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Full text of "Das altindische verbum aus den hymnen des Rigveda seinem baue nach dargestellt"

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i€^: 



HARVARD 
COLLEGE 
LIBRARY 



Preservation facsimile 

printed on alkaline/buffered paper 

and bound by 

Acme Bookbinding 

Charlestown, Massachusetts 

2006 



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DAS 

ALTINDISCHE VERBUM 

AUS DEN HYMNEN DES EIGVEDA 



SEINEM BAUE NACH DARGESTELLT 



VON 



B. DELBRÜCK. 



HALLE, 

VERLAG DER BUCHHAKDLDNO DES WAISENHAUSES. 
1874 



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32^5. 2? 



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Vorrede. 



Während der Jahre, die ich auf die Ausarbeitung dieser Schrift 
verwendet habe, sind mir oft die Worte durch den Sinn gegangen, mit 
denen Theodor Aufrecht den Gedanken, einen fortlaufenden Gom- 
mentar zum Rigveda zu unternehmen, von sich abweist Sein Haupt- 
grund ist in dem Satze ausgesprochen, dass „die Schwierigkeiten des 
Veda den Verständigen heutzutage bewusster geworden sind". Oft 
genug, wenn es mir nicht gelingen wollte, die Masse des Stoffes zur 
Ordnung zu zwingen, wenn mich ein Abschnitt nach wiederholter Um- 
arbeitung weniger als zuvor befriedigte, wenn eine schwierige Stelle 
sich von keiner Seite beikommen liess, namentlich wenn ich in dem 
bereits ausgearbeiteten Theil Irrthümer entdeckte, bei allen diesen 
Gelegenheiten habe ich mich gefragt, ob ich nicht, in verständigem 
Bewusstsein der Schwierigkeiten des Veda den Abschluss dieser Arbeit 
noch auf Jahre hinausschieben müsse. Aber auf der andern Seite 
wirkte wieder bestimmend die Erwägung, dass die grammatische Wis- 
senschaft einer Darstellung des altindischen Verbums diingend bedarf, 
und dass selbst eine noch vielfach unfertige Bearbeitmig doch nach 
manchen Seiten hin sicherlich anregend und f5rdernd wiiken wird. Ich 
habe also meine Bedenken überwunden, und diesem Buche tiotz seiner 
Lücken und Untugenden das Zeugniss der Reife gegeben. Mag es nun 
sehen, wie es durch die Welt kommt. 

Eine besonders auffilllige Lücke fühle ich mich gedrungen , sogleich 
hier zu erwähnen. Es fehlt nämlich ein Capitol über den Accent des 
Verbums, das die meisten Leser ^ erwarten werden. Damit hängt es 
folgendermassen zusammen: Bei dem Versuch, die Accontgesetze des 
Verbums zu gewinnen, drängte sich mir die Ueberzeugung auf, dass 
die Darstellung des Verbalaccents einen Abschnitt in der Accentlehre 
des Altindischen überhaupt bilden müsste, und auf die durch diese Ueber- 
zeugung gefordei*ten Vorarbeiten konnte ich mich nicht einlassen. Lei- 
der aber muss ich gestehen, dass die zu geringe Au&nerksamkeit auf 
den Accent sich an einem Punkte meiner Dai'stellung gerächt hat Es 



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rv 

ist mir begegnet, dass ich bei der überaus schwierigen Einordnung der 
reduplicirten Formen auf den Accent nicht genug Bücksicht genommen 
habe, namentlich habe ich die sehr bekannte Thatsache nicht beachtet, 
dass gewisse Präsensformen von sonst gleichlautenden Perfectformen 
durch den Accent geschieden sind. Die betreffenden Irrthümer — die 
übrigens nicht von principieller Bedeutung sind — sind in den Nach- 
trägen berichtigt. 

Soll ich nun, wie es die gute Sitte heischt, meiner Quellen und 
Vorgänger gedenken, so muss vor Allem der Name Both genannt 
werden. Hinsichtlich seiner Artikel im Petersburger Wörterbuch — 
von dem mir durch BoBHn.iNQK's Freundlichkeit die Aushängebogen 
zugingen — habe ich den Bath nocturna versate manu yersate diuma 
gründlich beherzigt Die Leistungen Both*s bedürfen des Lobes nicht, 
aber ich f^le um meinetwillen die Verpflichtung, dem GefQhle des 
Dankes und der Bewunderung, welches der Verkehr mit den BoTH*schen 
Arbeiten in mir erweckt, hiermit öffentlich Ausdruck zu verleihen. — 
Nächst Both verdanke ich am meisten Benfey, sowohl seiner Gram- 
matik, als seinem Ssmaveda und seinen Aufsätzen im Orient und Occi- 
dent — Mein Benehmen gegenüber Ludwig wird man gewiss billigen. 
Ich habe nach dem Grundsatz, dass man in der Wissenschaft das Gute 
nehmen müsse wo man es findet, seine Schrifben noch einmal durch- 
genommen, und das mir brauchbar erscheinende unter Angabe der 
Quelle mir angeeignet, Polemik aber durchaus vermieden. Hier sei 
mir noch die Bemerkung verstattet, dass ich mein Urtheil über Lüdwiq*s 
Leistungen auch heute noch völlig aufrecht erhalte. — Die sprachwis- 
senschaftliche Literatur ist selten angeführt, aber meist berücksichtigt 

Schliesslich bemerke ich für diejenigen, die an demFoiiigang mei- 
ner syntaktischen Arbeiten ein Literesse nehmen, dass eine Darstellung 
der Formenlehre des altindischen Verbums mir eine nothwendige Vor- 
arbeit fOr die Tempuslehre zu sein scheint. 

Die Nachträge bitte ich nicht zu übersehen. Der Index enthält 
nur die schwierigen und seltenen Formen. 

Jena, Februar 1874. 

B. Delbbügk. 



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UEBEKSICHTSTABELLE. 



L Yerbum flnltnm 21 - 218. 

1. Personalendnngen und Augment 21-80. 

2. Stamme 83-218. 

A. \Viirzelverba 83-201. 
a. Tenpustamn« 83-191. 

ce. Gesammtstämme 83-147. 

Einfache Wurzel 83-100. 
Reduplidrte Wurzel 101-136. 
Wurzel mit a 137-147. 

ß. Uebrige Präsensstämme 148-171. 

Gunirte Wurzel 148-150. 

Nasalirto Wurzel 151-162. 

Wurzel mit ya (auch Passivum) 162-169. 

Wurzel mit cha 170. 

Anhang Ober mehrfache Präsensbildung 171-175. 

/. Aorist mit S (und Doppelstämme) 175-182. 

d. Futurum und Conditionalis 183-184. 

£. Desiderativa 184-186. 

Anhang über eingeschobenes i 186-191. 

LMustittH« 191-198. 

B. Denominativa 201-218. 
II. Yerlbum inflnltam 22i-Schlu8s. 



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Orientlrende Inhalts- üeberslcht 



Auf den folgenden Blättern sind die Yerbalformen zosammengeBtellt, 
welche in dem Texte des Bigveda erscheinen, and zwar in der Form, wie 
sie der Text darbietet, auch in Bezug anf den Accent Nach den Regeln 
der indischen Satzbetonung trägt nur das Yerbum des Nebensatzes einen 
Accent, das des Hauptsatzes ist unbetont (vgl Whitney in Euhk's und 
Sohlbioheb's Beitr. 1, 187). So erklärt es sich, dass man von einer Reihe 
von Yerbalformen den Accent nicht durch directe üeberliefemng kennt , diese 
sind in der folgenden Schrift auch accenüos gelassen. 

Der Gang der Darstellung ist folgender. In der Einleitung S. 1-20 
ist im ersten Capitel gehandelt 

1) Aber PS^inis Stellung zur Sprache (1-6), 

2) Aber den Yeda u. die Haupthttl&mittel zu seinem Yerständniss S. 6-14. 
Im zweiten Capitel wird eine Uebersicht über das Yerbum gegeben, 

und zwar handelt es sich 

1) um einen Ueberblick über die Gtosammtmasse (14 und 15), 

2) um einen Einblick in die Geschichte. Doch ist nur ein wesentli- 
cher Gesichtspunkt näher erörtert, nämlich das Yerhältniss der einfachen 
Wurzel, der verdoppelten Wurzel und der Wurzel mit a zur Tempusbildung. 
Jeder dieser Stämme erscheint in mehr als einem Tempus, sie sind aller 
Wahrscheinlichkeit nach älter als die Tempusbildung, sie sind der Grund- 
stock des gesammten Yerbums (15-20). 

Man ist aber in der Erkenntniss der Geschichte des Yerbums noch 
nicht so weit vorgeschritten, dass man es wagen könnte, eine historische 
Darstellung des Yerbums zu unternehmen. Ich habe also bei Anoinlßung 
des Stoffes hauptsächlich aus praktischen Gesichtspunkten gehandelt Darum 
stelle ich voran als ersten grossen Abschnitt: 

Die Personalendungen und das Augment S. 23-80. Cap. 3-5. 

Die Endungen erster, zweiter und dritter Person sind der Reihe nach 
aufgezählt, und zwar immer zuerst die activen, dann die medialen. Unter 
jeder Endung sind alle im Rigveda vorkommende Formen beigebracht. Ich 
mache auf folgendes besonders aufinerksam : 

Der Conjunctivausgsmg äni S. 23 und § 4 (wo Conj. statt Imper. zu 
lesen ist) und § 5. 

Die Endung am im Augmenttempus u. Opt (bhareyam aus '*l)harem) S. 24. 

Die Häufigkeit von masi gegenüber mas S. 24 und § 8 und 9. 

Die Formen wie sätsi etc. mit imperativischem Sinn S. 31 und § 30. 

Die Suffixe thana § 49 und tana § 53-55. 



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vn 

Bas Terhftltmss von anti an antn zn ati ns ata S. 51. 

Die Endung i im Aorist passiyi S. 66. 

Das Gleichgewichtsgesetz S. 72. 
Der non folgende grössere Abschnitt S. 83-188 trägt den Titel: die 
Tempnsstämme, and omfasst Cap. 6-16. Yen diesen gehören Gap. 6-8 
enger zasammen, and hätten anter dem Titel „Oesammtstämme'' zasammen- 
ge&sst werden können. Sie handeln nämlich von der einfachen Warzel, 
der Terdoppelten Warzel and der Warzel mit a, also von den Stämmen, 
welche in mehr als einem Tempas aoftreten. Urnen könnten die andern 
Stämme als ^Einzelstämme" gegentlbertreten. Doch habe ich eine neae 
Terminologie vermeiden wollen, namentlich weil die entschieden za verwer- 
fende BoFPSche Bezeichnnng „Specialformen" fEbr „Präsensstamm" and „all- 
gemeine Formen" f&r die übrigen Stämme noch nicht von allen Sprach- 
forschem angegeben ist Es handelt also 

Cap. 6 von der einfachen Warzel S. 83-100. Es enthält nach der 
gewöhnlichen Bezeichnang das aas der einfachen Warzel gebildete Präsens 
and den aas der einfachen Warzel gebildeten Aorist. 

Cap. 7 von der redaplidrten Warzel S. 101 - 136. Es enthält das reda- 
plicirte Präsens, den redaplidrten Aorist, das Perfectam (das periphrastische 
kennt der Bigveda nicht), die Intensiva. Ich bitte bei der Lectflre die 
Nachträge za benatzen, darch welche ein Versehen berichtigt wird. 

Ich mache besc^ers aofinerksam aof : 
Snaija and Genossen S. 113, 
das e in petima etc. S. 117, 
den Bindevocal i S. 119, 
den AbM der Redaplication S. 120, 
das Aagmenttempas von Perfectstamm S. 12 J, 
das 1 der Intensiva S. 131. 

Cap. 8 der Stamm gleich der Warzel mit a, S. 137-147, also nach 
der gewöhnlichen Terminologie eine Präsens- and eine Aoristclasse amfas- 
send. Den Eintheilangsgnmd bietet der Accent, nämlich 

L der Warzelvocal ist betont. Diese Classe amfasst einen Theil der 
indischen ersten Ciasse (ein anderer ist von mir anter Ganaclasse, ein drit- 
ter anter Nasalclasse gestellt) and einige Aoriste S. 137-145. 

IL Der Saffixvocal ist betont, amfasst die sechste indische Präsensclasse 
and einige Aoriste (S. 138) S. 145-147. 

Nachdem hiermit die Gesammtstämme beendigt sind, kommen nan die 
Einzelstämme an die Reihe and zwar znerst von Cap. 9-12 die noch übri- 
gen Präsensstämme in folgender Orduang: 

Cap. 9 die Ganaclasse S. 148-150. 

Cap. 10 die Nasalclasse mit ihren Unterabtheilangen S. 151-162. Sie 



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vm 

tunfasst die indische 5te, Ite, 8te, 9te Classe und einen Theil der Isten 
and 6ten, in folgender Ordnung: 

1) nS tritt an, die indische 9te. 

2) na tritt an, die indische öto and 8te, wobei ich besonders aaf 
karömi S. 156 aafinerksam mache. 

3) n tritt in die Warzel. Das Yerhältniss za den indischen Classen 
ist S. 158 erörtert Ich mache aufmerksam auf die Besprechang von bhi- 
nädmi etc. S. 159. 

Gap. 11 die Ta- Classe S. 162-169. Ich mache aufinerksam auf 

1) die Wurzeln auf a, wie dh&yati, 

2) das Passivum, was im Anhang an diese Classe behandelt wird. 
Cap. 12 die cha-Classe S. 170. 

Den Abschnitt über die Präsensbildungen schliesst ein Anhang S. 171- 
175, welcher Auskunft giebt über diejenigen Yerba, welche ihr Präsens auf 
mehr als eine Weise bilden. Es bleiben nun noch übrig Aorist mit S, 
Futurum, Desiderativa. 

Cap. 13. Der Aorist mit S. 175-182. Ich mache besonders aufmerk- 
sam auf die zweite Steigerung im Indicativ neben der ersten im Conjunctiv 
(dyaushus aber yoshan), femer auf den 

Anhang, der erstens die sogenannten Deppelstämme (gi'i^Tsh^ etc. als 
erste Person) und zweitens die 3te sing. aor. auf i behandelt. 

Cap. 14. Der Futurstamm S. 183-184. Dabei ist die einzige ImBY. 
vorkommende Form des Conditionalis mit angeführt 

Cap. 15. Die Desiderativa S. 184-186. 

Gewöhnlich behandelt man die Desiderativa mit den Intensivis. Da 
diese schon im 7. Cap. abgemacht sind, so schien es am gerathensten, die 
Desiderativa hier einzufügen. Ein zwingender Grund liegt aber nicht vor. 

Endlich Cap. 16 fasst anhangsweise zusammen, was über das so häufig 
vorkommende kurze oder lange eingeschobene i zu sagen ist 

Der nächste grosse Abschnitt S. 191-198 bespricht die Modi Cap. 16. 
Zuerst den Conjunctiv, wobei ich aufmerksam mache auf die Beseitigung des 
Begriffes Conjunctiv Lnperfecti und die Besprechung der Endungen mit ai, 
sodann der Optativ mit dem Precativ, wobei nachgewiesen wird, dass der 
Precativ nicht das Recht hat, als besonderer Modus aufzutreten, endlich 
der Imperativ. 

Seite 201-218 behandelt die Denominativa, und zwar 1) die nach- 
weisbar aus Nominibus abgeleitet 2) Die sogen. Causativa. 3) Die Bil- 
dungen mit 3y&. 4) Die wenigen Denominativa ohne Zeichen. 

Den Schluss macht S. 218-238 Das verbum infinitum. 



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EINLEITUNG. 



Delbrück^ ütlndtAcbea Verbmu. 



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ERSTES CAPITEL. 

Quellen und HttlfsmitteL 

Wer sich heutzutage mit der Sprache und Literatur der arischeu 
Inder bekannt zu machen sucht, wird gleich im Beginne seiner Studien 
auf die ,, ausserordentlichen Leistungen"* der indischen Qrammatiker 
und namentlich auf das „bewunderungswürdige Werk" ihres grossen 
Meisters Panini hingewiesen, und in der That sind die Leistungen 
der indischen Philologen der lebhaftesten Anerkennung werth. Wir 
dürfen behaupten, dass kein Volk des Alterthums uns eine so vollstän- 
dige, und alles in allem genommen so wissenschaftlicho Darstellung 
seiner eigenen Sprache zugeführt hat wie die Inder. Die Wirkung die- 
ser granmiatischen XJeberlieferung ist denn auch eine so mächtige 
gewesen, dass sogar unsere heutigen europäischen Sanskiitgrammati- 
ker, was den Stoff betrifft, fast durchaus von der indischen Oelehr- 
samkeit abhängig sind, während sie allerdings bei der Anordnung des 
Materials und der Erklärung der Erscheinungen theilweise ihre eigenen 
Wege wandeln. 

Ein ürtheil über die Berechtigung dieses Verfahrens kann man 
nur gewinnen, wenn man sich deutlich zu machen sucht, welche Stelle 
Panini, der uns, weil er der Höhepunkt der indischen Grammatik ist, 
der Kürze wegen als ihr einziger Repräsentant dienen mag, in der 
indischen Literatur einnunmt, oder mit anderen Worten, welche Periode 
der indischen Sprachentwickelung es ist, die in seinem Werke ihre 
Darstellung gefunden hat 

Um auf diese von Schwieiigkeiten aller Art umlagerte Frage eine 
Antwort zu finden , ist es nützlich sich die Entwickelung dos indischen 
Lebens und Denkens in grossen Zügen zu vergegenwärtigen. 

Als ein Theil des arischen Volkes von Nordwesten nach Indien 
einwanderte und das Indusland besetzte, war es — wie oft erörtert 
worden ist — nicht in Kasten gegliedert, wie die späteren Inder. 
Der Unterschied der Bildung und demgemäss die Verschiedenheit 
der Sprechweise wird ein sehr geringer gewesen sein. Eine Spi'ache 

1* 



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des Volks eineraeits und eine Sprache der höher Gebildeten anderer- 
seits für diese Periode anzunehmen, hat man sicher kein Becht. 
Aus dieser Zeit des vorbrahmanischen Daseins im Incluslande, die 
Jahrhunderte umfasst zu haben scheint, stammen die ältesten Lieder 
der Sammlung, welche uns unter dem Namen Rigveda fiberliefeii 
worden ist Sie bieten uns ein sicherlich nicht ganz getreues, aber 
ein ziemlich ähnliches Bild der alten Volkssprache, die man, da es 
an einem passenden ethnographischen Namen fehlt, die vedische zu 
nennen pflegt Auf das vedische Alterthum folgt das brahmanische 
Mittelalter. Unter welchen Verhältnissen sich die Gliederung des Vol- 
kes in Kasten, die Vorherrschaft der brahmanischen Kaste, die specu- 
lative Gottes- und Weltbetrachtung in Indien entwickelt hat, kann 
hier nicht geschildert werden. Ich begnüge mich, auf die ebenso ein- 
sichtige wie eindrucksvolle Darstellung von Max Duncker zu verwei- 
sen. Das Zerfallen des Volkes in eine höhere und niedere Schicht 
spiegelte sich natürlich in der Sprache wieder. In der Sprache dei* 
unteren Schichten nahm die Verwandlung der Laute und die Verwit- 
terung der Formen, welche schon in der alten Volkssprache begonnen 
hatte, einen rapiden Verlauf, während die Sprache der Gebildeten den 
gegebenen Laut- und Ponnenbestand von einer gewissen, chi-onologisch 
nicht genau zu bestimmenden Epoche au zu conservii-en suchte. Diese 
gebildete Sprache der höheren Kasten nun nennen wir Sanskrit. Das 
Sanskrit ist — um mich modern auszudi-ücken — vom indischen Mit- 
telalter an die Sprache der guten Gesellschaft, der Schule und Kirche, 
der Literatur*, mithin ursp)*ünglich ein natürliches Erzeugniss des Volkes 
wie jede Sprache, aber nachdem sie einmal da war, gegen den Lauf 
der Natur der weiteren Entwickeluug entzogen. Zwar ganz entwicke- 
lungslos ist auch eine solche Sprache nie, das Sanskrit wird stets seinen 
Wortschatz aus dem des Volkes erweitert haben, es hat nachweislich 
syntactische Wandlungen durchgemacht, aber das formelle Gerüst der 
Sprache ist künstlich aller, in natürlichen Verhältnissen unausbleibli- 
chen ^ Veränderung entzogen worden. Aus dieser Darlegung ist im 
Allgemeinen ersichtlich, inwiefern man Becht hat, das Sanshit eine 
Kunstsprache zu nennen. 

Kehren wir nun zu dem Ausgangspunkt unserer Untersuchung zu 
Panini zurück. Es ist allgemein bekannt, dass Panini's Granunatik das 
Sanskrit, jene eben beschriebene Sprache der höheren Kasten behandelt. 
Zwar kannte er die Veda's, und ei-wähnt ihrer nicht selten, er bringt 
eine nicht geringe Anzahl vedischer Foimen bei, auch solche, die nur 
ein einziges Mal im Veda erscheinen, aber er ist weit davon entfernt 
ein irgendwie genügendes Bild der Vedasprache liefern zu wollen. Sie 



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findet sich nTU, so zu sagen, in den Anmerkungen berücksichtigt, der 
Text ist durchaus der Sanskritspi-ache gewidmet Aber diese, wie wir 
sahen, erstreckt sich über eine lange Beihe von Jahrhunderten, und hat 
eine sehr reiche Literatur aufzuweisen. Es wäre wichtig zu wissen, wel- 
chem Thoile dieser Literatur Panini am nächsten steht ^ wir möchten das 
Material kennen, das ihm vorlag, damit wii* seine Arbeit ihmnachthun und 
nachprüfen könnten. Die nächstliegende Fi-age nun, wann Panini lebte, 
können wir leider nicht sicher beantworten. Studirt man die jüngste 
Bevision der hierauf bezüglichen Untersuchungen, nämlich Weber's 
umfängliche und inhaltreiche Abhandlung im fünften Baude seiner indi- 
schen Studien, so muss man schliesslich zu der üeberzeugung kommen, 
dass wir etwas bestimmtes über Panini* s Lebenszeit nicht aussagen kön- 
nen. Wahrscheinlich ist, dass er den ersten Jahrhunderten vor Chri- 
stus angehöi-i Sein Verhältniss zu der uns bekannten Sanskritliteratm* 
ist nach den bisherigen Untersuchungen folgendes : Kein Theil der uns 
bekannten vorpaninischen Literatur ist in seinem Werke ausschliesslich 
oder vorzuglich zum Oegenstand der Darstellung genommen, Panini 
hat seine Grammatik nicht so abgefasst, dass er die vorliegende für 
classisch gehaltene Literatm* eicerpii-t, und nun nach der Weise neue- 
rer Philologen die Einzebheiten zum Ganzen gefügt hätte, sondern -~ 
was sich übrigens von vom herein annehmen Hess — : in der Gram- 
matik Panini's spiegelt sich die Spi-ache der damaligen gebildeten Welt 
Der Sprache der höheren Kasten war, weil sie sich von der Sprache 
des Volkes so wesentlich unterschied, weil sie so zu sagen ein aristo- 
kratisches Gemeingut war, und weil sie sich gegen die von unten 
andrängende Volkssprache wehren musste, schon früh eine gi-amma- 
tische Pflege zu Theil geworden, und der Höhepunkt dieser gi-amma- 
tischen Bemühungen ist uns in Panini erhalten. Panini schöpfte also 
aus dem Leben, nicht aus der Literatur, doch muss man bedenken, dass 
ein foi-meller Unterschied zwischen der Sprache des Lebens und der 
der gleichzeitigen Literatur aus den geschilderten Gründen kaum vor- 
handen gewesen sein wird. Im Wortschatz freilich mag der Abstand 
nicht gering gewesen sein, und in der That finden wii* auch bei Panini 
„Wörter aus dem gewöhnlichen Leben, die man vergebens in literari- 
schen Documenten, welche keine Gelegenheit zu ihrer Verwendung bie- 
ten, suchen würde." (Weber a. a. 0. 47.) 

Man sieht aus dieser kurzen Darlegung, dass Panini's Grammatik 
durchaus nicht alles lehrt, was sich von der Sprache der arischen Inder 
wissen lässt; die gesammte vedische Spi*ache ist nur unvollständig, und 
die nicht- classische Sprache des Mittelalters, nämlich die epische ^ gar 
nicht behandelt. Die Aufgabe einer historischen Grammatik, wie wir 



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6 

diese Disdplin yerstehen, wird es sein, diese Lficken auszaftilleii, und 
eine Beschreibung der Sprache zu liefern, welche die Entwickelang 
derselben von der indogeimanischen Grundsprache bis zum Sanskrit 
einerseits und den indischen Volkssprachen andererseits zu schildern 
sucht 

Ich will mich bemühen zur Lösung dieser Aufgabe einen Beitrag 
zu liefern, nämlich eine Schilderung des Yerbalbaus in der yedischen 
Sprache. Ich werde mich dabei, aus dem erörterten Grunde, von 
Panini und aller grammatischen Tradition nach Ei*äfben emancipiien, 
und vielmehr den Versuch machen, der Sprache selbst einen Einblick 
in ihre Gesetze und ihre Entwickelung abzugewinnen. Ehe ich indessen 
an die Angabe selbst herantrete, halte ich es für angemessen, die in 
diesem Gebiet nicht speciell bewanderten Leser mit einigen Woii;en 
über den Veda und die Hülfsmittel zu seinem Verständniss 
zu Orientiren. 

Veda bedeutet die Ctosammtheit des heiligen Wissens. Die Haupt- 
behälter dieses heiligen Wissens sind vier Sammlungen, bekannt unter 
den Namen Bigveda d. h. Sammlung der Hymnen, Sämaveda d.h. 
Sammlung der Gesänge , Yajurveda d. h. Sammlung der Opfersprüche 
(vorliegend in der Ueberlieferung der Väjasaneya- und der Taittiiiya- 
Schule), endlich der Brahma- oder Atharvaveda d. h. die Sammlung 
der Zauberformeln. Diese Sammlungen repräsentiren nicht vier dmch- 
aus gesonderte Abschnitte der Ueberlieferung, sondern fallen ihrem 
Inhalte nach theilweise zusammen. Die an Alter, Inhalt und Umfang 
hervorragendste Sammlung ist der Bigveda. Aus den 10500 Strophen 
dieses Buches kann man ein him'oichend deutliches Bild der alten Sprache 
gewinnen. Den Bigveda habe ich deswegen auch in der folgenden Dar- 
stellung vollständig auszubeuten gesucht, während ich den übiigen 
Veda*s nur solche Formen entnommen habe, welche Lücken der rigve- 
dischen Sprache auszuÜUlen geeignet schienen. Formen, welche nur 
die aus dem Bigveda gewonnenen Anschauungeu bestätigen, welche 
mir theils eigene Sammlungen, theils das BoEHTUNGK-BoTH'sche Wör- 
terbuch in grosser Menge lieferten, habe ich in der Begel nicht ange- 
fahrt Immerhin mag mir übrigens manche — selbst wichtige — Fonn 
aus diesen Veda's entgangen sein, fär die ich keine ganz vollständigen 
Sammlungen angelegt habe. 

Das Corpus des Bigveda, dem noch einige specielle Bemerkungen 
zu widmen sind, besteht aus 1028 Hymnen meist religiösen Inhaltes. 
Die Sammlung ist nicht um liturgischer Zwecke willen gemacht, son- 
dern hat eine geschichtliche Aufgabe. Sie soll den aus der Väterzeit 
überlieferten Schatz alter Gesänge far die Folgezeit bewahren. Unter 



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diesen Umständen ist es nätflrlich^ dass die Sammlung Bestandtheile 
aus verschiedenen Zeiten enthäli Die jüngeren Tlieile erkennt mau 
theils an dem Inlialt theils an der Form. Ein Beispiel mag veran- 
schaulichen, inwiefern die Sprachform als Kriterium dienen kann. Die 
letzten Strophen des Hymnus 6, 79 lauten 
9. vy ücha duhitar divab 

mi ciräip tanuthä äpah 

n^t tvi stenäm yätha ripüm 

täpati süro arcfsha 
10. etävad v^d ushas tväm 

bhliyo vä dätum ai'hasi 

yä stoti-fbhyo vibhävari 

uchänti n& pramfyase. 
9. „Erscheine, Tochter des Himmels, dehne dein Werk nicht lange, 
damit dich nicht, wie einen diebischen Bäuber, die Sonne senge mit 
ihrem Strahl." 10. „So viel (Kühe u. s. w. um was in den vorher- 
gehenden Versen gebeten ist) oder noch mehr magst du, o strah- 
lende Morgemöthe, geben, die du deinen Verehrern zu leuchten nicht 
müde wirst." In diesen zwei Versen ist 1) n6t auffällig. Diese Par- 
tikel ist im Bigveda sehr selten, ihr eigentliches Feld ist das Qatapatha- 
Bi-ähmana. 2) Der Infinitiv auf -tum. Unter den etwa zweihundert 
Infinitiven (unter denen natürlich viele Formen, die in häufigem Gebi*auche 
sind)^ finde ich nur vier auf -tum. Einer von ihnen konmit zweimal, 
drei je einmal vor. 3) Das Verbum arh kommt in dem auffordernden 
Sinne wie es hier gebraucht ist, sonst im Bigveda gar nicht vor, ist 
aber in der späteren Sprache unendlich häufig. Auch die übrigen Verse 
desselben Hymnus scheinen mir modernen Charakter zu tragen. Aehn- 
liche Observationen bieten sich leicht dar, doch ist noch keine Zusam- 
menstellung nach dieser Bichtung hin gemacht Inwieweit die Beobach- 
tung des Metrums Ausschluss geben kann, was vrie ich glaube in rei- 
chem Maasse geschehen wird, ist auch noch nicht im Zusammenhange 
ei-wogen worden. Ehe sich nun aus derartigen Studien ein sicheres 
Ergebniss abgeklärt haben wird, ist man einstweilen gezwungen, den Text 
des Bigveda als eine in sprachlicher Beziehung gleichartige Masse zu 
betrachten, und das ist auch von mii* in dieser Arbeit geschehen. 

Wenn es nun klar ist, dass der Bigveda Theile aus verschiedenen 
Zeiten enthält, so entsteht die weitere Frage: in welche Zeit gehören 
nun die ältesten, in welche Zeit die jüngsten Partieen, und die Zusam- 
menfassung des Ganzen? Leider ist auf diese beiden Fragen keine 
sichere Antwort möglich. Eine Gesammterwägung der indischen Cultui* 
und Literatur führt indess zu dem ziemlich wahrscheinlichen Ergebniss, 



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dass die älteren Hymnen vor das Jahi- 1000 a. Chr. fallen. Einige 
Jahrhnndei-te später mag die uns vorliegende Masse gesammelt und — 
wie ich glaube — aufgeschrieben sein. 

Der Text aber, den wir haben, ist nicht der, welcher im Munde 
des Volkes oder der Dichter vernommen wurde, sondern ist durch eine 
gnunmatische Behandlung hindm'chgegangen. Die Diaskeuasten — wie 
man diese Schriftgelehrten zu nennen pflegt — haben dem alten Text 
die äussere Gestalt ihrer Sprache aufgedrängt, und ihn dadurch nicht 
unerheblich verändert. Ich greife aus der grossen Masse einen der 
einfachsten Belege heraus: ß, 7, 4 lautet 

a. tv&ji vl9ve amyita jäyamänam 

b. 9f9um nä devi abhi siip navante 

c. täva krätubhir amjitatväm äyan 

d. vaf9vänara yät pitrör ädide^. 

Jede dieser Zeilen soll aus 11 Silben bestehen, auch a. und d. hatten 
einst die vorschriftsmässige Zahl, denn sie hatten die alten Foimen 
tuäm und pitarös. Indem statt dessen die jüngeren tväm und pitrös 
in den Text gesetzt wurden, ward das Metrum verdorben. Dei-artige 
Verderbnisse zählen nach Tausenden. Ob es gelingen wii-d den alten 
Text mit Hülfe des Metrums und der Varianten in den übrigen Veda's 
für eine Beihe von Hymnen durchgängig wieder herzustellen, muss die 
weitere Untersuchung lehren, die besonders an Bollensbn's und Kuhn's 
Arbeiten anknüpfen wird. Bei dem jetzigen Stande der Forschung habe 
ich es für das Richtige gehalten , mir ein Zurückgehen auf ältere Foimen, 
als diejenigen welche der recipirte Text bietet, einstweilen zu versagen. 

Nachdem nun die Feststellung einmal erfolgt, und der Text nun- 
mehr heilig und unantastbar geworden war, ist die üeberliefening mit 
der peinlichsten Sorgfalt von Statten gegangen, so dass wir überzeugt 
sein können, genau den Text vor uns zu haben, wie er, wir wissen 
nicht genau wann, aber doch wohl mehrere Jahrhunderte v. Chr. con- 
stituirt worden ist 

Die Genauigkeit der üeberliefei-ung ist nicht nur durch gramma- 
tische und exegetische Werke gewährleistet, welche sich nachweisbar 
auf einen Text beziehen, der in aUen Einzelnheiten mit dem uns vor- 
liegenden übereinstimmt, sondern auch dadurch dass der Text uns in 
mehrfiw5her Form überliefert worden ist. Die grosse Ausgabe des Rig- 
veda von Max Mübij.br enthält den Text in zwei Gestalten, nämlich 
den sogenannten Saiphitapä^ha oder foi-tlaufenden Text und den Pada- 
pätha oder Wortteit. Das Verhältniss beider wird ein Beispiel am 
besten deutlich machen. Die Verse 7, 34, 24 flg. lauten im fortlaufen- 
den Text; 



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24 änu t^ arvf rödasi jihätAm 
änu dyukshö viru^a fndrasakhft 
änu vffve marüto j6 sah&o 
i*ayä^ syama dharü^am dhiyädhyai 

25 tän na (ndro vänmo mitiö agnfr 
äpa öshadhfr yanlno joshanta 
färmant syama marütam up&sthe 
ytlyäm pata svastfbliiV säda nah. 

Dagegen im Worttext: 

24 änu tat nrvf fti rödasi (ti jihätäm 
&nu dyuksbä^ yära^ati fndra-sakha 
änu vf9Ye marütal^ y6 sahäsa^ 
rayä^ syama dharü^am dhiyädhyai 

26 tat na^ Indra^ virnQaljL miträ^ agnfh 
äpal^L öshadhl^ vaninah jushanta 
(ärman syama marütAm npä-sthe 
yüyiip pata svastf-bhih säda nal^. 

Wie die Yergleichong der beiden Recensionen lehrt bietet der 
Saipbitatext die Wörter in der Form, welche sie gemäss den aas der 
Sanskritgrammatik bekannten Sandhiregeln im Zusammenhange der 
Bede haben, dagegen der Padatext in der Gestalt, welche sie in pausa 
zeigen. Ferner zeigt der Padatext durch ein Trennungszeichen an, wie 
ein CSompositum aufzulösen ist: fndra-sakhü, upä-sthe, (und sogar 
svasti-bhis, denn seltsamer Weise werden einige Suffixe in dieser 
Beziehung wie selbständige Wörter behandelt). Endlich deutet der 
Padatext durch das Wörtchen Iti darauf hin, dass urvi und rodasf als 
Duale au&u&ssen sein. Der Padatext setzt also den Samhitatext vor- 
aus, und ist als die erste exegetische Arbeit zu betrachten, die uns, 
im Ganzen genonmien, entschieden Bespect abnöthigt, aber natfirUch 
nicht in Allem das Richtige getroffen hat Wir haben nähere Auf- 
klärung über die zwei Teitformen (im speciellen bei der Taittirlya- 
Schule) von A. Weber zu ei-warten, ich beschränke mich daher hier 
auf folgende Bemerkung: 

Wir modernen Philologen haben in der Begel weder von dem 
einen noch von dem andern Text zu lernen, welches die richtige Gestalt 
ein.e8 Wortes sei, sondern von der Sprachvergleichung. Diese lehrt 
uns dass wir nicht väi-uno und nicht värn^ah sondern värunas als 
Grundform anzusehen haben, demgemäss habe ich natürlich auch als 
Endung der ersten Plm-alis mas und nicht mab aufgeführt. Aber in 
manchen Fällen lässt uns die Sprachvergleichung im Stich, namentlich 



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10 

bei einigen Fragen der Quantität. Der Samhitatext zeigt oft einen 
langen Yocal, wo der Pada einen kurzen hat, namentlich in der Bedu- 
plicationssilbe , vor dem ableitenden ya der Denominativa, und im Aus- 
laut von Partikeln und Verbalformen. Ich werde gelegentlich diese 
Erscheinungen zu berühren haben, hier sei nur in der Kürze des Aus- 
lautes von Verbalformen gedacht Es finden sich öfter lang geschrie- 
ben alle auslautenden a bei den Endungen ma, sva, ta etc., im Activ 
und Medium; femer das dhi des Imperativs^ aber nicht mi si ti tu. 
Mir ist der Grund der ganzen Erscheinung ebenso undeutlich, wie der 
Grund der Beschränkung. Ich muss es daher unentschieden lassen, ob 
man (wie Kuhn thut) in der Länge eine ältere Form der Spi-ache, oder, 
was auch möglich wäre, eine willkürliche Schreibung zu erkennen hat, 
die den Diaskeuasten durch ihre Ansicht von dem Metrum eingegeben 
wurde, oder endlich ob einige Fälle der Dehnung eine sprachliche 
Berechtigung haben, und die anderen diesen nachgebildet sind, was 
uns bei der Beduplication als möglich erscheinen wiid. 

Mit der Besprechung des Padapä^ha haben wir schon die üeber- 
sicht über die Hülfsmittel zum Studium des ßigveda eröffnet. An 
Ausgaben besitzen wir eine noch unfertige von Max Mueller in Ori- 
ginaltypen gedinickt, den Samhita- und Padatext und den Conmientai* 
von Sayana enthaltend, und eine vollständige von Aufrecht im 6*~ 
und 7*" Bande von Wbbeb's Ind. Stud., die in lateinischem Gewände 
den Samhitatext und Auszüge aus dem Padatext dai'bietei An einhei- 
mischen Mitteln zum Yerständniss des Veda ist kein Mangel, nament- 
lich nenne ich ein Lehrbuch der Phonetik, das Pi-ätifäkhya des Bigveda, 
zuletzt herausgegeben von May Mueller, Leipzig 1869, und die älteste 
exegetische Schrift das sog. Nirukta von Taska, herausgegeben und mit 
höchst werthvollen Anmerkungen versehen von Koth, Göttingen 1862. 
Viel hat der Commentar Sayana's, der in Max Mueller's Ausgabe 
abgedmckt ist, von sich reden gemacht. Es hat Gelehrte gegeben, 
welche der Ansicht waren, dass diese im 14*^ Jahrhundert nach Chr. 
entstandene Arbeit die echte seit Entstehung der Hymnen in Indien 
getreulich fortgepflanzte traditionelle Erklärung in sich gesanmielt habe, 
und dass ihr desshalb eine Autorität zukomme, gegen welche die 
moderne Kritik nichts vermag. Diese Ansicht hat jetzt nm- noch histo- 
rischen Werth. Sayana benutzte, wie wir jetzt wissen, eine solche 
Tradition nicht, aus dem Grunde weil sie nie existirt hat, er hat viel- 
mehr gesammelt, was ältere und neuere Philologen Weisheit in Indien 
zur Erklärung des Veda beizubringen wusste. Was von diesen indi- 
schen Philologen, ihrer Methode und ihrer Anschauung des Alterthums 
zu halten sei, ist in schlagender Kürze in der Vorrede zum ersten 



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11 

Bande des BoEHTUNGK-BoTH'schen Wörterbuches dargethan. „Wir 
glauben/' so lautet der Schluss dieser Auseinandersetzung^ „also nicht, 
dass Sayana besser als jeder europäische Erklärer die Ausdrücke des 
Veda verstanden habe, dass wir also weiter nichts zu thun hätten^ als 
ihm nachzureden; sondern wir glauben, dass ein gewissenhafter euro- 
päischer Erklärer den Yeda weit richtiger und besser verstehen könne 
als Satana; wir halten es nidit f&r die nächste Aufgabe, dasjenige 
Verständniss des Veda zu erreichen, welches vor etlichen Jahrhunder- 
ten in Indien gangbar war, sondern suchen den Sinn, welchen die 
Dichter selbst in ihre Lieder und Sprüche gelegt haben. Wir meinen 
demnach, dass Sayana's und der anderen Commentatoren Schriften nicht 
eine Sichtschnur des Erkläre», sondern nur eines der Hülfsmittel seien, 
deren sich dieser fQr die Lösung seiner allerdings schwierigen, nicht 
auf den ersten Anlauf und nicht von einem Einzigen zu lösenden Auf- 
gabe zu bedienen habe/' Nähere Auskunft über alle hiermit zusam- 
menhängenden Fragen findet man bei Whitney Oriental and linguistic 
Studios, New York 1873 p. 100 ff. 

Unter den modernen Arbeiten zur Aufhellung dos Veda ninunt 
bei weitem den ersten Rang ein das grosse Wöiiierbuch von Boehtlingk 
und EoTH, welches zugleich die unzerstörbare Grundlage der Sanskrit- 
philologie ist, und ein Hülfsmittel von unschätzbarem Wei-the für die 
vergleichende Sprachforschung. Es ist nicht meine Aufgabe, eine 
Würdigung dieses Werkes zu versuchen, doch gestatte ich mir einige 
Worte über den RoTH'schen AntheiL 

Die Arbeiten Both's dürfen dem Besten an die Seite gestellt wer- 
den, was die neuere Philologie geleistet hat Sein feines Verständniss 
fQi* den Sinn und Geist des Alterthums, sein kritischer Schaifsinn, und 
seine Divinationsgabe in der Aufspürung der Wortbedeutungen haben 
die Erklärung des Veda mehr gefördert, als die Arbeiten aller übrigen 
Mitarbeiter auf diesem Gebiete. Er hat einen breiten und tiefen Grund 
gel^t, auf dem die Nachfolger weiter bauen können. Berichtigungen 
seiner Aufstellungen wii-d man theils auf demselben Wege suchen müssen, 
den er betreten hat (wie dies gelegentlich z. B. von Aufeecht geschehen 
ist), theils durch entschiedenere Herbeiziehung der vergleichenden Spi-ach- 
forschung. Roth verfahrt bei Aufstellung der Bedeutungen durchweg 
nach der nothwendigen philologischen Weise, dass alle nach Laut und 
Sinn verwandten Stellen confrontirt und befragt werden, und jeder 
besonnene Forscher wird ihm darin beistimmen, dass es keinen anderen 
Weg giebt, um zu ermitteln, welches die Bedeutung der Wörter in 
gewissen uns gegebenen Texten sei, aber nachdem diese Arbeit gethan 
ist, muss eine linguistische Revision vorgenommen werden, deren Auf- 



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12 

gäbe es ist, die JB^den zu suchen, welche die indischen Wörter mit 
den indogeimanischen verknüpfen. Die philologische Arbeit hat 
den Grebrauch des Woi-tes zu ermitteln, in vielen Fällen ist innerhalb 
des Gebrauchskreises die Grundbedeutung gegeben, oder zu finden, 
aber es bleiben noch genug Wörter übrig, deren Urbedeutung sich nur 
erschliesst, wenn man sie mit den Mitteln der Philologie und Linguistik 
zugleich befragt Aehnlich wie mit der Etymologie steht es mit der 
Granmiatik einer Einzelsprache. Auch der vedischen Grammatik muss 
die Betrachtungsweise der vergleichenden Sprachforschung in höherem 
Maasse zu Gute kommen, als bis jetzt geschehen ist 

Nach diesen Sichtungen hin Uegt ein wesentliches Verdienst des 
Wöi-terbuches zum Eigveda von Grassmann, von dem mir bis jetzt 
zwei Liefei-ungen vorliegen. Zugleich ergänzt es die Stellenangaben, 
welche bei Roth nicht vollständig sind. Natürlich hat auch Grass- 
mann's Wörterbuch noch Lücken, man darf aber annehmen, dass die 
Gitatenmasse wirklich vollständig zusammen sein wird, wenn ausser 
Grassmann's Werk auch der Index, den Max Mu£Ller seiner Ausgabe 
beifugt (von dem jetzt die Hälfte erschienen ist), vollendet sein wird. 
Dieser Index ist nach einem äusserUchen Frincip angelegt. Er ist 
nicht nach Worten, sondern so zu sagen, nach Buchstabencomplexen 
geordnet Im Veda nämlich giebt es recht viele Formen von ganz 
gleicher Gestalt, aber verschiedener Bedeutung. Sie alle sind bei Max 
MüELLER stets nur unter einer Rubrik aufgezählt Diese Formen gehö- 
ren entweder demselben Verbum an, wie z. B. ahan 2** und 3** sein 
kann, ebenso a9Jäs und manche andere^ oder sie gehören verschiede- 
nen Verben an, die aber foimell zusammenfallen. Ich führe dafQr 
einige Belege an , die im RV. wirklich vorkommen. Von pa trinken 
und pa schützen kommen p2d)f pätäm pätä päthä pät, von ga schenken 
und ga schärfen 9i9ämi ^i(}i\i 9i9ltäm, von jar sich nähern und jar 
knistern järante und järasva, von par füllen und par retten pipaiü 
und pip^itäm, von vap scheeren und vap hinstreuen väpanti und väpate, 
von nag verderben und nag erreichen nä9anti nä9an nä9anta, von vor 
wählen und vor bedecken värante und ävfita, von dhav laufen und 
dhäv waschen dh&vati dhävata, von vas hell werden und va$ anziehen 
äväsayat, von vas anziehen und vas wohnen väsäyämasi^ das Passiv 
udyäte gehört zu ud quellen und vad sprechen, dasPerfect mimäya zu 
mi bauen und mi mindern, äsa zu as sein und as werfen, ä9a zu ag 
erreichen und ag essen, ücish6 zu uc gewohnt sein und vac sprechen. 
Natürlich giebt diese Liste wirklich zusammenfallender Formen, die 
nicht unerheblich vermehrt werden kann, noch entfernt keinen BegriJBf 
von der Menge von Formen, die formell genommen mehrern Verben 



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13 

angehören können. Dass z. B. von dhav waschen und lanfen im BY. 
nur die zwei Formen dhävati und dhäyata zusammenfallen ist reiner 
Zn&ll, alle Qbrigen Formen des Präsensstammes können formell genom- 
men zu beiden Yerben gehören. Man denke ferner an die Wurzeln da 
dha ma vor t^os u. s. w. Solche Doppelformen nun sind bei Mueller 
seinem Prindp gemäss als gleich behandelt, es giebt bei ihm nur 
ein pähf etc. Ja sogar die Präposition äva ist von dem betonten 
Imperativ äva nicht geschieden. Die praktischen Gründe, die Max 
Mueller zu einem solchen Yerfahren bestimmt haben, smd wohl 
erkennbar, aber nach meinem Urtheil nicht durchschlagend. Etwai- 
gen Irrthfimem hätte durch Yerweisungen die Spitze abgebrochen 
werden können. 

Diese beiden Arbeiten nun von Orassmann und Mueller, welche 
erst zu erscheinen begonnen haben, nachdem ich mit meinen Sammlun- 
gen fertig und in der Ausarbeitung weit vorgeschritten war, haben 
mich zu einer Aenderung des Planes bestimmt Ich hatte ursprünglich 
den einzelnen Formen alle Stellen hinzugefügt, an denen sie vorkom- 
men, habe diese aber dann fortgelassen, weil sie bei Grassmann und 
Mueller leicht zu finden sein werden. Citate sind nur noch beibehal- 
ten, wo die Form entweder an sich ein besonderes Interesse bean- 
sprucht, oder ich es für angemessen hielt, den Leser zur Prüftmg mei- 
ner Erklärung aufzufordern. 

Eine vollständige wissenschaftliche üebersetzung des Bigveda 
existii't nicht, dagegen eine stattliche Seihe von Beiträgen von Benfey, 

BOLLENSEN, EUHN, MUELLER, MUIR, BOTH, WeBER U. a. 

Yon grammatischen Arbeiten konmien besonders die BENFEv'schen 
in Betracht Seine vollständige Grammatik der Sanskiitsprache, ein 
Werk ausserordentlichen Fleisses, enthält eine für die damalige Zeit 
(1852) stattliche Sammlung vedischer Formen, aber die damals ausge- 
sprochenen Behauptungen dürfen nicht mehr als der con-ecte Ausdruck 
der jetzigen Meinung Benfey^s gelten. In neuerer Zeit sind eine Beihe 
von Arbeiten Benfey's in den Abhandlungen und Nachrichten der 
KönigL Gesellschaften der Wissenschaften zu Göttingen und in seiner 
eingegangenen Zeitschrift Orient und Occident erschienen, welche die 
vedische Grammatik behandeln. Sie werden sich im Folgenden gegebe- 
nen Falles citirt finden, mich mit ihnen Punkt fQr Punkt auseinandei*zu- 
setzen habe ich unterlassen , weil eine grosse Aibeit Benfet's über die 
Yedagrammatik zu ei*warten steht, in der man dann eine authentische 
Zusammenstellung seiner Ansichten vor sich haben wird. 

Neben Benfet ist noch LuDviaa zu nennen mit zwei hierher gehö- 
ligen Schriften, nämlich der Infinitiv im Veda, Prag 1871 und Aggluti- 



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14 

nation oder Adaptation , eine sprachwissenschaftliche Streitfrage , Prag 
1873. Ich habe mich über diese beiden Schriften ansfthrlich ausge- 
sprochen in Euhn's Zeitschrift 20, 212 und 21, 381 , und glaube dort 
nachgewiesen zu haben, dass zwar die Materialsammlung, die LuDWia 
darbietet, sehr schätzbar, aber die Literpretation des Yeda ebenso wie 
seine Ansicht von der Entwickelung des indogermanischen Formenbau's 
entschieden zu verwerfen ist. Wo ich also in dieser Arbeit Lübwjq 
erwähne soll inmier nur sein Material, nie seine Ansicht darüber her- 
beigezogen werden. 



ZWEITES CAPITEL 

Uebersicht über das Yerbam. 

Nachdem in dem bisher Erörterten die Quellen und Eülfsmittel 
für diese Arbeit beschrieben worden sind, will ich jetzt versuchen, 
einen Gesammtüberblick über das altindische Verbum zu geben. 

Jeder der eins der folgenden Capitel auch nur flüchtig beh-achtet, 
muss meiner Ansicht nach durch die Masse der Formen in Erstaunen 
gesetzt werden. Von dieser gilt es zunächst sich eine Vorstellung zu 
machen. Der Weg der directen Zählung der vorhandenen Formen 
führt dabei nicht zum Ziele. Wenn ich weiss, dass im Sigveda von 
dem Verbum har „machen" etwa 110 verschiedene Formen des verbum 
finitum und etwa 50 des verbum infinitum vorkommen, so gebe ich 
damit nur so zu sagen das Produkt an aus der Flexions^igkeit des 
Verbums und den dm-ch den Inhalt eines bestimmten Werkes gebote- 
nen Gelegenheiten, sich dieser Flexionsfähigkeit zu bedienen. Wenn 
ich die Flexion des Verbums im Ganzen überblicken will, so muss ich 
vielmehr fragen: Wie viel Formen sind von einem Verbum zu bilden, 
vorausgesetzt dass dem Sprechenden bei diesem Verbum die Gelegenheit 
geboten wird, es in allen möglichen Situationen anzuwenden. Das ist 
auch der Gesichtspunkt, von dem aus Cürtiüs eine Berechnung fttr 
das Griechische angestellt hat Da, wie sich zeigen wird, das Verbal- 
system des Indischen nicht so fest abgegränzt ist, wie das Griechische, 
so kann ich ein so glattes Besultat wie Gubtius nicht erreicben. Doch 
will ich an einem Verbum, dem eben erwähnten Jcar eine Vorstellung 
davon zu geben suchen, wie enorm die Formenfülle der alten Sprache 
gewesen ist. Jcar bildet sein Präsens auf vierfache Weise, nämlicb 
kärti k^rati kpnöti karötl ^ Den Bedeutungsunterschied zwischen diesen 

1) karöti ist nicht aus kpnöti hervorgegangen, vgl'. § 173. 

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— 15 

Bildungen können wir nicht mehr in der Sprache anfßnden, er ist aber 
ohne Zweifel vorhanden gewesen. Ans jedem Präsensstamm wird ein 
Indicativ des Präsens und Imperfectums , ein Conjnnctiv und ein Opta- 
tiv gebildet, zu je 9 Personen, und ein Imperativ zu je 6 Perso- 
nen, alle sowohl im Activum als im Medium. Das macht 336 
Formen des verbum finitum im Präsensstanmie allein von Tca/r. Zu 
dem Präsensstamm kommt der des Peifectums, des Aorists mit s,^ 
des Futurums mit s, der Optativ mit s (Precativ). Perfectum, Aorist 
und Futurum sind lange nicht so zahlreich vertreten wie das Prä- 
sens, aber es liegen vom Perfectstamm neben dem Indicativ des 
Perfectums auch ein Indicativ des Augmenttempus (sog. Plusquamper- 
fectum), es liegen mehrere Conjunctive und Optative, ein sicheres Bei- 
spiel des Imperativs vor, beim Aorist ist der Coqjunctiv ganz geläufig, 
der Imperativ belegt, beim Futurum ist kein Optativ, aber ein Gon- 
junctiv vorhanden« Weil aber alle genannten Bildungen mit Ausnahme 
des Conjnnctiv vom S- Aorist nur sporadisch auftreten, so hört hier 
freilich die Möglichkeit des Zahlengebrauches auf. Dazu kommt femer 
das Causativum, Desiderativum, Intensivum, das von sehr vielen Ver- 
ben belegt ist. Soweit das verbum finitum. Dazu die Menge der 
Yerbalnomina, von kar allein im Bigveda 14 Participialstämme und 
Infinitive, nämlich kränt- kpnvänt- krinvänä- kärikrat- kriyämäi^a- 
cakyivÄns- cakränä- karishyät- kritä- kärtva- kritvt kfftya kärtavo 
kärtos. Wollte man alle Declinationsformen dieser Nomina zusanmien- 
rechnen, so entstände eine enorm grosse Zahl möglicher Yerbalformen. 
Auch ohne dass ein Aussprechen in Zahlen nöthig ist, wird der Leser 
einen Begriff bekommen haben von der reichen Fülle einer üppigen Ver- 
bal Vegetation, einer Fülle, die selbst vom Griechischen nicht erreicht 
wird« 

Dass nun diese Massen nicht auf einen Schlag geschaffen sind, dass 
in dem indogermanischen Verbalsystem vielmehr die Arbeit von Jahr- 
tausenden steckt, darüber sind ¥rir jetzt wohl alle einig, besondei-s 
nachdem Gubttus begonnen hat, den Gedanken einer chronologischen 
Sprachbetrachtung so wirkungsvoll auch in das Detail der Untersuchung 
einzuführen. 

Ich will in dieser Schrift, welche dem Sanskrit speciell gewidmet 
ist, möglichst wenig auf deraridge nur von dem höchsten Punkte aus 
zu überschauende Fragen eingehen, kann es aber nicht venneiden, 
wenigstens bei einem wichtigen Punkte in die Vorzeit unserer Sprachen 



1) Den Aorist ohne s zahle ich aus gleich anzuführenden Gründen nicht mit. 

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16 

zurückzugreifen, um von ihr ein Verstftndniss fBr die Gesammt- Auf- 
fassung und Anordnung des altindischen Yerbums zu gewinnen. 

Ich knüpfe an eine Schwierigkeit an, die der Vertheilung der Ver- 
balformen unter die Tempusstämme entgegensteht Formen wie bödhati 
yuniti yun&kti dhäyati änaisham bhävishyati u. a. lassen sich mit völ- 
liger Sicherheit unter das Präsens, den Aorist, das Futurum subsumi- 
ren, weil jede Form ein Zeichen an sich hat, das nur einem Tempus 
und keinem andern zukommt. So ist es aber nicht bei allen Yerbal- 
formen des Altindischen, es giebt vielmehr solche, bei denen es nicht 
entschieden werden kann, ob sie dem Präsensstamme oder dem Aorist 
(ohne s) angehören, und wieder andere, aufweiche das Präsens, das 
Perfectum und der rednplicirte Aoiist gleiche Ansprüche erheben. 
Diese herrenlosen Schaaren vertheilen sich auf die drei in Cap. 6 (ein- 
fache Wurzel), Cap. 7 (verdoppelte Wurzel), Cap. 8 (Wurzel mit a) 
behandelten Formen, sie gehören also, wenn ein Beispiel gewählt wer- 
den soll, den Stammformen bhar, bibhar und bhara an. Indem ich 
hinsichtlich des Details auf die genannten Capitel verweise, will ich 
hier nur so viel Belege beibringen, als ich f&r nöthig halte, um die 
geschichtliche 'VHchtigkeit dieser Thatsachen zu verstehen. 

1) Einfache Wurzel: Man betrachtet im klassischen Sanskrit 
mit Recht äpät als Aorist zu dem Präsens pfbati er trinkt Nun giebt 
es aber im Yeda bei diesem Yerbum mehrere Arten das Präsens zu 
bilden, nämlich ausser pfbati noch päti. Es verhält sich also äpät zu 
päti genau so wie äpibat zu pfbatL Welches Recht haben wir danach 
noch äpät einen Aorist und nicht vielmehr ein Imperfectum wie äpibat 
zu nennen? Eben so ist es bei ziemlich vielen Verben, wie denn kärti 
neben kp^öti, bhärti neben bfbharti, gänti neben gämati und gächati 
steht u. a. m. Wir fassen diese Thatsachen folgeüdermaassen zusam- 
men: Eine aus einer ein&chen Wurzel gebildete augmentii*te Form 
nennen wir dann Aorist, wenn neben ihr kein Präsens aus der ein- 
fechen Wurzel existirt Die Benennung Aorist oder Imperfectum richtet 
sich also nicht nach der etymologischen Beschaffenheit der Form, son- 
dern nach der Stellung der Form im System der Gesammtheit der Yer- 
balformen. 

2) Die verdoppelte Wurzel: In dem siebenten Capitel befindet 
sich ein Abschnitt, welcher die Formen enthält, welche ich nicht mit 
Sicherheit einem Tempus zuweisen kann. Ich will hier, so wichtig 
mir auch gerade diese Formen scheinen, dennoch von ihnen absehen, 
weil es ja immerhin möglich ist, dass ich bei manchen Formen das 
Merkmal, welches sie einem bestimmten Tempus zuweist, übersehen 
habe. Ich werde mich also an dieser Stelle, um die Sicherheit der 



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^ 17 

BeweisfUmmg nicht zu gefährden, auf die Betrachtang derjenigen 
rednplidrten Formen beschränken , welche im Gap. 7 einer bestünmten 
Formation zugewiesen sind, das sind 1) Präsentia, 2) Aoriste, 3) Per- 
fecta, 4)Intensiya. Von diesen letzteren freilich ist zweifelhaft, ob sie 
einer m*alten Bildungsweise angehören. Es ist also gerathener, auch 
von ihnen einstweilen abzusehen, doch würde ihre Einordnung neben 
dem Perfectum keine Schwierigkeiten bereiten. Somit bleiben als alte 
durch die Beduplication gekennzeichnete Formen das Präsens, der redu- 
plidrte Aorist und das Perfectum fibrig. Ich glaube es nun wahr- 
scheinlich machen zu können, dass diese drei Bildungen nur Spaltungen 
eines älteren Yerbalstanmies sind. 

Was zuerst die sogenannten reduplicirten Aoriste betrifit, so wer- 
den einige von ihnen richtiger als Augmenttempora vom Perfectstamme 
bezeichnei In der classischen Grammatik gilt z. B. die erzählende Form 
acacaksham von caksh als Aorist Es ist aber in der That ein Augment- 
tempus vom Perfectstamm. Denn welcher Grund kann angeführt werden, 
der uns veranlassen sollte, acacaksham von cacaksha zu trennen, zu 
dem es genau so gehört wie ejticpuKov zu Ttiqnnux? Die Ursache, warum 
man dies nicht längst erkannt hat, liegt in der Bedeutungsverschiebung, 
die das Perfect er&hren hat Von einem historischen Tempus, wie das 
spätere Perfectum ist^ kann man nicht ein anderes bilden, das ganz 
denselben Sinn hat, wohl aber von dem Stamme eines tempus prae- 
sens, wie das alte Perfectum es war, und im Yeda zum Theil noch 
ist (vgl meinen Vortrag auf der Philologenversanmdung zu Leipzig). 
Man darf dies Augmenttempus natfirlich nicht in dem lateinischen Sinne 
Plusquamperfectum nennen, so dass es die Vorvergangenheit bedeute, 
sondern in dem Sinne, wie das sog. Plusquamperfect des älteren Grie- 
chisch. Eine zweite Gruppe der reduplicirten Aoriste ist dem Präsens- 
stamme entsprossen. Ich werde Gap. 7 zeigen, dass das lange i der 
sog. causativen Aoriste, wie apipatat von pai ursprünglich kurz war, 
und sich dann unter bestimmten Bedingungen verlängerte. In der That 
steht noch didhptä neben ädidhar und adidharat von dhar. Nun ist 
aber didhntä in nichts von pipvitä verschieden, das zu dem Präsens 
plparti gehört ^ Somit verfliesst, historisch betrachtet, der reduplicirte 
Aorist (wie dies § 143 noch näher ausgeführt ist) einerseits mit dem 
Perfectum, andererseits mit dem Präsens, und es bleiben nur noch 
diese beiden Tempora auf dem Platze. Es fragt sich nun weiter, ob 



1) Dieselbe Anrieht ist schon langst von Benfet ausgesprochen vgl Orient u. 
Occ 8, 286. 

