd I par leidefcher hofen, dyt is fchien to vreftorpe af 
vnd to vnd tb Rinfberge. Item Nymen bans Roer vnd des greuen itian von Rup- 
pin, koningefmarke, warnfteden meieren hulpern to für fCenberg« J fchok. koye 
vnd IIIIolTen fo gud alfe XXX fchok. To hant da na grepen teltzkow^nd iangecopp 
met ereo hulperen de wandelnde van vorftenberge vnd befchatteoden de to vretftorpe 
vp C. lub. mark. Item bans bozel, bans Ror, Claws von konigifmarke met eren 
hulperen nymen den von vorftenberge III Reifege perdö V ifern hude vnd III Arm- 
borfte vnd grepen enen knectit: de fchade loppet vppe XXX bemefche fcok. Ok nymen' 



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40 

defuloen vor vorftenberge IReilich perd fo gud alfe T bemeG^e fcbok. Item henniog 
fcutte vi^d kemenitze nymen ior Barftorpe in den weerder IlIIoITen fo gud alfe 
VJ fchok vnd grepen Iman^ de ghaf Claws von konigifmarken X lub. mark. .Item 
des Biffchops knechte von hauelberge nymen to Ringerfleue VI perde fo gud alfe 
XII fchok vnd grepen' enen man, de ward befchattet to dem Czechleine^ de gaf I tunne 
bottern vnd Vfchok. Item Bofel vnd Ctawes von konigifmarke nymen to blume- 
now vaa den kerkhaue twe peerde vnd plunder wäre» fo gud alfe XII fchok/ 

Item anno XXP. Nymen to der wukele Claws von konigifmarke vnd lu-- 
deke warnftede XXII houede grotes vees fo gud alfe XVI fcok vnd grepen III vangen, 
de to Reppin befchattet worden vppe Vllbemefche fchok vnd I tunne botteren: dyt fchach 
van vreftorpe vnd wedder to konigifberge« item eodem anno ward grepen de fchul* 
ten (o Priperde vnd pifferue,- de ghyuen beide XX lub. mark vnd C vnd de fchulte 
vor los II perde vnd Bouen fynen fchaden fo gud alfe IUI fchok vnd worden VI man be- 
fchattet» de ghiuen C mark vinkenogen. Item worden virik van lubberftorpe vojr 
arnf berge afgrepeo IUI knechte, de ene ghaf LX lub. mark, de andern fint noch gefan« 
gen« Item to derfuluen reyfe ward vlriken' lubberftorpe vnd hanfe von dewetze 
ere molne vor arnf berge afgebrand, des fy fchaden abebben vp C bemefche fchok: vnd 
to der fuluen tyd worden en genamen ^XII perde, fo gud alfe XXIIII bemefche fchok» vnd 

I man doet gefclagen, II wifpel hauern VI fchepel wey ten II vemdel birs vnd II tunnen birs 
fo gud alfe V fcok. item ward delTen fulueil genomen vp dem fteenvorde II perde vnd 

II koye fö gud alfe^ vif fchok: dyt deden des Biffchaps gefinde von hauelberge. 
AI deffe fchade is vluchtich fchien to vreftorpe. In den fuluen jare worden genamen 
vor Strafem XX oITen, fo gud alfe XXX fchok, VIII perde, fo gud alfe XVI fchok: dyt 
is fcheen af vnd to der goldbeke, rinlberge vnd vretftorpe. Item Trebbow, des 
Biffchops man» grepp bans von dewetzen af enen knecht, de ward befchattet ,to der 
goltbeke vppe XX mark vnd C vinkenogen. Item des Biffchops man» alfe leddige 
vnd henning fchutte, nymen vlrik lubberftorpe I perd, fo gud alfe C mark vinkenogen» 
vnd grepen em enen knecht af, de ghaf to fehatinge VIII bem. fchoL Item kelk voriqes 
twe perde vnd II koye» fo gud alfe V fcok, dat dede leddig. Item Nam he vnd mäkud 
vor Arnfberge VII perde fo gud alfe XII fcok: dat fchach to dem Czechelyne äf 
vnd to. Item deghart vnd des biffchops hofgelinde nymen tp arnfberge HP fchap 
vnd. III'' cz^en» fo gud alfe XL fchok af vnd to dem Czechelyne. Item langecopp 
vnd zuring grepen vor arnfberge V wandelnde, dy ghyuen C lub. mark vnd en worden 
jn perde namen» fo gud alfe IUI bem. fchok: dyt fchach to der gollbeke af vnd to« 
Item Nymen Claws van konigifmarke vnd ludeke warnftede vor liehen offen vnd 
vingen dar enen burger benant peter kok roet fynem fane, de gheuen vp XL bem. fchok.' 
Item anno XXIII Nymen hans Roer» Claws lud'eritze» de menliken vnd prige* 
nitzen wol met XL gleuito vnd des ghanfs hauelude to gronow» des na vnfer frowea 
dage erer bord» II fcok koye fo gud alfe LX fchok IUI ftige fwin fo 'gud alfe XXX fcok, 
XXXn pluchperde fo gud alfe XL fcok vnd armborft fo gud alfe XLVpi gr. vnd Uli 



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Tangen. Item Nymen de Biffchop von hauelberge, hans Ror» Ebel molUndorp, 
warneke beuerneft^ de Carfteden^ philippus grabowen brudere vnd de Rate- 
nowen vor arnfberge vnd vor priperde II fchok ofTeo, fo gud alle 11^ fcbok» vnd 
II fcok koye. Ib. gud alfe C fcbok, X pluchperde, £o gud alfo XVI fchok» C fchap fb gud 
aife VIII fchok, II fchok fwin, to gud alfe XX fcbok, II fchok czegfaen, fo gud alfo VIH 
fchok^ dar to an plundemvare, ketel, gi'apen, cleder, fmyde an dem kerkhaue to priperd« 
vp C bem. fchok. 

DefTe vorfcieuen fchade is vns hertoge hinrich von Mekelburg geüchien vt 
der Priggenitze vnd van des brffchops man von hauelberge. 

Defle naforeuen fchade is den van wenden gefcheen van den Rappineren vnd 
markefchen an dem lande to vredenhagen. Primo tome dranfe, to grabow, to kutze, 
To den Berlin, To der kewe an Roue vnd an Brande vnd an vangene wol alfo hoch 
alze dre dufent mark lub. Item van der goltbeke is vnfer gadefhufe to dobertin ge- 
nomen to. der Swertze alle perde, offen, koye vod alle vee vnd alles wes dar was, dat 
hans Bofel vnd Clawes konyngefmarke mit eren brodign knechten gedan hebbt van 
der goltbeke vod fredeftorpe vnd vluchtich wedder to. 

9ta^ Um iDrigtoolc« 



MCDXCIV. gjquibirte ei^&btn, ttdd^e bie ^errf^aft SHtt|)|)m 2Äecfktt6ttrßtf(^er ©eit« in im 

Saj^rm 1420 hii 1424 gmommertt ^ 

Dyt is dy fchade, dy fcheyn is in m3ms hem Unde van lindow. Anno Domiui 
M« CCCC^. XX!!"*. To deme irften male To Ronnebeke in der wend tyd to deme rog- 
gen, dy. van Jy eben nemen dryvnde twyntich offen vnde twe koyge: toh deme andern des 
fridaghes na bartholomei hen,ning kracz, ludeke kratz, her hinrik pafchedages 
lane, herme pafchedages iane, eggert wareborch, gherke mund vnde mer ftargar- 
dyrre nemen to Ronnebeke twe fchok grotes vees vnde dreuen dat in dat land to 
ftargarde. Item A.XX1I nam otto faneke i^de ludeke kracz tho RonnebeJce twe 
perde. Item in dem fiiluen jare nam hennig Luderitcze to Ronnebeke dry perde 
vnde furde fy hen to den^vynken. Item henning ofthern nam dry perde to Ronne- 
.beke, dy lofeden fy wedder vor'vyr vnfpel bauer vnde twe vemdel birs* Item anno XXU 
was her helmwich vnde her hinrik van pleffe vor dy ftad granfoye in den Bog- 
ghen owefte vnde nemen to luderftorppe, tho dolghe, to Mencze dry fchdk vees 
vnde pucheden to dolghe den kerkhoff vnde nemen dry mandel perde vnd dry fchok (wyn 
vnde dreuen dat to lubitee. Dy klofler iunckfrowen van lindow dy volgheden na, dy 
iagheden ly wech. Item anno XXU to Ruue nam wedighe Rughe, buban fiotow, 
her hans priggheniczen knechte dy wulue vnde vriberch vyr ynde Yyrtich houede^ 
grotes ve^ fbuen perde vnde fees houede vees, dat dreuen fy to den ha gen, to den vyn- 
»onptt^. u. m, IV. 6 



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rt 



ken VDde jtho deme kotze^ dat was in funte markus daghe« Item in den fuluen jare des fiinanen- 
des na galli nam buban flato.w» her hanre6(Prignitz) knechte, dy friberghe toRoue 
▼yr ofTea fouen koge vnde I fchok fwyn. Ok dy fuluen in den fuluen daghe nennen fy tho 
mentze twyntich grote fwyn vnde XXX czeghen vnd III koge. Item hans wareborch 
nam to czecjiovv dry fchok fwyn vnde vyr fchok czeghen vnd vyrtich houede veer vnde 
tvvyntich offen vnde twelff perde. Item in den fuhien jare hinrik veldberch, hinrik 
van pleffen, dy pafchedaghe vnd dy manduuelle vnde mer ftargardirre nemen 
to czulen vnde to czechow l fchok vees, dry fchok fwyn, twe fchok czeghen, XVIII 
offen, XVI perde vnd pucheden dar to. Item in deme fuUien Jare Jn aller gades hilgheti 
daghe nam her hans prigghenitcze vnde dy haghenfchen den van d^reberghe. 
Van czulen twe vnde twyntich perde, vyrteyn wifpel korns vnde morden den fchulten vati 
czulen dar tho* Item des fuluen daghes ywan knüd dy nam den van Rutenicke vyr 
vnde twintich perde. Item in dem fuluen Jare eggert wareborch vnde hans nemen to 
dolghe twe perde, achte offen, twe koge, eyn halS fchock fwyn, twe fchok czeghen, ketei, 
grapen allent wad dar was. Item berme faneke, michil kracz vnde mer ftargardire 
nemen to defTen jare to dyrreberghe. vnde to bänczendorppe veftich offen vyr perdto 
vnde fcloghen den fchulten van bänczendorppe dod. Item hans wareborch vnde der 
veldberghe knechte alfo darfow» heyne, mattias kreuet nemen to dolghe in deflen jare 
vyff perde achteyn offen fouen koge. Itemludeke kracz vnde punnd van liehen nemen 
to ftechelin to deflen iare twe offen. Ök fynt dy klofterdorppe van lindow vordyoget, 
dat wy achten vppe grote penninghe. 

Dyt is dy fchade, dy vns van Redern fcheyn is. To deme irften male to Rib* 
beke'fynt vns ghenamen twe vnde vyrtich koge vnde negen hak offen vnde eyn pluch 
perd^ das was nu in deme Roghen owefte eyn jar, dat dede eggert wareborch» hin-» 
rik tefke vnde warnhaghen, otto-faneke, dy wanet to wefenberghe, dyt is ghe- 
fcheyn to wefenberghe- aflp vnde tho vnde tho myrow vnde tho der boke: vnde vort- 
mer twe perde dy nam vns hennig luderitcze vppe den market weghe, de bracht hy to 
den vyuken, des was in den heruefte eyn Jar, vnde -vortmer dry perde, dy nam vns hen- 
ning luderitcze ok, des was nu in den vaftelauende eyn Jar, dat fchacli to den hagbene 
äff vnde tho, vnde dar fulues to Ribbeke twe perde, des was nu vor pytogeften twe jar. 

Reppi&Anno D. M. CCCC^ XX"". dy ftargardirre nemen vnfen borgheren to Rep- 
pyn vppe den velde to ftorbeke perde, offen, kuge vnde grepen vnfe borgher vnde fcha« 
den vnfen borgem anderhalff hundert beymefche fchock: den fchaden dede vlrik lubber- 
ftorp, hans wareborch med fynen bruder med fynen medehulperen. Item in dem eyn 
vnde twyntigeften Jare dar na done nam vns buban vlatow, ywan knud vnde ere me- 
' dehnlpere vnlen borgheren XIX perde vnde grepen vnfe borgher vnde furden fy in ere 
ftocke to letzen vnde befchatteden fy vnde fchaden vnfen borgheren twe hundert boyme* 
fcbe Ichok. Item dy ftarggardirre dy wareborch, herme uioltzanes knecht med 
eren medehulperen, dy nomen vnfen borgheren vppe der hold baue to olden frifak ere 
perde vnde ander gherede vnde fchaden vns des dages hundert fchock. Item in deme fuK 



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43 

um jare am voricreaen leuen vrowe& daglie ^tacioma, dona nam wedigh^ Rughe^ 
buban vlatow^ ywao kund vnren borgheren perde, koge vnde oflen vnde vnindedea 
Tofe borghere vnde fchaden vns des dages veftich fchok. Item in'deme dry vnde twyn- 
tigeften Jare done fcbynned^ her bans prigghenitcze ynfe borgher vnde bofgerfchen 
vnde nam em wand, krude kremerige vnde ander gud gherede vnde fchade vnfen borgeren 
hundert beymefche fchok. 

Dyt 18 dy fchade dy vns van gränfoye fcheyn is. To deme irften grepen dy 
▼eldberghe vnde dy oftheren vnfen medeborger, allo ghereke ftoueo^ vnde fchaUeden 
em aflf XXX beymefche fchok vnde den grapenghyter fchatteo fy äff XX beymefche fchok 
vnde XXX verendel byres. Item fchatteden fy äff clawes kol vnde clawes hinczen fees 
teyn beymefqhe fchok. Item fchatteden fy äff ghereke beytel negen fchok. Item fchatte- 
den fy äff odbrechte achte beymefche fchok. Dat dede he nn ig .luderitze to deme ha- 
gbene äff vnde tho. Vort mer nam vn& Reymer van pleffe van der mernitz vnde 
hinrik van pleffe van der lubitcze ^yn halff fchok grotes vees, oflen vnde koge to 
luderftorppe vnde teyn phichperde: dat deden fy to der mernitcze äff vnde tho: des 
i^as-nu in deme rogghen owefte eyn Jar: vnde vortmer tiam vns hennig luderitze vnde 
Kichert vnde rechowen faoe teyn offen vnde achte jpluchperde vnde eyne mandel grotes 
vees to luderftorppe» des was nu to functe micheles daghe (we Jar, to deme hagene 
äff vnde tho. «Vnde nu in der vaftene nam vns hennig luderitcze^ Riehgert vnde 
vettekol twe perde to luderftorpp vnde deden dat (ho deme baghene äff vnde tho. 
Vortmer nam vns clawes fchulten» buban flatowen vnde wedighe Rughen knechte 
to luderftorppe, tho czabelftorppe» to Ribbeke achte perde, teyn hak offen, dat 
deden fy nu in den hauer owefte to deme hagene äff vnde tho. Dy wyie was wedighe 
to forftenberghe vnde quam to em to mentze vnde dreS^ dat na den baghene: 
vnde vortmer held hennig luderitcze vnde vettekol vppe den market weghe to Rup- 
pyn vnde grepen vns twe lüde äff van lugow, dy furden fy in dat land to Rabel to 
letzen ^vnde gheuen achteyn beymefche fchock vnde nemen em ere perde vnde gherede, 
dat drapet to hope vppe.d'ruitich fchok. Vortmer weren dy hagenfchen tho lugow alfo 
nu in den wynter was, to twen tiden, vnde nemen dar dry mandel oflen vnde koge vnde 
eyne mandel pluchperde vnde vordyngheden vnde nemen plunderware beter wen vppe 
twjDtich fchock. Dat deden fy to deme hagene äff vnde tho« Ok nam ^ns otto fo^ 
neke to luderftorppe eyn phich perd, dat nu eyn Jar is in den vaftelauent, to wefen« 
berghe äff vnde tho. 

Dyt is dy fchade, dy fcheyn is vnfer ftad nygen Ruppyn. Item fchatteden fy 
äff Tydeke polczman twelff fchok vnde nemen em eyn perd van dren fchoeken. Item dar 
na des fonauendes vor functe katheriaen daghe nemen fy vnfe fchapp, dy wy achten vppe 
vyr hundert fchok, Item dar na nemen fy vnfen borgeren drutteyn perde vnde grepen fy 
vode befchatteden fy, dat wy achten vppe hundert fchok. Item dy fchadei is vns vnde 
vofeD borgeren ghefcheyn van den veldJberghen vnde van den ofthern von forften- 
berghe äff vnde tho. Item dy veldi)erghe vnde dy oftheren, dy nemen vnfen borg* 

6* 



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hetBü ütfo kbne van ofihem vnde clawes jmeD Vperde, Ay wj aehlen Tppe XV fchok. 
Item des fonaueod^s na des hilgheo lichnaiBes daghe nam vtis hertoghe albrecht van 
mekelenborch med fynen mannen vnde med den ftargardirren vor vnfe ftad vnfe 
fehapp, koge» olfen vnde perde, den fchaden achte wy vppe diifeot fcbok. Item nemen fy 
darna vnfen borgeren Perde, dy achte wy vppe veftich fchok. Item herme foneke vnde 
fyne medehuipere nemen ludeke vritczen vyr perde» dy achte wy vppe achte fchok, des nu 
to wynachten twe Jar werden, Item arent fcbuhen nnde hans kuren twe perde, dy wy 
achten vppe Tees fchok. Item des dunredagea pafchen nam bennig ludefitcze vnfea 
borgeren. vppe dat veld to fchonremarke dry perde, dy wy achten vppe fees fchok to 
me hagene afi vnde tho. 

Dyt 18 dy fcbade» dy vns wufterhurenfchen^vnde den lande to wufterhufen 
ghefcheyn is. To deme irften male worden ghegrepen twe lüde van lugow in der Rep- 
pynefchen Jarmärket, kune vnde Jorden ghefaeyten dy bandkawen> dy worden befchatlet to 
kywa^n (aL ielzen) in }wan knütes haue. Sy mußen gheuen achteyn beym. fchok 
vnde twe punt pepers vnde nemen em dry perde vnde ere kledere» dat achten fy fo gud 
.alfo dry fchok krofchen. Item to deme fuluen male nemen fy eynep van gartz twe perde 
vndeeyn Reyt fchok krofcheo, dat dede bennig luderitcze vnde heyneke gadow med 
erer felfchap. Vortmer dar na in den fuluen wynter hennig luderitcze vnde heyneke 
gadow med erer fellfchapp floghen einen man dot van gartow vnde nemen« em twe perde: 
dat is ghefcheyn vt deme lande to Rabel vnde was in deme twe vnde twyntigeften Jare. 
Vortmer fo hebbe fy vns wufterhufefchen ghenamen dry per^, dat heft ghedan fcho«» 
neeyke med fyner felfchapp vnde quemen to deme' bnde to Rabel, dat fchach in der 
brake tyd^ alfo my in dem famer annp XXIII. Vortmer dar na bynen vyr weken nemen 
^ ' fy vns negen perde vnde floghen eynen dod, dat lieft ghedan heyneke gadow, fymon 
gbyre med erer felfchapp vnde quemen to den vynken tho vnde to 4eme lande tho 
Bobel. Ok fint perde ghenamen in deflen famere to lugow vnde in den XXII. Jareq 
Würden vnfen bo^er namefla dry kuge bantkow, funder wy we(en nicht wy dat ghedan 
heh, doch quemen fy in dat land to Rabel. Item leuetzow, jwan parfow, Mattias 
haue med erer felfchapp iTemen vor krenczeHn IX perde vnde grepen achte bure vnd 
eynen guden man vnde wunden eynen guden man, .dat hy dar äff ftarff, dat fchach to 
plawe äff vnde tho vnde to kukelmis anno^ XXIP« Item grambow twe perde» dat 
dede hennig luderitcze in nygen jares auende in dat lant to Rabel vt vnde jn. Item 
clawes wlff vnde hinrik wlff nemen vyff perde her hanfes knechte to den vynken 
äff vnde tho. Hinrich veldberch nam tho gneuekow negen perde, dry perde to 
lichtenberghe, dry perde to Radenfleue vnd fcluch eynen knecht dod anno XXIL 
Item ^heuert vracz med fynen buren vorlos negto perde to deme haghene vnde to 
den land to Rabel äff vnde tho amio XXIP. 

Dyt is dy fchade dy fcheyn is in den kloftergude to lindow. In deme iare alfo 
men fcrift Na gades bort etc. XXIU^.^ To deme irften to banczendorpp vnde to 
dyrberghe vefteyn par offen dry perde hi eyner Reyfe, di^ dede hermen fonneke» 



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45 

wareboreb/reldbereh Iwe drakefi b lu eher (al. vluchter) vnde cl a »« wlffjdyCAod den 
Cdrakevdod van banczend^rppe, ded^n datTteforTt^n berg^be vndeweddor dartho. Dar 
nanam Jvnghe Ludeke kraca vnde fyne knechteran kamyn tweperdelo Ronnebeke« 
vnde brochten fy to kamyn in des fchulteD hus. Item des fridages na mfer leuen vroweii' 
da^e eref bort bennig Teldborcb, ^gg^T^ wareborch, wilke wareborch niederen 
kumpaneo nemen to dolghe fees offen, dry perde, dry kuge vnde deden dat vte forften* 
bergbe vnd wedder in d^t land to ftargarde: dar to brande eggert waveborch dat 
dörpp Reyne äff» Item dar na fo nam hinrik pafchendajch, hennig ueldberch twe 
perde Tan banezendorppe. Item dar na des mandages dar vor, fo men kcht alLeluia, 
hinrik weftfal^ korouer nemen dry perde to Ronnebeke vnde brachten fy i» dat land 
to ftargarde. Item dar na in der irften weke vaften Clans wlpf vnde vritcae wlff 
fchoten #yne Jund^froTven dod vor dyrebergbe. Item henning luderitcze, kamenitcze 
dy nodi^ hinrik molczanes knecfat is, nemen her kerften twe perde vnde eyn arinborft 
vnde toghen em naket vt vnde grepen em eynen kneeht äff. Item dy haghenfchen vnde 
vnde dy wlffynghe van oldenborch fehynneden Nu in den adbteden da^e na wynaeh* 
ten dry vnde druttich waghene vppe den weg;he to wiXtock vt deme kloftere gude to 
lindow to deme haghene äff vnde to» Item wedigche Rnghe^ bnban flatow nemen 
to Ruue, to mencze^ to czecbelin allend wad dar was. -Dat achte wy vppe hundert 
beymefche fchok. Item dun hinrik van pleffe ghewefet hadde vor granfoye> dun hy 
meht.an endrup, dun nemen fy tho wolterftorpp twe offen, twe perde vnde to dolghe 
wad dar was, offen^ perde^ kuge vnde pucheden den kerkhoff Reyiie vt vnde 'nemen dy fefe* ^ 
nen in den velde vnde deden dat tho den haghene^ dar dy haghenfdbett twintich perde 
mede hatten. Item dar na fcbynden dy hagenfchen vefteyn wi^bene vjt deme kloftergude 
to lindow vor der babicz vnde floghen den fchulten van caulen dod vnde nemen dat 
körne m^d den , waghene wech. Item to pyngeften lofeden dy klofter Jnuckfrouwen van 
lindow twe perde van buban flatow vnde wedighe Roghen vor twe gülden vnde ^ 
wedighe Rughe beheld dat; beftä. ^ 

9tac^ Um iDriginafe. 



MCDX^. «*erft<|t fcer »efj^tgttngw^ ml^t We ©toW ^Sn^ttalf in im Sa^rm 14» 

hii 1438 9011 9)te({len6ttrgtfd^er (Stik orlftten. 

Anno domini MCCCC. XXIIU. Schach dat reymer van pleffe van der Mer* 
nitze nam vnfen borger heyne Cremerill hundert luwend^ alfe gud alfe VIII rinfchegniden 
Item nemen heyne ghadow yfenhod myt arer zelfchopp vnfen borger kerften rofen vppe 
de weghe to der kyritz« an perden vnd an andern gherede alfe gud alfe XXX rinfehe 
gbolden» To der fulueu tyd nemen fe vnfen borger heinrich tuchfticker an gherede alfe 
gud alfe VI rinfehe gülden^ dat deden fe vluchtich in dat land to robeL 



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46 

Eodem Aono, Alfe de hern dach was to witftok vppe refDinircere^ nam Reyneke 
Ibefwede myt zyoer felfchopp vnrem kerkhem Ero joban grambowen vnd vnreD borgern Ton- ' 
nyges faildebrande an perden, penninghen vod an ander gherede alfe gud alfe XXIIII rinfche 
gülden vnd fchach in dat land to robeL 

Eodem Anno Namen Tonnyges pleffe, hartwich wutzenyffe myt erer sei« 
fchop vnfen borger Arnd gabnel eyn perd vnd I armborft myt andern gherede^ fo gud alfe 
twelff gülden, dyt fchach tp der luptze. . 

Eodem anno Schach des fondags vor pingheften, fo der hem dach was to wit« 
ftok; namen reyneke befwede vnd bunghe Parzow myt erer zelfchopp vnfen' armen 
hiden to ftrekenthyn XXIII houede offen vnd koyge, alfe gud alfe fouentich gülden, dyt 
lg to fcheen to luptze vn<} krytzow. 

Anno etc. XXIII Gherd Bere vjid kerkdorpp vnd vele andern vthe dem Land to 
Mekelenborch hebben wefzet myt hiurich Molzane To buchold vnd Ghyfemer- 
ftorppe, vordingheden vnd nemen An qweke^ perden, offen, koyge, fchapp, Plunderware 
vnd an reden p^nnichen vnd an vanghen.^ de fe grepen vnd bofchatteden, fo gud alfe twe 
dufent gülden. / 

Anno eta XXV Schach dat de pl offen alle hebben wefen Am Mandag vor palme 
vor pritzwalk vnd fchoten vns doet eyoen borger vnd nemen Y perde fo gud alfe XX 
gülden: jn dem fuhien dage biranden fe äff vnfe dorp Strekentyn myt der Molne vnd 
kerke vnde grepen vaoghen^ dar ze vns fchaden anne deden alfe gud alfe virbundert gülden» 

Eodem anno Namen de Pleffen van der Luptze vor vnfer ftad VIII hundert fchapp 
fo gud alfe hundert gülden vnd XXV gülden. 

Eodem anno Nemen de Pleffen van Luptz> vnd van der Mernitze vnde ander 
Mekelenborgher vor vnfer ftadt prifzwalk perd, koyge vnde branden äff deheyneholt 
molne. So gud alfe ^druddehalff hundert gülden. 

Eodem Anno . Do de wendefchen heren vnd 'liertogen hinrich van ftar- 
gharde^ d^ van rotftok vnd vele anderen mekelenborgher myt dem here vor prilzwalk 
legghen, branden ze äff de kywefche molne vnde eyn dorpp heyten Ghyzemerftorppe, 
dar ze vns fchaden auve deden fo gud alle drudehalff hundert gülden vnd flogen twe 
borger dot. 

Eodem Anno Schach dat mychel maneke vnd der pleffen knechtnomen vor Prifz- 
walk m perde fo gud alfe VIII gülden vnde deden dat vluchtich to Luptze Tbo. 

Anno domini etc. XXVIII. Is ghefcheen dat lienneke van.fchepelytze vnd 
der pleffen knechte hebben namen vor Pryfzwalk Uli perde fo gud alfe XX gülden 
rinlch. Anno domini etc, XXVII^ Is ghefcheen dat Tonnyges fchoneueld, vaghet van 
der nyenftad, heft ghenamen vor Prifzwalk koyge fo gud alle virtich gülden. Item vppe 
der zuluen reyfe nam he to eynem dorppe heyten Ghyfemerftoirppe vnd dede fchaden fo 
gud alfe anderhalff hundert galden vod dede dat vluchtich to der Nyenstad In. 

Eodem Anno Nemen de Plessen to Mesendorpp fchapp, koyge vnd perde, dar 



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47 

xe vnren borghern aone fchaden deden fo gud aire XXX guldeu. Anno doaiini etc. XXX 
Nemeh de Plessen to zarüow qwek fo gud alfe foftich gülden/ 

Anno domini XXXI Nam Achym Plathe van wezenberg to Lutken fterkei>- 
tyn OfTeOy koyge vnd Schapp fo gud aife virhundert gülden. 

Eodetn Anno Nam her Axcow myt der faertoghynnen hoflgbefynde vnfen borghem 
IUI Laße beringe vnd röd ghelt fo gud alfe anderhalfF hundert vnd teyn gülden rinfch. 

Anno domini XXXIIII Nam wynkelman vnde Auenrod vnfen borgher kerften rofen» 
fo he eyn recht pelegryme was^ an reden gheloe fo gud alfe IX gülden rinfch vnd deden 
dat in dat land to robeel. 

Eodem Anno Nam Coppelow vnd heyne duzedow myt eer zeifchopp III perde 
fo gud alle XV gülden etc» 

Eodem anno Nam Cone van plelfe^ heyne duzedow myt erer zeifchopp vnfzem 
borger Clukow twe perde to Curftorpp fo gud alfo acht gülden rinifch. 

Anno domini etc. XXXV. Is ghefcheen dat Eykhorft vnd Duzedow hebben 
namen vnfen borghem vir perde fo gud alfe XVI gülden rinfch» eod. Anno leeth de raeth 
▼an der wyfmer nemen in erer ftad vnfen borger fweder eyn perd, fo gud alfe theyn gülden. 

Anno domini etc. XXXVIl"* Nam reymer van Pleffe vnd Tydeke Leuetzow 
to Bukow IUI fchok fchapp fo gud alfe viffvndfouentich gülden vnd deden dat to plawe jn^ 

Anno domini etc. XXXVP Nam Ern Egghard Czyker Cruce here to myrow 
vnd fyn broder Claws yjifen molner to ftrekethyn an koygen» perden vnd greppen ene 
dar to vnd deden em fcnaden vpp XXV gülden. 

Eodem anno DelTe fulue Ern Eggherd myt fyner zeifchopp ftaell vor prifzwalk 
IUI perde fo gud alfo XXV gülden vnd furd ze vluchtich in dat land robeel Tho zolt* 
zow. Anno domini etc. XXXII Is gAefchen dat Johan van pleffe nam vnfen borghere 
twiffchen Sukow vnd putleft IUI perde fo gud alfe XX gülden vluchtich to der mer- 
nitze. Afiuo domini etc. XXVIII hebben de pleffen van lupze tho Curftorppe namen 
an qweke vnd twe manne vanghen, den fchaden achten fe fo gud alfe twe hundert gülden. 
Summa van deHen vorfcrei^en Schaden js virdufent veftehalffhundert XVI guld. rinfch. 

Anno dooiini etc. XXXIII. Schach dat Ern helmold van pleffe myt fynen me* 
dehulperen heft ghenamen vnd brand To ghartze vnd to brunnekendorpp vnd hebben 
fchaden dan Arnd mollendorppe vnd Ebelen fynen föne fo gud alfe dufent lub. 
guder mark. 

Deffe nafcreucQ fchaden hebben namen Betheke vnd Merten heyten dekerberg. 

Anno domini etc. XXXV hebben vns de pleffen van der Inptze fchaden dan to 
Ghartze fo gud alfe twe hundert fchok. Anno domini etc. XXXV hebben vns de pleffen 
van der luptze fchaden dan to Ghartze fo gud alfe twe hundert fchok. Anno domini etc« 
XXXIII^ hebben de mekelenborghere vnd wentlendere deden fuluen erfcreuen ker* 
berg fchaden dan to ghartze to twen tyden fo gud alfe vir hundert fchok an roue vnd 
brand. Anno domini etc. XXVIir. Is ghefcheen dat Ern Axcow vnde der hern hoffghe- 
fynde van mekelenbpreh hebben namen Myrten van kerberge vor mefendorp twe fchok 



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48 



grotes qwekes, odea vnd koyge vnd grepeu twe lude^ dar fe eo fcha4Bn aime deden fo gud^ 
alfe twe hundert fchok, *Eodeiii acüo Nam Godeward vanpleffeD dar fidues to me- 
fendorpp acbteyn par hoke oOeo, dar fe en fchaden ^ne dedea fo gud alfe XXXIII fchok. 



MCDXCVt 8t(|ttfedttött ber iJerjogtrt ÄatJ^arina wrt 3)le(!IerAttrg wegen fcer <S^ahm, töe% 
i^re ttntertl^anen t)«r(i[i ©ewopner ber SWorl m ben Sft^^w M20 bi« 1424 erlitten |iaben. 

DeK^ nagefcreue^ fchade is vns vrowen katberinen to oieklejiborch herto- 
gioneD vnd vnfen kinderen an deme lande to mecklenborcli vnd deflen nafcreuen voge- 
dyen gelcheen binnen der heren vrede vnd ^one van des Markgreuen mannen vte der 
marke to brändenborch vnd dar wedder in. 

To deme irften MCCCCXXU in der vogedyen tor Nyenftat Nemendevankume- 
loeen knie vnd koldune to Blitzemeftorpe XVIII koye. Vortmer dar na plote 
van kumelozen brande de kerken to Muchow vnd als id dar beleghen was, pucbeden 
^at reyne vtb, nemen dar koye, perde vnd. ^win, als id dar was, vnd gevenghen dar enen' 
Man, de fumma lopet wol fos hundert bemefcbe Schok. Vortmer MGCCCXXIUI*^. nemen 
\de Trebbowen vnd vette Hans to muchowe fos perde vnd twe jeghere perde« 

Vortmer, dar na to haut Nam Beteke kerb.ergh tome Stolpe vi£f perde ok nemen 

Hans Ror, .Beteice kerbergh vnde Barekeman in deme lande tor Nyenftat twe 

vnde twintich perde, achte offen , venghen enen man vnde flughen enen man dot. Vortmer 

,zo heft bans Bor befchattet vnfen man vte der vogedyen tor Nyenftat bynnen deOer tyt, 

dat alle vanghen6n dach fcolden hebbem 

Vortmer zo heft Bernd Ror tome Nyenhufe vnfeme bure van Muchg;how« 
dre tunnen haringes affgefchattet» 

Ok claghet vnfe Borgermefter van der Nyenftat» dat em fin Sone afgellaghen is 
vnd is gefcheen yanne Nyenhufe vnd dar (o. 

Delle nagefcreu^en fchade is gefcheen in den vogedyen grabowvnd gorlozen. To 
deme irften Cone karftede, Gheuerman vnde Bareke man vnd des Gh an f es knechte/ 
defle werto vor grabow, Nemen bans molenbeken twe perde zo gud alz XII lub. markt 
vortmer Clawes gottzen VII perde zo gud alz L lub. mark, Vortmer kokerouen Uli perde 
zo gud üh XXX lub. mark, Vortmer pallatzen twe perde zo gud alz föftich lub. mark. Ok 
wundeden ze Symon tymen betb in den dot: vortmer grepen ze pallatzen fynen Jknecht äff, 
depie ze affchatteden fofteyn lub. mark: dit f^hsich to der holenbeken affvndto, deserften 
jares, do de beren^ den vrede makeden. ' * ^ 

Vortmer jn delfeme jrften iare, abso de heren den vrede makeden, Nemen vor gra- 
bow binrik winteruelt, Hinrik greuenittze vnd Bolte graboW mit eren helpecen 
Clawes Sutor dre perde, zo gud alz XV lub. marc, Henneke detherde IUI perde zo gud 
al« XXX lub. marck vad flughen «ne füllen dot: dit fchach^an funte jacobes dage. 



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49 

Vortmer des midwelen in der quatemper vor Tunte mychele Nemen junghe hinrik 
greuenittze, deghener putzwakker Tnd Trebbow vor grabow Symon tymen twe perde, 
zo giid alz XII lub. mafck; ok vorloa ene kro zo gud alz III }ub. mark: hir was faans 
plote.mede. 

Vortmer nemen vor grabowe des Ghanfes Sone vnd des ghanfes knechte mit 
j.reD helpern Ludeman wiien veer perde zo gud alz XXIIII lub. mark« Item Clawes Ebelen 
IUI perde zo gud alz XXIIII lub. mark. Item Heyne muchghowen III perde zo gni alz 
XV lub. mark« Item 4o fulues den buren van prirtzwelke fos vnd vertich bouede quekes 
20 gud alz hundert hib. mark. Vortmer in deme owefte van kumelozen äff vnd to, So 
mordede koldune heyne Scomakere enen borger van grabow vnd nam en X lub. mark: 
ok do fulues worden nomen Clawes tymen III perde vnd hermen knokenhowere III I perde 
tofamende 20 gud- alz XL lub. mark: dat deden de ploten van kummelozen äfft vnd to. 

Vortmer Mathias van Bredo'w, do he voget was to gorlozen» Hans plote, 
Bolte van grabow, Arnd dfipowe to buttze, Dunttze kumpfuiuer mit erenmede-, 
helperen nemen den buren van karftede vif vnd veftich koye zo gud als hunilert lubefcfae mark 
vnd XXXIII lub. mark. Ok do fulues veer vnd veftich Oflen zo gud als hundert lub. mark. 
Ok XVIII Swine alz XXIIII lub. nkark. Item XXXI feghen zo gud alz IUI lub. mark, 
vortmer worden dar fos iud^ grepeii, den affgefchattet worden hundert lub. mark vnd XXXI 
iub. mark« Ok geuen ze to Stokgelde VI lub. mark ane andere vnplicht vnd fchaden, den 
28 daranne deden. Ok worden dar to twe lüde dot geflaglien vnd dre ghewundet beth in 
den dot. Item do fulues I0 Thech entin worden ghenomen dre vnde veftich Offen, zogud 
alz hundert lub. mark vnde Souentich lub. mark, Ok achte vnd veftich koye zo gud alz an-* 
derhalff hundert lub. mark vnd viff lub. mark, Ok druttich Swin zo gud alz XXX lub, mark 
Item Sos vnd druttich Seghen zo gud alz viff lub. mark. 

Vortmer de van gorlozen Nemen to euer andern tiitto karftede viffStighe vetter 
Swin zo gud alz hundert lub. mark vnd twintich lub. mark. Ok nemen de fulues dar fos offen 
vod twe koye zo gud alz XXI lub. mark. Ok weren Mathias von Bredowen knechte 
to twen lüden to karftede, p^chgbeden dat vth, nemen dar an jngedomete, bedden, ketelen, 
^epen vnd klederen zo gud alz vppe foftich lub. mark. 

Vortmer de vc^et van gorlozen nam^Ootfcalkes luden van klenowe viff perde vnd 
viff offen zo gud alz druttich lub. mark vod flughen enen man dot. 

Vortmer des Sondages vor funte Mertene weren Hans vnd Jachim plate nliteren 
helpern to Cremmyn, Nemen dar alle vee, als id dar was, venghen dre bure, pncbgheden 
dat dorp vnd vorbranden dat gantz äff, delfe fcbade lopt wol vppe dre hundert lub. mark. 

Vortmer liefft hans van qwitzow vte lentzen vnd dar vluchtiges in genomen dat 
queck to Brotelin mit fynen knechten vnd medehelpem, dar de borgere van grabow mede 
hadden fos vnd vertich hoüede quekes vnd druddehalff hundert Seap.' Deffe fchade der 
bor£^re to ^abowe Jopt vppe druddehalff hundert lub. mark, Sunder der buren fchaden. 

Vortmer koldune vnd Hanfes knechte van qwittzowe mit.eren hdpem hebben 
vorwuftet defle dorpe jn der vogedyen to gorlozen Abs Dadowe, SemeriOi kerftftorpe 
*a«ptt5. II. »♦ IV. 7 



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50 

vnd |de Büke vnd hebbeü dat gedan vte lentzen vnd dar vluchtiges in mit volbort der 
van lentzen. 

Vortmer jarlank ^n funte fabianus vnd Sebaftianus dage iTte nachte weren Syuert 
karftede, bans karftede, Bertolt grabowe vnd lange hana plote mit eren helperen, 
des Markgreuen huiBttenden mannen, in deme dorpe tome Crone/ pucfagheden vnd boden- 
ftolpeden dat, Nemen dar an queke vnd an ereme reden gude wol vppe dre hundert lub. 
mark vnd floghen do fulues dar ene arme vrowen dot. 

Vortmer Bareke man, Teltzekowe, Hans plote, Mirtzener Borgherogghe 
vnde de Seddinefchen houelude, alz de dar wonen, Nemen to der Nezen teyn perde 
zo gud alz veftidi lub. mark, gevenghen Hermen brande vnd Clawes Bremere vnd wundedea 
Hinrik bremere beth in den dot vnd befchatteden de vanghenen vppe XXXVI lub. mark, 
de Bareke man vnd Bandowe des byfrcoppes voget to witftok noch van deme 
brande tor Nezen willen, hebbe. 

Vortmer verteyndage na pafchen Nemen Cone vnd hinrik van Redefftorpe vor 
gorloz^n vte den ploghen achteyn olTen vnd deden dat vte der Marke vnd dar in. 

Vortmer des mandages vor vnfes heren hemmeluart dage Nemen vor grabowe 
Bareke man vnd Gherd wardenbergh III perde. 

DelTe fchade is Reymere van pleffen tor mernuttzen gefcheen. To deme 
irften grep my. Otte van blomendale bynnen der hem vrede, dar mede weren de parle- 
bergefchen, de pritzwelkefchen, de kyrittzefchen, de habelbergefchen vnd des 
Markgreuen bufättende manne, als wilhelm von der weyde, de koningefmarken vnd 
Reyneke myntftede vnd mofte en to fchattinge geuen fouen vnd twintich hundert lub. 
mark penninge verleye munte, dar to twe perde zo gud alz twintich lub« mark vnd hundert 
lub. mark vnd achte pefde zo gud alz druttich lub. mark vnd dre hundert lub. mark, de 
my Reymere ok worden nomen, do my otte grep. 

Vortmer worden my vor der mernitcze genomen viiT Schok Swin, So gud alz 
verdehalff hundert lub. mark. Achte oflen, dre perde zo gud alz Softich lub. mark. Ok do 
fulues worden vor der Mernitze gevangen Sos lüde, de geuen to der Schattinge an bottem, 
an armborften vnd an anderem gerede So gud als druttich lub. mark vnd twe hundert lub. 
mark. Deflen fchaden deden my de markelTchen, Als Swartevanqwittzowe to der 
Nyenftat, Meyneke B.&t, Philippus van grabowe de andern grabowen vnd de 
Reppinere ere medehelpere vnd fchach äff vnd to to der Nyenftat in dat laut to Rep- 
pin vnd to. grabowe. 

Vortmer to wodemittze in der vogedyen to der Mernittze gebeten dat lutteke 
worden genomen veftich houede quekes oflen vnd koye vnd darfulues worden gevanghen dre 
lüde. Defle fchade lopt vppe twintich lub. mark vnd twe hundert lub. mark, den dede my 
Steffen kerfelinvan wiltberghe vnd dar viuchtiges wedder to. 

Vortmer wart my afgevanghen kerften van Redeftorpe, de gaff toder fchattinge 
twe hundert lub. mark vnd worden fyne perde uomen zo gud als hundert lub« mark: dat 
deden de markefchen als Curd plgte mit fynen helperen. 



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61 

Vortmer wart mj Reymer van plefren Weyfin afgegrepen vnd em worden fyne 
perde nomen, de fchade lopt Rk vppe dre hundert lub. mark. * Dat deden Meyneke Ror, 
de karfteden vod de Mintfteden. Vortmer is my Reymere afgegrepen Hans van 
Redeftorpe, de gaff to der fcbißUinge Softich lub. mark vnd em woiden twe perde nomen 
So gud alz veflich lub. mark, dat deden Bolte van grabowe vnd Achim mollendorp. 
Vortmer wart myneme knechte Ghereke weyßne genomeafin perd, So gud alz vertich lub. 
mark, dat dede marte wonaftich to Tuchen vnd fyne helpcre. Vortmer is myneme knechte 
Hanfe van Redefftorpe vnd fyner moder to zukowe genomen ere gerede» ketele vnd 
gropen vnd ban« is noch gegrepen, ok worden em dre perde genomen, So gud als druttich 
Jub. roarL Dat dede Achim mollendorp vnd fyne hulpere. 

Defle nagefcreuen fchade is gefcheen in der vogedyen to zw er im 

To deme irften na godes bort veer hundert vnd in deme dren vnd twintigeften jaren 
tuffchen funte mychele vnd funte Mertene Nemen de Rore van der meyenborch, de 
Ghans van potleeft, de Rore vanme Nyenhufe vnd de van der Schulenborch 
mit eren helperen to pikkatele, to Stenvelde vnd to Pynnowe veer Schok koye veer 
Schok Swioe vte der maft vnd IX Stighe pluchperde. Vortmer worden nomen by deme 
See to zwerin als to Sikhufen, to klene vnd to dem gallentine VIII ftighe perde 
vnd verteyn Menno gevanghen, dar was Bernd Ror mede vanme Nyenhufe, de Ghans 
de hadde dar XV perde mede, Volrat van tzule van der walfmolen dehadde dar VIII 
perde mede vnd reth vanme Nyenhufe vnd dar vlucbtiges wedder vp. Hir was ok mede 
Gherd wardenberg Lowetzck gebeten« 

Vortmer zo is vfe mannen den molteken in vnfer vnd erer vogedyen to deme 
Strituelde deden fchade bynnen der heren vrede van des markgreuen mannen. To deme 
irften is en afgebrant waiekendorpe dorp vnd kerkhoff wol anderhalffhundert Tymer> dar 
worden viff lüde dot geflaghen dre Schok fpade Nomen dre hundert rede mark ok an plun- 
derware zo gud alz dre hundert mark, dar vorbrande ok an queke an retfcop zo gud alz 
viff hundert mark: vtid dit vorbenante dorp gifft alle jare pacht ver hundert lub. mark, der 
ze zodder emboren hebben. DelTe fchade lopt wol vppe veer dufent lub, mark. Deflen 
Ichaden deden Clawes van koningefmarke, Beteke kerbergh, junghe otte van 
blomendale, olde otten zone vnd junghe otten van blomendales föne, Meyneke 
Ror, Swarte van qwittzowe, Curd plote, des Byffcoppes houetman van Hauel- 
berge Bandowe, Suringh, Bringekopp, Trebbowe, Cone vnd Syuert karftede, 

Hartwich plote Ludeke warueftede, Merten van kerbergfae, de war- 

denborghe van vntze vnd Ebele mollendorp to Cramvur vnd deden dat to wit- 
ftok vth vnd vlucbtiges to. Vortmer zo is en to Nicore genomen Softich pluchperde 
druttich hufe afgebrant by nachtdapender tyt, twe lüde de dot branden, Rede ghelt, plun- 
derware, queck vnd Retfcop, dat dar vorbrande, So gud alz twelff hundert lub. mark. Ok is 
en genomen van deme kerkhoue to Sanowe an redeme gelde, an perden vnde an plunder- 
ware So gud alz twe hundert mark: deffen fchaden hefft gedan Curd plote, de mit fyner 
brodern an deme famenden zyt. Vortmer ouer twen jaren in der vaftenep nam hans Ror 

7* 



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52 

nit lynert belperiv leuetzowe ta Funawe Sos vnd Softicb perde ptunderware vnd penning» 
Sa gud ah twe hundert lub. mark. Ok nam he enen bure in deme lande ta gaoyen eluea 
perde vnd fchattete em äff vertieh lub. mark» 

Vortmer der vridages vor palinen Nam pipenpalm Illlpenlevor zweriD vnd brachte 
de vluchtigcs ta geidenittze ta* Vortmer Gherd wardenbergh mit Tynen helpern hefft 
geyanghea vnfen man Henneke Hauen e. Vortmer des Sondages negeft vor pinxften als viy 
ta'witftok weren vppe deme dage» da nemen m vnfer vogedyentozwerin to deme pich- 
ghere Cone vnd hinrik van RedeTtorpe, hinrik van Alueffleue gumperdes broder, 
Gumpert van Alueffteues. knechte Voltzeke van dadowe vnde Jarnatze Rey- 
neke myntftedea bure twe van verbettze Clawes vnd Thewes. hennmgh melberges 
knechte twe van waftraw^ Hans, van qwittzowen knechte twe Smylowe vnd Heyne 
witte Ok lange plote van kumeloze delTe vocrereuen nemen dar veer Schok koye vnd 
teyn koye» Vortmer za hefft Rauen van pentzeni, de in vnfe vedderken hertogen AI* 
brechten wedewea liffged'mge ziit^ mit fynen helpern deme byrfcoppe van Razeborcb 
vte fyne ftichte^ dat wy vordegedingen^ nomen VUI ftighe perde^ dre Menne gevanghen vnd 
enen dot geOaghea fik an ea vuvovwaret». Vortmer bouen allea deffea vocCcreuen fchaden^ 
Sa hebbea de Gb^ufe ,van potleeft» de Rore van der Meyenborck vnd vanme 
Nyenhufe vnd de [eue, de ^.e houea vnd hufen, vnd ok vele meec Markeflcher Manne 
bynnea der herea vrede in vnfeme lande rouet vnd brant vnd woL veer dufent perde nomeni. 
Sa gud als twintich dufent lub.-märk» Vor alledeflea vorfcreueafchadea Regere wy vrowe 
katherina ta meklenbarch. dat gi leue here vnde Swegher vns verböte^ weddertat iftft 
«andel& vmme behelpen. 



MCDXCVIL ^crjog ^thrfc^' w\i 5OTedfelnBln^3f(Stargart^ erHfirt ber ©Jarfgrfiftit ©ifaBe% baj> 

«r tie 3(udfe^itn^ Ud ^ur ^ittfjtocfct B^fammenlunfl; anbnaumtm 5tageä genel^m platte nnh Bittet 

um ^ntlflffung. ber 3)le(f(enburgtf(i[fea ©efoiigenen^ am 12«. fßlSx^ 1424«. 

Vnfea Vruntlikea Denfl touor Vnd wes wy guds vormogen*. Irluchtighe hochgebome 
ffurflynne Vrouwe vnd leue vrundinne.. Alze vns juwe leue fcriuen hefft voa weghen vnfes 
teuen Omes des Markgrauen, dat em alzodane zake weddervarea fynt,, dat he vp den dach 
to wyftok vp deafondach. ta Reminilcere*) nicht komea kan,, vnd hefft juwer leuefcreuea 
vnd beden vns ta fcryuende vord vp dea andern fondach|. alzo de hilghe kerke finget Ocull**) 
Ca wiL fine leue myt godes hulpe dar vnvortogea wefen«. Leue vrouwe vnd vrundynne, aiza 
befft vns vnfe leue veddeiice katberina vaa godes gnadea hertaghynne to Mekelea* 



^) b. {: bm 19^. anarr. 



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53 

horgy ok gefcreuen m erem breue, dat Fe den dach vppe den fondach Ocult ok holden wil. 
Leue vroui^e, fo wil wy den dach ok vp den füluen fondach gerne holden vnd Bidden j\v, 
dat gy beftellen myt vufeni Onie vnd heren^ dat he vns vorer fende wente to Myrow dar 
wy ane vorward fynt, de vns velych bringen von Myrow vnd dar wedder jn, anders wyl 
wy van Myrow nicht ryden* Vnd ok feue vrouwe, alzo gy fcryuen in fulvem breue, dat 
de von vrankenvorde ere bodefcop bebben by jw had vnd hebben |w claghet» dat x^nfse 
man van vorftenherghe ere borgher grepen vnd vangen hebben vp der ftraten by ftolpe 
vnd ok ander Borgher, alze des van S äffe 6, myTen vnd meydeborg vnd doringen» 
vnd fyn gevangen vnd flaghen vnd ghold genommen; des wete juwe leue dat de juwen^ de 
vter marke fynt^ alle los fynt; men de andern, de noch na fynt vnd vt anderen heren lande 
fynt^ de hebben jde juwen helpen grypen vnd dat by bracht, dat de lüde fchynet vnd gre* 
pen worden^ dat vnfem Leuen Ome vnd Juwer leue noch wol to wetende werden, we fe 
fynt, vnd fchal vnsr Teet wefen, dat dat gefcheen ys^ vnd willen vns dar myt truwen wider 
ane bewyfen. Vnd Bydden jw, leue vrouwe, dat gy jw ok willen vorder an den vnfen 
bewyfen, de vns bynnen Louen vnd vreden äff ge grepen worden, dat wy jw vnd juwen 
mannen vnd fteden vele claghet hebben, vnd Bydden jw dat, dat gy dat fo beßellen, dat 
de vnfen ok fo^ werden vnd dat ere wedder, vnd beftellet dat ze fo dach kryghen wente 
to dem daghe, de to wyftak wefen fchal OjcuIk. Wo dat nicht enfcheghe, fo mochte dat 
j[w vnd vn& to beyden tzyden Tchaden dun^ Gheuen* in vnler ftad Nygenbrandenborg, 
aft dem fondag alzeme zinget Juvocauit, vnder vnfem Jngefigel, fub anno domini M^, CCCC^* 
XXIIIF. Hinrich van godes gnaden Hertog to Mekelenborg. 

Der Jrlueht^en^ Hochgebornen furftinnen vnd frowen, Frowen Elizabeth,. 
Markgrauinnen tza Brandenborg, Borgrauynnen tzo Norenberg^ vufer 
leuea vrundynnea vnd vroweu kome vnfei Brev. 



MCDXCVlir. a)fe SWarfftrafcri JJriebrid^ m\\> So^antr »crgkid^m fid^ mit bcr .^eriOßiit StiU 

t^axina wnb fcem ^rjoße ^tinvi^ öou SMerfienburg;. fo wie mit bea ^rrreit öou Sücnbcn^ bic 

bciberfcüigeri Älagm t^m Uniertl^amit »egm ^mbtnihtn^ti Un 4^ Sunt jii aßittftucf jiiv 

gntf^ibmig pt (bringen jt ant SO^Slarj, 1424. 

Van godes- gnadeit wy fredrik vnd wy johanes,. zyn zone Marggrenen to 
Brandenburgh vnd Borcgreuen to Norenbergh,. wy katherina, hertaghinne to Me- 
kelenborch vnd greuynne to- zwerin, wy binrikr bertoghe ta Mekeleaborcb, 
bere to ftasgarde,. vnde wy wilhelm,. ffurfte to' wendea vnd here lo wei-ie, vor vns 
vnde vnfen vedderen cril'tofere,. 'Bekennen apenbar royd deffem breue vnde don bekant. 
alsweme, de ene zeen,, hören eddeif lezen,, vau fulker vredebrake wegheu. So- lik tullchen 
vns vorgenanten Marggpeue ffredryk vnd Marggreue johanfe vp- eyne vnd vns er- 
genauten katherinen, Hertoghinen to Mekeienborch,. Greuynnen to zwerin, allen 



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64 

van vnfen zones hertoch hinrik vnd hertoch Johaos van Mekelenborch wegheo^ 
VDS ergenanten hertoeh hinrik, hern to Stargarde, vnde vns ergnanten wilheim, 
ffurften to wenden, vnde "vnfem veddem Criftofere vp de andern zyde, zunt der 
Zone, de denne negheft to Parleberg tuffchen vns Begrepen vnd vorfcreuen ys worden^ 
bed vp deiTen yeghenwardigen dach vorlopen, vorhandelt vud gemaket han, dat wy vns vp 
hüten dar vmme enes daghes vorenet vnde vordragen hauen yegen wiftok vp den negbe» 
ften Sondach vor deme pinxeftedaghe erft körnende vnde bynnen deme fuluen daghe fchal 
yeflik ergenante partye de yenen, de ze denne vmme fredebrake in fchulden hebben, der 
anderen partye befcreuen zenden vnde yegen eynander ouergeuen to wiftok vor den Rad- 
mannen dar fulues vp den andern Sondagh na öfteren, dat ys de Sondagh mifericordia do« 
mini fchirft körnende: vnd welk vredebreker alfo van vns ergenanten Partyen in vorfcreue* 
Der mate befcreuen gheuen vnd gefand werden, de fchal yflik partye^ der manne zee denne 
zyn, myt )n vp den ergenanten dach tegen wiftok bringhen vnde der alle denne vulmech- 
tich zyen, fulke vredebrake, darvmme zee denne befchuldighet werden, vp deme ergenanten 
daghe to vorbotende myd wedderdate edder myd eden funder alle vortoch: vnde befundern 
fo fchole >vy ergenante katherina, hertoghinne to Mekellenborch, Hertoch hin- 
rik. van mekelborch vnd wilhelm, ffurfte to wenden, vp deme ergenanten daghe 
de erften tofprake hebben yeflik to eneme ftucke, doch alfo, dat en myd deme andern 
toegha vnd vorböd werde. Mochte ouer vnfer ergenanten Partye ene der eren manne, de 
vmme fulke vredebrake befchuldighet wurden, nicht mechtich zyn; So fchal zee der here 
edder vrowe, der manne zee denne zyn, to ftunden an myd emdt dartoholden: vnd bedrofte 
jr denne der andern partye darto, de fchal em myd ernfte vnd myd macht ok van ftun- 
den an ouer al fulke vredebreker helpen, dat zee darvmme geftraffet werden, alfe vredebra- 
kes recht ys. Wer ok dat van vnfen ergenanten Partyen mannen tuffchen hir vnd deme 
ergenanten dage to Wiftok yenygerleye to grepe edder befchedinghe fcheghe, de fchal 
vp dem ergenanten dach to Wiftok touoren yn vpgefcreuen mate vorböd vnde vtghedragen 
werden. Ok hebbe wy vns funderUken vordraghen, dat alle gevanghen, de denne vns er- 
genanten Partyen vnde den vnferm affgevanghen fynd jn ynfen geleyden vp vnfen ftraten 
edder wo de to gevengnitzen gekomen zyn, dach fcholen hauen went vp den hilgen pinxifte- 
dach fchirft kumpt, De erfoaren vp ere truwe vnde louen, Borgbere vnd Buren, de me nicht 
louen wit, vp borghen ane alle geuerde. Defles alles to erkunde hebbe wy vnfe yngefegele 
myd witfchop vp deffen breff drucken laten, De gheuen ys to wiftok, des donnerdaghes 
na deme Sondaghe, altme yn der hilgen kerken oculi (linghet *), na Crifti Bord verteynhun- 
dert dama yn deme ver vnd twyntegheften^ yare. 



*) f^^i fßcrt finghet fe^Ü in Criüinafe, 



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55 

MCDXCIX. .^erjog ^tinri^ öon SWedHenBurg-^Stargarb Kttet bett SWarfgrafett griebritj»^ bert 

^mxi^ ^elbberg itnb |)ettmng t)ort Dfl^eren ju 9%e(|)t ^r »erj^elfen^ ba fte fi^f bann bem ^u 

SBtitfiocf g£f(i[fIo{fenen ^rieben ni^t mttx tDiberfe^en toürben^ am 2. Sl))ril 1424^ 

Vofen fruDtliken dinft touore^ hochgeboren färfte, here vnde leue ohem! Wi don 
iw mtlik, als W\ nu left iegen iw to wiftok weren VDde hinrik veltbergh vnde hen^ 
nigk von oiiftherne wol fedeo, dat Fe m vnfem fride nicht wefen wolden» des hebbe wi 
Fe pach der tiid anders vnderwiFet^ alfo dat Fe vns geFecht bebben, Fe willen vnFe Fride, den 
wi mid iw hebben, balden vnde dar jnne weFen wente to dem negeFten Sontag nach oFteren 
vnde wil em iuwe gnade rechtes behelpen vmme ere anFpreke, de vor iw vaken gelud heFt, 
fo willen Fe vortan gerne in vnFem Frede bliuen vnde den halden, Fo lange als he wäret; 
men leue here vnde ohem, were dat em nyn recht wedder varen konde vnde ere Fchelinge^ 
Fo konde wi Fe ok nicht vorvnrechten , wi moFten em des gunnen, dat Fe recht manenden. 
Des iuwe antwerd. Geuen to Strelitze, am Sonauende vor de Sodtag alF me finget le- 
tare JeruFalem». vnder vnFem Ingefigel. 

Hinrik von Gotis gnade etc. Hertoge to Mekienburg. 
Dem hochgeborn dorehluchteden FurFten vnde heren, hem Frideriche, 

Markgreuen to Brandenbui^ vnde Burgreuen to Nurenberge vnFen ^ 

leuen ohem. 

9tQdf bem Crfginalf. 



MD. SWarfgraf griebrid^ fwbert ^f aSeronlaffung be« Srabifd^of* wn Mn ben ^erjog ^einrtd^ 
i)on 9[^edfienbnrg^@targarb ^r Sntlaffung Slg^d- wn bem ^amt ou» ber ©efangenfdf^aft anfr 

am iO, ^vi\ 1424; 

VnFern Fnintlichen dinße zuuoran« Hochgebomer FurFte lieber Oheim! Wir thun 
euch zu; wifTen, das vns der ErwirdigFte in got vater» herre ditrich ErczbiFchoue zu 
Co Ine, vnFer beFunder Fieber here vnd Frunde^ geFchriben, Feinen Erhalt zu vns geFant vnd 
ein abFchriFte eines briffes von euch au&geben von des gefangen Jliges von dem harae 
wegen mit geFant hat, Fulchs ewers briffes wir euch ein abFchrifte hir }nn verFloFFen Fenden, 
domit ir euch gelympf vnd vns vngelympF gen vnFem hem dem BiFchoffe von Coln vnd 
andern meint zu zuczihen, des wir vns doch zu euch nicht verFehen noch getrawt betten, 
als dann der obgnante geFangen mit Feinen zweien knechten zum erFten geFangen vnd gen 
fürFtenberg geFurt, doFelbft Fein habe gepewt, vnd darnach gen wulFshagen zu Otten 
von Bianckenburgk ift geFuret worden, derFelbig Otto von Blanckenburg den jenen, 
die jnn alFo den obgnanten geFangen von furFtenberge bracht vnde geantwort haben, hat 
muflen gereden, wenn er deiTelben geFangen vor vns nicht lenger dorFte »och mochte ge-^ 
halten, das er jnn dann wider antworten wolt, als vns des der gnante Otto von Blan- 
ckenburg auf hewte eigentlich bericht hat vnd er habe auch deflelben geFangen nicht macht 



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56 

Uyh zu Tagen ao der ^villen vnd TvilTen, die Im dann den von fflrftenberg gen wulfz- 
hagen geantwort liahen. Hirvmb fo bilen wir euch mit ganczer fließe vnd ernfte^ das ir 
die ewern auf dem Stoffe furftenberge, auf einen gnanten tag befenden vnd darczu ver- 
rangen wollet, das fie den obgnanten gefangen fulchs gefengnifs ledig laffen vnd fein habe 
wider geben, defsgleichen wir den obgnanten Otten von Blanckenburg auf einen gnan- 
ten tag auch befenden vnd fein macht haben wollen, wen die «wem von furftenberge 
denfelben gefangen lofs fagen vnd fein habe wider geben, das er dan von |m auch ledich 
fol gelaffen werden vnd thut hiran ewern fieilTe vnd ernfte, das wojien wir gerne gen euch 
verdinen vnd biten hirauff ewer befclireben antwort. Geben zum Berlin, des Montags pofit 
judica, Anno etc. XXlllP. 

Herzogen Heinrich von Meckelburg. Fridrich Marggrafe etc« 

9lad^ Um Sonceple, 



MDL ^^erjog ^etitrid^ ertDtebert, SIge« tjow bem |)ome fei ©efmigctter bmr DD« Ut ®xSbtn, 
Ux S3afal(cn bcd ©rafert Don iinhoto, am 13« %pxH 1424« 

^ Vnfem fruntlichen dinft touor. Hochgeborne furfte vnde leue ehem. Wi don uwer 
leue to wetende, dat wir iuwen breflf wol vemomen hebben, als iuwe gnade Screuen heft, 
dat die Erwerdige in god vader her Diterich Ertzbifcop to Colne to iw gefcrenen 
vnd finen Erhalten gefand beft vnd euch eine abefcrift^ von vnfem breue von des gefangen 
jiges von dem harne wegen etc. vnd als iuwe gnade fcrift, Jat wi limplicfa von vnfer 
wegen vnde van iuwer wegen vnlimplich gefcrenen hebben in vnfem breue etc., des do wi 
iw witlich, dat wi dat anders nicht gefcrenen hebben, wen als lik de (ake vnde gefchefte 
heft von dem obgenasten jlges, vnde 4lat is witlich genuch Idannen vnd Steden vnfen 
vmmefaten, vnde wolden vngeme, dat anders von vns gefcrenen, wen fik dat gefchefte heft. 
Vortmer als iuwe gnade fcreuen heft, clat wir der von furftenberg darto vermögen fcbo- 
len, dat fe komen vp enen dagh vnd Tagen den vorgenanten jlges leddich vnde los vnde 
em fine haue wedder etc. willet weten, dat di von der Groben ene fengen vnde noch 
in erem lofte hebben, de vnfes oheims des O reuen man von lindow fint, vnde de felben 
hebben ouch noch fine haue bi fik, alfo dat de vnfes feddem man von furftenberge 
ene in erem lobede nicht hebben vnde ouch fine haue nicht, vnde hebben die von furiteDf-,- 
berge dar furder fchult an, wi hopen fe dar to vormogende, dat fe von derwegen. ane 
Schult fcholen wefen vnd .willen vns dar vort ane bewifen, als wi ok alrede gedan hebben 
nach vnfen heften vermögen. Geben zu Strelitze, am donrtage nach dem Sontag, alfme 
finget Jpdica etc. vnder vnfem JngefigeL ' 

Heinrich von Gotes gnade etc. hertzoge zu Mecklenburg. 
Dem hochgeborn dorluchtden furften vnd hern,'heren fridericheMarkgreüen ' 

zu Brandenburg vnd Burgreuen zu Nurenbei^ vnfeor lieben oheim. 
9tai) hm £)rigina(e. 



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67 

MDII. SDtarlgraf %t\^xi^ entgegne hm ^n^ ^txm^ »on i9}edRettBurg auf hca »orflej^enbe 
Bi^xt^m, bftß e« an t|^m fet^ bie gelbberg, OjH^ereit «tib »o« ber ®vShm g« Sßrjlettberg jur 

Soölaffung 3(d^ von bem ^ame anjun>etfem 

ynrern fnintlichen dinße suuor. Hocbgeborner furfte lieber Oheim. Als wir euch 
necbfte gefehribeii haben von des gefangen Jlgas von den harne wegen mit den ewem 
zu furftenberg.zu beftellen vnd £ie darcsu zuuermugen, das fie jn ledig lielTen vnd Cdn 
habe wide^ geben etc. dorauff ir vns geantwort habet» wie die von der groben }n gefan- 
gen vnd noch in irergelubde haben, die des greffen von Lindaw man fein vnd fie fül- 
len aurh diA habe noch, bey fich haben vnd die von fürftenberg nicht etc. fulche ewer 
'fchreben wir wol vernomen haben ypd tun euch zu wilTen, das wir vns eigentlich erfaren 
haben» das der obgnanten gefangen von den von der gruben zum erden gen fürften- 
berg gefurt, fein habe dofelbOt gepewt, do mer dann fechs wochen in gefengnifs gelegen 
vnd darnach gen wulfshagen zu otten Blanckenburg von den, die zu fürftenberge 
ligen, geantwort ift worden vnd anch noch in iren gelubde ift. Derfelbe ott von Blanc- 
kenburg den jenen» die jm alfo den obgnanten gefangen von fürftenberg bracht ypd 
geantwort haben» hat mßlTen gereden» wenn er des gnanten gefangen vor vns nicht lenger 
raufte behalten» das er jn den dann wider antworten wolt» fo wir euch das vor eigentlicher 
gefchriben haben» vnd fo ligen auch die von der gruben zu fürftenberg ^vod reiten 
dofelbft teglicben aufs vnd ein. Nu aUo fulcher gefangen zum erften gen fürftenberg ge- 
fuFt» fein habe do gepewt vnd es darnach mit jm gehandelt haben in vorgefchriben mabe» 
fo biten wir euch mit allen fleilTe, das ir die öfteren» feltperg vnd die von der gruben» 
die auff furftenb^re teglichen find vnd do Iigen, mit ernfte darczu halten vnd vermugen 
wollet» das fie den ergnanten ptten von Blanckenburg fulchs geredens oder gelubdes» 
fo er jn von des obgnanten Jlges wegen hat muffen tun, zuftundan ledig fagen» So wollen 
wir airdann mit otten von Blanckenburg beftellen vnd fein macht haben» das der gnante 
gefangen von jm-auch ledig fol gelalTen 'werden; vnd be weifet euch ernftlich hiran» wann 
wir meinen» das ir das muglich'en tun füllet» fo er doch am erften gen ftirftenberg gefurt 
ift worden. Das wollen wir^ gerne vmb euch verdinen vnd biten hirauf ewers befchreuen 
antwort. . 

9la^^ hm ^tnctpn o(ne Saturn. 



MDIII. I^erjoff ^timi^ wn 2ReÄenBttrfl*©targarb Itogt üBer bie aSefcfffibigungen; ml^t bie 
@tabt Sitrflenberg- hut^ ^affe itnb Wifim wn SSreboo) nnb ^o^am wn äSalbo» rrleibet, 

m 15;8li)ra 1424 (?). 

Vnfen fruntliken dinft touoren. Hochgebomer furfte here vnd leue oheim ! vor vns 
fmd gewefen vnfes fedderen man vte dem werdere to fürftenberge vnd hebben vns 
clegelk berichtet, wo die iuwen» als her haffe vnd her Achim von Bredow genant vnd 



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56 

ber-b^ns von waldow und mer luwer man em genomen hebben von der kerkhouen vnd 
wor fie wat hadden, wes [\e hadden, de» y/i vns nicbt vormodet hadden fodanes togrepes 
in fodane' frede, dar wy vod iw inne litten vnd weten nicht in wat mate dat gefcbeen is. 
Hir vmme Bidde wi iw» dat gi dat fo fchicken mochten, dat vnfes gefangen fedderen armen 
'mannen dat ere wedder worde, den dat vunorfchult gefcbeen , vp dat dat fe nynen togrepe 
wedder deden dar vnfe frede vnmechtich mede. maket worde, dat wolde wi gerne gegen 
iw vordenen, des iiiwe gutlik antvvord. Geuen toStrelitze, am Sonauende vor palmen, 
vnder vnfem Jngefigel. 

Hinrik von Gotes gnaden Hertoge to Meklenburg etc. 
Dem bochgebom dorcbluchteden fürften vnd heren, hem fridriche, 

Marggreuen to Brandenburg vnd Burggreuen to Nurenberg vnfen 

leven^ohem. 

9iad^ hm iDriginale, 



MDIV. 3Warfgraf griebridji fdfireifct hm ^erjofl ^ctnridji wn Wltäktthm^ »egcit bt« griebend-» 
brud^e« ^tinxiify^ gdbberg ujib ^tmiiii Öjt^erm unb t»egm bc« 2^gce gu SÖittjlorf, 

am 17^8ll)ril 1424. 

Vnfem fruntlichen dienft zuuor. Hochgeboren furfte lieber Oheim» Als euch wol 
wiffenlich ift, wie vnd welicher mafs wir vns nehft zu v^ifftock geinander uerfchriben vnd 
uerfigelt haben nach jnnhalte deflelben briefs, Seind derfelben zeile habt ir vns gefchriben, 
wie ir heinrichen veltperg vnd hennigk Öfteren ewer Manne vnderweiffen habt, das 
fie in vnfem befigelten fride fein wollen bis acht tag nach pafchken fchirft etc. Verftet ir 
wol, das vns nicht fuglich ift vns aufs vnfem brieuen vnd uerfchreibungen zefetzen, Sünder 
wir meynen den vnfers teils alfo nacbzugeen, wie wol vns das von den iwen nicht gehalten 
wirdet, als nemlich von den ergenanten veltperg vnd hoftern, die nu newiich tor Li- 
benwalde gewefen fein vnd vnfem lieben getrewen hänfen von waldaw Ritter dafelbft 
fein rayfige knechte vnd rayfige pferde genomen, gefangen vnd wegk getriben haben. Da 
vnfer houbtman haffe von Bredaw vnd bans von waldaw Bittere des gewar wurden, 
da volgten lie mi^ andern den vnfen den, die foliche raube vnd befchedigung getan betten 
auff frifcher tatte nach, das vnfer zu behalden. Da des nicht gefein mocbt, da pfendten die 
vnfern jo der genanten veltperg vnd hoftern gebiete vnd boten foliche pfandt von ftund 
an zu borgen aufs vff foliche maynung. Ob dem vnfen fein knechte vnd habe auch'mocht 
wider werden. Uirvmb begem wir jr weit befteilen, das die Vnfern ledig gelaffen vnd fo- 
liche genomen habe wider werde, So lullen foliche gefangen, pfendung vnd habe, demfelben 
veltperg vnd hoftern dits male gefcheen, auch lofs vnd wider werden. Mocht aber des 
nicht fein; So fein wir noch uberbottig, foliche pfendung vnd habe, als die noch alle bey- 
einan.der ift, vff hurgfcßaft aufs ze geben, alfo das der vnfen habe vnd knechte auch aufs- 
geben werden, vnd glauben ewer liebe wol, jr wolt die ewre vermugen, darzu halten vnd 



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V 59 

mit ernft darCzu ton, das Ty ewer uerfdbreibuDg vnd jnfigel halten. Sünder fo wollet vns 
auch by difem boten uerfchriben wiffen laHen» ob ir-ewers gefangen vettern landt in difem 
nechften fride vnd uerrchreibung zu wifftQck begriffen ziehen vnd ob ir das bis vffdiezeite 
des tags verteidingen wolt oder nicht, das wir vns darnach gerichten mugen, wan ewer liebe 
wol weifz^ das in der nechften uerfchreibung zu wifftock gefchriben ftet, was byonen der 
zeite des tags, der nu vff den Sontag nechft vor pfingften zu wifftock fdn fol, vff beide 
Teitten g^fchee, das das zuuoraufz widerkert toder verbufzt fol werden. DarVmb fo beweift 
euch hirjnnen mit ernft, das wir furder mahung darumb nit bedurffen^ wan vns foliche fache 
von den ewem die lenge fwerlich ftunde zu leiden. Ewer uerfchriben antwurt. Qeben zu 
Berlin^ des Montags nach dem palmentag, Anno domini etc. vice/imo qüarto. 

Fridrich von gotes gnaden Marggraf zcu Brandenburg« 

9U^ ttm (Soncepte* 



MDV^ ^ergog i£)rfitri(^'« wn SJlccf lenburg ^ ©torgarb ^ntmx^^vtiUn auf »orfle^enbe 
erflfirüttg be« SJlarlgrafen^ wm 20* SCpril 1424. 

Vnfen fruntliken dioft touoren. Hochgeboren furfte vnd leue Ohem. Wi bebben 
iuyven bref gentzlik wol vor nomen, als gi fcriuen von des to grepes wegen, den veltpere 
vnd oufterne dan hebben vor liuenwalde, dar vnfes fangen fedderen man vmme be« 
fchediget fint: vnd is in dem fcheen als gi fcriu/sn, als wi iw freden fcreuen hebben vor die 
vorgenanten wente to dem negeften Sontage nach pafcben etc. Leue oheim, wir hebben 
iw to Screuen, dat die irgenanten feltperg vnd oufterne in vnfem frede wefen wolden 
wente to dem negeften Sontage na pafchen, wo gi em waodels behelpen wolden vnd endes 
vmme ere aniproke, dar fe vaken vor iw vmme gewefen hebben, dar vns iuwe gnade ny 
antvirorde von wider fcref. Dar vmme hebben fie deffen to grepe dan, dat fe nicht wuften 
wo fe dar ane weren: wente gi wol weten, dat fe towiftok vp dem tage das rededen 
dat fe in vnfem frede nicht wefen wolden, dar vmnae dat em nyen wandel Wedder varen 
mochte vmme ere fchelunge. ~ Vortmer als iuwe gnade fcreuen beft, were dat wi dat mid 
feltberg vnd ofthernen beftellen mochten, dat her waldow de finen, de grepen Rut, 
vnde ere haue wedder los werden mochte; fo fcholden vnfes fedderen man vnde buwer, de 
grepen fint vnd dat em genomen is, ok wedder los werden. Dat willen die irgenanten 
feltberg vnd ouftherne alfus holden, (e willen her waldowen knechte los vnde ere 
haue wedder geuen, wo vnfes fedderen man des ghelik fcheen mach, als iuwe gnade fcre- 
uen heft. Vortmer als gi fcreuen hebben, dat wi iw to fcriuen fcholden, eft wi vnfes fan* 
gen fedderen land mecle in dem frede hebben wolden wente to dem Sontage negeft vor 
pingeften, des wete iuwe gnade, das wi vnfes federn land dar nicht buten iaten hebben, men 
de irgenanten feltberg vnd oufterne, da die dat to wiftok afleden, dat fe dar nicht 
jnne wefen wolden. Doch hebben wi fe -dar nu vmme vor vns ge bat vnd hebben vns 

8* 



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60 

ge fecht, dat fie dar gerne Jone wefen willen, wo em iuwe gnade noch lArandel vnde endes 
behelpen wii vp dem tage to wiftok des Sondages vor pingeften vnime ere anfprol^e vnd 
fchelinge, dar gi Fe ,nu left fo wiftok vmme bedaget ^hadden, em des to behelpende» dat 
em nicht wedder varen mochte« Hirvmme Scriuet vns wedder to bi vnfem eigen boden, 
eft iuwe gnade den irgenanten vp dem vorfcreuen dage to wiftok des noch behelpen wü, 
fo willen fe fo lange gerne in vnfen frede wefen. Mochte dat nicht gefcheen, fo menen fe 
in vnfem fride nicht to wefßude. Geuen toStrelitze, am dem guden donrdage negeft 
vor pafchen^ vnder vnfem jngefigel. 

Hinrik von Gotis gnade etc. hertoge to Meklenburg. 
9tad) hm QtigmaU. 



MDVl. SOtarfgraf ^rtcbritlf forbert bert |)er)og |)etnrtd^ wn Wtcälmhut^'^Siat^axb nc^mciA 
jur SvIIfirung auf m^tn btö f^teben^brudiied ^einndiid ^elbberg unb ^enmttgd Ofl^erett unb ob 
ber ^erjog beit SGBerber gurjlettbrrg pir mit in il^ttn ^xitbm gejogen tta^tt, am 23. Sljjril 1424^ 

Vnfen fnintlichn dienft zuuor. Hochgeboren furfte lieber Oheim. Als ir vns gefchri- 
uen habt von folichs zugriiTs wegen. So heinrich veltperg vnd hennigk Ofthern vns 
vnd den vnfem getan haben bynnen der uerfchreibung nechft zwifchen vns vnd euch zu wis« 
ftock gefcheen etc. vnd als ir vns nechft gefchriben habt, wie euch die genanten velt borg 
vnd h öfter n zugefagt haben, vnd vqs auch nu defgleich aber zufchreibt, das fie diefelbea 
uerfchreibung vnd mit vnfer beyder jnfigel uerfigelt gern halten vnd darjnn fein wollen, als 
verren wir jn wandeis hetffen ^vollen vmb ire anfprach etc. Wir haben jn vormals etwe offt 
gefchriben, das wir des wolgeboren vnfers lieben getreweo Grauen Albrechts von lin» 
daw heren zu Reppin zu glich vnd recht volmechtig fein« Hetten fy dann zcu den feinen 
icht zufpreclin, die wolle jn der genante Graue Alb recht v(f demfelben tag auch zu recht 
ftellen» Recht zu nemen vnd zu geben zu geben vnd zu nemen vmb alle lache, alfo das ems 
mit dem andern zugee, als das diefelben brief vnd abfchrüTt, vff beide feitten gefchriben, 
cierlich jnnhalden. Dabey ir- felbs wol uerften mugt, das wir in gleichs billichs gebottes 
genug geton vnd gefchriben haben vnd das fy fich darumb von des genanten Grauen vnd- 
der feinen wegen, wenne fy nicht andern homut darjnnen triben, vnbiirK^h AuCs vnfer vnd 
ewer uerfchreibung fetzen folten, So wir in doch glich vnd recht volkomenlich in obgefchri« 
ben mafz zugefchriben haben. Wie dem allem fo wollen wir vnferv tails der uerfchreibung 
nechft zu wif ftock gefcheen gnog ton vnd nafchkomen. Sunder als ir fchreibt wie die 
genanten veltperg vnd hoftern vnfem diener vnd lieben getniwen hänfen von waldaw 
Ritter die knechte, die jm abgefange^n fein, vnd die habe die jm genomen ift, lofe vnd wi- 
dergeben wollen, alsfere jn defgleichen wider gefche etc. Sult ir wiffen, wan ir hänfen 
von waldaw, veltperg vnd hoftern des einen genanten tag gen Czedenick befcheidet 
vnd das die gefangen vnd habe vnd auch die vnfem vff beide feitten, die zu dem felben tag 
reitten, dahin geuelicht werden, So fol bans von waldaw zu demfelben tag komen vnd 



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61 

dafdbft fein knechte vnd habe lofe nemen vnd folicbe knechte vnd habe, fo er vfT daßelbe 
male gepfen^et hat, yngeuerlich auch lofe vnd widergeben, alfuerre diefelben veltberg vnd 
hoftern in dem fride vnd uerfchreibung- zu wifTtock gefcheen auch fein vnd bleiben wollen, 
als wir euch das vormals in vnfem brief auch berurt haben/ Dann wolten fie darjnnen nit 
fein, So begem wir, jr wolt vns wiRen lalTen, ob wir vnd die vnfen von euch, ewem landen, 
Steten vnd den ewen vngehindert fein vnd bleiben mugen. Ob wir vns folidis Übermutes 
gegen jn vfhalten mochten. Sunderlich fo begem wir nochmals von euch, |r wolt vns mit 
difebi vn&en boten gruntlich ueifcbriben wifTen laflen^ ob ir ewres gelangen vettern lande 
vnd leute vnd funderlich den werder furftenberg vnd was die ergenanten veltperg vnd 
hoftern jm liande zcu Stargarden haben gen vns vnd den vnfem verteidingen vnd jn/die 
uerfchreibung zu wifftock necbll gefcheen ziehen vnd nach derfelben uerfchreibun^ vlz- 
weiizung vermugen wolt oder nicht, das wir vns darnach wiiTen zurichten, wan wir des erge* 
nanten Grauen vnd der feinen noch zu gleich vnd recht volmechtig fein in der malz, als wir 
vnd fy einander vormals gefchriben haben. Vnd vmb das alles ewer lautter uerfchriben 
antwurt, wan vns in uwem letzften brief vmb alle fache nicht volkomen antwurt worden ift 
vir vnfer fchreiben, fo ivir euch vorgefchriben haben. Geben zum Berlin, des heiligen 
öfter tag. Anno domini etc. XXIIII^. 

Fridrich von gotes gnaden Marggraf zcu Brandenburg. 
9ta(^ htm ^onctptt. 

MDVn. 2)ie ^rrjogüt Äatj^aruta wn SWecÖenburg^Sd^werm UM bin SWarfgrafert ^vkbxidf 
^^i¥^ gegm (Btamnm, todd^e« i^viv Äinber ßej^n unb dxht fe^^ 3« mUm^^mn, 

m 14^ Sunt. 

• 

Vnfen fruntliken denft vnde wes wy gudes Vormagen tovoren« Hocbgebora^ ffurfte, 
here vnd leue Swegher. Wy hebben wol irvaren, wo gi Clawefe van qwictzowen vor 
]uwe gerichte torechte hebben laden, darumme fik etlike van den vnfen. Alz de luczowen 
bevruchten, dat gi juwen vnwillen toStauenowe menen tokerende, 'dat ere pand mede is, 
vnde vnfe vnd vnfer kindere leen vnde eme is. Worumme leue here vnd Swegher bidde 
>vy juw mit flite gutliken, ilft gi iennigerleye vnwillen badden van Clawefes wegen todem 
ergenanten Slote Stauenowe, dat vnfe kinder leen vnde eme is, dat gi den willen byleg- 
ghen Vnde aue don, als wy hopen, dat gi geme don willen vnde juwer leue des wol to- 
tmwen. De gode zunt vnd zaiich fy beuolen to langen tiiden, vnde begem de juwe gutlike 
antwerde by defleme ingenwardigen boden. Screuen to zwerin^ am atiende funte vites, 
vnder vnfeme jngefigeK 

Katherina van godes gnaden Hertoghinne to meklenborchvndegreuynnetozwerin. 
Deme Hochgebomen fFurften vnde heren friderike Markgreuen to Bran- 

denborch vnd Borchgteuen to Nurenberg vnfeme leuen heren vnd 

Sweger gefchreuen. 

Wadjl Um iDrlgtnaU. __^___^_ 



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62 

MCyilL 2Warfgraf %vxthr\^ antwortet ber ^ergogm ÄatJ^rina wn SWwflertburg^ ba^ er in tj^re 
Sel^n0]^errlt4ifett über @taaettott) leine (Stngrtffe ^u t^iun beabftd^ttge. 

Vnrer freuntlich dinfte vnd wes wir gutes vermugen, allezyt zuuor. hochgeborne für- 
rtynne liebe Swiger! Als vds ewer liebe gefchriben ha^ wie ir erfarn liabt^ das wir C lau Ten 
von Qwiczaw von Stubnaw zu rechte babn. geladen; Des tun wir ewer liebe zu wiHeD, 
das wir jn zu leben recht haben geladen als vnfem lebenman vmb fache, die wir gen Inn 
In recht wol furbringen wollen, vnd wolten vns gen ewer liebe ader ewem kindem anStu- 
benaw oder an andern das von ewch zu leben get, vogern anders bewifen, dan als wir gen 
einander verfchriben fein vnd'vnderredt haben. Geben zu Radnow am Sondag etc. 

Frawen katherina berzogin zu Meckeleburg. 

fRad) trm tSencrpte e^nr Saturn. 



-MDIX. a5ertd[>ter|tattung ober bie auf bem Sage ju SBittflodf gtoifc^en htm 2WarIgrafett Sol^ann 
benen wn 3)}e(flenburg unb i^on Sßenoen gepflogenen Unterj^anblungen^ ^om 9^ ^u\i 1424? 

Nota meinen alten herren Mai^grauen zu fchreiben oder zu enbiten wie man es auff 
dem tage zu wifztock gehandelt vnd dauon gefchiden fey. 

Zum erften, als mein junger here 4es Sontags- vor Margarete gen wifztock kome, 
do ging er mit feinen reten zu der frawen von ]\leckelnburg, herczog heinrich vnd 
dem von wenden vnd entfchuldigt meinen alten hem, warvmb er nicht zu den tag bat 
mugen kummen vnd liefz jn Tagen, wie 'er meins alten bem gancze macht hett, den fachen 
uachczugen, nach dem vnd es von allen teylen verfchribei^ vnd verfigelt worde, dorauff fie 
antworten, fie genüget wol doran etc. 

Item des Montage fru greif man zu den teydigen. Alfo liefz mein frawe von Mek- 
kelnburg zum erften meinen jungen hern anlangen vmb IUI fchock kwe, XI kwe vnd 
XVIII ochfen, die ir kun von Reczftorff genomen hett bynnen dem nechften fride vnd 
bäte, ir die zuuerpuffen. Darvmb latzte mein here Clafzen von Retzftorff, des gnanten 
kun vater, zu rede, der für feinen Sone antwort, wie fulch kwe nicht mer dann I fchock aufz 
den lannden zu Meckelnburg kummen weren, die andern weren alle jm lannde belieben vnd 
wolt mein here nicht geraten, wie wol jm fein Son .vngehorfam wer vnd von jm mit leben 
vnd erbe gancz geteylt fey, fo wolt er diefelben kwe für feinen Son nach gnad verpuHen 
vnd wolt der frawen für das I fchock kwe I fchok kwe aulzgericht haben: das fie nicht auf* 
nemen wolt. Sunder fie meint ye die obgnanten kwe alle zuuerpuflet haben, vnd fprach, ir 
weren die in meins heren gleit vnd fride genomen worden, vnd was dorjna gar herte vnd 
wolt auch kein ander teyding anfahen laffen, ir wer dan darvmb vor verpuffet worden. Alfo 
liefz mein here in fruntfchaft mit ir darvmb teydingen vnd bracht es mit hertigkeit kawme 
darczu, das ir Clas von Retzftorff IV. gülden für die obgnanten kwe vnd ochfen geben 
vnd verbürgen folt auf Michel vnd Martini zubeczal^n. Nu konde ir Clas mit etlichen guten 



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68 

lewten der nicht vergewifTen, alfo verbürgt mein here ir die feibes mit dem Gans vnd hän- 
fen von Qwiczow, doch fo mufte Im vor Clas fein vehe vnd gut dofnr einfetzen: vnd 
fulche obgefcbriben teyding werten vom Montag bifz auf den dinftag vmb vefpercz'eit. 

Item darnach liefz mein junger here herc;EO^ heinrichen anlangen vnd zufprechen» 
me feltperg, ofthern vnd warburg auf furftenberge abe vnd zu bynnen dem nechften 
fride in dem doft^gute zu Czednick XVIII pferde vnd hern b^i^nfen von waldow 
zwey pferdt genommen betten vnd bat darvmb zu irem leibe vnd gute zu richten nach jnnhalt 
des letzten briffes vnd das fie^auf den nechrten freitag mit irer macht bereit folten.fein für 
furftenberg zu^ziheo, wan er fein gaotze macht jm feide hett vnd das man die ftraffet 
nach aufzweilzung des verfigelten briffes, als fridbruchs recht ift, vnd liefz jfie alle des hertig- 
liehen ermanen; dorauf fie antworten, fie konden noch mechten ir volke vnd macht in den 
nechften achttagen nicht zu feide bringen» Auch wie die obgnanten ir vnfchulde buten vnd 
woUen fich des gerne benemen, als recht wer» nach jnnhalt des breffes: zu fulchen rechten 
man den feltberg vnd warburg ftalte. Do tett .zur erften /ein recht der feltp^rg vnd 
darnach der warburg» nach jnnhalt des befchriben eydes» do er den gantz nach fprache. 
Als man jm den dann vorialTe» do bedackte er den eyt am leezften domit» das er in, den 
nechften vir wochen derfi^iben pfefdt nicht genomen hett» meinten fie» das er domit gnug 
gefworen hett Alfo meint mein Junger here vnd die feinen» wie er nicht gnug» fundereinen 
verdackten eyt gefworen hett vnd bat das auf ir eigen Rete vnd 'Stete zu erkepnen» die alfo 
darvmb erkauten ^ das der gnante warpurg nicht recht gefworen hett Dorauf liefz mein 
here fragen» was er fchuldig vnd verfallen wer» darvmb das er meinis gefworen hett» des üe 
ein gefpreche namen» vnd 'in dem gefpreche der gnante warpurg entreite von den rechten. 
Do liefz mein here als fragen» nach den vnd er von rechten entreten wer» ob man forder 
eynigs rechten zu jm dorfft» funder er folt verfolget fein» als ein fridbrecher vnd meyneyder. 
Alfo fprachen fie für recht» das er fich mit flucht hett fchuldig geben vnd folt gen cht fein, als 
ein fridbrecher vnd meyneyder. Alfo iiefz fie mein here aber manen^ jm über fulches frid-' 
brucher vnd meineyder vnd auch über die, die jn hawCsten vnd hegten» zu helffen nach jnn- 
halt des verfigelten briffes. Doi-auff aotwort hertzog heinrich» wie er fulche pferdt für 
den warburg verpuffen wolt vnd wolt auch meinen hern furder nicht helffen noch geftaten 
in fein laut zu zihen. Alfo liefz jm mein here fagen» wenn man furftenberg bekreftigt 
hett vnd den fachen nachgangen wer» nach jncbalt des verfigelten. briffes» fo neme er mug- 
liehen eiri aufzricbtung von jm. Die weil ab des nicht gefchen wer» fo folt er jm helffen 
bifz es gefchen» Dorauf er aotwort» er hett es gereit bekrefftigt vnd hoffet» er hett domit 
den breff gnug getan vnd er wer nicht fchuldig furder zuhelffen. Doran wolt mein here 
kein gnuge habe^p vnd ging mit feinen Beten zu der frawen vo.n Mekelnburg» liefz fie 
biten vnd ermanen» ob ir liu herczog heinrich vnd der vo6 wenden jm über fulchen 
fridbrucher nicht helffen weiten» das fie jm doch mit ir macht gehelffen were» dorauf fie meinen 
hern antworten liefz» wie fie vnd ire kinder gen herczog heinrich» den von wenden 
vnd den landen verfchriben vnd verpunden wer vnd des auch, leiplich eyde geneinander ge- 
fworen betten» wider einander nicht zu fein noch zuthup ewiglichen, darvmb ir nicht fuglichen 



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64 

^er in Tein Lannt wider feioen willen zu zihen etc. Alfo liefis ir mein here fagen, er mufte 
die fache alfo ften laflen vnd hoflet, das dy vorfcbriuen feineo vater vnd jm an derverfchri* 
bung» fo fie fich gen jm itzunt verfcbriben bett^ keinen febaden bringen Iblt vnd er wolt fich 
doraufz nicbt fetzen funder gancz doby belieben. 

Item darnach fchickt- der von wenden fein Rete zu meinen hem in fein berberg 
vnd liefz in biten. Im vnd den feinen zu heißen nach feinen übergeben fchulden vnd nach 
aufzweifzungen der verligelten brifT, dorauf Im mein here antwort, wenn jm über den ob- 
gnanten fein fridebrucher geholffen wurde » fo wolt er darnach gerne helffen von fchuld zu 
fchold nach aufzweifzung der verligelten briff. Dorauff retten des von wenden Rette^ ib 
verftunden fie» das man domit iren hem vnd den feinen ir fchulde verfleppen w6lt Alb 
fagt jn mein here aber» wenn man jm vmb das obgefchreuen ftficke huHTe» fo wpit er dar- 
nach helflen, wes er muglichen vnd billichen helffen folt^ nach Innbalt der verfigelten briffe. 

Item darnach gingen die heren vnd frawen vnder zufammen vnd Uelzen mit meinen 
hem reden» das man nu furder den fachen nach ging von einer fchulde vnd ftucke zu dem 
anderen nach awfzweifzung der verfigelten breffe etc. dorauff liefz jn mein here antworten, 
wenn jm vor vmb die obgefchreuen fridbruche gehoißen wurde, nach jnnhalt des verfigelten 
briffs ; fo wolt er furbaf:? fulchen fachen, vnd fchuld geme nachgen vnd es folt keinen brache 
an jm haben vnd liefz fie aber hertiglichen manen, jm des zu helffen , das fie jm aber in 
obgeichreuener mafz abfingen. 

Item damach lieffen fie an meinen heren bringen zu einer newen verfchrelbunge vnd 
zu einen andern tage zugreifTen» darczu dknn mein alter here Mar^^aue ktimmen mocht» den 
fachen furder \2achzugen nach Innhalt der verfigelten briff etc. ^dorauff liefz in mein here ant- 
worten» wie er des hinter feinen vater nicht niacht hett keinen andem tag aufzunemen noch 
newe'verfchreibung zutun, dann den fachen wolt er gerne' nachgen -nach jnnhalt der verfigel- 
ten briffe. 

Item damach lielTen fie an meinen heren werben mit den feinen zubeftellen» es güt- 
lichen gen jn vnd den iren zu halten vnd den gefangen tag zugeben biGs auf ein zeit» defz- 
gleichen fie widervmb beftelien vnd tun wolten. Dorauf liefz in mein here antworten» er 
wolt es gerne mit den feinen beftelien fo er hefte konde oder mocht vnd mit den feinen 
reden, den gefangen auf ein zeit tag zugeben: das fie aber nicht aufnemen wolten. 

Item damach Helfen fie an meinen heren bringen, da& er über etlich fridbiucher zwey 
oder drey helffen wolt, vnfchedlich den verfigelten briffen» die fie denn wol benennen wolten» 
doch folt ider here den feinen fagen^ welche fich fchuldig weften an fridbmchen, die folten 
des geleits genifzen vnd aufz der ftat reiten. Alfo benanten fie hem hanlen prignicz 
vnd hänfen pofzel. Darauf liefz in mein here antwortten vnd des alfo zufagen zu helffen 
vnd do man jn das alfo zufagt, do flughen fie das gancz wider abe. 

Item darnach Uelzen fie alle meinen hem fcbuldigen» den verfigelten briflen wer nicht 
gnug gefcheen vnd der bmcbe wer an meinen hern vnd nicht an jn, wann mein alt here zu 
dem tage nicht kummen fey etc. Dorauf antwort mein her, wie er fones wis gancze macht 
an fie bracht habe vnd fie die teyding mit jm angefangen haben vnd er habe auch des noch 



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; 65 / 

volle macht den fachen HaehezqgeD^ nach aufzweiizung der verfigelten btifT, dag es keinen 
brache an feinen vater nach an )m haben fülle. Alfo fchickten fie wider an meinen herp, 
fie geben nu meipem alten hern keine fchult vnd fie bett wol an feinen Sone genfiget vnd 
dorauf baten fie. In funer zufchicken, das mein junger here alfo tete. 
9lü^ flCric^rittiec l^antfc^rift» 



MDX. |)er308 $}mni^ »ort STOerflenBurg^Stargarb bittet ben 2HörIgrofe« So^atttt; er wöge bte 

wn ijutt iittb fetiter 2Wutter t)erft)ro4»ette ^Befreiung ber SWedflenburgiftfien ©efangeiten bei feinem 

SSater bem aWarlgrafen griebticji bewirlett; am 5* 2lug* 1424^ 

Vnfern ffrontliken denft Mit . angeborner leue vpd wes wy gudes vermögen tuuor. 
Irluchtige hochgebome ffurfte here vnd lyue om! Alze wi jw erclaghet vnd fcreuen hebben 
vnd ok vnfer lyuen ffirundjnnen, jwer leuen moder, alze vmme vnfe vanghenen, des vns 
bynnen louen vnd bynnen ffredes vff ghegrepep fint van den jwen, dar gy vns left vmme 
fcreuen jn jweoi biyue myt jwer moder^ wen vnfe leue om de Markgraue, jwe vader, to 
lande queme, dat denne de vnfen l^ddich vnd lös fcholden werden vnd ore baue wedder 
van den jwen (hebben)« Leue om, des js nicht gefcheen vnd gy weten wol, dat wy dar 
daghe vmme holden hebben myt jwem vader vnd myt |w to wiftock» dat doch vns vnd 
den vnfen nicht vele behulpen is, vnd vppe deme daghe aÄ vns vnd den vnfen nicht ghe- 
fchelt heft vnd neyn brok gheworden is, alze jw vnd jwem Rade wol wetich is, wo dat 
thoghan is. Wur vmme bidde wy jw, leue om, dat gy vns noch willen holden, Alze jwe 
moder vnd gy vns hebben ghefcreuen vnd gy vnfen leuen ohem jwen vader dar willen to 
vermögen, dat hy vns noch holde fine bryue vnd den ffreden vnd louen, den hy vns beze- 
ghelt vnd louet heft alze vmme vnfe vanghenen, de vns äff grepen fint bynnen finem vnd 
jwem ffreden vnd louen, vn^ werden vns afT befchattet vnd lemet van den jwen, des wy dodi 
nenen louen hadden gheliad, dat gy jw dar alzo clene ane bewifen fcholden , alze gy dup. 
Men were jw alzo ghe fdieeo van den vnfen, wy wolden vns dar anders ane bewifet hebben. 
Men fchut vns noch nicht vmme vnfe vanghenen, de vns aldus myt vneren a(f ghegrepen 
fint. So mote wy dat claghen hern vnd frunden, alze wy Swarlikeft konen, dat wy^doch 
vngerne dun, fo lange dat vns dar windel vnd lik vmme fchut, des wy doch nicht ghehoped 
hadden, dat vns des febolde nod hebben gbewefet.. Des jwe antworde Säreuen to alden 
Stargarde, des donnerdaghes na fante peters daghe advincula, vnder vnfem Ingc^gel, 
vigefimo quarto« 

Heinrich van godes gnaden bertc^ to Meklenborcb, Stargarde vnd Roftok here« 
Dem jrluchtigen hocbgebornen fliirft^n vnd hern, hern johanfen markgra- 

ueo to Brandeoborch vnd Borchgrauen to Nuremberg vnfem leuen 

bera vnd ome. 



^ti|»tt{f. IL m. IV. 9 



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MÜXL $er}0({ ^mri^ wn SOtecKenBurs ^ Siargatb fiagt Bei beut ©rafen SOBred^t )u Stnbott 

baröBer, bafi bet SÄarfgraf griebridff ftdS> »eigere bte gefaitgette« SRedEUnBürger, na(i[f bem S3er* 

f))re4fert ber S)tarfgr£fttt unb ifyct» @o|itted lodjulaffen, am 5« Sbtgujl 1424» 

Angeborne leue tuuor vnd .wes wy g^des vermögen. Hochgeborne here vnd leue 
om. Wy claghen jw ouer vnfe ome de Markgreuen, Alze wy jw vake claget hebben, dat 
YDS de ynfen bynnen orem wifTendeik ffreden äff gbegrepen fint vnd vnfe vrundynne^e Mark- 
greuyne vnd vnfe om Markgraue hans hadden vns ghefcriuen, wen vnfe ohem de Mark- 
graue to lande queme, Fo fchoiden de vnfen leddich vnd los werden vnd ere haue wedder» 
vnd des thee wy noch an oren befeghelden breff, vnd dat en is vns nicht ghe fcheen vnd 
wy hebben noch fodder daghe vmme holden to wiftock, Alze gy wol weteo, vnd wo vns 
dar Richtet vnd dan wart» dat wete gy ok wol, vnd dat en fchelde An vns vppe deme 
daghe nicht: de vnfen lete wy Richten, men vns vnd den vnfen mochte nicht wedder Richtet 
werden, vnd fint vnfe vanghenen jn ghemanet vnd werden gheftokket vnd blokket vnd be« 
fchattet. Leue Om, wy bidden flruntliken» dat gy vnder wyfen vnfe ome de Markgreuen 
vnd vnfe vrundynnen de Markgreuynnen, dat fy vns holden noch ere befeghelden brieuevnd 
oren louen vnd oren ffreden« Wo dat nicht en fchut, fo mote wy fy dar vmme manen, 
Alze ^ Swarfte konen. Des jwe antworde. Screuen to AI den ftargarde, des donner- 
dages na fante peters dag Ad vincula/ vnder vnfen jngefigel. 

Henrich van godes -gnaden bertoge to Meklenborch etc« 
Dem wolgebomen hem hem albreohte, greuen to lyndowe vnd 
hern to Reppin vnfem leuen ome kome vnfe briff. 

9la(^ tem Ociflinafe« 



MDXII. ^SWarfgraf Soi^Änn« CrtDieberung an ^erjog ^efimc|f ijoit lOTedflenBittg m^in iBefreiung 
Uv ©efangenen unb Ui ^rtcbendBrudfied ber gelbBerj, Oß^eren unb äBarBurg gu ^ilrfleuBerg, 

wm 15» Slugufl 1424» 

Vnfem fruntlichen dinft vnd was wir gutes vermögen zuuoran. Hochgeborner furfte, 
Über Oheim. Als ir.vns gefchriben habt von ewer gefangen wegen, die uch bynnen gelau- 
ben vnd frid abegefangen fein füllen von den vnfem, vnd darambe vnfer Übe fraw vnd Muter 
vnd wir uch letzfte gefchriben füllen haben, wenn vnfer lieber her vnd vater zu lande kome, 
das dann die ewem ledig vnd lofz vnd jn ir habe wider ftelt werde, darumbe ir tege liitt 
Tnferm Vater vnd vns zu wiftoke gehalten habet, das uch nicht yil gehoiffen habe vnd uff 
fulchen tag an euch vnd den eweren nicht gefchelet heft noch kein brück worden ift, ak 
das vns vnd vnferm Rate wol wilTentlich fey, wie das zugangen ift ^nd bitet die nochmals 
ledig zufchicken etc. das alles haben wir wol veroomen. Nu weiGs ewer lieb wol vnd auch 
die ewren, do vnfer lieber her vnd vater wider herein zu lande vnd vff^einen tag gea 
wifztock kome, das der gnante vnfer ber vnd vater vnd auch wir vns eines andern tages 



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67 

vod dänisch aber eines andern tageagen wifztock zuknmmen mituch, dem von^Wenden 
vnd vnfir Swiger der von Meckelburg vertrugen vnd verfchriben, jn foUcher verfcfarei- 
bung nemlicben begriffen ward, ob enig der Yttfern oder der ewren bynnen dem leczften 
tage, den wir dann nechft mit ueh zu wifztock gebalten baben, keinerley Zugriff oder be- 
fehedigung teten, die folt man von dem oder von deofelben mit widertat noch mit eyden 
nicht) verpuffet noch gekert nemen, funder wir folten mit aller vnfer macht vonftundan für 
fie zibeii, zu irem leibe vnd gute richten vnd fie ftraffen als fridbrucher recht ift, es wer ' 
dann das lieh einer der mit fein eines (fie) haut vnd eyde entleftigen vnd benemien mgchte, des 
folt er geniefzen, als des der verligelt brief clerlichen aufzweifet. Daruff befchuldigeten wir. 
uch viT den letzten tag, wie feltperg, oftern vnd warburg vff furftenberg abevndzu 
bynnen dem nechften fride jn dem Cloft^r gute zu Czednick XVIII pferde vnd hem 
hänfen vonwaldow II pferd genomen betten, vnd baten euch darumbe zu irem leibe 
vnd gute zu richten nach Innhait des letzften briefes, vnd das ir vfT ein czeit mit erer macht 
bereit folt fein für furftenberg zu zihen, wann wir vnfir gancze machte jm felde betten, • 
das man die AralTet als fridbrucher recht ift, vnd liefzen euch des offt hertiklichen ermanen, 
daruff ir vns zu derfelben zeit antwortet, wie die obgnanten ir vnfchulde buten vnd fie wolten 
£ch des gern benemen,- als recht wer, nach jnnhalt der verfigelten briefes, zu blieben rechten 
jr vbs den feltperg vnd den warburg ftalt, alfo verfure feltperg mit feinen rechten, aber 
warburg tet einen verdackten eydt, daiiimbe er von den ewern füre einen fridbrecher vnd 
meyneid geteilt ward, wann wir des vff ewer, des von wenden vnd vnfer Swiger von 
Meckelnburg rete vnd Stete fetzten zu erkennen. Alfo manten wir udi aber, vns vber 
fulchen fridbrucher vnd meyneider vnd auch über die, die jn häuften vnd hegten zuhelfTen 
nach Innhalt des verfigelten briefes, das ir vns gancz abe fingt vnd nicht helfien wolt nach 
dem vnd ir euch gen vnfem lieben hern vnd vater vnd. vns verfchriben habt, daran ir vnd 
menigkltch merken mag, das an vns vnd an den- vnfern nicht gefchelt hat noch keineriey 
brach worden ift, Sunder die fcbelung vnd bruch ift gancz an ench vnd den eweren gewe* ' 
fen, da das euch vnd den ewern wol wiflentlich ift, wann wir den fachen gerne nach gangen 
wem nach Innholt des verfigelten^ briefes. Wolt ir uch nu von' vnferm lieben -hern vnd 
vater vnd vns darüber beklagen, fo gefcheh vns von uch defter ungutlicher. Geben zum 
Berlin, des dinftags vor fant lorenczen tag. Anno etc. vice£mo quarto. 
9lac$ tcm. (Eonccptr* ' 



MDXIIL aWarfgrÄf S^j^ann l&ittet b,m t)cräOg ^tmi^ »on SWetffeilittrg-^Stargftrby ber gej^be 
ber ©tobt gür|l«iberg mit ^oitf wn Slrnim din^alt ju i^un, <an 27. Sliigiill 1424* 

Vnfern fruntlichen dinfte vnd wes wir guts vermu^^en zuuoran. Hochgebomer furfte 
lieber Oheim! Wir fchicken euch hirjnn verflolTen ein zettel fulcher name vnd befcbedigung, 
fo VAS vnd den vnfern von furftenberg gefcheen ift fider den letzften tage zu wifztock, 

9* 



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68 

die ir wol vernemen werdet, Bitten wir euch mit allen fleiffe mit denfeiben den «wer» bu 
fflrftenberg ^ubeftellen vnd fie mit ernfte darczu zu halten, das fie fulelienameden vnreni 
cnftundan widerkeren, das fein furder nicht mer gefcbee vnd da» fie die vehde gen hänfen 
von Arnym abthun wann wir allen den Tnfefn in der vcker vnd andern den vnfem tun 
füllen: vnd wo ir das alfo nicht mit den ewem beftellet, fo beforgen wir, das die vnfem 
widervmb zugreiffen möchten, domit die lannde zu groflem vehden konaen, das vns nicht 
liep wer. Dorjnn tut ewem fleifTe vnd emfte, das ein fulchs vnterkummen werde, defisglei- 
cfaen wir widerv^b geme tun vnd das, vmb euch verdinen wollen vnd biten hirauff ewer 
befchriben antwort. Geben zum Berlin, des Sontags.nach Bartholomei Anno etc. XXIIII. 

Johann Marggraf. 
Dem hochgebaren furften hem heinrich herczog zu Mekelnburg 
vnd heren zu Stargard vnferm lieben ohem. 



MDXIV. iCtoge Brs btt S)^airlgrfif{n ©tfoBetl^ mtb bent SRorfgrftfett ^^mm ühct bte tooii9lo|r 
in 9leti|Kmfen iti^ SMmImi, am 7. &ipi^ 1424« 

Vnfen vrantliken grad myd tot merynghe alles gudes thouoren. Hogghebome vor- 
ftjmne leoe vrouwe vnde leue bere, Wy clagben juw clegbeliken auer de rore van dem 
Nigenhus vnde'van der meygenborch, dat aee vns groten fchaden dtm an vnfen landen 
alle da^he med groteme vnrechte vnd hebben vns kortelken ghenamen tho twen dorpen 
allent, dat dar wm, vod nemen vt der kericen vnd van dem kerkhaue, was dar was, vnvor.- 
wart vnd voenczebbt, alze wy met dem Markgreuen vnd met juw jn louen vnd in vrede 
fitten.vnd nicht en weten wenne alle gud Worvmme bidde wyjuw, hogghebaren vorftynne 
vnd leue bere, dat gi vns dat vnfe wedder fcbeppen edder vor boed, vppe dat wy myd den 
jttwen to neue grotera vowillen en qnemeo; wente wy wolden dem markgreuen vnd juw 
leuer denen» wor wy konden vnd mochten, wen vns de rore met zulkem fchentliken roue 
van des markgreuen denfte vnd jaweme drenghen fcbolden: wenie eyme jewelken. heren 
alzulke auervamnge wol bort to fturende vnd tho richtendet Ok, leue vrouwe vnd here, 
efte wy den jenen wes weddSr deden, de vns alzo dane auemaringhe doen, dat id wedder 
juwe leue nicht en zy, wente wy mochten notwem dun vnd is vns vnvoghelik lenk tho 
lidende: vnd were dat juw to den vnfen wes fchelde, alze gi vns er ghefcreuen hebben, dat 
(briuet jttwen houetluden to vnd willen gerne jegfaen zee riden vppe ene beleghelke ftede^ 
Dar wil wy de vnfe hebben dar ein to fchelt, vnd willen auer de vnfe richten, vnd hapen 
dat de vnfe neen vnrecht jeghen juw hebben fcholen, wo vns defghelik wedder fchen koqe: 
vnde des juwe gutlike antwart Screuen an vnfer vrauwen auende to nativitatis/ vnder vn- 
fem jngefigel. ^ '.':', 
Der Eddelen hochghebomeir vorltinnen vndevrouwenvrouwenElizabet 



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6» 

Tod hern beni Johanne Borcbgreuen to Norenberch vod mark* 
greuea tho Brandenborch geforeueo. 

Ka^ Uta £>ciglnaf. 



MDXV. 2)te SRorlgräftit füi^db^ ut^vi^t btn ttd^ergrijf ber wn ffto^t ffarettge ^tt a^nbeit, 

tvrtffi «ibvc ein (Erl^eten bn Sriebrii^fH^g 3ttnT4»ot ifirnn ©emol^Ie tmb bm |)cra0gm «on 

$9mmmt«®tettm ^ixM, ha Itint it^it itüi^^iu biefm fiattfUtb^/ am 23« @())tbr» 1424« 

Vnrer firuntfchafte vnd was wir guts vermugen zuuoran. Hochgeboren befunder lieber 
frimdt Ab ir vns gefchribeo vnd iczunt fwerlicben geelagt habet über die roren von der 
'^Meienburg vnd von newenhawfz etc, das haben wir wol vemomen vnd tun euch zq 
wilTen, das vns folich lache vnd tat, fo dann diefelben roren kn euch vnd an den ewren 
getan haben, nicht liep/funder getrewlichen leit ift, wann wir vormals hannfen von qwi- 
czoWy vnüem haubtman in der prignicz, .emftlichen gefchriben vnd in geheiflen haben 
mit allen den vnferen in derprignicz zu beftellen, das fie keynerley Zugriffe noch befche- 
digung tun folten, vnd hetten nicht getrftwt, das die ror darüber fulche 'Zugriffe zu euch 
vnd den ewren getan folten haben. Nu wie dem allen fey. So wir iczunt in die alten 
marck kumem, wollen wir hannfen von qwiczaw vnd die ror für vns verbotten, mit }n 
aulz fulchen fachen reden vnd vds darjon vop ewren wegen beweifzen vnd tun, das ir wol 
erkennen füllet^ das es^vns lät ift: vnd wie diefelben ror von fulcheiMat vnd haudelung 
wegen von vns fcheiden werden, das wollen wir euch von vnficer felbes botfdiaft wilTen laffen 
vnd biten euch mit allem fleilTe mit den ewren zubeftellen, das indem keynerley Zugriffe von 
jn gefcheen: defzgleiehen wir mit den vnfen auch tun wollen, fo wir befte mugen. Auch 
als ir vns gefchriben habt, wie ir einen fride zwifchen vnfem lieben hern vnd gemahel vnd 
den herczogen von S tetin begriffen habet vnd bitet das wir darvmb vnfzer haubtieute gegen 
euch fchicken wollen etc. darauf tun wir euch zu wiiTen, das vnizer lieber here vnd gemahel 
von keiner vehde weifz, darvmb er lieh mit den Stetinifchen herczogen befriden folt, dann 
er helt fich der Sone, die herczogen Wilhelm von Brunfzwig zwifchen jm vnd den 
herczogen von S tetin begriffen vnd verligelt hat, die er auch in keinen wegk nach weifz 
meynt zuuerbrechen, Sunder die gancz halten wU alsdann derfelbige Son briffe jnnbelt vnd 
aulzweiCset Delzgleichen hoffen wir das die Stetinifchen herczogen es auch alfo nach 
jnnhalt des Soobriffes halten werden. Geben zum BerKn, des Suoabents nach faote-Mätheaf 
tag. Anno etc. XXIIIP. 

Elizabeth etc. 

Ülad^ trat Ctnceptr, 



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7Ö 

MDXVL X)te SRarfgr5f{n SlifäBeti^ »eraBrebet nttt ber |)er)08m jtatl^rtna wn MtälMlnx^^ 
©(fftvrrut eine 3Kf<^ntnt^niunft tn ^erleBerg txtn bie ^rtebmöflSrer ^ur ä3erantt9<^rtu)tg ju ^ief^en, 

am 21. Dctober 1424. 

Was wir lieb vnd guts vermuten zuuoraD. Hochgeborne furftinn liebe S weger! AU 
wir Decbfte vnfem lieben getrewen Guntbern von Czemen zu eucb gefchickt haben tod 
manicherley uberfarung vnd befcbedigung wegen, fo vns ynd den vnfern von den ewren ge< 
feheen ift, dorauff ir vns bey demfelben Günther wider enboten habt, das ir darvmb gen 
vns oder vnferm Sone gerne zu einem tage gen B erleb erg kummen vnd dofelbften vmb 
fuiche uberfarung von den ewem, der ir dann mechtig gefein miiget, helflfen wollet, wep ir 
aber nicht 'mechtig welzen, darvmb wolt ir rats pflegen vnd haben: vnd ob wir ader vnfe 
Sone alFo gen euch zu tagen kumen wollen, das füllen wir euch XIUl tage vor zuwilTen 
tun, zu fulcher tage ir auch meyot den von wenden zu bringen etc. das alles wir wol 
vernomen haben vnd thun ewer lieb zu wtffen das wir von fulcher uberfaninge wegen gen 
euch czu tagen kummen wollen gen Berleberge auf den nechften donreftag vor fante 
M^rteins tag fchirft künftig vnd den fachen nachgen, nach dem vnd derobgnante Günther 
von Czemen von euch itzunt gefcheiden ift: vnd mocht ir zu fulctiem tage den von wen- 
den vnd herczog h ein rieh auch verbotten vnd in fulcher zeit mit den ewem beftellen, 
das fie keynerley Zugriffe zu vns noch zu den vnrern tun, delzgleichen wir mit den vnfem 
widervmb fo wir befte mugen beftellen vnd das fruntiichen von euch verfchulden wollen 
vnd begei-n hirauf ewer befcbriben antwiirt. Datum Tang er munde, des Sunabens nach 
galli Anno XXllIL 

Elizabeth Margreffin etc. 

9ta^ bcm £)ri^inalc 



MDXVIL SMarfgraf griebridfi wit JBwnbenbwrg beurfunbet itebfl anbere« ^nv^cn, ©rafeit unb 

^errtt, iobü ge»efm ju fci^it; al« bie greif4>ßffert ju ®a4>fenjiattfett ben ^erjog ^ejnrufl wn 

Ba^ertt wn be« Sdrrmgerd Auflage frei8ef)}rc({fen, am 14« 9to))« 1424« 

Wyr binach gefchreben von gotin gnaden ffrederieh Margraue zu branden- 
burg und Bucggraue zu Nörenberg, Ludewig lantgraue zu Heffen und wir heinrich 
Graue zu waldecke, frederich, Graue zu Bichelinge, Adolff Graue zu Gli- 
chen, Anarg herre zu waldenberg, vnd Henrich herre zu Schonenberg, Bekennen vnd 
thun kunt öffentlichen befundem allen frienfcheffen der ftillen hemelichen gerichte, als der 
hochgeborne fürfte herczoge henrich palczgraue by Hin vnd herczoge in Beyern, von 
Kafper Torringer wegen, vur das hemeliche gerichte geladen vnd geheifchet walz, vnd 
der felb hertzoge henrich, vff dilTen hfitigen tag uns rechten zu Saffinhufen vnder der 
linden in der Grauefchaft zu waldeck gewartet liat, dar wir geinwartlich geweft fin, vnd 
wulde dar dem vorgenannten T erringe r zu eren vnd zu rechte geantwort haben, vnd als 



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71 

nu der felbir Torringer vor gericlite nicht qwaia, adir nymant von liner wegen, da wart 
der ergenannt herczog henrich mit orteiln vnd rechten, als dann der frienftule vnd heme- 
liehen gerichten recht vnd gewonheit ift, von demfelben Torringer gantas vnd gar qwyd, . 
ledig vnd lois gefprochen, alfo das er dem benometen Torringer hin vor [vor dem und 
andern gerichten vmb alle zufpriich vnd fchuld, darvmb er en vorgelaiden vnd geheifchet 
hette, nicht fchuldig wer zu antworten, vnd das auch fuliche des Torringer clage vnd 
Jadunge dem ergenanten hertzogen hen riebe, geyn yderman fürbafz ane fcbaiden fin Tal: 
dann wer pu hin vor zu em zu fprechen bette, der fülle en dorvmb erfurdem und erwinnen 
ab frier fcheffen und der ftule ' irecht ift , des allis dem obgenanten bertzogen henrich eyn 
gerichtis brieff erteilt vnd ergeben wart, den wir vnd ander vile ritter vnd knechte eygenl* 
liehe geboret haben, vnd auch zu geczügene daryn gerchreben fin« Zu orkund der warheit 
haben wir obgenante frederich Marggraue zu Brandenburg, Ludewig Lantgraue £u helTen 
.vnd henrich Graue zu waldeck vnfer Ingefegele an dielz breff gehangen, vnd wir die an- 
dern obgefchriben Bekennen des vnd verbinden vns vnder der obgenanten fürfttn vnd heren 
Ingefegeln, wann wir vnfer Ingefegele zu ^er czyt nicht by vns hatten. Datuqi tercia feria 
proxima post festum martini Episcopi, Anno domini MiUefimo quadringentefimo viceiimo 
quarto. 

9lad^ %tni. o. fftipbn^ Gammf. (iflor. 6d»rifien unb Otf. $6. I, 6. 244 Rc. X. f^ofcKf! htfnhtu W» onc^iiul« 
mt frafligt SB(r^n6(ungrn Ober ttü intrrcffantcn i^Sringcrtjc^Mrrcccft €a(|>ar< M Xhtla^u niHt ben |^er|pg. 



MDXVUI. Stquibatioit ber m^ htm Sattle SBenben in btt 2Rarf »erü&ten iBef^i&btgungen, 

^m ^a^n 1424« 

Dit is der Fchade, der vns Marggraf fridrichen von Brandenburg vnd den 
vnfen gefchen is von Wilhelmen, furften to wenden vnd den feinen aufz dem lande 
to wenden iint den friden, dy neghft zu Berlberg zwifchen vns vnd allen nyderlendifcben 
faem geteidiogt worden ift, des nu vff Bartbolomei fchirft vir jar fin. 

Hänfen von Qwitzow fchulde. Wylhelm, here to wenden, lyd nemen in 
der Pricniffe achte dage vor iohan baptifte, don men fcref na godes bort etc. in dem 
XXII iare, dar by fuluen mede vp dem velde was, fyne man gemeyniiken, befunderliken 
hinrich moltzan vnd gemeyniiken dy borgbere jrt der ftad parchem mede wern. To 
der fuluen tyd nenien fy my vnd mynen armen luden to klentzendorpe IX hundert (chap 
Xli houede oflen vnd koge X akker perde vnd XL fwyn vnd branden dat dorp reyne äff 
vod nemen plunderware, ketel, grapen alze dat dar was, zo dat ik den fchaden^ dy dar ge- 
fchen is an roue vnd an brande, gbewerdiget hebbe mid den armen luden vp dufent lub. 
mark. Item tu der fuluen tyd nemen fy meinen armen luden to rajcentyn 11 feliok offen 
vnd kuge XVI perde, VII hundert fchap vdd II fchok fwine vnd branden my darllllhoue 
alT vnd 111 fpyker vp den kerkhoue vnd pucheden den kerkhoue vnd nemen meyn armen 



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72 . 

luden van dem kerkehoue atze dann Plündern fy dar vpp hedden vnd in^ deme dorpe hedden 
vnd morden my to der fuluen tyd eyn Man äff vnd grepen my II lüde aff^ zo dat ik den 
fchaden, dy dar fchen is to der tyd an dem dorppe Rokentyn an roue vnd an Branden 
hebbe gerekent, zummet vnd achtet mit den luden vp IX hundert lub. mark. Item Claws 
Wulff vnd i'yne mede hulpere grepen my II arm lüde äff to qwitzouel vnd nemen em 
II perde vnd vurden fy vli^chteghes to den hagen, dar feten fy wol eyn yemdel iars vnd 
fcatten en äff IX bemefche fchok vnd ein tunne bottern, dat fchach alzo nw vor funte mi- 
chehils daghe ein iar was. Item nemen her hanns Prignicz, pubon ßJotawen (fic) 
vnd w'edegen Rügen knechte meinen arm lewten zu kliczge XXXllII pferde genomen 
vnd flugen mir ein man tode, das gefchach in der erften vaftwochen alls nu was II iar vnd 
teten das fluch tigs zu dem Hagen vpd fincken ab vnd zu. Item alls nu was acht tag 
vor fant michels tage ein iar, namen mir her hanns prignicz, puban vnd vlotaw(fic) vnd 
w^dige Rüge zu Rotdone fottan queke alls', dar aufzging, das ich in wider nam auf 
XXXin haubt vnd gevvonen mir zu derfelben zeit jwen van quiczaw feinen hengft aue 
vnd einem tnann von kliczge ein pferd. Item an fant walpurgen abent was es II iar, das 
inir daniel prignicz zu Reckenczin in dem lande zu lenczen nam II fchok kugevnd 
triben die fluch tigs zu dem ha gen vnd zu dem fincken. Item wetthanns, hannigge, wick- 
holt vnd keding ftalen mir aulz meinem hofe zu kliczig XI acker pferde vnd namen mir 
zu derfelben zeit auch ein Reifig pferde vnd griffen mir ein knecht ab vnd die genanten fin 
hem hanufen prignicz, pubon viotawen vnd wegegen Rigen knechte. Item nam 
mir kone mulner vnd fteft'an hunt ein Reifig pferde vnd griffen mir Claws vinder ab aneinen 
knecht vnd teten das fluchtigs zu dem hagen vnd die fin hem hannfen prigniczen, 
püban viotawen vnd wedigen Rügen knecht. item nu an fant mertheins abent nam 
vette bukaw meine^l arm mann fchöneken von quiczouel H pferde vnd tet das fluch- 
tigs zu dem hagen vnd zu dem finkeu. Item alls nu was de Sonabens nach fant peters 
vnd pauls tag ein iar, da namen her hanns prignicz, pubon viotaw vnd wedigen 
Rügen knecht meinen arm lewten von kunaw II fchok kuge 'vnd teten das fluchtigs zu 
dem hagen vnd vi^cken. Item die felben pomen mir zu der felben zeit VI oiTen. Item 
zu der felben z^it griffen fie mir ein mane, der gab zu der fchaczung IUI virteil pirs. Item 
fie nomen zu derfelben zeit meinen arm lewten eiu armbroft von einem lubifchen pfunde. 
Item^ Claws wulf Vnd fein mithelfer zu hant dar nach nomen meinen arm manne Riben 
van kunaw II pferde vnd teten das fluchtigs za dem.Jfagen vnd fincken. 

Anno etc. XXII haben des von Tuenden manne vnder fynem banner vnferm manne 
Bernd Rore abgebrant zwey dörfer peide berge genant, darzu kirchen vnd kircbhöfe, vnd 
grepen dune zwelf Jefite vnd tlugen fechfe tode vnd namen dar fweine, kOge vnd pferde etc. 
den fchaden gewerdiget vpp 11*°. lubefche mark ane mort, In demfelben jare grepen fie vns 
vfT vnfern man heluit Rore, die noch gefangen ift. Anno etc. XXIIII brande vns did 
von wenden mit feinen manne vnd helffem vff hart vor vaftelauend vir dorfer mit kirchen 
vnd kirchhöfen Vnd nemen dar allent, das dar was, dar eine frawe ouer doit bleife, den 
fohaden geachtet ane mort up IUI*, lubefche marck. 



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73 

Der von Brifzbaick fchuld. Anno etc. Item Anno etc» XX^. namen de hageni- 
fchen zu ftreckentyn VI öden» de fe fluchticHchen jagetten in dat land to Rowbel. Item 
in der wecke vor Johanna Nimen Curd platen knechte in demfelben vnferm dorfe Stre- 
kenten X offen vnd III perde, das lie teten fluchtig zu dem hagfaen. Item XVI fchaffo 
gud alfe m lub. mark. — Item des SDndages vor michahelis nam Claws wlf vod feine 
brudre zu ftrekentin zweu offen vnfern mannen. Iten\ Nimen de plefzen, die bageni* 
fchen vnd prigniczen in dem owfte zu ftreckentin XXVII haubt grofz queks vnd 
I^ fchaf. Item flugen fie fchulteo tode zu Egerftorf vnd namen im XIIII houede queks. 
Item vort vmb jacobi dar nach namen fie darfelbs vnfern purgern X haubt grofz queks. 
Item namen die hageni fchen vnd die Robelire vnferm purger Ebel wolldenrade zu 
kurftorf IUI pferde vnd IUI kfige^ So gut alls X fchock. Item nemen fie thomas giefen- 
hagen VI pferde vnd III kiige, fo gut alls XII fchock, vnd vocbranten feinen arm manne 
die fcheuen vol korns. So gut alls dreifig marck filbers, vnd nemen im I kuge: das teten 
diepleffen. Item nam heinrich molczan in den dorfem pucholt vnd gifmerftorf 
auf hupdert vnd XX fchok. Item vortmer dar nach vmb Martini namen die hageni fchen 
vnfern purgern XX pferde auf der Stat velt aufz den pflügen, So gut ails XXX (chock. 
Item nemen die hagenifchen vmb natiuitatis marie zu ftrekentin XVI haubt vihes, die 
£e fluchtig zu dem hagen ;auftribeo. —> Anno vicelimo primo nemen die hagenifchen in 
dem dorf kurftorfe das queke vnd griflfen dar über vnfer purger vünf, der drey, alls Ra- 
beyt» Stephan Scomacker vnd Claws vos wurden befchaczt auf XXXIIII behemifche fchock, 
der virde alls henniek drewes für XL lub. marck, .den fünften alls dur brot für I tun pu- . 
tern. Auch griffen fie zu der felben zeit Claws topman, der in gab auf VIII fchock. Item 
des mitwecben noch michahelis nemen fie X pferde, So gut alls XVI fchock vnd XI kuge, 
fo gut ajis XXI fchock fluchtig zu dem hagen. Anno vicefimo fecundo, da der hernfride« 
begriffen was zu Perlberg, nora der von wenden vnd fein ftete pärcham vnd gufte- 
rowfchen vnfern purgern in den dorfem tuchem, Rockentin vnd klenczendorf XV^ 
fchaf vnd I fchock ocbfeu vnd kuge. item on aller heiligen abent haben die aldenburg, der 
Pleffen knechte vnd Reinecke wifzwed vnfern purgern auf dem wege zu der wel- 
fzenauch genomen VII pferde fo gut als XL lub. marck vnd flugen vnfer purger Il-tode^ 
aus berman weftval vnd arnt lamprecht vnd fluchtig zu plawen jn dem lande zu wenden. 
Anno vicefimo quarto, alls der lag was zu wiftock auf occuli, nam Reineke wifzwe 
mit feiner kumpanän vnfern purgern tonning bildebrant on Claidung vnd ein pferde auf 
XXX lub. marck. Item zu derfelben zeit nam Ren ige mit feiner gefellfchaft vnfern kircfai- 
hern, hern Johann grambaw,on Claidung, pfennig vnd ein pferd auf XVf lüb. marek. 

Dicz ift der fchade, die arnt vnd ebeln muindorf gefcheen ift zu Rockentin 
von dem von wenden, item II fchock ochfen, küge vnd pferde, fünf hundert fchofe vnd 
ein fchok fweine, an brande vnd an plunderware hebben fie gefchadet dar zulues aUfo Vile, 
alls gut alls hundert Ifibefche marck. Item zu thuchen iit efoel mollendorpey difis 
gefcheen voq dem von wenden II fchok ochfen, küge vnd pferd«, auf hnndert ichaf, 
Uli fchok fweine an brande vnd an plunderware So gut alls zwe hundert lubefohe marck. 
^aupu(. U. jSb, IV» 10 



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74 

Item zu czimenfbagen ift gercba<1et ebel roollendorffe vnd hanns ivardeiiberghe 
von dem von wenden ein Tchok oHen vnd kilge III hundert rchafe, VlII pferde, fo gut 
fllla XXX oiarcky an brande vnd an plunderware fo vil^ alis .hundert lub. faiarck. Item zu 
ghulftorfe dreilig marck von dinghenifze. 'Item banna wardenberghe von vncze ift 
genomen zu Rockentin vnd zu klenczendorfe . . ftyge ochfen, kGge vnd pferde IX 
fchok fchaf. 

Bernaw. Afa newen Jars tage Anno etc. vicefimo fecundo nam joachimlinftoch 
wonhaftich zulutkendorf im lande zu wenden andreas lütgen vnrers purgers Tun von 
pernawe zu cuczaw im lande ftargart aufz hanna freiberges habe vnd fürte den felben 
andreas mit im zu feiner heimät vnd gehiit den in gefengnifz, in holcz vnd in eyfen, über 
ein gancz iar vnd befchaczte den für XLII pehemifch fchok» das der von wenden vnd 
ber bafz von predo dafelbft zu perleberg tedingte. Die fchaczung, zerung vnd potenlon 
die achtet vff XLV behemifche fchock. 

Der von kiricz fchulde. Item zum erften pubaii blotaw vnd wedige rog 
haben genomen LX pferde vnd III gefangen, den fchaden älls gut alls zweinczig fchock vnd 
hundert/ vnd flugen ein purger ze tode auf derfelben Reife. Diefer fchade is gefcheen vom 
hagen vnd wider dar zu. Damach Simon gir vnd heiniggen gadaw mit iren belfern 
haben den von der kiricz genomen IX pferde vnd haben fie gejagt gen dem hage. Item 
Simon gir, Glaw fchuit vnd hennigen gadaw haben in genomen VI pferde, dieauch 
komen fein gen dem hagen vnd in das lant zu wenden. 

Ganns von podliift. Item her hanns prignicz, puban VIota mit i^n mit- 
hellfern puchten by nacht das dorfe mrnfzfelt vnd nemen da^LII ochfen. Item- ein fchok 
kue vnd X haubt vngeaehtet. Item fie nemen kelfel, gi'open vnd plunderwer, geacht anf 
XLllI mardc. 

Der von perleberg fchulde. Item Anno vicefimo fecundo, des freytags noch na- 
tioitatis marie, haben. die wendifchen hern mit den parchemern getan denpurgemvon 
Perleberg diefe nachgefchriben fchaden zu klenczendorfe, Rockentin vnd Symen« 
han. Item hanns wardenberch perdidit III fchok fchaf. Item XXXIIII houede Rint queks 
zu Rockentin vnd klenczendorfe, Item Gleman hundert fchafe vnd II kue zu Rotken- 
tin, Item heinricKen paden L fchaf vnd ein kue zu Symenban, item Tampeck ein f^reio, 
Itenoi Blecher ein Ichok fchaf zu Symenhan, Item hanns fchuit ein fchok fchaf vnd XIII 
fchaf, YIII tzegen vnd ein Rint Symenhan, Item hanns putz XVI fchaf zu Symenhan, 
Item brick ein Rint vnd ein kue zu Symenhan, Item Pleffaw XVI fchaf vnd ein kue zu 
Symenhan, Item hanns wartenberg vnd den fein ein fchok grofz qiieks vnd nu ift vorbrant 
ein fchew vnd ein haulz zu Rockentin, Item die witte heinrich degners XL, fchaf zu 
tuchem. Item coppe Reynic]f:e II kue zu Symenhan, Item giefzpecker ein kue zu Sy- 
menhan ;etc« etc. Item dem grepen fin abgefchaczt. zu dem wredenhagen VI marck. 
Summa des fchadens,/die die von wenden getan hat, ift VP. vnd LXXXX fchaf vnd 
II fchok grofz queks vnd XI haubt grofis queks, Item IUI acker pferde haufz vnd fchewn 
abgebrant zu Rockentin. 



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75 

Der fchade ottea von^lumentol des jungem, der nu gefcheen ]tt> da er haubt- 
man in der prigenicz was. Item puban vlotaw, wedige Rüge vnd des von wenden 
man von dem ha gen zu vnd ab haben im vnd fein arm lewten genomen auf 1I^ bebemifche 
fchok vnd morten fein arm lewten vnd branten die, die weil er in'Beheim was. Item der 
von wenden ift felbs mit feiner bonyr geweft auf des genanten plumentols guter vnd 
hat in gefchatzt auf hundert behemifche fchok. 

Der fchade des Prob ft es von babelberg. Item des dinftags noch letare diefift 
nachgefchriben heincke wickbolt, tulebant vnd hanns went Snyden des nachtes, als der dib- 
ftag weg was, ein want ,entzuey an einem fpeicker auf demkirchofzu wernikaw vndnemen 
dar aufz in der naöht zwen oehfen II kue vnd ein Rint, Item, klader, hocken vnd Rocke 
* des maus vnd der frawen So gut alls dr^ifig lubifch marck, das teten fie fluchtig in das 
lant zu warne. . Hir auf volgten zwen pawer aufs dem vorgfchriben dorfe wernikaw pifz 
zu warne mit des Bifchofs brifen, den half der here von warne den arm lewten das quek 
wider. Alis fie nu wider mit dem queke zu haufz ziehen wollten In dem wegenamhenick 
ballin, des voigefchriben von wenden vnd von warn man, den arm lewten das vorgenant 
quek vnd fing die lewte, die fintzen noch gefangen zu fulen Ruftock in dem gebiete des 
vorgefcbriben von warn. .Item heben Symon ghire, vette hanns Vnd plote, .buban 
viothowen knechte, henniog lammet von ghumentaw in des heiligen Creucz tag nomen' 
II oehfen. So gut alls vir bemifche fchok. 

Der fchade des grauen zu iindaw vnd here zu Repin, der im gefcheen ift 
Anno etc. vicefimo fecundo. Item zu Ruue nam wedige Rüg, buban vlotaw, Er 
hanns Prigniczen knechte wlue vnd vridberch XLIIII haubt grqfz vihes, Yfl pferde 
vnd VI haubt vihs, das triben fie zu dem hagen, zu dem vincken vnd zu dem koeze, 
das was an fant Marcus tage. Item in demfelben iar des funabens nach galli nam buban 
vlotaw. Er hannfen knechte, die friberghe zu Roue IUI oehfen, VU kue vnd ein 
fchok fwein: auch diefelben an dem felben tage namen fie czu mencze XX grolz fwein 
vnd dreyfig czegen vnd IUI kue. Item in dem felben iar an aller heiligen tage nam Er 
hanns prignicz vnd die hagenifchen den von Ditheberg von czüfe.n XXII pferde, 
XIIII wifzpel koms vnd morten dep fchulten von czulen dar zu, Item III pferde hat im 
genomen henick lOdericz, das was nu in der vaften abent ein iar, das gefchach zu dem 
hagen ab vnd zu vnd dar felbefz czu Ruve II pferdt, das was nu vor pfingften zweyiar. 
Item in dem XXI iar an vnfer lieben frawen tag vifitacionis,. da nam wedige Rüg, buban 
vlotaw, ywon kund fein purgern zu repin pferde, kue vnd oehfen vnd wunten die vnd - 
fchatzten des tags L fchok* 

Der fchade der vor granfoy gefcheen ift. Item hat )m genomen heynig lüde- 
ricz vnd Ri'chert vnd Rechawen Sone X oehfen vnd acht p&ugpferde vnd ein mandel 
grofz vihes zu luder ftorf, das was nu zu Sant michels tag zwey iar, zu dem hagen ab 
vnd zue. "^Item nu in der vaften nam henig ludericz, Reychert vnd vettekt)l II pferde 
SU ifiderftorf vnd teten das zu dem hagen ab vnd zu. Item nam Claws fchult, bu^^ 
ban vlotaw vnd wedige Rfigen knecht« zulfiderftorf, zu czabelftorf, suRibecke 

10* 



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7« 

YIII pCerde, X Ccliok ochfen, das teten ße nu in der hab^ äugft zu dem ha gen ab vnd 
zue, dy weyl was wedige zu furftenberg vnd kom zu jo) zu mencz vnd treyb das 
nach dem hagen« Item vortmer waren die hagenifchen zu iugaw, alU nu in dem wintec 
\^as, zu zweyen zeyten vnd namen da III mandel ochfen vnd kue vnd ein mandel pflugpferde 
vnd vordingten, vnd nemen plunderwar, pefTer wenn auf XX fchak. Das teten fie zu dem 
hagen ab vnd zu. Item des dinftags pafcban nam henick ludericz den purgem von 
newen Repin auf dem • • t • fcbonremarck III pferde» die man acbt auf VI fcbok 
zu dem hagen ab vnd zu. Item henicke ludericz vnd henicke gadaw mit irr gefel-> 
fchaft nemen einem von garcz II pferde vud ein gereyt fcbok grofchen. Item leueczaw, 
ywon parfaw, mathias han mit [irr gefelfcbaft nemen vor krenczelin IX pferde vnd 
grepen VIII pauer vnd ein guten man vnd wunten ein guten man, das er davon itarb, das 
gefchach zu plawe ab vnd zu vnd zu kukelnus anno XXII. Item geuert fracz mit 
fein pawem voriofz IX pferde, zu dem hagen nement ab vnd zu Anno vicefimo fecundo. 

In dem kloftergut zu lindaw. Item die hagenifchen vnd die wulfifchen von alden« 
bürg fchinten nu in dem achten (ag nach weinachten XXXIII wagene auf dem wege zu 
wiftok aufz dem kloftergut zu lindaw zu dem hagen ab vnd zu. Item wedige Rug^ 
buban vlotaw nemen zu Ruue, zu mencze, zu czechelin a.llent was da was auf bun« 
dert beheKnifcb fcbok geacbt. Item da heinrich von pleffe gewefen hat vor granfoy> 
do er nicht entrafe» da nemen fie zu wolterftorf II ochfen, II pferde vnd zu dalghe 
was da was^ ochfen, pferde, kue vnd puchten den kirchof Reyn auf vnd nemen fefencn in 
dem veilde vnd teten das zu dem hagen, da die hagenifchen XX pferde mit beten. 
Item darnach Schinten die hagenifchen XV wagen auf dem kloftergut zu lindaw vor 
der babicz vnd flögen den fchulten von czulen tot vnd namen das körn mit dem wagen 
yveg. Item zu pingeftein loften die klofter Junckfraw von lindaw II pferde von buban 
vlotaw vnd wedige Rügen für II gülden vnd wedige Rüg behilt das veft. 

