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Full text of "Dajacksch-deutsches Wörterbuch [by A. Hardeland]. (Niederländ. Bibelgesell.)."

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iiiiinni 

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DAJACKSCH-DEUTSCHES 



WORTERBUCH. 



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DAJACKSCH-DEUTSCHES 



WORTERBUCH. 



BEARBEITET UND HERAUSGEGEBEN 

IM AUFTRAGB UND AUP K08TEN 

DER NIEDERLANDISCHBN BIBELGESELLSCHAFT. 



»^^^^^^^>w^^W»<^>VW^^>^**W^^»^^»»^i^^^^^»V^*^^*^^*»^^^#^^*^^»»^«»*»^^»^J»^»^*»*M»^M<^#MM»^rf«»%^i^»»^^^»»^^^^^^^i^>^^^>^>^^^^^*^^>^^«^^^*^^^^'^^ 




/ 



/ 



/■ 



. ' C (■ A .' i f- X 



AMSTERDAM, 

FREDERIK MULLER. 



DRUCK VON C. A. SPIN & 80HN. 

1859. 



/ 



/ 



J^(i. ^^' ^^. 



V O R W O R T. 



A.iicA dieses Buck imchte ohne Apologie mr der Kritik nicht sonderlicA 
SesteAen; das filhlt niemand mekr als der Scftreiber selbst. Desshcdb 
vervoeise ich (mchfiir dies Worterbuck auf das im Vorworte zur dajackscken 
Sprachlekre geso/gte , und fuge nock^/j^^^j^^fide hinziu Meine Kladden 
fur die dajacksc/ie Spracldekre itfiifid^(fiir'. d^ waren. erst zum 

kleinem Theile geordnst^ und dm^. r^rt^ dieser kleinere T/teil in der 



' • . '. • ■ ' 



holldndischen Sprache hearbeitet. Ich musste daher alles umarbeitenj den 
grossesten Theil der Kladden aber auch erst nac/i ordnen und ausarbeitenj dann 
alles fiir den Druek aisckreiben. Der grossen Entfenmng des Druckorts 
ttnd der fremden Spra/:he wegen musste letzteres mogliehst deutlich^ also 
ziemlich kmgsam geschehen. Zu aUen den Arbeiten aher hatte ich nur etwa 
6 Manate Zeit, Erst im Mai begann ich damil^ und wo moglich mussten 
sie im Laufe des Jakres beendet rtDerden^ da mein kiinftiger Beruf mir 
keine Ungere Frist gestattete. Einige Wochen der knapp zugemessenen 
Zeit gingen nock dwrch ein paar notkwendige Reisen etc. verhren. WoUte 
es nun jemand versuchen die 1000 Pagina der beiden Biicher nur dentlich 



VI 



und langsam ahzuschreiben ^ und dann noch wenigst^ns 500 Pagina ah 
Kladde scknellund Jluc/itig auf das Papier zu werfen^ — kaum die Hdlfte 
meiner Khdden waren ruinUich der Arty doss ich sie gleich bei und unter 
dem Nekmen der Reinschrift crdnen und ubersetzen kannte: ich meine er 
Tmrde 6 Monate lang Arbeit vollmtf daran haJben, Bedenkt man , dass ick 
nun eben nickt nur aisckreiben ^ sandern auch noch ordnen und ubersetzen 
musste: dann wird man begreifen^ doss dies aueh bei tdglich 12—14 
stiindiger Arbeit nur dann moglich wurdey voenn ich mich moglichst beeilte. 
Und man wird dann billig genug sein die Mangel des Buches mit der 
nothgednmgenen Eile bei der Bearbeitung desselben zu entschuldigen. 

Wie gem ich indess oMch mehr Zeit gehabt hatte^ vm die BOcher in 
etwas tUchtigerer GestaU erscheinen lassen zu konnen^ so glaube ich doch^ 
doss die hoUandische Bibelgeselbdh$/i sich den Dank derery welche die 
dajacksche Sprache zu erlemen haben^ auch durch HeroAAsgahe dieser noch 
unvoUkowmeneren Werke reichlich verdienet haie, Eine noch ganz unbearbeitete 
Spra4:he okne alle Hillfsmittel lediglich von den Wilden selbst erlemen zu 
micssenj ist eine sehr schmerige Aufgahe. HiUte ich vor 18 Jahren diese 
Biicher gehaht^ sie nnlrden mir mekrere Jahre des muhsamsten SuchenSy 
Fragens und Farschens^ des tmsichersten Umhertappens ersparty und mich 
wr tausend oft Idcherlichen und oft auch ziemlich emsten Missverstdndnissen 
uvd Fehlem bewahret haben. 

Es sind in dies Wcrterbuch nur die Stanmmdrter der do^aekschen 
Sprache atifgenommen^ bei denen dann die Ableitungen mit verzeickneb sind. 
Von den abgeleiteten Wortem, bei defien die Ableitung regelmassig istj ist 
nur ah und an eines in die aXphabetische Reihenfolge der Worter mit 



vn 

aufgencmmen als Finger zdg^ too man den Stamm sokher Worter zu mchen 

habe. Die anregelmassig abgeleiteten Worter aher haben alle^ — jedock 

wo mekrere auf gleiche Weise tmregehndssige uvmittelbar auf einander 

folgten rmr das erste, — eine Stelle im Bttche erhalten mit Hinweimmg 

oMf ihr Stamnmort. Urn dies Worterbiusk also mit Ntttzen gebroMchen zu 

konnen^ wird inmi sick vorah mit dem vertraut zu machen luxhen^ tvos im 

2^en Hauptstucke der dajackschen Sprachlehre iiher die Wortbildurig gesagt 

isf. — Da die Dajacken selbst in der Avssprache des a und e, des o undw. 

so gar sckwarikend sind^ konnte es vorkornmen^ doss man ein Wort^ wekhes 

rn/m unter a oder o glaubt suchen zu miissen^ unter e oder u, und 

nmgekehrtj finden wird, — The zur Erkldrung der einzelnen Worter 

gegebenen Beispiele kabe ich mtiistens ziendick wortlick iibersetzt^ und wo 

es nothig war dann wetter erhlArL Man wolle sick daJier nickt an dem 

Toohl zu Zeiten etwas seltsamenj hoffentlick aher iiherall verstandlicken 

Deutsch stossen, Es sollten ferner diese Beispiele weniger den sick melir 

ton selbst verstehenden ^ der d^^utschen Spra^c/w mehr conformen Gebrauch 

der bei den Worf^em an//egebenen Ha^iptbedeutungen erldutern^ als gerade 

solcke Sdtze geben^ in denen ein Deutscher dies Wort niclit erwarten wiirde. 

— Die wenigen Abbreciaturen bediirfen wokl keiner Erklarung. Jeder 

fcekher dies Wdrterhuck gehraucld^ wird ja wissen^ doss "e. e, das isty 

/. g, dasselbe als^^ bedeut^t. Ueber die b. Sang, oder bas. Sang.^ die 

S<ingiangspra/:ke ^ die bas. Mant. den Mardangai Dialect .^ etc, ist in der 

Spraeklekre das Naliere gesagt, 

Gott der Herr lasse auck durch diese Biicher den Dajacken Borneos 
eimgen Nutzen entsteken, Er gebe es alien , welckc dieselbeii zum Erlemen 



VIII 

der dajackscken Spmcke gebrauchen^ dass sie diese Spracke zu seiner Ehre 
und zur Seelen Seeligkeit der armen Dajacken gdrcmchen. Er segne 
reicklick die theuem Freunde in Holland^ deren Hulfe ich es zu dounhen 
habej doss ich die Arbeiten fiir meine lieben Dajcuchen zu Stande 
bringen konnte^ deren Vollendung seit langem ein Hauptnnmsck meines 
Herzens war, 

HERMANNSBURG IN HANNOVER, 

31 December 1858. AUG. HARDELAND, 

Theol tt. PHI Dr. 



^ 



DAJA€K8€H WORTERBrCH. 



A. 

ABA , das zuiii Frieden ermalmen , dazwisclien tre- 
ten, auseinanderbringen , (Streitende durch Worte, 
Ermahnuogen; durch Gewalt: milang.) — Awi djaton 
aba palus awen klabi, weil keia Dazwischenkom- 
men war, (weil niemand vermittelnd zwischen sic 
trat,) fingen sic an sich zu schlagen. — Anak abaaha^ 
ist Diminutiv von aba. Djari tahi awen haklabi, dia 
anak abaaba, schon lange streiten sic, nicht das 
geringBle dazwischen treten, (niemand sucht zu ver- 
mittlen, sie auselnander zu bringen.) — Maba, haba 
dengan, dazwischen treten. — Haabaabaj oft, lange 
auselnander bringen. — Taraaba, taraba, auseinander 
^ehalten werden konnen. — Pamaba^ der gern, oft 
Streitende auseinander halt, es zu thun versteht. 
Mamam ta paraaba olo, dein Oheim ist jemand wel- 
cher gern, oft Streitende auseinander lialt, (er versteht 
es gut.) 

Aba, Vater; (wird von kleineren Kindcrn und zu 
kleineren Kindern sprechend gebraucbt; sonst nennt 
man den eigenen Vater: apang, den Yater anderer: 
bapo.) 

ABAM, (bas. kah.) i. q. apam. 

ABAS, stark, kr'aftig.; eifrig, fleissig. — Abas be- 
renge, stark von Korper. Abas bagawi, stark, fleis- 
sig arbeiten. Abas manjarenan, geduldig ertragen. 
Abas manakau, mangalahi. oft, immer stehlen, zan- 
ken. — Abdabcu^ ziemlich stark, etc.; (befehlend: 
&ehr stark, eifrig.) — Pcmgaabcuxbas ^ alle stark, etc. 
Baraabas, alle ziemlich stark. — Pangabas, pang- 
kaabas, pangkabas, starkst, am starksten. — Kact' 
fxu, kabas, Starke, Eifer, Fleiss. — Mampaabaa^ paa- 
bas, raabas, maabas, starken, erfrischen; ermuntero, 
ermuthigen. — Tenga ladae sukusukup, bapa mam- 
paahas ia bagawi, gieb hinreichend seine lada, (gieb 
ihm lada genug, — lada, der Theil, welchen die 
Sclaven von ihrem Erarbeiteten empfangen, gewohn- 
b'ch Vio-) u"^ ihi^ zviva arbeiten zu ermuthigen. — 
Taraabas, tarabas, gestarkt, ermuthigt werden 
kunnen. 

ABEABER, aufTallend gross, ungewdhnlich, I'd' 
cherlich gross; (Kleidung, etc.) — Tjiih olo bawi 
ta, tapihe abeaber ampie kilau rajar, pfui die 
Frau, ihr Rock gross und weit seine Gestult wie 
ein Scgel. — Kaber ^ kaaber, das zu gross sein, 
(zug)eich bauchig, geblahet sein, abstehen.) 

ABIR, mannlicher Name. — Abir war ein be- 
riihmtcr Kopfeschneller der Vorzeit; sein Name wird 
noch als Fluch gebraucht. Matai kinan tumbak Abir, 
Niirb, gegessen (i. e. getodtet) durch AhirsLanze! 

ABON, eine runde, kupferne Sirihdose. 

ABU, mannlicher Name. 



ABUR, wiithend, vernichtend, vcrderblich; ver- 
nichtet, verloreu sein, zu Grundegehen. — Paham 
abur gawie, sehr wiithend (auch: alles vernichtend) 
sein Thun; (er spart nichts, z. B. schont selbst der 
eigncn Eltern nicht, etc.) — yKla marajap aku, amon 
aku sangit abur lewu toh, reize mich nicht, wenn 
ich zornig werde, geht dies ganze D(y:f zu Grunde. — 
Afabur, liabur dengan, wiithend, alles verderbend 
anfallen; verderben, zu Grunde richten. — Utangku 
arii, pdha aku belom kalota, kiilah mabur arepku 
manempo sasinda, meine Schulden sind viele, miih- 
sam lebe ich so, wohl ich will mich sclbst zu Grunde 
richten , nur gleich Sclav werden. — Haabuahur^ oft, 
anhaltend wiithend anfallen. — Kabur, kaabur, das 
Verderben, d. Vernichtung. — Taraabur^ wiithend 
angefallen, vernichtet konnen, mogen werden. 

ABUS, ein Ausruf, z. B. gebraucht um Schweine 
fort zu jagen. 

ADAI, d. ausgebreitet sein, (z. B. nasse Kleidcr 
zum trocknen, Reiss, etc.,) das dSentlichzur Schau 
gestellt sein. ^— Sala adaie, hila ta pandang andau, 
verkehrt, sein ausgebreitet sein, auf jener Seitc ist 
der Sonnenschein. — Adaadai^ ausgebreitet , offent- 
lich , sichtbar irgendwo stehn , liegen. Tjah olo bawi 
ta, adaadai beta, djaton mahamen, pfui die Frau, 
stellt sich da ofTentlich zur Schau, schamt sich 
nicht. — Kilen ikau djaton tau sondau pisaum , 
adaadai igh inaku hetii, kannst du dein Messcr nicht 
findcn, ich habe es ja ganz uffen (nicht verborgen) 
dorthin gelegt! — Baraadai, alle ausgebreitet, alle 
ofFenbar. — Afadai, hadai dengan, ausbieitcn; trock- 
nen; zur Schau stellen. — Haadaadaiy oft, anhal- 
tend ausbreiten , etc. Toto bilak rotus klambim , 
tapi haadaadai bahalap wai tinai, allerdings ist deine 
Jackc fast verihult, abcr hang sie nur oft und lange 
zum trocknen auf, dann wird sie wicder gut wer- 
den. -r- Taraadai, ausgebreitet, zur Schau gestellt 
konnen, mdgeu werden; irrthiimlich, bei Vcrsehen 
ausbreiten, etc. , (etwas anderes als man beabsichtigte.) 
Pamadat, padai, der gern, alles ausbreitet, zur Schau 
stellt. — Olo pamadai arepe, jemand der sich gern 
zur Schau stellt, sich gern sehen lasst. 

ADAK, fast, beinahe; (wird selten allein, oft als 
Verstarkung hinter das dasselbe bedeutendc ctek 
gesetzt gebraucht.) — Mannlicher Name. — Madaky 
schatzcn; vcrmuthen; argwobnen. Aku madake buli 
liirah ia toh, ich vermuthe cr wird jetzt wohl zu- 
riick gekehrt sein. — Haadaadak, stcts beargwoh- 
nen, Argwohn gegen jemand haben. — Padak^ Ver- 
muthung, Argwohn. — Pamadaky der immer vcr- 
muthet, beargwohnt. 

ADAS, viel, in Mcnge; (zugleich: eitel, nur, 
nichts anderes.) Has ita manetes kanih, adas niii 
beta, lasst uns dort Rottan scluieiden, dort steht 

I 



•> 



ADE— ADJ. 



ADJ— AGA. 



Kottan in Mcnge, (und nichts als Roitau, alles voll 
llottan.) — Madas, viel und dicht beisammen scin. 

ADEN, maimiicher Name. 

ADING, (has. Mangkatip) i. q. andi, d. jiingere 
Brudcroder d. jiingere Sch wester. — Mading , \i\n^erc 
(ieschwister haben. — Hading, mit seinem jiing. 
Brudcr. 

ADJAI, munnlicher Name; (von nahadjai, stro- 
men.) 

ADJAK, Antriebj Ueberredung; Verleitung; d. 



angetrieben, iibeiredet, verleitet sein. 



lWI 



ad- 



jak ai tii aku omba manalih, durch seinen Antrieb 
(durck ihn angetrieben, veranlasst) bin ich mit- 
gegangen. — Madjak, hadjak dengan, antreiben, 
anmuthigen; verleiten. — Hadjak , eiuander antrei- 
ben. Hahadjak^ hadjahadjak, einander etwas antrei- 
ben. — Haadjaadjak, oft, anbaltend antreiben. — 
Paadjak, pamadjak, der gern, alle antreibt, verlei- 
tet. — Padjaky Amtsgenosse, Mitarbeiter; gemein- 
hchaftliche Arbeit. — la padjakku bibin pesangku 
mantir, cr war mein Amt^genosse als ich Haupt- 
ling war. — Djari bakarak padjak ikai limli bihin, 
das gemeinschaftliche Wcrk (die Compagniescbaft) 
von uns 5. friiher ist aufgelost. — Hapadjak, ge- 
meinschaftlich. 

AD J AN, mannlicher Name. 

AD JAR, Lchre, Unterrichtj Strafe. — Adjare tii 
bahalap bewiii, seine Lebre ist ganz gut. — Madjar, 
liadjar dengan, lehren, unterricliten; ermahnen, be- 
strafcn, schlagen. Adjar ia ombeombet, bestraf ihn 
gcborig. — Madjar lauk, einen Fisch Ichren, i. e. 
einen an der Angel sitzenden Fisch in langsamen 
Huckcn aus dem Wasscr zichn, ihm wiedcr etwas 
Spielraum geben, wcnn cr zu wild wird. — Hadjar, 
einander unterrichten, etc. Ilahadjar, hadjahadjar, 
einander etwas unterrichten. — Haadjaadjar, oft, 
anbaltend unterrichten, etc. — Hadjar, (Mangkat.: 
baladjar) i. q. mangadji, lernen; audi: gelehrt, un- 
tcrrichtet, verstiindig. Aku badjar intu lii, ich lerne 
\yel ihm. Olo tii paham badjar, der Mensch ist sehr 
unterrichtet, hat viel gelcf^nt. — Taradjar, taraa- 
<ljar, unterrichtet, bestraft werden konnen, mogen, 
diirfcn; — etwas verkehrt lernen, verkehrten Ge- 
brauch vom Untcrrichte machen. — Padjar, pamadjar, 
4ler gern, alle unterrichtet, Geschick zum lehren hat. 
Padjar auch i. q. adjar, Lehre, Unterrichl. 

ADJIK, i. q. adjak, aber mehr im bosen Sinn 
gcbr'auchlich , also: Verleitung; dieselben Ableitungen. 

ADJIL, mannlicher Name. 

ADJTNG, mannlicher Name. 

ADJOK, das hineingesteckt, hinein gestochen scin; 
d. Schmeichcln , Schmeichelei ; Buhler, Buhle. — 
Pahalau adjokc kaju, zu tief sein cingcsteckt sein, 
das Holz. — Madjok\ hadjok dengan, stechen, cin- 
hincinstechen; schmeichcln, freundlich bcreden. Aiila 
madjok klambingku, stich nicht in mein Kleid. 
Paham kahalap aughe madjok ataiku , gross die Giite 
seiner Worte sticht er ein in mein Hcrz, = er 
Kchmeichelt mir (auch : beredet mich) mit sehr freund- 
lichen Worten. — Hadjok ^ einander schmeichein; 
unziichtigen Verkehr mit einander haben; audi: mit 
ihrem Buhler, mit seiner Buhle. Heta anake bawi 
aweii duii hadjok, da ist seine Tochter mit ihrem 
Buhler. — Hahadjok, hadjohadjok, einander etwas 
(audi: anbaltend, immer) schmeiclieln. — Haadjo- 
adjok, oft, lango stechen, hinein stechen, schmei- 
chelii. — Taraadjok, konnen, mogen gestochen, ge- 
scbmeichtflt, beredet werden; fehlstcchen. Aku ta- 
raadjok lengiingku, handak madjok pa])an , ich stach 
frhl in meinc Hand, woUte stechen das Brett. — 



Padjok, unabsichtlich, zufallig gestochen. Aku pa- 
djok pisau, ich bin gestochen durch das Messer, (so, 
dass ich dagegcn gcstosscn babe, oder dass es auf 
mich gefallen ist.)— Paadjok, pamadjokj der gern, 
oft, in alles sticht, gern scbn^eichelt , beredet. 

ADJONG, (has. Sang., = banama,) SchiiF. M alang- 
kusan adjong, das Schiff absegeln lassen. — Mannli- 
cher Name. 

ADJU, ngadju, flussaufwSirts. (Adju ist naher als 
ngadju; adjuadju, etwas flussaufwarts, ist uoch nii- 
hcr.) Taiiae adju humangku, sein Feld Hegt fluss- 
aufwarts von meinem Hausc. — Mampangadju, je- 
mand lassen flussaufwarts gehn; flussauf bringeii. 
Kangadju = akan ngadju, den Fluss aufwarts. 

ADJUADJUR, iiberall verbrcitet,bedeckend, (wird 
nur von Schmutz etc. gebraucht.) 

ADJUR, (i. q. das gebrauchlidiere lenjoh,) geschmol- 
zen; breiig, fliissig; das geschmolzen , fliissig sein. — 
Pahalau adjur tepong, djaton tarapakasak, zu sehr 
die Fliissigkeit desTeiches, er kann nicht gcbacken 
werden. — Madjur, hadjur dengan, schmelzen, auf- 
losen. — Haadjuadjur, oft, lange schmelzen. Ta- 
raadjur, schmelzbar. Pamadjur^ der gern, oft, alle» 
schmilzt. 

ADO, Verlaumdung, Afterreden. Awi adoe ta ita 
haklahiy durch sein Afterreden sind wir in Streit 
gerathen. — Mado^ hado dengan, verlaumden, af- 
terreden; durch Afterreden in Zank bringen; dann 
auch iiberhaupt: zu Stande bringen, einleiten. — 
Mado olo haklahi, jemand zum Streiten anhetzen. 
Mado olo masawa , es einleiten und zu Stande brin- 
gen, dass jemand heirathet. — Adoado, adoaduan, 
verlaumderisch anhctzend. iEla aughm adoado mawi 
olo ta, sprich nicht verlaumderisch auf bet zend wider 
die Menschen. — Mado, baadoado, badoado, ver- 
laumden, aufhetzen. — Haadoado, immer verlaum- 
den, etc. — Hado, von einander afterreden, sicli 
gegenseitig verlaumden. — Hahado, hadohado, ein- 
ander etwas (auch : immer) verlaumden. — Pamado, 
ein St dren fried , Aufhetzer. — Pado, processiren, 
eine Streitsache vor den Richter bringen. Ita ha- 
kola, lalehan ita pado, kaliih mamutus sama arep 
ita bew'ai, wir sind Verwandte, zu arg wenn wir 
vor Gericht streiten, lasst es uns doch unter ein- 
ander abmachcn. 

ADOH, Meinung, Gedanke, Ansicht, Vermuthung; 
Vornehmen. (Wird h'aufig plconastisch hinter angat 
gebraucht.) — Kilcn adobe koam gawin itatoh,was 
ist seine Ansicht sagst du unser Werk jetzt, = was 
meinst du, dass wir jetzt thunmiissen? — Aku ha- 
lisang adohe bewai, djaton tulus, dass ich aufReise 
gehen wollte war nur ein Plan, esgeschieht nicht. — 
Afadoh, denken, meinen, vornehraens sein, voraus- 
setzen, vermuthen. Aku madoh hindai kea ita buli , 
ich denke wir wollen noch nicht zuriickkehren. — 
Haadoadoh, immer denken, vermuthen , voraussctzen. 

— Taraadoh, taradoh, vermuthet werden konnen. 

— Pamadoh, der stcts voraussetzt, vermuthet. 
ADOL, mannlicher Name. 

ADUS, weiblicherName, (von raduradus, dick von 
Leib.) 

AER, nahere Bezeichnung der Djambu-Frucht. 
Djambu aer hat rothes Fleisch. 

AER mati, der Schlamm am Ufer der See. 

AGAH, das Leiten, Fiihren, Bringen; das gelei- 
tet, gebracht werden. Dia usah agahe ia ta, tawae 
djalaii, nicht nothig sein geleitet werden er, er weiss 
den Weg. — Magah, hagali dengan, bringen, gelei- 
ten , (jemanden zu einem anderen ; zu sich selbst , 
in sein cigen Haus: mimbit.) Magah liau, die Scele 



AGA— AHA. 



AHA— AJA. 



» 



leiicn, (bcil. ins Geisterland; geschieht beim tiwah, 
Todtenfeste.) la magah augh Kadcn akaiigku, er 
liberbriDgt mir Biulen'8 Worte. — Haagatf^ii^ah , oft, 
lange bringen, leiten, iiberbringen. — Taraagalij 
taragah, gebracht etc. werden kdnnen ; falschlich , aul' 
cinen verkehrten Platz bringen, oder elwas anders 
bringen als man sollte. — Pamagah, der gern, oft 
bringL — Pagah^ i. q. agah, das Bringen, Fiiliren; 
(aber nicht passivisch.) Intu pagahe taio ta rusak, 
wabrend seines Briogens ist das Ding verdorben. (Er 
i»t unvorsichtig beim Bringen gewesen.) 
AG AM, weiblicher Name. 
AGAMA, (malaiiscb) Religion. 
AGAP, mannlicher Name, (von tagap, stark, 
kraftig.) 

AGAS, Gewimmel, grosse Mengc. — Augh olo beta 
kilau agas bakatak , das Sprecben der Menschen dort 
wie ein Crewimmei der Froscbe; (i. e. laut iind durch- 
einander.) — Weil gewohnlich nur gleichartige Ge- 
scbdpfe durcbeinandcr wimmeln, so hcisset dann: 
agaagas, gleichartig, gleichsortig, (ibercinstimmend. 
A«om apaapat ta agaagas, djaton aku tau kasenue, 
alle deine 4. Hunde sind gleich von Gestalt, ich 
kann sie nicht kennen, (i. e. von cinander unter- 
scheiden.) — Magas, hagas, wimmeln, in Menge 
sein, kommen. Lauk djaton maku hagas, andaii 
udjan djaton paham, die Fische wollen nicht in 
Menge kommen, weil es kein tiichtig Hcgen wetter 
1st. — Magatnagcu, hagabagas, liahagas, in zicm- 
iicher Menge sein, kommen. 

AGAU, dagau , mannlicher Name; (von djagau, 
Hahn.) 

AGOI , anhaltend aber langsam. — Mannlicher 
Name. — Has omba bagawi, alo ikau djaton abas, 
agoi braugai, wohlan, hilf arbeitcu, obwohl dii nicht 
litark bist, nur langsam und anhaltend. — Magoi, 
nicht stark aber anhaltend arl>citcn. — Ilagoi, ha- 
ha^^oi, hagohagoi, langsam sA^er anhaltend gemein- 
schaftlich etwas thun. Kaliih ita mambesai hagoi, 
wohl Isksst uns gemassigt aber anhaltend und gcmein- 
bchaftlich ruder n. 

AH, ein eine Antwort, vorziiglich das "Nein" ver- 
starkender Ausruf. Maku ikau omba aku ? Dia ah ! 
WiHst du mir folgen? Nein! 

AHAI, verwahrlost; durcli Vcrwahrlosung verdor- 
ben, baufallig, sehr leek, (z. B. ein Bool, welches 
man lange Zeit unter freiem Himmel hat stehn las- 
sen.) MahcUy verwahrloseri. 

AHAL, ahar, Unzuchtssiinde; die dadurch l)e- 
wirkte Schuld, daraus foigend Ungliick. il^wen idjii 
kabali uras pampresen awi ahal banae, sie tin Koch- 
topf (i. e. die ganze Familic) ist kranklich durch 
die Uurenschuld des Maunes. 

AHAP, mannlicher Name; (von mangahap, einen 
Baum kletternd umfassen.) 

AUAK, der Reihe nach, nacheinandcr. Buiien 
ikau manatak kadjokkadjoka, kalah ahar sinda bara 
hetoh palus lepah, warum kappst du das Grass um- 
herspringend , (hier ein bischen und dort ein bischen ,) 
kapp es der Reihe nach von hier bis es alle ist. — 
Akaahar, schleppend (gehen, die Fiisse nicht auf lic- 
hen.) Tandjongm ahaahar, djaton manggatangpaim, 
dein Gang ist schleppend, du hebst die Fiisse nicht 
auf. — Mahar, nachcinander abthun, abarl^eiten; 
flchleppen, (die Fiisse auf dem Boden; auch mit den 
Fu66en andere Dinge) nachschleppcn ; anstossen, ge- 
gen»tossen. — la mahar kara gawie, er thut alle seine 
Arbeit nacheinander ab , (ruht nicht ehcr, ruht nicht 
dazwisciien.) Buhen ikau manandjong mahar kara 
ramongku , warum gclist du gegen alle mcine Sachcn 



anstossend? (auch: sie mit den Fiissen mitschlep- 
pend.) i£la ikau mahar kara human olo, gehe nicht 
alle H'auser an, (kehre nicht iiberall ein.) — Mahar 
auch i. q. mamahir, (s. pahir,) jemand in eine Sache 
verflechten, jemand von etwas beschuldigen. — 
Haahaahar, bestandig nacheinander ablhun, etc. — 
Ikau pamahar madja, du bist jemand der iinmer 
Haus fiir Haus angeht , Besuche macht. — Pahar, 
gestossen, (unabsichtlich, zuHillig). Sajang, kasani 
pahar awiku palus pusit, jammer, deine Flasche ist 
durch mich gestossen und sie ist gebrociien. 

AHAR, Art^ Sorte. la ara aliar gawic, er hat viele 
Arten von Arbeit. (Der uraprun^/icAc Sinn wohl: viel 
was er nacheinander thun muss.) 

AHAR, i. q. ahal. 

AH AS, eine etwa einen Daumen dicke rohrartige 
Schlingpflanze, triigt rothe Bliithen und rothe bit- 
tere Beeren; wird wie der Rottan zum binden gc- 
braucht, besonders zum binden im und am Wasser, 
weil es besser als der Rottan Nasse vertragen kann, 
nicht so Icicht fault. 

AHAT, W'ille, Zweck, Vorhaben. — Kasen ikau? 
Ahatku busik bewiii. Weshalbkommst du? Mein Zweck 
ist nur zu spielcn, (i. e. ich mache nur einen Be- 
such.) — Mannlicher Name. — Tantai ahat, ahaa- 
iiat, absichtlich. Tantai abate mamukul aku, ab- 
sichtlich schlug er mich, (nicht nur zufallig, unvor- 
hichtig oder im Zorne.) Auch : ohne Ursach , nur weil 
er es wollte. 

AHAT, andau ahat , der Sonntag. 

AHAU, Widerhaken, (an Fiscliangeln, Lanzen, 
Pfeilen.) — Ahaahau, als ein Widerhaken; krumni. — 
Mahau, einen Widerhaken an etwas niachen. — 
Baahau, haahau, einen Widerhaken haben. 

AHEM, eine Art nur auf dem Lande lebcnder, 
gern Biiume l)esteigendor Leguan; wird bis G. Fuss 
lang, schmutzig weiss von Farbe; ist mit Schuppen 
bcdcckt, die er empor heben kann; dann setzen sich 
Scharen von Fliegen dazwischen, welche cr, die 
Schupi^nplutzlich niederdriickend, todtet, und dann 
verzelirt. 

AHER, Ursach, Anlass, (zu Streit, Uugliick.) Pu- 
tus bas;irangku totototo, mangat ala bara ahcr liin- 
dai, macht meinc Klagsache (Process) gehtirig aus, 
auf dass kein Anlass mchr sei (zu erneuter Klage.) 
/Ela ikau marajap, manampa aber talo arii, thue 
nicht s Biises, und gicb dadurch Anlass zu vielon 
Dingen, (zu manchfachem Ungliick.) 

A HOI, (has. Sang. = lajang.) verirrt. Ahoikatic, 
verirrt ist sein Wcg. 

AHUT, mannlicher Name. 

AI, ajue, sein, ihr. — Huma ai, sein Haus. — la 
djaton tatau, tapi kumanai, er ist nicht rcich, al)cr 
er isst das Seine , (sein eigen Brod, ist kein Sclav.) — 
Afangai^ hakai dengan, sich etwa^ zucignen, etwas 
das Seine ncnnen. — lii mangai ranion olo, er eig- 
net sich die Giiter andcrer zu. Kara talo sondaum 
balalu ingaim, alles was du lindest nennst du gleich 
das Deine. — Barangai, alle sich etwas zueignen. — 
Pangai, der sich alles zueignet. 

AJAH, (bas. Sang. = madja,) kommen, l)OHuclien. 

AJAK, d. Nachfolgen, Folgen, (jemandemderl)ereits 
fortgegangen ist.) Kahandakku madja tahi, djaka dia 
ajakc dia aku buli , ich wollte einen langcn Besuch ma- 
chen , wenn nicht sein Nachfolgen (wenn er mir niclit 
gefolgt wiire) wiirde ich nicht (schon) zuruckkchron. — 
Ajak kamba bewai awcn ta, das Nachfolgen voji 
Gespenstern nur sie, i. e. : die gehen der eine nach 
dem andern, (z. B. uni jemand zu holen ,) und kom- 
men alle nicht wieder. — Anjaanjak , nachfolgend; 

1* 



AJA— AJO. 



AJU— ARE. 



baraanjak^ alle nachfolgend. — Manjak, hanjak, 
dengan, iiachfolgcn, folgen. Aku manjak axnaku 
djari tahi halisang, ich will meincm Oheim nacli- 
reisen, welcher schon lange auf Reisen ist. — Kilen 
djandjic ia masawu, sawae manjak ia? wie sein Ver- 
»prechen er heirathet, folgt seine Frau ihm? (odcr 
muss er, wie gewohnlich, ins Hausdcr Schwiegcrel- 
tern ziehn.) — Kaliih manjak djalan toll bewlii , folg 
diesem Wege niir. — Hanjak, eiuander nachfolgen. — 
Haanjaanjak, haajaajak, oft, lange nachfolgen. — 
Taraanjak, taranjak, taraajak, nachgefolgt, gefolgt 
werden kdnncn; irrthiimlich folgen. Djalan djeta 
djaton taraajak, ara handipii, der Weg ist niclit 
bepehbar, cs sind dort vielc Schlangen. — Kanja- 
hanjak, iiberall nachfolgen. Tjlih ikau, kanjakanjak 
dengangkii, pfui du, laufst mir iiberall nach. Kan- 
jakkanjaka , vielc einander folgcnd. Andau toh olo 
madja kanjakkanjaka, heute besuchen uns viele 
Menschen, der cine nach dem andern ; (das Besuchen 
nimmt kein Ende.) — Poan; cub, pamanjak, dcrgern, 
iramer, iiberall nachfolgt, nachUuft. , 
A JAM, 8. galongan aiam. 

AJANG, Amme, Kindermagd; Hausbedientc. (Ofl 
wird pangasoh dahintcr gesetzt.) Ikau djaton maku 
bagawi, kwe kara ajang pangasohm, du willst nicht 
arbeiten, wo sind alle deine Bcdienten? (Wiekannst 
du so faul sein, da du ia keine Diener hast!) — 
Manjctng, hajang dengan, bedienen, aufwarten, auf- 
passcn, vorall Kinder, Kranke.) — Hajang, einan- 
<ler bedienen. — Haajaajang, oft, anhaltend bedie- 
nen. — Baajang, haajang, Bediente haben. — Pa- 
manjang, der gern bedient, zu bedienen versteht. 

AJAT, eine kleine weissgraue Muschel, wird 
als Zierath auf Hiite, Korbe etc. gesetzt. — Hajat, 
bajat, baajat, mit ajat verzicrt. — Manjat, majat, 
etwas mit ajat vcrzieren. 

AJAT, ein Vers, in eincmBuche; (malaiisch Wort.) 
AJAT, s. handipii ajat. 

AJAU, ajaajau, vielleicht, moglicherweise ; auf 
HofTnung, (wird nur bei Wiinschen gebraucht, wah- 
rendmikah, vielleicht, audi wenn man etwas fiirchtet 
etc. gebraucht wird.) Laku totototo , ajau i'a manenga, 
bitte tiichtig, vielleicht giebt er. Djari sajup wajahe, 
ia malan ajaue bewai, es ist schon zu spat an der 
Zeit, er bestellt sein Feld auf HofTnung nur, (dass 
vielleicht noch etwas draus werdcn kdnnte, obwohl 
er nicht drauf rechnen kann.) — Manjau wird nicht 
allein gebraucht, abcr oft hinter mantap; mantap- 
manjau z. mantap. 

AJO, hajo wohl, w^ohlan! Ajo itahagoet, wohlan, 
lasst uns gehcn. 

AJOH, das bereitet sein (der Ananasbliktter zu Niili- 
garn; man legt die Blatter eine Zcitlang ins Wasser, 
iind schlagt sie dann mit einem scharfen , kantigen 
Ilulze.) — Tapas ajohc kanastli, djaton tau ngalin- 
dan, zu wenig ihr bereitet (geschlagen) sein die Ana- 
naablatter, sie kdnnen nicht zu Zwirn gemachtwcr- 
den. — Manjoh, hanjoh dengan, A. blatter erwei- 
chcn und schlagcn. 

AJOH, ?«am« cincs Dorfcs oben am Dusson- 
stroine. 

AJOK, das ausgcholt werdcn, sein, (Axt etc. zum 
Schlagen.) Djaton maku tambelan , tapas ajoke lundju, 
r» will nicht durchdringen, zu wenig ihr ausgeholt 
werdcn, die Lauzc. (Du hoist nicht genug uit der 
I^nzc aus, kannst deshalb nicht kraftig genug ste- 
epen.) — Mamanjok, ausholen. Manjomanjok, maman- 
jomanjok, cin bischcn ausholen. — Tarajok, ausgc- 
holt werdcn konnen, (z. B. nicht zu schwer sein um 
gut damit zu kiinncii ausholen.) 



AJUAJUN, 8. manjun. 

AJUE, s. ai. 

AJUP,* Schwager, Schwagerinn. (Nur der Mann, 
nicht seine Geschwister, wird ajup der Geschwister 
der Frau, ct vice versa; das verwandtachaftlichc 
Verlialtniss der Geschwister des Mannes zu denen der 
Frau wird durch pahari bezcichnet.) — Manjup, zum 
Schwager haben. lii manjup aku, cr hat mich zum 
Schwager, = er ist mein Schwager. Hajup, verschwa- 
gert sein; mit seincm Schwager. i£wen dua hajup 
halisang, sie beiden mit Schwager = er mitseinem 
Schwager ist auf Reise. — Taraajup, zum Schwagei 
gehabt konnen, mogen werden. Ia djaton taraajup, 
paham parajap, er kann nicht zum Schwager gehabt 
werdcn, ist sehr gottlos. (Niemand mag ihm seine 
Schwester zur Frau gcben.) 

AKA, d. altere Bruder, d. alt. Schwester, (wird von 
ihren jiingeren Geschwistern aka, von andern Men- 
schen aber kaka genannt.) — Manulicher Name. — 
Kwe kakam ? Akaku hong huma. Wo ist dein alterei 
Bruder? Mein alt. Bruder ist im Hause. 

AKAI! o, oweh, wehe! Akai! lalehan kapaliang- 
ku, wehe, sehr stark meineSchmerzen! — Bara akai, 
wehklagen, jammern. Buhen ikau bara akai, wanun 
jammerst du? 

AKAL, Rath, Rqttung; listiger Betrug. — Kilen 
akalm toh gawin ita, wie dein Rath jetzt unser 
Thun, — was rathst du dass wir jctzt thun soUen ? 
Hindai kea ita ru&ak, aton wiii akai, wir sind noch 
nicht verloren, es ist noch Rettung (moglich.) — 
Paliam karugiku toh awi akai olo, gross mein Ver- 
lust durch schlauen Betrug der Menschen. — jBo- 
rakal, baraakal, verstandig, listig. — Makal, hakal 
dengan, betriigen, iiberlisten. (Manampa akai. Rath 
niachen, = Rath geben, berathen.) — Haakaakaly 
oft, immer betriigen. — Taraakal, betrogen werden 
konnen. — Pamakal, betriigerisch. 

AKAL; — will man ein Reissfeldmachen, so haut 
man cin Stiick Wald um, (taweng,) liisst die Baume 
trocknen, und steckt sie dann in Brand; danach haut 
man die iibriggeblicbcnen Zweigc von den halbver- 
brannten Baumstammen ab , haujft sie zusammcn und 
verbrennt sie; diese Arbeit heisst: makal; haakeut^ 
kal, lange Zeit diese Arbeit verrichten; taraakal, 
also gesaubert konnen werden; (ein Feld.;) also 
gesaubcrt sein. — Djari lepah taweng tanangku, 
hindai akale, es ist voUendet das Umgehauen sein 
meines Feldes, noch nicht sein gesaubert sein. — 
Die halbverbrannten Baum«^ainme bleiben auf dem 
Felde liegen.) 

AKAN , den Dativ bezeiclinende Priiposition ; nach, 
zu, fur, um; Bezeidinung des den Bcgriff "miissen, 
gcbiihrcn" einschliessenden Futurums. — Akan indu, 
um, um zu. — Aku manenga tik akan bapam, ich 
gel)e cs dcincm Vatcr. — Aku hagoet akan Maii- 
tangai, ich gehc nach Mantangai. — Tenga benang 
tk akan pakaiangku, gieb das Zeug zu meinem 
Kleide, == mir zum Kleide. -^ la bagawi akan 
apangku, er arbeitet fiir meinen Vater. — Aku ba- 
gawi akan manggau rear, ich arbeite um Geld zu 
verdienen. — lii akan dumah kea, er wird schon 
kommen. Djeta akan indu ingauan, das um wcg- 
geworfen zu werden, = muss, soil weggeworfeu 
werden. 

AKAR, mannlicher Name. (Malaiisch: Wurzel.) 

AKEN, Neflfe, Nichte. — Aken idjii tato, Neffe 
welchcr (von den) Grosseltern, = Neffe ini 2^n. Gliede, 
(dcrcn Viiter rechte Neffen.) Die Dajacken ziUilen bis 
aken tdo tato, NefTen im 4®. Gliedc. — Maken, ha- 
ken dengan, zum NefTen haben. Aku makcn (hakeii 



AKI— AKU. 



ALA— ALE. 



«lengaii) Bilem, icli habe Bilem zum NeiTen, = bin 
Bil^s Neffe. Haken, mil seinem Nefien. (Die reel- 
proke Bedeutung, \vie bei ajup, findet nicht ttatt 
bei Terwandtschaftlichen Verhkltnisficn durcli Geburt,) 

AKIL, Stellvertreter; Bevollmachtigter; (vorallvon 
obiigkeitUchen Personen: Staiihalter.) 

AKXN, gewissy sicherlicli; (gewohnlich mitdjaton, 
nicht y Terbanden.) iEla niendah ia, akin djaton 
dmnah, warte nicht auf ihu, er kommt gewiss 
nicht. 

AKJR, das Wegstossen; das weggestossen werden, 
sein; das umgewiihlt sein ; (mit dem Fusse oder mit 
einem Stock etc.; nicht mit der Hand; vorall ge- 
bmiicht wo vid wegzustossen, auf Seite zu stossen 
irt; t.akis.) '^AkicJdr, ein wenig auf Seite gestossen. — 
BiMkaJdrj weggestossen; umgewuhlt, (z. B. die Erde 
duTch Schweine.) — Makir^ hakir dengan, mangakir, 
hakakir dengan, wegstossen, auf Seite stossen; urn- 
wuhlen. — Mcmgangakir, mangakingakir, ein bischen 
wegstossen. — HaaJciakiry hakakakir, hakakikakir, 
ofty lange wegstossen. — Taraakir^ tarakir, wegge- 
stossen werden konnen, mogen. — Paakir, pamakir, 
pttngakir, der gern, alles wegstdsst. 

AKlSy das Wegstossen, Zuriickstossen; d. wegge- 
stossen sein, werden; dasverworfen sein; (mit Fuss, 
Stock etc und auch mit der Hand, wenig oder auch 
viel; s. akir.) — Akiakis, ein wenig weggestossen, 
zuruck gestossen. — BakakiSj weggestossen. Ita baka- 
kis bewai awi oh) salam, wir werden immer ver- 
stossen (verdrangt, Tertrieben) durch die Mahome- 
danen. — Makis, hakis dengan, mangakis, hakakis 
dengan, wegstossen, zuriickstossen, verdraugen, ver- 
treihen, Terwerfen. Ia makis lengangku, er stosst 
meine Hand zuruck. Makis prentah, Befehle ver- 
werfen. — la makis aughku kilau makis tai, or 
stosst meine Worte zuruck wie man Unrath fort- 
stosst. — Makis aughe ia tombah, er antwortet mit 
zuruckstossenden (i. e. boscn, zornigen, beleidigenden) 
Worten. — la belom hakis dengan kolac, er Icbt 
xuriickstoasend (i. e. in Feindschaft, Unfrieden) mit 
seinen Verwandten. — Mangangakis, mangakingakis, 
ein wenig zuriickstossen. — Haaktakis, hakakakis, 
hakakikakis, oft, immer zuriickstossen. — Tcwaakis, 
tarakakis, zuruck gestossen konnen, mcigen werden; 
irrthiimlich zuriickstossen. — Paakis^ pumakis, pa- 
n ga kis, der gem, alles wegstosst. 

AK.OI, L q. akai. 

AKOP, d. mit beiden Handen nchmen; d. mit 
helden Handen genommen, zusammengerafft werden ; 
(mit eiuer Hand, oder auch mit l)eiden Handen, 
aber mit jedcr Hand fiir sich: karakop.) — Akop 
s^uIl, die £lnden, Ecken von langen Kurben. — Olo 
ta, amon ikau manenga talo akae, akoakop sank ia 
manduae, der Mensch, wenn du ihm etwas giebst, 
»it KOrhen vol nimmt er cs; (i. e. er ist ein sehr 
begehrlicher, unverschiimter Mensch.) — Makop, ha- 
Lop dengan, mit beiden Handen nchmen, aufrafTen, 
uuammen rafien. Ia makop panii bara amak, er 
nimmt (schopft mit zusammen gethancn Handen) 
den Reiss Ton der Matte. lii makop tanae, er raiTt 
sein Feld zusammen, i. c. er tragt das abgebauenc 
Gras auf seinem Felde in Haufen zusammen. — 
Haakoakap, lange, oft, zusammenralTcn. — Taraa- 
kop^ tarakop, zasammenrafTbar ; irrthuralich zusammen 
rafien, nebmen. Paakop, pamakop, der gern, oft 
mit beiden Handen nimmt, zusammen raflft; gierig, 
hegehrlich. 

AK.OT, ein rothlicher Edelstein, wird auf Ringcn 
f:etragcn; Preis 2 — 10 fl. 

AKU, jaku, ich; — akangku, roir. 



ALAH, kalah, verlieren; iiberwunden werden, 
sein, (im Streite, Rechtssachen ; Dinge verlieren: ni- 
hau.) Amon iiwen dua ta haklahi, alah ia, wenn 
die beiden streiten, dann verliert er. — Alaalak, in 
etwa, ein bischen verlieren, iiberwunden werden. — 
Bakalah, freiwillig yerlieren, sich iiberwunden ge- 
ben ; nachgeben, sich iibergeben. Kaloh aku bakalah 
bewai, dia aku radjin klahi, ich will nur nachgeben, 
(verlieren,) ich habe keine Lust zu streiten. — Ka- 
kalah, kaalah, Verlust iEwen hataro, alahakengku, 
sapulu kakalahe, sie wetteten, mcin Vetter verlor, 
10 (scil : kiping, k 2 fl.) sein Verlust. — Mampalcihj 
mampakalah, pakalah, malah, verlieren machen, las- 
sen; unterwerfen, iiberwinden, besicgen. Ia mampa- 
kalah aughku, er uberwindet meine Worte, (macht 
sie zu Schanden, so dass niemand etwas darum 
giebt.) Rumput malah banua, das Gras uberwindet 
das Dorf, (Sprichwort, i. e.: Fremdlinge, die sich 
dort festgesetzt haben, erhalten die Oberlumd iiber 
die urspriinglichen Bewohner.) — Hakakalah, haka- 
lakalali, stets, oft unterwerfen, etc. — Taraalah, 
taralah, unterworfen, besicgt werden konnen. — Pa- 
malcUij paalah, der oft, immer, allc uberwindet. 

ALAH, wohl, siehst du wohl, nun; pfui. Alah 
koangku nah, patut kalotoh gawie, nun ich hab es 
so eben gcsagt, also muss es gethan werden. 

ALAI, ein Baum, wird sehr gross ; die Rinde glatt, 
hat grosse, runde, weichc Blatter, platte, lange, roth- 
liche essbarc Friichte; das Holz ist sehr dauerhafi, 
man gcbraucht es zu Hauspfosten. 

ALAM, Firmament, Himrael. Ia kwasa hapus 
penda alam, er ist muchtig unter dem ganzen Him- 
mel, = so weit der Himmel reicht. 

ALAMAT, 8. andaugandang. 

ALAN, das bcarbeitct, bestellt sein; (Felder.) — 
Malan, halan dengan, ein Feld bearbeiten, bestellen. 
la mohon malan, er geht an die Feldarbeit. Toh 
aku balau dengan tanangku idjii lombah, jetzt be- 
slelle ich mein breites (grosses) Feld. — Malan ta 
batang gawi ita hetoh, Ackcrbau ist unsre Haupt- 
arbeit hier. — Untcr malan begreift man alle ver- 
se liiedeiieu Arbeit en auf dem Felde, ausgenonuneu 
das Erndten, manggetcm. — Die verschiedenen, aufein- 
aoder folgenden Arbeiten des malan sind: mandi- 
rik, das Gebiisch umkappcn; manaweng, die grossen 
Baumc fallen; mahera, die grossten iEste von den 
gcfalltcn Buumen hauen; manusul, das Feld abbren- 
nen; makal, die iibrig gebliebnen iEste von den 
Stammen kappen, versammeln und verbrennen; ma- 
nugal, den Reiss dicht zusammen auf einen kleinen 
Platz saeu; nangkaranak, die Rcisspflanzchen ein bi- 
schen weiter auscinonder pflauzcn; mangakar, den 
Reiss zum 2^^. Male verpflanzen ; manatak , das Feld 
rein kappen von Gras, und makop, das gekapptc 
Gras zusammen auf Haufen tragcn; mimbul, den 
Reiss zum 3^^. Male verpflanzen ; mambawau, das Gras 
zwischen den Reisspflanzen weghacken, (geschieht nur 
1 Mai.); dann; mampit, die Vogel von den Feldern 
jagcn; manggetem, erndten. — Haalaalan, oft, 
lange, immer ein Feld bestellen. — Tanam djari 
pogot, ikau haalaalan ta, dein Feld ist schon ausge- 
mergelt, immer bestellst dudaswieder, (machstkein 
neues.) — Tarttalan^ taralan, bestellt werden konnen; 
irrthiimlich bestellen, (das Feld cines andern.) — 
Olo pamalan, ein Ackerbauer. 

ALAJiG, mannlicher Name; (vom Bandjarschen 
malang, sehcn.) 

ALANGALANG, s. balang. 

ALAR, i. q. arar. 

ALEALEN, noch nicht rccht, (nur von Friichten 



ALE— ALO. 



ALU— AMB. 



und gcbratnen Saciieu gebraucht.) Bua ta masak 
olealen, die Friichte sind noch nicht recht reif, = 
erst nothreif. 

ALEM, Nacht. — Alem malem, vergangne Nacht, 
gestcrn Nacht; alem bihin oder helo, vorgestern 
Nacht. — Mia. ikau manara arepm, kaput alem ka> 
put ataim, preise dich selbst nicht, wenn dunkcl die 
Nacht, dunkel dein Hcrz, i. e.: wirst Versuchungen 
bald erliegen. — MaUm, andau malem, gestcrn. Ma- 
lem ia dumah, gestcrn ist er gekommcn. Bara ma- 
lem ia hetoh, leit gestern ist er hier. — Bara ma- 
lem, iibernachten, iiber Nacht blciben. Kwe aka ita 
bara malem? wo sollen wir iibernachten ? — Hcanor- 
lem, des Nachts; Nacht, finster. Hamalem ia dumah, 
er kam des Nachts. Talo djari hamalem, es ist 
schon finster. Handau hamalem. Tag und Nacht 
(hab ich Schmerzcn, = immer, fortwalirend.) — 
Hcanamalem, im Anfang der Nacht, 

ALER, eine grosse Angel, um Rrokodille zu fangen. 

ALIH, Veranderung, Wcchsel; Ausflucht. Paham 
kakindjap alih pakaiae, sehr die Haufigkeit des 
Wcchscls seiner Kleider, = er wcchselt sehr oft 
seine Kleider. Paham ara alih kotake, er iindert 
Mine Worte sehr oh, Angoi ta arii alih ampie, das 
Chameleon veraudert oft von Farbe. Toh djaton 
ilka alihe hindai, nun kein Platz seines Wechsels 
mehr, = jetzt hat er keine Ausflucht mchr. — Ma- 
lik, halih dcngan, wechseln, andern, verandern. — 
HaaUalik, oft, stets wechseln. — Taraalih, konnen, 
mdgen verandert werden. — Paalih, pamalih, der 
oft, gern andert, wettcrwcndisch, unbestlindig. 

ALIM, miinnlicher Name; (von malim, ein Fiihrer.) 

ALTNG, das verdorbne, vertrocknete; (nur von 
Friichten gebraucht, welchc nicht vol! ausgewachsen 
sind.) Tjih, idia bahalap akam, aliugc inengam 
<ikangku, pfui, das gute (den guten Theil der Frucht 
nimmst clu) fiir dich, das vcrdorbene gicbst du 
mir. — Moling, vertrocknet, verdorbcn. Kaju toh 
raagon mamuah maling, dieser Baum tr'agt immcr 
vertrocknete Friichte. — Baramaling , alle vertrock- 
net. (z. auch angking.) 

ALIP, mannlicher Name. 

ALIS, i£hnlichkeit; ahnlich, iibereinstimmend. — 
Olo ta alis ampin apangku, der Mensch ist almlich 
der Gestalt meincs Vaters, Alis aughe dengan aughm, 
seine Worte stimmen mit den deinigen uberein. 

ALIT, Narbc, (von Wunden, Schwaren', etc. 
Awau ist gebr'auchlicher als alit.) — Baraalit, iil)erall 
vol! Narbcn. Baraalit awan himange, iiberall narbig 
die Narben seiner Wunden, = er ist mit Wunden- 
narben bcdeckt. 

ALO, obwolil, wenn schon, ungcachtet; selbst, 
sogar. Ia toto pintar alo iii tabela, cr ist sehr ver- 
stiiindig, obwolil cr jung ist. — Alo kilekilen aughm, 
aku djaton tarimae, obwohl wic auch dein Wort, 
(du magst sagen was du willst) ich nehmc es nicht 
an. — Iii bahalap dengan kara olo, alo dcngan kara 
meto kalota kca, er ist giitig gegen alle Menschen, 
selbst gegen alle Thiere auch so. 

ALOALON, cinoffner, freier Platz; Spielplatz vor 
dem Hause. — Aloalon badjang , Ebcncn wo Hirsche 
sich zu versammeln pflcgen. — Nicht iibermassig 
aber anhaltend (arbeiten.) 

ALOI, mannlicher Name. 

ALOK, d.is umgebogen, umgelegt scin; umgebo- 
gen, (Messerschneide, Lanzenspitze^ etc.) Pisaum alok 
manjambil awi manctck tabalicn, dein Hackmesscr 
ist nach links umgel)ogcn durch das Kappen des 
Eisonholzes. Auglie bahalap, tapi papa alokc, seine 
Worte sind gut, aber bosc seine Mcinung, (or hat eiucn 



bosen Zweck <labci.) — Aloalok, ein wciuig umge- 
bogen. — Mctiok, umbiegen; doppelsinnig sprechen, 
(jemand spottisch riihmen, etc.) — Taraaloky um- 
gebogen werden konnen. 

ALUS, halus, fein, (Mehl, Kleider, Worte.) -— 
Alualus, zicmlich fein ; befehlend : sehr fein. — Ma- 
lus, mampalus, mampahalus, fein machen. Ia mam- 
palus tepong, cr stampft das Mehl fein. — Hakotak 
mampalus aughe, mit feinen zierlichen Worten spre- 
chen. — Taraaltts, tarahalus, fein gemacht werden 
konnen. — Kaalus, kahalus, Feinheit. — Pcudus, 
pamalus, der alles fein macht. 

ALUT, i. q. arut, Boot. 

AM A, Oheim, nennt der NefTe seinen Oheim; 
eines andern Oheim: mama. (S. aka.) Auch andere 
altere Personen, welche nicht wirklich Verwandte 
sind, nennt man aus Achtung oft ama. 

AMAt, (bas. Mantangai, i. q. apang) Vater. 

AMAK, Matte, (von Rottan, Riet etc.) Die ver- 
schiedenen Sorten siehe : danau, halajan, lampit, pa- 
sar, pudak, puron, pusok, tahing, u'ai. — Mamak, 
mit Matten belegeu, (ein Haus ;) jemand mit Matteu 
(zum drauf sitzcn und schlafcn) versorgen, versehcn. 
Olo madja labih salawi , djaton kabawa mamak ia , 
es besuchen (mich) mehr als 25. Menschen, ich kann 
sie nicht (xdle) mit Matten versehen. — Bcanak, baa- 
nxak, eine Matte haben. — Hamak, eine Matte ge- 
brauchen. Aku batiroh djaton hamak, ich schlafe 
ohne Matte. — Taraamak, mit Matten belegt, mit 
Matten versehen werden konnen. — Kilen uaim hi- 
kau, olih telo kamak, wie dein Rottan dort, kann 
er (ist er zureichend) Jtlr 3. Matten f 

AM AN, i. q. das gebrauchlichere amon, wenn. 

AMANG, i. q. das gebrauchlichere ama, Oheim. 

AMAS, i. q. das gebr. bulau. Gold. — Weibli- 
cher Name. 

AMAT, i. q. das gebr. mangat, angenehm, lecker. — 
Mannlicher Name. 

AMAU, Sorte feines, weisses Zeug. 

AMiEH, MAMiEU, dumm, verwirrt, cinfaltig. — 
Baramamdh, alle dumm, verwirrt. — Kaaniah, ka- 
mam'ah, Dummheit, Verwirrtheit. — Mampaamdk^ 
mampamamah, jemand verwirren, verwirrt machen. — 
Marapamamah arcpe, sich dumm, einfaltig, verwirrt 
stellen. 

AMBA, Schcmcn, Schatten, seelenloses Geschopf. 
Tjiih ikau bclom ambani bew'ai, pfui du, lebst dein 
Schemen nur, = lebst als oh du keine Seele hat- 
test, (lafT, schlaff, ohne Energic.) 

AMBAI, angenommen (Kind, Vater, etc.) Anak 
ambai, ein adoptirtes Kind. (Oft wird zur Verstar- 
kung noch anggo dahinter gcsetzt.) Beken kea anak 
toto bara anak ambai anggo, es ist docli ein Untcr- 
schicd zwischen rcchtcn und angeuommcnen Kin- 
dern. — Mambai, hambai dengan, adoptiren. — Es 
ist dies ein sehr allgemeiner Gebrauch unter den 
Dajacken; ich kannte Menschen, welche Dutzcnde 
solcher Kinder oder Vater etc. batten. Natiirlich 
wohnen solch adopt irte Verwandte nicht zusammen. 
Die Adoption geschielit, nachdem man tiichtig ge- 
gcssen und getrunken hat, dadurch, dass von beiden 
Personen etwas Blut auf ein sipa, Sirihkausel, ge- 
than, und also gegcssen wird; das Blut wird von 
den Miinnern, welche adoptiren und von alien zu 
adoptirenden von der linker Schulter, von adopti- 
renden Fraucn aus der linken Brust gcnomnien. — 
Hambai, hambai hanggo, einandcr adopt! rt haben. — 
Haahanmbai, oft adoptiren. — Taraambai, adoptirt. 
konnen, mogen werden. Ia olo paambai, s= ia 
paambai olo, er adoptirt oft. (S. auch hambai.) 



AMB. 



AMB— AMI. 



AMBALy aufeinander folgend ; doppelt. Gawingku 
clua ambal, ich habe zweicrlei zu thun, (z. B. bin 
Gartner und J'ager.) la ta kihalc haliai, toto i'a buah 
pampatai dua ambal, er, seine Siindeuscliuld unge- 
mein, gewiss er wird erieiden doppelten Tod; (wird 
atich im lewu liau, der Geisterstadt, nochmals den 
Tcxl erieiden mussen. Grosse Siindcr haben das zu 
erwarten ; werden indess dann doch wicder Icbendig, 
und sind van weiterer Strafe frei.) — Basa Sangiang : 
Kaju badjau telo ambal, dcr Ruder der« Seerauber 
sind 3. Reihen iibcreinander. — Baambaamhal, oft, 
wiederholt. Djari baambaambal petahku, djaton ia 
tumoe, bereits oft wiedcrbolt sind meine Befehle, 
abcr er befolgt sie nicht. 

AMBAN, Gestell, um etwas drauf zu setzen; bc- 
sonders die Gestelle auf welclic man die djawet, hci- 
iigen Topfe, stellt. — Afamban, bamban dengan, 
etwas auf ein Gestell setzen. — Pamamban, dcr 
gem, alles auf Gestelle setzt. 
AMBAU, m^nniicher Name. 

AMBEM, Frcund; (vorall schcrzbaft, vcrtraulicb 
gebraucht.) Kangkwe ikau nali, ambem? wohin du 
so eben, Freundchen? 

AMBKT, das nabe gebracbt, zu sich gezogen, er- 
griffen sein. — Ambeambet, ziemlicb nabe gebracbt. 
— Mambety hambet dengan, zieben, berzuzieben, 
(einen Gegenstand dcr Breite nach, z. B. ein Boot 
mit der Seite; der Liinge nach mit derSpitze: mo- 
bot ;] nehmen , zu sicb nemcn. Mam bet a rut akan 
sara, ein Boot ans Ufer bringen, dcm Ufcr nabe 
bringen. — la mambet ramon olo, er nimmt die 
Sachen anderer an sicb, eignet sie sicb zu. — Mam- 
bet augh olo, sicb jemands Wortc anzieben; jemands 
Worte auflassen (z. B. als Ur&acli zum Streit, etc.) 
Mambet olo indu manantu, jcmand zum Scbwicger- 
sohn nehmen. — Haambeambet, oi't, anbaltcnd bcr- 
an Ziehen. Taraambet, lierangczogen werden konnen; 
irrtliiimlicb zieben. — Pamambet, der alios zu sicli 
zieht, sicb alles aneignet. — Pambet, eigne Wabl, 
was man selbst verursacbt, sicb selbst zugczogcn hat. 
Ikau rugi tob puna pambet aim, dass dujetzt Scba- 
den hast, das hast du dir selbst zugezogen. 

AMBI, nennt der Enkel seine Grossmuttcr; die 
Gro6sin. anderer: tambi. (S. aka.) 

AMBIN, dasauf dcm Riickeu getragcn werden. — 
Lonlong ambin, ein Tragkorb wclciieu man bcim 
Emdten gebraucht. (Der Dajack schneidet namlich 
nur die Aehren ab, und zwar nur die vollkommen 
rcifen, taglicb sein Feld durchgebend.) — Mambin^ 
hanibin dengan, (gebrauchlicher ist: mumali,) etwas 
in einem Korbe, mit Tragbandern iilx'r den Sclml- 
fem, auf dem Riicken trageii. — Ambiambin, haam- 
biambin, oft, lange Zeit auf dcm Riicken tragen. — 
TariUMmbin, auf dem Riicken getragcn werden kon- 
nen ; irrthiimlich auf dem Riicken tragen. — Pa- 
mitmbtHy paambin, der gern auf dem Riicken triigt. 

AMBO, ngambo, (ngambo ferner ab als ambo,) obcn ; 
uber; landwarts, (vom Flussc ab;) — das zu- 
sammengerafft , aufgenommen sein; Eriiebung (dcr 
Stinmie.) — Mannlicber Name. — Ambo takolokm, 
iiber deinem Kopfe. Ngambo hong langit, oben im 
Himmel. — Palakanae amL)0 humac, sein Garten 
liegt landwarts (vom Flusse ab weiter ins Land 
iiinein) von seinem Hause. — Kilen kakai ita, djari 
amboe? ombet katahie djari; wie unser Geti-ockne- 
tes? (dcr Reiss, welcher um ilin dann durcb Stam- 
pfen enthiilsen zu konnen, in den Sonnenschein ge- 
1^ ^slt;) ist es scbon aufgenommen? genug seine 
Liinge schon; (er ist langc gcnug gctrocknct.) — 
Paliam ambon aughe, stark die Erbebung seiner 



Stimme; (er erhebt seine Stimme, spricbt sehrlaut.) 
Amboctmbo, ngangambo, ein weinig oben, dicht iiber. 
— Hangambo, als in der Luft schwebend. llangarabo 
angatku, tarawen awie manembak, als ob in der 
Luft schwebend mein Gefiihl, ich erschrack von sei 
nem Schiessen. — Pangkaambo, am obersten, boch- 
sten ; am raeisten landwarts. — PangambOy ein bdher 
(vestellter, Oberer, Chef. Tamanggong ta pangambo 
kara bakas lewu, der Tamanggong ist das Haupt aller 
Dorfshauptlinge. — Kangambo ^ die Hohe, das weit 
landwarts sein. — Kangambo = akan ngambo, nacb 
oben, landeinwarts (gehen.) — Mambo, hambo deng 
an, erheben, (die Stimme ;) zusammen raffen, aufneh- 
men. Mambo tana, ein Feld aberndten. — Mam- 
pangambo y pangambo, hoher setzen, stellen; mehr 
landwarts bringen, stellen. Aku handak mampa- 
ugambo humangku, pahalau tokep saran danum, ich 
will mein Haus mehr landeinwarts bringen, es steht 
gar zu dicht am Rande des Wassers. — Pangambo 
papan tii, bela buali takolok, leg das Brett lioher, 
auf dass man niclit den Kopf dagegen stosst. — 
//aatn6oam6o, oft, anhalt end erheben, (d. Stimme.) • — 
Taraambo, konnen, mogen erhoben, zusammenge- 
rafft, aufgehoben werden ; irrthiimlich zusammenraf- 
fen. — Paambo, pamambo, der immcr erhebt, auf- 
hebt. — In der bas. Sang, hcisst ambo lang. Ba- 
njama aml)o taradjur hawon, er ist lang von Athem 
(i. c. kraftig, gesund,) bis zum Himmel. — Davon 
das im gewohnl. Dajacksch viel gebraucbtc Wort: 
kambo, Lange. Kilen kamboe humam? wie gross ist 
die Liinge deines Uauscs? Rilen kambon andau.^ 
wie ist die Liinge des Tages, = wie ist die lldbe 
der Sonne, = was ist*s an der Zeit? 

AMBOI, miinnlicher Name; (von malamboi.) 

AMBON, Thau, Nebel. — Weiblicher Name. — 
Amboambou, etwas nebclig. — Jlambon, thauen, ne- 
l)eln; entbrennen, heftig sein, (Zorn, Furcht, etc.) 
Andau toh hambon, heute ist es neblig. Hambon 
kalaite, sein Zorn entbranntc. llambon kik'abku 
niitii bigal dumah, mit grosser Furcht sab ich die 
Riiuber kommcn. — Afambon, bambunan, maham- 
bunan, etwas in den Thau legen, z. B. Puron und 
andres zu Flechtwerk gebraucht werdcndes Mate- 
rial, um es sanft, schmeidig zu machen. — Haam- 
boambon, oft, lange in den Thau legen. — Taraam- 
bou, in den Thau gelegt werden konnen, mogen. — 
Pamambon^ der gern, alles in den Thau legt. 

AM BONG, das in die Huhe geworfen werden. — 
Miinnlicher Name. — Pahalau aml)onge, djaton tau 
manjambute, zu schr sein in die Hohe geworfen sein, 
(z. B. dcr von Rottan geflochtne Ball, womit man 
spielt,) man kann ihn nicht fassen, (fangen.) — 
Mambong, hamI)ong dengan, maliambong, ngaliam- 
boiig, mang«'iliambong , in die Hohe werfen. i£la 
mambong kaju, tau buah olon, wirf das Holz nicht 
in die Hohe, cs konnte Menschen treffen. — Haam- 
boambongy oft, immer in die Hohe werfen. — Ta- 
raambong, in die Hohe konnen, mogen geworfen wer- 
den; irrtiiiimlich in die H; werfen. — Paambong, 
pamambong, pangaliambong , der alles in die Hiihe 
wirft. — Ldliambong, anbaltcnd auflliegcn, z. B. etwas 
durch den Wind, Vogel wcnn ihnen der Kopf ab- 
gchackt ist, Menschen im beftigcn Fieber. — Paliam- 
bong, (bas. Sang. patiaml)ong,) aufwarts fort geworfen, 
geweliet. Lawongku niiiau paliambong awi riwut, 
mein Kopftuch ist verloren , fortgewehct durch den 
Wind. 

AMIR, mannlicber Name. 

AMIT, miinnlicher Name; (von bakamit, bin und 
her gelien.) 



8 



AMO— AMP. 



AMP—ANA. 



AMOK, (zur Verstarkung oft ampur dah inter,) wu- 
thender, morderischer AnfalL — Mamok, mamok 
mampur, wiithend anfallen. Mamok kota, eine Fe- 
stung sturmen. • — Olo bawi t'a tau mamok olo ba- 
tua, die Frau versteht Manner anznfalleu, (siedrin- 
gend zur Unzucht zu locken.) — Hamok^ cinander 
wiitbend anfallen. — Hamohamok, als ob man ein- 
ander mdrderisch anfielc. Paham karidun keton, 
haroohamolL, gross cuer Getobe, als ob ihr einander 
auf Tod und Leben anfielet. — Haamoamok, oft, 
anhaltend anfallen. — Tarcumiok, angefallen, gestiirmt 
werdcn k5nnen; irrtbiimlich anfallen. — Paamok. 
pamamok, der gem, alle anfallt. 

AMON, wenn, sobald; (sowohl von der Zeit als 
conditionel.) Aku mancnga ta akam, amon ikau ma- 
numon aughku, ich gebe dir das, wenn du mctue 
Worte befolgst. — Aku handak batolak amon ia 
dumah, ich will abreisen wenn (sobald) er gekommen 
ist — Amon kca, ob auch wohl , wcr weiss ob. — Tisin 
ta tahi djari nihau, amon kea olih sondau, der Ring 
ist schon lange verloren, wer weiss ob er zu finden 
sein wird! 

AMOT, mamot, i. q. amah. Dieselben Ableitungen. 

AMPAH, uberall liegcnder Unratb, (Erde, Grass, 
Spahne, etc., da wo es nicht sein muss, z. B. in 
einem Hause; der Name des Unraths wird gew5hn- 
lich ausgelassen.) — Paham ampah hong huma, 
(auch: ampah petak, Erde, ampah rotik, Holzstiick- 
chen,) sehr viel Unrath liegt im Hause. — Paham 
ampah hong danum, das Wasser ist mit drauf schim- 
mcnden Unrath bedekt. — Mampcih^ iiberall voU 
Unrath werfen. i£la ikau busik mampah humangku, 
spiele nicht mein Haus voU Unrath werfend. — la 
mampah aughe mawi aku, er schiltmich mit vielen 
und bdsen Worten. — Auch, ohnc den BegrifF Un- 
rath, uberall l^en, bringen. Parai ham mampah 
palembute, der Rciss bringt jetzt uberall sein Pro- 
duct, = setzt Frucht an, und zwar noch nicht all- 
gemein, aberdoch uberall hier und da. — JIampah, 
baampah, uberall vol! Unrath liegen. — Haampaam- 
pah, oft, immer voll Unrath machen. — Paampah, 
pamampah, der alles voll Unrath wirft. 

AM PANG, anak ampang, (gebrauchlicher sarau, 
unehelichcs Kind. 

AMPAR, das ausgebreitet sein, (Matten, Teppiche, 
etc.) Djaton buah amparc amak toh, nicht recht 
(gut, egal, etc.) ihr ausgebreitet sein, die Matte. — 
Ampar amak, das Geld, welches an cinen Hauptling 
bezahlt wcrden muss, wenn man eine Klagc vor ihn 
bringt; er erhiilt seine Sporteln also wdrtlich fiir: 
**das Ausbreiten der Matten," auf welche er die 
Partheien sich setzcn lasst. — Ampar amak, ampar 
amak! breidt eine Matte aus! ruft man den Was- 
sergott Djata an, wenn man auf Sec in Noth ist. — 
IVf ampar, hampar dcngan, ausbreiten. Tanangku 
mampar boang, mein Feld brcitct sich aus leer, = 
cs ist in seiner ganzen Ausgestrccktheit nichts drauf 
gewachsen. — Bampar, nebcn einander gclegt. — 
JBarampar, in Menge neben cinander liegen. Kara 
ganggamae barampar beta, alle seine Waffen liegen 
dort neben cinander. — Mampamampar, ein wcinig 
ausbreiten. — Haampaampar^oh, immer ausbreiten. — 
Taraampar, tarampar, ausgebi-eitet werden konnen; 
irrtbiimlich ausbreiten. — Pamampar, paampar, pam- 
par, der allcs ausbreitet. 

AMPI, Form, Gestalt; Farbe; Sorte, Art; Weise; 
cs scheint. Bahalap ampic, schun von Gestalt. Ba- 
handang ampic, ruth van Farbe. Ara ampin talo, 
viele Sortcn von Dingen, viele verschiedene Sachen. — 
Kilen ampie olo mawi tii, auf welche Weise macht 



man das. — Ampic awen handak mantakan ita, es 
scheint sie wollcn uns angrcifen. — Ampiampin, so 
wie, so als, als ob, die Gestalt von etwas haben, 
ahnlich sein. Kaju ta ampiampin arut, das Holz 
sieht wie ein Boot aus. — lii djaton ampicanpie, 
sama kilau olo beken kea, er hat nichts betonders 
an sich, (nichts herv'orstechendcs, keine besondre 
Kennzeichen, etc.) ist just als andere Menschen 
auch. — la ampiampin olo gila, er ist (sieht aus) als 
ein toller Mensch. 

AMPIH, Ausfall (von Belagcrten aus einer Fes- 
tung;) Ueberfall, plotzlicher Anfall (von hcimlich ge- 
naheten Feinden.) Paham pampatai asang awi am- 
pih bara kota, sehr viele Feinde sind durch einen 
Ausfall aus der Festung getodtct. — Mampik, ham- 
pih dengan, pldtzlich iiberfallen. — Haampiampih^ 
oft, immer iiberfallen. — Taraampih, iiberfallen 
werden konnen. — Paampih, pamampih, der gern 
iibcrf;illt. 

AMPION, (haufiger: pion, tengko,) Opium. 

AMPIR, hampir, (malaiisch; gebrauchlicher: bi- 
lak;) fast, beinahe. 

AMPIT , ein kleiner Vogel, welcher den Reissfel- 
dern grossen Schaden thut ; es giebt 2 Arten, schwarz 
mit weissem Schnabel, und roth mit aschgrauem 
Halse und griinem SchnabeL — Hampit, Ampit ha- 
ben, Ampit irgendwo leben, sein. Sungai ta paham 
hampit, in dem Fliisschen sind sehr viele Ampit. — 
Mampity die Ampit von den Reissfeldern jagen. 

AMPONG, Trost; Vertrostung. Paham kapahan 
ataiku, djaton talo indu ampong huangku, gross der 
Schmerz meines Herzens, und ich babe nichts zum 
Trost meines Innren. — Mampong, hampong deng- 
an , trosten. — Hampong, einander trdsten. — Mam- 
pomampong, ein wenig trdsten. — ffaampoampong ^ 
oft, lange trosten. — Taraampong, tarampong, ge- 
trdstet werden kdnnen. — Paampong, pamampong, 
der gern trdstet, der zu trosten verstcht. 

AMPUN, Vergebung. Aku blaku ampun bcwiii, 
ich bitte nur um Vergebung. — Mampun, hampun 
dengan, vergeben, erlassen, ablassen, entheben; zu- 
gestehn, erlauben. — Mampun kasala, Fehler ver- 
geben. Mampun utang, Schuld erlassen. Kalali 
mampun aku ala omba masauh, steh mir doch zu 
nicht mit nach Bandjar zu gehn. Kalah mampun 
aku mangat omba ikau, crlaube mir doch dir zu 
folgen. — Hampun, einander vergeben. — Bampun, 
barampun, Vergebung erbit ten; vergeben sein. Buah 
ikau bampun intu ia, du musst Vergebung von ihm 
erbitten. Ia djari bampun, es ist ihm vergeben. — 
Mampumampun, ein wenig vergeben. Haampuam" 
pun , oft vergeben. — Taraampun, vergeben kdnnen 
werden. — Paampun, pamampun, der gern vergiebt. 

AMPUR, (has. Sang.) i. q. amok; wird haufig hin- 
ter amok gefiigt. 

AN AH, Biirgschaft; Fordemng.Pelaianakm intu aku, 
Siku hakon anahe. Kalah, paribasa ia tjalaka , anahku 
intu ikau. Lass dein Kind bei mir zuriick bleiben, 
ich bin willig seine Biirgschaft, (r=r fiir ihn einzu- 
stehn.) Wohl, sollte ihm nun ein Ungliick iiberkom- 
men, meine Forderung ist an dich. — Manah, sich 
verbiirgen, Biirge stehn ; fordern, einmahnen. — Ha~ 
nah, sich fiir einander verbiirgcn; einander mahnen. — 
Paanah, ein Biirge; ein Mahner. 

ANAK, Kind, (von Menschen und Thieren). — 
Anak hatu'a, Sohn; anak bawi, Tochter; anak tiri, 
Sticfkind; anak laku, anak induan, ein wirklich 
angenommencs Kind; anak angkat, anakambai, ein 
pro forma angenommencs Kind, s. ambai; anak sa- 
rau , unehelich Kind. — Anak kann nicht allein stehn ; 



ANA— AND. 



AND. 



9 



es muss dabei stchn wesMcii Kind cs i^t, odor, soil 
4-s alMolut stehn, mussolo, Meiisch, duhiiitor. Aiiak 
olo^ ein Kind; anak aso, ein juiigcr Hund. — Aiiak 
oloh, Sclav, (freiindliciiere Bcnennunj; fiir djipen, 
Sclav.) — Anak huma, ein kleines Hans. — Anak 
kuntji, Schliitisci, (knntji, Schloss;) Anak panah, 
Pfeil., (panah, Ho^cn.) Anak rear, Zinscn, (rear, 
Oeld.) — Anak djaria. Kinder, Nachkomnilinjre. 
Aku djaton anak djariangku, lielom. kaloli'i l)ewai, 
icli liabe keine Narhkommcn , lebc nur so fur mich. — 
Olo baputi ta anak djarian Silai, die weissen Men- 
schen sind Nachkomincn des Silai. — Baanak^ ba- 
raanak, Kinder haben. — Hanak^ init seinem Kindc. 
i£weii hanak, er (oder: sie) mit seinen Kindern. 
Ketoci dua hanak, ihr beidcn mit Kind,= du und 
dein Kind. — MancJc^ manakan, (Passiv nur ina- 
kan ,) gelKircn, zeugen; Zinsen tragen. Rcare nianak 
malipet, sein Geld tragt Zintk'n Yerdop|)elt sich, 
(= 100 pCt., der pewohnliche Zins.] — Afanakma- 
naJoa, sich stark vermehren. Burong dara paliain 
manakmanaka , Taubcn vemiehi'cn sich schr stark. — 
iManak mandjaria, Nachkommcnschafl halien. — 
^fampanalc, mampamanak, hanak deu'^an , iVuchtbar 
mariien. la baramin intu Djata, mangnt Djata mam- 
panak ia, sie giebt dcin (Gotr^.n) Djata ein Fest, 
damit Djata sie fruchtbar machc. Ikau kea djari 
raampanak olo bawi ta, du hast dicsc Frau gebaren 
;;einacht, = du bast mit ihr gchurt. — Paliam ia 
mampamanak reare intu aku, salawi djari saratus, 
cr lasst sein Geld hohe Zinsen bci mir tragen, 25. 
aind zu 100. gcworden. — Haanaanak, fortwUlircnd 
frochtbar raachen, Zinsen tragcn lassen. — Pama- 
aaJt, fruchtbar, •ft gebarend. — Pamanak reait? , drr 
sein Geld immer viel Zinsen tra;*cn liisst. — Pana- 
kam^ i. q. anak diaria, Kinder, Naclikommlingc. — 
Panganak, ein kleineres an oder in einem grdsse- 
ren; z. B. amak ta bara panganak hiwange, die Matte 
hat ihre kleinem Vierccke, i. c. <lie Matte ist in Vier- 
ecLcn geflochten, und in ihren gi-ussern z. U. gel- 
ben Vicreckcn hat sie wieder kieinere weisse. — Pakor 
ta, amon dia panganak, djaton dahen, der Band 
(i. c. ein ganzcr o<ler einmal durchsplissncr Rot tan, 
vomit etwas gcbunden ist,) wenn nicht sein pan- 
ganak, (i. e. wenn nicht dal)ci noch mit feingespliss- 
uem Aottan gebunden wird,) er ist nicht fest. 
ANAKODA, Schiffsherr, Kapitan. 
ANAL, (bas. Mangk.) i. q. andul. 
AN.\P, (bas. Mangk.) i. q. andap. 
A^DAANDAS, handas, mandas, bis, bis zu; sich 
oder etwas jcmandem aufdringcn; (dies lelztcre auch : 
handas dengan.) Andaandas toh bewiii, nurhishicr. 
Mandas kwe ikau, palus Sampit, bis wohin willst 
du, bis nach Singapore? — Aku djaton nalmang 
ia, ia andaandas dengangku, icii lialte nichts von 
ihm, er dringt sich mir auf. — la djari mandas 
arule intu aku, er hat mir sein lk)Ot aufgcdrungen. 
MandamandoM^ fast bis. — Mandamandas aku ma- 
t^i, fast ^re ich gestorben. — Haandaandns , an- 
haltend aufdriugen. — Pamandas^ aufdriugllch. 

ANDAANDAS, ahnlich, gleich. Ia andaandas 
ampte deugan anakku, er ahnlich s<Mne Gc^ta1t mit 
metnem Kinde, = ist meincm Kindc ahnlich. 

ANDAK, das gelejrt sein. — Djaton Imah iika 
andake, nicht passend der Platz seines gclegt scins, 
= es ist auf keinen guten, passenden Platz gelegt. — 
Mamdak, handak dengan, legen, bcrgcn, wcglegen. 
Kalah mandak ramo hetoh bewai, leg die Giitcr nur 
bier hin. — Ilaandaandak , oft, langc Zcit lci;en, 
hergen. — TaraandeJc, gelegt, geborgcn wcrden kiin- 
nm; irrthuml ich legen. l>jaton taraandak ramo hong 



Iiuma ta, djari nihau, man kann keine Gtiter in 
das Haus zur Bewahnnig legen, es ist ganz baufal- 
lig. — Pamandak, der immer legt, birgt. Ikau toh 
pamandak ramo intu human olo, du birgst gern 
Sachen in andrer Menschen Ilauser. — Bandak, vor- 
liiufig bleiben, kurze Zeit bleiben. — Aku bandak 
hong human Parcmor, ich bleiln; vorlaufig in Pare- 
mors Hause, (mit all meiner Habe, weil mein Haus 
z. B. abgebraiint oder umgefallen ist.) Talo aton 
ita paham babehat, patut hantclo bandak sampai 
lewu, was wir tragen ist sehr schwer, wir miissen 
3. mal ausruhen bis zum Dorfe. — Bamandamandak , 
mandamandak, nachlussend, (Arlieit, Fleiss.) Man- 
damandak gawim toh ikau, nachlassend dcine Ar- 
beit jetzl du, = i\\\ l)eginnst faul zu arbeiten. (S. 
auch barandak.) 

ANDAL, Biirge. la ta andalku, er ist mein Biirge. — 
Banndal,, einen Biirgen habea. — Ifandal, fiir ein- 
andcr Biirge sein. — Mandal, handal dengan, Biirge 
sein. Aku mandal ili, utange, ich bin Biirge fiir ihn, 
fiir seine Schuld — Haandaandal^ oft, lange Biirge 
sein. — • Taraatidal, verbiirgt werden konnen. — 
Pamandal, paandal, der ofr, gern Biirge steht. 

ANDAL, andulan, sehr. Andal kahalape, sehr 
seine Giite. Andal kar'ae, sehr seine Mengc, = s<?hr 
viel. — Mampandal^ etwas so machen als es sein 
muss; nett, schon machen, in Ordnung bringen. 
Mampandal lewu, ein Dorf in gute Ordnung brin- 
gen. 'Mampandal pisaii, ein Messer putzen und 
schleifen. Mampandal njihin pisau, die Schiirfe eines 
Messers in Ordnimg bringen, = es sehr scharf schlei- 
fen. — Haandaandal., immer in Ordnung brinj'en. — 
Kaandal^ Ordnung, der Zustand so als er sein muss. 
— Paandnl^ der gern alles in Ordnung bringt. — 
Pangkaandal, am l>esten in Ordnung. Lewun Pabuno 
pangkaandal bara kara lewu hapus Pulopctak , Pa- 
btinos Dorf ist am bcsien in Ordnung van alien 
Diirfern zu Pulopctak. 

ANDANGANDANG, Scheibe, nach welcher man 
schiesst, oder eigentlich das Gestell, auf welcher das 
alamat, kleine Scheibchen, der eigcntliche Zielpuuet 
itcht. 

ANDAP, ein kleines bnmnliches Insect, fast als 
ein Tausentlfuss von (icstalt; angeriihrt j>hos]iliores- 
cirt (>s stark. — Paham kataue mitor, kilau andap 
baloe, gross ihr Geschick im Niilien, wie ein Andap 
der Saum , (so klein , zierlich). 

ANDAS, benang andas, schwarzes Zeug. 
ANDAU, Tag, (sowohl der helle Theil des Tages, 
als auch der 24 stiindige Tag.) Zeit. — Regenwet- 
ter. — Andau toh, heute; andau malem, malem, 
gestern; andau bihin, andau idjii helo, vorgestern ; an- 
dau dje^Ti, andau tinai, morgen ; sining andau, taglich ; 
nongkang o<ler hapus andau , den ganzen Tag. — 
Andau hai, Fest tag. — Djaton andauku, o<ler : aku 
djaton bara andau madja, ich habe keine Zeit Be- 
suclie zu machen. — Andaum djari sampai toh, dein 
Tag ist jctzt da, = du musst jetzt sterben. Mat'ai 
brangai, amon oml)Ct andau koan Hatalla, sterben 
woiil, wenn hinrcichend der Tag sagt Golt, = ich 
will wohl sterben , wenn Golt sagt dass ich lange 
genug gelebt lial)c. — Andau djaton tau terai , der 
Regen will nicht aufhoren. — Pandang andau, der 
Schein des Tages, = Sonnenschein , llitze. Baun 
andau, Gesicht des Tages, = W'olke. — Handau, 
hahandau , handahandau, am Tage, iil)er Tag; — 
davon: hahandau, handahandau auch: deutlich, ge- 
wiss. Dia usali ikau milim, djari tawangku hahandau 
gawim, es niitzt nicht dass du liiugnest, ich weiss 
sehr wohl was du gethan hast. — Handau hamalem. 



lO 



AND. 



AND. 



Tag uiid Nacht (urbeitet er, etc.) Ndau, kiirzlicli, 
so ebcii. Ndau iii liagoet, so ehen ist er Ibrtge- 
gaiigcii. Handjcwii ndau, dieseii Morgeii. 
ANDEN, (has. Sani;.) i. q. awah. 
ANDEP, guthabencie Arbeit, (die jcinand geleistet 
iiaf, uiid welche ihm wiecier geleistet werdeii muss.) 
Djewii aku manalior andenm , morgcn bezahie icli 
(i. e. arl)citc ich ab) die Arbeit welche du zu gut 
bast. — Atoii andepku intu ia, katelo, icb liabc 
Arbeit bei ibm zu gut, 3. Tage. — Mandep , handep 
dcngan, jcnianden in dcr Arbeit belfen, (so, dass cr 
durch Arbeit wiodcr vergelten muss; fast aile gros- 
.•^ere Arbeit en , das Baucn der Hiiuscr etc. , gescheben 
durcb mandep ; auch Opfer, Feste, man lasst jemand 
Thcil nehmen , der spater wicder Theil nebmen las- 
sen muss.) Aku mandep ia mamangun, icb hclfe 
ihm sein Haus aufricbten. — Ifandep, cinander wie- 
derkehrig im Arbeitcn helfen. — Hahandep, bandc- 
liandep, einander etwas belfen. — Uaandeandep^ oft, 
lange belfen. JIandephandepa , viele und anhaltend 
einander belfen. Djaton andau olo magali ikau, 
bandephandepa olo malan toll , es ist keinc Zeit dass 
man ciicb geleite, alle einander lielfend bestellt man 
jetzt das Feld, (ist eifrig daran, bcute bier morgen 
dort.) — JIandepan, mit ciner Zabl: kabandepan, 
alle die jemanden in der Arbeit helfen. Handepan 
hong tana djet'a djaton ara biti, die Arbeitergesell- 
scliaft auf jenem Felde ist nicht zahlreich. — Olo 
handep beta telo kabandepan, die Menschen helfen 
tlort arbeiten, 3. liaufen. — Olo tii djaton taraandep, 
djaton manahor tinai, man mag dem Menschen nicht 
arbeiten helfen, er bezaldt es nicht wieder. — Pa- 
viandep^ pandep, paandep, der gern im Arbeiten hilft. 

ANI)I, jiingcrer Bruder, jiingere Schwester; auch 
zartliche Benennuug fiir jiingere Personen iiber- 
haupt. — Andiandi, als cin jiingercr IJrudcr. Paham 
kataun aughe, andiandi koae dengangku, sehr lieb- 
rcich seine Worte, er sei als ob er mein jiinojerer 
Bruder sei , sagt er. — Mandi , baandi , baraandi , 
jiingere Geschwister haben. Iii mandi apat , er hat 
4. jiingere Geschwister. — /Ewcn duii handl, er mit 
seinem jiing. Bruder. 

ANDI, augh andi, Spott, Bespottung. — Andiandi, 
spottisch; (oft wird dadangking dahinter gesetzt.) — 
Mandi , handi dengan , mandi mahadangking , ver- 
spotten; (auf feine Weise , nicht recht aus; recht 
aus: hababaka.) /Ela mandi olo bakas, katalahan , 
verspotte alle Lcute nicht, das bringt Ungliick. — 
Handi, einander verspotten. Haandiandi, oft, immer 
vers|)ottrn. — Taraandi, vcrspotlet werden konnen. 
Djaton taraandi ia, palus kasenae aughku, ich kann 
ihn nicht zum In^sten haben, er versteht meiiie Worte 
gleich. — Pamandi, paandi, der gern spottet, spot- 
tisch. Baandiandi, immer spottisch, (Worte.) 

ANDIANDI, gleich, gleicli wie, so als. Olo ma- 
sawa tii andiandin mimbul talo , Menschen welcbe 
heirathen sind gleich denen welche etwas pflanzen. 
(Es sind Friichte zu erwarlen.) 

ANDIN, Name cines "VVassergottes. — Mitnnlicher 
Name. 

ANDING, mit Ilonig vormengter Tuak, (Art Arak, 
wird aus Reiss gcmacht.) Handing , anding liaben. 
Afandinrj^ Tuak mit Honig vermengen. 

ANDING, s. undanganding u. manding. 

ANDJA, Nomen projiium sowohl fiir Miinner als 
Frauen. 

ANDJAK, buTong andjak, ein schiiner Vogel , den 
ich aber nie in der Niibc zu sehen Gelegenheit hatte. 
Das folgende Spriclmort grbraucht man von solchen, 
>Kelche Tcraimt odcr doch mit Schaden von einer 



Handclsreisc zuriick komnien. — Burong andjak pa- 
neseke, burong kotok panulic, wie der Andjak wat- 
er bei seinem Ausgchen, wie der Kotokvogel sein Zu* 
riickkehren. 

ANDJAL, (bas. Sang. = bantu,) Leiche. Mananja, 
andjal tambon bahantong midjen gohong hagandang, 
wehe, die Leiche des Herrlichen treibt bin im Was- 
ser, dem rauschenden. 

ANDJANG,miinnlicherName; (von pandjang, lang.) 

ANDJAT, d. Drohen, Bedrohung, (durch Geber- 
den, etc. z. B. wenn man ein Messcr auszieht, etc.) 
Ikau djaton tau blaku basara hai , beken djalaii 
andjat dengan klahi toto, du kannst keine grossc 
Klage eindienen, denn das Rechtsverfahren wegeii 
blosser Drohungen ist ein anderes als das wcgcii 
wirklichen Streitens, (Fechtens.) Mandjat, handjat 
dengan , bedrohen. Handjat^ einander bedrohen. 
Haandjaandjat f oft, immer bedrohen. Taraandjat ^ 
bedroht konnen worden , (ein Furchtsamcr, der sicli 
es gefallen liisst.) Pandjat, paandjat, pamandjat, 
der gern, stets droht. 

ANDJIR , Bake , Zeichcn welche das Fahrwasser 
anzeigen. 

ANDJO, andjoandjo, das bctriigerische Anmuntern, 
zu etwas ansetzen; (so dass ich z. B. jemand auf- 
fordere zu einer gemeinschafllichen Arbeit , Reise , 
und wenn er nun damit anfungt, ziehe ich mich zu- 
riick.) Leere Drohung, Bedrohung, (welche man gar 
nicht Willens ist auszufiihren. — Andjoandjoe ba- 
lang, andjoandjoe balang, er muntert immerdar an 
und thut niemals mit. — Mandjo, handjo dengan, 
betriiglich zu etwas ansetzen; bedrohen; dann auch 
iiberhaupt : ansetzen, verleiten, auf hetzen. Iii mandjo 
ita klahi, er hat uns zum Streiten aufgehetzt. 
Handjo, einander ansetzen, bedrohen. — Haandjo- 
andjo , oft , stets ansetzen , etc. Taraandjo , aufge- 
hetzt, leer bedroht konnen werden. Pamandjo, paan- 
djo, der immer auf bet zt, verleitet, droht. 

ANDJO AND JOH , sehr , ungemein. Andjoandjoli 
kamangat ita malan, andau diirem, sehr angenenm 
arbeiten wir heute auf dem Felde , es ist ein be- 
wolkter Tag. 

ANDJO ANDJONG, der Schiffsschnabel, Schnabel 
cines Schiffes. 

ANDJUR, miinnlicher Name; (von bandjarschen 
mandjur, leiten , fiihren.) 

ANDOH BL'NO, (bas. Sang. = panga,) Strafblock, 
(in den man die Fusse der Missethiiter festschliesst). 
Bangkangm tapatasa andohbuno, du selbst wirst 
gciicblossen in den Block. 

ANDOI, pandoi, das Baden, d. gcbadet werden. 
Pahalau andoie iii toh, karii kapulu idjii andau, zu 
sehr sein Baden cr, 10. mal in einem Tage. — Mandui, 
mampandoi arej>e, sich baden. Lundju mandoi daha, 
die Lanze badet in Blut ; (todtet viele). Mando- 
mandoi, als badend. Aku inata olo hetii mando- 
mandoi , ich bin durch die Menschen mit Oehl gc- 
salbt, als badend. — Bapandoi, sich gehorig baden, 
(4. — 5. Mal tiiglich.) Ikau djaton bapandoi, tagal tU 
ikau kindjap haban, du badest dich nicht gehorig, 
dessiialb bist du oft krank. — 3/ani/)an</o/, jemanden 
baden. — Hapandoi, sich einander baden, mit Was- 
ser iibergiessen. — Hapapandoi anak, ein Rind oft 
oder lange Zeit baden. — Taraandoi, worin man 
baden kann. Danum tii kero, djaton taraandoi, das 
Wasser ist Xtxihc, es kann nicht darin gebadet wer- 
den. Tarapandoi, gebadet werden konnen, mogcn; 
irrthiimlich baden , (z. B. ein anderes Kind als man 
beabsichtigte.) — Pamandoi, der sich gern, oft ba- 
det. — Pampandoi, der andere gern, oft badet. — 



AN1)~A.\G. 



A>G. 



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Mampaiidoi anak, Kinder baden, ist eiiie abgoiiische 
Ceremonie, welche nicht bei alien Dajacken , aber 
doch bei vielen Familien seit nndenklichen Zeiten 
im Gebrauch ist; vicUeicht also ein Ueberbleibscl der 
WirL&amkeit katbolischer Missionarc, welche vor etwa 
200. Jahren in Siid-Borueo gcarbcitet haben. — Es 
peiichieht wenn das Kind 1^ — 6 Jahre, oder auch 
noch alter ist. Des Abends zuvor schopA man 7. 
Fasser vol! Wasser in einen Topf , und stellt danc- 
ben 3. Maass Reiss, nebst einem Rottad, welcher 1. 
Klafter, 1. Elle, I. Spanne und 3. Finger breit lang 
&esn mu&s. Die Angchorigen des Kindes bewachen dicse 
Sachen, wahrend die Baliau (Priest erinnen) walircnd 
der ganzen Nacht die Sangiang (Luftgotter) bitten, 
class sie danum kaharingan, Lebcnswasser, vom Djata 
(Wassergott) holen. Ist dann am Morgen das Wasser 
und der Rciss um etwas vermebrt, und der RotUin 
etwas langer gcworden , so ist das ein Zciclien , dass 
das Lebenswasser gebracht ist. Dann wird das Wasser 
in einen Gong (kupferne Kesselpauke) get ban, und 
mit Schweinsblut vermengt; das Kind wird damit 
besprengt, und darauf auf dem Gong liegend ncbst 
demselben in den Fluss untcrgctaucbt. Ins Haus 
Kuriickkehrcnd muss das Kind aul ein getodtctes 
Scbwein trcten , und sich dann von einem Huhnc 
etwas Reiss vom Kopfe picken lassen. Darauf wird 
<Lis Kind mit Blut bestrichcn, und es wird ibm ein 
Hal&band uragebunden, welches es niclit wiedcr ab- 
lep;en darf. Dann geht man ans Kssen und Trinken. 
Man glaubt durch dicse Taufe alios Ungliick vom 
Kinde zu welircn, und ihm Ghick ku bringen. 



Man liangt sie uuter die Ilauser wo Kindbetterinnen 
sind, um die vielen bosen Geister abzuhalten, welciie 
neugebomcn Kindern nachstellen. 

ANGANG, das Gebell, Bellen, (der Hunde.) Das 
angcbellt werden. Aughe kilau angang aso, seine 
Stimme ist als Hundcgebell. — Mangangy bellen ; 
mangang , hangang deugan , anbelleii. — Ampil 
mangang tingang! der (kleine Vogel) Ampit bcllt 
den (grossen) Nashornvogel an ! = wie darf der armc 
Burschc den grossen Herrn schcltenl — Hangang^ 
einander anbellcn. — Haangaangang^ oft, iange an- 
bclien. — Pamangang, paangang, gern, oft, immer 
bellcnd, anbellend. 

ANGAT, Meinung, Ansicht, Verraulhung,Scbatzung; 
Geschmack. — Kilen angatm perkara ita, was ist 
deine Ansiclit [\\a» dcnkst du) von unsrer Saclic? 
Angatku ia dumah, meiiic Vcrmuthuiig ist, dass cr 
kommen wird. Kilen angate bua tii, wie i.st der 
Gesclimack der Frucht? — Angaangafe^ etwa, un- 
geiiihr; vielleicht vermuthlich. Angaaugate kalima 
iii djari batolak, vor etwa 5. Tagcn ist er abgereist. 
(S. auch mangat.) 

ANGGAA^GCiAI, (gcwolinlich mit haban, krank 
sein, vcrbundcn,) stets kraukltcb. Aku haban ang- 
gaanggai, ich bin immer am krankeln. 

AN(iGAN, (has. Sang. = pakaian) Kieid. — Maiuj- 
licher Name. — Kalandjangen anggan tabuhi, be- 
scbiitzt durch ein iibcrflochtcnes Kleid. 

ANGGANG, Mannlicher Name. (Der Bardjarsche 
Name fiir den Vogel tingang.) 

ANGGAP, panggap, Vemiuthiing, Argwohn. Hegae 



ANDOK, etwas was man zuvor gethan, gegeben I tclo kiping anggapku, awe katawan tiiiai; sein Preis 
etc. hat, was dann wieder vcrgoltcn werden muss; list 3. kiping, (a 2. fl.) meine Vermulhung, (jedoch) 
wird fast nur gebraucht bcim Spiel, z. B. Aufgeben wer wei^s wiedcr; (vielleicht auch mehr.) — Sala 
von Rathseln etc., und von Beleidigungen. — Djari | paiiggapni , djaton iii idjii niawie, deiu Argwohn ist 
ara andoke mawi aku, karah aku mantakan ia linai, | falscli , cr hat (;s nicht gethan. — Manggap, ver- 
er bat mich schon oft beleidigt , gereizt, wart! icli | muthen, Argwoim haben, jemand l)eargw6hiicn. 
werdc ihn wieder angreifcn! — Mandok, handok ; AN(iGAS, Reizmittel, (um tiichtig trinken /.u kciii- 
dengan, vorab etwas tliun, machen; reizcn, l)eleidi- ncn, z. B. Salz, triK'kncr Fisch , sauere Fiiichlc.) Hang- 
gen. Kalah ikau mandok ariiara helo, karah aku gas, baanggas, solchc Reizmiltel haben , gebraiichcn. 
mamalalie, wohl gicb du nur erst viele (z. B. Riith- ' ANCiGAT, s. inggit anggat. 

sel) auf, ich werdc sic vci-gcltcn, (fiir jcdes wie- i ANCiGAU, das Unterhaltcn, geziichlet, bewahrt 
der eincs aufgeben.) — JIandok, einander am Spielen j werden. — Manggau, hanggau dengan, ziichlcn, auf- 
halten ; z. B. ich zeichne 5. Figuren, welche mcin ziehn, unterhaltcn, haben, bewahren. — IManggau 
Spielgeiiosse vergelten muss; nun zeichnet er aber 
statt 5. deren 10., so dass ich wie<lcr 5. schuldig 
bin ; ich zeichne 8. , so dass or wieder 3. schiddig 



bawoi, Schweine ballon, Schweine ziichten. — Aku 
manggau anak olo tit , ich unterhaltc das Kind , 
bringc cs auf. — Manggau rear, Gehl haben ; auch : 
OS bewahren , nicht ausgcbcn. — Hannggaanggau , 
immer ziichten, etc. — Taraanggau, aufgozogoii, be- 
wahrt werden konnen. — Pamanggav , paanggau , 
gern, immer aufziehcnd, bewahrend. 

ANGG-EANGG/KI, gemachlich,bi'queni ; angonchni, 
Iccker. la bclom anggiianggai, djaton bagawi, kutoh 
ramoe, er lebt gcmachlich, arlM?itet nicht, schr viel 
seine Giilcr. — Anggaaiiggai manandjong mahoroc 
djalan ta, djaton sangkawite, der Weg isl angcnehni 
zu'begchn, es ist nichts was festhakt, aiifhidt, (Dor- 



wird, etc. — Haandoandok, stcls reizcn, beleidigen. 
Pcumdok, der gern auf die obcn angegebene Weise 
s^elt; — der immer im voraus reizt, beleidigt. 

AN DONG, Sorte spanisch Rohr, sehr zidio, wird 
m LanzA^nschaften gebraucht. — Mannlicher Name. 

ANDOP , das gejagt sein , Jagd gemacht sein. — 
Mandop^ handop dengan, jagen, Jagd machen, (auf 
vierfussige Thiere; auf Vogel, auch auf Aft'on: ham- 
burong.) Mandop aughe, auf jemands Worle Jagd 
macben , (z. B. um einen Strcit anfangen zu konnen.) 
Mandop peres badi, auf Krankhcit Jagd machen, ncn etc.) Ikau manandjong anggiianggai bewiii, dja- 
(jemand welcber unordentlich, unkcusch lebt.) — ton mimbit talo idjiiidjii, du gohst nur ganz gomiich- 
Mandfrmandop , ein bischen jagen, auf Jagd gehn. — lich, triigst gar nichts. — Manggdi aropc , cs sich 
Uaandaandop, oft, Iange Jagd auf etwas machen. — gemiichlich machen; faullenzen. 
Tartumdop, konnen bejagt werden, (ein Platz, Wald;) 1 ANGGKN, miinnlicher Name. 
kunnen gejagt, Jagd drauf gemacht werden, (Thiere.) | ANGGIIl, s<*.iu, (suus; weiniger gebrimchlich als 
— Pamandopy pandop , paandop , jemand der gern > ai, ajue,) Anggihku, das Meinc^ mcin. 
jaj»t, nachjagt, ein Jiiger. Ikau pamandop tuak barin I ANCiGlS, woiblichor Name. 
olo, du bi;»t ein Jiiger auf den Tuak (Art Arak) und AN(iGO, s. and>ai. 
Reiss^ der Menschen, == kommst immer, wo es etwas | ANGGOK, miinnlicher Name. 

zu essen und zu trinken giebt. — Mandopun, ma- ANGGON, (has. Sang. = sarangan sirih,} Sirili- 
handopan, handopan, zur Jagd abrichten, (Hunde.) , dose. Anggon nianggala iigatil lunieang, cine Bcnga- 

ANGAI, einc Schlingpilanze , voll scharfer Doinen. ' lischo Sirihdose auf oineni Gostell von Agatst einen. 



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ANG. 



ANG. 



ANGGOR, (maluiisch,) Weill. 
ANGT, das kleinste, jiingste, schwadiste, (von in 
eincm Wuile gcbornen Thicrcn odcr ausgcbriitcteu 
Vogeln, also: Ncstkiichlein.) 

AJVGIN, (malaiischj daj. riwut,) Wind; nur ge- 
hraucht iu den fol;j:enden Rcdonsarten: boto angin, 
starker Sturm. — la hakotak ambon .ingiu, er spricht 
Nebel uud Wind, i. e. unverstandlich, unveistan- 
dig. — Kaju sambalik angin, (den Wind kehrcnd 
Holz,) JSamc eincs im lunren der Insel wachscnden 
Baumes; man bcstreicbt darait die Nase der Hunde, 
um sic zu gutcn Jagdbunden zu macben. 

ANGKA, Zabl; Vorwand; windigc Plane aus de- 
lieu nichts wird, Luftscblosser. — Angka udju pan- 
djang ampie , die Gestalt dcr Zalil 7. ist laug. — 
lii djaton maku omba halisang , koae ava gawie ; 
angkae bewai, awic mikaii tasik, er will nicbt mit 
auf Ueise gchn, cr sagt dass er vicl Arl)eit lia)>c; das 
ist nur ein Vorwand, es ist weil er das Meer fiircb- 
tct. — Mangka, Zahlen scbrciben; — Luftscblosser 
baucn, luftige Plane fassen. lii inangka nabuang 
liagoet bong bapus kalunen, tapi djaton ia tulus, er 
inacbt Plane wiinsciit die ganze Welt zu durcbrei- 
sen, aber es wird nicbts daraus. 

ANGKAANGKAL, i. q. ale;den. — Ferncr; nicbt 
iccbt, vollig beendet, (eine Arbeit, Strcitsache, etc.) 
Patiii bandipa tii totototo, iila angkaangkal, tddte die 
Scblange recbt, (ganzlicb,) nicbt nur so lialb und 
lialb. Basarangku angkaangkal bewai, meine Klag- 
saclic ist nicbt vollig abgemacbt, man lasst sie nur 
so laufen, in dcr Scbwcbc. 

ANGKAT, das crbobet scin, (im Range,) zu cinem 
bobcn Posten ernannt scin; — dasadoptirt sein; anak 
angkat, ein adoptirtes Kind; — Scbiebladen in grds- 
seru Kistcu, Scbriinkcn; — maunlicber Name. — 
Afangkatj hangkat dengan, crnennen, erhobcn, (im 
Amtc); adoptircn, i. q. mambai, s. ambai; aufzielieii, 
aufnebmen, (nur bcim (iscben , die pisl, Angel, bowo , 
bantai, siap, pasat, Fiscbkorbe und Netze.) Mangkat 
olo indu mantir, jemanden zum Hauptling crnennen. 
Mangkat prentab, Befeble aufnebmen, = befolgen. — 
Hangkat, einauder adoptiren. JEwen dua tik hangkat 
lianak, die bciden adoptiren einander als Kind, = 
tier eine den 2". als Kind, der 2^. den 1". als Va- 
ter. — JIaangkaangkaty haufig, immer aufzieiin, (An- 
gcln.) — Taraangkat, kounen erbobt etc. wcrden. — 
Pangkat, Amt, Wiirde. Hai pangkate, cr bckleidet 
(un bobcs Amt. Pangkat radja, die koniglicbc Wiir- 
de. — Pamangkat, paangkat, der gern adoptirt — 
Barangkat, wiedcr in guten Umstitndcn, woblba- 
bend, kraftig. Bibin ia paba, toh ia barangkat tinai, 
friibcr war er arm , jetzt gebt es ibm wicder gut. 
Pisang tob solakc kringii, tob barangkat tinai, die- 
ser Pisangbaum war anf\inglicb kriippelliaft, jetzt ist 
cr wiedcr kraftig. 

ANGKTNG, tundjuk angking, dcr klcine Finger. 
ANGKING , i. q. aling; wird scltcn gebraucbt, 
baufigcr: kabangking, das vertrocknet, eingetrocknet 
sein dcr Friicbtc, cbe sie zur Reife gekommen, sowobi 
ganze Fnicbtc als eine Frucbt tbeilweise. — Bang- 
king, vertrocknet; aufgcbaltcn, verbindcrt werdeu, 
stecken bleiben , (ein Werk , eine Arbeit.) Gawie 
bangking bew'ai, djaton ia tau mandjariae, sein Werk 
i)leibt stcckcn, cr kaun es nicbt zu Ende bringcn. 
Bangking maling, ganz vertrocknet. Parai ila uras 
bangking maling bewai, unser Reiss ist alle ganz 
vcrtiockncl, (nur SclicUcn, keine Frucbt darin.) — 
Babangking , bangkibangking, ein wenig vertrock- 
net.. — Mamangking, vertiocknrn macben (z. B. bcis- 
MT Wind die Fnichle.) — Balak b'lngking, g. balak. 



ANGKIS, (bas. Mantangai) Geruf, (seltner gebraucbt 
voni Rufen, Zurufen in dcutlicheu Wurten, gewohu* 
licb von cinem Schrei, Ruf um Hiilfe, z. B. verirrt 
oder iu Gefabr seiend.) Augkis awe ta? lalehan 
augbe; wessen Schrei ist das? ungemein (sehr laut) 
seine Stimme. — Mangkis, schrcien, rufen. 

ANGKOII, Weise, Tact, (bcim Singen.) .lii djaton 
buab angkob augbe raanjauji, seine Stimme halt nicbt 
die recbte Weise beim Singen. — Mangkoh aughe, 
seine Stimme moduliren, bober und tiefer, leiser und 
lauler, scbneller und langsamcr sprccben, (nur bel 
dem recitativen Hersingen von Zaubcrliedern, etc.) — 
Mangkob arepe, sicb feiu und vornebm betrageu , 
scbon kleiden, etc. 

ANGKOL, Kopfbedeckung, bestebend in einem 
mcbrfacb iibcreinander so um den Kopf gewundnen 
Tucbe, dass der Scbeitel niclit bedcckt wird; (wird 
imr von Pricstern und Zauberern, die mit den Sang- 
iang in Verbindung stcbn, getragen.) Angkoangkol, 
als ein Angkol. Buben lawongm angkoangkol , wanitn 
triigst du deiu Kopftuch , (welches iiber den Kopf 
bin gewunden wird) als ein Angkol? — Hangkoi, 
ein Angkol tragen. — JVlangkal olo, jemandem ein 
Angkol aufsetzen. — Bangkol, Dicke, das oft iibcr- 
einander gewunden sein ; bangkol , bangkobangkol , 
angkoangkol, dick, oft iiber einander gewunden, 
(z. B. ein Giirtel, etc.) 

AXGKON, das Nebmeu, Entfremden, sich zueig- 
nen von clwas was eincm andern zukommt. Awi 
angkon olo kara bawoiku nibau, durcb das sich zu- 
eignen andercr sind alle meine Schweine fort. — 
Ikau angkoangkon bagawi, djaton gawim tii, du hast 
dicb in eines andern Werk gedri&ngt, das ist nicht 
deine Arbeit. — Mangkon, hangkJon dengan, sich 
etwas zueignen, das seine nenncn. — Haangkoang- 
kotiy oft, immer sicb zueignen. — Taraangkon, sich 
zugeeignet, entfremdet konnen werden. Bawoim ta- 
raangkon hcwiii, djaton tarang katae, deine Schweine* 
konnen leicbt von cinem andern sich zugeeignet 
werden, sie baben keine dcutlicbe Kennzeichen. — 
Pamangkon, paangkon, der sich allcs zueignet, alle« 
entfremdet. 

A>*GKOP, eine klcine Zangc, womit man die Bart- 
hare ausreisst. — Bangkop , hangkop , ein angkop 
haben , gebraucben. — Mangkop , den Bart aus- 
pfliicken. — Pamangkop, dcr immer den Bart aus- 
pfliickt. 

ANGKUT, s. ungkangangkut. 

A^i'GOI, Chameleon, (die bekanntc Eidechse.) — 
Angoangoi , faid ; tiotzig , aufgeblasen. Ikau mclai 
augoangoi, djaton talo gawim, du sitzt immer (als 
ein angoi, i. e.) faul da, thust nichts. — Angoangoi 
ampie, er hat ein trotziges Vorkommen. 

A^GOP, pangop, Deckel, Bedcckung, (iiber Topfe 
etc., und zwar Zeug etc., was zuglcich festgebunden 
wird; ein Brett als Deckel: tutup.) — Narai akan 
pangop blanai, womit soUen wir den Topf zubin- 
den.* — Mangop, hangop dengan, bcdecken, zubin- 
dcn, iiberbinden, ziihalten. — Mangop ban, ujamii, 
pinding, das Gesicht bcdecken, den M und, die Ohren 
zuhalten , zustopfen. — Haangoangop ^ oft, immer 
bedcckcn, etc. — Taraangopy bedcckt, zugethan kon- 
nen werden; irrthiimlich zuthun. — Pamangop , 
paangop. der gern, alles zulhut. — Pangop, zuge- 
bundcn, bedcckt scin. — Papangop, pangapiingop, ein 
biscben zugebunden, stets, bestiindig zugebunden. 

ANGOR, kangor, kamangor, das Unreife, (Friichlc, 
Bambu, Holz.) Bua inengam angore bewai akangku, 
baka iii tan kinan, Friichte giebst du ihr Unreifes 
nur mtr, (giebst mir nur unreife F.) wcr kann die 



ANI— ANT. 



ANT. 



13 



essen! — Mangor, unrcif, unreif scin. Kaju maDgor, 
unreifes Hok, = noch jung, nicht sehr hart. — 
Ikau magou mangor uhat tolangm, deine Sehnen 
und KuocUen sind noch immer unreif, = du bist 
ncKrh jung. — Mamangor y mangomangor , ziemlich 
unreif. — BarcunangoTy alle unreif. — Pangkama- 
ngor, am unreifsten. 

ANIANIH, 8. kanih. 

ANIH , anianih , seines Gleichen ; gleichkommend. 
Mangkabai ta bua idja mangat haliai, diaton anihe 
hindai bara la koangku , die Mangkabai ist die 
leckerste Frucht, ibres Gleicben ist nicbt mcbr aus- 
ser ihr, sage ich. 

ANIS, kamauis, Siisse, Siissigkeit. Paham anis 
tewu babandang, gross die Siissigkeit dcs rotben 
Zuckerrobrs. Maui$^ siiss; freundlicb, boflicb; licbt, 
hell, (von Farben.) Mauis augbe, seine Wort e sind 
frenndiicb. Manis ampie, er sieht freundlicb aus. 
la manis dcngangku, er ist freundlicb mit mir. 
Bahandang manis, bell rotb. Manimanis, zicmlicb 
^ss etc. Baramanis, alle siisslicb, etc. Pangama- 
nimanis, alle siiss, etc. Pangkaanis^ pangkamanis, 
am fttissesten. — Ba- oder kamanimauis, immer 
stifts, etc — ManipaniSy mampamanis, siiss, freund- 
licb macben. 

ANIT, (bas. Kabaian,) i. q. ades. 

ANJAK, i. q. ajak. 

ANJAM, (bas. Kab.) i. q. angat. 

ANJIANJI, s. banji. 

ANJIANJIT, 8. raanjit. 

ANTAARA, antablantaba, vcrwabrlost. Laleban ka- 
liumougm , kara ramom antaara , o dcinc Dummheit, 
alio deine Giiter stebn vcrwabrlost, (du lusst sic nur 
*o liegen in Ilitze, Regen, Diebcn zugaugbar, etc.) 
Mcuitamaray verwahrloscn. 

-ANTAH, ob, (zweifelbaft.) Autab ia aton, aku 
djaton katawan, ob er da ist , icb wciss es nicht. — 
Aniab. ., antah. . , ob. ., oder. . . Aiitab aton an- 
tali dia, awe katawan, ob er da ist oder nicht, wer 
wciss es. 

ANTAHL-\NTAHA, s. antaara. 

ANTAI, pangantai, jemand dcr dcnsclben Na- 
men mit uns bat. Da man den cigcnen Namen 
nicht nennen mag, ruft man einen solchcu: o an- 
tai! — Pangantaiku madja, mciu Namensbroedcr 
be«ucbt micb. — Antaantai, gleicbend, iibcrein- 
Uimmend: dunkel, gleicbnissarlig, (Worte.) Augbe 
antaantai dengan augbku biliin, seine Aussagen 
»ind ubereinstimmend rait mcinen friibcren Woiicu. 
Au^be antaantai, djaton iii musuman toto, seine 
Worte sind ratbselbiift , er spricht nicbt recht aus. — 
Memtaiy mantai augbe, dunkel , ratbselbaft sprecben ; 
nur andeuten, mu* etwas sagen. Haantaantai , im- 
mer dunkel sprecben. Hapangantai , gcnicinscbaft- 
Uch dense! ben Namen babcu. 

ANTAM, Drobung; das bcdrobt sein. Djari pa- 
ham antame, tepa kca tulus, es ist schon vicl sei- 
ne» Drohens gewesen , endlicb docb ist cs crfiillt. — 
Antaantctmy drohend. Antaantam ampie, mikah aku, 
er liat ein drohend Vorkommen , icb fiirchtc micb. — 
Mantam droben; mantam, bantam dengan, be- 
droben. Haantaantamy oft, immer bedrobeu. iZian- 
toMy einander bedrohen. Hakantamy hantahantam, 
nnander ctwas (audi oil] bedrohen. — Pamantaniy 
paantam', der immer droht. 

ANTANG, Raubvogcl, zum Falckengcscblcchte 
gehorig. £s giebt viele Artcn : antang salia , der 
vahre Antang, (gewohnlicb scblechtbin antang gc- 
oannt,) so gross als ein Hahn, gelblich mit schwar- 
len Strcifcn, unler don FliigcJn wcis;*; — antang 



bahaudang , der rothe Antang , etwas kleiuer als der 
vorige, roth mit weissem Halse; — antang badjang, 
Hirsch-Antang , so gross als eine kleine Gans, schwarz, 
unter den Fliigeln weiss; — antang tandjaung, gros- 
ser als eine Gans , schwarz , Beine imd Schwanz 
weisslicb ; — antang tabunau, so gross als der a. ba- 
djang, die Farbe wie die des a. taudjaung; — antang 
salampipit, so gross als eine Taube , gelblich mit 
schwarzen Streifen. — Die Dajacken suchen von den 
Antang, (vorall von den a. salia und tabunau,) bei 
alien wicbtigcn Gelcgenbeiten dahiang, Vorzeicben, 
auguria, zu erbalten, z. B. wenn man auf Relse gehn 
will, bei Kranklieiten, bei Kriegsgeruchtcn, etc. Man 
glaubt , dass die Antang mit den Sangiang , Luft- 
gottern, im Verkehr stebn. Man meint, dass jeder 
Antang seinen besondren Bezirk babe; jenachdem 
dann die Vorzeiclien baufiger erfiillt wcrden, wird der 
eine Antang beriihmter als der andere; so batten 
wir zu Pulopetak zu meiner Zeit als sebr angesehene 
Antang den antang baguntan, mitten im Trussan- 
Kanalc ; antang katapang , ctwas unlerbalb des Trus- 
sans, etc. Den Antang fragen woUcnd pflanzt man 
100—1000 Fuss von einander 2. Pfahle, (rabasan,) 
und bcstimmt, dass der eine , (gewohnbch der recbts,) 
Gliick, der andere Ungliick, — oder dcr eine ja, 
der andre ncin, etc. etc. bedeuten soil. Dann ruft 
man den Antang, wartet auf sein Kommeu, und 
giebt acht, welchem jener Pfahle gegeniibcr er er- 
scheiut. Fiiegt der Antang iiber beide PlVdde bin, 
bcdcutct cs Ungliick; kommt er von hinten, oder 
den Pfuhlcn gar nicht gegeniibcr , so bedeutet das 
nichts; kommt er iiberbaupt gar nicht, (pungut,) so 
ist das ein Ungliick verkiindend Zeichen. Man war- 
let bis 3. Tage lang auf sein Kommen. Man ver- 
spricht ihm, wcnn er Gliick verkiinden, und die 
Vcikiindigung cingctroffen scin wird, Opfer zu brin- 
gen, lliihuer, Schwcine, etc. — ^anton^, den Antang 
gebrauclicnd , fragend. — Aku halisang djaton ban- 
tang, ich gehc auf Reise ohne den Antang zu fragen, 
(welches l)ci kurzen Reiscn, oder wo keine Gefabr 
zu fiirchten ist, wobl gescliieht.) 

ANTE.'\NTER, (has. Sang. = haradjur,) fortwiih- 
rcnd. Railing lahapc anteanter, die Stinmae ibres 
Gejauchzcs erschallt fortwiihrend. 

ANTl, weihlichcr Name. 

ANTIANTING, Ohrringe, (nach curopuiscber Form ; 
die dajackscheu: sowang.) 

ANTING, (Ijas. Sang.) Ohrringe. — Miinnlicher 
Name. 

ANTING, s. untang anting. 

ANTJAK , flaclier , ofTner Korb von Bambu ge- 
flochten, worin man Opfer an Baumen aufhangt. — 
Mantjak olo haban, tanu, Opfer bringen fiir Kranke, 
fiir das Feld. — Pamantjaky dcr oft Opfer in einem 
antjak bringt. 

ANTJAM, Vornehmen, Plan, (gewohnlich mit dem 
Nebcnbcgriffe : vcrgcblicli.) Paham antjame bagoct, 
dia t;m tuUis, stark sein Vornehmen zu gehn, aber 
cs kann nie ausgcfiihit wcrden. — Mantjam arepe, 
sich vornehmen. Uaantjaantjam arepe, sich oft, im- 
mer vornehmen. — Pamantjam, dcr immer Plikne 
macht. 

ANTJAP, stark, kraftig, schnell, (liesscnd, (ar- 
bciten, lescn, zablen, etc.) — Antjaantjap, ziemlich 
stark etc. (befehlend : sebr stark). — Mantjap, ban- 
tjap, baantjap, bahantjap, bantjap dengan, stark, 
krliftig , eifrig etwas thun. Mantjap manandjong , 
schnell gehn. Iii mantjap bari Icpah idja rindjing, 
er macht sich iibcr den Reiss her isst auf eine ganzc 
Pfannc voil. Aku djaton bantjnp dengan tana tii. 



14 



AiNT— API. 



API— AHA. 



ich maclie keine Eile mil der BestcUiing jenes Fel- 
lies, = bearbeite es auf mein Gemach, nach dein 
ich Zeit habe. — Haantjaantjap ^ immer energisch 
etwas thun. — Sama hahantjap, sama hantjahantjap, 
alle (arbeiten , etc.) gleich khiftig, eifrig. — Taraan- 
tjap, konnen schnell, kraftig beschaflft werdcn. Dja- 
ton taraantjap arut ita, paham riwiit bara haluan, 
unser Boot kann nicht (troiz des eifrigsten Rudems) 
in schnelien Gang gebracht werdeu, lieftig der Wind 
von vom. — Paantjap, pamantjap, der alles ener- 
gisch thut. 

ANTJING, 8. untjang antjing. 

ANTJUR, vernichtet. Nur von lewu, Dorfern, ge- 
braucht, welche durch Feinde, Ucberschwemmungen 
etc. ganz vernichtet sind. — Mantjur^ hantjur de- 
ogan, vernichten. — Hantjur, i. q. hasor. 

ANTO, 8. tiong. 

ANTOANTUT, langsam • faul, (gehen) s. ban tut. 

AND , ein gewisser. . . . Olo anu masuman akangku, 
€8 hat mir ein gcwisser Mensch (jemand) gesagt. 

ANUM, Anhangsel an Titel, Ehrennamen. Dam- 
bong anum; — Mantir anum. 

ANUN , das bearbeitete, fertig gemachte ; das bear- 
i)eitet sein; Rath, Vorstell. — Anun apangku kaju 
ta, hindai induae, das ist durch meinen Vater bear- 
beitet, das Holz, cr hat es noch nicht geholt. Anun 
ai, 8ein Vorstell, Rath. — Manun^ hanun dengan, 
l)earbeiten, fertig machen, in Ordnung bringcn, ab- 
machen , aufpasscn, bewachen. Ma nun arut, ein Boot 
in Ordnung bringen, zurecht machen ; auch : ein Boot 
liewaren, in Ordnung, in gutem Stande halten. 
Manun anak, Kinder aufpassen, hiithen. Manun pcr- 
kara, eine Sache, Angclegenheit ordnen, zu Ende 
bringen. — Haanttanum, oft, lange bearbeiten, etc. — 
Tarcuxnun, in Ordnung gebracht etc. werden konnen. 

APAK, Leiste (an Tischen, Thiirenetc.) — diinn 
und^breit, (gesplissner Rottan, Holz, etc.) — Mor- 
pakj hapak dengan, diinn und breit spleissen. — 
Haapaapaky immer, lange also spleissen. — Taraapak, 
diinn und breit gesplissen werdcn konnen ; irrthiim- 
lich d. u. br. spleissen. — Paapak^ der alles diinn 
und breit spleisst. 

APAL, (bas. Mantangai,) i. q. gabal. 

APAM, abam, kleine Kugel-Kuchen , von Mehl, 
Zucker und Sauerteig, mit geriebnen Kokosniisseu 
bestreut. 

APANG, Vatcr, nenntmanden eigntn Vater; den 
Vater anderer: bapa. Apangku tatau bara bapam, 
mein Vater ist reicher als dein Vater. — Pisau 
apang, (bas. Kahaian) i. q. mandau. 

APAR , grosser kupferner Teller, mit Fiissen ; man 
KCtzt die Speisen darauf. — Haapar^ einen apar 
haben, gebrauchen. 

APAS, weiblichcr Name; (von mapas, fcgcn.) 

APAT, weiblicher Name; (von papat, Brocken, 
Kriimel.) 

APyEI, weiblicher Name: (von mantap'cii, aufhe- 
bcn, (Vorhange, Kleidcr.) 

API, 8. batu api. 

APIK, apiapik, ackurat, genau, sorgfaltig; kiinst- 
lich, geschickt. Ungkap olo ta uras apiapik gawie, 
die Mcnschen jenes Stammes sind alle genau (ge- 
schickt, kiinstlich) in ihren Arbeiten. Kara aughe 
uras apik, alle seine Worte sind sehr passcnd, = 
et spricht gut, gepasst, bcredt. — Bapik, baapik, 
i. q. apik, mit dem Unterschiedc, dass apik mehr 
auf die natiirliche Anlage, Fahigkeit, bapik mehr auf 
das Erlernte, sich Angeeignetc geht. — Pangaapia- 
pt'k, = uras apik, alle geschickt, etc. — Pangkaapik, 
am gcsi'hicktestcn. — Kapik, kaapik, Kuubt, Gc- 



schicklichkeit , Sorgfalt. — Mapik, hapik dengan, 
etwas genau , sorgfaltig, kiinstlich bearbeiten. la mapik 
arute, — ia manampa arute mapike, — ia mapik 
arepe manampa arute, er bearbeitet sein Boot 8chr 
sorgfaltig, (oder auch kiinstlich.) Ia mapik aughe, er 
spricht mit Ueberlegung, schon und passend. — 
Haapiapik, immer, lange sorgfaltig bearbeiten. — 
Taraapik^ kiinstlich etc. gemacht werden kdnnen. — 
Mampaapikf machen dass jemand sorgfaltig, geschickt 
im Arbeiten wird. — Paapiky pamapik, der alles 
sorgf. kiinstlich macht. 

APIL, Sattel, Satteldecke, (zum Reiten.) Auch i. q. 
pilan, Schanzpfahl. — Hapil, bapil, baapil, gesat- 
telt sein. — Mapil, sattel n, zaumen. — Mapil lia- 
dangau hapan ita manduau parai, ziiume den Biiflfel 
auf, damit wir mit ihm Reiss holen. Aku bagawi 
mapil keton bewai, ich lielfe euch nur mit in eurer 
Arbeit, (time nur mit, bin nicht der Hauptarbeiter, 
wie der, wclcher den Biiffel nur mapil, aufziiumt, 
nicht vie! thut; der Biiffel thut die eigentliche Ar- 
beit, so ihr.) 

APIS, hampa, hohle, leere Korner, (Reiss;) leer, 
hohl. — Apis krawang, ganz leer, nur Hiilsen. — Ma~ 
pU, vicl leere Korner haben ; mit leeren, tauben Hiilsen 
vermengen; vergeblich, eitel. Pariiim ta raapis, mi- 
kiih ikau handak mandjuale, tantai iapism, untcr 
deinem Reiss da sind vide leere Hiilsen; willst dii 
ihn viellcicht verkaufen, und hast ihn absichllicli 
mit Hiilsen vermengt? — Mapis gawin ita, djaton 
kadjariae, unscre Arbeit ist eitel, es wird nicht s 
draus. — Bapis, baapis, mit Hiilsen vermengt — Apia- 
pis , noch al ziemlich mit Hiilsen vermengt. — Kor- 
mapisy Leerbeit, Hohlheit der Korner. — Mampa- 
mapis, leer, hohl werden lassen, (grossc Diirre etc. 
den Reiss.) — PaapiSy pamapis, der oft Hiilsen zwi- 
schen den Reiss mengt. 
APO, 8. tiawo und tuw'a. 

APOAPO, eine Wasserpflanze mit dicken, stark 
behaarten Bliittcrn. 
APOAPOK, s. mapok. 

APUI, Fcuer. — Mannliclicr Name. — Araapui, 
s. mara. — Mantokan apui, Feuer anziinden. Pa- 
halau kadiam, tolangm kilau kinan apui, zu arg 
deine Faulheit, deinc Knochcn sind als vom Feuer 
vcrzehrt. — Apuapui, als Feuer, heiss, brennend. 
Apuapui angat bercngku, als Feuer das Gefiihl mei- 
nes Korpcrs, — ich fiihle mich sehr warm. Apua- 
pui kasingingku dengae, ich habe brennenden Hass 
gegen ihn. Apuapui aughe mawi aku, er spricht 
ziirnende, beissende Worte zu mir. — Hapui, baa- 
pui, Feuer haben. Aton keton hapui, habt ihr dort 
Fcuer? — Mamapuiy hapapui dengan, etwas (Fische 
etc.) im Feuer braten. Mamapui pctak, Erde bren- 
ncn, (geschieht in Garten, um sie fruchtbarzu ma- 
chen.) Mamapui hantun olo, Leichen verbrennen. 
Einigc Familien und Stamme der Dajacken haben 
die Gewohnheit beim tiwah, Todtenfeste, die Lei- 
chen mit den raung, Sarge, zu verbrennen. Eswird 
dann ein Erdhaufen gemacht, 4. Fuss hoch, 2. Kl af- 
ter lang und 1. Klafter breit, worauf ein Scheiter- 
haufcn von circa 3. Fuss Hohe errichtet wird; die 
ubrigblcibenden Knochen werden in einen Topf ge- 
than, ein kakandi (Stiick Zeug) driiber gcbunden, 
und sie also in den sandong, (grossen Sarg,) ge- 
setzt. — Tarapapuiy im Feuer gebraten werden kon- 
nen. — Papuiy das im Feuer gebraten werden, sein. 
Djari ombct papuic, cs ist gcnug sein gebraten sein. 
— Pamaptii, der gem etwas ini Feuer brat. 

ARA, der Name. JEwc aram, wie heisstdu? Hai 
aiac, er hat cincn grossen Nanien, = ist bcriihml. 



ARA— ABO. 



ARO— ASA. 



15 



Maiiampa oder maiijewut arae, cinen Namen geben, 
benennen. Talo inengaku toh isut bew'ai, dia arae, 
was ich dir jetit gebe ist nur vrenig , hat keinen 
Namen, = ist nicht der Rede wertb. — Aranen, 
ranen, (ara en en, Name was was, wie es welter 
heisse,) und so welter. Djari tatap kai'a pakarange, 
pisau, langgiii aranen, es liegen berelt aile seine Wcrk- 
zetige, Hackmesser, Scbnitzmcsser, und so welter. — 
(Manggani, nennen.) 

ARAARAH, s. marali. 

ARAB, olo arab, ein Araber. 

ARAK, Arak. Marak, zu Arak machen. Aku 
marak tuak, ich mache Arak von Tuak. (Tuak ist 
ein Arak ahnlicbes, aber sehr schwaclics GetritnL) 
Man kocht zu dem Zwecke den Tuak, sctzt elnen 
Trichter auf den Topf, bedcckt Ihn rundum diclit 
luit Blattern , und befestigt an der Spitze des Trich- 
ters einen dunnen Bambu, aus welchem danu der 
Arak tropfclt. 6. Flaschcn Tuak geben 1. P'lasche 
Arak. 

ARAB, alar, i. q. ampong, Trost. Dlcsclbcn Ab- 
leitungen. 

ARAS, mannllcher Name; (von karas, strenge.) 

ARAU, das was man gebraucht um sauer gcword> 
nen Tuak (ein Arak ahullches Getranck) wledcr 
wohUchmeckend zu machen, z. B. Schosslinge des 
Nanoarottan, Singka badjungan, tantowo, unrelfe 
Pinang, Zucker. — Marau, Tuak wledcr wohlschmc- 
ckend machen. — Taraarau, wledcr wohlschraeckcnd 
gemacht werden konncn. 

AR.£, viel. Ara gawi, viele Arbeit. Ara olo, vielc 
Menschen. Olo ara, das VoJk, die Menge. — Kara, 
die Menge; alle. Pira kariie rearm? wie viel seine 
Menge dein Geld, = wie viel Geld hast du? — 
Kai^e kllau bitlk sansaman. Hire Menge wie die 
bitik und sansaman, (2. Sorten Ameisen, = sehr viel.) 
Kara olo hong kaluuen, alle Menschen in der Welt. 
— Kakara, sakara, aliesammt, alle zusammen. Ka- 
kara ita olo Pulopetak lablli dua kojan kaball, wlr 
Pulopetacker allesammt sind niclir als 2000 Fami- 
lien. — Karaan, sehr viel. Kariian kara, sehr grosse 
Menge. — Mampard^ verniehren, hinzufu<;cn. Kiilah 
duan awen omba ita, mangat nianipara bltin ita, 
nimm ^ie dass sic uns folgen, um unsre Anzahl zu 
vermehren. — Pangkaard, die meiston ; am mois- 
ten. Ai ta idja pangkaarii rear, er hat das mcistc 
Geid. 

AREP, selbst, persiinlich. la mam|)arugi arcpc , er 
I hut sicli .sellist Schaden. 

AR1H, maunlichcr Name. 

ARING, Freundlnn, (nennen sich Fraucn unter- 
rinander; Manner untereinander: ulii.) Aku Inira 
aring dengae, ich bin gut befreundct mit ilir. — 
Haring^ mit elnander befreundct sein. 

AKING paha, ein Baum, wird sehr gross; die 
Borke schwarzlich; die Friichte fast als Pinang; \on 
der Borke macht man ;Ehang, einen sciiwarzbrauncn 
Farbestoflf. 

ARING^ die ubrlgblelbcndcn Kohlcn verbranntcr 
Letchen. S. apui. 

AR1S, mannlicher Name. 

ARIT, Gestalt. Huma ta l)ahalap arlte, das Haus 
hat eine schone Gestalt. 

AROH, karoh, Verhinderung, Storniss, viel Ar- 
beit; zweifclhaft. Paham aroh aku, djaton tau omba, 
ich hab Yiele Verhinderungen , (sehr viel zu thun,) 
ich kann nicht mitgehn. Benaug duadua ta baha- 
lap, aroh aku manduae, beide Stiicke Zcug sind 
M*b6n, ich Bin zweifclhaft. welches ich nehme. — 
Amaroh, einige Verhinderung, etwas uugrwiss. — 



Marohy mangaroh, hakaroh dengan, st5ren, verhin- 
dern, beunruhlgen. iEla maroh i'a, ara gawie, stcir 
ihn nicht, er hat viel zu thun. — Maromarohy mang- 
aogaroli, ein wenig stOren. — Haaroaroh ^ haka- 
karoh, immer stdren. — Pang aroh, der immer stort; 
und i. q. aroh, Verhinderung, Hinderniss. 

AROAROI, g. maroi. 

AROI, mannlicher Name; (gross, geraumig.) 

AROK, das eingesteckt, fest eingestopft sein. Pa- 
ham aroke, batisa Isut, sehr sein eingesteckt sein 
(z. B. ein Stock in die Erde,] es bleibt nur etwas 
iiber, (nur etwas steht noch hervor.) — Has besai 
aroarok kudjang, wohlan, rudert ah einsttckend Vn- 
djang, (cine Pflanze, wclclie helm Pflanzen sehrtief 
eingesteckt wird; also: steckt die Ruder tlef ein, 
rudert tiichtig.) — Marok, harok dengan, einste- 
cken, elnstopfcn. Marok lenga hong lowang, die Hand 
in ein Loch stecken. — Kaaroarok, lange Zeit ein- 
steckend. Haarotrok, oft einstecken. — Taraarok^ 
konnen eingesteckt werden, (kann sich sowohl auf 
das Loch als die Hand beziehn.) — Parok, hinein- 
gcrathen, unabsichtlich in etwas gcsteckt werden. 
Palngku parok lowang, mein Fuss gerieth (trat, fiel) 
in ein Loch. — Paarok, pamarok, der gem einsteckt. 

ARUT, ein aus verschledenen Planken gemachten 
Boot; (aus einem Baumstamme: djukong.) Die ver- 
schiedenen Arten sieheunter; bagiwas, basiilan, kalu- 
lus, pangku, talamba. — Harut, ein Boot haben; 
in einem Boote fahren. — Bakarut, in eignem Boote 
reisen, (nicht mitanderen zusammen.) Aku halisang 
liaiak Tlmbong, tapi aku bakarut, ich gehe mit 
Timbong zusammen auf Relse, aber ich gehe in 
meinem eignen Boote. 

ASA , das Schleifen , Schlirfen ; das geschllfTen sein ; 
Scharfe. Toh paham kanjlhi pisau, ombet asae, jetzt 
sehr die Scharfe des Messers, genug sein geschliflfen 
sein. — Tepa kea menteng aso tii, paham asae, 
endllcli doch ist der Hund tapfcr, sehr sein geschlif- 
fcn sein, = er ist oft mit auf Jagd genommen, an- 
gemuuteit, angchctzt. Tepa kea ia masawa awl pa- 
ham asae, endlich heirathct er doch, durcli sein be- 
standig Sclilolfen, = hat ul>crall angefragt, sich auf- 
gedningen. — Masa, hasa dengan, schleifen. Masa 
arcj)e dengan olo, sich jemanden aufdringen. — Haa~ 
fiaasa, oft, lange schleifen. — Taraasa, geschliffen 
werden konnen. — Paasa, pamasa, deralles schleift; 
p. arepe, der sich immer aufdringt. — Kasa, das 
gegeneinander reiben (von 2, gleichartigen Gegen- 
stiinden, Eisen an Eisen, Holz an Holz, Stein an 
Stein, z. B, 2. rauhe Steine, welche man dadurch 
zu glatten Schleifstclnen macht;) das sich aufdrin- 
gen. — HakasOy sich aneinander reiben (z. B. 2. durch 
den Wind geschiittelte Buume.) — Mangasa, hakasa 
dengan, an einander reiben , schleifen, (z. B. 2. Mes- 
sor.) — Asaasa, aufdringlich , dringend, anhaltcnd. 
Asaasa iii blaku pakanan intu aku, anhaltend und 
drintilich bittet er mich ihm zu essen zu geben. 

ASAl, der Name eines sehr tapfern Sangiang; sein 
Haar ist feurig; seine Schienbeine sind scharf alseiu 
IMosser, wenn er die Walder durchschreitet, werden 
alle Baume dadurch niedergefallt; auf seinem Hute 
stehn als Schmuck 7. Handiwongbaume. Er ist der 
djurubatu des Temjwn telon (1. e. welcher auf dem 
Schiflfsschnaliel von dessen Schlflc steht,) und de.s- 
sen pangkalima, Vorfcchter. 

ASAL, wofern, wenn. Alo aku haka, brangai tii, 
asal aku ontong, obschon ich ermiidet werde, das 
macht nichts, wenn ich nur Vorlheil babe. 

ASAL, Geschlecht; Gewerbe; Eigeiischaft. Puna 
asale bara tatoe pintar, er stammt aus einem Ge- 



16 



ASA— ASI. 



ASI— ATA. 



schleclitc, welches von den Vorfahren lier \veit»e ist. 

— Puna asal ita malan, unser eigentlich Gcwcrbe 
ist der Ackcrbaii. 

ASAN, Freude, Hoffnung. Asangku iU matui, cs 
wird mick crfreuen, wenn (oder audi : ich hoflfe, dass) 
er stiibt. — Masarij sich iiber etwas freuen; etwas 
hoficn. JEla. masan olo piiha, frcuc dich nicht iibcr 
das Ungluck anderer. — Asnn , mannlichcr Name. 

ASANG, Feinde, wclchc in Masse, zii oflfnem Kriege 
kommen; (kleinerc Streifcorps: kajau.) — Mimnli- 
cher Name. — Asang tunggo bakalepah bahata , der 
Fcind belagert, es gcht zu Endc der Proviant, (sagt 
man , wenn Gaste zu langc Besuchc machen.) — Ma- 
sang, bekriegcn. — Hasang, mit einandcr im Kriege 
sein. — Hahasang, basahasang, clnander bestandig 
bekriegen. — Haasaasang^ fortwiihrend bekriegcn. — 
Taraaaang, bekriegt werden konnen. — Paasang, 
pamasang, der immer bekriegt, kriegssiichtig. — 

ASEK, cine Art Lineal, gebraucbt bcim Flechten 
der Netze. 

ASEM, kamasem, Saure. — Tamarinde, (doch mehr 
kamal genannt.) — Eine der Mangga gleichende 
essbarc Frucht. — Masem, sauer; unfrcundlich. 
Mascm baue, er macht ein sauer Gesicht. — Ma- 
masem, masemasem, sauerlich. — Baramaaem, alle 
sauer. — Pangkamasem, am sauersten. 

ASENG, ei freilich, wie kdnnte es; (nur antwor- 
tend gebraucbt.) Ampim bahalap bcwai , djaton ka- 
p&b'a. Asenge dia, kutoh kapahangku. Es scbcint 
mit dir gut zu gehn, du bast keine Noth. Wie sollte 
es nicbt, vicl meine Notbe. 

ASENG , (bas. Sang = tahaseng ,) Atbem. Palakuan 
aseng pandjang, um langen Atbem (Leben) bitten. 

ASEP, Ranch. — A«ca5e/7, als Ranch ; ein bischcn 
rauclicn. Narai talo idja aseasep, was raucht da? — 
Hcuep, rauchen. Kaju toh djaton hasep, dies Hobs 
raucht nicht , = giebt kcinen Raucb. Hascp kalaite, 
kikiihe, sein Zorn, seine Frucht ist gross, heftig. 
Hascp aughe mawi aku, er schiit mich heftig. — 
Masep, hascp dengan, berauchern. Masep njamok, 
Mosquitos dutch Ranch vcrtreiben. — Haaseasep, 
oft, langc bcmuchern, wegrauchern. — ' Pacuep, pa- 
masep, der oft, alles berauchert. 

AS[, Gunst, Gnade, Erbarmen; Wohlwollen, 
Mildthiitigkeit , Giitc. Toto kasalangku, aku blaku 
tisi bewai intu ikau, gewiss ich babe Schuld, ich 
bitte dich nur um Gnadc. — Paham asie deng- 
angku, gross eeine Giite (Mildthatigkeit, etc.) gegcn 
mich. — Ma3i\ hasi dengan, (im Imperat. neben asi 
auch pasi,) sich erbarmen, giinstig sein, helfcn. Pasi 
aku, erbarme dich mciner. — Hasi, einandcr ge- 
wogen sein, hclfen. — Hahaai, hasihasi, einandcr 
stets helfen, etc. — Haasiasi, sich oft, immer er- 
barmen, cic. — Taraasty begnadigt, begiinstigt etc. 
kdnnen, m6gen werden. — Kast\ kaasi, Elcnd, jiiin- 
merlicher Zustand. — Paham kasi olo ta, der Mcnsch 
ist in grossem Elend. — Pcwi, Jammer, o Jammer. 

— Pasi olo ta, paham kapahae, Jammer der Mensch, 
gross sein Schmutz. — Paasu pamasi, gnadig, gem 
sich erbarmrnd, helfend. — Pangasi, asiasi, ngasi- 
ngasi, elend; bedauernswerth. HLiii toh belom pa- 
ngasi, wir haben ein clendes Leben. 

ASIL, Ertrag; Einkommen; Steuer. Terai ita ma- 
lan, djaton astle hindai, lasst uns aufhoren mit dem 
Ackerbau, es giebt keinen Ertrag mehr. — Asil ita 
akan Rasdin lima suku gencp kabali, unsre Steuer 
an den Residenten 5. haibe Gulden iede Familie. 

ASfNy mannlicher Name; (im Bandjarschcn : Sal- 
zigkcit.) 

ASIP, das gcschopfte, (Wasser.); das geschopft, 



voll geschopft sein. Djetoh asipku nab, djeUi danum 
helo, dies ist mein Geschopitcs so ebcn, (Wasser 
welches ich so ebcn gescli. babe,) jenes ist fn'iheres 
(i. e. schon langc gcsch.) Wasser. — Masip, Wasser 
schopfen; hasip dengan, masip, etwas vol Wasser 
schopfen. — Taraasip, konnen voll geschdpft wer- 
den; irrthiimlich vollschdpfeu. — Paast'p, pamasip, 
der gern, oft Wasser schopft. (S. auch sipan.) 

ASO, Hund. (Auch als Scheltwort gebraucbt.) Aso- 
aso, als ein Hund ; hiindisch. Meto ta asoaso ampie, 
das Thicr als ein Hund seine Gestalt. Asoaso pra- 
ngae, er hat ein hiindisch Gemiith. Kaaso, Hiindisch- 
keit. — Haao, Hunde haben. — Maso, ansetzen, 
anhetzen; als einen Hund gcbrauchen. — la maso 
aku bewiii, djaton bitie omba, er setzt mich nur 
immer an, er sclbst thut nicht mit. 

ASOH, sohan, das Ablaufen, (des Wasscrs,) das 
einen Fluss herab kommen. — Bahali asoh sungai 
ita awi arii batang hong tumbange, miihsam das 
Ablaufen unsres Fliischcns, wcil viele Baumstiimme 
in seiner Miindung liegen. Kahih ita mendah asohc, 
lasst ims wartcn bis er den Fhiss herabkommt. — 
Masohy ablaufen, (Wasser;) herabrudem, herabkom- 
men, (einen Fluss; bas. Sang.: mangasoh.) — Man- 
sohan , masohan , (Passiv nur : insohan ; bas. Sang. : 
mangasohan,) etwas flussabwurts bringen, flossen. 
Djewu aku mansohan ramongku, morgen will ich 
mein Bauholz abflOssen. — Mansohan burek, den 
Schnupfen abflossen, =s die Nase schnauzen. — Ta- 
raasoh, herabreisbar sein. Batangdanum Kapuas 
djaton taraasoh katontoh awi bigal, man kann deii 
Kapuasstrom jetzt nicht hinabrcisen der Rauber we- 
gen. — Tarasohan, abgeflosst werden k6nnen. — 
Pamasoh, jemand der den Fluss abkommt, oft ab- 
konimt. la djaton pamaso, magon melai hulu su- 
ngai, er ist jemand der nie abkommt (aus dem 
kleinen Fliisschcn ins Dorf am grossen Flussc,) er 
bieibt immer oben im Fliisschcn, (in seincm Feld- 
hiittcheij.) — Paaohan, pansohan, der oft abflosst, 
oft abkommen liisst. Rasdin djetoh pansohan ita, 
dieser Resident liisst uns oft abkommen, (nach Ban- 
djarmasin, um zu arbeiten, etc.) 

ASOK , Rottan, welcher in die Enden der Mattcn 
eingeflochtca wird, um denselben Halt, Festigkeit 
zu geben. — Masok, Rottan einflechten. 

ASUL, Mehrbetrag, Guthaben. Wenn ich z. B. 8. 
Gulden schuldig bin, und bezahle mit Giitern din 
10 G. werth sind: ta sakiping asule, dann ist es 
1 kiping (2. fl.) Mehrbetrag, Guthal)en. — Mosul, 
den Mehrbetrag, das Guthaben bezahlcn. — Taraa- 
sul, der Mehrbetrag bezahlt werden kdnnen. iEla 
manenga taio ta, lalau hai regae, djaton taraasul, 
gicb das nicht, zu hoch sein Preiss, der Mehrbetrag 
ist nicht auszuauihlen. 

ATAK, ruft man alle Knaben, so lange ihncn 
noch kein bestimmter Name gegeben ist. 

ATAP, ein grosser Rottan Korb, die Gestalt fast 
als eine Zigarrcndose. 

AT AS, auf, (midaiisch, zu Zeiten fiir das daj. 
hong in den folgcnden Redcnsart en gebraucbt:) Atas 
aku tanggonge, auf mir rulit die Verantwoiilichkeit. 
Aku butang intu ia atas djandji pains rantep, ich 
bin ihm schuldig auf die Bedingimg gleich dicht, = 
dass ich gleich Sclave bei ihm werde. 

ATAU, weiblicher Name; (von tatau, reich.) 

ATAWA, oder. Bapam atawa indum, dein Vater 
oderdeinc Mutter. — Atawa . . ., atawa . . . ob, . . ., 
oder . . . Atawa aku l)elom atawa aku matai , aku 
djuton parababe, ob ich lebe oder storbe, ich gebc 
nicht s danim. 



ATiE— ATO. 



ATO— AWA. 



17 



ATifil, Herz, Gemiith; (im Kittlichen Siiiuc; d. 
Hera imLeibe: bantowong; jedoch: baun atai, Herz- 
grube.) Kapaha aiai, Ilcrzeleid, DetriibniKs. Angat 
atai, Meinung, Ansicht. — lii dia atai, cr schumt 
Mch nicht. — Avla manduan atai tagal aughc, nimtn 
nicht Hera wegen seiner W'ortc, — oder: ala man- 
duan aughe akan isin ataim, nimm seine W^orte 
nicht ins Fleiscli deines Herzcns, = nimm sic nicht 
Eu Herzen, werdc nicht bctriibt dariiber, belcidigt da- 
durcb. — Tjah ikau, djaton atai»buam, pfui du, 
nicht dein Herz und Nieren, = du scliiimst dich 
nicht. — la hakotak tumon atiiiku, cr spricht nach 
meinem Herzcn, = spricht freundlich mit mir. — 
Ikau bara aUii botong, bara dahadanum, hapinding 
lilin, du hast ein Herz als Botong, (schlcchtc, schmack- 
lose Sorte Melone,) Bhit als Wasser, Ohren von 
Wachs, (sagt man zu tragen iind widcrspenstigen 
Menschen.) — Baatai, Herz, Muth haben. 

ATEP, was man zum Schliessen gcl)raucht, Rie- 
pH , Schloss; Tbiir; geschlossen sein etc. — Narai 
indu atep human keton, kadjang atawa papan, wo- 
ven sind die Thiiren cures Hauses, von Blattermat- 
tcn oder Bret tern? — Baatcp, Thiiren haben. — 
Ateatep^ etwas, fast, beinahe geschlossen. — Matep, 
hatep dengan, schliessen, zuthun. Matep mata, baun- 
tonggang, die Augen , die Thiir zuthun. Matep lowang, 
ein Loch ausfullen. — Matep sung'ai, ein Fliissclien 
schliessen, mit Pfohlen zustecken , (um Fische zu fan- 
gen ; auch z. B. weil cine gcfahrliche Krankheit doil 
hoTscht.) — Matep perkara , eine Strcitsachc abma- 
chen. — Matep augh olo, zu dem was jcmand ge- 
sagt hat das Fehlende hinzufiigcn, erganzen. — Ha- 
tepf eingeschlossen. vEwen bclom hatcp humae, sic 
leben eingeschlossen in ihrem Hause, (lasscn sich 
nicht sehen.) Haateatep, oft, immer schliessen. — 
Taraatep, geschlossen kdnnen werden; irrthiimlich 
schliessen. — Patep, von selbst, unabsichtlich ge- 
schlossen. Bauntonggang patep awi riwut, die Thiir 
ist dnrch den Wind zugeschlagen. — Paatep, pa- 
matep, der gem, allcs schlicsst. 

ATI, (bas. Kahaian,) i. q. aton. 

ATIK, mannlichcr Name. 

ATJAK, ein Sangiang, Luftgott, von dem ich 
nichts als den Namen crfahren konnte. 

ATJl, kiinstlich, schon, fein. Tampan kutil ta 
atji haliai , die Bank ist sehr schcin gemacht. — Matji, 
hatji dengan, schon, fcin, kiinstlich machen. — 
Matji mandau, ein Mandau (Schwert) putzcn, schlci- 
fen, scharfcn, es in guten Stand bringen. — Matji 
arcpe, sich schmiickcn , gut klcidcn etc. (z. B. wenn 
nan Besuch erwartet.) — Haatjiatji, oft, lange schcin 
machen. — Taraatji, sclion gemacht etc. werden 
kdnnen. — Kaaiji, das gut in Ordnung sein. — 
Paatji, pamatji, der allcs schon macht, in giitc 
Ordnung bringt. — Pangatjiatji, pangaatjiatji, alle 
schoo, in guter Ordnung, etc. 

ATOH, Ueberlegung; Rath. — Dia buah atoh 
awim, djeta mimbit ita piiha, cs ist nicht wohl iiber- 
legt (auch angerathen) durch dich, das macht uns 
unglucklich. -^ Atoh amak, das einc Matte zu niaclien 
beginnen, (wobei man iiberlcgen, den Plan fiirs 
Ganze machen muss.) — Maioh, iiberlegen; Rath 
geben ; in Ordnung bringen , beschicken. — Karah 
aku matoh helo kilen pa tut gawin ita, warte, icli 
will er*t iiberlegen was wir thun miissen. — lii tii 
hatokai matoh perkaran humae, er ist geschickt zu 
beschicken die Sachen seines Hauses = verstcht 
Haus zu haltcn, sein Haus zu regieren. — Matoli ma- 
ngalagai augh. Rath gebcn. — Matoh ngagalan anake 
nusawa, cine Frau fiir scinen Solin suchen. — Ma- 



toh amak, eine Matte zu flechten beginnen. — i/a- 
tohy mit cinander iiberlegen, — Haatoatoh, oft, im- 
mer iiberlegen, etc. — Pamatoh, paatoh, der gein 
iiberlegt, etc. 

ATOl, mannlichcr Name. 

ATOK, mannlichcr Name. 

ATON, sein, (esse), da ist, es ist; haben; leben, 
Aton iii hong huma, ist er im Hause? Aton, er ist. 
(Ja.) — lii aton ara rear, er hat vicl Geld. — Pcsae 
aton bihin, bahalap lewun ita, wahrend er Icbte 
friiher war unser Dorf schon. (Aton wird sehr selten 
im Dajakschen gebraucht.) — Kaaton^ das Sein; d. 
Besitzen. — Aton ramom? Narai talo kaatoc*! llast 
du Giiter? Was Dingc seines Scins! (Nein! Was 
sollte ich haben!) 

ATOR, pator, Anklage; Beschuldigung ; Verrath. 
yEla kanaha atorm, amon hindai batantu, nicht 
leichtfcrtig deine Anklage, wenn es noch nicht ge- 
wiss ist, (dass etwas gcthan ist, oder wcr es gethan 
hat.) Awi atorc ill aku buah hukum, durch seinen 
Verrath (seine Intriguen) wurde ich gestraft. — Ma- 
tor, anklagen; verriitherisch handeln, intriguiren. — 
llator cinander anklagen; hahator, hatohator, cin- 
ander immer anklagen. — Taraator, angekl. werden 
konnen. — Paator, pamator, der gern anklagt. 

ATOR AN, i. q. atoh. 

AUAU, s. karau. 

AUGH, Wort, Bericht; Gespriich ; Stimmc, Geliiut. 
Lalchan kamangat augh burong beta, gross die An- 
muth der Stimme (= des Gesanges) des Vogcls 
dort. Narai augh beta? kilau blawau, was ist doii. 
fiir ein Gerausch? als ob Mause dort sind. — Ki- 
len aughe dengam, wie seine Worte zu dir, = was 
hat er dir gcsagt? — Narai aughm imbitm, was fiir 
Bi'richt bringst du? — yEla ikau humong gawim, 
indu augh olo igh ikau, mach keine dumme Sti-eiche, 
du wirst nur zum Gesprach (Gespott) der Men- 
schen. — Baaugh, bara augh, ein Wort haben, et- 
was zu sagen haben. (S. auch liamauh.) 

AUR, daur, viele und dringende Geschafte haben, 
pressirt sein; in Bewegung, Gahrung sein; rathlos 
sein. Aku djaton tau omba ikau, auraku, ich kann 
nicht mit dir gchen, ich babe viele und dringende 
Geschafte. — Aur (noch starker: aur biro) lewu awi 
brita asang, das Dorf ist in unruhvoUer Bewegung 
durch die Nachricht dass Feinde kommen. — Aur 
(daur) aku awi talo ta, djaton tawangku idjii kwc 
indu intih, ich bin rathlos der Dinge wegcn, ich 
weiss nicht welches ich wahlen soil. — Auaur, da- 
daur, daudaur, ziemlich pressirt sein, etc. — Ba- 
raaur, alle pressirt sein. — Maur, stohren, lastig 
fallen, in Unruhe bringen. JEla maur aku, djaton 
miar gawingku, stdhve mich nicht, sonst geht meine 
Arbeit nicht voran. — Haur, cinander stohren , 
beiinruhigen. — Haauaur, oft immer stohren, etc. — 
Taraaur, gestohit werden konnen, mogen. — Kaur, 
kaaur, Stohrniss, Unruhe. — PaanVy pamaur, der 
oft, alle stohrt, etc. 

AWA, ngawa, (weiter als awa,) flussabwarts; (das 
Gcgcntheil von adju.) — Awaawa , ein wenig fluss- 
abwarts. — Alle Ableitungen wie bei adju. 

AWAl, eine Pflanze, fast als ein Pisang, aberdio 
Fnicht ist bitter, nicht essbar. Die Kerne der Fruclit 
tr'agt man als Perlen um den Hals. 

A WAN, Narbe; Fussstapfen. — Mannlichcr Na- 
me. — Awan himang, Narbon von Wunden. Awau 
bawoi, Fussstapfen von Schweinen. 

AWANG, welche, die, (relatives Fiirwort, wird 
gebraucht, wenn das Subject im Plural steht, und 
nicht genau bestimmt ist; sonst: idja.) Olo handiai 

3 



18 



AW A— AW I. 



AW r— A WO. 



uwaiig hong kaluiieii, alio Menschen, welche in dor 
Welt. 

AWANG, Sohalc, ScheJle, (von Friichten, etc.) — 
Hiiuschen dcr Schnerken, Muscheln. — fiaawang, 
ttolch cin Ilausclien habon. 

AW'AR, (has. Sang. = ampong,) Trost, Trostung. 
Awar kiurendem, Trost fiir das Inncrc. 

AW' AT, Hiilfe, Rctlung. — Mannlichcr Name. 
Djaka dia awate, rusak aku, wenn nicht sein Ret- 
ten,. verloren ich, = icli ware umgckommen, wenn 
er mich nicht /gcrcltct hjitle. — Mawat, hawat de- 
ngan, lielfen, retten. — Mawat olo buseng, Ertrin- 
kende retten. — Hawat, einandor helfen; hahawat, 
hawahawat, immer einand. helfen. — JIaawaawat, 
imnier, oft helfen. — Taraawat, geholfen konnen, 
mogen werdcn. — Paawat, pamawat, hiilfreich. — 
Pangawat, nennt man die Jagdhundc, welche dem 
l>esten, tapfersten (kapala) zur Hiilfe mitgegeben 
werden. 

AW'AU, anak awau, Siiugling. Als zartlichc Be- 
iiennung, oder auch bestrafend auch zu Erwachsne- 
1-en gesagt. Gawim kilau anak awau, du betragst 
dich als ein kleines Kind. 

AWvE, i. q. awe; (awii wird selten gebraucht.) 

AWvE, schwarzc BliiUern; (eine todliche Krank- 
heit.) 

AWyEAW'iEI, mawiii, baraawiii, sehr lang, unge- 
wohnlich lang. Mawai nai lengae, seine Hiinde und 
Fiisse sind ungewtihnlich lang. — Kamawai, unge- 
wohnlichc Lange. 

AW^EI, vorliiufige W\ind, (nur lose Blatter, etc.) 
Hmnangku hindai hadindiug toto, baja aton awiiie, 
nieiu Hans hat noch keine rechte Wande, erst vor- 
luufige. 

AW'EN, (selten gebraucht,) i. q. iiwen. 

AW'I, durch, weil, um, wegen. Basara toh djaton 
lau putus djaka dia awi Rasdin, diese Sache kann 
nich geschlichtet werden ausser durch den Resi- 
dent. — Ta imukul awie marajap, er wird geschla- 
gen, weil cr Boses gcthan hat. — Kapaha toh buah 
aku .awi kcton, dies Ungliick trifft mich eurentwegen. 

AWI, eigentlich der Imperativ von mawi, thun, 
wird gebraucht um den Imperativ der Verben zu 
bilden. Awi mamukul iii, sclilag ihn. — 3/ai&{, hawi 
dcngan, thun, machen, verfertigen, verursachen, stra- 
fen, schlagen, angreifen. — ^we djari mawi tii, wer 
hat das gethan? yEwcu mawi arut, sie verfertigen 
Boote. Mawi l)asara, einen Process anfangen. — la 
mawi dusa akan ita, er macht uns Busse, = ist 
Ursach dass uns Geldbusse auferlegt wird. — la 
mawi aku, er schlagt mich, auch: gr«*ift mich an. — 
Mawi rear. Geld verdienen. — Roaugku mawi iii, 
irh sagte machte ihn, = zu ihm. — Mawi Ikau, 
ahi panatau, du hist gliicklich, hast grosscn Reich- 
ihum. — Mawie, mawi iii, (mach es), wohl, gut. 
Aku handak halisang. Mawie. Ich will auf Reise 
gchn. Wohl. (Es ist gut.) — Ilawi, auf der That ; 
einander anfallen, schlagen. iKwen kadapatan hawi, 
hie sind auf der That ertappt; (gewohnlich von Un- 
Euchtssiinden.) — Haawiawi, oft, langc machen, 
v\c. — Taraawi, konnen gethan etc. werden; irr- 
tiu'imlirh thun. — Kamawi, das Gemachtc, Erwor- 
l>ene, Vortheil, Gewinn. Pahamkamawic njelo toh, 
l.ibih apat kojan impataie, gross sein Vortheil dieses 
Jahr, niehr als 40()0 (soil. Gantang Reiss) hat er ge- 
tikltet, i. e. geerndtet. — Pamawiy der gem, oft 
macht, anfalk, straft. — Gawi, das Thun, Machen, 
That, Arljeit; Post. Narai gawim? was thust (machst, 
arlwitcst) du? auch: was fur ein Fest giebst du ? 
Papa gawie; tikas gawie raanakau; bcise sein Thun, | 



die Grtinze seines Thuns (er thut nichts als) steli- 
leii. — Dia gawigawi, gar nicht, zu nichts. Dia ga- 
wigawi hapan ta, man kann das (oder ihn) zu 
nichts gebrauchen. — Djaton gawingku dengae, ich 
habe nichts damit zu thun, (es geht mich nichtu 
an.) — Bagawt\ arbeiten ; ein Fest geben. — Mang- 
gawi, abarbeiten, verfertigen; ein Fest fur jeraand 
geben, (z. B. Opferfest ftir Todte, Kranke.) Hu- 
mangku djaton djari, aku haban, djaton olo mang- 
gawie akangku, ^mein Haus ist noch nicht fertig, 
ich bin krank, und ich habe niemand der es fiir 
mich abarbeitet. — Hagawi = hawi, einander schla- 
gen. — Hagagawi, hagawigawi, anhaltend an etwas 
arbeiten. — Taragawi, gemacht werden konnen. — 
Panggawi, Arbeit, Werk;dergernarbeitet, arbeitsam. 

A WIS, ein Tragband welcher um die Stim gc*- 
than wird, ausser den Riemen die um die Schul- 
tern her gehen; gebraucht bci schweren Lasten, 
welche man auf dem Riicken tragt. — Hawis, awis 
haben, gebrauchen. — Mawis, awis an etwas machen. 

A WIT, kaawit, das gekriimmte, gebogene; Kriim- 
mung; d. gekriimmt, gebogen sein. — Kawit, ein 
Haken. — Mawit, krumm sein, hakig. Antang ma- 
wit totoke, der Vogel Antang hat einen hakigen 
Schnabel. — Awiawit, kakawit, kawikawit, ein bis- 
chen krumm, gebogen. — Bakawit, einen Haken ha- 
ben. — Panghaawit, am krummsten ; baraawit , alle 
krumm. — Mangawit, hakawit dengan, etwas ha- 
ken, mit einem Haken ziehn. Bahali mandai, ka- 
lah mangawit bua bewai, miihsam hinauf zu stei- 
gen , hak die Fnichte nur ab. — Mangangawit, ma- 
ngawingawit, cin bischen, etwas haken. — Hakaka- 
wit, hakawikawit, oft, immer haken. — Hakawit, 
2. oder mehrere Menschen ihre Kinder sich gegen- 
seitig heirathen lassen. yf^wen ta djari hakawit, sic 
haben ihre Kinder sich lassen unter einander verhei- 
rathcn. — Hakawit augh, etwas im voraus abma- 
chen. Kwaka aku tau manang, i'a djari hakawit 
augh dengan mantir, wie kann ich gewinnen, er hat 
die Sache l>ercits mit dem Hauptlinge abgesprochen. 
Kawitkawita, verschw'agert, (ganze Stamme.) Ita kawit- 
kawita dengan olo Kapuas, wir sind verschwagert 
mit den Kapuasern ; (pflegen einander zu heirathen.) 
— Mangawitan, hakawitan dengan, mangabitan, et- 
was an einem Haken aufliangen. — Tarakawit, kdn- 
nen gehakt werden ; irrthiimlich haken. — Pangawttj 
der gern etwas liakt. — Sangkawit, festgehakt. Djala 
sangkawit kaju, das Fischnetz ist an einem Baum- 
stamme festgehakt. — Sangkawit huange, das Ge- 
miith festgehakt, (gefesselt, z. B. an einem Platzc 
wo es angcnehin ist.) — Manjangkawit, jemand oder 
etwas fcsthaken, zuriickhalten. Duhi manjangkawit 
klambingku, Dornen haken mein Kleid fest. 

A WO, (has. Sang. = liau) abgeschiedene Seele. 

AWOH, kleine holzerne Puppen, die unter Zau- 
berspruchen gemacht werden. Hasst man jemand, 
dann bcstreut man diese awoh mit Reis, und be- 
schwort sie; drauf gehen die gana, Seelen, dieser 
Puppen bin, und machen den, welchen man hasst, 
krank. 

AWOK, i. q. awau. 

AWONG, das abgekratzt werden dcr Bienennester 
von den Zweigen an welchen sie hangen. Sala 
awonge, ani tapise balihi, verkehrt sein abgekratzt 
sein, viel vom Neste ist sitzen geblieben. — Ma- 
wong, hawong dengan, Bienennester abkratzen. — 
Taraawong, abgekratzt konnen werden. — Pama- 
tcong, der d. Abkratzen versteht. 



JP^JEK. 



/EK— .EP. 



V.) 



JE» 



>E, iCH, hor auf! — M, ala ikau tnawi aku, 
hor auf, schlag mich nicht. 
iEBAjGBAR, i. q. abeaber. 

iEBElK, Blatterw'andc an der Kammer eiues Boo- 
tes. — Mabekj solch einc Kammer in einem Bootc 
machen. — Habek, bara abek, solche Wande lia- 
ben. (Bretterwande : dinding.) 

.£B£S, Scbweiss. Nahasak abesku, paham lason 
andau, es stromt ab mein Scbweiss, gross die Hitzc. 
Rear patai abesku. Geld durck mcincn Scbweiss 
(== sauer, ehrlicb) erworben. — Babes, schwitzen. — 
Babes mandoi, schwitzen baden = sehr stark schwit- 
zen. — MambdbeSy schwitzen machen. — Pambabes, 
der leicfat, oft, stark schwitzt. — BabdbeSy b'abcba- 
bes, ein biscben schwitzen. 