Delbriickp altlndisehet Verbom. 2 



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18 

thräsens und Perfectam von Anfang an verschieden gewesen sind. Ich 
glaube y dassman auch diese Frage mit Nein beantworten muss. Eine 
Bedeutongsdifferenz war schwerlich im Anfang vorhanden, da ja auch 
das Perfectum ein Tempus der Nichtvergangenheit war. Die formellen 
Unterschiede aber scheinen sich erst mit der Zeit herausgebildet zu 
haben. Sie haben ihren Hauptsitz in dem Seduplicationsvocal der a- 
Wurzeln und in den Fersonalendungen. 

Mit dem Beduplicationsvocal der a- Wurzeln verhält es sich höchst 
wahrscheinlich folgendermassen: Im Anfang reduplicirten alle a- Wur- 
zeln durch a, dann fing man an, im Präsens das a durch i zu ersetzen, 
im Sanskrit und Zend hat sich nun bei vielen Verben im Präsens noch 
das a gehalten, während im Griechischen die formelle Scheidung zwi- 
schen der Beduplicationssilbe des Präsens und des Perfectums vollendet 
ist. Was zweitens die Personalendungen betrifft , so liegt die Identität 
der Endungen des Präsens und des Perfectums im Medium auf der 
Hand, nur die 3. pL lautet verschieden (denn e, nicht te, in der 3. 
sing, zeigt sich bisweilen auch im Präsens). Auf eine Erklärung der 
abweichenden Endungen des Perfectums im Activ glaube ich allerdings 
verzichten zu müssen, aber es bleibt doch — was ja auch die allge- 
meine Annahme ist — sehr wahrscheinlich, dass auch sie auf dieselbe 
Qrundform, wie die des Präsens zurückgehen. 

Hiermit dürfte erwiesen sein, dass es eine Zeit gab, wo nicht 
mehr als ein reduplicirender Yerbalstamm vorhanden war. 

3) Einfacher wieder liegt die Sache bei den Bildungen, flir die man 
die Formel y+a anwenden kann. Da in der classischen Sprache gam 
das Präsens gächati hat, so ist ägamat Aorist, da aber im Yeda das 
Präsens gämati vorhanden ist (neben gächati), so kann nun ägamat als 
Imperfectum zu gämati betrachtet werden. Das nämliche gilt von 
äsadat u. a. mehr. 

Wir haben also die Einsicht gewonnen, dass ursprünglich nur 
ein Stanmi aus der einfachen Wurzel, nur einer aus der reduplicirten 
Wurzel, nur einer aus der Wurzel +a gebildet wurde, und dass aus 
dem Schooss dieser einfachen Stämme später verschiedene Tempora her- 
vorgingen. 

Den Grund dieser Vorgänge kann uns natürlich nur ein Blick in 
die Geschichte der Bedeutung enthüllen. 

Es ist freilich ausserordentlich schwer, über die Bedeutung der 
Yerbalformen in der grauesten Vorzeit sich ein Urtbeil zu bilden. Es 
scheint mir aber doch, wenn man den Gebrauch namentlich des Grie- 
chischen und Slavischen miterwägt, als sehr wahi-scheinlich angenom- 



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19 

men werden m können, dass bharti die momentane anf einen Schlag 
vollzogene Handlung bedeutet habe, also etwa „er ergreift, nimmt" 
bibharti (oder indogerm. bhabharti), die gesteigerte Handlung, also etwa 
„er hält fest,*" und bharati die dauernde Handlung, also „er trägt.'' 
Am besten kann man sich, wie angedeutet, derartige Unterscheidungen 
an den slavischen Sprachen verdeutlichen. Wenn nun diese Ansicht 
die richtige ist, woran schwerlich gezweifelt werden kann, so lag in 
den Stämmen des primitiven Yerbums nicht das Zeitverhältniss der 
Handlung zu dem Bedenden (die Zeit stufe), sondern eine eigenthüm- 
liche Weise der Hervorbringung ausgedrückt, die Art der Handlung, 
wie ich mich am liebsten ausdrücken möchte (Gubttos sagt für densel- 
ben Begriff Zeitart). Der Anfang zur Bezeichnung der Zeitstufe geschsih 
durch ein dem Stsunme vortretendes a, das sogenannte Augment, das 
ich mit CuRTius zu den allerprimitivsten Errungenschaften zähle. Durch 
das Aufkommen des Augments schieden sich die drei Stämme des pri- 
mitiven Verbums in je zwei Zeiten, von denen die eine die Handlung 
in die Vergangenheit, die andre die Handlung in die Gegenwart und 
Zukunft versetzte. Die Art der Handlung wurde in beiden gleich- 
massig bezeichnet^ so dass zu den drei Aeusserungen: er ergreift^ er 
hält fest, er trägt, noch die drei lunzukommen: er ergriff, er hielt fest, 
er trug. 

In dem Umstand nun, dass in dem Tempus der Vergangen- 
heit sowohl die Art der Handlung als die Zeitstufe bezeichnet wurde, 
lag, wie ich meine, der fruchtbarste Keim zur weiteren Ausbil- 
dung des Tempussystems. Man bedarf zur Bequemlichkeit des 
Erzählens eine Form, welche nur die Zeitstufe ausdrückt, und sich 
auf die nähere Beschreibung der Modalitäten des Vollzuges nicht 
einlässt. Ein solches Tempus schufen sich die Indogermanen in dem 
Aorist mit s. 

Dieses Tempus nun übte auf das bisher vorhandene Verbum einen 
treibenden und zugleich zersetzenden Einfluss aus. Erst im Gegensatz zu 
dem Aorist mit s nämlich wurden die bisher allein existirenden Stämme 
zum Präsensstamm und von diesen Anfängen aus entwickelte sich das 
Tempussystem des Indogermanischen. 

Die genauere Durchführung der angedeuteten Ansicht behalte ich 
einem anderen Orte vor, hier habe ich nur feststellen wollen, dass 
wenn man sich von den Andeutungen, die der Verbalbau selbst giebt, 
leiten lässt, die drei genannten Stämme als der älteste Bestand- 
theil des indogermanischen Verbums erscheinen, der sich darum 
unter die erst später ausgebildeten Einzeltempora nicht völlig Unter- 
st 



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thräsens und Perfeciam von Anfang an verschieden gewesen sind. Ich 
glaube y dass man auch diese Frage mit Nein beantworten muss. Eine 
Bedeutongsdifferenz war schwerlich im Anfang vorhanden, da ja auch 
das Perfectum ein Tempus der Nichtvergangenheit war. Die formellen 
Unterschiede aber scheinen sich erst mit der Zeit herausgebildet zu 
haben. Sie haben ihren Hauptsitz in dem Seduplicationsvocal der a- 
Wurzeln und in den Personalendungen. 

Mit dem Beduplicationsvocal der a- Wurzeln verhält es sich höchst 
wahrscheinlich folgendermassen: Im Anfang redupUcirten alle a- Wur- 
zeln durch a, dann fing man an, im Präsens das a durch i zu ersetzen, 
im Sanskrit und Zend hat sich nun bei vielen Verben im Präsens noch 
das a gehalten, während im Griechischen die formelle Scheidung zwi- 
schen der Beduplicationssilbe des Präsens und des Perfectums vollendet 
ist. Was zweitens die Personalendungen betrifft, so liegt die Identität 
der Endungen des Präsens und des Perfectums im Medium auf der 
Hand, nur die 3. pL lautet verschieden (denn e, nicht te, in der 3. 
sing, zeigt sich bisweilen auch im Präsens). Auf eine Erklärung der 
abweichenden Endungen des Perfectums im Activ glaube ich allerdings 
verzichten zu müssen, aber es bleibt doch — was ja auch die allge- 
meine Annahme ist — sehr wahrscheinlich, dass auch sie auf dieselbe 
Qrundform, wie die des Präsens zurückgehen. 

Hiermit dürfte erwiesen sein, dass es eine Zeit gab, wo nicht 
mehr als ein reduplicirender Verbalstamm vorhanden war. 

3) Einfacher wieder liegt die Sache bei den Bildungen, f&r die man 
die Formel y+a anwenden kann. Da in der classischen Sprache gam 
das Präsens gächati hat, so ist ägamat Aorist, da aber im Yeda das 
Präsens gämati vorhanden ist (neben gächati), so kann nun ägamat als 
Imperfectum zu gämati betrachtet werden. Das nämliche gilt von 
äsadat u. a. mehr. 

Wir haben also die Einsicht gewonnen, dass ursprünglich nur 
ein Stamm aus der einfachen Wurzel, nur einer aus der reduplicirten 
Wurzel, nur einer aus der Wurzel +a gebildet wurde, und dass aus 
dem Schooss dieser einfachen Stämme später verschiedene Tempora her- 
vorgingen. 

Den Grund dieser Vorgänge kann uns natürlich nur ein Blick in 
die Geschichte der Bedeutung enthüllen. 

Es ist freilich ausserordentlich schwer, über die Bedeutung der 
Verbalformen in der grauesten Vorzeit sich ein Urtbeil zu bilden. Es 
scheint mir aber doch, wenn man den Gebrauch namentlich des Grie- 
chischen und Slavischen miterwägt, als sehr wahi-scheinlich angenom- 



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men werden m kennen, dass bharti die momentane anf einen Schliß 
vollzogene Handlung bedeutet habe, also etwa „er ergreift, nimmt" 
bibharti (oder indogerm. bhabharti), die gesteigerte Handlang, also etwa 
„er hält fest,*' und bharati die dauernde Handlung, also „er trägt*' 
Am besten kann man sich, wie angedeutet, derartige Unterscheidungen 
an den slavischen Sprachen yerdeutlichen. Wenn nun diese Ansicht 
die richtige ist, woran schwerlich gezweifelt werden kann, so lag in 
den Stämmen des primitiven Yerbums nicht das Zeitverhältniss der 
Handlung zu dem Bedenden (die Zeitstufe), sondern eine eigenthüm- 
liche Weise der Hervorbringung ausgedrückt, die Art der Handlung, 
wie ich mich am liebsten ausdrücken möchte (Gubtius sagt für densel- 
ben Begriff Zeitart). Der Anfang zur Bezeichnung der Zeitstufe geschah 
durch ein dem Stamme vortretendes a, das sogenannte Augment, das 
ich mit CuRTius zu den allerprimitivsten Errungenschaften zähle. Durch 
das Aufkommen des Augments schieden sich die drei Stämme des pri- 
mitiven Yerbums in je zwei Zeiten, von denen die eine die Handlung 
in die Vergangenheit, die andre die Handlung in die Gegenwart und 
Zukunft versetzte. Die Art der Handlung wurde in beiden gleich- 
massig bezeichnet^ so dass zu den drei Aeusserungen: er ergreift ^ er 
hält fest, er trägt, noch die drei hüizukommen: er ergriff, er hielt fest, 
er trug. 

In dem Umstand nun, dass in dem Tempus der Vergangen- 
heit sowohl die Art der Handlung als die Zeitstufe bezeichnet wurde, 
lag, wie ich meine, der fruchtbarste Keim zur weiteren Ausbil- 
dung des Tempussystems. Man bedarf zur Bequemlichkeit des 
Erzählens eine Form, welche nur die Zeitstufe ausdrückt, und sich 
auf die nähere Beschreibung der Modalitäten des Vollzuges nicht 
einlässt. Ein solches Tempus schufen sich die Indogermanen in dem 
Aorist mit s. 

Dieses Tempus nun übte auf das bisher vorhandene Verbum einen 
treibenden und zugleich zersetzenden Einfluss aus. Erst im Gegensatz zu 
dem Aorist mit s nämlich wurden die bisher allein existirenden Stämme 
zum Präsensstamm und von diesen Anfängen aus entwickelte sich das 
Tempussystem des Indogermanischen. 

Die genauere Durchfthrung der angedeuteten Ansicht behalte ich 
einem anderen Orte vor, hier habe ich nur feststellen wollen, dass 
wenn man sich von den Andeutungen, die der Verbalbau selbst giebt, 
leiten lässt, die drei genannten Stämme als der älteste Bestand- 
theil des indogermanischen Verbums erscheinen, der sich darum 
unter die erst später ausgebildeten Einzeltempora nicht völlig Unter- 
st 



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20 

briDgen lässt. Diesen ältesten Bestandtheil habe ich nnn auch in der 
folgenden Darstellung der Stämme vorausgeschickt. 

Im übrigen ist meine Anordnung des Yerbums nicht von histori- 
schen sondern von praktischen Gesichtspunkten geleitet, und bedarf, 
wie ich glaube, keiner weiteren Erläuterung. 



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DIE PERSONALENDÜNGEN 



UND 



DAS AUGMENT. 



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DUTTES CiPITEL 

Die Endungen erster Person. 

L 
Ble aetl?en Endungen. 

Es sind die folgenden: mi ni m vas ya masi mas ma. 

Die Endung mi herrscht durchweg in der ersten Person Singu- 
laris des Präsens und des Futurums im Indicatiy. 

Nach CuBTius Yerbum S. 40 if. scheint es, als ob im Indischen 
Spuren davon vorhanden wären, dass die Endung mi einst auch in der 
ersten sing, des Optativs vorhanden gewesen seL Ich muss Gurtius 
in dieser Beziehung entschieden widersprechen, üeber das vereinzelte 
epische gph^lyämi wäre, wenn es sicher überliefert wäre, genau das- 
selbe zu sagen, was Cubtius S. 68 sehr richtig über den vereinzelten 
homerischen Optativ TtaQacpd-altjtn bemerkt. Was nun femer die von 
Cubtius beigebrachten Optative mit Hauptendungen aus dem Päli betrifft, 
80 mangelt mir darüber das eigene Urtheil, doch darf ich mich auf Ebnst 
ZuHN berufen, der demnächst darthun wird, dass diese Optative ver- 
hältnissmässig junge Bildungen sind, deren Endung sich nach der des 
Indicativs gerichtet hat Es ist also im Indischen keine Spur davon 
vorhanden, dass der Optativ einst in der ersten Singularis eine andere 
Endung als m hatte. 

Auf die arische Sprach -Gruppe beschränkt ist die Conjunctiv- 
Endungni, der im Griechischen (Cubtius 39) /a gegenübersteht üeber 
das räthselhafke n weiss ich etwas Neues nicht beizubringen, dagegen 
glaube ich jetzt die § 6 angeführten Formen auf ä besser als bisher zu 
verstehen. Den ersten Grad der Abschwächung des ursprünglichen 
Ausgangs äni zeigt eine Form auf an im AY. 5^ 8, 7 in dem Verse: 
jath&nthp tp^ähäip jänam „damit ich diese Schaar zerschmettre.** Die 
Schreibung äip kommt auf Bechnung der Herausgeber, der Commen- 
tator zu AV. Präti9. 2, 11 hatte tfi^ahäfi (mit palatalem n) vor sich, 
und führte dieses mit Becht auf dentales n zurück. Es ist natürlich 
leicht, in tjii^aham oder tii^ahä zu ändern, aber es liegt kein Grund 



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24 

Yor^ an der Glenaidgkeit der üeberlieferong, welche dem Scholiasten 
das auflällige palatale n darbot, zu zweifeln« Eine Stufe weiter als 
bei an nun ging die Abschwächung bei a. Wir h&tten also die Reibe 
*Yahäni *valiän *vah5 anzunehmen. 

Die Endung m tritt nur dann unvermittelt an den Stamm, wenn 
dieser auf a oder & auslautet. In allen übrigen Fällen schiebt sich vor 
dem m ein a ein. Die Inder kennen den Wortausgang em überhaupt 
nicht, und om nur in dem sonderbaren Wörtchen om (über dessen 
Entstehung der Artikel bei Bß. zu vergleichen ist). Wo der Pormen- 
bau des Yerbums die Endung em oder om herbeifflhren würde, finden 
wir statt seiner eyam und avam, also bhareyam neben bhares, afravam 
neben a9ros. Bei den consonantisch auslautenden Stämmen entwickelt 
sich vor m ebenfalls ein a z. B. ahan-a-m aus '"ahanm. Vor s und 
t stellt sich ein derartiges a nicht ein, es entsteht also ein Kampf 
zwischen den beiden angrenzenden Gonsonanten, aus *ahans und 
*ahant wird ahan. Ein derartiger PaU liegt auch für die erste Per- 
son vor, nämlich vam aus *varm, worauf Ludwig Int 130 hinweist 
Dieses aus rein lautlichen Gründen vor m erscheinende a darf man 
nicht mit dem a des Conjunctivs verwechseln. Z. B. där9am ist eine 
indicativische Form ohne Augment, zu der die 2^ und 3^ Mi'äk lau- 
tet, aber där9as und där9at sind echte Oonjunctive mit dem a, welches 
das Zeichen des Conjunctivstammes ist 

Was endlich den Perfectausgang a betrifft, so stimme ich Cürtius 
Yerbum 35 ffl gegen Schleicheb vollkommen bei üeber die gele- 
gentlich auftretende Länge des ä habe ich mir, wie oben bemerkt 
worden ist, ein abschliessendes Urtheil nicht bilden können. Man ver- 
gleiche noch a in der 3*~ Person. 

So weit die Singularendungen. Yen den Dualendungen ist im BY. 
nur va im Conjunctiv und Optativ belegt, nicht die indicativische Form, 
welche nach dem übrigen Sanskrit zu schliessen (z. B. T. S. 2, 5, 2, 3) 
vas, nach der vereinzelten Zendform U9vahl vasi zum SufiSx haben 
müsste. Natüi*lich findet sich wenig Gelegenheit zum Gebrauch dieser 
Form. — Zu den Pluralendungen sei bemerkt, dass masi in 48 Prä- 
sensformen, mas in 20 Prädensformen und einer Futurform vorliegt 

§1 mL 

pämi yämi v9mi 6mi kshnaumi admi hanmi harmi va9mi äsmi 
dazu bravimi — dadämi dädhämi 9i9ämi (zu Iqa und 2Qa) jähämi pibämi 
vivakmi fyarmi jfgharmi bfbharmi juhömi — acämi arcämi avämi khä- 
nämi carämi jäjiämi dahämi patömi bhajämi bhärämi rapämi vädänü 
vähämi 9änsami sajämi sapämi svadämi harämi jEcämi räjämi 9ikshämi 



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26 

— tirami pficchftmi spjimi 8p{J9&mi Tphftmi ngämi suvSmi — codami 
jaySmi — stabhnftmi griqami giiblin^ jinimi minftmi pnnSmi dazu 
janami — ]i]^omi kpi^ömi hindmi 9]i9omi, dazu tanomi, bhinadmi ynn&jmi 
nugadhmi mimcämi fuinbhami vindimi sificSmi — nahySmi fsbyami — 
hT&yami— ichimi — janayami cbadayami Irayami südayami codayami — 
carkanni 4, 39, 2 (bei BK cakanni) dardarlini caka9imi jdbavlmi — 
didhishamL 

Fatanun: vakshyimi jesbyämi stavisbyämL 

§2 HL 

1. Im Indicati? eines Augmenttempus. Die Aoriste mit s sind 
von den fibrigen Angmenttemporibus abgesondert 

agam gam dam adham apam stham idam &khyam khyam äyam 
(von i) asam (Ictö) airam agrabham ahanam avedam (Ivid) abravam 
a9ravam där9am, aber vam von var 10, 28, 7. — aram kann zu dem 
Stamme ar oder ara gehören, welche beide vorkommen, ebenso steht 
es mit akaram karam und agamam gamam. 

adadam adadham tfsh^ham atush^avam acacaksham cakaram dketam 
9i9natham cnkmdham jljanam didharam aclkpsham, dazu asidam und 
avocam vocam. ^ 

ävam icaram ataksham taksham ataram anamam abharam yamam 
asanam sanam äsaram apinvam 9fksham adlyam — apiicham avidam 
vidam irujam ruhäm und wohl auch bhuvam — radham — anayam 
cyävam abhavam abhedam bhojam yojam arodham aroham — a9nam 
kshi^am und ajSnam — a9TOavam kri^avam sincam — &pa9yam avya- 
yam zu 3vya — ajanayam mahayam abhakshayam manhäyam arandha- 
yam randhayam vakshayam dhäräyam airayam irayam a9ravayam — 

a9aka9am dedi9am — aspfihayam. 

Aorist mit s. 

ayasam aviiksham äya&sam abharsham äsparsham aharsham ajai- 
sham stosham yesham akramisham ä9aö8isham 9äAsisham akanisham 
asanisham akarisham {2kar) ravisham ayasisham aki'amim vidhim. 

2. Im Optativ (nebst Precativ): yayam deyam dheyam iyam 9akyam 
{2(ah) djffim syäm yidhyäm vpjyam vidyäm — papricyam jagamyam 
vavptyÄm riricyäm ana9yäm, dazu voceyami — gameyam saneyam 
9iksheyam dri9eyam — sanuyäm — vyayeyam — vivaseyam dftseyam. 

bhüyasam. 



1) Die Sonderling in Angmenttempora vom Pr&sens- und Perfectstamme ist 
hier nicht vollzogen (vgl. oben S. 17 nnd nuten § 149). 



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26 

§ 3. Der Ausgang a (bisweflen & im Saqihitatext) im Peifectam. 

cakara jagrtbha jagama (7, 89, 3 dinita ist insiar.) tatapa papana 
Tarawa (SaqiL rJürai^) cakana jagara (Sgar) bibhaya (-a 8, 46, 36) 
mimaya (Um) dpraya 10, 43, 2 ciketa riröbha viTe^a jihija dudrdha 
^ujräva babhüva. 

Mit vocalischem Anlaut Ssa {las), ohne Bed. y^. 

§ 4 ni als 1"^ Person Imperai 
gftni bhny&ni br&yani Zur ein&chen Wurzel oder y+a können 
gerechnet werden k^lrOni gamftni — dadhani — carani pacSni bhajani 
yähflni r^jani — sjijäni — nÄyani — randhayani — janghänani dayi- 
fihfi^ (Bora liest deyishajfi) 10, 34, 6 stoshani 

§ 6. Der Ausgang a » ani. 
aya 4, 18, 2 braya 10, 39, 6 stäya 2, 11, 6. 10, 89, 1 didhaya 
3, 38, 1 nradha 10, 30, 1 noipksha 8, 63, 13 (BR) arca 5, 69, 1 kri^ya 
10, 96, 2 hinaya 10, 95, 13 yoca 1, 132, 1. 6, 59, 1 namasyä 2, 33, 8 (?) 
BoLLENSBN Z. D. M. ö. 22, 577 fthrt einige Formen mehr an, die aber 
ebenso gut als 2*^ sing, gefasst werden können. 

§ 6 ya als Endung des Oonjunctiys. 
hinaya pibaya cäraya y&naya 9änsaya ruhiya jäyaya a9nayaya k|i- 
9avaya rinacaya iräyaya jafighanaya, einige yielleicht unechte Conj. 

§ 7 ya als Endung des Optatiys. 
yfiheya yujyaya 8, 61, 11. 

§8 masL 
im&si stnmäsi U9mäsi zu yaf, (2, 31, 6 in der Form fmäsi) smäsi 
zu las — juhiQmäsi 9i9lmäsi bibhrimäsi dadmasi dadhm&si — ircamasi 
ärhamasi cäramasi janamasi taramasi bharamasi mädamasi yäjamasi 
yädamasi — tiramasi m^ifamasi spri9amasi — näyamasi jaj^imasi metha- 
masi bödhamasi — minimäsi junimäsi gri^imäsi — pä9yamasi haryamasi 
hyäy^nasi — gamayamasi mahayamasi ra^ayamasi marjayamasi yarta- 
j^bnasi yardhayamasi catayamasi na9ayamasi pärayamasi yatayamasi 
yasayamasi {Svas 9, 8, 6, sonst 3vas) syapayamasi cyävayamasi yeda- 
yamasi yopayamasi — yajayamasi. 

§ 9 mas. 
yamas hanmas smas anjmas dyishmäs kurmäs — juhumäs yiyish- 
mas dadhmas — madamas yadamas yäjamas 9an8amas — janimas — 
yardhäyamas — cyävayamas — yajäyJlmas namasyämas — nonumas — 
cikitsamas — Futurum yakshy^as {va^). 



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27 

§ 10 ma (Öfter ma) im Augmenttempns. 

I. In indicativischen Formen von einem Augmenttempos, mag 
nun das Augment vorhanden sein oder nicht 

ägSma gsm& d&ma (in ädama) dhftma äpSma ähvSma abhflma 
bhtbna ahema (von hi s. Mex) bhema homa äganma ganma ikarma 
karma atakshma daghma chedma. 

dadhSma jahsma apipema jaganma. Ifit a: tatänSma cnkradhsma 
atltpshSma rlramSma sishadhSma (sodh) ävocSma vocSma dazu die In- 
tensiyformen marmpjmä carkir&ma veTidftma (3v%d) didhima (§ 156). 

ärcama krämSma atakshama tAkshama bhajama mad&ma marsma 
mantiisma y&jama radl^teia vadama T&rdhama sadama asanama radhama 
rishama -r ividama — 

Die in conjnnctivischem Sinne gebrauchten Formen k&rama bhi- 
rama gamama yi^ama härama arama können als echte Gonj. von den 
Stammformen kor hhcir gam voq har ar, welche durch andere Ablei- 
tungen wie bharti etc. bezeugt sind, aber auch als unechte Gonj. von den 
ebenfalls bezeugten Stämmen Tcara bhara gama vaga hara ara gelten* 

bhävama 9reshama — &pa9yama — afchama — irayama dhara- 
^ma — 

In Indicativen von Aoristen mit s. &jaishma jeshma abhaishma 
agrabhishma 9rami8hma ätarishma und 8, 13, 21 atörima ampkshama 
{mofj). 

§ 11 ma (meist ma) im Perfectum. 

1. Die Endung tritt direct an: sushuma vavanmä rarabhmi cakpxni 
jagpbhmä ana9ma vivishma yuyujma, ohne Bed. vidml 

2. i vermittelt: dadhimä tasthimä rarimä arima Qcima Udima pap- 
tima sedima yemimä vavandima sushodima dada^imä yuyopimä sa9cima 
(aus "^sasacima). 

Ohne Bed. nindima 1, 161, 1. 

§ 12 ma im Oonjunctiv. 

äsama hänama aySma («), kshäyama von lishi brävama stävama. 
Das letztere rechne ich zur einfachen Wurzel, weil der Tempusstamm 
stäva- nur im Medium belegt ist Allerdings ist der Beweis nicht 
vollgflltig. 

cak&nama juhavama 9Ucävama — minima jun&na — minavama 
sunavama 9aknäi^üna a9n&vama kpnävama spri^avama. 

§ 13 ma im Optativ (bisweilen a). 
iyama bhtly^a stheyama a9yima syäma ridhyäma turyima vidytoa 
hany^na kriyama sahyama (Pada sa^). 



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28 

julmyima ^ifajimtL tntaiyama yaTritySma tisb^hema vtfcema 1, 
40, 6 und Toc^ma. 

Von Stämmen auf a mit betontem Wnrzelvocal (bisweilen wird 
der Accent dnrch das i des Optativs angezogen). 

a9ema gam^ma carema tärema mädema mahema 7, 2, 3 (1, 94, 1 
vgl BB. Y, 609) yatema rapema vatema vadema van^ma 9ak6ma sadema 
sänema und san&na sapema srasema d&9ema 9ikshema jfvema bbtishema. 

Mit dem Ton anf dem thematischen a vidh^ma vi9ema huv^ma 
rojema bhnjema {2bhuj) mbema. Unbestimmbar ist der Accent bei 
ishema nnd poshema — krSmema — 

cayema j&yema bhävema — cinuySma (pnnySma vannyima sanu- 
yäma — päfyema pushyema rishyema — ishayema citäyema marja- 
yema — yiyasema ^dhishema. — DenominatiTa sind saparyöma nnd 
vielleicht tamshema. 

Znm Perfectstamme sasahyäma nnd vielleicht noch mehrere andere* 

Precativ kriySsma. 

IL 
Die medialen Endungen. 

Es sind die folgenden: e ai i a vahe vahai vahi mähe mahai mahL 
Man sieht also dass drei Reihen zu unterscheiden sind: 1) die mit e, 
2) die c^njunctivischen mit ai, deren ai, wie ich bei dem Conjunctiv 
zeigen werde ^ durch Verstärkung aus e entstanden ist, 3) die indicati- 
vischen und optativischen, welche an der Stelle des Diphthongen die Yocale 
a oder i zeigen. Ob das i aus a hervorgegangen , also die Entwicke- 
lungsreihe e- a- i anzusetzen ist, oder ob i direct aus dem Diphthon- 
gen entstanden ist, darüber muss erst eine noch zu bearbeitende Laut- 
lehre des Sanskrit Auskunft geben , welche auch die Qbrigen indischen 
Sprachen zu berücksichtigen haben wird. 

Es sei noch erwähnt, dass mehrfach angenommen ist, in Formen 
wie griijishö liege ein Suffix der ersten Person se vor. Aber s gehört 
zum Tempusstamme (s. gpnlshe im Index), und nur e ist das Suffix. 

§ 14 e im Präsens. 

An der einzelnen Form ist nicht zu unterscheiden, ob sie von der 
einfachen Wurzel oder von y+a gebildet ist Um der übrigen For- 
men willen sind zur einfachen Wurzel zu rechnen iye 2, 17, 7, bruv^ 
suve (sü) hnm6 anje fle t^Q duhe 9, 10, 8, yuje 10, 13, 1 (könnte 
aber 3s. pass. sein). Doppelte Auffassung lassen uv6 yuve und huv^ zu. 

mime {3ma) tishthe. Ob juhv^ (hu) dade und dadh^ dem Präsens 
oder Perfectum angehören, lässt sich nicht entscheiden. 



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29 — 

aje ^e arce name bhäre mande yije rabhe vade vande varte 
bhikahe — uv6 9iishe pjich6 myije, ob auch vide {2vid) 1, 120, 12 
möchte ich nicht entscheiden. Zweifelhafter Betonung ishe (8, 46, 17 
lese ich mit Both äramishe als ein Wort). 

hÄve st4ve 6, 73, 4 — gp^Ä vfine gpbhne — afnuve kp^vi 
^ipsyf6 hiny^ yanve — fifije yunj6 vfinjö since vindhe — ishye mpishye 
7, 22, 5 mänye gije hvaye — hlye 10, 34, 6 ist wohl Passivum — 
janaye mantraye kamäye — 9amaye 3, 1, 1 — viväse — manasyfi. 

§ 15 e im PerfectusL 
cake (ka = kan) cakre tatane 7, 29, 3 mam6 rar6 tasthe Ij6 6, 
16, 4 (oder 3**?) 9ep6 jigye titvishe 8, 12, 24 lsh6 ah6 {2üh) 8a9ce 
(aus *sasace). 

§ 16 e im Futurum, 
manishye 6, 9, 6. 

§ 17 e in dem aus dem Präsensstamme gebildeten Aorist: 
arcase yajase gpQlsh^ punlsh^ pfijase gSyishe. stushe s. Index, 
ohishe 8, 5, 3 ist vielleicht aus hishe yerdorben. 

§ 18 e (ai) im Gonjunctiv. 
9a9Yacai mänai marai ppchai stävai k^ri^ävai sunävai manäyai 
yödhyai nansai maösai, dagegen e in den conj. aor. kfishe 10, 49, 7 
hishe 7, 7, 1 sasshishe (Index). 

§ 19 i im Augmenttempus. 

1) Es bleibt rein 

akri von Ikar avri von 2var 4, 55, 5, wo das Metrum avari 
fordert, ayuji 5, 46, 1 naÄ9i 6, 51, 12 — ä9U9ravi — ävp^i. Von s- 
Aoristen: gSsi 5, 25, 1. 8, 27, 2 anOshi astoshi abhakshi yakshi 3, 53, 2. 

6, 16, 8. 10, 4, 1. 10, 52, 5. asSkshi sSkshi vfikshi asfikshi mansi 

7, 88, 2 yansi 1, 61, 2 vaäsi 5, 70, 1 adikshi avitsi äbhutsi. 

2) Es verfliesst mit dem wurzelhaften oder thematischen a zu e: 
£hve von hvS voce &huve avije. 

§ 20 a im Optativ. 
a9lya fflya murlya 7, 104, 15 vavyitiya. Von s- Aoristen bhak- 
shlyi maslya 10, 53, 4 zu man mukshiya rSslya dishiya {3da). 
voceya — saceya — huv6ya — didhisheya. 

§ 21 vahe vahai vahL 
d&dvahe s&cavahe — brav&vahai vocsvahai sacSvahtu sah&vahai 
kp^avSvahai tanavSvahai lUkhaySvahai kalpaySvahai — gänvahi säcevahi 



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30 

§ 22 mähe im Indicativ des Präsens. 

fmahe mamnahe yigmahe 9S8mahe hOmähe — dadSmahe (kömite 
auch Gonj. sein) 3, 21, 5 dädmahe. 

jarSmahe (ßjar) näkshSmahe nasamahe bhäjämahe bharämahe mänä- 
mahe nnd manSn^ahö 9, 41, 2 mändSmahe marSmahe y&jSmahe rabha- 
mahe y&namahe Y&ndamahe starSmahe sTajämahe badhämahe yäcämahe 
— rifimahe si(äbnahe yavamahe hnvamahe. 

bhäyamahe nävamahe stävamahe häyämahe — yri^lm&he nnd yjinl- 
mah6 6, 15, 9 — kjinmahe — pwiyamahe hväyämahe irayämahe — 
dfdhishsmahe — vayriyamahe (den. yon yavrä). 

§ 23 mähe im Peifectnm. 
bubhnjmihe momucmähe yaypmähe {2var) saspjmähe 9a9admahe. 

§ 24 mähe und mahai im Coi\j. 

dhimahe llamahe k&rSmahe (wenn yon kara, würde die Form wohl 
k&ramahai lauten) yacishsmahe sanishsmahe \lämahai bräyämahai g&ma- 
mahai näfSmahai yon 3nag yäjamahai yänSmahai kiinäySmahai a9näya- 
mahai bhunijamahai ru^adhamahai an&9amahai sinc^ünahaL 

§ 25 mahi im Indicatiy. 

adhimahi 4, 32, 19 (dha) dhlmahL (An manchen Stellen ist es 
allerdings nahe gelegt, dhlmahi als Optatiy zu fassen z. B. 10, 36, 5 
ygL mit 7, aber adhimahi spricht entschieden fflr die Auffassung als 
unechter Gonj.)« aganmahi ämanmahi ahOmahi ayujmahi — grihamahi 
(ishamahi 8, 24, 1 yon den Stänunen gpha und gisha^ letzteres zu 
gas — aypQlmahi stpijLlmahL 

Yon 8 -Aoristen: agasmahi 10, 9, 9 — 1, 23, 23, (aber Laty 2, 12, 
13 nach BB. agansmahi) hasmahi abhutsmahi äyikshmahi. 

§ 26 mahi in Optatiyen. 

a9lmähi pdhim&hi nafimahi nasimahi p^iclmahi yamimahi yasimahi 
idhimahi bruyimahi stuyimahi mudimahi — dadimahi dadhimahi yay^i- 
tlmahi cucyaylmahi yocemahi — ' gamemahi bhajemahi bharemahi y&te- 
mahi rabhemahi yanemahi säcemahi ^emahi — yidhemahi jäyemahi. 
Von Aoristen mit s: bhakshimahi manslmähi yanslm^ sakshimähi yan- 
dishlmähi tarishimahi pffhiHbifnAhi. 



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■■ 31 ^ 

TIERTBS CAFITEL. 

Die Endungen zweiter Person. 



IHe aetiren Endniifen. 

Folgende Endnngen kommen in Betracht: si s tha dhi hl tat thas 
tarn athus tha thana ta tana. Ferner sind zu erwähnen die 2^ Sing, 
imperai und die 2^ pl. perf. beide ohne SnfGx mit dem Ausgang a, und 
die 2^ sing, des Augmenttempus yon den auf einen Cons. ausgehenden 
Stämmen, bei der die Personalendung durch Ab£EQl oder Assimilation 
verdunkelt ist 

Die Endung si ist die ständige im Indicativ des Präsens und 
Futurums und tritt im Conj. des Präsens und Aorist neben s auf. Vom 
Coiy. des S- Aoristes konmit im BY. nur darshasi vor, von dar zer- 
brechen. 

§ 28 finden sich eine stattliche Anzahl von Formen angefahrt, 
welche aus der einfachen Wurzel und dem Suffix si bestehen und Impe- 
rativischen Sinn haben z. B. sätsi setz dich, n^hi fQhre, yäkshi opfere 
u. s. w. Es fragt sich, wie man die Entstehung dieser Bildungen zu 
denken hat Both fQgt im Wörterbuch zu der Form j6shi „si^e*' 
hinzu: 2s. med., scheint also anzunehmen, dass sich si zu se verhalte, 
wie in der ersten Person i zu e, oder mit anderen Worten, dass si 
denselben Werth wie thäs habe. Wenn man aber fiberlegt, dass das 
Medium durchaus nicht bei allen hierhergehörigen Formen dem Sinne 
nach passt, so wird man diesen Erklärungsversuch, so geistreich er auch 
ist, aufgeben müssen. Das scheint später auch Both gethan zu haben, 
so weit man aus der Anordnung dar dart darshat darshasi darshi unter 
Idar schliessen darf. Yermuthlich wollte Both dmch die unmittel- 
bare Nebeneinanderstellung von darshasi und darshi andeuten, dass 
nach seiner Memung darshi aus darshasi verkürzt sei. Dies nun ist 
auch die Ansicht Benpey's Vollst. Qr. S. 397. neshi z. B. soll nach 
ihin aus neshasi entstanden sein. 

Ich meinerseits trage Bedenken dieser Ansicht beizutreten, weil 
sie eine starke und nicht hinreichend begrfindete Yerstfimmelung vor- 
aussetzt, und möchte vielmehr annehmen, dass eine Form wie satsi 
durch den directen Antritt der Endung si an die einfache Wurzel 
gebildet sei Dass eine solche Bildung Imperativischen Sinn bekom- 
men konnte, ist nicht eben auffallend, sagen wir doch auch „du gehst^ 
in demselben Sinne wie „geh". Ausserdem sei erwähnt, dass die 2^ 
plur. perf. dadä von da geben, einige Mal Imperativisch gebraucht ist 



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--— 32 

und vielleicht noch einige andere indicativische Formen. Bisweilen 
fallen diese Bildungen mit der 2*~ Singularis Indicat Praes. völlig 
zusammen, so bei 1 und Svl^ gewöhnlich aber sind sie nur bei solchen 
Wurzeln gebräuchlich, welche ihr Präsens nicht auf die einfachste 
Weise bilden. So steht das Imperativische neshi von t»f neben dem 
indicativischen nayasi. Schwierigkeiten machen noch därshi 6, 26, 5 
und pdrshi 1, 174, 9 (= 6, 20, 12). Während därshi und pärshi an 
anderen Stellen (die § 28 aufgezählt sind) Imperativisch gebraucht 
sind, finden wir sie in den beiden eben citirten Versen im Conjunctions- 
satz. Ich glaube, dass man sie als Indicative des Präsens aufbssen 
muss. Es würde also anzunehmen sein dass von da/r xmd par erstens 
därshi und pärshi als Imperativische Formen vorkommen, und zweitens 
an je einer resp. 2 Stellen als Ind. Praes., obwohl sonst von da/r kein 
Präsens, vonjpar kein aus der emfachen Wurzel gebildetes vorliegt 
Bedenkt man aber, wie viel vereinzelte Formen im BY. vorkonmien, so 
wird man diese Annahme nicht fär unmöglich halten dürfen. 

Im einzelnen finde ich noch zu bemerken, dass joshi aus josh-shi 
entstanden ist 

Da ich über die Endungen s und tha nichts weiter zu sagen 
habe, als dass die letztere auch mit langem a vorkommt^ so wende 
ich mich sofort zu den Imperativendungen dhi und hL Es kann 
keinem Zweifel unterworfen sein, und ist auch nie bezweifelt worden, 
dass hi aus dhi hervorgegangen ist. Die Bedingung, unter der diese 
Verwandlung vor sich ging, lässt sich noch deutlich erkennen, hi fin- 
det sich nur nach einem VocaL Dass diese Verwandlung in die Zeit 
des sanskritischen Einzellebens fällt, ist nicht nur aus dem di dhi des 
Zend und S-i des Griechischen, sondern auch daraus zu schliessen, dass 
der y-Vocal den übrigen Vocalen gleichsteht: piprihi jägjihL dhi sei- 
nerseits findet sich sowohl nach Vocalen als Gonsonanten z. B. (agdhi 
und 9rudhi, ja es findet sich 9ri9udhi und 9ri9uhi nebeneinander, zum 
Beweise, dass wir es mit einer Lautneigung zu thun haben, die allmäh- 
lich Terrain gewann. 

Auf einige Einzelnheiten ist noch aufinerksam zu machen. In den 
Formen edhi dehf dhehf (woneben daddhf) und, was hier gleich mit 
erwähnt sein mag, dhetana (woneben dhattana) liegt eine ofk bespro- 
chene Ersatzdehnung vor, ebenso in bodhf zu hudh^ wovon ein zweites 
bodhf zu bhü wohl zu unterscheiden ist. — Auf einige Fälle, in denen 
vor dhi oder hi der starke Stamm erscheint, ist am gehörigen Orte auf- 
merksam gemacht — jahi von hm kann, soweit ich sehe, nur folgen- 
dermaassen gedeutet werden: Ursprünglich muss die Form *hadhi 
gelautet haben, daraus *hahi, und nun entstand aus dem ersten h, 



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33 

veranlasst durch den Dissimilationstrieb , das dem Klange nach so ähn- 
liche j. Dieser Lantyorgang wird uns auch bei der Besprechung der 
Beduplicationsgesetze yon Wichtigkeit werden. 

Die Endung t&t ist ziemlich häufig im Sinne der zweiten Person, 
Ar die dritte liegt nur ein Beispiel Tor. 

Bei der Dualendung -thas beachte man die feine Unterscheidung 
zwischen dem Ind. päthäs xmd dem Gonj. sth&thas. üeber tam und 
athus weiss ich nichts Neues zu sagen. 

Im Plural bietet der Yeda die beiden sonst nirgend nachweisbaren 
Suffixe thana f&r Ind. und Conj. Praes.: Tädathana rishithana, und tana 
fflr Ind. des Augmenttempus, Imperativ und Optativ: äyätana yätäna 
syätana, häufiger sind aber tha und ta. üeber den Werth der Silbe 
n a lässt sich weiter nichts sagen , als dass sie eben nur im Plural 
erscheint, also wohl die Au^be hat der Bezeichnung der Plm*alität 
zu dienen. Das ist um so wahrscheinlicher, als in tha und ta selbst 
keine Andeutung des Plurals liegt. Der Qedanke, dass die Silbe na 
„verstärkenden*" Sinn habe, ist schon desshalb abzuweisen, weil eine 
solche Bedeutung nirgend im Gebrauch der Formen mit thana und tana 
hervortritt. (Noch einiges Material aus den übrigen Yeda's siehe bei 
Ludwig § 107.) 

Es bleibt noch übrig ein Wort über diejenigen Formen zu sagen, 
welche der zweiten Person angehören, ohne doch ein chai-akterisirendes 
Suffix zu besitzen, üeber ahan aus *ahans und Verwandtes wird 
Seite 48 ff. zusammenfassend gehandelt werden. Somit bleiben nur die 
2** plur. perfect., und die 2^ sing. imperativL üeber die erstere hat 
Schleicher eine wunderliche Ansicht, welche mit seiner Meinung von 
dem a in der ersten sing. perf. zusammenhängt Er sagt Comp. § 273: 
„Das Perfectum hat die Cousonanten der Endung völlig verloren z. B. 
babhrä aus *babhar-ä für *babhar-ta und diess aus '^'babhar-tasi". 
Eme Ausdrängung des Consonanten kann man hier so wenig wie bei der 
ersten Person Sing, zugeben. Vielmehr sehe ich in dem a einen Zusatz 
zum Peifectstamme^ hinter welchem die Endung verschwunden ist. 

Bei der zweiten Sing. Lnp. entsteht die Frage, ob sie von Anfang 
an suffixlos gewesen , oder erst suflfixlos geworden sei Bei den Stäm- 
men auf u könnte man allerdings geneigt sein , an Abfall des Suffixes 
dhi zu denken, da man 9ii9uhi und ffinu u. ähnL nebeneinander hat, 
obwohl diese Annahme nicht nothwendig ist Bei den Stämmen auf a 
aber liegt kein Grund zu einer solchen Voraussetzung vor. Denn nie 
findet sich ein *bhäradhi, inuner nur bhära. Man darf— glaube ich — 
nicht bezweifeln, dass von Anfang an bei diesen Verben der blosse 
Präsensstamm im Imperativischen Sinne gebraucht worden ist 

DetMlck, altindiietaet Verbnm. 3 



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34 

§ 27 si im Ind. Praesentis. 

p&si hhisi j&8i ätsi äsi därshi 6, 26, 5 pärslii 1, 174, 9 = 6, 20, 12 
B&tsa. 3, 30, 18 h&hsi f&ssi cakslii von gahsh chantsi yon chand 1, 
163, 4 ^hi y^hi zu Iv^ und 3vT. 

jfgSsi didäsi dädbSsi iyärshi pfparshi bibhai^shi mamatsi yayäkshi 
sisakshi sisarshi (imperatiyisch 3, 32, 5?) yiyekshi zu vic pfbasi tish- 
thasi jüjoshasi sldasi 

atasi arshasi arhasi äyasi ksharasi cäxasi tai*asi da^asi dhanyasi 
dhäyasi zu Idhav pätasi yäjasi i*äkshasi räjasi yädasi yapasi zu Ivap 
y^asi 9a&sasi 8a9casi jinyasi und jinoshi 5, 84, 1 (ygl. § 173) pinyasi 
fikshasi ühasi jAryasi täryasi bhüshasi — tirasi pricliasi y]i9casi suyäsi. 

kshayasi zu Zkshi jayasi näyasi bMyasi rohasL 

rinäsi junäsi prinäsi ^pjßai ishnäsi dazu mrinasi — kpnöshi stn- 
ijöshi hinöshi nebst dem unter jiny (A-Classe) erwähnten jinoshi. Fer- 
ner: inoshi inyasi tanoshi yanöshi — ppi^äkshi bhinätsi yunakshi yri- 
^äkshi trimp&si yindasi 

asyasi nä9yasi pä^yasi rä^yasi haiyasi ishyasi lishyasi ucyasi 
püshyasi gSyasi rSyasi. 

ySsäyasi zu Svas marjayasi yayayasi cy&y&yasi. 

alai'shi därdarshi därdharshi — jfghäAsasi yfy&sasi sfshäsasi ninl- 
shasi fyakshasi fnakshasi ditsasi iiajy&si. — 

adhyarlyasi irasyäsi dapasyäsi mauasyäsi ishudhyasi ishanyasi p^i- 
ta^yäsi bhura^yasi rathary^i. 

Zwischen Wurzel und Su£Sx steht ein l: anüshi braylshi. 

§28 si 
im Indicatiy Futuri. 
karishyäsi sanishyasi. 

§29 si 
im Conjunctiy. 

äsasi kärasi brayasi — cfketasi didäyasi pibäsi pappcäsi — äjSsi 
bhäjasi y^'äsi yadasi yahasi — kiräsi yidäsi mjäsi — jayftsi bh&ySsi — 
pa9ya8i — codäyasi mpjäyasi yljäyäsi — darshasi 8, 32, 5. 

§30 si 
im imperatiyischen Sinne, an die einfache Wurzel geftgt 

kshöshi Ikshi 6, 4, 4. 10, 61, 5. jöshi 1, 132, 4. 2, 30, 
8-9. 3, 54, 22. 6, 46, 16. 9, 4, 1. 9, 44, 6. jöshi 2, 37, 6. 4, 
9, 7. dhakshi 1, 76, 3. 4, 4, 4. 6, 18, 10. ddj-shi 1, 110, 9. 
4, 16, 8. 6, 39, 3. 6, 33, 3. 8, 6, 23. 8, 24, 4. 8, 33, 3. 9, 68, 7. 



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36 

10, 69, 3. nakshi Snag 6, 24, 1. nöshi 1, 31, 18. 1, 91, 1. 1, 129, 5. 

2, 1, 16. 3, 15, 3. 5, 42, 4. 6, 47, 8. 6, 61, 14. 8, 16, 12. pärshi 
(nur zu Zpar^ auch fftr 8, 92, 7 und 9, 1, 3, welche BB. zu Ipar stel- 
len, passt die Bedeutung ßrdem): 1, 129, 5. 2, 7, 2. 2, 33, 3. 

3, 16, 3. 6, 3, 11. 6, 4, 9. 6, 4, 8. 6, 48, 10. 7, 23, 2. 8, 66, 11. 

8, 86, 16. 8, 92, 7. 9, 1, 3. 9, 70, 10. prfei 1, 42, 9. 8, 1, 23. 
bhakshi 7, 41, 2. mätsi 1, 176, 1. 1, 176, 1. 9, 97, 42. 9, 90, 6. 

9, 94, 6. mäsi (Sma) 1, 92, 7. 1, 142, 2. 2, 17, 7. 8, 60, 9. 
9, 76, 3. yäkshi 1, 13, 1. 1, 14, 1. 1, 31, 17. 1, 36, 6. 1, 
75, 6. 1, 106, 13. 1, 142, 11. 2, 3, 3. 2, 6, 8. 2, 36, 4. 3, 4, 1. 
3, 14, 6. 3, 17, 2-3. 6, 26, 1. 6, 28, 6. 6, 4, 1. 6, 16, 2 und 9 
u. 24. 6, 48, 4. 7, 9, 6-6. 7, 11, 3. 7, 16, 5. 7, 17, 3. 7, 39,4. 
8, 91, 16. 10, 70, 4 u. 9. 10, 110, 3 u. 9. yänsi 1, 42, 9. 1, 63, 8 
(trotz des Relativums). 3, 1, 22. 6, 36, 4. yasi 6, 12, 6. yötsi 1, 
132, 4. rätsl 6, 10, 1. räsi 1, 140, 12. 2, 11, 13-14. 2, 33, 12. 
3, 4, 1. 6, 4, 8. 7, 96, 6. 9, 9, 9. väkshi 1, 188', 3. 2, 3, 11. 
2, 36, 4. 3, t, 1. 3, 4, 1. 3, 7, 9. 3, 14, 2. 3, 16, 6. 6, 1, 11. 
6, 4, 4. 6, 9, 1. 6, 26, 1. 6, 43, 10. 6, 15, 18. 6, 16, 2. 6, 21, 12. 
6, 47, 9. 7, 1, 18. 7, 78, 1. 7, 98, 2. 8, 91, 16. 10, 3, 7. 10, 70, 
3 u. 10. 10, 73, 4. VaL 6, 6. v6shi Ivt, 1, 76, 4. 6, 2, 10. 7, 16, 5. 
(6, 4, 8. 6, 12, ß m 3vT nach BR.) 9r(5shi 6, 4, 7. sakshi 6, 33, 2(?). 
s&tsil,12,4. 1,76,4. 2,6,8. 3,14,2. 3,30,18. 6,26,5. 6,16,10. 
8,11,10. 8,23,26. 8, 44, 14. 10, 3, 7. 10, 44, 6. hoshi 6, 44, 14. 

§ 31 8 im Indicativ eines Augmenttempus. 

akhyas khyäs ägäs gas adäs das dhäs äpSs p]is zu Ipa apräs präs 
ästhas sthäs jes ves 1, 63, 2 zu 3vl s^ves äbhOs bhüs (unklar 10, 46, 5) 
yaus. 

äda^ &dadhäs 91933 zu Iga 6, 18, 13. Mides pipes tQtos äpibas 
ätishthas. üeber dädas und dädhas siehe § 139. 

Die Formen von consonantischen Wurzeln, welche der reduplicir- 
ten Wurzel ein a anfügen, sind hier zusanmien aufgefühi*t, mag das a in 
ihnen nun conjunctivisch oder bloss consonantstützend sein. 

paptas papräthas 9i9nathas 9i9rätha8 mamädas rli*adhas djljanas 
tatanas räränas nanämas ninamas sishvapas dfdhai'as plpaia« jihyai-as 
juhuras nfna9as msmdhas sasahas cakradas acikradas cikradas pispp9as 
mimnshas dädä9as sishadhas didayas didhayas dipayas piprayas vlvijas 
cikitas cikshlpas rlrishas vlveshas didipas didyutas mumucas jüjo- 
shas sushüdas, dazu asidas und vocas. 

ajas äbhajas &yajas ämadas äradas avadas äsadas sadas äjanas vanas 
8, 46, 23 äpas 10, 96, 13 ävapas vapas. (gamas 8, 3, 14. 8, 33, 2 u. 8 

8» 



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36 

ist vielleicht conj. zu gam.) adhamas yamas aksharas äcaras caras ätaras 
ibharas bh&ras äsaras ävas ävas yasas 7, 8, 3 (nicht klar) ädabas dähas 
ävahas äkraudas kradas äranhas 9ä8as äpinvas ä9ik8has aubjas bhüvas 
venas. 

ätiras äkptas äsvijas spjäs vri^cas ay^ihas yphas äyidas yidäs sicas 
rnncäs ärojas rujäs anudas gohas (wegen guhäm&na) anihas äsphuras. 

Unbekannten Accentes 9isha8 6, 75, 16 yon fish, 

gtlhas — äjayas anayas asedhas äbhayas asrayas 90cas oshas. 

&k8hiijAs äminSs arin&s rin&s junis agfibhn&s gfibhnäs apvinSs 
aramnSs 9rathnS8 astabhn&s ubhnäs amushn&s dazu appnas amrinas — 
ishanas 4, 16, 9. 4, 22, 10. 

äsaghnos ju)6s ikpnos äypnos atmgios a9fi90s. Dazu ainos avanos 
äsanos — amnncas ayindas yindas — apa9yas ayndhyas diyyaa — 
afchas aüchas ägachas. 

ftrdayas ardayas arcayas äyayas äkrandayas äjanayas janäyas atar- 
payas dambhäyas darayas adhärayas dharayas dhyasayas 10, 73, 6 
(dnnkle Stelle) ana9aya8 8, 14, 15. aprathayas barhäyas ärandhayas 
randhäyas äramayas äyartayas yartayas ävardhayas 9yancäyas aySsayas 
yon Sms 3, 1, 17 yon 2vas 6, 17, 5 ySsayas yon Svas 6, 35, 1. 9na- 
thayas asftdayas asySpayas ay&9ayas yon vag, afrayas dipayas ayepayas 
kopayas ghöshayas äcodayas codäyas äbodhayas äyodhayas ärocayas 
arohayas rohayas. 

a98yas 6, 33, 2 (ygL Ind.) a9rathayas astabh&yas stabhSyas mushäyäs. 

ätiditihipas jlhipas — cSk&nas ja^^as — ädshSsas — arandhanäyas 
risha^yas myai^yas irasyas. 

iän Plnsquamperfectom ist aiyes (Iudex). 

§ 32 8 nach I 
im Indicatiy eines Augmenttempus. 
VgL I im Index. 

Ssls codls sedhis — Onayls — dhäyls (?) sävis mäthls mardhis yodhis 
&yadhls y&dhis akramls kramls iälrts äyls yiyls moshls randhis spharls 
aükshis äyarhls barhis. 

Dazu die Plusquamperfecte &bubhojls äyiye9ls äyiyeshis. 

§ 33 s im Conjunctiy. 

kshäyas bräyas y^das 9äkas hänas käras äsas ghäsas danas (ygL 
BB. 8. y. dan) parcas 7, 100, 2 (ygL aprsk) yielleicht auch tärdas 
6, 17, 1. 

tlshthas. Die übrigen Conj. welche etwa hierher gezogen werden 
können, siehe § 139. 



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37 

äySs täikshas värdhas (fkshSs. Heber vibhtete 5^ 31, 6 vgL Bol- 
LENSEN Z. D. M. G. 22, 574, der es als zweite Person indic. aufilASsi 
jtirras — vidäs. 

jäyas p^äyas kpi^vas tfip^iyas 9]inaya8 — bhinädas sificäs — 
häryäs rishyas yüdhyas — gachas — yodhäyJfe — urushyfa. 

CoDJ. Put. karishyfa. 

Von s- Aoristen: jMas dnkshas 7, 4^ 7 wohl zn dush, mfikshas 
4, 30, 13 zu fnar(, väkshas 5, 33, 2, avishas kinishas tarishas rakshi- 
shas yädhishas vtehishas (aAsishas. 

§ 34 8 im Optativ. 

jneyas 2, 10, 6 bhGyäs 6, 47, 26 avyJCs 10, 139, ö syfe fidhyäs 
8, 48, 2 mpdhyas 3, 54, 21 gamyäs 1, 187, 7 sahyas 2, 1, 4. 10, 148, 2. 

cakriyas {2kar) jogary&s pupOryas; dem Perfectstamme geboren 
an : pupnshyfis rumeyas vivifyas und vielleicht 9U9rOyfc (Pada 9U9ruyfe) 
und vavrityas. 

ririshes vocös — äves mades vanes — bhaves — pa9yes — dha- 
rayes — da9asyes. 

§ 35 tha (auch ths) im Perfectum. 

dadatha dadhaiha papatha paprätha yayätha sasattha tatäntha 
vavantha (Pada vav^) jagh&ntha jagäntha yayantha cakärtha dadärtha 
jabhartha vavartha vivyäktha iyetha (iyatha 8, 1, 7) jigetha dld^tha 
nin^tha pipetha und v^ttha babhütha. 

äritha ävitha äsitha cakartitha tatarditha vaväkshitha babhdvitha 
8, 33, 19. 8, 87, 11, während babhtitha 19 Mal vorkommt, viv^ditha 
vive9itha uvöcitha ruröjitha rurodhitha dudohitha. 

§ 36 dhi (I). 

9agdhf addhf gadhi 8, 87, 4 zu gam yandhf kfidhf vridhi spridhi 
pürdhl edhi zu las tadhf zu tadj 9adhi zu gas, aOgdhi bhalldhi zu 
hhaHj, randhi zu randh, viddhi 9rudhL Doppelte Bedeutung hat bodhf. 
Es gehört zu bha an folgenden Stellen: 1, 24, 11. 1, 31, 9. 1, 44, 6. 
1, 76, 4 (zweifelhaft). 2, 2, 11. 2, 6, 4. 2, 9, 2. 2, 23, 19. 2, 33, 15. 

3, 4, 1. 3, 16, 2. 3, 19, 6. 3, 30, 21. 3, 31,14. 3,61,6. 4,16, 17. 

4, 17, 17-18. 4, 22, 10. 6, 4, 9. 6, 21, 12. 6, 23, 7. 6, 46, 4. 

7, 32, 11 u. 25. 7, 75, 2. 7, 96, 2. 8, 3, 1. 8, 45, 19. 8, 63, 12. 

8, 77, 6. 8, 82, 21. 10, 44, 9. 10, 100, 1. 10, 112, 10. 10, 133, 1. 
Val. 6, 5, zu hudh dagegen: 1, 131, 6. 3, 14, 7. 4, 3, 4. 5, 24, 4. 
6, 21, 5. 8, 43, 27. 8, 44, 22. 10, 83, 6 (wohl apfl^ ZU lesen). 10, 
167, 2. yodhi 5, 3, 9 gehört wohl zu 2yu. 



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38 

9i9ädhi 2{a (daneben 9iylhi) yuyodhi von Stfu daddhf mamaddhi 
mamandlii yon mcmd pipTigdhi 9a9ädhi yon gas cikiddhi didi^dhi von 
dif vividdhi von Ivish inumugdhi und 9U9UgdhL 

Dazu stelle ich gleich einige mit staiker Beduplication: cäkandhi 
rärandhf vSvandhi. 

9pnudhi — undhi chindhi bhindhi tiindhi pplldhi vrindhi von tard 
pa/rc vtxrj. 

aviddhi linp. Äoiist von av. 

§37 hL 

pähf zu Ipa: 1, 2, 1. 2, 11, 15 und 17. 3, 35, 6 u. 8 u. 10. 

3, 36, 3. 3, 37, 8. 3, 40, 1 U. 6. 3, 47, 3. 3, 61, 7 U. 8. ö, 43, 3. 
6, 17, 2-3. 6, 41, 2. 7, 98, 2. 8, 13, 21. 9, 88, 1. 10, 160, 1 
m 2pa: 1, 27, 3. 1, 36, 14 u. 15. 1, 64, 11. 1, 67, 6. 1, 70, 6. 
1, 72, 6. 1, 91, 16. 1, 95, 9. 1, 121, 14. 1, 129, 9 U. 11. 1, 130, 10. 

1, 143, 8. 1, 147, 6. 1, 171, 6. 1, 174, 1. 1, 189, 4. 2, 28, 10. 

2, 35, 6. 3, 1, 10. 3, 20, 2. 3, 31, 20. 4, 4, 15. 4, 34, 7. 5, 4, 
6 u. 8. 5, 17, 6. 5, 33, 7. 6, 8, 7. 6, 15, 12. 6, 16, 30-31. 
6, 40, 5. 6, 48, 8. 6, 71, 3. 7, 1, 13. 7, 3, 7-8. 7, 15, 15. 7, 64, 3. 

8, 33, 4. 8, 44, 11. 8, 48, 15. 8, 49, 8-10. 8, 60, 16. 8, 73, 3. 

9, 56, 4. 10, 12, 6. 10, 24, 3. 10, 25, 8. 10, 61, 22. 10, 83, 2. 

10, 87, 21. 10, 93, 11. 10, 115, 9. 10, 128, 6. 10, 168, 2. bhShi 
mähi yähf vahl sShi 4, 11, 2 ihi vihf zu lv% 3, 21, 5 zu 3v% 2, 26, 2. 