Des fiifchofs von hauelberg fchult. Defle nafchreuen ftucken vnd fchaden fint 
gbefcheen deme Biffchoppe van hauelberghe den finen vnd fynen landen vail den 
van wenden vnd iinen mannen vnd vt finen landen bynnen der heren freden Anno etc. XVIL 
To deme erften hebben de van warne ghenamen vns heru Otten Bifchop to hauel- 
berg vor wiftok III fcbok koye, der wy ieghen den hern van waren vnde vor fyneii 
tade vnd mannen fint recht ghe worden vnd doch em nicht af manen konen, fo gut alfo 
hundert fchok vnde LXXX fcbok gr. boh. Item des fridaghes vor phingheften bans war- 
borch, gherke munt, de fcherue, hinrich tefkens eto. et de vofTe nemen vns vor 
deme Czecheline XXX offen vnd koye fo gut alfo XL. Item des fridaghes na naarie 
Magdalene hinrich voffes föne, de Scfaerue, de warborghe, Euerd molteke vnd 
echte knechte van deme Stauenhaghen, hennig rurae, bandeloff voffes knechte 
pemen vor baff ein w II koye fo gut alfo C fezag. et X fexeg. gr. beb. vnd deden dat to 
der büke vnd vort to warne in vnd tu dat laut to malchow. Item des doftre^sg^s na' 
Eigidii hermen rughe, herme bonewe^ knecht uam vnfen knedhte Svrarte hanfe ^eya 
rejfich pard, fo gut alfo X fchok» vluchtich jo dat lant to wenden. Summa lU« XIj gr. 



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77 - • 

bofa. Item des mafidagfaes la jnuocauit hinrik moltzao» etc. ynd d«s van wend-en man 
▼orlcbreueo weren dar mede, dat de meckleDborgirchen vns afbranden vnd vorwuflen de 
grote.doffe; langheuelde, Papenpruk, Tzatzik, Crichftorp vnd koningKes« 
berche. — Item des dinfchedaghes dama de fuluen hinrich moltzan vad weii|IeDder 
vorbranten vds dat dorp babitz etc. 

9tad) Ut Urfi^rift; mid)t ^t^tn^hai @nbe jerflStt ifl* 



MDXCC StifutbaHoit htt üM btn Sanben btt ^er^rn ^al^axina »Ott SRefflrttl^urg itt htt 

3»ar! »eriiWm Sefi^bigMngeii; »> 3* 1424* 

Dicz ift der fchade, der vns Marggrauen Fridrichen von Brandburg vnd 
den vnfera gefeheen ift von vnfer fvnger, frawen katherina herczoginn zu Meckeln« 
burg etc. vnd den'iren aufz dem lannde zu M eckein bürg, fiot den friden, die nechft zu 
perleberg zwifchep allen niderlendifchen hern vnd vns geteidingt worden^ des nuauf* 
Bartholomei neclift komen Anno etc. vicefimo <parto vir gancze iar iivirt. 

Der Stat von perleberg fchaden. Item Claws von blutat bat vorloren LXXXX 
^fchaf in lind. Item Tide wedege XXX fchafe zu der linde. Item peter Tvegheide I kuge 
zu pucholt. Item p(ecker II fchok fchaf zu fchonenreide vnd linde. Item palingk 
XL fcbafe zu quicza^« Item Sachouw L fchaf zu gulaw. Item banns kunft LXIIII fchaf 
zu Subaw vnd gulaw. Itedi her matbes grambow XXII fcba^ kue vnd V czigen in 
gulaw vnd linde. Item heyn fchroder L fchaf zu der linden. Iteip hanns l^midt I kuge 
vnd il fchock tzegen, hundert fchafe. Item I^ hundert fchaf vnd XIII fchaf vnd lUIkuge 
zu Suckaw vnd quiczaw. Item kopen Reincke W fchaf vnd VI fchafe in puchbolt^. 
Item hanns tambeck XXX fcbaf vnd IUI tzegen in fchönefeiden vnd. puczaw. Item 
bauns fchult II fchok fchafe vnd .VII fchaf, XII czegen, IL khtte vnd I Rint in gulow. 
Item Säbel Ruiouw XXXill fchaf in fuckaw. Item weuir wernir XLIUI fchaf vnd IUI 
tzegen in linde. Item beinricR baden h fchaf vnd XX fchaf vnd I kue im pucbbolcs 
vnd fuckaw. Item fubditus fancti fpiritus Claws prefeman LXXX fchaf, V Rinder, V kue, 
XI fwein, XII fchok tzegen vnd I pferde zu der linden. Item die wittbe ebel gifeleu 
XLIUI fchaf zu pucholt. Item hein fchult XL fchaf zu gulaw. Item blocke erp vnd 
pleffawe LX kue, XX fwein zu fc hon feil den vnd quiczaw. Item hanns koch esß ku6 
zu. der linden. Item Säbel Ruiouw ^ fchaf zu fuckaw. Item hanns bennige VI fwein 
au fuckaw. Item klaws herbrecbt LX fchaf, I ochfen vnd I kue «u gi|Iaw. Itfm lieine 
mouwer L fchaf zu fchoneuellden. Item andres polement XLIIU fchaf au. gulaw. .Item 
dalmy P fchaf zu puchholt vnd linde. Item fwarte gerke LX fcfaaf, II kie vnd I Biat 
au pucholt vnd quiczaw. Item Claws wilkens III kue zu quiczaw vnd linde. Iteqi 
jurias dröger I kue zu pucholt. Item Claws trmde XXXXHII fchaf, I ochfen zu dem 



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78 

tacken. Item heinriehen toberczm m^ Tchaf, XVII fwein vnd II pferde zu fuckaw, 
quiezaw vnd fchöneuelden. Item parentin I ku zu der linde.. Item hanns goden hun^ 
dert fchaf vnd X fchaf vnd III kue zu quiezaw vnd gulaw. Item gerke pucz ein kue 
zu pucholt Item gerike pertram Uli kue vnd VII fwein zu fuckaw. Item gerickeRieb' 
XL fchaf zu der linden. Item Reficta. boremans ein Rint zu fchöneuelden. Item hanns 
wartenberg II fchok fchaf, X fwein, XX haubt ochfen vnd kue zu der linde. Item Jacob 
prefeman V ochfen, III kue, VI Rinder, XIII fwein, X tzegen vnd XL fchaf zu der linde. 
Item Ciaws garuacz V pferde vnd I Rint. Item giefz iuder III kue, II pferde vnd in ift 
abgebrant haufz vnd hofe vnd kom verbraüt Item der moubericz X tzegen vnd II fwein 
zu fchöneuelden. Item heyn frum Uli ochfen, II pferde, III kue, X tzegen vnd VI 
Rinder zu der linde. Item meyne fchult VI ochfen, V kue, VIII fwein, III czegen vnd 
XL VI fchaf zu der linde. Item hein gerickens IUI ochfen, V kue, X!^X fchafe, VJII 
fwein vnd VI tzegen zu der linde. Item hein gerickens III kue, I ochfen, IL pferde, 
kelTei, gropen, kleider fo gut alls IUI mark zu der linde* Item heyn brame XI fwein, 
V ochfen, II Rinder, XLIII fchc^f, II pferde vnd geret, alls gut al!s VLmarck czu der linde. 
Item de luczawen haben genomen fabel Rulaw I* fchaf ^nd XXVIII fchaf zu poftelin/ 
Item fachowen IP fchaf. Item hern matheus I pferde vnd IUI fchaf zu poftelin.. Item 
hern tamprecht IUI ochfen zu poftelin. Item hars kickentin VI kue vnd VI fwin zu 
poftelin. Item gerieke kickentin VI kue vnd VI fwin zu poftelin« Item die wilbeebel 
gifeln XL fchaf zu poftelin. , Item peter warnacz des heiligen geift es vir Rinder, VII fwein 
vnd VI tzegen. Item Claws krege des heiligen geiftes zu poftelin« 

Anno vicefimo prifloo zu der luben. Item des mitwochen vor andree hat Reymer 
von plefzen diefen nachgefehriben fchaden getan zu der luben. Item zum erften herman 
Rabbitt II k^e vnd II Rinder. Item Ciaws wulf II kue. Item Schficzel vnd fein lewt zu 
der luben I fchok etc. etc. Item Reymer hat abgefchaczt hannfen ftreleman IF marck. 
Item anno vicefimo fecundo des mantag^s nach jubilale haben die luczawen diefen nach- 
gefehriben fchaden getan zu kumenlofz. Item hanns Smidt hat verloren ein kue vnd ein 
Rint. Item Jacob. . dobnyn ein ku6* Item hanns herbrecht ein kue. Item hanns wernyr 
n kue etc. Anno vicefimo Tertio etc. Item Reymer von pleffe hat gerepen hanns 
doberczin vnd im genomen XL marck lubifch an bereyten pfennigen. Anno vicefimo 
quarto etc. Item. die luczaw haben genomen in der vaftesi amt' fpilentreger an guden alls 
gut alls XVIII lubifch marck. Item fo haben ir knecht genomen hannfen dobertzin an ge- 
rete alls gut alls II gülden. Item Reymer hat hannfen mulknechte abgefchatzt IUI fchock. 
Item diefen vorgefchrieben, fchaden den herczog alb recht getan hat anno vicefimo Se- 
eundo, die Sum der fchaf ift XXVIfc vnd XXVI fchafe. Item II fchok vnd XXVI grofi 
quc^s. Item XVI ackcr jjferde vnd LXXXXIII fwein, Item X marck an plunderwar vnd 
einen man haufz vnd fchewen mit kom. Summ des fchadens den die luczawen getan 
haben ift IF fchaf, XXVIII fchaf, XXXLkue, XIX fwein vnd Uli acker plerde vnd ftre- 
lemans man branten fie ab zu poftelin haulz vnd hofe vnd <;in fcVewea mit kern. Summa 



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7» 

den R«ymer getan hat an dem queke ift XVI haubt vnd ein fchok grofa queka ^vnd 
VI tzegen, darczu das gefaogen gelt gefangen vnd gereyt gelt, fo das vorgerchriben Ftet. 

Der we.nckfternne fchade. Item Merteke von burfe de heft veriorn XI pferd 
aifo gut als LX uiarck. item III prerd alfo gut alfo XV marck. Item XX,VI houede vees 
airo gut alfo L niarcL Item XXII fwein alfo gut airo XX raarck. Item IUI pferd alfo 
gut alfo XX marck. Item fein hawfz vnd bof vnd alle lein hawrz gherede alfo gut allb 
IjX marck vnd IUI wif^ell haueren, de he heft ghegenen to der dingenifze. Item bermen 
to barfze dem ok fein bawfz äff ghebrant is vnd III köge vnd alfo dat hatte in TymenhawCi, 
ok alfo gut alfo XXIIII Marck. Item Paugel III koge vnd III Perde vnd VIII fwin alTp 
gut alfo XXVI marck. Item hanns nitenftein II fardeke vnd par hofzen, de he to der 
dingnifze heft gegeuen ok alfo gut alfo VI mark etc. DelTe fchad is vs dem land to Me- 
kelborghe alfo dy penczen vnd beren» welfyn, glaüaffen, hermen blugber, bos, 
heyne wentte» de don vogt was to der hermens Mollenoi dar is vns alle dy fchad > 
aflghefchyn. ^ 

Der Mollendorp fchaden. Dit ys diefchaden, den hertoghe Albrecbt ghedan 
heft arnde Moliendorp vnd ebel Möllendorp in dem land thu kuAdeloze illl fchock 
oflen vnd kwye ein half fchock perde, II fchok fwyn den braute vnd plunderware zo velle 
alze III hundert lubefche marck. item gherke moliendorp waoaftych thu klyczeke 
ys gefchatiet thu nyenwenttorp zo velle alze L' lubefche mark, das haben ghethan Iw* 
czaw czu graberaw vt vnd yn. item hanns wardenbnr^he wanaftych thu vncce ys 
ghefchadet thu der lynde ok van den mekelborghelTchen III fchok fchap vnd ein half 
' fchok offen vnd kwye. 

Dit is die fchad dy ghefchen ys von hertoch alberde an albrecht wärden«» 
bergb er s luden wanaftig tu fwkaw. Item ys heft verlorn heyne czorne XXXIUI fchap 
vnd VII fwyn vnd en auer jarea rynd. Item Claws blomendael heft verlorn V fwyn. Item 
hanns voghet heft verlorn XXXV fchap vnd Illl fwyo, I czegbe. Item kolredefche heQ; 
verlorn I czeghe, ok heft hy gheoomen mynen mofnere tu grampfaw XI houede koquekes* 
Item Brezemau heft verlorn XLII fchap vnd VI fivyn vnd II czeghen. Item heft hy mynen 
manne tu darghentyn ghenomen mylacz ghenomet IUI offen. Item Claws kugben IUI 
oflen. Item beyden lambrechten enen ieweleken II offen. Item heft my ghenomen bette 
hanns vnd ebell fchulten V perde vte meinen hoB tu nobelyn. Item dy fuluen hebben 
my ghenomen tu rozenhaghen IUI perde, dat fchach my fluchtich tu dem vincken. 
Deffe fchad is my ghefcheen albrecht wardenbergh na gotes bord vyrteyn huotert jar 
dar na in deme dryvndetweintzechfthten Jar, des foontag na funte dyonilius daghe, Den* 
fchaden hebben fy ghefinned vpp anderhalff hundert lubefche mark. Item heft myn arme 
Prifter dy Perrer von Sukawe, den ik vordeghedinghe vnd fyn arme lute, erftes males 
heyne arendes II ftyghe fchap vnd V fweyn, dyvett weren vnd ghut, Item ludicke goden 
heft verlorn IUI fwyn vpp XXX mark. Item vortmer dun reymer van pleffen met 
den greten wa» vpp dem velde tu Swkaw, alfo nu in der zomer tyd was twe jar, nemen 
fy heyne arendes IUI perde. Item ok heß joy dun fulues reymer van pleffe 11 perde 



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80 

genomea zo gut alfo VII mark. Item ok zo is my hanns hefTelftorpeghenomenduderchen 
ghofkaw mynen armen manne VI koyge vnd dy nemen gherke weyzyn vod kerftens 
von redickftorpen knechte tu der tyteUy dun fy dy koyge nemen, dun. wände kerften 
von redyckftorp tu der Mernycze. 

Der von Stendell fchulde. Item anno domini vicelimo quarto deft funabendes in 
den vaftelauenty do nam Reymer von Pleffe hannizen fcbulten borgher tu St endall tp 
dem erften II tunnen herifch, dy her achtet für Uli bemifch fchok, Item II deker leders 
vor III Ichocky Item II kerff Rekeling vor l fchok» Item t^ bergher vyfches vor VII mandell 
grofchen. Item III tunne thors IX mandell grofchen. Item .ein armbroft mit allem gerete vnd 
ein hocke für ein bemifch fchok,' Item ein mandel grofchen an behemifchen, die er by im 
faet. Summa XVI fchok vnd III mandel grofchen. Item hat Reymer von pleffen ge^ 
nomen an dem felben tagp heyn peckrer VI tunnen herings vnd ein yirteil, die er acht auf 
XIV fchok» Item VII tun mit tere, die er acht* auf ein mandel vnd X fchok« Item IX 
pferde vnd II wagen , die er acht auf XXIV fchok, item X Reinifch gülden. Item ein 
armbroft, das er acht mit' dem gerete auf II guldeo. Summe XLV behemifch fchok. 

Item So ift meinen hern dem Marggreuen in dem lande zu lenczen gut lofz ge- 
ftorben von heinrichen Eykborfte, des kummet heyne Eykhorfte, fein vetter, vnd 
vellet das gut an mit gewalt vnd flecht die lewte, die das gut pflegten zu ackern vnd zu 
lyefechen, vnd vorpewt in, das fie das nicht ackern nach feen muften vnd maehet mir von 
meins hern gnaden wegen das gut wuft, do das mir da neyn Rennt von werdra, des ich 
im doch gefchriben habe, das- er fchol komen für die purger zu lenczen, da wolt ich meins 
hero man pey verpoten; das er fein gerechtikeyt liefz lawteii: het er dann dar czu recht, ich 
wolt in gerne von meins hern wegen da pey la/zen, das er nicht tun wil vnd fagt, er frag 
nach keynem rechten, er wolle das doch wol behalten. 

Item fint daa die hern leczt zu tag waren, 'haben die peide Burgermeifter zu der 
newenftat grepen Bernde Ror wonhafU^ zu dem Newenhaufze. Dicz ift der fehade 
der den Roren vom Niewenhaufz gefcheen ift von den hern von mecklnburg vnd den 
Iren. Item das iie iren arm lewten zu pulaw vnd zu boekohtolt pinnen dem fride II 
fchok kue vnd II''; fchaf, den fchaden iie achten mynder oder mer auf II<^ behemilche fchok, 
Item fo haben in herczo^ Johann man genomen zu berg ein fchok kue bynnen frides 
«US der Newenftat vnd wider dar ein^ den fchaden fie achten mynder oder mer auf XXXV 
behemifche fchok. 

Ditz ift der febade die herezog albrecht« man von mecklnburg Clawfen von 
Betzdorf im lannt zu kbumolofzen getan haben. « Item zu dem erften haben fie imabge- 
krant VI hewfer vnd II fchewen voller korns II fchok kue vnd ochfen, II fchok fwein vnd 
I fchok «cker pferde, Jiuch halien im diefelben auf diefelben zeyt genomen da^felbsanpetten, 
kefzln, gropen, frawen klayder vnd ander plunderwar alls gut alls P lubifch mark. Diefer 
fcfaad ift im gefcheen von jafpar haluarftat fein baubtmann vnd von den luczawen zu 
grobawin guten friden. 

Gumprecht von alzleuen fchaden. Item zu dem erften haben im genomen als 



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wiprecht Inrzaw mi belttiolt locsaw Tir Aejg IWeiii, So gut als LXXXX lubifeb 
mark vnd teten das aufiK grabow flucbtig ab vnd iu das ift g^febeen des mitwobhen nach 
maxim. anno XXIL Item zwen tag naeb iiioday Anm» XXIll^ namen a]lde bolweiti 
ton dem krogbe viid belmolllucsaw X haubt grob queks 211 polcze vnd tetett das 
Tan gorlofz ab vnd zu. Ifem XIV tag nach pafcbken anno vkefiaio primo namefl &l^ 
ü^erne/heynicke vnd berman buii zu der müre alls ¥11 gi^ora ochfeu vnd VIII kue/ 
das teten fie fluch tickleicb von der her m aufm ule ab vnd zu. 

Arnd mollendorf rcbaden. Item Reymer von pleffe batjmabgefcbaeMPillWk 
XL marck für fein pferde vnd L marek zu der ezening 

Üicz ift der febade, den dio ploten genomen haben in dem lannt tn kummeloFz« 
Item zu dem erften hat man in genomen aufz irem hofe kummolofz XXiVkue, VIl pet- 
ten, XIV par lacken, XIV baubrpfal, VlI decken» XXII kfi(zen de» maus vnd der frawen 
kleyder XXlI feyten fpeks vnd XII fmer, IV fetel vnd IV czaum, VIII kefzel vnd VIII 
gropen. It«»m fo ift genomen* iien lewten in dem dorf zu kumelofz LX kue. Item fo 
haben fie genomen zu dem Jauel vnd kommelolz X pfliig pferde» Item So haben fie 
genomen XL fwein. Item fo haben fie gebrant zu kummolof:fc XXII czymer. Item fo 
haben fie genomen in demfelben darf XU pett keffel gropen vnd all fotten gerete, als in 
iren hewfern beten. Item VIII keffcU vnd Vill gropen. Item So haben fie im genomen 
zu quiczaw V fchok kue, V fchok fwein, V"" fcliaf, XIV pflüg pferde vnd II fchok fegben. 
Item in dem dorfe zu der linde II fchok ochfen vnd kue, IV fchaf, II fchok fwein, ^FV 
pflüg pferde vnd II fchok feghen. Item in dem dorf zu pucholt den lef^ten genomen 
II Tchok ochfen vnd kue, IV fchaf, I fehok fweiti vnd zwu fteyg leghen« Item in dem dorfe 
zu fcboneaelde I fchok ochfen vnd kue, II* tcbaf, I fdiok fwcn^ I fehok feghen vnd 
VIII ptkig pferde. Das ift in alles gefcheen bynneb der hem fride« 

Dyt is dy fchad, dy mylianfe von quifzöw gefcheen is Van myner vrovren 
man van Mekellenborch etc. Anno ete. XXU^ achte vor funte Mertens dage namen 
my hertoghen Albrechten van mekellenborch- bufsfrowen man vnd fyne knechte 
alze bans, Rauen vnd viryk geheyten dy van pentz vnd ore knechte» glauaiz» blu« 
eher vnd ore medehulper LXXXIV vette fwyn vt den ekkem vnd dy fulueü nemeli my 
to der Mtten tyd^ myn arm luden IV fcok Vetter fWyn vt dem c4keM» I leok koge vnd 
XXni akker perde vnd deden dat vluehteges to der hernaens mollen vnd to dem re^ 
deuin vnd hinrik van dytten^ dy to der tyd VOghet ivas, hadde. dar bk fyne knechte 
med vnd dy fnlue hinrik van ditten kroch dür XL Vetke fityn vod XII bouedkoqueks 
aoe. Item Anno etc. XXII"" II weken na fönte miehils dage nemen bertegben Albrech« 
tes denere.vnd fyn man, alze Tryprecht vnd heimelt luczow faouethde t# der tyd vp 
dem velde vnd her teghen albrechtes denere vnd man gemeyniikefl Der van alfleue, 
dy my behort to vordedtngende, IV ftyghe fwyn vnd deden vluehteges vte grabow vnd 
dar weddeir p. Anno etc. XXI toghen hertoghen albreehtei man vnd fyne eyghenen 
bore» alze^ Marquart barnekow vnd glauacz, dy to der ^d^bonetlude ^eren, vp dem 
^de^vnd heyne went, dj to der ^ herteghen Aibredites voghet vfw to der herraenr 



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iQolIeD ynd twe l^lucher in dy wyfch to lencz^n by nachte vnd branden dy gantze 
^ich dorch vud nemen alzodane gud, alze dy arme lüde; hadden vnd morden to. der tyd 
hennig wetnkfternen fynen knecht af vnd my eyn man: ok grepen fy my to der tyd 
eyn man af, den fy noch gevangheu hebben^.vnd deden dat vluchteghes van der hermenai 
mollen vnd dar wedder to etc. Item Anno etc. iq dem XXII iare etc. am pingefteq 
auend nemen my bernt \veltzyn, vos vnd marquart barnekofes knechte VIII perde, 
dy weren van mutlike vnd floghen my to der tyd eyn (man dod, dem -dy perd en deyi 
horden vnd grepen my to der tyd ok eyn man af, dem dy perde en deyl horden, aize heyns 
bekers vnd vurden em vluchteges na der hermans mollen» dar hadden fy den armen be« 
nomeden man vp eyn werder, harde by der hermens molleq, fitten wol III weken vnd 
fpyfeden em van der hernies mollen^ vnd vurden en vor to haghenow, dar befchatten 
fy em vp XL lub"^ mark. Anno etc. XXIIP. in de. ander weke vaften, don grepeq wy- 
pre.cht vnd tonies luczow, Olde boldewyn van dem krughe vnd borgher van gra- 
be w my af den fculten van verbitz vnd deden dat ylucbtegesvte grabe w vnd dar wedder 
yn vnd herteghen albrecht van mekelienborch seliger my den benomeden fculten 
Ipsfede vor myns hern gnaden .etc» Item Anno etc. in dem XXIII iare grep junghe fper*- 
ling, dy to der tyd gorlofen inhadde, my af eyn man van zedorpe vnd heft en ock 
gevanghen Vnd nam eyn perd tp der fuluen tyd. Item Anno etc. XXIII hedden dy wend-» 
Jenders genomen in dem lande to lentzen vor rockentzyn mynen armen manne VIII 
perde, dy fuluen perde nam en curd haluerftad, voghet to der tyd to der nigenftad« 
yluchteges wedder; don mufte myn n;ian dy benonied perde vom curde ergnant wedder kopen 
vor III wyfpel hauern. An fant Jeorius nacht nemen Reyma^r von pl offen knechte zu 
Rofenhagen ud dem fpiker von dem kirchofe VIII pferde vnd dede v^icze karftede» 
ghergke weyrin, tulebant biwovr.vnd heiarich Smide. Item am dinftag noch mitr 
yaften grepin Reymar von pleffen k^^cht^, Ebel fchulte vnd tulebant meins hern 
man hening von kloden wonhaftig zu dreual vff das in dem gebede zu der mernitze 
leyt: auch itt dasfelbe pferde noch in dem bide zu der mernitz zu wulfefzhofe. Item fidt 
der zeit| das all hern teydingteo» das all gefangen foilten tag haben vnd kein fchatzung aus- 
geben etc. hebben bernd^welczin vnd vos meinen arm man heyne bekens abgemänt 
^ ^III lubifch markynd V fcfailliDg» die benanten pfennig vnd fchatzung hat er muizen aus- 
gebe!) vnd bereyten den vorgenanten zu gorlofen am freytag noch jubilate. 

Jafpar Gans, herre zu putlifte fchade, der jm ift gefcheen bynnen der herei| 
fride. item kefterftan von Reftorff, weyfyn mit iren helffern riten fluchtig von der 
Mernitze vnd puchten iines gotfzhulz Müllen tpr Stepenifz, als qwarczelin vud neiuen 
^ar ochf^n, kuge, vettfwein beyde ander gerete geacbt auff XXX lut). marcL Item k^r- 
ftan von Reftorf mit feinen hellfern nam der tauernefchen czu gorlufe IV pferde. 
geacht auf XXIV nxarck lubifch. Item nam hanns newenkerke feinen man zu fünfte. 
|I pchfen, das gefchach fiufz dem lannt zu der newenftat vnd wider dar ein, geacht wl 
^Xl mark lubifch. Item herczog albrechts ambt lewt von der newenftat vnd. ander, 
Üpin mw bninteA fein, dorfe vrene kirchen kirchofe flocken Mche me^spucher metteopuchei} 



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'alls lias m dein gotsbauGs wai, md praiiten das dorf Reyn ab vhd namPD da II fchok kue 
Vnd X kue^ der ein teyls vorbranten vngeacht . Item Sie nemen XV back ochren, II fchok 
fchaf, LXni fweiD, LXXYfl tz^en, II Reyflge pferde. Item fie grepen fein man banns 
mertbein, paul dupawen, die noch gefangen fein. Item. Sie "^namen da aufs der kerken vnd 
fl\tigen die kiften anf , ee fie branten , peyde kleider, Silberberg» plunderwar, den fchaden der 
iriunderwar geacht auf III^ lubifch march 

Dies jft* der fchade, der den purgern zu lenczeo aufz dem lannt zu meckeinburg 
gefcheen ift. Item zum erftenfo grepen die ftrauchhüner» als El wem, hey nicke, her- 
naB Uün^ bluwel vnd toertbein wanczlicze vnferm purger banns walthirs vnd be* 
fchatzteh in hinter der hermanfzmule mit willen vnd volwsrt heinrichen von dytten*» 
als er da die bermanfzmule jnobet vnd muft in geben XXX lub. mark. Das ift ge* 
fcbeen an dem palm abent*anno etc. vicefimo tertio. Item in demfelben iar namen die felben ' 
vorgeiianten Straucbhunfer vnferm mitpurger Ciaws bagen II ftore, alls gut alls VI mark 
lubifch. ' Item auch in dem felben iar des andern tags nach der tage der empfansynge vnfer 
lieben frawen, da grepen wipert luCzaw vnd die vqn grabaw vnferm mitpurger hennike 
#beln vnd teten in yn den. ftok byneii grabaw. Item anno etc. XXII^ XIV nacht vor 
martini nam herczog albrechth felber vnfem mitpurger hannfen knakenruen II ochfen 
von VIII lubifch marcken zu pöltz. Item herman feger IV haubt Rint queks^ alls gut ali 
VI lubifch marck. Item kloytze ein kue von II marcken lubifcber. Item anno etc. vicefimo 
tertio» des Ireytags vor laurency, namen vns wernd welczin, vos» heynriches von 
dieten III knecht vnd der penczen III knecht XIV knechte das pfert fo gut als VI mark 
vnd grepen zu derfelben zeyt vnfer purger ludickein Reckenczin mit feinen Sone Vnd tetea 
diiz fluchticb von der hermanfzmulen vnd prachten das in der penczen gut zu loy- 
ezawy da het mit kirftan halVerftat fein knecht jgeheifzen weylzklas. Itekn in demfelben 
|are virczehennacht vor Weihnachten, do neme vos vnd eykhorftes knecht zu der neze 
vnferm mitburger Bedeken Boldewein IV pferdt vhd ftecken jm zwu wunden, d^s tetten fie 
fluchtigs aufz eykhorftes bofe vnd wider dorein. Item anno etc. vicefimo Secundo acht 
tag vor lichtmefze grepen. die meckelnborger einen jungen in der wifcb, gheyfen pbebes^ 
den fie noch hallten in einer gefenknifze« Item anno vicefimo tercio zwen tag noch nicolaj 
nemen aide Wold'ewein vt>n dem kruge vnd helmold luczaw vnfem purgem II 
ochfeo vnd IV kue zu polcz vnd teten das von gorlofzen fluchtigs ab vnd zu. Item 
anno vicefimo fecund^ acht tag nach martini namen heyn wende, Elbern, beynicke 
vnd kirftan geger vnferm purger banns knackerogen zu pölcz I ochfen I kue vnd II 
fwein vnd teten das. fluchtigs von der bermanfzmule ab vnd zu. Item anno etc. XXIV 
acht tag nach der beyligen drey kfinig tag namen vos vnd weyp reckt luc^aw^ns kned^t 
vnfem purgcro VIII ^ferde vnd die pfert haben vnfer purger gelöft von gorlofen für XX 
Xchoek* hem anno etc. XXII aip pfingft abent nemen vos, Bernd welczin, heyne 
wende vnd warnakawes knechte heynen petekens III pferde vnd grepen, in felbsmit vnd 
fcbaczten in auf L lub. mark. Auch nemen fie dafeibs heynen peyer IV pferde vnd fingen 
in felbs tot. Item anno etc. XXIII des mitwocben in der quatember bat weyprecht 

. ' 11* 



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iucaaw vnd belmold luczaw verhalien vor lenceeii mit L gewapente vnd wolteü 
lianDs yon quiczaw vnd tos genie auegewonneii leyb vnd gut vad riden fluebtigs aufs 
grabow vnd wider dar ein. Item in diefeDi finde bat Reimi^r voo pUffen genomeB vor 
lencsen VlA fchok kue vnd bat das getan von der mernicz ab vnd aue. 

Dicz ift der fcbade aufz dem laand zu meckelnburg gefebeeo, deo jung ott von 
plumental gefcbriben hat geben, ßnd der zeyt, das die hem den tag machten zu perle» 
borg. Item zu dem erften, da mein bere von Beileberg ezog» da nemen die luczaw 
zu gulaw vnd zu^ ftenberche fetten gut^^alls dar was» vnd haben das su Stabenaw 
vnd zu grabaw aufgefurt: der fcbade ift ir. bemifch fchok. Iten pallaz von gorlofz» 
der mortbrant mich zu vefzendorfe in vnfer lieben frawen sacht ein fcbewes mitkomauf 
dem kerkbofe: ^die fcbade ift 11"^ behemifck fchok. Item derfelbe pallacs brant mir zu 
mefzendorfe auf dem kerkbofe III fobewem vol koms, der fehade ift H*^ und V fchok. 
Item derfelbe pallacz der nom zu verhetz den arm lewtten auf XXX bebemifeh fchok. 
Item derfelbe pailacz nam idl d^ wifeh pey leHczen den arm lewten auf XX bebmifch 
fchok. Item glauacz von gorlofz auf vnd ab brant aw« zu weyfen an der nacht puri« 
ficacionis kircb vnd kircbofe^, der fcbade ift III« behemifcb fchok. Item derfelbe haubtmau 
brant abe den Jawel pey nacht, der fchad ift F bebemifeh Cobok. Item des herczogen 
baubtman gulnpert luczaw, der nem zu verbica auf der kircben vad von dem kirchof vnd 
ezohe aufa die frawen: der fchad ift IIF vnd ^ fchok* Item ditrich von quiczaw von 
gorlofze brapt eia fbhewen mit körn meinen hem von babelberg» der fdiad ift IP Y 
fchok. Item Ditrich von quiczaw von gorlofze nam zu niczaw an pferden auf 
XXXV fchok. Item Reymer von piefzen in demfelben fride nam mit XXX gewapenten 
vor lindaw alls foten gut, aus da was vnd fürt das zu der goltpeeke, da ward ym futer 
vnd pfot, vnd vorpot mir das ich hill mit meins hem Stet vnd mann vnd wolt vns haben 
auegewonen leyb vnd gut. Item darnach rante Reymer vor lenczen vnd nam dar XI( 
pfenk, do fant ioh nach meins gnedigen hem eigen boten vnd liefis in von meins hem wegen 
biten vmb die name, de vnbote er mir wider zu, wer et: das er meinen hern oder mich het^ 
er wolt vns wol behalten, bem darnach hielt ich mit meiiis hera mann vnd Aete, do kerne 
Reymer reytent mit meins hem offenwaren vanden, do grep ich jn vnd Uelz m loben au 
meins hem bannt vmb den vorgefchriben fchaden» den er in dem lannde bett getan vnd fwor 
dar mit aufgerackten vingern, das er meins hem lannt nicht mer fchadim wolt Item dar 
nach in demfelben jare nemen Reymer vor wolterftorff in dem gute zu Czedenick 
III fchock ocbfen vnd kwe: der fohade ift 11^ V fchock. Item Reymer vnd heinrick 
von pleffen nemen zu wendifehen goezkaw allfodan gut, als dar was, der fcha^ ift 
n^ Beb. Ibboek. Item darnach grep mich glaffacz von gorlofze Vnd befcbaczte mich, 
das ich mufte Reymer des louedes vertragen vnd nam mir an barnach vnd an pferd auf 
Ii^ vnd V fcbock vnd ob mich yemant uberfagen wolt, das ich Reymer von pleffen 
bett befcbatzt, der (ett mir damit vnrecht vnd wil mich des weren, als reoht ift: vnd habe 
das getan nach rate meins hera baubtman, der zu der zeit Bifchoffzu Brandbnrg was 
vnd ward get^dingt zwifchen tempelin vnd liehen^ das mir Reymer folt lolz helffen^ 



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4o was herczog johan flbert (ün bete« Ynd der Ap^te von lesyn« hera baffe von 
Bred9w vod aide otte von plameptale, das micb das der Bifchoff von Brand- 
bnrg geheiflen bat Item name Rejmer voe pleffe in dem gute middevirec]ce vor len- 
czen VI fchock kwe vnd pferde^ der fcbade ift III^ Y febeek. Item in demfelbeq jare 
name Rejmer zu meffendorf allfodapq guti^, als do was vnd brante das Reyn abe vnd 
nam aufk def kircbeo vnd auiz dem kircbofft der fcbade ift IW V fcbock. Item Reymer 
«am zu klenczendorff vnd brant das abe kirqbe vnd ktrchoue vnd nam da was dar was, 
der fcbade ift I*^ Beb. fcbpck. Item Reymer nam zu egberftorff vnd zu kuftorff auf 
V Beb. febock« Item Ray mar brant abe lantze kircbe vnd kireboue by lenczen vnd 
juune da was dar was vnd des rante er af von lenczen vnd er nam mir VIU Reyfige pferdt 
vnd (iQnf vengen vnd der fqbaden ift II'' V fcbock. tt.em Reymer nam mir zu meffen- 
dorff vnd brant das reyn abe, der fcbade ift P Y fcbock. Item Reymer von pleffen 
nam vor prifz walke I fchock kwe vnd greip eineii Burger» der fcbade ift I* XX fcbock. 
Iteoi Reymer mortbrant wendifcben gotfzkaw IUI houCt der fcbade ift XL Beb. fcbock. 
Item Reymer aam fu der groten Luben HU fcbock kue» der fcbade ift P vnd XX 
fchok. Der lunme ift III" UV Bemifcb^ gros. 

Item allen diefen fi^baden bat Reymer von pleffen getan mit des bem mann von 
■Msckeinburg in der marck meine bem lannde in guter louea vnd frede» das icb wol bewei« 
fzen wil mit meins bem manne vnd fteten. 

9ta4i Ut ttrf^dfr« 



JMDXX. eiqutbatton htt ^m bett Sanben hti ^er^og« ^rtand^ »«n Wltältnlut^ m Ur 

Snarl »erft&tnt IB^if^tgttttseit, »^ 3« 1^24« 

Dit IS die fcbade die vns Marggraue fredericke van Brandenburg vnd den 
vnfen gefcbien ift von bertoge beinricke van mekelenburg vnd den fynen vt dem 
lande Stargarde^ find denfreden, dienebfttbu perleberge tufchen alle oederiendfcben 
beren vnd vns gedediogt wart^ des nu up Bartbolomei necbftkomende Anno etc« XXIV 
vir gadcze jar wert. 

Borna we: Tbum irften Am auend Symonis et Jude Anno etc. XXI wart Andreas 
hitke vnfers bui^ers berman lulken föne van Bernowe geiaqgep tufcben nienangermunde 
vnd der nienftad euerfwolde, dartbu genomen eyn gut Sundefcb armbruft met allem 
gerede, dar thu Rock, peltze» kogel^ bofen» tafcbe» gordel vnd aoder kleynode, dat bi met 
van fchonlande gebracht badde» dat deden Gberke priggenitz, baffe warborcb# 
Jürgen ylow vnd kulpin met andern ören belpern vnd furden en jn friberges boffthii 
Cutaow» dar bi geCmgem Cait fo lange bet en die wentlender» Als joacbim linftrow 
dar nam vnd wegfurde jnn finen boff tbu luckendorp jm bmde wenden den fcbaden 
geaclitet up XII bemifch fchok gr. 



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86 

Berlin: In dem feluen jare vrart vnfer borger eyn van Berlin htnrick Buckholt 
genant gefangen jm lande Belljn tufchen vlotow vnd lynum, dat dede Ciaws fehutte 
met fyn^n helpern vnd furden en jegen forftenberghe jm lande ftargarde» den fdiaden 
vnd fchattunge geachtet up XXVI beh. fchok gr. 

Prernfzlow: Item find ynfer borger twe van premfzlow gefangtin Vnd befchattet 
vor hundert lubefche mark vnd nemen en ine gefadelde perde als gut als vefftig 1übteh6 
mark« dat heflft gedan herman Sonneken vnd Gherke priggenitz- vt dem landeiStär^ 
gar de van forftenberghe afe vnd thu» die fchatunge vnd fchade maket II^ hib» mark. 
Item hefft herman Sonneke, wilke warborch, Gherke borchhagen vnd tideke 
fchutte, henning van oftheren knecht vnfer borger van Premfziow fSr vf^agene ge^ 
fchindet thu herfleue ynd nemen en teyn perde vnd flugen vnfer borger ^n doit, dat fy 
deden vt dem lande ftargarde vnd dar wedder thu: deffe fchade/ de den vnfen gefchien 
IS 9 find n^inachten nehftuergangen vnd geachtet ane mort up XXX fchok beh. gr. Item 
hefit Olde Claws vnd czernekow, henning van oftheren knechte vnfer borger eyn 
van Premfziow genomen twe perde, dat fy deden van forftenberghe thu vnd afe» die 
perde geachtet als gut als V fchok beh. gr. Item helft henning falkenberg vnfem borgher 
van Premfziow vt twen furwagene genomen viefl perde , dat hi dede vt d^m lande 
ftargard vnd thu ftrelitz wedder thu, den fchaden geachtet up ^VI fchokbeh.gr« Item 
nam firidel met finen helpern Borgeren von Premfziow vieff perde, dat hi dede vt dem 
eigendome thu mirow thu kuzow thu, den fchaden geachtet up XV fchok beh. gr. Item« 
fchelen vnfen Borgern van premfziow noch achte perde, die em vir ick lubber- 
ftorp noch verhüten fcholde vnd einen doden, die fchade en gefchien ia von Arn^f berge 
äff vnd thu. ' 

Nieftad Euerfwolde. Im jare Anno etc. XXIII na Crifti gebort worden Vnfer 
borger eyn van der nienftad euerfwolde^ Jacob kinitz genant genomen twe perde, dat 
dede kurofer,, Merten tolke vnd kunick, die dar plegen ta liggen vnd vt vnd jn thu riden 
thu forftenberge, Arnfberge vnd wefenberge, den fchaden geachtet up VII fchok 
beb. gr. Im jare Anno etc. XXII jn dem heruefte worden vnferm manne wernher tar- 
nowen tufchen Nienangermunde vnd der Nienftad alT gegrepen twe knechte« die noch 
gefangen find vnd genomen twe perde , dat deden Gherke priggenitz vnd peter czer^ 
nekow met oren helpern thu forftenberge äff vnd thu. Den pierde fchade geachtet iip 
XX fchok beh. gr. 

item hefft Parfow vnd Gherke bolczan vnfesheren des grefen van Rlippiii 
Borgern van der kiritz genomen VI hoifft vehes jn dem dorpe Bantekow, dat fy dedea 
vt dem land^ ftargard vnd dar weder thu, den fchaden geachtet up V fchok beb. gr. 
Ain funauend vor vaftelauend Anno etc. XXlIII jft den vnfera des goteshufes heiligen* 
graue genomen jn dem dorffe plefendorppe LXXX houet Rintfehes vnd twelff adcer 
perde, den fchaden die warborge vt dem lande ftargarde Vnd wedder dar thu gedai 
hdaben, dar thu twe doit geflan: den fchaden ane mort geachtet up LXXXIIII fcbek 
beh. gr. It^m nemen en des kummelturs knechte van mtrow jn demdorppe.ThechoW 



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VIII ofleq vnd X perde» den Tcbadcj) geachtet up XXIIll fchok beb. gn Item nam Tideke 
dem armen godeshufe jn dem dorpe Sarnow eynen offen vnd eyn perd van dem kerk- 
boue vnd die felue tideke ivas fribergs knecht, den fcbaden geacbtet up IUI fchok beb.gr. 

Rore.. Oit is de fchade, den de Rore ghenomen hebben an den fryenfteen to 
\vezenborghe an den vurluden» alze bans burlebufcb, valkeoken, Tideke hurlebus vnde 
nyemann an perden vnde an waghen» an Reden pennighen vnde an fchattynge, zd vele alze 
yyffbundert lubefche marck: vnde deffen fcbaden hebben geton Ebel Trefkow vnd w^- 
^^eghen ploten Borger to wezenborghe vt vnde jn. Item die warborghe, de Man- 
däuela vnd de Sonneken, herczog beinrich man von Meckelburg, hebben defe 
nachgefchriben burger to fryenfteen^ befundern gefanghen, als nemlich kone graue, ludeke 
litzemah, ludeke fcroder, bans fmed, nverner, ClausS kokeman, Claus fchymelpenning vnd fe 
gefchattet für III'' lubefch miarck. Item defl'e vorgefchriben M^arborghe, de Manduuele 
vnd de zoneken med eren mede huipperen hebben ghenomen vor fryenfteen zwey hun- 
dert pQugperde. Item delTe uorgefchriben warborge, de Manduuele vnddezonneken, ^ 
hertoghe beinrich man von Meckelburg, hebben ghenomen jn dem dorppe to Gra* 
baw Ofcheo, perde, kwe vnd fwyn woll vpp V® lubefch marck. 

JDifer fcbaden hemacbgefcbriben ift gefcheen jafpar Ganfzen van Botlift bynnen 
den frede, den de heren to Berlberg machten. 

Item Er hans Brigenitz» Buban vlottaw mede eren mede huipperen puchgheden 
by nachte to dorp mansfelt vnde nemen dar LH offen. Item I fchock küge vnde viff 
bouede vngeachtet. Item fe nemen dar kethell grappen plunderwar geachtet upp XLIII 
marck lubifch. Item nemen die ftruchunere vt de;n lande to Rowbel einen borgber von 
Botlift IX pflugperd vpp dem weghe to wiftock vngeachtet. 

Lorentz von Quitzaw. Item Claus wollff, Symon Ghyre, vetke haha» 
hans dufeke vnde lankop vnd ere medehulpem hebben lorentzen vop Quitzaw ghe- 
liomeii XII plugperd vor deme hörne tu kletzeke. Item de felue Claus wuIf vnde 
Syn^oo ghyre ftelen lorentzen von Quitzaw ergeoant twe perde tu quitzhouei voii 
des krugers haue. Item diefulue Claus wnlff vnd Symon ftellen lorentzen von Qui- 
tzaw twe perd to louenitze. Auch ftale jm vette hans, Symon ghyre vnde hans 
Slttweke twe Refeghe perde to dem helgengraue vnd delTer fchade is my gefcheen yt 
dem lande to Rowbel vnde von dem haghen vpp vnde tu. 

Difer fchade ift vns gefeheen an den von Arn'ym vnd an etlichen andern den vn- 
fem. Zu dem erften warde hans von Arnym befchattet vnde mofte gheuen Iir behmifch 
fchock, dat deden beinrich veltperg, borke, ludeke kratze etc. Item ik Otto von 
holtfcendorpp, wonhaftich to jagaw, mofte gheuen XL behmifch fchock to der befcbat-^ 
tyoge: dat deden ouch defuluen vt dem lande to Stargard. Item ik Gerke von holt- 
ftendorpp, wonhaftich zu jagaw, mofte gheuen XL behmifch fchok to der befchattynge 
to der fuluen tid. Item Merten vnd Bertram, brudf^r, von holtftendorpp, rooften 
geuen to der fuluen tyd XL behmifch fchock to der befchattynge, dat hebben getan Borke 
von kerkaw, wonhaftich to veltperg, vnde lädeke Craz, wc^nhaftich zu Camynn, 



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88 

heinrich veltperg, 1/^onhaftig to farfteiiberg, Claus vnde Bertram biBre, wonhaftich 
to Mollenbeke, her h^inrichs pafchedags fooe vnd herman pafchedags föne, 
^onhartich to fcbon^nfeld, vnde de von lychen, hebben vns allen vorbenant jn derbem 
firide vnd fint alle wonbafitich in deme lande to Stargard. Itetn liburges von Stige- 
litz vnd Michel Craz fint befcfaattet jn der hem frede vnd moßen geuen h bebmifche 
fcbock, dat dede bans warborcb, wonhafticb to qwaden fchonenfelde vnd lyppold, 
Claus vnd Bertram, Broder, geheitten de beren, alle Vvonhaftich jm lande to Star- 
garden. Item dilTe is de fchade, de gefcheeu is to Jagaw, to kutzerogge, to dem 
tafcbenberge in der heren frede, To dem erften warde vns ghenomen III fcbockperde, 
alfo gute alfo 111^ behmifcb fchock. Item to dem tafcbenberge IDI fchock koye alfo 
gute alfo IV bebmifcb fchock. Item to jagaw ward genomen X fchock fwyne, alfo gude 
alfo IV bebmifcb fchok den fchaden allen achte wy fo gude alfo TII^ behmifcb fchock. Dat 
bebben getan joban malteke, wonhaftich to dem Strytfeld in dem land to meckelburg, 
vnde Joban reftorpp, wonhaflig to dem boltze jn dem lande to wenden, vnde weren 
bouetlude vpp deme velde vnde togen fik der reyfen to. Item ik beyne ftulpenagel 
hebbe uerloren in der hem frede VIII perde vnd einen knechte, de dot geflaghen wart, dat 
dede Gerke fecblyn, Claus fechlyns Sone, dede wonet to der bagen hauele In den 
lande to Stargarden, vnd acht den koecht vnd perde alfo gut alfo L behmifcb fchock. 
Item find Claufen von Arnym ghenomen XII perd to blomenhagen, dat dede Gerke 
fecblyn, claus fechlyns föne, de achte ik alfö gute als XXIIII behmifcb fchock. Item 
des Sontags nach Michaelis jm XXIII jare worden ghenomen to clofterfeld II fchoke 
koye, dat dede £ckart warborch mede feinen belpperen vnde.deden dat to furften- 
bergh äff vnde to, geachtet up LX beb. fchdk gr. Item find ghenomen to hersfelde 
XXV perd, dat dede Borfenow vnde krabbe pfindeke vnde herman zonneke vnde 
deden dat to furftenberge äff vnde to: den fchaden acht wy fo gude alfo L behmifcb fchock. 
Item find genomen zu hersfeld VI koye, dat dede herman zonneke vnde Gerke Bri« 
genitz vnde konappel, den fchaden achte wy fo gute alfo VI behmifcb fchock vnd ge- 
fchabe to furftenberg äff vnd tho. 

Dat is de fchade, de da is gefcheen jn dem Öoftergüde to Boytzenborcbfedder 
dat de frede befit geftanden. Item to dem erften fo Rofenaw XXXVI perde, dat beft 
geton herman zonneke, eggart, warborch, gerke prigenitz vnde ere bulppere. 
Item to Rofenaw VI perde, dat befl; geton olde claws; peter zernekow mede eren 
lufppem (fic). Item I perd, dat beft geton krabbe beinrieb parfenaw, Item DI perd 
ketele vnde grappen vnde cleder» dat beft geton Albreiibt v^arborcb, her barneydes 
tochtermann. Item to bentze II perde, dat hefte geton cUus vnde parys. Item to to 
bantzftorppe III perde, dat beft geton gerke luderitz, olde claws vnd paris. Item 
twe perde, dat beft geton peterzerneliow vnde olde i^laus mede eren bulperen. Item 
to weggun IUI perde, dat befit geton kolpyn mede feinen belpperen. Iteni to harden* 
beke IUI perde, det beft geton albrecbt warbotrch Tnd wilke warborch. Item Uli 
perde, dat hefi; geton hennrik veltperg mede feinen huipperen« Item II perde dat beft 



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89 

getan olde claws VDde petter farnekaw. Item to nowgarden HU perde, dat dede 
eggert warbprcb. Item IUI perde, dat dede Albrecht warborcb. Item to clawet- 
hageD V perde, dat dede des krogers broder von der wokuie Tnde h ein rieh pafche- 
dage. Item VI perde, dat dede peter farnekaw, olde claws. Item to der warte 
deme fcbulten IUI perd, de nam em gerke munt mede feinen huiperen. Item deme fuluen 
IUI perde, de nam em ylaw myde feinen hulperen. Item dar fiilues I oflen vnde VII 
perde, dat dede peter- farnekaw. Aide claws, 'gerke luderife« Item to brodyn 
deme fchulten I perde^.dat dede wilke warborch mede fynen hulperen. Item 11 perde, 
dat dede gerke borchagen vnde eggart warbor eh. Item to Cofteryn deme fchulten 
II perde,, dat dede peter farnekaw vade olde Claws, It^ra III perde» de qwemen in 
dat lant to Stargardeu. Item to herfleue danele^ fint ghenomen Y perde, dat dede 
herman zonneke vnd ftal fe em vt fyme ftaU Item de fulue beft uorloren IUI perde. 
Item Brufenwalte 11 perde. Item Qaws fmede I perd de nam em eggart vnd gerke 
prigenitze. Item krentzaw II perde vnde leman I perde, lentzeberg II perd, Item deme 
imede I pert, dede ok qwemen in dat lant to Stargarden. Item odbrechte V perde, dat 
dede peter zarnekaw. Item dem fchulten I pert dat peter zarnekaw.ouchhefftgeton. 
Item deme kocze rofenberch IUI perd, de em lukpw Ttal. 

Dit fchade is den von Berlberg gefcheen. Item die hem von Meckelburg vfzdem 
lande zcu Stargarden hebben den Borgern von Berlberg geton delTen nacbgefchriben fcha« 
den«. Item bans wartenbergh VI perde. Item her lians Brigenitz morde ein frawen. 
Item feria tercia ante omn. fanctorum Anno XXU befit heinrich pleffen mede fynen 
Kedehulperen getan deffen nachgefchriben fcbudenin welle.- Item dem heiligen geiftenemen 
fy II fchock fchafe. Item vidua bans baden XL vnd HU fchaff, ItemMeyn^vaghetLfcb^ff, 
Item Claus ipentze L fchaff, Item bans herbrecht LH fchaflf. Item bans wüllenwenerl fchock 
fehaff, Item VIII gey fz. Item herman goltfmede fynd abgeibhattet VI lubefch marck vnde an 
gute genomen als gute alfo X marck, dat is gefcheen to dem vinken. Summa der fchaff 
find IW vnde LXXXIUI fchaff, Item XVI marck lubefch gefchatzet vnd gereytghenomen. 

Item dilTer nachgefchriben fchade is gefcheen des Bro^ieftes armen luten von 
hauelberg. Anno XXIIU*^ Item des freitags vor palmen worden ghenomen einen bor« 
glier von wifztock genant bans heneman JIU perde, fo gute als XXX marck lubefch, fo 
id lut miffener fluchtig na lubitz. Item des ^donnretags na leltare worden ghenomen Claws 
iDolner von papenpruk II perde alfo. gute alfo XU lubefch marck, dit hefft geton hans 
miffener, Capehingeft vnd ere hulpere 'fluchtig jto lubitz. Item ^effe fchade is des 
ßraueftes armen luden von hauelberg gefcheen jm XXIII jaren tot Concepcionis marie. 
Item to deme erften worde{) Tpp der heyde von 'hauelberg in vnfer firawen tag Concep- 
cionis dem fchulten Ton Curfe fchonhagen ghenomen IIU perde fo gute alfo teyn fchock 
behmifcb gr., dat deden dideke IrebbaW i^de furden ^e tu Curf<lorppe,. tb fy (udert 
vnde fpifet worden ^ defle trebbow V nu ikr pleffen knechte to lubetz '-vnde t^urfe is 
ernft munde s%knechte: deffe perde wurden gefurt to deme Tinken Tnde in dat lande to 
RowbeU Item hermans lidekens tu g^mtaw wurden ghenomen IUI t>ffen vnd ein pert, 



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90 

fo gute alfo (eyo fchock behmifch gr., dat deden Symon ghyre, beyde woIfe, kettel- 
hute.vnde ere hulpere des ßonaueods vor dem Sontag in dem Aduente Memento vnde 
furden dy tu dem viuken vode io dat laut to Rowbel. Item diefuluen Symou ghyre, 
beyde woiffe, kettelhute vode ere hulpero hebben fwarliken ghewundet bet vpp den 
dode heinrigh Cobir vnde heyne barentyn, de wundenfcfaade, artzegelt vnde fmerte 
achten fy vpp XH bebmifch gr. Item Claus Cobir von Schonhagen hefft des dong- 
ftedags na Reminifcere in nachtflappender tyd vt feinem hüte vorlaren III perde fo gute als 
VI fchock behmifch gr., die em die vorfcreuen Symon ^hyre, beyde wolffe, kettel- 
hute vnd ere hulpere aldus ghenomen hebben ^ vnd furden die perde vort to dem vinken 
in dat lant to Rowbel. 

Difer nachgefchriben fchaden ift gefcheen den von Briefzwalk. Anno domini Mille- 
limo quadringentefimo vicefimo Namen die hagenfchen zu Strekentyn VI offen , de fe 
fluchticlicben jageten in das lant to Rowbel. Item des Sontags vorMichaelisname claws 
wolff vnd fein bruder zu ftreckentyn II offen. Item namen de pieffen, hagenifchen 
vnd Brigenitzen in dem awgft zu ftrepkenkyn XXVII houet vees gros queks. Item 
vort vmb Jacobi daroa nemen fe dafelbs vnfem Borgheren X houed gros qwecks. Item 
nemen die hagenifchen vnd Rowbe lirer vnferm Borghere zu Curfztorff Uli perde 
vnd IUI koye fo gute als X fchok. Item fe nemen Thomas Gyfzenhagen VI perd vnd 
III koye fo gute als XII fchock vnd verpfanten feinen armen man die fchewren vol koms» 
fo gute als XXX mark fuluers vnd nemen jm ein koye dat tet de pleffe. Item des Son- 
tags vor Michael nemen de wulffe zu ftrekentyn II oiTen fo gute als II fchock. Item 
in dem herueft name her helmolt, hennigke, hinrik vnd godewart, alle^ geheitten de 
pleffe n, ynfern burgern vt dem dorpp wellen *VI fchaff. Item name dideke Trebbaw, 
der Roren man von der Meyenburg, vnferm armen man hans gödekens to ftreckentyn 
II perde fluchtichs to der iubetz, fo gut als V|II lubefch marck vnd mordpernten em fein 
houe äff darczu. Item Anno XXI nemen de pleffen vorgefchriben vnferer borgher einem 
kerkawen vff dem dorppe wellen buten der uorgefchriben zone der VI« IUI fchaff vnd 
I fchock. Item zu derfuluen tyd in dem feluän dorppe nemen fe vnferm borgher hänfen 
wedeghen I fchock fchaf. Item darfulues to der fuluen tyd nemen fe vnferm borghern heyn 
hobergk I koye vnd I rint als gute als II fchock. 

Hänfen von Quitzaws fchulde. Am freitag nach vnfes heren godes hymelfart 
nemen here hans Brigniffes knechte fritze wlfe, Ebil fchulte vnde dre medehulpere 
to welle III perde vnd Ichoten dar einen man tode. Item Il.weken na pafchen nemen 
claws wulfe mede feinen medehulpern dem papen von mefendorppe II perde, deweren 
wol X gude lubifch marck wert vnd uerkaufften de perde in dem lande to Rowbel, to 
jcamptz. Item am vridaghe na Quafimodogeniti nemen Thomas von pleffen, Tydeke 
Trebbaw vnd ere huippern to tuchym IUI offen vnde deden dat vt lubtz vnde fluchtige 
dar wedder jn vnde de man, dem de ^ffen horden, de vande de offen bynnen lubtze. Ok 
nemen de fuluen to der fuluen tyd dem feluen man ein^ koye. Item alz nw was des lonn- 
tuendes na funte peters vnd paueb tagbe eyn jare, don nemen her hans prittniffen> 



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91 : 

buban viottawen vnde wedeghen rughen knecht mynen armea luden von kunaw II 
fcock kuge vnde deden dat vluchtig to dem hagben vnd to dem Vinken. Item de fuluen 
nemen my to der Aiiu^n tyd VI oflen, Item to derfuluen tyd grepen my ok eynen man af 
dy fuluea vnde gaf to fchattinghe Hll verndel byrs. Item nemen de fuluen to der fuluen 
tyd myn armßn luden I armborft von I lubifch punde. Itefn Claus wulfe'vnde fynemede- 
buippere to hant dar na nemen mynen armen man Ryben von kunaw Ilperde vnde de.den 
dat vluchtiches to don bagben vnde dem vinken. Item vette bans, bennek wykboltvnde 
fteffen hundftelen nemen meinen pemer to kunc^w II kuge von dem kerkboue vt fynen 
fpiker, dat deden fe als nw was an funte kylianus nacht vnde qwemen to Carcbow, dar 
Tydeke vrybercb wanet vnd fint dar noch. Item Claus wuKfe, als nw vor fant Mi- 
chels tagbe was I jare. nam myffen armen luden to vyfeke V perde vnde dede dat vluch- 
tegs todem vinken. Item Claus wulfe» notelke vnde gberke weyfyn» bennekens^ 
föne» wonafticb to der mernitz^ fielen meinen armen luden IV oflen vnde II köge vnd 
deden dat vlucbtegs to dem vinken. Item alz nw des dunredagbes vor dem heiligen kerft 
eyn jare was, Mon nam vette bans vnde fyne medehulpere mynen kerkberä to klitzke 
I reyfich perde by nachte vt fynen hufe vnde deden dat vlucbtegs to dem vinken vnd to 
dem bagben. Item nemen her bans pricniffen, buban viottawen vnde wedeghen 
rügen knechte meynen armen luden to klitzke XXXIII perde vnde flugben my ein man 
toed»' dat fcach*in der erften weken vaPten, als nw was II jare, vnde. deden vlucbtegs to 
dem bagben vnde dem vinken äff vndeflio. Item alz nw was achte daghe vor fant Mi- 
ebels lagbe eyn-jar, nemen my her bans pricniffe, buban vlottaw vnde weäegbe 
Rugbe to rodd,one zodan quek, alz dar vt gbink, dat jk em weder nam vpp XXXIII 
houede na» vnd wonnen my to derfuluen tyd j wen von quitzaw fynen biogbeft äff vnde 
einem man von kliczke eyn perd. Item an fant walburgen auende was id II jare, dat my 
danniel pricniffe to rekentzyh in dem lande "to lentzen nam II fcok kuge vnd dreuen 
fe vlucbteghes to dem hagen vnd to dem vinken. Item vette bans, beinrek wyk- 
bolt vnde kedings ftelen my vt meinem hofe to klitzke XII ackerperde vnde nemen my 
to der fuluen tyd ok eyn reyßgk perd vnde grepen my ein knecht äff vnd de benomeden 
fynt her bans pricniffen, bub^n viottawen vnd wedegs rügen knecht. Item nw 
an fant Mertens auende namen betke bukow meinen armen man ftoneken to quitzouel 
II perde vnde dede dat vlucbteges to dem vinken vnd dem hagben to. Item als nw 
was vor fant Johan tagbe, doa nemen iukke vnd grambaw, her hau'S pricniffen vrund 
vnde knechte, meinen armen man von klentzdorpe IUI offen vnd deden dat vlucbteghes 
vt dem fynem vnd wedder to dem fynem vnde de fuluen offen gan noch in dem feynen. 
Item kowelitze, betke bukow, hinrieb wuU vnd ore medehulpere nemen mynen armen ~ 
lüden, als es was in dem harueft II jar, II perde vnd deden dat vlucbteghes todem vinken 
vnde to dem hagben. Item Gheuerd man, barckeman vnde ere mede hulppere als 
nw was in der quater temper vor fant Michels daghe II jare, nemen mynen armen luden 
ini. oßen vnd deden dat vlucbteghes to dem vinken. Item claus wulfe, heinrich 
wulfe vnde jre medehulpere alz in den vaftelauend was II jare, nemen mynen armen luden 

12* 



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93 

tokuno^v IUI perde vnd deden dat vluchtegs to dem vinken. Item claws wulffe, 
henneke gadaw vnde ere medehulpere 'bIz nw was des yrydaghes ia dem vartelauende 
ouer eyn jare, nemea myoen armen 'luden IV oflen vnd deden dat vluchteghes to dem 
"vincken. Item danniel pricniffe, Cla-us wulff ynde ere medehulppere, alz nw was in 
der gerftefaedtyd II jar, neroen mynen armen luden des vryda^bes vor fant marcus daghe 
VIII offen. Item de fuluen to derfuluen tyd nemen mynen armen ludeft XVII perde vnd 
deden to male to den vinken vliichteghes to etc. etc. 

Claufen von koningfmarck fchaden (der ift auch gefchrieben in des von wenden 
fchuld). Dit is dy fchade dy ghefcheen- Clawefe von kohinghefmarke ys jn deme 
ghebide to vretftorpe binnen der heren frede: jn deine jare na ChriDi ghebort Dufent iar 
vyerhundert jar jn d^me twee vnd twiatigfaefteniareetc» Jiebbem Ghereke Boltran,hanns 
vnd Kggherd.ghenomet warborch mid eren medehulperen» ftarghardirren vnd wentlende- 
ren, gbedamen to deme hertzfprunge II Icbok offen vnd kuge» den fchaden an ofTenbye 
rekent vppe LX fchok bemefc^her grofTd^n vnd an kügen vppe LX fchok» XVIII plöch 
perde fo gbut alfe XXX fchoL Dar tu bebbea fy gbenamen an husgherede^ an fruwen 
clederen vnd gbefmide vnd andern gberede vt der kerken vnd van deme kerkhaue^ den 
fchaden hy achtet vppo XXX fchok« Item grepen fy tu der fuluen tied II arme lüde vte 
deme fuluen dorpe^ dy fy gheftocket^ gheblocket vn4 befcbattet bebben» den fchaden alfo^ 
alfe hy mechtich is recht vor fy to nemen vnd to gheuende vnd to gheuende vnd to nemende» 
den fchaden hy achtet vppe-'XX behm. fchok. 4|Peffen fchaden hebben fy Clawefe vnd 
fyneni armeluden ghedan von binrikes moltfana gheheyte,. rade vnd vulbord vnder fynen 
koßen vnd fchaden ftan, alfe em fcbade vnd vram ghegbulden heft^ vud fyne brodeghe knechte 
to den tiden ghewefej:i fyot. Oaf vmme Clawea eerhenumt beghert^ wandet vnd bute van en 
.allen Vnd enen ifiikeBi, alfe recht is. Item jn deme fuhiea iare na Chrifti ghebort alfe bauen 
jTcreuen is hebben hinrik moltfan alfe een houetman^ hinrik veltbergbe,- henningh 
oftheren,. lippilt b;ere^ vlrik lubberftorpe^ her hinrik pafchedaghes föne vnde 
hermen pafohedach mid eren medehulpem vte^deme lande to ftargharde vnd mit den 
wentlendern» alfe hana bardenvlit^ vicke ftalbom^. ludeke hane^ Eg^bert hane^ 
ludeke van oldenhorch mit allen eren medehulpernv^ dy in ener fchare wol II hundert 
ghewapent badden^ (hebben^, ein «äff ghebrand fyne mollen vor dem flote^ den fchaden hy 
achtet vppe hundert fchok bebm. groffchen^ Item nemeA fy tu der fuluen tied vor deme 
flate vnd dorpe II fchok fwme^ den fchaden hy achtet vppe XXIV fchok hehqi. groffchen. 
Item branden fy tu der fuluen tied dat dorp fretftorp> hu& vnd fchunen vul komes^ den 
fchaden hy achtet vppe hundert fchok beb. groffchen. Item nymen fy den armen luden an 
hu%herede,. clederen vnd gbefmide etc. den fchaden hy achtet vppe XXVI fchok behm. 
groETcben« Item hebben' dye fuluen tu der fuluen tied ghebrand tome klokkea fpikere vp 
deme kerkhoue kerke vnd kerkhoff to borke mit fodaneme gbude, alfe dar vp was, den 
fcbaden hy achtet vppe II hundert behm. fchok. Item hebben fy namen dar fulues tu 
borke II fchok offen vnd cuge vnd bufghered^ alfe dat dy armelude in deme dorpe hadden 
vnd dat dorp dar tu äff ghebrand, hufere vnd fchunen vul koms,. den fchaden hy achtet vppe^ 



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»3 

III hundert febok bekm. groflcb'en. Item hebbea dy ruiiien in der ruluen tied äff gbebrand 
tu wutik XXIIII Bioire vnd fcbuDen lyiid körne, dat dar inne was, vnd nomen an fwynen 
vnd andern gbude vnd gherede, den fcbaden by ecktet vppe Hl hundert bebm. fcbok. Defle 
vorTcrenen fehade is ghe^heeo in vnd vte wefenberghe, ^nd begheerd van enen ie welken 
ftucke Vandel vnd bute, alfe recht is, alfo aifebye raechtich is vnime alle ftucke recht to ' 
gheuende vnd tu neroende vnd tu nemende vnd tii gheuende. Item hebben fy tu der fnluen 
tied gbegrepen I knechte, den fye hebben gheftodcet vnd ghebiocket, gbe^ogfaen vnd ghe* 
flaghen, vnd <ik nickel dy in deme fuluen dorpe tu wutike wonaftich is, du fulues gbegre- 
pen' bebben, gfaeftocket vnd ghebiocket, ghetoghen vnd gheflaghen hebben, den fcbaden alfe 
hy mechtidi is vor fy recht tu gheuende vnd tu nemende tu nemende vnd tu gheuende, hy 
achtet vpj)e X fchok behm. gr. Item jn deme iare na Crifti ghebort dufent iar vierhundert 
iar in deme een vnd twintigheften iare^ hebben henningh ofthern vnd claus ofthern 
^nd hinrit veltbergbe van vorftenberghe äff vnd tu henningh parfow vndgherke 
boltfan mit eren medehulperen ghenamen heynen van grabow anders gbeheitan backe ^ 
vnd bifmarken vnd den inwanern des dorpes bantkpw, vor dye hy mechtich is recht tu 
gheuende vnd nemende, an olTen, an engen, an pluchperden, an reyfegben: perden vnd an 
fwynen vnd an andern ghude, den fcbaden hy achtet vppe XX fchok vnd II hundert behm. 
groffohen» item grepen fye da fulues 1 vanghen, den fy befchatten tu vorftenberghe^ 
den fcbaden hye achtet vppe VI fchok. Item nemen fy an hus gberade vte- deme fuluea 
dorpe fo ghut^ alfe XX bem» fchok. Item hebben in enikrandern reyfedacna herme bolt^ 
fan, dy tu den tiden in badde wöfenberghe^ vnd henningh oithern,. wanaftich tu. 
vorftenberghe vnd henningh parfow mit dren medehulperen ghenamen aa rint queke 
an hak offen,, an pluchperden vnd an reyfeghen perden,: den/fchaden hy achtet vppe LX 
b^bm. fchok^ Item hebbea fy ghenamen an hus gherede,. den. fcbaden hy achtet vppe XX 
benh fchok. Item hebbea fy I man ta der fuluen tied dot gheflagbea van deme fuluea 
dorpe,. dor vmme hy ok mit allen andern bauen fcreuen ftuckea eyfchet wandel vnd bute' 
alfo recht is^ Item is- em dar na affghegrepen I arm man van deme fuluen dorpe, dy be-- 
fchattet is ta vorftenberghe,. den fcbaden hy achtet vppe VI bemh.. fchok,, vmme alle 
deffen fcbaden eyfchet by wandet vnd bute ;^lfe redht is^ 

9la4 tet untQflrnbct gthlUhtnm Urf(^rifL 



BIDXXL ^er^oj ^mti^ »Ott SlTetffcttButg^^targÄrb ffagt ber aJlarfgrfiftn: ©ifabetl^ mh t|itttt 
So^rif; baß. ber fif^at^i bet ©iabt t^a^clberg ^etnrti^ gelbberg ouf ferner ^Jilgerfa^rt ergriffeit 
Jabt ttiib bittet unt Soalaffiing. btefe« wnb anbereir gefangenem SWerflenburger; am. 14^ S^n*. 142^ 

Ynfea vruntlikea denft tuuor- Mit Anghebomer leue vnd wes wy gudes. vermögen. 
Irluchtige bochgeborne ffurftynne vnd vrowe vnd leue vrundynne.. Irluchtige höchgeborne 
flurße here vad leua ohem«. Wy begheren jwec leue weten^ dat jwe Borgermeftec .vnd 



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94 

Ratmanne jwer ftad hauelberghe bebben vns äff gheg;repen vnfen man hinrich velt- 
bergbe, Alze by eyn pellegryme is vnd vppe deme wegbe bebben one de jwen grepen, 
Alze by fine bedeuart togb, vnd by kao dat nabryngben myt dem Abbate von derbem- 
melporten vnd myt dem I^ernere van lycben, dar by orloff van ghebeden hadde vnd 
de willen dat verrecbten, dat by eyn pellegryme is. Wy bidden jw leue vrowe vnd leue 
om, dat gy dat Alzo beftellen, dat vnfe man los werde vnd dat gy ]o datTlicbte nidit en 
bebben, dat gy de jwen laten pellegrymen grypen vnd jn torne legghen. < De vnfen badden 
ok ghetouet den van dem borne» do vns dat to wetende wart, Ty moften one Riden laten 
vnd wy en wolden jn vnfem lande de fcbande nicht bebben: vnd nue bebben vns veitberge 
ffnint gbeclaget vnd menen dar wandel vmme tobebbende, vnnd ok j(Tet/ dat fy wedder pel- 
legrymen touen, de vte der Marken Ant, So mote wy des ^hunnen. Hir vmme bidde wy 
helpety dat by los werde, jfzet dat dar wy touet wert, des fcbole gy vns nicbt clagben: 
vnd, vrowe vnd bere, wy bebbe jw vake Claget vnd dagbe holden Alze vmme vnfe vaa- 
ghenen, de vns bynnen funderghen louen vnd ffredes äff gbe grepen worden vnd fint be- 
fcbattet, wy bidden jw noch, dat gy vns dar vmme don, Alze gy vns dar van Rechte vmme 
pleghe fint. Wo dat nicht en fchut. So mote wy jw dar vmme manen, Alze wy Swarfte 
konen vnd dat wy doch node don wolden, wo gy vns dar vmme don wolden, wes gy vns 
van Rechte dar vmme pleghe fint. Des jwe Antworde vnd fcrivet gy vns to, wo men 
enen pellegrymen anrt Rechtfe Vorrechten Schal. Screuen toAllden Stargarde, desfon- 
dages na dem achteden dagbe twelfften, vnder vnfzem jngefigel. 

Hinrich, van godes gnaden- he rczog to Meklenborch vnd graue to Sweryn etc. 
Der jrluchtigen bochgebornen furftynnen vnd vrowen, vrowen Elyfa- 

beth markgreuynnen to brandeborch vnd vnfem leuen ohem vnd* 

hem hem hänfen markgrauen to brandeborch etc, gefcreuen, 

9taä) Um txi^inalt o^ne SA^re^ja^l. 



MDXXII. 5E)ie SWarlgrüfm grfebricli «nb Sol^anit öergleicfiert fid^ mit bcr ^erjosin Stat^rina 

»ort aWerflenburg über bte ber ^tv^c^in SWargaretfta ju ja^ilenben 10000 ®n\btn unb über bie 

äSefferung ber wn ifireit Untert^anen begangenen ^riebendbrü^ie; am 14t ^o)>^ 1425t 

Von gotes gnaden wir friderich vnd Job ans fein Sone Marggraue zcu Brande- 
bürg etc. vnd Burggraue zu Nurembei^ vnd wir katherina, herczogynn zu Meckel- 
burg vnd Greffynn zu Sweryn, Bekennen offenlichen mit difem brief gein allermenig- 
lichen, Das wir vns vff heutn bie zu Berlberg eins fnmtlicben vnd gutlicben tags ver* 
eyniget vnd vertragen haben von dem nechften Sontag über vier wochen, das ift der nechfte 
Sontag nach fant Claus tag fchierfte her gein Berlberg zukomen, darczu wir dann obge- 
nante heren vnfer einer vnd wie obgenant frawe ye mit vnfer felbs leibe komen füllen, nem- 
liehen zum erften von der X"*. Beynifcher gülden wegen, So wir obgenante fraw katherina 



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95 • 

dann den obgenanten vnfern lieben Sweher Marggraf fridricben vnd frawen Mar« 
grethen, feiner Tochter vnd Iren Erben vff weyhfnachten necbft uergang^n nach Innhalte 
der vcrfchribnng vnd verßgelten brief von vns darüber gegeben vfzgericht folten haben» das 
^^\r darumb vfi den obgenanten Sontag nach fant Claus tag vnfe Radmanne von den Steten 
Bifzmar (de) vnd Rofzftock bringen füllen vnd wollen vnd mit den beftelleii vnd vfz-> 
tragen, das iie als von ire Stete wegen für vns vnd vnfere liebe Sone herczoj^ heinrichen 
vnd herezog Johann von Meckelburg etc. dem obgenanten vnferm lieben Sweher vnd 
Swager Marggraf fridricfaen vnd Marggraf Joban vnd frawen Margrethen, de« 
obgenanten vnfers S wehers Tochter ,. vnd allen jren Erben |fprecben vnd lieh gen jn mit 
jren redlichen verfigelten brieuen, die Iie darüber nach irer notdurft machen füllen, verfchri- 
iien füllen, In die obgenante X"*. Reynifeh gülden zu Berlberg in der Stat vfzczurichtea 
vnd czubeczalen, als nemlichen V"* Reynifch gülden vff den nechflen fontag als man jn der 
heiligen kirchen finget Invocauit in der vaften fchirfte vnd V*. Reynifcher gülden vff" fant 
Mertens tag necbft körnende darnach, on allen jren fchadeb vnd ongeuerde. Vnd were fache 
das wir egenante frawe katharina diefelben Radmanne der obgenanten vnfer Stete nicht 
vermochten, Solche fprechen vnd verfchreibung zuton:. So füllen vnd wollen wir doch vff 
dem obgenanten tag zu Berlberg dem obgenanten vnferm lieben Sweher vnd Swager vnd 
der obgenanten frawen Margreten vnd allen jren erben dife hernachgefchriben vnfen* 
Erbem Rette, vnd Manne fetzen mitnamen Mathias Axkow Ritter Claus Sperrlingk, 
Otte Vierecke, weypprecht luczaw, Claus von Orcze, henningk halberftadt 
vnd Johann viereck vnd zu jn Xlii vfz den nachgefchribeni das ir alfo zweinczig wem, 
mit namen Bernd von Bleffe Ritter, heinrich von Strolendorpp, Ritter, kerftan 
hniberftat, vicke von Stralendorpp zcu kriwicz, Curd halberftat, Joachym 
von Benczk, hennicke van Bleffe zu Warnickaw, Curd van Bleffe, hennicke 
Baczeficze, Claus Baczeficze, Eckerd von Quiczaw, Claus Barkentyn, hein* 
ricke Reuentlaw, heinrich Reuentlaw^ helmold luczaw, heyn von Stroilen-r ^ 
dorpp, Radecke kerckdorpp zu gnügen, hennicke kerkdorpp, woldemar 
fchutze, helmold von Bencz, luder Sturme, Curd von der lue vndhelmotd von 
Bleffe von Baryn, die jn alle dafür fprechen füllen vff ein rechte einleger vff die obge« 
nante friße zubeczalen: darumb dan die obgenanten vnfer liebe Sweher vnd SWager auch 
brieue nach irer notdurfte füllen vnd musren machen. 

Auch haben wir vns obgenante heren vnd frawen vereynet vnd vertragen von folcher 
fridbruche vnd befchedigung wegen, So dann beyderfeitten von den vnfern an vns vnd den 
vnfern gefcheen lin, das wir obgenante hern folche, die wir oder die vnfern dan in fchulden 
haben vff den nechften Sontag nach fant Merteins tag fchierfte gein der Newenftat dem 
vogt dafelbft befchriben fenden füllen. So füllen wir obgenante frawe katherina die wir 
oder die vnfern in fchulden haben auch vff den felben Sontag nach fant Merteins tag gein 
Berlberg dem Rat dafelbft fchicken funder veit;zugk vnd dann diefelben die vnfern, die 
wir oder die vnfern dann beyderfeitten in fchulden haben, vff den obgenanten Sontag nach 
fant Claus tag gein Berlberg bringen: vnd welche vnfe Manne oder die vnfern alfo vmb 



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- 96 ' 

fridbruche ber^hilldigt wurden vnd des funder laugen ftunden vnd bekannt weren, die füllen 
folcbe habe, danimb fie befchuldigt werden» widerkeren nach dem vnd fie die hefteten niugen^ 
mit dem eyde, als herDacbgefcbriben ftet» der alfo lauten fol: für den fchaden darumb ich 
befchuldigt werde » das ich den hirmit verbufze nach meiner anczale als ich damit gehabt 
habe, des bite ich mir gote zuhelffen vnd alle heiligen. Welche auch von den^vtifem be» 
fchuldigt wurden vmb fridbruche, darczu fie dan neyn fprechen vnd nicht bekenten, der oder 
diefelben fich des von ftundan entleftigen vnd beiiemen füllen mit folchem eyde» als der 
hemachgefchriben ftet vnd alfo iutet: vmb die fchulde vnd fridbruchen, darumb man midi 
befchuldigt, das ich der nicht geton, mein knechte ; pferde noch habe dabey nicht gehabt 
habe vnd rate vnd täte vnwifTende bin » des bite ich mir gote zuhelflfen vnd alle heiligen. 
Auch were fache das wir etliche der vqfem Jn obgefchriboer mafz zu verbufzen nicht mechtig 
wefen noch gefein konden, darczu füllen vnd wollen wir obgenante heren vnd frawen nach 
muglickeit tön nach dem vnd dan vnfer beyder Rete vff dem obgenanten tag zuBerlberg 
erkennen, funder verczogk vnd ongeuerde. Auch füllen alle gefangen vnd. fchatzung von 
beyden teilen v(z vnfer obgenanten hem Marggraf fridrichs vnd Marggraf «hohan 
landt d^r Marcke vnd vGs vnfer obgenanten frawen katherina landt zu Meckelborg bis 
vff den Sontag iiecfaftkomede nach dem obgenanten tag zu Berlberg tag haben vnd vnge* 
mant befteen die Erbem vnd gute leute vff irer glübde Burgere vnd pauren, den man nicht 
gleubto wil vff bürgen vnd funderlich fol Achym Ganfz, here zu Botlifte vff die erge- 
nante vyi^ vff bürgen ouch tag gegeben werden funder verczog vnd ongeuerd. Auch füllen 
vnd wollen wir von beiden teilen mit allen den vnfern beftellen, das'ir keyner keynerlay 
Zugriffe in des andern heren oder frawen lande in der obgenanten -zyte nicht ton füllen« 
Welche fich aber von den vnfern in foleher zyte an vns oder an den vnfern vergriffen vnd ^ 
eynigerlay :befchedigung teten, diefelben füllen vff dem obgenanten tag vor aller ander ver- 
bttlzung verbttft ^nd vlzgericht werden mit eyden oder nüt wyjdertat/ als dann vorgelchriben 
' ßet on alles geuerde. * . . ' 

Auch füllen die fchrifte Tnd teiding den fchriften, Brieuen vnd teydingen vorbegriffen 
vnd uerfigelt vnfchedlidben fin fünder die alten uerfigelten brief fchrifte vnd teidinge vnd 
auch diefe fchrifte Tnd teiding füllen gancz by jren krefften vnd mechten bleiben one argk 
vnd on alles geuerde. Des /.alles zu einer waren vrkunde haben wir vnfe Infigel zu ende 
difer fchrifte drücken lalTen« Das ift gefcheen vnd der brief ift geben zu Berlbei^gi am 
Mitwochen vor fant Merteins tag, Anno domini etc. JLXV'^ 



MDXXIU. SKötlgraf So^antt quitKrt He $)erj08ttt Äatj^arina wn aWedflenturj toegcit 5000 
©ttibm; ml^t ft »egm bti ^riBgebmge« btt ^erjogm SMargarrf^a tegafilt l^at, am4*a)lail427* 

Wy Johan, von godes gnaden M&r kg reue to Brandenburg vnd Burggraue 
to Nurenberg etc« bekennen vnd betughen apenbare an deflem hreue vor als weme, dat 



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97 

vfy na rade vnd volbort VDfes rades hebben entfanghen vnde vp ghebaret to der oughe vp 
dato deflea breues bynoen der ftat to perleberge van der bochgebomen furftynne vnd 
TTOwen, vrowen katherinen hertogynnen to Mecklenborch vod GreuinneD to aswe-w 
. rin etc. 9 VDfer leuen fwegher, van er vnd erer kindere weghen, hem hin rieh vnd hem 
Johan hertogen to Mecklenborch etc.» der (e en recht Vormünder is, vif dufent gude 
rinfche gülden an-redeme golde nach erer wert, van der hochgebomen furrt3mne weghen 
vrowen Margareten, hertoch albrechtes von Meklenborg feliger dechtnilTe hus- 
vrowen, vnfer leuen fufter, van den X"" riofchen gülden, de de irbenante vrowe katherina 
vnfen ieuen hem vnd vader hem fridriche, Markgreuen to Brandenburgetcvnd vnfer 
erbenanten fufter vrowen Margareten vortyden van ir liifgedinges weghen vorfegelt vnd 
vorfcreuen hadde: vnd wy laten de erbenante vrowen vor katherinen vnd de uorgefchreuen 
hem hiDrich vnd hem Johan vnd ere eraen der irbenanteu V"". rinfche güldene quid, 
leddich vnd los vnd quiten fe dar van jeghenwardigen myt craft deffes briues : vnd wy Ionen 
vnd feggen, feggen vnd louen jeghenwardighen an defTeme breue vnfer irbenanten Swegher 
vor vrowen katherinen vnd eren erbenanten kindem hem hinrich vnd hem Johanne, 
hertogen to Meklenborch vnd eren emen, dat vnfe irbenante leue vader her f red er ich 
vnfe Sufter vrowe Margareta wy noch vnfe eruen fcolen noch willen fe dar ymme nummer 
in tokomenden tiden manen, befculdigen edder to fpreken edder yemant van vnfer weghen: 
vnd wan de irbenante vrowe katherina ere erben, kinder edder ere ^men vns edder vnfen 
eruen de andem V''. rinfche güldene gheuen nach lüde des breues, den fe vns dar vp ghe- 
gheuen heft; zo fcal vnfe vorfcreuen her vader, wy vnd vnfe fufter vrowe Margarethawy 
edder vnfe eruen er, eren fones irbenant edder eren emen vppe de vorbenanten X"". rinfche 
güldene nugaftige qiiyte breue gheuen, alfo dat fe, ere kinder vnd ere emen dar wol ane bewaret 
fyn : vnd wy vnd erbenante fufter hebben alfo dane rente vnd tynfe, wes var de V"'. gülden to 
delTenie iare bort vte den guderen, de dar var vorfcreuen fint. Alle deJOTe vorfcreuen ftukke, 
puncto vnd articule, ftede vnd vaft to holdende loue wyJohan, Markgreue vorbenant, vor vns, 
vnfen leuen vader vnd hern, hem fryderiche Markgreuen tu Brandenburg etc. vnd 
vnfe irbenanten fufter vrowe Margreten vnd vnfe emen ftede vnd vafte tö holdende an 
alle argelift: vnd to hogher bewaringhe defle vorfcreuen ftukke, puncto vnd articule vntobro- 
ken to holdende, hebben wy fettet vnd fetten in delTeme jeghenwardigen breue to rechten 
Burghen den eddelen vnd ftrenghen vnd duchtigen knaken (fic) hem jafpar gans hern to 
putlift, haffe von Bredawe, hans von quitzowe ryddere, wychert van ruchowe, 
Werner van holfcendorpe, Otto van.Sleue knapen, vnfen leuen getruwen vnd wy 
jafpar gans, hiere to putlifte, haffe von bredowe, bans von quitzowe, ridder, 
wiehert von Ruchowe, werner van holfcendorpe, Ott van fleue, knapen, louen 
vnde fegghen feggen vnd louen myt ener famenden haut, dat vnfe gnedige here here her 
Johan Markgraue to Brandenburg etc. fcal alle puncto vnd articule vorgefchreuen 
vntobroken holden der irbenanten vrowen, vrowen katherinen, eren fones vorbenant vnd eren 
eraen funder alle lift. Des to tughe hebbe wy Johan vorbenanter vor vns, vnfen vorfcreuen 
hem vader vnd vnfe irbenante fufter vrowe Margareten vnd vnfe eraen vnfe Ingefegel 



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9S 



myt v&fer irbeaanteii borghen lfige?ege\ heogben hkteii ^tliken var deCTeo breff« Gliegeuento 
perleberge etc. am Soiitag mifericofdia domioi Anao etc. vicefimo feptiiBo. 
9taf!^ htm M cmiflirtf« (bnccptr« 



gefd[)Ioffeitm grteben bd, am 19^ ^mi 1427* 

Wy hinriky vaa godes gnaden herthogbe thu mekelenborgb, Stargharde 
vnde to Roftok bere etc. Bekenneü openbar mit defleme br^e vor vns/ vnfe lande vnd 
lüde vnd vor alle deienen, de deffen br^f (een edder boren lefen; ^ So alfe de . hocbgfaebor- 
nen forften vnfe leuen brodere her Otle vnd her Cafemer» hertoghen thu Stetin etc. 
Sik mit den hochgebornen forften heren ffrederiken vnd hern Johanfen, fynen föne» 
Marchgreueu to Brandenborch vnd Borchgreuen to Norenberghe» mit eren landen 
vnd luden gefrundet, gefonet vnd gentzliken gefatet vnd entrichtet, jn fulke föne fate vnd 
entrichtung Se alle ere helpere vnd helpers helpere vnd nemeliken vns mit vnfen vnd vnfes 
yedderen herthoghen Johanfen; de ghevaoghen is, landßn vnd luden getogen hebben. 
So befcheiden, oft wy mit dar inne fin willen, So fcholen wy fulke föne vnd entrichtung 
fuluen vor vns, vnfe lande vnde lüde ieghen de ergenante Marghgreuen verfcriuen vnd vor- 
fleghelen; Alfe hebbe wy vns mit vnfen landen vnd luden na Rade vnfes Rades mit willen 
vnd vorbedachten mode mit den ergenanten Marchgreuen van Brandenborgh , eren landen 
vnd luden gentzliken vnd gar vmme alle twidracht vnd fchehnge- geiftlik edder werlik,.wenne, 
wo, worvan vnd in welkerleye mate fik de van der veide vnd kriges weghen tulTchen vns, 
vnfen landen vnd luden vnde den ergenanten Marchgreuen, eren landen vnd luden, wente 
vp delfeo hudegen dach ghemaket vnd vorlopen hebben, vereynet, ghefonet vnd entrichtet, 
vereynen, fönen vnd entrichten vns ok mit en darvmme in crafft delTes breues alfo, dat wy, 
de vnfen edder ymant van vnfer weghen nu vorder mdr van geuynge deffes breues In delTer 
föne -«ntrichtunghe vnd fruntliker fate den ergenanten Marghgreuen van Brandenborgh 
vnd den eren na eren flöten, Steden, Herfchapp, landen vnd luden nicht ftan noch gheden* 
ken fcolen edder willen, Vnd fe edder de eren gheftlik edder werlik, in welken weiden vnd 
wefen de fyn, , in vnd vt vnfen landen vnde vp der ßraten ok nicht befchedegen edder be- ^ 
fchedeghen laten. Sunder der ergenante Marcbgreue vnd der oren land vnd lüde vnd ere 
denere vnd vnderdanen gelike vnfen egenen landen vnd luden vnd ghelike vnfe egenen denren 
vnd vnderdanen befchutten, befchermen, verdeghedinghen vnd befreden fcolen vnd willen ane 
argh vnd ane gheuerde: vnd hir vp fo fcolen aHe gefangen van beiden deilen van ftundan 
ledich vnd los wefen, vtgefcheiden vnfe veddere hertogh johan, vnd fcolen ok allefchat- 
tinghe vnd ^rngnirfen» b'edaghet vnd vnbedaghet, van ftund an af fin vnde vngemant bliuen 
vtgenomen hinrik moltzans fchattinghe ane geuerd. Ok fcholen noch willen wy ^rghe- 
aante hertoge hinrik 4er ergenanten Marchgreuen van Brandenborgh edder der eren 



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99 

Tjende m vnfen landen, Sfeden, Slotisn vnd geb^iden mit witfchop nicht hufen, honen,- lol^ 
den, eten noch drinken noch geleide dar jn gheuen noch den keynerleye toleghinge, hulpe, 
Torderinge, Rad, t^ftant edder toFoginghe'dan noch vnfen ambacht Juden, 'deneren eddet 
vnderdanen des geütaden to donde noch dorch vnfe getwenghe vnd lantweren nicht koonnen 
laten faemelich edder openbar mit witfcop edder mit A/viileu in keynerleye wyfz ane argk 
vnd ane geuerd: vnd fcbegfaen icht rouerye edder togrepe in defTer föne, fnintliker fafe vnd 
'eyninghe vt vnfen landen in der ergenanten Marghgreuen van Brandenborgfa edder der eren 
landen, So fcholen die erbam vnd erfamen vnfe leuen ghetniwen mit nameo heimelt Ridder 
vnd henneke van Pleffen, hans Priggheniffe Riddere,. hermen Moltzan, hinrik 
van heydebreke', hinrik ofterwolt, hinrik van bertcow, Olde hennink rybe, 
Albrecbt boltebotel, hennink valkenbergh, de van Nyenbrandenborgh, de van 
vredelande» de van liehen vnde van woldegghe kegen der ergenanten MarcKgreuen 
van Brandenborgh inanne vnd ftede, mit namen haffen van Bredow, hänfen van wal- 
dow lUddere, hänfen van arnym, Otten blankenborghe, hanlen Cluttzewen, 
werner van holftendorpe, hanfea bofele, Steffen kerfelyne, Claws luderitze, 
l^boriuf^ van fteghelicz, den van prenfplow, den van templyn, den vän Stratz* 
borgh vnd den Van Granzoye vp ein gelegeiike ftede vnd dach to famende riden vnd dar 
eyner dem anderen keghen einander, by louen, erßn eren, erep warn worden vnd tniwen an 
eydes ftad ghereden vnd mit banden vnd munde gnlouen, dat fe alle vnd einewelik vor lik 
mit gaiitzem vlite, truwen vnd ernfte dar na lin vnd dar to helpen vnd raden willen, na 
erem heften vorftentniffe vnd vormoghen, dat wy mit den ergenanten Marghgreuen van Bran«* 
denborgh, eren landen vnd luden deffe bouengefcreuen föne vnd entrichtinghe gentzliken 
Stede vnd vafte holden fcolen vnd ok dat fe dar vore fyn, dar to helpen vnde raden, dat 
wy mit en in fulke bouengefcreuen föne vnd entrichtinge bliu^n, Vnd ok rouerye vnd togrepe 
hemeliken edder openbar likerwyfz, oft dat eren heren, enfuluen edder in eres h^en lande 
geicheen were, na eren heften vermögen fturen vnd weren willen vnd nemelken, dat wy en^ 
edder den eren bynnen delTer föne vnd entrichtinge na eren Sloten, fteden, herfchoppen, lan- 
den vnd luden nicht ftan noch gedenken fcolen, hedaelken edder openbar Vnd ere lande vnd 
lüde ok nicht befchedigen edder befchedfgen laten fcolen keynerleygewyCs ane argh vnd ane 
geuerde. Weret ok fake dat iengerleye rouerye edder togrepe hemelken edder ppenbar in 
defler bouenfcreuen föne in der ergenanten Marghgreuen van Brandenborgh landen van den 
vnfen edder van anderen vt vnlen landen gefchegen vnde denne ere denre, manne, Stede 
edder vnderdanvp vrilTcher dat edder dar na fulken befchedegern vnd rouem oaer vnfen 
landen nauolgeden vnd de vnfen dar to to hulpe efcheden; fo fcolen de fulueii, de alfo na- 
nolgedeh edder volgen, in allen vnfen landen vnd ghebeiden feker vnd velich wefen, in vnfe 
ftede vnd Slote by nachte edder by dagbe ingbelaten, in gutKken mede gefaren werden: 
vnd vnfe manne, ftede, denre eddec vndeidan, de alfo dar to geeflchet werden, fcolen en 
vorderinge vnd guden willen bewifen vnd en ok dar to helpen vnd raden mit gantzer macht, 
dat fulk name vnd fcade, dar vmme de nageuolget weren, mit eden edder wed^erdad van 
ftund an vorböten vnd weddergeuen vnd de befchedeger na rechte edder na gnaden gerichtet 

13* 



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100 

werden ace argh vnrl ane geuerde. Worden ok welke rouere Vnd befchedegere vp friflcher 
dad edder dar na by ymande funden, de fe mit witfchap hufede, en et en edder drinken geae 
edder iengerleye hulpe, rad, biftand edder vorderünge dede» edder fik dat in warheit funde» 
dat en vorderinge, hulpe, rad van em gefcheen, gehufet vnd gehoaet, geefet vnd gedronket 
weren mit witfcbap vore edder na« alfe fe fulken fcbaden deden edder gedan^badden, den 
edder defuluen fchal vud macb men likQ deme edder den roueren edder berchedegem na 
rechte odder na gnaden richten, vnd fcal ok van deme edder den, de alfo gefunden wurden, 
fulk fcbade fo gefchen were. vorbotet vnd wedder gekeret werden ane alle wedderrede vnd 
ane geuerd. Weret ok, dat wy ergenante bertoge binrik mit den ergenanten Margh* 
greuen van Brandenborgh vmme iengerleye faken edder fchelinge willen in defler föne vnd 
entrichtung twidrachticb vnd vneyn wurden vnd vns mit en vmme fuike faken vnd fcbeiinge 
nicht verrichten edder vordragen künden, So fcbolen vnd willen wy van beiden delen fulker 
faken vnd fchelinge den bochgebomen furften heren otteii vnd hem Cafemern, to Ste* 
tin etc. hertogben, gentzliken boren, do uns in fruotfcap mit witicap edder mit rechte to 
eotfchedende vnd to entrichtende: vnd wes de ergenaiiten heri^ otten vndbem Cafemern 
tufTchen vns erghenanten hem in der fruntfcap edder na rechte, alfe beuen gefcrmien ßeit, 
vtfpreken, Vnd dat van beiden delen denne alfo geholden werde, fo fchojen vnd willen wy 
vmme der fuluen fake willen, wo de denne van en vtgefproken wert, vorder to nyner veyde 
komen ane geuerd, Doch vtgefcheiden fulke laken, de leen antreffen, de fcolen vnd willen 
wy van beiden delen fuken vnd eiTchen an den fteden, dar wy dat billik vnd mogelik don, 
nemeliken vor eynen romeflchen keyfer edder konynk vnde dat bitghe rdmeflche ryke ane 
geuerd« Eft ok wy ^genante hertogh hinrtk ymande frowen edder msmne in der erghe* 
nanten Marghgreue van Brandenborgh landen gefeten engerleye leen edder gbudere van 
deffer negeft vei^;angen veede 'edder krige weghen genomen, mit rechte erfordert edder fünft 
bekümmert hadden edder genomen, erforderen vnd bekümmert hadden laten. Den fuluen 
fcolen vnd willen wy liilke leen vnd guder van ftund an vngehindert volgen laten vnd wed* 
dergheuen ane geuerd* Wy ergenante .bertoghe hinrik then ok'mit in delTe föne vnd 
entrichtinge vnfes veddem -des gefangen h orthogen Johanfen land vnd lüde ane geuerd 
vnd deOe bouengefcreuen föne entrichtung vnd fruntlike fate vnd alle puncto vnd article, 
de van vns an deffem breue gefcreuen ftan, bebbe wy ergenante hertoghe binrik vor 
vns vnde vnfes vedderen des gefangenen hertogben Johanfen land vnde lüde den erge- 
nanten Margreue.n frederike vnd Marggreuen Johanfen fynem föne by vnfen vorft* 
liken eren werdeti^vnd truwen Stede vafte vnd vnuorbroken to holden geredt vnd gelouet, 
Reden vnd louen de ok ftede, vafte vnd vmiorbroken by vnfen forftliken eren, werden vnde 
truwen to holden in aller mate, alfe bouen gefcreuen fteyt, ano argh vnd ane gheuerd. Des 
tfau einen waren bekenntnilTe bebbe wy ergenante hertoghe binrik vnfe jngezegel mit 
witfcop vnd vorbedachten mode an deflen breff hengej^ laten, de geuen vnd fcreuen is to 
Tempi in, am daghe des hilgen lichams, Na godes bord verteinhundert Jar vnd dar na in 
dem fouen vnde twintegeften Jaren. 

9U^ Um iDrig. Ui K (Be^, Stihmm^flxd^iui St. Sl. 



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101 

BIDXXy. 0{trß SBtlj^Im Mtt Senbnt ixüt bm stoifd^eit SfanboAttrs tmb ^mmvm ge» 

fd|iIo{fcnett ^titbtn hn, <an 19. 3um 1427* 

Wy wylhelm, van godes gnaden Furfte to tuenden» here to Werle-etc« be- 
kennen openbar myt deflem breue vor vns, vhfe land vnde lüde vor aldenyenen, de defTen 
bref feen edder boren lefen. So alfe de hochgeboren vorften, vnfe leuen Oeme hem Otte 
vnde hem Cafemer bertoghen toS tetin ete« fik myt den hochgeboren vorßen hem 
vrederike vndhem Johanfe fynenfone, Marcgreuen to Brandenborch vnde Borch* 
grauen to Norenbergb, mit eren landen vode luden ghevmndet, ghefonet vnde ghentzliken 
gfaelatet vnde entrichtet, yn fulke föne fate vnde entrichtinghe fe alle ere helpere vnde hei» 
pera belpere vnde nemelken vns mit vnfen landen vnd luden ghetoghen hebben. So be- 
feheyden oft wi mit darynne fyn willen, fo fchole wi fulke föne vnde entrichtinge fuluen vor 
vns vnfe lande vnde lüde yegben de erghenante markghreuen vorfchriuen vnde vorfeghelen; 
Alfo hebbe wi vqs mit vnfen landen vnde luden na rade vnfea.rades mit willen vnd vor- 
bedachten mode mit den erghenanten Markgreuen van Brandenborch eren landen vnde luden 
ghentzliken vnde ghar vmmei alle twedracht vnde fchelinghe gheftlik edder werlik, wenne, 
wo, worvan vnde yn welker mate fik de van der veyde vnde krighes weghene tufchen vns 
▼nfen landen vnde luden den erghenanten Markgreuen eren landen vnde luden wente vp deffen 
hut^hen dach ghemaket vnde vorlopen hebben, vorenet, ghefonet vnde entrichtet etc. (wie 
in der vorigen Urkunde bis zu Ende aus, nur mit Ausnahme des folgenden Palsusi) Vnde 
gefcheghen. ycht roueryge edder togrepe yn defler föne, vruntliker fate vnde eninghe vt vnfen 
landen yn der erghenanten Markgreuen van Brandenborch edder der eren landen fo fcolen 
de erbam vnde de erfame vnfe leuen ghetruwen mit namenher heimelt van plefferidder 
hinrik Moltzan, hinrik van pleffe, Mauritius viotow, Clawes van Redicftorp 
to dem Boitze, bans Bardenviet, hinrik van deme kaiende, Reymer Noffentin, 
Boban viotow vnde hinrik haue, de van Parchim, de van GuftroWt de van * 
warne vnde de van plawe yeghen der erghenanten Markgreuen van Brandenborch .manne 
vnde ftede mit namen. Jafpar ghanfe hern to Putlift, Achim ghanfe fynen föne, her 
banfe von Quitzow, Bernd Ilore, hans Tore, Olde Otten van Blumendal, 
Ebele Molendorpe, Bedeke van kerkberch, kone van Redikftorpe, Achim 
Molendorpe, den van Parleberghe,. den. van Pritzwalke, den van der kiritze vnde 
den van hauelberghe vppe eue beleghelke ftede vnde dach to famede riden vnde dar en 
deme andern yeghen enander bi louen, eren, eren waren worden vnde truwen an edeftad 
ghereden vnde mit banden vnde munde ghelouen, dat fe alle vnd en iewelk vor fik mit 
gantzen vlite truwen vnde ernfte dar na fyn vnde dar to helpen'vnde raden willen na. eren 
beften vorltentniffe vnde vormoghe, dat wi mit den erghenanten Markgreuen van Branden- 
borch eren landeo vnde luden defle bouenfcbreuen föne vnde entrichtinghe ghensBken ftede 
vpde vafte holden fcholen etc. — Deffe bofchreuen föne, entrichtinghe vnde vruntlike.fate 
vnde alle puncte vnde artHcele, de van vn&*yn deflen breue gefcbreuen ftan, hebbe wi erghe^ 
nanter her Wilhelm, vorfte to Wenden, vor vns alle vnfe lande vnde lüde den erghe-» 



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102 

Dapten MarJcgreuen frederike vnde Markgrauen Jobanfe fynea föne bi vnrem vorft« 
liken eren werden vnde truwen ftede, vafte vnde vnvörbroken to holdende gheredet vnde 
ghelouet, ghereden vhä ghelouen de ok ftede vaft vnde vnvorbroken bi vnfen vorftliken eren, 
werden vnde truwen to holden yn aller inate alfe bouenfcbreuen fteyt ane arch vnde ane 
gbeverde. Des to euer waren bekantniffe hebbe wi erghenanter Wilhelm vorfie to wenden 
vnfe ynghezeghel mit witfchop vnde vorbedachten mode an delfem bref henghen laten. De 
gheuen vnde fchreuen is to Templin, an deme daghe des hilleghen lichames^ na ghodes 
bort verteynhundert iar vnde dar na yn deme fouen vnde twintegheften Jare. 



MDXXyi. Die 4)erxogm wn SÄcdflenBurg gel^t mit btn SWarlgrafert »ort SraiibettBttrg ein 
^nii^ mb a;i:u^Bitnbnip auf jel^n ^a^xt tirt, Befonberd gegen bte ^er^^ge bon Wltälmhvtx^ 

©iargarb; am 25^ Slpö* 1427* 

Wy katherina, van godes gnaden hertoginn to Mecklenborch vnde Grefinn 
to Swerioy Bekennen openbar met defleme (Mreue vor vns vnfe leuen Sons hern heinrik« 
ken vnde hern Johan, hertogen to mectlenborch, der wy eyn recht vormunder fyn 
vnde fuft vor alle dy jene, dy deflen brieff fyhn edder boren lefen. So alfe wy, vnfe erge- 
nanten kindere vnde vnfe lande vnde lüde van den hochgeborn forften hern Johan Ten vnde 
hern hin riebe uedderen, hertoghen to mecklenborch vnde herren toStargarden, 
met Roue vnde brande freueliken vnd .met gewalt Widder recht angegrepen vnde drepliken 
befchedigt fyn worden, dat wy vns na rade vnd vulborde vnfzer Rede, mann vnde ftede ia 
deme lande to mekeloborch, dorch nuttes, fromen, beflerung, befcbermung vnde f redes willen» 
dy vns vnfen kindem vnd vnfen landen dorann enftan vnde komen mach, vnd ok up dat 
wy vns forder falker bouenfcbreuen togrepe vnd fchaden, dy vns vnfen kindem vnde vnfen 
landen van den boueogefchreuen heren vnde andern noch degeliken gefchyn. vnd wedder 
karen mochten, defte bat up.^eholden magen; hirumme vnde ok van befunder fruntfchap 
wegen met deme hochgebom forften herti fredericken vnd hern Johannfen, marggre-' 
uen to Brandenborch vnde Borggreuen to Norenberch vnde eren eruen frunt- 
liken uereynet vnde uerbunden hebbeo, eynen vnde uerbinden vns ok van der ergenanten 
vnfer kinder wegen met en geinwardichliken in crafflt deffes briefs teyn gancze iar negeft na 
einander uolgende vnde tokomende in folker mate', alfe hir na gefchreuen fteet. To deme 
irften dat wy vnd vnfe ergenante kinder defle. bouengefcbreuen teyn gancze iar dy erge- 
nanten marggreuen fredericke, marggveuen Johannfe, finen Sone, vnde ere'eruen 
fnmtliken meynen, eren, fordern, uerantwerden vnd eren fchaden warnen vnd ere befte met 
worden vnde wercken vngeuerliken an allen fteden vornemen fcholen vnde willen ^eliker 
wüGe, effit dat vns fuluen edder vnfe ergnante kindere an treffe. Wy fcholen vnde willen ok 



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lOS 

den ergMDten marggreuen viid eren enien met life vnd gude getruweliken behulpen Tnde geraden 
fyn to allen eren noden vnde krygen kegen alfweme» one allertey bulperede» one arch vnd 
one g^nerd. Tor defler eynung vnde uerbindung tyhn wy vnfen heitigen vader den baweft, 
dy hilige Romifche kerke, vnfen gnedigften heren den Romifchen etc. konig, dat hilige Ro^^ 
mifche rike vnde hem Wilhelm, forften to wenden met fynen landen, ouer dy wy vns 
nicht uerbinden. Alle deffe bouengefchreuen ftucke, puncte vnde artikel hebbe wy ergnant 
fraw katherina, hertoginn to mecklenborch, vor vns vnde vnfe ergnante kindere dy 
boneogefchreuen teyn iar gancs ut den ergoanten marggreuen fredericke, marggireaen 
Johann Ten, fynen Sone, vnde eren eruen in guden truwen an eides ftatt vnd^by vnfen 
forftliken eren,. werden vnde truwen ^eret vnd gelouet^ ftede, uafte vnde vnuerbroken to 
holden, alle argelift genczliken bir jnn utgefcheiden. .J>e8 to orkund vnde waren bekentnifz 
hebbe wy ergnante frow katherine, hertoginn to mecklenborch, vor vns vnde vnfer 
ergnafiten fons met witfchap vnde vulbord vnfer manne vnde ftede in deme lande tomekelnborch 
vnfe Ingefegil an deiTen brieff hengen laten, dy Geuen ia to perleberch', an funthe kathe- 
rinen dage, na godes bort virteinhundert iar vnde dar na in den Souen vnde twintigeften iare. 



MDXXVU. R6«tg ©ieijmuttb öerfd^reiBt bem Deuifd^iett Drbeit bai ©gerttlum htt wn birfem 
l)fanbi»e{fe befejfe«en Slmmarf; am ?♦ ©e|)h 1429* 

Wir Sigmund, von Goiea gnaden Rom. Kunig, zu allen Zeiten Merer des Reichs 
vnd zu Hungern, zu Behera, Dalmacien^ Croacien etc. kunig. Bekennen vnd tun kunt zu 
ewiger gedet^htnifz pfienlich allen den, die diefen brief fehen oder boren lezen. Vnder andern 
Werken der gutigen Barmherzikeit, durch die man komet zu freüden des oberfteo Kunigs, * 
fo kunnen wir der feie Selikeit nit groflern Frommen und Heile zuziehen, dann fo wir gheift* 
lieben und geordenten Perfonen, die dem Allmechtigpn Got in loblichen wezen dienen, folich 
Gmad mitteilen, damit fy lieb in fruchtlich merung^ breiten mögen, und funderlich den, die- 
gefazt find zu einem fchild der kriftenheit und den heiligen Glauben mit VergiefTung ires 
Plutes Tteticiich meren : und als wir vor etweuil Jaren den Erivirdigen Hoemeiftem Brüdern' 
und dem ganzen Orden des Deutfchen Hawfes unferer lieben Frawen von Jherufalem unfern' 
lieben Andechtigen unfer Land der Newen Mark zu Brandenburg; das unfer recht 
veterlicb Erb ift, fQr etlicfa Summ Geldes verfchrieben und verpfendet haben, nach laut def 
brief, die Sy doruber haben, Alfo- haben wir angefehen die lobUch und wirdig Stifftung des* . 
felben Ordens und derfelben bruder, die vov Anfang von einer eychen zu alded Thomn in^ 
kleiner Zal ritterlich und m'enliph die heidenifch undyet hinder fich gedrungen, und dornach- 
iich von lunderlichen Gnaden des AUmechtigen Grotes alfo gemeret haben, daz die heilig 
Criftenheit durch ir Müe, Arbeyt und Soigueltikeit bmder In, als hinder einen veften Schild, 
biüs uf diefe Zit in gutem frid gefefsen, und als in einem Garten der Rue erquicket ift. . 



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104 

Es find auch die ende derfelben heiligen kriftenheit durch Sy gepraitet worden, die heide- 
nii'ch Vndyet gedempfet, vil vertribeni vil durch ir Swert zu der Tauf geladen, und vil in 
den heiligen Glawben gekrezemt, des alle krirtenheit heut .difz tags Troft und Frefid hat: 
und wann menniclich wol verßeet, daz Sy das mit unmefzlicher Koft, M üe und Arbeit haben 
zu weg bringen müfTen, wir gefwigen der groITen Blutvergiefsung, dorione Sy ire Leib in 
dem Namen unfers Hern Jhefu Crifti geduldtclich gepurgert und geziret haben, und funderlich 
haben wir vor Augen genommen folich grofse Ordnung, loblich leben und feiige Andechti- 
keit, dorynn iie fich in Gotes dienft teglich üben, und daz der heiligen kriftenheit noch in 
kumftigen Zeiten durch Sy gros Nutz befchirmung entfpriefsen mag, als wir In dann yetzunt, 
dem AUmechtigen Got und unfer lieben Frawen zu Erep und zu lob, und der kriftenheit 
zu Troft, durch unfer Sei Selikeit willen ein grofsen Teil in unferm Lande zu Hunj;ern 
ynn gegeben, und Sy dofelbs geftifftet haben, daz Sy als ein New gefezte Pflanz ouch fär- 
bas wachfen zu yertilgung der Türken und ander Barbam und heydenifcher Vndyet. Wir 
haben ouch angefehen folich Woltat und Gutikeit^ die unfere Vorfaren Rom« Keyfer und 
Kunige, ander kriften Kunig, Furften i|nd Hern demfelben Orden mannicfeldiclich bewifet 
haben. In zu hilfe mit iren eygen Perfon Rittern und Knechten geritten, Slofser und Veften 
in dem Land gepawet. In Ire Ampt und Panir beuolhen^ der Erentafel dafelbs wirdiclich 
befezt, und funderlich das unfere Vordem Kunige zu Behem, Bifchofe, Hern und RitterfchaSt 
desfelben Kunigreichs dem oftgenanteü Orden vil Gnaden und Fürdrung bewifet haben, als 
man das alles clerlicher von den Gnaden des AUmechtigen Gotes vor Augen flehet, wer das 
befchawet , dann man das mit Schriften ufgedrucken mag oder kan. , Wir haben ouch gar 
eygentlich betrachtet, das derfelb Orden, die Bruder und das Landzu Prefifsen vonetweuil 
Jaren bisher durch Streit, Krieg und ander befwerung manigfalticlich gefwecbet worden flnt» 
und wol Ergezung, Hilf und Stewre bedorflen, der Worten ob Sy ymmer, da Gott vor fey, 
angefochten wurden, daz fie dann defter kreftiger macht betten folichen Geweiten zu wider- 
ftehen. Ouch angefehen und vor andern Sachen eygentlii^h und befunder befunnen, daz 
derfelb Orden an dem vorgenanten Land der Newen Älark ein pforten und offen Stralsen 
hat, dadurch Im Furften, Hern, Ritter und Knechte ufz Deütfchen und andern Landen, wen 
fie angefochten werden, wol mögen zu Hilf reitten und komen, und ouch keinen andern 
bequemlichen Weg haben, damit In zu ftatten mag komen und geholfen werden, als fleh 
das in iren Krieg, den fy mit Iren Widerfachen langzit fürten, wol und fcheinperlich bewifet 
hat, was Hilf, Zufchub, R^tes und Fürdrung Sy' durch das vorgenante Land, und von nyndert 
anders gehabt haben, und wo fle desfelben Landes nicht gehabt betten, fo wer, als wir fürch- 
ten, derfelb Orden zu folichem Schaden und Gedrang komen, die Im zu ewigen Zeiten 
unvervnndlichen geweft weren, und mocht auch damit getempfet und vertriben worden fein: 
lind wo das gefcheen were, oder noch" gefchee, do Gott vor fey, fo verfteet menniclich wol, 
das zuvoraus die ganz Criftenheit, und funderlich defitfche Land alfo angefochten und ge- 
drungen wurden, das man nit ufzgefchrieben mag. Vnd dorumb folich Vnrat ffirzukommen, 
und durch der obgefchriben aller Sache, und ouch ander bewegung willen, und funderlich 
daz uns der Almechtig Got von finen heiligen Gnaden und nicht durch unfer verdienen zn. 



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105 

dem heiligen Rom. Rieh erwelet und geruffien, npd vil andre und mechtige und praite Ku« 
nigreich, Purftebthuro, Land und Lefith eu wer^esen beuolhen hat, das wir des billig danV- 
nem fein, und das gen feinen gotlichen Gnaden mit I>einutickeit erkennen follen. So haben 
wir mit wolbedaehtem mute, gutem Rat unferer und des heiligen Reichs und unferer Eunig- 
reich Furftetl, 'G^Uen urid Hern rechter wilten, und eigner bewegnifs, dem Allmeohtigen 
Gott unfern Schöpfer, Jhefu Crifto, finer lieben Mutter Marien der byraelifchen Kunigin und 
allen Heiligen zu lob und zu Eren, der heiligen Crfllenhdt zu 'troff, dem Criften glouben 
und der heiligen Rom. Kirchen zu praytnng, und zu Setikeit und Heile unfer Verdern und 
nnfer Sele, und zu Vfoemen desfelben Ordens, ouch durch funderliche Liebe und Zuneygung 
vrillen, die wir zu In haben, «nd durch foKeher Dienft wHIen, die 8y ^er heyligen kriftenheit 
tun follen und' mögen in künftigen Zeiten > dem Erwirdigen Hoemeifter, der itzund ift, und 
den die nach Im kumftrg find den Brüdern und dem ganzen Orden vnfer Land der Newe'ft 
Marke zu B ran dem bürg, das wir Im vormals verfetzet und verpfendet h'etten, nu indem 
Namen Gotes und durch Vergebung willen unfer Sund zu rechter Gotzgab gnedielich gege* 
foen, und geben In das ouch von Rom. kuniglicher Macht in krafll dts briefs, alfo, daz die- 
falben Bruder und der Orden dasfelb Land der Newen Marck mit allen Dmgen, die ob 
ufid under der Erden find, befueht und unbefucht, und mit allen Gemerken und Grenitzen» 
die von Älders her zu dem Land geboret haben, mit Steten, Slofsen, Veften, Merckten, 
Dörfern, Vorwerken, Felden, Eckern gepawten und uogepawten, Wifen, Garten, Pergen^ 
Talern, Eben, Weiden, Pufchen, WuftnulTen, Straffen, WalTem, Strömen, WafferleiiflteD^ 
Zeen, Teichen, WalTermuien und Windmnlen, Geyegden, Vogelweyden, Fifchereieuj^ Gebie^ 
ten, Dinften, Mfinzen, Czollen, Gelaiten, Kirchlehen und fuft geiftlichen und wertlichen Lehen^ 
Ritterfchafft^ Manfchafften, Cziotileliten, Fawlefiten, Dienern, Grerichten, Putfen, JFellen, 
Nutzen, Berkwerken, es fey Golt, Silber, Kupfer, Czin, Bley, ader welcheriey manier das 
were, Criften^ Juden und allen andern Zugefaoruogen, wie man die mit funderlichen Worten 
benennen mocht, nichts ufgenomen zu ewigen Ziten gleich andern iren Gut, Landen und 
Lewten, die Sy inne haben, und in folicher freyheit haben, halden und befizen, und damit 
tun und lafTen follen und mögen , was fie wollen von uns, unfern Erben und Nachkomen, 
und funderlich dem hochgebornen Friderichen, Marggrafen zu Brandembur^, des 
heiligen Richs Erzcamerer und Burggrafen zu ^uremberg^ unfern lieben Oheim >ind Ktjir« 
furften, dem wir die Alden Mar je gegeben vnfi verfchriben vff einen Widerkouff vnddoch 
die Newen Mark dorynn nit begriffen haben, feinen Erben. und Nachkomen und fuft aller'* 
menaicKeh ungehindert. Wir behalden ouch uns und unfern Erben und Nachkomenian dem^ 
felben Land hinffir kein Zafprueh, Eigenfchafft, Herrfchafft •oder.£i4>fdi<fft, funder verziehen 
UD8 der ^nzlich in craft ^ briefs, ^as to)wmermis^ti Wtdentifen >zu ewigen leiten. Wir 
rerziehen uns ouch aller Stewer und Hilff die uns oder unfern Najchkomen in gdftlichen 
oder wemtlichen Rechten und Gefezen, BablUrcben t>der Keiferlidien Imefen tin demfelben 
Land za H{if, und dem vorgenanfen Orden *zu Schaden kommen OHigten ^oo ^er ^orgenan^ 
teiL Ronrffe^en Kunfi;Kehen ^acht wegen: Vnd gebieten ^loruaab nHeniindyglichenPreiaten, 
Grauen, Fryen, Herrn, Rittern, Knechten, Mannen, PurggreEiien, Vögten, Amptltften, Land* 
t^auptt». U. set^IV. 14 



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106 

lichtem, Richtern , Burgenneirtern, Schepfen» Ratlewten, Bürgern und lowonern aller und 
yglicher Stete, Merkt und Dorflfere, und allen andern zu der vorgenanten Newen Mark ge- 
hörenden, und dorinne wonendea ernltlich und vefticlich mit diefem briefe, daz fy ficb alle 
an die vorgenanten Hoemeifter, Bruder und den Orden als ire rechte Hern fürbas mer hair 
den, und In alfo gewonlich Gelubd und Hulduug thun, und in allen Sachen gehorfam und 
gewertig fein one alle Iming, Verziehung und Widerfprechen. Vnd wir Tagen ouch die 
vorgenanten luwoner desfeiben Landes alle und ygliche, fie fein edel oder unedel, aller und 
yglicher Irer Huldung, Gelübd und Eyde uns als Iren rechten Erbbem getan ledig und loza 
mit difem briefe. Mit Vrkund difs briefs verfigelt mit unferm kuniglichen Majeftat InfigeL 
' Geben zu Prefpurg nach Crifts geburt virzehen hundert Jav, und domach in dem newn 
vnd zweinzigiften Jare, an unfer Frawen Abend Natiuitatis, unferer Riebe des Vngerifchen et& 
im drey und fierzigiften, des Romifchen im new^nzehenden, und des Behemifchen im zehen- 
den Jaren. Dabey find gewezen die Erwirdigen Lud ewig Patriarch zu Agley, unfer 
Furft Jörg Erzbifchoff zu Gran, Johann bifchoffzu Agram unfer Canzler und lieben 
andechtigen> der hochgebome Conra't genant Kenfner Qertzog in der Slefien und 
Herre in Olfen und zur Cozel unfer lieber Oheim undv Furft, die Wolgeborai Her- 
man Graf zu Gilt und im Seger, Ba^n in Windifchen Landen, unfer S^veher, B)runorius 
von der Leitter unfer und des Reichs zu Bern und zu Vicentz gemeyner Vicari, Graf 
Hans von Lupfen Lantgraff zii Stulingen und Herre zu Hohennack, Johannes Graf 
zu Schawmburg, die Edeln Conrat Herre zu Winfperg unfer und des Reichs Erb 
Camerer» Erkinger von Saunfzheim Herre zu Swarzenberg, und die Strengen Härtung 
von Clux, und Conrad Nemptz Rittere unfer? liebe getruen, und vil ander Hern Ritter 
und Knecht, die wir zu difer unfer Gab zu uns ruften zu warer Gezefigniiz der vorge- 
febriben Sache. 

^ 9ta(^ bem ^Drlglnafi Ui ^. %z% ^ab.»9fcc^{i>< itifle 430. — Oiefe ftcfunbe ifl par fc^cn 9on <9tnfen Cod« V, 
354—259 cllri; öfter grate ber «Mti^flc X\t\\ i^ref 3n^(i4 ifl oon (Scrcfcn — »ie H ft^int »egcn poCiti» 
\^i SBcforgnilTc — au<gc(affcii* ^ 



MDXXVllI. Stttberttttte Sltt^ferttguitfl ber gtgent|ttm«»eriet|ittttg ber 5l«mtarl cn bett JDwtfd^eti 

Drbert, wm ?♦ ©ejjtember 1429* 

In nomine £incte et indiuidue trinitatis feliciter Amen« Sigifmundus dei gratia 
Rom. Rez femper Auguftus etc. ad perpetuam rei memoriam notum facimus tenore' 
prefentium uniuerfis» Inter cetera pietatis opera ^luibus ad. gaudia peruenitu^ i^gis eten^inou 
poflumusetc. — . Et prout ante tempora nos Yenerabilibus Magiftro generali fratribus ettoti 
ordini Domus The^rtunice beate Marie virgiois de Jerofol. deuotis noftris dilectis Prouinciam 
Dominium feu territorium Noue Marchie Brandenburg^bnfis .noftrum verum et juftum 
ac pateroum et 'hereditarium Patrimonium pro certa fumma pecunie profcripfunus et obliga« 
uimus, proirt Jitere uoftre defuper date continent maqife^j fic infpectis laudabUibua et dignif 



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ßatutis et ordinatioDibus ejüsdem ^rdilsis qüibuä, frätres ipfius^ ab hiitio ab uoa queren in 
«Dfiqua Thoriin ^üanquam pauci flümero militari tarnen exerdcia et magpifice pagaDifmi 
üeroces repreflbnint infatiias — Precipue et ant#^ omnia reuoluebtes in animo^ quod Ordo 
i>refetus et fratres de fuprä nobinato Marcbionatu magnum geflerunt fructum, tarnquam 
de porta patente et ftrala apia, per qnas eidem prineipes nobiles inilitea et clientes ex Ale- 
m an nie' et alns criftianitatis tei^ininib'iu fuis oppreffionibua et temptatiönibus fuccurrerunt^ 
Don habeotes alinnde Itbenim aditoin, quo* VaWent prfefatis fratHbuä et Ordini opportunnm 
'ftblidium impartiri, quemadmodum ib Gwerra ipfia alias diucius per aduerfai;ios fuos mota 
ifquide et experientia reali perclaniit, quiantis Aibfidiis promotionibus confiliia et fauoribus ipfip 
Ordo et fratres per prouinciam dicte Marchie et dusquaoi aliunde fiogulari quodam^ patro- 
cinio fouebantur, . qua fi quod abfit caruiflent formidabile eatenus ipfos ineuitabilia dampna 
opprefliöbes et jacturas irrecuperabiles incidere potuilTe, quibus mediantibus ipfe Ordo aut 
deletus dut • relegatus hi ignoiniDiam et icandalum tötius Criftianifmi et fpeciäliter lingue theo* 
tunice — Id circo preforiptis caufis et aliis motiuis ad hoc animum noftrum legittime indu- 
centibus confideratis^ et Hgnanter, quia ipfe altiffimus de Aia iiberali gratia non noftris meritis 
exigentibus nos' ad facrum Rom» iniperiunH euocauit mifericorditer et elegk, — Veoerabili 
IVf agiftro generali qui nunc eft, et ipfis qui in futurum fuerint ac fratribus et toti ordini 
prediclb^ Cruciferorum Domus Theotonice de Jerufalem terras noftras Noue 
Marchie Brandenburgenfis; quas ipfis pridem obligauimus^ in noitfine Dei et abfoiu- 
tionem noftrorum peccamioum ad veram donationem ecclefiafticam Dei intuitu genelrofius de* 
dimus et douavimufi, damus etiäm -et donaiaus auctoritate Romana Regia et tenore prefentium, 
ita quod ipfi Magifter tirdinis generalis flratres et Ordo prefati predictum territorium Nöue 
Marchve cum omnibus jebus quefitis et non quefitis fubter terram et luper terram cum 
omnibtts termidis et Greniciebus, licut ab antiquo ad dictam ten^ain pertinuerunt, cum ciuita- 
tibm, caftris, Muoitionibas^ Opidis, Viilis, Allodiis, Gampis, agria cultis et non cultis, pratis 
ac aliis ecclefiafticis et fecularibus feudis cum Varallis, Vafailagiis Militum et Clientum, et 
hominibus cenfvaKbus et rufticiß feruitoribus — cum Criftianis, Judeis et omnibus aliis perti-« 
ncDtiis Alis, qualitercünque propriis nomiuibus denomiuari poffint, nichil prorfus excepto, ad 
teoQpora perpetua^fub omni jure^ libertate, quo alias terras fuas fubditos et fubjectos teuent 
et poßideuty ad tenendum, habendum/ poffidendum, faciendum^ difponenduin et dimittendun;! 
cum ipfis pro fue beneplacito voluntatis a nobis noftris heredibus ac fucceflbribus et fignauter 
ab Illuftri Friderico Marchione Brandenburgenfi facri Rom. imperii Arcbicamerario 
et Burgrauio Norimbergenfi Auunculo et principe Electore noftro cariffimo, cui antequam 
Marchiam antiquam profcripfimüs ad reemptionem tamen et qua profcriptione Noua 
Marchia fibi et heredibus fuis nequaquam dinofcitur effe profcripta/ et ab omnibus aliis, 
impedimento penitus procul moto» nulla nobis noftris heredibus et fucceflbribus in prefato 
territori« Noue Marchie in antea impetitione proprietate dominio feu hereditate penitus refer- 
natis, renunciamus eisdem ad integrium tenore prefentium fine dolo nee unquam hanc dona- 
tionem d.ebemus vel poflumus in perpetuum reuocare. Abrenuotiantes etiam omnibus auxiliis 
et obfequüs, que nbÜs heredibus et fuccelToribus noftris tarn in ecclefiafticis quam in fecu* 

14* 



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108 

JhritNui jurtitui^ et ftatatis apdftoIicU feu imperialibus HftrU in predktas territ^nw poTTent 
fiiccurrere,, et predicto; Ordani ad dampnuin et inicoiBmoduin proueoireprefataaiictoritate regia 
e6 plenaria poteftate.. Idcirco» precipimus omubus et fibgotis. pcelatia. Comitibfia Liberia Pro^ 
aeiibus. Dominia. Afilatibua. Clientibua. VaÜBdlia. Burgratuiia.'^ et 0iiiiiibttB.alir8addictamNet4iaia 
Ma^ehiam. pertineotiboa et inhabitaotibua. tenorer prefentiuiafiniHteretdirtnctejtquateuuapre* 
fotoa. Mag^ftrum. generalem fra^rea et Otdinem taniquant ip(0CiiialegitiiM&beredes:(lic))aaiite^ 
cecipiaiit teneant babeant et obediaH eisdem^ ipßaque (bUtajürameiitaetobedientiain preftent, 
ipfisque in. omnibus. caufia. et cafibua. obediant et obtemperent, iflapediinentOi dilaüöne etcen- 
tradictione quibuslibei prooulmotia^. ao etiam. pre&tea. inooha. et inhabkatOEea^ diete terre, fiue 
fint nobilea. fiue ptebeji,, dimittimua et dicimua. ab. oilifti. fuo* juratiietitoLproBiiflaetdebUaiiobia. 
&cto. tamquam iprorum. vero, et natttralL Dnd». Ub^töa. et folütoa oraohnode per ipr«renlta pro- 
&Btium. fubi noftre' majellatia figillo teftimooio litecatfuniv. Datim ^oCaaa Strigpimn^a. jDier 
oefifi^. annOt domioi. MiUefimo. quadHbgentefimo; ^geAmanono^ in vigiiiA natiuitatis fanoteMarie,. 
Jiegnoruni. noftrorum. anno. HuDgarie etc.. qvadcagefimO' tercio^ Romanorum^ deeiinoi nono^ et 
Bobemie- decimo», prefentibus drcapcenuflaVenecabUibiai. Ladauico^Patrlarfeha: Aqailej« 
]frincipe noftra,, Geöcgio. AtchiepiXcop» Strigpuiepfi^ Johanne ELpifcopo- Zaoi* 
bienfi. aule noftre majeftatia. CänceUario^. deuotia nofiria. diiectis^. Uhifti^ Coorado> dieto^ 
Kentoer D.ttce Slerje- O.omiao; Olfen etlLoziliea prine^e auuBCufo nofiro» ciidyCOnio» 
Magaifieia. H.erm:aonoi Comite Cilii et Seg&rie t!egniqae noftri Sdauobia Banoe^. Brunoria 
de^ la. fcala. noftro. et imperii facri. Yerone et Vincracie Vicacia generalii. J.ohanaevCamite* 
de Lnpfen. Langramo. in Stulitigen et: Düo^ ia Hoennack,. Jobanne Comite de Scba:- 
wenburgy ac nobilibua. Cbnrad.o de Wi«fperg, noftrl et imperii? facrL Ckmetaiia beredt- 
tario,, Erkingero de SaunCheim Dno^ de &warzberg^. ac ftrenuis Martun'^o de Cluz,. 
et. Conrad o KeoaptE.aiilitibua^ fidelibaa. noftria. dil'ectia,. et quaiä^ pltoimift aliiä. Dnb«. Mili- 
tibna et. tnilitaribuB» ^HOa. ad prefenteoi: noftraoi donationem. vocauimuaetreqiiifiuianiaiafideai. 
^: enideiKa. teftioionioni« oofnium. premiffbrum.. 

A.d «andatim Dni.. R^a. Cafpac Slig,k^ 



ÜtlKSXlX:. StMi ©figntttttb Beauftragt ben Crjbffd&of ©fitttfer- Dort SWaöbeJürör/« m femer 
^elle. fett f&etütl^titx, ber. Vlmmaxl t^rer Ijulbiguttg^eibe ju ettttfttfen: unb an bett Drbeit ju 

tteifen,, am 8.. @ej)t*. 1429^, 

Wir. Sigfnnnd,, von Gotee. Gnaden. Rom if eher Kuaig,, mi^ümfhitm Merer 
dt^a. Raidn etc. Embi^tcii. dem Erwirdigen. G«ntfaer, Erzbifciiof£ zu Meidbarg,tnrerm 
Fftrrten, Radi, and lieben a&decfatigen,. onfer Gnad und alleaGat. ErrardigerFirrttmd lieber 
Andeditiger. Welm trir itrand dem allmechtigen Got and unfer lieben^ Frauen d^ Hymel* 
ficben. Kunigin, «a Lob. und au. Eren,. der heiligen Crifteaheit zu. troft, dem Defitfcheni 



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Ordea «u beoeftunge uad durch ubrer Sele Selikeit willen, dem Erwirdigen Homeifter, den^ 
Briidero und dem ganzen Orden zu Preüfsän unfer Land der Newen Marke zu 
Brandenburgs das wir In vormals umb ein merklich Summ Geldes vorfchriben betten. Im 
erblich und ewiciich zu belizen gegeben haben, alsdann unter königlich Majeftat brieffe dor 
vbir gegeben das elerlich inne balden; Vnd wann wir meynen und wollen, das lie in das- 
felbe Land J&bUch füllen ingefezt werden, derwortten das lie folich Gutat an uns fcheinper- 
Uch irfinden, und den allmechligen Got delzer vlieOiecIicher für uns bitten mögen, und wir 
ein Ainderlich Getrauen vor andern zu Diener Andacht haben, du werdeft das redlich vor- 
bringen; dorumb fo begern wir von derfelben Deiner Andacht, heiflen Dich und geben euch 
mit wolbedachtem Mute gutem Rath und rechter WiiTen Dir, und wen Du von Erbem 
Luthen deflelben Lands in den Sachen zu Hilff nemen wirdift, ganzen und vollen Gewald, 
die felben Bruder und Orden nach laut unfer vorgenanten brieffe in dasfelbe Land inzufetzen, 
die gewer ynzuantworten« allen Prelaten, Grauen, Herren^ Bittem, Knechten, Steten, Merck- 
ten» DorflTem und allen des egenanten Landes Inwonern zugebieten,' dem vorgenanten Ordeti 
ordenlich vnd redlich zu hulden, und an fie ewiciich zu halden, vnd £e der Eide der fie 
un& als iren rechten Erbherren fchuldig fint von unfern wegen ganz ledig und lofz zu laflen, 
und allea da& dorinn zu thun vnd zu votfuren, das wir felber gethun mochten, ob wir gegen- 
wertig weren. Vnd was Du alFo endeft, thuft und volbringeft. Das fallCraßt haben, als wir 
das felber gethan hetten. Mit Orkunt des briefes vorfigelt mit vnfern kuniglichen Majeftat 
Infigel,^ Geben zu Pre&burg» nach Crifts Geburt vierzehenhundirt Jar, und dornach in deita 
n^wen und zwenzigeften, dxx unter f'rawen tag Natiuitatis, unfer Reiche des Hungerifchen im 
dvej und vierziglten,. de& Ronufchen im newen zehenden», vnd. des ßemifchen. im zehendeti« 
Jaren^ 



M0XXX. a^vl^af 3olN^ tmb ber iBogt itt ^ftmnaxi ^RmMi i)0it 9lu&ri|^ S)e)^lri(^ett fti|f> 

Nach prifii vnfers herren geburt Tufent vierhundert jare vnd darnach jn dem Newn* 
vndczweinczigften. ]aren am nechften montag nach fant michels tag, ift man zur wriecze an 
der oder czwilchen dem jrluchten hoohgebornen furften vfad herren hern Johanfe marg^ 
greffen zu Brandburg vnd Burggraffe Zu Nüremb.erg uff. einem,, vnddemwirdigen 
hern Micklawfz von Nickerice vogd der Newnmarckent über oder auff dem 
andern teile,, beredt vnd beteidingt wurden, jn mafzen als hirnach^ gefehriben: fteet. 2um 
nrften von fblicher Zugriff, nehem vnd befch^digung wegen,. So denn die dobriphowen mit 
fampt andern des gnanten raarggraffen mannen In der n^wennrarcken yeczunt jn kurz 
getan haben, Sulien die obgenanten beyde parteyen; auff: den. nechÜen. donrftag naifh fant 



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110 

Gallen tag rchirftlninSlig jr rethe zu ffreyenwalde haben, do feibift die dobricbowen 
mit fampt iren helffern auch fein vnd do alle die pferd, die fie aufz der newnmarck jn 
diefe czwitracht genomen haben, vridergeben füllen: was xnd wie vil pferd denn nachbleiben 
werden, füllen fie nach redlichen möglichen dingen nemlichen nach derfelben rete erkentnufz 
verbuCTen vnd vergnfigen vngenerlichen : vnd die von Cöftrin füllen den dobrichowen 
folich brieff, fo fie obir fie irworben, do mitte fie fie jn den bann bracht haben, obir vnd 
iren willen derczu geben, das fie der richter der fach us dem bann laffe, ein folichs doch 
die dobrichowen von dem richter was des kollen wirdet bringen vnd lofz machen füllen 
vnd darauff fol die felb czwitracht vnd fchelung gancz vnd gar czwüfcheti den dobrichown 
vnd den von'Coftrin uff den obgnanten marggraffen, den erwirdigen herren Cri'ftoff Bi-. 
fchoff zu lubus vnd den gnanten herren Niclafz von Nickericz vogd der newen- 
marcken fteen, was dfe darumb aufzfprechen, werdeu, dobey fol es bleiben. Auch von folicher 
czwitracht vnd fchelung. nemlichen von folichs roubs vnd brandes wegen, fo denn h einrieb 
von gruneberg jn /die newnmarcke den von der marwitcz vnd andern getan hat vnd 
der Voigt die von der marwitcz vnd ander aufz der newnmarcke heinrichen wider getatn 
haben, das alles fol auch auff die obgnanten drey zu vullermacht ftehn : was die darvmb fpre^ 
eben werden dabey fol' es bleiben; doch ufzgefloflen vnd hindangefa.czt fein briue vnd fchplde 
den vnd die der gnante heinrich von vnd zu dem hohmeifter vnd von vnd zu dem Orden^ 
hat. Suft vmb alle aide fchulde vnd zufprechen fo die von franckenfurd zu den ufz'der 
newnmarcke obir oder meynen zu haben, die felb fchuld vnd zufprochen füllen auch auff die 
obgnanten drey genczlich ftehn, was die dorumb fprechen werden, dabey fol es bleiben. Aber 
vmb vngewonlich czoUe fo denn die von franckenfurd vnd ander jn der marcke zu 
brandeburg vnd ouch der gemeyne kauffman nemen von en zu Coftrin vnd anderfzwo 
auff der oder genommen werden, desgleichen die von konigfzberg vn<i ander jn der 
newnmarpke nemen von en zu franckenfurt' vnd anderfzwo nehmen, von folicher czolle 
vnd auch von der greintcz, wehr vnd ander fchelung wegen auff der oder füllen die egnante 
peide parteyen eynen tag auff den nechften fontag uor martini fchirft ken Coftrin machen, 
jr.Rete vnd Stete den vmme folich fach wifientlich ift uff den felben tag fchicken, aide brieff 
vnd kuntfchafft uff dem tage haben, dorumb erkennen: vnd ouch auff der oder vnd dorzu 
die grenitcz mit den vom czeden befehen vnd billichen Islflen was man von rechts wegen 
vnd auch als von alder berkomen ift zu czolle nemen vnd welch wehr man abe tun- fülle 
das es dobey bleibe. Es fol auch folich recht fo denn die duncker vnd die wullekowen 
ken einander angehaben haben genczlichen vnd gar abe fein vnd die felb fach fal auff jrbeyder 
freund ftehen: was die von beyden teilen jn fruntfchafft adir jm rechten darvmme jrkennen 
nach zufprachen vnd antwurten, da bey fal es bleiben, vnd füllen auch follich guter die gene 
halben der oder lighen vnd hyher geboren mit recht furder mer nicht bekomen: defgleichen 
widervmme wer auch fache das nach deflfen teydingen yemand aufz der marcke zu Brand- 
burg jn die newnmarck über oder qweme vnd au(z der newnmark jn die marck zu 
Brandburg rouben, brennen oder befchedigen wolde vnd defgleichen widervmme, den ad er 
die felben fal man uff beyden teilen jn kein weyiz nicht hufzen, hegen Nach keinerley für* 



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Hl 

derung noch hiilffa thun^ Sunder mit dem ader^ den felben mit fampt dem ^irtbe faren ab 
recht' fey. Hirbey vnd obir fein gewefen vnd dis haben geteidingt die. erwirdigen wirdigen 
geftrengen vnd Erbem her Criftoff BiTchoff zu lubbus» herre BalthaTar von Sli* 
1/ven meifter fant Jobanns Ordens, her baffe von bredowritter, hanns vom Rothenhan, 
vnd lodwig fparre auff einem, Michel von Sidow, Burghart vnd Eghart von 
Guntirfzberg, frederik fak Vnd Cunrad Strufz auff dem andern teile. Deszuurkund 
haben wir obgoanter marggraff Johanns vnfer vnd ichobgnanter Nioklas von Nicke^ 
ritcz vogd der newnmarcken meyn Inligel uff diflem brieff drucken laffen. 