MDAJEDAK, sehr breit, (nur von getrocknetera 
Fifich und den weiblichen Schamtheilen gebraiicbt.) 
— Barctadctr, alle sehr breit. — Kaddar, Brcite. 

iEUANG, einc dunkelbraune Farbc, wird aus der 
Borke vieler Batime gemacht; die Borke wird ge- 
fttampft, und daun 10. Tage in Wasser gclegt; man 
bestreicht Boote, Pfosten der Ilauser etc. dumit; die 
Farbe verschiesst schuell. — Mahang , mit aliang bc- 
lilreichen. Ha'ahaahang, oft mit iiliang bestreichen. — 
Taraahang, mit ah. bestrichen wcrdeu. Gitangku 
djalon taraahang arut amon dia aku, olo beken dja- 
ton nahuang; ich sehe, das Boot wird nicht bestri- 
chen mit ahang, wenn ich es nicht thue, andere ha- 
ben kcine Lust (es zu thun.) — Pamahang, pua- 
hang, der oft mit a. bestrcicht. 

iEHAT, Gewichtj (nur von Gold gcbraucht.) 
Pira abat bulau ta, wie viel ist das Gewicht dcs 
Goldes? (s. behat.) 

iEtLEI, (Bas. Sang. = antjap) kriiftig, ttichtig. 
iEhai bara ahai ngangkaju adjoug, rudcrt kriiftig das 
Schiff. 

iEHET, Leibband. — JIadhet, ein Leibband lia- 
ben, tragen. — Mdhet, ein Leibband umbinden. 

iEKA, uka, Platz; Wohnplatz. Bahalap iika toh, 
dies ist ein schoner Platz. Hong kwe akam , wo 
wolinst du? Olo toh aka pampaitku bihin, dieser 
Mcnsch der Platz meines Sendens friilier, = diirch 
ifan babe ich es gesaudt. — lii aka huangku, er der 
Platz meines Inncrn, = ich babe ihn lieb. — Kwe 
aka, kwaka, (wo der Platz,) wie kann, wie sollte; 
nein. Kwe aka ia mandohop aku, wie soUte er mir 
belfen! Omba ikau? Kwiika! Gehst du mit? Nein. 
— Djaton aka inan pikirku hindai, nicht Platz ge- 
legt werden meine Gedanken noch, = jetzt wciss 
icb keinen Rath mehr. (S. auch kaleka.) 

iEK£I, das getrocknet sein, (im Sonnenscheinc.) 
Duan parai bewai, ombet akiiie, hoi den IVeiss nur, 
l^enug sein getrocknet sein. (Man legt den IVeiss zu- 
vor in den Sonncnschein, wenn man ihn durch 
Stampfen enthiilsen will.) — JBdkdi, bakukai, ge- 
trocknet. Pundang lauk ta djaton toto bUkai, ma- 
ram, der trockne Fiscli ist nicht gehorig getrocknet, 
er fault. — Mdkai, hak'ai dengan, hakiikal dengan, 
trocknen. — Taraakai, getrocknet werden konnen; 
irrthumlich trocknen. — Pa'akiii, pamakai, der gcrn, 
oft trocknet. — Kakai, das getrocknet werdende, 
I'vorall von deni im Sonnenscheinc ausgebreiteten 
Reiss gebraucht, welchcn man stampfen will.) Ilau, 
loanok maioboh kakai ita, ocli, die Hiihner fallen 



iiber unsern zum trocknen ausliegenden Reiss Iier. — 
Olo bawi ta kilau parai kiikiii totok batang, die 
Frau ist als Reiss getrocknet werdend auf dem Kndc 
der Flosse; (vor jedem daj. Hause liegt eine Flossi' 
auf dem Flusse;) = sie ist leicht zuganglich, leicht- 
fertig. — Mangdkdi, ausgebreitet sein, bedeckeii. 
Bahalap tanah ta, baras mangiikiii hapus djalan, 
sclion das Land, Sand bedeckt alle Wcge = es ist 
kein Morast wie zu Pulopetak. — Mangakaan, ha- 
kakiian, ausbreiten, (um zu trocknen.) la mangak'aan 
klambic hong dinding, basa bisa, er breitet sein 
Kleid an der Wand aus, (hangt es ausgebreitet an 
die Wand,) weil es uass ist. — Hakak'aak'aan , off, 
lange Zeit ausbreiten. — Kakaan, das ausgebreitet 
sein ; ein Gestell etc worauf man etwas zum trock- 
nen ausbreitet. 

iEKOT, Rundung, Kriimmung; krumm. Pisi dja- 
ton bahalap akote, die Fischangel nicht schon ihi-c 
Rundung. — /Ekoakot, makom'akot, etwas krumm, 
gebogen. Kara tundjoke akoiikot awi sansara, alle 
seine Finger sind gekriimmt durch die Krankheit San- 
sara. — Kamakomakot bamakom'akat, inimer krumm 
gekriimmt. — Miikot, rund, gebogen; makot, liakot de- 
ngan, nind biegen; klein beigeben, demiithig. Bihin 
ikau paham kadjohom, toh limbah intakan olo mii- 
kot ikau tinai, friiher du gross dein Trotz, jetzt 
nachdem angefallen (gestraft) durch Menschen demii- 
thig du wicder. Haakoakat, oft , lange rund biegen. — 
Taratikot, tarakot , rund gebogen werden konnen ; irr- 
thumlich nind biegen. — Padkot, pamakot, der 
gern, alles rundbiegt. 

i-ELA, nicht, (verbicthend ; sonst: dia, djaton.) 
/Ela ikau bahanji madja humangku, wag nicht mein 
Haus zu l>csuchen. • — iEla diadia, nicht nicht = 
es muss durchaus. 

il'XANG, gescldagen, (mit Holz, stumpfen Eiseu, 
etc.) Aso matiii alang olo, der Hund ist gestorben, 
geschlagen durch Menschen. — Ikau bagawi kilau 
aso alang, du arheitest wie ein geschlagener Hund, 
(laufst gleich wieder von der Arbeit.) — Mdlnng^ 
hidang dengan, lieftig, unbarmherzig schlagen. Mii- 
lang njamu, njamu klopfen. (Njamu eine Sorte sehr 
weiches, faseriges Holz, woraus man durch Klopfen 
eine Sorte Zeug bereitel.) — i/d/any, einander schla- 
gen, klopfen. — Ilaalaiilang, oft, anhaltend klopfen. 
— Taradlang, geklopft werden konnen. — Padlatig, 
pamiilang, der gern schlagt, klopft. 

yELiE, bcreits, bereits geschehen; hinreichend. 
Paham aku manonggo anakku, kwiika, iilii djari iii 
marajap, ich habe mein Kind aufs beste bewacht , 
was hilfl es, bereits hat es gehurt. Lalehan pel ok 
klambin, iilii penang, gross das Loch in deiner Jack e, 
hinreichend (um hindurch zu steckcn) den Ann! 

/EO/EUT, gemiichlich, faul. Manandjong iioiiui ., 
minibit bitic bewiii, er geht gcmachlich, bringt seine 
Person nur, (i. e. er triigt nicht s.) — Baradut, alle 
gemiichlich. 

yEPAT, vier. iEpat pulu, 40; apat rekor, 24; 
iipatwalas, 14. — yf^jpat kabawak huma, 4. Stuck 
Hiiuscr. — Kdpat, kiipat andau, 4. Tage; andau 
iipat, der vierte Tag. Hangkiipat minggo, 4. Wochen ; 
iipat bulan, 4. Monate. — Mdpdt, ein jeder 4; bei 
vieren. — Ildpdt, hahiipat, hiipahiipat, auf jedei 
Seite 4. Arut papan Kapat, ein Boot, welches auf 
jeder Seite aus 4. Planken besteht. — Hangkdput 
kuman idjii andau, 4. mal tiiglich essen. 

.^PAU, ein Sackchen, welches man an einem unis 
I..eib gewundnen Giirtel triigt; man bewahrt Kost- 
barkeiten darin. — Ifdpau, baapau, ein apau habcu, 
tragen. 

3' 



20 



iEPO— iETO. 



^WA— BAB. 



iftPOK, klein liinglich Rotlankorbchen, mitelnem 
Deckel. — Hapok, baapok, cin apok habcn, ge- 
lirauchen. 

i£RA, i. q. aba; dieselben Ableitungen. (Abawird 
mehr gebraucht.) — Weiblicher Name. 

yERA/ERAT, hart, drfihncnd, (Gelaut.) Djalon tau 
ikai mahiniug augh olo beken, awi aughm araarat, 
wir konnen die Worte der andern nicht horcn durch 
dein lautes Sprechen. 

/ERANG, kaju arang, ein Baum im Sangiang- 
lande; sein Holz ist ein Zaubermittel um reich zu 
werden. 

iER^U , cin sehr faider Kcrl , wclcher vor langercr 
Zcit zu Pulopetak lebte; cr wusste durch List eine 
rciche Frau zu erhalten, deren Vermflgen er aber 
auch bald durchbrachte; von ihm ist noch das 
Sprichwort: ikau belom barut puron kilau iErau, 
du lebst gebrauchst als Boot eine Schlafmatte, wic 
iErau , = licgst und schla£st statt deinen Geschaften 
nachzugehn. 

JERM, das Plagen, (mit Worten.) Awi aran olo 
ia manangis, er weint weil man ihn plagt, (vexirt.) 
— Mdrdy hiira dengan, plagen, bangc macben. — 
IlSra, einander plagen. — Hadr'dard, bestandig 
plagen. — Taraard^ geplagt, bangc gcmacht wcrden 
kdnnen. — Padrd, pamara, der gem plagt, bangc 
macht. 

iEREP, ganz bcdeckt. Paham baunandau, arep 
langit, dicke Wolken , ganz bcdeckt der Himmel. — 
Mdrep, ganz bedecken. Ikau mambirang bcnang 
m'arep karong, du brcitcst das Zeug aus, bcdeckst 
die ganze Kammer. — - Taraarep, ganz bcdeckt wer- 
den kdnnen. — Tanangku djaton taraarep, pahalau 
lombah, meiu Feld kann nicht ganz bcdeckt = 
nicht ganz bcpflanzt wcrden, es ist zu gross. 

^ESAiESAK, trotzig, hochmiithig sprechen. — Ta- 
kan , murah bewai aku mawi ta. iEla ikau asa- 
asak, karah ikau raangkema bahali gawi tii. Ei was! 
cs wird mir ganz leicht scin das zu thun. Sprich 
nicht so trotzig , du wirst erfahren die Arbeit ist 
schwcr. — M'asak arepe, sich trotzig zeigcn, betragen. 

iESAN , m'innlicher Name. 

iESO , Enkel , KJeinkind. Auch iiberhaupt ver> 
trauliche Benennung fiir jiingere Personcn. — Mikso, 
Enkel haben. Kwaka ia tabcla, djari manak maso, 
wie sollte er jung scin , er hat schon Kinder und 
Enkel! Ia djari handu'a maso, er hat schon Klein- 
klcinkindcr, = seine Enkel haben schon Kinder. Hikso, 
mit seincm Enkel. Koa haso, wir beidcn mit Enkel, 
= ich und mein Enkel. 

yESOI , das Nicscn ; Ausruf gebraucht beim Nicscn. 

>ETA, Rcisskdrner welche miihsam zu cnthiilscn 
sind. — Lalehan kadiam tempa, kutoh atae imbitm 
buli huma , sehr faul hast du gcstampft , vici Rciss 
in Hiilsen bringst du zuriick ins Haus. — Uebrigens 
ist just solcher Rciss sehr gut; daher: bahalap pa- 
raim, uras iitaata ampic, gut dcin Rciss, allc alsata 
seine Gestalt. — Aku maharaen marak olo hetii, 
olo uras uta<ita, aku nanilia bew^ai, ich schamc mich 
untcr den Mcnschen, sic allc ansehnlich, ich allcin 
gering. 

iETENG, mannlicher Name. 

iETON, was man tragt, Last. Lalehan kara atom, 
was tragst du viel ! — Mdton, baton dengan, tragen, 
wegtragen, stehlcn, bringcn. iEwe maton kaju ta? 
wcr tnigt das Holz ? Ikau miiton utang sili akangku, 
du bringst mich in Schuldcn. — Aku maton arcpku 
buli human amaku , ich trage mich sclbst zun'ick 
ins Haus meines Oheims, (= mich und das Mcinc : 
ich ziche zu ihm.) Narai guna ikau blaku dohop 



intu iii, miiton aughc igh ikau karah, was nutzt es, 
dass du ihn um Hiilfc bittest, tragen seine Worte 
nur du wirst, = du wirst nur gescholten wcrden. 
Maton aughc bewai paham, tapi djaton toto bahanji, 
cr spricht nur sehr trotzig una drohend, aber er ist 
nicht wirklich muthig. — Wie das letzte Beispiel 
schon zeigt, heisst maton oft auch: sehr, ungemein, — 
jcdoch ist dann immer ein Aber dabei. Maton ka* 
halap batang bewai enjoh ta, tapi djaton mamua, 
sehr die Schonheit des Baums, die Kokospalme, aber 
sic triigt keine Fnichte. — Hadtodton , anhaltend 
tragen. — Taradton^ getragen wcrden kdnnen; irr- 
thiimlich tragen, wegtragen. — /Via^on, pamaton, 
der gem tragt, gut tragen kann; der ou (Zank, 
Schuldcn etc.) auf andre bringt. 

iEWAH, cin langcs, schmales Stuck Zeug, welches 
die Miknner ums Mittcl des Leibes winden; das 
einzige Klcidungsstiick der meisten Manner. — Ma- 
wah , jemandem eine iiwah umthun ; schmal aber 
lang. Tanangku mawah, mein Feld ist schmal aber 
lang. — Hdwah, baawah cine iiwah tragen. Benang 
akan telo kdwah (kaawah,) Zeug fiir 3. Stuck awah. 

iEWANG, i. q. awang. 

-/EWE, wcr? wclcher? yEwe olo tii, wcr ist der 
Meiisch ? iEweawe , wcr auch , wcr immcr , jeder. 
iEwcawe idja malawan prentahku, tawan , mamangae, 
wcr meincn Befehlen widerstcht, fang ihn, schlicss 
ihn in den Block. 

iEWEN, sic, (Plural des pers. Pronom, der Sen. 
Person.) Koangku dengan awen, ich sagtc zu ihnen. 

iEWOI, d. vcrmcngt scin; vcrmengt. Gula awoi 
tcpong, Mchl mit Zucker vcrmcngt. — Hdwoi, vcr- 
mcngt; durcheinander. Ramongku hawoi aim, meine 
Giiter sind mit den deinen vcrmcngt, = liegcn 
durcheinander. Anakm uras hiiwoi , dcine Kinder 
sind allc vcrmengt, (haben allc andre Vatcr, = du 
hist cine Hurc.) — Hakdwoi, h'awohawoi, etwas vcr- 
mengt, durcheinander. — Hiiwoi hatamboi, bawoi 
habunih, ganz durcheinander gemengt. — 3fairot,men- 
gcn, vermengen. — Hdwoi dengan, mawoi arepe de- 
ngan, sich mit jemand einlassen, abgeben, mit ihm 
zu thun haben , Icbcn. Aku djaton maku hawoi 
dengam, ikau basat, ich will nichts mit dir zu thun 
haben , du bist ein Schurkc. — Haawoawoi , oft , 
langc mengen. — Paawoi, pamawoi, der gern mcngt. 
Ia paawoi arepe dengan kam gawin olo, cr ist je- 
mand der sich gern einracngt in'alles Thun anderer. 



BABAGOP, bagobagop, habagop, fett, dick, gc- 
schwollen, (der untre Thcil des Gesichts, von Natur 
odcr durch Zahnwch, etc. ; der oberc Thcil : sarabit.) 
Buhcn baum babagop, pahai atawa puna baseput? 
warum ist der untere Thcil deines Gesichtes so 
dick, schmcrzlich odcr von Natur fett ? — Kahc^op^ 
Fettigkeit, Geschwulst. Barabagop, allc dick. 

BABAH, ncnnt man, und rcdet man die Chine- 
!!«n an; (Europlicr: tuan, Herr.) Babah Ing ta tatau , 
der Chinees Ing ist rcich. 

BABAHAK, bahnbahak, zum Vorschcin kommen, 
zu sehen scin; (nur von den mannlichcn Scham- 
thcilcn gebraucht.) Tjah ikau menter halowai, ba- 
bahak utim, pfui du licgst nackt da, dcine Scham 
ist zu sehen. 

BABAI , verwiistet , vrrfallcn. Babai huma awi 
barat, das Uaus ist durch den Sturm verwiistet. — 



BAB. 



BAB. 



21 



Biibai icwu limbah bakase matai, das Dorf ist in 
Vciiall geratheo, nachdem der Hauptling gestorben 
ist. — Mambabai^ Yerwiisten. — Kababai, \erwu&tun^, 
VerfalL , 

BABAIH, baibaih, habaih, schrag, krumm stehn, 
oder in schrager, kreisfbrmiger Rlchtung gehn. Tun- 
djuke babaih, alle seine Finger stehn schrag, (alle 
etwas nad) rechts odcr links gebogen.) OIo ta ba- 
baih mangaliling humangku, die Mcnschen gehn alle 
in einer Reihe rundum mein Haus. — Barabaih 
alle (z. B. Finger) eines Menschen, oder die Finger 
oiler der Menschen, (z. B. der ganzen Familie, wenn 
auch nur an Finger jedes Einzelnen) schrag stehn. — 
Miambaih artpt , sich schrag stellen , schrage Haltung 
geben. Narai awi olo la mambaih arepe manandjong, 
wamm geht der Mensch in solch schrager Haltung? 

BABAJAR , (malaiisch , = manahor ,) bezahlen. 
Akn djari babajar utaugku, ich habc meine Schul- 
den boahlt. 

BABAKAH , bakabakah , habakah , zu dick und 
breit; bervorstehn. Uui toh djaton bahalap kaire, 
hahakah ample bara kolac, dicscr gesplissne Rottan 
ist nicht gut glatt geschnitten, dicker und breiter 
als seine Genossen, (also, wenn er schon in einem 
Geflecht ist, auch hervorstehend vor dem andern 
Rottan.) — Bakabakaha, alle zu dick und breit; 
iibendl bervorstehn. — Kahakcih, zu grosse Dicke, 
Brcite. 

BABAKIP, bakibakip, habakip, lose, unfest, un- 
clicht, (geflochten oder gebunden.) — K<ibakip, Los- 
heit, Unfestigkeit. — JBukapbakip, iiberall lose, un- 
fest. — Hapus lasah bukapbakip, die ganze Flur, 
(welche in daj. Hausem aus mit Rottan ancinander 
geflochtnen Latten besteht,) ist los. 

B.ABALA, L q. das gebrauchlichcre mamala. 

BABALAPAN , barabalapan , fein , schmal und 
gleich, (z. B. gesplissner Rottan; das Gegentheil von 
babakah.) 

BABALOK, (bas. Sang. == maugahau) rufcn. 

BABALOR, z. habalor. 

BABAlNA, (has. Mangkatip) i. q. babandah, s. 
bandab. 

BABANDI, eine kleine Gong, (Musiekinstrument.) 

BABANDO, bandobando, unfreundlich, frcmd , 
steif , kalt, (im Betragen, in Worten.) Babando iii de- 
iigangku awi klahin ikai bihin, er betnigt sich un- 
freundlich gegen mich wegen unsrcs friihercn Strei- 
les. — Barabando, alle sich unfreundlich etc. be- 
tragen. — Habando, sich gegen einander frcmd hal- 
ten. — Mamando arepCy sicli unfreundlich haltcn. 

BABANG, wird nicht allein, nur als Verstarkung 
fainter ridu, Litim, gebraucht. Ridu babang, starker 
Larm. Maridu mambabang, stark liirmen. 

BABANGAP, bangabangap, weit, gross, (nur von 
der Mundung grosser Topfe und Ranoncn gcbriiuch- 
Uch.) Barabangap, alle weit. — Kabangap, grosse 
Mundung. — Mcauimbangap ^ richten, (einc Kanonc 
auf etwas.) Ta olo manambangap badil nianintu hu- 
mae, jetzt richtet man die Kanone auf sein Haus, 
(will es beachicssen.) — Bingipbangap^ aufstchn, in 
die Hohe stehn, z. B. der Rock, wenn man auf der 
Erde sitzt , so dass die Beinc bis obcn sichtbar sind. 

BABA?iGlS, bangibangis, (Inster, hose, zornig aus- 
lehn. Ample bewai babangis, tapi balemo kca ia, 
win Vorkomroen ist nur zornig, aber er ist dodi 
Mnftmiithig. — Barabangia , alle zornig aussehn. — 
KabangUy das finstere, zornigc Aussehn. 

BABANGKANG, (bas. Sang. = bahalap,) gut, 
schon. Babangkang toto timpong kangkanam, schr 
tthon das Zeug deines Klcides. 



BABANGUS, i. q. baUngis. 

BABANGUT, bangubangut, habangut, rarangut, 
rangurangut, betriibt, niedergeschlagen aussehn; ver- 
driesslich. Buhen ikau babangut sining andau, paha 
ataim ? warum siehst du immer so betriibt aus, hast 
du Kummer? — Barabangut^ alle betriibt aussehn. — 
Mambangut ban, marangut bau, ein traurig Gesicht 
machcn. — Kabangut, karangut bau, d. triibe, ver- 
driessliche Aussehn. 

BABARA, ein Bauer, Stall fiir Schweine, — nur 
fiir je ein Schwein, von Holz gemacht, worin man 
das Schwein transportirt. 

BABARING, von etwas herabfallen. Pasi ia, ba- 
barlng bara katil, Jammer er, er ist von der Bank 
gefallen. (Babaring immer von etwas fallen, ausge- 
nommen in dem folgenden Sinne: Perkara bahali, 
gitangku keton djaton tau mamutuse, babaring ita 
tinai akan Tamanggong, die Sache ist schwierig, ich 
sehe ihr konnt sie nicht schlichten, darum wendcn wir 
uns wieder (oder : bringen sic wieder zuriick) an den 
Tamanggong, (das huchste Oberhaupt)) — Bart- 
baring, rollend, roUen, (z. B. eine Kugel.) Ia babaring 
bara sapau huma, er rollt vom Dachc des Hauses. — 
Baunandau baribaring awi riwut, die (dicken, dun- 
keln) Wolken roUen fort durch den Wind. — J5a- 
rabaring, alle rollend, rollen. — Baringbaringa, bu- 
rangbaring, oft bin und wieder rollen, nach alien 
Richtungen aus, durch einander rollen. Auch: blanga 
ta baringbaringa, awe idja toto mamilie? die Blanga 
(ein hciliger Topf) geht von einem zum andern, 
(vicle kommcn , besehen sie , bicten darauf,) wer 
wird sie wirklich kaufen? — Mambaring, babaring 
dengan, abwerfen, auf Seite werfcn oder stossen; 
etwas rollen , fortrollen. Iii mambaring pusa bara 
darahe, er stosst die Katxe von sich. Ia mambaring 
utange akangku, er wirft seine Schulden auf mich, 
(liksst sic mich tragen, bezahlen.) — Habaring, ein- 
ander wegstossen; habaring kasalae, die Schuld auf 
einander werfen. — Habcibaring , immer wegstossen. 
Habaribaring , etwas oft, anhaltend rollen. — Tara- 
baring, abgestiirzt, auf Seite gestossen, gerollt werden 
konnen , diirfcn ; irrthiimlich abstiirzcn, etc. — Pam^ 
baring, der gern etwas abstiirzt, etc. 

BABARONG , ein klcin eisern Gerath , wie ein 
Boot gcstaltet; wird gebraucht um das Harz des 
Katuuu-Holzes darin zu sammelen. 

BAB AS, abgehauene Reisspflanzen. Man haut, 
schneidct sie ab, wenn sie zu schnell wachsen, auch 
wohl wenn sic durch Ungeziefer stark angefressen 
sind. — Mambabas, hababas dengan, junge Reiss- 
pflanzen abschneiden. — Hababababas, oft abschnei- 
den. — Pambabas, der noch all leicht dazu iiber- 
geht seinen Reiss abzuschneiden. 

BAB AS A, basabasa, scheu, verlegen. i£Ia babasa 
dengan kolam, sei nicht verlegen vor deineu Ver- 
wandten. 

BABASAL, ein Zauberbricf, mit arabischen Buch- 
staben und Zeichen beschrieben; wird im Kriege 
getragen ura tago, unvcrwundbar , zu werden. 

BABASONG, i. q. gagasong. 

B.VBAT, (mit ciner Zahl : kababat,) Giirtel; Bund, 
Biindcl. Babat knju, oder idja kababat kaju, ein 
Biindel Holz. — Bahabat, babababat, als ein Giir- 
tel; bababat, babababat^ hababat, einen Giirtel tra- 
gen , umgiirtct sein. Kasen ikau babababat , awe 
iugadjam , wohin du umgiirtet , wen wiUst du be- 
sucheii? — Barababat, alle umgiirtet sein. — Mam- 
babat, jcmandcn umgiirten, einen Gurtel umbinden ; 
in Biischcl, Biindcl zusammenbindcn. — Mambabat 
pariii, Reiss in Biischel binden. — Hababababatj oft, 



22 



BAR 



BAB. 



lange Zeit umgiirien, zusaninienbinden. — Tarababat, 
umgiirtet, tusammengebunden werden konnen. — 
PambabcU, der gem, alles umgiirtet, zusammen- 
bindet. 

BABATUN, Fussstuck der Wande; ein dickes Stiick 
Holz, in dem die Raradjak stehn, d. h. die Latten, 
an dem die Blatter- Wandc festgebunden werden. — 
Babatun bauntonggang, Thurscbwelle. 

BABAWET , (bas. Sang. = kedjau ,) fern , weit. 
Babedjau panamuaim krohong, babawct pangadjam 
aring, weit deine Reise, Freund! 

BABEAU, beabeau, habeau, ein bischen salzig, 
iiicbt genug gesalzen. Danum bindai bakahing baja 
babeau bewai, das Wasser (im Flussc, durcb das Ein- 
stromen des Meerwassers) ist noch nicht salzig, nur 
etwas salzig. — Djoho babeau, tapas ujab, die Suppe 
ist zu wenig gesalzen, es feblt Saiz. 

BABEDJAU, (bas. Sang.) i. q. babawet. 

BABEDONG, bedobedong, frisch, schon, kriftig 
nufwachsen. (Kinder, Thiere, Pisang, etc.) — Ka- 
bedong, das schone, kriiftige Aufwachscn. 

BABEHENG, behebeheng, stark auilaufen. (Die 
Fluth des Meeres.) 

BABEUET, (bas. Sang. = babelang,) schwarz mit 
weissen Flecken. 

BABEKUT, bekobekut, niedergebiickt, gebogcn sit- 
zen. Hapus andau babekut ia mandjawet, den gan- 
zen Tag sitzt sie niedergebogen am flechten, (von 
Matten, etc.) 

BABELENG, belcbeleng, habeleng, drchend, sich 
drehen , (Rauch durch den Wind , — eine Schaar 
Vogel, durcheinander bin und wieder fliegend , etc.) 
Pabam paha takolokku, babeleng talo gitangku, hef- 
tig mein Kopfweh , es dreht sich alles (scheint sich 
alles zu drenen,) was ich sehe. — Bulangbeleng , 
putar beleng, heftig, stark drehend. — Mancanbeleng^ 
bin und her stossen, zausen, durcheinander zuusen. 
Riwut manambcleng lawin kaju, der Wind durch- 
zaust die Wipfel der Baume. — Hatambeleng , zer- 
zaust, gedreht werden; sich drehen, wirbeln. Rotik 
hatambeleng awi riwut, der Staub wirbelt durch den 
Wind. — Ulek hatambeleng, ein starker Wasser- 
strudel. 

B ABEND AR, i. q. adaadar; dieselben Ableitungen. 

BABENDJO, bendjobendjo , L q. aoaut; dieselben 
Ableitungen. 

BABENGAP, bengabengap, habengap, als gespalten 
(nur: der Kopf yon scbwerera Kopfweh.) Angat ta- 
kolokku babengap, das Gefuhl meines Kopfes als 
gespalten. — Kabengabengap , fortw'ahrend als ge- 
spalten. 

BABENGES, bengebenges, habenges, voll, unge- 
machlich fiihlen, (zu viel gegessen habend.) 

BABENGKvE, bengkabengka, habcngka, fest ge- 
schniirt, fest gegiirtet; schlank. Babengka ampie 
awi babat, schlank seine Gestalt durch den Giirtel 
(welclien er tragt.) — Barabengk&i alle geschniirt, 
schlank. — Kabtngk& , das geschniirt sein ; Schlank- 
heit. 

BABENGKONG, bengkobengkong , krumm sein, 
(der Ellenbogen oder imHandgelenk, durch Gicht^ etc.; 
krumme Finger: katok.) 

BABENGOK , bengobengok , mit vollen Ziigen 
(trinken.) Babengok ia mihop awi kateah belaie, 
mit vollen Ziigen trinkt er, weil er schr durstig ist. — 
Barabtngokj alle mit vollen Ziigen. — Paham ka- 
bengoke mihop, mit grossen Ziigen trinkt er. (Das 
(icton und die Bewegung der Kchlc beim hastigcn 
Trinken ist mit in babengok bcgrifl'cn). 

BABERAT, beraberat, rauch, sprodc fiihlen. Ba- 



berat baungku injaupku hong danum kcro, rauh 
mein Gesicht, ich babe es in schmutzigem Wasser 
gewaschen. — Baberat angatku awiku malem paham 
mamenda andau, sprode mein Gefiihl, weil ich ge- 
stern viel in der Sonnenhitze gestanden habe. — 
Baraberat, iiberall, am ganzen Korper rauh fiihlen. — 
Kaberat, d. rauhe, sprbde Gefiihl. Paham kaberat 
angatku, mikah manjalumo dapit, heftig mein spro- 
des Gefiihl, vielleicht wird sich die Haut spater ab- 
loscn. 

BABEREP, bereberep, platschcn (im Wasser.) Na- 
rai bereberep hetii, tiingap lauk? was platscht dort, 
schnappt ein Fisch ? — Baraberep, iiberall platschen. 

BABETER, s. eter. 

BABEUS , beobeus , schwach , geschwacht , (durch 
Krankheit;) traumerisch, faul. — Kabeus, Schwache; 
Faulhcit. 

BABEWAU, s. cwau. 

BABIAL, biabial, habial, viele dicht beieinander; 
in einem Klumpen. — Lalehan kara handalai, ba- 
bial ngahai penang, ei welch viele Wiirmer, in einem 
Klumpen so dick als ein Arm. — Bingkal bial, sehr 
viele dicht bei einander. — Barabial^ in vielen Klum- 
pen , iiberall in Klumpen. — Mambial , in einen 
Klumpen etc. zusammen thun, (z. B. das Haar zu- 
sammen drehen.) — Mambial arepe, sich zusammen 
roUen, (eine Scldange ,) in einen Klumpen zusammen 
kriechen, (Wiirmer.) 

BABIANG, biabiang, auf der flachen Hand tragcn, 
(Papier, Zeug, etc.) auf den Armen liegend tragen, 
(ein Kind, etc.) — Barabiang, alle etwas auf der 
flachen Hand odcr auf den Armen liegend tragen. — 
Narai imbit awen barabiang, was bringcn sie, es tra- 
gcnd auf der flachen Hand? 

BABIEP, biebiep, habiep, wimmeln. Paham kani 
uret pundang, babicp ampie, schr viel Maden im 
getrocknctcn Fleische, wimmelnd sein Vorkommen. 

BABlHAI,bihabihai,abhangcn, schloddern, (Kleider, 
Tragkorb auf dem Riicken , etc., die nicht gehorig fest 
sitzen.) Babihai idjangkumangotakikau, djaton ikan 
maku tumoe, mein Kinn hangt ab vom ermahnen 
dich (= ich habe es so oft, anhaltend gethan, dass 
mein Kinn vor Miidigkeit gleichsam herab hangt,) 
doch willst du nicht folgsam sein. — Barabihaiy alle 
abhangen. — Mambihai j abhangen lassen. Buhen 
ikau mambiliai tapihm sampai param mamala, war- 
um lasst du deinen Rock abhangen bis dein Hin- 
terer gesehn wird? — Kabihai, d. schloddrige Ab- 
hangen. 

BABUiAI, bilabilai, nambilai, dick; umgebogen, 
(d. Unterlippe, der Rand von Tdpfen, Tasscn.) — 
Barabilai, alle umgebogen. KaJbilai, die Dicke, das 
dick umgebogen sein. 

BABILAR, i. q. babirar. 

BABILOI, bilobiloi, sich frcmd, auf einen Abstand 
halten, (nicht vertraulich sein.) Limbah klahingku 
dengae magon babiloi ia, nach meinem Streite mit 
ihm halt er sich fortw'ahrend fremd. — Habiloi, sich 
gegen einander 'auf einen Abstand halten. — Ba- 
rabilot, alle sich gegen jemand fremd halten. 

BABBSGAT, s. ingat. 

BABINTAR, bintabintar, miide, ermiidct, (die 
Augen, von langcm Wachen.) Pcsam tabela babintar 
matangku mahaga ikau, toh ikau tulas dengangku, 
als du Jung warst, wurden meine Augen miide um 
dich zu unterhaltcn, jetzt bist du fiihllos (hart) ge- 
gen mich; (sagt eine Mutter strafend zum undank- 
baren Kindc.) — Mamintar matae , seine Augen er- 
iniidcn. Aku wai mamintar matangku manonggo 
huma hapus alcm , nur ich crmiide meine Augen , 



BAB. 



BAB. 



23 



bewache das Haus die gauze Naclit. (Niemand 
lulil mir.) 

BABINTIH, bintibintili,habintih, barabintih, dicht 
aiieinander stehn, (nur von den Beinen vieler Men- 
achen.) Babintih pain olo beta, djaton taraselat, 
dicht zusammen stelin die Beine der Menschen dort, 
(i. e. viele Menschen dicht beieinander) man kann 
ntcht swischen durchkommen. — Mamtntih arepc, 
ftich in Mcnge dicht zusammen stellen. 
BABIOH, biobiob, babioh, i. q. babaih. 
BABIONG , (bas. Sang. =: mandjala) mit einem 
djala (Sort Fiscbnetz) fischcn. 

BABIKAR, birabirar, habirar, roth, triefend, (die 
Augen.) Limbali iii haban magon babirar matae , 
seit er krank gewescn ist, sind seine Augen noch 
immer entziindet. — Barahirar^ alic roth, entziindet 
seln. — Mambirar maid, die Augen entziinden, sic 
roth triefend machen^ (z. B. einc Krankheit.) — 
Kabmtr, Entziindung, Rothc der Augen. 
BABISAK, i. q. bapisak; s. pisak. 
BABITONG, s. ilong. 

BABO, (malaiiach, = ajang,) Kindcrmagd. 
BABODEK, bodebodek, fett und giatt, (besonders 
▼on Kindern gebraucht.) Bahalap awaum, babodek, 
schun dein Saughng, fett und glatt. — Barabodek^ 
alJe dick und glatt — Kabodek , Fettheit und 
Ghittheit 

BABODENG, i. q. babodek ; dieselben Ableitungen. 
BABADO, bodobodo, (malaiisch, = hafaumong,) 
ziemlich dumm. 

BABOHAK, bohabohak, stark sprudcln, auf- aus- 
»prudeln; (Wasscr aus der Quelle, Blut, — auch 
sich stark crbrechend.) — Barabohak, alJe stark 
sprudcln. Kara lowaugdanum barabohak awiudjan, 
aJle Quellen sprudcln stark durcb den Regen. — 
Mangcmibohak, ngambohak, i. q. babohak, — auch 
cansatiT , sprudeln , aufsprudeln , aufwelJcn machcn. 
Badjai mangambobak beta, das Krokodill macht das 
Wasser dort aufsprudeln. — Kambohak, das Aus-, 
Aufsprudeln. 

BABOHAN, ein unter einem lii'mptling stehender 
Stamm, Clan. Bakapal babohae, sein Stamm, (dcs- 
sen Hauptling er ist,) ist zahlreich. 

BABOIIANG, bohabohang, gelichtet, rein gckappt, 
oflfenj (ein Weg, Fliisschen, das Buscliwak etc. wog- 
{lehauen. — Kabohang , das rein, ungehindert, of- 
ien sein. \ 

BABOHAU, weglaufen, entlaufen. Djari telo toh 
djipengku babohau , dies ist schon mein 3'. Sclave 
welcher fortgelaufen ist. — Mambohau, machcn dass 
jemand fortlauf^, ihn dazu ans))orncn, ihm heifen. — 
Hababohau, oft, immer zum Fortlaufcn veranlasscn. — 
Jf\imUM>haUy der immer weglauft; der immer weglau- 
fen macht; d. Weglaufen, Flucht. iEla mancwus olo 
ta, ia pambohau, kauf den Sclavcn nicht, er ist ein 
Wcglaiifcr. — Ikau pambohau olo, du bist jemand 
der andcrc immer weglaufen macht. — Kangkwe 
pambohae , wohin sein Weglaufen , = wohin ist cr 
grflohen ? 

BABOHEK, bohebohek, fett, dick; (nur von Men- 
iefaen.) Barabohek, alle dick, fett. 

B.\BOIIO, bohoboho, barabaho, in grosser Menge 
und einer Richtung zusammen (gehn, fliegen, schwim- 
men; stehn: hakarereng.) Baboho lauk tama sungai, 
in dner grossen Schaar kommen die Fisclic in das 
Flusscben. — Bohobahuen, ununtcrbrochen in grossen 
Scbaren hinter einander. — Mamboho arepe, sich 
in eine f^^sse Schaar vcrsammehi und fort bewcgen. 
BABOHOI, bohobohoi, lang und dick, (derBauch, 
Lntericib.) 



BABOHOT, bohobohot, abgleiten, (z. B. ein Rleid 
von einem Stricke, iiber welchem es hangt;) ab-, 
ausfallen, (z. B. der Boden eines Topfes;] eingesun- 
ken (sitzen, z. B. auf einem Stuhle in welchem ein 
grosses Loch ist.) 

BABON, auS langsame Weise, im langsamen Tempo 
den Gamalan (s. d. Wort) bespielen; beim babon 
wird nur ein gandang (grosse Trommel,) gebraucht. 
Andre Spielweisen sind: kambing batampo, kaden- 
tjong, djunggut batang, sarama (s. d. Worter.) 

BABUAP, 8. uap. 

BABUJAH, bujabujah, habujah, dick und weich, 
schlaif, (das Fleisch, der Korper der Menschen.) Olo 
ta habujah berenge , der Mensch ist dick und schlaff 
von Korper. — Barabujah, alle dick und schlaif. — 
Kabujah, die Dicke und Schlaif belt. 

B.\BUJOK, bujobujok, habujok, unansehnlich , 
nicht schon; langsam, faul, unbeholfen; (dies letz- 
tere nicht habujok.) Olo ta habujok, djaton ba- 
kcna , der Mensch ist unansehnlich , nicht htibsch. — 
Olo ta bujobujok bagawi, der Mensch arbeitet faul; 
(zuglcich: unbeholfen.) — Barabujok, alle unan- 
sehnlich, faul. — Kabujoky Unansehnlichkeit, etc. 

BABUKAT, bukabukat, habukat, breit und voll, 
rund, ausgewachscn (Brust und Riicken.) — Bara- 
bukat, alle breite, voile, gewolbte Briiste, Riicken 
haben. — Kabukat, das gewdlbt sein. 

BABUL ANG, s. ulang. 

BABULENG, bulebuleng, i. q. babodek, doch mehr 
von erwachsenen Menschen und Thieren gebraucht ; 
dieselben Ableitungen. 

BABULEP, bulebulep, schnell und stark; (der 
Schall der Katambong, Trommeln, wenn viele und 
in schnellem Tempo geschlagen werdeu.) Paham 
augh katambong olo beta, bulebulep, stark das Ge- 
ton der Trommeln der Menschen dort, laut schal- 
lend und wirbelnd. — Barabulep, iiberall, in vie- 
ien Hauscrn, laut und wirbelnd ertonen. 

BABULUP, bulubulup, leer, sonder etwas. Tahi 
ikau halisang, toh buli babulup, bitim bewai, lange 
Zeit bist du auf Reise gewesen, und nun kefarst du 
ledig zuriick, deine Person nur; (bringst sonst nichts 
mit.) — Barabulup, alle leer, ohne etwas verdieut, 
erworl)en zu haben (zuriick kehren.) 

BABUMUR, s. unmr. 

BABUNAU, bunabunau, hoch und iiberall stehn , 
(Wasscr auf dem Felde, es iiberschwemniend, gebrauch- 
licher ist: tinatinau.) — Barabunau, hoch stehn auf 
vielen Feldern. 

BABUNiE, Imn'abun'a, ungespriichig , ernst; dumm, 
einfiiltig. — Olo ta babuna, djaton pahakotak pa- 
hura, der Mensch ist still und ernst, er halt nichts 
von vieleni Sprcchen und Scherzen. — Bara- 
bund, alle ungespr. — Mambuna arepe, sich ernst 
oder dumm stellen, (ohne es zu sein.) — Kabund, 
Ernst, etc. 

BABUNDONG, bundobundong, iippig, khiftig, 
(Pflanzen.) — Barabundong , alle iippig, kriiftig. 

BABUNGAN, d. First (oben die Kante des Daches 
der Hiiuser; auf dem Verdecke der Bootc.) — 
Kambom haiak babungan huma, tap! kapintarm 
djaton, deine Liinge zusammen mit (du bist so gross 
bis zur) First, aber dein Verstand nicht, = bist 
dumm. — Tulang babungan, der Firstbalken. 

BABUNGKAT , verziehcn , (in ein anderes Zimmer, 
Haus , Dorf oder Land.) Hadat ita genep hapus apat 
lima njelo ita babungkat, unser Branch ist je nacli 
4. bis 5. Jahren verziehcn wir. — Barabungkat, alle 
verziehen. — Bungkabungkat j als verziehend. lii mim- 
bit kara ranioe, bungkabungkat ample, er nimmt 



24 



BAB— BAD. 



BAD. 



alle seine Sachen mit (auf Keise,) als ob cr vcr- 
Ziehen will. — Bungkatbangkaten ^ oft, bestandig 
verziehen. — Pungkatpangkelah , alle zusammen ver- 
Ziehen. — Mamungkat, habuns;kat dengan, verziehen 
machen, vcrsctzcn. Mamungkat huma, ein Haus 
versetzen. — la djari mamungkat kani djipengku 
lepah akae, cr hat alle meine Sclaven zu sich Ziehen 
lassen, (hat sic gekauft; auch: hat sic dazu ange- 
setzt, iiberredet; die Sclaven haben das Rccht zu 
verziehen, wenn sie jemand (inden der sie kaufen 
will.) — Hababungkat, habungkabungkat , bestan- 
dig verziehen machen, zum Verziehen anreizen. — 
Tarabungkat, konnen versetzt, zura Verziehen bewo- 
gen werden. — Pamungkat, der oft verzielit; der 
oft versetzt, zum Verziehen anreizt; das Verziehen. 
Pamungkat ikau bara Lopak anakku matai, als du 
von Lopak verzogst, starb mein Kind. 

BABUNGKO, ein Geback, Mehl und Zuckcr in 
Pisangblattern gekocht. (s. auch bungko.) 

BABURAH, buraburah, haburah, besch'amt, ver- 
legen; errothen, (das Gesicht.) Baburah baue awie 
impahawen olo , roth sein Gesicht , weil er beschimpft 
durch Menschen. — Baraburah, alle beschamt. — 
Kaburah, Scham, Verlegcnheit. 

BABURAI, 8. urai. 

BABURAK , ein Vogel , etwas kleincr als eine Taube, 
schwarz mit weissem Halse, Hals und Beinc lang, 
Schwanz kurz; Icbt von Wasserinsecten. (s. auch 
burak.) 

BABURAR, buraburar, haburar, breiig, zu lange 
gekocht, (bciss;) auslaufen, (ein Auge etc., Eiter aus 
Schwaren.) Badjakan knain aso baburar imuno olo, die 
Eingeweide des Hundes kommen heraus, man hat 
ihn gestochen. — Baraburar, alle auslaufen, aus- 
kommen. • — Mamburar, auslaufen, auskommen ma- 
chen; breiig kochen. Kaju mamburar matae, Holz 
(wogegen er stiess) hat sein Auge auslaufen gemacht. 

BABURI, buriburi, ein- oder ausfliessen, (sanft, 
wenig; stark: babohak.) Arut ita djalaneu , baburi , 
unser Boot ist leek, (Wasser) lauft hinein. Dalian 
himangku buriburi magon , das Blut flicsst noch im- 
mer etwas aus meiner Wunde. — Baraburi djalanen 
arut, das Boot ist iiberall leek , iiberall liiuft Wasser 
hinein. 

BABURIH, runde, gelblichc Kugeln, von ver- 
schiednen Arten Blumen gemacht; man zerreibt sie 
und parfiimirt , reibt das Gesicht damit ein. — Ha- 
baburihy baburih haben, gebrauchen. 

BABURONG, im Ganzen, ungezahlt. Aku djari 
mamili enjoh baburong sakiping, tawaugku pirakah 
satali, ich babe diese Kokosuiisse im Ganzen ge- 
kauft, fiir 2. fl. , ich weiss also nicht wie viele fiir 
i fl. (Vielleicht von burong, Vogel, die man im 
Fluge nicht gut zuhlen kann.) 

BABUTAT , butabutat , dammernd , (anfangen Tag 
zu werden, des Morgens.) la batolak haiak babu- 
tat ndau, er verzog als es d'dmmcrte heute Morgen. 

BADA, s. badibada. 

BADAHAS , i. q. badasak ; dieselben Ableitungen. 

BAD4I, i. q. das gebrauchllchere wadAi. 

BADAK, d. Nashom. — Weiblicher Name. — 
Tanah Sambas- habadak, das Land Sambas hat 
(z= es leben dort) Nashorner. — Badabadakj plump, 
kurz und dick. — Barabadaky alle plump. — Ka- 
badaky Plumpheit. 

BADAMAR, das Fest der Mahomedanen nach 
dem Ablauf des Fastcnmonats ; man ziindet dann 
viele damar (mal. ; daj. njating) Harzlichter an. 

BAD AN, ein Kleid ohne Aermel. 

BADANGiC, massig, (im Esson und Trinken.) — 



I Badangddanga , dadang'a , dangiidanga , ziemlich mas- 
sig. — Baradanga, alle massig. — MandangS, mas- 
sig machen. Puna babungu i&, awe tau mandangac 
er ist einmal gefrassig , wer kan ihn massig machen 
Kadangd, Miissigkcit. 

BAD4P, 8. dap. 

BADARAH, (has. Sang. = badaha,) bluten. 

BADASAK, eilcn, eilig. Aku badasak buli, icli 
kehre eilig zuriick ; auch : beschleunige meine Riick- 
kehr. Prentah badasak, Eilc erheischende Befehle 
die gleich ausgefiihrt sein woUcn. — Mandcuak, ba- 
dasak dengan, antreiben, beeileu. — Manandasak 
mandasandasak , etwas antreiben. — Hadadasak, ha- 
dasadasak, oft, bestandig antreiben. — Kadasak 
die Eilc; das Antreiben. — Pandasak, der gem 
alle antreibt. 

BADEK, ein 6—9. ZoU langer Dolch, nur aul 
etner Seite scharf ; der Griff stcht nach der scharfer 
Scite bin. — Habadek, ein badek haben, ge- 
brauchen. 

BADERA, wird zur Vcrslarkung hinter babes 
schwitzcn (s. abes,) gefiigt. Babes badera, starl 
schwitzen. 

BADEREP, einstiirzen , einfallen ; (ganz oder theil- 
weise.) Humangku baderep awi kutoh parai, meir 
Haus ist eingcfallen, (auch: hat sich gesenkt] durcl 
die Menge des Reisses, (welchcr darin lag.) — Pa- 
ham kahabae, djari baderep knaie, heftig seini 
Krankheit, es ist ganz eingcfallen sein Bauch. — 
Daderepy derederep, als eingefallen; ein wenig ein- 
gefallen; stark, laut, hart (sprechen.) Kaderederep 
fortwahrend etwas eingefallen; fortw'ahrend laut schal- 
len. — Baraderep , iiberall , auf vielen Pl'atzen , oder 
alle eingefallen; iiberall laut ertonen. Genep hum; 
augh balian baraderep, in alien H'ausern erschalli 
der Gesang der Balian, (Zauberweiber.) — Derep- 
darepa , ganz und gar und iiberall eingefallen ; sehi 
laut iiberall schallen. — Manderep , einfdlen machen 
die Stimmc erschallen lassen. — Tcaraderep, einge- 
stiirzt werden konnen. 

BADI, Grund, Ursach. Badin ta, desshalb. Ba- 
din aku, um meinetwillen. — Badibada, badiba- 
dian, wegen, Ursach sein. Badibadian awie akt 
balang kuman , er ist die Ursach dass ich nicht esse 

BADI, wird nicht allein gebraucht, aber zu grOs- 
serm Nachdruck hinter percs, Krankheit, gesetzt. — 
Mambadij krank machen, wird nur von denBinjai 
und Rangasbaumen gebraucht, welche, gefallt wer- 
dend , durch ihre Ausdiinstung Schwellungcn etc. vcr- 
ursachen. — Binjai puna pambadi, der Blnjaibaum 
hat die Eigenschaft krank zu machen. 

BADIDI, 8. mandidi. 

BADIKIR, singen, betenetc. aufmahomed. Weisc, 
Ita olo ngadju, kal'ah manjangen, ala badikir tu- 
mon olo masi, wir sind Dajacken, lasst uns man- 
iangen, (auf daj. Art singen, erzahlen), nicht badi- 
kir wie die Maiaien. 

BADIL, Fcuerwaffen, (Kanonen etc.) Habadil, ein 
Feucrwaffe haben, gebrauchen. , 

BADIRI, erlioht werden (in Rang;) emannt wer- 
den. la haru badiri djadi bakas, er ist vor kurzcm 
zum H'auptling ernannt. Mandirij ernennen, cr- 
hohen. 

BADJADJA , i. q. ' das gcbniuchlichere badjual , 
mandjual, vcrkaufen; wird oft zur Verstarkung hin- 
ter badjual gefiigt. Hong Salat olo badjual badja- 
dja, in Singapore treibt man starken Handel. 

BADJADJAK, (has. Sang.) gehen, betreten. 

BADJAI, Krokodill. — Die badjai sind Sclaver 
der Djata, (Wassergotter ;) sie hal)en menschliclu 



BAD. 



BAD. 



•23 



Gostalt , uud crscheineii a]» Krokodill verkleidct nur 
auf der Oberwelt; man bringt ihnen Opfcr, uiid 
wagt sie durch Zauberer (panfj^areran ,) iiur danii 
tddten zu lassen, wenn die Blutrachc es fordert, 
wenn ein naber Verwandtcr durch sic getddtet ist. 
BADJAK, mannlichcr Name; (mal. Sceraubcr.) 
BADJAKAH, alle Arten Ranckcngewachse, Schling- 
fiflanzen. — Badjakali knai (docb auch oft ohnc h 
in dieser Bedcutung;) Eiiigewei<le , Gedarm. — Pa- 
ni badjakah, Reiss welchen mao ausleiht. Parai 
toh djaton kinan, ingkesku akan parai badjakah, 
dieser Reiss ist nicbt zum esscn, ich bcrge ihn iim 
ibn aussuleihcn. (Ein bezeichnender Name; cr ist 
gewdhnlich von der schlecfaiesten Sortc, und da er 
100 — 150 pCt. tiagt, verwickelt or und saugt die 
armen Schuldner aus, grade wie die riesigen Sehling- 
pfluixen Borneos die Baume verderhen.) — Afan- 
djakakj babadjakah, sicb an etwas aufschlingen , 
(Bofanen and andre Gewachse.) — Habadjakah, vol! 
badjakah sitzen. 

BADJAKA?^, i. q. das gebruucblicherc panjcngok, 
Fenster. 

BADJALEANG, (bas. Sang. = baputi) weiss. 
BADJANDA, (bas. Sang. , docb auch im gcw. Daj. 
gebrauchlich ,) umherliegcn ; fauUenzen. Ikau bclom 
badjanda aka olo, djaton tawan human ita, du lebst, 
licgst (lungers!) in den Hausern auderer Leute um- 
ber, kennst unser Haus nicht, = hist nie zu Haus. 
BADJANDJAM, geschickt , behcnde , (im Arbciten.) 
BADJANG, Hirsch. — Ampim lingalingai kilau 
badjang, du gehsi den Kopf und die Schultern be- 
wegend wie ein Hirsch. — Kambom ombet insurok 
badjang heUng pakam, djaton kapintarm, dcinc 
Grdsse hinreichend dass ein Hirsch zwischen deinen 
Beinen durchlaufe, abcr du bist nicht vei-standig. — 
Laleban tuki olo beta kilau badjang belep, heftig 
das Rufen der Menschen dort, wie ein (im Wasser) 
▼ersinkender Hirsch. Ikai djaton raakn irentah olo 
baputi, kalah djadi bawoi badjan sasindii, wir wol- 
len nicht von den weissen Lenten behcrrscht wcrden , 
Usst uns lieber nur Scliweine und Hirsclie werden, 
(i. e. im Walde zerstreut leben.) — Kahaian paliam 
hahadjang^ Kahaian hat viel Hirsche, es lebcn dort 
'id- — Babadjang, badjabadjang , als ein Hirsch, 
(von Crestalt, Art.) stark, kriiftig, gross; — nur 
Hirscfafleiscli. Djari tahi badjabadjang iM^iti kinan 
ita, feit langer Zeit essen wir nur Hirschfleisch. — 
Kabadjang, Grdsse, Starke. 

BAIXJANGEAH, i. q. das gebiikuchlichere lent ah, 
weiss blinken, schimmern. 

BADJANGKANG , viel Raum einnchmend, ausein- 
ander stehend; viel fordernd. Idja kabi;hate katil 
ti djaton memen aku muntc, tapi paham badjang- 
kang, hinsichtlich der Schwerc der Bank, das ist 
nithts, ich konnte sie laden (in mein Boot,) aber 
siecTfordert viel Platz. — Aku handak masawA anake, 
tapi paham badjangkang aughe, ich wolltc seine 
Tochter heirathen, aber zu viel fordernd seine Wort c, 
fer macbte den Mund im Fordern zu wcit auf ) — 
Mwuijangkang , auseinander stehn , etc. — Kadjang^ 
kang^ das auseinander stehn, viel Raum einnchmen. 
BADJANGKAU, iiberschlagen , (beim Flechten; 
wo man einzelne Strange nehmen miisste, 2. odcr 3. 
nefamen.) — Baradjangkau ^ iiberall iibergeschlagen , 
(fine Matte, die nachlassig geflochten ist.) — Dja- 
ifomgkam, djangkadjangau , ein wenig, bier und da 
ubergeschlagen. — Kadjangkau^ das Uebcrgcschla- 
tm sein. 

BADJANJI , d. Biene. Bakapal olo beta kilau ba- 
djanji, zablreich die Menschen dort wie Bieucn. — 



Paham badjanji niindjam edan, stark Icihen die Bie- 
nen Zweige, i. e. keine Nahrung findend fliegen sie 
bestandig von einem Zweige zum andern, (wird spcit- 
tisch gesagt von solchen, welche in gdiehentn schO- 
nen Klcidcrn pninken, selbst arm sind; auch von 
solchen, welche stets von einem Hause ins andre 
laufen.) Bienenschwarme sicb dicht bei oder in 
einem Dorfe niedcrlassend bedeuten Zank und Streit. 

BADJAR, s. adjar. 

BADJARAH (bas. Sang. = manjarongan) vorsetzen 
(Essen.) «Badjarah manjang, setz ihm Pinang vor. 

BADJARENGKAI, schdn gebaut, licblich von 
Gestalt. 

BADJARI, (bas. Sang. = hatuudjok,) Finger ha- 
bf^n. Basilo rohong, badjari pulange, seine Nagel 
sind Schwerter, seine Finger als SchwertgrifTe , (sagt 
man von tapfem Leuten.) 

BADJARUAK, s. ruak. 

BADJ ARUNGKONG , mit dem Rucken aus- 
stehen, (ein Fisi^h aus dem Wasser, Schwein aus 
dem Grase, etc.) 

BADJAU, i. q. das gebrauchlichere djohor, See- 
r'auber. Dieselben Ableitungen ; ausserdem noch : 
habadjau , schwimmend im Wasser spielen , einander 
fangen, untertauchen , etc. 

BADJAWA, i. q. balu djawa. 

BADJAWAK, Leguan, kleine Art Krokodill, winl 
bis 7. Fuss lang. — Mannlicher Name. 

BADJAWAN, (bas. Sang. = supa) finden, be- 
gegnen. 

BADJAWO, i. q. badjangkang; auch; dick: lii 
badjawo berenge, sein Leib nimmt viel Platz ein, 
= er ist sehr dick. — Die Ableitungen dieselben. 

BADJA-Ll, eine lange, grassartige Wasserpflanze ; 
wird gegcssen. 

BADJEA, durch den Blitz getodtet. la matai ba- 
djea, er starb durch den Blitz getddtet. — Badjca 
djari batu =-= basaloh, verstcinert sein. — In Ka- 
haian zeigt man ein banama badjea, ein versteiner- 
tes Scliiff, (cs ist ein einigermassen danach aus- 
sehender Felsblock;) der djaragan, Kapitain hatte 
seine eigenc Mutter geheirathet ; daher die Strafe. — 
Talo badjea, Unwetter, Ungewitter, Gewitter. — 
DJeadjea, djadjea, djadjena , dienadjena , unziemlich 
(Worte, Thaten , ^odurch man badjea werden kann.) 
(Unziemlich in diesem Sinne ist's z. B. wenn man 
einem Menschen oder Thicre einen andern , unpassen- 
den Namen giebt , oder etwas von ihm sagt , was gegen 
seine Natur ist , z. B. von der Laus dass sie tanze, von 
der Ratte dass sie singe, von der Fliege dass sie Krieg 
fiihre , von einem Menschen dass er eine Katze etc. zur 
Frau odcr Mutter babe; — wenn man lebende Thiere 
begriibt und sagt: ich begrabe einen Menschen , (nicht 
das Begraben ist Siinde, sonderu das Sagen ,) — wenn 
man einen Frosch lcl>endig schindet, und dann sagt : 
nun hat er seinen Rock ausgezogen, — und derlei Pec- 
cadillos mehr; peccata dagegen sind schon erlaubt ; docli 
es gehurt auch alle Blulschande hierber.) Djcadjea 
aughm , haus matiii ikau ? deine Worte sind unziem- 
lich, verlangst du zu sterbcn? — Afandjm, durch 
den Blitz todten, (der Njaro, der Herr des Blitzes 
jemanden.) — Mandjea arepe^ sicb durch unziem- 
liche Worte odcr Thaten dem badjea aussetzen. 
Mandjea mandjadi batu, versteiner«i machen. — 
Bulau kadjea, mit Messing vermischtes, verfalschtes 
Gold. — Hadjadjea i. q. halalea, verspotten. — 
Djapadjea, schaffen, s. d. Wort. 

BADJELENG, djadjeleng , dieledjeleng , geschwind, 

schnell, schleunig; bald. Badjeleng matai, schnell 

I sterben. Manandjon*^ badjeleng, geschwind gehu. — 



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26 



BAD. 



BAD. 



Baradjeleng, allc sclinell. — Mandjeleng, liadjeleng 
<leiigaii, bescbleunigen ; sur Eile aiuetzeo. — Hadjt- 
hng sama arq)c, eanandcrzurEileermuiitern. — Jt/an- 
djandjeleng, mandjclendjeleog, cin bischen beschleuni- 
geu, etc. — HadjadjeUng ^ hadjeledjeleng , oil, immer 
bescbleunigen. — Taradjeleng , beschleunigt werden 
konnen. — KadjeUng, Eile, Geschwindigkeit. Pabam 
kadjelengm buli , du bist sehr bald zunickgckehrt — 
Pandjeleng ^ der gem, imraer bescbleunigt , etc. 

BADJENTA, freundlicb; licbreicb; offenbereig. 
Badjenta ia manjarungan it a, freundlicb bewirthet 
cr una. — Badjentadjeniay djadjeiita, d]entadjcnta , 
ziemlicb freundlicb. — Baradjenta , alle freundlicb. — 
JPangkadjenta, am freundlicbsten. — Mampadjtnta, 
freundlicb macbcn , (z. B. durcb Gescbenke.) — Ka- 
djenta, Freundlicbkeit. 

BADJERiEH, djadjer'ab , djeradjerab , logiscb , deut* 
licb, iibcrzeugend, (Worte,) — Mandjerah^ logiscb, 
deutlicb sprecbcn, erzablen. lii tau mandjerab sa> 
rita , er weiss eine Gescbicbte in der Ordnung (Punct 
fiir Punct) zu crzi'iblen. — Kadjerah, logiscbe Ord- 
nung, Dcutlicbkeit. 

BADJEWONG, lippig, krikftig, getund, scbnell 
und kraftig wacbsend ; fnicbtbar ; (lebende Gcscbopfe 
und Pflanzcn, Acker;) Badjewong paraim, dein Reisi 
Ktebt gut. — Djadjewong y djewodjewong, badjadje- 
wong, badjcTK'odjewong , ziendicb uppig etc — Ba~ 
radjewong^ alle iippig, krafUg. — Pangkadjewong , 
am kraftigsten, gesundesten. — Mandjewong, mam- 
padjewong, frucbtbar, kraftig macben, (z. B. den 
Grund dadurcb dass man ihn brcnnt , Pflanzen durcb 
Mist.) — Mandjandjewong , mandjewondjewong, et- 
was, ein wenig misten, etc. — Hadjadjewong , ha- 
djewodjewong, oft, immer frucbtbar etc. macben. — 
Kad/ewong , das iippige , kraftige Wacbsen , Kraft. — 
Hadjandjewong , (bas. Sang.) i. q. badjewong. 

BADJI, ein Keil. — Mannlicher Name. -^ Baue 
hatadjim kilau badji, sein Gesicbt ist so scbarf als 
ein Keil , (sagt man spottend von magcren Menscben.) 
Amon djaton tungkang dcngan badji, kwaka ia ba- 
gawi, wenn kein Stock und Keil da ist, (= wenn 
er nicbt tiichtig angetrieben wird,) wie wird er ar- 
beiten! — Habadji, einen Keil baben; zusammen- 
gckeilt sein. — Afambadji, babadji dengan, ancin- 
andcr keilen ; (z. B. Baumstamme zu einer Flosse.) — 
Mamhadji manjilab, durcb Keile spalten, spleis- 
sen. — Hababadji, babadjibadji, oft, lange Zeit 
mambadji. — Tarabadji, zusammcngekcilt werden 
konnen. — Kaju akan telo kabadji, Uolz fiir 3. St&ck 
Keile. — Pambadji, der allcs zusammonkeilt. 

BADJIHAU, i. q. das gebraucblicbere badjewong ; 
dieselben Ableitungen. 

BADJIK, i. a. das gebraucblicbere wadjik. 

BADJI LEK, Ekel, Abncigung baben. — Aku ba- 
djilek kuman bawoi, icb luibe einen Ekel Scliwei- 
nefleisch zu cssen. — BjadjiUk, djiledjilck, badja- 
djilek , badjiledjUek, etwas Ekel baben. — MandJiUk, 
badjilek dengan, Ekel baben, yerabscbcuen , (tran- 
sit) Amon ikau badjilek kuman liawoi , ala ikau man- 
djilek olo idjii kumae, wenn du Ekel bast Scbwei- 
nefleiscb zu essen , verabscbeue die nicbt wclcbc es e»- 
scn. — Hadjifek sama arcpe, Ekel, Abneigung vor 
einandcr baben. — Mandjandjilek, mandjilendjilek , 
elwas Ekel hnhcn. — Hadjadjilek, badjiledjilek, 
oft, immer verabscbeuen. — Mampadjilek, padjilek, 
Abkehr, Ekel crwccken. iEla ikau mampadjilek ia 
dengan sawae, flosse ihm kcine Abneigung gegen 
seine Fnm ein. — KadjiUk, Abneigung, Ekel, Ab- 
scbeu. — Panjileky den alles anekelt, der leicbt, 
alles vcrabscbeut; — ein Zaubermittel , ciu Holz, 



weldic man feiii gerieben unter jemands Essen tbut , 
um bei ibm Ekel gegen andre zu erwecken. 

BADJING, mannlicber Name. (Bandjarscb: Eidi- 
bom.) 

BADJOHA, freigebig, mUde. -> Badjoba mipak, 
zu freigebig. Badjoba mapak baka djadi djipen, zu 
freigebig sein ist der Weg um Sclav zu weraen. — 
Djadjoba , djobadjoba , ziemlich milde. — MandjokOj 
mampadjoba, milde, freigebig macben. Alo ikweawc 
djaton olib mampadjobo ia, tangkalau kabiate, nie- 
mand kann ibn freigebig macben, zu gross ist sesn 
Geiz. -- Kadjoha, Freigebigkeit, Mildtbatigkeit. — 
Baradjoha, alle mi\d ; pcmgkadj oka , am freigebigstcn. 

BADJOHAN, s. barabadjoban und budjobadjohaii. 

BADJOHAU, (bas. Mantang.) i. q. badjuwi, gern 
tadeln, s. djuwi. 

BADJOKO, einc Secscbildkrote, 1—1^ Fuss lang, 
scbwarzlich mit gelber Brust; wird gegcssen. — 
Len^angku kembang iigabai badjoko, meine Hand 
ist gcscbwollen, so dick als ein badjoko. — Eine 
badjoko auf eincm Reissfelde ist ein Ungliickszeichen. 

BADJU, Jacke, Oberkleid, (vorn nicht ofFen, ge- 
wobnlicb durcb Frauen getragen; das vorn offiic 
Oberkleid, von Mannern getragen, beisst klambi. 
Die von Frauen getragnen badju reicben etwas un- 
ter, die von Mannern nicbt ganz bis an die Huf- 
t-en.) — Badju rakong, ein sebr enges, unten kcine 
Scbiitze babendcs badju. Badju silak, weiter, mit 
langen Scblitzen. Badju salam, sebr weites badju. 
Badju korong, durcb Manner getragenes badju. — 
BabadjUy badjabadju, babadju, ein badju anhaben. 
Ia babadju, bandak madja birab, sie bat ein badju 
an , will wabrscbeinlich einen Besucb macben ; (denn 
im Hause sitzt man mit nacktem Oberleibe.) — Ha- 
badju auch: sicb ein badju anuebn. — Mambadju, 

i'emandem ein badju anziebn; fiir jemand ein badju 
Laufen, es ibm verscbafTen. Paba baliai aku, mam- 
badju arepku mabin dia olibku , sebr arm ich , kann 
mir nicbt einmal ein badju anscbaffen. — Tartt-' 
bacffu, mit einem badju beJileidet werden kdnncn; 
jcmandem eines anscbaffen kdnncn. — Telo kaba- 
dju, (Zeug fiir) 3. Stiick badju. 

BADJUGIT , tanzen und spielcn lasscn , und xwar 
7 scbon gescbmiickte M'didchen von verscbiedner 
Grosse. Es miissen 7. sein, weil die Santan (s. d. 
Wort,) die Patroncsscn aller Tanzweiber, ihrcr 7. 
sind. Ucbrigcns bat das budjugit k einen Bezug auf 
den Gotzendienst , gescbiebt nur bei froblichen Festen. 

BADJUMAS, seidner mit Gold durcbwirktcr Stoff, 
gcbraucbt fiir sindjang, Sbawls. 

BADJUMBANG, (bas. Sang. = balongkang ,) um- 
fallen, sterben. 

BADJUNGAN, Sort Rottan, wird daumendick; 
wertblos; kann nicbt gesplissen und zu Flecht- 
werk gebraucbt werden; man bindet Btiffel damit 
fest , etc. — Pabam kipengku dengan bua ta, iw'abku 
ngabai badjungan, gross meine Begierde nacb der 
Frucbt, mein Spcicbel so dick als ein badjungan, 
(ist von beftiger Begier so dick zusammengeUufen.) 

BADJUNGGAT, padjunggat, badjunggit, abglei- 
ten, (z. B. ein Brett von ciner Bank auf der es 
nicbt recbt mitten auf lag;) iiberscblagen , auf kip- 
pen , (z. B. eine Bank , wenn man sicb auf das eine 
Endc setzt.) iEla mingkes lading saran medja, ba- 
djunggat karab, leg das Messer nicbt auf die Kante 
des Tiscbes. es wird abgleiten. — Djadjunggai^ 
djunggadjunggat , badjunggat, djadjungit, auf und 
niedcr kippen, wippeln, (z. B. ein Stiick Holz, wel- 
cbes mit dem Mittelpuncte auf einem Steine etc. 
liegt,) stampfen, scbwankcn, (ein Boot durcb die 



BAD. 



B.VS— BAG. 



27 



Wcileo.) Hadf'adjunggat , hadjunggadjunggat, einwe* 
nig anf iind nieder kippen. — Kadjunpgadjunggat , 
immer, anhaltend djadjunggat. — Baradjunggat , 
aUe djadjunggat. — Mandjunggat^ mandjunggit, iia- 
.dymiggat deogan, abglciten, wippen, iiberschlagen 
macheu. Mandjonggat mandjawut djifai, Pfostenaus 
<lcx Erde aiehn durch Mittel eines Uebebaumes. — 
JBadjunggadfurnggat, badjadjiinggat, oft, immer man- 
fljtuiggat. -*- Kadjunggat^ (seltener : djunggat,) das auf 
uod nieder Stampen (eiues Bootes, Schiffet.) — Pa- 
j^tmggatj der gern alles abgleiten, iiberschlagen macbt. 

BADJUNGKA^^G, padjungkang, kadjuogkaog, in 
die Hdhe stehn, (der umtere Tbeil von etwas was 
feCdlen isL) la lawo badjunglLang , er fallt so, dass 
seiDe Beine in die Hohe scblagen. — Kaju badjung- 
kaog ban saran tiwing, der Baum ist vom Rande 
des Ufers das unterste nach oben gefallen. — Dja- 
djvmgbeaig, djungkadjungkang, schrag stehn ; stolpern. 
HniBa djadjungkang, handak balongkang, das Haus 
slelit acbrag, will um£allen. iEla mina pisau dja- 
djungkang, padjok olo, leg das Messer nicht schrag 
(mid xwar die Spitze nach oben,) es kdnnten Men- 
schen sich daran stossen. Djadjuiigkang aku bilak 
iawto, ich straucbelte, fiel beinahe. — Baradjung- 
isarngj alie schrag. — Djungkang djangking manan- 
dJoDg, stolpemd gehn, (stcife Bcinc oder einen Dorn 
ina Fusee habendL) — Mandjunghang arepe sewu 
danum , mil dem Kopfe voran ins Wasser springen. 
— Mamdjungkang^ wklzen, (nicht runde Dingc, son- 
dem I. B. eine Kiste uber K.ant.j — Taradjungkang^ 
gewalxt werden konnen. — la pangacfjungkang talc, er 
walzt alles, (was andre Menscben zu tragen pflegen.] 

BADJDNTO, sehr viel, bel Haufen. Pahiim ba- 
djtuito, dia ikau nahuang hatongae, du hastReissin 
Meoge, und willst ibnduch nicht ausleihen. — £>ja^ 
djumto^ djuntodjunto, in zieralicher Menge. — Ba- 
rmdiunto, uberall in Menge, (z. B. Reiss in alien 
Scbeunen.) 

BADJUPTT, oft gebraucht werden, (weil es be- 
qoem, geschiclLt ist) Djukung puna badjapit bara 
amt, djukong (kleine Bole aus 1 . Baumstamme) wer- 
deo after gebraucht (weil sie gemachiirhcr sind) als 
grdasere Bdte. Olo ta. badjupit imbit l)asara, l^aisa ia 
patjah kamanangan, der Menscli wird oft gebraucht 
bei Streitsachen, weil er geschickt im advocircn ist. — 
Kadjapit, das oft gebraucht werden. 

BADJURAH, freundlicb; oifenhcrzig; unerschro- 
cken, (im Sprechen.) Ia iKidjurah paiijarungan olo, 
er bewirthet frcundlich alle Menschen, =r ist sehr 
gMtfrei — la badjurah alo dengan olo hai, er 
spricht recht aus (oflfen, kiihn) sclbst mit grossen 
Henen. — Djadjurahy djuradjurah, badjadjurali , 
badjuradjorah, ziemlich freundlich, etc. — Bara- 
4^mrakj aUe freundlich, etc. — Mandjurak, roampa- 
djBiah, freundlich etc. machcn. Mvre tau manipa- 
djasah olo idja puna pahawen, wer kanu jcmand 
unerachfocken , (oifenherzig etc) macben, der von 
yMtur blode, achucfateni ist. 

BADJORAN, s. budjur. 

BAMURO, sidi nicht lassen abschrccken, durdi- 
«ctacn^ forcbtloft, kiihn; unverschamt. — Alo ara 
Ugalf badiiiro kea iii hagoet halisang, obwolil yiel 
A^bcr sind, cr setzt es durch, geht kiihn auf Reise. — 
Djadjwr}^ djurodjuro, badjadjuro, badjurodjuro, ziem- 
licb fnrcbtloa, etc. — Baradjuro, alle kiihn. — 
Kadfiwo^ das Feststehn auf seinem Willcn, Furcht- 
loBgkca, Kiihnheit, Unverschamtlieit. Paham ka- 
dJBioe Mudja humangku, djari ingahanaku ia, gross 
seine Unverscbamtheit, er besucht mein Haus, ich 
tube es ihm verboten. 



BADJUT, ein grosser aber flacher Korb von Rot^ 
tan, mit eiiger Oeffnung und weitem Bauche. — 
Habadjut, ein b. faaben, gebnuchen. — Uai akan 
telo kabadjut, RotUn fur 3. Stuck badjut. 

BADOA, basinta badoa, s. don. 

BADOADO, s. ado. 

BADUDUS, einen Kiinig, Sultan einsetzen. Ha- 
run olo badudus hong Bandjar, kiirzlich hat man 
in Bandjarmasin einen neuen Sultan installirt. — 
Mandudua, zum Kdnig erhcben ; (trans, mit folgendeni 
ObjecL) Padadusan, Thit>n. 

BADUKANG, ein cssbarcr SoeQsch, der Riicken 
dunkelblau, Bauch gelblich; lange Fiihlfaden; wird 
1 — 1^ Fuss lang. 

BADUKAR, nennt man einen lahmen, hinkenden 
Biiflfel, hadangan. — • Kwe badukar ita? woistunser ' 
lahmer Biiffel. — Spottend auch von Menschen gesagl. 

BADUL, zu weich, stumpf, unbrauchbar; (Messer 
etc, weil das Eisen nichts taugt.) Pisau ta badul, 
djaton tau hapan, dus Messer ist uubrauclibar, (zu 
Welches Eisen,) man kann es nicht gebraucheii. — 
Kabaduly W'eichheit, Stumpfheit. 

BADURAH, i. q. badjaruak, s. ruak. 

BADURl, Sortc dicker Bambu, griin und gelb 
gestreift. S. auch pantik baduri. 

BADURO, eine SclUingpilanze, mil laiiger bohnen- 
artiger aber nicht cssbarer Fruclit. 

BADUROK, s. hantuen. 

BADURON, (bas. Sang. = manalih,) zu jemand 
gehn. 

BADURONG, i. q. das gebrauchliohere banturong. 

BADUS, wassersiichtig ; geschwollen. Peres badus, 
kabadus, die Wassersucht. la badus awi puli, er 
ist gesdiwoUen durch Gift. Ralali kuman ujah bela 
badus, es ist gut Salz zu essen, aufdass man nicht 
wassersiichtig werdc — Badus nasi, geschwollen 
(voriibergehend, durch Erkaltung, etc.) — Babadus^ 
badubadus, etwas geschwollen, wassersiichtig. — Matn-' 
badus J aufkchwellen, Wassersucht verursachen. (Gift 
etc) 

BAGA, P«Jame einer in der Vorzeit lebenden sehr 
unziichtigen Frau, die das balak. Instrument zur 
Selbslschandung, erfunden hat. — Weiblichcr Na- 
me. — Babaga, bagabaga, als Baga = unsittlich, 
unziemlich, (nur von Frauen gebraucht.) — Mam- 
baga arepe, sich unsittlich^ zu frei betragen. — Ku" 
baga, Unsittlichkeit, Unziemlichkcit. 

BAGAI, Sorte, wird nicht allein gebraucht, nur 
mit sambarana; sambarana bagai, allerhaud Sorten. 
Bagabagai (mal. = sambarana) allerhand, alle Sorten. 
Bagabagai ampin talo, alle Sorten Giiter. 

BAGALABA, verzweifclnd. Bagalaba atiiie, djaton " 
paraba belom matai, verzwqiflend scin Herz, ergiebt 
nichts drum, ob er Icbt oderstirbt. 

BAGAMAT, s. gagamat. 

BAG AN AS, gaganas, ganaganas, unvorsichtig , 
nachliissig. Ikau paliam baganas maliaga talo, djaton 
tepa, pusit bapelek samandiai, du gehst sehr unvor- 
sichtig mit Sachen nra, kdnnen nicht bleiben , es 
bricht und knackt alles. — Baraganas, alle unvor- 
sichtig. — Kaganas, Unvorsichtigheit, Narhlassigkeit. 

BAGAPIT, tadji bagapit, der kleine Sporn, der 
sich am giossen Spom manchcr Uahne ik)c1i zeigL 

BAGARAK, (malaiisch, nur in Verbindung mit 
djaton, nicht, gebraucht.) Djaton bagarak, sich nicht 
bewegen, nicht voraus kommen. 

BAGARjt, (wohl stammend von ara, Name,) ge- 
nannt werden. Iii iKigarii basat, er hat den Namen 
(= man siigt) dass er ein Schurke sei. — Mang- 
gardy ncnnen, einen Namen gebcnj meinen, deu- 



4' 



28 



BAG. 



BAG— BAH. 



kea. ii^la manggara aku maliiig, iiciiiie niicli iiichl 
eiiieii Dieb. — Inggaraku id djari dumak, ich meinte 
cr sei schon gekommen. — Tcrnggard, zugesagt, ge- 
weiht, (an Gotzen, etc). Bawoi toh djaton tau in- 
djual, djari tanggara akan parapaii, dies Schwein 
kann nicbt verkauft werden, es 1st als Opfer ge- 
lobt. — Hatanggara sich einander elnen Beinamen 
geben um dadurch eines 3^. zu spottcn. Hat z. B. 
cin Freier einen Korb erhalten, nennt man sicli, 
so dass cr es hort: sabel'a, (d. Yerscbmabete.); ist 
jemand ctwas vor der Nase weg gebolt, ivas er selbst 
zu nehmen dacbte : sadjaun, (d. Betriibte). — Tang- 
gard, d. sich Nicknamen gcben. Narai tanggaran 
a wen ta, was bedeutet es, dass die 2. sich Nickna- 
men geben, = auf wen zielt es? 

BAGARIT, (bandjar. = mandop) auf Jagd gehn. 

BAGAWI, s. awi. 

BAGEMET, i. q. bagamat. 

BAGENTOI, (has. Sang. = harut) ein Boot ha- 
l)cn, gebrauchen. 

BAGET/EI, gagctai, getagetai, i. q. badjerah; die- 
selben Ableitungcn. 

BAGI, Theil, Antheil. Toh puna bagim, dies ist 
das dir zukommcnde Theil. Bagi iiaru'a, sabagi, die 
Ualftc, halb; sabagi auch: cin Theil. Djari sabagi 
ita akan Bandjar? Dia, ham sabagi djari, bagi dua 
hindai. Sind wir schon halb (Wegs) nach Bandjar- 
masin? Nein, erst 1. Theil ist, 2. Theile noch 
uicht. (Also ^.) — Zu grosserm Nachdruck wird bi- 
lah oder bia dahintcr gesetzt Bagibia, bagibilah, 
Theil; Antheil. Aku djaton bagibiaku dengan ra- 
mom, ich babe durcliaus keinen Theil an deinen 
Giitern. — Babagi, bagibagi, vertheilt. — Bcufi- 
bagia, uberall bin vertheilt. Kara ramoelepah bagi- 
bugia akan olo, alle seine Giiter sind an vielc Men- 
schen vertheilt. — Mamhagi^ liabagi dengan, theilen, 
austheilcn, vertheilen, mittheilen, gcben. Djaton aku 
mambagi ikau alo ikau blaku, ich gebe dir nichts, 
wenn du auch bittest. — Mit Nachdruck: mambagi 
mambilah. — Ilabagi, habagi habiah' (oder habilah) 
unter einander theilen. — Hababagi^ habagibagi, 
oft, lange theilen, mittheilen. — Tarabagi^ getheilt, 
raitgetheilt werden konnen, mogen ; irrthiimlich thei- 
len, etc. — Telo kab<igi, 3. Theile. (Kabagi nur in 
Verbindung mit Zahlen.) — Patnbagi, der gem 
theilt, mittheilt; die Theilung. Brangai aku tarimae, 
djari pambagi mantir, gut, ich will es annchmen, 
es ist die Theilung dcs Haupt lings, (durch ihn so 
getheilt.) 

BAGIMAR, ein Spiel: man macht einen Duit 
(Pfenning) mit Kalk auf einer Seite weiss, lasst ihn 
auf einem Brette drehen , und bedeckt ihn wahrend 
des Drehens mit einer Tasse. Dann muss gerathen 
werden ob die weisse oder die andere Seite oben licgt. 

BAGISAH, unruhig; veranderlich. Bagisah ampie 
olo ta, mikah aton kasalae, unruhig das Vorkommen 
dcs Menschcn, vielleicht hat er Bdses gethan. Ba- 
gisah manempo, bestandig von Herrn venindern, 
von einem Hcrrn zum andern laufen, (wozu die daj. 
Sclaven, wenn jemand ihre Schuldsumme bezahlt, 
das Recht haben.) — Gagisah, gisagisah, ziemlich 
unruhig. — Baragisah, alle unruhig. — Manggisak, 
mampagisah, pagisiih, unruhig inachen. Narai talo 
manggisah ikau, ikau djaton tau manetep, was ist 
PH das dicli so unruhig macht, so dass du nirgends 
bleiben kannst? (immer bin und her gehst, oder: 
oil verziehst.) — Kagisak, Unruhe, Unbestandigkeit. 

BAGTUGIUR, s. gagiur. 

RAGO, nianulicher >'aiiie. 

DAGOJOR, manggojor, miibbam, iaiigsam, (gehn. 



arbeiteii, wegen hohen Alters oder Kraukheit.) — 
Gragojor, gojogojor, ziemlich miihsam, langsam. — 
Baragojor, alle miihsam. 

BAGUNDA, i. q. badjaruak. Spur, Geleise haben, 
(ein Weg.) s. ruak. Bagunda wird oft dann gebraucht, 
wenn die Spur nicht durch Menschen, sondem durch 
Thiere oder geschleppte Baumstamme entstanden 
war. — Gagunda, gundagunda, etwas ausgetiefi, auis- 
getreten. — Baragunda^ alle bagunda. Kara djaUiD 
baragunda toh awi olo paliam baramo, alle Wege 
haben jetzt Spurgeleise, weil man viel BauhoU holt. 

BAGUNDJA, unruhig, (nur von Biiffeln gesagt, 
welche in ein Boot geladen sind.) 

BAGUNTAN, Name eines Flusschens in Pulope- 
tak, im Trusan. 

BAH, he, ei, och! (Ausruf der Venvunderung.) 
Mamam djari matai. Bah, djaton ia haban! Dein 
Oheim ist gestorben. Ei, er war ja nicht krank! — 
Bah, bah, bub, (gewohnlich als Prafix vor das Wort 
gesetzt,) plotzlich. Banduae lundjungku, pldtzlich 
nam er meine Lanze. 

BAUA, Schulter. Bahan taradju, der Wagebalken, 
Balken an einer Wage. 

BAH A, Blutschware, grosse Schware, Geschwiir. 

— Baha handipa, (Schlangenschware,)eine lange, ofl 
sich iiber cin ganzes Glied hinziehende Schware. — 
Baha karing tieRiegende innre Schwaren. — Baha 
pandalam, sehr grosse Geschwiire, wodurch der Lei- 
der gewdhnlich zum Kruppel wird. — Baha punti, 
ein Geschwell welches nicht zum eitern kommt ; halt 
oft Monate lang an. — Baha sambatang, grosae, 
langliche, tiefliegende Schware. — Djaton tau aku 
mamapak. baha hong lingkauku , manguit duhi hong 
likutku, ich kann nicht eine Schware an dereignen 
Stirn aufstechen, ausziehn einen Dom aus meinen 
Riicken, == ich kann nicht Richter in meiner eignen 
Sache sein, (sagt man, wenn der Hauptling eine Klage 
nicht annehmen will, und sie unter einander abzu- 
niachen anriith.) — BabakOy Schwaren haben. — 
Bahabaha^ als eine Schware. — Pambahaj oft an 
Schwraren leidend. 

BAHAJA, Gefahr. Bahaja awi asang, Gefahr von 
Feinden. Bahaja kahem, Gefahr um unter zu sin- 
ken; (ein Boot.) 

BAHA J AN, 8. barabahajan. 

BAHAJUT, (nur in Verbindung mit djaton, nicht, 
gebraucht) Djaton bahajut, djaton barahajut, schnell 
und ohnc Miihe. — K^ah aku mangahau akaku, 
djaton bahajut ia mawie, wohl, ich will meinen al- 
tern Bruder rufen, er wird es schnell und sonder 
Miihe machen. 

BAH A KEN, Stiche, Kmmpfe, die von den Scham- 
theilen ausgehend bis in die Brust aufsteigen. 

BAHALAI, offen, nicht aneinander genaht. — Ta- 
pih bahalai, ein Stiick Zeug, welches man nicht 
zu einem tapih, Unterrock, zusammen naht, son^ 
dcrn als Decke gebraucht. 

BAHALAP, gut, brav, reich, schdn; giinstig, 
freundlich. — Olo bahalap, wohlhabende Leutc. 
Andau idja bahalap, ein gliicklicher, giinstiger Tag. 

— BahahcUap, bahalahalap, bahalap, halahalap, ziem- 
lich gut, etc. ; (befchlend : sehr gut.) — Pangahtda- 
halap, alle gut, reich, etc. — Fangkahalap, am bes- 
ten, reichsten, etc. — Mampahcdap, etwas schdn ma- 
chen, in Ordnung bringen, schmiicken; versohnen. 
la djari mampahalap aku tinai dengan Nihin, er 
hat mich wieder mit Nihin versohnt. Ia mampaha- 
lap aughe hong baun olo, beken amon hong likut 
olo, er macht seine Worte schon (= gebraucht schoiic 
\>oitr^ im Gesichl der 31cnschcn, andcrs wenn cr 



BAH. 



BAH. 



29 



hiater ihrem Riicken ist. — Tarapahalap, schOn ge- 
mocht, etc. werden kdnnen. — KahcUap, Schonheit, 
Gute, Reichthum etc. 

BAHAMPAK, (bas. Sang. = batadjim,) scharf , spitz. 
Bttno bahampak^ eine spitze Lanse. 

BAH AN, mannlicher Name; (von baha, Schulter.) 

BAHANDJONG, (bas. Sang. = blua) herausgehn. 
Bahandjong siro, geh aus dem Hause. 

BAHANDO, zdgern, furchtsam, yerlegen stehn 
bieiben, (beschamt, furchtsam, wennman zujemand 
ffjduk will und es nicht recht wagt) ^a bahando 
bong mar, palus bewai , bleib nicht verlegen draussen 
stehn, komm nur herein. — Hahando, handohando, 
etn biscben zdgern. — Bewahando, alle zdgern. — 
Mampahando, machen, dass man zogernd stehn bleibt, 
(k. B. Gesank, welches man im Hause hdrt, etc.) — 
Kakando, das verlegene Zogern, Stehn bieiben. 

BAHANDONG, (has. Mantangai) i. q. habandong, 
ft. buidong. 

BAHANGGUT, i. q. pahanggut; s. banggut. 

BAHANGKA, schrag ablaufen, (die Schultem, so 
daM der Hals recht frei aussteht.) — Bafiahangkay 
bahangkahangka , etwas schrag, (die Schultem.) — 
Kahangka, d. Schragstehn der Schultem. 

BAHANGKANG, (bas. Sang, = bahalap;) schon; 



BAHANJAM, (bas. Sang. = imbungas ;) geschmiickt, 
fcuert. Babanjam djalatien, bahangkang puiu, er 
ist genert neunfach, geschmiickt zehnfach, (= sehr, 
nnpemein.) 

BAHANJONG, i. q. bahajong, s. liajong. 

BAHANTAL, (has. Mantangai) i. q. habanUl, s. 
bantal. 

BAHANTANG, t q. habantang. 

BAHANTAP, (bas Sang. = pahes) sUrk, hefUg. 
Salatan bahantap, heftiger Wind. 

BAHANTJAP, i. q. mantjap, s. autjap. 

BAHAR, mannlicher Name; (von mahar, gegen- 
ftlossen.) 

BAAASA, i. q. basa, Sprache. 

BAHASENG, (has. Sang. = bara tahaseng,) Athem 
baben. Babaseng pandjang, banjama ambo, langen 
Alhem haben und hoch von Mund sein, = langc 
leben. — Gewdhnl. Daj. : kraftig, mit starkem Athem; 
(tahatfng, Athem.) la ta paham babaseng sirapet, 
tampai meto tembus awi dameke, er schiesst sehr 
kxaftig mit dem Blasrohre, sodass die Thiere durch- 
bohrt werden von seinen Pfeilen. 

BAHASUT, ausfahren, (Geister aus jemandem.) 
IXewa numgumpang ik, bahasut handjulo, haiuli 
tinai, Geister besitzen ihn, (er ist besessen,) sie fah- 
rcB ana eine kleine AVeile, koramen wiederum zuriick. 

BAHAT, dieuntersten dicken, in die Hauspfosten 
f^LetUen Queerbalken; auf diesclben kommeii die 
naber aneinander liegenden, diinnem Gahagan, auf 
vdcfae dann die Lasab, Flur, gelegt wird. — Bahat 
levu, das Haupt des Dorfes. Rasdin ta bahat hapus 
Bandiar, der Resident ist das Haupt von ganz Ban- 
dfirmaain. — Mambahat, die bahat Icgen ; horizontal 
auatxecLen. Andau tob ita mambahat huma, heutc 
leppen wir die bahat unsres Hauses. — Tawa mam- 
bahat edae, der Tawabaum streckt seine Aeste hori- 
zoolal aus. — Habahat^ bahat haben. Humangku 
bafaahat kaboi, raein Haus hat bahat von Kahoi- 
Ml — Ramo akan apat kabahat, Bauholz fiir 4. 
Sitack bahat. 

BAHATA, "Wegzehmng, Proviant, Lcbensmittel , 
<lie man auf eine Reise oder aufs Feld mitnimmt. 
b hagoet manetes, bnhatae limii gantaii);, er geht 
I«n(tan s-chucidcn , seine Wcgzehrung 5. gantaiig 



(Reiss; da man taglich \ G. ndthig hat, will dies 
sagen : er wird circa 20 Tage ausbleiben.) — Habci^ 
hata, als Wegzehmng haben, mitnehmen. la haba- 
hatah rear bewai, djaton mimbit behas, er nimmt 
nur Geld zur Wegzehmng mit, nimmt keinen Reiss 
mit sich. — Mahata, mambahata, mit Wegzehmng 
versehn; bekostigen. Keton bagawiakan Rasdin, Ikwe 
mahata keton? Mahata arep ikai. Wenn ihr fiir 
den Resident arbeitet, wer bclkdstigt euch? Wir be- 
kdstigen uns selbst. 

BAHATA, das Fleisch zwischen dem Daumen und 
Zeigefingcr. — Amon kimpis bahata, djarang belom 
olo, wenn das Fleisch zwischen Daumen und Zei- 
gefmger ganz eingeschrumpft ist, bleibt ein Mensch 
selten am Leben. 

BAHATAK, i. q. habauk. 

BAHATAL, i. q. habatal. 

BAHiE, (bas. Kah.) i. q. barah^ gliihende Koh- 
len. Dieselben Ableitungen. 

BAHEDJER, i. q. bahidjir. 

BAHEKANG, em 2. Fuss langer Siisswasser-Fisch ; 
schwarzbrauner Riicken , gelblicher Bauch ; der Kopf 
spitz. 

BAHEKEN, den Leib auf die Ellenbogen oder 
Hande stiitzend. la mondok baheken lengae, er 
sitzt gestiitzt auf seine Hande. 

BAHEKEN, (has. Sang. == mahoroe) I'angs. Ma- 
namuai baheken hawon, reisen langs den ganzen 
Himmcl, (wcit, iiberall.) 

BAHEN, mannlicher Name; (von baha, gliihende 
Kohle.) 

BAHENA, i. q. bahenda, s. henda. 

BAHENDJONG, (bas. Sang. = bakas,! alt. Djari 
bahendjong toto bitim, du bist schon sehr alt. 

BAHENGKA, (bas. Sang. = hagoet,) weggehn. 

BAHENTENG, i. q. habenteng, s. benteng. 

BAHERANG, (bas. Sang. = ham,) kurzlicb, vor 
kurzem; jetzt erst. Matanandau baherang pandang, 
die Sonne fangt jetzt erst an warm zu scheinen. 

BAHESiEI, rdchelnd. Bahesiii tahasengku awiku 
ujuh, rochelnd mein Athem, weil ich sehr ermiidet 
bin. 

BAHEWANG, lang und schlank, (Menschen, Bauch 
und Taille klein.) — Hahetoang, hewahewang, ziem- 
lich schlank. — Kakewang, Schlankheit. 

BAHIMBING, s. imbing. 

BAHINAK, djaton hinahinak, noch lange nicht. 
iEla mcndah ia, bahinak (oder : djaton hinahinak) ia 
dumah,warte nicht auf ihn, er kommtnoch lange nicht. 

BAHINDJAK, (bas. Sang. = bahundjcng) irgend- 
wo auf stehn. 

BAHING, (has. Sang. = augh) Wort, Geton. Ba- 
hing bandil, das Krachen der Kanonen. 

BAHIRI, neidisch, abgiinstig; beneiden. labahiri 
aku tatau, er ist neidisch, dass ich reich bin. — 
Hdhiri, hirihiri, etwas neidisch, etwas beneiden. — 
Kahiri, Neid, Missgunst Malampangan kahiri, je- 
mands Neid erwecken, neidisch machen. — Haka- 
hiri, einander beneiden. 

BAHIRING, (bas. Sang. = impanjibi) gescharft, 
geschliffen. Dohong bahiring sarae, ein Schwert ge- 
schliffen seine Seitc. 

BAHIT, mannlicher Name. 

BAHO , ncnnt man ein Reissfeld vom 2 — 6. Jahre ; 
(langer wird es nicht gebraucht ; oft nur 2 — 3. Jahre ; 
im In. Jahre heisst es himba.) — Hindai aton bahoe 
dapit, amon dia ikau mahimbae helo, es wird spit- 
ter kein baho sein, wenn du nicht erst ein himba 
marhst, ("miihsamer Anfan};, gates Elide", sagt man, 
jcmandcii zu cincr miih:>aincn Arbeit ermiinternd; 



30 



BAH— BAI. 



BAl— BAK. 



himba von ciner Strccke Waldes macLcn ist natiir- 
lich 8chwer.) — Habahoy ein babo baben; scbon 
baho sein. Tanangku habaho, (Ijari dult njelo toh 
aka malae, mein Fcid itt scbon babo, dies ist dat 
Tfi Jabr dass icb es bearbeite. — Jtfont&aAo, zu babo 
macben. Aku djari malan njelo tob mambaho bc^ 
wai, puna djaion babalap pariiie, icb babe dies Jabr 
das Feld bestellt nur um babo zu macben, icb 
weiss wobi das der Reiss (auf bimba) nicbt gut wird. 

BAHOI, cin Gotze, der Sobn von Mabatara, der 
Bruder der Putir santang. — M'annlicber j^fame. 

BAHONDOK, s. mondok. 

BAHONG, 8. tingang babong. 

BAHOROE, baboroi, s. boroi. 

BAHOWOK, geraucbert, (Fiscbe, mit den Schup- 
pen und Eingeweide.) — Lasolaso baliowok, djaton 
toto mandang andau tob, es ist niir liiucberwarm , 
(dumpf and nicbt sebr warm ,) nicbt sehr warm 
heute. — MambaJiowok lauk, Fiscbe mit Schuppen 
und Eingeweide rauchem. 

BAHOWONG, (bas. Sang. = pasah,) Hiitte. Nang- 
kaulab bahowong, eine Hiitte errichten. 

BAHUA, i. q. tabcta, neu. Arut babua, cin neues 
Boot 

BAHUANG, Bar. — Dengedengcn babuang, et^ 
was taub, (so taub als ein Bar) sein. 

BAHUANG, (bas. Sang. = buang,) Wunscb, Be- 
l*ierde. Babuang pandjang, langc (i. e. starke) Be- 
gierde. 

BAHUJA, eine Art kleiner Froscfa. 

BAHUKAM, ein Fluss und Landstrich der Pari, 
norddstlich vom Dusonstrome. 

BAHULA, s. bobolbabula. 

BAHULAI, s. pakibu babulaL 

BAHULAN, ein Stuck Holz, in welches man das 
Eisen steckt, welches man gliibcnd macben und 
atchmloden will; vertritt beim Schmieden also die 
Stelle unsrcr Zange. 

BAHUM, gemeinschaftlicb (etwas tbun;) wird sel- 
ten allein gebraucht, haufig als Verstarkung binter 
Ams diesselbe Bedeutung babende Wort pakat gcsetzt. 
Dieselben Ableitungen als bei pakat. — Mannlicher 
Name. 

BAHUNANG, barahunang, (bas. Sang. = melai,) 
hlciben, verweilen. Babunang kadian Djalajan na- 
liiudjat, es verweilt der Besucb der SaLgiang nur 
knrze Zeit. 

BAHUNifil, ein nicbt sebr gross werdenderBaum, 
hdchstens 2. Fuss im Unfang; Uolz und Bast rolh- 
iich. 

BAHUNGAP, barahungap, (nur in Yerbindung 
mit djaton, nicht, gebraucht;) sich nicbt widerset- 
zen, keinen Widcrstand bietcn kdnnen. Djaton 
bahungap iii ta, amon aku manawau ia, er kann 
sich nicbt widcrsetzen, wenn ich ihn gefangen nebme. 

BAHUT, fruher, (vor einigen Monathen; ist es 
langer: bihin; von vielen Jabren: horan.) Kindjapia 
madja bahut, friiber besucb tc er uns oft. 

BAHUTiEI, ein fabelhafter schwaraer Hund; cr 
grcift, (naturlich ohne gesebn zu werden,) Menschen 
an, welche dann krank. werden, an heftigen Stichen 
und Krlimpfcn schuell sterben; auf der Leicbe er- 
scbeinen dann schwarze Flecken. Die Krankbeit bc- 
ginnt mit Fieber, der K5rper wird steif und labm, 
der Rranke phantasirt stark, die Brust rocbelt. — 
Olo ta inangkarap bahutai, der Menscb ist vom 
bahutai aogcfallen. 

BAIiEIiE, s. i^. 

BAING, dick auf einer Seite, (auf der andem nicht, 
das Gcsicht und andere runde Dingo.) Bua enjoh 



toh baing, djaton babalap, dicse Kokosnuss ist nt 
auf der einen Seite ausgewacbsen, sie Ist nicbt gu 
— Bctbaing, baibaing, etwas bafng. 

BAIR, mannlicher Name. 

BAJA, nur; ausgenommen, ausser, aber, aonden 
Baja ombet bewiii, nur zureichend, (bleibt uichi 
iiber.) Baja idja bewiii sondauku , icb fiind nur eint 
Djaton olo beken madja baja i&, nlemand besucli 
uns ausser ihm. — i£la ikau omba, baja melai boo 
huma, geh nicht mit, sondem bleib im Hause. - 
JBabaja (bajabaja) ombet, nur eben (kaum) binrei 
cbend. 

BAJAN, kleiner griiner Papagai. — > Miuinlicb< 
Name. 

BAJANG, Kreiscl, Pindop, (Spiekeug (ur Kin 
der.) — Habajang^ mit einem Kreisel spielen. — 
Babajang, bajabajang, als ein Kreitel. Babalap bun 
tlse, babajang ampie, sie bat scbdne Waden, als el 
Kreisel ihre Gestalt. — Mambajang, zum Pfande set 
zcn, (etwas gleichsam sum Kreisel macben, mach c 
laufen wie und wobin es will.) Gebraucht, wen 
man pado, einen Process, eine Klagsacbe beginne 
will, und man kein ampar amak (Sporteln ftir de 
Hiiuptling, welche vorausbezahlt werden miissen. 
aucb kein gadai (Pfand, dass man etwaige Buase 
tragen will) hat Aku pado, tapi djaton ramongki 
mambajang takolokku wai, icb will processiren, abc 
ich babe keine Giiter, wobl, ich macbe meine 
Kopf zum Kreisel, (verpfande ihn, will Sclav werde 
wenn ich verliere.) Kaju akan telo kabajcmg^ Hoi 
fur 3. Stuck Kreisel. 

BAJAR, malaiiscb) L q. tabor, Bezahlung. ^ 
Mambajar^ babajar, habajar dengan, bezahlen. - 
Ilababajar, habajabajar, immer, oft bezableu; I 
kleinen Posten abtragen, bezahlen. — Tarabajaty be 
zahlt werden kdnnen. 

BAJAT, kabajat, Geschwiktz, Gezank; (vonFnuien 
Maimer: bitak.) — Weiblicber Name. — Laleliai 
bajatc, es ist zu arg mit ihrem Gezank. — BabajOi 
geschwatzig, zankisch. — Bajabajat^ ziemlich ge 
scbwatzig. — Habajat, schwatzen, zanken. — Mam 
bajat arepty sich ans Schwatzen, Zanken uberf^dien 

BAJAU, ein gerade aus stebendes, \\ Fuss langc 
zweischneidiges Messer; wird als Waffe gebraucht — 
Mannlicher Name. — HabajaUy ein bajau baben 
gebraucben. 

BAJO, kabajo, das verdorben sein; das verdor 
bene; (nur von gekocbten und dann zu lange be 
wahrten Spcisen; gebrauchlicher basi, wobinter baj 
oft gefugt wird.) Paham kabajoe djaton tarakiiian 
zu sehr ^n verdorben sein, es ist nicht zu essen. — 
Ikau maneiiga bajo bewiii, du giebst nur Vcrdorbe 
nes, (immer nur alte Speiscn vom vorigen Tage.) — 
BabajOy verdorben. Bajobajo, etwas verdorben. 

BAJOR, ein im Innren Bomeos wacbsender didic 
Baum; das Holz sehr weich. 

BAK, chinesiscber Tusch. 

BAK, platschl — Bak ia lawo danum, platsd 
fallt er ins Wasser. — Mebak, platscbend, zatchou 
(wenn man etwas durchbaut, etc.) Ikau bahanj 
malawan aku, mebak igh ikau inedjepku, du wagi 
mir zu widerstehen, ziscbcnd (blitzscnnell und ge 
waltig) wirst du von mir mit dem Schwerte ge 
haueu. — Mebamebakj bamebamchak, flnhalleiM 
platscben. Andau udjan mebamebak baliai, der Re 
gen platscht stark herab. — Kamebak, das Platscben 
Ziscben. — Barakamebaky sarakamebak, stark un< 
iiberall platscben. 

BAK A, babaka, wie doch, was doch, fiir was 
um zu, so dass; fortwahrend, immer. Baku talo tii 



BAK. 



BAK. 



31 



was doch fiir Sachen das, =: fiir was dochdas! (ist 
iiicht genug, man kann nichtsdamit machen.) Baka 
iolih, wic M>llte das doch konnenl (es kann nicht.) 
Peres baka matai, eine Krankheit um zu sterben, = 
etne tSdtliche. — Mvre baka gawi, wer um es zu 
thun, = wer will, soil es thun. Baka Ikaikah, 
furchtbiir, furchterlich. — Kihau baka nibau talo awim, 
veiioren, immer rerloren Dinge durch dich, = du 
▼erlient immer, alies. Bari baka ban djaton balute, 
Reiss immer nur Reiss, keine Zukoftt. 

BAK AH, (bas. Mautangai) i. q. badjakab. 

BARAKA, ein von Fischen lebender Raubvogel, 
eiwas kleiner als eine Taube; ghiner Riicken, gelbe 
Bmst; Fosse und Schnabel roth; dcr Schwanz kurz. 

BAKAKAHEM, s. kahem. 

BAKAKAI, weit geborsten, auseinander stehn; (z. 
B. Bu reife Friichte.) 

BARAKIR, 8. akir. 

BARAKIS, 8. akis. 

BARAKUJO, s. kakujo. 

BAKAL, Stoff, Material. •— Narai indu bakal 
aret? Tabalien. Was ist das Material des Boots!" 
(woroii ist es gemacht?) Eisenholz. — Bakal banii, 
Material eines Ehemannes, = Bniutigam. Bakal sa- 
waogku, meine Braut — Ikau iudu bakal inggan- 
tong olo, du vrirst nocb gehangen werden. — Ha-' 
bakal ^ barabakal. Material fiir etwas haben; zum 
Stoff baben, (z. B. ein Boot habakal Eisenholz.) — 
Babakal^ bakabakal, habakal, barabakal, im rohen, 
nidftt geiM>rig ausgearbeitet. Kara gawim uras haba- 
kal, djaton mahin djari, alle deiue Arbeiten sind 
nor so ins robe bin, nicht eine ist gehorig vollcndet. 
— Mambakal, habakal dengan, ins rohe arbeiten. 
Mam bakal besai, Ruder ins robe arbeiten, (ihncn 
nor die ungefahre Gestalt geben, um sie sp^ter vol- 
lends auszoarbeiten.) Aku maLin mam bakal bewai, 
bindai tolo wajabe, ich fange nur vorlaufig an nuf 
dem Feldc zu arbeiten, (kappe Gras und Busch- 
werk weg,) es UX noch nicht die rcchte Zcit (um es 
viikJidi zu bestellen.) — HababakcUy habakabakal, 
immer, alles nur ins rohe bearbeiten. — Kahakal, 
Bohbeit, nnvollendetcr Zustand. — Pamhakal, Name 
etnei niederen Haupt lings, wclcher Sachen nur vor- 
Infig abmacben kann. 

BAKALAH, s. alah. 

BAKAL.4^GAN, i. q. bakaliangan, s. kaliangan. 

BAKALAR, i. q. hakarar, s. karar. 

BAKALATI, (has. Sang.) i. q. mangalati, s. ka- 
Uti. 

BAKALIKTR, i. q. bakarikir, s. karikir. 

BAKAL1L1NG , i. q. das mehr gebrauchliche baka- 
iiling, rund umber. 

BAKALTNDA, s. linda. 

BAKALINGOLINGO, (bas. Sang.; doch auch im 
fevdhnl. Daj. gebraucht,) verlangen, (nach Mcnschen, 
Orlen, IMngen, die man schon kennt, also eine Art 
Hdmweh.) Bakalingolinfzo huangku buli akan Ban- 
djar, ich babe grosses Verlangen wicder nach Ban- 
djarmirin xu gehn. 

R4KAM, ein kleines Topfchen, (z. B. ein Tin- 
twifiM,) — Bakam bakatak, (Froschbakam) lunglich 
•val, ichmal, grun; b. bangau, weiss, rund; b. ba- 
i^ar, (segeindes b.) achteckig, gelb oder griin; b. 
Mb, (Stein bakam,) griin, rund; b. kasa, ein gl'a- 
bakam. — • Habakam, ein bakam haben, ge- 
— grosse Blasen haben, (Oehl von Ko- 
\j kocbend.) Djari habakam tarae, tnkep 
Midiis, es giebt schon grosse Blasen beim Aufko- 
<Wn, dicht das Oehl, =: das Oehl ist fast fertig, 
fcklart. — Babakam, bakabakam, als ein bakam. 



Narai talo beta babakam ample? was ist das dort, 
welches wie ein bakam seine Gestalt? 

BAKAMBAN , (bas. Sang.) i. q. baliau. s. liau. 

BAKAMBAT, ein Flusschen unten in Pulopetak, 
nach der Pflanze kakambat so genannt. 

BAKAPAL, dick, (pUtte Dinge; runde: hai;) dicht, 
zahlreich. Papan bakapal, eine dicke Planke. — Ba- 
balap tanan olo hetii, bakapal parUie, gut die Felder 
der Menschen dort, dicht steht ibr Reiss. Bakapal 
olo beta, es sind dort viel Menschen. Bakapal dja- 
wape, er widerspricht immer. — Bakakapaly baka- 
pakapal, ziemlich dick, etc. — Pangakapahapal, alle 
dick, iiberall vieL — Mangapal, mampakapal, pakapal, 
dicker machen ; vcrmehrcn. Pahalau manipis papan katil 
tti, laku beken hapa mangapale, zu diinn aas Brett 
jener Bank, hoi ein anderes, um es dicker zu machen, 
(es noch aufs andere zu legen.) Bahali ita ilpat ma- 
mangun huma, kalah ita mangapal bitin ita, miih- 
sam wir 4. richten das Haus auf, lasst uns unsre 
Zahl vermehren, (noch Heifer suchen.) — Kakapal, 
Dicke; grosse Anzahl. 

BAKAR, mjknnlicher Name ; (im Malaiischen : bren- 
nen). 

BAKAR A , eine Art Affe , wird bis 4. Fuss lang, 
hat eine lange, weiche abhangende Nase, sehr ranch, 
Arme und Beine braunroth , Nacken und Brust 
weisslich , Schwanz lang , die Stimme ein dumpfes 
rochelndes Geton. 

BAKAR AM ANG, i. q. bakarambang, s. krambang. 

BAKARIK, gcnau durcbsucht, (wird seltner allein 
gebraucht , oft als Yerstarkung hinter bakikir ge- 
sctzt.) — Afangarik, liakarik dcngan, genau durch- 
suchen. — Hakakarik , hakarikarik, oft, lange mang- 
arik. — Kurakkarik^ alles genau durchsucht, durch- 
wiihlt. — Pangartk, der gern, alles durchsucht. 

BAKARUT, s. arut. 

BAKAS, alt, ein Acltester, Hauptling; als ein Al- 
ter, la djari bakas, cr ist schon alt. Kaju bakas, 
alte Baumo. Bakas lewu, Hauptling des Dorfes. — 
lu Ixakas aughe, cr spricht wie ein Alter. I& bakas 
bua rangas, aku djaton paraba ia, er ist alt als die 
llangasfrucht , ich scheue mich nicht vor ihm. (Die 
Frucht des Rangasbaums ist bitter, wird nicht ge- 
braucht, also: obwohl er alt ist, er ist doch ein ar- 
mer, nicht sbedeutender MensclL) — BabakaSy baka- 
bakas, kltlich. — Pangabakabakas, alle alt ; alle (sind) 
Hauptlinge. — Pangkabakas, der klte^te. — Tom" 
bakas, der Ulteste unter Geschwistem. Ikai hampa- 
hari hanja biti, Saloh tambakas ikai, wir sind unsrer 
8. Briider, Saloh ist dcr alteste von uns. — Manam- 
bakas, jemanden zum Hauptling marhen. — KabakaSy 
Alter. Paham kabakase, djari howan, hoch sein Al- 
ter, er ist schon greiss. 

BAKASALAN, s. sala. 

BAKASAN, i. q. bangkasan. 

BAKASI , (vielleicht Ton asi ,) hcndich , dringend 
bitten; wird nur gebraucht in Verbindung mit ba- 
tawar, dingen, abdingen. Aku bakasi batawar intu 
ikau, djaton hapaku manahor sukup , ich bitte dich 
herzlich etwas zu erlassen an meiner Schuld, Ich 
hal>c nicht um voll zu bezahlen. 

BAKASINGEN, s. basingen. 

BAKATAK , Frosch. Frdsche werden von den Daj. 
gem gegessen. — yEla manggurak anak awan , iU 
kilau tulang bakatak bewai, schiittle den Saugling 
nicht, er hat nur Knochen als Froschknochen; (so 
weich.) Lalehan augh olo beta, kilau bakatak ma- 
gas, stark das Gerausch dcr Menschen dort, als wenu 
Frdschc in Menge kommen. 

BAK.\TAN, s. kata. 



32 



BAR. 



BAR. 



BAKATOKEP, (has. Sang. = tokep ,) dicht , 
iiahe. 

BAKAU, ein Baum, wuchst dicht bei der See, 
die GesUlt fast als Trauerweiden ; von der Wurzel 
niacbt man Pfeile. — Habakau, bakau irgends wach- 
sen. Heta habakau, dort sind Bakaubaume. 

BAKAiiM , hakaum , noch im gemeinschaftlichen 
Besitze, noch nicht getheilt. Ontong ita halisang 
hindai imbagi, ikai mahagae hakaum, der Gewinn den 
wir auf unserer Reise batten ist noch nicht getheilt , 
wir bewahren ihn noch gemeinschaftlich. — Kau- 
kaiim, als in Gemeinschaft besitzend (z. B. ein Boot 
gebrauchen.) — Pangaum, der sich oder seine Giiter 
gem mit andem assodirt. 

BAKAWIT, 8. awit. 

BAKiEHEKiEHES, s. mangkahes. 

BAK^I, Art kleiner Affe, wird bis \\ Fuss gross, 
greis, die Brust heller, hat langen Schwanz, seine 
Stimme : kirr&h. — Kw'aka ia djera, hindai toto imu- 
kul , djera bakai inetek ikohe , was sollte er abge- 
schreckt sein, er ist noch nicht gehdrig geschlagen, 
ist scheu als ein Bakai dem der Schwanz abgehauen 
ist, = nur fur kurze Zeit. — Bakabakai, als ein 
Affe. — M anarunan bakai, einen Affen herab holen , 
herabbringen , nennt man das folgende Spiel: man 
windet jemand ein grosses Tuch um den Kopf, uber 
das Gesicht her , worauf 2. Menschen ihn an dem 
Tuche schiitteln und bin und her ziehn und drehn, 
otwa 10. Minuten lang; es wird dabei ein langer 
Zauberspnich in malaiischer Sprache hergesagt. Der 
also Geschiittclte ist dann etwa \. Stunde lang als 
toll, lauft andem nach, sucht sie zu beissen, etc. 

BAKiEKiEI» s. akai. 

BAKEBEKEBER, s. kakeber. 

BAKEDJUKEDJUT , s. kakedjut. 

BAKEIP, werden die guti, Lause» an Leichen ge- 
nannt, sobald ein Mensch gestorben ist. — Habakep, 
Lause haben. Hantue paham habakep, seine Leiche 
sitzt voll L&use. 

BAKEREKEREK, s. kakerek. 

BAKEROKERUS, s. kakems. 

BAKESEK, kesekesek, schnell wieder weggehn, es 
eilig haben, (bei Besuchen, nicht lange bleiben.) iEla 
pahalau bakesek, busik helo, geh nicht so gleich wie- 
der fort, spiele erst, (i. e. bleib etwas sitzen, lass 
uns zusammen sprechen, etc) — Barakesek, alle 
bald wieder fort gehn. — Mcmgesek, hakesek dengan, 
mampakesek, pakcsck, jemand anmuntem, andrin- 
gen um bald fortzugehn. — Kakeaek, das Eile ha- 
ben, schnell wieder fortgehn. — Pangesek, der im- 
mer zum schnellen Weggehn anreizt, forttreibt. 

BAKETEP, geduldig; getreu; anhaltend; stand- 
fest. Ia baketep bagawi, djaton maku malajan, er 
arbeitet anhaltend, will nicht aufhoren, (ausruhen.) 
Alo sawac magon marajap, ia baketep dengae, ol>- 
wohl seine Frau sich fortw'ahrend schlccht betriigt, 
halt er sich getreulich zu ihr. — Kateketep, ziem- 
lich anhaltend. — Baraketep^ alle ziemlich anhal- 
tend. — Pangaktteketep, alle anhaltend, etc. — Ma- 
ngetep arepc , mampaketep (oder paketep) arepc , 
sich an etwas wcihen, hingeben, geduldig und stand- 
fest bei etwas bleiben. la mangetep arepe malan 
bewiii, er halt sich nur an die Feldarbcit, (thut 
nichts anderes.) Ia mangetep arcpe dengan tempoe, 
olo indjara olo djaton kea maku mindah, er bleibt 
standfcst bei seinem Herm , obwohl er geschlagen 
wird, will er doch nicht fort|;ehn. — Kaketep, Ge- 
duld, Standfestigkeit, Anhalten. 

BAKT, eine im Innren Bomeos wacbsende Pflanzo , 
die Blatter werden als Sirihbl'atter gchraucht 



BAKI, Rolle. Bakin tali, eine Rolle Strick. (] 
depa, Klafler, gehn gewohnlich auf ein baki.) 

BAKIBAKIP, s. babakip. 

BAKIEKIEP, 8. kakiep. 

BAKILAH , (bas. Kahaian) i. q. lawo , fallen. - 
Mangtlah, hakilah dengan, niederwerfen; auswerfei 
Ingilahku ia bara huma, ich babe ihn aus dei 
Hause geworfen. Djari mangilah andau, der Tag i 
gefallen , (es ist gegen Abend.) — Hakilah, einand< 
stossen, niederwerfen. 

BAKINJIKINJI, s. kakinji. 

BAKIPAI , (has. Sang. = hakitik) Flossen habei 
Lauk lanting bakiting buno, bakipai timpong, d< 
Lantingiisch hat Lanzen als Schuppen, Tirapongzei] 
als Flossen. 

BAKITING, (bas. Sang.) s. bakipai. 

BAKNAI , (bas. Sang. = haknai ,) einen Bauc 
haben. Baknai bulau, einen goldenen Bauch habei 

BAKO, gestollt, geronnen ; d. Geronnene; — dumn 
unbehiilflich; Dummheit. — Bakon undus bawoi tai 
bakon olo djaton tarahapan, das Gestollte des Fel 
tes des Schweines kann (gebraucht werden,) di 
Dummheit eines Menschen ist nicht zu gebrauchei 
(sagt man einen unbehiilflichen Menschen schel 
tend.) — Babako, bakobako, als geronnen, ein wc 
nig geronnen, etwas dumm, ungescbikt. — Pan^ 
kabako^ am dummsten, unbehendesten. — Barabah 
alle etwas geronnen , etc — Pangabakobako , all 
geronnen, dumm. — Mambako, mampabako, pabaki 
gerinnen machen; vcrwirren. Narai talo mamhak 
ikau, was macht dich so verwirrt ? — Kabako, d. gc 
ronnen sein; Dummheit, Unbchiilflichkeit , Verl< 
genheit. 

BAKOBOKOBUT, s. kakobut. 

BAKOHAS, (bas. Sang. = malangkah) iibertretei 
Bakarak pctah apangku, bakohas djandjin amaku 
verbrochen der Befehl meines Vaters, iibertreten « 
die Verheissung meines Oheims. 

BAKOHIT, i. q. bakuit, s. kuit. 

BAKONG, eine Wasserpflanzc ; sie wachst an Ae 
Ufern der Fliisse, oft weit in den Fluss hioeii] 
und es werden dann bei starker Fluth oft gam 
Inseln davon weggespiihlt. Der Stengel wird gegei 
sen; die langen breiten Blatter gebraucht man ai 
talusong, als die aussere Umhiillung der Harzlicli 
tor. — Habakong, bakong irgendwo sein, wachsen. 

BAKRAIN, s. karain. 

BAKUAKUAU, s. kakuau. 

BAKUHIT ATiEl, i. q. babuhit atiii, s. buhit. 

BAKuM, der Ruf der Tabuan, (eine grosse gran 
Taube.) Bakiim augh tabuan heta , da lasst die Ti 
buan inren Ruf horen. 

BAKUMIS, i. q. bakamis, s. kamis. 

BAKUMPAI , mit Kumpai , einer grossen Wassei 
pflanze , bcwachsen. — Name der Stadt und d( 
Landstrichs Marabahan. Olo Bakumpai, Menachc 
von Marabahan. 

BAKUNTENG, ein kleiner essbarer Pilz, oU 
weisslich, unten braun; wachst auf faulem Holze, 

BAKURA, 8. bakurbakura. 

BAKUT, eine Krankheit; sie fangt mit Anschwe 
len der Fussgelenke an, und steigt nach und luu 
auf bis zu den Knieen; die Bcine werden sehr dk 
dadurch; die Schwellungen sind schorfig; zu ZeRi 
brechen die Anschwellungcn auf, dann bcginnt d 
Fleisch zu faulcn, doch dies nur selten; oft ab 
entziinden sich die Anschwellungen , und veru 
sachen dann heftige gichtische Schmerzen und Fi 
ber ; die Krankheit ist ungencslich , doch kann nu 
I alt dabei werden , audi liindert sir gewohnlith a 



BAR— BAL. 



BAL. 



33 



Arbeiten nicht. — Babakut ^ die Krankhcit Bakur 
haben. — BaktUmkut, aJs Bakut; eiii wenig am Ba- 
kut leiden. — Barahakut, alle am Bakut Iciden. 

BAKUT, ein runder, sehr dicker aber kurzer, 
etva 1 Fuss langer Fisch. 

BAKUTIK, anhaltend, uiiahlassig (an etwas erin- 
nem, etwas vomicken, verweiscn.) Pahalau bakutik 
ikau manahiu perkara idjii ta magomagon, allzu un- 
abllssig erwahnst du der einen Sache immer und im- 
mer. — KutikutUc^ ziemlich aniialtend, unablassig. — 
Barakutik, pangakutikutik , alle anhaltend. — Ka- 
tatiky das anhaltende, unabl'assige Dringcn, Kriii- 
nern, etc 

BALA, 8. lawang bala. 

BALABAT, (bas. Mantangai,) i. q. habantang. 

BALADAU , cin kleiner zwcischneidigcr Dolch ; 
der Griff steht recht aus in ciner Linie mit dem 
Messer. — Hahaladau^ ein Baladau haben, gebrau- 
chen. 

BALADJAR, (bas. Mangk.) i. q. badjar, s. ^adjar. 

BALADJUR, (bas Mangk.) i. q. haradjur, s. radjur. 

BALADOK , als blind sein , (etwas nicbt (inden 
kdnnen was gemachlich zu finden ist.) Baladok 
ikan, djaton tau olibm manjondau pisau tii, tuntang 
tarang akae beta, was bist du blind, knnnst das IVles- 
ser uicht (inden, und es licgt da deutlich. — Ka^ 
ladok, das als blind sein. 

BALAI, ein grosses, offenes Haus, entweder ganz 
ohne, oder nur mit 2 — 3 Fuss bohen Wanden. In 
Pulopetak baut man sie nur, wenn man ein Tod- 
tenfest etc. halten will. Mehr im Innrcn bat jedes 
Borf seine Balai, wo man spielt, wo die Versamm- 
Inngen, Gerichtssachen etc. abgehaltcn werden; dort 
nefamen auch die fremden Reisenden ihrc Wohnung. — 
Auch kleine Hauscben , von schwangcm Frauen dem 
Wasscrgott Djata dargcbracht, femer Hiitlen in die 
man Opfer stellt, heissen Balai. — Balai tinggi, cin 
Rammerchen iiber dem Ruder eines Bootes. — Ba- 
labalaif als cine Balai (von Gestalt.) — Habalat, einc 
Balai haben , in einer Balai wohnen. Ikai murik 
ngadju habalai bewiii , wenn wir ins Innre reisen , 
wohnen wir nur in den Balai. — Ramo akan telo 
tahalai, Bauholz fiir 3 Stiick Balai. — Babalai, 
henna faullenzen. Ikau babalai human olo nong- 
kang andau , du liegst den ganzcn Tag faullenzend 
in den Hausern anderer. — Lalehan ikau babalai 
tarok kaiu, dia ikau mikah lawo, ei du sitzt im- 
mer in den Gipfeln der Baume, fiirchtest du nicht 
ZQ fallen ? 

BAL&l, s. lai. 

BALAIT, i. q. Wait. 

BALAJAN , eine Schlingpflanze , wird cinen Fin- 
ger dick, rothcr Stengel, die ovalen Bliitter 2 Hand 
hreit. 

BALAJU, i. q. blaju. 

BALAK, ein Gerath von Holz mit Wachs iiber- 
zogen, in Gestalt dcs membri virilis, durch Frauen 
gebraucht zur Selbstschundung. — Ta balak malalak 
baonandau , da ist ein Balak um zu veijagen die 
Wolken , (sagt man , 2 zusammengchaltnc Finger 
ZQgleich nach oben streckend, um dadurch schwere 
Wetterwolken zu vertreiben; oder auch:] Ta balak 
bangking, raamangking baunandau, da ist ein ver- 
donter Balak um verdorrcn zu machen die Wol- 
ken. — Ta balak indu kinam, omba olo klabi dia 
ikau bahanji, da hast du ein Balak zu essen, wagst 
ificht mitzugehen in den Krieg ! (sagcn Frauen spot tend 
zu Fciglingen, 2. Finger gcgen hie ausslrcckcnd.) — 
Habalak, cin Balak haben , ^ebrauchcn. — Mnwha- 
laic arepo, sich selbst sclilindeii, (Frauen.) 



BALAKEN, (bas Mantangai,) i. q. mahulup, Bla- 
sen ill dcMi Handen habeu, (voni Arbeiten.) 

BALAKU, i. q. blaku. 

BALALAM, (bas. Sang. = harinting) nachstein- 
ander. Koworunton balalam pulu , Zimmer aneiii- 
ander 10. 

BALALANG , zu weit offcn , (z. B. das Halsloch 
in einem Kleide, so dassdie Schultern und ein Theil 
der Brust zu seben sind.) Balalang tatawii, aus vol- 
lem Halse lachen , (sodass man die Backenziihnc 
sehn kann.) 

BALALAR , i. q. bararar , s. rarar. 

BALALASAI , s. blasai. 

BALALASO, s. iaso. 

BALALAu, s. lau. 

BALALAWA, s. blawa und lalawa. 

BALALAWI, s. salawi. 

BALALENAK, s. lenak. 

BALALENTO, s. lalento. 

BALALIH, s. bulat. 

BALALIHI, s. balihi. 

BALALISA, 8. balisa. 

BALALOMPENG, s. balompeng. 

BALALU, sogieich; und, fenier, danach. Sana iu 
dumah , balalu hagoet tinai , sobald cr gekommeii 
war, ging er sogieich wieder weg. — Tii ia mcndeng, 
balalu hamauh, da stand er auf, und sagte. . . 

BALALUA, s. blua. 

BALAMAN, batu balaman, Steinkohlen; (gcwohn- 
licher: kasintu.) 

BALAMBAK , schwach ; langsam , faul ; immer zu- 
riick sein, (im Arl)eiten, Gehn etc.) — Lalambak^ 
lambalambak, liabalambak, ziemlich schwach etc.; 
immer union bleibcn (Schlingpflanzen.) Badjaka lam- 
balambak hong kaju, die Schlingpflanze wiudet sich 
nnten um die Baume her, (klimmt nicht auf.) — 
Baralambak, pangalambalambak, alle schwach, lang- 
sam , etc. — Pangkalambak, am schwachsten, etc. — 
lAimbaklainbaka, viel Schlingpflanzen, die alle unteii 
an der Erde bleiben. Uiii lambaklambaka hetli, dort 
ist Rottan in Mcnge dicht am Grunde hinschluii- 
gclnd. — Afalambak , mampalambak, schwuchen, 
langsam etc. werden lassen. Narai mampalambak 
ikau, bahut abas ikau, was macht dich so schwach, 
friihcr warst du stark ? — Kakmibak , Schwiiche , 
Faulhcit, etc. 

BALAMBANG, Kante, (z. B. an Kopf- und Ta 
schentiichem.) Lawong ta bahalap balambange, das 
Kopftuch hat einc schone Kante. — Habalambang , 
eine Kante haben. 

BALAMBIT, scharf (die Augen, scharf sehn.) l;i 
la balambit matac, pura mit'a kasalan olo, er lint 
scharfe Augen, sieht bald die Fehler anderer. 

BALAMIT, i. q. balambit. 

BALANAI, i. q. blanai. 

BALANAK, ein Seeflsch, fast als ein Stint. 

BALANAN , Name eines Fliisschens in Mantangai ; 
("wo Lananbaume wachscn.") 

BAL AND A, hollandisch. Olo balanda, ein Hol- 
lander. 

BALANDJA, Verzchrung, Unterhalt; Einkommen, 
Verdienst; Unkostcn. Balandjae idjii bulan labih 
sapulu , er vcrzehrt in cinem Monate mehr als 10 
(scil. kiping , a 2 fl.) — Habdlandja , Eiiikommcii 
haben; Unterhalt geben, bczahlen. Ia habalandja 

{laliam, er hat ein grosses Einkomnien. Djaton usah 
labalandja , ikui omba kalolii bew'ai , es ist nicht 
nothig uiis zu unlerhalten, (zu bezahlen,) wir wol- 
len so nur mitgehcn, (ohne Vergiitung.) — Malandju, 
unterhalten , die Unkosten von etwas tragen. Ma- 



5 



34 



BAL. 



BAL. 



landja huraa, die Uiikosteii des Baus eines Hauses 
iragen. — Malandja olo roasawa, die Unkostcn einer 
Uocbzcit tragen ; jemanden die Hochzeit ausrichten. — 
(S. auch lialan^Ja.) 

BALANDJING, i. q. palandjing, ft. malandjing. 
BALANDONG, (has. Sang. = tahi,) lange Zeit. 
BALANG , aufgeben (eine Hoffnung, etwas was man 
zu thun beabsichtigte,etc.),zuruckgehen, vercitelt wcr- 
deu, zu nichte werden. AJlu balang madja ia, ich gebe 
68 auf ihn zu besuclien , (was ich fruher wollte.) Ga- 
wingku bthin balang toh tlnai , meine friihere Arbeit 
babe ich ietzt wiederaufgegeben, (oder: istjetztwie- 
der zuruclgegangen.) — Matai balang belom! stirb, 
eswerde zu nicht dcin Leben, = 8tirb vor derZeit! 
(Ein Fiucb.) — Balang bangking. ganzlich vereitelt, 
zu nicht werden. — Babaiangy balabalang, alang- 
alang, etwas yereiteit werden, nicht recht Toraus- 
gehn, nichts recht werden, (ein Arbeit etc.) unge- 
wiss, zweifelhafl, (Worte, halb ja, halb nein.) Kara 
gawingku alangalang awiku kindjap haban, mit alien 
meinen Arbeiten geht es nicht recht Toraus, weil 
ich oft krank bin. — Mctmbalang, habalang dengan, 
vereiteln , verbiethen , verhiudem , den Weg ver- 
sperren, riickgangig machen. — Habalang, einander 
▼erfaindem etc. — HahahedoMg^ habalabalang, oft, 
immer vereiteln, etc — Hahambalang , disputiren, 
wider einander sprechen. — Habamhalangy wider- 
sprechend, (Worte.) iEwen habambalang aughe, idja 
mangaku, idja dia, sie widersprechen ihre Worte, 
der eine bekennt, der andere nicht Lk manandjong 
habambalang ajun penange, er geht, widersprechend 
die Bewegung seiner Arme, (der rechte Arm schlen- 
kert vor, wahrend der linke zuriick.) — JPtimbcHang, 
der gem hindert, vereitelt. 
BALANG A, i. q. blanga. 

BALANGAN, ein Zauberzettel, bemalt mit 7 Reihen 
Zeichen, 5 in jeder Reihe. Wird gebraucht um 
gliickliche und ungliickliche Tage zu Cinden; nur 
wenige rerstehen diese Kunst, und &ie sind sehrge- 
heim damit. Das balangan soil von den olo djohor, 
(bei Singapore,) berkommen. — Habalangan, ein b. 
liaben, gebrauchen, (s. auch blangkangan.) 

BALAJ^GKAS, grosser Seekrebs. Die Mannchen 
sind viel kleiner als die Weibchen , und werden 
nicht gebraucht. — Uatuan balangkas, ein raann- 
licher Balangkas, nennt man einen kleinen Mann, 
der eine grosse Fraa hat. ^a ikau misa isiiisam 
balangkas, zabl nicht als ob du Balangkas zahltest, 
(so dass du 2 ftir 1 zahlst; die mannlichcn Bal. 
zithlt man namlich nicht mit) — MalanghaSy Bai 
fangen. — Habalangkas, Bal. irgendwo sein. 

BALANTAI, (has. Sang. = haliis&h,) beflurt sein. 
Balantai lameang, mit Agaatsteinen beflurt sein. 

BALANTAN, grobes, weisscs Zeug, zu Schlafgardi- 
nen gebraucht. 

BALANTAU, ein diinner, aber vom Riicken bis zum 
Bauche sehr Inciter Fisch, wird bis 2 Fuss lang, 
weisslich, das Fleisch weiss, riecht stark, viele und 
sehr scharfe Graten, mag bei Gotzenfesten nicht 
gegessen werden. — Mandau ta kilau balantau, das 
Mandau (Schwert) ist wie ein Balantau, r= sehr 
blank. 

BALANTI, ein Baum, wird ziemlich dick, weiss- 
liche Borke, hart und dauersam Holz. 

BALAS, (malaiisch) i. q. baliih, Vergeltung. — 
MambaUuy habalas dengan, vergelten, rachen. — Ha- 
Italas pukul, einander Schliigc vergelten , = einander 
M*hlagcn. 

BALASAI, i. g. blaaii. 

BALASAU, lang, lange Gliedcr haben, (nur von 



etwas, was zwischen 2 Gelenken, etc. sitzt, aisc 
z. B. die einzelnen Theile der Arme und Finger, 
des Rohrs, Rottans, Bambus.) Tewu ta paham ha- 
lasau , das Zuckerrohr hat sehr lange Glieder. — 
Balalasau , balasalasau , lalasau , lasalasau , zlemlid] 
lang. — BaralasaUj alle lang. — Kalasau, L2aige dei 
einzelnen Glieder. 



BALASING, la. palasing. 
BALASO, i. q. blaso. 



BALAT , dn Geflecht von Bambn, um Fische am 
Seeufer zu fangen; man schliesst kleine Buchten sc 
damit ab, dass zur Zeit der Ebbe die Fische aul 
dem Trocknen zuriickbleiben. — Babalat, mit eineni 
Balat Fische fangen. — Tabalat, zuruckgehalten. 
Awi induku matai tabalat balang aku halisang, da- 
durch dass meine Mutter gestorben ist, werde ich zu- 
ruckgehalten, gebe es auf auf Reise zu gehn. — Ma- 
nabcUat, zuruckhalten , verz6gem. 

BALATOK, d. Specht, (Vogel.) — Grobes baum- 
wollenes Zeug , auf Borneo fabridrt, weiss mit schwar- 
zen Strdfen. 

BALAU, das Kopfhaar. (Auf dem Leibe: bulu.) — 
Wdblicher Name. — Balau amak, der fein gen^lisr- 
sene Rottan, von dem man eine Matte flecnlen 
Mrill. — Kaju balau. Art Tannenbaum. — Babalau, 
balabalau, als Haar; faserig; sehr fein. — HabdUm^ 
Haar haben; einen feinen Sprung haben, oder auch 
nur so ausseheu, als ob ein feiner Sprung, dn Haar 
darin sasse, (z. B. in einem Glase.) 

BAUU, i. q. blau. 

BALdUN, balabal&un, laUun, langsam; laogtam 
und lange Zeit ruhig fort, (gehn, spielen.) 

BALAWA, i. q. blawa. 

BALAWAN, ein mehr im Innem Bomeos wachsen- 
derBaum; man macht gern Stampf hfilzer , um den 
Reiss zu stampfen, davon; das Holz ist sehr hart. 

BALAWAR, i. q. brawar. 

BALAWAU, i. q. blawau. 

BAL AWI, s. salawi. 

BALAWIT, Schmuck, Yerzierung. (Z. B. Stick- 
werk, ausgeschnitten Werk, etc.) — Balawit bale- 
kut, viel Yerzierung. — Habalawity verziert sdn. 

BALAWO, (has. Sang. = lawo) fallen. 

BALiEH, Yergeltung; Rache. Aku mampatai ia 
indu balah liau paliaringku, ich tddte ihn in Wie- 
dervergehung fur mdnen verstorbenen Bruder, (wel- 
cher von jemand vom Stammc des nun zu todten- 
den get6dtet war.) — Bcdahalihay gehdrige Yergel- 
tung. Djaton aku manenga akac, djaton balabala- 
hae, ich gebe ihm nichts, nicht seine gehdrige 
Wiedervergeltung. — Mamaldhy habaliih dengan, 
mambalah, vergelten, rachen, zuruckbezahlen. Aku 
mamalah utangku dengam, ich will meine Schuld 
bei dir bczahlen. — Habalah, gegenseitig vergel- 
ten. — Hababaldh, oft gegenseitig vergelten. ^wen 
hababalah pukul, sie schlagen dnander tiichtig. 
iEwen dua ta hababalah kadjac , die beiden besuchen 
dnander oft — Hababal&h, hapalapalah, oft ver- 
gelten, (z. B. dnen Mord mehrfach, an verschiede- 
nen Individuen.) — Pamal&hy der gern vergilt, racht; 
— Yergeltung, Bezahlung. Pamalahku toh djari 
garantong idja, djipen dua, arut idja, meine Bezah- 
lung jetzt (ich habe bis jetzt als Bezahlung gege- 
ben) 1 Gong, 2 Sclaven, 1 Boot 
BALEGiELEGiE, s. lalega. 

BALEHA, (nur in Yerbindung mit matai, ster- 
ben) im kraftigen Alter und ohnc Kinder sterben. 

BALEKUT, i. q. balawit; (seltcn allein gebraucht, 
oft zur VersUirkung hintcr balawit gefiigt.) 

BALEMBALEMBAK, s. lalembak. 



BAL. 



BAL. 



35 



BALENDJE^G, i. q. das gebrauchlichere badje- 
leog, tchnelL Dieselben Ableitungen. 

BALENGRONG, Kehle. Ujat hila baue baleng- 
lumg one, hila likut tekok, der Hals heisst yorn 
balaigkong, hinten tekok. Kara ramongku bihin 
lepah taina balengkcmgku , alle meine friihem Giiter 
sind Kkmmtlicb meine Kehle eingegangen , (durcb- 
fsebracht mit essen uDd trinken.) S. auch laleng- 
kong. 

BALENTULENTUS. s. lalenius. 
BALEPAI^G, aus dem KalqMi&g, dem oben am 
SUdbie sitxendeD Hiilscben, worauf die Fnicbtsitzt, 
ISetliaii, gefallen. (Friichte.) Auch: paham lutae, 
balcpang sulau utute, ungemein seine Schwaren, es 
fsi (dadnrch) ausgefallen seine Knicscheibe. Kabali 
bak^paog pane, der Boden ist aus dem Topfe ge- 
fiUlen. — KalepaHg, Hiilschen oben am Stiehl, 
worin die Frucht sittt, (s. B. bei JSiissen.) — Ba- 
kaUpanSy hakalepang, ein K. haben. Mangalepang , 
aus dem K. than. 

BALES^, anak balesa, ein Scheltwort: Tai^ge- 
nichts, Schelm. 

BALETALETAP, s. lalelap. 
BALEWAH, auflidren. Andau udjan toh ham 
balewahf der Regen hat eben erst aufgehort. Dja> 
U« baiewah madja, unaufbdrlich besuchen. 

BALEWAK, liumbang balewak, durch das Was- 
aer weggespiilter, halb verfaulter Barobu. — Haba- 
Uwakj Tiei Balewak irgeudwo sein. 

BALEWUT, i. q. badjea; mampalewut arepe = 
oundjea arepe. S. auch saloh balewut. 

BALI, Biutpreis, Geldbusse fiir einen Mord. — Ba- 
lia liau paharingku apat ratus, der Blutpreis meines 
^cstorbnen Bniders ist 400 (soil, kiping, = 800 fl.) — 
Bali belom, Geldbusse fur die Drohung jemanden 
cmorden zu wollen. — Mwnbali, habali dcngan, 
den Blutpreis fiir jemanden bezahlcn. — Ha~ 
haU^ der Blutpreis besahlt sein. — Paham kapa- 
ban ataiku liau amaku matui bewai, djaton imalah 
djaton habali, gross mcin Kummer, dass mein ver- 
storboer Obeim so nur gestorben ist, (crmordet ist,) 
er ist nicht geracbt, sein Blut ist auch nicht be- 
safalt — TarabcUi, mit Geld bezahlt, gebiisst wcr- 
den konnen, (ein AfonL) 

BALXAN, blian, der Name allcr der Feste, bei 
denen Balian, Zaubererinnen und Huren, gebraucht 
werden; diesie Feste haben noch ihre besondere Na- 
men, x. B.: tiwah, hirek, manganan sial, mampan- 
doi, etc; nur eins dieser Feste hat keincn l>eson- 
dcren Namen, das halian hoi, grossc Balian. Es 
dasert 1 — 3 Monat lang; 7, 9 oder 11 Zauber- 
veiber werden dabei gebraucht; 160. verschiedne 
Sangiang (Luftgotter) werden nuch einander dabei 
genifen, und erhalten Opfer. Dies balian hai wird 
nor in Folge eines ausdriicklichen Geliibdes gehal- 
tca, weiches man z. B. in langwieriger Krankheit, 
bei Rinderlosigkeit, etc. gethan bat. — Balian, blian 
ist femer der Name der "Weibcr, welcbe bei solchen 
Festen zu Beschwdrungen, zum Singen der Zauber- 
Sesinge etc gebraucht werden; sie sind zugleich Tun- 
zerinnen und offentliche Huren, entsprechen also 
etwa der hindostanischen Baijaderen una javaniscben 
Ruoggings. Sie verrichten ihr Werk mit Hiilfe der 
Sangiang, welcbe sie herabkommen und in sich fah- 
reo laasen. Junge, schone Sclavcnmadchen werden 
ui Blian liestimmt; sie miisscn sich dann unter 
Anisicht einer altem Blian tiben im Schlagen der 
Katambong, Trommel, im manandak, dem Hcrsin- 
fffck der Zaubergesange, und im babigal, tanzen. So 
bald sie etwas gciibt sind, gehen sie mit auf die Feste, 



als pcmombahy antwortende, welcbe die Worte der 
1970, (Stamm,) der Hauptblian, wiedcrholen; denn 
die Zaubergesange werden also gesungen, dass die 
upo je einen Satz Torsingt, welchen die panombah 
dann repetiren. — Das hirek , s. d. Wort, kann durch 
1. Balian geschehen, bei den andem Festen gebraucht 
man 3, 5, 7, 9, 11 Balian, immer ungleicbe An- 
zahl. — Der lalohf Lohn, der Balian ist fiir eine 
upo 1^ fl., fiir eine panombah }. H. per Tae. — 
Obgleich die Balian hoch geachtet sind, — innen 
zugefiigte Beleidigungen z. B. werden (loppclt ge- 
biisst, — achtet man es doch fiir eine Schande, 
wenn eine Yerwandte Balian wird. Es kommtvor, 
dass Briider deshalb ihre Schwestern ermorden. 

BALIANG, ein Vogcl von der Grosse eines Huhns, 
hat auf dem Schnabel einen grossen Auswuchs, also 
eine Art tingang, Nashomvogel; Farbc schwarz, Kopf 
weiss, Schwanz wcissund schwarz gestreift, die Fiisse 
als die eines Raben. Lebt von Friichten. 

BALIAR, i. q. bariar, s. riar. 

BALTBALIBAK, s. lalibak. 

BALI DA, ein platler, kaum 1^ Zoll dicker, aber 
bis 1|. Fuss vom Riicken bis zum Bauche breiter 
und eben so langer Fisch ; hat kleine, feine Schuppen. 

BALIK, das gewecbselt, verandert werden, (Klei- 
der, Wortc;) das umgcdreht, umgekehrt werden. 
lii kindjap balik pakaiae, er oft das gewecbselt wer- 
den seiner Kleider, =r= wechselt oft die Kleidcr. La- 
lehan balik kaju ta, das Holz wird zu oil umge- 
kehrt. — Babalik, balibalik, ein wenig umgekehrt, 
etwas verkehrt, unziemllch, (Worte, Betragen.) Ikau 
mangubur bakatak, babalik gawim, badjea, du be- 
grabst einen Frosch, unziemlich dein Thun , du wirst 
durch den Blitz getudtet werden. — Barabalik, 
umgedreht, umgekehrt, verkehrt, verilndert. Lan- 
ting barabalik awi dabes, die Fldsse ist umgekehrt 
(steht der Breite nach im Flusse) durch den Strom. 
Bihin ia tarimae, toh barabaUk aughe tinai, friiher 
stimmte er zu, ietzt spricht er wicder anders. — 
Tambalik, hatambalik, verkehrt, verdreht. Klam- 
bim tambalik kepae, dein Kleid verkehrt sein an- 
gezogen sein, (das Innre nach aussen, den Hinter- 
theil vom.) Sapau hatambalik awi barat, das Dach 
ist umgekehrt durch den Sturm, == die Blilktter wo- 
mit es gedeckt ist stchen in die Hohe. — Balikba- 
lika, balik bangkira, oUt gewecbselt, verandert, um- 
gekehrt — Balik ungkang, balik badju, iiberpur- 
zeln, einen Purzelbaum schlagen. — Mambaliky babalik 
dengan, manambalik, wechseln, vertauschen, ver- 
cindem, verdrehen, umdreben. — Gau karohai intu 
tabit hapa mambalik ataie, mangat iumangilak ikau 
tinai, such ein Zaubermittel bei einem Zauberdok- 
tor, um sein Herz zu verandcm, auf dass er dicli 
wieder liebe. — Mambambalik , mambalimbalik , etwas 
verandcrn, etc. — Uababalik^ habalibalik, oft an- 
dem, etc. — Tarabaliky verandert etc. werden kiin- 
ncn, mogen. Aughe djaton tarabalik, djari inuros, 
sein Wort kann nicht veriindert werden, es istdurcli 
Zeugen bckraftigt — Pambalik, der gem, alles uni- 
dreht, etc. ' 

BALIK AT, die Scite (eines Dinges;) auf Seitr. 
nuchst. Ia mondok balikatku cr sitzt an mcinc: 
Seite. — Mambalikat^ etwas auf Seite, nuchst sicli 
haben. — Balikalikat, balalikat, fast auf Scite. 

BALIMBOK, habalimbok, i. q. batimbok, s. timboV . 

BALIMBOR, i. q. barimbor. 

BALIMOT, (has. Sang. = ingasai,) bestrichen. B;i- 
tang garing belom mandawcn timpong balimot pa 
hai, der Garingbaum lebt, triigt als Blatter fein 
Zcug, bcstrichen mit Pasihai, (ein Zaubermittel. "^ 

5* 



M 



f> 



30 



BAL. 



BAL. 



BALING, chic Biiudcl (von langen Dingen, von 
Bambu oder Rlgui. Nach ZahJen : kabaling.) Tclo ka- 
baling, 3 Biindel. Lima pulu bewai hong baling pu- 
ring ta, 50 Stiick nur sind in dcm Biindel Puring- 
bambu. — Mambaling, habaling dengan, in Biindel 
binden. — Habahaling, habalibaling, oft, langc in 
Biindel binden. — TarabeUing, in Biindel gcbunden 
werden konnen. 

BALINGBALINGAU, s. lalingau. 

BALINGKAR, i. q. baringkar. 

BALINGKAT, (bas. Sang. = liarentcug,) gestreift, 
Streifen haben. Tingang barentcng bulau, ranjing 
balingkat rawia, der Tingang (Nashornvogel) hat 
Streifen von Gold, der Kanjing (= Tingang) hat 
goldene Streifen. 

BALIONG, i. q. bliong. 

BALIS A, i. q. bagisa, imruhig, (balisa wird vor- 
ziiglirh von Kranken gcsagt) Dieselben Ablei- 
1 ungcn. 

BALIS ANG, (bas. Sang. = halisang,) auf Reise 
gelien. 

BALISELISEN, s. maliscn. 

BALITA, (bas. Sang. = biti,) selbst, in eigner 
Person. Balitangku mangantingan , ich selbst gehe 
auf die Vcigeljagd. 

BALITALITAK, s. lalitak. 

BALIWIT, i. q. das gcbrauchlicherc habantang. 

BALO, Wittwc. — Wittwen miissen ihr Haar bis 
auf die Schultcr abschneiden, oder sich von dicser 
Pflidit mit 2 £1. loskaufcn; sic miissen wcisse, nach- 
dem der crste weissc Anzug aufgebraucht ist, schwarze 
Kleidcr tragen, und mogen sich nicht wieder ver- 
hcirathen, bis das tiwah, Todtenfcst, fiir ihren ver- 
slorbeucn Mann gchalten ist. — Ketok balo, Kalk 
Izum Kaucn) welchcr nicht rccht gar ist. — Aku 
l>alon kalialang mukong baun lalang, ich bin die 
Wittwc einer Schwalbe, sitze auf einera Lalang, 
(hciligera Topfe von grossem Werthe, — also riih- 
incn reiche Fraucn sich.) — Babalo, balobalo, als 
cine Wittwe, (gekleidct, etc.) Barabalo, alle als 
AfVittwen. Njonja barabalo ampic, die europaischen 
Frauen schcn alle als Wittwcn aus , (sind namlich alle 
wciss geklcidet.) — Mambalo, zur Wittwe machcn, 
«i. h. ciner AVittwe das Haar abschneiden und ihr 
wcisse Kleidcr kaufcn. Ikau kea mambalo i'a, basa 
ia sawan liau paharim, du musst sic zur Wittwe 
machen, weil sic die Frau deines vcrstorbenen Bru- 
dcrs ist. Mambalo arepe, sich selbst als Wittwe 
kleidcn, (geschieht auch zu Zeiten, wenn der Mann 
iioch lebt, um ihn zu iirgcrn, zugleich in der Hoff- 
Hung, dass cr dann bald sterben werde. 

BALO, Saum, Rand, (an cinem Kleide, einer 
iVIatle.) 

BALOH, Pampun, Kiirbis. — Baloh djawa, grosse, 
jjelbc Sorlc; — b. tahuman, lang, weissj — b. asip, 
rund, wird nicht gcgcsseu, ausgchohlt und zum 
Wasserschopfcn gcbraucht. — Babaloh, balobaloh, 
als ein Kiirbis (von Gcstalt, Geschmack.) 

BALOIIAK, ^^ich losen, (Erk'altung auf der Brust 
oiler in der Nasc.) Isakku paham, hindai balohak, 
incinc Erkiiltung ist stark, will sich noch nicht lo- 
>»on. — Malohak, nianipalohak , liiscn, (Arzneien etc. 
riiic Erkiiltung.) 

BALOHELOHEK, s. lalohek. 

BALOllO, Qucrhrilzcr in Botcn, auf welchc man 
(li«^ Flur lej;t, — I/abaloho, baloho haben, damit 
vorsclion M'in. 

RALOK, (p;cl)rauchlichcr pan^a,) ein Straf block, 
^^«uill man Uol)rhhator mit den Fiisson feslscblics^^. — 
/inlokun ^ Gofanjimer, /iioiilliii^. — M'tmhijfok, in 



den Block schliessen. — la djaton iarahaloky bawi 
sic mag nicht in den Block geschlossen werden 
es ist eine Frau. 

BALOK, olo balok, Oberlander, Menschen ir 
Innren des Landes. — Olo balok kuman badjai 
die Oberlander essen Krokodille. — la balok Ka 
haian, cr ist aus dem obern Kahaian. 

BALOKAN, 8. balok und lokan. 

BALON, eine Rolle, das aufgerollte, dasaufgeroll 
sein ; Saum, Nath (an einem Kleide, cioer Matte.) - 
Balon amak palialau hai, das aufgerollt sein dc 
Matte ist all zu dick; (nicht eng, dicht zusammen 
Babalon, balobalon, zusammen gerollt; in Reihe 
aufgehauft. Babalon sahep beta awi olo misong ba 
tang, die lockre Erdc ist dort in Reihen auigenaui 
dadurch, dass man dort Baumstamme gesclilepf 
hat. — Riak balobalon, die Wellen roUen in lange 
Reihen. — BarabcUon, alle aufgerollt. — Mambtuot 
babalon dengan, aufrollen, (Kleider, Matten.) 1 
mambalon tihie, sic rollt ihre Schwangerschaft au: 
= dieselbe fangt an sichtbar zu werden. Riakma^ 
arut, sinda handua mambalon, palus kahem, di 
Wellen ergriffen das Boot, ein bis zweimal dago^e 
rollend, sogleich vcrsank es. — Aku mambalon ka 
hawengku, manduan iii indu manantungku, toh tiiu 
ia papa gawie dengangku, ich rollte meine Schand 
auf, (== nam sie auf micli,) nam ihn (den armei 
Schlucker) zu meincm Schwiegersohne, und nun be 
tragt er sich schlecht gegen mich! — Meto mam 
balon, ein Thier, von Gestalt ahnelnd einer Katze 
abcr 3. Mai so gross; die lippen sind etwas aufge 
rollt, (aufgeworfen ,) so dass die Zahne sichtbar sind 
es frisst kleine Thiere. — Mambambalon, mamba 
lombalon, eih wenig aufrollen. — Hababalon, ha 
balobalon, oft, lange aufrollen. — Habambalon, auf 
gerollt, (Matte, von selbst etwas,) umgebogcn, (eii 
Mcsscr, etc.) — Tarabalon, aufgerollt werden kdnnen 
iri-thiimlich aufrollen. — Pambalon, der gern, alle 
aufrollt. 

BALD A, i. q. blua. 

BALUDO, Sammt. Klambi baludo, ein sammtene 
Klcid. 

BALUDOK, ein W^asscrthier, weisslich, wird hi 
8. ZoU lang; der Leib als ein Fisch, abcr der Ko|i 
und besonders die Augen als Froschaugen; kani 
auch nicht lange unter dem Wasser bleiben. 

BALiil, maliii, haliii, oft dasselbe efzahlen, wie 
dcrliolen; geschwiitzig. iEla ]>alui, djari ikau ma 
sumae nah, crzahle es nicht wicder, du hast es » 
eben schon erziihlt. — Baralui, alle wiederholen 
geschwatzig. — Lalui, luilui, ziemlich geschw'atzig 
wiederholend. — Kalui, die Geschwatzigkeit. 

BALUJALUJAK, s. halujak. 

BALUJONG, i. q. blujong. 

B.'VLUKON, cine kleine in der Fluss ragcnd 
Landspitze, welche abcr fiir keincn vollen Tan 
djoiig, Bicgung des Flusses, gercchnct wird. — S 
auch luknn. 

BALULANG, dickes Fell, (z. B. das Fell der Biif 
fcl,) Schwielcn, (in den Handcn, etc.) Ataim kilai 
balulang, dcin Herz ist wie dickes Fell, (sagt mai 
zu Undankbarcn.) — Habalulang^ bara Ixdulang 
dickes Fell, Sclnviclcn haben. Ikai mambcjsai djan 
dadjandau, habalulang lokapku, wir hnbcn genider 
rinen gany.cn Tag, mcinc Hiindc sind schwicliclit. — 
MamjHtManij len;j;ac, sich Schwielcn in die Haiid< 
arbcitcnj — mampahilang atiiic, sein llcrz ver 
harlcn. 

BAIA'AIPIT. (bas. Sang. ■= basikap) handig, behcn 
dr. ktiiisilirh. Bahimpit djaric, jicschirkt seine Finjicr 



B.VL-~BAM. 



BAM. 



37 



BALUSOH, der untcrstc Ring des Hauses ciner 
gioMen Seeschnecke, sehr hart, wird durch Polircn 
gtaoxeod weiss. Man tii&gt sie dicht (iber der Hand 
iinter den lasong, Armringen. — Habalusohy ein Ba- 
bioh tragen. — Maluaohy wciss sein. 

BALUSONG, getrokneter Fisch. — Mambcdusong, 
habalusong dengan, Fische trocknen , sodass man 
(Us EiDgeweide heraus thut, yon innen und aussen 
feucfate Asche anf den Fisch Icgt, und ihn dann in 
der Sonne trocknet. 

BALUSUR, i. q. barusur. 

BALUT, Mengsel; etwas worn it man etwas ver- 
mengt; vermengt sein; Zukost, (Fleisch, Fisch etc. 
aiin Reiss.) Bulau balut kaningan, Gold mit Mes- 
iiiig vermengt. Peda belaiku kuman bari djaton 
bahit, ich habe es satt, immer Reiss zu essen ohne 
Znkost — Barabalut, Zukost haben; alle durch 
eiomder, vermengt. Kara ramoe uras barabalut, alle 
idne Sachen liegen durch einander. — Hahaluty Zu- 
kost haben, vermengt sein. — Babalut, balubalut, 
liemlich durch einander, vermengt. — JBcUutbaluien, 
pjoi und gar durch einander. — MambcUut, ha balut 
dengan, vermengen. Li radjin mambalut arepc de« 
ngan do hai, er mengt sich gem unter vomehmc 
Lente. — Hahabalut, habalubalut, oft vermengen. — 
Mambambaiut, mambalumbalut, etwas vermengen. — 
Tarahaiutj vermengt werden konncn, mogen. — 
Iktmbalvt, der gem, allcs mengt. 

BAM, die breite Seitc einer gandang mara, (Trom- 
mel die auf beiden Seiten bespiclt wird ; die schma- 
Icre Seite: sampiang.) 

BAMAK, 8. amak. 

BAMANDAMANDAK , s. andak. 

BAMAUMAUL, s. maul. 

BAMBAHINGAN, (has. Sang. = augh,) Stimme, 
GetdiL Bambahingan mariam hai, der Donner ciner 
grossen Kanone. 

BAMBAI, was neben einander ist; das neben ein- 
ander sein; neben einander. Pirii bambaic, batang 
ta? wieviel ihr neben einander sein, die Flosse, = 
^ie viel Baumstamme liegen in der FlOssc neben 
Hnander? — Olo mendeng bambai apat, die Men- 
vhen stehen 4 nelien einander. — Babambai, bam- 
habambai, habambai, nel>cn einander. Manandjong 
hahambai, neben einander gchn. Kotake babambai, 
ibre Worte sind ncl)en einander, = sie sprechcn 
zu«;Ieich, durch einander. — Barabctmbai, iiberall, an 
\M*len Pljitzen, in vielen Rcihcn neben einander. — 
3faiwnii^t, habambai dengan, neben einander thun, 
fipen, durch einander, zugleich sprcchen. — Tara- 
fiombai, neben einander gefiigt werden kdnncn. — 
Pamambai^ der gern, alles zusammcnfugt , gem an- 
dem in die Rede fallt. 

BAMBALiEHAIV, (bas. Sang. = balah,) Vergcl- 
lung, Rarhe. 

BAMBALIA, (bas. Sang. = bili,) das Kaufcn; 
Hcrth, Preis. 

BAMBAN, cine Art Rohr; der Bast wird zum 
Rtnden und Flechten gcl)raucht. — Ladjun arut lii 
halia.«( bara baml)an belas, die Schnelligkcit jcncs 
Boots ist schneller, als ein geschleuderter Bamban. 

BAMBAN , ein bis 5 Fuss langer, aber sehr schmalcr 
Sti5«was6erfisch. 

BAMBANG, etwas was ausgehauen ist, (Holz aus 
dnem Baume; sowohl das ausgehaucnc Stuck Holz 
ais die ausgchauenc Slelle im Baumc ncnnt man 
lurobanpr.) — Ein Fcid von Buschwcrk und Gras 
reinkappen wollend, theilt man os in vide Abihei- 
lungrn, die man naoh einander rein knppt; diesc Ab- 
ihcilungrn ncnnl man bnmbang. Knju loh babani- 



bang, koani, kwe bambange, upoe lawie, diescr 
Baum ist eiugehackt, (es ist etwas daraus gehackt), 
sagst du, wo ist der ausgehauene Platz, unten oder 
oben? Pira bambang tanam djari hapus, wie viele 
Abtheilungen deines Feldes sind schon vbllendet? — 
Habambang. bambabambang, babambang, ausgehauen 
sein; unvoUcndet sein, (ein Feld, nicht ganz gerei- 
nigt.) Tanam babambang, dia ikau mandjarie, dein 
Feld ist noch unvollendet, (es hat noch bambang, 
imgekapte Stellen,) du hast es nicht fertig gemacht. 

— Barahambang , alle, oder 1 iiberall ausgehauen. 

— Mamambang, aushauen; eine neue Reihe begin- 
nen, (Gras kappend ;) Gras stehen lassen, unvollendet 
lassen. Aku mamambang tinai, telo djetoh bam- 
bangku, ich fange eine neue Abtheilung (Reihe) an 
(beim Graskappen,) dies ist meinc dritte Reihe. — 
Hababambang , habambabambang, oft, lange Zeit 
aushackcn. — Kabambang, das Ausgehauene; Une- 
benheit, das Hervorstehen. — Batang ta paham ka- 
bambang ampie, djaton sama kamboe, die Fldssc 
gross die Uncbenheit ilircr Gestalt, nicht gleich ihrc 
Lange, (die einzelnen Baumstamme, aus denen siebe- 
steht, sind nicht gleich lang.) — Pamambang, der 
gem, oft, alles auskapt. 

BAMBOAKAN, eine Lucke, (in der Flur oder 
Decke, nicht in der Wand ; z. B. auf einero Schiflfe.) 
BAMEBAMEBAK, s. bak. 
BAMEBAMEBANG, s. bang. 
BAMEDAMEDAP, s. dap. 
BAMEGAMEGAP, s. gap. 
BAMEHAMEHAM, s. meham. 
BAMEHAMEHAS, s. mehas. 
BAMEKAMEKAP, s. kap. 
BAMEMBAMEMBAK , s. membak. 
BAMENDAMENDA, s. penda. 
BAMENDAMENDAM, s. dam. 
BAMENDEMENDENG, s. endenn. 
BAMENEMENET. s. enet. 
BAMENGyEMENGiEH , s. ngiih. 
BAMENGKAMENGKA s. mengka. 
BAMENJAMENJAK, s. enjak. 
BAMENTAMENTA, s. enta. 
BAJMENTOMENTONG, s. tong. 
BAiMEPEMEPET, s. pepet. 
BAMEPOMEPOK, s. pok. 
BAMERAMERAK, s. rak. 
BAMER/EMERvEH, s. merah. 
BAMESAMES^yi , s. sar. 
BAMETAMETAR, s. tar. 
BAMETAMETAS, s. petas. 
BAM1AML\R, s. miar. 
BAMIAT, s. miat. 
BAMIDJiEMTDJiE, s. idja. 
BAMIHOMIHOP, s. ihop. 
BAMIKIMIKIS, s. ikis. 
BAMINDAIMINDAI, s. bindai. 
BAMIjVDIMINDI, 8. mamindi. 
BAMINDIMINDING, s. pinding. 
BAMINGAMINGAT, s. ingat. 
BAMINGKAMINGKAL, s. bingkal. 
BAMINGKEMINGKES, s. ingkes. 
BAMINIMINIT, s. pinit. 
BAMINJIMINJI, s. binji. 
BAMINJOMINJUP, s. injup. 
BAMINTIMINTIK, s. binUk, 
BAMINTIMINTING, s. ting. 
BAMIOMIOK, s. piok. 
BAMIPIMIPI, s. mamipi. 
HAMIRAMIRAN, s. iran. 
BAMIRIMIRING, s. ring 



38 



BAM— BAN. 



BAN. 



BAMISIMISI, 8. pisi. 

BAMISIMISIR, s. sir. 

BAMISOMISOR, s. pisok. 

BAMISUMISUT, s. isut. 

BAMITAMITAI» t. mamitai. 

BAMITIMITIP, s. Up. 

BAMITJIMITJIK, s. pitjik. 

BAMOHOMOHOT, s. ohot. 

BAMPAR, 8. ampar. 

BAMUEMUEK, s. puek. 

BAMUEMUEN, s. mamuen. 

BAMUGOMUGO, s. ugo. 

BAMUKAMUKA, s. mamuka. 

BAMUMPOMUMPONG, s. pumpong. 

BAMUNDANGMANDING, s. undai^anding. 

BAMUNGKOMUNGKOS, s. bungkos. 

BAMUNJIMUNJIT, s. mamunjit. 

BAMURAMURA, s. pura. 

BAMUSOMUSUL, s. mamusul. 

BAN A, banbana, (bas. Mantangai,) sehr, stark. 
Bana kar&e, sehr viel. 

BANAHAT, das am Eingeweide sitzcnde Fett. 
(Das auf oder zwischen dem Fleische sitzende Fett, 
Speck: enjak.) — Hahanahat^ solch Fett haben. 

BAN AIM, mannlicher Name. 

BANAMA, Schiff, und zwar der Gattungsname 
fiir alle Arten von Schiffen; die einxelnen Aiten s. 
z. B. : kapal , top, tjampulon, taruis, sakunjer, wang- 
kang. — Mamapan banama, ein Schiff bauen. — 
Anak banama, Schiffsvolk, Matrosen. — Habanama^ 
ein Schiff haben, gebrauchen. 

BANAMON, (bas. Sang. =r maliti,) Name eines 
Baumes und ciner Frucht, die auf mabuisch ram- 
butan heisst. 

BAN AMPAN AMPAR, s. tampar. 

BAN AN, mannlicher Name; (von ban^, Ehe- 
mann.) 

BANANAI, im singenden Tope recitiren, erzahlen. 

BANANG, i. q. benang. — Weiblicher Name. 

BANANG bula, grobe Sorte N&faegarn; wird in 
Nagara verfertigt. 

BANAPANG, i. q. das gebrauchUchere manapang. 

BANAR, banabanar, bana, (malaiisch, = toto,) 
sehr, tiichtig. Banar kahalape, gross seine Schdn- 
licit. Banar aughe, laut (oder auch: ki^iftig, gebie- 
thend) sind seine Worte. — IfamAanar, bekra&gen, 
(Worte, Versprechen, etc) — Kabanarj Beki^ti- 
gung. Amon ikau toto handak mamili arutku, laku 
kabanar akangku, wenn du vrirklich mein Boot kau- 
fen willst, dann frage ich BekrS^tigung fiir mich, 
(z. B. ein klein Angeld, ein Pfand, etc) 

BAN AS A, (malaiisch,) ungliicklich; ruinirt sein. 
Banasa haliai aku , ich bin sehr unglucklich. — Mam^ 
banasa, jemanden miglucklich machen, zu Grunde 
richten. 

BANAiiNG, (Bandjarsch, = melai,) bleiben, ver- 
weilen. Banaung hong huma w'ai, paham udjan, 
bleib nur im Hause, es regnet stark. 

BANiE, Ehemann. (Durch Suffixe wird das a in 
a verandert) — 1& ta banangku , er ist mein Mann. 
Bakalban'a, (wortl: Material fur einen Ehemann,) 
Brautigam. — Baband^ einen Mann haben, verhei- 
rathet sein. — Hitband, mit ihrem Manne. i£wen 
dua habana, sie beiden mit ihrem Manne = sie 
mit ihrem Manne. — Mampaband, verheirathen , 
(Tochter, etc.) — Paband, das Heirathen, verheira- 
thet sein. OIo bawi tk djaton bahoroe paban^e, die 
Frau betragt sich nicht gemass ihres verheirathet 
seins, (z. B. sie zankt, lauft fort, etc.) — Pamband, 
die sich oft verheirathet. Paham pambana oIo ta, 



sampai hangkudju djari, belahe matai, belabe inganae, 
die Frau verheirathet sich sehr oft, schon bis 7 Mai,* 
ein Theil (ihrer Manner) starb, einen Theil hat aie 
weggeworfen, (i e. sich von ihnen geschieAen.) — 
Tarabandy geheirathet werden kdnnen, mdgen, (z. B. 
nicht zu hasslich, arm etc. sein.) 

BANDA, matabanda, Beweis (von Schuld; z. & 
wenn man gestohlene Dinge bei jemand findet, od^ 
jemands Kopftuch etc in einem Hause findet, wo ge- 
stohlen ist.) Aku sala koam, kwe bandae? ich bin 
schuldig sagst du, wo sind die Beweise? 

BANDA, Art, Sorte. Pirii banda ramom, wieviel 
Sorten Giiter hast du? 

BAND AH, ruhig, unbesorgt; unvoraichtig. Ita he- 
toh bandah bewai, djaton tawan bahiga, wir leben 
bier ganz nihig, wissen nichts von Gefahren, (Krieg, 
Raubem etc.) — Keton pahalau bandah dengan 
anak keton, ihr seid alizu unvorsichtig mit euem 
Kindem. — Kabandah, Rube, Sorgloaigkeit, Unvor- 
sichtigkeit 

BANDAR, s. andak. 

BANDALAN, batu bandalan, (bas. Sang. = batu 
asa,) Schleifstein. 

BAND AM, d. brausen, knettem, trampeln, (Ge- 
tdn von starkem Feuer, Wind, vom Gehen.) Paham 
augh bandam riwut, stark das Getdn des Brausens 
des Windes. — Babandamj bandabandam, brauaen, 
etc. — Barabandam, iiberall brausen, viele tram- 
peln, etc. /Ewen hadari barabandam, trampdnd 
laufen sie fort. 

BAND AN, ein Gestell, Bort, worauf man etwas 
setzt. — Bahandan, bandabandan, als ein Bort. — 
Hahandan, ein Bort haben, auf einem Borte stehn. 
Kara mangkok piringku uras habandan, alle meine 
Tassen und Teller stehen auf Borten. 

BANDAR, (mal. sabendar,) Hafenmetster, ZoU- 
Einnehmer; auch Ciberhaupt: Hauptling. 

BANDAT, Geflecht von Bambu rundum denLu- 
sok, den Bergplatz fiir den Reiss, um den Reisa ge- 
gen Ratten zu schutzen, welche den harten Bambu 
nicht leicht durchnagen kdnnen. — Afatnandat, 
einen Lusok mit Bambu umllechten. — Habimdaiy 
also umflochten sein. — • TarabandcU, umflochten 
kdnnen, mdgen werden. Djaton tarabandat hetoh, 
alo aton mahin imetok blawau kea, das mit Bambu 
umflechten hilft hier nichts, obwohl es ist, dennocb 
wird es durch die Ratten durchldchert. 