4, 48, 1. vlhl zu ivT und 3vl (die Scheidung wage ich nicht genau 
durchzufQhren) brOhi stuhf gahi zu gam^ jahl zu han. 

dehf dhehf piprihi zu 5jpar, mimihl zu 3ma^ riilhi zu rd, 9iclhl 
zu IfÄ 1,42,9. 1,81,7. 3,16,3. 3,24,5. 7,16,6. 7,18,2. 7,19,8. 
8, 21, 8. 10, 42, 3. 10, 89, 9. 10, 105, 8 zu ^fd 8, 4, 16. didlhi 
und didihi zu d!f , pipihf zu 2pl piprihl. 

Dazu die Intensivformen: jägnhi dardiihi und dfidiihf 1, 133, 6. 
barb|ihi zu Zbarh. 

punihi giinlhi m|inlhl 9i'inlhf janlhi (gvibh^ähi A. V. s. § 170). 

cinnhl hinuhi dhOnuhi a9niihi kri^uhi tiipQuhi dbiishnuhf 9iinuhl 
(vgL 9PQudh{) spvinuhi. Dazu ürnuhi inuhi tanuhi sanuhi 

9nathihi stanihi 

§38. 
tot als zweite Person Imper. Act. 

vltat zu Ivi 10, 11, 8 vittät 5, 60, 6 dattat 1, 104, 5 dhattät 
10, 16, 2 vocatat 5, 61, 18 avatat 8, 3, 2 dahatat 3, 18, 1 vahatat 
10, 24, 5 räkshatät 4, 50, 2 yäcatat 9, 86, 41 vfihatät 4, 16, 12 suva- 



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39 

tat 4, 54, 3 bhavatst 3, 23, 2 oshatat 4, 4, 4 punltst 10, 30, 5 kp^a- 
tat 2, 30, 6 binuiÄt 10, 16, 1 yachatat 1, 48, 15. 

§39. 

Zweite Sing. Act. eines Augmenttempns scheinbar ohne Personal- 
sofifix: 

ähan 1, 56, 5. 1, 63, 3. 1, 69, 8. 2, 11, 5. 3, 32, 11. 3, 40, 14. 

3, 47, 31. 4, 16, 7. 4, 19, 2. 4, 30, 6. 6, 40, 6. 6, 26, 3-4 u. 6. 
6, 30, 4. 7, 19, 5. 10, 133, 2. 10, 147, 1. hän 5, 32, 1. 6, 18, 5. 

6, 20, 2 n. 10. 6, 26, 6. 7, 9, 6. 10, 22, 7. akar 1, 33, 16. 6, 29, 10. 
5, 83, 10. 10, 169, 4. kär 1, 63, 7. 1, 164, 49. 2, 18, 4. 3, 33, 8. 

4, 18, 1. 5, 29, 5. 6, 26, 5. 6, 44, 18. 7, 21, 3. 7, 22, 6. 7, 43, 3. 

7, 75, 8. 8, 45, 31. ävar 1, 113, 9. avar 1, 11, 5. vär 1, 62, 6. 
1, 63, 5. 5, 32, 1. aspar 5, 15, 5. spar 9, 70, 10. star 8, 3, 2. dhak 
1, 178, 1. 6, 61, 14 (vgl. Bß. unter dagh). äghas 8, 12, 8. bhäk 8, 
69, 8. 8, 70, 6. 9, 72, 8. yät 10, 61, 21 zu yaj, und ebendahin 
ayäs 3, 29, 16. 9, 82, 5. avä^ 10, 15, 12 zu vah. bhet 1, 104, 8. 

7, 18, 20. adyaut zu dyut 3, 1, 8. kian 7, 5, 7 zu krand. vark 1, 
63, 7. 6, 26, 3. 8, 64, 12 zu varj. 

Bei der reduplicirten Wurzel sind, um die gleichen Erscheinungen 
nicht auseinander zu reissen, die Intensiva mit aufgef&hiii. 

cäkän 1, 33, 14. 1, 174, 5. 2, 11, 3. 10, 148, 1 u. 4. qagan 
von gam 1, 187, 7. 3, 9, 2. ajägar 10, 104, 9. ajigar 1, 113, 9. 
ädai'dar 5, 32, 1. däi'dar 1, 63, 7. 4, 16, 8 u. 13. 6, 20, 7, daraus 
ist nach Roth dart vei-stümmelt, welches 1, 174, 2 = 6, 20, 10 
erscheint didhar 6, 17, 6. sishvap 6, 20, 3. 6, 26, 6. jafSs 1, 80, 1 
von 9^8, viv^s 1, 69, 8 zu Ivish. (alyes s. Index.) 

unap 2, 13, 9 von w6Ä, pinäk 3, 30, 8. 4, 30, 9 u. 13. 6, 17, 10. 

8, 1, 28 von pish äbhinat 1, 52, 10. 1, 53, 8. 2, 11, 2. 2, 11, 18. 
10, 8, 9 bhinät 1, 54, 4. 1, 136, 7 ärinak 2, 13, 5 aviinak 1,53,9, 

5, 29, 10 vrinak 8, 86, 7. Hierher wohl auch änat 7, 7, 7. 10, 27, 7. 
10, 70, 9 von der Stammform anag. 

§ 40. 

Zweite Sing. Imper. Aci ohne Personalsuffix mit*dem Ausgang a 
(sehr oft ä) oder u. 

pfba tfshtha didhaya 10, 32, 4 pipaya 3, 15, 6. Dazu sfda. 



1) Die du zu GenoBsen machtest und die dir folgen, 
du schlugst den Vritra, sie gaben dir Kraft. 



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40 

aca äja ärca toha äva kara von Hca/r 4, 33^ 5 karslia von Iharsh 
kranda kshära gama c&ra Upa tara d£ha dhanva dhama nama pata 
bh&ja bhära mada manda myaksha mrada y&ja räkaha r&da r&^a yada 
vapa Y&rdha v^a 9&A8a 9irdha säda sära sarpa svada svapa sYara hara 
dhsva zu Idhao sidha <Uya jlva jinva pinya 9lk8ha 9, 87, 9 ^ jQrva 
bhüsha 1, 16, 4 und 8, 85, 12 zu Zbhüshy 7, 92, 1 zu Ibhüshj yena. 

Mra tira ppcha spji crita mrilä mi'i9a spri^a yrifcä yiihä iikha 
kshipa yi9a ruya yuya suya muca rujä tuda sphura prusba — krama. 

jäya näya s6dha dräya paya 9, 49, 3 bh&ya sraya osha cöda jösba 
protha bddha yoja roha (öca. 

a9ana 1, 170, 5. 3, 21, 1 p^a mpna — binu sunü k^iQU 9iiQU. 
Dazu inu 9, 29, 4 tanu 1, 120, 11 ur^u inya hinya kuru. 

tpmpä yinda sinca munca 9umbba. 

na9ya pa9ya asya barya dphya yldhya yudhya gäya yaya 10,130,1 
zu 5va hyaya sya. 

gacha yacha ichä ucbä. 

ardaya kalpaya kiandaya gamaya cakshaya janäya jambhäya tai-pdya 
dambhaya dharsbaya paraya barhaya mardaya mabaya maätaya ran- 
dhaya ramäya randhaya rä^aya yartäya yaidbäya yyatbaya 9a]isaya 
stanäya syadaya barshaya. Dazu die A -Wurzeln mit yeiiängertem a: 
gSmaya dhsraya na9aya paräya yätaya yämaya rämaya yataya ysisaya 
9ya8aya sadäya syapaya, von einer Wurzel mit a: sadhaya. Von I-Wur- 
zeln illgaya lükhaya Iraya kshay&ya payÄya von p% = Ijpa , ve9aya. 
Von ü- Wurzeln: südaya. cyävaya drävaya yaväya 9i-avaya codäya 
to9aya bodbaya yodbäya rocaya robaya 90caya. 

Gausativa mit ^ aus ar sind myiläya und v^isbaya 10, 98, 1. Gaus, 
mit p: dbapaya vapaya {2va 10, 16, 13) arpaya. 

Von Wurzeln mit ayä: gfibbayä 9ratbaya musbayä. 

cikitsa mimiksba 9, 107, 6 vivasa. 

gatuyä isba^ya saparya da9asyä duvasya namasyä varivasyä 9rayasya 
urusbyi gOrdbaya. 

§ 41. 

tbas im Indicativ Praesentis. 
patbäs zu 3pa yatbä« itbas vltbäs zu Ivf bbütbäs kjitbäs batbäs 
stbäs. 

dbattbäs ninitbäs pip^itbas bibbptbäs tisb^batas jüjosbatbas sldatbas. 

. acatbad drcatbas arbatbas ävatbas karsbatbas gamatbas janatbas 

dbamatbas naksbatas patatbas bbäratbas bbasatbas mädatbas yätatbas 



1) schenke viele Labungen, du hast sie bereit (gegen Ludwig Inf. 96). 

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41 

yajathas vanathas varathas vahathas sadafhas svädaihas rijathas s&dha- 
ihas jfyathas dfyathas jinvathas pfnvathas (ikshafhas bhOshatlias zu 
Ibhüsh 3, 12, 9 zu ISbhüsh 3, 38, 6 und 6, 75, 8, jtirvathas — srija- 
thas yphäthas. 

ksh&yathas zu 2Jcshi nayaihas bhävathas cetathas ghoshathas roha- 
thas — rinlthaB — IqlQuihäs ümuthas yanuthas invathas p^vaihas mun- 
cathas — ra^yathas 5, 74, 2 (1, 112, 18 mit dem Accent ra^yäthas 
ist verdächtig) gächathas chadapthas yarshayathas dharayathas pftraya- 
thas y&säyathas na^yathas 10, 40, 6 — tartarithas — yiyssat^as 
dhitsathas — irajyattias — bluBhajyäthas bhura^yäthas dafasyathas 
dnyasyäthas mushyäthas. 

§ 42 thas im Conjunctiv. 

stbäthos 9rayatbas äsatbas karathas yedathas, 8, 26, 11 dai'9athas 
8, 26, 4. 

dädhathas 4, 44, 4 (cik^tathas) pibathas — avathas vadathas 
smarsthas vidathas — däsathas dbasathas pärshathas zu 2par varsha- 
thas zu IvcMT 8, 5, 21. 

§43. 
tarn im Indicatiy eines Augmenttempus. 

iyStam aitam äbhutam ästam ahatam — adattam adhattam amu- 
muktam ätatansatam äsldatam — äjatam ävatam äprathatam ämanthatam 
ai*adatam yielleicbt äsafcatam 1,112, 9 (nach Benfet acc. sing.) aii*atam 
ajinvatam apinvatam a9ikshatam — atiratam -* abhavatam — aii^l- 
tam ayiiQltam amush^ltam ampnatam — adhOnutam akrinutam — 
atfintam (fQr atyint-tam) asincatam amuncatam — ayachatam — 
adhSrayatam afvayatam — adardptam. 

An augmentlosen Indicativen finde ich nur dhätam und spartam 

7, 71, 5 9P9utam 7, 83 4. 

§ 44. 

tam im Imperativ oder unechten Conjunctiy. 

khyatam datam dhatam patäm zu Ipa 1, 46, 5. 1, 47, 3 u. 5. 
1, 153, 4. 3, 12, 1-2. 3, 58, 9. 3, 62, 18. 7, 66, 19. 7, 91, 4. 

8, 76, 1. 10, 93, 1. Val. 9, 2 zu 3pa: 1, 93, 8. 1, 112, 25. 1, 120, 
4 u. 7. 2, 39, 4. 4, 56, 4. 5, 70, 3. 8, 40, 12. 8, 42, 2. 8, 76, 2. 
yatäm sthatam sitam gantäm gatdm hatäm yautäm 9aktam dhaktam 
volh^ k^täm yartam 6, 62, 11 spiitam stäm prifiktäm yarktam jitam 
yltäm bhatäm sutam 9rutäm stntam riktäm yittam. 



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42 

jigatam mimitäm zu 3ma ficit&m za Iga ^^ 122, 3. 7, 104, 1 zu 
2(a 2, 39, 7 dattam dhattdm jcyastaiu jigptam pipiitäm zu Ipar 1, 93, 
12. 3, 26, 9. 6, 60, 12 zu J^ar 7, 60, 12 didptam sisptam yuyotÄm 
und yuyutäm zu 2yu, mumuldanL Dazu pfbatam tish^atam rlradhatam 
mumöcatam jiyoshatam didayatam pipyaiÄm stdatam vocatam jagptanL 

ajatam aratam ävatam karatam jdratam za Ijar 7, 67, 10 taksha- 
tam tapatam patatam bhajatam bhäratam yätatam rikshatam v^atam 
vardhatam vähatain sädatam dh&vatam zu 2dhav jfnvatam pfnvatam 
9fkshatain dlyatam bboshatam ttirvatam venatam — tiratam mrilatam 
yphatam spjätam vidatam ukshatam ubjätam rubätam. 

jäyatam nayatam bbävatam s^dhatam bödbatam oshatam. 

a9nltä.m prinltäm 9riQltäm st^inltäm — binotam a9nutain krinutäm 
9)i]LUt^ tppnutäm invatam pfinktim tiimpatam sincatam muncätam 
— h&ryatam asyatam vidhyatwi syatam — gäcbatam yacbatam. 

janayatam jambbäyatam vartäyatam vai'dhäyatam varsbayatam dhä- 
rayatam parayatam sädbäyatam Irayatam codayatam 9ravayatam arpa- 
yatam — mimiksbatam s&basatam — gopäyätam canasyätam da9asyä- 
tam urusbyätam. 

yaush^am gamisb^am kramisbtam avisb^m vadbisb^am 9natbi8btam 
mardbisbtam tarisb^am cayisb^m {Ici) yodbisb^m m^iksbatam yasisb^am. 

§ 45. 
tarn im Optativ. 
8]^tam vidyatam jagmyatam 9U9rayätam vocetam tiretam. 

g 46 atbus im Perfectum. 

cakbyatbus dadätbus dadbatbus papätbus yayatbus viyyäihus von 
Ivya tastbäthus arathus avätbus asathus jagmätbus cakrätbus papratbus 
petaibus sedätbus yemätbus Qpätbus ühäthus jagiibbätbus lyatbus jigya- 
thus ninyatbus pipyatbus Ishätbus liiicätbus vividätbus von Svid, jijin- 
vätbus pipinvätiius mimiksbathus babbQvätbus — vidätbus taksbatbus 
skambätbus. 

§ 47 tba (a) im Indic, Präs. und Fui 

patbä zu Ipa 1, 86, 1 , zu 3pa lO, 126, 2 und 4, yatbä gatbi batbi 
kritba itbä netbä (vgl. Index) sthä. 

dbattbä pipptbä zu 2par bibbritba jüjosbatlia bübodbatba süsba- 
datba. 

äjaiba ävatba täksbatba na9atba patatba bhäratba mädatba i-äksba- 
iha vabatba särpatha kbadatba räjatba jfnvatba krilatba bbtüsbatba ttir- 
yatba ejatba rejatba. 



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43 

kshäjatha zu 2k8hi näyatha cetatha bhavatha moshaCha — jSniiha 
— dhünutä sunnthä krinuthä a9Dutha — munc&tha — haryatha pa9jatba 
asyatha rishyaiha püshyatha — gachatha — janäyaiha vartayaiha var- 
sliayatha parayatha Irayatha jlyäyatha medayatha kopäyatha cySväyatha 
da9asyatha. 

Futamm: karishyätha bhayishyatha. 

§ 48 tha im Oonjunctiv. 
^tha stavatha i, 21, 2 plbätha ävStha y&hatba vidstba risbatha 
jayatha sanavatha gacbatha chadäyatha. 

Von 8-Aoristeu dhasatba nesbatha mätsatba pärsbatba. 

§49 tbaiia(a). 
paiMna zu 3pa yatbäna sübäna vädatbana. 
CoDJonctiy: risbaibana. 

§ 60 ta im Indicativ eines Augmenttempus. 

afta äbbüta äkarta atashlja acbsüita 1, 165, 12 (wenn dies nicbt viel- 
leicbt eine Aoristform ist, deren s ausgedr&ngt wurde) abravita. 

ädadata ädadbsta ädhatta ajaganta atisb^bata — arata 1, 4, 5. 
1, 39, 5 ävata ätaksbata asarpata äpinvata — apricbata asyijata — 
änayata äbbavata — drii^ilta — akyi^ota akiinuta dpin9ata ämuncata — 
agacbata — aySsisb^. 

§ 51 ta im Imperativ oder unecbten Conjunctiv. 

kbyata giM data dbäta pätä zu Ipa 1, 45, 10. 4, 34, 6. 4, 36, 4, 
sonst zu 3pa, yatä. stbata gata batä attä g^ta (aber gantä 6, 49, 11) 
yänta kärta kyita 10, 97, 2 vai-ta (för vartta) 9asta itd 8, 24, 19 6ta 
(dahinter folgt u) beta brOta bbütä 9ruta 9röta sota stota. 

jigata dädata datta dädhata dbattä 9i9lta zu 20, iyarta sisbakta 
jigrita didb^tä pipritä zu 2par pippkta didisb^ ninikta yayota juhota 
jubuta. Mit a: plbata tfsb^bata paptata rlradbata. — raranätä 1, 171, 1 
fasse icb mit BB. als 2^ pL, Boli^ensen Z. D. M. G. 22, 574 siebt 
darin nom. pl. part., indem ä gleicb as sein soll. — sldata vocata 
pipyata pipayata ririsbata mumocata. 

ärcata arsbata avata carata taksbata tapata tarata daksbata pacata 
bbaksbata bbarata madata räksbata vadata vanata vapata vardhata 
vabata 9aAsata sai-pata sacata sadata sa9cata (oder — äta? vgl 3pl.) 
dbavata zu IdJ^av: 8, 89, 7. 9, 46, 4, 9, 106, 9 zu 2dhav 8, 1, 17. 
8, 2, 25. 9, 11, 6 yacata jinvata pinyata bbüsbata zu Sbhüsh. 

turata pricbäta mpläta vribata spjäta spp9ata uksbata kbudäta 
nudata. 

gübata. 



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44 

jäyata näyata s^dhata sredhata bbäyata codata stobhata robata. 

pnnäta 9, 104, 3 punltä 9, 67, 27 gp^Ita pfinitä stpifLiA g^ibb^lta 
jSnita plicata. 

binota dbOnuta sunöta sunatä kpijiöta kpi^utä (fii^ota ffiiiatä 
tjipQuta Qr^uta. 

nnätta yunakta ypnkta — mäntbata dpobata mp&jata nindata 
piäfata sincata muncata yofyata 9undbata 9ambbata. 

päfyata jasyata baryata isbyata vidbyata pusbyata g&yata vayata 
zu 5va — gacbata yäcbata icbata ucbata. 

janayata vartäyata bb&jayata sadäyata 4äyata (BB. iläyata) codär 
yata bodhayata my^äyata — gpbbayita skabbayäta — irajyata — caü- 
kiamata raranta 6^ 54, 13 intens, zu radh — vfyasata — isba^yata 
risbai^yata sapaiyata da9asyata duvasyäta namasyäta nrusbyata. Von 
8- Aoristen naish^ vadbisb^a binsisbj^ mpksbato 8, 66, 9 und avitä 
(vgl, Index), 

g 52 ta im Optativ, 
syäta 5, 87, 9 tireta 7, 68, 3. 

§ 63 tana im Indicativ. 

iyatana äsastana aftana äbetana abbQtana äbravltana — ijabatana 
ädattana ajagantana ajabbartana — acucyavitana — akfii^otana. 

g 54 tana im Imperativ oder unecbten Gonjnnctiv. 

gatana dbatana yatäna attana gantana yantana bantana kärtana 
9astäna itana etana citana bbütana sotana bravltana. 

jigatana dadatana dädbatana dbattana dbetana mamättana vivaktana 
pipärtana vavpttana bibbltana didisb^ana yuyotana jubotana jujusbtana. 

bbajatana — pp^ltana 9ri9ltana punitäna kiinötana 9ri90tana 
sonötana binotana — anaktana pinasbtana — nabyatana — 

Von 8 -Aoristen ränisb^ana avisb^äna vadbisb^ana 9natbistana. 

§ 66 tana im Optativ, 
syätana 1, 38, 4 tiretana 8, 18, 22. 

§ 56. 
Der Ausgang a (a) in der 2pl. perf. 

dadi 1, 39, 9. 5, 75, 7. 4, 36, 9 (an den beiden letzten Stellen 
imperativiscb,) yayä cakrä üsbä zu 2vas 9eka sedä 4, 35, 8. 7, 59, 7 
(von Benfey Volit. Gr. 374 Anm. 2 föJscblicb als 3"* sing, gefesst) 
anaja 5, 54, 1 ana9ä anaba 8, 48, 5 9a9asä babbUvä vidä. 



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46 

n. 

Die medialen Endungren 

nämlich se im Ind. und Conj. (sai s. Index) thäs sva athe athSm dhve 
und dhyai dhvam (dhya). 

Indem ich, was die conjunctivischen Endungen betrifft, auf das 
Capitel aber den Conjunctiv verweise, begnüge ich mich hier, den Dual- 
endungen einige Worte zu widmen. Die Dualendungen sind athe und 
atham z. B. yasäthe Irätham. Bekanntlich entsteht e, wenn diese 
Endungen an Stämme auf a antreten: rakshethe zu raksha, yärdhetham 
zu vardJui — , auch dhethe yon dha. Man könnte geneigt sein zu 
glauben, dass in diesem Falle e nicht ein Product yon a und t, son- 
dern ein 7] darstelle, gegen diese naheliegende Annahme aber sprechen 
ausser dem Zend (ygl. Schleicher § 286) einige yedische Formen mit 
ai: dhaithe a9nayaithe pn^afthe. Yon ihnen sind die beiden letzten 
Conjunctive, dhaithe scheint Indicatiy. Von den entsprechenden For- 
men dritter Person mit dem Ausgang aite, welche hier gleich mit 
erwähnt werden mögen, ist k^i^yalte sicher Indicatiy (der Conjunctiy 
würde kyinayaite lauten) brayaite Corg., bei den andern ist die Ent- 
scheidung nicht sicher zu treffen. Auf jeden Fall steht das fest, dass 
ai nicht ein Zeichen des Conj. ist, sondern sich bei beiden Modis 
findet 

Es scheint mir also festzustehen, dass auch das e diphthongischer 
Natur ist, ich weiss aber dem, was Schleicher a. a. 0. über die Ent- 
stehung desselben yorbringt, nichts hinzuzufügen. 

§ 57 se im Praes. und Fut. 
cakshe zu caAsh, kfishe (doch ist die Bemerkung yon Ludwig Inf. 76 
zu beachten) 9^she yitse yon 3vid, fkshe brüshe. 

dhatse tish^hase jighnase. 

garhase cäkshase järase zu 3jar nakshase mändase manhase jajase 
yamase rakshase yärdhase yahase säcase harshase asase 8, 69, 5 gahase 
bädhase bhrajase fyase pinyase prichase xxufi^e yuyase. 

cayase 1, 190, 6 nayase päyase stayase röcase modase 9obhase 
to9ase (8, 15, 11 zu 2tuQ) ohase dohase 5, 44, 1 (unklai-, nach Sayana 
dhukshya, nach Mahidhara zu V. S. {fflharayasi) rohase. 

gP9lsh6 h]inlsh6 9rlnlshe cinush4 dhtlnushä krinushe a9nu8he 
Ornushe — 9rinyishe. 

pnjäse yindäse sincäse 9Ümbhase. 

jäyase träyase p;^yase däyase pätyase mänyase mäcyase 1, 31, 4 
(wenn du dich losmachst). Zum Medium oder Passiyum nidhyase, 
dessen Accent nicht überliefert ist 



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46 

yachase ichase — ffishe. 

prathayase mahajase chandayase msdäyase stb&payase — jigl- 
sk2L8e(ß) coshkQyäse — duchun&yase tavishlyäse durgfibhlyase snkratQ- 
yase ypshsyäse npmanasyase makhasyäse. 

Im Fatorom: stavishyase vasayishyäse. 

Im Passiyimi: 

fyy&se 9a8yä86 mrijyäse nlyase. 

ricyase sicyäse idhyäse püyase stüyase hflyäse ucyase yxgyäse. 

g 57 86 im Ferfectom. 

cicyoshe Yayakshe 7, 100, 6 zu vctc (sonst ücishe) ririksh6 vivitse 
cakfishä pappshe 10, 73, 8 (ob zu Ipar?) jabbpsho yay)ish6 dadpksh^. 

ücishä 8, 71, 2 von uc, 3, 22, 3 von vac, Qpishe ühishe 1, 128, 6 
von vah^ jajnish^ tatnishe dadhish^ rarishe. 

Die Beduplication ist abgeMen in dhisbe. 

§ 58 se im Gonjonctiy. 

kärase 3, 43, 5. 10, 29, 4 dadhase 6, 16, 17. 8, 32, 6 yardh&se 
yuYäse kjifayase yanayase yatayaise madäy&se kamdy^e codäy&se joshi- 
ySse arthäyase nll&yase — maiisase dpkshase ppkshase. 

§ 59 thSs im Indicatiy. 

adhithSs äk^ith^ mfithSs m^ishthss rikthSs nutthäs äynkthSs. 

adbatthas ämimithss rSrltbas yuyoth&s johOi-th^ bibbishathas — 
ämandathas badhathSs äpayathäs irocatbas — bp^thas adbünatbSs 
tanuthas — amnficathas — äjayatbSs jäyatbas manyathas abaryathas — 
ijanayatbas dbaräyatbas. 

cyosb^as acayish^bas afamishthäs äframisb^as jänish^bas mar- 
sbisbtihSs. 

§ 60 tbas im Optatiy. 

Nor in den opi perf.: ySypdbltbäs caksbamitbSs und den Preca- 
tiyen sasablsh^bas manslsb^bäs ySsislsb^bas. 

§ 61 sya (a) im Imperatiy. 

träsya mSsya räsya dbishy^ cakshya yäksbya säksbya matsya yän- 
sya kpshyi Irshya yuksbyi duksbya — yäsisbya flishya jänisbya 6, 15,18. 

jiblsbya dadbishyi yayptsya mimiksbyä pibasya sldasya pipr&yasya 
mämabasya yaypdbasya y&yfishasya. 

kalpasya kramasya järasya zu Sjjar 1, 123, 5. 7, 76, 6, zu 3jar: 
3, 3, 7. 7, 9, 6 tapasya naksbasya namasya prathasya bbajasya bb^*a- 
sya mändasya yajasya yatasya raksbasya rabbasya ramasya yadasya 



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47 

vändasva yärtasva yardhasva rahasva fvancasva säcasva sahasva syan- 
dasya sv&dasya Mrshasva bädhasva pinvasya. 

kiishasva zu 2karsh, inp9ä8va srijasva vpshasva vi9ä8va yüvfisva 
zu 2yu, nudäsva gorasva joshäsya — nayasva 9rayasYa pävasra (uur im 
nennten Bnch) codasya 90ca8ya — yp^lshyä ppnaava — kp^nshyä 
9|i]^ushy& ün^nsha tannshya yannshya — yunkshyä sincasya — padya- 
sya pacyasya dphyasya jSyasya träyasya pyäyasya yyayasya dayasya 
syasya — Passiyum ist yacyasya yachasya ichasya — kalpayasya 
janayasya prathayasya randhäyasya yardhayasya spai^ayasya c&täyasya 
madäyasya 8p&9ayasy£^ Irayasya y&yayasya — arthayasya yQäyasya — . 
Von einem s- Aorist dhnksMsya. 

§ 62 athe. 

äsathe I9athe pdhäthe cakshathe yasathe l, 152, 1 dh^the 1,158,2. 

Perfecta sind wohl die folgenden rednplicirten Fonnen: a9athe 
rarathe cahamathe mamnäthe zn man cah'äthe sasräthe liricäthe, yer- 
muthlich anch dadäthe nnd dadhathe und yielleicht cik^the 5, 66, 4, das 
nach Ludwig 99 und Qrassmann aus *eikyathe entstanden sein soll. 

jai^ethe zu 2jar rakshethe yarethe zu Ivar yahethe sacethe — 
yuyethe — jayethe 9rayethe — tanyathe — yunjäthe diinhöthe — 
ta^ayethe madäyetlie dhSräyethe Irayethe — arthayethe. 

Der Ausgang aithe in: dhaitlie 6, 67, 7 a9nayaithe 7, 70, 4 pri- 
^the 7, 61, 2. 

Conj. ist trasathe 5, 62, 6. 

§ 63 atham im Ind. und Opt. 

äpaspfidhetham 6, 69, 8 ist Perfectstamm — abadhetham anudhe- 
tham — ayindetham ayarayetham afrayetham ayliayetham. 
träsitham ist Opt. aor. (ygL Gbassmann). 

8 64 atham im Imperatiy. 

Iratham münatham raratham järetham 3, 58, 2 zu 2jar yärdhetham 
yajetham yahetham smaretham badhetham — yrishetham ukshötham 
nud^tham jush^tham — cödetham — pri^etham — manyetham traye- 
tham — tarpaiyetham dharäyetham madäyetham cetayetham — rasa- 
tham zum Aorist mit s oder einer besondern Wurzel ras. 

§ 65 dhye und dhyaL 

afigdhye — dadhidhyö wohl Perfectum — dhayadhye bhäradhye 
yähi».dhye mandadhye badhadhye — cayadhye 9ayadhye 10, 108, 4 — 
träyadhye. 

Gonjunctiyisch kamäyodhye madayadhye und mSdayadhyai. 



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48 

§ 66 dhvam im Indicatiy. 
ärftdhyam äcidhyam zu 2ci ämugdhyam äyugdhvam aylvridhadhyam 
äjushadhyam akrinadhyam astli^payadhyam. Zum s-Aorist: totodhyam. 

§ 67 dhvam (dhva) im Imperativ, 
tridhvam kpdbvam Sdhvam (as) Irdhvam rarldhvam vavpdhvam 
8, 20, 18 zu vart pibadhvam tish^adhvam dadhidhvam (Perfectum?) — 
ajadhvam ksbämadhvam namadlivam bharadhvam y^'adhvam rabha- 
cÜivam rdmadhvam vadadhvam vartadhvam svajadJivam sahadhvam 
bsdhadhvam pinvadbvam srijädhvam tiradhvam jushädhvam mucadhvam 
— nayadhvam 9rayadhvam pavadhvam modadhvam — vjinldhvam 
pri^adhyam Iqinudhvam sunudhvam tanudhvam indhvam {idh) yufig- 
dhväm sineädhvam — asyadhvam budhyadhvam slvyadhvam trSyadhvam 
dayadhvam syadhvam — gachadhvam yachadhvam — marjayadhvam 
dhSrayadhvam madäyadhvam sadayadhvam Irayadhvam cetayadhvam. 
Passivum yujyadhvam. — Denominativa: virayadhvam tilvilayadhvam. 
Die Endung dhva wird angenommen in yäjadhvainam 8, 2, 37, was in 
yäjadhva enam aufgelöst wird. Doch erwäge man durgähaität 4, 18, 2 
aus durgäham etat, drävi^ehä aus dräyiijiam ihä A. V. 18, 3, 14 u. ähnl. 
Andererseits spricht das Griechische ftir dhva. 



fCuftes capitel 

Die Endungen dritter Person. 

I. 
IMe aetiven Endnngen. 

Es sind: ti t tu tat s (und der Ausgang a) tas t3m atus anti ati 
an (an) us antu atu. 

Bei dem t des Singular sind die lautlichen Vorgänge zu bespre- 
chen^ welche bei dem unmittelbai*en Zusanmientreffen des Suffixes 
mit den Endconsonanten des Stanunes stattfinden. Dabei soll, wie 
schon S. 33 angedeutet ist, die zweite Person mit besprochen werden. 
Wenn die Endungen s oder t an einen consonantisch ausgehenden 
Stanmi unmittelbar antreten, so entsteht eine lautliche Schwierigkeit, 
da das Sanskrit mehrere Consonanten am Woi-tende nicht duldei For- 
men wie abans ahant ayunaj-s ajunaj-t oder ayunak-s ayunak-t, welche 
der Bau des Verbums fordert, und welche zweifelsohne auch in einer 
älteren Sprachperiode einmal existirt haben, wurden dem Inder früh 
unerträglich. Es entstand ein Kampf zwischen den beiden Consonanten, 
und dei*selbe wurde Ar die ungeheure Mehi-zahl der Fälle mit dem Siege 



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49 

des Stammconsonanten entsdueden. Aus ^abans wurde ahan, aus 
'^'akart akar.^ Mir sind nur vier Beispiele bekannt, in denen der Suffix- 
consonant das Uebergewicht behalten bat: erstens das oben ei-wäbnte 
äySs aus ayaj-s du opfertest (vgl avayas aus ^avay^js), zweitens findet 
sich im (}B,t Br. äkat er machte, statt des gewöhnlichen äkar, worauf 
schon Kuhn KZ. 18, 379 aufmerksam gemacht hat, ferner A. Y. 3, 6, 7 
äbhanas von IhaHj (s. BB. s. t.) und endlich im ^^t. Br. und Aii Br. 
vyä9at als 3*" sing, von vi- gas zerschneiden, das, so weit ich sehe, 
nur aus *yya9nät zu deuten ist Es mag noch einige derartige Formen 
geben, aber schwerlich viele. Dass die beiden Gonsonanten erhalten 
wären, kommt nicht vor. Zwar fQhrt Kühn a, a. 0. 379 die 3** Sing, 
dai-t als einen derartigen Best aus alter Zeit an, aber! dart ist nicht 
nur dritte Person, wie in der von Kuhn angefahrten Stelle, sondern 
auch zweite 1, 174, 2. 6, 20, 10. Man muss sich desshalb nach einer 
Auffassung umsehen, welche das t in beiden Personen erklärt. Eine 
solche giebt Both, welcher annimmt, dass dart aus dardar (2** und 
3** intens.) versttünmelt sei Diese Erklärung ninmit eine Verkürzung 
der Form an, für die man vergeblich nach Analogieen suchen würde, 
hat aber, wie mir scheint, dennoch viel Wahrscheinliches. 

Nachdem hiermit das Besultat des Lautprocesses dargestellt ist, 
fragt sich nun, wie man sich den Hergang vorzustellen hat. Im All- 
gemeinen sind zwei Wege denkbar, der des Consonantenabwurfes und 
der der Assimilation. Das erstere ist offenbar überall anzunehmen, wo 
eine Wm*zel auf einen Explosivlaut endet, also bei dhak ri^ak äbhinat 
u. s. w. Bei den a- Wurzeln — welche von den i- und u- Wurzeln 
wohl zu ti'ennen sind — bleibt das a in diesen Formen stets kurz. 
Dagegen wenn eine a- Wurzel zum letzten oder vorletzten Gonsonanten 
einen Fricativlaut hat, so kann das a auch lang werden. Eine feste 
Regel hat sich nicht herausgebildet, sondern es steht ätan neben ätän 
von ton, äkrSn neben äkran von hrand^ von kar kommt äkar, von 
kshar äkshär. Bei diesen Foimen wird jeder, der mit den neueren 
Untersuchungen über indogermanische Lautlehre vertraut ist, an Assi- 
milation denken. Auch mir erscheint eine solche Auffassung die natür- 
lichste. Was die Foimen mit n betrifft wie ähan, so darf man sich 
nicht direct auf die Schreibung mit Doppel -n vor einem Vocal berufen 
z. B. ähann ähim, denn alle auf n ausgehende Foimen verdoppeln das 
n vor einem Yocal, auch ein Yocativ wie räjan, bei dem die Yerdop- 



1) Dass der Yisarga, der nach indischen Gesetzen stets am Ende steht, als 
Vertreter von r, nicht von s aufzufassen ist, folgt für die zweite Peraon aus der 
dritten. 

Delbrüdk, altlndiachoi Vorbum. 4 



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50 

pelong keinen etymologischen GiTind hat, aber indirect beweist das nn 
allerdings etwas. Wäre nicht in fiist allen auf n aasgehenden Formen 
nn etymologisch berechtigt, so wäre man nicht dai*anf gekommen, es 
übersJl zu schreiben. Wenn also die Annahme dass n einen folgenden 
Endconsonanten sich assimilirt habe z.B. in äsann „sie waren*' ans '''äsant, 
überhaupt nicht zu nmgehen ist, so wird man sich ihrer auch in unse- 
rem Falle bedienen dürfen. Auch dem r wird man sehr geneigt sein, 
eine starke Assimilationskraft zuzuschreiben, wenn man liest was Cub- 
Tius Studien 2, 159 ff. über die Bildung des griechischen Nominativ 
SinguL ausgeführt hat Die Wahrscheinlichkeit, dass der Vorgang im 
Sanskrit, derselbe gewesen sei, wie im Griechischen, würde zur Gewiss- 
heit erhoben werden , wenn Gbassmann Vorwort zum Wörterb. p. VII 
Becht hat, die Nominative mätsr und hötär in den Text des Bigveda 
zu setzen, worüber ich mir das Urtheil verspare, bis weitere textge- 
schichtliche Untersuchungen vorliegen werden. 

Weit schwieriger als atSn und akshär erklären sich nun aber die 
zweiten Personen yät von yaj^ bhäk von ihaj, avät von vah und die 
dritten aprät von prach^ adhÄk von dah, asräk zu sarj (vgl. adräk zu 
darg). Ich sehe mich nicht in der Lage diese Formen einleuchtend zu 
erklären. Eine wissenschaftliche Lautlehre des Sanskrit ist ja kaum 
begonnen worden. 

Bei den i- und u- Wurzeln wechselt Guna und Vriddhi des Vokals: 
äbhet von bhid und äfvait von fvU^ ebenso ädhok von duh und mauk 
(28.) von muc T. S. 1, 1, 9, 2. Die Steigerung des Vokals steht übri- 
gens nicht nothwendig mit den Consonantenvorgängen im Zusammen- 
hang vgl. äcet und äcait zu Ici und nait zu nl T. S. 1, 1, 10, 10. 

Bemerkenswerth ist die Bildung unap (etymologisch geschrieben 
unabh) von ttbh. Aus ubh wird durch Replirung unibh, man könnte, 
da nach § 178 das a ein späterer Einschub ist, umabh erwarten, unabh 
geht offenbar auf eine ältere Gestalt '^unbh zurück. 

Ich wende mich mit Uebergehung von tu und tat zu dem Suffix s. 
Es muss freilich zweifelhaft bleiben, ob ein SufGx s fOr die dritte Per- 
son überhaupt anzunehmen ist, oder ob nicht überall s aus st hervor- 
gegangen ist, — wie in ajais d^ sing. aor. von^', eine Form, die sich 
zu dem späteren ajaish-l-t (schon im AV.) verhält wie äs er war zu 
äs-l-i Dass die § 79 aufgezählten Precative so zu deuten sind, ist 
die mehr als wahrscheinliche Meinung Bollensen*8 Z. D. M. G. 22, 594. 
Auch äpas äpräs und ves könnten aus *ap5s-t ♦apräs-t *ves-t herge- 
leitet werden. Doch würde diese Herleitung an Wahrscheinlichkeit 
verlieren, wenn wirklich mit Ludwig 82 ädadhäs als 3** sing, aufzu- 
fassen wäre, was ich geneigt bin, anzunehmen. Ein sicheres ürtheil 



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61 

über diese Fi*age ist von der weiter fortschreitenden Interpretation des 
Veda zu erwarten. 

An den Schluss der Singolai'endnngen stelle ich den Ausgang a in 
der 3*~ sing. perf. So wenig wie die erste hat die dritte ein eigenes 
Zeichen, dieses ist vielmehr — wie zu vermuthen ist — verloren 
gegangen und nur das stammerweitemde a übrig geblieben. An Wur- 
zeln auf s lautet der Ausgang Su (nur papra hat an einer Stelle das S 
bewahrt), üeber dieses Su habe ich K Z. 21, 88 gesprochen. Ich sehe 
darin nichts als eine dumpfere Aussprache des a, wie im Nonu Acc. 
Dual der a- Stämme. 

Mit üebergehung der Dualendungen wende ich mich sofort zu denen 
des Plural. Es handelt sich bei ihnen vor allem um die Abgrenzung 
des Gebietes von anti an antu einerseits, gegen ati us atu ande- 
rerseits. Dass ati und atu Verkürzungen aus anti und antu seien, hat 
meines Wissens noch niemand für ein „unbewiesenes Bopp'scbes Dogma'* 
erklärt Dagegen ist Bopp's Meinung über us diesem Schicksal nicht 
entgangen. Nach Westphal nämlich soll us nicht eine Parallelform von 
an sein, und nicht wie dieses auf ein ursprüngliches ant zurückgehen. 
Wenn man aber weiss, dass im BV. abibhran vorkommt, während die 
Form in der späteren Sprache abibharus heisst, wird man an der 
ursprünglichen Identität der Suffixe nicht zweifeln können. Ich bleibe 
also bei der Annahme, dass us aus ant entstanden sei 

Das Suffix ati nun findet sich stets hinter der reduplicirten Wur- 
zel wie § 88 zeigt. Ist aber die reduplicii-te Wm*zel noch um ein a 
vermehrt, wie pib-a, dadh-a, so tritt das gewöhnliche Suffix anti ein. 
Ausser bei reduplicirten Wurzeln erscheint ati in takshati und sa9cati, 
in der späteren Sprache nach Angabe der Grammatiker auch in 9asati 
von gas befehlen. Es liegt nahe zu vermuthen, dass diese Verba einst 
mit Beduplication gebildet wurden, der Beweis aber ist nur fQr sa9cati 
zu fahren. — Das a des Suffixes anti (ati) verschmilzt mit dem ä der 
einfachen auf ä auslautenden Wurzel: pinti zu jpA, i und u werden 
davor zu y und v, oder wenn die Häufung von Consonanten es verlangt 
zu iy und uv: vyänti zu vf, aber kshiyänti zu kshi^ 9ri9vänti zu frw, 
aber dabhnuvänti zu dcibh. Dagegen das a der zweisilbigen Stämme 
auf a und das ä des Stammsufifixes nS verschwindet vor dem a des Suf- 
fixes, aus raksha — anti wii*d räkshanti, aus punä — anti punänti. Man 
könnte sagen, das Suffix sei nti, und das a habe sich nur eingefunden, 
wo ungewölmliche Lautgruppen (wie *kshinti etc.) entstanden wären. 
Unter dieser Voraussetzung aber müsste man sich wundem, dass 
punänti und nicht vielmehr *punänti entstanden ist, wie päntL Frei- 
lich könnte man einwenden, dass in der Form punäntl eine ältere 

4» 



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52 

kurze Form des Stammsuffixes na zu Grunde läge (denn an nl, wie 
Bopp thut, darf man gar nicht denken, das hätte ''^^uiyänti gegeben). 
Ich kann die JjVage hier nicht abschliessen , die tief in das indogerma- 
nische Alterthum zurückgreift, glaube aber, dass wii* eine „Ausstossung*' 
von Stammyocalen vor dem SufSx — so yorsündfluthlich der Ausdruck 
auch klhigt — doch nicht wegläugnen können. 

Ich komme zu dem Zwillingspaar an — us. Die Endung an findet 
sich 1) an allen Stämmen die auf kurzes a endigen^ also im gesamm- 
ten Goigunctiv, der die Endung us gar nicht kennt, im Indicatiy aller 
Präsensstämme auf a und den Aoristen auf sa. Zu den Pi-äsensstäm- 
men auf a gehört auch t(shth-a, also atish^han. Schwerlich aber ist 
abibhran so aufzufassen, wovon .sogleich mehr, 2) bei allen übrigen 
Präsensstänunen mit Ausnahme des dm-ch blosse Beduplication gebil- 
deten, 3) bei allen Augmenttemporibus von der einfachen Wmzel, 
wenn diese nicht auf ä endet, also äkhyan (vgl § 127) a^yitan, neben 
der 3^ sing. ä9yait, äbhüyan neben abbat Dagegen die Endung us 
hat ihre Stelle 1) im Optatiy, 2) im Indicatiy des Aorist, dessen Zei- 
chen ein blosses s ist z. B. adhäsus abhaishus etc., yrährend wie oben 
bemerkt alle Conjunctiye, also auch der Conj. des s-Aoiists die Endung 
an haben, jaushus also ist die augmentlose 3^* plur. ind. aor. yon yu, 
yoshan dieselbe Person im Conj. 3) Im Indicatiy des Perfectums. 
4) Im Indicatiy des Augmenttempus vom reduplicirten Stamme (ohne 
Zusatz eines a), mag das Augmenttempus nun im Organismus des 
Oesanmityerbums als Präsens, Aorist oder Plusquamperfectum zu 
betrachten sein. Doch ist das Material gering, und der Gebrauch yon 
US bei dem Imperfectum nicht ganz durchgedrungen. Wenigstens 
liegt kein Grund vor anzunehmen, dass in abibhran der Stamm um a 
vermehrt sei, was bei den unmittelbar hinter abibhran folgenden redu- 
plicirten Formen allerdings der Fall ist, sondern ich betrachte abibhran 
als eine Nebenform zu abibharus, nur auf eine andere Weise aus dem 
vorauszusetzenden *abibharant verkürzt. 5) Bei dem Augmenttempus 
aus der einfachen Wurzel, wenn diese auf S endigt z. B. ädhus yon 
dlUL Endlich 6) bleiben noch eine Anzahl von Formen auf us übrig, 
welche zu a- Stämmen gehören, und bei denen man den Grund, warum 
sie US haben, nicht überall einsieht, nämlich sa9cus und takshus (vgL 
safcati und takshati), äkramus und einige andere (vgl § 92 ff.)» iu denen 
man aber vielleicht Perfecta ohne Beduplication sehen muss. 

Die Bechnung geht also, wie gewöhnlich, nicht völlig auf, doch 
scheint mir klar zu sein, dass die Endung us die leichtere Form ist, 
welche dort auftritt, wo der Stamm entweder vom (durch Beduplication) 
oder hinten (durch das i des Optativs oder das s des Aorists) beschwert 



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53 

worden isi Wir haben also eine Wirkung jenes Gleichgewichtsgesetzes 
vor uns, welches Bopp geahnt, und noch niemand deutlich beschrie- 
ben hat. Nur der Grund, warum von dhä u. Und. Wurzeln adhus 
gebildet wird, und nicht *adhan, wie es doch ahyan von hi heisst, 
und nicht '^'ahyus, kann nicht auf dem Gleichgewichtsgesetze beruhen, 
sondern auf dem noch unfassbareren des Wohlklanges. 

Von der Form atu endlich neben antu giebt es nur ein Beispiel 
nämlich dadhatu. dadhantu kommt natürlich von dadh-a. 

Dass einige Formen auf an nicht als Goqj. sondern als Indicative 
aufzufassen sind , [in Sn also eine eigenthfimliche Verwandlung von ant 
zu sehen ist, ist, wie § 91 zeigt, Bollensen's sehr wahrscheinliche 
Auffassung. Man würde sich freuen, einer solchen Fonn mit Augment 
zu begegnen. Ehe diese nicht gefanden ist, .ist die Auffassung nicht 
absolut sicher. 

§ 68 ti im Indicativ des Präsens. 

dÄti zu 3da 1, 66, 8. 5, 7, 7, pÄti zu 3pa bhäti yäti väti &tti ästi 
takti bhärti varti (besser vartti) 8, 6, 38 väsh^i häuti ämshü 1, 127, 4 
rish^ 6ti ksh^ti v6ti zu li>^ und 3i^ dv^sh^i r^lhi 

aniti 9väsiti taviti brävitl 

jfgäti dädäti dädhäti mlmäti 9i9Sti 7, 18, 11 zu Igä^ 8, 15, 7 zu 
2fa jähäti iyarti jigharti plparti 1, 46,4 zu Ipar^ sonst zu 2par. blbharti 
und 4, 50, 7 bibhärtL slsarti vivakti sfshakti vivash^i vavarti viveshti 
yuyoti juhöti — pfbati tish^hati jtSjoshati sldatL 

äjati arcati arshati arhati ävati krandati ksharati cäi*ati tapati 
tdrati dhämati näkshati pacati patati bhajati bhänati bhärati bh^'vati 
mddati mardhati yäjati yätati yämati räkshati rädaü rapati vädati 
väpati varjati vardhati vasati zu Svcts vahati ^afisati saijati sarpatl 
skändati härati khädati dä9ati däsati dhävati zu 2dhäv 7, 32, 6 , sonst 
zu IdJiav. räjati rädhati vä^ati 9feati sadhati Ishati krilati jlvati diyati 
pfyati jinvati pinvati 9ikshati jtSrvati bhtSshati zu 1 und 2hhüsh ühati 
^jati räjati v^natL 

prichati vii9cati vrihati syijdti iyati (nur m adhiyati 10, 32, 3) 
khidäti mishati yuväti ruvdti suväti rxgäti. 

ayati kshäyati zu 2kshi jäyati jrayati nayati c^tati bh^dati rebhati 
s6dhati sredhati bhävati oshati bödhati rödhaü zu IrtM^h roshati röhati 
stobhatl 

kriqsti kshi^äti' jiniti minäti rinäti sinäti junäti punäti hrunäti 
a9nati gfinäti ptiijäti ^nx^iü giibhnäti skabhnSti. Dazu janäti und 
pri^ätL 



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64 

cinöti hinöti unoti dhOnoti sunöti ri^oti Iqj^öti Vfii^öti ffi^öti 
lidh^oti afnoti dSfnöti ünsLOti. Dazu inöti tanöti vanöü sanöti üivati 
PQYatL 

anäkti bhanäkti k^inatti zu Zhart ttiijLatti vrii^äkta ri^äkti bhin&tti 
pinashti unätti rni^addhi 

piä9ati yindäti fundhati 9umbhati. 

äsyati tanyati däsyati nafyati pä9yati rä^yati haryati h^ishyati 
Ishyati rishyati vidhyati sidhyati pushyati jüryati gayati väyati dhayati 
vyayati 7, 81, 1 hyayati syati. 

gächati yächati ichati uchati yüchati. 

chadayati marcäyati yai*tayati amäyati patayati yätayati dharäyati 
ifigayati Iräyati cetayati cyaväyati drSvayati 9rävdyati rejayati. 

mathay&ti skabhäyäti gpibhäyati prushayati mushSyati. 

älarti janghanti värvarti käniki'anü ganiganti varlvaiij veyeti 
caka9lti tartarlti dardarlti namnamlti pSpatlü yaipyamlti rarapiti yava- 
dlti jarbhurlti dodhavlti nöuaylti bobhavlti röravlti soshavlti jöhavlti. 

pipasati und piptshati ylvSsaü sfshasati jfghSnsati pfpriahati mimik- 
shati (auf *mif zurückzuführen) rfrikshati tütui-shati — irajyätL 

bhishakti 8, 68, 2 aghayäti manSyati valyüyäti ishudhyati ishanyati 
kiipanyäti turanyati piitanyäti bhuranyäti rishanyäti vnshanyati l)uvan- 
yati ratharyati 9ratharyati saparyäti vithuryäti ii-asyäti da9asyati duva- 
sydti urushyäti vanushyätL 

Vielleicht ist auch vananvati 8, 91, 19. 10, 92, 15 Denominativum 
vgl Index. 

§ 69 ti im Futuinm. 

karishyati sanishyati 5, 31, 11 bhavishyäti dhrü'ayishyäti. 

§ 70 ti im Conjunctiv. 

däti zu Ida 4, 8, 3. 5, 48, 5. 6,^ 24, 2. 7, 15, 12 dhäti 2, 38, 1. 4, 
55, 1. 7, 90, 3 sthati 2, 31, 3 hanati karati 1, 43, 6. 2, 35, 1. 4, 22, 1. 6, 
10,1. 7, 17, 4. 10, 18, 6. 10, 99, 12 äsativayati zu 5vf 8, 21, 10 vedatL 

däda9ati dadharshati vavärtati pispri9ati pfprati 7, 66, 5 cfketati 
dlde9ati dxdäyati bubodhati sushüdati yöcati (nicht alle diese Formen 
sind mit völliger Sicherheit als Conj. anzusehen, bei einigen kann in 
Frage konmien, ob sie nicht vielmehr Indicative sind). 

pfbati tish^hati clk|ipati slshadhftti vocati sldati. 

Perfectum ist vävridhäti und vielleicht noch einige andere. 

äjati täpati dabhati dahati dhanvati pdtati padati päcati bhäjati 
bhäi^ti marati yäjati vadati 9dnsati svädati svai-ati jivati — tirati bhpj- 
jäti m^ilati mridhati vanäti vidhati suväti mucati. 



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66 

jayati näyati bhivati Mdhäti — rishyati — gächati — kalpäyOti 
pSray&ti mriläyati sttdayatl 
Zum Aorist mit s: 
pSsati matsati parshati zu 2par vakshati nesbati yoshati. 

§ 71 t im Indicativ mit Ausnahme des Conditionalis. 

äkhyat khyat ägSt gSt äd&t ädat pärftdat (vgl § 127) dit ädhst 
dhät pratidliat (vgl. § 127) äpat zu Ipa pit 8, 31, 2 zu Ipa, 4, 66, 6 
zu 3pa äyät sSt ästh&t sthst ähvat aft äcet 4, 24, 8 zu ^, 10, 102, 2 
zu Ici acait 6, 44, 7 zu JM vet äfret ^ret äbhfit bhtit a9rot 1, 39, 6. 
7, 33, 6 (von BoTH zu 2(ru gestellt, ich möchte doch an Igru festhal- 
ten), astaut staut 

^iisßi j^gSt ädadat ädadhst a9i9at äjahat aciket idldet didet ädldhet 
didhet apipet abibhet amlmet äfifret sishet tQtot ädudrot düdhot änOnot 
nOnot apupot yüyot susroi 

Bei den dieser Classe angehörigen Formen, welche hinter der ver- 
doppelten Wurzel noch ein a haben, erhebt sich nicht nur die erörtei-te 
Schwierigkeit, zu welchem Tempus sie zu ziehen sind, sondern auch 
die zweite, ob sie, wenn sie des Augmentes entbehren und coi\junctivi- 
schen Sinn haben, als echte oder unechte Conj. aufzufassen sind, ob 
also das a zum Tempusstanmi gehört, oder Moduscharakter ist Da 
an nicht wenigen Stellen, der syntactischen Qewohnheit des Veda 
gemäss, sowohl Ind. als Conj. erwartet werden kann, so ist diese Frage 
bei manchen, besonders vereinzelten Formen nicht sicher zu ent- 
scheiden. 

Ich stelle die augmentirten Formen nebst Zubehör voran: äpibat 
pfbat ätishthat tlsh^hat Smamat äsasvajat adadhavat äjljanat und jljanat 
anlna^at apipatat ärlramat adidharat und didharat avlva9at avlvptat 
dvlv^idhat adkradat asishyadat acakrat {IJcar) apaptat apipayat pipdyat 
acikitat a9ifvitat avivipat abübudhat äitlrucat adüdushat und dadushat 
äcukrudhat ddidyutat, dazu asidat und avocat. 

Von nicht augmentirten Formen scheinen mir indicativisch zu sein: 
vivyäcat 9i9rathat 9i9nathat sishvadat rtradhat piparat dddat (vgL § 129) 
cabadat paprithat tatdnat mamandat vavptai dadharshat (vgl. § 150) 
vavartat didäyat dtdayat piprayat bibhrayat mimayat ririshat sushüdat 
9a9uvat mumurat (BR. V, 833) jüjuvat jugurat cucyavat yuyavat tush^ävat 
9U9ravat dudrävat jigoshat mumocat n69at vocat — atisht^pat tish^hipat 
vividat 7, 21, 6. 

äjat arat Srcat arcat ävat k&rat z.B. 6, 31, 11 karshat dkrandat 
krdndat äksharat kshdi'at agamat gämat cäi-at ^anat janat dtakshat 
täkshat atanat tanat tandrat atapat tapat tamat atarat tärat tsdi-at 



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66 

dasat ädahat d&bhat adhamat räkshat anamat nä9at zu Snctg apacat 
p^at pätat abhajat abharat bhärat bhasat amadat amandat yämat 
ärakshat ra^at rädat arapat räpat vadat ävapat värat zu 2var yärtat 
Y&rdhat avafat vä^at ävasat ävaliat yäbat fakat 9ai*dhat ^näthat 
(rarnat säghat asajat äsadat sadat äsanat sänat äsai'at säxat särpat 
sa^cat spärat sväjat Spat 8, 59, 7 adn;9at dä9at d&at radhat afrat trat 
dfyat ajinvat äpinvat pmvat 9{k8hat aohat iu äpauhat 10, 61, 5 zu 20%, 
abhushat äruhat rühat bhüvat 9rtivat zu 2Qru rejat aveaat rfdhat (über 
das betonte p § 159). 

atirat ag^i^at ayridhat sridhat spjät aspn9at vrihat ä.yp9cat T^ifcät 
akhidat khidat vidät avidhat vidhat kshipät avi^at Yi9at avishat ruvät 
asuvat huvat amucat mucät bhujät ainjat mj&t tudät radhat asphurat 
sphurat ajushat jushät atikshat aubjat. 

Der Accent ist nicht zu bestimmen bei bhra9at und rishat. 

akramat ägohai 

kshäyat zu 2hshi 7, 20, 6. 10, 106, 7. äjayat jäyat änayat nayat 
a9ayat 9yäyat acetat cetat dehat rebhat reshat asedhat 'ddravat drävat 
dbhavat cödat jöshat dohat pröthat bödhat yodhat rodhat ai*ohat ä90cat 

aprlnat aminSt arinat abadhnSt ämathnat astabhuat äramn&t appnat 
a9;inat ästpnSt agribhnSCt aubhnät amushnai Dazu jSnat minat ap^inat 
amiinat und ishanai 

ädhünot äkrinot avii^ot aürnot ümot, dazu ainot atanot asanoL 

amanthat äkiintat krintät t^inhät drinhat apin9at ävindat vindat 
asincat sincat ämuncat. 

äharyat äpa9yat pä9yat äsyat asyat ävidhyat vidhyat ayudhyat 
agayat gäyat adhayat avyayat 2,17,4 und daraus verkürzt avyat 2,38,4 
ähvayat a9yai 

ägachat äyachat aüchat uchai 

ämayat Svayat ärdayat ardäyat akalpayat acakshayat chadayat 
äjanayat janäyat atai'payat dambhäyat darayat adhvanayat änamayat 
patäyat panayat prathayat arandhayat randhayat dvartayat vai-tayat 
ävardhayat 9ardhäyat asvadayat adhSrayat dhardyat apadayat aparayat 
apha^ayat ramdyat avasayat zu Svas 1, 160, 2 sonst zu 2vas. vOsayat 
zu 2va8. asadayat rejayat dsvnipayat ikshdyat alrayat Irayat citayat 
acetayat cetayat snehdyat asüdayat südayat acyävayat dkshodayat aco- 
dayat codayat dyotayat poshayat arocayat rocayat drodayat rohayat — 
kshepayat 

d^abhayat skabhäyat astabhayat stabhayat mathaydt pimshayat 
muahSydi 

ddvidyot ndvinot davidyutat dai'dirat (8, 32, 18) carkrishat bar- 
bj-ihat mdrmiijat marmri9at. Man vergleiche den Gonjunctiv § 74. 



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57 

ajighSAsat asishasat dkitsat fnaksliat zu naksh 1, 132, 6. 

ak^ipayat damanyat apiitanyat umshyäi DenominatiYiun ist auch 
duhiyät 2, 11, 21. 4, 41, 5. 10, 101, 9 (vgl. mahly). 

Von 8 -Aoristen: ^krnkshat aghuksliat adakshat und adhnkshat 
arnkshai 

§ 72 

Im Gonditionalis abharishyat 2, 30, 2. 

§ 73 
Ausgang It 

1) Die aoristischen Formen ai^vlt asSvlt mäthlt ämandit äyodhit 
ävadhit vädhlt agrabhit äkramit äkärlt cSrit ätarlt t&ilt Sylt ä9anslt 
hiäsit aySsit äsranit svanit gSrit a9lt ve9lt ddsit fiber welche beim 
Aorist gehandelt ist 

2) Solche die nicht mit Sicherheit den s-Aoiisten zuzuweisen sind, 
obwohl die Möglichkeit vorhanden ist: ästambhit stambhit jtirvlt avar- 
shit barhit (siehe ebenda). 

3) Solche die nicht den s- Aoristen angehören: 

a) Einfache Wurzel: inlt islt adhvanit 8, 6, 13 avamit 4, 58, 2 
dbravit 

b) Eeduplicirte Wurzel: dadharshlt 1, 183, 4. 4, 4, 3 ajagrabhit 
8, 6, 17 ariieclt — acucyavit 8, 61, 8 ävävarlt 8, 89, 7 ävävacTt 10, 
102, 6 aroravit ayoyavit äjohavit. 

c) dhvanaylt 1, 162, 15. 

§ 74 
t im Conjunctiv. 

v&rat zu Ivar äsat ghasat 10, 86, 13 ayat kshayat zu IJcshi cayat 
zu Sei brävat 9rävat stävat v6dat. 

Von der reduplicirenden Classe dürften hierher gehören dadhat 
babhasat dadhänat rSrai^at. Es liegt nahe auch dudrdvat als echten 
Conj. zu ädudrot aufzufassen, und so mehrere Formen, aber es findet 
sich auch dpipayat neben apipei So kann auch das a in dudrävat 
u. 6. w. zum Tempusstamm gehören, die Form also ein unechter Conj. 
sein. Was hier üi Frage kommen könnte ist § 71 aufgezählt 

Conjunctive vom Perfectstamme scheinen mir zu sein: jaghänat 
pasp&r9at tast&mbhat sasähat dädS9at jabhärai 

pfbat tfshtfhEt. 

ärcst ärshat ärhat av&t päcat pätat bhärSt yajat värdhat 9ääsat 
dä93t 9fksh&t jTv&t bhtish&t ejst — mp|at sfijat ppchät vp9cit viddi 

ghöshat bödhat. 