9lac^ Hm €oDia(buc^( Ui tKacfgrafrn S^^amt fol. 38. --- 0cr<fe» Cod. VII, 305. 



MDXXXI. ©(^ulbwrfcj^reiliiing bti SWarlgrafen ^o^am gegen bte ^erjogm tßatiaxa »m 

ßa^fm, wm 24. fHo\>^ 1429. 

Wir Johanns, von gots gnaden marggraff zu Brandburg und Burggraff zu 
Nuremberg, Bekennen öffentlichen mit difem brief vor allermeniglich, das wir rechter 
redlicher Ichult fchuldig wurden fein der hochgebom furftyon vnfer lieben frawen vnd muter 
frawen Barbaren herzogin zu Sachfen hundert fchogk guter Behemifcher grofchen, die 
wir der obgnanten frawen BarJ)aran auff fant michels tag fchirftkunfftig gutlichen vnd wol 
zu dancke on jren fchaden geben vnd beczalen füllen vnd wollen on arg vnd ongeuerd. 
Zu urkund vnd warem bekentnufz haben wir vnfer jnligel an difen brieff hengen lafTen, der 
Geben ift zu Spandow, am nechften donrftag vor fant katherinen tag. Anno M^ CCCC^ XXIX^ 



MDXXXU.. Die ^et^S^t Sil^m ittO) ^mxi^ »ort SrauttfAtoetg^gibiekrg öerfi)re(|>ett ber 
^erjogm (Sectlte, gebornen SWarlgrÄftit »on JBrftttbenbnrg bte ©ili^ffer ^fd[>ebor^ ober (SäfmnQ^t 
uttb anjlatt berenfürie^t Sßolffenbfiitel mit 2000 ©ulben Sinfönften ^um li^eibgebinge ansntoetfen, 

om 2U JDej. 1429. 
■ . . 

Wy wilhelo^ vnd hinrik gebrudere, qan godes gnaden to Brunfwig vnde lu- 

nenborch hertogen. Bekennen openbar met delTeme breue uor vns vnd vnfe eruen vnd 
nakomen vnde fiift uor alle dy jene, die deffen breue fehen edder horerf lefen. Alfo wy der 
hochgebom förftpn frawn Cecilien uan Branden horch, vnfer hertogen wilhelms 
eliken hufzfrawn, dat Slott Bodendyk met twen dufent guden Rinifchen gfilden ierlicher 
renthe to ynem lyffgedinge uerfchreuen fcholden hebben, dar vns doch folke wiflelunge vnfer 
lande, dy wy met den hqchgeborn forften herrenJBernde, herren Otten vnd herren fre- 
der icke, to Brunfwig vnd lun horch hertogen, vnfen ueddem, gedan hebben, an gehin- 



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112 

«dert hefft, dat wy dat nicht ^on können, Suncier dar kegen dat flott Afcheborch edder 
Schening«, Slott, bulTe vnd Statt, i/velke der ein die hocbgeborn ffirften, berre freder ik 
marggreua to Brandenborch vnde berre Johanns am liuefte hebben willen, metallen 
vnde iweliken tobeborungen , roet twen dufent gudeq rinifchen gülden ierliker renthe, uer- 
fchreuen wiUen, «des wy doch to deffer tyd ok nicht mechtich v^eFen können; filfe fcholen 
vnd willen wy von ftunden an der egnanten frawn Cecilien vnfe Slott wulffebutel met 
den tollen to linden vnde ander9 allen finen gerichten vud vngerichten, tollen, geleiden 
vnde tobeborungen, wo me dy benomen mach, gar nichtes nicht utgenomen, darto gehörende, 
fo dat ly twe dufent gute Ainifcbe gülden jeriiker rendie »He iar ierliken ane allen afllach 
•darto hebben fchal: vnd efft wes daruan affginge vnde twe dufent gülden nicht vul weren, 
So fchole wy ^er .anderfzwar 'gelegeHker wiffe renthe dar to leggen, fo dat dy twe dufent 
fgülden 'VuI werden, to einem rechten liffgedinge ingeuen vnde er die Ambacht lüde vnde alle 
jnwooer defluluen ilotea vnde Ambachtes darto gbehorende liulden vnd fweren laten, Atfo 
dat fy dat fulue Slott wulfebuttel met dem Ambachte vnde tobeborungen geruweliken 
jnn hebben vnde gebruken fchal, alfe lifftüchts recht is, efft wy hertog wilhelm von dodes 
wegen ueruellen, vngebindert uor vns ergnanten hertogen wilhelm, hertogen liinrik, vnfe 
eruen vnde nakomen, fo lange wente wy edder vnfe ^eruen ^er gnaiiten frawn Cecilien dy 
bouengeTchreuen*Slote Afcheborch edder Sehen in ge, Slote, hufase vnd ftat, welk fy 
:am liueften hebben willen, dy willekor an en ftan fchol, met twen dufent gude^ rinifchen 
gülden ierliker gewyfzer vnde gelegeliker rente to lifftucbt uerfchriuen vnd mechtigliken'in- 
Igeuen vnde ^antwerden, in maten dat von beyden deilen gededinget is ane geuerde. Weret 
ok fake, dat wy 'hertog willielm uan dodes wegen aue ^ngen, dar got lange vor fy, eer 
wy der gnanten irawn Cecilien der .bouengefchreuen Slote ein nerfcbreuen vnd ingeuen, 
alfe bouengefchreuen fteet, vnde ^denn die ergnanle fraw Cecilia ein andern man neme 
edder ut deme lande to eren fninden tihen wolde, So fchal vnd mach fy dat flott wulfes- 
bfiteliQiet folken Tenten, To wy er. dar to gelecht' vnde nerwyfzet hebben, vnfen eruen edder 
"weme fy wil, -efft ^dat vnfe ^eruen in einem iare na der to feggunge nicht lofen wolden, uor 
Teffteindufent gude jinifche guldeu «erfetten vnde uerpanden vngebindert uor vnfe eruen vnde 
aUermeniglich; 4oeh dat -vnfe ^eruen :ane deme bouengcffcbreuen Slote dy lofung hebben 
fchdien, Wy «ei^^nten lertog wilhelm, liertog linrlk Tnde vnfe eruen Ichullen noch 
willen <t>k keine .andern ambachtlude upp 4eme tboueng^fchreuen Slote wulfebütel fetten, 
id fy denn dat fy uor^der egnanten frawen Cecilien ^huldiget vnde gefworen hebben. 
^Ok fcholen Tnd willen -wy ergnanten liertog wilhelm Tnd hertog hfurik uor tus vnd vnfe 
eruen der gnanten irauyn Cecilien folke morgengaue, .met namen vnfem ^eil ^n dem tolle 
to der -Snakenborch, ib wy wilhelm der gnanten frawen >cecilien ,^^euen hebben, 
von ftunden an udigen laten, ^er den mecliticliken Ingeuen vnde den lolner, dy nu dar is 
edder to komend fyn wert, an fy wifen, fo -dat fy *des geruweliken von ftunden an gebruken 
fchal «vngebindert, »uor -vns, ^vnfe «ruen vnd nakomen: -vnde wenn vnd upp welke tyd wy der 
gnanten frawn 'Cecilien der l)ouengefchreuen Slote en, a|feArclienl)"orch edder fcbe* 
ninge, met eren tobeborungen vnde twen dufent Rinifchen gülden^ alfe bouengefcbreuen 



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113 

ßeet, to eynem liffgedinge ingeuen vnäe uerfchreuen ; fo fcholen Tnd willen -wy vnd vnre 

eraen der gnanten frawn Cecilieo den boueogefchreuen toll to der fnakenborch ok 

uerfchriuen to einer rechten morgengaue in deme fduen breue^ dar vfy er def Slote ein, 

welker fy am liueften hebben willen, in uerfchriuen ane arch vnd ane geuerde: vnd efft dy 

ergnante fraw cecilia na vnfes hertogen Wilhelms dode einen andern mann neme, ut 

dem lande to eren frunden töge vnd der bouengefchreuen flöte ein, alle wulfebütel, 

Afcheborch edder fcheninge, welker derein fy to der tyd jnn hadde, uerfette, alfe 

boueogerchreuen fteet; fo fchal fy like wol den haluen toll to der fnakenborch, dy wile 

fy leuet, to eyner morgengaue beholden vnd fich des getniwKken gebruken, vngehindert uon 

vnfen eruen vnde allermeniglich , ane arch vbd one geuerde. AUe defle bouengefchreuen 

Aiicke, punckte vnd artickd vnd einen iglicben befunder loue wy ergnanten Wilhelm vnd 

binrik hertogen etc. juor^ vns ^vnfe eruen vnde nakomen der gnanten fi*awn Cecilien, to 

Brunfwig vnd lunborch hertogynn, vnde to.tmwer band den hochgebom forftenhera 

frederiken hem Johanfen, h^n frederik, hern Albrechte fynen Sons marggreueu 

to Brandenborch etc^ ^^d Barggreuen to Nuremberch, Bernden, Buffen ridder vza 

der fchulenbor^h, baffen von Bredow» ludolffe von Alueffleuen vnd Geuerd 

von JSodendyk ridder Jby vnfen forftlikeit ^^m "«nad truwen ftede,. uefte vnd vnuerbrochea 

genczliken an alle argelift vnde geuerde to holdende« Des to orkunde vnd warem, bekent- 

Dufz hebbe wy Wilhelm vnd hinrik, to Brunfwig vnd lunborch hertogen, uor vng 

vnfe eruen vnde nakomen vnfe jnfigel met witfchapp an delTen brieff hengen laten^ dy fchre» 

uen vnd Geuen is Anno crifti M"" CCCC<> XKIK"" feria Thome apoftoli. 

Sftod^ hm 9oi>faIbuc^e Ui maagcafm 3o^attti^ foL 83« — (BercTcn Cod. vn, 198—201. 



MDXXXin. ©n aSff^wifd^er $)anptm<m fx^tti hm SÄarlgrafm ^thxi^ fWffcre« Odett ^, 
um mit ü^m im Sager ju unterj^anbeln; am 3^ %^bmwc 1430* • ^ 

niuftri principi prineipi Friderico, Marchioni Brandeburgenfi Archicame» 

rario etc. — Nos Georius Rzetzicz, Capitaneus Ceterique Barones nebiles armigeri 

Clientes et Senipres exercitus Srotkonum nunc in franconia pro augmentandis veritati- 

bus ewangelicis decertancium notum 'facimus — quod dedimus ymmo^ verius damus faluum 

et fecurum Conductum prefentibus aOignantes dicto principi f friderico cum Ducentis 

equis totidem et perfönis induliue noftrum ad exercitum veniendi, ftandi, morandi et de 

fuis negocijs nobifcum libere conferendi et contractando, difponendo feu non difponendo, 

ad propria fua fecure cum omnibus fuis, qui fecure in tempore iUo venerint, y^ce uerfa 

faluis rebus pariter et perfönis redeundi. Quem quidem conductum prommittimus fub 

pura fide noftra criftiana et honore proprio — , In cuius rei^eftimonium et roboracionem 

firmiorem commune Sigillum exercitus prefcripti. prefentibus eft annexum. Datum — • ia 

IkwiMi». n, m. IV. ^ 15 



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114 



Campo prope Culmach Ännoram incarnacionis domioi M. Quadringentefimo Triceiimo, 
feria fexta ipfius BlafiL 

S^a^ Mm firiainate M St. Oe^. St^.sfltdfiui, 



MDXXXIV, SWarlgraf ^mbti^-Uhnbti, feafi im Cafrftr im ^^rvin^tt, ia er in fernem 
^ro^effe tttter ^er^og ^mxiify »Ott Saient, au^geMte&ert fev, lein Uitre^lt get^ion toorbett, 

om 28* m&vi 1430^ 

Wir Fridricb von gots gnaden Marggraue zu Brandenburg, des heiligen 
Römifchen Reichs Ertzkamrer vnd Burggraue zu Nfiremberg,. Tun meniglicb zu wißen, die 
difen brief anlehen, boren oder lefen. Als Kafpar Törringer von Törring vnd villeicbt ander, 
aulzgeben vnd clagt haben, wy das derfelb Törringer nicht fieher zu dem Rechtentag vnd 
Stfil gen Sachrenhawfen komen möcht, noch gedörflft, zu den Mlten, als der vorgenant 
Törringer, den hocbgebom fürften vnrem lieben Swager Hert^og He in rieben Pfaltzgrauen 
bej Rein ynä hertzogen in Beyern, flir Sentelbea Stfil geheifchet vnd gevordert hett, vnd 
das Im nicht recht geen möcht, Sünder gewalt an Im befcheen folt fein; Ntt fein Tvir obge- 
Ddnt Marggraf Friedrich auf denifelben tag vnd Stfil, mit dem obgenanten hertzog hein- 
riehen vnd damit vnd dabey gewefen, wy Jich dann die fache auf die zeit gehandelt vnd 
gemacht haben, vnd fprechen das, als ein ffirfte in rechter Wahrheit fprechen fol, das der 
obgenant vnfer Swager auf die zeit nicht mer begert, dann dem rechten nach zfigeen, vnd 
keinerley gewalt wider recht nicht ffichte, noch an vns noch ymand anders, das wir wilTen, 
geivalts noch vnbillickeit nye begert noch gemeldet hat Des Ssü vrkund mit vnferm Anhan- 
genden Iniigel verfigelt, der geben ift zu Kadolczburg Am dinftag nach dem Suntag 
Letare, Nach Crifti vnfers herren gepurt viertzehnhundert Jarevad darnach Im dreiffig« 

ften Jare« 

t 

9ta4 M Bt(i^ Pen gtc^ierg eamml. (Ifior. ecbriftcn uti^ ttcf. S. l, 6. 289« XXVL 



MDXXXV. aitorlgraf ^o^mt «ertrfigt |>an« »Ott S;oirgot» }tt 3offm tttii ^timi^ ttttb ^oti« 
@d[fetilett a» Sotitdiierg, ^txxn ju Zeu^ili ttttb $et^, ottt 12* 3unt 1430» 

■ 

Wir Johanns von gots gnaden Marggraff zu Brandburg etc. Bekennen oflent- 
liehen mit diefem briefe für allermeniglich von folcher czwitracht, Spenne vnd fcheiung wegen. 
So denn czwifchen den Edelen vnfern lieben getrewen hänfen von Torgow vnd hänfen 
feinen Sone herren zur Czoffen auffeinem, vnd heinrichen vnd hänfen, gebrudern, 
fchencken von landfberg vnd herren zfim Tfipcze vnd picze auff dem andern teile 
bifz her gewefen fein, das wir doczwifchen geteidingt vnd vns dar Jonen gefatczt haben, Alfo 



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115 

das Re von beiden teüeD aller czwitracht vod fcheluDg gar nichts aurzguommen, die fich von 
beiden teilen biFz her czwifchen jn gemacht vnd verlouffen haben, gedczlichen in freuntfcbaflft 
oder jm rechten» bey vns volkomiichen blieben fein, was wir fie dar jnnen heifTen, das iie 
das ton» ftete, uefte vnd vnuerbroc^n halten wollen, funder ennigerley widerfprechen vnd on 
alles geuerde, Ein folchs vns die obg'nanten beide , parteyen ftete, uefte vnd vnuferbrochen zu 
halten mit handtgebenden trewen muntlichen getagt vnd globt haben; Alfo heifTen wir die 
obgnanten beide parteyen in crafft diecz briefs ytzund geinwurtiglich, das fie vmb ailec^y- 
tracht' vnd fchelung gar nichts aufzgnommen von gebung diecz briefs ein gancz iar gefunet, 
gericht vnd gute freund fein füllen vnd fich aucb eine partey gein der andern, vmb keinerley 
fach willen in dieflem iare mit worten oder mit wercken in keinwyfz nicht uergreiflen fol on 
geuerde, In der obgefchrieben czyt wir jn von beiden teilen tag für vns befcheiden, vnd fie 
nach zufprachen vnd antwurten in fchrifften fruntlichen oder mit rechte entfcheiden, vnd 
iczlicher partey, ob wir fie mit jechte entfchiden, vnfem uerfigelten recht brieff geben wollen : 
wer aber fach das wir vnd vnfer Rete, des von fach wegen vns anlangende von gebung 
briefs in einem ganczem iare fchirll nicht gewardten kondlen jn kein tag fettzen vnd fie 
freuntlicben oder jm rechten auch nicht entfchiden, welch partey denn nach auizgeende diecz 
iars fchirftkünfftig, der andern partey veind werden wil, die feib partey fol das der andern 
partey acbtag zuuor uerkundigen vnd fieb zue eren lewareu als redlichen ift ongeuerde, zu 
urkund geben wir iczlicher parteyen dieffen vnfem brieff mit vnlerm auffgedrugten Infigel 
uerfigelt vnd Geben zu Spandaw am nehften mantag nach dem Sontag Trinitatis, .Anno 
domini millefimo quadringentefimo tricefimo« 

9la(^ bem ^opiaiJbu^t Ui WHoxt^taftn 3o(anti fol. 39. 



MDXXXVL SWarlgrof Sol^attn »erctgitrt hm Älojler Qima hit fßtit im iE)Drfe ^erjfelbr^ 

' am 27^ SuK 1430. 

Wir Johanns, von gots gnaden marggraue czu Brandenburg vnd Burggraue 
czu Nuremberg, Bekennen öffentlichen mit diefem briefe für vnfem lieben herren vnd uater, 
für vns, vnfer erben vnd nachkommen vnd für allermeniglichen , das wir dem wirdigen vnd 
geiftlichem vnferm lieben getrewep hera Balthafar Abte czur rzinen, feinen nachkom- 
men Ebten vnd dem ganczen Conuente des Clofters czur cz innen, die bete vnd den dinft 
in dem dorffe herczfelde, in malzen diefelben bete vnd dinft von henning Riken feiigen an 
vns von todes wegen kommen ift, vnd des gnanten^hern Balthafars furfara vnd er vor- 
mals von Bernd Riken feiigen auch ein teil bifz her an derfelben bete vnd dinft auff einen 
widerkauff Innen gehabt hat, vpd darczu den teil den pawel blankenfelde in derfelben bete 
vnd dinft von vns zu lehn hat, mitfampt denfelben lehnen für fech'zig fchock B<»mifch grof- 
fcben uorkouit, jm vnd feinen dofter zu ewigen zyten uoreigent vnd auch den genanten 

15* 



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116 

pawel blanckenfelde mit folchen lehnen an den gnanten Abi vnd fein clofter geweifet Iiaben, 
uerkauffen vnd uereigen auch dem gnanten Abte vod feinen cIoUerczuCziDD, die obgefchribea 
bete vnd dinft gancz vnd gar in malzen die an vns von^ dem gaanten henning Riken /feiigen 
geftorben vnd kommen fein mit lampt dem teil vnd lehnen ak dem pawel blanckenfeldö von 
vns czu lehen gehabt ynd derfelb Abt, auch yor ein teil auff einen vriderkauff Innen gehabt 
hat, czu ewigen czyten in crafft diecz brieb alfo das der> gnant her Balthafar fein nachkom- 
men, Ebte vnd fein Conuent des dofters czur czinn die obgefchrieben bete vnd dinft in dem 
dorff berczfelde mit famj^t den lehnen von pawel blanckenfeld nu fu]rbafz mer czu ewigen 
czyten Inn haben vnd nacn irem heften nieffen vnd gebrauchen füllen vnd mugen, gleich 
' ander ir eigenthums guter > vngehindert für vnfem lieben herren vnd uater, für Vcus, vnfzer 
erben vnd nachkommen, marggrauen czu jBrandenbui^. vnd^ allermeoiglich, on arg vnd on 
geuerde, doch mit folchem vnderfcheide, das des gpantea hennings ijken feiigen wittwe 
hänfen Rathenows tochter, folch ijereignung ir lebtag* die weile iie lebet an iren leipgeding 
keinen fchaden bringen noch daran ton fol o^ geuerde. Des czu urkund vnd warem be* 
kentniffz haben wir obgnanter Marggraff Johanns für vnfem lieben herren vnd uater, für vns 
vnfzer erben vnd nachkommen Marggrauen czu Brandenburg vnfzer Infigel an dieflen brieff 
wifTentlichen hengen lallen, der geben ift czu Span4ow, nach Crifti vnfzers herren gehurt 
vierczenhundert iar vnd darnach in den dreiCfigften Jaren, am nehften donrftag nach faot 
Jacoffs tag des heiligen czwelffboten. i 

9{a^ tem €^timiSrf. &^ncopta(6nd;e XV, 29. . ^ ' 



MDXXXVll, Ä5mg ©tegmunb fefet be^uf« fee« Suge« töiber bit ^ufftten einen aUgememett 

Sanbfrieben fejl, am 14. 2»arj 143K . ^ 

Wir Sigmundt, von gotes gnaden Römifcher konig, zu allen czeiten Merer 
des Reichs vnd zu Hangern, zu Beheim, Dalmacien etc. koiiig, Bekennen vnd tun kunt 
offenbar mit difem briefe allen den, die jn lehen oder hören lefen, Daz wir wo] gemercket 
vnd befunnen haben, dasr fulche zwitracht, miizhele, kriege vnd feintfchaft. So zwifchen für- 
ften, Grauen, freyen, herren, Rittern, knechten vnd Steten in deutfchen lannden geweft vnd 
Doch'^imt, zuuertilgung der böfen huffen vnd ketzere zu Beheim grofze hindemifs bracht 
haben vnd das auch diefelben huffen vnd ketzere dadurch vnd auch, das jne von deutfchen 
landen manicherleye zufurunge an allem dem, des fie dann gebreften haben, gefchenn ift vnd 
teglichen gefchichte, vnd wir nu mit rate vnferr kurfurften auch ander furften, Orauen, herren 
vnd Stete frunden, die iczunt in guter vnd. mercklicher menige b^y vns zu Nüremberg 
geweß lint, angeflagra haben uff difen zukunftigen Sommer einen mechtigen zugk uff die 
vorgenante huffen vnd ketzere zuthunde vnd Sie mit der gotes hüffe in fulcher mafzen 
vnderften zutilgeo, das fie jnnen vnd geware werden mögen, das fie fich mit vnrechten freuel 
vnd mutwillen wider die heiligen kirchen vnd Criftenheit, zu uerfinebunge vnd lefterunge 



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117 

▼nfers herren jhefa Crifti; gefetzt haben vni fetzen , vnd das au derfelbe mgk defter tre(- 
fenlicher vnd mechtigclicher gefobeen vnd zugeen vnd auch alle vnd igliche vofere vnd des 
heiligen Romifchen Reichs kurrurften» furften, Grauen, herren, Rittere« knechte. Stete vnd 
alle Criftengleubigen defter geruftlicber vnd bas darczu geheißen vnd gedienen mügen. So 
haben wir nach rate der egenanten furften, Grauen » freyen, herren vnd Stete, fninden, mit 
wolbedachtem muete vnd rechter wilTen, diefze hernach gefchriben ftucke, ordenunge vnd 
geböte gßmachet, Setzen, machen, orden vom Römifcher küoiglicher macht vnd gebieten in 
craft difz briefs, das alle vnd igliche, die zu vns vnd dem heiligen Romifchen Rpiche ge- 
hören, Sie fein geiftlich oder wemtlich, oder in was wirden, ftate oder wefens fie dann fein, 
zumale, nymands aufzgenomen, die kriege vnd feintfchaft miteinander haben nu von dato diiz 
briefs anzuheben biiz uff fant merteins tage in dem. winiter gelegen nechftkomende vnd furder 
über ein ganczs jare, frieden geneinander haken vfad auch in derfelben zeite ire keiner zu 
dem andern oder den feinen greiffen oder in dheioerleye weife befchedigen füllen vnd das 
auch in derfelben zyte des friedes nymandt dheioen newen kriegk vmb dbeinerleye fachen 
willen anfahen, machen oder ton fülle, wenige oder vil in dheioeweife. 'Vnd weres das fich 
der obgenante zuge villeicht lengec dann uff den obgenanten fant merteins tage nu über ein 
jace körnende weren vnd fich yercziehen wfirde, Were dann in dem felde vnd in dem leger 
wer oder die feinen da bette, oder dareü kunttiche hulffe tett, nach dem jm dann aufgefaczt 
ift VDgeuerlich, der were kurfurfte, furfte, geiftlich werntliche, Graue, herre, Ritterr, knechte. 
Stete oder wer der^tvere, gen demfelben vnd den feinen folte auch difer friede die zyte 
aufz vnd alfzlange, bilz der oder die feinen wider ^zu haufze qwemen vnd vir wochen dar* 
nach; gen yderman in alle^mafzen, als die obgenante zyte aufz, aufrichticlichen gehalten wer* 
den. Was auch lediger vnd reyfiger knechte ieio, die uff iren eygen pferden vnd haben 
liczen vnd keine gichtige herren oder Junckherren haben, die fie verfprechen vnd mechtige 
lein zu rechte vnd in der kofte vnd brodt fie fin, d^n fol auch bynnen' der obgenanten zyte 
als difzer iriede weren fol vnd weret, kein geleite, troftunge, Vorworte oder friede in dheinen 
Steten, Sloflen, Merckten, dorffem oder andern enden in dem Reiche von ymande gegeben, 
zugefatzt, noch gehalten werden in dheine weife: vnd weres das ymande, wer der oder die 
weren, der vorgenanten ftücke, eins oder mee, küntlichen uberfure vnd nicht hielten, der 
oder die, in welchem« ftate, wefen oder wirdickeit der oder die fein, füllen fridbHichige fein, 
vnd vou vns vnd yderman in dem Reiche für fridbrüchige gehalten werden, vnd den oder 
die fol auch kein gleite, friede, Vorworte oder gnade dafür helffen oder fchirmen vnd- füllen 
auch nymmer widerumb ( jren erften ftat kernen oder in frieden widergefaczt werden, der 
oder diefelben firidebrüchigen betten fich dann zuuor mit dem oder den, an die fie gebro« 
eben vnd übertaftet betten oder aber jren erben, oder nachkomen mit jrem willen gütlichen 
gefatzt vnd genungk getan. Vnd darczu^ wer diefelben fridebrüchigen häufen, hofen oder ^ 
.haltent, efzen oder trencken, oder jne fünft dheinerleye Zulegunge oder zufchiebung wiffent- 
heben tun würden, das fich küntlichen erfände, follent auch in derfelben pene fein vnd gen 
fie in vorgerurter malze gehalten \i^rden. Wir fetzen, wollen auch vnd gebieten allen vnd 
iglichen furften, geiftlichen vnd wemtlichen, Ck'auen, freyen, herren^ Rittern, knechten. Steten, - 



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118 

GremeynrchafleDy Bürgern, gebawren vnd allen andern leuten, was ftats oder wefens die fein» 
ernftlich vnd vefticlich mit difem brief, das Sie oder ir keiner den obgenanten ketzern oder 
jren zulegern keynerleye kofte» fpeife, kaufirnanfchart oder andere notdurftige dinge, wie die 
weren, in dbeinen wege zufuren, oder zubringen oder jm auch keynerleye zulegunge tbun 
oder auch keine gemeiofchaffte mit jne haben füllen in dheinweife* Wer aber dawider tette^ 
der weren einer oder mee, was wefens oder ftats der oder die weren, vnd des kuntlicben 
überwunden oder uff frifcher warbafftiger tat darüber gefunden würden , die folten als ver* 
echtere Criftenlichs glaubens zulegere der ketzer vnd ketzereie yon vns vnd yederman ge- 
halten werden vnd }re leibe, gute vnd habe verloren haben, alfo das man fölte vnd möchte 
zu jren leiben, guten vnd haben darumb greiffen, vnd fie doran ftraßen, als iich dan gepurte, 
vnd fie folten auch dafür keynerley friede, gleite, Vorworte, gnade oder freiheit, wie die oder 
von wem die gegeben weren, fchutzen oder fchirmen in dheineweife, Vnd weres das etliche, 
der wer wenige oder vil, wer die weren, die in fulchem zuge fein oder darczu fchicken oder 
aber darczu ton würden, als jne dann aufgefatzt ift, vngeuerlich in vnfer vnd des heiligen 
Reichs achten vnd überachten, gefallen vnd gekomen oder auch an eynicher vnfer kurfurften^ 
furften, Grauen, freyen, herren, Bittere, knechte oder Stete, landgerichten, Stetegerichten 
oder andern gerichten dheinerleye achte, überachte, vrteil oder gerichte gen diefelben einen 
oder mee in geroeyne oder befunderheite gegangen weren, vmb was fachen vnd wes willen ; 
das gefcheen were; gen dem oder den han wir fulche vnfer vnd des heiligen Reichs achte, 
vnd überachte vnd alle vnfere vnd vnfers hofgerichtes brieue, die darüber gen Sie aufzge-.. 
gangen, vnd auch alle foliche andere achte, überachte, gerichto vnd vrteile, die gen fie in 
vorgerurter mafzen gegangen weren, genczlichen aufgefiagen vnd flahen die auff von Bomi* 
fcher königlicher machte mit difem brife die obgenante zeite aufz, als fie in dem felde die 
jren da haben oder küntlichen darzu in vorgerurter mafze tun werden vnd bin heim komen 
vnd vier Wochen darnach vngeuerlich, Doch dar jnne nach aufzgeender zeite, vnd die vor. 
vnterfcheiden ift, vns vnd dem Beiche vnd fünft einem yczlichen vnfchedlicben an feinem • 
rechten. Es foUen auch alle die, die mit jren eigenen leiben in den czuge fein, wer die 
dann fein, vnd auch die furlten, Grauen, faerren vnd Bitterfchaft, die da von krankheit vnd 
gebrechlicheid jrer leibe darczu mit irer Jelbs perfonen nicht komen mugen vnd doch darczu 
fchicken vnd tun, als jne dann aufgefatzt ift vngeuerlich, vnd darczu auch die Stete vnd 
gemeynfchaffte, die die jren zu demfelben zuge, auch nach dem es jne aufgefatzt ift, fchicken 
vnd thun vngeuerlich, dife befundere freyheit vnd gnade haben, die wir jnn dann auch von 
Bömifcher kuniglicher machte thun vnd geben gegenwurticiich mit craft difz briefs, Alfo das 
diefelben alle, die weile fo fie dann aufzen in dem felde oder zuge fein oder die jren da 
haben vnd darczu ton werden, als jne aufgefetzt vnd vorgerurt ift> bifz das Sie oder die 
jren widerumbe zu lande hin heim vnd zu häufe komen werden vnd vier wochen darnach 
vngeuerlich, Nämlichen diefelben, die in jren eigenen perfonen da fein vnd die furften, Gra- 
uen ,> herren, Bitterfchaffte, die vor krankheite dahin nicht wol. komen mugen vnd doch die 
jren fchicken vnd ire eigen vnd auch die Stete, die die jren dahin feuden vnd darczu in 
vorgerurter mafze ton, vmb jrer ^tat gemeyne fachen mit vnferm vnd des heiligen Beichs 



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.119 

hoFgerichte noch mit dheincrleye vnfer. kurffirften, Grauen, herren oder Steten» Landgerichte^ 
Stetegerichte oder andern gerichten jn dem Reiche, wie die genant fein, von keinem vmb 
dheinerleye fache willen an gelanget, befweret noch ymbgetriben werden fallen in dheiner» 
weife. Doch wer dem andern verbriefte oder fünft wifleotliche vnd kuntliche fchulde fehnl- 
dige ift, der fol jm die beczalen vnd aufzrichten. Gefcheen des nicht. So mage der felbe 
dem man fchuldige ift, fulche fein fchulde an feinem fchuldigere mit rechte fordern oder 
fünft dem nachgeen, als dann feine fchuldbrief aulzweifen, on geuerde« Mit vrkundt dib 
briefs verfigelt mit vnferm königlichen Maieftat anhangendem jnfigel, Geben zu Nurem- 
berg. Nach Crift geburte vierczehenhundert jare vnd darnach in dem einvnddreifßgiften jare 
am nechftem Mitwochen nach fant Gregorien tag des heiligen lerers, vnfer Reich des hun- 
gerifchen etc. in dem viervndvierczigiften des Romifchen in dem eynvndczweinczigiften vnd 
des Behemifchen jn dem Eylfften Jareo. 

Ad mandatum domini Regia Cafpar Sligk. 

nac^ Im iDrIg. M St. 0e(. ita(inft^«t(^it>e< St. 112. 



MDXXXVllL grfifintng ber ^erjogm Äatj^rma wn SWedHenBurfl übtt We ju SHJtttfloif mit 
\>m 2))arTgrafett ^c^am getroffene ^ebereinfunft in Setreff bet xSMm^^tn Ue&erfjide t$irer 

Unterfaffett, »om 16. SWÄrj 143U 

Wy katherina, von godes gnaden Hertogynne to Meklenborch, Greuynne 
to Swerin, Stargarde vnd Rozftok, der lande vrouwe. Bekennen openlich an deffem breue 
vor vns vnde vor vofe Sones beren hinrike vnde heren Johan, hectogen to Meklen* 
borch, Greuen to Swerin, Stargarde vnd Roftok der lande heren, der wy vormunder fyn, 
vor alles weme, da wy vns vppe hüten gheuunghe defles breues hir tho witftok mytvor- 
bedacken Müde myt dem hocbgebom ffurften vnde heren hern Johanle, Machgreuen 
to Brandenborch vnde Borchgreuen tho Nurenberge, vnfem leuen S weger, van zulker 
togrepe vnde Rouerye wegen, zo denne betthe vppe deffen hüten dach tufchen vns vnd den 
vnfem van beyden delen vnderenander gefchen fyn, gutliken vnd fruntliken myt enander 
voreneget vnd vortragen hebben ,nach zulker wyfe vnd fformen, alze hir na gefcreuen fteyt 
Tho dem erften fchol« wy vnde willen vppe enen dach tho Parleberge iegen den ge- 
nanten vnfen Sweger komen, de zulue tiid des dages wy em edder he vns die weken to 
voren vorfcreuen fchal vnde vppe dem zuluen daghe emftliken dar an feen fcholen, dat de 
vnfem, van der genanten vnfes Swegeren edder den fynen vmme Jennygerleye togrepe edder 
Rouerye befchuldiget werden, En dar vmme ene vthdragynge vnde genüge dun edder myt 
rechte dar van fcheden edder ok in fruntfcop dar vmme fik vorgan, dat doch funder Jen- 
nygerleye vortog vppe dem bouenfcreuen dag fchen fchaL Vnde dar vp fcholen vnde willen 
wy ergenante katherina vnde vnfe Sones myt allen vnfen landen vnd luden Jegen den 



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120 

genant» Marchgreuen lianfen vnde allen fynen landen vnd luden yn frimtliker zate, 
zitten vnd de wyle vry yn zulker fnintliker zate myt enandern zitten, dar vore truwelken 
wefen myt gantzen yonnogen, dat des genanten Marchgreuen hanfz land vnde lüde 
vnbefehediget blyuen vnde nicht berouet werden, Ok fyne vygende nicht hufen noch heghen 
vnde den ok kene vorderunge, hulpe noch Rad dun. Sunder were id zake, dat nu vortmer 
yennyge togrepe van Tnfen mannen edder vnderfaten in des ergenanten Marchgreuen 
Johan landen gefchege vnde vns de vorgenanten Marchgreue hans dat vorkundigeden 
vnde darvmme maende, zo fcholen vnde willen wy edder Vnfe houetlude in eneme Manthe 
negeft nach zulker vorkundinge iegen P arieberge varen vnde van den vnfem van den 
zulke togrepen gefchen weren, wedderdaet edder rechtes behelpen dat doch zunder ienny- 
gerleye vortög fchen fchai. Vnde werz~ zake dat denne de zuluen vnfe mane edder vnder* 
faten de zulke gefcbicht gedaen hedden vns vnhorfam vnd wyderfetich worden vnde wy den 
obegnanten Marchgreuen Johan vorderden vnde efcheden. So fchal vns de obegnante 
Marchgreue Johan mit allen gantzen vormogen edder nach zulker yvyh, atze wy ene ge- 
uordert hebben yn enem Manthe fchireft na der vorderinge zo balde he vnfe' land roret vppe 
vnfe egene kofte vnde teringe dar tho truwelken helpen vnd raden, dat wy anulke vnbor- 
famen horfam maken: vnde worden denne Jennygerleye Slote edder Stede yn vnfeu landen 
gewunnen, de zuluaa Slote, Stede vnd Mane fcholen vnfe blyuen. Worden ok iennighe 
gevangen wunnen, de zuluen fcholden ok vnfe blyuen« Sunder gewunne men reyfeghe haue 
edder ander varende gud, dat fchalme delen na anthal wapender lüde. Vnd des gelik wed- 
dervnune yfte wy van dem ergenanten Marchgreuen van thogrepe wegen gevordert vnd ge- 
efchet worden, zo fcholen vnd willen wy Em ^ok yn zulker mathe volgen, alze bouenfcreuen 
fteit. Ok werz zake dat euer edder mer van dem bpuenfcreuen Marcgreuen Johan 
Mannen edder vnderfaten vns yn thofprake edder fchuldinge hadden vnde vns en folk van 
en vorkuudiget werde. So föholen vnd wyllen wy deme edder den zuluen yn eneme Manthe 
na der vorkundinge zo vele na vnfes Rades erkentnifle don, alze wy em edder, en van ereu 
vnd van rechtes wegen plichtich weren : vnd des gelike ok ouer vnfe Manne vnde vnder- 
faten in fulker ouergefcreuen tyd na vnfer vnd vnfes Rades bekentnifle helpen ane arch vnd 
geuerde. Wy fcholen noch willen nu vortmer, de wyle wy in zulker fnintliker zate zitten, 
deme genanten Marchgreue Johan na fynen landen, Sloten, Steden vnd luden nicht ftan 
noch dencken, de ze idzunt in weren hebben, Sunder ere land, Man, Stede vnd vnderfaten 
getruwelken fcbutten^ vordeghedingen vnd befchermen: vnd fcholen noch willen ok fyne 
lande, lüde, vnderfaten wedder Ein nicht vordeghedingen noch en Jennygerleye hulpe edder 
Rad dun ane arch vnd ane geuerde. Ok werz zake, dat de vorfcreuen Marchgreue 
Johan van zulker togrepe vnd Roueryge wegen mit den fynen edder anderen to veyde 
queme, zo fchole noch wille wy vns mit deme edder dep nicht freden, funder den vorfcre- 
uen Marchgreuen Johan vnlem Swegere truwelken helpen vnd raden alze bouenfcreuen fteit. 
Ok fchal deße brelT vnd vorfcriuunge allen anderen zate breuen, buntnifleo, vorfcriuungen vnde 
Eden vormals gefchen vnfchedelich fyn ane geuerde. Vnde an delTe vorfcreuen gutlich vnde 
fruntlikpn z^the the wy de Erwerdigen in God vadere vnd heren^^herü Johan to Raze- 



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121 

burcfa, hern herman to zwerin, Biffcoppe, Ere Capittde vnde ere Stkhte. Dat wy 
bouenfcreuen^rrottwe katherina vor vns vnd vofe vorfcreueQ Sones hern hinrike vnde 
hern Johan, hertogen to Meklenborch etc. alle- defle boueBfcreuen rtiicke. Puncto 
vnde articüle, ftede, vaile vnd vDtbobraken to holdende fcfaolen v»d wHlen» des tbo orkunt 
vnde warer bekantnifTe hebbe wy vnfe Ingezeghel mit weten an deffen breiT gehangen laten 
de gegbeuen is to ivytftok» an dem negeften fridag nach dem Sundage Letare tbo mit- 
iiaften. Nach Crifti gebort duFent verhundert Jar vnd dar nach an dem envndruttigeftem Jare. 

Gherardus brufenitze de mandato domini. 

9lü^ htm ^xiBmafe M X. ®r^« J(ab,.Kr(4ioe« 81« 



MDXXXDL ÜÄarlfltaf So^^ann »ergletd^t ftd^ mit bert ^erjögen »ort SWeiflenbitrg toegert Ut 
Mvibmim uvb 3«8riffe befiuf« ©icfierjienung bti fianbe«, am 16« SK&rj 143K 

Wir Johanns, von gots gnaden marggraue zu Brandbu4'g vnd Burggraue 
zu Nuremberg etc« Bekennen ollentiichen mit dieffem briefe für aliermeniglicb , das wir 
vna au(T beuten gebung di)ecz briefs hie zu wiftock mit furbedachtem mute mit den hoch^ 
gebom fuiTten hern Johanfen vnd hern heinrichen geuettem, herczogen zu meck- 
lenbur^ vnd herren zu Stargarde von folcher zugriiTe vnd rouberey wegen, So denn 
bifz auff diefen heutigen tag czwifchen. vns vnd den vnfem voll beiden teilen vntereinander 
gefchehn fein, gutlichen vnd freuntlichen miteinander geeynet vnd uertragen haben nach 
folcher weife vnd form als hienach gefchrieben fteet. Zum erften fo füllen vnd wollen wir 
gein TempUn au(T den nehften fontag vor pfingften rchirftkunfTtig kommen vnd auiT den« 
felben tag ernftlichen daran fein, das die vnfero die von^den gnanten herczogen oder den 
iren vmmb eioigerley Zugriffe oder rouberey befchuldigt werden jn darummb ein aulzrich- 
tung^ vnd gnug ton, oder mit rechte dauon fcheiden oder auch in freuntFchalTt fich darummb 
uergeen, das doch funder ennigerley uerczihn auff den obgefchrieben tag gefchehn fol, vnd 
darauff füllen vnd wollen wir obgnanter marggraff Johanns mit allen vnfem landen vnd 
lauten gein den obgnanten herczogen vnd allen iren landen vnd leuten in freuntlicher fafze 
fittzen^vnd die weile wir in folcher freuntlicher falze miteinander fittzen, dafür getrewiglichen 
fein mit ganczem vermugen, .das der gnanten herczogen lande vnd leute vnbefchediget bleiben 
vnd nicht beraubt werden, auch ir veinde wider hawfen noch hegen vnd jn auch kei- 
nerley furderung, hieliT noch rat ton, Sunder weres fach das nu vortmer ennigerley Zugriffe 
von vnfern mannen oder vnterfafTen in der obgnanten herczogen landen gefchehn vnd vns 
die obgnanten herczogen ein folchs uerkundigten vnd darummb manten. So füllen vnd wollen 
wir oder vnfer haubtleute in einem manden nehft nach folcher uerkundigung gein Templin 
reiten vnd von den vnfern, von den folch Zugriffe gefchehn wem, widertatt oder rechtes 
helffen, das aber funder ennigerley uerczihn gefcbeen fol vnd weres fach, das denn diefelben 
vnfer mannen oder vnterfaffen, die folch gefchicht getan betten, vns vngehorfam vnd wider- 
^uptt(. U. $6t« IV. IQ 



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122 

feffig wurden vnd wir die goanfeir herczogeir forderten vnd eifcIiteDy So fulTen vns dfe gnanfeii 
iierczogen mit allen gaaczen vermugen oder nach folcher weife ala wir fie gefordert hetteir 
in einem: manden fcbirft nach der forderung, fa balde fie vnfer lande rureit auf vnfer eigen 
kofte vnd ezerung, dar tu getrewiichen helCfen vnd raten^ da» wir folch vngeborfamen ge- 
borfam. machen: vnd wurden denn ennigerley Sloflk oder ftete in vnfem landen gewunnen^ 
diefelben ftete, SlolTz vnd manfchafft fallen vnfer bleiben :^ wurden auch emiig gefangen ge- 
wunnen, die füllen auch vnfer bleiben^ Sunder gewunne man Reiiig habe oder ander farende 
gut das fol man teilen nach anczal gewapenter leute : vnd delgleichen widerummb ob wir 
von den gnanten herczogen von Zugriffe wegen gefordert vnd geeifchet weren. So füllen 
vnd wollen wir jn auch in folcherroafz uolgen aU obgefchrieben fteet. Auch weres fach 
das einer oder mer von der gnanten herc2U)gen mannen oder vnterfaffen vns in zufprachea 
vnd fchulden hetten vnd vns ein folchs von jn uerkundigt worde^ So füllen vnd wollen wir 
dem oder detifelben in einem manden nach der uerkundiigung fouil nach vnfer fiete eF^ent-- 
nifz ton, als wir jm oder jn von eren vnd von rechten wegen pflichtig weren vnd defgteichen 
auch über vufer mannen vnd vnterfaffen in folcher obgefchrieben czyt nach vnferm vnd vnfer 
Rete erkentnifz. helffen on arg vnd on geuerde. Wir füllen noch wollen auch nu vortmer die 
weile wir in (olcher freuntlicher fafz fittzen den gnanten herczogen nach iren landen» Steten» 
Cloflen. vnd leut^n nicht ßeen noch g^dencken, die fie iczund jn iren geweren haben, fundec 
ir lande, mannen,. Stete vnd vnterfaffen getrewiglichen fcbuttzen,^ uerteidingen vnd befchirmen,. 
vnd füllen noch wollen auch jr lande, leute vnd vnlerfaffen wider lie nicht uerteidingen noch 
jn ennigerley hielff oder rat ton , on arg vnd on geuerde. Auch \yere8 fach die gnanten 
berczoge von folcher Zugriffe vnd rauberey wegea, mit den iren oder andern zu uehden 
chomen,. So füllen noch wollen wir vns mit dem oder den nicht frfeden. Sunder den gnan- 
ten herczog^en getrewiglichen heiffen vnd raten als obgefchrieben fteet.. Auch fol diefer brieif 
vnd uerfchreibiing allen ^deri» fafze briefen, buDlniHen, uerfchreibungen vnd eiden vormafs 
geicbehn vnfchedlieben fein on geuerde : vnd in diefe obgefchrieben gutlich vnd freuntlicher 
üb» czihn wir die Erwirdigen wolgeborn vnd Edeln vnfer herren vnd lieben getrewen hern 
Steffan zu Brandburg, hern Criftoff zu lubus, hern Conraten zu hauelberg Bi- 
Gchoue^ Albrechtea Grauen. von lindow vnd herren zu Reppin, Achim vnd Baltfaafar 
ganfen. herren zu putlift: vnd das wir obgnanter marggraff Johanns alle dieffe obge* 
Cchrieben ftucke,.puncte vnd artikel, ftete; uafte vnd vnuerbrochen halten füllen vnd wollen, 
des zu Urkunde vnd warem. bekentniffz haben wir vnfer Iniigel mit wiffen an dieffen brieff 
Bengeniaffen, der Geben ift zu wiftack, am nehften freitag nach dem Sontag letare ^u 
mitteruaften, nach CriTti geburte virczehnhundert iar vnd darnach in den einvnddreiffigßea 
jaren. t . , i 

^adj bm (Eopiatbuc^t M a^arfgrafm Johann fol. 47—48. gragment in (Sttdtn'i Cod. VU,. 222.. 



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123 

MDXL. ^öniß ©ieijmitttt) bejlellt bcrt ^örlgrafeit %mhx\^ ^«m ^aujjfcmaitn für bm ^clbsiij 

tpib^r bie ^ufftten, nm 26* Sunt 143h 

Wir Sigmund, von gotes ^aden Homifcher KuBig, zu allen «zyten Merer des 
Richs vnd czu Ynagern, czu Behelm, Daloiacien ete. Kuoig, Bekeimen vnd tun kunt offenbar 
mit difem brief allen ^en, die jn fehen oder boren lefen. Wann Vir angefieben vnd betracht 
haben des hochgebom iridrichs Marggrauen xszu Brandenburg, vnfer i^nd des Bicbs 
Erczcamrer vud Burggraoen czu Kuremberg, vnfers Rats, lieben :obeimen& vnd kurfurften 
rcdlikeit, Vernunft vnd yeftikeit, vnd funderlichen «die bewerten liebe vnd trewe^ die «r Cri- 
ftenlicbem glauben vds vnd dem Eiche maniguelticlichen «zu ilienen beweift hat Tnd noch 
teglich bereit ift^ mit gutem willen czutun ifod czubewifen. Dorumb liaben ivir In mit -wol* 
bedachtem mute, gutem Rat vnfer vnd des Richs kurfurften, furften, Edler, Pannirhei-ren vnd 
getruen von vnfern vnd des heiligen Richs vnd der Crone czu ßehem yvQgen czu difem 
czuge, den wir nach Rate der^obgenänten vnfer vnd des Richs kurfurften vnd ander furften, 
Grauen, Edeln vnd getruer vnd ouch vil vnferr P^nirherren, Jldle^ vnd getruen vnfer Crone, 
czu Beheim jtzund furgenomen vnd beflolTen haben jn das land czu Befari^im wider die ^ 
VHjgelaubigen vnd ketzerey zu Beheim, zu tunde, «u vnlerm obriften houbtman gekorn, ge- 
macht vnd gefatzt, Machen^ fetzen vnd orden jn von Romifcher vnd üehemlfcher kunigltoher 
macht in draft difz briefs vnd haben Ind ouch vnfer voll gantz macht viid gewalt gegeben, 
czu tun vnd czu laflen, als ob wir felbs gegenwärtig da weren vnd beuelhen*vnd geben jm 
ouch jtzund gegenwurticlichen vnfer vnd des Richs vnd der Cron czu Beheim Bann wider 
die vorgeoanten vngeTaubigen vnd vngehorfamen czu Beheim vffczuwerffen vnd czu Türen 
kriege, vrleuge wider Sie c^u treiben vnd alles das jn doijnne vnd damit -czutun notdurftig 
beduncket vnd das wir felbs, ob wir gegenwärtig weren, getuo vnd gelaiTen mochten. Nem-' 
lieh baben wir jm ouch gancze macht gegeben vnd geben jm die in craft difz briefs mit 
allen vnd jglichen Edeln, Banirheren^ Rittern vnd .knechten vnd Inwonern aller vnd jglicher 
Stet, Slofz, Merckte vnd Dorfere, die der vorgenante vngelaubigen vnd vngehorfamen ^nner, 
heiffer vnd czuleger fin^ vpd ouch mit den vngelaubigen czu Behem felber czu teydmgen, 
czuuberkomen, fdde oder gancze richtJing mit jn vfzunemen vnd czube^eidingen, fie czu ge- ' 
naden czu nemen vnd fie vnd jre guter vnd hab farend vnd ligend czu fiebern vnd etu vns 
vnd vnferr vorgenanten Crone czu Behem czu empfahen vnd ouch in allen vnd jgirchen 
gemeinlicher vnd funderlicher fride, geleit vnd ficherheit czugeben, vnd ob fie in dem vnge- 
lauben vnd vn^ehorfam bliben, fie an leib vnd gute czufiraffen, czu peypigen oder czu totten, 
iUlerley prantfchatzung vnd ander Xchatzung czuuertddingen, die einczunemen vnd damit ctn 
tun vnd czu laffen^ was vnd wie er wil, Allerley gefangen czu fchatczen, jn czyle, czeit vnd 
tage czugeben, Sie ledig czu Ja (Ten, gefangen czu haben oder czu totten, wie das dan fein 
Vernunft wil • . •. vnd ^euallen ift vnd was er ouch alfo mit allen vnd iczKchen menfchen 
geilUichen vnd werntlichen, Edeln vnd vnedeln^ wer vnd wie die genant fein, in der vorge* 
nanten Crone czu Behem beteidiiigt, machet, handelt, tut vnd übedcomet. In das alles mit 
feinen, briefen czuuerfchreiben,'vnd mit namen alles das zu tun vnd zu laflen in allen fachen 

16* 



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124 

Diclits yfzgenomeu^ das wir felbes, ob wir gegenwurtig weren, getun vnd gelalTen mocfaten: 
vnd was er alfo tut vnd tun wirdet vnd an vnfer ftat verrprichet» verfchreibt oder bandelt» 
das ift alles gancz vnfer guter wille, wort vnd heifTen vnd füllen noch enwellen jm das auch 
in keinen fachen czu dem ergften keren. Wir geben jm ouch macht vff alle fache , die er 
dann handeln wirdet , pene czufetzen, wie vnd wo in des not beduncket: vnd ob es not- 
durftig fein wirdet bey leib vnd by gut: vnd wer die pene verfellet, die von jm mit recht 
oder nach genaden einczubringen oder czuftraflfen. Wir geben Noucb dem egenanten vnferm 
Oheim dem Marggrauen vollen gewalt» ob fach were, das er krank oder alfo fwach wurde, 
das er der heubtmanfchaft nit vfzgewartten mochte, das er dann einen andern fucften oder 
wer jn czu der houbtmanfehaft nucz vnd gut beduncken wirt, an fein ftat kyefen vnd fetzen 
möge^ vnd wir gebieten ouch dem, den er alfa kyefen wurde, von Romifcher kuniglicher 
macht .emftlich vnd vefticlich mit difem brief, daz er Ach folcher haubtmanfchaft anneme» 
der Criftenheit zu troft vnd vns vnd dem heiligen Riebe zu eren, .vnd dorynne nit anders 
tu in dheiawis. Derfelb ouch all folich macht haben fol, als vnfer egenanter Oheim der 
Marggraf felber» Wir haben ouch gelobt vnd geloben mit difem brief by vnfern kuniglicben 
Worten, daz alles» gemeinlichen oder funderlichen, ftet, veft vnd vnwiderrtt&ichen, nu als dann 
vnd dann als nu, z\^ halten vnd zuuollenden vnd wo des not ift, vnfer kuniglicb brief dor- 
über czugebetf an eintrag vnd widderred vnd ,vercziehen. Vnd wir' gebieten ouch doruiF 
allen vnd yglichen ynfem vnd des heiligen Reichs furften, Grauen» Edeln, Rittern, knechten, 
Amptluten, Steten vnd getroen, in i/vas wirden, ftats oder wefens fie fein, die Criftenlichem 
glauben vnd vns wider die obgenanten vBglaubigen vnd vngehorfamen zu dienft komen wer«, 
den, vnd 04ich allen vnd yglichen Banirherren, Edeln, Rittern, knechten, Ampttuten vnd 
Inwonem aller Stet» merckt vnd Dorfiere der vorgenanten vnfer Crone ezu Beb ei m ernft-^ 
liehen vnd vefticiichen mit difem briefe, daz Sy den vorgenanten fri d riehen vnferm houbt- 
man au vnfer ftat vud von vnfern. wegen in allen vnd yglichen fachen vnd gefcbefften ge- 
trulich bygeftentig, gewertig vnd gehorfam fein füllen, als vns feibs, vnd als wir des ein 
ganczes getrawen czu jn haben , als lieb allen- den vnfern vnfer fwere vngenade fey ezuuer- 
myden. Mit vrkund difz briefs verligelt mit vnferr kuniglichen Maießat Infigel^ Geben czu 
IN u rem borg, Nach Crifis geburt virczehenhundert jar vnd dornach in dem Einunddreiffigi^ 
ften Jare^ Am nechften Dinftag nach fand Johans Baptiften tag, vnferr Riebe des hungrn 
fchen etc. jm funfunduirczigiften, des Romifchen }m Einiindczwenczigiften vnd des Beheiair 
fchen Im Eylfften Jaren. 

Ad mandatum domini Regis Cafpar Sligk. 

iKad^ tcm IDtigjuiale M St^ (9(^. Rah.flixdjiu^ Jt. 112. 



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125 

MDXLI. gurbttte be« SWarlgrafen ^mbxi^ an ^erjog ^timi^ in Satettt^ »eftett bet 5Jroje^f«3[ie Cd^ 
fpar« beö aörriitßer, bem ©o^ne beffelbeti bte \>&Ux\\itn ©fiter twieberjugew^eit; »om 12* Dcj^ 143U 

Dem Hocbgebornen Fürften, hern heiuricbeD pfalczgxaffen bey Rein^ vod 
Herczogen In Beyern, vnrerm lieben Swager, Embitten wir Fridricb, voif gots gnaden^ 
Marggraue z^u BraD^enburg, des heiligen Römifcben Reichs Erezkammerer vnd Burg- 
graue zu Nfirembergy Unfemn früntlichen dinfit vnd was wir liebs und gutsr yennfigen zu- 
uoran. Hochgeborner furfte vnd lieber Swager, als ewer liebe vns yeczundt gefcbrieben vnd 
vnd dn vidimus vafers gnedigen herrn des Rftmifchen könig» brief», als von der lache wegen 
zwifchen derfelben ewer liebe vnd vnrerm lieben befunderft Jeorgen TiMrriDger vnd feinem 
vater feligen, mit gefant hat etc. In demrelben vidimus clerlichen begriffen ift, wie Heinrieb 
von fal bracht freygreue etc. vor dem genannten vnfeem genedigften Herren dem Römi- 
fcben etc* königk in feinem verßgelten brief bekantt habe, auch mttntlicheu vor feinen gnaden 
geredt, daa Im nach dem tage des gerichtes kein Appellacion, von nyemandes der lache 
volger noch keinem andern fchöpfeq verkündiget £ey, Auch wie Joi^ der Junge Torringer,, 
vor feinen gnaden bey feinenv eyde zu den heiligen bekant habe, das er durch fich felb» 
oder durch eynigen procurator von feinen oder feines vaters wegen in denr vorgefchrieben 
lachen, die fein vater feiiger geuordert hat, oder nymaods von feinen wegen mit feinem wiffen 
nicht geuordert, gehandelt oder getan habe in eynich weyfTe, finde feines vaters tode, vnd 
was ewer liebe dafelbft in der kerckflage geurteUt wer^ das vollwort derfelbe Torringer 
vnd wer fein freyer guter wille das zu halten etc. yiid wie vnfers herm des königs gnade 
darauff die Appellacion vnd beruffung machtlös vnd abgefeczet habe nach dem vnd die nicht 
verkfindigt fey in rechten gefatzten zeytten des rechten. Auch wie der Jung Torringer noch 
ayemandt anders. euch von der vorgefchriben Cache wegen hinfiir uymmermer aalangen fülle 
In keinerley weys, Heymiich noch öfientlich, treulieb on geuerde, alsdann dalTelbe vidimus^ 
mit mehr werten, clerlichen, Inhaltet Sülichs. alles wir eygentlicheR gelefen, verhört vnd 
vemomen haben vnd tun ewer liebe zu wilTen, das vns vnfer lieber bnider vnd Oheym> 
herczog Adolff vom Berge vndherczeg OttzuNünnbergzugefagthaben, naehdem vnd 
fie vnder den. fachen getreulieben gearbeit hatten, wie Ine ewer liebe Rete darnach ewer 
Hebe felbs zugefagt betten, dem genanten Törringer gnade zu beweifen vnd Ine wider zu 
feines vaters Erbe >omen zu lalTen etc» Daruinb wir euch nochmals in trewen Raten auch 
mit fleis biten, den obgenanten vnferm bruder ynd Oheym füliche Zulagen durch ewer ege- 
nante Rete vnd euch feibft darnach gefcheen, zuuolbringen vnd zugeweren. Auch vns dar 
Ion anlehet, im genad beweifet vnd Inn zu fulichem feines vaters feiigen -Erbe komen ladet, 
das er vnfers bruders vnfers Oheimes obgenant vnd vnfer-fleiffigen bete geniefe als wir,, 
auch dann wol getrawen: daran beweifet Ir vns befunder liebe vnd dienft, izs wir gern umb 
ewer liebe verdienen wollen^ wann ewer liebe in den fachen lange genügk geczümet bat. 
Geben zu feucht, am Mitwochen naehvnfer lieben frawen tag Conceptionis zu latein genant» 
mit vnferm anhangenden Inßget verfigelt, Nach Crifti vnfers herm geburte vierczehenhundert 
Jare vnd darnach Im Einvnddreifligften Jaire. 

Kaäi Ui iuif)^ twn grrpbcrs ^mmUmi (1^. Zd^xi% tmh Urfr l, 309. 310 XXXM. 



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126 

MCXLIl. jDie ©ddenfeit wn ?anb«berg begeben fid^ in Un (Sc^u^ ber 3War!grafen "i^on Sratt^ 
tcnburg unb iffneit t^neit bie ©ribißjfer a;eu)3tfe «nb 5)ei^^ am 28* 3)ej* 143L 

^ Wir hienachgefchrieben tri d rieh, heln,ricb, Apacz vnd bans gebnider vnd uettern 
alle Schencken von landfberg vnd Herren zum Tupcze, Sidaw vnd plcze, Bekennen" 
offentlicben mit diefem briefe für vns vnd vnfer, «rben vnd fünft für allermeniglichen, wann 
wir angefehn, erkant vnd betrachtet haben folch' manigueitige widerwertigkeit, zu fchübe, wi* 
derdriefz vnd fchaden, fo vns vnd vnferiv armen l^ten offt vnd dicke widerfehrt vnd vnter 
aughen . ftet, gefchehn vnd widerfarn ift, hirumb ein iblchs defterbafz zu widerfteen, vnd auch 
von befunder fchucz vnd l)efcbirmung wegen, haben wir tus williglichen mit einem guten 
furbedacliten mute zu den jrleuchten hochgebom lurfteif vnd herren hern frid riehen marg- 
grauen zu Brandburg, des heiligen Homifchen Bichs Erczcamrer vnd Burggrauen zu' 
Nuremberg, hern Johanfen feinem Sone vnd zu allen Iren «rben mit vnfem fioflen 
Tupez vnd picze gefettzt vnd fettzen vns vnd vnfer «rben auch zu jn vnd zu allen iren 
erben mit den obgefchrieben floffen in crafft diecz briefs, alfo das nu furbafz mer die obge- 
fchriebenen vnfer fiofTz Tupcz vnd picze den obgnanten vnfem gnedigen herren, iren erben 
vnd den jren^von iren wegen zu allen iren noten, ^eCchefften« kriegen vnd fachen, wenn vnd 
auff welch czyt. fie des von vns vnd vnfem erben begerende fein, jr offen SlolTz vnd jn 
domit gewertig fein füllen vnd sollen gein altermeniglich, nymancz aufzgnommen, Sunder 
allein den allerdurchleuchtigften furften vnd herren, hern Sigmunden, Bömifchen kuning 
vifd zu vngern vnd Behmen etc. kuning. vnd die hochgeborn furften hera fridrichen 
vnd fein bruder, herczogen zu fachfen, vnfer erbherren: vnd danimmb füllen die obgnan- 
ten her fridrich, lier Johanns marggrauen vnfer gnedigen herren vnd ir erben, vns vnd 
vnfej erben gleich ander ir Herren, mannen vnd ftete der marcken :zu Brandburg fchuczen, 
fchirmen vnd uerteidingen gein allermenigKchy funder ^illerley widderrede ^ wo fie vnfer zu 
gleich vnd rechte mechtig fein, Aufzgnommen den obgnanten vnfem gnedigften Herren den 
Romifchen etc. kuning vnd Herpr fridrichen vnd fein brader Herczogen fachfen: vnd 
das wir obgnanten fchencken Tnd vnfer erb^n alle diefz obgefchrieben ftucke ivnd artikel 
ftete, juefte vnd vnuerbrochen funder allerley Hielffrede üalten füllen vnd wollen, des zu 
Urkunde vnd warem bekentnilTz Jbaben wir alle vnd. ein etczlicher befonder vnfer Inßgel für 
vns vnd vnfer erben wiflentlicHen mit gutem willen an dieffen brief Hengen lafTen, der Geben 
ift zu Span da w, am nehften freitag nach des Heiligen .Crifts tag, feiner gebort virczehnbun- 
dert iar vnd darnach in den einvndreiffigften jaren. 

ma^ hm (SoDicObuC^ M Sn<urfgv«fen Sodann loL 4§.- enOm Cod. VH, 221-^2SL 



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127 

MDXLin. Äwrfßr^ %mbtx^ mh SWarlgraf Sol^ann ite^men bte ©d^enfw »ort SanbaBerg; mit 
ifyxtn (S^l&^txn Ztnpüi mb $eii m t^rm ®d^u^^ am 28. De). 1431. 

Wir fridricb, von gots gnaden marggraue zu Brandburg, des heiligen Romi- 
fchen Richs Ercz Camrer ynd Burgfgraff zu Nfiremberg, vud wir Johanns, fein Sone, 
^Bekennen öffentlichen mit diefem briefe für vns vnd vnfer erben vnd fünft für allerineniglich, 
als die Edelen vnfer lieben getrewen fr id rieh, h einrieb, Ap9cz vnd bans gebrudere vnd 
uetteren alle fchencken von Landfberg vnd herren zum Tupcze, Sidaw vnd picze 
folch manTgueltige widerwertigkeit» zufchirb, widerdriefz vnd fcbaden, fo jn vnd iren armen 
leuten ofllt vnd dicke widerfehrt vnter aughen fteet, gefcheen vnd widerfaren ift, angefehn, 
erkant vnd betrachtet vnd darummb ein folchs defterbafz zu widerfteen vnd auch von befun- 
ders fchucz vnd befchirmung wegen,^ iie fich williglichen mit einem guten furbedachtem mute 
zu vns vnd allen vnfem erben mit iren SlolTen Tüpcz vnd picze gefettzt haben etc. — 
(wie in der vorigen Urkunde) des zu urkund vnd warem bekentniflz haben wir obgnanter 
marggraue Johannsvfur vnfern obgnanten lieben 'herren vnd väter für vns vnd vnfer erben 
vnfer InfigeT,. des wir vns zu dielTen czyten beide gebrauchen, an dieffen brieff hengen laffen, 
der geben ift zu Spandow^ am nehften freitag nach des heiligen Crifts tag feiner gebort 
¥ircze}inhniidert iar vnd darnach in den einvndreifligften iaren. 

fllac^ bcn (Sopialhud^t M äHacfgrafeii So^ann^ foL 46. — &txdtn Cod. VU, 219—220. 



MDXLIV. Äriegderüaruttff be« SOTarfgrafm ^o^ann gegen im prjlett SBill^elm ju SBenben ttjegeii 
ber ^lagert ber ^xit^nHi^^txt ©tfibte über fftaubi^cdtn^ bie öon beut gürjlen unb ben ©einigen 

öeriibt öjorben^ am 13^ SWai 1432^ 

WilTet her wilhelm furfte zu^ wenden, das für vns hern Johann fen, Marggrauen 
SIT Brandbui'g vnd Burggrauen zu Nuremberg etc. vnfer Manne vnd Stete gemeniglich 
iD der prtgnittz gewefen fein vnd fich* offt vnd Jicke von euch vnd den ewem als von 
raub vnd ander fach wegen geclagt haben etc.,. hirvmmb ob wir nü ennigerley vorrede als 
von vnfer lande der prignitcz^ wegen mit^ euch betten oder darjnn weren, folich vorrede 
fagen wir euch auff vnd wollen vns des gein euch vnd allen den ewerni zu den eren bewart 
faab^n jn craffi diefis^^ briefis. Des zu bekentnilz haben wir vnfer Infigel zu ende diefer fchrifft 
an dielfen brieflT drugken laflen, der Geben ift aufl* der^Burg zu hauelberg, am dinftag 
Bacb dem Sontage jubilate^ Anno domini M"" CCCC XXXU\ 

9tü^ hm (hpialhud^ M matfffaftn So^rnn fol. Wr — (Stxdtni Cod. VII, 266, 



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128 

MDXLV. aWorlgraf 3e|f<itttt »ergleiifft griebridji »Ott fBxbn^tt wxi ^mxi^ wn ©Iilgeit tt)egett 

eiw^g 2;öbtfd(»Iage«, am ?♦ Swat- 1432^ 

Wir Johanns etc. Bekennen etc. das der Edel vnfer über getrewer fridrich von 
Biberftein zu Befzkow vnd Storkow berre, auff einem vnd vnfer üben getrewen bein- 
riehen von glügen vnd beinrich fein Söne auff dem andern teyl für vns komen fein 
vnd Ach von fölichs totflages wegen^ Als dann an der gnanten beiden h« inrieben von 
glügen Soufi vnd bruder geleheen vnd begangen ift, von beiden teilen für vns verwilkart 
vnd gevjilbort haben, (y jm rechten darumb zu entfcheiden vnd in welcherley mafze wy der 
gnante von Biberftein der gnanten von Glügen Sone vnd bruder von rechts wegen 
verbufen fol vnd was wir jm rechten darumb fprechen, das das von beiden teilen gencz- 
liehen vnd vnueibrochen gebalden fol werden ongeuerde« Hirauff fo fprecben wir für ein recht 
das der gnante fridrich von Biberftein den gnanten beinrich von Glügen vnd 
heinrichen feinen Soni$ vmb vnd für folichen obgefchriben totflag, als an jrem Sone vnd 
Bruder gefeheen vnd begangen ift, mit Acbzehen pfundifchen pfunden, für ein pfundifch pfuodt 
anderthalb fchok, das alles m einer Summ machet Siben vnd zweinczig fchok, verbufen, geben 
vnd bezalen fol, vnd wenn dann der obgenante fridrich von Biberftein, zu Bßfzkow 
vnd Storkow herre, den obgenanten heinriehen von Gingen vnd feinen Sone die. ob- 
gefchriben achtzehen pfundiiche pfundt in obgefchribener maOse für iren Sone vnd Bruder 
verbüß gegeben vnd bezalt hat. So füllen alle zwitraeht vnd fchelung, die fyeh von des obge- 
fchriben totflags wegen gemacht vnd verlauffen haben, zwifchen beiden obgefchriben parteyen 
genczlichen abe, hin geteget, gefünet vnd entrieht fein, one alles geuerde. Des zu vrkunde 
geben wir yczlicher partheyen dife vnfer fchriffjt mit vnferm aufgedruckten Iniigel ueriigelt, 
Geben zu Brandenburg in gegen würtigkeyt vnfer Rete, am heiligen pfingftabende, Anno 
domini M'' CCCCo XXXU^ 

9ta(|f hm ^9pia\hvii!^t M äVarfgrafen Jo^anii-fol. 60« — * Qttdtni Cod. VH, 233—234« 



MDXLVIt IBctribtauttg ©aiä^ftfd^wr ttttb SBranbcttBurgtfclier Mt^&Uv ikjtoif^mx^xtn^tXYtn 

tntftanimn ®tbxt^m, »otit 24* SÄo». 1432* 

Nach Crifti geburt virczehenhundert vnd darnach Im zweyvnddreifigften Jare an fand 
Kathrein abent der heiligen Jungfrawen zu Slewcz ift berett, beteidingt vnd befloflen, durch 
der bocbgebom furßen, herren fri d rieh s vnd hem Sigmunds, Herczogen zu Saehfzen, 
lantgrauen In doringen vnd Marggiauen zu Meiffen, vnd herren fridriehs, Marggrauen 
zu Brand bürg vnd Burggrauen zu Nuremberg volle meehtige Rete, von aller bruche, 
ftoize, aufhaldens vnd ubergreiffens wegen, die vnd' das fieh zwifchen den obgenanten herren 
vnd iren vndertanen, von beiden feitten verlauffien haben, von anbegynne irer eynuge bifz 
faere, von den ortem des landes zu franeken^ der voytlande vnd ander ortem, aulzge- 



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129 

flofTen die Mark ynd das fahnde zu SachTsien, vnd vnfchedKcbeD buntaurze ^d eynnnge, 
zwifcheii beiden herren begriffen vnd gemacht. In mafzen als hiraach volget vnd gefchriben 
ftet Es follen igüch herre vnd teile, von irer vnd irer vndertanen w^gen, Ire fchulde, 
fpriiche vnd brucbe befcbreiben Xeczen vnd machen, vnd die von dem necbften £!untage pber 
vir ivocben In die Stat gen SIewcz, In die herwerge zu der Icaufmanne mit einfm redli- 
chen boten fohicken vnd beftellen. Alzdann vnd auff denfi^rben Suntag Sol yeder teile mit 
Damen die Herczogen zu Sachfzen, durch iren boten dabin gelchickte, des Marggrauen Ton 
Braiidburg Schulde vnd fpruche von feinem boten fordern empfaben, ^ie an die iczund 
genanten Herczogen zubrengen, antwnrt darauff zuthun vnd zu machen. Des gleichen ibl 
des IVlarggrauen von Brandburg böte auflP den tage dabin gefchickte des Herczogen von 
Sachfzen fchulde vnd fpruche auch fordern empfahen, die an In zu brengen antwurt darauff 
zuthun vnd zu machen, als obengenirt ift: vnd wann igliche partheye Solicbe fchulde empfan- 
gen darauf antwurt getan vnd gemacht, hat, darnach fot yeder herre vnd teile des andern 
herren vnd teyles fchulde vnd darauff fein antwurt einem feiner Rate, den er darczu geben 
vnd befcheiden fol, eingeben, demfelben empfelhen volle gewalt thun vnd geben, das derfelbe 
Rate fich über foliche fchulde vnd antwurt, was fruntlich ader recht fein wirdet, damit die 
Aofz hingeleget ader gefcheiden werden mugen, lernen vnd erfaren. Es ift auch berett, das . 
für des adec In demrelben die obgenanten herren von beiden feiten, den Envirdigen In got 
vatcH* herren Anthonio Bifcljoff zu Bamberg fchreibt-n vnd in bitten Collen, fügte lichs, 
das die obgenanten Rete von beiden teilen geordent vnd gefchickt, wie ebengemeidet |fty die, 
fache nicht gerichten ader gefcheiden künden, ^fruntlich ader rechtlich, Ein obermann zu fein 
vnd ßch der fache zu ynderwinden. Als einem obermann zugeburet vnd hirnach volget./ Er 
fol zwifchen date diefer teiding vnd dem nechftkunftigen [and Waipurgen tage, dei^obgenan^ 
ten Reten einen tage vnd Stat benennen feczen, vnd die tag vnd Stat, zuuoran virczehen- 
tage , den obgenanten herren ^nd iglichem teile befunder verkundigen vnd «zuwiQen thun, 
Auff" die meynunge das iglicher herre feinen Rate auff die iczund genanten^ tag vnd Stat 
fcbicken vnd fenden. Mit fchulde, antwurt vnd wes «r lieh ^a erfaren hett vnd fol daran 
mit ganczem fleifze fein, das diefelbigen Rete, zu der zeit, der obgenanten herren fache, In 
fruDtfchaft ab iie mögen ader in recht fcheiden vngeuerlich, Des fie auch volle macht vnd 
gewalt haben füllen. Wer es nö, das die obgenanten Rete eincherley einfeile, ftofze ader 
faindcrnufz vnder einander haben, ader fich etwaran Irren wurddeh. Dies Xol der obgenant 
Bifchoffe volle gewalt haben, als ein gewillekarter vnwiderruflicher oberman darein zufprecheo, 
vnd was er dann auff das male Sprechen vnd fentencziren wirdet, das füllen iglich teile 
vnd fein vndertan aufnemen hallden vnd volfuren ane Widerrede vnd geuerde. Die obgenan« 
ten ScheidefzI^wt vnd ^ obermann Süllen auch darvmb von den herren vnd allen die der 
fache zufchicken betten vnuerdacht vnd ane rede fein vnd pleifoen angeuerde, vmb des willen 
füllen alle bekumernufze vnd auflialdung abfein, kein übergriffe gefcheen, alle fache, gutlichen 
eynuge (eynunge) vnd buntnufze zwifchen den herren begriffen In iren krefften genczlich 
gehallden werden: wurd auch an diefen teidingen eynicherley ftolz ader brucbe, Alfodasdie 
wie obgefehriben fteet vor £and Walpurgen tage ichirft nicht aufgericbt wurden. An welichem 



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130 

teile der brücüe were^ das teile fol dem andern teile ^ an dem der brach nicht were, aller 
fchtilde^ fpruche vnd brache verfallen fein, die verloron haben ^ vhd darvmb volle vnd gancz 
aufzTichtung thun ane hinderaufze^ widerrpreehen vnd alles, geuerde. Solicher obgefehriben^ 
bereduDg^ teidiog vnd befliefunge Zu einem waren bekentnufz vnd vrkunde», haben wir 
Gräne Heinribh von Swärczpürg herre zu Araftet vnd Sonderlzhauren hofmafter. 
Eberhart voih Brand ftein^ Ritter Marfchalk vnlTer gnedigen herren von Saehfeen vnd 
von iren wegen,, vnd wir Harttung vom Egloffftein Ritter vnd Cafpar von walU 
denfeils^ von vnfer^ gnedigen faerreii von Brandburg wegen ^ vnfer Infigd an^diefen brieC 
lafzen vnd heißen dracken« Gefclieen vnd gegeben al& obgefcJmbeik ftet. 



MDXLVIL ^^hbifpxn^ btt JBtfd&ßft »ort SomBetj uitb^ SBfitjBurff in beit jtt)tfd&eit ^riebrid^ 
unb @ieammtb|. ^er^ogea ^u @ad[ifen unb Sribrt(|i ^arlgrafen ^it SSranbenBur^ mtftanbenett 

®thvt^m, wm 29«. 9){ai 1433«. 

Von gote» gnaden mr Anthonj zu Bamberg,, vnd wir Johanns; zu Wirtz- 
bürg Bifchöffe^ von folcher brüch^ ftöCs^ awfhaltens vnd vberg^reiffena wegeo^ dieiich von 
der hochgebornen fflrften vnd herren^ vnfem befunder lieben herren vnd frefinden^ herren 
fridreichen vnd herren Sigmunden gebrudern Hertzogen zu Sachfen^ Marggrauen 
zu Meichfen vnd Lanntgrauen In doringen, des^ heiligen Romifchen Reichs. Ertzmarfchalgk 
vnd den Iren auf ein, vnd herren fridricben Marggjrauen zu ßranndenburg^ Burggrafen zu 
Nuremberg^ des heiligen Romifchen Reichs Erczcamrer vnd der feinen wegen aw£ die ann- 
dera feyten^ verläwffen haben von anbegynn Irer Eynung^ begriffen vimI gefcheen. zwifchen. 
In. zu plawen In dem Jare als. man zaite von Crifts geburt vierczehenhundert vnd In dem» 
Newnvndzwentzigften Jaren^ Diefelben Spruch vnd fcbuld fie vormals, veranlafzt haben aw£ 
Vna Anthony Bifchof zu Bambergs al& einem obman^ In der gutlu^keit mit wiflen, oder 
awf freuntlicb recht on wiflen^ vnd als. nu ein nemlicher tag her gen lichtenfels von vns* 
Anthonj obgenant gemachet vnd verrawmet ift» awf geftern donerftag vor dem hdligen 
pfingfttag^ vnd nu die obgenantten furften awf beidteil zu tblchem tag fein kernen, haben fie* 
von obgerurtter fprach,. (chuld fie vnd die Iren antreffende von dem Anlafz zu Slewtz. ge- 
fcheen vnd begriffen gelaffen, >nd fein vmb diefelben fpruch vnd fchulde,. vnd was fich dar- 
awfz voriäwffpn vnd gemacht hat, von Iren vnd der Iren wegen fie darOmh In 'der gutlich«» 
keit zuentfcheiden bey vn& obganantten zweyen Bifchofen bliben,. wie wir daramb In frefiot« 
fchaft fprechen vnd fcheiden, das fie das genannder vnuerbrochlichen hallten, tun vndvolfuren» 
füllen on Widerrede vnd eintrag, awfzgefloflen allerley geuerde,. als. vns' daa beide obgmant 
parteyen blfo zu halten vnd zuuolfuren zugefagt vnd gerett haben, Vnd als wir nu Ir beyder 
Sprach, fchuldiguog vnd Anttwortt, die fie vns obgenant Anthonien fchrifftUch nach Inn- 
halttung des obgenanten Anlalza vbergebeuj, verhört vnd Rat daraber gehabt haben, Alfa 



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131 

laben vnt obgenantten beide Bifcbof BbgefebeD Tod betrachtet , vüe die tibgenanlten furften 
' TOD (ypfchaSt vnd anftolTeD Ir lanad wegen, geneinannder gewannd Xein, ^a3 In Iren lannden 
Tnd lewten nicht nütz vnd bequemlicb fey, ^as Irrung vnd zv^itracht zvnfchen In vnib folch 
fach awüerftund^o', vnd das vns auch runderlicb nicht lieb were; Dorumb fcheiden vnd fpre- 
eben mr obgenanten zwen Bifchbfe zwifchen ^en t>bgenanten furften In 'der gutiichkeyt awlz, 
das alle vnd yglich Ir Spruch, die fie von Ir vnd <ler Iren wegen geton haben nacb Inhalt- 
tung des obgerürten Anlafzs^ genntzlich geneinannder ab fein Tod der gütlich geffinel vnd 
^ericht fein, vnd von dbeinerteyi noch den Iren furder nicht in argk noch in dheinwfofe 
furgetrogen werden Tollen, Sunder die obgenantten furßen foUen Ton beiden teylen bey Ir 
Eynung vnd verpuntnüffe bleiben vnd die nach Ir ynnhaltiing getrewDchen vnd freuntfich 
volfuren vnd der nachlcomen vnd auch mit Iren vogten, Amptlewten vnd den Iren beltellen 
:getrew1ichen volfurt vnd nachkomen werden ^on alierley geuerde, Es tollen auch der t>bge- 
nantten furften Armlewt, die dann awf beidefeyten awfgehaltten vnd l)ekumert worden fein, ' 
Ir iglicher fein koft vnd zerung betzalen vnd awÜErichtten , was lie des nicht entricht betten 
«ongeuerde: vnd Als in den vorberurtten Sprüchen vnd fchuUigung vnfer herre derMarggraff 
•obgenant vnfer herren die heitzogen zu Sachfen vprgeaanten, von bannfen £rharts vnd 
iheintzen von kotzaw wegen zugefprochen hat, wie diefelben von kotzaw mit fritzen 
vom Sannde zufcbicken gehabt haben, darumb er den von kotzaw gleichs vnd rechts 
awlzganngen were, wann üe vnd auch fritz vom Sande beyderfeyt vnfers Marggrauen 
befelTen man vnd dieoer £nd, vnd fritz vom Sannd auch vnferm herren von Sränndenbui^ 
mit banndgdbenden trewen an eyds ftat gelobt hat, fich an gleich vnd recht vor vnferm 
egenantten herren von Branndenburg oder In feinem abwefe'n vor feinen öberften hawbtman, 
vnd vor feinen Aeten von den feinen zunem^n vnd zugeben, zugeben vnd isunemen, benügen 
jfiulaffen, vber folch gelubde fey der genant fritz vom fannde In leinem frid vnd gutlich 
fteen, das die von kotzaw mit Im die czit gehabt haben, mit weyb vnd kindem hinweg 
getzogen, vnd das recht geflohen, vnd Als die von kotzaw nu dem genanten fritzen 
vom Sannde meynten zu fuchen, nach dem vnd fie fein feynd waren, vnd In gefagt were 
worden, .er leg In einer abfeyten zu C'olmitfch anderkirchen, die die hi>ffen abgehranndt 
vnd «ntert haben, dortzu die benanten von Kotz awe Ir knecht gefchickt vnd Iren t>ffen 
veynd, der vpferm herren von Branndeqburg.vnd den von kotzaw awfz allen. gelubden ynd 
rechten geganngen were, fuchen liefzen, ifor dem jße dann teglicben vnficher weren vnd (n 
gern dartzu gehaltten betten, das er fich an Hecht bett laflen benügen, vnd fünft nyemands 
begerten zutun, denn dem genantten fritzen vom Sannde, dem lie defmals nicht haben 
können zukomen, Sie find widerumb gen pawfen geriten vnd fich dofelbft nyder geton, 
AJfo haben vnfer herren von SachfTen voyt t^u weyda vnd annder ir manne vnd diener 
den beoantten von kotzawe vnbefoigt In gutlichem gefchick In einen knecht abgefanngen. 
Acht Reyfigpferde, funff Stehlen psptzir, vier Arbruft (fic), Eyfenhüt vnd annder Ir habe 
genomeo, das fie peffer achten dann an fechshundert Reinifch güldein. So haben auch vnfer 
herren von Sachüen vogt zu weyda, den von kotzaw müntlich zugrfagt, das fie vnd die 
Iren vor Im vnd allen den die In zufteen ficher fein löUmi, vnd er wolle den yon kotzawe 

17* 



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182 

fcilff^ Rat vnä furdrung tun, wo die Iren des begerten, das er nicbt geton noch In diewortt 
gehaltten haben. Daraw f vnfer hei'n die hertzogen obgenantten zu demfelben Spruch fchriefft* 
lieh geantt^ortt haben, wiß folch fach von Iren Reten vnd heimKchen, nemlich Grauen 
heinreichen von Swartzburg herren zu Sundershawfen, Eberhartten von Brann- 
denftein, Ritter vnd Irem Cantzler zu entfcheiden mechticlich geftalt fey, das Iglich partey 
zwen Ir freunde in der freuntfchaft mit wiffen, oder das Recht an Im felbs dartzu geben 
fol, fie doraufz zu entfcheiden: wurden fie dor Innen ftöffig, das dann Nickel von wölf- 
ferftorff der^ fach beide freuntfch^fft vnd Rechtes In obgefchriebenermafz ein gewiHigter 
obmau vnd Richter fein fol, als- dann diefelben Anttwort klertichen Innheltt; Alfo fcheiden 
vnd fprechen wir, das vnfer. herren die hertzogen obgenant, Ir Amptlewt zu weyda ver- 
mugen follen, die dann folch habe genomen haben, das fie den vorbenantten von Kotzaw 
Ir genomen habe was der noch verhannden vnd vnuerderbt were, wider fchicken follen oa 
geuerde: was aber folcher habe were verthon oder verderbet worden, darOmb follen die 
obgenantten vnfer herren die hertzogen etc. den obgefchrieben von Kotzaw hiezwifcheo 
vnd Sannd Michels tag {chierftkomenden tag fetten vnd befcheiden, vnd den von Icotzati^ 
zu vnd von dem tag Ir ficherheit vnd geleyt geben, vnd In vmb folcli verthon ekler ver- 
derbte habe gütlichkeyt oder Recht in vorgefchriebener roafTe zu einem gleichen zufatz aw( 
den vorbenantten obmann tun vnd widerfaren laffen, vnd ob der bruch an vnfern herren. den 
hertzogen zu Sachfen oder an dem Obman . vnd nicht an den von kotzaw e bynnen der 
obgenanten frift wurde, So füllen die vorbenanten 'vnfer herren die hertzogen den obgenan-. 
len von kotzawe folch Ir verthon vnd verderbt habe, die In alfo augewonnen vnd nicht 
wider worden were, alsdann fchaffen, gegoUten vad gekert von den Iren, die das genomen 
betten, nach erkenntnüffe vnfer beider obgenantten Bifchofe on alles vertzihen, Dorawf dann 
diefelben von Kotzawe vmb die vorgenantten Ire pferdevnd habe gen vnfern herren den 
hertzogen, vnd den Iren vertzeihen vnd furder dheinen Anfpruch mer darnach haben follen 
ongeuerde. Auch als der benantt vnfer herre Marggraf zu Branndenburg In den gemelten' 
feinen Sprüchen vnd fchuldigung gefetzt hat, wie das der Edel Heinrich Herr zu Gera 
feinen bufger zum hof vlrichen von Adorff kv vnfer herren von Sachfen geleyt zu 
lanngenburg^ awfgehaltten, den mitfambt feiner habe, Ocbffen vnd pferden, genomen vnd 
vmbgetribcn haben, derfelbe vlrich von Adorff hett dem von Gera gern recht verbärgt 
vnd fein ^ habe auff recht wollen awfznemen, des habe der von Gera nicht tun noch la de« 
geleyts geniefzen laffen wollten, Sunder ei^ hab In gedrungen vnd genötigt, das er Im hat 
mufzen vierhundert guidein verbürgen etc. Sprechen vnd fcheiden wir, das vnfer, herren die 
hertzogen obgenant mit dem genaniten von Gera fchaffen füllen den benantten vlriche^n 
von Adorff, mit fambt feinen bürgen ledig^ vnd los zufcliaffen, vnd zufchicken ouuertzugk, 
Dörfft dann der von Gera Rechts von vnlerm hern Marggrauen obgenant. So foltt Im der- 
felbe vnfer herre Marggraf obgenant hiezwifchen vnd Sanct Michels tag Cebierff vngeuerlich 
vnd onuertzihen fürbefcheideii für feinen Erbern Rat vnd dem von Gera fruntfchafft ader 
Recht widerfaren laffen. Auch als vnfer herre Marggraf obgenantt In feinen fchulden fetzet, 
das Neythard von wildenftein von vnfers herren hertzogen zu Sachffen Reten vnd Irem. 



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133 

Cantzler fey zu lo geteidingt worden. Im das SioFz S^pafnberg auf ettlich Jar mit feinen 
nützen vnd zugehöruugen eintzugeben , da« fie Im dann eingeben ketten vnd er das ettlich 
zeit Inngehabt hett deflelben Slofzs In die genantten vnfer herren hertzogen entfeizt vnd 
enttwert vnd Im ettwas getreids darauf genomeü füllen haben vnd auch das er In Irem dinft 
ein pferdty ein ftehlen panntzir vnd ein Arrabruft folle verloren haben, das er acht an drey-' 
vndfunfftzigk gäldein etc.. Darumb fcheiden wir, das vnfer herren von SachfTen vmb folch 
fchiilde Neythartten von wildenftein furbefcheiden foijeo (ur Iren Erbern Rat vnd 
dofelbft fol.Neithardt egenant darumb das Recht nemen vnd geben vnd geben vnd nemen, 
das Fol auch gefcbeen hiezwifchen Sanndt Michels tag vngeuerlich. Dieler obgefchrieben 
fach zu BekehntnfilTe vnd vrkänd haben ivir obgenantt beide Bifchoue vnfer yglicher fein 
lufigel an dielen brief lalTen henncken^ Dp.r Geben ift vnd das gefchach awf freitag vor dem 
heiligen pfingftag zu licht envels. Nach Crifts geburt viertzehenhundert vnd In dem drew- 
vnddreifßgiften Jaren. 

9)0(4 ^tm im Mini^l ^fd^flfi^. (Bt^. Kredit» in ^uiUn btfiiibUc^cti iDriginaL 



MDXLVffl. ®renibefcr;r«Bung ber 5?eumar! «nb- ^olmi, », 3* 143?* 

Difs fint die vffatczuoge der grentzen ]n-de^nuwen marke noch der pol an begere 
vnd der Stolpeuer off dem tage czum brifsky off Andrea *jm XXXIII**" jare. 

Sequuntur granicies Regni palonie antique, quas domini cruciferi et Ciues de lau* 
difherg oceupauerunt alias^poffuedly (fic) ad nouam marchiam jnter regnum polonie 
et antiquam marchiam fitt^, que funt verfus hanc partem fluuii Notefch, que pertine- 
bant ad Coranam Regnt polonie. Item fcopulus jacet Nadbarweze alias Nakufkyey 
lancze et ad iilum fcopulum venit granicies glifsnenfis et Clauftrum cum Waikwald, 
Et ab eodem fcopulo vadit granicies ad flumen, quod vgcatur Tymyana vfque ad fluuium 
wlymya, qui vadit in Wartham et etiam vbi granicies dicta kyclczuo vadit per quod^, 
dam flumen, quod eft inter antiquam marchiatti et Regnum polanie et tranßt vfque 
m flnmen Wartha et afcendendo furfum medietas dicti fluuii Wartha fpectat ad Regnum 
polonie et alia medietas ad nouam Marchiam vfque ad illum locum, vbi fluuius No- 
tefch intrat W.artham, vbi tunc medietas fluminis Notefch^ ^uius Alweus fuit et fiuebat 
ab antiquo ab illa parte Caftri Drdzen fpectat ad RegnUm polonie etcumGaftroDrdzen, 
quod jacet in dicto ftuuio Notefch et aliä medietas dicti fluuii ad nouam marchiam' 
afcendendo furfum vfque ad przeborowic, A przebrowic, quod pertinet ad caftrum 
Wyclen, vfque ad Wfzdworza et A wfsdworza ad lecos, quorum vnus- vocatur 
Offowo et ab Offowo ad Scopulum, fuper quo 'ftaut ^üq arbores pini et ab ho^r* Scopulo 
ad gofdowidal et a Gofdowidal ad fcopuhim, qui eft circa viam Chofczenka et ab 
koc fcopulo ad fcbufchicza et a fehufchlcza vfque ad defertum Wedel, a delierto 



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134 '': 

Wedel vbi cadit Drawa in Notefch inedietas ^raw« (pectat ^d regnum polönie tS; 
medietas ad nouam marchiam yfque ad locum, qui dicitur Drawfko, qui locus cum 
Caftro Thraheim fpeotat ad regnum polonie et a caftro Tbrabeim irfqae ad landek, 
A landek focipieiido vbi Debriocza flumep cadit in Auinen Owda tunc a dictp fluuio 
Debrincza furfuin afcendendo inedietas /pectat ad regnum polonie «t mediefaa -ad terram 
pomeranie vfque ad lacum Qwyeczfko» cuius lacus inedietas ad regnum polonie «t 
alia ad nouam marchiam, et a predicto lacu eodem fluuio Debrincza Tel limitibus con» 
fwetisy prout ibi per prelatos ex vtraque parte funt diftiiiete et limitate vfque ad Aumen 
Camyona et a Camyona fluuio vfque ad villam Clono^a/que villa fpectat «d xegnum 
polonie, et a dicta villä vfque ad villam Sraczfko «t a .Sra'czfko.ufqne adiaUam Sza* 
painno, quo fpectat ad terram pomeranie et a jSzapeinno ^fque ed villam Co fzielecz 
domini Arcbiepifcopi et a Cofsielecz recto «tramite ^fque ad Äuulum Wyfla et «eodem 
fluuio Wyfia furfum transeundo vfque ad locum illum^ vbi fluuius Drwatiüsa cadit in 
\tyfslam, medietas dicti fluuii wyisle ^nim caftro Kyefchoiva et t)mnibu8 alys attinency/i 
et pertiuencys vniuerGs fpectat ad regnum polonie et -alia inedietas eiufdem fluuiiadordl- 
nem dominorum Cruciferorum et ab illo loco, ^vbi Drawaneza <;adit in wyfslam 
cum medietate molendini Luibicz -afcendendo eodem fluuio Drwant^za inedietas £uminis . 
predicti fpectat ad regnum polonie, jta prout terra Dobrinenfis in fuisümitatiooibusionge 
late et circumferentialiter eft in fuo dominio vero et legitimo extenia et Jimitata« 

Daju giebt ti folgenbe glei^ijettige IBemerfungent 

1. Limites confcripfit inter Ilegnum polonie et Noiiam Marcliam pnmo ind* 
piendo a graniticiiis ^?) antique marchie inferiiis landifberg domini Marchionis Bran- 
denburgenfis fluuius Wartha diuidit regnum Polonie cum noua Marcbla vfque ad 
caftrum Säntbok, ubi fluuius NoteXs iotrat in Wartam et ulteriusJN[otefs4tuidit Regnum 
Polonie cum ^owa Marchia ufque ad Prcziborowe a Preziborowe Jeferto fpeo- 
tante adeaftnim welen ufque ad fluuium Wfsdwotza, a WXsd^otza ;ufque ad lacum 
offowo a lacu .o ff o wo ufque ad fcopulum, vbi flaut duo pini a <luobus pinis ufque ad 
gofsdowdol et a gofsdowdol ufque ad viam €bofczejifka, a via 4Jhofzenfka ufque 
ad Sufchicza, a SufcJbicza ufque ad defertum wedel etc. 

2. ^ota Jimites Regni polonie et Mareliie primo protendunt a lacu^ tjui dicitur 
wyela, a lacu wyela protenditur vfque ad lacum, qui dicitur Drawlko^ alacu Drawfko 
amodo per totam drawam fluuium et infra per drawam, Item ad lacum, qui dicitur Lu- 
byefczko a lubyefczko fupra vfque ad fluuium, qui dicitur Olefchna» ab Olefehoa, 
iterum vfque ad Caftrum Olfembork, ab Olfembork vfque ad Drambtork, a Dram- 
bork vfque ad villam, que dicitur ^olymborJc, a iEolymbork vfque ad y wa fluuium, ab 
ywa fluuio vfque ad pontem lanczbark. 

9tüd) Um £)riB. hti St. iSt^. StahkttMicdfivti St. 430. 



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. 135 

MDXLDC Äaifer Siegmurti. BeftfiHgt bent SWarfgrafeit griebrid^» «tte feine ©efl^imgen mir 

SRetfite,, am 31. fWat 1433. 

Wfr Michef, von gots gnaden des^ heiligeit Romirchen Racbs Burggraue zu: 
Maideburg vod Graue zu hardeck,. des aller dürcblücbtigften furrten^ vnd hero,. hero 
fridricbBy. Toir gots goadent Ramirchea kunigg zu allen« zeyten merer des Reichs, her- 
czogen zu ofterEeicfay. ze Steir, ze kemdeo vnd here zu krain, Grauen zu Tyroll etc. hoif- 
richter, Bekennen vnd tbun kundt ofifinbare mit dilTem< briefe allen den, die jn fehh oder 
boren leTzen^. d^s« wir emen^ keyfer Sigemundes feiiger gedecbtnulz brieue gantzen' ge- 
recbten vnd vnnerferten an der fcbriSfc vnd SigeL verligelt mit feiner keyferlicben Maieftat 
anbang<0nder gülden^ bullen- gefeben vnd verbort baben,. Als der von* werte zu. wortt hernach^ 
gefchieibenr ftett^ latent jilfo:: 

Wir Sigenrundty. von* got» gnade» Rbmirdier keyfery zu* allen czeiten merer des 
Reicbfr vnd za vng^ren^ za Behmen,, Dalmacien» Cimtcien; koninng. etc.. Bekennen vnd^ tbun 
kundt offinbar mit dilTem^ brüßfle allen deir, die jn feben^ ader boren Idzen^ wie wol wir von 
Romifeher kejfedicber wiedickeit^ darjnn vds dann der Almechtig, got durch fein gotliche 
gutickeit ge(etczt ba^ alFeczeit geneygt fein« ail^^n vnnfem^ vnd de» beiligen* Reichs vedertaneu' 
vnfi^r gnade vnd fucdhmg zil beweisen». So* fem» wir jjifimderbeit mehr emfig den vonfern' 
günft vnd guttat gnedigKcb- mit zu&ilen,« die vnnfer vnd des^ Reichs^ fürdrifte^ gelider (ein vnd 
vns- die bürden^ da» heilig Reich. zuuerweÜEen^ mittlragen* helSen^ vnd fick datjnnt getrewlicb 
vnd ftetigiTchen beweifett^ vnd vauerdi^eireni &ide» lafzen-^ vn^ ab- wip' vormals' dem* hochge» 
boren^ frldrfchen^ Marggi^aueiv zu: BrandbuFg,. des< Beilfgen) Rbmifcheni Reichs^ ertz<- 
kamerer vnd Burggraue zif Nurombei^t' vnnfernv Ueben« ohmen> vnd! kurfvrfienv. jm nachdem^ 
vnd wir vnnfer koniglfche Gironunge *ztt^ Acbe negft empfingen-^, alle' feine recht Brieffe» 
yrittilegia^ bantveßen-^ ländtgericht vnd freybeiC gnediglich' beftetigetfe baben>, näcb lüte* der 
brieff darüber gegeben^ Alfo« bat der feibe vnnfer obeim^ jtzundt,. da^ wir/ vnnfer keyferlicbe 
krön zu: Röme empfingen;, fein Erbar Botfbhafflr zu: vn» gein Rome*- gefandt vnd vns durch 
diefelben fein botfcbafft demfitig|icbin bkten^ lafzen^. das wir jm vnd feinen> erben: Marggi^nea 
zii; Branndburg vnd; Burggrauen- zu Niirenberg alle recht vnd wirdidceit,. freyheit, gnadiei». 
gewonheit;. landtgericht vnd herkome» vnd vber alle pfentfebaffit .vnd ampte,: die er von Ro* 
mifehen keyferen^ vnd kunigen^ vnd- dem: Riebe 'hat vnd Mch vl>er alle ander fachen^ als fein 
vatter^. fein, bnider vnd: altüordereu' vnd er die von feiiger gedeohtnufz Romifeben* keyfem vnd 
konjngen* vnnfern^ vorfaren^ vnd' dem- Reich« fammentlich vnd fenderiicb erwerben) vnd her- 
bracht babenv zubeftetigen», zubeneftigen;. zuvernewen: vnd zu Confiranren* geruchten von 
fiindierlichin' vunferu' kejferlicheu' gnaden.. Des haben* wir angefehen> fein* redliche' vnd ver*^ 
nun&tige bete vnd« merglich^ getpwe dinße vnd ere» die er vns vnd dem heiligen Reiche offte 
vnd vnuordrofzenlich erbottlen hatt vnd Stetiglich: mit gantzen getrwen erzaigt,. vnd diwvmb» 
mit fundbriiehem' Rate* vnnfer furften;. Grauen;, herren; Edeln vnd getruwen;; mitwolbedäcbtem. 
mute; rechter wiflen vnd Romifcher keyferlicher macht volkomenheit^ beftettigen;. beueftigen,. 
nernewen vnd Confirmiren jm vnd< feinem^ erben« marggrauen zu. brandburg und^ Burggraueni 



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136 

5(1 Nurenberg aHe ire recht, wirdickeit, fryheit, gnaden, gewonheit, priuilegia mit allen iren 
)enen, lantgericht am Nuremberge vnd' herkomen, die zu jm vn<l feinen furftentumb vnd 
lerfchafft gehören vnd alle hantveften, fchrifft, brieffe vnd freyheit, don^it fein altuorderen vnd 
er vgn Romifchen keyferen vnd konyngen vnnfern vorfaren, vns vnd dem heiligen Reiche 
begnadet \nd befreit find vnd die famentlich vnd funderlich herbracht haben, vber alle jre 
kurfurftenthunab, furftenthum, recht, freyheit, gnade, gewonheit, lantgericht, beßtzung, eygen- 
fcbafft, vefte, Stete, landt, lewte, Clofter vnd Cloftervoigtien, Mannen, manfchefften, lehnen, 
lehnfchaften, geifllich vnd werltlich, zwingen vnd pannen, Craiffen, weiden, holtzereti, Buflchen^ 
velden, waiden, waiTern, vifcheryen, geiegden, Wiltpanen, Gerichten, gelaiten, Muntzen, Ertzt, 
Bergwerk, Nutzen, zinfzen, galten vnd alle pfantfchafft vnd ampt, die er von dem Reiche 
hatt vnd vber alle ander ding, wie man die genenneo mag mit funderlichen worten, vnd 
beftetigen vnd Confirmiren jm auch jn crafft difz brieues Alle czoll, alle grolTchen, alle turnas 
vnd knapengelt zu Selze vnd pnd^swo, die fein vater, bruder vnd altuorderen vnd er bifz 
vff datum difzes brieffs befeffen vnd jnngehabt haben: vnd ConGrmiren vnd vornewen ]m 
das alles, das hieuorgefcbriben fteet, vnd ^lle Sie hantveften, fchriflft vnd brieffe, die er vnd 
fein altuorderen darüber haben vnd die wir jn felbs gegeben haben in allen iren puncten, 
fneynungen, artikeln.von wortt zu worte, als He begriffen vnd gefchriben feint gleicherweifz, 
als ob fie in difzem brieffe gentzlich begriffen weren ader ob fie durchbrecht ader gewonheit 
hierynne begriffen fein Solten, vnd fetzen, meynen, ordnen vnd wollen den obgenanntea 
vnnfern ohmen vnd fein erben auch doby gnediglich bleiben laiten: vnd gebieten dorvmb 
allen vnd igligen^ fürften geiftlichin vnd wertlicbin, Grauen, freyen, Ritteren,, knechten, ampt* 
luten, lantvoigten, landtrichteren, Richtern, Burgermeiftern, Reten vnd gemeinden vnd fiifzt 
allen anderen vnnfern vnd des Reichs vndertanen vnd getruwen emftlich vnd veftiglichen 
mit diilem brieff, das fie den' vorgnannten frederichen vnd fein erben marggrauen zu 
branndburg^ vnd Burggrauen zu Nuremberg an folichen iren gnaden, fraybeiten, rechtt^n, brief- 
fen, priuelegien, hantveften, landtgerichten. vnd anderen obgefchreiben dingen nicht binderen 
noch irren in dhein weifze^ Sundern fie doby geruchlicben bleiben lafzen, als lieb jn fei 
vnnfer 'vnd des Reichs fwere vngnad zuuermyden. Mit vrkundt difzes briefs verfigelt mit 
vnnfer kayferlichen maieftat güldenen bullen. Geben zu Rom jn fant peters Munfter nach 
crifts gepurdt vierczehenbundert jar vnjl darnach sjn dem drey vnddriffigftem jare an dem her- 
ligen pfingftag, aU wir zu Romifchen keifer gecronet waren, vnnfer Reich des vngrifchen etc. 
jm Sibenvndvirczigftem Jafre, des Romifchen jm drey vnd zwentzigften, des Behemifchep jm 
dreyczehnden vnd des keyferthumbs jm erfteu jare: vnd.vnden vff Spacium deffelben brieffs 
ftundt gefchriben ad mandatum domini imperatons Cafpar Slick miles fue maieftatis vice- 
canoellarius : vnd des zu vrkundt h haben wir des egenannten vnnfers iiern des koniges vnd 
des heiligen Romifchen Reichs hofegerichtes Infigei an dis vidimus laffen hencken^ Geben 
zu Nuremb«rge, am SamlzU^ vor fant michela tag., Nach krifts ^eburt virczehnhundert 
vnd jm viervndvierqzigßen Jare. Job. GyXl er. 

9U^ Um .futni« hpniwvi^llbu^t m, 9. 



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137 

• * 

MDJL 2)te SRarlgrafnt Sofiantt mä> Wbxt^i re«erftrm [\^ tt>egen ber <S|fegeKer gegen hit 
^er^dge Dtto uttb $riebirt($i wn ä3raunf(|fttetg*Säiteliitrg, am 12^ Stugufl 1433^ 

Den liocligeborn fflrßcn hern Otten vnd hern fridriclien gebruderD, zu Brauns- 
2wig Tod lunburg herczogen, ynCern lieben fw^hern, vnd den Erfamen Burgermeiftern 
vnd Ratmannen der ftatt lunburg, vnrern lieben befundern^ Entbieten wir Jolianns vnd 
Albrecht gebruder» von gots gnaden Matggrauen zu Brandburg vnd Burggrauen, zu 
Nuremberg €tc. vnfer freuntliche fünfte, grus vnde alles gut Hochgebom furften, lieber 
fwegher vnd Erlamen lieben befundem. Als ir be^erende fyt^ vns gein euch zuuerfcfareiben, 
das wir folich eegelt, So wir euch mitiampt vnfem bürgen fchuldig fein aufF fantmertens 
tag fchirftkunfTtig euch beczalen wollen etc. Alfo gereden vnd globen wir euch» das wir euch 
dalTelbe eegelt aufF fant mertens tag fcbirrtkunfTti^ virczehn tage vor oder nach vngeuerlichen, 
gutlichen vnd freuntlichen nach laute des briefs, der vormals mit vnfem bürgen darüber 
geben lA, beczalen wollen: vnfer uerczihung vnd verfchreibunge Sol auch euch obgnanten 
VDfem Sweghem an demfelben vnferm ueriigelten briefe, in allen feinen ftucken, puncten vnd 
artikeln ingefampt oder befundem kein fchade fein vnd wir noch vnfer bürgen füllen auch ^ 
kein «ntfchuldigung noch behellBnge, darummb nicht haben noch nemen fiinder ennigerleye 
liielfTrede on alles geuerde. Zu. Urkunde ^it vnferm marggraue Johann fe auffgedrugten 
Infigell verfigelt, des wir obgnanter marggraft Alb recht zu dieffen czyten mit gebrauchen, '. 
vnd Geben zu Spandou, an der mittwoch nach fant lorenczen tag. Anno domini M^, 

cccc^ xxxffl^ 

Dominus per fe examinauit in prefentia Dom. Sifridi prepofiti Berlinenlis, 
9iad^ hm CopidObncI^ Ui SRoifgrafrii Storni fol. 65,'- endm Cod. Vü, 242^243» 



MDLL Stüi\tt ©tegmmtb befhUt beit SDtorlgrafeit' ^ebrt^i hm Jüngern )tt feinem ®tattp«Iter 
f hti im (Soncil )tt SSafel, (m 29« ®e)>t. 1434. 

Wir Sigmund, von gotes gnaden Romifcher keifer, zu allen cziten Merer des 
Richs vnd zu Vngem, zu BeheiD, Dalmacien, Croacien etc. kunig. Bekennen vnd tun kund 
offenbar mit difem briffe allen den» die ]n fehen oder boren lefen. Das wir angefehen vnd 
betracht haben» daz das heilige Conciüum» das man gegenwurticlich zu Bafel haldet, durch 
widerbringunge der heiligen kirchen» vnd auch durch der ganczen kriftenheit groITer notdurfft 
vnd nucz willen gefament ift» vnd als wir yczund von danne an andere end haben czihen 
muffen vmb vnfer vnd der kriftenheit grofler mercklichen anligenden fache willen, die zu 
handeln vnd vfz czurichten; bedunckt vns notdurfft vnd beq\temlich fein zuuerforgen vnd 
zubeftellen» das daflelb Concilium in vnfer abwefung Tedlich vnd vefticlich gehantbabet, be- 
febirmet vnd in fride vnd rue behalden werde. Wann wir nu gantz getrawen vnd zuuerlicht 
haben, das das der hochgebom (ridreich der junger, Margraff zu Brandenburg 
^upu(. IL S$t. IV. ' 18 ' 



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138 

vn«1 Bnrgraf! zir Nuremberg, vnfer lieber oheim vnd furft, durch fein vernunITt vnd Red- 
lickeit wol getun möge vnd wann wir vns auch funderlicher liebe viid ganczer trewe zu Im 
verfehen, Darumb mit wolbedachtem mute, gutem Rate vnfer vnd des heiligen Richs furften, 
Grauen, Edeler vnd getru^n vnd auch durich bete willen des heiligen Conciliums, das vns 
vmb einen Stathalter teglich angeruffet hat, haben wir als ein vogt vnd befchirmer der hei- 
ligen kirchen, denfelben Tri d riehen vnfern Stathalter, verWefer vnd belchirmer des egenan- 
ten Conciliunis zu Bafel gemacht vnd gefetzt vnd jm ouch vnfere gantze vnd volle macht 
viid gewalt gegeben, fetzen, machen vcd geben mit rechter wifTen vnd Romifcher keyferliclier 
macht in crafft difz briefs demfelben Concilio an vnfer ftat vnd von vnfern wegen vor zufein 
vnd das auch zu hanthaben, zu befchirmen vnd alles das zu tun, dorynne vnd darczu von 
vnfern wegen vnd an vnfer ftat notdurfft zu tund ift vnd das wir felber getun mochten, ob 
wir gp^enwurtig weren vnd befunder ob yemand, wer der were, dalTelb Concilium leidigen 
oder feine gelider oder die, die darczu vnd dauon czihen, hindern, nyderwerfien , berouben 
oder leidigen wurde, das er den ftraffen, fpr den vnd iine SlolTe czihen, die beiigen vnd 
notigen muge als er hefte kan vnd auch von derfelben macht an vnfer Stat allen vnd igli- 
eben Bifchouen, prelaten, furften, hern vnd Steten vberal in dem heiligen 'Riebe wonhafftig, 
gefelTen vnd dorynne gelegen vnd dorczu geboren zugebieten, fy zu vordem vnd zu heiffen 
vnd zuermanen, zu demfelben Concilio zu komen oder mit voller macht dohin zu fenden daz 
Concilium heiffen zu halten, Notturfftige fachen ' vfzczurichten vnd das Concilium vnd die 
lute, die darczu vnd daruon mit jrem gut czihen, zu befchirmen helflep vnd zu hanthaben. 
Ouch das der vorgenant fridrich alten vnd iglichen furften, geiftlichen vnd wemtlichen, 
Grauen, fryen, herren, Rittern, knechten,. Burgermeiftern, Reten vnd gemeinden der Stete» 
Merckte, dorfiere vnd gebiete geleiten vnd ficher vnd Irey mit jrem leiben, gutern, kauf* 
roanfchacz, kofte, Spife, tranck vnd ander habe faren, Reyten vnd czihen vnd auch vfz jren 
landen vnd Steten kofte, Speife vnd koufmanfchacz dohin zu demfelben heiligen Concilium 
iiren vnd bringen laffen: vnd ob eyniche kryege oder miffehelung in den landen vnd endeo 
weren oder vfTerftunden , die das heilig Concilium hindern oder jrreh mochten , das dann 
der obgenante marggraue fridrich vnfer Stathalter die abfchaffen, abtun,, verbieten vnd 
verrichten vnd alle fachen tun vnd handeln mag, die wir felber getun mochten, ob wir ge- 
genwertig weren. Vnd wir gebieten auch darumb allen vnd iglichen furften, Geiftlichen 
vnd wemtlichen^ Grauen, fryen, Rittern, knechten, Amptluten, Burgermeiftem, Reten vnd 
Gemeynden al|er vnd iglicher ftete in Swaben vnd jn EUfafz gelegen vnd nemlichea 
vnfern vnd des Richs lantvogten in Swaben vnd Elfafz vnd fuft allen andern vnfem 
vnd des Richs vndertanen vnd getruen Ernftlich vnd vefticlich mit difem brife, das Sy dem 
^ vorgenanten fridrich en in allen vnd jglichen fachen, das vorgenant Concilium vnd feia 
befchirmunge vnd notdurfft antreffende, gehorfam vnd gewertig^ vnd fo er Sy muntlich oder 
mit fynen briefen oder bottfchefTteu manet zu jm czihen ynd jm getrulich vnd Ernftlich 
behollTen vnd 4)eraten fein follen, au alles verczihen vnd wideriprechen, Als lieb jn fey vnfer 
vnd des Richs fwere vugnade zuuermyden. Mit vrkund difz briefs verligelt mit vnferer 
keyferiichen Maieftät jnßgel. Geben zu Regenfpurg nach crift geburd virczehenhundert 



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139 

jar dornach m dem virvnddriHigifteni jare, an Sand Michels tag, ynter Riebe des hiinger- 
leben etc. jm Achtvndvirtzigirtem, des Romifcben jm funfvndczweinczigifteD, des Behemifeben 
in jm funfczehendem vnd des keifertumbs in dem andern Jaren. 

Ad mandatum dolliini Imperaforis Cafpar Sligk miles Canc. 

9ta^ Um iDriginaU Ui St. ®e(. J^ab.^Src^ioel 5(. 112. 



MDLIl. ^mfer ©te^munb emt)f!eP bm (SonctI ju S3afel bm i^m i^um (Statt^dttv bed Siai^tv^ 
mb 5)rotector gefegten aWarlgrafen %mbx\i^ bm ^ün^ttn, am 30* Se))t 1434. 

Renerendiffimi in crifto patres amici carißimi ac venerabiles Egr^egii iincere dilecti. 

Ardenti deiiderio -»aßectamus, veftras paternitates et vniuerfale facrum Concilium in amena 

paeis tranquillitate, bonore et commodo confouere ac a quibuslibet difplicenciis tumultuque 

odiofo confeniare. Cum autem noftra propria in persona ad prefens propter varias facri 

Imperii ac Regnorum noftrorum necellitates nobis incumbentes facro Concilio interefle noa 

pofTumus» arbitrati fumus conuenire, alium ydoneum loeüm tenentem noftrum, perfonam noftram 

reprefentantem, conftituere ad fiogula pro tuitione ipiius facri Concilii peiagenda. Et quia 

nos fpecialem de Illußris friderici Junioris Marcbionis Brandemburgenlis et 

Burggraiiii Nurembergenfis principis Confanguinei noftri carifliiiii legalitatis conftancia et cir- 

.cuinrpectionis induftria fiduciam obtinentes Ipfum in protectorem ipßiis facri concilii loco 

noftri fecimuSy pienam libi defuper facultatem et mandatum fufficienb concedendo, prout boc 

in aliis noftre Maieftatis titteris defuper datis plenius continetur; Eundem itaque frideri- 

cum locumtenentem noftnim ad R. v* p. mittimus, Eifdem aiTectuofo ftudio fupplicantes» 

Quatenus ipfum fridericum perfonam noftram figurantem benigne in veftrum vice noftri 

defeDforem et facri Concilii protectorem fuscipere placeat jpfumque noftre contempladonis 

intuitu recommifltim babere veiitis, fibi veftris coniilüs et auxiliis affiftentes oportunis, multum 

gratam in eo nobis complacenciam oftendendo. Datum Ratifpone, die ultima meniis Sep- 

tembrisy Regnorum noftrorum Anno Hungarie etc. XL VIII Romanorum, XXV Boemie, XV 

Imperii vero Secundo. Sigifmundus, deigratia Romanorum Imperator femper auguftus 

ac Hungarie, Boemie, Dalmacie, Croacie etc.Rex. 

Ad mandatum dom. Imperatoris Petrus kalde prepofitus Northufenfis. 

9tad^ ^m £>rt0. M A (0e^* ^ah^xd^iM St. 112. 



18* 



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' J40 

MDLUL Srirtjemwauttg jtoif^fm Sranbetiburg uiA ©adj^feit; »ern 5^ Sair. 1435v 

Von gotes gnaden wir fridericliy Sigmundt, heinrich md wilhtlm gebruder 
berczogea zu SachfeD, lantgrauen jo'doringeD vnd Marggrauen zu meiffen vnd^wir 
fridrich» Johanns, fridericb vnd Albrecht von den felben gnaden Marggrauen zu 
Brandburg vnd Burggrauen zu Nuremberg» Bekennen vnd tfin kunt offentlicb mit diefem 
briefTe für aller meniglich für vns alle vnfer erben vnd naciikommen, für allen den, die [n feben 
ader boren lefen, wann wir von aigener bewegnilz vnfers gemntes betrachtet vnd angefeben 
haben die fweren leulTte dieCer lannde vnd mancberley vnrechtfertigkeit , die leider jn dea 
landen fein vnd fich von tage zu tage meren, die zu furkommen rechtfertickeit zu baCfen vnd 
zu meren, darvmmb got zulobe dem heiligen Romifchen reich zu dienft vnd zu eren». dea 
lannden zu befridung vnd vmmb' gemeines nuczes vnd zukunftigen ^uts willea vnd auch voa 
arfgeborner lieb vnd freuntfchafft wegen. So haben' vns alle lemptlichen. zu einander verpun-^ 
den vnd vereinigt, verpinden vnd vereynigen vns auch gegen wertiglich jn crafft dies, brieffs». 
Als hernach gefchriben ftet. Zum erften das wir vnfer erben vnd nachkooien alle vnfer 
lebetag einander freundlichen meynen, eren^. furdem, verantwortea vnd vnfer einer des an- 
dern fchaden warnen vnd fein beftes mit werten vnd wercken ongeuerlich vnd getrewlich 
furnemen füllen vnde wollen gleicherweife,, als ob es vnfer igUchen leiplich felber antreffe 
ongeuerd. Wir füllen vnde wollen aucb einander mit leib- vnd mit gutgetrewigKcbbebolffea 
vnd geraten fein zu allen vnf^ iglichs noten, kriegen vnd gefcheflOten ou allerley helffrede 
vnd geuerd. Es fol auch vnfer keiner des andern feyndt nicht werden- vmmb nymants noch 
vmmb keinerley fache willen, noch jn befchedigen oder befchedigenlaffen, oder ynTem^mannea 
vnäe vnttertaonen, die in vnfem landen gefeflen fein,, des nicht geftaten zu tun jn keinerley 
weifze on geuerde. Gefchege aber darüber keynerley Zugriff oder befchedigung aulz vnfer 
eins landen von vnfern mannen vnd vnterfaflTeB in des andera herrea lannde*,. So fol vnfer igli* 
eher dem andern getrewiglich, beillendig vnd behelff^en fein, den oder die, die fulchs Zugriffs 
vnde fchaden .getan betten» ernftlicb darczu zu bringen^ das fulchs fchade mit eyden oder 
widerteten gekart^ werden jn vier wochen nach dem. vnd wir de» vermant werden on Wider- 
rede vnde on alles geuerde. Wer auch das. czwifchea vns icht fchelung aufferftundea, das 
^ot nich.t enweÜe, Ift verlalTenv das vnfer iglich teile mit namea wir herczbgen zuSacbfen 
vier aufz vnferm Rate nemlichen die veften vnfer lieb getrewen hugolden von Sley nies 
vnd Thammen lofer^ hem Johaan Magdeburg Schofferer zu Coburg vnd 
Nickel von wolfferftorff Amptmanzu voigfperg, vnd wir marggrauen von Brand- 
bujg die erften auch vnfer lieb getrewen herU' baffen von Bredow, hern hänfen von 
ivaldöw Ritter, Eberharten fortfchen vnd hanafea von gutenberg den Eltern, 
darczu geben vnd fchigken befcheiden vnd die* darczu ir gelübde vnd eyde tun IzSeß füllen 
mit namen fulchs gebrechen vnd fchelung zufaren vnde zu richten, fo hemacb volget vnd 
gefchrieben ftet: vnd wo der einer oder mer von todes, wegen abgingen, aufz. dem lannde 
faren, oder fünft gehindert fulcher fach nicht gewarten kondea oder mochten, AUzdann lullen 
vnd wollen wir ander eynen oder mer an. des oder der abgängens, hinweggefarens oder 



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' 141 

gebinderU ftat fetczen von .vnferD Reten oder nambafUgen Amptleuten, Alles das zufulfuren» 
das IQ diefer eyouog von vns oder jneo b^riffen ift ongeuerd. Sunderlich füllen fie durch 
fuieher gebrechen willen» wie fich die gemacht betten oder machen wurden czwifcben vna 
furftea, sufamen kommen an gelegen Stete, nemlicl^ weres.das lidi fulch fchelung czwifchen 
vns erlauben jn den lannden der marck zu Brandburg, Ruret das danp vns vorgnante 
herczogen zu Sachfen an mit der fcbuldignog, So füllen die vnfem» mit namen hugold 
vpn.Sleyniez vnd Thammen lofer zu hem baffen von ßredow vnd^bern hänfen 
von waldow Ritter jn die Stat Trewen Briffen reiten: Ruret esabervnsmargvgrauen 
zu Brandburg an o^it der fchuldiguag. So fiiUen die vnfern iczunt genant herrhaffe vnd 
herr hanns zu dem obgnanten hugold vnd Thammen in di^ Stat Wittenberg reiten. 
Wer aber das fich fulchs fchehmg jn der voit lannde czwifchen vns verlauffen wurden» 
Burt das dann vns obgnanten herez,ogen zu Sachfen an» So, füllen der gnanten vnfere 
obeim der marggrauen Rete mit namen Eberbart foirrtfch. vnd hanns. von gutenherg 
zu den vnfem mit namen heni hannfen magdeburg vnfern Schoflerer zu Coburg vnd 
Nickel von woUfe.rftQi;ff Amptman zu v^ytfperg gen Olfznitz reiten: defzgieichen 
Rurte daa dann vnfer Obeim (fie marggrauen an» So füllen die vnfern her Johanns mag- 
deburg vnd her NickcJ von wolfferftorff zu den jreq Eberharten fortfchen vnd 
hannfen von guten b^erg in ir Stat genn haue reiten». Schuldigten wir auch obgnanten 
bevczogeu zu Sachfen vniier oheim die marggrauen von* fache w^n». die das. lanndt zu 
franckett anlanglen» So füllen, die vnfern iczunt genant zu der voitlannde befcheiden zu 
de» jren». Auch zu der voytlennde belcheiden» jn ir'Stat Culmach reiten: delzgleichen 
fchuldigtea wir obg^nanteu' marggranen> zu Brandburg die vorgenanten vnfer oheim von 
Sachfen vmlnh fache», die das lanndt zu frd&cken anlangten» So fuUen die vnfern vnd 
die jre& iczunt gedacht» zu der voy tlannde befcheiden» zu Cabui^. zufammen kommen 
vnd^ reyten> vnd folch fd^ng vnd ftolze an* iczlicben- obgelchrieben Steten, wo fich das 
spuren* wurden mit frunttehafit oder nut recht aufuien vnd zu richten* ongeuerd : vnd die 
Celbea vnfer Rett zu peyder feylen». die mit ya reiten» füllen zu», auff vnd von fulcben tagen 
vnd Steteu vnfer ficber geleyt babea on alles geuerd. Auch» füllen^ vnd wollen^ wir allen^ vnd 
i cz lich ea vnfern manneu». diener» vntbwianen' vnd allen den» die vns^ zu vorfprechen> vnd zu* 
verdedmgea ften». nicht geftaten». das einer den^ andern veind» mord»..angrieff» befchedi^»- aufi* 
halde oder bekümmere weder an leibe» hab^ odler gut m keynesley weilz». Sunder eip icz* 
lieber fbl fich von- dm andern* an recht benugen laben jp mafzen». als himach gefchriebe^ 
Ctet:. . Alzo' gewumen graffen,. berm» Ritter oder knechi einer ader mer vns mai;ggraffen zu> 
Brandbui'g. angehomde fculd oder fpruch zu. vnfererhjmuBogen zu Stehlen giraffen^ berm» 
Aittern vnd knechten einen; oder mer». das fuILsn- vnd wollen wir marggrafien dem obgnaaten« 
herczogeoi verJcundigmi' vnd zu wiflen thunv Alsdann füllen wir herczogeo» ab vns das- uer- 
kundiget wirt». dem ader de&> das nod fein wirdet dar zu tag; I^en an ein. gcilegene ftat mit 
oamen» weren der oder die antworter gefeilen jm lannde zii frencken gen Coburg» wer 
es j& der veytlannd gen Olfznicz» vnd wer es in Sachfen zu Wittenberg 'vnd alzo 
dem. oder den Bynnen feohlz. woohen. nach-dem« tag»; ak der Cleger das« recht fordert» la[zep> 



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142 

gen vnd wiederfaren ein freundlich Recht vor vnfern Reten, 'die wir berczogen darczu be- 
fcheyten vnd geben haben , vnd daran getrewiglieh vnd ernftlich fein vnde Beftellen, das 
fulchs recht volczogen, aufTgericht vnd in keiner weifz verhalden wirdet» an eintrage, arg vnd 
alles geuprd. Gewunnen aber defgleichen vnfer berczogen zu Sachfen graffen, herrn, 
Ritter ader kliechte einer ader roer eyncherley fchuld ader fpruch zu vnfer marggraffen 
zu Brandburg graffen, herm, Ritter ader knechten einer ader mer, das füllen vnd wollen 
wir obgenante berczogen verkundigen vnd zu wi(Ten thun den Egenanten marggraffen 
zu Brandburg vnd als dann folien vnd wollen wir marggrafieu dem ader den das not 
fein wirdet darczu tag legen an ein gelegene Stat, mit namen, weren der ader die antworter 
gefetfen jm lande zu francken gein Culmach, wer es in der voy.tlannd gein hoffe 
Ader wer es jn der marck gein Trewenbri offen vnd dem oder den Bynnen fechfz 
Wochen nach dem tag, als der Cleger das recht fordert, lasfen gen vnd widerfaren ein freunU 
leich recht vor vnfern marggraffen Reten, die wir -darczu fchicken vnd befcbiden haben, jn^ 
mafzen oben auch beruret ift, vnd daran ernftlich vnd getrewiglieh fein vnd beftellen, das 
fulcb recht volczogen, aufzgericht vnd in kein weifz verhalden wirdet, an eintrage, arg vnd 
alles geuerd. Gewunnen auch defzgleichen vnfere purgere ader pawem zu des andern pur- 
gern ader Bauren zufpruch oder fchuld, wie fich die machen würden, So füllen der ader 
die zufprecher furdern vnd Recht nemen vor den Amptleuten, dem Ratt der ftett ader dem 
Richter jn dem gerichten, do der antworter gefeflen ift vnd darober nicht auflhalden ader 
kümmern. Do felbift fol dem oder den das not wirdet wiederfaren vnd gen freuntlich recht 
jn einem manden nach dem tage, als der Cleger fein recht fordert: vnd des gleichen füllen 
vnfer beyder feyten graffen, herrn, Ritter vnd knechte von vnferer beyderfeytte purgem vnd 
pawem Recht fordern vnd nemen, wo jn des ein notdurfft wirt» an Steten vnd gerichten, 
als iczunt vercleret ift vnd gefcriben ftet an arge vnd ongeuerde: vnd wers auch das vnfer ' 
beyderfeytte Burger oder pawern zufpi-uch betten oder gewunnen zu vnfern beydenfeyten 
graffen, herrn, Rittern vnd knechten. So füllen vnd wollen wir denfelben purgem oder pawem 
einen ader mer freuntlich recht lasten gen vnd widerfaren von dem obgnanten graffen, herrn, 
Rittern vnd knechten einen ader mer vor vnfern Reten jn czeit, ftat vnd nach mafzen, als 
oben gefcriben ftet. Ffucht es fich auch das vnfers berczogen zu Sachfen graffen, 
herro» Ritter, knecht ader vntertan zufpmch betten oder gewunnen zu vns marggraffen 
zu Brand bürg der ader die felben füllen fich aber lafzen genügen an einen freuntlichen 
Rechten, das fordern vnd nemen vor vnfern Marggraffen zu Brandburg reten: vnd 
desgleichen widervmb betten ader gewunnen vnfzer marggraffen , zu Brandenburg 
gaffen, herra, Ritter, knecht ader vntertan zufpruch zu vns berczogen zcu Sachfen, 
der ader die füllen ein genug haben Auch an einen freuntlichen rechten aber für vnfern 
berczogen zu Sachfen Reten: vnd fulchs recht föl jn widerfaren an fulchen Enden vnd 
Stetten vnd jn czeit als oben gefcbriben ftet on arge vnd ongeuerd: vnd wy fich das fugit, 
das wir obgefchriben befcheiden Rett von Beyden teylen derfurften Sachfen vnd Brand- 
burg Sold^ fach, Bruch vnd Stofze, wie fich die gemacht betten, czwifchen vns herra ader 
den vnfera in mafzen obgefchriben ift nichts zu füren vnd gerychten mochten. Als dann 



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148 

fulleiv wir vns eiDS vbermans voreyiiigen vnd vberkumen, der dann macht haben Toi , Solche 
vnfer ader der VDfem gebrechen, Stofze vnd fchelunge Bey zcu thun vnd zu fcheyden jn 
freuntfcbafll ader Recht, vnd wie das der felb oberman wurde fcheyden, dem füllen vnd 
wollen wir oder die vnfern, die das anging, gehorfam fein vnd werden, das aufnemen vnd 
fulfuren on Widerrede vnd geuerd. Mochte fie fich aber des vbermans wie iczunt gefchrie« 
ben ift nicht vereynigen, weren dann Solch gebrechen vnter vus ffirften, So fol der vberman 
fein vnfer lieberfte vnd freund der BifchoiF zu wirczpurg. Weren aber 'die gebrechen 
czwifchen den vnfem vnd die Clag vnd Forderung der were, die vns herczogen angehörten, 
So fol der vberman fein Graffe heinrich von fwarczpurg hoffiqeifter, vnd deCgleicben 
wereo die clage vnd f orderung der, die vns marggraffen angehörten, So fol der oberman 
fein der vefte herre wilhelm von Rehperg hoffmeifter etc. Die vberleut vnd jr iglicher 
befunder wie fich das gepuren wurd, Sol vnd füllen gancz gewalt vnd macht haben alle 
fulch fchelunge vnd Stofze zu fcheiden vnd zu füren auff ir vnd ir iczlichs eyde, den fie 
vnd jre iczlicher vns berm vnd iczlichen befunder getan haben an vnfrer vnd der vnfern 
furdacht, dem wir ader die vnlem von Beyden feyten aber gehorfam werden vnd fein, das 
aufnemen vnd halden füllen vnd wollen, an eintrage vnd geuerd. Es. fol Auch vnfrer ob- 
genanten furften keyner des andern veind^ Echter vnd Rauber jn feinen iannden, fchlolTen,- 
Steten vnd gepiten wiffentlich vnd mit vorfacz nicht häufen, hegen, fcbirmen noch den key- 
n^ley zulegung, forderung, hilff noch Ratt thun noch durch fein getweng vnd landwere nicht 
kummen lafzen heymiich oder öffentlich oder den feinen des geftaten zu thun jn keynerley 
wei& ongeuerd. Wer aber das vnfer eins man ader vnterfafzen einen oder mer ader fünft 
yemand vnter vns jn vnfern Iannden darüber befchedigt wurd vnd fulcher raub vnd nam jn 
des andern lannde, fchloflz. Stete ader gepite kommen vnd das liian den felben Raub oder 
nam auff frifcher tat nachfolgt ader in vier tagen daiiiach vnd diefelben uachfolger vnferer 
Amptleüte man, Stet ader -vnferfafFen hiefchen oder forderten; So füllen wir oder vnler 
Amptleut, man. Stet ader vnterfaffen, die alzo geheyfchen vnd angerueffen wurden, zu den 
befchedigern des Rechten helffen, das die nam an wieder 'Red gekard vnd wiedergeben 
wurden vnd noch recht ader noch ^enaden wandel darvmmb ergee ongeuerd. Auch füllen 
vnd wollen wir jn allen vnfem Iannden, Ampten vnd gepiten ernftlichen beßeUen, das man 
der knecbt, die eygene pferd haben nicht hawfen, hegen, enthalden noch in fried noch geleit 
geben nach haben füllen, fie haben dann herrn in vnferm lannde gefeffen, die fie verfprechen 
Tod ir mechtig fein. Es fol auch vnfer keyner des andern land vnd leut, Schloiz ader Stet, 
wieder den andern nicht einnemen, verteydigen ader in bilff noch Rate wieder den andern 
thun. Wurd' fich auch alfo machen, das vnfrer einer den andern zu folgen heifchen vnd 
fordern wurd, weicher das vnter vns were, fo Ibl jn der ander, der alzo erfordert were, von 
ftundan nach feinem heften vermugen volgen vnd beholffen fein : vnd als palde der gefordert 
des herrn lannde Ruret, der jne gefordert hat, der fol jm cimlich notturfft an effen, tripcken 
vnd futer geben, So lange bifz das geendet wirdet, darvmmb die volge gefcheen ift vnd als 
laog die geforderten jn des felben herrn lannde fein ongeuerd. Sunderlich ab fich das auch 
' machen wurde, wie das kome, das vns yemand t, wer der were, in vnfern Iannden, Als 



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144 

nemlicb von dem herczogtum zu Sachfen vnd der marck zu Brand bürg, meiffen, 
doringen, francken vnd allen andern vnfem lannden vnd leuten, vfo urir die iczunt haben 
vnd furder gewynnen mugen, ader von vnfem gereohtigkeiten vnd jnnehabenden gutem drin^- 
gen oder notigen wolt, darczu füllen wir. einander mit ganczen trewen bebolITen^ beyftendig 
vnd beraten fein, Das vnfer iglich dobey bleyb on alles geuerd. Wer auch das n^r eina 
vnteffafTen eitler ader mer vns widerfeczig vnd vngeborfain weren.ader wurden. So füllen 
Tnd wollen wir einander getrewiglich behotfien fein» den oder diefelben, die alzo widerfeczig 
weren, gehorfam zu machen: vnd welcher vnter vns furften den andern alfo vmmb hiilT ge- 
fordert hett» der fol fich an die andern furften mit den oder denfelben^ widerfeczigen nicht 
frieden, nchten noch funen, er ziehe dann die andern in fulchen friede, richtung vnd Sune 
ongeuerd:: vnd durch furder vnd gruntlicher einickeit willen haben wir vns furften vnterein- 
ander vnterredet vnd befprochen, AJfo das vnfer Amptleute mit namen vnfer hercaogen zu 
Sachfen jm lannde zu Sachfen, zu Wittenberg, Belticz, zur zane, in der voytiand 
zu Swickow, Oelfzniczy weydaw, Saluet, zogenrucke, Arnfzhawge vnd Schön- 
neck 'vnd jn dem iannde zu francken die' Amptleute zu Coburg,' hiltpurg vnd ko- 
nig fperg vnde vnfer marggraue zu Brandburg Amptleute jn der marck zu der Tre- 
wenbrieff^n, Trebin vnd Sarmunde, jn dem voitlannd zu houe, munchperg, 
Schawenftein, Tirftein vnd hohenberg vnd jm lannde zu francken zu plaffen^* 
bofg vnd zu zw^xnicz, die wir iczunt haben,, oder hemach gewinnen vnd feezen werden, 
globen vnd zu den heiligen fweren füllen, ye eins hern amptleute den andeni hera,'Wo man 
Äe mocht gehaben oder wen Amptleute mit namen die vogt za Coburg, hiltpurg, ko* 
nigfperg, zwickow,* weyda, Olfznicz, Saluet, zogenrucke, Arafzbawg vnd 
Schönn^ck vnd dem Amptman zu plaffenborg vnd die Amptleute vnd vogt 2U plaf« 
fenborg 2um boqe, mfinchperg, Tirftain, hohenberg, Sehawenft^io, zwernicz, 
dem Amptmaa zu CoJburg vnd jm lannde zu Sachfen Als zu Belticz, Wittenberg,' 
zane vnd funderlicb der lanndvoget dofelbft dem Amptmann zu Trebin, Trewenbriffen 
vnd Sarmunde, vnd die Amptleute zur Trewenbriffen vnd Sarmunde dem lantvogt 
zu Sachfen, Ob icht Kauberey vnd zugriiTe gelcheen, das fie das getrewiglich >vnd mit 
erafte weren vnd auch darczu tun füllen jn der maße, als ob eiT jne felbs ader jn iren 
Ampten geCcheen were^ vnd differ vnfi^r eynung getrewiglich vnd fleitfiglichen halden vnd 
furdero vnd dar wider nicht iun noch - fein in kein weife on alles geuerd. Es füllen auch 
alle vnfer Amptleute in alle vnfer lannden nymant kein geleit geben anders dann nach aub- 
weifung difer vnfer eynung on alles geuerd. Wir füllen vnd woUen auch dife vnfer obge- 
fchriben eynung in aUen vnlem lannden^ Ampten vnd gebiten. Öffentlich gebieten vnd ver- 
künden lafen, das fich ein jd^man. wiflTe darnach xurFchten vnd fidi mit vnwiffenheit nicht 
vntfchuldigen jnuge. Auch ab difer obgeAdiriben vnfer Amptoian einer ader mer. Abgingen 
oder von vns entfetczt wurden, weldien wir ^ann an der felben ftat fetczen,^ den oder die 
felbep Amptleute füllen den andern hern ader Amptleuten jn obgefchribener maffe globen 
vnd fweren. Als dann die vordem getan haben jn den nechften vierczehntagen nach dem 
tage, als der ader die ^efatcz wurden werden ongeuerd. Wir füllen vnd wollen auch vnfer 



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146 

Rete heniacbgerchrieben Oder ander die wir hemachmals an- der oder eins ftat nemen wur- 
den iaireq globeo Tiid fweren vns furften vnd vnfer iglichen befünder daran zu manep, das 
dife vnfer freuntleicb anung jn allen jren kreflten gehalten vnd fulfurt werde, on hindemüCs 
vnd on alles geuerd. Wer auch das vnfer obgnanten furften einer ader mer von todes wegen 
abgingen, das got lange frift, So fol der oder die lebendig bleiben weren, des abgangen 
kiodem vnd erben, die er hett oder gewunne, getrewiciich behblffen vnd beraten fein, das fie 
hey alle jren lannden vnd teuten, eren vnd wirden bleyben. Als auff fie geerbet vnd kuauueti 
ift vnd wer. Wir obgnanten furften berre ffridrich vnd herre Sigmundt, herczogen 
zu Sacbfen, gereden vnd fprechen Auch für hem heinrichr vnd hem Wilhelm vnfer 
Bruder jn craflft dies Brieffs, wen die zu jren mundigen tagen vnd jaren kummen, das [y 
fulcbs obgefchrieben eynung auch leiplicben eingeen vnd halten füllen. So gereden wir 
fridrich, Johanns, fridrich vnde Aibrecht alle marggrauen zu Brandburg glei- 
cherweife furvntRm Sone vnd Bruder- mai^graue^ fridrich den jungfieo m crafit dies Briefls, 
wenn der zu feinen mundigen tagen* vnd jaren kummt, das er fuich obgefchrieben eynung. 
auch leiplich fingen vnd halten fol ongeuerd. In difer eynung vnd vexpindung nemen wir 
obgenanten furften nemlichen aufz vnferm heiligen vater den Babeft, vofern ^nedigften hem 
den Romifchen etc. kaifer, das heilig Romifch reich, was die antrifllt, do wider wir vos nicht 
uerpinden. Allä dilTe obgefchriben ftucke, punckte vnd artikel haben wir obgenaoten furften 
an einander bey vnferm furftiglichen hantgebenden treweri, wirden vnd eren gelobt, geredet 
vnd leiplicben mit aufzgerackten fingern zu den heiligen gefworen, ftete vnd vefte vnuer* 
brochlich zu halten, Alle arglift hirjnn gancz aufzgefchiden. ^Des^ zu vricnnd^ haben wir ob- 
genanten herczogen fridrich vnd Sigmundt für vns vnd die obgenanten vnfer Bruder vnd 
wir obgenanten marggraffen fridrich, Johanns, fridrich vnd Albrecht vor vns vnd 
dem obgenanten vnfem Sone vnd Bruder marggraue fridrich den jungften vpfer 
jnfigil mit guter wilTen an dieflen Brieff lalzen hengen, .darvnter wir obgenanten herczogen 
heinrich vnd wilhelm*vnd wir marggraue fridrich der junger vns uerpinden alles das 
getrewiciich zu halten, das an dieifen brieffs von vns gefchrieben ftet* G^eben zu lichten- 
fei s, am mit wochin vor Epiphania dombi, nach Crifti gebord vierczehnhundert vnd darnach 
jn den funffvndreilfigften jaren, vnd wir heinrich Graue von Swarczpurg hoffmeifter etc. 
Apel viczthum Ritter, Conrad vom Stain marfchalk, fridrich von malticz, Nickel 
von wolfferftorff, Johannes magdeburg Schofferer zu Coburg, hugold von 
Sleynicz, Thamme lofer vnd heinrich lawburg Tumbrobft zu newenburg licenciat, 
prothonotarius etc. Rete vnd zu diefler eynung befcheiden, me obgefchrieben ift von vnfern 
gnedigen hern von Sachfen wegen, vnd wir wilhelm von Recbperg hofimeifter, baffe 
von Bredow, hans von waldow Rittere, Eberhart vnd mertein fortfchen, hanns 
von Gutenberg der Elter, Conrat lubichawer, hanns von kotzaw vnd Johan- 
nes jm houe der Elter Rete vnd zu diefler eynung befchiden, als obgefchriben ift, von 
vnfem gnedigen hem von Brand bürg wegen, Bekennen in craflt dies brieffs, die weile wir 
Rete vnd befcheiden fein zu difler eynui^, das wir die felben vnfer gnedig hern von peyden 
feyten getrewigUch daran weifen vnd Raten wollen, alles das ftete vnd vefte zu halden, das 
»oiipit(« U. S3t« IV. 19 



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I4ff 

von jnea vad vna m diefer eyouBg^ begriflfeD ift» das wir ditnn aticb leiplick zu de» beiiigei» 
gefworeo habeo im arg vod. geu^rde auuolfureik Des su vrkuad babei> wir vnrere Infigel 
SU der obgenanUa %aht gnedigea heiu Infigel gehangeo- Gefcheea md gebea aU obge-^ 
fchribe» ftet. 