BANDERA , Fahne. — Mandera, eine Fahne auf- 
stecken. Patut mandera arut ita, ita lius basara, 
wir miissen eine Fahne auf unser Boot stecken, denn 
wir gehen um eine Klagsache zu fuhren. — Hahan" 
dera, eine Fahne fuhren, gebrauchen. 

BANDIH, i. q. baliwit u. habanUng. 

BANDIL, (bas. Sang. = badil,) Feuerwaffen. 

BANDJAIj der Sago wird bei Bandjai verkauft; 
ein Ban4jai ist ein vom Baste der Sagopalme ge- 
machtes Kistchen, welches etwa 3 Gantang, = 
18 f^ halt. — Regan hambi'a toh sasuku idpL ban- 
djai, der Preis des Sago ist jetzt | fl. das Bandjai. 

BAND JANG, Pfahle womit man ein Fliisschen 
zusetzt, absperrt — Mamandjcmg^ habandjang deng- 
an, ein Fliisschen absperren. — Hababandjang y ha- 
bandjabandjang, oft, lange ein Fliischen absperren. 
Tfwabandjangy kdnnen, mdgen abgesperrt werden. — 
Babcmdjang, bandjabandjang, als bandjang, i. e.: 
dicht zusammen und in einer Reihe. Babandjang 
olo intu baun human mantir, in langer dichter Reihe 
stehen die Menschen vor dem Hause des Hauptlings. 
— Barabandjangy in vielen Rcihen. 

BANDJiEl, verlegen, beschamt. Angate solakc 



BAN. 



BAN. 



39 



soiuUii, Upi djaton, baDdjal baue, er meinte anfangs 
er babe es gefunden, aber es ivar nicht so, nun 
lang (beschamt) sein Gesicht. — Bandjai baum, 
nuigon mutang intu olo, scbam dicb, dass du immer 
▼en Menschen leihest. 

BANDJUR, pandjur, das in die Erde gestecllt sein 
(einer Fischrutbe.^ Pisi tob sak bandjure, diese 
Fiscfamtbe, verketirt ibr in die Erde gesteckt sein. 
— Pisi bandjur, eine Fischruthe, welcbe dafiir ge- 
macbt ist, um in die Erde gesteckt zu werden; der 
Stock dUck, lang und unten spitz, die Scbnur stark 
nnd lang. — Babandjur, fiscben, so dass man die 
Flscbnitbe in die Erde steckt, und nur bisweilen 
kommt nacbseben, ob etwas daran sitzL — Ma- 
wtamdJMr, in die Erde stecken, (eine Angelrutbe.) 

BANIH), unfreundlicb im Betragen, in Worten, und 
swar nachdem ein Zank vorbergegangen war, also 
mglelcb: nacbtragend. Magon bando ia limbab pado 
bihin, er ist nocb immer unfreundlicb, seitdem wir 
fruker einander verklagt baben. — Babando, bando- 
bando, ziemlicb unfreundlicb. — Barahando, alle 
unffeondlicb. — Mamando^' macben dass iemand 
unfreundlicb gegen einen andem wird; auch: un- 
freundlicb behandeln; — mamando arepe, sicb un- 
freundlicb balten, betragen. — Habando, unfreundlicb 
gegen einander sein. 

BANDON, weiblicbe Scbweine, welcbe man fett 
madben und yerkaufen will, und die man dessbalb 
▼on den mannlicben fern bait. Scberzweise aucb 
▼on Menscben gebraucbt, welcbe nicbt bdratben 
wollen. — Mcanandony zum Bandon macben, i. e. 
eioaperren, von den mannlicben Schwdnen ab- 
ficbliessen. 

BANDONG, jemand mit dem oder der man Un- 
zQckt betriebai bat. Kutob bandongku, yiele sind 
es mtt denen icb Unzucbt getrieben babe. — Ban- 
dong mata, den oder die man begebrlicb ansiebt — 
Bajidb6aju/ofi^, unziicbtig von Gestalt, im Betragen, in 
Worten. — Habandong, buren, cbebrecben. — Ma- 
mamdong, babandong dengan, scbanden, mit Jemand 
Unaicht treiben. — Pahabandong, bureriscb. 
BANEHENEHEM, s. manebem. 
BANEHO, s. baranebo. 
BANENGKENENGREK, s. nanengkek. 
BANER, der lange, breite aber diinne Auswucbs, 
gldchsam die Fortsetzung der Wurzel, welcbcr sicb 
unten am Stamme vieler Baume 6ndet, z. B. an den 
palasit, rangas, bandjalotong , etc,* man roacbt 
Tische, Planken, Ruder von solcher Baner. — B<p- 
baiter J bancbaner, als ein Baner, L c. diinn und 
bidt. Babaner tumite, sdne Enkel sind als Baner. 
— HabaneTy ein Baner baben, (ein Baum.) 
BANETEP, i. q. manetcp, s. tetep. 
BANG , mebang, ploff! — Bang augh kasa iuapku, 
ploffl sagte die Flasche als icb sie dffnete. — Mc- 
Dunebang, bamebamebang, oft plofTen. — Bangang 
anak \X, manekap kasa bamebamebang, piisit kar^h, 
ungezogen ist das Kind, scblagt den Topf dass es 
pk>ffit, er wird brecben. 

BANG AH, das offen stehn, (der Tbur, des Mun- 
des, etc) Pabalau bangab blawang, zu sebr das of- 
fen stebn der Tbur, = die Tbiir steht zu weit of- 
fen. — Hengan bangab, sicb sebr verwundem, (wort- 
Uch: dass offienstebt, sdl. der Mund.) — Habangak, 
ofien stehen. — Babangah^ bangabangah, ein wenig 
offenstehen, als oiTenstehend. — Barabangah, alle of- 
fensteben. — Bcmgabangaha, iiberall offen steben; 
(z. B. alle Fcnster und Thiircn eines Hauses.) — 
Mambangakf habangab dengan, dfihen, offen setzcn. 
Til n roambangab njamae, da that er seinen Mund 



auf. Awim manjapa ia ta ikau mambangab perkara 
idja bibin Xjk tinai, dadurcb dass du ihn gescbimpft 
bast, bast du die alte Strdtsacbe wieder aufgenibrt, 
(welcbe scbon balb beigelegt oder vergessen war.) — 
aababangah, babangabangab, oftoffnen, auflbun. — 
Tarabangahj gcdSnet kdnnen, mdgen werden; irr- 
tbiimlicb offnen. — Pambangah, der gem, alles 
5ffnet. — Kabangah, das Erstaunen. Pabam kabang- 
abe mita olo ta, mit grossem Erstaunen sab er 
den Menscben an. 

BANGAI, betaubt. Nacb starken, das ganzeLand 
uberstromenden Wasserflutben werden die Fiscbe als 
betaubt, viele sterben dann aucb; dann gd!>raucht 
man von den Fiscben das Wort bangai ; aucb wobi, 
statt babusauy von trunckenen Menschen, wenn der 
Rauscb sebr stark ist. — Beibangai, bangabangai, 
etwas betaubt. — Mambangai, betauben; Jemand 
sebr betrunken macben. — Kabangai, Bet^nbnng. 

BANGAK, die unter dem Namen ^avascbe 
Pocken" bekannte Krankbeit; sie ist scbmerzlicb und 
langwierig, halt oft Jahre lang an, ist aber nicht 
tddtlich; fast jeder Eingeborne bat sic durcbzuma- 
chen, aber nur ein Mai. Die Krankbdt bestebt in 
fressenden Scb&den, welcbe iiberall am Leibe ent- 
stehen, und etwa die Grdsse eines Tbalers erreicben ; 
beftig stechender, in den Knocben fressender Schmerz 
ist diamit verbunden. — Babangak, die Bangak ha- 
ben, daran leiden. — Bangfibemgak, als Bangak. 

BANGALAI, dne Art Henda, (Kurkuma, Geib- 
wurzel,) wird nicbt gegessen, aber zum Gelbfaxben 
gebraucbt. 

BANGAMAT, der fliegende Hund, ober wie die 
Engliinder ihn ncnnen : flying fox. Er wird geges- 
sen. — Rajar kapal ta kilau bangamat, die Segel 
des Schiffes sind als fliegende Hunde, (i. e. bangen 
in Menge am Schiffe; die Bangamat bangen gewdhn- 
lich in grossen Scbarcn zusammen an elnem Baume.) 

BANGANG, ungezogen, trotzig, ungehorsam, muth- 
willig, (wird midstcns von Kindern und jungen Leuten 
gebraucbt.) Bangang duro, sebr ungezogen, trotzig. 

— Babangangy bangabangang, ziemlicb ungezogen, 

etc. — Barabangang, alle ziemlicb ungezogen. 

Pangabangabangang , alle ungezogen. — Mambangang, 
ungezocen, trotzig machen. Ikau djari mambangang 
sawangku, karikb ikau indusa ombeombet, du hast 
mdne Frau ungezogen gemacht, (i e. = mit ibr ge- 
burt,) du soUst tnchtig um Geld gestraft werden. — 
Kabangang, Ungezogenheit, etc. Kabangangm baka- 
bakai, deine Ungezogenbdt ist als (die eines) Affen. 

— Pambangang, der ungezogen macht, der Frauen 
cntehrt. — Pangkabangang, am ungezogensten, 
trotzigsten. 

BANGANG, ein Baum, wird nur so dick als das 
Bein eines Mannes; die Frtichte stinken. 
BANGIMANGIMAT , s. kangkimat. 
BANGANTONGANTONG, s. gantong. 
BANGAP, kabangap, Weite, Oeffnung, (dues 
Topfs, dner Kanone;) weit sein. — Pabam bangap 
baun blanai, gross die Wdte der Mundung des 
Topfes. — ffabangap, eine grosse, wdte Oeffnung 
haben. Uronge babangap, seine Nase hat grosse Ld- 
cher. — Babangap, bangabangap, ziemlicb weit, 
gross. — Barabangap, alle weit, gross; auch; bara- 
' bangap badil manintu lewu, alle Kanonen sind mft 
, ibren Miindungen auf das Dorf gerichtet. {Eine Ka- 
1 none: baun badil manintu Icwu, die Mundung der 
I Kanone ist aufs Dorf gerichtet.) — Bingip bangap, 
I iiberall offenstehen, (z. B. Kleider, so dass man den 
Leib siebt.) — Manambangap, ricbten, (dne Kanone 
etc. auf etwas;) aufthun, losmachen, (Kleider.) 



40 



BAN. 



BAN. 



BANCrAR, erregt, vcn»lort, erziirnt seiii. (Vorall 
gebraucht von Biencn, welclie aus ilircm Neste auf- 
gestdrt hill uiid her fliegen, und sich zu racfieii 
suchen; doch auch von Menschen.) Badjanji djari 
hangar bara tapise, die Bienen sind aufgestort aus 
ihrem Neste. — Buah batawat, belii kahiitc hangar, 
sei vorsichtig, auf dass sein Zoru nlcht crregt werde. 
— Babangar, hangabangar, etwas erregt, etc. — 
Mambangar, habangar dengan, aufstoren, erregen, 
erziirnen. — Kabangar, d. erregt- erziirnt sein. — 
Pambcmgar, der oft aufstort, erregt, erziirnt. Awi 
kadjuwih totokm ikau parabangar kalait olo, durch 
die Geschwutzigkeit deines Mundes crregst du oft 
den Zorn der Menschen. 

BANGARANG, Name cines Fliisschens und cincs 
Meerbusens, in der Nahe der Miindung des Duson- 
stromes. 

BANGARIS, ein Baum, hat schwarzlichen Bast, 
rothes, sehr festes, hartes Holz, von dem man Ru- 
der, Kamme etc. macht. 

BANGAS, m'annlicher Name. 

BANGAT, (has. Bandjar , = paham,) stark, hcflig. 
Riwut bangat, starker Wind. 

BANGAU, ein Sumpfvogel, Hals und Beine sehr 
lang, Schwanz kurz; der ganze Leib weiss, aberdie 
Beine schwarz; der Leib etwas grosser ab der eines 
Hahns. — Pakaiam kilau bangau, deine Kleidcr 
als ein Bangau, = du tragst weisse Rleider. — Bo- 
bangauy bangabangau, weiss. — Barabangau, alle 
weiss. — Mambangau arepey sich weiss kleidcn, 
weisse Kleider tragen. 

BANGAWANG, (has. Sang.) i. q. rampan. 

BANGENONGENOK, s. ngangcnok. 

BANGET/ENGETiE, s. mangeta. 

BANGILANGrlLAT, s. kilat. 

BANGIIVIANGIMAT, s. kakimat. 

BANGKA, die Insel Bangka. — Bliong bangka, 
ein Beil von der Insel Bangka, dort gcmacht. 

BANGKAl, (Bandjersch,) i. q. hantu, Leichc, 
Aas ; wird seltener allein , oft als Verstarkung iiinter 
hantu gebraucht. (Bas. Sang.: sarawangkai, Lei- 
die.) 

BANGKAK, geschwollen, (Theile des Korpers; 
wird seltener allein, oft hiutcr kcmbang, geschwol- 
len, gebraucht. — Babangkak, bangkabangkak, et- 
was geschwollen, als geschwollen. — Afamangkak, 
aufschwellen machen. — Kabangkak, d. Geschwulst, 
d. geschwollen sein. 

BANGKALAN, (bas. Sang. = masa,) schleifen. 
Batu bangkalan, Schleifstein. 

BANGKANG, die Rundung, (vorall von Ringen, 
etc.) Bangkang tisin tii djaton toto hunter, die 
Rundung des Ringes ist nicht vollkommen rund, 
(kreisformig.) — Bangkangan, ein rundes Eiscn, auf 
welchem man die zu Ringen bestimmten Metallstab- 
chen rund biegt und klopft. — Habangkangan, ein 
Bangkangan haben, gcbrauchen. — Mcauangkang, 
liabangkaug dengan, rund biegcn. — Hababangkang, 
habangkabangkang , oft, lange Zeit rund biegeu. — 
Tarabangkangy rundgebogen wcrden konnen j irrthiim- 
lich rundbiegcn. — Sapulu kabangkang lasong, 10 
Stuck Armringe. — Belom bangkang, fast todt sein, 
nur noch etwas Leben haben, (z. B. gefallen sciend 
noch athmen, aber bewusstlos sein; so auch £r- 
trunkne; von Krankcn aber sagt man djadjanguak; 
wortlich wohl: rundes, i. e. wcgroUen wollendes Le- 
ben haben.) 

BANGKANG, (bas. Song. = biti,) selbst, eigene 
Person. Bangkang karohougku, mcin Freund in 
eigcner Person. — Kabangkang, (= kahalap,) Schon- 



hcii. Lalehaii kabangkangm, ru'ai, gross deine Schtin- 
heit, o Freuiidinn. 

BANGKANGA, s. bingkang bangkanga. 

BANGKANGAN, s. bangkang. 

BANGKAR, (bas. Sang. = lanting,) Flowe. — 
Dies Wort wird im ge^ohnlichen Dajacksch statt 
lanting auch durch die gebraucht, fiir welche das 
Wort lanting, welches zugleich weiblicher Name ist, 
pali, d. i. unerlaubt zu sagen ist. — Habangkar, 
auf eincr Flosse wohnen. 

BANGKARIK, s. bimgkar bangkarik. 

6ANGKASA, s. bingkas bangkasa. 

BANGKASAN, s. empo bangkasan. 

BANGKAT, (mit einer Zahl verbunden: kabang- 
kat,) ein von gcsplissnem Bambu gcmachter I'anglich 
runder Korb, dient zur Aufbcwahrung des Njating, 
(mal. Damar,) eines Harzes wovon man Harzlichter 
macht. — Knaim kilau bangkat, dein Bauch ist 
als ein Bangkat, i. e. dick, aufgcsetzt. — Babang- 
katy habangkat, bei Bangkat (verkaufen, den Nja- 
ting.) — Bangkabangkat, als ein Bangkat, dick, auf- 
gcsetzt, (der Bauch.) — Mamangkat, in Bangkat 
thun, (den Njating.) 

BANGKAU, habangkau, streitig, uneinig, zwie- 
spaltig; Zwist haben. iEwen ta bangkau aughc, 
sie sind zwiesp'altig (widersprcchend) in ihren Wor- 
ten, (oder auch: Forderungen, Erzahlungen, etc.) — 
Babangkau, bangkabangkau, hababangkau, habang- 
kabangkau, etwas streitig, uneinig, zwiesp'altig. — 
Barabangkau alle streitig etc — Mamangkau, zum 
Zwist, Zwicspalt Anleitung geben, ansetzen. Narai 
talo idja mamangkau keton, was hat euch ans Streiten 
gebracht ? — Kabangkau^ Zwiespalt, Uneinigkcit, Ver- 
schiedcnheit , Gegenstreitigkeit. Paham kabangkau 
augh awen, mikah la dia hakabuah, gross der Ge- 
genstreit ihrer Worte, (Forderungen, etc.) viclleicht 
werden sic nicht zur Uebereinstimmung kommcn. 

BANGKAuK, ein Volksstamm am obern Nagara- 
Strom; zum Islam gezwungen, bewahren sie noch 
viele ihrer fi-iihern hcidnischen Gebrauche, essen 
auch mit Heiden zusammen, etc; man nennt.nun 
einen jeden Mahomedan , der es nicht strenge mit 
dem Islam nimmt, salam bangkauk. — Aku injalaiti 
tagal utaugku, tapi aku salam bangkauk bewai, 
man hat itiich mahomedansch gemacht wegcn meint*r 
Schulden, (ich war Sclav, und mein Herr befahl c»,) 
aber ich halte cs nicht strenge mit dem Islam. 

BANGKAWAN, die Stdcke im hatap, den iibor 
solchc Stockchen zusammen gereilieten Palmitblat- 
tern, womit man die Diicher deckt. — Man z^lt 
die hatap danach. Djaton arii tisan hatapku, mikah 
sampai apat pulu baiigkawan, es ist nicht viel von 
meinem hatap iibrig gcblieben, vcilleicht an 40Stuck. 

BANGKAWIS, i. q. bangkawan. 

BANGKyE, miinnlicher Name. 

BANGKvEHEN, Basreliefs, Blumen, Thiergestalten 
etc. an Tcipfen und Holzwerk. 

BANGKIL, abgcschlagen , verworfen, (Bitten, Ge- 
suche.) Lakue djari bangkil awi olo, man hat seine 
Bitten zuriickgewiesen. — Mamangkil, mambangkil, 
habangkil dengan, abschlagen, abweisen, verwerfen. 
— Hababangkil^ habangkibangkil, oft, immer ab- 
schlagen. — Tarabangkily konnen, mdgen abgeschla- 
gen , zuriick gewiesen werden , (Bitten , Rechtssachen . 
Klagen.) — Pamangkil, der alles abschliigt, verwirft 

BANGKING, s. angking. 

BANGKIR biak, bangkirbangkira, viele zusammen 
(viele Fruchte an einem Baume oder einem Stengel 
viele Korbe in einer Hand tragend, etc.) Bangkirbiai 
buae batang cnjoh ta, viel zusammen ihre Friichle 



BAN. 



u\y. 



41 



die Kokospalme, = »ie sitzt voll Friichte. — S. audi: 
UaiiglLar Uangkir. 

BANGKIAAI, ein Baum, das llolz iihnelt dcm 
MahogoDiholze. 

BANGKIT, das Wasser ablassen und das Gold 
uuammen suchen. — Um Gold zu suchen maclieD 
die Chinesen lange, starken Fall liabende Griibeii, 
tcbutten goldhaltigcn Sand bincin, lasscn die Gra- 
LenYoll Wasser laufen, und das Wasser liingcre Zeit 
darin stefaco, wahrend wclcher Zeit der Sand im 
Grabea oft umgeriihrt wird; dann liisst man das 
Wasser schncll ablaufen, so dass der grosste Theil 
des Sandes und Schlamracs mil fortgefiihrt wird, 
und man die zuriickbleibenden Goldkomcben l)csser 
findcn kann. (Die game Arbeit dieser Art des Gold- 
sttcheos heisst: bapanggong; die daj. Weise: man- 
dulang.) Aku omba bapanggong sampai handuii bang- 
kit, ich habe mit Goldsucben belfen, bis 2 Mai das 
Watser abgelassen war. 

BANGKO, (hollandisch, i. q. katil,) Bank. 
BA^iGKO, ein SchopfldfFel , (die ausgehoblte Scbale 
einer Kokosnuss, ohne Sxlcl; mit Stiel: gajong.) 

BA?iGRO, ein Knorren, Auswucbs an Baumen, 
wo dann der Stamm dicker als daruntcr und dariiber 
•St. — HabemgkOf babangko, eincn Knorren, Aus- 
wuchs baben. — Bangkobangko^ als ein Knorren, 
Aoswuchs, dick sein. Pain medja tii korik hapa- 
mootong, bangkobangko bentcnge, die Fiisse des 
Tiacbet sind diinn an beiden Knden, dick in der 
Mittc. — Barabangko, alle, oder einer iiberall Knor- 
reo baben, dick sein. 

BANGKO, (bas. Kah. = bako,) gcstollt, (Fctt etc.) 
BANGKOBANGKOL, s. angkol. 
BA>'GKOHONG, das in der Mitte dicker als an 
den Eoden sein, (Planken, gesplissucr Rottan, etc.) — 
Habaugkohong, babangkohong, in der Mitte dicker 
als an den Enden sein. — Barabangkohong , allc in 
der Mitte dicker als an den Enden sein. 
BANGKOL, s. angkol. 

BA>'GKONG, i. q. bango, Schadel. — Boi Fischen 
wird das Wort vom ganzem Kopfe gebraucbt. 
BANGKOP, s. angkop. 

BANGKUANG, ein im Morast wacbsend Palroit- 
gevacbs; wird bis 25 Fuss lang, sitzt voll Dornen; 
▼on den Blattern flicht man Matten. 
B.4NGKULAU, eine riibenartige Fruclit. 
BAA'GKUSAN, i. q. kalubut. 
BANGKUSAN, (bas. Sang. = bungkus;) einge- 
wickelt; etwas was man zum Einwickeln gebraucbt; 
ein Bundel. — Bangkusan timpong, in Zeug einge- 
wickelt. 

BANGO, Schale; wird nur gebraucbt von bangon 
enjoh, Schale der Kokosniisse, und: bangon takolok, 
Schadel. — HcUtango, cine harte Schale, Scbelle ba- 
hen, (auch von andem Dingen gebraucbt.) Kudjang 
habango djaton mancat, Kundjang (einc nibenartige 
Fnicht, malaiiscb: \ladi,) mit barter Scbelle ist 
nicbt lecker. 
BANGOENGOET, s. koet. 

BANGOHAN, den ersten Sloss gcbcn, (jemand 
tcidlend.) Has, tob mamuno badangan, awe idj'a 
hangohan, wohlan, nun lasst uns den BiifTcl todten, 
wer giebt ibm den ersten Stoss? 
BANGON, mannlicber Name; (von bango.) 
BANGOT, f. barabangot. 

BANGSA, (roal.) abkommend, stammend. Be- 
nang toh bangsa Batawi, dies Zeug stanimt von Ba- 
lavia, (wird dort geraacbt oder getragen.) 
BANGSAT, i. q. ba.sai. 
BANGUINGUIT, s. kuii. 



BANGUNAN , (Bundjar&cli ,) das aufgericbtet s«*in, 
d. Bau, Gestalt , (cincs Uauses.) Huma ta djatoii 
babalap bangunae, das Haus ist niclit sclion gcbaut. 

BANGUS, s. barabangus. 

BANGUT, mannlicber Name, (von babangut, bose 
ausscbn.) 

BANIA, i. q. barnia. 

BANIANG, mannlicber Name. 

BANUIANIHA, s. naniba. 

BANING, eine mittelgrosse Schildkrote, ist selir 
langsam. — Habaning^ Baning irgendwo sein, leben. 
— Babantng, baui baning, faul, langsam, (gebcn, rii- 
dern.) — Bindjiiig babaning, einc eiserne Kocbpfanno 
worin es sicb scbwer koclien liisst, langsam zum Ko* 
chen komnit. 

BANINTUNINTU, s. lintu. 

BANIPIS, (bas. Sang. = manipis,) diinn. 

BANIUS, i. q. manius. 

BANJALANJALANG, s. manjalang. 

BANJAMiE, (bas. Sang. = bara tabaseng,) Atbeni 
balden. — Banjamii ambo manggawang hawon, mo- 
gcst du langen Atbem baben liiureicbend bis an dvu 
llimmel, = mogest du lange Icben. 

BANJAMBANJAMBANG, s. sambang. 

BANJANGKONJANGKOL, s. njanjangkol. 

BAN J AN JAN JAN J AT, s. sajat und njanjat. 

BANJARAN, s. barabanjaran. 

BANJATAN, s. barabanjatan. 

BANJEIN, niesen. — Will man ausgeben und es 
nicst jemand im Hause, so ist das ein boses, Ungliicii. 
verkiindcndes Zeicben; man muss dann das Wcg- 
gcbn aufscbicben. — Manibanjen, niesen macluMi, 
zum Niesen rcizen. 

BAN JENTENJ ENTER, s. njanjentek. 

BANJERONJEROK, s. scrok. 

BANJIHl, i. q. manjibi, s. njibi. 

BANJlNDiENJIND/E, s. sindii. 

BANJINGKINJINGKI, s. sasingki. 

BANOHAN, i. q. bangoban. 

BANOT, verwildert, aus der Art gescblagen; al- 
Icin von kudjang, einer riibenartigen Fruchl , ge 
braucbt, wcnn dieselbe Jabre lang, ohne gepflegt zu 
sein, fort gewacbsen ist. 

BANTA, ein Ueincr, 4—5 Zoll langer Fiscli, 
der Rorper ruudlicb, der Ropf sebr klein. — Tain 
banta, Unralh im Wasser. — Oru banta, i. q. garigit. 

BANTAH, kabantah, Zwist, Zank. Narai bantalini 
dengae, woriiber bast du Zwist mit ibm? — J/a- 
bantah, mit einander zwisten, zanken. — Babantuh, 
bantabantab , etwas Zwist, Zank baben, etwas zankcnd, 
zankiscb. — Barabantah, alle zwisten. Ungkup 
Lengkong uras barabantah dengan ungkup Magal , 
der ganze Stamm des Lengkong lebt im Zank mil 
Magal s Stamme. • — Mamantah, mambantah, mit 
jemand zwisten, zanken, ibm entgegeu sein. — 
Hababantah, habantabantah, oft, immer mil jemand 
zwisten. — Pamantah, zwist-, zanksiicbtig. 

BANTAI; wenn man in jungen, unreifcn Bambu 
etwas iiber Roblen kochen will, ( — dies gescbicbt 
bei grossen Festen, wenn man nicbt genug Topfe 
bat; auch soil es den Speisen mehr Woblgescbmack 
gebcn; — ) dann legt man neben dem Roblenfeuer 
her ein Stuck bartcs llolz oder Eisen, auf welches 
man in langer Reihc die Bambu schrag iiber die 
Rohlen bin lehnt : das Stiick Holz oder Eisen heisst 
bantai. — O Djata, aku blaku singgoh inlu ikau ki- 
lau bantai sauaman, o Djata I (Name der Wass^'r- 
gottcr,) ich bitlc mirh auf dich stiitzen zu diirfen 
als auf ein eisernes bantai. — Habantai, babantai, 
bantabantai, in einer Reihe neben einander. Tanan 

G 



42 



BAN. 



BAN—BAP. 



awen babantai, djaton hahelat, ihrc Fdder liegcii 
in einer Reibe neben einander, ohne Zwischeu- 
laum. — Kabantai^ cine zuBammenbangende Reibe. 

BANTAL, Ropfkiissen; (sind lang und rund; man 
gebraucbt sic uuch um 8ie untcr die Arme oder Beine 
zu legen, dann ncnnt man 8ie gaguling.) — Ha- 
hantal, cin Kopfkiissen baben, gebraucben; als Kc^f- 
kCissen gebrauchen. la batirob djaton babantai, cr 
schliift ohne Kopfkiissen. — la batirob babantai pa- 
kuan indue, er scbliift mit dcm Kopfe im Scboossc 
seiner Mutter liegend. — Amon aku anak induku 
babantai tundjang, bapuron sahep, djaton aku tau 
tatau bindai, wenn ich bin ein Kind meiner Mut' 
ter, welcbe als Kopfkiissen batte Baumwurzeln, und 
als Scblafmatte trocknes Laub , miige icb dann nicbt 
rcicb werdcyi! (Eine Art £id, wenn man von je- 
mandem gescliolten ist ein Hurenkind, oder Kind 
einer armen Sclavinn zu sein.) — Mamantal^ jeman- 
dcn mit eiuem Kopfkiissen yerseben, cs ibm ge- 
ben, Iciben. — Kapok akan telo kabantal, Baum- 
wolle fiir 3 Kopfkiissen. 

BANTANAN, ein klein Hauscbcn, Dacb und 
Wiinde von Zeug; man stellt bei Festen das Essen 
fiir die Gotter und Geister da bincin; bei einigcn 
Festen muss das Bantanan im, bei andern ausser 
dem Uause stcben. — HcUtcmtanan, solcb cin Haus- 
cbcn liaben, gebraucben. 

BANTANG, das singendc Lescn und Beten der 
Mabomedanen. — Ta augb bantang mambasa ka- 
ix)baie, da ist das Gcton des singcnden Lesens, er 
liest seinen Zaubcrsprucb. — Mawbantang^ singend 
lesen oder sprecben. 

BANTAS, s. bantu bantas. 

BANT AT, geschwoUeu, (l\ienscben durch Krank- 
lieit, Scblangenbiss, etc; Leicben.) — Babantai^ 
bantabantat, ein wenig gescbwollen. — Mamantat, 
aufschwellcn macben. — ^ Kabantat, das gescbwollen 



scin. . 



BANTER, breit, dick, (das Gesicbt.) Pabam ka- 
scpute, banter bauc, gross seine Fettbcit, breit und 
dick sein Gesicbt. — Babantsr, bantebanter, ziemlicb 
breit und dick. — BarabanUr baue, sie alle baben ein 
breitcs, dickes Gesicbt. — Banterbantera, sebr breit 
und dick. — Kabanter, Breite und Dicke des Gesichts. 

BANTIAN , ein kleiner grauer Vogel, lebt im Innern 
der Insel, tbut viel Scbaden an den Reissfeldem. 

BANTIAS, die auf Lameang, Agaatsteinen , ge- 
scblifTencn Streifcn. — Lameang ta sirang bantiase, 
djaton babalap, der Agaatstein, scbiiig seine Strei- 
fcn, nicbt scbon. •— HabcuUias, Streifcn baben. — 
Mcmtias, Streifen auf Agaatsteinc scbleifen. 

BANTIKAN , (bas. Sang. = binUk,) das Gedrucktc, 
die auf Zeug gedruckten oder darein gewebten Fi- 
guren. 

BANTILAN, (bas. Sang. = kudi,) 20 Stiick,eine 
Stiege. 

BANTILONG, s. kulat bantilong. 

BANTING, eine Art sebr wildes auf Borneo leben- 
des Rindvieb. — Anak olo busik djadi banting, die 
Kinder spielen wilde Kub. (Einer stellt dabei die 
wilde Kub vor, welcber die anidem tretend und stos- 
send verfolgt, wubrend die andern ibn mit den aus- 
gestreckten Fingern zu stecben suchen.) 

BANTINI, nennt man ein Kind, wdcbes tatini, 
einen dicken Baucb, bat. 

BANTJAI, (Bandjarsch,) versclilissen , abgetragen 
und zerrissen, (Kleider;) Terwiistet, verfallen, (Haus, 
Dorfj) erschdpft:, nahe dem Tode. Bantjai k^ ba- 
dangan ta, ara bimange, der BiifTel muss doch ster- 
bcn, er hat viele Wundcn. 



BANTJANA, i. q. babaja, Gcfabr. 

BANTJAP, s. antjap. 

BANTOK, 8. tadji badtok. 

BANTONG, ein boser Geist, bat menscblicheGe- 
stalt, aber 7 Kdpfc, 1 grossen und 6 kleine; er 
macbt viel Larm, stets aus all seinen 7 Maulem 
scbreiend und tol)end. Die Dajacken verebren ihn 
nicbt, MTobl aber die Cliinesen, welcbe aucfa Kopf- 
tiicber und Kleiderstoffe verkaufen, auf denen er 
mit seinen 7 K5pfen abgebildct stebt, den Bogen 
spannend. — Mannlicber Name. 

BANTORONG, der Magen von Ydgeln; (von 4 fu9- 
sigen Thieren: gambob.) 

BANTOWONG, das Herz (im Leibe; im sittlicben 
Sinne: atai.) 

BANTUL, dick gescbwollen, (durch Insecten f^ 
stocben, aucb durch Krankbeit, besonders durch den 
Aussatz.) — Babantul, bantubantul, ziemlicb dick 
gescbwollen. — Kabantul, d. Dicke, das geschwoW* 
Icn sein. 

BANTUS, abgeneigt, unwillig. Bantus buangku 
bagoet, abgeneigt ist mein Inures um fortzugehen, 
= icb gche ungern, mit Widerwillen. — Aku ta- 
rima aughe, bantus dia, icb nebme sein Wort an, 
aber sebr ungern. — BabantuSj bantubantus, siem* 
lich abgeneigt, unwillig. — Barab€aitu8 , alle ziem- 
licb abgeneigt. — Pangabantubwutua^sllt abgeneigt. — ^ 
MamantuSy unwillig, abgeneigt machen. la bantus 
omba awi sawae mamantus ia, cr geht ungern mit, 
weil seine Frau ibn abgeneigt zum Mitgehen ge» 
macbt bat. — Kabantus, Unwilligkeit, Abgeneigt* 
heit (zu etwas was man doch tbut.) — i\imastef , 
immcr unwillig, abgeneigt. la puna pamantus ha- 
gawi, cr arbeitet immer mit Widerwillen. 

BANTUT, gross, ausgewachsen , alt, (nur Ton 
mannUchen Schweinen gd)raucht.) Anak bawoiku 
bibin djari bantut tob, mein fniberes Ferkel ist 
jetzt ein ausgewacbsener Eber. — Davon , erwaebsene 
Scbweine sind ja fauler als Ferkel, — antoantuty 
faul, langsam. Antoantut ampim bagawi, du arbei- 
test faul. — Buraantuty alle faul, langsam. — MO" 
mantut arepe, langsam etwas tbun. Aku mangahau 
ikau, lalekan ikau mamantut arcpm manalih, ich 
ruie dicb, was bist du doch langsam um zu kom- 
men! — Kaantut, Faulheit, Langsamkeit. 

BANUANG, ein im Inneren der Insei wachsender 
Baum , wird gcrn zu Flossen gebraucbt, da das Holz 
sebr leicht ist, und bocl* auf dem Wasser treibt. — 
Bawoi banuang, eine Art Scbweine, mit langem, 
dickem Leibe. 

BAN UN, weiblicher Name; (von manun, ordnen, 
in Ordnung bringen.) 

BAONTONG, i. q bontong, s. ontong. 

BAP, mebap, klappend , klappcn, (zugleich: pldt»* 
lich.) — Bap baungku inekape, klap! scblug er mich 
ins Gesicbt. — Bap sumbo belep awi iiwut, bap! 
wurde die Lampe durch den Wind ausgeidscht. — 
Mebamebap, bamebamebap, oft solcb Geton. — Bara 
kamebap, iiberall solcb Geton. 

BAPA, d. Vater (anderer; den eigcnen Vater nennt 
man apang.) — Apangku haban , kilen bapam , mein 
Vater ist krank, wie ist cs mit deinem Vater? — 
Bapa tiri, Stiefvatcr. — Bapa angkat oder ambai, 
Adoptiv- Vater. — - Aku ham bapa intu ia, ich babe 
einen Vater an ibm, = er ist mein Vater. — ^wen 
dua babapa, sie beiden mit Vater, = er und sein Vater. 

BAPADJANG, (bas. Sang = iombab,) breiU — 
Tingang bapadjang dandange, der Vogel Tingang 
hat einen breiten Scbwanz. 

BAPADJAPADJAL, s. papadjal. 



BAP. 



BAP. 



43 



BAPAH/VN, die Balkeii, wclclie aiif den Djihi, 
Uaiupfosten , quer libera Haiis hin licgen; ul)er iiinen, 
nach der Lunge det Hauses, liegen die Ilandaran, 
werauf das Dach ruht. 

BAPAHAR, stechend, trocken, heiscr, (die Kchlc, 
dorck Erkiiltung, oder durchs Essen unci Trinken 
acliaifer, beissender Dinge.) — Papahar, pabapn- 
har, etwas heiser, stechend. — Barapahar, alle hci- 
ser. — - Mamakar^ Hetserkeit etc. veruraacben. «>- 
Kapahar, Heiserkeit. 
BAPAIT, 8. pait. 

BAPAJAR, vor und nacb, bei Bischen, (bezah- 
len etc^) iiothdiirftig (leben.) — Aku manahor utangku 
bapajar, ich bezahle meinc Schulden in kleinen Ru- 
ten. — Aio gawi ta Ixihaliy bapajar aku iiguae,ob- 
wohl die Arbeit miihsam ist, nach und nach wcrde 
ich sie zu Ende bringen. — Tote aku paha Ixilom, 
bapajar wai aku malandja arepku, wirklich icli bin 
arm, nur nothdtirftig unterhaltc ich mich selbst. — 
Bapa^apaJ€ar y imnier nur 8ehr wenig, etc. 

BAPARAU, cine Art Kartenspicl, uhnlich wie das 
bekannte vingt-un; man muss aber niu* 19 Augen 
haben um zu gevrinnen. 

BAPAL, laviren, gegen den "Wind auf scgcln. — 
ikai barajar bapal bewiii, 4 Tage lang segel- 
ten wir nur iavirend. 

BAPALAPAK, i. q. halapak, s. lapak. 
BAP ALAS, Name eincs Flusscs in Kafaaian; cs 
wacJuen dort yiel Palasb'aumc. 

BAP ANAL, i. q. bapandal, s. pandal. 
6APANDAM, fertig und bcreit stehen, (vie/e Mcn- 
schen.) — lias gulong, olo arii bapandam hetii men- 
dab ikau, woblan, schncil, die Menschen stehen 
dort bereit, sie warten auf dich. 
BAPANIX)!, s. andoi. 

BAPANGGONG, ein Boot, Schiff, aufs Trockne 
ader doch in flaches Wasser bringen, (z. B. bei 
•tafken Wellen.) — Pahalau riak toh, kiilah ita 
bapaoggong sara, zu hohe Wellen sind jctzt, lasst 
una das Boot am Ufer aufs Trockne legcn, (am 
Ufier still liegen.) — Mamanggong ^ manapanggong , 
«■ Boot oder Schiff aufs Trockne legen , aufs Trockne 
lauilcn, stranden lasscn. — Tapanggong, fcstlicgend, 
^Ktnndet. Katelo banama tapanggong hong turn- 
bang Bandjar, 3 Tage lang sass das Schiff fest in 
der Mundung des Bandjarflusses. 

BAPANGKO, (ba». Song. = mamangko,) in den 
Arm nemen, im Arme haben. — llarum sawang 
hapangko anak, jetzt erst hast du ein Kind im 
Arme, =r hast jetzt erst geboren. 

BAPANING, (bas. Mangk.) i. q. bapanding , s. pan- 
ding. 

BAPANTAN, (bas. Sang. = harut,) ein Boot ha- 
ben, gebrauchen. — Malambong bulau, bapautan 
hinUn, er hat einen goldnen Kahn, ein Boot von 
Biamanten. 

BAP.\NTING bahing, (bas. Sang.) die SUmmc 
auswerfen, = laut rufen. 

BAPAPAS, (bas. Sang. = mamapas,) abfcgcn, rci- 
nigen, (besonders von sittlichcr Schuld, Unglucks- 
ursachen.) 

BAPARONG, (bas. Sang. = bara huma,) ein llaus 
haben. — Baparong timggal, dia batatop duii, er 
hat ein allein stehend llaus, es stcht kein 2t« da- 
neben. 

BAPARUT, 8. mamarut. 

BAPASAl, Name eines Fliisschens in Mantangaij 
e» wachsen dort viel Tapasaibaume. 

BAPASIL, im kleinen, en detail (kaufen und vcr- 
kaafen.) — Benang djaton indjualc ba(Kisily biija 



bakudi, er verkauft das Zeug uicht l)ci einzelnen 
Stiicken, nur bei kudi , (a 20 Stiick.) — Mamasil, 
l)ei einzelnen Stiicken, im Kleinen kaufen, verkau- 
fen. — Djaton rearku hapa manaixis, aku mamasil 
bewiii, ich babe kein Geld um im Grossen aufzu- 
kaufen, ich kaufe nur im Kleinen. 

BAPATAH, pampatah, tatakon,ein Platz vorder 
Hausthiir, oft noch mit cincm Dache bedcckt, wo 
man des Abends zu sitzcn pflegt. 

BAPATAK, lange Zeit irgendwo b1eil)en, sich 
aufhalfen. — Ikau bapatak hong human cJo, dia 
bull aka ita, du liegst immer in audercr Leute Hau- 
sern, kelirst nicht in unscr Hans zuruck. — Ikau 
bapatak hong parak kaju, handiJe djadi meto, du 
haltst dich immer im Walde auf, willst wohl ein 
Thier wcrdcn. 

BAPATIK, (bas. Sang. = hatutang,) getatuirt, 
Figuren in die Haut geritzt. 

BAPEKA, (bas. Sang. = badjawut ,) ausgezogcn. — 
Aku djari tingaug bapeka langkaie, ich bin ein Nas- 
hornvogel, welchem die langen Schwanzfedern aus- 
gezogcn sind, (i. c. bin ein Wittwer oder eine Wittwe.) 

BAPELAPELAT, s. papelat. 

BAPEMPENG, i. q. Upempeng. 

BAPERAI, (bas. Sang. = baduroh ,) abfallen. — 
Samben baperai bara tali tasuka, die Agaatstcinc 
fallen ab vom Bande worauf sie gcreiht sind. 

B.VPERAT, 8. rat. 

BAPESA, i. q. peso. 

BAPETAPETAl, s. papetai. 

BAPET^H, (Ikis. Sang. = roametah,) befehlen. — 
Ingaingat aku bapetiih mandjirat, merke wohl auf, 
ich l)efehlc ernstlich. 

BAPIHAR, lahm, (in der Hiifte, gefallen oder 
geschlagon seiend, auch durch Krankheit.) — Pa~ 
pihar, pihapihar, ein wenig lahm. — Barapihar , alle 
lahm. — Mamihar^ hapihar dengun, lahm machcn, 
lahmen. Buhen ikau mamukul mamihar asongku , 
warum schlagst du meincn Hund lahm? 

BAPIK, s. apik. 

BAPIL, s. apil. 

B.APJLIK, in steifer Haltung sitzend sich schhig 
riicklings bicgen, und den Korper dann hin und 
her bewcgen. (Die Balian nchmen diesc ilalluiig 
an^ wcnn sic die Sangiang zu sich herabkommcii 
lasscn.) — Pulangpilik^ sich bin und her bewegen. — 
Djilii djaton dahen, awi riwut mahin pulangpilik, 
der Pfosten steht nicht fest, selbst durcli den Wind 
bewegt er sich hin und her. — la tatawa sampai 
pulangpilik, er lacht dass er schiittelL 

BAPIjMBIT, s. imJ>it. 

BAPIMPING, (bas. sang. = bapelok ,) gcbroclien. 

B/\P1NDAU , (bas. Sang. = mindah ,) versetzeu , 
verstellen. — Bapindab kapandokangku moudok , 
versetze meinen Sitzplatz aui dem ich sitze. 

BAPL\DIPINDI, s. papindi. 

B A PING AT, 8. ingat. 

BAPINT.'VN, 6. intan. 

B.iPINTAR, i. q. babintar, ermiidet, (die Au- 
gen.) — Mamintar matae, seine Augen crniiiden. 

BAPINTAS, ausbrcclien, ausreissen, (z. B. ein 
Knopfloch, oder ein Loch, welches didit an der 
Kante eines Ilolzes geliohrt ist, etc.) — Kanljing 
]»ahalau sara dkae, bapiutas klambi, der Knopf, allzu 
sclir an der Seite sein Platz, das Kleid wird atis- 
reissen. — Barapintas, bapintapintas , alle ausreis- 
sen. — Afamintas, bapintas dengan, ausbrcclien, 
ausreissc'n, (transit iv.) — Tnrapinias, ausgebrochen , 
ausgcrissen werden konnen. 

BAPINTIPINTIH, s. papintih. 

6* 



44 



BAP— BAR. 



BAR. 



BAPIRIPIRING , s. piring uiul papiiing. 

BAPIS, s. apis. 

BAPo, s. po. 

BAPOEK, i. q. bapuiek, 8. pulek. 

BAPUAT, (bas. Sang. = mamuat,) laden, bcladen. 

BAPUJAN , (bas. Sang. = kramat ,) ein schon gc- 
schmiicktcs Grab. 

BAPUJU, ein kleincr, nur 5 Zoll langer abcr 
zicmlich dicker FiHch; sehr voll Gniten. Ks giebt 
2 Arten, den bapuju galam, mit dunkelgriinem 
Riicken und hellgriinem Bauche, und den bapuju 
parai, mil schwarzgelliem Riicken und hellgelbem 
Bauclie. — Ikau paham pangarohi bapuju, du bist 
eifrig am fangen von Bapuju, (sagt man spottend 
xu cincr Frau, welche mit eanem buju, Wittwer, 
in Uuzucbt lebt; das Gleichniss liegt nur im ahn- 
lichen Klangc der Worter: buju, bapuju.) 

BAPUKAU, (l)as. Sang. = hatandipali ,) gegen ein- 
ander iiber. — Mondok bapukau landok busik ba- 
kambang malam, sitzend cinander gegeniiber die 
Augen histig spielen die ganze Nacht. 

BAPUPUL, abfallen. Kutoh bua bapupul, djari 
masak, cine Mcnge Fnichte sind abgefallen, siesind 
rcif. — Bapupupupul, fortwahrend abfallen, in Mcnge 
ai^fallen. Bua bapupupupul awi barat, die Fruchte 
fallen in Menge ab durch den Stnrm. — Mamupul, 
bapupul dengan , abfallen machen; abpfliicken. — 
JIapapupul, bapupupupul, oft, lange Zeit abfallen 
iiiaclien, abpfliicken. — Tarapupul, abgepfliickt wer- 
den konncn, mogen; irrthiimlich abpfliicken. — 
J^mupul, der gern, allcs abpfliickt. 

BAPUSOH, (bas. Sang. = mamusob) Knospen ha- 
l>cn; (Baume.) 

BAPUTAN, d. Blasbalg. — Die daj. Blasbalge 
bcbtehcn aus 2 ausgehdhlten Holzstiicken , in welchen 
man mit mit Fedem umwundenen Stocken (kcMois,) 
auf und nieder fahrt ,* unten ist ein Loch mit cinem 
Bambu (pasiong,) darin, welcher am Ende ein tho- 
iiern Pfcifchcn (butoh,) hat, aus welchem die Luft 
s>lr6mt. — Ein daj. lelai, Riithsel: JEv/c nahaseng 
hapan likut paie, wer athmet durch den Hinter- 
tlieil seines Fusses? Antwort: baputan, der Blas- 
balg. — Habaputan, eincn Blasbalg haben, ge- 
brauchen. 

BAR, mebar, sausend, sausen, (es liegt zugleich 
der Begriff **pl6tadich, kraftig" darin.) — Bar riwut 
inanapi kaju, sausend stosst der Wind gcgen die 
Baume. — Mebar kaju inisinge, sausend spaltet er 
das Holz, (kraftig, zugleich: das Holz spaltet gut, 
fliegt aus cinander.) — Mebamcbar, bamebamebar, 
oft, wiederholt solch ein Getob. 

BAR A, von; von aus, in; als; ausgenommen, 
ausser ; haben. — Bara Bandjar , von Bandjarmasin. — 
Prentah bara Rasdin, Befehle vom Residcnten. — 
Duan ta bara hundjun medja, nimm das vom Tische 
ab. — Bara bihiii , von friiher. — I;i mahining aughku 
bara iikae batiroh, er hort mcine Stimme von sci- 
iiem BiUtc aus, (worin or liegt.) — lii tatau bara 
aku, er ist reichcr als ich. — Djaton bekcn sala 
l>ara iii, kein andcrer falsch von ihm, i. c. kein an- 
deix;r ausser ihm, als er. — Lalehan kara olo beta, 
bara urel, ei welch cine Menge Menschen dort, als 
Wiirmer. — Iii bara ramo, er hat Giiter, = ist 
r«Mch. — Aton ikau bara arut, hast du ein Boot? — 
Aku bara bapa dengae, ich babe cinen Vater an 
ihm , = er ist mein Vater. — Mia mingkes ramom 
hong huma bara bentok, log deine Sachen nicht 
mitten ins llaus. — Fernor bezeichnet bara als Pra- 
fix *'alic," odor wo das Wort die IWeutung alle 
nirht /.ui;«*.>i , "uhcrall" aub. — Babat , ein Gurlcl ; 



' hababat , unigiirtet sein , cinen Giirtel tragcn ; l)araba- 
bat, alle umgiirtet, alle Giirtel tragend. — Badjuiw 
to, viel, in Menge; baradjunto, iiberall in Menge. 

BARAAJUN, s. manjun. 

BARAANTUT, s. bantut. 

BARABADJOH AN, budjobadjohan, alle ganz, (Reiw, 
etc. ; nicht in Stiicken , Kriimeln.) — Bahalap pant 
awen, barabadjohan behase, ihr Parai (Reiss in titil- 
sen) ist gut, der Bellas (durch Stampfen enthiilsete 
Reiss) ist alle ganz, ganze K.drner. 

BARABAGOP, s. babagop. 

BARABAHAJAN, in Menge. — Barabahajan dja- 
toe bua hetii awi riwut, in Menge ihr abgefallen 
sein, die Fruchte dort durch den Wind. 

BARABALAPAN, s. babalapan. 

BiVRABANGIS, s. babangis. 

BARABANGUT, s. babangut. 

BARABANJARAN, in Menge ausspringen, (Fun- 
ken.) — Balialap batun sandapange, barabanjaran 
apui, gut der Stein an seiner Flinte, die Funken 
sphihen in Menge. 

B AR ABAN JATAN , glanzen, leuchten, (z. B. ein 
Diamant, ein Feuerwiirmchen.) 

BARABEDONG, s. babedong. 

BARABENJEP, ganz, ganzlich, spurlos, pldtz~ 
lich. — Apangku nihau barabenjep, djari dua njelo, 
mein Vater ist ganzlich (spurlos) verschwunden , es 
sind schon 2 Jahre; (wir haben nichts wieder von 
ihm gehort und gesehen.) — Gitangku ik manan- 
djong nab, palus lilap barabenjep, ich sah ihu so 
eben gehen , plcitzlich ist er spurlos verschwunden. — 
Ilaru awen hakotak, tinai barabenjep ik batiroh, so 
eben sprachcn sie noch, nun sind sie pidtzlich cin- 
gesrhlafcn. 

BARABIAL, s. babial. 

BARABILANG, ansagcn, in Kenntniss setzen. — 
III bahalap dengan ita, amon aton gawie enen, maka 
ill barabilang, er betragt sich gut gegen uns, wenn 
er irgend ein Fest hat, so sagt cr cs uns an. «— 
Mambilang, respectiren, Riicksicht nehmen. — Ki- 
Icn ikau sangit, dia ikau mambilang aton niantir 
kapala lietoh, wie darfst du so zornig sein, nimmst 
du keine Riicksicht darauf dass Hauptlinge hier sind! 

BARABILAI, s. babilai. 

BARABOKBOK, koUernd. — Barabokbok kasa 
Ictcng hong danum , koUemd (durch das einlaufende 
Wasser) versinkt die Flasche im Wasser. 

BARABUAK, s. babuak. 

BARABULANG, s. ulang. 

BARABULENG, s. babuleng. 

BARADAH.^1, s. dadahai. 

BARADEREP, s. baderep. 

B^VRADIKAL, s. dadikal. 

B.VRADJANGKAU, s. badjangkau. 

B.\RADJULON, s. nandjulon. 

BARADJUNGGAT, s. badjunggal. 

BARADJUNGKANG, s. badjungkang. 

BARADJUNO, s. djadjuno. 

BARADJUNTO, s. badjunto. 

BARADJURAH, s. badjurah. 

BARADJURAU, s. djadjurau. 

BARADJURO, s. badjuro. 

BARADJUTLNG, s. djadjuting. 

BARAEDAK, s. edacdak. 

BARAGAHAK, s. gagahak. 

BARAGAIIANGAN, in Menge durch cinander.— 
Ta bua Vdjambu baragahangan lioiig |H'Lik, dali€»gen 
Djambufriichlc in Mcnge durch cinander auf der 
f>dr. 

BARAG.\HAPA>, mchrcir Male ?:r«cnjilosM»nd. 



BAR. 



BAR. 



45 



so dass cs ein Gelaut, einen Scliall giebl. — Bara- 
$!ahapan aku lawo, icli falle z. B. erst mit dem 
Kopfe, dann noch mil den Beinen irgendwo gegen- 
stossend. ^ 

BARAGALAI, s. gagalai. 

BARAGAMB1R1K, baragamirik, an vieien Orten, 
Platzen. — Baragamirik olo malan hong tana heta , an 
vielm Platzen arbeiten die Leute auf dem Felde 
dort. 

BARAG ANDAMAN, i. q. baragahapan. — Bara- 
gandaman awen tempa, sic sind sehr eifrig am Reiss- 
»tainpfen. 

BARAGANGAS, s. gagangas. 
BARAGA US, s. gagaus. 
BARAGETyEI, s. baget^i. 
BARAG1H1K, s. gagihik. 
BARAGISA, 8. bagisa. 
BARAGIUR, 8. gagiur. 
BARAGUNDA, s. bagunda. 

BARAH, gluhende Kohlen, Kohlcnfeucr. — Pa- 
halau ara barah, bakahu bari, kanan belahe, allzu 
▼iel Kohlen, der Reiss wird verbrennen, wirf cinen 
Theil fort. — Lason berengku kiluu barah apui, die 
Hitze meines Korpers ist wie gluhende Kohlen. — 
Babarnh, barabarah, gliihen. Koam apui djari 
belep, kwaka, magon barabarah, du sag8t das Feuer 
»el auageloscht, ei was! es gliiht noch imracr. — 
Habarak, Kohlen welche lange Zeit gliihen. Kaju 
U»h djaton maku liabarah, dieses Holz halt nicht 
lange Feuer, (die Kohlen I6schen bald aus.) — Mam- 
barak^ babarah dengan, in Glut bringcn. 
BARAHADJ.ING, s. hahadjang. 
BARAHAJUT, s. bahajut. 
BARAHALAI, s. hahalai. 
BARAH ANDO, s. bahando. 
BAR AHA WO, s. hahawo. 

BARAHINI, kleiner Seekrcbs, dem Balaugkas aim- 
lich, aber kleiner. 
B.\RAHIRI, s. bahiri. 

BARAHONDOK, i. q. Ixihondok, s. ondok. 
BARAHOWOI, 8. hahowoi. 
B.iRAHUNGAP, i. q. bahungap. 
B.\RAHULA1, s. hahulai. 
BARAHUNGAP, L q. l>ahungap. 
BARAHUNTAI, s. hahuntai. 
BARAIHAK, s. ihaihak. 
BARAKABISA, i. q. bihisbahisa. 
BARAKADAI, s. kakadai. 

BARAKAHUPA, in grosser Mengc sein, in Menge 
licrvorstehen , (wird nur von kleinen, rundlichen 
tfogenstanden gebraucht, z. B. von Tassen, klcincn 
Schiidkrcitcn , etc.) — Badjoko l)arakahupa hong 
pantai, die Badjoko (Art kleiner Schildkrutc,) licgcn 
in pos6er Menge am Strand c. 
B.ARAKAKUPON, barakupoku))on , s. upon. 
BAR.\KAL, s. akal. 
BARAKALUT, ». hakalut. 
B.iRAKANDJAR, s. kakandjar. 
BARAKARAS, s. karas und kakaras. 
B.\RAKAT, (malaiiscli bcrknt,) Scgcn, Gliick. — 
la paham barakatc, er liat grosses Gliick. — Mam- 
'*nrakai^ I>cg1iickcn, segnen, wohlthun. 

BARAK AT, wcil. — Baraknt aku budjnr olo dja- 
ion roamnalali aku, weil icli llccht babe wird man 
mich nicht verlieren lassen. 

BARAKATAK, (lias. Kahnian,) i. q. I)aka!ak, 
Frrwch. 
BARAKAUB, $. kakaur. 
BARAK/KHIS, s. njiiihus. 
I^ARAKEBER, s kakcbci. 



BARAKESEK, s. bakesek. 

BARAKETA*;, s. kaketa. 

BARAKETEP, s. baketep. 

BARAKIDJAL, 8. kakidjal. 

BARAKO, brako, cine Art Krdte, wird 2 Hand- 
breit gross, sehr rauhes Fell, der Rticken schwarz, 
dcr Bauch gelhlich. — Kilau brako ikau, paham 
kotorm, du hist wie cine Brako, gross die Rauheit 
(Unebenheit) deiner Uaut ; (durch Stippen , Schwarchen, 
von Miicken gestochen.) — Uaharako^ Barako ha- 
ben, Barako irgendwo leben, sein. 

BARAKO AU, s. kakoau. 

BARAKUPOKUPON, s. upon. 

BARAKUTIK, s. bakutik. 

BARAKUTIM, 8. kakulim. 

BARALAJOK, s. lalajok. 

BARALAMBAK, s. balambak. 

BARALASAU, s. baksau. 

BARAL.\TAP, s. lalaUp. 

BARAL1AU, 8. haliau. 

BARALIBAK, s. lalibak. 

BARALIKAH, s. malikah. 

BARALISEN, s. malisen. 

BARALITAK, s, lalitak. 

BARALOWAl, s. halowai. 

BARALUI, 8. balui. 

BARALULUS, s. halulus. 

BAR AMAH , wird nur mit djaton oder ala , nicht, 
verbunden gebraucht. — Djaton baramah, nicht 
sprechen, etc.; ganz still sein. — Aku hasupa de- 
ngan olo ta, djaton baramah iii, ich begegnete dem 
Menschen, aber er sprach kein Wort. — Mangat 
awau ta, lihi indue malan djaton baramah, das ist 
ein liebcs Kindchen, wenn seine Mutter fort ist, 
auf dem Fclde arbeitend, halt es sich ganz still. — 
Djaton baramaramahy djaton ramaramali, fast gar 
nicht sprechen, zicmlich still sein. 

BARAMAK, im Pausch und Bogen, klein und 
gross durch einander, (etwas kaufen.) ■ — Brangai 
aku mamili baramak manokm ta, djaton mintih, 
pira koam saratus, wohl, ich will deine Hiihner im 
Ganzen kaufen, (klein und gross durch einander,) 
will nicht wiihlen, wie viel forderst du fiir 100? 

BARAMALEM, s. alcm. 

BAR AM ANGKIT , s. pangkit. 

BARAMANJA, s. hirek. 

BARAMANTONG, s. mamantong. 

BAR AMASA , barasa , (Bandjarsch , immer mil dja- 
ton , nicht, verbunden.) — Djaton baramasa , durchaus 
niclit. — Ikau mandawa aku manakau, aku djaton 
baramasa gawi ta, du beschuldigst mich dass ich 
gestohlcn habe, ich !ial)c durchaus keinen Theil an 
dcr Tliat gchal>t. — Aku djaton baramasa dengac, 
ich hal)c gar nichts mit ihm zu thun, wciss gar 
nichts von ihm. 

BARAMASEK, s. mamasek. 

BAR AM AUNG, ein grosser, irdener Wasscrtopf. 

BARAMENDA, s. pcnda. 

BARAMERyElI, s. mamerali. 

BARAxMETAK , s. tak. 

BARAMINDING, s. pinding. 

BARAMIPl, 8. mamipi. 

BARAMISl, 8. pisi. 

BARAMITAI, s. mamitai. 

BARAMOH^, nie allein, immer hintcr koiok ge- 
braucht. — Kotok baramoha, brunimend, still und 
iicindirli scheltcnd. — Paham bakulas iii, amon 
iujoho kotok baramoha ia hagoct, cr ist sehr nn«*e- 
iicijjt etwas zu ihnii, wcnn man ilin clwah tliuit 
hcibt"! , celicl ci hrummcnd daran. 



46 



BAH. 



BAA. 



BARAMPAR, s. ampar. 

BARAMPING, (bas. Sang. =: basamping,) abgc- 
stosien, abgebrochen. — BarampiDg taberau lawin 
tandjoDg awi ladjun banatna , es ist abgestossen das 
Taberau (eine Zuckerrohr ahnelnde Wasserpflanzc) 
an der Biegung des Flusses durch die schnelle Fabrt 
des Schiffes. 

BARAMPONG, abgerissen, ausgcrissen, (Kieider, 
Haare, Gras, etc.) — Barampong balaoka sangkawit 
unak, mein Haar ist ansgerlssen, festgehakt in Unak, 
(ein Dorngewiichs.) — Barampong atai buaku na~ 
buang liau anakku, kncin Herz und Nieren sind 
abgerissen (mein Herz ist gebrochen,) durch das 
Verlangen nach meinem verstorbcncn Kinde. — Ba- 
rampong djudjun tanangku awi ai, die Ausdehnung 
(Liinge) meines Fcldcs ist abgerissen durch das seine, 
(er hat sein Feld krumm, schrag vor dem meinen her 
gemacht , so dass ich das meine nicht Tangcr machen 
kann.) — Bararampong, l)aramporampong fast , ein we- 
nig, ul)erall ein wenig abgerissen. — Marampong^ ba- 
rampong dengan, abreissen, ausreissen. — Patai bawoi 
palus rampong ramon knaie, todte das Schwein, 
und reisse die Eingeweide heraus. — iEwen karctm- 
pong balaue, sie ziehtn einander bei den Uaaren. — 
Mararampongy maramporampong, etwas ab- ausreis- 
sen. — ilararampong , hararaporampoDg, oft, lange 
ab- ausreissen. — Tararampong , ab- ausgerissen kon- 
nen, mogen werden^ irrthiimlich ab- ausreissen. — 
Oru ta diaton tararampong, diihen uhate, das Gras 
kann nicht ausgerissen werden, seine Wurzeln sind 
fest. — Parampong^ der gem , alles abreisst, ausziehet. 

BARAMPUN, s. ampun. 

BARAMUKING, s. mamuking. 

BAR AN A, Art, Sorte. — • Burong arik baranae, 
iiwe katawan kani arae, die Yogel,yiel ihre Sorten, 
wer weiss alle ibrc Namen! — Ikau ara baraDan 
gawim , du hast viele (verschiedene) Artcn Arbeit — 
Ikau ara barana aughm, du vicl die Arten deincr 
Woite, = widerspriciist dir, sagst bald ja und bald 
nein. — Sambarana, sambarana bagai, vielerlei Ar- 
ten , verschiedene Sorten. — Sambarana talo inggaum 
intu aku, kwaka aton, du suchst (fragst) vielerlei 
Diuge bei mir, (z. B. Essen, Klcidung, Geld, etc.) 
wie sollte cs scin, = wie soUte ich das alles faiaben! 

BARANAK, hantu baranak, s. hantu. 

BARANAKAU, s. takau. 

BAR ANAL, (has. Mangkatip,) i. q. barandar. 

BARANANAK, a. tanak. 

BARANANJA, &. mananja. , 

BARANAR, L q. barandar. 

BARANARJ^, nur gebniuchlich in der folgenden 
Sprechweise: ikii murik tikas lewun olo baranara, 
wir sind den Fluss hinaufgereist bis an die Dorfcr 
der Leute welche nan sagen, (i. e. wo man statt 
djaton, nicht, uara sagt, i. e. einige Wochen Rei- 
sens den Kahaianstrora liinauf.) 

BARANARI, s. nanari. 

BARANATUM, s. tatum. 

BARANiEHA, i. q. baramoha. >— Kotok baranUia, 
murrcn, bruramen. 

BARANDAR, durch einander bin liegen. — Kara 
raraoe barandak hctii, dia ingkese buabuah, alle 
seine Sachen liegen da durch einander, er legt sic 
nicht gchorig weg. — Mcnrandak, harandak dengan, 
durch einander werfen, steUen, in Unordnung brin- 
gen. — JEwe marandak kank mangkok piring ita 
hetoh, harungku limbah mangabualie, wer setzt her 
alle unsre Tassen und Teller durch einander, nach- 
dera ich sic cbcn erst in Ordnung gestellt hattc? — 
Karandakf das in Unordnung durch einander lie- 



gen. — Parandak, der immer, alles in Unordnung 
bringt. 

BARANDAN, (bas. Sang. = bong,) in. — BiUm 
melai barandan balai, du bleibst in der Balai. 

BARANDANG, (bas. Sang. = rangkah,) ruhig; weit. 

BARANDAR, baranar, biaranal, uberall platt auf 
dem Bodem liegen, vertreten sein, (Gras, etc) ~-> 
Barandar oru iika anak olo busik, niedergetreten ist 
das Gras auf dem Platze wo die Kinder gespielt ha- 
ben. — Barandar tanangku intakan bawoi , platt liegt 
mein Feld, (der darauf stehende Reiss,) verwustet 
durch die Schweine. — Karandar ^ das vertreten 
sein, das platt liegen. 

BARANEHEM, s. manehem. 

BARANEHO, versinken. — Bartneho banamae 
hong tasik, sein Schiff ist versunken im Meere. — 
Barancho wird seltcn allein gebraucht, gewohnlich 
als Verstarkung gefiigt liinter leteng, versinken, 
(Steine, Holz, etc.) und kahem, sinken, untergehen, 
(Boot, Schiff.) — - Pisauku lawo danum leteng bara- 
neho, mein Messer ist ins Wasser gefallen und so- 
gleich versunken. — Aku manjoho ia handjulo, pa- 
lus ia leteng baraneho, ich sandte ihn weg fur kurze 
Zeit, und er ist ganz versunken, (bleibt so lange 
fort, kommt gar nicht wieder.) 

BARANEKANG, s. tekang. 

BARANENGKEK, a. nancngkek. 

BARANG, Sachen, Guter; nur. — Lampoi am 
barange, der Lampai viel seine Giiter, = er ist reich. — 
Aku blaku endah barang katelo, ich bitte um Frist 
nur 3 Tage. — Sambarang^ sabarang, was auch, was 
nur. — Sambarang talo inengae inarimaku, was er 
audi geben wird , ich nehme cs an. — Sabarang pren- 
tah aku djaton malawae, was cs auch fur Bcfehle 
seien, ich setze mich nicht dagegen. — Uabanmg , 
verunachtsamen, (werthvolle Dingc.) Kilen ikau 
habarang {talo barega ta, wie achtest du doch die 
kostbaren Sadien so gering! (so dass dusie zualler- 
hand Arbeit gcbrauchst, sie fur eincn Spottpreis ver- 
kaufst, etc. Wortlich wohl: wie hast (gebrauchst) 
du die kostbaren Sachen als ob es gewdhnliche ba- 
rang, Sacbeu, waren?) 

BARANGAI, brangai,. bararangai, barangarangai , 
ja, wohl, es ist gut, es ist einerlei; wie auch. — 
Handak ikau omba aku halisang? BarangaL Willsi 
du mit mir auf Reise gehen.' Wohl. (Ja.) — Asal 
ia raauenga isut, brungai kea, wenn er nur etwas 
giebt, auch gut. — Alo bararangai talo inengae 
mahln inarimaku, was fiir Sachen immer er geben 
wird, ich nehme sie doch an. — Aku toh belom 
atawa matai, brangai, ob ich lebeoder sterbe, es ist 
einerleL — Itarangai, rangaraogal, gering, sehlecbte 
Qualitat. Aku kuman rarangai panginangku, ich 
esse nur geringe Kost, (zugleich: allerlei, wie icb 
es eben flnde.) iEla rangarangai gawin dengae, du 
musst ihn nicht schlecht behandieln , (ihn nicht schel- 
ten , schlagcn , = nicht meinen du konnest ihn be- 
handeln wie du willst. — Karangcu, das Geringe, 
Unbedeutende, kleine Habe. Djewu aku omba ikau , 
hindai aku manatap karangaiku, morgen werde ich 
folgen, ich habe meine geringe Uabe noch nicht in 
Ordnung gebracht 

BARANGAI, s. ai. 

BARANGAMPA, s. kampa. 

BARANGAN, i. q. warangan. 

BARANGANDA, s. kanda. 

BARANGGONG, branggong, tief, (ein Teller, 
Boot;) prahlerisch, (Worte.) Djuluk f»iring brang- 
gong til, ilka djoho, rcich den tiefen Teller her, den 
Platz der Driibc, = worauf die Briihe gethan wird. 



BAR. 



BAR. 



47 



— MUl ikau pahalau branggong augkxn, sprich nicht 
ui prahleriach! — Bararanggong, baramggoranggoag, 
rumnggong, langgoranggoug, zicmlich tief, pralile- 
risch. — Maaranggongj haranggong dengan, mam- 
paianggoDg, paranggong, liefer machen, austiefen; 
mar. aughe, gross prahlen. •*- Karanggong, Tiefe. 
Paham karanggong anite, ngira baun atai, gross die 
Tiefe seines Bootes, bis an die Herzgrube (reicht 
der Randy wenn man darin steht.) — Pcmgaranggo- 
ranggong, alle tief. — Pctngkaranggong ^ das tiefste, 
am tiefstcn. 

BARANGIWIR, s. kakiwir. 

BARANGKAP, zahlieich, viele (i£ste, Zweige etc. 
liaben, Bitume.) Kaju ta barangkap edae, derBanm 
xakiieich seine iEste, (zugleich: dicht bei einander, 
also: es ist ein dichter Baum.) Humbang barangkap 
raanak, der Bambu pflegt viel Sprusslinge zu trei- 
ben, dick, dicht zujstelien. — Bararangkap, barang- 
kaiangkap, ziemlich dicht, dick. •— Pangarangka- 
roMgkapy alle (Baume etc) dick, dicht voll Zweige. 
Ktaraagkapy das zablreich und dicht Zusammenstehen, 
d. dick bewachaen sein. 
BARANGKAT, s. angkat. 
BARANGUWIL, s. kuwiL 
BARANGUMI, s. ngumi. 

BARANI, brani, (immer mit batu. Stein;) batu 
brani, Magneet, Magneetnadel. 

BARANIA, Name cines Baumes und der pflau- 
nenartigen Frocht dcsselben, (malaiisch: gcnderia.) 
BARANIHA, s. nanilia. 
BARANIKi;, 6. baUkL 
BAR AN J AH AP, s. manjahap. 
BARANJAHAR, s. njanjahar. 
BARANTIT, platzen, gcplatzt; (ctwas was zu 
enge ist, wenn zu vicl hineingestopft winL) Kaiik 
Uaoibie barantit awie baseput, alle seine KJeider 
pbtzen, weii er so dick isL — Bararantit, baran- 
tirantit, beinahe platzen, cin wenig geplatzt. AoAn 
manjoang hantal tu bararantit, stopfe das Kiisseii 
Bicfat bis zinn platzen volL — Maranttt, barantit 
dengan, mamparantit, platzen machen. — Parantit, 
der alios platzen macht. 
BARAOUAl, s. ohaohai. 

BARAP, das Geton, vcrursacht durch die Vdgel, 
Venn sie die Fliigel schlagen; das mit den Fliigeln 
schlagen. — Narai augh beta? Dia,^ barap manok 
waL Was ist das fiir ein Gerausch dort.^ £s ist 
nichts, die Uiiliner sdilagen nur mit den Fliigeln. — 
Babarapy barabarap, mit den Fliigeln schlagen. — 
BfBiitpb4srap , iMripbarap, stark und anhaltend mit 
dm Fliigeln schlagen; durch einander schwatzen. 
Buhen raauok birip barap beta, i not ok talo, warum 
schtigt das Huhn dort so mit den Fliigeln, ist est 
dwch ein Tfaier (Schlange etc) gebissen.^ • — Ko< 
taka bnmpbarap, djaton tawan horoe, dein Spre- 
dien geht durch einander, es hat kcinc Folgordnung, 
= du scfawatzest unTerstandlich , verwirrt. 

BARAPA, brapa, was doch. Amon aku liandak 
namiikid ia, barapa kaabase, wenn ich ihn schlagen 
will, was cloch seine Kraft! (er kann sich nicht wi- 
dosetzen.) Amon aku handak mamangun, brapa 
n! wenn m^ ein Haus bauen will, was ist das doch ! 
(das iallt mir gar nicht schwer.) 
BARAP AGA, s. papaga. 
BARAPARANG, s. hampamng. 
BARAPATAP, s. Umpatap. 
BARAPATUS, s. papains. 
BARAPERAT, s. baperat. 

BARAPI, marapi, (vom malaiischen api, Fcuer; 
(bj. apui;) Reiss kochen. — Kal'ah barapi, aku blau, 



koch doch, ich habe Hunger. — Aku djari barapi, 
tapi hindai mandjoho, ich habe schon Reiss gekocht, 
aber uoch keine Briihe gekocht. — Bararapi, anak 
bararapi , ein wcnig kochen. Pahalau ikau melai be- 
wai, dia anak bararapi, es ist zu arg mit dir, du 
bleibst nur, (i. e. thust nichts,) kochst nicht ein- 
mal ein wenig. — Hararapi, harapirapi, immer ko- 
chen, lange Zeit etwas kochen. — Lepah kari be- 
has, harapirapi olo, all unser Reiss ist auf^ man hat 
immer davon gekocht. — Tararapij gekocht werden 
konnen, mogen; irrthumlich kochen. — Parapi, 
der immer, oft Reiss kocht. — Kasakrapi, so lange 
Zeit als man nothig hat urn einmal Reiss zu kochen. 
i£kac ta du'a telo kasakrapi kakedjaue, sein Haus 
ist 2 bis 3 Reisskochsel wcit. 

BARAPIBJAU, 8. papidjau. 

BABAPIHAR, s. bapihar. 

BARAPURAI, s. mamurai. 

BARAPUREK, s. papurek. 

BARARADANG, s. raradang. 

BARARAHING, s. trahing. 

BARARAKAP, s. sarakap. 

BARARAKAT, s. rarakat. 

BARAILVKIS, s. marakis. 

BARARAMBIT, s. harambit. 

BARARAMIN, (von rami,) dem Djata, Wassergott. 
ein Fest haltcn; unfruchtbare Manner oder Frauen 
geben cs, welche dadurch fruchtbar zu werden hof- 
fen. Ks dauert 3, 5 oder 7 Tage, man gebraucht 
3, 5 oder 7 Balian dabei. Die erste Nacht wird es 
im Hause dcs Festgebers gehalten, man streut Reiss 
aus, citirt durch Zaubergesange hiilfreiche Geister, 
(Sangiang,) denen man sein Begehrcn mittheilt. Am 
andereu Morgan fahrt man in einem schon ge- 
schmiicktcn Bootc nacli einem Orte, welcher als eincr 
der Wolinplatze der Djatas bekannt ist, unter Ge> 
sang und Musik; man ninunt Ziegen, weisse Enten, 
Hiihner oder Taubcn, dcren Horner oder Schn^Jcl 
mit Goldblcch belcgt sind, als Opfer mit. Dortan- 
gekommen bant man ein Hiittchen, in dem man 3, 
5 oder 7 Tage Zaubergesange singend bleibt. In der 
Mitte des Festes, also am 2, 3 oder 4 Tage werden 
die Opfer gebracht, eutweder nur der Kopf des ge- 
todteten Thicres, welches dann verzehrt wird, oder 
es wird das Thicr lebeudig ins Wasser geworfen, 
nachdcm man das Boot, worin cs ist, zuvor 7 Mal 
herum gedrcht hat. Nach Hausc zurtick gekehrt 
wird dann noch cine Nacht durch getninkcn und 
gesungcn. 

BARARANANG, s. maranang. 

BARARANDANG, s. rarandang. 

BARARANGAI, L q. barangai. 

BARARANGGAS, s. maranggas. 

BARARANGGUR, s. raranggur. 

BARARAPI, s. barapi. 

BARARASING, s. marasing. 

BARARATAP, s. baratap. 

BARARATiG, s. marata und ralii. 

BARARATI, s. harati. 

BAR AR A WAT, s. rarawat. 

BARAREKUT, s. marckut. 

BAIL\REMByE, s. rnrcmba. 

BARARENDENG, s. barendeng. 

BARARENGAR, s. maiengar. 

BiVRARENGGOR, s. rarenggor. 

BARARIGAS, s. brigas. 

BARARIKER, s. ngariker. 

BARARIMBAT, s. marimbat. 

BARARINGKES, s. baringkcs. 

BARARIPIH, s. paripih. 



48 



BAR. 



BAR. 



BARARIPO, 8. maiipo. 

BARARIW1NG, s. ngariwing. 

BARARODAK, s. rarodak. 

BARARUAT, ». baniat. 

BARARUDJAK, s. marudjak. 

BARAAUNGKIR, s. barungkir. 

BARARUNTOK, s. pruntok. 

BAR AS, der Sand. Pasisir tasik uras baras, am 
Meeresstrande ist nur Sand. — Babcuxu, bara- 
baras, sandig, als Sand; gut, voll, (der Reiss, keine 
leere Korner.) Petak bulu Kahaian barabaras, das 
Land im obem Kahaian strome ist sandig. — Ba- 
halap paraikn, barabaras, mein Reiss ist gut, alles 
voUe Korner. — Habaraa^ sandig, Sandbaben, Sand 
irgendwo sein. 

BAR AS A, i. q. baramasa; audi: zu fiihlcn. la 
manuhir aku, djaton barasa angate, er schrdpft 
mich, (lasst mir Blut ab,) es ist nicht zu fiihlen, 
(thut nicht wehe.) 

BARASAB1, i. q. basabi. 

BAR AS AH AI, s. sasahai. 

BARASAK, brasak, Name eincs Flusschens und 
Dorfes in Pulopetak; (wortlich: der Brasak baum dort 
sein, wachscn. 

BARASALAK, s. mansalak. 

BAR AS AN AN, s. mansanan. 

BARASANTIK, s. njanjantik. 

BARASARANG, s. sasarang. 

BARASAWAK, s. basawak. 

BARASENTEK, s. njanjentck. 

BARASEPUT, s. basepuL 

BARASIH, i. q. brasih. 

BARASIDEN, s. sasiden. 

BARASIKAP, s. basikap. 

BAAASILIK, s. sasilik. 

BARASILIM, s. basilim. 

BARASINGI, s. basingi. 

BARASIRIT, 8. sasirit. 

BARASUMBAU, s. pasumbau. 

BARAT, Westen; Westwind; Sturm, (mag cr 
herkommcn wo er will.) iEla pahalau rangkah mam- 
besai, mikiih buah riwut barat, lasst uns nicht zu 
langsam nidern, wir m6chten Wind und Sturm krie- 
gen. — Barabarat, babarat, als ein Sturm, stiir- 
misch; tiichtig aber nicht lange anlialtend (arbci- 
ten, etc.) 

BAR AT AG AS, s. tatagas. 

BARAT AN DAI, s. lialandai. 

BARATAP, gcrissen, zerrissen, (der Band womit 
etwas gebunden, umbunden ist) — Bararatap, ba- 
rataratap, etwas, beinalie zerrissen. — Maratap, ba- 
ratap dcngan, zeiTcissen. — Tararatap^ konncn, 
mcigen zerrissen werden; irrthumlich zerrcissen. — 
Paratapj der oft, gem, alle Bunder zerreisst. 

BARATAPyEI, s. tatapiii. 

BARATINDIH, s. manindih. 

BARATIP, ein Todtcnfest haltcn; (die Mahomc- 
danen, die Dajacken: tiwah;) gcschieht des Nachts 
nach dem Begrabnisstage, (manuron tana,) ferncr die 
3c Nacht darauf, (maniga hari,) dann in der 40«tcn 
Nacht, (raamatang pulu,) und endlich die 100"^ Nacht, 
(njaratusj) jedes dieser 4 Feste heisst: baratip, 
obwohl jedes auch den angcgebencn eigcnthiimlichcn 
Namen hat. — Nur Manner nchmen an den Festen 
Thell, 10 — 100, oil auch nocli raehr. Sie sitzcn 
allc in cinem Kreisc, in dcsscn Mittc ein Kohlen- 
becken mit Ruuchwerk steht. Eincr sagt arabischc 
Gebete her, und die anderen antworten dazwischen 
mit dom bekannten maliom. Symbohim: Jo illah 
illalah, Mahomed rasuDah. — Bci don 3 ersten 



Festen , dercn jedes nur eine Nacht dauert , trtctirt. 
man die Giiste mit Huhnern und Enten; am A^ 3 
tiigigem F'este wird ein BiifTel geschlachtet, — Olu 
i>aratip heta. Maratip awe? Maratip tuan hadji Djai. 
Man halt dort ein Todtenfest. Fiir wen liiklt man 
das Todtenfest? Fiir den Herm Hadji Djai. 

BARATIRIT, s. taUrit. 

BARATJAKOP, s. sakop. 

BARATJALAK, s. mansalak. 

BARATUAP, 8. batuap. 

BARATUDJIK, s. tanludjik. 

BARAU, nur hinter kihis, Schorf, und tewu, 
Zuckerrohr gebraucht. — Kihis barau, sebr starker 
Schorf. — Tewu barau, gelblich Zuckerrohr, die 
einzelnen Glieder sebr lang; (aber glatt, nicht rauli, 
wie das barau erwarten lassen soUte.) 

BARAUDAR, s. udaudar. 

BARAWAR, i. q. brawar. 

BARAWiE, unklug; (wird selten allein gebraucht, 
gewohnlich als Verstarkung hinter gila, unklug, gefiigt.) 

BARAWUT, i. q. badjawut, ausgezogen, s. djawut. 
Dieselben Ableitungcn als bei djawut, nur tlass bier 
der rcinc Stamm, rawut, ungebrauchlich ist. 

BAREDJEREDJEK, s. raredjek. 

BAREGAREGAR, s. gar. 

BAREHOREHO, s. rareho. 

BAREKOREKUT, s. marekut. 

BARENDEM, (has. Sang. = taharu,) verlangen, 
sich schnen. Balingo huangku, barendem nitingku, 
es schnt sich mein Inneres, es verlangt mein Herz. 

BARENDENG, aufmerksam (zuhoren;) ofienbar, 
deutlich; tapfer, ohnc Furcht; entschieden; ent- 
schlosscn ; niichtern. — Barendeng iii manjenah aughe, 
aufmerksam horcht er auf seine W'orte. — Baren- 
deng aku mita ia, ich sehe ihn ganz deutlich. — 
Barendeng ia djari manjapa aku, ara olo mahininge, 
ganz deutlich und oflfeubar hat er mich geschimpft, 
vielc Menschen haben es gehort. — Djaton tan 
sondau pisaum? barendeng ia beta, kannst du dein 
Hackmesser nicht linden.' da licgt es ja ganz ofTen- 
bar. — Barendeng haliai fa klahi, alo inembak ine- 
djep djaton ia tarawen, cr ficht sebr tapfer, obwohl 
er gcschossen und gchaucnwird, crschrickt er nicht. 
— Kilcn toh, barendeng atiiim handak omba aku, 
wie steht es jetzt, ist dcin Herz entschlossen , wills! 
du mir folgen ? — Malem ikai mihop, uras babusau, 
tapi aku barendeng, gestem haben wir getrunken, 
allc waren betrunkcn, aber ich blieb niichtern. — 
Bararendeng ^ barenderendeng, rarendeng, renderen^ 
deng, ziemlich aufmerksam, etc. — Bararendeng^ 
pangarendercndeng, alle aufmerksam, etc. — Pamp^ 
karendeng, am aufmcrksamstcn , etc. — Karendeng^ 
Aufmerksamkeit, etc. — Mangarendeng , crklaren; 
nachfragen, untcrsuchen. Kaput aughm kilau lelai, 
kalah mangarendeng akangku, dunkel deine Worte 
als Rathsel, erklare sie mir doch. — Hindai batantu 
iii idja manakau, kalah keton mangarendeng hclo, 
es ist noch nicht gcwiss ob cr es sei welclicr ge- 
stohlcn hat, untersucht es doch erst, (bringt es erst 
zur deutlichen Gewissheit.) — Kalah ikau mangaren- 
deng matam manampajah aku, thu deine Augen 
ordentlich auf und sich mich an. — Mangarendeng^ 
arepe babusau, sich entniichteru, aufhoren trunkeii 
zu sein. — Mangarendeng arepe batiroh, sich vom 
Schlafc entniichtern, sich gut wach machen, (die 
Augen ausreiben, etc.) — JIakarcndeng , mit «n- 
ander uhcr eine Sache sprechcn, sie unter einan- 
der abziimachen suchen. Kaliih keton hakarendcng 
helo, ala palus hadawa, besprecht doch die Sache 
erst mit einander, verklagt euch nicht glcich. 



BAR. 



BAK. 



49 



BARENERENEP, s. haieiiep. 
6AREXGEBKNGKK, s. iiiareng«>k. 
BARENGGORENGGOR, h. larenggur. 
fiARl, gekochter Reiiks. (Reiss in Hiilseu, ]>arai; 
enthuketcr: beluis.) Da gckoclitcr Reiss in Borneo 
die Hauptnahning ist, so lici!>si l>ari audi iilKMliaupt : 
Nahrung, Es^en. (Wic Brod ini Deiitschen, dproc im 
Griechischcu.) — Olo Nagara hambia indii baric, 
die Nagaresen pcbrauclien Sago als Nahrung. — Koit 
Lindjap haklahi, tapi djaton akau i8in atai, baja 
akan bari djobo bewai, wir b<*idon stroitcn oft, alwr 
nicht bis ins Fleiscb des llcrzcns, aU Reiss und 
Rriihe nur, (peratben nicbt in Fcindficbaft, sondem 
biciben gute Frcunde dabei.) — BariOari, oft Reiss 
n euen geben. Paham pabagae dengan anake, ba- 
ribari wai awie nongkang andau, sie passt gut anf 
ihr Kind, bestiindig wird es niit Reiss gefiiitcrt durch 
«e den ganzen Tag. — Baribarian, zu viel Reiss. 
Kilen keton barapi baribarian, kwaka olib lepab ki- 
nan, was kocbi ihr doch so iingcincin viel Reiss, 
wie sollte der alle gegessen Merdcii konnen. 
fiARlA, (bas. Sang.) i. q. baruron. 
B.\R1ARIA, 8, raria. 
6AR1B.ARING, s. babaring. 

B.\R1B1R, bribir, stumpfo Kante, (z. B. weiin 
iiber die Kante einer Bank, eines Tiscbes einmal 
bin itehobelt ist.) 
a\RIDJORlDJOK , s. raridjok. 
fiARIGAS, i. q. brigas. 
BARIHIRIIIING, s. rarihing. 
BAR IK, 8. buraV. 

BA&IKAN, i. q. birik, das Scbiitteln, Aus- al>ge- 
schuttelt sein. 
BARIKERIKER, s. ugarikcr. 
B.4R1KIRIK1S, 8. rarikis. 

BARIKOR, (bas. Sang. = halikut,) auf deni Rii- 
cken; als Riicken. Kamban paugandien barikor ta- 
bwang, der Kamban pangandien, (i. e. Konig der 
hantuen, wortlicb: Seete des Tigers,) hat als Riicken 
ein Schild. 
BARIKORIKOI, s. rarikoi. 

BARIMAR, Art. weiss und schwarz gestreiftes Klei- 
deneug, wird viel zu saloi, Unterrocken, gebrauclit. 
BAR1MBARIMBAT, s. marimbat. 
BARIMBOR, habarimbor, im AVasser spielen, plat- 
«chen; (Menschcn beim Baden.) Barimbor awen man- 
doi beta, spielend baden sie dort. 
BARIMPORIMPONG , s. rarimpong. 
BARINGBARINGA, s. babaring. 
BARINGEN, cine Schmarotzei-pnanzc; wird oft 
lebr groiis, so dass die Biiumc dadurch absterben. 
BARINGGIRINGGIS, s. raringgis. 
BARJNGKAR, wird nur in Emphase hinter tiili- 
wmang, Gtirtel, gcfiigt. Djohodjoho ampim ikau, 
bapan laliwanang baringkar, hochmiithig dein Vor- 
kommen , du tragst einen Giirtcl ! 

BABI?«GKES, (wohl von ingkes, mingkes,) in 

Ordnung gelegt, gestellt; diinn ausschen, (aber es 

docb nicht scin ;) zusamraen driickbar, clastisch ; wenig 

Platz einnehmen und doch grossen Werth haben , 

al&o: gut raitzunehmen. — Karong ita djaton ba- 

ringkea, kusakkusik karii talo huange, unsere Stube 

ift nicht in Ordnung, (nicht aufgeraumt), durch 

nnander liegen alle Dinge welche darin bind. — la 

ta baringkes ampie raakaian , er kleidet sich gut, — 

die Klcider stchen (sitzen) ihm gut. — Toto iii ba- 

ringkes, kakae badjawo, tapi kemii ukur, sama ka- 

haie, allerdings sieht er diinn aus und sein alterer 

Bnider dick, aber versuch es, miss sie, gleich ihre 

Dicke. — Kapas ta puna baringkes, alo ara tama 



I kea pati korik, die Baumwolle ist zusammeudriick- 
bar, obwohl viel davon ist, geht es doch in eine 
kleine Kiste. — Amon halisang kedjau , kalah 
mimbit bulau, djelu ranio baringkes: bahali mim- 
bit duit, pahalau babehat, wenn man anf weile 
Reisen gehet ist es gut Gold mitzunehmen, das 
ist ein leicht mitnehmbar Ding; miihsam ist rs 
Kupfergeld mitzunehmen, das ist zu schwer. — 
Bararingke^, zicmlich in Ordnung, etc.; — - alles 
einpacken. /Ewcn bararingkes karii ramoe, han- 
dak babungkat, sie packen alle ihrc Sacben zu- 
sanimen, woUen vc^rziehen. — Pangaringkeringkett , 
alle in guter Ordnung, etc. — Pangkaringkes , am 
meisten zusammeugcdriickt werden kijnnen, den 
kleinsten Raum bei grcisstem AVerlhe einnehmen. 
Hintan paugkaringkes bara karii talo beken, det 
Diamant hat melir als alle andere Dinge bei der 
kleinslen Ausdehnuug den griisstcn Werth. — Ma- 
ringkes, baringkes dengan, zusammen packen, ein- 
packen; aufriiumen. — Maringkes arepe, sich in 
Ordnung bringen, (seine Kleider, Haare, etc., Toi- 
lette machen.) — liararingkes , bari ngkeringkes, oft, 
lange /eit in Ordnung bringen, etc. — Tararingkcs. 
aufgeriiumt, eingepackt etc. werden konnen. — Ka- 
ringkes , das dicht zus.immen gepackt mmu. — Pa- 
ringkes, pringkes, der oft, gern aufrimmt etc.; pa- 
ringkes arepe, der sich, sein llaar, seine Kleidung 
immcr gut in Ordnung hidt. 

BAKIiNGORINGUT, s. raringut. 

BARIPORIPO, s. maripo. 

J5ARIRA1, Naii^e eines Flusses obeu im Sangiang- 
lande, Wohnplatz der Tempon tiawon, der Frau de^ 
Tempon telon; der Tempon telon wohnt am batang- 
danum djalajan, Djalajandusse. 

BAUlllAiNG, brarirang, marirang, Schwefel; wird 
auswendig als ISledicin gegen Schorf und fressende 
Schiiden geliraucht, 

BARIS, Theil, Abtheilung; (nach Zahlen; kaba- 
ris;) Folgordnung, Reihe; von, aus. — Djetoh puna 
baris ajum, dies ist dein Theil. — Karii huma hetii 
barisduii hasansila djalan, alle die lliiuserdort stelien 
in 2 Reihen an beiden Seiten des Weges. — Aughe 
djaton barise, hiiwoi sarilae, seine Worte haben keine 
Folgordnung, er mengt die Geschichtc durch ein- 
ander. — Sardado main baris, die Soldaten spielen 
Reihe, (i. e. sie exerciren). — Idjii biti baris olo 
sahim djari manakau human ita, einer von den 
Mahomedanen hat unser Hans bestohlen. — (Oft 
wird patasa zur Verstiirkung hinter baris gefiigt.) — 
Babaris, baribaris, habaris, abgesondert, vertheilt. 
iCwen hampahari tii belom habaris, djaton maku 
hindjii , die Briider lel)en geseparirt, sie wollen nicht 
zusammen wohncn. — Mamharia, habaris dengan, 
absondern, aus einander sondern, theilen. Mam- 
baris ramo, Sacben aus einander theilen. — Mam- 
baris arepe dengan sawae, sich von seiner Frau 
scheiden. — Hababaris, hal)aribaris, oft, immer ab- 
sondern, etc. — Tarctbaris^ abgesondert werden 
konnen, mcigen. Ita dengan olo salam djaton tara- 
baris, iit paham badjudju tamii lewun ita, wir kon- 
nen gar nicht abgesondert bleiben von den Maho- 
medanen, mit grossem Ungestiim dningen sie sich 
ein in unsere Dorfer. — Pambaris, der gern , oft 
absondert, aus einander thut. 

BARISIRISIP, s. rarisip. 

BARITA, i. q. brila. 

BARITONG, s. itong. 

BARITU, britu, das Schiksal, Vorhcrbcstimmung. 
Amon puna britue buali tjalaka, puna djaton tara- 
tonggo, wenn es sein vorherbestimmtes Schicksal ist 

7 



50 



BAR. 



BAR— BAS. 



dass ihn Unglucli treffen soli, dann kann man ihn 
doch nicht bewahren. — Samben baritu, s. samben. 

BARITU, der dajacksche Name fiir den Duson- 
strom, von oben ab bis da wo er sich tbeiltin den 
siidwestlich laufenden Arm, batangdanum Pulope- 
tak , und den siidlich laufenden batangdanum M urong. 

BARIWARIWAS, s. rariwas. 

BARIWIRIWING, ». ngariwing. 

BARIWIS, briwis, wilde Ente; (die zahrae. itik.) 

BARIWIS, das Kleiderbiindel eines vcrungliick- 
ten, (eimordeten, durch Krokodill gefrcssenen, etc.) 
Menschen, dessen Leicbe nicht aiifzufindcn ist; alle 
Kleider eines solchen werden begraben. — Mamha- 
riwis, solch ein Kleiderbiindel begraben. — iEwen 
mam ban wis pakaian olo awi badjai, sie begraben die 
Kleider eines durch ein Krokodill gefressenen Men- 
schen. 

BARNEHO, i. q. baraneho. 

BARO, ein mittcldick werdcnder Baum, hat sehr 
breite Blatter; vom Baste der jungen Biiume macht 
man N&hgarn. — IlabarOy Baro irgendwo sein, wachsen. 

BARO, burong baro, i. q. das gebrauchlichere sabaro. 

BAROH, tiefliegendes Land, welches in der nassen 
Jahreszeit unter Wasser steht. — Habaroh, solche 
Baroh irgendwo sein. 

BAROH AN, i. q. olo bum, Miethling. 

BAROHOR, ein kleiner, runder, schwarzer Fisch, 
etwa 6 Zoll lang. 

BAROHOR besal, die dicke Stelle mitten im Blatte 
eines Ruders. — Habarohar , solch einc dickere Stelle 
haben. 

BAROHOROHONG , s. rarohong. 

BAROK, ein kleiner, irdener Topf, worin man 
das Trinkwasser thut, nachdem es in der blanai, 
dem grossen Topfe, sich abgeklart hat. — Barok 
saramin, eine glaserne Flasche. — Knaie kilau ba- 
rok, lalehan kabungue, sein Bauch ist als ein Ba- 
rok, (so dick,) was ist er gefriissig. — Babarokyha- 
robarok, habarok, als ein Barok, dick, aufgesetzt, 
(der Leib^ 

BARON, (has. Sang. = klambi,) Oberkleid. — 
Mannlicher Name. 

BARONG, der PlatK, worin -man kranke Men- 
schen badet, (holzerner Trog oder audi eine Matte;) 
das gebadet werden. — Tapas baronge, awi ta da- 
reme djaton maku terai, nicht genug sein gebadet 
werden, desshalb will sein Fieber nicht aufhoren. — 
Mambarong, habarong dengan, baden, (kranke Men- 
schen: geschieht besouders in bosartigen Fiebern; 
man lasst die Leider dann etwa 1 Stunde lang im 
Wasser liegen.) — Hababarong, habarobarong , oft 
baden. 

BAROTUROTUT, s. rarotut. 

BAROWA, den Schein liaben, das Aussehen, An- 
sehen haben. la barowa ampie marajap, buah bata- 
wat dengao, er hat das Ansehen eines Schelms, man 
muss vorsichtig vor ihm sein. — la bagawi barowa 
paham , tapi djaton talo awic , er scheint tiichtig zu 
iirbeiten, aber er thut nichts. 

BAROWOROWOI, s. rarowoi. 

BAROWUT, abgcrissen, (Zweigc, etc.) Buabuah 
dengan awau, mikah barowut pai lengiie awim, sei 
vorsichtig mit dem Sauglinge, du mdchtest seine 
Anne und Beinc abreissen. — Mamwut, barowut 
dengan, abreissen. — Tararowut^ abgerissen kdnnen 
werden; irrthiimlich abreissen. 

BARUAT, entwurzelt, umgefallen, ausgezogen, 
(Pflanzen mit alien Wurzein und der Erde daran.) 
Knju baruat awi Ixirat, — awi bawoi, der Baum ist 
umgefallen (umgestiirzl) durch den Sturm , — durch 



ein Schwein. — Maruat^ baruat dengan, umwerfen, 
ausziehen. — Bararuat^ raruat, ruaruat, ein wenig 
entwurzelt, ausgezogen; als ausziehend. Raruat aku 
manandiong hong petak nimpur, als ausziehend 
(meine Beine ausziehen miissencl, als ob ich Pflansen 
auszoge) gehe ich im Schlamme. — RungkangrwaJt, 
mit grosser Muhe durch einen Morastgeben. — Ta^ 
raruat y ausgezogen werden konnen; irrthumlich out* 
Ziehen. 

BARUDJARUDJAK, s. manidjak. 

BARUIRUIS, s. raruis. 

BARUJOK, ein Thier einer Ratte ahnlich, tchwan 
von Farbe, lebt auf Baumen. — Kahaim kilau ba- 
rn jok, kadjohom paham, du bist nur so gross aU 
ein Barujok , und doch ist dein Hochmuth gron* — 
Ampim kujokujo kilan barujok, du gehst langsam 
schleichend wie ein Barujok. 

BARUMBON, manokbarumbon, ein gelbes Huhn, 
mit rot hen, scbwarzen und weissen Flecken. 

BARUNAP, ausgezogen, (nur etwas oder auch 
nichts von der Wurzel mit; mit der Wurcel; baruat.) 
Kajah, karli talo imbulku lepah irunap inakan olo, 
o jammer, allcs was ich gcpflanzt, hat man ausge- 
zogen und gcstohlen. — Bararunapf barunaninap, 
fast, ein wenig ausgezogen. — Barantnap, alle aus- 
gezogen. — Mamnap, harunap dengan, ausziehen. -*-- 
Hararunap, harunarunap, oft, lange Zeit auaziehen. 

— Tararunap , ausgezogen werden kdnnen ; irrtkum- 
lich ausziehen. — Parunap, der gern,oft, alles autaieht. 

BARUNDJARUNDJANG, s. marundjang. 

BARUNDJURUNDJUR, s. rarundjur. 

BARUNGANG barangis, iiberall rund sehen, eins 
nach dem andem beschen. Buhen ikau barunganc 
barangis olo til, warum besiehstdu die Menschen so. 

BARUNGGORUNGGUS, s. marunggus. 

BARUNGKARUNGKANG, s. rarungkang. 

BARUNGKIR, umgewuhlt (die Erde, a. B. darcb 
Schwcine, Biiffel.) — Bararungkir, barungkirunskir, 
ein wenig umgewuhlt. — Marungkiry harungkir den- 
gan, umwiihlcn. — Karungkir, das umgewuhlt sein. 
Paham karungkir palakanangku awi bawoi, sehr das 
umgewuhlt sein meines Gartens durch die Schweine. 

— Parungkt'r, der gem, oft umwiihlt. Bawoi himba 
Ui idju parungkir talo, die wilden Schweine sind es, 
welche alles umwiihlen. 

BARUNGORUNGOK, s. rarungok. 

BARUNO, 8. hantu baruno. 

BARUNTAP, gerissen, (das Band womit etwas ge- . 
bunden ist; das Gen'ahete,) i. q. baratap; dieselfaen 
Ablcitungen. 

BARUNTONG, i. q. bageto (s. geto,) abgebrochen, 
(Strick, Rottan, etc.). Dieselben Ableitungea als bei 
geto, nur das bier die Stammform, runtong, nicfat 
gebrauchlich ist. 

BARUPA, i. q. barowa. 

BARUPARUPAU, s. rarupau. 

BARURON, (bas. Sang. = manalth,) kommen. 
Djewu baruron panggil, baria tandang, komm mor^ 
gen du, den ich genifen babe. 

BARUS, kapur bams, Kreide. 

BAS, s. bisbas. 

BAS A, weil; dass. la djaton tau bull, basa iSk 
inangkeng olo, er kann nicht zuruckkehren, weil 
man ihn festh'alt. — Toh aku handjak, basa aku dja* 
ton djari omba, jetzt freue ich mich, dass ich nicbt 
mitgegangen bin, — (Basa ist Conjunction, wird 
selten unmittelbar vor einem Substantivo gebrancbt, 
sondcrn dort gebraucht man sabab, tagal, awi. Ift 
djaton tau kuman awi kaujnhe, = fa djaton tan 
kumon basa ia ujuh, oder auch basa paham kau- 



BAS. 



BAS. 



51 



juke, er kann nicht essen wegen seiner Ermatluug , 
~ (veil er erraattet Ut, wcU seine Ermattung gross.) 
BASA, Sprache, (eines Volkes.) Basa Bandjar, die 
bandjarscbe Sprache. — Basa Sangiang, die Sangiang 
Sprache. — Babcaa, basabasa, habasa, eine fremde 
Sprscbe sprechen; fremd, nicht vertraulich sprechen. 
b bakotak babasa, alo ia puna olo betoh, er 
ipricht eine fremde Sprache, obwohl er ein hiesiges 
LandeskiDd ist. — la tau habasa, sampai apat lima 
bwan ok> tawae, er kann fremde Spracnen sprechen, 
bif 4, 5 Spnichen kennt er. — Dialo idja bit! ita 
hetoh Uu nabasa dengan olo l>aputi, nicht ein ein- 
zi||or von una hier kann mit den weissen Leuten in 
ibrer Sprache sprechen, — i£la ikau basabasa de- 
ngugku, dia aku paharim, sprich nicht so fremd 
(unvertraulich) mit mir, bin ich nicht dein Bruder? 
— Barabasa^ allc fremde Spraclien sprechen. 

BASA, das Lesen. — Sala basae surat fa, bcken 
btwaic hiningku bihin, falsch sein Lesen den Brief, 
anders seine Worte horte ich friiher. — Mambcua, 
lesen. — ffab<ibasay liabasabasa, oft, immer lesen. — 
Tanbata, gelesen verden konnen. — Pambasa, der 
gem liest. 

BASABI,barasabi, griissen; ansagen, melden. Aku 
basabi dengam, aku handak halisang, ich korame 
dich grussen, (auch: ich komme es dir melden,) ich 
wfll aiif Reise gchen. — Manjabi, i. q. basabi , aber 
a«f manjabi folgt der Accusal iy, auf liasabi dcrDu- 
tiv; manjabi ikau = basabi dengam. 
BASABOSABOR, s. bor. 

BAS AH, (Bandjarsch, == alali, rusak,) besicgt; 
verwiistet. Basah djagau ai awi ajungku , sein Uahn 
ist durch den raeinen iiberwunden, (zugleich: iibel 
zugcricbtet.) — Basah lewun awcn awi asang, ihr Dorf 
ist darch Feinde verwiisiet. 

BASAH A, basatiar, ein Gcwerbc treiben, Nah- 
rang s«ichen. Alo aku basaha hetaheta, djaton be- 
vai ontoog, obwohl ich iibemll meincr Nahrung 
nacbgebe, habe ich doch kein Gliick. 

BASAHO, viel verbraucheu. Ikau basaho kuman, 
btu kindjap tamuai madja hetoh, du verbrauchst 
viel Essen, weil Fremdliiigc hler oft besuchen. — 
Faham basaho ita, dua tclo rat us gaulang pariii 
bandjulo ita mampalepalie, wir verbrauclien schr 
viel, 2 bis 300 Gantang Reiss, in kurzcr Zeit machen 
wir sie auf. 

BASAHUNGKER, (has. Sang. = basuka,) sich 
rtatzen. Mingkat basahungker renteng, schreitengc- 
stiiut auf eine gestreifte Lanzc. 

BASAUNG, mit einander, zusammcn, (nur von 
Booten gebraucht.) >£wen halisang basaing telo arutc, 
<ie gchen auf Reisc 3 Boote zusammen. — Basaing 
amt doa ta, djaton hakalihi, die bciden (um die 
Wette rudernden) Boote bleiben zusammen, keines 
bleibt hinter dem anderen zuriick. 

BASAK.OP, basukap, batjakop, gierig, gefrassig, 

sdinell freshen, (Thierc; Menschen: l>abungu.) — 

Stuakop^ 8akosakop,sasukap, zieml ich gierig, etc. — 

Barfuakopj alle ziemlich gierig. — Panga&ako8€ikop , 

alle gierig. — Mansakop, mansukap, happen, schnap- 

pen, mit voUem Mundc das Essen fassen. — Asom 

djari roansakop paingku, dein Hund hat mein Bein 

lieKbnappt, (so dass er es ganz ins Maul gefassl 

bat) — Bakai tau manjuap kilau olon, beken bara 

kani meto idju mansakop, der AlFe kann aus der 

Hand in den Mund essen wie der Mensch, anders 

als alle andcm Thiere, welche die Nahrung mit dem 

Mauie fassen. — Tarasakop, zufidlig beisscn. Aku 

milang asongku hatangkarap, tarasakop lengangku, 

kh bcschirmte meinen Hund. der sich mil eincm an- 



dem Hunde biss, da hat er zufallig meine Hand 
gebissen. — Pansakop, der oft schnappt, beisst; 
bissig. 

BASALASALAK, s. mansalak. 

BASALI, (has. Sang. = babalai,) bleiben, leben, 
sich aufhalten. 

BASAMAT , ein Boot, Schiff, eine Flosse gegen den 
Strom flussaufwarts ziehcn ; geschieht vermittelst eines 
langen Rottanstrickes, welchen man in einem kleinen 
Boote eine Strecke weit vorausbringt und an eiueii 
Baum festkniipft; solch ein Strick lieisst: talin sa- 
mat. — Kalah ita basamat, badajong djaton olih 
miar hindai, diihes danum pahalau; lasst uns Ziehen, 
mit Rudem kommen wir nicht mehr Toraus, der 
Strom des Wassers ist zu stark. — JVIanjamat i. q. 
basamat, aber transitiv, das Object muss folgen. — 
Tarasamat, gegen den Strom gezogen werden kdnnen. 

BASAMPAT, sich festhalten, anklammem. Toto 
tamput aku awie, djaka dia aku basampat intu kaju, 
ich wiirde gewiss durch ihn fortgerissen sein, weun 
ich mich nicht an eincm Baume fcstgehalteu hiitte. 
— Basampat barapaut, sampatsampata, sich iiberall 
festhalten, anklammern. Bahali aku manunda iii, 
ia basampat barapaut hapus djalan , mit Miihe habe 
ich ihn hergezogen, er klammertc sich iiberall fest 
auf dem ganzen Wege. — Sajang ia nolii, sampat- 
sampata omba olo, sie ist eine ungliickliche Waise, 
muss sich zu alien fremden Menschen halten und 
ilinen folgen. — Manjampai nur in der folgenden 
Redeweise gebrauchlich : Aku toh handak tiwah liau 
apangku, palus manjarapat liau audiku kea, ich 
will jetzt das Todtenfcst fiir meinen verstorbcnen 
Vatcr halten, und will sich da anklammern lassen 
meinen verstorbcnen jiingern Bruder, = es fiir ihn 
zugleich mit halten. 

BASAMPING, ab, abgcbrochen, abgehauen, ab- 
gerisscn, (etwas von der Seite eines Gegenstandes , 
z. B. Zweige von cinem Baume, ein Arm, etc.) 
Lengae basamping inedjep olo, sein Arm ist abge- 
hauen durch Menschen. — Djuking basamping awi 
danum soho, die in den Fluss ragende Spitze des 
Landes ist fortgerissen dusch die Wasserfluth. — 
Baaasamping , basampisamping, fast ah, etwas ab. — 
Sampingsampinga , alle, iiberall ab. Lalehan barat, 
sampingsampinga kaju awie, furchtbar der Sturm, 
die Zweige sind iiberall von den B'aumen gebrochcn 
durch ihn. — Manjamping ^ basamping dengan, ab- 
brcchen, abhaucn; glatthaucu, (Holz, die Uneben- 
lieiten, Knorren weg.) — Manjanjamping , manjam- 
pinjamping, ein wenig abhauen. — Hasasamping ^ 
basampisamping, oft, lange Zeit abhauen. — Tara- 
samping^ abgehauen, glattgohauen werden konnen. 
Panjamping ^ der immer abhaut, etc. 

BASANDANG, ui der Hand habcn. Ia misik 
l)atiroli magon l)asandang mandaue, wachend und 
schlafend halt er stets sein Mandau (Schwert) in 
der Hand. 

BASANGAL, Name eines Fliisschens in Pulopetak, 
(= wo Sangalbiiume wachsen.) 

BASANGKAL, zu gross, (ein Pfropf etc., was man 
in ein Loch stecken will;) enge, fest; abgeneigt , 
unwillig. — Sumbel ta pahulau basangkal, baliali 
tama, der Pfwpf ist all zu gross, er geht schwcr 
hinein. — iEla hapan paku ta, pahalau liai, mikiih 
basangkal djaton taraajawut tinai, gcbrauch den 
Nagel nicht, or ist zu dick, rr wiirde vicUeicht zu 
fest sitzen und nicht wiodiM- auszuziehen sein. — Ba- 
sangkal huangku oml)a ia, iiicin Inneres ist abge- 
neigt ihm zu folgen. — BasamngknU basangkasang- 
kal, etwas zu gross, etc. — Manjangkal, basangkal 



7* 






RAS. 



BAS. 



<lcnguii, dicker machcii, festsitzeu niachen; unge- 
iicigt, ahgcneigt machen. Kalah malilit suinbel hapa 
iiianjangkale, pahalau korik, umwiiid den Pfropf, 
um ilin dicker (odcr festsitzeii) zu machen, er ist 
7.U klein. 

BASAR, seine Nothdurft verrichten da wo es 
nicht geschehen mag, (Hundc und Katzen, die das 
Hans etc. beschmutzcu; von Menschen gebraucht: 
scliamlos huren.) Pusa ta djari basar awi anakku 
magon musik ia, die Katzc ist dahin gekommen 
das Haus zu vcrunrcinigen , weil mein Kind imraer 
mit ihr spielt. — Olo ta djari basar, djaton tau 
mahamen hindai, dcr Mensch hat sich ans Huren 
hingegeben, kennt keine Scham mehr. 

BASAR, (malaiisch, = hai,) gross. Olo basar, 
Beamte, Obrigkeit. 

BASAR A, batjara, bitjara, cine Streitsachc welche 
vor den Richter gebracht ist, Process. — Aton per- 
karangku dengae, angatku indu basara kea, ich habe 
cine Sache mit ihm, ich denke es wird wohl zur 
Klage kommen, = cin Process daraus werden. — 
O tuan, aku blaku basara intu ikau, o mein Hcrr, 
ich bitte dich dass du meine Sache untersuchcst 
und entscheidest. — JIabasara, 'haba- o(jler bitjara, 
(uneu Process mit cinander haben. — Mansara, ma- 
hara, mantjara, raitjara, mintjara, imtersuchen und 
entschciden, (KJagen.) — TarcUtcuaray tarabitjara, 
untersucht, bcprocessirt werden konnen. Olo pa- 
muno djaton tarabasara hetoh, patut insohan akan 
l^ndjar, Mordcr konnen hier nicht untersucht und 
^orichtet werden, sie miissen nach Bandjarmasin 
hinab gebracht werden, (zur hoUiindischen Obrigkeit.) 
BASARA, (immcr mit tau, konnen, lieben, oder 
bahalap, gut, verbunden;) tau basara, bahalap ba- 
hara, freigcbig, gastfrei. — Tulas basara, grausam, 
hart; (z. B. seinen Sclaven niciit genug zu cssen 
gebon, sie fluchen, schlagen.) 
BASAR AH, s. sarah. 

BASARANG , Name eincs Fliisschens in Pulo- 
petak. 

BASAR ASARANG, s. sasarang. 
BASARIANG, (bas. Sang. = ringkesrangkcsa,] 
oinpacken, in Ordnung bringen. Kascn salam ikau 
riinpin basariang, wohin wilist du, dass duallcdcine 
Sachen einpackst? 

BASASARAN, s. sasaran. 
BASASAUI, s. sasaui. 
BASASIAK, s. siak. 

BASASUMBAR, basumbasumbar, i>arasumbasuni- 
bar, viele Gotzrn anrufon, (als Zeugen, mler Hiilfe 
von ihncn begehrend.) la basasunibar, buhcn iii, 
narai kapahim ataie, or ruft alle Gcittor an, was hat 
or, was ist sein Kummer? 

BASASUNGKA, s. hirek, irck. 
BASASUNTUL, s. basuutul. 

BASASUROK, oinc Sache unlcr einandcr in dor 
Slillc abmachen. Toto aku ^ala, tapi iila mawi ba- 
sira, kalah ita basasurok wiii, brangai lakun keton, 
ja ich bin bin s<!huldig, abcr niacht keinon Process 
tiaraus, lasst es uns doch in der Stille untor oin- 
auder abmaclicu , Ibrdort nur was iiir wollt. 
BASASUSUR , s. basusur. 

BASAT, Scluirko, Dieb, Raubor. Ikau )>asat,kiii- 
djap djari uianakau, du bist oin Schurko, hast schon 
ol't gestohlon. — liabasat, basabasat, dieliisch, schur- 
kisch. — Uarabasat^ pangabasabasal , alio dicbisch, 
srhurkisoh. — Punylcnbasnt ^ am moisten .schurkisch. 
— Mnmhnsat^ habas;it dcngan, bestohlen, (jomandon, 
<»der oin Haus.) Mambasat aropo, sich an das Stehlon 
iihciEjobcn, sirh M-hurkisrh hclra;;rn. — Hnhnhanoi . 



habas<ibasat , oft bi^stchlen. — Kabasat, Diebhaftig^ 
keit, Schurkerei. — Pambusat^ sehr diebisch, schur- 
kisch. 

BASATOR, i. q. batjator, s. tjator. 

BASAiiH, s. sauh. 

BASAWAK, nachlassig, unaufmcrksam, unordent- 
lichy schlodderig. la basawak haliai dengan ramon 
ita, djaton mahagae buabuah, er ist sehr nachlasBig 
mit unsern Sachen, nimmt sie nicht gehorig in 
Acht. — Ikau paham basawak makaian, handjulo 
paJus rotus, du bist sehr unordentlich mit deiner 
Kleidung, nach kurzer Zeit ist sie schon abgetragen, 
(zerrissen.) — Basasawak, basawasawak, sasawak, sa- 
wasawak, ziemlich nachlassig. — Pangasawasawak , 
alle nachlassig. — Kasawasawak , immer nachlasaii;. 

— Pangkasawak, am nachlassigsten. — Katawaky 
Nachlassigkeit, Unordentlichkeit. 

BASAWANG, s. manas. 

BASAWESAWENG, s. sasawcng. 

BASyEAN, s. besai. 

BASEKOSEKOH, s. sasckoh. 

BASENG^SEx\GiE, s. sasenga. 

BASENTESENTEK, t. njanjentek. 

BASEPUT, fett,dick; (Menschen, 4 fiissige Thiere, 
Vdgel; — Fische, Krokodille, das Essen: roenjak.) 
Bawoi ta baseput, ara enjakc, das Schwcin ist fett, 
hat viel Speck. — Baseput bawoi himba awim, 
pringkong bawoi lewu, die wilden Schwcine werden 
durch dich fett, die Schweine des Dorfs (i. e. zahmen 
Schwcine) werden mager, (i. e. du giebst viel an 
andere, aber deine Hausgenossen versorgstdu nicht.) 
Ein Rathsel: amon pakanan pringkong, ambn dia 
pakanan baseput, wird es gefiittert dann ist 'cs ma- 
ger, wird es nicht gefiittert, wird es fett, (dick; — 
das Haar; wird es gekammt und gcsalbt bleibt es 
fein, zierlich.) — Stput tupai^ (Fettigkeit des Eich- 
horns,) nicht besonders fett. Iii limluih haban ham 
soput tupai toh, nachdcm er krank gewesen ist, ist 
or ebon erst wieder oin bischcn beigekommen, (vol! 
gcworden.) — Basaseput, basepuseput, ziemlich fett. 

— BarasepuU alle ziemlich fett. — Pangasepuseput^ 
alle fett. — Pangkaseput, am fettcsten. — Kaaepu- 
seputy immer fett. — Kaseput^ das Fett sein, Fett- 
hoit. — Manjeputy baseput dengan, mampaseput, 
fett machen, mastcn, — Taraseput, gemiistct werden 
konnen. — Panjeput, fottmachend ; — om panjcpiit 
bawoi, Schwcine fett machend Grass, Name einer 
grussartigen Pflanze mit fingerdickem Stengel und 
ziemlich breitcn Blattorn, womit man magere Schweine 
jodesmal wenn man ihnen zu fressen giebt 3 Mai 
iilM^r den Riicken schlagt, meinend dass sie dadurch 
fett werden sollen. 

BASETOK, baletok, abgebrochen, (Knochen, 
Zweige.) Tundjukku bilak bas(>tok awiku manampar 
iii, mein Finger ist fast gebrochen dadurch dass ich 
ihm eincn Stoss (Puff) gegeben habe. — Basiuetok^ 
f)asctoKetok, fast gebrochen, uborall etwas abge- 
iirochon. — Alanjetok, hasetok dengan, abbrechen. — 
Manjanjotok , manjetonjetok , etwas abbrechen. — 
Hasasetok^ hasotosetok , immer, oft abbrechen. — Ta- 
nusctoky abgebrochen werden konnen. mdgen; irrthiim- 

! lich abbrechen. — Panjclok^ der gem, alios abbricht. 

; BASl, kabasi. (zu mehrerem Nachdruck wird hajo 
dahinter gesetzt.) das Vcrdorl)eno, (Essen, Friichte, 
die zu lange aufliewahrt sind.) Iii mancnga bari 
basio bcwiii akaiigku, or giebt Reiss sein Verdorbenes 
nur inir, =r giebt mir nur verdorl>enen Reiss. — 

! Basi bajo mahin kinangku awiku blau. 8ell>st Ver- 

I dorbeiios esse ich, woil i<'h Hunger habo. — Basi 
rwaur, \crdorhcn, taulirht licrhcn. — Rfthn^i , 



BAS. 



BAS. 



5:^ 



verdorben seiii, (zu lunge bewahrte Speisen.) — Ba^ 
*i6asiy etwas verdorben. — Barabciai^ a lie verdor- 
ben. — Mctmbcui, habasi dengan, vcrderben lassen, 
lange Zdt stehen lassen, (Speisen.) 

BASl, Aufgeld. — Duit salake paham basie (oder 
paham babasi,) apat wang sadjampal, Silbergeld 
Ucbet hoch, (man erhalt viel Aufgeld darauf,) 
40 Duit auf den Gulden. — Babasi, im hohen 
Course stehen. — Mambasi^ Aufgeld geben; unab- 
l^emacht lassen (Streitsacbcn.) — Putus perkarangku 
lepalepah , ala mambasie bindai , macht meine Klag- 
sache f^anz ab, lasst nicbt wiedcr etwas davon un- 
aiu^^emacht. 

BASIAM, Name cines Fliisscbens in Kahaian. 
(Siam, ein grosser, irdener Topf). 

BASIAN, pasian, eine kleine von Puron (Art 
Scbilf) geflochtene Matte; — die Sacke, Taschen in 
den Backen, welche einige Thiere haben, z. B. die 
AflTen, Uamster. 
BASIASIA, s. sasia. 
BASFDESIDEN, s. sasiden. 
BASIDI, s. hantuen. 

BASIHONG, bawang basihong, Knoblauch. 
BASIKA, s. bisik basika. 

BASIKAP, gesehickt, bebendc, schnell; geneigt 

Mnn. — la basikap bagawi, djaton tahi djari, er 

arbettet gescbickt und behcnde, es dauert nicht 

Unge so ist es fertig. — la basikap supa akal mang- 

;^u balandjae, er ist geschickt Mittel und Wege 

za 6nden um seinen Unterhalt zu suchcn. — la 

basikap mamukul anake, alo kasalac isut, er ist 

peneigt (gehet leicht dazu iibcr) sein Kind zu schla- 

jsen, wenn es audi nur etwas vcrsehen hat. — Ba- 

**uihap, basikasikap, sasikap, sikasikap, ziemlich 

geschickt, etc. ; (befehlend : sehr geschickt , schnell.) — 

Barasikap, alle ziemlich geschickt, schnell. — Pa- 

Mpasihatikap , alle geschickt. — Manjikap , boschlou- 

iiigen, behende machen, zur Eile ansctzen. — Ka- 

^kap, die Behendigkeit , etc. 

BASIKISIKING, s. sasikiug. 

BASIKO, seidenes Zeug, roth mit gelber Kante, 
an beiden Endcn mit Gold gestickt; (als Shawl ge- 
bnucht.) S. auch siko. 
BASIKOSIKOK, s. sasikok. 
BASILAP, s. tanggoi, 
B.\$IL1SILIK, 8. sasilik. 

BAS1L1M, vcrborgen; hcimlich; dunkel. — Lalehan 
Latahim manggau talo ta, tii iii, dj.iton basilim, iinge- 
metn deine Liinge suclist (du suchst sehr langc) das 
IHng, da ist es, es ist nicht vcrborgen! — Jiasilim 
haliai ia manakau , er stiehlt sehr hcimlich. — Ba- 
Mlim aughc, baliali harutic, .seine Worte sind dun- 
lel, schwcr ist es sic zu vcrstchen. — Basasilm, 
liasilisilim , ziemlich vcrborgen, etc. — Barasilim, 
alle ziemlich vcrborgen. — Pangasilisilim ^ alle vcrhor- 
sen, etc. — Afanjilim, verbergen; dunkel sprecheii. — 
Tanuilim^ konnen, mogen vcrborgen werden. — Kasi- 
liin,Verborgenheit, Heimlichkeit. (S.auch,iliin, milim.) 
BASiMAK , (has. Sang. =r= luihampi.s,) eckclhafton 
(veruch haben. — Basimak kilau darong handjali- 
wan, erkelhaft riechen wic ilie Daroiignattcr. 
BASIMBOSIMBO, s. sasimbo. 
BASING, mannlicher Name. 

BASINGEN, bakasingen, mangasingon, jcmandom 
hrimlich Boses tliun, Schaden zufiigcn; boshaft. — 
I'afaam ia basingen dengan kolae (oder: inangasin- 
Sen Lolae) awi kahirie, er fiigt seinoii Verwandlen 
ivstandig S<:liaden zu, wcil er sir beneidet, (ver- 
Hirbt ihre Sache, sucht sic zu vci-jiifteii, e\c.) — 
fin^tft'pgen , basinpcsinpcn . zicmlirh hoshafl , hcim- 



lich Schaden thuend. — Barasingen^ alle ziemlich 
boshaft. — Pangasingestngen , alle boshaft. — Kc^ 
singen, Bosheit, das lieimlich Schaden zufiigen. Awi 
kasingen olo aku toh haban , durch Bosheit der Men- 
schen bin ich krank , (= man hat mich vergiflet.) — 
Hakcuingen , einander heimlich Schaden zufiigen. — 
Hakasingesingen, einander bestandig heimlich Schaden 
zufiigen. — Tarakasingen, heimlich beschiidigt wer- 
den konnen. Djaton tarakasingen olo ta, ia pa- 
ham batawat, man kann dem Menschen nicht heim- 
lich Schaden zufiigen, er ist sehr vorsichtig. — Pan- 
gcuingen^ der gem, oft heimlich Schaden zufiigt. 

BASINGI, hassen; zorjiig; mit Widerwillen. — 
Aku basingi iii (oder dengae, aber nur: manjingi 
ia,) ich basse ihn. — Aku basingi mita ia, paham 
kadjohoe , ich basse es ihn zu sehen , gross sein Hoch- 
muth. — Basingi aku tarima aughe ik, mit Wider- 
willen nehme ich seine Worte an. — la basingi aughe 
dengangku, er zornig seine Worte zu mir, — spricht 
zornig, gehassig zu mir. — Basasingi, basin gisingi , 
sasingi, singisingi, etwas hassen, etwas zornig, gehiis- 
sig, widerwiilig. — Kasingisingi , immer zornig, etc. — 
Singt'sangia, singisingia, sehr zornig, gehassig. — 
Barasingi, alle etwas hassen, etc. — Pangasingi- 
singi, alle hassen, etc. — Manjingi^ hassen; hassen 
machen; zum Hass erregen, zwingen. — iEla aughm 
kalota, manjingi atiiiku dengam, sprich nicht also, 
du machst dass mein Herz dich hasst. — Ifcuinpi, 
einander hassen. — Ilasingisingi, einander bestandig 
I hassen. — Kasingi^ Hass^ Zorn, Widerwille. — Pa- 
' njingi, der leicht hasst, leicht gehassig, zornig wird. 
j — la panjingi haliai, alo tagal idja kabawak augb, 
: er wird leicht zornig, selbst iiber ein Wortchen. 

BASINGKlSINCiKI, s. sasingki. 
I BASINGRIK, friih geschickt, friih konnen arbei- 
1 ten, (not^ii junge Kinder.) — Anak olo ta basingkir, 
I hindai ahi njeloe, tau kea iii bcgawi, das Kind isi 
friih geschickt , (arbeitsfaliig ,) es ist noch nicht viel 
I Jahrc alt, und kann schon arbeiten. — Basasingkir, 
basingkisingkir, sasingkir, singkisingkir, ziemlich friih 
gesi'hickt , arbeitsfaliig sein. — Barasingkir , alle ziem- 
lich friih geschickt. — Pangasingkisingkir , alle friih 
geschickt sein. • — Pangkasingkir ^ am jungsten schon 
arbeitsfiihig sein. — Kasingkir, das friih geschickt, 
arbeitsfahig sein. 

BASINGKIR, (intransit.) manjingkir, basingkir 
dengan, (transit.) ausweichen, entgehen, entziehen. — 
Ara biti mamanting aku, kwaka aku tau basingkir, 
viele Menschen werfen mich, wie kann ich den 
Wiirfen ausweichen! ' — Ta kaputusan olo ara,ikau 
djaton tail luisingkir, das ist der Beschluss des Volks, 
du kaniist dich dem nicht entziehen. — Manjingkir 
lundju, eincr Lanzc (einem Lanzenstiche) aus- 
weiclieii. — //(rw«,s?"«<7^/r, hasingkisingkir, immcraus- 
weiclien, vU\ — Tarasingkir, ausgewichen, entgan- 
pen werden konnen. — Utaiig ita puna sarekat, 
kwiika tarasingkir, unsere Geldschuld ist eine ge- 
meinschaftiirhe, wir konnen iins ihr nicht ent- 
ziehen. — Panjingkir J der sich gem, allem entziehet. 
BASINISINIK, s. sasinik. 
BASINTA, s. badoa. 

BASIONG, pasiong, ein Stiick Bambu, wodurch 
man das PVuer anbliist. 

BASIll, nennt man in Kahaian sowohl die Man- 
ner (l)asir hatua) als die Frauen , (basir bawi , =• ba- 
lian,) welrho von Zauberei und zugleich von Un- 
7.uchl ein Grwerbe machen. — In Pulopetak nennl 
man nur solche Manner Basir, die Weibcr Balian. 
Die Basir sind al> Weibcr gekleidrl; sie werden bei 
Goizcnfestcn und zu sodomitischcn Grcueln jc- 



54 



6AS. 



BAS. 



briucht; manche sind formlich an andew Manner 
verheirathet Diejenigen welcbe nur alft Zauberer, 
nicht als Sodomiten fungiren nennt man ba&ir to- 
tok, Mund-basir. Die Basir irerden noch niehr 
gesucht und theuerer besahlt als die Balian , da man 
meint, data ihre Zauberapniche etc noch kraftiger 
aeien. — Aufs Kopfeachnellen ausgehend nimmt 
man gern einen Baair mit. — Mambeski kilau batir, 
nidem als ein Basir, i. e. faul, ti^e. — Kilau ba- 
sir keton, djaton hianjin keton malawan, ihr setd 
als Basir, (feige,) habt keinen Mutb zu widerstehen. — 
Basir, unfruchtbar. — Pai^ basir nielo toh, der 
Reiss tragt dieses Jahr keine Frucht; (die Pflanzen 
werden roth, bleiben klein, yerkriippeln.) — .Bo- 
bamr^ basibasir, als ein Basir, als ein Weib, (in 
Kleidung, Betragen;) schwach, faul, feige. — jBoto- 
inutTy alle als Basir, schwach, etc. — Mambastr ore/ie, 
ein Basir werden. — Lalehan iii mambasir arepe, 
kutoh panatane, amon dia tulange malan tau ba- 
dagang bew'ai , es ist zu arg dass er Basir wird , er hat 
viel Giiter, wenn er keine Knochen (keine Lust) 
zum Ackerbau hat, kdnnte er Ja Handel treiben. — 
ffabctair, hawasir, mit Balian Unzucht treiben. 

BASIRJH, Name eines Flusschens in Pulopetak; 
(wdrtlich: Sirih haben, dort wachsen.) 

BASIBJNG, (has. Sang. ?= pantipanting ,) laut, laut 
die Stimme erhebend. — Bahingku l^apanting, bamba- 
hingangku basiring nambawa ikau , mit lauter Stimme ,* 
mit starkem Gerui rufe ich dich. — (S. auch siring.) 

BASIAOSIRUT, a. aasirut 

BASIRU, (has. Sang. = bara huma,) ein Haus ha« 
ben; wohnen. — Bitim basiru datoh, dn hast ein 
grosses Haus. 

BASISIH, auf Seite gehen, ausweichen. — Basisi 
olo ata awi olo hai manandjong, es weicht auf Seitc 
das Volk, weil die grosscn Herren dort gehen. — 
Aku kabuatku igh mamok iiwen, basisih ia awiku, 
ich allein habe sie angefallen, und sie sind vor mir 
gewichen. -^ Manjisik, wegjagen , auf Seitc treiben. — 
Ptay'taih, der alles wegjagt, auf Seite treibt 

BASIWOH, fruchtbar, (Erde;) iippig, krafUg, 
(Pflamsen , auch Menschen , etc.) — Petak hetoh ba- 
siwoh , die Erde ist bier fnichtbar. — > Petak ringket, 
kw'aka talo imbulm tau basiwoh, die Erde ist ma- 
zier, wie kann dein Gepflanztes iippig stehen! — 
Olo basiwoh , ein Mensch dem es won! gchct, welcher 
Gliick hat — Bcuasiwoh , basiwosiwoh , sasiwoh , si- 
wosiwoh, zicmlich fnichtbar, etc. — Barasiwohy 
iiberall ziemlich fruditbar, alle ziemlich iippig. — 
Pangasiwosiwoh , uberall fnichtbar, etc. — Pangkasi- 
vwhf am fruchtbarsten , etc. — Manjiwoh, hasiwoh de- 
ngan, fnichtbar, kraftigmachen. — Kul'ah manimbok 
ei^joh ta hapa manjiwohe, hohe die Erderund um 
die Kokospalmen her auf, ura siekniftigcr wachsen zu 
machen. — Heuasiwoh, hasiwosiwoh, oft, lange Zeit 
fnichtbar machen. — Kcuiwoh, Fruchtbarkeit, Uep- 
pigkeit — Panjiwohj fruchtbar machend Mittel. — 
Petak bakahu indu panjiwoh talo imbul, gebrannte 
Erde dient zum fruchtbar machen der Pilanzen. — 
O Djata, ikiki blaku intu ikau sambelom parai, pa- 
njiwoh pulut, o Djata, (der Wassergott ,) wlr erbit- 
ten von dir Scgen der den Reiss wachsen macht, 
und den Pulut (Art Reiss) fruchtbar werden lasst. 

BASONG, Biindel, Bund, Busch, (z. B. geemd- 
tcler Reiss.) — Der dicke Auswuchs d. Wurzein, 
unten am Stamme der Kokospalmen. — Lalehan 
kahai basong parai, djaton olihm raatoe, ungemein 
die Dicke des Reisbiindels, du kannst es nicht tra- 
^en. — Babaaong, habasong, zusammengebunden , 
in Bunden ; dicken Auswuchs unten am Stamme ha- 



ben. — Enjoh ham babasong, kamaangku telo njelo 
hirah djari » die Kokospalmc beginut just einen Aut- 
wucbs am Stamme zu bilden, ich denke sie ist 
3 Jahre alt. — MambMong, babasong denganySu- 
sammen binden. — Hahabatong, habasobasong, oft, 
lange zusammen binden. — Aiadcuon^, Bund, Bnachy 
(wenn eine Zahl dabei steht.) — Pamba9ongy 6ta 
alles in Bunde bindet 

BASONG, d. unangenehme, stinkende Gerodiy 
(von etwas das lange Zeit im Wasser gelegen hat.) -*- 
Babosong, stinkend. — Basobasong , etWM stinkoad; 
geschwoUen, (die Fiisse.) — Paim basobasong, ba«- 
bakut ikau, deine Fiisse sind geschwoUen, hast du 
die Krankheit Bakut.^ — Barahasong, alle stinkend ; 
alle geschwollcn. — KcUxtsong, der Stank. 

BASUDOSUDO, s. tudo und aaauda 

BASUEK, pasuek, verstaucht; Scbmers im Gliede 
wenn roan sich geatossen hat, es mag geschwoUen 
sein oder nicht; — eingedriickt, geknickt. Aku 
lawo basuek lengangku, tapi kembang c^aton, balu- 
lap maiiin dia, ich bin gefallcn, es scbmerzt mein 
Arm, aber er ist nicht geschwoUen, audi nicht ge- 
schunden. — Manjueky basuek dengan, eindrocken, 
abknicken. Sana ikau dinon lauk, palus ma- 
njueke, aobalddu einen Fischgefangen hast, muastdu 
ibm gleich den Kopf eindriicken. — i£la roanjoek 
piaang, kalah manedjepe, kneif die Pisang nicht oh, 
haue sie ab. — Hasueauek, hasasuek, oil eindriickai, 
abkneifen« — Tarcuueky eingedriickt etc kdnneo 
werden; irrthumlich eindriicken, etc. •*— Pamfuek, 
der gem, alles eindriickt, abkneift. 

BASUJAK, gespalten, (Messergriff, Lanzenscfaaft, 
da wo das Eisen darin steckt) Pisaukn basujak 
awiku mamangkih tabalien, mcin Hackmesser (nam- 
licl) der Stiel desselben) ist gespalten, weil ich £i- 
senholz gehackt babe. — Alo basujak kasingam blaku 
talo intu aku, aku djaton manenga akam, ob do 
mich auch um Sachen bittest bis deine Zalme ge- 
spalten sind, (l e. noch so drinsend,) ich gebe dir 
nichts. — Basasujak, basujasujak, ein bisc&en ge- 
spalten. — Barasujaky aUe gespalten. — Manjm^aky 
basujak dengan, spalten machen; bin- und her beu- 
gend ausziehen, (einen Nagcl, Pfahl.) — Hasatu^ 
joky hasujasujak, oft, lange spalten machen ^ aus- 
ziehen. — Tarasujakj gesplissen, ausgezogen werden 
kOnnen. — Panjunjak, der alles spaltet, ausziehet. 

BASUJOSUJOK, 8. sasujok. 

BASUKAP, i. q. basakop; dicselben Ableitungen. 

BASUKASUKANG, s. sasukang. 

BASUKiEH, basukiih, sasukaii, suk&suklh, ge- 
stiitzt (auf die Hunde, Arme.) — la mondok basti- 
kali Icngae, er slizt auf die Arme gestiitzt. — .fio- 
sukSsukiih , kasukasukah , fortwdhrend auf die Hande 
gestiitzt (sitzcn.) S. audi sukah. 

BASUKUSUKUT, s. sasukut. 

BASULiE, rachgierig sein, verdriesslich sein, GroU 
haben, groUen. — Ikau solake djari mawi aku, toh 
aku djari mamalah, toh ala basula ataim, du hast 
mir zuerst Leid gethan , jetzt habe ich es vergolten, 
nun groUc nicht — Basasuldy basulasula, etwaa grol- 
len. — Kasuldy GroU, Vcrdruss. 

BASUMAN, barasuman, basasuman, ansagen, in 
Kenntniss setzen. — la hagoet djaton basuman, er 
geht fort ohne es anzusagen. — Masuman, mansu- 
man, hasuman dengan, ansagcn, sagen, erzahlen; 
angeben, anklagen. — III djari masuman akangku lepa- 
lepah horoe perkara ti, er hat mir den ganzen Vorgang 
der Sache erzuhlt. — Buabuah, ala masuman aku, 
nimm dich in acht, gieb mich nicht an. — Ilasu- 
many cinander angeben, ankl^igen. — ffasasumaUy 



BAS^BAT. 



BAT. 



&5 



JiMttPiaamnan , oft, immer ertalilen, angeben. — 
TbnurmMii, gesagt, erzahltwerden mdgen. — Pcwu- 
■Mm, paimunan, der gem, alles erziaiblt, ungiebt. 
BASUMBASUMBAR, i. q. ba&aftumbar. 
BASUMBAU, L q. pasumbau. 
BASin^DANG, baijundang, manjundang, aus dem 
Boote springen und ei tiehen, (am Meeretufer, wo 
es flaeh ist) — Pabalau riak, idd&h ita basundang, 
(odcr: maigundaiig anit,) die Wellen kind zu stark, 
Unt uns aus dem Boote springen und es Ziehen. — 
Djatoii $araBmuiang hetoh, pabalau handalem, man 
kamn diet bier nicbt thun, es ist zutief. 
BASUNGIL, i. q. badungil, s. dungil. 
BASUNOSUNOK, s. sasunok. 
BASUNTUL, geduidig, vertraglich, langmiithig; 
anhalten , standfest. — I^ basuntul baliai , alo injapa 
oio magon suni ia, er ist sehr geduidig, auch wenn 
man ifan schimpft schweigt er immer. ->— la basun- 
tnl, ki^Jap d]ari indjara, mahin djaton i& maku 
balang omba mandop, er ist standfest, oft 1st er 
acbon geachlagen, doch will er es niclit aufgehen 
mit auf Jagd zu gehen. — Basasuntul, basuntusun*- 
Ud, aasontul, suntusuntul, zicmlich geduidig, etc. — 
Banaantul, alle ziemlich geduidig. — Pangasuntu- 
amtttl, alle geduidig. — Manjuntuly manjuntul arepe, 
sicb still balten, ertragen; anhalten. — Hasasuntul, 
hasantBWintui , sich immer, lange still halteu, er- 
dnlden. — Tarasuntul, ertragen, erduldet werden 
kdooen. — Kasuntul, Geduld, das Ertragen, An- 
baiteo. — Panjuntulj der immer, alles geduidig er- 
tngt, immer standfest bleibt. 

BASUPIT, (bas. Sang. = badjawut ,) ausgerissen, 
awiaogen. — Basupit lamiang salumpok sambengku, 
cs ist ausgerisf;en der Agaatstein aus der Mitte mei- 
OS Halsbandes. 

BASURA, happend, schnell, gefrassig (fressen, 
wild nur von Schweinen gebraucht.) — JBasasura, 
bamasura, ziemlich gefrassig. — Barasura, pangasu- 
rtturiy alle gefrassig. — Mansura, happen, beissen, 
(oicht nur das Essen , sondem auch Menschen, etc.) — 
Tjih hawoi ta mansura paingku, pfui! das Schwcin 
beiftt mich ins Bein. — Kasura, Gefrassigkeit. — 
PoMiura, bissig. 

BASUKAI, lose, (niclit in Bangkat, Korbe gcthan; 
alldn Yom Njatiug, (mal. : damar) Art Harz, ge- 
biaockt 

BASURAN, pasuran, ein runder Korb, zum Fisch- 
fuige gebraucht; unseren Aalkorben ahnlich. 

BASUSUR, in kleinen Summen, in Terminen; 
nach und nach. — Am on ikau djaton tau mamuna 
iaaoda, kalah basusur , genep bulan sadjampal , wenn 
do es nicfat auf einmal voU bezahlcn kanust, wohl, 
besahle es in Terminen, jeden Monat cioen Gul- 
den. — Aku djaton abas malan, basusur wai aku 
uandjari tanangku , ich bin nicht eifrig an der Feld- 
arbeit, nach und nach nur arbeite ich meio Feld 
ahb — BoMoausur, basusususur, in sehr kleinen Sum- 
neo, in langen Terminen. — Hasasutur, hasususu- 
■ir, immer hd Bischen, in Terminen. — Tarasusur, 
IB Terminen, bei kleinen Summen hezahlt, nach 
nod nach gethan werden kdnncn. 

BATA, ein Stuck, eine Rolic, (Kleidcrzeug.) — 
Borate, in ganzen Stiicken, RoUeu (kaufen.) Aku 
Bamili babata, djaton batetek, ich kaufe (Zeug) in 
|9iuseu Rollen , nicht einzelnc, abgeschnittene Stiicke. 
— Babata^ batabata, dicht an einander, dick. — 
Boa parai hetk batabata hapus tana, die Frucht des 
BfJMfn ftiehet dort dicht an einander uber das ganze 
FekL — PUak b<Ua, Lehmgrund; 6a/ii6a/a, Lchm- 
iteine, Ziegelsteine. 



BATABAS, s. manabas. 

BATABAi, i. q. baubi, s. tabi. 

BATABUR, lawong batabur, ein Ropftuch ton 
Seidenzeug, mit Gold gestickt. 

BATAGATAGAS, s. tatagas. 

BAT AGO, Name eines Fiasschens unten in Pu- 
lopetak. 

BAT AH, gleichgultig, unvorsichUg, nachl^issig. — 
Kilen ikau batah , nalua anakm busik lakau danum, 
wie bist du unvorsichtig , lasst dein Kind spielen 
dicht am Wasser. — Olo paham djari malan, ikau 
magon batah , man hat schou tiichtig auf dem Felde 
gearbeitet, du bist noch immer nachlassig, (fangst 
nicht ernstlich an.) — Babatah, batabatah, ziemlich 
gleichgultig, etc.. — Barabatah, alle ziemlich gloich- 
giiltig, etc — PangabaiabtUa , alle gleichgiiltic. — 
Mambatak ar^pe, z5gem, zuruck bleiben. — • Kilen 
ikau mambatah arepm batolak, kolam djari kadua 
toh, was zugerst du deine Abreise so bin, deine Ge- 
nossen sind bereits vor 2 Tagen (abgerelst.) -^ Ka- 
batah, Gleichgiiltigkeit, etc. 

BATAHA, s. manaha. 

BATAHAR, zuriickhalten , (ein Schiff, Boot, da- 
durch dass man, wenn der Wind stark entgegen 
ist, ein kleines Anker auswirfl, und das im Wasser 
oder auf dem Grunde bin schleppen lasst, damit 
das Schiff nicht zu schnell und weit zuriick getrie- 
ben werde.) 

BATAI , s. tai. 

BATAJAH , iiberall verschiittet sein , liegen. — La- 
Ichan behas batajah hong lasiih toh, was ist der 
Reiss hier iiberall verschiittet auf der Flur! — Ha- 
pus pambulangku batajah bua hong petak, in mei- 
nem ganzen Garten liegen iiberall Friichte auf der 
Krde. — Katajah das verschiittet sein,d. umber liegen. 

BATAK, d. zuriick gezogcn sein, d. weggenom- 
men , verschleppt sein , — • Lalau batake batang idjli 
ta , awi ta idja tinai handjudju , kamboe puna sama, 
zu weit das zuriick gezogen sein des einen Baum- 
stammes, (in einer Flosse etc. wo mehrere Baum- 
stikmme neben einander liegen,) dadurch stelit der 
andere wiedcr vor; denu ihre Liinge ist dieselbe. — 
Lalau kakindjap batake ramon olo iil toh, all zu oft ihr 
wcggeschlcppt sein anderer Leute Sachen durch ihn, 
= er nimmt weg (verschleppt) all zu hlkufig die Sachen 
andererw — Batakbataka, iiberall bin verschleppt. — 
Habatak, cinziehen, zusammenziehen; zusammen- 
gezogcn, eingckrimpt. Handalai habatak, paham 
pandak tinai, der Wurm zichet sich zusammen, Ist 
wieder sehr kurz. — Tundjuke habatak awi kudong, 
seine Finger werden immer kiirzer durch die Krank- 
hcit Kudong, (Art Aussatz.) — Mambatak y habatak 
dengan , zuriickziehen ; wegnehmen , (obne zu fragen,) 
verschleppcn. — lU imangkit aso, djaka dia mam- 
batak lengiie, tambelan, er ist vom Hunde gebis- 
sen, hiittc er seine Hand nicht zuriick gezogen, so 
ware sie durchbissen. — Mamb(tmbatak ^ mamba- 
tambatak, ein wenig zuriick Ziehen. — Hababataky 
habatabatak, immer zuriick Ziehen. — Tarabaiak, 
konnen, mdgen zuriick gezogen etc. werden. — - Ka~ 
bataky das zusammen gezogen etc. sein. — Pamba-- 
tak, der immer zuriick ziehet, alles wegschleppt. 

BATAKAN, ein Rottan auf welchen man Fische 
gereiht hat. — Pirk batakan lauk djari dinom , wie 
viel Rottan voU Fische hast du gefangen? — Ha- 
bcUakan, auf einen Rottan gereihet, (Fische.) 

BATAKEP, (has. Sang. = manduan,) holen, brin- 
gen. — Batambang hambaruan , batakep pananterus, 
hole die Seele! 

BATAKOL, s. hantakol. 



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BAT. 



BAT. 



BATAKOTAKOI, s. tatakoi. 

BATAL, kabata], Ge^ichwulst, Beulc. — Paliam 
hatalm, awi en, awi piket? gross deine Beule, wo- 
durch, durch eine Wespe? — Habatal, babatnl, 
Beulen haben. — Batabatal , bababatal , habatabatal, 
ein wenig geschwollen; iiberall kleine Beulen ha- 
ben. — Barabaial, alle Beulen haben, oder 1 Per- 
son iiberall Beulen haben. — Batalbatalla, iiberall 
voll grosser Beulen. — la paham imukid olo, ba- 
talbatalla berenge, er ist schrecklich geschlagen, sein 
Leib ist mit Beulen bedcckt. — Mambatai^ auf- 
schwcUen, dick aufgeschwollen sein; aufschwellen 
machen. — Awan pukul mambatal intu iii, die 
Striemen der Schlage stehen dick geschwollen auf 
seinem Leibe. 

BATALANG, (bas. Sang. = tarang,) hell, klar. — 
Batalang tandokku, hell sind meine Augen. 

BATALING , (bas. Sang. = pandjang ,) lang. — 
Mangat ikau bataling asengm ujapenda bulan, auf 
dass du langen Atliem habest unter dem Monde, 
{= lange lebest in dieser Well.) 

BATALINGAN , (bas. Sang. = manalingan ,) hin- 
kebren, (die Ohren, also:) horchen, aufmcrksam 
zuhoren. — Batalingan bengkel manahingan rawiii 
Sangiang , kehr her deine Ohrcn , bore auf die Stimme 
des Sangiang. 

BAT ALIOJNG , (bas. Sang. = hakalingkang ,) rund 
umher. — Bataliong gohong ingadjaku , mud umber 
alle Gcwasser besuche ich. 

BATALlTALliXG, s. talaling. 

BATAMBANG, (bas. Sang.) i. g. batakcp. 

BATAMBON, bei Haufen, haufenweise. -— Paliam 
panataue, batambou ramoc, gross sein Reichthum, 
haufenweise seine Giiter. — Batambotambon , bata- 
tambon, viele Haufen. 

BAT AMPONG, (bas. Sang. = hatampong ,) in eincm 
Trosse. — Mangat bitim belom hatampong kilau bua 
sangalang, auf dass du leben mogest in eincm Trosse, 
(i. e. nicht allein, einsam, mit deinen Verwandtcn , 
vereinigt,) so als die Sangalangfrucht. 

BATAJVDANG, (bas. Sang. = salawah ,) erlcich- 
tert, gemildert. 

BATANDIK , manandik , (Bandjarsch ,) tanzcn , — 
wird gewohnlich zur Verstiirkung hinter babigal, 
mambigal, tanzen, gebraucht. — Baratandik, alle 
tanzend. 

BATAJSDJAK, (bas. Sang. = hasukah,) gestiitzt. — 
Tarahedjek batandjak tenong , er sitzt auf die Hiindc 
gestiitzt. 

BATANDJAK, (Bandjarsch, = manekcn,) mit einem 
Stocke fortstossen, (ein Boot, auf solchcn Platzcn 
wo man keine Ruder gebrauchen kann.) 

BATANDJONG, (bas. Sang. = manaudjong; pa- 
ham) gehen, sehr. — Batandjong darun puron Ki- 
lau batandjong baras bulau, er wandelt auf dem 
Geflecht der Matte als ob er wandelt auf Goldsand. 
— Batandjong riar tingangm, krohong, sehr schon 
dcin Kopfschmuck , o Freund. — Name cines Fliiss- 
chens union in Pulopetak. 

BATANG, Stamm, Baum, Flosse; Ursprung ; das 
vornehmstc, hauptsachlichste. — Kaju t'a hai ba- 
tange, der Baum hat einen dicken Stamm. — Ba- 
tang en ta.*^ Batang enjob. Was fiir ein Baum ist 
das? Eine Kokospalroe. — Batang bua, ein Frucht- 
baum. — Batang ila djari tamput awi danum , unsre 
Flosse ist durch das Wasscr forlgcrissen. — Batang 
huma, das vornehmsle Haus, das eigentliche Wohn- 
haus. — Batangdanum, Strom, grosser Fluss, (wort- 
lich: Stamm des W^l8sers; kleine Fliisse: sungai.) — 
Batang ara, der urspriingliche, der am meisten ge- 



l)rauchte Name. — Bai-i batang ganginan, ReiM i»l 
das llaupt-Nahrungsniittel. — Malan ta bataug gawi, 
Ackerbau ist die Haupt-Beschaftiguiig. — la idjii 
batang karajap la, aku tamput bewai. er ist der 
Anstifter des Schelmstiicks , ich bin uur verfiilu't. — 
Baha batang, ein tiefliegcndes, sich oft iiber ein 
gauzes Glied des Kiirpers ausstreckendes Geschwiir. — 
Prca andaum ikau mawi batang pandjang, tataan 
lumbah, huma hai, wann ist der Tag, dass du 
machst eine lange Flosse, einen breitcn Briicken- 
weg, ein grosses JIaus? (i. c. wann wiUst du heixm- 
then?) — Babatang, batabatang, als ein Baum- 
stamm; so ziemllch die Ilauptsache. — MambcUang^ 
pangkabatang , vorniindich, vorall; das erste, vor- 
nehmsle. Kara panatauku blanga toh kea idja 
mambatang, von alien meinen Reichlhiimern isi 
doch dieser heilige Topf das vornehmsle, (kostbar- 
sle.) — Aku idja mambatang tjalaka, ich bin es 
der am ungliicklicbsten ist. — Habatang, einen 
Stamm haben, (ein Gewachs;) eine Flosse haben. — 
Kabatang, Stuck, (Baume zahlend.) Enjoh apat 
kabatang, Kokospalmen 4 Stiick. 

BATANTANG rusik, (bas. Sang. = busik ,) spielen. 

BATAPU, Name eines Fliisschens in Unter-Ka- 
haian; (von talapu, iiberstromt.) 

BATARAP, Name eines Fliisschens in Kahaian, 
(von hantarap, auf den Baumeu umherspringen , 
Affen etc.) 

BAT AROI , (bas. Sang. = tataroi ,) lang. — Sanga- 
lang bataroi paling, der Sangalangbaum hat lange 
JEstc. 

BATARUS, (bas. Sang. == tarang,) hell. — BaU- 
rus kiningku njalulok pahawang, hell sind meine 
Augen unter dem Monde. 

BATASANG, (bas. Sang. = mamantjar,) springen, 
spriihen, (Funkcn, Feuer.) 

BATASAT, (bas. Sang. = hagoet,) sich bewegen, 
fortgehen. — Harun^ ikau rangkang batasat, nun 
erst gebst du, o Alter, fort. 

BATATAMBON, s. batambon. 

BATATA WIS, geschmiickt, geziert. — Ikau ba- 
tatawis, kasen, du hast dich geschmiickt, was ist 
die Ursachc? 

BATATENGKONG, s. balcngkong. 

BATATIKI, 8. batiki. 

BATaU, gliicklich. — Batdu igh aku dia hagoet 
bihin, djaka aku hagoet maUii aku buah bigal, 
gliicklich dass ich damals nicht fortgegangen bin, 
ware ich gegangen so ware ich durch Ruuber getddtet. 

BATAWAR, s. bakasi. 

BATAWENG, lang, (die einzelncn ruang,Abthei- 
lungen eines llauses , von einem Pfosten zum andera.) 
— Humangku djaton baiuwcng mange, tapi paham 
kabukae, mein Haus hat keine lange Abtheilungen, 
aber es ist sehr breit. — Katawengy Lange. 

BAT AWI, Balavia; — munnlicher Name. — Ba- 
tik balawi, ein von Batavia kommender Kleider- 
stoflf. — Miidchen pflcgen zu sagen : aku batik ba- 
tawi, djaton maku bukiii amon dia rear baputi re- 
gae, ich bin Batik von Batavia, der nicht ausgepacki 
werden will, wcnn nicht weisses Geld (Silbergeld, 
selten und theuer in Indien , wo man fast nur Kup- 
fergeld hat) sein Preis; (i. e. ich will nicht lieira* 
then, wenn mich nicht ein reicher Mann fragt.) 

BATEGATEGAI, s. tategai. 

BATEGOTEGOK, s. manegok. 

BATEHAK, geschuttelt, erschiittert, (das Hera.) — U 
lawo djaton bahimang , tapi l>atehak ataic palus matai , 
erfiel, wurde nicht verwundet, aber sein Herz wunle 
erschiittert und er starb sogleich. — Manehaky da& 



BAT. 



BAT. 



57 



Hers erschuttem. Amon anakm bangang takan pa- 
nw; tapi ala mananipare mampidjake, suro roanehak 
aUue marapat&i ia, wenn dein Kind unartig ist 
MhUg feinen Hintern, aber stost und Iritt €» nicht, 
anf daHdunicbtseinHerzerschutterstund es tod test. 
BATEHANG, (bas. Sang. = badandang,) ver- 
•ebwunden. £non ham batehaiig, erst Jetzt ist der 
Nebel Tenchwunden. 

BATEHAR, licht, boll; freL Batehar toh hakali- 
ling bmna, kara kajn oru Iflpab indirikku, jetzt ist 
cs Ucht (frei) um das Haus, alles Gebiisch und 
Gras babe ich weggehauen. — Manehar, hatehar 
deogan, licbten, (einen Wald, die Baiime umbauen.) 
— Taratebar, gelicbtet werden kdnnen. — KcUehar, 
das frei, licbt, gekliirt sein. 

BATEK, babatek, fest, fest abgeniacbt, (Ver- 
sprechen, etc.) Djari batek baliai djandjingku dengac 
malem, kilen ia djaton tanggob tob, ich hatte cs 
fttteni ganz fest mit ihm abgesprocben, wie koramt 
es dass er nun nicht kdmmt? (S. auch katek.) 
BATEK ATEKAI, s. tatekai. 
BATEKETEKENG, s. manekeng. 
BATEKOTEKOP, s. batekop. 
BATELATELA1 , s. tateiai. 
BATENDJATENDJANG, s, manendjang. 
BATENDJiETENDJiCH, s. tatendjab. 
BATENGGAU, batinggau, lang, (Summ cines 
Baumes, etc.) Kaju ta pabam batenggau buluse, 
djaton taradai, der Baum, sehr lang sein astloser 
Staram, er kann nicht bestiegen werden. — Kam- 
btnj; batenggau kindjap djaton mandjari, aus langen 
Blntben wird oft nicbts, (cs komrat keine Fnicbt 
daraus.) — JBaiatenggau , batenggatcnggau , ziemlicb 
bing. — Pangatenggatcnggau, alio lang. — Katenggau, 
die tinge. 

BATENGKAN, abgeneigt, mit Widcrwillen. Ba- 
lengkan aku malan andau toh, pabam udjan, mit 
WiderwiUen arbeite ich beute auf dem Felde, es 
regoet stark. — Kaiengkau, Widerwille, Gegcn- 
ann. 

BATENGKONG, sUrk, laut, (Gct5n;) weit zu 
bfiren. Njabo batengkong bara augb badil hai, der 
Dooner scballt starker als das Getun einer grossen 
Kanone. — BataUngkong, batengkotengkong , zicm- 
licfa laut, — Pangatenglcotengkong y alle laut, stark. 
— Katengkong^ Starke, (der Stlmme, des Tones.) 
BATENGOTENGOK, s. Utengok. 
BATENTANG, deutlicb; deutlicb zu seben; leb- 
baft Ton Farbe. — Apui batcntang hamalem, asep 
(ba, das Feuer ist deutlicb zu seben des Yachts, der 
ftaucfa nicht. — Benang ta batentang bintike, das 
Ueiderzeug bat deutliche (scharf ausgedruckte) Fi- 
gttm. — JBaiatentcmg , batentatentang, ziemlicb 
deutlicb. — Pangatentatentang, alle deutlicb , etc. — 
KaUmtang, Deutlicbkeit. — Mnnentang, (bas. Sang. 
= mamala,) erscheinen, zu seben sein. Djari ma- 
Bcntang randong dato, es ist erscbienen die grosse 
Stadt 
BATEPOTEPOH, s. tatepoh. 
BATERAN, (Kahaian,== blanai,) ein grosser ir- 
dener Wassertopf. 

BATERAP, (bas. Sang. = terap,) weit sehend, 
Vfitaichtig. 
BATERATERAU, s. tatcrau. 
BATERENG, fest, (Versprecben ;) deutlicb, genau, 
(etwas hdren.) Batereng djandjie malem, er gab ge- 
ilem ein festes Versprecben. — Batereng aku ma- 
kining aughe, djaton salaja pindingku, deutlicb babe 
ick seine Worte gebdrt, meine Obren baben sicb 
■itbt gettatcht. — BataUrtng, bateretereng, ziem- 



licb fest, deutlicb. — Kaiereng, Festigkeit, Deut- 
licbkeit. 

BATERETERENG, s. tatereng. 

BATERUS, (bas. Sang.) z. baterap. 

BATESiEI, (bas. Sang. = marenang,) offen steben, 
(die Augen.) Tandok Sangiang batesai nureng daraa 
pnron, die Augen des Sangiang steben offcn, schaueu 
auf das Purongeflecbt. — (S. auch tesai.) 

BATEUTEUS, s. tateus. 

B ATI AH, weit und breit alles fort, niederge- 
hauen, niedergetretcn. Pabam bawoi bimba, batiub 
pambulangku awie, scbrecklich die wilden Schweine, 
weit und breit ist mein Garten durch sic vcrwiistet. 
— Puliam kaabase malan , batiub akae idja ponton g 
andau, er arbeitct sehr eifrig auf dem Fclde, weit 
und gross sein Platz, (wo er Buschwerk, Gras etc. 
nicdergeschlagen hat,) in einem balbcn Tagc. — 
Katiah, das weit und breit nicdergeschlagen, niedcr- 
gedriickt sein, (Gras etc.) 

BATIAR, (bas. Sang. = babelat,) mit Zwisclien- 
pauscu^ unterbrochcn. Dia batiar pandang manabuto 
lunok, obne Untcrbrcchung lauert er den ganzou 
Tag unter dem Lunokbaumc. 

BATIATIAK, s. tatiak. 

BATIETIEM, s. tetiem. 

BATIK, ziemlicb dickcs gebliimtes Zeug. — Batik 
batawi, batavisches Batik ist die feinste, ziemlicb 
theuero Sorte, schwarz mit weissen Blumen; — ba- 
tik bang, roth mit weissen Blumcn. — Hahatik^ 
Batik baben, gebrauchen. — BatibaUk ampie, als 
Batik ausselien. 

BATIKI, maniki, kraftig, nachdriicklich ; etwas 
durcbsetzen; woblgesessen, vermdgend. — la maniki 
aughe, er spricht mit Nachdruck. — la batiki per- 
karae djaton maku alab, cr sctzt seine Sache durch, 
will nicht verlieren. — la paha belom bibin, toh ia 
batiki kea tinai, er war friihcr arm, jetzt ist cr 
wieder wohlhabend. — Batatiki, batikitiki, ziemlicb 
kraftig, etc. — Baraniki, alle ziemlicb kr'aftig. — 
Pangatikitikiy alle kraflig. — Katiki, Kraft, Nacb- 
druck; Wohlstand. 

BATIKITIKING, ». tatiking. 

BATIMPEN, (bas. Sang. = melai,) bleiben. Ba- 
timpcn siro, im llausc bleiben. 

BATINATINAU, s. tatinau. 

BATINDITINDIH, s. manindih. 

BATING, fester, barter Bodcn, (im Mcere.) Mhi 
pahalau sara, bating hetoh, pusit arut, nicht zu 
nabe an das Ufer, die See hat bier harten Grund, 
das Boot wiirde zcrbrccben. 

BATINGGAU, i. q. batenggau. 

BATINGKAP, Fische oder Seekrebse bei flacbeni 
Wasser mit den Handen fangen. Has, koa bating- 
kap, danum toh pandit, wohlan, lass uns Fische 
mit den Handen fangen , das Wasser ist jetzt flach. 
S. auch tingkap, und singkap. 

BATINTING, (bas. Sang. == batarong,) beriihmt. 
Batinting njau rondong bapiimantai tambon, bciuhmt 
sein in alien Stadten an den Ufcm aller Gewasser. 

BATIRITIRIT, s. tatirit. 

BATITI, reissen, auseinander gehen, (Zeug, iiberall 
kleine Risse, durcbgescheuert.) Lalehan kamuraho 
benang toh batiti, was geht dies Zeug scbnell aus 
einander! (scheuert sicb durch, etc.) — Batatiti, 
batitititi, etwas auseinander gehen. — Batitibatiti , 
iiberall aus einander gehen. 

BATITIR, offentlicb ausrufen, abkundigen. — 
Olo batitir, aton prentah taheta bara Bandjar, man 
ruft etwas aus, es sind neuc Befeble von Bandjar- 
masin gekommen. 

8 



58 



BAT. 



BAT. 



BATJAKOP, i. q. basakop. 

BATJAKA, i. q. basara. 

BATOIIOTOHOS, s. tatohos. 

BATOK, iiKinnlicher Name. — Parutan batok, 
chiiiesisclie Pfeife, (zum Rauchen.) 

B.ATOKiEI, bereil, wilUg; sparsam. la batok'ai 
iiianduhop do, cr ist willig um Mensclicn zu belfen. 

— la batukiii mahaga prentah, cr befolgt bereit- 
willig (aucb: genau, piinkilich,) die Befehle. — lii 
liatukiii maliaga ramoe, er l)ewahrt. seine Giiter gut, 
(aiich: ist sparsam damit.) — Batatokdi, batoka- 
tokai, tatokiii, tokatok'ai, ziemlicli willig, etc. — 
Baraiokdi, alle ziemlich willig. — Pangatokatokai, 
alle bereitwillig. — Kaiokat, Bercitwilligkeit, Spar- 
samkeit. 

BATOKEP, (bas. Sang. == tokep,) nahe. 

BATOKOTOKOL, s. Utokol. 

BATOLANG, (bas. Sang. = hatolang,) Knochen 
liabcn. 

DATOTONG, (bas. Sang. = manotong,) anzun- 
tlen, (Feucr;) abschicssen, (Kanone.) 

BATU, Stein. Batu barega, Edelstein. Baiu api, 
Feuersloin. Batu asah, Schleifstein. Batu kasintu, 
l>aru balaman, Steinkohlc. Batu dasing, das Ge- 
wicht, welches man an einer Waage gebraucht. 
Batu djala, die bleieme Kette, welchc unten am 
Djala, Fischnetze, sitzt. Batu pisi, das Blei an einer 
Fischangel. — Batu galiga, Steine welcbe man im 
Leibe der Thiere findet, besonders oft im Buhis, 
einer Affenart. Sie werdcn als Arznei gebraucht, 
und schr theuer verkauft. — Batun baha, die Ver- 
hiirtung eines Geschwulstes. Mandjari kea baham, 
djaton balang, djari hai batue, es wird etwas aus 
deincr Schwiire, sie zerthcilt sich nicht, ihre Ver- 
biirtung (der verhartete Theil des Geschwulstes,) 
ist schon gross. — Babatu, batubatu, als ein Stein; 
scliwer, vcrhiirtct; just Frucht angesetzt haben. Ba- 
behat talo ta, batubatu angate, das Ding ist schwer, 
als ein Stein. Par'ai haru babatu, (oder auch ha- 
l)atu,) hindai djari hasien toto, der Reiss hat eben 
erst Frucht angesetzt, sie ist noch nicht ganz aus- 
gewachsen. — Barabatu, alle schwer, etc. — Nam- 
batu, manamb'atu, sehr schwer sein; eip Gewicht 
ail etwas hiingen, bcschweren. Manambatu angat 
kabeliate, djaton t-aragatang, als ein Stein das Ge- 
liihl seiner Schwere, es ist nicht aufzuheben. Ma- 
nambatu pisi, ein bischen Blei etc. an eine Fisch- 
ruthe bindcn. — Tambatun pisi, i. q. batu piki. 

BATUAP, panantuap, empor gchoben, halb aus- 
gerisssen, umgeworfen, (Baume, Pflanzen.) Batuap 
enjoli ta awi barat, (awi bawoi,) die Kokospalme ist 
halb umgeworfen {die Wurzeln an der einen Seite 
f tehen in die Hohe) durch den Stunn, (durch Schweine.) 

— Panantuap sapau awi barat, die Deckblatter des 
Daches sind in die Hohe gckehrt durch den Sturm. 

— Batatuap, batuatuap, tatuap, tuatuap, etwas in 
die Hcihe gehoben, etc. — Baratuap, alle batuap. 

BATUAR , aus einander gehen, sich zerstreuen. ^la 
manggoet sarangan palinget ta, karah ia batuar, be- 
weg das Wespennest nicht, sie wiirden in Menge 
herauskommen (und uns anfallen.) — Putus basara 
kamaangku, djari batuar olo bara beta, die Unter- 
suchung ist beendet, denke ich, die Menschen sind 
von dort aus einander gegangcn. — Mamuar, batuar 
dcngan, zerstreuen, aueinander jagcn. — TaratuaTj 
aus einander gejagt, zerstreut werden konnen. 

BATUyK, beinahe reif; reif; hart; alt; wohlerwo- 
gen; tapfer. — Parai djari batuii, tapi hindai toto 
masak, der Rei.ss reift schon, ist aber noch nicht 
recht reif. — Enjoh batua, eine reife Kokosnuss. — 



Rigai batuu, hartes Rigaiholz, (von alien B'aumen.) — 
Batuii aughc, seine Worte sind wohlerwogen, (an- 
nehmenswertli.) — la batuii ataie, er hat ein tapferes 
Herz. — la tatau awi batu'a atiiie , er ist reicii ge- 
worden durch sein tapferes Herz, i. e. durch anfaial- 
tendes, tuchUges Arbeiten. — Batatudy batuatuit, 
ziemlich reif, etc. — Pangatudttia, alle reif, etc. — 
Katua, das reif sein, etc. — MampatuU, gut reif 
werden lassen, (Fruchte an den Baumen.) — Djaton 
tarapatuct bua betxi, inakau olo, man kana die 
Fruchte dort nicht gut reif werden lassen, sie wer- 
den gcstohlen. 

BATUHIS, batuis, (bas Sang. = babusau,] be- 
trunkeuy betaubt. Batuis manjaog, trunken von 
Pinang. 

BATULATULAI, s. tatulai. 

BATULIS, (bas. Sang.) i. q. batuhis. 

BATUMBANG apam, ein Fest der mahomedanisch 
gewordenen Dajacken, um langes Leben yon Gott 
zu crbitten. Man ziindet Weihrauch an, betet; es 
werden dann so viele apam, diinne Kuchen, ge- 
backen, bis sie auf einander gelegt genau die Gnisae 
dessen erreichen, der das Fest giebt Dann zahlt 
man die Kuchen. Geht die Anzahl ohne Rest in 
10 auf bedeutet das Ungliick, baldigen Tod; blei- 
l)en, durch 10 getheilt, 3 oder 7 iibrig, bedeutet 
das Gliick, langes Leben. Die Reste 2, 4, 5, 6, 8,9 
bedeuten nichts. 