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58 

pii^it zu pii^&ti — cinavat dhOnavat sondvat a^navat k|iQ&Yat 
9ri9ävat pilishjiiäYat vanavat, dazn invat — pnädhat bhinädat yunäjat 
nfndat sincai 

p&fyat püsbySt — gächftt ichftt nchit 

marcäySt sSdayat paräy&t pracod&yst — jafighanat cak&nat par- 
pharat canishkadat sanishya^at — ylvSsSt nfnits&t tft)ipsst 

vasüyat vareyftt 10, 27, 11 pritanyät saparyät urushyät vanushyftt 
apasyit duvasyit (rayasyat 

chantsat darshat zu Ida/r drSsat näkshat pärshat zu Ipar 1/186, 3, 
sonst zu 2par. pakshat bhakshat bharshat mätsat yäkshat yansat yisat 
räsat vänsat väksbat sakshat sätsat 9f8hat zu Iqa 4, 2, 7 ksheshat 
jöshat nßshat preshat zu ijprf 1, 180, 6 v6shat wohl zu Ivl 1, 180, 6 
yoshat stoshat — sanisbat jambhisbat märdbishat rakshisbat yScisbat 
kärisbat tarisbat pärisbat sävisbat bödbishat yodhishat josbishat g^- 
shat yasishai 

§ 75 
t im Optativ. 

ijllt vidySt brüyat syät — bibbpiyat jagamyät jagäyat 10, 28, 1 
(gleich jagamyat) cachadyat papjicyat vaviityat juguryät tuturyät tutujyät 
bibblyat mimiyai 

Dem Perfectum gehören an: papTyat von Ipä anajyat mamanyat 
sSsabyat jagjibbyat sasiijyat ninlyat riricyat babbQyät und jakshiyät 
10, 28, 1. 

avet caret taret sanet — pfichet vid6t sravet — pri^Tyät 10,117, 5 
— dasyet i-isbyet — ichet — vivaset sppbayet dafasyet duvasy^t 
urushyet 

§ 76 
tu. 

datu dhatu patu zu Spa^ ystu vatu attu astu gantu vash^ sastu 
hantu etu v6tu zu ivf , bhötu jrotu sötu — bravitu — jfgatu dädatu 
d&dhatu mimatu 9i9atu zu Z^a, jabatu pfpai-tu zu Zpar, mamättu yaya- 
stu sisbaktu dldesb^ yuyotu mumoktu. 

Sicher perfectisch babbütu 1, 127, 10. ßedupücirto Wurzel mit a: 
pfbatu tishthatu sldatu vocatu. 

ajatu arcatu ävatu krandatu tapatu mändatu ysyatu rakshatu vdr- 
dhatu vahatu sadatu sarpatu dhavatu zu Idhav, 9ik8batu jinvatu bhu- 
shatu ejatu — mp|atu suvatu. 

jayatu nayatu sedbatu bhavatu 90catu bödhatu robatu. 

punatu gpnatu g]-ihnatu — cinotu minotu sunotu a9notu kfinotu 
9|i9Ötu. Dazu sanotu invatu hinvatu. 



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59 



anäkta ppn&kki yp^akta trimpata pi&9ata siScatu — asyatu naf- 
yatu 9ashyatu slvyata sjata — gachata yachata pchata ichata uchata 
— kalpayatu c^yayatu — dardartn marmartu (von BS. zu mard^ von 
Satana zu Imar gestellt) rarantu — urushyatu — avishtu. 



§ 77 
tat 



gachatat 10, 154, 1-5. 



§ 78 
Ausgang a(a). 

papi*ä 1, 69, 2 uväca vavaca babhdja vavrija papada mamäda 
raräda sasftda ana jajäna tatäna und tatena vavftna sas&ia jagli4na tatftpa 
dad^ha cakrama jagäma nanSma yaySma ara cakitra jag&*a zu /igar 
jSgära zu 3gar tatera tatsara dadth'a dadhära jabhära mamira vavara 
zu Ivar sasira ava a^a zu lag 8, 47, 6 a9a zu 2ag nana9a fea zu l(i8 
iasL zu 2a8 4, 18, 8 jaghasa uvdsa äha jagi'äha uvaha sasaha vivyaca 
tity^'a cacaksha tatäksha raraksha vavaksha mimyaksha cachanda 
mamanda vavanda caskanda caskämbba tast&mbha anan9a anafa zu ang 
= lag sasarja cakarta vavarta und vaväi*ta tatarda vavärdba dadärfa 
dadbärsba vavarba cakbäda raradha äpa dadi9a iyaya jigäya cikäya 
didiya ninäya plpftya bibbaya mimaya zu Imi 2, 15, 3, zu 2mi 7,18,16 
sonst zu 2ma = n»f vivftya zu Ivl 9i9raya sisaya rireca ciketa und 
cik^ta numetha bibhMa viv^da zu 3vid sishedba pip^a viv^a pipesba 
viv^sha. 

Auf au geben aus: dadau dadbau papaü zu Ipa papraü (neben 
papri) yaya6 tastbaü. 

tutäva babbtiva 9U9rava susbäva sasflva juhava uvöca rurora 9U90ca 
ruröja tutöda mumoda yuyodba yuy<5pa jiydsha pupösba davidhava nonava 
vMa. Möglieberweise ist perf. jahä 8, 45, 37. 

§ 79 
s als Ausgang der dritten Person. 

1) In einigen Indicativen äpas zu Ipa 5, 29, 8 apras ves 1, 77, 2 
wobl aucb adadbas 10, 73, 9. 

2) In Optativen (Precativen) wo es aus st bervorgegangen sein 
kann. 

a) Von der einfacben Wurzel a9yas 1, 60, 3. 1, 69, 6. 1, 70, 2. 
2, 31, 7. 4, 5, 7. 5, 42, 1 u. 14-16 avyas 2, 38, 10 ridbyas 3, 50, 1 
gamyas 1, 163, 13. 1, 181, 3 u. 5. 1, 186, 6. 5, 41, 18. 10, 3, 7 
dagbyas 1, 123, 5 peyäs 5, 29, 3. 9, 109, 2 bhOyäs 1, 185, 8. 1, 186, 11. 



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60 

10, 81, 6. 10, 43, 9. 10, 91, 13 und vielleicht 1, 164, 40 yamySs 
4, 22, 8. 6, 23, 8 yttySs 7, 104, 16 vrijyas 2, 33, 14. 6, 28, 7. 7, 84, 2 
9rQyS8 2, 10, 2 sahyäs 1, 162, 7. 

b) babhaySs 10, 183, 2 miiplyas 10, 66, 2. 

§80 
Dritte Siog. Act; deren Snffix assünilirt oder abgeworfen ist. 

1) A- Wurzeln. 

dhak 2, 11, 21. 7, 1, 21 mit BB. gegen Satana, der ganz ungram- 
matiscb interpretirt, zu dagh, iprä^ zu prach^ bhäk zu bJiaj, äbbrä^ zu 
hhrajf r&t zu rOj 6, 21, 2, na^ 7, 104, 23 und nak in pr^ak zu nof 
(inat zu ang), adh&k und dh&k zu däh, dän 10^ 61, 20 zu dan (vgL 
BR. 8. y.), atan und at&n zu tan, stan 10, 92, 8 zu stan, ähan und 
h&n zu han, ägan und gan zu gcm^ ay&n (vorYocal ay&& 6, 71, 6. 10, 
139,1) zu yam, äkar kär zu kar, ^shftr zu hshar, atsftr zu tsar, adar 
zu Idar, äbhSr bhär zu IImt, äyar vär (so kann auch 6, 31, 3 gelesen 
werden) zu Ivar^ afitar äsyar zu svar, ahftr 1, 116, 3 h4r 3, 53, 20 zu 
har, as 10, 86, 7. 10, 129, 3. 10, 149, 2 zu las, ^has 6,29,8 zu ghas^ 
akran und äkrSn zu hrand, ächan zu chandj skän zu skand 10, 61, 7. 
(skan T. S. 1, 1, 9, 3), asySn zu st/and, vark 10, 8, 9 zu vatj, äsrak zu 
sarjf avart zu vart, ämyak 1, 169, 3 zu myaksh. 

2) Bei I- und U-Wurzehi: 

abhet und bhet zu hhid, a9vait zu ^, äraik zu ric, adhok zu 
duh, ädyaut zu dyul. 

Bei reduplicirter Wurzel: ajagan zu gam äjlgar didhar abibhar 
ävivyak vivyak sasvär (vielleicht 1, 88, 6, sonst Adverbium). — cakän 
rarän adardar dardar und daraus abgekürzt därt % 27, 5 (Roth's Auf- 
fassung) adardhar avarlvar 10, 129, 1 (zu vart mit BK) k&niskan 7, 
103, 4. 

riijäk ayunak (äy°) äbhinat bhinät aünat zu ud, pinak zu pish, 
a^at zu ang, apyinak und pyi^ak zu pa/rh^ ävfinak (5vr°) und vpnak zu 
varj. 

abhish^ak zu bhishnaj (Denominatiyum ohne Zeichen) 10, 131, 6. 

Vom s- Aorist ajais (aus *ajaist) 9, 72, 5 (in der Bedeutung „erlan- 
gen" wie ich wegen Lüdwio S. 89 bemerke) und 8, 40, 11. örass- 
MANNfasst 9, 72, 5 als 2^, wie ich glaube unrichtig, auch aprSs ist 3^. 

§ 81 
tas im Indicativ. 

pätas 1, 136, 5 yätas vStas snsitas attas stas hatäs kshitas zulJcsU 
hnutas. 



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61 

mimltas 6, 76, 2 zu 3mi wenn die Form richtig ist, bibhpitäs 
viviktäs (vyac) yiyish^ pfbatas tfshtjhatas. 

cdratas nakshatas manthatas mardhatas rakshatas yasatas zu Svas 
vahatas rijatas dhävatas zu 2dhav pinvatas bhüshatas. 

ksli&yatas 10, 65, 8 bMyatas ghoshatas 8, 25, 4. 

gPQltäs ppQltäs afnutas llrQutas kfinutas sunutis invatas sincatas 
— na9yatas pä^yatas püshyatas i^yatas — yuchatas. 

patayatas — jarbhptäs dävidhvatas — vlvasatas yüyüslmtas juguk- 
sbatas — rathaiyatas saparyätas. 

§ 82 
tas im Gonjunctiv. 

pätas zu 3pa 4, 55^ 3 bhütas 10, 27, 7 (könnte auch Indicativ sein) 
(rävatas gamatas 7, 73, 4 (vielleicht Indicativ) karatas 8, 18, 8 — pibS- 
tas tish^hatas pipayatas 2, 27, 15 (vielleicht Lidicativ) -- cäratas vaha- 
tas 9äpStas m^ij^tas — afijatas 2, S, 7 (vgL afijmäs etc.) külayätas 
varivasyätas. 

p3satas zu 3pa yakshatas 2, 3, 7 vakshatas ya&satas. 

§83 
\Sm im Indicativ. 

anItSm &bhütiün Sstflm zu io^ anash^Sm 7, 45, 2 wohl zu Inof, 
Auch dugdhäm 1, 158, 4 scheint Indicativ. äviviktSm 10, 112, 4 (vyac) 
SvatSm avardhatäm amuncatäm äpa^yatam av3va9ltäm — j^nisb^Sm 
10, 46, 9, ämanthishtSm asvSrsh^ün. 

§ 84 
tsm im Imperativ oder unechten Gonjunctiv. 

patim 1, 185, 10 itsm 2, 41, 19. 10, 85, 32 volh&n sastäm dattAm 
dhattäm pip]itäm bibhptöm mimlt&m 5, 51, 11 9i9ll2Em zu l^a 10,12,4 
pipyatam sldatsm — ävaticm madatSm rakshatSm vähatSm sadatSm 
aratam 3, 33, 13 karatsm 1, 23, 6. 4, 55, 3 — cetatSm drävatam bha- 
vatSm griQltam 10, 47, 8 invatäm tfimpatem vidhyatiün syatSm 2, 40, 4 
gachatSm yachatam dharayatam mimikshatam urushyätam — avish^am 
yakshatanu 

§Ö5 
tam im Optativ, 
syatam yuyuy&tam yujyitam gräseüün. 



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62 

§ 86 
atüs im Perfectum. 
dadatas mamatus zu 3ma tasthätos jahatus avatos ^(atns Ssatns 
tatakshätus mimiksh&tos zu myaJcsh vay^hätas ySvridhatas jagmatos 
jajnätus cakratas papi^dtos 8, 41, 9 petätos sedätus yematus (mid 6, 67, 1 
yamätos) oMtos Spaius ly&tus cikyatus sishicatos babhavätos. 
Sonderbai* sfsratos Yal. 11, 2. 

§ 87 
antL 

dinti zu 3da, pänti 2,11,4 zu Ipa^ sonst zu 3pa. bhänti yinti vSnti 
adanti am&nti sänti ghn^ti yänti {%) yyänti zu lv% kshiy&nti zu Ikshi 
rihänti U9änti bruv&ntL 

dadhanti mimanti zu 2fna pfbanti tfshtbanti sfdanti. 

päcanti ajanti bhajanti yäjanti pätanti mädanti rädanti vädanti 
svädanti bbananti räjjAnid yananti täpanti yäpanti zu 1 und 2vap säpanti 
dabhanti gämanti dhimanti namanti karanti kshäranti cäranti järanti 
zu Ijar taranti tsiranti bbäranti maranti syäranti äyanti na9anti zu 
InoQ 6, 28, 3, zu 3naQ 10, 27, 20. yä9anti träsanti dahanti yähAnti. 

nakshanti rikshanti krandanti nandanti skandanti dhanyanti 9£&- 
santi ärcanti mardhanti yärdhanti ärshanti värshanti ärhanti majjanti 
rajanti dhSyanti zu Idhcbo 9fk8hanti jfnyanti pinyanti krflanti pfyanti 
jiyanti dfyanti bhushanti dbtiryanti y^nantL 

tiranti ppcbänti yvi9cä.nti m]ijä.nti srijäuti mn9änti cntänti spvi- 
9änti lish&nti zu 2arsh yi9anti mislianti suyänti mucdnti rujänti rudanti 
spbur^ti duh^ti uksb^tL 

gOhanti — jayanti näyanti sedbanid rebbanti mebanti dräyanti 
bhiyanti sräyanti 90canti 9cötanti ksbodanti stobbanti kr<59anti röbanti. 

kshiiiänti jinanti prlnanti bbrl^änti minänti rinänti 9rlnänti junänti 
punäntl gfiiiänti priii&nti stfi^änti gvibhnäiiti dazu janänti — hiny^ti 
suny^ti nnyänti k]iQyanti 9ri9yänti dabhnuyanti a9nuyanti prushnu- 
yantL Dazu tanyäntL 

anj&nti ppncinti yrinjanti yificanti bbindanti piÄsbänü yunjänti 
undanti mäntbanti sincänti nindanü yindänti muficanti 9umbbänti pfi- 
jänti tufij&nti biäsantL 

räi^yanti bäryanti pä9yanti dasyanti näbyanti äryanti rishyanti 
pushyanti jOryanti 9ramyanti gayanti yayanti 7, 67, 8 yäyanti zu hva 
byayanti syanti — gäcbanti yärCbanti licbänti icbänti ucbänti. 

kar9ayanti kalpayanti cbadäyanti janäyanti patdyanti panäyauti 
maijayanti yartäyanü yardbäyanti stanayanti syaddyanti harsbäyantl 
psrayanti m&dayanü ySmayanti rOmayanti hssayanti ifigayanti inkbä- 



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63 

yanti iräyanti citayanti vipäyanti rejäyanti reshäyanti vepayanti dashä- 
yanti cyavayanti rohäyanti — gläpayanti sthapayanti snapäyanti — 
vivSsanti didhishanti iyakshanti dipsanti — arthayanti spiiliayanti 
Orjayanti gopSyänti gStQyanti kratay&nti namasyänti davasyänti saparyänti 
ishaQyanti. 

§ 88 
ati als dritte Pluralis. 
dädati dädhati jahati pfprati zu Spar bfblirati bapsati zu bhcis 
jnhvati — näuadati yaiTfitati bharibhrati dävidyatati — täkshati 1^ 162,6 
8a9cati 1, 101, 3. 

§89 
an im Indicativ. 

An Yocalisch anslantenden einfachen Wurzeln: akhyan khyän abhQ- 
van bhüvan (während abhuvan zu y+a gehört) abruvan dyan yan 3, 4, 5 
avyan zu ivf 3, 49, 1 ahyan 6, 40, 2. 9, 26, 3-4 zu M. a9riyan. Bei 
consonantisch auslautenden Wurzeln: äsan äsan zu las. ^yitam 10,78, 7. 
Ob die 3^ plur. agan(n) 9, 32, 6 za ga oder gam gehört, ist nicht ganz 
sicher zu entscheiden, doch ist das letztere wahrscheinlich. 

Zur einfachen Wurzel gehören die syncopirten Fonnen äkshan 1, 
82, 2. 1, 191, 12 kshan 10, 95, 16 zu ghas, agman gman zu gam, akran 
zu Ikar avran und vr&n zu Ivar. Dagegen gehört in siun 4, 2, 19 
(aus '^'asara-n) das a zum Tempusstamme. 

Von den reduplicirten Formen stelle ich wie unter dem Sufifix t 
die augmentirten voran: abibhran 10,28,8 atbh^han und tish^han 
apaptan und paptan apipyan äcikradan aylvatan äjljanan und jfjanan 
apiparan aviva9an ävlv|idhan avivipan a9ü9ubhan avocan und vocan. 

Dazu folgende nicht augmentirte sicher indicativische Formen: 
amamam dadhan 1, 71, 3 tatänan mamädan paprathan rlraman didha- 
yan 7, 7, 6 jüjoshan und jujushan sldan. Dagegen können pipäyan 
1, 152, 6. 7, 65, 2 und yuyavan 7, 38, 7 echte Conj. sein, obgleich 
es natürlicher ist, ihre Form als indicativisch zu betrachten. 

päcan. äjan adhrajan ämadan ävadan yädan asadan sadan ajanan 
ränan asanan dabhan gäman yaman vaman karan äkshai*an cäran ätai-an 
abharan bharan asaran äsvaran häran ävan nä9an zu Inag 7, 79, 1 
sonst zu 3nag. atrasan dähan ävahan ätakshan täkshan anakshan näk- 
shan ^akshan ämandan ä9aÄsan &:can arcan ävardhan yardhan sadhan 
dhavan zu Idhav äda9an 9ä8an rishan jinyan äpinyan bhüvan äbhOshan 
bhüshan zu Sbhüsh aQan. 

vidhän zu vyadh 1, 149, 1 as^ijan tripän 7, 56, 10 dri9an avidan 
vidän rujan äruhan aükshan ukshan — Span Si-an aran garan asan zu 



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64 

2<is avpjan asican drahan (diese letzteren sind solche Formen, deren 
Accent nicht zn bestimmen ist). 

agOhan. 

änajan näyan asi-edhan adravan abhavan. anSvan 10, 68, 1 könnte 
zur einfachen Wurzel gehören. 

minan rir^&a 8, 7, 28 apunan a9rathnan abadhnan (camnan 1, 104, 2 
a9nan ästiinan ag]ibhnan sg&nan — minvan hinyan ]inyan &kri9yan 
fii^yan a9S^aYan, dazu avanvan vanvan äsanvan — al^-ii^dan ayrifijan 
äbhindan ävindan yindan äpin9an asincan — äpa9yan pa9yan ^jQryan 
adhayan — akalpayan akrandayan achadayan äjanayan janayan dhaji&- 
yan äprathayan marjayan mahayan ara^ayan ra^ayan ärandhayan var- 
tayan äyardhayan svanayan ädh&rayan dharayan äySsayan zu 2v(i8 
amehayan arshayan. 

proshSyan — carkiran päpatan 8, 20, 4. 90cacan — yfy&san äsishs- 
san bibhitsan dadnkshan ayayutsan — dayasyan anamasyan namasyan 
yaposhyan asaparyan saparyan toranyan duhlyan 1, 120, 9 (DenonL 
duhly ygL mahly). 

ädhnkshan dhnkshän ayeshan 1, 178, 2. 10, 114, 1 wenn dies rich- 
tig zu Ivf gestellt wird, und 968han zu ff 1, 174, 4. 

§ 90 
an im Conjunctiy. 

Ob äsan im coqjunctiyischen Sinne 1, 38, 15. 1, 89, 1. 7, 8, 5. 
8, 45, 33. 10, 29, 4. 10, 53, 8 echter oder unechter Coiy. sei, ist 
nicht zu entscheiden. Sonderbar san 5, 19, 5. Echter Coig. ist dyan 
4, 2, 16. 7, 61, 4. 7, 63, 4. 10, 12, 4 (ygl. die Ausfahrung über das 
Imperfectum yon i § 136) und brayan, wozu der Indicatiy bruyan lautet. 
Goiy. wohl auch dar9an (ygl. dar^athas). 

cärSn patan y&dsüi y^dhan yahSn krQän ppchän sphurin ghöshSn 
— a^nayan k)*ij[iäyan gpi^ayan anäjan ypi^ajan yun^an — pä^yan — 
gächan uchän — yfyasSn fyakshJüi tftptsai — saranyän saparyan — 
ya&san parshan zu 2par yatehan yoshan groshan 1, 68, 10. 

§ 91 
Indicatiyische Formen mit dem Ausgang an. 
&rcan 4, 55, 2 und 5, 31, 5 y^dh&n 1, 70, 4. 6, 17, 11 uchän 7, 
18, 21 fasst BoLLBNSEN Z. D. M. G. 22, 595 als Indicatiye auf. 

§ 92 
US im Augmenttempus, 
ägus gis adüs düs ädhus dhüs apus 1, 164, 7 zu Ipä ästhus 
sthus. 



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65 

&dadas dadtis ädadhus dadhüs ajahus jahüs amamadus amamandoB 
dldiyns adldhayns dldhiyns 10, 40, 10 (A. V. dldhyns, Roth liest dldhi- 
shus) ayivyacus vivyacus a^igrayus äcucyavus a^u^ravus djuhavus. 
(Eine oder die andere dieser Formen könnte dem Perfectstamm angehö- 
ren). — adardirus araranus anonavns ajohavns. 

äkramus und kramns atvishus 10, 56, 4 asns zu 2a8 1, 179, 2 
cakshus takshus dabhüs duliüs mandüs yamus (s. Index). 

dhssus 7, 97, 5 ayssus hscsus amatsus achSntsus abhaishus yaushus 
atakshishus adhanvishus anartishus ämandishus ävishus (4, 36, 6 ist der 
Accent bei Aufrecht falsch) j&rishus zu Ijar ät&rishus amädishus 
arüQishus ayftdishus aräjishus anindishus ap&vishus arfiyishus asävishus 
ikshishus zn lof 1, IßS, 10. agdsishus (ga singen) 8,,1, 7. ayasishus. 

§ 93 
US im Perfectnm. 
papus zu Ipa mamus zu 3ina, yayüs üyus zu 5va, tasthüs (dadtis 
dadhüs und jahüs siehe § 92) 9ekus ücüs sa9cus (aus '^'sasacus) paptus 
92l9adüs sedüs räradhus jajnüs und jajanus sushupus sepus jagi-ibhüs 
debhus tastabhüs cakramus jagmüs yemüs 9a9ramus Srus cakrüs titirus 
paprus jabhrus mamrus yaviTis zu Ivar, sasrüs ^us vavafüs äsus zu 
:Zas^ü8hüs znSvas, Sliüs Ohüs tatakshüs nanakshüs vavakshüs mimikshüs 
ana^üs anricüs mämiijus Yavrijus vävritus jägridhus vävridhüs mämrigüs 
tätfishüs apüs dadä^üs ^a^asus lyüs jigyus cikyus pipyus bibhyus mimyüs 
zu Imi, sisicus cikitus ninidüs bibhidus vividus riripus pipiQus vivigus 
und vive^us , Ishus vivishus mimikshüs jüjuvus babhüvüs qüquvus tus^hu- 
vüs mrucüs yuyudhus jugupus jujushus duduhus ruruhus vidüs skam- 
bhus 10, 65, 4. 

§ 94 
US im Optativ, 
dheyus adyüs a^yus syüs sahyus vidyus — jagamyus tatanyus 
dadhanyus vavfityus voceyus. Dem Perfectum sind mit Sicherheit zuzu- 
schreiben mampdyus und vavyijyüs. (lieber vavyityus und tatanyus vgl 
Index) — tareyus vaheyus. 

§ 95 
antu. 
di-antu dhantu pSntu zu Spa, ySntu adantu santu ghnantu yantu 
vyantu ciydntu 1,90,4, ^ruvantu bruvantu dadhantu 7, G2, 6, tish^hantu 
pibantu stdantu püpurantu fi^rathantu. 

ärcantu ärshantu ävantu ksharantu gämantu carantu takshantu 
dhanvantu dahautu patantu pacantu madantu mändantu y%|antu ra- 



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66 

kshanta radanta vadanta vapantu vardhantu vähanta väSchantu sadanta 
syadantu svaranta jlyanta dhürvantu — tu*antu pdanta k^ishantu 
mplantu snjantn vigantn suvantu bhiu*änta ubjantu. 

jayanta nayantu sedhantn drävantu bhdvantu srayanta bödhantu 
stobbantu 9roshantu 1, 86, 5 (voa grush) rohantu. 

punantu frinantu a^nuyantu kilnvdntu fpnyäntu hinyantu yanyäntu 
sanyantu — anjantu muncäntu sincantu. — pushyantu mühyantu m6d- 
yantu 2, 37, 3 — gachantu yächantu richantu uchantu yuchantu — 
mrijayantu rai^yantu yartayantu yardhayantu dharayantu mrcdayantu 
südayantu 9undhayantu yayayantu — cakantu 1, 122, 14 wohl für 
*cäkananta — didhishantu — urushyäntu yariyasyantu. 

§ 96 
dadhatu als 3** plur. yon dha nur 7, 51, 1. 



n. 

Die medialeii Endungren dritter Person im Slngiüar. 

Mediale Endungen dritter Personen sind: te tai ta e i tiCm Slm, im 
Dual ate StSm, im Plural ante ate anta ata antäm at^m, endlich die 
Endungen mit R, welche unter IV. behandelt sind. 

Ueber die conjunctiyischen Endungen wird unten gehandelt werden. 
Von den übrigen bedürfen die singularischen Endungen e i am einer 
Erörterung, e ist das standige Suffix der dritten Person im Perfectum, 
ist aber auch im Präsens nicht ganz selten, wie § 103 zeigt. Die 
nächstliegende Ansicht ist, dass dieses e aus te heiTorgegangen, dass 
also z. B. 9aye aus 9ete oder besser 9aite entstanden sei. Es wird 
zwar schwerlich gelingen, eine unanfechtbare Analogie oder einen 
triftigen Grund fQr die Ausstossung des t beizubringen, dennoch hat 
diese Vermuthung, namentlich wegen des griechischen Perfectums, yiel 
Ansprechendes. 

Desto sicherer scheint mir das XJrtheil zu sein über das i der 
dritten Person, welches nicht nur in der dritten Sing, des passiyen 
Aorists, wie ajani yon jan, sondern auch in einem unanfechtbaren Bei- 
spiel, nämlich atltape im Medium nachgewiesen ist. Es muss also 
jede Erklärung abgewiesen werden , welche in dem i den passiyen Sinn 
sucht, und ergiebt sich als die noth wendige, dass i sich zu e y erhält, 
wie dieselben Endungen in der ersten Person. Es stehen also te und 
ta, und andererseits e und i in der dritten Person neben einander. 
Das ist auch die Ansicht Euhn's E. Z. 18, 396, nur dass er annimmt, 
e sei nicht aus te entstanden, sondern es habe eine Formübertragung 



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67 

Ton der ersten Person auf die dritte stattgefunden, und ebenso bei i. 
Diese Annalime löst die formellen Schwierigkeiten in diesem speciellen 
Falle recht gut, aber erstens sehe ich nicht ein^ was fQr innere 
Motive eine solche Formfibertragung gehabt haben sollte, und zweitens 
reicht das Mittel der Formfiberti*agung bei am, das im Imperativ 
neben tam erscheint z. B. duhäm neben präthatam etc. nicht aus. 
Denn es existii't keine solche erste Sing, des Imperativs, nach der die 
dritte sich gerichtet haben könnte. 

§ 97 
te im Indicativ des Mediums. 

väste cäshte zu caksh, äste fSste (inkte ttte irte fshfe brQt^ süte 
— datte dhattö mfmlte zu 3ma, fffite zu 2Qa, jihlte juhutö dadate 
1, 24, 7 dädhate 1, 94, 2. 4, 7, 9. 6, 1, 9. 7, 20, 6. 7, 68, 6. 9, 68, 2 
rarate pfbate tish^te jighnate. 

sacate ajate bhäjate yäjate yatate prathate vyathate vadate Iq-ipate 
vapate zu Ivap 1, 164, 44, zu 2vap 1, 92, 4, kramate yamate rdmate 
jarate zu 3jar^ bhärate märate värate stärate hvärate näjate (nach BB. 
Val. 2, 5 na9ate, während A. terato liest) näsate vasate (10, 37, 3 
vnsate) vähate sahate däkshate näkshate rakshate bhandate vändate 
syäudate manhate ranhate värtate värdhate hdrshate rambate jffmbhate 
bhräjate bädhate sädhate dhavate äsate 6, 47, 19. 10, 38, 5. 10, 40, 7 
g^hate bhikshate 9ikshate zu Igiksk, pinvate fyate l9ate 10, 43, 3 fshate 
rtyabe ejate (oder Ijate) r^jate edhate sövate bhi-eshate tii-äte kii*ate zu 
3kar, ppchate s^ijate m^^ate vi^ate yuväte ukshäte tandate rapfate 
svadate 9, 68, 2 zu svad oder sväd — gühate. 

ayate cayate zu 3ci, päyate 1, 164, 28^ bhayate (ayate smayate cetate 
tejate vepate secate pävate plävate stdvate havate öhate ghöshate codate 
to9ate (vgl. na^ate) döhate (und dohäte 10,133^7) bhöjate modate yojate 
röcate rohate. 

rinlte prlnlt6 punite gfii^ltö vrujItÄ stfiijlte hriigJte 9rathnlt6 — 
dhünute 9]ii^ute kpi^ute prushi^ute a9nute Uri^ut^ Dazu tanute vanute 
und tarnte 10, 76, 2 — ankte prinktÄ vyinkte yuüktö indh6 (för inddhe) 
finjite 1, 54, 2. 1, 143, 5 u. 7. 5, 48, 5 piincate pi69äte vindäte 
vindhäte zu 2vidh, tundate 1, 58, 1 muficate 9umbhate. 

pälyate pidyate päcyate pa9yate mänyate haryate rijyate mpshyate 
ishyate kshiyate 2, 9, 5 (vgl. 1, 62, 12) jfyate zu jya, miyate zu 2mi 
(Cat. Br. mlyäte) jäyate däyate — gachate — vartäyate kämäyate cäta- 
yate vasayate 9, 14, 3. Die Quantität soll nach BR. aus metiischen 
Rücksichten verschoben sein, cetayate — päyayate zu ipa 1, 56, 1. 

6* 



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68 

9amä7ate 8, 76, 5 — namnate sai-siite t^tikte dödishte marm^ijyäte 
rerihyäte vevijyäte vevlyate coshküyäte — dhitsate vlväsate ciktehate 
titikshate — YSjayate yi-ishaydte ajiräyate duchunayate fubhayate 9, 
28, 3, dhiyayate mahlyäte ishQyate tavishyäte Tanushyate panasyäte 
makhasyate vacasyate svapasyäte. — Futurum ist janishyate. 

§ 98 
te im Indicativ des Fassivums. 

dhlyate tSyate nlyäte püyate fiHyate süyäte hOydte pacyäte mucyate 
ricyate ucyäte sicyäte ajyate (aj) hujyäte yujyäte udyate (1, 164, 47 von 
wd, sonst von vad) vidyate idhyäte badhyate hanyäte tapyate upyäte 
dabhyate ribhyate dhamyate kriyate dhriyate firyate duhyate uhyate 
vacyäte ajyate (a/9i,j) 9asyäte pcyäte piicyäte mpjyäte Viijyäte srijyite 
driyyate. 

§99 
te im Conjunctiv. 

karate idhatö 7, 1, 8. Ob värjate 1, 33, 1 und vanate 6, 15, 6 ist 
zweifelhaft. 

mimäte 7, 82, 6 zu 3ma, dädhate 6, 48, 17 and 10, 77, 7, tfshthäte, 
vermuthlicb auch tatäpate 4, 2, 6 yuyöjate 8, 59, 7 vavfidhate 10, 64, 4 
(wohl conj. per£) 5a9ämate 6, 2, 4. 

yäjate svajäte jarate vähäte tirate jushate mucate — 9räyate bha- 
yate pavate — k^-inävate man&vate yundjate inädhate — manyäte bhri- 
yate 5, 31, 12 — chandayate vai^taySte madäyäte dharaySte codayate 
allkh&yate — trasate rasate hasate kraösate yansate mänsate va&sate 
yakshate sakshate darshate. 

§ 100 
tai im Coi^'unctiv. 
ytyatai 1, 84, 18. 

§101 
ta im Indicativ (selten a). 
akhyata adhita asthita arta arta äshta ash^a zu loQ (1, 121, 6 nach 
Sayana zu Zoq) atakta äbhakta amatta ayash^a 6, 47, 25 wohl zu yaj^ 
drabdha vasta asakta aspashta ask^ita 10, 127, 3 akpta und kpita avrita 
5, 45, 1 zu Iva/Ty vfita 9, 101, 13 zu 3var (SV. vash^a), appkta mrishta 
zu mctrjy avpkta asrish^a acash^a zu cahsh^ gdha 1, 158, 5 zu ghas^ 
ai^ adish^ vikta zu viß^ a9lta 1, 57, 2 (nach BB. zu ^, nicht zu ^ 
gürta äyukta und äyukta 5, 17, 3 &süta süta. 

adatta adhatta amimita 9{9lta ajihlta jlhlta apfprata zu Ipa/r 5, 
34, 2, 9i9rlta zu gri yuyota 8, 60, 8. 



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69 

ijata amata Srata 1, 146, 4 cakshata janata nakshata ämanthata 
amandata ämaöhata äraAhata araksliata avartata avardhaia väa'dhata 
äfapata sacata 4,5,9 abädhata bsdhata sädhata apinvata, l^ata wird von 
GRAssBiANN als echter Conj. (ueben ish^e) angesehen, da aber kein siche- 
res Beispiel eines Conj. mit dem Snfüx ta vorliegt, so ist es als unech- 
ter Conj. (neben dem Ind. I9ate) zu fassen, auhata rejata — tirata 
aspjata jyushata jushata — ayata ärocata rocata — d9rlnlta ävyinlta 
vpnita gpnita gribhnita — adhünuta ri^uta akpnuta kjinuta akpnvata 
10, 13, 4, dmanuta — dpnhata amuncata — äjSyata ja;yata apatyata 
amanyata manyata. Hierher auch avyata und vyäta zu Ivya 9, 8, 6. 
9, 69, 4. 9, 97, 12. 9, 98, 2. 9, 101, 14-15. 9, 107, 13 u. 18. 2, 17, 2. 

9, 69, 5. 9, 70, 2. 9, 86, 32 aus *avyayata, janayata afrayata panayata 
— anamnata ädedish^a — äpriySyata 3, 53, 9. 

Passiyum: anlyata süyata aricyata amucyata. 

Aorist mit s: 

ayansta 1, 56, 1. 1, 136, 2. 1, 144, 3. 6, 71, 1. 8, 25, 19 äransta 
2, 11, 7 (ram) astoshta 1, 77, 5. 

auhish^a 6, 17, 8 akrapish^a 7, 20, 9 krämishta 1, 155, 4. 8, 52, 9 
äjanishta 1, 113, 1. 1, 123, 9. 2, 5, 1. 3, 29, 3. 3, 59, 4. 5, 2, 4, 
5, 11, 1. 5, 31, 3. 5, 32, 3. 7, 4, 2. 7, 76, 1. 10, 17, 6. 10, 72, 5 
jänish^a 5, 1, 5. 5, 9, 3. 7, 3, 9. 9, 98, 9. 10, 31, 10. 10, 40, 9 Val. 
3, 4 u. 8 adhävishta (dhav) 9, 70, 8 anavishta 9, 71, 7 panish^a 7, 45, 2 
pavishta 9, 64, 10. 9, 109, 13 aprathishta 2, 11, 7 präthishta 5, 58, 7. 

10, 61, 5 bädhishta 7, 23, 3 mändishta 1, 51, 11 yämishta 5, 32, 7 
avasishta 9, 89, 2 ä9amishta 5, 2, 7 äsahishta 7, 98, 5 — dhükshata 
1, 160, 3. 6, 48, 12. 

§ 102 
ta im Optativ und Precativ. 

arlta aslta lllta T9lta binivlta stuvita 9aylta vurlta duhlta uhTta 
zu vah, 

dädhlta 1, 40, 2. 8, 19, 11 dadhitä 5, 66, 1 jagrasita mamrijita 
vavritita 9U9ucTta dudhuvita — ajeta kshameta jareta yajeta vadeta 
saceta bhiksheta jushöta — staveta — kpnvita pfincitä — pa9yeta. 
Im Precativ ist die Wurzel 1) einfach 

gi-abhish^a 2, 29, 5 padishtd 1, 38, 6. 1, 79, 11. 3, 53, 21. 7, 104, 
16-17 muclshta 7, 59, 8. 

Im Precativ ist die Wurzel 2) reduplicirt 

ririshlshta (Pada ri°) 6, 51, 7 riiishishta 8, 18, 13. 



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70 

3) tun 8 vennehrt 

a) 8 wird einfach angefügt 

dar8hl8hta 1,132,6 maisTshta 7, 38, 6 rnjikshlshta 1, 147, 4 (marQ). 

b) mittel8 i 

jani8hl8hta 4, 18, 1, 7, 8, 6 Yani8hl8hta 1, 127, 7. 

§ 103 
e als 3** sing, im Präsens. 

t^ ciW vid6 zu 3vidj duh6 bruve huve maM 7, 97, 2, vielleicht 
86ve 10, 95, 8, i\6 und ishö s. beim P.erfectum — joshe 1, 120, 1 9aye 
stave (auch wohl stäve 10, 22, 2 trotz des Accentes) — grine p^ve 
9ri9v6 8unv6 hinv6 Y\m}6. 

jängahe badbadhe und babadhe (oder Perfectum) sarsre joguve 
yoyuve carkrishe (vgl Index). 

§ 103 *» 
e im Perfectum. 
tatre pape mam6 vivy^ tasthe pece Qce bhej6 Ij^ yej6 sasvaje 
päprathe und paprathö 9a9i*athe caks1iad6 cak6 jajnä tatne täte paprä 
vavnö üpe i-ärabhe cahame jagm^ neme yeme cakr6 dadhrß jabhre 
babhre vavr^ sasrß tistire YEvhife pa8pa9e äse vavase sasähe tataksh^ 
nanaksh^ yavakshe Snsye cakrade yavande dadhanvö Sna9^ dadhvase 
anrice mEmyij6 va'vriije saspje väyiitö Jlnjidhe vävridhö dädii9e sehr 
häufig (Val. 9, 2 ist wohl dadhire zu lesen). rarap9e (pap)iksh6 4, 43, 7 
vgl. Index) babadh6 jigye pipye 9i9riye riric6 sisice 3, 32, 14 (vielleicht 
erste Pers.) Ü6 piplle jihlje cikiW vivid6 Idhö pipi9e Ishö titvish6 (8, 
12, 24, pipishe mimikshö cucyuve 9a9uve 9U9ruve juhvö mrucö yuyuj6 
nunudö jujush6 duduhe üh6 — vid6. 

§ 104 
i in der dritten Sing. 

Im medialen Sinne höchst wahrscheinlich ahve 3, 56, 4 obgleich 
es allenfalls möglich wäre, als eine passive Bildung anzusehen, sicher 
atltape 8, 61, 4. i als passivische Endung siehe bei dem Aorist. 

§105 
tarn als dritte Sing, im Imperativ. 

vastäm 6, 75, 18 ästäm jihltäm dadatäm 3, 53, 17 jaratam pratha- 
tam yajatam vanatäm vartatsto värdhatam sacatam pfnvatam bädhatam 
vi9atam bhayatam pävatäm rocatam strinltam hrinitam prinatam 3, 50, 1 
k}*inutäm manntam jayatäm ti*äyatam pdhyatam] gachatam. Passivum 



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71 

pvicyatSm 6, 28, 8 und hljatsim. Aorist mit s ist i^teatSm oder es ist 
eine neue Wurzel ras anzunelimen. 

§105^» 
Sm im Sinne von tSm. 

duhäm 1, 164, 27. 4, 67, 7. Bollensbn Z. D. M. G. 22, 676 fÜlu-t 
noch ans A. Y. an: indhsm 9ayam rnndham und yidam (zu 3vid). 



m. 

IHe dualen und ploralen Medialendongen dritter Person. 

Mit Uebergehung des Duals wende ich mich sogleich zum Plui-al 
d.h. zu den Endungen ante ate anta ata. Es herrscht zwischen ante 
anta einei-seits und ate ata andererseits ein ähnliches Yerhältniss, wie 
zwischen anti und ati, an und us. Indem ich die conjunctivischen 
Endungen ante und anta dem Capitel über den Conjunctiv überlasse, 
handle ich hier nur von den indicativischen. 

ante findet sich überall bei den Präsensstämmen, welche auf a 
endigen, ate bei den übrigen, also bei einfacher, reduplicirtor Wurzel 
u. 8. w. Unter einfache Wurzel habe ich auch die Form ohate zu 2üh 
gestellt, von der sonst nur das Präseusthema oha belegt ist, wesshalb 
auch Grassmann ohate unter oha verzeichnet, und also eine Unregel- 
mässigkeit annimmt. Mir erscheint es gerathener, einen Stamm oh 
neben oha aufzustellen der, wie so häufig im Veda, nur durch eine 
Form vertreten ist. 

anta üitt unter denselben Bedingungen an wie ante. Interessant 
ist ahvanta^ was so gebildet ist, als ob der Stanun hua lautete (vgl. 
Index), schwerer zu erklären aber ist kränta 1,141,3, woneben äkrata 
gleichbedeutend vorhanden ist Man kann wohl wegen des Accentes 
nicht umhin, krdnta von der einfachen Wurzel loar herzuleiten, muss 
also eine „Unregelmässigkeit" d. h. in diesem Falle ein vereinzel- 
tes Hineim*agen eines früheren Sprachzustandes annehmen. Bei ata 
(vgl. § 117) liegt wieder die Möglichkeit vor, einige Formen von Stäm- 
men auf a abzuleiten z.B. ajanata von ja/na ^ aber jan-i-shva zeigt, 
dass man im Eecht ist, einen einfachen Stamm jan anzusetzen. Sehr 
sonderbar ist avyata, und es erscheint allerdings fraglich, ob die Erklä- 
rung aus *avyayata richtig ist. Auch ^umbhata von dem Präsens- 
stanmie gumhha zu trennen ist schwer. Will man es nicht trennen, 
so muss man annehmen, dass der Trieb, anta zu ata zu verkürzen, 
die legitime Grenze gelegentlich überschritten habe. 



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72 

Diese legitime Qrenze nun wird wieder bestimmt durch das Gesetz 
des Gleichgewichtes, über welches hier ein paar Worte folgen mögen. 
Man kann, wie mir scheint, besondere zwei Forderungen dieses Ge- 
setzes unterscheiden. Erstens: die Form soll sich an Masse nicht zu 
sehr von anderen unteracheiden, sie soll nicht zu gewichtvoll wer- 
den im Vergleich mit andern Verbalformen. Danim werden die leich- 
ten Endungen gewählt , sobald der Stamm durch die Beduplication, 
das Augment, das Zeichen des Optativs, das s des Aorists beschwert 
wird. Zu notiren ist die Ausnahme, dass die dritte Pluralis des Aori- 
stes mit sa^(nicht mit s) auf san auslautet, nach Analogie der andern 
auf a endigenden Stämme, und dass zu diesen Stämmen auf a auch 
der Conjunctiv gehört, der nicht wie der Optativ mit einem allein ihm 
zukommenden Zeichen versehen ist. Auf demselben GefOhl beruht 
das Verhältniss von 6mi zu imäsi. Die beiden Foimen sollen an Ge- 
wicht nicht allzu sehr von einander vei-schieden sein. Während die 
eine am Stamm kräftiger ist, ist es die andere an der Endung. Zwei- 
tens: die beiden Hauptbestandtheile der Verbalform, Stamm und Endung, 
sollen in einem Gleichgewichtsverhältniss stehen. Hieiin allein kann der 
Grund liegen, warum man z.B. von dem Stamme vos die dritte Plur.vasate 
bildet, und nicht vasante; ante wäre dem einfachen Stamm gegenüber zu 
gewichtvoll gewesen, der Stamm kann, wie Bopp sich symbolisch aus- 
drückt, die schwere Endung nicht tragen. Auf eben diesem Gesetz oder 
dieser Empfindung beruht die Verstärkung des Stammes vor der schwe- 
ren Endung tana. Keiner dieser beiden ästhetischen Triebe wirkt übrigens 
unbedingt, der eine kann vom andern gekreuzt werden. So widerspricht 
eine Form, wie imäsi dem zweiten Gesetz, entspricht aber dem ersten. 

§106 
äte im Präsens. 

iyate bruvSte suväte äsäte duhäte ^ayäte — jihate, dadhäte kann 
Präsens, aber auch Perfectum sein. 

carete tarete namete bharete yatete vädete vartete vardhete vya- 
thete sacete rejete — tujete — bhayete smayete methete v6pete javete 
havete — auch tufijäte 1, 106, 2 ist vermuthlich Dual — hvayete — Pas- 
sivum ucyete 10, 90, 11 — joshayete mädayete dhäpayete — sararäte. 

Der Ausgang aite liegt vor in bi*avaite 6, 25, 4 yataite 7, 93> 5 
yuvaite 7, 40, 2 k^vaite 6, 25, 4 mädäyaite 4, 41, 3 tantasaite 6, 25, 6. 

§107 
äte im Perfectum. 
i^te mamäte zu 3ma mamnäte 7, 31, 7 cakräte bhejäte yemite 
vävridhdte paspfidhäte sasvajäte yuyudhäte. 



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73 

§108 
Stam im Indicativ. 

adhltem 10,4, 6 zxidha, apmihetem abhyasetSm afksbetam äiejetsm 
akppetain — ahvayetara. Im Aorist mit s: anüshätam) ayukshatam 
ämandishataro. 

§109 
StSm im Imperativ, 
sacetsün joshetsm 9rayetäm träyetam. 

§110 
ante im Indicativ. 

pfbante tish^hante jighnante — jarante zu 2 und 3jar dhavante 
nakshante namante bhajante bhärante y&jante yatante rakshante rabhante 
ramante vadante värante zu Ivar, vii-tante vardhante vahante vyathante 
sacante säpante säbante spärdbante svajante svadante häranto bädhante 
bhräjante yäcante. Hierher auch rante aus *ranante (Roth K. Z. 20, 
71) tyante rlyante ishante rdjante edhante tiränte vi9Änte ukshänte — 
äyante jäyante bbäyante (äyante 10, 89, 14 9rayante c^tante cyavante 
navante pävante stdvante hävante kshödante röcante ^umbhante — jayante 
kshiyante mpshyante yüdhyante träyante hväyante. Die Form mayante 
10, 40, 10 findet sich bei BR. unter 2fna, doch mit* Anführung der 
Parallelstelle aus AV., aus welcher hervorgeht, däss der Vers im RV. 
verdorben sein dürfte. 

dhanayante marjayante ranhayante (rathayante saräyante citäyante 
(ubb&yante südäyante patäyante mSdäyante sadayante kamayante dha- 
räyante varäyante joshayante cyavayante dhapayante — prushfiyänte 
tartOryante mai*miijyänte dfdhishante tftikshante dfdpkshante. Fassi- 
vum jnfiyante kriyänte bhriyante hanyante 9asydnte vacyänte ricyante 
yujyante hQyante. Denominativa indrayante nyüflkhayante manträyante 
m^igäyante vpshayänte mahlyante tarushante. 

§111 
ate im Indicativ. 

gphate cäkshate v&sate isate (Ssate rihat6 nläsate flate und I|at4 
träte l9ate bruväte süvate dubat6 ohate — dädhate 5, 41, 2. 7, 90, 6 
sisrate mimate zu 2fna jfhate — ri^at^ punat4 vri^äte giibhnate a^nate 
badhnäte janate — a^nuvate hinväte vrinväte kri^vate sprinvate tan- 
vat6 manvat£ — aiijäte anjat^^ rinjate vpnjate indhäte indhat4 tufij&te 
bhunjäte bhunjat6 yufgäte — dedi9ate. 



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72 

Diese le^time Qrenze nun wird wieder bestimmt durch das Gesetz 
des Gleichgewichtes, über welches hier ein paar Worte folgen mögen. 
Man kann, wie mir scheint, besonders zwei Forderungen dieses Ge- 
setzes unterscheiden. Erstens: die Form soll sich an Masse nicht zu 
sehr von anderen unterscheiden, sie soll nicht zu gewichtvoll wer- 
den im Vergleich mit andern Verbalformen. Damm werden die leich- 
ten Endungen gewählt, sobald der Stamm durch die Beduplication, 
das Augment, das Zeichen des Optativs, das s des Aorists beschwert 
wird. Zu notiren ist die Ausnahme, dass die dritte Pluraüs des Aori- 
stes mit sa /nicht mit s) auf san auslautet, nach Analogie der andern 
auf a endigenden Stämme, und dass zu diesen Stämmen auf a auch 
der Conjunctiv gehört, der nicht wie der Optativ mit einem allein ihm 
zukommenden Zeichen versehen ist. Auf demselben GefOhl beruht 
das Verhältniss von 6m. zu imäsi. Die beiden Formen sollen an Ge- 
wicht nicht allzu sehr von einander verschieden sein. Während die 
eine am Stamm kräftiger ist, ist es die andere an der Endung. Zwei- 
tens: die beiden Hauptbestandtheile der Verbalform, Stamm und Endung, 
sollen in einem Gleichgewichtsverhältniss stehen. Hieiin allein kann der 
Grund liegen, warum man z.B. von dem Stamme t;as die dritte Plur.vasate 
bildet, und nicht vasante; ante wäre dem einfachen Stamm gegenüber zu 
gewichtvoll gewesen, der Stamm kann, wie Bopp sich symbolisch aus- 
drückt, die schwere Endung nicht fa-agen. Auf eben diesem Gesetz oder 
dieser Empfindung beruht die Verstärkung des Stammes vor der schwe- 
ren Endung tana. Keiner dieser beiden ästhetischen Triebe wirkt übrigens 
unbedingt, der eine kann vom andern geki'euzt werden. So widerspricht 
eine Form, wie imäsi dem zweiten Gesetz, entspricht aber dem ersten. 

§106 
äte im Präsens. 

iyate bruvSte suväte Jteäte duhate ^ayäte — jihate, dadhäte kann 
Präsens, aber auch Perfectum sein. 

carete tarete namete bharete yatete vädete vartete vardhete vya- 
thete sacete rejete — tujete — bhayete smayete methete v6pete javete 
havete — auch tunjäte 1, 106,2 ist vermuthlich Dual — hvayete — Pas- 
sivum ucyete 10, 90, 11 — joshayete mädayete dhäpayete — sai-sräte. 

Der Ausgang aite liegt vor in bi*avaite 6, 25, 4 yataite 7, 93> 5 
yuvaite 7, 40, 2 k^vaite 6, 25, 4 mädäyaite 4, 41, 3 taätasaite 6, 25,6. 

§107 
äte im Perfectum. 
i^te mamäte zu 3ma mamnäte 7, 31, 7 cakräte bhejäte yemäte 
vävridhäte paspfidhäte sasvajäte yuyudhäte. 



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73 

§108 
Stam im Indicativ. 

adhltsm 10,4, 6 zu dha, api-aihetem abhyasetSm afksbetam ärejetsm 
akyipetam — ahvayetara. Im Aorist mit s: anüshätaml ayukshatam 
ämandishstam. 

§109 
StSm im Imperativ, 
sacetsün jashetsm 9ray6täm träyetam. 

§110 
ante im Indicativ. 

pfbante tish^hante jighnante — jarante za 2 und 3jar dhavante 
nakshante namante bhajante bhärante y&jante yatante rakshante rabbante 
ramante vadante värante zu Ivar, v&i-tante vardbante vabante vyatbante 
sacante säpante säbante spärdbante svajante svadante bäranto bädbante 
bbräjante yäcante. Hierber aucb rante aus *ranante (Both K. Z. 20, 
71) tyante rlyante Isbante r^jante edbante tiränte vi9Änte utsbänto — 
äyante jäyante bbäyante 9äyante 10, 89, 14 9rayante c^tante cyavante 
navante pävante stävante bävante ksbödante röcante ^umbbante — jayante 
ksUyante mpsbyante yüdbyante träyante bv&yante. Die Form mayante 
10, 40, 10 findet sieb bei BR. unter 2fna, doch mit' Anfübrung der 
Parallelstelle aus AV., aus welcber bervorgebt, dass der Vers im RV. 
verdorben sein dürfte. 

dbanayante marjayante ranbayante (ratbayante saräyante citäyante 
yubbiyante südäyante pätäyante mädäyante sadayante kämayante dba- 
räyante varäyante josbayante cyavayante dbapayante — prusbayänte 
tartOryante mai-miijyänte dfdbisbante Wtiksbante dfdpksbante. Passi- 
vum jnfiyante kriyänte bbriyante banyante 9asydnte vacyänte yicyante 
yujyante büyante. Denominativa indrayante nyüfikbayante manträyante 
m^igäyante vpsbSyänte mablyante tarusbante. 

§111 
ate im Indicativ. 

gpbate cäksbate v&sate isate (Ssate ribat6 nfnsate flate und l\sM 
träte l9ate bruväte süvate dubat^ obate — dädbate 5, 41, 2. 7, 90, 6 
sisrate mimate zu 2fna jfbate — rinat^ punat4 vrl^äte giibbnate a^nate 
badbnäte janate — a^nuvate hinväte vriijväte kp^vate spyi^vate tan- 
vatÄ manvatÄ — afijäte afijatö rinjate vrinjate indbäte indbatÄ tufijite 
bbunjäte bbufijat6 yunjäte — dedi9ate. 



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74 

§112 
ante im Conjunctiv. 

kpnavante oder kp^avauta 1, 88, 3 mänsaute 7, 34, 3 nääsante 
7, 58, 6. 

§113 
anta im Indicativ. 

Zur einfachen Wurzel kränta 1, 141, 3 (Ikar) schwerlich zu kära 
wegen des Accents. ahvanta. 

cakänanta und cakänanta (vielleicht Peifectstamm) cakripänta cäkra- 
manta tatänanta adadanta dadabhanta ädad^ihanta paprachanta ySvri- 
dhanta ävaya9anta ya;ya9anta mSmahanta atish^hanta tish^hanta jljananta 
ämimadanta äyly^idhanta äylvafanta sishapanta yiyyacanta asishyadanta 
äpipayanta plpäyanta äbibhayanta atityishanta rurucanta juhuranta 
ayocanta yöcanta. 

ämanta aranta äkhananta caranta ajananta jananta adhayanta nak- 
shanta namanta na9anta 9, 79, 1 und 10, 133, 3 zu Inag, 1, 123, 11. 
7, 1, 22. 10, 115, 4 zu 3nag, apacanta pacanta aprathanta prathanta 
abhajanta bhajanta bhananta abharanta bhäranta mananta äyajanta 
yakshanta sakshanta 1, 131, 3 nach Both zu einer Wurzel sdksh etwa 
gleich sac — . rananta aramanta ramanta ayadanta yapanta yarantal, 140, 
13 2var, sonst Ivar, äyartanta värtanta dyardhanta yardhanta äyi*adanta 
asacanta säcanta äsapanta sapanta äsahanta sähanta yradhanta sädhanta 
ishanta (Accent yermuthungsweise) pfnyanta bliikshanta ärejanta röjanta. 
Dazu ranta aus *rananta 1, 61, 11. 7, 39, 3 yanta aus *yananta 
1, 139, 10. 

aknpanta kiipanta atiranta tiränta m^ishanta aspjanta s^ijanta 
atyishan^ yidänta yidhanta ayi9anta nudanta budhänta bhui*änta &ju- 
shanta jushänta yuyanta ähuyanta. 

Zweifelhaft ist der Accent bei aishanta ishanta. 

ayanta änayanta nayanta abhayanta smayanta cyayanta ^ayanta 
näyanta (10, 22, 9 zu 3nu) prayanta yayanta stävanta häyanta 9Öcanta 
grinanta aminanta — ishananta — ayindanta. 

äjsyanta jäyanta apa9yanta amanyanta dayanta ahvayanta. 

agachanta ichänta. 

gribhayanta äjanayanta janäyanta tarpayanta dasayanta dhanäyanta 
nadäyanta patäyanta panäyanta marjayanta mahayanta ranäyanta a- 
ranhayanta 9nathayanta 9rathayanta syadayanta harayanta harshayanta 
&dh£(rayanta dh^rdyanta dyatayanta asadayanta asai*ayanta ishäyanta 
airayanta irayanta ukshäyaata turayanta dyutayanta iTicayanta 9ubliä- 



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76 

yanta äsQdayaiita dravayanta — asthSpaysmta — prash&yanta — mar- 
m^'anta jänghananta jarhrishanta nonnvanta fosucanta — iradhanta 
irayjänta — didhishanta apsanta slkshanta 7,60,10. Passivurn: acyanta 
äpacyanta appcyanta. Denominativa: ptayanta pgh&yinta isbanayanta 
dhunayanta sushväyanta und yermuthlich auch: kppa^anta bbar&jaiita 
tarushanta yannshanta. Von s- Aoristen mit dem Zeichen sa: dhuksh&nta 
ampkflhanta zu marj 1, 126, 4« 

§114 
anta im Conjunctiy. 

afnayanta kp^äyanta wohl auch hananta 7, 56^ 22. Von einem 
8 -Aorist sanisbanta 5, 12, 4. 9, 79^ 1. 10, 142, 2. 

§115 
ata. 

Srata 1,54,1 ä^ata ajanata 4,5,5 janata 4,1,1 atakshata 1,164,23 
takshata 3, 38, 2 acakshata 10, 123, 6 yasata zu Svas &krata (-afl 10, 
34, 5) Ssata a9Ssata dgmata atnata sa9cata 7, 90, 3 ,wohl auch 
akrishata 10, 155, 5, airata llata ninsata 10, 74, 2 yujata — ajihata 
jiliata ajuhvata — yrii^ata agribhnata gyibhnata — akri^vata krinvata 
ayrii^yata ätanyata amanyata manyata — ' afgata rinjäta miinjata ayuii- 
jata jumbhata 10, 95, 9 — ayyata 1, 166, 4 yennuüilich aus *ayyayata 
zu Ivya^ marmpjata — amatsata matsata amansata maösata ayansata 
asakshata saksbata ädriksbata äsriksbata ayrltsata arSsata abäsata 
aneshata ahesbata alipsata 1, 191, 4 zu 2tp, äyiksbata adhosbata &nü- 
sbata Düsbata ahüsbata ästosbata adhuksbata (dbuksbata 6, 48, 13 ist 
schwerlich wie im zwölften Verse dritte Sing.) mukshata jTiksbata 
ädhtürsbata zu dhürv. 

§116 
antam. 

tisbtbautöm mSmabantam — näbhantsm namantSm yajant^m yatan- 
täm yartantam yardbantam sacantam syändantäm sadbantam pinyantam. 
Zu ras oder zum Aorist rEsantäm 7, 35, 15. 10, 65, 3 und 15. — 
ri9antam jusbäntam — jayantam layantam ^rdyantam päyantam — trä^ 
yantem pyayanfcün — madayantem — dhunayantem. Passiyisch b^dhyan- 
tam yacyänt&m y{i9cyantam. 

§117 
atOm als dritte Pluralis. 

IratSm dadhatOm 10, 18, 4 pipyatäm 6, 50, 12 jihatam indbatSm 
janatam 10, 191, 2. 



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74 

§112 

ante im GonjuncÜT. 

kpinavante oder kp^yauta 1, 88, 3 mänsante 7, 34, 3 nMsante 
7, 58, 6. 

§113 

anta im Indicatiy. 

Zur einfachen Wurzel kränta 1, 141, 3 (Ihcvr) schwerlich zu kära 
wegen des Accents. ahvanta. 

cakänanta und cakänanta (vielleicht Peifectstamm) cak^ipänta cäkra- 
manta tatänanta adadanta dadabhanta ädad^ihanta paprachanta ysvri- 
dhanta äyaya9anta yaya9anta mSmahanta atish^hanta tish^hanta jljananta 
dmimadanta äyly^idhanta äylvafanta sishapanta yiyyacanta asishyadanta 
äpipajanta plpäyanta dbibhayanta atityishanta rurucanta juhuranta 
avocanta yöcanta. 

ämanta aranta äkhananta caranta ajananta jananta adhayanta nak- 
shanta namanta na9anta 9, 79, 1 und 10, 133, 3 zu Inag, 1, 123, 11. 
7, 1, 22. 10, 115, 4 zu dnoQ, apacanta pacanta aprathanta prathanta 
abhajanta bhajauta bhananta abharanta bhäranta mananta äyajanta 
yakshanta sakshanta 1, 131, 3 nach Both zu einer Wurzel saksh etwa 
gleich sac — . rananta aramanta ramanta ayadanta yapanta varanta 1,140, 
13 Zvar, sonst Ivar, ävartanta yärtanta ävardhanta vardhanta ävradanta 
asacanta säcanta äsapanta sapanta äsahanta sähanta vradhanta sädhanta 
Ishanta (Accent vermuthungsweise) pfnyanta bliikshanta ärejanta röjanta. 
Dazu ranta aus *rananta 1, 61, 11. 7, 39, 3 yanta aus *vananta 
1, 139, 10. 

ak^ipanta kripanta atu-anta tiränta miishanta asnjanta Sfijanta 
atvishanta vidänta yidhanta ayi9anta nudanta budhänta bhuränta dju- 
shanta jushänta yuvanta ähuyanta. 