9ta(fy btm tfcpialMic^e b(^ I^«rfgrafen S^O^ntt foL 6d— 77^ Ungenau unbf ntil^ 9n^(af]\ing^ea ab^brticft in ^erdenl 
Cod. Vli, t4i-2&3. 



MDLIV. SWarfgraf 3opanit »eratd^tet ju ©unjhn be^ Älojfere 3"nta auf ben ®« ÖiBecj; 

am 12. San.. 1435. 

Wir JobannSy. vod got» gnadeo Marggraffe scu Braadeoburg vod BurggraflT 
£cu Nuremberg» Bekenneo offenlichea mit diefem brieC fuc vn&ero lieba^ herrea vnd vater, 
für V0& vnfzer erben vnd nachkommea vnd fünft für allermeBiglicb^ das für vna komen fein 
vnEser hern^ Rete vnd Heben getrewen Er Ciiftoff^ BiffchoC z'cu lubufz^ er poter 
probft zcu Brandenborgy Er Johann Sommer zca lubufz. v.nd Stendal thum«» 
berjt baffe von Bredow vnfzer houbtman^ han& von waidow, Conrad von Secken- 
dorff Ritter^ Otte- von Siywfcn^ benczo tandorffer vnizer marfcbalk vnd vil ander 
vniker mannen vnd auch vnfzer Rete von Brandenburg, Berlin^ Colon vod frank- 
kenford haben vos fieilT^iglicben gebeten^ das. wir^ vmmb got& vnd irer fleilfzigen bethe 
willen^ dem wirdigen vnlzern» aodechtigen vnd lieben getrewen,. £rn Balthafar Abte zcur 
czynnea vnd demfelben. Clofter fulcbe fpruche vnd gerechtigkeit,. ala vnfzer lieber herre 
vnd vater vnd wir bifzfaer gehabt haben zca dem Sehe lubeczi geben vnd dem gnaaten 
Abte vnd Clofter genczliehen uerlalTea weiten, als haben wir der vorgefcbribea vnfzer bern, 
Rete^ mannen vnd Stete flilTzig bethe angefehea vnd haben vmmh« vnfzer furfaren,. vnizer vnd 
vnfer nachkomen felea feHckeit,. vnd auf das gots dinft defter furder in dem Clofter gebeffert 
vnd gehalten werde, gegeben vnd uerlalTen,, Gebea vnd uerlaflen auch In Crafft diefes 
briefs etc^ — ^ Geben zcu fpandow, aa der mittwoch nach Epbifans. dorn«, nach gots gebort 
virczehnhundert Jar vnd darnach In dea funffvnddreiffzigftea Jaiea. 

««(* bnn C^urm. i^Utpialhudft XVI, 49. 



MDLV. JÄeje^ iV>i\^tn itm SWarfgrafeit Soi^ann ttttb bewt ^erjoft 3oadf>tm »ort ^ommvn 
bUv bir SSermfi^lung ber ^riitjefjirt (Slifübet^^ ber So^lter bti ttfttvn <m ben Untern, 

öom 2. ^anuat 1436^ 

Am oechften mantag aecb dem heiligien newn jarftago anno domini etp. tricefinio 
(ekto ifit atlhia m der aewnftad Eberfzwalde czwifohen dem jrluohten hocbgebom furften 



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147 

vnd bem» bern Johannren marggraue zu Brandburg etc. auffein, vnd dem hochgebom 
furften bern Joacbira» zu Stettin, pomern etc. herczogen, auff der andern feiten berett 
vnd betedingt VForden; als himach gefcbrieben ßeet. Czum erften bat dergnantmarggraff 
Jobanns ^em gnanten berczogen Joachim vnd nemliche für irer beider Reten mit bände 
Tod mit munde gerett vnd giobt, jm die bocbgeborn furftinn frawen Elizabethen fein 
Tochter zu der Ee zu geben. Dar gein hat der obgnant herczoge Joachim dem obgnanten 
ffl arggrauen Jobannfen, vor irer beider Reten, mit bände vnd mit munde gerett vnd globt, 
die gnant fraw Elizabeth zu der Ee zu nemen.^ Solichs zu halten vnd zu volffiren igh'cher 
herre befundem das des andern bern Reten vnter awgen zu gelegt vnd globt hat ongeuerde. 
Alfo befcheiden vnd mit folichem gedinge, das* der obgnant marggraue Johanns darauff 
vnd vber folich obgefchrieben tedinge vnd vmmb €yn difpenfacien der obgefchrieben freunt- 
fchafft jn den hoff ^ein Rome oder in das heilige Concilium gein Bafel fchicken vnd die 
<;zwifcben hie vnd fand Johanns Baptiften tag fchirftkunfTtig Tngeuerlichen erwerben vnd 
aufzrichten fol: vnd v^enn denn oder zu v^Icber czeit die obgefchrieben difpenfacien von den 
obgefchrieben fteten kommen vnd aufzgericht ift, das auch vngeuerlichen gefcheeni fol, dar- 
nach fo foll der obgnante marggraue Johanns das dem obgn^nten berczogen Joachim 
von Stettin vnd feinen Reten vier ader funff wochen zuvor zufehrieben vnd zu wifTen tun 
vnd jm auch nemlichen ^abey iolich bürgen als er für der obgnante frawen Elizabethe 
leipgedinge vnd Verpfandungen meynt zu haben an einer czetlen uerczeichent fchicken vnd 
uerkunden. Desgleichen füllen die obgganten herczoge Joachim vnd fein Rete bei dem- 
felbeq boten widervmmb an ein czetlen uerczeichent fchicken vnd zu wifsen tun, wen fie 
für die uitegifTt der obgnanten frawen Elizabethen, nemlichen <;zehendehalb taufent guldep 
zu bürgen haben wollen : das alles fol gefcheben vnüerczogenlichen bynnen 'dierzer vnd der 
obgefchrieben czeit an arg vnd ongeuirde. Befchrieb^n vnd gefcheen als obgefchri<^en fteet. 

Snad) htm iSopiMnd)t M ^arfgrafen 3offann fol. S« ^ i3txdtni Cod. TU, l&U 



MDLVI. "SWarfgraf 3o|iantt gtebt %x\tixxi^ B^tnitn i>o« '8anb«Berg 'Srlaubtttß^ feiner e(;efrait 
jtöet a^ßrfer mit il^ren ©nföiiftert pxm Seibgebtnge ju »erfd^reiben, ööm 30^ 2lug* 1436» 

Wir Jolianns von gots gnaden Marggraue zcu Brandborg vnd Borggraue zcu 
Noremberg -etc. Bekennen offintlichin mit Ziffern briefe vor allen den, iKe jn fehin, boren 
addir lefeh, ^as vor vns komeii ift ^der ^ele vnfer libir getruwer Schencke fridedch' 
von landefberg vnd lierre ^cum Tjipicz vnd-bat vns fleifficlichin gebeten, das wir 
Ana an, feiner Elichin baufzfrowco, difTe birnachg^fchriben gutere dorffere jerliclie zcinfe 
vnd Rente 2cu einem lipgedinge gerucliten zcu lihin, mit namen das dorff Cleinen Beft* 
wyn mit allen vnd iglicben friheiten, czugetioningen vnd gerechtigkeiten an gelde vnd funft^ 
Doch aufzgenanien .kom, liaffern vnd den dinft. Item das dorff Gr offen Beftwin mit allen 

19* 



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. 148 

vod iglicbiD jerlichen fryheiteD, zcpgeborungen vnd gerechtickeiten , gar nicht aufzgenameii, 
denn alleine ein fchogk, das zcii einem Altare geboret: vnd wann i/i^ir nu des gnanten fri- 
dejicben Sehen cken flieffige bete angefehin vnd erkant haben, hirvmmb vnd auch von 
befundern gnaden haben wir der gnanten frauwen Annan des gnanten Schencken frtde- 
richs Eiichin hufzrrowen die obingefchriben dorflere, gutere, jerliche zcinfe vnd Rente zu 
einem rechten lipgedidge gelihen vnd lihin yr die auch alle zcu einem rechten lipgedinge in 
craffit difTes briefes, Alfe das die gnante frouwe Anna die obingefchriben gutere mit allen 
vnd iglichin obingefchribenen zcugehorungen , friheiten vnd gerechtickeiten nacH Schencken 
friderichs jres mannes tode ire lebetage, die wile fie lebet, jnnehabin, nuczen, niffen vnd 
gebruchen fai als lipgedinges recht vnd gfiwonheit ift ;\ vngehindert vor vns des gnanten 
Schencken Erbin vnd allermeniglich ane geuerde: vnd gebin jr des zcu einem jnwifere den 
Edeln vnfern üben getruwen hänfen von Torgow, herren zcur Czoffen. Ouch 
fotlen alle jnwonere der obingefchriben dorffere die wile die dy gnante frouwe zcu lipgedinge 
hat*frye holczunge habin an Buweholcze vnd Brenneholcze als vil fie des bedorffin jn der 
Schencken geholcze vngeuerlich. Zcu Orkunde mit vnferm anhangenden Ingefigel vorßgilt 
vnd Gebin zcum Berlin, am dornftage Sant Seligin vnd meren tage der heiligen merterer» 
Anno domini M'' CCCCp XXX fexto. 

9la(fy Um €opia(6uc$( Ui a^arfgrafeii 3o(ami, fol. 77. '— Otrcfen Cod« VII, 260—261. 



MDL VII Rai^^xH^i Tlatibat an bte <St&nU ber ßanbe ju fßtnhtn/ bof jte bem 5htrffirfteit 
%mM^ öo« Sranbertbttrg bk ^«Ibtgung leijfen fotten/ trtm 6. dlo'o. 1436^ 

Wir Sigmund, von Gotes Gnaden Römifcber Keyfer, zu alten Zeiten Merer 
des Reichs und zu Hungern, zu Beheim, Dalmatien, Croatieo etc. Köni^, Entbieten den 
Ehrfamen Prelaten und den erbern Mannen und Stetten^,der Landen zu Wenden, Unfern 
und des Reichs lieben Getreuen, Unfer Genad und alles Gut; lieben Getreuen, Uns hat der 
hocbgebohme Friederich Marggraff zu Brandenburg, des Heil. Römifchen Reichs 
Ertzcamerer und Burggraff zu Näremberg, Unfer lieber Oheim und kurfürft durch feine erbere 
Bottfchafft ffirbringen und erzehlen laffen, wie die Land zu Wenden yewelten von der 
Marck zu Brandenburg zu Leben gegangen feyn, und noch rühren, und ye allewege 
von dnem Marggraffen zu Brandenburg zu Lehen empfangen find worden, und wie nun, 
nachdem die. von Wenden mit Tod find abgangen, diefelben Land an Ihn und die Marck 
zu Brandenburg komcnen und gefallen find^ Und hat uns mit Fleifze*- gebeten, Imdarinn 
fürderlich zu feyn. Und darum, ift dem alfo, fo heiiTen und gebieten wir Eluch von Rdmi- 
.fcher Kayferlicher Macht ernftlich und veftigliob mit diefem Brief, dafz Ir euch dann aa 
dem ehgenannten Unfern Oheim Marggraff Friederichen und'die Marck zu Bran- 
denburg haltet» und Ihm ^ oder feinem Gewalt Huldung thut, und Euch an Ihn und die 
Marck zu Brandenburg f Iahet ohn alles verziehen, darin thut. ihr gäntztichen Unfer 



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149 

MeiDung tttkd Willen« Mit Uhrkund dies Briefs verfiegelt mit UrvTerm EayferlicheTt anhan- 
genden InfiegeL Ge'ben zu Prag, am St Linbardts Tag» nach Chrifti Geburth vierzehen- 
hundert und im XXXVI. Jahre , Unfer Riche des Hungerifchen im L. des Römifchen im 
XXVU. des Böhmifchen im XVIL und des Kayfertbums in IV Jahren. 

Ad mandatum Domini Imperatoris Cafpar Sligk, miies Cancellarius. 

ma<^ i9i%tri &Mih^MVti T. XIV, p. 87. Mni^i a(ri(^#*«r(^io ». V, Part, fpec, t^U m, e. 6,7. 9rr.IV. 



MDLVIU. JBerid^t bti ©dfiojfer« ju Coburg an bm |)erjög ^xi&ri^ ju ©a#tt ober eine 
tu Ui le^tern Sluftrag tnti beut 3)?arfgrafen ^riebridd gefiabte Untmrebung^ wm 5« ^am 1437« 

Meinen willigen vndertenigen dinft euwem gnaden alle czeit bereit Hochgebomer 
furfte gnediger über here. Als euwere gnade gefchriben vnd von myr begert hat, bey 
meynen gnedigen hern von brandenburg jn werbunge zcu reiten, bey deme byn ich 
geweft an deme nehiften vorgangen fente Johannis tage vnd zcu feynen gnaden geworben, 
nach jnnehalt der zadollen, von euwern gnaden myr gefant,^ die werbunge mit notturftigen 
Worten gebelTert, fo ich ' jmmerbefte konde» Seyne gnade vormanet, fruntlicher eynunge vnd 
buntnifs, da jr myt eynander ynne litzet, wie die jn etlichen wortten vnd arttikelen buten, 
auch angebonier magefchafft vnd ^efypp vnd dabey, wie her fich. keyn meyne herren euwerm 
vater feligen vorfchriben vnd myt bantgeben trauwen gelaujihafft zcu gefaget habe, Euch 
vnd euwere brudere getrauiich zcu njeynep, zcu raten, heißen vnd vor euch zcu feyn, als 
feyne felbis föne. Darvff antwort her myr, Ich dorffte jn fo hoch nicht vormanen, her 
bette des getraulich jn dilTen fachen getan vnd woide das forder thun die weile her lebete, 
vnd fagte myr, wie her feyne botfchafft der befagenuge hette gefchlkte keyn präge, nent- 
lieh feyner fchreiber eynen, mit feyme oflenbrife vnd myt feyme. anhangenden Iniigel boue- 
ftent, des. abefchrifft her mich lifz boren, dar jnne ich nicht vvrneme, das feyne befage euwem 
gnaden geuerlich fey ader gefcheiden möge. Deme leiben feynem fcbreiuer hat her beuolen 
vnd auch dazcu ein machtbreff gegeben^ das her lieh von feynen wegen der befage myt 
rechte folle weren vnd vffhalden, zcum erften darumb das her. nicht als ein kurfurfte gehei- 
fcbet vnd vorgefordert fey, nach freiunge und beftetunge der kurfurften , • zcum andern das 
beiden "partehen vff jn nicht gewillet^ noch von beiden teilen darymb were gebeten haben, 
zcum dritten mal das man )me als eyme furften meher tage wenn eynen legen vnd dar zcu 
als recht ift heifchen folle. Wirt aber dar vber jm rechten erkant, das her foliiehe befage 
mogelich thut, fo foi/ feyn fchreiber den offenen brieff (eyner befagunge dar geben. Dar 
nach bat ich feyne gnade aber vmb rat^ Da fprai^h her, er konde vbel gruntlich dar jn ge- 
raten, her vorneme denne» wie fich ider abfchit vor meyme herren deme keifer dar vmb 
machte vnd was jme feyn fchreiber brecbte der fache rede oder antwort, die wolde her 
myr (enden^ das ich dieewem gnaden fonder folde fchicken» c|as ich denne gerne thu. ift 



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150 

feyn anders not, wenn jr jn denne darnach euwere meynung HITet vorftehen, fo wolde her 
euch darin gerne helflen vnd raten, vnd wolle feyn leipp vnd gut jn den vnd andern fachen 
nymer von euch gefetzen. Nicht meher konde ich von feinen gnaden brengen, ^ie wol ich 
das meher wen eynmal vorfuchte vnd rates bat. Sult haben üch vil rede von jme vnd feynen 
reten dar vnderlauffen, des aller nicht not ift euwren gnaden zu fchreiben, nemlich meynet 
her vnd feyne rete, nach feyner befage werde iich das vor nieyne beren deme keyfer nicht 
anders finden, wenn was nicht gefchehen fey, das daz noch gefchehe; darnach wiffe fich 
euwer gnade zu richten. Hette ich euwern gnaden hirjnne beheglicher vnd nutzer gedinen 
konen, das hette ich gerne gethan, Vnd byp euwern gnaden jn foilichen vnd andern fachen 
alleczeit willigk zcu dinen. Gefchriben vnder meyme Iniigel, am funtage nach Thome cante« 
J)urgenfis, ^nno etc. XXX feptimo. 

Johannes Magdeburg, Schoffer 2cu Coburg, 



MDLIX. IWarlgraf %xitix\^ ber Sleltcre itcbjl fciuen ©o^itcn ^o^ann, ^tittvi^, Mbtt^t urib 
%mbxi^ «erbinbm f\^ bem ptt^o^t So^iänn j)on ^ögan ju iegli^er'Slrt »ort Seijlanb unter 
ier iBebingung^ iap ier ^erjog bai iBerfj)re(^en frfüHe^ bem aWarfgvÄfen J^o^ann tint flcwtife 

^unfl ju Je^ren^ am 24* 3am 1437* 

Ton gots gnaden wir fridrich der Elter, Johanns, fridrich vnd Albrecht, 
fein Sune, Marggrauen zcu Brandenburg etc. vnd Burggrauen 2cu Nureinberg, Be- 
kennen mit dieiTem offenn Briefe für. vns vnd fflr vnfem Jungften Sone vnd Bruder Marg- 
graue fridrichen, der noch zcu feinen mündigen tagen nicht kommen ift, das wir vns 
mit vnferm iwagher herczogen Johanfen vom Sagan verwiliet, vereynet vnd verbunden 
haben, vereynen, verwillen vnd verpinten vns mit Im in ^rafft -diefes briefs, In allermafz, als 
himachgefchrieben fteet. Zcum «rften, ^b der obgnante vnfer Swagher zcu jmand fchulde 
oder Recht hette oder gewunne, wer der were, gein allermannegleich j gegen <lem fol er 
lieh erpiten zcu rerhte iich mit Im lafTen zcu erkennen nach Xchriftiicher Xchulde vnd 
antwurt nach rechte vns oder den Herczog zcu Sachffen oder das Recht zcu Magde- 
burg, auff welicher der orter eyns iler vorgnante vnfzer .Swagher kiefen oder pieten -wurde, 
Alfo wenn der obgnante vnfer. fwagher zcu dem «r Jchulde hett oder gewimne, feio fchrifft- 
lich fchulde fetczt vnd Im die antwort, das dann der antwurter, fein widderfache, Jeiu ant- 
«wert darauff fettzen fol bynnen einem manden vnd diefelbe fchnflSlich fchulde vnd antwurt 
mit feinem poten Tnnferm Swagher herczogen JohannTen antwürten, der dann feinen 
eigenen poten mit feins widerfachen poten fulcher fchrifftlich fchulde vnd antwurt vnuorczo- 
genlichen an der orter eins fchicken vnd fenden fol, als vorgeTchrieben fteet, wohin vnfer 
fwagher herczog Johanns kiefen wirt, Recht darüber zcu fprecheri. Vnd was dann da 
vDferm Swagher herczog Johannfen vor recht zcu gefprochen wirt» das fol Im fein 



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151 

T^'idderfache ton vnd vfzrichten vnuorczogenlicheD bynnen czweien manden od allen lotrag 
bielff Rede vnd geuerde. Vnd ging Im dann fein widerEache alfo gleiehs vnd Rechts vor» 
oder liefz lieh mit Im nicht erl^ennen an fulchen orter eins vorbenant, da vnler Swagher 
bin piten Korde, oder tett Im an fchniFtHcher antwurt vff fein fchulde lengem vetczihnürfz, 
dann vorbenant ift; So füllen vnd wollen wir vnfern Swagher he rezogen Johann fen 
gegen feinen widerfachen vnd feinen helffern helffen vnd beylegen mit vnfzer ganczen vol- 
kommender macht, wenn vns vnfer fwagher vorgnant darvmmb ermanen vnd anruffen wirt, 
Im czu helffen, ane alle hjelffirede vnd eintrage, als hienachgefchrieben fteet. Wurde auch 
der vorgnante vnfzer fwagher vnd die feinen.^ von yroandes befchediget vnd angeuallen mit* 
kriege> befchedigungo oder verderpnuflze, welicherleye das wer; vbir die vnd Ir helffer füllen 
vnd woUea wir auch vnferm fwagher herczog Jobannfea helffen mit vnfzer volkommen 
machte als himachgefchrieben. fteet,. vnd vns mit denfelben feinen veinden, wenn es zcu krie- 
gen kummet^ In keyne weilTz Richten, funen noch friden,, an des vorgnanten vnfzers Swa- 
giiers lawbe, viilbort vnd guten willen, bi(z das vnferm Swagher vulkommen gnuge ynd vfz- 
richtunge gefchicht von denfelben feinen veindep vnd wider fachen*. Vnd mit welichen feinen 
widerfachen. einem oder mer Er alfo zcu kriege vnd vnwille qweme,. vnd fich mit hx eins 
reitenden krfeges vnderwunde, Sollen vnd wollen- wir,, nach^ vnfzers Swaghers. ermanungen,. 
Im zcu hielffe fenden,. bey Im fchioken vnd legen In feine Sloffz: vnd Stete ,. au welichen> 
ortern er die haben: wolde,. czweyhundert pferd Reifiges* czewges,. die* wir Im* vfzrichttfa vnd 
fenden^ wollen nach vnfern» heften» vermugei» vnd die- dann; vnferm. Swagher za denfelben 
kriegen gancs helffen. foUen vnd gehorfam fein,, vnd qacb feinem, geheifz. tun- vnd halden,. 
was er In fagea vnd entphelea worde^ Vnd die^ vnrern- vorbenant füllen, viz. feinem kriege 
vnd voa Im nicht reitea noch caihen. oa fei», geheifz. vnd guten* willen^, wir betten dann ander 
an die ftatt gefchickt, als vil„ als der were*. Vnd was^ wir alfa voa leutea zcui legen,, den/ 
£ul er geben ein gewonlich nottdurfft an» efTen,. trincken- vnnde-futer^ als andern- feinea mannen,, 
vnd was er dann mit den vnfera feinea veinden alfo augewunne an SloITen,, Steten, oder 
gefangen, die foUen dem vorbenanten vnferm Swagher gancz bleiben on Intrag, vnd deifelben: 
gleichen an. gediognilTen, fol fein auch bleiben,, aufzgnommen Reifige habe VBd ackerpfeide,. 
die mugea fie peuteo,. nach, manczal der leute,. die mit Im feide geweft find. Was aber 
Dame mit gefpaldea clawen gnommen worde, das fol auch vnferm Swagher bleiben; Vnd 
wer auch fach,, das vnfer Swagher hertzog Johanns vns ermanen vnd anruffen. wurde. Im; 
zcu folgen: vnd zcu heKfin In ein feit, vns oder die vnfern bey Im zcu legen,, wenn- er vns- 
alfo vmmb hielffe ermanen wlrdet; So füllen vnd wollen wir dem vorgnanten vnferm Swagher 
berczogen Johann fen mit vnfzer vnd der vnfern. volkomenden macht Eins mals In eia 
feit vns bey In- odier die feinen: fegen,, vnd da. In. das feit mit vns bringen vnfeer vnd der 
vnfern werck vnd geczeugk, als pQchffen: vnd pleyden^ als wir die mit vnfern Steten vff das 
befte haben, vnd Im da. mit den. vnfera yj^kt vod^dar vnfern geczewgk getrewÜcb; helffen, 
bejlegea vnd da bey Im harren^ bifz zcu feins krieges votkonuiien4e ende. Auch füllen 
noch wollen wir noch die vnfern. von ymands noch von kvyaerleye fach wegen mit dem. 
egnanteii' vnferm. Swagher herczogon Johann fen necb mit den feinen zcu. veihde oder 



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152 . 

veintfcharft kommen, nach wider In fein lebetage fein noch tun, vnd In vnd die fernen In 
keinweifz argen, befchedigen noch hindern, vnd wollen fein beftes tun vnd werben, nach, 
vnferm heften vermugen, vnd Im mit vnfern briefen vnd bottfchafften furderlich vnd Reten- 
lieh fein, wo im des dann not gefchich); getrewiicheo vnd on geuerde. Auch ob vnl'erm 
egnanten fwagher herczogen Johann fen SlofTz oder Stete augewuniien oder mit here 
berant oder In fulichs liger mit heres kraft gein Im geleget worde, der er mit der erften 
czall leute vnd tnit andern den feinen nicht beftreiten, noch weg gejagen konde, So füllen 
vnd wollen wir Im mit einer fulichen macht zcu hiellf kommen, nach vnferm heften vermu* 
gen, damit er die beftreiten odir weg gejagen oder fein SlofTz oder Stete wider gewynnen 
möcht, on geuerde. Alle hir Innen gefchrieben ftücke, punckte vnd artikel haben wir vor- 
gnanten Marggrauen globt vnd globen dem yorgnanten vnferm Swagherherczog Johann fep, 
die ftete gancz vnd vnuerberbrocheolichen zcu halten., die weil er lebet, on allen eintrag, 
hielffrede vnd argelift bey vnfern guten trewen vnd Eren,'doch mit fulicher vnterfcheid, als 
vns Marggrauen Johanfen denn der obgnante vnfer Swagher herczog Johanns ettlicfh 
kunft zcu lernen gerett vnd globt hat, die wir von Im vffnemen vder vfneme.n laffen 
füllen In den nehften dreien ^aren. Wenn er das getan hat vnd vns die kunft recht gelernet, 
* alfo das wir dar Innen den Rechten wege funden vnd troffen haben , So fol denn dieffer 
vnfer brieff mit allen feinen Ingefchrifften ftucken, punckten vnd artickelen zcumacht kummen 
fein vnd furder zcu ende mechtig bleiben. Die weile wir aber der iRechten kunft In den 
fachen nicht troffen noch erfunden haben, So wollen noch dorffen wir dem obgnanten vnferm 
Swagher keynerleye daran halten vnd er dorff vns auch dann forder darummb in keyueweifz 
manen noch anlangen, wenn wir Im keins zcu halten pflichtig fein wollen. Vnd des alles 
zcu Urkunde geben wir dem obgnanten vnfern Swagher herczogen Johann f^n dieffen 
brieff mit vnferm Marggrauen fridrichs des Eltern, Marggrauen Johann fen, Marg- 
graff fridrichs des Mitlern vnd Mai'ggraff Albrecbts anhangenden Infigeln veriigelten 
dar vnder wir vnfern Sone vnd Bruder Marggraff fr id riehen den Jungften vorfchreiben 
,vnd der fachen verbinden, des er zcu feinen tagen noch nicht kommen ift. Geben am donr- 
ftag vor fant Pauls tag bekerunge. Anno domini etc. XXXVll^. 

9tad^ hm tmmM, ^t^nccpk\hu4^t XVni, 14. . 



BfDLX. Äaifrr ©tegmmtb iittterfagt im ^tt^i^tn wn JWeÄenburg jidfi hti 8a«be« SDBenbeit )ii 
mttminbm, i>mx übtx fcte $(nf))rßiii^ b^ fRtii^^ mt> btx SRarl Bronbenburg auf baffelbe mt^ 

falteten fei» toftbt, am 21. geh^ 1437t 

Wir Sigmund, von gotes gnaden Romifcher keifer, zu allen zeiten merer des 
Reichs vnd zu hungern, zu Beheim, Dalmacien, Croacien etc. konig, Enbieten den hochge- 
börnen Heinrichen vnd andern herczogen zcu Mekelnburg, vnfern üben Oheimen 
vnd furften, vnfer gnad vnd alles gut Hocbgebonien lieben Ohdm vnd furften. Als mehft 



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153 

6as landt zu wenden vop lödeö wegen der von wenden ledig worden, als euch dann 
wol wlflenlich ift, AlFo haben wir vernommen, wie Ir etwas gerechtikeit doran naeynet za 
haben vnd euch der lande vntercziehet, das vns v. . . . • beduDckt, nach dem vnd wir 
Sneynen von des Reichs vnd der . . . • fridrich Marggrau« zu Brandeburg €tc. 
vnfer über Oheim vnd Icurfurft . . . ^. der Marck Brandeburg wegen aucli gerechtigkeit dar- 
zuzuhaben . .. • .. wir nu dorauf denfelben Marggraff frid riehen vnd den prelaten ^ « , , 
vnd Steten befcheiden vnd gefordert haben auf- einen genanten tag .... auf' den zehenden, 
tag nach Fant philippi vnd Jacobstag oder ob der « • • « nit ein recht tag fein wurde auf 
den nechften Rechttag darnach f. . • . . zukomen oder ir volmechtig :anwalt vnd procurator 
zu fenden vn . . . . zu erkennen latfen^ wemdiefelben lanndezu wenden piUtcbzuge. . . « 
darvmb von Roroifcher Iceiferlicher macht,. So heifchen vnd laden « • . . «ntliohen vnd pe- 
remptorie mit diefem brief ^ Demlich das ir auf den .... zehenden tag nach fand philippi 
vnd Jacobstag oder ob der felbs t . . . . ein rech'ttag fein wurde auf den nechften rechttag 
darnach fchirft . .. • . für vnfer kaiferlich maieftat, wo wir dan die Zeit fein werden, zu . . • > 
rechten Jcomet oder ewre volmechlig An walten vnd procurator fe , . , • zuuerhoren die fache 
mit recht als fich gepurt zu entfcheiden zuerf • « . . vnd zuericennen Jaffen, wem die genante 
lannd pillich zugehoren vnd « • . . lie rechtlich geTallen fein^ Wan ir körnet oder nit, fendet 
oder nit, So wollen wir dennoch dem rechten fein fiirgangk laffeo, als fich das dan mit recht 
/beyfchen vnd get)UTen werdet. Wir gebieten euch auch .ernftlich vnd veftigiichen mitdiefem 
brief,' das ir euch derfelben land ^u'wond^n uit weyler annemel oder vnterczieh^t, Solang 
bifs mit jrecht vor vns nüfstragen vnd erkaot wirdet, wem Sy als obgemelt ift, rechtlich zu- 
gehoren vnd tut hirjnne nit anders bey bebeltnuffe vnfer g;nade. Wir wollen auch auf dem* 
leiben tag vnfer vnd des Reichs geridfatikeit auch jnelden. Damach wiffet euch zu eichten. 
Geben zu P.rage nach Criftus gepurde vierczehenhundert Jare vnd darnach jm «Siben vnd 
dreifligften Jaren, am donerftag nach dem Sontag Inuocauit, vnfer reich des hungrifchen etc. 
jm L, des Romifchen Im XXVIl'', des Behemifchen jm ^VIL vnd des keylerthums jm vir 
.den Jareta. -^ 

Ad nfiandatum domini Imperatoris Marquardus firifacher. 

Sftai) einet gleichzeitigen (!opie im St^ (Be^. iSab. ^ «rc^ite St. Bl SH, «cfc^e ßarf ^efc^S^igt ifl. iibtrnxf in iahai 
BtaamaniitUi JÜV, 88, m^ eben biefer ificfen^aften iSople« 



MDLXl. Äßrttg ©tegmunb ivani^umxtt tem IWarfgrafen ^Jriebridfi tme JBerJidiierttng fcer ^erni 
gtt aßerle ^om ^h Dcrtr^ 1415, ixhtt i^xt «e^nöobljättgtgfeit wn ber SWarf ©ranbenbwrg, 

,<mt 18. JSttIt 1437^ 

Wir Sigmund, ^on Gotes ^Gnaden Bömifcher Kayfer zu allen Zeiten Mererr 
des Reichs, zu Uungarn, zu Behmen, Qalmacien, Croacien etc. König, bekennen mit diefem 
Brieve allen den, die in fehen oder hören lefen, ^alz uff hfite datum difz Brieves^ für uns 
DaupttSf. u, ».IV. 20 



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151 

käme in Gerichte der Hochgeborne Unrer lieber Obem und ChurffirÜte, Friderich Marg- 
graffe zu Brandenburg des heiligen Römifchen Reichs Ertzcämmerer und Burggrave zu 
Nfiremberg, und bäte Im rechtes zu helffen, alfo von der LandfchafTt wegen zum Wenden, 
und legt in Gerichte einen Brive inhaltend, dafz die Landfchaffte zu Wenden Lehen 
fey des Marggrafthums zu Brandenburg, und fie die von Wenden von Im alfz von einem 
Marggrafen empfangen und zu Lehen getragen haben. Vnd ^enn wir nach Rate der Für- 
ften und Herren die bey uns im Rechte faffen, die Heuptfache zu difemmal nicht verhöreu 
weiten, fondern einen andern Rechttag daran gefetzet haben, bäte Uns der genannt unfer 
Ohem, dafz wir Im des genannten Briefs ein bewert Abfchriffte und vidimus unter Unfer 
Kayferlichen Majeftät Infiegel geben wolten, wann Im uäherlich und forglich were den Haupt- 
briev zu wagen; Solches haben wir Im erkannt, und erkennen in Kraft diefes Brieves, dafz 
man folicher Abfchriffte an allen Steten und Gerichte glauben folle, in aller malTen, alfz ob 
der Hauptbrieve felbft fürgelegt wurde, und lautet der genannt Hauptbriev von Worte zu 
Worte alfz hernach gefchriebeu ftet: (B. III, 239 — 40). Und dis ift gefchehen zu Eger, 
verfiegelt mit Unfer Kayferlich Majeftät Infiegel nach Chrifti Gebur4 vierzehenhundert Jar 
und darnach in dem Syben und dreilzigften Jar, am Donnerftag nach Sanct Margrethentag, 
.Unfer Reiche des Hungerifchen in dem Ein und funffzigften, des Römifchen in den Syben 
und zwanzigften, ^s Behemifchen In dem Sybenzehenften und des Kayferthums im ffinfften 
Jaren« 

Ad Mandatum Domini Imperatoris Hermannus Hecht 

eanfa# 9{ei(^^«Kr(^io Part fpeo. Z^l UI, a %ahni etaatU9axi%tM XIV, 9h inlm^ geU Kn). U, 107.* 



MDLXÜ. De« i^erjog« ^^aä^im »on ^owmtm ßeibgebmgdlirief für feine ®ema|^lttt bte TlatU 
gr&fin (£ltfabet|i )>on Branbenburg, wm 27t S(ug« 1437; 

Wir Joachim, von godis gnaden thö Stettin, Pomern etc. hertoge vnde furfte 
tho Rügen, Bekennen openbar .mit deOeip vnfem open briefe vor vns vnfe eruen vnd na- 
komen hertogen to Stetin vnde vor alle, dy dilTen brieff fehn, boren offte lefen, dath wy der 
hochgebornen furftynne vnferliuen husfrowen frowen Elifabeth von brandeborch, de 
man vns upp hfiden to der ee geuen vnde getruwet hefft, to wederftadinge eres brütfchattes 
nemlikec vor teyn dufint gudo rinfche gülden vnde XII hundert rinfche gülden vor ere fer- 
dinnge,,Alzo vns dy hochgebornen ffurften here ffrederick vnde here ff red er ick gebru* 
der, Marggrauen tho brandeburch vnde borggrauen tho Norinberch, togeuen, vor- 
fchriuen vnde verborgen vnfe Slot vn4e Stadt vkermünde mit allen vnde ieweliken tynleo, 
reuten, thobeboringen, geiftliken vnde wertliken, leenen vnde dar tho mit allen tollen, molcn 
vnde wateren, wefen, weyden vnde fryheiden vnde rechticheiden gar nichtes nicht uthgeno- 
men, äat in einer fumme maken fchai jerliker gevrilTer rente twedufint gude rinfche gfilden, 
alle iar ierliken tho rechter dage tyd ane geuerde^ Weret auer fake, dat fo vele tho vker- 



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155 

munde nicht to gehorede, To dat wes am den twendufint gülden gebreke, Sulke ouerige 
Rente fchal fy denne hebben in dy orbeden vnde to tollen Stetin, to garcz, to Grifenba- 
gen, to piriez vnde to deme dämme, fo dat er io nicbtia nicht an den twen dufint gülden 
gebreken fchal, to einen rechten liffgedinge vorfchriuen vnde er dat ingenen fcbolen, wenn 
wy fy beflapen vnde vns togelecbt hebhen, nemliken von diflem negiftkomenden funte mi- 
cbels dage vort ouer dry gancze iar negft na enandir to teilende: ala dann wenn wy fyalfo 
beflapen vnde vns togelecbt hebben up dem fuluen dage fcholen vnde willen wy eigenant 
hertoge Joachim der gnanten frowen- Elifabeth vnfer husfrowen vnfe bouengefchieuen 
Slot vnde Stat vkermunde mit lampt allen bouengefchreuen tobehoringen, friheiden vnde 
gerechticheiden vnde dar to er den bofftman des fuluen Slotes vnde ock de ynwoneren der 
Stat vnde der dorpere tho vkermunde gehörende, dar to dy manfcbappthomfogil fange» 
thom rite vnde to albrechtftorp wonhafftich hulden vnde fweren laten to erem rechten 
liflgedroge er getrfiwe vnde gewer to fyn na vnfem dode, e(Ft fy den ouerleuet, vnde van er 
keine ^vys mit dem Slote der Stat vnd tobehorungen nicht to treden, dat fy denn der 
- gnanten vofer husfrowen gude wille vnde dat er ein gnSge dar vor gefcheeo wer jn maten 
fair na gefchreuen fteyt^ alfo dat fy lick dea bouenfcbreuen Slotes vnde der Stat mit allen 
bouenfchreuen tobehorungen, orbeden vnde tollen na vnfem dode rogelegeliken gebruken ere 
leuedage, dy wile fy leuet, vngehindert vor vnfe eruen vnde nakomen hertogen to Stetin 
vor dy vnfen vnde dy vmb vnfe willen dhon vnde laten willen, ane geuerde. Wy fchullen 
noch willen ock dat bouengefchreuen Slot vkermunde, de Hat noch keinerley bouenge-- 
fchreuen tobehoringe wedir der gnanten vnfer husfrowen Vhde wedir erer veddere willen 
nicht verfetten noch verpenden, ok keinen houetman noch gewaldigen npp dem Slote adir 
in den tobehoringen vnde fogedyen nicht fetten, jd fy denn dat dy tho den hilgen fweren, 
er truwe vnde gewer to fyn mit dem Slote vnde tobehoringen, weret offt fy vnfen dot aflf 
leuede, vnd geuen er dea to einen ynwyfer vnfen liuen getniwen baffen von blanken- 
borch Ridder, dy fy alfo an vnde in (ulk Slot, Stat vnde tobehoringe wifen fal. Weret 
ok fake dat wy von dodes wegen auegingen, dar got lange vor fy, vnde dy gnanten vnfe 
husfrowe leuendich bleue, alz denn fchal fy dat bouengefchreuen Slot vnd Stat vkermunde 
mit allen bouengefchreuen tobehoringen, fryheiden vnde gerechticheiden vnde mit den t)rbeden 
vnd tollen, dar fy mede belent vnde. yngewifet wert, dar fy twe dufzint rinfche gülden jer- 
liker rente ere ieuedage, dy wile ly leuet, rogelick ynne hebben, nutten, nyten vnde gebru- 
ken VDgehindert vor vnfe eruen vnde nakomen hertogen to Stetin vnde vor alle dy, dy vmb 
vnfer, vnfer eruen vnde lande willen dhon vnde laten willen ane alle geuerde vnde bynnen 
der tyt fchal fy nymandefz von hofBuden upp dem Slote fetten, he fy denn der herfchap 
von Stetin belehode gefwome man, befeten bynnen der vker nsi Stetin gelegen: vnde wenn 
denn dy fulue vnfe husfrowe vnfen- dot alfo geteuede, fo fchofen vnfe eruen vnde nakommen* 
hertogen to Stetin vnde vnfe hern manne ' vnde Stede des landes Stetin dy ergenante vnfe 
husfrowe mit dem bouengefchreuen flöte allen linen bouengefchreuen reuten, tobehoringen 
vnde erem ganczen lyffgedinge giike dem ganczen lande to ftetin getruweliken befchutten, 
befchermeo, fy verdedingen, er belpen vnde raden vnde fy mit irem lyffgedinge kehae wys 

20* 



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IS6 

nicht obergeben afie geuer«te. Dar kegen fcbal Vöfe husfrowe Tiife eruen vudö nakomenr 
vnde dy lande tbu Stetig getruwliken mepiea ane geuerde. Ock wert Take dat dy gnanteit 
vnfe husfrowe na vorem dode fulck bouenfcbreuen liffgedinge nicht behalden vnde uth dem 
lande wedii: tho eren frunden tyen wolde^ an- dem allen fy doch die wale'hebben vnde dat 
to evem. willen ftan vnde ein. f ulket fy tnCen eruea effte nakomen, dy ta der tyd alden Stetin^ 
mechticlicbea ynne hcbben wert,, to feggea vnde verkundigea fchal; fa fchofen denn vnfe 
bouengefchreuea eruen effte nakomen hertogea ta Stella ia Jar vnd dage na der tofeggunge 
der gnantea vafer husfrowea fefteiadufint gude rinfche guldeo to der nyenftat euerfwalde^ 
adir to beraow^ upp^ dem. barnym gelegen > wol to danke vnde to der gnoge fundic iren 
fchadea betalen,. dat redelik fchade hete vnde were. Alz dena wenn Ty der rerte3'nduiint 
rinfche guldea betalet vnde er gaoge gemaket is» So fchal dy gnante vnfe liusfcowe fulkeft. 
lyffgedioge» mit dem SLote vkermfiade iedichlikea afftredea vnde dat vnfea houengefcbre- 
uen eruea effte nakomaiea wedir ya geaea ane arch vnd ane geu(frde^ Sulck gelt wenn man; 
dat betalet vnbekummert vnde fry wefea fchal to betalnde aller gerichte vnde bode geiftlick 
vnde werltlick nymandes. uthgenomea. Wohle ock dy ergeaaat vnfe husfrowe einen andern, 
berea aebmea vade fick voraadera vnde er vafe boueogefchreuea eruen effte nakomroen dat 
tyffgedinge mit dem Siote vkecmuade nicht lenger latea vnde er die veffleyndufint gülden 
geuea wolden,. dat fcholea fy er to feggea vnde dena na der lofegginge in iare vnde diige- 
dy boueogefchreuea feffteiadußnt gude rinÜTcbe guldea woL ta der noge in der bouenge- 
fchreuea Stede eia fuader irea fchadea gutlikea betalea ane alle geuerde vnde wena fy denn 
alfo betalet vnde er eia genoge gemaket \k, So fchal fy des lyffgedinges mit d^m Slote 
afftredea alfo. bouengefchreuea ftet ane «Ue geuerde. Diffe bouengefchreuea ftugke vnde 
ariikel alle vnde eia ieweUk by fick hebbe wy ergenant hertog:e Joachim der ergenanten- 
vnfec husfrowen^ den vpgenaatea marggrauea frederlken ^bruderen erea veddern vnde ta 
truwer bant gemeinlikea allen, hern,, mannen, vnde Stedea der marken to brandeborch 
vor vns^ vnfe eruea vnde nakomen hertogea ta Stetia genczliken ftede vnde (afte to holdea 
vnde dar wedir ia keine wys nicht to. donde by vnfera furftlikea erea werdea vade truwen 
aa eides ftat geredt vnde gelobet , reden vnde gelouen ock by vatea furftlikea erea vnde 
werden aa eydes ftat ia gudea truwea vor vns,. vnfe erue vade nakomen der gnantea vnrec 
husfrawen». erea veddera vnde getruwes henderea ia crafTt diffes brieffs, alle dat voa vns 
vnfen eruea vnde nakommen m deffem briefe gefchreuea Aeyt, ftede, fafte vnde vnuorbrokea 
to halden funder einigerleye hulperede,. alle argelift geaezligk hirynne uth gefcheiden ane 
geuerde, doch to merer gewisheit vnde fekerheit hebbe wy ta vns to borgen gefetten dy 
werdigen andechligen geftrengen Erbaren, vnde Erfamea vnfe liuea getruwea bir nochge- 
£chreuen, dy alles des. bouengefchreuen mit vnd alfo truwe medelouer holdea fcholea ane 
wedirrede vnde ane geuerde, mit pamea her Steffaa abt tho Colwicz dy nw vnde to- 
komendeis, her Nickel tyrbach kumptur to wildenbroke, herhaffe von blankeaborcli 
Ridder to Czichow, hans von melfholt Ridder foget tho dem broke, Jacob von 
breiderio to garcz, Burchart von fchenynge to lubbete, Burgis fchagke tho 
preileniczy Jerth von eykftede^to der kleropeno, Claus von Camyn to Crako, 



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157 . 

Hdfos. voir t>ög*k to woddow^ Curt fteinbecke to uchtorp, ßoppe von bock to 
. inenkyiSy Günther Bilrebecke tai/varncze^ Gerdt wytte foget toBernftein, 
benning von kamyn foget to vkern].unde, vicke von beidebreke to der lokenicz, 
Albrecbt voa blankenborch to der Stoltenbovcb, benning von reb^rge to den 
viec radeiitr j-SkTpac voa wedele ta krempfo, Ecafmus trampe* to lindow, bans 
vönbockto Stolp Vnde dy burgermeiflere vnde ratmann dy nu ßa vnde tokomende fin 
de^ Stede Alden. Stetin, Piricz, Garcz^ Grifenhagen, Golnow vnde dbam.vnd 
wy ergenanten borgen Sunderliken wy Ridder vnde knechte mit vnfea %ruen vnde wy vor-^ 
gnafiten-Prelatea vnde Stede vor vns. vnde vnfe nakomelinge Bekennen,, dat wy wUlichliken 
mit canec rechten vnuorfcfaeiden Tarnenden hant vorvnrengnedigenbereabertogen Joachim, 
fino eruen- vnde nakomen hertogen ta Stetig borge worden fia vnde der ergenanten vnfer 
gnedigen frowen £ro>wea Elifabethea voa Brandeburcb, herea frederiken vnde 
heren Crederikea gebrudera marggrauen ta brandeburchereaveddera vndeto truwer 
hant gemeinliken becen, mannen vnde Ste()ea in der marcke to brandeborch beTetea gelouet 
bebbea alfoy dat dy ergnanten hertogea.joacbimy fine eruea vnde nakomea hertogen to- 
Stetin, ere houetlude, gewaldigen vnde vndirfatea up vnde to dem Slote vker münde ge* 
hörende alle^ bodengefchreuen Aücke, puncte vnde artikel^ dy voa ea vnde- vns in delTem. 
breue gefchreuen ftan^. ilede, fafte vnde vnuocbrockliken fundir jenigerleye' huJperede vnde- 
argelift halden fcbolea vnde willen ane alle geuerde^- Weret auerXake,. dat der ergpantea 
vjifir gnediger frowen ennigerley jnfal effte- hindemide in. erea bouengefcbreuea lifgßdinge- 
gefchege von. vnfem bern adir den finea vnde aU(K nicht gähaldenworde, als bouengefcbreuea 
fteyt, vnde fy von des- wegea to^ ienigen fcbadea queme^ elfte neme; dat. redelicL vnd bewis- 
iick fchade hyte vnde were,. dat got nicht enwille,. viide wy. dena voa dec ergnantea 
frowen wegen Eli fabethea voa den- ergnantea marggpauea erea veddera er^n eruea effte- 
truwefhendprn documb* brefflikea ader muptlikea gemanet wurden^ als- dan. voa ftunt fchole* 
wj vnfe eruen vnde nakomen dar vor wefen,. dat vnfe herichap vnde dy gewaldigen de«- 
hiluen lidgedinges fulke errunge effte nichthaldunge vnde gebreke der gülden, vnde desfcha- 
den ia vier weken na fulker manunge funder vortoch, aue don»^ vulmaken vnde den fchadea 
utricbten. Gefchege auer des nicht , fo fcholen vnde willen wy ergnanten borgen iczlick 
prelaten. vnd Ridder mit fines fulues liue mit twen knechten vnde dren perden iglich knecht 
mit fines fulues liue mit einen knechte vnde twen perden vnde ufh iewehker Stat ein bor- 
germeifter vnde ein Ratman mit twen -knechten vnde vier perden fundir ienigerley weddir- 
rede vnde vortoch kegen oldeU' Berlin, by Cola j^elegen, jn eine gewonlike erlike her- 
berge, dy fy vns wifen werden, jnryden, darjnne to liggen to leiften vnde ein r?cht jnleger 
to halden,. als jnlegers recht vnde gewonheit ift,. vnde uth' der fuluen herberge ok nicht to , 
fcbeiden der ergenanten frowen. Elifabet eten veddem vnde getruwes hendern fin detwe 
dufint gülden guder gewifler jfrliker rente vor wifet, de fchade dar upp. gegan. utgericht 
vnde er ein gancz. genogß- gemaket alle argelift hirjone utgefcheiden vnde aae alle geuerde. 
Ock fchole wy ergnanten borgen vnfer ein mit dem andern jntorydende fick nicht beheipen,. 
liinder holden, vnde jnriden funder jennigerley wedirrede, ak bouengefcbreuen fteyt ane: 



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15S 

geuerde. Ock fchal vns ergnanten borgnn, offt id dar to queme» dat ify jorydeoi (cholden, 
fo wy nicht eo hopen, dy ergnanten marggrauen ffredericken gebrudere vnde ere 
eruen up dem wege jn Tnde uth to rydend fichem vnde feyligen vor fick vnde de eren 
vnde vor alle» dy vmb eren. willen don vnde laten willen. Weret iake eft wy hertoge 
Joachim adir vnfe huafrowe Elifabet von dodea wegen aflgingen, er wy by legen, fo 
fcholen vnde willen wy ergenanter hertoge Joachim vnde wy vorbenomden borgen aller 
boueogefchreuen gelofTte, puncte, ftucke vnde artikel in deflen briue von vna gefchreuen gancB 
entbunden, entlediget vnde nichtia to halden plichtich wefen: vnde fy fcholen- vna denne 
diffen briefT wedirgeuen ane allirley infage, wedirrede vnde ane geuerde. Dat wy ergenanter 
hertoge Joachim mit vnfen eruen, wy ergenanten prelaten, manne vnde Stede vnfe nako* 
meo vnde eruen alle vnde iczlike boueogefchreuen ftucke, puncte vnde artikel ftede, fafte vnd 
vnuorbrokeo by vnfen eren werden vnde truwen holden fcholen vnde willen, dea to orkunde 
vnde warem bekentniffe hebbe wy ergenanter hertoge Joachim vor vna vnde vnfe eruen 
vnfe Ingefegil vnde wy ergenanten prelaten vnde Stede vor vns vnde vnfe nakomen vnfe 
Ingefigil vnde wy ergenante mann vor vna vnde vnfe eruen vnfer jngefegel alle vnde ein 
iewelick befundem mit witfchapp vnde vulbort. an dilTen briefT hengen laten, dy gefchreuen 
vnde gegeuen is to der nyenftat Euer fw aide, na crifti vofes heren gebort vierteinhundirt 
lar vnde dar na )n dem feuenvndfirtigiften (fic) jaren, de^ negßen dinftaga na funte bartolo* 
mens dage, dea hilgen twellF boden. 

Stac^ tem furmSrrifc^cii lUffnitopialhndfi Q» 85. 



MDLXIIL ^5mg ©tegmunb DerfdEiretbt bem ^anjler &a)>ar ®Itg! unb beffen ®tma^\m ber 
^er^ogin Slntia wn ©dj^Ieften^DeU bie bem.SRetd^e an bem SanbeJSBenben jufi&nbtgett 9it^tt, 

am 6« 9lo)>ember 1437« 

Wir Sigmund, von gotea gnaden Romifcher Keifer zu allen ziten, Merer des 
Reicha vnd zu Vngem, zu Behem, Dalmacien, Croacien etc. kunig, Bekennen vnd tun kunt 
offembar mit difem biief allen den, die jn fehen oder hören lefen, Als das land vnd furften* 
tum czu wenden noch tode der herren dofelbs, die am nechften on lehena erben abgangen 
und, an vns vnd das heilig Reich lediclich gefallen ift vnd wir meynen von des Reichs wegen 
gancz Recht dorczu zu haben, Als wir dann iczund, die weil vnfer lieber Oheim Mar gg raff 
friderich von Brandenburg mit den herczogen von Mekelburg ouch vnfem Oheimen 
von delTelben landes wegen vor vnfer keiferlichen Maieftat zu recht geftanden hat, vnfere 
vnd des Reicha Recht alczit vfzgenomen vnd behalten haben, als dann, das wiffentlich ift vnd 
als wir diefelben vnfere vnd des Richs Rechte vnd Anfalle vormals dem Edeln Cafpar 
Sligk Ritter, vnfem Canczler vnd lieben getruen, wolten gegeben haben zu der hocbgeborn 
Agnefen herzoginn in Slefien vnd zur Olfnitz, vnferr lieben Mumen vnd furftinn. 



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159 

die wir jm dann durch funderficher gnad Tvillen, die wir zu jm haben , zu Gemahel gegeben, 
haben, das doch gebrechen halb defTelben Cafpars defTelben mals nit zugieng. Alfo i(t 
iczund her czu vns komen die egenante vnfer muem vnd hat vna fleilBcIich g;ebeteny Sy mit 
' jrem heyratgut noch gnediciich zuuerforgen vnd jr vnd jrem Gemahel . dorynne gnad zube- 
vreyfen: vnd wann wir zu difem mal' beqwemers weges nit erdencken mochten, Dorumb mit 
. wolbedachtem mute, gutem Rat vnfer vnd des Reichs lieben getruen vnd Rechter wifTen, 
So haben wir dem egenanten Cafpar vnd feiner Gemahel vnferr lieben Muemen alle vnd 
igliche Recht 9 die vns vnd dem Reich an den obgenanten landen zu wenden geburen vnd 
angefallen find, gnediciich, genczlich vnd lediclich geben vnd jn die mit allen jren herlich- 
keiteuy' Rechten, nuczen, gericbten, manfcheften. Steten, SloITen, geiftlichen vnd wemtlichen 
leben vnd allen vnd iglichen finen zugehorungen nichts fiberal vizgenomen, gereicht vnd ge- 
lihen vnd Sy die zuempfahen, zuhalten vnd zugenieflen in der heften form, als das fein fol 
vnd mag, tuglich vnd empfengligh gemacht: geben, reichen, leihen vnd machen von Romi- 
fcher k^iferlicher macht völkomenbeit.in crafit dis briefs, alfo daz Sy vnd jr erben vnd wer 
difen brieff mit jrem guteu willen hat vnd haben wirt, die egenante land, lehen vnd des 
Reichs Recht haben, halden vnd der gebrauchen foUen vnd mögen, von allermeniclich vnge« 
hindert. Wir geben ouch dem egenanten Cafpar vnd feiner Gemahel vnd jren erben vollen 
gewalt, gunft vnd macht, von der egenanten keiferlichen macht wegen, daz Sy diefelbe land 
vnd des Reichs rechtiiceit doran, die wir jn dann gegeben haben, mögen verkauffen, verfeczen, 
verkumern, hingeben, entfremden, es fey vnfem vnd des Reichs kurfurften, furften, Grauen 
oder herrän, wie Sy das am bequemften vnd nuczlichft bedunken wirt, zu allen cziten: vnd 
wem Sy die geben der fol alle des Richs Recht doran haben mit fampt feinen erben vnd 
nachkpmen, die die egenant Cafpar, Agnes vnd jre ierben doran haben: vnd wir reichen 
ouch vnd leihen denfelben leutten diefelben land vnd gerechtikeit, yecz alfdann vnd dann 
als yecz, von keiferlicher gewalt in krafft difz briefs, die zu halden, zu haben zugebrauchen 
vnd zubeficzen von allermeniclich vngebindert. Vnd ob yemand mit den obgeoanten Cafpar, ^ 
Agnefen oder jren erben vmb jre gerechtikeit überqweme. So mögen Sy dem felben vnd 
IreD erbeb alle zufpruch vnd gerechtikeit, die Sy villeicht zu denfelben landen ouch meinten 
zu haben, von- vnfern vnd des Reichs wegen, beftetigen^ krefftigen vnd confirmirn, des wir 
jn ouch vollen gewalt geben vnd denfelben ouch foliche zufpruch felber gnediciich ponfirmirn 
in kraft dis briefs vnd von keiferlicher macht. MVir erfüllen ouch von der obgenanten kei- 
ferlichen macht volkomenheit alle gebrechen, die zu folicher obgenanten (gab vnd Verleihung 
gehörten oder geboren folten von^ Recht oder gewonheit vnd die villeicht gefcheeh oder 
ob ichts dorynne verfawmet 'wer klein oder gros, alfo daz diefelben dem egenanten Cafpar, 
Agnefen vnd jren erben oder wem Sy jre recht übergeben werden kein fchaden bringen 
fol in dheinweis, vnd gebieten dorumb allen fürften geiftlichen vnd wemtlichen, Grauen^ 
frien, hem, Rittern vnd knechten > Steten vnd gemeinden vnd allen des Reichs vndertan 
ernftlich vnd vefticiich mit difem brief, daz Sy die egenante Cafpar, Agnefen vnd j reiben 
oder wer dife brief mit jren guten willen ynnehaben wirt an folchen des Reichs ^erechtikeite 
]D gegeben nit hindern oder jrren^ Sunder getrulich dorczu beholfen fein Bey vnfern vnd des 



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160 

Hichs hulden Tnd bey einer pene hundert mark lotiges goldes , die ein iglicher alfoft das 
gefchicht verfallen fein Fol halb in vnfer vnd des Reichs Cammer vnd lialb den obgenanten 
geleidigten Ynlefzlidh zubeczalen. Bey ^en fachen- find gewezt der hochgeboren VI rieh 
Graff zu Cili zu Ortenburg vnd ym Seger, vnfer lieber Swager ynd furft, der wol- 
gebom Brunor von der leltter ^u Bern «tc. die Edeln .M<enhard von Newenhaws 
vnd Niclas hoze von Coft vnd -die Strengen Jörg Golrnizer, Bernhard -Sachs 
Ritter Tnd vil ander liem Ritter vnd knechte. Mit vrkund di(^ briefs :verfigelt mit vnfer 
keiferlichen maieftat Inligell. Geben ibu Prag, Nach Crifts gepurd ^erczehenhundert jar 
vnd dornach in dem Siben vnd drifligiften Jare, am mitivochen Sandt linharts tag, vnferr 
Reiche des hungrifchen etc. Im rein vndfunffczigTften , <les/Romifcben Im Acht vnd xrzwein- 
czigiften, des Behemifchen jm achtzehenden ^nd des keyferttimbs jm fünften Jaren. 

Ad .inandatum domini Jmperatoris Hermannus .Hecht 



MDLXIV. f)eraoö 3o|^atttt. boi? iWedkrtburg tntfd^ulbtgt ftc|f gegert tm SWarlgrafen ^xkbxiS^ 
Un Süngern Äegen Sltt^Weibenö m^^n i^rt -erlajfene £ab«ng, um II* 9loD* 1437* 

Hochgebom turfte gnediger herre. Nach. TnlTern willigen ^dienften Avolle wir ewr 
gnade wiffen, fo ir vns gein euch zcu komen g^fcfarieben .habt vnd wir euch' widder fchri- 
ben, das wir jtzund da van krangkheid wegen vuITes libes nicht komen mugen, darvmb wir 
gar frundlichen bitten, Ir wollet des jtzund nicht in vn willen ^ntfangen vnd vns y nicht 
übergeben^ fund^r vns ^biliggen, ob ettwes fchelinge were ^n vns von euwer Manne wegen, 
nach euwer vnd ^uwers Rats «rkentnifs, die ^wollet Hanfe van Ärnym ^n vns beuelhen, 
daran wir ewern gnaden zcu widdem funder <la8, als 'wir gein "die hochgebom unfern iierren 
euwem Üben vater vnd .euwern Bruder mit willigen ^ienften bifsher ^etan, vnd ouch noch 
gein euch willichliken zcu allen \geczyten -gerne thun vnd fein wollen, des euwer freundlichs 
befchriben antwerd« Geben zcu Lychen, ^m Mantage Martini £pifeopi, notte vndervnferm 
Signet, Anno domini «tc. XXXVIII®. 

Joban V. g. g. Herczoge zcu Meklenburg. 
Üem dorchleuchtigen hochgebom furften vnd herren, herm fri de ri- 
ehen Marggrafen zcu Bxandburg vnd Burggr. .zcu Nurem- 
berg vnlferm ;^edigen .herren. . ^ ' 

^ad^ hm Cdg. -M ü» iB^, üab^rd^ivrl it« 112. 



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161 

MDLXV. DcrfelBe üagt, baf ber SWorfgraf , itv tlit ölsj fetttttt SofaKm Betradjfte il^m bw m 
btcfer ©0cnf(|ioft ju Irijlmbm <S4w| iit(|>t gewS^re, om 15, Stoö; 1437* . 

Durchleuchtiger Hochgeborner fiirfte, Gnediget lieber Herre, Alfz Ir vns fcfareibet 
Von den von Fredeland, dar gefchicht vns zcumale vngutlichen an von dem, der is efich 
vorbracht hat, vnd ewern gnaden in keiner warheit erfarn wird^.uen Sie vns keine erbbul* 
digunge getan haben noch vnfem vettern, .befundern do wir vngefangen weren etc. -Ouch 
alfz Ewer Gnaden fcbreibet vmb Tufendt Schock zeugeben oder inzuryten, alfz denn vnfer 
brleff vfzwiefet, mögen wir unfers leibes und gefund.ficher feyn und in keine yfen noch 
Blocke noch in gefengnüs noch behaltnüs nicht komen, befondem in eyne eriige herberge 
zuliggende etc. Lieber' Herre, .alfz wir der eviTO fchoüen fein, So werden wir doch von 
euch noch den Euwern aifo nicht befriedet noch befchermet, an unfer Herrfchafft undt Lan- 
den, allz fich das gein ein folches wol von recht gebort, darumb wir begern, dafz vns ein 
folehes auch alfo wiederfare und getan werde. Geben zu Lychen, am Freytage nach 
Brictii unter ünfer Signet anno etc. XXXVII^» 

Johan von Gotes Gnaden Hertzoge zcu Mecklenburg etc. 

ffla^b Uta £)rfgina(f tc^ Si, (Bt^. S^ah.f^td)i^U J(. 112. ~ ^ 



MDLXVI. 5Deg ?anbe« ju Sßeitbett an'Un ^aifer ©teömunb gerid^tcte ^itit, fie Bei im ^tv^ 
jö'sm ju SWedflenburg, tl^rert wd^tmä^tgeit Ferren, ju hla^m, wm 25, SRo^* 1437^ 

Deme alderdorchluchtigefteii grotmechtegeften Heren unde Fürften, Heren Sigis- 
mund, Romefchen Kayfere, alletid Merer des Rikes, to Hungern, Bohemen, Dalmacien, 
Croacien etc. Koninge, unferm allergnedegeftem Heren, entbede wy fametliken und befundem, 
GheRlicken Prelaten, Ridderfchop, Stede, Ghemente, Markede unde Inwanere des Landes 
to Wenden, unfern enmudigen, willigen, underdanigen Denft alletyd bereyt; Gnedigfter 
Here^ Als Juwe Keyferliche Gnade unfe Heren van Mecklenborch etc. unde uns,^ vor juwer 
mechtigen Majeftad von Anbringhinge weghen des Hochgebohren Fürften, Heren Frede* 
rikes, Marchgreren to Brandenborcti etc. to enem Rechtdaghe umme dat Land to 
Wenden heft geefchet unde geladen etc., Bidde wy juwen Keyferliken Gnaden towetende, 
dat wy nicht irkennen noch je ervaren hebben, dat de vorbenomde Marchgreve van 
Brandenborch etc. edder fine Vorvaren yenige Rechtikeit an yt Lene edder fünft anders 
to dem Lande to Wenden in Vortyden had hebben edder noch hebben moechten, wo 
doch, alfe wy ervaren, he fick myt Breven meint to behelpende, de he van unfem Heren 
Balthafar, zeligher DechtnilTe, fänder andere unfer Heren, fines Brodem unde Veddem 
ia deme Landen to Wenden, ok buten der Prelaten, Ridderfchop, Manne unde Stede, Dör« 
pere unde Inwanere, Rade, Yulbort unde Medewetent, wo dat nu togegan is, erworven heft, 
.^upttji. n S5&. IV. 21 



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162 

als he lichtß ^\il fprpken: ok hebbe wy ny ervaren, dat de ei^enante unfeHereBalthafar» 
iiD Broder edder Veddern, Heren to Wenden^ guder Dechtnifle, by ereme Levende, v^n 
alfodanen Breven geverdet efte angelänget fint» unde ok ny Volghe anne gerehen is. Doch» 
leve gDedighefte Here^ is uns allen unde yliken befunderD, alfe wy dat van unfern Oelderen^ 
Vorvareoy beyde de verftorven unde noch levende Tynt» varliken, wittliken to warer Kuntfcop» 
kamen fint, dat unfe Heren in deme Lande to Mecklen horch unde ymme Lande to 
Wenden» van olden herkomenden Tyden» hebben van angeboren Magefcop, Bord unde Bio- 
tks \¥^hen, de beyden Lande to hope befeten» dat ene Land verfterve uppe des andern 
Herfcop» de na Godes Schikinge levendicfa hieven, unde wedderum als God almächtig dat 
tlfi» gefchiket beft» vervallen^ verßerven unde erfliken to beholden, eegentliken gekomen iin, 
Alfo is nu> gnedigfte Here, unfe erbenanfe H^e to Wenden» van der Verhengung Godes» 
in deme lateftem verftorven» fo fynt nu ok Ridderfcop» Manfcop und Stede van der vorge* 
r&rden Sake weghen» up unde to ergenanten unfen Heren van Mecktenborch etc. alfe 
to eren rechten natürliken eriltiken Heren, dar (ß ok tovSren, in velen Tyden, by geweft 
fynt» uöde nu veryallen unde nach juwen iteylerliken Gnadea to En wedderkamen fynt; 
Ok allergnedichrte Here; juwe Keyrerlike Gnade wille weten», dat de Lande to Meklen- 
Ixorch unde to Wenden in eren Steden^ Sloten» unde in allen erea Binden 4o hope gren» 
tzen unde vermenget fint» darumme beyder Lande ergenante Ridderfcop^ I^Ianfcop^», Stede 
und füft alle Inwanere lik alfe ens heren Land geholden», gehad unde vereniget gewefeafinty 
fik to befchermende» veftlende und behelpende vor eren Ylenden unde Anvechtem» berfindern 
tegen de Inwanere der M.arck van Brandenborch etc., darvan fe fwerliken unde un- 
rechtliken bet an deffen yegenwardigea Dach berovet,. brand unde befcbediget werden unde 
noch, hütens. Daghe nicht aflaten. Unde allergoedigefte Here» wente uns van alfodanen vor- 
gerördea erflikea Anvalle». unde ntffürlikec Bord»^ Huldinge unde gefchwaren Eyden weghen» 
de wy den erbenantea MeckleobocgiTchen Herea gedaa hebben». ok umkne Befchermynghe» 
Befphuttingbe». Vredea und ewiges. Beeftandes der Landete Wenden unde Mecklenborch. 
uns vaa denrülvea Herea to Mecktenborch nicbtea fcheidea noch afgaha willen» noch et 
kdnnea edder et mffghea royt Elrea edder myt fledelcheit» na juwen Keyferliken Gnaden» 
alfe Vera wy» unde aUe unfe Nako^elingtm» Mord» Dotfchlag, VenknilTe unde ewig Vorderff 
ver mydea wyllen ^ dat Juwe Keyrerlike Gnade uns, to deme heften mit aller Gnedicheit kereh 
wille» de wy mit innigen Bede» odmodighea Anropen» uppe uns gnedichliken to trachtende» 
alfo dat wille Juwe Keyferlike Gnade dat ergenannte Land tQ Wenden unde uns» by 
unten eibenanntea Mecklenborgilchen Herea gevea und veften ewigliken to blivende» dar« 
umme wy denrcüvea Juwea Keylerlikea Gnadea mogea und gerne willen denen mit Lyve 
unde mit Gude», unde God den Heren truwelkea anropen unde bidden vor See» dat he See 
vrifte un fpare» unde langhe bind beholde to. finem götliken Willen unde Denfte» unde der 
meynea ChrKtenheyt to Vramen unde Trofte.. Screven to Pärchen in 'deme Lande to 
Wenden», under des Abbates van Dargua unde des Proveftes van Guftrowe» 
Tiderik Lewetfowen» Ulrik Molzan, Marrehalke»^ Mauritius Vlotowen» Johanns 
iraa Le^ften^ alle Knapen» ua der Stede Parchea» Guftröwe» /Malchin unde PUwe: 



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163 

iDgefegelen, derwj Prelaten, Ridderfcop, Manne unde Stede, 'Gemeinte , Markede unde 
Inwaner^ des Landes 1o Wenden TorbMooret, hirto alle fametliken bniken, unde mit unfer 
Witfcop unde Willen henget vor delTen Breff^ Na der Boord Chrifti veerte^hundert Jap, 
darna an deme fö?en unde drfittigliefteii Jare» ^n fQnte Catherinen Daghe, der hilgben 
JüDcvrowen« 

flu« $5jffri l^eufr ^amöÄung, BJt. V imb M, e« 40, 41. ' 



MDLXVn. SWatIgraf %v\tbx\i^ labet »bie i^eriBge »on ^tältvibnvQ not^tn Ui *on i^nen ht^ 
gangenm Uelifrfall« wn 3lm^an\m ,ju einer SufÄmmenfunft nad^ 55erIeBerg ein, um ö* Dej^ 1437t 

Tufer fruntlich dinfte zuuor. Hochgebomer furfte . lieben Sweger. Als jr vns vnd 
"vnrern man den Boren das iSlofz Nnw^hufz augenunnen vnd uFzgebrandt habt, So w 
vnd die vnferai vds iles doch tof uch vnd den uwem nicht beforget lietten, darumb wir 
uch Nu nechft gefchreben ynd ^u tagen gefordert liaben «tc. vnd vns doch^ron uch noch 
kein antwurt worden ift* Nu aber find der czeit jft vns Tnd den vnrern in TnTem land de|r 
Prignitcze tod tich vnd den uwem "Zugriffe, freuel vnd gewalt gercheen> des wir vns 
doch zu uch Tnd den ti\vem in keinwifz nicht uerfehn betten, nach dem wir nicht anders 
wiffen, dann das wir gar In fruntliclier laflze mit uch fittzen; Nu yf das grolTer czweitracht 
vnd'Tnwille douon nicht kommen dörffe, Begeren vnd Bitten wir uch mit fruntlichen fieifz, 
Ir wollet darvmb vff den neyften freitag nach des heiligen Nnwen Jars tag fchirTtkunfftig vff 
den abent gein perieb^erg gein tAs zu tagen kommen ynd vns dar» narh uwer vnd vnfer 
Bete erkentnifle, darumb Ion fo uil da von imfer rzweier Beten wkant wurdt, das ir vns' 
von des wegen pflichtig feit, Tnd wollet ouch in der czeit mit den uwern beftelien, das 
keyne Zugriffe in vnfer land gefcheen. Was uch Nu hiran za lynne ift, wollet vns von 
ftundan uerfcBreiben Tnd wenn vnd wohyn wir uch vnfer geleitslute fenden füllen, das wir 
vns darnach wiFfen zu Bicliten, nwer eigentlich befcTire'ben autwurt Geben im Berlin, am 
donrfta'g fand Nicciäus abend, Anno domini etc. XXXVll. F ri d« r lehnte. 

Herczogen Heinrichen vnd hertzogen Johanfen von Mekdnboig zu Sweryn. 

^ta^ tcm (Eencrptr* 



MDLXVHL 9»<irfgrof gricbri^ b* % fiJrbert ^at^iüi ^xhto imb Otto SBieredE auf; ifftt 

Ferren bit ^erjflge wn SIl^dlmhmQ^^BiftottmTfi )>er(mla{fetf, bap fte. tvegett Ui Ueberfolto wn 

Iftm^an^tn mit i^m gn ^^erle&erg ^ufmnmen hmmtn, um 5« ^t^hu 14374 

Fridrich der jun^e von gots gnaden Vnfern gunftlichen grus vnd alles gut zuuor. 
Geftrengen vnd Erbarn lieben befundem. Alfe ir wol wiffet, das vnfer Sweger uwerherren 

21* 



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164 

von meklenliurg vns vml vnfern mannen den Roren das Slofz Nuwehufz, fo wir vns des 
zu In nicht uerfehn hetteji, angewunnen haben, darvnib betten wir jn nu nehft gefchreben 
vnd vns itt doch keyn antwert von jn worden. Nu fynd der czeit das wir jn gefchreben 
haben ift vns aber zcugriffe, freuel vnd gewaft in vnfern landen von den gefcheen, des wir 
vns doch zu jn vnd den iren nicht vermutet betten, nach dem c(e vnd wir einander fnint- 
lieh gewandt fein, Begern vn^ bitten wir uch mit gantzem fleis, Ir wollet vnfern Sweger 
uwern heren daran weifen, das fie von defwegen — freitag nach des heiligen Nuwen jars 
tage fchirftkunfftig jegen perle berg gein vns zu tagen kommen vnd vns dar vmme nach 
irer vnd vnfer rete erkentniflz ton, vflF das groffer zweitracht vnd vnwille douormiden werden 
dorffe. Geben zu Berlin an donnerftag Sente Nicclas abend anno etc. XXXVU^. 
Hern Mathiefe Axkowen Ritter vnd Otten viereggen. 

S^acf) tem \vm %^%\\ oermotertcn (!onceptr« 



MDLXIX. SWarlgröf griebvid^ öon SBraitbenburg uitb |)eräös ^rirtrid^ »ön ©d^Iefiett l&e|Kmmcn 
He ^orm, wwm ei« (i>xvx^xt\i jtoifd[iett tfiren SafaHeu, benett »ort fioffow unb »on Soften, ent"* 

fc^ieben toerbeit foH, m. 10* S)ea* 1437* 

Wir friderich der Junge, von gots gnadeft Marggraue zcu Brandemburg vnd 
Burggraue zcu Nuremberg etc. vnd wir heinrich, von denfelbin gnaden hertzog In Slelien, 
zcu Croflen vnd groITen glogaw. Bekennen ofGntlichen mit dieffem briefe vor allermeniglich 
von fullicher czweitracht, fchelunge, Irfal vnd Spenne wegen, als fich denn etlich zceit bifzher 
czwudchen vnfern lieben getruwen an beyder fyt mit namen peter von loffowzcu drenczk 
wonhaftig vff einem vnd den von loben, zcu Tammendorf, zcu kortczfchow vnd tre- 
bechow wonhaftig, vff dem andern teile von eyner gr^nicze an gehoben, vorlauffen vnd 
gemacht hat, dorvmmb denn etWB geteidinget vnd diefelbie fach noch nicht gericht worden 
ift. Ein follichs zcuuorkomen vnd vff das vorder czwytracht dauon nicht entfteejt haben wir 
beide obgnanten partyen dorvmmb vor vns vnd vnfer Rete gefordert, die genczlichen zcu 
entfcheiden vnd zcurichten, vnd wann 'nu die obgnanten peter von lofzow vnde dy von 
loben der obingefchribin fach vnd fünft aller irer czwytracht vnd fchelunge von beiden 
teilen, fie genczlichen dorvmmb zcu entfcheiden, mechticiicben bey vns bliben fein, einen 
vizfpruch doruber zcutbune; Darvff fprechen wir Vfz, mit Rate vnfzer czwyer Rete, Das 
die obgnanten beyde partien vff den nehiften Sontag vor mitfaften Ichirftkinnfftig vff diefelbe 
Grenitz komen follen vnd vor das erfte fol peter von lo ff ow mit den finen dy Grenitz 
zcum G an der zcugehorende zeihen vnd gehen, als er vnd die finen das von anewifunge der 
altfeffen mit iren eyden wollen erhalden. Weres denn fach, das den von loben daranc 
nicht genügen wurde, vnd wurden meynen, das In vnd den eren zcu korcz vnd vngutlichen 
darane gefchege, So follen dy von Loben mit den iren auch dy Grenitcz zeihen vnd gehin. 



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165 

als fie vnd die iren das mit iren eiden erhalden wollen; konden adip müchten fie deno fich 

. damit nicht einen adir Tortragen, So haben wir obgnanter Marggraue friderich vnfers 

obgnanten Bruder hertczogen heinrieb 9 Rete czwene mit namen dy Edeln vnd .Erbaren 

Barthufehen von Wefemburg vnd Willehelmen von Gerftorff darezu geweit vnd 

wir obgnanter hertezog heinrich vnfes vorgnanten Bruder Marggrauen friderichs Rete 

czwene mit namen dy Erbam Otten von Slywen vnd Czabeln Burgftorffe darezu 

gekorn, diefelbin vier vnfer czwier Rete follenn denn ganez mechtig fein ein mittel darvnder 

zeurprechen vnd zcumacben. Mochten fieh aber dy viere des mitteis nicht geeynen noch 

vortragen vnd czwytrechtig dar Innen wurden. So gebin wir obgnanten furften beide darezu 

zcu einem obirmanne den wirdigen hem Nickel Tirbachen, Meißer Sannt Johanns 

Ordens In der Margken, der denn den obgnanten viern das mittel vnd entfcheidt getruwe* 

liehen fal helflen handeln» denfelbin obirmann dy felben viere des hören vnd folgen foUen. 

Was denn diefelbin viere vnferer Rete vnd der obirman dorvmmb fprechen vnd wie fie 

fulch fach. von derfelbin grenitz vnd vramb alle anderer czwytracht» freuel adir gewalt, weU 

lieherleige dy czwuflchen beyden obgnanten partyen vnd andern vnfem mannen von grenittze 

vnd all ander fach wegin ift vnd fich vorlauffeä betten, anfprechen vnd machen werden, 

darbey fol es bleiben, vnd die obgnanten peter von loffow vnde dy von loben vnd 

anderer vnferer mannen^ vnd ire erben Collen das aine widderrede vefticiicben vnd vngeuer* 

liehen getruwelichen halden vnd In keine wifz nicht vorbrechen, vnd daruff füllen von beiden 

teilen alle czwytracht, vehede, vintfchafft, vnwille vnd Irrunge- genczlichen vnd gar hingelegit 

vnd entricht vnd fy vnd alle dy, die man dar vnder vordacht ader czu veheden bracht hat^ 

Sollen nu hinfurder mehir von der fach wegin gute frundt fein, one alles geuerde, doch alfo 

daia fich keine partye In der qzyt vor deme entfcheides tage der grenitcz vnderwinden noch 

zcuzcihen fol, Dann peter von loffow fol vnd mag fich bilz zcu dem entfcheides tage der 

walTere nach aller redelicheit gebruchen, vnfchedelichen beiden partien an irem rechten. Dann 

wellichem teile denn vff dem tage* dy grenicz vnd wy Inen das von dem obgnanten vnfern 

Reten vnd dem obirman auizgefprochen wirdet, darbey Collen fy vnd ire erben ewiglichen 

bliben one alles geuerde. Zcu Orkunde vnd warem Bekentnifz haben wir obgnanten furften 

^eide vnfer Ingefigel iglicher fein Ingefigel mit wiOentfchafft an diflen brieflf laden hengen, 

Der gefchribjn vnd Gebin ift zcu francken forde, am dinftage nach vnlzer lieben frowen 

tage Conceptionis, nach Crifti vnfers herien gebort vierczenhundert Jar vnd darnach In den 

Syben vnd dreiffigften Jaren. 

R. dominus per fe et examinauit coram ConGliariis. 



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1C6 

MDLXX. 2)te t^tx^iit ^etntti^ nnb Sol^aitn "»m $ledlenl)ttrg entfdffulbigeit fitfi, benett ^ou 
fRoJfx 92eul^aufen abgenommen^gu (fallen, unb ^tx^^xt^m auf bem i£age gu ^etleberg f4 einjtu- 

.ftnben, am !!• S^ejbn 1437* 

VoRd frundliken dinft toüuoran. UocbgeboiDer Furße I^eue Swager! juwer Leue 
Breff hebben iivy wol Vornamen, 'dar jnne gy fcreuen, wo -wy fiod gewefzt Ad juwen lande 
An der Prignitze vnde hebben juwen JVlannen denRoren ^aßgewunnen dat Nygehua 
vnd vlbgebcand etc. l>ea wetet\Ieue iSwager dat vns de HoTe .hebben vnfe Straten be- 
fchinnet) hebben vns Rouet vnd ^brand to ^mennigen tyden vvnde «de vn(ze>¥aDghen, beFchattetf 
vordinget vnd dat ere genomen, Alfo wy mid juwer leue anders ^nicht enwdteii Vnde mid en 
enwuften men god ^^e an ioue «vnde gude mid juw :zitteii vnd mid en zöten, dar Yry juwen 
leuen Brodere imfzetn tSwager Tad juw A^aken^ vmme fcreuen vnde ouerklaget hebben , dar 
VDs ny vrandel effte vorbute Tinffle konde wedderfaren. Ok leue S wager zund den tyden,- 
dat wy van juwer leue ichededen ^ppem dage te -wiftek abebben «vns de Rere vnfze 
Böiger sffgegrepen vthe Plaw.e alfo i«chte pelegrymen vnde dat .Vnbe nrainen to Strelen- 
dorppe« .Uiervme, leue Swager» wei» wy dau hebben^ dar heffttvns de grote nodtobracht/ 
konden ^t nicht bethereu alze Juwe leue wol .kennen kan. Konde vns noch van £ln dar 
vmme iweddeifaren, wat Juwen vnd vnfzen Bade duchte Rechti redelik vnde «megelik wefzen; 
So vorleggen Wy, leue Swager^ nyne dage vnde wSlen gerne tegen juw io dage komeh to 
Parleberge des vvydagea tiegeft uygen jare» AIGse jawe leue begert, So verne alze gy 
vn» fenden juwep befegbdden leydiebryff, dar wy ane vorward -fia vnde fenden vnsr to vu< 
resluden der Gbenfze Een nomptltken hem JSaltafar effte Otten ^vnde Diderik van 
quitzouw vnde enen Borgermefter vthe parleberge vnde euee vthe Prifwalk, de den 
des Douredages Auendes ^ar beforen by vns tyn tor ^ygenftad» nemen vns dar ufl^ vuren 
vns velich to vnd äff tbo juw leue. 4)k letie Swager -ake juwe ieue fcriuet, dat wyl>eftellen 
willen, dat juwen lande» Nyn togi*epe.fche van den vnfzen wente tom vorfcreuen dag^, Leue 
Swager,. deme hebben wy zo gerne dan» ^hebben dat vn&in fedderen vap Stargarde 
vludittges to weteode dan vnde vorfcreuen, dat.JStee dat eren wecfa beftellen: des gelykena 
hebben wy« ok gedan an vnfe .herfciiopp to wend-ea ^nde an vnfzen landen, dat num- 
mende an juwen landen noch den Roren togrepe -don .fc3iolen wente tom vorfcreuen dage« 
Bidden dat gy ok fo beftellen, alzo gy vns fcreuen hebben, dar wy aoe vorward £o. Ok 
leue Swager .bidden wy juw, dat gy JiefteUen willen mid den Roren, -das dat gelt, dat 
noch nafteyt van der Schattinge ^wegen vnfe Borger -van .Guftrouw vngemanet bliue 
wente tom vorfcreuen dage. Beghern ^es juwer Jeue vnuortogert de befcreuen Antworde, 
beyde des breues vnde der jnnefloten Ceddelen, dar wy vns wpten natorichtende. 'Leue 
Swager wes wy juwer leue vurder tp willen vnd tlinftb ^on mögen, dar fyn wy alle- 
^eg^ gutwillich to. Juwe leue Sy gode, beualen zund to langen tyden. Screiien sndex 



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167 

* * " 

vfifer een jngefegel» Midwd^eos na mfer leuen frouwen dage Concepcionia» Atioo etc. 
XXXVII. 

Hinrick vad Johan yan g^ti^gnatin Hertegio to Mekleiiborg, Greuen 
to Zwerin furßen to wenden etc. 
Dem Irluchten hocbgeborn furften vnd hem» hern frederike dem jungen, 
Marckgreuen to Brandenburg» Borcbgr. to Nurerob. vnfem leuen 
Swager gefereuen* / , 

9la(§ trm Crfgfnafe* 



NDLXXL SWarlgtaf griebrij| ber 3ö«S^^^ unthitgt fi(|f mtt few ^erjSgeit »on SWedfrenfturgr 
jur ßtqutbirttttj, brr aSefcfffibigUttgett, tertdfie t^re Capbe pdji etnanber ^ugepigt jia&ttt^ 

am 5. Samior 14^^ 

Wy Fridrick dy junge^. voo^ godes^ goaden» Marggraue tho Brapdburg^ 
vnd Burggraue tbo Narenberge vnd wy binrich». von denfuluen gnaden berttoge 
tbo Mekelmborcb» furfte tho wenden vnd Graue tbo-jSwcfrinetc. Bekeqneffi opeiH 
bare mit deflemi briieffe^ wy obgpanni Marggraue- fridricb vor vna vnnleervea yndnadi- 
komen up einen, vnd wie obgnannte bertoge hiorich. vor «vna^ vnnfen mddereq bertogen 
jofaannCen vnd kertoge hioricb von« Mekelenborch vnd tb» Stargarde vpd vor 
vnnrer aller eruen. vnd nacbkomeii' up dem andern* deyle». dat wy vna- up budeir albir tbo 
Parle b erge gutlicken^ vnd frundtlicken^ geeynet vnd verdragev. bebben^ io maten^ al£e bir«-- 
nagefchreuen fteyt Thom. erften ala gar uele Rouerige^ tbogrepe^ befc&edigupge vp4 fride- 
broke by des jrluchien Hocbgeboren furften vnd. bem, bem jobanfen- Marggrauen tbo 
Brandburch, vnnfea. Marggraue- fridrickes Uue brudera,, tyden vnd der Ho'obgeboren 
furftynn frowe katberinen» bertogynn tbo mekelinburg,^, vnnfea. bertoge hinrieb 
liuen frouwen müder.- tyden,, ynd> nu ouer wente up delTen. hudigen iegenwardigeq dach in 
vonfec beider parthietf. lande vnd luden gefcheen fin^, darvmb' denn von* den* obgniuinten vnn* 
fern Bruder vnd Müder vnd^ ok Von^ vns vnd vnfern- bouetluden- vnd Reden> vaken vnd vele 
dage gebolden) vnd' doch, von^ beiden dieylen^ wente her nocb^ nioht gerichtet find wordenn; 
vondefisw^en. fcholen. vnd: willen, wy egnaunte Marggraue fridricb von Brandburg vnd 
ok wy ergnannte Hertoge- hinrich« von^ Mekelnburg niit vnnfen obgnannten Bruder 
▼nd vedderen eyn jefi^eiick ^egen^ den andern alle fredebroke, die vnnf^er eynen ader finefi 
landen von dem^ anderen, ader den« finen^ vnd. ok von dem lande- tho^ wenden^ djr wyle wy 
ergnannte hertoge binricbi vnfe Bruder vnd vedderen vns des vnderwuaden bebb^n qach 
dode des von wenden feligen^, wente> up deflen hudigen dach gefcbeep find, fchrifftlid^epi 
fetten, vnd. befchriuen. laten,,Deon dy fuluen befcbreuen vredebroke vnnfer einer dernjoder^e^i 
tulTcben deffeme iegenwardigen dage von geuyoge deffea brieflfa w^d mitfaßen .f(ßbir£Üi^iM94e 
fenden,. Nemlicken wy eignannte marggiaue fobolen vnd^ wUIep dy fredebroke> die ww ^fms^^ 



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168 

vnfcD obgnannten Bruder vnd den ynDfern von ynDfen obgnannten Swageren von S wer in 
vnd den eren vnd dem lande tho wenden^ dy wile fie lick des vndernunden hebben na 
dode des von wenden feligen, gefcheen zyn, in der vorbenanten dyt tyegen parchim 
befchreuen fenden, dy darfulues dem Rade antwerden taten: vnd wy ergnannte Hertoge 
hinrick vnd vnnfe ergnannte bruder fcboien vnd mllen dem egnannten vnnfem S wager 
Marggraue fridricke dy fredebroke, die vns vnd den vnnfenn von obni vnd den fioen 
gefcheen find, ok'byunen fulker tyd als bouengefchreuen fteyt, iegen Parleberge fenden 
befchreueD. Ok fehoien vnd willen wy Egnannte Marggraue fridrich den egnannten 
hertoge Johannfen vnd hertoge hinricke vedderen.von Meklenborch vnd Star- 
garden, dy fredebroke, die vns vnd vnnfen ergnannten bruder vnd den vnnfen von en vnd 
den eren gefcheen find-, bynen der fuluen tyd tyegen nigen brandenburg befchreuen 
fenden: vnd dy ergnannte hertoge Johanns vnd hertoge hinrich vnfes ergnannten 
hertoge hinrich vedderen fcholen wedder vmb ore fredebroke, dy on von vnnfem er- 
gnanntem Swagere Marggraue fredericke vnd den iienen gefcheen find» deme Rade 
gein Premptzlow bynnen fülker bouengefchreuen tyd befchreuen fenden. Wat fredebroke 
dem Biffchoppe von hauelberge vnd dem grauen von Reppin uth dem lande tho 
Stargarde gefcheen find, dat fcholen fie hertoge johannfe vnd hertoge hinrich 
bynnen der bouengefchreuenen tyd gegen nigen brandenburg befchreuen, fenden vnd die 
obgnannten hertoge Johanns vnd hertoge hinrich fcholen denn wedder ore fredebroke 
tyegen witftok befchreuen fenden. Welkerley fredebroke ok den obgnannten hertogen 
von Stargarde von dem obgnannten BilTchopp vnd dem Greuen vnd den oren fcheen 
find, fcholen fie ok tiegen witftok fenden. So dat Wy ergnannte Marggraue fridtick 
vnd wy ergnannte hertoge hinrich mit vnfen bruder vnd vedderen vns alle darup bera- 
den, vnlze antwerde erfaren vnd dy fchrifftlicken fetten mögen, wes wy alle jm rechten 
daranne meinen togenyten vnd tho engelden. So fchollen denn wy obgnannte Marggraue 
fridrich vnd wy ergnailnte hertoge hinrich mit vnnfem vorgnannten bruder vnd ved- 
deren alle mit vnnfen befchreuen antwerden up den negften fondach na funte walburgen dage 
fchirft komend yegen den auendt her tyegen Parleberge gegen eynander tho dagen komen, 
AUe dy vnnfen, dy vmb fredebroke darfulues gefchuldiget werden, fchullen, fo veme wy der 
inechtig find vnd dy gehebben mögen, mit vns thp deme fuluen dage brengen effte fulues 
dar' vor fye antwerden, wes vns am rechten dartho geboret dar fulues to dage vp dem dage 
vnd widder von dem dage eyn yewelick von vns obgnannten hem, alle mit alle den vnnfem, 
dy wy dar tho brengen werden, feker vnd feylich fien fcholen, on geuerde. Dar fulues 
fcholen vnnfer obgnannten aller hem Rede vp dem fuluen dage eyndrechtiglicken na fulken 
befchreuen fchulden vnd antwerden jm rechten erkennen, wo vnd in welker mathp vnnfer 
iglicher parthie vorgoannt dem andern dy fredebroke verhüten fchal: welk denn von rechte 
fchal vorgan, dat id vorga, So dat dar yo ein mit dem anderen na redlicker vnd rechtlicker 
erkentniffe. vngeuerlicken vthgerichtet werden fchall one wedderfprake, doch alfo, wat nu 
voran von gefinge defles brieffs fredebroke von bey4en deylen vnd landen gefcheen worden, 
Dy fcholen up deme fuluen dage vor allen andern fredebroken terb<)tet vnd uthgericht^ 



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169 

werden ongeaercJe. Ok fcholen vnd willen xvj ergbannte hern alle von der fake wegen an 

dy hochgeboren furften vnd hem, hern otten vnd beren fridrik gebnideren^ tho bruns- 

zwigk vnd lunenborch hertogen, vnnfe liuen Sweger noch tytiiken vor öfteren fchirften 

fchriuen vnd fie femptlicken bidden, dat &e beede oder gewifzlicken orer eyn mit oren reden/ 

fo fie dy allerdreplikeft; gehebben mögen, np den egnannten negften Sondaeh nach Amte' 

walburgen dage up den auent tho dem fuluen dage her gein Parleberge tho vns komen 

vns aller fake na orem bellen vermöge helpen faandelen. Weret denn fake, dat vnnfzer 

obgnannte hern Rede m Ailken befchreuen thojTpraken vnd antwerden törichten twinerdich 

vnd fchelafiich worden vnd mit eyndracht nicht richten konden, So fcholen vnd willen wy 

alle dy tofprake vnde dutwerde, darjnn vnnfe ergnannte Rede fcheiafftich fien werden, vor 

die obgnannten hern von Brunfzwigk vnd lunenborch vnd vor ore Rede brengen 

vnd vorluden taten. Wat denn dy obgnannten hem von Brunfzwigk etc. beyde edder orer 

eyn mit oren Reden darvmb in frundtfchop to eren eflte tho rechte erkennen vnd thefpreken 

werden, darby fchal dat gantzlicke bliuen. Vnd wy ergnannten hern alle vnd alle dy vnpfen, 

dy fulke fake thofchickende faebben werden, fchollen ader willen dar nicht wedderfpreken, 

Ainderen dat gantz veftiglicken ane alle wedderfprake holden on alle geuerde: vnd dar up 

fcholen vnd willen .wy ergnannte Marggr.aue fridrick vnd wy ergnannte. he-rtoge hin* 

rieh vnnfe bruder vnd vedderen eyn iewelick lies anderen lande vnd lüde wente tho dem 

fuluen dage getrewlicken befchutten, befchermen vnd glick vnnfen eigenen landen vnd luden 

verdedingen vnd neyne togrepe den vnfen tho donde geftaden on alle geuerde. Gefche«»« 

ouer darbouen ennigerleye thogrepe ader fredebroke, dat w'y alle doch, wor wy mögen, 

keren vnd weren fcholen vdd willen; So fcholen vnd willen wy anderen hem, in der effte 

des lande fulke roferige gefuret vnd gebracht werdt, truwelicken dartho den vnd mit den 

vnnferan beftellen thodonde, dat dy nähme von ftundt an wedder geuen vnd vorbuth werde 

an arch vnd on alle geuerde vnd die fuluen rofere vnd befchedigere in vnnfenn landen wit- 

licken nicht hufen, hegen edder en keine hulpe, Radt edder fordringe nicht don effte ftaden 

thodonde in keinerleye wies an wederfprake vnd on alle geuerde. Ok funderlicken bebben 

yy obgnannfen- Marggraue fridrick vnd hertoge hinrich in defTeme iegenwardigen 

brieffe vnd degedingen beredet Vnd dedinget, alfe von der rore wegen, dat dy fuluen alle 

ynd ein yeweUck befundem mit alle eren guderen vnd deneren vor vns obgnannte hertoge 

hin rieh vnferm bruder vnd vedderen vnd alle den vnnfen feker vnd feilich wefen fcholen 

in der vorgefchreuen tyd vnd fick des oren nach alle erem heften nud vnd vermöge gebru- 

ken fcholen vnd mögen, fredefain, vngehindert vnd vngeerret vor aifweme an alle infage on 

geuerde. Tho vrkundt hebbe wy ergnannte Marggraue fridrick vor vds, vnnfe eruen 

vod nakonien vnlzer jo^efigel, vnd wy vorgnannle hertoge hinrich vor vns vnnlenegnann^ 

ten bmder vnd vnnfe obgnannten vedderen ok vnr vnfe eruen vnd nakomen vnnfe jngeligel 

an deflen brieff witlicken hengen bieten, doch alfo dat lick dy ergnannten hertoge johan 

vnd hertoge hinrich von M'ekelnborch vnd Stargarde vnlzer hertoge hinrich 

vedderen iegen den obgnannten vDofen Swager marggraue fridricke in oren eigenen 

verfegelden brieffe verfchriuen fcholen vnd dy ergnaunte vnfzer Swager defzgliken yegen dy 

9>auptti. 11. a»» IV. 22 



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170 

obgnannte vnnfe veddere ok dhon fcball. Alle delle vorgefclireuen ftticke, puncte ynd artickef 
sa lüde deffes brieffs ftedei vafte vnd vnuorbrokeD by eren vorftlicken eren vnd truwen tho 
holden an alle geuerde. Datum p arieberge» am Sondage der billigen drier konig auende. 
Anno domini MCCCCXXXVIU. Nachfcbrift. Ock fo the wy vorbenante hern an deffe fulue 
eindrachty vrede vnd fate den erwirdigen hern herman Biffchopp tho Sweryn vnd hern 
parden biffchop tho Ratzeburg mit eren ftichten, landen vud luden vnd hebben de« 
to vrkundt vnd witlickeyt defl'en Cedelen mede taten hengen an defle preßelen* Datum 
ut fupra. 

Viaä^ hm c^urmSrf. Se^Ncopialbuc^e 111» S8. 



MDLXXQ. ffllarlgrflf ^rtebricä^ ber 3ü«gere gelobt, "hxt an biefem Slage mit bem |)erjOöt 
^tinxiäf öott 3!fltäUvibuxQ^^^mx\n gcf^Iojfe«ett SBertrÄge ju j^alten, am 5. San* 1438» 

Wy fredrick die Junge, van godes goaden Marggraue to Brandenbqrch vnd 
Borggreue to Noremberge, Bekennen openbar mit dilTem briefe vor vns vnfe eru^n vnd 
nakommen vnd fuft vor allen, die dilTen brieff fehn edder boren lefen, So alfe wy vpp huden 
mit dem hochgebom forften vnd herrn, herm hinricke, hertogen to Meckeinborch 
vnd Greuen to Swerin, vnfem liuen fwager, van fyner, fyna Bruder vnd finer veddera 
van Meckeinborch vnd Stargarde wegin thu Perleberge van mennigerleye faken, frede- 
bröke, togrepe vnd fchelunge wegen vnfe vnd orer aller lannde vnd lüde antreffende to dagen 
gewefen ün, vnd vns mit im von ynfzer vnd orer aller lande vnde lüde beteringe willen 
firuntliken geeynet, verdragen vnd förder dage to holden verfchreuen, verfegelt vnd die ob- 
gnanten vnfe fwager hertoge hinrick. van Swerin die ergnanten fine veddern hertogen 
Johannfe vnd hertogen hinricke van Stargarde med in alle dedinge getogen vnd fick 
orer genczliken gemechtiget hefft, Alfe dat die verfegelden briefe dar ouer gegeuen clerlikea 
Innehölden vnd vttwifen; darvmmb Reden vnd louen wy ergnanter Marggreue fredrick^ 
dat wy vnfe eruen vnd nakommen alle fchriffte, ftucken, puuckte vnd ai:tikel, alfe wy die 
gein vnfem ergnanteif S wager hertogen hinricken vnd finen veddern verfchreuen heb* 
ben, ftede, vafte vnd vnuerbroken by vnfen forftliken eiren vnd truwen na lüde vnd uttwi- 
Xunge der briefe, die dar ouer gegeuen findt, holden vnd nicht .verbreken fcholen, noch 
willen, ane arch vnd ane alle geuerde. Des to erkunde vnd warem bekentnilTze hebben 
wy obgnanter marggreue fredrick vor vns vnfe erue vnd nakomen vnfe Ingefzigel am 
dilTen brieff hengen laten, dy gefchreuen vnd geuen is to perleberge. Anno etc. XXXVIIL 
Am Sondage der failigen drier koninge abende. 

9la(^ tem (S^mlrf, &(nlcopia»u4c XVI. 13.. 



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171 

MDLlellll. Sojpatttt unb |).emrid&, t^crjöge tion aKecHenBurg^Stargarb treten htm jtoif^ieti 
SBranbenburg wnb 3Werfle«bwrg*(£4>i^^n« getrofene« SScrglcic^e bei, am 5* ^an^ 1438^ 

Wy Johanns vnd hinrick veddere, von godes gnaden Herttogen to'Meklen- 
borch vnd Stargarde, Bekennen openbar mit defTem brieue vor vos vnfe eruen vnde 
nakomen vnd fünft vor allen, die dielTen briff fehen edder boren lefen. So alfe vpp huden 
die Irlucbten hocbgebornen furHlen vnd herren her fredrick die Junge Marggreue to 
Brandenborch vnd Borggreue to Noremberch vnd hertoge hinricke van Me* 
keinborch Greue to Swerin vnfe leue vedder to Perleberge von menigerley faken, 
fredebroke, togrepe vnde fchelinge wegen, vnfe vnde orer aller lande vnd lüde antreffende, 
to dagen gewefen fyn vnde lick van orer vnd vnfer aller lande vnd lüde beternnge willen, 
fruntliken geeynet, verdragen vnde forder dage to holden, verfchreuen, verfegelt vnde vns 
die obgnante vnfe vedder hertoge Hinrick van Swerin mit In alle dedinge gethogen vnde 
lick vnfer genczliken gemecbtiget hett, alfo dat die verfegelden briefe darouer gegeuen der- 
liken jnne holden vnd vtwifen; Darvmroe Reden vnd Ionen wi obgnante herttoge Johanns 
vnd hertoge Hinrick veddern van Mekelnborcti vnd to Stargarde, dat wy vnde 
vnfe eruen vnde nakomen alle fchriffte, ftuckte, punckte vnd artikele, alfe die vnfe obgnante 
vedder herttoge hinrick van Swerin etc, von vns gein dem obgnanten Marggreuen 
fredricke verfchreuen vnd verfegelt hett, Stede, vafte vnd vnuerbrokefn by vnfen forftliken. 
eren vnd trtiwen na lüde vnde uttwifunge der brefe, die darouer gegeuen fint, holden vnd 
nicht verbreken fcholen noch en willen ane arch vnde ane alles geuerde. Des to Orkunde 
vnde warem bekentnifle hebbe wy obgnanten Hertoge Johanns vnd hertoge hinrick 
vor vns vnfe eruen vnde nakamen vnfe beide Ingefegel an dieffem brieff hengen heyten,^ die 
Scbreuen vnde Gegeuen is to Perleberge, Na godes gebort vierteynhundert Jar vnd darna 
jn dem acbt vnde drittigeften Jare, am Sondage der hilgen drier konioge auende. 

m(X) ten^ £)riBina(e M lt. ®c^, ICab^-ttrc^iOel St. 81* O. 



MDLXXIV. 3"fP^öJ3f>^ fcft |)erj6ge »oit SWedflenburg gegen bie SWarf unb bie $errf(|iaft 
9iujp))tn n>egen ber in ber lej^ten 3^ii erlittenen S3ef(|iabigungen; »t 3- 1438» 

Tofprake, de de hochgebarn ffurften vnde hern beni Johan vnde hinrik de Oldem 
bertogen to mekelenborcb, to Stargarde, Rozftok vnde werle hern, ffurften 
to wenden etc. bebben to deme hochgebarn furflen vnde hern, hern ffrederike dem 
Junghern, Marggreuen to brandenborch, borchgrenen to Norenbercb etc. 
van twedrechte, Cchede vnde ffredebrake wegen, de gefchen fynt an eren landen vnde luden 
van des gnanten Marggreue ffrederikes mannen vnde vnderfaten wegin ys alz hie nii 
aha gefcreuen fteyt. Tome erften als vmme wiflenden ffrede, den de Rore den ergenanteo 

22» 



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172 

hern gezecht liebben vnde den eren, des hebben de eren Als ere eghene ffedd^n vnde 
knechte gewefet vor deme Sterneberghe, dar genomen achteyn plucbperde, dre fangenen 
.gegrepen, enen dodgeflagen. Item nemen trebb.ow^ dede wand vor dem Nigenhus» 
Tiderk kapehinxt wonaftich to Brefke, Reymar van pleffen der ergenanten hem 
vagede tom plaw fynen knechten twe reyfege' perde vnde ere gerede. Item grep bans 
Ror vamm nigenhus vnde hans Capehinxt van Brefke dem ergenanten bertnch 
hipricke äff twe knechte vnde nemen en twe perde vnde ere gerede. Item nam Mitze- 
Der vnde junge Borgerogge twe perde to Ciadram. Item an dem fuhien ffrede, ab 
vorfcreuen, nam Philippus Ror, Clawes Platen to Bochkhowe XXX fcbapp vnde 
CC, Item XYI houed Rynduhes» Item V hakofTen, Item X pluchperde» Item eynen Bor 
grepeii: vnde beft dat gedan myd den borghem van der Meyggenborch äff vnde tho vnde 
dhoe fiilueft des gnanten mannes husfrowe dorch dat ben gefcboten. Deflen bouenfcreveii 
fcaden, de fo gefchen ys in deme ffrede, den hans, bernd vnde Clawes fogezecht hebben 
den ergenanten hern van Mekelenborch vnd den eren. Achten de hecn fo gud alz dredufent 
Rynfche gülden ane de doden, dat fe nha mögen bringen, vnde ane den fchaden, den erer 
ffedderen vt wifende ys Ceddele van Swerin« Diit de (chede, de gefchen fynt.der erge* 
nanten hem luden vnd vnderfaten, in dem Egendume befeten van des obgenanten Marggreuen 
ffrederikes mannen vnde von den eren« Tom erften Anno etc. tricefimo quinto werenkone 
van quitzow, mynfte, kone van Retzftorpe tor Nigenborch, de rodeuoffe, de 
greuenitzen tom fchilde, Tiderk vnde AIrd vnde de eren to Starzow dar äff ge« 
bfand achteyn timmer vade genomen, wes dar was: den fchaden fe fo gud als vif dufent 
gude rinfche gülden, vnde dat fcbach, dar de hem an beyden Cziden an louen vnde ffrede 
zeten. Item Anno etc. XXXVI weren de Rodeuoffe, junge ebele molendorp, Gre« 
uenitze myt den eren vor dem krümele vnde nemen eyn fcbok koge, achteyn offen, 
verteyn pluchperde: den fchaden achte fe vppe twehundert rynfche güldene, dat gefchen ys 
in der hern ffrede. Iteiü Anno etc. XXXIU was tyderik van quitzow mid den prig- 
Ditzem vor me krümele, dar genomen vir ftige grotes vbes, twelff pluchperde, twe lüde 
dod gedagen vppe dem kerkhaue: den fchaden achten fe fo gud als Soshundert Rynfche 
gülden, de doden to verhüten als eyn recht ys: dat gefchen ys in der hem ffrede. Item 
anno etc. XXXV^. helmd Ror, de Werden berge, de Greuenitzen, de Rodeuoffe, 
Borchhagen myd mer prignitrern vor me krümele dar dod geflagen Eggerd war* 
borge, hans warborge grepen myd fynen ffrunden vnde knechten vnde nemen en achte 
fadelde perde vnd eyn fcbok grotes vbes XX pluchperde: diit fcbach do de hem in Ionen 
vnde frede zeten vnde de biffchop van hauelberge fundergen louen vnde frede fecht 
hedde me hern hertoch hinrick vor de prignitze, fo ab be dhone houed man was 
euer de prig^nitze vnde me her hertoch binrick ergenant doch myt dem BilTcboppe in 
louen vnde frede fiit« DilTe fchade ys achtet tofamende als gud, als dufent rynfche gulde», 
Ane egerd warborge feltger decbtnifle, den to verhüten, als fynen hem vnde frunden 
dunket bOlik vnde recht fyn etc. Item hans molendorp myd fynen hulperen nemen nn 
in den negeften vorgangen winter to Gartze III perde, to Starxow en perd^ dm fchaden 



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173 

to achtende fo gud als twintich rynfche guMen. Item iu diffem [are na fente Johans bap- 
fiften dage nemen Philippua Ror vnde Clawes Ror to lyntberge myd eren^hnlperen 
So8 plucbperde to fartzeniffe Achtent fo gud als veftich rjnfche gülden. Item Clawes 
koningefmarken myd den prrgnitzern vnde den fynen was to petzeke, datafgebrand 
nameo wes dar was» vir bur dod geflagen vnde vir grepen vppe deme kerkbaue: de fchade 
ys gpaehtet vppe dnfent rynfche gülden , Ane de doden ut fupra. Item Anno ete: XXXIK 
weren dy genfe in me krete Roggentin afbrand vnde nemen ver fchok koge twefchok 
oflen eyn balf fcbok plucbperde, den fcbaden to achtende vppe dredufent rynfche gülden. 
Item Anno etc. XXXIIII was her Baltifar gans to Redecblyn, pucl^ede dar den 
-kerkhof, de fchade ys geachtet vppe twehundert rinfche gdden. Item anno etc. XXXIHI 
weren thidoTik quitzonw, kone qnitzow to Sortzfroiffe, dar genomen fa gnd als 
drehundert rynfche gülden. Item Anno etc. XXXIIII nemen olde bans molenderp^ 
wardenborcb, Tydeke Trebbow, de Rodeuoffe to Roggentin vnde to Retzow 
nnderhalf fchok Icog^ eyn half fchok plncbperde, Als gud als virbundert lynfche gülden etc. 
Item Anno etc. XXXIIII weren de Rore van me Nigenbus vnde va» der Meygen* 
borch to me Swertze vnde pnchgeden kerken vnde kerkhoff vnde nemen dar fo gud an 
gelde vnde andern gerede als kledem, kogen» fchapen, als dufent gude rinfche gülden. Item 
weren de genfe tom Swertze vnd VIII burperde genomen, de fchade ys geachtet vp 
virbundert rynfche gülden. Item anno etc. XXXVI let de bilTcbop raynme heren nemen 
dar bans vnd bernd Rore mede weren, inme krete Till grote fcbok vbes vnde fb vele 
fchap,^ Swin vnde perde, als vte lill dorpen gingen, de fchade achtet vppe twe dnfent be- 
meflche fchok, dat myne me heren fchach in. fundergeme louen vnde fireden; Item in- dem 
Ailuen befcrenen frede, als erftgefcreuen fteyt, nemen de prignitzein Als des biffchoppee 
hafgelinne benumlik Crufemarke^ Arnd ffuk, Bvgelke warnftede, Ludeke warn*- 
ftede föne, de beyden badden dar XXX perde ane, helmd Ror van^ me Czecheline 
twelff perde, nemen topinnow, in der fogedige tom Stauenbagen-e, eyn fchok grote» 
vbes, eyn fchok plucbperde vnde plunderwar, III fangen gegrepen, den fcbaden to achtende 
vp twedufent rynfche gülden, dat ok fchach in wilfeden frede, als erft bouea fcreuen fiteyt 
kern let de bin'ehop nemen in deme krete den borghem van Robel XI koge fo gud als* 
XL rynfche gülden, item X ftige fcbap fo gud als hundert rynfche gülden. Item des bif* 
Ichoppes bauelude vnd de Rore nemen vor Robe! den borghem twedufent fcbap^ Als gud 
als dufent rynfche gülden. Item nemen de fuluen twe fchok offen , fo gud als vifhundert 
rinfche gülden. Item nemen de fuluen eyn fchok plucbperde,. So gud den fcbaden to ach* 
tende als hundert fchok. Anno etc. XXXV Olde ebel mo^endorp, kone quitzow 
myd eren hulpern utderprignitze als Tiderik Rodeuos, bans Rodeuos, Cappelle, 
£rnft mund, weren vor des obgnanten hem Slote to StreHtze, dar genomen perde^ 
olsen, Coge, Swm vnde fchap» den fcbaden to achtende vppe drehundert rynfche gülden^ 
Item grepen dhör fulueft äff vnfe denre bans Stulpenagel, Engelken van dewetzen,^ 
hans grutzen, truwe binrike, bans Schröder vnde merten komer, knechte, XII borgher 
van Stxelitze; den fcbaden an fcadttige, perden^ harnfcfae to achtende vppe twe^ dufent 



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174 

rycfche gülden, Ane V doden to vorbutende als recht ys. Item anno XXXV et XXXVI 
Tyderk Capeliinxt, Telzfcowe, Crufemarke inyd eren hulpern hebben gewefet vnde 
genam^n to twen tyden ut fupra in eyneme dorpe offen vnde. koge, den fchaden to achtende 
vppB vifhundert rynfche gülden. Item tiderk Capcihinxt vnd teltfchouwe hebben ge- 
nomen M dem jeger wagene III reyfege perde, fo gud als XL rynfche guiden. 

Diit ys de fchade dede fcheri ys deme hochgeborn 'ffurflen ynd hero, hern Johan 
vnde hinrich den olderen, hertogen to mekelenborch etc. van deme hochgeborn 
hern, hern Albrecbte heren to Reppyn vnde den lynen etc. Tome erften in dem lande 
to Robel als to priborne XU ftige fchapp, vir ftige vbes, Oden, koge vnde perde vnde 
dar XX timmer afgebrand vnde vtgi^nomen an gude vnde plunderware, vnd den hern ere 
€gene molen afgebrand vnde hinrich kuntes hoff vnde kunten dod gefchaten, den fchadea 
to achtende .alfe vifteynhundert rynfche guiden , Ane den doden to vorbuten als recht ys. 
Item de greue vnde here erbenant to-Nedekowe X koge binnen frede, den fchaden to 
achtende vppe XXX rynfche guiden. Item nam de greue II ftige A^app tomeltze binnen 
frede, als gud als XU rinfche gülden. Item de greue bouenfcreuen to Nedekow eynem 
borgher van Robel IUI grote houede ryut vbes fo gud als XIII rynfpbe gülden etc. Anno 
domini MCCCC «... Am mandage na vnfer leuen frouwen dage natiuitatis vengen Ol de 
Clawes Ror van der Meygenborch, Olde hans Ror i^an deme JSigenhus, helmd 
Rots vader, Olde ebel molendorp, to kramuir dbon wonafuch^ CL borghere 
vt der Stad Sterneborch vnde flogen VI borgher dhot vnde fchadeden der Stad to 
der thyt bouen] achtedufent lub. mark guder munte an fchattinge, harnfche vnde perden 
ane de doden ut fuprsi.. Item Anno etc. XXX Am dinftedage nha funte lucas dagß nam 
bernd Ror to Parftin an der vorbenanten ftad gudern, perde, offen, koge, iSwine vnde 
fcbapp vnde fcadeden bouen CC lub. marc guder munte. Item anno etc. XXXVI amme 
mandage na corporis crifti nam de erbenant Bernd Ror^to dem vorbenanten dorpe par- 
ftyn perde, offen, koge, fcbapp. als gud als hundert mark guder penninge. Item anno ut 
fupra niydweke vor micbaelis nemen hans vnde Clawes broder, gebeten de Ror e, Alrd es 
fones to der Meygenborch toCobrow an der erbenanten ftad gudere, perde, oflen, 
koge etc. Schade vonne CCCC lub. mark guder munt^. Item annö etc. XXXVII nam 
Clawes Ror van der Meygenborch, hanf es broder von dev- erbenanten ftad Sterne-- 
b er ch^ perde vnde fchadeden bouen CXXXVI marc lub. Hennink puferiue grepen, den fe 
noch in erme lofte hebbien^ Eynen borgher dod geflagen, den to vorbuten als recht ys. 
Item anno ut fupra Am frigdage vor vaftelauende nemen de genfe vor der erbenanten ftäd 
an perden XL lub. marc vnde grepen enen knecht; An der fuluen thyt vnde Reylen n^men 
fe to preftin vp LX lub. mark an perden vnde plunderware. Item Anno MCCCCXIII 
nam Clawes Ror van der meygenborch, de Jachym van bulouwen dochter hedde, 
to Rofenow fo vele quekes, als dar was, perde, offen, koge vnde fchadede bouen an 
CCCC marc lub. guter munte. Item anno etc. XXXV dem vngdage vor affumpcionis marie 
nemen Bernd vnde hans Ror to dem erbenanten Rofenow fo vele quekes dar was vnde 
fcadeden bouen CCC lub. mark guder munte vnde flogen der herfcop to der fuluen tbjt 



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175 

äff eynen gud^d man genomet hans tiremm^n den to tobutende naf guddunke fyner heren 
vnd fruude. Item anno etc. XXXVII am frigdage vor mo vaßelauende grepen de genfe 
to dem vorfcreuen Rofenow eynen l)ur vnde fchatteden em äff III tunne bottern, III par- 
chenmiflcfier Armbrofte vnd I Sakdok« Item anno etc: XXX nam belmdRorto loitze 
an qlieke vppe CCC mark guder munte» Item anno etc. XXXVf Am dunredage im pinz* 
ften nam Clawe» Ror tor Meygenborch an der berner guder twe fchofckoge, XXII 
liouede pluch quekes an perden vnde olTen» XII Swio/ Eynen dpden; Schaden CCCGCC 
lub. gülden y Ane den doden to vorbutende alz recht ys. Item anno XXXII nam' belmd 
Ror van me Nigenhua vifticb oITen vnde XXV perde, den fcaden Souenfaündert. lab. 
gülden. Item anno etc. XXXVI nam Clawes Ror tor Meygenborch to preftin 
dufeot fchapp, twelff ftige fwin^ vertich perde vnde vettich offen , den fcaden to achtende 
vppe CC olde bemeffche fchok older groffen^ Item anno XXXVII nam bernd Ror 
hennink preftine to Stappe offen,, koge etc. vppe CC lab. mark guder munte. Iteoi 
anno XXXV nemen Bernd Ror vnde Clawe& to Rünow vnde fengen twe bur vnde 
fcaden bouen CC mark guder munte. Item anno XXXII nam^ helmd Ror tom Nigen* 
bus to weykendorpe veftich houede quekes olTen vnde koge,'Schadeden; Anderhallhim- 
dert rynfche gülden. Item de erbenanten nemen to kartze twe vnde veftich offen vnde 
XXUII perde, Schede CCCCC hundert rynfche gülden. Item nemen Marquard bere 
knecht vnd holfte dem monneke to Refyn IUI perde, fo gud als LX lub. mark. Item 
nenaen Clawes Ror tom lintberge, derik (fic) C^phehinxt, wifchapp, Olrik mol» 
fane tom Rodenmufe IUI perde vnde gerede fo gud als XL lub. mark«. Item nemem 
de fuluen to der fuluen nacht der wangelyne bur al plunder wäre aTze gud alz X lub.. 
tnark. Item nam hennink grabow dem borghemeflere to plawe IUI perd^ fo al2 L 
lub. mark. Item hans Ror myd fyner fedderen knechten \vnie myd. den prignitzerik 
vor dem Sterneberge nemen dar XVIII perde vnde fengen twe borger vnde dogeiB 
enen AoU 

Dyt ys de fchade, den de prignitze dan hebben in deme lande to wenden binnen 
dem wifTenden frede dat hirvorfcreuen fteit Item XII perde worden namen den van mal* 
ehyn^ dat Schude vluchtiges to Roueftorp to. Als gud als CC rinfche gülden. Item. 
nemen Clawes Rors knechte to linntbeke vnde Gereke wardcAberch Olrik mol- , 
tzane IUI perde vnde plunderware fo als XX lub. mark. Item Gereke Ror^nam vor 
pinxten des frigdages I perd, fo gud als XX lub. mark, dede dat vluchtiges tor meyg- 
genborch in. Item Gereke trebbow, Clawes vnde philippus Ror nemen han» 
grabouwen to W^uften HI perde vnde Clawes phineken to difteiow Uli perde^ 
Als gud als XL lub. mark. 

9U(| Um Ciiginalr. 



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176 

MDLXXV. Mtti^^t Mit SSerouBjittdert; bte im fftuppin^^tn feit bem ^a}xt 1426 »ort S^ecÜetu 
Jburg^@targariif(if|fer (Sdte »eritbt toorbeit, ». 3. 1438. 

Anno domini etc. JkXVIII. Dyt iCp dy Xchade, den dy von Ruppin ghenainen 
bebben. To dem erlilen male bebben {y vns twe borgbere äff geflagen^ dartbu grepen fy 
vnfz äff XV borghere vnd nymen vns XXXIII perde: den mord vod den fehaden reken- 
wy vpp drybundect fchok Vpp den yelde ilz geweft clawefs hane wanafftich to Dam^ 
row, Aehim Linftow, Gherke Linflo.w, henneke kofegaTde^ Marwitcz, Ylatow, 
Dyderik petczke raid eren medehulperen« 

Anno domini XXXVIl. Worden genamen vnren borgher duringhe II perde« dy 
achtet hy So gud alfe X fchok. Item dem kannengheter II perde, dy achtet by fo gud 
alfe VI fchok. Item clawefs fitifen^ Baren tyn, Seghere nemen fy IDI perde, dy achten fy 
fo gud alfe XX fchok, dat hefft gedan philippufs Rore med fynen medehulpexen, Summa 
deGs'gheldes XXXVI fchok ypd dryhundert 

Anno domini etc. XXVil, An der bilgen drierkonynk auent hebben dy von Wu- 
f-t«rhufzen fehaden genamen vom Buban Ylatow van dem hagen, Mauricius Via- 
tow van dem Sture vnd Dr.ewefz vlatow houetlude vpp vnd afi van den twen flöten 
vnd vorbad thu Malghow ;to worden befchatted vnfe Jborgher, den fehaden wy hebben 
gesekend med den peiden, dy fy vorlaren hebben, alfe fofüch bemeflche fchok. Item fo 
Ichach dat to eyner tjd dar na, dat Symon ghere Grabow vnd ere feifchapp weren 
vpp vnfer Stad velt vnd nemen vnlen borghem VIII perde, dy wy geachtet hebben vpp 
XXIUl fchok. Item So hebben wy fehaden namen van den Bulow^n an dem ffridsg« 
na pafchen, des hebben vnCe borgher to der fchattinge gheuen alfe XXVII hundert gülden. 
Item anderiialff hundect fchok vor dy perde vnd vor dat barnfch, dat heft gedan her Achim 
van Bulow med finen medehurpem alfe iuder iutczow wanafftich to grabow^ twe 
qujtczowen vt dem lande to meklenborgh, Cord heykendorp, dyBatczewitcz.en 
vt dem lande to meklenborgh thu Stjiaaenow äff vnd tho vnd des Meklenborges hem 
man dar äff weren. Item na der tjd fo nam vnfz clawefz rore van linberghe XVUI 
perde vpp ^t Bantkow^Cz velt,-dy vpp gevord to der Mernjtcz, dy weren bether wen 
Goftich fchogk. Xtem fo hebben dy Priggenitczen van Rol>eI äff vnd io genamen vnfem 
hilgen gh^yfte vnd vnGen borgheren IUI perde, üy wy hebben geachtet vpp XII fchogk. 
Item vnfer borger eyn werd bereuet van clawefze van SchTep-kow vjid erer feifchapp 
den Xy Jiemen IIH perde vnd grothen fehaden nam^ den wy achtet hebben vp foftich fchogk/ 
Dat ieden fy van S tauen ow äff vnd thu« Item dun dy Bulowen vnle Borgher venghen/ 
dun mordeden fy vnCs äff III borgher. Item fo wart vnfer Borger ejn j;enomen UDperde^ 
dy wy achtet bebben bether wen VIII fchok. Item dat dorpp lunow iiefft verloren an 
reyfegen perden vnd an plochperden^ dat geachtet itz yp foftich Xchok, *dat~kufel Vlatow 
van dem ha gen gedan hefft med J^ner feUchoprp äff vnd thu. Item dat dorpp Gartow 
heft fehaden genamen fo vele alfe vpp hundert tieymefTche fchok, dat em gedan hebben 
Rofedal van Pleffen, tyderik kapehingheft, ernft mund, Myfener myd erer 



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177 

zelfchopp van Sthauenow äff vnd tbu. Ok was dare mede clawefz ror vom linberg, 

^UD Sagebade fabian gevangen wert vnd Heyne ffabian, dem god gnedich fy, vor- 

morden wart, dy vmme neyn ghelt veyle wafz., Item fo heft clawefz wuIff vnd Juthe 

vnd Henning leptzfow ftelen hanfz kulen ^o walfleue Uli perde, dy hy achtet heft 

vpp VI fobok. Item Syuerd karftede vnd Robelere ftelhen to walfl «ue II oITen dy 

achtet hy ^pp IUI fchok. Item Buban van Vlatow nam II olfen to walfleue^ dy 

wem fo gud alfe IUI fchok, dun zulueft' I perd, dat wafz fo gud alfe IUI punt. Item dy 

Robelerer ftelen I perd to walfteue, dat fo gud wafz alfe III punf Item Symon 

ghere vnd Jutbe ftelen III perde to walfleue, dy wern fo gud alfe VI fchok. Item 

kortthe Clawefz vnd fyn medehulpere nemen peter ftrafem III perde, rly achtet hy vpp 

VI. fchok. Item dy Robeleire nemen Gbife gadow I perd vnd I armborft, dat achtet 

hy vpp VII fchok. Dyt ifz tianfz kulen genamen to walfleue, van Robel vt vnd jn. 

Dyt ifz dy fumma dy vorloren vnd bereuet ifz dem dorpe Brunne: to dem erften male 

bebben jly^ wentlendere genamen dem pemer to^ Brunne vpp eyne reyfe XXX bey«- 

meflche fchok« Item vp den fuluen dach an vangen, an perden, an koyen, offen alfe dann 

g:ud alfe jn dem dorppe to Brunne to dere tyd wafz, ok twe gude lüde vangen worden 

vp den zuluen dach vnd befchattet worden, d^n fchaden wy achtet hebben vpp XX bey- 

melTche fchok vnd hundert, dat fchach van dem ha gen äff vnd to, defz weren houedlude 

to dem hagen to der tyd Buban Vlatow vnd dy hauen van Damerow. Item hin- 

rick van Brunne wert gegrepen by dem dorppe doffow> den fchaden achtet hy an 

perden vnd fyner vengenifle vp XXXIII bemeflche fchok. Item henning Bifmark fyner 

vengeniffe vnd des perdes XX fchok, des hebben wy hinrik van Brunne vnd henning 

Bifmarke dy fchattinge bereyt henning Vlatowen, henning van der Often vnd 

henneke Ouer..nt wanaftich bynnen Robel. Item Otte Ror wanaftich to Brunne 

vor fyne vengeniffe X mark vnd hundert vnd XL mark. Item I perd vor twelff bemilTche 

rchogk*. Item X bemiflche fchok an theringe vnd vor finen fchaden, den hy dare van hefft 

Item dat fchach to eyner tyd, dat her baltafar ghajufz med den wentlendern alfe 

hanfz grabow, twe deffyne beyde geheyten Tyderik, ok ryken tyderik, dy myoer 

husfrowen vt togen eynen rok, dy wafz wol achte fchok wert, dar to nemen fy my an kyften 

gerede vnd an hufgerad vp X bemeffche fchok« Ok fo nemen fy my eyn perd, dat walz 

XII bemiffche fchok werd. Item fo grepen fy eynen man, dy ghaf fo gud alfe X bemiffche 

fchok. Item fo namen fy eyn perd, dat waiz fd gud alfe III fchok. Item Otte Drypiacz 

vnd fin bruder worden gevangen, dar to voreloren fy eyn perd, den fchaden reken fy vpp 

achte fchok« 'Dyt ifz dy fchade dy gefchyn ifz to D regit z an perden Vnd an offen, dat 

bether ifz wen vefftich fchogk. Vord mer des nu to der gherfte fadtyd werd IUI jare, dat 

dar zuluefz wart genamen fo dan gud, alfe dar wafz, offen, perde; koye, fwyne, fchapp, ketel, 

grapen, bedden, hufgerad alfo, alfe eyn islik jn fin hufz plecht to hebbende, dat fo giid 

geachtet ifz alfe II hundert fchok. Dyt ifz dy fchade, dy to kathrebow gefchin ifz an 

Offen vnd an perden, dat geachtet ilz vp II hundert fchok. Vord mere dat jn VIII Jaren 

febin ifz, dat dar alle koye, offen, perde worden genamen, dät ok geachtet ifz vp II hundert 

i>Mm* n, ©t IV, . 23 



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178 

fchok. Dyt ifz dy fchajde dy to krentzelin gefchia ih. Dy hanen vaD damerow vnd * 
kufel vlatow hebbqn genameo 'JUX. perde, dy geachtet fin vpp vertich fchok, dat to dem 
hagen äff vod to gefchin ifz. Addo domini etc. XXVI. Dyt ifz de fchad^, dy'gefchinib 
den van Granfoye: tp dem erften wafz biDCze B^rd^nvlit, Hinrik Ofterwolt vnd 
ere zelfchop puchten Buber.ow vm VDfe borghere dy volgedeiiy duo grepen fy haofz fteuen, 
Hermen fchulten vnd vnfen ftad knecht vod mere Borger: den fchaden achten wy vp twe* 
hundert fchok, dat deden fy to Arnfberg vp vnd äff. Item In dem XXVIIf. Jare Bernd 
trypkendorpp vnd richteftich vnd ere feifchap grepen vnfen borger tydeke Czander 
vnd nymen III perde, den fchaden achte wy vpp XXX fchok. In dem fuluen Jare nemea 
fy vp dat velt thu Cza helft orpp der bprger leddige ve mit den fchapen vnd deden ^at to 
Liehen äff, vnd to, den fchaden achte wy vp foftich fchok. Item defz jarefz dar n;^ des 
andern dages na Bartholomei dar nemen fy thu Luderftorpp eyn halff fchok yea vnd 
randen vord vor dy ftad vnd nemen dare XIIII perde vnd nemen vort thu l^choner- 
marke Offen, koye, perde vnd fwine vod fingen dar eynen man dod, dat dede Bub an 
van Vlatow vod fymon ghere vnd dy hanen van Soltzow vnd ciawefz Prigge- 
nitcze m^d den eren, den fchaden to Luderftorpp achte wy vpp^ veftich fchok, tbu 
Gi:anfoye vpp LX fchok, thu Schonermarke vp XX fchok vnd hundert: dat (chach 
van dem hagen äff vnd thu, fo dy hern jn louen vnd ffreden zeten. Item vord jn dem 
andern jare pemen defuluen to Luderftorp XIIII perde vnd grepen eyneor borgher, den 
fchaden achte wy vp LXXX fchok. Item jn dem jarei, dat vorgangen iCe, defz dioCchedages 
na lichtmiflen, dun nyi^en dy Robelerer V perde vnd grepen vnfen ftad knecht, den 
fchaden achte wy ypp L fchok. Item defz dinfchedagea na bartholomei nemen fy to fc ho- 
ner marke, dat ve vnd vnfen ^borgher 1U| perde vnd grepen twe knechte, den fchaden 
achte vpp Xi$ fchok vnd den fchaden to Sc hon er marke vpp LXXX fchok. Dyt ifz 
dy fchade dy my Ciawefz Oft hern thu krac^ gefphjn ifz to dem erften male, fohebben 
ipy herthoge Johanfz vnd hertoghe hinrikes man gegrepen jn der heren louen vnd 
vcede vnd hebben my affgefchattet XX fchok vnd hundert vnd nemen my vp der zuluen 
reyfe eyn hamfch vnd I perd, den fchaden achte jk vpp XXI III fchok. Item to der fuluen 
veogeiiifle vortheret jk IIII fchok. To der tyd dun jk grepen weret, dun worden myne 
bure grepen, den wart äff gefchath XXIIII (chogk. To der tyd dun qwam herthoge 
hinrik vnd. nam my vt myme hone vnd haue vnd an sonder wäre jvol vp LX fchoL Item 
fo heft by my vorter brand XXX wifpei karnfz. Item ok heft hy my vorter brand eyn 
fchok fwine, den fchaden achte jk vpp XX fchok. Item fo heft hy äff gebrand alle dy 
gebuw, dy to kracz ftunden, den fchaden achte ik vpp drihunderd fchok, dat hy ankarene 
vnd an andern (chaden gedan hefft. Item fo hadde herthoge gefand to Schonermarke 
lyne man vnd. ied my nennen eyn fchok koye, VIII hak offen vnd XII piuchperde. Iteoa 
fy flugei) my eynen buren dod. Item fy fielen my III reyfeghe perde med fedelen vnd med 
thomen vnd eynen guden nyen hoyken, dy wafz woi twierer fchok wert, dat fchach my van 
der hanen hufze beyde äff ynd thu, den fchaden achte jk vpp L fchok« Dyt ifz dy fchade 
dy gefchin ifz vt dem klofter gude to Lindow: to dem erften thu Bantczendörpp eyu 



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179 

fchok grotes vees^ dare wafz hertoge hinrik mede vp den velde vnd VI Pare Offen vnA 
VIII perde, dat dede Ludeke kracz vnd Borken van kerkaw, Eggerd warenborgh 
vtid dy borger van liehen vnd IUI perde» III perde, HI oiren, dy qwemen jn dat land to 
Rob^l. Iten» jn kelre III fcbok vees vnd I fchok perde, dat deden dy Stargarderef 
vnd ok VI fchok fchapp, I fehük fwine, dat ok deden dy Stargharderer. Itend pdei 
berge II fchok oflen vnd VI hundert fchapp, 11 fchök fwhie vnd I fchok piefde, I fchok 
koye vnd XV armborfte, dat deden dy lichenfchen« Item fn Ronnebeke ID fchok 
kuge, I fchok offen vnd perde, Item XVI fchok fmn vnd fchapp, dar hertoge hinrik 
fiiluen mede wafz, ok XVI armborffe, dat dede ludeke kracz vnd dy lichenfchen. 
Item jn Buberow III perde vnd VI kuye, I fchok fchapp, I mandel fvrine ketel vnd gttipeo 
vpp III fchok vnd VIII fchok vnd HII vemdel berfz. Dat dede hintze batdenvlit, 
hinrik Ofterwolt, Hinrik van Bertkow vnd dy ryben. Itemjn krängen XIV offen» 
XII perde, I fchok fwine, I fchok fchapp, I man grepen, dy ghaff VlII vemdel birs, dat 
deden dy Priggenitczen to Hobel vt vnd jn. Item jn Mencze XII oITen, Xflperd^ 
dat fchach to Prilnitcze äff vnd thu, V perde, dat deden dy Priggenitczen. Item to 
Griben II perde, dat Curt pafcherdacb* Item jn dolghe XII offen, XII perde, dat 
deden dy ftarghardererer. Item jn Czegow I grod fchok vefz, dat deden dy Star« 
ghardererer. Item jn Czulen I grot fchok vefz, dat deden dy Moltken. Dyt ifz de 
fchade dy my clawefz woldegghen ghefcheen is jn der vaghedighe to ffretftorpp to 
dem erften clawefz Priggenitcze vnd dy Robelere vnd Gerke Retczfovr, Hen- 
ning kopplow vnd kune van pleffen med eren hulpern nemen to Berke II fchok 
ofTen vnd kuye dar wem 'XL olTen'mank vnd deden dat to Robel vt vnd jn. Item jd 
dem jare fo men fchref jn dem fouen vnd dmthtegeften des dunredages vor Liditmiffen 
cla^wefz Priggenitczen, philippus Prigenitczen, Eggherd hane, Cone van 
Pleffe, Henning kopplow -vnd cre zelfchopp lepen vp dat Slot ffretftorpp e vnd 
grepen my clawefz woLdege vnd mynen fönen henning wolde^n vnd nemen van dem 
flota fo gud alfe achte fchok, IUI fchok an reden golde ane mynrz Wiues getede vnd ik 
vnd myn föne gheuen III hundert rinfche gülden to der fchattinge vndiperd vanXfdioken, 
den fchaden jk achte vpp XXXIl fchok vnd drihundert rinfche gülden. 



MDLXXVL OJeBerit^it btx iBüf&btn, ttdd^e *ie etalt gJerleBerg 130» SWeiÖenktfitfc^er ©etfe 

feit brat Sa^re 1424 «rlitten ^ai, »♦ 3^ 1438. 

. Defle nabenante fchade is vns von Perl^berge fchyn fedder det* tyd, dat vrow'<d 
Icatherina, Hertogynne to Mecklenborg dat land vorftan heilt: 

Anno etc. XXIIII'' ßeymer von pleffe grep vnfen Burger hans dabertzin tor 

23* 



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180 

Dygenftad vor deme dare vode oam em LXIHI inarc ftraleDpeaninge vnd fchattede em äff 
IIc. lub. marc virmunten, II jar teringe vode mollen fteen vor Xu lub. marc. 

Reymar von plef/e nam to zukow vnd dargentin ^vnfen bürgern II* fchap, 
IX fchap, II perde» III ofTen/ ene ku vnde fchadeden dar an andern gudern vnde gerede 
vp XVI beh. fchok, deJTen fchaden achte wy vp C lub. marc. 

Anno XX V^"*. Dy lutzowen von grabow nymen vnfen bürgern Merten winyngc 
vnde Berkholte an kramerigen vnd anderen gerede vnde an gelde fo gud alfe C lub. marc 
imde XX marc lub. vnde dreuen dat gud to grabow in bynnen louen vnde vrede. 

Tonniges fconenuelt met dem hofgefinde von zwerin vnde reymar voa 
pleffe nymen vnfen burgern tor groten lubene bauen een fchok ryntquekes vnd grepen 
▼ns äff vyr gewapent, den fy nymein fouen reyfege perde vnde wundeden vnfer burger folze: 
deflen fchaden achte wy vppe XVP lub. mark virmünten. 

Anno XXVr**. Reymar von pleffe nam vor perleberge IUI* mefte zwyne, 
geachtet vppe VI*, lub. marc, XXIX gefangen, den ere harnfch genomen wart vnde befchattet 
worden: den fchaden acht wy vp twe dufent lub. marc. Hir werenmedeBoite hafenkop 
des bifchopes v-agetvon zwerin met X gewapent vnde dryberg, wanaftich tor ni- 
genfiad. Dar to XIIII doden, dy vns to der fuluen tyd afgeflagen worden. Fi b ran, 
der vrowen knecht von mecklenborg, gerhard weyfin wanaftich tor merntze vnd 
reymers knechte von pleffe grepen vnfen burger claws pluchhouet, dy befchattet wart 
vp LXXX marc ftrale penninge. Dar to ghaff he II tunne heringes, gekoft vor XII lub. 
marc, vyr tunne meden vor V marc, IV punt pepers, islik punt XI lub. (z. C Berger vifche 
vor VII lub. mark vnde teringe III lub. marc. 

Tor fuluen tyd nam fibran vnde. dy andern vorgenanten vns Radmannie to Perle- 
berge HI perde geachtet vp XXX lub.' marc Vautfak vnde vette hinrieb, der lutzowen 
knechte, nymen vnfen bürgen mews rofenhagene III perde geachtet vp XX lub. marc. 

Anno XXIX Grube viregge, dy Batzefitzen vnde ere felfchap fchadeden vnfen 
bürgern in den dorpern dudefchen gotzkow^ Cramfer vnde to ghartz an queke an 
hufgerade vnde an brande vp VI IIc lub. marc. 