BATUMPAH , batumpatumpah, tatumpah, tumpa- 
tumpah, in Menge geben, ausstiirzen, vergiessen. 
Aku batumpah dahangku manak ikau, toh ikau 
djaton tumon prentahku, ich babe mein Blut ver- 
gossen als ich dich gebar, und nun befolgst du 
meine Befehle nicht. — Aku batumpatumpah ra- 
mongku manewus keton, toh keton kadian djaton 
bagawi, ich babe eine Menge meiner Giiter daraii 
gewendet um euch (Sclaven) zu kaufen, und nun 
seid ihr faul und arbeitet nicht. — BarahimpaK, alle 
in Menge geben, etc. — Katumpah, das in Menge 
gegebcn sein; Verlust. Paham katumpah ramongku 
awiku mandal ia, gross der Verlust meiner Guter 
dadurch dass ich Biirge fiir ihn bin. 

BATUNDAN, (bas. Sang. = liasampan,) ein Bool 
haben. Adjong dato batundan djalatien, das grosse 
SchifT hat 9 Boote. 

BATUNDJiETUNDJiEI, s. tatundjai. 

BATUNDJONG, (bas. Sang. = hai,) gross, dick. 
Djari batundjong bitim, karohai, du bist schon 
gross. Freund. ^ 

BATUP, kabatup, Schwere, (allein von Ueinen 
Kindern gebraucht.) Paham batup angate, awau toh, 
dies Kindchen ist sehr schwer. — HabtUup, babatup, 
schwer sein. — Batubatup, ziemlich schwer. — J3a- 
rabatup, alle schwer. 

BATUROTUROR, s. taturor. 

BATUTAH, (seltner: tutah,) viel Fleisch oder 
Fett, (auf dem Bauche.) — Habatutah, barabatutab, 
viel Fleisch oder Fett auf dem Bauche haben. — 
Bahali murut knaie, ia bara batutah, es ist miihsam 
ihreu Bauch zu reiben und zu driicken, (denBauch 
der gebarenden Frauen,) sie bat sehr viel Fleisch 
auf dem Bauche, (so dass man nicht recht fCihlen 
kann wo und wie das Kind liegt.) 

BATUTOR, (bas. Sang. = liasarita,) sich einan- 
der etwas erzahlen, mit einander sprechen. 

BAU, Gesicht; Oberflache; Oeflfnung; iiber, vor. 
Ia bahalap baue, er hat ein schones Gesicht. — Ba- 
burah baue, sein Gesicht (i. e. er) ist beschamt, — 
Blanai kontep paras baue, der Topf ist voll bis oben 
an die Miinaung, — Pisau intu Daun lontong,, das 



BAU— BAW. 



BAW. 



59 



Mcaser licgt auf dem Korbe. — la iiitu baun huma, 

er sleht vor dem Hause. — Bauntonggang , bauula- 

wang, Thiirloch, Thiir. Baunsengok, Fenster. Baun- 

atai, Mengrube. — Baunandau, bau, Wolke. — Ita 

tnadja hita bau bewai, wir besuchen einander niir 

um uns zu aehen, (ist. wetter keine Ursache vorhan> 

den.) iEwen ta haklahi djaton haiainpajah bau, sie 

itreiten, sehen einander nicht ins Gesicht, (i. e. 

vuthend, ohne Riicksicht, fluchen, schlagen, etc. 

imr darauf lofi.) — Bei der Feldarbeit, beim Gras- 

kappen, Reispflanzen etc. thcilt man das Fold in 

lange, etwa 2 Klafter breite Streifcn ab; ein aol- 

cher Streifen heisst ein bau, mit einer Zahl: kabau. 

Djari doa ka!>au aku mimbule, icli babe schon 2 

Bau bepflanzt. — Jlahdu, baubau, bcwolkt. — Dia bau- 

bau, nicbt schon (Gestalt,) nicht angenchm (Geruch,) 

nicht 'gut (Worte.) •— Hasambau, sambau, mit dem 

Gesichte, der Fronte, einander gegen iiber stelien. — 

NjmiAau, maniaraltau, mit dem Gesiclite, der Frontc 

fiegen ctwas gekehrt sdn, es gegen etwas kebren. 

Humangku njarabau sung'ai, mein Haus steht mit 

der Fronte gegen den Flu&s. — Panjambau, der im- 

aer mit dem Gesichte sich zu etwas kehrt. 

BAUN AND AU, Wolke; s. bau. 

BAUNDAUNDANG, s. undangundang. 

BAUNLAWANG, s. bau u. blawang. 

BAUNG, ein etwa 3 Spannen langer Siisswasscr- 

fiscfa, fast so dick als das Bcin cines Mannes, mit 

einem grossen Stachel auf dem Riicken und an beidon 

Seiten des Halses, bat lange Fiililfaden. — Miinnlichcr 

Name. — Djanggutm kilau djnnggut bauug, doin 

Bart ist so lang als die Fiililfaden dcs Baun^, (sclir 

Ung.) 

BAUNSENGOK , s. bau und sengok. 

BAUNTONGGANG, s. bau. 

BAUR, der Querstock in cincm Papicrdrachcn , 
(Spielzeug dor Kinder; der lange Stuck: tulaiig 
iikui.) 
BAUR, 8. sampur. 
BAUSAHA, i. q. basaha. 

BAWA; ein Loch voll, was man auf ein Mai 
^ampfen, in das Loch des Stampfblockes thun kann, 
(Reiss.) Pink bawa k.-irii kakaim. Kamaangku olih 
upulu bawa. Wie viel Stampft»cl allc dc*in gotro<'k- 
neter (Reiss? wclcher um iliii durcli Slampfen zu 
eothalsen erst eine Zcitlang in die Soimcnliitze 
selegt wird.) Icli denke cs konnen wohl 10 Liicber 
voll srin. 

BAWA , das Rufen ; das gorufen sein. Bawam 
djaton l>aguna, djalon sampai auglini, doin Rufru 
nutzt nichts, deinc Stimme rrichl nicht bis bin. — 
Mambawa, habawa dcngan, niftMi. — Uainnva, ein 
aoder rufen. Djandji ita buli hahawa, uni>rc Ab- 
&prarhc ist wir kchrcn einander rufend /.uriick ; 
(z. B. bcim Rottanschneiden und ahnlichen Arbciton, 
bei dcnen man sich zerstreucn muss.) — JIababawa, 
habawabawa, oft, immer rufen. — Tarabawa^ ge- 
rufen werden konnen ; irrthiimlich jen^ind rufen. — 
JPambawa, der immer, allc ruft. 

BAW AH, (Bandjarsch, = penda,) unlerworfcn 
fdn, untcr jemands Befehlen stchcn. Ita handiai 
bawah Rasdin, wir stelien alle untcr der Hcrrs<'haft 
des Residenten. 

BAWAI, Geschrei, Gchcul. — Mnmbawui^ schieien, 
but weinen, beulen. la mambawai mahining bapac 
matai, er schrie als cr horte dass sein Vater goslor- 
ben sei. — Barabawai, allc schrcien, schreicnd. — 
BabatciUy bawabawai, mehrcrc Male schrcien, anhal- 
tend schreien, lieulcu. 
BAWAK, (nach Zahlcn: kabawak,] Koin; Stiick, 



(wenn man lundliche Dinge zahll.) — fiawak behab, 
Reisskorn. Bawak mat'a, Augapfel. Bawak augh oder 
kotak , ein Wort. — Kasingae hai bawake, seine 
Zahne gross ihre Substanz, = seine Zahne sind 
gross. — Idja ka bawak wai, nur eins. — Tanteloh 
apat kabawak, 4 Stiick Eier. — HabawcUc, baba- 
wak . bawabawak, barabawak, unrein, (das Wasser, 
wenn Sand und dergleichen Schmutz darin ist.) — 
Hababawak, habawabawak, etwas unrein. — Bawak 
tuak, Saucrteig. — Mambawak tuak, Sauerteig in 
den gekochten Reiss thun, aus welchein man Tuak, 
(eine Art Arak,) macben will. — Nambawak, ma- 
nambawak, zierlich, wohlgeordnet (sprecheu;) bei 
einzelnen. la toto harati nambawak augbe, er ver- 
sleht wiiklich seine Worte wohl zu setzen, zierlich, 
schon zu sprecben. — lii blaku bua nambawake, 
dia tamput tundoe, er pfliickt die Friichte einzeln , 
reisst den ganzen Tross nicht mit ab/ — Habawak. 
Kerne haben, (Friichte.) — Bara kabawabawak ^ 
iiberall nur einzelne. Bua njelo toh djaton man- 
djari, baja mamua bara kabawabawak genep batang, 
die Friichte sind dieses Jahr nicht gerathen, es sitzen 
an jedem Baume nur einzelne. 

BAWAL, gequelscht, (z. B. Friichte welclie voiii 
Baume gefallen sind.) Bawal isingku awie maniukui 
aku, mein Fleisch ist wie gequetscht von scineni 
Schla|;en. — Baljaioaly bawabawai, ein wciiig ge- 
quetscht. — Barabawal, alle, odcr 1 iiberall gc- 
quetschl. — Mambawai^ habawal dengan, quetschen. 
— Kabawnl^ das Gequetschle. Pisang handak nia- 
ram intu kabawale, der Pisang bcginiil zu fauleii 
auf der Stelle wo er gequetscht war. 

BAW AN, wie docli! sicher nicht I erschrecken. 
Bawan iii maku mancnga, wie solltc cr mir etwas 
geboii woilen! — yl'ila busik marak niwut, bawan 
baum awi handipa, spiel nicht im Dickicht, dein 
Gesicht wiirde erschrecken vor einer Schlange. — 
Bawan wird audi znr Verstarkung hinter djawoh 



gefiigi, 



HAWANG, Zwiebcl. — Bawang basihong, Knop- 
lauch. — Hahawamj^ Zwiebeln haben, Zwiebelii 
irgendwu wachscn. — Mambawang, Zwiebeln ins 
Fsscn thun. « — llabnbawang ^ habawabawang , oft, 
immor Zwiebeln in das Es.sen thun. 

BAWAR, weiblirhcr Name. 

BAWAU, das Jiilen, Gras aushauen, (in Garten, 
auf den Rcissfeldern.) Toh musim bawau, jetzt isl 
es Jiitezeit. — Afambawau, habawau dengan, jaten, 
von Unkraul .siuibern. — - Tarabawau, gejatet, ge- 
s;nibert werden konnen. — Pambawau, der gem, 
oft jiilel. 

BAWAVVET, (has. Sang. = kedjau,) fern, weit. 
Bawawct ihing pangadjam, weit,o Freund, <leine Reise. 

BAWl, weiblich; Weib. /Ewe beta? Olo bawi. 
Bawin olo Siliong. Wer ist da? Eine Frau. Eine 
Sihong.sche Frau. — Anakm tii lialua bawi, ist dein 
Kind ein Junge oder ein Madchcn? Aso bawi, Hiin- 
dinii. — Kilau bawi ikau djaton hanjini, du hist 
als ein Weib, hast keinen Muth. — Babawi, als 
ein Weib, (Gestalt, Slimme, Betragen.) — Mam- 
bmci arepCy sich als eine Frau belragen, kleiden. — 
I/abnwi, buren, (von Mannern gesagt.) — Pahahawiy 
stark hurcn, hurerisch. — ^ Kabawi, Weiblichkeit. 
Tjah ikau, kala|)eain kabawini, pfui <iu, vergisst 
deine Weiblichkeit, vergisst dass du eine Frau hist. 
— Kabaivibairie omba mandop, obwohl sie eine Frau 
ist, gehtsie doch mil auf Jagd. — Tambawi. Wenn 
man eincn grossen Plosten in einem dazu genLichten 
Locho aufstcllcn will, gebranrht man ein Brett oder 
ein Stuck Holz um das Ende dcs Pfoslens gegen zu 

8' 



ao 



BAW— BEH. 



BEH— BEK. 



halten, auf dags tier Pfosten recht ins Loch gleite; I 
clas Brett nennt man tcanbawi. — Manoanbawi^ eioen 
Pfosten, welchen man aufrichten will', aufdieWeise 
gcgen halten. 

BAWOI, Schwein. — Bawoi iewu, bawoi pam- 
hclom, sahme Schweine. — Bawoi himba, wiide 
Schweine. — Manggau bawoi, Schweine halten, auf- 
ziehen. — Lakang, eine Zuchtsau. — Bandon, eine 
Sau welche man masten, verkaufen will, die man 
nicht zum £ber komraen lasst. — Urak, etnjunges, 
1 — 2 Monate altes Ferkel. — Es giebt auf Borneo 
verschiedene Arten Schweine: bawoi duhi, kleine Art, 
mit langcm, rundlichem Kopfe; — b. buntal, dick 
al)er kurz; — b. banuang, gross und lang; — b. 
])uluh, weisses sahmes, b. bulan, weisscs wildes 
Schwein; — b. kasintu, schwarzes wildes Schwein. 
— Ampim kilau bawoi, deine Gestalt ist als ein 
Schwein, (schmutzig.) — Httbawoi, Schweine haben, 
Schweine irgendwo leben. — Babawoi, bawobawoi, 
als ein Schwein; schmutzig; immer Schweinefleisch 
(ei»en.) Djari labih idja bulan magon bawobawoi 
kinan ikiu, schon longer als einen Monat essen wir 
immcr Schweinefleisch. — Mambawoi arepe, sich als 
ein Schwein betragen. — Olo Pari magon habawoi 
habadjang ita, die Paris behandeln uns immer als 
Schweine und Hirsche (auf welche man Jagd macht; 
sie iiberfallen uns bestandig.) 

BvEBES, s. abes. 

ByEH, i. q. bah. 

ByEH, bih, hab^, ei, ocli, wohl. — Bah, alah 
koangku, djari nihau, wohl, wie ich gesagt habe, 
es ist verloren. — Babah, bibih, 1. q. buh; auch: 
sehr, ungemein. Babah kahain badjai, ungemein 
die Grdsse des Krokodills! 

BEA, ZoU, Abgabe; Unkosten, Miethe. — Hai 
bean uai katontoh, gross ist jetzt der Zoll auf den 
Rottan. — Amon olo tiwah, hai bcae, wcnn man 
ein Todtenfest halt, gross die Unkosten. — Pira bean 
arut idja bulan, wie viel betr'agt dir Miethe des 
Bootes in einem Monate ? — Babea, habea, Zoll be- 
zahlen miissen. — Hababta, habeabca, stets Zoll 
auflegen, bezahlen lassen. — Mambea, Ahgaben, 
Zoll auf etwas legen; Zoll empfangen. Olo hai toh 
djari mambea bawoi kea, die grossen Leute (Re- 
gierung) haben jetzt auch auf die Schweine Abgaben 
gelegt. — Mambea^ marabea, untcrhalten, die Un- 
kosten tragen. Rakan puna Rasdin idjii marabcae, 
die welche Herrendienste thun muss der Resident 
unterhalten. — Pahara karugingku marabea anakku 
masawa, gross mein Scha<lcn, (mcinc Ausgaben,) da- 
durch dass ich mcincm Sohne die Hochzeit ausge- 
richtct habe. — TarabeOj die Unkosten getragcn 
werden kdnncn. — Parabea, die Unkosten, (allein 
von Festcn, Todtenfest, Heirath, etc.) — Pambea, 
olo pambea, ein Stcuerempfanger, ZoUeinnehmer. 

BEA BEAU, s. babeau. 

BEBAS, bezahlt, abgcthan ; losgelassen, frei. Utange 
djari bebas, seine Schuld ist bezaldt. — Basarangku 
djari bebas, meine Klagsache ist beendeL — la be- 
bas bara prentah ta, er ist frei (eximlrt) von dem 
Befchle. — Matnbebas^ habebas dengan, abthun, 
freiiassen. Tcmpoe djari mambehas ia, sein Herr 
liat ihn freigegebcn. — Tarabebas, abgcthan konncn 
werden. — Pambehas, der gern, oft abliisst, erlasst, 
(Schulden.) — Kabebas wird nur antwortend ge- 
braucht Djari bebas utangm? Narai kabebase! 1st 
deine Schuld abbezahlt? Was ibr abbezahlt sein! 
(O nein, bewahre!) 

* BEH AS. durch Starapfcn rnthiilseter Reiss; auch 
andere cnthiilsetc Hiilsenfriichte, z. B- djagong, djawa, 



djelai, konnen behas genannt werden; will man es 
deutlich sagen, dann ist behas toto, (wirklicber be- 
has,) behas salia, enthiilseter Reiss.) — Habthaty 
behas haben. — Babehas, behabehas, allet voiU 
Kdrner, (der Reiss in Hiilsen, parai, es istkeinaplsi 
leere Romer, darunter.) ^— Nambekas, manambehai, 
viel Reiss durch Stampfen enthulsen. la nambeliAa 
hapae tivrah, er stampft Reiss im Menge fur das 
Todtenfest. 

BEH AT, kabdiat, Schwere, Gewicht; Muhsam* 
keit. — Paham behat pati ta, gross das Gewicht 
der Kiste. — Paham kabehat aughe, olo handiai 
manarimae, gross der Nachdruck seiner Worte, alle 
Menschen nehmen sie an. — Paham kabdiat gawi 
roanetes, das Rottankappen ist ein sehr muhsam 
Werk. — Babdiai, schwer, gewichtig, nachdrucklich, 
ernst, wiirdig, miihsam, unwillig. — la babehat am- 
ple, djaton olo bahanji murahe, er sieht wiirdig aiis> 
man wagt ihn nicht zu necken. — Babehat angatku 
omba masauh, ara gawingku, schwer mein Gefuhl 
(ich bin ungeneigt) mitnachBandjarmasin zugehen, 
ich habe viel Arbeit. — Behabehatf ziemlieh schwer, 
etc. — BcorU)ehat, pangabehabehat, alle schwer, etc 
— Mambehat, habehat dengan, mampabehat, bescbwe- 
ren, muhsam machen; Kraft « Nachdruck geben. 
Ikau omba aku mambehat aku belom, du folgst 
mir, erschwerst mir das Leben ; (habe viele Unkosten 
etc. deinetwegcn.) — Pangkabehat, am schwersten^etc. 

BEHAU, ein dem Aal ahnlicher Fisch; (maL ga- 
bus,) wird bis 1 4 Fuss lang. — Hamehamen behau 
ia, nungkape mekop kanih, er ist besch'amt als ctn 
Behau, gleich wird er zuschnappen dass es klappt, , 
(sagt man von Menschen, welche Bescheidenhett 
erhcucheln ohne bescheiden zu sein; der Behau namlich 
schwimmt lange Zeit an der Angel her, als oh er sie 
nicht sieht, schnappt dann aber pldtzlich zu.) — 
Babehau, bchabehau, als ein Behau; babehau kinan 
ita, wir essen immer Behau. — Habehau, Behau ha- 
ben, Behau irgendwo leben. 

BEHEBEHENG, i. q. babeheng. 

BEKEN, anders, verschieden sein, ein anderer; 
nein, ja. — Vk beken bara paharie, djaton tulas, er 
ist anders als sein Bruder, nicht grausam. — Beken 
ampie, anders seine Gestalt. — Aim arut toh? Be- 
ken. Ist dies dein Boot? Nein. — Kilen ia sama 
katataue den gam? Bekae! (oder: kabekac!) Ist er 
eben so reich als du? Ja. — Beken. . . , 6e^ea. . . , 
sowolil . . , als auch. — Ara karugingku awie, beken 
panginac, beken pakaiac, beken duite, uras aku 
tanggonge, ich habe grossen Schaden durch ihn, so- 
wolil sein Essen als seine Kleidung und sein Ta- 
schcngeld, fiir alles muss ich einstefaen. — Bekem 
tinai^ femcr, auch. — Babeken, bekebeken, etwas 
anders. — Mangabeken, ngabeken, anders machen, 
einen Unterschied machen. Ia tantai ihate manga- 
bekcn aughe bara augh olo, absichtlich spricht er 
anders als andere Menschen, (widerspricht.) - — Manga- 
bekcn pakaiae, gawie bara olo, sich in seiner Klei- 
dung, seinem Thun von andem Menschea unter- 
scheiden. — ffakabeken, gegenstreitjg, (die Wortc 
mehrerer Menschen ;) verschiedene (Arten Dinge.) — 
Hakabeken hakamias, haka beken hakalain, viele und 
verschiedene. Hakabeken hakamias pakaiae, er hat 
vide und verschiedene Sorten von Kleidem. — Ha- 
kabeken hakabeken, jeder, jedes fiir sich. yEwen 
liampahari hakabeken hakabeken humae, die Briider 
haben jeder fiir sich ihr eignes Haus, (sie wohnen 
nicht zusammen.) — Kabeken, Unterschied, Ver- 
schiedenhcit. 

BEKOBEKUT, s. babekut. 



BEL. 



BEL. 



61 



BELAU, eiDige, ein TheiL — Bagi ramom belahe 
akangkn, gieb einen Theil deiner Giiter mir. •— Ni- 
bm kai& kolangku, belahe malan, belahe balisang, 
alls meioe Verwandte sind fort, dnige sind auf 
dem Felde, andere auf Reise. ^- Babelah, belabe- 
lak, tbeilweiae, sum Theile. Babelab wai utangku 
4jari inahor, meine Schulden sind erst sum Theile 
bcaahlt. 

BELAI, Lust, Appetit, Begierde; Geschmack; 

Sdiaife (Messer.) — Paham kamangat bclaim toh 

thiai, du hast jetat vrieder sehr guten Appetit. — - 

Da belaiku, icn babe keine Lust (zu essen, oder 

aach sonst etwas zu thun, arbeiten.) — Ihop arak 

isat bapa malowang belaim, trink etwas Arak um 

cm LocD BU machen in deinen Appetit , (i. e. um ihn 

in enrecken, enegen.) — Paham belaie nabuang 

mawi aka, gross seine Begierde um mir Schaden zu 

tfaon. — Kilen angate belaim, bapait, wie ist das 

Geiahl deines Geschmackes, bitter? — Djari puas 

(oderpedab, bapelek, babusau) belaie kuman bawoi, 

Ida Geschmack ist gesSittigt Schweinefleiscb zu es- 

sen, L e. er hat es sicb zuwider gegessen. — Mangat 

bdd pisaa toh, gut die Scharfe dieses Hackmessers, 

=esliat guten Appetit, es baut sicb gut damit. — 

Ttak htlai, haus belai , durstig sdn. — Kateah belai , 

der Bunt. — Babelai^ belabelai, Begierde, Lust, Appetit 

laben. ISL ba belai mangaruit arepm dengan per- 

karan olo, er bat Tiel Lust sicb in anderer Leute 

Sachen zu miscben. — Kabelai, wird nur folgender- 

iBiwea gebraucht: Ara lauk dinom? Dia, baja 

id^ kabcSai. Hast du viel Fische gefangen? Nein, 

not urn einmal den Appetit zu stillen, sicb dnmal 

Aann satt zu esscn. 

BELANG, Flecken, (auf dcm Feile der Thicre.) — 
An belange asom, dein Hund hat viele Flecken. — 
Kileo ia toh, budjur tinai? Kwaka karobing tau 
Bwbah belange! Ist er jctzt wieder ehrlich? Wie 
aoUte eine Ziege ihrc Flecken andcrn konncn! (so 
wenig kann der Schurke ehrlich wcrden.) — Habe- 
/ff*^, babclang, belabelang, gefleckt. — JBarabelcmg, 
aUe gefleckt. 

BELAS, das gcworfen, gcschlcudert sein, (cine 
Lanze, ein langes Holz.) — Sala bclase lundjum, 
naranggar likut badjang , vcrkehrt ihr geworfen scin 
ddne Lanze, sie gcht iiber den Riickcn des Hirsches 
hin. — Sala belase aughm, awi tii ikau inipas man« 
tir, du sprachst verkchrt, dcshaib hat der Hiiupt^ 
ling dir Unrecht gcgeben. — MambelaSf habelas de- 
o^an, schleudern, werfen. — Umur ita kilau im- 
brlas bewai, unscr Leben eilt duliin als ob es go- 
■chleudert wiirde. — BabelaSy als gcworfen, sehr 
«cliiidl, (z. B. ein Boot.) — Habelas, cinander mit 
Lanzen etc. werfen. — IlababelaSj habelabelas, oft 
werfen. — TarabelaSy gcworfen werden konnen. — 
Pmbtieu, der immer, gem wirft. li'i ta mandop 
pambclas, djaton ia bahanji mamuno tokep, er schlcu- 
dert den Spiess immcr auf der Jagd, er wagt nicht 
von nabe zu stechen. 

B£L£, Abkehr, Widerwillen haben; nicht wol- 

len; damit nicht. — Aku paham bcla dengae, ich 

kabe grosscn Widerwillen gegen ihn. — Aku belli 

Lunan talo dia mangat, ich will nicht essen Dinge 

welche nicht lecker sind. — la bcla babana mikah 

matai manak, sie will nicht heirathen, fiirchtet im 

KiMibette zu sterben. — Buabuab aughm , bela ikau 

inekap, babe wohl Acht auf deine Worte, damit 

do nicht gescblagcn wcrdest. — Babel a, belabela, 

fCwas Abneigung haben. — Barabela^ pangabclhbela, 

allc Widerwillen haben, nicht wollen, verachtcn. — 

Mfm^ahelS, ngabcia, Abneigung haben, vcrschniahen, 



verachten. — ^a ikau mangabela aughku, veracht 
mdne Worte nicht, -^Kabeld, Abkehr, Widerwille, 
etwas wovor einem eckelt. — Bawoi kabelan olo sa- 
lam, vor Schwdnen haben die Mahomedanen Eckel. — 
Hakabela, Abkehr vor einander haben, einander ver- 
achten. — Hakabeldbtld, immer, alles veracbten, etc 
— Pangabel&j der immer Abneigung bat, etc. — la 
pangabela kolae madja ia, er hat immer Widerwil- 
len daran, wenn seine Verwandte ihn besucben. 

BELEP, ausgeldscbt, erloschen ; aus , abgethan, zu 
Ende. — Apui djari belep , das Feuer ist erloschen. — 
Matanandau belep, lius belep, die Sonne gehet un- 
ter, will untergehen. — Ton karjk aughe djari be- 
lep, nun ist alle sein Sprechen zu Ende. — Matai 
belep tabasengm kilau matanandau, stirb, es er- 
losche dein Athem als die Sonne. (Ein Fluch.) — 
Babelep, belebelep, fast ausgeldscbt, erloschen. — 
Belepbalepa, belep kandjuen oder kalandjuen, gans 
ausgeldscbt; iiberall erloschen, (z. B. das Feuer im 
ganzen Dorfe.) — Mambtlep^ babelep dengan, aus- 
Idschen; abmachen (eine Sachc, in der Stille; oder 
auch: gut abmachen, ganzlicb abmachen.) — Haba- 
belep, habelebelcp, oft ausloschen. — TarabeUp, 
geldscht werden kdnnen. — Pcanbelep, der gern, 
immer ausldscht, still abmacht. 

BELOM , leben ; griin , friscb ; zum Vorschein kom- 
men; anhaltcnd. — la belom tatau, er lebt (ist) 
reich. — Fah'4 belom, schmerzlich leben, i. e. arm 
la belom budjur, er lebt recbtschafien , 



sem. 



ehrlich. — Apui magon belom, das Feuer lebt noch 
immer, i. e. ist noch nicht verldscht. — Talo im- 
bulku haru belom, was ich gepflanzt babe kommt 
ebcn erst aus der Erde, zum Vorschein. — Talo 
belom, ein lebcndig Ding; kara talo belom, alles 
was lebt. — Kaju belom, griines (noch nicht trock- 
nes) Holz. — Bulan belom karab ita handak buli, 
den nachsten Monat wollen wir zuriick kebren. — 
Pariii belom oder haduring, Reiss der von selbst 
wieder aufwachst. — Aku madja ia belom laite wiii, 
als ich ihn bcsuchte, hat er ohne Auf horen gescbol- 
ten. — Paham utangku, belom manak bewai, acb 
mcine Schulden, sie tragen fortwahrend Zinsen. — 
lu tii belom lengae, er hat eine lebendigc Hand (die 
nicht ruhen, stille sein kann, er betastet alles, etc.) 
— Belom tot ok idjang olo ta, lebendig die Ober- 
lippe und das Kinn des Mensclien, (i. e. er schwatzt 
immer.) — Basarae bihin belom tinai, sein friiherer 
Process wird wieder lebendig, (wird wieder aufge- 
nommcn.) — Alo belom matai aku djaton balang, 
mag ich leben oder sterben, (es gebe auf Tod und 
Leben,) ich %ehe es nicht auf. — Sana mita olo bu- 
sik belom pupus isie (oder: isi dabae,) tapi Sana 
imbit bagawi palus ngarekot, sobald er Menschen 
spielcn siehet, ist seine Haut und sein Fldsch le- 
bendig (oder: sein Fleisch und Blut,) aber sobald 
man ihn zur Arbeit bringt, kriecht er in dnander, 
(biickt sicb, siebt vor sicb hin.) — Belom bang- 
kang, nur eben noch leben, ohne Bewusstsein. — 
Babelom, belobelom, lebendig, lebend; als lebend 
(ein Bild;) schon; (ippig, kraftig, (Pflanzen.) Ingu- 
bur babelom, lebendig begraben werden. — Kutoh 
lauk hong sungai , babelom danum, eine Menge Fische 
sind in dem Fliisschen, es ist als ob das Wasser 
lebt. — Babelom njamam, ala ikau dia masi aku, 
es Icbe dein Mund, (L e. mogest du gesegnet sein!) 
du musst dich doch mdner erbarmen. — Mambelomy 
babelom dengan , aufziehen , unterhalten , anstecken 
(Feuer;) wieder hervor bringen, (einen alten Zwist, 
Process.) — Mambclom aso, Hunde halten. — Ka- 
lUh kuman kalakai hapan mambelom tusum, iss 



62 



BEL-BEN. 



BEN. 



doch Kalakai, (eiiie Schlingpflanze) um deine Briisle 
zu beleben, (um viel Milch zu haben, saugende 
Frauen.) — Mambelom pungau manotok mata , Pun- 
gauvogei aufziehen welche die Augen aushacken, 
(i. e. eigne oder fremde Kinder aufziehen, welche 
»pdler Kummer bereiten.) — Utibabelomy habelobe- 
lorn , bestandig, unterhalten , anzCinden , etc. — Mam- 
bambelom , mambelombelom , ein wenig mambelom. — 
Aku dengan sawangku hakabtlom hakamatai djatx>n 
hatolang, ich und meine Frau, mogeu wir mit ein- 
ander leben oder sterben, wir schciden nicht. — 
Tarabelom , unterhalten etc. werden konnen. — Ka- 
beloniy das lebeudig sein. Paham kabelom belaic, 
t»ein Appetit ist sehr lebendig. — Paham kabelom 
totok idjange, sehr das lebendig sein seiner Ober- 
lippe und seines Kinnes, (er schwatzt viel.) — P(Mm- 
belom, das Leben. Kilen ample pambelom olo ta, 
dia ia butang, wie ist die Gestalt des Lebens jenes 
Menschen, hat er keine Schulden? — Hapus pam- 
belome, sein ganzes Leben lang. — Olo ta kakal 
haliai mahaga pambelome, (oder: pambelom kaba- 
lomae, mahaga kabalomae belom,) der Mensch ist 
sehr eifrig um sein Leben zu bewahren, (i. e. seinen 
Unterhalt zu verdieneii.) — Pambelom andau, (das 
I^ben der Sonne, i. e.) Osten. — Meto pambelom, 
Thiere die man aufziehet, Hausthiere. 

BELONG, mannlicher Name. 

BEMBANG, zweifeln, ungewiss, unentschlossen 
sein. — Arut duadua ta bahalap, bembang aku idja 
kwe induangku, die Boote sind belde schon, ich 
bin unentschlossen welches ich nehmen soil. — Afa- 
membang, in Zweifel bringen, unentschliissigmachen. 

— Kabembang , Zweifel , Unentschliissigkeit 
BENAI (Kahaian, i. q. tandak) das Singcn. — 

llabenaiy singen. 

BENANG, Zeug, Kleiderzeug, (baumwollen, sei- 
den, etc.) — Benang satara, Seidenzeug. Die unter 
den Dajacken am meisten gebrauchten KleiderstoiTe 
sind : amau , andas , batik , djarati , isit , kadandang, 
kalikat, kambajat, karongbilis, lunok, njamu, pla- 
ngi, nipah, susup, tjita; s. diesc Worter. — Din- 
ding benang, GarcLine. — Benang, weiblicherName. — 
Habenang, Zeug haben. 

BENyEH, kaben'ah, das Geschnurrc, Gesummc. — 
Paham benah badjanji beta, stark das Gesummc 
der Biencn dort. — Lalehan augh kabcnah lewu 
beta, gewaltig das Geton des Gcbrumms des Dorfcs 
dort, (von fern das Getose der Menschen darin 
horend.) — Habenah, baben'ali, benabenah, sum- 
men , schnurren. (Auch der Wind , Sturm von Jem.) 

— Barabendh, iiberall summen. — Benah, weib- 
licher Name. 

BENDANG, eine ArtPalmbaum, fast wie die Ko- 
kospalme, aber mit Dornen bcsetzt; von dcm untern 
TlieilederBlatterstiehle macht man Kamme und Pfeile. 

BENDABENDAR, s. babendar. 

BENENG , still , ruhig. — Hapus njelo magon brita 
asang, loh beneng tinai, das ganze Jahr iiber war 
imraer dasGeriicht, dass Feinde kamen, jctzt ist es 
wieder still. — Babeneng , benebeneng , ziemlich still , 
ruhig. — Barabenengy alle still, ruhig. — Mambe- 
neng, zur Stiile, Rube bringen. — Haradjur awen 
haklahi, tapi toh aku djari mambencng iii, sie wa- 
ren bestandig am Strciten, aber jctzt hal)c ich sie 
zur Ruhc gebracht. — Tarabeneng, zur Ruhe ge- 
bracht werden konnen. — Kabeneng , Stillc , Ruhe. 

BENGAH, i. q. belah; dieselben AblcituQgen. 

BENGABENGAP, s. babcngap. 

BENGGUL, mannlicher Name. ♦ 

BENGKAK, s. engkak. 



BENGKEL, ein miltelgross werdender Baum, der 
Bast weisslich, das Holz gelblich; die grossen, run- 
den, etwas bitteren Blatter werden gekocht geges- 
sen. — Solake ikau manis kilau pisang tewu akan^Of 
tinai toh ikau kilau bengkel pria, anfangs wars! da 
mir siiss als Pisang und Zuckerrohr,* jctzt aber bist 
du mir als Bengkel und Pria, (Pria Art Schling-* 
pflanze von bittcrm Geschmack.) — Babengkel, be&g- 
kebengkel, als Bengkel, bitter. 

BENGKEL, (has. Sang. = sowang,) Ohrringe. •— 
Nahawian tampak bengkel, er macht Ohrringe. 

BENGKET, (has. Sang. = sarau,) unehelidh KiikL 

BENGKOK, i. q. bingkok. 

BENGKOBENGKONG, s. babengkong. 

BENJAl , das weiche, etwas weiches, glattes, schlei- 
miges. — Aton angat benjai talo beta, mikah han- 
dipa, es ist das Gefiihl der Weichheit eines Dinges 
dort, vielleicht eine Schlange, (sagt man , wenn man 
z. B. im hohen Grase auf etwas Weiches geireten 
hat.) — Babenjai, benjabenjai, weich, sanft, schwam- 
mig, glatt, (das Fleisch von Thieren, Wiirmer, 
Schlangen.) — Babenjai isin bawoi toh, djaton raa- 
ngat, das Fleisch dieses Schweines ist zu weich, 
(schwammig,) es ist nicht lecker. — Bartibenjett, alle 
weich. — ffabenj'at, weich geworden sein. — Tjih 
pundang ta, babenjai urete, pfui der trockne Fiscb, 
er ist iiberall weich durcli seine Wiirmer, = wim- 
mclt von Wiirmem. — Kabenjai, Weichheit. 

BENJAT, das Schlagen, (des Pulses, der Adern.) 
— Paham benjat takolokku, badarem aku, stark 
das Klopfen (der Adern) meines Kopfes, ich habe 
Fieber. — Ilabenjaty schlagen. Kilen telolilise, ma- 
gon habenjat* schlagt sein Puis noch? — Babe- 
njai^ benjabenjat, stark schlagen. — Barabenjaly 
alien, oder 1 iiberall stark schlagen, (die Adern.) 

BENJEM, einsam, verlasscn, still. — Lewu toh 
l)enjem, djaton oloe, dies Dorf steht verlassen, es 
sind keinc Menschen darin. — Aku melai benjcm 
kabuatku, ich bleibe einsam fiir mich allein. — - la 
madja olo }>enjcm, djaton hakotak, wenn er jeraand 
l)e$ucht ist cr still, spricht nicht, — l^^ju benjem, 
feuchtes Holz, (entwedcr noch griin, oder durch 
Wasser wieder nass geworden.) — Babenjem , benje- 
benjem, ziemlich einsam, still. — Barabenjem, allc, 
iiberall einsam, still. — Mambenjem, babenjem de- 
ngan, einsam, verlassen machcn, entvolkem; zum 
Schweigen bringen. Asang djari mambcnjem Ka- 
puas, die Feinde haben das Land Kapuas entvol- 
kert. — Uagoct mambenjcm huma, gehen und daa 
Haus einsam lassen. — Mambenjem arcpe, sich still 
halten, schweigen. — Tareibenjem, verlassen werden, 
zur Stiile, Ruhe gebracht werden konnen. — Ka- 
benjem, das verlassen sein, Einsamkeit. — Pambe-^ 
njem arepe, der sich gem absondert , gem schwelgt. 

BENTANG, i. q. l)elang; dieselben Ableitungen. 

BENTENG, das Mitten, mitten; (nach der Zan^re 
gemessen; nach der Breiie: bentok.) Es wird auch 
oft statt benteng das gleichbedeutende Wort aus 
der bas. Sang., kabantengan, gebraucht. — Tetek 
benang ta intu bcntenge, schneide das Zeug in 
der Mittc durch. — la mendeng benteng arut, er 
steht in der Mitte des Bootes. — Bentengku ku 
man dumali olo mangahau aku, als ich mitten am 
Essen war kamen Menschen welche mich riefcn. — > 
Kabantengan belom iii matai, er starb in der Mitte 
des Lebens, (in seineu besten Jabren.) — Benteng 
handjewu, das Mitten des Morgcns, = 9 Uhr Mor- 
gcns; benteng halemai, 3 Uhr Nachmittags. — Ba- 
benteng^ iH'nlebentcng, hababenteng, habentehen- 
tcng, beinahc mitten; (befehlcnd; genau mitten.) — 



BEN— BER. 



BES-~BET. 



63 



Uuhtnitng, bis mitten, halb. Paraiku halientcng 

ganiang, ich habe ^ Gantang Reiss. — Aku ma- 

raano badjang habenteng iundjungku , icli stiess den 

Hinch so dass meine Lanze bis an ihr Mittel hinein 

dnng. — Ambo habenteng, iiber die Mitte, mehr 

alt halb, mehr als mitten; iwa hal)enteng, weniger 

als halb. — Mahabenteng , alle bis mitten, halb. 

^wen bull mangarohi, mahabenteng lontonge dinoe, 

sie \ommen zuriick vom Fischfangen , jeder hat einen 

halben Korb voU gekriegt. 

BENTOK, das Mitten, (nach der Breite gemes- 
sen; i. benteng.) — Bentok arut, mitten im Boote, 
(gleich weit von den beiden Seiten ab, mag es auch 
etwas mehr nach vorn oder hinten sein.) — Bentok 
andau, Mittag; bentok alem, Mitternacht. — Ben- 
tok danum, mitten im Flusse. — Mondok bentok 
olo an, mitten unter dcr Mcnge sitzen, (M^elche 
rand umher sitzt.) — Melai bentok petak, mitten im 
Lande bleiben , (i. e. oben an den kleineu Fitisschen, 
nicfat am grossen Flusse.) — J5a6ento^,bentobentok, 
£ist mitten. — Barabentok, alle mitten in. — Afa- 
maitokr in die Mitte legen; die Mitte treffeu, sach- 
fiemass, treflfend, iiberzeugend sprechen. — Aughe 
ta toto mamentok, seine Worte sind trefllich, (treffen 
das Centrum der Sache.) — Aughe toto mamentok 
hong ataiku, seine Worte treffen mich mitten ins 
Herz. — Kalah mamentok sarangan ujah, amon sa- 
nn amt bisa, leg doch den Salzsack in die Mitte, 
weoD er am Kande dcs Bootes licgt wird er nass. — 
Pngamentomentok , alle zur Sache, treffend sprechen. 
— Kabtntoky die Mitte. — Kamentok^ das trelFende , 
gfpaste, (einer Rede.) — Pamentoky der immer, allcs 
io die Mitte legt. — Ikau pamentok arepm mon- 
dok, du setzest dich immer in die Mitte der Men- 
scheD. — Kabantokan, (bas. Sang.) i. q. bentok. — 
Kabantokan andau, Mittag. 

BENTUS, aufgeblasen, aufgctricben, (dcr Leib;) 
scfawach. — Bentus knaingku awiku kuman bua, 
mein Bauch*ist aufgctricben dadurch dass ich Friichte 
f^igeasen habe. — Buhen ikau bentus , dia karigasm, 
warum hist du schwach, hast keiue Kraft? — Ba- 
hentu^ bentubentus, ein wcnig aufgctricben, schwuch- 
lich. — Barabentxta, alle eiu weuig aufgctricben. — 
Piamgahentubentus y alle aufgctricben. — Mamentus, 
kabentus dengan, auftrciben, scliwach, faul niachen. 
— la batiroh nongkang andau mamentus arepe, er 
scblafi den ganzen Tag, schwiicht sich selbst, (auch: 
iaulienzt.) — Kabentus, das aufgctricben sein. — 
Pawientus, was auftrcibt, schw'aclit. 

BER, bir, Geton wenn man einen Stock schwingt, 
cine Lanze wirft, zischend, krliftig. — Ber lundju 
knbelase manintu badjang, kraflig warf er die Lanze 
nach dem Hirsche, (dass es zischte.) 

BERAR. die Miiz. — Lauk djaton haberar, die 
Fifiche habcn keine Milz. 

BERiE, eine bis 3 Fuss lang wcrdcnde ziemlich 
platte Schildkrdte; das Schild ist an den Seiten nicht 
idir hart ; der Riicken braun-greis , Brust und Bauch 
wdaslich; sehr spitzes Maul. — Wird in Pulopctak 
Bicfat gegessen, da man mcint dass sie Aussatz vcr- 
nsachL — Zeigt sich cine Bera auf cinem Rcissfclde, 
so ist das ein boses Zeichen; die Frucht dcs Feldcs 
oder ein Glied der Familie des Besitzers wird ster- 
ben. Will man das Ungliick abwenden, muss man 
du Schwetn schlachten, und mit dessen Blute das 
Fdd and die Menschen manjaki, bestreichen, und 
(emer eine kupferne Gong kaufen so gross, dass 
nan die Bera damit bedecken kann. Die Bcra wird 
gelddtet. 
BERENG, Leib, Korper, (von Menschen, 4 fCis- 



sigen Thieren , Booten , — von Vogeln , Fischen , 
Insecten: biti;) dcr eigentliche Leib, Rumpf, ohne 
die Glicder. — Olo ta pandjang berenge , der Mcnscli 
lang sein Leib; (Beine etc. inclusive.) — la pandjang 
berenge, tapi pandak paie, er hat einen langen 
Rumpf, aber kurze Beine. — Babereng , berebereng, 
sehr lang, (Boot, Flosse, Baumstamm.) — Barabe- 
reng, alle lang sein. — Habereng , einen Leib ha- 
ben. Meto babereng beken bara bereng olo, die 
Thiere haben einen andem Leib als die Menschen. 

BERKAT, i. q. barakat. 

BEROK, ein bis 4 Fuss lang wcrdender Affe, 
greiss mit weisscn Fleckchen; lebt gewohnlich in 
grossen Heerden zusammen ; ist bosartig , greift selbst 
Menschen an. — Berok kambong, eine Art Faul- 
thier, gelblich und weiss, so gross als eine Katze. 

BES, i. q. ber; gewohnlich vom Schlagen ge- 
braucht. — Bes hawesku ia, ich schlug ihn das es 
klapte. 

BESyEI, ein kurzes Ruder; (lange: dajong;) das 
Rudern , Ausrudern. — Narai bakal besiiim , von was 
fiir Holz ist dein Ruder gemacht? — Pahalau kin- 
djap besiiic, genep andau ia mahalau humangku, 
allzu haufig sein Ausrudern, jeden Tag kommt cr 
vor meincm Hause vorbei. — Besean, besaan, mit 
arut , Boot vcrbunden ; arut besaan , ein Boot welches 
nur zum Ausrudern, bci Besuchen etc. gebraucht 
wird, welches nicht ladt. — Babesdi, besabesai, 
(oder noch kraftiger:) bcsabasea, immer umher ni- 
dern. — Mambesdiy habesai dengan, jemand, etwas 
rudern; zuthun, (zu jemands Worten.) Bahali 
mambcsai arut toh, dieses Boot ist schwer zu ru- 
dern. — Mambcsai djipen, mit cinem Sclaven um- 
her fahrcn um ihn zu verkaufcn. — Kwaka aku 
djari mambcsai aughe, tapas haream djari insanangku, 
ich babe durchaus nichts zu seinen Worten hinzu 
gcfiigt, ich habe vielmchr noch davon gethan. — 
Habesai biti, sich selbst rudern, (i. c. leer, nichts 
gcladeu haben.) — Hababesdiy habesabesai, immer 
etwas rudern. — Tarabesdi, genidert werden kon- 
nen. — Tabalien toh akan apat kabesdi, dies Eisen- 
holz reicht zu fiir 4 Stiick Ruder. — Pambesdi^ der 
gcrn, immer nidcrt; — das Rudern, Ausrudern. 
liitu pambesiii ita malcm ita bilabilak tjalaka, bci 
unserm Rudern gestcm batten wir beinahe Ungliick 
gehabt. 

BESOH, satt, gcsattigt. — Musim besoh, billige 
Zeit, (worin man satt esscn kann.) — /Ela ikau ku- 
man besoh batiroh mangalis, hindai bewui perka- 
rangku dengam, iss dich nur nicht satt und schlaf 
ruhig, meinc Sache mit dir ist noch nicht aus! (ich 
wcrde mich noch riichen.) — Babesok, besobesoh, 
ziemlich satt. — Bcsobesoha, l>esobasoha, sehr satt, 
iibersatt. Awi kamangat balutc aku kuman beso- 
bcsolia, wcil so Icckere Zukost (zum Rcisse) da 
war, habe ich mich iibersatt gegcsscn. — Mambe- 
sohy habesoh dengan, siittigcn. — Keton basara dja- 
ton kalampangae, baja mambesoh mantir wai, aus 
curcm Process kommt nichts heraus, er sattigt die 
ILiupllinge nur, (welche ihre Sporteln einziehen.) — 
Tarabesohy gcsattigt werden konncn. — Kabesoh, 
das gesiittigt sein. la kuman ombet kabesoe, er 
isst bis er hinreichend gesiittigt ist. — Pangabesobesoh , 
alle satt, gcsattigt. 

BETANG, ein langes, aber nicht breites und 
ziemlich nicdricges Haus. — (Mehr im Inneren Bor- 
neos hat man solche Hiiuser.) — Babetang , betabe- 
tang, lang, .schmal und niedrig; (Hiiuser.) 

BETAU, nennt der Bruder seine Schwester, oder 
auch andre wcibliche Verwandte; (Schwestern nen- 



64 



BET— BEW. 



BEW— BID. 



nen sich: pahari.) Will man Nachdruck aufs Wort 
Schuftster legen : betau idja kalambutan, regte Schwes- 
ier, oder auch Stiefsch wester \on demaelben Voter-, — 
Stiefschwester von derselben Mutter , aber von einem 
andem Vater: betau sapak piak; — betau idja tato, 
(auch aken ,) Nichte. -— Aku djaton betau aringku , 
(oder: betau tundahku,) paha angatku belom, ich 
babe keine Schwestern und andere weibliche Ver- 
wandte, (welche mir Uaus halten,) ich habe ein 
muhsam Leben. — ^MabetaUy eine Sch wester haben; 
mit seiner Schwester. iEwen habetau, sie mlt Schwes- 
ter, = er und seine Schwester. 

BETER, 8. eter. 

BETET, kleiner griiner Papagai, so gross als eine 
Wachtel; die Mannchen haben rothen Schnabel, Hals 
und Brust, und 2 lange Schwanzfedern ; die Weib- 
chen schwarzen Schnabel und gelbliche Brust. — 
HabeUt, Betet haben, Betet irgendwo leben. 

BETO, das durchspalten sein, (Kokosniisse, auch 
andre grosse runde Friichte; der Kopf.) Beton en- 
joh djaton tanggar, die Kokosnuss ist nicht recht in 
der Mitte durchspadtet. -— Mambeto, habeto dengan , 
durchspalten. — Hababeto, habetobeto, oft, lange 
durchspalten. — TarabetOf durchspaltet werden 
konnen; irrthumlich durchspalten. 

BETONG, Sorte sehr dicker Bambu, so dick als 
der Schenkel eines Mannes. — Tewu betong, Art 
sehr dickes Zuckerrohr. — Bisak betong, a. bisak. 

— Betobetong, dick, kraftig, iippig, (Pflanzen.) — 
Barabetong, alle kraftig. 

BETOP, i. q. beto; dieselben Ableitungen. 

BEUBEUS, s. babeus. 

BEUT, kambareut, runzelig, (nicht glatt.) Bakas 
kea la, djari beut baue, er ist schon alt, sein Ge- 
sicht ist schon gerunzelL — Humbang mangor beut 
amon keang, junger Bambu runzelt sick wenn er 
trocknet. — ' Kambareut tundjukku awiku tahi ma- 
ngarohi, runselig sind meine Finger well ich lange 
mit einem Korbe gefischt habe, (die Finger also 
lange im Wasser waren.) — Babeut, beobeut, etwas 
runzelig. — Mambeut, ngambareut, runzelen, (Was- 
ser die Haut, etc.) Buhen ia ngambareut lingkaue, 
blait ia, warum runzelt er seine Stime, ziimt er? 

— KabeiU, das gerunzelt, runzelig sein. 

BE WAN, stinken, stinkend. Ewau karam narai 
hetii bewan, der Geruch von was fiir faulenden 
Dingen ist es, der dort stinkt? — Kotakm bewan, 
deine Worte stinken, = sind unziicbtig. — Sirih 
bewan oder tawah, eine Art wildwachsender Sirih. — 
Babewan, bewabewan, stinkend. Arae babewan, er 
hat einen stinkenden (bosen) Namen. — Barabewan, 
alle stinken; iiberall stinken. — Meimbewanj babe- 
wan dengan, stinkend machen; (z. B. ein Haus da- 
durch dass man ein Aas hineinbringt.) — Kabewan, 
das Stinken, Stank, (z. B. auch von Geschwiiren etc.) 
BEWAU, der Geruch, das Riechen. Aso ta ba- 
halap bewaue, sasining ia manggau palus sondau, der 
Hund hat einen guten (scharfen) Geruch, so oft er 
sucht findet er. — Blaku kambang akan indu be- 
wauku, hoi Blumen fiir mein Riechen, = mir zum 
Riechen. — Kara panginan uras buah bewau awie, 
alles Essen wird durch ihn berochen. — Babewau, 
in bdsem Geruche, b6sem Rufe stchen, einen schlechten 
Namen haben. — Mambcwau, riechen, beriechen; 
schniiffeln, (Hunde;) gewohnt sein. Awim mimbit 
iii sinda handuA, toh ia mambewau, handak omba 
haradjur, weil du ihn ein bis 2 Mai mitgenommen 
hast, nun (schniifTelt er, i. e:) ist er es gewohnt, 
« will immer mitgehen. — HabtwaUy einander berie- 
chen. — Hababewau, habewabewau, oft, immer be- 



riechen. — MofnbambeiDau y mambewambewau , ein 
wenig beriechen. — Pambewau, der alles beriechL 

BEW4EI, wai, nur; ja, gewiss; aber, doch. Idjft 
bewai, nur einer. Handjulo bewai, nur kurze ZeAL 
Buah wHi aughe, narai kasalae, seine Worte sind Ja 
gut, was ist Verkehrtes daran? — Mining bewai 
aughku toh, hor doch nur dieses mein Wort. «- I& 
bahalap totoke wai, tapi bekcn ataie, seine Wotte 
sind nur gut, aber anders ist sein Herz. — Arat tdh 
inengaku wai akam, dies Boot gebe icii dir nur, = 
ohne Bezahlung, schenke es dir. — BabewSi, bewa- 
bewai, starker als bewai. Aku babewai injohom, bi« 
tim melal, du schickst immer nur mich, und du. 
bleibst. 

BIABIAL, s. babial. 

BIAH, Theil; Abtheilung. Ramotohaingku, djetil 
beken bixdie, ain olo, diese Sachen sind die meinen, 
jene sind eine andere Abtheilung, (gehoren nicht 
dazu,) gehoren anderen Menschen. — (Biah und aeine 
Ableitungen wird haiiiig zur Verstarkung hinter bogi, 
Theil, und dessen Ableitungen gesetzt.) — Babiah, 
geordnet, ein nach dem anderen. Patut babiah 
aughm, du musst in der Ordnung (nicht dureh ein- 
ander) sprechen. — Gawira djaton babiah, hetSdieta 
isut djaton mandjari, deine Arbeit ist nicht nach 
der Ordnung, machst bier und dort ein bischen, 
voUendest es nicht. — Mambicih, mittheilen, Antbeil 
geben. 

BIAK, s. bangkir biak. 

BIAR, Wiirmer; (im Eingeweide derThiere; aber 
in dera der Menschen undHunde: umft.) — Habiar^ 
Wurmer haben. 

BIAR, (i. q. alo,) all ist, obwohl. Biar aughe pa- 
tut, aku djaton manumoe, all sind seine Wort« 
ziemlich, ich befolge sie doch nicht. 

BIAT, Schmerzensgeld. Paham himangkuawle,pft- 
tut hai kea biate, gross meine Wunde durch ihn, 
das Schmerzensgeld (welches er mir bezahlen musa,) 
muss auch hoch sein. — Ilabiaty babiat, bezahit, 
vergiitet werden, (zugefiigte Schmerzen.) — Mambiat^ 
biat fiir etwas (Wunde etc.) bezahlen. 

BIH, i. q. bah. 

BIBIR, minjak bibir, Wachs mit Oehl zusammen 
geschmolzen; man bestreicht den Knebclbart damit, 
auch wohl die Lippen, wenn man Sirih kauet, da- 
mit sie durch den scharfen Sirih nicht leiden. — 
Habibir, Bibir haben, gebrauchcn. 

BIBIT, Geschlecht, Abkunft. Hau ia manempo, 
tuntang puna bibite mantir, och, ist er Sclave, und 
stammt aus einem Uauptlingsgeschlechte ! — Bahibity 
von den Voreltcm her. Ia babibit tatau, er ist yon 
seinen Vorfahren her reich, (es waren alle reirhe 
Leute.) — Mambibit, von Geschlecht zu Geschlecht, 
immerdar. Olo bugis mambibit djohor, die Bugine- 
sen waren immer Seeraubcr. 

BIDAI, (has. Mantangai,) i. q. atep urai, a. urai. 

BIDAK, grobes Zeug; wird zu Segeln eta ge- 
braucht. 

BID AN, Hebamme. Hebammen giebt es viele 
unter den Dajacken; sie erhalten fur ihren Dientt 
1 Gulden, 3 oder 7 Stuck Rottan, 1 Damarlicht, 
1 Gantang Reiss und I Messer; — den Rottan, da- 
mit das Kind lange lebe; das Licht auf dassesver- 
st^ndig und angesehen werde; den Reiss damit es 
viele Nachkommen erhalte, und das Messer auf dae 
es tapfer werde. — Mambidany Gebnrtshiilfe leisten. 

BIDANG, die Breite, (allein von Kadjang, Blatter- 
matten, gebraucht.) — Kabidang, Stuck, (Kadjang^, 
Bretter, zahlend.) Telo kabidang papan, 3 Stuck 
Bretter. — Kudjang bidang, s. kudjang. 



BID— BIH. 



BIH— BIL. 



65 



BIDIU, mannlicher Name. 

BIDIK, das Zielen; sicher (schie&sea, werfcn ;) tref- 

fend (tpiecben.) — Sala bidike, kwaka bua, falsch 

aeUi Zielen, wie kann es treffen! — la bidik ma- 

Dcmbak, er schieftst lucher, (misst selteii.) lii bidik 

kakotak, djaton nihau aughe, er spricht treiTend, 

Miiie Worte sind nicht vergeblich. — Babidik; bidi- 

bidik, ziemlich sichcr, etc. — Mambidik, habidik 

deDfan, auf etwas zielen. — MambambidUcy mamliidim- 

bidu., einwenig zielen. — Uahabidik, habidibidik, 

oft, lange zielen. — Tarabidik, aufs Kom genoramen 

wenkn konnen. Djaton tarabidik olo ta, tau tiiiat, 

man kann den Mcnschen nicht rccht aufs Korn 

nehmen, er verstcht auszuweichen. — Kabidik, das 

Zielen; die Gepasthcit, das Treffende. — Pangabi^ 

Mmky alle treffend (schiessen, sprechcn.) — Pang- 

koMik, am treffcndsten. 

BIDLPBADAP, s. badap. 

BIDO, manok bido, nennt man schwarze weiss- 
fetiipfelte Hiihner. 

BIEN, wie doch, wiesolite doch; nur nicht; i. q. 
kwika, s. aka. 

filGAL, Bauber; (Dieb: maling.) — Bigabigai, als 
ein Rauber, rauberhaft (aussehen , etc.) — Mambtgal^ 
lauben, berauben. — Hababigal^ habigabigal, oft be- 
naben. — Barabigal, alle Riiuber sein. — Pambigal, 
da oft raubt, rauberisch. 

BIGAL, das Tanzen, i. e. Hiinde, Fiisse, Beine, 
Anne, Ropf und den ganzeu Lcib bicgen imd 
drehen, una dabei langsam mit den Fiisscn stam- 
pfeod Tor und ziiriick gehen; man taiizt M den 
Gotzenfesten , wenn cin frisch erbeutctcr Menschen- 
knpf gebracht wird, etc; es wird immer audi dal>ci 
bigandan, inliindischc Musiek gemacht. — Ribigal, 
bigabigal, babigal batandik , tanzen. (Batandik, Ban- 
djanch, = babigal.) — Mambigal, zur Elire von jc- 
nandem, fiir jemanden tanzen. i^Lwen mambigal ta- 
kolok olo, sie tanzen wegen eines (frisch gebrachten) 
fltenachenkopfes. — Hababigal, habigabigal. oft, lange 
Zeit tanzen. — BanUtigalj alle tanzen. 
BIH, i. q. bah. 

BIH A, cine Pflanze, ahnlich dem Kudjang, (ma- 
laiiidli Kladi, riibenartige Frucht,) doch ist die 
Wurzel nicht knollig sondern lang; ihr Saft erregt 
fUrkes Jticken; nicht essbar; die gckochte Wurzel 
legt man als Arzenci auf faule Geschwiire. — Ha- 
W«, Biha irgendwo sein, wachsen. — Babiha, biha- 
hdia, (gewdhnlich hinter das dasselbe bedeutende 
bi^tel, s. gatel, gefiigt,) jiickhaft, unziichtig. — 
Mamhiha arepe, unziichtig leben. — Kabiha, Un- 
lucktigkeit. 
BIHABIHAI, s. babihai. 

BIUIN, friiher, (langer her als bahut, kiirzer als 
konn.) Bihin hadat ita kalota, friiher ^ar unscr 
Gebrauch so. — Mantir idja bihin, der friihere 
Hanptling. — Andau bihin, andau malem, gestern. 
— BuUn bihin, der vorige Monat. — Babihin, bihi- 
kiida, etwas friiher, schon friiher. Kiilah djaka ikau 
d}ari madja babihin, ta ara bua, es ware gut ge- 
vmen, wenn du etwas friiher einen Besuch gemacht 
kiltest, dU gab es viele Friichte. — Babihin aku 
dfaii masumae akae, schon friilier babe ich es ihni 
IJCagL 

BIUING, (bas. Sang. = bohos binUk,) gestreift. 
B3itii||r timpong, karut pahangan, gestreift es Zeug. — 
GardJuilich Dajacksch: habihing ^ babihing, bihibi- 
kia^, roth, griin und gelb gestreift. Liu l)abihing 
aapie, der Regenbogen sieht babihing aus. 

BIHISBAHISA, Imrakabisa, karakkabisa, aus ein- 
uider, zerstreut. Aku madja awen, tapi lepah djari 



hagoet bihisbahisa, ich besuchte sie, aber sie wareii 
alle ausgegangen, der eine hierhin, der andere dorthin. 

BIHOBlUOl, s. babihoi. 

BIKBAK, ploiTen, (viele Dingc, Friichte etc., auf 
weichen Boden fallend ; auf harten: dupdap; ins Was- 
ser: piupau.) 

BIKiEH, mannlicher Name; (von pikah, furcht- 
sam.) 

BILA, gesplissiier Bambu. 

BILAH, und doch, es ist ja doch, da ja doch. 
Kilen ikau manjewut arut ta aim, bilah ai ta, wie 
nennst du das Boot das deinige, es ist ja doch 
seines. 

BILAH, (bas. Kahaian,) i. q. bagi, Theil; hat 
dieselben Ableitungen als bagi, wird in Pulopetak 
aber selten allein gebraucht, dagegcn oft zur Ver- 
starkung hinter bagi gefiigt. 

BILABILAI, s. babilai. 

BILAK, fast, beinahe. Bilak haradjur, fast fort* 
wahrend. — Bilak lawo aku, fast ware ich gefalleu. 
Bilak lepah, l»einahe alle auf (gegcssen, etc.) — Aku 
bilak dia nahuang, ich babe fast keine Lust, = ich 
werde es wohl nicht thun. — Bahilak, bilabilak, 
minder als bilak; z. B. babilak lepah, es begiimt 
alle zu werden. 

BILANG, es scheint. Bilang dia ia kantoh, er 
schcint nicht zu kom men. — Kamaangku bilang 
nahuang ia omba, ich denke er scheint Lust zu ha- 
ben mitzugelien. 

BILANG, Theil, Antheil, Abtheilung. — KarU 
ranioe pira bilange, all seine Giiter, wie viel Theili* ? 
(wie viele hal>en Antheil daran, thcilen sich darin i*) 
Ungkup iLiu Singa lepah bakarak toh, bilang Upat 
lima, <las Volk des verstorbenen Singa ist jetztganz 
aus einander gebrochen, in 4 bis 5 Abthciluugen. — 
Bilangbalangan ^ bilangbilangan, ganz verstreut, zei- 
streut, aus einander sein , (Reichthum, IVlenscheu, etc.) 

— Mambilang^ (causativ,) von einander scheideu, 
(z. B. Sclavcn, die Eltem von den Kindern verkau- 
fcn.) — Hababilangy habilabilang , oft immer Men- 
schen von einander scheiden. — Hatnbilang^ schei- 
dcn, geschieden. Aku djaton maku hambilang de- 
ngan induku, ich will nicht von meiner Mutter 
scheiden. — yEwen hanak ta hambilang bagawi, er 
und seine Kinder arlieiten geschieden, (jcder fiir sich, 
unterhalt sich selbst.) — Habambtlang, von einan- 
der, in verschiedencr Richtung. iEwen habambilang, 
sie gehen von einander fort. — Tarabilang^ ge- 
schieden werden konnen, mogen. — Pambilang, der 
gern andere von einander scheidet ; pambilang arepe, 
der sich immer von andern scheidet. 

BIL.\P, noch junger Bambu, welcher gesplissen, 
von Mark und Bast gereinigt, roth oder gelb ge- 
farbt, und dann gut getrocknet ist; wird zu FlecliU 
werk gebraucht. — Bakal bilap, junger Bambu, wo- 
von man bilap machen will. 

BILABILAR, s. babilar. 

BILAS, (bas. Sang. = buta,) das blind sein. — 
Wird im gew. Dajacksch oft hinter buta gefiigt. 

BILEM, kabilem, das schwarz sein; die Schwarze. 

— Weiblicher Name. — Paham bilcm manok ta, 
sehr die Schwarze des Huhns. — BabiUm, schwarz, 
schwarz sein, (auch; dunkelblau , dunkelbraun.) La- 
lehan baunandau, babilem silan langit, furchtbar die 
Wolken, der halbc Himmel ist schwarz. — Paham 
kikahku babilem baungku, gross war meine Furcht, 
so dass mein Gesicht schwarz wurde. — BiltbiUm, 
schwiirzlich. — Barabilem, alle schwarzlich. — Pa- 
ngabihbihm^ alle schwarz. — MambiUmy habilem 
dengan, schwarz farben, etwas schwarz machen. — 



66 



BIL. 



BIL— BIN. 



Mambambilem, mambileinbllem , ein bischen schware 
Tnachen. — HababiUm, habilebilem, oft, hmge schware 
machen. — Pambilem^ der alles schware macht, 
schware fArbt. 

BILI, das Kaiifen, der Prcis. — Pira raanok bilin 
aim, wie vicl Hiihner dein Kauf? = hast du ge- 
kauft. — Pir& bilie arut djetoh, was ist der Preis 
dieses Bootes? — Babili, gangbar sein, viol gekaufl 
werden. Wajah toh uai paham babili, in dieser 
Zeit wird tiichtig Rottan verkauft. — ■ Matnili, (Im- 
perativ: piH,) habili dcngan, hapili dengan, kaufen. 

— Habili y von einander kaufen. — Habahili, ha- 
bilibili, hapapili, hapilipili, immer, oft kaufen. Dja- 
ton kabawa habilibili pakaiam, lepah inganam, es 
geht nicht dir immer Kleider eu kaufen, da du sie 
bald alle fortvrirfst, (verdirbst) — Tarahili, tarapili, 
gekaiift werden konnen. — Pamili, kauflustig. 

BILIKBALINGAU, umher sehen, in die Runde 
sehen. la bilikbalingau manggau kolae, er sieht rund 
umher, sucht seine Genossen. 

BILING, das Wackeln, (des Kopfes, vor Alter.) 

— Ba])iling, wackeln^ schiittelnd (den Kopf.) — 
Bilibiling, ein wenig wackeln, schuttelnd. — Mam- 
biling tiikolok, den Kopf schiitteln ; fechten, beissen, 
(dies nur von Schweincn gesagt.) lu mambiling ta- 
koloke mahining aughku, er schiittelte den Kopf, 
als er meine Worte hdrte. — Habiling, sich beissen, 
mit einander fechten, (Schwcine.) — Hababiling, 
habilibiling, oft, lange schiitteln. — Pambiling, der 
oft schiittelt, (den Kopf;) bissig, (Schwein.) 

BILIS manjang, ein kleiner rothlicher Fisch. — 
Anak bilis, junge Fische, Fischbrut, (einerlei von 
welcher Sorte Fische.) — Bilis, der Teufel; (das 
corrumpirte malaiische: iblis.) 

BILIT, (hinter einer Zahl: kabilit,) das Umwin- 
den, das rund um etwas bin gehcn. — Pira bilite 
babatm ta, wie viele Umwindungen dein Giirtel ? = 
wie oft geht er um deinen Leib? — la mangkepan 
babate telo kabilite, er bindet seinen Giirtel um 3 
Umwindungen, (windet ihii 3 Mai um den Leib.) 

— Hability babilit, bilibilit, sich umwindend, um- 
wunden, krumm. Badjakah bilibilit hong kaju, die 
Schlingpflanze windet sich um den Baum. — Djalan tii 
habilit, der Weg windet sich, ist krumm. — Ba- 
bilit matae ia manampajah olo mahalau, die Augcn 
windend (= mit dem Blicke folgend,) sieht er die 
vorbeigehenden Menschen an. — Hababilii, habili- 
bilit, ein wenig krumm, gewunden. — Bilttbalita, oft 
umwunden, sehr krumm. Bilitbalita aughe, djaton 
aku haratie, seine Worte sind sehr krumm, (er spricht 
durch einander,) ich verstehe ihn nicht. — Mambliiit, 
habiUt dengan, umwinden. Pangancn mambilit meto 
idja akan kinae,dieRicsen8chlange umwindetdie Thie- 
re, welche sie fressen will. — Benteng ia mambilit la- 
wonge ia imepet kala, als er daran war sich das 
Kopftuch umzuwinden, wurde er von einem Scorpion 
gcstochen. — Habilit, ein, kabambilit, zwei oder 
raehr (Schlingpflanzen, Stricke, etc) in einander 
gewunden, durch ein ander sein. — Habilit augh, 
durch einander sprechen. — Barabiltt, alle krumm, 
gewunden, alle umwunden, alle durch einander ge- 
wunden. Barabilit mata, alle mit den Augen folgen. 

— Ptimbilitj gem, alles umwindend, (z. B. die Rie- 
senschlange.) 

BILO, das Obere, die Oberflache. Lauk tk ha- 
iiangoi hong bilon danum, der Fisch schwimmt auf 
der Oberflache des Wassers. — Bilon uai, bilon 
humbang, der iussere, harte Theil des Rottans, 
Bambu. (Das Innere: kalowak.) Da das gesplissne 
bilo sehr scharf und schneidend ist, so heisst: babih 



bilobilo, scharf, schneidend. Pisautoh babilo haliai, 
dies Hackmesser ist sehr scharf. — Barabiioy alle 
scharf 

BILOBILOI, s. babiloi. . 

BILOK, gegen den Wind auf (segeln.) Aratktt 
ladju amon riwut bahalap, tapi amon barajar fatlok 
djaton kea, mein Boot segelt schnell, wenn der Wind 
gut ist, aber nicht wcnn es gegen den Wind anf 
segelt. — Mambilok, schrag brassen, schnl^ Ziehen, 
(die Segel.) Riwut bara balikat toh, has ita mam- 
bilok rajar, der Wind kommt jetzt Ton der Seite^ 
lasst uns die Segel schrag brassen. 

BflLiUT, umgebogen, (z. B. ein Messer an der 
Schneide ,*) vereogen, (das Gesicht.) Bilut baue, han- 
dak manangis, sein Gesicht ist verzogen, er will 
wcinen. — Bilut kamamam baue, paham kajpohte, 
cr verzieht sein ganzes Gesicht, gross sein Schmers. 

— Babilut, bilobilut, etwas umgebogen, verzogen. — 
Mambilut, babilut dengan, umbiegen, verbiegen, 
verziehen. 

BIMBING, 8. imbing. 

BINDAH, s. indah. 

BINDAI ein Riss, (und zwar ein grosser, aber 
doch nicht ganz bis ans £nde durchgehend; durch- 
gehend: rabit.) Hai bindai klambim awi aso, groat 
der Riss deines Kleidcs durch den Hund. — Bindai 
arut, Riss, (Sprung) in einem Boote. — Babindaiy 
gerissen sein, einen Riss haben. — Babindabindai , 
immer zerrissen. — Barabindai, alle zerrissen lein, 
iiberall zerrissen sein. — Mamindai, einen Rist ma^ 
chen, einreissen, durchbrechen. Asang djari ma- 
raindai kota, die Feinde haben die Verschanzung 
durchbrochen (und sind in die Festung gedmngen.) 

— Bmnindamindai , alle durchbrechen, 1 iiberall 
durchbrechen. Maling bamindamindai humangka, 
die Diebc haben mein Haus an vielen Stellen durch- 
brochen. — Hababindai, habindabindai , oft, immer 
einreissen, durchbrechen. — Tarabindai, eingeritsen, 
durchbrochen werden kdnnen. — Pamindai, der oft 
zerrcisst, durchbricht. 

BINDAI, s. hempeng. — Bindabindai, breit. — 
Barabindai, alle breit. 

BINDAK, das ausgerissene, mit weg gerissene, (al- 
lein von Holz, Holawerk gebraucht.) Ia marapak 
edan, hai bindake taraput, er riss einen Zweig ab, 
und ein gross Stiick von dem Stamme wurde mit 
gerissen. — Babindak, an der Seite ausgerissen, ana- 
gebrochen. Papan babindak awie lawo, daa Brett 
ist an der Seite ausgebrochen dadurch dass et ge* 
fallen ist. — Bindabindak, ein wenig ausgebrochen. 

— Barabindak, alle, 1 iiberall ausgebrochen. — 
Mamindak, an der Seite ausbrechen, ausrcissen, ana- 
kappen. — Hababindak, habindabindak, oftmamln- 
dak. — Pamindak, der oft mamindak. Bawoi pamln* 
dak batang pisang, die Schweine fressen bestandig 
die Pisangbikuroe an. 

BINDANG, ein Mdrser, (in Borneo von Hols, 
worin man mit einem pipis, 4 eckigen breiten Holae^ 
die Zwi^beln, den Pfeffer, etc. klein quetscht.) — 
Babindang, bindabindang, als ein Mdrser. — Habim^ 
dang, solch einen Mdrser haben, gcbrauchen. 

BINDANG, (nach Zalilen kabindang,) Stiick, Schdt, 
(und zwar grosse Stiickc, Holz, etc.) Piiii bindang 
kaju imbitm? Lima kabindang. Wie viel Scheite 
Holz bringst du? 5 Stiick. — Bindangbandan§^ 
ganz aus ein ander gebrochen. Kaju lawo bindang- 
bandanga , der Baum ist gefallen und ganz in StiidLe 
gebrochen. — Matai bindangbandanga ikau, tamp* 
pingsampinga, stirb du aus einander brechend, in 
v\t\t Stiicke gehaaen. (Ein Fluch.) — MamindoMf^ 



^. 



BIN. 



67 



(Imperat: pindtng,) habindang dengaD, in groase 
Stiicke hauen, (Holz, Fleisch, etc.) schlagen, (mlt 
einem Ruder, breitcm Holze, und zwar mit der 
irtim Seite; mit der scharfen Kaote : manedjep.) — 
Hafindang, einander mit der breiten Seite von et- 
was ichlagen. iEwen hapindaog takoloke hapau 
hmk, sie schlagen einander um die Kopfe mit den 
RndoiL — Pamindang^ der gem, oft, aUct in grosse 
Scade kapt, gem schlugt. 

filNDJAIy ein Baum, kann sehr gross und dick 
vcfdai; der Stamm sehr lang ehc die iCste beginnen ; 
die groasen, armdicken, langlichrunden , sauerlicben 
Fnidite werden gegesaen. Der Saft des Baumes ist 
Mkr ttbarf und macht den Leib aufschwellcn. — 
Bakioi bindjai, ein irdener Topf , einigermassen der 
Rndjaifrncht in Gestalt aimlicb. 
BINDJAM, s. indjam. 

BINIXJONG, nichtrechtnind; verlx)gen (was rund 
Kill moMte.) Mangkok ta bindjong, papa ample, die 
TajK ist nicbt lecbt rund, basslicli ihre Gestalt. — ' 
B^bndjong, bindjobindjong, etwas schief, verbogen. 
— Mamindjong, schief zieben, verbiegen, (was mud 
lein miisste.) — Kabindjong, das kmmm, verbogen 
icia 

BINGAI, das KlafTen, aus einander stehen, (von 
Wunden.) — Babingaiy klaffen, welt aus einander 
steben. ^^ Bingabingai, ziemlich wcit aus einander 
ileben. 

BINGAK, das aus einander gczogcn sein, das 
flffim steben. Tapas bingake blasai, babali manjuangc, 
ZQ wenig sein aus einander, offen gezogen seiu , der 
Sad, es ist mubsam ihn zu fiiilcu. — Babingak, 
Ungabiogak, aus einander gezogen, offen stelien. Itor 
Uambim balMngak, awe mambingiike, das Genubete 
(die Nath) deiner Jacke blcht aus einander, (ist 
oicht dicht,) wer bat sic aus cinaiuler gezogen? — 
MaMngak, babingak dengan, auii einander Ziehen, 
ofien stcllen, (Sack) rcgt Ziehen, (z. B. eine Matte 
Ziehen um ihr die regte 4 eckige Gestalt zu gebeu.) 

— Hababingaky habiugubingak , oft, lange aus elu- 
aoder xieben, ctc.j ein wenig aus einander gezogen. 

— Habingaky aus einander gchen, sich (iffncn. Hi- 
Maagku bilak balit, awiku pohos talo babingak 
lioai, meine Wunde war fast geuesen, dadurch da«s 
ick gegen Ilolz gestossen babe, ist sie wicdcr offen 
S^fSaogen. 

BDfGAT, 8. ingat. 

BINGEK, i. q. bisau; dicselben Ableitungen. Wird 
•elten allein gebraucbt, hauiig zur Verstarkung binter 
bisBu gesetzt. 

BINGIPBANGAP, ». bangap. 

BINGIS, wciblicber Name. 

BINGKAI, der Reif eines Hinges, (im Gegcnsatz 
fegen die Steine etc. welche daran sind.) Tisin ta 
aand bingkaie, bulau, wovon ist der Keif des Hinges, 
VOB Gold? Tisin hahingkai bulau, der Ring bat 
etnen goidencn Rcif. — Lima kabingkai tisin, 5 Sliick 



BlNGKAIy eine etwa fingerdickc Schlingpflanze, 
aa den Ufern der Fiiissc wachsend^ man stopft die 
ieiogestampften Stengel den Jagdbunden in die Nase, 

■ ibrcn Gerucb zu scharfen. 

B1NGKAL, (nacb einer Zahl: kabingkai,) das 
mengedreht sein, das Zusammengedrcbete; 
(Sliicke, Tiicber, Schliugpflanzen.) Pahalau bai blng- 
\al tali ta, alo korik oml)et, all zu dick das zusam- 
nengedreht sein des Strickes, wenn es nur ein 
danner itt, geniigt es. — Sapulu tali akan idjii ka- 
bingkai, 10 Stricke zu tinem zusammengcdrebt. — 
Habingkalj babingkal, bihgkabingkal, zusammen ge- 



drebt; iiber einander gewunden, (Tiicber.) Balaue 
babingkal, seine Uaare stehen durcb einander, kle- 
ben an einander. — Bingkal bialy viele dicht an 
einander, in einem Klumpen; (Haare etc) Kara 
bandalai beta bingkal bial ngahai penang, alle die 
Wiirmer dort sind in einem Klumpen so dick als 
ein Arm. — Bcurabingkal, alle zusammen gedrebt, 
iiberall in Klumpen. — Mamingkaly zusammen 
drehen. — Bamingkamingkal^ immer zasammen ge- 
dreht. — Hababingkal, habingkabingkal, immer, 
lange zusammen drehen. — Pamingkal, der gem, 
alles zusammen dreht. 

BIxNGKANGBANGKANGA, s. iugkang. 

BINGKAS, (binter pabam etc. auch kabingkas,) 
ein Riss, ein Loch, (kleiner als bindai, grosser als 
petok.) — Babi'ngkaSy zerrissen, durchbrochen (Wan- 
de.) — JSra6fnyX;a^n^X»z«, immer zerrissen, zerlodiert. 

— B<ibingkct8j biugkabingkas audi: von bin ten he- 
rabhangeu, (Hose, Rock, so dass gleichsam ein Loch 
zwischen Jacke und Hose entsteht; von vorn ab- 
hangen: lalohai.) — Bingkasbangkiua ^ voll Risse, 
Lochcr; tief von hinten abhangen. — Barabingkas, 
alle zerrissen, durchlochert, 1 (Haus, Kleid) voll 
Locherj alle abhangen. — Mamingkas, habingkas 
dengan, zerreissen, Locher einbrecbenj von hinten 
abhangen lassen. — Mamingkamingkas ^ ein wenig 
zerreissen, etc. — Hababingkcu, habingkabingkas , 
oft zerreissen, etc. — Tarabingkaa, zerrissen, durch- 
brochen werden konnen. — Pamingkas, der alles 
durchbricht, zerrcisst. 

BlNGKiEH, Reif, Fassband, (um Tonnen, etc.;) 
die Bauchadern. la miiton pahalau bara tanggouge, 
bageto bingkabe balalu matki, er trug iiber sein Ver- 
mogen, da sprangen seine Bauchadern und er starb 
sogleich. — Babingkdh, bingkabingkali, als ein Reif 
Babatm babingkiib, dein Giirtel ist als ein Reif, = 
nur schmal. — Habingkdhy Reifen haben, (ein Fass, 
etc.) — Mamingkah, Reifen um etwas thun. — Na- 
babingkdh, habingkkbingkah , oft Reifen umthun. — 
Sanaman akan telo kahingkah, Eisen fiir 3 Stiick 
Reifen. 

BliVGKING, (Bandjersch, = bahalap,) schtin. , 

BINGKOK, s. ingkok. 

BINGUNG, (Baudj. = njanjau,) verwirrt, etwas 
unklug. — Babingung, bingobingung, etwas ver- 
wirrt. — Mambingung y verwlrren, verwirrt machen. 

— Kahingung f Verwirrtbeit. 
BLMll, s. inih. 

BINJI, Saatreifts, Reiss zum POanzen; (nur vom 
Reiss; von anderen Friichten: tumboh.) Intih pariii 
awaug bahalap indu binji, such guten Rei;»s aus zum 
Saatkorn. — Buabuah ikau, ala marajap, ikau indu 
bataog binjin ita, nimm dich in Acht, lebe nicbt 
unziichtig, du bist unscr Haupt-Saatkorn , (du bist 
es von dem wir auf Nachkomiucn hoffen.) — Ma- 
minjiy fiir Saatreiss auf bcwahren. — Maminji, minji- 
minji, baminjiroinji, nur wenig geben. Li manenga 
aku maminjie bewal, erglebt mir nur wenig, (ulsob 
er Saatreiss gabe.) 

BINTAL, i. q. das gebrauchlicherc bingkal; dic- 
scllx^n Ableitungen. 

BIN TAN, ein Baum, bat rothcn Bast, festesHolz; 
die klcinen Stamme gebAucht man gem als halo, 
Stampfstocke um den Reibs zu stampfen. — Wcib- 
licber Nanw. 

BINTANG, Stern; weiblicher Name. — Bulanhai 
bulan purapur'a pandange, bintang korik bintang 
pandjaga langit, der grosse Mond ist der Mond mit 
oft dunkelra Scheine, der kicine Stem der Stern 
der den Himroel bewacht, (ist ein Sprichwort, zic- 

9* 



68 



BIN— BIO. 



BI9. 



lend auf reiche aber hassliche, und geringe aber 
8chdne Menschen.) — Die Dajacken haben keinen 
Stemdienst, keine Stemseherei. Nur fiir wenige Sterne 
haben sie einen Namen: bintang timor, der Mars; bin- 
tang sawah, Venus als Morgenstern; bintang maling, 
(Diebstern,) Venus als Abendstem; bintang kajun 
tanggoi, (Stern das runde Holz ira Hute,) die corona 
septentrionalis; bintang idjang bawoi, (der Stemdes 
Schweinekinnes ,) ursa major; salaropatai, oder bin- 
tang patendo, der Orion. — Der Orion, (die 3 grossen 
Sterne im Giirtel,) bcstimmt die Zeit des Reisspflan- 
zens, wenn er n'amlich Abends mit dcm dimkel- 
werden im Zenith steht. 

BINTAP, (nach Zablen auch kabintap,) einediinne 
Platte, platte, diinne Dinge. Bintap bulau, eine 
Goldplatte. — Kasingae idjii ta hai bintape, der eine 
seiner Zahne ist gross. — Babintap^ bintabintap, 
diinn und breit. — Habintap, in diinnen Platten 
sein, (Gold etc.) — Barabintap, alle in dunnen 
Platten; alle diinn und breit. — Mambintap^ in 
diinne breite Platten schmelzen, schlagen. Bulau 
urai murah nihau, kalah mambintape, Goldstaub 
geht leicht verloren; mach ihn zu Platten. 

BINTI, grosser Sumpfvogel, Riicken schwarz, Bnist 
weisslich; wird nicht gegessen. Man sagt dasserder 
Sclave des Vogels Antang ist. Erscheint ein Binti 
wenn man den Antang ruft , meint man der Antang 
habe ihn gesandt, damit man von seinem Vorhaben 
a bst ehe 

BINTIBINTIH, s. babintih. 

BINTIH, s. intih. 

BINTIK, die Schrift, das Schreiben; Zeichnung, 
Bild; das Gedruckte auf Zeug, (Striche, Blumen, 
etc.) — Bintik benang ta haburong, es sind Vogel- 
bilder auf das Zeug gedruckt. — Uabintik, bedruckt 
sein. — Mamintik f^hveihcn, zeiclinen. — Pamintik^ 
der oft, gern schreibt, zeichnet, der es gut versteht. 

BINTIK, ein Schlag mit dem obern Theile des 
Fusses gegen die Wade eines andcren. Paham paha 
bintike, sehr schmerzhaft sein Schlagen mit dem 
Fusse. — Uabintik, bintik mit einander spielen, i.e.: 
umschicht stellt sich der eine, (dies sich stellen: 
manidjik, tidjtk, tatidjik,) und der andcre schlagt 
ihn mit dem Obertheile des Fusses gegen die Wade; 
(dies Schlagen: mamintik,) bis einer es nicht mehr 
ertragen kann, also verloren hat. 

BINTIP, sparsam (im Essen, immer nur wenig 
piisen;) nur ein wenig sagen, (nicht allcs, einen Theil 
leugnen, verschweigen.) la bintip kuman balut, er 
isst sparsam Zukost, (Fleisch , Fisch etc zum Reiss , 

— isst immer nur wenig davon.) — la ta bintip, 
isut paiiiie, ombet kea idja njelo, er isst sparsam, er 
hat nur wenig Reiss , doch reicht er zu fiir ein 
Jahr. — lii bintip aughe, djaton maku masuman 
lepah, er sagt nur wenig, will nicht alles erzahlen. 

— Mintipy hintip dengan, sparsam sein, wenig ge- 
brauchen; wenig sagen. — Mamintipy mintimintip, 
7.iemlich sparsam. — Hahintip, haintiintip, immer 
sparsam sein. — Kintip, kabintip, Sparsamkeit. — 
Paham kintip aweu ta barapi, gross ihre Sparsamkeit 
im Kochen, (kochen immer nur wenig.) 

BINTIR, Krach, Bruch, Sprung, Riss. (in Holz.) 
Kwe aka bintir tihang, ^Xo ist der Bruch in dem 
Mastbaume? — Babintir, einen Krach etc. haben. — 
Mamintir, krachen, springen, reissen machen. Paham 
barat, mamintar batangkaju, stark der Sturm, er 
7.orkracht die Baume. 

BINTJAI, (Bandj.) verwiistet, zerstort. 

BIOBIOH, 8. babioh. 

BIOLA, europaische Violinc; (das einer Violine I 



am uhnlichsteu inldndische Musikinstniment: gars- 
dap.) 

BIR, i. q. her. 

BIRA, ein Ehrenname, welcher Hauptlingen gege- 
ben wird. 

BIRABIRAR, s. babirar. 

BIRANG, das aus einander geroUt, ausgebreitet 
sein. Sala birange amak, pahalau sani, verkehrt das 
ausgebreitet sein der Matte, zu sehr an der Seitt 
(des Zimmers, muss in die Mitte.) — Balirangj bi- 
rabirang, ausgebreitet sein. — Kahirahirang, besUtndig 
ausgebreitet sein. Kara amake kabirabirang hong 
humae, alle seine Matten liegen bestandig auige* 
breitet in seinem Hause; (man legt sie sonst nur 
wenn Bcsuch kommt.) — Barabirangy alle ausge- 
breitet. — Mambirang, habirang dengan, aosbreiten, 
(Matten, Kleider, um sie zu trocknen, die Flugel.) 

— Mcanbambirang, mambirambirang, ein wenig oder 
kurze Zeit ausbreiten. — HabaUrangy habirabirang, 
oft, immer, lange ausbreiten. — Hambirangy ausge- 
breitet, sich ausbreiten. Amak bahali hambirang, 
die Matte breitet sich miihsam aus, (rollt immer 
w^ieder zusammen.) — Kapahangku hong knai be- 
wai, tapi amon manjudu hambirang (oder habaimbi-' 
rang) hapus bereng, mein Schmerz sitzt nur im 
Bauche, aber wenn die Stiche komisen, breitet er 
sich aus iiber den ganzen Korper. — Hahambirang , 
sich nach alien Seiten bin ausbreiten. — Pombirangj 
der gern, alles ausbreitet. 

BIRAT , das aus einander gezogen sein (der Augen- 
lieder, mit den Handen.) Pahalau birate matangku 
awim, du ziehest meine Augcnlieder zu weit aus ein- 
ander. — Mambirat, habirat dengan, die Augen 
lieder aus einander Ziehen, (z. B. wenn etwas ins 
Auge gekommen ist, was man hinaus thun will.) 

— Mambirambiraty ein wenig aus einander Ziehen. — 
Hababirat, habirabirat, oft aus einander Ziehen. — - 
Babiraty birabirat, habirat, aus einander stehen, 
(schimpfend von den Schamtheilen der Frauen ge- 
sagt.) 

BQIAU, Schemen, Schatten. — Aton akaku ma- 
halau hetoh? Tawangku; aton aku mita birau olo 
nab, tawa ia tawa beken. Ist mein alterer Bmder 
bier vorbeigegangen? Ich weiss nichl; ich habe so 
eben den Schatten (die undeutliche Gestalt) eine* 
Menschen vorbei gehen sehen, ich weiss nicht, ob er 
es war oder ein anderer. (Er ging schnell vorbei , 
ich sah auch nicht genau bin, weiss daher nur dass 
cs cine menschliche Gestalt war.) — JBa6^tt, *birm- 
birau, schnell voriiber cilen und verschwinden. Kjt- 
sen bapam, babirau kanih, was hat dein Vater, er 
lief dort vorbei und verschwand? 

BIRBAR, sausend, (das Geton zusammenschla- 
gender Zweige, etc.) Narai talo birbar beta maimk 
kaju, ^meto atawa olo mandirik, was saust dort zwi- 
schcn den Baumcn, sind es Thiere oder sind Men- 
schen am Kappen? 

BIRiEH, i. q. kitek; dieselben Ableitungen; wird 
seiten allein, oil hinter kitek gefiigt gebraucht. 

BIREP, (nach paham etc. auch kabi rep,) dasPlin- 
ken, Blinzeln, (mit den Augen;) das Schimmem, 
Glanzen, (des Blitzes, der Sterne.) Birep matae ha- 
radjur, er plinkt bestandig mit den Augen. — wBo- 
birep y plinkcu, erglanzen, (ein oder einige Male;) 
auch: awen habirep matii, sie winken sich mit den 
Augen zu, geben sich Zeichen.) — Babirepy bire- 
birep, oft plinken; flackeren. Bintang tarang alem 
toh , bircbirep, die Sterne sind hell diese Nacht, sie 
schimmern. — Sumbo babirep (dies auch : bitepbirep) 
handak belep, die Lampe flackert, sie will verld- 



BIR^BIS. 



BIS. 



69 



icben; (das kneltemde Flackern kurz vor dem Ver- 
IdidieD.) — Bctralnrep, alle plinken, schimmern, 
flackern — Mambtrep mctta, mit den Augen win- 
ken. la mambirep matae nampajah aku, tawang- 
ka narai rimae, er sieht mich mit den Augen 
winkend an, ich weiss nicht was es bedeutet. — 
Id^ katurep mata , (ein Augenwink) ein Augenblick, 
gutt kane Zeit. — PamMrep matae, der immer 
nut den Augen blinzelt , Zeichen giebt. 

BIRIK, das geschiittelt werden; das ausgebreitet 
a u yw orfen werden , (Netze.) — Pahalau birike klam- 
bim, karSLh barabit , zu sehr sein geschiittelt werden , 
ddn Kleid, es wird zerreissen; (es abscbiittelnd wenn 
Scaob etc. daran sitzt.) — Tapas birike djalam, dja- 
ton hambirang , du wirfst dein Fischnctz nicht kriif- 
tig aus, es breitet sich nicht aus. — Babirik,hiTih{- 
rik, Kfaiittelnd; schlenkernd (die Arme.) — Bora- 
hirikf alle schiitteln, schlenkem, auswerfen. — Bi- 
rMmka, sich waizen, sich umherwerfen und mit 
Hlnden und Fiissen schlagen. Paham kahabae, 
birikliarika ampin pentere, heftig sein Kranksein, 
lehr unruhig die Gestalt seines Liegens. — Ikai 
baodak manawan i'a , birikbarika ia lepah ikiii tam- 
btlang, wir wollten ihn greifen, aber cr stiess, 
ichlog und trat so dass wir alle zuriick fielen. — 
MaMrik, htfbarikan, habirik dengan, schiitteln, 
ab- ausschutteln , auswerfen , schlenkeren. la mam- 
birik klambie, ara bitik huange, er schiittelt 
Mine Jacke aus, es sind viele Ameisen darin. — 
MamambirUc^ mambirimbirik, ein bischen schiitteln. 
• — Hahabiriky habiribirik, oft, lange schiitteln. — 
Tardbirik, ausgebreitet, ausgeworfen werden konnen , 
(ein Netz, nicht zu gross etc. sein.) 

BIKING , etwas (Feld , Wald , etc.) was lang aber 
ichmal is. — Heta djaton himba, baja hiring kaju 
laahoroe sungai wai , es ist dort kein Wald , sondcrn 
nor dn langer schmaler Streif Baume langs des 
Flosses. — Habning ^ babiring, biribiring, lang aber 
Khmal langs etwas sein. — Barabiring , alle (Felder) 
lang aber. schmal. 

BIRING, nennt man ein schwarzes Huhn mit ro- 
tbem Halse und Riicken. 

BIRIP , i. q. birau ; babirip , biribirip , habirip , 
■ambirip, i. q. babirau. — Paham ladjun arut ita, 
■amhirip ampin sara, ungemcin schnell segelt unser 
Boot, die Gestalt des LTers als ob cs vorbeifliegt 
und ^erschwindet. — Biripbarap, s. barap. 

BIRO, blau. — Biro lengangku buah kaju, meine 
Band ist blau, hat gegen den Baum gestossen. — 
Bun, eine Sorte blaues Zeug; — eine Art Palmietj 
■an flichi Matten von den Blattem. — Mambiro, 
kabiTO dengan, blau farben. — Aur biro, s. aur. 

BIS, Getdn vora Schlagen, Werfen; {oft das Ge- 
Uo: bisbasj) sehr schnell, plotzlich. — Bis aughe 
& Baluiwes aku , er schlug mich dass es pfifT. — 
Bit ia mahalau baungku, pfeilschnell ging cr an 
»ir Torbd. 

BISA, nass; (feucht: gemes.) — Bisa bongkak, 
kitt bantau, bisa lundum, bisa lundus, durchnass, 
■ehr nass. — Babisa, bisabisa, etwas nass. — Ba~ 
*viita, alle nass. — Mambisa^ habisa dengan, nass 
mchen j begiessen, (Pflanzen.) — Mambambisa, mam- 
liiambisa, ein wenig nass machen. — HcUxibisa, 
kabiiabisa, oft nass machen. 

BISAK, (nach einer Zahl: kabisak,) das Gcsplis- 
XK. — Bisak humbang, Gesplissenes des Bamhu, 
~ gesplissner Bambu. — Laku humbang lima ka- 
kink, hoi 5 Stuck gesplissenen Bambu. 

BISAK betong, ein Musikinstniment, einer Har- 
BHMiika ahnlich j man bespielt es mit diinnen Stocken 



von hartem Holze ; es besteht aus 7 kupfernen Stab- 
chen von verschiedener Lange und Dicke, welche 
auf einem I'anglichen Kistchen befestigt sind. 

BISAU, (oft binger zur Verstarkung dahinter;) er- 
miidet; verdriesslich , langweilig; verwirrt, etwas 
unklug. — Bisau aku mahining augh keton kalotph, 
es eckelt mich euch also sprechen zu hdren. — Bi- 
sau aku dengan gawingku , djaton tau djari , ich bin 
meiner Arbeit miide , sie will nicht zu Ende kommen. 

— Biibisau , bisabisau , etwas ermiidet , etc. — Mambi- 
sau , habisau dengan , ermiiden , verdriesslich machen , 
I'astig fallen. — Hababisau , habisabisau , oil lastig fal- 
len, etc. — KabiaaUy Ermiidung, Verdriesslich- 
keit; Verlegenheit. Paham kabisaue awi tagih olo, 
gross seine Verlegenheit , (Bedrangniss ,) dadurch dass 
man ihn mahnt (seine Schulden zu bezahlen.) = 
Pombisau , welcher immer lastig fallt , bedrangt , etc. 

BISiE, s. isa. 

BISBAS, i. q. bis. 

BISEK , s. isek. 

BISI, unversohnlich, lange Zeit nachtragen. — 
la bisi ataie, kasalangku korik tinai kindjap aku 
blaku ampun, magon wai ia blait, er hat ein un- 
vcrsohnliches Herz, mein Vergehen war nur gering, 
dazu babe ich oft um Yergebung gebeten , doch 
ziirnt er noch immer. — Babisi, bisibisi, ziemlich 
unversohnlicli. — Misi^ hisi dengan, unversohnlich 
sein, Hass nachtragen, (transit, mit folgendem Ob- 
ject.) — Uisi^ haisi, cinander hassen, unfreundlich 
mit einander sein. — Pangabisibisi , alle unversohn- 
licli. — Paham kabisi ataie, gross die Unversohn- 
lichkcit seines Herzens. 

BISI, (Bandjarsch, = tatau) reich. — Bisi duit. 
Geld haben. — la bisi, abate mamapa arepe wai, 
er ist reich, nennt sich nur absichtlich arm. — 
Babtsi, bisibisi, ziemlich reich. 

BISIK, das Fliistern, d. leise Sprechen. — iEwe 
beta? hiningku bisike, wer ist cfa? ich hdre ein 
Fliistern. — Babiaik, bisibisik, fliistemd, leise. — 
Bisikbasika y iiberall fliistemd. — Habisik^ mit ein- 
ander fliistern. — JBara6m^ , alle fliistern , fliistemd. 

— Mambisik, jemanden etwas zufliistern, fliistemd 
zusprcchen. Ia mambisik aku handak mimbit 
aku omba ia, er sprach mich fliistemd an, wollte 
mich mit sich nchmen. — Mambisimbiaik , kurze 
Zeit zufliistern. — Hababisik, habisibisik, oft, lange 
zufliistern. 

BISIT, gcizig, (nicht gem geben, mittheilen ; alles 
haben wollen: bakoho.) — Bisit ia, kutoh panataue, 
tapi djaton maku mancnga enen, er is geizig, gross 
sein Reichthum, aber er will nichts geben. — Ba- 
btsity bisibisit, ziemlich geizig. — Barabisit^ aUe 
ziemlich geizig. — Pangabisibisit , alle geizig. — Afam^ 
bisit arepe, sich geizig zeigen, betragen; geizig wer- 
den. — Kisit, kabisi t, Geiz. — Pangkabisit, am 
geizigsten. 

BISO, Stumm, (nicht kdnnen sprechen j) nicht 
sprechen wollen, (dies auch: bisobon.) — Biso ia 
bara inakan indue, er ist stumm von geboren durch 
seine Mutter, == von seiner Geburt. — Buhen ikau 
bisobon, diatombah aughku, warum hist du stumm, 
beantwortcst meine Worte nicht? — Kuman takolok 
biso, den Kopf eines stummen Menschen essen, — 
geschieht-um die Schuld oder Unschuld von Men- 
schen, welche man in Verdacht hat, ans Licht zu 
bringen. — Man bewahrt zu dem Ende die Schadel 
stummer Menschen auf, stampft etwas davon fein, 
mengt es unter imgekochten Reiss, lasst das einigc 
Tage auf einem Grabe stehen, und giebt es darauf 
unter dem Aussprechen von Fliichen der verdachten 



70 



BIT. 



BIT—BLA. 



Person su etsen; kann sie es schnell eioickluckeD, 
dann ist sie unscbuldig; sonst schuldig. — BabisOj 
bisobiso, als stumm sein, verstummen. *— Mambiao 
arepe, sich still halten, schweigen. 

BITAK, (hinter pahamauch: kabiuk,) GeschwftU. 
-— Djaton terai bitake, bisau aku, sein G^cbw&U 
hdrt nicht auf, es langweilt mich. — Habitak, ba- 
bitak, bitabitak, geschw'aU^ig; scbwatxen. — Olo ta 
babitak, nongkang andau tiring ubat balengkonge, 
der Mensch ist gescbwatzig, den ganzen Tag sind 
die Adern seiner Kehle angespannt. ^- Habahitak,^ 
liabitabitak , siemlicb geschwatzig. — Barabitak, alle 
ziemlicb geschw'atsig. — Pangabitabitak , alle ge- 
schwatzig. — Mambitak, jemanden lange Zeit etwas 
vorschwatzen ; jemand auszanken; mambitak arepe, 
langweilig, zu urostandlich sprecben; immer fur sich 
sprechen. — ^la mambitak aku, ar'a gawingku, 
schwatz mir nicht yiel vor, ich babe yiel zu thun. 
— yEla mambitak arepm, pandapandak wai suman 
akangku, sprich nicht zu weitlau6g, erzahle es mir 
nur ganz kurz. — Ta ia mambitak arepe, olo dja- 
ton dengae, da spricht er mit sich selbst, es ist 
niemand bei ihm. — Pambitak, pahabitak, der im- 
mer schwatzt 

BITEP, i. q. birep in der Bedeutung <<blinzeln, 
plinken,'' aber nicht ^'schimmem, glanzen." — Zu- 
gleich liegt in bitep der Begriff: '4iaufig." — Alle 
Ableitungen dieselben als bei birep. 

BITI, der Leib (zwischen Hals und Beinen;) der 
ganze Korper; selbst, in eigner Person; Stuck, Per- 
son, (Menschen zahlend;) sehr, stai-k, hcftig. — 
Pandjang pai leng'ae, korik bitie, lang seine Beine 
und Arme, klein sein Leib. — la bakibis hapus bitie, 
er hat Schorf iiber den ganzen Leib. — Kilen, bi- 
tim omba, gehst du selbst mit? — Sampai sapulu 
biti tama kabalin ai, bis 10 Personen gelien ein in 
seinen Kochtopf, = gehoren zu seiner Familie, sei- 
nem Haushalt. — Bitin paham kalaitku dengae, 
sehr stark raein Zom gegen ihn, (wortlich: mein 
Zorn selbst, die Person meines Zomes.) — Aku 
djaton bitiarangku, kwaka aku mamangun hai, ich 
habe keine Person meines Namens, (habe weder Ver- 
wandte noch Sclaren,) was sollte ich ein grosses 
Haus bauen. — Tandjarom hai bara bitim, deine 
Liigen sind gr&sser als du selbst. — Njambiti, ma- 
njambiti, jeden einzelnen rufen. — Kidah kahau 
a wen, njambiti arae, rufe sie, jcden einzelnen na- 
mentlich. 

BITIK, Ameise. Der Gollectivname fur alle Ar- 
ten. Einzelne Arten sind z. B.: bitik kowak, die 
grdsseste Art, iiber einen Zoll lang, roth, lebt im 
Walde; derBiss ist sehr schmerzlich; •^^-b. kasikang, 
etwas kleiner, greis, hat mitten auf dem Riicken 
eiue Art Stachel; — b. takurus, etwas kleiner als 
die vorigc, schwarz, hat sehr lange Fusse; — b. 
njuan, kleiner als die vorige, grcis, hat rundlichen 
Leib; — sansaman, schwarzroth, kurze Fiisse; — 
sesu, gelblich roth, lange Fiisse; — sarigata, die 
gewdhnlichen kleinem Ameisen; — boh'ai, weisse 
Ameise, Termite. — ^la manjinda maton talo ta, 
kalah ataiton bitik, bela ujuh, trag die Sachen 
nicht auf einmal , trag sie als das Tragen der Amei- 
sen, (i. e. immer ein wenig,) aufdass du nicht er- 
schdpft wirst. ^— Djaton tau matai bitik amon dia 
gula, die Ameisen werden nicht sterben, wennkein 
Zucker da ist, i. e. du wirst ihn nicht bereden, 
fangen, etc., wenn du nicht freundliche "Worte ge- 
brauchst. — Babitik, bitibitik, als Ameisen: sehr 
viele, wimmeln. 

BITJARA, i. q. basara. 



BITONG, s. itong. 

BIUS, ein gewisses Harz, desien Dampf dnadUii^ 
fert, oder den Schlaf lief, anbaltend macht. Dicbe 
pflegen unter den Hausem welche aie bestehlen 
wollen , solch Bins anzuziinden. — Mambius^ kabhis 
dengan, mit Biusdampf betauben. — Hamalem ma- 
lem maling mambius ikai, tapi ikai biogat paint 
mamuno, gestern Nacht entziindeten die Diebe Biog 
um uns zu betauben, aber wir waren auf unierav 
Hut und stachen mit Lanzen. — JSababius, habin- 
bius, oft mambius. — FambiuSy der oft mambtniu 

BIUT, babiut, ngabiut, mangabiut, L q. bilat 
bau , das Gesicht verziehen , weinen wollen. s. bilnt. 

BIWIH, Unterlippe; (Oberlippe: totok ;) der gdbo- 
gene Rand einer Tasse, etc — la djaton ttu terai 
totok biwihe, er kann nicht aufhdren lassen aetoe 
Lippen , = schwatzt immer. 

BIWIR, das afgehoben sein, werden, (s. B. KJbi- 
der, um schneller gehen zu kdnnen, oder duich 
Scbmuts gehend.) — Biwir saloi balaa ututm, ala, 
das aufgehoben sein deines Unterrocka geht bia ober 
die Kniee, nicht so! — Mabiwir^ babiwir» biwibt- 
wir, aufgenommen. — la manandjong babiwir, 
geht aufgenommen , = mit auf genommenem 
— Barabiu>iTy alle aufgenommen. — ManUnwiTf 
hablvrir dengan, aufnehmen, aufzieken, (Kieidery 
Gardinen, das oberste Augenlied.) — M ambimimki ^ 
wir, ein wenig aufheben. — ffahtibiwiry babiwibi- 
wir, oft aufnehmen. — Tarabiunr^ aufgenonuBcn 
werden konnen. — Pambiwiry der immer, allet 
aufhebt. 

BIWIS, flach, (nicht tief, ein Boot;) unToraichtig, 
unuberlegt, anstossig (sprechen.) — Arute biwia, 
sein Boot ist flach. — la puna biwis, djaton paitba 
olo, er ist von Natur unvorsich tig im Sprechen, giebi 
nichts auf Menschen. — Babiwia, biwibiwis, zieflt* 
lich flach; ziemlicb unuberlegt. Ikau babiwu ko* 
takm mangotok ia, paharie aton, unvorsichtig w»» 
ren deine Worte Bdses von ihm zu sagen , sein Bnider 
war da. — Mambiwis, habiwis dengan, flach OMt* 
chen. Arutku pahalau branggong, ulu mambiwiae, 
manganan idj'a katimbau, mein Boot ist su ^ief, 
ich mache es flacher, thue ein Brett ab« — Jra6»- 
wis, Flachheit, Unvorsichtigkeit. — PambiwUy der 
alles flach macht, der immer unvorsichtig spricht.— 
Pangabiwibiwis y alle flach, unvorsichtig. 

BIWIS, das gescblagen, gehauen sein, (yon d«r 
Seite, nicht von oben.) — Djaton rata biwise om 
heta,ara balihi, nicht alle sein niedergeschlagen adn 
das Gras dort, yiel ist stehen gelassen. — McambiwiMj 
habiwis dengan, von der Seite schlagen, kaaen. 
Tanangku blawa, dia usali manatak toto, bs^ main- 
biwis kaqikanih wai, mein Feld ist licbt (ziemlid& 
rein von Unkraut,) es ist nicht nothig ordentUch 
es rein zu kappen, nur seitlings zu hauen hier und 
dort. — PambiwiSy der immer seitlings scblagt, kaj^pt. 

BLABAT, i. q. balabat 

BLAIT, balait, zornig, bose sein, schdten. -~ Ik 
blait haliai , er ist sehr zornig. — la blait dengan gk% 
er ziimt mir, er schilt mich. — ^a/a^V, balaiUii, 
lalait, lailait, ziemlicb zornig sein; ziirnend, schel- 
tend. — Malait, balait dengan, jemandem zuriMSii, 
jemanden schelten. -— Baraltuty alle ziirnen, lur- 
nend. — Halait, hakalait, auf einander zurneiiy 
einander schelten. — Malalaity malailait, jemandem 
ein wenig ziirnen. — ffalalait, halailait, oft, lanst 
zumen, schelten. — Taralaity den man scbtt- 
ten, mit Worten bestrafen mag, kann. — I)}al4Hi 
taralait olo ta, paham badjawap, dem Menschen 
darf man nichts verweisen, er widerspricht gewal- 



BLA. 



BLA. 



71 



tig. — Kalaii, Zorn, d. Schelten. — Palait, der 
inmer Mrnif kt, schilt; der leicht xornig wird. 
BLAJU, Jbalaju, welk, verwelkt; s. laju. 
BLAKU, balaku, bitten j s. laku. 
BLAMAN, s. balaman. 

BLANAI, balanai, Name aller Sorten irdener Topfe, 
vddie einen weiten Bauch uad enge Oeffnung ha- 
ben; [alugenoinmen die blanai ganaang, Trommel-> 
Uanii, deren Miindung eben so gross ah ihr Bauch 
lit)— Bianai pantu, ein unten breiter, pyramidal 
na^ oben sulaufender Topf. — • Arten der blanai 
lind X. B.: bukong, gahuri, makau, pasek, siam, 
iitoa; ». diese AVdrter. — Knaim ngahai blanai, 
dein Bauch lit so dick als einc Blanai* 
BLANDJA, 8. balandja. 

BL\NGA, balanga, die kostbarste Sorte der dja- 

wet, hdligen Tdpfe der Dajackcn. Diese Topfe 

fUmmen, nach der Meinung der Dajacken, her vora 

mfy, Madjapait, dem K6nigc von Madjapait, yor 

ailoi Zeiten ein bertihmtes Reich auf Ost-Java. Der 

tMija Madjapait war ein Sohn Mahataras, des hoch- 

iten Gottes. Es durfte ihm niemand zusehen, wenn 

er dieie Tdpfe, ferner Dolche etc machtc. (Auch 

toldier Doicue giebt es noch; sie sind sehr theuer, 

i 2—300 fl.) Es iiberraschte ihn einst aber seine 

Fran dabei ; da machte er solche Dinge nicht mehr, 

daber es denn nicht sehr vielc davon giebt. — Die 

Gaoa, Seekn, dieser Topfe werden fiir gluckbrin- 

gend gdialten; sie kehren Krankheiten ab, ver- 

schafien gutc Erndten, Gliick im Handel, etc. — 

Das Kaufen eines solchen Topfes ist ein wichtigcs 

Etwas, woran alle Glieder der Familic Theil neh- 

men; es dauert oft Wochen bis der Handel abge- 

tcUeasen ist. Man verkauft gewdhnlich so, dass 

aaner Gold, Sclaven etc auch solch ein heiliger 

Topf von minderm Werthe in Bezahlung gegeben 

vinL Gleich nach dem Kaufe wird der Topf mit 

Huhnerblut injaki, bcstrichen, und dann 7 Tage 

hog singend und tanzend bewacht. Einige Monate 

<pter raacht man ihm zu Ehren ein Fest, miethet 

Bihan, schlachtet Schweine. Jcdcs Jahr wird der 

Topf spater ein Mai injaki, mit Blut bestrichen. — 

Bricht ein solcher Topf, sci es audi in kleine Stiicken, 

*cnteht man ihn gut wieder zusaramcn zu leimen, 

vmI er behalt dann fast den friiheren Werth. Auch 

die Scherben eines ganz zerbrochnen Topfes haben 

den halben Werth des Topfes; einzelne Scherben, 

laam so gross als eine Hand, sah ich fiir 15 fl. ver- 

Itinfen. — Es giebt von diesen Topfen Mannchcn 

ad Weibchen. — Chinesen etc. haben oft versucht 

sekhe Topfe nachzuraachen , es ist ihnen aber 

■kikt gdungen die Dajacken damit zu betrtigen; sie 

kauKQ die echten Topfe zu genau; mir aber ist es 

■kver gefallen , nur die verschiedenen Arten dersel- 

bcB zn nnterscheiden ; man unterscheidet sie nach 

dot Gestalten, Figuren, welche en basrelief darauf 

itehen, auch an der Form der Hangsel. Auf ciner 

blaagi z. B. sind dicht unter der Miindung 3 naga 

(SeUangen oder Drachen) aneinander, in einer Rich- 

tn| um den Topf her ; — am brahan dagegen 3 naga, 

von deoen 2 mit offenen Rachen ei nan der gegeniiber 

Mcben; der halamaung hat, wie die blanga, 3 naga 

bister einander, aber die naga der blanga haben 

( Kiasen an den Pfoten , die der halamaung nur 4. 

-* Die mir bekannten Arten dieser djawet, heiligen 

T^, sind: blanga, Werth von 1400— 3000 fl.; — 

Wan, 1000—1200 fl.; — ha]amaung,7— 1200 fl.; 

--imiitian, SOO fl.; — sahajak, 2—400 fl.;— run* 

tfngdumm, 300 fl.; — basir, 150— 300 fl.; — la- 

, 200 fl.;— bohok, 120 fl.;— lampandak, 



100 fl.;— kalaU, 50->B0 fl.; — lambas, 20—30 fl. 

BLANGAN, s. balangan. 

BLAl^GKANGAN, baUngkangan, die ungluckliche 
Zeit. — Jeder Tag hat 5 Zeiten, welche nur fiir 
den andau ahat, ersten Tag, Sonntag, fest stehen, 
fiir die anderen Tage aber durch das balangan (s. 
das Wort) gesucht werden miissen. Die Zeiten des 
andau ahat sind: katika rami» mit Aufgang der 
Sonne, gule Zeit um ein basara, Process ^ zu be- 
ginnen; die in dieser Zeit geborenen Kinder haben 
Gliick; auf Jagd, Fischfang oder auf eine Handels- 
reise darf man in der Zeit aber nicht gehen, roan 
wiirde kein Gliick haben ; — gegen 9 Uhr ist die ha- 
langkangan, Ungliickszeit; nichts gerath was man 
dann beginnt; jcdoch hat man, wenn man dann 
eine Reise beginnt, nichts von Raubem zu fiirch- 
ten; — Mittag, radjaki hai, die sehr gliickliche 
Zeit; dann muss man abstossen, wenn man auf 
Reise gehen will, muss die Feldarbeit beginnen, etc.; — 
3 Uhr Nachmittags, sindjata, die F^Jitzeit, gliick- 
lich fiir Fcinde, Rauber, Jager, Fischer, aber un- 
gliicklich fiir Reisende ; -^ gegen den Untergang der 
Sonne, radjaki korik, die kleine Gliickszeit. 

BLANGKAS, s. balangkas. 

BLASAI, balasai, ein von Schilf oder Kalowak, 
(den innern, weichen Theilen des Rottans) gefloch- 
tener Sack. — Paraiku tikas tisae idjii blasai, mein 
Rciss, scin Ueberbleibscl nur noch 1 Blasai, r= ich 
habe nur noch einen Sack Reiss. — Uai toh olih 
akan telo kablasai, dieser Rottan ist hinreichend um 
3 Stiick Blasai davon zu roachen. 

BLASAN, balasan, gctrocknete und dann zusam- 
mengestampfte Garnale, (kleine Seekrebse,) ist die 
gewohnlichste Zukost der Dajacken zum Reiss. — 
Uablasan^ BJasan haben. — Mamblatan^ malasan, 
Blasan ans Essen thun. 

BLASAU, s. balasau. 

BLASO, balaso, s. laso. 

BLASUT, 8. lasut. 

BLAU, balau, s. lau. 

BLAWA, balawa, hell, licht; reingekappt, luftig, 
freistehend; ruhig. . — Djari blawa andau, es ist 
schon heller Tag. — Djalan toh badjikut bihin, 
toh ia blawa, iuatak olo, dieser Weg war friiher 
sehr verwachsen, jetzt ist er rein (gut begehbar,) 
man hat ihn rein gekappt. — Tanangku blawa, 
djaton aril tatakc, mein Land ist rein, nicht viel 
(Unkraut darauf) wegzukappen. — Blawa pindingku 
awen djari hagoet, paham karidue, meine Ohren 
haben Rube, nachdcm sie fortgegangen sind, gewaltig 
ihr Liirm. — Blawa pindingku mahining aughe, uras 
bahalap, ruhig sind meine Ohren nachdem ich seine 
Worte gehcirt, sie waren alle gut. (Fiuchen etc da- 
gegen macht: badjikut pinding, dicht bewachsene 
Ohren.) — Blawa tahasengku limbah mamenda la- 
son andau, erauickt (ruhig) mein Athem nachdem 
(ich aufgehort nabe) in der Hitze zu stehen. — Blawa 
urongku tinai, djari kulah isak, luftig meine Nase 
wieder, die Erkaltung ist voriiber. — Haru blawa 
takolok balauku, just hell mein Kopf und Haar; 
oder: harungku vaiXA langit blawa djari kahanja, 
just erst seh ich den Himmel hell , es sind 8 Tage, 
= ich habe mich freigekauft, bin kein Sdavc mehr. 
— Balalawa, balawalawa, lalawa, lawalawa, ziem- 
lich hell, etc — Mamplawa, piawa, haplawa de- 
ngan, crleuchten, hell machen, rein kappen. — To- 
tong sumbo mamplawa huma , stock eine Lampe an , 
erleuchte das Haus. — Hapaknccdawa , oft, lange 
erleuchten, etc. — TOraplawa, erleuchtct etc. wer- 
den kdnnen. — Kalawa, das Licht, d. Helle. — 



72 



BLA— BOA. 



BOA— BOH. 



Paham kalawa bulan alem tob, gross die Helle des 
Mondes diese Nacht, = er scbeint sehr hell. — 
I^ngctlawalawa, alle nicht dicht bewachsen, (Felder.) 

BLAWANG, s. lawang. 

BLAWAU, balawau, Ratte; (die grdssere Art; es 
giebt nocb eine kleinere: parabasa, blawau para- 
basa.) — Limbah getem panam agas blawau, nach 
der Emdte kommen die Ratten in Scharen. — Am- 
pim kilau blawau bara penda djogo, deine Gestalt 
ist als eine Ratte unter dem Kaff, (sagt man von 
schwachen, gebiickt gebenden Menscben.) 

BLEMO, i. q. balemo, s. lenio. 

BLIAN, s. balian. 

BLIONG, baliong, dajacksches Beil, (das Eisen 
allein, oder auch mit dem pahera, StiefaL) — Ha- 
bUongj ein bliong baben. — Bliong njaro, (Don- 
nerkeil,) die sogenannten Donnerkeile , (belemnites,) 
von denen auch die Dajacken sagen, dass sic mit 
dem Blitze berab fallen. 

BLIWIT, 8. baliwit. 

BLUA, balua, ausgehen, berausgeben; ausgeben, 
lelhen. — \k djari blua buma, er ist aus dem Hause 
gegangen. — Iwabe blua bara njamae, sein Speichel 
lauft aus seinem Munde. — la djari blua bara tem- 
poe, er ist beraus gegangen von seinem Herm, (ist 
frei geworden.) — Araon augbe djari blua ia djaton 
balang , wenn sein Wort beraus gegangen ist , (wenn 
er einmal etwas gesagt bat,) giebt er es nicht auf. — 
Aku djari blua (oder: mamplua) rear akae, sapulu, 
ich habe ihm Geld gelieben, 10 (scil. kiping,k 211.) 

— Balalua , balualua , ein wenig beraus kommen , etc 

— Mamplua, plua, beraus gehen-, beraus kommen 
machen, auswerfen, auspresscn, vergiessen; ausge- 
ben, leiben. — la djari mamplua. dahangku, djaton 
tau dia aku mamal^, er hat mein Blut vergossen, 
ich muss es fachen. — Hapalualtm, oft ausgeben, 
leihen. — Taraplua, tarapalua, beraus geworfen, etc., 
werden kdnnen. — Pamplua, der immer etwas aus- 
kommen macht, immer ausgiebt, Icilit; das Aus- 
geben, Auskommen, Ausgeben, Ausgabe. — Metoh 
pampluae bara humae i'a palus lawo danum, bei 
seinem Hinausgehcn aus seinem Hause 6el er so- 
gleicb ins Wasser. — Pira pampluam idja bulan 
akan balandiam, wieviel deine Ausgaben in einem 
Monate fiir deinen Unterhalt? 

BLUDANG, s. baludang. 

BLUJONG , balujong , baba blujong , eine Schwarc, 
wird etwa so dick als eine Haselnuss. s. baha. 

BOANG, leer, unbewohnt, unbebaut; vergeblich; 
hohl, (die Stimme.) — Blanai ta boang, der Topf 
ist leer. — Petak boang, unbewohntes Land. — la 
bull boang, djaton pangulihc, er kam leer zunick, 
batte nichts erhalten. — Aku blaku talo intu ia, 
boang aughku, ich erbat von ihm etwas, vergeblich 
waren meine Worte. — Muta boang, brechen ohne 
dass etwas beraus kommt, wiirgen. — Boang ga- 
rangging, boang nalungkang, ganz leer. — Arute 
boang garangging, sein Boot ist ganz leer, (er hat 
gar nichts geladen.) — Babocmg, boaboang, ziemlicb 
leer, fast leer, etc. Awietahi haban baboang aughe, 
dadurch dass er lange krank war ist seine Stimme 
ziemlicb hohl geworden. — Baraboang, alle ziem- 
licb leer ; alle vergeblich , (Worte.) — Pangaboaboang, 
alle leer. — Pangkaboang , am leersten. — Mam- 
boang ^ baboang dengan, ledigen; verlassen, einsam 
werden lassen. ^- Afambamboang , mamboamboang , 
etwas ledigen. — Hababoang, haboaboang, oft ledi- 
gen. — Kaboang^ das ledig, einsam, verlassen sein. 

— Paham kaboang batangdanum toh awi asang, 
gross die Einsarokeit dieses Flusses durch die Feinde, 



(welche alle Bewohner getddtet oder veijagt haben.) 
— Taraboang, geledigt etc. werden kdnnen, irr- 
thiimlich ledigen. — Pomboangy der gem, alles le<: 
digt, etc. 

BOAS, ein mehr im Innern Borneos lebenderYo- 
gel. Kurz nach seinem Geruf mag man keine Ar- 
beit anfangen. Lasst er oft seine Stimme hdien, 
so ist das ein Vorzeichen von Krankheit. 

BOAS, alles was man gebraucht um den Gerueh 
der Jagdhunde zu scharfen, z. B. baduro, kambi- 
sira, uki nama. — Mamboas^ die Nase der Hunde 
mit Boaswasser waschen. — Hababoas, baboaboM, 
oft die Nase der Hunde mit Boaswasser waschen. 

BOAU, weiblicher Name, (vom Baume kaboau.) 

BOBOR, Mehlkliimpchcn mit einer' Sauce von 
Kokosnussmilch und Zucker. 

BOBOT, ein Vogel , so gross als eine Taube, achwara 
mit rothcn FlCigelnund Schwanze; der Schwanz ist 
lang. Die Knochen eines gestorbenen Bobot, welcbe 
man im Walde findet, sind ein Zaubermittel um 
reich zu werden. 

BODEBODER, s. babodek. 

BODOP, trappelnd, klappcnd, Getdn wenn Thiere 
laufen, Huhner mit den Fliigeln scblagen. Narai 
augh bodop beta, aton manok hamparap, wa§ ist 
das dort fiir ein klappend Getdn, sind die Hiikner 
am Fechten? — Babodop, bodobodop, ein trappelnd, 
klappend Getdn machen. — j&oc^jD6a{iiap,8tarjLUD4l 
durch vicle solch ein Getdn. — Bardbodop^ alle, 
(iberall solch ein Getdn. 

BOGOS, mannliclier Name. 

BOH A, s. oha. 

BOHABOHAK, s. babohak. 

BOHiEI, weissc Ameise, Termite. — HahokAi^ 
Bohai haben. — Humangku habohai, mein Haus 
hat weisse Ameisen, = sie sind darin. 

BOHOBAHUEN, s. baboho. 

BOHOBOHOI, s. babohoi. 

BOHOK, s. blanga. 

BOHOL, (nach Zahlen: kabohol,) Knoten. (Bun- 
dal wird oft zur Verstarkung dahinter gesetzL) — 
Ara bohole tali ta, in dem Stricke sind viele Kno- 
ten. iEpat kabohol, 4 Knoten. — Pira bobol aim 
djari, wie viel Knoten bast du schon? (Etwas cab' 
lend, z. B. beim Mcssen des Reisses, macht man 
fiir je 10 einen Knoten in einen Strick oder etneo 
Rottan.) — Djari bageto boliol tabasenge, der Knopf 
seines Athems ist zerrissen, = er ist gestorben. — 
Haboholy babohoi, bohobohol, Knoten haben, Kno- 
ten in etwas sein. — Boholbahula, babohoi babun- 
dal, voll Knoten sein. — Barahohol, alle Knoten 
haben, 1 voll Knoten sein. — Mambohol, habohol 
dengan, in einen Knoten thun, zuknoten. — Kala- 
peangku mambohol lawak arut, ich habe vergeaaen 
den Band des Bootes, (womit es fest gebunden ist,) 
fest zu knoten. — Olo balian mambohol beta, die 
Balian knoten dort, (i. e. sie halten Beschwdrun- 
gen etc. fiir einen Kranken, um dessen Seele feat 
zu kniipfen, damit er nicht sterbe.) — Amon 
olo mampudji ikau patut ikau mambohol au^ie 
hong ataim, wenn man dich ermahnt, musat da 
die Worte im Herzeu festknoten. — Afa8i6aai- 
bohol, mambohombohol , ein wenig fest knoten. — - 
Hababohol, habohobohol, oft, lange festknoten. — > 
Taralwhol, fest geknotet werden kdnnen, irrthum- 
lich fest knoten. — Pambohol^ der alles fest kno- 
tet, alles gut behalt. — la pambohol pamundal 
augh olo, er behalt gut die Worte der Menachen. 

BOHOS, was lang und schmal ist, begehbar, 
(Weg, etc. zugleich: sichtbar , plat getreten.) — DjaUn 



BOH— BOW. 



BOW— BRA. 



73 



IMhim badjikut, aton isut bewai bohose, der 
Weg ift dick bewachsen, er bat nur einen scbma- 
lea begehbaren Streifen. — Aton bohos kateahe loau 
ta, marah dimpah, der Sumpf bat eincn langen 
ichmalen Streifen aeiner Trockenbeit , (einen schma- 
Icn, trocknen Streifen,) es ist gemacbb'cb biniiber 
n kommen. — Ta bobos djalan badjang maboroe 
Unan ita, da ist der scbmale Streif, der Weg anf 
dem die Uirscbe durch unser Feld gelaufen sind. — 
Pkham bohos pukul intu aku, stark die scbmalen 
Strdfe (Nariben) der Schlage an mir, (an meinem 
Ldbe.) — Babohos, bobobohos, babohos, mambo- 
hos, lang nnd schmal, etc. — Ara olo manandiong 
hettf bohobohos djaUie, viele Menscben geben dort, 
deatHcb sicbtbar ist der Weg; (Gras platt getre- 
tai^etc:)^- Barabohos, bohosbahusa, uberall deut- 
lidie lange Spuren sein , (vom Geben , Scblagen , etc., 
voU Narbien ;) — Awi ikau mambohos djalan akan 
ita, inangat ita maton ranion ita karah, kapp du uns 
(beveite uns) einen scbmalen aber gut begehbaren 
Weg, aufdass wir unser Bauholz wegtragen kdnnen. 

BOHOT, der Reif welcher en bas relief mitten 
am die Blanga (heiliger Topf) lauft. — Blangae 
bdiohot, seine Blanga bat ein Bohot. (Nicht alle 
haben es.) 

BOK, mebok, rununelnd, ploffend, platscbend, 
(t. B. eine Flascbe im Wasser versinkend, Gerum- 
■d im Leibe, das Schnauben des Krokodills im 
Wasser.) — Mebomebok, bamebomebok, bokbok, 
wiederholt und anbaltend solch ein Get&n. — Ba- 
nkamebok, sarakamebok, durch viele und an vielen 
Platzen solch ein Geton. — Sarakamebok augb udjan 
bong danum, uberall platscbend Geton des Regens 
aaf dem Wasser; {^grosse Tropfen; kleine Tropfen 
ins Wasser: barakamerau, s. rau; grosse Tropfen 
anfs Land: barakatapak, s. pak.) 

BON, s. biso. 

BONG, mebong, i. q. bok, aber in stdrkerm Masse, 
L B. wenn jemand ins Wasser springt. Dieselben 
Abldtungen. 

BONTONG, 8. ontong. 

BOB, mebor, nocb starker als bong, z. B. wenn 
CIA Baum ins Wasser fallt, — das Scblagen der 
Wellen gegen das Ufer. Ableitungen wic bei bok. 

BOT, mebot, das Geton wenn jemand einen 
Wind lasst; Ableitungen wic bei bok. 

fiOTO, eine Krankbeit der Hiihner; es cntstehen 
Sdiwjiren rund um die Augen , und die Uiihner wer- 
den blind. 

BOTO, das verscbnitten werden. — Buabuah 
dengan bawoi , amon sala botoe tau matai , pas wohl 
nf mit dem Schweine, wenn verkebrt sein ver- 
scbnitten werden, kann es sterben. — Olo boto, ein 
Ycnchnittener Menscb. — 3fam6ofo, baboto dengan, 
▼cncbneiden. — Pamboto, der das veischneiden 
Tersteht. 

BOTO, die kleinen, harten Stiickchen, welche 
IB der Wurzel der Hiilse unter den Reisskomern 
AKn. — Amon ikau mangiap behas, baris boto 
skan manok, wenn du den gestampften Rciss sic- 
bat, sondere die Boto ab fiir die Hiihner. 

BOWO, ein langlich runder Korb, unsern Aal- 
birben abnelnd, zum Fiscbfang gebraucht. — Ba- 
Amto, bowobowo, babowo, als ein bowo, i. e. auf- 
4eben, in die Hdhe stehen, (Kleider.) — Sala pon- 
dskm, babowo tapibm, du sitzest verkehrt, dein Un- 
tnock itebt in die Hobe. — Barabowo^ alle indie 
Bfthe steben. — Nambowo, Fische mit einem bowo 
fimgien. — Ikau nambowo anakku wai, amon ikau 
d}aton palus masaw'a toh, terai sasinda, du gc- 



braucbst meine Tocbter nur als Bowo, (willst mit 
ibr fischen,) wenn du nicht gleicb jet£t beiratbest, 
dann hort es ganz auf; (sagt der Vater zu jemand, 
welcher lange mit seiner Tocbter verlobt ist obne 
zu beirathen, — welcher nur wartet ob sich viel- 
leicht jemand anders mit ibr einlasst, um dann 
Geldbusse zu fordern.) — Humbaug akan telo ka~ 
bowo, Bambu fiir 3 Stiick Bowo. 

BOWOH, i. q. bowor; dieselben Ableitungen. 
BO WOK, das bebobrt sein; Loch. — Bowok pa- 
pan ta pahalau sar'a, das bebobrt sein der Planke 
all zu sehr an der Kante. ^- Bowok kantjing, Knopf- 
locber (in der Kleidung.) — Bowok lisong, das 
Stampfloch im Stampfblocke. — Bowok kuil, tiefe, 
faidc W^undcn. Kalah matai kinan bowok kuil, 
stirb gcfressen von tiefen, faulenden Wunden. (Ein 
Fluch.) — Habowok, babowok, bowobowok, bebobrt 
sein, Locber haben. — Papan bumae uras babowok 
(barabowok = uras babowok) awi busok, die Bretter 
seines Hauses sind alle voU Ldcher durch die Bu- 
sok, (kleine Kafer.) — Barabowok, alle, 1 uberall 
bebobrt, voU Locber. — Mambowok, babowok de- 
ngan, bohren, bcbohren. — Mambamboiook , mam- 
bowombowok, etwas, ein wenig bebobren. — Haba- 
bowok, habowobowok, immer bohren, bebobren. — 
Tarabowok , bebobrt werden konnen. — Pambowok, 
der gern bohrL 

BO WONG, m'annlicher Name, (von tambowong, 
Grube.) 

BOWOR, bowoh, das ausgestreut, ausgeworfen, 
bestreut sein. — Sala bowore parai akan manok, 
buab petak kisak , verkehrt sein ausgestreut sein, der 
Reiss fiir die Hiihner , ist in den Morast gefallen. — Be- 
has ita dialo indu bowor usok, unser Reiss, nicht ein- 
mal zum bestreut werden der Brust (scil. einer Leichc ; 
man wirft auf die Brust einer Lciche ein Paar Hiinde 
voll Reiss ; = wir hal)en gar keinen.) — Mambowor, 
habowor dengan , ausstreuen ; mit Hiinden voll aus- 
oder einthun. — Buhen mambowor behas baru 
blasai, kaliih manusuh sasinda, warum nimmst du 
den Reiss mit Handen voll ausdem Sacke.** schiitte 
ihn doch auf cinmal aus. — Olo magah behas mam- 
bowor usok bantu, die Menscben bringen Reiss um 
die Brust dor Leiche zu bestreuen. Es bringt n'am- 
lich bei einem Todesfalle jeder der Verwandten 
etwa ^ Gantang Rciss; 3 Hande voll davon streut 
man auf die Leiche; die crste Hand voll mit den 
Worteu : Djetoh akam , das ist fiir dich. — Die 
2^ Hand voll : Djetoh impaitku , das sende ich (durch 
dich an meine Vorfahren.) Die 3^ Hand voll: Dje- 
toh akan N. N. , das ist fiir (Vater, Mutter, Oheim, 
fiir den, welcher am kurzesten zuvor von der Fa- 
milie gestorben war.) — Hababowor, habowobowor, 
oft streuen. 

BOWOS, ein Loch; ein Loch haben, (Boote, 
Korbe, durchstossen , von Mausen etc. durchfressen 
seiend.) — Arut bowos tantarang kaju, das Boot ist 
durchbohrt , ist gegen Holz angerannt. — Kilenbaham, 
djari bowos, ist deine Schware schon aufgegangen? 
— Mambowos, habowos dengan , durchfressen, durch- 
stossen, durchstechen. — Lundjungku djari mambowos 
knain bawoi , meine Lanze hat den Bauch des Schwei- 
nes durchstochen. — ^a6a6otro«, habowobowos, oft, 
immer durchfressen , etc. — Kabowos , ein Loch. — 
Pambowos, der immer durchbohrt, etc. — Blawau 
pambowos talo, Ratten durchfressen alles. 
BRAHAN, s. blanga. 
BRAKO, s. barako. 
BRANGAI, s. barangai. 
BBASIH, barasih, s. rasih. 

10 



74 



BRA— BUA. 



BVA—BVJE 



BRAWAR, barawar, balawar, eine Ribbe. — Bra- 
war muda, die kurzen Ribben. — la lawo bapelek 
braware dua hila gantaue, er (iel, brach 2 seiner 
Ribben an der rechten Seite. 
BRMA, bariia, s. bura. 
BREIPANG, barepangy s. rcpang. 
BRIG AS, barigas, stark, kniftig, gesund. — Li 
brigas bagawi , er arbeitet tiichtig. — la brigas dja> 
ton tawan peres, er ist gesund, weiss nichts von 
Krankheit. — Barartgas, barigarigas, rarigas, ziem- 
lich stark, etc. — Bararigas, pangarigarigas, alle 
kraftig, etc. — Mampan'gas , stiirken. — Kuraan 
belo, mamparigas arep keton, esse! erst, starkt euch. 
— Karigas, SUirke, Kraft, Gesundbcit. — Pangka- 
rigas^ am kniftigsten, etc. 

BRINGIS, s. barungang baringis. 
BRITA, barita, Bothschaft, Bcricht, Erzahlungj 
Geriicht. — Narai brita imbitm, was fiir Nachricht 
bringst du? — Njelo toh paham brita asang, dies 
Jahr waren viele Geriichte von Feinden, (niimlich 
dass sie kommen wollten.) — Babrita, babarita, 
beruhmt, beriichtigt; bekannt, erzahlt; erzalilen. — 
la babrita tagal karajape, er ist beriichtigt wegen 
seiner Schelmerei. — Amon ikau halisang, ala ba- 
brita belo , suro olo mimpa ikau , wenn du auf Reise 
gchest, sag es nicht vorher, aufdass man dir nicht 
auflauere. — Gawim djari babrita sarapai mantir, 
deine That ist schon bekannt bei dem Hiiuptlinge. — 
Barttarita, etwas Nachricht, Bericht. — Banangku 
halisang djari telo njelo, baritaritae mahin djaton 
sampai, mcin Mann ist auf Reise schon 3 Jahre, 
es ist nicht die geringste Nachricht von ihm gekom- 
men. — Mambrita, berichten, erzahlen. 
BRITU, s. baritu. 

BRUNAI, das Land und die Stadt Brunai, im 
Nord-Westen Borneos. — Wem es pali, unerlaubt, 
ist zu sagcn bahuang, Biir, und zugleich mannlichcr 
Name, der nennt den Bar brunai. 

BRUNGANGBRINGIS, s. barungangbaringis. 
BUA, Frucht. — Bua upo, die Stammfriichte , 
i. c. die ersten, friihesten; bua lawie, die Gipfel- 
friichte, i. e. die spatesten. — Aku botong tanti- 
mon bua lawie, aku harap basaran keton bewai, ich 
bin nur der Spatling eines Kiirbisses, einer Gurke, 
icti hoffe nur auf eure Milde, (sagt z. B. ein Kind 
<ler 2tcn Frau zu seinen Stiefbriidern bcim Theilen 
der Erbschaft j — die 2^ Frau ist gewohnlich arm , eine 
Sciavinn, da ein reiches Madchen keinen "Wittwer 
heirathen will.) — Babua, buabua, immer Friichte 
(essen.) — Habua, Friichte haben. — Mamua, Frucht 
tragen. — Parai paham mamua njelo toh, der Reiss 
triigt dieses Jahr viel Frucht. — Paham kara burong 
beta, mamua lawin kaju, sehr viele Vdgel sind dort, 
a Is Friichte auf den Gipfeln der Baumc. — Hambtta, 
Friichte suchen. la manalih kabon, hambua, er 
geht in den Garten, sucht Friichte. — Pamua, 
fruchtbar, immer viel Friichte tragend, (Baume.) 
BUABUAK, s. babuak. 

BUAH, gut, wohl, recht; es gebiihrt sich; getrof- 
fen. — Buah aughm, du hast recht gesagt. — Buah 
wiii gawim, so machst du es recht. — Aku ma- 
manttng ia, buah, ich warf ihn, er ist getroifen. — 
la buah peres badarem, — dusa, pukul, er ist be- 
trofTen vom (hat erhalten das)Fieber, — Geldstrafe, — 
von Schlagen. — Utang ita salawi, buah piiti genep 
biti, unsre gemeinschaiftliche Schuld ist 25, (kiping, 
a 2 11. ,) wie viel macht das auf jeden ? — Handak 
ikau omba aku.' Buah, oder: buah ia. Willst du 
init mir gehen? Ja wohl. — Buah ikau mandohop 
iu, du wirst wohlthun ihm zu helfen, = cs gebiihrt 



sich dass du ihm helfest. — ^tfofttiaA, gut,gefadrig; 
tiichtig, aufmerksam, pas gut auf, nimm dich in 
Acht. (Buah ist Adjectiv, buabuah Adverb.) — 
Buabuah ,ikau bela imukulku, sei vorsichtig, auf- 
dass ich dich nicht schlage. — Mambwihj Schulden, 
Geldstrafen etc. auf jemand legen. — Olo mam- 
buah aku utang akaku idja babuhau, man legt auf 
mich die Schulden meines altern Bruders, welcher 
fortgelaufen ist. — Tarabuahy auf jemand gdegt 
werden konnen, mdgen. — Mangabuah, ngambuahy 
mangambuah, hakabuah oder hakambuah dengan, 
in Ordnung bringen, aufraumen, aufputzen ; ver- 
sohnen. — Fa raangabuah humae , er bringt aeinHaut 
in Ordnung, (flickt, putzt es, etc.) — la djari manga- 
buah aku dengae, er hat mich mit ihm veradhnt. — 
Kabuahy Ordnung, Geh6rigkeit, Geziemlichkeit, 
Zweckmassigkeit, freundlich Verhalten. — ffakabuakf 
mit einander in Friede leben, versohnt sein; uber- 
eingekommen sein. — Djari hakabuah aughm de- 
ngae, seid ihr es eins geworden? — Tarakabuah, 
in Ordnung gebracht werden kbnnen, etc. — Pam^ 
buah, was auf jemand gelegt wird, was er zu tra- 
gen, zu bezahlen hat; Geschicklichkeit, was man 
versteht. — la ara pambuahe, malan, mandiawet, 
badagang, uras tau, er hat viel Geschicklicnkeity 
Feldarbeit, Flechtwerk, den Handel, alles versteht 
er. — Pangabucih, der gem in Ordnung bringt, 
versohnt. — Pangabuahuah , alle gut, wohl, recht 
(in Thaten, Worten, etc.) 

BU AK , eine kleine £ule , so genannt nach ihrem 
Geruf ; grosse Augen \ bunt. Ein neues Reiasfeld 
machend verlasst man es wieder , wenn wabrend der 
3 ersten Tage die Buak sich dort hdren lasst, Ein 
Buak auf oder in ein Haus kommend verkiindet, 
dass jemand dort sterben wird; also verlasst man 
das Haus dann sogleich. — Habuctk, babuak, boa- 
buak, gross und rund, (die Augen; Figuren auf 
Zeug, Schiisseln', etc.) — BcarabucJc, alle gross und 
rund. — Paham kabuak matae, er hat sehr grosse 
runde Augen. 
BUAP, s. uap. 

BUAT, puat, die Ladung; das beladen sein. — 
Pira buate anitm, wie viel seine Ladung , dein Boot? 
— Babuat, viel laden konnen. — Arutebabuat,alo 
korik ampie, sein Boot kann viel laden, obwohl es 
klein aussieht. — Buabtiat, etwas geladen haben, 
beladen sein. — Muat, laden konnen, fassen k6n- 
nen. — Arutku muat sakojan , mein Boot ladt (fasst) 
1000 (scil. gantang Reiss.) — Mamuaty habuat de- 
ngan, beladen. — lii mamuat kara gawie akangku, 
er ladt alle seine Arbeit auf meine Schultern. — — 
Hababuaty habuabuat, hapapuat, hapuapuat, oft, 
lange beladen. — Barabuat, alle beladen sein. — 
Tarabuctty tarapuat, beladen werden kdnnen. — A- 
mttaty der immer beladt. 

BUAT, Verkiirzung von kabuat, selbst. 
BLJAU, weiblichcr Name, (vom Baume kabuau.^ 
BUMy Grossvater. (Der Yater der eignen oder 
Stiefeltern, der Yater der eignen oder Stiefeltem 
der Frau, und alle Briider dieser Grossv&ter wer- 
den bua genannt. Auch ist es Respectsbenen- 
nung fiir alte Leute iiberhaupt.) — Aku bara hvUk 
intu ia, ich babe einen Grossvater an ihm, = er 
ist mein Grossvater. — >Ewen dua habua, die bei- 
den mit Grossvater, = er und sein Grossvater. 

BUiEI, ein Sprung, Kiss, (in Eisen, Messem.) -^ 
Tjah ikau, maninih malampangan buaim, pfui, du 
schmiedest so dass deine Risse zum Yorschein kom- 
men, (sagt man z. B. zu jemand, welcher eine Klage 
beginnt um sich reparation d'honneur zu yerschai^ 



BUyE^BUD. 



BUD— BUH. 



75 



fea, aber es kommen dabei danu just viel Schelm- 
stddie von ihm an den Tag.) — HabuSi, babuai , 
buaboli, einen Sprung, Kiss haben. — Barabuai, 
alle Sprunge, 1 iiberall Spriinge haben. — iEwen 
htnlmai magon huange, basa aku mawi ia bihin, 
ikr Inneres hat noch immer einen Sprung (i. e. Groli,) 
veil kh lie friiher geschlagen habe. — Mambudi, 
lOi, Groll erwecken. — Kabudi^ GroU. 

BU^NG, (has. Mantangai ,) i. q. hatua, Mann, 
nttnniich. 
BUBUT, ft. handipa bubut. 
fiUDEK, mannlicher Name. 
BUDENG, weiblicher Name. 

BUDI, i. q. basara, (wird oft hinter basara ge- 
fogt;) Mildthatigkeit, Freundlichkeit; auch: Betra- 
gen, Behandiung. — Aku mitii budie dengangku; 
anum bahalap budie dengangku, tahi aku omba ia, 
amoD ia tulas terai aku dengae, ich will erst sein 
Betragen gegen mich sehen; betrkgt er sich gut 
(freimdlich und milde) gegen mich werde ich Ian- 
ge Zeit bei ihm bleiben, ist er hart dan bore ich 
Bit ihm auf. 

BUBJANG, mannbar; Jiingling, Jungfrau. — Ki- 
len kabakase, djari ia budjang, wie alt ist er, ist 
er acbon mannbar ? — Haru totoke budjang , er wird 
just mannbar. — la budjang samandak , er ist mit- 
ten io der Kraft der Jiinglingschaft. — Budjang 
bakas, cin alter Junggesell, alte Jungfer. — Bu- 
djang lehoi, mannbar aber noch ledig. — Budjang 
ranpas, los und ledig. — Keton budjang rumpas 
djaton bahali omba halisang, ihr die ihr noch los 
und ledig seit, habt es nicht schwer mit auf Beisc 
m gefaen. — Budjang hatua, Jiingling; budjang 
bawi, Jungfrau. — Budjang salia, ein rciner Jiing- 
ling, reine Magd. — Bahudjang , budjabudjang, als ein 
Jangling. — Djari howan ia, dasare magon bahu- 
djang, er hat schon grauc Haare, aber sein Betragcn 
ist nodi immer jugendlich. — Barabudjang , alle 
mannbar. — Mambudjang arepe, sich als Jiiuglinge 
betragen , (in Kleidung , W orten etc. , alte Leute.) — 
Kabudjang, Jugend, Jiinglingsschaft. — MaUii me- 
tob kabudjange, in der Jugend stcrben. — Pambu- 
^S<utgy juDge mannbarc Leute. — Lewu ta arii pam- 
bodjange, das Dorf hat viel junge Leute. — Asang 
djari tama lewu, kara bakasc tuntang pambudjange 
batua impataie, pambudjange bawi inampute, die 
Feinde sind in das Dorf gedrungeu , alio seine alten 
Leate und Jiinglinge haben sie getodtet, die Jung- 
franen haben sie weggeschlcppt. 

BUDJOH, recht, grade, gut, (nur von Rottan ge- 

bnocht.) — Uai budjoh, guter, schoner Rottan. — 

Blambudjoh uai, guten Rottan machen, i. e. aus 

dem gekappten Rottan die besten auslesen und sorg- 

Cdtig reinigen. 

BUDJOB ADJOHAN , s. barabadjohan. 

BUDJOK, kabudjok, Trotz, Hochmuth, (von 

Frauen gesagt; von Mannern: djoho, kadjoho.) — 

Awi Inidjoke iii djaton ingilak olo, ihres hochmii- 

tiiigen Betragens wegen ist sie nicht belicbt. — Ha- 

imJUok^ trotzig, hochmiithig. — Babudjok, budjobu- 

djok, hababudjok, ziemlich hochmiithig. — Bara- 

Imdjoky alle ziemlich hochmiithig. — Pangabudjobu- 

djok^ alle hochmiithig. — Mambudjok arepe, sich 

liochinuthig betragen. — la mambudjok arcpe sana 

hasupa dengan olo, sie nimmt eine trotzigc Haltung 

an fobald sie Menschen begegnet. — Mambudjok, 

acbmetcheln , riihmen ; (also gleichsam andre hoch- 

■wtliig machen.) — Toh ia paham mambudjok ikau 

omba ia, karah dapit ikau mit'a gawie tinai^ jetzt 

srhmeichelt er dir sehr, (bittet dich freundlich ,) dass 



du mit ihm gehen mogest, aber du wirst sehen wie 
er sich spater betragt. — Hababudjok, habudjobu- 
djok, oft, lange schmeicheln. — Tarabudjok, durch 
Schmeicheln bewogen, betrogen werden konnen. — 
Pambudjok arepe, die sich immer hochmiithig be- 
tragt; pambudjok olo, der alien schmeichelt. 

BUDJOK, eine Palmietpflanze, lange Dornen, tragt 
eine pflaumenartige , gelbe, saucrliche, essbare Frucht. 
BUDJUR, recht, gerade, (nicht krumm;) recht, 
wahr, ehrlich, nicht falsch; (aufrichtig; gchorig.) — 
Djalan budjur, ein geruder \Veg. — Papan ta dja- 
ton toto budjur, das Brett ist nicht recht gerade. — 
Budjur aughe, wahr seine W'orte. — Budjur ga- 
wie, er thut recht. — la olo budjur, er ist ein 
guter, aufrichtiger Mensch. — Haru budjur taha- 
sengku tinai, djari paham kaujuhku, jetzt erst ist 
mein Athem wieder recht, (habe mich erst wieder 
erholt,) ich war sehr miide. — Babudjur, budju- 
budjur, ziemlich recht, etc. ; (befehlend : ganz recht.) 
— Badjuran, Richtung, Cours. — Intu badjuran 
Sampit , beta kea Kotai ingan , auf dem Q>urse nach 
Sampit , da liegt auch Kotaringan. — Amon handak 
mandulang patut manggau badjuran bulau helo, 
wenn man Gold graben will muss man erst den 
Lauf der Goldader suchen. — Mambudjur , mamu- 
djur, habudjur dcngan, recht machen, in Ordnung 
bringen, Icgen, stellen. — Mambudjur k<iju, Holz 
recht, grade biegen, kappen. — Mambudjur per- 
kara, eine Sache schlichten, in Ordnung bringen. — 
Mambudjur tahaseng, den Athem in Ordnung brin- 
gen, i. e. sich ausruhen. — Mambambudjur , mam- 
budjumbudjur, ein wenig mambudjur. — Uababu- 
djur, habudjubudjur, oft, lange mambudjur. — 
Hambudjur^ haraudjur, liings, in einer Richtung mit 
etwas. — Hadat human ita patut hambudjur ba- 
tangdamim, die Art unsrer Hauser ist cs dass sie 
liings dem Flusse liegen miissen. — Habadjuran, 
Ikngs etwas, in dies^^lbe Richtung mit etwas brin- 
gen, legrn, stellen. — Ta augh garantong, olo ha- 
badjuran hantu, da erschallt die Garantong, (ku- 
pfern Musikinstrument,) die Leute legen die Leiche 
zurecht, (mitten ins Haus und gcnau nach der 
Richtung desselben; geschieht gleich nach erfolgtem 
Tode.) — Tarabudjur , recht, gerade gemacht , etc., 
werden konnen. — Kabudjur , (has. Sang, kabadju- 
ran,) Geradlicit, Aufrichtigkeit , Ehrlichkeit. — Pam- 
budjur, pamudjur, der alles recht macht, in Ord- 
nung bringt , etc. — Pangabudjubudjur , alle gerade, 
recht, aufrichtig, etc. — Pangkabudjur , am gera- 
dcsten, aufrichtigsten, etc. 

BUGAH, versetzt, verzogen. — Lewun iiwcn djari 
bugah, ihr Dorf ist versctzt, (sie sind mit ihrcti 
Huuscrn verzogen.) — Babugah, bugabugah, ver- 
ziehcn, (intransit.) — Mugah, hugah dcngan, ver- 
setzcn, verzichen machen. — la djari mugah djipae, 
er hat scinen Sclav vcrziehen (zu einem andern Hen n 
Ziehen) lassini. 

BUGAI, i. q. ugai. 

BUGIS, olo bugis, Buginees. — Mannlicher Name. 
— Babugis, bugibugis, als ein Buginees, wiist,roh, 
gewaltthattg. 
BUGO, s. ugo. 

BUHEN, warum ? aus welchem Grunde? wodurrh? 
(wozu, zu welchem Zwccke: kascn.) — Buhen ikau 
manangis , warum weinst du ? Amon ikau blau , bu- 
hen djaton blaku bari , wenn du Hunger hasl, 
warum fragst du nicht nm Reiss? — • Bnhen |)apan 
toh basila, wodurrh ist das Brett gespalten? (ist es 
vielleicht gefallen ?) 

Bl'HI , weiblicher Name; (von tabuhi.) 

10" 



76 



BUH— BUK. 



BUK. 



BUHIS, ein bis 2 Fuss gross werdender schwarz- 
greuer Affe, mil langem Schwanze; seine SUmme! 
kauk! Wird gegessen. — Ikau kilau buhis am- 
piin, du wie ein Buhis deine Farbe, = dunkel, 
schwarz. 

BUHIT, kleine Schw'aren, (als eine Erbsc gross; 
grossere: blujong; ganz grosse: baha;) ein oifener, 
eiternder Schaden, (z. B. wenn man sich verbrannt 
hat. Buai wird oft zur Verstarkung hinter buhit 
gefiigt.) — Babuhtt, kleine Schw'aren, ofTene Schaden 
haben. — Babuhit atal, pinding, besch'adigte Herzen, 
Ohren habcn, = grollen. la djari mamukul aku 
bihin, aku magon babuhit ataiku dengae, er hat 
mich friiher geschlagen, ich grolle ihm noch immer. 
— Barabuhit, alle Schw'aren, offene Schaden haben, 
grollen. — Buhibuhity als eine Schware, als ein 
oflfuer Schaden, eiterig. Narai idja buhibuhit intu 
lengam, was i«t da so eiterig an deiner Hand? — 
Mambuhtt atai, pinding, jemanden erbittern, grollen 
machen. — Kabuhit atai, Groll, Erbitterung. — 
Pambuhit, der oft mit Schwaren, Schiiden behaftet 
ist; der gem, oft erbittert. 
BUJABUJAH, s. babujah. 

BAJAN, trage, schwenallig, schwach, (z. B. wenn 
roan nicht recht ausgeschlafen, odpr sich noch nicht 
gebadet hat; auch nach einer Krankheit.) — Bor- 
bujan, bujabujan, ziemlich trage, etc. — Barabujan, 
alle trage. — Mambujan arepe, sich trage, schwer- 
fallig machen, (z. B. durch zu langes schlafen, im- 
mer liegend, etc) — Kabujan^ Tragheit, etc. 

BUJANG, gojang, auch krato, die europaischen 
Spielkarten. — Bujang sina, chinesische Karten. — 
Babujang, Karten spielen. 

BUJO, Wittwer. Bujo tabela murah masawa tinai, 
ein junger Wittwer will bald wieder heirathen. — 
Bujon awe ia, der "Wittwer von wer ist er? — Ba- 
bujo, bujobujo, als ein Wittwer (z. B. gekleidet sein, 
i. e. in weiss.) — Barabujo, alle als Wittwer. — 
Mambujo, Trauerkleider tragen (fiir die verstorbene 
Frau.) Matai sawae, ia djaton maku mambujoe, seine 
Frau ist gestorben, und er will keine Wittwer- 
kleider ihrerhalben tragen. — Kabujobujom handak 
masawa olo tabela, obwohl du ein Wittwer bist, 
willst du doch ein junges Madchen heirathen? 
BUJOBUJOK, s. babujok. 

BUJONG, mannlicher Name. (Bandjarsch: eine 
Schale.) 

BUJUN, mannlicher Name. 

BUJUT, eine Schlingpflanze, (ingerdick, vol! Dor- 
nen; an der Wurzel sitzen 2— ^ armdicke, gelbliche, 
essbare KnoUen. 

BUK A, (nach paham etc. kabuka,) die Tiefe, 
Breite, (eines Hauses, Bootes, Feldes, etc.] Pira bu- 
kan humam? Paham kabukae, djalatien. Wie gross 
die Tiefe deines Hauses? Gross seine Tiefe, 9, (soil, 
depa, Klafter.) — Babuka^ tief, breit sein. 
BUKABUKAT, s. babukat. 

BUK AN G , der Kdrper, wenn der Kopf abgeschnit- 
ten ist. Toto matai awi kajau ia, sondau bukange 
wai, gewiss, cr ist durch die Kdpfeschneller getodtet, 
seine kopflose Leiche ist nur gefundcn. — Pisang 
bukang, ein Pisang welcher nur 1 — 2 Friichte tx'agt, 
welche aber fast so dick als das Bein eines Mannes 
sind. 

BUKAPBAKIP, lose, nicht eben, (Matten, die 
Flur des Hauses, etc.) 
BUKiEl, 8. ukai. 

BUKIH, sparsam, genau; sorgfaltig. Ia bukih de- 
ngan kolac, er ist gcnau mit seinen Verwandten, 
/gicbt ihnen nicht yiel.) — la bukih hapan reare, er 



ist sparsam im Gebrauchen seines Geldes. — la bukih 
mahaga anite, er bewahrt sein Boot sorgfaltig, (itellt 
es auf einen guten, geschiitzten Platz, etc) — &h 
bukihy bukibukih, ziemlich sparsam, etc. — jBora- 
bulcihj alle ziemlich sparsam. •^— Pangabukibukih, 
alle sparsam. — Pangkahukik, am sparsamsten. — 
Kabukih, Sparsamkeit, Sorgfalt. — Afctmbuki anpt^ 
sich sparsam betragen, sparsam sein. — NambtUdk, 
mangabukih, mangambukih, hakambukih dengan, 
sorgfaltig etwas bewahren, unterhalten,im Stande halten. 
BUKIR, s. ukir. 

BUKIT, (nach einer Zahlauch kabukit, (einBet^. 
Habukit, Berge haben, gebirgig. — BaJbukit, buki- 
bukit, als ein Berg. Biamoe babukit karae, leiiie 
Giiter als ein Berg ihre Menge. — Bukit galegct^ 
hulu galeget, tief im Lande, weit rom Fluase ah. 
ii£kam hong bukit galeget, bahali madja ikau, dcin 
Wohnplatz ist weit im Lande, es ist miihaam dich 
zu besuchen. (Denn der Dajack geht nicht gem, 
rudert lieber.) 

BUKO, buku, Grund, Ursache. Narai bukuiiha* 
dari? A ton wai bara buku. Was ist die Urtacfas 
dass er weggelaufen ist? Er hatte seine Gruiide. — 
Babukoy bukobuko, die Ursache dass, die Schuld daas. 
Babuko anakku matai awi badjai, basa ikau mim- 
bite mambcsai, die Ursache dass mein Sohn durclw 
Krokodill gestorben ist, weil du ihn mit ausrudem 
genommen hast. — Mambuko, verursachen ; als Vor- 
wand gebrauchen. Sapam bihin mambuko tlaKfn 
iiwen, dein friiheres Schimpfcn hat ihren Streitver* 
anlasst. Kwiika, idja aku manjapa bihin mambukoe 
wiii, tantai ia haklahi, ei was! dass ich friiher 
schimpflc nehmen sie nur als Vorwand, sie hatten 
die Absicht zu streiten. — Aughm kalota djaton 
mambuko intu mantir, wenn du so sprichst wirdet 
keine Ursache geben bei demHauptlinge, (wirdketn 
Grund fiir ihn sein, ihn nicht bewegen dass er deina 
Klagc annimmt. 

BUKO, Kndchel, Knorren, (an den Fingem, an 
Bambu, Zuckerrohr, etc.) Bahalap humbang toh, dja- 
rang bukoe, balasau lawange, gut dieser Bambu, 
seine Knorren sind weit von einander, seine ein- 
zelnen Glieder lang. — Buko laling, der Enkel am 
Fusse. — Bukolaling lenga, der Knochen gleich iiber 
der Hand. 

BUKONG, grosser gelber Topf, der Rand staik 
umgebogen. 

BUKOP, Geschwulst, Beule, Knoten. Aton bukopo 
hong lengae, er hat eine Beule (oder einen Knoten) 
an der Hand. — Habukop, Beulen, Knoten haben. 
— Babukop, bukobukop, hababukop, habukobukc^y 
etwas dick, als ein Knoten. — Barabukop, aUe, 
oder 1 viel Knoten am Leibe haben. — BuJoopbt^ 
kopa, voU Knoten, Beulen, sitzen. Asongku bukop« 
bakopa, kamaangku imukul olo, mein Hund sitzt 
voll Knoten, ich denke er ist geschlagen. 
BUKUR, s. ukur. 

BUKUR , Rauheit. Papan toh paham bukure, dja^ 
ton lamos, dies Brett gross seine Rauheit, et itt 
nicht glatt. — Hapus berenge bukure bewabe^ikiy 
kamaangku handak babuhit, auf seinem gancen 
Korper ist nichts als Rauhigkeit, ich denke er wird 
ofTene Schaden kriegen. — jETa^uArur, babukur, buku- 
bukur, mambukur, rauh, uneben sein; (z. B. auch 
dui-ch Miicken etc. gestochen.) — Barabuhw, alle, 
oder 1 uberall rauh. — Bnkurbakuray sehr rauk, 
uneben. 

BUKUT, i. q. kadjang, eine von Blat tern geflochtene 
Matte. — Babukut, bukubukut, mit Bukut iiber- 
deckt, liberdacht. — Barabukut^ alle mit Bukut be- 



BUIC— BUL. 



BUL. 



77 



dicckt — Andau udjan, kalah ita kcUmkut, es regnet, 
luit uns ein bukut als Schirm iiber den Kopf hal- 
ten. — Mambakut, mit einem bukut iiberdeckeii. 

BOKUT pisang, eine aufder Pisangpflanzelebende 
Raiipe. — Fisang habukut, der Pisang hat Raupen. 
BUKUT, die Gebahrmutter. 

BULAN, der Mond; ein Monat. — Bulantaheta, 

Neamood;— > totok bulan. Stuck vom Monde, nennt 

nan den Mond die ersten Tage nach dem Neu- 

moode; — bulan paras kadjang penesek, (Mond 

glatt wie ein Kadjang gehend) das erste Viertel ; vom 

cnten Viertel bis zum VoUmond erhalt der Mond 

die folgenden Namen: bulan tihin plandok, der 

Mond Bchwanger als ein Zwerghirsch, — bulan ma- 

njnmig, der herrorragende Mond, — bulan habua 

boCoog, der Mond bat eine Kiirbisfrucht , — bulan 

minis, der siisse Mond. Dann kommt der bulan 

banter oder bulan turong, der runde, voile Mond. 

Naeb dem VoUmonde: bulan kalindong tihang, 

Mond beschiltzt vom Mast, — bulan kalam kamba, der 

Mood abnehmend als ein Gespenst , — bulan kalam 

tikns, der Mond abnehmend als eine Ratte, dann: 

parat kadjang pundur, das letzte Viertel. — Kurong 

nennt man den Mond wenn er nicht zu sehen ist, 

etwas Tor und nach dem Ncuraonde. — Bulan ist 

audi ein weiblicher Name; fiir wen dadurch das 

Wort bulan pali, unerlaubt, geworden, der nennt 

den Mond und Monat panala. — Ikau bulan ma- 

taaindau ajungku, du bist mein Mond und meine 

Sonne, (du bist es auf den ich vertraue, oder, von 

dem ich abhangig bin.) — Babulan, etwa einen 

Monat Babulan toh djari katahie la hagoet, es ist 

jelst etwa ein Monat scit er fortging. — Babulahu- 

faa, viele Monate. — Lawongku habukm bintike, 

Biein Kopftuch ist mit halbmond-formigen Figuren 

bediw^t. 

BtJLANG, das Wiederholen ; das bin und her 
geben. — Kasen ia, kindjap bulange, was will er, 
oft iein bin und her gehcn? (z. B. aus einem Hause 
ioi andere.) s. ulang. 
BULANGBELENG ; s. babeleng. 
BULANGBULIT, s. bulit. 

BULAT, nind, (eine Kugel;) ganz; bei einander, 

vereinigt; entschlosscn. Pusa bulat takoloke, die 

Katze hat einen runden Kopf. — la manganju bu- 

iat, er hat rundes (ganzcs) Holz geholt, (hat es nicht 

jienpalten.) — Mamili benang bulat dar'ahe, ein ganzes 

St^ck Zeug kaufen. — iEwen ta bulat toh tinai, 

sie leben jetzt vdeder bei einander. — Kilen augh 

awen, bolat toh, wie ihre Worte, vereinigt jetzt? 

(sind sie es mit einander eins geworden, einerMei- 

muig.) — > la djari bulat ataie manganan sawae, er 

ist entschlossen seine Frau wegzuwerfen, (sich zu 

schfiden.) - — Bulat itong duit sakiping, zahl einen 

volien kiping, (2 fl.) — JBoiti^, bulabulat.ru ndlich; 

iranz, etc — Ita toh babulat tain kambing wai, wir 

leben jetzt zusammen nur als Ziegendreck, (nur 

knrae Zeit, werden bald wieder aus einander gehen.) 

— Sulatbakdih, ganz an, in einander. JEvren ta 

hit nngli iirtp bulat balalih, sic ringen sich dichtmit 

den Armcn und Beinen umfasst habend. — Mam- 

hmiaty habulat dengan, kugelfdrmig machen ; zusam- 

nsenbringen , vercinigen. — Mambulat utang, seine 

Scimlden zusammenbringcn , (Schuldner eines Men- 

fchen werden, welcher die einzelncn Schuldposte be- 

lalilt.) — - MambtmhuleUy mambulambulat, ein bischen 

mambulat. — HalnibulcU, habulal^ulat, oft, lange 

nambulat. — Tarabulat^ kugelformig gemacht etc. 

werden kdnnen. — Kabulat, Rundung, das vereinigt 

tein, etc. 



BULAU, Gold. — Bulau kadjea, falsches oder 
doch verfalschtes Gold. — Bulau urai, Goldstaub. 
Bulau masak, gahres, i. e. zusammen geschmolznes 
Gold. — Bulau batu'a, altes Gold, (i. e. dunkel- 
gelbes, das beste.) Bulau mangor, unreif Gold, 
(weisslich, wohlfeiler.) — • Bulau ndurut, Goldfranien, 
Tressen. — Mananggalong hapan bulau, vergolden. 
— Bulau, weiblicher Name. — Babulau^ bulabulau, 
als Gold; mit Gold verzicrt, besetzt. Pakaiaebula- 
bulau, seine Kleidung ist mit Gold besetzt — Hct- 
bulau. Gold haben , Gold irgendwo sein. — Bulau 
tanteloh, der Dotter im Ei. 

BULEBULENG, s. babuleng. 

BULI , manuli, zuriickkehren, zuriickgekehrt Djari 
ia manuli humae, ist er wieder zu Haus? Kalah aku 
buli tempongku bihin, ich werde wieder zu meinem 
friihem Herrn zuriickkehren. — ^la djari buli pu- 
pohe, er ist zu seiner Braut zuriick gekehrt, i. e. 
hat sie geheirathet — la djari buli sawae, er ist 
wieder zu seiner Frau zuriick gekehrt, (von der er 
geschieden war.) ^- Rearku intu ia buli upoe be- 
wai, mein Geld bei ihm (welches ich ihm geliehen 
babe,) kehrt zuriick sein Stamm nur, (ohne Zinsen.) 
Djaton babuli (oder bulibuli,) gar nicht, selbst nicht 
fiir kurze Zeit zuriickkehren. — BuUbaliaj immer 
nur das Capital ohne Zinsen zuriickerhalten. Ia ba- 
halap mandohop ikai, reare maku bulibalia, er ist 
sehr gut uns zu helfen, er nimmt sein Geld immer 
ohne Zinsen zuriick. — Mambuli, mampabuli, zu- 
riick erhalten, zuriick kommen lassen; die Heirath 
voUziehen lassen. — PanuU, das Zuriickkehren, 
Riickkunft, Riickreise. Panesekku mangat bewai, 
panulingku paham bahaja, meine Ilinreise war an- 
genchm, aber auf meincr Riickkehr gab es viele Ge- 
fahren. — Uakabuli, einander zuriick geben , (z. B. 
was man geraubt -hatte.) — Tampuli, Losegeld fiir 
etwas was man verpfandet, oder Fundgeld fiir etwas 
was man verloren hat. — Tampuli, hatampuli, in 
einem Tage hingehen und zuruck kehren kdnnen; 
wieder erwerben. Humangku djaton kedjau, olih 
tampuli, mein Haus ist nicht weit, man kann in 
cincm Tage bin und zuriick kommen. — la limbah 
bakiihu djari tampuli panataue, er hat nach seinem 
Brande seincn Reicbthum wieder erworben. — Nctm- 
puh\ manampuli, hatampuli dengan, ausldsen (was 
verpfandet war;) wieder erwerben; wieder einholen. 
Aku bini malem, paham aku manampuli alemtoh, 
ich wachtc gcstern, (schlief nicht,) heute will iches 
tiichtig wieder einholen. — Tantuli, das zuriickge- 
bracht sein, das angebracht, abgeliefert sein. Arut 
idjii indjam ita, djari tantulie, das Boot, welches 
wir geliehen haben, ist schon sein zuriick gebracht 
sein? — Nantub\ mautuli, manantuli, hatantuli de- 
ngan, zuriick bringen, abliefern. Aton pampait olo 
bara Bandjar, kar^ aku mantulie hong mantir, es 
sind Sachen weldie man von Bandjarmasin ge- 
schickt hat, ich werde sie beim Hauptlinge abliefern. 

BULIT, das gesprenkelt sein, una zwar schwarz, 
roth oder braun mit weiss. (Katzen, etc.) — - HabuUt, 
also gesprenkelt sein. — Babulit, bulibulit, ein we- 
nig also gesprenkelt sein. — Bcwahulit, alle also 
gesprenkelt sein. — BcdangbuUt iiber den ganxen 
(schwarzen, rothen oder braunen) Leib Hark weiss 
gesprenkelt sein. 

BLJLOI, das Haar an den Schamtheilen. 

BULU, das Haar der Thiere, und das der Men- 
schen am Leibe; (Kopf haar: balau;) die Federn;die 
Harchen, Fasern an Pflanzen, Friichten; dieHiilsen 
des Reisses, wenn die Korner ausgestampft sind. — 
Badarem bulu, (Fieber in den Haaren haben, i. e) 



78 



BULr— BUN. 