Zweifelhaft ist der Accent bei aishanta ishanta. 

ayanta änayanta nayanta abhayanta smayanta cyayanta ^ayanta 
näyanta (10, 22, 9 zu 3nu) prayanta yayanta stävanta häyanta 9Öcanta 
grinanta aminanta — ishananta — ayindanta. 

äjayanta jäyanta apa9yanta amanyanta dayanta ahvayanta. 

agachanta ichänta. 

gribhayanta äjanayanta janäyanta tarpayanta dasayanta dhanäyanta 
nadäyanta patäyanta panäyanta marjayanta mahayanta ranäyanta a- 
ranhayanta 9nathayanta 9rathayanta syadayanta harayanta harshayanta 
ädharayanta dh^äyanta äyntayanta asadayanta asarayanta ishäyanta 
airayanta irayanta ukshäyaata turayanta dyutayanta iTicayanta 9ubhä- 



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76 

yanta äsQdayaiita drayayanta — asth&paysmta — prash&yanta — mar- 
mpjanta jänghananta jarhrishanta nonuyanta fosucanta — iradhanta 
irayj&nta — didhishanta apsanta slkshanta 7,60,10. Passivurn: acyanta 
äpacyanta appcyanta. Denominativa: ptayanta pghSyinta isbanayanta 
dhunayanta sushyäyanta und yermuthlich auch: kppaljianta bhur&janta 
tarushanta yanuahauta. Von s-Aoristen mit dem Zeichen sa: dhuksh&nta 
ampkshanta zu marj 1, 126, 4« 

§114 
anta im Conjunctiy. 

a^nayanta kpiiäyanta wohl auch hananta 7, 56^ 22. Von einem 
8-Aorist sanishanta 5, 12, 4. 9, 79, 1. 10, 142, 2. 

§115 
ata. 

Srata 1,54,1 ä9ata ajanata 4,5,5 janata 4,1,1 atakshata 1,164,23 
takshata 3, 38, 2 acakshata 10, 123, 6 yasata zu 3vas &krata (-alil 10, 
34, 5) Ssata a9äsata ägmata atnata safcata 7, 90, 3 .wohl auch 
akrishata 10, 155, 5, airata ijata ninsata 10, 74, 2 yujata — ajihata 
jiliata ajuhvata — vrinata agyibhnata gyibh^ata — akri^vata krinvata 
av|inyata ätanvata amanyata manyata — ' afyata linjäta miinjata ayufi- 
jata jumbhata 10, 95, 9 — ayyata 1, 166, 4 yennuiilich aus *ayyayata 
zu Ivya^ marmiijata — amatsata matsata amansata ma&sata ayansata 
asakshata sakshata ädrikshata äspkshata ayritsata ai'äsata ahäsata 
aneshata ahesbata alipsata 1, 191,4 zu lipj äyikshata adhüshata änü- 
shata nüshata ahOshata ästoshata adhukshata (dhukshata 6, 48, 13 ist 
schwerlich wie im zwölften Verse dritte Sing.) muksbata juksbata 
ädhOrshata zu JAOrv. 

§116 
antam. 

tishthautSm mSmahantam — näbhantam namantam yajantam yatan- 
täm yartantsm yardhantam sacantam syändantäm sadhantam pinyantäm. 
Zu ras oder zum Aorist rasantam 7, 35, 15. 10, 65, 3 und 15. — 
rijantam jushäntam — jayantam layantam fräyantam päyantam — trä^ 
yantem pySyantam — madayantem — dhunayantem. Passiyisch b^dhyan- 
tam yacyäntäm yji9cyantam. 

§117 
atOm als dritte Pluralis. 

Iratäm dadhatam 10, 18, 4 pipyatäm 6, 50, 12 jihatäm indhatäm 
janatam 10, 191, 2. 



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76 

IV. 
Die Endongeii mit r 

nämlich rate re rire ranta rata ran ram. Sie yertheilen sich folgen- 
dermassen: Im Präsens erscheinen rate und re (auch ire), im Per- 
fectmn re (ire) und rire, ranta einmal im reduplicirten Augmenttempus, 
ran und i-am im einfachen und reduplicirten Augmenttempus, rata und 
ran im Optativ und zwar sowohl dem Optativ des Präsensstammes als 
des 8 -Aoristes. Also als Hauptendungen gelten rate re rire, als Neben- 
endungen ranta rata ran i-am. Aus dem AV. kommt noch hinzu ratäm 
und räm in duhratäm und duhränu Eine Form aduhra, welche von 
einem Scholiasten zu Panini angeführt wird, ist bis jetzt nicht nach- 
gewiesen. 

Die r- Suffixe sind viel besprochen, nach Bopp namentlich von 
BOLLENSEN Z. D. M. G. 22, 599, von Kuhn K. Z. 18, 400, von Ben- 
FEY in einer eigenen Abhandlung: Ueber die Entstehung und Verwen- 
dung der im Sanskrit mit r anlautenden Pei*sonalendungen Abh. d. Qes. 
d. "W. zu Qöttingen Bd. XV, Göttingen 1870. Durch diese Arbeiten, 
denen ich hier nicht in alles Detail der Untersuchung folgen wiU, 
scheint mir das Verwandtschaftsverhältniss der Endungen unter sich 
so ziemlich aufgeklärt. Auch ich neige mich der Ansicht zu, dass 
die sogenannte Vei-stömmelungstheorie in diesem Fall im Bechte ist. 
Wenn man als älteste Gestalt ^ante an die Spitze stellt, lassen sich 
alle Einzelfonnen gut erkläien, nur ram neben ran macht doch noch 
einige Schwierigkeiten. Was nun aber dies *rante selbst zu bedeuten 
habe, und wie es entstanden sei, darüber ist die Untersuchung noch 
nicht abgeschlossen. Gegen Bopp's Herleitung aus der Wurzel as blei- 
ben Bedenken des Lautes, gegen Benpey's aus der Wurzel ar Beden- 
ken des Sinnes. Es müsste bei der Erklärung noch berücksichtigt wer- 
den, dass das B nur in pluralischen Suffixen auftritt, denn die eine 
Stelle 1, 139, 7, wo duhr4 singularisch zu sein scheint, kann schlecht 
überliefert sein. 

Ueber den Bindevocal i ist beim Perfectum gehandelt. 

§118 
rate im Präsens, 
duhrate 1, 164, 7. 1, 134, 6 (9&ate V. S.). 

§119 
re im Präsens. 

1) ohne Bindevocal 
duhr6 1, 134, 6. 3, 63, 14. 5, 69, 2. 6, 66, 4. 7, 101, 1. 8, 9, 19 



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77 

(dagegen 1, 139, 7 scheint es 3s. zu sein) vidr^ 1, 87, 6 zu 3vid 
(96re AV.). 

2) mit Bindevocal 
arhire 10, 92, 11 und könnte Peifectum ohne Beduplication sein. 
Dagegen sind Praesentia: \isynxQ invire pinvii-e 9pnYir6 sunvii'ö hinvirö 
(zu hi Benpbt r- Suffixe 46). 

§120 
re im Perfectum. 

1) ohne Bindevocal 

dadhre 10, 82, 5-6 jagribhrö dddpjre (1, 24, 10. 3, 54, 5) paspyi- 
dhrö cäklipre änajre tatasrö vävakre zu vaüc, ?ava9re jäyadrö cikitrö 
pipi9re liricrö vivijre vividrö vivi9re vivipre duduhr6 nunudr6 mumucrö 
yuyujrö rurudhre juhurÄ zu am, juhar6 zu hü 1, 48, 14. 8, 8, 6. 

2) mit Bindevocal 

dadhir6 papire zu Ipa, mamire zu 3ma, tasthire cakrirö jagmire 
jajnirä sa9cire aus sasacire tatakshire tatnii*e dadhrire 1, 48, 3 , dadhan- 
virö bhejirö jabhrirö yetirö ljii*6 zu yaj, yemire rebhirö lebhire vavak- 
shire vavandirä vavä9ire Qhii-6 sedire mimikshire zu mt/aksh. 

I9ire. tdhirÄ irire oder erirö (vgl. BR. s. v. fr) jihllirö. 

vidrö 7, 66, 2 und vielleicht dhire 1, 166, 10. 8, 28, 5. 9, 68, 1. 

§121 
rire im Perfectum. 

jagribhrirö sasyijrire cikitrire dadrire (Ida) 7, 90, 1 bubhujrire 
vividrire. 

§122 
ranta. 
avavpitranta 4, 24, 4. 

§123 
rata, 
cucyavirata bharerata jusherata ma&sirata. 

§124 
ran. 

akripran 4, 2, 18 agpbhran 5, 2, 4 ajushran 1, 71, 1 adn9ran 1, 
191, 5. 5, .3, 11. 7, 67, 2. 7, 75, 6. 7, 76, 2. 7, 78, 1 u. 3 apadran 
6, 20, 4 abudhi-an 7, 72, 3. 7, 80, 1 äyiyran 1, 169, 2. 3, 41, 2 avasran 



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78 

(2va$) 4, 2, 19 ävi^ran 8, 27, 12 avntran 8, 81, 14 äsfigran 9, 46, 1. 
9, 67, 17. 9, 86, 4. 9, 87, 5. 9, 88, 6. 9, 96, 22. 9, 97, 29 u. 31 
asthiran 1, 80, 8. 1, 94, 11. 1, 136, 1. 8, 91, 13. 9, 83, 2. 10, 
118, 2 aspyidhran 6, 66, 11. 7, 56, 3 äjeran 1, 133, 1. 

Eeduplicirte Wnrzel: 

dcakriran 8, 6, 20 ajagmiran 10, 27, 16 avavyitran 1, 164, 47. 3, 
32, 15. 10, 18, 3 (apeciran A. V.). 

Optativ: 

dadlran 7, 48, 4. 7, 64, 1. 

§125 
ram. 

ädri9ram 1, 50, 3. 10, 30, 13 äbudhram 10, 36, 1 äsrigram 1,9,4. 
9, 7, 1. 9, 12, 1. 9, 13, 6. 9, 17, 1. 9, 23, 1. 9, 62, 1 u. 7. 9, 
63, 4 TL 26. 9, 66, 11. 

asasrigram 9, 97, 30. 10, 31, 3. 

(dradhram, was Bollensen Z. D. M. Q. 22, 599 noch anfilhrt, 
ist ein AdjectiTnm). 



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DAS AUGMENT. 



Das Augment besteht bei consonantisch beginnender Wurzel 
aus einem betonten kurzen a. In einigen Formen erscheint das a lang. 
BoLLENSEN Z. D. M. G. 22, 628 führt folgende an: ana^ (ao) ävar 
avpfli avpnak Svidhyat ayunak äyukta a9lta (gi) ari^ araik (vergl. 
PRATigAKHYA 179-181). Vou diesou fäUt anat für mich hinweg, da 
ich diese Form richtiger wie ich glaube, von der Stammform anag 
ableite, die auch in ana9amahai vorliegt, ebenso fällt a9lta hinweg, 
woflir Aufrecht ajita liest, es blieben also nur Formen von Wurzeln 
flbrig, welche mit y r oder v beginnen. Es dürfte also die Dehnung 
des Yocals auf Bechnung dieser Halbvocale zu schreiben sein. 

Freilich kann man auch in diesem Falle zweifeln, ob das lange a 
wirklich in der Sprache des Volks bestanden habe. Der Padatext näm- 
lich erkennt die Länge nur in der Form avar von Ivar an, in allen 
andern Fkllen hat er kurzes a. Indessen wenn man die wenigen giie- 
chischen Verba berücksichtigt, die das Augment in der Form t] kennen, 
80 wii'd man doch wohl annehmen müssen, dass die Länge auf uralter 
Ueberlieferung beruht. Nur darf man nicht etwa voraussetzen, dass 
das Augment ursprünglich durchweg lang gewesen und im Laufe der 
Zeit verkürzt worden sei, vielmehr scheint mir deutlich, dass im Indo- 
germanischen vor einigen Fricativen wie y v. r m eine Delmung des 
a eintreten konnte. Das griechische dvvafiai widerspricht dieser Ansicht 
nicht, denn ich halte es für identisch mit yu an sich ziehen, in die 
Gewalt bekommen. 

Bei vocalisch beginnender Wurzel tritt Contraction des a mit 
dem anlautenden Vocal ein. Ueber das ai und au, was — gegen die 
gewöhnliche Begel — durch Zusammenziehung des a mit einem wur- 
zelanlautenden i und u entsteht, vgl. J. Schmidt Yocalismus 1^ 44. 

Die Stellung des Augments bei Verben^ die mit Präpositionen 
zusammengesetzt sind, ist dieselbe wie im Griechischen. Bisweilen 
kommt es auch im Sanskiit vor, dass die Präposition mit dem Yerbum 
zur untrennbaren Einheit verwächst und dann das Augment vor die 
Präposition tritt So findet sich im Ramäyana vi-apaläyata, von 



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80 

pcHa-i (palS = pars) fliehen, in der T. S. kommt die Form ^niläyata 
d. i. anil&yata von ni-U sich vei-stecken vor, im MHBH. apraishit 
YOn pra-ish. Im Bigveda erscheinen derartige Bildungen nicht 

Bekannt ist, dass im Yeda das Augment sehr häufig fehlt, und 
die augmentlose Form dann sowohl die Bedeutung des Indicativ als 
des Gonjunctiy hat, z. B. dbharat heisst „er trug", bhärat sowohl er 
trug, als: „er trage". Für die augmentlose Form in der conjunctivi- 
schen Bedeutung habe ich die Bezeichnung „unechter Conjunctiv" vor- 
geschlagen. Derselbe Gebrauch findet sich im Eranischen. 

Man hat über die Entstehmig dieser augmentlosen Formen verschie- 
den geurtheilt. Mir scheint es nach wie vor durch eine zusammen- 
fassende Betrachtung des indogermanischen Yerbalbaus geboten, anzu- 
nehmen, dass das Augment ein noth wendiger Bestandtheil jeder 
präteritalen Form im alten Indogermanischen gewesen seL unter 
Mitwirkung des Augments vollzog sich die Abstumpfung der Endun- 
gen. Wir haben also in dbharat das Frühere zu sehen, woraus bhärat 
entstanden ist Die Gründe für diese Anschauung sind neuerdings noch 
einmal von Curtius Verbum 132 zusammengefasst, dem ich durchaus 
beistimme. Was nun das Bedeutungsverhältniss der Formen betrifft, 
so scheint mir eine Bemerkung von Jotj.y ein Kapitel vgl. Synt 22 
das Richtige zu treffen, welcher annimmt, dass die äusserliche Aehn- 
lichkeit von bhärat mit echtem Conj. wie äsat hänat u. ähnl. die Ver- 
schiebung veranlasst hat 



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DIE TEMPÜSSTAMME. 



DglbrOck, altindUehM Verbum. 



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SECHSTES CAPITEL 

Die einfache Wurzel 

In diesem Capitel sind die Formen aufgezählt, welche von der ein- 
fachen Verbalwm-zel abgeleitet sind, soweit sie dem verbum finitum 
angehören, und zwar neben den Indicativen und Imperativen auch die 
Conjunctive und Optative, welche aus der einfachen Wui'zel, dem Mo- 
duszeichen und dem Sufftx bestehen, wie äs-a-ti vid-yä-m. Es ist 
schon S. 16 gezeigt worden, dass die Einordnung der hier aufgeführten 
Bildungen in den Organismus des Gesammtverbums oft ihre Schwieiig- 
keiten hat Es giebt nicht wenig Augmenttempora, welche ebensogut 
als Aoriste vrie als Imperfecta betrachtet werden können, und es giebt 
nicht wenig vereinzelte Formen, welche einer Einfügung in das Tem- 
pusschema überhaupt widerstreben. Aus diesen Gründen habe ich von 
einer Eintheilung der Masse aus dem Gesichtspunkt des Tempus Abstand 
genonmien, und vielmehr die natürliche Eintheilung nach dem Lautge- 
halt der Wurzeln vorgezogen. Um indessen die Tempustheilung, soweit 
sie in der Sprache sich wirklich schon vollzogen hat, zur gebühienden 
Anerkennung zu bringen, sollen hier alle die Verben zusammengestellt 
werden, welche ihr Präsens aus der einfachen Wurzel bilden. Um 
die Yergleichung zu erleichtem, soll aber ^eser Liste eine Aufzählung 
sämmtlicher in diesem Capitel behandelter Wurzeln vorausgehen. 

Es sind die folgenden: hhya schauen Iga gehen jfia erkennen tra 
schützen Ida geben 3da abschneiden dra laufen Idha setzen Ipa trin- 
ken 3pa schützen prä anfüllen hha glänzen 3ma messen yä gehen ra 
verleihen 2va wehen iQä mittheilen 2Qa schärfen sd bmden stha stehen 
sna baden hva rufen tak schiessen Qok vermögen helfen (bei BB. in 
2 galt geschieden) dagh reichen bis an prach fragen Vhaj austheilen yao 
opfern sao ("" ^^^) hängen an tad schlagen ad essen päd zu FaU 
kommen mad sich erfreuen rad kratzen ritzen sad sitzen an hauchen 
Jan erzeugen tan dehnen dan (von BR. aufgestellt) gerade sein man 
meinen va/n gern haben stan tönen han tödten hrap ersehnen trauern 
svap schlafen gralih und grdh nehmen am packen gam gehen yam 
halten a/r erheben kar machen hshar strömen tar überschreiten tsar 

6* 



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84 

schleichen Idar spalten Ipar f&llen 2par hinüberführen hhar tragen 
mar sterben Ivar verhüllen 2var erwählen star hinbreiten spar retten 
svar tönen har nehmen av WohlgefaUen finden lag erlangen 3naf 
erreichen vag wünschen spag vielleicht anknüpfen as sein ghas essen 
3vas anziehen gas schneiden gvas schnaufen sas schlafen dah verbren- 
nen vah führen sah bewältigen bhaüj zerbrechen Irand brüllen chand 
scheinen sJcand steigen stfand fliessen randh unterwerfen [nang = 
3nag] gans hersagen parc mengen marj abwischen varj wenden drehen 
sarj entlassen vart wenden drehen ardh gedeihen mardh überdrüssig 
werden spardh kämpfen darg sehen ma/rsh vemaclilässigen harsh sich 
freuen caksh sehen taksh bearbeiten myaJcsh haften lihraj glühen raj 
herrschen dag verehren as sitzen gas zm-echtAveisen i gehen lltshi wei- 
len Ici aneinanderreihen 2ci wahrnehmen ji siegen gri anlehnen hi 
befölrdern nf fahren IM fQrchten Ivl herbeikonmien 3vl antreiben 
(wohl zu einem vi zu vereinigen) ff liegen [f streben Intensiv von i\ 
ric räumen leeren vij sich schnellen losfahren cit wahrnehmen gvU 
weiss sein chid abschneiden hhid spalten Ivid wissen 3vid finden idh 
brennen dig zeigen vig eintreten dvish hassen rih lecken girlj klingen 
Td anflehen fr erheben lg beherrschen kshi^u schleifen nu bi*üllen 3yu 
verbinden Igru hören su pressen stu loben hnu etwa: wegwenden von 
verbergen vor. brü sprechen hhü sein sü gebären p^ü rufen = hvaj 
muc loslassen yuj verbinden dyifi glänzen nud stossen mud sich 
freuen hudh erwachen yudh kämpfen gur billigen jush Genuss haben 
stush] loben> wenn nicht i/+&] duh melken 2üh beachten [vielleicht 
seo verehren]. Das sind, mit Ausschluss der in steile Klammem 
geschlossenen, 150. 

Um nun aus dieser Masse diejenigen auszuscheiden, welche ihr 
Präsens aus der einfachen Wurzel bilden, muss man zunächst die 
Verba abziehen, welche keine anderen mit Hauptendungen gebildeten 
Formen zeigen , als die Imperativisch gebittucbte 2s. auf si z. B. lihaj, 
welches neben bhäk und äbhakta nur das Imperativische bhakshi kennt, 
kein '*l)hakti. Obgleich es nun S. 31 wahrscheinlich gemacht ist, dass 
bhakshi wirklich eine einfEiche un verstümmelte Bildung sei, so ist diese 
Ansicht doch nicht sicher, und ich ziehe es deswegen vor, Ihaj hier 
nicht unter den Verben namhaft zu machen, welche ihr Präsens aus 
der einfachen Wurzel bilden. In derselben Lage sind ausser Ihaj noch: 
pra 3fna ra ycy rad sad yam 3nag dah vah sah ji yudh jush. 

Nach diesem Abzug bleiben fSr das Präsens noch folgende 63 
Wurzeln übrig: 

3da dra (durch die einzelnen Formen nicht unzweifelhaft Consta- 
tirt, aber unzweifelhaft, wenn man die Gesammtheit der vorkommenden 



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85 

Formen bei BB. überblickt) Ipa 3pa hha ya ra 2va sna tak ad man 
hm gam Ikar dar 2par (vgl. för dar und par Suffix si S. 32) hhar 
har vag as Svas gas sas grcJi chand marj vart ardh cdksh taksh roj 
dag as gas i ikshi [nf] lv% 3v% 2gf [f ] cU Ivid und 3vid idh dvish dih 
rih ci/fij id W ^ kshnu nu 3yu stu hnu brü bhü sü hü yuj [stiAsh 
kann auch zu y+a gehören] duh üh [sev]. Aus der späteren Sprache 
sind etwa noch tra dhya psa ghra ru vac zu erwähnen. 

Der Grund der Einklammerung ist bei allen ausser tif aus dem 
Vorhergehenden ersichtlich, üeber nf dagegen ist hier noch etwas zu 
bemerken. Das Präsens ist sonst näyati, von der einfachen Wurzel 
liegt nur die vereinzelte Form nethä vor in dem Verse: 10, 126, 2: 
täd dhi väyam vpnimähe väru^a mfträryaman, yänS nfr äöhaso jQyäm 
p&thä nethä ca mai*tyam äti dvishal;! „Wir bitten euch um das, kraft 
dessen ihr vor der Noth schützt und dem Sterblichen über die Gefahr 
hinüberhelfet". Offenbar ist nethä eine Geburt des Augenblicks, die 
in unwillkürlicher Anlehnung an das unmittelbar vorhergehende päthä 
gebildet ist, wie z.B. das sonst nicht vorkommende Adjectivum yi^aya- 
in dem Verse: 9i9lhi mä 9i9ayäm tva 9rinomi 10,42,3 „beschenke 
mich, ich höre dich preisen als freigebig", nethä kommt also far die 
Erörterung des grammatischen Organismus des Verbums nicht in 
Betracht. 

Nach diesen Vorbemerkungen kommen nun die Verbalformen iu 
folgender Seihenfolge zui* Darstellung: 

1) Wurzeln auf ä nebst Erläuterung; 

2) Wurzeln mit innerem a nebst Erläuterung; 

3) Wurzeln mit i und u nebst Erläuterung. 

§126 
Wurzeln auf a. 

Jchya schauen: langes a in abhikhyäya, kui'zes in: äkhyam khyam 
akhyas khyäs äkhyat khyät khyatam khyata akhyan khyän akhyata 
3s. inf. -khyaf. Iga gehen: agäm gäm agäs gas ägat gät äg&ma 
gäma gäni gätä gätana (gätave), ohne ä in ägus güs. jna erkennen: 
Opt. jneyäs. tra schützen: träsva trädhvam. Ida geben: däm adäs 
das ädät dät ädäma conj. däti dätu dstam data dätave dätavaf dätum 
dätos -däya. Kurzes a erscheint in ädam 1, 126, 2 ädat päradat. 
Das a ist in ai aufgehoben in dem Inf. -dal, und dem Opt deyam 
verschwunden in düs. 3da abschneiden: dati dänti. dra laufen: dräntu. 
Idha setzen: adham dhäs ädhat dhät dhatam dhama conj. dhati dhatu 
dhatam dhata dhatana dhantu dhämahe (dhätave dhätos). dhethe und 



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86 

dhaithe siehe S. 46. Opt dheySm und dheyus. a ist kurz in präti- 
dhat, verdrängt in ädhus und dhüs. i erscheint in adhith&s adhita 
dhishvä und dem Participium hitä-. Langes i in adhimahi 4> 32, 9. 
Wie adhitöm 10> 4, 6 zu erklären sei, ist mir nicht recht klar. Die 
Form dhlmahi ist § 25 erörtert. Ipa trinken: pinti päthä äpäm äpäs 
päs äpät pät äpäs (33.) äpäma ps^f pänt- pätave pitayaf peyäs diitte 
Sing. Das a ist verdrängt in apus. I ei*sclieint in folgenden Foimen: 
pTtä- pitvä pitvf pitäye. 3pa schützen: pämi päsi päti päthäs pätas 
(pätas 4, 55, 3 ist vielleicht co.) päthä pathdna pänti pdt pähf pätu 
patäm pätäm pStä pSntu. pra anf&Uen: präsi (Imperativisch), hha 
leuchten: bhäsi bhäti bhSnti bhähi bhint-. 3ma messen: ä erscheint 
in mäsi (Imperativisch) mähi mäsva. Infinitive sind - m^ und - maf. 
Die Nebenform mi erscheint in mitvä. ya gehen: yämi yäsi yäti yäthäs 
yätaö yämas yäthä yäthäna yänti ayät äyätam äyatana yäyäm (Optativ) 
yahi yätu yätäm yätä yätäna yäntu yänt- yätave yätä- Inf. -yaf. 
ra verleihen: rät6 T. S. i-fei (imperativisch) äi'ädhvam räsva rata-. 
2va wehen: vämi i4ti vatas vänti vähi vStu. l^a mittheilen: 9adhi. 
Das Participium ^M-, 2ga schärfen: a9lta 1,57,2 und das Parti- 
cipium fitä- von einer Nebenform gi. sä binden: sät sähi simahi 
1, 25, 3 und Paiücip. sitä- von der Nebenform si. stha stehen: sthäm 
ästhäs sthäs ästbat sthät sthät sthätam sthcata. sthäti und sthäthas sind 
Coiy. Der Opt. stheyäma. a ist verdrängt in ästhus sthus. i ei-scheint 
in den Foimen ästhita asthiran sthitä-. sna baden: snätas snänt- 
mit dem fem. snätf snätva-. hva i-ufen: ahväma und mit kurzem a 
in ahvat und ahvanta. Erste und dritte Person ist ahve (s. § 105). 

§127 
Erläuterung zu § 126. 

Der Vocal der Wurzeln auf ä nimmt in mehrfacher Hinsicht unser 
Interesse in Anspruch. Es muss untersucht werden, in welchem Ver- 
hältniss er zu den Yocalen a, i und l steht, die in nicht wenigen 
Formen der ä-Wm-zeln erscheinen. 

Was zunächst sein Verhältniss zu a betriflft, so müssen, wenn die 
Häufigkeit des kurzen a gegenüber dem langen bestimmt werden soll, 
natürlich die FäUe ausser Acht bleiben, wo entweder der Wurzel vocal 
dem SufiGxvocal gewichen ist (in ägus güs düs ädhus dhüs äpus ästhus 
sthüs) oder derselbe in einem Diphthong aufgegangen ist (in den 
Infinitiven -dh6 und -m6, in der ersten und dritten Person ahve, in 
den Optativen deyäm dheyäm dheyüs jneyäs peyäs stheyäma in den 
Dual dh6the, ferner in den Infinitiven -khyaf -dai -maf -yal, in dem 



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87 

Dual dhafihe, endlich in den Infinitiven dtave und ötavSf zu 5va). Es 
bleiben demnach an Formen mit kurzem a übrig: von Jcihya: äkhyam 
&khyas äkhyat äkhyan äkhyata etc., von hva: ähyat und ^yanta von 
Ida: idam ädat, welche mit der Präposition S zusammengesetzt sind, 
dazu päradat und von Idha: pratidhat {vyä siehe § 183). 

Augenscheinlich steht es mit den Formen von Jchya und hva anders, 
als mit denen von da und dha; die letzteren stehen ganz vereinzelt 
neben den langvocaligen wie ädst und ädhat, dagegen khya und hva 
werden ganz so ftectiert, wie etwa der Stamm «ica- oder rwÄa-, nament- 
lich ist zu beachten, dass die diitte Person Plur. auf an ausgeht, und 
nicht auf us (wie ädus etc.). Man könnte freilich auf den ersten An- 
blick geneigt sein zu zweifeln, ob ähvat überhaupt von hva hei*zuleiten 
sei, und nicht vielmehr von der Stammform hü, die z. B. in hämahe 
„wir rufen" vorliegt Aber die Betrachtung der analogen Formen von 
bhü (äbhüt und äbhüma gegen ähvat und ähväma) zeigt, dass der Vocal 
unter einer solchen Annahme auch nicht erklärt sein würde. Es bleibt 
also nichts übrig, als die Wurzelgestalt hva zu Grunde zu legen, wie 
die indischen Grammatiker thun, und es lässt sich den beiden genann- 
ten Verben noch das nicht belegte ä^vat von gva schwellen (dessen 
Nebenform Qvi lautet) hinzufögen. Die überliefei'te Foimulirung, dass 
die in Frage stehenden Yerba im Aorist einen Stamm mit kurzem a 
substituiren (z. B. bei Max Müellbe Gr. § 363), fördert uns nicht, 
da es uns darauf ankommt, den Grund der Erscheinung zu ermitteln. 

Natürlich stossen wir bei diesem Versuch sofort auf die Frage, 
was uns denn zwingt, die Wurzeln mit langem ä anzusetzen. Warum 
nehmen wir nicht als Wurzelgestalt einfach khpa und hva an, wodurch 
wir dann aller Schwierigkeiten enthoben sind. Ist es nicht eine sträf- 
liche Abhängigkeit von der Tradition, wenn wir ohne Weiteres den 
Lehren der indischen Grammatik uns anschliessen? Aber die Annahme 
der indischen Sprachgelehrten, welche gar keine Wurzeln auf a zulas- 
sen, vielmehr nur Wurzeln auf ä, ist nicht ohne Grund. Für sie spricht 
erstens der Umstand, dass die ungeheure Mehrzahl der Formen, wie 
unser Verzeichniss zeigt, wirklich ä haben, und auch von Jchya und 
hva sind solche vorhanden z. B. in dem Absolutivum abhi-khyäya, 
und in dem Substantivum a-hvä-na. Und zweitens spricht für sie 
das Verhalten der Wurzeln auf a, wenn sie das letzte Glied eines nomi- 
nalen Compositums bilden. In diesen Bildungen ist das kurze a nach- 
weislich jünger als das lange. Neben dem vedischen purogä voran- 
gehend steht das spätere puroga, neben dem vedischen goda Eühe 
gebend, das spätere goda, neben dem vedischen gopä Eühe schützend, 
das spätere gopa (einmal schon im zehnten Buche des Bigveda). Es 



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88 

finden sich allerdings auch sonst in vedischen Büchern Formen mit 
kurzem a z. B. agrega madhupa neben madhupstama, aber eine Durch- 
musterung der zahlreichen Composita dieser Art (welche man bei 
BoEHTLiNGK-EoTH Unter den betreffenden Verben findet) ergiebt das 
ganz sichere Besultat, dass in der ältesten Sprache diese Composita 
auf a endigten, und mit der Zeit, weil die Declination männlicher Wör- 
ter auf a unbequem war, in die Declinationsweise derer auf a fibergin- 
gen. Aus diesen Gründen offenbar haben alle Sanskritaner das lange ä 
im Wurzelauslaut beibehalten. Auch mir scheint es unfiraglich, dass 
man in einem Wörterbuch so zu verfahren hat, aber man darf nicht 
vergessen, dass die Sanskritymrzeln, welche das Lexikon darbietet, nur 
grammatische Präparate sind. Sanskiitwurzeln haben so wenig eine 
wirkliche Existenz, wie griechische oder deutsche. Leben hatten die 
Wurzeln allein in der vorflexivischen Zeit der Grundsprache. Für die 
wissenschaftliche Betrachtung also entsteht bei unserer Frage die Noth- 
wendigkeit, auf die Grundsprache zurückzugehen. Gab es in diesen 
Wurzeln auf a oder ä oder beides? Schleicher hat bekanntlich Bei- 
träge 2, 92 die Behauptung aufgestellt, dass die Wurzeln, als deren 
Auslaut man ä anzusehen pflegt , im Indogermanischen vielmehr auf ä 
geendigt hätten, woraus durch Steigeining & entstanden sei. Es ist 
hier nicht der Ort, die Frage in ihrer ganzen Breite zu erörtern. Man 
wird meiner üeberzeugung nach zu der Annahme gediängt, dass in 
der indogermanischen Grundsprache Wm*zeln mit langem und kurzem 
a neben einander hergingen, so dass ich also in einem Wörterbuch wie 
dasjenige Figk*s nicht dhä, sondern dha dhä als Urform ansetzen 
würde. Ist diese Annahme richtig, so wii'd man zu der Hypothese 
gelangen müssen, dass aus der Grundsprache nicht bloss Bildungen mit 
langem ä, sondern auch solche mit kurzem a in das Sanskrit übergin- 
gen und damit würde die Möglichkeit, in dem kurzen a von äkbyat und 
ähvat etwas Alterthümliches zu sehen, dargeboten sein. Aber freilich 
nur die Möglichkeit Um die Möglichkeit zur Wahrscheinlichkeit zu 
erheben, müsste ein specieller Grund gefunden werden, warum gerade 
in diesen Formen der kurze Vocal blieb, während in allen anderen die 
Länge herrschend wurde. Ein solcher Grund nun ist allerdings vor- 
handen. Jchya hva gva sind die einzigen von allen Wurzeln auf ä, 
welche vor dem ä ein f oder v haben. In diesem Halbvocal muss die 
Ursache der abweichenden Behandlung der Wurzeln stecken. Nun 
wissen wii* ja aus der Metrik des Yeda, dass in der alten Sprache 
auch vor einem Vocal sehr oft ein u und i gesprochen wurde, welches 
in der späteren Sprache in v und j überging. Es hat also eine Zeit 
gegeben, wo man ähuat und äkhiat nicht ähvat und äkhyat spiucL 



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89 

Diese dreisilbigen Formen nun traten natörlich in derselben Beihe 
mit den zahlreichen Bildungen ?on zweisilbigen Stämmen auf a, wie 
&sicat äruhat, und durch die Kraft dieser Analogie kam es, dass die 
ursprfingliche Kürze bei ihnen erhalten blieb. Bei den Formen mit 
langem a wie SkhySna Shvana bmucht man nach dem oben Angedeute- 
ten eine Verlängerung nicht anzunehmen, sie stammen von der Wur- 
zelform mit langem ä (vgl. auch § 183). 

Während ich demnach annehme, dass in äkhyat und ähvat die 
Kflrze uralt äberliefert sei, komme ich hinsichtlich der Kürze in dat 
imd dhat nicht zu einem gleich sicheren Besultat. Wenigstens bei dat 
kann man zweifeln, ob nicht vielmehr eine spätere Verkürzung vorliegt, 
welche durch die Zusammensetzung mit der Präposition veranlasst 
wäre. 

Die Zusammensetzung mit der Präposition ä nämlich war — und zwar 
offenbar wegen der Bedeutungs Veränderung die sie verursachte, denn 
da heisst geben und a-da nehmen — so fest, dass ädas und ädat 
im Padapätha nicht getrennt, also als einfache Wöi-ter betrachtet wur- 
den. Diesem alten Missverständniss — als ob etwa eine Wurzelform 
ad zu Grunde läge — könnte die Verkürzung entsprungen sein. In 
pärädat könnte vielleicht dasselbe ädat enthalten sein, obwohl der über- 
lieferte Accent und die Auflösung im Päd. dieser Auffassung wider- 
sprechen. In prati-dhat dagegen muss man, so weit ich sehe, die 
Ui-sprünglichkeit der Kürze festhalten. Denn mit der Vorstellung , dass 
die Verkürzung in Folge der Belastung durch die Präposition eingetre- 
ten wäre, stehen zu viele Thatsachen im Widerspruch. 

Wir koBMnen nun zu i fttr a: Es erscheint i) in folgenden Ver- 
balnominibus:dinä- (3da) ditä- (4da) sitä- (sa) 9itä (2Qa) imt^(3ma). 
Die Wurzeln 3da 4da 2ga und sa bilden das Präsens dyäti 9yäti 3ydti 
und haben also, wie bei der ya-Classe genauer erörtert werden soll, 
Nebenwuraeln auf i, eine Doppelheit, die, wie ich annehmen zu dürfen 
glaube, noch aus der Wurzelperiode des Indogermanischen herstammt 
Dasselbe gilt von mi neben ma. Die Wuizeln 3ma und Imi bei 
BoEHTUNGK-EoTH verfliesscu nach Bedeutung und Form in einander. 
Was die Bedeutung betrifft, vergleiche man 3ma 5) mit Imi 1), und 
was die Form betrifft, so kann der Aorist amäsit, den BK. zu mi 
stellen, nicht von dieser Wurzel herrühren, sondern gehört zu ma, 
und demgemäss thut man auch gut mitvä von mi, und nicht von ma 
hei-zuleiten. 

Zweitens erscheint i in einigen Formen der Wurzeln Idha stha ha, 
neben denen keine Wurzeln auf i existiren. Es sind von Idha: ädhi- 
thäs ädhita dhishvä hitä-. von stha: ästhita ästhiran sthitä-. von 



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90 

ha: hitvä hitväya Mtvf. Schleicher ist der Meiimng, dass das i die- 
ser Formen der geschwächte Wui*zelvocal sei, und ich stimine ihm 
entschiedeu bei Wenn die SofiOxe der genannten Formen gewöhnlich 
den Bindevocal i vor sich hätten (wie z. B. die 2** sing, des Perf.) so 
könnte man glauben, dass adhithas etc. nach Analogie von Formen 
mit verbindendem i gebildet wären. Aber dergleichen Analoga fehlen 
fast durchaus. Höchstens bei den Participien dhitä- sthitä- könnte 
man das i der Analogie auf Bechnung bringen wollen, aber einer sol- 
chen Annahme widersprechen die verwandten Sprachen. Denn sicher- 
lich verhält sich sthitä- zu dem griechischen o-cavo- nicht anders wie 
pitär- zu nctveQ'j und hitä-, dessen alte Form noch in Compositis wie 
dürdhita- u. a. erscheint, ist identisch mit -^ero-. Ist nun das i 
Schwächung des Stammvocals, so kann es nicht wohl aus ä entstanden 
sein, sondern setzt als unmittelbare Vorstufe a voraus. Wir müssen 
also diese zweite Serie der i- Formen auf eine Stufe mit äkhyat und 
ähvat stellen. 

Endlich sind noch die Formen mit langem i zu erwähnen, nämlich 
zu Idha: adhimahi, zu Ipa: pitä- pitvä pitvf pitäye, zu 2ea: afita 
1, 57, 2 (nach Roth), sä: simahi was mit adhimahi unmittelbar zu ver- 
gleichen ist, zu ha: hinä-, endlich zu Ivya: vitä-. In dem letzten 
Beispiel mag die Färbung des ä zu T auf einer Wirkung des voran- 
gehenden y beruhen, far die anderen Fälle wird man sich begnügen 
müssen, einen üebergang von a zu I zu constatiien, der uns in seinem 
letzten Grunde schwerlich klar werden wii'd. Schleichee's Ausdruck, 
dass das lange l eine „Schwächung" des kurzen a sei, ist wenig 
glücklich. 

§128 
Wurzeln mit innerem kurzen a. 

1. Auf einfache Consonanten: 
tak schiessen: takti atakta 3s. gak veimögen, helfen (bei BB. in 
1 und 2QaJc getheüt) yagdhl 9aktam 9akyäm 9dkas Conj. 7,20,9. 8,69,3. 
dagh reichen bis an etwas, dhak 2** u. 3*" Pers. dhaktam daghma daghyäs 
3s. prach fi-agen: äprä^ bhaj austheilen: bhäkshi (imper.) bhäk 2s u. 
3s. äbhakta 38. yaj opfern: yäkshi (imper.) äyäs und yät 2s. §39) ayashta 
3s. 6,47,25. saj = sanj hängen an etwas: asakta 1,33,3. tad 
schlagen: tälhf imper. ad essen: admi ätsi ätti attas adanü adät adyüs 
addhf attu attä attana adantu adänt-. päd zu Falle kommen: äpadi*an. 
mad sich erfreuen: mätsi imper. amatta 3s. mätsva. rad kiatzen, 
ritzen: i*ätsi imper. sad sitzen: sätsi imper. an hauchen anät- Part. 
(Ind. an-i-ti). jan erzeugen: ajanata janata 3pL tan dehnen: atan 



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91 

üBd aten 3s. ätnata 3pl. dan gerade sein: dan 3s. dänas co. man 
meinen: manmähe ämanmahi. vcm gern haben: v^va. stan tönen: 
stan 3s. han tödten : hanmi häAsi hanti hathäs liatäs hanmas hathä 
ghnänti ahanam ähan hän 2s und 3s, ahatam. Conj.: hanati hanas 
hän&va hänama. hanyäma. jahi hanta hatäm hatä ghnantu, Particip: 
ghnänt-, Medium hananta. hrap ersehnen: akfiprän. svap schlafen: 
SYap&nt (vgl. svap-i-mi). grabh ergreifen: agrabham agpbhran. am 
packen: amänti (vgl amishi). gam gehen: gathä gatäm (Ind.) ägman 
gm&n. Conj. gamatas 7, 73, 4. gamyas 2s und 3s. gadhi (was BK, 
wie ich glaube unrichtig, zu ga ziehen) gahi gatam gata agmata 3pL 
Das m geht in n über in folgenden Formen: ägan gan 3s. äganma 
ganma [agan 9, 32, 5 vgl. § 89] gänvahi aganmahi gantu gantdm gänta 
und gantä 6,49,11 gantana. yam halten: yaAsi imper. ayan (ayaft) 
3s. yamySs 3s. yandhf yantäm yänta yantana yamimahi. ar erheben: 
arta arta arata 3pl. arlta. Jear machen: die Silbe ar enthalten äkar 
kär 2s und 3s. äkarma kaima äkarta imperat. kärta und kärtana. Conj. 
karasi kai*ati karathas karatas karase karate. Das a ist unterdrückt in: 
akran akri Is. bänta und äkrata 3pL kriyama. Den r-Yocal haben: 
kpthäs k^thä kridhf ki-itäm k^ita krishe äkrithas askiita 10, 127, 3 
äkrita k^td krishvä kridhvam. Die Silbe m*: kurmäs. kshar stiömen: 
akshär 3s. tar überschreiten: turyima. tsar schleichen: atsar 3s. Idar 
spalten: ddrshi imper., ädar 3s. Ipar fQUen: pürdhl. 2par hinüber- 
fahren: pärshi imper. ausser 1, 174, 9 = 6, 20, 12. hliar tragen: bhärti 
abhar 3s. mar sterben: myithas murlya. Ivar verhüllen: vam Is. (s. 
Seite 24) avar var 2s. ivar var 3s. vartam avran vrän conj. värat 
VTidhi avpta 3s. 2var ei*wäJilen: avri vrita 3s. vurlta. star hinbrei- 
ten: ästar 3s. star 2s. spar retten: aspar spar 2s. spartam spridhi 
spritam. svar tönen: äsvSr 3s. har nehmen: harmi ahSr har 3s. av 
Wohlgefallen finden: avySs. lag erlangen: äsh^a ash^a a;9ata 3pl. 
a9ySm a9yas 3s. afy^a a9yus a9lya a9lmahi. 3na( erreichen: näkshi 
imper., nat 7, 104, 23 pra- ^ak (vgl. Bß. s. v.) na9lmahi. Ob die 
Form anashtam hierher gehört oder zu ana9 (aus a9 s. Index) ist nicht 
zu entscheiden, vag wünschen: ya9mi vashl^i U9mäsi, und mit Weg- 
fall des u: 9mäsi 2, 31, 6 U9dnti U9änt- U9ana-. spag: aspashta 
3s. as sein: äsmi äsi ästi sth^ stäs smäsi smas sthd sthäna s&nü 
äsasi äsati äsathas asatha äsas dsat a^ma. üeber äsan und sän siehe 
§ 90. Bjim syäs syät syätam syäma syäta syätana syüs Ssam as 3s. 
(asis und asit s. Index) astam asiAm äsan asan edhi astu stam santu 
s4nt-. ghas essen: aghas 2s. und 3s. akshan und kshan aus ''ugh(a)san 
conj. ghäsas und ghäsat 3s. med. gdha 1, 158, 6 aus *agh(a)sta. 3vas 
anziehen: väste vasathe vasta 3s. vasata 3pl. vasimahi vastam 3s. imp. 



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92 

väsana-. gas schneiden: fastä 1, 162, 18, Präsens wegen 9880 V.S. 
(vas schnaufen: 9Ya8änt-. vgl fvas-i-ti. sas schlafen: äsastana 
sastu sastam (Dual) sasäntn sas&nt- (Pi-äsens sästi nach Dhai). 
grah = grabh grihate 3pl. grihSnä- dah verbrennen: dhäkshi imper., 
adhak 38. vah fahren: vaksbi imper., äva^ 3s., imper. yo|häm vo^him 
Opi uhlta. sah bewältigen: sakshi (imper.?) sahyäs 2s. nnd 3s. sähyä- 
ma (Pada sahyäma) sabyns säksbva sahänä.-. 

2. Auf mehrere Consonanten gehen aus : 
bhaüj zerbrechen: bhafidhi. ]crand brüllen: akran kran äkrän 3s. 
chand scheinen: chantsi achän 3s. achsnta 2pl. skand steigen: adhi- 
skäo 3s. sj/and fliessen: asyän 3s. randh unterwerfen: randhi imper. 
4, 22, 9, nang: nan9i 6, 51, 12. (ans hersagen: 9astä imper. 3, 53, 3. 

parc mengen: apräk AV. pärcas co. 7, 100, 2. apyikta ppclmahi 
pricänä-. nmrj abwischen: maijmi mrish^a 3s. miijanä- varj wen- 
den, drehen: vark 28. und 3s. varktam Tpjyäm vrijyäs 3s. aviikta. 
yarjati und varjate sind vielleicht Conj. sarj entlassen : asrak asiish^a 
3s. äspgi-an äspgram s^ijänä-. vart wenden: vartti vart 38. vartta 
imp. avyitran (vieDeicht tard öflfhen tärdas 6, 17, 1 wenn es echter 
Conj. ist), a^'dh gedeihen: ^idhäthe ridhyäm jidhyäs 2s. u. 3s. lidhyftma 
fidhlmahi ridhänt-. inardh überdrüssig werden: miidhyas. spardh 
kämpfen: aspridhram spridhand-. darg sehen: ädiifran ädri9i*am 
conj. dar9athas 8, 26, 4 dp9anä-. marsh vernachlässigen: mpsh^häs. 
harsh sich freuen: abj-ishata 3pl. 

caksh sehen: cakshi cakshe cash^ cakshathe cakshate 3pl. 
acash^ 3s. acakshata 3pl. cakshva. tdksh bearbeiten: takshati 3pl. 
atakshma atashta atakshata 3pl. myaJcsh haften: amyak 3s. endlich 
das lautmalende jajjh , was nur durch das Participium jajbjhatls ver- 
treten ist, 5, 52, 6. 

§129 
Erläuterung zu § 128. 

Es sollen erläutert werden l) Wm-zeln auf n oder m, 2) Wurzeln 
auf r , 3) Wurzeln auf s. 

Zuerst kommen zur Besprechung diejenigen Formen von Wui*zeln 
auf n und m, welche den Nasal nicht zeigen, sondern statt der Silbe 
an (am) nur a oder ä. 

Kurzes a haben eine Beihe von Yerbalnominibus, welche hier gleich 
mit erwähnt werden müssen, auf -tvä -tvT -tä, als deren Bepräsen tau- 
ten ich die Paiücipien auf -tä auf&hre, mag dieses nun im SY. erschei- 
nen oder nicht. Es gehören hierher von tan man han gam nam yam 
die Participien tatä- matä- hatä- gatä- natä- yatä-. Die jetzt gewöhn- 



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93 

liehe ArUffassimg, welche^ z. B. in Fick's Wurzelwörtevbuch eine Stelle 
gefunden hat, ist meines Wissens die, dass man in diesen Formen 
Bildungen aus den Wurzelformen ia ma u. s. w. sieht Man läugnet 
also, dass je eine Form *tanta- bestanden habe, aus welcher tatä- 
erst durch Ausdrftngung das n entstanden sei. Diese Theorie findet 
eine Stütze in den griechischen Formen Taxo- ßaTo- und ähnl., obwohl 
nicht alle indogermanischen Spi*achen z. B. nicht das Italische für sie 
sprechen. Mir erscheint sie im höchsten Qrade unwahrscheinlich wegen 
der zweiten Serie von Formen, welche das kurze a zeigen, nämlich 
der Formen hathäs hatäs hathä ähatam hatäm hatä von hm und gathä 
gatäm (= ägatam) gatam gata von gam. 

Alle diese Formen haben wie die Participia auf -tä den Accent auf 
der Endung, wenn er nicht wie in ähatam durch das Augment gebun- 
den ist Augmentlos würde es hatäin heissen, wie gatäm beweist 
Soll man annehmen, dass zur Bildung des Indicatiy Praesentis zwei 
Wurzelgestalten verwendet worden sind? so dass z. B. in gatä die Wurzel 
ga aber in der gleichbedeutenden Nebenform gäntana die Wurzel gam 
vorliegt? Mir scheint vielmehr unzweifelhaft, dass hathäs u. s. w. aus 
*hanthäs zu erklären sind, ebenso wie der Genitiv des Participiums 
tudatäs aus "Hudantäs, während der Accusativ tudäntam lautet Die 
Inder, welche die Lautgruppe -ant als betonte Silbe oder nach einer 
betonten in hohem Grade lieben, drängen das n aus, sobald eine 
betonte Silbe folgt Eine zweite Art, sich der unbequemen Gruppe zu 
entledigen, besteht in der Dehnung des a. Sie ist angewandt in 
dhväntä- kräntä- 9rSntä- von dhvcm hram ^am und anderen 
mehr in der classischen Sprache (wie dam gam asvan Max Mueller 
Gr. § 429 ff.). Offenbar ist diese Dehnung derselben Art wie die in 
dirghd- pOma- etc. vorliegende, über die ich in Curtius Stud. I, 2, 129 
gehandelt habe. Es wird vor der Gruppe nt, welche, wie es scheint, 
nicht auf die beiden Silben vertheilt, sondern als Anfang der zweiten 
gesprochen wurde, eine Weile Halt gemacht, und dadurch auf das 
Aussprechen des Vocals eine längere Zeit vei*wendet Warum nun 
gerade bei gewissen Verben das n ausgedrängt, bei anderen der Yocal 
verlängert wurde, darüber weiss ich im Einzelnen keine Bechenscbaft 
zu geben. 

Während ich also annehme, dass bei dem Entstehen der Formen 
gatä- und 9räntä- nur lautliche Beweggründe wirksam gewesen sind, 
bin ich der Ansicht, dass man bei den Bildungen, welche langes ä 
zeigen, das Vorhandensein von Parallelvnuzeln in Bechnung bringen 
muss. jätä-(ja^) khatä- (/bAan) mätavai (man) vätä(t;an) und das 
nicht vedische sätä (zu san) sind aus den Wm*zeln ja kha ma va sa 



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94 

gebildet Für diese Annahme spricht besonders mätayaf 1, 164, 28, 
während mintavaf nicht den geringsten Grnnd zn einer Aendenmg dar- 
geboten hätte, nnd das Dosiderativnm viväsatL Wäre es von van abge- 
leitet, so hätte man vivänsati zu vermnthen^ nnd es wäre zu verwundern, 
wenn die sehr geläufige Verbindung Sns spurlos verschwunden wäre. 
Ich meine also, dass die Inder neben den Formen jan etc. auch ja etc. 
als gleichbedeutend im Sprachbewusstsein hatten, und dieses Resultat 
stinmit fiberein mit dem oben ermittelten Factum, dass die Inder ein 
Bewusstsein von Wurzeln auf ä, aber nicht von solchen auf a gehabt 
haben müssen. Eigenthünüich ist das Participium uttanä zu tan inso- 
fern, als es neben tatä steht Indessen beweist auch das Passiyum 
täyate, dass man eine Parallelwurzel ta anzunehmen hat 

An die Besprechung der Wurzeln auf an schliesse ich einige Be- 
merkungen über die Wm-zeln, welche auf die Silbe ar ausgehen oder 
diese enthalten. 

Bei den Verben auf ar oder arx (wobei x jeden beliebigen Consonan- 
ten bedeutet) kommt die Verwandlung des ar in R-Vocal, die Aus- 
stossung des a und einige andere gelegentliche Modificationen der Silbe 
ar zur Sprache, üeber den R-Vocal im Sanskrit handelt ein leider 
nicht vollendeter Aufsatz von Benfey im dritten Bande des Or. und 
Occ, der reiches und ziemlich übei-sichtlich geordnetes Material ent- 
hält Doch wird man bei der Lecture dieses Aufsatzes recht lebhaft 
inne, dass uns eine eingehende Darstellung der sanskritischen Accent- 
lehre noch fehlt Namentlich die Annahmen Benfet's über die Ge- 
schichte des Accentes bedürfen der Prüfung. Im Ganzen genommen 
glaube ich, dass Benfey dem Accent etwas zu viel Einwirkung auf 
die Gestaltung der Formen zugesteht. 

Bei den Bildungen aus der einfachen Wurzel nun, die uns hier 
allein beschäftigen, stellt sich folgendes Verhältniss zwischen ar und 
ri heraus. Dass ar überall die primitive Gestalt ist, darüber kann 
nicht der geringste Zweifel herrschen. Die Möglichkeit, das ar in ri 
zu verdünnen, ist überall da vorhanden, wo der Suffix mit einem Con- 
sonanten beginnt 

Faktisch ist von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht 1) im Me- 
dium z. B. kjishe äkiithas akfita etc. mpthäs von mar, appkta von 
parc In der Form ärta (= griech. wqto) hat die Verdünnung von ar 
zu p. natürlich nicht stattfinden können, weil das Augment mit der 
Stammsilbe zusanmienschmolz. 2) Findet sich li im Optativ bei allen 
Wurzeln von der Gestalt arx z. B. pficimahi ridhyöm. Von Wur- 
zeln auf ar liegen folgende Optativformen vor: arlta munya vunta 
turyäma kriyäma, also keine mit )i, zum deutlichen Beweis > dass der 



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96 

üebergang von ar in ip. nicht vom Accent allein, sondern anch von 
dem Consonantenznsammentrefifen abhängt 3) Findet sich ri im Pln- 
ralis Activi des Indicativs nnd Imperativs, aber ri herrscht nicht wie 
V in der klassischen Sprache allein , sondern theilt sich in die HeiTSchaft 
mit ar. Neben krithäs Iqitäm kritä findet sich äkaima äkarta kai-ta 
kärtana vartam spartam varktam vartta (geschrieben varta). Es ist 
also die Scheidung der Formen in starke und schwache im Yeda noch 
nicht so durchgeführt, wie in der späteren Sprache. In bemerkens- 
werthem Einklang mit der Behandlung des ar stehen die Steigerungs- 
verhältnisse des i und u. 

Das a der Silbe ar fällt bei den Verben auf ar vor den vocalisch 
anlautenden Endungen aus. ^ Belegt sind die 3^ Plur. Aci auf an: 
akran avran und vrän, im Medium kränta und äkrata, und die 1. sing, 
ävri und äkri. Der Accent in diesen beiden Formen, wenn sie augment- 
los sind , ist nicht fiberliefert, man muss aber schliessen, dass er auf 
dem i gelegen hat. In der] ersten Activi dagegen, wo er nicht auf der 
Endung liegt, fällt das Stanmi-a nicht aus. Es ist zufällig aus dem 
KV. nur die auffallende Form vam zu Ivar aus *varm (am Ende des 
Verses) überliefert, die regelrechte Bildung wurde ävaram sein. 

Wir sahen bis jetzt, dass die Silbe ar entweder bleiben oder zu 
p werden, oder des a verlustig gehen kann. Es kann aber auch das 
a in u übergehen, oder statt ar die Silbe ri erscheinen, u findet sich 
in kurmäs wir machen, in turyäma Opt. von tar, und — zugleich ver- 
längert — in pürdhf von par fällen, wo man *p|idhl erwartet hätte. 
Der Optativ kuryäm etc. von k(ir machen, ist im BV. nicht vorhanden^ 
doch ist er z. B. im ^2kt Br. und Alt Br. geläufig, ob in den übrigen 
Vedas, ist mir entgangen, doch ist ja turyäma eine ganz analoge Bil- 
dung. Die Silbe ri zeigt der einmal im BV. vorkommende Opt von 
kar: kriyäma, worüber Benpey Or. u. Occ. 3, 36 zu vergleichen ist. 
Mir ist das wahrscheinlichste, dass ri aus dem B-Vocal entstanden 
ist (vgl das Passivum). 

Von Einzelheiten erwähne ich noch 1) die Länge in märjmL Sie 
ist wohl auf eine Stufe mit der Länge in pOrdhi zu stellen d. h. eine 
Folge der Gruppe rx. 2) Die Methatese in äsräk von sarj, und dem 
nicht im BV., aber z. B. im Ait Br. vorliegenden ädräk von darg, 
neben der Is. där9am und aprak zu pa/rc. Sie isl« mir in ihrem Ur- 
sprünge nicht klar. Endlich 3) ist hier noch ein Wort zu sagen über 
einige Wurzeln auf s. Wenn das auslautende s mit einem s des Suf- 



1) So wenigsteuB schreibt der überlieferte Text. Eine Metrik des Yeda^ die 
ans noch fehlt, wird zeigen, dass das a oft noch zn lesen ist z. B. in avari. 



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96 

fixes zusammentrifiEt, so schmelzen die beiden entweder in eins zusam- 
men, in äsi du bist, oder bleiben erhalten in 9^88! da befiehlsi Man 
sieht, dass die Quantität des Wurzelvocals entecheidei Im Altpersi- 
schen und Zend lautet die zweite Person von as ebenso, nämlich ahi, 
während im Griechischen eaal vorhanden ist Trifft nun das s mit 
einer tönenden DentaUs (dh) zusanunen, so verschwindet das nach S 
folgende s (ädhvam setzt euch, und 9a9ädhi befiehl), aus '^'asdhi dage- 
gen wird edhi. Wir werden diesem e noch weiter begegnen. Hier 
erwähne ich noch einer Form, die nicht dem Bigveda angehört Wie 
BB. angeben, konmit von Svas auch die Form vadhvam vor, während 
man vasidhvam oder vedhvam erwartet hätte, eine interessante Probe 
dafür, wie die Sprechenden sich unbequemer Formen auf verschiedenen 
Wegen zu entledigen suchten. 

Ueber die zweiten und dritten Personen ohne Personalzeichen, wie 
ätan äkar, ist S. 33 gesprochen. 

§130 
Wurzeln mit einem langen a. 

bhraj glühen: ibbrä^. raj herrschen: rSsh^i rät ^» 12, 1. dOf ver- 
ehren: däshti dä9atas n. pl. part. as sitzen: äste äsäthe äsSte äsate 
3pl. äsata 3pl. äst^lm und ädhvam imper. äsita. gas zurechtweisen: 
9ässi 9S8täna faste (äsmahe fäsate afSsata. 

§131 
Wurzeln auf i. 

Auf kurzes i endigen: i gehen: ^mi ^shi ^ti imisi ithas ithi 
yänti iyam ait aitam aita aitana äyan yan 3, 4, 5 (nicht conjunct. wie 
Grassmann annimmt), Conj.: äyä ayat äyäma äyan. Opt: iyam iySt 
iyäma. ihi etu itSm 6t& ^tana itä yäntu. Ikshi weilen: ks^hi (imper.) 
ksh^ti kshitäs kshiyänti. Conj.: kshäyas kshäyat kshäyäma. kshiyänt-. 
Id schichten: acet 10,102,2 citana ciyantu. 2ci wahrnehmen: acet 
4, 24, 8 acait acidhvam. Conj.: cayat. ß siegen: jöshi (imper.) jes 
jitäm. tri anlehnen: afres afret afriyan. hi befördern: ahema ähetwa 
heta ahyan (vgl Aufrecht Z. D. M. G. 25, 234). 

Auf langes l gehen aus: nf f&hi*en: n^shi (imper.) nethä anltäm. 
bh% fürchten: bhema. Iv^ herbeikonmxen : vesM (auch imper.) vithäs 
ves vet und ves 3s. 1, 77, 2 avyan vlhf (6, 2, 11 zieht Both zu 3vt). 
Femer vihl 3, 21, 5 vität vetu vitäm vyäntu. 3vi antreiben: v6mi 
v6shi 0mper.) v^ti ves vayati conj. 8, 21, 10 vyäntu 7, 19, 6 vihf 2, 
26, 2. ^ liegen: 9eshe ä9eran (aye 3s (ayäte (Dual) 9ayita vgl ä9eta 
im (}zt Br. 



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97 

[Endlich sei hier 7 erwähnt, was als Intensivmn zu i betrachtet 
wird: iye Imahe iyate Part, iyanä-, im SV. lyUnä-. 

§132 
Wurzeln mit mittlerem kurzem i. 

ric räumen: Sraik (araik) riktäm rikthäs. vij schnellen: 3s. vikta. 
dt wahrnehmen: cit^ 38. 10, 143, 4 citänt- 1, 129, 7. (vit weiss sein: 
a9yait a9yitan. chid abschneiden: chedma. bhid spalten: abhet bhet 
2s und 3s. Ivid wissen: ind.: aved-a-m, conj. vedas v^dati v^dat 
vedathas 8, 26, 11. vidyäm yidyät vidyätam vidyäma vidyus viddhf vit- 
tät vittäm. 3vid ünäen: vitse vid6 3s. vidr6 1, 87, G. idh brennen: 
conj. idhat^. idhimahi. dig zeigen: ädish^a 3s. vtf eintreten: ävi9ran. 
dvish hassen: dveshti dvishraäs dvishdnt-. dih bestreichen, gewöhn- 
lich d%dhi, im Rigveda nm- dihänd- 10, 87, 4. rih lecken: ri^lhi 3s. 
rihauti rihat^ 3pl. rihänt-. 