Anno XXXII. Der vrowen knechte von Mecklenborg tyde von gherden 
vnde henning gummern nymen vnfen bürgern claus Blecker vnd Bernd fmede twcilefte 
herings, dy dy vrowe von Mecl^lenborg vnde her acxkow iendeden in den Market to 
lunenborg vnde verkoften islike laft vor LXXIi lub. mark. Dar to wart em genamen 
een wagen met IV perden, geachtet LX lub. marc, een armborft, twe nyge fädele vnde 
ander gerede, fo gud alfe X lub. marc Vor dyt vorbenante gud nam dy herfchop von 
Mecklenborch bauen eren wonÜken tollen funderlich geleyde. Jedoch wart den vorgenanteu 
vnfen burgern ere gud genomen in fodanen guden louen. 

Jachim von pentze vnde luder lutzow met den eren nymen vnfeni Burgere ' 
hinrich Dabertzine Im dorpe Rofenhagen fynem armen manne wes he hadde vndeBrandea 
em fyne fchune äff: dy fchade is geachtet vp LX lub. marc. Wypert lutzow met andern 
Mecklenburgern nymen vnfem burger hans borchagen Im dorpe to borchagen Vllhouede 



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181 

ryniquekes^ geachtet XX lub. marc. Tor fiiluen tyd branden fy em to rofenhagen IUI- 
houe vode fcbadeden em an gerede vp LX lub. mark. Tor Ailuen tyd branden fy em to 
dupow Uli houe vnde dy fchunen met roggen» geächtet C hib. marc. Item to gotzkow 
Branden fy em dry houe vnde nymen em an queke geachtet vp IP lub. marc, vyff man 
mede in gerekent, dy fy em don fuhies af grepen to -cleynow, dy befchattet worden. Item 
nymen fy em tor fuluen tyd to Rofenhagen Illi perde vnde grepen wotkenfule, dy be- 
fchattet wart. Dy fcade is achtet vp LX lub. mark. Fibian der vrowen knecht von' 
Meoklen horch vnde fyn felfchap grepen vnfen burgern twe manne af, dy ene wart be- 
fchattet VJ)pe XXIV lub. jüSitCf dy ander wait vermordet jm torne, dyt fchach to ftauenow. 

Anno XXXIII^ vnfe burger bans happe, amd pricke, amd grabow vnde beteke verwer 
muften der herfcap von Mecklenborg geuen XXVI lub. marc to lofinge vor ere güd, dat 
em bynnen louen, vrede vnde fundergen geleyde bynnen der higenftad wart bekümmert 
Hans nefemanne vnfem burger bleuen na XL lub. marc, dy em bynnen der wifmar ge- 
nomen worden. 

Anno XXXVII. Defle nabenante Ichade is vns vnde den vnlen rch3m fedder der 
tyd dat dy hem von Mecklenborch fyk des landes to wenden vnderwunden hebben. 
Reymar von pleffe nam vnfen bürgern jm lande to putlyft to den dorpern Czeddyn 
vnd Tacken ere fchap, dy ere fynt vnde vor rechten willen; oft des not were, Clawefe 
von bluten l.fchok fchap, hans goden 1 fchok fchap ane dry fchap^ bans dabertzine XIV 
fcbap, Coppe reyoeken XLII fchap, wyneke Butze XXXI fchap, Claus Bleckere XXXII fchapt 

Item nymen fy vnfem Burger hans borchagene to der fuluen tyd tom Taken XX 
fchap .vnde VIII fwyne Vnde verdingedeo enen hoS dy em boret, dy Ichade is geachtet vp 
LX lub. marc. 

Item verdingede Reymar von pleffe vnde der parchemer vaget, Bernd wel* 
tziD, vnfer armen godeshufere des hilgen geeftes vnde funte Jürgens vnde vnfer Burger 
arme lüde to bluten: dy dingoiffe fteyt noch, der parchem vagede muften dy gebur dy 
dingnilTe mede wiflen. Dyt fchach alfet nigehus, gebraken wart. Tor fuluen tyd branden 
dy fuluen alfe reymer von pleffe vnde der parchemer vaget vnfem burger hinrich 
dabertzine to bluten hus vnd hoff äff vnde nymen fodane gud alfe dar jm haue was: den 
fchaden achten vp LX lub« marc« 

Deflie nabenante fchade is vns perlebergelcheji gefchin von denStargardefchen 
hern vnde von den eren Anno XXVL Dy barnekouen wyren dar mede vor perle- 
berge don reymer von pleffe vns nam IV*" mefte fwyn, geachtet VP lub. marc, Ildufent 
fcbap, geachtet IV lub. marc, Twintich perde, VI koye, geachtet LXXX lub. lyiarc dar to 
XXIX gefangen ere harnfch genomen vnde befchattet fynt: den fchade achte wy vp II du^ 
fent lub. marc vnde XIII dojden, dy dar fulues geflagen worden. Hermen goltfmet wart 
befchattet to dem viiiken vilde gaff XIV lub. mark. Buban vlatow vnde claus prig-* 
nitze deden vnfen meynen bürgern fchaden in d^n dorpern by der elue XIV dage vor 
funte Merten an' queke, dat fy nymen, geachtet vp C lub. marc. LXXX mark vnde dar 
bauen. Dyt dedü fy von dem hagne^vnde dar fulues wedder to, hinrich von pleffe 



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182 

dede vnfen bürgern fchaden an fchapen, dy he nam to gnlow des mandagea na Martini fo 
¥ele als vif hundert vnd V fchap. Anno XX VII Qaus pluchouet vnfe burger wartto Rabel > 
befchattet vp LXXX ftral mark, Twe tuonen berings Tor XII mark lub. ryr tunnen medett 
vor V mark lub. IV pnnt pepers, islik punt XI b. Ivib^ C Beider vifTcbe vor VII lub« nmc, 
vnde UI mark teringe. 

Anno XXXll^ hinrich von pleffe dede vnfen bui^eni fcfaaden to wertsin as 
Ryntqueke, fchapen, Czegen vnde an andern gerade vp IV^ Inb. mark. 

Annö XXXVI, Barnekow, hinrich knecht von pleffe^ nam deme rade 1o Per« 
leberge twe perde fo gud alfe XXIV lub. raarc. 

Annö XXXVII, Hertoge hinrich von ftargarde vnde Reymarr von Plefle 
met andern Meckienbor^ern nan vnfen burgern Im lande to putlyft io dendorpem Czed^ 
din vnde Tatken III fchok fchap vnd LVIl fdiap. Item nam hertoge hinrich met 
den vorgenanten to der fuiuen tyd tom Tacken vnfem bürgere hans borchbage« XX fchap 
vndei Vm fwyne vnde verdingheden eneu hoff, dj em horede. > Deffe Xchade is geachtet 
vp LX lub« marc. 

9ta^ ha Urfc^rift 



MDLXXVn. BwfammenjleKttng ber ©d^fibert; töeld^e bie ©iabt St^xHi p bm 3a]^re 1423 
m$ bm £anben SBenbeit unb St&bü erlitten J^at, ». 3. 1438« 

Dyt is dy fchade, dy vns borghem van der ky ritze ghefchen is vtem lande %o 
v^enden; ok vlem lande to Stargarde.* Anno domini MCCCCXXUh zint des van wenden 
man wefen vor vnfer Stad kyritze vnde hebben vns ghenamen 1 pert vnde eyn fchok, den 
fchaden achte wy zo hoch alz anderbalf hundert fcholc, vnde floghen vns tho dem male ok 
eyueo borgher •dot vnde 'deffe fchade fehach vns van dem liaghen äff vnde tho« Item 
Anno etc. XXIV® hinrik Moltzan is ghefi«fen in der proui^ftie to hauelber^he vnde 
heft vnfen borghern ghenamen wol achtebund^ert icha^, den fchaden achte wy xo hoch alz 
LXX fchok. Item Anno etc. XXV lierteglie hinrik ^nde hinrik Moltzan zin ghe^ 
wefen vor vnfer Stad vnde hebben vns ghenamen Vll perde , den fchaden achte wy vppe 
XX fchok. Item Anno etc. XXVi Dy kummeldur van Mirow is ghewefen to wotjk 
vnde heft vnfen borghem ghenamen wol verhundert fchap, den fchaden achte wy vppedrut- . 
tich fchok. Item Anno «tc. XXVll hebben vns dy wentlender namen twe perde, den 
fchaden achte wy vppe V fchok. Item Anno XXIX lieft vns Tritze van grabow vnde 
Simon ghire namen V perde vnde dy perde ghevoret in dat lant to wenden *vnde in 
dat lant to Robel: Neffen fchaden ^chte wy vp XV fchok. Item Anno etc. XXX% Dj 
vlotowen med eren medehulpem hiebben vns ghenamen XXil perde vnde twe borgher 
ghevanghen vnde hebben dy borgher ghevoret to 'dem JSture vnde hebben dy dar l>efchattet: 
den fchaden achte wy vppe hundert fchok. Item Anno XXXil^ hebben ^^^dy wentlender 



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183 

MmfB IV perde» deo fchadeu achte wy vp XU fchok. Item Anno eto. XXXlU hebbea 

deiTe vorgoaDteo wentlender namen VU perde, dy ok ghekamen zin tho dem haghen: 

den ficbaden achte wy vppe twiotich Ibbok/ Item Addo etc. XXXIV hebbenvnsherteghe 

binrikea man vnde knecht vode des kummeldures knechte van Mirow ghenamen IV 

perde,. den fehaden achte wy vp XU fchok, ynde floghen vos to dem male eynen borgher 

dot.* Item Anno XXXV hebben vns herteghe binrikea man vnde knechte'vnde ok des 

kummeldurea knechte van Miroiv vnde ok der hanen knechte van tzoltzow ghena* 

men.XXtl perdt vnde ok wol X borgher ghemindet bet an den dot» den fehaden achte 

wy vp LXX fchok. Hir ia mede gewefen henneke holfte» voghedike poppentin, 

b an/» Bade, hans wormer vnde ok beyde Retzowen, dy dar wanen in dem lande to 

Miraw ¥nde ok Bifmevowe vnde gherke borchaghen, dy herteghe hinrikes 

hrodeghe kocdit was, vnde noch ander gheczellen, dy vns vnbekant sin. Item Anno XXVIII 

Nani vns Clawes priggbenitze vnde Simon ghire, vritze vai» grabow med eren 

medehulpem aUe vnfe k<^e vor vnfer Stad, dy wy en doch wedder nemen vppe twe fchok 

na, dy fy^vns dar van.entfeffnden, den fehaden achte wy vppe neghentich fchok. kern dar 

na jn dem fuluen jar deflia VQrl>enomedeB nemen vna ok vnfe .Schap vor vnfer Stad, dy wy 

eo ok wedder nennen vpp« dr» fchok na: den fehaden achte wy vppe XII fchoL Alledeifen 

vorbenomeden fehaden dy Ciimme is Cbshundert fchok vnde VI fchok tho zamende. 

9ta(( tem iDriginaIr« 



MDLXXVm. SBjfr^pf Äftwmb »«i |)a»elbrrj It<jmbirt gegert bte |)era68e wn SWf cf fenfturg \mt 
«* ffti ^1 Sa^re 1424 ttlitttntn Sefffifittgungett, am 2a. ^an. 1438. 

Dyt is de vredebroke vnd fchade, de vns Conrad o van gades gnaden Bifchoppe 
to haueiberghe gerchyn is van hertoghe Johan vnd herteghe hinrike, heren to 
Stargarde, van hertoghe hinrike vnd Johan von Mecleaborchy Greuen to 
8 wer in vnd van den eren» ab hir na gefcreuen fteid. Tq deme irften Na godes bord vir- 
toyiihundert lar dar. na in deoie vir vnd twintigeften iare weren de Stralendorpa van 
kriwit;»e vnd de pleffen van lubetze vor wiftok, dar nymeo fe de Schap vnde flogen 
doet h^.n^s Cziker: den fehaden achte wy uppe dufent Rinfche gülden. Item Antio vice« 
fiooo fexto de vorfcreuen Stralendorpe, de pleffen vnd de guden lüde vte deme lande 
to' Sterneberghe weren vor wiftok^ dar nymen fe vyr fehok koyavnd flogen doet eynen 
l^prgher gebyten vpward. Ok worden meer borger gelemet vnd gpwundet, den fehaden 
^chte Wy uppe dufend Binfche gülden^ Ane den doden» na rechterkantnilTe to vorbotende; 
Item ]p deme fuluen iare weren de Meclenborgc^r, de Robelirer mid hinrik Mol-r 
tzanei in der proueftye to hauelberghe, to Schonhagjen, Ghoreke ynd Gumptow, 
d^r qympa fe wes dar was vnd vordingeden. Ghoreike vnd Gumptow vnd brandeaSchon«» 
hlig;en halflTaff; Den. fohadepv a/phtp wy^upfieDoes dufent Binfcba gülden. Item Anno et<x 



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184 

vicefimo feptimo weren de Meclenbor^er alzo Reymer van pieffe, de Molteken 
van dem Stritfeld», hermen moltzan, pryn, binrik van Bulow van tzibul vnd 
meer der heren man van Meclenborch vnd hans von Retftorp wanaffticb to deme R^- 
depole, hinrik vän Bulow van kritzow, de Barnekovven vnd de guden lüde vte 
deme lande to Sternebergbe roid eren medehulperen vor wiftok in alle gades hilgen 
dage vnd nymen dar fouen fchok koye, den fchaden wy werdigen fo gud alzo vir vnd twia- 
tich hundert Rinfche gülden. Item Anno etc. vicefimo oetauo de bure van weytzentin 
vte deme lande to Stargarde nymen vnfen borgheren van wiftok abs wedege hanen vnd 
hans Moyelken viff vnd veStich hundert Stokuifches vnd eyne tunne als, den fchaden achte 
nvy vppe viff vnd vefftich Rinfche gülden. Item in deme fuluen iare hans vryberges 
föne mid fynen medehulperen vte deme lande to Robel flogen doet vnfen fchulten van der 
Babitze^ den fchaden achte wy alfo hoghe alfo vns van recht werd to gevunden, dar me 
den doden mede mach Vorboten; Item Anno etc. vicefimo nono hennin gh valkenberges 
knechte vte deme lande to Stargarde nymen vor vnfem dorpe Babitze achte perde vnd 
brochten de fluchtich to Ainfberghe, den'' fchaden wy werdigen uppe druttich rinfche 
gülden. Item in deme fuluen iare hinrik vnd wedege van heydebreke, henningh 
' faaker, Clawes ofterwolt, hinrikes föne van Byferitze, hinrik valkenberges föne 
van wardelin» Clawes pickatel vnd Merten van Dorne vte dem lande to Star* 
gar de, de weren vor wiftok vnd grepen vnfen borger hans vogelken, de ward befchattet 
uppe virhundert Rinfche gülden. Ok drenkeden fe eynen vnfen borgem, dar wy böte vmme 
begheren, alz recht is. Item Anno etc. tricefimo fecundo Mathias karwe, Achim pla^ 
ten knecht mid fynen medehulperen vte deme lande to Stargarde nymen vns twe perde 
vor vnfern Slote tzecchelin, den fchaden ^Wy werdigen uppe veffteyn Rinfche gülden. 
Item Anno tricefimo tercio paul Byfemerowe mid fynen medehulperen, Achim ]||kiten 
knechte vte dem lande to Stargarde, grepen vnfen borger Clawes van deme kager vnd 
fynen knecht vnde nymen em twe perde. Ok war de knecht befchattet, den fchaden wy 
werdigen uppe twintich Rinfche gülden. Item Anno etc. tricefimo quarto Johan vai^ 
pleffe hinrikes föne van lubetze mid fynen medehulperen nymen vnfem prauefte van 
wiftok dre perde, den fchaden wy werdigen uppe druttich Rinfche gülden. Item in deme 
fuluen iare hans van Retftorp wonafftich to dem Radepi^le grep vns äff twe bure to 
dem tzatzike vnd nam em dre perde vnd befchattede de lüde, den fchaden wy werdigen 
uppe achtentich Rinfche gülden. Item in deme fuluen iare Merten van dorne vnd Stol* . 
penagels knechte, hertoghe hinrich van Stargarde brodige hoffgefinde, nymen vns 
vor Swinrik Offen vnd koye, alz dar weren^ dar vnfe dynre navolgeden vnd weddernymen 
vppe einen houede na. Ok nymen fe den buren dre perde vnd de vnfen vordoruen in^der 
lacht twe perde, den fchaden wy werdigen uppe fouentich> rinfche gülden. Item Anno etc. 
tricefimo quinto Clawes priggenitze mid den fynen nymen vns vor Schonhagen achte 
vnd vefftich perde; den fchadetf wy werdigen uppe virhundert Rinfche gülden. Item in deme 
fuluen iare Clawes Steuel, winkelman mid eren medehulperen vte deme lande to 
Robel flogen doet eynen man vorvnfeme dorpe haflelow vnd nymen em twe perde, de 



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18» 

rry werdigen uppe aehte Riofche gülden vnd böte vor den man, alz vns van rechte dar vor 
mach beharen, Defle fchade fchach vns vte Robel vnd fluchtich dar wedder in. Itetti 
Anno etc. (ricefimo fexto Ciäwes Steuel, ivinkelman vnd Auentrod nymen vns vor 
nviftok focs perde vnd brochten de to Robel in, dar de Radmanne van Robel vns dre 
perde äff vorbot hebben , de anderen dre vns noch nartellich fiot gebleuen ^ den fehaden wf 
vrerdigen uppe veffteyn rinfche gülden. Item jo deme fuluen iare Ghereke Retzow vte 
deme lande to Star^arde befft doet geflagen eynen man vor vnfem dorpe Babitze, dar 
nj böte vor begheren, alz vns van rechte mach behoren, vnd nymen em twe perde, de wy 
werdigen uppe teyn rinfche gülden. Item in deme (uluen- iare Steuel vnd winkelman, 
Clawes priggenitze knechte nymen twe perde vor vnrem dorpe papenbrok, de wy 
werdigen uppe teyn Rinfche gülden. Item in deme fuluen iare Philipps Priggenitze, 
Eggerd hatfe vnd fyn -broder van Soltzow nymen vnfen luden van der wilfnak vor 
Blomendal fouenteyn perde, de wy werdigen uppe hundert Rinfche gülden vnd nymen eii 
uppe twintich gülden an reden gelde. Item in dem fuluen iare Steuel, Auentrod, wia- 
kelman, Clawes priggenitzen knfch(e nymen neghen perde vor vnfem dorpe werne^ 
kow, de wy werdigen uppe tefftich' rinfche gülden. Item in dem fuluen iare de valkea- 
berge vte dem lande to Stargarde grepen eynen borger van wiXtok Bernd laAtrider, 
de wort befchattet uppe achte fchok vnd nymen dar twe vnd twintich perde, den fehaden 
achte wy uppe twe hundert rinfche gülden. Item jn deme fuluen iare Achim platen 
knechte nymen vor wiftok viff perde, de wy achten fo gud alz drutticj^ rinfche gülden. 
Item Anno etc. tricefimo' feptimo hans pickatel, henningh bertkow, Scherff vnd 
ander gude lüde vte deme lande to warne nymen vor dem tzechelrn achte oiTen, dre 
fchok fchap vnd dre perde vnd grepen twe knechte, den fchaifen wy werdigen uppe twe 
hundert rinfche gülden. Item jn dem^ fuluen iare henneke holtzfte, hans pickatel, 
henningh bertkow vnd andere Stargardirer nymen vor dem dorpe tzecchelin twin^ 
tich houet vees vnd vor dem Slote eyn fchok Swyne. Den fehaden wy werdigen uppe 
anderhalff hundert Rinfche gülden. Alle deffer vorfcreuen yredebroke vnd fchade Beghern 
wy vulkamen böte vns to donde, alzo recht is. Tt> x)rkunde deffes vredebrokes gheuioge 
hebbe wy vnfe S^cret laten drucken an deffen breff, de gegheuen vnd fcreuen is jn funte 
ffabiani vnd ^ebaftiani dage. Anno etc. tricefimo Octauo. 

9i9i^ ttffl Crlginafr. 



MDLXXiX. SRorlgtaf ^'ebri^i ber 3ß«Se?e Drrlct^t atöcien Sliwiett |it IBottmerflfifet, ^i»ß 
gcrtO^trm mi ©teitbal; Hebungen wxi SBarburg, 2)alem tinb 3»fel )um Sribgebiitge^ 

(m 29. Sanuftr 1438. 

Wir fridrioh der Junge, von gots gnaden Marggraue zcu Brandburg vnd 
Burggraue zcu Nuremberg Bekennen — das wir den geiftlicheu wirdigen Jungfrowen Do- 
f auptt^. IL SBt.lV. 24 



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186 

rothean AndrewTen Rynows Burgers zcu Stendal Swefter, ynd heilen, des gnannten 
Andrewfen Bruder tochter, begeben Clofter Jungfrowen jn dem Cloftere zcu wolmer- 
ftede, dilTe hirnacbgefchreben guter Jerlichin zcinfe vnd Rente, mit namen In dem dorffe 
warborch drey Stendalirfche pfundt In dem Gräfe gelde, vff heine moringes hoff vnd 
hüben einen wifpel roggen, vff dem Schultczen fechs fcheffel roggen, In dem dorffe zcu da lern 
vffhanns zcyimmermans hoff vnd hüben, einen wifpel halb roggen vnd halb gerfteo, 
vnd In dem dorffe In Tel vff den fchultczen feebs fcheffel roggen vnd Techs fcheffel gerften, 
mit des gnanten Andrewfs wilTen vnd guten willen zcu einem rechten lipgedinge gnedic- 
liehen verüben haben — . Auch habin wir In vmb gotes willen die befunder gnade getan, 
wenn vnd auff wellichezceit der obgnanten Jungfrowen eyne von todefwegen abegeet vnd 
uerftirbet; So Tal die andere die denn nach lebende bleibet, die benanten obingefchribin guter 
Jerlichen zcinfe vnd Rente alle ire lebetage bifs an iren tod Innemen, nutczen, gniffen vnd 
lieh der als lipgedinges recht ift gebrauchen, one arg vnd ane alle geuerde, vnde Gebtn In 
des zcu einem Inwifer vnfem liebin getruwen, Herten Clotczen purger In vnfer Stat 
Stendal, Der fy an fuUich guter wifen vnd brengen ful. Zcu Orkunde diefes briefes, mit 
vnferm Anhangenden Ingefigel verfigelt vnd Gebin zcu Tangermunde, nach Crifti vnfers 
heren gebort vierczehnhundert Jar vnd darnach In dem achtvnddreifüften Jare, am mittewoche 
nach Sannte Angneten tage der heiligen Jungfrowen« 

IR«(^ bciu itunot Sc^n^opialbuc^e XVUI, a 



MDLXXX. S5e« SRorlgrafen griebrid^ Ui Swngen »om |)er3og ^eirtrtd|i wn aWecReniurg t>ep 
miMtt Slttgföjittung mit ^erjog f&ctn^axb wn ©ari^feiu^Sauenburg; »om 6t SWfirj 1438» 

Wy Frederick de Junge, von godes gnaden M-arggraue to Brandemborch 
vnd Borchgreue to Noremberge, Bekennen vor vns vnfe Eruen vnd nakamen vnd 
fünft vor allen, dy dieden brieff fehin edder boren iefen lefen, fo alfe dy hochgebome furfte 
vnd here her Berndt herttoge to Safzeii vnd to der Louwenborch etlike tyt 
wennte her alle vnfe Stede, jn vnfen landen der alden margken ta Brandemborch 
belegi'n, jn etlicken anfpraken hefft gemeinet to hebbene vnd hefft van delzwegin vnfe lande 
vnd lüde meher denn eins mit den finen mit Rone vnd befchedigungen an gegrepen, dat 
wol vake vnd vele gefchin is,' Dorvmb denn dy Irluchten hochgebomen furften vnd heren 
here frederik Marggreue to Brandemborch des hilligen R. R. .Ertzcamerer etc. vnfe 
lieue here vnd vader, Dama vnfe lieue Bruder Marggraue Johans ynd wy mit allen 
vnfen mannen vnd Steden mit dem ergenanten herttogen. Bernde vnd mit den fynen fo 
▼erre to vnwillen vnd twydracht komen findt, dat wie vnd vnfe mannen vnd ßede dorvmb 
den ergenantten herttogen Bernde, fine lande vnd^Lude mit Brande vnd Rone, wo wj 
edder die vnfen des hebben mögen bekapien, wedder angegrepen vnd befchediget hebben. 



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187 

Nu be0l ij höchgeborne furfie vnde lieueSwagher hcre hinrick, herttoge tomegkeln- 
borch vnd Greue to Swerin, mit ßuen Reden von der (ake wegin mit vns vorhandelt 
•vnd geredet fo lange, dat wy vns mit dem ergenantten herttogen Bernde vnd iinen 
landen vnd Luden von vnfer vnd aller der vnfen wegin vmb allen vnwillen, twydrechte» 
Brandt 9 Rouflf vnd befchedigunge, wo vnd jn welker mate fik dy von vns vnd allen den 
vnfen vnd dem gnantten herttogen Bernde vnd allen den fynen wennte vpp difTen hvt^ 
digen dach gegin eynander angehouen, gemaket vnd vorloupen hebben, gar nichtes nicht 
Tfgenamen, gutliken gefunet, geeynet vnd entrichtet hebbin, fünen, eynen vnd entrichten vns 
ok dorvmb jn crafft diefes brieues, dc^ bouen gefchreuen faken n3'mmer mehir' jn arge ge^'ia 
eynander togedencken, Dann alleine wat fchulde vnd tofprake dy ergnante herttoge 
Berndt to den bouengefchreuen vnfen Steden jn der alden M argke meinet to hebbende 
von der vorfegelden briefe wegin, dorvmb he fy alfo wennte her gemanet vnd angelanget 
befft, von defwegin fchaldie ergnante vnfe Swagher von Megkeinborch vns vnd dem er- 
gnanten herttogen Bernde eynen legeliken dach vnd Aede^ wenn he vnd wy des gewor-* 
den mögen, vorfchriuen: to demluluen dage wy denn dyfuluen vnfe Siede gegin den er* 
gnantten herttogen Bernde bringen wollen. Darfulueft vpp deme dage fcholen denn dy 
ergnanteu vnfe Siede Herttogen Bernde vorgnant na des obgnantten herttogen Hin- 
rickes vnfers Swaghers vnd finer Rede erkentniEs jn wytiicker frundtfchapp don, wes fy 
em na erkenlnifz des efgnanten vnfers Swaghers vnd liner Rede von der vorfigelden briefe 
wegin, darmede he fy wennte her alfe bouengefchreüen fteit angelanget hett, plichtich fyn: 
vnd defglicken fchal dy ergnante Herttoge Berndt den obgnandten vnfen Steden voa 
der briefe wegin, dy he an dy von Lubke vnd lunenborch ouer dy ergnanten vnfe 
Stede gefandt hefft, darfulues vpp deme dage ok don weick vorgan fcholle dat dat vorga* 
fo dat ]o ein mit dem andern vtgerichtet werden fchal. Mochte euer dy ergnante vnfe 
Swagher vnd fyne Rede der fruntfchap mit beider partien willen vnd witFchapp, alfe bouen 
gefch reuen fteit, nicht treffen, fo fchal he doch orer twyer briue Ichulde vnd antwurt Rede 
vnd wedderrede mit finen Reden von der vorfchreuen fake wegin vorheren, dy to xichtene 
to fick nemen vnd fy.mit dem rechten na briefen, tofpraken vnd antwerden eynen vnd ent* 
richten, deme fy des von beiden deylen gentzliken to vuUer macht hören fcholen ane arg 
vnd ane alle geuerde. Dat wy ergenante Marggreue frederick difle bouengefchreüen 
Sune^ eynunge vnd alle ftucke, punkte vnd artickele ftade, vafte vnd vnuorbroken holden 
fchollen vnd willen, Des to Orkunde hebbin wy vnfe Ingefigel vor vns vnfe Eruen vnd-na* 
komen an deffen brieff hengen laten, die gefchreuen vnd gegeuen is to Tangermunde 
na godes gebort virteinhundert Jar, dar na jm acht vnd drittigften Jkre, am donredage vor 
faudt Anthonii dage Copfelloris. 

9lac6 bem im (Be(. WUtditnhüx^ifd^tn 0(1. nnb ^aitf^u^td^itt iu 6c^»(tfn ht^bUi^tn Crlgiiiale« Dafelbß htfblbtt 
f^ füll glcic^tautfsbe UifunU, eom ^(r|oge SBenib aulg^f^^Qt An tcnfelbcn Sage |u 1ia\mhutj. 



24* 



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188 

MDLXXXI. Ä6ttig SKBred&t« pm iWarlgrafeit %mhx\^ ert|etlte Sefifitiguttg, »om 

29» 2H)ril 1438. 

Wir Albrecht, von gots gnadenn Romifcher konig zu allen Zeiten merer des 
Reichs vnd zu hungern, dalmacien, Croacien etc. kqnig, Erweiter konig zu Beheim vnd her* 
ezog zu Ofterreich etc. Bekennen vnd Thun kunt offenbar mit difTem briue allen den, die jn 
fehen. ader hören lefen. Wiewol wir den Erwirdigen vnd hochgebomnen vnfern üben Neuen 
vnd Oheymen allen des heiligen Romifchen Reichs kurfurften, Nach deme vnd fy vns )a 
der wale vnd kure des heiligen Reichs, der vns de? almechtige got gegonnet hat, willig, 
gunftlich vnd vnfern halben vhuerdint geneigt gewefen fein, billich widerumb aller eren. Wird 
vnd nuczperlikeit pflichtig fein, Ydoch So Tollen wir Ine vil billicher vnd mogelicher io 
folchen fachen willig vnd bereit fein, die fie nach laute der gülden bullen haben follen ynd 
jn zugehorenp: vnd Als vns nu der egenant vnfern Üben Neuen vnd Oheim erbere vndtref* 
liehe Sende boten, die^'vns die wale des heiligen Reichs bracht haben, ouch vnder andern 
fachen funderlich gebeten haben. In allen vnd irer iglichen feine freiheit, briue, Priuilegia, 
recht vnd herlikeit zu Coniirmiren vnd nach laute der gülden Bullen zu beft^tigen, des wir 
auch- funderlich von wegen des hochgeborn iridrichs Marggrauen zu brandburg, des 
heiligen Romifchen Reichs Ertzkamerer vnd Burggrauen zu Nuremberg vnfers üben Oheim 
vnd kurfurften, gebeten worden fein. Vnd darumb mit wolbedachtem Mute, gutem Rate 
vnd rechter wiffen. So haben wir vf hewt datum difzs briues dem egemelten vnferm Oheimen 
alle vnd igliche feine Priuilegia, freiheit, herlikeit, Recht, gewonheit vnd loblich herkomen 
wie vnd jn welcher mas die genant vnd von Romifchen keyfem ader konisen vorczeiten geben 
vnd verlihen findt bifz vf diffen hewtigen tag mit Rechter wiffen vnd von Romifcher könig- 
licher gewalt Confirmiret, beftetigt vnd belibet, Confirmiren, beftetigen vnd beliben die alU 
von Newes in Graft difz briues vnd diffe Coniirmation vnd gäbe fol als gantz macht han, 
Als ob diefelbigen Priuil^ia, freiheit, herlikeit, Recht, gewonheit vnd herkomen von worte 
£U Worte in deffem vnferm briue gefchriben weren. Vnd Wann Vnfer königlich Maieftat 
Ingeiigei' noch' nicht gemacht ift, So Sprechen vnd globen wir jn craft difzs briefs. So 
1)alde vnfer Maieftat Ingeßgel gemacht wirt vnd fy des begem werden, So füllen vnd 
wollen wir dj^felben vnferm Oheimen ader feinen nachkomen vber alle feine Recht, frei- 
heit etc. als vorgefchriben fteet vnfer königlich briefe in der heften forme, do diefelben 
von Worte zu wort jngefchriben fein, Ernewen alles mit der egenanten vnfer Maieftat In- 
gefigii on alles verczihenn. Intrag vnde arglift: vjid als balde wir mit der hilfe gots keyfer 
werden, So wollen wir folche freiheit, recht vnd Priuilegia, als obgemelt ift, vnder, vnnferm 
iceyferlichen tytel aber vernewen vnd geben. Vnd des zu Orkund haben wir vnfer Ro- 
mifch koniglichs Ingeligil, das mynner, an difTen briue mit Recht wiffen thun hengen. Geben 
ia Wienn, Nach crifti gehurt XlIII*. Jar vnd darnach jn dem XXXVIII Jare, am Neften 
dinftag vor fand philippus vnd Jacobs tag der heiligen zwelflboten, vnfer Reiche des Romi* 
fchen vnd Hungerifchen jm erften Jare. 

Ad maddatum domini Regis Cafpar Slick miles cancellarius. 
9la4 bcai fümSif. Se^n^ccpialbuc^c 11, f. 5. 



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,189 

IfDLXXXn. Seuj^ott Mn Sdfar^au (eletj^i >ald Se|nirager Ui SRarlgrafen ^tebrif|i mCefier-' 

ni^ bte »Ott ©ta^rettli^g/ atti 14* SD^ai 1438. 

Ich Leupolt von Ekchartzaw Bekenn, Als mich der Durichlefichtig Hochgepornn 
ffirft Her Fridreich, Marggraf zu Brandenburg des Heiligen Römifchenn Reichs 
Erczkamrer vnd Burggraf zu Nurennberg mein gnediger ynd Lieber Herr zu feiner gnadenn 
Lehentrager hie in dem Lannd zu Oeft.erreich gefaczt vnd empholhen bat, das für mich 
kam der edel Herr Her Rügejr van Starhennberig vnd gab mir zu erkennen, wie er 
auch die edelen Herren feinn vettern VIreichenn vnd Herrn Hannfenn geprfider von 
Starben berig, vnd auch feinn vettern Cafparen weylennt Hern Jörigen von Star« 
hennberig feligenn Sun^ das dorff Stetteldorff gelegenn auf dem wagram vnd auch 
weinczehennt vnd getraidzehennt dafelbs mit allem dem vnd zu Im allem gehört vnd in 
Gemeohtweis von vreilennt Bilburgenn, Hern £berharts vonn Capeiien feligenn 
tochtei: vnd Hern Jörigen von Dachfperig auch feh'genn gedechtnfifs witibenn, an Sy 
geuailenn vnd komen yfern vnd zu Lehenn Rürtenn von dem obgenanten meim genedrgen 
Herren vnd mich des mit dem gemechtbrief ynd beftatbrief, darumb aufgegangenn vnderweift, 
vnd pat mich i^n fein felbs vnd der egenanten feiner vettern ftat, als lehentrager, des ege- 
nanten meins genedigen liebenn Herren Im an ftat fein felbs vud der obgenanten feiner vet- 
teren die zuuerleihenn ; Alfo hab ich angefehen fölich Redlich vnderweifung, vnd Ir gepet, 
vnd Hab Im das obgenant Dorff vnd wein vnd getraidzehennt, itiit allem dem vnd zu Im 
allem gehört nichts aufgenomenn an fein felbs vnd der b^nanten feiner vettern ftat verlihenn 
an ftat des egenanten meios genedigen vnd liebenn Herren vnd verleich Im als dem eitern 
vn^ an ftat feiner vettern In vnd Iren erbenn die wilTenntUch in krafft des briefs, Was Ich 
EU Recht darann verleihenn fol oder mag, vnd mugen die vonn dem egenanten meim gene- 
digen Herren vnd feinen Wbenn In lehenfweis lonehabenn Nuczenn vnd nieflenn, als Lehens 
vnd Lanndes zu Oefterreich Recht ift, doch dem egenanten meim genedigen vnd liebenn 
Herren vnd feinenn erbenn an der Lehenfchafft vnuergriffennlich : Vnd wann der vorgenant 
mein genediger Lieber Herr zu Lannd in Oefterreich chumet, So füllen Sy von feinen 
gnadenn die obgemelten lehenn empfahenn als leben vnd Landes zu Oefterreich Recht ift. 
Mit vrkund des briefs beiiglten mit meim anhangendem Infigl, Gebenn zu Wienn an Miti- 
chenn nach fannd Pangreczenn tag. Nach crifti gepurd Virczehenhundert Jar vnd darnach in 
dem Achtvnddreifligiftenn Jare. 

Vtaäi brm im it St. (9e^. I^cf^ unb ^au^ttrc^io )u SBini beffnMl^en Criglhaf» 



MDLXXXIII. 2J?arfgraf grtcbridjf i. 3» m^S^nt fid^ mit bcwen i>t>n 06crg ju £)eBiöfeIbe unb 
UUi^t ftc mit Hebungen in l)er SlUmarl unb ma ber'Utbebe in Zan^txm&nit, am 7» 3ult 1439» 



Wir frederich der Junge, von gots gnaden Marggraue zcü Brandburg vnd Burg*» 
graff zcu Noremb^rg, Bekennen öffentlichen In dieflem brieffe, das fich vnTer libia i^etinwen^ 



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190 

Günther vnd Gunczel, hilmer.vnd gunczel gebruder vnde veitern alle geheilTen von 
O berge, wanhaftig zcu OueTsfeldB, genczHchen alle vnd wol befunet vnd bericht haben, 
mit vns, vnrern Steten vnd vnfern landen vnd lewthen, nymandejs vfsgenamen, ane geuerde. 
Hirvmb haben wir den gnannten von O berge, vnd iren lehnfserben, gelihen vnd lihen jn 
crafft dieffes brieflfes, czwelff fchogk geldes an Stendeliffcher weringe, zcu rechten menlichen 
lehen, Jerlicher gulde, Dorvmb wir In alle Jar, vnfer qwydtbriefe an vnfere lieben getruwen, 
' Burgermeifter vüd Ratman vnfer Stat Tangermunde, wenn fie zcu rechter zcyt darnoch 
kommen adir fchicken, gebin wollen, dielelbin vnfer borgere von Tangermunde Sollen In 
denn alle Jar vflF Sannt mertins tag von vnfer orbethe czwelff fchog Stendeliffcher weringe 
vff vnfern qwytbriefe geben, vnd die feibin czwelff fchogk follen vnd mugen fy alle Jar 
Jerlichen jn nemen, vnd die von vns zcu lehne haben, So lange bifs vns czwelff fchog guter 
gewiffer Renlhe In der alden marcke verfallen vnde lofs werden. Da wollen wir die gnanten 
von Oberge vnd ire lehnfserben mitt belehnen In ailermaffe, als ein here finen man ge- 
wonlichen pfleget zcubelehoen: wann wir das getan haben, So follen vns da mit die czwelff 
fchog weder ledig werden, die fie haben gehat In vnfer Orbete zcu Tangermunde.' Ouch 
follen vnd wollen wir fie, gleich andern vnfern mann verteidingen ane geuerde, vnd fie follen 
es auch In allen fachen gein vns halten, alfe getruwe man, gegin Irem rechten heren, billi-<^ 
chen halden vnd thun follen vnd die obgnannte ire lehen entpfaEen zcu rechter zcyt, als 
offte fyn noit gefchen wirt one geuerde. Czu orkunde mit vnferm anhangenden Ingefigei, 
verfigelt vnd Gebin zcu Tangermunde, Am möntage nach vnfer froweo tage vifitacronis. 
Nach Crifti gebort vierczehnhundert Jar vnd dai*nach In den achtunddreiffigften Jaren, 
Recognouit dominus per fe et examinauit coram confiliariis. 

9lad) bna SimmM, Sc^n^cppialbuc^e XVII, 35. 



MDLXXXIV. ®egertre\5cr8 ber ^on jDBerg jit Debiöfdbe »»egett %er Stuefß^nung «tit bm 

SÄarfgrafen %xkbvi^ b* 3v »om ?♦ Sali 1438^ 

Wie hirna gefchreuen, med nsrmen G-unther vnd Gunczel forudere vnde hilmer 
vnd Gunczel, ok brudere, der ergnannten Günther vnd gunczels veddern, alle geheitea 
von Oberge, to Ouefsfelde wanhafftich. Bekennen openbar met dilTem briefe, vor vns 
vnd vnfe erüen vnd uor yderman, dat wy vns met dem Irluchten hochgebornen forften vnd 
heren heren fredericke dem Jungen, Marggrauen to Brandemborch, vnd allen 
finen brudem vnfern gnedigen Uenen heren, vmb alle fchelinge twydi-echte vnd tofprake, die 
vnfe obgnannten gnedigen heren to vnfen eidern feiigen, vnd to vns vnd ok vnfe Eldern 
vnd wy to oren gnaden vnd oren landen vnd luden wennte vpp diffen dach gehat gencz« 
Iicken vnd gor gefunet, ge^ynet vnd entrichtet hebben, So dat wy finen gnaden demutic- 
lichen dancken. Vnd die ergnannte vnie gnedige heren heflit vns vnd vnfen eruen twelff 



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191 

fchogk an rtendelifcher weringe alle Jar lerlichen In der orbete to Tängermunde to 
manlehne uerfchreaen, die wy vpp nemen rcholen, to rechten tyden» na Ttwifupge vnfes 
lehnbriefs, So lange dat iinen gnaden twelff fchog an renthen In der olden margke uer* 
fallen vnd ledich werden etc. (wie in der vorigen Urkunde). To erkunde vnd waren Be- 
kentnifs, h^bbe wy ergnannten Günther vnd Gunczel vnfer Ingeißgel uor vns vor vnfe 
▼eddem vorgnannt vnd vor vnfer aller enien, met witfchapp laten hengen an dilTen brieff» 
Dochalfo wenn fie to mündigen Jaren komen, So fchollen fy alletyt er manrecbt fulues 
dun vnd fick alletyt getruwelicken In allen, faken holden. Gegeuen to Tangerniünde, na 
godes gebort vierteinhundert Jar, vnd dama In den acht vnddrittigiften Jaren, Am mondage 
na vnfer frowen dage vifitacionis. 

fftü^ tcm S^mixtiid)tn Ze^nitopialiüäit XVII, 35. 



MDLXXXV. Bifd^cf ö^onrab »oit ^wetterg htti^itt ün im fWarfgrafen griebrid^ i^ 3* 
m^m mtt in teffen Sluftrage au^gefüj^rtm Unter^ianblung mit hm ^orj^gen »Ott STlecflntbttrg^ 

m 16. 3uK 1438^ 

Vnfe vnderdanige dinfte vnd wes wir allewege gudes vohnogen touom» Irlucfatige 
vnde hocbgeborne forfte liue gnedige here: So vns juwe gnade befalen hedden in me aff- 
fcheden to Tangermunde, vmme juwer gnaden werue vnd bodefcaff an de hochgeboren 
forften vnde heren, heren hinricke den oldern vnde heren. heren hinricke vnde Jo- 
hann de Jungheren, fledderen vnd Brodere, alle hertogen to Meckjenborgh vnd 
tö Stargarden, to bringende, des dho wii juwen gnaden toweten, dat wH dar vmme 
gheme tho den gnanten heren, juwen liuen Swegheren Vnde ohmen, gearbeydet vnde juwe' 
begher nach flitigem dinfte vorfullet hebben vnde de fetuen juwe liue Ohme vnde Swegher 
iick gherne vp hüten am midweken Na aller apoftel dage fick ghefchicket vnde* lefelken 
vog^et hebben tho plaw, alz Nemelken de ergnante hertog hinrick de older volmech* 
tigh von fyner fedderen w^in, dar ock denne volmechtigk tofchicket vnde fand hedden de 
bovenrcreuen juwe Sweghere vnd ohme von zwerin Eres Rades, Nemelken heren Mat- 
thiafz Axkowen Rittere vnde her henningk Erer papenen etc. vnde wy en juwes 
Wernes dar. fo gherne bericht vnde to vorftande geuen hebben, dat fie daz fo gherne lefel- 
ken vnd gudwijleklikenr vntfangen hebben; liue gnedige here, des fin wir dar fo von en ' 
fcheden, <lat fie ghecue alle juwe gnaden to liue, fruntfcopp vnde to willen willen wefen tor 
welfnacke pelgrimacien an Sante jacobi dach tydege Nfich jegen Auend mid eren Reden 
Vnd kleynem hope, dat fick juwe gnade des magh weten nha to richten: vnde fie hopen 
vnde meyneu fick gruntelken yo mid jwe gnaden dar folueft wol tovorgande Ane der heren 
von Brunfwick edder anderer heren bywifent, men befunderen mid jwe gnaden to ver- 
handelnde vnd toflitende, alz wy von jw fcheden fin vnd vor an fie gew..ten hebben, So 



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192 

dat juwe gnade der h^en von Lunenborgh dar deDne mid Dichte to bebouende ys, dat ock 
befiiodern juwen liuen ohme vnd Swegbern vorrcreuen, alz w an en derforen hebben wol 
to dancke ys. Liue gnedige bere, to diflen weruen bebbe wy mid vns genomen vnd had 
juwen Rad von der kyritze, pritzwalk, jperleberg vnd vop witftock. Juwe gnade 
fy gode befaien to feligen langen tyden. Screuen vnder vnfem logefiegeL Anno etc^ 
XSJLVnV Am midweken nha aller apoffel to plawen. • 

Conrad, von godef gnaden Biffcopp tbo Hauelberg etc. juwe 
Odmodinge Capplan etc. 
Demo Irlttcbtigen vnd hochgeborn furften vnd hem, hem ffredendce dem ^ 

Jungbern — vnferm liuen gn. bern gefcreuen. 

Vtad^ Um iDriginale. 



MDLXXXVL Äßittg SlIBred&t fefct bm ZS^im be« ^crjoß« «ubtttg in ©d^Ieftert jtt Sriej 
itnb ßiegnjö ben SWiirJgrafeit grtebri^^ vm ßexwwbf, am !©♦ Dej* 1438* 

Wir Albrecbt, von gotes gnaden Roroifcher Kunig, zu allen ziten Merer 'des 
Reichs vnd zu Hungern, zu Behem, Dalmacien, Croacien etc. Kunig, vnd Herczog zu Oeßer- 
reicbi Bekennen vnd tun kunt offenbar mit difem brieff allen den, die In feben oder boren 
lefen. Wann für vns komen ift die Hochgeboren Elifabeth, Herczogin in Slefien^ 
czum Brige vnd lignicz^ vofer liebe Mume vnd furftynn, vnd hat vns furbracht Als 'der 
Hochgeborn Ludwig Herczog in Slefien vnd Herre zum Brige vnd Ligoicz, Ir gemahel 
feiiger, Iren beyden Elicben Töchtern den Hochgeborn furftinn Magdalen vnd Hedwigen, 
yglieher befunder zu beftetung Czehen Taufent Schock Behemifchergroflen, auf feynen landen 
vod Steten zum Brig, zu Lignicz, zum Goltperg', zu Strelen vnd auf der pfantuog 
zu Petfchen vnd Krewczperg vnd allen Iren czugehorungen geben vnd verfchriben hat, 
md dorauf denfelben Iren beiden Töchtern czu Vormund £rwelt vnd gekoren hat die ege» 
nant Elifabethen fein gemaheln, Hat vns nu diefelb Elifabeth vnderricht,. wie das Sy 
durch mancherley anligender Tache vnd gebrechen willen, die Ir vnter, äugen geltoflen fein, 
Ailcb vormundfchafft, aleyne nicht fo wol verwefen muge, als Sy doch gerne tette vod Iren 
Töchtern notdurfft were, Vnd hat vns fleiniglich angerufen vnd gebeten, das 'Wir Ir zu 
hilfi in den fachen, denfelben Iren Töchtern Magdalen vnd Hedwigen den Hochgeborn 
Fridriclien, Marggrauen zu Brandenburg vnd Burggrauen zu Nuremberg; Iren Bru* 
der, vnfem lieben Oheime vnd furften, czu Ir zu Vormunde zu geben, Vnd Im das zu be* 
felhen gnediclich geruchten. Haben wir angefehen, vnd betrachtet fulch der obgenantoi 
Elifabethen redlich, miiglich vnd czimlich bete vnd auch zu vorderft Irer vorgenantea 
Tochter beftes, der niicz vnd fromen Wir gerne fehen vnd furwenden^ Als vns von Kunig« 
licbs gewalts w^eiK, als einen Oberften Vormunde , aller der furften Kinder, die in vnlera 
Kun^richen fein vnd Irer Eldem eines oder mere von gotes verheognufi» wegen beraub^ 



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193 

werden, wolgeczymet, Vnd haben mit wohlbedachten .mute, vnd gutem Rathe, denfelbea 
Magdalenen vnd Hedwigen den egenannten Marggraff fridrichen zu der merge^ 
naiven Elifabetfaen Irer muter zu Vormunde geben, und fulcfa Vormundfchafft, getreulich 
zu uerwefen befohlen vnd befehlen Im die von £Luniglicher macht wegen in Krafft dies brie& 
gepietende . ernftiich, das er fich folicher Vormundfchafft mit fampt der egenanten feiner 
Swefter anneme, vnd den egenanten feiner Swefter Töchtern fleifTicIich vnd getreulich vorfein 
wolle vnd foiie, als billichen ift, das ift vns alfo ein gancz wolgefallen, Doch fo behalten wir 
vns Uierynnen die Oberften Vormundrchaflt, Alfo das man der obgenanten Magdaleh vnd 
Hedwigen nicht verendem noch verelichen fol es gefchee dann mit vnferm Rate vnd willen. 
Mit vrkund difs briefs veriigelt ,mit vnferm Kuniglichen Anhangenden Inßgel. Geben zu 
Brefslaw,' Nach Crifts gepurd Vierczehenhundert Jar vnd dornach in *dem Achtvnddri(£- 
giften Jare am Mitwochen nach vnfer lieben Frawen (ag Coucepcionis , vnferr Reiche im. 
Erftem Jare, 

Ad mandatum domini regis PetrusJKalde prepofitus Nordhufienfis« 
In dorfo: Rec. Johannes Richter. 



MDLXXXVU. 2Äar!graf Soj^ann UUi^i 5Rfibigcr uoit ©ta^rrnhrg mit tmm Se^wflute in 

Dejierrei*, am 3h De^^ 1438. 

Wir Johans, von goles gnaden Marggraue zu Brandburg vnd Burggraue 
zu Nuremberg Bekennen für vnfern Lieben Herren vnd vater vps vnd vnfer Lieb Bruder 
vnd aller vnfer Erben, Oflenlich mit diefem /brie^ <las ffir vns komen der Edel vnfer Lieber 
getrewer Rudiger von Starhmberg, vnd bäte vns demutiglichen an ftat fein felbs vnd 
der Edeleb vnfer getrewen Lieben vLrichen vnd Hanf eh gebrüder von Starhmberg vnd 
Cafparn weylent Jörgen von Starhmberg Sune feinen vettern das wir Im zu fein vnd der 
yeczgenanten von Starhmberg feiner vettern- Händen geruchten zuuerleihen dasdorffStetel- 
dorff auf dem wagram gelegen, weiozehent vnd getraydzehend dafelbft mit allen dem vnd 
zu Im allen gehöret nichts aufsgenomen wann das alles von weylent wilburgen von Kap- 
pellen Jörgen voti dachfperg wittib In gemechtzweyfe w fie kpmen were, das haben wir 
getan vnd haben dem egenanten Rödigern von Starhmberg diefelben Lehen mit iren zuge* 
horungen zu fein vnd der obgenanten vlrichen, Hänfen vhd Cafparn Händen ap des «gemel-* 
ten vnfers Lieben Herrn vnd vaters vnfer vnd vnfer Brueder ftat verüben vfid leihen auch 
In vnd iren Erben die wylTentlich mit dem brief was wir lo zurechte daran leihen füllen 
oder miigen, In Xulcher mafs das fie vnd ir Erben die bu furbafs von dem obgemelten 
vnferm lieben Herrn vnd vater vns vnd vnfern lieben Brfider vnd allen vnfern Erben In 
lehenfsweyfe Innhabto, Auczen vnd nieffen füllen vnd mQgen als Lehens vnd des Lands zu 



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194 

Ofterreich recht ift vngeuertich doch dem vorgemelten'VDferm Lieben Herrn vnd vater vns 
vnfern Brüdern vnd vofer aller Erben an vnfer Lehenfchaft on fchaden ongcnerde. Mit 
vrkund dicz briefs mk vnferm Anbangenden Infigel veriigelt, Geben zu P'refslawe an [and 
Lueien.tag der Heiligen Junckfrawen nach Crifti vnfers lieben Herren gepurte virczehenkuiir- 
dert Jare vnd darnach Imm Achtvnddreyffigßen Jaren* 

9la^ tictn im Jt,. St. ®t^. feof^ unt'$autf'9trd|ii>( (u SEDIen b(j!nb(ic^eii iDriflinaL 



MDLXXXVIIL ÜÄarlgraf mhvt^t nimmt a\i Hauptmann wn ©d^ileften irnb jw Söredloit eilte 

ßffentlij^e ^anbluog ^or^ am 20. 2Kai 1439. 

Wir Albrecht, von Gotis GnodenM argraff zu Brandenburg, Burgnaff zu 
Nuremberg. vnd von Kuniglicher Gewalt von Behenien, Houptman lu Slezieu vnd zu 
ßrefslaw, bekennen ofBntlichen mit diefem Kegenwurtigen Brieffe^ das vor vns vnd dea 
ediln Cuncz • . Rungen, Petir vom Zabor, Tfchafflaw Somerfeld, Conrod 
Luckow, Petir Kirftan, Kleincze Dompnig, Hannos Pok.. vnd Conrod Cam- 
porn vnfers Hirren des Koniges von Behemen Manne, in g^begetim Dinge, do der tüchtige 
Hannos Seidelicz, vnfer HoSerichter, von vnfern wegin das Gerichte fas, Orteil vnd Recht 
gebin hot, alfo als Antbonius Hornig das halbe Dorff zu Woytkewicz, da& her von 
Auguftino Richter vnd frawen Margarethan feyne eliche Husfrowe vnd das ettwenne Niclos 
Merbots ift geweft, gekouft hot, fier Dinge tage wffgebotin hot, ab ymand Czin., briueadir 
Zufproche bette adir habin wolde, der kome. byn Jor vnd Tage dy rege vorbrenge vnd 
nicht vorfweig.. ee dy Gewer awfgeet, als ferre iie ir Recht behaldin wellin, wer Jor vnd 
Tag fweiget der fweige furbas ewig . . . eßtczet er das Jor vtid Tag an Rechtis anfproche^ 
fo mag er das egenante . halbe Dorff zu Woytkewicz fürbas ..machfam befUczin noch 
Laute feiner kuniglichen Briue von Rechtis wegin. Das felbe Orteil vnd allis das vo . . . 
fchrebin fteht, habin wir ftetQ vnd gancz vnd beftetigen fie von kuniglicher Gewalt von 
Behemen, der wi..ebruchen mit dem kuniglichen Ingefegil der Landlute des Ffurftthumes 
zu Bresslaw^ das do ift zu Erbin v . • . . Sachin das an dielin Kegenwurtigen Brieff ift 
gehangin, Gebin zu Brefflaw, am der Metewochin noch de ... . tage Exaudi noch 
Crifti Geburt vierczenhundirt Jor vnd domoch in dem newnvndtreiiigiften Jore, Dobey • int 
dy Ediln dy obgefchrebin ftehn vnfers Hirren des Koniges von Behemen Man vnd Hannos 
Banckow Canc.le. .ez vorbenumpten ffurftthumes zu Brefslaw der dielin kegenwurtigea 
jBrieff hat gehabt in Beuelhunge. 

Sta^ tiro im. Mnifi, ec^leßfc^en ^ttiniiaUSHtd^it^t in fBttilau^ «or^antuien iDcldinaCe^ 



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105 

MDLXXXIX. aWarlgrof grtefcrid^f ber SKeftere »oit Srartbenburg/ mb^ fctnett bier ©ßl^imt be^ 

fetint^ bofi er burdfi Sanbgraf 8ubtt)ig ju Reffen tnit griebrtd|f unb SBiIl^dm ^erjogen ju (Sa(|(fctt 

^fuj^itt worbeii fei «rtb baf fie nun' fortan onf frettnblii^e ©mguitg fi^en mUtn, 

am h Sttni 1439. 

Wir von gots gna<kn fridrich der elter^ Marggraf zu Brandenburg vnd 
Burggraf zu Nuremberg, vnd wir voYi denfelben gnaden Johans, Albrecht, fri- 
drich vnd fridrich, gebrudere,. Marggrafen vnd Burggrafen doCelbs, fyne Sune, 
Bekennen mit diFem vnferni offen briefe gegen allen den, die In fehen ader hören lefen, das 
wir vf biite datum dilzs briefs mit den hochgeborn furften herren fridrichen vnd Wilhel- 
men, gebrudern, herczogen zu Sachfen, lannlgrafen In duringen vnd Marcgrafen zu 
Milien, vnfem [lieben ohmen, gutlichen vnd fruntlichen vereyniget vnd entfaczt lind durch 
den hochgebomen furften vorem lieben oheim hern Ludwigen, lantgrafen zu heffen^ 
vmb alle vnd vnd (fic) igliche fchelung, gebrechen vnd milTehellung, die bisher etlichermarfe 
zwifchen vns entftanden waren , fo das die alle gruntüchen vnd genczliehen zwifcfaen vna 
abfin follen, vnd wir follen vnd wollen vortmer mechticlichen ficzen, vf vnfere fruntliche 
eynunge; als wir der gegen einander verfchriben find, vnd d^rfelben vnfer eynung von bei- 
denteiln genczliehen für vns vnd die vntern volgen vn/l nachkomen, in aller malTe xvife vnd 
form, als vnfere ejmingesbriefe doruber gegeben das clerlicber fagen vnd vfzwifen. Vnd als. 
wir dann nO vortmer über vnfere angeborne vnd vor verteidingte fruntlickeite mit denfelben 
vnfem ohmen von Sachfen, iczunt durch beredung der fruntfchaft, die zwifchen vns obge- 
nanten Marggrafen fridrichen in der marcke vnd Ju.ngfrawen Catherinen, vn- . 
Izers omhen von Sachfen Swefter, berett vnd verfchriben worden ift, nach fruntlicher vns in 
lieb vnd trew gefaczt haben ; Dorumb funderlichen zcymlich vnd billichen ift, furder vns mit 
truwen vnd fliffen geglen In, iren landen vnd luten fruntlich zu bewifen; vf das fo'gereden 
vnd globen wir alle by vnfern furftlichen wirden, truwen vnd eren, ab ymant, wer das were, 
die vorgenanten vnfere omhpn von Sachfen, ire lande vnd lute angriffen, leidigen, rauben ader 
fuft befchedigen wolt, wo ader an welchen enden das were, wie oder wem wir das derfuren 
vnd Innen wiu'den, wir werden von denfelben vnfem ohemen, den Iren ader fuft darczu ge- 
fordert vnd angeruffen ader nicht, das wir das nach allem vnfzerm vermugen weren« abwen- 
den vnd mit allen truwen vnd flifTe darczu tun wollen, nicht mynner nach anders, wann als 
ab das vnlTelbs ader vnfze eigene lande, lute vnd vndertaneh berurte vnd antreffe. Defgli- 
eben auch alle vnfze Amptlute, die wir iczunt haben ader hernach feczen werden, alfo Als 
von vns berurt ift, halden vnd tun vnd auch das von beidenteiln alfo zuhalden, globen vnd 
fweren follen ongeiierde: vnd vf das, das gruntlicbe fruntfchaft vnd lieb "Zwifchen vnslin vnd 
bliben folle. So follen noch enwoUen wir nicht geftafen, das ymants vnfer obgenanten lieben 
x>mben von Sachfen manne, dienere ader vndertanen vor vnfzers Burggrafthumbs zu Nurem- 
berg landgericbt, geheifcht ader geladen werden follen vngeuerlichen , vnd ab das hiruber 
gefchee, alsbalde vns dann diefelben vnfze omhen ader Ire amptlute. dorumb fchriben; fo 
follen vnd wollen das fchicken zuftunt abgetan, das auch alfdannen an fich felbs vncrefftig 

25* 



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196 

vnd abe fin fal ongeuerde. Hirynne vngeuerlichen vrzgenofTen die heilige Romirche kirch 
vnd ynfer heiliger vater der Bahft, das heilig Roroifch Rieh vnd mfer goedigfter herre der 
Romifch kiinig vnd die, mit den wir hieuor in verfchribner eynung vnd buntnifzs ficzen. Des 
zu orkund haben wir obgenanten fridrich der elter vnd Johanns, Marggrafen zu 
B ran dem bürg, hjran vnfere Ingeligel wiflentlichfen lafTen hengen» dorunder wir auch obge- 
nanten fridrich vnd fridrich, ire Sune vnd Brudere, vns verfchriben vnd verbinden als 
ab vnfze eigene Ingefigele biran gehangen weren. Gefcheen vnd gegeben zu lichtenfels, 
nach Crifti geburt virczenhundert dar nach Im Newnvnddridßgrten Jare, am montage nach 
Trinitatis. 

9{adk Um im ASnigl. eAc^Pfc^en ®c(, 9[r<^it> in S)re^ben 6eßnbli(^en- CriginaL 



MDXC. ef)ettertvag jwif^en Um SDlarfätofen ^rtebdd^ b. % unb btr ^cräeji« Rat^axina öoit 

©ac^fcrt, wm 2. Sunt 1439. 

Wir Ludwig, von gotes gnaden Laritgraue zu UefFen etc. Bekennen vnd tun 
kunt öffentlich mit difem brief geiu aller meniclic — das wir auf heute zwufchen den Hoch- 
geborn furften vnrern lieben Swegern heien fridrich en vnd^hern Wilhelmen, gebrudern^ 
Herczogen zu Sachfen etcl auf ein vnd den hogebornen furfte vnfern lieben Oheimen 
heri) fridrich en dem eiteren vnd hern Johannfsen,, feinem Sone, Margrauen zu 
Brandenburg vnd Burggr. zu Nuremberg, auf^die andern feiten, 'cin frunifchaff be^, 
redt vnd beteidingt haben — Czum erften das die Hochgebornn furfte vnfer lieber Obefm 
here friderich der Junger» Marcgraue zu Brandenburg etc. die hochgebornen für- . 
Itinn vnnfer liebe Swegerin frawen kathreyen» Herczogin zu Sachfen etc., der ob- 
gnanten vnfer lieber S weger Swefter, zu der heiligen Ee nemen foi- Widerumb fol jne 
diefelbe vnfere liebe Swegerin auch zu der heiligen« Ee nemen i vnd die obgnanten vnnfer 
liebe Sweger die herczogen zu Sachfen Süllen derfelben jrer Swefter zu dem obgenanten 
vnferm lieben oheim niarggrafen fridrichen zu Brandenburg zu heyratgute vnd heim- 
ftewr lieuntzehentaufent guidein Rein, landfswerung zu francken geben vnd aqfsrichten. Als 
viertaüfent guidein in der erfien Jarsfrift nach irem elichen beyleger vngeuerlichen, Item'funf- , 
taufent guidein jn iiem andern Jare, Item funftaufent guidein jn dem dritten Jare vnd fünf- 
taufent guidein in dem virden Jare darnach, alles obgefchribner werung: vnd fulch obge- 
fchriben beczalung SuUen zu iglicher frift vnd zeit dem — Marggrafen fridrichen zu 
Berlin in der ftat vnuerzogenlichen — aufsgericht vnd beczalt werden vnd befunder So 
furien diefelben vnfer liebe Sweger die egenanten ir Swefter zu pette vnd zu Tifche nach 
]ren eren fertigen vnd aufsrichten. So fol iie vnnfer egenanter oheim Marggraf fridribh 
auch nach feinen eren verroorgengaben, alles getrewiichen vnd on alles geuerde. Auch fo 
fol widerumb vnnfer lieber '^oheim der marggrafe der egenanten frawen Kathreyen in der 



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197 - 

Jarsfrill nach jrem elichen beyleger zu leipgeding verttiachen vnd verfcbreibeii auf guten 
SlolTen, JSteten vod gutern in der nebe bey dem lannde eu Sachfen gelegen mit namen 
Trewen Brierfen, Mittenwalde^ Belitz» Trebjn, Sarmunde vnd Poftamp mit 
Iren zugehorungen, das iie ierlichen, ob fie den obgnant^n vnfe^ lieben oheim überlebet, 
do got lang vor fey^ virtaufent guidein Rein, zn leipding einzuoemen vnd aufzuheben habe 
one allen abgangk vngeuerlichen. Wer aber, das die vörgenanten Siofs vnd Stete fouil ier- 
licher nutzung als virtaufent guld'ein nicht ertragen noch gehoben mochten, So fol der ege- 
nant vnfer oheim der marggraue der egenanten frauwen kathreyen auf endern feinen Stof- 
fen dobey das übrig, was ir an den virtaufent guldeiq gebreche vnd abging, . verfchrieben 
vnd vermachen, Domit fie aifo volliciichen on abgangk der viertaufent guidein (eipgedings 
ierlicher nutzung redlichen verweifet vnd habende fey on geuerde: vnd wer fache, das der 
obgenant vnfer lieber oheim der marggraue vor der obgenanten frawen kathreyen mit tode 
3l>ging> fi^ gewunnen erben mit einander oder nicht, So fol alfdann diefelbe fraw kathreye 
bey dem obgefchriben jrem leipgedioge vnd verfchreibunge jr leptage gerugiichen vnd vn- 
gehindert bleiben vnd ficzen: Dobey fie des egenanten vnfers lieben oheims erben getreu- 
lichen hanthaben, fchuczen vnd fchirmen fullctn: vnd fie mag auch daiczu vnd darüber vor- 
munder kiefen vnd nemen, wene fie wil, -vngeuerlichen: vnd' ob fie fich nach deffelben 
vnfers oheims tode vorendern vnd einen andern man nemen wurde. So fol fie alfdann aber 
bey dem egefchriben Irem leipdinge ir leptage Jn obgefchribner mafie ficzen vnd pleiben. 
Welten aber dei^ genanten* vnfers oheims erben Diefelben fraw kathreyen nach des ege- 
nanten vnfers oheims tode bey demfelben leipding vnd yerfchreibung nicht ficzen vnd pleiben 
lallen, So füllen fie ir alfdann funfvndczweinczigtaufent guidein Reinifcher obgefchribner we- 
rung aufsrichten vnd bezalen zu Wittemberg in der Stat on alles vertczihen vnd on alle 
eintrege vngeuerlich. Diefelben funfvndczweinczigtaufent guldein fol vnd mag fie, ob fie 
erben mit einander betten vnd lielTen, ir leptag. nach Irer notturft gebrauchen vnd nieffen: 
w^nn fie aber mit tode darnach abgeet, do got lange vor fey. So füllen alfdann diefelben 
funfvndczweinczig taufent guidein nach irem tode wider auf des egenanten vnfers oheims 
marggrafen fridrichs vnd ir leiplich erbep, die fie mit einander betten vnd lielTen vnd 
auf ander ir leiplich erben, ob fie die mit einem andern man gewunne vnd liefle^ vaHen vnd 
kumen. Wer aber fache, das fie mit dem egenanten vnferm oheim dem Marggrafen nicht 
leiplich erben gewunne noch lielTe, So fol gleichwol diefelbe frawe kathrey nach defletben 
vnfers oheims Marggrafen fridrichs tode bey den fünf vnd zweinc^ig taufent guidein 
auf des obgenanti?n Ir leptage ficzen vnd pleiben, Ob fnich obgefcriben leipding, alfo von jr 
geloft wurde. Wenn fie aber darnach mit tode abgeet, So füllen alfdann dreiczehentbatb 
taufent 'guldein wider hinter fich auf die obgenanten vnnfer Sweger die Herczogen von 
Sachfen vnd auf ir erben, vnd dreiczehenthalbtaufent guidein auf des obgenanten vnfers lieben 
oheims des marggrafen erben vallen vnd komen on widderrede vnd on alles geuerde: vnd 
des alles zu warem Urkunde haben wir obgenanter lantgraff vnfer Infigel an diflen brief ge- 
hangen. Vnd wir fridrich vnd wilhelm v. g. g, herczogen zu Sachfen vorgenant 
vnd wir fridrich vnd Johanns von derfelben g. g, Marggrafen zu Brandenburg vnd 



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WS 

Burggrafen zu Nuremberg Bekennen — das dife" obgeCchriben beredüng, [teidlng vnd frunt- 
fchaft — mit vnrerm gutem willen widen vnd worte Zugängen vnd , gefcheen ift vnd wir 
egenant Herczdgen haben vns dorinnen der obgenanten vnfer lieben Swefter frawen ka- 
tbreyen gemechtigel vnd wir egenant Marggrafen fridrich vnd Johans haben vns 
auch des vorgenanten vnfers lieben Sons vnd Bruders marg'grafen fridrichs g^mecbtiget 
Sulcher Ee vnd fnintfchaft nachzukomen etc. — Gefcheen vnd geben zu licht enfels^ Am 
dinftag nach dem Sontag Trinitatis, nach crifti vnfers heren gebiu-t virczehenhundert Jare vnd 
darnach jm neunvnddreiffigiften Jar. ^ 



MDXCI. Die ^ßmge SGBIabiölaö wn 55oIett mi ^afimtr un Sßffmeit BetoiHigett htm Sol^ftiv' 
ntter^Orbm fle^iffe greij^eitert jum (Sö^nii ffetner SSeltfeungen;. am 14* ©ept 1439^ 

Wladillaus, Dei gratia Rex Polonie, Littwanieque princeps fupremus 
et heres Rufsie etc. nee non kazymirus eadem gratia electus Regni Bohemie etc. 
Ad perpetuam rej memoriam cunctis pateat evidenter prefentibus et futuris. Etli regalis 
innata nobis manfuetuto proborum curam gerens, ad ea que Reipubl. Statum refpiciuut diu- 
genti tenemur folicitudine intendere atque voluntarios iabores' fubire, ut Chriftiane Religionis 
poputüs in optata pacis tranquillitate conquiefcat, Ad illa hihilominus uberiori quodam favore 
mentis fue aciem debet convertere, que fanctarum Eccleiiarum et miniftronim, omnipotent!^ 
Dej commodum fapiunt et honore lignantur, quorura vita et converfatio a mundanis conver- 
facionibus fequeftrata in Dei cultura facre Religii)nis ftudio edificätioneque fe exercet. Hinceft 
quod ad evitandum multas et varias difcordias, controverßas, lites et gwerras, quales inter nos 
regna noftra ex una, et venerabilem^ ac religiofum fratrem Nicolaum Tyrbach, Ordiriis 
fancti Johannis Jerofolimitani per Marchiam, Saxoniam, Pomeraniam, CalTubiam et Vanda- 
liam Magiftrum Preceptorem generalem ordinem terrasque et fubditos. fuos partibus ex altera 
huc usque habite funt et exorte, unde jncendia, homicidia et damna quani ^plurima et maxima 
utrique parti heu funt irrogata» de certa noftra fcientia atque nostrorum principum^ Prelato- 
rum, Palatinorum, Caftellanorura , Dignitariorum, Civitatum et oppidorum omnium et fingu- 
lorum accedente coniilio et voluntate, noftro atque Regni et principatuum heredum etfuccef- 
forum noftrorum nominibus acceptavimus et' prefentibus aeceptamus, veram Cbriftianam per* 
petuam integramque pacis tranquillitatem perpetuis teroporibus irrefragäbiliter/ Ita quod nos 
heredes fuccefforesque noftri una cum Regnis, principatibus. Dominus et fubditis noftris 
cuiuscunque dignitatis, gradus, conditionis et ftatus fuerint contra Predictos Magiftrum et 
ordinem nee non contra eorum terras^ Domioia et fubditos atque fucceffpres, nulla ratione 
aut occafione nulloque colore que/ito vel invenrendo lites gverrasque movere debemus aut 
fufcitare, nifi gwerris fubortis inter nos fuccelToresque aut terras noftras ex una et principem 



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199 

five DoiDiDum fub cuins ditione Ordo predictus bohs terras ef fubditos habet, ex altera 
partibus: Et tunc licitum fit predicto ordbi et MagiftrOi qni pro tempore erit aut fuo o(E- 
ciali fiive preeeptori, cum bis terris bonis dommiisque et fubditis huic Priocipi aut domino 
jnimicanti fubiacentibuSy cum quo nobis fort fuccefroribus live terris noftris lis erit Fuboita, 
contra nos terr&sque et fubditos noUros et nobis noftrisque Subditis univerfis viceverfa contra 
fubdhos diftrictus terras et dominia eiusdem ordinis et eidem Priocipi Aibiecta difBdare hofti«" 
liter agere et operari durantibus gwerris eisdem quarum^ oceafione predictus ordo cum bonis, 
terris et fubditis fuis aiijs principibus five domioijs fubiacentibus, qüi nobis et regnis iH)ftris 
terris et fub^tis noftris non difSdarunt neque inimicantur preiudiciura pacis huiusmodj per- 
-petue minime patiatur, Sed eadem pace inviolabiliter uti valeat et debeat pariterque gaudere. 
Hac eonditione interiecta quod cum inter nos terrasque et fubditos noftros et huiusmodi prio« 
' cipem feu Dominum nobis joimicantöm üs et gwerra penitus fedata fuerit et eomplanata, ex 
tnnc terre, bona et fubditi ordinis predicti buiusmodi Inimicanti principi ftibiecta ad hanc 
paeem perpetuam reverti reunirique debeant et permanere. Vt autem huius modi perpetua 
uoionis et pacis obfervantia firmior' et Yecurior babeatur, volumus ut inimici aut damnificatores 
ordinis predicti jn terris et dominijs noftris^ foveantur aut permaneant quovismodo. Si autem 
contingeret ordinem predictum aut eins fubditos vel bona moleftarr, invadi, damnificari aut 
Tiolari per quofpiam, qui terras noftras fubintrarent et tunc hi qui Ordinis funt cum fubditis 
farmiliaribus et coadiutoribus eorum fecure pro noJ;>is et omnibus noftris et eorum quolifoet et 
pro omnibus qui propter nos facere diuiittereque voluerint falvis rebus paritier et perfonis 
in €t per domirfia et terras noftras longe lateque ut eis placuerit et videbitur expedite, Ubere 
et fine quovis impedimento noftra aut noftrorum buiusmodi eorum inTafores, inoleftatores^ 
dainnificatores et violatores infequi, detinere, arreftari et fententionaliter uti pacifragos Judi« 
cari facere.: . N^c non absque ftrepitu et figura judicy, eis ablata, G qua forent ibidem^ 
repctere reafsumereque et econtra, in ufus.liberos fuos convertere poffunt et valeant, ac 
fi fiiper bis noftrum dedifsemus confenfum et favorem Specialem. >Ad quo omnia et fingula 
noftri quicunque ex parte ordinis ad hoc vocati et requifiti Irrecufabile juvamen,^ auxilium, 
eBDrfilium et favorem prel'tare tenebuutur omni femota excufutione.et dilatione;^ quod fi qui 
de noftris in toto vel in parte, ut prefertur facer_e aut implere uoluerint, ultra penam de non 
exctifatione buiusmodi regij. uoftri edicti meritam a nobis dire fibi infligendam parti lefe 
danana juxta fuam et duorum fibi in nobilitate parium eftimationem jureiurando firmandam 
wox refundere folverequo Aut de eis fatisfäcere infolidum obh*^gabuntur. Item fi nobis fuc- 
cefforibus vel fubditis noftris, aliqualiter reftabit Actio contra Ordinem predictum aut 
fubditos fuos, ob hanc eis nullam violentiam infiigemus, fed eos pro conventione mutua 
ante fpacium unius menfis fuper ibcis Gräociörum utrique parti con'gruis et competentibus 
per noftros vocabimus et jufticiam fuper huiusmodr actionibus et impetitionibus noftris et 
fofs refponfionibus recipiemus fecundum dictamen Jt^ris quatuor Confiliariorum noftrorum 
et quatuor qui ex parte ordfnis ad hoc deputabuntur, quod et noftri, qüos ordo pre» 
dictus aut eins fubditi impetere habent vice yerfa, omnium poftpofita c^ontradictione eis faCere 
debent et teneantur. Hi autem pro decifione huiusmodi deputandi, omnino per eorum Jura- 



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200 

meota facienda aftricti finalem huiusmodi caufanim deci/ionem atque dircurßonem procurare, 
ne ex eis caufis non dejudicatis lia oriatur, Ita quod quod .maior pars judicum ab utra* 
qua parte ad boc deputatorum juredictaverit per fua juramentaf Id fortietur ruum eCTectum: 
quod fervare et implere noftros compellemus. Denique fuper bac "perpetua pace atque unione 
omnes gwerre, lites, difcordieque et actiones» que parti utrique imminere potuilTent atque 
hodie polTent occäfione <lLCtarum g^errarum^ difcordiaruai, daoinorunoi five offenfionum verbo 
vel facto» qualitercunque fubortarum perpetue efle et .manere debent fedate, complanate et 
fopite, Ita quod fuper huiusmodi actionibus nullo .modo Judicialiter aut boftiliter fit pro- 
cedendum. Preterea dos Wladiflaus et Kazymtrus Reges fupradicti fub regia Ma- 
leftate atque principum dignitate: nee non dos Barones infrafcripti Sandwogius de 
Oftrorog Poznanienfisi Marcus de Slawfko, Califienfis Palatini, Dobrogoftius 
de ftamotoli Poznanienfis, Dobrogoftius de Colno Camenerenfis, Caftellani, Stanis* 
lauste Oftrorog Subdapifer Califienfis, JMaioris Polonie Capitaneus Generalis, J^braham 
de Dzbanfthin Judex Pofnanienfis, Raphael de Golncbowo Subcamerarius Califienfis 
Byenyaw de Bandlawo Yexillifer Poznanieiifis JVIoftres de maiori Cornjyno jioftris 
beredum et fuccefforum noftrortim nomioibus promittimus fub fide et hoofore noftris prefcri- 
ptäm, pacem perpetuam et concordie ioviölabilis unionem .firmaiq ,ratam et jmmobilem per« 
petuo fervare et teuere nee verbo nee facto .contra eam quovismodo venire. Ad cuius rei 
evidentiam pleniorem roburque perpetuo valiturum, prefentes literas noftro regio atque ooi* 
Bium nöftrorum.fupradiclorum figillis juffimus cum plena deliberatbne Communiri? Actum 
et Datum in Byetz, Feria fecunda J'efti Exaltationis Crucis, Anno Domini Millefimo qua« 
dringentefimo tricefiiäo dodo. 

flüi einer alten 9(bf(^rift, — 9€cdtn'i Cod. DI, i266. 



lODXCn. WlAvt^xa^ %xithxi^ ber Sfiwflere, Ut mä^ Reffen gc^, bittet im ^evjog %mhvid) 

wn &ail^\m 4tm Seflimmuttg eine« Orte«, an tod^m er [x^ anify mit i^m &btx ^orfeietti)e toid^ 

iige ^ngelegenfiettett ntfinUidl^ Jtntenrebe; um 30. Slug. 1439. 

Unrer freuntlicb dinfte vnd was wir lieb vnd guts alle ^eit 2uuor. Hochgebomer 
ffirfte, lieber Swager. Wir tun ewr libe zu willen, das wir itzundt Jn willen vnd auch auf 
dem wege fein, gein Heffen ^u vnferm lieben Oheymen dem lantgrauen von vnnfer merg* 
liehen Jach wegen zu reiten. Vnd wenn wir denn, alfo bei dem obgenanten vnnferm lieben 
Oheimen dem lantgrauen fein gewefen, So wollen vnd muflen wir alfdann auch von etlicher 
üatch wegen, darein vns macht ift gelegen vnd die wir ewr Libe nicht vorrchreiben noch 
entlHeten Jconnen, ^ns zu euch fugen, mit euch darau&c^^u reden etc. Darumb wir Nu ewr 
liebe mit gantzem fleiSf fo wir .fleiffigft mögen, bitten, ir wollet vns Toa ftund an eigent- 
licheo Torfchireibea gein Sunderfzbattfen imd zu wiflen tun, wo wir ewr Liebe von 



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201 

hewten über acbt tage, das Ht nemelielieo des Suntags für vnnfer lieber frawen tag nätivi* 
tatiü fchirftkuDfllig ader y gewialiken zwene aber drey (age^tag nach demfelben Suntag a«f 
das aller nechfte jd uwem landen fiodeo, zu eudi kommen vnd alfo vnnfem fachen mit ewr 
Liebe furhandeln mugen, das wir vns vnder äugen jn uwer lande wollt fugen', das betten 
wir. gerne gefehen vnd wollen das vmb diefelbe ewer liebe gerne fvr dinen. Geben su 
Co borg, am Sontag narh decoUationis fancti Jobannis anno dni. etc. XXX nono. 

Fridericb d^r Junge, von gots gnaden Marggraff zu Brandemburg etc. 

9tad) htm hn 5(. eSi^Pfcf^* Gf^ tlri^lo. in SittiUn befinbUt^en £)rigina(. 



MDXCIIL SSerfdfiretBung ber ©tabi eiineburg gegen ben 2)tatTgrafett %x\t\>v\^ b*-^ tt^egeub^ 
i^v gegen bie QtaU Sdraunfdf^roeig i>tx\ptoi^tnm ^ülfe, wm h ^ril 1440« 

Wir Borgermeftere und Batmanne tho Luneborch bekennen mit delTem 
breue vor alleswenoe, So alfe iick myt uns 'de hochgeborne Fürfte undHere, Her Frederik 
de jünger, Marggreue tho Br^ndenborg und Borggreue tho Nuremberge, de 
nu tor tydt regiret in der Marke tho Brandenborg, <infe goedige leue hero, myt Rade fyner 
Rede geeniget und gutliken verdragen hefft, alfe wy mit der Stad Brunsfwig thotwidracbt 
gekomen fint, dat he in den füluen faken ufe htilper und biliggher geworden is; alfe de 
breff, den he uns daroruer gegeben heft, dat innebolt und utwifet; So hebbe wie von beiden 
Deelen gewillet upd gevulbordet, willen und vulborden in crafft düfses brefes vnd ok des 
gegen brefes, den Sine Gnade uns mit finen anhangenden Inghefegele vorfegelt gegeuen befit, 
alfe hyr na gefcreuen fteit, Tom erften worde unfe Here de Marggreue vorfcreuen myt Iines 
fulues liue myt Reyfejrhem tughe und myt iinen Heren und Vründen und den iinen uns 
navolgende, und uns to unfem Krige unde gefcheften n.aridende, edder de ßnen fendende, fo 
fcbire he denne edder de fine ute ßnen Lande quemen, fo fchole wy Sinen Gnaden unde 
den Sineu, de he mit fyk bringet, an Eten, Drinken, Voder und an r^deliker gewontliker 
Dottorfft utrichtioge beftellen und geuen alfe mogeiik is ane Geuerde. Wenn denne de ge- 
nante Here und de Iinen myt den Vyenden und unfen Wedderfaten torchickende gewunne, 
i/vorden ome denne Perde, Harnifch, geuangen, Haue edder Gud van den Vyenden afge- 
wunnen, edder wurde he fülues neddergelecht und geuangen, dat Got de almechlfge gne« 
dichliken wende, wat he alfo mrit ßnen Herqn, Vründen und den ßnen van 4en Vyenden 
fchaden entphenge, den Schaden fcholen wy und unfe Nakomelinghe dem genanten unfem 
Heren und ßnen £ruen ^tliken gelden, und in redliker daghetyd nemliken in dren Manten 
dar na, alfe de geuangene ore perde, Harnifch und Haue verloren hadden, uiid de fchattioge 
ok fo lange dar na, alfe de van ome edder den ßnen utgegeuen worde, in finerStad Solt- 
wedel utrichten und betalen ane arch .und ane Geuerde. Worde ok de genante unleHere 
edder de lyne ore eghenen Reyfe und Hauewerk hebbende, wat vromen edder fchaden he 
$aupa(. u« fSh. IV. 26 



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202 

edder de fynen denoe nemen, de Fcholde on und nicht uns gelden. Vordorue aaer edder 
jede döt unfe Here vorgefcreuen myt den finen Reifeghe perde in unfen Gefcheften, der (y 
Tel edder weynicb, dar van fcbole wy eme nenen berekenden fcbaden gelden, fiinder wy 
feholen und willen ome up alle fine und der finen Reifeghe perde up jewelk Reyfeghe perd, 
wo vele he der in unfe Gefchefte bringet alle wekene edder in fo velen daghen, aife eyn 
Weken utwifet, anderbahien guden Rinfchen Gulden to Schadegelde in finer Stad Saltwe- 
del utrichten, und in den negften veer weken 'dar na alfe he edder de finen iit unfen Ge« 
fcheften komen gutliken und to danke ane iinen fcbaden betalen ane wedderrede und ane 
alle geuerde. Gefchege auer alfe wy to Gode hopen, dat wy van unfen Vyenden gewunnei^ 
und vromen nemen, dar de genante unfe Here edder de ßnen mede weren, fo fchoien alte 
Reifeghe Haue und Harnifch na redeliker Gewonheit na antale Reifigber perde gehütet wer- 
den alfe redelik und mogelik ift, wat wy auer fuft to vromen nemen, dar van fcbole wy 
Sinen Gnaden den drfidden deyl, fo veie uns des geborde truweliken ane hynder votgeu 
laten und geuen ane wedderfprake, utgenom^en .alle Ete vehe und wat to der büte hört. 
Vppe dat nu de genante uofe Here fine Heren und VrQnde und de iine defte redeliker 
utrichten möghe, fo fchoien unde willen wy und unfe Nakomlinghe deme genanten unfen 
Heren und finen Eruen tor theringhe to hufe geuen twedufent gude Rinfche Gulden , unfe 
Zake werde na Gifft deffes breues gevredet, gefonet und gerichtet^ edder nicht, fo fchoien 
unde willen wy ome doch de t'we dufent gude Rinfche Gulden iippe Pinxften uegeft kö- 
rnende in finer Stad Soltwedel betalen, edder to Hern Buffen von der Schulenbörg 
und finen brodern, den he de fchuldig is, gutliken benemen, und ome de dar leddig und 
los maken one alle hälperede, infaghe edder wedderrede« To erkunde hebbe wj deffen 
breff myt unfem anhangenden Ingefegele verfegelt laten, de gegeuen is to Luneborg, na 
Crifti unfes Heren gebord Dufent verhindert dar na im vertigeften Jare, am Vrydaghe in 
4en hilgben Pafchen. - - 

(Bectfen'^ Cod. V^ 358. # 



MDXCIV. Der SKarlgraf Snebrid^ ber 3«w9e öerBmbet ^vSf mit im ^erjoge Soadfiim Htm 
©tfttitt wiber ben ^erjog ^cinric|> wn 2)ie(f(cnburg^Stargarb, c^m 11* Stpril 1440^ 

Nach gotes gebort virczehen hundert Jar, vnd darnach ixh vierczigilen Jare, am 
Mantag nach dem Sontage, als mau in der heiligen Kirchen findet Mifericordia Domini, ift 
alhier zu Prenzlow zwifchen den Irluchten vnd hochgebornen ffirlten herren Fried erl- 
eben dem jungen, Marggrauen zu Brandborch vnd Burggraf zu Norenberg, 
vnd Herren Joachim, Herczogen zu Stettin beredt vnd beteidinget worden, inmaifen 
als himach gefcreuen fteit. Czum erften alfe fie beide mit iren Reten irer eyner dem andern 
Hülfe, volge vnd byftand zugefagt haben, nemelichen gein Herczogen Heinrichen von 
Stargarden vnd fienen Helfern, Wenn fie nu des Rats wurden fein nemelichen, das fich 



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203 

miD Here von Sletio mit den feitren vnd feiner ganzen Maclit auf den Sontag nach Sand 
Johanns tag zu Mittenrommer fchirft konimend fol vinden vor Wotdegge, Vnd myn Here 
der Marggraf fol dazu fchicken die us der Nuwen Margk vnd die us dem Vkerlaude, 
das lieh diefelben auch vinden follen zu minem Herren von Stettin vor W öl d egge auf 
den obgeaanten Sontag eyne ftunde vor mittage. Auch fol min Here der Marggraf mit den 
ÄJtmärkifchen, mit den Prignitzern vnd mit den R^ppynern, vnd fonft mit allen andern feinen 
Herren^ Helfern vnd Freunden üch vinden vor Lychen auch uf den Sontag nach den obin- 
gefcriben S. Johannis tag eyne Stund^e vor mittage. Wenn nu den die Heren von beider- 
feit mit irer beider Heren, Helfern vnd Fründen vnd mit den iren uf das Veld kommen, vnd 
nach Schloffen vnd. Steten (amptlichen mit den iren arbeiten, vnd derfelben Slofz ader Stete 
ader'ftryt« gewonnen, meher ob iie auch fünft famplicben mit Gottes Hülfe üromen nemen 
würden, fo fol man das dorumb nach irec zweier Eintingen vnd Verbyntnifz briefen, ob ichts 
dar in von fulcher fache verfcbrieben ftunde, halden. Stunde auer nidits in den Eynungs 
briefen darvon verfcbrieben, dar man Reh eigentlich nach mogte gerichten^ fo fol man nach 
Anzal beider Herren' lewthe vnd Gezewges, die iie uf das feit brengen werden, fulche ge- 
wx>nnen Schlofle vnd Stete vnd fünft andere Habe entfchicken vnd teylen. Es fol auch, ein 
jglicher Herre zu fulchen fachen fyne gröften Steinbfichfen, Tarrefzbdchfen, Hantbüchfen vnd 
puluer vnd Steine vnd pheile, fo fie meift mögen, mit ihm bringen, das daran mit nichten 
kein gebruch möge werden, vnd auch andere bereitfchaft die zu fulchen fachen noit fein 
werden. Alle diffe vorgelereuen ftücke vnd fachen haben Heb die Herren mit ihren Reten 
zufagen mit Hände vnd mit Munde getreulich zu halden vnd zu volfüren, alfo das der Zog 
y vor fich gee, vnd irer eyner fol ohne des andern guten Willen vnd vulbord voe dem 
Zöge, in dem Zöge vnd nach dem Zöge, keinerleie teydinge, früntfchaft, Süne odir Ent«> 
ricbtunge handeln oder aufnemen. Vnd wes den Herren von des wegen entfteen mogte, 
des follen fie mit' Landen vnd loit leäthen be^' eynander bleiben an Wiederrede vnd au 
Geuerde. Zu Gezuge . vnd bekentnis feyn hier by vnd aber geweft, vnd haben auch von 
mynes Heren des Marggrauen wegen mynem Heren von Stetin mit gelobet die [Ehrwerdigen 
Wohlgebornen Werdigen Geftrengen vnd Erbarn Er Conrad, Bifchoff zu Hauelberg, 
Er Albrecht Greue van Lindou vnd Here zu Reppin, Er Peter Klieczk Probft 
zu Brandborg, Her Hans von Waldou vnd Er Zacharias Hafe riddere, aide Ma- 
thias von Bredou, Werner von der Schulemburg, Hans von Arnym, Hans 
Ror, vnd Heyne Pfuel, Heine Gracht, Jorge von Waldenfels, Hans von ßre- 
dow vnd Zabel Borgftorff« Zu bekentniffe haben wir obgenante Fürften vnler Ingefiegle 
an dilTe Schrifft drücken laffen, der i^licher teil eine hat« Gegeben vnd Gefchehea als oben 
gefchrieben fteit. 

9ladf Um Zxi^. bti St^ (3tf^ Mb^td^iM St. 420. -« (Bndtni God« IV, 424-426. 



26^ 



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204 

MDXCV. SWarfgraf griebridfi b* 3^ loerBmbet jtc|i mit bert t>etjögen SBraKglaö unb Sarnim 
^i>n Sommern ^um S^^b^uge gegen ^erjog ^mxi^ von 3)le^(enburg, am 20« $l))rtl 1440. 

Na godes gebort virteinhundert Jar vnd darna jm virtigeften Jare, am Middeweke na 
deme Sundage Jubilate, is alhir, to goritz jm dorppe, tufTcben den erlucbten vnd boch- 
gebornen forften, hera fredericke dem' jungen, Marggreuen to Brandenborch etc. 
vnd hern Wartflaffen, hertogen to Stettin vnd to wolgaft vnd bern Barnym dem 
Jungern, hertogen to Stettin etc. vnd forften to rügen, beredt vnd. bededinget jn 
maten alfe hirna gefcreuen fteet. Tom erften alfß iie von beiden deilen mit oren reden ouer 
eyn dem andern hulpe, volge vnd byftand togerecht hebben ^ein hertogen hinrike van 
ftargarde vnd fynen hulpem wenn fy nu des rades worden fynd, nemliken dat fyk dy 
gnanten Hertoge Wartflaff vnd hertoge Barnym mit den oren vnd mit gantzer macht 
mit hertagen Joach|im van ftettin, oren vedderen, vp den Sundach na Sünte Johans dage 
to myddenfommer erftkommende vor woldegge finden fchölen vnd myn.heredy marggreue 
fchal vp depfeluen dach mit den oiden merkfchen, mit den prignitzern vnde mit den 
reppynern vnd fits mit allen andern mergfchen vnd finen herren vnd frunden vor 
lychen komen: vnd wenn denn dy herm von beiden deilen mit den oren vpp dat feit 
komen vnd ingefament mit den oren na IToten, fteden vnd landen arbeiden vnd der fuhien 
flöte, ftede edder ftryde to hope gewinnen, mehr eflft fy ok fus to bope vnd in gefament 
med godes hulpe fromeh nemen wurden; So fchal man dat darvmb holden na lüde vnd ut- 
wifunge der eyniges briefen, dy fy vnderlangk gegeuen hebben, efft ichts der fake dar jn 
uorfchreuen ftunden. Stunde effte nichts in den eyniges^ briefen uerfchreuen, darna man fik' 
in den faken gerichten mochte, fo foll man na äntal beyder herm lüde vnd des tuges, dy 
fy vp dat feit bringen werden fulke gewunnen flöte vnd ftede vnd fus alle ander hafe, dy 
gewannen wert, 'entfchicken vnd deylen. Ok fchal eyn jwelk herre to fulken faken fyne 
grutfte fteeobulTen, TarrafbufTen, hantbuflen', pulfer, ftene, gelöde vnd pyle, fo fy meifte 
mögen, mit bringen » dat der kein brok werde vnd ok an dep bereitfchap dy darto- geboren. 
AUe delTe vorgefchreuen ftucke vnd faken hebben fik dy herren mit bände vnd mit munde 
getruwefiken to holden vnd to vulfuren togefecht, allo'dat dy toch yo vor fik ga: vnd orer 
keyn fchal vor dem toge, jn deme toge edder na- dem toge keynerleye dedtnge, fruntfchap, . 
Sune edder richtuDge handelen edder vpnemen: vnd wes den hern van des wegen entftan 
muchte, des fcholen fy mit landen vnd mit luden by einander blyuen ane wedderrede vnd 
ane geuerde. To bekentnifs hebben wy vorgenanten forften vnd herm vnfer jwelik fyn In- * 
gefegel init guden willen an deffen brief drugken laten, der iglich deyl eyne fchrifft hett. 
Qegeuen vnd gefchreuen als bouen gefchreuen fteet. 

9ladi tem iDtiginal M 5t' 9df. j(ab.^9r(^>€< 469; 3. 



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205 

MDXCVl. aJerumgurtg Jtöi'fdfim im 2Ror!gK»f«t %nein^ im .^nm wn SSrmtbentttrg uitb 
im ^rjÄgeti »ftrntm wti ©tetttn utib aßortdla» wn SBoIgo^, »om 20. Jl^wril 1440, 

Wy frederick dy Jange, von godea gnadra marggraf to Brandlemborg vnd 
Burggraff to Nuremberch, vnd wy warftym voa decküuluen gnaden bertoge to 
Stettin etc. vnd forfte to rügen, BekeniiMi oppenwar met dilTem briue gegen allen 
den, dy in fihen oder boren lefTen, So alfe fik twufchen vns vorgnanten vnd vnnfen laonden 
vnd luden etlidce tmtrechte, fchellinge vnd vnfrundfchapt van togrepe vnd. andeni (ake wegen 
erbauen vnd gemacht hebben, wo vnd in welicker mate die to kamen lind, der bebben wy 
vns up buden, alfe diffe briff gegeuen ilz, von beiden teilen gutlicken geeynet vnd verdragen, 
Alfo dat wy vnd alle dy vnnfen der von beiden liden na tofpracken vnd na. antwwden vpp 
die hochgeborn forften, Kern warczlauen hertogen to Stettim vnd to wolgaCt vnd 
hem Joachim hertogen to Stettin etc. vnd uff orer twyer rede on- widerfprack n»ech- 
tiglicb gegan £nd, So wean vnd upp weicke tyt vnnfer eyner oder wy beide die obgnanten 
forften vnd ore rede doran vermanen vnd on vnnCe vnd der vnnfen- tofpracken fchriftliken 
fennden werden. Denn fcfaoUen iie'von ftuo.d an eins Juwelken tofpracke dconi andern Gendeo, 
antwerde donipp vordem^ det wy on nicht weghern fchollen, Sundera tukke antwordo 
bynnen twen monden dorna fchriftlicken dorupp fetten vnd ouergeuen, wat dann dy vor-- 
goanten bertoge wartfiaff vnd herjoge Joachim met oren reden up fulcke tofpracke 
vnd antwurde in firuntfchop edder vor recht utfeggen vnd teilen werden, dat docb bynnen 
dem nechften vemteii Jarea darna vtgefproken werden fchai, darbey fchal dat blyu^n vnd 
vFy ergenomenden marggraf frederick vnd berttoge Barnyro fchollen vnd wollen dat 
ftede, vafte vnd vnuerprocken one wederfprake holden one arcb vnd on al1e> geuerde* Vnd 
dorupp hebben wy vorbenanten marggraf frederick, herttoge Wartiflaff von wol- 
gaft vor vns vnd vnnfer Bruder vns aller fake, wes fik twufchen vns vnd vnnfen lanfiden 
verlopen het, wennte vppe diffen hudigen dach, nichtes nicht utgenomraen, gutlicken vnd 
friutliken gefonet, geeynet,. entrichtet vnd vertragen, Alfe hima gefchreuen fteet. Tom Erftea 
fchofien nach enwiüen wy ergnante forften vnd hern vnnlzer eyner des andern vyand bynnen 
, den negeften teyn Jaren, na geuynge dtfles briues, von. neyner fake wegen nicht werden, 
Sündern vnnfzer einer vnd ein Jywelik fchal des andern lannde vnd lüde, giik fyuen eigen 
landen vnd luden, getniwliken belchutte», befchermen vnd verteidingen. Nymaod fchal ok 
deo fynen edder fünft ymands dork*' fyn land In des andern lannd neyoe rouerye edder to- 
^reppe nicht geftaden, vnd dat mede den fynen getruwliken weisen, efft dat ome edder den 
lynen fulues gefcbyn were. Ok fchal. vnnfzer eyn des andern vyende, Bouere, mordere 
edder befchediger In vnnfen lanndeo edder gebidden nicht hufen, hegen edder on neynerley 
hulpe, vorderinge ader byftand don, vnd des ok den vnfen nicht geftaden to duode, Sundern 
vonfzer eyn .>Jy welk fchal met fynen landen vnd luden by der andern bulpe vnd Bade, die 
bouen gefchreuen tyt ouer, gegen aller meniciich blyueo, war vnnfzer einer des andern to^ 
glikß vnd to rechte mechtig ifz, one wederfprake. Weret denn iake, dat fleh ennyph berre 
edder fünft ymand^ wy dy werc^ an. vns aUen edder an vnfem endeiis, vnd an vnnfen lannden 



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2ÜC 

vnd luden Ycrgreppen hete, edder nach vergrippen wurde, deme edder den fchollen vnd 
wiiien Tvy mit eindracht In fein land tyen vnd dorut nicht fcheiden, wy hebben denn vnnfer 
aller faken vod fcheliDgen mit- deme , die fik gegen vns vergreppen hedde, vtgericlit Edder 
vnnfzer eyn dede dat mit der andern volbert, weten vnd guten willen. Wenn vnd upp 
welicketyt wy danü alfo to velde tyen werden fchal eyn Jywelik mit den fynen, So he 
fterkeft mach, mit feyrfigger baue vnd to wagen vnd to fute mit bulTen vnd mit anderm 
thuge komen: wat wy denn von fteden, Slodden^ lannden edder luden effte ftryde mit to 
Tamene gewonnen , Dat fchollen vnd wollen wy na antal reifiger haue vnd na antal alles 
Volkes vnd tuges, dat eyn Jywelik von vns gnanten hern mit iik bringen wert, bfithen vnd 
teilen vnd vns doran gutlicken one twidracht entrichten vnd vnlaer twyer rade verfcheiden 
laten, ane arch vnd ane alle geuerde. Wurde fik denn ennych herren edder forfte edder 
fünft ymand doran keren, der weren vil edder wenich^ die vnnfe vyenden meinden to fterken 
edder on gegen -vns bytoleggende vnd To helppene, wy dy weren, des edder der vynde 
fchollen vnd willen wy ergenante forften vnd hern von ftund an mit eyndracht werden, on 
vyendliken metfaren vnd don vnd vnnfzer eyn fchal fik med des andern vyenden, In welke 
vyende wy tofamende komen weren, nicht fredeo, funen noch richten, wy hebben denn, alfo 
bouen gefchreuen ftet,> alle vnnfe faken med den fuluen vnnfen vynden vnd met oren bolp- 
pern genczliken vod gar vtgericht, edder vnnfer eyn dete dat mit der andern witfchapp, 
volbort vnd gudem willen. Wurde olc vnnfzer einer edder mer von vns gnanten forften 
eygene vynde hebben edder krigen, darto hee der andern hern' vnd orer hulpe bedorfte, fo 
fchollen vnd wollen wy vnnfzer eyn .dem andern met reifigen thuge na vnnfeme vernwgen 
getruwliken belpperi vnd die vnnfen lyen Alfo, wenn vnnlzer eyn dem andern vmb huippe 
vnd volge bitten vnd anlangen, wat dann vnnfer eyn dem andern reifigen haue vnd der fynen 
in fyn landt'fenden werde, dy fulue here, die alfo dem andern die fynen lyet, fchal fuüies 
den perdefchaden lyden vnd xlragen vnd den fynen vor fchaden ftan, vnd die herre deme 
fy gefandt vnd gelegen werden, fchal on an kofte, gedrencke vnd an fuder redlike gewonlike 
notdorft beftellen vnd geuen-, alfe moglik ifz. Gewönne denn difulue herre wes in fynen 
landen an Sloten oder lannden oder gefangen, die fchollen ome vnd fynen landen bliuen, 
befundern utgenomen reifige haue edder harnifch, fchal man buten vnd deiien na redderliker 
gewonheit, alle redelik vnd mogelik ifz^ Gefchege et ok, dat wy vorgnante hern met eyn- 
ander In vnnfzer vynde lande quemen vnd denn vnnfe vynde edder vnnfzer lannde befche- 
diger glik vnd recht biden wolden, des fchollen edder enwellen wy alle edder vnnfzer neyner 
befunder nicht annemen, fundem wy fchollen vnd willen vns einander getruwliken helppen 
. vnd vngefcheiden bey enander beliuen, wente to des kriges ein volkommen vud gruntlik 
ende. Wenn vnd upp wdike tyt wy ok met enander to velde komen, fo fchal eyn Jywelik 
den fynen med ernft fturen vnd fie doran holden vnd vnderwiffen,' dat wy vns vnderlang vor 
vpplope vnd vor twidracht behüden vnd bewaren, So dat neyne vnfiruntfchapp edder fchade 
dorvon entfta edder kome, fundern by guder eyndracht vn«^ fruntfchapp fchollen vnd willen 
wy met einander na bouengefohreuener wytze vnd mate bliuen, on arch vnd on alle geuerde*. 
Doch an defler bouengefcbreuen eynung vnd verdracht nemen wy ergnante marggraf 



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207 

firidrtch .vd die heifge RomiTcbe kerke, ok dat heiige Romifche rike, vimTei^ hern den 
.koDig von polan, alle polnifche vnd Slefrifche forften, die hern von Sachfen 
vnd myeTfen, vunfen herrn den Erczbifchopp von meydeborchy alle hern von 
ßrun^wig vnd louenborcb, dat land.to luficz vnd den boehgebornen forften herrn 
Criltoffel hertogen to Beyern, nu tor tyd regenten des konigrickes. to denemarke 
vnd vnnfen Swager bertogpn hinrike von meekeinborch vnd to Swerin mit rynein 
bruder hertoge Johann vnd die Stede lunenborch vnd meydeborch, gein die be* 
nanten wy vns nicht verbinden. So nemen wy vorgnante hertogen ivartflaff vnd her- 
togen warnym vd vnnfen veddern konig erike van denemarck, Ok die liern von 
Saffen von lunenborch» .den hertogen vajQ Pomern vnd alle Stettinfche herrn 
Den Bifchop von Camyn vnd ok die ergnanten hertogen hinrik vnd hertogen Jo- 
hann finen bruder von meekeinborch to Swerin, gein die yry un» nicht verbinden. 
Gefcheget ok^ dat deile bouengefcbreuen hern^ gegen die wy vns nicht hir Innen verbin- 
den, bynen den bouengefchreuen teyn Jaren vnnfer hertoge Avartlafs vnd hertoge 
warnyms vynd werden wolden, der wy ergnanten marggraffredrick to glike vnd to 
rechte nicht mechtig werden konden vnd vns glickes vnd rechtes nicht boren wolden, wenn 
wy der gnanten, hertogen wartflafs vnd hertagen warnyms lo redite mechtig lind, 
So fchollen vnd wollen wy vorgenanten marggraf fredrik by der gnanten liertogen 
ipfartflafs vnd hertogen warnym fz hulpe vnd Rade getrmvliken bliiien. Des gliken wy 
ergnanten hertoge wartflaff vnd hertoge barnym wederurab ok alfo holden vnd don 
Trillen, fo verre des dem gnanten marggreuen fredrike nod vnd behuf ifz, on geuerd* 
Wolde ok yemand vnnfe vynde, gegen die wy . alle ingeFampt komen werden, fterken vnd 
Tveder vns helpen, gegen die fchollen vnd willen wy vns ernfliich fetten vnd weren, alfe 
bouengefchreuen ftet J>es to Urkunde vnd warem bekentnifz hebben wy vorgnanten marg- 
graf frederik, hertoge wartflaff vnd hertoge Barnym vnnfer Jywelik fyn Ingefzigel 
met wetten vnd gudem willen an dilTen briue hengen laten. Die gegeuen is in dem dorpe 
to Goriez, Na godes geburt XIUI* Jar vnd doma Im XL^ Jar, am middeweken na dem 
Sondage Jubilate. 



MDXGVIL T)e« SÄarfgrofen %v\tbxi^ Outttuna ffir hm fRai^ ju ßüneburg über 2000 m bie 
öon Der ©cfmlenburg Qt^a^lH 9l^eimfd^e ©ulben, »owt 29^ Slt^ril 1440^ 

. Wir fridrich d^r Jung, von gots gnaden Margraf ezu Brandemburg ete. 
Bekennen ollenlichen mit diflzem briefe vor allermeniciieh. So alfe die vorfichtigen vnd 
wifen ßorgermeifter vnd Ratmannen der Stat lunenburg.fieh gutlichen mit vns vertragen 
vnd geeynet haben nach vfzwifung der briefe doruber gegeben, Doch alfo das fie vns czu 



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208 

TDufem Raten vni liebeD gctruwen Buffe, Biernd vnd mathife gebrudem von der 
fchnlmborg U"" Rinirch 'guldin uff pfingften fchirftkomende benemen vnd lofz machen füllen 
wenn fie dann das getan vnd yns die obingefchrieben ll"". Rini(che guldin c^ den obgnan- 
ten vonderSchulnburg ledig vnd loFz gemacht haben. So Tagen mv die obfnanten 
Burgermeifter vnd Ratmannen der ftat lunemburg der obgefchrieben U*. guldiif quidt, 
ledig vnd lofz, in crafft difzes briues, czu orkundt mit vnnferm ufgednickten ingefzigel verfr^ 
gelt, Geben czu Berlin» am frita^ nach dem Suntag Cantate, Anno domioi etc. XL. 

9lac^ Um ümaM, It^n^toplalhu^t XVni, 4L 



MDXCVlll SRatIgraf grtebrid^ b* % *erlet|t an Subolj))^ wn »eltj^eim %t^n SJlarl, fo tettfte 

au0 ber tttarlgrfifiici^ett Kammer ober Au« htm SImte 2;mtgerwfittbe pt tv^Atn, hii i^m ein biefe 

2flente.8e»%enber Se|in«befi^ in bpr Slltmarl öerliel^en töerbe^ am 2ß^ SWai 1440^ 

Wir Fridtlch der Junge von gots gnaden Marggraue zu brandemborg etc. 
Bekennen offenlich mit dielTem briue für allermeniglich , das wir dem Erbem vnferm lieben, 
getruwen ludolffe von feit heim von befunden) gnaden vnd' dinffes wegin, den er vns 
vnd vonfer berfchafft bioforder In kunfftigen zeiten ton fol vnd mag, zehen marg ftendalich 
weringe Jerlicher zinlse vnd rente zu einem rechten roanlehn verleben haben, die wir Ime 
^ alle Jar Jeriichin uff Sant merünstag vfs vnnfer Camer, ader bie vnnferm vogte zu Tan* 
ger munde zu gebin beftellin wollin, wenn er adder jmant von finen wegin das uff fannt 
mertinstag fordert. Vnd wir verliehin Ime auch dielTelbin zehen roargk Jerlicher zinfse vnd 
rente In crafft dielTs briefs, alfo das der gnannte ludolff vnd fine mennlich libes erbin die 
alle Jar Jerlich In vnnfer Camer ader bie vnnferm vogte zu Tangermunde Innemen fal 
vnd mag, fo lange, das vns zehen ftucke geldes, an körne, an gelde vnd an guten Renten 
In der alden marke verfallin vnd ledig werden. Die follen vnd wollin wir dem gnannten 
ludolffe, vnd ßnen mennlichen liebserbin, wenn wir des ermant- werden, zu mannlehen 
verliehin, die von vns als mannlehns recht ift zuhabin vnd zu gebrucheo. So fchire wir Im 
dann, die zehen ftucke gelds Jerlicher Rente verliehin habin. So folln die zehin marg, die 
wir Im In vnnfer kammer verfchriwen habin, von ftund an wieder an vns kommen vnd ledig . 
vnd lofs fin, an arg vnd an alles geuerde, vnd der gnannte ludolff vnd fine menlichen 
libserbin follin den als offt vnd dicke des nott gefchicht, die zehin ftucke gelts von vns vnd 
der marggrauefchafft zu ßranndemborg zu rechtem manlehin haben nemen vnd entpfan, vnd 
vns auch dauod halten vnd thun als mannlehins recht vnd gewonheit ift vnd daruff hat vns 
der gnannte ludolff mit huldungen vnde eiden mannrecht gethan^ als einem manne geyn 
finen heren gebort zu thune angeuerd. Zu orkunde mit vnferm anhangenden Ingefigel ver- 
figelt vnd G^bin zu Tangermunde, An vnnfers beren licbamstage Anno etc. quadragelimo« 



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209 

MDXCIX. ®raf ^emritfi *ori SBentingerobe itrBjl beit Orofen .f)ei«rii|i nvib Sobö tjort ©tcl* 
f^erj häuvbtn, bap {ie ^aud unb @tabt äBerningerobe i>om 4£ri|}tft^ SRa^bcbarg ^u ^efin iragf n 

öm 26. 3«tti 1440. ' 

We Hioric, Greue to Werningerode, Hinric vnd Bode, Greuen to Stal- 

berch, bekeDoen in delfem breue vor vds vnd VDfe Enien^ dat we in eyne faminede Haut 

to rechtem Leene «ntFangtien hebben Wer ninge rode Hus vnd Stad mit aller tobehoringe 

lYo de genant ift vnd wo men de royl byfundern worden benomen mach, van dem Erwer- 

<d]gen in Gode Vadere vnd Heren Heren Gunthere, Erczbifchoppe to Mejdeborch, 

vnfen leuien gnedigen Heren : vnd we vnd vnfe Eruen fculten vnd willen dat to ewigen tyden 

van om, linen Nakomelinghen und Godishufe to rechtem leene hebben vnd entfangen alfo 

(dicke «Ife iick -dat gebort vnd fcuUen vnd willen dat holden tygen den vorgenanten vnfea 

gnedigen Heren van Meydeborch fyne Nakomelinghe und Godeshus^ alfe dat man möge* 

liken tygen ore Heren holden fcuUen. Dat rede we und gelouen vor vns vnd vnfe Eruea 

(dem vorgenanten vnfem gnedigen Heren van Meydeborch, 'finen Nakomelinghen vnd 

Oodeshule in guten tniwen^ ftede vnd vaft to holdende ane alle geuerde vnd hebben des to 

JbekantuilTe vnfe Ingefegele mit gudem Willen witiiken laten- heoghen an delTen breff, de 

jgegeuen is na Crifti gebord vertejnhundert Jar darna in dem vertegeden Jare^ am Sonn- 

auende.na funte Johannis dage Baptiften, als he geboren ward. . 

Sftadf bm fMßinal M Jt (Btf^. itab.^Kr^ivcl St. 449 A« — «rrdcol Cod, VII, 349. 



MDC. ^tvi^Q ^eirtrtif! wn Wltältvibüt^ fdjiKef t nttt im SWflrlgröfen %xkix\^ Um 3ß»fi*r« 

grirtert m\> tritt barin bU Drte Steffen, SBBolb«!, ^eljjte, ©alembecf, fo ts>it bw Älojler .^im^ 

melpfort, für tmmrr an ble Wluxi Sranbeuburg üh,.üm 5* Salt 1440. 

Wj ttinrick, von godes gnaden Hertoge to Mekelnborch, to Boftogk vnd 
Stargarde herre. Bekennen vor vns vnfe Eruen vnd nakomen hertogen to Mekeinborch vnd 
Stargarde, So Alfe wy vnd vnfe laude vnd lüde met den Irluchten hocbgebornen forften vnd 
heren hem fredericke dem« Jungen, M arggreuen to Brandbor^h vnd Borggreuen 
to Noremberchy vofem iiuen herren vnd Oheimen, vnd met (inen landen vnd luden to etliker 
twydracht vnd to veyhde komen find, Darvmb hee met finen mannen vnd Sted^n mechtic« 
liehen met heeres krafft jn dat land to Stargarde gelogen is vnde vns dy Stede vnd 
jSlote iychen, woldegg«, heippte vnd Galembecke mit aller Manfchapp met allisn 
pudern geiftUken vnd wertliken in ilenfuluen gegenden, vogdyen vnd gebyden vmb Ijchen, 
^voldegg«, heippte vnd Galembeke belegen, met aller herlicheit, gnaden , fryheiden 
vod gerechtichäden nicbtes nicht vtgenomen, alfe dy darto gehöret hebben wentte vp deb 
dach, da hee vns dy bynnen veyhden afgewonnen vnd mechticlich bedrungen heit, Vnd met 
^eriuluen finer macht vorder in vnfer landt Jn dat gerichte vnd gebyde vmb fredelandt 
*aiH>«t>'. 11. SSt, IV. 27 . 



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210 

gethogeois. Nij vpp dat wy dy veyhde vnd vyntfchapp wedder t6 frede, to Sune vnd to 
Täte hebben mögen bringen» hebben \vy vns der vorbenomenden Stede, Slote vnd dorppere 
liehen, woldegge, helpte vnd Galembeke mit allen Borgern vnd Inwanem der fuiuen 
Stede, dorppere vnd Blecke vqd ok met aller manfcbapTp Erbar Vbd vnerbar, Geiftliken vnd 
wertliken vnd funderliken ok met dem Clofter hemmelporte vnd fünft met allen tobeho- 
rungen, Nutten, fruchten, geiftliken vnd wertliken lehnen, Tinfen, Renthen, gnaden, herli- 
cheyden, fryheiden vnd gerechticheiden tO'\?atere vnd to lande benömet vnd vnbenoraet, wo 
man dy gemeinlik ader befunder benomen mach, n^et gudem willen, beradenem müde. Na 
rade vnfer mannen vn'd Stede genczliken.vnd gar vor vns vnfe Eruen vnd nakommen Hert- 
togen^ to mekeinburg vnd Stargarde met fryen willen verthygen vnd dy vorlaten, wy ver- 
thyen der ok vnd laten williklichen met wolbedachten müde daraff vor vns*, vnfe Eruen vnd 
Nakomen *an craffi diffes briefes vpp behuff der Irluchten vnd hochgebornen forften vnd 
herren, herren fredericks des Olden Marggreuen to Branndborcb, des hilligen 
Romifchen Richs Erczcamerer vnd Borggreue to Noremberch, hem fredericks vnd hem 
. fredericks finer Sone vnd orer brudere orer Eruen vn^ nakomen Marggreuen to Brannd- 
borcb vnd aller herren von Stettin, eyme iglichen na finem antal na orer verdracht, fofik 
denn dy gnanfen Marggrauen vnd dy herren von Stettin darvmb vnder eynander verdrageo 
hebben, Alfo dat dy benanten Stede, Slote vnd dorppere liehen, woldegge, helpte vnd 
Galembecke met aller manfchapp in denfuluen ^ebiden befeten, gudem vnd lehnen geift- 
liken vnd wertliken tobehorungen an tynfen, Renten, watern, Seen, fyfcheryen, holten, hey- 
den, wiltbanen, ackern, wefen, grenitzen, gnaden, fryheiten vnd gerechticheiden benömet 
vnd vnbenömet Nu von vns vnd vnfen nakomenden Herttogen to. Mekeinborch vnd von dem 
lande to 'Mekeinborch vnd Stargarde gefcheiden fcholen wefen vnd henforder mehr to ewigen 
tyden by den genanten Marggrauen oren eruen vnd nakomen vnd by oren landen der marg- 
graffchapp to Branndborch vnd der herfchapp to Stettin, eynem yeweliken na linem antal, 
na der verdracht, bliuen fcholen vngehindert von vns vnfen Eruen vnd nakomen Herttogen . 
to Mekeinborch vnd vor vnfen landen vnd luden. Vnd wy vnfe Eruen vnd nakomen noch 
nymand von vnfer ader vnfer lande wegen jfcholen noch en willen des nymm'er mehr wed- 
derrupen noch neyne wrake darvmb .don wedder met k^ynerleye rechte geiftlik ader wertlik 
vnd ok met keinem vnrechte ane arch, ane huippörede, ane argelift vnd ane alle jgeuerde. 
Vorder mehf vmb hulppe, Rad, vordernifs, verdedingnifs, fredeis vnd beteringe wille vnfer 
lande vnd lüde hebben wy vns met allen vnfen landen vnd lüden to den obgnanten vnfer 
liuen heren vnd Oheimen, Marggrauen to Branndborch vnd to oren landen gefettet vnd vor- 
eynet jn fulker wife dat wy vnfe Eruen vnd nakomen adder dy vnfen n3rmmermer wedder 
ly, ore eruen^ vnd nakomen ader wedder ore lande vnd lüde yn keinewifs nicht don, Suq<- 
dern orer huipe vnd Rade gegen allermeniglich vnd gegen ydermann nymandes vtgenomen, 
wenn aiieyne dat hillige Romifche Ryke vnd vnfe veddern herttogen Hin r icke vnd Hert- 
togen Johann von Mekeinborch vnd Greu^n to Swerin, met aller vnfer macht getruwe« 
liken bliuen fcholeoi vnd willen vnd alle vnfe SlotQ vnd Stede fcholen on oren eruen vDd 
nakomen Marggrauen to Brandborch open fin to allen oren noden,. krygen vnd gefchefftea 



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211 

gegen ydevmaiiB nymsindes vtgenoaieo denn alleyne dat hill. Rom. Rieh vnd die obgnant 
vnfere yeddern von Swerin. Gewonnen vry ok ennynge fchulde to den gnanten Marggräiien 
adder den oren^ dy fchulde fcholen vnd willen wy nicht andejrs vordem ader nianeo wenn 
met fruntlikem rechte vnd ivns febal an gKke vnd rechte gegen fy alietyt wol genügen. 
Were ok ymandt von der gnanten Marggreuen manne geiftiik ader wertiik met in difl*er 
gerichten vnd entfcfaeidner vehede geweft^ dy denn Erue lehen ader gud van ^s vnd vnfer 
herfchapp to lehne badden, dat fchal on an den lehnen vnd gndem to neynem fchäden 
komen, Snndem wy willen on dy vnbekummert .befitten vnd vi^ehindert volgen iaten vnd 
fy ok darumb nicht argen ader vordencken ane wedderfprake. Vnd darvpp fcholen noch 
en willen wy vnfe ernen ader nakomen nicht g^ftaden^ dat ymandt dy gnanten vnfe liuen 
hem vnd oheinien ore eruen ader nakomen ader ore lande vt vnfen landen ader gebydeii 
beronen, angripen ader befchedigen fcholen^ Sunderü wy fcholen vnd willen oren fchadea 
gKke dem vnfen geüruweliken weren vnd ore ader ore^ lande rouere, drowere ader befche- 
digere jn vnfen landen , Sloten, S(eden, Dorppem vnd gebiden witliken nicht hufen ader 
liegen ader keyne vorderioge don vnd^ ok den vnfen nicht geftaden to donde ane arch, ane 
hulpperede vnd ane alle geuerde. Vor dilTe bouengefchreuen faken alle jd welker mate dy 
in dilTem briue von vns beniret find, hebben wy met vns to medelouem vnd borgen gefatt 
vnfe liuen veddern heren Hinrichen vnd hern Johann gebrudem herttogen to Me- 
kflnborg vnd. Greuen to Swerin. Vnd wy obgnanten^ Herttoge Hiorick vnd Herttogc 
Johann Reden vnd louen in guden truwen alfe medelouere vnd gude borgen» Dat alle difle 
faken/ dy in dilTem briefe gefcbreuen. ftan von dem obgnanten vnfem veddern iinen eruen 
vnd nakomen vnd von fioen landen vnd luden vnuerbroken getniwliken fchoHen geholden 
werden. Wurden fy auer nicht holden, wes von on in difTem briefe gefcbreuen fteit, des 
wy doch nicht enhopen, wenn vnd vp welke tyt wy des denn von den gnanten Marggrauea 
vnfen liuen Sweghern, oren eruen vnd nakamen ader von oren houetluden ader von ore» 
laaden ermanet werden , So fchollen vnd willen wy fulues met vftfen -landen vnd luden vnd 
met vnfer macht darouef helpen, ^den genanten vnfern veddern darto to bringende» wes von 
cm ßnen etuen vnd nakomen vnd von den liuen in difTem , briefe gefcbreuen ftat» fchol vul- 
komelich gehoiden vnd nicht vorbroken werden ane arch vnSl ane alle geuerde. Wy fcholen 
vnd willen ok der hdchgebomen förftjnne frowen,Luttruden vnfes veddern hertogen 
Johann fen feiigen nagelaten wMewen, or liSgedinge wes or vorfchreuen vnd vermaket is, 
na lüde vnd vtwihmge derfuluen orer briefe gerugelil^en folgen Iaten vnd dat vngehindert 
befitten vnd gebruken ane argelift vnd ane alle geuerde. ^Ok fcholen alle gefangen» dy von 
vnfer twyer lande an beiderfyt wennte vpp dilTen hüdigen dach gefangen^ fin vnd alle fchat- 
tinge vnd dingnifs, fy find verborget; verpandet oder met flechten worden gelauet, wat dauon 
nicht bereidet is» qwit» ledich vnd 'lofs fin vnd nymant fchal vorder darumb manen ader 
vordem» Sundern dy ledich vnd lofs feggen vnd Iaten ane hulprede vnd ane alle wedder«. 
fprake» Vnd darupp fcholen alle twydrechte vnd fchelinge vnd gebreke» wo vnd in welker- 
mate fik dy von beiden fyden wennte vp diffen hudigen dach \erlopen» angehouen vnd 
gemakt hebben, gutliken^, fruntliken gefunet, geeynetvnd entrichtet fin der gegen einander 

27* 



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212 

in arge nicht tö vppen nooh to wrekene, fundera dat fchal eyce gericbte vnd entrcheidene 
fake vnd fune fin vnd blhien ane arch vnd aoe alle geuerde» Ynd dat wy eTgeoante bert* 
toge Hinrick von Me^elnborch etc. vnfe Eruen vnd nakomen alle diiTe .vbrgefebreueo 
ftucke, pungte vnd artjckele vnd eyn yeweWk beTitnder wat von vns vnfen Emeo vnd nako- 
men vnd den vnfen in diiTem briefe gefehreuen ftet ßede» vafte vnd vnuerbroken holden 
fcholen vnd willen» h^ben wy den obgnanten vnfen liuen heren vnd oheimen den Marg* 
greuen by vnfen foffUiken eren; wirden vnd tniwen an eydes ftede gered vnd getouet, reden 
vnd gelouen^ dat ok alfo in krafft difles briefes vnd hebben darvpp vnfer Ingefigel vor vna» 
vnfe enien vnd nakamen herttogen (o Mekelnborch vnd Stargarde vnd wy obgnante Hert* 
tog^en Hinrick vnd herttoge Johann gebnidere herttogen to Mekelnborch vnd 
Greuen to Swerin vnfe herttogen hinricks Infigel vor vn& beide by des genanten vnCes ved« 
dern Ingefigel an difTen brieB met weten vnd guden «ilieo Vnd' beradmem- naade hengen 
laten, dy gefehreuen vnd geuen ia Na godea gebort virtheinhundert Jar vnd dama Im vir^^ 
tigften Jare» am Dingftage na vnler liuen fruwen dage vifitadonia» to Arnrtorpp» vor 
fredeland gelegen« 

9ladi htm £)riglna( bc« St^ Qt^. ItaK-ICrc^ltel ^ 81. 



MDCI. ä^arFgraf SHebrtcfi K 3« Befunbet ben mit bem '^ei^dge ^etitrt^i i)on SRedRenburs 

gefclfloffwm grieben^ am 5. S'uK 1440* 

Wy fridrich die Junge, von gota gnaden Marggrauo to Brandemborch vnd 
Borcbgreue to Norenberg, Bekenne, openbar met diffem briflfe vor vna» vnfe Eruen vnnd 
nakomen ^ Marggreuen to Brandemborg» So alfe wi met vnfen bnden vnnd luden mit dem 
hochgeboren Fürflen heren hinricke» hertogen to Meckeinborcb» io Roftock vnnd 
Stargarde heren» vnfem liuen oheimen, to twidracht vnnd vehde kommen weren, dar- 
vmmb wi on vnnd fip lapd mit vnfser macht met herea krafft ouertogen hebben» vnnd om 
dy Stede» Slotte vnnd dorppem lieben, woldegge» heippte vnnd Galembeke n>et 
allen gudem geifUiken vnnd werltliken, dar vmmb lang belegen, affgewunnen vnnd bedrungen 
h^ben. Der vns denne dy gnanfe vnfe liue qbmen na lüde finea briffea vna dar ouer gegeuen 
vor fik fine Eruen vnnd nakomen vnnd vor fyn land vnnd lüde affgetreden vnnd met wol- 
bedachtem mode dar äff gelaten hefft, Alfe dat dy briff vtwifet» Die vmmb vnnd>an aller 
fchelioge wegen, wea wi vnd dy vnfen to em vnd den finen vnnd hie vnd die finen to vns 
vnd den vnfen wente vpp delTen hudigen -dach twidrechte vnd tofprake van dea landea der 
Marke to Branndemborch vnd des landen to Stargarde wegen gehatt hebben, die 
fcholen alle gentzliken vnd gar (gefunet, geeyniget vnd frunlliken entrichtet fin, vnd wi 
fcholen vnd willen den gn<uiten vnfen Ohemen vnd dat land to Stargarde glike vnfen 
landen fchutten vnd verdedingen» war wie fin to glike vnd rechte mechtich find, vnd den 



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213 

VDren nicht gertailen» dat fie den gnanten rnfra oiiemen edder die finen angripen^ Ronen 
TRde befdiedigen. Gefcbege om edder den finen dar bouen ennyge beCchedigunge van 
den vnfeny dar willen wy om vnd den finen glikee vnd rechtes ouer behelpen edder die 
fulaen» die dat ^edan hedden» DarvmiDe met des gnenten ynTes Ohdae bulpe vnd Rade 
ftraffen^ vnd dar to helpen vnd duen, dat om voi den finen wandeis vnd g^*echtes genuch 
wedder faren fchall» ane argelift vnd ane aDe geuerde. To orkunde vnd bekantnifle hebben 
wie vnfe Ingefzigel an dieflen briefi hengen laten, die Genen ifz to Arnftorpp vor fride- 
Und, Nach godes gebord XIIU^ Jar vnd dar na Im XL Jar» am dinftage na Vn&er frewen 
tag vifitatioois. 

piaä^ tem ^uxuu 8f(iK(op{a(to4« XVIII» 5a 



MDCIL Wlüvlixaf gmbricl^ btt 3»nfie Mrf^^ bm ©rafrn Wbvtä^t wn Zivhm 500O 
©ttitm tpegen bed ^tivai^gnUi ber ^trgogm iD}atgatet|^ von ^ommerti ^it ^o^Im, 

am 25. 3uli 1440. 

Wir fridricb der Junge^ von gots gnaden marggraue czn Brandemburg etc* 
Bekennen So alfe der hochgebom furft vnnfer lieber Bruder herre Johanns marggraue 
czu Brandemburg vnd Bui^raue czu Nuremberg Sieb mit dem hoebgeborn fiirßen bera 
Joachim berezoggen zu Stettin vnnTerm lieben Swager gefreunt vnd Ime fine Toditer 
frawen Elizabethen ezu der £e gegeben vnd X"^ Rinifehe golden ezn beynftnre mit 
gelobet hat» diefelben czehentufent guldin wir dann dem goannten vnnferm Swager he rczo* 
gen Joachim verborget» verfchreuen vnd verfigelt haben» Alfe das die briue domber ge* 
geben leuteriichen melden vnd uizweifeD» So hat domacb der gnantevunfer Swager h er csog 
Joachim» nach Rate finer diannen vnd Stete» ficb mit dem wolgeboren Alb recht;. 
Grauen von lindow vnd hern czu Reppin» vnnferm haubtmann» Rat vnd Heben ge- 
truwen» gefrunt vnd Im fine Swefter frowen margarethen ezur £e gegeben» dorczu er 
Im dann V*". Rinifehe gülden czu heimftewr geredt vnd gelobt hat» So das wir dem gnanten 
Grauen Albrecht die von den X gülden» die wir dem obgnanten vnnferm Swager her« 
czogen Joachim verberget vnd verfebrieben haben» geben vnd beezalen -füllen In Jare 
vnd tage dornach» vnd der gnante vnnfer Swager hercog Joachim vnoizers gnanten Bru«- 
ders Tochter beflaSen bat vnd funderlick uff fulch lagczyt vnd fünft alfe der haubtbrief» den 
wir herczog Joachim vnnferm Swager über die czebentufentf guldin geben haben Innen* 
heldet vnd aufzwifet^ Bekennen wir offenlichen mit difiem briue vor vns vnnfer erben vnd 
nachkomen marggrauen czu Branndenburg^ das wir vnd vnnfer nacbkomen dem gnanten 
Graue Alb^recbt allen finen Erben vnd allen finen. tochlem die obgefchrieben V'^ gute 
iralwiehtige Rinifehe guldin In Jare» vnd tage darnach » wenn wir vnnfers gnanten Bruders 
Tochter dem ot^enanten vnnferm Swager herczogen Joacbim gutlichen vnd wolczudaocke 



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214 

^vfzrichten, geben vnd beczalen füllen vnd wollen ane arg, on hulffrede vnd on alle geuerde. 
Wirdin wir aber an der beczalung fewmig vnd teten der nicht, Inmaflen als obingerchriben 
ftaty welchen .redlichen fchaden denn der gnante Gra ff Albrecht alle iine erben vnd alle 
fine Tochter Donimmb täten oder nemen czu Criften oder Juden , das doch redlicher vnd 
vngeuerlicber fchade hiefz vnd were, den fchaden gereden vnd geloben Tvir vnnfer erben vnd 
nachkommen dem gnanten Grauen Albrechten iinen erben vnd finen Töchtern mit fambt 
der haubtfumma gutlichen vnd czu dancke ulzczurichten vnd czu beczalen/ on arg vnd on 
alles geuerde. Czu vrkund vnd warem bekentnifz haben wir obgnauter marggraf fridrich 
vnnfer Inlzigel vor vns vnnfer Erben vnd nachkomen marggraflfen czu Brandemburg an diffeen 
heiflen hengen. Geben czu Berlin; am fand Jacobfz tag, Anno domini Millefimo Quadrin* 
gentefimo XL"»«» 

R. dominus per. fe et ezaminauit coram confiliarüs. 



MDCIU. ajlarlßraf SfriAri* fc. 3. »ertrfigt bie giirflm öon Slnl^ott mit i^rer ©tobt 3erbjl, 

am 22. BtpU 1440. 

Wjer friederiph der Jüngere, von Gottes Gnaden Marckgraffe zu Bran- 
denburg etc. Bekennen öffentlich mit diefem 'Briefe vor allermenniglich, fo alsdann die. 
Hochgebohme Fürften, Untere Liebe oheimen .Herr Georg, Herr Adolf, Herr Siegmund 
Herr Johannes, Herr Albrecht vnd Herr Hanfz, Bruder vnd gevettern, alle Furften 
zu«An*halt vnd Grafen zu Afcanien, etlichen Unwillen vnd Ungunft vnd Ungnade zu 
den Ehrfamen Burgermetftern, Rahtmanne vnd alle Geraeiqe Burger ihrer Stat ZeTbft 
etliche Zeit bifshero gehabt haben von Sachen wegen, der aller in diefem Brief nicht raht 
ift vnd lange wären zu erzehlen. Nun auf das dafs foliche Zwietracht, Irrlal vnd Vnwill 
wieder zu guten vnd gutlichen Vereinigungen kommen möge, haben fich die benannte Herren 
von Anhalt alle vor fich vnd alle ihre Nachkommen vnd Burgermeifter, Rahtmaünen vnd 
ganze Gemeine Arm vnd Reich vor lieh vnd alle irhe Nachkommen < der Stadt Zerbft mit 
den Sachen gentzlichen zu vns gefatzt — als zu einem erkohmen vnd gewilligten Schieds- 
mann, — Sie darum mit Freundfchäfft zu entfcheiden. — Darauf fcheiden Wir Sie von 
beiden Theilen gütlichen vnd fprechen aus, als hir nach gefchrieben fleht etc. — . — Hierbey 
vnd fiber find gewefen und diefe Teidung haben helfen handeln die Erwerdigen, Edlen, 
Geftrengen und Erbahren Unfere Reihe \\nä Liebe Getreuen Herr Steffen Bifchof zu 
Brandenburg, Heinrich Schencke von Landsbergk, Herr zu Taupitz undSidow, 
Bereut von der Schulenburg, Ritter und Hauptmann in der Alten Marckt, Wilhelm 
Fuchfz unfer Marfchaick, Lippolt von Veitheim, HanTen Sohn, Heinrich und 
Werner von ATu^nsIeben, Hanfs von Bredow, Otto von Siiben der Junge, 



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215 

Heine Pfull und George von WaldenfeU Unfer Cammermeißer. — Gegeben in der 
Stat zu CzerbXt nach Gottes Gebührt Vierzehen hundert vnd darnach in den XJj. Jahre 
amnähften Sonnabend S. Mauritii Tage des heiligen Märterers und Himmelfürften. 

9Za(6 «ctfoiann'« MOfianb. abbrucfe in btt lln(. ^fl. ID, 284, nnb efinid« fleiii^l'flt^iD (IB. X) Part fpee» 
Cont II. 2^1. m, Sotif« lU, 174. 



X 

MDCIV. SKarfgröf %ntivi^ i. 3» wn ©ranbenburg MmM, baß iubolp^ wn SSettj^rim mit 

fciucn ©d^ilöfferit Slben^IAen itnb JBartenölebeit |i(i|f ju be« SÄorlgrflfm Sanben gefegt "^dbt, 

aucf> fein 9tat|f unb 3)iener getoorben fc^^ unb nimmt feliigen bedj^olb tn frinm ©(i^u^, 

am 28. e^\^U 1440. 

Wir fridrich, von gdts gnaden der Jung, Marggrane zeu Branndemburg 
vnd Burggraue czu Nuremberg, Bekennen offenlich mit diffem briefe vor aller meniciich. 
So alfe dann vnnfer Heber getruwer ludolff von veltheim, em hannfen Sone^ vnnfer 
man, Hath vnd diner worden ift vnd lieh mit fin^n flolTen Aluenfiebe vnd Bertenflebe 
zcu vns vnd vnnfem lannden gefattzt vnd gegeben hat, das iie vnnfer offen Siofz fein fulleo 
gein ailermeniclich, nymands ufzgenomen, dann alleine .die lehnhem, do die flofz von zca 
lehne geen, vnd wo Im das mit eren ftett czuthun; Dorumb vnd auch von getruwer dinfte , 
wegen, die er vns geton hat, teglichen tut vnd hinfiirder wcd tfaun fol vnd mag, haben wir 
den gnanten ludoiff mit fiden flolTen Aluenfleue vnd B^rtenfzlebe, vnd welich ^r 
mehrer czu Im bringen wirdet, In vunfern fchucz, fchirm vnd verteidingnilz, glich andern 
vnnfem mannen, genonunen Alfo, Gefcheges das fich ymand, wer der weren, an fine obm- 
gefchrieben Slofis vergriffen wurde. So wollen wir Im czu hulffe vnd Rate die vnnfern doruff 
fennden, die Ailche flofz Innemen vnd die Im von vnnfem wegen getruwelich beiftenndig, 
gehuiffen vnd geratten fein, vnd die flofz glich vnnfem eignen flößen helffea weren fullenn. 
SoU ludolff ergenant kofte vnd futer geben vnd vor fchaden fteen. Wurden aber die 
flofz dor vnder verloren eins oder, meher, dor got vor fy;- So füllen doch den fchadea 
ludolff ergnanter vnd fine erben felbs tragen vnd haben, vnd wir follen In domnimb key- 
nerley pflicbtig fein. Ouch fuHjen fie vns vnnfern erben oder nachkommen marggrauen 
czu Branndemburg von delTwegen nymmermehr beteidingen vnd auch vnnfem lannden 
oder luten keinen- vnfuge oder fchaden doramb beweifen , ane arg vnd ane alles geuerde. 
Czu Orkund mit vnnferm anhangenden Infzigel verfzigelt vnd geben czu Tangermund, 
am mitwoch fai^d micbaels abent, Anno domini M^« CCCC^. XL"" « 

friac^ Um ^nmM. er^nl«(&)»ial')6u(^e XVm. 44. 



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216 
MDCV. fRwtti Ui £ubolt)^ l^on fßtH^tim, «om 28. eeph 1440« 

Ik ludolff van feltheinii Ern hanDfen SoDe, Bekenne — So alfe mj dy Irluchi» 
hodigeborne furfte vnd herre here friderik iy Junge, marggraue to Branndem- 
borch vnd Burggraue to JNprmbercl), noyn gnedighe liue here, to diner ¥nd ho%eiind 
vpgenomen, vnd mit inynen Sfoten Aluenfleue lend Bertenfleue vnd fünft allen andern 
injuen gudern in finer gnaden fchucZi fcherm vnd verteydingnlfz empfangen hett, So datdy 
gnanten mjne Slote iina "Open flot fyn füllen gegen dllermeoiclich »ymande tifzgeDomen» 
Sündern alleyne gegen den bem, van den diefuluen flöte to iebne geen, wnd <ok vfo ik dat 
mit eren don macb. Dorumb 'mi my vnd myne flot vnd guder die obingensinten mjnn 
gnedlge bem glik andern finen mannen, Slöten, land vnd luden to glick vnd lo recbt ver- 
dedingen. etc. — Tann^^ermund, am middewocken Send midiaela auend, Anno doniiiu 
M^ CCCC". XL--. 

* «nl hm Stumitf. tr^tiicoptatbnc^e XVin, 4S. 