BUN. 



dttern, (vor Kalte.) — Mangarotek bulungku aku 
handak badarem, meine Haare steigen zu Berge, 
ich werde Fieber kriegen. — Mangalambi (oder gi- 
ring) bulungku, awi kikahku, das Haar stieg mir 
vor Furcht tu Berge. — Urct bulu, Name etner 
stark behaarten Raupe. — HabulUy Haar haben. 
Badjang babulu bahandang, der Hirscb hat rothes 
Haar. — HababulUy babulubulu, wenig Haar haben, 
eben erst Haar haben. Ham hababulu usoke, es 
fangt ihm just erst das Haar auf der Brust zu 
wachsen an. — Babulu, bulubulu, rauch, (nicht von 
Thieren, aber von Menschen, Pflanzen, wollenen 
Decken etc gesagt.) — Barahuluj alie rauch. — 
Bulubulu, als Haar, sehr viele. 

BULUBULUP, s. babulup. 

BULUS, der zweiglose Thetl eines Baumstammes, 
von der Wurzel lus zum ersten Zweige; besonders 
also der Stamm aer Palmen; — der Reif eines 
•Binges, (ohne die gewohnlich darauf sitzenden Steine ;) 
-^ Name einer Sorte langstammigen zweiglosen Bam- 
bu. — Pandjang bulus enjoh, lang ist der Stamm 
der Kokospalme. • — Tisingku buluse wai, djaton matae, 
mein Ring ist nur ein Reif, ohne Steine. — Ha- 
bulus, babulus, bulubulus, langen Stamm ohne Zweige 
haben. — Kaju beta bulusbaluscm, bahali mamuar 
beta, die B^^ume dort haben alle langen Stanun son- 
der Zweige, es ist miihsam dort Wachs zu suchen. 

— Barabulu8, alle babulus. 

BULUT, Faser; Rauchheit; Rauheit, Schorf. — 
Paham bulut kihise, gross die Rauheit seines Schor- 
fes; (er steht hoch auf.) — Uabulut, babulut, bulu- 
bulut, rauh, faserig sein; (Holz, es nicht glatt ho- 
bdn konnen.) — Hababulut, habulubulut, etwas 
rauh, faserig sein. — Barabulut, alle rauh, faserig. 

BUMBON , etwas (Holz, Zweig etc.) was man unten 
im Wasser versteckt, und es dann durch andere 
tauchend suchen lasst. — Habumbony beim baden 
spielen, tauchend etwas suchen. 

BUAIBON, eine Art BaumwoUenbanm ; (der die 
echte BaumwoUe tragende: kapas.) iEwah bumbon, 
eine iEwah, Tuch ums Mittel des Leibes, von sol- 
chem StofTe; sehr dauerhaft. 

BUMBONG, junge, zarte Blatter, Herzblatter. — 
I^ku bumbong nangka akan djohon ita, hoi junge 
Nangkablatter fiir unsere Bruha — Handipa bum- 
bong enjoh, s. handipa. — Habumbong, junge Blatter 
haben. — Mcanumbong, ausschlagen, junge Blatter 
treiben, (Biiume, etc.) 

BUMPAK, s. umpak. 

BUMUR, s. umur. 

BUNABUNAU, s. babunau. 

BUNAJ, mannlicher Name. 

BUNAU, mannlicher Name. 

BUNiEBUNyE, s. babuna. 

BUNDAL, i. q. bohol, wird sclten allein, gewdhn- 
lich hinter bohol gefiigt gebraucht. — Ausserdem: 
bundal, ein Strick, Rottan etc. beim Zahlen ge- 
braucht; fiir jede zehn macht man einen Knoten 
hinein; auch diese Knoten nennt man bundal. — 
Pira bundalm djari, wie viel Knoten hast du schon ? 

— Buabuah ikau, ara bundal kasalam djari hong 
ataiku, nimm dich in acht, viele Knoten deiner 
Vergehen sind schon in meinem Herzen, (ich be- 
halte sie wohl, und du hast schon viel auf deiner 
Rechnung.) — Habundal, einen Zahlstrick gebrau- 
chen. — Mamundaly mit Bundal zahlen. 

BUNDANG, Name eines hohen Berges zwischen 
den obern Kahaian und Dusson. — Mannlicher 
Name. 

BUNDOBUNDONG, s. babundong. 



BUNDOI, mannlicher Name, (von mamundoi, 
kranklich, schwach.) 

BUNGAH, (Bandjarsch) i. q. anak rear, Zinsen. 

— Babungahy Zinsen tragen. — Mcunbungcih, Zinaen 
tragen lassen. 

BUNGAI, (bas. Sang. = tingang,) NashomvogeL 

— Mannlicher Name. 
BUNGAN, mannlicher Name; (von babungan.) 
BUNGAS, schon; geschmiickt. Bungas olo, aao*, 

arut, benang ta, schon der Mensch, Hund, das Boot, 
Zeug. — Babungcu, bungabungas, ziemlich sckdn, 
geschmiickt, verschdnt, verziert. Huma ta babungas 
toto, das Haus ist wirklich schdn geschmuckt. — 
Barabungas, pangabungabungas, alle schdn, ge- 
schmiickt. — Mcunbungas, babungas dengan, schma- 
cken, verzieren. — ifambambungas , mambungaiii" 
bungas, ein wenig schmiicken, verschdnen. — Ha- 
babungas, habungabungas, oft, lange schmiicken. — 
Kabungas, Schonheit, Zier, Schmuck. ^'Pambungas, 
der gern, oft schmiickt, verschdnt. 

BUNGiE, (bas. Sang. = sawang,) ein Gewicht 
welches bei Gotzenfesten gebraucht wird. — Weib- 
licher Name. 

BUNGiEH, Bliithe des Reisses. — Wird auch fur 
kambang, Blume, Bliithe und zugleich weibL Name 
von denen gebraucht, fiir welche kambang pali, 
unerlaubt zu sagen ist. — Hubung'ah, bliihen; (der 
Reiss.) 

BUNGEN, bungen bulau. Name einer weiblichen 
Sangiang, von der ich nichts weiteres erfahren konnte. 
In den sangen werden schdne Frauen mit ihr ver» 
glichen. — Weiblicher Name. 

BUNGEN tandang, ein niedriger, 2— 2| Fuss ho- 
her Strauch; Stiehl und Blatter roth; die kleinen 
runden Bliithen sind griin und weiss; wird als ArzDct 
gegen Sidok, eine Krankheit des Ohres, gebraucht. 

BUNGGUT,dauerhaft; lange Zeit anhaltend. Kahoi 
bunggut indu djihin huma, olih hanja njelo; Kaboi 
Baume sind dauerhaft als Hauspfosten, sie kdnnen 
8 Jahre halten. — la bunggut tahasenge, er dauer* 
haft sein Athem, = er wird alt. — la bunggut ma- 
tae, er dauerhaft seine Augen, i. e. kann lange Zeit 
hinter einander arbeiten, — auch: schlaft miihsaiD 
ein. — la bunggut maneser, er kann lange Zeit tau- 
chen. — Bunggut kap'ahan ataie, sein Kummer dauert 
lange Zeit. — s. unggut. 

BUNGIN, weiblicher Name. 

BUNGKABUNGKAT, s. babungkat. 

BUNGKAK, duichnasst, sehrnass, (wird oft hinter 
bisa, nass, gefiigt.) — Mamungkak, durchnassen. — 
Kabungkak, das diurchnasst sein. 

BUNGKAL, i. q. bingkal; dieselben Ableitungen. 

BUNGKAL, Gewicht um Gold zu wagen. Bung- 
kal toh behat sakiping, dies Gewicht ist 1 kiping 
(2 fl.) schwer, (i. e. Gold so schwer als dies Gewicht 
hat den Werth von 2 fl.) 

BUNGKAM, ein durch einen tabit, Zauberer, 
gemachtes Zaubermittel, — entweder ein mit Zeichen 
(Schliissel etc.) bemaltes Papier, oder ein Strick mit 
3, 7 oder 14 Knoten, oder ein mit Steinen besetzter 
Ring, worin Zeichen gravirt sind. Soil gegen Kio- 
kodille, Schlangen, etc. beschiitzen. Nur Mahome* 
danen machen sie; ein solcher Strick kostet 1 — ^2fl. 

— Mamungkam, bezaubern, (Krokodille.) Tabit ta 
harati mamungkam badjai, der Zauberer versteht es 
das KrokodiU zu bezaubern, (so dass es das Maul 
nicht aufspcrren, also nicht beissen kann.) 

BUNGKANG, minjak bungkang, eine Art Oehl« 
(Hauptbestandtlieil das Fett einer schwarzen Katze,) | 
wird gebraucht um sich unverwundbar zu machen, r 



BUN. 



BUN. 



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weDD maD in den Krieg oder auf Raubziige aus* 
cebet. — Hat man sich aber damit gesalbt, und es 
konunt dann doch nicht zum Strelte, dann verur- 
lacht der minjak bungkang Schorf, — so sagt man. 

BUNGKAR, s. ungkar. 

6DNGKING, Knorrcn, Ast, (an Baumen, im Holzc;) 
Knoteo, Auswuchs, (am Leibe.) — Auch der bakai, 
Art Affe, wird wenn der Reiss, welchem er viel 
Sduden thui, reif wird, bungking genannt. Man 
hofil lie dadurch als Knorren auf die Baume zu 
fatDoeo, sodass sie keinen Schaden thun. — Hor- 
hmigkmg, einen Knorren, Knoten, Auswuchs haben. 

— Barabungktng, alle, oder 1 viele bungking haben. 

— Babvngking^ bungkibungking, knorrig, astig, kno- 
tig, ausstehen. — Bungkingbangkinga, viele Knorren, 
Kjooten etc. haben; iiberall ausstehen. Baha bung- 
luDgbangkinga hapus berenge, die Schwaren stehen 
in Men^ aus an seinem ganzem Leibe. 

BDNGKIR, s. ungkir. 

BUNGKO, mungko, Beule, Geschwulst. Bungkon 
en hong lingkaum, baha atawa buah kaju, was fiir 
eine Beule an deiner Stirn , eine Schw'are oder gegen 
Hok gestossen ? — Habungko, eine Beule haben. — 
Babttngko, bungkobungko, mamungko, geschwollen, 
boch ausstehen, (Schwaren, etc.) — Barabungko, alle, 
oder 1 iiberall Bieulen haben. Baue barabungko irae- 
pet palinget, sein Gesicht sitzt vol! Beulen, gestochen 
diirch Wespen. 

BUNGKOK, Kropf, (der Vogel und Menschen; 
bei Menschen nicht allein der rechte Kropf, sondem 
jede Geschwulst, jeder Auswuchs am Halse, im 
Nacken, auch iiberhaupt am Kopfe.) — Bungkok 
Unhang, Kehlkopf, der sogenannte Adamsapfel. — 
Kalah wiii ikai njelo toh, blaso kea bungkok ikai, 
et geht uns noch all gut dies Jahr, unser Kropf 
wird doch warm, i. e. wir haben so ziemlich zu 
easen. — HcUningkok, Kropf, Geschwiilste haben. — 
B«buHgkok, bungkobungkok , am Ualse etwas ge- 
fchwolkn sein. 

BUNGKOL, (nach Zahlen: kabungkol,) Knaul, 
Knauel (Gam, etc.) — Babungkol, buugkobungkol , 
als Knauel ; in Kn'auel aufgewickelt. — Barabungkol, 
viele Knauel, in vielen Knaueln. — Mamungkol, 
aufwickeln, zu Knaueln machen. 

BU>'GKONG, an Pisang, Kudjang etc. i. q. ba- 
mig an den Palmbaumen, eine grossere Dicke untcn 
am Stamme. — Von Palmbaumen gebraucht heisst 
bungkoog die Spitze des Starames, so weit er mit 
Blattem besetzt ist. — Bungkong mariam, das dicke, 
luntere Ende einer Kanone, hinter dem Ziindloch. 
— Dann bungkong auch: Dicke, Geschwulst, (in 
den Gelenken.) — Habungkong, babungkeng, bung- 
kobungkong, dick, geschwollen sein, (die Geleokc, 
dnrch Gicht etc.) — Barabungkong, alle, oder 1 iiberall 
01 den Grelenken geschwollen sein. — Babungkong, 
(basw Sang. = badusa,) um Geld gestraft; wird im 
gevohL Dajacksch oft hinter badusa gefiigt. 

BUNGKOR, Decke; das bedeckt, eingehullt sein, 
laoch Kopf und Arme.) — ffabungkor, babungkor, 
imigkobungkor, ganz bedeckt, eingehiillt. — Ma- 
wmgkar^ jemanden ganz bedecken, einhiillen. — Ba- 
nbtiMgkor, alle ganz eingehiillt. 
BUNGKUP, 8. ungkup. 

BUNGKUS , (nach Zahlen auch : kabungkus,) Biin- 
dd, (Zeug, etc;) Emballage, Convert; Verband (von 
Wonden.) d. umwickelt, eingepackt sein. — Gula 
tdo kabungkus, 3 Fackchen Zucker, (in Blatter ge- 
wackdt.) — Laku benang isut indu bungkus su- 
raikiL, ich bitte um etwas Zeug zum Umschlage mei- 
Buches. — HabungkuSy babungkus, bungkobung- 



kus, eingewickelt, eingepackt, verbunden. — Bara- 
bungkus, alle eingewickelt, etc. — Mamungkut, in 
Packchen, Packe thun, umwickeln, zudecken, ver- 
binden. — Mamungkumungkus , ein bischen ma- 
mungkus. — Hahabungkus , habungkobungkus, oft, 
lange mamungkus. — PamungkuSy der gem, alles 
umwickelt, etc. 

BUNGO, bungon tanggoi, das kleine runde Kapp- 
chen, welches in die Mitte des Tanggoi, grossen 
Sonnenhutes, geflochten ist, womit der Tanggoi auf 
dem Kopfe fest sitzt. 

BUNGOH, die durch jemand im Streite getodte- 
ten; (gewohnlich gebraucht man dies Wort erst, 
wenn er, der sie todtete, auch im Streite gefallen 
ist.) Naughe ia matai, djari ara kea bungohe, mag 
er gestorben sein, er hat doch viele erlegt. — Dja- 
gauku toh dahen bulue, djari ara bungohe, dieser 
mein Hahn ist fest von Federn, (stirbt nicht, wird 
nicht besiegt,) schon viele hat er getddtct (in Hahnen- 
gefechten.) — Mctmbungoh, auf Jagd etwas erlegen. 
lii bidi mandop, aton kea mambungoh, er kehrtvon 
der Jagd zuriick, er hat etwas erlegt 

BUNGU, kabungu, Gier; Gefrassigkeit, Fressgier. 
Paham bungue olo ta kuman, mit grosser Gefrassig- 
keit isst der Mensch. — Babungu, gierig, gefrassig. — 
Bungubungu, ziemlich gierig. — Barabungu, alle 
ziemlich gierig. — Pangabungubungu , alle gierig. — 
Pangkabunguy am gierigsten. 

BUNGUN, babuugun, bungubungun, unvorsichtig, 
vorwitzig, dummdreist; ohne Ursache, aufs Gerathe- 
wohl. — iEla ikau babungun tokep danum, ara ba- 
djai, geh nicht unvorsichtig dicht ans Wasser, 
cs sind viele Krokodille da. — Kwiika ia manenga 
bungun bewiii, aton bukue, wie soUte er das ohne 
Ursache geben! er hat seine Griinde. — Wajah djari 
halau, brangai malan bungun wai, die rechte Zeit 
ist schon voriiber, aber lasst uns nurauf gut Gliick 
das Feld bestellcn. — Mambungun^ jemanden auflauern. 
Ara bigal mambungun olo hong tumbang ita, viele 
Riiuber lauern den Menschen auf an der Miindung 
unsres Flusses. — Kabungun, das aufs ungewisse 
auf gut Gliick thun. — Pambungun, der alles auf 
gut Gliick thut, der immer auflauert. 

BUNJAT, jungc Fische, Fischbrut, wird nur ge- 
braucht von den Fischen: behau, miau, tahuman; 
(doch fiir die Brut dieser Fische kann man auch 
anak bilis, den gewohnlichen Namen fiir Fischbmt , 
gebrauchen.) — Habunjatj babunjat, bunjabunjat, 
in Menge, sehr viele (zugleich: kleine;) klein. Ba- 
bunjat oru lembut, das junge Gras sprosst in Menge 
auf. — Anakm telotelo babunjat wiii, alle dcine 3 
Kinder sind nur klein. — Mamunjat, Bunjat fangen. 
Pamunjat, der immer Bunjat fangt. 

BUNJAU, i. q. bunot. 

BUNJER, Gries, kleine Stiickchen, (von Reiss, 
Djagong, etc. durchs Stampfen beim Enthiilsen.) — 
Habunjer^ mit Gries vermengt. — Babunjer, bunje- 
bunjer, griesig, als Gries; davon dann: habunjer, 
babunjer, bunjebunjer, viele (zugleich: klein.) Ba- 
bundjer buhite, er sitzt voll kleiner Schwaren. — 
Barabundjer buhite, sie alle sitzen voll kleiner 
Schwaren. — Mamunjer, den Reiss von Gries sau- 
bern. 

BUNO, eine Lanze, oben mit 2 runden Wider- 
haken; wird jetzt nicht mehr gemacht; die noch 
vorhanden sind stammen aus alten Zeiten , und wer- 
den nur bei Gotzenfesten gebraucht — Mannli- 
cher Name. 

BUNO, Blutfehde, (in der man gegenseitig friiher 
ermordete racht.) Bunon awen hindai djari bageto. 



80 



BUN. 



BUN. 



ihre Blutfehde ist noch nicht abgerisaen, (beendet) 
Solche Buno geben oft bis auf die Kindikinder iiber, 
bis sie endlich darch eioe grosse basara, Untersu- 
chung. beendet werden. Ersocht eine der Parteiea 
um solcbe basara, dann wird untersucht, wer oder 
wessen Vorfabren die Hauptschuld am Buno gehabt 
haben; der scbuldige Theil muss dann eine Blanga 
und andere Gtiter, oft zum 'Werthe von vielen tau- 
send Gulden bezablen. Femer iibergiebt jede Partei 
der andem einen Sclaven, indu sapan buno, oder 
indu sapan pahamban, zur Versdhnung, Reinigung 
des Buno; der Sclav wird geopfert; darauf sind die 
friiheren Feinde dann wic»der burai, Freunde. — 
jffabuno, in Blutfehde mit einandcr leben. 

BUNOT» bunjau, ein Baum, wird sehr dick; die 
faustdicken,eckigen, griinlichen, sauerlichen Fruchte 
werden gegessen. — Habunot, habuabunot, mitlang- 
gezognen Rauten, Yierecken bedruckt, (Zeug.^ 

BUNTAL, ein Knorpelfisch, (ohne Giikten;) kann 
sick kugelfbrmig aufblasen; essbar, aber die Galle 
soil tiodtlich sein. Der buntal kalapa hat scbwarzen 
Riicken, gelbweissen Bauch , ist aufgeblasen so gross 
als eine Kokosnuss; daber sein Name ; — der buntal 
pisang hat braungelben Riicken, weissen Bauch, ist 
aufgeblasen so gross als ein Ei; — der buntal pion 
oder buntal bahidjau hat dunkelgriinen Rucken, 
weissen Bauch, so gross als der b. pisang. — Bun- 
tal, weiblicher Name. — Bawoi buntal, s. bawoi. — 
Matii ingaruit buntal matam, stirb dass deine Au- 
gen durch den Buntal ausgebohrt werden. (Ein Fluch, 
i. e. stirb durch Ertrinken ! — Die Buntal asen auf 
Leichcn.) — Habuntal, Buntal irgendwo sein, leben. 

— Bahuntal, buntabuntal, kurz aber dick ; dick (der 
Bauch.) — Barabuntal, alle kurz aber dick. 

BUNTANG, Knopf, (auf einem Stabe, Flaggen- 
stocke, etc) — Habuntang, mit einem Knopfe ver- 
sehen sein. — Babuntang, buntabuntang, habuntang, 
dick am Ende; dick. Paham bagawi ia, babuntang 
tundjuke, er hat yiel gearbeitet, seine Finger sind 
dick. — HababurUang, habuntabuntang , ziemlich 
dicL — Barabuntang, alle dick. — Kabuntang, die 
Dicke. 

BUNT AT, einen grossen Knorren haben, (z. B. ein 
Baum, welchcr halb gebrochen war und wieder zu- 
samraen gewachsen ist) 

BUNT AT, versagen, nicht losgehen, das PuWer 
von der Pfanne brennen, (Feuergewchre ;) dumm, 
einfaltig, (Menschen.) Tarakorku buntat, bisa san- 
dawae, meine Buchsc versagt, das Pulver ist nass. — 
Buntat ikau, djaton harati augh olo, wie dumm du 
bist, verstehst nicht was man sagt. — Babuntat, 
buntabuntat, ziemlich dumm. — Barabuntat, alle 
ziemlich dumm. — PangabuntabunteU , alle dumm. 

— Mamuntat, machen dass ein Gcwehr versagt; dumm, 
einfaltig machen, (Krankheit einen Menschen.) Ma- 
muntat palinget, Wespen beschwdren, dass sie nicht 
stechen, (dass ihr Stich versagt.) — Kabuntat, das 
Versagen; die Dummheit. — Pamuntat, der Wespen 
etc. beschwdren kann, dass sie nicht stechen. — Ein 
Sprichwort: buntat kaju tau hapan barapi, buntat 
olo djaton, knorrig Holz (s. das obige buntat) kann 
man zum Kochen gebrauchen, die Dummheit der 
Menschen zu nichts. 

BUNTAU, faulig, faulend, (Leichen, Aas, und 
zwar in dem Maasse dass sie auf dem Wasser trei- 
ben;) faul. Terai wai manggau hantue, entai ia 
buntau, kadua hindai ta ia lampang, hdrt nur auf 
seine Leichezu suchen, wartet bis sie fault, noch 
2 Tage, dann treibt sie oben. — Lalehan ikau buntau 
nongkang andau, menter hatiroh bew'ai, was bist du 



faul den ganzen Tag, liegst und scUafit nur. — 
Babwatauy buntabuntau, etwas verfauk, fauL — 
Barabuntau, alle etwas buntau. — Pang<ibuntabunUmf 
alle buntau. — Mamuntau, verfaulen lassen. Kilen 
keton mamuntau lauk toh, djaton keton munjabe, 
wie lasst ihr doch diesen Fisch so verfaulen, ihr 
salzt ihn nicht. — Mamuntau arepc, sich an Faul- 
heit ubergeben. — Kabuntau, das verfault sein ; die 
Faulheit 

BUNTER, rund, (als ein Cirkel; als eine Kugel: 
bulat.) — Bulan bunter, Vollmond. — Paham ka- 
pahangku, bunter pikirku, kantakanta djaton tau, 
gross meine Sorge, rund meine Gedanken, dortund 
dort es geht nicht, (i. e. wie ich auch nachsinne ich 
finde keine Auskunft, Rettung). — Babunter, bun- 
tebunter, ziemlich rund , (befehlend: ganz rund!) — 
Bartibunier, alle ziemlich rund. — Pangabunt^um>~ 
ter, alle rund. — Mamunter, habunter dengan, etwas 
runden. — Mamuntemunter ^ ein bischen runden. — 
Hababunt&r, habun tebunter, oft, iange runden. — 
Tarabunttr, rund gemacht, gebogen werden kdn- 
nen. — Pamunter, das rund, voU sein, (des Mon- 
des.) Intu pamunter idj'a rahian aku batolak, am 
nachstfolgenden Vollmonde werde ich abreisen. 

BUNTIL, ein Sack von grobem dickem Zeuge, 
auf Reisen gebraucht. — Jiabuntil, einen Reisesack 
haben, gebrauchen. 

BUNTIS, das Bein zwischen Knie und Fuss. — 
Bua buntis, die Wade. (Schienbein: rurur.) 

BUNTIT, der Riss, Platz, das geplaUt sein. Hai 
buntit klambingku, pahalau seka, gross der durdis 
Platzen cntstandne Rissmeiner Jacke, sie ist all En 
enge. — Babuntit, platzen, bersten. — Mamuntit, 
platzen, bersten machen. 

BUNTJO, (Bandjarsch,) die Ecken, Zipfel, (z. B. 
eines Kopftuchs.) 

BUNTOK, fiir einen Augenblick, vorubergehend, 
(wird nur in Yerbindung mit rarendeng, tapfer, ge- 
braucht.) Rarcndeng buntok, handjulo hadaritinai, 
fiir einen Augenblick tapfer sein und gleich darauf 
wieder laufen. 

BUNTUS, dick, aufgeblasen, aufgeblaht, (derLeib, 
z. B. zu viel Wasser getrunken haben.) — BcUntnhUy 
buntubuntus, etwas dick. — Mamuntus, aufblasen, 
aufblahen. — Kabuntus, d. aufgeblaht sein. 

BUNTUS, i. q. bungkak. Bisa buntus, ganz durch- 
n'asst. 

BUNTUT, Stachel, (der Bienen, Scorpione, etc.) 

— Habuntut, einen Stachel haben. — Babuntut^ 
buntubuntut, als ein Stachel. Tjah ikau manatak 
babuntut ilihi olo, pfui, du hackst Gras alt ein 
Stachel , bleibst hinter den andcrn zuriick , (i. e. viele 
in einer Reihe Gras wegkappcnd, steht die unge- 
kappte Reihe dessen der zuriick bleibt als ein Sta- 
chel aus.) — Tokcp luas ia, djari babuntut knaie, sSe 
ist nalie ihrcr Niederkunft, ihr Leib ist schon spitz 
(hoch aufstehend.) — Barabuntut, alle babuntut — 
Mamuntut, babuntut dengan, stechen, (Bienen, etc.) 

— Pamuntut, oft, gcrn stechend. 

BUNTUT, ein Stiick Zeug, welches man iiber ein 
Kind ausspannt um es gegeii Miicken etc. zu schd- 
tzen. — Mamuntut awau, Zeug iiber ein Kindeben 
ausspannen. 

BUNTUT kandang, der enge, Iange Eingang in 
einen umziiunten Platz, in welchem man wilde Thiere 
fangen will. 

BUNTUT kakumbang, ein Strauch mit kleinen, 
weissen, viereckigen Blumen ; die gestampften Blatter 
werden als Arznei gegen Schwaren gebraucht. 

BUNUM, summend, schnurrend (retdn; dumpf 



BUP— BUR. 



BLR. 



81 



anTorstandlich Getdn (vom Sprechen , durch zu gros- 
ten Abstand, oder wenn jemand aus dem llause 
henus zu einem draussen stehenden spriclit ; auch 
meno jemand fiir sich, in sich hinein spricht.) Ba- 
balah bunume wiii, kedjau ia, sein dumpfer Ton ist 
nur bdrbar, er ist ni weit entfcrnt. — Bunum bu- 
lat, oder biUum bunum, ganz iinverstundlich. — 
BtAunum, bunubunum, summend, dumpf, unver- 
standlich. Angatku ia hong huma, babunum aughc, 
ich denke er ist zii Hausc, ich bore seincn Ton, 
(sdneStimme) — Barabunum, iiberall summend , etc. 
BUP, mebup, Geton z. B. wenn man eincn Kiir- 
bis dnrchhaut, das Schnappen cler Fische. — Me- 
homtbup, wiederboit ein solches Geiun. 
BUPAH, s. upah. 
BURABURAH, s. baburab. 
BURAI, s. urai. 

BUHAK, das Klopfcn (des Herzens, dor Brust.) j 
Pabam burak usokku awiku tariiwen , stark das Klo- 
pfcn meiner Brust, weil ich erschrak. (Zielt iibrigcns 
mebr auf das eigne Gefuhl, wenn die Brust auch 
nidit wirklich kJopft; schlagt sie wirklich, sichtbar: 
nigap Qsok.) — Baburak, buraburak, klopfeu. — 
HcAaburakf haburaburak , ein wenig klopfen. — Ba- 
rcdntnk usoke, es klopft ihnen alien das Herz. 
BURAK, s, urak. 

BURAKBARTK, um und um, von alien Seitcn. — 
Babalap anit ta, burakbarik djari iriksaku, das Boot 
ist gut, ich hal>e es von alien Seiten untersucht. — 
Burakbarik ia imukul tempoe, er wurde von scinem 
Hemi furchtbar durchgcpriigelt. — Haburakbarik , von 
alien Seiten beschen, schlagen, etc. 
BUR AN, weiblicher Name. 
BURANG, weiblicher Name. 
BURANGBARING, s. babaring. 
BITIAS, s. uras. 
BURAU, s. burokburau. 

BUR,E, Schaum (der Wellen, beim Kochen, etc.) — 
Wdblicber Name. — Kara kulangku uras olihc be- 
knn, aku toh manjak burue maliin dia, allc meine 
Vcrwandte kOnnen Icben, ich aber ihrem Schuume 
kann ich nicht einraal nachgehcn , (stche ihnrn 
veit nach; die Vergleichung bezieht sich auf den ! 
Schaum, welchcr beim Rudern cntstcht; "kann so 
»cnig mit ihnen in einer Rcihe nidern, dass ich 
iclltetdem Schaume ihrcs Ruderns nicht folgcnkann.") 
— Kotak burd, das anhaltende Ermahncn, Tadeln. Ia 
djaton malajan kotak bur'ae dengan anake, er hort 
nicht auf sein Kind zu tadeln , (und es ist zugleich j 
docb krafllos, hilft nichts.) — Buriibaraa, bma- 
bfian, anhaltend tadeln, ermahnen. — Habura, ba- 
iMiri, buraburii, schuimen. Paham kalaite, ba- 
bura njamae, stark sein Zorn, es schaumt soin Mund. 
— ' Mambesai sarapai babura sapan tulaiig, rudern 
bis die Gelenke sch'aumen. — Hababurd, haburii- 
bara, ein wenig sch'aumen. — Baraburd^ alle, oder 
einer stark, iiberaU sch'aumen. — Mangotak mam- 
bora, L q. burabariia. 

BCREK, Schnupfen, Rotz, (in der Nase.) — Ilabu- 
rtk^ Schnupfen haben (z. B. awi isak, durch Erkal- 
tuDf^) — Baburek, bureburck, etwas Schnupfen ha- 
ben; als Schnupfen, Rotz, (aussehen;) mit Schnu- 
pfen beschmiert sein. — Burekbarekariy iiberall mit 
Rotz be«chmiert — Baraburek, alle Schnupfen ha- 
ben. — PaJtaburek, der oft am Schnupfen leidet, 
immer verstopfte Nase hat. Pahaburek aku, se- 
buebal aughku, ich leide immer am Schnupfen, 
dumpf ict meine Stimme. 

BURENG, nicht voll, nicht viel tragen, leer, (der 
Reiftft, nur wenig Rrirner in einer Aehre;) dumni. 



einfaltig. Bureng ikau, auni wai, du bist ein Dummr 
kopf, schweig nur still. — Babureng, burebureng, 
ziemlich bureng. — Barabureng, alle, iiberall nicht 
voll tragen, alle etwas dumm. — Pangaburebureng 
nur : alle dumm. — Momlureng , bureng werdcn las- 
sen, (Wiirmer, die Hitzc den Reiss.) — Tantai ia 
mambureng arepe, iii harati gawi ta, absichtlich 
stellt er sich dumm, cr verstcht die Arbeit wohl. — 
Kahureng, das ohne Friichtc sein; die Dummheit. 
— Panqkabureng, am leersten, am dummsten. 

BURIBIIRI, s. baburi. 

BURING, Holzkohlen; (Kohlen von andern Din- 
gen: karawo;) Russ. Kalapapa tii bunggut buringe, 
bahalap hapa manasal, das Kalapapaholz dauerhaft 
seine Kohlen (i. e. sie haltcn lauge Feucr,) es ist 
gut zum Schmieden zu gebrauchen. — Paham kaha- 
bae, helat henda dengan buring, h eft ig seine Krank- 
heit, zwischen Gelbwui-z und Russ (ist seine Farbe, 
er sieht gelbschwarz aus.) — Haburing, Kohlen, 
Russ haben,- benisst; einander schwarz machcn, be- 
schmutzen. — Baburing, buriburing, als Kohlen, 
Russ, schwarz, schmutzig. — Baraburing, alle schwarz, 
schmutzig. — Mamburing, *chwarz, schmutzig ma- 
chcn. — Mamburimburing , ein wenig schwarz ma- 
chen, beschmutzen. — Ilababuring , haburiburing, 
immer, oft beschmutzen. — Pamburing, der oft, al- 
les schwarzt, beschmutzt. 

BUROK , wiederum ; anhaltend, immer. (Kann nur 
mit ala, djaton, nicht, verbundcn gebraucht wer- 
den , ausser wenn das Subject nochmals wiederboit 
wird.) Bari, burok bari kinan ita, Reiss, immer 
Reiss esseu wir. — i'Ela ikau burok manakau , stiehl 
nicht immer, (oder: nicht wieder.) — JEla. ikau bu~ 
roburok (baburok) manakau, stiehl nicht wieder, 
(selhst geringe Dinge nicht.) — Burokbaroka, fiir 
dasselbe wiederum. Arutku imiliku apat pulu, in- 
djualku tinai burokbaroka tii kea, mein Boot hatte 
ich gekauft fiir 40 (scil. kiping, ii 2 fl.,) ich 
hal)e es fiir dasselbe wieder verkauft. — Burokbu- 
rau^ immer, l>estandig, (kommen und gehen.) 

BURONG, Vogcl. — Mannlicher Name. — Olo 
tii olo burong, tier Mcnsch ist ein Vogel-Mensch , 
(i. e. ein bestiindig umhervagabondirender Mensch.) 

— Ilaburong ^ Vogcl irgendwo sein; mit Vcigelge- 
stalten l>cdiuckt, (Zeug.) — Baburong, ungezahlt, 
im Ganzen, (etwas kaufen.) — Hamburong^ Jagd auf 
Vogel machen. — Pahamhurong, ein Vogelsteller. 

BURUll, vermielhet sein; Miethe. — Aku djaton 
djipiic, buruh bew'ai, ich bin sein Sclav nicht, habe 
mich nur ihm vcrmiethet. — Pirii buruhm idjii bu- 
lan, wie viel Miethe erhidtest du in einem Monate? 

— Barohan, iMiethling. — Mamburuh , Menschen 
miethen, in Dieniit iichmen. — Pamburuh, der oft 
Menschen miethct. 

BURUP, Getiin vom Gehen, vom Schlagen der Vo- 
gcl mit den Fliigeln, von kochendem Reiss, von 
einer Trommel. — Narai burup beta, bawoi hadari, 
was ist dort fur ein Geton, laufen Schweine dort? 

— Baburup, buruburup, soldi ein Getiin machen. — 
Barabuntp, iiberall solch Geton. — Burup audi : 
das Stehentassen , nachkochen lassen des Reisses auf 
schwachem Kohlenfeuer, nachdem er barapi, gekocht 
ist. Bari batekang, djaton ombet bunipc, der Reiss 
ist hart, er hat nicht genng nachgckocht. — Habu- 
rup, (intrans.) auf schwachem Kohlenfeuer kochen. — 
Mamburup bari, den Reiss auf schwachem Kohlen- 
feuer nachkochen lassen. 

BURUP, burup iilws, Stippchen, Schweissstipp- 
chen, Schweissausschlag ; (der in Indien sogenannte 
"rolhe Hund.") — Baburup, buroburup, haburup, 

11 



82 



BUR— BUS. 



BUS— BUT. 



6olche Stippchen haben. — Baraburup, alle tolche 
Stippchen naben, einer voll solcher Stippchen. 
BURUP barap, s. barap. 
BUTOP bump, ». butop. 

BURUS Vaburus, die Utcke, das Ausstehen (des 
Bauches.) — Ifaburua, baburus, bambunis, dick, 
ausstehend. — Barabunis knain awen, sie haben 
alle dicke Bauche. 

BURUT, ein Bruch (an den Schamtheilen , oder 
doch in der Nahe dersclben.) — Baburut, einen 
Bruch haben. 

BURUT, der faserige Stoff, in welchen die Milch 
der Kokosnuss verandert, wen a die Nuss anfungt 
auszuwachsen. — Haburut, solch Burut enthalten, 
(Kokosnusse.) 

BUS, busup, habus, Ausruf um Schweine eu ver- 
jagen. — Mebus, habus, pfeifend, rauschend.; durch- 
dringend. — Mebus ia mamuno bawoi, pfeifend 
(dass es pfeift, kraftig, durchdringend) sticht erdas 
Schwein. — MamebuSj mebumebus, anhaltend solch 
Geton. Paham riwut, mebumebus, stark der Wind, 
cr brauset. — • Baramebus ia mahimon apui, anhal* 
tend und stark blasst er das Feuer an. 

BUSAH, 8. usah. 

BUSAT, s. bunum. 

BUSAU, kabusau, das trunken, betrunken, be- 
t'aubt scin, Trunkenheit, (von Arak, Gift, Tabak, 
Seekrankheit , etc.) — Djari salawah busaum malem, 
ist deine gestrige Trunkenheit uber? — BabusaUy 
betrunken, betaubt sein. — Babusau riak, Wellen 
trunken = seekrank sein. — Aku sampai babusau 
raahining kotake, ich bin wie betaubt davon ihn 
schwatsen zu horen. — BusabusaUy ein wenig be- 
trunken, betaubt — Barabusau, alle betrunken, 
betaubt sein. — Mambusau, trunken machen, be- 
tauben. — Mambambusau, mambusambusau, ein we- 
nig trunken machen. — Hababusau, habusabusau, 
oft trunken machen. — Pambusau, der gern andere 
trunken macht; der leicht trunken wird. — Terai 
mihop toh, tawam ikau puna pambusau, hcirc jetzt 
auf mit trinken, du wcisst dass du leicht trunken 
wirst. 

BUSENG, ertrinken. — Matai buseng, ertrinkend 
sterbcn. — i£la nalua anakm tokep danum, belii 
ia buseng, lass dein Kind nicht nahe ans Wasser 
gchen, dass es nicht ertrinke. — Buseng urongku 
awi karam talo beta, ertrunken ist meine Nase (es 
cckelt ihr gewaltig) yom Gestank des Aases dort. — 
Buseng pindingku mahining aughe haradjur, es betaubt 
meine Ohren, (es thut ihnen wehe) sein unauf horlich 
Geschwiitz zu horen. — Buseng ataiku, djaton katawan 
pikir hindai, rathlos ist mein Herz, ich weiss kei- 
neu Ausweg mehr. — Babuseng, busebuseng, ziera- 
iich Eckel haben, rathlos sein. — Barabuseng, alle 
Eckel haben, etc. — Kabuaeng, Eckel, Rathlosig- 
keit. — Mambuseng^ habuseng dengan, ertranken, 
Eckel erwecken, etc. — Mamambuseng^ mambusem- 
imseng, etwas Eckel erregen, etc. 

BUSI, s. usi. 

BUSIK, s. usik. 

BUSOK, kleine schwarze Kafer, so gross als kleine 
Ameisen; thun viel Schaden an Holzwerk, Reis, etc. 
-" Paham pariiiku awi busok, mein Reiss wird stark 
durch die Busok gefressen. — Halangae iik tatau, 
karah busoke dumah lepah ramoe, er mag fiir eine 
/eitlang reich sein, seine Busok (= Ungliick) wer- 
dcn iiber ihn kommen, und seine Giitcr werden 
auf sein. — la ta puna busok Pulopetak, cr ist der 
Busok Pulopetaks, (durch ihn kommt alles Ungliick, 
er sUehlt immer, richtet Schaden an.) — Ilahusok, 



durch Busok zerfressen. — BarcUnuok, alle, oder 
iiberall durch Busok angefressen. — Babusok, buso- 
busok, hababusok, habusobusok, ein wenig durch Bu- 
sok angefressen; etwas dumpfig, schimmelich riechen. 
(Reiss, etc.) — Mambusok, verderben, zu Grande 
richtcn. — Ikau mambusok ramongku, du rerdirfait 
meine Sachen. t^ 

BUSONG, Sandbank, (auch wenn sie nicht ans 
dem Wasser steht, also:) Untiefe. — HcUifuong^ 
Sandb'anke oder Untiefen irgendwo sein. — Babr^- 
song, busobusong, als eine Sandbank, in einer Un- 
gen Reihe, einem langlichen Haufen, (z. B. Friichte 
irgendwo liegen.) — Mcanbusong, in lange ReiheOf 
langliche Haufen legen. 

BUSONG, stark, Icbhaft, (Wunsch, Verhmgen.) — 
lii djaton tarabalang, busong huange omba, er lasftt 
sich nicht zuriick halten, stark ist sein Wunsch 
um mitzugehen. — Kabtuong, die Starke (des Ver- 
langens.) 

BUSONG, die monatliche Reinigung, die Mond- 
stunden nicht haben, (Frauen.) 

BUSOR, i. q. butjor. 

BUSUP, s. bus und tambusup. 

BUSUT, die Erhdhung mitten auf der Gar^ntODg, 
(malaiisch Gong, kupferne Kesselpauke,) worauf man 
sic bespielcnd schliigt. — Mannlicher Name. 

BUTA, benang buta, grobes, weisses Zeug, zu 
Segeln, Sacken etc. gebraucht. S. auch buta. 

BUT ABUT AT, s. babutat. 

BUTAH, ein von Rottan geflochtner Kiepenkorb, 
welcher an Tragbiindern auf dem Riicken getragen 
wird. — Habutah, eine Butah haben, gebrauchen. 
— Butabutah, als ein Butah (von Gestalt.) — Ba- 
butah, ctwa ein Butah voll (Sachen.) — JBabutabU" 
tah, vicle Butah voll. — Aku malauk, babutabutah 
ulihku, ich bin am Fischeu gewesen, viele Kdrbe 
voll habe ich gefangen. 

BUTANG, s. utang. 

BUTATULI, 8. buta. 

BUTiE, miinnlicher Name. — Buta, kabuta, das 
blind sein, Blindheit. (Bilas wird oft zur Verttftr- 
kung hinter buta gefCigt.) — Buabuah ikau manan- 
djong hamalem, mikah ikau manampa butam, (boll 
bilasm,) sei vorsichtig, wenn du des Abends gehst, 
du m(>chtest sonst deine Blindheit machen, (i. e. 
irgendwo gegenstossen, dass du blind wiirdest) — > 
Lalehan butam tantarang kaju bakarinah hong dja- 
Ian, erstaunlich deine Blindheit, stosst gegen Holz, 
welches deutlich im Wege liegt. — BabutU^ blind, 
blind sein. — ButdbutSy die Augen zufallen lassen 
(vor Miidigkeit;) auch: faul. — Ikau butabutik, ka« 
lith lius batiroh, die Augen fallen dir zu, geh nur 
schlafen. — lii butabuta melai huma wai, djaton 
talo gawigawie, er sitzt nur faul zu Hause und thut 
gar nichts. — Barabutd, alien die Augen dicht fal- 
len. — Buta badengen, oder das Bandjarsche , buta, 
butatuli, blind und taub, i. e. unvorsichtig , un- 
aufmerksam, nachliissig. — Manandjong buta ba* 
dengen, djaton mita sambil gantau, unvorsichtig 
gehcn, weder rechts noch links sehen, (nur zupaf- 
schen.) — Gawim butatuli, djaton mingat ampin 
kabuahe, deine Arbeit ist sehr nachliissig, du ach- 
test nicht darauf es recht zu machen. — Pcmgab^' 
tabutdy alle als blind, unaufmerksam. -^ MamlmtA^ 
mampabuta, pabuta, blind machen, (z. B. Krank- 
heit etc. jemanden.) — Hcunbutd, immer mit ge- 
schlosseneu Augen liegen, (Kranke.) Paham kea 
kahabae, hambuta ia, hefUg doch sein Kranksein, 
er liegt immer mit geschlossenen Augen. 

BUTENG, lange Zcit kdnnen tauchen. — Ba- 



BUT. 



BUT— DAD. 



83 



buttng, butebuteng, ziemlich lange tauchen konnen. 
— Pangainitebuteng , aile ziemlich lange tauchen 
kdimeii. — PeMgkabuteng , am langsten tauchen kdn- 
neo. — Kabuteng, das lange aushalten kdnnen (zu 
tauchen.) — Has, koa habuteng urong, wohian, lass 
iiDi beiden die Nasen tauchen, (nur die Nase und 
den Mand ips Wasser steckcn und sehen wer es 
«■ lajigsten aushalt.) 

BUTIU, Warze. Papa ampie ia, butih hai hong 
totok uronge, h^sslich sein Ausselien, hat eine 
grone Warze auf der Spitze dor Nase. — Bu-- 
Uh papat, butih lindong, kleine Warzen, welche 
levdnnlich in grosser Zahl auf einmal erscheincn, 
aber nach 4 — 6 Monaten wieder verschwiuden. — 
Butih lanan, eine krebsartige Schware, dunkelroth, 
wild etwa to gross als eine Pinaugfrucht, bricht 
(laim auf und beginnt zu faulen, blutet bei der 
gcringsten Beruhrung, und frisst inuner weiter, bis 
der Mensch stirbt. — Uabutih, Warzen haben. — 
Barabutik, alle, oder einer iibcrall Warzen haben. — 
Babtiik^ butibutih, als eine Warze. 

BUTJOR, busor, (Bandjarsch, = paham djala- 
nen,) sehr leek. (Boot, Schiff.) — la kuman pahara 
enjak bawoi , butjor ia kariih , er isst viel Schweine- 
fctl, er wird sehr leek werden,= Durchfall erhalten. 
BITOH, 8. baputan. 

BUTOL, abgeneigt, ungern; faul, langsam. — la 

batol sohoe, er thut allcs, was ihm geheissen wird, 

ungeroe. — Babutol, butobutol, ziemlich abgeneigt, 

etc — Barabutol^ alle ziemlich buiol. — Panga- 

bMntol^ alle butol. — Mambutol, abgeneigt, ab- 

veodig machen ; langsam , zogernd werden lassen. — 

Uioiogku wai kahau olo ndau, tapi ihatku aku 

oumlmtol arepku, ich habe wohl das Uufen der Lcute 

vor kurzem gchurt, aber absiclitlicli habe ich mit 

nMincm Rommen gczogert. — Mambutombutol , etwas 

abgeneigt machen, etc. — Hababutol, habutobutol, 

oft, lange abgeneigt machen. — Kabutol, Abkchr, 

Abgeneigtheit, Faulheit, das Zogern. 

BUTON, cin Baum, der Stamm mit Dorncn be- 
letzt; Bast rolhlich; hart, dauersam Holz. 

BUTONG, eine Art Melone;die Friichte wachscn 

lehr schnell, wenn sie fast reif sind erscheint cine 

m eh lar tige Substanz darauf , kasai gcnannt. — Batuii 

batong ita djari hakasai, unser Buiong wird reif, 

ef silzt schon Kasai darauf, (mit dicscn Worten be- 

spotiel man schorfigc Mensclicn.) — JIabutong , unzu- 

▼erlassig, prahlerisch. — M\& harap aughe, ia puna 

ii ab u tong, hoffe auf seine Worte nicht, dcnn or ist 

ja unzuverli&ssig. (Das Fleisch der butong ist faserig, 

oicht fest.) — Babuiong, butobutong, fett undglatt, 

schnellwachsend, (von Kindern und jungen Thie- 

wta gebraucht.) — Barabutong, alle fett und glatt. 

— Kabutong^ das fett und glatt sein. 

BUTOP, (nach einer Zahl: kabutop,) ein Klum- 
pea (Erde, Zucker, Gold, etc.;) der Kadelsfiilu-cr, 
Anjktifter, (von bdsen Dingen.) — la buiop kasala, 
iLai toh pahir bewai , er ist der Anstifter dieser bo- 
ten That, wir sind nur verleitet. — Gula apat ka- 
butop, 4 Klumpen Zucker. — Babutop, butobutop, 
habutop, als ein Klumpen; in Klumpen, bei Klum- 
peo (etwas vcrkaufen.) — Barabutop, butopbatopa, 
in vielen Klumpen, iiberall Klumpen. 

BUTOP bump, still, ruhig, nicht sprcchen, nicht 
zimten. — la bagawi haradjur butopburup , er arbeitet 
bertaodig still fiir sich fort — la melai butopburup,dja- 
loa haklabi deiigan olo , er lebt ruhig fiir sich , zwistet 
ait tiiemand. — Mambutop, niambutop mamburup, 
sich still halten, schweigen. Isekku ia mambutop 
wai, wcnn ich ilin frage schweigt er nur. 



BUTOR, Gries, Reissstiickchen unter dem Mehle; 
kleine Stippen, h. q. bump. — Awi kadiam tempa 
ara butore, weil du faulgestampft hast, ist vicl Gries 
(unter dem Mehle.) — Babutor^ butobutor, habu- 
tor, grob, griesig; Stippen haben. — Barabutory 
sehr griesig;' alle, oder 1 iiberall Stippen haben. 
Mambtktor^ Stippen haben. Uapus berengku mam- 
butor awi bitik, mein gaiizcr Koi-per sitzt voll Stip- 
pen durch die Ameisen, (welche mich gebissen 
habeif.) 

BUTUN bunum, s. bunum. 



». 



DAD AH, das gebraten werden, sein, (an ein Holz 
gestcckt oder auf einem Rost iiber dem Feucr.) — 
Pahalau dadahe, bakahu, zu'viel sein gebraten sein, 
es verbrennt. — • Besai awen kindjap dadahe, awi 
ta ita djaton ladju, ihre Ruder oft ihr gebraten 
sein, (i. e. sie halten sie iiber dem W^asser, so als 
man etwas was gebraten wird iiber'm Fcuer halt,) 
desshalb gehen wir nicht schnell voraus. — Lalehan 
kabangangm, pundang dadah, gross ist deine Unge- 
zogenheit, du gebratner getrocknetcr Fiscli! (Ist ein 
Schcltword.) — Dadadah^ dadadadah, lange Zcit 
bratcn, (neutrum.) — Mandadah, hadadah dengan, 
bratcn, (activ.) Hadat ikiii amon dumah manga- 
njau mandadah takolok awang iulih ikiii, unsere 
Weise ist es, wenn wir kommen vom Kopfeschnel- 
Icii, zu bratcn die Mensclicnkupfe , welche wir er- 
halten haben. — Manandadah , mandadandadah , 
ein bischeu, kurze Zeit braten. — Hadadadadah, 
oft, anhaltend braten. — Pandadah, der oft, allcs 
briidt; — der das Ruder oft iiber dem Wasser 
ruhen liisst. 

DADAHA, 8. daha. 

DADAH/EI, dahadahiii, hadahai, verlcgen, be- 
schiimt sein. — Aku dadahlii hamauh dengan olo 
hai, ich bin verlegcn, wenn ich mit gix)ssen Lcutcn 
sprechen muss. — Dahadahai ampie tagal kasalae, 
er sieht bcschamt aus iiber sein Unrecht. — ^ Bara- 
dakdi\ alle verlegen, bcschamt. 

DADAHOP, eine Schlingpflanze; vom Baste der- 
selben macht man Stricke. 

DADAllUKONG, i. q. dadukong. 

DAD AJAR, dajadajak, hadajak, wackelnd gehen, 
(kleine Kinder; audi kleine, kurze erwachsene Men- 
schen ; lange Menschen : kohakkahik.) — Kctdajada- 
jak, immer, noch immer wackelnd gehen. — jBo- 
radajak, alle wackelnd gehen. 

DADAJOK, dajodajok, hadajok, brcit aber kurz, 
(Messer, Schwert.) — Pisaum dadajok, mangat ma- 
netek kaju, bahali manatak, dein llackmesser ist 
breit und kurz, es ist gut um Holz damit zu 
hackcn, aber miihsam Gras zu kappen. — Baradch* 
jok, alle breit und kurz. 

DADAJONG, dajodajong, i. a. dadajok. 

DADAKAP, dakadakap, hadakap, die Beine von 
einander, und die Armc weit vom Leibe abstchend 
(gehen.) — Hadadakap^ hadakadakap, ein wenig 
dadakap (gehen). — Baraddkap, alle so gehen. 

DADAMAK, damadamak, dick aber kurz, (der 
Korper.) — Baradamak, alle dick und kurz. 

DADANGA, dangadanga, nach vorn iibergebo- 
gen (sitzcn.) — la raondok dadanga basokah likoe, 

ir 



84 



DAD. 



DAD. 



cr siizL nach vorn iibcrgebogeu, sich auf seine Ellen- 
liogen stiitzend. — Kadangadanga , lange, anlial- 
tend, noch immer nach voru iibergebogeu. — Ba- 
radanga, alio nach vorn (ibergebogen. — Mandanga 
arepe, sicli nach vorn iiberbeugen. 

DADANG/E, s. badangii. 

DADANGING, dangidanging, faul, nichts Umend. 
— la mclai dadanging, busik bewai, er lebt nichts 
ihuend, spielt nur. — Dungangdanging , durchaus 
nichts thucnd, ganz faul. — ISaradanging , alle 
faul. — Mandanging arepe, faullenzen, sich an Faul- 
heit iibergcben. 

DADANGKANG, dangkadangkang, ausstrecken, 
(die Arme, z. B. beim Strauchclu;) mil Hiilfe der 
Arrae, sich auf die Arme stiitzend (aufstehen.) — 
Baradangkang J alle die Arme ausstrecken. 

DADANGRLXG, dangkidangking , wird zur Ver- 
stiirkung hinter andiandi, spottisch, gcfiigt. Hat 
(iiesclbcn Ablcitungcn als andiandi, welche hinter 
die cntsprcchendcn Ableitungen von andiandi ge- 
fiigt wcrden. 

DADANGOK, dangodangok, hadangok, aufgerich- 
tet, aufgehoben, krumm in die Hohe stehcn, (z. B. 
der Kopf von Schlangen, von licgcndcn Menschen, 
der Stiehl cines Loifels.) s. dangok. 

DADAP, ciu Baum, wird mittelgross, bat schonc 
rothe Bliithen; die in die Erdc gestcckten abgchauc- 
nen Zweige wachsen leicht und schnell an; wird 
viel am Randc von Bninncn etc. gcpflanzt, um das 
Abfallen der Ufcr zu verhindern. — Biwihe kilau 
kambang dadap, seine Lippen sind als Dadaps- 
bliithen, (i. e. schon roth.) 

DADAPAK, dapadapak, mil zusammengezogencn 
Bcinen sitzen, (wic cin Frosch, etc.) — Ka oder 
badapadapak, lange, noch immer so sitzen. — Ba- 
radapak, alle so sitzen. 

DADAPOUAN, i. q. lalambolian. 

DADAPUK, dapudapur, hoch, gross ausstehend 
da liegen, (grosse Thicre.) — Hadangan dadapur 
penda kaju beta, der Biiffel liegt dort unter dem 
Baume, (hoch ausstehend, gut sichtbar, da er ja 
ein grosses Thier ist.) — Baradapur, alle liegen. — 
Mandapur, sich legen, (grosse Thiere.) 

DADARAK, s. darak. 

DADASEN, dasedascn, wund, versehrt, (durch 
Nasse, z. B. kleinen Kindern der Mund durch oft 
auslaufendcn Speichcl, die Beinc, wenn man in nas- 
ser KJeidung geht.) — Dadaaen tusu, zu friili ent- 
wohnt. — Awau haban dadascn tusu, das Kindchen 
ist krank, weil e& zu friih entwohnt ist. — Kada- 
sedasen, noch immer wund. — BarcuUisen, alle 
wund. 

DADATING, datidating, auf den Handcn (tra- 
gen.) — iEla maton talo tii dadating, imbing toto- 
toto, trag das Ding nicht auf den Handcn, fass es 
fest. — Mandating, hadating dcngan, auf den Han- 
dcn tragen. — Manandating, mandatindating, kurze 
Zcit etwas auf den Handcn tragen. — Hadadating, 
hadatidating, oft, lange etwas auf den Handcn tra- 
gen. — Baradati'ng, alle etwas auf den Handcn 
tragen. 

DADAU , daudau , hadau , i. q. das gebrauchlichcre 
rarau, betriibt, vcrlasscn, getauscht Dieselbcn Ab- 
leitungen als bei rarau. 

DADAUR, 8. daur. 

DADAUS, daudaus, brcit und lang; (Boot; breit 
und kurz: gagowang.) — Baradaus, alle breit und 
lang. 

DADEKAP, dadepak, gross, (nur gebrnurht von 
den weibltchen Schamtbeileu.'i 



DADERyEli, dekadekah, breit und gross empor 
stehend, (dicke Menschen sitzend; stehend: tate- 
reng.) — ]3aseput haliai olo ta dadekah ia mondok, 
der Mensch ist sehr fett, breit und gross sichtbar 
sitzt er da. — Kadckadekah, lange, immer noch 
dadekah. — Baradekah. alle dadekah. 

DADELAI, deladelai, i. q. das gebrauchlicbere 
tatelai, abhiingen. Dieselbcn Ableitungen als bei 
tatelai. 

DADEMAM, demademam, hademam, dick und 
fett, (das Gesicht der Menschen, Kopfe der Fiscbe.) 
— Mahamen koae, hadari, ta dademam baue tinai, 
sie schamt sich, sagte sie, und ist fortgegangen , 
aber da sieht ihr Gesicht wieder dick her (z. B. 
durch die halbgeoffnete Thiir, durch ein Loch.) — 
Kademademam , lange, immer noch dick und fett 
(sich zeigen.) — Behau kademademam saran sungiii, 
der Behau (ein Fisch) zeigt immer noch seinen dick^i 
Kopf am Ufer des Wassers. -— Baradenutm, alle 
dick, iibcrall sich dick zeigen. 

DADE^'GEK, dcugcdengek, i. q. das gebrauch- 
lichcre rarengek, kurz, (der Hals.) Ableitungen wie 
bei rarengek. 

DADENGKOR, dengkodengkor, i. q. dadeka 

DADEPAK, i. q. dadekap. 

DADEREP, 8. baderep. 

DADETENG, det^deteng, schallen, (das Get on 
der Katambong, Trommel, einer Balian; viele Ba- 
lian bei einander: babulep.) — Dadeteng augh ka- 
tambong olo blian hong huma ta hapus alem, es 
schallt das Gcton der Trommel der (einen) Balian 
in dem Hause die ganze Nacht. — Baradetemg, 
iiberall (in alien Hausern) erschallen (das Trommein 
der Balian, so dass in jcdem Hause nur etne ist.) 

DADIKAL, dikadikal, hadikal, i. q. das gebrauch- 
lichere dadipal. 

DADIRI, dikidiki, hadiki , auf den Zehen stehen oder 
gchen. — Awi dadiki ikau, ta sampai bua , stell dich 
auf die Zehen, dann wirst du die Frucht erreichen 
konnen. — Baradtki, alle auf den Zehen stehen oder 
gchen. — Buhen ikau manandjong mandild paim 
(oder: manandjong dadiki,) paha t^tapm, weshalb 
gchst du auf die Zehen stellend deinen Fuss, thun 
deine Fusssohlen wehe? — Manandiki, mandikin- 
diki pai, ein wenig auf den Zehen gehen. — Kor- 
dikidiki f lange, immer noch auf den Zehen stehen, 
gehen. 

DADINGI, dingidingi, hadingi, verlegen sein, 
sich frcmd, einsam, verlassen fiihlen, (z. B. in der 
Fremde, unter fremden Menschen.) — Baradingi^ 
alle sich fremd fiihlen. — Kadingidingi, sich immer 
noch fremd fiihlen. 

DADIPAL, dipadipal, hadipal, hinkend, lahm 
(gehen, z. B. wenn man eine VVunde an der Fuss* 
sohle hat.) — Ka, oder badipadipal, noch immer 
hinkend. — Baradipal, alle hinkend. 

DADOHOP, 8. dohop. 

DADUGOL, dugodugol, ausstehend, — sagt man 
vom Kopfe des Krokodills, weil dessen Augen aus 
dem Kopfe hervor stehen; auch voneinem liegendem 
Baumstammc, wenn 2 einander gegeniiberstehende 
Knorren daran sind. — Batang ta dadugal kilau 
takolok badjai , der Baumstamm hat 2 einander ge- 
geniiberstehende Knorren, als der Kopf des Kro- 
kodills. 

DADUIT, duiduit, haduit, lahm, und zugleich 

gekriimmt und wankend (gehen, z. B. wenn man 

eine grosse Schwiire am Hintern hat.) — DvJcang- 

duit, in stark em Maasse also gehen. — Kadukang^ 

I dnif, immer noch sehr lahm gehen. — Kadviduit, 



DAD. 



DAD— DAH. 



85 



unmer noch laiim gebeu. — Mandm't para, den Hin- 
Uom (i. e den Riickcn) krumm Ziehen, (beim Gelien.) 
DADUKANG, dukadukang, hadukang, mandu- 
kang, ganz schrag, zur Erde niedergebogen. — Da- 
diitang homae bilak rantep petak, sein Haus hangt 
a«hr stark iiber, fast bis zur Erde. — la dadukang 
mamjembah radja , zur Erde . niedergebogen betel er 
den Konig an. — Hadadukang^ hadukadukang, 
mandandukang, mandukandukang, etwas dadu- 
kang. — Kaduhidukang , lange, immer noch dadu- 
kang. — JBaradukang, alle dadukang. — Mandu- 
kang arepe, sich niederbeugeu. 

DADUKjE, dukaduka, haduka, manduk'a, i. q. 
djadjuka; dieselben Abieitungeu. 

DADUKER, dukeduker, etc. i. q. djadjuka; die- 
sidben Ableitungen. 

DADUKONG, dukodukong, dadahukong, hurkend, 
faurken, kauern, in dcr Hurke sitzen. — Kaduko- 
dmkoug, lange und noch immer kauern. — Bara- 
dukong, alle kauern. 

DADUKOP, dukodukop, hadukop, rund aus- 
»t^en, (z. B. der Riicken von Schildkroten , Knor- 
ren an B'aumen, Geschwelle an Hiinden und Fiis- 
sen; — an andern Theilen des Korpers: mamungko.) 
— Baradukop, alle, an allen^ oder an einem 
uberall rund ausstehen. — Ka- oder badukodukopy 
fortwahrend rund ausstehen. — Dukopdakopa ^ in 
grosser Menge rund ausstehen. — Badjoko hong tum- 
bang ita didLopdakopa intu baras, die Badjoko (Art 
Schildkrote) stehen in grosser Menge rund aus (i. e. 
sind, licgen in grosser Menge) im Sande an der 
Mundung unsercs Flusses. 

DADULAI, duladulai, hadulai, mandulai, an ctwas 
herablvingen , an etwas hiingen, (nicht rundc,sondern 
Jange Gegenstande, vorziiglich gcbraucht von den 
Wafien 'womit man umgiirtet ist.) — Tampong pa- 
rai dadulai beta hong toros akan Djata, ein Biischcl 
Roas hangt dort am Pfeiler herab fiir den Djata, 
(Wasaergott, ihm zum Opfer.) — Kaduladulai, fort- 
wahrend herabhangen. — Barcuiulcu, alle, uberall 
berabhangen. — iEwen tatap haklahi, baradulai 
mandau inangkinge, sie sind fertig zum Strcite, es 
hangen herab (an alien) ihre umgurtctcn Schwerter. 
DADULUM, duludulum, rundlich und stumpf, 
(nicbt spitz.) — Bcwadulum, alle rund und stumpf. 
DADUMAM, dumadumam, hadumam, stumpf, 
(nicbt spitz; nicht scharf: tumpul , tampak.) — Ba- 
radtLwuan^ alle stumpf. 

DADUMPAK. dumpadumpak, i. q. dadumpek. 
DADUMPEK, dumpadumpek, kurz und hasslich, 
nnfermlich; (kurz und schon, zierlich: rarindik, 
nanatak.) — lii bahalap, banae dadumpek, sie ist 
achdn, iJhr Mann ist ein kurzcr hiisslicher Kerl. — 
Baradumpek^ alle kurz und hasslich. 

DADCJNGA, dungadunga, hadunga, mandunga, 
ausstehen, (der Kopf beim Schwimmen; Knic, El- 
lenbogen etc. bei sehr magercn Menschen.) — Ma- 
dadmnga, hadungadunga, manandunga, mandan- 
dunga, mandungandunga, etwas ausstehen. — Ka~ 
oder hadungcuiunga y fortwahrend ausstehen. — Bar- 
radimga, alle, vide, iibcrair ausstehen. — Ta bawoi 
dimpah, baradunga takoloke, da schwimmen Schwci- 
ne dber den Fluss, liberal stehen ihre Kopfe aus. 

DADUNGAR, dungadungar, rarungar, rungarun- 
far, kahl, glatt, (dcr Kopf, entwedcr geschoren 
oder mit Oehl gesalbt seiend.) — Kadungadungar ^ 
ibitwabrend glatt. — Baradungar takoloke, sie hu- 
ben alle glatte Kopfe. 

DADinXGKANG, dungkadiingkang, i. q. djadjung- 
kang; dieselben Ableitungen. 



DADUNGO, dungoduugo, mandungo arepe, sich 
stumm und steif halten , (bei Besuchen , nicht ge- 
sprachig sein.) — Kadungodungo ^ sich fortwahrend 
stumfVn und steif halten. — Barandungo, alle stumm 
und steif. 

DADUNGOR, dungodungor, mandungor, dick und 
glatt, ohne viele Wurzeln, (m der Erde wachsende 
Friichte.) — Baradungor, mandungormandungor , 
alle, viele, uberall dick und glatt. — Uwi bara- 
dungor hong tanangku toh, die Uwi (cine Erd- 
frucht) stehen in grosser Menge dick und glatt auf 
diesem meinem Felde. 

DADUPA, ein kleiner irdener Topf; wird gc- 
braucht um zu rauchern. 

DADURAH, 8. badurah. 

DADURUT, durudurut, s. hadurat. 

DAGA^^G , Handler; Handelswaren. — Kwe dagang 
idj'aheta nah,woist der Handler, welcher eben dort 
war? — Narai dagange (oder: dagangae,) was hat er fiir 
Handelswaren? — jDa^on^an, Handelswaren. — Bit- 
dagang, handeln, Handel treiben,kaufen, verkaufen, 
um etwas handeln. — la djatou malan, badagang be.- 
wai, er treibtkeinen Ackerbau,ertreibt nur Handel. — 
Olo badagang, Handclsmann. — Olo badagang arut 
beta, man handelt dort um ein Boot. — Badador- 
gang, badagadagang , immer Hapdcl treiben; ein 
bischen Handel treiben. — Mandagang , badagang 
dengan, zum Verkauf anbieten, zum Verkauf 
umber bringen. — Labih telo bulan djari aku man- 
dagang arutku, djaton pajo, liinger als 3 Monate 
schon bringe ich mein Boot zum Verkauf umber, 
aber ich babe es nicht abgesctzt. — ; Hadagang ^ 
an oiuander vcrkaufen, mit cinander um etwas 
handehi. — Hadadagang, badagadagang, oft, lange 
zum Verkauf anbieten. — Taradagang, gehandelt 
wcrden konncn. — Hong Kapuas djaton tarada- 
gang, ara bigal, in Kapuas kann man nicht Handel 
treiben, es sind viele Kiiuber dort. — Djaton tara- 
dagang olo ta, pahalau rarang talo indjuale, mit 
dem Menschen kann man keinen Handel treiben, 
es ist all zu theuer was er verkauft. — Pandagang, 
der gern handelt, der das Handeln versteht; -— 
pandagang enjoh, der immer Kokosniisse verkauft; 
— pandagang Kahaian , der oft nach Kahaian Han- 
del treibt. (Djudi und dessen Ableitungen wird oft 
zur Verst'arkung hinter dagang und dessen Ablei- 
tungen gefiigt.) 

DAGAU, zaitliche Benennung, welche Eltern ihren 
Sohnen geben. Man nennt auch jeden Jungen so, 
dessen Namen man nicht kennt. (Wohl von djagau, 
llahn.) 

DAIIA, Blut. — Utang daha, Blutschuld. — Papa da- 
hangku, mikah handak haban, mein Blut ist schlecht 
(= ich fiihle nicht recht wohl,) viclleicht werde ich 
krank wcrden. — L'l puna isi dahangku, er ist mein 
Flcisch und Blut, (mein nahcr Vcrwandter.) — Koa 
hatundi daha, wir beiden sind Blutfreunde, (i. e. 
haben einer dcs andern Blut getrunken zum Siegel 
unserer Freundschaft.) — Badaha, bluten.Liauapangku 
matai badaha, mein verstorbener Vater ist blutend 
gestorben, = er ist crmordet. — Alo badaha ma- 
tarn, djaton ikau sondau , obwohl deine Augen blu- 
teu, (obwohl du es noch so eifrig suchst,) wirst du 
es nicht linden. — Alo olo manjapa ikau, ikau 
djaton mahamen, badaha danum, baatai botong, 
obwohl man dich schilt, schumst du dich nicht, du 
hast Wasser statt Blut, cinen Botongkiirbis anstatt 
eines Herzcns! — Hadaha, badaha, Blut haben, 
(Thiere; Insccten z. B. nicht.) — JDadaha, daha- 
daha, ein wenig bluten; noch roth, rob, (Fleisch.) 



86 



DAH. 



DAH— DAI 



aU Blut, roth. Djoho hindai toto masak, dadaha 
itiin meto, die Briihe ist noch uicht reckt gar, das 
Fleisch darin ist noch roh. — > Aku sampai matan* 
andau dadaha handjewu , ich kam an als die Sonne 
blutroth war am Morgen, = bald nach Sonuenauf^ 
gang. < — KcuUthadaha, fortwahrend etwas biufen, 
blutroth, roh. — Baradaha, alle, oder 1 an vielen 
Stellen bluten. — Mand(tha, i. q. manjaki, (s. saki,) 
mit Blut bestreichen. ^-^ Manandaha, mandahandaha, 
ein bischen mit Blut bestreichen. — Haidadaha, ha- 
dahadaha, oft mit Blut bestreichen. — Pisau pan^ 
daha, ein Messer, auf dessen Hieb viel Blutkommt 
(Die Dajacken sogen, dass nicht alle Arten von 
£i8en, auch wenn der Hieb gleich tief ist, eine gleiche 
Quantitat Blut hervor kommen lassen.) 

DAHANG, das Hinzugefiigte, das hinzugefiigt sein. 
Djari ombet tengangku, pahalau dahange awim tinai, 
es war schon genug mein Gegebnes, (= ich hatte 
schon genug gegeben,) allzuviel sein hinzugefugt sein 
durch dich noch. — Kalah ita hatakiri anit, tapi 
aku blaku dahang, nun wohl lass uns unsre Bdte 
vertauschen, aber ich fordere Hinzugefiigtes, (fordere 
dass du noch etwas zu der deinigen giebst, Zugabe.) 

— Aughe ara dahange, ala harap ia, seine Worte 
viel ihr hinzugefugt sein (i. e. er liigt,) vertraue ihm 
nlcht. — Dadahang, dahadahang, ein wenlg hinzu- 
gethan. — Hadahang, Zugabe erhalten. — Dahang* 
dahanga, dahangmandahang , sich stark Termehren. 
Isut baunandau ndau, tinai dahangdahanga, soeben 
waren nur wenig Wolken, nun haben sie sich sehr 
vermehrt. *>^ Panakaniiaubapae djari dahangmanda- 
hang, die IJachkommen seines verstorbepen Yaters 
sind zahlrcich geworden. — Mandahcmg, hadahang 
dengan, zufiigen, hinzuthun, yermehren. — Kalah 
ikau mandahang aughku tinai, mangat awen tarimac, 
vermehr du meine Worte doch noch (i. e. sprich du 
auch mit ihnen,) damit sie dieselben annehmen. — 
Manandahang, mandahandahang, ein wenig hinzu- 
thun. — Hadadahcmg, hadahadahang, oft hinzuthun. 

— Taradahang, etwas hinzugethan werden kdnnen, 
mogen; irrthumlich hinzuthun. — Pandahang, wel- 
cher gem, oft hinzufugt. ' 

DAllANGAN, (bas. Mantangai,) i. q. hadangan, 
Biiffel. 

DAHASAN, Name eines Fliisschens im Tnisan. 

DAHiEDAHiEI, s. dadahai. 

DAHEPAN, Unterleib, (und zwar vom Nabel ah 
nach unten.) 

DAHIAN, Name eines Baums imd der Frucht 
desselben; (der malaiische durian.) 

DAHIANG, Vorzeichcn; werden durch Vdgel, 
4fu8sige Thieren, Schlangen, Krokodille, Fische, 
SchildJkjrdten, Bienen, etc. gegeben. — Von den Yd- 
geln geben yornamlich Yorzeichcn der antang, boas, 
buak, kalialang, pantis, papau, salehai, tabunau; — 
Yon den Thieren: badjang, (Hirsch;) bakara, bakai, 
(2. Arten Affen;) bawoi, (Schwein;) kowong; plan- 
dok; pusa, (Katze;) — von Schlangen: depong, ban- 
djaliwan, panjahai, panganen; — vonSchildkrdten: 
badjoko, bera, kelep. S. alle dicsc Worter. — Tritt 
man eine Reise an, und findet ein todtes badjai 
(Kit)kodill,) oder badjawak (Leguan,) oder einen todten 
Fisch, dann muss man die Reise 5 Tage bis 1 Mo- 
nat cinstellen; so auch wenn ein Fisch ins Boot 
spring t. — Trifft man auf der Reise solch ein Aas, 
muss man sich und alles was man bei sich hat ma- 
njaki, mit Blut bestreichen. — Es bedeutet Un- 
gliick, wenn man einen durch den Blitz zerschmet- 
terten Baum sieht, oder wenn ein Baum in der Nahe 
umfallt. Will man irgendwohin gehen, und cs niest 



Jemand, bedeutet es Ungliick; man mosi dann 
Zeit lang warten. — So giebt es eine sehr 
Zahl von Dahiang; doch sind es nicht alle aiUf&' 
meine; oft ist fiir den einen ein Dahiang, was lur 
den anderen keines ist; es hat gewdhnlich jede Fa- 
milie neben den allgemein erkannten noch ihrs be- 
sondem Dahiang. — Man glaubt dass die Sangiaag 
(Himmelsgdtter) und Djata(Wa88ergotter) soIcheDs* 
liiang zur Warnung senden. Will man ein wichtig 
Werk beginnen, z. B. eine Reise antreten, ein n«iiet 
Haus bauen, etc. sieht man sich daheir erst meh 
Dahiang um. — Die meisten Dahiang verkunden Un* 
gliick, nur wenige, z. B. der antang, depong, pantis, 
salehiki, kdnnen auch Gliick verkunden. Das Tcr- 
kiindete Ungliick kann aber abgekehrt werden, wenn 
man sich, sein Haus etc manjaki, mit Blut be- 
streicht, und zugleich Opferbringt; oder roan bindet 
das Zaubermittel palis (s. d. Wort,) in seine Kiel- 
dung. Auch das verkiindete Gliick muss dureh 
manjaki und Opfer bckraftigt und zutrefiend ge- 
macht werden. — Zwei zu derselben Zeit von Ter- 
schiedenen Seiten sich zeigende Dahiang bedeaten 
Ungliick, auch wenn die beiden Dahiang , jedes fur 
sich, Gliick verkiindend sein sollte. — DahieDg 
sahapit (oder hasakapit,) aku balang halisang, die 
Yorzeichen klemmen sich, (es sind ihrer 2 von ver- 
schiedenen Seiten,) ich gebe meine Reise auf. — * 
HadaJuang^ Yorzeichen da aein, sie haben, gebnni- 
chen. — Mandahiangy vorbedeuten. voraos verkun- 
digcn. — S. auch hawa und pukos. 

DAHIRANG, ein Palmbaum, GesUlt zlemlich ek 
die der Kokospalme, aber die einzelnen Blattchen 
nicht langlich, sondern mehr dreieckig, nach dem 
Ende breit; die etwas bittern, faustdicken Friichte 
haben einen harten Kern. Die Blatter werden zum 
Bedecken derDacher gebraucht *— Hadahtrcaigpl}^-' 
hirangpalmen Irgendwo sein, wachsen. 

DAHO, das Blinken (von etwas was polirt oder 
mit Oehl bestrichen ist.) Bahalap dahon belaiie^ 
ham munduse, schdn das Blinken seines Haares, er 
hat es so eben mit Oehl gcsalbt. — Hadako^ de-> 
daho, dahodaho, mandaho, blinken. — Kadakodaho^ 
fortwahrend blinken. — Baradaho, alle blinken. — 
Manandaho, mandahondaho, etwas blinken. 

DAHUIAN, i. q. dahian. 
^ DAI, das Bestiegcn werden, sein. Kaja ta mangat 
daie, ara edae, der Baum, angenehm sein bestiegen 
werden , er hat viele Aeste. — Bua ta kindjap daie^ 
djaton tega kasake, man bestdgt die Fruchte zu oift, 
sie konnen nicht recht reif werden, (werden zafruh 
abgepiliickt.) — • Mandaf, hadai dengan, ersteigen^ 
beklimmen; zunehmen, vermehren. Mandai buma, 
ins Haus gchcn; ('*das Haus bcsteigen;" die H'auser 
in Borneo stehn auf Pfahlen iiber der Erde.) —» 
Mandai bua, Friichte besteigen, i. e. auf einen Banm 
steigen um Friichte zu pfliicken. — la djari mandai 
anakku, er hat mein Kind beklommen; ia masawi 
mandai, er heiratbet besteigend, = nur sans fatten 
in ein Haus gehen und erklaren, dass man die oder 
den heirathen will, nicht wiedcr fortgeben wird; 
gewohnlich erreidit man durch solche Procedursei- 
nen Zwcck, erhalt noch wohl Geld dazu, kommi 
und bleibt dann freilich in Yerachtung. Man gefat 
zu diesem Schritte iiber, wenn man entweder adion 
einen Korb erhalten hat, oder voraussieht, dass man 
ihn bei ordentlicher Anfrage erhalten werde. — • 
Frauen mandai oft Manner, wenn diese schon vorfaer 
mit ihnen zu ihun gchabt batten. — Manandaif 
mandaindai, ein bischen aufsteigen. — Jffadadai^ 
hadaidai, oft besteigen. — Taradai, bestiegcn wer- 



DAJ— DAL. 



DAL— DAM. 



87 






den kSnncn; irrthumUch betteigen. — Kada{, die 

ZaBihine, Vemiehrung. — Pandai, der oft, gem, 

aUnbtsteigt; eine Reibe Haiap, (zusammengeflochlene 

BUtter, womit man die Dacher deckt.) Sapaa hu- 

iBiDgku tapula .pandai silae, die Deckblalter meines 

HnM 10 Reihen auf einer Seite, (es liegen also 10 

nebea einander auf dem Dache ; 1 Hatap ist etwa 

6 ItMt lang. 

DAJA, mHinnlicher Name; (vontipu daja, Betrug.) 

DAJADAJAK, s. dadajaL 

DAJAK, parai daiak, eine Art Rciss; die Pflanze 
and die Korner sind kurzer als die des gewdhnlichen 
Rdoei; die Komcr sind aber weisser. 
DAJAM, weiblicher Name. 

DAJAN, m&nnlicber Name, (von manandajan, 
neben einander legen.) 
DAJODAJOK, 8. dadajok. 

DAJONG, ein langes Ruder; (kurze: besiii;) dai 

gcradert weiden, sein. -^ Tulang dajong, das Schul- 

terbein, (ron Thieren ; von Menschen : tulang liup.) 

Kotake pahalau dajonge, seine Worte, zu sehr ihr 

gcradeit sein, => er rudert mit seinen Worten viel 

nmlier, Itigt tiichtig. — Hadajong^ ein Dajong ha- 

ben. — BeuUg'ong, (neutrum,) mit langen Rudem 

mdem; mit den Armen und Bcinen sparteln, 

(icbwfmmend, odcr liegend, z. B. in Kranklieit.) — 

Jfandajong, hadajong dengan, mit Dajong ctwas ru> 

dem, (Boot, etc) — la raandajong ujah batawah 

belaie, er rudert Salz, salzlos sein Geschmack, (i. 

e. er besitzt viel, hat aber wenig Genuss davon.) — 

Manandajong , mandajondajong , ein bischcn rudcrn. 

— Hadadajong , hadajodajong, oft, langc rudcrn. — 
Tabalien akan telo hadajong^ Eisenholz fiir 3 Stuck 
Ruder. 

DARA, (nach paham auch kadaka,) das aus ein- 
ander fttehen, (die Beine von Menschen, Stiihlen, 
etc) — Hadaka, dadaka, dakadaka, mit den Beinen 
aus einander (stehen , liegen, gehen.) — Baradaka^ 
alle aus einander stehen — Kadakadaka^ fortwahrcnd 
aus einander stehend. — Dakadakia^ immer und 
w«t mit den Beinen aus einander stehen. j^la ikau 
dakadakia hong djalan, olo mahalau, steh niclit im- 
mer mit so weit gespreitzten Beinen im Wege, es 
gehen Menschen dort vorbei. — Mandaka arepe oder 
paie, die Beine ausspreitzen. Mandaka kaju, sich 
ntlliogs auf einen Baumstamm sctzen. Paham ka- 
pih^uigku lawo mandaka batang, gross mein Schmerz, 
icfa bin gefallen rittlings auf einen Baumstamm, (so 
daw er zwischen meine Beine kam.) — Mandaka 
bai^ai, ein todtes Krokodill mcssen dadurch dass 
nan sich dariiber bin stelit. — Manandaka, manda- 
kandaka, ein wenig spreitzen. — Hadadaka, hada- 
kadaka, oft spreitzen. — Pandaka, der gern die 
ant einander spreitzt, (gehend, sitzend;) der 
rittlings auf etwas sitzt. 

DAKADAKAP, s. dadakap. 

DAK.I, das bestiegen werden, sein; (Bcrge; andere 
Dince: daL) — Mandaki, hadaki dengan, besteigen. 

— HadadcJd, faadakidaki, of), lange besteigen. 
DALAI, m&nnlichcr Name, (von handalai, Wurm.) 
DALAM, (Malaiisch,) in, auf, wiihrend, nach. Aku 

boll dalam telo andau, ich wcrde am 3 Tage zu- 
rock kehren. — Rearku manak sawang dalam sa- 
<4ampal, mefn Geld tragt Intcressc 1 Wang (lOduit) 
mt den Gulden. — Mandalam, am Innem sitzen, 
■ach ionen dringen, (Krankhcit, Schmerz.) 

DALAM y koniglicbe oder fiirstliche Wobnung. — 
Oio dalam, Hof bediente, Hofleuie. — Dadalam, da- 
bdalam, als ein Pallast, — Baradalanij alle Pallast 
aJbnlich, (Hauser.) 



DALASAN, i. q. talasan. 

DALil^, mannlicher Name. 

DALEM, kadalem, i. q. bugnu, kabungu, gierig, 
gefrassig; dieselben Ableitungen. 

DALIM, mannlicher Name. 

DALIMAy Granatapfelbaum. Bua dallma, Gra- 
natapfel. 

DAM,mendam, halendam, krachend, (z. B. ein Ka- 
nonenschuBS, umfallender Baum.) ^ — Damdara, dum- 
dam, mamendam, mendamendam, bamendanu^ndam, 
oft ein krachend Getdn. Mendamendam tembake 
beta, er kracht ihr Schiessen dort -— Barakamen^ 
dam^ stark und iiberall solch Geton, (z. B. wenn 
viele Baume urastiirzen.) 

DAMADAMAK, s. dadamak. 

DAMANG, Ehrenname fiir H'auptlinge, und auch 
gewohnlicher mannlicher Name. 

DAMAR, i. q. njating; dieselben Ableitungen. 
S. auch badamar. 

DAMBON, mannlicher Name. 

DAMBONG, Ehrenname fiir HauptUnge. 

DAMBUS, nuinnlicher Name. 

DAMEK, Pfeil, welcher durch ein si pet, Blasrohr, 
geschossen wird; er ist sehr diinn, etwas iiber eine 
Spanne lang, wird von Tabalien, (Eisenholz,) Ba- 
kau, Bambong, Bendang oder Bambu gemacht ; oben 
daran sitzt der pimping, ein Trichterdien aus sehr 
leichtcm Holzc gemacht, welches den Wind auf- 
fangt; die Spitze wird mit ipu. Gift, bestrichen. 
Nach den vei-schiedenen Spitzen giebt es verschie- 
dene Arten von Damek. Der tepus ist ein Pfeil, 
der sclbst nur zugespitzt ist; der ladjau ein Pfeil 
mit messingener Spitze; der tanggiri ein Pfeil mit 
einer Spitze von Bambu. — Hadamek, Pfcile haben, 
gebrauchen. — Manamekj Pfeile machen. — Pana- 
mek, der oft Pfeilc macht, sic zu machen versteht. 
— Langg'ai panamek, ein Schnitzmesscr welches zum 
Pfcilschnitzen gebraucht wird. — Telo kadamek^ 
3 Stuck Pfeile. 

DAMIS, weiblicher Name. 

DAIViPAH, flach, (Dacher.) Humae dampah, mu- 
rah nisak, sein Haus hat ein flaches (plattes) Dach, 
es wird Iciclit verderben. — Badampahy dampa- 
(lampah, ziemlich flacii. — Baradampahj alle ziem- 
licli flach. — Pangadampadampah, alle flach. — Aa- 
dampahy Flachheit. 

DAMPAHAN, s. dimpah. 

DAMPitl, mannlicher Name. 

DAMPAiN , eine Art Fussgicht, die Fiisse schwcllcn 
etwas und rothcn sich ; verursacht heftigen Schmerz 
und Ficbcr; cntsteht gewohnlich pldtzlich und dauert 
etwa 3 Tage; wcr einmal daran leidet hat gc- 
wohnlicli oft Anfalle davon; die Krankheit bakut 
ist gewohnlich mit dampain vcrbunden. — Dampain 
tulang, Schmerz in den Knochen, (vom iiberarbeiten, 
bcsonders wenn man zu schwer getragen hat.) 

DAMPO, nennen sich diejenigen, von denen der 
eine das Kind des andern angenommen hat; dies 
geschieht sehr oft. — Hadampo, mit einander in sol- 
cher Verwandtschaft stehen. 

DAMPUL, ArtPech, wird von ge6chnu)lzenen Nja- 
ting (Harz) und Oehl gemacht; wird gebraucht zum 
Verpichen der Boote, etc. — Badampul, verpicht, 
(Boot, Flaschc.) — Dadampul, dampudampul, ein 
wenig verpicht. — Baradampul^ alle v«picht. — 
Mandampul, manampul, hadampul dengan, verpichen. 
Nanampul, nampunampul, mananampul, manampu- 
nampul, ein wenig verpichen. — Ba oder kanam^ 
punampul, fortwahrend verpicht — Hadadampul^ 
hadampudampulj oft verpichen. — Djaton taradampul 



S8 



DAN. 



DAN. 



arutku, hai petoke, mein Boot ist nicht zu verpi- 
chen, gross ist seiii Loch. — Panampul^ der oft, 
alles verpicht. 

DAN, (Malaiisch ,) und, ferner, sehr seltcn statt 
der daj. \Vdrter tinai, tuntang gcbraucht. 
DAN, Zusammenziehung von edan, AsL 
DANA, mannlicher Name; (von danan.) 
DANAN, das an-, gegengelehnt werden, sein. — 
la mina lundjue brangai danae, es stdlt seine Lanze 
gleichgultig ihr gegengelehnt sein, (es ist ihm einerlei 
wo er sie gegen lehnt.) — Hadan trulji ta aka da- 
nan lengae, die Seitlehnen der Stiihle sind der Platz 
worauf man die Arme lehnt. — Danan aughc wai 
mentai bapae, es ist nur wogegen er sein Wort 
lehnt, (i. e. nur eine Ausflucht wenn er sagt,) dass 
er auf seinen Vater wartcn woUe. — Dadanan, da- 
nadanan, gegengelehnt, lehnen (neutrum.) — Ba- 
radanatiy alle gegengelehnt. — Mandanarij hadanan 
dengan, etwas gegen etwas lehnen; auflegen (die 
Haude auf etwas.) — Mandanan augh, Ausfliichte 
machcn. — Paham gawie tipas mandanan, (oder: 
alah mandanan , hapus mandanan ,) er arbcitet tiich- 
tig, eine Arbeit nach der andem, (sobald die eine 
abgethan ist legt er die Hande an eine andere.) 
Gawingku hapus mandanan, ich habe Arbeit auf 
Arbeit, (viel zu thun.) — Mandandanan, manda- 
nandanan, etwas ein bischen gegen etwas lehnen. 

— Hadadanany hadanadanan, oft, lange gegen 
lehnen. — Pandeman, der immer, alles gegen lehnt. 

DANAU, ein See, Teichj (muss wenigstens circa 
500 Fuss lang sein; kleinere: talaga.) — Mannlicher 
Name. — Amak danau, eine Matte welche Ton einem 
im Wasser wachsenden Schilfe gemacht wird. — 
Hadanau, eine See irgendwo sein. Kapuas paham 
hadanau, das Land Kapuas hat viele Seeen. — Da- 
danau J danadanau, als ein See, ganz mit Wasser 
bedeckt, (ein Feld, etc.) — Baradanau, alle ganz 
mit Wasser bedeckt. 

DANDA, i. q. dusa, Gcldbusse; dieselben Ablei- 
tungen. — Danda alih, Geld etc., welches ehe man 
eine basara, Rechtssache, beginnt, von jeder Partei 
bezahlt werden muss, und welches als Busse verfallt, 
wenn jemand die Klage wieder einzichen will. 

DANDAJU, i. q. bandera, Fahne; dieselben Ablei- 
tungcn. 

DANDAN, das gemacht, gebaut sein, der Bau 
(cincs Schiffes.) Dandan banama ta djaton bahalap, 
der Bau des SchifFes ist nicht schon. — Badandan, 
manandan, mandandan, zimmern, bauen, (ein SchifT; 
ein Boot: mamapan.) 

DANDAN, Rath, Auskunft, Rettung ; Betrug; 
KunstgriflT. — Ikau djaton harati dandan, tagal ta 
dagangm djaton pajo, du Tcrstehst keine Kunst- 
griffe, deshalb Gnden deine Waaren keine Abnahme. 

— Djaton dandan hindai, rusak wiii ita, es ist 
keine Rettung mehr, wir sind verlorcn. — Aku toh 
buah dandan olo, man hat mich betrogen. — Mor- 
nandan, mandandan. Rath geben ; betriegen. — Ha- 
dadandan, liadandadandan, oft rathen , betriegen. — 
Hadandan, einander betriegen. — Taradandan, be- 
trogen werden konnen. 

DANDAN, der Stiehl eines besai, Ruders; (das 
Blatt: dawcn.) 

DANDANG, (nach paham auch: kadandang,) das 
gekappt sein, (Gras, Buschwerk,) das licht, hell, 
offen sein; ein rein gckappter Platz. — Akan en 
dandang beta, akan iika human olo, wozu das ge- 
kappt sein dort, fiar den Platz der Hauscr der Men- 
schen? (will man dort bauen?) — Toh aku ma- 
nenga akan dandang djalan, uka keton manandang 



djalan akangku budjubudjur, dies gebe ich fun 
Reinkappen des Weges, dass ihr den Weg fur midi 
ganz rein kappt, (sagt man. Geld gebend, zu den 
Hauptlingen beim Beginn einer Rechtssache.) •*- J3o- 
dandang^ gekappt, gelichtet (ein W^d,) aufgekl&it, 
hell. Toh badandang hakaliling humangku, hanuigktt 
mandirike, nun ist es hell rund um mein Haus her, 
ich habe vor kurzem umher gekappt. — Ambon 
badandang, der Nebel hellt sidi auf, (verschwindet) 
Badandang tahasengku limbah mandoi, mein Athem 
ist hell (i. e. ich fiihle mich erfrischt,) nachdem 
ich gebadet habe. — Dadandang, dandadandang, 
etwas gekappt, etc. — Manandang, badandang de- 
ngan, wegkappcn, lichten, etc. — Mananandangy 
manandanandang y nanandang, ein bischen kappen. 

— Hadadandang, hadandadandang, oft, lange iLap- 
pcn, lichten, etc. — Taradandang, gelichtet weiden 
konnen. — Panandang, der gern, oft lichtet 

DANDANG , die langen Schwanzfedern des tingang, 
Nashornvogels. 

DANDANGAN, ein grosser irdener Topf, wild 
gebraucht um den Reiss darin iiber Wasserdampf 
zu kochen. — Hadandangan, einen solchen Topf 
haben, gebrauchen. — (Dangan ist ein mannlicher 
Name; fur wen es aus dem Grunde pali, unerlaubt 
ist das ahnlich klingende Wort daodangan zu ge- 
brauchen, der nennt diesen Topf edang. 

D AND AW ALIH, i. q. danda alih, s. danda. 

DANDAWEN rajar, (has. Sang. = rajar,) SegeL 

DANGADANGA, s. dadanga. s 

DANGAN, mannlicher Name. 

DANGiEDANGiE, s. badanga. 

DANGIDANGING, s. dadanging. 

DANGO, eine Schlingpflanze , wird so dick alt 
das Bein eines Mannes; schneidet man hinein, ao 
fliesst ein sich als Gummi verdickender Saft heraus; 
tragt faustdicke, siisssauere, essbare Friichte. — Ha» 
dango^ Dango habcn, D. irgendwo wachsen. 

DANGOK , (nach paham etc. auch kadangok,) daa 
aufgerichtet sein, empor stehcn, (Kopf der Schlaugen, 
Vogcl, liegendcr Menscben, Holz, etc.) — Sendok 
tapas dangoke, der LdfTol zu wcnig sein empor 
stehen , (i. c. der Stiehl lauft nicht gekriimmt in die 
Hohe, sondern ist platt, in einer Linie mit dem 
LoflTel.) — Dadangok, dangodaugok, aufgerichtet; 
emporstchen. — Barcuiangoid^ alle aufgerichtet. — 
Awau kadangodangok beta, das Kindchen liegt da 
mit fortwahrend emporgerecktem Kopfe. — Afan- 
dangoky hadangok dengan, aufrichten, ausrecken; 
gekriimmt aufwarts stehend maclien. — Mananda^ 
ngok, mandangandangok, ^in bischen aufrichten, etc. 

DANGONG, (nach paham auch kadangong,) das 
liignerische Grossprahlen, Aufi^clmeiderei. — .Mann- 
licher Name. -^ Dangonge wai kolae tatau, unu 
djipcn olo, es ist nur Prablerei von ihm, dass seine 
Verwandte rcich seien; sie sind alle Sdaven. — 
ffadangong, prahlen. — JDadangong, dangodangong, 
hadadangong, hadangodangong, ziemlich prahlen. — 
Baradangong, alle ziemUch prahlen. — Pangadango^ 
dangong, alle prahlen. — Mandangong arepe, gross 
von sich prahlen. — Kadangodangong , fortwahrend 
prahlen. 

DANTOK, mannlicher Name. 

DANUM, Wasser; Saft (von Friichten, Zucker- . 
rohr, etc.) Danum matii, (oder djohon matai,) Thra- 
nen. — Danum enjoh, die Milch in der Kokosnuas. 

— Danum lahang. der Saft der Hanaupalme, wovon 
man )rotlicn Zucker kocht. — Danum steht auch 
oft als Ycrktirzung von batangdanum, Strom, Fluas. 
/Ela harap aughe ta, danumc wai, vertrau nicht auf 



DAP— DAR. 



DAR. 



89 



seiue Woric, sic sind nur Wasser, (iinwahr.) — 11a- 
doMtcfli, vol! Wasser sein, (Feld, Boot;) viel Suft 
haben, saftig, (Priichtej) lup^Dcriscb. — Dadanum, 
danodanum, ziemlich vol) Wasser, Kiemlich saftig, 
lugnerisch; als W^asser, kalt. Sadingen handjewu 
nab, dadanuni angale, es war kalt heute morgen, 
es fuhlte sich als Wasser. — Baradanum, allc voll 
Wasser, saftig, liignerisch. — Kadanudanum, fort' 
wklirend ▼oU Wasser, liignerisch. — Mananum, init 
Wasier fallen; Wasser beigiesscn, (z. 13. zu kochen- 
dem Reiss, wenn das Wasser verkocht ist; hiervon 
hetsst der Imperativ: tanum.) — Tanum, danum, 
das Wasser belgegossen sciu. Djari tanume bari, 
teah , Ut bereits Wasser zu dem Hciss gegossen , odcr 
ist er trocken? — Manananumy mananunanum , et- 
waa mananum. — Hadadanum, badauuduuum, oft. 
manaDum. — Kadanum, das Liigen; Unzuverlussig- 
keit. Paham kadanumc olo tii, der jMenscb ist sclir 
unzuTcrlassig. — Pananum, der gem, oft mananum. 
DAP, medap, badap, plumpcnd, plumpcud Ge- 
toD, (abfallende Friicbte, bait geheud, jcmanden 
mit der Faust schlagend.) — Medaniedap, bameda- 
medap, badabadap, anhaitend plum^^n, t ram pel n. 
— Bartikamedapj dipdap, dupdap, barabadap, bidip- 
badap, laut, durch viele und iiberall solch ein Ge- 
ton. Narai <iwi olo hong huma ta bidipl^adap, ha- 
kUhi, was plumpen die Leutc im Hause dort so gc- 
waltig, schlagen sie sich? 
DAPADAPAK, s. dadapak. 

DAP AT, mandapat, (Malaiisch,) kriegen, crhallen; 
begegnen, zu jemandem gehcn. Basa iii parajap dapat 
kuLnm ia, weil er etn Scbelm ist, erliiilt er Strafe. 
Aku handak mandapat bapam, ich wiinscbe deincm 
Vaier zu begegnen, (i. e. wiinsche mit ihm zu sprc- 
cheo.) — lladapat, einander begegnen, zusaminen- 
treSen. — Hadadapat, hadapadapat, oft jemandem 
begegnen, zu jemandem gehen. — Kadapatan, er- 
tappt, auf der That ergriflen. Iii kada])atan mana- 
kau, (oder: kadapatan metob iii mauakau,) er ist 
beim Stelden ergriffen. 

DAPIT, spater, iibcr einigc Zeit; noch nicht, (hat 
nur auf die Zukimft Bezug; bczieht sich das spater 
auf die Vergangenheit, oder steht es in Comparatiou : 
rablan, harian.) Dapit aku mamaiigun, spiiter will 
icb ein Ilaus bauen. — Andau dapil, <lcr folgcnde 
Tag; bulan dapit, der folgende Monat. — Dadapit, 
dapidapit, etwas spiiter, bald. Dadapit aku handak 
madja ikau, bold will ich dich besuclicn. — Man- 
dapit., ausstellen, hinaus schiebeu. y£la ikau man- 
dajpite maudjaman akangku, stell cs nicht aus mir 
[ za leibcn. — Manandapit, mandapindapit , etwas 
anstlellen. 

DAPOHA^^ Heerd, Kochheerd. 
DAPUDAPUR, 8. dadapur. 

DAPUR, ein irdenes Geriith auf welchem mankoclit. 

DARA, burong diira, Taubc, (die gewohnliche 

Hanstaube.) — Doilara, daradara, als einc Tauhe, 

icbdo. Bahalap olo bawi tii, dadara, schoii ist die 

Frao, als eine Taube. — liaradarUy alle sclion. 

DARAH, badarali dengan, uahe, dicht, nachst. 
Homae darah (hadarah dengan) humangku, inciu Haus 
steht luichst meinem Hause. — Dadarah, duradarah, 
badadarah dengan, hadaradarah dengan, ziemlich 
oabe. — Kadaradarahy fortwiihreud nahe. — Ha- 
darah, nahe bei einander, (zwci;) baradarah, alle 
oahe bei einander. — Matidarahy jemaud, etwas 
Bakem, nabe hinzuthun. /Ela mondok maudarah 
olo bakas^ sctze dich nicJit nahe bei die altcn Leute. 
— MoMandarah, mandarandarah , ziemlich niihern. 
ffadadarah, hadaradarah, oft, immer uiihcru. — Ta- 



radarah^ nahbar. Kaju ta djalou taradarah, kutoh 
palingct, der Baum ist unnahbar, os sind vicl Wcs- 
pen dort. — Kadaroh, Niihe, das dicht zusammen 
sein. — Pandarah arepe, der sich immer jematulcu 
niibcrt. 

DARAH, (has. Kahaian, = blasut,) hciss, (im 
Korper.) Darah usokku awiku mihop arak, mcine 
Brust ist heiss , weil ich Arak getrunken babe. — 
Dadarah, d;u'adarah, ziemlich heiss. — Kadarah, 
die Hitze (im Korper.) 

DARAH, (has. Sang. = daha,) Blut. — Badarah^ 
Bliit haben, bluton. 

DAUAI, aus einander; zerstreut; zerschmctleil, 
(in viele kleinc Sliicke; in wcnigeu grossen Stiickcn : 
pusit; ganz zerschmettert : ramok.) Daiai pelcng 
kaju, das Biindel Holz ist aus einander, (der Band 
gebrochen, die einzehicn Stiicke los.) Olo Kahaian 
darai lewue, die Dorfer der Kahaianer licgen zcr- 
streut. — Darai blanai lawo bara Icngangkii, der 
Wasscrtopf ist zerschmctteit , gefallen aus meiner 
Hand. — Dadarai^ daradarai, ein wenig darai. — 
Kadaradaraiy fortwiihrend darai. — Baradarai, alle 
darai. — Daraidaraia, ganz zerstreut, zeischmcUcrt. 
Asang daraidaraia intakau ita, die Feindc sind ganz 
zerstreut, angegrilTeu durch uns. — Mandarai, lia- 
darai dengan, zcrstreuen, aus einander brechen, zer- 
schmeltcrn. — Mandarai kaju, Holz klein spalten. 

— Mandandaraiy mandarandarai , ein bischeu zcr- 
streuen, etc. — Hadadarai, hadaradarai, oft zer- 
stieuen, etc. — Taradarai, zerstreut etc. wcrdcn 
konnen, miigcn; irrthiimlich aus einander brechen. 

— Kadaraij das zerstreut, aus einander gebrochen, 
zerschmettert sein. — Pandarat, der gern, oft zer- 
streut, etc; das Zerstreuete. Intu awe karii |>andarai 
ramon tanianang bihin, wcr hat jetzt das zer- 
streuete, die Giiter des friiher kinderlos Vcrstor- 
benen ? Kwe karii pand<irai iiwcn Gohong bihin, wo 
wohnen jetzt alle die friiheren Bewohner des Dorfcs 
Gohong, welche sich zei*strcut haben? 

DAUAK, (nach paham etc. audi kadarak,) riii 
Riss, Sprung, eine Spalte (in Holz, Topfcn, in der 
Erdc, in Friichten, an der Fusssohle.) Paham ka- 
darak petak awi pandang, gross die Spalten in der 
Kidc durcli die Diirre. — Badarak, gesprungen, ge- 
borstcn. — Uadarak, daradarak, ein wonig gesprun- 
gcn. — Baradarak, allc, oder 1 iiberall geborsten. 

— Darakdaraka, iiberall und stark gesprungcn. — 
Mandarak, hadarak dengan, springen, berstcn ma- 
chen, aus einander l>rechen. A*Aa mandarak nangka, 
naughe akan djewu, brich die Nangkafrucht nicht 
aus einander, bewalire sie bis iiiorgen. — Hadadarak, 
hadaradarak, oft aus einander brechen. — Pandaral^ 
der gern aus einander brich t. 

DARAK, Name einer Schlingpflanze. 

DAKAP, das Helen von Ipalibliittern, (eincs Pai- 
mitgewiichses, dessen Bliittcr zum Deckcn der Him- 
ser und zum Flechten von kadjang, Blatlerniatten , 
gebraucht werden.) Humangku hai, djalon ombel 
damp sindii, mein Haus ist gross, es goniigt nicht 
eininal Blatter zu holen. — Mandarap, soK'lio Bliit- 
ter holen, (neutrum.) Mandarap oder hadarap de- 
ngan huma, fiir ein Haus solche Bliittcr holen. — 
Manandarapy mandarandarap, ein wenig solche 
Blatter holen. — Ifadadarap, hadaradarap. oft solche 
Bliittcr holen. — Pandarop ^ der oft solche Bliittcr 
holt. 

DARAP, ein Fiscli, wird eine Spanne lang, der 
Leib fa.st 3 kantig, hat keine Schuppen. — Mann- 
liclier Name. 

DARAS, laut schallend, (Kanonc, etc.;) heftig, 

12 



90 



DAU. 



DAR— DAT. 



(Schmerz.) Daras badile, aru suange, laut schallend 
beine Kanone, »ie hatte starke Ladung. — Sandawa 
daras, gutes, starken Knall gebendes Schiesspulver. 
— Daras aughe hakotak, er spricht mil starker 
Stimme. — Daras angat pukule mawi aku, er hat 
niich geschlagen, dass es mich heftig schmerzt. — 
DadaraSy daradaras, ziemlich laut, heftig. — Panga- 
daradaras, alle laut, heftig, — Kadaras, das laut 
tonen, die Heftigkeit. — Pandaras, zu Koblen vcr- 
branntes und feingestampftes Holz, womit man einen 
Stock oder Rottan bestreicht, damit die Schlage mit 
demselbcn desto mehr schmerzcn. 

DARiE, das Geflecbt; das geflochten sein. Ba- 
halap dariin amak ta, das Geflecht der Matte ist 
schon. — Darii nennt man auch alles bunte und 
fetne Flechtwerk, z. B. Cigarrendosen , etc — la 
mandjual dara, er verkauft fcines Flechtwerk. — 
Mandara, hadara dengan, flechten ; feines Flechtwerk 
raachen. — Hadcuiard, hadaradara, oft, lange flech- 
ten. — Taradard, geflochten werden kounen, {z. B. 
der Rottan, nicht ru dick, steif sein.) — Pandard, 
der oft flicht, der es gut versteht. 

DAREM, (nach paham etc. auch kadarem,) Fie- 
ber. — Darem bulu, der Schauder, das Zittcrn, 
(von Kalte.) — Badarem, Fieber habcn. — Badarem 
bulu, zittern. — Dadarem, daredarem, badadarem, 
l)adaredarem , fieberhaft, etwas Fieber haben. — 
Baradarem, alle Fieber haben. — Kcuiaredarem, fort- 
wiihrend fieberhaft. — Mandarem, Fieber verursa- 
chen; (der Regen etc. jemandem.) Ihatm mandarem 
arepm wiii awi kadiam, absichtlich stellst du dich 
nur als ob du Fieber hiittest, deiner Faulheit we- 
gen — Mandarendarem , ein wenig Fieber verursa- 
chcn. — Pandcwem, der oft am Fieber leidet, Icicht 
das Fieber kriegt. 

DARHAKA, (Malaiisch,) sehr bdse, gottlos, grau- 
sam, bctnigcrisch. la darhaka dengan ramongku, 
cr handelt sehr unrecht mit meinen Sachcn, (ver- 
wahrlost sie sch'andlich, oder betriigt mich darum, 
etc.) — Kadarhaka, Bosheit. 

DARI, das Laufen; d. Ergebniss, Ende. Badjeleng 
darin badjang, schnell das Laufen des Hirsches. — 
Kwe darin pisauku, wo ist mein Messer geblieben? 
Aton iii hong huma? Kwe darie! Ist er zu Hause? 
Wo solltc er laufen ! (i. e. : ja !) Kilen darin saritam 
tinai, wie ist der Lauf deiner Geschicbte weiter? — 
Papa kea darin perkara ta, die Sache nimmt ein 
bdscs Ende. — Hadari, laufen, fliichten. — Bara- 
dariy alle laufen, fliichten. — 3adari, daridari, als 
laufcnd, sehr schnell, (gehen.) — Daridaria, bin 
und her laufen, nach alien Seitcn laufen, fliichten. 
Mandarin mandarian, laufen machen, in die Flucht 
jagen; cntfllehen lassen. Ikau idj'a djari mandari 
djipengku, du hist e;ii, der meinen Slav hat weg- 
laufcn gemacht, (hast ihn dazu angcsetzt, ihm dabei 
gcholfen.) — Hadarian, hararian, fliehen, entfliehen, 
cntlaufcn. — Pandari, Flucht. 
DARIN, m'annlicher Name. 

DARIS, weiblicher Name; (die Schone.) — Ka- 
dan's ^ kadadaris, Schdnheit, das geschmiickt sein. — 
Badarts, schon, geschmiickt. Uuma badaris tampae, 
das Haus ist hiibsch gebaut — lii badaris makaian, 
cr kleidet sich schdn, schmiickt sich. — Badaris, 
daridaris, badadaris, badaridaris, ziemlich schOn, ge- 
schmiickt. — Pangadaridarts, alle schon, geschmiickt. 
— • MandariSj badaris dengan, schmiicken. — Pan- 
dart'Sy pandaris panentang, Schminke, SchOnheits- 
mittel. 

D.'VRIT, Linie; ein Strich wodurch man etwas 
vorgezcichnet hat; Cirkel. — Tasap papan toh nia- 



horoe daiite, behau dies Brett nach dem Striche, 
(langs des Striches,) welcher darauf vorgezeichnet ist. 

— Mandarit, hadarit dengan, vorzeichnen, abcirkelo. 
Tutup blanai djaton bunter, 'awe mandarite, der 
Deckel des Topfes ist nicht rund, wer hat ihn ab- 
gecirkelt.' — • Manandarit, mandarindarit, ein bischen 
vorzeichnen. — Hadadarit, hadaridarit, oft, kmge 
vorzeichnen, abcirkeln. — Pandarit, der gem Tor- 
zeichnet, abcirkelt; ein Cirkel, Instrument um etwas 
vorzuzeichnen. 

DARONG, (has. Sang. = handip^.) Scblange. — 
Mannltcher Name. — Darong bawan. Name eioes 
Sangiang, Luftgottes. — Handjaliwan darong, die 
Brillenschlange , (coluber naja;) s. handjaliwan. 

DARUN, mannlicher Name. 

DARUS, friiher, in friiherer Zeit, (vor einigen 
Monaten; ist es langer her: bihin.) Dams kindjap 
ia madja, toh djaton tinai, friiher besuchte er uns 
oft, jetzt nicht mehr. 

DASAH, mannlicher Name. 

DASAK. , m'annlicher Name, (von badasak, hastig.) 

DASAN, puli dasan, ein Gift; wenn man jemand 
nur etwas damit bestreicht^ wird er krank una stitbt. 

— Dadasan, dasadasan, (wdrtlich : sich anstreicbend, 
anreibend,) aufdringlich, sich jemand aufdriogen, 
(besonders mit unziichtigen Absichten.) — Barctda^ 
san, alle aufdringlich. JEwen baradasan nahuang 
mindjam intu aku, sie dringen sich auf, woUen 
leihenvonmir. — Mandasan, hadasan dengan etwatauf 
Jemanden bringen, schieben. Ia handak mandasan 
utang akangku, er will Schuld auf mich bringen. ^ 
Mandasan arepe dengan olo, sich jemandem auf-* 
dringen. — Manandasan, mandasandasan, etwas, ein 
wenig auf jemanden schieben. — Hadadcuan, hadasa- 
dasan, oft etwas auf jemanden bringen. — jPandkuan, 
der oft, gern etwas aufandrebringt; pandasan arepe, 
der sich immer aufdringt. 

DASAR, Art, natiirliche Weise, Gemiithsbeschaf- 
fenheit. — Puna dasare panakau, er ist von Art 
diebisch. — Burong trawang puna dasare, dass die 
Vogel fliegen ist ihre Weise, (liegt in ihrer Natur.) 
Puna dasar ai mamangun gantong, es ist einmal 
seine Weise grosse H'auser zu bauen. 

DASEDASEN, s. dadasen. 

DASING, Waage, (und zwar woran man das zu 
wiegende hangt, ohne Waagschalen; Waage mit 
Waagschalen timbangan wenn sie gross, taradju wenn 
sie klein ist.) Batun dasing, das beim Wiegen ge- 
brauchte Gewicht. — Hcuiastng, ein Waage haben. 

— Mandating, hadasing dengan, wiegen. — HadO" 
dasing, hadasidasing, oft wiegen. — Taradasing, ge- 
wogcn werden kdnnen. — Pandasing, der alles wiegt. 

DASO, mannlicher Name. 

DATA, mannlicher Name. 

DAT AH, (nach Zahlen: kadatah,) Stufe, Sprosse. 
Pira datah lampat keton, wie viel Sprossen hat eure 
Leiter? Djahawen kadatah, 6 Sprossen. — Humae 
datah telo, sein Haus hat 3 Stufen, (das Vorhaus 
ist nicdrigcr als das Mittel-, und dieses wieder nie« 
driger als das Hinterhaus.) — Hadatah, badatah, 
Stufen , Sprossen haben ; stufenweise aufsteigen , 
(Berg, Ufer.) — Baradatah, alle, iiberall stufenweise. 

— Mandaiah, Stufen oder Sprossen machen, (an einer 
Treppe, Leiter;) etwas stufenweise machen. — Pan^ 
datah, der alles stufenweise macht. 

DATAR, gleich, ebenmassig. Dalar kahaie, kaiiM^ 
regae, karajape, ihre Grosse, Menge, ihr Preis, ibre 
Schurkerei ist gleich, (eben gross.) — Ikai lima 
mambagi ramoe, bagi datar, wir 5 theilen seine Giiter 
unter uns, gleiche Theile. — Dadatar, datadatar. 



DAT— D/EH. 



D^H— DED. 



91 



fast gleich. — Mandatar^ gleich, ebenmassig machen ; 
aaf dieselbe Weise behdndeln. Tetek papan man- 
tUtar kamboe, haue die Bretter ab, macne gleich 
ibre Lange. — Sala kea ia mandatar iu, belahe 
tahi belabe handjulo w'ai omba bagawi, es ist doch 
Terkehrt dass er uns alle gleich behandelt, (gleich 
Wei giebt,) einige haben lange, andcre nur kurzc 
Zeit arbeiten helfen. — Manandatar, mandatandatar, 
ziemlich gleich machen. — Kadatar, das gleich, eben- 
DUttig sein. — Pandatar^ der alles gleich macht, 
alle gleich behandelt. 

DATIDATING, s, dadating. 

DATOH, (bas. Sang. = hai,) dick, gross. Datoh 
bilie, fur hohen Preis gekauft. 

DATU, mannlicher und weiblicher Name; (vom 
Bandjarschcn datu == tato, Yorcltem.) 

DAUD, mannlicher Name. 

DAUDAU, t. dadau. 

DAUH, mannlicher Name; (vom Bandjarschen 
<latth, cine Art Trommel, womit man zu dem Ge- 
bete nift.) 

DAUR, i. q. das gebriiuchlichere aur; dieselben 
Ableitungai. 

DAWA, Klage, Beschuldigung; Vermuthung, Ver- 
dacht, Argwohn. — Kilen augh dawam intumantir 
mawi ia , was ist deine Klage beim HitupUing wider 
ibm? J£we dawam manakau ramom, wen hast du 
im Yerdacht deine Giiter gestohlcn zu haben •^ — 
Bmdmmk, beschuldigen, in Yerdacht haben ; beschul- 
di^t, ixn. Yerdacht sein. Aku badawa ia ta mawie, 
ick vermutbe dass er es gethan babe. — Aka ba- 
dawa panakau, ich stehe im Yerdacht diebisch zu 
seim. — DadawGy dawadawa, badadawa, badawa- 
dawa, etwas verdenken, etwas in Yerdacht stehen. 

— Sadawa, einander beschuldigen, verklagen. — 
Mmudrnwa, badawa dengan, beschuldigen, verklagen. 

— Jfuaandawa, mandawandawa, ein bischen, in etwa 
befdhuldigen, verklagen. — Hadadawa, hadawadawa, 
oft, irafaer beschuldigen. — Taradawa, beschuldigt, 
veriJa^ werden konnen, mogen; irrthiimlich be- 
arhaMiyn. — Pandawa, der leicht, gem beschul- 
digt ^ Terklagt. 

DAW AT, Time. — Sarangan dawat, Tintenfass. 
DAWAU , weiblicher Name ; (von awau, Saugling.) 
DAX^'EN, Blalt, (von Pflanzen.) Dawcn medja, 
beni, das Blatt des Tisches, Ruders. — Dawen kaju, 
(BanablaUer, i. e.:) Gemiise. Laku kudjang akan 
dawen kaju ita, hoi Kudjang (ein riibeuartig Ge- 
^nkcfa*) au unserm Gemiise. — la blaku dawen, er 
bolt Blatter, (i. e. Ipahblatter zum Decken des Da- 
dies.) — Ik hakotak ta ara pating dawac, was er 
aagt hat viel Zweiglein und Blatter, (= es ist viel 
(laron gelogen.) — Hadawen, Blatter haben. — Mdn- 
daetM, Blatter aussprosscn lassen, (Biiumc, etc.;) in 
f^mter Menge hervorbringen ; aufiichmucken , etwas 
hinau lugen; Ipahblatter holen. Paham djambu 
ta mandawen bua, ungcmein der Djambubaum, hat 
Frocbte als Blatter, (i. c. in grosser Menge.) — iEla 
mandawen aughm, schmiicke deine Worte nicht aus. 
— Mdnandawen, mandawcndawen , etwas ausspros- 
Mo, etc 
DAWI, weiblicher Name; (von bawi, Weib.) 
DA WOK, mannlicher Name; (von awok Saugling.) 
DiEHEN, fest, daucrhaft, steif, stark, sicher. 
Ihhea pakor arut, fest das angebunden sein des 
Bootea. — Dahen paku ta intu dinding, der Nagel 
iteckt fest in der Wand. — Kaju tii dahen uhate, 
djaton taradjawut, der Baum, fest seine Wurzeln, 
er kann nicht ausgezogen werden. — Humangku 
ilahen, naughe barat, mein Haus ist fcst, ich gcbc 



nichts um den Sturm. — la dahen akae, er fest 
sein Platz, (verzieht nicht.) — Dahen djandjie, sein 
Yersprechen ist fest, (sicher, gewiss.) — Dahen 
lengae, oder: dahen gawie, fest seine Hande, febt 
sein Werk, = was er macht ist gut, dauerhaft. — 
Dahen dapur kabalietoh, sein Kochheerdund Koch- 
topf sind jetzt fest, = er hat sich verheirathet. — 
Dadahen, dahedahen, ziemlich fest, etc. — Manda- 
hen, padiihen, mampadahen, hadahen dengan, fest 
dauerhaft machen; bekraftigen, (Yersprechen, etc.) 
Kaliih ikau mandiihen iii masaw'a, ampie kilau lian- 
dak hatulang, befestige ihn doch in seiner lleirath, 
(sprich ibm zu bei seiner Frau zu bleibcn,) es 
scheint als ob er scheiden woUe. — Manandiihen, 
mandahend'ahen , ein bischen fest machen, etc. — 
HadcuiShen , hadahedahen, oft, lange Zeit fest ma- 
chen. — Hakadahen aughc, mit einander feste, be- 
stimmte Absprache treffen. — Taradahen^ befestigt 
etc. werden konnen. — Kadahen, Festigkeit, Starke. 
— Pandahen^ der alles fest etc. macht. — Panga- 
dahedahen, alle fest, dauerhal>, etc. — Pangkadahen, 
am fcstesten, etc. — Parapah sandiihen bercng, ein 
Opfer um den Leib fest zu machen, (damit man 
lange lebe, nicht krank werde; besleht gcwohnlich 
in einem fetten Schweine, welches man dem Sangiang 
opfert.) 

DiEHES, (nach paham etc. auch kadahes,) starker 
Strom; Heftigkeit. Bakarak batang ita awi dahes, 
unsre Flosse ist aus einander gebrocben durch den 
starken Strom. — Paham kadahes aughc mawi aku, 
mit grosser Heftigkeit sprach er zu mir. — Baduhes, 
stark stromen; hcftig sein. Badiihes huangku, ich 
babe grosses Yerlangen. — Daddhes, diihedahcs, ba- 
dadiihcs, badahedahes, ziemlich heftig (str5men, sprc- 
chen, etc.) — Pangadahedahts, alle heftig. — Pang- 
kaddhesy am heftigsten. 

DyERiEH, (nach einer Zahl: kadiirah,) Stamm, 
Stiick; ganz; (diinne Biiume, Bamhu, Rottan, Zucker- 
rohr, auch Zeug.) Laku humbang idja kadariih, dii- 
riih idja hai hikau, hoi Bambu, ein Stiick, (oinen 
Stamm,) den dicken Stamm dort bei dir. — Kilen 
ikau mamili bcnang ta, dariihe teteke, wie hast du 
das Zeug gekauft, ein ganzes Stiick, oder ciii ab- 
geschnittenes Stiick? — Ita diirab danum toh aur 
awi asang, wir an diesem ganzen Flusse sind in Be- 
drangniss durch Feinde. — Diirab danum mulan 
toh, der ganze Fluss (alle Bewohner) sind jetzt an 
der Feldarbeit. — Aku djaton ara aughku, idjii ka- 
tetek idja kadarlih bew'ai, ich habe nicht viel zu 
sagen, nur ein Wortchen. — Baddr'dh, in ganzen 
SUimmcben (Bambu etc.) 6der Stiicken, (Zeug.) — 
BaddrdddrShj viele Stamme, Stiicke. Kutoh ai bc- 
nang baputi, badaradariili, er hat viel weisses Zeug , 
viele ganze Stiicke. — Daddrdh, daradarah, als ein 
Stamm, hart, (z./ B. die Arme und Beinc.) — Bara- 
ddrdh, alle hart, als Holz. — Sung'ai ita djaton ha- 
ddrdh, in unseren Fliisschen stehen keine junge 
Biiumchen. — Manddrdh, nur von Armringen ge- 
braucht. Bahalap lasongc, mandar'ah, schoa ihrc 
Armringe, als ein Stiick; (obwohl es viele iibcr ein- 
ander sind, schliessen sie doch so dicht an einander, 
dass cs scheint ein Stiick zu sein.) 

DEANG, mannlicher Name. 

DEDET, dicht (gewebt, geflochten.) Benang dedet 
bunggut, dichtes Zeug ist dauerhaft. — Lewu Ban- 
djar sintel dedet, die Stadt Bandjarmasin ist voU- 
gestopft und dicht, (die Hauser stehen dort in Menge 
und dicht zusammen.) — Dadedet, dedededet, ziem- 
lich dicht. — Pangadedededet, alle dicht, — Pang- 
kadedet, am dichlcstcn. — Kadedet, kadadcdet, d:Q 

12* 



92 



DEC— DEN. 



DEN— DER. 



Diciiti^keit , (Zcug, Mat ten,) das iiahe zu&unimen 
stehcn, (Hauscr.) — Mandedet, viel und dicht ku- 
sammen stehen; (Hikuserj Buume etc. pudet.) 

DEGOI, miinnlicher Name. 

DEKADEKAP, s. dadekap. 

DEKO , (nach paham etc. auch kadeko,) die Kriim- 
mung, dasgekriimmt sein, (fiaum, ^cg, etc.) Eiitai 
aku intu dcko djalan, warte auf mich an der Kriim- 
mung des Wcges. - — Hadeko, eino Kriimmung ha- 
bcn, krumm, gekriimmt sein ; (z. B. auch die Kniec.) 

— DadekOf dekodeko, hadadeko, hadekodcko, ein 
wcnig krumm, gekriimmt la mendeng dadeko, er 
steht mit etwas gebogenen Knieen. — Baradeko^ 
alio krumm. — Dukangdeko, kadukangdcko , an 
vielen Stellen krumm, gekriimmt. — Mandeko, 
kriimmcn, biegen, beugen, (Rottan, die Kniee, etc.) 
Id mandeko utute manjembah radja, er beugt seine 
Kniee, bezeugt seine Ehrfurcht dcm Konige. — 
Manandtkoy mandekondeko, ein wenig beugen. — 
Hadadeko, liadekodeko, oft, lange beugen. — Tara- 
deko, gekriimmt, gcbogen wcrden konnen. 

DEli.OR, i. q. deko; diesclben Ablcitungen. 

DELAI, weiblicher Name; (von dadelai, abhan- 
gen.) 

DELOI, mannlicher Name. 

DEM AM, mannlicher Name; (von dademam, 
dickes Gesicht haben.) 

DENGAN, und, mit, nebst; fiir; Bezeichnung 
dcs Dativs. — Kangkwe indum dengau bapam, 
wohin geht deine Mutter und dein Vater? Malem 
aku hasupa dengan kakam, gestern begegnete ich 
deinem altern Bruder. — Narai (oder kilen) ga- 
wiugku dengae, was soil ich damit thun? — auch: 
was habe ich damit zu thun? es geht mich nichts 
an. — Kilen gawi dengae, was soil man dazu thun, 
dabei machen? — auchj cs ist nichts damn zu 
thun. — la paham dengan akengku, er sehr mit 
meiner Nichte, (scil. hurt.) — Aku mamili dengan 
rear, dengan udi rugi, ich kaufe fiir Geld, fiir Rot- 
tan kaufen (eintauschen) ist unvortlieilhaft — Man- 
dengan, vergesellschaften, begleiten. — Aku man- 
deugan ia, ich begleite ihn. — la bagawi kabuat, 
djaton olo mandengae, er arbeitet ollein, niemand 
mit ihm zusammen. 

DENGEDENGEK, s. dadengek. 

DENGEN, kadengen, Taubheit. — Paham de- 
ngde, gross seine Taubheit. — Awi kadengde ia 
tijaton harati aughm, seiner Taubheit wegen ver- 
bteht er deine Worte nicht. — Badengen, taub 
sein; dumpf. — Badengen ikau, buhen djaton tom- 
bah aughku, bist du taub, warum antwortest du 
mir nicht ? — Badengen pindingku awi paham aughe, 
meine Ohren sind taub von seinem vielen Ge- 
schwatz. — Garautong badengen awie tahi hong 
danum, die Garantong (kupfcmes Musikinstrument) 
kiingt dumpf, weil sie lange im Wasser gelegen 
liat. — Dadengen, dengedengen, etwas taub, dumpf. 

— Id dadengen bahuang, er ist etwas taub als ein 
Bar; (welcher in Borneo etwas taub sein soil.) — 
Baradengen, alio etwas taub; pangadengedengen , alle 
taub. — Mandengen, taub machen, (Krankheit etc 
jcmanden;) betauben, (Kanonendonner die Ohren.) 

— Mandengen arepe , sich taub stellen , nicht hdren 
u'ollen. — Mandandengen , mandengendengcn , etwas 
taub machen, etc. — HadadengeUy hadengedengen , 
(tft betduben, etc. — Pandengen, der sich immer 
laub stellt, nie hort. — Id pandengen augh olo, 
<T hort nie darauf was man ihm sagL — Kadenge- 
dengen^ fortwdhrend etwas taub; sich immer taub 
halten. — Pangkadtngen, am taul^sttn. 



DENGEN, eine Fischotter, so gross al« cine Katzc; 
(die andere Art, tohon, so gross als ein Schwein.) 

DENGKODENGKOR, s. dadengkor. 

DENGOK, i. q. dangok, (kann aber^ nicht -woa 
Menschen gesagt werden ;) dieselben Ableitungen als 
bei dangok. 

DEPADEPAK, s. dadepaL 

DEPiE, Klafter, (ist kein fest hestmmU* Maaat; 
jeder hat sein eigenes depd, so weit er mit ausge- 
strcckten Armen reichen kann.) — Aton badjai idjSk 
sampai djahaweu depd kamboe, es giebt KroLodiUe, 
welche bis 6 Klafter lang werden. — Badepi, ctwa 
ein Klafter lang ; bei Kiaftern (verkaufen.) — Bade- 
pddepd, bei vielen Kiaftern. — Dadepa, d^Midepa, 
ausgcbreitet , (die Arme.) Id mendeng dadepa, er 
steht mit ausgestreckten Armen. — Kadep&dtpiiyf 
fortwdhrend ausgcbreitet. — Depadapaa, mit den 
Armen balancirend. Depddapda mahoroe dampahan 
toh, korik haliai kajue, balancirend musst du iiber 
diesc Briicke gehen, sehr diinn ist ihr Baum- 
stamm, (woraus sie bestcht.) — Mandepd, hadepa 
dengan, abklaftern, messen; ausbreiten , (die Arme.) 
Id mandepd lengde mangaliana aku bull, er breitet 
seine Arme aus, verhindert mich zuriick zu kchren. 
— Manandepdy mandepdndepd , nandepa, etwat, 
kurze Zeit ausbreitcn. — Hadadepd, hadepadepa^ 
oft, lange ausbreiten. — Pandepa, der alles abklaftert, 
immer die Arme ausbreitct. 

DEIPONG, eine kurze abcr sehr <licke Schlange, 
hochstens 5 Fuss lang, dicker als ein Menschen- 
kopf; weiss mit gelben und schwdrzlichen Streifen; 
der Kopf gleicht in etwa einem Entenkopfe nebat 
Schnabel. — Die Dajacken sagen, die Depong £dle 
aus dem Himmel. Sie sind sehr selten; tindetman 
sie auf seinem Felde, so ist das ein Zeichen von 
Gliick und grosser Fruchtbarkeit. — Dadepong^ de- 
podepong, kurz und dick, (Menschen.) — Barad»- 
pong, alle kurz und dick. 

DER, ein schriller Ton, (z. B. der Ton der tarai, 
eines Musikinstrumentes , des malaiischen breng- 
brcng.) Der augh garantongm, mikah badjahat, 
der Ton dciner Garantong (kupfern Musikinstru- 
ment) ist schrill, sie ist vielleicht gesprungen. — 
Derder, anhaltend schrill tonend. 

DERAU, das Gebrochene, der Stumpf, d. gebrocken 
sein; gesplittert, gebrochen, (z. B. Bombu, aber 
nicht ganz durch- abgebrochen , bloss geklemmt el£.;) 
heiser, rauh, (die Stimme.) Buabuah tandjongni, ara 
dcrau humbang hetd, geh vorsichtig, es stehen Tid 
gesplitterte Bambustiimpfe dort. — Id lawo derau 
takoloke, er ist gefallen, zersplittert sein Kopf. — 
Derau aughe awie pamihop, rauh ist seine Stimme^ 
weil er ein Sdufer ist. — Daderau, deraderau, etwas 
gebrochen, ziemlich rauh. — Baraderau, alle ge* 
brochen, rauh. — Manderau, brechen, splittem. -— 
Mananderau, ma nderan dcrau , nanderau, etwas bre- 
chen. — Taraderau , gebrochen werden kdnnen. — 
Kaderau , das gebrochen , gcsplittert sein ; die Rauheit. 

DERiEM, bczogen, dunkel, (Lufl, Wetter.) De- 
rum andau toh, es ist heute dunkel Wetter. — 
Daderaniy deraderiim, etwas bezogen, triibe. — JCa- 
deraderam, fortwdhrend triibe. — Kaderam, die 
Triibe, das bezogen sein. 

DERDER, s. der. 

DEREDERE1>, s. baderep. 

DEROH, haderoh, verwirrt (sprechen;) unsicber, 
schwach, (Geddchtniss, durch Alter, etc.) Deroh 
pangingalku tawa pira aku manahor bihin, ich ent- 
sinne mich nicht mehr genau wie viel ich fruher 
l>ozahlt habe. — Daderoh, derodcroh, hadadcroh, 



DES— DIA. 



DIA— DIN. 



93 



haderoderoh, zicmlich vcrwirrt, schwacb. — Bara- 
derohj aile verwirrt, schwacb. — Manderoh, ver- 
wirren, in Verwirrung bringen. Kara tirok keton 
manderoh aku wai, bimbal aku toh idja kwe ha- 
pangku, alle cure Rathscblage verwirren mich nur, 
ich bin jetzt zweifelbaft was ich gebraucben soil. — 
3f€t»amderoh, manderonderoh , etwas vcr¥rirren. — 
Madaderok, baderoderoh, oft, immer verwirren. — 
Kiaderoderohy fortw'ahrend etwas verwirrt, ungewiss. 
DESA, Unterbdrigkeit , daa unter jemands Be- 
fehle steliende Land. Ita Pulopetak uras desan Ras- 
din, tap! Nagara desan Panambahan, wir zu Pulo- 
petak stefaen alle unter dem Restdenten, aber Nagara 
ist Sultansland. — Mandesa^ unterwerfen. Rasdin 
bindai tau mandesa balok, ita uras indesae, der 
Resident kann die Oberliindcr nocb nicbt unterwer- 
fen, wir stehen alle unter ihm. 

DET, Getdn z. B. eines Uauses im Sturm, krachend, 

knettemd. — Detdet, wiederholt solch GetOn. — 

Duideiy stark und oft also tonen. Humangku dut- 

det awi barat, mein Haus kracht durch den Sturm. 

DETEDETENG, s. dadeteng. 

DEUK, mannlicher Name. 

DEWA, Name eincr Art Geister, Gdtter. Ihr 
Kdnig, der Pambala hatong^ wolmt auf demgunong 
pamaton^ einem Berge in der Nahe Matapuras, der 
Residenz des Sultans von Bandjarmasin. Der Pam- 
bala batong war ein irdischer Konig, welcher ohne 
an ftterben zum Dewa wurde. — Die Dewa bereiten 
kein Ungliick, ausser wcnn man ibnen gcmacbte 
Verspiechen nicht erfiillt; dann erwecken sie Krank- 
heiten, lassen die Erndte missgliicken, etc. — Wenn 
man ihnen Opfer verspricht siiid sie hiilfreich, be- 
aoodera in Rrankheiten. — JBadewa, die Dewa an- 
mfen, sie um Rath und Hiilfe bitten, 'geschieht in 
der malaiischen Sprachc; die ihnen gebrachten Op- 
fer, Kuchen, etc., miissen auf Weise der Malaier 
zubereitet, und es darf durchaus kein Schweinefett 
daran sein. Diese Opfer wcrden in antjak, flachen 
Kdrben, an die Baume fiir sie gchangen. 
DEWiE, weiblicher Name. 

DLA, djaton, nicht, nein. — In den meistcn 
Fallen kdnnen diese beiden Wdrter ganz ad libitum 
f^^Maucht werden. — Dia oder djaton ara, nicht 
Tiele — Dia (djaton) usah, es ist nicht nothig. lii 
dia (djaton) maku, er will nicht. — Nur wo das 
Wort ttin oder haben mehr bcstimmt mit im nicht , 
am, enthalten sein soil, wird nur djaton, (wohl 
Zoaammenziehung von dia aton, nicht sein,) und 
wo jene Wdrter durchaus nicht mit darin sind, nur 
dia gebraucht. Aton ikau bara rear? Djaton. Hast 
da Gdd? Nein. Maku ikau omba? Dia. Wiilst 
da mit gehen? Nein. — Djaton olo hong huma, es 
tind keine Menschen im Hause. Ihatku dia bewiii 
omba ia, ich will nun mal absichtlich nicht mit 
ifam gehen. — Djaton (dia) haltai iii bagawi, er ar- 
beitet gar nicht. Ia bagawi dia haliai, er arbeitet 
gar nicht wie es muss, nicht gut. — Ampie dia 
haliai, seine Gestalt ist gar nicht, =: er ist hiiss- 
Jich. — Dadia, diadia, djadjaton, fast nicht, es 
ficfaeint nicht. Dadia umpie hagoct, es schcint fast 
dass er nicht fortgehen will. — Djadjaton ampin pa- 
nataue, mit seinem Reichthum ist es fast nichts, er 
besitzt nicht viel. — jEla diadia, durchaus, cs 
moss durchaus. Rahau ia manalih aku, ala diadia, 
mf iiin zu mir zu kommen, durchaus! — Mandia 
arepe, mahadia, nahadia, sich aussondern, entziehen, 
niciit mitthnn , nicht woilen. Buhen ikau nahadia 
aiepm mangadji, dariih danum uras toh ma wie, 
wanim entziebst du dich selbst vom Lcmen, da 



am ganzen Flussc es alle jetzt thun ? — Nahadja- 
ton, mahadjaton, verlaugnen. iEla nahadjaton ra- 
mom , puna kutoh aim , sag nicht dass du keine Gii- 
ter habest, denn du hast ja viel. — Kadia, das 
tich entziehen. Radian ampi, Hasslichkeit. — JSlo- 
djaton, das nicht da, nicht vorhanden sein. — Fia- 
hadia, sich stets entziehend. — Pangkadian ampi, 
am hasslichsten. — Pangkadjaton , der das wenigste 
hat, wovon am wenigsten da ist. Aku idjii pang- 
kadjaton ulihku malan, ich bin es der am allcrwe- 
nigsten geerndtet hat. 

DIALO, djalo, (Contraction von dia olo, nicht 
Mensch,) gar nicht, gar nichts, gar uiemand. Dialo 
idja biti , nicht ein einziger. — Dialo aton olo hong 
kalunen, idja tumon karajapm, es ist kein Mensch 
in der Welt, welcher als deine Schurkerei , = welcher 
ein solcher Schui^ke ist, als du bist. — Dialo idja 
niahin dia lauk ulihku , ich babe selbst nicht einen 
einzigen Fisch gefangen. 

DIDIK, das gesiebt sein, (Mehl; geschieht auf 
eincm flachen Korbc, welchen man also schuttelt 
und riickt, dass die groberen Komer nach oben oder 
auf die Scite kommen.) — Mandikiky hadidik de- 
ngan, sieben, saubern. — Manandidik, mandidin- 
didik, nandidik, etwas sieben. — Hadadidik, ha- 
didididik, oft, lange sieben. — Pandidik, der alles 
sicbt. 

DIDIS , die Ziebethkatze, (viverra zibetha,) wird 
aufgezogen des kirang , Ziebeths wegen , welchen man 
als Heilmittel gegen fressende Gescbwiire und auch 
zum rauchern gebraucht. — Hadidisy ein Didis ha 
ben. — Mandidis, faul, nichts thun. la melai man- 
Didis nongkang andau, er lebt (als cine eingesperrtc 
didis, i. e.) faul den ganzen Tag. 

DIKN, mannlicher Name; (von pangandien, (has. 
Sang.) Tiger.) 

lilRADIKAL, s. dadikal. 

DIKANG, Art Kuchen, stark mit Rokosnuss und 
Zucker vermengt. 

DIRIDIRI, s. dadiki. 

DILAM, weiblicher Name. 

DIM A, mannlicher Name; (es giebt auch ein Thier 
des Namens in Borneos Innern.) 

DIMPAH, 8. dipah. 

DINDANG, Gedicht. Man kennt nur kleine 4 zei- 
lige Verse, die malaiischen Pantun; diese Dindang 
werden auch nur in mal. Sprache gemacht. — 
Badindang, dichten. — Badindang, dindadindang, 
leise singen, tnillem, (es brauchen keine Worte, 
nur Tone zu sein.) Ia bagawi tuntang dadindang, 
er singt arbeitend (so fiir sich bin.) — Baradindang, 
alle leise fiir sich bin singen. 

DINDING, Wand, Schirm, Vorhang, Gardine, 
Bedeckung; Beschirmung. Dinding huma, Wand 
eincs Hauses. — Batiroh hong dinding benang, hin- 
tcr einem Schirm von Zeug schlafen. — Basa ia ma- 
rajap betauku ia manenga salawi akan dinding ka- 
hawengku, weil er mit meiner Schwcster gehurt hat, 
giebt er mir 25 (scil. kiping, k 2 fl.) zur Bedeckung 
meiner Scbandc. — Naughe ia, mantir indu din- 
dingku, lass ihn nur machcn, ich babe den Hiiupt- 
ling zum Schirm. — Hadinding, Wande haben. — 
Badinding, hadinding, bcdeckt; Schutz suchen. Iii 
mondok badinding lokape, er sitzt (das Gesicht) bc- 
deckt mit seiner Hand. — Aku badinding intu ikau. 
ich suche Schutz bci dir. — Badinding, dindidin- 
ding, als eine Wand, gross und breit. Hai ba- 
woi gitangku, dadinding balikate, gross war das 
Schwein, welches ich sab, sein Riicken als einc 
Wand. — Baradtnding, alle gross und breit. — 



94 



DIN— DIP. 



DIP— DIR. 



Baradinding barabirip, (sirip, Art Blattennalte ,) vor- 
sichtig, Euruckhaltcnd , ziemlich (im Sprecben, i. q. 
bapapar.) la djaton baradinding barasirip, bewan 
aughe alo marak anak sawan olo, er ist ganz riick- 
sichtlos, stinkend (unziichtig) seine Worte, obwohl 
er zwischen Tocbtern und Frauen sitzt. — Manin- 
ding, hadinding dengan, Wande machen; bedecken, 
beschirmen, b<^hutzen. — Manamnding , manindi- 
ninding, naninding, kleine Wande machen, ein 
wenig, in etwa beschirmen. — Hadadindingy ha- 
dindidinding , oft, lange beschirmen, Wande etc. 
machen. — Tcurddinding , bedeckt, beschirmt werden 
konnen. — Benang akan telo ktxdinding, Zeug fiir 
3 Stuck Scliirmc. — Paninding, der oft Wande 
macht (oft sein Haus neu bewandet,) der gem be- 
schirmt. 

DINGIDINGI, 8. dadingi. 

DINGKANG plandok, djingkong plandok, auf 
einem Bcine hinken. — Has koa hunggut djingkang 
plandok, wohl lass uns sehen^ wer von uns beiden 
am langsten hinken kann. — Dadingkang, dingka- 
dingkang, djadjingkang, djingkadjingkang, hading- 
kang, hadjingkang, mandingkang, mandjingkang , 
hinken, hinkend (gehen.) Buhen ia dadingkang 
tandjonge, narai kapahan paie, warum ist sein Gang 
hinkend, was hat er fiir Schmerz am Beine? — 
Hadadingkang y hadjadjingkang, hadingkadingkang, 
ein wenig hinkend. — Kadingkadingkang , kadjing- 
kadjingkang, fortwahrend hinkend. — Baradingkang, 
baradjingkang, alle hinken, (sowohl spielend auf 
eincm Fussc, als anders.) 

DINO, das gekrigtc, erhaltene; gekrigt, erhalten; 
gefangen. Pira dinom, wie viel dein erhaltenes, 
= wie viel hast du erhalten, (geemdtet, gefan- 
gen, etc) Dino djari bawoi idja hadari, es ist ge- 
fangen das Schwein, welches weggelaufen war. — 
Dinon ikiii malan, wir haben erhalten von der 
Feidarbeit, i. c. wir haben gut geemdtet — Dci- 
dino, dinodino, noch all ziemlich gekrigt, erhalten. 
— Mandino, erhalten, empfangen. Mandino upah, 
Lohn erhalten. Mandino tagih, ausstehende Forde- 
rungen einkriegen. Mandino lewu, ein Dorf er- 
obern. — Mampadino, padino, machen dass etwas 
gekrigt wird, fangen, erobern. — Hadadino, hadi- 
nodino, bestandig erhalten, gute Emdte haben; bei 
kleinen Summen, nach und nach empfangen. Dja- 
ton tau aku manahor rcgae sinda, kalah ikau ha- 
dadino bara aku, ich kann den Preis nichtaufein- 
mal bczahlen, empfange ihn doch nach und nach 
von mir. — Taradino, gefangen, erobert, eingekrigt 
(ausstehende Forderungen) werden konnen. — Aa- 
dino, das Kriegcn, Erhalten, Fangen. Paham ka- 
dinoe malauk, er hat viel gefangen bcim Fischcn. — 
Pangadinodino , alle viel erhalten. — Pangkcuiino, 
am meisten erhaltend. 

DIP AH, die Seite; an der Seite; jenseits, Uebcr- 
seite, das jenscitigc Ufer. Humangku dipah latoh, 
(hila toh,) mein Haus steht an dieser Seite (des 
Flusses.) — lii madja dipah, er macht einen Besuch 
an der Ueberseite (des Flusses.) — Djawa dipah ta- 
sik (oder dipah tasik lakanih, hila kanih,) Java 
liegt jenseits des Meers. — Tandtpah, gegcniibcr. 
la mondok tandipah aku, er sitzt mir gegcniiber. — 
Aku djaton nahuang basara amon dia ombet tandi- 
pahku , ich habe keine Lust die Klage anzunehmen , 
wenn niemand da ist geniigend mir gegeniiber zu 
stehen; (man stelle mir einc ansehnlichc Person, 
keincn Sclavcn etc gegcniiber.) — Djaton ombet 
tandipah djihi paka toh, djihi hai, nicht hinreichcnd 
gegcnui)er dem langcn Pfostcn dieser kurzc Pfosten, 



der lange Pfosten ist dick, (der kurze nur diioD, 
sie passen also nicht zusammen.) — Bahali aku 
masawa, djaton olo tandipahku, es ist schwierig fur 
mich zu heirathen, es ist niemand fur mich pat- 
send, (mir ebenbiirtig, gleich reich, angesehen.) — 
Hatandipah, sich einander gegeniiberstehen, einander 
cntsprechen, fiir einander passen. iEwen dua Vk 
hatandipah, buah wai pakat badagang, die beiden 
passen zusammen, (siiid gleich reich, klug, etc)die 
miissen in Gemeinschaft Handel treiben. — Nandipak, 
manandipah, hatandipah dengan, gegen jemanden ge* 
gegeniiber, entgcgen trcten. Pendeng djihi ta manandi- 
pahe buabuah, richte die Pfosten recht gegen einander 
iiber auf. — Brangai aweiiwe, aku djaton mikah ba^ 
tandipah dengae, wer es auch sel, ich fiirchte nicht ihm 
gegeniiber zu treten. — Taratandipah, gegeniiber ge- 
standen, entgegen getreten werden konnen. — A* 
nancUpah, gem gem, oft jemand gegeniiber tritt. — 
Kadipah, = akan dipah, an die Ueberseite. — JDim^ 
pah, hanimpah, an die Ueberseite gehen, (beaonderft 
vom Wasscr, also iiberfahren, iibcrstechen, — doch 
auch von einem Felde, Walde gesagU) Has ita dim- 
pah helo bara riak hai, lasstuns iiberfahren, ebe die 
Wellen hoch werden. — Paham bawoi dimpah tanan 
ita ndau, viele Schweine sind so eben uber unier 
Feld gelaufen. — > Panimpah, mampanimpah, iiber^ 
bringed, iibersctzen, (etwas iiber einen Fluss.) — 
Taradimpcdi, taratimpah, iibergesetzt, iibergebracht 
werden konnen (z. B. eine Flosse , da es still Wet- 
ter ist.) — Dampahan, Briicke, (hat man in Borneo 
nur iiber die ganz kleinen Fliisschen, besteht oft 
nur aus einem Baumstammc.) — Hadampahan , eine 
Briicke haben, sein. — Mcmampahan, iiberbriicken 
(einen Fluss.) — Taradcanpahan , iiberbriickt wer- 
den konnen. — Panampahany der gem iiberbnickt, 
Briicken macht 

DIPADIPAL, 6. dadipal. 

DIPDAP, s. dap. 

DIRAP, kleine Beulen, etwa als Miickenstiche, 
jiickcn hcftig; entstehen gewohnlich wenn man Ian- 
gerc Zeit im Wasser gewesen war, vergehenaber nach 
ellichen Tagen wieder. — Ngadirap, mangadirap, 
die Fliigcl etwas aufheben, (Bienen, Wespen, wenn 
sie fortfliegcn woUen; wortllch: sich aufschwellen.) 

DIRI, (Bandjarsch,) i. q. biti, selbst, eigne Per- 
son. Olihku mahaga diriku, tapi anak sawangku 
ta idja bahali, ich kann mich selbst wohl untei^ 
halten, aber meine Kinder und Frau, das ist muh- 
sam. — Sadiri, hampatong sadiri, eine von Mehl 
gemachte Puppe, etwa eine Spanne lang. Wenn 
jemand krank ist "awi liau.'' i. e. durch die Seele 
eines Verstorbenen, welche ihnnachholen will,wirft 
man ein Sadiri als Stellvertreter unter das Haus; 
ist man durch einen Krokodill angegriffen und gluck— 
lich entflohen, wirA; man ein Sadiri ins Wasser. — 
Njadiri, manjadiri, fiir jemanden welcher krank 
ist ein Sadiri machen, und unter Zauberspriichen 
als Opfer darbringcn. 

DIKIH, das gekappt, wcggehauen sein. — Jiondi- 
rih, hadirih dengan, wegkappen, abhauen, (Gestrupp, 
Zweige von Baumcn; Gras und Biische: dirik.) 

DIRIK, ein reingekappter Platz, (rcingekappt von 
Biischen, langem Grase; kurz Gras: tatak; standen 
viel grossc Baume auf dem Platze: taweng;) wegge- 
kappt; wcggefressen , (Pflanzcn durch Mause.) D^ri 
lumbah dirik keton, der durch euch reingekappte 
Platz ist schon breit. — Tjah olo beta intaikan 
asang, dirik tatak, och, die Menschen dort sind 
von den Feindcn (ibcrfallcn, als weggekappt und 
wcggchackt. — ^fandirik, hadirik dengan, kappen. 



DIR— DJA. 



DJA. 



95 



wegbppen, reinkappen. Blawau paham inandirik 
pani, die Ratten iressen stark den Reiss auf dem 
Felde ah. — Manandirik, inandirindirik, ein bischen 
bppen. — Hadadirik, hadiridirik, oft, lange kap- 
pen. — Badirik, abgefressen, (die Fnicht auf dem 
Fdde.) — Kadiridirik, fortw'ahrend abgefressen. — 
Barodirik, uberall abgefressen. -^ Dadirik^ diridi- 
rik, cin wenig weggekappt, abgefressen. — Dirikda- 
nhj ganz and gar abgefressen. — Taradtriky weg- 
gekappt (Gebiisch,) reingekappt (ein Platz) werden 
ktonen; irrthumlich weg- reinkappen. — Pandirik, 
der gon, oft kappt. 

DTAING, die Riickflossen der Fische; (Bnistflos- 
KD: kiapj) Bauchflossen : kiting.) — Hadiring, Riiek- 
HotKB uaben. — Dadiring^ diririding, lang aber 
sdmud langs etwas. Tanangku dadiring mampan 
polau kaju beta, mein Feld zicht sich lang aber 
idimal langs dem Geliolze bin. — Baraiiiring , alle 
lug aber schmal langs etwas. 

DIRIT, (nach einer Zabl: kadlrit;) Schramme, 

Sduitt, Kritzel, (durch eine Katze, scharfes Grass, 

etc; mit einem Messer auf Holz, etc.;) auch i. q. 

darit, das abgezeichnet sein, Linie. — Pabam di- 

ritku awi garigit, icfa bin toH Schrammen (Ein- 

sdmitte) durcb das Garigit, (Grasssorte mit sehr 

scharfen Blattern.) — Badjoho augbm, tapi djaton 

oiihni manggoang dirit aingku, bochmiithig sind 

deioe Worte, aber du kannst meiner Linie nicht 

nacfafolf en , (i. e. kommst mir nicht gleicb an Reich- 

thttm, Verstand, etc.) — Badirii, geschrammt, ge- 

kiatxt, gekiitzelt. — Badirit bakantal, stark und 

nberall geschrammt. — Dadirit, diridirit, ein we> 

oig geschrammt, geschnitten. — Dadirit pawah, nur 

sehr wdnig, flach geschrammt. Himangku djaton 

timbeo, dadirit pawah wai, meine Wundc ist nicht 

tief, nur flach geschrammt, (nur so tief als das Pa- 

wahgrass einzuschneiden pflegt) — Baradirit, alle, 

oder 1 uberall geschrammt. — Mandirit, badirit 

dengan, schrammen, kratzen, bekritzcln; abzelch- 

nen, Linien Ziehen. — Manandirity mandirindirit, 

dn wenig schrammen. — Hadadirit^ hadiridirit, oft 

sdinmmen. — Pandirit, der stets schrammt, kratzt, 

bekritzelt; ein Cirkel, ein Instrument um etwas 

ahaizeichnen. — Pusa ta pandirlt, die Katze kratzt 

gem. 

DIRO, nennt man das ipu, Gift, wenn es an 
Pieile etc gestrichen ist Damekm djaton bakapal 
diroe, das Gift an deinen Pfeilen ist nicht dick. — 
BadtrOy vergiftet, mit Gift bestrichen sein. — Hadiro, 
dadiro, dirodiro , beschmiert, schmutzig; uberall ein 
wenig. Hnmangku dadiro awi petak, mein Haus ist 
beschmutzt mit Erde. — Dadiro kotake, abgebrochen 
Hwecben, (von vielerlei bcginnen, nichts recht zu 
uide erzahlen.) — Kadi rod iro, fortw'ahrend be- 
scbmatzt. — Mandiro, mit Gift bestreichen , (Pfeile,) 
hetcbmutzen. — ManandirOj mandirondiro , ein 
biicfaen mit Gift bestreichen, beschmutzen. — Ha- 
dadiro y hadirodiro, oft, lange bestreichen, be- 
schmutzen. 

DIWONG, weiblicher Name; (vom Baume Han- 
diwong.) 

DJABAK, djambak, Falle um Vogel, Mause etc. 
lebendig zu fangen; wenn das Thier hinein gehtund 
den harimany (Strick mit dem die Falle aufgesetzt 
ist,) beriihrt, fallt sic zu. — Hadjabak, solch eine 
Falle haben, gebrauchen. — Mandjahak, Vogel etc. 
in einer Djabak fangen. — Hadjadjabak y hadjaba- 
djabak, oft Vdgcl etc. also fangen. 
DJABAN , mannlicher Name. 
DJABAP, i. q. djawap; dieselben Ableitungcn. 



DJABETAN, s. djawet, 

DJABOK, das in die Hdhe stehen, (des Haars, 
der Federn, etc.) — Hadjaboky in die Hdhe stehen. 
Balaum hadjabok, djaton iundusm, dein Haar stebt 
in die Hdhe, du hast es nicht mit Oehl gcsalbt. — 
Djadjabokj djabodjabok, etwas in die Hdhe stehen. — 
Kadjabodjaboky fortw'ahrend in die Hdhe stehen. — 
Baradjaboky aller (Menschen Haare, oder aller Vd- 
gel Federn) in die Hdhe stehen. 

DJABONG, s. kaliangan. 

DJADI, i. q. djari; dieselben Ableitungen. 

DJADJA, (Bandjarsch: verkaufen,) wird als Ver- 
starkung hinter djual , das Verkaufen , verkauft sent 
gcfiigt; hat dieselben Ableitungen als djual, welchc 
hinter die entsprechenden Ableitungen von djual 
gefiigt werden. 

DJADJAGA, s. djaga. 

DJADJAGOI, djagodjagoi, hadjagoi, lang und 
dicht zusammenstehend , (das Haar auf dem Leibe 
der Thiere und Menschen, — nicht am Kopft der 
Menschen.) — Baradjagoi , alle langes und dichie» 
Haar haben. 

DJADJAHENGAP, s. djahengap. 

DJADJAJUT, 8. gajut. 

DJADJAK, totok djadjak, der Anfang, das Los- 
brechen (eines Sturmes.) Totok djadjak barat, ala 
ita dimpah, ein Sturm will losbrechen, lasst nns 
nicht iibcr den Strom fahreu. — Sambulut djadjaky eine 
Leimruthe dick mit Vogelleim bestrichen , um grosse 
Vdgel zu fangen. Aku sambulut djadjak, kutoh 
djari dinongku, ich bin ein Sambulut djadjak, viele 
babe ich schon gefangen; (also riihmt sich ein Wol- 
liistling.) — Mandjadjaky sparteln; uberall umber- 
gehen, reisen. Ta lauk mandjadjak hong pukat, 
es sparteln da die Fische im Netze. — Ikau humo- 
humong, ala mandjadjak lewun olo, du bist etwas 
dumm , reise nicht uberall in anderen Ddrfern umber. 

DJADJAKvE, s. djaka. 

DJADJAMBENG, djambcdjambeng, hadjambeng, 
nicht anschliessend , weit; (Kieidung.) — Djumbang- 
djambeng, sehr weit. — Baradjambeng y alle weit. — 
Mandjambeng arepe, weite Kleider tragen. iElaikau 
mandjambeng arepm, papa ampie, zieh keine wcitc 
Kleider an, es sieht hasslich aus. — Kadjambeng , 
die Weite, das weit abstehen. — Kadjatnbedjambeng^ 
immer weit, weit abstehend. 

DJADJAMOI, djamodjamoi, hadjamoi, mandja- 
moi, sehr dichtes, dicht zusammenstehendes Haar 
haben, auch: zottig. (Thiere, und Menschen auf 
dem Leibe; braucht aber nicht lang zu sein, wio 
bei djadjagoi.) — Baradjamot, alle dichtes Haar 
haben, zottig sein. 

DJADJANGAH, djangadjangah , s. hadjangah. 

DJADJANGELOI, (has. Sang. = lundjang lendjut,) 
schliingeln. Djadjangeloi darong handjaliwan, c& 
schlangelt sich die Handjaliwanschlange. 

DJADJANGKAU, s. badjangkau. 

DJADJANGKIT, ein Baum; von den Zweigen 
senken sich Wurzeln in die Erde, und treibcn 
neue Stamme, so dass aus einem solchen Baume oft 
ein ganzer Busch wird. Das Holz ist gut um Koh- 
len daraus zu brenncn. 

DJADJANGOK, i. a. dadangok; hat dieselben 
Ableitungen. S. auch djungangdjangok. 

DJADJANGOR, i. q. dadangok; dieselben Ablei- 



tungcn. 



DJADJANGUAK, hadjanguak Uhasenge, stark 
rdcheln, mit dem Todc ringen, stocken. Dja- 
djanguak tahasenge, badjeleng iamahotus, er rdchelt 
staik, (auch der Athem beginnt zu stocken,) er wird 



liC 



DJA. 



DJA. 



bald sterbcn. — Kadjanguak, Nothzeit, die Zeit 
kurz vor der Emdte, (wenn der altc Reiss aufge- 
zehrt ist, und Mangel entsteht, — ist bei den 8org- 
losen Dajacken regelmussig der Fall.) lutu ka- 
djanguak ita njelo malem parai sampai rega udju, 
in unserer Nothzeit voriges Jalir war der Preis des 
Reisses bis 7, (scil. kiping = 14 fl. die 100 gauUng, 
welche gewohnlich nur 5 fl. kosten.) 

DJADJANTAI, djantadjantai , vicic dicht an cin- 
auder, (Zweige, etc.) Djadjantai lengiie mampen- 
dcng djihi, in Menge dicht zusammen ihrc Hiindc 
richten sic den Pfosten auf. — Baradjantai, iiberall 
viele dicht bei einandcr. 

DJADJANTAR, s. djantar. 

DJADJAR , (nach Zahlen : kadiadjar ;) cin Strcifen 
{nur: Speck, Schwcinefett.) Pahain djadjar eujak 
kinangku, ich babe viele Streifen Speck gegessen. — 
Badjadjar, in Streifen gcschnittcn, (Speck;) viele 
in einer Reihe stehen. Olo arii badjadiarheta, dja- 
tou taraselat, die Menschen stehen dort in einer 
langen Reihe, sodass man nicht hlndurch kommen 
kann. — Mandjadjar, hadjadiar dengan, in Streifen 
schneidcn, (Speck;) in Reihen bringen, stellen, 
setzen. Has ikau, mandjadjar poudok olo arii, 
wohlan du, ordne in Reihen das Sitzen der Menge, 
{=s mach diiss sie sich in Reihen setzen.) — Hadjadja^ 
dJoTf hadjadjadjadjar, oft, lange in Streifen schneiden. 

DJADJARING, djaring; wenn man Salz, Reiss etc. 
in eiu Boot laden will, bindet man innerhalb des 
Bootes dicke Bambu fest, woriiber man die Blatter* 
matt en breitet, auf welche die Ladung kommt, so 
dass sie nicht unmittelbar das Boot beriihrt; dies 
geschieht, damit die Ladung nicht nass werde; — 
Kolche Bambu ueunt man djadjaring oder djaring. 

DJADJAT, tahan djadjat, nur, oder auch oft ein 
wenig still stehen und dann wieder weitergehen, fort- 
laufen. Bawoi amon djadjat bahali dinon, wenn 
ein wildes Schwein nicht Stand halt , (vor den Uun- 
den nicht stehen will ,) ist es schwer zu erlegen. — 
Keton marabesai tahan djadjat, kaput andau djaton 
sampai, ihr rudert alle Augenblick ein wenig still 
haltend , wenn es dunkel ist werden wir uocli nicht 
angekommen sein. — Kadjadjadjadjat ^ fortwiihrend, 
immer etwas lialten und wieder weiter gehen. 

DJADJATEN, s. djaten. 

DJADJAUI, djaudjaui, wiederkaucn; sich bewe- 
gen, (das Kinn;) selten allein gebraucht; gewohn- 
lich hintcr das dieselbe Bedeutung habeudc djadji- 
pak (s. djip.ik) gefiigt. 

DJADJAWAT, djawadjawat, hadjawat, ausstchen, 
sichtbar sein, (die Knochen.) Paham karingkonge, 
djadjawat tulaiigc, gross seine Magerkcit, cs stehen 
seine Knochen aus. •— - Baradjawat, bei alien, odet 
bei 1 iiberall ausstehen. — Kadjawat , das Ausstehen 
(der Knochen.) 

DJADJEA, djeadjea, s. badjea. 

DJADJKGOR, djegodjegor, einen langen Hals 
haben; auch: den Hals laug ausrecken; {grosse Vo- 
gel; kleine Vogel, Schlangcn: djadjengor.) Djagau 
ta djadjegor, (oder: mandjegor ujate,) der Uahn 
reckt seinen Hals lang aus. — Bcu^adjegor, alie 
langhalsig. 

DJADJEKAH, s. djehang. 

DJADJEKOH, djekodjekoh, i. q. djadjekuL 

DJADJEKUT , djekodjekut , den Hintern einziehen 
und ausstrecken, (z. B. auf Baumc klettcrud; auch 
beim Gehen.) — Baradjckut, alle also kletteru, 
gehen. 

DJADJELAK, djeladjelak, an der andern Seite 
herauskommen, durchhin gchend, durchbobrcnd. Aku 



mamuno iii djadjclak lundjuugku , ich stiess ihn , 
dass meine Laiizc an der andern Seite heraus kam. 

— Baradjelak, alle (Lanzen) durchhin gehen. — 
Mandjelak , weithin spriihen , gegcnschlagen , zungeLn, 
lecken, (die Flamme.) Lalehan apui, njalae maii> 
djelak dindiog, ei welch ein Feuer (auf dem Heer- 
de,) die Flammeu ziingela bis an die Wand! — 
Mandjandjelak, mandjelandjclak , ziemlich weit 
spriihen, etwas gegcnschlagen, (Flammen.) 

DJADJELENG, djeledjeleng , s. badjeleng. 

DJADJEMPAI, djempadjempai , s. hadjempai. 

D J AD JEN A, djenadjena, i. q. djadiea, s. bodjea. 

DJADJENGAP, djengadjengap, hadjengap, cdja- 
hengap. 

DJADJENGAP, djengadjengap, hadjengap, aus 
einander gehen und sich wieder schliessen, (z. B. 
gcsplissenes Holz, Bretler, etc, die also gespaltea 
sind, dass der Spalt aus einandcr steht, wenn maa 
darauf driickt, sich aber wieder schliesst, wenu 
man die Hand abzieht.) Paham kapahan takolokku, 
djadjengap angate , stark der Schmerz meines Kopfes, 
als ob er aus eiuander klafft und sich wieder schliesst 
ist sein Gefiihl. — Baradjengap , alle klaffen mid 
sich wieder schliessen. — Kadjengadjengap , fortwah- 
rend klaffen und sich wieder schliessen. 

DJADJENGGOR, denggodjenggor , i. q. dadjegor, 
wird aber audi von Menschen gesagt ; dieselben Ab- 
Icitungen. 

DJADJENGKENG, djengkedjengkeng, wuthend, 
(zuglcich: plotzlich.) Djadjengkeng ia dumah ma* 
mukul aku, wuthend kam er plotzlich und schlug 
mich. — Baradjengkeng aweu mamok ita, pldtsUck 
imd wiithend Helen sie alle uns morderisch an. 

DJADJENGOR , djengodjengor , i. q. djadjegor , aber 
von kleinen Vogeln etc. gesagt; dieselben Ableitungen. 

DJADJENTA, djentadjcnta , s. badjenU. 

DJADJEPA, djcpadjepa, fliessend und wofal- 
geordnet (sprecheii.) Paham kaharati aughe anak 
olo ta, djadjepa kilau olo bakas, das Kind versleht 
sehr gut zu spreclien, fliessend und wohlgeordDet 
als ein alter Mensch. — Kadjepadjepa, fortwahreml 
fliessend und wohlgeorduet — Baradjepa, alle flies- 
send und wohlgeordnct. 

DJADJERAR, djeradjerar, i. q. djadjelak. 

DJADJERiEH, djcriidjcrah, s. badjeriih. 

DJADJEROR, djcrodjcror, mandjcror, fortgehen, 
fortbchiessen , (Schlangen , in gerader Richtung ; sMam- 
gelnd: njaruntar;) auch i. q. djadjelak. — Kadjero^ 
djeror, lange, fortwahrend also fortgehen. — ^- 
radjerory alle also fortgehen. 

DJADJETAI, djetadjetai, hadjeUi, lalandjetai, 
nicht fcstsitzen, etwas nachgcben, ein wenig auf- 
und abgczogeu werden koniien. Uai beta djaton 
pahalau segadi hong tarok kaju , djadjetai angat dji- 
djite, der Rottan (er ist l)ekanutlicli cine Schling- 
pflanze) sitzt nicht sehr fest in den Wipfela der 
Baume, nachgebend dus Gefiihl seines gezogen war- 
dens, (1. e. er scheint nachzugebcn wenn man ihn 
zieht, scheint sich wohl hcraus ziehcn zu lassen.) — 
Baradjetaiy alle etwas lose, nachgebend. 

DJADJEWONG, djcwodjcwong , s. badjewong. 

DJADJIHAU, djihadiihau, s. badjihau. 

DJADJIKiE, i. q. das gebriiuchlicherc djadjuka| 
dieselben Ableitungen. 

DJADJILEK, djilcdjilek, s. badjilek. 

DJADJILI, eiu ctwa 10 Zoll lauger, gelblichcr 
Fisch, mitlangem, spitzcm Kopfe, lange Riickeuflossc, 
sehr kleine Schuppen ; schwimmt nicht sehr schncll. 

— JDjilidjiliy hadjili , mandjili, ziemlich .massigschnell, 
(ein Boot, schwimmen.) Djilidjili ludjun arutku. 



DJA. 



DJA. 



9: 



mein Boot geht mittelmassig sclincll. — Baradjtlt\ 
alle massig schoeli, massig stark, (7.. B, aiicli: die 
Ittonatsstunden haben, Frauen.) 

DJADJIMOT, djimodjiniot, hadjimot, inandjiinot, 
kurSy {Gmtf Haar, etc.) Oru ham bclom,djadjiniot, 
das Gras schlagt just aus , es ist Doch kurz. — Kadji- 
madfrnot^ fortwahrend kurz. — Baradjimot, alleoder 
uberall kurz. 

IXJADJINGAR, djingadjingar, zu sehen sein, (die 
Zahne.) la habiwit totoke, djadjingar kasingac , er hat 
cine achmale Oberlippe, seine Zahne sind zu sehcn. 
— Maradjingtar J hex alien zu sehcn sein. 
IXfADJINGKANG, s. dingkang. 
DJADJIRAT, djiradjirat, s. ngadjirat. 
DJADJOHANG, ein Stiick Holz, welches man 
bei atarken Wellen zwiscben einc Flossc und ein 
daran gebondenes Boot steckt, um das Gegenein- 
anderstotten zu vcrhindern. — Iladjadjohang , solch 
ein Holz gesteckt sein. 

DJADJUET, djuedjuet, s. hadjuct. 

DJADJUING, djuidjuing, hadjuing, mandjuing, 

fEVoaa, dick, (der Bauch.) Angatku bawoi batihi, 

djadjuiDg knaie, ich denkc die Sau ist tnichtig, 

dlick. ist ihr Bauch. -^ Kadjuidjuing, fortwahrend 

'dick. — Baradjuing, alle dick. 

DJADJUKAI, djukadjukai, allein (rudern.) Aku 
mambesai djadjukai, djaton olo dengangku, ich ni- 
6ere allein, es ist nieniand mit mir. — Kadjuka- 
dfmioaif fortwahrend allein. — Baradjukai , aiie al- 
lein, (in jedem Boote nur einer.) 

IXJADJUKjE, djukadjuka, hadjukii, mandjuka, 
langsaok und mit knickenden Knieen (gehen, Schmerz 
in den Beinen habend.) — Hadjadjnkd^ hadjuka- 
djoka, ziemlich langsam und mit etwas knickenden 
Knteeo. — Kizdjukddjuka ^ fortwahrend djadjuk'a. — 
Baradjukd, alle djadjuka. 
0JADJOKOT, s. djukot. 

DJADJDUNG, djulidjuling, hadjuling, eckelerre- 
;;end suss. (Fleisch.) Aku djaton radjin kuman 
kambingy djadjuling isie, ich esse uicht gern Zic- 
gen, ihr Fleisch ist eckelerregend siiss. 

BJADJULON , djulodjulon , nandjulon , raanan- 
djulon, ziemlich schnell; (noch schnellcr als djili- 
djUi, 8. djadjili.) 

DJADJULONG, ein nur eine Spanne langer Fisch, 
so dick als ein Finger, der Rucken scliwarz mit 
roChen Streifen, der Bauch weissgelb; der lange 
spitze Kopf betragt ^ der ganzen Lange des Fisches. 
— Djadjulong manau, eine noch kleinerc Art dja- 
djulong. 

DJAlDJUNGAH, djungadjungah , hadjungah, auf- 
jeeboben (an einem Ende;) das eine Endc hoher als 
das anderc. Arutm djadjungah, ara buat haluae, 
ddn Boot liegt schrag, es ist zu vieie Ladung 
vom. — Jffadjadjungahy hadjungadjungah, ein wc- 
nig aufgehoben, etc. — Kadjungadjungah ^ fortwali- 
>cod aufgehoben. — Baradjungah, alle aufgeho- 
ben. 