(ifij klingen: 9inkte. 

§133 
Wurzeln mit mittlerem langem i. 

%d anflehen: fle it(e ilate und l^at^ alt^a data 3pl. ilämahe l\^ 
mahai l]lta. Tr erheben : Irte Träte airata 3pl. Irsliva Irsthäm irdhvam 
Iratäm 3pl. If beherrschen: 190 1"** und 3** ikshe ishise I9athe l9ate 
f9lya I9lta I9änä- und f9äna-. 

§134 
Wurzeln auf u. 

Auf kurzes u endigen: «rufen: uy6 (kann auch zu y+a gehören). 
kshnu schleifen: kshnaumi. nu bi-üllen: anJlvan Pait nuvdnt-, pranauti 
Ait. Br. 3yu verbinden: yüyäs yuvänä-, yaumi im AV. ift-w hören: 
9r(5slü imper. a9ravam a9rot (welches ich trotz Eoth hierheratelle, der 
es zu 2gru zieht) conj. 9ravat 9ravathas 9rävatas. 9rüyii8 3s. 9rudhi 
9rotu 91'utäm 9rota 9ruta. su pressen: sötu sutäm sota sotana. stu 
loben: stumäsi stuvänti astaat staut conj. stävä stdyat stdväma. stu- 
vltä stuvimahi stuhi stutam stota. hnu wegwenden von: hnutäs 
hnuv6 18. 

Auf langes u endigen : 

hrü sprechen: bruvänti abravam abruvan conj. bravasi brdvas 
brdvat brävan bravä bräväni brävama. brüyat bröhi bnita bruvdntu 
bruvänt- bruvß Is. brüshe brüte brave 3s. bruväte du. bravdte 3pL 
bravaite bravttvahai brävämahai bruvTta bravimahi braviTiid- bruvdnt- 

Pelbruch, alUndisnhofl Verhnm. 7 



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98 

und einmal brdvant-. hhü sein: bhüthds bhütäs (Indicative wegen 
des Accentes, vgl. sthäthas) äbhQs bhds äbliüt äbhQtam äbhotsm äbhilma 
bhüma äbhüta bhüta abhütana äbhüvan bhövan bbflyäs 2** und 3**, bhü- 
yäma bbuv^i bodbi (ein anderes bodbi s. unter hudh) bbtitu bhfitam 
bhütä bbütana. sü gebären: suve süte süvSte süvate 3 pl. äsQta stita. 
hü rufen: bosbi imper., höma buy6 Is. und 3s. hümäbe abfimahi. 

§135 
Wurzeln mit mittlerem u. 

tnuc loslassen: dmugdbvam. yuj verbinden: yuj6 Is. oder 3s. 10, 
13, 1. ytgmahe ayuji ayuktbas äyukta ayrgmahi ayugdhvam yujata 3pl. 
äyujran yukshvä. Die einzigen Activformen sind yujyäva und yujyätäm. 
dyi*t glänzen: adyaut dyutänä-. nud stossen: nuttbäs. mtid sieb 
freuen: mudimahi. btidh erwachen: bodbi (vgl. hhü) budbänta abudbran 
dbudbram. yudh kämpfen: yotsi imper, gur biUigen: gürta 3s. jt^h 
Genuss haben: joshi imper., ajusbran [stush: stusbö als !'*• sing. (s. 
Index) wenn nicht etwa y+a anzimehmen ist], duh melken: adhok 
dugdhäm du^ duh^ 3s. duhäte duhat^ duhre duhrate duhlta duhäm 3s. 
imp., dhukshva. 

Mit mittlerem langen u: 2uh beachten: öhate 3pL pari ohSnä-. 

Mit mittlerem e: seve 3s., was aber auch Perfectum ohne ßedu- 
plication sein kann. 

§136 
Erläuterung zu §131—135. 

Bei den i- und u- Wurzeln kommt besonders die Steigerung des 
Vocals zm* Erörtenmg. Man muss unterscheiden zwischen fester Stei- 
gerung des Vocals, welche auf alle Personen ausgedehnt ist, und 
bewegh'cher, welche nur an einzelnen Personen haftet. Die feste Stei- 
gerung findet sich 1) bei den Verben ff liegen und üh achten, beach- 
ten. fT hat in den Foimen des verbum finitum nie ein I, sondern stets 
den Diphthongen, denn die 3*** sing. a9Tta 1, 57, 2 stelle ich mitBoTH 
zu 2ga („als der Donnerkeil gleichsam am Felsen gewetzt wurde"). 
Man muss aber und nicht ge als Wurzel aufstellen, weil sich I in 
Nominalbildungen wie talpa9ivarl auf dem Bette liegend (7, 55, 8) fin- 
det, üh beachten bildet aUe Formen, mit Ausnahme des Perf, vom 
Stamme oh, auch z. B. das Participium ohänä-. Die beste Ueber- 
sicht über die Poimen gewährt Qrassmann. Ob üh mit ^ixot^cti' ver- 
wandt ist (K. Z. 10, 240) oder nicht (CußTius Qrundz. 654) möchte 
ich nicht eher entscheiden, bis Kuiin etwa den Zusammenhang mit 
vah näher begründet hat. 



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99 

Zweitens ist teste Steigerung vorhanden im Conjunctiv der i-und 
u -Wurzeln und zwar in allen Personen: äyäni kshdyas väyati 9rävat vödas 
vMathas u. s. w. 

Der beweglichen Steigerung hat Bopp eine ganz besondere Auf- 
merksamkeit zugewendet Das Gravit&ts- oder üleichgewichtsgesetz, 
wie er es nennt, war eine seiner Lieblingsentdeckungen. Er unter- 
schied bekanntlich starke Formen, nämlich den Sing, des Präsens und 
Imperfectums im Activ, die ersten Pei-sonen der drei Numeri des Impera- 
tivs (die für unsere Betrachtung natürlich wegfallen, da sie zum Con- 
junctiv gehören) und die dritte Sing, des Impemtivs. Diese starken 
Formen haben Steigerung, die anderen schwachen den einfachen 
Vocal. 

Von den Verben, die sich hier aufgezählt finden, nehmen nicht 
alle an der beweglichen Steigerung Theil, nämlich nicht die Wurzeln, 
welche ein inneres langes i haben: td %r Tg. Die beiden letzteren hat 
man schon längst in Zusammenhang mit a- Wurzeln gesetzt, Tr auf 
ar, und ^ auf ag zurQckgefQhrt, wobei aber die Art der Entstehung 
noch zu ermitteln bleibt üeber id weiss man nichts Bestimmtes zu 
sagen. Femer ist die Wurzel bhü bis auf den Imperativ bodhf von der 
Steigerung ausgeschlossen. Die Vocalverhältnisse dieser Wurzel haben 
überhaupt viel Merkwürdiges (vgl. meine Bemerkungen K Z. 21, 87). 

Von den Formen der übrigen Wurzeln nun bringen wir zuerst 
diejenigen, welche durch Qu^a, sodann diejenigen welche durch Vfiddhi 
ausgezeichnet sind, zur Besprechung. 

In den Personen, welche Bopp die starken nennt, bietet derVeda 
keine Ausnahmen von der allgemeinen Begel: 6mi ^shi ^ti ksh^ti äcet 
j& ä9res ä9ret v& v6t v6mi vfehi v6ti äbhet dv&h^ röjhi äjrot 
ädhok. 

Dagegen findet sich nicht selten GuQa bei solchen Formen, die 
nach der späteren Begel den einfachen Vocal haben. Aus dem Gebiet 
des Imperativs ist zuerst zu erwähnen die 2*' Person bodhl, welche, 
wie unter dem Suffix -dhi gezeigt worden ist, sowohl zu Jmlh wie zu 
hha gehört Bei bodhf von bhud liegt nicht Steigerung, sondern 
Ersatzdehnung vor, dagegen bei bodhl von bhü Steigerung, die um 
80 auffälliger ist, da bhQ sich sonst von der Steigerung ausschliesst. 
Häufiger ist dieselbe Erscheinung in der zweiten Person Pluralis, sowohl 
wenn die Endung -ta als wenn sie -tana ist Der Accent st^ht in 
den wenigen Fällen, wo er bekannt ist, auf dem Diphthongen. Es 
sind die Formen 6ta 6tana von t, ^rota von gru, sota sotaua von $u, 
stota von stu. Daneben kommen M ^rutä sutä stut& vor. 

7* 



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lüü 

Bei dem Indicativ ist das Material spärlicher. Für den Ind, prae- 
sentis bietet sich nur eine Ausnahme in nethä. Es ist S. 85 gezeigt 
worden, dass diese Uuforra (auch der Accent ist auffallend) nur der 
Anlehnung an das voraufgehende päthä ihr momentanes Dasein ver- 
dankt Sie kommt also für die grammatische Erwägung nicht mit in 
Betracht. Im Indicativ der Augmenttempora dagegen sind einige 
Poimen belegt. Den regelmässigen Wandel zeigen äcret neben ä9riyan, 
äcet neben äcidhvam u. a. Nur der Diphthong ist belegt in der ersten 
Plm-.: dbhema Wma chödma hdma, und in der zweiten liegt vor h6ta 
und ähetana. 

Eine Erörberung verdient n.och das Imperfectum von i. Es lautet dyam 
afs ait altam altam aüna alta äyan , zeigt also scheinbar keinen "Wechsel 
der Vocale. Indessen in Wirklichkeit scheint doch das ai des Plui-als 
von dem des Singulars verschieden zu sein. Nach der allgemeinen 
Begel mQsste der Singular ohne Augment ayam es et lauten, der 
Plural itam itam etc. Bekannt ist ja dass das Augment mit folgen- 
dem i den Diphthongen ai giebt, z. B. aichat von ish, also wäre aitara 
aus a + itam nicht auffallend. Mit dieser Annahme würden sich auch 
die griechischen Pormen trefflich vertragen. Dafür, dass der Gang der 
Entwickelung wii'klich der angenommene gewesen ist, spricht nun ent- 
schieden die 3*** plur. yan 3, 4, 6. Grassmann zwar betrachtet die 
Ponn als conj., aber dagegen spricht der Sinn, was Grassmann auch 
selbst anzuerkennen scheint, und ebenso die Gestalt, weil der Conj. 
ayan lauten müsste. 

Der Accent der gunirten Pormen trifft, wie man sieht, stets mit 
der Steigerung zusammen. Irgend etwas Neues zur Erklärung dieser 
Erscheinungen weiss ich nicht beizubringen. 

Bei den vriddhirten Pormen endlich sind die Wurzeln mit End- 
vocal von denen mit dem Iimenvocal zu trennen. Zm ersten Gruppe 
gehören dstaut staut, woneben sonst das Präsens stauti, kshnaumi und 
acait von 2ci, was als Aorist gilt. Zm* zweiten Gnippe di-aik ä9vait 
und ddyaut zu ric gvit äyut. Man vorgleiclio über sie S. 50. 



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101 

SIEBENTES CAPITKL. 

Die roduplicirto Wurzel. 

Za den Ponnen mit Beduplication gehören nach der allgemeinen 
Annahme 1) PrUsensstämme, d. h. Praesentia nebst Imperfectis, 
2) Aoriste, 3) das Perfectum, 4) die Intensiva. 

Die letzte dieser Gruppen scheidet sich durch die schwere Eedu- 
plication von den drei ersten deutlich ab, nur eine Grenzregulimng 
mit dem Perfectum wird an einigen Stellen vorzunehmen sein. Dage- 
gen die Stämme des reduplicii-ten Präsens, Aorists und Perfectums 
bilden, was die Ponn der Beduplication betrifft, eine enger zusam- 
menhängende Masse. Zwar ist die eine Art der Doppelung besonders 
im Präsens gebräuchlich, die andere besonders im Aorist, die dritte 
im Perfectum , aber ein genügendes Kriterium für die Tempusscheidung 
bildet die Form der Hednplication in vielen Fällen doch nicht. Vom 
Imperfectum von Ida z. B. heisst die dritte Person pl. ädadus, ohne 
Augment dadüs, und davon ist die dritte Pluralis des Perfectums 
nicht verschieden, die Form acikradat von Jcrand muss wegen der 
causativen Bedeutung als Aorist betrachtet werden, aber der Aorist- 
stanmi ciJcrad ist von dem Piäsensstamm hihJucr nicht verschieden. 
Derartige Fälle worden uns noch oft genug in diesem Abschnitt begeg- 
nen. Sie zeigen deutlich, dass die drei Tempora sich durch die Fojm 
der Beduplication nicht genügend unterscheiden. Da nun auch die 
Berücksichtigung der Bedeutung keinen genügenden Anhaltspuuct bietet, 
so bleibt nm* die Form der Personalendungen übrig. 

Wendet man nun diesen Eintheilungsgrund an, so erhält man doch 
kein ganz reines Besultat. Es giebt einige Formen, welche ihi'er äus- 
seren Gestalt nach zwei Teraporibns angehören können, wie das eben 
genannte dadüs. Ein Grammatiker würde Unrecht thun, zu scheiden 
was die Sprache hat zusammenfliessen lassen. Endlich giebt es redu- 
plicirte Formen, welche von vornherein ausserhalb des Tempussystems 
stehen. Wenn von der Wurzel van neben vanute und vanati vereinzelt 
die Fonnen vävandhi und vävanas vorkommt, wer will wagen diese Bil- 
dungen einem bestimmten Teinpus zuzueignen? Es werden eben in 
der alten Sprache gelegentlich einzelne Formen eines Verbunis gleich- 
sam versuchsweise nach einem bekannten Schema gebildet, später 
wird diese Bildungsart bei diesem Verbum -wieder aufgegeben, ehe ep 
zu einer förmlichen Tempusbildung gekommen ist. 



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102 

Demgemäss wird die Masse der hier zur Besprechung kommenden 
Formen folgendermassen gegliedert werden müssen: 1) Präsens, 2) Aorist, 
3) Perfectimit 4) Intensivum, 5) unbestimmbare Formen. 

§137 
Der Consonant in der Eeduplicationssilbe. 

Ehe es indess gestattet ist, ins Einzelne zu gehen, soll Einiges fiber 
die allen fBnf Glassen gemeinsamen Reduplicatiouserscheinungen bemerkt 
werden. Gemeinsam ist aber nur die Behandlung des oder der 
Anfangsconsonanten. 

Es scheint mir, um die wenigen vedischen Eigenthfimlichkeiten zur 
Anschauung zu bringen, am praktischsten, die aus dem klassischen 
Sanskrit bekannten Reduplicationsgesetze in der Kürze voranzustellen. 
Sie lauten: 

1) Aspiraten werden in der Beduplicationssilbe durch die ent- 
sprechenden unaspirii-ten Laute vertreten. 

2) Die Gutturalen werden dm*ch die entsprechenden Palatalen ver- 
treten, h durch j. 

3) Beginnt eine Wui*zel mit mehr als einem Gonsonanten, so wird 
der stärkere wiederholt, z.B. von sk sp sth das k p t, von sv sm 
das s. 

Von der ersten Begel nun finden sich einige Ausnahmen bei den 
Intensiven, welche zwischen die Stamm- und die Reduplicationssilbe ein 
i einschieben. Es existirt nämlich bhäribhaiü von hhar (auch angeführt 
bei Panini 7, 4, 65) und ghänighnat- von han. Doch ist das Begel- 
mässige auch bei diesen Bildungen der Verlust der Reduplication , vgl. 
päniphanat von phan und dävidhvat- von dhü. 

Bei der zweiten Begel zeigt sich die analoge Erscheinung. Es 
findet öich gänlganti von gam, käriki-at- von IJcar (auch bei Panini) 
känikranti von hraiidy käniskan von sJcand. Die Palatalisii'ung des 
Gutturalen tritt nur ein, wenn eine Silbe vor den Stamm tritt z. B. 
carkarmi von 2kar. Einige Worte verdient noch das Verhältniss von j 
zu h. Die Ersetzung des anlautenden h durch j, welche hier bei den 
Wurzeln 1 und 2hä han hu hü h%d harsh belegt ist, wird gewöhnlich 
durch folgende Mittelstufen erklärt: ha hiess ursprünglich *gha, daraus 
*gagha, endlich *jaM. Dass dies wirklich der Hergang war, ist sehr 
möglich (vergl. jighrämi von ghra). Doch verdient noch eine andere 
Möglichkeit erwogen zu werden. Der explosive Bestandtheil des gh, 
mit dem die in Frage kommenden Wurzeln einst anlauteten, ist offen- 
bar sehr früh undeutlich geworden. Im Sanskrit zeigen sich nur bei 
han deutliche Spuren des einstigen gh in ghnänti jaghina ghänighnat 



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103 

ghflta- Schlag. Diese Wurzel hat im Altpersischen und Zend die Form 
Jan, während ha und hü im Zend durch ea und eu vertreten sind. 
Wie es nun im Zend zazSmi heisst, so — sollte man meinen — hiess 
es im Sanskrit einst "^hahsmi, und als. die Sprache gegen die Wieder- 
kehr desselben Lautes empfindlicher wurde, ersetzte sich h durch den 
Laut, der ihm dem Klange nach am nächsten stand, das j. Denn es 
ist ja kein Zweifel , dass das indische h eine tönende Spirans war, wie 
j. Nur unter dieser Voraussetzung lässt sich, soweit ich sehe, die 
Ersetzung von bh durch j erklären, welche in jabhära jarbhjitäs jai'- 
bhuränä- vorliegt Der Hauch wurde bei diesem Verbum in der ßedu- 
plicationssilbe wiederholt, es entstand *habhära und daraus jabhära. 
Doch ist die Ersetzung eines bh durch j ein ganz vereinzelter Vorgang 
und auch von Ihar ist babhära die häufigere Form. Bei dh liegt nichts 
derartiges vor. Man vergleiche übrigens zu diesem Abschnitt, was 
S. 33 über die Entstehung des Imperativs jahi von han vermuthet 
wurde. 

Endlich sind noch einige Verba zu erwähnen, welche im Wuizel- 
consonanten eine Alteration erlitten haben oder erlitten zu haben schei- 
nen, nämlich 2c% ciketi, icib ciketti und cikäya> ji jigäya und jigishati 
(von AV. an), Ipa pibami, janh jangahe. Schleicher Comp. 291 hat 
die Ansicht ausgesprochen, dass in Formen wie jigäya einfach die alte 
Wm-zelgestalt gi vorläge. Für Acit ist diese Ansieht wohl die richtige, 
wenn wenigstens das nomen keta- zu unserem Verbum gehöi*t. Bei ji 
und d aber drängt sich die Fi*ago auf, warum denn der alte Anlaut 
nur in reduplicirten Formen erhalten sei, und es liegt die Veimuthung 
nahe, dass wir vielmehr in jigäya etc. eine Dissimilation vor uns haben. 
Zwar haben wii* ja zahlreiche Verba mit j , bei denen an dem doppel- 
ten j kein Anstoss genommen wurde, z. B. jujosha, aber derai-tige Ver- 
wandlungen treten überhaupt sporadisch auf. Ein sicheres Urtheil 
allerdings über die Entstehung von jigäya etc. wage ich nicht auszu- 
sprechen, dagegen liegt in- pfbämi zweifellos eine Dissimilation vor. 
Vergleicht man lat bibo, so muss man, denke ich, zu der Ansicht 
kommen, dass dieser Lautvorgaug in die Zeit der Spracheinheit zmück- 
reicht. Ein unabhängiges Zusammentreffen des Sanskrit und Lateinisch 
in einem bei beiden Sprachen sonst nicht mehr nachweisbaren Laut- 
Wechsel erscheint mir so gut wie unmöglich. Das Sanskrit brachte 
also die Form pibami aus der Urzeit mit, und die vereinzelten Bildun- 
gen nach dem gewöhnlichen Schema (wie pipate Taitt. Sanh.) sind 
Neubildungen. Auch in jäügahe liegt wohl eine Dissimilation vor, 
wenn es richtig auf janh ^urflckgefohrt wird. 



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104 

Es folgt nuD, nachdem die aUgemeinen Bemerkungen über die Bedu- 
plicationssilbo beendet sind: L das Pi-äsens, IL der Aorist, IH das 
Perfectum, IV. das Intensivum, V. die unbestimmbaren Formen. 

L 
Pas PrSsens mit Bednplieatiou. 

Innerhalb dieses Abschnittes ist folgende Gliederung beobachtet 
§ 138 Allgemeines. 
§ 139 Wurzeln auf a. 
§ 140 Wurzeln mit innerem a. 
§ 141 I-Wui'zeln. 
§ 142 U-Wm-zeln. 

§138 
Folgende Verba bilden ihr Präsens nach dieser Classe: 
Iga gehen, ghra riechen, Ida geben, Idha setzen, Ipä trinken, 
2nia brüllen, 3ma messen, ra schenken, Iga mittheilen, Zqä wetzen, 
schärfen, stha stehen, iÄö verlassen, 2ha sich entfernen, vac sprechen, 
vyac in sich fassen, aufnehmen, sac zusammen sein^ niad sich fi-euen, 
dhan in Bewegung setzen, han tödten, vag wollen, lihas kauen, ar 
erheben, ZTzar gedenken, ghar besprengen, tar überschreiten, Ipar 
anfüllen, 2pa/ir hinüberfuhren, lihar tiagen, sar eilen, [mand sich freuen 
= wwrf] , parc mengen , vart wenden , [sad sich setzen] , 2ci wahraeh- 
men, Wii füi'chten, vic aussondern, 4:cit wahrnehmen, dig zeigen, vish 
wh'ken, 3yu verbinden, su auspressen, hu opfern, hü rufen, jush gemes- 
sen , also ohne sad 42 , mit sad 43 , dazu noch 6pa pfplte sich auf- 
lehnen (T. S.). 

Ehe die Aufzählung beginnt, sind noch einige Woi-te über den 
Yocal der Beduplicationssilbe zu sagen, denn über den Consonanten ist 
schon § 137 gesprochen worden, und zwar kommt, da die i- und 
u -Wurzeln nichts Bemerkenswerthes darbieten, nur der ßeduplications- 
vocal der a-Wurzeln in Betracht Dieser ist entweder a, und zwar 
bei den Wm'zeln Ida Idha 1ha mad und mand dhan lihas und vart, 
oder i und zwar bei den Wurzeln Iga ghra Ipa 2ma Sma Iga 2gä 
stha 2ha vac sac han ar tar Ipar 2pa/r hhar sar parc und wohl auch 
sad (wenn nämlich sTda- aus "^sishada- zu deuten ist). In vlviktas 
eta von vyac verdankt das i dem y seinen Ursprung, wofür das Per- 
fectum tityäja von tyaj zu vergleichen ist. Endlich auf doppelte Weise 
redupliciren ra (rai'ate und rirlhi) und vag (vavakshi und vivash^i). 
Die persischen Sprachen bieten in nicht eben vielen Fällen vergleich- 
bare Formen, doch ist beachtenswerth dass Zend (resp. Altpersisch) bei 



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106 

äa dha ha ebenfalls a in der Beduplicationssflbe, bei stha dagegen i 
haben (vgl Spiegel altpersische Eeilinschriften 165). Im Giiecliischen 
haben alle reduplicii-ten Px-aesentia den Vocal i, und damit ist im Grie- 
chischen die Präsensreduplication von der des Peifectoms definitiv 
geschieden. 

Man würde sich vergeblich bemühen zu eimitteln, wai-nm in den 
asiatischen Sprachen das eine Mal i, das andere Mal a dtehi Wir 
seben in ihnen eine Bewegung im Beginn, die im Griechischen vollen- 
det isi 

§139 
Die Wurzeln auf 5. 

Bei ihnen sind einige Affectionen des Vocals zu besprechen. 

Der Vocal nämlich bleibt entweder 1) rein, bei Iga und 1ha, oder 
2) er ei-scheint als I, und zwar erscheint dem Sprachgefühl die Form 
mit 1 als die schwächere, die mit ä als die stärkere. Denn ä beherrscht 
die von Bopp sogenannten stai-ken Formen, die 1., 2., 3. sing. act. im 
iud. und die 3. imp., alle übrigen haben I. Die einzige Ausnahme ist 
9i9ildhi von 5(<x neben 9151111 An der Verwandlung in l nehmen Theil 
die Wm'zeln 3ma ra Iqa 3ga 2ha. 

3) Der End vocal ei*scheint kurz in allen Formen von ghra pa 
und stha, mehreren von da und dha, vereinzelten von 2ina (mimanti) 
und ra (rärate). Es fragt sich, wie diese Formen entstanden sind. 
Der Gedanke, als sei das kurze a besonders alteithümlich , ist, nach 
dem was oben § 127 entwickelt worden ist, abzuweisen. Auch zu der 
Annahme einer „Verküraung" liegt nicht der geringste Grund vor. 
Ich glaube, dass der Ausgangspunkt dieser Bildung in der ersten 
Person der drei Numeri zu suchen ist Eine Form wie pibämi 
theilt das lange a mit allen ersten Personen wie tudämi bhärami 
bödh^lmi etc. Wie nun neben tudämi die zweite tuddsi steht, so bil- 
dete man auch neben pfbärai ein pfbasi pfbati u. s. w. Diese Analogie- 
bildungen reichen jedenfalls in eine sehr alte Zeit zurück, denn im 
Veda ist — wenigstens bei pä und siha — jede Spur eines langen a 
im Indicativ verloren, und auf Grundlage des kurzvocaligen Stammes 
ein Conj. plbäsi etc. mit langem a gebildet. Bei dem vereinzelten 
i*ärate könnte man vielleicht annehmen, dass es in Anlehnung an das 
gleichbedeutende dädate gebildet sei. 

Endlich kann 4) das ä ganz wegfallen , so dass die Wurzelformen 
dad und dadh entstehen, welche bekanntlich auch in anderen indoger- 
manischen Sprachen vorhanden sind. 



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106 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen : 

Iga gehen: jfgasi jlgati ajigat jig^t jfgatu jfgatam jigäta jigfttana 
(prajfgatas 1, 150, 2 ist gen. pai*i) jag&ySt 10, 28, 1 (Naigh. 2, 14 jagati 
ist nicht nachgewiesen) dürfte eine lautliche Variante von jagamySt 
sein, ghra riechen: jighranti du. pari Dazu stinimt jighrati 3s. von 
T. S. an (episch auch ghrati). Ida geben hat eine dreifache Beihe 
von Formen a) vom Stamme dada: dädami dädasi dädati dädati 3pl. 
ädadas ädadat ädadata ädadus dädatu dädata dadatana dadamahe dädat- 
dadanä (dadus und dade können perf. sein), b) Von dem Stamme dad: 
dadmasi adattam ädattana daddhi dattat 2s., dattam dattam datte 
dädvahe dadma he adatta datta dadimahi dadiran (dadäthe s. index), 
c) Von dem Stamme dada: dadate 3s. adadanta dadatam 3s. dada- 
mana-. dädas und dädat gehören sicher hierher, wenn sie indicativi- 
sehen Sinn haben, dieselben Formen mit conjunctivischem Sinn können 
auch als echte conj. von der Wurzelgestalt dad angesehen werden. 
Idha setzen wird abgewandelt wie Ida, also a) vom Stamme dadha: 
dädhami dädhasi dädhati dadhati 3pl. dadhama adadham ädadhas äda- 
dhat ädadhata ädadhus dadhani dadhatu dädbata dädhatana dadhatu 
3pL dadhatam 3pl. dädhat- dädhana-. b) Von dem Stamme dadh: 
dadhmäsi dadhmas dhatthärS dhatthä dadhanti adhattam ädhatta daddhi 
dhehi dhattat 2s., dhattäm dhattiUn dhattä dhattana dhetana (von Ben- 
F£T falsch als opt gedeutet) dadhantu dhatse dhattä adhatthas adhatta 
dadhltä dadhimahi (dadhishvä dadhidbvam gehören zum Perfectum, 
dadhe und dadhathe sind mehrdeutig). An den Stamm dadh tritt das 
conjuncÜTische a in dddhas dädhat, welche Formen nur conjunctivisch 
gebraucht werden, nicht wie dädas dädat auch iiidicativisch , femer in 
dddhatas dadhase dadhate. c) Vom Stamme dadha: dadhate 3s. ind. und 
dadhan. Ipa ti-inken: plbami plbasi plbati pibatas plbanti äpibas äpibat 
pfbat conj. plbasi pfbati plbat pibava pfbathas pibatas plbatha piba plbatu 
plbatam plbata plbantu plbate plbante pibasva pibadhvam plbant- plba- 
dhyai. 2ma brüllen: mlmati mimanti. 3ma messen: mimihl mlmätu 
mimltäm mimltam mime mimlte mimate 3pl. änümltbas ämimita mi- 
mate 3s. conj. mlmana. Die 2 dual. imp. mlmatham gehört wohl zu dem 
Stamme mim-. Ausserdem können die Formen mimitas mimiyat miml- 
yas 3s., welche BR. unter 2m% aufführen, zu der Wurzelform ma 
gezählt werden, ra schenken: sicher präsentisch rarate als 3s., und 
rirlhi. Die übrigen vediscben Foimen von ra sind mehrdeutig (s. 
untV.). iQa mittheilen: 9i9ämi 9i9ati 9i9ä8 a9i9at 919^1 9i9ltdm 9i9ltem 
9i9lta. 2Qa schäifen: 9i9ämi 9i9ati 9i9lmasi 9l9lte 9l9lta 3s. 9i9ädhi 
9i9lhi 9i9atu 9i9ltam 9l9ana-. stha stehen: tishthasi tish^hati tlsh^ha- 
thas tlsh^hatas tishthanti tlshtham dtishthas dtishthat tlsh^hat atish-* 



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107 

tbata atishthan Üshtban tisbtba tishthatam tfah^bata tishthantu tishthe 
tfshthase tisb^bate tishtbante atisb^banta tishtbanta tfsbtbadhvam (imp.) 
tisb^hantSm. conj.: tlsb^bas tisbtbati tish^bat tisb^batas tisb^bäte optat.: 
tisb^bema tisb^bant- tlsb^barnSna -. 1ha verlassen: jäbämi jäbati jahati 
3pL äjabat jabama äjahatana ajabus jab&tu jäbat-. 3ha sieb entfernen: 
jiblte jibate 3pL ajiblta jfhita ajibata 3pL jibata jibiBbva jihltam 3s. 
jibatam. Die Dualforraen jibate und jxbatam gehören wohl zu dem 
Stamme ßh- Partie: jibäna-. 

§140 
Wurzeln mit innerem a. 

Die Wurzeln auf ar zeigen durchaus dieselben Erscheinungen , wie 
die bei der einfachen Wurzel § 129 erörterten. Die starken Formen 
haben ar: bibhärti, die schwachen p: bibbrimäsi und bibbiiyät, doch 
ist die Scheidung in starke und schwache Formen im Plural des Acti- 
vums nicht genau durchgeführt, neben pipyitä steht pipäi*tana. Endlich 
findet sich auch hier ri aus |i in cakriyas von 2Jcar^ und ebenso die 
Verwandlung von ar in ur: tutm-yät. 

1. Wurzeln auf einen Consonanten. Die auf ar bilden den Scbluss. 

vac sprechen: vivakmi vfvakti vivaktana imp. vyac in sich fessen: 
viviktds avivyak vivyak 3s. äviviktäm vivyäcat (co.) avivyacus vivyacus 
vivyacanta (wohl co.). sac zusammen sein: sisbakshi slshakti sishaktu 
sisbakta. inad sich freuen: mamätsi mamädas (vielleicht co.) ämama- 
dus mamädan mamaddhi mamdttu mamättana. dhan in Bewegung 
setzen: dadhänat und dadhanyus sind ausser dem caus. dhanayati die 
einzigen überhaupt im Sanskrit belegten Formen. Da sie präsentischen 
Sinn haben, so thut man gut, mit Panini ein Präsens dadhänti anzu- 
nehmen, han tödten: jighnase jighnate jighnante. gam gehen s. § 158. 
vof wollen: vaväkshi vivasb^i. hhas kauen: bapsati 3pl. babhasat 
(co.) bäpsat-. 

ar erheben: iyarmi iyärshi (10,37,4) fyarti fyarta. 2Jcar gedenken: 
'cakiiyäs 8,45, 18 und pari: cakrän. (/^r besprengen: jfgharmi jigharti. 
iar überschreiten: tfti'atas n. pl. pait. und mit Verdunkelung des a zu 
u: tuturyät tuturyama (die Formen mit u nicht nothwendig zum Prä- 
sens). Ipar anfüllen: plparti äpiprata pipiitäm pipartana pfprat-. 
2par hinüberführen: piparshi piparti piprithäs pipritbä pfprati 3pl. 
pipphi plpartu pipritanf(imp.) pipiitäm pipritä pipartana, plprati 7,66,5 
dürfte conj. sein, pfprat-. bhar tragen: bfbbarmi bfbharshi bibbärti 
(so M. und A.) bibbiitbäs bibbritäs bibbrimäsi bibhritha bfbhrati abibhar 



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108 

3s. abibhran biblnitäm (du. imper.) bibhiiyät bfbbrat- bfbbramäna-. sar 
eilen: sisarsbi efsaiü sfsrate sisptam (imp.) sfsrat-. 

2. Wurzeln auf mehrere Consonanten. 

niand sich freuen: mamandat, (vielleicht perf.), amamandiis ma- 
maiidhi (vgl. mad). 

parc mengen: piprigdhi piprikta. Die Fonnen mit pa- siehe un- 
ter V. 

vart wenden. Nach BR. sind zimi Präsensstamme zu rechnen: 
vavarti vaviitsva vaviidhvam avavritran avavyitranta. Die übrigen 
vedischen Formen s. unter V. 

Als contrahirter Fi-äsensstamm wird s^da angesehen von sad sitzen, 
(aus sisada). Es kommen vor: sidasi sidati sidathas sldanti asidam 
asidas äsidat sti9 äsidatam sfdan sidati sfda sldatu sfdatam sldatSm 
sidata sidantu sldasva sldant-. sage siehe § 159. 

§141 
Die I -Wurzeln. 

2ci wahnehmeu: nlcikeshi AV. aciket cikyat-. nT führen: ninlthds 
ninTyat. hM furchten: bibheti Qat. Br. abibhet blbhayat äbrbhayanta 
bibhitana bibhiyät bfbhyat-. 

vic aussondern: vivekshi. 4cit wahrnehmen: ciketti nach dem 
Dhatup. ciketam ciketat cfketasi cfketati cikötathas cikiddhi acikitat 
cikitas (die beiden letzteren Fonnen werden vielleicht besser als Aorist 
angesehen), dlg zeigen: dididdhi dfdeshtu didishta didishtana dfdefati 
(conj.). vish wirken: vivesh^i vivishtas vivishmas dvives viv6s vlveshas 
(conj.) vividdhi. 

§142 
Die U- Wurzeln. 

3iju verbinden : yuyoti yuydvat yuyavan yuyuyätam yuyodhi yuyotu 
yuyutäm yuyotam yuydta yuydtaua yuyothas yuyota 3s. su auspressen: 
sushvati 2, 16, Ö sushvJlnä-. hu opfern: juhömi juhöti juhumäs jühvati 
djuhavus juhavdma juhuyäma juhvö Is juhutö äjuhvaka 3pL juhdta imp. 
juhötana juhuta jühvat- jilhvana-. hü nifen: juhümäsi. 

jmh geniessen: jüjoshasi jüjoshas ji\joshat jüjoshati jöjoshathas 
jüjoshatha jüjoshan jujoshatam (imp.) part. jiijoshate 9, 103, 1 , wohl auch 
jujushtana jujushan. Vielleicht gehören hierher noch Formen von mm 
und hudh siehe unter Nr. V. 



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109 

Ber Aorist mit Bednplieatioii. 

§143 
A -Wurzeln. 

Voran stelle ich diejenigen Aoriste, welche durch eine eigenthüm- 
liche Form der Beduplication, nämlich langes i in der Reduplications- 
silbe ausgezeichnet sind, z. B. apTpatam von pat. Man pflegt diese 
Aoriste zum Causativum zu rechnen, und in der That haben sie auch 
causative Bedeutung, sobald diese bei den Formen auf -ayati vorhan- 
den ist, was ja dui'chaus nicht inmier der Fall ist. Es liegt auf der 
Hand, dass dies Zusammenti*effen der Bedeutung bis zu einem gewissen 
Grade zufällig ist d. h. im Anfang haben weder die Formen auf -ayati 
(die ursprünglich Denominativa sind) noch die hier vorliegenden redu- 
plicirenden Aoriste causative Bedeutung gehabt, sie hat sich in beiden 
Bildungen allmählich festgesetzt. Dadurch ti'eteu diese in Beziehung 
zu einander, und es wm*de somit eine historische Zusammengehörigkeit 
geschaffen; eine etymologische ist nicht vorhanden. Denn dass apipatat 
aus pätayati durch Abfall von aya entstanden sei, wird Niemand im 
Ernst annehmen wollen. Interessant ist in dieser Beziehung das Cau- 
sativum bhlshäyate neben dem causativen Aorist bibhishas (T. S.) und 
bibhishathas, welche zu IM f&rchten, gestellt worden. Es sieht aller- 
dings so aus, als wäre in diesem Fall der Aorist vom Causativstamme 
gebildet worden, aber was hat das sh mit dem Causativum zu thun? 
das Zeichen desselben ist nur aya. Es bleibt also eine Wurzelfonn 
hMsh übrig, die sich zu hh% verhält wie ^ush zu gru. Dass die con- 
sonantische Form gerade zur Bildung des Causativums gewählt wurde, 
hat seinen Grund in lautlicher Bequemlichkeit, die Aoiistbildung aber 
mag sich nach dem Causativum gerichtet haben, nachdem der innere 
Zusammenhang zwischen den beiden Fonnationen sich schon im Sprach- 
bewusstsein festgesetzt hatte. Aehnlich steht [es mit den p -Bildungen 
wie ätish^pat neben sthäpayati u. ähnL 

Es gehören nun hierher folgende Formen: 

pal fallen: apipatat. vai verstehen: avivatat. mad sich freuen: 
amimadanta. raäh in die Gewalt konmien: ilradhas riradhat rlradha- 
tarn rlradhata« rli*ädhä 10, 30, 1 ist Is. rlradha 2^ sing. imp. jan 
erzeugen: jijanam äjijanas äjijanat jijanat äjljanan jtjanan. tap warm 
sein: atltape (3s.) daneben tatepate. sap folgen: sishapanta. nam beu-* 
gen: ninamas daneben nauämas. tarn zum Stillstehn bringen: ärlramat 



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^ 110 

ttramat rtramsma riratnan. 3gar wachen: äjigar 2s. und 3s. dhar 
festhalten: dldharam didhar 28. nnd 3s. dfdharas adidharat didharat. 
Ipar fallen: pTparat 2,20,4. 2par hinüberführen: plpäras piparat 
apiparan. Inag verschwinden: nfna^as aninafat. 

Alle diese Wurzeln gehen auf einen einfachen Consonanten aus. 
Ihnen schliessen sich die Wurzeln von der Gestalt arx an, bei denen 
durch Contraction des ar zu p ebenfalls hinter das I ein einfacher 
Consonant zu stehen kommt Es sind: 

vart wenden: avlvfitat vardh wachsen: ävlvfidhat dvivpdhan 
avivfidhadhvam ävlvpdhanta. karsh ziehen: aclkyisham. tarsh dur- 
sten: atltfishSma. marsh vergessen: mimpshas, endlich kalp helfen: 
clklipStL 

Die Wurzeln mit langem inneren S verkürzen dieses: sadh vollen- 
den: stshadhat sishadhama slshadhsti. vag blöken, brüllen: avTva9at 
avlvafan avXva9anta. Hierher kann man auch rechnen ätishthipas 
ätishthipat tish^hipat, und jlhipas, welche auf Wurzelformen sthap und 
hap zurückgehen. Ueber sie ist bei den Causativis gehandelt. 

Ausser den Aoristen mit langem I giebt es auch solche mit kur- 
zem i, und zwar 

1) einige Formen von Wurzeln auf ar, welche mit einem einfachen 
Consonanten beginnen, nämlich jigritäm und jigjitd von 3gar und 
didhptam und didhriti von dhar, während ajTgar und adidharat die 
häufigeren Formen sind. 

2) Begelmässig findet sich das kurze i nur bei solchen Wm*zeln, welche 
mit zwei Consonanten anfangen, gnath durchstossen: a9i9nat 7, 28, 3 
9i(natham 9i9natha8 9i9näthat. grath schlaff werden : 9i9räthas 9i9rathat 
9i9rathantu. svad Gefallen finden: sishvadai svap schlafen: sishvap 
2s. sishvapas. hvar jihvaras. hrand brüllen : acikradas cikradas äci- 
kradat cikradat äcikradan. syand fliessen: asishyadat asishyadanta. 
sparg berühren: pisp]i9as pispri9atL 

Man kann aus dem angeführten Material Schlüsse auf die Ent- 
stehung dieser besonderen Aoristform ziehen. Es liegt auf der Hand, 
dass die Ei*zeugung von Wörtern mit iambischem Fall erstrebt worden 
ist: apipatat, acikradat. unter diesem Streben verlängerte sich das 
ursprünglich kurze i der Reduplicationssilbe in den Formen, wo die Ver- 
längerung nöthig war, um eine schwere Silbe zu erzeugen, aus api- 
patat wurde apipatat, während acikradat keiner Quantitätsäuderung 
bedurfte. Doch ist das Streben nicht überall dm*chgedrungen, sondern 
es sind einige fieste des früheren Zustandes geblieben, in didhptä etc., 
wie auch auf der anderen Seite eine unnöthige Dehnung gelegentlich 
eingetreten ist, z. B. jihvaratam T, S. 1, 2, 13, 2. Bei der gegenthei- 



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' 111 

ligen Annahme, nämlicli der, dass die Länge des i nrspriinglicli sei, 
würde die Verkürzung unbegreiflich sein. Demselben Wunsche ent- 
sprang die Verkürzung des inneren langen a, wie in ayivafat zu vag. 
Den Grund für die Wahl des iambischen Tonfalls wird man nicht in 
den Bedürfnissen des Metrums, sondern in dem Drange finden dürfen, 
die funfsilbigen Wörter rhythmisch zu gestalten, und dadurch Einför- 
migkeit zu vermeiden. 

Wenn nun hiermit, wie ich denke, nachgewiesen ist, dass die 
Kürze des i das urspi-üngliche ist, so zeigt sich, dass diese Aorist- 
stämme im Grunde von reduplicirten Präsensstänmien nicht verschieden 
sind. Zwar äplpai*at oder das ältere vorauszusetzende '^'äpiparat wäre 
kein regelmä^ges Imperfectum zu dem Präsens pfparti (welches vor- 
handen ist) aber didhar (neben adidharat) äjigar von Spar und ä9i9nat 
von (nath beweisen deutlich, dass das letzte a von apipaiat nur eine 
verhältnissmässig junge Erweiterung ist (erzeugt von dem Wunsche 
nach bequemer Aussprache) die gerade bei reduplicirten Formen häu- 
fig ist. 

. Weit schwieriger ist die Frage, welche Formen mit a in der Be- 
duplicationssilbe als aoristisch betrachtet werden dürfen. Mit Sicher- 
heit kann das nur geschehen 1) bei den Formen, welche eine über alle 
Personen verbreitete Syncope des Wurzelvocals zeigen, die im Perfect- 
stamme nicht vorkommt. Es sind also Aoriste von pcU fiiegen: paptas 
apaptat apaptan paptan und die aller Wahrscheinlichkeit nach durch 
Zusammenziehung entstandenen Formen von vac sprechen: avocam vocam 
vocas avocat vocat ävocsma vocäma ävocan vocan vöcati vocäti voc^- 
yam voc6s vocetam vöcema und voc^ma voceyus voca (vocä !•*• Pers.) 
vocatat vocatu vocatam vocata voce avocanta vöcanta vocävahai voceya 
vocemahi. Die Vergleichung von avocam aus *avavacam mit eeiftov 
aus "^ifsfenov rührt meines Wissens von Ebel her K. Z. 2, 46. Dage- 
gen die Form n^9at von Inag verloren gehen, die man in der classi- 
schen Granmiatik stets mit ävocat auf eine Stufe stellt, ist wohl rich- 
tiger als Plusquamperfectum aufisufassen. 

2) Ist Aorist Smamat von am beschädigen, eine merkwürdige 
Form der Beduplicimng, die an die attische Beduplication erinnert 
Die Granmiatiker führen ähnliche Formen an, in denen das stanmihafte 
a in i verwandelt ist, z. B. äninat zu an (prSqinat zu pra^an) ärdidat 
zu ard. Zu belegen weiss ich nur noch Srpipat (arpipam) zu arp von 
ar im A. V. Im Perfectum kennt das Sanskrit derartiges nicht 

3) Vielleicht ist nanämas von nam beugen Aorist, denn es hat 
dieselbe Bedeutung wie ninamas, und aus demselben Grunde wird auch 
papräthas papr&that papräthau paprathanta zum Aorist gezogen. Der 



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112 

Grund ist allerdingd nicht durcbscblagend, denn wie schon LuDwia 
Infinitiy S. 121 bemerkt hat^ hat das Peifectum gelegentlich auch 
causativen Sinn. Es könnte also papräthas etc. auch Angmenttempns 
vom Perfectstamm sein. Dasselbe Dilemma entsteht bei acakrat caka- 
ram und äcakriran yon Tca/r machen, das ich wegen der Syncope in 
acaki*at nicht mit Sicherheit zum Perfectstamm zu ziehen wage. 
Doch sind diese zweifelhaften Foimen beim Perfectom noch einmal 
erwähni 

Mit Zuversicht dagegen ist z. B. acacaksham zum Perfectstamm 
gestellt, denn es wäre unnatürlich es von cacaksha zu trennen, nur 
um des Vorurtheiles willen, als existire im Sanshit kein Plusquam- 
perfectum. 

Endlich sei hier noch von ran erfreuen, der Formen gedacht, 
welche BE. zum causativen Aorist stellen, nämlich iHrdn 3s. etc. Ich 
habe sie zu den Intensiven gestellt. 

§144 

Dieselben Ei*scheinungen zeigen die 

I- und U-Wurzeln. 

Sie bedürfen daher keiner weiteren Erläuterung. 

Von I -Wurzeln kommen vor: 

vij schnellen: vivijas. vip beben: avivipat. hlnsh filrchten: (s. 
oben) blbhishathäs. Den üebergang zu denen mit kurzem i in der Be- 
duplicationssilbe bildet rish versehren mit den Foimen: rlrishas rlri- 
shat ririshes. Kurzes i haben dtp leuchten: didipas imd Tcship weifen: 
cikshipas. Man sieht auch an diesen Beispielen recht deutlich, wie 
die Rücksicht auf die Wortmelodie auf die Gestaltung der Quantitäts- 
verhältnisse eingewii-kt hat. 

Von U-Wurzeln kommen vor: 

ruc leuchten: aiHrucai hiiäli erwachen: abübudhat. fw6Ä glän- 
zen: a9ü9ubhan. dush verderben: adüdushat dfldushat Mit kurzem 
u von cyu schwanken: cucyavat äcucyavus acucyavit acucyavitana 
cucyaviraihi cucyavirata (über das I vgl. Index) und hrudh: cukrudham 
äcukmdhat cukmdhSma causativer Bedeutung, wesshalb es nicht gei-a- 
then (wenn auch möglich) ist, cuki'udhan etc. zum Perfectstamm zu 
rechnen. Ein Perfectum kommt — offenbar zuRlllig — im ßigveda 
nicht vor. 

Endlich ist hier noch von pur aus Ipcvr anfallen, zu erwähnen 
ptlpurantu uud puptiiyjfö. 



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113 

m. 

Das Perfeetmn. 

Bei dem Perfectstamro kommeu folgende Punkte zur Erörterung: 
1) die Beduplicationssilbe, 2) der Wurzelvocal, 3) die Anfügung der 
Endungen, 4) der Verlust der Beduplication und endlich 5) das Aug- 
menttempus vom Perfectstamm. 

§145 
Die Beduplicationssilbe. 

Nachdem der Consonant der Beduplicationssilbe Seite 102 f. erör- 
tert worden ist, bleibt hier noch über den Yocal zu handeln, und 
zwar ziehen zuerst die mit einem Yocal anfangenden Wurzeln 
unsere Aufinerksamkeit auf sich. Die aus einem kurzen a und ein- 
fachen Consonanten bestehenden verdoppeln einfach das a^ so dass ä 
entsteht, also von a/r av las 2as loh lauten die Peru ära äva äsa äha. 
Dagegen z. B. von arc die 3** s. anarca, die 3** pL änpcüs. Bopp u. Benpey 
erklären dieses n f&r ein euphonisches und sehen in dem 3 die Bedu- 
plicationssilbe. Gegen diese Erklärung sträubte sich Sghleicher's 
sprachlicher Instinct. „Diese Formen — meint er Compendium §291 — 
sind offenbar jung, wahrscheinlich sind sie durch eine Analogie ent- 
standen, die von den Wurzeln a+ Nasal + Consonant ihren Ausgang 
nahm z. B. aiij (salben), perf. än-anj''. Dass damit der richtige Aus- 
gangspunkt gefunden sei, lässt sich jetzt beweisen. Die meisten der 
Wurzeln, von denen das in Bede stehende Perfectum im Veda vor- 
kommt , haben auch in anderen Formen einen Nasal. Die Formen 
smd von a^: änaj6 änajre anajä (was nach BB. und Grassmakn 2** 
plur. ist) anajyflt und das part. änajänä-, von ag oder ang: änäA^a 
änäfa 3s. ana9ma änafä 2pl. äna^üs äna^^ äna9yäm, daneben von ag: 
äga a^atus etc. Der Nasal zeigt sich z. B. in der Form ana^ämahai 
und im Nomen anga- Antheil; von ardh anndhe; der Nasal tritt auch 
sonst z. B. in dem conj. p^ädhat heiTor; von loh bei BB. anäha. 
Aufrecht Z. D. M. G. 25, 234 hat gezeigt, dass diese Wurzel mit 
äiUias zusammenhängt^ also einen Nasal im Stamme hat Nur von 
arCy was BB. in 1 und 3aro gespalten haben, Grassmann aber ver- 
einigen will, stehen die Formen änricüs und än^c^ allein. Dieses 
TJeberwiegen der auch sonst mit n versehenen Stämme kann nicht 
zuf&Uig sein. Im einzelnen ist es aber nicht leicht, sich die Entstehung 
der Formen deutlich zu machen. Am deutlichsten sind die Bildungen 
von aüj und ang. Die Wurzeln mit Nasalen werden nicht selten durch 
a erweitert, so entsteht inadh aus idh, anag aus ang. Dieselbe 

DglMkk, ftltindlMliM Verbnm. 6 



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114 

Stammerweiternng haben wir im Ferfectum: anaj wird dann durch Be- 
dnplication zu anaj, was in änaje anajre etc. vorliegt (In anaja und 
anajyat soll nach Grassmann „metrische"' Kürzung anzunehmen sein.) 
Dass die erste und dritte Sing, ananja wurde, darf nicht Wunder nehmen, 
denn die Analogie von babhanja und ähnlichen Formen verlangte auch 
von afij ein Ferfectum mit mittlerem n. Ohne dieses n: SnSfa. Bei 
den Formen mit r wie Sn|idhus befremdet die Stellung des Nasalen, 
sie sind wohl nicht zu erklären, wenn man nicht eine Anlehnung an 
die eben besprochenen Nasalwurzeln annimmt. 

Von diesen Anfängen breitete sich nun die in Rede stehende Bil- 
dungsweise weiter aus. Uebrigens werden sich überhaupt nur wenige 
Belege dafür finden lassen. Ich habe noch folgende aufgetrieben: von 
dksh: Snaksha, von ac (afic) Snanca, von arj: änarja, von arsh: änar- 
sha, von arh: änarhus, älter änrihus und die beiden Flusquamperfecta 
Snarchat im Mhbh. und änarshat T. Ar. (Benfev B-SufSxe 68). Auch 
von diesen haben zwei {ac und aj, wofür Qbassmann überflüssiger 
Weise als Wurzelform jiüj ansetzt) den Nasal auch in anderen 
Formen. 

Die mit i und u anfangenden Wurzeln werden im Yeda wie im 
classischen Sanskrit behandelt, von i: iyätba iyäya lyathus lyätus 
lyüs. 

Was nun femer den Reduplicationsvocal bei den mit Gonsonan- 
ten beginnenden Wurzeln betrifft, so ist dieser der Kegel nach 
kurz, doch findet sich in folgenden Formen die Länge (es ist inmier 
nur eine Ferson angeführt, auch wenn mehrere belegt sind) cäkana 
cäkppre jägaia (von gar wachen) jSgridhus tätrishus dädartha mämpjus 
mSm^9US i^adhus rärajgia vävantha vävritus vävridhus väva9us väva^re 
(2vai) vSvakre 9a9adus. Die entsprechenden Bildungen von i- und 
u-Wurzeln siehe § 156. Bei der Mehrzahl der Formen von a-Wur- 
zeln hat der Fadatext statt dessen die Kürze z. B. bei jägiidhus tätri- 
shus mSm^fus vävritus vävridhus, bei anderen nicht z. B. 2, 20, 4 
endet der Vers im Saähitatext: vSvridhuh ijS/^ivii} ca, im Fadatext 
vavndhü^ 9a9adü( ca. Ich habe es unterlassen, alle Fälle dieser Art 
zusanmienzustellen, weil ich nicht weiss, ob die Auswahl aus dem 
Fadatext bei Aufrecht, auf welche ich für den von Muelleb noch 
nicht veröffentlichten Best angewiesen bin, die Abweichung durch- 
gängig angiebt So viel aber scheint mir jetzt schon festzustehen, dass 
wir zu unterscheiden haben 1) wirkliche Längen, welche den Dichtem 
von der Sprache des Volkes geliefert waren, m denen also eine später 
noch zu erwähnende Gleichheit der Ferfect- und Intensiv -Keduplica- 
tion vorliegt Für die Natm*wüchsigkeit dieser Längen lässt sich noch 



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il6 

anfthren, dass sie auch anderwärts vorkommen, so dadh&ra durchweg 
im Aitareya-Brahmana (Webee I. St 9, 267). 2) Metrische Verlänge- 
rungen. Wer mit den Poi-schungen über homerische Sprache, namentlich 
den neueren Untersuchungen von Haetel, bekannt ist, wird an die- 
sem veralteten Ausdruck Anstoss annehmen. Es soll auch damit über 
die Natur und den Werth der vorliegenden Länge weiter nichts ausge- 
sagt werden, als dass sie nm* in der Poesie vorkommt, und zwar da, 
wo das Metinmi eine Länge verlangt Ob in allen diesen Fällen eine 
ursprüngliche Länge einst auch in der Sprache des Volkes vorhanden 
war, oder ob eine solche Flüssigkeit der Quantität anzunehmen ist, dass 
dieselbe Silbe in der Dichtung beliebig lang und kurz gebraucht wer- 
den konnte, oder endlich ob eine Nachahmung von Seiten späterer 
Dichter vorliegt, wie sie für den homerischen Dialekt angenonmien wer- 
den muss (vgl. z. B. Leskien in Cübtius St 2, 68 flF.) bin ich bis jetzt 
nicht in der Lage zu entscheiden. 

Bei den Wurzeln, die vor dem Wurzelvocal ein y haben, wie 
tyaj und vyac ist der Beduplicationsvocal i: tityäja und vivyäca, vivya- 
tbus zu vya, ebenso cicyushe zu cyu. Offenbar stammen diese Formen 
aus einer Zeit, wo das y eine mehr vocalische Aussprache hatte, wäh- 
rend cucyuve von demselben cyu einer späteren Zeit entstammt, wo 
das y reiner Gonsonant war. 

Bei einer kleinen Zahl von Wurzeln von der Gestalt v + a-f- ein- 
facher Gonsonant, nämlich bei vac vad vap vcis vah wird das va der 
Reduplicationssilbe zu u contiahirt, doch findet sich von vac auch 
vaväca und vavaksbä neben uväca und tlcish^, ausserdem findet diese 
Zusanunenziehung statt in Qvus von 5va und sushupus etc. von svap, 
wo aber das u der Eeduplicationssilbe wohl erst eine Wiederholung 
des durch Zusammenziehung entstandenen u der Stammsilbe ist Ein 
entsprechendes mit y beginnendes Verbum ist ycy, wovon Ij6 Ijir^ 
ijänä- vorkommen, aber daneben auch yej6. Alle diese Formen gehö- 
ren auch der klassischen Sprache an^ aus Panini ist den genannten 
nur noch uvS^a von voq hinzuzufügen (im RV. vava9us). Der Grund 
warum diese Zusanmienziehung nur bei Wurzeln der erwähnten Gestalt 
vorkommt, wird sich uns weiter unten enthüllen. Als Analoga lassen 
sich noch anführen U9mäsi von voq, und ud6yam von vad im AV. 

§ 146 
Der Wurzelvocal 

Da die Abwerfung des wurzelhaften ä unter der Rubrik „Anfttgung 
der Personalendungen** zur Sprache konmien wird, so sind hier zuerst 

8* 



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116 

die Wui'zeln mit innerem a zu erwähnen^ und zwar zuerst die von der 
Gestalt Con8. + a + Cons. 

Sie haben in der 2*~ Pers. Singular die Wurzelsilbe rein, in der 
V^ und 3**" rein oder yei-stärkt. Diese Verstärkung, die natürlich 
nur in der Verlängerung des a bestehen kann, yertheilt sich im klas- 
sischen Sanskiit so, dass die erste Person langes oder kurzes a haben 
kann, die dritte langes a haben muss. Im BV. dagegen hat die erste 
dm*chweg kurzes a, die dritte durchweg langes a (s. die Belege unter 
den beti*effenden Suffixen). Diese Observation übt auf die Interpretation 
der Stelle 10, 60^ 8 Einfluss, insofern dadhära nicht wie bisher geschah, 
als 1'** sing., sondern als 3** zu fassen ist. Das Subject liegt im Vers 7. 
Auch jagrabha 10, 18, 14 sehe ich mit Grassmann als erste an, gegen 
Roth Z. D. M. G. 8, 470. 

Die Endung der 2^*'Pei'S0n wird stets so angefQgt, dass nicht die 
Folge von zwei kurzen Silben entsteht z. B. jaghäntha. Eine Bildung 
''^aghanitha ist unmöglich, auch eine 2^ mit e (wie tenitha in der spä- 
teren Sprache) kommt nicht vor. 

Ueberhaupt wird die Aufeinanderfolge zweier kurzer Silben mit 
demVocal a nur in der ersten sing. act. geduldet. Von allen Personen 
des activen Duals und Plui*als und des ganzen Mediums macht nur die 
Form jajanus 8, 86, 10 (sonst jajnüs) und die l'*' Med. tatane eine 
Ausnahme. Natürlich gilt diese Regel weder für Verba die mit zwei 
Oonsonanten beginnen, denn weder in tatakshus noch in 9a9ramus fol- 
gen zwei kurze A- Silben aufeinander. 

Und doch waren Bildungen wie jajanus durch die Sprache geboten, 
und sind zweifellos einmal vorhanden gewesen. Die Metrik des Veda 
wird sicher noch mehr Formen, wie dadhaiii-e (so muss 1, 48,3 wegen 
des Versmaasses gelesen werden) nachweisen. Im Laufe der Zeit 
wurden sie den Sprechenden unangenehm, und es ist — man verzeihe 
den Ausdruck — fast amüsant zu sehen, auf wie verschiedene Weise 
man sich zu helfen gewusst hat. Voran stelle ich die Veränderungen 
welche die Reduplicationssilbe erlitt. Diese wurde lang in räiadhus 
väva9Üs väva96 säsahe (sasah6 10, 104, 10 zeigt eine im Medium sonst 
unerhörte Dehnung des Wurzelvocals). Lautete die Reduplicationssilbe 
va, so ward sie zu u zusanmiengezogen und bildet dann mit der 
ebenso behandelten Wurzelsilbe langes u in ücimä ücüs üce üdimä upäthus 
üpishe. Von hier aus enthüllt sich uns auch das Geheimniss, das wir 
oben unangetastet Hessen, waiimi Wurzeln wie vaksh vardh, welche 
auf zwei Gonsonanten endigen, niemals u als Reduplicationssilbe haben. 
Der Grund ist, weil Formen wie vavakshüs unanstössig sind, indem 
nicht zwei kurze A-Silben aufeinander folgen. Die Zusammenziehung 



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117 

ZU n hat also im Dual und Plural begonnen und sich auf den Singular 
ausgedehnt Eine analoge Erscheinung bei ya gewährt Ij6 ljii*e neben 
yej6. Endlich sind noch cak6 und tat6 zu erwähnen. Ich yeimuihe 
dass die Nebenwurzeln ka und ta ftr Jean und tan erst eingetreten 
sind, als man das Hässliche von Formen wie cakane empfand. So 
weit die Schicksale der Beduplicationssilbe. 