MDCVI- üxü&vm^ Ui SWarlgrafen W>ni^ ^egcn tie |)er38äe %xxtin^ «itb SBtl^elm j«^ 
^AÜfim,. Wxin tx xiOifymoli bit friebltd^e S3et(egimg itnb red^Htcf^e ^nfd[)eibunjg i^xtx Ittietnt^Ieiteis 

l^erbriäufü^ren »erfudS»t, »om IL 9ioö* l44flL 

Als nü fulcb rechtliche glimpfliche geböte alle zu Schweinfurt gelautet haben, In 
möHen vnfer Herre vnd Ohein von Wurtzburg durch vns vnd ander die feinen ertzelen 
vnd tbun bot latfen, käme vnfer Oheim <ler landt graue von Heffen In vnfer herberig 
dofelbft TU Sweinfurt vnd mit Im Graue Heinrich von Swartzburg von euwera 
wegen vnd tett vor dem Selben vnferm Oheim -dem landtgrauen ein vorderunge an vns, Wir 
foUten euch furkomen zu eren vnd zu rechte für vnfero Oheim »den landtgrauen vnd lein 
erbere rete, vnd «rkennen laffen, nach ^lem vnd wir in eynunge vnd pfintnüfz gen euch 
weren, ob wir vnfem hem vnd :oheim tou wurtzburg rechtlich gein «uch verteidingen 
möchten. Dorauff wir antwurtten, das die vordeiuuge, die der genante Graue Heinrich 
von euwem wegen tett, vnfer Ere vnd glimpf beruret, nach dem Ir vns zu den eren furvor- 
dem helfet. So wer von vnfem Eltern nye gehört wordden, das fie an keinem «nde Ere vnd 
recht nye geweygertt betten. Es fok auch ab gotwil von vnfzem brfidern, vns vnd vnfern natfb* 
kommen nymmer gehört werdden, vnd wollten vnbedacht Im fuiftapfen aufwortten, wit wotten 
vns auch ab gotwil nymmer verhanndeln, das wir rats t>edorflten, wo man vns zu den eren 
vordert, do mit wir fulchs weigern wollten , Sunder aliwege vnbedacht volliclich zu biten, 
vnd erboten vns für Ynfern Oheim den landtgrauen vnd fein Erbere Rete zu koraen, vnd 
erkennen lälfen nach dem vnd vnfer herre vnd Oheim von Wurtzburg In der felberi 
Eynunge vnd puntnifz mit vns fo wol were als Ir, vnd nach dem er zum StiBte komen were, 
Hett Ir euwer rete zu vns gefcbickt vnd In vns beuolhen, Im hilfflich vnd retenJich zu fein, 



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217 

vmb was fache In angieng, da^ wir Im dann zu thun vnd getrewlich zugefagt hetten. Auff 
folch 1)euelni(z vns derfeibe vnfer oheim ermaDet bette , Auch eynuDg vod pfiDtnifz, fo wir 
Im gewant weren» Im die VDrern zuzurchicken vnd-ficher z\i vds zugeleiteji» das wir alfo 
gethon Ettliche von Thungen vnd andern den vnfem beuolhen betten» die In dann von 
vnrem wegen geleiteten gi^in offen beim, dofelbft wir zu Im perfonlicb komen weren vnd 
fürder mit vns gein Gadolezburg gefurt, vnd als wir In zu vns brocht hetten, betten wir 
vnferm bruder Marggrauen Johannfen gefcbriben, euch fulcbs furter zuuerkunden, das 
dann . der genant vnfer bruder alfo gethon bette« Auff fidchs euwer beider liebe vnferm 
bruder geantwert vnd fulcbs feines verkundens fruntlichen gedankt betten vnd In gebeten 
vns ffirter zti fchreiben vnd zu biten, In bey Vns zu enthalten, So woltet Ir euwer rete 
furter zu vns fchicken vnd nach vnfers Oheims von Wurtzburg begeruoge das befte In 
den fachen furnemen, vnd als euwer rete zu vns kömen weren vnd geworben hetten, auch 
In molTen als euwer brieff aufzweifet vnd vns gebeten, vnfern hem vnd Oheim von wurtz- 
burg bey vns zu enthalten: auf fulchs wir diefelben euwer rete gefiroget vnd gebeten betten,^ 
ob dheinerley vnwillen zwifchen vnferm Hem vnd Oheim obgenanten vnd euch were, vns 
das zu erkennen zugeben, Alfo hetten fie vns zu ^ntwort gegeben, fie weiten von keinem 
vnwillen, vnd wir folhen ön zweifei fein, was Ir euwerm bruder wefte zu liebe zu thun, das 
Ir des gantz willig wert. Dorauff vnfer berre vnd Oheim begert bette. Im Troft, Hilff vnd 
beiftandt zu thun, vnd vns ermant verfchreibung vnd-eynunge. Auch zufagens, fo wir Im 
vnd euch gethon hetten Im hilflich vnd retenlich zu fein. Auff fulch beuelnufz, fo Ir In vns 
gethon hettent, Alfo hetten wir angefehen fulcb pfintnifz, der er vns ermanet vnd fulch euwer 
^euetnifz. Auch fein rechtliche geböte, die er volkümlich gethon bette, vnd hetten Im Hilff 
vnd beiftandt zu thun zugefagt Auff fulche vorberfirte Artickel wollten wir kommen auff 
den genanten vnfern Oheim den lantgrauen vnd fein Erbere rete nach dem vnfer berre vnd 
Oheim von Wurtzburg auff guten glauben zu vns komen were, vnd Im hilff vnd rate 
zugefagt betten, ob wir Im das icht billich hüten. Dorauff Graue Heinrich vonSwartz- 
burg egenant von euwern wegen vns antworttet, vnd die recht fordert, In yorgefchribner 
mofle, Do wider wir antwortten, das Ir zu hilff nemet eynunge vnd pfintnifz, oder was Im 
rechten euch gedinen mdcht. Des gleichen wrollten wir auch thun, vnd euch thun vmb euwer 
ipruche, was wir euch von Eren^vnd rechts wegen pflichtig wurden zu thun, Ir tetent vns 
desgleichen widerumbe vmb die fprüche, die wir von vnfer vnd vnfer bruder wegen zu euch 
hetten. Dorauf euwer vorderunge durch den genanten Grauen Heinrich was. Euch zu 
erkennen geben, was vnfer vorderung were.^ Gaben wir euch zuuerftenn, wie vnfere bruder 
vnd wir drey fprüche zu euch hetten, die andern fprüche richteten vnfer beider rete wöl, 
vnd das were vnfer Erfter fprüch. Als von des widerfals wegen des lantgrauenthums 
zu Duringen, Der ander fpruch von vnfers bruders Marggraff Johannfen weibs mfi- 
terlichen Er^s wegen, Der dritte fprüch von der niederlage wegen zu Behem, do bey wir. 
die vnfem gehabt hetten, vnd euch die vnfem Ir gefangen geantwortt, Dorauff Ir In zugefagt 
bettent, vns n^ch anzal des reifigen gezefigs, fo des von beidenteiln auff dem velde weren, 
volgen wollt lalTen, Souil vns nach anczal gepuret, vnd von der fchatzung geuiel, zu fulchem 
^M^. u, s* IV« 28 



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218 

Ir vns antworUen lifTet, vnd des alias verdfigt auff futche^ meyaunge, das Ir Hertzog ffri* 
deri<lh der Eltfte yvea^et, vod Ir Hertzog Wilhelm von den Sprüchen Bicht gebort Uettent 

Vnd das nu taeniglieh Terftene nnfige, das wir den vollen gantz beeten vnd Ere vnd 
redit an keinem ende weigern wollen, fo wollen wir nach^bewt bei tage» auflf den Erwir- 
digften In got VBfem befundern lieben berren vnd frun^t, berren Dittericben Ertzbi- 
fchoff zu Meintz etc. vnd fein Edel gefworn rete kumen zu einem vnuerdiogten rechten 
zu Eren vnd zu recht zu geben vnd zu uemen, fd'fich das heifchen vnd gepfiren wirt vmb 
alle fpruche, die Ir zu vns babent, nichts bindan gefatzt, vnd desgleichen wider von euch nemen 
vmb die fprfiche die wir zu euch haben. Wir wollen auch defgleichen der von Thungea 
vnd ander der vnfern, die auff dem tage do bßj geweft fein» ^s vnfer herre vnd Oheim zu, 
vns geriten ift, mechtig fein» das fie euch auch eren vnd rechts fein vnd pflegen füllen auff 
den Egenanten vnfern Berren voq Meinlz vnd fein Eifbere rete» Ir tflt In des gleichen wider» 
das eins mit dem andern zugee» vnd eins das ander nicht pfende; vnd ob euch das nicht 
eben were» So wollen wir des gleichen In obgefchribner möffe kommen» Auff die Erwirdigen 
In got Hochgebomne furften vnd wolgeborn vnfer liebe bem vnd Sweger hernAnthonius 
zu Bamberg» bern Albrecbten zu Eiftete Bifchoffe» bem JLudwig pfaltzgraueti 
bey Rein» des heiligen Romifchen reichs Ertztrucbfelz etc. bern Johannfen» bern Otten» 
bem Heinrieben» hern Albrechten» bem Ludwigen den Jungen» alle Pfaltzgrauen 
bey rein vnd hertzogen In Beyern» Hern Ludwigen» lanntgrauen zu Heffen» bem 
Jacob» marggraff zu Baden» ludwigen vnd vlrichen» gebrüder» Grauen zu wirt- 
temberg» auff der egenanten furften oder Greuen einen vnd fein erbere rete» Auch uf die 
wolgeborn Edeln vnd Strengen» der dreyer vereynung der gefelfchaft fant Jörgen 
fohiit» und in rechte erkennen laden» in obgefchriber möfz. Wer euoh das alles nicht 
eben» fo wollen wir euch de/gleichen komen auff die lantherren der Cröne zu Beheim» vnd 
in obgefchribner mofz e'rkennen laiTen. 

Verflugt Ir vns aber fulche vnfer rechtliche geböte» als Ir vns die dann vormals zu 
tagen verflagen habt» vnd vns zu den Eren nicht antworten laffen wollt» in möflen obge* 
fchriben ftet vnd den wirdigen Stifft vns vnd die vnfern darüber zuuerbömüten vnd zuuer- 
geweitigen meynent» Das dann meniglich fehe» das wir verderben der lannde vnd gros blut- 
uergiffen» das darvntter enften möchte» gern vnterkSmen vnd doch dobey vnfer Ere nicht 
meinen vozuuerantwort laflTen» vnd das meniciiche verftee» das wir an allen^ enden euch den 
Vollen bieten wollen; So wollen wir komen an der egenanten vnfer bern vnd frunde höfe 
einen» vnd vnfer ere retten» mit hanndt vnd mfinde» mit weifung vnd verantwortten gegen 
«wer iglichem» fo vns das gepürt» vnd ob euch das nicht Eben were» So wollen wir gein 
euch b^eyde auff ein ftund vnd auff ein male vnfer Ere verantwoitten vnd beweifen» fo 
obgelchriben ftet» vnd vns mit gewappender bant vnd gleicher ritterlicher were» mit euch 
aynen vnd an welcher bem höfe einem euch das eben ift» den bitent Ir» vnd fchreibet vns 
das zu» So wollen wir In auch biten vnd den Sachen ftracks nachgeen» fo obgefchriben 
ftet. Wo vns aber das alles von eucb verflagen wurde» fo vorgefchriben ftet» Sunder vber 
fuleh geböte In den Stifft» oder auff vns vermeint zuzihen, vns oder die vnfem zu befchedigea 



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219 . 

vnd zuuerbömüten, roochteo "wir ms euwer aufhalten, wem wir tds vnd den Tnfern des wol 
fcbttidig. Geben vnd mit vnfenn aufgedruckten Infigel verfigelt, an fantt merteins tag Anno 
domini etc. XL"^« 



MDCVn. Sej^beBriefe mehrerer ®Iid)er in fDlMfdfim ütttterfd^aft an tte ^5se Sriebrii|f 
itnb lEBOj^elm »Ott ®a4^fm, )>om 25« 9lo!^ (1440> 

WiITet bocbgebomen furften vnd berren her ffriderich vnd her Wilhelm, gebru- 
dere, faertzogen zeu SachTfen vnd Marggraffen zcu meiffen, das wir bans von 
Waldow, Bernd] von der Schulenbiirg houptman der Alden Marken zcu Branden- 
burg, Matthias von jagow, fficke von Bulow, Buffe von der Schulenborg 
alle Ritter, vnd ludolff von Veltim, Wilhelm füchf Marfchalk, heyno pfui,, 
hentze kracht, junge Otte von Slywen vnde vnfe helffere vnd mittereiter, wollen ewre 
vnd alle der ewren, wir haben orer kuntfchafll, handelunge oder nicht, vinde fein vmb des 
hochgebomen ffurften vnd hem willen hem ffrederichs, Marggraffen zcu Branden- 
borg vnd Burggraffen zcu Noremberg vnd Ertzkamerer des heiligen Romiffchen Reichs: 
vnd ab wir vnd die vnfen euch addir den ewrn ennigen Schaden zcu zogen, wie der Schade 
gefchege, wurde addir were, des wolle wir vnfe heißer vnde mettereittei vnfe ere an euch 
vnd an allen den ewren wol bewart haben, Gefchrebin vnd gegebin an funthe katherinen 
tage zcu dem Berlin vnder hem B^rndis InfigeKvon der Schulenburg des wir alle 
vff dilzmal gebrüchen. 

9lai^ Um S)riginafe inr Mni$U IBf(. Ktn^ftt in I>rHleii. 

Kna. iOal ^. <Bf^ «r<|i« in iOrr^ni tnl^ft m^ eine fibcroi« geole Vaioil onberet a^ttdier ge^ebriefc befcn« 
btt€ %xSMtifd^ 9iiitn im ^tUmf^mt an bit\m Sttit^t, barunter »on Jo^S^ i>^» ^^^'u^^^ff 9<Utec ton 
Sac^fperg/ Sraft »on SBeflenBerg, 3<'Kd ^^^ Seonrobe, ^tep^an »on $(fpnrg, fani ton 
anipfeft, ^anl ton taffen(ol), ^ippoit ton tglofffiein, {^anl |^e(elfiorfferr ^ngel^art 
i»Qii9ttl(, gtit Oieiffenberg, Sditi^ nnb 3ors ton SKnn^er, QraffSn^elm gn iDitttngen, 
Üonrab ect^enf l^err ^u £im|uirg^ 9raf SB^il^elm |u 9Sert6eim i^onrab 9err in {^aibecf, 9(1« 
brecht ton «Balbenfeil, Ulric^ {^err gu £aber/ ^an^ ton «^linblberg, (((brecht ton fSirfperg, 
9ric^e( nnb Wartung ber S&igere »on.€glof f fiein. Sorg ton SSilben^ein^ Iftain« ton tCuffrg, 
tBil^elm ton fSalbenfeU, Saü^far ton l^lanfenfci«, l^ein^unb UIri<|| ton €5ecfenborf^ 
^aiii nnb €ra«nie tOQ iBrettenfiein imb f. ». neifien^ greitag^ tor €iifabet( |tt Jti^ingen on^gefleat. 



MDCVni !De« ®rftfett StÄre^t wn Sinbo» Äriea^erüfinittg an iit\t\bm, wm 27t 9lo»t 1440^ 

Wiflet hochgebomen forften vad hem lier ffredericb vnd her wilhelm, gebruder, 
hertsogen zcq Saohfles vnd Marggraffen zcu Meiffen, das ich Albr echt, graue 

28» 



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220 

von lindow vnd herre zcti Reppin^ hauptman der Nawen Marken- zcu Brandeborg, 
vnd myne helflfer vnd mittereiter vnd alle .die meynen, die vmb meynen willen thfin vnd 
laffen wollen, wollen ewr vnd alle der ewern^, wir habent orer kfintfchaft, handelflnge eddir 
nicht, vynde fein vmb des hochgebomen forften vnd herm willen heni ffredericbs marg- 
grauen zcfi Brandeborg vnd erczkammerer des heiligen Romifchen reichs vnd Bärg- 
graue zcu Nürnberg, vnd ab ich vnd die meynen euch vnd den ewem ennigen fchaden zcu 
czoge, wie der fchade gefchege worde addir were, das wil ich vnd die meynen meyne helffer 
vnd mittereiter vnfer eere an euch vnd an alle den ewem wol bewaret haben» Gebio zcQ 
der Brieffen, am Sontage nach funthe katherinen tage vnder minen Sigil. 

9iaäf bm im Jt, eSi^Pfc^t iStff. tUc^io in Drehten btfinWd^ üriginal« 



BIDCIX. ^tinri^ Q^tni Mn Sanböberg mit feinen Reifem unb Stn^im Ißnbtgt brnfelben . 

ben ^rieg an, am 27. 9lo»* 1440t 

WifTet Irlucbtigen vnd hochgebomen furften vnd hem, here frederiche vnd here 

Wilhelm, herzogen zu Sach Ten marcgraue czu mifsen vnd landgraue zu doringen. So 

dann der hochgeborne futfte vnd here, her fredrich Marggraue zcu Brandenburg 

vnd Burgraue zcu Nurenberg, myn gnedige herre, mit uch jn feiden komen ift, fo bin ich 

des genanten myns hern des marcgrauen fo getan,* das ich en geme nach willen plegen 

wolle vnd wil des mit mynen- helfferen vnd knechten uwer gnaden lande vnd luethe fyend 

£m durch das gnant myns hem des Marggrauen willen vnd wil mich das mit den gnant die 

inynen zcu den Eyren gen uch land vnd luethen bowart habin vnd czihe mich des mit allen 

den mynen jn myns gnedigen hem des Marcgrauen freden vnd vnfreden« Gegeben zcum 

Brifene^ den neften Sontag nach funthe katherinen tag vnd myn henr. Schenken Ingefegel. 

Henrich Schencke van Landefperg, Balcer kyncz, hannes 

>on der nychel, Jurge Czicper, henricus femelwicz vnd 

andere myne helffere vnd knechte. 

9(adf tcm Im it, 6S(^Pf(^. @e$. 9rc^ii» in Sterben Ufhabii^tn M^\mU. 



MDCX. ©eorg »on ©r^Heffen Ifinbigt benfelbe» ben Ärieg an, am 21, fftw, 1440. 

Wiffet hochgeborne Vorfte er frederich, hertzunge zu faffen, langraff sfi 
doring, marggraue zu mifen vnd Ertzmarfchtilgk des hilgen Romefchen ryches, alze 
der hochgebome forfte ihyn goediger here marggreue frederych yulbrurt gnaden eyo 
abelamige getiin hath, alze bin ich fyner gnaden man, dyner vnd hofgefinde fynen goadeo 



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221 

I 

al£Q zugetan vüd.gewaDthy daz ich Tyiten goaden^willeD vulbnirt gnaden fyanth fyn wil vod 
der vulbnirt, daz ich den von ede wegen vnd gelobte, de ich fynen gnaden getan habe, nicht 
gewandelen kan vnd czy ndy des jn mynes gnedigen heren frede: vnd vnfrede vnde ob mich 
ennigerleye mer not were an vulbrurt gnaden vnd an den vulbrurt, des wii ich michkäygen 
vulbrurt gnaden vnd keygen den vulbrurt in defler bewaringe bowart haben. 

Jörgen von fieywen marfchalk niynes gnedigen hern marggraue fredriche«- 

9lac^ Um im Ä. €5Sc^f!fc^« (!k(« 9r(^io in IDrelben ht^Mi^tn £)riainaU. 



MDCXI. Sfinbnip beö SWarfgrafcit JJvicbridfi mit bem SBifcffofe »0« |)afterjlabt itnb b«i ©tfib^ 
te« ~2Jlagbeburg, ^olberflabt, Dueblingburg unb %\^txiUbtxx, gegen bie ^erjöge »on ©ar^fiit 

gerichtet, ))om ?♦ Dejember 1440. 

Wy Borchardt, von godes gnadenn Biffchop tho haluerftat, Burgermeifter, 
Ratmann jonungermeirter der Stede Magdeburg, faaluerftat, Qwedelinghborch vnd 
Affcherfleue, Bekennen openbare in deflem brieff für vns vnd vnnfe nakomen vnd dhon 
kunt allen, die en fefi.en, hören ader lefen, dat wy vns von vnnfer laade vnd lüde wegen 
mit denlrlucbten hochgeboren furften vnd hern, hern fridricke Marggrauen tho Brannd* 
bürg, des hUligen Romifchen Rikes ertzkamrer vnd Burggrauen to Nurenberge, feinen eruen 
vnd nakomen vnd mit alle finen landen vnd luden^ vereynet vnd vnrdragen hebben, voreynen 
vnd vordragen vns ok in dilTem brieff in wife vnd mate alze hiruorger^riuen ifz. Thum 
erften alfe her fridrich vnd eron wilhelm, gebruder, hertogen tho Saffen etc. fik mit 
macht erheuen vnd dem Erwirdigen In got hern Sigemunde, Biffchop tho wertzborch 
eren bruder, in fyn landt vnd ftiffte gelogen lind vnd die hochgeboren furften hern Johans 
vod eren Albrechte Marggrauen tho Brandb.urg ore manne, vnderfaten vnd dynere 
bouen ere vnd rechts erbiedinge angegrepen vnd befchedigt hebben vnd darvmb vnderein- 
ander tho open veyden gekomen find, vnd Als dann die obgnannte here fridrich margr 
graue tobranndburg vmb ermaninge, als em von dem üiflchoppe von wertzeburg 
vnd bem joh^annfe vnd hern Albrechte, ok marggrauen to branndburg, feinen bruderen 
vorgnannt gtfcheen is jn des fuluen Biffchops von wertzborges vnd der gnannten 
inarggrauen von brandburg hulpe wil bliuen, vnd alfe hie des von buntnifze haluen vod von 
angebonier bruderlicker liue fcbuldig is vnd fy darane nicht willen taten , Als hebben wy 
demfuluen eren fridricke, marggrauen to branndburg togefegt vnd gelouet. Als 
liie der gnannten hertogen von Saflen vme der vorgefchreuen fake willen vigendt geworden 
19, dat wy deone gemeyniich vnd femptlich by finer hulpe bliuen vnd vmb finen willen der 
vorgefchreuen hertogen to SalTen vnd orer hulper vnd helpers helperen vyendt werden vnd 
eo vyentlicken dhon willen vp vnnfe eigen koft, gewyn vnd vorluft: vnd wan die gnannte 
Her frldricki marggraue to brandburg, vnde wy mit den hertogen to Saffen vnd 



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222 

oren bulperen vod helpers helperen to veyden komen, fo fcbulIeD. vnd willen wy mit dem 
fuluen hero von brandburg alle der faken vnd der fehden getrwlicken by emander bliuen, 
* helpen vnd raden vnd wy fcbullen vns von em vnd den finen, finen eruen edder nakomen 
vtb der vehde nicht thien an oren willen vnde vulbort, Sunderen oft wy frede, Arne ader. 
richtinge mit finer, finer eruen edder nakomen weten vnd willen upnemen wärden, fo fcholen 
vnd willen wy den vorbenomeden hern fine eruen vnd nakomen vnd bre landt vnd lüde ok mede 
in den frede, fune vnd richtinge thien vnd ore faken , die fie mit den hertogen tho SalTen 
thofchickende bebben, wu vnde in welker wife iick dy gem^ket vnde verlopen hebben» tho 
einer redelicken uthdracht brengen helpen vnd nynerleye wiGz nalaten, fundem en dat up 
allen deyl thoholden, als wy dat von en nehmen-willen. Bynamen fcholen wy gnannter her 
Borchardt Biffchop, vnfze nakomen vnd vnnfe Stede halberftatt, Qwedelingburg 
vnd Affcherfleue dy fumme geldes» als wy den hern von SalTen vnd oren helperen noch 
geuen fchnllen, by vns beholden vnd nynerley wiefe uthgeuen. Vorder hebben wy vns vor- 
eynet vnd vordragen, efft wy in fodaner vehde. ennyge reyfige hauen an perden vnd gefangen 
gewunen ader vehe nähme nehmen effte dorpper ader ander guder vordyngeden, dar dy vor« 
gnannte here von branndburg^ feine eruen edder nakomen die oren mede hedden vnd oren 
dgen fromen vnd fchaden ftunde, fo fcholde die fulue here tho branndburg fine eruen ader 
nakomen oren deyl an den gefangen^ name vnd haue an der bute hebben na aotale der lade» 
dy hie 9 fine eruen ader nakomen darmede vnd by liedden, als bute wife vnd wonheit ifz. 
Gefchegt ok, dat die here von brandburg ftede ader flöte im lande to Saflen wunne, dar 
wy dy vnnfen^ vnnfe eigen köft, gewinfzt vnd vorluft mede hedden , die fuluen ftete vnd 
Slote fchulden den gnannten marggrauen huldigen vnd Sweren, vnd hie» fine eruen ader 
nakomen fchal denn vns an den gewunen fteden vnd Sloten na erer werderingh vnd dntall 
der lüde, fo vnizer ein yowelick darmede hefft, ein redelick gelt verfchriuen na erkentnifz 
twier finer rede vnd twier vnnfer frundt vnd dat gelt bynnen iare vnd dage betalen ader na 
dem iare vnd dage, efft hie dat nicht betalede» redelicke lynfze darvor genen vnd vorwifTeii. 
Mochten fick denn die vire darvmb nicht vordragen, fo hebben wy to einem öuermanne ge* 
koren vnd erweit die Erfamen Burgermeifter vnd Ratmannen tho lunenborch: wes dy 
denn darvmb feden vnd^ irkenten^ darby fchall id bliuen. Defz fuluen glick fehall hie fine 
erben vnd nachkomen vns wedder toholden eft wy mit erer hulpe dem lande tho- miffea 
vnd den heren, die in orer hulpe find effte noch komen werden, wes auegewnnnen an fteden 
ader borgen, wenn dat beft vnd nehft belegen ilz, deme fchal men dat taten huldigen, vnd 
den anderen, die dar tho helpen einen yewelken na antall finer lüde eyn benanntes gelt 
darann verfchriuen vnd dat in aller mate gen en holden, als ouengefcriuen is on geuerde. 
Gewinnen ader vordingen wy wes alleyne mit den vnnfeui dat fcholen wy allieyne hebben 
vnd beholden vnd defzgliken weddervmb alfo. Vnd weret fake, dat dy gnannteo erfrK 
drick marggraue tho Brandburg, fine emen ader nakomen, vns to oren noden, krigea 
vnd gefchefften vmb ein antall reyfiges volkes vp vnnfe eigen auenture, gewinft ader vorluft 
bidden vnd dy wy on li^en worden, den (uluen fchullen vnd willen fie, alle dy wile fie dy 
by fick in oren dinfte vnd gefchefften hedden, na ores haues lope vnd wife* foder vnd brod 



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25B 

beßelIeD vnd geueo laten. Derzruluen glick fchulleD vnd willen wy on vnd dea orenwedder 
thoholden vad wan vn» des nott ifz vnd wy dat von ome, finen eruen ader nakomeo von der 
Take wegen effcben, denn fchullen fie vmb vnnfen willen ^gent werden aller, die denn des 
hertogen. von Saffen biiiggen, nemlicken die Biffchop von Merfzebnrg, der* von 
Swartzburg, hoenftein, manTzuelt vnd Stalburg vtbgefeheiden den lantgrauen 
von herfen, dy wile hie den bertogen von Saflen in deffen faken nicbt eohelpet, vnd on 
vientlicken dhon np or eigen auenture vnd fchaden. Wen ouer fie die oren in vnnfe bulpe 
by vns in vnnfe landt and fenden ader fchicken, dy fcholen wy weddervmb bekoftigen nach 
redelicker wife/ak bouengefcriuen is* Derzgliken wurden wy dem gnannten Marggrauen 
i-ridrick, finen eruen efte nakomen, vmb ein antal reyfiges tuges to vnnfeD noden, krigen 
vnd gefchefften bidden vnd dy hie vos denn fo fenden vnd ligen würde, den fcholen wy ok 
mit foder vnd brode nach redelicker wife up oren fromen vnd fchaden , dy wile wy de by 
vns hebben, uthriohting dhon. Ok fcball vnnfer eyn dem anderen up dem tage, wor des 
not is, alle dingk gutlicken thoholden vnd dat fchall fien einem als dem anderen. De&glick 
ok efft vnnfer ein dem anderqn wes lege an reyfigem tughe. , Weret ok, dat wy na fulker 
verfchrenen wife to feide ligen ader wor wy fuft thohope qwemen vnd fick denn welk uplopp 
darvnder vorheue vnd makede, dar fchal vnnfer eyn dem anderen getrwiicken jnnbehulpeki 
fien vnd nicht laten: vnd wurde vnnferme welken, dy in defler verdracht ifz, wes auege- 
wunnen von Steden vnd Burgen, des fchal fik vnnfer keiner von dem anderen thien, Sün- 
dern wy fchullen vns darjnne vndereinander getrwiicken helpen vnd nicht eynen, Freden ader 
funen, vnnfer einer hebbe dem anderen des gentzKcken wedder behulpen: vnd efft vnnfer 
welk von den yigenden oren hulperen vnd helpers helperen mit macht belegen ader auer* 
togen werde, dar fchollen en die anderen by trewen mit gantzer macht entfetten vnd in 
neue viryfz laten. Gefcheget ok dat fulk fcheil^ fehde vnd vnwille ytzundes zwulTchen vns 
obgnannten beiden deylen gelegen, gerichtet vnd fuoet wurde, vnd die obgnannten hem von 
Saßen vnd ore belper darnach anderweyt fehde ader vnwillen gen vns foken wolden, dar 
vnnfer eyn des anderen to ere vnd rechte mechtig were; des fchullen wy by einander bliuen 
Tud vnnfer eyn den andern nicht laten. Wurde ok ymant delTes vnnfes gutlicken vordracht 
den obgbannten liern den marggrauen von brandburg, feinen eruen ader nakomen vor-* 
dencken vnd on von d^ wegen vnwillen ader fchaden thotheen, des willen wy by on bliuen 
vnd getrwiicken helpen vnd raden, fo lange dat die hkeu in frundtfchap ader jn rechte 
gefleten werden. Gefchege ok, dar got vor fy, dat tulTchen vns vnd den obgnannten heren 
marggraueo, finen eruen ader nakomen ennich vnwitle ader tweydracht erftunde, des wy vns 
vnder eyn ander frundtlicken nicht verdragen mochten, fo hebben wy to Scheydelzifiden 
gekoren die Ergnannten Erfamen Burgermeifter vnd Ratmann tho lunenborch: vnd wu 
vns denn die in witlicker frundtfchop ader jn rechte entfeheiden: dar fchall dat by bliuen 
Tod von vns allentbaluen geholden weren on wederfprake, on arg vnd alles geuerde. Alle deffe 
vorgefohreuen ftucke, punckte vnd artickel reden vnd louen-wy.here Borchardt Biffchop, 
Burgermeifi«r, Ratmann vnd jnnungefzmeifter der Stede Magdeburg, halber ft a t,Qwe- 
d^lingburch vnd Affcherfleue vorgnannt vor vns vnd vnnfe nakomen ftede, vafte vnd 



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224 

vnuorbroken toholden on alles geuerde» vnd is gefcheen vnd ^t vnnfeD anhangenden jnßgeln 
verligelt ouergegeuen tho branndburg, nach Crifti geburt virteynhundert iar daraa im vir- 
tigftem iare, Am middeweken vnnl'er iiuen frowen auendt ConceptionU. 

ffta^ bcm JdirmSrfifc^cn ee^iilcopialbnd^e III, 72. 



MDCXII. Die |)erjSge griebritf) mb gSBtl^elm ju ©ai^fert ünb Äitrförfl %xit\>ti^ wn »rarw 
benburg Qtfyfn mm SBaffenfltQjlanb etit; am 10« S)e)t 1440« 

Wir Fri derieb, des Heiligen Romifchen Reichs Erczmarrchalk, vnd Wilhelm, 
gebruder, von gots gnaden Hertzogen zu SachTfen, Lantgrauen In dorii^eD vnd Marg- 
grauen zu MifTen, vnd T?ir friderich, von denfelben gnaden Marggraffen zu Brannd- 
borg» des heiligen Romifchen Reichs. Erczkamerer vnd Burggraff zu Noremberg» oberft^r 
vorwefer des landes zu luiicz» Bekennen offenlich mit dilTem briefe vor allermeniglich , das 
vff hewty als diiTer brieff gegeben ift, vnnfer trefQichen Rete an beiderfyt mit vnnferm willen 
willen vnd vulword vmb fulch fehde, zwytracht vnd vnwilleii, fodann czwufchen vns obgnan- 
ten herren an beiderfyt vnd vnnfen landen vnd lewteu erftanden ift. Im dorffe zu Mor- 
czane bered vnd beteidingt haben Inmaflen hirnachgefchriben ftet. Czum erften von der 
fehde vnd czwytracht wegen, fblien vnd wollen wir obgnanter Marggraff friderich von 
Branndborg vns der Hochgebomen furften vnd herren, hern Johann fen vi|d herren 
Albrechts, Marggraffen zu Branndborg vnd Borggraflen zu Noremberg vnnfer lieben 
bruder mechtigen, Alfo das wir von ftundan eine endeliche redeliche botfchafll zu den gnan- 
ten vnnfern brudem thiin, vnd fie daran halden vnd Vermögen wollen, dilTen hirnachgefcbribea 
friden a^nczunemen vnd zuhalden. Wolten fie aber des frides y nicht annemen noch halten, 
des wir doch nicht hoffen, So follen vnd wollen wir dennoch den friden mit allen vnfera 
lannden vntl lewten, vnd mit allen den vnnfern vnd mit vnnfern helfferu, die vmb vnnfern 
willen in diiTe feihde komen fin, getruwiichen halden ane argk vnd ane alles geuerde. DanifF 
haben difelben vnnfer Rete mit vnnfer obgnanten herren guten willen vnd wiffen eynen 
rechten Criftenlichen friden befprochen, bered vnd beteidinget vnd gegen eynander mit hand 
gebenden trfiwen gelobt, Der Inghen vnd geweren fal von gebung diffes briefes bifz vff 
vnnfer lieben frowen tag lichtmeffe fchirßkunfftig, den tag gancz yfz, vnd von vns obgnanten 
herren von Sachfen vnd von Branndborg auch von vnnfern lannden vnd lewten vnd allen 
den, die wir von beiderfyt mit in vnnfern friden zyben vnd die vns zuuerteidingen fteen zu 
lyden vnd zu halden, ane argk vnd ane alles geuerde» Bynnen der czyt vnd nemelich des 
nehiften Sootages nach dem achten tage der heiliger drier konige fchirftkunfftig vff den abend 
Sipllen vnd wollen wir obgnanten herren von Sachffen, vnnfer Eyüer von vnnler vnd vnnfers 
bruder wegen, vnd wir obgnanter Marggraff friderich von Branndborg mit vnnfern 
Brudem, Marggraffen Johann fen vnd Marggraffen Albrechten, fo ferre wir der 



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225 

mechtig werden, geia Bamberg zu eynem fichern fruDtlicfaen VDuerdingteii tage zufaBine 
kooieD» dar denn der Hochgeborne furfte Tnd Erwerdiger herre^ herre Sigemund, her- 
c2oge zu SachTfen vnd Bifcboff zuwerczborg, vnfer bruder viid lieber oheim, vnd 
feine Thumherren deflelben ftiffts zti werezborg auch fein fotlen, vnd auf das wir ob^ 
gnanten Herren die fehde» czvrytracht vnd den Tnwilien defter linder vnd baiz gericbte» vnd 
entfcheiden, vnd wtdder zu fnintiicber fafle vnd fune bringen mügen, Darumb folien vnd 
wollen wir dem hochgebomen furtten vnd herren bem ludwige lantgrauezuheffen 
vnnfer trefflich botfchafft tun, vnd In mit fleis bitten, das er von vnfer aller vnd der ganczen 
vrfach wegen, vff die obingefchriben zyt gein Bamberg 2U demfeiben tage kome, vnd fich 
in den fachen getruwKcb verfffiefa, ob er nach vnnfer Rete Rate vnd wen er ffinft darczu 
geczien mag, die fehde, czwytracht vnd den vnwillen 'gutlich vnd fruntlich hingelegen vnd 
entrichten möge* Auch ift beredt vnd beteidinget, das die Newnczentaufent gülden, die der 
Bifchoff von halberftat vnd fin Cappittel mit feinen , Steten Halberftat, Quedling- 
borg vnd Afcherflebe, vns obgnanten herczogen von SachiTen, vnd wen die fach anget 
fcbuldig fein, auch bifz vff vnfer lieben frawen tag lichtmeiTe fchirftkuofftig vngemand vnd 
vngefordert bleiben folien, ane argk vnd ane alleä geuerde: vnd was auch wir obgnanten 
herren vnnfer eyner dem andern bynnen der czwytracht vnd fehde an Steten, Ampten, 
iSloffen vnd gutern darczu gehörende augewonnen vnd bekrefftiget haben, das fol vnnfer 
iglicher, der ^das gewonnen vnd bekrefftiget hat, in gerügelicher were beficzen vnd behalden, 
von vns andern hern finen widderfachen, vnd von allen den vnnfern vnd von allen vnnfem 
langen genczlichen vngehindert vnd vnbekommert, bilz zu der lachen vfztrag vnd gröntlichen 
ende ane argk vnd ane« alles geuerde. Vnd darüff folien alle gefangen, die von beiderfyt 
geHangen fin, bifz zu dem obingefchriben vnnfer liben fruwen tege lichtmefle tag haben, vnd 
alle fchaczung vnd dingnifz, die bifz vff heute nicht betaget ßn. Tollen auch fo lange vnge- 
mand vnd vngefordert bleiben, ane allerroeniglich widderfprache, ane arg vnd ane alles ge- 
uerde: vnd wir obgnanten herren von SachlTen czien mit in dilTen frede, difle birnachge* 
fchriben mit namen, die firwirdigen In god vetere vnd heru, herren Johannfen Bifchoff 
zu merfeborg, herren Peter Biffchoff zur Newmborg, das Cappittel zu wercz* 
borg mit den iren, vnd die Sechfz Rete die vnnferm herren von würczborg zu regyren 
zug-egeben waren vnd alle vnfer helffer vnd helffers helffer. So cziehen wir obgnanter M arg- 
graff friderich mit In dilTen fride, zuvorderft den Erwerdigen In god vs^ter vnd herren, 
hern Sigmunde Bifchoff zu würczborg vnfern lieben Oheimen vnd die hochgebornen- 
furften herren Johannfen vnd herren Albrechten, Marggraffen zu Brandbarg vnnfer 
lieben Bruder vnd alle ire helffer vnd helffers helffer, fo ferre &e mit an dem friden fein 
wollen, vnd darnach die hochgebornen furften, vnnfer lieben Oheimen vnd Swegher, herren 
Otten vnd herren friderich gebruder hprczogen zu Brunfzwig vnd lünemborg, 
herren heinrichen, herczogen zu mekelnborg vnd Grauen zu fweryn, herren Wartf- 
laff vnd hern Barnym gebrudere herczogen zu Stettin vnd zu wolgaft, herren 
Barnym herczogen zu Stettin vnd zu Bard vnd herren Joachim herczogen zu 
Stettin vnd zu pomern, herren heinrichen herczogen zu Meckelnborg vnd 
»«ipttfc U* «MV. , 29 



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22G 

Stargarde, die Erwerdigen In got vetere vnd berreo» bern Steffan zu Branndborg 
herren Conradten zu haueiberg vnd herren Conradten zu hibufz BiffchoffeD, 
berren Borgharteo» Erwelteu vnd beftetigten Bilfchoff zu Halberftat mit finem Stifft 
vad Steten, nemeliehen halberftat, Quedeiingborg vnd Afrqherflebe mit' andern 
feiueft Landen vnd lewten, die Ratmannen vnd Inuungermeifter , vnd die gancz Stät^zu 
Magdeborg vnd alles das was In mit rechte gebort zui^erteidingen ^ vnd das land zu 
lufiez, vnd nemeiich hern Nickeln von Polenczk met allen berren mannen, Steten vnd 
gutem, die darczu gehören, vnd darczu alle die vnfern vnd vnnfer helffer vnd h^lffers belffer. 
Gefchegen Nu bynnen der czyt des firedes ennjge zugriSe ader fridebrucbe, So wollen wir 
von. beidenteiien welcher vnfer des von dem andern ermanet wirt, die vnnfern darumb zu 
tagen fcbicken vnd beftellen das fulch name vnd fridebrüchhe mit widdertat, ader mit rechte 
'verbfifzt vnd vfzgericht werden ane geuerde. Czu prkunde vnd warem Bekentnifz aller obin- 
gefchribener fach, ftucke, puogte vnd attickele, das . wir die von beiden teilen ftete, vafte vnd 
vnuerbrocben halden follen vnd wollen, haben wir obgnanter herczog friderich von Sach* 
ffen vor vns Vnd vnnfern lieben bruder herczogen wilbelmen vnnler Ingeligel, vnd wir 
obgnanter Marggraff friderich auch vnnfer Ingeßgel, vor vns vnd vnnfer lieben bruder fo 
ferro &e den freden vffnemen an diflen brief hengen laffen, Der gegeben ift Im dorffe zu 
morcz^ane. Nach gotes gebord virczenbundert Jar vnd darnach Im virczigften Jare, Am 
Sonnabende nach vnnfer lieben frowen tage Conceptionis. 

9iadi bcm im ^Mfi, @&(^9fc^<n ®e(« 9(r(^it in ^tUhtn (efinblic^cn iDrigtnaL 



MDCXIIl. Spl^öritt ttttb 2llbred[>t, aWarfgrafen ju aSranben&urg; geloBen be« gtoifcffett ben ^tv^ 
. gogm gtt <Baify\m mb i^rem ä3ruber ^tebrtd^ gef4iIoffenert äBaffenfüQfianb gu l^alten, 

am 23. Deabr. 1440. 

Von-gots gnaden wir Johans vnd wir Albrecht, gebruder Marggrauen zu 
Brandburg vnd Bui'ggrauen zu Nurinberg, Bekennen mit diefem brie^ Als der Hochgebora 
furfte vnfzer lieber Bruder Her fr id rieh, Marggraue zu Brand bürg etc. vnd Burggraue 
zu Nurinberg, Einen fride zwifchen den Herczogen von Sachfen, fein felbs vnfer vnd den die 
auf feiner vnd vnfer feyten darunter gewaut vnd verdacht find, nach laute des fridbriefs 
darüber begriffen, der das clerlichen auizweifet, aufgenomen vnd fich vnfzer gemechtigt hat, 
Sulchen fride wollen wir für vns vnd vnfzer h^lSer vnd die vnfzem ftracks nachgeen vnd 
getrewlichen halten nach datum dicz briefs On alles geuerde. Zu vrkunde mit vnfzerm Marg- 
graff Johanfzen aufgednicktem Infigel verfigelt, des wir Obgnanter Marggraff Alb recht 
auf diczmale mit Im gebrauchen« Geben zu plaffemborg. Am freytag nach fand Thomas 
tag, des heiligen zwelfpoten. Nach Crifti vnfzers hern gepurt virzehenhundert Jare vnd dar- 
nach Im virczigften Jare« 

9tad^ hm im KSnigC eftc^Pfc^eii @e^« Vrc^lt) in Srelben bepnt(i(^en JDriginal. 



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MDCXIV. 8(ioH3 fi&er bii 8c|nt0]^errltc|lcit bcr aeBtifftn jit DuebImgBurg üBer ^nm, hai 

DiiTe nagefchreuen giider hebben die hochgebornen furften vnd Heren die Marg^ 
graffen to Branndborch von der ebdiffen to Quedlingbofcb to lehne, vndwordeq» 
dqn Mjrggrafjt he/men, M.arggraff Jan vnd Marggraff woldemar feiigen von do- 
delWegen yonTcbeiden werep, Hertogen Rodolff» hertogi»n to Saffen, von einer Eb-. 
difren> gnarmt frowe Jutte feiiger, gegeuen, vnd dielenunge fchacfa Anno domini MCCCXX. 
vnd fint fedder der tyd, Dar die hertogem von Saiten vorftoruen fin ane erueo, deme 
Stifte to Quedlingborch wedder los geworden vnd noch vnuorlegei). 

Primo die Stsid tö Nowen mit aller herfchap vnd nud. Item dat gancze lant» daC 
dje Szuche gebeten is, dat dar ligget twifchem dem hauelbrucke vnd der hauele von 
der Stad to Branndborch wente an dat hus to der Golczowe, mit alle dem dat darto. 
höret» vnd vort dat hauelbrok upp wente an die ftad to Belits» mit alle dem dat darto- 
gehöret» von der Stad to Belitz wente an dat lant to dem deltbowe, alle die husvod 
veften vnd alle dat, dat in dem vorbenomeden lande ligget vnd begrepen ift 

Item dat gantze lant to^dem delthowe vnd, alle die vefte vnd wigkbelde,, die ilar 
upp liggeo» die Stad to kolne mit alle de;n, dat dar to höretj, von die Sprewe upp wen^e 
to Copenick, vnd die Stad to Copenick mit alle deme, dat dar to boret, von die Sprewe 
up wente ah die dam e vnd by dem hauelbroke nedder wente an dy itad vnd bus to 
wofterhufen mit alle deme dat dar to boret vnd dy Stad middenwalde mit alle deme» 
dat dar tohoret, vnd von middenwalde vortt wente an die Nuth vnd von der Nuth 
vort wente an dy ftad to kolne. vnd alle die ftede vnd hus vnd wigbelde vnd alle dat dar 
in den vorbenanten landen begrepen vnd legen is. 

Ouer der upgefchreuen gudere eygendom het dat godeshus güde bewifunge mit key- , 
ferliken breuen vnd Ingefigel. 

9la(^ beul j^nrnStr. ^^nitoplMnd^t XVin, 41. 



MDCXV. I)er Sogt ber ßaujife 9lidPeI »on ^Jolenj!, begicbt ficB mH ber.8a«|tfe auf breiSal^re 
in ben ©d^u^.bei; SWarlgrajfen »oit fflranbenburg, am S. ^an^ HAU 

Ich nickel von polenczk, Ritter, voit zcu luficz vnd beren manne vnd ftete 
des feibin landis zcu luficz Bekennen In dillim vnferm offin brefe vor allen den,* die En 
fehen» boren adir lefzin, das wir vns betedinget habin mit dejn Irluchten hochgebbrnen furftei) 
-vnd heren, heren ffredetiche, Marggraffen zcu Brandenborg, des heiligen Richs 
Erczkamerer vnd Burggraffen zcu Nuremberg, vnferm ^edigen liebin herren, Das het vns 
In feinen fcbucz vnd befchermunge genomen had drey gancze Jar von datum diffis brifis vnd 
fal vns getniwelichin befchutczen vnd befchermen keygin ydermenniglichen , wo her vnfer 

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mechtig iil scu gliche vnd zcu rechte, glich Fein eygin lapden, vrzgenomen leben vnd erbe, 
das das vorantwert werde an der ftadt, dar is von rechte hyn gehört: dorvniinb wir Im alle 
Jar gebin vnd reychen fullin, dy dry Jar v(z, Iczlich Jar befundem funff hundert gute Ry* 
nifche gülden , die whr Im fullin vnd wollin beczalen ufi Itzlich Jar, als obingefchrebin fteit, 
vff wynachtin, nemelicben dy erften finnfT hundert gülden zcu beczalin vff dilTe neftkommeti 
wynachten heiligen tage In der ftadt zcu Mitten wal de. Wurde vns Äenne vnfzer gne- 
diger herre obgenannt zöu fyme dinlle addir huliTe vordem, So fullin vnd wöllin wir Im 
helfBn vnd folgin mit macht adir mit eyner zcal luten, wie das fyne gnade wurde von vns 
begerende fin, nemelicben von den gutem, dy von vnferm gnedigen hern, dem koninge 
vnd der Cronen zcu Behemen zcu lehene Ruren. Were ouch vnder vns ymand, der 
von andern furften vnd heren leben ader guter bette, der magk Im ouch da von dynen 
Dach werdin der guter, wie her dorczu gefordert wirt, doch vnfchedelichin der obgenannten 
Vorfohribunge:^ vnd fullin Im behulfGn fein obir ydeTmenniglichen, vEe genoflzin das Reich 
vnd vnfer erbherren den konnig vnd die Crone zcu Heheinen: wenne wir Im denne 
alfo folgen wurden mit macht adir mit eyner zcal luten, fo Tat vns der genante vnfzer gne* 
diger herre vor fchadin ftein vnd Redeliche notdorfft gebin, gliche andern fynen herren, 
mannen vnd Steten. Wurde ouch' vns vorgenannte voyte, herren, Mannen vnd fteten des 
genanten landis zcu luficz Ir keyn krig ader fede an langen adir zcu ftofiin, So fal vns 
der genante vnfer herre helfBn nach fyme heften vermögen bifz zcu des kriges eyn ende, 
gliche andern fynen landen vnd luten, die weile her vnfer* fchutczer vnd fchirmer ift, 
uff fyne Eygene koft, fchadin vnd zcerunge : zcu dem feibin krige wir dem genanten vnferm 
gnedigen herren denne folgen vnd helfen fullin mit macht adir mit eyner zcal luten, wie 
fyne gnade das von vns vordem wirt, dar zcu fal vns der voit als vil ton, als andir voite 
vor getan habin des kryges zcu eyme eiidin. Ouch fal fioh eyn yderman bynnen dem ge« 
nanten lande zcu luficz keygin dem andern an gliche vnd aufrechte genügen laflin an 
der ftadt, da ipan rechte phlegen fol, nemelicben an rechter dingeftadt, nach des landis 
gewonheit. Wurde da ymant wedderfeffig, das her da nicht rechte bekommet konde lo fol 
hers fuchen vor dem voite, herren, mannen vnd fteten des genannten landes. Wurde das 
ymant abeflaen vnd fich da weder fetczin vnd nicht weide laffen genügen an glichie vnd an 
rechte vnd vnfzerm gnannten gnedigen herren ouch rechtes nicht boren wolde, den fal der 
genannte vnlzer gnediger herre dem voite helfBn dar zcu brengen, das her Im an gliche vnd 
an rechte vor dem voite heren, mannen vnd fteten vnd vnfzerm gnanten gnedigen heren laffe 
genügen. Wurde ouch ymant den voit oder das landt gefampt In fchulden haben, fo fal 
vnfzer gnediger herre obgnannt vnfzer mechtig fin, fulche fcfault zcuuorantwertin an der ftat, 
4la wirs von rechtes wegen phlichtig lint. Weren ader wurden fchelunge adder zcwätrachte 
vmmb grenitezen ader margfcheduugeo zcwefchen der marcken zcu Brandenborg vnd 
herren» mannen vnd fteten Im lande zcu luficz, da fal vnfzer gnediger herre der Marg- 
.graffe ibcu fchieken vnd eyn voit zcu luficz, die danne fulche zcwetracht entfcheiden vnd 
entfeczten fullin nach fune adder nach rechte. Ouch fal nymant vnder vns Im lande zcu 
' luficz keynerley fede nach kryge maclitn nach anhebin, her thu ez dann mit des genannten 



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2ie 

vn&en gnedigen herren vnd des voites vbd der bern manne vnd ftede wiffinvnd mllin. 
Were is auch fache , das fich ymant Im lande zcii luficz, der d^zcugehort fich i/vedder. 
den voit adder von dem lande gefaczt hettc adder von dem lande letczin worde, den adir 
die Tal vns der genannte vnlzer guediger herre wedder helfBn zcu dem lande bcengra vnd 
dem voite gehorfam machen vff fyne Eygeii.koft, fchaden vnd czerunge, als obin benirt ift, 
dar ^zctt ivir obgenannten voit, herren, manne vnd ftete dem genannten vnrzenn gnedigen 
hem helffin Aillin, als obin berurt ift. Ouch wenn not fin wirt von des landes wegen heer* 
tuge zco machen, lo fal fie der voit darczu befcheiden nach des landes gewonheit Wurde 
ouch ymant mit finer anczal fumig, dy Em vff geleit ift, vff die genannte tage czyt zca 
beczalen, den Tai vnfzer gnediger herre obgenannten hem Nickel vnfeerm voite belffen 
darczu brengin, das her fyne anczal gebe vnd beczale mit houptgute vnd fchaden, ab der 
dar uff louffin werde. Ouch fal difle obgefcbrebin vorfcbribuoge vnd betedingunge mir ob* 
genanten ni ekel von polenczk Bittere, voit zcu luficz, vnd myn vetteren hanfes von 
polenczk feiigen kind^m vnlcbedelichen fin an vnlzern briffe vnd gerecbtigketen, vnd den 
heren, mannen vnd fteten an eren &riffe vnd pryffeleyen, herfcbafpten, frylieiten, alden ge- 
rechten, gewonheiten vnd gerechtigkeiten. Alle diffe vorgefchreben fache, ftucke, pungkte 
vnd artikel' vnd eyn Iczlicbs befundern wir obgenanten Nickel von polenczk Bittere, 
voit zcu luficz, vnd heren mannen vnd ftete des landis zcu luficz vnd ouch dem genannten 
voferm gnedigen heren, dy weyle her vnfzer fchirmer ift, getrawe, gewer vnd gehorfam zcu 
fyne feinen fromen zcu werbin vnd fynen fchadin zcu wendin. Redin vnd globin dem ge- 
nannten vnlzerm gnedigen hern vnuorbrocblichen zcu haldin vnd haben des zcu erkunde myn 
Nickels von polenczk^ Bittere, voit zcu luficz vnd des landis zcu luficz logefegele an 
diffin breJBP hengin laffin, der fegele wir alle uff difmol bir zcu gebnichin. Getan Napb Gots 
gebort vierczenbundert Jar vnd darnach In dem Eynvndvierczigeflen Jare, am dinftag nach 
Circumcifionis domini. 

9ta4 Um itutm, h^nU^viafhud^t XX, 247. 



WDCXVI. SDer Sogt Ut Saitji^; SRttter %ätl »oit fJolenjI, ,^ttp^iä^ jtd[f bm SKorfgrafm 
Sri^ri4» wn S3ranbenl^urg gut (Sntrtciftung eine« iSl^vli^m ©(f^it^gelbe« wn 6B0 9tfi* ®ulhm, 

am 3« ^anmv 1441« 

Ich Nickel von polenczk, Bittere, Yoit des landes zcu luficz, Bekenne 
öffentlichen vor mich vnd myne vettern vnd vor das land zcu luficz, So als nu der 
Irluchte hocbgeborne furfte vnd herre, her frederich, Marggraff zcu Brandenboig, 
des heiligen reiches Erczkamrer vnd Burggrafle zcu Norenberg, mich mit dem landq vnd 
mit berren. Mannen vnd Steten in feinen fchucz, fcbirm vnd vortedingnUz geoomen bad, 
nach biwte vnd vfwifunge der brieffe darobir vorfegelt vnd gegebin; Darvmb füllen vnd 



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wollin ich vnd myne vettern, hans von polepczk föne, vnd herren, Manne vnd Stete des 
lande s czu luficz d^ genanten meyme gnedigen heren vnd fejneD Erben alle Jiarr Jer- 
liehin vfF wynachfen, die wil her vnfzer befchirmer ift, ffunff hundert giitir Rynifcher golden 
vfrichten, gebin vnd beczalin in der Stadt zcu, Mittenwalde, nemelichen vff v?eyi)achten 
fchirft nach gebunge diTes brißes die erften flunflhundert vnd darnach vff alle Jarczal nach 
vCwifunghe der heuptbrieffe dorobir gegebin ane arg vnd an alles geuerde. Tetin wir des 
nicht vnd worden an' der beczalunge fewmig, weichin redelichin fchaden denn der genannte 
meyn gnediger herre vnd ßne erbin darvmb teten addir nemen zcu Criften adir Juden , der 
doch red^lich vnd vngeferlich hifze vnd were» den fchaden wollin wir In mit der heupt- 
fummen vfrichten vnd beczalin ane arg vnd an alles geferde. Czu bekentnifze habe ich ge« 
nannter Nickil von polen czk vor mich vnd meyne Erbin meyn logefegil an dieffenbrieff 
laffen hengen. Der gegebin i& noch Crifti gehurt vierczenhundert Jar darnach Im Eynvnd- 
vierczigften Jare, am dinftage nach Circumcifionis domini. 

tlu4 brm StnmM. Se^n^copiolbnc^c bei it» (Be^. itab.-Vrc^foel XX, 248. 



MDCXVIL Dtetricfi, (grjWfdjiof ju SJlaittj, nxib 8«bö)tg, Sanbgraf ju Reffen, erfhedPen ben jtou 

fc^en ben ^erjögen griebrid^ unb SQBiI|ieIm ju ©arififan unb 2»ar!grafen grtebridS> ju SBrdnbenburg 

midptrten griebert hii ^nm näj^jlen ^ftngjlett, am 25* ^an. 144K 

Von gots gnaden y Wir dietrich, des heiligen Stuls zu Mencz Erczbifcho.ue» 
des heiligen RomifchenRychs durch germanien Erczkanczler» Vnd von denfelben gnaden 
Wir Ludwig lantgraf zu heffen. Bekennen vnd tun kunt offenbar mit difem briff gen 
allermeniglichen y die in fehen, lefen oder hören lefen. Als vormald ein fride berett vnd be- 
teydingt ift, zwifchen dem hochgeborn furften, hem fridrichen vnd hem wil heim, gepru« 
dem, herczogen zu Sachfen etc. lantgrauen in doringen vnd Marggrauen zu Meiffen, 
vnnfern lieben fruf^den -vnd Swegern an einem, vnd dem hochgeborn furften, hem fridrichen, 
Marggrauen zu Branndenburg etc* vnd Burggrauen zu Nuremberg, vnnfern lieben 
frunden vnd Ohmen, an dem andern teyle, Vnd allen .den, die dann die obgenanten furften, 
' auf beyderfyt mit dareyn geczogen band , vnd ^uch allen Iren helffem vnd helffers helffern. 
Als von Colcher fehde, zwitcacht vnd vu willen wegen, So dann iczunt kurczlich zwifchen in, 
Iren Landen vnd luten vfferftanden find vnd fich verlauffen band, alles nach lawt der briue» 
darfiber begriffen vnd gemacht, der dann von wortt zu wortte hernach gefchriben ftet, vnd 
alfo lawtet (Urk. Nr. MDCXil) Das nu wh: obgenanten zwen herren, Erczbifchoff die* 
tfich zu Mencz vnd. Ludwig Lantgraff zu heffen, zwifchen den obgenanten partbeyen, 
mit Ircfm wiffen vnd willen, auf hewt da tum dicz briefs, berett vnd betey dingt, vnd fulchen 
friden In aller der mafz, weife vnd form, als der obgefchriben lleet, vnd auch für alle die 
Jhene, die vor In dem obgefchriben fride nit begriffen , vnd doch iczo mit dareyn geczogen» 
als die hernach vnden volgen vnd gefchriben find, Vnd auch für aller obgefchriben parthiea 



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helffer, helffers belfiern, den Iren vnd allen den, die darvnter gewant ader verdacht find 
erlengert vnd erftreckt band, Alfo mit namen, das derfelb obgefchriben fride,, als der iczo 
auf vnnfer lieben frawen tag Pnrificacion nechrtkunftig aufzgeen wirdet, furbas, von dem icz* 
genanten vnnfer lieben frawen tag wider angeeü vnd duren, weren vnd befteen fol, bifz auf 
den heiligen pßngftag darauf allerfchirft volgend, vnd denfelbejn tagganczaufz, on alle geuerde. 
Wir han au^cb, als von der gefangen zu Ochfenfurt wegen, mit denfelben von Ocbfen* 
fürt reden vnd fie bitten laffen, das fie den fetben gefangen auch tag vnd zit, bifz zu aufz* 
gang dicz frids 'gegeben haben. Auch fo haben wir bereit vnd betey dingt, vnd in difen 
fride "daitgeczogen vnd czihen auch fie mit dareyn, mit difem gegenwertigen briff, als von 
vnnfer obgenant frunde vnd S weger von Sachfen wegen, vnd auf Irer fyten, als die in dem 
obgefthriben frldsbriff vor nit begriffen geweft fein, Nemlich den Erwirdigen in got vater, 
hern Johanfen, Bifchoff zu Miffen, den hochgeboi'en furften, hern heinrichen zu 
Brunfwig vnd lunenborch herczogen, vnnfern lieben frunden vnd oheim, vnd die 
ftat Brunfwig, So ferre fie hier Inn in diefem fride fein wollen. Die Edeln wolgeborn 
heinrieben vnd heinrichen Grauen von Swarczpurg, hern zu^Arnftett vnd Sun- 
dershufen, Boten Grauen zu Stalberg herr au Stalberg vnd Bernigenrode, Ernfte 
vnd heinrichen Grauen von honftein, hern a^u lare vnd klettenberg, volraten vnd 
guntbern Grauen von Mannffelt, Brunen herren zu Quere nfurd vnd ander vnnfer 
obgenanten frunde vnd S weger von Sachfen Grauen, hern, Ritter, knechte, vndertaneo. 
Mannen, Steten, heliffem vnd helffers helffern, vnd aber von vnnfers obgenanten frunds vnd 
oheims, Marggraf fridrichs von Branndeburg wegen, vnd auf fein fyten, haben wir . 
mit In difen fride geczogen , als die' vor In dem vordem obgefchriben fridbrifF auch nit «be* 
grifTen geweft find, Die Edeln Strengen vnd veften, Nemlich Micheln vüd herman hern 
zu Swarczenberg, frid^ich vnd hänfen wolffkel Rittere, Hannfen von Ehenheim 
übel genant^ Hannfen von Yeftenberg zu Schernaw, Dietzen, Karin, waltha* 
farn, Sigmunden, EbQrh:artten, kilian, Engelhartten vnd Rewffen, alle von 
Thungen: vnd des zu urkunt vnd gutem geczeugnüfTe, So han wir obgenanten zwen 
herren vnnfer Iglicher fein eigen InÜgel, ,an difen briff tun hencken. Der geben ift zu Bam- 
berg, An fant Pauls tag, als er bekart wart. Anno domini ^Millefimo Quadringentefimo 
Quadragefimo Primo. . ^ 

Vlad^ Um im J(« ^äc^ßfd^. (Be(. $(cc^i9 in ^vubtn btfinbii^ta iDriginat* ^ Stumixt^ ec(n^co^ 111, 12. 



MDCXVIII. SWarfgröf %mMify nimmt bte »Ott Dberg mit btx Ötabt unb Söefic Ocbi^felbe tit 
feinm @4iu^ unb üt feinen £)tenfi, am !!♦ %thu 144 K 

Wir fridrich. Von gots gnaden Marggraue czu Brandenborg etc. bekennen 
vor vns vnd vnfe eruen vnd don kunt allen den, die dielfen brief fehn eder hören lefen', dat 



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i^T vns mel den Erbaren vnfen lieuen getruwen GunCheren ynil Gnu cz eil gebfudern 
von Oberge^ to Ouefzvelde- wonhaftich, vnd oren erueu gutliken vnd fruntliken geeyniget, 
verdragen vnd fie mit orem obgnanten Slqte .vnd Stedeken ovefzvelde In ynCen fchuU 
rdiermunge vnd verdedingnifz genommen hebben vnd wy nemen fie ok mit dem gnanten 
orem Slote vnd Stedeken ovefzvelde in vnfen fcbut, fcbermunge vnd verdedingnifz In 
crafft diffes briefs on geuerde, Alfo dat dat gnannte ir Slott vnd Stedeken ovefzvelde 
vnnfer vnd vnnfer eruen opene flott vnd ftad fyn fchall. Vnd fie vnd ore eruen fcholen 
vnfer vnd vnfer eruen fiende nicht werden, Sunderen. fie fcholen by vnfer bulpe getruweliken 
blyiien to allen vnfen noden, krigen vnd gefchefften geio allermenniglicb nymandes vtgeno- 
men, Sunderen alleyne Den Erwerdigften In god ynfern lieben heren vnd Oheimen heren 
Giijotkeren, Erezbiffchopp to M^ygborch vnd die fynen, den ftifft vnd die aide 
Ctad Meygborch vnd die oren vnd ok öre frfinde vnd nakebur» met namen hinricke 
vi^d lianfe von Steinberge» ore Brude^e, ludelffe van veltbem, werner ^an Bo* 
dendyk, henninge vnd Jan van Nendorppe, die van Bertenfleue, die vanMarn- 
holte to Bardorppe, die von bonlegen to i^euerlinge» die Schencken van 
flechtingen, die van Aluenfleue to Caluorde vnd to Calue, die van der Schu- 
lenborch to Beczendorpp vnd ore vedderen die van Oberge, Doch alfo befcheiden, 
weret fake dat wy a4er vnfe eruen wes liechts ader fuft redlike anfpröke to den vorgnann* 
len der van o berge frunden oder nackebwren wurden hebben eder gewonnen, So fcholen 
die obgnannten van o berge vnd ore eruen fyk gegen oren frunden vnd Nackebwren oh- 
gnannte dar Innen bearbeiden vnd orer gegen vns bynnen vir weken to glike vnd Rechte 
mechtich werden. Vnd efft fy Nu, fulker orer frunde vnd Nackebwr obgnannt gegen vns 
to glike vnd, rechte bynnen den vyr weken nicht mechtich werden künden. So fcholen dy 
gnanhten van o berge vnd ore eruen alfzdenn gegen denfeiben oren frunden vnd Nacke- 
bwren mit dem obgnannten orem Slote vnd ftedeken Ouefzveldeln aller mate, ab bouen- 
igefehrenen fteitt, verbunden fyn vnd blyuen on geuerde etc. Ok funderliken gewännen die 
obgnannten Günther vnd Gunczel van oberge ader ore eruen to vns vnd vnfen eruen 
eder to vnfen landen , luden » mannen, fteden vnd vnderdanen ennygerleye fchulde ader to*» 
fprake» Allz denn fo fcholen dy gnannteu van oberge vnd ore eruen fulke ore fchulde 
vnd tofproke vor vns, vnfen eruen vnd vnfen Erbaren lleden vorderen vnd on an glike vnd 
Rechte vor vns genfigen laten. Vnd wenn fy vnd ore eruen fodann ore fchulde vnd tofprake 
vorderen werden, Alfzdenn fo fcholen wie on van den vnfen, to den (y fchulde vnd tofprake 
hebben , bynnen vyr weken ^iks vnd rechts behulpen fyn on geuerde. Ok fcholen dy 
gnannten van. oberge noch ore eruen vnnfzer vnd vnfzer eruen lande vnd lüde nicht rouen 
noch befchedigen« vnd ok nymandes der oren noch van orer wegen des to donde gönnen, 
erlouen noch geftaden vnd des geliken fcholen fy ok vnfzer fiende, Röuere ader befcbedigere 
mit witfchapp vpp. vnfen fchaden nicht hwfen, hegen, herbergen eder fuft met keynen faken 
hulpe ader fordenmge don, Sundern fy fcholen fyk gegen vns halden als ein man gegen 
fynen heren mogeliken holden fchal ane wedderrede vnd ane alle geuerde. Gefchegt ok, 
dat wy edder vnnfe eruen vppe defle vordracbt, als bouen geniretys, vt ouefzvelde krig^i 



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wolden; So Ichole^.vns dy van oberge dat gnannte ore Siött ovefzveldd darto openea 

vnd m» vp derBorch eder in orem ftedekeD, wor vns dat beqwemeft were, gemake in doD 

vnd beftellen, den kricb alle vth, vnd wy ader voDfe eruen fcholen on airzdenn eynen Am- 

bacbtman fetten, die on beqweme v?ere, vnd fo vele reyfiger vnd werhaftiger lüde to ovefz* 

velde leggen» dar nvan dat fulue-ore Hott vnd ftad to redliker vrife mede verwaren möge, 

derfelbe amptman fy denn vnd dy oren vor vns vnd den vnfen^ die dar liggen worden, vor 

fchaden vnd vnfuge bewaren möge vnd on borchfrede iouen vnd halden, an geuerde. Vnd 

weret denn dat dy Borchfrede y gebroken vnd nicht gehalden wörde van den vnfen eder 

den oren, dat fchai man früntliken richten na erkentnifze twey vnnfer mannen, dy wy darto 

geuen vnd twey orer frfinde, dy fy darto kefen würdeoi Kunde man denn der friintfchapp 

nicht fynden, So fcholde man richten na rechte. Ok willen wy on fredegud geuen gegen 

oren guderen, wor fy dy bekommen können vt der fiende guderen, vnd wy fcholen on oren 

frfinden vnd den oren darmede fy vns to dinfte weren vnd wechteren, dorluden vnd portenere 

bekoftigen, dy wile dy kirch wartt,^ Weret ok, dat ichts wes gebüwet würde in der ob* 

gnannten von oberge veften oder landen von der fiende veftenifze, dy on fchaden konde 

don on orem erue; So fcholen wy vns in keyne wifze nich richten noch fönen laten, et 

were denn aue vnd Wy fcholen met aller macht daruor wefen dat id afgedan werde« Wenn 

ok dy ergnannten yan oberge vnd ore frund^ met vns eder den vnfen in hafewergke fein 

wfirden; So fcholen fy pre eygene euentfire ftan, vnd wes wy denn alfo an namen dingtale 

reifiger haue oder gefangen gewynnen wfirden, dar fcholen ly vnd ore fründe, dy mede vppe 

dem velde gewefen weren, oren deil aiie hebben vnd in der büte n^men, Na antal der lüde, 

alfe Ridder Recht is. Hedden ok dy vilgepanten van oberge fchulde met den gegen dy 

wy krigeden vt oyefzvelde, So fcholen noch willen wy vns mit on in keyne wife nicht 

fönen noch richten, den genannten van oberge fy denn Recht eder fruntfchapp na vnnferm 

erkentniize wederfaren ader wy deden dat mit oren willen. Gefchege ok dat god verware 

dat der gnannten van oberge Slott ouefzvelde in fulker vehde verloren unffirde, dy wyle wy 

dar uth krigeden, fcholen wy vns nicht richten noch fönen, fy hedden denn ovefavelde wedder 

met aller feiner tobehoringe eder wy hedden bn fo gud wedder geuen als ouefzvelde is: vnd 

wann yna ok gügfc ader Recht vnd frfintfchapp van vnfen fienden wedderfaren is, Als denn 

wollen wy. en «uefzvelde wedder rfimen vnd In antwerden ane alle geuerde« Diffe bouen* 

gefchreaen verdracht vnd gfitlike eynunge fchal anftan van datum difles brirfs feyn Jar negeft 

nach eynander folgende alvmmb .vnd fehal na den teyn Jaren vorder waren vnd beftande 

blyuen; So lange dat eyn partt dem anderen dat eyn Jar tonören vpgefecht hefilt: vnd dest 

to erkunde hebben wy obgnannter Marggraue frederick vnfze Ingefzig^l vor vns vnd vnfe 

eruen met guden weten vnd willen an delTen brief laten hengen, Die gefchriuen vnd geuen 

18 to Tangermunde, Na godes gebortt XIIU'' Jar vnd dama im XLI Jare, am Sonn* 

auende na iandte Dionißus dage. . 

flac^ bm idumbf. it^ni^depiaUfSnäit XIX. 417. 



|»aiii»tt^. n* m» iv. 30 • 

' . . • DigitizedbyVjOOQlC 



234 « 

MDCXIX. 2»arfgrof gvi^bndl) MmUt, bag in bem Sertrogc, bm er gu flegettfetitgem S«^ 
fanb^ mit beneu »on jDberg gefd^iloffen; bte @tabt Siuieburg aufgenommen fei, am li.^ebr« 1441. 

Wy frederich, van der gnaden godes Marggraue to Brandenborch, des 
hilligen RomifcheD Rjkes Erczkiimrer vnd Borchgreue to Nurmberge, den kimdt in deflejri 
open brife Jegen alfzweme, dat Günther vnd Güntczel van Oberge, brudere, wonhaf* 
(ich to OuefzTelde mit vnfem weten vnd j;uden willen Den Erfamen Rath vnd ftad to 
lu.nenborch vnd dy oren In fodaner vordracht, dy fy mit vns angegan vnd gedan hebben, 
vt then vnd vthnemen In diffem vnfem open briefe, geiik als fy den Erfamen Rad deralden 
ftad Meydeborch vnd die oren vnde ok ore frfiode vnd nachgebwr by namen vt getogeo 
vnd vtgenomen hebben^ Als dat dy briefe daröuer gegeuen by namen clerliken Inholden vnd 
vtvvyfen, vnd defgliken fcholen vnd willen wy vnd vnfe eruen ok gein dy van Oberge 
vnuerdingt vnd vnuerplicbt fyn, fy ader ore eruen gein den Rath vnd dy ftad lünenborch 
to uerdedingen, dat were denn funderliken vnfe gude. wille, ane Jenigerleye bulperede vnd 
geuerde, alfo iö holden vnfchedeliken fodann verdracht vnd briefe als vorbei*urt ift. Des to 
bekentnifz hebben wy on dulTen brief gegeuen, befegelt mit vnfem anhangenden logelzigel^ 
am Sonnauende na Sundte Dionifien dage, Na godes gebortt XUIP. Jar vnd darna im- 
eynvndvirligften Jare. 

Sfladi Um Saxmixt. it^n^CQpiaibvid^ XIX, 420. 



MDCXX. (Sintguiig 8ut]^er3 unb ^m^axbi »on (üotbni mit ben ^erjßgen gmbrtdff unb SEBH* 

l^elm ju <Sai^\tn auf 10 ^a^v, namentlich i»ibcr bie 2Warfgrafen öon Sranbenburg, nebfi Ser«- 

frred[)ttng ber Deffnnng i^rer Qtäiit Sotbw^, wm 23t gebn 1441* 

Wir leuthir vode Reinhart von Cotbus geuettim Herren dofelbift, für vns vnd 
ynlire erbin^ Bekennen- mit defim vnferm oflin brife gein allirmenclichen , Das wir vns mit 
allin vnfirn mannen vnde Stad Cotbus mit wolbedachtera mute vnde Rate vnfir manne vnd 
der gnanten vnl^r Stad gefaczt habin vnde .fetc^io In craft. delis briues« zc« den Hocfage- 
bornnen ffurfteo, vnfirn gnedigin liebin h^rn, hem ffrederichen vnde hem Wilhelmen, 
gebrudim Herc^ogin zcu Sachffin, Lantgrau^n In doringen vnd Marcgrauen zcu Mieffin, 
zcehin gancze yar nehift-nach enander volginde, nach datum deffis briues ane ufiTagung, So 
das wir mit allen obgerurten den vnferen, den obgnanten vnfem gnedigin hem Iren landen 
vnde luthin, helffen, raten vnde bieftehin füllen vnd wollen getruwelichin vnde> vngeuerlichin, 
in allin Iren noten vnde krigen, widir dy Marcgrauen von Brandenburg, Ire.helffer 
vnde fuft allirmenclichin^ uymands ufgenoffin, danne alleine vnfirn rechtiü erbhem* De%li* 
chin fal dy obgnante vnfir Stat Cotbus Iren gnaden offin fein, widdir dy obgenanten Marc- 
grauen,, vnd fuft allirmenclichioy vfgefloffin alleine vnfir rechtir erbherre, als vorgerurt ift. 
Vnde ab alfa, (o fie bie vns legin wurden icht gedingnilz gefcheen adir gefangen wurden. 



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235 

yh ader la die obgiiante S^tat Cotbus, diefelbin gedingnifz vnde gefangin aBe fullinzcwey 
teil vnfirn. obgnaDten gnedigin henii vnd das dritteil vns geboren vnde voigen ane geuerde. 
Wanne fie die Iren in. die gnante vnfir Stad legin wolden, das lie danne beftellin follio, das 
-w'w vnde dy vnfirn vor vnfnge bewart werden vnde alfo das Ire gnaden vns vnd dy vnfirn, 
widerumb gnedidicbin vnde vefteeiidiiD Ichufczin, rehirmen' vnde vorteidingin follio, dy ob- 
gefchribiD zcal yare vfz gein allirmencUchin , allein das Romifch reich vCgenoffln, war fie 
anders vnfer ader der vfifern zeu gliche vnde rechte mechtig lind, vnd fie fullin auch vns 
iiach 'die vnfim dy obingefehribin . czeit nicht angriffen nach befcbedigin , nach den iren des 
geftaten zcu thun mit wißin vnd vngeuerlichin. Vnde ab wir vnd dy vnfirn hirubir von den 
iren ubirgriffen vnde befchedigit wurdin^ das follin wir iren gnaden zcu wiffin thun vnde ^y 
befchediger nennen in vnfirn fchriftin^ vnd fo wir das getan hatm. So foUin Ire gnade vns 
vnd den obgerurten befchedigem befdbeidin für fich^ader Ire Rethe zqum Hayn, vnd vns - 
von den befchedigern vfrichtung fchaffen, mit rechte ader widerkarung, S^o das vns ader den 
vnfem, follichs bynoen zcweyii monden, nach der obgerurten vnfer verkunäiguüg vnuorczo- 
gelich zcu ende kome. Des'gleichtn Tal es alles dinges gehaldin vnd geendet werden von vns 
ab vnfim obgnantin gnedigin hem, adir dy Iren, von vns adir den vnrfim angegriffin ader 
befchedigit wurden ane allis geuerde. Alle obgefchriben ftucke vnd artikil vns antreffinde, 
gereden vnd ^elobin wir obgnantin hithir vnde Reinhard hern zcu Cotbus vor vns 
alle vnfire Manne vnd vnfire obgnante Stat bie vnfim gutin waren truwen zcu haldin vnd ^ 
zcu thun» dy öbgefchnbin zcal Jare getruwelicbin vnde vtigeuerlichin. Hieby .find geweft 
vnde habin helfin raten vnd teidingen dy veftep vnfire Manne vnde bürgere Heniozfch 
von Czabilticz, Heinrich Schkapaw, Hanns Mufchericz, Michil Crufze/Cafpar 
ftrupcz vnde ander gloubwirdiger lute gnug. Des zcu orkimd habin wir vnfiir beiair Inge- 
figil gehangen an defin brieff. Der gegebin ift nach crifti gebort virczinhundirt Jar darnach 
Im eynvndevirczigiftin Jaren, Am don'erftage vigiüa Mathie apoftoli. ^ 



MDCXXI. SWarlgraf %ntiti^ »mtttttelt ettt^ Sergleil^ jtotf^ert bett |)erjogen Dtto mb grie*. ' 
brid^ Wtt SBraurtf(J[itt)eigi^ Sötteburg, am, 17* 2)Mrj i44U 

Wy frederick, van gots gnaden Marggreue to Brandemborg, des heiligen 
romifcheo .Reichs Erczkamerer vnd Borggraffe to Nuremberg, Bekennen openbar mit dilTem 
brife vor allen» dy en fehn ader hören lefen. So alfe denn dy hochgeboren furften, berr 
Qtte vnd herre frederick» gebmdere» hertogen to Brunfwig vnd'lunenborg» vnfe' 
lyuen Oheime vnd Swager» etliker mate fchelhaftig vnd nicht woll eynig gewefen fyntt» dar ^ 
van en oren landen vnd luden verderftig fchade enftan mochte. Nu vpp dat fy fyk bruderlig 
mit fmntfcapp vnd met tmwen defterbat verdragen mögen» dar on» orer herfcap vnd oren 

30* 



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236 

landen vnd luden fromme vnd beftendicbeyt, vnd vnwille vnd twidracht dar dorch vormeden 
werden mach, hebben wy vpp huden met orer twyger bwuft vnd guden unllen, In gegen** 
wardichgejtt des Erwerdigften In godt vnfers befunderen lyuen berren vnd frundea, berm 
Woldewyns» Ertzbifcopes der hilligen kerk^n to Bremen, vnd anderer ore pre« 
laten, mannen vnd des Rades to'lunenborcb^ beredt**vnd bededinget Inmaten, atfze byr 
nachgefcbreuen fteydt. Tum erden vmme dat reyg^ment orer berfcapp Brunfzwick vnd 
lunenborch» Euerftein vnd bomborcb vnd aller Stede» Slotte vnd lüde dar Inne be-^ 
legen vnd befeten^ So dat dy gnante vnfe Obeme hertoge Otte dy alleyne Reygyren vnd 
vorftan fchall nach allem fynem heften fynne, vemunnfit vnd vermögen, difle nafolgende vyer 
Jare vmmb, van Agate negeft vergangen antoreken: vnd he fchal ok bynnen den vorge- 
fehreuen vyer Jaren van den fuluen oren herfcappen» Slotten/Steden, vogedyen, geriehten, . 
gebyden^ dorppern, g^dern vnd luden dar Inne belegen neynerleyg Wifz vorkepen, vorfeften, 
vorgeuen^ vorhten, noch dar van entfromeden ader entpfromeden , ane des vorgefehreuen 
vnfers Swagers hertogen frederickes vnd orer twyer ptelaten, mannen vnd Stede Wyt- 
fchopp, vulbordt vnd guden willen. Grhefcheget auer, dat des nott vnd behuff wurde, dat 
dy gnante vnfe Oheme hertoge Otte van des Reygymentis wegen geldes, gudes aderhulpe 
behuffede, Al(b dat hye dar vmmb wes vmmeflan, boi^nn ader verbogen mufte, dar fchal 
vnfzer Swager hertoge frederick om to behuippen wefen. Nach orer twyer Rede Radt, Alfo 
dat orer eyner dem andern alle ding dar Innea ,tom beffen holden vnd keren fchal. Sunder 
Jeynigerleye vorfate vAd argelift. Weret ok, dat one ennygerleyge lehngudere, Slotte, Stede^ 
lande offte lüde ader guder In dilfen benomeden neheften vyer Jaren ai^quemen ader loeb 
worden y wodenn wilz dat gefchege vnd wo dy namen^hebbeu*^ mochten, dy fcholen alle vnd 
eyn yewelk befundenen by orer twyer herfchopp blyuen, vnd fy fcholen dye by den Slotten 
vnd gerichten laten, dar fye Innen gelegen fyndt, dar fye des Von Slottbrieffe wegen vor- 
plichtet fyndt. Ghefcheget ock, dat- one ^elke leben ader gudere bynnen der bouen ge* 
fchreuen tydt anfeilen, butten^oreu h.erXcoppen vnd gerichten belegen. So fchal vnfe Oheme 
bertoge Otte dat dar mede holden, alfe dat vnfem Swager hertogen frederick^en vnd 
orer twyer gefwornen Rede dar vinmb nutte vnd redelik duncket wefen, ane geferde. Ge* 
(cheget ok, dat en bynnen der bouengefchreuen tydt merglike hulppe effte bäte wur upp 
queme, vnd ok offt orer beyder prelaten, Mannen vnd Stede on eyne edder mer landbeden 
yn den vyer Jaren ouergeuen worden; Sodann mergUken fromen vnd ok dye landbeden to 
fordernde vnd to biddende fchal orer eyner dem anderen getruwelken helppen vordt fetten, 
dat fy gefordertt vnd gebeden werden, Na allem orem vermöge. Vnd wann dat alfo gefor* 
derdt vnd Ingenomen is, fchal die gnante vnfe Oheme hertoge Qtte dy in orer beyder 
herfcop nut vnd firomen keren, na des gnanten* vnfers Swagere hertogen fredorioks vnd 
orer g^fwaren Rede rade vnd guddunekent Nu vpp* dat fyk dy gnante vnfe Swagere her- 
toge frederick myt Fyner kleydunge vnd biteringe defter bat ^nthalde, foihal he alle Jar 
Jerliken Ndiffe hnmachgefchreuen Jetlike Rente vpheuen, Innemen vnd der to fynen nutt ge- 
bruken, mett namen fchal em dy vogt van luchow, dy nu is edder dy na em komen 
werde, Bynnen diifen 'boaengelbhretaen vyer Jaren alle Jar Jerliken vpp funte Michaelis dach 



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287 

Serzhmidert Marck lubifcber WeruDge, vor allen anderm vtgeuend, .entricbteD, vernugen vnd 

betalen^ yad icbolen öm dat ok, fo^vake eyn voget gefettet werdt, alfo to hoidende, reden, 

louen vnd fwereD, ane Jenjgerleyge bynder vnd ane geuerde. Vnd dy Radt van lunen- 

borch fchoUeD dem gnanten vDrem Swager dye Sefztenbundert Marck vyer Jar ywellik Jar 

vyerbundert Marck togefedit hebben, dy fy on beyden ok vpp funte Michaelis dach vtrichten 

vnd betalen, vnd des dem gtianten vnfem Swager oren bekantnifz brieff geuen fcbolen, dat 

he dar an nicht vorkorttet werde. Dar to fchal ok dy gnante vnfe Swagem hertoge fre« 

derick dy tolle to Soltow vnd to Efele dyfle bouengerchreuen vyer gantfe Jar meti 

allen nutten, fruchten vnd tobehorunge hebben, vppnemen, fyk der genigeliken gebruken 

vnd Tolnem dar fetten, dy em euene vnd bequeme fyndt, vngehindert vor dem gnanten 

vnfem Oheme hertogen Otten, fynen Ambachtluden vnd vor allermeniglich* Ok fchal em 

dy gnante vnfe ohem hertoge Otte an den tollen neynen hynder ader befwerioge doen ader 

laten don, funder 6y ftraten vnd wat dar to geboret, getruwelliken fchutten, befchermen vnd 

verdedingen, vnd om ok wes an d?n tollen verfettet edder vorpendet is, ^an (tundan wedder 

Iniofen vnd wy ok voget to Czelle is edder indelTer bouengefcreuen tyd fyn wert, fchal 

dem gnanten vnfem Swager geuen vnd to Mlilpe komen met teyn fuder haueren edder em 

veftich lubifche Jklarck alle Jar vpp Martini dar vor geuen. Ok fchal dye gnante vnfe Obern 

hertoge Otte^ vnfem ergnanten Swagec hertogen fredericke, vnfer Sufter,«* fyner hus« 

frowen, oren kinderen vnd allen oren knechten, . dynneren vnd geßnde,; koefte, fpife vnd 

gedrencke vorplegen vnd geuen Na orem forftliken ftade, alfe^ ed erlik, redeliken vnd teme<> 

liken ift, vnd oper beyder furften leger to houpe hebben, wur dat vnfem Oheme hertogen 

Otten gutt vnd aller bequemeft is, vnd dy gnante vnfe Oheme hertoge Otte fchal ok 

vullenkomelliken Raden vor kofte, koken vnd kelre vnd vor allen (lete, alfe et not vnd behuS 

wert« Vnd offt god geue dat welke ffirftynne von en beyden in dat kindelbedde queme, 

Dar fchal. vnfze Oheme hertoge Otte vor Raden doupeuVeft vnd allen flette befprgen, 

alfe temeliken vnd erliken is : Ok fchal dye gnante vnfe Oheme hertoge Of te nliffer vorge« 

fchreuen vyer Jar ouer vor alle Schulde ringen vnd antworden neynerieyg vtgenomen, vnd 

fchal ok vnfem gnante Swagern hertogen fredericke fyner funderliken fchnk, dye he 

Omi befchreuen gegeuen hett, entheuen vnd benemen vnd mett den fchuldennemn gutlikea 

ringen vnd beftelien vnd oren willen maken, So dat fye den gnanten vnfem Swagem nichtt^ 

mehr darammb manen fchollen. Dat fchal om vnfe Swagem hertoge frederick helppen 

verfugen vnd fchicken vor he kan vnd mach. Welke vogede, ambachtlude vnd Tolnem Ok 

dy gnante vnfe Oheme hertoge Otte fetten edder entfetten werdt, dat fchal he vuUe mqcht 

he1)ben, wo em dat bynnen der bouengefcbreuen tyd ''nuttell vod beqwemeft dancket, vtge^ 

nomen dy Tolnern to Efele ^vnd to Soltow, dye vnfe Swagere hertoge frederick 

fetten vnd entfetten fchal vnd mach, alfe bouengefcbreuen fteyt Doch fchollen dye fuluen 

Tolnem vnd andern ambachtlude, dye vnfe Oheme hertoge Otto vpp anderen Tollen vnd 

ampten fetten wert. So vaken alfe datgefchut, vnfen Swagem hertogen frederickd 

gelik vnfem Oheme hertogen Otten louen vnd fweren truwen vnd holt towefen, vnd dye 

Sldtte vnd ammpte deme eynen alfe deme anderen getmwelliken to*gude holden, vorfaegee 



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238 

vnd bewaren, vtgenomen dat me vnreoi Oheme hertoge^n Otten van Jen gülden, Reifthen, 
ampten vnd vogedien alleyne rekenen vnd antwerden fchal, Diffe vorgefchreuea vier Jar ouer. 
Doch vtgefcheyden wes vnnrerin Swagern hertogen fredericken an gülden, Rentben vnd 
tynfen dar Innen befcheiden, vnd hyr vor eygentliken befchreuen is. Dy gnante vnfe Obeme 
hertoge Otte fcbal ok dye tyd ,ouer Alle wertlike iebnguder]]lenen vnd dye entphangcfn na 
orer beyder nutte vnd framen, wann des to donde is vnd vnfe gnanten Swagern vnd fyne 
eruen glike öm daran, vorwaren vnd des gelik ok on vnd fynen eruen daran vorwaren laten 
In den löfften vnd eyden, dye dem gnantem vnfera Ohemen van den lehn gudemn wegen 
gedan werden gelik öm fulues ane generde, Ok fcbölen dye gnanten vnfe oheme vnd Swa- 
gern ore geiftliken lehn lyhen dat eyne vmmb dat andere vnd dat dar mede votdt holden, 
Alfe fye dat fufzlanghe vnd fedder orers väders dode religer, dye en dat Regyment vnd 
lande vnd lüde lyt, vnderlanges geholden ^ebben. Gefcheget ok^ dat dye gnante vnfe Oheme 
hertoge Otte ymande nyes In den Radt nemen wolde, dat fchal hye na vnfes S wagers 
Rade holden vnd den orer twyer Rad louen vnd fweren laten, alfe dat gewonliken ift. Des 
geliken fcholen orer beyder Schriuer dem eynen alfe dem anderen - louen vnd Sweren oa 
beyden getruwe vnd holt towefend vnd orer btiefie vnd Regiftem rekenfchapp vnd Ingefigel 
truwelliken to vorwarend, alfe fye on des to louen. Ok fchal orer eyner ane den andei'en 
neyne veyde, kryge ader vn willen nach eynigerieyge eyninge ader verdracbt mit nymande 
betengen, angan ader maken, orer eyn doe dat met des anderen Rade, wytfcbapp, yulbort 
vnd guden willen. Gefcliegel ok, dat dyö gnante vnfe Ohmen hertoge Otte, dye wyle 
dyt Regynient wäret van dodes wiegen afgynge, dar god vor fye. So fchal vnd mach dy 
gnante vnfe fwager hertoge frederick vulmechtig- wedder treden in fyn vederlike eme 
met allen faken vnd allpr krafll vnd macht, Alfe hye dat vor dißer vordracbt angefeten hefft, 
vnd diffe vorder fcbolde denn doet vnd nicht wefen. Wenn ok diffe vyer Jar vmmb kommen 
fynt, Denn fchal diffe verdrach vortmebr nicht mehr bynden nach wefen, Sündern dilTe 
dedinge vnd verdracht fchal vnfem Swagern Kertoge frederiqke vod fynen eruen vnfche- 
delliken vnd ane vorfang wefen an fynen vederliken eme, vnd fchal hyrmede an fyner her- 
ficbapp, landen vnd luden geiftliken vnd wertliken vnd togevellen nichts vorwilkoren^ verwifen 
verlaten, noch ouergeuen hebben, Sunder wenn fpdänn vyer Jar verlbpen vnd vmmb komen 
fyndt, fcholen dye gnanten vnfe Swagern vnd Oheme. b er toge frederick e vnd hertoge 
Ot4e In vnllermacht vnd Regiment orer lande vnd lüde geiftlik vnd wertlik glik dar an 
fytten vnd wefen na, alfe vor, vnd dar Jchal dye gnante vnfe Oheme hertoge Otte vnfem 
vorbenomeden Swagern denn willigliken vnd gutliken to laten vnd nemen, vnd fykvnderlang 
In allen faken bruderlike truwe bewifen, funder allerleyge bulperedeok funder wedderfprake 
vnd ane alle argelift. Alle dilTe vorgefchreuen ftucke, pungte vnd articule vnd e}^ Jewellik 
befunderen, in welkermate dye in diflem brieffe gefchreuen vnd benomet ftan, hebben vns 
dye gnanten vnfe lyue Oheme vnd Swagern hertoge Otte vnd hertoge friderick vnd 
ok orer eyn Jywelik dem anderen by oren forftliken eren, werden vnd ftate, met hantgeuen- 
den tniwen» vor allen eren prelaten, Reden vnd oren drepelikeften mannen vnd ok in gegen- 
wardicbeyt vnfzer Rede vnd dem Rade to lunembojcb geredet vnd gelouet, ftede, vafte 



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239 

vnd VBuorbroken getniwelliken to boldenne, ane hulperede^ ane'ai^elift vnd ane alle geuerde. 
Des alles to orkunde vnd warer bekautDifle hebbea wy obgnante Marggreue frederick 
dem obgnanteD vnrein Oheme hertogeo Otten vnd vDfem S wagern bertoge'n frede- 
ricke eynem Jy welken fodann brieff met vnrem anbangenden Ingefigel vorfegelt gegeuen 
vnd wy obgnanten Otte vnd fredericke, brudere, bertogen to Brunfwick vnd lunenborcb, 
hebben des to bekantnifz vnd fekerbeit vnfer eyn Jywelk fyn Ingeßgel by des obgenanten 
vnfes Obemen vnd Swägers Marggreue fredericks Ingefigel met welen vnd guden willen, 
an delTen brieff laten bangen, Dye gefcbreuen vnd geuen la to lunemborcb. Na godes 
gebordt vyerteynhundert Jar vnd darnach Im* eynvndvirtigiftem Jare, am fritage nach dem 
Sondage Reminifcere in der vaften. 



MDCXXIL gnebri4> unb SBBi^Im^ ^crjöge ju ©af^fen, unb griebri«^, Sodann unb Wbxtäft, 
fSJlaxtsta^tn ju S3ranben6urg, geloben bie im\^tn tl^neti gefdf^Ioffene (Sintgung git j^alten, 

am 3. %^xH 1441. 

Von gots gnaden Wir Friderich vnd Wilhelm gebruder, Herczogen zu 
Sachrfen Lantgrauen In doringen vnde Marcgrauen zcu MifTen vnd von denfelben gnaden 
wir Friderich Marcgraffe zcu Brandembflrg vnd ßurcgraue zcu Nuremberg, 
für vns vnd vnfer bruder Marcgrauen Johauf.en vnd' Marcgrauen AJbrechteu, 
Bekennen mit diefem brieue vmmb follich gutlich vorfchribung vnd büntnilz, So wir denne 
vor gein eynander vorfchriben vnd voreyniget feyn nach cierlichir vtwifüog follichir brieue 
vor darüber gegeben ^ wie die danoe luten vnd vfzwifeii, Alfo haben wir vns obgenanten 
ffirften vf hüte datum difz brieueshie zcu Halle voreyniget vnd vertragen, Alfo das foUich 
brieue vnd vorfchribung, wie die denne alle Inneheldet, yn allen yren meynüngen mechtig 
feyn vnd bleiben follen; vnd wir auch die getruwelichin vefticlichin halden tun vnd volfuren 
füllen vnd wollen genczlich vnd Luter ane alle geuerde, vnd das wir obgenanten ffirften vf 
den^ontag nach dem heiligen pfinftage, fo wir^Marcgraff Friderich elich bylegen wer- 
den bie der benanten von Sachlfen vnfer libef^Ohemen Swefter, zcu beiderfyt vnfere Rete 
über follich gutliöh verfchribung befcheiden follen vnd zcu Rat werden vnd fich zcu vnder- 
reden, ab follich gutlich verfchreibung z« befrern, zu merren ader zcu mynnern fey, vns vnd 
vDfern Landen vnd Luthen zu nücz vnd zcum heften, vnd das wir obgnanten fürften auch 
1d der czyt vnfer yder des andern dyener, Land vnd luthe, die yn zuuerfprechen fteben^ 
lie feyn In fynen ader andern landen getruwelich fchutczen vnd fcfairmen glicher wifz, als 
keyn felbft vndertan,- Land vnd Lute, vnd das auch vnfer obgenanten furften die zcyt keyner 
den andern vergeweitige ader oberczihe, da derfelbe vnfer yder der feynen zcu gliche vnd 
rechte mechtig ift, als getruwelich vnd angeuerd. Zu erkunde haben w^ir obgenanten Fri* 



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240 



derich vnd Wilhelm gebruder, Herczogen zcu Sadiffen etc. vnd wir Fridericli 
Marcgraff zcu Brandembürg fur^ vns vnd vnfer bruder Marcgraffen JohannreD 
vnd Marcgraffen Albrecten obgnanten vnfer iczlichir fyn Infigil mit rechter wiflen an 
diefen brieff laifen hengen, Der gegebin ift zu Halle, am Maotage nach dem Sontage Judica 
In der faften. Nach Crifti gebfirt vnfzers'bem virczenhundert Jar Vnd darnach Im eynvnd- 
virczigften Jare. 

fSftad^ Um in ^. 62(^Pf(4« ®e^. QrAio In JDrc^ben (efinblic^en Originale. 



MDCXXni. ^ ©d^iebgfrrucff ©fintier«; erjbifcliof« ju ffllagbcbwrg, fiBil^dm«, ^^o^tn g« 
aSrottttfci^wetg; Subtötg«; Sanbgrafeit ju ^cjfen unb Sernb«, gürjien ju ^vi^aU, a»ifd^tn grttbricl» 
ttttb SGBili^^m, ©ebrübern, ^er;^ogett gu ©ad^fen unb bem Sapitel ju aOBfirjburg an «item, unb 
©tegmunb, iBtfd[»ofe ju SBürjburg unb t)erjog ju ©adj^fen unb Soj^antt; grichrtdfr ttnb M>xt^t, 
S)lar!grafen gu SSranbenburg am anbertt ä^etle, ))om 3« $())n( 144L 

Voii gots guaden Wir Ofintfaer, Erczbifchoue zu Magdeburg eta, Wilhelm 
zu Brfinfwig vnd Lünenborg herczog, Ludwig Lantgraue zu heffen vnd Bernd 
furfte SU Anhalt etc. Bekennen mit difem vnnferm offen briue, gen allermeniglich, AFs 
von fulchen vnwillen, zwitracbt, rnjlzhelung, fehde vnd fache wegen ^ die entftanden vnd 
bilzher geweft find zwifchei) den hochgeboren furften, ,vnnfem. lieben hem» frunden, Ohmen 
vnd Swegem, hem fridrichen vnd hern Wilhelm gebrudem» Herczogen zu Sacbfen» 
lantffrauen In Doringen vnd Marggrauen zu MeiiTen» Iren lannden vnd lüten, helffern vnd 
helffers helffem, Auch dem Capitel des Tumftifts zu wurczpurg, Ob fie dar Innen 
fein wollen, an eyoem, Vnd dem Erwirdigen.vnd hochgeboren furften, hern Sigmunden, 
Bifchoue zu wirczpurg vnd herczogen zu Sachren, Ob er dar Ionen fein wil, vnd her^ 
Johannfen, hern fridrichen vnd hern Albrechte'n Marggrauen zu Brandenburg 
vnd Burggrauen zu Nuremberg, Iren lannden, luten, helffern vnd helffefs helffem, am -tndem 
teyle der fie dann von beyden teylen^ auf hüte datum dicz brifs, hie zu Halle iiff einem 
frfintlichem tage» den wir Erczbifchoue.Gunther obgenant zwifchen denfelben paithien, 
.dohin gemacht vnd verramet haben, genczlich|^ vnd mechtiglichen iif vns, als fchidslute ge^ 
ftalt haben, Nemlich der obgenant herczog wilhelm von fachfen fiir fich vnd feinen 
obsenanten Bruder herqzog fridrichen vnff fein parthien, helffer vnd helffers helffer, für 
die er fich wiflentlich angenommen vnd der gemechtigt hat, Auch des obgenanten Capitels 
zn wirczpurg. Ob fie dar Innen fein wollen;^ vnd der obgenant Marggraf fridricb für 
fich vnd die obgenanten Bifehoue von wirczpurg. Ob er dar Innen fein wil, vnd 
Marggrauen Johannfen vnd .Marggrauen Albrechten vnd Im parthien, helffer vnd 
heiffers helffer, für die er fich ouch wilTentlich angenommen vnd fich der gemechtigt hat, 
Vnd haben vns beyde obgemelt parthien bey Iren ffirftenlichen, wirden, eren vnd trewen 



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241 

gerett vnd vBrrprochen, wie uir fie vmb fulch Ir vnwilleD, myfzhelung, geprechen, fehdevod 

lache, entfcheideD^ feczeo vnd zwifcfae^ in auITprechen, das fie das von allen teylen haltem 

vnd zu ende volfäreti wollen, on Widerrede vnd on alles generde. Ailb fcheiden vnd. fpre*- 

eben wir eintrecbtiglichen : Zum erften vmb vnnfern bern von würczpurg, das die obgenanteii 

'herc2oge& von Sacbfen vnd die Marg^uen von Branndenburg, von beyden teylen darczu 

raten vnd helfen füllen , das derfelb vnfer her von wirezpurg In feinen ftift vnd Regiment 

wider gefaczt vnd Im zugegeben werde aufz dem Capitel vnd au(z der Ritterfchaft, die Im 

vor zum Regiment geben find, Ob er die haben WH: wolt er aber derfelben nit haben, So 

• füllen die obgenanten fürften. Im nach notdurft vnd Ifer erkentniffe zugeben ander aufz dem 

Capitel vnd der Ritterfchaft des Stifts zu wurezpurg, dadurch der Stift redlich wol gere* 

giret vnd vorgoftanden werde, on alles geüerde. Iiem mA-dla^lofz Nymegk vnd Brücke 

die der obgenant Marggraue fridrich von Branndenburg den herczogcn von Sacbfen 

augewonnen vnd eingenommen hat. Scheiden vnd fprechen wir, das fulcbs auf vns lantgraf 

Ludwigen von heffen fteen vnd pleiben fol, Alfo das wir zvvifchen beyden egenantea- 

parthien verfuchen füllen, Ob wir fie darumb gütlich mit wiffen entfcheiden mfigen: könden 

vrir des aber nit getun, So füllen wir «genanten lantgraue mechtig fein, fie darumb in frunt* 

(ohaft vuuereynen: vnd was wir dann darumb in ihintfchaft aufzfprechen werden, dabey fol 

es bleiben, . nachdem fie das vf vns alfo-geftalt haben ongeuerde. Item vmb die geprechen 

zwifchen den obgenanten herczogen von Sacbfen vnd den Marggrauen von Branndenburg als 

von des lands zu Do ringen wegen, Nemliehen vmb eigenthum vnd farende habe, das 

der lantgraue von Doringen feiiger, nach feinem tode gelaffen hat, Auch von des ge^ 

vpynnens wegen In Beheim antreffend Marggraue Albreichten von Branndenburg, 

vnd vmb die gerechtikert , fo marggra^f Johanns von feiner gemahei wegen xneynt zu 

. haben. Scheiden vnd fprechen wir, das man fulch gefchriben drey ftücke vnd geprecben 

aiechtiglichen ftelle nach glimpflichen fcfiulden der Marggrauen von ßrabndenburg vnd nach 

^Umpflichen antwortten der herczogen . von Sacbfen vff den Edeln vnd wolgeboren Grauen 

heinrichen von Swarczpurg, vnd auf hern wilhelm von Rechperg, Ritter, als 

(cbidslute, Sye in früntfchaft mit wiflen oder in rechte, Ob fie der fruntfchaft nicht treffen 

^kenden, darumb zu entfcheiden, vnd ob die obgenanten GrafHeinrich vnd her wilhelm 

des rechten, nicht eins werden möchten, Alfdann auf vns lantgraf Indwigen, als einen 

oberman fteeQ -^vnd bleiben fol, was wir dann Im rechten erkennen werden, oder wie wir 

die wiflentlich fruntfchaft treffen, dabey fol es dan bleyben , gehalten vnd voJfitrt werden. 

Vnd ob der obgenanten fchidslute, einer oder fie beyde, oder wir obgenanten Oberman, mit 

tode abgingen, oder fünft gepruch an vns würde, da got vor fey. So fol von beyden e^- 

jianten teylen ander Perfon in obgefchriboef mafze dai;czu geordent vnd gegeben werden, 

des fachen nachz^ukomen in obgefcfaribner mafz: vnd das vmb die egenanten drey £tuckeSol 

zu ende vnd aulztragk kommen, Zwilchen hie vnd fant Jacobs tage fchirft, vnuerczogenlich 

vn^ one alles geuei^de. Item von der gefangen wegen, Scheyden vnd fprechen wir das die 

von beyden teylen Irer gefencknfilTe, ledig vnd lofe gefohaffet, gegeben vnd gelaffen werden, 

auf eine alte fchiechte vrfehde^ vnd ob ymant dareyn reden oder tragen wöl^, damit die 

, tottfrti^. U, ».. IV. 31 



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242 

gefangen zu Ochfenfurt Irer gefencknüfle alfo nicht ledig möchten werden. So füllen die 
Marggrauen von Branndenburg den Herczogen von Sachfen beyftendig vnd beholffen fein, 
vnd mit emft darczu tun, als getrew frQnde, gen den von Ochfenfurt vnd wen das benirt 
oder berfiren würde, dadurch diefelben gefangen Irer gefencknüfle auf ein flechte alte vrfehde 
ledig vnd lofe gefchaffet, ^laffen vnd gefagt werden, vnd diefelben herczogen vnd mai^- 
grauen Süllen fich des von eynander nicht fcheiden, Doch alfo,* das die gefangen, die la 
der Marggrauen von Branndburg haut fein, In Iren banden bleyben, auf gerawm tage So 
lang, bifz die Iren, die zu Ochfenfurt gefangen find, auch in obgefchribner mafze Irer 
gefencknus ledig vnd lofe gefchaffet, gefaczt vnd gelaflen werden ongeuerde: Item was von ■ 
beyden teylen in difen fehden vnd vnwillen Iren kauflfiten genommen, bekümmert ^nd aufge* 
halten worden ift, das fich küatlicfa erfunde, Scheiden vnd fprechen wir, was des noch vor* 
banden vnd muerrucket were, das fol von beyden teylen wider gegeben vnd lofe gefagt 
werden: was des aber zubracht vnd verruckt wer, Alfo das man des nicht gehaben m<>cht, 
das fol nach redlikeit gegolten werden on alles ongeuerde« Item wir fcheiden vnd fprechen 
auch. Ob ymants, von welchem teyle das wer, Ton feiner herfchaft wegen, des andern teyls* 
feyndt worden were in difen fehden vnd voder dem felben teyle, des feynde er fo^wer 
worden, leben oder guter hett, die er von diefer fehde wegen au%efagt oder abgefchriben 
hett oder nicht, Denfelben allen, Sy find geiftlich oder wemtlich, Süllen fulch Ir leben vod 
guter vngehindert volgen vnd bleiben, in mafleu als vor der fehde, ongeuerde. Vnd ob 
ymant In vnwillen oder verdacht difer fehde halben kommen were. Er fey geiftlich oder 
werntlich, Sulch vnwillen vnd verdacht fol gancz ab fein, vnd man fol denfelben keins argen 
darumb gewarten on alles geuerde. Item weren in difen fehden eynch fridpruche gefcheen, 
die kuntlich gemacht würden, Es fey mit gefangen name ader anders, Scheiden vnd fprechen 
,wir, das die gekart vnd aufzgericht füllen werden mit rechte oder widertatt, Aufzgefcheiden, 
toden vnd wunden, die fol man richten nach gnaden vnd gewonheit der lannden, do das 
gefcheen ift ongeuerde. Wir fcheiden vnd fprechen auch, das alles vnbeczalt gelt von ver^ 
dingnufle oder fchaczung zu beyderfyt. Es fey i)etagt oder nicht betaget, abe fein vnd vnge- 
mant bliben fol on alles geuerde. Vnd vmb fulchs Vertrags, eynung vnd verfchnbung, Als 
die obgenanten herczogen von Sachfen vnd Marggrauen von Brandenburg, fich vormals vor- 
eynet vnd verfchriben haben, Bedfincket vns gut vnd geraten fein, das £e fulchs nu furbas 
getrulichen vndereynander halden, Doch alfo. Ob fie beduncken wolt, not zu fein, föleh 
eynung vnd verfchreibung zu PefTem, zu lengen oder zu kürczen, das fie das tun, vnd es 
ye in fulcher mafz feczen vnd verfchreiben , das fie als getrew frunde beyeinander bleyben, 
wie fie vnd Ir fründe des not vnd hefte bedfincket, on alles geuerde. Wer auch fache. Ob 
ymants dareyn reden oder tragen wolt, damit die gefangen zu Ochfenfurt Irer gefenck- 
nüffe alfo nicht ledig mochten werden, So gereden, globen vnd verfprechen wir obgenant 
lantgraf ludwig von heffen bey vnnfern guten, waren trewen, den egenanten vnfern liebeo 
Swegern ^den herczogen von Sachfen, vnd vnnfern lieben oheimen den Marggrauen von 
Branndenburg mit emft, hilff, rate vnd beyftant zu tun gen den von Ochfenfurt, vnd wen 
das berflrt oder beruren würde, dadurch diefelben gefangen Irer gefencknüfle auf ein flechte 



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243 

alte vrfehde, ledig vod lofe gefchaffet, gelaHen vnd gefagt werden, vnd wir wollen vns des 
von den genanten vnnfern Swegem vnd obmen nicht fcheyden in dhein weife on alles ge- 
uerde. Vnd hirauff Süllen vnnfer herre von wirczpurg» ob er dar Innen fein wil, die obge« 
nanten berczogen von Sachfen vnd das Capitel zu wirczpurg, ob es dar Innen fein wil, vnd 
die Marggrauen von Branndenburg, Alle Ir helffer, helffers helffer» alle Ir lannde vnd lute, 
vnd die Iren,. vnd alle die von beyden egenanten teylen darvnter gewant vnd verdacht find, 
vnd der fehde, kriegs, vnwillen vnd fache zufcbicken gehabt haben, Sie find geiftlich öder 
werntlicfa, gut frunde, vnd ein verrichte gefunte fache zwifchen in fein fol, Sulchs alles nu 
furbas ewiglich geneynander. In argk noch in rachfal, .weder mit wortten ntfch mit weroken, 
mit gerichte noch on gerichte, geiftlich noch wemtlicb» heimlich noch öffentlich, durch fich 
felbs oder ymant aAdem nymmermpr zn mdmi, au «facn noch zu rechen, in dhein wife, on 
alles geuerde, Vnd des alles zu warem vrkunde haben wir obgenanten fchidslute, vnnfer 
eigen Infigele an difen briue hencken laflen; vnd wir obgenanten herczogen von Sachfen, 
vnd wir obgenanten Marggrauen zu Branndenburg Bekennen In difem briue, das dife obge- 
fchriben teyding vnd anlafz, mit vnnferm guten willen, wiflen vnd wortte zugangen vnd ge- 
fcheen ift, vnd wir obgenanten Marggrauen von Branndenburg haben vns dar Innen vnnfers 
hern von wirczpurg gemechtigt. Ob er dar Innen fein wil, Gereden vnd globen wir ob« 
goanten furften, alle bey vnnfern (iKrftenlichen eren, wirden vnd trewen, alles das zu halten, 
zutun vnd zuuolfuren, was vnnfer iglichen des für fich vnd fein parthien berürt, s^les getrü* 
liehen, on ai^k vnd on alles geuerde, Vnd des zu vrkunde haben wir vnnfer eigen Infigele 
zu der obgenanten fcbidsinten Infigeln, auch an difen briff hencken laflen. Gefcheen vnd 
geben zu Halle, des Montags nach dem Suntag, als man In der heiligen kirchen finget 
Judica in der vaften, Nach Crifti vnnfers hern gepurt virczehenhundert Jare, vnd darnach 
Im Einvndvirczigiften Jaren. 



MDC3ÜÜV. auöft)rtt(^ btd «anbftrafen gubtotg ju $}t^tn, ba^ bie wm SWatfarafe« gnebrid^ ju 

SBranbenburg ben t)ergogm gricbricf^ mb aOBtlffrim ah^momxmtn ©d^Iöjfer fftimt^t unb aSrugf 

biefm »ieber gtantoorter »erben foöen^ »om 4. a))ril 144K 

Wir Ludewig, von Gots gnaden Lantgraue zu hoffen, Bekennen vnd thun 
kund mit dieflem vnfiserm uffen brieffe allen luten, die en fehen ader hören lefen, Als die 
hoichgebomnen furften her friderich vnd her wilhelm gebruder, herczogen zu Sach- 
fen, läntgrauen In doringen vnd Marcgrauen zu Mieffen, vnfzer liebin Swager vff eyne, vnd 
her Johans, her friderich vnd her Albrecht Marggrauen zu Brandeburgk vnd 
Burggrauen zu Nurenbergk vnfzer liebin oheim vff die andern fyten, die fache vnd zcwey« 
tracht; fo fie dannen vndereynander han, vmb die Slofle Nymegk vnd Brfigk, die vnfzer 

31* 



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24i 

•heim Marcgraff friderich rorgenant VDfzeru Swagjr von Sachfen augewonnen vn J iri- 
genommen haid^ meebiiglich an vns geftalt han, wie mr lie io fnintfcbafft darumb fcheidenF 
vnd zufchen In üfzfprechen, dar fie darana von beyden fyten begnügen haben- wellen etc. 
Alla fcheiden wir die ebgenanten vnfzer liebin Swagep.vnd obeim vmb die SloITe vnd Spre- 
chen, daz vnfzep eheim Marcgraff Criderieh voa Brandeburgk die obgenanten Sloffe 
Nymegk vnd Briigke mit allen Iren zubehorungen, in mafzin die an en kernen fin, vnizemr 
Swagjr von Saehfen von diefTem nehften dennerftage über achtage,, daz ift nenilich der don* 
nerrtagk nach dem. heiigen palmen tage nehft kommet, widderumb.in Antwucten, virandcla- 
gen^ dauon tredea vnd keynerley gerechtikeid Im ader finen erbtny als von folichs gewynn^e 
vnd innemmens wegen, darann' behs^den fal: vnd abe die Bui^lute, Burger vnd Inwapec 
der obgenanten SloITe vnfzerxn egenaai«ii vtietm Marcgcäuen friderteL von Brande- 
burgk eynich huldunge ader globde gethan hetten, der feite er fie gancz vnd vngeuerlich» 
tedig vnd lois Tagen vnd widderumb an vnfzer Swager von Sachfen vnd Ire erben damitde 
wifen^ fundjr alles geuerde vnd ane arglift: vnd des zu vrkunde fo han wir obgenant laut- 
^graue ludewigk vnfzer Ingefz (igel) an dielTen brieff thun. henghen, der gegebio ift zu 
' Halle, am dinftage nach dem Sontage Judica, Nach godes gebort tufead vierbuadect vBdr 
in dem eyn vnd vjerczigften Jaren. 

9i<u^ tem im S^* @ac^Pf(^ (Sei^. $(rc^to iu S^re^Un ^eftiiMtc^en iDrigihaft. 



MDCXXV. Die* wn ®er«borf ju SJarutl^ fefeen ftd& öon im aWärfflrafm »on Sranbenborj 
wnb beren ^axi^ti ju beit -^jerjogenf »ön ©ai^feit^ am 5» 9Wöt 144 !♦ 

Wißet hochgebornnen furQhen herzöge Segemuad, Biffchoff zcn Wir^borg». 
margraue bans, margraffe albrecbt, margraue fredericb von Brandemburg,.. 
daz wir hirnach gefchrebin CriftoCfel vnd gotz.e gebruder von gerfdorf, czu Baruth. 
gefeiten, die hochgebornnen fur&hen vnd hern^ bem frederiche vnd hem Wilhelm ge- 
bruder hertzogen czu Sachffen etc. liebir wollin habin wenn ucfa: vnd wollen dar Vmb 
fihent fien au wir vnd aller auwir helfler ynd helflershelffer vnd alle der, die wir of uch fedeo 
mögen vnd czihen vns dez jn dor gnanten Tnfer gnedigen beren frede vnli. vnfrede : vnd 
wollen dez vnfs vnd alle der, die wir vff auwem^ fchaden brengin mogßn odir keyn uch VBd- 
alle auwem helffer vnd helffersbelflery vnd den, die wir of uch feden mögen bewart babin 
mit delzem. vnferm offin briue, der gegebin vnd- vorfeg^lt ift mit meynen Criftoffels lu'>- 
geli'gel, des wir andere mitte gebruchen nach crifti geburth virzehnhundert vnd. darnach jo. 
e^nen vnd vii^zigiften jare, am montage jn pfingift heiligen tagen etc«- 



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245 

AlOCXXVt «Röttj öfter bit Sdri^wg b« ^«nc öoir a3ord[> ju 3tef« mit »«ft^wnam ju 
(S50r^fe unb an berfcffteboien anbeten Orten bur^f SCIarlgrafen Srtebrii^. »on Sranbenburg, 

ttottt 18, 3«nt i44I*. 

• 

Nach got8 gebort XIII^ Jar Vnd dar nach Im eynvndvircarigftem Jare, am Sootag 
nach des heiligeD waren licbamstag, zu Tangermunde^ batt empfangeo zu leben beyne 
von Borch zu Seyefer difle hilf nach gerchriebeu gutere vnd batt eynen briflf darüber 
Bomen, mit nameo die dopffßete Bucbolcz, die; dar litt by dem dorffe bogen Groben, 
Secbfz vnd zwenrzig fcbeffel baberen In denfelben dorffe bogen Groben czwey hofe in 
♦ler Stadt zu Gorczke, vnd fechs bufen vor der felben Stadt gelegen, vnd eynen wifpel 
roggen auf der mollen di« Borgmolia g^mant In derfelben Stadt Gt>rczk, vnd eyne 
breytie gelegen vor der obgnanten Stadt Gorczk, die denne auch gehöret zu der Borgmolfe» 

9Mi tem Anmt (^McoPtattoc^c XIX, 134. 



SlDeXXVII; ßmtflurig %tkiti^i anfc fBüH^dmi, |)erjDgeii ju ©ad^fen, mit So^^rtn, ^xitbxi^, 
Wbvt^t unb Smbn(^ b« 3« äRarigrafen txm SSranbenburg, ))om 18, 3ult 1441^- 

Von gotes gnaden Wir Fridrich des Heiligjen Romirchen Rychs Erczmar^ ; 
Pchalk,. vnd Wilhelm, gebruder, Uerezogen zu Sachfen, Lantgrauen^ In Doringen vnd 
Marggrauen zu Meiffen,. Vnd wir Johanns, Fri dl* ich» de& heiligen Romifchen Bychs 
Erczkamrer, Albrecht vnd Fridrich der Jungft von den falben gnaden Marggrauen 
zu B^ranndenbiirg. vnd Burggrauen zu Nuremberg, Bekennen vnd tun kunt öffentlichen 
mit difem briüe fur'^vns. Alle vunfer erben vnd nachkommen, vor allen den, die in feheu 
oder hören Jefen* Wann wir von eigner bewegnüITe vnnfera gemütes. betrachtet vnd at)ge>* 
fehen haben die fweren leüfte difer lannde vnd mancherley vnrecbtfertikeit, die leyder In 
den lannden fein vnd. ficb von ta^en zu tagen meren». die zuförkummen^ rechtfertikeit zu 
e^fien vnd zu meren, Darfimb ^ot zu lobe, ^ dem heiligen Romifchen Rych zu dinft vnd zu 
Eren, den lannden jzubefriden vnd vmb gemeynes nuczs.vnd zukunftigen guts willen, vnd 
auch von angebomer liebe vnd früntfchafl wegen, fo haben wir vns- alle femptlicb zueynandör 
verpunden vnd v^reynet, Verpinden vnd vereynen vns auch gegenwertlglich in craft dicz 
briues^ al» bemacb gefchriben fteet Zum orften, d^s wir, vnofer erben vnd oacblcommen» 
aUe vnnfer lebtage. eynander frfintlich meynen, EroD, furdem, verantwortten vnd vnnfer einer 
des andern febaden warnen, vnd fein beftes mit wortten vnd -wercken vngeuerlichen vnd 
getpulieben fumemen füllen vnd wollen, gleicherwyfe aU ob es vnnfer iglichen leiplich felbs 
antreff ongeuerd. Wir füllen vnd wollen auch eyna^^der mit leyb vnd mit gute,, ge^rülichen 
beholffen vnd geraten fein, zu allea. vnnfers iglichen nöteo, krigen vnd gefcheften, on alleriey 
helfrede vnd geuerde. Ea fol a;ich vnnfer. keiner des andern feindt nicht, werden» vmb ny* 



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246 

mants noch "vmb dheinerlej fache willen, noch in befcbedigen oder befchedlgen laflen, oder 
vnnfern mannen , dinern vnd vndertanen, die In vnnfern lannden oder in andern lannden ge- 
fefTen find, des nit geftaten zutun , in dheinerley weife ongeuerde. Gefchee aber darüber 
dheinerley Zugriffe oder befchedigung aufz vBnfer eins lannden oder aufz andern lannden, von 
Tnufem Mannen, dinem vnd vnderfelTen in des andern hem lannde, So fol vnnfer iglicher 
dem andern getrülichen beyftendig vnd beholffen fein, den oder die, die fulch Zugriffe vnd 
fchaden getan' betten , ernftlich darczu zubringen,. das fulch fcheden mit eyden oder wider- 
teten gekartt werden in vier wochen/ nach dem vnd wir des vermant werden ön Widerrede 
vnd on alles geuerde. Es fol auch keiner vnnfer furften vorgenant keinen diner zu dinß; 
noch fünft nymant In verfprechen nemen. Er fülle In zuuor fragen, Ob er nicht fehde oder 
VBwillen zu dem andern teyle habe, Vnd wurde fich das alfo erfinden. So füllen indiefelben 
in dheinerley wife ufnemen, on der andern willen. Erfunde fich aber darüber an vnnfer 
furften obgenant eins oder mer dinft ymant, der wider den oder die andern eyncherley 
fprüche, fehde oder vnwillen meynt zu haben, So folden der oder die herren, die felbs 
fprüche zu In hetten, der diner der oder die weren, zuftund zu eren vnd rechte gancz 
mechtig fein, vnd den oder die darczu halden, vmb fulchs nach aufzweifung difer vnnfer 
verfchreybung auf aufztrag zukommen. Welcher aber darüber dem nicht zuuolgen meynt, 
Alfdann folt lieh der herre, bey dem er were, des oder der zuftünd ewflem, vnd dem andern 
teyle getitLlichen über fie beholffen feiu vnd beraten on alles geuerde, Vnd auf das fol vnfer 
keiner dem andern fein dyner vnd vndertan, In vnd aulter lannde gefeffen, der er zu eren 
vnd rechte mechtig were, vff den ob vnd nachgefohriben aufztragk nicht vergeweltigen noch 
vergeweltigen lalTen ongeuerde. Wer auch, das zwifchen vns icbt fchelung auferftünden, des 
got nicht enwölle, Ift verlafien, das vnnfer iglicher teyle, mit namen wir herczogen zu 
Sachfen, vir aufz vnnferm rate, nemlich die veften vnnfer liebe getrewe Ta.mme lö£et vnd 
Otten Spigel, .Nickeln von Wolffei ftorf Ritter, vnd einen iglichen vogt zu konigs* 
perg, Vnd wir Marggrauen zu Branndenburg die veften auch vnnfer liebe getrewe Em . 
Bernhartten von der Schuleoburg, Hannfen von Waldaw Bittere, Mertein 
fortfchen vnd hannfen von Gutenberg den Eltern, darczu geben, fchicken vnd be- 
fcheiden, vnd die darczu Ir glübde vnd eyde tun laflen füllen, mit namen fulch geprechen 
vnd fchdung zufören vnd zurichten, fo hernach volget vnd gefchriben fteet, Vnd wo der 
einer oder mer von todes wegen abgingen,, auiz den lannden füren,- oder fünft gehindert, 
fulober fache nit gewartten konden oder mochten, Alfdann füllen vnd wollen wir ander, einen 
oder mere, an des oder an der abgangen, hinweggefarens oder gehindertten IDtat feczen, von 
vnnfern reten oder namhaftigen Amptluten, alles das zuuolfureo, das in difer eynung von vns 
oder In begriffen ift ongeuerde. Sunderlichen füllen fie dureh fulcher geprechen willen, wie 
fich die gemacht hatten oder machen würden zwifchen vns' furften j zufammen kommen, an 
gelegen ftete. Nemlich wer es, das fich fulch fchelung zwifchen vns erhüben in der Marck 
zu Branndenburg, Rürtte es dann vns^^rgenannten herczogei^ zu Sachfen an mit der fchul* 
dig™gf So füllen die vnnfern mit name Tamme lofer vnd Otte Spigel zu Em hann- 
fen von Waldaw vnd Ern bernhartten von der Schulenborg, Bittere in die Stat 



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.247 

Trewenprieffen reyten, Rürtt es aber vns Marggrauea zu Branndenburg an mit der 
fchuldigung, So füllen die vnnfcrn Itzgenanten, Er bans vnd Er bernbart obgeoant, zu 
den obgenannten Tamme lofer vnd Otten fpigel in die Stat Wittenberg reyten. 
Wer aber das lieh fulch fchelung In der voytlant zwifehen vns verlaufen wurden, Rürt 
es dann vns obgpnanten herczogen zu Sachfen an, So füllen der genanten vnnfer ohmen der 
Marggraüen Rete, mit namen Mertein fortTcb vnd banns von Gutemberg zu den 
vnnfern mit namen Ern Nickeln von wolffelftorff vnd dem vogt zu konigfperg gen 
Olfznicz reyten. Des glichen Rfirt es vnnfer Ohmen die Marggrauen an, So füllen die 
vnnfern. Er Nickel von wolffelftorff vnd der vogt zu konigfperg zu den Iren 
Mertein fortfchen vnd hannfen von Gutenberg In Ir Stat gein houe reyten. Schul- 
digen wir auch obgeoante berczogep zu Sachfen vunfer ohmen die Marggrauen von fache 
wegen, die das landt zu franken anlangten, So füllen die vnnfem iczgenanten, zu der voyt- 
land befchiden, zu den Iren, auch zu der voytlant befchiden, In Ir Stat Culmnach 
reyten. Des gleichen fchuldigt^ wir obgnanten Marggrauen zu Branndenburg die vorge- 
nanten vnnfer ohmen von Sachfen, vmb fache, die das lant zu francken anlangten, So 
füllen die vnnfern vnd die Iren iczunt gedacht zu voytlant befchiden, zu Coburg zufammen 
kommen «vnd reyten, vnd fulche fchelung vnd ftöfze an iglichen obgefchriben fteten, wo fich 
das gepuren würde, mit fruntfchaft oder mit rechte zufBren vnd zurichten oogeuerde: Yund 
diefelben vnnfer rete zu beyderfyt, vnd alle die mit in reyten,^ Süllen zu, uflfvndvon fulchem 
tage vnd fteten, vnnfer ßcher gleyt haben on alles geuerde. Auch füllen vnd wollen wir 
allen vnd iglichen vnnfern Mannen, dinern, vndertanen vnd allen den, die vns zuuerfprechen 
vnd zuuerteydingen fteen, nicht geftaten, das einer des andern feynde werde, angreiffe, be« 
Ichedige, authalte oder bekuitomer, weder an leybe, habe oder gute in dhein weife. Sunder 
Wi iglicher fol fich von dem andern an rechte benagen lafTen, In maffen hernach gefcbribea 
fteet, Alfo Gewunnen grafeu, herren, Ritter oder knechte, oder die vns zuuorfprecheq vnd 
zuuerteydingen fteen, fie fein In vnnfern lannden oder aufz vnnfern lannden geieften, einer 
oder mer, vns Marggrauen zu Branndenburg angehörende, fchulde oder -fprüche, zu 
vnnfem herczogen zu Sachfen Grauen, herren, Ritter oder knechten, einem oder mer, das 
füllen vnd wollen wir Marggrauen den obgenanten herczogen verkündigen vnd zu wilTen tun. 
Alfdann füllen wir herczogen, fo vns das verkündiget wirt, dem oder den das not fein wirdet, 
dar czu tage legen an ein gelten ftat, mit namen, Weren der oder die antwortter gefeiten 
Im lannde zu francken, gen Coburg, weres in der voytlant gen Olfnicz, vnd wer es in 
Sachfen gen Wittenberg, Vnd alfo dem ader den bynnen fechs wochen nach dem tage, 
als der clager das recht vbrdert, laflen.geen vnd wideifaren ein frflntlich recht vor vnnfern 
reten, die wir herczogen darczu befcheyden vnd geben haben, vnd daran geträlichen vnd 
emftlichen fein vnd beftellen, das fulch recht volczogen, aufzgericht vnd in dhein weife ver- 
halten wirdet on eynträgk, argk vnd on alles geuerde. Gewunnen aber desglichen vnnfer 
herczogen zu Sachfen Grauen, herren, Ritter vnd knechte, oder die vns zuuerfprechen vnd 
"Zuuerteydingen fteen, Sie fein In vnnferm lannde oder aufz vnnfem landen gefeffen, einer 
oder mer, eyncberley fchufde oder fprfiche zu vnofern Marggrauen zu Branndenburg Grauen, 



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248 

berren, Bitter oder knechten > eynem oder mer, das füllen vnd wollen wir obgenanten her- 
czogen verkünden vnd zu wiITen tun den obgenanten Marggrauen zu Branndejiburg, vnd 
aifdann 'füllen vn4 woUen wir Marggrauen dem oder den des not fein wirdet darczu tage 
legen an ein gelegne ftat, mit namen^ weren der oder die antwortter gefeilen Im lannde zu 
francken gen €u Im nach, Weres in der voytlant gein Houe, Oder weres in der Marek 
gen Trewenprieffen vnd dem -oder den, bynnen fechs wochen «ach dem tage, als der 
cteger das recht vordert, Waffen geen vnd .widerfaren ein fruntlich recht, vor vnnfem Marg- 
grauen Reten, die wir darczu fchicken vnd befcheiden' haben, In maffen eben auch berfirt 
iTt, vnd daran ernftlichen vnd getrülichen fein vnd beftellen, das fulch recht volczogen, aufz* 
gericht vnd in dhein wife verhalten wirdet on Intragk, argk vnd on alles geuerde. Grewun- 
nen auch des gleichen vnnfer Burger oder Pawern, zu des andern Biu*gern oder Pawera 
zufprfiche oder fchulde, wie ficb das machen würde, So füllen der oder die'zufprecher vor- 
dem vnd recht nemen vor den Amptluten, dem Rate der Stete, oder dem richter in den 
gerichten, do der antwortter gefeffen ift, Vnd darüber nicht aufhalten oder, kümmern. Da* 
felbft ,fol dem oder den das iiot werdet widerfaren vnd geen fruntlich recht, In einem moneyt 
nach dem tage, als der cleger fein recht vordert: vnd des gleichen füllen auch vnnfer beyder- 
fyt grauen, hern, Ritter vnd knechte von vnnfer beyderfyt Burger oder pawem^ recht vordem 
vnd nemen, wo in des ein notdurft were, an fteten vnd g-erichten als itzunt gekleret ift vnd 
gefchriben fteet, on argk, ongeuerde. Vnd weres auch, das vnnler heyderfyt Burger oder 
pawer zufprüche betten oder gewünnen zu vnnfern beyderfyt Grauen, herren, Rittern vnd 
knechten. So füllen vnd wollen wir denfelben Bürgern oder Pawern, einem oder mer fröret- 
lieh recht geen laffen vnd widerfaren, von den obgenanten Gtauen, Herren, Rittern vnd 
knechten einem oder mer, vor vnnfern Reten in zyt, ftat vnd nach malfen als obgefchriben 
fteet. Fugt es ßch auch; das vnnfer Herczogen von Saohfen Grauen, herren, Ritter, knecht 
oder vndertanen zufprüch hetten oder gewünnen, zu vns Marggrauen zu Branndenburg, Der 
ader diefelben Süllen fich aber laffen benügen an einem früntlichen rechten, das vordem 
vnd nemen vor vnnfern Marggrauen zu Branndenburg Reten, Vnd des glichen widerümb 
helteu oder gewännen vnnfer Marggrauen zu Branndenburg Grafen, boren., Ritter, knechte 
oder vndert^tn, fprfiche zu vns' herczogen zu Sachfen, der ader die füllen ein genfige haben, 
auch an einem früntlichen rechten oder vor vnnfer herczogen zu Sachfen Reteil, vnd fulch 
recht Sol In widerfaren an fulphen enden vnd fteten, In zyten als obgefchriben fteet, on 
argk vnd geuerde. Vnd wie fich das füget, das wir obgefchriben befchiden rete, von beydea 
teylen der furlten Sachfen vnd Branndenburg, fulch fachen, prüche oder fiöfze, wie fich die 
gemacht hetten zwifchen vns herren vnd den ynnfemi In maiTen als obgefchriben ift, nicht 
zufiiren vnd gerichten mochten, Aifdann SuUen wir vns eins Obermans vereynigea vnd uber-^ 
kummea, der dann macht haben fol, fulch vnnfer oder der vnnfern geprechen, ftölze vnd 
fchelnng, beyzutun vcd^zufcheyden, in fruntfchaft ader rechte vnd wie das derfelb obermao 
würde fcheiden, dem füllen vnd wollen wir oder die vnnfem, die dan anging, gehorfam Xeio 
vnd werden, das ufnemen vnd volfuren an Widerrede vnd geuerde. Mochten fie fich des 
objNrmans, wie ^tzunt gefchriben ift^ nicht vereynigen, weren dann fulch geprechen vndervns 



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249 

t 

flirrten, So fol der Oberman fein vonfer lieber S wager vnd oheim der Iwtgraue zu hefTen, 
Weren aber die geprechen zwifcheD den , vunfern , vnd die elage vnd yordening der were, 
die vns herczogen aogehortten In dem lannde zu Sachfen, So Fol der Oberman fein. Er 
Hanns, von Maltidz itzunt vnnfer Ober marfchalky oder ein iglicber vnnfer ober Marfchalk, 
Weret aber Im lannde zu francken oder voytiant, So fol der Oberman fein Graue Hein- 
rich von Swarczpurg, hern'zu Arnftett vnd fundersbufen : Vnd des gleichen were die 
clage vnd vorderung der, die vns Marggrauen zugehortten In der Marck, So fol der Ober- 
man fein der Graff von Reppin, weres aber Im lannde zu Francken oder in der voytlaut, 
fo fol der Oberman fein d^er vefte herre wilhelm von Recbperg« Die oberlüte vnd Ir 
iglicber befunder, wie fich das gepüren würde, Sol vnd füllen ganczen gewalt vnd macht 
haben, alle fulchß fchelung. vnd ftöfze zufcheiden vnd zufüren, uff Ire vnd Ir iglichs eyde, 
den lie vnJ ir iglicber vns bern vnd iglichem befunder getan haben, on. vnnfer vnd der 
vnnfem verdacht, dem wir vnd die vnnfern von beydenfyten aber gehorfam werden vnd fein, 
das aufnemen vnd halten fullc^n. vnd wollen on Intragk vnd geuerde. Es fol auch vnnfer 
obgenanten furften keiner des andern feynde, echter vnd Rawber in feinen Lannden,. Stoffen,. 
Steten vnd gepiten, wiffentlich vnd mit furfacze nicht häufen, hegen, fchirmen, noch den 
dheinerlei zulegung, furderung, hilff nodi rate tun, noch durch fein getwenge vnd lantwere 
nicht kommen laffen, heimlichen oder oüentlichen oder den (einen geftaten das zutun in 
dheinerlei wife vnd in auch kein gleyt geben noch geben laffen, denn nach Innhalt vnd aufz- 
weifung vnnfer eynung.ongeuerde. Wer aber das vnnfer eins manne oder vnderfaffen einer 
oder mer, oder fünft ymant vnder vns in vnnfern lannden darüber befchedigt würde, vnd 
fulch rawp vnd name in d^s andern lannden, Slofze, Stete oder gepite kömen, vnd das man 
dem felben Rawbe oder name auf frifchf^r tat nachudgte oder in vier- tagen darnach vnd die 
felben nachuolger vnnfer Amptlute, Manne, Stete oder vnderfelTen heifchten oder vordertten. 
So füllen wir oder vnpfer Amptlute, Manne, Stete vnd vnderfefzen, die alfo geheifchen vnd 
angerüffen würden, zu den befchedigern des rechten helSen,' das die name on widentede 
gekart vnd wider gegeben würden vnd nach rechte oder nach gnaden wandel darumb ergeen 
ongeuerde. Auch füllen vnd wollen wir In allen vnnfem landeri, Ampten vnd gepiten emft- 
lichen beftellen, das man der knechte die eigen pfert haben, nicht hawfen, hegen, enthaldea 
noch In fride noch gleyte geben noch haben füllen, Sy haben dann hem Jn vnnfem lannden 
gefeffen, die lie, verfprechen oder Ir mechtig feinr Es fol auch vnnfer keiner des anndem 
lannde vnd liite, Slofz oder Stete wider den andern nit eynnemen, verteydingen oder In 
hilff noch rate wider den andern tun in dhein weife , ongeuerde. Wurde fidis auch alfo 
machen, das vnnfer einer den audem zuneigen heifchen vnd vordem würde, welcher das 
vnder vns were. So fol Im der ander, der alfo emordert were, zu ftundan nach feinem heften 
verjmügen volgen vnd beholffen fein, Vnd als palde der gefordert des hero lannde rüret, der 
in geuordert hat, der fol Im zimlich notdurft an elfen, trincken vnd foter geben, fo lang, 
bifz das geendet wirt, darfimb die vpige gefcheen ift, vnd aislange die geuordertten, in des 
felben hera lannde fein ongeuerde. ' Sunderlich ob iich das auch machen würde wie das 
körne, das vns ymant, wer der wer, von vnnfern lannden. Als nemlichen von dem Herczog» 
*<wpit^ u. St, IV. 32 



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250 

thum zu Sachfen vnd der Marck zu Branudenburg, MeilTen, Ooringen, francken vnd allen 
andern vnnfern landen vnd luten, wo wir die iczunt haben vnd furder gewynnen mtigeiy, 
oder von vnnfern gerechtikeiten vnd Innhabenden gfitern dringen oder naigen wölt, darczu 
füllen mv eynander mit ganczen trewen beholffen, beyftendig vnd beraten fein, das vnnfer 
iglicher dabey bleibe on alle geuerde. Wer auph, das vunfer eins vnderfefz einer oder mer 
vns mderfetzig vnd vngehorfam weren oder würden, So füllen vnd wollen wir eynander 
geträliehen beholffen fein, den oder diefelben, die alfa widerfetzig weren, gehorfam zu machen, 
Vnd welcher vnder vns fiirften, den andern alfo vmb tiilffe geuordert faett, der fol fich on 
die andern fürften mit dem oder denfelbigen widerfetzigen nicht friden, richten noch ffioen, 
er zihe dann die andern in fulchen fride, ricbtigung vnd fune ongeuerde: vnd durch furder 
vnd grttntlicher eynikeit^ willen haben wir vns fürften miteynander vnderredt vnd befprochen, 
Alfo das vnnfer Amptlute, mit namen vnfer herc2ogen zu Sachfen In dem latinde zu Sachfea 
zu Wittenberg, Belticz, zu der zan, In der voytlant zu zwickaw, Olfznicz, weydaw; 
Saluelt^ zigenrücke» Arnfhauge vnd Schoneck, vnd in dem lannde zu francken die 
Amptlute zu Coburg! Htlpurg vnd konigfperg^ vnd vnnfer Marggrauen zu Brannden- 
bürg Amptlute In der Marck, zu der Trewenprieffen, Trebin vnd Sarmunde, In der 
voytlant zumhoue, Münchperg, Schawenftein, Tirftein vnd hohenberg vud Im 
lannde zu francken ^u Plaffembbrg, zu zwernicz, zu Beyerftorff vnd zu Erlang, 
die wir iczunt haben oder hernach gewynnen vnd feczen werden, globen vnd zu den heiligen 
fweren füllen, ye eins bem Amptlute den andern herren, wo man fie möcht gehaben, oder 
Iren Amptluten, mit namen die vogte zu Coburg, hitpurg, konigfperg, zwickaw, 
weydaws Olfznicz, Saluelt, zigenrücke, Arnfhauge vnd Schonneck, dem Ampt- 
man zu Plaffenborg vnd die Amptlute vnd vogte 2»u Plaffemborg, zum houe, Münch- 
perg, Tirftein, hohenberg, Schawenftein, zwernicz; Beyerftorff vnd Erlange^ 
dem Amptmau zu Coburg vnd Im lannd zu Sachfen, -Als zu Belticz^ Wittenberg, Zab 
vnd funderlich d^r lantuogt, ob der wer dafelbft dem Amptman zu Trebin, Treweri- 
prieffen vnd Satmund vnd die Amptlute zu der Trewenprieffen, Trebin vnd Sar- 
mund dem Amptman zu Wittenberg, ob icht Rawberey vnd Zugriffe gefcheen, das fie 
das getrfilichen vnd mit emfte weren, vnd auch darczu tun fällen ,^ In der mafze, als ob es 
in fdbft oder m Iren Ampten gefcheen weren, Vnd dife vnnfer eynung getrfilichen vnd 
fliffiglichen halten vnd fordern vnd dawider nicht tun noch fein in dhein wile on alles geuerde. 
Es füllen' auch alle vnnfer Amptlute in allen vnnfern landen nymant kein gleyt geben, anders 
dann nach aufzweifung difer vnnfer eynung. Geh man aber darüber ymant geleyte, Sulch 
gifyte Solt fulche nicht helffen, Sunder man folt einem Iden rechts über fulche.geftaten vnd 
belffen vnuerezogenlich vnd on alles geuerde. Wir füllen vnd wollen dife obgefchriben 
vrtnfer eynung In allen vnnfern lannden, Ampten vnd gepiten, öffentlich gepiten vnd verkun* 
^ig'en lalTen, das fich ein'yderman darnach wiffe zurichten, vnd fiqh mit vnwilTenheit nicht 
entfchuldigen müge. Auch ob difer obgefchriben vnnfei Amptman einer oder mer abginge 
oder von vns entfaczt würde, welchen wir an der felben ftat dann feczen, der oder diefelben 
Amptlute fttllbn den andern herren oder Amptluten In obgefchribner mafz globen vnd fwereo. 