DJADJUNGAR, djungadjungak y djungakdjungak, 
aultauchen und wicder untergehen , (z. B. ertrinkcnde 
MeDicben, etc.) — Kadjungadjungak ^ lange, fort- 
wahrend djadjungak. — Baradjungak ^ alle dja- 
djnngak. 
DJADJUNGGAT, s. badjunggat. 
DJADJUNGKANG, s. badjungkang. 
DJADJUNO, djunodjuno, hadjuno, mandjuno, 
nuusig, so als gew6hnlich , (gehen, schwimmen etc.) 
Akn maojoho ikau gagulong, ikau djadjuno bewai, 
idk bcsfahl dir ganz schnell zu kommen, du aber 
^;efast nur im gewohnlichen Scliritte fort. — Ka^ 



djunodjuno, fortwahrend massig. — Baradjnno, alle 
massig. 

DJADJUNTAT, djuntadjuntai, hadjuntai, in dor 
Mttte etwas gesackt, gesunken, abhangend; (z. H. 
ein Strick.) Tali pahalau pandjang, alo kilekileii 
ikau maniringe mahin djadjuntai, der Strick ist zu 
lang, wie sehr du ihn auch stramm ziehest, sackt 
cr doch in der Mitte. • — Kadjuntadjuntai, fort- 
wahrend in mitten gesackt. — Baradjuntai, alio in 
mitten abhangend. 

DJADJUNTEK, djuntedjuntek , s. hadjuntek. 

DJAD JUNTO, s. badjunto. 

DJADJURAH, djuradjurab, badjurah. 

DJ ADJURAN , (Bandjarsch , = plako ,) Brautschatz, 
wclchen der Mann seiner Frau giebt. 

DJADJURAU, djuradjurau, sehr schnell , (gehen.) 
Buhen ia, djadjurau ia manalib ita, was hat er., 
sehr schnell kommt cr zu uns gegangen.-* — Be- 
fehlend: handjurau, schnell, mache Eile. Has ban- 
djurau, talih amaku blaku rear, wohlan, mach Eile, 
gehe zu meincm Oheim und hole Geld. (Komm 
schnell zuriick.) — Kadjuradjurau ^ fortwahrend 
schnell. cilig. — Baradjurau, alle schnell. 

DJADJURO, djurodjuro, s. badjuro. 

DJADJUTENG, djutedjuteng, hadjuteng , mandju- 
teng, ziemlich langsam , (ein Boot.) — Kadjutedjuteng , 
fortwahrend ziemlich langsam. — Baradjuteng, alle 
ziemlich langsam. 

DJADJUTING, djutidjuting, hadjuting, mandju- 
djuting, i. q. djadjuing; dieselben Ableitungen. 

DJADJUTONG, djutodiutong, hadjutong, man- 
djutong , aufgetrieben , dick , (der Lcib durch Krank- 
heit.) — Kadjutodjutong J fortwahrend aufgetrieben. 

— Baradjuiong ^ alle aufgetrieben. 

DJAGA, das bewacht werden. — Miinnlicher Name. 

— Olo balokan tapas djagae, kindjap babuhau, die 
Gefangenen nicht gehorig ihr bewacht werden, sie 
laufen oft fort. — Badjaga, mandjaga, wachsam 
sein, sich wohl vorsehen. K'alali ita badjaga, ara 
bigal, lasst uns uns wohl vorsehen, es sind viel 
Raubcr da. — Mandjaga , badjaga dengan , etwas 
bewachen. Mandjaga huma, ein Haus bewachen. — 
Djadjaga, Wachtcr. Dua djadjaga haradjur intu 
baun human Rasdin, es stehen immcr 2 Wachtor 
vor dem Ilause des Rcsidenten. — Mandjaga, djadjaga , 
djagadjaga, hell brenncn (also glcichsam bewachen 
helfen.) Njalan sumbo mandjaga, die Flamme dor 
Lampe brennt hell. — Baradjaga, alle hell bren- 
nen. — Mandjandjaga, mandjagandjaga , ein wenig 
bewachen, ziemlich hell brenncn. — Hadjadjaga, ha- 
djagadjaga, immer bewachen. — Kadjagadjaga^ fori - 
wahreud hell brenncn. — Taradjaga, bewacht wer- 
den konncn. — Pandjaga, wachsam, der immer 
bewacht. 

DJAGAT, miinnlicher Name. 

DJAGAN, miinnlicher Namej (von djaragan, Ka- 
pit^in eines Schifles.) 

DJAGAU, Hahn. Auch ziirtlirhe Benennung fiir 
Knaben. — Hadjagau, einen Hahn haben. 

DJAGODJAGOT, s. djadjagoi. 

DJAGONG, Mais, tiirkischer Weizen. — Balaue 
kilau balau djagong, sein Haar ist wie das Haar 
des Mais, (wie der Faserbiischel oben an der Fi-ucht, 
i. e. etwas rothlich.) — Hadjagong, Mais haben, 
M. irgendwo wachsen. — Mandjagong , eben etwas 
rundlich auskommen. Djagauku tabela, haru man- 
djagong tadjie, mein Hahn ist jung, sein Sporn kommt 
just etwas aus, (als ein Maiskom.) — Amon puiu 
mandjagau djaton baka matiii, pajah amon mang- 
galam . wonn die Blaltern gut und nindlirh au^- 

13 



98 



DJA. 



DJA. 



kommen sind sie nicht tddllidi, gefiihrlich itt es, 
wenn sie iu der Mitte eiiigedriickt sind. 

DJAHAI, diarang, selten, nicht oft; wcit Ton 
einander. Djanai iu madja, cr besucht uns selten. 

— Human awen djarang, ihre Hauscr stcben weit 
von einander. — Djahai kotake, er spricht lang- 
sain, (hinter jedem Wortc etwas innehaltend.) — 
Djadjahai, djahadjahai, djadjarang, djaradjarang, 
zicmlich aelten, ziemlich well von einander. — Kadja- 
hadjahai, kadjaradjarang , fortw'ahrend selten, fern. 

— Baradjahat, liaradjarang, alle ziemlich selten , fern. 

— Pangadjahadjah<u\ pangadjaradjarang, alle selten 
fern. — Pangkadjakai, pangkadjarang, am seltensten, 
am weitesten von einander. — Kadjahai, kadjarang, 
die Selteuheit, das weit von einander stefaen. — 
Mandjahcu, mandjarang, padjahai, mampadjahai, 
hadjahai dengan, etwas selten thwi, etwas weit von 
einander stellen. la mandjahai talo imbulc, er 
pflanzt wcit aus einander. — lii mandjarang arepe 
madja, cr besucht selten. — Mandjandjahai, man- 
djaliandjabi, mandjandjarang , mandjarandjarang, 
etwas ziemlich selten, ziemlich fern von einander 
thuu. — Hadjadjahai, hadjahadjaliai , hadjadjarang, 
badjaradjarang, immer selten thun, etc. la hadja> 
djaliai aughe, er spricht immer lungsam. — Pan- 
djahaiy ein Zaubermittel, (Art liolz,) welches man 
gebraudit um nicht zu schnell nach einander zu 
gebaren. — Djaton taradjahai ia, magon ilit manak, 
sie kaun durch allcs Pandjahai nicht zuruck gehal- 
ten werden, sie gebiert immer dicht, (bald nach 
einander.) 

DJAHAN, mannlicher Name; (von tadjahan, Statte 
wo man den Vogel Antang ruft.) 

D J AH AT, (nach paham etc. auch kadjahat,) ein 
Bruch, Sprung, (in liolz, irrdenem Geschirr, Glas.) 

— BadjtLhat, hadjabat, geborsten, gespningen. — 
Djadjahaty djahadjabat, badjadjabat, badjahadjahat, 
ein wcnig geborsten. — Baradjahat, alle geborsten. 
— - Mandjahat, hadjabat dengan, berstcn machcn. 
iEwe mandjahat mangkok tob, wer hat diese Tasse 
l>crsten gqmacht? — Mandjandjahat^ mandjahandja- 
hat, ein wenig bersten machen. — Hactjadjakat , 
hadjahadiahat, oft, alles berstcn machen. — Pan- 
djahat, der alles bersten macht — (Hadjabat und 
mandjahat wird oft hinter liakanan, manganan ge- 
fiigt; s. kanau.) 

DJAHAWEN, sechs. — LimKih kadjahawen, nach 
6 Tagen, — Kadjakawen tob, dies ist das 6 Mai. — 
Mandjahawen (sama djadjahawen oder sama djaba- 
wcbawen) duit genep biti, ein jcder hat 6 Duit. — 
Bjadjahawen biti genep arut, es sind je 6 Meuscben 
in jcdem Boote. — Hangkadjahawen tingkat aku 
djari manalih ia, 6 Mai bin ich bei ibm gewesen. — 
UJahawenwalas , 16 j djabawen rikor, 26 j djafaawen 
pulu, 60. 

DJAHENGAP, hadjengap, djadjengap, djenga- 
fljenpap tahascnge, tief, schwer und langsam, mit 
Zwischenpausen athmcn; (scbr crmiidet, oder schwer 
krank seiend.) — BJadjahengap , djahengapdjahengap 
tahaseng, kurz, scharf und schnell athmen, (z. B. 
nach scbnellem Laufen.) — Baradjengap, alle kurz 
und schncU athmen. 

DJAHI, s. djohaidjahi. 

DJAHOI, miiimlicber Name. 

DJAHON, mannlicher Name; (von tadjaho, (has. 
olo ot,) i= undus, Oehl.) 

DJAHUNGKAP, badjahungkap , zusammengestiirzt 
liegcn, (z. B. ein Hans.) Badjang djahunpkap imu- 
noku, der Hirsch liegt nicdergo^tiirzt , durch mich 
nn't der Lanze gestochen. 



DJAHUNTUT, badjahuntut, schwer beladcn^ 
(Boote;) langsam. — ' Djahuntutm amtm biUk 
teng, du bast dein Boot so schwer beiaden, dan e 
fast sinkt. — Badjahuntut ia manandjong, pahahu 
ani tahggonge, er gebt langsam, er tnigt allzu 

DJAIDJAI, gleichgiiltig (Gesprach, uber 
giiltige, unbedeutende Dinge sprechen.) Kotake djai 
djai bcwai, salcnga iii manjewut aku manakau, 
sprachen nur iiber gleicbgidtige Dinge, pldtslidtm 
sagte cr dass ich gestohlen babe. (Das friihere fa 
sprach gab gar keinen Anlass dazu.) 

DJAJA, (bas. Sang. = mait,) scharf, kiftftig , 
(Arzneicn.) — Mannlicher Name. 

DJA JANG, mannlicher Name. 

DJAJONG, weit von einander, weit abtteheod; 
zu spat. Arut djajong dengan (oder bara) batang, 
bahaii aku lompat, das Boot steht weit ab von der 
Flosse, es ist miihsam fCir mich hinaus zu tteigoi. 
— Iii djajong dengan bapac, er lebt too iciiieni 
Vater gctrcnnt. — Djajong panumabm, ikai djari 
kuman, zu spat dein Kommen, wir haben acoon 
gegessen. — Djajong ita malan, wir beginncn spit 
mit der Feldarbeit. — Bjadjajong, djajodjajong, uflOi* 
licb abstehend, etc — Kadjajodfajong , tortwahrend 
weit abstehend. — Baradjajong, alle ziemlich eb- 
stehcn. — Pangadjajodjajong , alle weit abstehoi. — 
Pangkadjajong J am meisten abstehend. — £0/^0^ 
Jong , das weite abstehcn ; das zu spat sein. -— Mam» 
djajong ^ mampadjajong , padjajong, hadjajong de- 
ngan, verweitern, entfernen, weiterab bringeu; aa 
spat kommen machen. Ia halisang tantai mandje- 
jong arepe dengan kolae, er geht auf Rcii 
von seinen Verwandtcn fort zu kommen. — 
djandjajong J mandjajondjajong, etwas, ein wenig 
fernen. — Hadjadjafong , badjajodjajong, oft, immer 
entfernen. — Taradjajong, entfcmt ktinnea, mfigea 
wcrden. — Pandiajong, der alles cntfemt, alle auf- 
halt, stdrt, (so dass sie zu spat kommen.) 

DJAJUT, i. q, gajut; s. auch kandjadjut. 

DJAK, tjak, medjak, metiak, zischend, plolfoiBd, 
(z. B. mit einem Stocke in den Scblamm stechend, 
ein Tbier mit der Lanze stecbend.) — Djakdjak , me- 
djamedjak, bamedjamedjak , kamedjamedjak, wio- 
derholt soldi ein Geton. — Djikdjak, barakamedjak,- 
durch viele, iiberall solchGetdn. Djikdjak olo mim- 
bul parai, iiberall pflanzen die Leute Reiss dass ei plofft 
(im Schlamme; sie sind eifrig am Reiss pflanaen.) 

DJAKA, i. q. amon, wenn. 

DJAKAH, das geworfen, weggeworfen seJn. Ni- 
hau langgiiiku, mikiih tamput rotik, hong kwe ika 
djakalie, mdn Schnitzmesser ist verloren, vielleicht 
mit dem Auskebricht weggeworfen, wo ist der Plats 
seines geworfen scins? (wobin bat man es gewor^ 
fen?) — Anakku tob kedjau aka dakahe dapH, 
dieses mein Kind, fern der Platz seines geworfen 
werdens spater, (i. c. cr ist in der Kindheit verlobt 
mit jemand die weit weg wohnt, wobin er wird 
Ziehen miissen.) — Tulas iii, amon mahatangan lear 
kedjau djakahe bara badat olo, er ist harthersig, 
wenn er Geld auslciht, weitcr das geworfen wetden 
dcsselben als nach dem Gebraucbe, (i. e. er fordert 
ungewohnlich bobe Zinscn.) — la manandjong ke- 
djau djakah paic, er geht wdt seine Fiisse werfend, 
(mit grosscn Schrittcn.) — Djakadjakaha, uberall 
bin, umher geworfen. Kara ramoe djakadjakaha 
bong humae, djaton irasihe, alle seine Sachen liecen 
umhergeworfen im Hause, er birgt sie nicht gehO- 
rig. — Mandjakahy hadjakah dengan, werfen, bin- 
werfen, wegwcrfen. — Mnndjakah reare intu olo, 
sein (icld an Menschcn ausleihen. — Mandjandja" 



DJA. 



DJA. 



99 



kakj mandjakandjakah, ein bischeo werfen, wegwer- 

fea. — Hadjadjakah y hadjakadjakah , oft, allet wer- 

fen. — yCwen haklaiii, hadjakak ramoe, sie zankeu 

fkkt werfen der eine die Sachen des andem auf 

dieErde, (um sie zu Tcrderben, etc) — Tarac{;a- 

bA, konaen, mogen geworfeo, bingeworfen, wegge- 

«Dr£ea werden. -~- Pandjttkah, der alles bin- weg- 

wirft. — Pcmemdjakak, padjakah, ziemlich weit ab, 

le^geidileiidert werden. tk la wo l>ara tarok kaju, 

ootong ia panandjakab, dia buab ubat, er fiel aus 

dem Wipfel des Baums, gliicklicb dass er etwas 

wot getcbleudert wurde, nicht auf die Wurzel fiel. 

DIAKAT, mandjakat, badjakat dengan, bcraus-, 

luHeiiifteigen y aus-, eingeben. Has, djakat, woblan 

komm herein (ins Uaus, Boot, wenn der Kufende darin 

iat,)wohlan, komm beraus, (wenn der Rufende draus- 

Miiit) — Djakat ami , buma , in ein Boot , Haus stei- 

in* — Djakat bara arut, aus dem Boote steigen. — 

MiHin tob pasang djakat, (oder mandjakat petak,) 

in dieser Jabreszeit iibergtromt die Flntb das Land. 

^ la djakat (badjakat dengan) ungkup Pabuno, er 

steigt in Pabunos Stamm, (Familie, Angeborige, 

i e. er beinitbet iemanden von dcm Stamme.) — 

JBmea limbab klahie bibin djaton hadjakai buma, 

oach ibrem Streite friiber kommen tie einander nicbt 

ins Haus. — Djadjakat, djakadjakat, fiir kurzcZeit 

on- auageben, etc — Hadjadjakat, badjakadjakat, 

flft, immer ein- ausgeben, etc. — Taradjakat, wo 

iMn ein* ausgeben, etc., kann. Djaton taradjakat 

kunae, lampate rabok, sein Haus ist nicbt am bcstei- 

geii,dte Treppe ist faul. — J/ampa(f;aA;a/, padjakat, 

jcaanden binaus oder bcreingeben macben, bcrein- 

mlen, notbigen. 

IUAK>£, eingebolt, gekriegt; in Notb, Angst, 
Bediangniss, Verlegenheit sein. Ia djari batolak ka- 
telo, djaka kea awi ita, er ist vor 3 Tagen abge- 
ieisst, er wird wolil eingebolt werden durcb uns. — 
Bjaka kea blanga awiku dapit , icli werdc die Blanga 
(iMiiigea Topf) sp'ater docli krieg^n. — Aku diaka 
avi utangku, icb bin in Notb durcb meinc Schul- 
den. — Aku djaka awi talo kinan, icb bin unns 
Eiscn vcrlegen, (babe niclits zu e&sen.) — Djaka 
aku, ara gawingku, icb bin in Notb, viel meine 
Aibeft, = icb babe es sebr eilig mit der Arbeit. — 
DjadJ€Jca^ djakadjaka, fast eingebolt, etc. — DjcUcd 
^^0, in grosser Bedrangniss sein. — BaradjakH, 
aJJe aiemlicb bedningt sein, — Pangadjakadjaka , 
alle bedningt sein. — Mandjakd, padjaka, mampa- 
dpka, badjaka dengan, einbolen; in Notb, Ycrle- 
genheit bringen, bcdrangen. iEla mandjaka ia tagal 
tagibm, bedrange ibn nicbt durcli das Einmahnen 
deiner auastebenden Fordcrung. — Mandjandjakd ^ 
Riandjakandjaka, ein wenig bedriingen. — Hadja- 
^okd, badjakadjaka , oft, immer einbolen, bedran- 
fi^D- — Taradjakd, eingebolt etc. werden kdnnen. 
— - Pandjakdj der immer bcdrangt. — Kadjukd, 
KoCb, Bedrangniss. 

DJAKIT, anstecken (Krankbeit jemand,) cntziin- 
den, (Feuer etwas;) angesteckt, entziindet. Puni 
djakit aku, die Blattern baben micb angesteckt. 
Aku djakit puru^ icb bin durcb die Blattern ange- 
Btttkt Humae solake bakabu, djakit ajungku, oder 
iBandjakit dengan ajungku , sein Haus brannte zuerst 
Bfld steckte das meine in Brand. — Aku djakit ba- 
lan do Patai, icb bin angesteckt durcb die Patai- 
icbe Spracbe, (menge sie viel unter mein Pulope- 
**kscb.) — Djadjakitj djakidjakit, ein wenig ange- 
»*«ckt, etc — Djakitdjakita, alle angesteckt; alle 
amteckend , sicb seticbcnartig verbreiten , (eine Krank- 
beit) Puru djakitdjakita bapus batangdanum, die 



Blattern verbreiten sicb langs des ganzen Stromes. 

— Mandjakie, badjakit dengan, anstecken. Olo 
bindai raandjakit apui, man bat nocb kein Feuer 
angezundet. — Mandjandjakiiy mandjakindjakit, ein 
wenig anstecken, entzunden. — Hadjadjakii, badja- 
kidjakit, oft, viele anstecken. — Handjakitj von 
dem Gipfel eines Baumes auf den eines andem iiber- 
klettern. Aku djaton petab handjakit, djaiong, icb 
wage nicbt von dem einen Baume auf den andern iiber 
zu klettern, sie steben weit von einander. — Ta- 
radjakitj angesteckt werden konnen. — Pandjakit, 
sebr ansteckend, (Krankbeit.) 

DJALA, ein langes, rundes Fiscbnetz, unten weit, 
spitz nacb oben zulaufend; an der Spitze sitzt ein 
Strick, nind umber am Rande eine bleierne Kette, 
(batun djala.) Man Wirft das D^ila ausgebreitet aufs 
Wasser, lasst cs bis auf den Grund sinken» und 
zieht es dann langsam in die Hobe; die bleierne 
Kette am Rande des Djala scldiesst sicb zusammcn, 
und so geratben die Fische im Netze fest. — Djala, 
das netzartige Fctt, welcbes um den Magen ber 
sitzt. — Mandjala, mit eincm Djala fiscben, be- 
fiscben. — Mandjandjala, mandjalan djala, kurze 
Zcit also fiscben. — JEFadjadjala, badjaladjala , oft, 
lange so fiscben. — Taradjala, mit einem Djala 
befisdit (ein Ort) oder gcfiscbt (ein Fiscb) werden 
konnen. — Pandjala, der gem, oft mit dem Djala 
fischt — Manandjala, nandjala, rait nctzartigem 
Geflecht umgeben, umwebeu, umspinnen, (Topfe, 
Flaschen;) iibcrspinnen, iiberflecbten , (die Fenster, 
Fensterlocber, damit die Hiihner etc nicbt hinein- 
kommcn.) — Uadjandjalay netzfbrmig, netzweise, 
(gellocbten.) 

DJALAHAN, (nacb Zablen: kadjalaban,) Ge- 
schlecht , Stamm. Olo ta djalaban Bahar , der Menscli 
ist von Bahars Stamme, (vom Stamme, dessen 
Hauptling Babar ist.) — Mclo ta djalaban bakid, 
das Tbier gebort zum Affcngescblecbte. — Olo beta 
telo kadjalaban bewai, die Menscben dort sind nur 
3 Huuplingsscbaften. — Hadjalahan , Stammesgenos- 
scn buben. Pajah aku, aku djaton baungkup ba- 
djalaban, webe mir, icb babe keine Verwandto und 
Stammesgenossen, (entweder: sie sind alle gestorben, 

— oder: es ist als ob icb keine batte, sie be- 
kiimmcrn sicb nicbt um micb. 

DJALAJAN, (bas. Sang.) Sangiang. 

DJALAN, Weg; Gebraucb, Weise. Djalan ta 
badjikut, der Weg ist dicbt bewachsen. — Kilen 
djalan keton dengan olo panakau ? Hadat djalan ita 
mandusa. Was pflegt ibi mit Dieben zu thun? Wir 
pfiegcn sic um Geld zu biisscn. — Djalanan , pandja- 
ianan, wo viel gegangen wird; die Reisc; das oft gehen. 
Humangku intu djalanan olo baliai, mein Haus liegt 
ganz an |der Passage, (es geben immer viel Men- 
scben vorbei.) — Intu djalanan ita akan Bandjar, 
auf unserer Reise nacb Bandjarmasin. — Kilen, dja- 
lanan keton djari tcrai, ist euer bestiindig bin und 
wieder geben zu £nde? (i. c das Reisf»pflanzen , 
weil man dann tiiglicb vom Hausc nacb dcm Felde 
gebet; in der Emdte iibernacbtct man auf den Fel- 
dern.) — Pandjalanan ikui bindai bewai, wir sind 
nocb nicbt ferlig mit Reiss pflanzen. — Badjalan, 
Zinsen tragen. Paraie pabam badjalan, iipat pulu 
buli saratus, sein (ausgeliehener) Reiss tragi bobc 
Zinsen, 40 Gantang kebrcn zuriick 100. (Also 
150 ^lo-) — DjadjaUm^ djaladjalan, fortgebend, 
zunelimend; immer mehr. Djadjalan bai ia, er 
wird immer dicker. — Rearku diadjalan lepab , mein 
Geld gebet zu Ende. — Kadjaladjalau , immer zu- 
nebmend, fortgebend. — iKwen td djadjalan papa 

13* 



KH) 



mA. 



DJA. 



beioni, sie allc Hrordea iminer armcr, zunehmeud 
armer. — Mandjalan, mandjalauaii , hadjalan de- 
iigan perkara, eine Sache wciter brhigeu, (vor einen 
hoheren Richtcr;) mandjalau, etc. rear, Geld Zin sen 
tragen lassen. — Aku handak mandjalan rcarku 
akiiii Sampit, ich will mein Geld zu ciner Handels- 
reise nach Sampit verwenden. — Mandjandjalan, 
inandjalandjalaii, auf ziemliche Zinsen austhun, 
(Geld.) — Hctdjadjalan y hadjaladjalan, immer wci- 
ter bringen, (eine Klage;) immer Zinscu tragen las- 
sen. — Taradjalan, in hoheren JBenif gebracht, 
weitere Zinsen gefordert wcrdcn konnen. Utange 
d jaton taradjalan hindai , djari hai bara regan bitie , 
man kann seine Schulden keine weitern Zinsen tra- 
gen lassen, sie sind schon grosser als der Prcis sei- 
ner Person, (wenn man ihn als Sclav verkauft.) — 
Pandjalan, der immer Klagen weiter bnngt, immer 
Zinsen tragen lusst. 

DJALANAN, s. djalan. 

D JALANEN , Icck. — Mangkok djalanen , aton 
djahatc, die Tasse ist leek, sie bat eine Borste. — 
llumangku djalanen , mein Haus ist leek , (das Dach 
nicht dicht.) — la blua handjulo, ia djalanen, er 
ging just hinaus, er ist leek, (eupbcmlscb fiir: er 
muss sein Wasser lassen.) — Djadjalanen, djalane- 
lanen, etwas leek. — Kadjalanen, das leek sein, 
d. Leek. 

DJALAPANG, glattc Holzscbeiben , welche man 
eiuige Fuss iiber der Erde an die Pfosten der Lepau, 
lleissscheuem , befestigt, damit die Ratten nicht 
hinauf klettern konnen. — Hadjcdapang , solche 
dj. haben; (eine Scheuer.) — Mandjalapang lepau, 
dj. an eine lepau machen. — Kiiju toh bakapal, 
ombet akan telo kadjalapang , dies Holz ist dick, 
reicht zu fiir 3 Stiick djalapang. 

DJALATIEN, neun. — Kadjalatien, (mit oder 
ohne andau, Tag,) 9 Tage. — Ilangkadjalatien^ ka- 
djalatien, 9 Mai. Hangkadjalatien minggo, 9 Wo- 
chen. — Mandjalatien, sama djalatien, jeder (hat) 9, 
in jedem (Buote sind) 9. — Djalatienwdlas , 19. 
Djalatien pulu, 90. 

DJALIN, das Flechtsel, das an einander geflochten 
sein. Djalin lasah djaton budjur, das geflochten 
sein der Flur ist nicht recht aus, (nicht in einer 
Reihe, ist krumm.) — Hadjalin^ an einander ge- 
flochten sein. — MandjaUn^ hadjalin dengan, an 
einander flcchten. — MandjandjaUn , mandjalindja- 
lin, ein wcnig an einander flechten. — JIadjadjalin, 
hadjaUdjalin, oft, lange an einander flechten. — 
TaradjaUtif an einander geflochten werden konnen; 
irrthunilich an einander flechten. — Pandjalin, der 
oft, gem an einander flicht; das an einaoder ge- 
flochtene. Aku mamili pundang badjang sapulu pan- 
djalin, ich babe getrocknetes Uirschfleisch gekauft, 
10 an einander geflochtenc Reihen, (in jeder Reihe 
20 Stiick.) — DJadjaliriy djalidjalin, hadjalin, dicht 
an einander ausstehen. Paham karingkonge, dja- 
djalin tulange, gross seine Magerkeit, alle seine 
Knochen stelien aus. — Kutoh lauk hctit, djadjalin 
takoloke, eine Menge Fische dort, dicht an einander 
ilire Kopfc. 

DJALO, s. dialo. 

DJAM, (malaiisch) cine Stunde. (Wird wenig 
gebraucht; man rechnet nach kasakrapi, s. barapi.) 

DJAMAK, Gebrauch, Sitte; bestimmter Preiss, 
bestimmtes Maass. Puna djamak ita mamangun 
hindjam, kilen ikau blaku upah, esist ja doch unser 
(vebrauch beim Aufrichten der Hituser einander 
zu helfen, wicdarfstdu nun Tagelohn fordern? — 
Djamak gantan:: )im;i kali, dab bc^timmte iMaad> 



des Gaiitangs (cin Reissmaass) sind 5 Kati, (eti 
iiber 6 &*.) 

DJAMAL, mannlicher Name. 

DJAMAN, djadjaman, zur Zeit. — Djaman 
ran, vor alten Zeiten, vormals. — Djamon toh, 
jetzigen Zeit. — Djaman tuan Rasdin Goman, sur* 
Zeit des Herrn Residenten Goldmann. — Sadja-- 
man, badjamadjaman, mandjaman, von Alters her; 
schon alt. Humae djari mandjaman, sein Haus ist 
schon alt. 

DJAMAN, das Leihen, geliehen werden. — Afiw- 
djaman, handjaman, mahandjaman, jemandem etwis 
leihen; (Tassen, etc; oder zinsfrei Geld; Geld, Reiss 
etc. gegen Zinsen : mahatangan ; Reiss etc. ohne Zin- 
sen, in natura zuriick zu bezahlen: nalasihao.) — 
Mandjandjaman, mandjamandjaman, ein wenig keiDen. 
Hadjadjaman, badjamadjaman, oft leihen. -^ TarO' 
djaman , dem man etwas leihen kano , (der es nicht 
verliert, zerbricht.) — Pandjaman, pahandjanian, 
ofl, gern leihend. 

DJAMAT, s. djapang djamat. 

DJAMBAK, i. q. djabak. 

DJAMBAN , ein klein Huttchen auf der FldsM, 
welche vor jedem Hause auf dem Flusse liegt; — ein 
holzerner Weg (Kniippelbriicke) zwischen 2 Hausem; 
auch iiberhaupt: ein Weg. Rumpur heta, djudja batong 
indu djambangku manandjong , es ist dort Morast, stois 
den Baumstamm her, zu meinem Wege des GebenSy 
(dass ich dariiber hin gehen kann.) — HadjamboM, 
ein solches Hiittchen haben; cinen hdlzemen Weg 
zwischen sich haben, (2 Hauser.) — Hadjamban, ha- 
djamban, durch Jemanden etwas sagen lassen. Ka- 
Tail bitim hakotak dengae, iila badjamban olo, sprich 
du doch selbst mit ihm, gebrauch niemand anders 
als Mittelsperson. — Badjamban, (has. Sang.) als 
Weg gebrauchen. Buno badjamban laut, dieMiJUiner 
gebrauchen die See als Weg, = sic fahren auf der 
See. — Mandjamban helat huma, einen hdlzemen 
Weg zwischen Hausern machen. — Taradjcanbam ^ 
durch einen ilolzweg verbunden werden konnen. — - 
Pandjamban, der oft, gern solche Wege macht. 

DJAMBEDJAMBENG, s. djadjambeng. 

DJAMBONG, mannlicher Name. 

DJAMBU, ein strauchartiger Batun, die gelbliche, 
essbarc Frucht ahnelt der Birne. Die Briihe der 
gckochten Blatter ist gut gegen Durchfall. — Djam- 
buaer hat rothliches Fleisch; das Fleisch der ge- 
wohnlichen Djambu ist gelbweiss. — Sun^ toh pa- 
ham hadjambuy an diesem Fliisschen wachsen viel 
Djambubaume. 

DJAMBUA, nennen sich unter einander 2 oder 
mehr Frauen, welche dcnselben Mann haben. lii 
djambuangkuy sie ist meine Mitfrau. 

DJAMBUAER, s. djambu. 

DJAMBUARA, i. q. ludan. 

DJAMBUL, das zusammengedrehtc und auf dem 
llinterkopfe befestigte llaar. — Hadjambul, dja- 
djambul, djambudjambul , zusammengcdreht sein, 
(das llaar.) Aku hadjambul wai, djaton hapan la- 
wong, ich trage nur mein zusammengedrehtes Haar, 
gebrauche kein Kopftuch. — Balaue uraurai, dia 
maku hadjambul, sein Haar hangt los, er will es 
nicht zusammcn kniipfen. — Baradjambul balaue, 
sie alle hal)en ihr Haar zusammengekniipft. — Ka- 
djambudjambul, immer, fortwiihrend zusammen ge- 
kniipi't. — Mandjambul, maiijambul, das Haar zu- 
sammen drehen imd fest kniipfen, ordnen. — Ha^ 
djadjambul, hadjambudjambul, oft, lange ordnen. — 
Taradjambul, geordnet werden konnen. — Panjam^ 
A«/, der olt das Haar ordiicl. 



DJA. 



DJA. 



101 



DJAMBULAN, hadjambulan , wird nicht allein 
gebraocht, nur hinter Sanger, hasanger gefugt. 
DJAMODJAMOI, s. djadjamoi. 
DJAMPA, manok djampa, eine Art Hiihner tnit 
sebr kurzen Beinen. — Pakor djampa , eine Sckilf^ 
pftanze. 

DJAMPAL, 1 Gulden. — Badjampal, etwa 1 fl. 
•^ BadjampcuiJaMpal , vielefl. ; fiir Tiele fl. (kaufen.) 
DJAMPANG, Name eines Landstriches in Kahaian. 
DJAMPENA, (has. Sang. = aka,) Platz. Parong 
djampenae, das Haus ist seiu Platz, = er bleibt 
iffliDfr zu Haus. 
DJAMPI, mannlicher Name. 
DJAMPONG, mannlicher Name. 
])JANAH,(nacheiner Zahl: kadjanah,) Thai, der 
flaclie Gmnd zwischen Bergen, (gewdhnlich mit Was- 
ter bedeckt) — Hadjanah, Thkler haben, Thaler 
da lein. — Kedjau akae, telo kadjanah, weit ist 
tan Platz, 3 Thaler fern. 
DJANANG, mannlicher Name. 
DJANDAU, = idja andau, ein Tag, s. andau. 
DJANDJAM, tief im Wasser licgen, (Flossen die 
schwer beladen sind.) — Djadjandjam, djandjadjan- 
diam, ziemlich tief im Wasser liegen. — Mandjan- 
djam, manjandjam, hadjandjam dengan, tief im 
Wasier liegen machen. — Kadjandjam, das tief im 
Wasser liegen. — Badjandjam, s. das W^ort. 

DJANDJARUMAN, (has. Sang. =ma8uman,) an- 
ngen, erzahlen. Djandjaruman akangku rawaim, kro- 
boDgf Terkunde mir deine Worte, o Freund. 
DJAxNDJAWiEI, s. djawai. 
DJANDJEAN, s. djandji. 

DJA^DJI, padjandjean, Versprechen, Absprache; 
beitimmte Zeit Djandjie bulan rahian ia nandak 
manahor utange, sein Versprechen ist, im nachstem 
Monate will er seine Schuld bezahlen. — Kilen 
djandjin keton, prea keton hagoet, wie ist eure 
Abrede, wann wollt ihr abreisen? — Matai kilen 
gawi, djari sampai djandji, sterbe ich was ist zu 
than, die bestimmte Zeit ist da. — Djandji djan- 
djean, fest yersprochen, fest abgesprochen. Ia omba, 
djari djandji djandeangku dengae, er gcht mit, ich 
babe es fest mit ihm abgesprochen. — Manjandji, 
nundjandji, hadjandji dengau, versprechen, abspre- 
cben,' versprechen lassen. Ia mandjandji madja aku, 
cr versprach mich zu besuchen. Ia mandjandji aku 
madja ia, er hat mich versprechen lassen inn zu 
besuchen. — Hadjandji, hadjandji, einander ver- 
sprechen, mit einander absprechen; (oft wird noch 
badjandjian dahinter gesctzt.) iEwen hadjandji ha- 
djaodjian handak hasanger, sie haben einander ver- 
sprocheo, dass sie Sanger werden, i. c. dass sie ihre 
Kinder mit einander verheirathen wollen. — JJa- 
djadjandji, hadjandjidjandji, oft versprechen, ver- 
sprechen lassen. — Taradjandji, ein Versprechen, 
one Absprache mit jemandem machen, ihm vertrauen 
Idnnen. — Panjandji, pandjandji, der oft, gem 
venpricht. 

DJANDJIHIN, (bas. Sang. = tihang,) Mast eines 
Schifies. 

DJANDJINGAN, (bas. Sang. = garantong,) ein 
kupfemes Musikinstrument. 

DJANGADJANGAH, s. djadjangah. 
DJAlNGAT, ein kieines Messer; 2 solcher Djangat 
werden gegen einander iiber in ein Holz festgestcckt, 
um gesplissenen Rottan, welchen man zum Flechten 
pebrauchen will, zwischen durch zu Ziehen, und so 
alien Rottan gleich breit zu machen. — Das durch- 
aezogen sein, (Rottan zwischen Djangat.) U'ai tapas 
Hjangatc. Hjaton rata, der Rottan, nicht genug scin 



durchgezogeu sein, er ist nicht alle gleich (breit.) — 
Hadjangatj ein Djangat haben. — Mandjangat, ha- 
djangat dengan, Rottan gleich machen. — Mandjan- 
djangat J mandjangandjangat , Rottan ein bischen, 
oder etwas Rottan gleich machen. — Hadjadjangat, 
hadjangadjangat, oft, lange Rottan gleich machen. 

— Taradjangat, gleich gemacht werden kdnnen. — 
Pandjangat, der oft mandjangat, der es gut versteht. 

— Sanaman akan apat kadjangat, Eisen fiir 4 Stuck 
Djangat. 

DJANGEAH, badjangeah, hell, glanzend weiss. 
Huma djangeah limbah injapu, das Haus glanzt 
weiss, nachdem es mit Kalk bestrichen ist. 

DJANGEOR UJATE, den Hals lang ausrecken,- 
(ein Huhn wenn es zu schnell, oder zu grosse Dinge 
gefressen hat; seltner wird es von Menschen ge- 
braucht.) 

DJANGGA, mannlicher Name; (von kadjangga, 
dem Mondgotte.) 

DJANGGOiC, s. djunggang djanggok. 

DJANGGUT, der Bart amundunter dem Kinne; 
(Knebeibart: sasingut; Backenbart: garumbing;) die 
Haare am Maule der Katzen etc., die Fiihlfaden am 
Maule der Fische, Fiihlhomer der Insecten. — JHa- 
djanggut, djadjanggut, djanggudjanggut , badjanggut, 
einen Bart haben. — Hadjadjangguty hadjanggu- 
djanggut, ein wenig Bart unterm Kinne haben. — 
Baradjanggut , alle Bart imterm Kinne haben. 

DJANGI , kadjangi, das Ausstehen. Aton kadjangi 
papan toh, kalkh ikau maneteke, dies Brett steht 
aus (vor den andem, ist langer,) schneide es ab. — 
Bandjangi, ausstehen, hervorstehen. Idjange bagangi, 
er hat ein hervorstehendes Kinn. — Djadjangi, dja- 
ngidjangi, ein wenig vorstehen. — Mandjangi, hervor 
stehen machen. 

DJANGKA, ein Instrument, worn it man 2 Bretter 
also abzeichnet, dass sic nach der Zeichnung bear- 
beitet, genau auf einander passen. — Badjangkay 
hadjangka, ein Djangka haben; mit einem Djangka 
vorgezeichnet ; genau auf einander passen; eben so 
gross. iEwen malan hadjangka kalumbah tanae, sie 
treibcn Ackerbau, genau eben gross die Breiteihrer 
Felder. — Mandjangkoy mit einem Djangka vor- 
zeichnen, nach solcher Zeichnung bearbeiten. — 
Hadjadjangkay hadjangkadjangka, oft, alles vorzei- 
chnen, nach Vorzeichnung bearbeiten. 

DJANGKAN, badjankan, vcrstandig. — Mannli- 
cher Name. — Olo ta naniha, tapi badjangkan to- 
toke, der Mcnsch ist nur arm, aber verstandig sein 
Mund. — Baradjangkan, pangadjangkadjangkan, alle 
verstandig. — Kadjangkan, Verstand. 

DJANGKANG, mannlicher Name; (von badjang- 
kang, viel Platz cinnehmen.) 

DJANGKAR, i. q. das gcbrauchlichere sauh. 
Anker. — - Djadjangkar, djangkadjangkar, lang, (die 
Finger.) Korik lengae, djadjangkar tundjuke, klein 
sind seine Hande, aber seine Finger sind lang. — 
Baradjangkar tundjuke, alle lange Finger haben. 

DJANGKAU, Blumen oder wohlriechende Blatter, 
welchc man feingeschnitten zwischen die Haare bin- 
det. — la hadjangkau dawen pudak, sie gebraucht 
Pudakblatter als Djangkau. — Mandjangkau baiau , 
Djangkau zwischen die Haare binden. 

DJANGKING, mannlicher Name ; (von djungkang- 
djangking, wackelnd, hinkend gehn.) 

DJANGKIRONG, badjangkirong , auf die Seile 
(fallen; nicht auf den Riicken oder aufs Gcsicht.) 

DJANGKONG, ein Landstrich, (istlich von PaUi. 

DJANGKUT, Sthlafgardinc. — Djanpkut lalawa, 
Spinnewcbc. — Triuimt man, da»s man iinlcrciiicr 



102 



DJA. 



DJA. 



Schlafgardine liege, so bedeutet dies, dass man von 
einen KrokodOl gefressen werden wird. — Ha- 
djangkui, badjangkut, eine Schlafgardine haben. la 
batiroh hadjangkut, er schlaft unter einer Gardine. 

— Matuijangkut , manjangkut, cine Gardine iiber 
jemandem ausspannen. Paha ia, mandjangkut arepe 
mahin dia olihe, er iat arm, kann sich nicht einmal 
eine Schlafgardine kaufen, (die der Mosquitos wegen 
doch so nothig ist.) — Bladju akan dua kadjangkut^ 
Bladjii (Sorte Zeug) fiir 3 Stuck Schlafgardinen. 

DJAIVGODJANGOK, s. djadjangok. 

DJANGODJANGOR, s. djadjangor. 

DJANIS, Sorte; und i. q. banda, Zeichen, Beweis, 
(von Schuld.) — Badjanis, hubsch; sich gut zubc- 
tragen wissend, hdfllch, freundlich. Badjanis benang 
ta, das Zeug ist hiibsch. — lii badjanis aughe deng- 
angku, cr spricht freundlich mit mir. — Djadjania, 
djanidjanis, badjadjanis, badjanidjanis, zierolich 
hiibsch, etc. — Daradjanis, alle ziemlich hubsch, 
etc. — Pangadjamdjania, alle hubsch, etc. — Pangr 
hadjania, am hiibschesten, etc. — Kadjania, Schdn- 
heit, Hoflichkeit, Freundlichkeit. — Mandjania aughe 
dengan olo, freundlich mit jemanden sprechen. 

DJANOU, mannlicher Name. 

DJANTADJANTAI, s. djadjantai. 

DJANTANG, ein kle^ner abgehauener Baum, an 
dem man die entlaubten Zweige sitzen lasst und 
mit sambulut (Art Pech) bestreicht, worauf man 
den Baum irgendwo in die Erde pflanzt, um Y5gel 
darauf zu fangen. 

DJANTAR, Uli djantar, Stricke welche man von 
Masten etc ausspannt, um sie damit fcst zu halten. 

— BadjantaTy hadjantar, mit Stricken festgespannt. 
' — Manjantar J mandjantar, mit Stricken festspan- 
nen. — Djadjantar , djantadjantar, als ein djantar, 
i. e. schrag herabhangen. Badjakah t& djadjantar 
bara tarok kaju, die Schlingpflanzcn hangen schrag 
vom Gipfel dcs Baumes ab. — Baradjaniar^ iiberall 
und in Menge also abhangcn. — Taradjantcar^ durch 
Stricke konnen gehalten werden, (ein Mast, etc.) 

DJANTIK, die Puppen der Mosquitos, (leben auf 
dem Wasser.) Djantik ta saloh mandjadi njamok, 
die Djantik verwandeln sich, werden Mosquitos. — 
Musim pandang danum hadjantikf kindjap djaton 
taraihop, in der trocknen Zcit ist das Wasser voU 
Djantik, ist oft nicht trinkbar. 

DJAPA djea, djapa djimat, tapadjca, Scbdpfungs- 
kraft; schafiend, erschaffend. Pampahilep manenga 
parai hapan djapa djea, der Pampahilep, (ein Geist,) 
giebt uns Reiss durch seine Schopfungskraft, (ihn 
erschaffend.) — MandjapOj mandjapa mandjea, er- 
schaffien. — Djata hadjadjapa (hadjapadjapa) parai 
akan ita, der Djata (Wassergott) erschafft uns fort- 
wahrend den Reiss ; (lasst ihn wachscn , gedeihen.) — 
S. auch badjea. 

DJAPAU, 8. djupang djapah. 

DJAPANG, das Ausstrecken dcs Arms. Naliapas 
djapangm, djaton sampai bua, du kannst deincn 
Arm nicht weit genug ausstrecken, reichst niclit bis 
an die Friichte. — Bjadjapang, djapadjapang, aus- 
gestreckt. Djadjapang lengan anakku blaku duan, 
mcin Kind streckt seine Arme aus, will aufgenom- 
men scin. — Kadjapctdjapang , fortwiihrend ausge- 
streckt. — Baradjapang, alle ausstreckend. — Dfa- 
pangdjapanga , djapangdjamat , oft die Arme aus- 
streckend. la lawo danum, djapangdjamat blaku 
awat intu aku, er ficl ins Wasser, und ofl die Arme 
ausstreckend bat er mich um Hiilfc. — Mandjapang, 
hadjapang dengan, ausstrecken; mit ausgestreckten 
Armen etwas nehmen, pfliicken. Awi mandjapang 



bua tii akangku, pfliick mir doch die Fmcht dort. 

— Mandjandjapang y mandjapandjapang, die Aime 
etwas ausstrecken, ein weuig nehmen, pflucken. — 
Hadjadjapang , hadjapadjapaug, oft, lange die Arme 
ausstrecken, nehmen, pfliicken. — Tara€{f(^ansfy mit 
ausgestreckten Armen erreicht, genommen, gepflockt 
werden konnen. 

DJAPET, kadjapet, das Stammeln, undeatliche 
Spechen, (die W5rter nur halb aussprechend, s. B.: 
aku manjo na unda, statt: aku manjauk anak un- 
dang, ich fische kleine Krebse; — vicle Dajacken spve- 
chen so.) Awi kadjapetc bahali harati aughe, wegen 
seines Stammelns ist es schwer seine Worte zu Ter- 
stehcn. — Hadjapet, djadjapet, djapediapet, stam- 
meln; fest kleben, kleberig. Gita djadjapet hapus 
medja, das Harz kiebt iiberall auf dem Tiscbe letL 
Hadjadjapetj hadjapedjapet, etwas stammeln; ziem- 
lich kleberig. — Baradjapet^ alle stammeln; iiberall 
fest kleben, alle kleberig sein. — Kadjap§dfap€i y. 
fortwahrend stammeln. — Djapetdjiputj stark slam- 
meln. — Mandjapet, hadiapet dengan, nur halb 
anssprechen, (Worte;) festkleben, ankleben, Tcnle- 
geln, (Briefe). A^la tantai mandjapet aughm, bela 
ikau palus djadjapet, sprich nicht absichtlich die 
Worter nur halb aus, auf dass du nicht wirklicb 
ans Stammeln kommst. — la mandjapet arepe de- 
ngan basat ta, er hangt sich an den SchurkeiK — > 
Hadjadjapety hadjapedjapet, oft, immer, lange an- 
kleben, etc. — Pandjaptty der immer atamaaelt; 
dor immer anklcbt, beklebt. 

DJAPON, tiirkische Ente. 

DJARA, das bestraft sein, die Strafe, (und zwar 
Schlage.) Ombet djarae, genug sein bestraft sein. ^^ 
Tangkalau kea djaram dengan djipem, zu arg doch 
dein Strafen deiiien Sclav. —^ Hadjara, einander 
schlagen. — Mandjara, hadjara dengan, bestraicn, 
(mit Schlagen; mit Worten: mangotak, raampndji.) 

— Mandjandjara, mandjarandjara, ein wenig strafen. 

— Hadjadjvra, hadjaradjura, oft, lange strafen. — 
TaradjarOy gestraft konnen, mogen werden; irrihuin- 
lich strafen. — Pandjaray der oft, gem straft. 

DJARAGAN, Schiffskapitain. — MandjitrftgaM^ 
befehligen, (ein SchifF, das SchifTsvolk.) 

DJARAK, ein Gewachs vom Genus ricinus, wird 
12 Fuss hoch, die Blatter fast als Weinbktter; die 
bohncnartlgen schwach abfuhrcnden Fnichte wmleo 
gegesscn. — Benang djaraky rothcs Zeug mit weiaaen 
Zeichnungen. 

DJARANG, i. q. djahai; dieselben Ableitungen. 

DJARANGAN, cine Arznei, besteht aus der Ab- 
kochung eines gewissen geheim gehaltnen Holzcs mit 
Pfeffcr; wird gegen Leibweh gebraucht 

DJARANGKANG, djarangkangan , badjarangkang, 
krumm ausstrecken, krumm ausstehen, (Finger , 
Arme, Zweige, etc) vorziiglich gesagt von den 
Beinen der undang, Garnale, einer Art Seekrebee.. 
Ta undang djarangkang katipe, da streckt der Un- 
dang seine Bcine aus. — Batang ta djarangkangan 
karjk patinge, der Stamm streckt aUe seine Zweige 
krumm aus. 

DJARAMH, badjaranih, sehr hell, klar, rein, 
(Wasser und anderes Getrank.) — Kudjaranih^ die 
Helligkcit, Klarheit. 

DJARAT, das festgebunden sein, (Boot, Biiffel;) 
eine Schlinge, (um Thiere, Vogel zu fangen.) SaLa 
aka djarate djukongm murah banjut, verkehri der 
Ort seines festgebunden scins, dein Boot, es kann 
leicht mit dem Wasser fortgetrieben werden. — 
Hong kwe ikau djari tenan djarat, wo hast, du die 
Schlinge aufgestellt ? — Mandjaraty hadjarat dengan. 



DJA. 



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103 



fesibimlen; in SchliDgen fangen. — Hadjadjarat, 
hadjaradjarat, oft, lange festbinden, in Schlingen 
iangen. — Mandjandjarai, mandjarandjaraty ein we- 
Big festbioden. — Tcuradjarat, festgebunden , in 
Schliiif^en gefangen werden kOnnen. — Padj carat y 
Tentiickt, festgehakt, (k. B. die Fiisse in Schling- 

}>flanxen, langem Grase.) — Pandjctrat, der immer 
eslbindet, in Schlingen fangt. 

DJARATI, eine Art rothes, weiss gebliimtes 
Tuch, wird als Shawl gebraucht. — Weiblicher 
Name. 

DJARAU, L q. djantang, nur dasg man, um ein 
djaiau zu machen, den Baum nicht umliaut, son- 
dem nur einen Theil der Zweige aushaut, und 
dann die entlaubten stehen gela&8cnen Zweige mit 
■aailNilut, (Pech,) beschmiert. — Hcuijarau, ein 
Dfaran haben , auf einem Djarau Ydgel fangen. — 
Miamd^armi, einen Baum zum Djarau machen. 

DJARENGKAI, badjarengkai, schdn gel)aut, an- 
muthig von Gestalt, (Menschen.) Bakena ia, dja- 
rengkai ampin bcrenge, cr ist schon, aumuthig die 
Gettatt seines Kdrpers. 

DJARENANG, eine Schlingpflanze, ahnlich dem 
Rottan; won den Friichten kocht man einen rothcn 
Farbestoff, auch Djarcnang genannt. — Djarenang 
k ok ang ^ eine schlechtere Art Djarenang. — Mandja- 
renang, rait Djarenang etwas roth farben. 

DJARI, djadi, ab, vollendet, gethan, geschehen 

sein; berdts; dann, da. — Femer wird djari zur 

Bildung des Praeteri turns der Verba gebraucht. Aku 

batiroh, ich schlafe; aku djari batiroh, ich habcge- 

schlafen. — Djari aughku dengae bihin, es ist gc- 

wesen mein Wort mit ihm friiher, = ich hal>e be- 

reita mit ihm gesprochen. — Tanan ikai ham djari, 

nnMr Feld ist jetzt erst ab (gearbeitet, fertig.) — 

la. haniti manantang klambi gawin djari, er ver- 

stdbt zu weben ein Kleid das Werk ab, = in 

ttacm Stticke, sodass weiter kein Nahen ndthig ist. — 

Tenga pisaum akae. Djari. Gieb ihm dein Hack- 

messer. Bereits. (Ich babe cs schon gethan.) Djari 

kindjap aka mampudji ia, schon oft habe ich ihn 

enaafant. — Ta i'a suni. Djari koan muntir dengae : 

sewut. Da schwieg er. Dann sagte der Hauptling 

m ibra : Sprich. — Djadjari, djaridjari, (befehlend) 

ganz ab, ganz yollendet. Djaton tau dia ikau mawi 

ta djadjari , du musst das durchaus ganz abarbciten. 

— Djaton djadjari, noch nicht recht werden, noch 
nicbt gehorig so als es muss. Djari katclo gawim ta 
kindai Wai djadjari, du arbeitest sclion 3 Tage 
danm, und noch immer ist es nicht ganz vollendet. 

— Anak djarian, Nachkommenschaft. Hapus lewu 
ta oras anak djarian liau Pajong, das ganze Dorf 
ta uod alle Nachkdmmlinge des verstorbcnen Pa- 
jong. — ^wen hanak liadjarian, er und seine 
Nachkoramenschaft. — Mandjari^ abgethan, abgear- 
bdtet sein ; viel Fmcht trageu ; gut stehen, (Gewachs 
auf dem Felde). Toh gawingku mandjari, nun ist 
nwiBe Arbeit abgethan. — Mandjari ^ mampadjari, 
psdjari, ganz abarbciten, voHenden, fein ausarbeiten. 
Naoghe katil babakal hclo, dapit aku mandjarie, 
lass die Bank nur erst so im rohen bleihen, spater 
will ich ftie ganz abarbciten. — Mandjandjari, man- 
djarindiari, fast ToUenden, ziemlich fein abarbciten, 
lieraliGn voll tragen, ziemlich gut stehen, (die Frucht.) 

— Hadjadjart, hadjaridjari, immer abthun, vollcn- 
den. — Mandjarian^ abarbciten; in Ordnung brin- 
psk', werden lassen, hervorbringen , schafTen. Aku 
mandjarian anakku- masaw'a, ich bringe die Heirath 
nieines Sohnes in Ordnung, (zu Stande.) — Maha- 
tara idja djari mandjarian talo handiai, koan olo, 



der Mahatara ist es, welcher alle Dinge geschafieii 
hat, sagt man. — Taradjari, abgearbeitet, in Ord- 
nung gebracht werden konnen. Djaton taradjari 
tanangku, pahalau lumbah, mein Feld kann nicht 
abgearbeitet werden, es ist zu breit, (gross.) — Ha- 
kadjarij L q. djari, oder mandjari, YoUendet, ge- 
schehen, gethan werden, wenn dn redprokes Ver- 
bal tniss statt findet, von bdden Sdten etwas daraus 
werden, zur Ausfiihrung bringen. — i£wen hasanger 
djaton hakadjari awie haklahi, dass sie Sanger wer- 
den, (i. e. ihre Kinder an einander verheirathen ,) 
daraus wird nichts, weil sie in Strdt gerathen sind. 

— Kadjariy kadjarian, Ergebniss, Resultat. Kilcn 
kadjarian perkaran awen, was ist aus ihrer Strdt- 
sache geworden? — Kandjari, das Gerathen, (Friichte.) 
Paham kandjari pari&i njelo toh, der Rdss gerath 
dies Jahr sehr gut 

DJARI, Zollj (Maass; malaiisch: Finger.) Depae 
handjudju bara aingku apat djari, sein KJafter ist 
4 Zoll (4 Fingerbrdt) linger als das meinige. — 
Mandjari kalumbah amak, die Brcite der Matte 
messen nach Zollen. — Djari, (has Sang. =s tun- 
djuk,) Finger. Balumpit djarie, geschickt sind sdne 
Finger, = er arbeitct fein, kiinstlich. — Badjari, 
Finger haben. 

DJARING, i. q. djadjaring. 

DJARING, ein Baum; die ungckochte Frucht 
stinkt und ist etwas betaubend, aber gekocht sind 
die Friichte essbar. 

DJARING, dn Fangstrick; ein 100—300 Fuss 
langer Strick, an welchem eine Menge Schlingen fest' 
sitzeu; man spannt das Djaring auf Pfuhlen so hoch 
ul>er die Erde, dass die Schlingen fast an den Grund 
reichen, und jagt dann durch Hunde die wilden 
Thiere auf das Djaring bin, damit sie sich darin 
fangen. — Mandjaring, Jagd auf etwas mittelst eines 
Djaring machen. — Hadjadjaring , hadjaridjaring , 
oft mandjaring. — Pandjan'ng, der oft mandjaring. 

DJARUAK, i. q. badjaruak; s. ruak. 

DJARUMAT, das gestopft sein, (Kleider.) Klambie 
ara djarumate, sein Kleid hat vie! gestopfte Stellen. 

— Mandjarumat, stopfen, (kleint Locher in Klei- 
dern.) — Taradjarumat, gestopft werden kdnnen, 
(das Loch nicht zii gross sein.) — Pandjarumat, der 
oft, gern stopft 

DJATA, ncnnt man die Gutter des Wassers. 
Jeder gro!>8e Fluss hat verschiedene Djata , von wdchen 
jeder seinen eigenen Bezirk behcrrscht; die machtigsten 
derselben residiren nahe der Miindung der Fliisse. 
Ausser dicsen verschiedenen Districtcn der Fliisse, 
von welchen jeder von sdnem Djata behcrrscht wird, 
giebt cs in jedem Flusse noch eine Menge einzel- 
ner Platze, wo man meint dass Djata sind, ver- 
schieden in Macht, Ansehen etc. Es sind aber solche 
Platze nicht die eigentlichen Wohnstattcn der Djata, 
sondem es ist dort nur der Eingang zu ihrem un- 
ter dem Wasser in der hohlen Erde liegenden 
Reiche, wo es ziemlich wie in unsrer Oberwelt aus- 
sieht, nur allcs schoner, prachtiger. Die Badjai, Kro- 
kodillc, sind die Kuechto der Djata, wdche eigent- 
lich menschliche Gestalt habend ihre Krokodillgestalt 
nur als Klambi, Kldd, iiberziehen, wenn sie aaf 
der Oberwelt einen Besuch machen. Deshalb wagt 
auch kdn Dajack ein Krokodill zu tddten, ausser 
wenn dasselbc einen seiner Verwandten gefressen 
hattc, die Blutrache es also fordert. — Auch die 
tambon (Seeschlange,) und vide Krankheitcn, (z. B. 
die Cholera, — alle solche Krankheiten personifi- 
ciren die Dajacken,) sind Knechlc der Djata. — 
Urspriinglich bestand nur tin Djata, der Sanger vou 



]04 



DJA. 



DJA. 



Mahatura, welclier mit dem Mahatara zusammcn alle 
Dingc geschafTcii hat; diescr eine, hcichste Djata 
wird jetzt aber nicht melir verehrt. — Die Djata 
sind machtiger als die Sangiang, (Luftgotter;) will 
man die Djata um etwas bitten, so geschieht das 
durch Intercession der Sangiang. — Man erbittet 
von den Djata Kinder, (besondcrs ganz unfrucht- 
bare Manner und Frauen;) sie kdnnen wahrend der 
Schwangerschaft vor den vielen boscn Geistern be- 
wahrcn, welche den Schwangern nachstcllen, und 
konnen leichtes und gliickJiches Geb'ahrcn ver- 
schaffen; sie geben gute Erndten. — Wenn man 
einen Djata um ctwas bittet, bringt man entweder 
gleich Opfer, oder verspricht Opfer zu bringcn, 
wenn die Bitte erfiillt scin wird. Oft bringt man 
ihnen auch Opfer ohne einen bestimmten Zweck , nur 
um sich im Allgemeinen ihrer Gunst zu empfehlen. 
Viele Kinder werden durch mampandoi, (taufen, 
s. andoi,) dem Schutze der Djata (ibergcbcn. — Die 
gebrauchltchsten Opfer sind: Ziegen, Enten, Tauben, 
deren Hdrner oder Schnabel oft vergoldet, und 
welche lebendig ins Wasser versenkt werden ; ausser- 
dem £ier, Kuchen, kJeine Hauschen und Boote. — 
Ikau puna Djatangku, du bist mein Djata, (i. e. 
derjenige, von welchem ich Iliilfe erwarte, auf den 
ich hoffe. — Mandjata, durch Djata gegeben, (ctwas 
was man findet.) T'a djawet manuah, mandjata 
aku, da finde ich einen yerborgenen Schatz, (hei- 
ligen Topf,) mir durch Djata beschert. — Kadjor- 
taidjatae magon blaku parapah, obwohl cr Djata ist, 
(also doch reich genug,) dennoch fordert cr immer 
Opfer! (sagt. z. B. wohl ein Mann, dessen Frau z. 
B. getraumt hat, und die nun den Djata opfern 
will) 

DJATEN, unterbrochen , gestort, (in einer bereits 
angefangcnen Arbeit.) Djaten aku tempa awi oio 
madja, ich wurde beim Reissstampfen gestdrt durch 
Besuch. — Djaten aku malan awi kindjap malan, 
ich werde in der Feldarbeit gestort durch haufiges 
krank sein. — Djadjateriy djatedjaten, etwas unter- 
brochen, gestdrt — Mandjaten, untcrbrechen , sto- 
ren. — Kadjaten^ Unterbrechung, Stoning. 

DJATI, (has. Kahaian,) i. q. diaton. 

DJATI, kaju djati, ein Baum, das Holz dem 
Eichenholze ahnlich, sehr hart und dauersam. 

DJATO, das Abgefallene; das abgefallen sein; 
(Friichte.) — M'annlicher Name. — Laku akangku 
djaton bua ta, hole mir das Abgefallene der Friichte, 
:=■ die abgefalienen Friichte. — Mandjato, abfallen ; 
abgefallene Friichte aufsammeln. Has ita mandjato 
bua dahian beta, lass uns die abgefalienen Durian- 
friichte dort auflesen. — Mandjandjato , mandjaton- 
djato, einige (Friichte) abfallen. — Hctdjadjato, ha- 
djatodjato, oft, immer abfallen; oft abgef. Friichte 
auflesen. — Djadjato, djatodjato, langsam, abge- 
brochen, hinter jedcm Worte etwas stillhaltend 
(sprechen.) — Kadjato^das laugsame, abgcbrochcne 
Sprcchen. — Kadjatodjato, immer langsam. 

DJATON, 8. dia. 

DJAUDJAUI, s. djadjaui. 

DJAUI, wird nicht allein, nur hinter djipak ge- 
fiigt gebraucht ; hat dieselben Ablcitungen wie djipak. 

DJAUN, djaucn, vcrdriesslich , bekiimmcrt sein, 
(bei getauschter Hoffnung, oder wenn man etwas 
▼erloren hat.) Djaun aku balutku kinan aso, ich 
bin verdrjesslich, dass meine Zukost zum Reiss durch 
den Hund gefrcssen ist. — Djauen aku balang hali- 
.Hang, es thut mir Leid, dass aus meiuer Reise nichts 
wird. — Djaudjaun, djadjaun, etwas vcrdriesslich 
sein. — Baradjaun, baradjauen, alle verdriosslich 



scin. — Mandjaun, mampadjaun, padjaun, bekiim- 
mern, Kummer verursachen. — Kadjaun, Kummer, 
Yerdruss. — Sadjaun, s. unter bagara. 

DJAWA, pulau djawa, Java, die Insel Java. — 
Balo djawa, runder, gclber Kiirbiss. — Aso djawa, 
Hundc mit schlaifen, herab hangendcn Ohren. 

D J AW AH, unanstandig, schmutzig; (im Sprechen.) 
Djadjawah, djawadjawah, etwas unanstandig. — Ka^ 
djawadjawah, immer unanstandig. — Baradjawah^ 
alle etwas unanstandig. — Pangadjawadjawdh^ allr 
unanstandig. — Mandjawah totoke^ seinen Mund 
unanstandig machen, i. e. unanstandig sprechen. 
Mandjawah olo, schmutzig von Jcmandem sprechen. 

— Hadjawak, schmutzig von einander sprechen. — 
Mandjandjawctk, mandjawandjawah, etwas schmutzig 
yon Jcmandem sprechen. — Hadjctdjeaoah, hadja- 
wadjawah, immer schnutzig von andern ^rechen. 
Kadjawah, die Schmutzigkeit, Unanstandigkeit im 
Sprcchen. — Pandjaipoh, der immer schmutzig ¥011 
andern spricht. 

DJAWAI, weiblichcr Name. 

D JAWAK , m'annlicher und weiblicher Name, (von 
hadjawak, Leguan.) 

DJAWAP, djabap, (nach paham etc. auch ka- 
djawap,) das Widersprechen. Kilen djawapm, was 
hast du dawider zu sagen.' — Djadjawapy djawa- 
djawap, etwas widersprechend , hartkdpfig. — Ka- 
dj'awadjawap, fortwiihrend widersprechend, hartkdpfig, 
obstinat. — Baradjawap, alle etwas widersprechend. 

— Pangadjawadjawap , alle widersprechend. — 
Pangkadjawap J am widersprechcndsten. — Mctndja^ 
tcap, badjawap» hadjawap dcngan, widersprechen. la 
injoho pah«im maudjawap, wenn man ihm etwas 
auflmgt widerspricht er immer. — Mandjandjawap^ 
mandjawandjawap, ein wenig widersprechen. •— Ha- 
djadjawap, hadjawadjawap, oft widersprechen. — 
Hadjawap, einander widersprechen, disputiren. — 
Taradjawap, widersprochen konnen, mogen werdeo. 

— Pandjawap, der stets widerspricht. 
DJA WAD J AW AT, s. djadjawat. 

DJAWil^, eine Pflanze dem Zuckerrohr ahnelnd, 
aber kleincr, etwa nur 1 Finger dick, tragt an vieien 
Stengeln eine Komfrucht in schwarzer Hiilse; die 
krummcn Korner sind etwas klciner als Reisskdraer; 
sie werden gekocht gegessen,' haben ziemlich den 
Geschmack des Reisses, doch etwas fettig. Im In* 
ncrn Bomeos wird der Djawa viel statt Reis ge- 
pflanzt. 

DJAWiEI, djandjaw'ai, abhangendc Baumwurzeln, 
(am Ufer der Fliisse.) — Tetek djawai, mangaput 
sungai, hau das Wurzelwcrk weg , es macht das FlCiss* 
chen dunkel. — Hadjawai, hadjandjawai, mitWur- 
zelwerk iiberhangcn sein, (Fliisschen, Gruben.) — 
Djadjawat, djawadjawiii, abhiingen, (Baumwurzeln 
am Ufer.) — Baradjatcdi, iiberall in Menge abhan- 
gen. — Kadjawddjawiii, fortwahrend abhangen. 

DJAWET, djawctan, djabetan, heilige Topfe; a. 
blanga. Olo ta tatau, ara djawete, der Mensch isi 
reich, er hat viel heilige Topfe. — Hadjawei, ba> 
djawet, einen heiligen Topf l)csitzen. 

DJAWET, die Arbeit, das Arbeiten; Flechtwerk, 
das geflochten sein. Narai djawet olo ta, was hat 
er fiir Arbeit, was ist sein Geschaft.' — Djawet'- 
djabetan, mit kutoh: viel Arbeit; oder mit djaton: 
gar keine Arbeit. Kutoh djawctdjabetam , gitangLu, 
ich sche du hast viel zu tlmo. — Hadjawet, ar- 
beiten. la hadjawet hapan sawac, cr arbeitet mit 
seiner Frau, (i. e. lasst seine Frau sich mit andern 
abgebcn, damit er dann Geldbusse fordeni kann.) 

— Mandjawet, (intransit., kann aber audi in dieseiu 



DJA— DJK. 



Oil-:. 



105 



Sinne transut gebraucht werden.) Flechtwerk ina- 
cfaen. la malan, sawae maudjawet, er bebaut <las 
Feld, seine Frau macht Fleclitwerk. — Mandjawet, 
mandjawetmandjabetan , hadjawet deiigan, (transit., 

— mandjawet kann aber auch intrans. scin,) ar- 
betten, etwas bearbeiten, vcrfertigen. Mandjawt^t 
arut, homa, eia Boot, cin Haus machen. — lii pa- 
ham tau mandjawet, er verstebt allcs zu macben, 
ist in alien Arbeit en gescbickt. — Aku paham man- 
d^awet basarangku, ich fiiiire meinen Process nacb 
bcsten Kriiilen, (ernstlicb.) — Mandjandjawet, man- 
dliawendjawet, ein biscben arbeiten, bearbeiren. — 
Jnadjadjttwety hadjawedjawet , oft, langc bearbcitcn. 

— JPctndjawety pandjawetpandjabetan, der immer et- 
was macht, bearbeitet. 

DiAWI , der Preis, (nur von Arzneien.) Piru dja- 
win tatamba tii, wie viel ist der Preis der Arznei. 

— Mandjawi, hadjawi dengan, kaufen, (Arzneien.) 

— Mandjandjawij mandjawindjawi, ein bischen kau- 
fen. — Hadjadjawi, hadjawidjawi, oft kaufen. — 
Taradjawi, verkaufl)ar. — Pandjawi, der oft kauft 
(Arzneien.) 

DJAWI, das nacbgeabmt, befolgt werden, sein. — 
Mandjawi, hadjawi dengan, nacbmacben, naclithun, 
folgen, (den "Worten oder Tbaten etc. anderer.) la 
radjin niandjawi augh olo parajap, er folgt gern den 
Wortcn Ton Schelmen. — Alle iibrigcn Ableitungen 
io als bei obenstehendem djawi. 

DJAMrlK, 8. djowakdjawik. ^ 

DJAWOH, anf, alle; (zur Vcrstiirkung wird oft 
bawan dabinter gefiigt.) Karab rearku djawoh bawan 
awi lau, all mein Geld ist auf (aiisgegei>en) durcb 
die Hungersnotb, (welche herrsclit.) — Kahi ramongku 
djawoh, lepah ibatangangku , alle mcine G liter sind 
fort, ichbal)e sie sammtlich ausgelieben. — Djadja- 
wok, djawodjawob, fast auf. — Mandjawoh^ machen 
dass etwas alle wird, aufmachen. — Kadjawoh, das 
auf, alle sein. 

DJAWOH, badjawob, nacblikssig. lii djawoh de- 
ngan ramoe, er ist nachlasaig mit seinen Giitern, 
(nimmt sie nicht gut in Acht.) — Djadjawoh, dja- 
wodjawob, ziemlich nachlassig. — Kadjawodjawoh , 
immer Dachliissig. — Baradjawoh^ alle zieinbch nacb- 
lasHg. — • Pangadjawodjawoh^ alle nacbliissig. — Man- 
djawoh arepe , sich nachlassig l)etragen. — Kadjawoh, 
Kachlassigkeit. 

DJAWUT, das ausgezogen sein. Diari djawute 
bnlun manok, (djihin huma ,) ist gescliehen das aus- 
(Enogen sein der Federn des Hubnes, (der Stander 
det Hauses? = sind sie schon ausgezogen ?) — Ba- 
djawut, ausgezogen. — Padjawut, uuabsichtlich aus- 
leeiogen, (z. B. etwas dadurch, dass man mit deni 
Fnsie dagegen stiess.) — Badjadjawut, badjawudja- 
wut, ein wenig, theilweise ausgezogen sein. — Man- 
4N*«f, hadjawut dengan, ausziehcn. — Mandjan- 
^nout, mandjawundjawut, etwas, ein wenig aus- 
adien. — Hadjadjawut, hadjawudjawut , oft, lange 
mzaehen. — Taradjawut, ausgezogen werden konncn,' 
inthumlich ausziehen. — Pandjawut, der alles aus- 
zieht 
WiENAH, t= idja nab, welcbcr so ebcn (z. B. 

war.) 
DJ^NDAU, = idjii ndau, welcher vor kurzcm 
(hier war.) 
DJiETiE, = idja ta; siehe djeta. 
DJATOH, s. djetoh. 
DIEADJEA, s. badjea. 

DJEDJEL, das zugestopft sein; etwas worn it etwas 
l^opft ist, wird. — Arut tapas djedjcle, das Boot, 
nicht geniigend sein zugestopft sein (die Fugen, es 



ist also leek.) — Djedjel arut djari nihau, das (Werg 
etc.) womit das Boot gestopft war, ist fort, (verschlis- 
sen.) — Badjedjel, gestopft sein. — Mandjedjel, ha- 
djedjel dengan , stopfen. — (Bote , Fasser, etc. mit 
Lcpu (zunderartigeni StoiT) und Pecb.) — Mandjan- 
djedjel, mandjedjendjedel , ein bischen stopfen. — 
Iladjadjedjel, hadjedjedjedjel, oft, langc stopfen. — 
Taradjedjel, gestopft werden konnen. — Pandjedjel, 
der oft, gern stopft. — Bjadjedjelj djedjedjcdjcl , 
hadjedjel, hadjadjebm, oft und scbnell nach cinan- 
der, unaufhorlich (z. B. jemand rufen, scblageu, 
etc.) Aku mamuno hadjadjelan bawoi, djaton sarapet 
ia hadari, ich stiess das Schwein anhaltend mit der 
Lanze, (Stoss auf Stoss, als ob ich es in die Erde 
stopfen wollte,) so dass es nicht weglaufen konntc. 

— Kadjedjedjedjel , fortwahrend scbnell hinter ein- 
ander. — Baradjedjel, alle scbnell hinter cinander. 

— Kadjedjel, das oft und scbnell hinter einander. 
DJEGODJEGOR, s. djadjegor. 

DJEHA, i. q. dapit; dieselhen Ablcitungen. 

DJEllANG, djekah, djuat, keput, kiput, das ge- 
scblecbtlicbe Bciwohncn, und zwar von Sciten des 
Mannes, zustossen. (Die Ableitungen mogen fehleii; 
man vergebe die AufTiihrung dieser W orter mit dcni 
Wunsche andcren die Verlegenbeiten zu crspareii , 
in welche mich das Naehfragen gebracht.) 

DJEKAH, i. q. djehang. 

DJEKAN, das eingestochen, eingesteckt sein, (mit 
Kraft, z. B. ein Pfahl in die Erde, eine Messerklingt! 
in ihrcn Griil.) Tapas djekae djibi, honggii, nicht 
genug sein eingestossen sein, der Pibsten, er wackclt. 

— Mandjekan, hadjekan dengan, cinstossen. — 
Mandjandjekan ^ mandjekandjekan, ein wenig cin- 
stossen. — lladjadjekan , hadjekadjekan . oft cin- 
stossen. — Taradjekan, eingestossen werden konnen. 

— Padjekan^ irgends fest stecken. Edan lawo pa- 
djekan intu petak, der Ast ist gefallen, stcckt lest 
in der Erde, (ist tief in die Erde eingcdrungen.) 

D.TEKISUT, nur wenig; s. isut. 

D JEKODJEKU T , s. djadjekut. 

DJELA, die Zunge. lii bisu pandak djelae, er ist 
stumm, hat einc kurzc Zunge, (welches, ncben deni 
Besessen sein, nach der Meinung der Dajacken dic» 
einzige Ursache der Slummheit ist.) — Djelan papan, 
die Zunge des Brettes (i. e. die Nuth.) — Uadjela^ 
badjela, eine Zunge, ?futh, haben. — Djadjela, dje- 
ladjela, als eine Zunge (von Gestalt.) — Mandjeln ^ 
hadjela dengan, eine Zunge, Nuth, an ein Brett ma- 
chen, (um es damit in ein anderes Brett cinzufiigen.) 

— Tadjcla^ einc Art Scholle, platter Fisch, etwa so 
gross als einc Hand. 

DJELADJELAK, s. djadjelak. 

DJELAP, das ziingeln, das mit der Zunge spie- 
len, (Schlangen, kleinc Kinder;) das bcleckt, aus-. 
geleckt sein. — Djadjelap^ djeladjelap, ziingeln, mit 
der Zunge spielen. — Kadjeladjelap, anhaltend 
ziingeln. — Baradjelap, alle ziingeln. — Mandjelap, 
hadjelap dengan, belecken, ab- ausleckcn. Totoke 
mandjelap langit, sein Mund lx^leckt den Himmel, 
(i. e. er spricht vicl und heftig, fluchend ) — Ha- 
djelap^ cinander belecken. — Mandjandjtlap , man- 
djelendjelap, ein wenig belecken. — llndjadjclap, 
hadjeladjelap, oft, lange belecken. — Pandjelap ^ 
der alles Iwleckt. — ^aku gula idja kadjelap wai , 
ich bitte um Zucker, nur um so viel als ich auf 
einmal auflecken kann. 

DJELAU, eine Art Qualle, (medusa,) roth, sieht 
aus als ein Tropfen gcronnencs Blut, kann sich aber 
ausbreiten, dass sie so dick als eine Daumenspitze 
wird. Die Hiihncr fressen sie oft, 8terl>eu dann i\\yev 

14 



106 



DJE. 



DJE. 



davon. i£we tau manjingkap ia, kilau djelau, wer 
kann ihn greifen, er ist aU eine Djelau, (glatt.) — 
Djtlau aiich eine Art Blutigel. 

DJELAU, das unter dem Wasser hin schwimmeD; 
das sich schnell verbreiten, (Feuer.) Andiku batarik 
djelaue, mein jiingerer Bruder kana weit unter dem 
Wasser hin schwimmen. — Mandjelau, handjelau, 
unter dem Waster hin schwimmen ; unter dem Was* 
ser schwimmend etwas oder jemanden fassen; sich 
schnell verbreiten, (Feuer.) Humangku bakiihu, tam- 
put kar'a ramongku, awi apui mandjelau, mein Haus 
ist abgebrannt, und alle meine Giiter mit, weil das 
Feuer sich schnell verbreitete. — Hadjelau, etnander 
von unterm Wasser her greifen, (Kinder beim Ba- 
den.) — * Hcuijadjelau , hadjeladjelau , oft unterm 
Wasser schwimmen, von unterm Wasser her grei- 
fen. — Pandjelau, der oft. mandjelau. 

DJELJEl, eine PAanze, ziemlich ahnlich dem 
djawaj aber die Kdrner sind grosser, gelbiich und 
rund. 

DJELEDJELENG, s. badjeleng. 
DJEMOH, das Husten. — Peres djemoh, Husten- 
krankheit, starker, lange anhaltender Uusten. — 
Badjemoh, husten; den Husten haben. — Baradje- 
rnoh, alle husten; alle am Husten leidcn. — Bja- 
djemoh J djemodjemoh, etwas hustend. — Djemo- 
djamohan, stark und anhaltend husten; oft am 
Husten leiden. Amon olo bakas, kindjap djemodja- 
mohan, wenn die Leute alt sind, leiden sie oft an 
anhaltendem Husten. — Mandjemoh, mampadjemoh, 
padjcmoh, husten machen, ans Husten bringen, 
Husten euziehen. 
DJEMPADJEMPAI, s. hadjempai. 
DJEiSADJENAH, s. badjea. 
DJENAH, s. djanah. 

DJENDJAU, immer umherlungem, Besuche ma- 
chen etc. Djendjau olo til, djaton melai huma, der 
Mensch lungert umher, bleibt nicht zu Haus. — 
Djadjendjau djcndjadjendjau , ziemlich umherlun- 
gem. — Kadjendjadjendjau, fortwahrend umhcr lun- 
gern. — MandjtndjaUy manjendjau, mampadjendjau, 
padjendjau, hadjendjau dengan, Jemanden ans um- 
herlungem bringen , ihn dazu verlciten. — Mandjen- 
djau arepe, umherlungem. — Manjanjendjau , man- 
djandjendjau , mandjendjandjendjau arepe, ziemlich 
umherlungem. — Jaadjadjendjau, hadjeiidjadjendjau, 
oft, lange jemanden zum umher lungern verleiten. 
— Pandjendjau arepe, der sich immer faul umher 
treibt — KadjendjaUy das Umherlungem. 
DJENGADJENGAP, a. djadjengap. 
DJENGOK, (nach paham etc auch kadjengok,) 
das Aussehen, Auskucken, (aus einem Fenster, Boote, 
eine Schlange aus einem Loche.) Lalau kindjap 
djengokm, allzu oft dein Aussehen. — Djengok- 
djengau, djungakdjengok , oft aussehen. Narai talo 
itam, djungakdjengok ikau, was siehst du, dass du 
so oft (zum Fenster, Boote etc) hinaus siehst? — 
Kadjengodjengok, fortwahrend hinaus sehen. — Man- 
djengoky aussehen, hinaussehen; nach jemand sehen 
(durchs Fenster, vom Boote aus;) kommen um zu 
sehen, besehen, einen Besuch machen; ausstrecken, 
(den Hals.) — Bapam haban, kalah ikau mandje- 
ngoke, dein Vater ist krank, geh ihn doch besu- 
chen. — la nihau mandjengq]^ tanae, er ist wegge- 
gangen um sein Feld zu besehen. — la mandjengok 
ujate, er streckt seinen Huls lang aus. — Mandjtm-' 
djengok, mandjengondjengok, ein bischen aussehen, 
hesehen, bcsuchen. — Pandjengok, der immer austiefat, 
besieht; — ein Fenster, Loch zum hinaussehen. — Djtp- 
djengok, djengodjengok, hadjengok, lang, aussteckend, 



lang ausgestreckt, (der Hals;) auskucken. Olo 11 
djadjengok ujate, der Mensch hat einen lanfa 
Hals. — iEwe djadjengok bara huma heta, wer l^n 
sich dort so lang aus dem Hause? — BaradJBmgck 
alle lang, ausstehend. — Hadjadjengok, hadjeDg» 
djengok, ziemlich lang. 

DJENGODJENGOK, s. diadjengor. 

DJENTADJENTA, s. badjenta. 

DJEOPy das an einander gefiigt sein, (s. B. Zeii| 
in der Lange oder Breite aneinander genahet, ge 
spendelt, gehakt, etc.;) das zugekndpft sein. Siil 
djeopc klambira, deine Jacke ist verkehrt sofe 
kndpft, (Knopfe sind in verkehrten LdcherD.) — 
Djadjeop, djeodjeop, hadjeop, zusammengefugt, m 
geknopft; dicht zusammeq. JEAsl mimbul pisangpa 
halau djadjeop, pflanze die Pisang nicht zu dkb 
zusammen. — Kaju ta hambilang upoe hadjeo] 
lawie, die beiden Biiume stehen fern inre Stamme 
die AfVipfel vereinigt. — Tahi awen haklahi, toh ii 
hadjeop tinai, lange lebten sie in Zwist, jetzt siod 
sie wieder vereinigt, (befreundet) — Barddjeop^ §ilk 
zusammengcfiigt^ vereinigt, dicht zusammen. — J&i* 
djeodjeop, fortwahrend zusammen gefiigt, etc — 
Kadjeop, das zusammen gefiigt, nahe, befreundet aein 

— Mandjeop, hadjeop dengan, zusammenftigen, m- 
kndpfen, vercinigen. M\a, ikau mandjeop arqm 
deogae, verbinde (befreunde) dich nicht mit inm 

— Aku djaton kasene olo ta, kalah ikau mandjeof 
aibu dengae, ich kennc den Menschen nicht, fohn 
du mich doch bei ihm ein, (hilf mir seine Bekannt* 
schafi machen.) — M<xndjandjeop, mandjeondjeop 
ein wenig vereinigen. — Hadjadjeop, hadjeodjeop 
oft, lange zusammenfiigen, etc.; ziemlich dicht nt 
sammen, (aber etwas weiter als djadjeop.) — Tara- 
djeop, konnen zusanmiengef&gt etc. werden; inth&B' 
lich zusammen fiigen. — Patuljeop, der oft» gen 
zusammen fiigt, etc. 

DJEPADJEPA, s. djadjepa. 

DJERA, abgeschreckt, sich furchten, (durch Strafe 
Ungliick, etc; djiren und dessen Ableitungen werdei 
oft zur Verstarkung hinter djera geftigt.) Djera aki 
halisang awiku haban bihin, ich fiirchte mich an 
Reise zu gehcn, weil ich das vorige Mai kranl 
MTurde. — Djadjera, djeradjera, etwas abgeschreckt 

— Kadjeradjera, fortwahrend sich fiirchteo. — Dje 
radjiren, sehr abgeschreckt. Djeradjiren aku maiia* 
kau, imukul olo bihin, ich bin ganz vom Stehlei 
abgeschreckt, man hat mich friiher geschlagen. — 
Baradjera, alle ziemlich abgeschreckt. — PangadJ9- 
radjera, alle abgeschreckt. — Mandjera, mampadicra 
padjcra, hadjera dengan, jemanden abschrecken 
(durch Strafe, damit er etwas nicht wieder thoe. 

— Mandjandjera, mandjerandjera, ein wenig ab* 
schrecken. — Hadjadjera, hadjeradjera , oft ab- 
schrecken. — la djaton tarctdjera, alo imukul, puni 
basat, er ist nicht abzuschrecken, (sdieu vor Schelni' 
stiicken zu machen,) auch wenn er geschlagen wird 
er ist einmal ein Schurke. — Kadjera, kmijadjera 
d. abgeschreckt sein, die Scheu. — Hakadj^Oj licl 
einander schlagen um zu sehen wer unterliegt, wci 
also vor dem andern Scheu, Respect haben bums 

— MangadjerOj ngadjcra, i. q. mandjcra; aber nf» 
djera geschieht immer durch Schlagen, wUhrenc 
man jemand mandjera kann audi durch ihm Geld- 
busse etc. aufzuerlegen. Ikau idjii manakau, aki 
handak ngadjera ikau, du hist es welcher gestohlei 
hat, ich wil dir eine Lection (Tracht Schl'age su: 
Abschreckung) geben. — Pandjera, der gem anden 
durch Strafe abschreckt; Abschreckung. Nangbe H 
blau indu pandjerae, lass ihn nur hongeren zu; 



DJE. 



DJI. 



JOT 



Abtchieckung. — PangadjerOj der gern durch Schliige 
abicbicckt. 
DJERiEDJEILEU, s. badjeriih. 
DJERENG, steif, (der Hals, z. B. durch Erkai- 
IvDg.) — Djadjereng ^ djeredjercDg, etwas steif. — 
Ktifir^djtrMg , fortwahrend steif. •*- Baradjereng, 
alle iteif. — Mcandjereng, steif machen, (den Hals, 
Eil;altuDg, eine Schware.) • — Mandjandjereng, man- 
djerendjereng, ein wenig steif machen. — Hadja- 
<^«i^, hadjeredjereng, oft steif machen. — Kor- 
^Vf0, Steif heit. 
DJERODJEROR, s. djadjeror. 
DJEROK, in Salz und spanischen Pfeflfer einge- 
kgts Frucfate. — Uadjtrok, eingelegte Friichte ha- 
bm. — Mandjerok^ Friichte einlegen. — Hadja- 
^tnk, hadjerodjerok, ofjL Friichte einlegen. — Pan- 
ijvok, der oft Friichte einiegt. 
DIESEN, = idja sen, was fiir ein, welcher. 
DJETADJETAI, s. djadjeUi. 
DJETAK, der Ruck, das mit einem Ruck auf-, 
angaofien werden. Paham djetak pisiku, bageto, 
netne Angel ist mit zu starkem Ruck aufgezogen, 
lie iut abgerissen. — Mandjetak, hadjetak dengan , 
mit Racken Ziehen ; aufziehen. la mandjetak leng- 
Ingkn lampai kapaha, er hat meine Hand geruckt 
fail lie wehe thut. — Mandjandjttak , mandjetan- 
djetak, ein wenig rucken. — Hadjadjetak, hadjeta- 
djetak, oft, lange rucken. — Taradjetak, kdnnen. 
Ridgen geruckt, aufgezogen werden. — Pandjetak, 
der oft, alles ruckt, zieht, aufzieht. — Padjetak, 
geruckt, gezogen, aufgezogen; (uiiabsichtlich.) Talin 
piiiogka padjetak awiku lawo, die Schnur meiner 
nMhangd ist geruckt, weil ich gefallen bin. 

DJETiE, (Zusammenzichung von idja la,) er, der, 
das, deijenige; jencr, jenes; dort. Djcta humangku, 
das iit mein Haus. — Ikau blaku ampun, djcta 
faahalap, tapi patut indjara kca, du bittest um Ver- 
gebong, das ist gut, aber du musst auch gestraft 
verden. — Djadjcta, djetadjetii, alle. Bahali ga- 
wiii|;ku djadjeta, uras djaton mandjari, miihsam alle 
BwiBe Arbciten, es wird von alien nichts. — Djetii 
Buka, 10 ist es recht; das ist gut. 

DIETOH, (Zusammenziehung von idja toh,) dieser, 
diet; i. q. djeta, nur dass djctoh von nahcren, 
djeta von entfemteren Gegenstandcn gebraucht 
wild. — Dieselbcn Abicitungen. 

DJEWANG, ausgebrochen, (ein Stiick au:i ctwas.) 
Kasingae uras djewang, aus alien seinen Zahncn 
dod Stiicke gebrochen. — Mandjewang, ausbrechen. 
DJEWODJEWONG, s. badjewong. 
DJEWU, andau djewu, morgcn, (der folgende 
Tag; wird nur dann gebraucht, wo wir auch im 
Bmtachen das Wort morgen gebrauchen; in Erzah- 
hmgen etc.: **am folgendcn Tage, andau tinai.") 
Djewu aku madja ikau, morgen werrle ich dich be- 
tncheo. — Haiak djadJewUy huiak djewudjewu, 
faandjewu haliai, friih am Morgen, (von 5^ — 7 Uhr.) 
— Jaandjewu, des Morgens, (von 7 — 12 Uhr.) — 
Handjewu maUm, gestern morgen. — Handjewu 
djewu, morgen friih. — Idjd kadjewu, idja kadjc- 
vndjewu, einen Morgen lang, (z. B. arbeiten, also 
▼on 7 — 12 Uhr.) — Idja pontong kadjewu, die 
Hilfte von einem Morgen, (von 7 bis gegcn 10.) — 
Beateng handjewu, das Mitten des Morgens, (9 Uhr, 
t. B. kam er.) — Melcd djewu ^ (wortiich: es bleibt 
■Ofgen,) iibermorgen. — Mandjewu, mampadjewu, 
pnljewu, etwas auf den folgenden Tag ausstellen. 
£la mandjewu nguan arutm, palus andau toh, 
ichieb es nicht bis morgen auf dein Boot in Ordnung 
ni hringen, thue es gleich heute. 



DJIDJIH, wird hinter kontep, voll, und die ver- 
schiedenen Ableitungen hinter die entsprechenden 
Ableitungen von kontep sur Verstarkung gesetzt. 

DJIDJIT, das Ziehen; das gezogen werden. — 
Pahalau djTdjitm, zu stark dein Ziehen. — Lalau 
djidjite tali ta, zu stark sein gezogen sein, der 
Strick. — DjadjidjiU, djidjidjidjit, ziehend. — Dji- 
djit^ctdjita^ stark ziehend; mit Gewalt wegnehmend. 
-— Mandjidjitf hadjidjit dengan, Ziehen, (Baum- 
stamnie, etc;) abziehen, (z. B. Rottan von den 
Baumen;) mit Gewalt nehmen. Amon aku djatou 
blaku intu mantir mandiidjit ramongku buli, djaton 
ia maliae, wenn ich den HHuptling nicht bitte, 
dass er meine Giiter mit Gewalt zuriick holt, so 
giebt er sie nicht zuriick. — Mandjandjidjit , man- 
djidjindjidjit, ein wenig Ziehen. — Hadjadjidjit , 
hadjidjidjidjit, oft, lange Ziehen, mit Gewalt nehmen. 

— Hadjidjit y einander Ziehen, einander etwas mit 
Gewalt nehmen. iEwen hadjidjit leoga , sie Ziehen ein- 
ander bei der Hand. — iEwen hadjidjit tali, sie Ziehen 
an den bciden Enden des Strickes. — Hadjadjitan, 
bin und her zichen, umber schleppen, (z. B. jeman- 
den an den Haaren.) — Taradjidjit, gezogen, abge- 
zogen werden kdnnen; irrthiimlich Ziehen. — Pan- 
djidjit, der alles zieht, mit Gewalt nimmt. — Pa- 
djidjit, unabsichtlich ab- weggezogen. Kajah, padjidjit 
talin pisim buah paingku , o wcbe, die Schnur deiner 
Angel ist weggezogen, getroflfen durdi meinen Fuss. 

DJIHADJIHAU, s. badjihau. 

DJIHI, Pfosten, (in Hausem, Briickcn, etc.; und 
zwar dicjenigen, wclche vom Grundi# ab bis oben 
ans Dach des Hauses durchlaufen; die welche nur 
bis untcr das auf Pfahlen stehende Haus, welche 
nur bis unter die Briicke etc. reichen: paka.) — 
Hadjihiy badjihi, Pfosten haben. Humac hadjihi 
hai, scin Haus hat dicke Pfosten. — Mandjihi hu- 
ma, cinen Pfosten in ein Haus sctzen, (z. B. fiir 
einen verfaulten.) — Kaju akan telo kadjihi, Holz 
fiir 3 Stiick Pfosten. 

DJIKAU, s. ikau. 

DJIKJRDJIKiE, 8. djadjikii. 

DJIKDJAK, s. djak. 

DJIKUT, kadjikut, kadjadjikut, Dickicht, das 
dicht stehen, (Grass, Buschwerk, etc.) Awi kadjikut 
talo ita barimet manandjong , weil die Dinge (Grass 
etc.) so dicht stehen, destJialb gelien wir so langsam. 
•— Badjikut, dicht bewachsen. Tanam paham ba- 
djikut, dein Feld ist sehr dicht bewachsen, (mit 
Grass, etc — Badjikut atai, ein finster, rathlos, 
bc'ungstigt Herz haben. — Badjikut pindingku awi 
awen manjapa aku, meine Ohrcn thun mir wehe, 
weil sie mich schelten. — DjadjihUy djikudjikut, 
badjadjikut, badjikudjikut, ziemlich dick bewach- 
sen , etc — Mandjikut , badjikut dengan , dicht um-, 
iiberwachsen , versperren; beangstigen. Pambulam 
mandjikut humam , deine Anpflanzungen umwachsen 
dicht dein Haus. — Sala tawcngm, ikau mandjikut 
djalan, du fullest die Biiumeverkehrt, du vcrsperrst 
den Weg, (worauf die Baume fallen.) — Mandjan- 
djikut^ mandjikundjikut , ziemlich dicht iiberwach- 
sen, etc. — Hadjadjikut, badjikudjikut, oft, immer 
dicht iiberwachsen. — Pangadjikudjikutj alle (Fel- 
der,) iiberall dicht bewachsen. — Pongkadjihut , am 
dichtcston bewachsen. 

DJILEDJILEK, s. badjilek. 

DJIMAT, (Bandjarsch ,) ein Zauberbrief, Zettel 
mit Zauberspriichen beschrieben, der gegcn Gefahrcn 
schiitzen soil. — Hadjimatj einen Zauberbrief haben. 

— Djapa djimat, s. badjea. 
DJIMODJTMOT. s. djadjimot. 

14' 



103 



DJI. 



DJl-^DJO. 



DJIMPUT, sclinell mil jemaiidem befruundet seiii ; 
sehr bcfreundct seiu. Tjiili iLau, sana niita olo 
])alus djimput dcngae , pfui du , sobald du Menschen 
biehst, bist du gut Freund mil ihnen. — Pusakuta, 
brangai olo iikae, djimput, meinc Katze, gleich- 
giiltig bei wein sie ist, ist gleicb gut Freund. — 
Mandjimput, badjimput dengan, an sich locken, sich 
zum Freunde machen, (z. B. durcb Gescbenke.) — 
Mandjimput arcpc dengan olo, sicb an jemaudcn ban- 
gen , jemandem anhiingen. — Afcmdjandjimput, man- 
djimpundjiraput, ein wenig an sicb locken. — Jla^ 
djadjimput, badjimpudjimput, oft, inimer an sicb 
lockcu. — Kadjimput, das gcnauc befreundet sein, 
intime Freundscbaft. 

DJINAK, vcrtraulicb, obne Furcbt, Scbeu. — , 
Djadjinak, djinadjinak, ziemlicb vcrtraulicb. — 
Kadjinadjinak^ immer fortwabrend vcrtraulicb. — 
Bctradjinak, allc vcrtraulicb. — Mandjinak, badjinak 
dengan , jeinandcn vcrtraulicb macben. — Mandjan- 
djinakf mandjinandjinak , etwas vcrtraulicb macben. 
Hadjadjinak, badjinadjinak, oft, immer, lange vcr- 
traulicb macben, zu macben sucben. — Kadjinak, 
kadjadjinak, Vertraulicbkcit. 

DJINAL, m'annlicber Name; (von inal, Pfropf, 
den man aufs Pulver ins Gewehr stampft.) 

DJINDJIT , ein Baum , wird ziemlicb gross ; der 
Bast gelblicb, kleine gelblicbe Blatter, die sauerli- 
cbcn Beerenfriicbtc werden gegesscn. 

DJINGADJLNGAR , s. djadjingar. 

DJINGGA, Ginggang, (das bekannte Zcug.) 

DJINGKANG plandok, s. dingkang. 

DJINGKAR, (Bandjarscb,) i. q. djabungkap. 

DJINGKET, gut, passend, passen, (Kleidung;) 
scblank. la djingket berenge, er ist scblank von 
Leib. — Djadjinyket, djingkedjingket, ziemlicb pas- 
Mcnd j ziendicb scblank. — Baradjingket, allc djing- 
ket. — Kadjingketj das putc Sitzen, die Scblank- 
beit. — Manjingket, mandjingkct, passend macben, 
(Klcider.) 

DJINO, miinnlicher Name. 

DJINTAN, Kiimmel. 

DJIPAH , ein Fallstrick , um wilde Tbierc zu fan- 
gen. Man legt die Scblinge einige Zoll ticf in ein 
Locb, bedeckt das Loch mit Blattern, und verbin- 
det den S trick mit einem krummgebogenen Holze 
in derWeise, 4ass sobald ein Thier in die Scblinge 
tritt, das Holz losscbnellt, die Scblinge dicht zicbt, 
und die Scblinge nebst dem Tbierc in die Hdiie 
bchnellt. '— Mandjipahy badjipab dengan, Thicre 
in einem Djipab fangen. 

DJIPAK, (djaui in dessen Ableitungen werden 
oft zur Verstiirkung hinter djipak und dessen Ab- 
leitungen gefiigt,) das Kaucn. la kuman bari txdii 
djipake, er isst Reiss, lange sein Kauen, (kaut ibn 
lange.) — DjadjipaJcy djipadjipak, kadjipadjipak, 
lange, anbaltend kauen. Narai kinae, djadjipak 
idjange bapus andau, was isst er, eskaut sein Kiiin, 
(d. b. das Kinn bewegt sicb vom Kauen) den ganzen 
Tag. — JBaradjipak , alle kaucn. — Hadjipak, kauen, 
(intransit. , obne folgend Object.) — Mandjipak, ba- 
djipak dengan, etwas kauen. Humong ikau man- 
djipak tambako, patut ingunjum bewai, dumm bist 
du, kaust den Tabak, den muss man nur im Munde 
lialten. — Mandjandjipak , mandiipandjipak, ein 
bischen kauen. — Hadjadjipak^ badjipadjipak, oft, 
lange kauen. 

DJIPEN, Pfandlinge, (eigentlicbe Sclaven, rewar, 
bat man mebr im Inneren Borneos, zu Pulopetak 
nicbt.) Gewobnlicb nennt man die djipen: anak 
olob. Kinder, oder: pai lengae, Hiinde und Fiissc: 



jemaudcn dji|)en nennen ist eine Beleidigung. Man 
wird djipen, wenn man seine Scbulden nicbt bezab- 
leu kann, mogcn es 20 fl. oder 2 — 300 fl. sein; mit 
dem Hausvater wird gewobnlicb die ganze Faaiiiie 
djipen. Der djipen mag von Herrn verandem , sobald 
er jemanden tindet, welcber seine Scbuld dem fruberen 
Herrn bczablen will. — Viele djipen erhalten aui- 
ser der Nabrung nocb ladah, i. e. Vio ^^^ ^^^^^^^ ^''^ 
sie erarbeiten. — la mambesai djipae, djaton pajo, 
er rudert seinen Sclaven umber (um ibn zu verkaii* 
fen,) wird ibn abcr nicbt los. — Hadjiptn, Sclaven 
baben. — Djadjipen, djipedjipen, als ein Sclav, 
arm, elend. Ta tatau tinai djadjipen pakaiae, er 
ist rcicb, und seine Kleidung ist docb armlich. — 
Mahadjipen^ mandjipen, badjipen dengan, jeman- 
den als einen Sclaven, i. e. bart, scblecbt, veracht^ 
licli bcbandeln, viel arbeiten lassen. Toto ia amaku, 
tapi ia mabadjipen aku wai, gewiss, er ist mein 
Obeim , aber er bebandelt micb nur als einen Sclav. 
— Kadjipedjipem mampadjobo arepm kilau olo ta- 
tau, obwobl du ein Sclav bist, betragst du dUcb 
docb so bocbmiitbig als ein reicber Mensch. — JEo- 
djipen, der Sclavenstand. Omba kadjipem kadian 
bagawi , folgend (iibereinkommend mit) deinem ScU* 
venstande arbcitest du faul, (du bist ein Sclav und 
arbeitest auch faul als ein Sclav.) 

DJIPUT, s. djapet. 

DJIRADJIRAT, s. ngadjirat. 

DJIRAP, ein Sarg, welcben man auf, oder auch 
balb in die Erde stellt; sonst ganz als der Sandong. 
S. Sandong. 

DJI REN, m'annlicber Name. — S. aucb djera. 

DJIRET, fest, dicbt, (gebunden, gefasst.) Djirei 
Icngangku injingkape, er bait meine Hiinde fest an 
cinander. — Djiret djandjin awen, ibre Absprache 
ist fest. — Djiret angat petak bong berengku, has 
aku mandoi belo, icb fiinle als ob die Erde (im 
Gninde, Morast gearbeitet babend,) als festgebunden 
auf meinem Koi-per sitzc, woblan, icb will micb 
erst baden. — Djadjiret, djiredjiret, ziemlicb fest; 
(befeblend: sebr fest.) — Kadjiredjiret, immer, fort-' 
wall rend fest. — Baradjiret, alle ziemlicb fest. — 
Pangadjiredjiret, alle fest. — Mandjiret, badjiiet 
dengan, fest, dicht bait en, binden. — Mandjtmdji" 
ret, mandjirendjiret, ziemlicb fest, dicbt halten. -— 
JIadjadjiret , badjiredjiret, oft, lange fest, dicht hal- 
ten, binden. — Kadjiret, kadjadjiret, Festbdt, 
Dichtigkeit. — Pandjiret, der alles fest, dicht zu- 
sammen bindet, biilt. 

DJITDJINTAI, busik djitdjintai, ein Spiel der 
Kinder, darin bcstehend, dass der eine die Haut 
auf der Hand des andem, der 3^^^ wieder die 
des 2^n, etc. etc. fasst, und sie dann ibre Hiinde 
auf und nieder ziehen. 

DJITiE, i. q. djeta. 

DJITOH, i. q. djetob. 

DJOGO, Kaft, (die Aebren etc., wenn der Reiss 
daraus getreten ist.) Buabuab keton mapui djogo, 
bela djakit human ita, verbrennt das KafT vorsicb- 
tig, damit unser Haus nicbt angeziindet werde. — 
Djadjogo, djogodjogo, hadjogo, wiist und ungeord- 
net durcb einander, (das Haar.) — Kadjogodjogo ^ 
fortwabrend unordentlicb durcb einander. — iBo- 
radjogo balaue, das Haar aller hangt wiiste durch 
einander. — Kadjogo, das wiist durdi einander 
bangen. — Mandjogo^ hadjogo dengan, den ausge- 
trelen Reiss vom Kaflfe saubern. — Hadjadjogo^ 
hadjogodjogo , lange Zeit den Reiss vom Kaffe sau- 
bern. — Patidjogo, der das Simbern des Reis8e» 
vcrsteht. 



DJO. 



DJO— DJU. 



10^ 



DJOHADJOHA, s. badjolm. 
DJOHAIDJOHI, grab und lose, (Zeug, Matten.) 
DJOHANGDJAHING, i. q. djohaidjohi. 
DJOHAU, (has. Sang. = djawah ,) schmutzig, un- 
ftuchtig, (im Sprechen.) Djohau iisoie, schmutzlg 
»ein Sprechen. — Mannlicher Name. 

DJOUiEI, (nach paham: kadjohai,) kleine harte 
Siocke, das in kleinen harten Stuckcn sein. Petak 
paham djohaie , pahalau bakahu , karah lembut san> 
suiok, die Erde ist zu hart und brocklich , sic istzu 
viel gebrannt, eswerden Sansurok kommen , (Insect, 
welches die Pflanzen anfrisst.) — Hadjohai, djadjohai , 
djobadjohai, hart und brdcklich, (Erde, nicht genug 
fl^ochter Reiss etc.) — Hadjadjohki, hadjohadjohai, 
eiwas hart und brocklich. — Baradjohai, alle, iiberall 
hart und brocklich. — Kadjohddjohai^ fortwahrend 
hart und brdcklich. — Mandjohaiy auflockern (die 
Erde, z. B. da wo man etwas pflanzen wilL) 
DJOHIT, mannlicher Name. 

DJOHO,kadjoho, Hochmuth, Ucbermuth. Paham 
kadjohoe, djaton maku hakotak dengan ita, gross sein 
Uochniuth , er will mit uns nicht sprechen. — Badjoho, 
bochmuthig, ubermiithig. — Djadjoho, djohodjoho, 
badjadjoho, badjohodjoho, ziemlich hochmiithig, 
ubennuthig. — Kadjohodjoho ^ fortwahrend lioch-, 
ubermiithig. — Barodjoho, alle ziemlich bochmu- 
thig. — Pang adjohodj oho , alle hochmiithig. — Pang- 
kadjoko, am hochmiithigsten. — Mampadjoho, pa- 
djoho, mandjoho, hochmiithig, iibcrmiithig , trotzig 
niachen , (z. B. Reichthum einen Menschcn.) — Mam- 
padjobo arepe, sich hochmiilhig etc. betragen, zeigcn. 

— Mandjandjoho, mandjohondjoho, mampadjoho- 
djobo, ein wenig hochmiithig machen. — Hadjd- 
d)oho, 'badjohodjoho, hapadjohodjoho , oft, immer 
hochmiithig machen. 

DJOHO, Briihe, (von Flcisch odcr Fisch, Baum- 
bbitem, Pfeffer, etc., welchc zum Reiss gegcsscn 
vird;) Saft. Djohon tusu, Milch. Djohon mata, 
Thraoen. — Hadjoho, Briihe, Saft, Milch haben. 
Tasae hindai hadjoho , ibre Briistc haben noch keine 
Mdch. — Hadjoho matangku buah kaju, meine 
Aiigen thranen, haben gegcn Holz gestossen. — 
MatdjokOy solcbe Briihe kochenj etwas zu solcher 
Brahe kochen. la mandjoho manok andau tob , er 
kocht heute Hiihnerbriihe. — Hadjadjoho, badjo- 
hodjoho, immer solche Briihe kochen. — Pandjoho, 
der immer Briihe kocht. 

DJOUONG, mannlicher Name. 

DJOHOR, Seeri&uber; (auch: lanon, badjau; djo- 
bor ist das gebrauchlichste Wort, komt sicher von 
deal Yolksstamme Djohor bei Singapore, welchcr 
fniher vielleicbt vorzugsweise an Borncos Kiisten 
Serranb trieb.) — Djadjohor, djohodjohor, als ein 
Bauber, i. e. rob, wiist, verdacbtig. — Mandjohor, 
Soeraob treiben ; als Seerauber anderc anfuUen. — Ha- 
^adjohor, hadjohodjohor, oft bcrauben, aufallen. — 
P^uidjohor, der immer beraubt, Seeraub treibt. ■ — 
Aoak oh) mandoi kculjohor, die Kinder baden, spie- 
lea Seerauber, i. e. sie schwimmen hinter einanUer 
her, fatsen und tauchen sich, etc. 

DJOHUT, i. q. djidjit; dieselben Ableitungen. 

DJOWAKDJAWIK, kadjowakkadjawik, immer 
braramen, schelteu. Olo bawi ta djowakdjawik 
nongkanf; andau, die Frau brummtden ganzcn Tag. 

OJOWOI, nicht dicht, los, locker. lii manipu 
manakar ujah, ampie gantang kontep, tapi diowoi 
bei^, er betriigt beim Messen des Salzes, esschcint 
das das Maass voU ist, aber es liegt nur locker 
dario. — Djctdjowoi, djowmljowoi, ziemlich locker. 

— Kadjofcodjotvoi , immer locker. — Baradjowot , 



alle, iiberall locker. — Mandjowoi, hadjowoi de* 
ngan, auflockern, locker in etwas thun. Manjuang 
bantal mandjowoie, ein Kussen lose, locker stopfen. 

— Mandjandjowoi, mandjowondjowoi , ein wenig 
auflockern. — Hadjadjowoi, hadjowodjowoi , oft, 
lange auflockern. — Kadjowoi, Lockerheit. — Pan^ 
djowoi, der alles lockert. 

DJOWONG, gehauft voll; voU, aufgesetzt, auf- 
gebliihet, beengt. Djowong baliai gantange inakare 
akangku, mit schr vollgehauftem Maasse misst er mir 
es zu. — Djowong angat knaingku , beengt das Ge- 
fiihl meines Bauches. — Z|;ac(;ot&on^ , djowo^owong , 
ziemlich gehauft voll, ziemlich beengt. — Kadjowo- 
djowong^ immer voll gehauft. — Baradjowong^ alle 
ziemlich voll gehauft, etc. — Pangadjowodjowong , 
alle gehauft voll. — Pangkadjowong , am meisten 
aufgehauft. — Mandjowong, marapadjowong, padjo- 
wong, hadjowong dengan, aufhaufen, gehauft voll 
thun; aufsetzen, beengen. — Mcmdjandjowong , man- 
djowondjowong , ein biscben mandjowong. — Ha- 
djadjowong , hadjowodjowong , oft, lange mandjo- 
wong. — Kadjowong , das aufgehauft voll sein; das 
aufgesetzt, beengt sein. — Pandjowong^ der alles 
gehauft voll thut; (Speise) die immer beengt, auf- 
blikhet. 

DJOWUT, mannlicher Name. 

DJUAH, ein kleiner mehr im Inneren Bomeos 
lebendcr Fisch, Gestalt fast als die des Saluang. 

DJLADJUAN, s. djudju. 

DJUAL , das verkauft sein ; der Preis. (Djadja 
und desscn AbleituDgen wird oft zur Verstarkung 
hinter djual und dcssen entsprechende Ableitungen 
gcfiigt.) Bahali djuale salara, hai regae, miihsam 
ihr verkauft werden, die Seide, hoch ist ihr Preis. 

— Pira djuale arut ta, wie hoch ist der Preis des 
Bootes? — DjucUdjala, oft verkauft sein; aus cin- 
ander verkauft werden. JEwen idja kabali ta lepah 
djualdjala, die ganze Familie ist verkauft, der eine 
hierhin , der andere dort bin. — Mandjual, badjual, 
badjual dengan, etwas verkaufen. — Mandjandjual, 
mandjuandjual, ein wenig verkaufen. — Hadja- 
djual, badjuadjual, oft, lange verkaufen. — Tara- 
djualy vcrkaufbar; irrthiimlich verkaufen. — Pan- 
djual, der gem, alles verkauft. 

DJUAT, i. q. djehang. 

DJUDJOR, ein Bohr, eine Pfrieme; ein einge- 
bohrtcs Loch; das bcbohrt, eingcbohrt sein. — ffa- 
djudjok, ein Bohr, eine Pfrieme haben , gebrauchen. 

— Badjudjok, bebohrt sein. — Mandjudjok, bohren; 
bebohren. — Mandjandjudjok, mandjudjondjudjok, 
etwas anbohren, einbohren. — Hadjadjudjok , lia- 
djudjodjudjok , oft, lange bohren. — Taradjudjok^ 
bcbonrt konnen, mogen werden; irrthumlich bohren, 
liebohren. — Sanaman akan telo kadjudjok, Eisen 
fiir 3 Stiick Bohrer, Pfriemen. — Pandjujok, der 
gern bobrt, alles anbohrt.. 

DJUDJONG, (has. Sang.) i. q. sumping. 

DJUDJOR, (nach eincr Zahl: kadjudjor,) ein lan- 
ges rundes Stuck, Stange, Barren, (Metall.) Aton 
djudjor bulau ain Kapitan behat djahawen kati, 
der Kapitain (der Chiucsen) hat einen Goldbarren 
welcher 6 kati (7 J tf) wiegt. — Badjudjor, hadju- 
djor, in Stangen, Barren sein; bei Stangen, Stiicken 
(verkaufen, z* B. den Taback.) — Badjudjodjudjor, 
vielc, in vielen Stangen, Barren. — Mandjudjor, 
badjudjor dengan, in Stiingen, Barren machen. 

DJUDJU, (nach paham: kadjudju,) das geschoben. 
gestossen sein; das crhoht sein, Zuthat, /ugabe; das 
Antreiben, Zwang, Leidcnschaft , Zorn , Ucl>ereilur^;. 
Balang pahalau djudjue, zu wcit das geschobcu sein 



110 DJU. DJU. 

des Baumstammes. — Awi djudjun amaku aku seine Sclavinn, darauf »traiigullrte er sie. — Tc 

omba balisang, wegen des starken Andringens mei- radjudjut, strangulirt werden konnen. 

lies Oheims gehe ich mil auf Reise. — Hai djudjun DJUDO, Schlcksal, VorherbesUmmung. Amo 

utangku awie, gross das erhdhet sein meiner Schuid djudoku impatai olo, kilen gawie, wenn et das mi 

durch ihn. — Pabam kadjudjue awen manduan aku, bestimmte Scbicksal ist ermordet zu werden, wi 

beftig antreibend, (aucb: mil Gewalt mit grossem ist dabei £u tbuni 

Eifer, Zorn) holten sie micb. — Ikau masuman DJUEDJUET, s. badjuet. 

sarita la ara djudjum, du ertabl&t die Geschicbte, DJUIDJUING, s. djadjuing. 

viel deine Zuthat, (erzablst viel dabei was nicht DJUKATAN, (bas. Sang.) i. q. badjukatan. 

wabr ist.) — Padjudju, unabsicbtlicb gescboben, ge- DJUKjEDJUKjE , s. djadjuka. 

stossen. Arut padiudju awiku lom[>at, das Boot ist DJUKING, (mit einer Zablr kadjuking,) do 

zuriick gestossen dadurch dass icb beraus sUeg. — ausstebende Ecke, (z. B. Land in den Fluss, Wal 

JBadjudju, djadjudiu, djudjudjudju, djadjuan, djua- in ein Feld; Land in See, Landspitze: budjoDg.) — 

djuan, durcbsetzend, zwlngend, trdberiscb, sturraiscbj ffadjuking, ausstebende Ecken baben. -— Haif/u 

uniiberlegt, voreilig. la badjudju, djaton maku king, djadjuking, djukidjuking, nandjuking, ant 

mendab, er bat es eilig, will nicbt warten. — Ba- stehen. — Hadjadjuking , badjukidjuking, mandjan 

djudju baliai ia mawi aku, sebr stiirmiscb griff er djuking, mandjukindjuking, ein wenig ausstehen-j^ 

micb an. — iEla gawim badjudju, mangarangka Baradjuldng, iiberall ausstehen. 

belo, lass dein Than nicbt unuberlegt (voreilig) sein, DJUKONG, djadjukong, ein aus etnem Bmiib- 

iiberlege erst. — Barcutjudju, pangadjudjudjudju , stamme gemacbtes Boot, vom und binten spits m- 

alle durcbsetzend , etc — Badjadjudju, badjudju- laufend; (vorn und binten platt, sturopf: radar 

djudju, ein wenig durcbsetzend, etc. — Kadjudju- Boot Ton Planken: arut.) — Hadjukong, badjadjtt- 

djudju, kadjuadjuan, immer, fortwabrend durcb- kong, eiuen Djukong baben, gebraucben. Ia aku 

setzend, etc. •— Hadjudju, auf einander scbieben, Bandjar barut atawa badjukong, ist er in eincn 

(Schuid, Arbeit.) Buhen keton badjudju bagoet? Djukong oder in einer Arut nacb Bandjarmasin?— 

amon keton djaton tau bakabuah aweawe idja bagoet, Kaboi akan apat ktidjukong , Kaboibolz fiir 4 Stnd 

kalab saroa sasinda, warum scbiebt ibr es der eine Djukong. — Ita mambesai idja kadjukong, wif ra 

auf den andem wer hingeben soil? wenn ibr nicbt dem zusammen in einem Djukong. 

iiberein kommen konnt wer geben soil, so geht DJUKOT, kadjukot, das krumm, gekrummt, ge 

docb nur zusammen. —> 2ran((^'u€(/tf , aussteben, vor- buckt sein; (Menscben, Tbiere.) Bakas ia, pdbm 

ausgescboben; zunebmen, sicb vermebren. Genep djukote, er ist alt, stark sein gekrununt sein. — 

njelo kaju handjudju kabaie, jedes Jabr nebmen tiadjukot, djadjukot, djukodjukot, mandjukol 

die Baume an Dicke zu. — Utangm bandjudiu, krumm, gebiickt, (geben.) — Hadjadjukot, badja 

atawa magon kabaie bibin, baben deine Scbulden kodjukot, etwas krumm, gebiickt. Hadjadjbkot li 

sicb yermebrt, oder sind sie nocb immer so gross kute awie lawo, etwas gekriimmt ist sein Rudbei 

als friiber ? — lik handjudju kabaie bara paharie, er ist dadurch dass er gef alien ist. — Kadjukodfukot, fori 

dicker als sein Bruder. — Papan tob handjudju bara wabrend krumm, gebiickt. — Baradjukot, all 

kulae, dies Brett stebt Tor den andern aus. — Mandju- krumm , gebiickt. 

<(/a, badjudju dengan, zunebmen; zunebmen macben, DJULiEI, (nacb pabam: kadjulai,) Schmuta (in 

zufiigen; voraus stossen, voraus stehen machen: Wasser,) Hefen, (in Getrsinken.) Ina danum t 

antreiben, (zur Arbeit.) — Mandjudjuarepe, mampacj^u- belo, mangat balabo djulaie, stell das Wasser en 

dju arepe, in Eifer , Zorn, uniiberlegt (etwas tbun.) Ia hin, dass sein Schmutz sicb setze. — Hcutjuldt^d^ 

mandjudju arepe manduan ramongku, stiirmiscb (in djulai, djuliidjulai, triibe, schmutzig, toU Hefen.— 

Hast, mit Gewalt,) nabm er meine Sacben weg. — Kadj'ulSdjuldi , fortwabrend triibe. — BantdjuUU 

Mandjandjudju , mandjudjundjudju, etwas binzufii- alle triibe. 

gen, etc. — Hadjadjudju, badjudjudjudju, oft zufii- DJULIDJULING, s. djadjuling. 

gen, etc. — Mandjadjuan, badjadjuan, zwingen, DJULIT, dasbefasst, mit den Fingern bestriche 

(durcb Wort oder That.) Amon ia djaton maku sein; das Bestreichen. A wan djulit olo hongenjak 

omba, badjadjuan ia, wenn er nicbt folgen will, awe mandjulite, es sind Spuren des Bestricbenaein 

zwingt ibn! — Kadjuan, kadjadjuan, Zwang, das von Menscben am Fette, wer bat daran gestrfchen 

Zwingen; aucb: djaton kadjuangku madja ikau, ara — Mandjulit, badjudit dengan, mit den Fingen 

gawi, icb babe durcbaus keine Zeit (kdnnte selbst iiber, durcb etwas strcichcn, etwas mit den Fingern ab* 

nicbt gezwungen werden) dicb zu besucben, ich babe auslecken. — Mandjandjulit , mandjulindjulit, ein we 

viel Arbeit. — Taradjudju, kdnnen, mdgcn erbdhet, nig bestreichen. — .£ra€/;a«(;ti/i/, badjulidjulit, oft, lang 

binzugetban, etc. werden. — Tarahadjadjuan, kdn- bestreichen, etc. — Hadjulit, einander mit de 

nen, mdgen gezwungen werden. — Kandjudju, ka- Fingern beticken, bestreichen. — Laku ketok, bra 

handjudju, das lunger sein, vorausstehen. Arutm ngai idja ^kadjulit, icb Mtte um Kalk (zum Sirifa 

idja dep'a kandjudjue bara aingku, dein Boot ist kauen,) nur so viel als icb einmal rait dem Fin^ 

ein Klafter langer als das meine. — Pandjudju, der streichend nebmen kann, = nur einen Finger toL 

immer erhohet, (Scbulden,) immer antreibt, etc. — Padjulit, zufallig mit den Fingern in etwi 

DJUDJUT, einc grosse Fischangel. — ' Mqndjudjut, fassen. Tjib, tundjukku padjulit tain manok,pfui 

hadjudjut dengan, rait einer Djudjut iischen; (ge- ich habe in Hiihnerkoth gcfasst. — Pandjulit^ dc 

scbiebt gewobnlich ohne Angelrutbe; in eincm klei- immer, allcs beleckt, bestreicht, antickt. 

nen Boote den Fluss abtreibcnd zieht man die an DJULOU, was lang und spitz ausstebt, Eckc 

einen Faden gebundene Djudjut auf und nieder.) — (Wald in ein Feld, Land in See; also abnlidi a] 

Pandjudjut, der oft mit einer Djudjut fischt. djuking; dieselben Ableitungen wie bei djuking.) 

DJUDJUT, das strangulirt sein. — Mandjudjut , DJULOK, das angereicht, hergcreicht, gebradi 

badjudjut dengan, stranguliren, mit einem Stricke sein. Sala djuloke rear ta, aku manjobo ikau ms 

den Hals zuzieben. Solake ia mamandong djipae, nengae akan apangku, indjulokm akan amaku, vet 

L'mbab tii ia mandjudjute, zuerst nothziichUgte er kebrt sein itberbracht sein, das Geld; icb benul 



DJU. 



DJU. 



Ill 



tngte dkh es meiDem Vater lu iibergebeii, du bast 

es mdoeiii Oheim gebracht. — Djadjulok, djuiodju* 

lok,nsgestreGkt. Djadjulok lengaehandak manenga 

tiloakam, mil ausgestreck tern Arme (sein Arm ist aus- 

f;e(tnekt,er) will er dir etwas geben. — Kadjulodjulok , 

fortwahrend ausgestreckt. — JBaradjulok, alle (Arrae) 

amgeitreckt ; alle zureichen, bringen. — Djulokdju' 

pty die Arme oft ausstrecken, die Arme scblenkern. 

Mh djulokdjupit ikau mawi klambingku, (seize 

nidit immer die Hande in Bewegung gegen meiu 

Kleid, =) pfliick, zieb nicbt immer an meinem 

Kleide. -— Djulokdjaloka, viele die Hande aus- 

ftadend; viele etwas bringen, reichen. Djulok- 

djikka anak olo blaku bua intu aku , eine lileDge 

Kinder Corderten mit ausgestreckten Uanden Friichte 

von tnir. — Mandjulok, hadjulok dengan, aus- 

stndLen, berreichen, iibergebcn, bringen. Djolok 

len^m, gieb mir deine Hand. Mwe kkam man- 

djiudLe, wem hast da es iibergeben? — Hadjulok 

Mi^, einander die Hand geben; aucb: gleicb be- 

nUen. Aku maraili lundju ta hadjulok len^, ich 

kibe die Lanze gegen bare Bezahlung gekauft. ^ — 

Mandjandjulok, mandjulondjulok , ein wenig berrci- 

dmi, etc. — Hadjadjulokf hadjulodjulok, oft, lange 

lieneidien. — Taradjulok^ kdnnen ausgestreckt etc. 

werden; irrthnmlich geben, iibergeben. — Pandju- 

lok, der immer aiisstreckt, anreicht, etc. 

DJGLODJULON, s. djadjulon. 

DJULONG, miinnlicher Name. 

mULONGDJULONG, ein kleines SchifF, fast als 

ein logenanntes Kreuzboot. 

DJUMALAH, (Bandjarsch ,) clie ganze Summe; 
aOe saiammen. 
DJOMBAN, (bas. Sang. = randjong,) ein Korb. 
mUMBANGdiamba, djumpaiig oder djupang dja- 
pab, uberall nmner geben, bin und her geben , (z. B. 
etwas sacfaend.) — Kadjwnbcaig djamba , kadjumpang 
djanah, anhaltend , fortwahrend iiberali umbiergeheu. 
DJUUBANG djambeng, s. djadjambeog. 
DJUMBEN, das gebraucblichere humong, duram; 
alle Abldtungen dieselben; (ausgenommen mampa- 
fanBODg =s mandjumben.) 

DJUMIT, das Bewegen (des Mundcs;) das Scbnap- 
pen (der Fiscbe.) Kilen, hakotak iii? aton djumit 
totoke, tapi djaton aughe; spriclit er? es ist die Be we- 
guog idnes Mundes, aber nicbt seine Stimmc. — Lauk 
en oeti? aton djumite, was ist das dort fiir ein 
Fistk? er scbnappt, (kommt zu Zeiten an die Ober- 
ische des Wassers.) ^ Hadjumti, djadjumit, dju- 
aid|jamit, mandjumit, sicb bewegen, (der Mund;) 
•clinappen. — Kadjumtdjumit, sich anhaltend bewe- 
gen, etc. — Baradjumitj alle sicb bewegen; iiberali 
Kkaappen. — Djwnitdjamita, stark und lange Zeit 
M bewegen. — Mandjumit, hadjumit dengan, ver- 
Uatscben, weiter sagen. Buabuah augbm amon ka- 
kom ii, ia purah mandjumit, nimm dich mit del- 
■en Worten in acht wenn er dabei ist, er bringt 
9an etwas iiber. — Hadjadjvmtt, badjumidjumit, 
oft ttberbrini^en , ausklatschen. — Pandjumt, der 
unmer den Mund bewegt, der gern klaiscbt, an- 
bringt. 

DJUMPONG, (bas. Sang. = pulau kaju,) ein 
Bosch, Gcbdlz. — Mangkalcwu djumpong handi- 
woog, in einem Gehdlze von l^andiwongbaumen 
vnhnen. 

DIUMPUL, ein Seelisch, so lang und noch dicker 
•b dn Arm; sebr lecker, selten und tbeuer. — 
K«e akaka sondau djadjumptU (djumpudjumpul) 
inda bolotm, ujah brangai! wober sollte ich immer 
Djympul (immer etwas Leckeres) zu deiner Zukost 



(zum Reiss) nehmen, Salz thut es aucfa, (ist ge- 
nug.) 

DJUMPUT, i. q. sumput. — Katip djumpat,dne 
Feuerzange. 

DJUNDJANG, nicbt ebenmassig; hervorstehen; 
breiter an einer Sdte; nicht rechi gegeniiber, (z. B. 
die Ecken eioer Matte, oder auch 2 Dinge, Fen- 
iter etc. dnander nicht recht gegeniiber.) — Dja- 
djundjang, djundjadjundjang, nicbt ganz ebenmii»- 
sig, etwas hervorstehen, etc. — Baradjundjang ^ alle 
djadjungang. — Pangadjundjadjundjang , alle djun- 
djang. — ifandjundjang, manjundjang, hadjundjang 
dengan, machen dass etwas djundjang wird. — itfoii- 
djandjundjang , mandjundjandjundjang , manjanjun- 
djang,ein wenig djundjang machen. — Hadjadjun^ 
djang, hadjundjadjundjang, oft, lange djundjang 
machen. — Kadjundjangy die Unebenmassigkeit, etc. 

DJUNDJUN, (has. Sang. = hundjun,) auf. Djun- 
djun karapurure, auf seinem Kopfe. 

DJUNGADJUNGAH, s. djadjungah. 

DJUNGAN, mannlicber Name; (von badjungan, 
eine Art Hottan.) 

DJUNGANGDJANGOK, den Kopf nach alien Sei- 
ten drehen, (vornamlich von Schlangen gesagt;) 
berumsebend, faul, nichts thun. 

DJUNGAN GDJENGOK, s. djengok. 

DJUNGGANGDJANGGOK, dn wenig bin und her 
geben, (wenn man nicht weit geben kann, z. B. 
im Arrest, auf dem SchiiTe, ein Schwein im Sialic.) 
Badjang djunggangdjanggok buah djarat, der Hirsch 
liiuft bin und her, sitzt fest in der Schllnge. 

DJUNGGADJUNGGAT, s. badjunggat. 

DJUNGKADJUNGKANG, s. badjungkang. 

DJUNGKANGDJANKING, s. badjungkang. 

DJUNGKONG, i. q. djukot, welches aber nur 
von Menschen und Thieren gebraucht wird; djung- 
kong aber wird auch von Holz, Bret tern etc ge- 
braucht, wenn sie krumm, gebogen, oder an einei' 
Seite oder in der Mitie dicker als auf den andem 
Stellen sind. Die Ableitungen sind dieselben als 
bei djukot; es kommt von djungkong noch ausserdem 
vor; djungkongdjangkonga y uberall schief, iiberali 
dickere Stellen haben. 

DJUNGKOR, miinnlicher Name. 

DJUNGUL, der Kamm auf dem Kopfe der Hiih- 
ner und andercr Vogel. — Bahalap djunggule dja- 
gaum, lumbah, schon sein Kamm, dein Hahn, er 
ist breit. — Naughe reare lepah akan mantir, asal 
bahandang djiuigguie, sein Geld mag alle darauf 
geben fiir die Hauptlinge, wenn sein Kamm nur 
roth ist, (i. e. wenn er seine Sache nur gewinnt.) — 
Hadjungul, einen Kamm haben. — Mandjungul, 
ein wenig Blut aus dem Kamme eines Huhns neh- 
men; rait solchem Biute jemand manjaki, i. e. 
bestreicben, um ihn von Schuld, Ungliick zu rei- 
nigen; (gescbteht durch arme Leute, welche nicht 
jedesmal ein Huhn fiirs manjaki scldachten kdn- 
nen.) — Pandjungguly der oft auf die Wdse ma- 
njaki. (S. saki.) 

DJUNGUN, verwirrt, erstarrt, iiberrascbt, sprach- 
los, (von Erstaunen, Schreck, etc. ;) nicht wissen 
was zu sagen. Djungun ia mahining blangae inakau 
olo, er erstarrte als er hdrie, dass sdne Blanga (hei- 
liger Topf) gestohlen set. — Gila djungun, etwas 
unklug, toll, (vorall nennt man die Unklugen so, 
welche nicht sprechen wollen.) — Djadjungun, dju- 
ngudjungun, etwas verwirrt, etc. — Kadjungudjungun, 
fortwahrend verwirrt. — Baradjungun , alle verwirrt. 
— Mandjungun, hadjunguu dengan, mampadjungun, 
padjungini, verwirren, erstarren machen, sprachlos 



112 



DJU. 



DJL— DOH. 



werden lassen. — Mandjungun arepc, schweigeu, 
iiicht antworten. — Mandjandjungun^ mandjungun- 
djungun, ein wcnig verwirren, etc. — Hadjadjungun , 
hadjungadjungun, oft, imraer verwirren, etc. — Aia- 
tijungun, Verwiming, Verlegenheit , Erstaunen, etc. 

— Pandjungun, der alle verwint, etc.; p. arepe, 
der immer schweigt. 

DJUNGUS, (das hollandische jongen,) Hausbe* 
diente. Aku djari telo njelo indu djungus Kasdin, ich 
bin 3 Jahre Uausbedienter beim Residenten gewesen. 

DJUNJO, i. q. djaka, aber nur in der Bedeu- 
tung, in Noth, Bedrangniss etc. sein, dieselbcn 
Ableitungen. 

DJUNODJUNO, s. djadjuno. 

DJUNOI, mannlicher Name. 

DJUNTADJUNTAl , s. djadjuntai. 

DJUNTEDJUNTEK, s. hadjuntek. 

DJUNTODJUNTO , s. badjunto. 

DJUPANGDJAPAH, s. djumbangdjamba. 

DJURADJURAH, s. badjurah. 

DJURADJURAU, s. djadjurau. 

DJURANG, spat kommender Reiss, (sowobi ganze 
Reisspflanzen, welche abgebrochen etc. waren, als 
auch einzelne Aehren , welcbe noch spater an den 
Pflanzen auswachsen.) — Tanangku ara djurange 
njelo toh, mein Feld hat vielen spat kommeuden 
Reiss dies Jahr. — Hadjurang , wiedcr ausschiessen, 
aufwachsen. Batang paraiku nihau awi blawau, tapi 
hadjurang tinai, mein Reissgewachs ist durch die 
Ratten abgefressen, aber es schiagt wieder aus. — 
Mandjurang, Nachlese halten, den Djurang einernd* 
ten. — Afandjandjurang , mandjurandjurang, ein 
wenig Nachlese halten. — Hadjadjurang , hadjura- 
djurang, oft, lange Nachlese halten. — Pandjurang, 
der sorgfaltig Nachlese halt. 

DJURANGDJURI, s. djuri. 

DJURAT, Stockichtkeit, (der Fruchte;) das mit 
kleinen knimmen, durch einander laufenden Strichen 
bemalt, bedruckt sein, (Teller, Zeug.) Kudjang 
aril djurate, kilau uhat angate, der Kudjang, (eine 
riibenartige Frucht,) gross seine Stockichtkeit, wie 
kleine Wurzeln schmeckt er sich. — Hadjurat, 
djadjurat, djuradjurat, stockicht; mit Strichen be- 
malt, bedruckt. — Hadjadjurat, hadjuradjurat, et- 
was stockicht. — Baradjurat, alle stockicht, mit 
Strichen bemalt. 

DJURI, tandjuri, das ausgegossen sein; (nur we- 
nig.) — Djurangdjun , immer etwas ausspriitzend , 
iiberiliessendj bin und her schwanken, (Wasscr in 
einem Fasse.) — Mangkok pahalau kontep, djurang- 
djuri imbitm manandjong, die Tasse ist zu voll, es 
li^uft bestandig etwas iiber, da du sie gehst bringen. 

— Djurangdjuri angat dahangku tarawen awi badjai, 
bin und her wogend das Gefiihl meines Blutes,ich 
erschrack wegen des Krokodills. — ManandjuH, 
mandjuri, nandjuri, hatandjuri dengan, ein bischen 
ausgiessen , verschiitten. Kalah nandjuri undus akae, 
giess ein wenig Oehl fiir ihn aus. — Hadjadjurij ha- 
djuridjuri, hatandjuridjuri , oft ein wenig ausgiessen. 

— Panandjuri, der immer etwas ausgiesset; — un- 
absichtlich ein wenig verschuttet. — Panandjuri dn.- 
num hong mangkok, tantarang paim, es ist etwas 
Wasser aus der Tasse verschuttet, gestossen durch 
deinen Fuss. — Padjandjurt\ (has. Sang. = blua ,) 
auskommen, auslaufen. 

DJURIK, kadjurik, hart und steif, (von Trocken- 
heit, Zeug, getrocknetes Fleisch, etc.) Pundang 
pahalau tahi akaie, kadjurik, das getrocknete Fleisch 
ist zu lange getrocknet; es ist steif. — Keang dju- 
rik, steiftrockcn, (Kleidcr.) 



DJURODJURO, 8. badjuro. 

DJURONG, ein Packhaus, (fiir Rottan, Reiss, etci 

— Hadjurong, ein Packhaus haben. — Badjurcm^ 
etwa ein Packhaus voll. — Uai at badjurodjur^m^ 
er hat viele Packhauser voll Rottan. — Mandjwnmm 
etwas in ein Packhaus thtin. — la pandjuramg vim 
mental regae hai, er ist jemand welcher dea Rotta^ 
in ein Packhaus zu thun pflegt, und wartet bis m 
hoch im Preise stcht. 

DJURU, der mit einer Sache zu thun, sie mi 
leiten etc. hat. Aku djuru barapi , ich bin dc 
Koch , (babe es mit dem Kochen zu thun.) — -> I>|ii« 
rutulis, ein Schreiber. Djurimudi, ein Steuemuuui 
Djuru basa, Dollmetscher. Djurumalim, Fuhrer. 

DJUT, medjut, haledjut, zuckend, ziehend, tle- 
chend, (z. B. durch eine Schlange gebissen.) Djnt 
lauk monotok pisi, der Fisch bdsst an die Anifri 
dasseszuckt. — Djutdjut, mamedjut, medjomedjot, 
bamedjomedjut, wiederholt zucken, etc. — Biarm^ 
medjut f barakamedjut, iiberall zuckend, stechend. -^ 
Medjut, mannlicher Name. 

DJUTEDJUTENG, s. hadjuteng. 

DJUTIDJUTING, s. djadiuting. 

DJUTODJUTONG, s. hadjulong. 

DJUWIH, badjuwih, gern tadeln, tadelsiiditig; 
oiTenherzig; geschwatzig, nicht schweigen konnen. 
la djuwih mawi olo, alo kasalae i$ut bew&i, er ta- 
delt Menschen gem, wenn ihr Fehler auch nur ge- 
ring ist. — iEla masuman talo akae, ia djuwi to- 
toke, sag ihm nichts, er hat einen geschwatzigen 
Mund. — Djadjuun'hy djuwidjuwih, ziemlich tadel- 
siichtig, etc. — Kadjuwidjuwih, fortwahrend dju- 
wih. — Baradjuwih, alle djadjuwih. — Pan^aJ^ 
widjuwihy alle djuwi — Pangkadjuwih , am meiilen 
djuwih. — Kadjuwik, Tadelsucht, Geschwatugkeil, 
OiFenherzigkeit. 

DJUWIR, badjuwir, i. q. djuwih; dieselben Ab- 
leitungen. 

DOA, blaku doa, basinta badoa, beten, (zs 
den Gotzen.) 

DOHA, eine Lanze, welche unter der eigenili- 
chen Lanzenspitze noch einen langen eisemeii 
Stiehl hat. — Hadoha, eine Doha haben, ge- 
brauchen. — Dadoha, dohadoha, als eine Doba, 
(von Gestalt.) 

DOHO, ein im Innem Borneos wachsendor Baam^ 
das schwarzrothe Holz sehr fest und fein , als Maha- 
goniholz. — Pandan doho. Ait grosser, braunrotba 
Fledermaus. 

DOHOI , ein Landstrich in Rungan , westlich Ton 
Kahaian. 

DOHONG , ein zweischneidiges Hackmesser. -— In 
der basa Sangiang: alle Sorten von Messern, Sabd^ 
etc — Hadohong, ein dohong haben. — Badohmtff, 
dohodohong, als ein Dohong. 

DOHOP, pandohop, Uiilfe, das Hclfen. Paham do- 
hop awen dengangku, gross ist ihre Hiilfe, mir eneigt 

— Hadohop, dadohop, dohodohop, einander helfend 
gemeinschaftlich. Aiiwen mamili blanga hadohop^ 
sie kaufen die Blanga (heiligen Topf ) gemeinscbatlo 
lich. — Kadohodohop, immer einander helfend, ge- 
meinschaftlich. — ifandohop, hadohop dengan, hel- 
fen. — Mandandohop, mandohondohop , manando- 
hop, nandohop, ein wenig helfen. — Hadadokop, 
hadohodohop, oft, lange helfen. — Taradohop, fg^ 
holfen werden konnen. — Pandohop, hulfreich; — 
Hiilfe, womit geholfen wird. — Rear toh pandohop 
amaku, hapaku manahorutangku, dies Geld ist eine 
Hiilfslcistung meines Oheims, damit ich es gebrau- 
che meine Schulden zu bezalilen. 



DOK— DUD. 



DUD— DLL. 



113 



DOKOH, mannUcher Name; (von maudokoli , s. 
d. Wort) 

DOSA, (Bandjarsch ,) Siinde, Sclinid. (S. audi dusa.) 

DUAK, mannlicher Name; (vod tuak,' Art Arak.) 

DUAN, das gcnommcn, aufgcnommen werden, 

(z. B. ein kleines Kind;) erhalten , (in der Erndte, 

beim Fisclifang, etc.) Duan lialiai ia njelo toh, er 

erndtet tuchlig dieses Jabr. — Daduan, doaduan, 

siemiich erhalten. — Kaduan, kadaduan, das £r- 

hahoe, die Emdte. Kilen kadnae keton malauk, 

vie ist sein Fang gewesen als ihr fischtet? — Pang- 

aiiiaduan, alle erhalten. — Pangktzdttan, der am 

meistcii erhielt. -— Kaduaduan, immer erhalten, 

giiU Eradte haben. — Manduan^ haduan dengan, 

neiimeDf holen, wegnehmen, aufnehmcn, helfen, au- 

ndunen, ausl£«en. JEwe djari manduan pisauku, 

war bat mein Hackmesscr wcggcnammen ? — Karah 

akn maoduae bara Bandjar, ich will ihn ron Ban- 

djanusin holen. — la manduan aku indu anake, 

or nimmt mich an als sein Kind. — la manempo, 

ojdo harian aku handak manduan ia, er ist Pfand- 

liog, im nachsten Jahre will ich ihn auslOscn. — 

la manduan atai tagal aughku, oder: ia manduan 

aQghku akan isin at^e, er fiihlt sich beleidigt dnrch 

ndne Worte, nimmt tie ubeL — Haduan y haka- 

dmn, etnander auf-, annehmen, helfen; von ein- 

ander etwas ubel nehmen. — Mandanduan, man- 

dnanduan, ein wenig nehmen, etc. — Hadaduan, 

hadiadoan, oft, lange nehmen, etc. — Taraduan, 

gaxnnmen etc. werden konnen; irrthiimlich nehmen. 

— Pandman, der immer erfaalt, erndtet; der immer 

nimnit, holt, etc.; — was man geliolt, genommen 

etc hat Toh panduangku , djeta aim , dies ist was 

kkgeholt habe, jcnes ist das Dcinige. 

DUiE, zwei. — Dadud, duiidua, kadaduii, alle 
zwei, alle beide. — Limbah kadud, nach 2 Tagen. 
— * Handud, roahandua, handua tingkat, 2 Mai. — 
Haodui minggo, 2 Wochcn. — Mahandud genep 
aodau ia madja, 2 Mai jeden Tag besucht er uns. — 
Idjl dua, der 2^, das 2^^. — Mandud, hararua, ha- 
dadoa, sama mandua, bei zweien, je 2. — Hara- 
nif etwa die Halfte, zur Hal ft e. — Bagt'dud, bagi 
Inral, die Halfte; zur Halfte; in 2 Halftcn. Tising 
lujn ta bagi (oder sila) faarua, spleiss das Holz in 
2Ualften, (mitten durch). — Duawalas, 12. — Dua- 
pnlo, duarikor, 20. 

BUjEI, nennen sich 2 Manner welche 2 Schwes- 
teni, oder die Frauen, welche 2 Briider geheiratliet 
haben. — Iladudi, in solcher Verwandtschaft mit 
cioamder stehen. 
DUAWALAS, », dua. 
BUDA, mannlicher Name. 
BUBOH, i. q. atoh; diesclben Ableitungen. 
IHJBOK, mandudok, irgendwo seinen A\'ohnplatz 
Kbmeo. Limbah Balanda dudok lewun it a, sanang 
aet bara bihin, seit die Hollander sich in unserm 
I^ade oiedergelassen haben, ist es doch nihiger, 
(friedlicher,) als friiher. Ia mandudok Kahaian, er 
hit scinen Wohnplatz in Kahaian genommen. — 
Taradudok, wo man sich nicderlassen , wohncn kann. 
"^ Pandudok, der sich gern irgendwo uiedcrlasst. 
Olo Sina pandudok lewun olo, die Chineseu lassen 
Mch gem in fremden Dorfern niedcr. — Padadukarij 
Fundament, (einesHauses, etc.;) der Anfang. Amon 
femlRit kulat bantilong, djeta padadukan njelo, 
Venn der knlat bantilong (ein essl>arer Schwamm) 
benrortprosst y das ist der Begin n des Jahrs. (£r kommt 
aoch so ziemlich urns wirkliche Neujabr.) 

DDDOL, mit Oehl steif gekochtes, und dann in 
Blatter gewickeltes und geratichertcs Mus von Friich- 



ten, bcsondcrs von den Durian. — Hadudol, Dudol 
haben. — Mandudol, Dudol machen. — Pandudolf 
der oft Dudol macht. — Dadudol, dudodudol, im- 
mer Dudol (essen.) 

DUDONG,(bas. Mantangai, = tulas,) hart, grau- 
sam; wird gewdhnlich hinter tulas gefiigt; dieselben 
Ableitungen als tulas. 

DUDUS, mannlicher und weiblichcr Name; (von 
badudus, einen Konig einsetzcn.) 

DUGAL, gunal, kunal, harte ausstebcnde Narbe; 
Schwiele. Magon hai dugal himaugc bihin, noch 
immer grosss die harte, ausstehende Narbe seiner 
friihern \Vunde. — Dugal hapus lokapku awiku paham 
tcmpa, meine ganze Hand ist voll Schwielcn, weil 
ich schr viol Reit^s stampfte. — Hadugal^ eine hartc, 
ausstehende Narbe, eine Schwiele haben. — Dadu- 
gal, dugadugal, hadadugal, hadugadugal, narbig, 
schwiclig. — Baradugalf alle, oder 1 iiberall Dugal 
haben. 

DUGAU, miinnlicher Name. 

DUGOL, mannlicher Name. — Ihtgodugol, s. da- 
dugol. 

DUHI, i. q. dahiang; dieselben Ableitungen. 

DUHI, ein Dorn, (an Bitumen, PAanzen.) Djaton 
unak duhi gawi ta, takan omba aku bewai, die 
Arbeit hat keine Unak (Art Dorngewlichs) und Dor- 
nen, (i. e, ist nicht miibsam, gcfahrlich,) wohlan, 
folge mir nur. — JIaduhi, baduhi, Dornen ha- 
ben, dornig. — Daduhi, duhiduhi. als ein Dorn. 

— Hadadukij haduhiduhi, einige Dornen haben, 
mit einigen Dornen bewachsen. — Manduht, Dor- 
nen irgendwo hinlegen. M\sl ikau manduhi djalan, 
wirf keine Dornen auf den Weg. — Mananduh\ 
manduhinduhi, einige Dornen wohin Icgen, werfen. 

— Iladaduhij haduhiduhi , oft voll Dornen werfen. 
DUIDUIT, 8. daduit. 

DUIT, ein Duit, (120 gehn auf den Gulden;) 
auch iiberhaupt : Geld. Kara kotake djaton regae sa- 
duit, alle seine Worte sind keinen Duit werth. — 
Haduit^ baduit, baraduit. Geld haben, reich sein. 

DUJAM, weiblichcr Name. 

DUJAN, mannlicher Name. 

DUKADUKANG, s. dadukang. 

DUKANG DEKO, s. deko. 

DUKANG DUIT, s. daduit. 

DUKAiDUKyE, s. daduka. 

DUKON, ein grosser irdener Topf, wird gewohii- 
lich zum Wasserschftpfen gebraucht. 

DUKON, (Bandjarsch, = tabit ,) inlandischer 
Doctor, Zauberer. 

DUKOPDAKAPA, s. dadukop. 

DULADULAl, s. dadulai. 

DULAll, mannlicher Name. 

DULANG , Trog , (woraus die Schweine fressen.) — 
Femcr i. q. apar. — Ferner: eine runde, in iXcr 
Mitte etwas ausgetiefte, S4?hr glatte liolzcrne Schei- 
be, wird gebraucht um Gold aus dcm Sandc der 
Fliisse xu waschen. — Mandulang, Gold aus dcm 
Sandc waschen; langsam vorauskommen. — Das 
Goldwaschen geschieht so, dass man eine Quantitat 
Gold haltendcn Sand auf das Dulang nimmt, und 
dassclbe dann ira Wasser so schiittelt und schwingt , 
dass der Sand fortgespiihlt wird, und der Goldsta^b 
in der Vertiefung mitten im Dulang zuriick bleibt — 
Paham dalies damim, mandulang ita marabeski, 
stark der Strom des Wassers, langsam vorauskom- 
mend rudcm wir, (als oh wir einen Dulang, Trog, 
mderten.) — Manandulang , mandulandulang, et- 
was, kurze Zeit Gold suchen. — Hadadulang, ha- 
duladutang, oft Gold suchen. — Taradulanq, Gold 

15 



114 



Dll DUX, 



DLN— DUR. 



^e^%ascheii werdcn kdiinen, (z. B. wenn Jas Wasser 
iin Flusse nicht zu hoch ist.) — Pandulang, tier oft 
(void suclit. 

DULA?f GDULAil , s. dadulai. 

DULAT, badulat, Wiedervergeltung, Talion, (durch 
die Gotter.) Dulatku (oder badulat aku) manakau hi- 
hin toll ramongku nihau, zur Wiedervergeltung, dass 
it'll friiher gestohlen habe, gehen jetzt xneine Giiter 
vorloren. 

DULiEDULiEI, s. dadulai. 

DULING, mannlicher Name, (yon suling, Fldte.) 

DULOKDULiEI, s. dadulai. 

DULUDULUM, s. dadulum. 

DUM, medum, i. q. dam. 

DUMA, mannlicher Name. 

DUMAH, kommen; baar bezahlen. la pahalisang, 
dumak lius haliai, er ist stets auf Reisen, wenn er 
kommt geht er gleich wieder. — Ikau mamili , utangm 
dumah, du hast gekauft, hast du es auf Schuld 
genommen oder gleich baar bczahlt? • — Puru du- 
mah tinai, die Pocken kommen wieder. — Aku 
manjarita bahalap wai, dumah ia mamapa aku, ich 
erzahlte ganz ruhig, kam er (i. e. plotzlich fing er 
an) und schalt mich. — Tatoe bihin bagarar, du- 
mah anak iisoe magon bagarar, ihr Yorfahr hatte 
einen Ehrentitcl erhalten, undsohaljen seine Nach- 
kommen noch den Ehrentitel. — Dadumah, duma- 
dumah, ab und an, zuweilen. Kapuhangku djaton 
haradjur, dadumah bewai, mein Schmerz ist nicht 
anhaltend, nur ab und an. — Dumadamaha, in 
Menge und von alien Seiten kommen , (Feinde , Nach- 
richten, Geld, etc.) — Jlfam;>a(fumaA, padumah,jemand 
(Hler etwas kommen lassen, Ursach sein dass es kommt, 
verursachen, (Krankheit, etc.) — Panumah, das 
Kommen, die Ankimft. Bara kwe panumahe, woher 
kommt er? — Kadumah, wird nur antwortend ge- 
braucht. Dumah bapam? Narai kadumahc! 1st 
dein Vatergekommen ? Was sein Kommen! (i. e. Nein.) 

DUMADUMAM, s. dadumam. 

DUMAS, (Bas. Sang. = toto,) das gehorige Maass 
haben. (Reissmaasse etc., nicht zu klein sein. 

DUMDAM, 8. dam. 

DUMPADUMPAK, s. dadumpak. 

DUND.\NG, ein langer, spitzer Bambu, an einem 
dicken zuriickgcbogencn Uolze also befestigt, und 
von vorn durch einen Strick .ilso gespannt, dass 
Mibald ein Thier auf den Strick tritt der Dundang 
losschnellt, und das Thier durchbohrt. — Hadun- 
dang , Dundang irgendwo sein. — Mandundang ba- 
woi, auf Schweine Jagd durch Dundang machen. — 
Pandundang, der oft Dundang fiir Thiere stellt. 

DUNGADUNGA, s. dadunga. 

DUNGIL, kadungil, Widerspenstigkeit Djari iJi 
mahining augh kahaum, awi kadungile ia djaton 
dumah, er liat die Worte deines Rufens gchort, aus 
Widerspenstigkeit kommt er nicht. — Badungil, 
widerspenstig, nicht hoien wollen. — Badungil ba- 
si«lok, sehr widerspenstig. — Dadungil, dungidun- 
gil, badadungil, badungidungil, etwas widerspenstig, 
nicht recht hdren wollen. — Kadungidungd , fort- 
wiihrend widerspenstig. — Baradungil, alle etwas 
widerspenstig. — Pangadungidungil , alle widerspen- 
stij,'. — Mandungil^ nicht hdren wollen, thun als 
olf man etwas nicht hOre. Ingahauku , mandungil 
iii , ich rufe ihn, er stellt sich als ob er es nicht hdre. 
— Mandandungil, mandungindungil, ein wenig 
mandungil. — Hadadungtl, badungidungil, oft, 
anhaltend mandungil. — Pandungily der sich immer 
taub hall. — Pangkadungtl ^ am widerspenstigsten , 
am wenigsten hoieJid. 



DUNGK ADUNGKANG , s. dadungkang. 

DUNGKANGDEKOR, i. q. dungkangdeko , s. deko. 

DUP, medup, i. q. dap. 

DUPA, eine Art wohiriechendci Harz, wird al» 
Weilirauch verbrannt. 

DUPAU, weiblicher Name. 

DUPDAP, s. dap. 

DURAH, mannlicher Name. — Duradurah, t. ba-* 
durah. 

DURAK, (nach paham: kadurak,) das au%elo- 
ckert, umgewiihlt sein, (mil einem spitzen Stocke, 
z. B. einen Platz, wo man einen Pfosien fetien 
will, oder rundum einen sehr fest in der Erde ti- 
tzenden Pfosten, welchen man ausziehen will.) Ta^- 
pas durake djihi toh, bahali indjawut, zu wenig 
sein aufgelockert sein, dieser Pfosten, er wird mdli- 
sam heraus gezogen werden. — Badurak, padnrak, 
aufgewiihlt; gross und tief, (Fussstapfen.) Petak ba- 
durak awi hadangan, die Erde ist aufgewiihlt durch 
die Biiffel. — Badurak awan pain hadangan, groaa 
und tief sind die Fussstapfen der Buffel. — Bada^ 
durak, baduradurak, ein wenig umgewiihlt, zicmlich 
gross und tief. — Mandurak, badurak dengan, auf- 
lockern, umwuhlen, vertreten. — Mandandurak^ 
mandurandurak, ein wenig auflockern, etc — Ma~ 
dadurak, baduradurak, oft auflockern, etc -— Aa- 
durak^ der immer auflockert, umwiihlt, vertritt. 

DURAS, i. q. das gebrauchlichere dams. 

DURING, das Aussprossen; das AusgesproMle, 
(z. B. Reiss, in den ersten Blattern, ehe tich ein 
Stengel gebildet hat.) Bahalap during parai, schdn 
der jungc Reiss. — Enjoh toh djari dua njelo du- 
ringe, hindai kea habasong, diese Kokospalme achon 
2 Jahre ihr Aussprossen, und sie hat noch keinen 
Stamm angesetzt. — Haduringy aussprossen, in den 
ersten Blattern stehen. 

DUROU, das abgeworfen sein; das Abgeworfene, 
Abgefcdlene. Gau duroh bua, such das Abgefallene 
der Friichte, = abgefallene Friichte. — Djari duroh 
sapau, ist geschehen das abgeworfen sein det Da- 
chcs? (i. e. der alten Deckblatter desselben, wenn 
man es neu decken will.) — Duroh sawahy wenn 
es beginnt hell zu werden, (wortlich: wenn die Helle 
herabfallt.) — Bangang duroh, sehr ungezogen, (be- 
sonders: unziichtig und diebisch.) — Badurok, ab- 
fallen, (Friichte.) Andau djari baduroh, die Wolken 
sind herabgefallen, = es regnet. — iEwen idja kabali 
ta matai baduroh, die ganze Familie ist autgeator- 
ben; (sind alle gestorben.) — Baduroh utange teine 
Schuld ist vermindert, abgelasseu. — Baduroh regae, 
der Preis fallt. — Durohdaroka, in Menge abfallen; 
ganz aussterbcn, sehr vermindert. — Manduroh, ha- 
duroh dengan, abwerfcn, vermindem, abla88en;ans- 
sterben machen. — Mandanduroh, manduronduroh, 
ein wenig abwerfeu, etc. — Iladadurohy hadurodu- 
roh, oft abwerfen, etc. — Taraduroh, abgeworfen, 
abgeiassen, etc. werden kdnnen. — Kaduroh, das 
Aussterben. Paham kaduroh ungkup ta, dat Ge- 
schlecht (der Stamm,) stirbt ganz aus. — PandMrok^ 
der immer abwirft, etc; — ein Zaubermittel, (ein 
Stiick liolz,) welches man in die Hauser deijenigen 
legt, welchc man aussterben machen will. 

DURON, (bas. Sang. = manalih,) zu jemand gehen. 
— Weiblicher Name. 

DURUT, Troddcln, Fransen. — Bulau durul, 
Goldtroddeln. — Mandurut bulau. Gold zu Fransen, 
Troddcln machen. — Mandurut kawat, aus Eiaen 
Drath Ziehen. — Mandurut ulii, gesplissenen Rottan, 
welcher zu Flechtwerk gebraucht werden solL, dorch 
ein kleines, srharfes Loch in einrr Koko$nuss.«chalc 



DUT— ELA. 



ELE— EX. 



115 



xiefaen, auf dass jedes Stiick gleich dick und breit 
werde. 

DURUDURUT, s. dadurut. 

DUS, medus, i. q. dup. 

DUSA, Geldbusse. = Badusa, bebiisst sein. Ik 
badosa sapulu awi mantir, er ist durch den Uaupt- 
ling um 10 (sciL kiping, = 20 fl.) gestraft. — 
Afanduaa, hadusa dengan, um Geld strafen. — Man^ 
dandusa, mandusandusa, ein wenig um Geld strafen. 

— Hadadnsa^ hadusadusa, oft um Geld strafen. — 
Taradusciy konnen , mdgen um Geld gestraft werdcn. 

— Pandusfi, der oft um Geld straft. 

DUSON, ein Landstrich nordostlich von Pulo- 
peUk. 

DUTA, mannlicher Name. 
DUTDET, 8. det. 



E. 



E, als Suffix am Ende der Worter, ist entweder 
personl. Pronomen der ^^ Person, ia, er, sie, es, oder 
<ias Pron. possessivum ajue, sein, ihr. Aku djari 
nttDgahaue, ich habe ihn gerufen. — Humae, sein 
Haus. 

EDAEDAK, i. q. aoaut; dieselben Ableitungen. 

EDAN, idan, dan, (nacb einer Zahl: kcdan oder 

kaedan,) Ast, (vom Stamme ausgehend ; die von den 

Aesten wieder ausgehenden Zweige: pating.) Ara cdan 

raatai, buabuah ikau mandai, viele Aestc sind trocken, 

iei fonichtig beim Aufsteigen. — Kaju ta mamua 

•dm dua kedan bewai, der Baum tragt nur auf 1 

Oder 2 Aesten Friichte. — Medan , midan , hedan , 

kafdan, Aeste haben. — Medan, mannlicher Name. 

EDANG, L q. dandangan. — Mannlicher Name. 

EKANG, i. q. tekang. 

ELAI, das Ausruhen, Bleiben; das beiivohnt sein. 
Kaditn ikau, bagawi kindjap elaic, du bist faul, 
arbdtest oft sein ausruhen. — Humangku hindai 
eUie, helo bakahu, mein Haus noch nicht sein be- 
volmt sein, zuvor brannte es ab, ==: es brannte ab 
cbe es bewohnt war. — Djaton elaelai, unauf horlich, 
Bicht bleiben, nicht still bleiben. la marajap djaton 
eladaie, er thut ohne aufhoren Boses. — Lengue 
djatcm elaelai, seine Hande konnen nie ruhen, er 
bewegt tie unauf horlich. — Melai, wohnen, bleiben; 
ianl idn, nichts thun; ausruhen. la melai hong 
Bindjar, er vohnt in Bandjarmasin. — Paham ka- 
tahie melai hong human awen, sehr lange bleibt 
(fenreilt) er in ihrem Uause. — Ikau melai huma, 
^ ODiba, du blcibst zu Hause, gehst nicht mit. — 
U melai wai nongkang andau, er faullenzt nur den 
fpnuen Tag. — I^ bagawi handjulo, melai tinai, er 
tfbeitet ein wenig und hort dann wieder auf, (ruhet 
vieder.) — la hindai baban'a, melai bewai, sie hat 
noch keinen Mann, ist noch unverheirathet. — Ta- 
oangkii melai bewai njelo toh, mein Feld l\leibt 
<iies Jahr unbearbeitet liegen. — Melai keton , ihr 
Mdbt, (ist der dajacksche Abschiedsgruss, ihr Adieu.) 
— Bldai djewu, (es bleibt morgcn, i. e.:) iibermor- 
Vtn. — Melai katelo, (es bleiben 3 Tage,) nach 3 
Tagen, am 4"» Tage. — Bamtlamelai^ anhaltend, 
lange Zeit ausruhen, etc. — Baramelai, pani;amela- 
mehi, alle bleiben, verweilen, etc. — Tarelai, ta- 
ndai, bewohnt werden kdnnen. — Kamelai, das 
Ausruhen, FauUenzen, etc. — MampeJai, hapclai 
dengan, machen dass jemand bleibt; zuriicklassen. 



in Bewahning gcben* zuriick lialten. Aku djaton 
tau bull, awen mampelai aku, ich kann nicht zu* 
riick kehren, sie halten mich zuriick. — Mampt" 
laimpelai, ein wenig, oder kurze Zeit zuriicklassen, 
etc. — Ilapapelai, hapelapelai, oft zuriicklassen, etc. 

— TarapeUu, zuriick gelassen etc. werden konnen , 
mogen ; irrtliiimlich zuriick lassen, etc. — Pampelat\ 
der immer etwas ziiriick lasst, etc. 

ELES, peles, kameles, Vermiithung, Ansicht, Ai-g- 
wohn, Verdacht. Elesku ia djari batolak, meine 
Vermuthung ist, dass er srhon abgercist sei. — Pe- 
lesku ia idja manakau, mein Verdacht ist, er ist e.s 
welcher gestohlen hat. — Meles^ holes dengan, ver- 
muthen, der Meinung sein, beargwohnen, im Ver- 
dacht haben. — Mameles, melenieles, ein wenig ver- 
muthen, etc. — Haeleeles, immer vermuthen, etc. 

— Barameles, alle vermuthen, etc. — Pameles, arg- 
wohnisch, etc. 

ELET, das gefiillt sein; die Fiillung, Naraiakan 
elct bantalm, kapas, was hast du zur Fiillung deines 
Kopfkiissens, Baumwolle? — Melet, helct dengan, 
anfiillen, voll stopfen. Ikau melet knaim bewai 
djaton omba bagawi, du fiillst deinen Lcib nur, 
hilfst nicht mit arbeiten. — Mamelet, mrlemelet, 
ein wenig fiillen, stopfen, (locker, nicht dicht, Kiis- 
sen, Matrazen.) — JJaeleelet, oft, lange stopfen, 
fiillen. 

ELO, eine Elle; (Maass.) 

EMBAK, ein Baum, wachst in Borneos Innern; 
die Frucht sehr lecker. 

EMBAN, (bas. Sang. = arut,) Boot. 

EMBANG, (bas. Kahaian,) i. q. haup. 

EMO, s. karohai. 

EMPAS, los, frei; aufgehort; erlassen, bezahlt. 
Aku empas toh tinai, utangku lepah, ich bin jetzt 
wieder frei, meine Schulden sind alle. — Aku em- 
pas bara prentah tii, ich bin los von dem Befehle, 
(eximirt, oder er gcht mich iiberhaupt nicht an.) — 
Mempas, hempas dengan, erlassen, bezahlen^ frei 
lassen; zu Ende bringen. Kiilah mempas utangku, 
erlass mir docli meine Schuld, (ganz, oder auch : 
lass doch einen Theil davon ab.) Aku handak 
mempas getem tanangku helo, ich will erst das 
Aberndten meines Feldes zu Ende bringen. — Tem- 
poe djari mempas ia, sein Herr hat ihn frei gege- 
ben. — Mamempas, mempamempas, ein wenig erlas- 
sen, etc. — Haempaempas, oft erlassen, etc. — Ta- 
rampas , taraempas, erlassen werden konnen. — 
Kaempas, kempas, das los-, frei sein; das Ablassen, 
etc. — Djari empas utangm? Narai kempase! Ist 
deine Schuld bezahlt? Was ihr bezahlt sein! (i. e. 
nein.) — PamempaSy paempas, der gern abliisst, etc. 
Ia pamempas arepe bara kara prentah, er entzicht 
sich immer alien Befehlen. 

EMPO, Schwiegervater, Schwiegermutter. — Empo 
lambong, die Geschwister der Schwiegeriiltern. — 
F^mpo bangkasan oder bakasan sagt man, wcnn man 
die cmpo als Respectspersonen hervorhelien will. — 
Djaton patut ikau malawan empo bangkasam, es ge- 
ziemt sich nicht, dass du dich deinen Schwiegerel- 
tern widersetzest ! — Aku mempo Pabuno, ich habe 
Pabuno zum Schwiegervater. — iEwen hempo, sie 
mit ihren Schwiegereltern. 

EMPOI, die tatuirten Striche auf den Armen ; 
(sind es nicht blosse Striche, sondern Figuren; lu- 
tang.) 

EN, was? was fiir? Olo en tii, olo Kahaian, was 
fiir ein Mensch ist das, ist's ein Kahaiancr? En ta, 
was ist das? En hindai inggaum, was suchst du 
noch? Ausli en tal djaton bn«;iina, was sind this 

15* 



UG 



Ei\A— END. 



END— ENG. 



fiir Worte! sic tauten uichU. — Enen, cLwas; das 
einoder anderc; vr»s auch. Amon tapas talo euen, 
gau intu akii, wenn irgend etwas feblt , such cs bei 
mir. — Hong Bandjar enen kahandakm, uras aton, 
in Bandjarma&in was auch dein Wille fiei, alles iftt 
da (zu kaufcn.) — Djaton enen, djaton mamen, das 
hat nichts zu bcdeuten, das macbt nichts. Djaton 
enen perkara ta, die Sache hat nichts zu sagen, ist 
unbedeutend, kann nicht missgliicken, ist nicht 
miihsam. — Banen, aran en, was es auch ftir einen 
Namen habe, alles, und so wciler. Ita mambesai, 
tatap dengan amak ranen, basa ita l>ara malem, 
wir rudem aus, mitnehmend die Schlafmatten und 
M> weiter, well wir iiber ISacht ausbleiben. 

ENAU, i. q. das gebriiuchllcherc nah. 

EN AT, (has. Sang. = paudang,) Trockenhcit, 
Diirre. Wird im gcwdhnlichen Dajacksch zur Ver- 
btarkung hinter pandang gefiigt. Pandang enat, lang 
anhaltendc Diirre, trockene Zeit. 

ENDAS, weiblicher Name. — Endaendas, roth 
oder gelb werden, sich far ben, (reifende Friichte.) 
— Bua ta kaendaendcu, preamasak toto, die Friichte 
hind fortwahrend ctwas gefarbt, wann wollen sie 
recht reif werden? — BaraendaSj alle sich farben. 

ENDAU, i. q. das gebr'auchlichere ndau. 

ENDiEU, das erwartet, abgewartet werden; Frist 
Kilen katahi djandjin cndiihe, wic lange ist die 
Absprache, dass gewartet werden muss? — Aku 
hlaku endiih katelo, ta aku manahor, ich bitte um 
3 Tage Frist, dann werde ich bezahlcn. — Endd" 
enddhf kaendaendiih, lange Zeit, anhaltend (warten.) 
Djaton guna endiiend'ah mcndah ia, es hilft nichts 
so lange auf ihn zu warten. — MendSh, haendah 
oder hendah dengan, auf jemand warten, Frist 
gehen. — Hendah, auf einandcr warten. — Hahen- 
ddk, hendahend'ah, ein wenig (auch: aniialtend) auf 
einander warten. — Mamenddh, mendamendali, ein 
wenig auf jemand warten. — > Haenddenddh, oft, 
lange auf jemand warten. — Baramenddh, alle 
warten. -— TlaraentiaA, abgewartet, ausgestellt werden 
konnen. — Pamenddh^ paendah, pendah, der gerne 
wartet, Frist giebt; das Warten, die Frist. Kilen 
katahi pendahku ikau, amon aku helo sampai, wic 
lange mein Warten auf dich, (soil ich auf dich 
warten,) wenn ich zuerst ankomme? 

ENDENG, das Stehen, (und zwar dies Substantiv 
nur in der Bedeutung: faul da stehen, nichts thun.) 
Bagawi kindjap endengm, djaton miar, arbeitend 
stehst du oft faul da, es geht nicht voraus mit der 
Arbeit. — Afendeng, stehen, aufstchen, fest stehen, 
faul stehen; aufgerichtetsein; steil. JE^e idjUmcn- 
dcng darah huma, wer ist es, wclcher dicht bei 
dem Hause steht? — Has, mendeng, soho ia mon- 
dok hikau, stch auf, lass ihn auf deinem Platze 
sitzen. — Alo kilekilen olo mawi ia, ia mendeng 
wiii. wie sehr man ihn auch angreife, er halt tapfer 
Stand. -— Buabuah, mikUh dapit kara kulae men- 
deng mantakan ikau, gci vorsichtig, es moditen 
spiiter alle seine Verwandte aufstehen, (kommcn,) 
und dich angreifen. — Ikau mendeng nongkang 
andau, du stehst faul da den ganzen Tag. — Kilen 
humam, djari mendeng, ist dein Haus schon auf- 
gerichtet? — Amou aku rusak mendeng tandon 
kara musohku, soUte ich Ungliick haben, wiirde 
aufstehen das Krahen aller mciner Feindc, (wiirden 
sie alle zu krahen anfangen , sich freuen.) — Aku 
hindai manempo, butang mendeng bcwai, ich bin 
uoch kein Sclav, bin nur stehend schuldig, (i. c. 
wohne, arbeite, esse noch fiir mich, muss nbor zu 
Zeiten fiir meinen Ucirn unenlgeldlich arbeiten, und 



dabei statt der gewohnlichen 100 — I50o/o nur ctwa 
30 — 40o/o bezahlen; nur nahere Verwandte, oder 
die welche nur geringe Schuld habeu, l&sst man 
butang mendeng.) — Bukit toh paham mendeng, 
dieser Berg ist sehr steil. — Mamendeng^ mende- 
mendeng, ein wenig stehen, etc; ziemlich stetL — 
Baramendeng, alle ziemlich steil. — Pangamemd9-' 
mendengy alle steil. . — Pangkanundeng, am steiltten. 