Auf das Verhalten der Wurzel nun war sowohl der End- als der 
Anfangsconsonant von Einfluss. 1) Alle Wurzeln auf n und von denen 
auf m die Wurzel gam stossen das a aus z. B. jajnätus tatnishe mam- 
näte yaynä etc., von gam: jagmatus jagmüs jagm^. Wai*um andere 
Wui'zeln auf m wie yam nicht ebenso behandelt werden, werden wir 
sogleich seheni Dazu kommen noch von pat: paptima paptus neben 
petätus. 2) Alle Wurzeln auf ar stossen vor den yocalisch beginnen- 
den Suffixen, also vor athus atus a (2pl.) us, e in der !•*•" und 3*"* athe 
äte ire das a aus, Icar bildet also die Formen cakiäthus cakrätus cakrä 
caki'tis cakr^ cah'äthe cakräte cakrii*^. Dagegen vor den consonantisch 
beginnenden Suffixen, also va, ma, se, vahe, mähe zieht sich ar in 
ri zusammen. Die Formen wüi'den also von Icar lauten : cakpvä ca- 
krimä cakrish6 cakrivähe cakrimähe. Eine nur scheinbare Ausnahme 
bilden titii-us und tistire, welche von den Neben wui'zeln tir und stir 
(z. B. upastire) abzuleiten sind. Sehr auffällig ist die Ausstossung des 
a der Wurzel soc, von welcher die Perfectformen sa9cima sa^cus sa9ce 
8a9cire stammen, die augenscheinlich aus *sasacima etc. entstanden 
sind. Die gleiche Erscheinung zeigt sich bei dem Präsens dieser Wur- 
zel. Bei den übrigen Wurzeln der uns beschäftigenden Gestalt (Cons. 
+ a + Cons.) findet eine eigenthQmliche Zusammenziehung statt mit e 
in der Contractionssilbe. Im ßV. erscheinen folgende Foimen: 9ektli8 
9eka pece bhej^ bhejate bhejir^ yej^ petätus petathus yetir^ sedatus 
sedäthus sedä sedima sedüs sedire tepänä- 9ep4 sepus debhus sebhir6 
lebhire lebhänä- neme yemäthus yematus yemimä yemä yemüs yeme 
yemir6 yemänä-, mithin Wurzeln auf k c j t d p bh m. Es scheint, 
dass alle Consonanten ausser r und n vorkommen können, aber hin- 
sichtlich der Anfangsconsonanten findet eine Beschränkung statt. Es 
sind (mit Ausnahme von bh in bhaj, wovon weiter unten) nur solche 
die sich bei der Eeduplicirung ni**' ^. verändern, also z. B. kein Guttu- 
raler, der durch einen Palatalen eistjit wird. Von gam z.B. kann eine 
Form mit e nicht gebildet werden. Aus diesem Thatbestande folgt 
mit Evidenz, dass der Consonant, der vor dem e steht, also das 9 iii 
9ekus, das d in debhus etc. der Beduplicationssilbe angehört, und nicht 
der Wurzelsilbe. Wenn das letztere der Fall wäre, so hätte eine 
Form *gemus entstehen müssen, wie nemus, da aber der Beduplica- 



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118 

tionsconsonant erhalten ist, so wäre ''^'emus entstanden, und damit die 
Zugehörigkeit zu der Wurzel gam verwischt. Somit bleibt nur eine 
Erklärung dieser Formen fibrig: aus '^^apatns ward paptus, was erhal- 
ten ist, und dai*aus petus, vielleicht mit der Mittelform '*'pattus. IJebri- 
gens bedarf es nicht der Bemerkung, dass nicht an jeder Wurzel dieser 
Process sich selbständig vollzogen hat, sondern nachdem der Typus ein- 
mal vorhanden war, fand er Nachahmung, aber die Qrenze ward nie so 
weit überschritten , dass eine Wurzel mit begionender Gutturalis ergrif- 
fen worden wäre. Dagegen findet sich im Yeda bhejire aus '*'babhajire 
(nicht *bhabhtyire), undPANiNi führt eine Anzahl von Verbis an, welche 
mit zwei Consonanten beginnen und doch die Zusammenziehung zeigen. 
So viel ich sehe, finden sich von diesen in der Literatur folgende belegt: 
tresus im Mhbh. und bhremus in XathSsaiitsägara. Auch von raj 
giebt es rejus im Mhbh. Endlich von tar terus im Bämäyana, auch 
jerus soll nach Panini vorkommen. Die beiden letzten Formen sind 
ebenso wenig besonders aujEfallend wie das epische menire von man. 
Der Grund, warum Wui-zeln auf an und ar den Vocal ausstossen, kann 
doch nur darin liegen, dass die Silbe ar sich leicht zu ri vocaUsirt 
und n sich bequem mit einem anderen Consonanten zu einer Gruppe 
verbindet Leichtigkeit und Bequemlichkeit sind nicht Bücksichten, 
denen die Sprache absolut zu folgen hätte. Dagegen solche Formen 
wie bhejus und gar bhremus sind schwieriger zu verstehen. Man kann 
die ErUärung von zwei Seiten aus versuchen. Wenn man nur das 
Sanskrit berücksichtigt, so wird man meinen, an ihnen die Ausdehnung 
eines Verfahrens zu erblicken, das strenggenommen auf sie nicht passt, 
man wird also annehmen, dass bhremus solchen Formen wie sedus 
nachgebildet sei Mit Bücksicht auf die verwandten Sprachen ist auch 
eine andere Annahme möglich. Wir haben nämlich dieselbe Erschei- 
nung im Lateinischen, Keltischen, Gotischen. Ueberall stösst die Er- 
klärung aus den Lautgesetzen der Einzelsprachen heraus auf die grössten 
Schwierigkeiten. Man wird derselben entledigt, wenn man annimmt, 
dass die Anfänge der Erscheinung in die Zeit der Spracheinheit zurück- 
reichen. Danach wäre also anzunehmen, dass bhremus etc. nach einem 
uralten Typus gebildet sind, der aus der Zeit stammt, wo der redupli- 
cirte Stamm noch hhrdbhram lautete. Dass diese Formen sich nicht 
im Yeda, sondern im Epos finden, ist kein entscheidender Grund gegen 
ihre Alterthümlichkeit Welche von diesen AujEfassungen die richtige 
sei, wird sich vielleicht ei*st aus einer Gesammtbeti*achtung des indo- 
germanischen Yocalismus ergeben. 

Bei den I- und U- Wurzeln wird die Scheidung in starke und 
schwache Formen in der Begel streng innegehalten, der Art, dass die 



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iia 

drei ersten Personen des Activums stark, die übrigen schwach sind, 
doch findet sich yuyopimä 7, 89, 5 und vivefus 4, 23, 9. 

§147 
Anfügung der Porsonalendungen. 

Bekanntlich zeigt sich häufig zwischen dem Stamm und den Endun- 
gen des reduplicirten Perfects der Bindevocal i, doch ist er nicht noth- 
wendig, sondern kann auch fehlen. Die Begeln über den Eintritt des 
i, welche die indischen Grammatiker aus der klassischen Sprache gezo- 
gen haben, gleichen, wie man sich aus der Zusammenstellung bei Max 
MuELLER § 334 überzeugen kann^ eher einem Chaos als einem Kosmos. 
Die im Yeda vorliegenden Erscheinungen dagegen fallen alle imter fol- 
gendes einfache Gesetz: Wenn die Stammsilbe kurz ist, so tritt die 
Endung unvermittelt an, wenn die Stammsilbe lang ist, ti'itt ein ver- 
bindendes i zwischen sie und die Endung. 

Das ist nun im Einzelnen zu erweisen. Es kommen überhaupt in 
Beti'acht die Endungen ma tha se re. Für die erste Dualis giebt es 
im Bigveda keine Belege, und vor mähe zeigt sich nie ein i. 

Ich behandle zuerst die Wurzeln auf Consonanten. Als Belege 
fdr die Bichtigkeit der eben allgemein ausgesprochenen Behauptung 
mögen dienen vavanmä rarabbmä anafmä vivishmä jaghäntha cakärtha 
vivyäktha lirikshö vivitsö jabhpshe dadpkshe (die Silbe ist kurz, weil 
ar zu ri geworden ist) väva9r6 tatasr6 pipi9r6 u. s. w. Im übrigen ver- 
weise ich auf die Paragraphen, in denen die Belege für die betreffenden 
Suffixe aufgeföhrt sind. Besondere interessant ist vavakshö von vclc, 
während ein i eingeschoben wird, sobald die Wurzelsilbe durch Zusam- 
menziehung mit der Beduplicationssilbe lang geworden ist in ücish^ 
von derselben Wurzel. Ein besonderes Schicksal hatten die Wurzeln 
auf ar. Sie richten sich in den meisten Formen durchaus nach der 
allgemeinen Regel: cakärtha vavärtha cahimä cakrish^ u. s. w., nur in 
der dritten Pluralis Medii entstand eine Schwierigkeit Die gewöhnliche 
Foim cakrire ist aus cakaiire entstanden. Das beweist dadharire wie 
1, 48, 3, nach Ausweis des Metrums zu lesen ist (ebenso vielleicht noch 
an anderen Stellen). Die Einschiebung des i war hier aus lautlichen 
Gründen noth wendig, denn *cakar-re wäre unsprechbar. Also hat in 
diesem Falle die Abweichung von der allgemeinen Kegel ihren bestinmi- 
ten Grund. 

Eine Ausnahme, deren Grund kein lautlicher sein kann, ist dage- 
gen die Form vättha; es ist wohl zu beachten, dass v6da auch durch 
den Mangel der Beduplication aus der Analogie der Perfecta heraus- 
tritt. 



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120 

Was nun zweitens die Wurzeln auf Vocale betriflft, so sind die 
i- und u -Wurzeln von den a -Wurzeln zu sondern. Bei den i- und 
u- Wurzeln tritt die Endung rein an, z. B. sushumä cicyush^ dld^tha 
juhur6 juhUrö. Nur von hhü findet sich neben dem häufigeren babhütha 
auch das seltenere babhüvitha. Wir haben aber mehrfach gesehen, 
dass diese Wurzel eine — unerklärte — Vorliebe fttr die seltene 
Gruppe üv hat (in babhÄva äbhüvan). Die ä- Wurzeln endlich haben 
in der einzigen Person, die zu den starken Formen gehört, in der 2^" 
sing. act. immer ä z. B. dadhätha papätha u. s. w. In den sämmtlichen 
schwachen Formen aber haben sie i z. B. dadhimä rarimä etc. Nur 
eine einzige Ausnahme , die überdiess auf einen Hymnus beschränkt ist, 
existirt in dadhrö von dha (vgl. § 120). Das i nun bei den Wurzeln 
auf ä hat einen anderen Werth als bei allen anderen, es hat ja den 
verlorenen Wurzelvocal zu ersetzen, oder ist vielleicht — worüber sich 
nichts Gewisses sagen lässt — aus ihm entstanden. 

Dass nun die Erscheinungen, die wir hier besprochen haben, ihren 
Grund in dem Streben nach Wohlklange nach demselben iambischen 
Tonfall haben, den wir z. B. in aplpatat beobachtet haben, bedaif 
kaum einer Bemerkung. 

§148 
Abfall der Beduplication. 

Da CoRSSEN in seiner letzten AusfUu'ung über das lateinische Per- 
fectum sich mit grosser Entschiedenheit auf Benfey beruft, der angeb- 
lich nachgewiesen haben soll, dass im ältesten Sanskrit die Beduplica- 
tion gar nicht ein nothwendiger Bestandtheil des Perfectstanunes sei, 
und da es mir daran liegt , dass eine so giiindfalsche Ansicht nicht auf 
Corssen's Autorität hin weiter verbreitet werde, so sehe ich mich 
gezwungen, hier ausnahmsweise gegen Benfey's sehr verdienstliches, 
vor nunmehr 21 Jahren erschienenes Buch direct zu polemisiren. Ben- 
fey Vollstr. Gr. sagt in einer Bemerkung zu § 161: „In den Veden 
findet die Beduplication überhaupt häufig nicht statt" und föhrt S. 373 
Anm. 9 folgende Formen als Belege für diese Behauptung an : kpshe 
kramus cetatus takshatus duhus duhre dhire nindima pinvire mandus 
yuje ranä vide skambhus huve. Von diesen Beispielen sind eine Reihe 
zu streichen, nämlich: krishe yuje vide huve sind als Praesentia zu 
fassen, wie man sich § 57 und 14 überzeugen kann, die Formen duhus 
mandus können ebenso gut als Aoriste betrachtet werden, bei kramus 
ist diese Auffassung die natürliche, da äkramus daneben steht pinvii*e 
und duhre sind Praesentia wie sunvire von su etc. i*äna l^igveda 
9, 7, 7 ist schwerlich richtig überliefert. Bollenben Z. D. M. G. 22, 



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121 

574 schreibt raijio, was ich aber nicht verstehe, sä. geht auf den Soma- 
trank vgl. 8, 2. 

Die übrigen von Bekfey angefQhrten bleiben bestehen, und es 
kommen noch einige wenige hinzu. Demgemäss steht es mit dem Abfall 
der Beduplication im BV. so: 

Das einzige Perfectum, welches durchweg der Beduplication entbehrt, 
ist das bekannte v6da. Ein Perfectum viveda zu Ivid existirt nicht. 
Das viveda, welches Benfeht Glossar zum Sämaveda unter Ivid anfahrt, 
gehört zu 2vid und bedeutet „er hat ausfindig gemacht". Ausser die- 
sem sind sicher perfectisch folgende vereinzelte Formen: takshathus 
skambhathus yamätus, dazu höchst wahrscheinlich skambhus und 
dabhüs. Nicht ganz sicher sind femer dhishe dhire, obwohl es mir 
natürlicher scheint sie zum Perfectum als zum Präsens zu ziehen, 
nindima scheint mir sicher Peifectum. Dazu kommt noch aus dem 
S. Y. cetatus, und endlich die Participia ä^Yia und sahvän. Auch in 
der späteren Sprache ist der Abfall der Beduplication keineswegs häu- 
figer. Ich weiss nur ä9aÄsus und samä9ansü'e von gans aus dem Mhbh. 
beizubringen. 

Alle die angefahrten Formen sind vereinzelt und mit Ausnahme 
von dhishe dem Dual oder Plural angehörig, zum sicheren Beweise, dass 
wir hier nachträglichen Abfall der Beduplication in ganz sporadischem 
Maasse vor uns haben. Nur veda hat nie die Beduplication. Es bleibt 
nach wie vor räthselhaft. 

Anmerkang. Es sei mir gestattet, auch die andere von Bbnfet in dersel- 
ben Anmerlning erwähnte Unregelmässigkeit za besprechen. „Yedisch statt der 
Beduplication der Wurzel die des Praefixes in niniyoga ebenso episch vivyßs von 
vi-as". Unter niniyoga ist offenbar niniyoja Altar. Br. 1, 16 gemeint von ni-ynj, 
was alle Handschriften zn gewähren scheinen. Es fragt sich desshalb, ob es gerathen 
ist, mit V^BBKB niynyoja zu schreiben (Wbbbb Ind. Stud. 9, 315). vivyftsa ist 
Perfectum von vi-as. An den SteUen, die BB dafiür anftOiren, wird ein V^ortspiel 
mit dem Stamm YySsa gemacht, und darin lag eine Veranlassung^ vycts als ein 
geschlossenes Ganzes zu betrachten. 

§149 
Angmenttempus vom Perfectstamme. 

Die indischen Grammatiker haben ein Augmenttempus vom Per- 
fectstamme in ihrer Sprache nicht anerkannt Offenbar kamen sie nicht 
auf diesen Gedanken, weil ihnen derjenige syntaktische Gebrauch des 
Perfectums vorschwebte, den die klassische Sprache allein kennt, der 
eines erzählenden Tempus. Ein Augmenttempus von diesem hätte nur 
denselben Sinn haben können, wie das lateinische Plusquamperfectum, 
den Sinn der Vorvergangenheit Einen solchen Sinn hat aber keine 



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120 

Was nun zweitens die Wurzeln auf Yocale' betrifft, so sind die 
i- und u -Wurzeln von den a- Wurzeln zu sondern. Bei den i- und 
u- Wurzeln tritt die Endung rein an, z. B. sushumä cicyushö dldötha 
juhur^ juhUr^. Nur von hhü findet sich neben dem häufigeren babhAtha 
auch das seltenere babhüvitha. Wir haben aber mehrfach gesehen, 
dass diese Wurzel eine — unerklärte — Vorliebe fBr die seltene 
Gruppe Qy bat (in babhtiya äbhovan). Die ä- Wurzeln endlich haben 
in der einzigen Person , die zu den starken Formen gehört , in der 2*** 
sing. act. immer ä z. B. dadhätha papätha u. s. w. In den sämmtlichen 
schwachen Formen aber haben sie i z. B. dadhimä rarimä etc. Nur 
eine einzige Ausnahme, die überdiess auf einen Hymnus beschränkt ist, 
eiistirt in dadhr6 von dha (vgl. § 120). Das i nun bei den Wurzeln 
auf a hat einen anderen Werth als bei allen anderen, es hat ja den 
verlorenen Wurzelvocal zu ersetzen, oder ist vielleicht — worüber sich 
nichts Gewisses sagen lässt — aus ihm entstanden. 

Dass nun die Ei-scheinungen, die wir hier besprochen haben, ihren 
Grund in dem Streben nach Wohlklange nach demselben iambischen 
Tonfall haben, den wir z. B. in aplpatat beobachtet haben, bedaif 
kaum einer Bemerkung. 

§148 
Abfall der Reduplication. 

Da GoRSSEN in seiner letzten Ausftihi'nng über das lateinische Per- 
fectum sich mit grosser Entschiedenheit auf Benfey beruft, der angeb- 
lich nachgewiesen haben soll, dass im ältesten Sanskrit die BedupUca- 
tion gar nicht ein nothwendiger Bestandtheil des Perfectstanmies sei, 
und da es mir daran liegt , dass eine so gi-undfalsche Ansicht nicht auf 
Corssen's Autorität hin weiter verbreitet werde, so sehe ich mich 
gezwimgen, hier ausnahmsweise gegen Benfey's sehr verdienstliches, 
vor nunmehr 21 Jahren erschienenes Buch direct zu polemisiren. Ben- 
fey VoUstr. Gr. sagt in einer Bemerkung zu § 161: „In den Veden 
findet die Beduplication überhaupt häufig nicht statt" und fuhrt S. 373 
Anm. 9 folgende Formen als Belege für diese Behauptung an : kiishe 
kramus cetatus takshatus duhus duhre dhire nindima pinvire mandus 
yuje ranä vide skambhus huve. Von diesen Beispielen sind eine Beihe 
zu streichen, nämlich: k^she yige vide huve sind als Praesentia zu 
fassen, wie man sich § 57 und 14 überzeugen kann, die Foimen duhus 
mandus können ebenso gut als Aoriste betrachtet werden, bei kramus 
ist diese Auffassung die natürliche, da äkramus daneben steht, pinvire 
und duhre sind Praesentia wie sunvire von su etc. ränä Bigveda 
9, 7, 7 ist schwerlich richtig überliefert. Bollensen Z. D. M. G. 22, 



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121 

574 sclu'eibt raijio, was ich aber nicht verstehe, sä geht auf den Soma- 
trank vgl. 8, 2. 

Die übrigen von Benpey angeführten bleiben bestehen, und es 
kommen noch einige wenige hinzo. Demgemäss steht es mit dem Abfall 
der Beduplication im EV. so: 

Das einzige Perfectom, welches durchweg der Beduplication entbehi-t^ 
ist das bekannte v6da. Ein Perfectum viveda zu Ivid existirt nicht. 
Das viveda, welches Benfey Glossar zum Sämaveda unter Ivid anführt, 
gehört zu 2vid und bedeutet „er hat ausfindig gemacht". Ausser die- 
sem sind sicher perfectisch folgende vereinzelte Formen: takshathus 
skambhathus jamätus, dazu höchst wahrscheinlich skambhus und 
dabhüs. Nicht ganz sicher sind femer dhishe dhire, obwohl es mir 
natürlicher scheint sie zum Perfectum als zum Präsens zu ziehen, 
nindima scheint mir sicher Peifectum. Dazu kommt noch aus dem 
S. V. cetatus, und endlich die Participia dä9vän und sahvän. Auch in 
der späteren Sprache ist der Abfall der Beduplication keineswegs häu- 
figer. Ich weiss nur S9aüsus und samS9ansii'e von gans aus dem Mhbh. 
beizubringen. 

Alle die angeführten Formen sind vereinzelt und mit Ausnahme 
von dhishe dem Dual oder Plural angehörig, zum sicheren Beweise, dass 
wir hier nachträglichen Abfall der Beduplication in ganz sporadischem 
Maasse vor uns haben. Nur veda hat nie die Beduplication. Es bleibt 
nach wie vor i-äthselhafk. 

Anmerknng. Es sei mir gestattet, auch die andere von Bbnfbt in dersel- 
ben Anmerlning erwähnte Unregelmässigkeit za besprechen. „Yedisch statt der 
RednpUcation der Wurzel die des Praefixes in niniyoga ebenso episch vivySs von 
vi-as*\ Unter niniyoga ist offenbar niniyoja Aitar. Br, 7, 16 gemeint von ni-ynj, 
was alle Handschriften zn gewähren scheinen. Es fragt sich desshalb, ob es gerathen 
ist, mit Wbbeb ni3myoja zu schreiben (Weber Ind. Stnd. 9^ 315). vivyftsa ist 
Perfectum von vi-as. An den SteUen, die BB dafür anführen, wird ein Wortspiel 
mit dem Stamm YySsa gemacht, und darin lag eine Veranlassung, vyas als ein 
geschlossenes Ganzes zu betrachten. 

§149 
Augmenttempus vom Perfectstamme. 

Die indischen Grammatiker haben ein Augmenttempus vom Per- 
fectstamme in ihrer Sprache nicht anerkannt Offenbai* kamen sie nicht 
auf diesen Gedanken , weil ihnen derjenige syntaktische Gebrauch des 
Perfectums vorschwebte, den die klassische Sprache allein kennt, der 
eines erzählenden Tempus. Ein Augmenttempus von diesem hätte nur 
denselben Sinn haben können, wie das lateinische Plnsquamperfectum, 
den Sinn der Vorvergangenheit Einen solchen Sinn hat aber keine 



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122 

Yerbalform des indischen, vielmehr genügten den Indem die Tempora 
der Vergangenheit Seit wir aber den Yeda kennen, wissen wir, dass 
im ältesten Sanskrit noch sehr deutliche Spuren von dem Sprachzu- 
stande vorhanden sind, in welchem das Perfectum ein tempus praesens 
war. Ein Augmenttempus von diesem ist nicht auffallender als em 
gleiches von dem reduplicirten Präsens, und in der That sind auch 
die Formen, welche ich im folgenden anführen werde, dem Sinne nach 
von ihm nicht verschieden. Das indische Plusquamperfectum — diese 
Bezeichnung wird schwerlich zu umgehen sein — ist also nicht mit 
dem lateinischen, sondern mit dem griechischen dem Sinne nach zu 
vergleichen. 

Diese natürliche Bedeutung verkennt Benpey, R- Suffixe 67, der 
mir in der Aufstellung der plusquamperfectischen Form vorangegan- 
gen ist 

Mit voller Sicherheit sind zwei Formen aus der nichtvedischen Sprache 
als Plusquamperfectum zu betrachten, nämlich Snarshat und änarchat 
(Benfby 68), denn diese oben S. 113f. besprochene Form der Bedupli- 
cation kommt ja nur im Perfectum vor. Auch eine Reihe von vedi- 
schen Formen fuhrt B. an, die er dem neu aufgestellten Tempus 
zuweisen möchte. Von ihnen ist namentlich äpeciran im AY. sehr 
ansprechend, denn es scheint gezwungen, apeciran von pecire zu tren- 
nen. (Die Berufung auf den Aorist ane^am, in welchem dieselbe Form 
der Zusammenziehung vorliege, ist ungültig, wenn man wie ich es 
thue auch ane9am als Plusquamperfectum ansieht, vgl. §143.) Mit völ- 
liger Sicherheit femer scheint mir eine Form hierher gerechnet werden 
zu dürfen, welche B. nicht anführt, das ist ajabhartana 10, 72, 7. 
Kein Tempus von hhar kennt die Reduplication durch j ausser dem 
Perfectum in der alten Sprache, es wäre eigensinnige ajabhartana von 
jabhära trennen zu wollen. Wenn nun aber einmal das Vorm-theil 
gegen das Plusquamperfectum überwunden ist, so erheben sich man- 
cherlei Ansprüche. Von caJcsh lautet das Perfectum cacäksha, ausser- 
dem existirt ein Augmenttempus acacaksham. Es wäre unnatürlich zu 
sagen, acacaksham sei ein Aorist, der freilich weder in der Form noch 
in der Bedeutung sich nur im geringsten von einem Augmenttempus 
des Perfectums unterscheidet Ich sehe auch zu meiner Freude, dass 
Qrassmann acacaksham als Plusquamperfectum bezeichnet hat Warum 
er andei*8wo anders verfährt, z. B. atitvishanta von dem Peifectum 
titvishe trennt und als Aorist bezeichnet ist, ist mir nicht klar. Von 
Ivar giebt es eine Form avävailt er hielt gefEuigen. BR. betrachten 
sie als Aorist vom Causativum, .obgleich dieser doch avivarat lauten 
müsste. Da die Bedeutung keine causative ist, liegt keine Yeranlas- 



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123 

sang vor, die Form mit dem Causativam in irgend eine Beziehung zu 
setzen. Ich betrachte sie als Plnsquamperfectam zn vav&ra. Das l 
wird uns sogleich noch begegnen, die Verlängerung des a hat nichts 
Auffallendes. In ähnlicher Weise müssen noch mehrere Formen von 
A- Wurzeln für das Plusquamperfectum reclamirt werden, namentlich 
wie schon B. bemerkt hat, die auf iran wie ajagmiran. Obgleich ich 
die Untersuchung nicht für geschlossen ansehen darf, da meine Thei- 
lung der reduplicirten Formen nicht rein aufgeht^ sondern einen Best 
zurücklässt, glaube ich doch den Zweifel aussprechen zu dürfen, ob 
ein Aorist, dessen Stamm sich weder in der Beduplicaüonssilbe noch 
in der Stanmisilbe vom Perfectstanmi unterscheidet, überhaupt ange- 
nommen werden darf. Ich würde auch in der klassischen Sprache 
ararakshat acaskandat u. ähnl. nicht als Aoriste, sondern als Plusquam- 
perfecte bezeichnen. Denn welchen Nutzen soll eine Trennung bringen, 
für die weder die Form noch die Bedeutung irgend einen Anhalt gewäh- 
ren? Interessant sind noch die syncopii-ten Formen wie apaptat, die 
wegen der Gleichung avocam = ihmov nicht vom Aorist zu trennen 
sind. Sie sind ja auch äusserlich vom Perfectum differenziirt worden. 

Nicht so einfach liegt die Sache bei den i- und u- Wurzeln, weil 
bei ihnen das Präsens denselben Reduplicationsvocal hat, ^vie das Per- 
fectum. Benfey betrachtet ädudrot von driA laufen als Plusquamper- 
fectum. Demgemäss sollte wohl auch tütot zu dem Perfectum totäva 
gestellt werden müssen. Aber von tütot kann didet nicht geti-ennt 
werden. Von didet nun zu %d% kann niemand sagen , ob es zum Prä- 
sens oder Perfectstamm zu rechnen sei, denn es existirt sowohl das 
part. praes. dfdyat- als das perf. dldäya. Um dieser Unsicherheit willen 
habe ich einstweilen, bis weitere Untersuchung grössere Klarheit schaf- 
fen wird, die Formen wie ädudrot etc. unter die unbestimmbaren ver- 
wiesen. Dagegen nehme ich mit B. an, dass arireclt avive9ls aviveshis 
abubhojis als Plusquamperfecta zu beti-achten seien. 

Endlich dürfte auch afyes 5, 2, 8 mit Benfey hierher zu ziehen 
sein, während Both und Gbabsmann es als Aoriste von %dh ansehen, 
doch ist die Entscheidung nicht sicher zu treffen. 

Man vergleiche zu diesem § die Aufzählung der Formen. 

§150 
Aufzählung der Perfeetformen von A -Wurzeln. 

Wurzeln auf 5: 
l^ya schauen, scheinen: cakhyatus. i/ra schützen: tatre 3s. Ida 
geben: dadätha dadau dadäthus dadatus dadälvgL dadüs (S. 101) da- 
drire dadvän dadüshas etc. dra laufen: dadrus dadränä-. Idha setzen: 



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124 

dadhitha dadhau dadhathus dadhimä dadhä (dadhüs s. § 92) dadhish^ 
dadbidhyö dadhre dadhir^ dhishe dhire (vgl S. 121). Ipa tiinken: pa- 
p&tha papaü papäthos papns pape papire papijSt papiv&n papüshas etc. 
papanä-. pra f&llen: paprätha papri 38. papraü pappväQ paprüshL 
3ma messen: mamätus mamos mame Is mam^! 3s. mamäte mamirö. 
yä gehen: yayätha yayaü yayathus yayä yayüs yayivän. ra schenken: 
rarimä rarishe ärarivän ärarushas. va weben: üvus. Ivya sich bergen: 
vivyathns vivy^ vivyanä-. stha stehen: tasthad tasthäthos tasthätns 
tasthima tasthüs tasthe Is. und 3s. tasthire tasthivän tasthüshas etc. 
tasthajiä-. Iha: jahä 8,45,37 wenn es überhaupt eine Yerbälform ist, 
jahatus (jahüs vielleicht Imperfectum). 

Möglicherweise gehört hierher cakhvänsam 2, 14, 4 wenn es part. 
perf. zu Tcha = Tchan ist. Auch sind noch cake und täte zu erwähnen 
von den Wurzelformen han und tan (s. S. 117). 

Wurzeln auf einen Consonanten: 

Qak vermögen: 9ekus (eka. pac kochen: pece apeciian A. Y. vac 
sprechen: uväca vavsca Ocimä Qcüs vavakshö Qcishe üce. lihaj austhei- 
len: babhäja bhej6 bhejäte bhejirö bhejänä-. yaj opfern: Ij6 yej6 ljii*6 
ijand-. svaj umfassen: sasvaje sasvajate asasvajat. vraj schreiten: 
vavrsja. pai fallen: petätus petathus paptima paptus paptivän. yat 
aneinanderfagen: yetii-e. piath ausbreiten: päprathe paprath^ papra- 
tbanä- und vielleicht auch papräthas papi*ithat papräthan paprathanta 
(vergleiche S. 111 unten), grath sich lockern: 9a9rathe. Tcshad vor- 
schneiden: cakshad^ cakshadsnä-. päd zu Fall konmien: papäda. mad 
sich erfreuen: mamäda. rad ritzen: raräda. vad sprechen: üdimä. qad 
sich auszeichnen: 9a9adüs 9S9admahe 9a9adr^ 9ä9adana-. sad sich setzen: 
sasättha sas^da sedäthus sedä sedima sedüs sedire sedüshas. radh in 
die Gewalt kommen: räradhus. an athmen: Sna 3s. {kan gern haben: 
cake Is. cak6 3s.). jan erzeugen: jaj&na jajnätus jajnüs und jajanus 
jajnishö jajn6 jajnirö jajnivän jejnänä-. tan dehnen: tatäntha tat&ia und 
tatana tatanas tatanat tatänftma tatänan tatanyus (gewöhnlich als Aorist 
betrachtet) tatane tatnishe tatne täte tatnire tatananta tatanvän. pan 
bewundem: papana Is. papr6 3s. man meinen: mamanyat mamnäthe 
manmSte. ran: rärana oder rar® (doch vgl. Index) Is. van gern haben: 
vavantha (vav*^) vävSna (va°) vavanmä vavn6 3s. vavanvän. san ei-wer- 
ben: sasäna sasavän. han schlagen: jaghäntha jagh^na jaghnäthus 
jaghänat (conj.) jaghanv^ jagbnüshas. tap warm sein : tatäpa Is. tatapa 
3s. tepftnä-. vap aussti-euen: Qpäthus Qpishe üpe. (op fluchen: 9ep6 
Is. sap folgen: sepus. svap schlafen: sushupus sushupvän sushu- 
panä-. grahh ergreifen: jagräbha Is. jagribhdthus jagpbhmä jagpbhüs 



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125 

jagnbhr6 jagribhrir^ jag^ibLyät ^agrabhlt dabh: dadäbba debhns 
dadabhanta. rabh packen:' rarabhmä rSrabhe 3s. rebhir^. läbh fassen: 
lebhiie lebhanä-. stabh befestigen: tastabhüs tastabbvän. kam lieben: 
cakamänä- cakame (^at Br. harn schreiten: cahäma cakramus ca- 
kram^ cakramatbe caki*amanta cakramä^i-. ksham ei-tragen: caksba- 
mlthäs. gam gehen: jagama jagäntha jagima jagmatus jagmüs jagm6 
jagmii-e £gagmii*an jaganvän jagmtishas jagmani-. nam beugen: nan&ma 
neme. yam halten: yayantha yayäma yemathns yematus (6,67, 1 yamä- 
tus) yemiinä yemä yemüs yeme yemäte yemir6 yemänä,-. gram müde 
werden: 9a9ramus 9a9famänä-. 

Ueber die Lautveränderungen, welche bei den Wui*zeln auf ar 
stattfinden, ist S. 117 gesprochen. Es sind folgende Formen belegt: 

ar erheben: riritha Sra äi'athus arimä arus. kar machen: cakai*a 
cakärtha cakära cakräthus cakratus cak^mä caki*d cakrüs wohl auch 
acakrat und cakaram, cakre cakrish^ cakr^ cakiäthe cakrate cakrir^ 
acakiiran cakrivän caki'üsham cakrEnä-. 2gar verschlingen: jagära 3s. 
tar öberschreiten: tatära titirus tatui'üshas g. s. titirvan titirvas v. s. 
tsar schleichen: tatsSra. dar spalten: d&ddrtha dadära. dJiar festhalten: 
dadhära 3s. dadbr^ dadhiire. Ipar f&llen: paprathus paprdtus paprus 
papyiväu papyishe 10, 73, 8 (?). hhar: jabhartha jabhära jabhrus jabhyishe 
jabhie jabhrirö jabhdrat (conj.) ajabhai-tana (plusq.) babhi'e 3s. babhi-ä- 
nä-. mar sterben: mamära mamrus mamylvän mamiüshls. Ivar ver- 
hüllen: vavärtha vaväaa vavrus vavr6 3s. avävarlt vavrivan vavavrdshas 
2var wählen: vavj-ishö vavrimähe. sar eilen: sasära (sfsratus Val. 11, 2, 
scheint verdorben), sasrüs sasr6 3s. sasräthe sasrivän sasinishls sasi*änä-. 
Star ausbreiten: tistire 3s. tistii'aijä-. 

av Freude haben: ävitha äva äväthus iXvatus. lag erreichen: a9a 
ä9atus ä9us a^athe i9äte (vgl. ang). 2ag essen: a9a. iwof verloren 
gehen: nanä9a. vag wollen: vava9Üs vavage väva9äuä-. sjpag: paspa9e 
paspa9änä-. 

las sein: äsa äsitha äsa asathus asatus asüs. 2a8 werfen: äsa äse 
3s. gras verschlingen: jagrasita jagrasänä-. ghas essen: jaghäsa 3s. 
jakshiyat. (2a^ Mangel leiden: dadasvän. Zvas hell werden: uväsa Qshä 
üshüs Qshivdn -. 3vas anziehen: vavasanä. 7vas losstürmen auf: väva- 
sanä - auch väyase 8, 4, 8 nach BB. 

Iah: anaha 2pl. 2ah sagen: tiia ahüs. grah ergreifen: = grahh 
jagräha jagrihe. vah fahren : uvaha ühüs ühäthus Qhätus Qhishe ühir^ 
10, 15, 8. sah bewältigen: sasäha sasähe 8^85,15 sasähas sasähat (conj.) 
sasahyima sasahyat (sasah^ 10, 104, 10) sasahvän sasahanä sehanä-. 

Wie I- Wurzeln sind behandelt vyae in sich fassen: vivy&ksha 
vivyäca tyaj verlassen: tityäja (vgl. myaksh). 



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126 

Wurzeln auf zwei Gonsonanten : 

a) Auf ksh: 

cdksh sehen: cacaksha acacaksham. taksh bearbeiten: tatäksha 
tataksh&tus tatakshüs tatakshe- tatakshir^ naksh erreichen: nanakshüs 
nanaksh^. raksh retten: raraksha. vaksh wachsen: yayäkshitha Yavaksha 
Yavakshatus Tayakshüs vavakshe vavakshire. 

Wie eine I- Wurzel ist reduplicirt myaksh haften an: mimyaksha 
mimikshätus mimikshüs mimikshire mimikshvä 1, 48, 16. 

b) Der vorletzte ein NasaL 

vaüc wanken: Yayaki*e. afij schmieren: anaja 2^ pL anajyat Snaje 
anajre anajSnä-. bhafij brechen: babhanja. Jcrand hiüllen: cakrad^.. cJuind 
scheinen: cachanda cachadyat manef freuen: mamanda mamandüshi. vand 
begrüssen: yayanda yavandima yayande yayandir^. skand steigen: 
caskanda. skambh stützen: cfisk^bha. stambh befestigen: tastämbha 
und der conj. tastämbhat dJumv rinnen: dadhany^ dadhanyir^ dadhan- 
jisL ang erreichen: änanfa an&9a ana9ma SnaQä Snafüs anafySm Sna96. 
dang beissen: dada9yän. tans zeiTen: tatasr^. dhvans zerfallen: 
dadhyase. 

c) Der vorletzte ein r. 

larc strahlen: afi^cus. 3arc feststellen: 3npce. marj wischen: 
nüün^jus mSmpj6 mampjita. varj wenden, drehen: yayrijus yayiijyüs 
y&y^je yayaijüshlnSm. sa/rj loslassen: sasarja sasiijyat sasrije saspj- 
mähe sasrijrire asaspgram saspjSna-. hart schneiden: cakartitha cakarta. 
vart wenden: yayarta yayärta yäyyitus yRyritö ayavritran, ygl. Index, tard 
spalten: tatarditha tatarda tatridsnä-. mard zerdrücken: mam^idyus. 
ardh gedeihen: Snpdhe. gardh streben: jagridhüs. vardh wachsen: 
yayärdha yayridhatus yavridhüs ySvpdh^ yäyiidhÄte (du.) vävpdhati 
yayridhate yay|idhanta ySyridhithas ySyridhasya ySy^idhyän yäy^idhanä- 
yaypdhädhyai. spardh kämpfen: paspiidhllte paspridhr^ apaspridhetam 
paspridhanä-. twrp erfreuen: tetiips^-. darg schauen: dadärfa da- 
dfi^h^ dädri9e dädri9re dadri9yän dadri9Üshl dadp9anä-. marg berüh- 
ren: mamri9us. tarsh dursten: tätrishüs tatpshäi^ui-. dharsh wagen: 
dadhärsha und wohl dadharshit 4, 4, 3 dadharshat dadharshati. varsh 
regnen: y&ypshasya yayrish&9ä-. 2barh kräftigen: babrihänä-. vaih 
ausreissen: yavarha. 

d) rapg hinausreichen: rarap9e 6, 18, 12 doch ygl. BR. s. y. Die 
Form pappksh^ 4, 43, 7 scheint 3s. von praJcshj Nebenform zu prach^ 
zu sein, wozu auch pappksh^nya. Doch ist diese Auffassung nicht 
sicher (ygL Benfet Or. u. Occ. 8, 256). 



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127 

Wurzeln mit innerem a. 

hhad beissen: cakhäda. ladh stossen: babadh^. radh gerathen: 
raradha. ap erreichen: äpa da. apatos aptis. dag verehren: dadä9a ds. 
dada9imä dad&9Ü9 dada^as däda9ati däda9ai vag brüllen, yaya9re 
vaya9ire yaya9Snä- äySvafanta ySyafanta. gas strafen: 9a9asä 2pL 
9a9a8U8. Idhav: adadhavat 9, 87, 7. 

§151 

lieber die Perfecta der i- und u- Wurzeln ist weniger zu bemer- 
ken. Die offenen Wurzeln haben, wie man sich gewöhnlich äusserlich 
ausdrückt, in der 3*~ sing. Vriddhi, in der l'*^ öuna oder Vriddhi. 
In Wahrheit haben sie Guna, so dass bei den i- Wurzeln e (äi), bei 
denn -Wurzeln o (äu) entsteht, z.B. yon hM bibhaya, von gru 9U9raya, 
von mi mimaya. Diese Formen werden nun um ihrer äusseren Aehn- 
lichkeit mit Perfectis von a- Wurzeln willen (z.B. cakara) wie diese 
behandelt d. h. in der ersten Person haben sie kurzes, in der dritten 
langes a. 

Dass auch bei den mit Yocalen beginnenden Wurzeln eine wirk- 
liche Reduplication stattfindet, beweist sehr deutlich das Perf. von {. 
Es lautet iySya 3s. (aus i-ai-a), im Dual lyathus (aus i-i-aihus Tathus). 
Sehr seltsam ist die 2^ Singul. iyatha, wie es einmal statt iy^tha 
heisst. 

Ans dem Gebiet der u- Wurzeln sind zivei lange bekannte aber 
noch nicht hinreichend erklärte Anomala zu notiren: babhUva und 
sasüva yon sü gebären, welches später (z. B. im Epos) sushäva heisst, 
während das vedische sushäva Perf. von su auspressen, isi Nach allem 
was über diese Formen gesagt worden ist (zuletzt Euhn's Zeitschiift 
21, 87) ist so viel klar, dass babhUva nicht aus ^bubhäva entstanden ist, 
also a nicht aus u, sondern dass hier ein anderes Bildungsprincip vor- 
liegt. Ich begnüge mich, das anzuführen, was Lassen, der meines Wissens 
zuerst auf die Form sasüva aufinerksam gemacht hat, darüber beibringt 
(Indische Bibliothek 3, 93) „babhüva (Mt) ist desshalb merkwürdig, 
weü es die ersten Regungen eines Princips zeigt, welches im Griechi- 
schen allgemein herrschend geworden ist: nehmlich den Yocal der Be- 
duplicationssilbe von dem Vocal der Wurzel unabhängig zu machen 
und nur einem und demselben Yocal die Fxmktion zu lassen; dieser 
Yocal ist im Griechischen e, dem das kurze Indische a häufig ent- 
spricht Es verdient daher bemerkt zu werden, dass in den Yedas 
ausser babhüva noch sü ein kurzes a in der Reduplication annimmt 
sasüva (Pan. 7, 4, 74)''. 



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128 

Von den geschlossenen Wurzeln sei Md erwähnt mit der ersten 
Sing, jihlja, also ohne Steigerung. Es ist möglich, dass die Wurzel 
ursprünglich mit mehreren Gonsonanten schloss. 

Die Eintheilung in starke und schwache Formen lässt sich auch 
im Yeda durchführen, an Ausnahmen sind zu notiien: vivefus 4, 23, 9 
und yuyopimä 7, 89, 5. 

§152 
Aufzahlung der Formen von T-Wurzeln. 

Wm*zeln auf i ausgehend: 

i gehen: iy^tha (iyatha 8, 1, 7) iyaya lyathus lyätus lyüs lyivän 
tyüshas alyes 5, 2, 8. ß siegen: jigetha jigSya jigyathus jigyus jigye 
is und 3s. jiglvän jigyüshas. 2ci wahrnehmen: cikSya cikyitus cikyus 
ciköthe 5, 66,4 (was vielleicht f&v *cikyäthe steht), nf führen: ninötha 
ninäya niuyäthus und wohl ninlyät. pt dt u. s. w. siehe § 156. bM 
fürchten: bibhaya bibhäya bibhyatus bibhyus bibhivän bibhyüshas. Imi 
bauen: mimaya mimyüs. 2mi mindern: mimaya mimaya. 2ma *- nU 
brüllen: mimaya. Ivi verlangend aufsuchen: viväya. gri lehnen: 
9i9raya Is. ci^raya 38. cicriye 9i9riyanä-, und wohl auch a9i9ret a9i- 
9rayu8 9i9rltä 3s. 1, 149, 2. si binden: siahäya und vielleicht sishet 
8, 66, 8. smi lachen: sishmiyanä-. 

Wurzeln mit innerem kmzem i: 

ric frei machen: riieca riricäthus lirikshö riricö riricathe rii-icre 
riric^m riricyat arireclt ririkvän riricanä-. sie aüsgiessen: sishicatus 
sisicus sisice. vij schnellen: vivijre. 4cit erkennen: ciketa Is. ciketa 
und ciketa 3s. cikitus ciMt^ cikitr^ cikitrire cikitvän cikitüshas ciM- 
tiüiä-. müh sich gesellen: mimetha. nid beneiden: ninidüs. hhid spal- 
ten: bibh6da bibhidus. 3vid: viv6ditha viv6da vividäthus vividus vivitse 
vividö vividrö vividrire vividvän vividüshas und vividat als Ind. eines 
Augmenttempus, svid schwitzen: sishvidanä-. idh brennen: idh^ldhir^. 
sidh helfen: sishedha. rip beschmieren: riripus. vip beben: vivipre. 
ribh knarren, murmeln: rir^bha Is. pif schmücken: pip^a pipf9us 
pipi9e pipi9re. vic eintreten: vive9a viv69itha viv69a vivi9us und vive9us 
vivigre vivigyas avive9ls. ish wünschen: Ishäthus Ishus. tvish schärfen: 
titvishä Is. titvish^ 3s. atitvishanta ütvisha^-. pish zermalmen: pi- 
pesha pipishe. vish wirken: viv^sha vivishma vivishus aviveshis. rih 
lecken: ririhvän. 

Dazu folgende Wurzeln auf zwei Gonsonanten: 

miksh (== myaksh) mimikshäthus mimikshüs mimiksh^. ßnv bele- 
ben : jijinväthus. pinv schwellen machen: pipinväthus. 



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129 

Wurzeln mit anfangendem oder mittlerem langem i sind: 

id flehen: i\6 38. p^ drückeu: pipll^. Md zürnen: jihlla jihlle 
jihl}ir6. fr bewegen: erir6 (wohl aus ä + lrire entstanden), tf herrschen: 
Ifire. tsh enteilen: l8h6. 

§153 
Aufzählung der Formen von U-Wurzeln. 
Wurzeln auf u ausgehend: 

cyu schwanken: cucyuv6 und cicyushe (s. S. llö). ja vorwäi-ts di-än- 
gen: jojuvus jüjuvän jüjuvanä- vielleicht auch jüjuvat tu gedeihen: 
tQtava. dhü schütteln: dudhuvita (sonst konmit auch dudhsva dudhuvus 
etc. vor), hhü sein: babhütha babhtivitha babhüva babhüvathus babhQr 
vätus babhüvä babhUvüs babhfltu babhQyät babhüyäs 3s. babhüvin. 0i 
herrschen: 9Ü9UVU8 9a9uve 9a9uvän 9ti9uväna- 9tl9ävama 9ü9uyÄma. gru 
hören: 9U9räva Is. 9U9rava 9U9rüyäs (das u lang, im Pada kurz) 9U9rO- 
yatam 9U9ruve 9U9ruvän, vermuthlich auch 9U9rävat a9U9ravus ä9U9ravi. 
SU pressen: sushiva sushuma sushuvän. sü gebären: sasüva. stu loben: 
tushtuvüs tush^uvän tush^uvänä- vermuthlich auch tush^ävat atushtavam. 
hu opfern: juhure. hü rufen: juhava juhv6 3s. juhürö. 

Wurzeln auf Consonanten: 

uc gewohnt sein: uvöcitha uvöca ücishä (8, 71, 2 so bei BB.) ücüshe 
dat. okivä&sS du. muc freilassen: mumucmähe mumucr^. ruc leuch- 
ten: ruroca rurucüs rurucyäs (beides in trans. Sinn vgl. varf) ruruc6 
rurukvän und wohl auch rurucanta. (uc aufleuchten: 9U9Öca 9U9Uclta 
9U9ukvän 9U9Ucänä-, vielleicht auch 9U9ugdhL tuj schlagen: tutujyät 
(von BB. zum Causativum gestellt) und tQtujänä- (neben tütigäna-). 
bhuj geniessen: bubhujmdhe bubhujiire äbubhojls. ruj zerbrechen: 
ruröjitha ruröjä. yuj verbinden: yuyujma yuyuj6 yuyujrö yuyujänä-. 
dy ui gl&nzen: didyute didyutSnä-. tud stossen: tutöda. nudf stossen: 
nunud^ nunudr^. mud erfreuen: mumoda. yudh kämpfen: yuyodha 
yuyudhus yuyudhäte. rwdÄ zurückhalten: rurodhitha rmudhre. ffttp 
bewahren: jugupus. yup verwischen: yuyöpa yuyopimä. jur altern: 
jujurvän jujurüshas. jush geniessen: jujösha jujushus jujush6 jujushvän 
jujushänä-. push blühen: pupösha pupushyäs pupushvän. duh melken: 
dudöhitha duduhus duduh^ duduhr^ duduhänä-. druh schädigen: dudröha 
Is. ruh ersteigen: ruruhus. 

Mit langem mittlerem Q: 

2üh beachten: üh4 1"^ und 3^ sing, süd: sushüdima. 

Drü^räck, aUindltcheii Verbnm. 9 



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130 

IV. 
InteiiBlTa. 

§164 

Unter den Formen mit schwerer Beduplication, den sogenannten 
Intensivis, ziehen die Bildungen von A- Wurzeln wegen der Mannich- 
faltigkeit ihrer Beduplicirung unser Interesse auf sich. Man kann bei 
ihnen drei Glassen unterscheiden 1) die Reduplicationssilbe endigt auf 
S, 2) sie enthält die Wurzelsilbe bis zum Isten Gonsonanten inclusive, 
3) sie enthält die Wurzelsilbe in derselben Gestalt, wie unter 2), es 
wird aber zwischen Beduplication und Wurzel ein i oder l eingescho- 
ben. Man kann als Typus fOr die drei Arten von der Wurzel dar 
1) dada/r 2) dardar 3) daridar bilden. 

Die zweite und dritte Classe nun hängen unter einander inniger 
zusammen, als mit der ersten. Die erste ist hier repräsentirt durch 
die Wurzeln rcy pat nad vad rap hag vOg (vas (ranh) randh han 3gar, 
enthält also unter 11 Wurzeln nur 3, welche auf n r oder nx rx (wobei 
X jeden beliebigen Gonsonanten bedeutet) endigen. Die zweite Classe 
ist vertreten durch : badh han hram nant yam 2kar 2gar tar dar dhar 
phar hhar sar dang jatih 2karsh 2barh marj mard marg vart harsh 
ar cor, die dritte durch: pan phan san svan han gam Ihar tar bhar 
krand gcand skand syand varj vart car tar marj, also unter 38 Wur- 
zeln die einzige badh, welche nicht auf m n r nx rx endigte. 

Betrachten wir nun zunächst das Yerhältniss der zweiten und drit- 
ten Classe zu einander, welche in der Beschaffenheit des Auslautes 
einen gemeinsamen Unterschied von der ersten haben. Mehrfach kommt 
es vor dass eine Wurzel Formen aus beiden Glassen bildet, so tar 
bhar und vart. Aehnliches wird uns bei den i- und u- Wurzeln begeg- 
nen. Es liegt auf der Hand, dass die dritte Classe die jüngere ist, 
mithin dass das i zur Erleichterung der Aussprache eingeschoben ist 
Wäre das i von vom herein vorhanden gewesen , und nicht erst — vrie 
ich behaupte — den fertigen Formen der zweiten Classe eingefügt wor- 
den, so hätte man ''Vartlvarti ^gamlganti und nicht vänvarti gänlganti 
zu erwarten. 

Die Quantität des i verdankt wieder der Bücksicht auf die Wort- 
melodie ihren Ursprung. Diese verlangte für die Stelle, an welche das 
i trat, eine schwere Silbe. Desshalb blieb die ursprüngliche Kürze nur 
da, wo zwei Gonsonanten folgen, z.B. känikranti, dagegen tritt Deh- 
nung ein, sobald nur ein Gonsonant folgt, z.B. varlvartl 

Wie nun die erste Classe sich zu der zweiten verhalte, ist nicht 
ebenso sicher zu ermitteln. Wenn man dadfihi neben dardphf und eini- 



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131 

ges Aehnliche bedenkt, könnte man anf den Gedanken kommen, anch 
die erste, so gut wie die dritte ans der zweiten abzuleiten. Indessen 
kann ebenso gut von An£EUig an die Steigerung der Bedeutung durch 
den langen Yocal in der Doppelungssilbe symbolisirt worden sein. Dass 
nun die Wurzeln mit n und r deswegen eine abgesonderte Behandlung 
erfahren haben, weil diese Consonanten sich mit einem folgenden beson- 
ders leicht yerbinden, liegt auf der Hand. 

Von manchen Wurzeln mit Intensiv -Reduplication wird nicht bloss 
ein Präsens sondern auch ein Perfectum gebildet. Namentlich sind 
davidhava und nonava (vgl. auch dodräva in T. S.) hervorzuheben. 
Auf diesen syntactisch wichtigen Zusammenhang ist schon S. 114 hin- 
gewiesen worden (vgl auch § 155 und 156). 

Soweit die Beduplication der Intensiva. Ueber die Wurzelsilbe 
finde ich nur zu bemerken, dass ein langes a in derselben verkürzt 
wird z. B. clika9lti von kog ganz wie im causativen Aorist, z. B. ävl- 
vafat von vag, und augenscheinlich aus demselben Gi-unde. 

Dagegen beschäftigen uns noch einige Erscheinungen hinter der 
Stammsilbe. Es findet sich nämlich 1) häufig hinter derselben ein l, 
das als eingeschoben bezeichnet werden muss. Die Intention der 
Sprache ging offenbar dahin, die Endungen unmittelbar an die redupli- 
cirte Wurzel zu fügen z. B. jaftghanti dardharshi u. s. w. Wo diese 
Anfügung auf Schwierigkeiten stiess, trat ein verbindendes l ein; so 
entstand: papatlti vavaditi tartanti nonaviti etc. Dabei ist noch zu 
beachten, dass dieses End-i und das zwischen der Beduplications- und 
Stammsilbe nicht selten erscheinende andere Hül&-i einander aus- 
schliessen, es heisst nonaviti aber navinot, nie '^^avlnavlti, augen- 
scheinlich aus ästhetischen Gründen. 

2) Ist zu erwähnen, dass der Stamm oft um die Silbe yä erwei- 
tert wird. Interessant ist> dass diese Erweiterung imVeda noch selten 
ist, und später häufiger wird. Ich habe mehrere Fälle angeführt, in 
denen dasselbe Intensivum kein t/a im BY., aber ya im Qat. Br. hat 
Somit scheint es, als ob der letzte Grund der Anfügung der so belieb- 
ten Silbe ebenfalls ein euphonischer sei. 

§155 
A-Wurzeln 

1. Die Beduplicationssilbe endet auf a: 

raj sich f&rben: r&ajat- 9, 5, 2 in freudiger Erregung sein, pat 

fliegen: papatlti päpatan 8, 20, 4 schiessen, nad zittern, tönen: n&na- 

dati dpi. nänadat- heftig zittern, tönen, vad reden: vävaditi vävadat 

laut reden vavady&n^na- Qat. Br. mp schwatzen: rai-aplti eifrig 

9» 



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132 

schwatzen. Idar dsdiihi s. unter Nr. 2. hag leuchten : cäkaflmi cäka- 
9lti acaka9am cäka9at hell leuchten cäl[a9yäte (^at. Br. vag brüllen: 
ayaya9ltam laut brüllen, fvas blasen: 9ä9yasat- schnauben, rank rin- 
nen: rSraha^ä- eilend. Doch kann man diese letzte Foim auch als 
Perfectmn ansehen. 

Dazu kommen noch einige Verba, bei denen die intensive Bedeu- 
tung nicht zu erkennen ist, nämUch randh in die Gewalt geben, davon 
raraudhi 6^ 25, 9 (s. Index) und rllranta kan gern haben: cakin 2s. 
und 3s cSkäjias cäkänat cäkänäma cak^anta und wie es scheint auch 
cakänanta cakandhi c&kantu cäkanyät. Ferf. (^ana, aber cakanä-. ran 
sich erfieuen, sich gütlich thun: rSi^dn 3s. räi*änas raräjgiat ai*ära9us 
rai*andhi rärantu und rara9äta(&), welches ich mit BB. trotz der auch 
im Padapatha bewahrten Länge als 2pl. auffasse. Das Peru rara^a 
kann hierher oder zur einfachen Wurzel gehören. Uebrigens bemerke 
ich dass BR die hier angeführten Foimen zum causativen Aoiist rech- 
nen. Die Bedeutung ist nicht causativ. Endlich 3gar wachen , welches 
ausser dem sogenannten causativen Aorist wie ajigar (s. oben) keine 
Form von der einfachen, vielmehr alle von der verdoppelten Wurzel 
bildet Im Yeda: ajSgar 2s. jagphi jagritam jägrat- Perf.: jagara Is. 
jagära 3s. jagyivän. Schon T. S. findet sich die Intensivform als Wur- 
zel behandelt, so dass Formen wie jagarishyänt- entstehen (s. BR.). 
2. Die Beduplicationssilbe endet auf einen Consonanten. 

Die Steigerung in der Bedeutung ist meist deutlich zu erkennen. 
Dass sie überall einst vorhanden gewesen ist, muss aus der Form ge- 
schlossen werden, hadh drängen: badbadh6 3s. badbadhana- in glei- 
chem Sinne bäbadhSnä-. han schlagen, tödten: jailghanti janghanas 
janghanat jafighänani jaüghanäva jaüghananta jaüghanat-. hram schrei- 
ten: cafikramata. nom beugen: nämnamiti nanmämat anamnata näm- 
namäna-. yam halten: yamyamiti. 

2har gedenken: carkarmi carkiräma carkiran carkritat carkptya 
(carknshe siehe unter* Aorist). 2gar verschlingen: jalgulas järgurä- 
Qa-. tar überschreiten: tartarlti tartarlthas. tur eilig sein: tärtu- 
ra^a-. dar spalten: dardarlmi dai'darlti däxdarshi ädardar därdar 2s. 
und 3s. dart adardfitam adardirus dardirat (conj.) dardrihi und dadfihf 
dardartu därdrat-. dha/r halten: d&rdharshi. phar vielleicht gleich 
Ipar füllen: parpharat 10, 106, 7. llhar tragen: jarbhptds. hhur (aus 
6Äar) zucken: jarbhurlti järbhurat järbhuräna-. sar eilen: sarsrö 3s. 
sarsrite sarsrate särsrana-. dang beissen: dändafana-. tans zerren: 
tantasafte. ^anA zappeln : jailgahe. ^AorsA pflügen: cäikrishat. Zbarh 
feist machen: bärb^at b^brihi (aus barbfih-hi). fmrj wischen: mdr- 
m)ijat marmpjata mai-n^ijanta (marm^^ani- und marmiijmä vielleicht 



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133 

perf.). mard zerreiben: marmarta 2, 23, 6. marg berühren: mä.nn^9at. 
vart wenden: Ydrvarti värvfitati 3pl. värvyitäna- värvritat-. hctrsh sich 
freuen: jarshpshanta järhiisha^a - und vielleicht jshpshEnä-. 

Die einzige mit einem a beginnende Wnrzel ist ar: älarsbi älartL 

3. Zwischen der auf einen Consonanten endigenden Beduplica- 
tionssilbe und der Stammsilbe steht ein i. 

pan bewundemswei-th sein: pänipnat-. phcm springen, hüpfen: 
päijlphanat-, dagegen Q^khy. (}Y2,\xt pamphanatas acc. pl. (BB.). san 
erlangen: sanishnata 1, 131, 5. svan tönen: sanishyanai han tödten: 
ghänighnat-. gam gehen: ganiganti aganigau 3s. V. S. gänigmatam 
acc. s. Ikar thun: kärikrat-. tar überschreiten: täritrat-. &Aar tra- 
gen: bharibhrati 3pL bhäribhrat-. 

krand brüllen: känikranti 3s. känikrat- känikradat- kaniki-adyä- 
mäna- (}ht Br. (cand glänzen: 9äni9cadat-. skand steigen: käniskan 
und vielleicht cänishkadat- 8, 58, 9. st/and: sänishyadat -. varj wen- 
den, drehen: värivrijat-. vart wenden: varlvarti avarivar 3s. 10, 129, 1 
(nach Eoth). Sonderbar ist avarivus 10, 61, 6 (vgl. Bou^ensbn Z. D. 
M. G. 22, 605). 

An die reduplicirte Wurzel tritt ya: cor wandeln: carcüryämana-. 
tar überschreiten: tartüryante. marj abwischen: marm|ijyite mannri- 
jy&nte marmrijydmSna-. 

§156 
I-Wurzeln. 

Zunächst stelle ich hierher die Wurzeln 2di 3d% dhl 2pi, welche 
in der Beduplicationssilbe I haben, und nur in reduplicii-ter Gestalt 
erscheinen. Sie gleichen in allen Stücken solchen a-Wui*zeln wie gar 
wachen (jagar). 

2dT scheinen: didyati 3pl. AV. didäyasi didayas didayati didäyat 
didayat didayatam ädidet didet dldiyus didlhf und didihf dfdyat didyäna 
Perf. didäya dld6tha didivän dldiyüshas. dldyäsam T. S. 1, 66, 5. 3d% 
den Sinn auf etwas richten: didye dfdyana-. dhi scheinen, wahrneh- 
men, sein Augenmerk richten auf: ädidhet dTdhet dldhima didhiyus 
dxdhayas adidhayus dfdhayan didhayä 1'^ sing. 3, 38, 1 didhaya 2s. 
dfdhyat- didhye dtdhyana-. Diese drei Wurzeln sind offenbar ursprüng- 
lich eine. 2pi schwellen, strotzen: apipet pipes äpipema äpipyan plpihl 
pipyatam pipyatäm pipyata plpayas apipayat plpäyat plpäyatas plpäyan 
äpipayanta pipayanta pipaya pipayata pfpySna pipyänä-. Sicher per- 
fectisch sind: pipetha plpäya pipyathus pipyus pipye plpivän pipyüshas. 
2mt = vaSk brüllen: amimet mlmayat 



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134 

Ob nun diese eben Yerzeichneten Fonnen mit Becht hierher gestellt 
sind, kann vom Standpunkt der fertigen Sprache aus bezweifelt wer- 
den, denn es findet sich z. B. von mf brfiUen das Intensivum m6myat- 
und es ist wie es scheint unstatthaft, daneben amimet auch als eine 
Art ?on Intensivbildung zu betrachten. Aber die formelle Parallele 
zwischen jdgoAr cäkan eta und den eben behandelten Wurzeln ist doch 
zu augen£9Jlig, als dass man sich entschliessen könnte, sie aufzugeben. 
Somit mögen dl dhl und Genossen ihren Platz behalten. 