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251 

alsdann die ^ fordern getan haben» In den nechften virczehen tagen, nach dem tage als der 
ader die gefaczt worden werden ongeuerde. . Wir füllen vnd wollen auch vnnfer Rete her-- 
DacbgeDcbriben oder ander/ die wir bemachmala an der oder Ir eins ftat nemen würden, 
laflen globen vnd fweren vns ffirften, vnd vnnferm iglichen befunder darap ^u manen, das 
dife vnnfer fruntliche eynung in allen Iren kreften gehalten vnd volfurt werde, pn hmder- 
nuffe vnd on alles geuerde. Wer auch das vnnfer obgenanten Furften einer oder mer von 
tods wegen abgingen, das jgot lange frifte. So fol der oder die lebendig bUben were der 
abgegangen kinder vnd erben, die er hett oder gewänne, getrulichen geholffen vnd geraten 
fein, das fie bey allen Iren lannden vnd luten, eren vnd wirden bleiben, als auf fie geerbet 
vod klimmen ift vnd were. So gereden wir Johanns, fridrich vnd Albrecht, alle Marg- 
grauen zu Branndenburg, für v^nfem Bruder Marggraue fridrichen den Jung« 
ften in craft dicz briues wenn der zu feinen mündigen tagen vnd Jaren komiäet, das er 
fulch obgefchriben eynung auch leiplich eingeen vnd* halten fol ongeuerde. In difer eynung 
vnd verpindung nemen wir obgenanten fürften nemlichen aufz vnnfem Heiligen vater den 
Pabft, vnnfem gnedigrten herren den Romifchen konig, das heilig Romifeh Ryche« was die 
antrifty darwider wir vns nicht verpinden, vnd funderlich nemen wir egenanten fürften in difer 
eynung vnd verpindung^ aufz den Erwirdigen vnd hochgebom fürften vnfern lieben bruder 
vnd Oheim, hem Sigmunden iczunt Bifchoue zu Wirczpurg; wider den wir vns nicht 
verpinden. Alle dife. obgefchdben ßucke, Punckte vnd artickele haben wir obgenanten ffir^ 
ften aneynander bey vnnfern fürfteülichen hantgeben, trewen, wirden vnd eren globt, gerett 
vnd leiplich mit aufgerack^ten fibgern zu den heiligen gefworen, ftete, vefte vnd vnuerpro-^ 
chenlich zuhalten. Alle argelift hir Inn gancz aufzgefcheiden. Des zu Urkunde haben wir 
obgenanten herczogen £ridrit;h vnd wilhelm vnd wir obgenanten Marggrauen Jo- 
hanns; fridrich, Albrecht vnd, fridrich, vnnfere Infigele n^it guter wiflen an dilen briff 
Jaflen hengeo, alles das getrewlichen zu halten; das in difem briue von vns gefchriben fteet, 
on alles geuerde. Geben zu Newnburg am dfnftag nachDiuifio Apoftolorum, Nach Crilti 
vnnfers heiren gepurt virczehenhundert Jare vnd darnach. Im Einvndvirczigiften Jaren*. Vnd 
wir heinrich. Graue zu Swarczpurg, Apel vrczthum, Ritter hofmeifter, Hans von 
Malticz Ritter, Marfcbalck, Bernhart von kochperg hofmeifter, fridrich von wicz« 
Jeb'e, hans von Schonberg, vlrich Sack, Nickel von wolffelftorff, Rittere, Jo* 
hanos Magdeburg Tumprobft zu Newnburg, Canczler, Heinrich von Slynicz, 
Tamme iofer, Ott fpigel, vnd fridrich von Malticz Rete, vnd zu difer ieynung 
befchiden wie obgefchriben ift, von vnnfer gnedigen lierreu von Sachfen wegen, vnd wir 
Albrecht, Graue von Lyndaw vnd herre zu Reppin haubtman, wilhelin von Rech« 
perg, Bernhartt von der fchulenborg hofmeifter, hanns von waldaw, Matis von 
Jag^ow Rittere,, wilhelm fuchs Märfchalk, Mertein fortfch, Mertein von Eybe, 
Wernher von Alueffleuen, Conrat Lubichawer vnd heincz kracht, prothonota- 
rieo. Bete vnd zu difer eynung befchiden, als oben gefchriben ift, von vnnfer gnedigen 
herren von Branndenburg wegen. Bekennen in craft dicz briues, die weyle wir Rete vnd 
beicfaiden fein zu difer eynung, das wir diefelben vnnfer gnedig herren von beyden fyten 

32* 



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252 

getrfilichen daran weifen vnd raten woHen^ alles das ftete vnd vefte zu halten, das von In 
vnd vns in difer eynüng begriffen ift, das wir dann auch leipUchen zu den heiligen gefworen 
hab^n on argk vnd geuärde zuuolfureu vnd des zu vrkunde haben wir vnnfer Infigele zu 
der obgenabtea vnnfer gnedigen hern Infigeln gehangen, Gefcheen vnd geben als obgefchri- 
ben fteet* . 

9lad^ Um im St, Bidfi\^ (9e(. Vrc^iO In S^UUu brfinbfi(^ii'iDrigina(* — i(urmSrf, 8e^i«co|). XX, 4—8. 



MDCXXVIIL Ueberemluiift griebricfi«^ ^^rjog« ju ©ad^fe« mb So^airn« unb griebnc^^^ 

2)lcr!grafen iu fQxanbmluxQ, »»egctt SSerj^anWung b^r m b«r ^aUx\^tn SRt^^twig brgriffettm 

©acfien auf einem S:age ^u Sid^itenfete, am 20t 3»^ l^^l« 

Von gots gnaden wir Fridrich, Herczog zu Sachfen, lanngraue In doringeo 
vnd marggraue zu MielTen, für vns vnd vnnlem lieben bruder Herczogen' Wilhelmen 
vnd wir Johanns vnd Fridrich, von denfelben gots gnaden märggrauen zu brannd- 
bürg vnd fiurggrau6n zu Nfirniberg, für vns vnd vnnfer lieben brfidere Marggrauen 
albrechten vnd marggrauen fridrichen den Jungften, Bekennen alle offennlicb in 
Graft! vnd macht^ Qi^fs' briefs gein allermeniglich, die In fehen ader hören lefen, ads nehft zu 
halle ein gfitlicher begriff vnd richtigunge zwufchen vns allen begriffen vnd verfchrieben ift 
wurden, wie dannen ffilchs in allen ftücken vnd puncten inheldet vnd au&wiefet, vnd als wir 
denfelben fachen nachzukommen iczund her gein Nümborg zu einem tage kommen iint, haben 
wir vns ii«^ *)*äte' vnnfer i«te Im heften vnd vm\> redelicher orfacbe wiUen, die vn& darczu 
bewegt !md, voi'eidiget vnd wolbetr^cht, das wir fulche fachen zum heften vnd zu ende 
nicht^ verfol^n-möchteavitib gebrechen ettlicher perfoneb, die 2u fidchen fachen noddorft^ 
liD, nemlich' vnnfers lieber biHi^ers vnd ohem^s des Bifchoffs von wirczpu^gs vnd 
auch vnnfers lieben fwagers vnd^ ohemes des lanngrauen von hoffen vnd annder per«^ 
fönen, die czu fölcbem fruntlichen vfztrag wol nütz gefin mugen, vnd alfnu In fulcbem be* 
griffe zu halle begriffen ift' vnd cleriich Innenheldet, das ettliche fach vor fannt Jacobstag 
fchirftkunftig zu ende vnd vfztrag kommen fuit^n, das nfi an der czyt zu korcz ift; Hirumb 
fo erftrecken vnde erlengen wir fulch czyt, begriff vnd fach zu halle von fannt Jacoffstag 
fchirftkunfftig bis auff fannt mdrtiosUag nehftkutoftig, alfo das wir obgnanten färften änein* 
ander warhaftiglich verfprechen vnd geredden by vnnfern furftenlichen wirden, eren vnd 
trfiwen vor vus vnd vor alle dy, die dannen Inn fulcher richtigung zu halle begriffen fin, 
fouil des ydenteil berärt, das wir von beiden teib derfelben richt^ng vnd fache nachkum- 
men vnd volTuren follen vnd wqllen, wie dann fulcher begriff deflelben briues zu halle gegeben 
von Worte zu wortte Innheidet vnd vfzwiefet wir obgnanten herczog ftidrich vnd herczog 
Wilhelm von fachfen, füllen vnd wollen beide ader ye vnnfer einer mit macht des anndem, 
vnd wir Johanns, fridrich vnd albrecht, marggrauen aüe.dry, ader ye vnnfer zweae 



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253 

mit macht des dritten perronlich eu einem tage gein lichten u eis auf den nehften fomitag nach 
ffiote Giligen tag fchirftkomen vnd wir egnanten Herczogen von fachfen, füllen Grauen 
heinrichen von Swarczpurg perfonlich, vnd des Cappittels des Thumftifts zu 
wirczpurg macht, vnd wir egnanten Marggrauen von Branndburg vnnfern ohem den Bifchoff 
von wirczpurg ader fin 'macht, vnd Wilhelmen vonrechperg Ritter perfonlichen mith 
vns zu fulchem. obgefchrieben tage bringen, Auch füllen wir obgnanten furßen von Sachfen 
vnd von Branndburg vnnfern lieben fwager vnd ohem den lanngrauen von heflen, zuftundän 
zu fulchem tage gein lichtenfels zukommen mit ganczem fiieCB Bitten früntlicben, vnd das 
wir dannen furter auf fulchem tage allen lachen nochgeen, wie das dann alles in fulchem 
begriff, richtigung vnd verfchreibung zu Halte von ^ortt zu wortt Inheldt vnd aufwiefet, an 
alles geuerde. Auch vmb die verfchribung vnd fruntlich eynunge, fo wir iczunt auf diefem 
tage 'hie zu Nu mb.org begriffen haben, fulch begriff vnd eynunge fol der verfchribung vnd 
richtigung zu halle keinen fchaden ffigen noch bringen, funder -wir füllen vnd wollen diefelben 
verfchribung vnd richtigung zu Hsdie Inn allen Iren puncten, artikeln vnd Inhaldungen genntz- ' 
lieh vnd getruwlich halten vnd nochkummen, alle argetift vnd geuerde in allen obgefchriben 
ftucken, puncten vnd artikeln geontzlichen vfzgefloffen. Zu erkunde dieis briefs mit her- 
czogen Wilhelms von fachfen vnd vnnfer obgnanten marggrauen Johannfen vnd 
marggrauen fridrichs anhanngennden Inßgeln verßgelt, der wir die anndern obgefchrieben 
furften zu diefen czjten mit In gebrüchen, gebrecbenhalben vnnfer Infigel, Der Gebin ift zu 
Nümborg, Am donnerftag vor fannt Marien Magdalenentag , Nach Crifti vnnfers herren 
gepurt vircssenhundert ~ Jar vnd darnach Im ein vnd virczigften Jare. 

nad) tttm im XinigU &id)9\d^. ®e^ $(c(^it> in treiben beffnbUc^ni £)iiginate« 



MDCXXIX. SWarlgraf %xxtMäf h^t^M, baß jii ®mftm btt auf feie Sßnebnrger (Saltiten füit:* 
birtett geijWid[(ett ©tiftungeU; fo xoit ber ©tabt Sfirteburg felbfl; burcfi feine Sanbe ben ©eefläbtett 
^omburg^ Öiberf^ fSiimax wnb SÄojl'odE hin anbeten ali 8öneburger ©alj äugeffil^rt »erben 

bfirfe, am 5. Slugujl 1441* 

Wir friderich^ von gots gnaden Marggraf zcu Brandenborg, des heiligen 
Komifchen Richs .Ero^mrer vnd Burggraff zcu Nuremberg, Bekennen öffentlichen mit diffem 
briefe vor vns vnfzer: 'e;;bin vnd nacbkomenden Marggraffen zcu Brandenborg vnd fünft vor 
allen, /die dieffen brieff fehen ader boren, lefen, wann wir eigentlichen vnd vnderrichtet fin 
vnd auch warhaffticiichen wol erfaren h^ben, das vil gotshwfzer, kirchen, Cloi'ter, Stifte, 
pfrunden .vnd hofpital von frumen .Criftenlewten jn vnd vff der Sulcze zcu lunenborg 
vnd dem Sälcze, das dar gefoten wijr.t,'gefHfftet fein vnd diefelbigen geiftüchen zcu den g&tf- 
bewizem geborende darvon Ire Jerlichen pflege, Rente vnd gulde haben vnd aufboren, vnd 
ob der kauff vnd die lofunge des vorgefcbrebin Salczs jn den Steten vnd Merckten , dar 



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254 

iuDdiiuOrgircbsg faiCZ zen fufeci vna zcuuerkouflen vermittelft zcufure eyniges andern falczes 
«ca i^alTer die Elbe abe vnd nyder, Oder zcu lande durch vnler herfchafiTt gefwecheC vnd 
gehindert inrerde, das denn die ergeoannten gjotshew£ser, Clofterey Stifte, pfrundea vnd hofpi- 
talia vnd die perfonen geiftUchen vnd wemtlicfaen darezngehorende, mit den dinften Tniziera 
heren gots yerhindert vnd auch Ir leipliche narunge dar von gefwecht vod gemyndertt wer- 
den lullea, das were vns getrutichen vnd von herczen leit, vnd wan wir nu vnd alfe frome 
furften gots dinft vnd gute wergk gein got dem heren vnd feinen heiligen muglich ftercken 
Tnd befzem; darvmmb vnd vff das wir vnd alle Vnizer nachkomen der guten weif;ke, die In 
den gotshewizern gefchen, an leibe vnd an feie teilhaftig werden mugeo, vnd auch vmmb 
mancberley woltatt vnd dinft willen, die vns die Erfamen burgermeiftem vnd Rate zcu^lu- 
nenboTg getan habin vnd noch geton mögen; So haben wir got zcu lobe vnd den Stifften, 
kirchcn vnd gotshewfzeren zcu pelTerungen, zcu befundem willen vnd gunft dilTe himachge* 
fcfareben gnade vnd iriheit mit guten willen getan vnd geben, Geben vnd tun jn die auch 
mit crafft diffes briefes , Alfo das eyn iglich jnwendig vnd aüfzwendig vnnfiser herfehafften 
vnd landen gefeffen, luneborger falcz in allen vnnfzem landen vnd gebieten vnd furder 
dardurch zcu der gefalczen See werts zcu wafler vnd zcu lande bringen vnd füren, kewffen 
vnd uerkewifen mugen, frey vnd vngehindert vor vns, vnfzeren erben vnd nachkommen vnd 
vor allen, die vmmb vnnizem willen tun vnd lafzen füllen vnd wollen, doch alfo das man 
vns vnd den ynafzem gewonliehe pflichte 'vnd zcolle darvon geben vnd tun lal, auch alfzo 
das man ander falcz, von wannen das qweme, Innen vndbynnen vnfzern landen wol füren, 
brengen, kewffen vnd verkewffen mag vnbekummert vnd an dies geuer(]e« Wir vnnfzer 
erben vnd nachkommen vnde alle die vnnfern füllen auch vad wollen alle die, die lunen- 
borgifch falcz in vnfzern landen kewffen, verkewffen, füren ader brengen getrulich (chu- 
czen, fcbirmen vnd glich den vnfzern verteidingen, wie vnd wo jn der nod gefchicht Vud 
vff das vDnfzer gute andacht^vnd meynunge die wir zcu den vorgefchriben gotshewizern, 
Stifften, kirchen,^ Cloftern, lehenen vnd pfrunden befunder zcur Stat iunenborg haben, 
defter beftendiger vnd auch hulflich fey, Alfo haben wir jn furder diefe nachgefchreben gunft^ 
guten willen vnd gnade getan vnd tun die In auch in crafft difzes briefes, Alfo das nyinant; 
welches wirdekeit, Ambachts eder landes er .fey, nu furpafz mer ^nicherley ander falcz, wo 
ader von weme das gefot ader bracht wurde, zcu wafTer adder zcu lande czum gefalczen 
See werts nemlich zcu hamborgk, lubeck, wifmar vnd Roftock vud allen hafen dar« 
czwifchen gelegen füren, fchiffen ader verkewffen fal, keynerley wyfe, an alleyn lunenborger 
falcz. Gcjfche je abir das ymant in' vnnfern landen ader anderfwo gefeffen ander fdcz, denn 
lunenborger falcz zcu wafzer ader zcu lande durch vnfer herfchaflit zcu der gefalczen See 
werts nemlichen zcu den vorgefchreben Steten vnd allen hafen dazwifchen belegen fureo, 
bringen oder verkeuffen vnd mit fulchen falcze in vnnfzer herfcbafft ader gebiete funden 
wurden^, So mugen vnd füllen alle vofere Amptlewte, diener vnd vnderfaßen den oder die 
bekumeren vnd auflialden, vnd der oder die lullen denn fulch falcz genczlich verbrochen 
vnd verloren haben vnd furbafz gewieflenheit vnd verwaringe davon tun, das er kein ander 
falcz, denn allein lunenborgifch falcz durch vnfzer herfchafft vnd gebiete zcu den vorge* 



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255 

fchrebin See fteten vnd hafen warts füren , briogen oder verkouffen foL Gefche es auch, 
das der Rate von lunenborg oder die Iren in vnrern landen ader gebieten zcu wafzer 
adder zcu lande ymande, wer ader von wennen die weren, anqwemen ader befunden , die 
ander falcz denn allein lunenborgifch falcz zcu den vorgefchriben See fteten vnd hafen warts 
füren» brengen ader yerkeuffen wollen/ dem mögen fie ader die Iren anfertigen, aufhalten 
vnd bekümmern mit finem gute, vnd dar zcu füllen In vnnfzer amplewte, dienere vnd alle 
die vnnfem die fie daczu forderen vnd annifien, getrulichen helflen, Baten vnd beyftendig 
fein vnd der fal denn fodannen falcz, das bey Im befunden wirt, verfallen f nd verloren haben 
vnd dar von fol denn die helffte vnnfzer vnd die ander helflte des Rates zcu lunenborg 
vngehindert fein vud bleiben, an alle geuerde. Vn3 wir, vnfere Erben vnd nachkomen 
vnnfzer hauptlewte, vogte vnd allä die ynnfern füllen vnd wollen denn vorgefchrieben Stuf- 
ten, Cloftern, kirchen, leben, pfninden vnd gotshewfem vnd funderlichen dem Rate zcu 
lunenborg diffze obgefcbriben vnfzere gnade, gäbe vnd gunft getrulichen halden, vortei« 
dingen, fchuczen vnd fchirmen wenn vnd wie offt In des not gefchicht on argk vnd an 
alles geuerde. Hirbey vnd obir fein gewefen der hochgebprn Adolff, furfte zcu Anhalt, 
die werdigen vnnfere Rete vnd lieben getruwen Peter zcu Brandenburg vnd hennig 
zcu hauelberg probfte, Der geftrenge Bern hart von der fchulenborg, Ritter ynnfzer 
hauptman, heine pfui, bans von Arnym, Jorge von Waldenfels vnd Otto von 
Slywen der Junge. Des zcu Orkonde vnde BekentnifTe haben wir vufe grofte In'gefzigel 
an diffen brieff hengen laflen, der gebin ift zcu hauelberg nach gots gebort virczehnhuii* 
dert Jar vnd darnach 'Im ein vnd virczigfteo Jare, an fant Ofwalts tage des heiligen 
inerterers. - 

R. dominus per fe. 

9la(^ bim i^anaSrf. it^nictpialhüd^t XIX, 420. 



MDCXXXI. aWarfgrof griebrid^ »ort SSranbwburg öerfjjricfft, He jtotf^iett ben iJerjogen Otto 
unb gmbridfi ju SBrmtnfdjweig unb ßfineburg, unb bem i^erjog Sßil|ielm ju Sö'rattnf^ftöefg unb 
Lüneburg entjlanbenen Sn'ungen auf einem S^age ju Süneburg abjutl^im unb fie gu ^eretmgen, 

m I6* ®ea* 1441. 

Dat. Gardelegen, des Soanaueitdes na fente Lucien daghfr MCCGCXLL 

S>icfe im St, (Se^, etaati $ Wid^ij^t |u ^annooer be^tltc^e Urfunbe i(i tpn hm f^eranlaiber nic^t ab^efc^rubeii 
»ofbcn; 



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256 

MDCXXXI. SScritag befl SJlarlgrafett griebrtd^i be« Slcltent Mn SranbenBurg^ fö toie bcr 
^erjoge ^eirtrid^ b* 21^ |)einvidb b* 3- «nb Sol^an» öon SDletflenburg; toorirt bem erjlerii bte 
Erbfolge tit ÜJlcdHenburg nebjl einer Äriegöentfcf^äbtgung üOrt'5000 gil^» ©ulbett ^tx^ißxo^tn, aucfi 
bte 8e^n«I;errli(^feit über bte ©aitfe ju 5JtttIit ßberla|fett «itb ber Seftfe i)on 8itJS>eit uttb |)itn^ 
ttte^fort bepÄtigt, btit ^ery^geit bagegeit hai 8anb SSBenbctt itebjl SBoIbegfunb ^üptht arw 
f^}rttd^#et äugeftdjiert «nb jur Slbfci[)Itcpunß btefer Ueberetnfuttft zin SEag ju ^cxlAtXQ önberautnt 

toixb, wm 12* a)?ril 1442. 

Wy frederick, von. godes gnaden Marggraue to Brandenborch, des hilligen 
Romifchen Rikes Erczkamerer vnd Bor^graue to Norenberg, vnd wy hinrick dy oldere 
vnd hinrick die Jüngere vnd JoHann vedderen vnd bruderen van den fuluen gnaden her- 
togen to Mekelnborchy heren to Roftock vnd Stargarde '^tc. vnd Greuen to Sweryn, 
Bekennen openbar mit diflem briffe vor vns» vnFe eruen vnd nakommen vnd vor allen , die 
dilTen brifT (eben edder hören lefen dat ivy angeßhen vnd erkant hebben. grote vnrechtfer- 
dicheitt, roferye, mdrtt, brannt vnd Tchaden, die leyder vnfen landen van beiderfytt- etlike 
tyd obergangen vnd gerch}^!! is danion die TuIueD vnfe lande vnd lüde fere gefweket, geer* 
gertt vnd gewuftet fynd. Dem allen to trofte vnd to beteringe vmmb des gemeynen heften 
vnd befredinge willen vnfer lande vnd lüde, hebben wy vns vpp huden, als difle anlatesbrilT 
gegeiien is^ mit eynander vmmb alle gebreken» twidrachtt vnd (chelinge, wat fyk der wentt 
vpp duffen hudigen dach twufcben vns vnd vnfen ergnannten landen vnd luden erbauen vnd 
gemaket hebben , gi)tliken vnd fruntliken geeynet, gefunet vnd entricht, jn wyfe vnd mate, 
als hirna in dilTem brifie volgett vnd gefchreuen fteitt. Tom erften hebben wy ergnannten 
hertogen van mekeinborch alle dem gnannten vnfem liuen oheimen vndfwagere Marg- 
- graue frederike togefecht, geredet vnd gelouet, dat wy om vnd fynen bruderen vnd allen 
oren eruen vnd nakommen Marggrauen to Brandenborch alle vnfe lande vnd lüde, geiftlik 
vnd wertlik, vnd alle vzfe herren, mannen vnd ftede willen recht vnd reddeliken eyn rechte 
erffhuldinge huldigen vnd fweren taten, Alfo elTt dat gefchege, dat wy ane menlike liues 
lehns eruen van dodes wegen afgingen vnd verftorueo, dar got vor fy, Dat denn die fuluen 
vnfe lande vnd lüde der hertogendom to Mekeinborch» to Stargarde, Sweryo vnd 
to wenden mit allen herlicheiden, heren, mannen, fteden mit allen gnaden, friheiden vnd 
gerechticheiden, alfo vormals vnnfe oldem feiigen vnd wy wenther die lande vnd lüde Inne 
gehatt vnd befeten hebben, an den genannten vnfen liuen oheimen vnd Swagere Marg- 
grauen fredericke vnd an fyne brudere, an ore erue vnd die Marggrauefchopp to 
Brandenborch gefallen vnd kommen fcholen, vnd dat fcholen on alle vnfe heren, mannen 
vnd ftede ergenommet jn verfegelden brifien verfchriuen vnd vermaken, ettt dat met vns to 
falle qweme, on dat getruwelliken to holden ane arch' vnd ane alle geuerde. Lieten wy 
denn dochteren hinderen vns, die fchal man vtrichten vnd beraden, na rade herren, mannen 
vnd ftede der lande« Dar gegen fcball die gnannte vnnfe liue pheime vnd Swagere den 
fuluen vnfen herren, mannen, fteden vnd landen fyn^n verf^lden l>riff geuen, worden die 
laut an on edder fyne bruderen edder an ore eruen edder nakommen gefallen, Dat fie denn 



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257 

die benanten lande, harren, maonen vod ftede by allen olden gnaden, friheiden, gewonheiden 
vnd rechticheiden laten \nllen, alfe von ^Ider geweft fjn, an alle geuerde. Vnd darupp 
hebben wy vns eynea gutliken fruntliken dages verejniget vnd verdragen, die wefen fcbäll 
to perleberge, des negeften Sondages vor vnfers bern bymmelfartt dage erftkoniDiende 
vpp den auent Dar wy denn buntbrifie na der alder beften wyfe, fo man die na aller 
vnnfer rede rade, aller geftrengeft vnd beft gemaken mach, begripen, fchriuen vnd yerfegelen 
Villen laten, dat wy obgnannten forften alle vnfer eyn by des anderen hfilppe^vnd gerade 
getruweliken ^blyuen fcholen vnd willen vnd wes denn forder in den buntbriffen behuff vnd 
.»od fyn werdt vnd wo dat vnfe getruwen rede met vns vor dat belle, erkennen, fo dat alle 
briffe vnd faken vpp dem vorgefcbreuen dage vultogen, verfegelt vnd ouergegeuen werden, 
alfo dat wy henforderen nym^er mehr to vebden edder to vnfruntrchap nicht kommen 
fcholen an generde. Vorder hebben wy ergnannte Marggreue frederick den gnannten 
vnfen Jiuen Oheimen vnd Swegeren geredet^ gelouet vnd togefecht, dat wy vns van vnfer 
vnfer Bruder vnd alle vnferen.eruen vnd nakommen Margjgreua to Brandenborch wegen des 
landes to wenden vnd aller gerechticheit, wes vnfern liuen heren vnd vader feiigen vns vnd 
vnnfen bruderen edder vnfer herfchopp dem Marggrauedom to Brandemborch darane 
angeftoruen vnd angefallen is .vnd wefen mach, vnd wes wy ok briefe edder bewifunge daran 
hebben, wenn diffe vor vnd nagefchreue^n fake geendet vnd vuUetogenr is, genczliken vnd 
gar verthien vnd mit frien willen daruan laten willen vpp der benannten vnfer liuen oheimen 
vnd Swegeren vnd orer eruen behuff, ok vpp fulken dach vnA ftede, fo wy yns mit on 
vereyniget hebben, als bouengefchreuen fteitt. Worde ok ymand, >vy dy were, die gnannten 
vnfe liuen ohelme vnd Swegere van des landes to wenden wegen, wenn fie dat in ge- 
>vere krigen, anhngen edder bededingen; fo willen wy t)n in fruntliker wilfe na vnfem vermöge 
heippen vnd raden, wes wy mo^en, vnd darummb fcholen vnd willen wy obgnannten heren 
hertog^n to Mekeinbo'rch vnd Stargarde alle dry dem genannten vnfem liuen 
oheimen vnd fwageren Marggraueh fredericke vnd fynen bruderen to dem hochgeboren 
forften heren Joachim, hertogen to Stetin, vyff dufenf gude vulwichtige Rinifche gül- 
den, die- em die gnannte vnnfe liue oheime. vnd Swegere die Marggräuen fchuldich fynd, 
ledich vnd lofz maken vnd an des eynen verfegelden quitbriff van dem gnannten hertogen 
fchiclcen, alfo dat fie der benomeden vyff dufent gülden van hertogen Joachim ergnannt 
vnd den fynen ledich vnd lofz werden vnd fyn fcholen, ane arch vnd ane alle geuerde. Nu 
fordan als wy ergnannnte Marggraüe frederick met den Stetinifchen herren vor etliker 
vergangener tyd die ftede vnd flöte lychen, woldegge vnd helppte van dem gnannten 
vnfem liuen oheime herlogen hinricke bynnen vehde gewunnen vnd bekrefftiget hebben 
na lüde der briue darouer gegeuen vnd verfigelt, hebben wy vmmb funderlike liue vnd 
fruntfchopp willen den gnannten vnfen liuen oheimen vnd fwegertn togefecht vnd gelouet, 
dat wy by den herren van Stettin, die des to donde hebben, mit allen flite |?etruweliken 
verfuken willen in fruiitliker wife, eflt wy mit ön ouerkommen vnd fie vermögen muchten, 
dat fie oren deil^ den &e an woldegge vnd hetppte hebben, dem gnanteu vnfen liuen 
oheimen hisrtogen heinricke- w^dder -geuen wolen. Mochten wy denn dat darlo bringen, 
. *attpH^. IL «MV. '33 



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238 

fo fchal bie vnfes deiles an woldegge vnd Eelppte ok wol mechtig wefeti, t^nd willen 
em dat denn wiiliehliken in fruntliker Yvife wedder ouergeuen« Kunden wy ouer dj gnannten 
Stettinfchen herren darto in gutlicheitt nicht vermögen, dat wy doch getruweliken verfuken 
fchSlen, fo hebben wy dem gnannten Tnfem liuen oheimen vnd Swegeren togefecht, dat vry 
vpp fulke verdracht, als wy vns mit on vpp huden verdragen hebben^ mfen deil, wat vns an 
woidege vnd belppte gebortt vnd geboren mach, v^fem Swagere bertogen hinricke 
van Mekeinborcb vnd Swerin pantwerden wiHen mit fulkem beTcheide, efft hy dat 
yinande vordan Ingeuen woMe^ das fchal bygancz macht hebben vnd doch befteilen. Dal 
den Stettinfchen herren , die wile fie oren deil daran hebben, recht notgelouen geholden 
werde an alle geuerde. Vnd die gnannte vnfe Swagere edder wem by dat vorder Inant-» 
werden vnd ingeuen wertt', fchal des van vns feker vnd veilich wefen; Dat wy v» woN 
degge vnd belppte wegen n^yne vorderunge mehr don, fanderen dat by orer herfcbi^fpp 
gelick anderen oren fiteden blyuen laten. Doch vnfchedeliken vbs, vnfen brnderen, vnfen eruen 
vnd nakommen Marggrauen to Brandenbtfrcb an vnfer Stad iycheff vnd vnfem 
cloftere torhymmelporten mit allen tobehoringen vnd gerechticheiden vnd aa den 
brifTen, die vns van dem gnannten vnfem liuen oheimen bertogen hinricke darouer ge« 
geuen vnd verfegelt fyn, die fcholen fünft m allen pungten vnd artikelen by crafft vnd macht 
blyuen, an arch vnd an alle geuerde. Ok als wy obgnannten bertogen vnd herrn von 
mekelnbarch vnd fwerin etlike tyd gemeyntt hebben die Edeln em Balthafar gannfe 
vnd fine bnidern, bern (o potl^lift»- van pottlift wegen in anfprake to holden, Sahebben 
wy dem gnannten vnfem liuen oheimen vnd fwageren Marggrauen fredericke togefeehtt, 
Dat die dedinge, der wy vns mit den genfen ergnannt leftmals to wittten berge bede* 
dingt hadden, gancz affwefen fcholen vnd wes dy genfe erbenommet in eyns igliken hern 
landen belegen an dorperen vnd inkomenden renten, in lehenen vnd in geweren hebben, Dat 
fcholen vnd mögen fie alfo behalden* vnd manrecbt daruan dun. Worden wy denn to rade, 
dat wy die genfe edder ore eruen vorder betedingeh wolden von pottlift. So fcholen 
vnd willen wy dat don vor d9n gnannten vnfen liuen oheimen vnd fwagere Marggraue 
fredrick edder fynen eruen vnd vor oren reden^ wes dy denn erkennen vnd in den faken 
vtfeggen werden, dat fchal van beyden deilen gßholden werden; vnd wy willen fy darouer 
•van der fake wegen nicht mehr vehden noch vergewäldigen ane widderfprake. Vnd wenn 
vnd vpp welk tyd wy ofagnannte marggraue fredrick, hertoge hinrick die older 
hertoge hinrick die Junger vnd hertoge Jobann alfo to dage kommen, So fcholen vnd 
willen wy vns vnderlang aller bouengefcbreuen faken, forder na vnfer rede rade, gutliken 
vnd fruntliken verfchriuen, verfegelen vnd onerantwerden, als vorgerurtt is, vnd dat ftede vnd 
vafte getniweliken gegen eynander holden, vnd den bonengefcbreuen dach nicht affflan noch 
verlengen, fo ferro vns dat liues nott edder dreplike, erhafftige nod' nicht benymmet. Werde 
des denn, vnfer eyn edder meher, van drepliker, ehafltiger nod wegen verhindertt, fo dat die 
dach vpp die HDenomede tyd vnd ftede nicht geholden werde; So fchal dat doch allen vor- 
gefchreuen Rucken, pungten vnd artiden vpp allen deylen vnfchedeliken fyn vnd alte begrepen 
vnd vorgerurde faken fcholen gutliken vnd fruntliken ftande blyuen, fo lange dat wy vns 



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259 

ander dage verdrag^n vnd wol tyd vnd wile d^rto hebben, allen faken vnd verrchriuiDgen 
oatogande, tofollenkommene vnd to donde als bouengefehr^uen fteid, an arch vnd an alle geuerde. 
Alle dufTe vergefcfarenen ftueke^ pungte Tnd article vnd eyn ywelik befunder, wes van vna 
in dilTem briffe gefcbreuen tteit, reden vnd gelouen vry Ergnannte Marggraue frederich 
vor vns vnd vnfe bnider Marggrauen fredericke, faertoge hinrick, die oldere, ,her- 
löge fainrick die Junger vor vns vnd vnfem Bruderen h^ertogen Johann vnfer eyn 
idem anderen in geinwardieheitt aller vnfier rede, vor vns, vnfe .enien vnd nakouimen ftede, 
vafte vnd vouerbrocben by vnfen forftliken eren, werden vnd truwen to beiden an arch ynd 
ane alle geuerde. Des to erkunde vnd bekantnifz bebben wy obgnannten Marggraue 
jTrederick vor vns vnd vor Marggrauen frederi^ke, vniem bruder, bertoge hinrick 
die oldere, vnd wy bertoge hinrick die Jfingere vor vns vnd hertogen Johannfen vnfen 
Bnidere vnfer ywelk fyn Ingefzigel vor vns vnfe eruen vnd nakommen an diflen briffhengen 
krten, die gelchriuen vnd gegeuen is io wiftock na godes gebortt virteynhund^t Jar vnd 
dama Im twe vnd virtigeften Jare^ a« donredage na dem Soadage, als man in der billigen 
Werken finget Quafimodogeniti. 

f^ htm iCncmirflfd^ea fU^nitcpiailn^t XO, 1--% 



MDCXXXIi ^erftdj^crttiig tcr ^nffi^t SGBtD^dm itnb ^mri^ wn a3raunfc|i»ftg^8fitteBttrg föc 
He @tai)t Sü(fwu>, mi SBejiel^uttg auf bte ber ^erjegtit SDagbaUna \>m S3ranbe»Bitrg iavm 

wc^i^xitUnt izibini^t, wm €♦ SÄai 1442* 

Wir Wilhelm und Hinrik gebruder, von Codes Gnaden Hertoghen to Brun- 
fwig vnd Lüneburg, bekennen openbar mit deflem br-eue vor uns und unfe Eruen, datwy 
dem Rade und ganzen gemeinheit toLüchowe, unfen lewen getruwen to gefegt bebben vnd 
tofeg^en in und mit craft defles hreues. So were id, dat de hochgeborne Fürften her Otte 
her Frederik und her Berend unfe leue Veddem, Hertoghe to Brunswig und Luneborg' 
neue liues Mannes Eru^n von'oren lieue geboren von dodes wegen verfeien . • . • /wy dat 
God lange vrifte/ und als den dat Land to ^üneborg an uns und unfe Eruen na Sibbe* 
tale und Erue rechte fallen und kernen fcball, na utwifinghe der Breue darouer gegeuen 
und vorfegelty Vp welke breue fe uns und unfen Eruen gehuldiget bebben, denne fo fchuU 
len unde willen wy fe by gnaden , fribeiden und rechte beholden , und fe dar to verdege* 
dingra na unfen vermögen. Dech fo fchal . delTe Huldegedinge unfchedelik fin der hochge- 
bomen Ftirftin Freuen Magdalenen von Brandenborg» Hertoginnen to Bininfeüig und 
to Luneborg, unfer leuen Shuefter, an orer liftucht, als ohr de an dem Slote und Stad 
Liuchowe vormaket is, dar wy fe truweliken by beholden und bliuen laten willen, üeffes 
to bekantniffe hebbe wy Wilhelm und Hinrik vorgenant unfe Ingefegel witliken an 

331* 



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260 

deflen bref haDgen beten na Godes bord dufend verhundert darna in deme twe tind verte-* 
geften Jare, am Sandage vocem jocunditatis. 

iBttdtn'i SBctm. m- in, 285, 286. " 



MDCXXXIII. JDte $erj(fge »o«- 2)letfIettBiir8, ^ümi^ ber Sleltere^ btt ^ixn^m unh ^cl^antt, 
ttü&xm, baf fte tfire Sanbe jur S^enhtal^ulbtciungdletflung ätt bte äRarfgrafen »on SBranboibitrg 

gewtefe« j^abert, !♦ 3* 1445L (2Rai?) 

Wy binrick dy older» binrick dy Junger vnd Johann, ved^deren vnd,£ru« 
deren, van gots gnaden bertogen to Mekeinborch, to Roftock vnd Stargarde heren 
vnd furften to wenden, Bekennen openbar mit dUTem vnfem geiowardigen briefe vor vna vnd 
alle vnfe eruen vnd erues eruen vnd vor allen, die dißen briet (eben eder boren lefen, dat 
Yry dem bochgeboren furften vnd lieren, heren fredericke, Marggrauen to Branden- 
borcb, des billigen Romifcheu Rikes Erczkamerer vnd Borggrauen to Nureoberch, vnfem 
liuen Oheimen vnd Swageren, vnd heren fredericke, fynem Bruderen vnd allen oren eruen 
vnd nakomen Marggrauen to Brandenborcb, alle vnfe lande vnd lüde, prelaten, herren 
Mannen vnd St.ede mit vnfen gebiete vulbort vnd guden willen, eyne rechte erffbuldunge 
bebben kten don, vnd die gnannten vnfe prelaten, berren, manne vnd Stede vnlzer lande 
to Mek.einborcb, Stargarde, wenden, Roftock vnd Swerin bebben den gi^annten 
vnfen liuen Oheimen vnd Swegeren dy erffhuldinge mit guden willen In vnfer geinwardicheitt 
gedan, Alfo gefcheget, dat wy obgnannten bertogen to Mekelnborcb vnd vnfe eruen 
van dodefzwegen afgingen vnd vnfe berfchap wat m^nnes geflechte weren Verftorffen vnd 
van Mekeinborgifcben heren mannes geflechte nicht mehr weren leuendich, dat god lang^ 
lange frifte; Dat fyk denn dy gnannten vnfe prelaten, heren, manne vnd ftede vnd alle ore 
eruen vnd nakommen to dem gnannten Marggrauen fredericke vnd to fynen Bruder 
egenannt vnd to allen oren eruen vnd nakomen Marggrauen to Brandraborcb, alfo to oren 
rechten naturiiken erffherren, holden fcholen vnd willen, vnd on denn henforder mehr getruwe 
vnd holdfyn, gligk anderen oren mannen vndSteden, In der Margk to Brandenborcb belegen. 
Dat bebben on dy benannten vnfe manne vnd ftete von vnfes ^elieites wegen to dem hilligen 
gefworen to holden ane arch vnd ane alle geuerde, vnd mit Ingetogen, wordep wy obgnann« 
ter hertoge binricke de older, hertoge binrick dy Junger vnd bertoge Johan van 
dodefzwegen aflfgan, dat god lange wende, So dat vnfe manne vnd Stede vnfen mpnliken 
Iiue& eruen erffbuldunge don worden. So fcholen dy fuiuen vnfe eiruen allen vnfen mannen 
vnd Steden vnd allen oren eruen vnd nakommen, die denn leuendich fyn werden, die erff- 
buldunge, die fie' vnfen egnannten Oheimen vnd Swegeren gedan bebben, apenbar mit ver- 
kundigen vnd on mit feggen laten, dat fy dy erffbuldunge in gedechtnilze beholden, Vnd 
efft vnfe flechte verftorffe, dat fy denn dy huldunge holden, als . bouengefchrieuen fteitt. 



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261 . . 

Vnd dy huidiinge is gefcheen vminb ffinderliker liue vnd fruntfchop» ok vminb gnade vnd 
BefredoDge der lande van beiden fyden vnd van beteringe irillen vnfer aller lande vnd lüde» 
vnd ok darvmmby dat dy gnanten vnfe oheimen vnd Sweger^ Marggraue frederick vnd 
fyn Bruder dy tofprake vnd getechtieheitt, dy.fy an dem forftendom to wenden hadden 
vnd roeynden to hebbende, vna vnd vnfen eruen fruntliken ouer gegeucn hedden. Ok heSl 
vna dy gnannte vnfe liue Oheim vnd Swager Marggraue fr^dericke togefecht, Efft \vy 
eder vnfe manne vnd Stede van vnfem heren dem Romifchen koninge van der' bouenge- 
fcreuen huldunge wegen bededinget werden , dat hy vns^ vnd vnfen mannen vnd Steden der 
anfprake entheuen vnd benemen wil, an alle geuerde. Gefcheget denn« dat wy vnd vnfe 
eruen vnd vnfe herfcbop verftoruen ' vnd dy land an den genanten vnfen Oheim vnd Swager 
an fynen Bruder edder an ore eruen eder nakommen Marggrauen to Brandenborch qwemen» 
als vorgerurt is, Bleuen 'denn frowefznamen eder Dochter vnfes geflechtes na vns, dy fcholen 
fy beraden na erliker färiUiker wife, na Rade der herren, manne vnde Stede der lande. By 
diffen bouengei'chreuen faken, Eynuogen vnd verfcbriuungen fynd geweft vnd bebben helpen 
handeln, dedingen vnd fortbringen DifTe hirnagefcreuen vnfe Rede, mannen vnd van vnfen 
fteden alle vnfe liuen getruwen mit namen: er h einrieb kran proueft to fredelande,.Er 
Matthis Axkow, Ridder, luder vnd helmolt luczowen Marfehalke, Otte vyregge, 
hennineh warborch, Curdt, binricke, heinneke vnd Reymar alle geheiten ^an 
pleffe, Joachim van pencz, hans Stralendorp, hans flatow, Otte Sperling vnd 
Echartt van Quitzow vnd vth vnfen Steden Er Berndt van Alen vnd er peter 
hanneman Borgermeifter vnd Ratmann to Roftock, er peter wilde vnd er ludeke ol- 
defeile Borgermeifter vnd Ratman to wyfzmar, .Otte Swerin vnd hinrick Ruiefs 
Ratmann to Pareham, Jacob Stouenhagen vnd Jacob Berghane, Ratmann to Gu«» 
ftrowe, wanenberch Randow, .Joachim lynfetow, Borgermeiftere vnd Ratmannen to 
Malchin, Meynneke Bleyfe vnd hinrick flügge Ratmann to plawe, Borchartt 
Affelman vod peter Bruggeman Borgermeiftere vnd Ratmannen to Swerin. Vnd dat 
wy obgnannte hertoge hinrick dy older, hertoge hinrick, dy Jüngere vnd hertoge 
Johan noit vnfen eruen vnd nakomen, Alle diffe vorgefcreuen faken, ftucke, pungte vnd 
articie vnd eyn yowelk befünderen, wo van vns in diffem briefe gefcreuen fteitt, ftede, vafte 
vnd vnuerbroken holden fpholen vnd willen; Des to erkunde vnd warem bekantnifze bebben 
wy alle dry vor vns, vnfe eruen vnd nakomen vnfe Ingefigele an diffen brief hengen laten, 
Dy gefchreuen vnd gegeuen is Na godes geborti vyrteinhund^rt Jar darna Im twey vnd^ 
virtigften Jare. - 



MDCXXXIV. ©egetterflfirung ber SOTarfgrafeii griebridff be« 5tteltem unb 3ö«3erm 

Von Gots Gnaden Wy Fredrick, des billigen Romifchen Rycks Ertzkamerer 
und Fredrick, Gebrädere von Gottes Gnaden |if arggraffen tho Brandenburg und 



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m 

Burggraffen tho Nomba'g, bekennen openbahr mit däflen unfen geg^nwerdigen Breve ror 
uns und alle unre Erven vnd Erves Erven, und vor allen de dfirCen Breff Tehen, edder hSren 
lefen, dat de Hoehgebohren FfiiiliAn, Hen* Hinri^k de iSlder, Herr Hinrick de Junger 
und Herr Johan Veddem und Brödere Hertzogen tho Mecklenburg, tho Roftock und 
Stargard Herrn und Ffirften tho Wenden, unfe leve Oheimen vnd Swegere unfg und .unfen 
Brodem Marggraf fen Frederi^ck, allen unfen Erven und Nakommen, Marggrafen, tho 
Brandenburg alle ere Lande und Lüde, Prelaten, Heren, Manne und Stede mit derfülven 
• unfer leven Ohemen und Swegern geheite^ vulbordt vnd mit guden Willen Ene rechte 
Erflhuldung hebben laten don und de genante Ere Prelaten, Heren, Manne und Stede erer 
Lande hebben uns de Erfihuldunge mit guden Willen in der genanten vnfer leven Oheimen 
und Swegern gegenwardicheit, gedan aICo, . Gefcheget^ dat de opgenandten unfen leuen Ohei« 
men und Swegern von Mecklenborg und Stargarde und ere Erven von Podeswegen afigingen 
und ere Herfchop, wat Mannes Gefchiechte were verftorven, und von Mecklenborgifchen 
Herrn Mannes Geflecht nicht mehr levendig weren, dat Gott lange friTte« dat fich den ere 
Manne und Stede und alle ere Erven und Nakamen tho uns ergenandten Marggraffen 
Fredrick und tho unCen Broder ergenandt und tho allen unflen Erven und Nakamen Marg- 
graffen tho Braiidenbui^g, als tho eren rechten natfirliken ErSheren, holden fchölen und willen« 
und unfs dann henfurder mehr getrwe und hold fyn glick andern unfen Mannen vnd Steden 
in der Marcke tho Brandenburg belegen, dat hebben uns de benante ere Manne vnd Stede« 
von eres gdietes wegen tho den hilligen gefehwaren tho holdene ohne arg und ohne alle 
geferde und mit ingetogen, worden de opgenandte Herthoghe Heinrich de Cid er und 
Herthoge Heinrich de Junger und Herthoge Johan von Hodes wegen affgan dat 
Gott lange wende, fo dat ere Manne vnd Stede ergenandt eren menliken Lives Erven und 
ErShuldung don worden, fo fchölen deÜSlveo ere Erven allen Eren Mannen und Steden unde 
allen Eren Erven und Nakomen, de den levendig fyn werden, de Erfhuldunge,'de Se uns 
ergraandten Marg^raHen Fredrick gedan hebbien, openbaren vnd verkundigen und mejt feggen, 
dat fe de Erffhuldunge in Gedaechtnüs beholden unde effte der genandten unfser Oheimen 
und Swegere Gefehiecht verftorve, dat fe uns denn de huldunge holden als baven gefcbre- 
ven ftet; unde de Huldunge ift gerchehen umb funderlicker Leve und fruntfchöp, ock umb 
Befredinge willen der Lande von beyden fyden, und van Belerung willen unfer aller Lande 
unde Lfide, und ock darumb, dat Wy ergenjandten Marggrafen de Thofprack und Gerech«* 
tigkek, de Wy an den Forftendom tho Wenden h^dden und meineten tho hebben, 
den genanten Heren von Mecklenburg frfindliken overgeven hebben. Ock hebben Wy den 
genanten unfeai leven Ohmen und Swegern thpgefacht, leflft Se edder ere Manne und Stede 
von unfen Heren dem Rümifchen KSnige von der baven gefcbreven Huldigung wegen be^ 
thedinget worden, dat Wy öd und eren Mannen und Steden der Anfpraeke entheven und 
benehmen wHlea ohn arg und ohne alle'Gefehrde. Befcheget dann« dat .dy genantea unfe 
Ohme und Swegere und ere Herfchop verftörven unde de Land an unfs ergenandten Marg- 
graffen an unfe Erven edder Nakomen, Marggraffen tho Brandenburg quemen, alfe vorge- 
ruret ift, bleven denn Döchtere edder Frowefnanoen ßves Gefchlechts na ün, de fehölenund 



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263 

tf ilteo Wy beraden nach ebrCcker Ffirßlicker Wyfe, na rade der Heren , Manne und Stede 
von den Landen/ By diflen bovengefchreven Tacken Einingen unde verfchrievingen find geweft 
unde bebben belpen bandeln. , dedingen und fortbringen diße hiema gefchrevene unfe Rede 
und leven getrawen mit Nabmen de Ebrwfirdige» Er Conrad Bifchop tbo Havelberg, 
de Wollgebome Albreebt Gräfe von Lindow und Here tbo Rep{Mn, Baltzar Ganfs, 
Here tbo Potlift, Berend und Boffe von ^er Scbulenborg, Vicke von Bulow 
und Mattbia» von Jagow, alle Riddere^ Hana von Arnimb, Heine Pul, Otto von 
Sliven, Görge von Walnfels, Diederick von Quitsovir, Hans von Bredow, 
Werner von Alvesleven, Bernd Robr und Hang Grieper unde Borgmeiftere und 
Rabtmanne unfer Stede Stendel, Soltviredely Tangermunde, Perleberg, Kiritz, 
Prifswalk und Havelberg: unde dat Wy obgenante Marggraff Frederick de 
Older und Marggraff .Fredrick de Jfinger mit unfen Erven und Nakamen alle defle 
vorgefcbrevene Sacken, Stftcke, Puncte und Articulen, wo van unfs in deffen Breve ge-* 
fcbreven fteet, ftede, veft und unverbrocken beiden febölen und willen, dels tbo >ubrkunde 
unde wahren Bekendtnife bebben Wy alle beyde vor uns unfe Erven und Nakomen^ unfere 
Ingefegele an-delfen Breve bengen laten, de gefcbreven imd geven iR na Grotts Gebort vir- 
teynbundert Jar vnd dama jm twei vnd virtigftem Jare. 

9Mk «^eflplali» Moiioia» n^d. T. XU, Sp« 1060-1062, ^nigirt »«4 hm ^unn» fU^nMp^Ka^ XIX, 67 7, 



Nota. Diße birnaebgefcbrieben meins gnedigen beren Rethe mit Damen Er Mat- 
Ibis von Jagow, Ritter^ werner von Aluenfleue bofftmann czu Gardelege, Berndt 
Ror vnd Johannes heffe, feiner gnaden fcbriuer, baben von meins gnedigen beren wegen 
genomen die buldignng dieffer naebgefcfariben Stete nemeliken die 

Nyeftat am Sonnauende vor vocem Jocilnditatis \ 

Sweryn am Suntage vocem Jocunditatis 1 ^ , ^-.„ ^ ^ 

Wyfzmar am Mantage darnach l Anno domim Mdlefimo Qua* 

Roftock am dinftage darnach j dringentefimo XLU. 

Guftrow am Mitte wocben I 

item mein berre, berre Conrad, Biffcbaff zu bauelberg, Er Berndt von 
der Scbulenborg, CT Matbjs von Jagöw, Ritter, Berndt Ror vnd Jobannes 
von Eyckendorff, meios beren gnaden .fcbrieber, haben genomen die buldunge von meins. 
gnedigen beren wegen deffer nach gefchrieben ftete mit namen 

Parcham, am donreftage vor Symonis et Jude 

Pia wen, am fritage vor lämonis et Jude 

Malcbyn, am Suntage fente Symonis et Jude t^^ 



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264 

Fredeland, am dinftage nach Symonis et Jude 
Nyen Brandenborg am Mittewochen darnach. 

9lac^ temfelbrn (Sopiafbiic^c fol. 10, 



MDCXXXVL etütgeö SBßnbmß jur ^ont^bung ^ort fRt^t nnh ©itfier^ea unter fUfy, i^ttn 

Untert^anen unb in il^xm Sanben, fo wie ju gegcnfeittgem Seipanbe gegen augw&ttge «nb 

innere geinbe, ber SWarfgrafen "oon SSranbenburg mit bm S^tviS^m »ou SWedKenbnrg, 

Dom 8* 5Dlai 1442^ [ 

Van godes gnaden mtj frederick, des hilligen Romifchen rikes Erczkaolrer ynd 
frederick, gebrudere, Marggrauien to firandenborch vod borggrauen to Norenberg, 
vnd wj hinrick die older, hinnrick dy Junger vnd Johan, veddere vnd Brudere van den 
fuluen gnaden iiertogen to M^kelnborch, to Roftock vnd Stargarde herm» forften to wen- 
den vnd Greuen to Swerio, Bekennen vnd dun kunt openbar mit diHem briffe vor vns alle vnfe 
eruen vnd nakommen, vor aljen, die en fehn edder hören lefen, wenn wy van eygener be- 
wegenilze vnfers gemutes betrachtet, öuerwogen vnd angefeben hebben Die fwaren loufte 
Keffer lande vnd manicherleye vnrechtferdidieit, die leider la den landen lyn vnd fik van 
dagen to dagen meren, die touermyden, to ftralTen vnd die rechtferdicheit to meren^ Dar- 
ummb gode to loue, dem hilligen Romifchen ryke to dinfte vnd to eren, ^en landen to 
befredende vnd vmmb gemeines nuttes vnd tokuoftigen gudes willen , vnd van aogebomer 
Ijeue vnd fruntfchapp wegen; So hebben wy vns alle femptliken to eynander verbunden vnd 
vereyniget, verbinden vnd "vereynigen vns ok geinwertliken in crafft difTes brifs, als himacb- 
gefchriuen fteit. Tum erlten dat wy vnnfzer eruen vnd nakommen alle vnfe leuedage eyn« 
ander fruntliken meynen, eren, forderen, verantworden vnd vnnfiser eyner des anderen fchaden 
wernen vnd fyn hefte mit worden vnd werken vngeuerliken vnd getruweliken vornemen follen 
vnd willen, likerwifz, als efft dat vnnizer Jowelken fulues liffliken andrepe, an geuerde. Wy 
follen vnd willen ok eynander mit lieue vnd mit gude getruweliken hehulpen vnd heraden 
fyn to allen vnfzers yowelken noden, krygen vnd gefcheften, wur vnfz eyn des anderen to 
glike^eren'vnd rechte mechtich is, ane allerleye hulperede vnd ane geuerde. Ok fchal vnGser 
neyner des andern viegent nicht «werden vmmb nymandes willen jioch vmmb keynerleye fake 
willen, noch on befchedigen noch befchedigen laten, edder vnfen mannen, dieneren vnd vn- 
derdanen, die in vnfen landen «dder in anderen landen hefeten fyn, des nicht ^ftaden to 
donde, in neynerwife ane geuerde. Gefchegen ouer darbuer yeni^rleye togrepe edder be- 
fchedigunge vt vnfzers eyns landen edder vt andren landen van vnfen mannen, dieneren vnd 
vnderdau in des anderen herren lande, So Xchal vnfzer yowelk dem anderen biftendich vnd 
getruweliken beholpen wefen, den edder die fulke togrepe vnd fchaden gedaft hedden Ernft- 
liken dar to Irengen, dat fulke fchaden mit eyden edder wedderdeden gekartt* worden In 
vier weken nach dem vnd wy des ermant weren ane widderrede vlld ane alle geuerde. 



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2C5 

Et fchal ok neyo viifer forften vorgnannten keynen diener to dlnfte nach fünft nymandes in 
verfprekenifz nemen, Er fcliole on touoren fragen, äfft hie icht veihde edder vnwillen to dem 
anderen^ deyle hebbe: vnd worde fik denn dat alfo erfinden, fo fcholen on dy fuluen iu 
neynewifei. vppnemen an der anderen wille. Erfunde fik ouer darouer an vnnfzer forften 
obgnannt eyns edder mehr dinfte ynoandes, die wedder den edder die anderen eynigerleye 
fpröke, vehde edder vnwillen meynde to hebben, So fcholen dy herren die futues fpröke to 
on hedden der diener dy weren, van ftund an to eren vnd to rechte gancz mechtich fyn 
vnd den ader die darto holden vmmb fulke to fpröke vnd fcbeling, na vtwifung delTer vnfzor 
verfchriuunge, vpp vtdracht to kommen. Welk ouer darou^ dem nicht to folgen roeynde, 
Alfdenn fulde fik dy herre, by dem dy were, des edder der van ftund vteren vnd entfrom- 
den' vnd dem anderen deile getruwelliken ouer fie behulpen vnd beraden fyn. Vnd vpp dat 
fchal vnfzer neyner dem anderen fyne diener vnd vnderdan,' bynnen edder buten landes be- 
feten, der hie to eren edder rechte mechtich were, vpp den vor vnd nagefchreuen vtdracht 
nicht verweldigen noch vervveldigen laten. Gefchegt denne, dat twulchen vns obgnannten 
furften icht fchelung edder twidracht vppftunden, des'god nicht enwille, ys vertaten, dat 
vnfzer yowelk deyl Mit namen, wy Marggralie to Brand enbo^g Sefze vt vnfem Rade» 
nemliken die veften vnd Erbafen vnfen lieuen getruwen Em Bernde van der fchulen- 
borch, ern Mattis von Jagow, BalczeV ganfe, Diderick van Quitzow, ern hann- 
fen van \?atdow vnd hanfe van Arnym, vnd wy obgnannten hertogen to meckeln- 
borch ok vufe lieuen getruwen Ern Mattis axkowen^, otten vireggen, vlricken 
Molczan, hanfe flatowen, henninge war borge vnd Reymar van pleffe, to fchei- 
defzluden darto geuen, fchicken vnd befcheiden vnd dy darto ore golouede don laten fcholen. 
Solche gebreke vnd fchelungen to fturen vnd torichtene; fo hirnafolget vnd gefchreuen Ttet, 
Vnd wo der eyner oder mehr van-dodes wegen affgitogen, vt dem lande togen eder fünft 
gehindert worden vnd fulker faken nicht gewarden mochten eder künden, Alfzdenn fcholen 
vnd willen wy ander eynen oder mehr an des ader der auegangen, henwecbgetogenen eder 
verhinderden ftede fetten van vnfen Reden eder namhaftigen amptluden, alle dat touullen- 
füren, dat in dilTer eynuug van vns eder on begrepen is an geuerde. Sunderliken fchollen 
fie dorch fulker gebreken willen, wie fik dy gemaket hedden eder geniaken worden, twiflchen 
vns furften tofammen kommen an belegene fied'e, benemeliken, weret dat fik fulke fchelung 
twifchen vns erhüue Im lande to Mekeinborch, rurdet denn vns vorgnannten Marg^ 
grauen to Brandenborch mit der fchuldunge. So fcholen die vnfen nemmeliken Er 
Bernd von der Schulehborch, er Mattis von Jagow, er Balczer Ganfz berr to 
potlift vnd Diderick van^ Quitzow to er Mattis axkowen, Otteti vireggen, viricke 
Molczane vnd hanfe flatowen in die Stad parcham to dage ryden. Langet dat ok 
VHS hertogen to Mekeinborch met der fchüldung an, In der olden Margke, in der 
prignitze eder des Biffchops von hauelberch land vnd ftifft; So fcholen die vnfen 
ergnannt Et Mattis Axkow, Otte viregge, vlrick Molczan vnd hans flatow to ' 
den obgnannten Ern Bernde van der fchulenborch, ern Mattis von Jagow, ern 
Balczer Ganfe vnd didericke van Quitczow in die ftad perleberge to dagenryüen« 
$aupa^ a S5b, IV. '34 



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266 

Gefchege eflle die fcbelung in der Nyea Margke, Im lande to Reppin eder Itn vker- 
lande^ Bürdet denn vns Marggrauen to Brandenborg an mit der fchuldigunge in 
dat land to Stargarde, Meicelnborch vnd wenden, So fcholen die ynfen ergnannt Er 
bans von waldaw vnd bans von Arnym gein hennig warborge vnd Reymer van 
pleffe in die ßad to Nyenbrandenborg to dagen ryden. Rurt dat denn vns berto* 
gen van Mekeinborcb an met der fcbuldigunge van des landesto Stargarde, Mekeln- 
borcb, wenden edder ftiffts to Swerin wegen in die Nye Margke edder in dat 
land to Reppin eder in dat vkerland; So fcbolen die vnfen vorgnannt benning war- 
bojrcb vnd Reymer van pleffe to Em banfe von waldow vnd banfe van Arnym 
gein Templyn in die ftad to dagen ryden vnd kommen, vnd fulke fchelingen vnd gebreke 
an igliken obgefchreuen fteden war fik dat geboren werdt, met fruntfcbapp eder met recbte 
fcbeiden vnd entrichten, vnd die fühlen vnfe rede to beiderfyt vnd alle, dy met on ryden 
edder komen werden, febolen to den dagen, vpp den dagen vnd weder van den dagen 
vnfer aller gnannten forften veillicb geleide bebben, an alle geuerde. Ok fcbolen vnd willen 
wy allen vnfen mannen, dieneren vnd vnderdan vnd die vns touerdedingen ftan, nicht geßa- 
,den, dat eyner des anderen vybent werde angripe, befchedige, vpholde edder bekommere, 
wedder an lyue, an haue eder an gude; funder eyn igliker fcbal fyk van dem andern an recbte 
genügen laten, als birnach gefcbreuen fteid alfo: Gewunnen Grefen, herren, Riddere edder 
knechte edder dy vns to verdedingen ftan, fy fyn in vnfen lanjien eder vtb vnfen landen 
befeten, eyner edder mehr, vns hertogen to Mekeinborcb an borende. Schulde edder 
tofproke to vnfen marggrauen to Brandenborch Grefen, herren, Ridderen vnd knech- 
ten; dat fcbolen vnd willen wy hertogen den obgnannten Marggrpuen verkundigen vnd lo 
weten don. So -fcholen wy Marggrauen, fo vns dat verkündiget wertt, dem des noet den 
werdett> dage darto leggen an eyne gelegene ftad, Mit namen, wer^n die antwerder gefeten 
In der o'lden Margke eder In der prygntcze gein perleberge, weret in der Nyen- 
mal'gke. Im vkerlahde ader Im. lande to.Reppin gein Tempi in, vnd alfo dem ader den 
clegeren, bynnen felis wekenna dem dage, alfz die cleger.dat recht fordert, latengan vnd wederfa- 
ren eyn fruntlik recht vor vnfen Reden, dy wy Marggrauen darto befcheiden vnd geuen hebber, 
vnd getruweliken beftellen, dat fulk recht vultogen vnd vtgericht werd, ane alle geuerde. Gewön- 
nen ouer desgliken vnfzer itiarggrauen to Brandenborch Grefen, herren, Ridder vi^d knechte 
eder dy vns to verdedingen ftan, bynnen edder. büten vnfen landen befeten,. Schulde eder tofproke 
to vnfzer he'rtogen to Mekeinborcb Grefen, herren, Riddere ader knechten, eynem eder 
mehr; Dat fcholen vnd willen wy obgnannten Marggrauen den abgenannten hertogen to we- 
ten don« Denn fcholen vnd mllen wy^ hertogen dem eder den des noet fyn wertt dage darto 
I^gen, Aßt namen, weren dy antwerder gefeten Im lande to Mekeinborcb, Swerin eder 
wenden In dy Stad parcbam, weren üe öuer Im lande to Stargarde befeten In die 
'ftad to Nyenbrandenborch, vnd dem ader den clegem, bynnen fefz weken na dem dage, 
aliz dy cleger dat recht fordert, laten gan vnd wederfaren eyn fruntlik Recht vor vnnfzern 
hertogen reden, dy wy darta gefchickt vnd befcheiden hebben, alfz vorgerurt is, vndgetruwe* 
liken beftellen, dat fntk recht vultogen vnd vtgericht werd an alle geuerde^ Gewonnen ouer 



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267 , 

des glike vnfer borgere ^er gebawr to des aDderen borgeren vnd gebawren rchulde vnd 
tofppoke, wo fyk dat maken ivorde; So fcholen dy elegere recht fordera vnd nemen vbr 
deo ambachtludeo, dem Rade, der Stede eder dem RicKtere in den gericbten, dar dy ant- 
werder J:)eIeteD is, Tnd darouer nicht vpholden eder bekümmeren. Dar fulues fcbal dem, des 
, not fyn werdet, wederfaren vnd gan fruntlik recht In vir weken na dem dage, als dy cleirer 
fyn recht fordertt: des gliken fcholen ok vnfer beyder greuen, lierreo, Riddere vnd knechte 
van vnfer beiderfytt Borgeren eder gebawren recht fordern vnd nemen, wor on des notdorfi 
is, an fteden vnd gerichten als vorgefchFeuen fleidt. Gefchege ok, dat vnfer beiderlyd 
Borgere eder gebawre fchulde hebben eder gewunnen to vnfer bederfyd Grefen, herren 
Itidderen vnd knechten; So fcholen vnd willen wy den fuluen Borgeren eder gebawreo 
frfintlik recht wedderfaren taten van den obgnannten Grefen, herren, Ridderen vnd knechten 
vor vnfen reden. In tyd, ftede vnd na mate, als vorgefchreuen fteidt. Verfugede fyk ok 
dat vnfer Marggrauen to Brandenborch Greue^^^ herren, Riddere vnd knechte ader 
vnderdan tofprake hedden eder gewunnen to vns iiertogen to Meckeinborch, dy fuluen 
fcholen fyk ok genügen laten an eynem fruntliken rechten, dat foipderen vnd nemen vor vnfen 
hertogen to Mekeinborch Reden. Des gliken wedervmmb. Gewonnen vnfer hertofen 
to Mekelnt>orch Grefen, herren, Ridder vnd knechte eder vnderdan tofproke to vns 
Marggrauen to firandenborch, dy fcholen eyne genüge hebben ok an eynem fruntliken 
rechte vor vnfen Marggrauen to Brandenbor^h Reden, vnd fulk recht fcbal on w»- 
derfaren an fulken enden vnd fteden, in tyden, aliz vorgefchriuen fteid. Vnd wo fyk dat 
verfugede, dat vnfer vorgnannten forften van Brandenborg vnd Mekeinborch berchei- 
dene Rede fulke faken, broke eder fchelunge, wo fyk dy gemaket hedden twufchen vns 
heren, den vnfen. In maten als vorgefchreuen ifz, nicht entfcheiden noch gerichten mochten* 
Alfe denn fcholen fy fyk eyns ouermans vereyoingen vnd verdragen, dy denn macht hebben 
fchall vnfe vnd der vnfen gebroke vnd fchelunge bytoleggen vnd to fcheiden, In fruntfchop 
ader in rechte. Vnd wo dat dy fulue ouermann fcheiden worde, dem fcholen vnd willen 
wy eder dy vnfen, den die fake anlangen, gehorfam fyn vnd werden dat vpnemen an ge* 
uerde. Mochten fy fyk des ouermannes nicht vereynigen, weren denn fulke gebreken vnder 
vns forften, fo fchal dy ouermann fyn der heren eyn'van Brunfzwig vnd lunenborcb. 
Mit namen hertoge Otte vnd wy darna dy oldefte ifz. Weren ouer dy gebreke twufchen 
den vnfen, vnd dy clage vnd forderung der were, dy vns Marggrauen tho Brandenborg an- 
hörende. In der olden Margke oder in der prignicze; So fchal ^y öuerman fyn die 
Rrwerdige er Conradt, Biffchop to ha uel berge eder fyne nakomen BilTchoppe, welker 
den ftiSt in den henden hedde. Weret denn in der Nyen Margke, im vkerlande oder 
iai lande to Reppin, fo fchal dy ouerman fyn Die vTolgeboren Grefe Albrecht von 
lyndow vnd herre to Rfippin. Vnd des gliken were dy clage vnd fordenung der, dy 
vns hertogen to Mekeinborch geboren Im lande to Mekeinborch ok in der l er- 
fchopp to Swerin eder in dem förftendom to wenden; So fchal dy öuermXn wefen 
fly Erwerdige here dy Biffehop van Swerin ader fyne nakomen; weret im lande to 
Stargarde, Achim ^lote. Dy.ouerlude vnd ore igliker befunderen, wo fyk dat geboren ~ 

34* 



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268 

MÖrde, fcbölea gancze gewalt vad macht hebben alle fulke fchelunge to fcbeiden vnd to 
richten vpp ore igliks eyde, dy fy vnd or igliker vns becen vds iglikem befundern gedan 
hebben ane vnfe vnd der vnfen verdracht van beyden fyden an geiierde. Et fchal ok vnfer 
obgnannten forften keyner des anderen viende, echter ader röuer in fynen landen, Sloten, 
Steden vnd gebieden witliken vnd mit vorfaten nicht hawfen, hegen, berchermen noch den 
neynerleye tolegunge, forderunge, hulpe noch Rad don, noch dorch fyne getwenge vnd lant- 
Avere nicht kommen taten heymeliken eder openbar, eder den fynen geftaden des to donde» 
in neynerleye wife, vnd on ok neyn geleyde geuen noch geuen laten. Denn noch Inhalde 
vnd vtwifunge vnfer eynung ane geuerde. Were ouer, dat vnfer eyns mann e<fer vuder- 
faten eyner oder mehr ader fuft ymandt vnder vns in vnfen landen darbouen bcfchediget 
worden vnd fodannen roff vnd name in des anderen landen, Slote, Stede eder gebide kom- 
men, vnd dat man den fuluen roffe eder name vp fryfcher dat na folgede, eder in vir dagen 
darna vnd dy füiuen nafolgere vnfer amptlude, mannen, Stede eder vnderfaten eifcheden 
eder forderden; So fcholen wy eder vnfe amplude, mannen, ftede eder vnderfaten, dy alfo 
geeyfchet vnd angeropen .worden, to den befchedigeren des rechten helpen, dat dy name 
ane wederrede gekartt vnd weddergegenen worde, vnd na rechte edder na gnaden wandei 
darvmmb ergae an geuerde. Ok fchölen vnd willen wy in allen vnfen landen, amptbachten 
vnd gebieden emftliken beftell^n, Dat man der knechte, dy eygene perde hebben, nicht 
hewfen, hegen, entholden noch on frede noch geleyde geuen noch hebben fchölen, fy bebbeji 
den heren in vnfen landen gefeten, dy fy verfpreken eder oter mechtich fyn. Et fchal ok 
vnfer keyner des anderen lande vnd lüde, Slote eder Stede, weder den anderen nicht In- 
nemen, verdedingen eder on hulpe noch Bath wedder den andern don in neynerwifze an 
geuerde. Wordet fyk ok alfo maken, dat vnfer eyner dem anderen to folgende eyfchen - 
vnd forderen werde, welker dat vnder vns were, So fchal om dy andere, dy alfo erfordert 
were, to ftund an na fyoem heften vermögen volgen vnd behulpen fyn vppe fynen eygen 
fchaden, vnd fo balde dy geforderde des heren land rurtt, dy on gefordert hadde, dy fchal 
omjemlike ootdorfft an etende, drynckende vnd fuder geuen, fo lange dat geendett wertt, 
darvmmb dy folge gefcliyn is, vnd dy wyle dy geforderden in des fuluen heren lande fvn, 
an geuerile. Gewunnen wy denn reifige hafe edder gefangen, dy fchal man hüten vnd 
deylen an antal reifiger perde, dy eyn yowelk met vpp dem velde hefft. Worden dar ok 
ftede ader Slote gewunnen, dy fcholen dem heren blyuen, in des land dy belegen fyn. 
Gewunne man ok welke ftede eder Slöte hüten vnCser aller lande belegen, darto fcholen wy 
an beyden deylen vyer vnfzer Rede fchicken, dy dar ouer erkennen vnd fpreken fcholen, 
wat en gelik vnd redeUk dar Innen bedungke vnd wes dy erkennen vnd In den faken vt* 
fpreken, dat fcholen vnd willen wy van beyden deylen holden ane wedderfproke. Gefcheget 
ok wy fyk dat verlopen worde, dat vns ymand, wy dy were, van vnfen landen, nemelikea 
van defp Marggrauedom Ho Brandenborch, dem hertogedom ta M,ekelnborch\ 
Stargarde vnd wenden vnd allen anderO vnfen landen vnd luden, wie wy dy iczund 
hebben vnd förder gewynnen mögen, eder van vnfen gerechticheiden vnd Innehebbenden 
guderen dringen edder^ nödigen wolde; darto fcholen wy eynander getruweliken behulpen. 



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• 269 

biftendich vnd beraden tyu, dat ynfet iglikcr dar by blytie. - Weret ok, dat vnfzer eyns 
vnderfate, eyner eder mehr, vns wederfeiich vnd Yngehorfam weren eder worden ; So fcholen 
vnd willen wy ejnander getruweliken ^ bebulpen fyn den eder dy fuluen, dy alfo wederfetich 
weren, geborfam to makende. Vnd welker vnder vns förften den anderen alfo vmmb hulpe 
gefordert hedde, dy fchal fyk ane dy anderen forften thit dem eder den fuluen wedderfetigen 
nicht freden, ßinen noch richten, hy tby denn dy anderen in fulken frede, fune vnd rieh- 
tunge ane geuerde. Wy obgenannten forften alle fcholen vnd willen ok allen vnfen mannen 
vnd fteden vnd vnderdanen ernftliken gebieden vnd fy darto holden, äfft dat gefchege, d^t 
vnfzer eyns land eder lüde van- dem anderen deyle berouet eder befchediget worden, dat 
. fy dat getruweliken. vnd mit ernfte werep vnd darto don fcholen in aller mate, efft dat on 
fulues in oren guden gefcheen were, ok dufle vnfe eyninge ^etruweliken holden vnd dar 
weder nicht don fcholen« Ok fchal nymand van vnfzer beyder fyd landen nymande keyn 
geleyde geuen, anders dann na vtwifunge dilTer vnfer eynunge. Geue map dar ouer ymand 
eynich geleyde, fälch geleide fchal nicht helpen, Sunder(;n man fchal ydermannen rechts 
geftaden vnd helpen vnuertogeliken, ane geuerde. Ok fcholen vnd willen wy diffe vnfe ey-' 
nunge in allen vnfen landen ambachten vnd gebieden openbar verkünden laten, Dat fyk eyn 
ydermann darna wete to richten, vnd fyk mit vnwitfchop nicht entfchuldigen möge. Ok 
fcholen vnd willen wy vnfe Rede hirnagefchreuen eder ander, dy wy hirnamals nemen wer- 
den, laten gelouen vns forften vnd vnferen igliken befundereo daran to manen, Dat duffe 
vnfe frunttike eynunge In alle oren creften gehalden vnd vullenfordt werde, ane wedderrede. 
Gefchege ok dat van vns obgnannten fürften eyner eder mehr van dodes wegen afginge, dat 
god lange frifte; So fcholen dy, dy leuendich blyuen^ der verftorffene kyndere vnd eruen 
gehulpen vnd geraden fyn, dat fy by allen oren landen vnd lüden, eren vnd werden blyueoi 
als vppe Jy geeruet vnd kommen ys, vnd funderliken fcholen noch enwillen wy obgnannten 
förften henforder . mehr mit nymande keyne büntnifze anheuen eder maken, dy differ vnfer 
büntniffze vnd verfchriunnge to hinder eder to fchaden kommen mochte, ane arch vnd ane 
alle geuerde. Vnd wy obgnannten Marggrauen to Branden borg thien mede in duffe 
vnfe büntniffze, eynunge vnd verfchriuunge den hochgeboren forften heren Joachim to 
Stettin, to pomeren, to CafFuben vnd der wenden- Hertogen vnd forfte to Rügen, mit fyi 
nen landen vnd luden. Vnd wy obgnannten hertogen to Mekelnborch thien des gli- 
ken mit in dull'e vnfe büntniffze, eynunge vnd verfchriuunge Den Hochgebornen fürften heren 
Ber.nde, hertogen to Saffen vnd to louenborch mit fynen landen vnd luden. Jn 
differ eynunge vnd verbuntnilTze nemen wy obgnannten förften alle nemliken vth vnfen hei- 
ligen vader den pawes, vnfen gnedigften heren' den Romifctien koningk, dat hillige 
Romifcbe ryke. Vnd dat wy vorgnannte Marggrauen tö Brandenborch vnd wy 
ergnannten hertogen to Mekelnborch dide vnfe büntniffze vnd verfchriuuoge, wo van 
vns vnd vnfen erben in diffem briefe gefchreuen fteidt, Ja allen ftücken, püngten vnd artic* 
leu ftede« vafte vnd vnuerbroken holden fcholen vnd willen, hebbe wy alle eynander, by 
vnfen förftliken eren werden vnd trüwen, mit handgeuenden truwen geredt vnd gelouet, Re- 
/den vnd loußn dat mit diffem briefe ane arch vnd alle geuerde. Des to orkunde vnd waren 



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270 



bekantniflze hebben Tvy obgnannt^n förften alle ynd vnfzer igliker befundeni vnCe Jngefigd 
laten bengen an difTen brieff, Dy gefchreuen vnd gegeuen is to perleberge Na godes ge- 
bärdt virteynhuDdert Jar vnd dama im twe VDd yirtigrtem .Jare\ am Dioftage oa dem Sun- 
taö'e, als man in der hilligen kerken fyngett vecem Jocunditatis. 

9la(^ Um Futm&rf. Se9n^Cop«'S6u<^e XIX, 3* 



MDCXXXVII. 5E)te SWorfgrafert %nAni^ ber Weitere imb btt Sfetfifle »erflä^mt teil tanhtn 
IWedlcnburö, SRoflocf; <Bä)totxin, SBeitbett «nb ©targarb^ faU« fte an bte SWarf Sranbeitburg 
-faUen foHtett/öH« t^re 3ied[>te unb SJriöilegim ju l^alteii; am 9*2Äai 1442^ 

Van godes gnaden wy frederick, Marggraue to Brandenborch, des billigen 
Romifchen rykes Erczkamerer vnd ßorggraue to Norenberg, Bekennen vnd betugen open- 
bar vor vns, vnfen liuen Broder £redericke den Jungeren vnd andere vuCb Bnideren, 
eruen vnd nakommelinge, Marggrauen to Brandenborch , an diflem vnfem briefe. Wj^nn er 
dy prelaten, manne vnd Stede vnd alle Inwonere der lande Mekelnborcb, Roftock, 
Swerin, wenden vnd Stargarde geiftlick vnd werUlick, van afgange des dodes wegen 
der hocbgebomen forften vnd heren, heren hinrickes des olderen vnd beren binrickes 
des Jungeren vnd Johannes vedderen vnd Bmderen hertogen to Mekelnborch, 
to Stargarde vnd Roftock hernn vnd forften to wenden etc., vnfer iieuen oheimen vnd Swe- 
ffere, vnd orer manlike lyues leneruen, na vtwirunge der czate vnd huldinge briefe, 
twufchen vns an beyden deylen darvpp verfchreuen, verfegelt vnd ouergegeuen,. an vns ge- 
fallen, gekommen vnd geßorfen fynd; So willen denn wy vnd vnfe eruen vnd nakomelinge 
Marffgrauen to Brandenborch dy fuluen preisten, mannen, Stede vnd alle Jnwonere» 
eeiftlick vnd werltlick, der fuluen lande vorfchreuen by allen gnaden, frybejden, wonbeideo, 
rechlicheiden vnd rechte priuilegien vnd verfegelden briefen laten ynd beholden, dar fy gy 
van older beth an deffen hewten dach van hernn to hernn, Sy find gewefetMekelnborchs 
effte wendefch, by laten, beholden vnd bleuen fyndt An« alle arch vnd ane alle geuerde, 
vnd on denn alle ore priuilegia vemygen, verfegelen vnd eynem yoweliken dy beueften. 
Wer et ok Take, dat ym'and defle vorbenomeden prelaten, manne vnd Stede anlangen wol- 
den van fodanner huldunge wegen der bouengefchreuen lande; der fuluen anfprake vnd an« 
langinge willen vnd fcHolen wy erbenomede Marggraue frederick, vnfe eruen vnd nako- 
melinge Marggraueu to Brandenborch den bouengefchreuen prelaten, mannen 'vnd Steden 
wol benemen, vnd fy dar genczliken äff entfrigen, Sünder alle ören fchaden, geiftlik vnd 
werltlick. Alle duffe vorgefchreuen ftucke vnd articlen famptliken vnd befunderen louen vnd 
feggen wy vorbenomenden Marggraue friderick vor vns vnfe eruen vnd nakommen 
Marggrauen to Brandenborch den vorbenomenden prelaten, mannen vnd Steden der. vor- 
fchreuen lande, Stede, vafte vnuorbroken an guden truwen wol to holdende funder alle arch. 



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271 

Des to tflge hebbeir wy. vofe Ingefzigel witfikca hengen laten In vnd vor deffen brief. 
Hiran vnd öuer fynd gewefen vnfe liuen gctruwen her Conrad, Biffchopp to hauel- 
bergu, her Albrecht, Grefe van lyndow, her Balczer Ganlz herre to potlift, 
her Bernd van der Schulisnborch, er Matthis von Jagow, ^er ßuffe van der 
Schulenborch, er vicke van Bülow, Ridder, vnd vele mehr vnfer Rede louenwerdich- 
Geuen vnd fchreuen na godes gebortt XIIIK Jar darna In dem twe vnd vircigftem Jare, 
am auende disr hymmelfartt Crifti, vnd wy Marggraue frederick dy Jungfte, ergnannt. 
Bekennen dat wy deffer bouengefchreuen faken to lüge vnd vulbortt vnfe Ingeliigel an dif- 
len brieff hebben laten hengen. 

9{a4 tem ICmm. tc^nlcopiafbuc^e XIX,.7. 



MDCXXXVUI. Äönig %min^ Beleiht beit Äurffirfleit wn. »Vanfcmburg unB beffen Srßber 
jtt gefawmtrr ^onb unb bejlätigt bie ^m^^tn i^mn getroffene gfinbert^eilung, am iS^Suni 1442* 

Wir Fridrich, von gots gnaden Romifcher kunig, zu allen ezeiten Merer des 
reichsy Hertzog zu ofterrich, zu Steir zu kernden vnd zu kam, Graue zu Tyroll etc. Be- 
kennen vnd tun kundt offinbare mit diffem brieffe allen den, dy jn feheir ader boren lefsen* 
Wiewol wir von Romifcher königlicher ^virdickeit darione vns der Almechtig gott durch fein 
gotlich guttickeit gefetczt hatt alheczeit genaygt feiuj allen vfinfem vnd des Reichs vnder- 
tonen vnnfer gnad vnd furdrui^ zubeweifsen, So fein wir in funderheit mehr fleyfsig den 
vnnfem gunft Vnd gute tatt gnediglichen mit zu tayien, die vnnfer vnd des Reichs vordrifte 
gelider fein vnd vns die bürden das heilige Reich zuuerwefsen mittragen helffen vnd nch 
dorjnn getrwiich vnd fteticiich bewerfsen vnd vnuerdrofsen finden lafsen, Alfo hat der hoch- 
geboren fridrich^ Marggraue zu branndburg, des heiligen Romifchen Reichs ertz- 
kamerer vnd Burggraffe zu Nuremberg, vnnfer lieber ohme vnd kurfurfte, vns von feinen 
vnd Johannfen, Albrechtes vnd fridrichs, vnnfer lieben ohmen^ vnnd furften feiner 
bnider wegen, yetzund da wir vnnfer kunigleiche Cronünge alhie zu Ache emphangen bet- 
ten, mit fleis gebeten, Das wir jm vnd den vorgnannten feinen brfideren vnd iren lehnserben 
Marggrauen zu branndburg vnd Burggranen zu Nuremberg alle ire lehne, kurfurftentumb^ 
furftentumb, herfcheft, Slozze, Stete, lande vnd lewte des marggraftumbs zu brand«* 
bürg vnd, des Burggraftumbs zu Nuremberge mit allen vnd yegfichen Iren herlic- 
keiten. Rechten, Nutzen vnd zugehorungen, wie dy ir vater feiiger auff fy geerbet vnd 
bracht hatt, nichts vfsgenomen, zu gefampter hant geatzlich gereichen vnd zu verleihen gne- 
diglichen geruchten. Des haben wir anfehen des egenanten fridreichs, Marggrauen zu 
Branndburg, redlich vnd vemufftig bete merglich vnd getruwe dinft vnd eere, die er vnd 
fein bruder vns vnd dem heiligeö Reiche offte vnd vnuerdrofsenlich getan vnd erboten haben 
vnd furbazzer thun füllen vnd mugen, Vnd dovmmb mit funderlichem Rate vnnfer kurfur- 
ften, furften, Graffen, Edeln vnd getrowen, mit wolbedachtem mute, rechter wiflen vnd von 



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/•^ 



272 

Roraifcher kiiniglicher macht volkomenheit , liaben wir den vorgnannlen vnufern ohmcn fri- 
drichen, Johannfen, Albrecht vnc] fridrichen vnd iren iehns erben alle Ire lehne, 
fiirrtentiimb, herrfchefilten, SIoiTe, Stete, landt vnd leute des Marggraftumbs zu branndburg 
vnd des Burggrafftumbs zi| Nuremberg vnd anderen Jren herfchefften vnd heriichayten , vro 
vnd an welchen enden dy gelegen find, vnd von vns vnd dem heiligen Reiche zu lehne ra- 
ren, vnd wie die jr vater vnd fy jngehabt, befefTen vnd redlich herbracht haben, nichts vfsge- 
nomen, mit allen vnd Iglichin eren, wirden vnd herlickeiten, Nutzen, Renten, Rechten vnd zu- 
gehorungen von befundern gnaden zu gefampter handt geraichet vnd gelihen, Raichen vnd 
leihen jn vnd Iren lehnferben auch die, wie vorgemelt ift, zugefambtei* bannt gegenwurttic- 
lieh vnd gnedigUch In vnd mit craft difses brieffs^ dye Innezuhaben, zu befitzen vnd der zu 
gebruehen, als gefampter lehn recht, herkomen vnd wonheit ift, vrid mit namen nach laut 
vnd jnnhalt irer eynunge vnd tailbrieue, alsdann der obgnannte Ire vater feliger bey feinen 
leben vnd fie fich felber mit denfelben iren landen vnd lewten vorfcbriben, von vnd zuein- 
ander gefatczt, fich vereyniget vnd getai[et haben, alles nach lute der brieffe, dy fie vnder 
einander darüber gegeben haben. Vnd haben jn vnd jren lehnserben auch die befundern 
gnade getan, das jn die tailunge Irer lande vnd lewte an folichen gefampten lehnen zu key* 
nen fchaden komen füllen, Sundern wann vnd vff welche czeit eyn tayl von jn ader jren er- 
ben todfhalben one meulichleibslehns erb^n vorfterben vnd abegeen wirde, fo füllen des 
anderen teyls ßefcheidne vnd zugeteylte landt vnd leute, Stat, ere vnd Wirdlckeit alleczeit 
vff die anderen jre vnd jrer Iehns erben nach lute jrer tailungfbrieff geuallen vnd komen, 
on hindemiff vnd jrrunge menicleiqhs vnd oh geuerde. Wir behalten vns auch vnd wellen 
das die anderen Johanns vnd albrecht, dy dann yetzundt nicht hir fein vnd jr ichlicher 
belunder von jrer vnd fridrichs des jüngeren ires brader wegen , der dann zu dilTer 
czeit Jung vnd vnmundig ift, ire furftentumb, landt vndt leute bey aynem iare vnd tag nach 
dalum difss brieffs von vns vnd darnach, wan vnd fo ofte fich das geburet, von vnnferen 
nachkomen an dem Reich Romifchen kaiferen vnd koningen emphahen, mit glubden, huldun- 
gen, rechten vnd dienften gewarten, als getrewn des heiligeo Reichs fiJtrften zugehoret vnd 
geburet. Mit vrkundt difses brieffs verfigelt mit vnfer kunigleichen maieftat jnfigel., Ge- 
ben zu Ach e, an Fritag Sant vites tag nach krifts geburt viertzehnhundert vnd darnach 
jm zweyvndvierczigftem jaren vttnfers Reichs jm drytten jare. 

Ad mand. d, regia Hinricus Leuburg doct. prothonot. 
9Ut^ Um fnnnSrf. Sf^N^ fot^Ufbud^e 111, 5. 



MDCLXXXIX. mnxQ %mbxx^ Uft&ÜQt btm ^xf&r^tn %ntM^ itnb bef[m Srfibmt alle 

SSeft^uttgett Itnb dted^e; «n 18. ^mi 1442. 

Wir Fridrich, von gots gnadenn Romifcher kung, £n allen zeiten merep des 
Reichs, hertzog za ofterreich, ze Steyr, ze kemden vnd ze krayn. Graue zu tyroU etc«. Be» 



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273 

keimen tnd thun kundt alBnbar mit diffem brieSe allen den, die In fehen oder boren lersen» 
wie wol mv von Romifcher kuniglicher wirdickeit darjnn vns dann der Almechtige gott 
durcb fein gotlicbe gutickeit gefetczt batt allezeit geneygt fein allen vnnfem vnd des bei« 
ligen reicbs vndertanen vnnfer gnad vnd furdrunge zu beweifsen; So fein wir in fnnderbeit 
meber emfsig den vnnfem gunllt vnd guttat gnediglicbin mit autaylen, die vnnfer vnd des 
Reicbs forderfte gelider fein vnd vns die purden das beiiige Reiche zuuorwefsen mittragen 
bilffen vnd ficb darjnn getrwiich vnd ftettiglicb bewifsen vnd* vnuprdroffen finden laiTen. 
Wann nu für vns komen ift der Hocbgeboren vnnfer lieber obme vnd kurfurft fridricb. 
Marggraue zu branndburg, des beiligen Romifcben Reichs Ertzkainerer vnd Burggraff 
zu Nurenberg vnd vns von feinen vnd der Hochgeboren vnnfer lieben ohmen vnnd furften 
Johannfen, Albrecbts Vnd fridrichs, feiner brfider» wegen fleifsiglich gepeten hatt» 
das wir jn vnd iren erben Marggrauen zu branndburg vnd Burggrauen zu Nurenberg alle 
recht vnd wirdickeit , freyheit, gnade vnd gewonheit, fandtgericht vnd herkomen, die zu In 
vnd jren .furftentumen, herichefften vnd herlickeiten geboren,, vnd alle kantveften vnd brieue, 
dy fie über ire gerecbtickeit, wirdickeit , freyheit, gnade , gewonheit, landtgerichtt vnd her- 
komen vnd über alle phantfchaflTt vnd Ambt, die fie von Romifcben keyfern vnd kunigen 
vns vnd dem Reich haben vnd auch vber alle ander fachen, als Ir vater Altuorderen vnd 
fie dy von feiiger gedechtnufs Romifcben keyferen vnd konyngen vnnferen vorfaren vnd dem 
Reich famettich vnd funderlich erworben vi^d herpracht haben , zubeftetigen» zubeueßigen, 

. zuvorneuwen vnd zu Confirmiren geruchten von funderlichen vnnfern kuniglichen gnaden; 
des haben wir angefebep fein redlich vnd vernunfftig bete vnd merkblich getrwe dienft vnd 
ere, die er vnd dy vorgnannten fein bruder vns vnd dem heiligen Reich offte vnd vnuer« 

« droffenlichen erboten haben vnd ftettigleichin mit gantzen trewen erczeigen vnd darvmb mit 
funderlicbem Rate vnfer kurfurften, furften, Grauen, herren, Edeln vnd getrwen mit wölbe» 
dachtem mute rechter wiffen vnd von Romifcher königlicher macht volkomenheit beftettigen, 
beveften, vornewen vnd Confirmeren wir jn vnd iren erben Marggrauen zu brandburg vnd 
Burggrauen zu Nuremberg alle ire gerechtickeif, wirdickeit, freybeit, gnade, gewonheit, pri* 
uilegia mit allen iren puncten, landtgericht zu Nurenberg vnd herkomen, die zu jn vnd iren 
kurfurftenthume, furftentume vnd herfchefiten geboren, vnd alle hantveften, fchrifte, briue vnd 
freybeit, domit jre altforderen vnd fy von Romifcben keyferen vtid kunigen vnnfem vorfaren 
vns vnd dem Heiligen Reich begnadt vnd gefreyet fein vnd die fammetlich vnd Xunderlich 
herpracht haben vber alle jre kurfurftentum, furftentum, gerechtickeit^ frybeit, gnade, gewon* 
heit, lantgericht, beficzung, eyenfchafft, vefte, Stete, landt, lewte, Clofter vnd Cloftervog* 
tyen. Mannen, Manfchefften, leben, lehenfcheften geiftlich vnd weltlich, Czwingen vnd Ban- 
nen, kreyfsen, f^elden, holtzeren, pufchen, weyden, waDeren, wafferleuften, vifchweiden, Geie- 
den, wiltpanne, gerichten, geleyten, Muntzen, Ertzbergwerch, nutzen, zinfsen, Gülten vnd al- 
len pfantfchefften vnd Ampten, dy jr vater vnd fy von dem Reiche haben vnd vber alle an- 
der dynge, wie man dy genennen mag mit funderlichen werten^ vnd beftettigen vnd Con- 
firmiren In auch in crafft difses brieffs alle Czolle, alle groffchen, alle Turnafs vnd knapen- 
gelt zu Selfse vnd anderfwor, die jr vater vnd Altforderen feiigen vnd fy bifs vff datum 
l^anpit^, U. SSW IV. 35 



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. 274 

diflea brieffa befeflen vnd jnngehabt habea ynd CoDfirmiren vnd vornuwen jn alles , das hie- 
uorgefchiiben fteet» vod alle dy hantvefteD, fchriffte vnd briefle, dy fy vnd ire altforderen 
darüber baben vnd dy Irem vater vnd altforderen vnnfer vorfar keyfer Sigemundt gege- 
ben bat in allen iren puncten, meynungen, artickelen von werten zu werte ^ als fie begriffen 
vnd gefchriben find, GleicherweiGs, ak ob fie in diflem brieffe gentzlich begriffen ^weren oder 
aber fy durch recht oder gewonheit hirjnn begriffen fein feiten vnd fetzen» meynen, ordnen 
vnd wellen das dy vorgnannten vnnfer oheimen vnd jre erbea dabey bleiben , der geniefsen 
vnd geprauchen folien von meniclich vngehindert^ vnd gepieteu dorvmb allen vnd iglichen 
furften, geiftlichen vnd weltlichen» Grauen, freyen» ftitteren vnd knechten, Amptlewten» landt* 
vogten, lantrichteren, Richteren, Burgermeifteren , 'Reten vnd Gemeinden vnd fufst allen an- 
deren vnnfem vnd des Reichs vndertanen vnd getrewen. erenftlich vnd vefticlich mit difsem 
brieff, das fie die vorgnannten vnnfere ohmen vnd ire erben marggrauen zu brandburg an 
folichen iren gnaden freyheiten, rechten, brieuen, priuilegien, lantgerichten vnd anderen obin- 
gefchriben dingen nicht hinderen noch jrren in dheineaweis, Sunderen fie dobey geruchiichen 
beleiben laffen, als lieb jn fy vnnfer vnd des reichs fwere vngnad zuuermyden. Mit vrkundt 
diffes brieues. verfigelt mit vnnferr kunglichea maieftat Jngefigel, Geben zu Ache, nach 
krifti gepurt vierczehenhundert Jar vnd darnach jn dem zweyvndvirczigßem iare an Affter- 
montag nach fandt vites tage, vnnfers Reichs Im dritten jare. 

Ad mandatum domini regia Hinricus. Leu.burg doctor prothonotarius^ 

8la(^ tcm. furin,, ^^nimialbndit III, 4^ 



MDCXL- ^SiiiQ griebricfi 6ejJ5Hgt bii »Ott beii 2»e(fl'entiurgtfd^eii ganbert beit SWarfgrafett wn 

SSranDeitiiitrg geletflete @))entital|^ttlbtgung uttb bod. ©uccefftondrec^t unb ertj^eilt. ben -SÖlarlgrafen. 

bie bajtt erfprbü:K(|ie fBüt^nm^, am. 9*^nli 1442^, 

Wir fridrich^ von gots. gnaden^ Romifcher kunigk zu allen czeiten Merer des 
Reichs, faerczog czu ofterich,, czu Steir». eü; kernden vnd zu krain, Graff zu Tyroletc* Be- 
kennen vnd toxL kunt öffentlich, mit diffem: briefe allen deny die In fehen adei" boren lefen,. 
Das für vna kernen fein die hochgeboren furften: fridrich, Marggraue zu Branden, 
borg^. des. heiligen Romifchen reicha Erczkamrer vnd Burggraue czu. Nfiremberge vnfer 
lieber Oheime vnd kurfurft vff eynem». vnd heinrich,, herczoge czu Mekelnborg, 
bere czu Roftogk, Stargarde vnd Wenden vnd Graue- czu Swerin> von feiner vnd JobaH* 
fen feins Bruder vnd heinrichen fein vetteren wegen,, vnnferen. vnd. des Reichs lieben ^e- 
truwen^ vnd habea vns furbracht vnd erczalt,. als< fie^ von: beiden teilen mit Iren landen vnd 
leuten» Sloffen^ Steden vnd greniczen mit etlichen orten irer lande nahaid (fie) an eynander 
gefeflen fyndt^ wie diefelben^ ire land vnd leute ettlich czeit bilzher vorianges vnfndlichen 



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276 

Tnd gein eynander m VDordentlicher fafle geftandan find, Dauon die Iren dleothalben In den- 
felben iren gegenden oflft vnd dickh berawbt, befchedigt, geleidigt vnd [mit fwerem morde 
vnd Brande vernithtet vnd venvuftet fyn» Sie von beydenfeiten zu keynen früntlichen gmnde 
noch czu guter' faiTe haben mögen brengen. Sunder der egnannte berczog heinrich vnd 
feint Bruder vnd vettere . obgnannt haben mit Iren mannen, Steten vnd landen für den ge- 
meinen nucz der lande erkannt, Das diefelben der Mekelnborfclien heren lande vnd leute, 
manne vnd Stete dem ergnanten Ma.rggrauen fridrichen vnd Teinen Bruderen vnd iren 
erben eyn Erbhuldunge getan haben, Alfo ob das gefchege, das, die obgnannten heren von 
Mek einborg ader ire erben ane menlich lehenerben von tots \Tegen abgiengpn vnd ver- 
ftorbeo, ader wie der ftam der Mekeinborgifchen heren mit tode veruailen irurde, 
Das dann alle ir land vnd leute, Manne vnd ftete an den egnanten Marggrauen frid- 
richen, euch an feine Bruder vnd ire erben als Marggrauen zu Brandenborg vnd 
an das kurfurftenthum. zu Brandenborg geuallen vnd kommen füllen; vnd fie haben 
vns ouch mit eyntracht einheliclichen mit demud gepeten, vnnfer vnd des Reichs gnade, wil- 
len vnd vulbord mit notdurlRiger lehenfchafft darczu zegeben vnd zuton. Nu haben v^ir an-' 
gefehen vnd erkant follich fleiflig, getrew willig vnd gehorfam dinfte, die vns vnd dem Reich 
die obgnannte vnfere Oheimen, Marggraue fridrichvnd feine Bruder, oflft vnd dicke 
williclichen getan haben vnd fi alle vns vnd dem Reich in künftigen czeiten hinfur wol tun 
foUen vnd mögen, vnd wir haben ouch damit bewogen, wie das das kurfurftentum zu 
Brandenburg, Das eyn recht gelid des heiligen reichs ift, dauon van frides vnd ander 
fach wegen gefterkhet, gepeflert vnd gemerdt werde; Darvmb vnd von befunderen gnaden 
haben wir, nach Ratbe vnnfer kurfurften, furften, Grafen, Edeln vnd getniwe, von Romifcher 
kuniglicher machtvolkomenheitt, mit rechter willen, vnnferen willen, vulbordt vnd verhengniss 
darczu gegeben, vnd den egnannten Marggrauen Iren erben vnd nachkolnmen lehenfchajOft 
darüber getan. Vnd wir geben ouch vnnferen kuniglichen willen, vulbordt vnd verhengniss 
darczu vnd tun den egnannten vnferen Oheimen vnd iren erben vnd nachkommen Marg- 
grauen zu Brandenborg lehenfchaflft darüber, wie~ In des darczu notdurfft ift ader hirnach- 
maln fein wirdt, vnd beueften vnd «onfirmiren die obgerurten huldunge vnd verfchriebunge 
in crafft difles briefs, Alfo das die benanten Marggra^ue fridrich vnd fein' Bruder Ire 
eril)en vnd nachkommen Marggrauen zu Brandenborg die obgefchrieben land vnd herfchap 
Mekelnborch, Stargarde, Roftock, Wenden vnde Swerin nach der benanten Me* 
kelborgifchen heren vnd Irer erben tode belitczen, erben^ haben vnd gebrucheo füllen 
vnd mugen, nach lawte der verJigelten briefe, die In von den egnannten heren von Ma- 
ke In bürg darüber verfigelt vnd gegeben fein. Vnd wir heiflen vnd gepieten auch man- 
nen vnd fteten der vorgnannten bnde vnd allen Inwoneren geiftlichen vnd wertlidieD, die 
DU fein vnd zu kommen werden, von königlicher macht emftlicb vnd vefticlich^ wenn es 
alfo mit den Mekelborgifchen heren vnd iren erben zu falle kommet, by den obgnannten 
Marggrauen, iren erben vnd nachkomen Marggrauen zu Brandenborg ewiciich zu 
bleiben vnd In. die huldunge getreweUch zu halden bQr vnnferen vngnaden zuuermeiden. 

35» 



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276 

Mit Urkunde dilTes briefs verfigelt mit VDofer kuniglichen maiertat aDhangenden Ingefigel, 
GebeD zu franckhfurtt Nach Crifti gepurdt virczenhuudert Jar vnd darnach in dem czwey 
vnd virczigftem Jare, am Mantage für Sand Margareten tag, vnferfi Reichs Im drytten Jare. 

fflad^ tcm i^nDSrfif^cn K((n«copiaI6n(^e XIX, 8* 



MDCXLL ^ata wn SBtefenBurg, |)err ^u ©d^ettdfettborf, BegteM ftd^ in hm ©d^u^ bed 

^rfftrjim griebrid^, am O^Dctt 1442* 

Ich hans von wefemborg, here zu Sehenkendorff, Bekenne für mich vnd 
mein brudere fredehelmen vnd Bothen vnd vor alle vnnfer erben offinbar mit dilTem 
ofiEn.brieffe für allen den, die jn fehen ader hören iefen, das wir vns mit vnnferem Sioffe 
Schenckendorff vnd fufst allen vnnfern güteren in des jrluchten hochgeboren furften 
vnd hem hem fridriches Marggranen Zu brandburg etc., vnnfers gnedigen lieben 
bem, vnd in feiner gnaden Erben vnd nachkomen Marggrauen zu brandburg fchutz, fehirm 
vnd verteydiognifs mit wolbedachtem mute vnd guten Rate gefatczt vnd gegeben haben, 
vnd wir fetzen vnd geben vns auch in des obgnanten vnfers gnedigen lieben hem feiner 
£rben vnd nachkomen fchutz, fchirmunge vnd vertedingnifse mit vnnferm Slofse Schen- 
kendorffe vnd anderen vnnfern guteren in krafit difses brieffes ongeuerde, Alfo das das 
obingnannte vnnfer Slofs Schenkendorff des gnannten vunfers gnedigen hern marg- 
grauen fridrichs, feiner erben vnd nachkomen offin Slofs fein fot zu allen iren noten, 
krigen vnd gefchefften gein allermenniglich, nymandes vfsgenohmen, denn alleyne vnnferen 
erbherei). Vnd wir füllen vnd wollen auch mit dem obgnannten vnnferm Slofs Schen- 

. kendorff des ergnannten vnnfers gnedigen hern, feiner gnaden erben vnd nachkomen fry- 
den vnd vnfriden halden vnd liden gein allermenniglich. Wir vnd vnnfer erben füllen noch 
wollen vns auch mit dem obgnannten vhferm Slofse Schenekendorff vnd feinen zuge* 
horiinge in keins anderen hem Schutz, fchirmung vnd vorteidingnuls nicht geben noch fetzen. 
Auch fol der obgnannte vnfer gnediger here marggraue fridrich, feine erb^n.vnd nach- 
komen marg^auen zu brandburg, vnnfer zu gleiche ere vnd rechte mechtig fein vnd fie 

" füllen vns auch glich anderen iren hem, Mannen, Ritteren vnd knechten fchutzen, fchirmen 
vnd verteidingen. l>amS wir dann dem obgnannten vnnferm gnedigen hem marggrauen 
fridrichin mit hande vnd mit munde geredet, gelobet vnd za den heiligen gefworen haben 
diffen brieff zu halden: vnd wir reden, globen vnd Sweren [auch vnnferem gnedigen hem 
obgnannten feigen erben vnd nachkomen in obingerchribenermjafs diffen brieff zu halden vnd 
feinen gnaden, feinen erben vnd nachkomen getrawe, gewer vnd gehorfam zu fyne, als ein 
dyner vnd ho%efinde feinen hem von rechtefwegen billichin tun foli in krafft deffes brieffes: 
vnd des zu vrkunde vnd waren bekentnifs habe ich obgnannter hans von wefemburg> 



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277 

here zu Schenken dorff vor mich vnd meme brudere obgnannt vnd alle vnfser erben mjn 
jofigel mit willen vnd guter bewnfst an diffen brieff lauen hengen. Vnd i/vir obgoannten 
fridehelm vnd Bothe yon wefemburg gebruder, hern zu Schenkendorff Beken» 
nen offintlichin, das lulche fachen mit vnnfem guten willen vnd volbort gefcbeen vnd betei* 
dingt fein wurden. Gefchen vnd geben zu franckfordt. Anno den M^CCCCSLH, Am 
dinftage dionify. 

Ra(( hm Stwmixt. £c9nl*fo)){a(bn(^e m, 48. 



MDCXLIL aSctcibigurtg b«r ©fii^ififdffm mb StanbertBttrgtfcfien SUfitl^e, toegm ber ©reitjen 
tmb anberer $imltet Oj^ne X>atvm, b)a|irf4feinltd^ ». 3« Ui%. 

Item nach lute des abfcheides zu Jutterbog» der fcheidung der Grrenicze, zwifchen 
den furftenthumen Sachfen vnd Brandenburg nachczukomen Erber vnd borger vnd ge- 
buwer darczu zuuerboten, die dorumb wiflen vnd dorin geraten können. 

Ifem ab die, die von der Brandenburgifcben fyten die marcke vfzgehen werden fpre- 
chen wolden, wie fie gingen, das wolden fie mit dem eide behalden, daruf zu antwertei), das 
das nicht alfo beteidingt ift, fundem es flehe vf erkentniOe der vier Bete. 

Item vmb die fridebruche eynen gerumen tag zu machen ^ das man die verboten 
muge die des zufchickep haben alfuil der itzunt Im lande ift, vngeuerlichen ; was aber der 
zu difer czyt nicht Inlendifch wer, das man das in gute anftehen lafle bifz das tie wider« 
komen. So wollen vor vnd noch vnfze Herren in den fachen thun truwe vnd flis als vor- 
fchriben ift vnd mit geuerden keinen verczog dorynne vomemen, vnd meynen vnfze herren 
doch vf wolgefallen vnfzers herren von Brandemburg das vfztregelicher foUe fin, folfich 
fachen zu enden Im hofe dann fuft vf tagen nachdem vnd vil vmbeftentlicher perfonen der 
fach zufchicken haben. 

Item was alder fachen weren vnd gebrechen, die zu Jutterbog voibracht vnd vor 
nicht verrichtet find, vnd in die fridebruche, daruf der tag dohin gemacht was, gehören, 
wellens vnfze herren fruntlichen zu vftrage komen laflen vnd wider nemen von wegen der 
Iren nach lute vnd Inhalt Irer vertracht vnd eynung, daruf zu bitten das Vnfzer herre von 
Brandenburg der Stat Brandemburg wollen laffen fagen den kummer gen den von Bei - 
ticz abezuthun vnd an follichem vftrage gonge zu haben, darczu vnfze herren fchicken wol- 
len vbd des keinen bruch an In fin laflen. 

Item als vnfze herren von Sachfen vnferm herren von Brandenburg willig find 
geweft frift zu geben des halberftetfchen geldes von eyner zcyt zu der andern vnd nu die 
von halber ftat Im follichs gelts nicht beftellen wollen zu bitten, dye Rete vnfzem herren 
von Brandenburg furder zu bitten, das er widerumb vnfzem herrea wolle willig fyn^ ab er 
fie Irer briefe vnd Ingefz(igel) ermanen müfte. 



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278 

Item von der kaufflut wegen von Nöremberg ift rollich befehedigang gefcheen in 
deoi Meideburgifcb^n lande vnd nicht in vnfzer herren von Brandembnrg lande wurden, dor- 
über die von Norenberg vnfze herren von Sachfen dorynne anruffeo» was dann fie Irer 
tomte halben darczu guts können gethun» das thun lie gern vmb vnizer herren von Bran- 
dtoburg willen. 

Item vmb herczogen Wilhelmen von Brunfwig, der ift vorem herren alfo ge- 
wandt das fie fin beftes gern fehen vnc^ thun, wo fie das mit glimpfe vnd fugen gethun können. 

Item vmb den tag zu fr'anckfurt» können vDfze herren nicht gewilTen, ab der ku- 
nig perfonlich dohin kome ader nicht. Quem er perfonlich, fo verfehen fich vnlze herren wol, 
das ye zum mynften Ir eyner zu Im kome defglichen vnfzer herre von Brandemburg vil- 
licht auch wurde thun; qwem er aber nicht perfonlichen^ iSo wurde villicht gut, das fie von 
beidenteiln defter trefflicher fchickten, vnd vf lollichs ab der konig felbs kome ader nicht, 
wollen vnlze herren achtung haben laden, das vnfzer herre von Brandemburg defglichen 
aucb thu vnd welcher das eher erfure das es der dem andern fchribe vnd Ach dann ver- 
tragen, wie fie es miteinan\]er halden wollen. 

Item vmb die botfchaft zu dem Babft zfifchicken wollen vnfze herren von Sachfen 
Ire gelarten verboten vnd Iren Rat haben, was daran gut zu thun und zu laflen fy, desgli» 
cben mag vnizer herre von Brandemburg auch thun, was vns dann alfo geraten wirdet, das 
wollen vnfzer herre Im zu uerftehen geben vnd fyne meynung wider Innemen vnd des gancz 
mit Im eyns fin. 

Item vmb die von Magdeburg mit den ftehen vnfze berren Im rechten, das nach 
banget, vnd vnlze herren wollen fich gegen den von Magdeburg anders nicht halden, 
dann als In wol gebort vnd getruwen vnlze herren von Sachfen vnlzerm berren von Bran- 
demburg, er werde In behulffen vnd geraten fin, das er fie folliches rechten ermane. 

Item vmb die von Brunfwig mit den find vnfze herren etliche zcjte in verfchri- 
bung wider die von Magdeburg; was doruber vnfze herren von Sachfen vnferm herren 
von Brandemburg behulffen vnd geraten gefin können, domit fie wider folliche Ire verfchri- 
bung nicbt thun, des find fie on allen zwiuel in den vnd andern fachen gancz willig. 

Item zu gedencken eyne ^ntwert zu, fordern vmb Cafparn von Sayda, als fie 
yertroft haben, fie hoffen gute antwert dorynne zu brengen. 

Wir fcheiden vnd fprechen auch, das alles vmbeczalt gelt von verdingnifle ader 
fchaczung zu belderfiet, es fy betaget ader nicht betaget, abfin vnd vngemanet bliben fal an 
.alles geuerde* 

Item als vor gemeldet ift, ab fich ymant vnizer herren* vndertanen hernach mit da- 
gen vmb fridebruche funden, das es dorumb hernach vfiBgericbt werde nach dem vnd daa 
beteidingt ift. 

ftof^ ttm Im AtnigL 9i^9i^ Qe^. fbt^o Ui Srelbni brfnitQc^cn gMä^iM^m Coplc. 



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279 
MDCXLni. S>te S3tf(|i5fe von SSronbenfiurg, ^attelBerg intb Sebu« h^eugen auf IBerlangm 

am %^ämat 1443t 

Stephanus BraAdeDburgenfis, Conradus Hauelbergenfis, Conradus 
Lubucenfis, dei gratia ecclefiarum Epifcopi, pubUce recogoorcimus et fatemur per 
prefentes» Qaöd illuftris Princeps et Dominus Fridericus^ Marchio Brandenburgen- 
ris, Sacri Rom. risperii Archicamerarius et Burggranius Norembergenfis quandam literam 
fpeetabilis Conradi, quondam Comitis de Werningerode jn pergameoo fcriptam et 
fuo figillo appenfo figillatam nobis exhibere fecit et rupplicare» ut dos fibi illain traDsrumi 
faceremus» Nos vero precibus dicti Principis et Domini noftri annuentes, literam ipfam dili- 
genter vidimus et examinautmus, ipfamque tarn in iitera quam. figillo rotundo armis Comitum 
de Wernigerode infignito fanam et integram omni vicio et (ufpicione carentem comperimus» 
cujus tenor de verbo ad verbum fequitur et eft talis (Doc. Nr.CXXX. HaupttLII, B.I.) 
In quorum omnium et fingulorum fide^ et teftimonium premiflTorum nqftra iigilla prefenti- 
bus funt appenfa. Datum et Actum Berlin, anno a natiuitate Domini Millefimo quadringen- 
quadragefimo tercio, die Mercurii, fecunda menfis Januarii, prefentibus et affiftentibus illuftri- 
bus et fpectabilibus Dominis Dominis Wilhelmo Juniore Duce Brunfuicenn et Lu- 
neburgenfi, Alberto principe de Anehalt et Comite Afchanienfi, Alberto 
Comite de Lyndon et Domino de Ruppin, et Friderico de Biberftein, Ac 
venerabilibus et circumfpectis viris Dominis Petro Decretorum' Doctore Branden* 
burgenfis, Henningo Hauelbergenfis, Johanne L ubucen Fi s ecclefiarum noftra* 
rum prepofitis, et ftrenuo Johanne de Waldow milite, nee non validis famulis WiU 
he[^)o Vochs fupradicti Domini noftri Marchionis Marefchallo, H^nrico Gracht 
Can^ellario, Georgio de Waidenfels prefati Domini Marchionis Camerario, Ot- 
tone de Sliuen feniore, Sabello de Borgftorff, Johanne de Bredou, Achim 
Hake, Ottone de Sliwen juniore, Mathia feniore Petro et Mathia juniore 
dictis de Bredow, et Vlrico Czeufchel pluribusque alüs yiris notabilibus et fidJe dignis. . 

fflierdcii»« Cod, \n, e.348, 349». 



iMDCXLIV- griebriri[i ber Sleltere unb ^ün^^n entmeit bca im ^a^v 1420 wn i^tm SSattv 
awb Sruber mit SSraunfc^tüdg flefci^lojfene Sfmbmf, am 2L^ebr* 1443. 

Wy Frederick vnd Frederick, gebruder,. von godes gnaden Marggraffen 
to Branndborch vnd Burggraifen to Noremberch, Bekennen vnd don kund openbai' met 
diilem briefe vor alfweme, allen de on fehen oder hören lefen, vor vns, alle vnnfer Eruen 
vnd Nakömen Marg^auen to Branndborch, So.alfe die hochgebomen fünften herre Fre* 
d.erick, vnfe liue herre vnd vader feiiger, vnd herre Johanns, vnfe liue bruder, met den 



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280 

bocbgebornen furfteD vnren liuen Oheimen tdcI Swegern herrei^ Bernden feligen^ herren 
Otteti» herren Wilhelmen, herren Fredericken vnd herren Hinricken, gebrudern - 
vnd feddem hertogen to'Brunfswig vnd Lunemborch, allen oren Eruen vnd nako- 
nien, einen erfliken, ewigen bund met oren landen vnd hiden der herfchapp der marggraff- 
fehapp to Branndborch nichts vtgenomen, vmb beftentnifs orer beider lande vnd lüde 
gemaket vnd angeghan hebben vor fy vnd alle ore eruen vnd nakomen, Welke eynunge 
vnd Buntnis gemaket vnd vultogen is to Tangerrounde, alfe man fchreff na godes ge-^ 
bort vertenhundert Jar vnd in dem twintigiften Jage, des Sondages negeft na Sente vits 
dage des hiliigen mertelers, Alfe de briue, de de vorgenanten vnfe feiige vader vnd vnfe 
liue bruder, here ^rederick vnd here Johanns, den vorbenomeden lieren Bernden 
feligen, heren Otten, heren Wilhelmen, heren Fredericken vnd heren Hin r icke n 
veddem vnd gebrudern, herttogen to Brunfswig vnd Lunemborch, vnd oren eruen 
vnd nakomen, vnd fy weddenimb oren eruen vnd nakoroen, marggrauen to Brannd- 
borch vnd Burggraueo to Noremberch gegeuen vnd verfegelt hebben wol vtwifende 
fin, Sodanne briue eynunge vnd Buntnis in allen oren punckten vnd artiekeln, alfe die von 
worden to worden ludende fin, verplichten vnd verwilkorn (wy) vns Frederick vnd Fre- 
derick, gebruder, marggrafien to Branndborch vorgenant, den hochgebornen fürfteo heren 
Otten, heren Wilhelmen, heren Fredericken, heren Hinricken, heren Wilhel- 
men, hereo Fredericken vnd heren Bernden, der genanten heren Wilhelms vnd 
heren Fredericks Sonen, alle geuettem vnd brudem/ herttogen to Brunfswig vnd 
Lunemborch, vnfen liuen Oheimen vnd Swegem allen oren Eruen vnd nakomelingen in 
crafft vnd macht dilTes briues genfliken vnd veftecliken funder genygerley indracht ader 
hulpprede wol to holdene, one geuerde* (Doch fo nemen vnd thyen wy obgenanten Fre- 
derick vnd Frederick gebruder, marggraffen to Branndborch etc. in diflem vn« 
fem beftediges vnd buntms hriefe funderliken vth, die hochgebornen furften ^vnnfe Jiuen Swe- 
gere heren Fredericken vnd^ heren Wilhelmen gebrudern herttogen to Saffen, 
lantgrauen in doringen vnd marggraffen to Miffen vnde heren Hinricken 
herttogen to Mekelnborch, to Stargarde,, forfte to Wenden vnd Greue to 
Swerin, ore eruen vnd nakomen, olle ore lande vnd lüde. So dat vns fodanne vereynung 
vnd buntnis, die wy vor dilfer vorhen met on gedan, vereiniget vnd verbunden hebben, an 
differ vnfer beftedunge vnd verbindunge keinen fchaden fobal don ader brengen, vnd wy vns 
ok gesen on nicht verbinden). Vnd wy Frederick vnd Frederick gebrudere vorge- 
nant louen ok dat gegenwerdich in crafft dilTes Piluen brieues, den vorgenanten vnfen liuen 
Oheimen vnd'fwegem heren Otten, heren Wilhelmen, heren Fredericken, heren 
Hinricken, heren Wilhelmen, heren Fredericken vnd heren Bernden, gebrudern 
vnd veddern, hertogen tö Brunfswig vnd Lunemborch, by fulken gelofften, alfe de 
vprgenanten Marggraff Frederick, vnfe liue here vnd vader feiiger vnd marggraff 
Jobanns, vnfe liue bruder, in tyden, alfe vor gerurd is, bereit gedan hebben, wol to hol- 
dene, funder ienigerley behelppunge,. glik vnd in allermate, efft wy obgenanten Frederick 
vnd Frederick, gebruder, marggraffen to Branndborch etc. diefuluen vorgenir- 



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281 

den breue mede gdouet vnd verfegelt bedden, Vnd des to vorder BekentDis hebben wy 
obgenanten Marggraffen, vnfer yewelk fin Ingefigd witliken heDgen beten an diflen brieff, de 
Gegeuen is to Rathenow, na godes gebort vertenhundert Jar, darna in dem diy vnd ver-* 
tigeften Jare, am donredage Sente peters Auende den man nennet kathedra. 

Bon tcn in ^^t^U Sonbcl^auptoipc^itc in f6o(fcabilltc( aafbcoa^rten £)rigiiia(e. 



MDCXLV. ®ege«»erjtd^entttö ber |)ers6ge tooit Sraunfd^tueig Sibiebitrg, wm 2t gebn 1443. 

Wy Otto, Wilhelm, Frederick und Heinrick, Wilhelm vnd Frederick, 
des vorbenomeden hertogen wühelms Sone, gebrodere vnd veddern, von godes gnaden 
hertogen tp Brunfwig vnd LOneborg, Bekennen vnd ton kunt openbar etc. 

CHrfc Qrfniite fümmi mit bet obigen mutatis matandia wUtlid^ fibmin bi< bo^in, hafi bic in ber borflc((nben Uc« 
funbc cingrflammertc GuOc fc^Ir« ba btc ^n^Sgc von 9raunf(^tDrig feine tCnina^nea oon bem iBemage motzten 
unb ba§ bie ec^bigvorte in felgenber fUt lauten: 

Forder vorpiichtigei^ wy vns aUe vor den bochgebomen furften bem Bernde, vnfes 
hertogen Frederickes Son, dat he fodacne Breue, wan he vierteyn Jar old wert vnd van 
den vorgenannten vnfem leuen Ohmen vnd Swegem edder oren eruen dafvmb gemanet 
werd, geuen, louen vnd vorfegelen fchall in aller mathe, als wy nü alle mit dieflem Breue 
gedan hebben : vnd defles to vorder BekantniiTe hebben wy ffirften alle vorgenant vnfe In* 
gefegel witlicken hengen beten an dielten Breff, de gegeuen is to Ratenaw na godes ge- 
bord vierteynhundert jar, darna jn dem drie vnde virtigeftem jare, am domftage Sante peters 
auende, den men nennet kathedra. 

9la(4 bem itnnodrf. 2e(n<'(lop*>S3uc^e XIX, 386* ^ 



MDCXLVL griebrid[i bir »eitere unb ber Sißttflete Deretnigen ftdji mit beti .^erjögen gu 
Sramtfd^toeig unb Sfineburg toegett ber auf ber (Slmeuou on^ulegenbett ^efle itebfl 3oQf>aufe, 

-am 22. geBr^ .1443^ 

Wy Frederick vnd Frederick, von godes gnaden Marggraffeu to Brannd- 
borch etc. vnd Borggrauen to Noremberch, gebruder, Bekennen vnd bethugen opeqbar 
inet difTem briefe vor alfsweme, dat vry vns met den bochgebomen furften herren Otten, 
herren Wilhelmen, herren Fredericken, herren Hinricken, herren Wilhelmen vnd 
herren Fredericken, Herttogen Wilhelms Sonen, gebrudem vnd veddern, Herttogen 
to Brunfswig vnd Lunemborch, vnfen liuen Oheimen vnd Swegem vereynet vnd ver*-^ 
^mm- u, S3* IV« 30 



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282 

dragen hebben, vereynen vnd ve'rdragen vns iegenwerdigen io crafft difTes briefes vmb a!fo- 
danne gnade vnd gifiTt, alfe die allerdurchluchtigefte hocfagebome furfte vnd herren^ her Frede- 
rick Romifcher konigk etc. vnd andere fine vorfaren Romifchen konige denfuluen vnieD 
Oheimen vnd Swegern gedan vnd geguen hebben, nemehken dat fe mögen buvven vnd ma- 
ken ein tolhufs ader eine vefte vpp der Elmeno^ in oren landen to Lunemborch gelegen, 
Daruon diefuluen vnfe Oheimen vnd Swegera einen toll von aller koppmanfchafft, dat fulue 
water vpp vnd neder varende, fampnen vnd vppnemen vnd bekrechtigen können, in fulker 
mate, alfe on dat von konigliker macht by fwaren penen darby vthgedrugkef erlouet is» So 
^at wy denfuluen vnfen Oheimen vnd Swegern willen byftendig vnd hehulpen fin na vnfem 
heften vermögen, fodanne tolhufs vnd vefte to buwende vnd den toU to bekrechtigende io 
aller wife vnd forme als on die gegenen is, vnd. wann de vorbenomeden vnfe liuen Oheimen 
vnd Swegere vnfe huippe, fodanne tolhufs vnd vefte to buwende vnd to makende, hebben 
willen, dat fcholen fe vns twey mandte^ touorn verkundigen vnd witliken don vnd fo willen 
vnd fcholen wy huippe don vnd folgen vnler ein in eijjener perfon, e&t wy von onmacht 
vnfes liues dat vmmer gedbn mögen, met anderhalff hundert gewapenden reifiges getuges 
ader mer vnd twen dufend gewapenden borgerq vnd radfcbapp, als fik darto gebort vnd 
6ndende wert: vnd wenn wy met fodannem reifi^em tuge vnd gewapenden borgern vpp de 
Stede, dar man fodannen buw vnd vefte buwen fchal komende werden, So fcholen defuluen 
vnfe Oheimen vnd fwegere vns vnd dem reifigen tuge koft, Spyfe vnd drang, eine redelike 
noddorfft fehicken, all de wyle ^ met on darfin, vnd fo fcholen vnd willen wy vns darna 
fehicken, dat wy met fodannem folke vorgnant einen ganzen maned by on bliuen mögen 
vnd wenn denn dat vorbenante tolhufs vnd vefte' gebuwet vnd gemaket were, dar man äff 
fodann toll bekrechtigen vnd vpp nemeu mochte vnd wy met den vnfen die ftede ramende 
wurden. So willen vnd fcholen de vorbenomeden vnfe Ohemen vnd fwegere vns entrichten 
to vnfen fwager Herttogen Fredericke dry dufent Rinifche gülden von fodannen tollen 
vnd vns des qwytancien vnd verlate briue geuen, als vns des uod .vnde behuff is, vnd fcho- 
len' vnd willen vns ok laten vppnemen de helflfle des tolles fo lange, dat wy ver dufent gol- 
den Rinifch bouen fodanne vorgerurde fumma genzliken vth dem tolle vppgebort vnd ent- 
fangen hebben : vnd wann wy fodanne vierdufent gülden vppgeboret hebben vth dem tollen 
vnd vnfem Swagere Herttogen Frederick de dre dufent gülden verneiget vnd vns qwy- 
tancien darouer gegeuen fin, So hebben wy neynerley -anfproke ader rechticheit an den 
vorgnanten toll. Weret ok dat in fruntliken dingen gefunden wurde, dat de fuluen vnfe 
Oheimen vnd fwegere fodanne tolhuis vnd vefte met willen vnd funder yenigerley verbedend 
buwen vnd den toll vppnemen mochten. So dat on vnfe folge, alfe vorgerud is, neyn nod 
vnd behuff were. So willen vnd fcholen difuluen vnfe Ohemen vnd fwegere vns glike wol 
genen vnd volgen laten fodanne fummen goides, alfe feuen dufend Rinifche gülden Inmaten 
alfe vorgenird is, vnd were ok dat wy met fodannen vorbenomeden folke vpp fodanne ftede, 
dar man fodannen buw maken wurde, qwemen vnd den vorbenomeden vnfen Oheimen vnd 
fwegern, oren herren vnd ^runden vnd vns met macht verhindert wurde, dat fodanne buw 
vnd vefte nicht gemaket wurde^ So fcholen defuluen vnfe Ohemen vnd fwegere met Hert- 



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283 

togen Freder ick VDrem Swagere vermögen, dat M^y der drydufeiit guldeo qwid vnd lofa 
gelatair werden oo generde vnd fo fcholen defuluen vnte^ Oheinen vnd fiYegere v^ob deswe- 
gen VQg nergen lAede verpUchtiget wefen. Weret ok dat yemand, wy de w^re lik tigen 
diCTe Torgenante koniglike gnade vnd giflft fetten wolde vnnd de vorgenanten vnfe Oheimen 
vod fwegere bynnen ader butben veyden, befcbedigen ader de tollweren vnd de veAe vnd 
tolhufs verntchtigen vnd verdelgen weide, welke tyd vnd wodanne wis dat gefcb^ge. So 
fcholen vnd willen wy, wenn vns dat von den vorgenantep vnfen Ohemen vnd fwegepo wit- 
lik gedan vnd verkündiget werdet, on byftand don met vnfen landen vnd luden, veyde to 
verkuodigeden vnd vyotlik to donde, dar des nod vnd bebuff were vnd geozliken by on 
bliuen wente to ende vth, vnd~ on folge vnd huippe don in allermate, alfe vnfer eyn dem 
andern von erffliker buntnta wegen daran wy vnder einander fitteo von vns an beyderfyt 
vernyed vnd beftediget verplichtiget is. Ok fcholen vnd willen wy fulftinge vnd furderinge 
don vnfen Ohemen vnd fwegern vorgenant, dat fe fik vth vnfen landen fpifen mögen vmb * 
or geld vnd dem wederparte fpyfunge verhindern wor wy können vnd mögen an geuerde. 
Dit louen wy Marggraffen Frederick vnd Frederick, gebrudere vorgnant, den \or* 
gnanten vnfen Oheimen vnd Swegern Herttogen to Brunfswig vnd Luneborch in guden tru- 
wen wol toboldende, one alle argelift vnd vnd geuerde vnd des to Bekentnis hebben wy 
vnfer igliker fin Ingefsegel an diffen brieff hengen beten, de gegeuen is to Rathenow, Na 
godes gebort dufeot vierhundert Jar, darna in dem dry vnd vertigften Jare, am fridage Sente 
peters dage, den n>an nennet kathedra, 

9cit trat Im |^rt|0gL 2anb(l(an)>(ar(^tt)c }u Vo(ffetii(ltt(( atifbeoa^run £)ctginaU. 



MDCXLVII. Die t^erjBge SQBüfielm unb Dtto wn Sraunfcffwetg Sfineburg txfu^m bcn WlavU 

grafen griebrid^ toon Sranbcnburg bie ©arantte bafur gu übernehmen, bap bad an ber ©meitau 

gu errici^tenbe ©cf^o^ ober Soüfiaud nur gur (&t^th\m% ber BoDabgabett benui^t toerbe, 

om 8. Wlai 1443* 

Wy Wilhelm vnd heinrick gebrudere, wilhelm vnd frederick, heren Wil- 
helms fon, alle hertogen to. Brunfzwig vnd iuneborg Bekennen openbar vor vns 
vnd vnfe eruen mit diefzem breue vor aifzweme. So als die liochgf^bonie forften her Otto 
vnd ber frederick, hertogen to Brunfzwig vnd lunieborg, vnfe leuen fedderen, vnd 
wy vns famptlicken voreynet vnd verdragen hebben, eyn tollenhufz, vefte edder flot to Bu- 
wende vp die E Im e na wen vnd daruan to bekrecbtigende eynen tollen, als wy dar- 
mede van dem heiligen Romifchen Ricke begifftiget vnd begübdet fin, vnd als denne 
de ftede, dar wy Tamptlicken fodann tollenhufz eilte Hot buweode werden, in der fuluen 
vnnfzer veddern hertogen Otteu vnd hertogen fredericks ilande vnd deile belegen is, 
fo entfchullen nach enwillen wy vnd vnnfe eruen des vorbenanterr flotes effle tollenhufz an- 
ders nergen to bruken, wen den tollen darvan to bekrecbtigende, vpptonemende vnd darb} 

3ü* 



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284 

to bliueo, als die breff, de jwy od darouer gegeuen hebben» vfol Ttwifende fin, darvor de 
hochgeboren furlle here fredrick, Marggraff to Brandenboreh vnd Burggraff to Nu- 
rentiberch etc., vnfe leue Oheime vod Swagere, mit andern vnfzen heren vnd fmnden vor 
vns vnd vnfzen enien^den vorbenanten hochgeboren furften hem Otten vod heren fre de- 
ricke vnfzen leuen veddem vnd oren eruen gelouet hefft in dufzer wife, ESt wj alle addir 
vnfzer endeil vnd vnfe leruen, dar got vor fy, tegen vthwifunge der vorgerurden briefe deden 
vnd van den fuluen vnfzem vedderen edder oren eruen die hochgeboren furften here fride- 
rieh, Marggraff to Brandenborg etc. darvmmb g'emanet werde, dat he denn to ßund 
den vorbenanten vnfzen vedderen hertogen Otten vnd hertogen fredericke vnd oren er- 
uen mit finen landen vnd luden bebulpen fie vpp vns vnd vnfe eruen vnde on bili^e, fo 
lange dat rry alle edder die Jenne von vns, de fodannen brock gedan hedde, gelik vnd recht 
do in aller wife, alfo in den fuluen breue antwart is. Alfo bidde wy den vorbenomenden 
hochgebomen furften, heren fredericke, Marggraff to Brandenboreh, vnfen leuen 
Oheimen vnd Swagere, vnd heiten ome jegenwerdtgen in craA diefzes brefes, dat die fulue 
vnfe leue Ohme vnd fwagere den ergenannten vnGsen vedderen hertogen Otten vnd her- 
togen fredericke vnd oreq eruen mit finen landen vnd luden biftendich vnd bebulpen fy 
*vp vns vnd vpfe eruen in allermate, alfe die fulue vnfe Ohme vnd fwagere vor vns gelouet 
hefll:, efite des in vorgefchreuener wifze, dar got vor fy, to donde werde, nicht angefeyn 
mogefchop, firuntfchop, buntnifze edder eyninge, daran wy mit dem genanten vnzen Ohmen 
vnd Swagere fitten: vnd wes die vorgnanten her frederick, marggraue to Branden- 
boreh etc., vnfze leue Ohme vnd fwagere alfo na vtwifinge des vorgerurden brefes tegen 
vns donde werde, des fchal he van vns vnd vnfen eruen nu vnd to ewigen tyden fflnder 
vorwyt bliuen. Difles to bekpntnilze hebhen wy alle mit vnizer witfchop vnfze Ingefzigel 
beten hengen an diefzem brieff, de gegeuen is to Brunfzwig, na godes gebort dufend 
vierhundert Jar, dama in dem drievndviertigeften Jare,. des Mitwekens na dem Sondage 
Mifericordia domini etc. 

9tt^ Um. Statau %i^tiM\Mhu6^t XDC, 38S. 



MDCXLVIII. erabifi^Df ©fintier öort SWagbeburg unb bfe SWarlgrafen griebrid^ ber Sfeftcre 
ber unb Sß^tgere wn Sronbenburg com^romitttreit lüegen tfirer Utteiniglciten auf bie gutfcjfeibung 

^ori (S^ubixi^ttxn, am 28. Tlai 1443^ 

Wir voii Gots ^aden Günther, Erzbifchoff zu Magd bürg uff einen, und 

Friederich des heiligen Rom. Reichs Erzkamrer und Friederich, gebruder, 

Marggraüen zu Brandenburg und Burggrafen zu Nurenburg, uff dem andern teile,,. 

.bekennen olfintlich mit diefem briue, das wir unfer zwier Rete mer dan eins zu fampne uff 

gutliche tage gefchickt haben von vil vnd mancherlei fcbulde anklage und anfpracbe wegen. 



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285 

die wir gein einander haben^ und meinen zu haben. Doch haben fich diefelben unfer Rete 
in denfelben Verhandlungen und fruntliehen teidinghen keiner Fruntfchaft mögen vertragen. 
Dorumb haben wir uns von beiden fiten eyns gleichen rechten uff rechtliche Schiedeslewthe, 
und uff einen Obirmann vorejmet und vertragen. Vnd wir obgnanter Günther Erzbi- 
fchoff zu Magdburg haben zu fchiedealewthen usgefazt und gekorn den Erwirdigen Hern 
Hera Niclawfen, Bi fchoff zu Lubek, und den wirdigen herro den Probft darfelbeft, 
dargegen haben wir obgnanten Marggraf. Friederich und Marggraf Friederich zu 
fchiedeslewthen gewillet und gekorn den Erwirdigen Hern Conraten, Bi fchoff zu Ha-* 
uelberg und Hera Niciaufen, Meifter Sand Johanns ordens in der Marke etc. 
Vnd wir obgnanten Furften und Hern fotlen und wollen unfer iglicher fein fchulde vnd zu- 
fpruche, die wir unfer iglicher gein einander haben, und meinen zu haben/ fchrifllichen fezen 
befchrieben und verfiegeln laflen, und diefelben befchrieben verfiegelten fchulde. von beiden 
feiten uff S. Michels tag fchirftkumftig dem Techande zu Magdburg fchiken^ der dan 
eyns iglichen alfo verfchrieben Schulde, dem andern teyle von ftund fenden fal. Vff fulche 
verfchriebne vnd verfiegelte Schulde foUen wir unfer iglicher uff des andern fchulde unfer 
Antwort fchriftlich fezen befchrieben und verfiegeln lalfen, und die Antwort uff Wynachten 
nehift darnach aber dem gnanten Techande zu Magdburg antworten lallen, der denn abii^ 
alfe vor eyns iglichen befchriben Antwort feinem widerteii von ftund m,- ane lang verziehen, 
darnach fchicken fal mit den befchriebnen Antworten, die uns an beiderfit der gnante Te- 
chaud alfo fchiken wirdet Vff diefelben befchrieben Antwort, fpllen und wollen wir von 
beiderfit unfer Jegenrede fetzen befchrieben und verfiegeln lalTen, und fie auch dem gnanten 
Techande uff* unfer Frawen tage LichtmelTe gein Magdeburg fchicken. Derfelbe Techant 
fol dann abir uns obgnanten Hern eynem iglich feins widertparts befchribne Jegenrede ane 
Vc^zogk mit den Ant>vorten wider fenden. 'Vnd uff das lezfte follen und wollen wir ob- 
gnanten Hern uff die Jegenrede . unfer iglicher fein Widerrede fetzen befchrieben und verfie- 
geln laflen, und die mit den befchriebnen Jegenreden uff Oftern fchirft abir wider an den 
goanten Techand fchicken, der denn unfer iglich^s befchrieben Schulde, Antwort^ Jegenrede 
und Widerrede an des andern obgnante gekorne iiäd gewilte fchiedeslewtbe bringen ad^ 
fchicken fal, die denn dorumb an gelegne Stete zufammen kommen, und mit vlieflT verfuchen 
follen, ob fie uns fulcher zufpruche und anklage nach den befchribnen Antworten, Jegen- 
reden vnd Widerreden in willentlicher fruntfchaft, ob fie mögen, adir in rechte, von den be- 
nanten Oftern und zwifchen S. Johanns Baptiften tage fchirft darnach erfcheiden mugen, 
und wie fie uns in wiffentiicher fruntfchaft adir eintrechtliken rechten erfcheiden werden 
das foilen.und wollen wir halden ane argk und ane alles geucrde. Mochten fie aber die 
wifCentliche fruntfchaft nidit treffen, und konten fie auch des rechten nicht vertragen, fo ha- 
ben wir von beider fit einhelichltchen zu einem glichen Obirmanne erwellet und gekoren den 
Erwirdigften in Got unfern befundern lieben Hern und frunde Hern Dltherichen Erz- 
bifchof zu Co In. Dem gnanten unferm lieben Hern und frunde follen den die fcheides- 
lewthe fulch unfer befchrieben und verfiegelte fchulde und Antworte, Jegenrede und Wider- 
rede, und auch die gefprochne Vrtheil, die von den fcheidesiewthen an beider fit dorufi* ge- 



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286 

fprochen werden, ane Verzogk in fein Laiid und behufunge fchiken. Vnd wtir foll^jn und 
wollen feiner Liehe auch von beider fit durtimb fchreibeo, und ihn niit vlie« bitten, lieh der 
fachen zu underwindeii, aU ein glicher Obirmano dorinn 2U erkennen und flu fprechen« Was 
denn von dem obgna'nten unferm geuiltcn Obirmaooe nach den befchreben fchniden und 
antworten, Jegenreden und Widerreden, und auch nach der vorgnanten fcbeideslewthen ge- 
fprochen Ortheilen erkant und usgefprochen wirdet, dar bei Xal es bldbeo, vnd vqü uj^ ob- 
gnanten Bifchoff Günther und Marggrauen Friderichen und FridericJieQ, uad 
von unfir allir Erben und nachlcoinmen Bifchoffen und Marggrauen gehalten werden ane arg 
und ane alles geuerde. Gefcheges auch» dar Got vor fey, das von den obgnanten nnfern 
gekornen fcheideslewthen einer adir mehr adir der Obirmann binnen der zcyt von todes we- 
isen abegingen, adir der fachen alfo nicht annemen woldeu, des wir nicht hoffen, fo haben 
und behalten wir vns von beider fit macht, iglicher nach feinem bequemften, andere Ichei- 
deslewthe, und eintrechligiichen eynen andirn Obirmann zu kyfen ane arg und alles geuerde. 
Alle dirfe obingefchrieben fache, flocke, puncte und artikele, wie vorgerurt ift, reden und 
creloben wir obgnanten Günther, Erzbifchoff zu Magdburg und Fridrich der elter 
und Fridrich der junger Marggrauen zu Brandenburg ftete vefte vnd unverbro- 
chen zu halden ane arg und ane alles geuerde. Vnd des zu Orkui^de haben wir obgnanten 
Hern vnd Furften alle drey iglicher fein Ingefigel an diflen brief beugen laiTen. Der geben 
ift zu Tangermunde, nach Gots geburt viertzen hundirt Jar vnd darnach im drie vnd 
viertzi^^ften Jare, am Dinftage nach dem Sontage Vocem jocunditatis. 