— Paham kamendeng tiwing sungai beta, grosa die 
Steilheit des Ufers des Flusses dort. — BamuiuU- 
mendeng, lange stehend, faullenzend. — Tar€nd$tn- 
deng, so dass man aufsteht. Badjai nantarang arutkn 
tarendeendeng aku, ein Krokodill stiess gegen meiii 
Boot so heftig dass ich aufstand, (aufgestossen wurde.) 

— Lalchan karidun keton, tarendendeng aku bara 
huma, ei welch einen Larm wacht ihr, er hatmich 
aus dem Hause gebracht, (ich bin hinaus getreten.) — 
Pendeng, das Stehen, d. aufgerichtct sein. Huma ta 
bahalap pendcnge, das Haus gut sein aufgcrichtet 
sein, (nicht schief. etc.) — Gantong apat djari pen- 
dengku bara ia, hoher 4 Zoll mein aufgerichtetes 
Stehen als das seine, (i. c. ich bin 4 Zoll langer 
als er.) — Mampendeng, hapendeng dengan, auf- 
richteu, aufstellen; einsetzen, (Hauptlinge ;) helfen, 
unterstiitzen. -^ Singa djari impeudeng raandjadi 
mantir, Singa istzum Hduptling eingesetzt, (H&upi- 
ling geworden.) — Amon aku djaton mampendeng, 
bihin ikau rusak, h'atte ich dich nicht unterstulst, 
schon lange warst du verloren. — MampendtrnpeM" 
deng, ein wenig aufrichten, etc. - — Hapapendeng, 
hapendependeng, oft, lange aufrichtcn. — Tarap^m' 
deng, auifgerichtet etc werden konnen. — Poa^^em^ 
deng, der oft aufnchtet, etc. 

END JONG, Fruchte, welche in der Geisterwelt 
wachsen und gegessen werden; — also das dajack- 
sche Ambrosia. 

ENDO, ein Vogel, etwa so gross als dne Taabe, 
Kopf und Fiisse auch so als die der Taube, Farbe 
greis mit roth gemengt , hat langen Schwanz. — Ting- 
nang bahingm, endo bulum, deine Stimme wie die 
des Nashomvogels, dein GcGeder das des Endo, 
(i. e. du sprichst als ein reicher Herr, hist aber nur 
ein armer Kerl.) 

ENDUS, (has. Sang. =pali,) unerlaubt, yerUyten. 

ENEN, 8. en. — Miknnlicher Name. 

ENER, mener, enet, menet, bis zu seinem Ziele, 
hochstens. Encr kahain pasang toh, karah surut 
tinai, die Hohe der Fluth ist jctzt an ihrem Ziele, 
es wird wieder ebben. — Ener kahain enjoh tumon 
ta, das ist die grosste Hohe, welche eine Kokospalme 
errcichen kann. — - Mamener^ menemener, fast bis 
zu seinem Ziele. — Bamtnemtner, kacncener, inuner 
in derselben Grdsse bleiben. Bamenemener eojohku 
tuutang magon korik wai, meine Kokospalmen blei- 
ben stcts in derselben Grosse und sind doch nor 
noch klein. — Eneener, eneenei, zuriick bleiben, fin 
Grdsse, im Wachsen.) Eneener anakm, djaton maku 
hai, dein Kind bleibt etwas klein, will nicht groM 
werden. — Kaener, das Zuriickbleiben. 

ENET, i. q. ener. 

ENGGOENGGUT, i. q. djadjekut, dieseUien 
Ableitungen. 

ENGKAK, das ausgezogcn sein, (Kleider;) das aua 
einander gebrochen sein , (Boot.) Sala engkake klam- 
him , barabit, verkehrt sein ausgezogen werden, dein 
Klcid, es zerrcisst. — Bengkak, los, aus einander, 
(was zusammengefiigt, zusammengebunden war;) frei, 
freigelassen. Peteng kaju bengkak, das Btindel Unix 
ist los. — Klambim bengkak kantjnge, der Knopf 
von deincm Kleide ist ah, (weg.) — Aku bengkak 



EM. 



ENJ— ENT. 



ir 



ham gawi ta, ich bin von der Arbeit entlassen. — 
Mmigkakf hengkak dengan, los machen; Idsen; aiis- 
JBiefaen, (Kieider;) aus einander brechen, (Bote.) 
Mengkak ami, ein Boot, wenn es zu leek ist, aus 
euaander brechen, die einzelnen Bretter an den 
Seiten etwas abhobeJn, und »ie dann wieder zu- 
Munmen setzen. — Meogkak borok anit, das Band 
eines Bootes losen , (vromit es irgendwo festgebunden 
ist.) — McanengkaJCf mengkamengkak, ein weuig lo8- 
machen, etc — Uaengkaengkak, oft, lange losma- 
chen, etc. — Taraengkak, losgemacht warden kon- 
nen; irrtbumlich losmachen. — Pengkak, pamengkak, 
paengkak, der gem alles losmacbt, etc. 

E^JA» kenja, tangkenja, das angesprochen wer- 
ilen, (kleine Kinder, entweder freunalich, liebko- 
seod, oder aucb sie stcif ansebend, Grimassen ma- 
chend, etc., also sie plagend, erscbreckend.) Amon 
eDJaCy moiah awau ta tatawa, wenn sein angespro- 
cben sein, leicbt der Saugliog lacbt. — Awi panam 
tankenja olo awau manangis, durcb zu viel geplagt 
•etn Ton JMenscben, weint der Saugling. — Menja, 
benja dengan, bakenja dengan, mangkenja, manang- 
kcDJa, hatan^enja dengan, ansprecben, scberzen, 
l^agen, (kleine Kinder.) — Mamenja, menjameuja, 
manangkenjangkenja, ein wenig ansprecben, etc. — 
Maenjaenja, hatangkenjakenja, bakenjakenja , oft, 
lange ansprecben. — HcUangkenja, mit einander 
■pielen, (Kindchen mit der Mutter.) yEwen banak 
hatangkenja nongkang andau, dia talo gawie, sie 
apielt den ganzen Tag mit ibrem Kinde, nicht 
Dinge ibres Tbuns, (sic arbeitet nicbt.) — Penja, 
paenja, pamenja, panangkenja, der gern kleine Kin- 
der anspricbt, etc. 

EN JAR, Fett, Speck. — Enjaenjak, alsFett; im- 

mer Fett (essen.) Bubitm enjacnjak, dein offener 

Schaden ist als Speck, (weiss, eiternd, faulend.) — 

Maraenjakj alle weiss und faulig. — Menj'ak, fett 

aein, (Menschen, Tbiere, Essen ; letzteres aucb dann, 

wenn Tiel Oehl daran ist, enjak wird abcr nur von 

ikuritchem Fette gebraucht;) scbmeicbelnd. Ikau 

nenjak totokm, du bast einen fetten Mund, = 

»prichst scbmeicbelnd. — Menjak totokc kilau kla- 

wan, tapi bapait knaie, fett sein Mund wie der 

Fisch Klawau, aber sein Baucb ist bitter, (er spricbt 

ftUM, scbmeicbelnd, aber meint es tiickiscb.) — Ma- 

mtmjak (men j amen jak) an gate lank ta, der Fiscli 

scbmeckt fett, als Fett. — Bamenjamenjak , immer 

Fett (easen.) — Baramenjak^ allc fett sein. — Mam- 

pa^ak, mampamcnjak, Fett ans Essen tbun. — 

Kmtnjak, die Fettigkeit, Fettbeit. — Pampenjak, 

der immer viel Fett ans Essen tbut. 

ENJAU, menjau, das gewascben sein. Djari enjaue 
piling, ist sein gewascben sein, der Teller? (ist er 
gevaachen ?) — Mamenjau^ benjau dengan, bapenjau 
dengan, wascben; (von Menschen gebraucbt nur: 
Haode und Fiissc; das Gestcbt: manjaup.) — Ma- 
^^eMJamenjaUy ein bischen wascben. — Haenjaenjau, 
hunenjamenjau, bapapeujau, bapenjapenjau, oft, 
binge wascben. — Tarapenjau, gewascben werden 
kinuen, mogen; irrthumlicb wascben. — Penjau, 
ptmenjan, der oft, alles wascbt. Danum penjau, 
Wuchwasser. 

ENJ£T,das zusammengepresst, geklemmt sein. — 
^kojet, benjet dengan, klemmen, zusammenpressen. 
Kaju balongkong menjet paingku, der Baum fallt, 
Uanmt meinen Fuss^ (er fallt darauf.) — Henjet, 
einander kiemmend, dicbt bei einander. Mondok 
kcojet utute, dicbt zusammen sitzen, (die Kniee von 
^nanda pressend.) — Mamenjet, menjemenjet, ein 
•«iig pressen, klemmen. — tfaenjeenjet ^ ofl , lanpe 



klemmen. Kaju balongkang liaenjeenjet tanae, be- 
standig fallen Baume, preascn sein Feld, (fallen 
darauf, pressen die Frucnt nieder.) — Penjet, ge- 
klemmt. la matai penjet, er ist geklemmt gestor- 
ben, (i. e. dadurcb dass etwas auf ibn gefallen ist, 
ibn zerquetscbt bat.) 

ENJOH, Kokospalme (aucb batang enjob;) Ko- 
kosnuas, (aucb bua enjob.) — Henjohy Kokospalmen 
irgendwo wacbsen, Kokosniisse baben; mit Kokos- 
nuss vermengL Panginae uras benjob, sein Essen 
ist alle mit Kokosnuss vermengt. — Menjohj benjob 
dengan, Kokosnuss ans Essen tbun. — Pamenjohy 
der immer Kokosnuss ans Essen tbut. 

ENON, (bas. Sang. = ambon,) Tbau, Nebel. — 
Wird aucb im gewobnlicben Dajacksch durcb die, 
welcben ambon, zugleicb weiblicher Name, nicbt zu 
sagen erlaubt ist, statt ambon gebraucbt. — Weib- 
licber Name. 

ENTA, das binter einander gegessen werden, (obne 
etwas anderes dabei zu essen, z. B. nur Fleisch, 
etc.) Pabam entae awim pisang ta, du issest alle 
die Pisangfriicbte nacb einander auf. — Menta, 
benta dengan, bakenta dengan, nacb einander aufes- 
sen. la menta balut, er isst die Zukost binter ein- 
ander auf, (das Fleiscb, etc., welcbes er doch zum 
Reiss essen solltc.) — la kuman menta wai, er bat 
nur Reiss zu essen, (bat nicbts dabci.) — MamerUa, 
mentamenta, ein wenig menta. — HaentaentOy ba- 
kakcnta, bakeutakenta, bamentamenta , oft, inuner 
menta. — Pamenta, paugenta, der immer menta. 
Kamenta, das blosse Reiss essen, nicbts dazu ba- 
ben. Pabam kamenta ita, ujab wui indu balut, wir 
essen immer nur Reiss, baben nur Salz als Zukost. 

ENTAI, i. q. endab; dieselben Ableitungen. 

ENTANG , sinjang entang, ein langes Tucb, worin 
man, das Tucb iiber die Schulter scblingend, ein 
kleines Kind an der Brust triigt; entang, das also 
getragcn werden. — Mentang, bentang dengan, ein 
Kind in einem Entang tragen. — Baratntang, alle 
die Kinder so tragen. — Haentaentang , kaentaen- 
tang, oft, anbaltend so tragen. — Taraentang, also 
getragcn werden konnen. — Pentang, pamentang, 
pacntang, ofl so tragend. — Entang, pangentang, 
(bas. Sang.) er, fiir den Opfer gebracbt, Gotzenfeste 
gcbalten werden. 

ENTAS, cine von dem aussern Baste gereinigte, 
und gcnau mitten allso durcbgebauenc Kokos- oder 
Pinangnuss, dass die untre Halfte den einen, die 
obere den andern Tbeil bildet; wird gebraucht um 
zu mentas, um von den Gotzen Antworten auf Fra- 
gen zu erbalten. Nacbdem man die Frage getban, 
wirfl man die an einander gebaltene, durcbhauene 
Nuss auf die Erde; fallt die obere Uiilfte auf ibre 
platte, durcbhauene Seite, bezeichnet das "ja;" — 
fallt die untere Halfte auf die platte Seite bezeichnet 
das "nein.'' — Fallen beide Ualften auf die platten, 
oder beide auf die runden Seiten , sagt man : talo 
murah aku, der Gott spottet mein, — und wirft 
weiter, bis ein ja oder nein erfolgt. 

ENTENG, kamenteng, Muth, Tapferkeit. Awi 
kamentengc malawan bigal badari, durcb seinen 
muthigen Widerstand flohcn die Rauber. — Men- 
teng, taper, muthig; wagen. Menteng ia mantakan 
bahuang, tapfer fiel er den B'aren an. — la men- 
teng bakotak dengan olo hai, er wagt es (darf) mit 
den Regierungsbeamten (zu) sprechen. — Mamenteng^ 
mentementeng, ziemlicb tapfer. — Kamentementengy 
anbaltend tapfer. — Baramenteng^ alle ziemlicb 
tapfer. — Pangamentementeng ^ alle tapfer. — Mam- 
pamcntcng^ pamenteng, anmuthigcn, zum Muth er- 



IIB 



ENT— ETE. 



ETO— GAD. 



inahnen , bemuthigeii. — Mampamenteng arepe, sich 
inuthig betragen ; sich Muth machen , ein Herz fasscn. 

ENTER , kenter, kaenter, das Liegeii. Ikau man- 
djawet kindjap enterm, kwaka tau mandjadi, du 
machst Flechtwerk, oft dein Licgen, (legst dich 
oft,) wie solhe es fertig werden konncn ! — Menter, 
liegen, (nur von lebenden Geschopfen gebraucht; 
Ton leblosen z. B. lalantong, etc.) la menter batiroh, 
er liegt schlafen. — Menter, henter dengan, auf 
etwas liegen. ^la menter amakku, lieg nicht auf 
meiner Matte. — Mamentery mentementer, kurze 
Zeit liegen. — Kakenter, kcntckenter, hakenteken- 
ter, haenteenter, oft, lange liegen, oft auf etwas 
liegen. — ^wen kenterkantera hong baun humac, 
sie liegen in Menge vor ihrem Hause. — BarcJcen- 
ter, adie liegen. — Taraenter, auf etwas konnen, 
mogen liegen; irrthiimlich, unabsichtlich auf etwas 
liegen j (z. B. auf Schmutz.) — Pangenter, pamenter, 
der gem, immer liegt. — Peter, pentcr, das gclegt 
sein. Sala petere awau ta, sala bara bantale, falsch 
sein gelegt sein, das Kindchen, neben seinem Kiis- 
sen. — Penter, das Liegen, das sich legen. Kilen 
penterm intu bauntonggang , djalan olo, wie liegst 
du doch in der Thiir, dem Wege der Menschen? 
(wo man ein- und ausgehen muss.) — Penter pan- 
tiroh ita djaton bakaruan toh, awi brita asang, unser 
Niederlegen und Schlafen ist jetzt nicht rcgelmassig, 
weil Nachricht ist, dass Feinde kommen. — Mam^ 
peter, hapeter dengan, etwas legen, (kann auch von 
Sachen gebraucht werden.) i£Ia mampendeng papan, 
kalah mampetere, stell die Bretter nicht auf, lege 
sie. — la hapapeter arepe, er legt sich q/t nicder. 

ETiEET>E, s. beta. 

ETEK, petek, i. q. eles, Vermuthung, Meinung, 
Verdacht; eles wird haufiger gebraucht fiir Ver- 
dacht, etek haufiger fiir Vermuthung; dieselben Ab- 
leitungen als bei eles. Zu bemerken ist hier nur 
noch der Gebrauch von eteke, seine Vermuthung, 
Schatzung, fiir: etwa, ungcfahr. Eteke telo ratus 
biti ia, es mogen ihrer etwa 300 Mann sein. Eteke 
idja njclo, ungefahr ein Jahr. — (Adakund dessen 
Ableitungen wird oft zur Verstarkung hinter etek 
und dessen Ableitungen gefiigt.) 

ETER, (wird es von Menschen gesagt auch: bet- 
ter,) fest, bestimmt, sichcr; standfest. Eter regan 
ujah kalota, das ist der feste Preis des Salzes. — 
Aughe eter, djaton maku hobah, sein Wort war 
bestimmt, er wird es nicht verandern. — Olo ta 
beter hong kar'a gawic, der Mcnsch ist standfest 
(bestandig) in allem seinen Thun. Olo ta eter aughe, 
der Mensch ist gcmessen in seinen Worten, (wird 
nicht zornig, flucht nicht, schertzt nicht.) — Kaju 
ta eter kahaie , der Baum hat seine bestimmte Dicke, 
(wird nicht dicker werden.) — Eteeter, l)abeter, be- 
tebeter, ziemlich fest, etc — Kaeteeter, fortwah- 
rend fest, etc. — Meter (odcr heter, haeter dengan) 
regae , einen festcn Preis stellen ; meter augh , ge- 
messen sprechen. — Mameter, metemcter, ziemlich 
meter. — JIaeteeter, oft, immer meter. — Taraeter, 
liestimmt etc. werden konnen. — JTe/er, kaeter, Be- 
stimmt heit, etc. 

ETET, das gcbissen werden. Kilen angat etet 
parai, batua, wie lasst sich es anfiihlen das gebisscn 
werden des (noch auf dem Felde stelienden) Rcisses, 
ist er schon hart? — Metet, hctet dengan, beissen, 
(nur die Zunge, die Nagel an den Fingern, und 
Friichte, um zu sehen oh sie rcif sind.) — Haete- 
etet, oft beissen. — Taraelet, gebissen. Paha djelac, 
taractet, seine Zunge thut wchc, er hat sich darmif 
col>i»scn. 



ETOETOH, s. hetoh. 

EWAU, Geruch. Garo ta mangat ewaue, das 
Rauchwerk hat einen angenehmen Grenich. — Ma- 
ling manakau manggoang ewaue, der Dieb stiehlt, 
folgt seinem Geruche, (stiehlt da wo er merkt, daM 
etwas zu holen ist. — Hewau, Geruch an sich ha* 
ben, von sich geben. Dahian paham hewau, 
Durianfrucht riecht stark. S. auch bewau. 



o. 



GABANG, eine Art Palmbaum; von den juDgeti 
Blattem wird bidak, Segeltuch, gemacht. — JEtaga* 
bang, Gabang irgendwo wachsen. 

GABAL, bagabal, dickhautig, nichts um Schlage 
geben. Djaton baguna ikau mamukul ia, ia gabal, 
es hilfl nichts, wenn du ihn schlagst, er ist dick- 
hautig. — Gagabal, gabagabal, ziemlich dickhautig. 
— Kagabagahal, forwahrend dickhautig. — Panga^ 
gabagabal, alle dickhautig. — Kagabal, Dickhin- 
tigkeit 

GABAR, Sorte dickes, grobes, roth weiss unci 
schwarz mclirtes Zeug. 

GABJEGABMH, s. gagabah. 

GABEK, s. gobakgabek. 

GABONG , eine von Pisangblattem gemachte Dote, 
worin man Sirihblatter thut. — BagcUtongy haga- 
bong, in einer solchen Dtite sein. — Manggabomg 
sirih, Sirihblutter in solch eine Diite thun. 

GAD AG ADAH, s. gagadah. 

GADAI, Pfand, (eine Sache von Werth, welche 
vor dem Beginne eines Processes jede Partei als 
Biirgschaft daftir geben muss, dass sie die Unkosten, 
etwaigen Geldbussen etc. bezahlen werd&) — .fio- 
gadai, hagadai, ein Pfand da sein, gegeben sein. — 
Manggadat, etwas als Pfand geben. 

GAI)AK, mknnlicher Name, (von badak, Nas- 
horn.) 

GADING, pariii gading, eine rothlich aussehende 
Sorte Reiss; kocht sich sehr breiig. 

GADING, Ribbe (eines Schiffes.) — Bagading, 
Ribben haben. Arute hai, bagading kilau banama, 
sein Boot ist gross, cs hat Ribben als ein Schift 

GAD J AH, Elephant, (lebt in Siid-Bomeo nicht.) 

GADJIH, (Malaiisch,) i. q. upah. 

GADJOH, mannlicher Name. 

GADOH, i. q. haga, wird selten allein gebrauchi, 
gewohnlich als Verstarkung hinter haga gefiigt , die- 
selben Ableitungen als von haga. 

GADOK, l>enang gadok, blatok gadok, grob Zeug, 
wird im Binnenlande aus Baumbast bereitet. 

GADONG , eine Pflanzenwurzel , kommt vou China, 
dient als Arznei. Man trinkt Thee davon, und 
mag wahrend der oft Monate lang dauernden Cur 
nichts anderes trinken, mag auch keine heiisen 
Gewiirze oder Fett essen, und muss oft baden. Der 
Gadong ist sehr erhitzend; man gebraucht ihn ge- 
gen venerische Krankheiten, Gicht, etc. — Hoga^ 
dong, Gadong haben. — Bagadong, Gadong ge* 
brauchcn; (intransit.) — Manggadong, mit Gadong 
curiren, Gadong geben. Aku manggadong lutangku, 
ich gebrauche eine Gadongcur fur meinen faulenden 
Schaden. — Hagagadong, hagadogadong, oR , lange 
manggadong. — Taragadong , durch Gadong gene* 



GAD-^AG. 



GAG. 



119 



sen werden Lonnen. — Panggadong, dcr Gadoiig- 
tbee bereitet und Tcrkauft. 

GADONG saim, eine Pflanze, fast als die Uwi; 
die an den Wurzeln in der Erde wachsenden mehr 
alft kopfdicken KDollen konnen gegessen werden, 
wenn man sie in Stiicke geschnitten , einige Tage 
lang in Asche und danach in Wasser gelegt hat; 
sontt wirkt sie betaubend. 

GADUR, (Bandjarsch ,) i. q. kandara. 
GAGAB/EU , gabagabah , hagabah , sehr weit, (Klei- 
dung.) Gagabah klambie, ia korik, sehr weit ist 
seine Jacke, und er ist diinn. — Kagahdgabah, im- 
mer zu weit. — Baragabdh, alle zu weit. 

GAGADA, sagada, saoggada, Wetterfahne, (Band 
etc welches man an einen Stock bindet, um zu 
sehen, wober dcr 'Wind kommt.) 

GAGADAH , gadagadah , i. q. das mehr gebrauch- 
Uche gagahak; dieselben Ablcitungen. 

GAGADAK, gadagadak, i. q. das mehr gebriiuch* 
licfae gagalak; dieselben Ableitungen. 

GAGADAN, Betmg, List; das jemand zur Siinde 

Terletten, d. jemand in Verdacht bringen. Paham 

kamgingku awi gagadan olo, tarapili bulau kadjea, 

groift mein Schaden durch den Betmg der Men- 

schen, ich babe falsches Gold gekauft. — Awi sala 

gagadan awen sampet ia hadari, weil sie falsche 

LU(t gebrauchten, (zu dumm waren,) gelang es ihm 

ni entAiehen. — Djaton kasalangku, gagadan olo 

mingkes takaue intu humangku, ich babe keine 

Schuld, es ist nur ein Kunstgriif der Menschen ihr 

Gestohlenes in mein Haus zu legen, (woUen mich 

in Verdacht bringen.) — Ngagadan, mangagadan, 

list gebrauchen, listig betriigen, mit List fangen , 

Uitig in Verdacht bringen. — Taragadan, listig be- 

trogen werden kdnnen. — Pangagadan^ der gern 

listig betriigt. 

GAGAH, (nach paham auch: kagagah,) das sich 
videnetzen, (mit Worten, mit Drohungen, oder auch 
thatlich;) das Spartein, sich striiuben, sich losrcis- 
wn; das sich uoruhig bin und her walzen; das ge- 
valtthatig zu Werk gehen. >£we bahanji manawan iii, 
ia paham kagagahe, wer wagt es ihn zu fangen, er 
vidersetzt sich gewaltthiitig. — Barimet ikai mim- 
bit ia, paham gagahe hapus djalan, langsam haben 
wir ihn hergebracht , stark sein Widerstreben (Spar- 
tdn) den ganzen W'eg iiber. — la djaton maku ba- 
ura, bapan kagagahe mawi aku, er will auf kein 
Rechtsrerfahren eingehen , behandelt mich nur ge- 
valtthatig. — Paham kagagahe dengan kolae, gross 
Mnd seine Gewaltthiitigkeiten gegen seine Verwand- 
te. — Paham kagagahe batiroh, er schlaft sehr un- 
n»hig, (sich bin und her wiilzeiid.) — lii gagah de- 
ngin olo, alo indu bapac djaton ia maku mamenda, 
cr widersetzt sich alien Menschen, selbst seinen 
Eltem vdll er nicht gehorsam sein. — Bagagah, 
nuuifgagah arepe, sich mit Gewalt widersctzen, 
spaiteln, sich losreissen, gcwaltthatig handeln; im- 
nhig (sddafen.) — Gagagah, gagagagah, bagagagah, 
ittgagagagah, ziemlich sparteln, etc. — Baragagah, 
aUe ziemlich sparteln. — Pangagagagagah, alle spar- 
•^In, etc. — Manggagah, mit Gewalt zu Werk 
gefaen, zwingen. — Mangganggagah, manggagang- 
f*yfl^» ein bischen zwingen, etc. — Hagagagah, 
hagagagagah, oft zwingen. — Taragagah, wogegen 
DMo sich widersetzen mag, kann; gewaltthatig be- 
Ittndelt, beendet werden kdnnen. — Pang gag ah, 
dcr sich stets widersetzt, etc. 

GAGAH AK , gahagahak , gagadah , gadagadah , laut 
Khallend lachend. Gagahak ia mitii aku lawo, er 
Ixhte laut auf, als er mich fallen sah. — Gihik- 



gahak, sehr laut, aus voUem Ualse lachen. — Ka- 
gahagaltak, fortwahrend laut lachen. — BaragahfJc, 
alle laut lachen. 

GAGAIK , gaigaik , heulen , (Uunde.) — Kagatgat\ 
anhaltend heulen. — Baragcuk, alle heulen. — 
S. auch kaik. 

GAGA JONG, gajogajong, abhangen (von etwas^ 
frei in der Luft, rundliche Gegenstiinde.) Ar'a 
nangka gagajong hong batang ta, Tiele Nangka- 
friichte hangen herab von dem Baume. — Kagajo^ 
gajong, fortwahrend herabhangen. — Baragajong, 
in IVlenge, iiberall herabhangen. Hapus humae ba- 
ragajong garantong, in seinem ganzen Hause han- 
gen Gong, (kupferne Musikinstrumente.) — Mang- 
gajong, hagajong deogan, frei auf hangen, (z. B. et- 
was in der Thiir, etc.) — Panggajong, der immer 
frei aufhangt. — Gojanggajong, s. gojang. 

GAGAK, das Schreien der Hiihner, wenn sie 
Eier legen wollen. — Gagagak, gagagagak , schreien , 
(andere Thiere, dcren Ton iihnlich dem dcr Hiihner 
ist, z. B. die handjaliwan, Natter.) — Manggagak, 
schreien, (Hiihner beim Legen.) — Baragagah^ alle 
schreien. 

GAGALA, (Bandjarsch,) i. q. katipiii. 

GAGALA, galagala, oflfenbar. Gagala ikau idj'a 
manakau, narai guna milime, es ist offenbar, du 
bist es der gestohlen hat, was hilft es zu laugnen. 
— Baragala, alle offenbar. 

GAGALAI, galagalai, manggalai, leer, rein. Ga- 
galai humae, iepah ramoe imbite akan tana, sein 
Haus ist leer, alle seine Sachen hat er mit aufs 
Feld genommen. — Gagalai tanae, sein Feld ist 
rein, (alles Gras etc. weggekappt.) — ^ara^^a^t, alle 
leer, rein. 

GAGALAK, galagalak, gagadak, gadagadak, 
Quacken, (Frcische.) — Kagalagaiak, anhaltend 
quacken. — Baragalak, alle, iiberall quacken. — 
S. auch galak. 

GAGALIK, galigalik, hagalik, nicht fest (gebun- 
den oder genagelt;) bin und her wackeln. — Ka- 
galigalik, anhaltend bin und her wackeln. — Ua- 
gagalik, hagaligalik, ein wenig wackeln. — Bara- 
galik, alle nicht fest, alle wackeln. — Gulakgalik, 
stark wackeln. JFAa gulakgalik aughm, ikau djari 
manutor akangku bihin , drehc nun nicht mit dei- 
nen Worten, du hast mir es friiher gesagt. — Ka~ 
galik, das Wackeln. 

GAG A LIP, i. q. gagalik; dieselben Ableitungen. 

GAGAMA, gamagama, manggama , langsam , {kn'e- 
chende Thiere , Raiii>en , etc. ; — doch auch wohl von 
alien Menscben una Booten gebraucht.) — Kagama- 
gama, immer langsam. — Baragama, alle langsam. 

GAGAMAT, gamagamat, bagamat, (Bandjarsch, 
= lalowa) ziemlich langsam (arbeiten, gehen.) — 
Kagamagamat , immer ziemlich langsam. — Bara- 
gamat, alle ziemlich langsam. 

GAGAMBENG, gambegambeng, i. q. das ge- 
brauchlicbcrc djadjanibeng ; dieselben Ableitungen. 

GAGANAS, ganaganas, s. baganas. 

GAGANDJING, gandjigandjing, hagandjing, nach 
beidcn Seiten wackelnd gehen, (z. B. auf einem 
schliipfrigen Wege.) — Kagandjigandjing , anhal- 
tend wackeln. — Baragandjing , alle wackeln. — 
Gundjanggandjing , stark wackeln. 

GAGANG, der Stiel, Stengel der Sirihblatter. — ^ 
Der Stiel eincr kantjip, einer kleinen scharfen 
Zange, womit man die Pinangniisse aus einander 
schneidet. 

GAGANGAS, gangagangas, hagangas, mangga- 
ngas, wiistc durch einander, (das Haar.) — Ka- 



120 



GAG. 



GAG. 



gangagangoB , immer wiiste durch einander. — Bti- 
ragangcis, aller (Menschen Haare) wiiste durch ein- 
ander. — Paham kagangas balaum, dia ikan ma- 
njundure, gross die Wiistheit deines Haares, du 
kkmnist es nicht. 

GAGANGG ANG , ganggaganggang , Laganggang , 
nicht dicht , nicht einander schliessen ; (z. B. 2 Bret- 
tcr^) nicht iibereinstimmen , (Worte.) — Hagagang- 
gang, haganggaganggang , nicht rccht dicht, etc.; 
nicht gan£ stimnaen. ^~ Haganggang, nicht mit 
einander ubereinstimmen. Haganggang iklki tagal 
satali regan benang \Jk, wir sind aui einander um 
^ fl. hinsichtlich des Preises des Zeuges; (der eine 
fordert ^ fl. mehr als der anderc bietet.) — Bara- 
ganggang, alle nicht dicht, etc. — Mangganggemg , 
vemrsachen, dass man nicht mit einander stimmt. 

— Kaganggang^ kagaganggang , das aus einander 
stehen, Zwiespalt, das nicht stimmen. — Pang- 
ganggang, der oft Zwiespalt vcrursacht, der oft 
nicht mit andern stimmt. 

GAGAP, i. q. das gebraucblichere gajap; dlcsel- 
ben Ableitungen. 

GAGAK, herahfallen, ausfallen. Bua gagar bara 
tarok kaju, die Frtichte fallen vom Wipfel des Bau- 
mes. — Pusit mangkok gagar bara lengangku, die 
Tassc ist gebrocben, sie fiel mir aus der Hand. — 
Andau djari gagar, die Wolke ist gefallen, = es 
regnet. — 3Ianggagar, hagagar dengan, mampaga- 
gar, pagagar, abwerfen, von etTwas herabwerfen, 
fallen lassen. — Mangganggagar y manggaganggagar, 
ein wenig (z. B. cinige Friiclite) hinabwerfen. — 
Hagagagar, hagagagagar, oft abwerfen, fallen las- 
sen. — Taragagctr, kOnnen, mdgen berabgcworfen , 
fallen gelasscn warden. — Panggagar , der alles her- 
abwirft, fallen liisst. — Gagaran, ein etwa 18 Fuss 
hohcs Gestell von Holz, von wo man bei starkem 
Winde den ausgetretcnen Reiss hinabwirft, um den 
guten Reiss vou den leeren Kornern , dem Stroh etc. 
abzusondem. — Manggagttran, ngagaran, auf obige 
Art Reiss saiibern. 

GAGARAN, s, gagar. 

GAGARANG, garagarang, sehr hell, (der Mond.) 

GAGARAP, garagarap, hagarap, sich crmiidcn, 
(kranke Menscheu, durch Arbeit, Gelien, etc.) Awic 
gagarap iu harintak kahabae, durch Ermiidung hat 
er wieder einen Ruckfall seiner Krankbeit gekriegt. 

— JE\a ikau hagarap, hindai tahi luas, ermiide 
dich nicht, es ist noch nicht lange dass du ent- 
bunden hist. 

GAGARIMAI, garimarimai, garimagarimai , sehr 
langsam , sehr faul ; (z. B. beim Erndtcn immcr nur 
eine Aehre fassen und abschnciden. 

GAGARING, garigaring, hagaring, manggaring, ein 
wenig Fiebcr haben. — Kagarigctring , anlialtend etwas 
fiebcrhaft fiihlen. — 'Baragin'ing , alle (ieberhaft. 

GAGARISING, (bas. Sang. = meramerang ,) klin- 
gen. Gagarising bulau pungkal radja, es klingt das 
Geld, das vom Kdnigc gepragte. 

GAGARITAT, die Zahne fletschend und das Ge- 
sicht verziehend, (in grossem Zorn.) Gagaritat ku- 
singae i'a mawi aku, seine Zahne fletschend griff er 
mich an. — Ngaritat, mangaritat, die Zahne flet- 
schen; die Ziihne sehen lassen, (lachcnd). Ngaritat 
iii tatawu, cr lacht, dass man die Zahne siebt, (laiit, 
aus vollem Halse.) — Rctritat, ritaritat, ein wenig 
sichtbar sein, (die Zahne beim Lachen.) — Bara- 
ritat awen tatawa, sie lachen alle dass man die 
Zahne etwas sieht. — Karitat, das gesehen werden 
(der Zikhne beim Lachen.) 

GAGARUGOR, s. ganigor. 



GAGAS, kajungagas, galiagas, Holz was im Tief- 
lande, im Wasser gewaclisen iit. Kar& kAjtin ga- 
gas djaton bunggut, kikliiih kajun bakit, allet Im 
Ticilande gewachsene Holz ist nicht dauerfaaft, das 
Bergholz ist gut. 

GAGASAI, gasagasai, frisch, knflig, enei^giscli.— 
Kagasagasaij immer kraftig, (arbeiten, etc) — .&»- 
ragasai, alle kniftig. — Kagasai, Energie. 

GAG AT, Motte; gctgat, kagagai, das durch Blot- 
ten gefressen sein; Mottenfrass, Ldcher. 

GAGATAS, diinner 4 eckigcr Mehlkuchen, wird 
gebraten und dann mit Zucker bestreut. 

GAGAU, s. gau. 

GAG AUS, gaugaus, hagaus, nicht gesattigt; auf- 
gezehrt und noch nicht satt. Gagaos beUi ikii, 
djaton ombet kuman, unscr Appetit ist noch nicht 
gesattigt , wir haben nicht genug gegessen. — Gagaus 
bari, kinan olo ara, der Reiss ist auf und man ist 
noch nicht satt, viele Menschen haben davon ge- 
gessen. — Kagaugaus, immer nicht gesattigt. — So- 
ragausy alle nicht gesattigt. — KagauSy das nock 
nicht satt sein. 

GAGAWAI, gawagawai, scherzend, nkfat to 
Ernst; unvorsachtig. Aughm gagawai, aku djaton 
harape, deinc Worte sind nicht emsUich gemeint, 
ich vertraue nicht darauf. — Gagawai ampie bo- 
gawi, er arbeitet tpielend. — il^la gagawai dengaii 
pisau, ^iele nicht unvorsichtig mit dem Hackmes- 
ser. — Kagawagawai , immer im Scherz^ etc — 
Baragawaiy alle im Scherz. 

GAGA WAR, ein Biindel Ipahblattcr, welche man, 
wcnn man ein Gdlzenfest halt, iiber die Haustliur 
hiingt, damit der zam Feste herab komniende Gdtze 
das rechtc Haus finde. — Manggagawar huma, ein 
Gagawar iiber die Hausthiir hangen. 

(tAGAWI, 8. awi. 

GAGHAK., geageak, gross aufstehcn, ofTen stdieai, 
gross , (die Augen.) Olo ta gageak matae kibra natan 
mangkong , der Mcnsch hat grosse Augen , als die Ao- 
gen der Mangkongeule. — Geageak matae ia manam- 
pajah aku, mit grossen Augen sieht er mich an. — 
KageageaJc, immer wcit aufthun. — Barageaky alle 
grosse Augen haben oder machen. — Manggsak 
mata, die Augen gross aufthun. — Panggeak der 
die Augen immer gross aufthut. 

GAGEAKG, geageang, hell. Iii batiroh sampei 
gageang andau, er schlikft bis an den hellen Tag. 

GAGEDEK, gedegedek, ausgedchnt, voll Wind 
stehen, (Segel.) — Kagedegedek, immer vol! stehen. 

— Baragedeky alle voll stehen. 

GAGEHEK, gehegchek, i. q. gagahak; dieselben 
AbUntungen. 

' GAGELAN , kagelan , Unterlage , worauf man etwat 
legt, was man durchhauen will ; — das auf der Flnr 
bei dem Thiirlochc befestigtc, ein Loch habende 
Stiick Holz, worin man die auf einem Zapfen aicb 
drehende Thiir setzt. — Djuiuk kaju indo gage- 
langku manetek iiai, rcich ein Siiick Holz her an 
meiner Unterlage um Rottan darauf abzuhacken.— 
Bantal toh indu gagelan paingku , dies Kiissen dient 
zur Unterlage meiner Beine, (um meine Beine dar- 
iiber bin zu Icgen.) — HagagelaHy ein Gagelan ba- 
ben; als Gagelan gebrauchen. Ia manetek ka|o ha- 
gagelan patingku, er hackt Holz anf meiner Kiste. 

— Mangagelany ngagelan, unter etwas legen. Ngage>- 
lan pai hapan bantal, ein Kiissen unter die Beine legen. 

GAGELAP, gelagelap, starken Appetit haben, 
nicht zu sattigen sein; (besonders nach Krankheiien.) 
Gagelap ia kuman alo djaton balut, er isst tochtlg, 
wcnn cr auch keine Zuko$«t hat. — Kagelagelap^ 



GAG. 



GAG. 



121 



ioriwahrend starken ApMtit kaben. — Baragtlap^ 
alle starken Appetit haben. 

GAGEL^, gelSgeUk, recht dureh; recht auf je- 
mand oder etwas los gehen. Hau, i& gagel^ maiia- 
lih human ita, och, er kommt recht aus auf unscr 
Haus za. — - Aku diaton tenda Marabahan, gagela 
akan Bandjar, ich nalte nicht in Marabahan an, 
f^ehe lecht dureh nach Bandjarmasin. — KagelSgefS, 
immer reeht durcfa, recht aus. — Baragela, alle 
recht dorch. 

GAGEMiE, gemagema, bagema, langsam, (nur 
▼om gehen.) — Kagemd, die Langsamkeit. — Ka- 
$€mSgemS, immer lahgsam. — Baragemtt, alle lang- 



GAGEMET, gemegemet, i. q. gagem'a; dieselben 
AblcHungen. 

GAGEMPAU, gempagempau, hagempau, aufge- 

dnnten; sich weich, elastiisch, aufgedunsen anfiih- 

len. — Hantn djari gagempau, die Leiche ist schon 

aufgedunsen. — Gagempan angat bantal t'a, das 

Koaen fuhlt sich aufgedunsen, clastisch an. — Kct- 

ftmpagempau, immer aufgedunsen. — Baragempau, 

alle aufgedunsen. — KageinpaUy das afgedunsen 

srin. 

GAGEMPOK, gempogempok, fett, dick; (Men- 
Khen, Thiere; — Kudjang, der Stamm der Pi* 
sang; etc.) — Kagempok^ die Fettheit, Dicke. — 
Baraggmpok, alle fett, dick. 

GAGERAI, geragerai, rufen, seine Stimme hdren 
lasien;(wird allein gesagt vom Vogel Saleh'di , istein 
gates dahiang, Vorzeichen.) — Baragerai, an viclen 
Platien mfen, (der Salehai.) 
GAGERiE, s. kagera. 

GAGET, (bas. Mantangai) i. q. ridu; dieselben 
Abldtungen. 
GAGETiEI, i. q. bagetai. 

GAGIHIK, gihigihik, kichcrnd lachen. — A'^r/^t^/- 
gSdkf anhaltend kichernd lachen. — • Baragihik , alle 
kichemd lachen. 

GAGTHIS, gihigihis, recht durch gehen, (nirgends 
Mill halten, anhalten;) gliicklich, giinstig, ohnc 
Vngluck; deutlich, nach der Ordnung, (»prechen.) 
Aku gagihis sampai Mantangai , ich rcise recht durch 
bis MantangaL — Ikai gagihis palus Batawi, djaton 
bant, djohor ranen, wir sind gliicklich ohnc wei- 
teres naoi Batavia gekommcn , batten keinen Sturm, 
tnfen keine Seerauber und dergleichen. — Saritae 
(fibigihis, seine Erzahlung ist deutlich, (nicht vpr- 
wirrt.) — Kctgifugihis , immer gagihis. — Baragihis, 
aile ngihis. — Kagthis , Deutltchkeit. 

GAGILANG, gilagilang, manggilang, rund, aus- 

gcspannt empor stehen; (Rcgenschirme hoch, wenn 

dicM uber dcm Kopfe: gagojong; — auch Pilze, 

wdefae rinen langen Stiel haben.) iEwc mambesai 

heti? gilagilang pajonge, wer rudert dort? es steht 

amgespannt in die Hohc scin Schirm. — Kagilagi- 

iSsii^y bestandig rund empor stehen. — Baragilang, 

▼lele, uberall rund empor stehen. Kulat bantilong 

haiagilang beta , die Kulat bantilong (Art Pilze) stehen 

cknt in Menge. 

GAGIMAI, gimagimai, i. q. gagema; dieselben 
AUeitungen. 

GAGINTANG, gintagintang , sparteln, an der 
Angel sitzcn, (Fische.) — Kagintagintang , immer 
an der Angel fest sitzen. Aku kagintagintang (oder 
ma^n gagintang) intu iii, awi utangku dengae hin> 
dai panah, ich sitze noch immer an ihm fest, >veil 
meine Schuld bei ihm noch nicht bczahlt ist. — 
Bttra^mtang siwen mandino, sie fangcn alle viel 
Fische. — Gagintanggagintang , viel Fische fangcn. 



Paham panotuk ia mamisi, gagintanggagintang , gut 
das Anbeissen (der Fische) er (ischt, fortwahrend 
sitzt ihm ein Fiscli spartelnd an der Angcl. 

GAGIOR, giogior, hagior, unfest, schiittern, wan- 
ken, (ein Haus mit dinnen Pfosten, ein schwacher 
Mensch , schwachcs Thier beim Stehen oder Gehen.) 

— Bar- oder kagiogior^ fortwahrend unfest, schiit- 
tern, wankcn. — BaragioTy alle unfest. — Kagior, 
die Unfestheit. 

GAGISAH, gisagisah, s. bagisah. 

GAGITAN , s. ita. 

GAGIT/E, 8. ita. 

GAGIUT, giugiut, i. q. gagior, wird aber nur 
Ton Thiercn und Menschen gebraucht. — Bawoi 
gagiut pringkong , djaton tempoc pakanae, das Schwein 
sieht aus als ob es umfallen will, cs ist mager, sein 
Ucrr futtert es nicht. — Dieselben Ableitungen als 
von gagior. 

GAGOBiEH, gobagob'ah, hagobah, fern vom Leibc 
abstehcn, (Unterrock ;) dick aussehen. Tapihku 
gagobah awie pahalau hai, mcin Unterrock steht 
weit vom Leibe ah, weil er zu weit ist. — Kagoba- 
gobdhy immer weit abstehen. — Baragobah, alle 
weit abstehen. — Manggobah arepe, sich eine dicke 
Gestalt gcbcn, sich so klciden, dass der Rock weit 
vom Leibe steht. — Manganggobah oder manggo- 
banggobah arepe, sich ein wenig manggob'ali. 

GAGOER, goegocr, manggoer, mit Kraft-aufwand 
nidern, gehen, nnd doch nicht recht vorauskom- 
men; (z. B. durch Morast gehend, gegen starken 
Strom nidemd.) Ikai akan Mangkatip bihin gagoer 
idjii andau manjampaic, als wir friiher nach Mang- 
katip ruderten, musstcn wir angestrengt eincn Tag 
lang rudern um dort zu kommcn. — Kagoegoer, 
immer gagoer. — Baragoer, alle gagoer. 

GAGOHANG, gohagohang, i. q. babohang. 

GAGOJONG, dicht iiber dem Kopfc rund- aus- 
stehen, (Schirmc, Hiite.) iEwe idjii hatanggoi ga- 
gojong beta, wer ist es der den Hut trugt, den 
rund ausstehenden dort? — oder: welcher immer 
rund aussteht; — wer ist es, welcher dort den 
Hut auf dem Kopfe hat. — Kagojogojong, immer 
auf dcm Kopfc iiabcn, (den Hut.) Ia kagojogojong 
tanggoie, andau diirem, cr hat bestandig den Hiii 
auf dem Kopfc, es ist ein regnichter Tag. — Ba^ 
ragojong^ alle auf dem Kopfe haben (Hiitc.) 

GAGOJOR, gojogojor, s. bagojor. 

GAGOM, verstummcn, nichts mehr zu sagen 
wissen. Gagom iii, djaton tawan djawape, cr ver- 
stummt, weiss nichts mehr dawidcr zu sagcn. — 
Gagom ia awi katarawae, er verstummte von Schreck. 

— Gagagom, gagogngom, fast, bei nahe verstummcn. 

— Kagagogagom, fortwahrend verstummt. — Bara- 
gagom, alle verstummcn. — Manggagom, mampaga- 
gom, pagagom, hagagom dengan, zum Schweigcn 
bringcn, verstummcn machen. — Taragagom, zum 
Schweigcn gcbracht werden konnen. — Kagagom, 
das Verstummcn. — Panggagom, der immer verstum- 
mcn macht. 

GAGOWANG, gowagowang, kurz aber breit, (ein 
Boot.) — Baragowang , alle kurz aber breit. 

GAGUJONG, gujogujong, i. q. gagojong. 

GAGULANG, Schmiedewerkstatt — Hagagulang, 
eine Schmiede haben. 

GAG13LAU, gulagulau, laut miteinander sprechen, 
lebhaft durch einandcr sprechen; (sind der Sprechen- 
den aber viele, 10 oder mehr: menimerah.) Narai 
inahiu awen gulagulau, wohiber sprechen sie, so 
laut und lebhaft durch einandcr redend? — Kagu- 
lagulau , anhaltend laut durch einandcr sprerhon. — 

IG 



I»l«» 



GAO— GAII. 



OAII— GAJ. 



liarayttUni , auf vidoti Platz(*ii laul dun^li (>iiianiler 
>pn'clioii. — Aiwcii mangyvlau ai'e|)c, »iie sprechon ; 
mil uiitl durch einaiider. , 

(iAGULlNG, ein rundcM Kiisscn, (viercckig: baii- 
tid,) {{ewohnlUrh gcbraucht urn es iiuter die Arme 
II nd Beiiie zu legcii. — HayaguUng, ein Gaguliug 
habeu, gehrauchen. 

(iAGULON, gulogulon, aufwellen, (Wa86er,z.B. 
tlurrh ciiien Fis<*h, welcher dicht unter dcr Ober- 
llache her bchwimmt;) von Wellen gesagt; in lai\- 
iicn IVeilien rolleiid. — Danuni gagiilon awi lauk, 
«las Wasser wellt auf durch einen Fisch. — Riak 
dunum gulogulon, die Wellen rollen in langcr 
Rcihe, (nicht kurze, gebrochene Wellen.) — Kagulo* 
ffulon^ anhaltcnd aufwellen, rollen. — Baragulon^ 
liberall aufwellen. — Granggulorij das Aufwellen. 
Ilai ganggulon lauk ta, gross das Aufwellen des Fi- 
>»'lies, i. e. des durch den Fisch bewirkten Aufwellens. 

GAGUMOT, gumogumot, i. q. gajjcma; dieselben 
Ableitungcn. 

GAGUMPAU, guniftagumpau, i. q. gagempau ; die- 
selben Ableitungcn. 

GAGUNDA, gundagunda, s. bagunda. 

G.VGUNTA, guntagiinta, laut schreien, l^raen. 
— Kaguntagunta , anfaialtend larmen. — Baragunta, 
iiborall larmen. — Kagunta, Geschrei, Gclarm. 

(iAGUNTENG, guntegunteng, hagunteng, atwci- 
deutig , unbestimmt , unzuverlassig, unsicher sprechen , 
(dann woUen, versprechen, dann wicder zuriickneh- 
nien.) Tawangku iii omba, gagunt43ng aughe lianta, 
ii'h wciss nicht ob er mitgeht, sein Wort ist noch 
immer unbestimmt. — Hagagunteng , haguntegim- 
tcng, ziemlich unbestunmt. — Kaguntegunteng , fort- 
wahrend unzuverlassig. — BaragunUng , aWer (Worte) 
unbestimmt. — KagunUng, Unbcslimmlheit. 

GAGUPOH, gupogupoh, hagupoh, vereinigt sein 
mil, Icben bci; in einem Haufen. la magon gagu- 
)>oh dengan indu bapae, er lebt noch immer bei 
seirien Eltern. — Narai awic awen gupogupoli intu 
i>auu humac, was machcn sie, in eincm Ilaufcn 
vor seinem Hause stehend. — Kagupogupohj immer 
vereinigt sein. — Baragupoh, alio vereinigt sein, 
liberall in Haufen stehen. 

GACjURUS, gurugunis, kagurus, das Gcton des 
Ruderus im Tacte, wubei man jedesmal <lie Ruder 
etwas gcgen das Boot anschlagt; also rudern. — 
Baragurus ^ alle (Boote) also rudern. 

GAGUSO^G, gusogusong, (bas. Mantangai,) i. q. 
babukopj dieselben Ableitungcn. 

GAGUTANG, gutagutang, hoch aus dcm Wasser 
stehen, (leichte auf dem Wasser schwimmende Dinge, 
Kork, etc.) — Kagutagutang , fortwahrend hoch aus 
«lem W^asser stehen. — Baragutang^ alle, ul)eraU 
hoch aus dcm W^asser stehen. 

GAHAGAHAK, s. gagahak. 

(rAHAGAN^ die queer ul>er den Bahat, den in 
die Pfoiler des Hauses gekeilten dicken Tragbalkeii, 
h'ogenden diinnern Tragbalken, iiber welche man 
die Las'ah, Flur des Hauses legt. — Humae ba> 
oder hagahagan kahoi, sein Haus hat Gabagan von 
Kahoiholz. — Magahagan huroa, die Gahagan eincs 
Hauses Icgen. 

GAHAGAP, wird nur als Verstiirkung liinter ring- 
kong, Magerkcit, gefiigt. — Mangahagapy (kann 
liir sich ailein stehen) sehr mager sein. Kara asoe 
niangahagap, alle seine Hunde sind sehr mager. 

GAHAGAS , i. q. gagas. 

GAHAK, blatok gahak, Art Specht, so gross als 
<'ine Taube, rothlich. — Gihikgahak , s. gagahak. 

GAUANGAN, s. baragahangan. 




GAH.'VPxVN, s. baragahapan. 

(lAHAl.', i. q. buhil , citernder Schadeu. — Ba- 
gahttn, hagahau, einen citcrndcu Schadea liabeii. 

GAHIK, s. gohakgoliik. 

(vAHURI, ein grosser irdener Topf, grun, Dicbt 
glatt, sondern tief gefurcht die Aussenseite. 

GAU^, i. q. Laik, dieselben Ableitungcn. 

GAIP, ohne zu sterben aus dieser sicbtbaren Welt 
gehen. — Besonders wird man gaip durch die Pom- 
pahilep, cine Art niederer Gotter; sie manggaip 
Menschen, nehmcn sie lebend hinweg, damit die- 
selben audi Pampahilep werden. 

GATR, Krampfe, Zuckungen haben, (Gift gegenen 
habend, oder durch elne Schlange etc. gestodieu 
seiend.) Kala djaton mampatiii, baja gair bcwai ita 
awie, die Scorpione todten niclit, sondern man kriegt 
nur Zuckungen durch sie. — Gagair, gaigair, etwas 
Zuckungen haben. — Kagaigair , anhaltend Zuckun- 
gen haben. — Manggair, hagair dengan, Zuckun- 
gen verursachen. — Kagair^ Zuckungen. 

GAIS, verioren gehen, durchgebracht sein, (Gdd.^ 
Gais rearku intu ia, ia djari babuhan, mein Gelik^ 
welches ich bei ihm hatte, (ihm geliehen hatte,) m»» 
verioren, er ist fortgclaufen. — ManggaiSy ma: 
gais, pagais, hagais dengan, verioren gehen machc 
durchbringeu, um etwas bringen. — Hagagais^ 
gaigais, immer durchbringen , um etwas bringen. 
KagaiSy der Schade, das durchgebracht sein. 

GAJAM, ein Baum, wird nur so dick ala 
Bein eines Mannes, wachst dicht an der See; 
rothen Friichte werden gekocht gegessen; roh w 
ken sic betaubend. — Hagajam, Gajam irgend. 
wachsen. 

GAJANG, cine Krankheit, und zwar starkesKoy^^ 
wch, (besonders nach einem Fieber,) bei dem ^ 
cioem scheint als ob alle Dinge sich drcheten. 
malan toh kilau gajang bewai, wir bearbeitoa da 
Feld nur als ob wir Gajang hiit ten, (nicht bestand^^ 
es giebt viel Krankhciten, Gefahr von Raubeni^ 
miissen also oft nach Haus.) 

GAJAP, gagap, kakap, kamang, das befiihlt, 
betastct werden. yKla kindjap gagapc baham, mi- 
kiih mamangkar, nicht hiiuGg ihr betastet werden^ 
deine Schware, (i. e. bctaste sie nicht so oft,) w. 
mochtc sonst/arger werden. — Kilen angate gagape 
benaug ta, lamos, wie fiihlt sich das Zeug an, 
weidi.'^ — la babuta, manandjong hapan gagape, 
(oder (manandjong gagagap,) er ist blind, geht tft- 
stend umher. — Gogajap, gajagajap, kakakap, ka- 
kamang|, tastcnd. — Aa^a;aj^a;'a/},kakakakakap, ka- 
kamakamang, fortwahrend taslend, betastend. — 
Baragajap, etc., alle tastcnd. — Manggqjap, hagajap 
dengan, mangakap, mangamang, tasten, betasleii. 
Aku mangarohi manggajap bewiii, siapku djaloo, 
ich fange (im triiben, flachcn Wasser, am Ufer her) 
Fische, taste nur, (nur mit den Handen,) ich habe 
ki*in Siap, (klcines Netz.) — Malcm ia manggMp 
olo beta, vergangeue Naclit hat er dort jemand be- 
tastet, (von Mannern gesagt, welche in uuziichtiger 
Absicht Frauen genahet wai-en.) — Hagajapy haka> 
kap, hakamang, einander betasten. — Aangang- 
gnjap, manggajanggajap , oiu wenig l)etasteu. — 
Hagagajapy hagajagajap, oft, lauge betasteu. — 
Panggajap, paugakap, pangamang, der alics beta- 
stet. — Gajap kamOdy das l)elastet sein durch ein 
KambU, (Gespcnsl,) nenut man cine Krankheit, 
ahnlich dcr Blatterrose. Unter heftigcm Fieber er- 
scheinen Stip|>en am Korper, die bis zu 3 ZolJ 
langen schwarzen Blattern werden , welche, immer 
woiler ficssend, eilernde, bronnenden Srhmrnt vcr- 



GAJ— GAL. 



GAL. 



12:j 



ursavhende Sihkden siiriick lassen. — Man meint 
daits die KarabU dkse Krankhcit verursachcii. 

GAJAR, das Kriecheo, Ijaufen, (von Raupen, 
AmelBen , etc ; Schlangen : manjarantar.) Kangkwe 
leojar bitik ta,. wohin der Lauf jener Ameisen? — 
O^ajoTj gajagajar, kriechend, kriechcn. Ikau ma- 
nondjODg ga^ajar kilau uret bulu, du gehst langsam, 
(scfaleidiead,) als eine Buluraupe. — Kagajagajar^ 
anhaliend kriecken. — Gajargcurama, in Menge 
knecfaen. — Baragajar^ alle, in Menge, iiberall 
kriecban. — Manggajar^ kriecbeu; — manggajar, 
hagajar dengan, etwas bekriechen, an, auf etwas 
kviedhem. — Uagajagajar^ hagagajar, oft, lange auf 
etwBS kriecken. — KagajoTy das iangsam voraus- 
konmen, (Mentcben, Boote.] 

GAJAU, das gekratzt werden. Solake batal nja- 
mok bewai, awi pahani gajaue djari buhit, anfangs 
war cs nur ein Miickcnstich, durch sein haufiges 
l>ekratzt sein ist es ein offener Schaden geworden. — 
Gogajfta^ gajagajau, sich kratsen. Ara gutim, ga- 
f^ajao, hast du viel Lause, du kratzest dich? — 
JCagt^ag^JaUy anbaltend sich kratzen. — Baragajau^ 
«lle sich krataen. — Gajaugatella , sich ul)era]l 
kralxea. — Sagajau, einander kratzen. — Mang- 
^jau^ hagajatt dengan, jemanden, etwas kratzen. — 
MtmgganggajoHy imanggajanggajau, ein biscben kratzen. 
— M^gagajaUy hagajagajau, oft, iange kratzen. — 
Taragajau, gekratzt werden konnen, mogen. — Pang- 
fpmjau, der inimer kratzt^ — ein Instrument, (Schale 
efner Kok«snuss,) womit man sich krafzt 
GAJOGAJONG, s. gagajong. 

GAiONG>» etn Schdpflofrel, — entweder die halhe 
Schale eincr Kokosnuss, woran man cinen hdlzernen 
Slael befesttgt^ oder ein Stiick Bambu, das man 
ctwa eine S]>anne lang nind liisst, imdausdeman- 
4kjiU Theile den Stiel schnitzt. — Hagajong, einen 
GajoRg haben, gebrauchen. — Manggajong , etwas mit 
dem Gajong schopfen. • — Hogagajong, hagajogajong, 
«ft, lange sch6pfen. 

GAJUT, djajut, ungewohnt, stiimperhaft, un- 
^eschickt, nichi fliessend und rein (eine Sprache 
spmthen,) uiibehende (bei einer Arbeit.) Haratingku 
wis basa malajn, tapi gajnt aku tumoe, ich verstehe 
wobl die malaiiBche Sprache, aber sprecbe sie stum- 
perhaft. — Gaiut angatku malan, tahi djaton omba, 
ich fnhle niich unl>ehende bei der Feldarbeit, habe 
sie lange nicht mit gethan. — Gagajut, gajugajut, 
djadji^t, etwas ungeschickt, stiimpernd. — Kaga- 
j mg mj uty immer atiimperhaft. — Baragajut, alle et- 
was atnmperbaft. — Pangagajvgajut, alle stiimper- 
hafL -^ Kagajuty Stiimperbaftigkeit. — Mangga- 
j^j stmBperhaft werden lassen, (z. B. eine lange 
fidie in den hauslichen Arbeitcn.) 

GAK, gek, gep, ges, megak,ctc. , plofTcnd, (z. B. 
jenuaden mit der Faust schlagcnd, etwas fallend.) 
— Jfegamegak , megemegek , etc. , wiederholt solch 
Getdn. — Barakamegak, durch viele, an vielen 
Jiatzen solch Geton. 
OALAGALA, s. gagala. 

GALAH, nndang galah, grosse Garnalen, (See- 
krebee^) tiber eine Spanne lang werdend. — Mann- 
licher Name — Gagalah, galagalah, als ein Galah, 
L e. sehr gross (Garnal.) 

GALAK, hell, mit langer Flammc (brennen , eine 
Lampe, etc) Sumbo djaton galak awi kariiwoc, die 
Lompe brennt nicht hell , weil der Docht veri&ohlt 
ist. — Galak aughe, cr hut eine belle, kraftigc 
Stimme. — Gagalak , galagalak , ziemlich hcllc. — 
JfunggeUak, mampagalak, pagalak, hell brennen 
niachcn. — Kagalak^ Hcllc, (Lichl und Slinime.) — 



Pangagalagalak., alle belie. — li idjk indu pang- 
galak olo manandak , er muss Vorsanger sein , uiaclieii 
dass alle laut und bell singen. — la indu pauggalak 
ita liamalem, er ist es, welcher uns des Nachts wacli 
halt, (durch Scberze, Erznhiungeu, etc., wenu. wir 
Flechtwerk verfertigen.) 

GALAM, ein Baum, bloibt ziemlich diinn, hat 
sehr dauerhaftes, ziihes Uolz. Die kleinen Stamm* 
chen hat man gern als Dachsparren. Der Bast wircl 
als Werg zum Kalfatern der Boote gcbraucht. Di<' 
runden, erbsengrossen Friichte habcn oben ein (yriib- 
chen. — Hagaletmy Galam irgendwo wachscn. — 
Manggalanij oben ein Griibchen haben; (Blattern.) 
Amon puru leinbut manggalam, djarang olo beloni, 
wenn die Pocken oben ein Griibchen erhalten , bleibl 
der Mensch selten am Leben. 

GALAMIT, Augenzabne, die langen spitzen Zahne, 
(nur von Hunden und Krokodillen ; von Meuschcn .- 
gigir asb; von Schweinen: gawing.) 

GALAMIT, Knebelbart, (uber den Lippen.) 

GALAN , gagalan , galagalan , kagalan augli , m> 
weit es befohlen ist. la bagawi galan augh, er 
thut (arbeitet) nur was ibm befohlen ist, (nicLt.s 
von selbst, will immer commandirt sein.) — Gaga- 
lan ^ das geleitet, an der Hand gefiilirt werden. 
Anake ta kindjap gagalae, badjeleng tau manan- 
djong, sein Kind, oft sein geleitet sein, es lernt 
daher schnell gehen. — Mangagalan^ ngagalan, liu- 
gagalan dengan, an der Hand leiten, fiihren. Kalah 
ikau ngagalan lengae mamintik, fiihre du ilim die 
Hand beim Zeichnen. — Mangagalagalan, ngagala- 
galan, ein wenig leiten. — Ilagnyalagalan , oft, 
lange leiten^ — Taragagalan, geleitet werden kon- 
nen. — Pangagalan, der oft, gern leitet. 

GALANG, Fundament, worauf etwas steht, rulit. 
Sala ilka arutm, djaton galange, verkehrt der Platz 
deines (aufs Land gezogenen) Bootes, cs hat nicht s 
(keine Baumstamme) als Unterlage. — Naga tii idja 
indu galang petak, die Naga (Weltschlange) ist das 
Fundament der Erde. — Telo djipae impaUiie indu 
galang raung lian bapae, 3 Sdaven hat er geopfcit 
zum Fundamente des Sarges seines verstorbenen Va- 
ters, (bei dessen Todtenfeste.) — BagcUang, sich ver- 
lassen , Unterstiitzung suchen , hoffen. Belom baga- 
iang olo, auf anderer Kosten leben , sich unterlialton 
lassen. — la bagalang mantir, djeta buku kauralie, 
er stiitzt sich auf den Hauptling, das ist die Ursacho 
seiner Dreistigkeit. — llagalang^ bagalang, zum Fun- 
dament haben. Pasabe bagalang batang, sein Hiitt- 
chen steht auf Bamnstiimmen. — Gagalang, galaga- 
lang, Aushtilfc leisten, aushelfen. Kahum lau , belia^ 
Nagara indu gagalan ita, zur Zeit der Hungersuotii 
ist der Reiss von Nagara unserc Aushiilfe. — Aku 
knman baja gagalang bewai, ich esse nur aushclfend, 
(i. e. esse mich nicht satt, nur sovicl durchaus no- 
thig ist.) — Ruinan gagalang sago, (pinang,) nur 
den Urgsten Hunger stillen, (als ob man Sago esse, 
oder Pinangniisse, welche nicht siittigeu, sondern 
nur etwas betauben.) — Kagalagalang ^ immer nur 
wenig (essen.) — ManggcUang, hagalang dengan, ein 
Fundament, eine Unterlage unter etwas Icgcn; bcl- 
fen, unterstiitzcn. — Manganggalang , manggalang- 
galang, ein wenig helfen, etc. — Hagayalfing , 
hagalagalang , oft helfen, etc. — Taragaltrng , mit 
einem Fundaments versehcn werden , unlorstutzt wer- 
den konnen. Panggalang^ der gern unterstiitzt, etc. 
GALANGGO, die kleinen Fniiclitchen an Nangka- 
und Mangkahaibaumen, welche nicht rcif werden , 
son<lrrn vcrtrocknon und ahfallen. — .]faiufal(inift) , 
hagalango, solchc Friichtchcn tragen. 

1(> " 



124 



GAL. 



GAL— GAM. 



GALAP, entfremdet, entwemlet, verldugnet, (Geld 
etc. was man von andern iu Handen hat, oder ihnen 
schuldig ist ;) heimlich wegnehmen. Kiitoh ramongku 
galap awie, vide meiner Giiter sind durch ihn ent- 
fremdet. — Manggalap, mampagalap, pagalap, ha- 
galap deogan, entfremdeo. — Hagagalap, hagala- 
galap, oft eulfremden. — Taroigalaji, entfremdet 
werden konnen. — Panggalapj der immer ent- 
fremdet 

GALAR, i. q. garar. 

GALAS, ein Trinkglas. (Glas: saramin.) — Tali 
galas y ein Bindfaden, welcher mit einer Mengung 
feingestossenen Glases, oder Topfscherben, etc, una 
dem Dotter eines Eics bestrichen ist, und den man 
gebraucht um n»it Papierdrachen gegen einander eu 
hagalaSj bagalaSy fechten, so dass man mit dem 
Faden seines Drachcn den des Gegners abEuschnei- 
den sucht. Es ist das ein sehr gewohnliches Spiel 
unter den Dajacken, bei welchen auch gewettet 
wird. — Manggaku, hagalas dengan, einen Faden 
also zubereiten ; den Faden des Drachen des Gegners 
tTacbten zu durchschneiden. — la manggalas aughe, 
er spricht mit scharfen, beissenden Worten. — la 
manggalas aughku, er stort mich im Sprechen, (wi- 
derspricht, spricht dazwischen, will meine Worte 
abschneiden.) — Hagagakuy hagalagalas, oft mit 
Drachen fechten; oft beissend sprechen, unterbrechen. 
— Gagaku, galagalas, beissend, bitter, (Worte;) 
unterbrechend. — Hagalas , bitter mit einander dis- 
putiren. — TaragalaSy durchgeschnitten werden kon- 
nen. — Panggaias , der immer durchschneidet , bitter 
spricht. * 

GALATEK, ein kleiner Vogel, kleiner als ein 
Sperling; der Schnabel griin, Federn r5thlich grau. 

GALEGET, hulu galeget, bukit galeget, weit ira 
Lande , weit vom Flusse ab. iEkam hulu galeget , 
awe tau madja ikau, du wohnst weit im Lande, 
wer kann dich besuchen! (Denn die Dajacken ru- 
dem gem, gehen nicht gern, wohnen detithalb auch 
fast nur an Fliissen.) 

GALI, alle von einer Farbe haben, (Karten beim 
babujang, Kartenspiele; also alle Karten entweder 
krawar, Treff, kidu, careau, pangka, coeur oder 
kupang, piek.) 

GALIGA, s. batu. — Mangaliga arepc, sich 
schmiicken. 

GALIMBING, cine Schlingpflanze, tragt rothe 
essbare Beeren, so gross ab Erbsen. — Manas ga- 
limbing, eine Perle von Agaatstein, einer Galim- 
bingfrucht ahnlich. 

GALING, das gcdrcht, umgedreht sein. — Mann- 
licher Name. — Hagaling, pagaling, sich etwas 
drehen, schwanken. Batang hagaling awi dahes, der 
Baumstamm schwankt (dreht sich etwas) durcli den 
starken Strom. — Kagaligaling , fortw'ahrend schwan- 
ken. — Gagaling, galigaliug, ein wenig schwanken, 
scliockeln. — BaragaUng. alle schockeln. — Gti" 
langgaling, galinggalinga, rollen, stark schockeln. 
Narai gawim menter gulanggaling hikau, waslicgstdu 
da dich roUcnd ! — Arut gulanggaling awim , das Boot 
schwankt (wippelt) durch dich ; (du sitzest nicht still.) 
Aku mamili arut hapa ganantong idjik galinggalinga, 
ich habe ein Boot gekauft fiir cine Gong, weiter 
nichts; (damit war es l)czahlt, habe nichts weiter 
zugegd)en.) — Kagulanggaling , anhaltend rollen, 
schwanken. — Manggaling , hagaling dengan , schwan- 
ken machen, hcrumdrehen, rollen. — Mangang- 
gaiing, manggalinggaling , ein bischen schwanken 
machen, etc — Hagagcuingy hagaligaling , oft, lange 
schwanken machen, etc — Taragaltng, gerollt etc 



werden konnen, — Panggaling, der alles schwan- 
ken macht, dreht, rollt. — Gaimgany Winde^Rad. 
Amt hai, danum badahes, kalah tampa galingae 
hapa manunda, das Boot ist groM undl der Stioiii 
des Wassers sehir stark, macht eine Winde, data wir 
es Ziehen. — Hagalingan, eine Winde, Rader ha- 
ben; eine Winde gebrauchen. — Aku blaku basara, 
alo rcarku djaton, brangai aku hagalingan takolokkuy 
ich bitte um gerichtliche Untersuchung, obwohl icb 
kein Geld habe, wohl ich will meinen Kopf als 
Winde gebraudien, (verliere ich, so verkaufe man 
mich um die Kosten zu decken, mein Kopf alao 
soil den Process in Bewegung setzen.) — Mcmifga-' 
lingan arut, ein Boot mittelst eines Stricket darch 
cine darauf befindliche Winde fortziehen. -— Tara- 
gaUngan, also gezogen werden kdnneo. — i\ifi^y«- 
lingan, der gern also fortzieht. 

GAUNGAN, 8. gaUng. 

GALUVGGANG, i. q. talinggang. 

GALIS, (nach paham: kagaJis;) in gutem Staiide» 
(Boot, Topf, etc., ganz ohne Fehl;) ohne Schuki, 
unschuldig. TiUUtip iii iriksakn, g^s ia, djaton 
kasalae enen, ich habe ihn genau untersucht, (im- 
terfragt,) er bt schuldlos, hat gar keine Schuld. — 
Gagalis, galigalis, in ziemlich gutem Staode. — 
KagaligaliSy immer, fortwahrcnd im guten Stande. 

— Baragalis, alle ziemlich im Stande. — JVm^o- 
galigaUsy alle gut im Stande. — PangkagaUsj am 
besten im Stande. 

GALOH, weiblicher Name; — auch Ehrennamo 
fiir vornehme Fraucn. 

GALOMAT, Verdcck, (eines SchiiTea.) — Bo- 
oder hagalomatj ein Deck haben. 

GALOMBANG, lange, roUende WeUen; (die knr- 
zen, brechenden: riak.) — Hagalombangy wogen^ 
Wellen haben. — Bagalombang , sich auf den Wei- 
len schaukeln lassen; gegen Wellen stehen kdnnen, 
(Boot, nicht davon untersinken.) 

GALOMBANG, ein Pfuhl, Pfutze, (in der die 
Schweineund BufTcl baden.) — Mangalombang ^ nga- 
lombang, in einem Pfuhle liegen, sich baden. 

GALONG, ein Bund, (hauptsachlich vom Rottan 
gebraucht.) Man hat galong bakal, worin 200 StiidL, 
und galong sampit, in denen nur 40 Stuck Rottan 
sind. — Bagalong, in Bunde gebunden sein; bei 
Buuden (verkaufen.) — Bagalogalong , viele Bunde. 

— Manggalong, hagalong dengan, Rottan in Bunde 
binden. — iEwen manetes, aku hagagalong (bagalo* 
galong) bewai, sie schneiden den Rottan, ich binde 
ihn nur immer in Bunde; (schneide nicht mit.) — 
Uai galong, gcwohnlicher Rottan, so wie er im 
Bunde bt, (entgegenstehend dem uai budjoh, ana- 
gewahlten Rottan.) 

GALONGAN , ein im Innern Bomeos wachsender 
Baum; aus seinem Safte wird ein starkes Grift be- 
reitct. 

GALONGAN ajam, ein Geback, Backwerk, hal 
die Gestalt eines halben Mondes. 

GAM, gum, mcgam, megum, platsch! (Gd&ut 
als wenn z. B. ein Krokodill nach etwas schnappt.) 
Gam badjai manungap bakai, platsch schnappt daa 
Krokodill den Affen. — Gumgam, megamegam, wi- 
derholt solch Gelaut 

GAMAGAMA, gagama. 

GAMAT, eine gelbgriine Feuchtigkdt, welche 
man hinten im Leibe der panganen, Riesensch lange, 
Hudet; man gebraucht sie als Arznei bei Wun- 
den, darf sic aber nicht darauf tiiun, sondem 
schmicrt sie umhcr. — Manggamat, mit Gamat be- 
klreichen. 



GAM— GAN. 



GAN. 



125 



GAMBALA, peres gambala, Schwindsucht. 

GAMBAIiAN, i. q. das malaiische gamalan, eiii 

Chor ▼enchiedener , zusammengehurender Musikin- 

•trunente; ein vollstandiger gambalan besteht aus: 

I garantong,. (kupfeme Kessselpauke ;] 3 kangka- 

iKMig, (kleine garantODg;) 2 Paar raraup, (Becken;) 

i biiakbetong, (Art Harmonika mit kupfemen 

Stabchen;) 1 gambang, (fast als das bisakbetong, 

aber mit bdlzemen Stabeoj) 1 sarunai, (Art Trom- 

peU;) 1 suling, (Flote:) 1 garadap, (Art Violine;) 

1 ijaoduig, (TromnieL) — Bagambalan, den Gam- 

bidan bespielen. 

GAMBANG, a. gambalan. (Der gambang hat 15 
b&lieroe Stabe; der bisakbetong nur 7 kupfeme.) 

GAMBAR, (Bandjarsch,) Bild, Gemalde. — Mang- 
gmrnkm^ mangambar, malen , abmalen, (z. B. ein Uaus.) 
GABIBEGAMBENG , s. gagambeng. 
GAMBILI, eine Pflanze, der Gorke ahnlicb, aber 
die in der Erde wachsenden rothlichen essbaren 
Fradite kommen ziemlich mit den Kartoffeln iiberein. 
— Gambill dara, Art Gambili, welcbe die Gestalt 
does kleinen BaumwoUen-Baumes hat ; die KnoUen 
fiiod weiM. 

GAMfilR, Gambir; wird zusammen met dem Si- 
rib geLut. — Manggamhir sirih, Gambir bei dem 
Sirih thun. 
^ GAMfiOH, der Magen. — Hagamhoh, bagamboh, 
doeo Magen haben ; btigambo auch : gefrassig sein. 
Ok) U bagamboh , der Mensch ist ein Vielfrass. 

GAMPANG, (malaiisch, = murah,) leicht, ge- 
nachlich. Ableitungen als bei marah. 
GAMPAR, 8. geger und gigirgampar. 
GAMPIR, (Bandjarsch, = bamhai,) nachst ein- 
SBder; aile Ableitungen als bei bambai. 
GAMPONG, mannlicher Name. 
GANA; wie jeder Mensch und jedes Thier 
one hamUtrua , Seele, hat, so hat jedes leblose (also 
fur den Dajack doch nicbt leblose) Ding eine gana. 
Von Reiss, Geld und Zeug sagt man aber auch, 
<bai lie eine hambarua haben, von Uackmessern, 
beiligen Tdpfen und Gold nennt man es sowohl 
bambania als gana. — Diese gana konnen ihre Be- 
liauiongen verlassen, und zeigen sich dann auch 
oft, jedoch nur schlafenden Menschen im Traume ; 
Me hiben alle menschliche Gestalt, einige jedoch, 
besondere die der Baume, zugleich schrecklich und 
f^etpeBstisch. — Einige Dinge, (Hackmesser, heilige 
T^e, Gold,) haben gute gana; — die gana von 
Aoderen, (z. B. von Hausern,) kdnnen gut oder 
bote idn, daher denn das eine Haus gesund, gliick- 
ijcb, das andere ungesund, ungliicklich ist; — die 
meisten gana , z. B. die gana aller Biiume sind aber 
hote, — Den bosen gana bringt man Opfer, wenn 
nun durch sie krank geworden zu scin meint, (z. 
BL wenn man krank wird bald nachdem man Uolz 
fsefallt hatte.) Den gutcn gana der Hackmesser, 
Topfe etc giebtmanjahrlich, im Bcginn der Erndte, 
cine Festmahlzeit. — Kaju hagana papa, die Biiume 
haben bdse gana. — Gagana, ganagana, als eine 
gaoa, erschrecklich , Furcht oder Erstaunen er- 
weekend. i£ka beta mikuh aku, gagana, die Stelle 
liort furcbte ich, das ist ein schaudererrcgender 
Platz; (z- 3. sehr duster, schwarzes Wasscr, etc.) — 
Gana J ganalabata, Ungliicksursach. Ganan ajum 
bihin awen hapatai, es war dcine Schuld dass sie 
damals einander fodteten. — JBctgana, manggana, 
Scbuld an einem Ungliicke sein , ein Ungliick verau- 
laaaeo. Bagana ikau nihauarutku, oder: ikau mang- 
gana arutku nihau, du hast es Schuld, dass mein 
Boot verloren ist. 



GAN AG AN AS, s. baganas. 

GANAL, grob, (Zeug.) — Ganal aughe, unhoflich 
seine Worte. — la ganal ataie, er nimmt leicht et- 
was libel, wird leicht bdse. — Gagancdy ganaganal, 
ziemlich grob. — KagcMaganal , immer grob (spre- 
chen.) — Baraganal, alle ziemlich grob. — Panga' 
gemaganalt alle grob. — Kaganal, kagaganal, Grob- 
heit, Unhdflichkeit. — PangkagancU, am grdbsten. 

GANANG , der Schein , das Schimmem, z. B. von 
etwas was tief im Wasser liegt, und nicht deutlich 
gesehen werden kann; Wunsch, Begierde. Ta pi- 
saum hong sungai, babala ganange, da liegt dein 
Messer im Flusse, sein Schimmem ist sichtbar. — 
la marajap ganange mahin dia aku tawae, dass er 
ein Schelm ist, davon wusste ich auch nicht einmal 
cinen Schimmer, = ganz und gar nichts. — Aton 
ganang nana, es ist Schimmer von Eiter, (in einer 
reifenden Schware.) — Djaton ganangku beken ma- 
dob manahor utangku wai, ich babe keinen andem 
Gedanken, (Wunsch, wurtlich: es schimmert mir 
nichts anders vor,) ich denke nur daran meine 
Schulden zu bezahlen. — Baganang, mangganang, 
bedenken, Sorge haben. Ikau busibusik bewai, dja- 
ton baganang kadjariom dapit, du spielst nur, be- 
denkst nicht was spater aus dir werden soil. -— 
Mangangganang , mangganangganang , ein wenig be- 
denken, sorgen. — Hagaganang, haganaganang, im- 
mer bedenken, sorgen. — Pctnggcmang, der immer 
an etwas denkt, Sorge darum tragt. — Haganang, 
gaganang, ganaganang, schimmem. — Baraganang^ 
iiberall schimmern. 

GANDALI , Zaum (fiir Pferdc, Biiffel.) -— Mang- 
gandaliy lenken. 

GANDAMAN, s. baragandaman. 

GANDANG, eine etwa 5 Fuss lange Trommel, 
nur an ciner Seite mit einem Tambit (Trommelfell, 
gewohnlich Hirschfell,) iiberzogen ; wird mit der Aa- 
chen Hand bespielt, wobei die Gandang zwischen 
den Beinen runt. — Gandang mara^ 2 — 2^ Fuss 
lang, an einem Endebreitcr als am andern, wird auf 
beiden Seiten mit Fell bezogen und bespielt; das 
j breite Fell obcn heisst ham, das kleinere unten kam- 
piang oder sampiang. Es gehoren immer 2 Gandang 
mura zusammen, eine mit starkerm Klange, panggu' 
long, die andere schwachere, paningJca. — Bagan- 
dang, auf der Gandang spiclen. — Mangandang 
olo, zu jemands Ehrc trommeln. — Olo beta gan- 
dang garantong, (oder: bagandang bagarantong ,) sie 
machen dort Musik, (mit vcrschiedenen Instrumenten 
zugleich.) — GandcMggandanga, larmen. Hapus 
lewu olo gandanggandanga, im ganzem Dorfe larmen 
die Menschen , (z. B. hacken Holz, etc.) — Uagan- 
dangan garantong, eine Garantong (kupferne KesseU 
pauke) probiren, (verschiedene dersclbcn schlagen, 
um den Klang zu probiren, z. B. wenn man eine 
kaufen will.) — Hagandang, gagandang, gandagan- 
dang, flackern, zittern; (der Ton einer Trommel 
flackert gcwissermassen, das geschlagene Trommelfell 
zittert.) Paham njalan apui, hagandang, gross die 
Flamme des Feuers, sie flackert. — Gagandang aku 
awi badjai, ich zittre des Krokodills wegen. — Kor* 
gandagandang, anhaltend flackern, zittern. — Bara- 
gandang, iiberall flackern; alle zittern. 

GANDAR, der Hals eines Messers, einer Lanze, 
(unter der eigentlichen Klinge und iiber dem Griffe,) 
Uagandar, solch einen Hals haben. 

GANDER, (Bandjarsch,) das durchnahet sein, (Ma- 
traze, Decke.) — Bagander, hagander, durchnahet. 
— Manggander, durchn'ahen. 

GANDIS, ein dicker aber nicht sehr hoherBaum; 



126 



CAN. 



GAN. 



clus sehr festc, ziihe Holz wird ku Stielen von bliong, 
Beilen, gcbruurht. Diegelben, sanciiichen, eigrassen 
Friichte werden gegessen. 

GA^DIS, (kann nicht allein stchcn, siets hintcr 
hndjok; alio Ableitungcn too gandis abec kdonen 
allein gebraucht werden;) budjok gandis, Lagandis, 
unsittliches, su freies Betragen; dasPrahlen, Gros»- 
sppecben. Budjok gandise dcngan sawan olo ktlau 
clengan olo balian, er betriigt 8icb gegen Eheweibcr 
M> frei als gegen Balian, (Zauberinnen nnd Huren.) 

— Pabam kagandise masauan kaunihe akan olo, 
mit grosser Prahlcrei erziihlt er den Menschen von 
seiner Tapferkeit — BagandUy liagandis, unziichtig 
ansprecfaen, sich frei betragen; prahlen. — Gtiffan- 
(b's, gandigandis, Kiemlich bagandis. — Kagandi- 
(fondis, anbaltend bagandis. — ^ara^nd(>, alle ba- 
gandis. — Mangandis arepe, sich frei, anstdssig be- 
tragen ; prahlen. — Mangangandis, mangandingandis 
arepe, ein bischen mangandis arepe. — Pangandi's 
arepe, der sich immer frei betragt, etc. 

GANDJA, m'annlicber Name. 

GANDJAI, (bas. Sang. = manjilo,) an Gichi 
leiden. 

GANDJAR, (Bandjarsch ,) Geschenk, Gnadenge- 
schenk, Belohnung, (von der Obrigkeit.) Pira gan- 
djare inenga Rasdin, basa i^ djari manawan bigal, 
wic vie] Belohnung hat ihm der Resident gcgeben, 
weil er die Rauber gefangen hat.** — Bagandjar, 
Belohnong erhalten. — Manggandjctr y jemandem 
eine Belohnung ertheilen. 

GANDJIGANDJING, s. gagandjing. 

GANDJIL, miihsam ku berechnen, zu thcilen; 
fehlen. Gandjil bagin upah ita, ita lima tarima 
tenga du'a, es ist mdhsam unsern Lohn zu theilen, 
wir empBngen unserer 5 anderthalb (scil. kiping = 
3 fl.) — Sukup sadjampal ndau , toh gandjil telo ; 
duit, es war eben 1 fl. voll, nun fehlen 3 Duit 
daran. — Gagandjil, gandjigandjil , etwas miihsam, 
ein.wenig fehlen. — Kagandjil, die Miihsamkeit 
(etwas zu berechnen, etc.;) das Fehlen, Entbrechen. 

— Mangandjily wegnehmen, (etwas von geziihltem 
Gelde, etc.) 

GANDJIR, (nach paham auch: kagandjir,) Un- 
nihe, das uberall umherlaufen, Hurenhaftigkeit. 
Awi gandjir pondokm arut lungganglungging, durch 
die Unmhe dcines Sitzens wackelt das Boot. — Pa- 
ham kagandjire, hotahcta tandjongc, gross seine Un- 
ndie, er lauft iibcrall umher. — Paham kagandjire, 
asal ingarumis palus nahuang, gross ihre Hurenhaf- 
tigkeit, wenn sie nur angcriihrt wird, will sie gleich. 

— Bagandjir, unruhig, herumlauferisch , hurerisch. 

— Gagandjtry gandjigandjir, etwas unruhig, etc. — 
Kagandjigandjir , fortwahrend unioihig, etc. — Ba- 
ragandJiTy alle etwas unruhig, etc. — Bangagandji^ 
gandjir y alle unruhig. — Pangkagandjt'r y am unru- 
highten, etc. — Mangandjir, manggandjir, bagandjir 
deiigan, Jemandcn unruhig, herumlauferisch machen. 

GANDJUR, s. tumbak gandjur. 

GANDUT, i. q. bigal, das Tanzen. Beim dajack. 
bigal wird mehr mit den Handen und Fiissen ge- 
stampO, bcim malaiischen gandut werden die Glie- 
der mehr vcrwrungen. — Gandut, cin Tanzmiid- 
chen. — Alle anderen Ableitungeu so als bei bigal. 

GANG, 8. lilap gang, unter lilap. 

GANGAGANGAS, s. gagangas. 

(JANGGAIIEPEN, (bas. Sang. == palok,) umfasst 
werden. Limok hai, ganggahcpen pulu, cin dicker 
Lunokbapm, 10 Menschen konncn ihn erst um- 
^pallllcn. 

GANGGAGANGGANG, s gaganggang. 



GANGGAMAN, MafTen, (CoUeclivname fiir nlle 
Arten.) — JIaganggaman , baganggaman, Waiieii ha- 
ben, gewaffnet sein. 

GANGGANG, pampahinau, Waffen welche man 
den Todten in den Sarg mitgiebt. — Manggcmggmtff^ 
mampabinau, WafTen niitgeben. Lundju toh ha- 
pangku mampabinau hantun apangku, diese Lanse 
will ich als WafFc der Leiche meines Vaters In den 
Sarg mit geben. 

GANGGARANAN, gangguranan, (has. Sang. :=3 
inggara) genannt werden. JEwe ganggaranan anun, 
wic wird dein Name genannt? 

GANGGERANG, (bas. Sang.) ein Name des Njaro, 
des Donnergottes. 

GANGGO, veHiindert, gehindert. Ganggo awi 
anakku aku , djaton toto tau malan, ich wenle diircli 
mein Kind gehindert, ich kann nicht gehdrig auf 
dem Felde arbeiten. — Gaganggoy ganggoganggo, 
etwas gehindert. — Kaganggoganggo ^ fortwitfireiMl 
gehindert. — Baraganggoy alle etwas gehindert. — 
Pangaganggoganggo y alle gehindert — ManggamgOy 
haganggo dengan, mampaganggo, paganggo, hindem, 
aufhalten, storen. — Mangangganggo ^ raanggang- 
gougganggo, ein wenighindem. — Uagaganggo, ha- 
ganggoganggo, oft, immer hindern. — Kaganggo, 
das gehindert, aufgehalten sein. 

GANGGONG,'cin Gcwachs, dem Kudjang Shn- 
lich; man fiittert die Schweine damit. 

GANGGULO, (bas. Sang. = idja mampahaiak, 
pandohop,) der mitgeht, Heifer. Djaton ganggulongkn 
l>eIom, ich babe niemand, der mien unterhalten hilft. 
— Hagangguh, helfen. — Gewdhnlich Dajackach: 
manganggulo, nganggulo, helfen, beschirmen, be- 
wahrcn, (Gotter den Menschen, — wird aber aacb 
von Menschen gpsagt.) Djaton kabawa aku ngang- 
gulo anak ta, pahalau panandjong, ich kann das 
Kind nicht bewahren, es lauft allzu vicl umher. 

GANGGULON, s. gagulon. 

GANl, raannlicher Name. 

GANIL, s. gunal ganil. 

GANG, mannlicher Name. 

GANOK, weiblicher Name. 

GANTA , eine Glocke ; eine Hausuhr. (Malaiisch.) 

GANTAL badjai, eine Schlingpflanze , wird etwa 
so dick als ein Finger ; die Friichte von Gestalt und 
Grosse wie ein 3 Pfennigstiick. 

GANTALANG, eine Art sungkup, Manggisbanm ; 
die sauerllchen Friichte sind etwas grdsser als die 
gewdhnlichen Manggis. 

GANTANG, ein Maass, fiir Reiss, Sals, Oehl, 
etc; ein Gantang soil 5 kati, etwa 6| H Reiss hal- 
ten. — Bagantangy etwa einen Gantang (Sals, etc;) 
bei Gantangs (verkaufen.) — Bagctntagantang y viele 
Gantang. Aku djari manenga bchas akae baganta- 
gantang, ich babe ihm schon vielc Gantang ReiM 
gegeben. — Mangantang, hagantang dengan, rait 
dem Gantang messen, zumesscn. — Hagaganttauf y 
hagantagantang, oft messen, zumessen. Humong ikaa 
hagagantang akae, djaton ia manahor, du hist dumm 
dass du ihm so oft zumissest, (scil. Reiss, Reis 
giebst,) er bezahlt es nicht. — Djari lepah kamttmg 
behas, ist das Messen des Rcisscs beendet? 

GANTAii, rcchts; rechtc Seite. lU babuhit lengae 
gantau, er hat einen offenen Schaden an seiner 
rechten Hand. — Humangku hila gantau muHk, 
mein Haus liegt an der rerhten Seite den Fluss 
auffalirend. — Mangantau^ auf der rechten Seite 
liegeu, mit der rechten Hand. — Humangku ma- 
ngantau sungiii, mein Haus stcht rechts am Fh'isa- 
chen. — Aku djaton tau nianclck knju manjambil. 



GAN. 



(;Ax\— GAR. 



127 



maiigantau bewai, ich kann kein HoU mil dor 
liukea Hand kappcn, nur mit der recliten Hund. 

GANTI, kanti, (Bandjanch, = takiri,) Matt, 

anstatt, Stellvertreter. Anakku indu gantin taha- 

»engkii, mein Kind ist dcr Stellvertreter meines 

Aihems, (wird statt meiner sein, wenn ich gestorben 

bin.) -— Baganti^ abgeldset, abgerufen, verfungen 

werdeii, (Ton einem Posten.) — Haganti, hakanti, 

abweckielnd. ^wen manonggo haganti, sic lialtea 

abwecWInd Wacbe. — Hagagantiy hagantigauti , 

bakakinti, bagaganti, bagantibagirir, immer wech- 

selwdse, abwechscbad. — Manganti, anstatt ctwas 

geben, machen; wechseln; vergiiteu, ablcjscn. Djihi 

idjatanbok, patut ingantt, dcr eine Pfeilcr ist 

iBoncb, er mu^ verwechsclt wcrdeii, (cin anderer 

an saner SteUe gesetzt wcrden.) Aiutm lusak awiku, 

bdik aku maogantie , dein Boot i^t durch mich 

verdorbeii, ich will es ersetzeu, (dir eiu anderes 

daiur f>eben.) — Mangbnganti, raangantinganti, 

rinen Tbeil Tergiiten. 

GANTINGAN, i. q. gunting. 

GANTJANG, «tark, kraftig, eifrig. lii gantjang 

naton kija hai, er ist kra£tig um einen grossea 

Bmm ZQ tragen. la gantjang malan, er arbeitet 

tuchtig anf dem Felde. — la gantjang kuman, er 

ittl gierig und viel. — Gagantjang , gant jagantjang , 

ziernlich stark, etc. — Kagantjagantjang , anhaltend 

knftig, etc. — Baragantjang, alle kraftig. — Mang- 

^aa(;(n^,bagantjangdengan, eifrig ctwas thun; starken. 

Kiuain helo hapa manggantjang arepm, iss erst um 

<iick su starken. — Kagantjang, kagagantjang, 

Starke, Eifer. — Gantjangan, Starke, Starke verleihen- 

<les Zanbermlttel. la batapa manggau gantjangan 

into dewa, cr sondcrt sich a]> zu gotzendienerischcn 

HandluDgen um Starke verlcihendc Zaubermittcl 

Ui den Dewas zu sucben. 

GAiNTJANGAN, s. gantjang. 

GANTJIK, i. q. gasik. 

GANTJOR, mannlicher Name, (von kantjor, 
Wcister.) 

GANTONG, bagantong, hoch, lang. Uuma gan- 
ioDf^ ein hohes Haus. Aku gantong bara ikau , ich 
bin liinger als du. — i£wen manandak gantong 
aogbe, sie singen mit hober (zugleich starker) Stinune. 

— Laa gantong sendok ita njelo ta. Hunger dass 
wir die Ldffel aufhangen konnten war da8 Jahr, 
fe» war grosse Hungersnoth.) — Gantongan, ein 
GaJgeo. — Bagantong y gebangen scin; irgendwo 
baojien. — MatS bagantong, am Galgen sterben. 

— Pisauku I>agantong hong kaju beta, mein Mcsser 

Huuigt an jenem Baume. — Aku belom bagantong 

iiitii amaku, ich lebe hangcnd an meincm Ohcime, 

= er sorgt fiir mich, unterhalt mich. — Kaganto^ 

gaming, fortwahrend aufgehangen sein, hiingcn. — 

BaragoMioHg, alle aufgehangen sein, hangen. — 

Pamgagantogantong , alle hoch, lang. — Gagantong, 

gaDtogantong, ziemlich hoch. — Pangkagantoiig^am 

lidcfatteo. — Manggantong, bagantong dcngan, ha- 

kjAtoog dengan, (baa. Sang, liagantongan,) aufhiin- 

jpen. — Mangantong J hoch sein, wcrden. Wajah 

|f»i*laog pasang mangantong, toh parang soho, in 

der trocknen Zeit wird die Fluth uur hoch (stcigt 

Dur, bleibt aber doch innerhalb der Ufcr,) jetzt ha- 

Leo wir alles iibcrstromendc Fluth. — Mangantong^ 

DMiBpagantong , erhdhen, aufhohen, hoch machen. 

pAj^uifong timbok djalan tii, machc hoher das Auf- 

)*dbdht sein des Weges, (hohe ihn tiichtig auf.) — 

Aku mangantong anakku budjang, djaton aku radjin 

fplo paham madja, ich babe erhohete (i. e. schon 

alt«) mannbare Tf)chter, ich halve cs nicht gcrn 



dass man mich yicl besucht. — Mangangantomg , 
mangantongantong, ein wenig erhohen. — Hagagan- 
tong, hagantogantong , hakakantong, oft, immer er- 
hcihen, aufhangen \ immer bei sich behalten , hoch 
(i. e. alt) werden lassen. la hakakantong anake, 
djaton maku mampabanae, er halt seine Tochter 
immer bei sich , wUl sie nicht verhciratheu. — Ka- 
gantong, kagagantong, Hohe. 

GANTONGAJS, s. gantong. 

GAP, plotzlich. Beuteng aku kotakotak, gap ia 
dumah, als ich mitten im Redenwar, kamerpldtz- 
lich. 

GAP, mcgap, trappelnd, bunsend (z. B. Gctiin 
wenn Menschen und Hunde gchen, wenn ein Stiick 
Holz fallt, etc.) — Megamegap^ bamegamegap, an- 
haltend solch Geton. — - Barakamegapy durch viel«* 
solch ein Geton. 

GAP A, 8. gojanggapa ^* gupanggapa. 

GAPAK, bagapak, i. q. gajut, nicht fliissig (spre- 
chen,) und i. q. gapidi , ungeschickt; die Ablcitungen 
wie bei jenen Wortem. 

GAPiEH , bagapah, ungeschickt, langsam, faul, (ar- 
beiten , besonders bei solchen Arbeiten , welche man 
noch nicht recht versteht) — Gagapah, gapaga^vah, 
etwas ungcschickL — Kagapagapah, fortwahrend un- 
geschickt. — Baragapah, alle etwas ungeschickt. — 
^Pangagapdgapah, alle ungeschickt. — Kagapahy Un- 
gescliicktheit, Langsamkeit, Faulheit. 

GAPEK, mannlicher Name; (von kapek, ein Korb.) 

GAPI, dichtbci, nahe. lii mondok gap! aku, er 
sitzt dicht bei mir. — Gagapi, gapigapi, ziemlich 
dicht bei; (befehlend: ganz dicht.) — Kagapigapi, 
fortwahrend dicht bei. — Hagapi, dicht bei ein- 
ander. — Baragapi, alle diclit bei einander. — 
Manggapi^ nahern, nahe hinzu gehn, dicht zusam- 
men bringeu. Kiklah ikau manggapi olo ti'i, balalu 
manawan ia, niihcrc dich doch dem Menschen, und 
uimm ihn dann plotzlich gefangen. — la manggapi 
amte dengan batangku, er brachte sein Boot dicht 
an meiuc Flosse. — Manganggapi, manggapinggapi , 
ein wenig nahern , nahe geben, nahe bringen. — Ha- 
gagapt'f hagapigapi, oft nahern, etc. — Taragapt\ 
nalibar, zusammengebracht werden konncn. — Pang- 
gapi, der immer nahe geht, nahe bringt. — Pagapi, 
kommen, hinzukommcn, beriihren. Ujah sana pa- 
gapi danum, lenjoh, sobald Salz ans Wasser kommt, 
schmilzt es. — Amon ia ])agapi beta, nihau ramon 
olo, wenn cr dorthin kommt, gehen Giiter verloren, 
(denn er ist dicbisch.) 

GAPIR, mannlicher Name. 

G^VPIT, das Dammspiel. — Bagapity Damm spiclen. 

GAPIT, Baumstamme oder Holzstiicke, welclui 
man an die Seiten eines aufs Land gczogenen Bootes 
iegt, damit das Boot fest stche. — Afanggapit , soldi 
Holz an ein Boot legen; jemandem im Range der 
Nachstc sein. Guna idjii bakas lewu, Marat mang- 
ga])it iii, (oder panggapile,) Guna ist der Hauptling 
des Dorfcs, ihm folgt Marat (oder: ist sein Nachster, 
der zweit angescheuste.) — Panggapitj der jeman- 
dem im Range der Niicliste ist. 

GAPUR, mannlicher Name, (von kapur, Kalk.) 

GAR, megar, i. q. gap, aber starker, wenn man 
stark trampeintl geht, wenn schwere Dinge fallen; 
dieselben Ableitungen. 

GARA, mannlicher Name. 

GARABUS, s. grabus. 

GARADAP, inlandiscbe Violine. In cincm limgli- 
chen, etwas nusgehohl tern Stiicke Holz wird die hall>e 
Schale einer Kokosnuss befestigt, und ein Fell, ge- 
wohnlich das des Fisches Buntal, dariiber gespannt ; 



128 



OAR. 



GAR. 



dann werden 2 Saiten, (Bindfaden oder Kupfer- 
dratb,) iiber den Steg hingespannt, welcher am 
Ende des KokosnusschaJe steht. — Hagaradap, eine 
Garadap haben. — Mangaradap, gespaoDt scin. 
Knaie mangaradap awi badus, sein Baucb ist dick 
iind gespannt durch die Wassersucht. 

GARADAP, s. garudop garadap* 

GARAGAI, ein Baum; die etwas bittern, ovalen, 
faustdicken Friichte werden gegessen. 

GARAGAN, i. q. djaragan. 

GARAGAP, garugos, poltemd Geton. Narai talo 
lawo? garagap. "Was fallt da? es poltert. — Ga- 
rugop garagap, garugosgaragas, stark poltemd, lar- 
mend. Garugosgaragas aso hatangkarap beta, furcht- 
bar larmend beissen die Hunde sich dort. 

GARAGAR, schlechtes, sprddes oder £u weiches 
Eisen; (Eisen: sanaman.) Pisaum garagar bakale, 
dein Messer ist von schlechtem Eisen. 

GARAGAR ANG, s. gagarang. 

GARAGAS, wird zur Verstarkung hinter gamgos 
gefugt, s. garagap. 

GAKAK, (Bandiarsch, = goet,) das sich bewe- 
gen; Tom Platze kommen. Aton angat garak huma 
awi barat, man fiihlt, dass das Haus sich bewegt 
Yom Sturme. — Bagarak, hagarak, sich bewegen. 

— Manggarak, etwas bewegen, vom Platze brlngen. 

— Taragarak, bewegt^ vom Platze gebracht wei^en 
konncn. 

GAR AM A, s. gajargarama, unter gajar. 

GARAMBING, s. garumbang. 

GARAN, das aufgesetzt sein, (ein Topf auf das 
Feuer.) — Tiring garan rindjing, schrag das aufge- 
setzt sein der Kochpfanne. — Manggaran, nangga- 
ran, hagaran dengan, aufsetzen, (Topfe aufs Feuer.) 

— Hagagaran^ hagaragaran, oft, lange aufsetzen. — 
Tcaragaran^ aufgesetzt werden konnen. 

GARANAT, s. manas. 

GARANG, mannlicber Name. — Garagarang, s. 
gagarang. 

GARANGGING, s. boang. 

GARANTANG, s. garuntong. 

GARANTONG, ein kupfernes Musikinstrument, 
Art Kesselpauke, der Gong der Malaier. — Haga^ 
rantong, Garantong haben. ^^ Gandang garantong, 
bagandangbagarantong , s. gandang. 

GARAR, galar, ein Ehrenname, (von der Regierung 
gegeben.) — Bagarar^ einen Ehrennamen haben. — 
Manggaravy einen Ehrennamen geben. 

GARASAK, s. garisik. 

GARASANG, s. garusong. 

GARENENG, wird zur Verstarkung hinter ukir 
gefugt; s. ukir. 

GARESiEH, s. garusohgaresah. 

GARETEK, das Klopfen, klopfend Getdn. Narai 
augh gareteke hong blawang, aton olo, was ist das 
fiir ein Klopfen an der Thiir, sind Menschen da? 

— Gagareteky anhaltend klopfen. Blatok gagaretek 
beta hong kaju (oder : manggaretek kaju,) der Specht 
klopft dort auf dem Baume, (btklopft den Baum.) 

GART, (Bandjarsch,) i. q. pundang. 

GARIDING, Maultrommel, (Musikinstrument,) 
wird vom Baste der Blatter der Bendangpalme ge- 
macht ; (man hat aber auch stahleme, welche tahun- 
tong beissen.) — Manggaridingy mangariding, auf der 
Maultrommel spielen. — Panggariding y deroft, gern 
auf der Maultrommel spielt. 

GARIGARING, s. gagaring. 

GARIGIR , die horizontal laufenden Holzer in den 
Wanden. (wogegen die Blatter der Wandc liegen; 
die aufrecht ttchcnden, an welchen die Garigir fcst- 



gebunden sind, hcissen Raradjak.) — Humangkuba- 
garigir humbang, mein Haus hat Garigir voDBambu. 
— Manggarigiry mangarigir, ngarigir, die Garigir an 
den Wanden machen. 

GARIGIT, ein 6—7 Fuss lang werdendea Graa, 
sehr scharf, wachst sehr schnell und ist Hast nkht 
zu vertilgen; wo es wachst, lasst es nichts anderas 
auf kommen. — Hagarigity Garigit irgendwo aeiii, 
wachsen. — Mangarigit, ngarigit, lang aber nor 
diinn aufwachsen , (von Pflanzen und auch von Men- 
schen gebraucht.) 

GARIMARIMAI, garimagarimai , i. q. gagarimai. 

GARINANG, i. q. grinang. 

GARINDA, grinda, batu grinda, ein Schleifitein, 
(welcher uragedreht wird; andere,: batn asa.) — 
Tukang garinda, der zu schleifen vertteht, (Agaat- 
steine, etc) — Mangarinday hakarinda dengan ^ 
schleifen. — Bagarindoy geschliffen. — JPamparidaf 
der gem, oft schleift, es versteht. 

GARING, Elfenbein. — Garing Untdofa, das 
Weisse im JEi; (der Dotter: bulau.) • — Garingyhtkn- 
djalotong garing, ein Baum; das Holz wird an Bret- 
tern, die Wurzeln werden zu Pfeilen verarbeitet. — 
Garing y ein Baum im Sangianglande; feines Zeug 
trikgt er statt Blatter, Gold sind seine Bluthen, adne 
Friichte Agaatsteine; die Enden der Zweige sind 
Lanzen. 

GARIP, (hollandisch,) Griffel, mit dem man anf 
der Schiefertafel schreibt. 

GARISIK, rascbelnd Geton, als wenn M&ase darch 
trocknc Blatter laufen. — Mannlicher Name — Ga- 
risik garasak , lang anhaltend und stark sokh Getdn. 
Blawau garisik garasak hong sapau, die Ratten m- 
scheln in Menge im Dache. 

GARIT, panggarit, ein langes Strick, an denen 
Ende ein Stiick Blei und Dornzweige gebunden wer- 
den; wird gebraucht, um etwas, was ins Wasser ge 
fallen ist, zu suchen und heraus zu fischen. — 
Manggarity hagarit dengan, etwas mit einem Garit 
suchen; auf, iiber etwas hcrstreifen; verbliimt, an- 
ziiglich sprechen. Tcah danum, manggarit palem- 
pang djukong, das Wasser ist niedrig, das Boot 
streicht auf dem Grundc bin. — Tawangku Vk ha- 
kotak manggarit aku, ich weiss er spricht aaf mich 
zielend. — Manganggarity manggaringgarit, ein we- 
nig manggarit. — Hagagarit, hagarigarit, oft, lange 
manggarit. — Kagarigarity anhaltend iiber etwas 
hinstreichend , anziiglich. — Baragarit, alle dartiber 
hinstreifend , anziiglich. — Panggarit, der immer 
verbliimt, anziiglich spricht. 

GARITIK, klcine aus dem Boden des Wassers 
aufsteigende Blasen , (z. B. wenn etwas hineingefalleo 
ist, wenn Wasser zu kochen anfangen will; grosse 
Blasen: kanderek.) — Manggaritik y kleine Blasen 
auf kommen machen. Heta lauk manggaritik hoi^ 
danum, da macht ein Fisch kleine Blasen im Was- 
ser aufkommen. 

GARO, Ranch werk. Es giebt viele Arten deuel- 
ben; gewdhnlich werden mehrere Sorten durch ein- 
ander gemcngt; in Pulo])etak gebraucht man nur 
Holz und Harzals Weihrauch, z. B. von den B&amen 
ramas, pilau, von den Schlingpflanzen kalanis, sa- 
wang kelep, gusar. — Garo, weiblicher Name. — 
Hagaro, rauchern; (zur Ehre von G6tzen.) — M€mg~ 
garo, Ranch werk suchen, sammeln; etwas beriu- 
chern, (Kleider etc.) — PanggarOy der oft Rincfa- 
werk sammelt. — PahagarOy der oft R&uchwerk 
gebraucht. 

GARONG, ein Baum, wird sehr dick und hoch, 
30 — 40 Fuss im Umfange ; das Holz ist nicht dauerhaft. 



GAR. 



GAR— GAS. 



129 



GARUDAN, eine Rcibe, Raspe, bestelit in Pulo- 
pciak nor in dnem Brette mit eisernen Stiften be- 
achlaijeiif derea SpiUen aussteben ; aiich die scharfcn 
Blatter des Badjonganroitan werden an elnander 
gereiht als Raspe gebraucht. — Hagarudan, eine 
Kcibey Raape haben.^^ Mangarudau ^ manggarudan, 
Tunen. 

GARUDI, eine Art Bobr, sieht aus ala ein sclima- 

ler Meiaael; man aehUgt ihn ins Holz, und drebt 

ihn nach jedem Scblage um. — Hagarudi^ ein Ga* 

mdi baben. — Mangarudiy ngarudi, bagarudi de- 

ngan, bobren; ausforscben, aushoren. Pclesku ia 

idja manakau, kalab ikau manganidi ia, mein 

VcfdKht ist, er ist ea, welcber gestoblen bat, for- 

icbe ibn doch etn wenig aus, (stcUe ibn auf die 

Pvobe, beobacbte ibn.) — Ngararudi^ mangani- 

diittdi, ein weinig bohren. — Hakamdirudi, oft, 

lan^ bohren, ausforscben. — Karudi, das Ausfor- 

schen, Ausbdren. 

GARUDOP, Getrampd, trampelnd. Aton ganidop 
paia badjang kanib, ea ist ein Getrampel der Fiiiiso 
der Hifscbe dort. — Garudopgarudop, anhaltend 
trampehh •— Garudopgarttdap, vielc, iiberall tram- 
pdn. 
6ARUG0P, i. q. gop. 

GARUGOR, tulang garugor likut, der Riickgrat. 
Inedjepku bawoi tcpas garugore, icb babe demScbweine 
<le& Roekgrat durcbgdiauen. — Hagarugor , gagaru- 
gor, der Riickgrat ausateben, zu seben scin, (sebr 
Buger seiend.) 
GARUGOS, i. q. garagap. 

GARDMBANGG ARAMBING , garumbanggaram- 
baig, lang abbangen , (die Briiste der Frauen , weibli- 
cbea Tkiere, auch die Haut sebr alter Menschen, 
nickt gut sitsende Kleider untcr den Armcn.) 

GARUMBING, Backcnbart. — Ba-, bagarurabing, 
oota Backenbart baben. — Gugarumbing , ein wcnit; 
Rsckeobart baben. 

GARUNDJONG, ein Korb, worin man den Taback 
paclt and verkauft. — Bagarundjong , bei KOrben 
(vtiiaiiren; nicbt weniger.) 

6ARUNGGANG, ein Baum, der Stamm 10—12 
Fm im Umfang; das dauerbafte, leicht zu spleis- 
wode Uolz ist schon gcmascrt. 

GARUNTANG, In den Reissfcldern aufgcstcllte 

Bictter, an welchen ein Stuck Holz also befcstigt 

ist, dass man durcb Mittel eineslangen Rottansvora 

Aaase aus mit dem Holze gegen das Brett scblagcn 

iami, welches man des Nacbts tbut, um Scbwcine, 

Hirsche etc zu vcijagen. — Hagaruntang , ein Ga- 

ruitang baben, gebraucben. — Pabam bawoi toh, 

patat ita memgaruntang tana, es sind jetzt vicl 

wiMe Scbweine, wir miissen unser Feld durcb das 

Schlagen der Gartintang bewaren. 

GARU?iTONG, Donner, (wird durcb die gebraucht. 
fiir wdche der gewobnlicbe Name njaho, (zugleich 
Bunnlicber Name,) pali, unerlauht zu nennen ist.) 
— Biannlkber Name. — Mangaruntong y donnern, 
(cagt man auch Tom Schall der Kanonen , des starken 
RaderDS, etc.) — Garuntonggarantang , poltcrn, (z. 
B. wenn man eine Kiste tr'iigt, und die Sachen 
dj«in bin und her fallen, rollen; sogleich. Amon 
akn madja ia, garuntonggarantang akan karonge, 
wenn ich ibn besucbe, gebe ich sogleich in sein 
ZJmmrr, (macbe nicbt viel Complimente, klopfe nicht 
etc^ polUre nur so hinein, denn wir sind gutc 
Fremide.) 

GARUS, das gekratzt scin, Kritzel, Kratz. Awan 
l^amspusa hong lengae, Narben des gekratzt scins von 
einer Katze sind an seiner Hand. — Gagarus, ga- 



rugarus, gekratzt sein; ein kratzend GetOn. Gagarus 
buangku mamili anit t^, gekratzt ist mein Innres 
(== ich babe grosse Begierde) das Boot zu kaufen. — 
KagarugaruMy anhaltend ein kratzend Get on, grosse 
Begierde. — Gcwusgarusa, iiberall zerkratzt; starkes 
und anhaltendes kratzendes Geton. Narai augh hetii , 
garusgarusa, was ist das dort fiir ein GetOn, es kratzt 
fortwahrend? — Baragarus, allc gekratzt; baragarub 
liuangc, allc starke Begierde baben. — Manggarus , 
bagarus dengan, kratzen. — Hagarus, einander 
kratzen. — Alanganggarus , manggarunggarus, ein 
wenig kratzen. - — HagagaruSj haganigarus, oft kra- 
tzen. — Panggarui, der oft kratzt, alles bekratzL — 
S. auch Karus. 

GARUS, der Glanz, die Glatte (des Zeuges.) — 
Bagarus, Glanz baben, gl'anzcn. Benang bagarus 
babalap tampajalie, tapi ia djaton bunggut, glan- 
zcndes Zeug sicht schon aus, abcr es ist oft nicht 
daucrhaft. 

GARUSOHGARESiEU, s. karesdh. 

GARUSONG, Getdn z. B. wenn ein Boot gegen 
einen Baumstamm stosst, wenn man fdllt, wenn 
Scbwcine schnaubend durch Buschwcrk laufen, etc. 
Djalan malison, garusong aku lawo, der Weg ist 
glitschig , platsch fiel icb bin. — Ganisonggarasang, 
anhaltend, wiederholt solch Getdn. 

GARUT, die Muschel der Karang, einer Art Au- 
stcr, wird zum Raspen gebraucht (z. B. zum Raspen 
der Kokosniisse.) — Das geraspct, gekritzt, gekratzt 
sein. Djaton ombet garutc, enjob tu, nicht bin- 
langlich ihr geraspct sein, die Kokosnuss, (nicht fein 
genug.) — Awan garut duhi, die Wimde des gc- 
ritzt seins von einem Dorn. — Hagarut, gagarut, 
garugarut, kratzend; langsam iibcr etwas hinstrei- 
chen, (z. B. ein Boot iiber don Gnmd bei flachcm 
Wasser. Narai talo gagarut pcnda arut, was streicht 
untcr dem Boote bin? (ein Stiick Holz oder grosser 
Fiseh?^ Aku mauclcn tulang gagarut angate hong 
balengkongkii, ich babe einen Rnochcn verschluckt , 
kratzend ist das Gcfiihl in niciner Kehle. — Kaga- 
rugarut, fortwahrend hagarut. — Baragarut, alb-, 
viele hagarut. — Manggarut, hagarut dengan, ras- 
pen, kratzen, kritzclu, an, untcr, auf etwas hin- 
streichon. — Manganggarut, manggarunggarut , ein 
wenig raspen, etc. — JIagctgarut, hagarugarut, oft, 
lange raspen, etc. — Pagaruty geschabt, gekratzt etc. 
werden. Arut pagarut kaju, es streicht Holz am 
oder unter dem Bioote bin. — S. auch karut. 

GARUTAK, cine kleine, 2 Zoll lange Knite, griin 
mit gelbcra Bauche. — Mannlicher Name. 

GARUTOK, Geton beimRudern, wenn man beim 
Rudern jedesmal das Ruder auch etwas gegen das 
Boot anschlagt; (sind der Rudcrer vielc, 10 etc., 
heisst 08: kurup.) — Ta garutok olo mahalau, da 
ist ein Geton vorheirudemdcr Menschen. — Mang- 
garutoky mit Geniusch rudern. Bigal djaton makii 
manggarutok, ia manjelck wiii, R'auber wiirdcn nicht 
mitGorliusch rudern, sic schleichcn leise. — Gaga- 
rutok, gut und kriiftig rudern konnen, (Platz dafiir 
sein.) SungVii toh handalem, gagarutok wai ita pa- 
lus ngambo, dia usah maneken, dies Fliisschen ist 
ticf, wir kdnncn frisch durcbrudem bis oben bin- 
auf, und baben nicht ndtbig das Boot mit Stangen 
zu schieben. 

GAS, s. gos. 

GASA, Gans; (in Pulopetak sind keine; in Ban- 
djarmasin werden oinige gohalten.) 

GASA, Mengung von Kupfer und Messing, ist 
das Material, woraus die Garantong etc. gemacht 
werden. 

17 



130 



GAS— GAT. 



GAT— GAU. 



(tASAGASAI, s. gagasai. 

GASAK, kasak, (nach paham audi: kagasak, ka- 
kasak,) das Sparieln, d. sich losreissen; Unruhc, d. 
Walzen (im Schlafe.) Paham gaaake, djaton tara- 
tawan, stark sein Spartelu, man kann ihn nicht 
t'angcn. — Bagasak, hakasak, manggasak arepe, 
sparteln, ringcn, sich losreissen, unruhig schlafcn. 
lii bagasak batiroh, cr schlaft unruhig, (sich oft um- 
hcrwerfend.) — Paham aku bagasak, tapi djaton 
tail lapas bara lengiie, ich habe stark gcrungen, abcr 
ich konnte nicht aus scincn Handen loskoramen. — 
Ilat/asak, hakasak dcngan, mit jemandem ringen. — 
Bayagasak, bagasagasak, kakasak, kasakasak, cin 
^venig sparteln, etc. — Ktsikkasak, stark, heftig 
spartcln, etc — Pangagasagasak, pangakasakasak , 
alle sparteln, etc. — Pangkakasak, am heftigsten 
sparteln, etc. — Taragasak, tarakasak, sich losrii- 
cken, losreisscu konnen. 

GASIK, gantjik, kantjik, Geld welches zum 6a- 
gasiky bagantjik, Gasikspicle gebraucht wird; man giebt 
:iO — 60 Duite (Deute) zusammen, (gewohnliche Duite, 
uber uloi genannt,) und nach ciner vorab bcstimm- 
ten Folgordnung wirft nun jeder Spiclcnde die Duite 
nach etnem 10 — 15 Fuss abstchendcn Lochc; alle 
Duite, welche ins Loch fallen, hat man gewonncn. 
Die Folgorde des Werfens wird bestimmt durch un- 
das, dadurch dass jeder 1 Duit nach dem Loche 
wirft, und je nachdcm die Duite am dichtesten bei dem 
Loche liegen, haben die Werfenden den Vorrang. — 
Manggasik, man gantjik, die Duite werfen. — Haga- 
gasik, hagagantjik, oft, lange Gasik spiclen. 

GASONG, basong, (nach paham auch: kagasong,) 
Stank, Gestank, (von etwas, was lange Zcit im Wasscr 
gelegen hat.) — Hagasong, gagasong, gasogasong, stin- 
ken. — Ilagagasong, hagasogasong, ein wenig stin- 
ken. — Kagasogasong, fortwahrend stinken. — Ba- 
ragasong, alle, iiberall stinken. — Manggasong, ha- 
gasong dengan, stinken machen. Humong ikau, ma- 
lukum manggasong humbang, was bist du dumm, 
legst deinen Bambu ins Wasser bis er stinkt. 
(Kinige Zeit muss der Bambu ini Wasser liegen, 
wcnn er daucrhaft sein soil.) 

GASONGAN, s. pantar. 

GATANG, (nach paham: kagatang,) dasaufgeho- 
ben sein; das crhoben sein, (die Stimme;) was man 
gcliehen hat. Pati ta babehat gatange, die Kistc 
schwer ihr aufgehobcn wcrdcn, (= ist schwer auf- 
zuheben.) Pira gatange dengam, wic viel hat er von 
dir aufgenommen, (= gcliehen?) — Hagatang^ pa- 
gatang, aufgehobcn. Arut pagatang awi batang, das 
Boot wird in die Hohe gehoben durch einen Baum- 
stamm, (welcher darunter gerathen ist.) — Sahcp 
hagatang awi riwut, die diirren Blatter werden in 
tlie Hohe geweht durch den Wind. — Gagatang, 
gatagatang, cin wenig aufgehobcn. — Kagatagaiang, 
fortwahrend aufgehobcn. — Baragatang^ alle aufge- 
hobcn. iEwen mita aku blait, baragatang parac 
liandak hadari, als sic sahen dass ich ziirntc, auf- 
gehobcn ihre Hintern (i. e. standen sie alle cin we- 
nig aufj wollten weglaufen. — Gatanggatanga, ga- 
tanggoat, gatangkoat, alles oft aufheben, versetzcn, 
unipacken. la gatanggatanga kara dagangae, djaton 
tau tatap, er verpackt seine Handelsgiiter fortwah- 
rend , kann nicht damit fertig wcrdcn. — Mangga- 
tang, hagatang dengan, (has. Sang, hagatangan,) 
aufheben; erheben, (die Stimme;) leihen. Mangga- 
tang matii, die Augen aufheben, i. e. aufsehen. — 
Djata paham manggatang ia, dcr Djata (Wasscrgott) 
erhcbt ihn sehr, = liisst ihn reich wcrdcn. — 
Mfuigganggatang , manggatangatang, cin wenig auf- 



heben, etc. — Ilagagatang, hagatagatang, oft:, langi* 
aufheben, etc. — Taragatang^ aufgehobcn etc war- 
den konnen. — Panggatang, dcr immer auf hebt, etc 
GATAP, leere Drohungen, (mit Worten, Gebar- 
den, welche man doch nicht ausfiihren will oder 
kann.) Naughe aughe, gatape wai, lass ihn nur spie- 
chen, cs siud nur leere Drohungen. — Manggatapy 
hagatap dengan, bcdrohen, drohen. — Afanggang" 
gatap, manggatanggatap , ein wenig bcdrohen. — 
JIagagatap, hagatagatap, oft bcdrohen. — Taragatap^ 
durch Drohungen eingeschiichtert werden konnen. 

— Panggatapy der oft droht. 

GATEL, (nach paham auch: kagatel, kagagatel,) 
das Jiickcn; was Gejiick verursacht; Unzuchtigkeit. 
Paham gatcl berengku, stark das Jiicken meines 
Korpers. — Biha ta paham gatele, die Biha (Pflanze 
fast als Kudjang,) hat starkes Jvicken erregende 
Eigenschaft. — Bagatel, jiicken, Jiicken erweckeudy 
unkeusch. lii pahalau ba gatcl, er ist sehr unkeusch. 

— Ia bagatel dahae, sein Blut jiickt, (i. e. er ist 
unkeusch, oder thut sonst Narrheit : er will gestrmfi 
sein, es verlangt ihn nach Schlagen.) — Bagatel to- 
toke, sein Mund jiickt, :=: er ist geschw'atzig, nicht 
verschwiegen. — Gagatel, gategatcl, etwas jiickeoy 
etc. — Gatelgateh, bagatel blahas, stark jucken, 
etc. — Kagategatel, fortwahrend jiicken, etc — .Bo- 
ragatel, alle, 1 iiberall etwas jiicken. — PangctgcUe- 
gaiely alle jiicken. — Manggatel, hagatel dengan, 
Jiicken verursachen. — Manggatel arepe, sich an 
Unzucht hingeben. 

GATI, i. ({. bahaja, Gefahr. Femer: schnell mus- 
sen gethan werden, (also wie der Lateiner sagt: pe- 
riculum in mora.) Has dimpah, gati gawi, barat 
handak lawo, schncll rudert hiniiber, es muss schneU 
gethan werden, der Sturm will beginnen. — Gati, 
mannlicher Name. 

GATIK, manggatik, manggatik arepe dengal^, 
sich mit etwas cinlassen, mitthun, (nur mit ala, 
dem vcrbietcnden nicht verbunden in Gebrauch.) 
i£la manggatik gawi ta, paham bahali, lass dich 
mit der Arbeit nicht cin, sie ist sehr schwierig. — 
Gagatikj gatigatik, manganggatik, manggatinggatik, 
sich cin wenig cinlassen. — Taragatik, womit man 
sich cinlassen kann. 

GAU, megau, menggau, Geton z. B. wenn man 
2 Hdlzer gegen einander schl'agt. — MegamegaUj 
menggamenggau, wiederholt solch ein Getdn. — Bet- 
megamegaUy kamegamegau, anhaltend klopfen. — 
BarcJcamegau , barakamenggau , stark, durch yiele 
solch ein Geton. 

GAU, das gesucht werden, sein. Tapas gaue pisau, 
ala terai, zu wenig sein gesucht sein, das Messer, 
hore nicht auf. — Manggdu, hag&u dengan, suchen. 
Aku manggau'rear, ich suche Geld (zu leihen.) — la 
manggau utange, er sucht seine Schuld, (i. e. ein 
Sclav, sucht jemand der sie bezahle, damit er sei- 
nen alten Herrn vcrlassen kann.) — Narai ing- 
gaum, was suchst du? — Kilen, bahalap arut ta? 
Narai inggaum kahalape. Ist das Bootsch5n? Was 
suchst du (wic) seine Schonheit! (i. c. ja wohl^sehr 
schcin.) — Bagau, suchen; gesucht (nur: Schuld, 
oder etwas zu kaufen.) Uai paham bagau katika toh. 
der Rottan ist jetzt sehr gesucht. — Gaugau, (Plur. 
baragau) suchend. Gaugau iii manggau parol, su- 
chend sucht er Bciss, (sucht eifrig wclchen zu kaufen 
oder zu leihen.) — Kagagau, kagaugau, anhaltend 
suchend. — Manganggau, manggaunggau, kurze Zeit 
suchen; nur ein wenig (zu kaufen etc.) suchen. — 
JIagagau, hagaugau, oft, lange suchen. — Hagau, 
einander suchen ; von einander suchen, fragen, leihen. 



GAU— GEL. 



GEM— GEX. 



131 



Ita idja kaungkup, amon katapas enen , kdlah hagau, 
ala manalih beken, wir sind ein Stamm , weiin ir- 
gendwie Mangel ist, lasst uns doch (Hiilfe) untcr- 
einander suchen, nicht ru andercn gehen. — Taragau, 
gesocht werden kdnnen. — Panggau, der immer sucht. 
GAUGAUS, 8. gagaus. 
GAWAGAWAI, s. gagawai. 
GAWAJAN, i. q. goajan. 

G A WANG, eine Spannc. Gawang toto, Spanne 

zwischen dem DaumeQ und Mittelfinger; gawang 

pintok, gawang tapai, Spanne zwischen Daumcn 

und Zeigefinger. — Urct gawang, Raupen wclche 

bcttn Fortkriechcn den Mittellcib aufheben. — 

B€angga!ic(mg, hagawang dengan, mil dcr Spannc et- 

wa» abmessen. — Hagagawang , hagawagawang, oft, 

lange abmessen. — Bagawang^ l>ei der Spannc (ver- 

kaufen, e. B. Drath.) 

GAWI, 8. awi. 

GAWING, die langen Hausabne der Scliweine; 
(bei den Uunden: galamit.) — Hagawmg, Gawing 
baben. — Gawigawing , als ein Gawing, lang (z. B. 
der Zahn eines Menschen.) — Manggawing ^ mit 
dem Gawing stossen, hauen. 
GEAGEAK, s. gageak. 
GEDEGEDEK, s. gagedek. 

GEGvG, bis; sclbst bis, bis zii. (Oft stcht samnai, 
bis, DOch dabinter.) Utangc gegii tob bindai inanor, 
fdne Scliuld ist bis jetzt nocb nicbt bezablt. — 
Ban bapae gega anake tinai uras babalap prangac 
awen, yon ibrcn Vatern bis zu den Kindern wieder 
baben sie sicb alle gut betragen. — Rearku gegii 
tadnit mahin lepab, mein Geld ist bis auf den 
IctttCD Duit auf. — Bara huniangku gegii sampai 
bonun ai uras tanan olo, von meincm Hause bis 
M seinem Hause bin sind nur Folder. — Oagega, 
ge^^a, selbst nocb, doch noch, sclbst bis. Isut 
nmoe wiii, mabin gagegii iii marabagi aku, cr hat 
nor wenig, und tbeilt doch nocb mir mit. — Kediau 
bonungku, maliin gagcga (Plural baragega) ia madja^ 
Bieiii Haus ist weit entfernt, sclbst bis dort bcsucht 
er mich. — Hanggegd^ stebcn, steckcn blcil)cn. Ita 
miioiig batang, banggegii awi bungking, wir zogen 
den Baumstamm, er blieb steckcn, (ging nicht wciter) 
dureh den Knorren, (welcher daran sitzt.) Iii madja 
banggega intu bauntonggang, er besuchtc uns, blieb 
stefaen in der Thiir. 

GEGEP, passend, maassgerecht, gutsitzen, (KJci- 

der.) — Gagegepy gegegcgep, ziemlich passon. — 

' B«ragegepy alle zienilich passend. — Pangagegegegep, 

alle passend. — Kagegep, das Passcn, die Maasse 

iiaben. 

GEGER, gigir, (nacb pahamauch: kagegcr; Ban- 
djancb, = ridu,) Liirm, Zank. — Gcgergampar, 
l^ffosser Lann, Zank. — Manggeger^ mit jemandera Zank 
habeiL, jeraanden scbelten. 
GEHEGEHEK, a. gagebck. 
GEK, i. q. gak. 

GELA^IG, kupfcme Beinringc, (werden olwn in 
Kahaian, in Katingan, al)er nicbt in Pulopctak go- 
tragen.) — Hagetang, bagelang, solche Beinringc ba- 
ben, tragen. 

GELANG, Spinat. — JIagelang, Spinat irgendwo 
sein, wachscD. 

GELANG, der oberste Theil des Stengels dcr 
Retispflanze, wo die Achren anfangcn. — Pariii cljari 
Jbo^MR^, der Reiss bat schon lange Stengel, (schon 
aorfa <fc« Tbeil , an welcben die Achren kommen.) 
GALiEGELiE, s. gagela. 

GELENG, kageleng, ein Platz wohin man von 
uberall kommt, der stark besucht wird, Sammcl- 



platz. Bandjar tii geleng kara tamuai, Bandjarmasin 
ist der Sammelplatz allcr Fremdlinge. Ia geleng 

dawan olo, er ist der Sammelplatz des Verklapens 
dcr Menschen, = alle vcrklagen ibn. — Mangge- 
leng, oft besucben. Olo uras manggeleng bumae, 
alle Menschen gehen bei seinem Hause an. 

GEMyEGEMiE, s. gagemii. 

GEMBONG, mannlicber Name. 

GEMBUR, (nacb paham: kagembur,) Weichheit, 
(reife Friichte;) das verfault, verscblissen sein, (Boot, 
Flur.) — Jlagembur, gagembur, gembogembur, weirh; 
verfault, vcrschlisscn. — Baragembur, alle weich, 
alle verfault. 

GEMBUS-, verfault, (Aas, Friichte, — nocb etwas 
mehr als buntau.) Gembus samangka, sana patigohg 
tundjukku, bowos, die Wassermelone ist sehr faul , 
sobald sic durcb meinen Finger betickt wurde, kain 
ein Loch hinein. — GagembuSy gembugembus, fast 
gembus. — Baragetnbus, alle gembus. — Kagembua, 
kagagembus, das stark verfault sein. 

GEMES, feucht. Gemes awi ambon, feucbt durcb 
den Nebel. — Gagemes, gamegemes. etwas feucht. 

— Kagemegemes, anbaltend feucht. — Baragemts^ 
alle feucht — Manggemes, hagemes dengan , 1k»- 
feuchten, anfeuchten. Pukan klambim totototo, iila 
manggemese wiii, wasch dcin Kleid tiicbtig, roach es 
nicht nur ein wenig feucht. — KagemeSy Fouch- 
tigkeit. 

GEMEGEMET, s. gagemel. 

GEMOR, ein Baum; das feste, rothliche Hoi/ 
wird zu Hauspfostcn gcbraucht. 

GEMPAGEMPAU, s. gagempau. 

GEM PONG, weich, nicht dauerbaft, (Holz.) — 
Pariii gempong, eine Art Reiss, welcher sicb sehr 
weich und breiig kocht. — Gagempong, gempogem- 
pong, ziemlich weich. — Baragempong, alle weich. 

— Kagcmpong, kagagempong, Weiche, Weichheit. 
GENDJyEH, (nacb paham auch: kagendjiih, ka- 

gagendjiih,) das Zittern. Paham gcndjiihe mahining 
olo mandawaiii, stark sein Zittern als er horte dass 
man ihn anklagte. — Hagcndjiib, gagendjiih, gcn- 
djiigendjiih , zittern, zitternd. Iii bagendjiih awi talo 
sadingcn, er zittert vor Kiilte. — Hagendjiih ataiku 
mita iii, mit (vor Zorn) zitterndem llcrzen sah 
ich ihn. — Hagendjiih augbe, seine Stimme zittert. 

— Hagagendjahy hagendjiigendjiih , ein wenig zit- 
tern; auch: oft, immer zittern macbcn. — Kagcn- 
djagendjah, anbaltend zittern. — Baragendjahy alle 
zittern. — Gendjagandjdhay beftig zittern. — Mang- 
endjdhy hagendjiih dengan, zittern machen. Paham 
kahandjake, iii mangendjiih arepe, gross seine Freudc, 
er maclit sicb selbst zittern, = er zittert. — Mang- 
angendjdh, mangendjiingendjiib, ein wenig zittern 
machen. 

GENEP, (nachdriicklicber auch: sagenep, gagencp, 
genegenep,) jeder, ein jeglicber, jedesMal; — genep 
auch: voll, vollziihiig; erfiillt. Genep andau, jedcii 
Tag. — Genep olo, jeder Mensch. — Genep pang- 
goetita iiiomba, jedes Mai dass wir fortgehen, folgt 
er. — Djari genep karii bitie, ihre Zahl ist voll, (sie 
sind alle da, rs sind genug da.) — Karah enjoh duii 
ratus genep, alle die Kokosniisse sind 200 voll, 
(grade'200.) — Djari genep djandjie, sein Versprechen 
ist voll, (erfiillt.) — Manggenep y vollziiblig machen, 
erfulleu. — Kagtnep^ grade die voile Zahl, das 
grade genug sein. Tii kagenep duit imbitku, djaton 
aku djari misiie solake, da bringe ich just genug 
Geld, ich hatte es zuvor nicht gezahlt. 

GENG, gong, der Ton der Garantong, (kupferne 
Krssclpauke ;) schallcnd. — Genggeng. gonggong , 

17* 



132 



GEN— GET. 



GET— GIG. 



wiederholt sclialleD. — Gonggeng, an verschiedenen 
Stelleii Bchallcn. 

GENGGANG, i. q. ginggang. 

GENGGEM, s. sagenggera. 

GENTO, ein kleincs Messer, beira Emdten ge- 
braucht; das Messer sitzt auf eincm kleinen HoIec, 
iiber welches qucr der Stock hinluuft, an dem man 
cs fasst, und zwar so fasst, dass das Messer cpier 
vor den Fiogern her steht. — S. auch gintcng gento. 

GENTOI, (has. Sang. = anit,) Boot. — Bagentoi, 
in einera Boote fahren. 

GEP, i. q. gnk. 

GER, schrillen, sagt man vom Ton der Tarai, 
(eines Musikinstrumentes , mal. brcngbrcng.) 

GERAGERAI, s. gagerai. 

GEREK, (nach pabam: kagcrck,) dasbewegt, ge- 
schiittelt werden , sein. iEla pahalau gerekc batang- 
djambu, lepah buae, nicht zu heftig scin geschiit- 
tclt werden, der Djambubaum, (=3 schiittelt ihn 
nicht zu heftig,) es werden alle seine Friichte al>- 
fallen. — Hctgerek, sich bewegcn, schiitteln, beben. 
Kilcn kara dawen kaju hagerck, djaton riwut, wie 
kommt es, dass allc Blatter der Baume sich bewegcn, 
es ist kcin Wind ? — Petak hagerek , die Erde bebt. 

— Gagerek, geregerek, sich etwas bewe^^en, schut- 
teln, etwas beben. la tatawa gagerek, (Plural: 6a- 
ragerek,) erlacht dass or schiittert. — Kageregerek, 
anhaltend sich bewegen. — Pagerek, gescliiittelt, 
bcwegt sein. Ar'a bua baduroh pagcrck awi bakiii, 
viele Friichte siiid abgefallcn, durch die Afien ge- 
schiittelt. — Manggerek, hagerek dengan, schiitteln, 
bewegen. Asodumah bara danum, manggerek arepe, 
der Ilund kommt aus dem Wasser, er schiitteit 
sich. — Perkara ta djari usang, ala manggereke ti-> 
nai, das ist schon eine alte Sadie, riihre sic nicht 
wicder auf. — Manganggtrek ^ manggcrenggerek,ein 
bischen schutteln, etc. — Hagagerek, hageregerek, 
oft, lange schiitteln; auch: sich ein wenig bewegen. 

— Tarcigerek^ konnen, roogen gcschiittelt, wiedcr 
aufgeriihrt werden. — Panggereky der oft, alles schiit- 
teit, etc. 

GEREK, (has. Mantangai ,) i. q. kalaja, Unaufmerk- 
samkeit, s. laja. 

GERET, Kerbe, das eingekerbt sein. — ffageret, 
gekerbty eingekerbt. — Gagerei, geregeret, ein we- 
nig gekerbt — Barageret, alle eingekerbt. — Mang- 
geret, hageret dengan, einkerben. — Afanganggeret , 
manggcrenggeret, etwas einkerben. — Hagageret^ ha- 
geregeret, oft einkerben. — Panggeret, der oft, al- 
les einkerbt. 

GES, i. q. gak. 

GETAP, kleine, eben aus der lias, Nisse, gekom- 
roene Laus. Kahaim kahai getap, paham kadiohom , 
hist nur so gross als cine juoge Laus, una doch 
ist deinc Anmasslichkeit schr gross. 

GET AS, (nach paham: kagctas,) das durchbro- 
chen sein, Oeffnung, Liicke, (cinDeich, Land durch 
Wasser, ein Wald dadurch class ein Weg hindurch 
gekappt ist , eine Rcihe Hauser etc. worin 1 oder 
cinige fehlen.) Hal gctas pulau kaju, in'aweng olo, 
gross die Liicke im Walde, gefallt durch Menschen. 

— BagetaSy durchbrochen sein; auf sein, alle aus- 
gegeben, aufgegessen sein, (was man bci sich hat, 
hat aber zu Uaus noch mehr; hat man auch zu 
Hause nicht mchr: lepah.) Bagetas rearku, karah 
aku manduan tinai, mein Geld ist alle, ich will 
wieder was holen. — Ilamputan olo ta djaton bage- 
tas tatau, die Familic ist ohne Unterbrechung reich, 
(alle, schon von den Vorfahren her.) — Manggetas^ 
hagetas dengan, durch hrechc n , cine Oeflfnung ma- 









chen. — Manganggetcuj manggetanggetai, ein mea^ 
durchbrechen. — ^^^a^a^«/a« , h«getaget«8 , oft 
brechen. 

GETiEGETiEI, s. bagetai. 

GETEM, die Erndte; das abgeemdtet sein. 
Musim getem, Emdtezeit. — Limbah getem, 
der Erndte. — Mangget&n^ erndten, (in transit.) ~ 
getem, hagetcm dengan, aberndten, (ein FekL) 
Manganggetem y manggetenggetem , ein biachen 
ten. — Uagagettm^ hagetegetem, lange abemdl 
Aku hagagetem tanangku, djaton tau lepah , 
erndte mein Feld schon so lange, und eswill ni« 
alle werden. (Der Dajack erndtet in der Erndl 
scin Feld jeden Tag, holt es durcbgehend 
Tag die reifen Aehrcn heraua.) — Tarag^Um geei 
tct werden konnen, (z. B. nicht durch die Ret^" 
abgcfressen sein.) 

GETO, getus , das gebrochen, gerisaen aeiii, (J 
Band, Rottan.) la aka geton atalku, er ist der Platz 
Brechens meines Herzens, (i. e. ich babe ihn 
licb.) — BagetOy brechen, (neutnim;) gebrochen. 
hasenge bageto, aein Athem bricht, (er atirbL) 
arku bageto, mein Geld ist auf, (was ich juat 
mir babe, babe aber noch zu Hause.) — 
djari bageto, der Process ist zu Ende. — 
ataiku masi ia, mit brecbendcm Hersen 
ich ihn, (i. c. sehr.) — iEla bageto aughm, 
lepalepaii, lasa deine Worte nicht abbrechea, 
kiinde uns allea. — Bagageio, bagetogeto, fast 
chen, ein wenig gebrochen. — KagetOy daa ai 
gangen sein, (de&sen was man bei sich hat, 
Speise.) — Manggeto, hagcto dengan, brechen, 
reissen, (activ., einen Strick, Band.) — Hagag* 
bagetogeto, oft durchbrechen, zerreissen. Bla^ 
hagageto pakor dinding, die Ratten zerfreaaeo 
die Bander womit die Blatterwande angelnui<l^^ 
sind. — TaragttOy konnen, mogen zerriasen W4 
den, irrthiimlich zerreissen.* — Panggtto, derimnat 
oft bricht, zerreisst, (Bander.) 

GETUS, i. q. geto; dieselben Ableitungen. 

GIAN, das geschoben, gestossen werden. 
giac batang ta, aton prukate, miihsam aein fortge- 
schoben werden, der Baurastamm, ea aitaen Www 
zein daran. — Gugian , giagian , schiebend, atosacmL 
Gagian ia mambaring kasalae akangku, schiebcnd 
w'alzt er scin Unrecht auf mich, (i. e. immer, er pfle^ 
es zu thun.) ^- Hagiatiy einander schieben, atoa- 
sen, auf einander schieben, (Unrecht, Schulden.)— - 
Manggiany hagian dengan, schieben , stoaaen, auf 
Seite schieben, schubscn. Awi manggian medja ta 
akan saru, schieb den Tisch auf Seite. — lik djari 
manggian aku bara humae, er hat mich aua aeinem 
Hause gestossen. — Manganggian , manggianggiaB, 
ein wenig schieben , etc. — Uagagian , hagiagian, oft, 
immcr schieben. — Taragian , geachoben etc werden 
konnen, irrthiimlich schieben. — PagicMy auf Seite 
geschoben sein, (durch den Wind etc.; unabaicMidi 
durch Menschen.) Djukong pagian awi riwut palua 
hanjut, das Boot ist durch den Wind (vom Ufer 
ah) gestossen und treibt fort — Blanai balongkang 
pagian paingku, der Topf f'allt, gestoasen duich 
meinen Fuss. — Panggian, der immer, allea acfaiebt, 
etc. Til panggian kara olo madja ia, er pflegt (duich 
Unfreundlichkeit etc.) alio Menschen fortsuatoaaen, 
welche ihn besuchen. 

GIDING, ein Biindel, (kleine Reisapflanzen.) --- 
Manggidingy hagiding dengan, in Biindel binden, 
(kleine Reisspflanzen , welche man verpflanzen, nach 
dem Felde bringen will.) 

GIGIR, i. q. gegcr. 




GIG--GIL. 



GIL-4>m. 



133 



GIGIA asOy Augenzahne (der Menschen; Hunde: 
gadamit; Schweioe: gawing.) 

GIGIS, paDggigis, ein Lineal; (auch handq>ang;) 
ein Strich, eine Lioie. — Hagigis, ein Lineid ha- 
beoy g^iraucheii. -— Manggigis, Linien Ziehen, ab- 
scnchnen; Yorieichnen , (z. B. Locher die gemeisselt 
wttfden soUen, etc.) — McMganggtgis , maoggigiDg- 
gigit, ein weoig Toraeidmen. — PanggtgiSy der alles 
▼oratichnet. 

GIGIS bulu, i. q. badarem bulu, (s. darem,) fro»- 
tcLn, zittern. — Gagigis, gigigigis, etwas frostelo. 
— • JSua^gigigi$, anhaltend frosteln. — Baragigia, alle 
frSitebi. — Kagigis^ das Frosteln, Zittern. 

GIHIGIIDK., 8. gagihik. 

GIHIKGAHAK, t. gagahak. 

GILA, unklug, geek , toll; thdricht, narrisch ; sehr 
b6se, ungeiogen. — Gila sabak oder sawoh, rasend, 
wufthend toll. — la gila totok biwih, er ist lippen- 
toll, (spricht Dur unklug, ist iibrigens unschadiich.) 
— Gila djungun, unklug so dass man nicht spricht, 
•tanmitolL — Gila mikkh, menschenscheu toll, toll 
•o dass man immer allein sein will, sich verbirgt. 
— • Ikaa gila bUku regae kalotSi, du bist wohl toll, 
duB dn einen solchen Preis forderst. — Djari gila 
aio ta, djaton tan undur karajape, der Mensch ist 
toll, (zu bdM, zu verdorben,) er kann mit 
Schurkereien nicht aufhoren. — Gagila, gila- 
etwas toll, unklug, thoricht, narrisch. i£la ikau 
gagila brangai aughm, karah ikau imukul olo, sprich 
nidit narrisch was dir einfallt, man wird dich schla- 
gen. — Kagilagila, fortw'ahrend unklug, narrisch. 
-*» 3aragila, alle etwas unklug, etc. — Pangagilor- 
gUOf alle unklug, etc. — Manggila, mampagila, pa- 
giia, unklug, tc^, thdricht machen. Sangkala kin- 
djap manggila (kindjap manggila = hagagila] olo, 
der Sangkala, (ein boser Geist,) lasst Menschen oft 
unklug werden. •«- Narai manggila ikau, sampai ikau 
manaian^ was hat dich so .toll gemacht, dass du ge- 
stohlen bast? — Manggila arepe, sich unklug stel- 
len, sich bdse betragen. — Manganggila, manggi- 
langgila, ein wenig toll machen, etc. — - Hagagila, 
bagUagila, oft unklug machen. — Panggfla^ der oder 
was (Krankheit etc) oft unklug macht; — panggila 
asme, der sich immer unklug stellt, sich stets toll, 
acUccht betragt; — Tollheit, Schlechtigkeit. Koan 
€^ aku maruap anakm; narai panggilaku gawingku 
kalota! dia ikau amaku.'' man sagt ich hatie deine 
Tochter entehrt; wie sollte die Schlechtigkeit meines 
Thiuia also sein! bist du nicht mein Oheim? 

GILAGILANG, s. gagilang. 

GILAN, das stumpf geworden, verdorben sein. 
— Manggilanj hagilan dengan, verderben, stumpf 
maciien, (Messer etc, und zwar aus Muthwillen, sie 
▼erkehrt gebrauchend, z. B. gegen Steine damit 
acUagend.) — • Manganggilan , raanggilanggilan, ein 
wenig Terderben. — Hagagilan, hagilagilaii, oft ver- 
derben. — Panggilan, der oft, alles verdirbt. 

GILAP, das geschlifien, gewetzt sein. Pisauku 
d|ari tatap gilape, mein Hackmesser ist fertig sein 
geschlifien sein. — Manggilap, hagilap dengan, 
scMafcn. — Manganggilap , manggilanggilap, ein 
'wssiig schleifen. •^- Hagagilapy hagilagilap, oit, lange 
add^ien. — Panggilap, der oft, alles schleift. 

GILAU, i. q. gau, das gesucht sein; dieselben 
Ableitungen. 

GIUNG, (nach paham: kagiling,) das Schiitteln, 
Dvchen, (des Kopfes;) das aufgewickelt, zusammen- 
geroUt sein. — Galingan, Winde, Windhaspel. — 
HagiUng, gagiling, giligiling, schiitteln. (der Kopf, 
intransit;) aufgerollt Takok>ke gagiling, sein Kopf 



schiittelt — KagiUgiling^ anhaltend schiitteln. — 
Baragiling, alle schiitteln, alle zusammengerollt sein. 
— Manggiling, hagiling dengan, bagiling takolok, 
den Kopf schiitteln. — Manggiling galingan, die 
Winde drehen. — Manggiling rajar, die Segdl zu- 
sanunen rollen. — Manganggiling , manggilinggiling, 
ein wenig schiitteln, etc. < — Hagagiling, hagiligiling, 
lanee Zeit, oft schiitteln, etc. — TaragiUng , ge- 
dreht, zusanmien gerollt werden konnen. — Pang- 
giling, der immer schiittellt, etc.; — ein Stock auf 
welchen man etwas rollt. Laku humbang akan 
panggiling rajarku, hoi einen Bambu, um mein 
Segel darauf zu wickeln. 

GILIR, i. q. girir. 

GILITGINTING, gilitglnteng, immer dicht bei 
Jemandem sein, ihm iiberall nachlaufen. Gilitgin- 
ting asongku dengangku, beta aku beta ia, mein 
Hund folgt mir stets, wo ich bin, da ist er auch. 

GILO, s. singgang gilo. 

GIMAGIMAI, s. gagimai. 

GIMAI , sangkalap gimai, eine griine Heuschrecke, 
5 Zoll lang, der Hals fast so lang als der Leib, 
halt den Kopf gewdhnlich hoch in die Hdhe. 

GIMAR, das Geld welches man gebraucht beim 
bagimar^ Gimar spielen. Man macht einen Duit auf 
einer Seita mit Kalk weiss, lasst ihn dann auf ei- 
nem Brette runddrehen, und bedeckt ihn wiChrend 
des Drehens mit einer Tasse; dann muss gerathen 
werden, ob der Gimar auf die weisse oder auf die 
andere Seite gefallen sei. 

GINAU, (nach paham auch: kaginau, kagaginau,) 
der Glanz, das Glanzen, {grosMe Gegenstande, Me- 
tall, polirt Holz; kleine: gining.) Paham kaginau 
pisaum, stark das Glanzen deines Hackmessers. — 
ZTa^nau, gaginau, ginaginau, mangginau, glanzen. — 
ifagaginau, haginaginau, mangangginau , mangginang- 
ginau, ein wenig glanzen. — Kaginaginau, bestan- 
dig glanzen. — BaraginaUy alle glanzen. 

GLNDAL, der Gouverneur-GeneraL Gindal idja 
wakil radja, der Gouverneur-General ist der Stattr- 
halter des Konigs. 

GINDANG, mannlicher Name. 

GUVDAR, mannlicher Name. 

GINING, (nach paham: kagining, kagagining,) 
der Glanz, das Glanzen, (kUinere Gegenstande von 
Metal, etc.; Diamanten; grosse: ginau; alle Ablei- 
tungen ganz wie bei ginau.) 

GINTAGINTANG, s. gagintang. 

GINTENG, mitten dunner als an den Enden; 
(Stocke, Fiisse der Bunke etc., Strickc) — Ginteng^ 
telas, sehr diinn in der Mitte. — Gaginteng, gin- 
teginteng, etwas diinner in der Mitte als an den 
Enden. — Baraginteng, alle ginteng. — Ginteng 
gentoh, abwechselnd diinn und dick; auch von der 
Stimme: abwechselnd stark und sanft, (sprechen, 
singen.) — Mangginttng, haginteng dengan, in der 
Mitte diinner machen als an den Enden, (z. B. 
Stampfstocke.) — Manganginttng, mangintenginteng, 
mitten etwas diinner machen. — Kagintengy kaga- 
gintcng, Dunnheit, das in mitten diinn sein. 

GINTING, s. gilitginUng. 

GINTJIL lawai, (Bandjarsch,) eine Flechte Nah- 
garn ; (aufgewickelt : idja kabawak lawai, ein Knauel 
Gam.) — Bagintjily hagintjil, bei Flechten (verkau- 
fen.) — Bagintjigintjil, viele Flechten. 

GIOGIOR, s. gagior. 

GIRI , hagiri, gagiri, girigiri. Lust, Verlangen, Be- 
gierde haben, erhalten. Giri aku mita talo kinae, 
mangat, es wasscrt mir der Mund sein Essen sehend, 
es ist lecker. — Giri aku mamuno ia, ia djari ma- 



134 



GIR— GIW. 



GIW— GOyfi. 



rajap betauku, ich habe Lust ihn zu morden, er hat 
mit meiner Schwestcr gehurt. — Kagiri^ die Lust, 
Begier. — Kagtr{girt\ bcstiindig Lusthabcn. — Ba~ 
ragiri, pangagirigiri , alle Lust haben. — Hagagirty 
hagirigiri> etwas Lust haben. — Manggiri, hagiri 
dengan. Lust, Begierde erwecken, begehrlich macben. 
« GIRIK, i. q. bowok; dieseiben Ableituogeu als 
bci bowok, Dur hier uoch: panggirik^ i. q. djudjok, 
ein Bohr. — Ks bestcht der Unterschied zwischen 
girik und bowok, dass girik von sanflerem , vorsich- 
tigem Bohren, bo wok von rascherem, kraftigerem 
Bohren gesagt wird. 

GIBING, in die Hohe stchen, (was licgen miisste.] 
Sapau giring awi barat , das Dach (die Blatter mit denen 
es gedeckt ist) steht in die Hohe durch den Sturm. 

— Giring balaue lembut limbah injukur, es steht in 
die Hohe sein Haar, wiederauswachsend nachdem es 
geschoren ist. — Giring buluku mita badjai, mein 
Haar straubt sich , (von Schreck,) da ich das Kroko- 
dill sehe. — Gagiring, girigiring, etwas in die Hohe 
stehen. — Kagirigiring , fortw£lhrend in die Hohe 
stehen. — Baragiring, alle, iiberall in die Hohe 
stehen. — Manggiring, hagiring dengan, in die Hohe 
richten, str'auben. Manok manggiring bulue, handak 
haparap, da^ Huhn straubt seine Federn, es will 
fechten. — Kagiring^ das in die Hohe stehen. 

GIftIB, gilir, Reihefolge; zur Zeit. Aku djari 
manonggo hamalem malem, toh girir ajum tinai, 
ich habe die vergangenc Nacht gewacht, nun 1st 
deine Reihcnfolge, = nun ist die Reihe an dir. — 
Girir liau apangku bihin olo paham haklahi, friiher 
zur Zeit meines verstorbenen Vaters war viel Krieg. 

— Hagirir y bagirir, abwechscln, bei Abwechselung. 

— Hagirirhaganti J bagirirbaganti , immer wechselnd. 
Manggirir^ bagirir dengan, ablosen, verfangen. — 

— Manggirir pisau, ein Messer schleifen also, dass 
man es immer einmal auf der cinen, dann auf dcr 
andern Seite streicht. — Girirmanggirir , sehr lange 
Zeit; vor schr langer Zeit. Djari girirmanggirir ka- 
tahie, es ist schon sehr lange her. — Manganggirir, 
manggiringgirir , ein wenig schleifen. — Hagagirir, 
hagirigirir, oft, lange schleifen. — Girir olo toh, 
das jetztlcbende Geschlecht , die jetzt lebenden Men- 
schcn. 

GISAGISAH, 8. bagisah. 

GIT A, Ilarz, kleberlger Saft (der B'aumc.) •^— 
Hagtta, Harz, klebcrigen Saft haben. — Gagttay^i" 
tagita, kleberig. Aku gagita angatku awiku paham 
babes, ich fiihle so kleberig, weil ich stark schwitze. 

— Kcigita, Klebcrigkeit. — Kagitagitay bestandig 
kleberig. — Baragita, alle Harz haben; alle, oder 
1 iiberall kleberig sein. — Manggita, mit Harz etc. 
bestreichen , kleberig machcn. — Manganggita , mang- 
gitanggita, ein wenig mit Harz bestreichen. — Ha- 
gagita, hagitagita , oft mit Harz bestreichen, klebe- 
rig machen; — ein wenig Harz haben, ein wenig 
kleberig sein. 

GIT AN, s. ita. 

GITiE, 8. ita. 

GIUGIUT, 8. gagiut. 

GIWAL , zu wenig , verkiirzt sein (beim Theilen.) 
Sala ikau mambagi ramo ta, giwal aingku, du theilst die 
Giiter nicht recht, ich crhalte zu wenig. — Gagiwal, 
gi wagiwal, etwas zu wenig, etwas verkiirzt sein. — Mang- 
giwal, hagiwal dengan, zu wenig geben , verm indem, 
verkiirzen, abhalten. — Manganggiwal , manggiwang- 
giwal, ein wenig verkiirzen, zu kurz thun. — Jla- 
gagiwal, hagiwagiwal, oft, immer verkiirzen, etc. 
lii hagagiwal upahku, er halt immer von meinem 
Lohne etwas zuhick , (auch ; verkiirzt , vermindcrt 



ihn bestandig.) — Kagiwal, das zu kurz gctluin, 
verkiirzt sein. 

GIW AS, das am Ende abgehauen sein. — Ba^ 
giwas, am Ende abgehauen, stumjpf sein. Katil 
bagiwas, awi awe, die Bank ist am Ende abgekappt, 
durch wen? — Arut bagiwas, pangko bagiwas, ein 
Boot mit kurzem, stumpfem Schnabel. — Bagoffiwas^ 
bagiwagiwas, etwas abgehauen, stumpf. — Manggiwcm^ 
hugiwas dengan , am Ende abhacken , abstumpfen. — 
Manganggiwas , roanggiwanggiwas , ein wenig ab- 
hacken. 

GOAJAN, gawajan, Beiss, (oder auch Arbeit,) 
welch er als Zinse fur geliehenes Geld gegeben wird; 
die Regel ist fiir je 20 fl. 100 gantang Reiss per 
annum. — Rearku intu ia hagoajan wai, mein Dei 
ihm stehendes Geld tragt nur Goajan als Zinse. 
(Nur, dcnn 100 gantang Reiss kosten nur 6 — 8 fl.) 

GOAL, (nach paham: kagoal,) was unter etwas 
steckt. Narai goale hong lengan klambingku, ro- 
tik talo atawa bitik, was ist es, das in meinem 
Rockarmcl steckt, Spanchen oder Ameisen? Paham 
kagoale penda amak, kilau batu angate, es lie^ 
ein grosses etwas unter der Matte, fiihlt sich an ads 
ein Stein. — Hagoal, gagoal , goagoal, unter etwas sein; 
(auch : im Auge, dann gewohnlich : hagagoal, hagoagoal, 
etwas kleines.) Narai gagoal penda kratas, was Uegt 
unter dem Papiere? — Kagoagoal, bestandig unter 
etwas sein. — Baragoal, iiberall etwas daruoter 
sein. Aku manandjong parak kaju, baragoal rotik 
hong klambingku, ich ging durch den Wald, mein 
Rock sitzt von innen voU Holzstiickchen. 

GOAM, Fasch, eine Kinderkrankheit; der Mand 
wird von innen weiss und voll Ausschlag. Anakkn 
awi goam , (oder statt awi goam = hagoam , bagoam,) 
mein Kind leidet am Fasch. 

GOANG, das nachgesetzt, gcfolgt, verfolgt wer- 
dcn. Tapas goange, asal keton toto gawi, murah 
manawae, zu wenig sein verfolgt sein, hattet ihr 
Ernst gcmacht, wiirdet ihr ihn gem'achlich gefan- 
gen haben. — Gagoang, goagoang, (Plural bara- 
goang) folgcnd. Gagoang ia omba aku, nachfolgend 
folgt er mir, (gcht mir immer nach.) — Manggoangy 
hagoang dengan, nachgehen, suchen, nacbsetzen, 
verfolgcn. Ok> manggoang maling, man setzt dem 
Diebe nach. — la kantakanta manggoang ontong, 
er geht iiberall dem Vortheil (Gewinn) nach. — 
Aku mambulan manggoang pamatang, ich mache 
Anpflanzungcn langs des hohen, trocknen Landes. 

— Ia masawa manggoang kulae, er heirathet eine 
von seinen Verwandten , (aus seiner Verwandtschalt.) 

— Manganggoang , manggoanggoang, ein wenig nach- 
setzcn, etc. — Hagagoang, hagoagoang , oft-, lange 
nachsetzcn. — JIagoang , einander nacUaufen , nach- 
setzen, (spielend, fechtend.) — Taragoang, verfolgt 
werden kdnnen, (z. B. jemand der noch nicht zu 
weit fort ist;) irrthiimlich verfolgen. — Panggoang^ 
dcr oft, immer verfolgt, etc. 

GOAR, ein langes Ruder, und zwar ein langes 
Holz, woran unten ein Brett befestigt ist; wird ge- 
braucht um Flossen zu rudem. 

GOAR, das umgeriihrt und triibe gemacbt sein, 
(Wasser in einem Fliisschen, Teiche, geschieht um 
dann leichtcr Fische fangen zu konnen.) — B<m^ 
goar, manggoar, hagoar dengan, Wasser durch Um- 
riihren triibe machen. — Gagoar, goagoar, etwas 
triibe gemaclit. — Manganggoar, manggoanggoar , 
etwas triibcn. — ■ Hagagoar, hagoagoar, oft, lange 
Zeit triiben. 

GOAT, 8. gatanggoat. 

GOiEI, manggo'ai, hagoai dengan, anriihrcn, be- 



GOB— GOG. 



GOG— GOH. 



135 



tasien. iEla goal ramongku, bcUste nieine Sachcn 

nicht. — ^la manggoai awau , iu batiroh , riihrc das 

Kiodchen nicht an, es schlaft. — Gagoai, gougo'ai, 

manganggoai, manggoltnggoai, ein wenig anriihren. 

— Hagagoai, hagoagoai, oft, immcr anriihren, be- 

tasten. — Tar<»goai, angeriihrt, betastet wcrden 

iLdnnen, mogen. Djaton taragoiii ramoe, ilaite, man 

mag seine Sachen nicht anriitiren , er wird bosc. — 

Pcatggo&i, der alles anriihrt. 

GOBAKGABEK, i. q. djumbangdjambeng ; s. dja- 
djambeng. 

GOBAL,i. q.gatap; hat dieselbc Ableitungen alsgatlp. 
GOBANG, sagobang, 2 Duit. — Telo golwng, 3 go- 
bang, =6 Duit. -^ Bangakku ngalumbah gobang, 
meineBangak (Pocken) sind so gross als Zweiduitstiicke. 

— Gobaog, miinnlichcr und wciblicher Name. — 
Bagobang, baduit bagobang, Geld habcn, reichsein. 

GOBiEGOB^H, s. gagobah. 

GOEGOER, s. gagoor. 

GOET, die Bewegung; das bewegt sein. Aton 
goet dawen kaju, niikah riwut dumah, es entsteht 
cine Bewegung der Blatter, Tielleicht kommt der 
Wind. — Goet, mauggoet, hagoet dcngan, bewe- 
gen, in Bewegung bringen , entferncn, vom Platzc 
Kiueben, weggehen machen, vcrsetzen, anfasscn. la 
manggoet pai lengiie, er bewegt seine Beine und 
Anne. — Handipa manggoet oru beta, eine Schlange 
bewegt das Gras dort. — iEwe djari manggoet pi- 
sauku bara akae, wer hat mein Alesser von seincm 
Platze geschoben? — i£la goet pisauku, paham ma- 
njibi, riihr mein Messer nicht an , es ist sehr scharf. 

— Manggoet djipen, cinen Sclaven vcrkaufen. — 
Manganggoet , manggoenggoct , ein wenig bewcgen , etc. 

— Hagagoei, hagoegoct, oft, immcr bcwegen, etc. 

— Gagoet, goegoet, sich ein wenig bewcgen, (Blat- 
ter, etc.) — Pagoet, bewegt werden, bebcn. Pagoct 
blanai awim manandjong, der Topf schiittelt durch 
dcin Gehen. — Kagoegoet, sich anhaltend bewegcn. 

— Baragoet, sich alle bewegen. — Taragoet, ver- 

^etzt, bewegt, angefasst werden konncn, mogen. Aso 

ta djaton taragoet, pamangkit, man mag den Uund 

nicht anfassen, er ist bissig. — JIagoet, gehcn, aus- 

^ben, weggehen. Hagoet kangkwe ia, wohin geht er? — 

l)jari ia hagoet , ist er schon fortgegangcn ? — Pang^ 

goet, der alles bewegt, vcrsctzt, anfasst; — die Reise, 

dii Gehen. Kangkwe paoggoetm, wohin deine Reise? 

GOGAU, Geton, z. B. als wenn vicle Holz hauen , 

kJettenid; veijagt. Gogau awen manctekkaju, klct- 

temd hauen sie Holz (hauen dass cs klcttert , i. e. tiich- 

tig). — Aso djari gogau awie, der Hund ist durch 

iha Terjagt. — Manggogau , hagogau dengan , veijagen. 

Buabuah manawan maling, ala manggogaue, seit 

Tonichtig beim Fangen der Diebe, verjagt sic nicht, 

(gebt nidht durch Unvorsichtigkeit Anlass, dass sie 

meglanfen.) — Hagagogau^ hagogagogau, oft, immer 

veijagen. — Panggogau, der immer verjagt. 

GOGOP, bcsorgt, bekiimmert; furchtsam, bange. 
JEIa gogop helo bara klahi, sei nicht bcsorgt clie 
es zam Streite kommt. — la gogop, hindai djari 
lepah talc kinae, er ist bcsorgt, unci doch ist sein 
Speiaevorrath noch nicht alle. — Gagogop , gogogogop , 
ein wenig besorgt, etc. — Baragogop, alle etwas be- 
sorgt. — Pangagogogogop y alle besorgt. — Kagogo^ 
^ogap, bestandig besorgt. — Manggogop, hagogop 
dengan, mampagogop, pagogop, besorgt machen, 
bekummem. Anakku paham manggogop aku, mein 
Kind macht mir viel Sorgen. — Manganggogop ^ 
""^nggogonggogop , etwas Sorge machen. — Hagago^ 
gopy hagogogogop, oft, lange Sorge machen. — Ta~ 
ragogop, bcsorgt, bange gomacht, bekiimmert werden 



konnen. la djaton taragogop, mentcng , er ist nicht 
bange zu machen, ist tapfer. — Kagogopy Sorge, 
Besorgtheit, Furcht. — Panggogop, der immer be- 
sorgt macht 'j panggogop arepe , der sich stets Sorgen 
macht. 

GOGOR, Thed, Preis. Ita telo ontong dua ki- 
ping, pira gogor idj'a biti. wir mit uns 3 haben 
2 kiping (4 fl.) gewonnen, wie viel betriigt der Theil 
eines jcden '^ — Behas duawalas sakipiug , gogor dua 
wang idj'a gantang, der enthiilste Reiss 12 (scil. 
Gantang kosten) 1 Kiping, macht 2 Wang (20 Duit) 
auf den Gantang. 

GOGOS , kurzes Haar , das Wiederaufwachsen (des 
Haares, nachdem es geschoren war.) Bahalap gogos 
balaue, kilau tupong, schdn das Aufwachsen seines 
Haars, als eine Miitze, (dick, dicht) — Gagogos, 
gogogogos, nicht ganz ab, (z. B. Gras nicht dicht 
an der Erde abgckappt sein, das Haar nicht dicht 
am Kopfe geschoren.) — Baragogos^ iiberall nicht 
ganz ab. — Manggogos , hagogos dengan , kleine En- 
den stehen lasson, nicht ganz abkappcn, abschnei- 
den. — JIagagogos , hagogogogos , immer manggogos. 

GOGOT, ein Fisch, eine Species des Baung, 
aber der Kopf rund. 

GOGOT, (nach paham auch kagogot, kagagogot,) 
mager, ausgesogen, (die Erde.) Petak hetoh baha- 
lap , tau ialan djahawen udju njelo maka ia gogot, die 
Erde ist hier gut, man kann & — 7 Jabr sie bestellen 
bis sie mager (ausgesogen) ist. — Gagogot, gogogogot, 
zicmlich mager, ausgesogen; saugend. Narai kinam 
gagogot, was isscst du es saugend? — Manggogot, 
hagogot dengan, mampagogot, mager werden lassen; 
aussaugen, absaugen. (z. B. Friichte worin ein Stein ist.) 
Aku manggogot tanangku helo, ta aku babungkat, 
ichwill mein Feld erst benutzen bis es ausgesogen ist, 
dann will ich verzichen. — Manganggogot, manggogong- 
gogot,cin wenig manggogot. — Jlagagogoty hagogogogot, 
immer manggogot. — Pagogot, der immer ausmer- 
gelt, aussaugt. — Hagogot, lange Zeit mit einander 
processiren. iEwcn tii hagogot basara, sie fiibren 
lange Zeit ilircn Process, (bringen stets neue Klagen 
hinzu , appelliren stets , etc. , bis sic beidc gogot , 
mager, arm sind.) 

GOHAGOHANG, s. gagohang. 