9tad)'trin iBcrtfrn(d}fr, na^ bem £)rigmale tti ^. ®e^ 5tab.«llr(^i»rl (5t. 491) benc^tigten Hbbincfe. 



MDCXLIX. SWarlgraf griebric^f mmmt bie %nx^tn ju Sln^alt, Serenb, 2lboIj)fi uub %lhn^t 

in feinen .(Sc^u^/ am 22.3uli 1443. 

Wir friderich etc., Bekennen öffentlichen mit diefzem briefe vor allermeniglich die 
on fehen adir boren lefen, das v\ir die hochgebornen vnfere lieben Oheimen heiren Bern- 
den herren Adolffen vnd herren Albrechten Oheimen vnd Brudere furften zcu 
Anhalt vnd grauen von Afchanien mit fampt allen iren landen vnd lewten vnd herfchaff- 
ten in vnfzer befchermunge, fchutczunge vnd verteidingnifz gutlichen vfgpnomroen vnd ent- 
phangen haben vnd wir nemen vnd entpfahen fie auch an vnfzer befchermunge, fchutczunge 
vnd verteidingnifze gein allermeniglicheh in crafft diefzes, doch alleyne vfzgeuoiiH*n den Er- 
wirdi'^ften in got herren gunther, Erczbi ffchof zcu Magdeburg, vnd fienen ftifft, dar 
weder wir fie nicht verleidingen wollen, Alfo das wir fie vnd ire lande vnde lewte glich 
anderen vufzerer hern»» vr»d graftMi landen vnd leuten getruwelichen nach allem vermögen, 
wor wir or.er zcu gliche Kren vnd recliLe mechtig fin, gein eyme yderaiannen fchntczen 
fchermen verfprechen vnd verteidingeu follen vnd woUen ane geuerde. üarvmmb vnd von 



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287 

defwegen» fo follen vnd wollen die obgoanten VDfere Obeimenr vnd furßen von Ai^halt mit 
eigener perfone adir ab Re des perfonlicben nicht geton konden, ,dorch ore Amptbide vnd 
auch mit iren landen vnd lewten vns Vnd vnfer berfchafft auch widder vminb zcu allen vn- 
feren noten, krygen vnd gefchefften, wen wir fie darczu Bitten addir die vnferen yon vnfzer 
wegen darczu anlangen vnd Bitten lafTen werden, auch geCruwelicben hach allen irem ver- 
mögen gein ydermanniglich vlzgenommen den obgnannten oren erbherren den Biirchof zcu 
Magdebin'g vnd den Styift vnd alle fine nachkomen, byftendig gehulffen vnd geraten fin ane 
alle hulfferede, ane argk vnd ane alles geuerde. Zu Orkonde haben wir obgnannten furften 
beide vnfzer iczlicher iin Ingelzigel an dilTen brief hengen laffen, der gegeben ift zcu Tan« 
germunde, nach gots gebord XIliK Jar vnd darnach Im dryvndvierczigften Jare, am m^n- 
tage Sand roarien magdalenen tag. 

9la(^ bem i^iinn&f. itfynt*^opicdhu<i)t XX, 937. 



MDCL. grtebrt4>, SRömtfc^cr Äontg, gebietet bem ^ur^rften ^riebrid^ ju Sranbenburg bie 
JSubeii bti ßrjjtift^ SÄagbeburg, bte tit bte ^tii^ia^t getl^an toorben, in feinen ganben gu 

»erfolgen, am 14*Dct* 1443^ 

Wir Fridrich) von gotes gnaden Romifcher kunig, zu allen ziten Merer des 
Bichs, Herczog zu Ofterreich etc. Embieten dem hochgebornen Fridrichen, Marggaffen 
zu Branndemburgy des heiligen Romifchen Richs Erczkamrer vnd Burggrafen zu Nurem- 
berg, vnferm lieben Oheim vnd kurfurften, vnfer gnad vnd alles gut. Hochgeborner lieber 
Oheim vnd kurftirft. Dein lieb mag villeicht wol vernomen haben, wie die Jüdifcheit 
in dem StifTte von Magdeburg gefefTen vnd dem zugehörig, vnfern geboten vngehorfam ge- 
wefen vnd durch folher vngehorfam willen, auch daz Sy vns vnd dem heiligen Riebe vnfer 
gerechtikeit vorbalden, durch vnfer gewaltig Machtboten, die wir in denfelben lannden ge-* 
habt haben, in des heiligen Richs acht vnd pann find gefprochen vnd getan worden, die 
auch et tlich vnfer vnd des Richs furften, durch vnfern willen veruolgen, als fich geburet; 
vnd wan nu diefelb Jüdifcheit alfo in Irer vngehorfam teglich meer vnd meer verhertet, das 
doch nit zu dulden ift, Darumb fo begern wir von deiner liebe mit fleifs vnd gebieten dir 
auch von kuniglicher macht ernftlich, daz du als vnfer vnd des Richs kurftirft vnd zu fter- 
kung vnfrer vnd des heiligen Richs gerechtikeit, als du dann des phlichtig pift, diefelbeo 
Jüdifcheit in deinen lannden verfolgen fchaffeft vnd gepieteft allen deinen Steten vnd vn* 
dei'thanen, Sy als die echter zu halden, vnd In kainen fchucz noch geloit ze geben, funder 
Sy Ir leib vnd gut anzugreifen, alflanng bifs Sy vns vmb vnfer vnd des Richs gerechtikeit 
o-enug tun, vnd aus folber acht komen: daran tuft du vns funderlich danknemkeit, die wir 
gen deiner liebe gnediciich erkennen wellen. Geben zu Wyenn, au Mantag vor Sand 
Gallen tag. Anno domini etc. quadragefimo tertio, vnfers Richs im virden Jare. 

De mandato dominj Regis. 

92m^ Um im it Güc^Pfc^» (9e(^. ttccblo in jDrc^ben ht^ntiiditn £)r:ginalf . 



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288 

MDCLI. Sorlättfiger Sergleid^i, ber auf bcm Za^t ju ^anlfurt jtotfdfien ben SranbettBttrgtfc|ieti 
SRät^ett iwb ben Slbgeorbiteteit bed i)eutf(|en Orbend in Setreff ber Sleumorl gu ©taitbe 

gefommert tfl, am 16.Dctober 1443. 

Nach criilti vonfers hem geburt virczehenhun4ert jar vnde darnach in dem dryvnd- 
virtzigften iare» an der mitwoch fant galten tagej fein ilhier zi^ franken fürt an der oder 
zu tage vnde in teydingen gewefst der jrluchte hoehgeboiren fiirfte vnd here here fridrich 
Marggraue zu branndburg, des Heiligen ßoniifchen Richs ertzkamerer vnd Burggraue 
zu Nurembergey vflf einen teyle, vnd die wirdigen bem her johan von Reinchingen, 
Grofskomptbur, her heinrich Rews von plowen yberfter fpitteler vnd komptbur zum 
Eibinge, Er ludwig von lartzer landtkompthur zu potczen, her Claus von Remich 
kbmptur zu lotringen, Er joft vonvenningen komptbur zu mergentheim. Er heinrich 
Slegeveyn kompthur zu goldingen, Ermarquärdt^von konigefseg kömptur zur Mey- 
naw, alle dewtfches Ordens, Er bans von Steten, Er nicios von Sparwin Ritter, 
Er iohau Aft Doctor jn geirUiebiai Rechte vnde pfarrer zu Thomn^ auch dewtfches Or- 
dens,. Erhardt Junterfsberg, Cafper materne, hinrich halproachfen, Burger- 
meifter zum Eibinge voji des hoch wirdigen bem hern Conrades von Erlich fs häufen 
homeifters vnde des gantzen ordens wegen vflp dem anderen teyle: vnd der upgnanteMarg* 
graue fridrich hat durch feiner gnaden Rete mit den obgnanten kompthuren vnd ge- 
bietigeren laffen bereden vnd beteidingen, als himachgefchriben vnd beczeichnet ift« Zum 
erften haben fie fich voreynet vnd vertragen, das nymandt von beiden obgnanten teilen ge^ 
ftatten noch gönnen fol des anderen teyles land ader lute durch, fein laut ader gebiete an« 
Zugriffen noch mit keinen fachen zu befchedigen, dar denn brieff über gegeben find, die das 
clerlick genuch beweifen. Vnd doby ift geredt, beteidingt vnd verlafsen, das der gnannte 
Marggraue fridrich mit feiner gnaden bruderen hern johan fe, hern Albrechte vnd 
hern fridriche die Nuwe Marke ober oder in irera verfigelten brieffe verlafsen vnd 
fich auch aller anclage, zufproche vnd gerech tickeit, die fie dorann gehabt haben in fchrifften 
verczeien füllen, wie das dem orden. nodt ift. Vnd der obgnannte Marggraue fridrich 
fol auch von der Nuwenmarke wegen zu vnnferm hern dem Romifchen konige vnd zu den 
kurfürften fchicken vnd fcbaflfen, vfsrichten vnd arbeyteo lafien, das der- obgnannte vnnfer 
here der Romifche konigk vnd die kurfürften dem orden nach irer notdurfTt brieffe darüber 
geben, daran fie vorwaret fein: vnd wenn marggraue fridrich obgnannt die briue alfo von 
vnnferm hern dem konige vnd den kurfürften beftellen vnd vfsrichlen laflen foll, dansu foU 
im der homeifter vnd der orden zwifchen hir vnd öfteren fchirften gelt vnd czering» vfs« 
richten vnd fenden, domit man eyne Erhebe botfchalTt beftellen vnd die briefie vfs den 
Cantzleyen vfsrichten möge. Diefelben brieße fol dann' marggraue fridrich obgnant 
by im behalden fo lange das jm der orden die erften funfzehen tufent gülden beczalt hat» 
Denn fol er dem orden die brieff übergeben vnd antworden. VIT das haben die obgnann« 
ten gebietigem von des homeifters vnd des gantzen ordens wegen dem vorgnannten marg- 
grauen fridrichen dem Eideren vnd marggrauen fridrichen dem jüngeren 



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2b9 

vnd ireB erben vnd erbnebmeD zugefagt» geredt vnd globet vod gebunge difser rchrifft vif 

deflen nechrtkomeodeii' faot mertens tage vort über ein iar funfczehen tufent gute volwicbtige 

Riuifche gülden zu g^ben vnd zu beczalen vnd darnach über vff fant mertens tag nechftkonf- 

tigen auch XV* rinifche gülden zu geben vnd zu beczalen, das denn der homeifter vbgnannt 

mit czwelffen finen gebietigem dem obgnannten marggrauen frid riehen, feinem bruder 

vnd iren erben verfcbriben vnd vormachen füllen nach lu^e der abefchrifft, die der obgnannte 

Biarggraue fridrich der Eider darüber ^begriffen vnd die den obgnannten gebietigeren 

des Ordens mit gegeben hatt. Vnd als denn auch .hertzQge heinrich von Stargarde 

den orden vnd iren lantt mit veyhden angefangen vnd roblichin befchediget hatt, me lieh 

der obgnannte marggraue fridrich ken dem orden darjn halden foU, des hat fe^ne gnade 

den gebietigeren des ordens einen verfiglten brieff gegeben, der das lawter aufswifet, darnach 

men fich wol gerieten möge. Auch funderlich ift beredt, befprochen vnd beteydingt, das 

der homeifter vnd alle feine nachkomen nach der orden keyne newe Czolle zu Coftryn 

nicht anheben noch machen füllen, domit die kaufflut^ vnd wer uff der oder faren wirdt mit 

irer habe vnd gute befweret werden mochten, d<Miiff och briue begriffen fein, die der ob* 

goannte homeifter ^d der orden dem gnannten Marggrauen fridrichen vbergeben 

vad verfigeln füllen. Alle dede obingefcriuen ander brieffe nemlichen d^n SchuItbriefT vnd 

«vorczeyguDges brieif füllen beide parthien ken einander fertigen vnd vff vnnfer frowen tag 

lichtmefsen fchirftkonfftig «alhir zu franckfurdt an der oder uberantworden. Des zu vr- 

kundt vnde mehren bekentnifse haben wir obgnanter marggraue fridrich vnnfer jnfigel 

vor vns vnd marggrauen fridrichin vnfern bruder vnd wy vorgnannten johan von 

Remchingien Grofskom^tur vnd hinrich Rews von plawen orberfter Spittler vnd 

komptur zum Elbing« von vnnfer vnd der andern obgnannten gebietigeren vnd des ordens 

wegen vnnfer beyder jnfigel wiflentlich an difle fchrifft der vnnfer itzlich teyl eine hatt 

heyfsen hengen, die gefcriuen vnde geben iiJt, als am anfange delTer fchrifft beruret vnd 

befchreben fteet 

92«^ tun itum« tif^nittpxaihvi^t jU, 16S* 



MDCLIL Die SWarfgrafeit griÄrid^ Ux %tltm, ^tlfymn, ^Ihvt^t unb grieW^ »erglridjftti 
ft(^ mit btm |)0(fimeiftrr t)td S)etttf(|»en Orbettd ba^irt, bag bte ^om ^aifer ©tegmunb mät&fti^tt 
aSBrife wrgenortttttette Seretgttmig ber 3itmaxi mt ben Deutfdjiert Drbm »o» iffnrit aH gültig 

anrrfonnt nnrb, am 16.Dcto(er 1443. 

Wir Friderich der alter des heiligen Rom« Reichs Erzkamerer^ Johann^s^ 

AI brecht und Friderich der junger, Grebruder, alle von Gotes Gnaden Marggraf- 

fen zu Brandenburg vnd Burggrafen zu Nurenberg, bekennen öffentlich vor vns, vnfir 

erben, miterbin, alle vnfir Manne vnd getruwen vnd alle vnfir vnd ire Nachkommen der 

«cuipu^ U. »• IV, \ 37 



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290 

MarggrauefchalTt zu Brandebirrg vnd fuft allen viifim Herlchaften rnd Landen, vnd thun 
kunt allen, die diefaen brieff Xehen, hören ader lefen, So als denn der Allerdurchliiebtigrte 
Herre Her Sigmund, Romifcher Kaifer feliger Gedechtnisf etwan Marggraf zu Bran- 
denburg vnfer Vorfare, mit gutem Gewisfen rechtfertiger vnd redelicher fachen vnd weyfe» 
willen, msfen, rat vnd volbort fyner Miterben, Manfchaften vnd getrouwen, die Marck, 
edwan die Landifbergfche Markh vnd dornach vndnu die Nefiwemarkh obir Oder 
genant, mit allen ken Slosfen, Steten, Merckten, Dörffem vod allen Zubehoningben, Herr^ 
lichkeiten vnd Rechten, in iren Grrenit^en gelegen, dem Hochwirdigen vnd gheiftlichen Her* 
ren Conraden von Jung in gen des Ordens der Bruder des Hofpitals fente Marien des 
Dutfchen Hufes voi> Jerufalem Homeifter feiigen, feinen Nachkomen vnd Orden vor eyne 
merkliche grosfe Summe Geldes czum erften vff eynen Widerkouff verkoufft, ikigegeben vnd 
geantwortet, vnd domaeh denfelben kouff als eyn Rom. Konig beftetiget, gemechtiget vnd 
vorliebet hat, vbir das alls ein mechtiger Rom. Konig vmb iiuer Selen Selikeith zu einer 
rechten Gotsgabe vnd ander merklichen fachen willen, dem Hern Homeifter des vorgenanten 
Ordens feynen Nachkomen vnd feinem Orden gegeben vnd voreygent hat, das alles ditf 
briefe dorobir gegeben clerlichen inne faalden, vnd von fulchs obgenanten KoufTs, Gobe vnd 
Voreigunghe wegen der vorgefcbribene Herre Hon^ifter feyne Nachkomen' vnd feyn Orden 
die genante Newmarkh vbir Oder genannt, mit allen iren Zubehorunghen , Herrlichkei- 
ten vnd Rechten alfo innegehabt, befesfen vnd bis an disfe Zeit der gebruchet haben. Sint 
der Zeit wir denn nu die Marekh zu Brandenburg mechtiglich inne haben, befizen vnd 
douon Marckgrafen zu Brandenburg fein vnd heisfen, vnd anders nicht geivusft haben, denn 
das folcher Kouff, Gabe vnd Voreygung macbtiosf were, vnd die obgeoante Newe Markh 
zu vnfir Herrfchafft der Markh zu Brandenburgk nach Innehalden der Gulden Bullen Karoil 
des vierden fprechende von der (Jntheilung der Kurfurftentumb, vnd fuft als ein ungefundert 
Gelied gehören vnd dobey bleiben folde; Von deswegen haben wir von dem hochwirdigen 
vnd gheiftlichen Hern Conrad von Erlichshufen, des egedachten Ordens itzuud Hn- 
meifter vnd feinem Orden die vorgenante New Marekh gefurdert, dorumb er denn etliche 
vorrampte Tage mit vns vnd vnfirn Reten gehalten hat, vff welchen Tagen wir dem ntzge- 
nanten Hern Homeifter vnd-^feinen Orden angelanget' haben, das er vns die vilgenante New. 
• Markh abetrete vnd dorzu gerulich komen liesfe, vfF denfelben Tagen durch mancherley 
Vorhandel haben wir mit reifFen Rate vnd vieisiiger Obirlegunge vnfer Rete, Manne vnd 
getroowen irkanl vnd irkennen, das die obengefcriben KoufT, Grabe vnd Voreygung der 
nachberfirten Newen Markh mit allen iren Slosfim^ Steten, Markten, Dorffem vnd allen 
Herrlichkeiten^ Rechten vnd Zubehomnghen, als die der Homeifter vnd (ein Orden bis her 
innegehabt vnd befesfen haben, kreftig, mechtig vnd vollkomlich dem vorgenaoten Hern Ho- 
meifter feynen Nachkomen vnd Orden nach Gote vnd Rechte gefchen vnd gethan lint, vnd 
durch fulcheins fte recht vnd redli^ in die Befizunge fint gekomen, Dorumb der Herre 
Homeifter» feine Naehkomen vnd Orden biUich vnd mit rechte in fulcher Befiznnghe dte 
obengefchreben Landes vnd allen feinen Zubehoningben, Herrlichkeiten vnd Rechten, als ü« 
das bisher befesfen haben, gerulich, fridlich vnd ewiclich bleiben vnd gelasfen fuUea werden» 



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291 

von vnsy voCrn Erbea, Miterben, Mannen vad getruwen vnd allen vnfern vnd der vnfern 
Naebkomen. Donimb wirFriderich der elter, Johannes, Albrecht v^dFriderich 
der junger, Gebruder obgenant, fein Gelider des heiligen Rom» Reichs, Kurfurfte, Marg- 
grafiBD zu Brandenburg vnd Burggrafen zu Norembergk, mit rechte, vnd wol bedachtem 
mute vnfir Manne vnd Getruwen haben yorliebet vnd vorwillet, verlieben vnd vor willen in 
crafft dis briefs den obgenanten Kouff, Gotfgabe vnd Voreygnung in aller fna(Te, als die durch 
den genapten Hern Sigmund Rom. Keyfern gethan, vorfcbrieben vnd gefchehen fint, 
^ mk allen brieffen in aller maafe, ala die briefe dem Herren Homeifter, feynen Nochkomen 
vnd Orden dorvbir g^^ben fint, die wir. och von rechtem wisfen mit allen artikeln vnd 
einen izlichen befundem ganz Vorlieben, alfo iiaben vnd ewiclich füllen vnd wellen haldpn; 
ab fie hie von Worte zu Worte vfgedrucket, ingezogen vnd von vns allen gegeben weren. 
Ober das alles wer is, das wir y kein Eigenfchaft ader Gerechtigkeit betten ader haben 
mochten mi ader -in zukommenden Zeiten, vff die obgnanten etwan die Landefbergfche 
Markh domacb vnd nu die Newe Markh ober Oder genant mit iren Slösfem» Steten» 
Merck ten, Dörfern, Herlichkeit» , Rechten vnd Zubehorungen, wie man die nennen mogte, 
oder noch genant mochten werden, die obirgeben wir famptlich vnd ein izücher befunder 
für vns, alle vnfir Erben, Erbnemen, Mannen vnd Getrouwen, allin vnfern vnd der vnfirn 
Nach]i-omeR, in kralTt di(s briefls vnd vor in crafft disfelben brieffs geben vnd metezoeigen 
wir dem obgnanten hochwirdigen Hern Conrad von Erlifchhufen, itzundigen Homeifter, 
feinen Nachkoroen vnd Orden mit vnwederruflicher Gobe vnd zu rechter Gotsgobe in dem 
Namen Gotes als ein Kurfurft, Marggraffen zu Brandenburg ynd Burggrafen zu Noremberg, 
das mehrgenante Land Neweroarkh ober Oder genant, mit allen* feinen Slosfiro, Steten, 
Merkten, Dörffern, Güttern^ Lehngüttern,. gheiftUchen vnd wertlichen rechten, freyheiten, 
fruchten, nutzen vnd alles das gelegen ift binnen der Newen Marke obgnant vnd iren 
Grebitzen, als fie der Homeifter vnd fein Orden bis her fnne gehabt vnd befesfen haben mit 
allen dinget, die oben vnd vnder der Erde fint, befuchet vnd vobefuchet vnd allen andern 
Rechten, Herrlichkeiten, Nutzen vnd Zubehorunghen , nichtfs nicht vlgenommen, nach Inhal« 
düng aller -briefe dem gnanten Homeifter, feynen Nachkomen vnd feinen Orden darüber ge* 
geben, vnd behalden euch vns, vnfern Erben, Miterben vnd Nachkomen vnd allen den vn* 
fern vt)d iren Nachkomen an demfelben gnapten Lände hinfär keynen Zufprqch, Eigenfchafft, 
HerfchafTt ader Erbfchaßt, fundern wir vorzien vns des benaiiten Landes vnd aller feiner 
Zubehorungen geozlich vnd eiviclich in krafTt diesfes briffes* Wir verziehen vns euch aller 
Stefier vnd Hulffe, die vns vnfer Erben, Miterben vnd Nachkomen in gheiftlicfaen ader wert«* 
liehen rechten vnd Gefezen, Pabftlicben oder Keiferlichen briefen, an demfelben Lande oder . 
yrkeia (einem Teil zu Hä'ffe vnd dem vorgenanten Hern Homeifter, feinen Nochkomen vnd 
Orden zu fchaden komen mochten, die do itzunder gefazt fein oder gefazt mogten werden 
111 zukommendea Zeiten, befundem der Hülfle der briefe mit allen iren Artikeln vnd punc- 
tev, dadurch Marggraf Friderich vnfir Vater feiiger, wir Friderich der alter zu Kur- 
furften, vnd euch wir Johannes, Albrecht vnd Friderich der junger zu wahrhaf- 
tigen Marggrafen der Markh pi Brandenburg gemachet ^ belehne.t^ beftetiget vnd confirmiret 

37* 



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2» 

lint, Auch Hülffe der Güldein Bullen Karoli des vierden oben gedacht mit allen iren Ar- 
tikeln, punct^n, Gefezen vnd Rechten, vnd dorzu aller ander Gefezze vnd Rechte fuft in 
andern BuUen, briefen, Gefezen oder Rechten» gheiftlichen ader wertlich, wie die ouch fonder«» 
lieh lawten^ der wir vns ouch, ob fie von Worte zu Worte hie yPsgedruket weren, ader ob 
fie von Rechte geborlich weren vlzudruken, mit rechter Wiafenfchafft vorzigen haben vnd 
vns der.genzlich vnd ewiciich in krafft djsfes brieffs vorzeihen, fo das wir famptlich ader 
ymands von vns befundem, vnfer Erben, Erbnemen oder Nochkonten der njmmer gebran« 
chen noch vns zu Hfilflfe komen Tollen in gheiftlichen noch Mn 'wertlichen rechten zu widder- 
Wendung dislir oben vnd nachgefchrfeben irkennung, vorliebung, mitgebunge, vorfathunge vnd 
gelobnisf vff das nachgenante Laut Newe Marke ober Oder genant, Slosfen, Stete, 
Merckte, Dörffem vnd allen feinen Zubehorunghen, Herrlichkeiten vnd Rechten von vns ge* 
fcheen, vnd foUen vnd wollen auch vorbas dorumb keinen Zufpruch zu dem egemelten Hern 
Homeiftere, feinen Nacbkomen vnd Orden thun noch haben. Alle vnd einen itzlichen oben 
vnd vnden gefchriebnen Artikel, Stfigke vnd Puncto gelouben vnd verheisfen wir vorgenao- 
ten Herren Friderich der. älter, Johannes, Albrecht vnd Friderixsh der junger, 
alle Gebruder, vor Vns, vnfer Erben, Miterben, Manfchaften vnd alle vnfen vtid der vnfem 
Nachkomen by fflrftlichen Eren vnd guten getruwen fefte, kreftig. vnd vnverferet zu haiden, 
vnd do wider nimmer zu thun noch fchaffen gethan werden heymelich ader offenbar; mit 
rechte geiftlich oder wertlich, ader ane recht, mit Veyde ader Gewalt, allerley Intragk, Ir- 
rungen, Argelift, Neue fimde, die itzund linC ader hirnachmals irdocht ader gefunden moch- 
ten werden » genzKch hirinne vfgefcheiden. , Des zu merer Sicherheit vnd warem gezuchnisfe 
haben ^vir Fridericlr der älter, Johannes, Albrecht und Friderich der junger. 
Gebrudere, alle Marggrafen zu Brandenburg vnd Burggrafen zu Norenberg offtge- 
nant, vnfer izlicher vnfer Ingeßgill vns domit zu obirfagen aller obingefcriben artikel, ftucke 
vnd puncto mit rechtem wisfen lasfen anhangen diesfem brieffe, der gegeben ift zu F ran- 
ken fordev nach^ Gt>tes Geburt vierzehenhundert Jar vnd dornach im drey vnd vierzigften 
Jare, an der Mittwoch Sent Gallen iage« Hirbey vnd obir fint geweft die Erwirdigen Hoch- 
gebornen, Wirdigen, Edelen, Geftrengen vnd Erbaren vnfer Rete ,vnd lieben getruwen Here 
Johannes Bifchoff zu Lubus, Her Adoiff Fürfte zu Anhalt vnd Graue von 
Afchkanien, Her Nickel Thirbaeh Meifter Sant Johannis Ordens, Bartufch 
von^Wefenburg Herre zum Bobirfberge, Frederik von Bebirftein zu Beze- 
kow vnd Storkov Herre, Er Peter Probift zu Brandenburg, Hans von WaJ- 
dow, Berend vnd Werner, Gebruder, von der Schdlenburg Ritter, aide Otte von 
SJiwen, Heyne Pfull, Jorge von Waldenfels vnfir Camermeifter, junge Otte von 
Sliwen vnd fuft ander vnfer glowenwirdiger Rete vil mehr, mit der aller Rathe, Wisfeo 
vnd Willen disfe obengefchreben Erkentnisfe, Gabe, Vorzeiunge vnd Vorfchrdbunge ge- 
fchehn fynt. 

9ta(^ einer doDie im $tii)i(egieti(a4e IH beu<f((en Orben< Im (Be^. Ka^.ifürc^toe |i S!^(rlin nnb nc<^ ben txwM^ 
fnmten in \tt ^eefiatigniie U% MSmifc^n üSnigl %x\t\x\f:^ imb ber A'uiffirflcn. 



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293 

tmb S3mtb Mtt Stetnfiein tit tffrrtt €4^u^, am 24. 9li)t). 1443. 

Wir Fridericb, des heiligen Romifchen Reichs Erzkamrer - vnd Friderich ge- 
bruder von gots gnaden Marggrafen zu Branndborg ynd Burggrafen zu Nuremberg, Beken« 
Den offenliqh mit dilTem briefe vor allermenigÜch, das wir die wolgebomen Grafen vU 
riche vnd Grafen Bernde von Reynft.ein^yDnfere lieben getriiwen, mit iren landen 
ynd lewten in vnnfem fchutz vnd vertedingnifs genomen haben , vod haben vns vertragen» 
Aifo das wir In, alle vnnfere lebetage, helflfen, raten vnd zulegen wollen gein allerroeniglich 
wor wir yrer zu gleiche , zu eretf vnd zu rechte roechtig fein, nymandes vfsgenomen, dapn 
alleine vnnfer Oheimen von Brunfswig In fulcher wife, mit weme fie zu fchicken bet- 
ten , vnd fie vns darumb anlangen vnd fordern wurden. So wollen wir ere vnd recht vor 
fie bieten. Wurden In denn ire widderfathen gleichs, eren vnd rechts vfsgeen vnd weigern 
vnd on bynnen vier wochen, nehift nach der erbietunge, des nicht mocht widderfaren, So 
wollen wir von ftund, Wenn wir des Ermanet werden, der fyand werden vmb iren willen» 
den auch fyantlichen thun, vnd vns auch mit den nicht frieden, funen noch richten, das were 
dan irer guter wille. Gefcheg es auch, das ymant die genanten grafen vi rieh vnd grafen 
Bernde angriffen vnd befchedigen werde, dar wir irer in eren vnd zu rechte mechtig we- 
.i*en, gegen die wollen ,wir In. von ftund helffen vnd ör fyand werden. Weres auch daa wir 
Ton den gnanten vnfem Üben* getruwen grafen vi riche vnd grafen Bernde hulflfe 
fordern, vnd fie vns helffen vnd dienen, ader wir ader die vnnfem vns zu vnfern krygen oder 
note, in irer Slofs, borge ader Stele legem wurden, das den gnanten grafen vir ich e vnd 
grafen Bernde yerterplich vnd fwerlich were, da wolden wir In hulffe vnd Rat gein thun, 
nach erkentnifs zwier vnfer Rete vndxzwier irer Grunde ader manne, ynd in welch ir Slofs, 
Stete ader borge wir äder die vnnfern in fordern vnd dar legem worden , follen vnd wollen 
wir die kolte felbs lyden vnd haben vnd In vnd iren borgen vnd Steten vor ebeiithure ftan, 
ah der von vnfers krieges wegen vnd in ynnferm dienfte welchs verloren wurde. So wollen 
^ir In vnuerzoglichen widderftalunge tun alle gud fie verloren haben Im nehiftea vierteil 
Jars» vnd des zu Orkunde vnd waren Bekentnifs haben wir obgnanten Marggrafen vnnfer 
Iglicher fein Ingefigel, für fich mit guten willen, wÜTen vnd vulbort an dilTen brief lallen 
hengen, der Gegeben ift zu Spandow, nach gots gebort vierzehnhundert Jar vnd damach 
Im drey vnd vierzigfte&\lare, am Sontage Sente katherinen abende der heiligen Jungfrowen. 

9Uc^ ^m iio|kr|03U£aiiU<(auptar(l}i»em aSolfrabfinrC atifbeoa^tlen IDriginale,— iCurai&rr.£r(n«'(iop.>S9u(^ X1X,422. 



MDCLIV, ©nigwtj jtoifd^cn \>txi\ |)odpmcijler beö I)eutfc^en Drbert«, feem'Äurfßrjfen unb htm 
SWarfgrofen Sriebrid[> auf Scbendjeit, öom 25. 9loöembcr 1443. 

Wir bruder Conrad von Erlichfhuwfen des ordens der Brüder its hofpitals 
Tante marie des dewtfchen hufes von ihemfaleni homeifter, Bekennen iSiir vn« vnd vnfer ^ 



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294 

Oacbkamcift ofiiDtlich in diflem briue, das vrir mit iviffen tnd vulbort vnnler ghebit^fr vn<l 
mit Elate vnfer bruder viis von vns vnd vonfers ordens wegeo zu prewtzeo vnd mit voBferm 
lande der Nuwen marke vns mit dem hocbgeboreD furften vnd bero, bera frid riebe« 
dem Elderen, des beiligen Romifchen Riebs Ertzkamerer vnd bern fridricheo dem 
jüngeren, gebruderen« marggraUen zu brandburg vnde Burggrauen zu Norediberg, 
vnnfem lieben bern, vmb fride vnd befleninge willen vnnfer lande vnd lutbe an beiden fyten 
vnd zukimfftigen nutzes wegen, der dauon entfteben mag, gutTichin "vdt^yn^ Vp'd' Vortragen 
baben, voreynen vnd vortragen vns auch mit en jn krafTt difses briues, Alfo das wir vnnfer 
narhkomen vnd vnnfer orden, wen ader wo wir ader vnnfer nachkomen der obgnannten 
vnnfer bem Marggrauen zu glicbe vnd rechte mechtig find, nicht gönnen noch keinen vor- 
fatze nicht geftaten full<>n noch wellen, das jmandt wer der were, der obgnannten bem 
marggrauen lande, leute ader gutter der marke zu ßranndburg vfs vnnfem landen noch 
durch vnfer landt vnde gebite mit robe, brande ader nähme ader b^fchednngen nicht an- 
griffen, leydigen, rouben noch befchedigen füllen in keinerwifs vnd wir ader die vnnferea 
füllen noch enwollen irer, noch ires landes der marke zu brandburg rohere, echtere ader 
befchediger in vnnfen landen, Steden noch gebieten wiffentlich nicht hufen ader hegen, noch 
jn keine furdringe thun vnd auch den vnnfern nicht geftaten zu thuo angeuerde. Gefcheges 
aber darüber einicherley zugi*iffe, roub, brannt ader befchedunge vfs vnnfern landen ader 
durch vnnfern laut vnd gebiete in der öbingefchriben vnfer bern lande' der untrk^ vorpt^d^nt 
vnd Gebiete, das wir denn nicht hoffen; So füllen vnd mögen der vorgnanten bern voigte, ' 
Amptlute ader wer die feyn vfs irem lande der marke vorgenuihpt, die darzukomen vnd 
gefchicket werden, in vnnfer landt vpd dodurch nachfolgen, die robere vnd befchediger an 
zugriflen, wen vnd wo fie ymmer mögen, vnd die vnnfi^rn; die darzu von jn gefordert vnd 
angeruffen werden, füllen jn getrwlich vnd mit Heifse darzu behnifliig vnde retHch fein, glei- 
cherwifs ab es vns felbs adi«* vnnfern orden ader jn vnnfern landen gefeheetr were, an argf 
vnd on alles geuerde. Auch were es fache, das die obgrianten' Vnnfer bern marggrauen 
ader ire Grauen, bem, Ritter vnd knechte icht zufchicken gewonnen mit vnfem hnden ader 
luten; fo füllen fie' darvmb einen gemeynen nemen vfs vnnfern ader vnnfem nachkomen 
Elats gebietigeren vnd fie füllen auch zwey von jren reten vnd wir ader vnnfer nachkomen 
defsgieich auch zwey von vnnfern Reten dar zu fetzen, die funffe darvmb zu koftrin zu- 
famenenkomen vnd die fachen verhören vnd entfcheiden füllen: vnd was dann die funffe; 
ader das meyße teyl nach aller vorbrengung jm rechten erkennen vnd vfsfprechen, do by 
fol es bleiben vnd von beiden teylen gehalden werden on alles geuerde. Giicher wifs wer« 
auch fache, das wir vnnfer nachkomen vnde vnnfer orden auch vnnfers ordens prelaten; bern, 
Ritter vnd knechte mit den vorgnanten vnnfern bem marggrauen iren landen ader luten der 
marke zu brandburg zu fchicken gewonnen; So füllen wir ader vnnfer nachkomen vnd orden 
darvmb -einen gemeinen nemen vfs vorgnanten vnfer. bern marggrauen Reten, darzu fie auch 
czweine von iren reten vnd wir auch czweyne von irs rats gebietigeren fetczeu füllen, die 
dorvme zu franckenforde an der oder zufammen komen vnd die fache verhören ^d eiitfchew 
den füllen vnd was alfo die funffe ader das meifte teyl nach aller verbrengUBg jm rechten 



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295 

erkennen Tnd fprechen werden, doby Toll es bKben vnd von beyden teilen gelnrideii Wer- 
den. Wers auch lache, das Burger ader gebure von beyder herfchapp ken einand* sn- 
fcbicken gewunen, Ais denn fol der cleger den antworder fudien vnd ven jm recht nemeo 
in deme gerichte, dorjnn her befeflen ift, do auch dem cleger vnuorcasogen rechts l>diitfen 
foll werden on alle geuerde. Deffe obgnante eynunge (bi (eyn weren bleiben fo Ismge vnd 
die weyle dy vorgefchriben vnnfer hem beyde ader irea ein lebet Vnd wan fie verftorben 
Tein fo foll dilTe eynunge auch abe fein. In difler obgefcbribeoen verlchribunge vnd eynung 
nehmen wir vfs zu vorderft ▼nnfem heiligen v^ter dem Babß vnd die heillige Romirefae 
kirch, vnfen hem den Romifchen konnigk vnd das heilige romifche Reich, den konigk 
von poleiil vnd die kröne zu polen, den Grofsfurften zu tyttowen vnd den hert- 
zogen von po'meren. .,Des zu mehrer bekentnifse haben wir Conrat von Ertiehfs- 
hufen homeifter vorgaant vnd hans von R-emchingen Grofskomptur für vns vnfer nach- 
kernen vnnfem orden vnd alle die vcfern vnnfern jnfigel taffen anhangen didem briue, der 
p^f^eben ift vff vTinfers Ordens houbthufe marienbarg, Anno domini millefimo qaadringen^- 
ttfimo quadrageiimo tertio, An fant kathriiien der beütgen jungfrouen tag« 

9ta(^ Um JCnroiorftf^n it^tHt^piMmi^ in,. 167. — Gtrctenl Cod« V,.314.. 



MDCLV. ^roxe^ft^rifteii in ©ai^cn be« Äurfürflen griebrtd^ mi ferne« f&mbtxi ^ti^xv^ bM 
Sfingcren gegen fecn Crgbifc^of ©untl^er wn SWagbeburg^ tuegen ber. ber SRatf eiti^ogeiteit 
|>en'f(|iaftnt SQ^ermgerobe mib 2Äöefertt, »egen bc« &anbe« Sericf^ow, fctöie ber B^\8^t itnb. 
etobte SSSoImerfiebt, SBolf^burg, 8loga&, äbert«Ieben, Slngent/ SUten|iattfett, ^awlberg wb 

©anbott)^ ö. b. % 1443 u«b 1444. 

1): ftlagefe^nfit Ui ^urfiHrfietf unb aSatfgrafen*. 

Wir fri derieb, von gotis gnaden des heiligen Romifchin Reichs ErcB- 
kamrer vnd wir friderieh, fin Bruder, Marggrauen zcu Brandbürg vod Burg- 
grauen z^cu Nnremb'erg Entbieten uch Emwirdigen In got Em Conraten, Bifehoffe 
zcu hauelberge, vnd uc^h hochgwerdigea Em Nickel Tyrbacb,- Meifter Sandte 
Johannes ordens etc., vnfem gewilkorten Richtern vnd Scheidüslnten; adir, ab wir uwer 
zcu der fcheidung nicht gehabin mochten, den Wirdigen vnd'geftreogen hem vnd mannen, die 
wir dartzu beten vnd habin mögen, vnfem fruotlichin gms, vnd wurde des furder nod, uch 
Erwtrdigften In g6t vnfern befdndern lieben hem vnd frande heren Tyderichen, Krt»-^ 
bifc hoffe zcu Co In, vnfern gewilten Öbirmann, vnfer fmntiich dinfte zcuuor, vnd thuo 
uch kunt In vnd mit differ fchrifflfc» das zcwufchen dem Erwirdigftem In gott vater vnd 
heren, hem Günther, Erczbifchoff zu Magdeburg, vnferm lieben heren vnd iOhemen 
von feiner vnd feines Stiflts wegin an eynem vnd vns am andern teile von fchutde, clage;, 
fprftche vnd gerecht igkeiteii, die ^vir zu Itn haben von vnfer beider Rethen teidinge vor* 



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296 

handelt vod mit VDÜer beider ganczen vvillen vode fulbord fiirbafs lo vorßgelteo fchrifften ge* 
bracht) feio, «die voo \ivurte zcu wurten alfo luden: Wir von got« gnaden Günther Ercz* 
blflcheff zcu l^&gdeburg vS eymem vnd wir fridericli, des heiligen Reichs Ercz- 
kamrer vnd fridericb, gebruder, Marggrauen zcu Brandburg vnd Burggrauen 
2CU N fixen berg vff dem andern feile» Bekennen orGntlicbin mit diflCem Briue, das wir vn- 
fer «eweier Retbe mehir dann eyns zufarapne vS gutliche tage geAJ>ickt habin von vil vnd 
manchirleie fchulde anclage vnd anfpraehen wegen, die wir gein eynander haben vnd mey* 
Ben zcu habih , Doch habin fich diefelbin vnnXer Retbe In denfelben vorhandelungen vnd 
fruntlichen teydlngen keyner fruntfchafft mugen vortragen , Darumb haben wir vns von bey- 
den fyten eyns glichen rechten vff rechtliche Scheidefsleute vnd v& Obirmannen voreynet 
vnd vortragen vnd wii* obgnanter Günther, Erc^biflcboff zcu Magdeburg, haben zcu 
Scheidefsleuten vfgefatzt vnd gekoren den Ernwirdigen heren hem Nicciawfea^ Birchoff 
zcu lubeck vnd den wirdigen heren 4en probiGt darXelbift Dargegen babin wir obgnantea 
Marggraue fridericb vnd Marggrdiue Xriderich zcu Scheidefsleuten gewillet vnd gekoren 
den Erwirdigen heren Conraten, Bifchoff zu hauelberg vmd hem Nicolaufen, Mei-» 
fter fandte Johanns Orden In der inarcke etc. Vnd wir obgnanten furXten vnd heren follen 
vnd wollen vnfer iglicher feine fchulde Vnd czufprache, die wir vnnfer iglicher gein eynao«** 
der haben vnd meynen zcu haben, fchrifftlichen fetzen, befchreiben vnd vorfigeln laflen vnd 
diefelben belchryben vorßgelten (chulde von beyden fyten vff fandte Michelstag fchirftkunf- 
tig deoi Techande zcli Magdeburg fchicken« der dann eynes iglichen alfo beCbhrieben 
fchulde dem andern teyle von ftund fenden faU, vff fukhe vorfchriebenn vnd vorfigelte fchulde 
füllen wir vnnfer iglicher vff des andern «Schulde vnfer antwert fchrifftlich fetczen, befchrie- 
ben vnd vorfigeln lallen vnd die antwortt vff wyraacbten ^nehft darnach abir dem gnant^n 
Tediande zca Magdeburg antwerten Jaffen, der dann aber alfo vor eyns iglichen befchre* 
ben antwert fynem widderteyle von ftund an ane läng vorcziben damoch fchicken fall mit 
den befchreben antworten, die yftis in beyder .feit der gnante Techand alfo fchicken wirdef, 
vff diefelbin befchrebenn antwert, follen vnd wollen wir von beyder fyt vnfer gegenrede 
fetczen be£chriben vnd vorfigeln laflen vnd fie ouch deme gnanten Techande vff vnfer fruweB 
tagQ JichtmeOen gein Magdeburg fchicken, Derfelbe Techand fall d^nne abir vns obgnao* 
ten heren ^nem' iglichen feins wedderpartts befchdebene gegenrede ane vorczog mit den 
antworten widderfenden vnd uff das letzte follen vnd wollen wir obgnanten heren vfT die 
gegenrede vnnfer iglicher fein widderrede fetczen befchreben vnd vorfigeln laflen vnd die 
mit den befchreben gegenreden vff Oftern fchirll aber wider an den gnanten Techand Xchik- 
ken, der »denn vnfer ^iglichs befchrieben fchulde antwert, gegterede vnd widderrede an des 
andern ob^ante gekome vnd gewike ScheidefsLeute brengen ader fchicken fall, . die dana 
darumb an gelegene ftete zcufamen komen vnd mit fleifs yorfiichen follen. Ob fie vns ful« 
dlier vnfer zufpruche vnd anclage nach den befchreben antworten, gegenreden vnd widder* 
reden In wilfentlichir fruntfchafft ab fie mögen adir In rechte von den benanten -oftern vnd 
zcwuichen fandte Johannes tage Baptiften liJiirft daipach entlchcfiden mfigen: vnd wie fie vns 
denne In wiffintlicher fruntfchaft ader eyntrechtiglichen Im rechten erftüieiden werden, daa 



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297 

follen vnd wollen wir halden ane arg vnd ane alles geuerde. Mochten ße aber die wirTent- 
lichen fruntfchafft nicht treffen vnd konden fich ouch des rechten nicht vortragen. So haben 
wir von beiderfyt eynheh'glichen zcu eynem glichen Obermann erwellt vnd gekorn den Er- 
wirdigften In got vnnfsen befundern üben heren vnd frunde hern Diterichen, Ertzbifchoff 
zcu Coln, dem gnanten vnferm Kben heren vnd frunde Tollen dan die Scheidefsjeuten fulch 
vnfem befchreben vnnd vorügelte Schulde vnd antwort, gegenrede vnd widderrede vnd ouch 
die gefprachen • orteil die von den Scheidefsleuten an beyderfyt daruff gefprachen werden 
ane vortog In fein land vnd behufunge fchicken vnd wir Folien vnd wollen feiner übe ouch 
von beyder fyt darumb fchrieben vnd In mit fleifs Biten^ fich der fachen zu vnderwinden als 
eyniglicher obirman dar Inne zu erkennen vnd zu fprechen. Was denne von dem obgnanten 
vnfem gewilten obirmann nach der befchrebenn Schulden vnd antworten, gegenreden vnd 
widderreden vnd ouch nach der obgnanten Scheidefsleuten gefprocben orteiln erkant vnde 
^ awfsgefprochen wirdet, darby fall es blieben vnd von vns obgenanten Bifchoff Günther 
vnd marggrauen friderichen vnd friderichen vnd von vnfer aller erben vnd nachkomen 
Bifchbffen vnd Marggrauen gehalden werden ane arg vnd alles geuerde. Gefcheges ouch dar 
got vor ße das von den obgnanten vnrem gekoren Scheidesleuten eyner ader mehir ader der 
Obirmann bynneb der zceit von todes wegin abegingen ader der fachen alfo nicht annemen 
wolden des wir nicht hoffen; So haben vnd-behalden wir vns von beiderfyt macht iglicher^ 
nach fynem beqwemeften ander Scheidefsleute vnd eyntrechtiglichin eynen andern obirman 
zcu kiefen ane argk vnd ane alles geuerde. Alle diffe obingefchreben fache, ftucke, puncte 
vnd artikel, wie vorgerurt, Reden vnd globen wir obgnanten Günther, Erczbifchoff zcu 
Magdeburg vnd friderich der elter vnd friderich der Junger, Marggrauen zcu Bran- 
denburg etc., Stete vafte vnd vnuerbrochen czu haldenn ane argk vnd ane alles geuerde, 
vnd des zu orkunde habin wir obgnanten heren vnd furften alle drey iglicher fein Ingefigell 
an diffen Brieff hengen laflen, der gegeben ift zu Tangermunde, nach gots gebord vir« 
C2enhundert Jar vnde darnach Im drey vnde virczigiften Jare, Am dinftage nach deme Son« 
tage vocem Jocunditatis« 

Vnde wanne wir nu offte zcu maningen czyten den gnanten vnfem herren vnd&Ohe- 
men fruntlichin habin angelanget vnd laffen anlangen. Gebeten vnd lafTen bitten, das er lieh 
vod vns vnd ouch vnfem gekoren Scheidefsleuten grofser muhe, arbeides, kofte vnde zce» 
runge, als fich von diflen Fachen gemacht haben vnd noch vorder machen worden, entheben 
vnd vns fodanne nacbgefchrebenn guter, landt vnd leute, die von alder vnde rechte zu vn- 
ferm kurfurftentum gehortt haben vnd noch gehora, die er widder vnfern willen vnd als wir 
meynenmit vnrechte bekümmert, mochte in liebe vnd fmntfchafft fulgen laden vnd widder 
In antworten, dammb wir zcu dem offenbar vnd wilTentliche rechte das wir darczu haben 
Inn vnd fynem gotfshawfe defte fieifiger dinen helffen vnd ralhen wolden, das alles vns dach 
nicht hatt mögen helffen ader kegen Im gedien, vnd wanne wir nu dem heiligen Romi- 
fchen vns felbft vnfern erbto vnd Nachkommen fchuldig fein vnfers furftentums herligkeit, 
rechte, freibeitte, eygentom, gutere, Renthe, zcinfe vnd zcugehorunge zcuuorftehehn vnd nach 
allen vnferm vermögen zcu befchutczen vnd zcu befchirmen vnde widdar darczu zcu bren« 



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298 

gen ab icbts dauon entfromdet adir vorbracht were, des vafte tU vnd grofs von des gnanten 
vnfsers heren vnd Ohemen vorfaren von Im vnd fynem Capittell gefchen ift. Als das offin- ' 
bar In vnfern Nacbgerchrebeiin Schulden beriirtt werdt, vnd von defswegen mit den ergnan- 
ten heren feinem Capittell vnde gotshaws vns In vnd zcu vvilkorten gerichte vnd Richtereu 
gegeben vnd vorpilicbtit haben nach awFswirimge des vorgefchrieben anlafsbriue, Darumb^ 
Setczen, Geben- vnd vorbrengen wir difTe vnfer nachg^rchrieben fachen, gerechtigkeitten» 
Schulde vnde clagen die wir haben vnd thun widder vnd zcu den gnanten vnfern herren 
vnd Ohemen feinem Capittell vnd StifTte vnd heilfen von Im famentlichen vnd befund^m, 
wie fich das naih gelegenicheit der fachen vnd w*ilkors weifse vnd macht gebortt zu allen 
vnfern fchulden clagen vnd fachen iulkommen vnd rechtuertige antwert In zcyt vnd wifse 
alfo das veranlalTet ift vnd Begem von uch vnd uwem {glichen, das er die vorgerurten 
fachen vnd fcheidunge annehmep vnd die nach fchulden, antworten, gegenreden vnd widdei^ 
reden nach gründe vnd legetiigkeit der fachen, als ir das wol vomemen werdit nach be- 
fchreben . rechte, des wir billichen gebruchen follen, erfcheiden wollet. Des wir uwer fchei- 
dunge als gewUkort ift billichen vnd gerne volgen vnd das vmb uch uwern iglichen als fich 
das gehurt gerne erkennen. 

'Zcum erften fetczen wir vnd fagen,* das die herfchafit zu wernigenrode zcuuor 
an Stad vnd Slofs mit geiftlichen vnd werltlichen lehn mit dörfTem, gerichten, zcinfen, Ren« 
ten vnd allen zugehorungen zcu vns vnd vnfer herfchafTt der marke zcu Brandenburg zu 
rechten Eygenthum von alder vnd rechts wegen gehört vnd die Grauen zu Wernigerode, 
die zu czyten gewefet fein wente an deh Grafen, der am leften vorftorben ift, vnd ouch der- 
felbe graue die herfchafltt von vnfern vorfaren vnd vnferm liebin heren vnd vater zcu rechten 
lehne wie ofite des nod geweft ift entphangen gehabt vnd befelTen haben, das ruchtig vnd 
landtkuntigt ift, vnd wir ou'cH mit wilTender, legender vnd liplicher orkunde oQenbär machen 
vnd bewifen wollen, ab wenne vnd .wie vns des zcu vnfern rechten behuff vnd nod ift, vnd 
von uch erkant vnd zcu rechte gefprachen wirdt vnde nicht andere nach vorder, vnd vff das 
uch vnd menniglichen kundig werde, das difs gefetze war vnd rechtuertig fie, So czihen 
wir vns differ fachen vff vnd an eynen fulftendigen vnuorferten verfigelten Brief, den Graue 
Conrade feiiger, der die herfchafft zu wernygerode in ruwelicher vnd gantzer gewalt 
vnd weren In den czyten gehabt hat, vnfern vorfaren vnd herfchafft darobir gegebin hat, der 
von Worte zcu worten alfo hitet: (vgl. die ürt Nr-CXXXL B.I. diefes Theils) Vfs ful- 
eben brieffe, den wir bieten vorczulegen, wenne vnd wie wir durch recht follen, offenbar 
vnde wilTentlioheQ ift, das die obengefchreben herfchafft zu wernygerode von alder, Nem- 
liehen von fulcher zcyt als datum des obingefchreben briefes vnd vorbas von rechts wegen 
zcu vnfern herfchafft gebort vnd zcu uorlihende geburtt had vnd nach gebort vnd gebort, 
das ouch darczu landtkundigk vnd ruchtig ift Jn derfelbin herfchafft vnd In anderen landen 
dabey gelegen, das vnnfer vorfaren die herfchafft vorlihen haben, vnd vns» alfo wir holTen, 
darczu forder keyner bewifunge nod ift: ydacli wurde, vnfer herre von Magdeburg des 
milTacheu des wir nicht enmeynen füllen wir vorder bewifunge darczu haben. So erbieten 
wir vns zcu bewifende mit fromen vnuerfprochen bidderuen leuten, wie vil vns der do zcu 



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2£9 

bebuff vnd Qoid» das die letzte Graue die berfcbafft zcn wernyngerode von ynDfern lie* 
ben herren vnd vater zu lehne entphangen vnd gehabt hat, vnd darumb Schuldigen, Anfpra- 
chen vnd fieclagen wir den gnannten vnfern heren vnd Ohemen von .Magdeburg vnd 
Tagen, alfs die berfchafft zu wernyngerode zcu vnfer herfchafft der marglce zu Branden- 

' bürg gebort hat vnd^noch gebort vnd von defawegen ofTte vnd dicke von vnfern vorfarn 
den Grafen zu wernyngerode vnd zcuuom dem letzten Grauen von wernyngerode von 
vprerm heren vnd vater feiigen zcu lehne vorlihen vnd entphangen ift, vnd als nu der letzte 
Graue zu wernyngerode ane rechte lehns erb^n vorftorben vnd vnfer berfchafft die Graue- 
fchaffi ledig vnd lofs geworden vnd an vns gefallen ift, hat der gnante vnfser herre vnd 
Oheim den wolgebomn heinriqhen, Grauen zcu Swarzburg vnd fiodan, Grauen zcu 

. Stnlberg, die obingefdireben berfchafift zu wernyngerode mit gewalt, als er mit rechte 
nicht enkunde vnd folde vnd widder vnnfem willen Ingegeben vnd als er das nennet verlie- 
ben, durch fodaqn fein Ingebent wir der berfchafft vnd der zcinfe gulde vnd Renthe, die 
dorzcu gehom haben mögt entberen, difs alles. bat er vns getan zu fchaden, den wir 
achten vfF czehn Tawfend gute Rinifche gülden, beifchen vnd vordem von dem gnanten '^- 
fem hem das er vns die Herfchafft zu wernyngerode von den gnanten Grafen hein* 
riebe von Swarczborg vnd Grafen Bödan von Stolberg widder frey vnd ledig mache 
vnd vns den fchaden als wir den geachtet habin vorbüefse In zceit vnd wife als lieb des 
geburt vnde fetzen vff vnd 2u uwer ierkanntniffe, ab vns icht der gnante herre die vorge- 
fchrieben berfchafft freyen ledigen vnd vns den fcbaden als wir den achten vorbüefsen adir 
mit rechte meynren^ vnde nach der meynrunge beczalen folle ader was birumb recht fy. 

Zum andern male Setczen vnd fagen wir, das der bochgehome furfte Marggraue 
Albrecht feiiger viife vorfarer das Slofs wolmerftede vff der Ore nach cfarifti vnfers 
heren gebort Tawfend zcweyhundert, darnach Im achten vnd etlichen nochfoldigen «faren 
gebawet vnde bey feinen tagen Ingehabt, befelTen vnde feinen erben vnd nachkomen Marg- 
greuen zu Bränden bürg zcu rechtem erbe^vnd eygenthum zcu vnfer herfchafft gehörende 
gelaffen vnd geerbet bad, das gnante Slofs mit aller feiner zcugehorunge euch feine erben 
vnd nachkomen ruwelichen vnd ane alle widderfprache glich andern SlolTen vnd Steten zu 
vnfer herfchafft gehörende Ingehabt». befelTen vnd fich des gebnicht ha^en, das wir euch ab 
vnfer herre von Magdeburg das miffachen wurde mit redt|jj|iier orkunde wol nachbrengen 
mögen vnd wollen, wie, wenne vnd waf vns des zcu i:echte nod ift vnd von uch erteylt 
werdt: vnd wiewol wir nu die Marggrafffcbafft zcu Brand bürg In Ruwelichen lehnen vnd 
weren lonehaben vnd befitczen vnd euch das obgnante Slofs wK>lmerftede das vnfer vor- 
farer gebawet had zu de margke geboret vnd euch douon mit willen ader mit rechte ny 
vorlaflen ader abgeteilt ift, glich andern Sloffen vnd Steten Innehaben vnd des genyden vnd 
gebruchen folden, ydach fo beheltt vnde bekümmert der gfiiante vnfer herre das obgnante 
Slofs mit feinen zcugeborungen mit gewaltt vnd vnrechte vnd widder^vnnfem willen vnd had 
douon fruchte vnd Renthe, die darczu geboren, vffgenomen, des wir öbir fulche vffgebortte 

~ Renthe zu fchaden komen fein, den wir achten vff zcwentzig Tawfend gülden, darumb wir 
den gnanten vnfern heren anfprachen, befchuldigen vnd beclagen vnd beiffchen von Im das 

' 38* 



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300 

er vns das Slofs vrolmerftete mit alle feiner zcugehorunge abetrete vnd niwelichin wid* 
der In autworte vnd vn^ die Renthe, die er vnd fein Stifft douon In genomen haben vnd 
ouch den Schaden legere adir mit rechte mynre vnd fetczen darumb in recht vnd bitten 
daruff zcu fprechen. Nachdem Marggraffe Albrecht feliger vnfer vorfarer das Slofs -woU 
merftete gebauwet Innegehabt befeffen vnd uff feine erben vnd nachkomeh, die wir itzundt 
fein geerbet vnd gelaffen hatt vnd ouch das obgnaute Slofa von keynen vnfern vorfaren 
ader von anders ymainde der des Im rechten macht gehabt nye vorgeben, vorlaffen ader mit 
rechte von vnferm furftenfhum entbracht ift vnd vnfser herre von Magdeburg das mit 
gewalt vnd vnrechte widder vnfern willen bekümmert vnd vns vor enthaldet. Ab er vns 
icht das obgnante Slofs mit alle feiner zugehorunge widder In antwertenf vnd die Renthot 
die er douon hatt widdergeben vnd den fchaden als wir den geachtett haben vorbüelTen ader 
mit rechte mynren vnde den» wie er den mynren- worde, beczalen foUe ader wes hirumb 
recht ift 

Zcum dritten male Setczen wir, das wir gleich andern vnfern vorfam die herfchafft 
Mökern von der Erwerdigen Ebdiffchen zcu Quedelingenborch Zcu lehne vnd ouch 
die von difler EbdilTchen die itzund ift en^^hangen habin, das alles wir ouch mit brifflicher 
. ader ander redtlicher orkynde bewifen vnd nachbrengen wollen, ab wie wenn vnd wur wir 
durch recht vnd uwer erkentnilTe fchuldig werden, jSodänn lehn vnfer vorfam vnd wir In 
rechten weren gehabt haben vnd noch haben. Wir fetczen auch furbafs das die obgnante . 
herfchafft der wolgebom Graue Albrecht zu lyndow vnd herre Reppyn(Ac) vnfer 
liebir getruwer von- vns zu lehne entphangen hatt, als auch feine eldem von vnfern vorfaren 
das alle czit wie offt des nod ift gewefseu entphangen Innegehabt vnde befeflen haben. An 
fulchen vnnfem lehnen, die wir felbift daran entphangen vnd furder getan haben vnd tun 
füllen, Irrett vnd hindert vns der gnante vnfer herre von Magdeburg vnd had fich mit 
gewalt vnd vnrechte vnd widder vnferer vorfaren vnd vnfsern willen der herfchafft zu Md- 
kern vnderwunden vnde dar Inne gefetzet, des wir vnfers halben zcu fchaden- gekomen fein, 
den wir achten vff Achte Tawfend gülden, darumb fo vil vns die fachen antreffen, des gnan- 
ten Grafen Albrecht gerechtikeit vnd fachen doch vnfchedeKglichen, die wir hir nicht In- 
czihen forder, denne wir von wilkors wegin fchuldig fein, Beclagen vnd befchuldigen wir 
obgnanten Marggrauen vnferqmJierren vnd Ohemen vorgnant vnd heiffchen von Im das er 
fulch Irrunge vnd hinder, den er vns an die obgnanten herfchafft zu Mökern getan had, 
gentzlichin abethu vnd vns vorder daran nicht Irren vnd den fchaden ak wir den aditen gelde 
vnd beczale, ader mit rechte mynre vnd fetzen vff uwer erkentnifs. vnd Bitten daruff ^ er* 
kennen vnd zcu fprechenn. Nachdem wir die herfchafft Mökern mit aller Zcugehorunge 
von der Erwerdigen Ebdiffchen zu Quedelingenburg gleich vnfern vorfaren zcu lehne 
haben vnd fulcher lehne vnfer vorfam vnd wir lange czyt vnd zcu voran fo lange zcyt, als 
vns zcu vnferm rechte behuff vnd nod ift, ane eynes ydermannes rechte widderfprache In 
rechten ge weren gewefett fein, das wir ab vnfer von Magdeburg des miffachen vnd vns 
scu bewifene nod vnd von uch georteilt werde mit vnfern lehnbriefen vnd furder wie recht 
ift wol bewrfen vnde nachbrengen wollen, ab wie wenn vnd wor daa von uch erkant vnd 



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301 

gefprochen wirdt. An fodann lehn nu vns der guante vofe vnfer herre von magdebutg 
Infall hinder.vnd fchadpn g^tan hatt vnd noch tut^den wii* ufT Acht Tawfeod guldenn achten^ 
Offt er icht den Infall vnd Lrunge abetun vnd vns furder an vnfern lehn nicht hindern vnd 
oudi den fchaden Als wir den achten- vorbuefsen ader.mit rechte mynren foUe ader vfes 
hirumb recht fye« 

Zcum vyerdea male Setzen wir vnd fagen, das das landt zcu Jerchow, Nemlichen 

Jerchow Slofs vnd Blegk, Sandow Stad vnd Slofs, Mylöw vnd Bukow, Plote mit 

allen Dorffern, Renten, zcinfen vnd allen Manfchafilten lehn geiftlich vnd werltlich vnd für-» 

bafs mit allen iren zcugehoningen vnd die voigtye des Clöfters Jerchow vnd furbafs alles 

was von alder zcu dem lande zcu Jerchow vnd den obgefchreben SloITem gehörte hatt 

vnd noch gehortt,;wie das. Inn feinen grenitzen belegen ift vnd wie man das mit befundern 

Worten ader fcheiden folte ader mochte benennen, nichts awfsgenomen, von alder vnd rechts 

wegen gehortt haben vnd noch gehören zu vnnfer herfchaffit der Margke czu Branndburg 

vnd die haben vnnfer vorfam feiigen lande czyt ruweflichen Innegehabt Befeffen vnd fich der 

gebracht gleich andern gutem die zcu der Margke gehom, das landtkttndig vnd nichtig ift, 

vnd wurde vnfer herre von Magdeburg des milTachen vnd vns darober bewifunge nod fie. 

So wollen wir den bewiefen vnd nachbrengen wie von uch Im rechten erkant wirdt, Als 

vnr euch nu die Margke zcu Brandenburg mit allen iren rechten gnaden vnd guteren 

haben vnd befitczen vnd von des wegen die obengefchrebenn Sloffer, Stad vnd landt zcu 

Jerchow mit iren zcugehoningen die zcu der margke gehom ouch Inne haben befitczen 

vnd der gebruchen folden; So «ntweldiget vnd vorenthaltt vns dach der obgnante vnfer 

herre von Magdeburg mit gewaltt vnd widder recht vnd unfern willen vns vnd vnfser 

herfchafil die obgnanten Slofs,, Blegk, Stadt zcugehorunge vorgefchreben- vnd had douon ge* 

Domen Renthe, fruchte vnd zcinfe vnd Irret vnd vorhindert vns geinwartigk, das wir der vor-» 

gemelten Slofs, Stete vnd landt vnd orer zcugehorunge nicht habin mögen gebrachen, des 

wir zcu fchaden komen fein , den wir achten uff driefsig Tawfend guldenn daramb wir den 

obgnanten vnfera hera vnd ohemen letnfprachen befchuldigen vnd beclagen vnd heiffchen von 

Im das er vns der ergnantea SloITer, Stete vnd.land zcu Jerchow mit allen iscugehoran- - 

gen gentzlichen ^betrete vnde .vns die mit den vflgebortten Renthen Ruwelichen Inantwerde 

vnd vns den fchaden als wir den achten vorbfiefle ader mit rechte mynre vnd fetczen hir - 

umb zu rechte vnd uwer erkantnifs vnd Bitten daraff zcu fprechen. Nachdem das land zcu 

Jerchow, Nemlich Jerchow Slofs vnd Blegk vnd die voigtye des Clofters zaJetchow, 

Sandow Slofs vnd Stad, Mylow vnd Bukow, plote mit allen dorffem, Renten, zcinfen, 

gülden, Manfchafften, lehn geiftlichen vnd werltlichen vnd mit allen zcugehorangen, wie die ^ 

In iren grenitzen belegen vnd mit hefundern fcheiden ader namen genennet fin, In vnfer 

herfchafft der margke zcu Brandeburg von alder vnd von rechts wegen gehortt haben 

vnd nach gehören vnd vns der vnfer herre von Magdeburg entweldiget vnd entfremdet, 

Ab nicht der gnante vnfer hferre herre von magdeburg der obgnanten Slofs, Stad, Blegk 

vnd landt folle abetreten vnd vns die mit den ofTgebortten Renten widder Inantwerten vnd 



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302 - 

geruwelichen beAtzen laflen vnd vds den fchaden, als \y\r den vorbüfsen ader mit rechte 
mynren ader wie er den ipynret beczalen Tolle, ader wes hinimb recht fy. 

Czum funfften male Setczen wir vnd Tagen, das die SIoTs woIfTesburg vnd Ro- 
getcze mit allen oren zcugehorungen nichts awsgenomen zcu vnTer herTchaflt der roargke 
zu Brand bürg von alder vnde Rechte gehortt haben vnd noch gehören vnd voü vnnTem 
vorfarn Teligen ofTte vnd zcu mannichen zceiten zcuuom, wenne vnd zcu welchei^ czyt das 
nod geweTen i(t, vorlihen Tein.vnd ouch die befitzer die fie zcu czyten beTelTen von vnTem 
vorTaren zcu lehne entpTangen vnd gehabt haben, \ I^as ouch lantkundig vnde' wilTentlich iTt 
vnd Tein ouch daruon geme3me ruchte vnde Tpruche, Sulcher lehn, als wir vnd vnTer her- 
TchaTTt daran gehabt vnd noch haben » fich der obgnante vnnTer herrß vnde Obemeo mit 
felbwelde vnd vnrechte vnderczogen vnd bekummeirt hatt vnd had damitt vorhindertt das 
wir Tulch SIoTe nicht habin mögen ruwelicben vorliehen, wenne vnd wie ofRe des behuff 
iTt geweTen, dödurch wir vnTer ManTchafft vnd dinTtes haben moft entberen, des wir zcu 
Jchaden komen Tein, den wir sichten vff Sechs TawTend gülden, darumb .wir den gnanten 
vnTem herren vnd Obemen AnTprachen, Schuldigen vnd beclagen vpd heilTchen von Im, das 
er fulch obgnante Irrunge vnd hinder abethu vnd vns die obgnanten SIoTs , wenne vnd wie 
des nod geTchicht, vnbekummert vorlihen lalTe vnd vns den Tchaden als wir den achten vor- 
buelse ader mit rechte mynre vnd Tefczen uff uwer erkenntniffe vnd bitten darumb zcu Tpre- 
chen. Nachdem die SloTs^ wolfTesburg ader Rogettze zcu vnTer herTchafft gehören vnd 
von vns zcu lehne gehen, An Todann lehen vns vnTser herre von Magdeburg Irret, hin- 
dert vnde InTall thut. Ab icht der gnante vnTer herre vnd ohemen den hinder vnd InTall 
Tolle abethun vnd vns die vnbekummert vorlihen lalTen, wenne des nod geTchiett vnd den 
Schaden als wir den achten vorbueTsen ader mit rechte mynren vnd wie er den mynret be- 
czalen' Tolle Ader wes hirumb recht Tey. 

Czum Sechßen male Setzen wir das die SIoTs Aluensleue^ Angern vnd Alden- 
hawTen etc., .mit allen Dorff^rn, Renten, zcinTen vnd allen iren zcugehoningen vnd alles 
was von alder zcu den obingeTchreben Sloffern gehortt hatt vnd noch gehortt, wie das In 
Teinen grenitzen belegen iTt vnd wie man das mit beTundem worten ader Tcheiden Tolde ader 
mochte henennen, nichts awTsgenomen, gehören zcu vnH^r herTchafft der Margke czu Brannd- 
bürg vnd die habin vnTer. vorTaren Teligen Innegehabt, beTefTen vnd Ach der gebruchet gleich 
andern gutem, die zcu der Margke gehören, das landtkundig vnd nichtig iTt, vnde wurde 
vns des nod Ti^in, So wollen wir das bewiTen ynd nachbrengen wie das von uch Im rechten 
erkandt werdt: vnd als wir nu die margke zu Brandeburg mit allen oren rechten, gnaden 
vnd guteren haben vnd beiitzen vnd von deswegen die obingeTchrebenn SIoTTer haben be- 
fitczesn vnd die gebruchen Tolden, So had dach vns vnd vnTer herTchafft der egnanten SIoTs 
.vnnTer .obingeTchreben herre- vnd ohem Widder vjmTer vörTaren vnd ynTem willen vnd widder 
recht .entweldigit vnd entTromdet, entweldiget vnd .entfremdet vns der nach In diffen czyten 
vnd haben >douQn genomen ynd vffgehaben Rente, Truchte >vnd zcinTse vnd had geirret vnd 
gehindert, das wir die vorgemelten SloTs In vnTern weren dar fie dach billichen In gehören 
nicht' haben mögen brengen, des wir zcu Tchaden komen Tein, den wir achten vff Sechs 



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303 

Tawrend gülden, Darumb mr den obgnanten' vnlern herren vnde Ohemen Änfpraq^ien» 
iSchuldigen vnd beclagen vnd beilTchen von Im das er der ergnanten SloITer mit allen zcu* 
borungen gentzlicben abetret^ vnd vna die mit den oßgebortten Renten niwelichen widder 
In antwßrde vnd vns den fchaden als wir den achten vorbfiefse ader mit rechte myore, vnd 
fetczen hirumb zcu rechte vnd uwer erkentnilTe vnd Bitten daruiT zcu fprechen. Nachdem 
das die obgnanten SloITer Aluensleu^e, Angeren vnd Aldenhawfen mit allen Dorffern, 
Renten, zcinfen, gülden vnd zcugehorungen, wie die In iren grenitzen belegen fein, zcu vnfer 
berfchafit der Margke zcu Brandeburg von alder vnd rechts wegin gehortt haben vnd 
noch gehören vnd vns der vnfer berre von Magdeburg entweldiget vnd entfremdet hatt» 
Ab er icbt vns die Slofs foUe' abetreten vnd vns die mit den oiTgebortten Renten widder 
Inantwerten vnd geruwelichin befitczen laflen vnd vns den ^ fchaden als wir den achten vor- 
bfiefsen adir ipit fechte mynren vnd wie er den mynret, betzalen foll^ ader wes fairvrob 
recht fey. ^ ; 

Zcum Sehenden male Schuldigen vnd Anfjprachen wir den ergnanten vnfsejm herren 
von Magdeburg Setczen vnd Sagen das die Stad zcü haualberge mit aller zcugeho* 
runge nichts vfsgenomen zcu vnfer berfchefft der margke zcu B rann d bürg von alder vnd 
rechts wegin gehortt hatt vnd von vnfem Vorfaren feiigen ruwelichin Inne gehabtt vnd be- 
feffen ift. Als wir euch die itczund Innehaben vnd befitczen die obgnante Stad vns Jerlichin 
fchuldig ift^ geben vnd betzalen fall dryeOig marg Brandeburgfch fiibers zcu Orbete vnd 
domit orkunde zcu tbun, das fie vnfer 'ift vnde zcu vnfer berfchafil vnd nyo^andes anders 
gehortt vnd fich zcu vns halden, vns dynen vnd geben fal wes fie durch recht vnd gewon« 
heit fchuldig ift« Die obgenanten Orbethe nemelichin dryeffig mark Brandenburgefch Silbers 
had der gnante vnfer herre von Magdeburg widder rechte vnd vnfsem willien Von der 
obgnanten Stad gefordert vnd vffgenomen, fich zcu fromen vnd vns zcu fchaden, den wir 
sachten v£f Tawfend guiden, heilTchen wir von Im das er vns die dryeEßg margk Silbers vol* 
gen vnd uflfhebin laffe vnd was et* douon genomen had vnd ouch den fchaden als wir Jen 
achten, widdergeben vnd . vorbfiefie ader mit rechte mynre, vnd wie er den myoret fo be- 
czale vnd fetczen uff uwer erkentnilTe was hiruipb reicht fey. 

Czum leczten Schuldigen vnd Anfprachen wir den vgnanten vnfem henren von Mag- 
deburg das er von den Burgermeifiem vnd Batmannen zcu SanJow vnd ouch andern 
geiftlichen vnd werltlichen Im lande zcu Jerchow befeffen etliche briefe, die von vnfero 
vorfaren gegeben waren, genomen vnd gebrachtt hatt In fulcher vorfatcze alfo wir meynen, 
das wir vnd vnfer herfchafft, der zcu vnnfer bewiefunge, wann vns der nod fein werde nicht 
bekomen mochten, heiffchen wir von Im das er die Brieffe widderlege vnuorfertt an den 
fteden do er die genomen had vnd hoffen er fie des durch recht fchuldig vnd fetczen vff 
uwer erkentnifs was hirumb recht fey. Wurde der vorgefchrebenn vnfer herre vnd Oheim 
difler obingefchreben Sachen alle ader eyn teil bekennen: So hoffen wir, das wir denn zcu 
den die er bekennet keyner bewiefunge vorder bedorffen, wurde er aber der alle ader eyn 
teyl miffachen, So erbieten wir die zcu bewiefende vnde nach zcu brengen wie vn^i zu vn« 



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304 

fern rechten be&uff vnd nod ift, vnd wollen vns dach hiemit zcu obirOofsiger bewifunge 
ader zcugnifle nicht vorftricken. 

Wurde ouch der obgnante vnnfer herre vnd Ohemen Iq feiner antwortt Infagen ader 
verworten widder difTe vorgefchreuen vnfer Schulde, clagen, zcufproche ynd Rechtigkeit alle 
ader iczliche befunden! vorgeben; Das feine vorfarn Er vnde fein Stifft die Ergnanten'SIob, 
Stete, herfchafften, landt, lewte, zcinfse, Renthe ader orbete alle ader eyn teil lange zcyt 
Inne gehabt; befeffen vnde vorwerdt hetten vnd meynte fich alfo doo&it nvidder vnnfer 
Schulde, clagen, fpruche vnd Rechtikeit zcu behelffenn, ob, wenn vnd wie er das alfo vor- 
brengen wurde, So heiffchen wir von Im, das er ouch domitt fetcze, melde vnde vorbrenge die 
ankunfft der gewerr ader vorwerunge, dowidder wir denn ouch fagen» fetzen vnde vorbren- 
gen mögen wes vns Im rechten nod ift vnd hofien er fie des Im rechten fchuldig vnde 
fetczen uiT uwer erkentnifs was hirumb recht fey* 

Wurde er ouch Briue, hantfeften ader annder SchrifTtliche orkunde widder vnttfer 
Schulde, clagen, Spruche vnd Gerechtikeit fich zcu hilfie vnd vns zcu fchaden vffczihen, 
fetc?;en ader vorgeben, derfelbigen wie vil der ift, heifchen wir ouch In feiner antworde In- 
fagen ader werworten fulkommen rechtfertige Abefchrifft nach allem lute vnd Innehaide der 
boubtbriefe, das wir ouch die fehen vnd le&en vnd ab vns dowidder zcu fagende ader 
fchribende nod wurde fein, fagen ader fchrieben mögen wievil wir des l^edorffen vnde hoffen 
er fie des Im rechten fchuldig vnde fetczen ouch uff uwer erkentnifs wes darumb recht fey« 

Difle vorgefchrebenn vnnfer Sachen Clagen, Schulde vnd rechtigkeit, wie die In 
differ fchrifft fein vnd an uch gekoren Scheidefsleute. vnd Richteren keinen,' Geben, thun 
vnd fetczen wir obgnanten Marggrauen zcu Branndburg. gegen zcu vnd widder den er- 
benanten vnfern herren vnd Ohemen hern Günthern, Erczbifchoff zcu Magdeborg, wie 
fich das noch wilkors wife gebortt vnd heidchen uff vnd zcu den^ allen vnd eyner iglicben 
befundem In czyt ftete vnd inafse, als das vorwilkortt vnde voranlaHet ift, yolkommen ant- 
wort vnd nach uwer erkentnifs awfsrichtunge vnde hoffen er fie des fchuldig vnd ab der 
gnante herre von Magdeburg zcu allen ader iglichen vnfern Schulden, Clagen, Spruchen,. 
Sachen vnd gerech tikeiten in beteidinger wifse, zcyt vnd ftete nicht entete, So huffen wir 
vnd getruwen dem Rechten das er denn In den allen ader In den, dar er der antwerde 
nicht zcu thutt, foUe velligk vnd aber wunnen (ein, was hir Inn recht fey, das fetczen wir 
zcu uwer erkentnilTe vnd Bitten darobir zcu fprechen. Gegeben vnd mit vnfern vfigednig- 
ten Ingefigeln vorfigelt Nach chrifti vnfers heren gebord vyerczehn hundert Jar vnd damoch 
Im diy vnd virczigijtea Jare, am fritage für Sand Michels tag. 

Wir Günther, von gotif gnaden Erczbiffchoff zcu Magdeburg, von vnnfer 
vnd vnfer kirchen weg?n dofelbift fetzen vnd thun vnfer were, fchutz vnd antwert vfT lachen, 
lagen, clagen, fdiulden vnd gerechtikeiten, die die hocbgebornen furften vnd heren herre 
friderich, des heiligen Riches Erczkamerer vnd here fridericb fin bruder, Marc^rauen 



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305 

cza Brandenburg -— czu vns gefaczt vnd deme Erwerdigen in got vatere vnd heren 
beren Conrade^ Biflchoffe czu bpuelberge vnd deme werdigen Em Nickel Tirbach» 
'meiftere funte Johans orden iren gewilten richterfi vnd fcheideduten fchrifTtlichen geantwert 
haben, Nach lute der Anlafs in iren fchrifTtlichin fchulden von worte czu worte geFchriben, 
Die wir obgnante Guntbir, Erczbifchoff an vch Erenwerdigen in got vater vnd heren he^ 
^ ren NickioSy BilTchofr zcu lubeck an mver libe vnd auch an den werdigen hern Ern 
Johan wallingky doraprobift dafelbft alfo aa.vnnfler vnd vntirer kirchen zcu Magdeburg 
gewilkorten Richtern vnd Scbeideflute (enden vnd antwertten laffen, Vnd ab wir üwir bei- 
der adir eyner funderlichen durch fachen willen nicht gehaben muchten an andere Erbarn 
heren, die wir darczu vonnogen wordin, bitten mit flifze fuliche vnlire antwert vfT zcu i)6- 
mene, die oberfehen vnd vns von vnnfer vorgnanten kirchiii wegin mit den vorgnantin fur-^ 
ften vnd heren darufz zur entfcheidene in wiiTentlicher fruntfcbafft ob ir moget adir jm rech- 
ten nach fchuit vnd antwort, kegenrede vnd widderrede, wie folchs von rechte gebort vnd 
ab ye furder not wurde eyns ubermannes, der dann jn mafzen der anlafz vfwifet von bei- 
ben teilen namhaftig gemacht ift, befundem der Erenwerdigifte in got vater vnd here here 
dietterich, ErczbifchoCf zcu Coln — So bitten wir — vnfTern hereo von Coln — fich 
fuicher fchuit, antwort etc, zcu vnderwindende etc. ' 

Doch eher wir zcu vnnfir antwert kommen, thun wir eyne vorrede vnd nemen vor 

▼ns zcum irften eyne proteftacion vnd dingen vns zeu hulffe, ab jn fulchen vorfigelten fchrifT- 

ten vnd fchulden —^ eynicherleye wort gefchrieben, die vns vnd vnfir vorgnanten* kirchen 

hulfQich £n mochten. — Wir bedingen vns ouch — ab villichte vns von vnfir Vorgenanten 

kirchen wegiu getzuge czu füren von vch irteilt wurden oder das wir vns ouch getzugen 

▼Oll vnfir kirchen wegen vorniefTen vnd mit getzuge vns irboten zcu volkomene adir villichte 

' vns in vcfer an t werde v(f Cürder tzit tzogen zcu vnfer vorjarunge, dann not were vnd fieh 

geborte von rechte, wie nu das queme fo vorplichten wir vns doch nichs meher vnd ouch 

Bicht forder nach hoer, den wir thun follen von rechte, das wir notdorfftig getzugnifs thun 

wollen, darubir wir czu kej^ner bewyfunge fin hoer vorbunden. Wir bitten ouch jm rechten 

zu ortiln, fo wie eyn geiftlich furfte fein, ap wir vnnfer neynes mit vnnflerm eyde felber 

füllen entgen adir ap wir nicht villich vnfer man eynen ader mehr vor vns fchicken follea, 

die von vnßerntwegeu vnd vor vns den eyt thun follen vnd blieben das gerne bie rechte. 

Nu ouch die obgenanten furften vnd heren on orer vorrede vor der irften fchuli 
gantz am ende beruren vnd begern, das fulche vnnlfe fache vnd broche nach befchrebenen 
rechte fülle entfcheiden werden^ des fie billich bruehen wollen, Volborten wir gantz von 
vnffer kirchen wegen, Vnd meynen ouch das eyn ifzjicher richter plichtig ift nicht nach ge- 
dunken, ' funder nach befcfarihenem rechten ten ricbftne vnd darvmb begern wir vor allen 
dingen ouch das fulche vnffer fache vnd brache nach befehrebnem rechte nach vnnflem 
ftate gefcheiden vnd vlzgefprochen werden, fo das billich ift vnd ouch von beider par^ 
ten ift fnn'derlichen gevuibortet alle tzit dpch nach fchuit vnd antworte^ fo fichs geboret 
•^on recht. 

Fotbas fetzeü wir in eyner vorrede — wie wol die vorgenanten furften vnd vnflere 
4)«tt»H^. u, »jv. * ' 89 ■ - 



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306 

heren^ von Brandenburg in oren fcbrifflen nach allen iren fchrifillichen fchulden vil nach 
am ende heirfcben von ^ns, das Wir fetzen , melden vnd fortbrengen folden die ankunft der 
gewere oder vorjarunge ab wir adir vnnlTer v^orfaren die Slos, Stete , land vnd lute jn iren 
fchulden berurt^ fo lange tzit befeffen betten vnd vorwerts das wir die vorjarunge vns cza 
hutffe nemen/ wolden, vff das iie mögen dar widerfagen, fetzen vnd vorbrengen, was en jm 
rechten not ift vnd fie meynen wir lin das ]m rechten fchuldig. Das ift wol kunttjch jm 
rechten das wir das nicht pflichtig fint von not wegen zcu thune , wanne wir lange gewere 
vnd vorjarunge vorczelen; wir wolden is denne gerne thun durch meher ficherheit vnfers 
rechten vnd fettzen das vff das recht, was darvmb recht ift, 

Vortmer ehr vnnfer antwertte fetze wie das alle fchülde, czufpniche vnd g^echtikeit 
die vorgnanten furften vnd heren von Brandenburg fint in allen iren puncten vngewis, 
düfter, vnuorclaret vnd genleyne vnd hoffen das wir en czu allen oren fchulden vwb das 
willen antwertis zcu thune nicht pflichtig fin vnd bliben des gerne by rechte. Sulde wie 
denn vnfer genanten Ingefage vnd widderrede dorch recht denn ' genanten furften vnd heren 
zcu orer fchulden antwertten, denn ehe noch vnffere antwert, fo heyfchen vnd begeren wir 
^- fulcher vnd aller obgefchrieben fchulde, diaige artickel vnd ftucke vnd itzlicher beftindem 
nach nach irer inhaldinge von den bbgenanten furften vnd heren — rechte were vns zeii 
thune — vnd viUichte, ap iie^ vns czu thune. eyn fulchs abeflugen, ab wn* denn icht von 
allen iren berurtten vnd nachvolgenden clagen vnd fchulden von en clagelos blibjm feilen 
vnd wir iiden darobir rechtrs irkentnilze vnd fetzen das vff das recht 

Nach der gewere wanne vns von vnnlTer kirchen wegen czu Magdeburgdie ge- 
fchüt wie jm rechten jrkant wirt, Alsdann die bbgnanten furften vnd vnfer hereh vns fchul- 
digen in irer irften fchult vnd geben vns fchult, das wir die herfchafft czu Wernigerode 
haben mit gewalt wider iren willen gelegen vnd jngegeben deme wolgebomen h einrieben« 
Graffen zcu Swartzburg vnd Boden, Graffen zcu Stalberg, die doch zcu der 
marcke zcu Brandenburg gebort hat etc. Czu der fchult fprechen wir — das wir vnd 
vofler vorfaren — haben fulche herfchafft zcu Wernigerode gehat jn rechter gewere, die 
gelegen wie offte fichs vorfallen bat vnd alfo in der gewere befeffen ane rechte anfprache 
manch jär vnd tag vnd dahere wol xlrifigk adir virtzcicgk jar nach eynander vnuorrucket, 
das wir volkomen können vnd vnsouch zcu volkomene erbiten wie recht ift vnd die vor- 
genanten furlten vnd heren vnd euch ire vorfaren bynnen des vns vnd' vnnffe kirche nye 
darumb angelanget noch anfpradie getan haben wie recht ift. Wir haben en ouch rechtis 
zcu thune dauon nye geweigirt« Wir fin buch nach in der gewere vnd haben fulche oben«« 
gefchriebea herfchafft gelegen dem Edeln Heynriche, Grauen zcu werningerode, 
der letzt verfcbeiden ift, vnd Heyni^he vnd Boden, Grauen zcu Stalberg, die 
' fulche. obengefchcieben herfchafft hus vnd ftat mit aller zcubehorung von vns vnd vnfer kir- 
chen zoU magdeburg haben zcu rechter lehne entphangen, das wir alles volkomen können 
vnd vns' ouch zcu yolkomene irbiten wie recht ift — vnd bitten vfzcufprechene das recht — 
Ab wie nu icht meher fint mit fulcher gewere, die wir fo manch Jar gehabt haben ane-^an- 
fprQjcbe vnd noch hutten Images haben, bie vnffer vorgnanten herfchafft zcu blibene vnd die 



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307 

mit vonfTern getznge zcu bebaldene To wir antwertten Rn, die gewere haben vnd fo langte 
bes alher ye vnd ye befeflen mit loeremei rechte, dann Re im fqlche herfchafft nach fo gar 
langer tzit irfordern vnd vns — darvmb beclagen etc. Vnd wie wol die obgnanten furften 
vnd vnflere heran von Brändenburg jn irer fchult beniren vnd lieh irbiten czu bewifen, 
das ire vorfarn die vprgnante herfchaiTt haben vorlegen vnfd ouch das der letzte graue, der 
herrchafft von we min gerode von Ire'm Üben hern^ vnd vatere zcu lehne entpbangen vnd 
gehabet hat, Me3nDen wir vnd getruwen wol ^deme rechten* ap "das gefchen were, das vns 
doch gar vnd gantz vnwiffentlich ift, — - das muchte vns doch vnd vnfer kirchen zcu mag- 
deburg zcu keinen fchaden komen vnd den vorgnanten furften czu keinen fromen. — ^ Vff 
den gewirdetten fchaden, den die obgnanten furften achten vlT tzen tufent gute Binfchei gül- 
dene fetzen vnd antwertten wir — das wir en antwert darvff nicht pflichtig Rn, darvmb das 
fie der hauptfachen, do von fie fulchen fchaden wirdera nicht gewunnen haben noch en zcu- 
gefprochen ift vnd fetzen das vff das recht — Sulden wir aber vor dar antwerten, fo fpre- 
eben wir — Neyn, darvmb das wir von fulchen fchaden nichten wiffen vnd ap wir fulchs 
Neynes mit vnferm eyde fulden entgeen adir entledi^n, bitten wir zcu ortiln ap wir icht 
biliicher vnnfler man eynen adir meher vor vns fchicken follen, jn mafen in der vorrede 
ft»t gefdirieben vnd fetzen das vff das recht Wurde afoir von vch.jfai rechte trkant, das 
wir förder antworde darzcu pflichtig weren, fo fpreche wir ^nzcu allen iren andern puncten 
vnd ftucken in Ziffer fchult berurt Neyn. — . \ , 

. Furder fo vns die obengnanten furften — zcum andern male fchuldigen vnd geben 
vns fchult vmb das SIos Wolmerftede, das der hochgeborne furfte vnd herre Marg« 
graue Albrecht feiiger gebuwet hat, jnnegehabet vnd befeflen vnd vff die herfchafft zcu 
Brandejiburg etc. Nach der gewere, ^enn vns die gelchen ift, wie irkant wirt'jo rechr 
ten. So antworten wir vorgnanter Günther Ertzbiffchoff — - vnd fetzen darwider jn 
maüen wir gefaczt oben zcu der irften fchult, fulche fatzun^ wir vns dann alhir jngetzogen 
vnd vomuwet haben wollen, — das wir vnd vnlTe vordren haben lulche Slofs Wolmer«* 
^ itede in rechter gewere befeflen ane rechte anfpracfae jar vnd tag, abit }ar vnd tag vnd 
al(o nach eynand^r XL jar vnuorrucket, das wir wol volkommen können vnd vns ouch zcu 
voikommene irbiten, ap wy vnd wanne das von vch irkant vnd irteilt werd: vnd darvmb 
meynen wir fintemal wir vnd vnfer vorfarn — das vorgenante Slofs wolmerftede gerug- 
lichen in rechter gewere ane rechte . anfprache befeflen haben etc. — follen wir nu veilich 
fin von aller clage vnd Tollen den vorgnanten furften vnd heren vmb fulch Slofs keyne for- 
dere antwert thun vnd fetzen das vff das recht Sunderlich vff die vffgeborten reuten, fruch- 
ten vnd fchaden, den fie.obei: fulche vffgeborte fruchte vnd rente achten vff Czwentzig Tu- 
fent gülden, antworten whr — }n mafeu^ wir oben zcu der irfteQ fchulde geantwert haben, 
dar fie die houptfache nach nicht gewonnen haben etc. — 

Forder to vns die obgnanten furften — zcum dritten male fchuldigen vnd geben 
vns fchult vmb die herfchafl^t mockern, die fie glich iren vorfaren von der Erwerdigen 
Ebtiffschen zcu Quedelingburg zeu lehne entpbangen haben vnd die vorder deme 
wolgeboren Grauen Albrecht zcu lindow vnd heren zcu Reppin jngegeben vad vor- 

39* 



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308 

legen haben , der vndoucli ßn Eidere von jren vorfaren vnd von en zcü lehne enphan« 
gen etc. — Nach der gewere wenne vns die getan ift/ — fo antworte wir (wörtlich wie 
bei Wolmirftedt). 

Forbas fo vns die obgnanten furften — « fchuldigen zcum virden male — vmb das 
land zcu Jerchow, nemelichen Jerchow Slofs vnd Bleck, Sando Stat vnd SloFs, 
Milo vnd BuckoWy plate mit allen dorfern , retithen, tziiifen vnd allen roanfchafften lehn 
geiftlich vnd wertlich vnd vmb die vogtie des clofters zcu Jerchow etc. (Auch in Bezug 
auf diesen Punkt ift die Erklärung des Erzstifts den vorgehenden wörtlich gleich. Auf 
eine wörtliche Wiederholung diefer Allgemeinheiten beschränkt sich auch die erzbifchofliche 
Defension röcksichtlich aller übrigen Punkt e^ bis zu dem achten Punkte.) 

Zcu deme achten vnd letzten male fchuldigen vns die obgnanten furften -— > das wir 
von deme Burgermeiftere vnd Ratmanne zcu Sandow vnd.oucb von andern geiftlichen 
vnd werllichen jm lande zcu Jericho befellen etliche brife — wegbrocht haben — vnd 
heifchen von vns folche brife. — Zcu fulcher vinfterer vnd .vnclarer fchult mejnen wir — 
das wir keine antwert >pflichtig fin czu thune/ fo fie in irer fchult nicht vfsdrucken vnd be* 
dutlichen fchriben wellicherleye briefe wir fchulden genommen haben vff perment oder papir 
gefcbreuen, vorfigelt adir vnuorliegilt, von eynem ofßnbaren fchriber gefchriben adir nicht, 
)m welchem iare die gegeben fint, wenne vnd von weme, worvmb vnd wur ober, latinifch 
adir dutz gefchriuen, nu dann eyn itzlich fchult, dorvff man antwertten fal, fal dar fin bedut- 
lichen vnd vnuordaeket alfo wir hoffen zcum rechten — viide wurde denn von vch irkant 
das wir gliche wol antwertten foUen, fo antwerten wir nach der were vnd fagen en zcu der 
letzten fchult Neyn vnd vns ift vnwißentlich das wir enynicherleie briffe betten aldar genom- 
men, da mette fie ire bewifunge thun folden vnd fetzen das vff das recht. 

Differ vnfer vorgefchreuen fchutz vnd antwert^ widerfacfaen, clagen, Schulde vnd ge- 
rechtikeit der hochgeborn furften vnd hern hera friderichs des heiligen ßomifchen Rrchs 
Erczkamerer vnd hern friderichs gebrudern, Marggrauen zcu Brandenburg etc. bliben 
wir — Günther Ertzbiffchoff zcu Magdeburg bie vile obingefehreuen vnfSren 
fcheidefrichtem * bitten den jn malten wir obene gebeten haben darobir zcu fprechene waa 
recht. Gegeben zcu Gebichinftein nach gots gebort vierczenhundert jar, darnach jn'dem 
drie vnd viertzigiften Jare, Am Sunbinde fandte Thomas des heiligen Apofteln tage vndhr 
vnnfirm }egehängenden JngefigeK 

' - 3) ®egcttrrte-bea fWarfgtafen* 

-Als der Erwerdigefter jn god er Günther Ertzbiffchoff zcu Magdeburg vnn^ 
fer lieber here vnd ohem vorßgelte fchrifte jngefagen vnd antwertes weyfe vnd mafle ge- 
fatzt vnd furgebrocht hat ~ alfo fetczen^ thün vnd geben wir marggrauen — difle nachfol- 
gende Jegenrede« — 

Ynde als vnnfir herre — - fetczet etliche vorrede vnd proteftacien vnd darnach fetczet 
vnd annamet vnnfir gefetcze^ dar jn wir beruren, das vnfer Sachen fchoUen gerichtet werdeo 



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309 

nach befchrieben rediten, des wir billichen gebrucben etc. Grwerdigen vnd .werdigen berreo 
Dachdem i/vir das ftucke an beiden teylenfulborten, fo wollet vnnfers teyls zu fyDnen nemen« 
das 'wir das funder redeiiche fache nicht gefatcz habeD, wen euch wifrentlichen ift, das nach 
legeoheit der fachen der perfonen vnd ouch der land, dar jn cleger vnd antwerder' gefefTeo 
fein, mannigerleye .rechte gefatcz vnd befchreiben fein» das alles <lie richter eigentlichen be* 
wegen vnd dornoch der partien Sachen yorhoren vnd richten follen (XXX. q. v. Judicante 
de offi. dele. fr. quorum C. de Jud. Judices): Vnd ob wol vnnfir herre vnd ohem geift«^ 
liebes rechtes vnd wir wertliches rechtes gemeyniichen gebruchcn foflen (in c nouit de JudL 
vnd in c. quod clerico de for« comp.) ydoch fo fein wir beydo vfz gemeyne rechte genomen 
vnd nach legenheit vnfir lande jn bifundern landrechte gefatzt; alfs der Sachflen landrecfat 
fetczet oflinbar (lib. III. art. LXII.). Ddrvoib ift vnnfe meyne gewefet, fint der tzeyt wir 
an beyden teylen vfs genaeyneo rechte genomen jn bifundern tandtrecht gefatczt fein vnd 
folch lantrecht lange tzeit von geiftlichen vnd wertlichen jn Sachffen gehalden ift vnd zcu* 
uoran als vnfir herje vnd oheiii do mit offte vnd vil gerichte getan vnd geduldet vnd ouch 
itzund jn difle fachen nach lantrechtes leuffe vnd weyfe feine fchulde vnd aptwerde gefatc2t 
vnd furbracht faait^ «Tr follet diffe fachen die nicht pinligk fein» nach vfswifinge des lantrech- 
tes richten, wenn befundern recht bricht gemeyne recht als XCIII. di. c. ult et in re. ge- 
nerali de re iur. lib. VL vnd das hait ouch geiftlich recht gevulbordet vnd zcu gelaßen etc. -^ 
Wolde obers vnnfir here vnd ohem fich des lantreehte$ entftan vnd wurde von euch irkant 
— das er des lantrechtes entbrochen fein folte, das wir nicht geloben, So reden wir do}e- 
gen^ was er denn noch weyfe vnd wonheyt des lantrechtes vor fich gefatczt vnd zcu hulffe^ 
genomen hat — jm nkht helffen oder von evch zcugeteylet werden, wenn das recht faget, 
das nymant genyelTen foll, das er felbbft ftrafiet etc. — 

Vnfer herre vnd oheim fetzet ouch das er; nicht pflichtig fey von nod wegen czu 
fagen die ankunfft oder fachen feiner gewere, er wolle denn das gerne. thun etc. Dojegen 
reden wir — das er des fchuldigk ift zcu vor an, als wir das von jm gefurdert haben^ 
(nun folgen Beweisgründe aus dem Sachfenrechte und aus dem Römifchen Rechte) vnd die 
Stette, Slofs vnd guter, darvmb wier jn beclagen, von alder vnd rechte zcu vnnfir herfchaffit 
gebort haben vnd als wir hoffen noch darczu gehören — vnd wir mögen nicht vorftehen, 
wie ader jn welcher wyfe ader von^weme, die des macht gehabt hait, die von vnnfir her- 
fchafft entfrommet fein anders denn mit gewalt eder bedrichircheyt: konde vnfir herre vnd 
ohem vns nü vndirrichten, das die Slofs, Stete *vnd guter gotlicher vnd rechtuerdiger weyfe 
von vnnfir herfchaflt zcu jm vnd feiner kirchen gekommen weren, wir wolden jm die mit 
liebe vnd fruntfchapp willichlichin' behalden |afzen etc. -^ — 

Cr fetczet ouch in euer vorrede vnd bittet zu orteylen, ob jm eede worden czu 
geteylet, ob er die felbift ader durch eynen ader mehr feiner man thun folle, er heifchet 
onch jn enem andern gefetcze von vns ene gewere etc. Doiegen reden wir, gehurt fich 
dorch uwer irkentniffe, das ir diffe fachen nach geiftlichen rechte richten follet, So meynen 
wir, er folle die eede, die jm tzu geteylet werden, felbift thun vnd wir fein jm ouch dens 
keyner gewere pflichtigk; Solle obers euwere ghen nach landrechte, fo behalden wir vns 



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310 

euch von der eede wegen folch recht, als vnnfir herre vnd ohem meynet czu haben vnd 
gioben jm ouch der gewere zcu thun etc. — 

Vff vnd tzu vnfir jrften fchulde antwerdet vnfir herre vnd ohem obgnant — das er 
vnd feine furfam — füllen die herfchafft zcu werningerode gehabt haben in rechter 
gewere etc. Doiegen reden wir vnd fettzen, das — er nicht fetczet, das er vnd feine fur«- 
faren die herlFchafft jn gutem gioben vnd mit redelicher anküofft in gewere gebrocht vnd fo 
lange jar/als er fetczet, befelTen haben, das alles doch zcu rechter gewere vud voriarunge 
fich gebort. — . Wurdet ir denn irkennen, des wir nicht en hoflfen, das wir vns mit difien 
iegenrede widder die gewere vnd voriarunge nicht behelfien mogten — fetczen wir furder — 
feyne vorferen vnd er haben die herfchafft czu werningerode vnd die andern Slofs, ftete 
vnd guter in vnlTern fchulden benant, fo lange tzeit ,vnd jn der wejfTe nicht befelTen oder 
gelegen, wir mögen jm denn noch die gewere mit rechte wol brechen: vnd darvff fagen 
vnd fetczen wir, ob vnniir herre vnd ohem vnd feine furfaren die herfchafft zcu wernin- 
gerode vnd die^ ander Slofs, Stete vnd guter — XXX jar oder XLiar befeflen betten, des 
wir nicht bekennen, fo fein doch bynnen der tzüt krygh, veyde vnd orloge geweüetxtwyfE^n 
on vnd vnfir herfchaft. Ouch hait vnnfir herfchafft bynnen der tzeit etwa vyl jair kenen 
herren bynnen landes gehabt^ die vnfir herfohäfft gerechtigkeit hette mögen vorderen, — 
von fulcher fachen wegen jm die gewere edder voriarunge nicht zcu hilffe komen, als die 
rechte fagen (de preCcr. c I. et -c de quarta et c. ex transmißa et in^ c. auditis et c cum 
Don liceat Et iufti de vfuca. et Ion. femp. prelcr. §.furtiue) — * Wurde vns denn furder 
bewyfinge nod fin, fo fetzen wir, — das nach der gäbe, die Graffe Conrad feiiger vnnfir 
lierrfchafft getan hatte, dodurch ouch die herfchafft zcu werningerode vnnfir herfchafft 
geewiget vnd voreynget was vnd alfo blieb bifs marggraue woldemar feiiger vorftarb, 
domach het der allerdurchluchtigefte furfte Er Lodewigk feiiger R. k. dem hochgebornen 
furften ern Lodewige dem Bopaer die Marcke zcu Brandenburg vnd domit die Graffe- 
IchafR: zcu werningerode als vngeluiiderde herfchafüt zcu der marcke gehörende gelegen, 
das fem breff darober gegeben vfswifet, den wir ouch biethen vorczul^en, wen des nod 
wirt fein — . Vfs folichen briefe Jr Erwerdigen vnd werdigen fcheideflute vnd menniglich 
wol vorftehen mogit, das die herfchafft zcu werningerode zcu vnnfir herfchafft gebort 
vnd als wir nfi die mareke zcu Brandenburg, haben vnd befitczen mit aller czubehorunge, 

. darvmb merket vnnfir offenbar vnd lutter recht etc. Vff alle diffe jegenrede bitten 

wir czu irkennen nach dem gemeynen recht, das faget, das kurfurfitendohm nicht foUet en» 
.trennen werden vnd grofs vordacht von veyde wegen widder jn^ ift vnd er denn nicht fet*- 
czet, das er vnd feine furfaren che gewere edder voriaringe gehabt haben in guden gioben, 
•vnd ouch nicht fetzet redeliehe fachen 'oder ankunfft der gewere adder vorianing, de er ficti 
vff czeyt vnd ouch binnen der tzeit, die er fetczet — krigh, veyde vnd orloge zcweyfcbeo 
vnnfir beyder lande gewefet ift etc., ob wir nicht die herfchafft zcu, werningerode vnd 
die andern Slofz, Stete vnd guter jn vnffern fchulden benant mit vnfir bewyfuoge, die wir 
getan haben, vnd W4irde des nod fin furder thun wollen mit beffem rechte haben foUeo, 
den vns vnfer herre. ohem die mit fulchen machflofsen vnd> vnbjefiendigen jnfagen entfremden 



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311 

magk addet wes hir jdd recht fey etc. — lo Betreff des Schadens heisst es weiter: Darczu 
Tagen wir, das feine furfaren'vnd er die herfchieifft in bofser vorfatze mit gewalt, als fie woj 
gewufst haben» das die czu vnnfir herfchafTt gehört bot, das tvir jnme czu rechte tzhyen 
czu fich gebort haben vnd darvmb hoffen wir, Er folle vns czu dem fchaden antwerden vnd 
nicht atlen, wes Er doyon genofzen bot, funder oüch was wir der betten mögen genyrsen, 
(fa. c grauis de reflii-fpo. cum fi) etc. — 

Als vnnfir herre Vnd ohem vff vafe andere, dritte, vierte, funffte, fechrste vnd fobende 
fchulde, clagen vnd gerechtigkeit fetczet feyn Infage vnd antwerde als Er vff die jrflte ge* 
tan hait, Doiegen reden wir, thun vnd fetczen euch vnfe voerwort, als wir widder die jn* 
Tagen vnd antwerd. gefetczet vnd getan haben. — 

Vff die lefte vnfir Schulde, die vnnfir herre vnd ohem ververcleret vnd vinfler Tcbel« 
det, fagen wir, das vnfir herre vnd .ohem Telbift wol wifTentiicben ift, waTs briffe er genom- 
men bot vnd wie die Torme vnd geTtalt gehabt haben, der winenfchafft wir jn czu rechte 
tzhien, vnd dorvmb er das wo) gewuft bot, was nicht nod, das wir on dar an furder yn- 
dirrichteden etc. — ^ 

Alle di(Te jegenrede Tetczen , thun vnd geben - wir MarggralTen vorgnant mit vnnfern 
Inge^elen vorfigelt. Nach crifti vnTers heren gebort virczhenhundert domach jm ^er vnd 
viercz^eTten Jare, Am Domftage für vnTer frouwen dage lichtmetfen. 

«nnu (^ folgt (iemac^ In bem mtnft&dt. M cr)fiifdr(ft SRagbctogifc^en «tc^iocl, »non« aüu Dbige entttomt 
mm i% nojc^ (ine SBibrmte be^ Sribtf^ofd ndt fe^v att^ffi^rlic^en Udfili^tn 2>rbacdon«t, »elc^r i(bo(^- feint 
nene ^iflorifd^e S^atfac^e enthält, aufirv bag fle bie SBe^oupinng, ti (abe fett IDoIbemar*« Sobe Krieg 3vift^eii 
bem ^ihiitium Sna^bebnrg nnb ber Wtoaet Sranbenbura fiaUgtftaAtn, 'in Hbrebe fielKr. . €Sie ifl bdtirt Oebi- 
chinftein, nach gots gebort yertzeinhundert Jar ^Arnach in -dem ver vnd vertzigifken Jare, am 
viitewoohin nehüt nach dem heiligen palmentage vndir vnn&erm Ingeügel. 

eobann folgen tioc^ mef^me (SonßÜa unb ein (Entwurf Inr fc^teb^ric^tetli^en fotfc^eibtutg. ^i muxbtu 
barin bie in Slnfuruc^ genommenen Sefitungen SSBerningerobe n. f. ». bem ^iflifte ^nerfannt, faQl biefef mü 
(leben nnf)tSf(i(^en gengen einen breigigjA^rigen SBeßt in gutem 9(anben enoeifen toficbe. 

Um Criginaierfenntnig bec e^tiU^ltnü fe((t. - 



MDCLVI. gjroäeffc^rtfteri m ©adj^ett bti ^^hiit^nm SÄagbeBurg »tber *ie SWarlgrftfe» Wtt 
Sranfcenburg^ »egen ber gej^tibarfeit ber burcff bie Dttonifdpe ©d^^ettfmtg »om ^a^n 1196 itm 
l^eiligen Sltori^ »ereigneten ©iUer in ber Tloxl, fo ä>te »egen ber ^^gbgereifitigfeii, t9eld[»e bie 
2)larfgrafen im Sanbe ^txi^o unb mtbent !Dlagbeburgtfii^eii IBeft^uttgen iXbm, ion bett ^oüfyxm 

1443 unb 1444« 

Impeticio domini Archiepifcopi. 

Dils fint die clagen, Tchnlden vnd gerechtikeit, die wir Günther, von gots gnaden 
Erczbifchoff zu Magdebürgi von vnTer vnd vnfer kirchen wegen zu magdeburg^ baben^ fettzen 
vnd thun kegm die hocbgebömnen furTten vnde heren, heren fridrichen dea heil Rom* 



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312 

riclis Erczkamerer vnd hern frldfIcIieDi gebrudere;, IM arggralen zu- Brandeburg vud Burg- 
grafe» zu Noreuberg, alfo hirnach gefchreben ftehit. 

Ehr doch allir vnfer fchulden. So fettzen wir vorgnanter Günther von vnfer vnd 
' vnfer kirchen wegen eyne kortze vorrede, dodureh eyn itzlichir, dem die fache vorkummet, 
defterbas vnfer vnd vnlTe kirchen gerechtikeit vorneinen möge, die wir denne ouch in vnf- 
fern fchulden^ hirnach voigende jntgezogen woiiin habin — vnd fprechen alfo das nach Crift 
gebord Tufent, hundert , in deme Sechs vnd Nuntzigiften Jare, do keifer h ein rieh der 
'Sechfte, was ein Romifch koning vnd ouch koning zu Sicilien» do was der hocbgebome 
furfte vnd herre, herre Otte der ander ein Marggrafe zu Brandeburg (eh ged. Der- 
felbe Marggrafe Otte mit Teiner groten wifheit '— • offinbarte der gantzen gemeyne, die 
£cu der zcied was vnd ouch die in zcukunftigiu zcietea hirnach komen fulde, wie das er 
vnd lin bruder Gräfe Albrecht genant^ czu Magdeburg in der groffen kirchen en zu 
uorfünen die mildikeit vnffers irlofers durch mer feien willin vnd oudi durch ires eigen heiis 
nuttze vnd jouch vff das fie muchten teilhafftig werden des gebetes, das do in derfelbio 
kirchio ewiciichin gefchege» habin gegebin alle ore forwergk obir Eibe jn jrer marcke vnd 
iiemlichen jn den grauefchaften des Irluchten ditterichs von Gro\vitzh vnd Grauen 
Otten vonffalkenftein vnd jn allen jren grauefchaften, die zu irer marke habin gehöret, 
£e fint belehnt geweft, ledig ader vnbelehnt, den Erhaftigen merterer Sancto mauricio vnd 
vnfer kirchin zu Magdeb^irg recht vnd erblichen zu haben mit aller macht alles rechtin: 
vnd habin dofelbift vii forwercke eigentlichin mit namen benant,. die wir ouch hir vndene 
werden namhaftig machen vnd eigentlichin mit iren namen nennen. Sulcbe obingefchreben 
gäbe ift gefchen zcum irften von dem vorgnanten Marggraffen Otten feiiger gedecfatnide 
mit willen vnd volbord des vorgnanten iines bruders vnd darnach ift iie abir gefchen von 
fioem brudere mit finem willen uff dem hoen .Altare dafelbft, die denn von dem aller em- 
werdigiften jn gote vatir vnd heren, hern fidencio Cardin ali tt fancti Marcelli prefbitero» 
der do was ein legatus des Rom. ftules, vnd von hern Judolffe Erczbifchoue .zu 
Magdeburg von der gnanten Marggraffen wegen vnd von orer funderlichir betbe warth 
dofelbft bie dem Banne beftetigt. Die vorgnanten Marggraffen f. g habin ouch dafelbft ge- 
lobt bie iren truwen vnd haben des ein eyd perfonlieh gefworn, das fie fulche obingefchre- 
ben gäbe ftete halden wolden vnd das fie wolden fulche gäbe in deme wertlichen gerichte 
beftetigen nach des gerichtes ordenunge vnd louffte, vnd das fie wolden die obingnante 
vnITer kirche zu Magdeburg bie oren guten truwen ane alle argelift zu rechtes gewereo 
fulche gäbe vnd ane ^euerde. Solche obingefchreben gäbe denn gefchen ift jn vil beten 
Ritter vnd knechte geenwartikeit, die wir namhaftig machen werden in eynem bryue, wann 
jQchs geboret von rechte. 

Isz ift komen darnach den andern tag das die vorgnanten Marcgrafen von Bran- 
denburg fampt mit dem vorgnanten Erczbifchoue aller fei. ged. fint getzogen jn das berl- 
sogthum obir Elbe vnd habin aldar ein gerichte geheget, dafelbft warth beuoleo von dem 
hertzogen dafelbft, das ift von dem £i;tzbifchoue von Magdeburg, dem edeln Manne walter 
von Arnfteia das gerichte mit orteUoi jdas er das hegen fulde. In gehegeteb dinge 



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313 

dafelbllt zu einer beueftunged der vurgnaDten gäbe» die zu Magdeburg was gerdien, gebin 
die vorgnanten Mai^grauen f. g. der vorgnanten kirchin zu Magdeburg vnd hern ludolffe 
Ertzbifchoue dafelbft vff das heiligtbum des vnobirwindigiften Merterers fancti Mauricii 
das SIos Mo kerne, Sticboie, das ße hatten jn deme wichebilde vnd vS der watthe 
Cherewirt mit aller zugehorunge vnd alle jre forwerke, die lie hatten jn dem vorgnanten 
herczogthum belehnt, ledig ader vnbelehnt, mit allen rechten jn dorffem, eckern, weyden, 
wefen, weiden vnd wafrem mit allen iren leuften vnd gewerthen darmethe die vorgnanten 
vnfer kirche vnde bewurchten fnlche gäbe,, die vnfer kirehin was geFchen, mit einem vrede, 
der do von irer beider betlie warth dafelbft beftetiget. Die vorgnanten Marggrauen f. g. 
habin ouch die herfchafft, die -gewere vnd befittzunge der obingefchrebenen gutere der vor- 
genanten vnfer kirchin vnd dem vorgnanten Ertzbifchoue felbirperfonlich vnd vormittels irer 
boten gegeben nach loufte des landes mit orteiln vnd ordenunge des rechten. iSulche n-abe 
der herfchafft vnd der gewere der obingefchribenen guter ift ouch gefchen jn maffen, als 
obehe^ftehit gefchreben Jn vil herren, Ritter vnd knechte geinwertikeitt, die wir ouch nam- 
haftig machen werden, wann fichs geboret von rechte. ^ 

Ifz ift komen darnach, uff das fulchs gefchichtis vnd follicher gäbe volbrengunge wurde 
gantz irfullet, So fint die vorgnanten Marcgrauen fampt mit dem vorgnanten BilTchoue vnd 
-vil anderen luten fei. g<^d. getzogen jn ore marcke vnd fint komen bie Gardelege. Da- 
felbft hat der vorgnante Margggraue Otte fei. ged. feinem üben getruwen Grane hein- 
riche von Dannenberg, des- die Grauefchafft Was, dafelbft mit orteiln macht gegebin 
von finen enlwegin geVichte zu fittzen: vnd dafelbft habin die vorgnanten marggraue f. o*. 
jn fienem angeficlite vnd ichlicher befundern der vorgnanten vnfer kirchin ztf Ma«>deburff 
vnd dem vorgnanten ' Ertzbifchoue gegebin uff das heiligthum des allerhei^igiftin Merferers 
Fancti Mauricii nemlicbin Gardelege vnd Soltwedel Slofz vnd Stete mit aller orir bei- 
der zugehoTung, Sie habin ouch dafelbft der vorgnant vnfer kirehin g^ebin de helffte des 
SlolTes vnd borchrechtis Calue mit aller zugehorunge vnd die forwercke, die fie habin ge- 
had in den Sloffen' vnd borcbrechten Arneburg, Ofterburg vnd^Tangermunde vnd 
ouch die probiftie vnd Stad Stendal mit den wichbilden, nemlicben Schufen, Bambiffen 
vnd wirbene mit allen zugehorungen die Nuweftad zcu Brandeburg vnd darczu das len- 
dichen gnand die zu che mit aller irer befittzunge. Sie habin ir ouch gegebin das fie ge- 
had habin ^u Caluorde mit allir zugehorunge. Solche obingefchrebin guter, forwercke vnd 
alles das fie gehad habin jn irer Marcke vnd jn der Grauefchafft des edeln mannes Otten, 
greaien von falkenftein vnd fuft in allen iren grauefchaften, die zu irer marke gehorten, 
haben die vorgnanten Marggranen f. g. Marggraue Ott« zcum erften mit wilkor feines 
l3ruders vnd darnach fein bruder mit wilkor des vorgnanten Marcgrauen Otten gegebin 
dem uorgnanten Sancto Mauricio vnd vnfer vorgnanten kirehin zu Magdeburg jn malTen alfe 
obin ftehit gefchribin mit allem rechte nicht alleine in den Sloffern, Sundern ouch in Ste- 
ten, inerckten, wichbilden, dorffeni, eckern etc. zu irem eigenthum vnd eigene zu behaltten: 
vnd habin vnfir kirchin des geweret vnd habin Vnfer kirchin darüber ♦eynen vrede geworcht 
^md beftetigt. Sie haben ouch vud den vorgnanten Ertzebifchoue jn fulche herfchafft der 



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S14 

obiogefcbreuen gutere vnd jn die ^ewere fie felber perfon vni ToriiiiUelft irer boten gelivt 
vnd gebracht, Od ouch die herfchafft der obiDgefcbrebeQ guter vnd die gewere gegebto 
nach ioufte vnd gewonheit der marcken mit orteiln, aife fiehs gebort. Vnd uff das folche 
' obingefchriben gäbe der obingefchriben gutere von on gefchen — vefte bliben vnd von ny« 
mande hir nochmals von boHer vorfuchunge zobrochett vnd vomiehtiget ^werden, vnd darumb 
fo had der vilfl^ante Marggraue Otte f. g. des feinen brieS vnfir kirchen lalTen fcbriben 
vnd den mit finem IngefigetI lafTen vorfigeln, des wäre vrzfcbrifte von worte zu worte hir 
vndene an jm'lation ftehit gefchribin, den wir bieten vorzubrefigenep wann vnd wo fichs ge- 
boret van Rechte. (Es folgt die Urkunde des Markgrafen Otto IL v. J. 1196.) 

Is ift darnach komen van willen des aimechtigen gotis» das vilgnante Marggrauen, 
Marggraue Otte vnd Albrecht fin bnider^ find vorfcheiden von dilTer werlde vnd dorvmb 
fo haben die Ertzbifchoue zu Magdeburg vnfTer vorfaren von fulcher obbgefchriben gäbe 
wegin fuiche gutere obin berixrt den Marggraoen zu Brandeburg zu rechtem lehn gelegtn, 
uff das fie vnfer kirchen, land vnd luthe befchutzten vnd befcfaermeten vnd fich alfo hildin 
k^n vns vnd vnfir kirchin, fo fichs wol gebort von rechte, fo lange das Marggraue wol- 
demar de marcke warth gelegin. 

• Dofelbft bie des vorgnanten Marggrauen woldemars getzieten was eine hochge- 
bomn furftinne fruwe Anna gojint, hertzoginne tzu Breflow belipdinget mit etlichin 
obingefchribin gutern von Bifchoue Burcharde Ertzbifchoue zu Magdeburg, Nemlichen 
mit Arneburg, Sehufen, werbin vnd Crumbeke mit aller zugehorunge, Diefelbe 
{rauwe Anna kofs nach gotil gebort Tufent jardrie hundert jar dar na in ,den twentzigiften 
Jare d^n emwerdigin in god vate/ vnd herren, herren Burcharde Ertzbifchoue zu Mag- 
deburg f. g. iren herren zu irem rechten vormunder ober fuiche obingefchriben gutere, der 
k fuiche obingefchriben gutere, darmethe fie belipdinget, was vorhegyn vnd befreden fulde, 
die wile fie lebete, wann fie abir abeginge von todefwegin, fo fulden fich die voite der 
' obingefchriben gutere, veften, buden vnd luthen holden, an den voi^anten Ertzbifchoff von 
Magdeburg vnd an fieo gotshufs nach lute vorfigiltin briues vnferm gotishuse darubir gege- 
biu — (& 1, S. 459 Nr. DLIL) — Solche obingefchriben gutere, Slos« land vnd luthe fich 
in fulcher wife halden mfifcen an den vorgnanten BifTchoff von Magdeburg alfe an iren rech- 
ten heren, alles von der obingefchriben gäbe wegin gruntlichin, die die vilgnanten Marg- 
grauen, Marggraue Otte vnd ALbrecht fien bruder feiiger g. vnfser vorgnanten kirchin 
zcu magdeburg getan hatthen, als wir obin habin gefchribin^ — . 

Is quam darnach abir nach dem tode des vorgnantea Marggra^ea woldemars, das 
fuiche obingefchribin land, hufer vnd ftete mit alter zugehorung vorgnantin kirchin zu Mag- 
deburg ledig vnd lofs. wurdea, vnd darnach nach tode des vorgnanten Marggrauen wolde- 
mars jn fuiche guter menunghe, alfo wir obingefchribin habin, had abir der Erwirdigher in 
god vater vnd herre, herreOtte, der czu der caet Ertzbifichoff czu. magdeburg was, fuiche 
obingefchribin gutere,. land, hufer vnd ftete dem hochgeboren furfteo vnd heren, beten La- 
dewige Marggrauen «u Brandeburg vnd zu Lufitz — nack Crifti gebort .dritzenhundert Jar 
jn dem Sechfii^^nd driefigeftea Jare^ am fritage der iieüigin. abinde Gente petirs vnd fente 



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315 

Pawels äer. apoftiln cza witteoberge cza rechtem lehn geleg)fin. — (Band II, S. 109 
Nr. DCCXXy.) — 

Is quam darnach das der vorgnante furfte marggraue Ludewig vnd Steffan faert* 
sogen 2CU Beiren f. g* folche obingefchribin lehin, die fie von den vorgnanten ErcxbilTchofie 
beren Otten, Vobm vorfara entpbangen hatten uSIiefaen vnd fich der gantz vnd ghar v6rt- 
segea. Do fie die nu vnflem vorfarn uffgelaflen hatten vnd fich orer recht vnd redlichin 
hatten vortcegen, do Idgk der vorgnante Ertzbiflchoff herre Otte den hochgebom ffurften 
vnd hem, hem Ludowige dem Romere vnd herren Otten, gebrudern, Marggrafen zu 
Brandeburg vnd Lufitz, fulcbe obenberurte gutere zu rechtem lehn j'n guter meynunge, das 
fie vnfir kirchen, land vnd lute befchutzen vnd befchirmen folden» fo fich das geboret von 
rechte* Sulehe guter dann die vorbenanten Marggrauen nach gotis gebordidrutzenhundert 
Jar darnach in dem vir vnd funfftzigiften Jare von dem vorgnanten Ertzbifchoue vnd von 
der kirchin zu magdeburg entpfangen alfo iehnguter recht is. Es hat ouch der vorgnanten 
lehnguter vorlegen ein recht angefeile den vorgnanten Marggraue L od ewige vnd hertzogen 
Steffen, die vor fulche lehn hatten uffgegebin vnd fich fulchir lehin hattin vortzegin, alfo 
das aUea ftehit clerlichin in einem briue etc. — (B.Il, 359, Nr. DCCCCLXXXIL) -* 

Dortlach abir nach tode des vorgnanten Ludewige a des Romers, Marggrauen 
zu Brandeburg, als wir obin gefchriben habin/ alfo der von vnfir kirchin zu magdeburg mit. 
den obingefchribenen gutem' belehent was, do leigk abir der. Erwerdiger in got vater vnd' 
herre Albrecht Ertzbilfchoff zu Magdeburg nach gotis gebort driutzenhundert Jar dornach 
jn dem Sebfptzigilten Uare, am donreftage vor fenlhe Bartfaolomeustage die obingnanten jn 
fulcher meynunge^ als wir obin habin gefchrebin dem hochgebom Surften ynd herren, herren 
Otten Marg^auen zu Brandeburg, des heiligen Romifchin Richs obirltin Camerer — der 
dann fulche obingefchribin guter von dem obgnanten ErtzbiiTchoue alfe von fienem herren 
zu rechtem leben entpfangen hath etc. (B. II, S. 507 Nn MCXU.) 

Sulehe. obin gnatite gäbe, die die vilgnanten Marggrauen, Marggraue Otte vnd 
Albrecht fien bmder f. g. fancto mauricio — gegebin vnd gethan habin, -*als obin ftehit 
gefchrebin, hat darnach der Allerdurchluchtigifte ffurfte vnd Romifche koning Karl nach 
gotis gebort Tufent driehundert jn dem acht vnd virtzigiftem iare zcu präge vns yud vnfir 
kirchin beftetigit Derfelbe koning Karl faatt alle vnfer priuilegia, Briue, gaben, gnaden vnd 
frieheiten, land vnd luthe, die vnfir vorgnanten kirche zu Magdeburg von keifem vnd von 
fienfen vorfam Romifchen koningen gehabt hat odir ouch die vnfir kirche von andern an- 
kunft, nemelichen von gäbe adir von kouffes wegin adder von lehinge, von wecbfel, von 
teßamente vnd befcheidunge irkregen hettin, vornuwet, gefolborth vnd beftetiget von fioer 
▼oller königlicher macht jn aller ma(Te, als fulche priuilegia vnd briue von werte zu wo'rte — 
gefattzt vnd gefchribin etc. (Abdr. in Boyfens hift. Ma^;. ÜI, 157.) — 

Von fulchir obingefchribin gaben wegin, die die vilgnanten Mai^grauen, Marggraue 
Otto vnd Albrecht fin bmder f. g. fancto- mauricio vnd vnfer kirchen zu magdeburg jn 
▼il fteten obin gemrt, gegebin vnd gethan habio, mit orteiln in gerichte, mit beftetigunge der 
vorgamtm Cardmales Vnd buch konbck Karls, jn maffen alfo obin ftehit gefchriben vnd 

40* 



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3ia 

ouch von folcher langer gewere vnd befitztzonge, die vnfir vorgnanteD kircbe gehad bad 
manich jar nach der vorgnanten gäbe alfo obin ftehit gefchriben vnd ouch von fulcher man- 
nichvaldiger belehenunge wegiD, die vnfTer vorfam. vil vnd vflte getan babin — mag ein 
igiicher merken vnd febia, dds fulche ftete, land vnd luthe obenberurt, nemlichen Garde* 
lege, Soltwedel). die helffte des Slofles vnd borchrechts Caluie mit aller zugehorunge 
vnd die forwerke, die fie babin gehabt jil denSloffen vndBorchrecbten Arneburg, Olter- 
bürg vnd Tangermunde» Stendal, Sehufen, Bambiffen, Nuw'e Brandenburg 
vnd fuft andern Stete vnd SlolTer obenberurt^ mit allen zebehorungeo behoren mit der ä* 
gentfchaft dem heiligin Mauricio vnd czu der vorgnanten kirchin zu Magdeburg. 

Nu dann fulche obin gefchriben gutere vnffer kirchin eigenthum fin„ wir der ouch 
von vnffer kirchin wegin. ein recht lehen herr^ fin,. das .wir wol volkomen konnea oüt fe- 
gender kunlfchafft von folcher gabin wegin, alfo wir obin habin gefcbribin> die von vnfl'er 
kirchin zu leben gehen, das wir ouch volkomen können mit fulehin briuen,. alfo wir obin 
babin gefchribio^ Sulche lehin binnen Jar vnd tage die vorgnanten Hocbgebomen furften 
vnd herren, herre friderich des heiligen Romifchen Ricbs Ertzkamerer • vnd fridericb, 
gebrudere, itzund Marggrauen zu Brandeburg etc., von vtis vnd vnfen kircbin nicht gefun* 
nen noch entphangen babin., ho£en. wir zcum rechten, fie haben dar ane vorfuoMt vnd das 
fulche guter fin an vns vnd an vnfer vorgnante kirchin zu Magdeburg widder komen vnd 
mäßen vns die jnantwerten, abetreten vnd entrumen von rechte, fo gewerie ane leben macbt-' 
los ift von rechte« So fie abir widder vnfem vnd widder vnfer kirchin willin fulche obin* 
gefcbribenn guter, land, SlolTer, luthe vnd Stete in oren geweren halden» Meyneo wir vnd 
boffin zcum rechten, das wir grofze redliche fchulde zu om habin« • 

Nu i& dann zcwuffcbeo. vns. alfo yorJaflen ift getediniget vnd' befloQeB, das. vnfer igli* 
eher fine fcbulde, dage vnd gerechtikeit, die. er meynet widder einen andern zcu habin 
fchrifillichin obir gebin fol nach lute des anlaffes darubir gegebin, alfe derfelbe anlafsbrief — 
gefchriben ftebit — der geben ift zu Tangermunde nach gotis gebord viertzenhundert 
Jar vnd. darnach jm dreyvndvirtzigiften Jare, am dinftdage nach dem-Sontage vocem iooHn'- 
ditatis — fo fettzen wir vorgnanter Günther Ertzbiflchoff zu Magdeburg — vnfer fcbulde 
allb Jutende.. (Abdr. S. 284) 

Wir Günther — fcbuldigen — hern ffrideriche d, h, r. R. Ertzkamerer vnd 
{friderich,, gebfudere, Marggrauen zu Brandenburg — das fie vns vorbehalden mit vn« 
rechte — fulche Stete, land vnd lute, die wir obine in vnfer vorrede berurt — , die vnfer 
Idrchio eygenthum fint, -r* die vnfer kircbe jn guten meynunge der kirchen zcu nutcze den 
Marggrauen zcu Brandenburg czu einem, rechten lehne gelegen bad vff das fie vnfer vor^ 
goanten kirche,. vnfer land vnd. lute- befchutzten. vnd befchirmeten — vnd bad fulche guter 
ji» geruglicher gewer gehadv mit fulcher obingefchriben: belehnunge jar vnd tag vnd abir jar 
vnd tag vnd alfo hundert jar vnd lenger — . Sulch obingefchriben Stete, SlolTer, .land vnd 
lute vnfer kirchen eigentbumi — die vorgpanten hochgeb. furften vnd berren, herre fride- 
rich.-— vnd friderich — itzund /Marggrauen zcu Brandenburg* von vns vnd vnfer kirche 
bynnen jare vnd tage niöbt« gefunneo. noch, entphang^ haben zou. rechtem lehne vnd haben 



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317 

- fich alfo vorfumet Darvmb fulche guter widder an vds vnd an vnfer vorgnante kirche 
kommen fint, alfo wir hoffen zcum rechten. Sulche obengefchriben gutere — halden vns 
vnd vnferer kircben die hochgebornen furßen .von Brandenburg vor widder vnfern willen, 
v?idder got vnd recht, vns vnd vnfer kirchen zcu mechtigen groffen fehaden, den wir achten 
vnd würdigen an ]^lufent fchogk guter grolfchen: vnd darvomie fo heyfchin wir von on 
redeliche vnd volkommen antwert vnd gantze redeliche vfsrichtunge nach rechte, die obin- 
gnanten guter — vnd vns vnfer kirchen zcu geben vnd ane widderrede jnczuant werten, ge* 
ruglichin zcugebruchen ' vnd ouch den fchaden gelegert vnd gegulden vnd alles das recht 
ift etc. — " 

Czüm andern male fchuldigen \m — die hochgebornen furften — das fie vns jn _ 
rechtem vorfatcze jnhalt thun, jrrethum machen, jhagen vnd hettzen felbir vnd vormittelft 
den oren vff vnferlB vnd vnfTer vorgoanten kirchen eigenthum jm land zu Jerichow vnd 
vnd alfe nemlichen vff der heyde zcu Scholene jn den holtzem vnd zubehorungen des 
Sloffes vnd Stad Sa*ndauw vff der heyde zcu Mulken berge, Grutz vnd Gottelin, 
podifer, Smetdorpf, Czermlttze, werber, ferchels, jn dirhafen, kemmenath, 
jn den holttzem czubehoringe vnd gerichte czu plote, zcu Slauwetin vnd fuft jn allen 
andern hoUzen, wil^banen vnd c^behorungen jn den gerichten Jerchouw, Milauw, plote 
vnd Sandouw zcwiflchen der eine vnd der hauel belegen vnd ouch jn den gerichten, 
Sioßen, wiltbanen, dorffern vnd dorfffteden befatzt vnde wüfte vnd zcubehoringe, beyden, 
boltczern zcu angern, roggetz vnde wolmerftede vnde alfe nemlichen in den Orbergen, 
die wuften dorpffftete kulitz, fatewelle, vtmode, Sebenitz, heyerftor'pff holtze 
vnd wufte dorpfftete vnd wufte dorpfere jn >dem gerichte zu lindere, das ßi'ugk zu No- 
uitz, das holtz zu hertbugk, das tvufte dorpf Brundorpf, fmerfelde, Ofterftede, 
Mildehouet mit den holtzern, die darzu hören vnd alle holcze an dem grofsen viere, 
wultendornftede, luckouw, dolle mit den holtzern, die darzu gehören, krocher mit 
den fteinbergen vnd andemi boltczern, die darzu gehören, karXtiel vnd ein holtz gnant die 
wentbufch, wentorp mit den holtzen, die darzu gehören vnd ein holtz gnant dy Bugk- 
dungk, koldenho mit fiuen holczen, dy darzcu gehören, Berkholt mit dei^ holczen, dy 
darzcu gehören, kobbel mit den holczen, dy darzcu gehören, die hagen zcu vfatz vnd. 
Cantforde vnd darjnne alfo lutbarlichio mit hunden, bitcz vnd mit netczen. widder vnfern 
Witten vnd fdlbord vnd vns vnd vnferer kirche vnferer frieheit alfo 4}enemen vff dem vnferm, 
(b doch nymand vff des andern eigenthum jhagen fall ane lienen willen. Sulch Inhalt vnd 
jhagen vns die vorgnanten Marggrauen — thun mit vnrechte. So wir fie doch gebeten haben, 
das fie das furder nicht thun fulden ane svnffern willen, vns zcu uordrieiTe vnd zcu groflen 
mechtigen fchaden, den wir achten von vnfer kirchen wegen vff Thufend fchogk guter grof- 
£chen. Hirvmb fo heifchin wir von on redliche volkomen antwert, vfvrichtunge vnd wandel- 
nach rechte vnd bitten vfszufprechen das recht. Sintdemale das land zcu Jerichouvv die' 
beyden darfelbft vnd die gerichte vnd Sloflz vorbeoand mit allen oren wiltbanen vnd aller,^ 
orer zubehorunge vnfir vnd vnfirer kircbin eigenthum find — vnd die vorgnanten — Marg- 
grauen — dar lutbarlichin mit hunden vnd mit nettzen felber vnd vormittelft den oren jhagen 



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318 

inß tnlTern ifiillen — Ab nu iclit die vorgnanten furften vm vnd vnfir Idrcbio ein follidif 
folleD vorwaodelln vnd furbas ane vqfern willen iiymme jhagen noch hettzen vff dein v&rem 
nut merem rechten, dann fie lieh des geweren mögen vnd fettzen das vf das recht. (Wurde 
DU die vorgnanten furftän von Brandebui^ — fprechen — das ore lieber herre vnd vater 
r. g. Viid ottch Matggraue bans ore bruder vnd oucb ander Marggrauen zu Brandeburg 
vor langen csstelen der Jhaglt alfo gebnicbt betten — vnd meynten das darumb fulche 
Jhacht vorjaret bette — darkeigen fettzen wir — * das wir vns fulcher wort fchutz vnd were 
beTorgten, das vns ein follicbs mochte wedderfaren: vnd darumb babm wir vorgeczieten ge* 
re(b mit orem' herren vnd vater f. g«, das er vns vff vnflerm eigenthum nicht en jhagete, 
dem wir Zcu der cziet durch funderlicher betbe vnd fruntfchafft willen zu jagen erloubeten, 
der vns dofelbK geredt vnd gelobt had, das er vnd line erbin mit fulchir jacbt, die wir om 
erloubt betten, keigin vns vnd vnfir kirchen fich nicht beheiffen weiden vnd fulde euch vns 
vnflem nachkomeiiogen czu keinem fchaden komen*) — • 

Wu is denn vmb die horch plawe mit orer zcubehorunge vnd gerechtikeit zcu vns 
vnd vnfir kirchin vnd vnfem oachkomen gewand fie vnd von rechte fin fülle» das fettzen 
wir nu czuer czit nicht jn clagen nocli zcu fchulden, wann wir nach lute eines briefes des* 
halben gegeben by vnfern lebetagen die vorgnanten furften -^ darvmb nicht anfprechin 
mögen etc. — 

— Des czu orkunde habin wir — Günther Ertzbiflchoff czu Magdeburg vnfir In^ 
geligil an difle vnfer fchulde wiffintlichen heilten henghen, De gegeben find czu Magdeburg 
nach gots geborth viertzenbundert jar darnach in dem drie vnd vierlzigiften jare, am Son- 
tage fante Micfaelstage des heiligen Erczengels. 

Refponfio dominorum Marchionum. 

Als der Erwerdigefter jn got vnnfir liebir berre vnd ohem, herre Günther Ertzbif- 
fchoff zu Magdeburg > von feiner vnd feiner kirchen wegen, etzliche fchriffte, Schulde vnd 
dage — Widder vns — gegeben hait — fo beruren etzliche fachen» die er fettzit» nicht 
alleyne vns — fundern euch den — Romifchen koningk , vnd 'das h. R* Reich» von dem 
wir viifer herfcbaft vnd euch da mit die gutere» darvmme vnfer ohem von Magdeburg — 
vns beclaget» zcu lehne vnd in gewere habin: vnd vorfehen vns» das -wir von fodans ge- 
meynes ' wiikors wegen» den wir czu vnd vff vch Erwerdigen vnd werdigen berren vnfem 
Scheidesluten getan haben» zcu fulchen fachen — mit keinem fuge vor vch in rechte ftehen — * 
jr wollit vch daran .felbift ouch meffigen etc. — 

Mochten ader feiten wir denn durch uwer erkentniffe von^ des wilkores wegen ja 
den fachen vor vch zu rechte ftehen — denu fatzen wir furbafs» das vyl ftucke vnd ,artic« 
len jn deä obgnanten vnleni ohem fchrifft fein» nemlichcfn das Mokern» Cerwift» Stic- 
toye» hunoldesborg vnde de Stete des SloCCra hildagefpurg.» das dorff Elfebui vnd 



''i ^Ir C) «teOi ift ^4ifUU^au 



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319 

Calforde mit aller zubehorioge von alder zcu Tnfer berfchaffit gehont haben tdcI als wir 
getniwen von rechtes wegen noch darczu geboren. Sulcbe ftucke vnd articlen vnd der 
gleich vns vnd vnfem fachen ^ Schulden, clagen vnd rechten hilflich vnd biftendigk fein^, als 
wir hoffen etc. — 

Der egnante vnfir herre vnd ohem von Magdeburg hebet feine fqhulde an mit dner 
vorrede, die er korts nennet vnd doch langk macht vnd beruret. darin, das IMarg^raue Otte 
der ander f. g. — mit willen grafen Albrechts fines bruders, der kirchett zu Magdeburg 
foUe zu eygenthfim g^ben haben etzliche Stete vnd Slofs etc. Daniff Tagen wir, als vnn- 
fir ohem von Magdebuig zu grundfefte vnd orfache feiner erften fchulde vor fich vnd zu 
hulffe nimt eine gäbe, folde er billich zum erften — ouch bedacht haben, wur die grund- 
fefte nicht gfid iß, das alles das darvff, gebuwet werdt nicht bellendigk fein magk. Vnd 
darvmme fagen vnd fettzen wir widder die vermeßen gäbe, ab die von MaiggraueOtte (eligen 
vnferm vorfaren der kirchen zu Magdeburgk gefcheen vnd von eynenh Cardinale vnd nach 
leuflie des landes von den lantfeflen foUe beftetiget fein, das die gäbe mit iren beftetungen 
als wir getrfiwen, nicht craflt haben vnd darvmbö vns vnd vnfir herrfchafft vnfchedelik fein 
foU, wenn die rechte openbar fagen das nymand mehr ader anders vorgeben kan, denn er 
felbft halt. Vnd darvmbe haben die rechte furder «gefatzt