GOHAI-, lose, nicht fest, locker; (etwas binden, 
fasscn.) Petcngc gohai, das Band ist los. — Talipus 
lank bara Icngam awi gohai karakopm, der Fisch 
ist aus deiner Hand geglitten, weil deine Hand 
nicht fest gcschlosscn war. — Petak gohai, weichcr, 
sanfter Grund. — lii gohai berenge, er hat einen 
schwammigen Leib. — Gagohai, gohagohai, zicmlich 
lose , loitker. — Kagohagohai, bcstandig lose, locker. — 
Baragohai, alle, ul)erall lose, locker. — Manggohat, 
mampagohai, pagohai, hagohai dengan, loser, lockcrer 
machen, (was gebunden etc. ist. ;) etwas aufthun, nicht 
ganz fest schliessen, (die Hand;) auflockern , (die Erde.) 
— Aku manggohai pakaiangku madja olo tiwah , ich 
machc meine Kleidung etwas lose, besuche sie welche 
Todtcnfcst haltcn , (wo es tiichtig zu essen giebt , 
um tiichtig cssen zu konncn.) — Afanganggohcu , 
manggohanggobai, ein wenig manggohai. — Ilaga- 
gohaiy hagohagohai, oft, lange manggohai. — Tara- 
gohai , lose, locker etc. gemacht werden konnen, 
mogen. Djaton taragohai pcteng , pahalau siteng bo- 
hole, man kann das Band nicht etwas lockcrer 
machen, der Knoten ist allzu fest. — Kagohai, 
Losheit, Lockcrheit, Scliwammigkeit. 

GOHAKGAHIK, i. q. gulakgaiik. 

GOHAP, i. q. djowoi; diesclben Ableitungen. 

GOHONG, i. q. kiham, Wasserfall, Stromschnelle. 



136 



GOH— GOR. 



GOR— GUL. 



Gohong, (has. Song.) i. q. danum, Wasser. — (?o- 
hanff, m'anolicher Name. 

GOHOP, (nach paham auch: kagohop,) dasDrdh- 
nen, dr(ihncnd Getdn, (durch Sturm, starke Wei- 
len , lauies Sprechcn.) Paham gohop olo tiwah , laut 
der Larm der Menschen beim Todtenfeste. — Ga- 
gohop, gohogohop, manggohop, drohnen, brausen, 
larmen. Gagohop augh riwut, brausend das Geton 
des Windes. — Kagohogohopy anhaltcnd drdhnen. — 
Bcaragohopy iiberall drdhnen, larmen. 

GO JANG, bujang, Spielkarten. — (Pangka coeur; 
kidu, careau; kupang, pique; karawar, krawar, 
treffi — Isa, As; die andern Blatter: daun; daun 
udju kidu, careau sicben; her, KOnig; paro, Konl- 
ginn; peka, Bube.) — Bctgojang, Karten spielen. 

GOJANG, gagojang, gojagojang, hagojang, mang- 
gojangy oft irgendwohin gehen; umherschwarmen, 
durchziehen. I'a gojang aka mjunae, cr kommt oft 
ins Haus seines Oheiras. — la gojang batangdanum 
olo, er durchreist frerodo Str6me. — Hagagojang , 
hagojagojang, immer durchziehen, durchrcisen. Ikau 
hagagojang Kahaian badagang, aton kea ontong, du 
durchuehst iramer Kahaian handelnd , hast du auch 
Gewinn? — Gojanggapah y iiberall umherschwarmen, 
vagabondircn. la gojanggapah hapus huma , er lauft 
im ganzcn Hause umher. — Kagojanggapah, bestan- 
dig liberal] umher laufen. -^ Grojanggajong , bin und 
her schlenkern, (etwas was hingt.) — Panggojcmg, 
der immer umherzieht, Tagabondirend. 

GOJOGOJOR, 8. bagojor. 

GOK, mcgek, Getdn, z. B. wenn man etwas ein- 
schluckt, Vom Aufstosseu. — Megomegoky bamegomegok, 
kamegomegok,anhaltendsolch Geton. — Bamcogmegok 
sahengkoke, sein Aufschluchzen (Schluckauf) lasst sich 
fortwahrend horen. — Gokgeky Getdn beim Vomiren. 

GONG, gonggeng, s. geog. 

GONGGOM, eine grosse Seeschnecke, von dem 
glanzend weissen Hause derselbcn wcrden Arm- 
und Fingerringe gemacht. — Eine Art Kneifzange, 
Schraubc, Ring, worin man z. B. ein Stuck Holz, 
in welches man ein Loch bohren will, festklcmmt^ 
um das Bersten zu verhindern. 

GOP, megop, legop, halegop, lalegop, legolegop, 
garugop, Geton z. B. gegen ein leerej Pass schla- 
gcnd; wird auch vom KJopfen, tief athmen der 
Brust gesagt Narai augh gop hong arut, was fiir 
ein klopfend Getdn ist dort im Boote? — Halegop 
angat usokku , paham haka , stark klopfend das Ge- 
fiihl meiner Brust, ich bin sehr miide. — la ma- 
njindir, angate aku djaton katawae, tapi megop 
aughe hong knaingku, er spottct, er meint ich wisse 
es nicht , aber seine Worte klopfen in meiuem Bauchc. 
(Ich verstehe sie wohl und bin bose daruber.) — 
Gopgopy megomcgop , ba- oder kamegomcgop , anhal- 
tcnd solch Geton. — G^p^op, barakamegop, barale- 
gop, garugopgaragap, durch viele, iiberall solch Getdn. 

GOR, g08, megor, megos, donnemd, (Geton vom 
Schiesscn ,vom Donner.) — Mamegory megomegor, ba-, 
kamcgomcgor, anhaltend donnernd. Kamcgomegor 
augh badil olo tiwah beta, anhaltend donnert der 
Schall der Kanonen der Menschen, wclche dort 
Todtenfcst halten. — Gorgary gosgas, barakamegor, 
durch viele, iiberall solch Geton. (Dies auch vom 
Gehen. Gorgar tandjongm, hongga huma, iiberall 
trampend dein Gehen, das Haus bebt.) 

GORENG, das gebraten werden, sein, (in einer 
Pfanne, mit Fctt.) — Gorengy bagoreng, gebraten. 
Lauk gorcng, gebratener Fiscii. — Gagorengy gorc- 
$;oreng, gorenggarengan , kagoregoreng, immer Ge- 
bratcnes (essen.) — Manggoreng, bagoreng dengan, 



braten. — Manganggoreng , manggorenggoreng, ein 
wenig braten. — Hagagoreng, hagoregoreng , oft, 
lange braten. — Panggoreng, der oft, alles bnU. 

GORIS, (nach Zahlen: kagoris,) Stricb; dat tot- 
gezeichnct sein, (z. B. am Brette, wo man ei ab- 
sagen soil.) Djaton tarang gorise papan , bahali aku 
maneteke, nicht deutlich ihr vorgezeichnet sein, du 
Brett, cs ist miihsam fiir mich sie durchzuachnei* 
den. — BagoriSy pagoris, geschrammt, geritxt, (x« BL 
durch Dornen,) bekritzelt. — Manggorig, hagoris 
dengan, Striche Ziehen, abzeichnen; schrmmmen, 
ritten. — • Manganggoris y manggoringgoris, ein we- 
nig vorzeichncn, etc. — HagagariSy hagorigoiiB, oft, 
lange vorzeichnen, etc. — PcmggortM^ der immer 
Striche zieht, etc. 

GOS, megos, i. q. gor. 

GOWAGOWANG, s. gagowang. 

GRABUS, garabus, eine 3 — 4 Fnsa lange Kanone, 
mit weitcr Miindung. 

GRINANG, garinang, ein schadliches Insect, in 
Holland bekannt unter dem Namen KackerUck. <»- 
Humangku paham hagrinang^ in meinem Hanae aind 
viel Kackerlackcn. 

GRINDA, i. q. garinda. 

GUDAM , ein grosser Schmiedehammer. — - Mma^ 
gudaniy mit dem schweren Hammer Schmieden. 

GUDANG, Scheune, Packhaus. — Gudang ajah, 
Salzpackhaus. — Hagudang , ein Packhaus haben. — 
Bagudagudang kara dagangae, er hat yiele Packhau- 
ser voll Kaufmannsgiiter. 

GUDEIK , Backenbart ; audi die Fedem unter dem 
Schnabel der Hiihner. — Hagudek, baguddL, Backen- 
bart haben. 

GUJOGUJONG, s. gagujong. 

GULA, Zucker. — Gula tewu, gula pasir, Zucker 
aus Zuckerrohr. — Gula batu, Steinzucker, Kan- 
dies. — Gula, (ohne wcitere Bezeichnung, oder:) 
gula bahandang, rother Zucker, der dunkelbranne 
Zucker, welchen man aus dem SaAe der Hanau- 
palme, des Aringbaums kocht. — Djaton matiki 
bitik amon dia awi gula, die Ameisen sterben nidit, 
wenn nicht durch Zucker, (i. e. willst du ihn fan- 
gen, musst du ihn durch Freundlichkeit kddern.) — 
iEla gula tamparae, belii bengkel lawie, nicht Zucker 
der Aufang, auf dass nicht Bengkel (bittere Frucht) 
sein Ende; (i. e. nicht gleich allzu freundschaftlich.) 

— Aughe manis bara gula, menjak bara enjoh, 
mikah aku olo kalota, seine Worte sind siisaer alt 
Zucker, fetter als Kokosnuss, ich fiirchte solche 
Menschen. — Hagula, bagula, Zucker haben ( mit 
Zucker vermengt. — Manggula, bagula dengan, 
Zucker an etwas tliun. — Afanganggula. manggu- 
langgula, etwas Zucker daran thun, (an Essen, etc.) 

— Uagaguhiy hagulagula, oft, immer zuckem. 
GULAGULAU, s. gagulau. 

GULAI, das umgeriihrt sein. Djaton ombet gn- 
laic tepong, hindai toto hawoi tanteloh, nicbt ge- 
nug sein umgeriihrt sein, das Mehl, es ist noch 
nicht gut mit dem Eio vermengt. — Mangguiai^ 
liagulai dengan, umriihren. — Manganggulai , mmn^^ 
gulanggulai, ein bischeu umruhren. — HagaguUuy 
hagulagulai, oft, lange umriihren. — Pcrnggulad^ der 
oft, alles umriihrt. — vEwen duii tii hagulai tagal 
arut ta, die beiden sind schon seit lange im Pit>- 
cessc wegen des Bootes. 

GULAK, (nach paham: kagulak,) das geschnttelt 
werden, sdn; (Fliissigkeiten , auch Hauser; andere 
liarte Dinger gurak;) Geton von etwas was gcacfaiit- 
telt wird, (z. B. ein faulcs Ei; Wasser in einer 
halb leeren Flasche.) — Paham angat gulak ita awi 



GUL— GUM. 



G CM— GUN. 



137 



Uarat, wir werden stark durch den Sturm gcschiittclt. 
— Ila^ulakf gagulak, gulagulak, schiittelii, (neu- 
tnim;) ein Gelaut geben beim gescliiittelt wcrdeu. 
Manm tantdoh toh, gagulak, dies £i 1st faul, es 
achuttelt. — Aogatku ia djaton maku malawau pa- 
bam, gagulak aughe, ich denke er wird nicht gro8- 
sen Widentand bleten, seine Stimme bebt. — Ba- 
oder kigulagulak, anhalteud schiittclu, etc. — Ba~ 
ragulakj alle schiitteln. — GulakgaUk, gohakgahik, 
gulipgilip, bin und ber scbuttcln , schwaukcn. Djihi 
tapis timboke, gulapgalip, am Pfosteu ist untcu zu 
wenig Erde angchobt, cr wackelt. — Dawac djatpn 
gulikgiUk, magon tanggar mawi ia, seine Anklagen 
icfawanken nicbt, sie bleibeu fest ibn bcscbuldigend. 
Kagniakgalik, bestandig bin und ber scbwanken. — 
MoMgguUdc, hagulak dengan , scbiilteln, (activ.) Am- 
ple it bandak malawan utange, tapi aku iiandak 
manggnlake, es scbeint als ob er seine Scimlden ab- 
iaugnen wolle, icb will ibn aber scbiitteln, (i. e. auf 
die Probe stellen, ausforscheu, uniersucben, — wie 
man durch Scbiitteln £ier probirt, ob sic frisch 
and.) — Mctnganggulak , manggulangguluk , ein we- 
nig schiitteln. — HagagulaJc^ hagulagulak, oi't, lange 
tchdlteln. — Taragulak, gcschiittelt werden kiinneu, 
nogen. — Panggulak, der ofl, alles scbiittelt. 
GULAKGALIK, s. gulak. 
GUUNGGALIIVG, s. galing. 
GULAPGALiP, 8. gulak. 
GULfl, i. q. goiii; diesclben Ableitungcn. 
GULEP, (nacb pabam auch kagulep,) das los 
sein, wackeln, (Zabne, Messcrklinge imGrifTe, etc.) 

— Hoq^dtp^ gagulep, gulegulep, lose scin, wackclu. 

— Hagaguhp, hagulegulep, €;;twas wackcln. — A'a- 
^fcjW^, fortwabrend wackeln. — BaraguUp, alio 
vackeb. — Afanggulep, bagulep dengan, etwas lose 
werden machen, wackeln macben. 

GULOGULON, s. gagulon. 

GULOR, das betriiglicbc Schmeicbehi, Scbon- 

^pitthen. Pabam gulok olo salani ta mandjual da- 

fingae, mil viel betriiglicbem Scbmeicbeln preisiui 

die Mabomedanen ibre Giiter zum Vcrkauf an. — 

MoMggulok, betiiiglicb scbon sprcchen. 

G(JIX)NG, bagulong, i. q. badjeleng , sclinell ; bat 

• dieselben Ableitungen als badjeleng, nur das dort die 

SCammform djeleng allcin Imperatiy des Vcrbums ist , 

njcht wie bier gulong zugleicb Adverb sein kann. la gu- 

loiig (badjeleng) dumab,erkommt gescbwindc. — Dann 

pebt eft Yon gulong nocb die Ablcitung : panggulong , die 

groifite Sorie der gandang mara , Trommel , worn it man 

die Muftik in ein scbncUes Tempo bringt. — Manggu- 

lomg^ beschleunigen , und: die Panggulong bespielcn. 

GUMBAK, (nacb pabam: kagumbak,) Blatter, 
ftandblase, das gross, dick sein (einer Blase.) Hai 
gumbake ia balopak , er bat cine grosse Blase , sich vcr- 
braoDt habend. — Hagumbak^ gagumbak, gumbagum- 
bak, Blasenhaben; gross, dick sein, (Blasen.) Lengiic 
baguinbak , auf seiner Hand ist eine grosse Blase. — 
St^agwnbak, bagumbagumbak, ziemlich grosse Blasen 
hahrn j ziemlich gross sein. — Kagumbagumbak , im- 
mer grow, dick sein, (lopak, Brandblasen.) — Bara- 
ynmbak^ alle, 1 uberall grosse Brandblasen haben. 
GUMBANGGAMBENG, s. gagambeng. 
GUJU, i q. gam. 

GUMI, Bart, Haare, FiihUaden am Maule der 
Katxen, etc., (der Fische;) Fuldborner, (dor lusecten;) 
<Ue Ejidchen Bindfaden etc. , wclche nocb iiber einem 
Knoten auttteben. — Pandak gumin pakor, bakarak 
kanhv kun die ausstehenden Enden ul>er deni Kno- 
ten, er wird sich wiedcr auflosen. — JIagumi\ ba- 
euini, solchen Bart etc. Iiaben. 



GUMOGUMOT, s. gagumot. 

GUMPAGUxMPAU, s. gagumpau. 

GUNA, Nutzen. Djaton gunae maluu lietob, \ie- 
tak ringket, nicbt scin Nutzen, (es nutzt nicbts,) 
bier Feldbau zu treiben, der (vrund ist magcr. — 
Djaton gunae ia omba bagawi, djari bakas ia, es 
nutzt nicbt dass er mit arbeiten bilft, cr ist sclioji 
alt. — Narai gunae (akcn en gunae) ikau maraili 
garagar ta, wofiir willst du das unbraucbbare Eisen 
kaufcn ? — Djaton gaguna, von gar kcinem ?iutzen 
sein. — Baguna, niitzbch, von Nutzen sein. Ba- 
guna baliai mamlielom bawoi , cs ist sehr niitzlicli 
(vortheilliaft) Scbweine aufzuziehen. — Bagaguna^ 
bagunaguua, ziemlich niitzlich, vortheilhaft scin. — 
Mangguna, von Nutzen sein, bovortbeilen , belfen. 
Amaku djaton baliai mangguna aku , mein Ohcim 
bevorthcilt niich durcbaus nicbt, (hilft, gicbt, rath 
mir nicht.) 

GUNAL, i. q. dugal; hat dieselben Ableitungen 
als dugal; ausscrdem nocb: gunalganil, voll Knor- 
ren, (Holz.) 

GUNDAGUNDA, s. bagunda. 

GUNDAI, (has. Sang. = balau,) Kopfhaar. Gun- 
dai ambo, langes llaar. 

GUNDI, eine irdene Wasserkruke. — Hagundi ^ 
cine Gundi habcn, gebrauchen. 

GL'NDIK, Beiweib, Kebsweib. — Bagundikj ma- 
ngundik, eii> Kcbswcibbaben j jemand zum Kcbsweibe 
habcn. Aku hindai masawii, niangundik wiii, ich bin 
nocb nicht verheirathct, babe nur ein Kebsweib. 

GUNDJAU, (has. Mantangai,) i. q. gagah; die- 
selben Ableitungen. 

GUNDJANGGANDJING, s. gagandjing. 

GUNDUL, das geschoren sein. Lingis baliai guii- 
dul takolokc, ganz Vein ^glatt) ist das geschoren 
sein seines Kopfes. Bagundul, hagundul, gagun- 
dul, gundugundul, geschoren sein. Ampie salam, 
gagundul iii, er scbeint ein Mahomcdan zu scin, er 
ist geschoren. — Baragundul, alle geschoren. — 
Mangundttl, hagundul dengan, scheren. — Mang- 
angunduly mangundungundul, etwas scheren, (eincn 
Theil des Haarcs.) — JIagagundul, hagundugundul, 
oft, lange scheren. — Pangundul, tukang pangundul, 
der andcre scheert, Barbier. 

GUNGGUM, i. q. gonggom. 

GUNIS, ein wenig, etwas, (kennen, wissen, ini 
Allgemeinen, aber keine Besonderheiten.) Tawangkii 
gunise olo djari mampatiii paharingku, tapi djaton 
tarang, ich weiss es im Allgemeinen, dass man mei- 
nen Bruder gctodtet hat, aber nicbt genau. — Gu- 
nise mahin dia aku tawae, ich weiss durcbaus nicht s 
davon. — Gagunis, gunigunis, ein klein wenig. — 
Manggunis ^ jemand etwas im Allgemeinen bekannt 
machen; verwarnen. Kaliih ikau manggunis akae 
olo handak manawan iii, gieb ihm doch eine War- 
nung, dass man ibn fangen will. — llagunis, ein- 
ander eine Warnung geben. — Hagagunis^ haguni- 
giinis, oft warnen. 

GUNJAKGANJIK, i. q. gagandjing. 

GUNONG, (malaiisch: Berg,) nennt man den 
gebirgigen Landstiich .siidlich von Bandjar. Man 
bolt die Biiffel zu den Todtenfesten von dort, gehl 
auch zum Groldgral)en bin. 
GUNTAGUNTA, s. gagunla. 
GUNTING, kunting, das geschnitten scin, (mit 
einer Scheere.) — • Guniing, gantingan, Scheere. — 
Hagunting , eine Scheere haben. — Bagunttng^ das 
Haar schneiden. Olo bagunting betii, sie sind dort 
am Haarschneiden. — Bagunting, bagunting, ga- 
gunling, guntigunting, abgeschnittrnj geschoren. — 

IS 



138 



GUN— GUT. 



GUT— HAB. 



Baragunling, alle abgeschnitten , geschorcn. — Many- 
nnting , mangguntiiig, hakunting dengan, mit der 
Schecre schncideii, zuschneideii , abschneidcn, bc- 
schnciden. — 3/an^an^^tin/m<7, mangguntinggunting, 
eiii wenig schneiden. — Hwjagunting ^ haguiitigun- 
ting, hakakunting, oft, lange schiieidcn. — Pang- 
uiUing^ paiiggunting, der oft, alles schneidet. 

GUNTOH , (bas. Sang. = kuntoh ,) Armringc der 
Manner. 

GUNTUM, Backcnzahn, (Schneidezahn : kasinga.) 
— Ha-, bagiintum, Backenzahne liabcn. 
GUP, i. q. gop. 

GUPANGGAPAH, i. q. gojanggapali. 
GUPGAP, i. q. gopgap. 
GUPOGUPOH, 8. gagupoh. 

GURAK, (nach paham: kagurak,) das gescliiittelt 
wcrden, (harte Gegensiande; fliissige: gulak;) das 
Gelaut vom geschultclt "werden; dann iiberhaupt 
aiich : Larm , Getobe. Laiehan augh gurak olo huma 
djetii, babusauy stark das Getobe der Menschen in 
deni llause, sie sind bctrunkcn. — Gagurak, gura- 
giirak, hagurak, bagurak, nianggurak, liirmen, to- 
ben. — Kaguragurak, anhaltend larmcn. — Bara- 
gurak, manggurak manggalatak, aile toben, liberail 
Getobe sein. — Manggurak, hagurak dengan, schiit-' 
lelnj in Aufschiittung, Aufrcgung, ans Toben brin- 
gen, (Menschen.) — Manganggurak , mangguranggu- 
rak, ein wenig schiitteln, etc. — Hagagurak, ha- 
gnragurak, oft, lange schiitteln , etc. — Panggurak, 
der oft, alles schiittelt, etc. 
GURGAR, i. q. gorgar, s. gor. 
GUROH, i. q. gohop; dieselbcn Ablcitungen. 
Aiisserdem noch: pangguroh raariam, der lang an- 
lialtcude donnerndc Naclihall eines Kanonenschusses, 
nach dem ersten Knall. 

GURU, ein Lehrer. — Aku baguru intu iii, icli 
lial>e ibn zum Lehrer. — la mangguru aku, er un- 
terrichtet mich. 

GURUGURUS, s. gagiirus. 
GUS, i. q. gos. 

GUSAK, das bin und her durchs Wasser gezogen, 
abgespiildt werden, (Kleidcr, Teller, Fleiscli, etc,) 
— • Manggusak, hagusak dengan, abspiihlen. — Ma- 
nganggusak , manggiisanggnsak, ein wenig abspiihlen. 
Hngagusak , hagusagusak, oft, lange abspiihlen. — 
Taragiisak, ubgespiihlt werden kcinnen, irrthiinilich 
abspiihlen. — Pauggftsakj der alh^ abspiililt. 

GUSAR, ein Gcwiichs, der Ananas iihnlich; die 
A^'urzcl wird als Garo, Riiuchwerk, gebrauclit. — 
Manggusar, Gusar sucben. 

GUST, runde Blattchen von Gold odcr Messing, 
werden als Zierath an die Kleider genaliet. 

GUSI, ein im Inneren Borneos wachsender Baum j 
das Holz sehr fein. 

GUSOGUSONG, s. gagusong. 

GUTAK, eine holzeme, polierte Sirihdose. (Eine 
von Rottan geflochtcne: tepa; von Messing: salupa.) 

— Hagtttak , bagutak , cine Gutak haben , gebrauchen. 
GUTI, Laus, (auf dem Kopfe; am Leibc: tumli.) 

— Aso til hagutif der Hund hat Liiuse. — Gutin 
apui, Fuiiken. Apui haguti, das Feuer spriiht Fun- 
ken. — Panggutij Ursach von Verlust, Ungliick. la 
haradjur haban, panggutin ramoe akan lepali, cr 
ist immer krank, welches als ein Funke seine Gii- 
ter aufmachen wird, = Ursach ist, dass seine Giiter 
alle werden. — Pangguti\ ein Zapfen oben (kommt 
also von Laus her,) auf cinem Pfosten, um cinen 
mit einem Loche vcrsehenen Balken darauf zu le- 
gen. — ManggHtt\ cinen solchen Zapfen an einen 
Pfeiler machen. 



GUTIL, das Kncifen. (mit den Nageln.) — Mang^ 
gutil, hagutil dengan, mit den NageLn kneifen; (mit 
den Fingern : mangalumpit) — Hagutil, einaDder 
kncifen. — Manganggutil^ manggutinggutil , ein we- 
nig kncifen. — Hagagutil, hagutigutU, oft kneifen. 
— Pangg^itil, der oft kneift. 

GUTOK, Gebraus von Wind, Regen, Wellen, — 
Gesummc vom Fliegen vieler Vogel, Bienen, — 
Getuse vieler Menschen. Paham gutok apui lewu 
bakahu, heftig das Prasseln dcs Feucrs des bren- 
nenden Dorfes. — Gutok , weiblidier Name. — Zlo- 
gutok, gagutok, gutogutok, manggutok, brauien^ 
summen, liirmen, prasseln. — Gagutok UtbmiM, 
iiberall stark Getiimmel. Lewu Bandjar gagutok 
bal>ena , in der Stadt Bandjarmasin giebt es iibeimll 
reges Getiimmel. — J9a-, kagutogutoky anhaltend 
brauscn, etc. — Baragutok, iiberall bransen, etc. 



HA, iiber die manchfache Bedeutung dieses Pra- 
fixes s. die dajacksche Grammatlk. 

HAABAABA, s. aba. 

HAANDAANDAS, s. andaandas. 

HAANJAANJAK, s. ajak. 

HAB A dengan, s. aba. 

HABABAGI, s. bagi. 

HABABAKA , hababarah , mambaka , spotten , f<^ 
peji. Aughe djaton toto, hapae hababaka wal, sein 
Wort ist nicht ernstlich gemeint, er gebraucht es 
nur spotteud. — Paham kea ikau mambaka aku 
tjalaka, es ist zu arg, dass du mein spot test , weil 
ich ungliicklich bin. 

HABABAR, s. mambabar. 

HABABARAH, i. q. hababaka. 

H ARAB AT, s. babat. 

HABABIONG , (bas. Song. = mandjala ,) mit einem 
Djala (Art Fischnetz, s. djala) (ischeo. 

HABABOHAU, s. babohau. 

HABABUR/E, s. burii. 

HABADJA, jedcr fur sich, separirt. iEwen ham- 
pahari malaii habadja, djaton maku hindj'a, die 
Briider treibcn jeder Ackcrbau fiir sich, sie woUen 
nicht gemeinschaftlich arbeitcn. 

HABAGOP, 8. babagop. 

HAB AH ABA, hahaba, s. aba. 

HAB A HAB AN, s. haban. 

HABAIH, s. babaih. 

HABAKIP, s. babakip. 

HABALAMBAK, s. balambak. 

HABALAUN, (bas. Sang.,) lange Zeit undruhig. Busik 
habalaun , badjanda hakalowa , spielt nur rubig fort. 

HABALOR, habaror, babalor, balobalor, gestreiit, 
(Zeug, und zwar die Streifen recht, von oben nach 
unten laufend.) — Barabalor , alles (Zeug) gestreift. 
— Kabalor, das gestreift sein. 

HABAN, krank. la haban djari katelo, er ist 
krank, schon 3 Tage. — Habiin badarcm, Fieber 
haben. — Haban kamising, die Cholera haben. ^^ 
Aku haban belaiku , djaton balut, mein Gesckmack 
ist krank, ich babe keine Zukost, (i. e. habe dca- 
halb keine Lust zum Essen.) — jic^aban, habaha- 
ban, ein wenig krank, kriinklich. — KahahahaboM^ 
fortwahrend kranklich. — Barahaban, alle kimnk 
Ncin. — Mahaban, mnmpahalKin, pahaban, hapa- 



HAB. 



IIAB— HAD. 



139 



^ttban dengan, krank maclieu; mahaban audi: von 

ctwas krank sein. Sala talo kinae, djetli mahabau 

ia, er hat schadliche Dinge gegcssen, das bat Ihn krank 

gemacht. — Aku mahaban bahangku toh, djari 

kadjahawen, ich bin krank andieser Schware, schon 

6 Tage; (sugleich : behandele sie als eine Krankheit, 

halte mich als krank; nehme mich in acht» arbeitc 

nicht) — KahabcMj Krankheit — Pcthabajiy was 

oft knnk macht. 

UABANAHAT, s. banahat. 
HABANiE, s. bana. 
HABANGUT, s. babangut. 

HABANTALAN, (has. Sang. = imambai,) an ein- 
ander gefiigt. Bindang garing liabantalan tempoe, 
Bictter Ton Holz, an cinander gefiigt durcli ihren 
BesitMf. 

HABANTAIVG, balabat, die dicken Querholzer 
in den Wanden, an denen die Raradjak, die aufrecht 
btehenden Stocke, festgebunden werden. — Maha^ 
htmtang huma, die Habantang in eiuem Haiise ein- 
fugen, le^en. 
HABANTIAS, s. bantias. 

HABANUAN, auftragen; zu ctwas gebrauchen. 
Km. gawie iii habanuan aku w'ai, bitie haradjur 
mdii, zu alien seinen Arbeiten gebraucht cr mich 
nor, (er tragt sie mir alle auf,) er selbht thut nichts. 
HABANUAN (Bas. Sang. = mamuno,) stechcn. 
Habanuan lundju, mit der Lanze stechen. 

HABAK, kabar, Bericht, Erzahlung, Gcriicht Ri- 

len habar asang toh, toto iii dumah? Wic lautct 

<itt Bericht hinsichtlich der Feinde jetzt, kommen 

«ewirklich? — Hahabar ^ habahabar, kakabar, ein 

^*raig Bericht. Kutoh katahie ia djari nihau, haha- 

bar nahin djaton, sehr lauge ist er bcreits fort, 

■ad es ist nicht die geringste Nachricht von ihm 

grkommen. — Mahabar, mangabar, bcrichtcn. — 

Mskahabar, mahabahabar, cin wenig Nachricht 

geben. 

HABARABARAH, i. q. hababarah. 

HABARAMBAN, habramban, in Mengc ausgc- 

spaont, lang ausstehen. Kutoh tali habarambau hong 

tiJiang kapal, viele Taue sind ausgespannt am Maste 

des ScfaiflTes. — Uhat kaju liabaramban hamparang 

djalan, die Baumwurzeln stelien lang aus quer iiber 

den Weg. 

HABARASAN, allein gehen lasscn ; habarasan 
arepe, allein gehen. Kcton habarasan djipon keton, 
tawangku ngarau ia, ihr lasst eurc Sclavcn allein 
iseben (s. B. aufs Feld,) ich weiss sie werden faul- 
lenzen. — Anak olo mambesiii habiirasan arepc, toto 
morah klahi, die Kinder gehen allein ausrudcm, gc- 
wiss tic werden leicht in Streit gerathen. 
HABARIBARING, s. baring. 
HAfiARlK, 8. haburak. 
HABARIKAN, s. birik. 

HABARON, (bas. Sang. = haklambi,) ein Ol)er- 
kleid haben, tragen. Habaron sakalat njalanjala 
luDdange, ein Obcrkleid von feuerrothera Tuch 

UABAu, 8. bau. 

HAB^H, i. q. biih. 

UABEAU, 8. babeau. 

HABELENG, s. babeleng. 

HABENGAP, s. babengap. 

HABENTANG, i. q. habelang, s. belang. 

UABERON, beron, leicht griin, hell ghin, (Junges 
GfaSy etc.) Radjin aku mita pariii haiu Icnibut, ha- 
lieron, ich sehe gern den eben auskommeuden 
er ist so hell griin. 

BABETOP dcngan, i. q. habelo dcngan; s. bcto. 



HABIAL, s. babial. 

HABIEP, 8. babicp. 

HABILOI, s. babiloi. 

HABlNyEI, (bas. Sang. =: bawi,) wciblich, AVcib. 
— Uabinai manalatai dara, die Frau flicht fciii 
Flechtwcrk. 

HABINGKIS dcngan, s. mamingkis. . 

HABINGKOH, viele durch cinander laufen odcr 
schwimmen. Ta lauk habingkoh hong sungiii, da 
schwimmt eine Menge Fisclic durch cinander im 
Flusse. — Narai awi olo habingkoli hong batang, 
badjai, was ist es, dass die Lcutc dort auf dor 
Flobse so durch cinander laufen, ist ein Kroko- 
dill da? 

HABINTIH, s. babintih. 

HABINTOK, mahabintok, i. q, nantumah , als 
Opfer verkaufen, (Sclavcn etc. an solche, welchc 
jemandcn opfern woUen.) — Pabintoky der oft Men- 
schen als Opfer verkauft. 

HABIOH, i. q. habaih, s. babaili. 

HABIRAR, s. babirar. 

HABIWIT, kurz sein, (die Lippen, so dass sic 
nicht recht schlicsscn, und die Zahue zu sehen 
sind.) la habiwit totoke, er hat cine kurze Ober- 
lippe. — Ampie handak mahotus, djari habiwit 
totok biwilie, cs scheint er will sterben, st'ine Lippen 
babcn sich schon kurz zusammcngczogcn. — Kaha- 
biicify das kurz soin. 

HABOHOS, s. babohos. 

HABUAK, s. babuak. 

HABUJAH, s. babujah. 

IIABUNGKAT dengan, «. babungkat. 

IIABUR dcngan, s. abur. 

HABUS, i. q, bus. 

II ADA, ein Geliindc, (an einer Treppc, Bnicke, 
etc.) lladan dampahan djaton dahcn, das Gclandc 
der Briicke ist nicht fost. (Wie die Briicke oft nur 
aus ei'nem liber das Fliisschen geworfcnen Baum- 
stammc bestcht, so ist das ganzc Gclande oft nur 
1 Bambu.) — llahada, hadahada, als ein Geliindo, 
etwas Gelande. Mangat dampahan t;i, at on haliadae, 
angenehm die Briicke, (es ist gut dariiber zu gehen,) 
sie hat etwas Gelande. — Mahada^ hahada dengan, 
ein Gelande an ctwas machen; zuriickhalten. la 
mahada olo buli, cr halt die Menschen zuriick um 
fort zu gehen, (z. B. stcUt sich mit ausgestrcckten 
Ai-men vor die Thiir, damit sie nicht hinaus kcin- 
ncn.) — Mahahada^ mahadahada, cin wenig (nicht 
just mit fcstem, dauerhaftcni) mit cinem Gelande 
versehcn. — Hahadahada, oft, lange ein Gelande an 
etwas machen. — Tarahada, zuriick gehaltcu werden 
konnen. — Pahada^ der an alles Gelande macht j 
der oft, alle zuriick halt. 

HADADAJONG, s. dajong. 

IIADADAKAP, s. dadakap. 

IIADADASAK, s. badasiik. 

HADADURUT, s. hadurut. 

HADAHADAT, s. hadat. 

HADAl dengan, s. adai. 

HADal dengan, s. dai. 

HADAJAK, s. dadajak. 

HADiVNG, mahadang, (Bandjarsch, = mentai,) 
wart en, abwarten. Paham katahingku mahadang iii 
dumah, sehr lange babe ich auf sein Kommen ge- 
wartet. 

HADANGAN , Biiffel. — (Grosse und alte miinnlichc 
Biiffel nennt man samantan.) Biiftel worden von den 
Dajacken nur bei grossern Gotzcnfesten als Opfer 
gebraucht. Nur scUen zieht der Dajack sie selbst 
auf: man holt sic, wcnn man sic nothip hat, >on 

18* 



140 



HAD. 



HAD. 



IMaluk.'i iiiid Tabaiijo, siidlich von Bandjarmasin. 
Der Preis eines grossen Biifiels ist zu Pulopetak 
30 — 50 11. — Kahaim kilau hadangan, paham ka- 
diam, deine Grosse wie ein BiiiTel, aber da bist 
sehr faul. — Ikau mukong arut kilau hadangan, du 
.sitzest im Boote wie ein Biiffel, (plump, nicht wie 
C8 sich gehcirt.) 

HADARiK, 8. darii. 
HADASAK dengan , s. badasak. 
HAD AT, Art, Weiscj Gcbrauch, Sitle. Puna ha- 
dat ai batiroh bentok andau, es ist seine Weise 
(or pflegt) am Mittage zu schlafen. — Masawa ara 
hadat olo salam, viel Frauen zu nehmen ist die 
Weise der Mabomedanen. — Hadat ita kuman han- 
telo idja andau, unser Gcbrauch ist es 3 Mai taglich 
zu essen. — la djaton tawan hadat, er weiss keine 
Weise, (ist ein unmanierlicher, plumper Mensch.) — 
Hahadat, hadahadaf, miissig, nicht zu viel. Bagawi 
hadahadat, ala pahalau, arbeite m'assig, nicht all zu 
viel. — Marentah hadahadat, ala tulas, herrsche 
iiber sie mit Maasse, nicht grausam. — Bahadat, 
bahadahadat, wie es Gebraucli ist, gehorig, schon; 
hoflich, anst'andig, manierlich sein. Huma toh inampa 
bahadahadat kea, dies Haus ist gebaut so wie sich's 
gehort, (gut.) — Olo ta toto bahadat, der Mensch 
weiss sich anstandig zu betragen. 
HAD4U, s. dadau. 
HADEMAM, s. dademam. 

HADERA, viel, in Menge; (nur gebraucht von 
Anpflanzungen , Baumen, Zuckcrrohr.) Pambulae ha- 
dcra hakaliling humae, kw'aka ia handak. babungkat, 
seine Anpflanzungen stehcn in Menge rundum sein 
Haus her, wie sollte er verziehen wollen, (und das 
ulles im Stiche lassen.) 
HADI, mannlicher Name. 
HAD1KAL, s. dadikal. 
HADING, s. ading. 
UADINGI, 8. dadingi. 
HADJADJAGA, s. djaga. 

HADJADJAI, (has. Sang. = harabit,) zerreissen. 
llatangkaniang hadjadjai sindjang, sie zanken so sehr 
mit einanoer, dass sie die eine den Shawl der an- 
dern zerreissen. 

HADJADJAK, (has. Sang. = sewu,) abspringen. 
Hadjadjak njalong, ins Wasser springen. 

HADJADJAKAN, (von: badjadiak, has. Sang.,) 
wo viel gegangen wird; vertreten werden, sein. iEla ikau 
mambirang amak intu bauntonggang, hadjadjakan 
olo ara, papa karah, breite deine Matte nicht aus 
in der Thiir, wo alle viel gehen, sie wird verdorben 
werden. 

HADJADJAKAT, s. djakat. 
HADJADJANGAH, s. hadjangah. 
HADJADJEA, i. q. hababaka, spotten, verspotten. 
— (S. auch badjea, djeadjea.) 
HADJADJELAN, s. djedjel. 
HADJADJELENG, hadjeledjeleng , s. badjeleng. 
HADJADJEMPAI, s. hadjempai. 
HADJADJENGGOR, s. djadjcnggor. 
HADJADJEWONG, hadjewodjewong , s. badje- 
wong. 

HADJADJIKiE, hadjikadjikii, s. djadjikii. 
HADJADJILEK, hadjiledjilek, s. badjilek. 
HADJADJUKyE, hadjukadiuka, s. djadjuka. 
HADJADJULEK, s. hadjulek. 
HADJADJUNGGAT , hadjunggadjunggat , s. ba- 
djuiiggat. 

HADJAGOI, 8. djadiagoi. 

HADJAHADJAK, s. adjak. 

HADJAHADJANG, hahadjang. Respect einflds- 



send, sehr gross. Hadjahadjang olo ta, fa 
sehr gross ist der Mensch, man wird ban 

— Barahtidjang, alle sehr gross. Respect 

— Kahadjang, Respect erweckende GrSs 
HADJAHADJAR, s. adjar. 
HADJAHAMAN, (has. Mantangai,) i. 

man, an jemanden ohne Zinsen etwas h 

HADJAIK, 8. hadjuak hadjaik. 

HADJAK, 8. adjak. 

HADJAK, 6. hempcng. 

HADJAKAH, s. djakah. 

HADJAMBENG, s. djadjambeng. 

HADJANDJAKI, fliessend und deu 
oder etwas gelemtes hersagcn.) Tamat : 
djaki aughe mambasa, er hat gut gelei 
mit fliessendcr und deutlicher Stimme. 

HADJANDJALA, s. djala. 

HADJANDJAM AH , ziemlich ungesch 
hende, langsam. Hadjandjamah ampie mal 
melai, er ist etwas unbeholfen in der 
weil cr lange geblieben ist, (scil. zu 
lange nicht mit geholfen.) 

HADJANDJ AWiEI , s. djawai. 

HADJANDJEPA, (has. Sang. = ha 
blenden. Kilat hadjandjepa tandok, der 
det die Augen. 

HADJANDJEWONG, (has. Sang. = 
frisch, kraftig. 

HADJANDJIHAN, (has. Sang.) i. q. 
wong. 

HADJANDJIMAL, schnell und gut 
schreiben.) Paham kasikape mandar'aano 
djimal lengae, gross seine Geschicklichk 
die Matte, schnell und geschickt seine 

HAD JANG, der Stachel, welchen dei 
Fisch,) am Schwanze hat. 

HADJANGAH, mandjangah, in die ] 
den Kopf aufgerichtet; schrag, queer 
liegen, nicht recht mit dem Strome.) 
djong hadjangah, er geht in die H6be 
Sala kamburim, hadjangah arut, bahali 
dein Steuern, das Boot liegt schrag gegei 
es ist miihsam um schnell voraus zu 1 
Djadjangahy djangadjangah, hadjadjangal 
djangah, mandjandjangah, mandjanganc 
wenig in die Hohc sehen, ein wenig sch 
djangadjangah, fortwahrend aufsehen, sch 
djangah, das Aufsehen, das schrag liege 

HADJANGELOI, (has. Sang.) i. q. dj 

HADJANGUAK, i. q. djadjanguak. 

HADJANTAI, s. djadjanUi. 

HADJAPAI, mandjapai, (Bandjarsch,) 
gong, anriihren. 

HADJAR, adjar. 

HADJARAN, djaran, Pferd. (Werden 
tak nicht gehalten; es giebt deren einig 
von Bandjarmasin.) 

HADJAT, (Bandjarsch,) i. q. sahut, 
Makadjaty i. q. maluput sahut, opfem, 
bringen. 

HADJAWAT, 8. djadjawat. 

HAD JEAN, (has. Mantangai,) i. q. h^ 

HADJELUT, sehr befreundet sein; i 
mit jemandem haben. Ia hadjelut deng 
er ist sehr befreundet mit den Banc 
Hadjadjelut, hadjeludjelut , ziemlich v 
haben. 

HADJEMPAI, weich und elastisch. 
tiroh hong tilam ta, hadjempai, auf c 
lasst es sich angenehm schlafen, sie isl 



\ 



HAD. 



HAD— HAG. 



141 



|3;gti9ch. 7— Parai hadjempai, ara apise, der Reiss 

l^n Korbe, Haufen,) lasst sich vreich und clastisch 

Mifiiblen, es sind viel leere Korner dazwischen. — 

Djadjtmpai^ djempadjempai, zicmlich weich und 

elastisch. — Kadjempadjempai , fortw'ahrend weich 

und elasiisch. — Baradjempai, alle weich undelas- 

lisch. — Kadjempai, Elastlcitiit. 

HADJENDJANG, gcgen cinander iiber stehen; 
(wird nur von Biiumen gesagt.) Pulau enjoh hadjen- 
djtog hasansila sungai, die Anpflanzunger der Ko- 
liospalmen stehen einander gegeniiber an beiden 
Seiten des Fiusses. 
HADJENGAP, s. djahengap und djadjengap. 
HADJETAI, s. djadjetai. 

HADJI, jemand der nach Mecca gepilgert ist. — 
Mannlicher Name. 
HADJIK, s. adjik. 
HADJIKiE, 8. djadjika. 

HADJIL, i. q. badjip; dieselben Ableitungen. 
HADJH.EK, 8. badjUek. 
HADJILl, 8. djadjili. 

HADJU>, hadjil, gleich, eben, (die Scharfe, 
Schneide eines Messers, keine Z'ahne darin;) dicht 
w einander schliessen, geschlossen, (zusammenge- 
ftgte Bretter, genesende "Wunden, etc.) Bahalap 
AMe pigau toh, hadjip baue, gut sein geschliffen 
<tin, dieses Messer, eben ist die Schneide desselhen. 
^—Hahadjip, hadjihadjip, ziemlich eben, ziemlich 
dkht, geschlossen. -^ Mahadjtp, niampahadjip , pa- 
hadjip, eben, gleich schleifen; dicht an einander 
tfti|ai. — AfaJiahadjipy mahadjihadjip, ziemlich 
«ben schleifen, etc. — Tarahadjip, gleich geschlif- 
fen, dicht an einander gefiigt werden konnen. 
- — ■ Kahadjip, Gleichheit, das dicht zusammen 
achliessen. 

HADJOK, 8. adjok. 

HADJOKATAN, (has. Sang. = mangkatan,) aus- 
Uden. 

HADJUAK hadjaik, iiberlegen, Mittel und Wege 

sucben. Toh djaton hapangku manahor, entai helo 

^u hadjuak hadjaik arepku , jetzt habe ich nichts 

^^ zu bezahlen , warte erst dass ich fiir mich iiber- 

^en (Mittel suchen) kann; (vielleicht kann ich 

ctvai Terkaufen, oder von jemandem etwas geliehen 

tthalten.) 

HADJUALAN, (has. Sang. = mandjual,) verkaufen. 

HADJDAT, 8. djehang. 

HADJUET, wimmeln, In Menge seinj (Wiirmer, 
^'y auch Menschen, 4 fiissigc Thiere; — Fische; 
"^jnntek , harier.) Lalehan uret hadjuet mawi pun- 
^*^ lauk, was wimmeln die Wiirmer dort auf dem 
^^^kneten Fische! — Kutoh olo madja, hadjuet 
"<^Dg huma, eine Menge Menschen besuchen, es wim- 
™*^t Ira Hause. — Djadjuet, djuedjuet, ziemlich 
^jnuncln, in ziemlich grosser Menge sein. — Ka~ 
4h*djuei, fortw'ahrend in grosser Menge durch einan- 
der. — Baradjuet , auf vielen Platzen , iiberall wim- 
meln. 

HADJUING, 8. djadjuing. 

HADJULEK. ATiEI, misslich, iibel fiihlen. Aku 
lukiiang muta, hadjulek ataiku, ich werde mich iiber- 
feben niiissen, ich liihle mich so iibel. — UadjadjuUk, 
ludjuledjulek atai, sich etwas iibel fiihlen. — Ka- 
djuledjulek atai, sich fortw'ahrend iibel fiihlen. 
flADJULING, 8. djadjuling. 
HADJUNGGAT, s. badjungat. 
HADJCNO, 8. djadjuno. 

HADJUNTEK, wimmeln, in Menge sein, (Fische; 
s. hadjuet;) dieselben Ableitungen wic bei hadjuet. 
HADJUR DENGAN, s. adjur. 



HADJUTENG, s. djadjuteng. 

HADO, s. ado. 

HADOK, der faserhafte Stoff, wclcher unten an 
den Slattern der Hanaupalme sitzt; man macht 
Stricke davon. — TaU hadok, Strick von Hadok. — 
Djanggute kllau hadok, sein Bart Ist wie Hadok. 
(Die Barthaare sind sehr dick.) 

HADUIT, 8. daduit. 

HADUKANG, s. dadukang. 

HADUMAM, 8. dadumam. 

HADURUT, kleine Augen haben; zufallen, (die 
Augen von Schlaf;) abh'angen, (Zweigej) niederfal- 
len, (der Thau, Nebel.) Olo ta hadurut matae, der 
Mensch hat kleine (halbgeschlossene) Augen. (Wird 
von den Dajacken fiir schdn gehalten.) — la ha- 
durut matae, handak batiroh, die Augen fallen ihm 
zu, er will schlafen. — Hadurut edan kaju awi 
bua, der Zweig h'angt herab durch die (vielen) Friich- 
te. — Sana halem'ai ambon hadurut , sobald es Abend 
wird , fallt der Thau herab. — Djari hadurut Sang- 
iang, der Sangiang (Luftgott) ist herab gekommen; 
(zu dem, der ihn gcrufen hat) — Dadurut, duru- 
durut, hadadurut, hadurudurut, zicmlich kleine 
Augen haben, etwas niederhangen, etc. — Baradu- 
ruty alle kleine Augen haben; etc. — Mandurut, 
hadurut dengan, abh'angen machen; herabkommen 
lassen, (den Sangiang, bei Opfern etc., dadurch dass man 
ihn ruft. — la hadadurut (hadurudurut) Sangiang, 
er ruft oft (oder lange) den Sangiang, dass er herab 
komme. — Ikau toh pandurut Sangiang, du hist 
jemand , der oft den Sangiang herab ruft. 

HA EDAN, s. edan. 

HAENDiEENDiEH, s. endah. 

HAGA, das unterhalten, verwahrt, gewartet, ge* 
pflegt, aufgepasst sein. Sala hagac i'ahaban, awi tit 
iii matiii^ nicht recht sein verpflegt sein als er krauk 
war, daher ister gestorben. — Tapas hagae tanam, ma - 
gon awi bawoi, zu wenig sein bewacht sein , dein 
Feld , es wird fortw'ahrend durch wilde Schweinc 
abgefrcsscn. — Mahaga, unterhalten, verwahren, 
warten , bewachen , pflegen ; bewabren , befolgen. 
Lihi indue matai, aku mahaga anake tinai, nach- 
dem sie von der verstorbenen Mutter verlassen sind , 
ziehe ich ihre Kinder ferner auf. — Mahaga pren- 
tah , Befehle befolgen. — la badagang hapae mahaga 
pambelome, er trcibt Handel um sein Lebenzu un- 
terhalten , (um seinen Unterhalt zu (inden , er ernahrt 
sich damit.) — Mahahaga, mahagahaga, ein wenig, 
kurze Zeit unterhalten, etc. — Hahaga^ hagahaga, haha- 
gahaga, oft, immer, anhaltend bewahren, etc. • — Bora- 
haga, alle gut bewahren, etc. iEwen barahaga de- 
ngan ramoe , sie nehmen ihre Sachen gut in Acht. — 
Tarahaga, unterhalten etc. werden konnen. — Pa- 
haga, der immer, alles bewahrt, etc.; — Aufsicht, 
das Unterhalten, etc. Metoh pahaga aingku anak 
ta bahalap wai, toh pahaga mamae ia parajap, w'ah- 
rcnd meiner Aufsicht, (so lange es bei mirwar,) war 
das Kind ganz gut, jetzt unter der Aufsicht seines 
Ohcims ist es bose. 

HAGABiEH, s. gagabah. 

HAGAGAIS, 8. gais. 

HAGAGALIK, s. gagalik. 

HAGAGAU, s. gau. 

HAGAGAWI, s. awi. 

HAGAGITyE, s. ita. 

HAGAGUAN, s. nguan. 

HAGAGUNTA, s. manggunta. 

HAGAGUNTENG, s. gagunteng. 

HAGAH, 8. agah. 

HAGAHAGAS, s. agas. 



142 



HAG— HAII. 



HAII. 



HAGAIS, s. gais. 

HAGALANGGANG, einc Art Gottesgcncht , zur 
£ntficheidung solcher Klagen, wo hinreichendc Be- 
weise oder Zeugen fehlen; die Streitcnden miissen, 
40 — 50 Fuss von cinander in cin enges, bis an 
die Brust reichendes Gitter eingeschlossen , zuge- 
bpitzte Bambu gegen einander schieudern, bis ei- 
uer gefahrlich verwundet ist. 

HAGALIK, s. gagalik. 

HAGALIP, 8. gagalip. 

HAGANGGANG, s. gaganggang. 

HAGANGGIMAI , (bas. Sang. = hagapi,) dicht an 
einander, sicb beriihrend. Bitinkcton melai hagang- 
gimai, ihr sitzt ganz nahe zusammcn. 

HAGANTONGAN, (bas. Sang. = manggantong,) 
aufhikngen. 

H AGAR ATIK , zu dicht , zu nahe beisammen , 
(Pilanzen.) Paraie pahalau hagaratik, djaton tau ba- 
lialap, sein Rciss steht allzu dicht, cr kann nicht 
gut werden. 

HA GAS, s. agas. 

HAGAUS, 8, gagaus. 

HAGAWI, 8. a^iri. 

HAGEMPAU, s. gagcmpau. 

HAGER, (stels mit djaton, nicht, vcrbundenge- 
braucht,) verechlissen , verfault, vcrfallen, crschupfL 
Djihin humangku djari sapulu njelo, djaton hager, 
die Pfosten meines Hauses stchcn schon 10 Jahre, 
und sind noch nicht verfault. — Hahager, hage- 
hager, ein wenig verschlissen , etc. Djari tahi ia ho- 
wan, tapi djaton liahager ampie, schon lange ist 
OS, dass or greise Haare hat, aber er sieht noch 
durchaus nicht schwikchlicli aus. — Djaton kahager^ 
das noch nicht verschlissen, etc., das noch im gutcn 
Stande sein. 

HAGIOR, 8. gagior. 

HAGITiE, 8. itii. 

HAGOBiEH, 8. gagobUh. 

HAGOHAGOR, s. hahagor. 

HAGOI, s. agoi. 

HAGUMPAy, 8. gagumpau. 

HAGUNTAGUNTA , s, manggunta. 

HAGUSOH, ein Spiel, darin bestehend, dass dcr 
eine niit seinem Arme kraftig iiber des andcrn Arm 
hinstreicht, worauf der 2<^ dasselbe dem l^n thut, 
bis einer vor Schmerz aufhort und also besiegt ist. — 
Manggusoh, iiber den Arm cines andern hinstreichen. 
Has koa hagusoh , brangai ikau manggusoh helo aingku, 
wohlan, lass ims beiden Armreiben spielen, du 
magst zuerst iiber den meinen streichen. 

HAHABA, 8. aba. 

HAHADJOR, 8. adjok. 

HAHADO, 8. ado. 

HAHAGOR, das Brummen der Schweine, wenn 
sie sich Hundcn etc. widersetzcn. — Barahagor^ alle 
bose brummen. Narai mawi bawoi, barahagor, wer 
thut den Schweinen was zu Leide, sic brummen. 

HAHAI, aus vollcm Halse, laut, (lachen.) Hahai 
ia tatawii, cr lacht aus voUem Halse. 

HAHAI, 8. hai. 

HAHAIR , haihair , sich irgend wo festsetzcn , fest- 
hungen; mitgeschlcppt wcrdcn. Aku maboroe oru, 
hahair tamput paingku , ich gehe durch das Gras , vicl 
setzt sich fest an meinen Fiissen, und wird mitge- 
schlcppt durch meinc Fiisse. — Kumpang hahair , leket 
intu arut, das Kumpang (einc AYasscrpflanze) wird 
mitgeschlcppt hiingendam Bootc. — Kahaihcur, be- 
stundig fcstsitzcn , mitgeschlcppt werden. — Barahair, 
an alien , an vielen Pliitzcn fcstsitzcn, etc. — Hang- 
Air hair, schleppen, rund umher anhangen, festhan- 





gen. Buhen ikau mimbit katil duiidua tik kangk^ .k. 
hair? kalah idja, tau maton loto, warum briiL: 
du die beiden Banke auf dem Grunde her schlt 
pend, bring doch stets eine, dann kannst du 
ordentlich trageii. — Hangkirhair kar'a lontong i: 
bite, rund um ihn her herabhangend bringt er « 
Korbej (also auch; vielc.) — Mohair, baiiair 
ngan, mitschlcppen , (mit den Fiissen, etc) Boi 
buah tandjongm, ikau mahair amakku, geh yoj 
sichtig , du sclileppst meine Matte mit. — MahiAairr^ 
mahaihair, ein wenig mitschleppen. — Htiktuhav'^^^ 
oft, immcr mitschleppen. 

HAHAJAK, 8. hajak. 

HAHAKANG, s. mahakang. 

HAHALAI, 8. mahalai. 

HAHALAP, s. bahalap. 

HAHALI, halihali, s. hali. 

HAH AMEN, hamehamcn, s. mahamen. 

HAHAMPAI, hampahampai, i. q. liahampa; die- 
selben Ableitungcn. 

HAHA>U^iE, hampahamp'a, hahampai, mahampli 
arcpe, tatangka, tangkatangk'a, manangk^ arepe, 
nur bis an die Thiire kommen, (nicht bisinsHaus.) 
Ia madja hahampa wai, er besucht uns, kommtmir 
bis an die Thiir, (kommt nicht ins Haus, sag! nor 
einige Worte und gcht bald wieder fort) — Buhen 
ikau mahampai arepm, djaton palus, warum bleibft 
du an der Thiir stelien , kommst nicht ins Haus? — 
Kahampakampd, katangkatangka, lange vor der Thor 
stehen bleiben. — Barahampa, etc., alle vor der Thur 
stehen bleiben. — Kahampa , katangka , das vor der 
Thiir stehen bleiben. 

HAHANDAU, s. andau. 

HAHANDEP. s. andep. 

HAHANDJO, s. andjo. 

HAHANDO, handohando, s. bahando. 

HAHANGIT, hangihangit, mahangit, biennlich, 
vcrbrannt riechen; (angebrannter Reiss, Fleisch, etc) 
Angatku bakahu ban, hahanglt ewaue, ich denke 
der Reiss ist angebrannt, er hat einen brennlichen 
Geruch. — Kahangihangity fortwahrend angebFannt 
riechen. — Barahangit kara panginan ita, aUe un- 
sere Speisen riechen angebrannt. 

HAH ANT AM, s. antam. 

HAH ANT JAP, s. antjap. 

HAHAPANG, hapahapang, s. kahapang. 

HAHARA, harahara, schwach, kaum hdrbar (die 
Stimme ; z. B. durch zu grossen Abstand.) Hiningku 
hahara aughe wai awen mangahau bara dipah, ick 
hdrte ihre Stimme nur schwach, sie riefen von der 
Ueberseite des Flusses. — Dengedengen aku, hahara 
wiii augh olo hiningku, ich bin etwas taub, kaum 
bore icli das Sprechen der Menschen. 

HAHASANG, hasahasang, s. asang. 

HAH AS I, hasihasi, s. asL 

HAHATAI, hatahatai, jedes Dorf und jedesHaos 
angehend. Aku djari mangahau kara bakas huma, 
hahatai bara Panggen sampai Idem, ich habe alle 
Haus-iElteste gerufen, Haus fiir Haus von Pang- 
gens bis zu Idems Hause. — la badagang hahatai 
bara ngawa, er treibt Handel jedes Haus angehend 
unten vom Flusse auf. — Mahataiy manahatai, an- 
gehen (iiberall, jedes Dorf.) 

HAHATOR, hatohator, s. ator. 

HAHAUS, 8. haus. 

HAH A WANG, hawahawang, mahawang, schwach, 
erschopft, ausgezehrt, (durch lange Krankheit oder 
langes Hungern.) Hapus andau aku djaton kuman , 
hahawang aku , den ganzen Tag habe ich nichts ge- 
gessen , ich fiihle mich erschopft. — Kahaxcahaxcang, 



HAH. 



HAH. 



143 



antialtend schwach, etc. — Barahawang^ alle schwach. 

paham kahawange^ gross seine Schwache. 

HAHAWAR, hawahawar, maliawar, hahawer, ma- 
ha^vtrer, lang abh'angen und auf dem Boden schlep- 
MB, (zu lange Kleidung, etc.) Banderan ita halia- 
•war danum, unsre Flagge (auf dem Boole) schleppt 
duTchs Wasser hin, (hiingt also zu niedrig.) — JKa~ 
hacahawarj fortwiihrend auf dem Boden schleppen. 
— Barahawar, alle auf dem Boden schleppen. — 
Kdiawar, das auf dem Boden schleppen. (S. auch hawar.) 
HAHAWAT, 8. avrat. 
HAHiEPAT, s. apat. 
HAHiEWOI, 8. awoi. 
HAHEND^H, s. endah. 

HAH£>'GAU, hengahengau, wcit auslehnend. 
£we idja nampajah ita haliengau bara panjengok, 
wer ist es, wclcher dort nach uns sieht weit aus 
dem Fenstcr lehnend? Gitangku iii hahengau bara 
anit, ich sah dass er sich weit aus dem Boote lehnte. 
— KahengahengaUy fortwahrcnd wcit auslehnend. — 
Barakengau, alle weit auslehnend. 

HAHENGGAU, henggahenggau , fast erwachsen, 
minnbar. Djaton anakku korik hindai, idja busu 
maiiiii habenggau , ich babe keine kleine Kinder mehr, 
selbrt der Jiingste ist fast mannbar. — Barahenggau , 
alle fast mannbar. — Kahenggau, kahahcnggau, 
Aniang der Mannbarkeit. 

HAHENJA, henjahenja, falsches Yertrauen haben, 
A^lichlich hoffen, sich betrtigen, tauschen. Hahenja 
ia mita dampahan dahcn, ihendjengepalus badercp, 
n betrog sich die Briicke fiir fest anschend , sobald 
«r darauf trat stiirzte sie nieder. — Hahenja ikau 
nuluning aughe bahalap, basing! atuie dcngam, du 
tauscbest dich, hdrend dass seine Worte freundlich 
*iod, sein Herz hasst dich. 
HAHENTAI, s. entai. 

HAHEPONG, hepohepong, kr'aftig. iippig, gesund; 

(Meoschen, Thiere, Pflanzcn.) Anakc djaton pam- 

DRsea, hahepong berengc, sein Kind ist nicht 

kranklich, es hat einen kraftigen Kdrper. — Kahe- 

p^epcng, anhaltend kr'aftig. — Bahalap pisangku, 

barakepong , schon sind meine Pisang, alle kriiftig. — 

Kahep<mg^ Kraft, Gesundheit, Ueppigkeit. 

UAHERAK, heraherak, maherak, sich unwohl fiih- 
len. — Haherak angatku, aku mik'ah haban, ich 
fuhle mich unwohl , ich furchtc, ich werde krank. — 
JK^eraheraky sich fortwahrcnd unwohl fiihlen. — 
Barakerak, alle sich unwohl fiihlen. — Kakerak, 
Unwohlsein. 

HAHEWA, hewabewa, i. q. hadjahadjang ; die- 
sdben Ableitungen. 

HAHEWANG, hewahewang, s. bahcwang. 
HAHEWER, hewehewcr, i. q. hahawar j^ dicselben 
Ableitungen. 

HAHEWOK, hewohewok, das erstc Schimmcrn 
des Tages, (wcnn die Hiihner aus ihren Nestern 
kommen.) Ita batolak mambesai karah haiak hahc- 
woLy wir werden abslosscn mit Anbruch des Tagcs. 
HAHIAS, hiahias, s. pahias. 
HAHILIM, hilihilim, s. ilim. 
HAHIMAiX, himahiman , mahiman , blassgclb, (nur 
von der Korperfarbe der Menschen; wird fiir schon 
gehalten.) Bahalap ampin pupusc, hahiman kilau 
ulo Sina, schon die Farbe seiner Haut, blassgelbals 
cin Chinees. — Barahiman, alle blassgclb. 
HAHIMAS, himahimas, s. imas. 
HAHIMBIT, B. imbit. 
HAHIMES, s. imes. 
IIAHIP^AK, hinahinak , s. bahinak. 
lIAHiriDAH, hindahindah, s. indah. 



HAHINGKAI, hingkahingkai, auf Bcsserung, abcr 
doch noch krank sein. Kw'aka ia kalah, ham ha- 
hingkai, was soUtc cr gesund sein,'cr ist just erst 
auf der Bcsserung. — Kahingkahingkai, noch immer 
krank, obwohl auf Bcsserung sein. — Bcarahingkai , 
alle noch krank, aber doch auf Bcsserung sein. 

HAHINGOI, i. q. hahingkai; — ausscrdem noch: 
ein wenig krank, (cntweder wenn die Krankheit 
iiberhaupt unbcdeutcnd, z. B. nur eine leichtc Er- 
kaltung ist, oder wenn eine ernstlichc Krankheit erst 
im Beginn ist.) Iii hahingoi bcwai, tapi awe kata- 
wan , mikah palus paham , er ist nur etwas unwohl , 
aber wer weiss, vielleicht wird eine heftige Krank- 
heit daraus. 

HAHI?JGUT, hinguhingut, mahingut, hahiut, 
angenehm, lieblich riechen, (und zwar schwach; — 
stark: hakangkuma.) — Kahinguhingut , fortwahrcnd 
lieblich duftcn. Narai talo kahinguhingut hong 
humam, cwau garo cwau bua, was duftct fortwiih- 
rend so lieblich in dcinem Hause, ist es der Ge- 
ruch von Riiuchwerk oder von Friichlen? — Ba- 
rahingut, alle duften; iiberall lieblicher Gcruch sein. 

HAHINTIP, hintihintip, s. bintip. 

HAHIRAU, hirahirau, mahirau, vcrschossen, 
(Farbe j) matt, (Farbe.) Hahirau klambie awie djari 
impukae, die Farbe seines Kleides ist vcrschossen, 
weil er es gewaschcn hat. — Barahirau, alle vcr- 
schossen. — Kahirau , das vcrschossen , das matt von 
Farbe sein. 

IIAHIRI, hirihiri, s. baliiri und bin. 

HAHIRUM, hiruhirum, lacheln, (lautlos.) Narai 
inatawam hiruhirum, woriiber lachst du lachelnd? 
— Kahiruhirum, anhaltend lacheln. — Barahirum, 
alle lacheln. 

HAHIS/E, hisahisa, s. isa. 

HAHISEK, s. isek. 

HAHIUT, hluhiut, i. q. hahingut; dieselben 
Ableitungen. 

HAHIWAI, hiwahiwai, mahiwai, mangkahiwai, 
mangahiwai, ngahiwai, verschlissen , zerrissen, zer- 
fetzt, klaterig, (herabhiingen j Kleidcr, Diicher, ete.) 
Klambingku hahiwai, djari telo njelo hapangku, 
mein Kleid ist zerfetzt, (ganz abgetragen,) ich 
habc es schon 3 Jahre getragen. — Hahiwai palapas 
manok, die Fliigel des Huhns haben die Federn 
vcrloren, sehen kahl, zcrzaust aus, und hangen zu- 
gleich etwas herab. — Mahahiwai, mahiwahiwai , ein 
wenig verschlissen, etc. — Kahitcuhiwm, fortwiih- 
rend verschlissen, etc. Sapaum kahiwahiwai, dia 
ikau manggantie, dein Dach ist fortwahrcnd ver- 
schlissen, du erneuest es nicht. — Barahiwai, alle, 
iilKirall verschlissen. — Kaktwat, das verschlissen 
sein, etc. 

HAHOBAII, s. obah. 

HAHOMBA, s. omba. 

HAHORON, horohoron, mahoron, alle in einer 
Richtung, mit-, nel>en-, hinter einander. Kasen 
awen halioron kangadju, warum gehen sie alle mit 
einander Flussaufwarts. — Kasen iiwen mahoron arcpc, 
warum gehen sie alle denselben Weg? — Kahoro- 
horon, bestiindig mit einander. — Barahoron, alle 
mit einander, alle in derselben Richtung. 

HAHOWAN, howahowan, s. owan. 

H AHOW 01 , howohowoi , in Unordnung , (Haar , 
Kleidung.) Haningku misik batiroh, hahowoi ba- 
lauku , ich bin eben vom Schlafe aufgestanden , mein 
Haar ist in Unordnung. — Kahowohowoi , bestiindig 
in Unordnung. — Barahowoi, alle in Unordnung. — 
Mahowoiy mampahowoi, hapahowoi dengan, in Un- 
ordnung bringen. — Kahouoi, Unordnung. 



144 



HAH. 



HAT— HAJ. 



HAHOWUS, 8. kahowus. 

HAHUA, buahua, s. huu. 

HAHUDJU, hudjuhudju , s. udju. 

HAHUJAH, hujahujah, s. ujah. 

HAHUKiEI, hukahukai, s. .ukai. 

HAHULAI, hulahulai, mahulai, lose, nicht sehr 
festsitzen; (z. B. Rottan und andrc Scblingpflanzen 
an Baumen.) Mangat manetcs hctoh, uai hahulai, 
hier lasst es sicli gut Rottan schnciden, der Rottan 
sitzt nicht fest (in den Baumen). — Barahulaiy alle 
lose sitzen. 

HAHULAT, hulahulat, makulat, beschimmelt 
sein. Klambingku hahulat awiku tahi dia hapac, 
mein Kleid ist beschimmelt, weil ich es lange nicht 
gebraucbt babe. — Panganen idja impataiku ngahai 
batang enjoh ,,]djari hahulat upake , die Kiesenschlange, 
welche ich getOdtet babe, war so dick als derStamm 
einer Rokospalme, ihr Fell war schon schimmelhaft, 
i. e. hatte schon greise Farbe, = es war eine sehr 
alte Schlange. — KahulaJiulaty bestandig beschim- 
melt. — JBarahulat, alle, iiberall beschimmelt. — 
KahulcU, das beschimmelt sein. 

HAHULiEI , hulahulai, mahulai, mantahulai, ta- 
hulai, abbangen, (Zwcige von den Baumen, die 
Armc, etc.) — Mahcihuldiy mahul'ahulai, ein wenig 
abhikngen. — Kahuldhulai^ bestandig abbangen. — ■ 
Kaju toh paham mamua, edae6araAu/dt, dieserBaum 
tiiigt viele Friichte , alles eine Aeste hangen herab. — 
Kahuldi, das Herabhangen. 

HAHULEIP, hulehulep, s. ulep. 

HAHUMPIR, humpihumpir, schrag gebogen, sich 
biegen; vom Ufcr weggetrieben , ans Ufer geworfen. 
Paliam barat, hahumpir kaju awie, stark der Sturm, 
die Baume biegen sich durch ihn. — Haliumpir 
ik'ai, handak inekape, wir bogen uns, er wollte uns 
schlagen j (um nicht getroffen zu werden.) — Kum- 
pai hahumpir awi riak, das Kumpai (eine Wasser- 
pflanzc , welche oft in grossen Massen auf dem Was- 
scr treibt,) wird durch die "Wellen ans Ufer gewor- 
fen. — Barahumpir , alle gebogen. — Humpanghumpir, 
lange und stark gebogen (z. B. Baume durch starken 
Sturm.) — Mahumptry beugen; ans Ufer werfen. 

H AHUNDAHUNDANG , s. mahundang. 

HAHUNDI, bundihundi, s. undi. 

HAHUNGKIR, hungkihungkir, s. ungkir. 

HAHUNGKOI, hungkobungkoi , mahungkoi, 
schwacblich, kranklich. la hahungkoi bara tabcla, 
er ist schwacblich gewesen von jung auf. — Raliih 
kea dareme, tapi magon hungkobungkoi, mit seinem 
Fieber ist es besser, aber er ist noch immer schwach. 

— Kahungkohungkoi y anhaltend, fortwahrend schwach. 

— Barahungkot\ alle schwach, kranklich. — Ka- 
hungkoi, Schwachlichkeit , Kranklichkeit 

HAHUNJAU, hunjahunjau, mahunjau, hoch, (Was- 
ser, Flut) Pasang djari hahunjau hong sungui, 
die (aus dem Meere kommende) Flut steht schon 
hoch im Fliisschen. — Djaton tulangku akan tana, 
danum hahunjau, nicht meine Knochen (i. e. ich 
babe keine Lust) nach dem Felde zu gehen, das 
AYasser steht hoch auf dem Lande. — Kahunja^ 
hunjaUy fortwahrend hoch. 

HAHUNJAU, hunjahunjau, mahunjau, hicr und 
da, nicht gchorig der Rcihe nach (fischen.) Kwiika 
tau dinon Liuk, ikau mangarohi hahunjau, wie kon- 
nen wir Fisclie kriegen, du fischst (mit kurzem 
Nctze iiber dem Bodem eines flachen Fliisschens hcr- 
streichend) nur hier und dort, nicht gehorig der 
Reihe nach, (nicht iiberall.) — ' Barahunjau y alle 
nicht gehorig der Reihe nach ausfischen. — Kahu- 
njaUy Fliichtigkeit (beim Fischen, nicht gn'indlich.) 



HATUNTAI, huntahuntai, mahuptai, i. q. hahu- 
lai; diesclben Ableitungen. Fenier: hahuntai^ hun- 
tahuntai, mahuntai, lose (z. B. ein Halsband utn 
den Hals^ bis zur Brust herab hangcnd.) 

HAHUNTIT, huntihuntit, s. untit 

HAHURAR , hurahurar , mahurar , aus dem MoDcle 
laufen, (Spcichel.) — Kahurahurcur y fortwahrend au«- 
laufen. — BarahuroTy alien auslaufcn. — Kahurar^ 
das Auslaufen. 

HAHURAU , hurahurau , plotzlich , unerwartet. Ha- 
hurau asang mantakan awen, kwiika sampet hadari, 
plotzlich iiberficlen die Feinde sic, wie batten 8ie 
fortlaufcn konnen! — Djandji hindai hapus hahu- 
rau ia bull, die abgesprochene Zeit war noch nicht 
verstricben , als er unerwartet zuriickkam. — r Bara~ 
hurau y alle plotzlich, unerwartet. 

HAHURET, hurehuret, s. uret. 

HAI, dickj gross; laut; hochmiithig. Kaju hai, 
ein dicker Baum. — Humae hai tapi randsih,. sein 
Haus ist gross aber niedrig. — Lewu hai, ein gros- 
ses Dorf. — Olo hai , grosse i. e. vornebme Menschen, 
Regierungsbeamte. — Ilai regae, gross ist sein Prets^ 
Werth. — Hai utange, seine Schulden sind groca. 

— Hai aughe, seine Stimme ist stark. — - Danum 
hai , hohes Wasser , Ueberschwemmung. — Hai ataic^ 
hoch sein Herz , === er ist hochmiithig. — la hai se- 
MTute, er gross sein genannt sein, i. e. er ist be- 
riihmt. — la hai akale murah manipu olo, er groM 
seine List, betriigt leicht Menschen. — Hal augbe 
wai, gawie djaton, er schwatzt nur gross und thut 
doch nichts. — Kahaany sehr gross. Kahaan (oder 
kah'aan kahai) badjai ta, das Krokodill ist sehr gross. 

— Uahaiy haihai, ziemlich dick, etc; alle dick, etc 
Gitangku habai kca arute, ich sab sein Boot war 
ziemlich gross. — Lauk dinongku haihai , die Fische, 
welche ich gefangen babe, sind alle gross. — Knhai, 
kahailiai, die Dicke, Grosse, Starke (der Stimme.) 
Kahai atai, Hochmuth. — Ngahai , mangahai, ka- 
hai, so dick, gross etc als. Lalehan tantahan lun- 
djue, ngahai penang, ungemein der Schaft seines 
Spiesscs, so dick als ein Arm. — Ngangahai, kaka- 
hai, fast so gross, dick, als. — Mampahai, pahai, 
hapahai dcngan, grosser, dicker machen. Ia hara* 
djur mampahai utangku, er erholiet meine Schuld 
bestandig. — Mampahai augh, die Stimme erheben. 

— Mampahai atiii, hochmiithig machen. — MoM" 
pahaihaiy ein wenig dicker etc. machen. — Hapor' 
haihai y oft, immer dicker etc. machen. — Pa¥iga» 
haihai y alle dick, gross, etc. — Pangkahaiy am dick- 
sten, grossesten. — Kahaiatiy (has. Sang. = tatau) 
reich. Rundong kahaian, dia mamala uhat, ein 
reiches Dorf, man sieht die Adern dort nicht , (i. e. sie 
sind alle dort reich , cssen also gut und tiichtig, sind 
also dick und fctt.) — Kahaian , ein grosser Strom 
westlich von Pulopetak. Olo kahaian , ein Kahaianer. 

HAIAK, i. q. hajak. 

HAIANG, i. q. hajang. 

HAIAP, 8. hajap und iap. 

HAIDJOIDJOH, s. idjoh. 

HAI HAIR, s. hahair. 

HAIHIIHIK, s. ihik. 

HAINA dengan, s. ina. 

HAINTIINTIP, s. bintip. 

HAUIUS dengan, s. mirus. 

HAISI, s. isi und bisi. 

HAJAK, haiak, alle, zusammcn^ mit einander; 
glcich, eben so; als, w'uhrend; soglcich. iEwen ma- 
nandjong haiak, sic gelien zusamnien. iEwcn djari 
batolak haiak , sie sind zu glcicher Zeit abgereist. — 
A^wen manempo haiak, sie sind alle Sclaven. — 



HAJ. 



HAJ— UAK. 



145 



Ingkes papan ta bajak tapakae, stellc die Brettcr so , 

daia ihre £nden gleich stehen , (kdnc vor der andcm 

ansftehend.) — la lawo baiuk giiangku , er (lel wahrend 

idi es sah, = ich sah ilin fallen. — la buli hajak 

indue matii, er kam zuriick als seine Mutter starb 

== sie starb grade als er zuriickkam. — Hajak 

aku manjoho ia, i'a bagoet, sogleich als ich ihn 

KUidte, ging er. — lii dumah hajak hamauh : ala ! 

£r kam uud sagte: nicht so! — Haiak duu, telo, 

2, 3 auf einmal, zusammen. lii manakau pisau haiak 

lima, er hat 5 Messcr auf einmal gestohlen. — 

HakaJ4iky hajahajak, haiahaiak, immcr zusammen, 

mit dnander, (besonders befchlcnd gcbraucht.) Haia- 

baiak keton, kla helo haiian manandjong, gehet 

ZQsammen, nicht einigc vor und andere nach. — 

Kakajahajak , fortwahrend zusammen. — Kaliaiak , ka- 

hajak, das zusammen, bei cinander, zu gleichcrZcit 

ton. Paham kahaiak keton dumah , ihr kommt alio 

gasi gldcfazeitig, (zur selben Zeit.) — Mampahcuak, 

paiiaiak, hapahajak dengan, begleiten, mitgehcn. — 

Mampakajahajak , ein wenig begleiten. — Hapahaia- 

hoBuk^ oft, immer begleiten. — Tarapahajah , be- 

gleitet werden kdnncn. Djaton tarapahaiak arute, 

aii «loe mambesai , man kann sein Boot nicht bei> 

haltoi, Tiele Menschen rudcrn es. 

HAJANG, haiang, vergeblich, citclj verloren, 
▼erint; faullenzen , Zeit verlieren. (Hangus und dessen 
AUdtaogen werden oft hinter hajak und dessen Ab- 
JcJtnD^ncurVerstUrkunggcsetzt.) Haiang k<iru aughm, 
gawhn, Tergeblich ist alle deiii Sprechen, dcin Thun. 
— Htjang rearku intn ia , djaton hapac manahor , mein 
GeU, welches ich bei ihm stehen hatte , ist verloren , er 
kat nichtft um zu bezalilen. — Haiang aku bara djalan , 
kh bin ?om Wcge abgeirrt. — Hajang ikau bewai, 
djaton bagawl, du faullenzest nur, arbettest nichts. 
— Hakajang, baiahaiang, fast, zicmlich vergeblich, 
«fle.; immer Tergebllch, etc. Aku hajahajang awi 
Imani, djaton karuan malan, ich verlieie fort wah- 
rend Zeit durch Rechtssachen , kann nicht gehdrig 
hei der Feldarbeit bleiben. — Kahajahajang , fort- 
wSdnend vergeblich, etc. — Hajang hangus, ganz 
TCvgeUich. — Barahajang, alle vergeblich, etc. — 
Makajamg, mahanjang, mampahajang, pahajang, ver- 
eiteln, nichtig werden lassen, machen dass etwas 
rerloren gcht , dass jemand verirrt , die Zeit verliert , 
Crallcnzt. — > Mampihajahajang , ein weinig vcreiteln, 
etc — Hapahajahajangy oft, immer vcreiteln, etc. 
— Kahajang, das eitel, vergeblich sein, Verlust, etc. 
HAJAP, hanjap, hajap tahasenge, der Athem 
stiU stehen; eine kleine Ohnniacht huben. Pahani 
kahmbae, handua hantelo hajap idj'a andau, hoftig 
sein Kranksein , 2 — 3 Mai taglich fallt er in Ohn- 
niacht. — Hahajapy hajaliajap, hahanjap, hanjaha- 
Djap, etwas ohnmachtig. 

UAJAU. i. q. hajang, dieselbcn Ableitungcn. Ha- 
jang ist' kiiiftiger , hajau im minderen Grade. Ha- 
jau wird auch noch gcbraucht in der folgcnden 
Kedensart: hajau pangingatku, djari usang, mein 
Gcdarhtntst ist verirrt, i. c. ich kann es mir nicht 
mehr genau erinnercn, es ist schon sehr laiige her. 
HAJ AT, 8. ajat. 
UAJO, i. q. ajo. 

HAJONG, banjong, das niedergcbogen werden. 
Pahalau hajonge cdan, bapalek, zu sehr sein nie- 
dcTfsebogen werden sein , der Ast , er ist gcbrochcn. — 
Jifokajongj mahanjong, barahajong, barahanjong, nic- 
«icnieiien; sich an etwas in die Hohe zichcn, sich 
Cwtlialten, Kalah mahanjong edae Ui, murah man- 
dnan bna, Eich doch den Ast hemieder, dannkannst 
du ^emachlich die Friichtc pfliicken. — Ta mandai 



kaju nialianjong upon edan, er l>eklimmt dcnBaum, 
sich unten an den Aesten mit den Handen auf- 
ziehcnd. — la mandai supau mahanjong kasau, er 
steigt (von innen] das Dach empor sich mit den 
Handen an den Duchsparren in die Hdlie ziehcnd. 

— Ia lawo bara tarok kaju, matai iii djaka dia ba- 
rahajong intu edan, rr fiol aus dcm Gipfel dcs 
Baumes, uud wiirdc gestorbcn sein, wenn er sich 
nicht in den Zwcigen fcstgelialten hiitte, (und dadurch 
langsamcr gefallen ware.) — Paham kabchat talo 
inanggongo, mahanjong, gross die Sch were der Din gc 
wclche er triigt, es i^t als ob es ihn zur Erde nie- 
dcrzieht. — Piiliii takolokku, mahanjong, ich babe 
Kopfweh, als ob es mich zur Evdc niederzieht. — 
Hahajong , hajohajong;* hahanjong, hanjohanjong, als 
niederziehend, nicderdrtickend; mit den Hunden 
irgendwo oben gcgenfassen. lii incndeng hahajong 
intu bauntonggang, er steht mit den Handen ol>cn 
an das Thiirloch fasscnd. — Kahajohajong , fortwah- 
rend mit den Hiinden oben gegcnhaltcnd. — Ma- 
hahajong, niahajohajong , mahahaojong, ein wenig 
niederziehcn j sich ein wenig in die Hohe ziehen. — 
Hahajohajong , hahanjohanjoug , oft , lange mahajong. 

— Tarahajong , tarahanjong, niedergezogen werden 
konnen. — Pahajong, pahanjong, der allcs nieder- 
zieht; der sich immer emporzieht. 

HAJUN, s. manjun. 

HAJ UP, 8. ajup. 

IIAK, hck, kahak, kahek, sich rauspern; ein 
bischcn aufstossen , wiirgen ; (z. B. wenn etwas in 
der Kehle feststcckt, etc.) Buhen ikau hak, (oder 
buhen aughm kahak,) handak muta, wanira stosst 
du so auf, willst du vomircn ? — Kahakahak, 
kakahak, kahekahck, anhaltend wiirgcn etc. — JBa- 
rakahak^ alle sich rauspern. — JIakhak, hokhek, 
kiliikkahak, kohokkehck, stark wiirgen. — Naka- 
hakj sich rauspern. la nakahak handak hakotak, 
er riiuspert sicli, will sprechen. 

HAKABAJOH, kabajoh, nicht iibereinstimmen , 
(Wortc, etc.) Rabit tumpang tii djaton tau liapa 
manumpang klambim, hakabajoh, der Lappen kann 
nicht gcbraucht werden um dcin KJeid zu flicken , 
er stimmt uicl4 damit, (hat andere Farbe, etc.) — 
Mangabajoh , vcrschieden machen. iEla mangabajoli 
aughm (pakaiam) bara aughku, (pakaiangku,) lass deinc 
Wortc (Kleidung) niclit anders sein als die mcinen, 

HAK ABA LI, s. kabali. 

HAKABARl dengan, s. mangal)ari. 

HAKABAWOH, hakawawoh, kabawoh, kawaboh, 
aus einander laufen, nach alien Seiten fliichten; 
mit den Armcn um sich schlagen, (z. B. wenn 
man durch Bienen etc. angcfallen wird.) Hakaba- 
woh ikai intakan aso, wir liefcn nach alien Seiten 
aus einander, angegriifen durch den Hund. — /h^wcn 
hakawawoh awi palinget, sie schlagen mit den Handen 
um sich der W'es|)en wegen, — Mangahawoh , mangn- 
wawoh, nach alien Seiten aus einander jagcn. — Pa- 
ngabawoh , pangawawoh , der oft, alle aus einander jagt. 

HAKABKKEN, s. beken. 

HAKABELiE, s. bela, 

HAKABEWUS, I. q. hakabcwut, dieselbcn Ablei- 
tungcn. 

HAKABEWUT, hakawewut, kabcwut, kawewut, 
mangabewut, ngabewut, ngalabewut, mangalabewut, 
litrmcn, drohnen. yEwen ridu mangalawewut , sie 
machen tobendon Larm. 

HAKABIDJOK, hakawidjok, kabidjokkamanjau , 
chinesisch sprechen. Bahali madjar arepe hakawi- 
djok basan Sina, es ist miihsam die chinesische 
Sprache zu Icrnen. 

I'J 



14(> 



HAK. 



HAK. 



HAKABTROH, s. hukawiruh. 

HAKABOWO, (bas. Saug. = haltarereng ,) vielc 
(licht bei einander steheu. 

HAKABUAH, s. buali. 

HAK ABU JAN, s. ngabujan. 

HAKABUL1, s. bull. 

HAKADANDANG, s. kadandang. 

HARADiEHEN, s. dahen. 

HAKADIRl, 8. ngadiri. 

HAKADJARI, s. djari. 

HAKADUNGKANG, s. ngadungkang. 

HAKAHAKAN, 8. hakan. 

HAKAHAKANG, 8. mahakang. 

HAKAHANDAK, s. handak. 

UAKAHAT, (ba8. Sang. = hakatah,) einander 
nachstellen. Hakahat aseng, einander nach dcm Athem 
(Leben) stehen. 

HAKAHAWEN, 8. hawen. 

HAKAHIRI, 8. bahiri. 

HAKAI dengan, 8. ai. 

HAKAJAH, i. q. kajah. 

HAKAJAU, (bas.Sang.) gegen einander, kreuzwei8e. 
Pandong hakajau dar'a, die Matte ist kreuzwei8e ge- 
flochtcn. — S. auch kajau. 

HAKAKABAR, s. kabar. 

HAKAKAKIR, hakakikakir, 8. akir. 

UAKAKALAU, hakalakalau, s. halau. 

HAKAKANTONG, hakantokantong , 8. gantong. 

HAKAKAPAR, hakapakapar, s. mangapar. 

HAKAKARAP, 8. karap. 

HAKAKAROH, hakarokaroh , s. aroh. 

HAKAKASIK, hakasikasik, s. kakasik. 

HAKAKAWA, s. hakawa. 

HAKAKAWIT, hakawikawit, 8. awit. 

HAKAKiEAN, s. akai. 

HAKAKiEKiEI, hakakakakai, s. ukai. 

UAKAK.ENJA, bakenjakenja, s. enja. 

HAKAKENTA, bakentakenta , s. enta. 

HAKAKEPA, s. kepa. 

HAKAKIKAKIR, 8. akir. 

HAKAKIKIS, hakikikikis, s. iki8. 

HAKAKINGI, bakingikingi, s. mangingi. 

HAKAKIR dengan, s. akir. 

HAKAKIRIP, bakirikirip, 8. bakJrip. 

IIAKAKIS dengan, s. akis. 

HAKAKULES, hakulekules, 8. ules. 

HAKAKUNDJU, bakundjukundju, a. kakundju. 

HAKAKUNTING, hakuntikunting. 8. gunting. 

HAKAKURONG, 8. kurong und kakurong. 

IIAKAKUTUP, hakutukutup, 8. kakutup. 

HAKAL dengan, 8. akal. 

tiAKALAGAI, 8. kalagai. 

HAKALAHA, kalaba, einander widersprcqhen ; 
mil einander (doch freundlicb, mehr 8chertzend) 
zanken; einander aufzieben, bespotten. iEwen ta 
bakalaba bukai karajape, 8ie zanken schertzend mit 
einander, einer dem andern seine Schelmstucke 
vorlialtend. — Hakalaha dengan , jemanden zum 
Besten baben, bespotten. Aku djaton babanji ba- 
kalaba dengae , ia olo tatau , ich wage nicbt ihn zum 
Besten zu baben, er ist ein reicher Mann. 

HAKALAHI, i. q. baklabi. 

HAK ALAIN, s. bcken. 

HAKALAIT, s. blait 

HAKALAJAN, s. lajan. 

HAKALAMBI, i. q. baklambi, 8. klambi. 

HAKALAMPAH, kalampah, uberall in Mengc 
umber liegen. Kara bcnang hakalampah hapu8 hu- 
ma, alle das Zeuc liegt im ganzcn Hausc umber. — 
yEwen batirob hakalampah bciitok huuia, sic liegen 




iiberali in der Mitte des Hauses scblafend. — 
tang hanjut, hakalampah, die Baumstamme 
ab in grosser Menge, (der Flu88 ist yoU davon. 
S. auch ampah.) 

HAKALANDJA, i. q. halandja, 8. landja. 

KAKALASAK. s. lasak. 

HAKAL ATI, 8. kalati. 

HAKALEA, s. balalea. 

HAKALEKAK, s. lekak. 

HAKALEPANG, s. kalepang. 

HAKALIHI, 8. lihi. 

HAKALIMBANG (oder kalimbang) huange, bei 
sich (iberlegen. Ia hakalimbang huange, atawa ii 
omba, dia, er iiberlegt bei sich selbst, ob er mit- 
gchcn soil oder nicbt. 

HAKALINDA dengan, s. linda, 

HAKALINGKANG, s. kalingkang. 

HAKALO W AH , (has. Sang. == ialowah ,) langsam. 
Hakalowab wai ita namuai, lasst uns nur langum 
fortreisen. 

HAKALUNJIH dengan, s. kalunjih. 

HAKALUNTO, kalunto, anhaltend regnicht. An- 
dau hakalunto, djaton bandak mandang, das Wet- 
ter ist anhaltend regnicht, (schon mehrere Tage,) 
es will nicht hell werden. 

HAKALUPUT, s. input. 

HAKALUT, durch einander mengen, vermengeii. 
Ia hakalut basae, er vermengt seine Sprache, (mengi 
z. B. malaiische Worter untcr sein Dajacksch.) — fk 
hakalut hadate dengan olo salam , er hat viel mahome- 
danische Gebrauche angenommen. — KokakUy kalo- 
kalut, etwas durch einander vermengt. — Kahukalmtaf 
stark vermengt. — Barakuluty alle durch einander, 
vermengt. — Kangkalut, was man zwiscben etwas mengt, 
Mengsel. Laku kudjang indu kangkalut ita, bolKn- 
djang, (eine riibeuartige Frucht,) zu unserm Meng- 
sel, (um 8ie mit dem Reiss zu kochen.) — Basam kilan 
kangkalut, deine Sprache ist als ein MengseL — 
HcJcangkaluty gemengt, vermengt, (z. B. kochen , 
immer etwas zwiscben den Reiss.) — NganghaUU^ 
mangangkalut , mangkalut, vermengen. lamangang- 
kalut arepe dengan olo idja dia kolae , er mengt sich 
unter (lebt unter) Menschen, welche nicht seine 
Verwandten sind. — Ngangkalungkalut ^ mangang- 
kalungkalut, ein wenig vermengen. — Hakangkakm^ 
kaluty oft vermengen. — Pangangkalut , der oA, 
alles vermengt. (S. auch balut.) 

HAKALUTyEI dengan, s. kalutai. 

HAKAM, mannlicher Name; ("fliehe du", von 
hakan.) 

HAKAMAMOH, s. pamoh. 

HAKAMBALANG, s. balang. 

HAKAMBUAH dengan, s. buah. 

HAKAMBUKIH, s bukih. 

HAKAMEMBUT, s. kamcmbut 

HAK AMI AS, 8. bekcn. 

HAKAMITAK, s. maraitak. 

HAKAMPEHES, (has. Sang.=pehe8,) stark, (Wind, 
Strom.) Riwut hakampehes, der Wind weht stark. 

HAKAMPERET dengan, s. mangamperet. 

HAKAMPIR/E, s. pira. 

HAKAMPULU, s. pulu. 

HAKAMUNJING dengan, s. punjing. 

HAKAMUNTAM, i. q. kuntam. 

HAKAMUTOH, kamutoh, i. q. kutoh, viele, ihier 
viele; in Menge. Hakamutoh awcn kuman heti, 
sie essen dort viele bei einander. — Hakamutdbt 
aku dinon lauk , ich babe Fische in Menge gefangen. 

HAKAN, das Suclicn eines Zuflucbtsortes, das 
Entwcichen , Auswcichen , Fluchtcn. Sala aka hakan 



HAK. 



HAK. 



147 



Ve\oo hadarian asang, ihr haht ciDcn vcrkchrten 

Iviluchtsort gesucht , vor cien Feinden fliichtend. — 

Tapas bakae i'a palatal kaju balongkang, weil er zu 

venig auswich, ist er durch den umfallenden Baum 

niedergeschlagen. — Afakakan, einen Zufluchtsort 

uKhen; flichen, entfliehea; ausweichen; beschiitzen. 

la pintar tau mahakan bahaja, er ist verstandig, 

veiss Gefahren zu entgehen. — la mahakan gawi , 

(prentah,) er entzieht sich der Arbeit, (den Defehlen.) 

— Kalah ikau mahakan aku bara kalaite, beschutze 
do mich doch vor seinem Zorne. — HahakaUy ha- 
blukan, ein wenig ausweichcnd, sich entziehend. — 
Kduikakakan, fortwahrend ausweichend. — Maha- 
AdtdDi, mahakahakan, ein wenig fliichten, ausweichen, 
beickutxen. — Hahakahakan , oft, immer fiiichten, 
rtc. — Barahakan^ alle fliichlen, etc. — Tardhakan, 
entwidieD, aus dem Wege gegangen werdcn konnen. 

— Pakakan, der immer fliichtet, sich allem ent- 
aeht, etc. 

HAKANATEK, s. kanatek. 

HAKANDUANG, alle noch klcin, (Kinder, welchc 
aodi gewartet werden miissen.) Pahii i^, anake ha- 
kandoang, sie hat es miihsam, alle ihre Kinder sind 
noch klein. 

HAKANGKALO, kangkalo (has. Sang. = babin- 
Uli,) dicht zusammen stehcn, (die Fiissc vicler Men- 
KheD.) Hakangkalo salungan olo ara mclai parong, 
dicirt an cinander steben die Fiissc der viclcn Men- 
idien im Hause. 
HAKANGKALUT, s. hakalut. 
HAKANGKAMIT, s. kamit. 
HAKAiNGKASOK , s. kasok. 
HAKANGKEDJAU, s. kedjau. 
HAKANGKULLNG, s. kuling. 
HAKANGKUMA, kangkuma, stark und angc- 
Mhm riechen. Ewau garo hakangkuma hong huma, 
<far Geroch des Riiuchwcrks duf\et stark im Hause. 
i HAKANGKUPiEH, s. kupah. 

HAKANJANJIK, kanjanjiK., viele durch einander 
(spreclien, etc.) Tarapalaw'ai hakanjanjik burong 
ma&iau, in der Morgendammerung zwitschern die 
Vj^i durch einander. — Narai awi olo hakanjanjik hetii, 
varum sprechen die Menschen dort durch einander? 
HAKANJAT dengan, s. sajat. 
HAKANTATOP, (bas. Sang. = tuntang, impahaiak,) 
zutamraen mit, bc^leitet von. la namu'ai hakantatop 
dengan panunda bentcng, er gcht auf Heise zusam- 
men mil seinem Bruder. 

HAKANTIKyE dengan, s. ngantika. 
HAKANTONG dengan, s. ganlong. 
HAKAPAPA, 8. papa. 
HAKAPAR dengan, s. mangapar. 
HAKAPAT.EI, s. matiii. 
HAKAPyEHif^, s. p'aha. 
HAKAPUNAH, s. punah. 
HAKARAHAS, s. rahas. 

HAKARAHON, karahon, einander im Hause cincs 
Dritten begegnen. Aku hakarahon dengac intu hu- 
man amaku, ich traf mit ibm im Hause meincs 
Obeinns zusammen. 

HAKARAJOR dengan, s. ngarajor. 
HAK ARAM AT, s. kramat. 
HAKARAMPT, s. rampi. 
HAKARANGI dengan, s. ngarangi. 
HAKARANI, (bas. Sang. = tokep,) nahe. Djari 
hakarani parong dato, das grossc Haus ist schon nahe. 
HAKARAP, kakarap, karakarap, wicder ziemlich 
lang, «charf, stechend scin, (Bart, Haar, nachdem 
r% leeschoren war.) — Kakarakarap, immer lang. — 
Barakarap, alle lang. (S. auch karap.) 



HAKARAS, N. kaias und kakaras. 

HAKAKATAS, s. kratas. 

HAKAREHiEl dengan, s. ngarehai. 

HAKAREKA, kareka, mangareka, anhaltend, langc 
(singen.) Lalehan tandake hakareka, djari idjiipou- 
tong andau, ei sein Singen so langc, es ist sclion 
einen halben Tag. 

HAKARENDENG, s. barendeng. 

HAKARERENG, karereng, viele bei einander 
stehen. Narai awi olo hakarereng hetii, warum stclirn 
die vielen Menschen dort zusammen? 

HAKARIBUT, hakribut, karibut, haparibut, pari- 
but, in grosser Menge durch einander laufen. ffa- 
karibut manok mawi kakaiku, in grosser Schaai- 
fallen die Hiihner iiber den Reiss her, welchen irli 
trockne. 

HAKARFK dengan, s. bakarik. 

HAKARINDA dengan, s. garinda. 

HAKARINGKA, stark und mit Figuren (nkhi 
bios Strichen) tatuirt sein. Tutangc hakaringka, v.v 
ist liber den ganzen Leib mit Figuren tatuirt. 

HAKARINTING, s. rinting. 

HAKARIRO dengan, s. ngariro. 

HAKAROBUT, s. ngarobut. 

HAKAROH dengan, s. aroh. 

HAK AS A, s. asa. 

HAKASAK dengan, s. gasak. 

HAKASENGKENG, (bas. Sang. = mangahana,) 
zuriickhaltrn, hindem, verbieten. 

HAKASESiEl dengan, s. ngasesiii. 

HAKASIBONG, s. sibong. 

HAKASINGEN, s. basingen. 

HAKASUL, 8. kakasul. 

HAKASUSOK, kasusok, mit einander ubcrcin- 
stimmen, (Worte.) Aughe hakasusok dengan aughku, 
seine Worte stimmen mit den meinigen iibercin. 

HAKATANTU, s. tantu. 

HAKATAU, s. tau. 

HAKATAWAN, s. tawan. 

HAKATEMBUS, s. tembus. 

HAKATIPANG, s. ngatipang. 

HAKATJAK, s. mangatjak. 

HAKATOKEP, s. tokep. 

HAKATOLOH, katoloh, zwei und zwei, bei Paa- 
ren. Kara burong darangku hakatoloh hakatoloh, 
alle mcine Taul)en sind Paare. — Mangatoloh^ paa- 
ren, bij Paaren zusammen thun, in Paare tlieilcn. 

HAKATOLOK, s. tolok. 

HAKATUMBOK, s. tumbok. 

HAKATUTIK, katutik, in Menge emporstehen , 
(lange, diinnc Gegenstiinde, z. B. Pfahle.) Arii ba- 
nama hong Bandjar, hakatutik tihange, es sind viele 
Schiife zu Bandjarmasin, in Menge stehen die Maste 
empor. — Tjiih tanam djaton lingis tiiwenge, ha- 
katutik kajue, pfui, dein Feld nicht rein sein gcfiilll. 
sein, (die Biiumc darauf,) iilierall stehen noch Bauni- 
stamme her\'or. 

HAKATUTOK, katutok, abgethan, vollendet; 
ganz umspannt. Getemku djari hakalutok, meiiie 
Erndte ist vollendet. — Kaju tii hakatutok palok 
idja biti, der Baum kann durch einen Menschen 
ganz umspannt werden. — Mangatutok, ngatutok, 
hakatutok dengan, abthun, vollenden, zu Endc 
bringen. — (S. auch totok.) 

HAKAuH dengan, s. kauh. 

HAKAiiM, s. bakaum. 

HAKAuNG, 8. kakaung. 

HAKAuR, kakaur, kaukaiir, greis, (die Augapfel. 
' Ita ngadju babilem matii, djarang kakaur, wir Da- 
jackcn haben sch\\arzc Augen, selten greise. — //a- 

10' 



148 



HAR. 



HAK— HAL. 



kahaur , hakaukaur, etwas grels. — Barakaur, alle 
greis. 

HAKAiiT dengan, s. kaut 

liAKAWA, hakakawa, nahakawa, nach Schat- 
zung, Yermuthung. Hakawaku wai manenga iii akan 
sakiping, djaton aku misae, nur nach meiner Scha- 
tzung habe ich ihm ctwa 2 fl. gegeben, ich zahlte 
cs nicht. 

HAKAWAWOH, i. q. hakabawoh. 

HAKAWEWUT, kawewut, fortwUhrend schwatzcn. 
Kotake hakawevrut, bisau aku, sein Schwatsen hort 
nicht auf, es langweilt mich. 

HAKAWIDJOK, kawidjok, i. q. hakabidjok. 

HAKAWIL, hakawilan, s. kawil. 

HAKAWIROH, hakabiroh, kawiroh, kabiroh, in 
Menge. Hakawiroh olo mamili enjoh, in Menge kau* 
fen die Mcnschen Kokosniisse. 

HAKAWIT, 8. awit 

HAKAWITAN dengan, 8. awit. 

HAKAWOWO, (has. Sang.) i. q. hakabowo. 

RAKMKJRl deogan, s. akai. 

HAKEN, 8. aken. ' 

HAKENJA dengan, s. cnja. 

HAKENTA dengan, s. enta. 

HAKEPUT, 8. keput und djehang. 

HAKETANG dengan, s. kaketang. 

HAKroAL, 8. kakidjal. 

HAKIM, (malaii8ch,) ein Richter, obrigkettliche 
Per8on. 

HAKTMBI, linibi, limpi, schief, umgebogen, (am 
Ende; in der Mitte: kamenibut.) Pisau hakimbi 
awiku manetek tabab'cn, das Mcsser ist an der Spitze 
ki-umni gebogen, dadurch dass ich Eiscnholz damit 
^chackt habe. — Kakmbi\ kimbikimbi, lalirabi, la- 
limpi, ein wenig 8chief, gebogen. — Kwnbangktmbi, 
himbangUmbi, iiberall schief, sehr schief. — Bora- 
kimbi, baralimbi, alle schief. — Afangimbi, malimbi, 
mampalimbi, umbiegen, schief biegen. — KaUmbi, 
kalimpi, das umgebogen, schief sein. 

HAKINDAL, dick, steif; zohc, dehnbar. Mado 
inanak hakindal, der Honig ist dick eingekocht — 
Hakindal gitan nangka, indjidiit djaton bageto, das 
Harz des Nangkabaumes ist zahe, aus einander gc- 
zogen reisst er nicht ab. — Kakindal, kindakindal, 
ziemlich steif, zahe. — Barakindal^ alle steif , zahe. 

HAKINDJAL, s. kakindjal. 

HAKINDJING, s. kakindjing. 

HAKTNGI, 8. mangingi. 

HAKINJI, 8. kakinji. 

HAKIPING, kakiping, kipikiping, an einander 
kleben. (Haare.) Balaue hakiping awi likae, dia ia 
ngaramase, sein Haar klebt an einander vor Schmutz, 
er wascht es nicht. — Kakipikiptng , bestikndig an 
einander kleben. — Kakiping, das an einander kle- 
ben, d. zusammenbackcn. 

HAKIPIS, s. kakipis. 

HAKTR dengan, s. akir. 

HAKIREK, s. kakirek. 

HAK.IRIP, mangirip, wappern, flattern, (Fahne;) 
scharf geschlifien, (Messer.) Djaton riwut, bandera 
djaton tau hakirip, es ist kein Wind, die Flagge 
kann nicht wappern. — Baun pisau hakirip, die 
Scharfe des Messers ist sehr scharf geschliflfen. — 
Kakirip, kirikirip, bakakirip, bakirikirip, anhaltend 
wappern, scharf sein. — UakaJdrtp, bakirikirip, ein 
wenig wappern, ziemlich scharf. — BarcJciripy alle 
wappern, alle scharf. — Paham kakirip pisau, gross 
die Scli'arfe des Messers. (Von wappeni ist es nicht 
ills Substantivum gelmtuchlich.) 

HAK1S dengan, s. akis. 



HAKIT, i. q. ianting, Flosse. Hakit 
diejenigen gebraucht, fiir welche lantii 
weiblicher Name, pali ist. 

HAR1TIH, 8. kakitih. 

HAKITIR, s. kakitir. 

HAKLAIT, 8. Wait. 

HAKLAJAN, hakalajan, s. lajan. 

HAKLAWAN, hakalawan, s. lawan. 

HAKOHAKON, s. hakon. 

HAKOJAK, 8. kakojak. 

HAKOJAP, kakoiap, kojakojap, hal 
kunjap, locker, brocklich. Petak hakojai 
ureUs, die Erde ist brdcklich, viel v 
Kafer sind darin. — Parai ar'a apise, 1 
Reiss sind viel leere Korner, er liegt li 
fest auf einander.) — Barakojap, baraka 
locker, brocklich. 

HAK.ON, konnen, im Stande sein, di 
willig sein, woUcn. Hakon ikau matoi 
hist du im Stande den Baumstamm 
(Auch: wagst du es zu versuchen?) — 
nguan arutku dalam kadua palus djarl, 
du es mein Boot in Ordnung zu bring 
in 2 Tagen fertig ist? — Aku hakon^ 
pulu, amon ia manang, ich darf 10 
= 20 fl.) darauf wetten, (die ich ve 
wcnn er gewinnt. — Hakon ikau om 
hist du bereit mit auf Reise zu gehen? 
hahakorty hakohakon, durchaus nicht im 
etc. — Kahakohakorij fortwahrend here: 
etc. — Pangahakohakon , alle im Stand 
— Kahakoriy kahahakon, das im Stand 

HAKOP dengan, s. akop. 

HAKOTONG, s. kakotong. 

HAKRAMBANG, i. q. hakarambang, 

HAKUJAP, s. kakujap. 

HAKULES, 8. ules. 

HAKUNDiE, s. kakunda. 

HAKUNDJO, 8. kakundjo. 

HAKUNJAP, 8. kakojap. 

HAKUNTING dengan, s. gunting. 

HAKUS AT , abgleiten , nach unten rut 
was nicht fest genug -gebunden ist.) Ha 
ban hakusat, djaton dahen pakore, das 
Briicke (Holz welches liings der Bru< 
Briickenpfosten, um sich anzuhalten, festg 
rutscht nach unten, nicht fest sein ge 

HAKUTiE, 8. kakuta. 

HAKUTUP, 8. kakutup. 

HAKUTUT, 8. kakutut. 

HALA, i. q. das mehr gebr'auchlidie 

HALABOH dengan, s. laboh. 

HALADJOK, s. ladjok. 

HALADJUR, (has. MangkaUp,) i. q. 
radjur. 

HALAHALAHAP, s. lahap. 

HALAHALAI, s. mahalai. 

HALAHALAP, s. bahalap. 

HALAHALAU, s. halau. 

HAL AIT, 8. blait. 

HALA JAN, amak halajan, grosse g 
wird gebraucht um Rciss etc. darauf zu 

HALAJAR, (has. Mangkatip,) i. q. 
rajar. 

HALAJOK, 8. lalajok. 

HALALABOH, s. laboh. 

HALALAHA, i. q. halalca. 

HALALAIT, s. bhiit. 

HALALAMBA, nur kurzc Zeit tragei 
und cs dann wcchseln, ein anderes anz 



HAL. 



UAL. 



U9 



«en ^^ dajacLsclie Regel , nach welcher man cin I 
Kleid. etc. so lange ununterbrochcn gebraucht, bis 
e» gaiu venchli£8en ist) Basawak ia, halalamba 
palLAiae, er ist nicht in Acht nehmend und sparsam, 
vechselt iniraer mit seinen Kleidem. 
HALALANGAI, s. halangai. 
HALALANGGING, s. langging. 
HALALANGKAIi, s. malangkah. 
HALALAPAI, s. lapai und lalapai. 
HALALATiE, s. hUa. 
HALALATOH, s. hila. 
HAULAWA, 8. lalawa. 

HALALEA, lalea, haialea dengan, verspott^n. 
U tulas, halalea kapahan olo, er ist gefiihllos, spottet 
■ber dM Uogliick anderer. — JEla. halalea iii, ia 
plait, spotte nicht iiber ihn, er wird leicht zornig. 
— HakaUa, einander verspoiten. 
HALALEKAK, s. lekaL 
HALALEKAN, s. lelck. 
HALALEKEM arepe, s. malekem. 
HAliALKMiEI , s. halemai. 
HALAUAI, a. haliai. 
HALALIMiE, s. limil. 

HALALIPAPf, lalipan, Tauscndfuss, (ein kleines, 
fidMS, giftiges Insect.) — Halalipan petcJc, Erd- 
Tmeodfuss, eine grossere, schwarzbraunc Art. — 
Be6i olo ar'a kilau pain halalipan, die Ruder der 
video Menschen bewegen sich als die Fiisse eines 
Tansendfiisses. 
HAULISANG, s. halisang. 
HALALIUT, 8. liut. 

BALALOMBA, mit sprechen, dazwischen redcn. 
£la ikau hakalomba, ombet aku kabuatku manja- 
ritae, nprich du nicht mit dazwischen , es ist genug 
dan ico allcin es erzahle. 
HALALUAN, s. haluan. 
HALALUDJUH, s. haludjuh. 
HALALUEN , scherzend widersprechen , und nicht 
gldch tbun was gesagt wird. — Has ikau barapi 
alangku. Lalehan kagulonge, hindai bentok andau; 
karah aku mawie. i£la haluluen, awi gulogulong. 
Flink, koch fur mich. £i welche Eile; es ist noch 
nicht Mittag; warte nur, ich werde es nachherthun. 
Scheix nicht und zdgere nicht, mach Eile. 
HALALUS, s. lalus. 
HALALUSAN, s. lalus. 

UALAMANTEK, eine Art kleincr Blutigel. (Wird 
nicht medicinisch gebraucht; dor medicinisch ge- 
braucht werdende: halamindjau.) Der eigentliche 
Halamantek ist schwarz, und lebt auf Biiumen; der 
halamantek badjai, Krokodill-Halamantek, istweiss- 
lach giiin, und lebt im Wasscr. — Awaue manusu 
ieket kilau halamantek, ihr Kindcheu saugt, sitzt 
so fest an der Brust als ein Blutigel. 

HALAMAT, die Aufschrift, (auf einen Brief ;) der 
Zielpunkt, Centrum, (wonach man schiesst). Paru- 
rure tokep halamat, seine Kugel hat dicht beim 
Zielpunkte getroBfen. 

ILALAMAUNG, eine Art hciligerTopfe; s. bl2iinga. 
HALAMBENG, s. kalambeng. 
HALAMINDJAU, der medicinisch gebraucht wer- 
deode Blutigel, schwarz mit braunen Streifen. (S. ha- 
UmanteL) 

HALAMPATAN, (has. Sang. = lumpat,) ein- oder 
aussteigen. 

UALAMPiEl, s. lalampai. 

H AL AMPIN AK, s. lampinak. 

HALAN dengan, s. alan. 

HALANAS, s. lalanas. 

HALANEK, lang ausgestrcckt liegcn. Aso hala- 



nek batiroh hong bauntonggang, der Hund schlaft 
lang ausgestreckt vor der Thiir liegend. — Ijk ha- 
lanek matai awi bigal, er liegt ausgestreckt auf der 
Erde, getodtet durch die Ran ber. 

HALANG, halo, das Zuriickhalten , das zuriickge- 
halten werden. Awi paham halang sawae balang ia 
halisang, durch das starke Zuriickhalten seiner Frau 
giebt er es auf auf Rcise zu gehen. — Amon djaton 
paham halange, mik'ah hakapatiii awen, wenn nicht 
ihr gewaltsam zuriick gehalten worden sein, (wiren 
sie nicht kraftig zuriick gehalten,) vielleicht hiitten 
sie einander getOdtet. — Mahalang, zuriickhalten; 
verhindcrn. Aku idjii mahalang lengae mamuno 
ikau, ich bin es, der seine Hand zunickhielt dich 
zu todten. — Mahahalang, mahalahalang, ein wenig 
zuriickhalten. — Hahalahalang^ oft, lange zuriick- 
halten. — ZTaAa/an^, halahalang, halohalo , zuriick- 
gehalten, verhindert sein. — Tarahalang^ zuriick- 
gehalten werden konnen. — Pahalang^ der immer, 
alle zuriickhalt. 

HALANGA, eine Zeit lang; zuerst, anfangs, im 
Anfange. Halanga kindjap anak tabela papa ample, 
amon bakas bahalap, oft sind anfangs kleine Kinder 
hasslich, welche schon Werden, wenn sie alt sind. — 
Halanga ia milim, limbah imukul palus mangaku, 
eine Zeit lang Icugnete er, nachdem er geschlagen 
war, bekannte er gieicb. 

HALANGAI, lalangai, langalangai, unbedeckt, 
nackt, (schlafcn; sitzen, stehen, gehen: halulus.) Ia 
batiroh halangai, djaton kahowute, er schlaft nackt, 
hat keine Decke. — Lalangai tanae, djari inatake, 
sein Feld ist nackt, (rein,) er hat das Gras etc. 
darauf weggekappt. — Lewue halangai, ihr Dorfist 
nackt, (i. e. unbefestigt.) — Kalangalangai ^ immer 
unbedeckt, etc. — Baralangai^ alle uDbedeckt. — 
Malangai, halangai dengan, mampalangai, entblos- 
sen ; auf- abdecken. Awiku malangai arepku paham 
njamok mamepet, weil ich mich aufgedeckt habe, 
stechen die Mosquitos nun sehr. — Awie malangai 
rindjing kinan aso bari, weii erdie Koch pfanne auf- 
gedeckt hatte, (den Deckel davon genommen,) ist 
der Reiss durch den Hund gefressen. — Malalangai, 
malangalangai, ein wenig eutblossen, aufdecken. — 
Halalangai, halangalangai, oft, lange aufdecken. — 
Taralangat\ cntblosst, aufgedeckt werden mogen. — 
Palangai, der oft, alles auf- abdeckt. 

HALANGAN, halalangan, Zwischenraum haben, 
von; Zwischenzeit sein, nach; unterschieden sein, 
Unterschied. Humae halangan idja katana dengan 
aingku, sein Haus steht eines Feldes Lange von dcm 
meinen. — Apangku matai halalangan telo bulan 
dengan induku, mein Vater starb 3 Monat nach 
meiner Mutter. — Umure halalangan telo njelo de- 
ngan kakae, sein Alter ist um 3 Jalire von dem 
seines altem Brudcrs verschieden. — Kahalangan, 
Zwischenraum, Zwischenzeit, Unterschied. Kilan ka- 
halangan kambon depae dengan aingku, wievicl bc- 
triigt der Unterschied seines Klafters, (so weit er 
klaftem kann,) von dem meinen? (S. auch helang.) 

HALANGAN, s. lalangan. 

HALANGAN J AN , verunachtsamen. Ia halanganjan 
anake busik hetahetii, sic passt nicht auf das Kind, 
liisst es iibcrall umher spielen. — lii halanganjan 
ramoe brangai aka inae, er verunachtsamt seine 
Sachen, es ist ihm einerlei wo er sie hinlegt. 

HALANGKAH dengan, s. malangkah. 

HALANGKASAN, s. langkasan. 

HALANGKAWET, (has. Sang. = halau) vorbei. 
Banama djari halangkawet parong, das SchifT ist be^ 
rcits am Hause vorbci. 



150 



HAL. 



HAL. 



HALANGUNJAU , s. lalangunjau. 

HALANTFNGAN, (has. Sang. = inganan,) ver- 
worfen, vcrstosscn. Bitie djari halantingan sinaue, 
8ie ist clurch ibren Mann yerstossen. 

HALAP, eine breite, 4eckjgc Matte; wird ge- 
braucht um etwas darauf zu trocknen. Likutm ka- 
lumbab balap, dein Riicken ist so breit als eine 
Halapmatte, (i. e. sehr breit.) 

HAlAR, s. alar. 

HALASANG, (l>as. Sang. = hadjukong,) in einem 
kleinen Boole. Namuai halasang bangkirai, auf 
Reise geben in einem kleinen Boote von Bang- 
kiraiholz. 

HALASONG, sehr kramm und lang setn, (die 
Horner der Biiffel, etc.) Hadangan ta bakas, hala- 
song tandoke, der Biifiel ist alt, sebr krumm und 
lang sind seine Hdmer. 

HALAU, lalau, tangkalau, vorbei, (halau und tang- 
kalau von Zeit und Raum , lalau nur von der Zeit ;) 
iibertreffen. — Wajah malan djari halau, die Zeit 
des Reisspflanzens ist vorbei. — la djari halau hu- 
mangku, er ist mein Haus schon vorbei. — Kamboe 
halau aku, seine Lange iibertriift die meine. — TH 
duit idja ta tinai , hadau matangku nab , da ist der 
eine Duit wieder, er war so eben meinem Auge ent^ 
gangen , (ich batte ihn iiberschen.) — Lalau , paha- 
lau, tangkalau, zu, allzu(viel, gross, schlecbt, etc) 
Pahalau ar'a inengam , du giebst allzu viel. — Lalau 
aughe manjapa aku, er schilt mich zu arg. — Hahalau, 
balahalau, ein wenig vorbei., ein wenig ubertreflfen. — 
,MalalaH^ fast vorbei, verstrichen, (die Zeit.) Getem 
djari malalau, die Emdte ist fast verstrichen. — la 
malalau kabudjange, er ist schon ein alter Jungge- 
sell, (seine Jugend ist fast dahin.) — Barahalau^ 
alle vorbei. — Pangk(xhalahalctu , alle etwas iibertreffen. 
Kambon awen pangkahalahalau aku, die Lifinge von 
ihnen alien iibertrifft mich, (i. e. sie sind alle lan- 
ger als ich.) — Hatangkalau , cinander iibertreffen. 
iEwen dua ta djaton hatangkalau panataue, die zwei 
iibertreffen einander an Reichthum nicht, (sind beide 
gleich reich.) — MahcUau, manangkalau, mangkalau, 
vorbei gehen, zu weit geben; iibertreten, (Befehle, 
Gebrauche.) Nah ia mahalau hnmangku , so eben ging 
er vor meinem Hause vorbei. — Djaton tau mahalau 
mantir, amon handak basara, man mag den Haupt- 
ling nicht vorbei gehen, wenn man einen Process fiih- 
ren will ; (man muss die Sache vor ihn bringen.) — 
la manangkalau prentah , er iibertritt die Befehle. — 
AfahahalaUy mahalahalau , manangkalangkalau , nang- 
kalangkalau, ein wenig vorbeigchen, iibertreten. 
— ZTa^o^a/ati , hakalakalau, hatangkalangkalau , oft, 
immer vorbeigehen, iibertreten. — Hasahalau, sa- 
halau, hatangkalau, an einander vorbeigehen. — 
HasalalaUy das eine Ende iiber das andere bin ge- 
hen, (Ringe, Armbander, etc.) — Kctsalalau^ das 
init den Enden iiber einander bin gehen. — Tara- 
halau , tarakalau , taratangkalau, panangkalau, vorbei- 
gegangen, iibertreten, iibertroffen werden kdnnen, 
mogen; irrthiimlich vorbeigehen. Tjah, panangka- 
lau aku huma idja handak ingadjaku, pfuiy ich bin 
das Haus vorbeigegangen , wo ich einen Besuch 
machen wollte. — Kahalau , katangkalau , das Vorbei- 
gehen , (Zeit ;) das Uebertreffen , (in Lunge, etc.) Kilen 
katahi kahalau getem djari, sampai telo bulan, wie 
lange ist das vorbeigegangen sein der Emdte schon , 
.sind es schon 3 Monat? — Panangkalau, der oft 
vorbcigeht, iibertritt — Kahalawan, kahalauan, 
vorbei gehen, iiberschlagen , nicht treffen. Kara 
gawi ta djaton kahalawan lengiingku, uras aku idjii 
mawic, alle die Arbeit goht meinc Hlindc nicht 



vorltei, ich bin cs der sie alle thut. — Aku malan 
djaton kahalawan andaue, ich schlage keinen Tag 
iiber auf dcm Felde zu arbeiteu. — SangkakatHm, 
tangkalawan, pahalawan, was man der altem, un- 
vcrhciratheten ^chwe8ter geben muss, wenn man sie 
vorbeigehcnd die jiingereheirathet; (circa 40 — SO(l.} 

H ALA UK, s. lauk. 

HALAWO, (has. Sang. = lawo,) fallen. TawotiLQ 
halawo daran puron , mein ausgeworfener Reist tSJll 
auf das Purongcflccht. (Matten.) 

HALEAK, s. lalcak. 

HALEDJUT, s. djut. 

HALEGOP, 8. gop. 

HALEKEM arepe, s. malekem. 

HALEKO, paleko, einknicken, (die Kniee;) mit 
eingeknickten Knieen; geknickt, gebogen. Paham 
kalemoe, sana mendeng haleko, gross seine Schwache, 
sobald er aufsteht, knicken die Kniee ein. — Aku 
lawo haleko, ich fiel, weil meine Kniee einknick- 
ten. — Parai haleko buah pain olo, die Reisspflan- 
zen sind cingcknickt, getroffcn vom Fusse eines 
Menschcn. — Djari tahi ia mahotus, lengae djaton 
olih haleko, er ist schon lange gestorben, seine 
Arme konnen nicht mehr gebogen werden, (sfnd 
schon steif.) — Laleko, lekoleko, halaleko, haleko- 
leko, ein wenig eingeknickt, gebogen. — Kaieko^ 
lekoj bestandig eingeknickt, gebogen. — MtJtko , 
haleko dengan, beugen, (Kniee, Arme, etc.,) ein- 
knicken, (Pflanzen.) — Malaleko, malekoleko, ein 
wenig beugen, etc. — Halaleko , halekoleko, oft, 
lange beugen. — Tca^aleko , gebogen werden konnen. 

HALEMyEI, handjalemai, salemai, (nach Zablen: 
kalemai;) der Nachmittag, (vom Mittage bis dass die 
Sonne untcrgeht;) der Abend. Mangat malan han- 
djewu bara halemai, des Morgens ist es aneenebmer 
auf dem Felde zu arbeiten. als des Nachmittags. 
Andau djari halemai , der Tag ist Abend ge werden , 
(etwa 1 Stunde vor Sonnenuntergang , 5 Uhr.) — 
Halemai haliai, ganz Abend, (kurz nach Untergang 
der Sonne.) — Benteng halemai, das Mitten des 
Nachmittags, (3 Uhr.) — Idja kalemai, einen Nach- 
mittag, (von 1 — 6 Uhr.) — Idja pontong kalemai, 
einen halben Nachmittag. — Halemai malem, ges- 
tern Nachmittag (oder Abend.) — Halemai helo, 
vorgcstern Nachmittag. — Halemai djewu, morgen 
Nachmittag. — Halemai idja tinai , iibermorgen 
Nachmittag. — Lalemai, lemalemai, halalemai, ha- 
lemalemai, halalemalemai , gegen den Abend. 

HALENDAM, s. dam. 

HALENGAS, s. mengas. 

HALENGGANG, s. menggang. 

HALENTONG, s. tong. 

HALESAU, s. lalesau. 

HALETAP, s. tap. 

HALT, kahali, kahahali, Miihsamkeit; Schwicrig- 
keit. Narai halic gawi tii, was ist ihre Schwierig- 
keit, die Arbeit? — Paham kahalie mambesai ma- 
nusong diihcs, gross die Miihsamkeit gegen starken 
Strom anzurudern. — Bahali, miihsam, schwierlg, 
schwer. Bahali hakotak dengan olo hai , es ist schwle- 
rig mit grossen Herren zu sprechen. — Bahali ma- 
hatangan akae, ia parajap, es ist schwierig ihm zn 
Icihen, er ist ein Schelm. — Sapi bahali belom 
hong pctak ita , die Kiihe konnen in unserm Lande 
nicht gut lebcn. — la ta bahali dumah, er kommt 
nicht schncll. — la bahali matiii , cr hat ein schwe- 
rc» Sterbcn. — Ilahali, halihali, bahahali, bahali- 
liali , ziemiich miihsam , etc. — Barahalif alle ziera- 
lich miihsam. — Pangahnlihnli , alle miihsam. — 
Pangkahaii, am miihsamsten. — MampahaU, pa- 



HAL. 



UAL. 



151 



( 



ball, hapahali dengaii, muhsam machen, crschwe- 
ren. Li mampahali paiiggoetku awic haradjur haban , 
er enchwert meiue Rcise, weil er bestandig krauk 
iat — Mctmpahalihali , ein wenig erschwcren. — 
HapahaUhfdi, oft, immer erschwcren. 

HALIAI, saliaiy ganz, sehr, ausserordentlich. Ba- 
halap haliai, sehr gut. — Toto haliai aughm, ganz 
wahr dein Wort. — Halaliai, halialiai, im hoch- 
sten Maasse, ganz ausserordentlich. 
UALIAN» s. lian. 
HALIAU, 8. liau. 

HALIBAK, lalibak, libalibak, malibak, weich, 
braig, morastig; voll von breiigem Schmutz. Petak 
pendk bumangku halibak awie Iclep sining andau, 
der Grand unter meinem (auf Pfuhleu stehenden) 
Haute ist morastig , weil er jeder Tag unter Wasser 
kommt, (rur Flutbzeit.) — Pelak hong huma ha- 
libak, taroput pain anak olo, das Haus licgt voll 
sdilammiger £rde , mitgeschlcppt an den Fiissen der 
Kinder. — Ban halibak , pahalau danume , der Reiss 
ist breiig, ist zu viel Wasser daran. — Ba~ oder 
kaHbalibak, fortwahrend breiig, etc. — Baralibak, 
uberallweich, breiig. — £al/6aX;,Breiigkeit, Schlam- 
mi^eit 
HALIBEK, \ 

HALIDAK , S i* q* halibak ; dieselben Ableitungen. 
HiUDEK , 3 

HALIH dengan, s. alih. 
HAUHALI, s. hali. 
HALIHILIHI, 8. Uhi. 

HALILII*<G, eine kleine essbare Wasserschnecke, 
dat Hauschen schwarzgrau. 

HAUMBAK, (has. Kahaian,) i. q. halibak; die- 
selben Ableitungen. 
HALINMU, s. lalinjau. 
HALINJIT, 8. minjit. 

HALISANG , auf Reise sein, auf Reise gehen ; fort> 
geben. Djewu ia handak batolak halisang akan Sanipit , 
morgea will er abreisen, auf Reise gehen nach Sam- 
pit — Djari telo njelo toh ia halisang, es ist dies 
das 3< Jahr, dass er auf Reise ist. — la halisang 
ngawa, manetes, er ist flussabwarts gcgangen, sclinei- 
Set Rottan. — HalaUsang, halisalisang , fiir kurze 
Zeit auf Reise gehen. — Paliaang, die Reise. Kang- 
kwe palisangm, wohin geht deine Reise? — Pahcdi- 
s<mg^ der oft reist, immer auf Reise ist. 

HALIT, genesen, gcheiltsein, (Wundcn, Schwa- 
ren.) Djari halit himangm, ist deine Wunde gene- 
xien? — la paham manjapa aku, atiiiku hindai 
baiit dengae, er hat mich furchtbar gcschimpft, 
mein Herz ist noch nicht wieder heil mit ihm , (liabc 
es ihm noch nicht vergeben.) — Hahalit^ halihalit, 
fast geheilt. — Mahality mampahalit, pahalit, ha- 
pahalit dengan, genesen, heilen, (activ, durch Arz- 
nelen.) — Tarahalit, tarapahaUt, geheilt werden 
koimen. — Kahab'tj nur antworlend gebraucht. 
Djari halit himangm? Narai kahalitc! 1st deine 
Wunde genesen? Was ihr genesen sein! (Nein!) 
HALITJIK, s. tjik. 

HALI WAT, Name eines Fliisschens zu Pulopetak. 
HALO, (has. Mantangai,) i. q. halang; dieselben 
Ableitungen. 

HALO, ein circa 6 Fuss langer, armdicker, in 
der Mitte etwasdiinner geschnitztcr Stock, wird ge- 
braucht um Reis zu stampfen , entweder um ihn zu 
enthulsen, oder um vom enthiilsetcn Mehl zu 
machen. 
HALOHALO, s. halang. 

HALOK-O, mit zusammen knickenden Knieen, 
nieder fallend, fast i. q. lialeko, alx^r haloko im 



slarhern Grade. Buali badjang, hadari haloko, der 
Hirsch ist getroflfcn , er lauft oft zusammen knickcnd , 
niederfallend. 

HALONG, ein von Blattem gemachtes kleines 
Boot, worin man Opfer, (Reiss, £ier, Kuchen,) fiir 
die ganan kaju, Baumgeister, an Baumen aufhangt. 

HALOWAI, unbedeckt, nackt, (auch die Scham- 
theile; sonst: halulus;) sehr arm. Djaton mahamen 
ikau, halowai tam'a bumangku, schiimst du dich 
nicht, dass du nackt in mein Haus kommst? — 
Toh aku halowai, lepah kara ramongku, jetzt bin 
ich nackt, (ganz arm,) alle meine Giiter sind auf. — 
Lowailabajahy g'anzlich nackt. — Lalowai, lowalo- 
wai, fast nackt, etwas eutblosst. — Kalowalowcu , fort- 
wahrend nackt. — Baralowai y alle nackt. — Ma- 
lowaty halowai dengan, mampaiowai, entblossen, (die 
Scham.) — Malalowai, malowalowai, ein wenig ent- 
blossen. — Hapalowalowat J oft , immer entbldssen. — 
Taralowaty tarapalowai, entblosst werden konnen , 
mogen. — Kalowat\ das cntblosst sein ; das sehr arm 
sein, grosse Armuth. 

IIALUAN, das Vordertheil eines Bootes, Schiffes; 
SchifFsschnabel. Keton mamuat hila haluan ara bara 
hila kamburi , sala , ihr ladct mehr auf das Vorder- 
theil als auf das Thcil wo das Steuer ist, das ist 
verkehrt. — Arutku djalanen haluae, mein Boot ist 
leek an seinem Vordertheile. — Paha haliai aku, 
djaton olo kamburi haluangku, ich babe cs sehr 
muhsam, iiiemand ist der meinen SchifTsschnabel 
(i. e. meinen Gang durchs Leben) steuert, (sagt z. 
B. eine unverheirathete Frau, Wittwe.) — Ikau pa- 
ham habandong, djaton mingat haluae mawi ikau 
tinai, du hurest stark, bedenkst nicht, dass da- 
durch Verderben auf dich sich kehren wird. — Ha- 
lalttatiy haiualuan, mehr nach yorn, auf dem Vor- 
dertheile. 

HALUANA, (has. Sang. = haluan,) der Schiffs- 
schnabel. 

IIALUDAK, i. q. halibak; dieselben Ableitungen. 

HALUDJUH, laludjuh, ludjuludjuh , ovaal, eifor- 
mig. Sala tampae paruru, haludjuh kilau tanteloh, 
verkehrt ihr gemacht sein, die Kugel, sie ist ovaal 
als ein Ei. — Halaludjuh, haludjuludiuh, etwas 
ovaal. — Baraludjuh, alle ovaal. — Kaludjuh, das 
ovaiil sein. 

HALiil, s. baliii. 

HALUJAK, lalujak, lujalujak, schiitteln, beben; 
breiig, fett. Huma halujak awi barat, das Haus 
bebt durch den Sturm. — Danum halujak hong 
sangko awim manandjong, das Wasser schiittelt in 
der Kumme durch dein Gehen, (weil die Flur un- 
fest ist, oder der Gehende sehr stark auftritt.) — 
Kutoh kara asang, halujak petak awie, eine grosse 
Menge Feinde, die Erde bebt von ihnen. — Paham 
kaseput bawoi , halujak , gross die Fettheit des 
Schweines, esbebt, (sein Fleisch, Fett schwappt , wenn 
es sich bcwegt.) — Petak pantai lujalujak, die Erde 
am Ufer ist breiig » (morastig, bebt wenn man darauf 
tritt.) — Ba~ oder kalujalujak, anhaltend schiitteln. 
— Baralujak, alle schiitteln, etc. — Kalujak, das 
Schiitteln, Beben, das breiig, fett sein. 

HALULI , wicderum , noch einmal ; zuriickkehren , 
(nach einem Jremden Orte, oder fiir kurze Zeit ins 
eigcne Haus.) Lalehan iii indusa haluli, djari bihin, 
es ist zu arg, dass er noch einmal um Geld gestraft 
wird, er ist es friiher schon. — iEla manjarita tii 
haluli, erzahle das nicht wieder. — la haluli akan 
Sampit, er ist wiedcrum zurtick nach Sampit. — Tau 
keton buli helo, tapi djewu haluli, ilir kuunt erst 
7.U llaus gehen, aber kehrt morgcn zuriick. — Pi- 



152 



HAL— HAM. 



HAM. 



sauku melai huma , aku holuU manduae , raein Hack- 
messer kt im Haiue gcblieben, ich will eben zu- 
ruckkehrcn und es holen. — iVnake inganae bihin, 
haluli huange tinai dcDgae , friiher hat er sein Kind 
verstossen, es kehrt zuriick seioe Gencigtheit wieder 
zu ihm. — Lulcmgluiij lulilalia, of^ bin und wieder. 
la lulangluli bara humae akan liumao mamae, er gcht 
oft bin and ber von seinem Hause zum Hause sei- 
nes Obeims. — lii bakamit lulangluli , er waudelt 
auf und ab. — Kalulangluli, kalulilalia, bestandig 
bin und ber.-— NangkaluU^ mangkaluli, nocb ein- 
mal sagen, erzablen (was man falsch gesagt battCy 
es verbessern, berichtigen;) fortsetzcn, (eine Ar- 
beit.) Sala augbku ndau, kalab aku nangkaluli sa- 
rita tinai, meine Worte waren eben verkebrt, icb 
will die Gescliicbte nocb einmal erzablen. *— Ba- 
pontong gawingku awiku haban, toh aku mangka- 
lulie tinai, meine Arbeit Mrurde unterbrocben durcb 
mein krank sein, jetzt sctze icb sie wieder fort. — 
(S. aucb buli.) 

IIALULOK , bich senken , (Raucb , Gewacbse.) An- 
dau tob ascp balulok, djaton bandak njampulok, 
mikah andau udjan, der Raucb senkt sich beute, 
will nicbt aufsteigen. vielleicht giebt es Regen. — 
Dawen pariii balulok, awie pahalau basiwoh solake, 
die Blatter des Reisses legen sicb, weil sie anfangs 
allzu geil standen. 

HALULUS, lalulus, lulululus, nackt, (ganz oder 
thcilweise, aber die Scbam bedeckt; die Scbam ent- 
blusst: balowai; balulus, nackt gehen, steben, sit- 
zen; nackt liegen: halangai.) 1^ balulus, hawah 
bewai, er ist nackt, tragt nur cine iEwab, (urns 
Mittel gewondeues Tuch.) — Kalulululus^ fortwuhrend 
nackt. — Baralulusy alle nackt. — Afalulus, je- 
mand nackt geben lassen , (ihm keine Klcider geben j) 
entblossen. 

HALUNEK, s. lalunek. 

HALUNGEK.\ palungek, nicderfallen, niederstiir- 
zen, in Scblaf fallen. Halungek badjang inembak- 
ku, der Hirsch stiirtzt nieder, durch mich gescbos- 
seu. — Nab ia mondok, palus palungek matai, so 
eben sass er nocb, plotzlicb stiirtzt er todt nieder. 

— Kakotak ikai dengae palus balungek batirob, 
wabrend wir mit ibm spracbcn war er auf einmal 
in Scblaf gefallcn. 

HALUNJAl, 8. lalunjai. 

HALUNJOK, 8. lalunjok. 

HALUS, i. q. alus. 

HALUT, (has. Kabaian,) i. q. harut, s. arut. 

HALUTAI, s. lalutai. 

HAM A, Lause, (an Uiibnem und andem Yogcln.) 
Kaliai liama ramon olo aku dia pudji manakau,ich 
babe nie andercr Menschen Sacben so gross als eine 
Hiihnerlaus gcstohlcn. — Mahawa , voU Hiibncrlause 
maclien, Hiibnerlause kriegen. iEla busik darali ka- 
raning manok, mabama arcpm, spiele nicbt dicbt 
bcim Neste des Hubns, una lass dicb voU Lause 
werden. 

HAMA, baman. kabama, in Anwesenbeit; er ist 
zu llaus. il^wen bapukul beta baman montir, sie 
schlagen sicb dort in Anwesenbeit des Hauptlings. 

— Aton bapam? Hama, (kabama.) Ist dein Vater? 
(scil. zu Haus.) Er ist zu Haus. 

HAMAK, B. amak. 
HAMALEM, s. alem. 
HAM AN f s. hama. 

HAMARING, (bas. Sang. = belom,] Icben. Ha- 
maring ambo, lange leben. 
HAMAT, miinnlichcr Name. 
HAMATA, hamata, s. matu. 



HAMAU, wdblicher Name; (von amau, fetnei, 
weisses Zeug.) 

HAMAuH, (von augh. Wort,) sprcchen, Mgen, 
bekanut machen. Pahamkababae, djaton olihe hft- 
mauh, bcftig sein krank sein, er kann nicht 9pn» 
eben. — iKwen bamauh dcngangku nab, waw^ 
olo bakabu, sie spracben so eben mit mir, erzahlten 
dass jemand abgebraunt sei. — Djari aku Imwy^ 
dengae, manjobo ia akan tob, icb babe acfaon mil 
ihm gesprocben, gebot ibm bierher zu kommen. ^- 
Hamamauhy hamaumauh, mamaub, maiunanh, ein 
wenig sprecben. Ia kapaba atiiie, bamamauli nu- 
bin dia, er bat Herzeleid, spricht nicbt einmal ein 
wenig. 

HAMBA, s. hantong. 

HAMBAHAMBAR, s. hambar. 

HAMBAI, bambaibanggob, s. ambaL 

HAMBALAT, eine Hccke, Zaun, Stacket, (umci- 
nen Garten, etc.) — Mabambalat, iimTttii^ifyn^ .^ 
Pdhambalaty der gem, oft, alles umzaunt 

HAMBAN dengan, s. amban. 

HAMBAR, kahambar, das lang abhangen, enf 
dem Grunde scbleppenj (z. B. lange KJeidinr.) T*- 
pibku ta paham hambarc, pahalau pandjang, Jener 
mein Untcrrock, sebr sein auf dem Grunde arMep- 
pen, er ist allzu lang. — Mahambar, bahambery 
hambahambar, lang abbangcn; auf dem Grunde 
schleppen. Tapihm hahambar sampai las&h, dein 
Untcrrock hiingt ab bis auf die Flur. — MahakaaH" 
bar, mabambahambar, ein wenig abhangen, ein we- 
nig auf dem Grunde schleppen. — KaJiamhahambitr^ 
fortwahrend abhangen, etc — JBarahombar^ elleeb* 
hangcn, etc. 

HAMBAR, lafT, schmacklos, (ungesalzen Emco, 
etc.) Hambar angat tuak keton, ilau (nicht kxiiiUg) 
is»t dcrGcschmack cures Tuak, (Ait Arak). — Sa- 
kambar, hambahambar, zicmlich lafT, flau. -— 3a- 
rahambar, alle laff. — Kahambar, Laffbeit, Flau- 
belt. 

HAMBARUAN, die anima, die Icbende, den Leib 
bewegcnde Seele der Menschen und Tbiere, welcho 
nach dem Tode fortlebt als Liau. (Auch einlgen 
leblosen Dingen schreibt man eine Hambanian zu, 
z. B. Reiss, Geld, Zeug, Wafien, — wahreod die 
andem leblosen Dinge statt der Hambanian cine 
Gana habcn.) — Die Hambanian der toUen oder 
kranken Menschen ist durch hose Geistcr gefangen, 
fortgefiihrt, und whd gequalt, wodurch denn auch 
ibr zuriick gei>liebner Rorper leiden muss. Die Ge- 
ncsung wird deshalb durch hirek, Bcschwdrungen 
und Opfer, gesucht, durch wclcbe man m&chtige 
Geister (Sangiang oder Djata^ zu bewegen sncht, die 
Hambanian von den boseu Geisteni wieder zuriidL- 
zuholen. — Wie auch am Tage oft, vorall beim 
Schreck, Erstaunen, so wandcrt besondert des 
Nachts die Hambaruan aus dem Kdrper, und schwarmt 
umber; daher die Traume. — Olo hirek man- 
duan hambaruan apangku, man hirek, holt die Seele 
meincs (kranken) Vatcrs. — Salumpok ist das Wort 
der has. Sang, fiir hambaruan; wird im Affect oft 
nocb vor hambaruan gesetzt. Salumpok bamba- 
ruangku mahiii dia aku mita gawin keton, meine 
Seele selbst hat nicht gesehcn was ihr getban babt, 
(ich babe durdiaus nichts davon gcsehen.) — iEla 
tulas dcngan anakm, mikah manjalo bambamae, lei 
nicht hart gegen dein Kind, es mochte seine Seele 
aus Gram fortgehcn, (es mochte stcrben.) 

HAMBAT, (bas. Mantaugai,) i. q. pukul, Schlag, 
das geschlagcn werden. — Mahambat, schlagen. — 
3/aAaAa]R6a/, mahambahambat , ein wenig schlagen. — - 



HAM. 



HAM. 



153 



Mumbtttj der oft, gern schl^fft; — irgendwo gcgen- 
fcblagen, gcgenstosien. Arutku pahambat batanfy, 
Bdn Bool stdtst gegen einen Baumstamm. — Pa- 
UpU ffokombaty niit jemandem zankend audi dci<sen 
Yenrindte und Freunde mit scheiten. Amon ikaii 
hiiidak haklahi dengangku, takan dengansku sasinda, 
ah ptlilpit{>ahainbat mawi kolangku, willst du mit 
■JrnnlLen, wohlan, mit mir alleiii) aber echimpf 
■kkt nit auf allc meine Verwandte. 

HAMBATAR, tin Insect, so dick als ein Finger, 
cincii ZoU lang; dicht am Kopfe 8 kurze Ftisse; 
wthndidnlich die Larve elnes Kkfers, etc.; Icbt in 
frulem Holze. — Manulidier Name. 

HAMBAWANG, ein Baum, tri'igt sauerliche, den 
MsD({ga &linliche Friichte. 

HAMBiEl, das gebogen, niedergezogen scin, (Zwcigc, 
etc) — HafiambSi^ hambUhambai, nicdergebogeii , 
•bliiiigen. Hahambai panatau awen ta, ihr Reich- 
tlmni fermindert. — Mahamh&iy niedersiehcn , ben- 
gfn. — Mahakamhdi y mahambiihambai, ein wenig 
oiedcniehen. — « HahambHhambdi, oft , lange nieder- 
deken. — TtirtthambUi, gebogen, niedergezogen wer- 
<itB kdnnen , irrthumlich niederziehen. — Pahambai\ 
der oi^, alles niederziehet. 

HAMB^I, fast gleich. Ham)>'ai kabakas &wen duu 
ti, das Alter der beiden ist fast gleich. — Haham- 
&&', hamb&hamhai, beinahe gleich; (etwas niehr 
Untcnchied als hambai.) 

HAMBERANG) die kleinen, starkes Jiicken erre- 

gendoi Fiserchen, womit der Bambu und auch an- 

dcre Pflanzen bewachsen sind. — Paham gatelku, 

kiliQ bamberang udjau, stark mein Jiicken, wic 

dwth Harober&ng von jungem Bambu. — Mahccm- 

beramg arepe, sich voll Hamberang werdcn lassen, 

(x. B. mit Bambu spiclend, etc.) 

HAMBET dengan, s. ambet. 

HAMBEWiE, irgendwo festhangen, (z. B. etwas, 

was durch den Strom odcr "Wind fortgefiihrt war.) 

Uii hanjut hambewa intu turos, der wcggespiihlte 

Rottui h&ngt am Pfahle fcst. — Aku malenteng cdan 

kajtt kambew'a intu badjakah, ich kappe die Zweige 

▼on den Baumen ab, al>er sie bleibcn hiingen in den 

ScfaUiigpflanzen. — Anakku magon korik, kindjap 

lianibew^, mein Kind ist noch immer klein, es hangt 

cii fest, (1. e. ist oft krank, wodurch sein Wachs- 

tbuin sunick gehalten wird.) — Hambewa auch i. q. 

nudMinbar, s. hambar. Pandjang balaue, hambewa 

ttmpai lasih, lang ist ihr Haar, hiingt ab bis auf 

die Flur. 

HAMBIiE , die Sagopalme. — Sagon hambid, Sago. 
(Sagon behas, Starkemehl von Reiss.) 
HAMBILANG, s. bilang. 
HAMBIN dengan, s. ambin. 
HAMBTRANG, s. birang. 

HAMBIT, lambit, (nach paham auch: kahambit, 
liJambit,) Gluck; (unterscheidet sich von tuali, 
Glticky dadurch, dass hambit immer auf Gewinn, 
Vortk^l zieh, wahrend tnah auch Gluck im Allge- 
watiMten heisst, t. B. nicht krank sein, etc.) Paham 
hambite malan, simit tanae, ara dinoe, gross sein 
Vottheil beim Ackerbau, nur schmal sein Fold, viel 
KiD Erhaltenes. — Bahambit, balambit, gliicklich, 
Yortlidl haben. Bawoiku bahambit manak, djaton 
■aaUd anake, meine Sau ist glucklich im M^erfen, 
ilifc Fcrkel sterben nicht. — Bahambit lengiie, er 
kat cine gliickliche Hand, (aus allem was er thut 
komrat Vortheil.) — Pisi bahambit, eiiie gliickliche 
Aof^l, (womit man viele Fische fangt.) — Baha- 
AomM, bahambihambit, lalambit, lambilambit, ba- 
lalambit, aiemlich gliicklich. — Panrjahnmbihambil , 



alle gliicklich. — Mampahambit, mampalambit, gliick- 
lich machen; etwas Hegnen, dass es Gewinn bringt. 

— PahambUy palambit, der immer Gliick hat. 
HAMBO dengan, s. ambo. 

HAMBON, s. ambon. 

HAMBOR, das besprengt sein, (mit "Wasser ;) das 
zerstrcut sein. Pahulau hambore apui, belcp ia, zu 
sehr sein besprengt sein, das Feuer, es verldscht. 
(Man unterhalt stets Feuer im Hause; nachdem man 
gekocht hat, besprengt man es etwas mit Wasser, 
und thut etwas Asche darauf, damit es so fort- 
glimme, bis man es wiedcr gebraucht.) — Baham- 
bor^ besprengt; zerstreut, umher gestrcut; verbrei- 
tet, (Geruch.) Pariii bahambor hapus djalan hctii, der 
ReIss liegt umher gestreut auf dem ganzcn Wege dort. 

— Hahambor^ hambohanibor, ein wcnig besprengt, 
verstreut ; vcrbreitet, sich verbreiten, (Geruch.) Hambo- 
hambor ewau garo hapus huma, es vcrbreitet sich 
der Dufl des Rauchwerks durch das ganze Haus. — 
Kahambohambor, best'andig verstreut, duften. — ' Ba- 
rahambor, iibcrall verstreut. — Mahambor, bespren- 
gen, umher streucn, ausbreiten, ausdiinsten. lU 
mahambor pambulae, er bcgicsst seinen Garten. — 
Bua dahian mahambor cwjiue hapus huma, die 
Durianfriichte lassen ihren Geruch ins ganze Haus 
ausgehen. — Mahahambor, mahambolmmbor, ein we- 
nig bcsprengen, etc. — Pahambor, der oft, alles 
besprengt , vcrstn^ut. — Pdhambor , paruru pahambor , 
paruro haml)or, Hagel, Schrot, (womit man schiesst.) 

HAMBUA, s. bua. 

HAMBUDJUR, s. budjur. 

HAMBULANG, hamulang, s. ulang. 

HAMBUNAN, s. ambon. 

HAMBURONG, hamurong, s. burong. 

HAMBUT.l!:, s. butii. 

HAMBUTIMG, eine Augenkrankheit; der Augapfcl 
wird wciss; endct oft mit Blindheit. 

HAIVIEHAMEN, s. mahamen. 

HAMIN, weiblicher Name. 

HAMIS, das ausgeprcsst, ausgcrungen werdcn, sein. 
Pahalau hamise benang, karah barabit, allzu sehr 
sein ausgcrungen werdcn, das Zeug, es wird zerrcis- 
sen. — Mahamis, auspressen, ausdriicken, ausringen, 
driicken. Kiilah mahamis baham, mamplua nanac, 
driick deine Schwiire doch aus, time den Eiter heraus. 

— UnhanuSy hamihamis, ein wenig ausgeprcsst, etc. 
Kamal ta djaton bahalap, djari liahamis olo, die 
Tamarindc ist nicht gut, man hat sie schon etwas 
ausgeprcsst. — Mahahamis^ mahamihamis, ein wenig 
ausdriicken, etc. — Hahamihamis , oft, lange, an- 
haltcnd ausdriicken. — Pahams, tier gern, alloN 
ausdriickt. 

HAMIT, mannlichcr Name. 

HAMITAK, s. mamitak. 

HAMOI, mannlicher Name. 

HAMOK, s. amok. 

HAMON, mannlicher Name. 

HAMPA, i. q. das gebrauchlichere apis, dieselben 
Ableitungen. 

HAMPAH, 8. ampah. 

HAMPAHAMPAI, s. hahampai. 

HAMPAH ART, s. pahari. 

HAMPAK, (has. Sang. = ahau,) Widerhaken. 
Buno hampak, eine Lanze mit Widerhaken. — 
Mannlicher Name. 

HAMPALAM, der Baum und die Frucht, welche 
die Malaier Mangga nennen. 

HAMPAN, weiblicher Name; (von mampan, an 
der Seite von etwas.) 

HAMPANGAU, ein kleines Insect, fast als eine 

'10 



154 



HAM. 



HAM. 



Heusclircckc, aber ohne Springfiisse; schwarz, hat stin- 
kenden Geruchj thut vicl Schaden an den Reisb- 
pflanzen. 

HAMPAPAN, cin nur eine Spanne langer, aber 
vom Riickcn bis zum Bauche eine Handbreit breiter 
Fisch; weisslich. 

HAMPAR dengan, ». ampar. 

HAMPARANG, hamparangan , quer. Batang ta 
bamparang bungai, der Baumstamm liegt quer im 
Fliisschen. — la batiroh bamparang huroa, er schlaft 
quer im Hause, (i. e. nicht der Lange des Hauses nach, 
sondern in der Richtung von vom nacb hinten.) — 
Humae bamparang batangdanum, sein Haus steht quer 
am Strome, (nicht mit der Fronte, sondern mit der 
Seite dagegen.) — Hamparang ataiku mita ia, quer 
(i. e. xornig) wird mcin Herz, ihn sehend. — Ham- 
parang auglie tombah aku, mit queren (i. e. nicht 
passenden, oder auch zomigen) Worten antwortete 
er mir. — Aingku lamiang hamparangan lokap, ich 
babe einen Agaatstein quer die Hand, (i. e. eine Hand 
breit.) — Paraparang, etwas quer. — Baraparang, 
alle etwas quer. — Pangaparaparang ^ alle quer. — 
Parangparanga , alle quer durch einander. Batang 
parangparanga beta, die Baumstamme liegen dort quer 
durch einander bin. — Mangamparang ^ hamparan- 
gan, quer legen, quer machen; den "Weg versperren, 
in die Rede fallen. la hamparangan kaju hong 
bauntonggang , er legt Holz quer vor die Thiir. — 
iEwe mangamparang arut ita, wer macht es, dass 
unser Boot quer steht? — Hindai hapus aughku, 
helo ia mamparangae, meinc Worte waren noch nicht 
voUendct als er begann mir in die Rede zu fallen; 
(widersprechend.) — Hakamparamparang , oft, immer 
quer legen, etc. — Tarakamparang , quer gelegt etc. 
werden konnen, m5gen. — Pangamparang , der oft, 
alles quer legt, etc. 

HAMPARANGAN, s. hamparang. 

HAMPAREA, i. q. prea, wann? 

HAMPARONG, Name eines Sangiang, des Knedits 
des Tempon telon. 

HAMPAS, das geschlagen, gegengeschlagen, gekappt 
werden; Schuld an etwas, nicht so als es muss, 
nachiassig sein. Klambim pabalau hampase, ta ia 
barabit, dein Klcid, zu sehr sein gegengeschlagen 
.sein, (z. B. gegen einen Baum, um es von Staub 
etc. zu saubern,) dadurch ist es zerrissen. — la idja 
hampas anakku matai, er ist Schuld daran, dass 
mein Kind gcstorben ist. — Ikau hampas mahaga 
asum , paham mawi bawoi ikai , du bewahrst deinen 
Ylund nicht gehorig, er belastigt sehr unsre Schweine. 
— Mahampasy schlagen, (mit cinem Holze, Stricke, 
etc.) gegenschlagen. iGwe mahampas mandurob bua, 
wer schlagt die Fruchte ab? (vom Baume.) — Hadat 
ai mamenjau mahampas, es ist sein Gebrauch die 
Kleider zu wascben dadurch, dass er sie irgendwo 
gegenschlagt. — Hapan besai ia mahampas takoiokku, 
er schlagt meinen Kopf mit dem Ruder. — Ha- 
hampas, hampahampas, mahahampas, mahampaham- 
pa8,ein wenig schlagen; etwas nachiassig, einigermassen 
.schuldig an etwas sein. i£la palus mahoroe, kalah 
habampas oru helo, manduroh arabon, gehe nicht 
gleich hindurch, sondern schlage das Gras vor dir 
immer erst ein wenig, mach den Thau ab£allen. — 
JIahampahampas , oft, lange Zeit schlagen. — Tarct- 
hampas, geschlagen werden konnen, mdgen; irrthiim- 
lich schlagen. — Kahampas, kahahampas, das Schuld 
an etwas sein, Nachlassigkeit. — Barahampas , ipan- 
gabampahampas, alle nachiassig, alle Schuld an etwas 
srin. — Pahampas, der immer schlagt, immer ver- 
iiachl'assigt. 



HAMPATONG, bulzcme oder irdene etc. a 
bildungen von Menschen, Thieren, etc. etc.; k 
macht sie entweder als Spielzeug fiir Kinder, o 
zu abgottischen Zwecken. — Eigentliche Gdtsem 
der, welche Gotzen reprasentiren, und welch« "^ 
ehrt werden, haben die Dajacken nicht, aber m 
Bilder, welche mit Gdtzendienst und Zaubered 
Yerbindung stehen. Man bringt z. B. AU>ilduo 
von Menschen, Thieren, Sachen den Gdttenfc 
Opfer, aufdass die Gana, Seele, denelben, im € 
sterlande Eigenthum des Gotzen werde. — Bei Ti^ 
Todtenfesten , stellt man verscbiedene Hobspup] 
auf, deren Gana Sclaven des Yerstorbenen wen 
sollen. — Bei Krankbeitsfallen gebraucht man ha 
patong lantak, angenagelte Bilder, gewdbnlich muri 
Stuck Holz oben zur Gestalt eines Menschenkop 
geschnitzt, welche man schlagt, misshandelt, n 
zuletzt irgendwo festnagelt; — sie sollen StdQvi 
treter des Kranken werden , damit der Kranke { 
nese. — Sadiri, hampatong sadiri , 8. unter diri. 
Hampatong uai, Piippchen von Rottan, gebram 
man bei Gerichtssachen. Der Kamauangan (Advoc 
nimmt 7 oder 14 solcber Piippchen mit, und ill 
bei jedem neuen Punkte seiner Bescbuldigung im 
Yertheidigung eines davon vor sich; dies scfac 
jetzt nur noch eine kraftige Aufsummirung der Kla 
punkte etc. , ohne weitere aberglaubische Bedeutung 
sein. — Wenn jemand einen andern Namen wib! 
will, well er den seinen fiir einen UngliicksiiaB 
halt, pflanzt man 7 Hampatong uai auf einen 1 
ler voll ungekochten Reiss, giebt jedem der Pu] 
chen einen Namen, wahr^nd der, welcher eii 
neuen Namen sucht, nicht dabei war, und li 
durch ihn dann eines der Piippchen w'ahlen, dct 
Name dann sein neuer Name wird. — Httmp€A 
karohai tatau, oder nur: karohai tatau, sind klc 
Piippchen, wozu das Holz durch einen Traum i 
gezeigt ist; man bewahrt sie sorgfaltig im Han 
und hoih auf Gliick und Yortheil durch sie. -^ j 
die Reisshaufen in dem Lepau, Reisshanschen, 8te 
man Hampatong parai, oder sampan parai , hdlae 
Bildchen, und bofft, dass dadurch Segen in i 
Reiss komme, dass er nicht schnell alle werde , B 
ten etc. ihm keinen Schaden thun. — Mahampatii 
ein holzernes Bild machen. Kalith mabampali 
badjai indu usik anakku, mache doch eine hdl&e 
Abbildung vom Krokodill zum Spielzeuge met 
Kindes. — (S. auch: pangawa, patindju.) 

HAMPiEHAMPiE, s. hahampii. 

HAMPELAS, i. q. tampelas. 

HAMPIH dengan, s. ampih. 

HAMPIONG, auf die Seite (fallen, nicht auf i 
Riicken oder Bauch.) Ia lawo hampiong, er fi 
auf die Seite. — Imantiugku aso lawo bampioi 
ich babe den Hund geworfen, dass er umfiel. 

HAMPIPI, die Beine nach hinten gestreckt 
der Erde sitzen; (ibres sehr engen Saloi, Unl 
rdckchens willen sitzen die Frauen gewdhnlich 
Tjib ikau mondok hampipi kilau bawi, ei, du a 
die Beine nach hinten gestreckt, als ein Weib. 
hatua puna mondok hasukah utut, wir Manner p 
gen zu sitzen gestiitzt auf die Kniee, (die Beine a 
stehend vor sich, so dass man den Kopf auf 
Kniee legen kann. — Pipi, Backen, soil in hamf 
vielleicht para, Hinterbacken , bedeuten , also: ait 
die Beine am Hintern bin gelegt.) 

HAMPIR, i. q. ampir. 

H AMPULE, s. pira. 

HAMPIS, (nach paham: kahampis, kahahamp 
ekeler, etwas widerlicher Geruch und Geschmat 



HAM. 



11AM— HAN. 



155 



(& B. der Genich der Fische.) lUk toh paham ka- 
hampiae, aku djaton radjin kumae, diese Ente, gross 
ihre Widerlichkeit, (siisslich oder rantzig,) icb habe 
keine Lust sie zu essen. — Penda katiak aka ham-* 
pit olo, oben nnter dem Amne ist der Platz der 
Widerlichkeii des Menschen, (dort riecht der Mensch 
widerlich.) — Bahampia, widerlich von Geschmack 
(Mler Genich sein. — Hahampia^ hampihampis, ba- 
balianipit, etwas widerlich. — BarcLhampia^ aUe etwas 
widerlich. — Ptmgahampihampis y alle widerlich. — 
Bas. Sang.: hampis, Greruch, (lieblich sowobl als 
widrig.) Lalehan hampis garo, stark der Dufl des 
Weihnmchs. — Mahampis, beniuchern. 

HAMPIT, s. ampit 

UAMPITEN, Obstructionen , Verstopfung haben. 
Akn paham koman bua, tamput bawake, hampiten, 
ich habe Tiel Friichte gegessen , und die Kerne mit, 
habe nnn Verstopfung. 

HAMPONG, 8. ampong. 

HAMPUAK , etn Baum , wird nicht sehr dick, nur 
etwas dicker als eine Kokospalme; Bast und Holz 
braunroth ; das Holz giebt gute Rohlen ; tragt sauer> 
liche, traubenartige Friichte, welchc gegessen werden. 

HAMPUKiE, kranklich stehen, im Wachsthum 
Bnruck sein, (Pflanzen.) Parai hampuka awi danum 
handalem , der Reiss steht kranklich , weil das Was- 
aer so tief ist, (zu hoch auf den Feldern steht.) 

HABIPUL, mampul, weich, korkig, (Holz.) Kaju 
bampul bahali haream tedjepe bara idja batekang, 
koikiges Holz noch schwerer sein durchhauen wer- 
<len als (Holz) welches hart. — Mampul tedjepe kaju 
t&, korkhaft sein eingehauen werden, das Holz, (es 
fdhH sich korkhaft, wenn man hinein haut , der Hieb 
prallt zuruck, dringt nicht tief ein.) — Hahampul, 
luunpohampul , ziemlich weich, korkhaftig. — Bara- 
kaatpul, alle weich. — Pangkahampul, am weichsten, 
kcwkhaftigsten. — Kahampul, kahaharapul, Weich- 
hett, KorkhafUgkeit. 

HAMPULI, (has. Sang. = balang,) vereitelt wcr- 
<len. Hampuli bitic namuai, es wird nichts davon, 
dasa er auf Reise geht. 

HAMPUN, s. ampun. 

HAMPUR, s. amok. 

HAMPURONG damek, ein gcbrochener Pfeil, ein 
Stock Ton einem Pfcile, (klein oder gross.) Paham 
anakka marajap damekku, uras hampuronge, arg 
hat mein Kind meine Pfcile beschadigt, es sind alle 
Stucke. — Matai wai bakai, tangkeng hampuronge, 
der Affe wird doch sterben, es ist ein Stiick yom 
(vergifleten) Pfeile in ihm stccken geblieben. — 
Sulang hampurong, so schnell der Pfeil zuriickfallt, 
(die Tfsrgiftete Spitze bricht im Vogel etc. ab, und 
der also zum Hampurong gewordenc Damek fallt 
nieder, i. e.) sogleich. Aughku mampudji ia sulang 
hampurong ilawae, meinen ihn bestrafenden Worten 
widertprach er sogleich. — Aku manenga ia sulang 
hampurong imalahe, wenn ich ihm etwas gebc vcr- 
gilt er es' sogleich. 

HAMPURUR,8ampurur,Docht von einerLampc,Kerze. 

HAMPUTAN, (nach einer Zahl : kahamputan ,) Ab- 
kunft. Race, Geschlecht, Stamm. Bugis ta ham- 
putan olo menteng, die Buginesen sind ein tapfercr 
Menschenschlag. — ^wcn ta hamputan olo Kahaian, 
sie sind von Abkunft Kahaianer. — Ikiii hong Icwu 
toh uras idja kahamputan wai, wir in diesem Dorfe 
isebdren sammtlich nur zu einem Stamme. — An- 
tang ta am hamputae; hamputan antang bahandang 
paham pangkamit manok; vom Vogel Antang giebt 
m viele Arten; das Geschlecht des rothcn Antang 
raubt vicle Hiihner. 



HAMPUTUT, fein gestampfter Baumbasl, wird 
zusammen gebunden zu einem Strick, so lang und 
dick als ein Arm, und wird dann angeziindet, 
um durch den dadurch verursachten starken Ranch 
die Mosquitos zu vertreiben; ein hamputut geuiigt 
fiir die ganzc Nacht. 

HAMUDJUR, (has. Mangkatip,) i. q. hambudjur, 
s. budjur. 

HAMUPUR, s. mamupur. 

HAMURONG, (has. Mangk.,) i. q. haraburong, 
s. burong. 

HAMUT, mannlichcr Name. 

HANAH, s. anah. 

HANAK, s. anak. 

HANAL, (has. Mangkatip,) i. q. handal, s. andal. 

HANAM, Schein, Schemcn, (die rcgte Gcstalt 
nicht deutlich zu erkennen, wegen zu grosser Ent- 
femung.) Aton hanam talo hila ngadju, tawa arut, 
hindai batantu, es ist der Schemen eines Dinges 
flussaufwarts, ich weiss nicht ob es ein Boot ist, es 
ist noch nicht deutlich. — Hahanam^ hanahanam, 
mahanam, undeutlich, kaum sichtbar. Paham ka- 
gantong burong ta manari, hahanam ampic, sehr 
hoch schwebt der Vogel, kaum sichtbar seine Ge- 
stalt. — Barahanamy alle undeutlich. — Kahana- 
hanam J fortwahrend undeutlich. 

HANALEM, (has. Mangkatip,) i. q, handalem. 

HANANGEP, s. tangep. 

HANANGOI, s. tangoi. 

HANAU, ein Palmbaum; der Saft desseli)en wird 
zu rothem Zucker cingekocht ; vom Baste maciit man 
Stricke. 

HANDAHANDAU, s. andau. 

HANDAJANG, trockene Palmblatter, (sowohl ab- 
gefallene als noch am Baume sitzendc; frische: pa- 
lapah.) Kanan handajang enjoh, mangat ia badje- 
wong, thuc die trockenen Blatter von den Kokospal- 
men, damit sie kraftig werden. 

HANDAK dengan, s. andak. 

HANDAK, woHen, Lust haben. Handak ikau 
omba halisang, willst du mit auf Reise gehen? — 
Hahandak, bandahandak, einigermassen woUcn, 
Lust haben. Hahandak aku omba, asal apangku 
manjoho aku , ich hatte wohl etwas Lust , wenn mein 
Vater es erlaubt. — Kahandaky "Wille, Lust. Ka- 
handakku manetes, tapi tempongku manjoho aku 
malan, mein Wille war Rottan zu schneiden, aber 
mein Herr hat mir befohlen auf dem Felde zu ar- 
beiten. — Mangahandak y Lust, Begierde zu etwan 
haben; Lust, Begierde erwecken. Ikau mangahan- 
dak arute, tapi ia djaton raandjuale, du hast Lust 
zu seinem Boote, aber er verkauft es nicht. — lii 
puna radjin (oder: bakahandak) masawa, aku djaton 
djari mangahandak ia, er hat selbst Lust zu heira- 
then, ich habe ihn nicht dazu angesetzt. — Baka- 
handak y selbst wollen , Lust haben ; aus cigner Bcwe- 
gung, aus eignem Triebc. lii bakahandak omba aku, 
ilia kcton malait aku , er folgt mir aus cigencm 
Triebe, ihr miisst nicht auf mich ziimen, (als oh 
ich ihn iiberredct hiitte.) — llakahandak, mit einan- 
der ul)ereinstimmen , mit gegenseitiger Bewilligung. 
— iEwen habandong kilen gawie, ia sama baka- 
handak, was ist dabei zu machen, dass sic mit 
einander huren, es geschicht mit gegenseitiger Zu- 
stimmung. — Pangahandak, der Lust, Begierde hat, 
(um etwas zu kaufen, etr.) 

HANDAL, s. andal. 

HANDALAI, Wurm, (in der Erdc; im Wasser; 
tambilok; in Menschen etc.: umii.) 

HANDALEM, hanalcm, tiefj (Wasser, FliKis^ 



150 



llAN. 



HAN. 



hiM-'lu'r in IlolZf W'uihIgu etc. : limltcn;) ciferuichtig. 
Tuiiilmng iUi Jjatoii handalcra, amoii talo fMndit, 
olch hanimpah manandjong, unsere Mundimg (i. e. 
die Miiudung uuseres Fluksc») i&t nicht ticf, wenn 
es sclir iiiedrig Wasser ist, kanu man hindurch 
gclicn. — OIo iu paham handalcm, dcr jVIensch ist 
sehr eiferBiichtig. — Handandalem , handalcndalem , 
/.iemlich tief. — Pangandalendalem y allc, iiberali 
ticf. — Kandalem, die Tiefe. — Mandalem, panda- 
lein, pahandalem, austiefcn, ticfer machen, (ein 
Fliisiiclicn ;} das Wasser tiefcr wcrdcn lassen. An- 
dau udjan mandalem suugiii, dastt Kcgen wetter labst 
die Fliissc ticfer werden. 

HANDANGy (nacli paliam: k;diandang,) das Ro- 
tlie, Lichtbraune, die Kothe, rotlie Farbe. — Ba- 
halap handangc benang toh, schon ist die Rothe 
dieses Zeuges. — Dahandang , roth. Bahandang baue 
awi kasangite, sein Gesicht ist rotli von Zorn. — 
Dahae sama bahandang, ataie liakabckcn, ihr Blut 
ist eben roth, ihre Herzcn sind verschiedcn, (i. e. 
Me hal)en dieselben Maniereu, dasselbe Bctragen, 
aber sind innerlich doch sehr vcrschieden.) — Ba- 
handang matam manggau pisaum, djaton sondau, 
ob du bis deinc Augen roth sind dein Mcsscr 
suchst, du findest es nicht. — JJaheutdangy banda- 
handang, bahahandang, bahandahandang , rutlilich. 

— Kahandakandang , fortwalirend roth. — Barakan- 
dang, alle roth. — Pangkahandang , am rothestcn. 

— Mampakandang , pahandang, hapahandang de- 
ngan, roth werden lassen, roth farben. Naughe 
rearku lepali akan mantir, asal mampahandang 
djungulkn, mag mcin Geld (im Processt^) alle den 
lliiuptlingen zu Thcil werden, wenn ich nur mei- 
nen Kanmi roth mache; (djungul, dcr Kamm der 
Hahnc; = wenn icii nur gowinne.) — Mcunpahan" 
dahandang, ein wenig roth machen. — Jfapalian^ 
dahandang, oft, lango roth machen. 

HANDAR, das irgcndwo augchcn, nahc kommen. 
Gcncp iii mambesai haradjur liandarc humangku, 

t'cdesmal wenn or ausrudcrt, fortwiihrend sein An- 
Lomnien (Vorsprechcn) bei meinem Hausc. — Mahan^ 
dar, bahandar, irgendwo kurze Zcit vorsprechen, 
iiahe kommen, gegenstossen. B