In der Beduplicationssilbe steht e: 
2ml = jüSL brüUen: mömyat-. Zmi mindern: mömyftna-. Ivl 
appetere: veveti. tij schärfen: tetikte. nij waschen: nenikt^, aller- 
di]igs nicht mit gesteigertem Sinne. t;i; schnellen : v^vijSna-. aberken- 
nen: c^Mte cekitat c^l^na- ohne erkennbar intensiven Sinn, sidh 
fördern: säshidhat dig zeigen: dedi9am d^dish^e d^dicate 3pl. ädedish^a 
d6di9at- d6di9ana-. piQ schmücken: pöpifat-. vish wirken: vövishat- 
v^vishsna- ohne deutlich erkennbaren intensiven Sinn, rih lecken: 
rörihat- r6rilüüia-. 

Hinter dem Stamme ya: 
nl fahren: nenlyämana-. 5vl mit den Flägeln schlagen: vevlyate. 
vij schnellen: verijydte. rih lecken: rerihyäte. 

§157 
Ü-Wurzeln. 

In der Beduplicationssilbe o: 
gu rufen: jöguve jöguväna nicht mit intensiver sondern mit causa- 
tiver Bedeutung, dhü schütteln: dodhaviti dödhuvat-. nu schreien, 
bitlUen: nonaviti nonumas anonavus nonuvanta nönuvat peil nön&va 
nonuvus. hhü sein: bobhavTti. Zyu anziehen, anspannen: yöyuvana-. 
3yu fernhalten: äyoyavlt ru brüllen: roraviti äroravTt röruvat-. su 
pressen soshaviti. hü rufen : jdhavimi jöhaviti äjohavit äjohavus johu- 
vanta jöhuvat jöhuv&na-. pruth schnauben: pöpruthat-. QfAc leuchten: 
90fucan focucanta 9Ö9Ucat- 9<59ucana-. 

Hinter dem o (av) folgt ein i: 

tu: tävTtvat-. dhü: dhavidhvat- davidhava perf. nu: nävinoi 
dyut glänzen: dävidyot ddvidyutati 3pl. däviyutat-. 

Hinter dem Stanune yä: 

sku bedecken: coshkOyise coshküyite coshküyämäna -. Als Inten- 
siva mit verstümmelter Beduplication betrachtet man: iradhanta 1,129,2 



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135 

zu rOcO^ and irayjäsi irajyäti irajyathas irajyata, imp. irajyäiita irajyänt 
zu rqj. 

V. 
§158 

Formen welehe nicht mit Sieherlieit einem Tempos zngeselirieben 
werden kennen. 

Bei dem Beginne dieses Abschnittes nmss constatirt werden, dass 
in ihm die Subjectivität eine grössere Bolle spielt als mir selbst 
erwünscht ist. Es hat mir aber nicht gelingen wollen, überall für die 
Einordnung der Formen objectiv gültige Kriterien zu finden. Mancher 
wird vielleicht manches, was ich dem Perfectum zugewiesen habe, 
lieber hierher stellen wollen. Auch mir — ich gestehe es — hat sich 
bei wiederholter Erwägung und Umarbeitung die Masse des Unbestimm- 
baren bald grösser bald geringer gestaltet. Ich hoffe, dass andere 
schärfer sehen werden als ich, und will nur noch bemerken, dass alle 
hier zusammengestellten Bildungen im Index yei*zeichnet sind. 

1. Bildungen von A- Wurzeln. 

Zunächst sind einige Formen von da dha ra und 1ha zu erwäh- 
nen, welche zum Präsens- wie zum Perfectstamme gerechnet werden 
können, weil der Keduplicationsvocal in beiden Temporibus gleich ist. 
Es sind von da: dadüs, was ebenso gut Perfectum wie augmentloses 
Imperfectum (= ädadus) sein kann, und däde Is. von dha: dadh6 
dadäthe von ra: rar6 rai-äthe rarlthäs randhvam raräthäm (imper.) 
können zum Perfectum gezogen werden. Sicher präsentisch ist nur rinhi 
und rarate als ds. 1ha: jahus ist in derselben Lage wie dadus. 

Von Wurzeln auf Gonsonanten gehören hierher einige vereinzelte 
Formen wie 9a9vacai von gvoüc sich aufthun, vävänas und vävandhf 
von van lieben, yayastu von yas sprudeln, cakripanta von krap jam- 
mern. Mir ist es, wie schon angedeutet, sehr zweifelhaft, ob man 
solche vereinzelte, vielleicht nur versuchsweise gewagte Bildungen dem 
System der Tempora an einer bestimmten Stelle einfügen darf. Zwi- 
schen Präsens und Perfectum schwankt die Wahl bei gam gehen, in 
den Formen: jagamySm jagamyat jagmyätam jagamyus ajagan (2^ und 
3^) ajaganta ajagantana, (am sich ansfarengen: 9a9am^ 9a9amate 9a9a- 
mSnä-, denn es liegt nichts im Wege 9a9amate als conj. perf. zu 
fassen. Auch bei mah schenken: mSmähas mämah^ mSmahanta m&ma- 
hasva mämahantäm mämahäna- kann man an Präsens und Perfectum 
denken. 

Unter den Wurzeln auf zwei Gonsonanten nenne ich: parc haften 
an: piprigdhi und piprikta können dem Präsens oder dem Aorist (vgl* 



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134 

Ob nun diese eben yerzeichneten Fonnen mit Becht hierher gestellt 
sind, kann vom Standpunkt der fertigen Sprache aus bezweifelt wer- 
den, denn es findet sich z. B. von mf brfiUen das Intensivum m6myat- 
und es ist wie es scheint unstatthaft, daneben amimet auch als eine 
Art von Intensivbildung zu betrachten. Aber die formelle Parallele 
zwischen jaga/r cakcm etc. und den eben behandelten Wurzeln ist doch 
zu augenfällig, als dass man sich entschliessen könnte, sie aufzugeben. 
Somit mögen dl dhl und Genossen ihren Platz behalten. 

In der Beduplicationssilbe steht e: 
.^f = ma brüllen: m^myat-. 2mi mindern: mämyftna-. Ivl 
appetere: veveti. tij schärfen: tetikte. nij waschen: nenikt^, aller- 
dings nicht mit gesteigertem Sinne, vi; schnellen: vövijana-. aberken- 
nen: c^Mte cekitat c^kitana- ohne erkennbar intensiven Sinn, siäh 
fördern: säshidhat. dig zeigen: dedi9am d^dish^e dMicate 3pl. ädedish^a 
d6di9at- d6di9ana-. jpip schmücken: pöpifat-. vish wirken: v6vishat- 
v^vishJCna- ohne deutlich erkennbaren intensiven Sinn, rih lecken: 
r^rihat- r^rihSna-. 

Hinter dem Stamme ya: 
n% fahren: nenlyämana-. 5v% mit den Flögein schlagen: vevlyate. 
vij schnellen: verijyäte. rih lecken: rerihyäte. 

§157 
Ü-Wurzeln. 

In der Beduplicationssilbe o: 
gu rufen: jöguve jöguväna nicht mit intensiver sondern mit causa- 
tiver Bedeutung, dhü schütteln: dodhaviti dödhuvat-. nu schreien, 
brüllen: nonaviti nonumas anonavus nonuvanta nönuvat perf. nön&va 
nonuvus. hhü sein: bobhavTti. Zyu anziehen, anspannen: yöyui^a-. 
3yu fernhalten: äyoyavlt ru brüllen: roraviti äroravlt röruvat-. su 
pressen soshaviti. hü rufen : jöhavimi jöhavlti äjohavlt äjohavus johu- 
vanta jöhuvat jöhuvana-. pruth schnauben: pöpruthat-. qhc leuchten: 
909ucan focucanta 909ucat- 9<59ucana-. 

Hinter dem o (av) folgt ein i: 

tu: tävltvat-. dhü: dhavidhvat- davidhava perf. nu: nävinot. 
dyul glänzen: dävidyot ddvidyutati 3pl. däviyutat-. 

Hinter dem Stanmie yä: 

shi bedecken: coshküyise coshküydte coshküyämäna -. Als Inten- 
siva mit verstümmelter Beduplication betrachtet man: iradhanta 1,129,2 



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zu rOcO^ and irayjäsi irajyäti irajyatbss irajyata, imp. irajyäiita irajyänt 
zu rqj. 

V. 
§158 

Formen welehe nicht mit Sieherlieit einem Tempos zngeselirieben 
werden kennen« 

Bei dem Beginne dieses Abschnittes muss constatirt werden, dass 
in ihm die Subjectivität eine grössere Bolle spielt als mir selbst 
erwünscht ist. Es hat mir aber nicht gelingen wollen, überall f&r die 
Einordnung der Formen objectiv gültige Kriterien zu finden. Mancher 
wird vielleicht manches, was ich dem Perfectum zugewiesen habe, 
lieber hierher stellen wollen. Auch mir — ich gestehe es — hat sich 
bei wiederholter Erwägung und Umarbeitung die Masse des Unbestimm- 
baren bald grösser bald geringer gestaltet. Ich hoffe, dass andere 
schärfer sehen werden als ich, und will nur noch bemerken, dass alle 
hier zusanmiengestellten Bildungen im Index yei*zeichnet sind. 

1. Bildungen von A- Wurzeln. 

Zunächst sind einige Formen von da dha ra und 1ha zu erwäh- 
nen, welche zum Präsens- wie zum Perfectstamme gerechnet werden 
können, weil der Keduplicationsvocal in beiden Temporibus gleich ist. 
Es sind von da: dadüs, was ebenso gut Perfectum wie augmentloses 
Imperfectum (= ädadus) sein kann, und däde Is. von dha: dadhä 
dadäthe von ra: rarä raräthe rarlthäs randhvam raräthäm (imper.) 
können zum Perfectum gezogen werden. Sicher präsentisch ist nur rirlM 
und rarate als 3s. 1ha: jahus ist in derselben Lage wie dadus. 

Von Wurzeln auf Gonsonanten gehören hierher einige vereinzelte 
Formen wie 9a9vacai von gva/fU: sich aufthun, vävänas und v&vandhi 
von van lieben, yayastu von yas sprudeln, cakyipanta von krap jam- 
mern. Mir ist es, wie schon angedeutet, sehr zweifelhaft, ob man 
solche vereinzelte, vielleicht nur versuchsweise gewagte Bildungen dem 
System der Tempora an einer bestimmten Stelle einfQgen darf. Zwi- 
schen Präsens und Perfectum schwankt die Wahl bei gam gehen, in 
den Formen: jagamyäm jagamyat jagmyätam jagamyus syagan (2** und 
3^) ajaganta ajagantana, gam sich anstrengen: ^^sm6 9a9amate 9a9a- 
mSnä-, denn es liegt nichts im Wege 9a9amate als conj. perf. zu 
fassen. Auch bei mah schenken: mSmähas mämahä mSmahanta m&ma- 
hasva mämahantäm mämahäna- kann man an Präsens und Perfectum 
denken. 

Unter den Wurzeln auf zwei Consonanten nenne ich: parc haften 
an: pippgdhi und pipfikta können dem Präsens oder dem Aorist (vgl* 



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didhfita) angehören, di^egen pap^icasi pappcysoi papflcySt- den Prä- 
sens (YgL v(ig) oder PetfectonL vart wenden: BB. betrachten folgende 
Formen als dem caus. aor. angehOrig : Yavärtat vavärtati (conj.) vav^tat 
vayfittana vaY|ity4m yavfityas vavrityat vavptySma vavfityus vavyitlya 
Yavritlta yaviitimahi. Massgebend war ffir sie die transitive Bedeutung, 
aber diese hat auch ausnahmsweise das Perf. Yon a-vart. Immerhin 
könnten also diese Formen dem Perfectstanun angehören. Freilich 
Yav;itat 6, 17, 10, in der Bedeutung „drechseln'' macht bedenklich. 
sparg berühren: paspärfat könnte C!onj. Perf. sein, darh fest machen: 
adadphanta dadrihSnä-. YaYiiktam 6, 62, 10 zu varj oder vragc. 

Endlich erwähne ich von gas: i^sa^/SA und 9a9ädhi, bei denen der 
Zweifel yorhanden ist, ob sie Oberhaupt einem bestimmten Tempus 
zuzurechnen sind. 

2. Von I- und ü- Wurzeln fthre ich an von nij waschen: ninikta 
10,132, 6 eine vereinzelte Bildung neben dem Präsens nenekti , und von 
/>rT lieben: piprlhl und piprSyasva, die wahrscheinlich, aber nicht sicher 
zum Präsens zu stellen sind. 

Dagegen liefern die ü- Wurzeln ein reicheres Contingent Voran 
stelle ich einige gleiche Bildungen, aufweiche schon beim Plusquam- 
perfectum hingewiesen ist, nämlich: tu: tütos tatet (causativ). dhü: 
düdhot nu: änQnot nünot. 3ffu: yüyot. dru: adudrot dudrävat. 
pü: apupot sru: susrot Es concurriren um diese Formen Präsens, 
Perfectum und Aorist. 

Von 2i/u: yuyotam yuyävat yuyuvö. 

3. Von Wurzeln auf Gonsonanten: mtAc: amumuktam mumucas mu- 
mugdhf mumoktu mumuktam mumocat mumocatam mumdcata (ind.) 
mümocati aller Wahrscheinlichkeit nach conj. Von den Formen mit u 
in der Stammsilbe beweist keine sicher für präsentischen Charakter. 

Ganz ähnlich steht es mit bubodhas bübodhati bübodhata von 
tttdÄ. Doch ist wohl das wahrecheinlichste, dass wir in diesen For- 
men Praesentia zu erkennen haben, wiewohl bubudhänä Part perf. zu 
sein scheint, wie bei^A^ wo das Participium jüjoshat- fKr den prä- 
sentischen Charakter beweist. 

Nicht sicher bin ich, wohin juhuras juhOrthäs juhuranta juhuräQä- 
von hvar zu stellen seien. 

Endlich sind vereinzelte Formen: yuyojate 8, 59, 7 von yuj, 9!i9u- 
jäua- von guj^ mumurat von mwr. 



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ACHTES CAPITEL 

Der stamm ist gleich der Wurzel mit dem Suffix a. 

Diese Classe zerfällt in zwei Abtheilangen , je nachdem der Yocal 
des Stammes oder der Yocal des SufBies betont ist. Dazu kommt 
wegen der Lfickenhaftigkeit unserer XJeberlieferung nothgedrungen eine 
dritte Abtheilung, bei welcher der Accent nicht bekannt ist 

In der ganzen Classe ist, wie aus dem Seite 18 Gesagten erhellt, 
die Scheidung zwischen Präsens- und Aoriststänmien nicht mit völliger, 
aber annähernder Sicherheit vorzunehmen. 

L 
Der Wnrzelvoeal ist betont. 

Ihr Präsens bilden auf die angegebene Weise folgende Wurzeln: 
ac pac sac aj dhraj hhaj yaj vraj svaj cA cot pat yat prath vyath 
gnafh mad rad vad sad svcul an hhan jan bha/n man ran van krap 
tap rap Ivap 2vap qap sap dabh nahh rahh am Jcram Jcsham gam 
dham nam yam ram vam IJcar hshar car Ijar 2jar 3jar tar tsar bhar 
mar Ivar 2var star smar sva/r har hvar av dag = dang Inag Stiag 
vag gras jas tras nas hhas bhyas 5vas dah mah vah sah (= ursprüng- 
lich sagh) hraJcsh caksh taksh daksh naksh myaJcsh ydksh raksh sahsh 
Jcrand nand bhand mand vand syand gvaüc dhanv gans manh ranh a/rc 
2varj vart ard mardh vardh gardh spardh sarp bharv arsh Ucarsh 
varsh harsh arh garh sage majj halp ramb jrambh yac bhraj raj Khad 
yad nadh badh vradh sadh cay Idhäv 2dhav dag vag as das gas gäh 
vaüch [i] bhiksh Igiksh 2giksh pibd jinv pinv % d% r% ^j (= ej) kr%^ 
pTy fiv ^ ish iksh Ibhüsh 2bhüsh lüh jürv türv cj ny edh ven sev 
esh bhresh hesh jeh. Von weiteren Anführungen aus der späteren 
Sprache nehme ich der grossen Menge wegen Abstand. 

Aus der Masse der unbetonten sind mit Wahrscheinlichkeit noch 
hierherzuziehen: 

saj (safij) vat mrad vrad rädh svap tarn gram dJuw sras tand. 

Nur Augmentfoimen (bei anders gearteter Präsensbildung) die man 
also Aoriste nennen kann, kommen vor bei sagh san sar spar ag 
rish 2gru bhü. 



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138 

n. 

Bas a des Sufllxes Ist betont. 

Mit Sicherheit lassen sich dem Präsens die Formen von folgenden 
Wurzeln zuweisen: 

Skwr tar prach vrage mraJcsh vyadh (nur 1, 149, 1) mcvrj satj 
mard bhrajj cart ard vardh marg sparQ 2arsh Zka/rsh varh rikh vy 
mäh khid vidh hship dig rig vig mish dhü (A. V.) 2yu ru su hü muc 
cuc iuj ruj JcJmd tud nud rt^d tur bhur sphur jush gush duh ulg 
üksJi. 

Dazu kommen wohl noch aus der Masse der unbetonten Formen 
varj mard varsh tvish. Aus der übrigen alten Literatur noch riph 
knurren , und rush (m^&ü vgl. röshati) unwirsch sein. 

Zum Aorist lassen sich mit einiger Bestimmtheit rechnen: darg 
3vid hhujj vielleicht auch dharsh guh ruh. 

Vergleicht man dieses Wm*zelverzeichniss mit dem sogleich folgen- 
den Foimeuverzeichniss, so sieht man, dass das eine nicht vollständig 
in das andere aufgeht Es giebt eine Anzahl unbestimmbarer Formen, 
z. B. die einzelstehenden padati vanäti jurätam |ldhat u. a. Seltsam 
ist rühat an einer Stelle, während mehi-ere andere Formen auf den 
Stamm ruhd- weisen. Ob man die eine Form Präsens, die andere 
Aorist nennen, oder ob man etwa rühat in ruhät ändern soll, wüsste 
ich nicht zu sagen. Bemerkenswerth ist die Form grihamahi 8, 21, 16. 
Da auch sonst ein Stamm grih (in grihate 3pl.) vorliegt, so liegt es 
nahe gphämahi als echten conj. hierzu zu betrachten. Dann müsste 
man grih«amahe oder giihämahai schreiben. Wie die Form vorliegt, 
kann sie nur zu griha- gehören. 

Eine foimeUe Verschiedenheit zwischen den beiden Hauptabtheilun- 
gen dieser Classe föUt sofort in die Augen, in der ganzen zweiten 
Abtheilung nämlich giebt es keine Wurzel, deren innerer Vocal lang 
wäre, und ausserdem überwiegen bedeutend die i- und u-Wuraeln. 
Es scheint demnach, als ob die Accentscheidung von ästhetisch -for- 
malen Bücksichten abhängig ist, und nicht etwa eine ursprüngliche 
Verschiedenheit der Bedeutung zm* Grundlage hat. Wo die Silbe ar 
oder ra erscheint, wird sie in der ersten Abtheilung der Eegel nach 
rein erhalten, in der zweiten regelrecht zu n zusammengezogen, doch 
findet sich yldhat zu ardh, kyipamäna- zu hrap, jrimbhate zu jrambh 
(wie man mit BR. die Wurzel ansetzen muss). Es liegt nahe, in diesen 
Fällen eine spätere Verschiebung des Accentes zu vermuthen. 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen, gesondert nach den 
beiden eben genannten Abtheilungen. 



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139 

L 
Der WnrselToeal ist betont. 

§159 
A-Wurzeln. 

1. Wurzeln mit kurzem a und einfachem Schlussconsonanten. 
sagh ertragen: säghat 1, 57, 4. ac biegen: acSmi acathas aca. pac 
kochen: päcanti apacat päcat päcan päcati päcst pac&ni päcata pacantu 
apacanta. sac Zusammensein mit: sacata (imp.) säcase sacate säcavahe 
sacethe sacete säcante sacata säcanta sacavahai saceya saceta sacevahi 
säcemahi säx^asva sacatam sacetiün sacantSm sacamSna (inf. sacädhyai). 
aj treiben: Ajati äjatha ajanti äjas äjat äjatam äjan äjasi ^'ati äja ajatu 
ajatam aje ajate äjata ajeta ajadhvam (imp.). ähraj streichen: adhrsyan 
dhi'äjant-. ITiaj Antheil haben: bhajami bhajati bhajanti äbhajas äbha* 
jat bbäjSsi bhäjati bhajama bhajSni bhaja bhajatam bhajatana bhäjant- 
bhäjate bbäjsimahe bhajante abhajanta bhäjanta bhajemahi bhajasva. 
yaj opfern: yäjasi yäjati yajathas yäjamasi yäjamas yäjanti äyajas yäjSsi 
yäjati yajät yäjsma yäja yajantu yäjant- yäje ydjase yäjate yäjamahe 
yäjante äyajanta y&jate yajäi^ yäjsmahai yajeta yäjasva yajatam yaje- 
thsm yajadhyam (vielleicht yäjadhva in yajadhyainam 8, 2, 37) yajantSm 
yäjamana- yäjadhyal vraj gehen: vräjaut-. svaj umfassen: sväjat 
syaj&mahe sväjante svajaite (ds.) svajadhvam (imp.). at eilen: atasi äta- 
m^üia-. ca^sich verstecken: cätantam. pat fliegen: patami pätati patati 
patathas patätha pätanti pätat pätati pätat patan pata patatam patantu 
pätant -. yat anschliessen : yatati yätathas yatema yätatam (imp.) 
yätant- yatate yatete yataite yatante yätemahi yatasva yätamana-. 
prath sich ausbreiten: äprathatam prathate aprathetam aprathanta pra- 
thanta prathasva prathatöm. vyath schwanken: vyathate vyathete vya- 
thante vyäthamana-. gnaih durchstossen : ^näthat. mad sich erft-euen : 
mädati mädathas mädamasi mädSmas mädatha mädanti ämadas ämadat 
ämadan mädan mäd&ma mades mädema mada madablm mädata madantu 
mädant-. rad ritzen, kratzen: rädati rädanti äradas äradat rädat ara- 
datam räda radantu rädant-. vad sprechen: vädämi vädasi vädati 
vädamasi vadamas vädathana vädanti avadas vadat avadan vädan vadSsi 
vadati vadathas vadSma yäd&n vadema vada vadata vadantu vädant- 
vade vadate yadete vadante vadeta avadanta vadasva vadadhvam. sad 
sitzen: sädathas äsadas sadas äsadat sadat asadan sadan sadama sadema 
sada sadatu sadatam sadatam sadata sadatana sadantu sädant-. svad 
gemessen: svädami svadathas srädanti svädati svada svadante svä- 
dasra. 



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n. 

Bas a des Suffixes Ist betont. 

Mit Sicherheit lassen sich dem Präsens die Formen von folgenden 
Wurzeln zuweisen: 

STca/r tar prach vrage mraJcsh vyadh (nur 1, 149, 1) marj sarj 
mard bhrajj cart ard vardh marg sparQ 2arsh ZJca/rsh varh rikh vij 
müh khid vidh hship dig Hg vig mish dhü (A. V.) 2yu ru su hü mue 
cuc tty ruj khud tud nud rud tut Ihur sphwr jush gush duh nij 
üksJi. 

Dazu kommen wohl noch aus der Masse der unbetonten Formen 
varj mard varsh tvish. Aus der übrigen alten Literatur noch riph 
knurren , und rush (y\X(}&ü vgl. röshati) unwirsch sein. 

Zum Aorist lassen sich mit einiger Bestimmtheit rechnen: darg 
3vid lihujy vielleicht auch dharsh guh ruh. 

Vergleicht man dieses Wm*zelverzeichniss mit dem sogleich folgen- 
den Foimeuverzeichniss, so sieht man, dass das eine nicht vollständig 
in das andere aufgeht. Es giebt eine Anzahl unbestimmbarer Formen, 
z. B. die emzelstehenden padäti vanäti jurätam ffdhat u. a. Seltsam 
ist rühat an einer Stelle, während mehi'ere andere Formen auf den 
Stamm ruhd- weisen. Ob man die eine Form Präsens, die andere 
Aorist nennen, oder ob man etwa rühat in ruhät ändern soll, wfisste 
ich nicht zu sagen. Bemerkenswerth ist die Form grihämahi 8, 21, 16. 
Da auch sonst ein Stamm grih (in gyihate 3pl.) vorliegt, so liegt es 
nahe g^ihämahi als echten conj. hierzu zu betrachten. Dann müsste 
man grihämahe oder gidhämahai schreiben. Wie die Form vorliegt, 
kann sie nur zu griha- gehören. 

Eine formelle Verschiedenheit zwischen den beiden Hauptabtheilun- 
gen dieser Classe föUt sofort in die Augen, in der ganzen zweiten 
Abtheilung nämlich giebt es keine Wurzel, deren innerer Vocal lang 
wäre, und ausserdem übei-wiegen bedeutend die i- und u-Wuraeln. 
Es scheint demnach, als ob die Accentscheidung von ästhetisch -for- 
malen Bücksichten abhängig ist, und nicht etwa eine ursprüngliche 
Verschiedenheit der Bedeutung zur Grundlage hat. Wo die Silbe ar 
oder ra erscheint, wird sie in der ersten Abtheilung der Begel nach 
rein erhalten, in der zweiten regelrecht zu n zusammengezogen, doch 
findet sich rfdhat zu ardh, k],*fpamäna- zu Jcrap, jrfmbhate zu jranibh 
(wie man mit BR. die Wurzel ansetzen muss). Es liegt nahe, in diesen 
Fällen eine spätere Verschiebung des Accentes zu vermuthen. 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen, gesondert nach den 
beiden eben genannten Abtheilungen. 



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139 

L 
Der WnrselToeal ist betont. 

§159 
A-Wurzeln. 

1. Wurzeln mit kurzem a und einfachem Schlussconsonanten. 
sagh ertragen: säghat 1, 57, 4. ac biegen: acSmi acathas aca. jpoc 
kochen: päcanti apacat päcat päcan päcati päcst pacäni päcata pacantu 
apacanta. sac zusanmiensein mit: sacata (imp.) säcase sacate säcavahe 
sacethe sacete säcante sacata säcanta sacSvahai saceya saceta sacevahi 
säcemahi sä^casva sacatsm sacetam sacantSm sacamSna (inf. sacädhyai). 
aj ti'eiben: Ajaü äjatha ajanti sjas äjat äjatam äjan äjasi djati äja ajatu 
ajatam aje ajate äjata ajeta ajadhvam (imp.). dhraj streichen: adhrajan 
dhräjant-. hhaj Antheil haben: bhajämi bhajati bhajanti äbhajas äbha- 
jat bhäjSsi bhäjati bhajsma bhajSni bhaja bhsgatam bhajatana bhäjant- 
bhäjate bhäjsmahe bhajante abhajanta bhäjanta bhajemahi bhajasva. 
yaj opfern: yäjasi yäjati yajathas yäjamasi yäjamas yäjanti äyajas yäjssi 
yäjati yajät yäjäma yäja yajantu yäjant- yäje ydjase yäjate yäjamahe 
yijante iyajanta yäjäte yajatai yijamahai yajeta yäjasva yajätam yaje- 
tham yajadhyam (vielleicht yijadhva in yajadhvainam 8, 2, 37) yajantem 
yäjamana- yäjadhyal vraj gehen: vräjaut-. svaj umfassen: sväjat 
syajamahe svajante svajate (38.) svajadhvam (imp.). at eilen: atasi äta- 
mana-. cat sich verstecken: cätantam. pat fliegen: patami pätati patati 
patathas patätha pätanti pätat pätati pätat patan pata patatam patantu 
pätant -. j/at anschliessen : yatati yätathas yatema yätatam (imp.) 
yätant- yatate yatote yataite yatante yätemahi yatasva yätamana-. 
prath sich ausbreiten: äprathatam prathate aprathetam aprathanta pra- 
thanta prathasva prathatam. vyath schwanken: vyathate vyathete vya- 
thante vyäthamaua-. gnaih durchstossen : ^näthat. mad sich erfreuen : 
mädati mädathas mädamasi mädamas mädatha mädanti ämadas ämadat 
ämadan mädan mädama mades mädema mada madablm mädata madantu 
mädant-. rad ritzen, kratzen: rädati rädanti äradas äradat rddat ara- 
datam räda radantu r&dant-. vad sprechen: vädami vädasi vädati 
vädamasi yadamas vädathana vädanti avadas vadat avadan vädan vadasi 
vadati vadathas vadama vädan vadema vada vadata vadantu vädant- 
vade vadate yadete vadante vadeta avadanta vadasva vadadhvam. sad 
sitzen: sädathas äsadas sadas äsadat sadat asadan sadan sadama sadema 
sada sadatu sadatam sadatam sadata sadatana sadantu sädant-. svad 
gemessen: svädami svadathas syädanti svädati svada svadante syä- 
dasya. 



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a/n atiunen: änant- ^^t. Br. 

Tchan graben: kh^oi&mi äkhananta khänamana-. jan erzengon: 

jänami janSmasi janathas äjanas äjanat janat ajanan janata (3s.) ajananta 

jananta. pan: pänanta. hhan ertönen: bhänati bhananti bhananta. 

ma/n meinen: mänSmahe und manämah^ mananta mänSL ran er&euen: 

räoanti ra^at räi^an rä^a ra^anta nebst rante und ranta ans ^raijumte 

und 'h-ananta. vcm lieben: yananti vanathas vanas vänSva yanes va- 

n^ma vänatam (imp.) vanata vanase vänate yän&mahe y&nämahai yane- 

mahi yanatam (3s. imp.) yanta aus '*'yananta. san erwerben: (wohl 

aor.) asanam sanam äsanat sänat äsan&ma asanan san^yam sanet san^ma 

sänema. hrap jammern: kripate akppetam akppanta kppanta krfpa- 

mäna-. tap waim sein: tapati tdpanti atapat tapat täpsti täpa tapatu 

tapatam tapata täpant- tapasya. rap schwatzen: rapSmi rapati arapat 

räpat rapema. Ivap scheeren: yapasi yäpanti yapate. 2vap hinstreuen: 

yäpati yäpanti äyapas yapas ayapat yapa yapata yapantu yäpant- 

yapate yapanta. Qap fluchen: 9äpatas 9äpant- ä^apata 38. sap yer- 

ehren: sapami säpanti sapema säpant- säpante äsapanta sapanta. ddbh 

schädigen: dabhanti dabhati däbhat dabhan (dabhüs scheint perfect). 

no&A bersten: näbhantam. rahh packen: rabhe rabhamahe rabhante 

rabhemahi rabhasya rabhadhyam räbhamana-. am schädlich sein: äme 

amata dmanta. hram schreiten: krämama äkiamus kramus kramate 

kramasya. hsham ertragen: kshameta 3s. kshämadhyam kshämamana-. 

gam gehen: gämanti ägamam gamas agamat gämat gäman gamama 

gamatas und gamathas können als Conjunctiye betrachtet werden, 

gameyam gamäna gamani gama gämantu gämamahai gamemahi gäma- 

dhyai. dham blasen: dhämati dhamathas dhämanti adhamas adhamat 

dhama dhämant-. nam beugen: namanti anamam änamat nama name 

namete namante namanta namasya namadhyam namantäm nämamana-. 

yam halten: yämati yamam yamas yämat yaman yamus (?) yama yamase 

yamate. ram zum Stillstehen bringen: rämate ramante aramanta ra- 

manta ramasya rämadhyam. vam erbrechen: yaman 10, 108, 8. Ikar 

macheu: (zum Theil abweichend yon BR. angeordnet) karanti äkaram 

karam käras kärat karan kärama käaani kara karatam käratam kdra- 

mahe. hsha^ fliessen: ksharasi ksharati kshäranti aksharas äksharat 

kshärat äksharan kshäran kshäi*a ksharantu kshärant- kshäi*adhyai. car 

wandeln: carami cärasi cdrati cäratas cäramasi cäranti äcaram äcaras 

caras acai-at cärat cäran cdraya cäratas cäran caret carema carani cara 

cai-ata carantu cärant- carete cai-anta, inf. carädhyai. Ijar gebrechlich 

werden: järanti järatam (imp.) järant-. 2jar sich nähern: jarethe ja- 

rante jarasva järetham (nach BR). 3jar knistern: järase jarate jarä- 

mahe jarante jaranta jarate jareta järasya javatam järamana, aber inf. 



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jarädliyai. tar übersclireiten: tarasi tdrati tar&masi taianti ataram ätaras 
atai'at tärät ätaran taret t&rema Ureyns tara tarata tärant- tarete aber 
tai-ddhyai. tsar schleichen: tsäranti tsäi^at. hhar ti*ageii: bhärami 
bhärati bhärathas bhar&masl bhäratha bhäranti abbaram äbharas bharas 
äbharat bhäxat abharan bharan bhär&ti bharäs bhär&t bhärama bh&ra 
bhäratam bhärata bhärant- bhäre bhärase bhärate bharete bharämabe 
bhäradbve bhärante äbharanta bhärauta bharemahi bharerata bh^asva 
bhavadhyam bhäramSijLa- bhäradhyai. ntar sterben: maranti maräti 
mar&ma mäi-ate marämahe mai*äi. Ivar bedecken: varathas värate 
varethe Y&i*ante väranta vai-Ste. 2var wählen: v^as väiat väranta. 
sar eilen: äsaram äsaras äsai*at särat asaran sära asaranta. star hin- 
breiten: stärate staramahe. spar retten: spärat. smar gedenken : sma- 
rathas smaiethäm. svar tönen: sväranti äsvaran svarati svara syarantu. 
har nehmen: harami härati häran härSma hara häi'ante. hvar: hvä- 
rate. av sich vergnügen: avami ävasi ävati äyathas ävatha ävanti 
ävam äyas ävas ävat äyatam dvatäm ävata ävan äyas avat avathas 
ävatha äves avet ava avatat ävatu avatam ävatäm avata dvantu ävant-. 
of erreichen: ajema aor. (Accent nach Naigh). InoQ verloren gehen: 
na9anti nä^an nafanta. doQ beissen: (dan^) däfate dat. part. ob auch 
dä9a 6, 51, 3? (9at Br. dä9anti). 3naQ erreichen: na9atha najanti nä9at 
nä9an nd9ate na^anta näfSmahai. vag wünschen: vä9anti vä9as dva9at 
vä9at v&9ama. 

gras verschlingen: gräsetam. jas erschöpft sein: jäsamSna-. tras 
fliehen: träsanti atrasan part. taräsanti 10, 95, 8. das mangeln: dasat 
däsamSna-. nas zusanunenkommen: ndsate nisSmahe näsanta. hhas 
kanen: bhäsat bhasathas. hhyas sich fürchten: abhyasetSm. 5vas wei- 
len: vasati vasatas ävasat vasate (Samhitä vSsate 10, 37, 3). dah bren- 
nen: dahami dahanti ädahas dahas ädahat dähan dahäti d^a dahatat 
dahantn. mah erfreuen : mahema 7, 2, 3 mah4 3s. 7, 97, 2. vah fah- 
ren: vähami vähasi vahati vähathas vahatas vahatha vähanti ävahas 
ävahat vähat avahan v^asi vähätas vähatha vahan vaheyus vihäni 
väha vahatat vahatu vähatam vähatam vahata vähantu vähant- vahase 
vähate vahethe vähadhve vähante vähate vähasva vahethäm vdrhamana- 
vähadhyai. sah tragen: sähant- und s^an (sähan) 6,73,2 sahate 
sähante äsahanta sähanta sahavahai sahasva sahadhvam sähamEna- 
sähadhyai. 

2. Wurzeln mit kurzem a und doppeltem Schlussconsonanten. 
a) Der Schlussconsonant ksh. 

hraTcsh brausen: kräkshamäna-. cafeÄ sehen: cakshus hierher oder 
zur einfiw^hen Wurzel, cukshase (vielleicht conj.) cakshata 3s. taksh 



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bearbeiten: täkshatha ataksbam taksbam ätaksbat täksbat ataksbSma 
taksbama ätaksbata ätaksban täksban taksbus (oder einfacbe Wurzel?) 
täksbas taksbatam taksbata taksbantu. daJcsh kräftig sein: däksbata 
däksbate. naksh enreicben: näksbati naksbatbas naksbatas näksbanti 
näksbat anaksban näksban naksbase näksbate näksb&mabe n&ksbante 
naksbata n^sbanta naksbasva n^bamSna-. mydksh festsitzen: myaksba. 
yctksh vorwärts eilen: yaksbanta. raksh retten: rdksbasi räksbati rak- 
sbatas räksbatba räksbanti äraksbat äraksban räksba r&ksbatitt räksba- 
tam raksbatSm räksbata raksbantu räksbant- räksbase raksbate raksbe- 
tbe raksbasva räksbamSna-. sdksh etwa gleicb scic (nacb Both) 
säksbanta 1, 131, 3. 

b) Der vorletzte Consonant ist n. Dabei ist die n-Classe zu 
vergleicben. 

krand brüllen: krandati krandanti äkrandas äkrandat krändat 
kranda krandatu krändant-. nand beMedigt sein: nandanti. hhand 
jaucbzenden Zuruf empfangen: bbandate bbändamäna. ittand sieb 
erfreuen: amandat ämandan manda mändatu mändantu mande mindase 
mändamabe mandadbve ämandatbSs ämandata mändasva mändamäna-. 
vand preisen: vände vändate vändämabe vändasva vändamana- aber 
vandädbyai. skand steigen: skändati skandantL syand sti*ömen: sydn- 
date syandasva sydndantäm syändamäna-. fvafi4i sieb auftbun: cvan- 
casva 9väncamSna-. 

dhanv rinnen: dbanvasi dbanvanti dbanväti dbänva dbanvantu. 
gans preisen: fansSmi 9aäsasi 9an8ati 9ansämas 9än8anti ä9ansan fän- 
säti 9a&s&t 9änsäva 9änsa 9änsata 9änsant-. ma^ scbenken: mäöbase 
määbate ämanbata. ranh rinnen: äiaÄbas raiUiate äranbata ränbarnSna-. 

c) Der vorletzte Consonant ist r. 

arc strablen: ärcami ärcati ärcatbas ärcsmasi ärcanti äi'cat arcat 
ircan arcan und arcan, arcät ^cama ärca arcatu arcata ärcantu ärcant- 
arce. 2sarj knarren: sarjatL vart wenden: värtat värtate vartete 
väprtante avartata ävartantet värtanta vartatäm vartadbvam vartanlAm 
värtan^üia-. ard zerstieben: ärdan. ardh gcdeiben: ^dbat (ob conj.)? 
ffMrdh überdrüssig werden: märdbati mardbatas mardbanti ämardbant-. 
vardh wacbsen: vardbati värdbanti värdbat avardbatäm ävardban var- 
dban värdb&n värdbäs värdbat värdbsma värdba värdbatu vardbatam 
vardbata värdbantu växdbant- väidbase värdbate vaidbete vardbante 
ävardbata vardbata avardbanta vardbanta vardbäse värdbasva värdba- 
tarn värdbetbäm vardbantSm värdbamSna. gardh: 9ardbat 9drdba 9är- 
dbant-. spardh kämpfen: spärdbante spärdbamäna. sarp geben: 
särpati särpatba sarpat asarpata sarpa sarpatu sai-pata. hharv kauen: 
bbärvati bbärvant-. arsh strömen: arsbasi ärsbati ärsbanti ärsbät arsba 



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arshata ärshantu ärshant-. Ikarsh ziehen: karshathas larshat karsha. 
dharsh wagen: dhärsha Y. S. va/rsh regnen: värshanti. ha/rsh sich 
freuen: harshase härshate härshasva härshamSna-. arh verdienen: 
arhasi arhati arhathas ärhsmasi ärhanti ixhsk ärhaut-. garh schelten: 
garhase 4, 3, 5. 

Seltener vorhandene Änslautsgruppen bei folgenden Wurzeln: 

soQc (ursprünglich reduplicirt aus sac)i sa9casi safcat äsa9catam 
(vgl. § 43) sa9cata (imp.). sa9ce , sä9cati 3pl. sa9cata 3pl. majj tau- 
chen: mäjjanti. hcdp helfen: kalpasva. ranib herabhängen: rämbate. 
jrcmbh gähnen: jrfmbhate. 

3. Wurzeln mit innerem langem a. 

yOo flehen: yScsmi yäcatät y&cata jäcamahe yäcante. bhraj glän- 
zen: bhräjant- bhrsjase bhräjate bhräjante bhr^amäna-. raj herrschen: 
räjasi räjati räjathas räjatas r^atha i*ajanti r^Sni räjant-. Jchad zer- 
beissen: khädati khsdatha. yod in Verbindung sein mit: yädamSUia-. 
nadh sich in Noth befinden: nädhamSna-. badh schlagen, stossen: 
bädhase bädhate bsdhämahe bsdhadhve bädhante badhathäs abädhata 
badhata äbadhethäm bädhasva bädhatäm badhetham badhadhvam b^ha- 
mäna-. vrodh anreizen, anspornen: vradhant- vrädhanta. sadh ge- 
deihen: sadhati sadhathas sadhat sädhan sädha sädhant- sädhate sädhata 
sädhanta sadhantam. cäy sich scheuen: cayamana- Idhav hervorstiö- 
men: dhävasi dhävati dhavanti dhavan dhava dhavatu dhavata dhävant- 
dhavate. 2dhav abreiben: dhävati dhävatas dhavatam (imper.) dhävata. 
dag verehren: da9asi d^ti ada9at di9at äda9an dä9at dä9ema. va^^ 
brüllen: vä9atL as sitzen: asase äsate^. das nachstellen: däsati dfeat 
däsant-. gas befehlen: 9asati 9äsas 9äsan. ^aA eintauchen: gahase gähate 
gahemahi gähamana-. 

vafich wünschen: vafichantu. 

§160 
I-Wurzeln mit betontem WurzelvocaL 

i fyati 10, 32, 3 (nur hier), rish verletzen: risham rishat rishan 
rishatha rishäthana rishama rfshant- und rfshant-. 
Wurzeln auf zwei Consonanten: 

Zuerst erwähne ich Wurzeln auf ksh: hhiksh erbitten: bhikshe 
bhikshate bhikshanta bhiksheta bhlkshamana-. Igiksh lernen: 9{kshate. 



1) Gewöhnlich aste. Gbassicahn betrachtet deswegen die Fonnen Ssase nnd 
Ssate als conj., was formell möglich ist, doch scheint mir der Sinn zn widerspre- 
chen , namentlich 8, 69, 5 verglichen mit 3. Die Annahme eines Indicatirs Ssate 
hat nm so weniger etwas Auffallendes, als im Epos ftsante nnd Ssasva vorkommen. 
Die einikche Bildung wird die ältere sein. 



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2giJcsh schenken: fikshsmi (fkshasi 9fk8hati ffkshatas fikshanti fiksliam 
ä9ik8ha8 (fkshat ä9ik8hatam (fksh&s 9ik8liat (fksheyam 9ik8hema 9iksha 
9ik8hata 9ikshatam 9fk8hant-. 

Ganz allein steht eine Wnrzel anf bd: pibd in pfbdamäna-. 

Zuletzt seien erwähnt Wurzeln auf ny, die offenbar aus Präsens- 
Stämmen auf nu entstanden sind (vgl die n-Classe). 

ßnv erregen: jinvasi jinvati jfnvathas jfnvatiia jfnvanti tginvat äjin- 
vatam jinyan jfnva jinvatu jfnvatam jinvata jlnvant- jiny6 3s jinvate 
aber jinöshi 5, 84, 1. pitw schwellen: pinvasi pinvati pfnvathas pinva- 
tas pinvanti apinvam äpinvas äpinvat pinirat äpinyatam äpinvata äpin- 
van pinva pfnvatam pinyata pinyase pfnvate apinyata pfnyanta pinyasya 
pfnyat&m pinyadhyam pinvantäm pinyamäna-. 

Wuizeln mit langem i 

l (von BR als intens, zu i betrachtet) fyase fyate fyante fyamäna. 
di eilen: dlyati dfyathas dfyanti adlyam dfyat dlya dlyatam dfyant-. 
rf fliessen: rlyate rlyante. fj sich bewegen: Qamäna- 6, 29, 6 (vgl ej) 
dpa Ijate 5, 43, 8. 6, 64, 3 (anders Boehtlinqk-Eoth s. y. e;). irfd 
spielen: krljati krQatha krQanti krfl&n krflant-. pty hassen: piyati 
pfyanti piyant- ir: afi-at frat airatam (von BB. als aor. zum caus. 
betrachtet), ßv leben: jlvati jfyathas jfyanti jfväti jlyät jfyema jlya 
jlyanttt jtyant-. ^ Herr sein: I9ate l9ata. tsh eilen: ishati ishe 
fshate ishante aishanta ishanta fshainäna-. 

Mit zwei Consonanten am Schluss: lA^A sehen: ikshe 8, 68, 9 
aikshetsm. 

§161 
U- Wurzeln mit betontem Wurzelyocal. 

2gru hören: 9rtiyat 9ruyantu (Conj. ist 9ravat). rwA steigen: rühat 
5, 36, 2 rühäQa-. 

bhü: bhuyam bhüyas bhöyat bhüyan. IbhUsh sich yerbreiten: bhü- 
shati bhOshathas bhüshanti äbhOshat bhOsha. 2hhüsh sich bemühen: 
bhOshasi bhfishati bhäshathas bhtishatas bhüshatha bhOshanti äbhQshan 
bhOshan bhäshät bhüshema bhüsha bhOshatu bhüshatam bhOshata bhti- 
shant-. l€ih schieben: ühasi ühati auhat auhata. 

Auf zwei Consonanten gehen aus: 

jürv yersengen: jöryasi jüryati jtiryathas jüryäs jOrya. türv besie- 
gen: tOryasi töryatha töryatam ttSiTant-. dhürv zu Fall bringen : dhür- 
yanti dhOryantu. 



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§162 
Wurzel mit e. 
ej sich bewegen : öjati 6jatha afjan ejat ejatu ^jant - (vgl Tj). re^ 
zittern : r6jati rejatha r6jat rdjate rejete r^jante rejata drejetäm drejanto 
r^janta r^jarnSna-. edh gedeihen: edhate ^dhante. vm wünschen: 
Y^nati v^nanti dvenat venas vena venatam v^nant-. ^et; verehren: s^vate. 
esh gleiten: fehant-. Ihresh wanken: bhreshate. hesh wiehern: li6- 
shant-. jeh klaffen: jShamSna-. 

n. 

Der SnffixToeal Ist betont. 

§163 
Wurzeln mit innerem a. 

Von Wurzeln mit einem Schlussconsonanten sind zu nennen: van 
lieben: yanäti. 3har ausgiessen: Mräsi akirat kira kirate. tar über- 
schreiten: tirSmi tirasi tirSmasi tiranti ätiras ätirat atiratam tirsti tire- 
tam tiretana tii'eta tira tiratam tii-ata tirantu tiränt- tiräte tiränte 
tirata atiranta tiränta tirate tiradhvam. Bemerkenswerth: vyadh: vidhän 
1, 149, 1. mar siehe bei dem Passivum § 184. 

Den Uebergang zu den auf mehrere Consonanten endigenden Wur- 
zeln bMetprach fragen: ppchämi pjicchasi prichati prichänti äp)icham 
prichat appchata piichät ppchän prichet pricha p]ichäta piichdnt- 
prich^ prichase pnchate pjichai pnchämlüia -. 

Die Wurzeln auf mehrere Consonanten enthalten sämmtlich die 
Silbe ar oder ra: 

vragc zerreissen: vri9casi vri9cati vri9canti y|i9cas ävri9cat yri9cdt 
vii9cät vp9cä yp9cänt-. tm-ahsh striegeln: mfikshä 8, 63, 13 (vgl.BR). 
marj abreiben: mrijänti mvijänt- mrije, Isarj entlassen: srijämi Sfi- 
jäti S]ijathas spjatas srijänti äsiijas srijäs aspjat spjät asnjata as^ijan 
spjät srijäni sjija sfijätam sfijäta snjantu srijänt- spjate aspjata as(i- 
janta spjanta spjasva Sfijädhvam. hhrajj rösten: bhpjjatL mard gnä- 
dig sein: mrilEti m]i]Et mplatas mpjä. m}i}atu miijatam mrilatam 
mp^dta mplantu. cart knüpfen: critänti crita. ard zerstieben: pdantu. 
vardh wachsen: aypdhat Vfidhänt-. tarp sich ergötzen: tpp&n (nicht 
-it) 7, 66, 10. darg: dpi9an dyi9^yam. marg mulceo: mri9äma8i mri- 
fänti m(i9a mp9änt- mp9äse mp9ate. sparg berühren: sp}i9ami sp)i- 
9Sma8i spri9änti asp|i9at sp|i9a spri9äta. 2arsh stossen, stechen: 
rishänti pshänt-. 2karsh pflügen: kpshantu kfishasva. dharsh wagen: 
dfishänt- dhpshämana- . varh ausreissen: vyihami vrihati vj-ihäthas 
ayphas y|ihas vphat ypheva yrihi yphatst yphatam yphata. 

DtUrüdk, «Itindiaehet yeibam. 10 



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Man könnte auch die § 92 erwähnte Form mandtis zu mand hier- 
herziehen wollen, aber schon S. 52 ist angedeutet worden, dass mandüs 
vielleicht richtiger als Feifectum zu betiachten ist Der Accent des 
Infinitivs mandädhyai beweist nichts. 

§164 
I-Wurzeln mit dem Accent auf dem Suffiivocal. 

riJch ritzen: rikha (der Accent aus dem späteren likh likhäti er- 
schlossen), vij schnellen: avije vijämana- im AV. müh sich gesellen: 
mithänt-. khid {sJciM T. S.) drücken: khidäti akhidat. 3vid finden: 
ävidam yidam avidas yidäs ävidat vidät vidatam ävidama ayidan vidän 
yidäsi vidäs vidät vidathas yidätha yid^t vide viddnta. vidh verehren: 
avidhat vidhat vidhsti vidh^ma vidhänt- vidhanta vidhemahL Jcship 
werfen: kshipät kshipa kshipänt-. dig zeigen: di9änt- di9ämäna-, später 
di9anti. rig rupfen: rifänt- ri9ämahe rifanfeün. vig eintreten: vi9anti 
ävi9at vi9at vi9a vi9antu vi9änt- vi9ate vi9änte avi9anta vi9asva vi9a- 
täm. mish die Augen aufschlagen: mishati mishanti mishänt-. 

§165 
[J-Wurzeln mit dem Accent auf dem Suffixvocal. 

1. Wurzeln auf u oder 0. 

dhü schütteln: dhuvämi A.V. dhuvet T. S. 2yu anziehen: yuväti 
yuvase yuväte yuv6the yuvalte yuvSmahe yuvase yuväsva yuvämana-. 
ru bi-üllen: ruvdti ruvät niva ruv&nt-. sü zeugen: suvami suvfei 
suväti suvdnti asuvat suväti suva suvatst suvatu suvantu suvänt-. hü 
rufen: huvat huv6ma huvamahe ähuve ähuvanta huv6ya huvädhyaL 

2. Wurzeln auf einen Consonanten. 

mi4C loslassen: mucanti mucas amucat mucät mucäti muca mucste 
mucadhvam. guc leuchten: a9ucat 9ucänt- und nachBB. auch 9ucämana-. 
tuj stossen: tujänt- tujete. hhuj gemessen: bhujät bhujema bhujänt-. 
ruj brechen: rujäti rujanti ärujam ärujas rujäs arujat rujät rujan nySsi 
rujema rujä rujänt-. khud hmeinstossen : khudäta (imp.). UmI stossen: 
tudät tuda tudänt-. nud stossen: anudas nudata nudänt- nudanta 
nuddsva nud^tham« rud weinen: rudanti rudänt-. gur beifällig anneh- 
men: gurasva gm-ämana- und gurätai T. S. jur: jurdtam imp. 1,182,3 
kann m jur oder jar gezogen werden, tur drängen, eilen, im BV. 
nur turatäs gen. part., aber T. S. turäte. &Ät*r zappeln: bhuräntu bhu- 
ränta bhurämai^a-. ^pAt^r springen: sphuranti asphuras asphurat sphurat 
sphm-än sphura sphm-änt-. rüg unwirsch sein: ru9ämana-. jush gemes- 
sen: äjushat jushät ajushata jushata äjushadhvam äjushanta jushanta 
jushäte 3s. jush6ta jusherata jushäsva jush^tham jushetam jushädhvam 



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jushantsm. Sgush zischen, pfeifen: 9nshe 9ushäntam. jfuA verbergen: 
gahas gnhämana-. duh: dnMnti adnhat^ dnliüs dohänt- duhMhyai. 
ruh steigen : ruh&xn. amhas ämhat (dagegen rühat 5, 36, 2) ixihätam 
ämhan mhäva rnhema. 

Anf zwei Consonanten endigen: 
vtj niederhalten: aubjas aubjat ubj&tam (imp.) nbjantn ubjäut-. 
uksh träufeln: nkshänti aükshat aükshan nkshan ukshatam Qmy.) nlcshata 
ukshdte okshänte nksh^thsm nksh^bnSna-. 

§166 

Formen von A-Wurzeln, 
bei denen der Äccent nicht überliefert und nicht m 
völliger Sicherheit zu bestimmen ist. 

saj = safif hängen an: sajOmi asajai vat verstehen: vatema. 
hrad = hrand wiehern: kradas. päd zu Fall konmien: padätL mrad 
aufreiben: mrada. vrad mürbe werden: ävradanta. radh = randh in 
die Gewalt kommen: radham radhäma. rodh gedeihen: i*ädhati rädhat 
rädhäma. tan dehnen: atanat tanat ap erlangen: äpas äpat äpan. 
svap schlafen: svapa. grabh ergreifen: agrabham (vgl. grah), tarn 
ersticken: tamat ^am müde werden: 9i*amat. ar erheben: aram ärat 
aratam aratäm ai'äma ärata 1, 4, 5 2pl. äran aran äi'ata 1, 54, 1 3s. 
2gar verschlingen: garan. dhav rennen: dhavante adhavanta dhavadhve. 
hhrac = bhrang entfidlen: bhra9at 2as werfen: asan asus. vas (viel- 
leicht 2vas) vasas 7, 8, 3. gas anordnen: (ish^lmahi (Sämav. 9isbämahe). 
$ras = srans: srasema 6, 11, 6. graih (vgL grabh) ergreifen: gjiha- 
mahi (vgl. S. 138). tand ermatten: tandate (dazu tandr: tandrat), varj 
drehen: avrijan. hart abschneiden: äkrltas. gardh ausgi*eifen: ägiidhai 
mardh überdrüssig werden: mvidhätL marsh vergessen: miishanta. 
varsh regnen: vpshasva vfishethäm. rapg strotzen: rap9ate. 

I-Wurzeln mit nicht überliefertem Acceni 
sie ausgiessen: sicas asican sicämahe. sridh verletzen: siidhat. 
ish streben: ishema ishe ishanta. tvish en*egt sem: atvishus atvishanta. 
tnsÄ wirken: avishai fisÄ übrig lassen: 9ishas 6,75,16. grish = 
glish sich anhängen: 9rishat. 

U-Wurzeln mit nicht überliefertem Accent 
3yu fernhalten: yuva yuvanta. rudh zurückhalten: rudhat. push ge- 
deihen: pushema. prush träufeln: prusha. di*uh schädigen: druliau. 



1) Die übrigen Formen ausser adnhat können auch zur cinfoohon Wurzel gezo- 
gen werden. 



10* 

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IIEOIITES CIPHEL. 

Der Prftsensstamm ist gleich der ganirten Warzel mit dem 

Suffix a. 

Diese Bildung findet sich bei den Wurzeb: { Skshi Sei ji jri n% 
pt bhT U gi gri stni hi(?) migh = mih sie ty Md dt müh Ihid 2sidh 
sridh vip rish vish grish dih cyu jü dru 2nu Snu pü pru plu Syu 
bhü stu sru hü rtM guc hhuj yuj gcwt pruth [udj Jcshud cud mud 
dudh budh pudh Irudh 2rudh guhh stubh Tcrug Itug 2tug tish ghush 
jush mush rush grush nih düh ruh und mid. Dazu noch aus der übri- 
gen Literatur: ndich unverständlich reden, kshvid summen, brummen. 
2div jammern^ nmic vermuthlich ursprünglich : aufgehen, Jcshtibh 
schwanken u. a. m. 

Im Einzelnen habe ich folgendes zu bemerken. Die Wurzel p'i gehört 
nur mit der einen Stelle 1, 164, 28 payate päyobhis hierher,^ offenbar einer 
Bildung des Augenblicks. — Unter ff sind a9äyatam und a^ayata erwähnt. 
Es giebt auch einen äusserlich gleichlautenden Stamm a9äyä- Yon lag. — 
Ob ödati femin. partic. von ud hierhergehört, oder etwa zur einfachen 
Wurzel (vgl. üh) ist nicht zu entscheiden. — 9röshan und fröshantu\ und 
vielleicht (röshamäna-, könnten auch Aoiist von gru sein. 

§167 
I-Wurzeln. 
a) Auf i ausgehend: 
i gehen: ayati ayate äyante Syata 3s. ayanta äyamSna-. Zhshi 
herrschen: kshayasi kshäyati kshäyathas kshäyatas kshäyatha kshäyat 
7, 20, 6 kshäyant-. 3ci hassen: cäyate cäyadhve cäyamäna-. ß sie- 
gen: jaySmi jayasi jäyati jayämasi jayanti äjayas ajayat jäyat jaySsi 
jäyäs jayäti jäyäva jäyema jäya jayatu jäyatam jäyata jayantu jäyant- 
jayethe jäyante jayantem. jri schreiten: jrayati. nf führen: näyasi 
nayati nayathas näyämasi näyatha näyanti anayam anayas änayat nayat 
änayata änayan niyan näyäti näyäni näya nayatu nayatam näyata 
nayantu näyant- nayase änayanta nayasva nayadhvam näyamäna-. pl 
schwellen: päyate 1, 164, 28. bM fürchten: bhayate bhäyämahe bha- 
yete bhäyante abhayanta bhayate bhayatäm bhäyamSna-. U sich an- 
schmiegen: layantäm, ni-läyata T. S. ^ liegen: a9ayat 9ayase 9ayate 
(äyante und mit langem a: a^Syatam a9ayata, aber 9ayädhyaL ^leh- 
nen: 9rayethe 9rayante 9räyate 9rayasva 9rayetom 9rayadhvam 9rÄyan- 
\Sm 9räyamana-. stni lachen: smayate smayete smayanta smäyamana-« 
M: häyantä 1, 116, 18 (unsicher). 



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b) Auf Consonanten ausgehend: 
migh = mih harnen: möghamana-. sie besprengen: secate. tij 
schärfen: tejate t^jamSna-. hl4 zfimen: &-helamSna- &-helant. dt 
wahrnehmen: cetati' cetathas cetatha acetat cetat cetatSm c^tant- 
cetate c^tante. mUh zusammenkommen: methSmasi methete. bhid 
spalten: bh^dati abhedam. 2sidh fernhalten: s6dhati sedhanti asedhas 
asedhat s^dha sedhatu s^dbatam s^dhata sedhantu- s6dhant-. sridh 
verletzen: sredhati sredhata äsredhaht-. vip beben: v^pate y6pete. 
ribh knarren: rebhati rebhanti r^bhat röbhant-. rish verletzen: reshai 
msh (wie es scheint ein besonderes bei BR. nicht erwähntes vish) v6- 
shantls 1, 181, 6. grish verbinden: 9reshäma 4, 43, 1. dih beschmie- 
ren: d^bai mih harnen: mehantL 

§168 
U-Wurzeln 

a) auf u ausgehend: 

cyu bewegen: cyävam cyavante cyavanta. jü eilen: javete. dm 
laufen: di-avanti ädravas ädravat drävat adravan dräva drävatäm (du.) 
drävantu di*ävant-. 2nu schallen: nävämahe navante änavanta nävanta 
nävamäna. 3nu sich bewegen: navante navanta. pü flammen: pava 
pävase pävate pävante äpavatbäs • paväte pävasva pavatäm pavadhvam 
pävantäm pävamäna-. pru springen: pi-avanta. plu schwimmen: pld- 
vate, 3ifu trennen: yavanta. bhü sein: bhavasi bhävati bhävathas 
bhävatas bhavatha bh^vanti abhavam äbhavas äbhavat abhavatam äbha- 
vata äbhavam bhävSsi bhäväti bhäväma bhäves bhävema bhäva bhava- 
tät bhavatu bhävatam bhavatäm bhävata bhävantu bhävant-. stu 
loben: stäve stävase stävate stävämahe stävante stave 3s. praes. stävanta 
stävai staveta stävamSna-, aber stavädhyaL sru fliessen: srävanti asra- 
vas sravet srava sravantu srävant-. ha rufen: häve hävate haveto 
häyämahe hävante hävanta. 

b) Auf Consonanten ausgehend: 

ruc leuchten: röcase röcate röcante ärocathäs ärocata rocata roca- 
tSm (imp.) röcamäna-. gt^ leuchten: 9ocänti (ocas äfocat 9<5ca 90catu 
9(5cant- 9öcasva 9<5canta. bhuj gemessen: bhojam bhöjate. ffty ver- 
binden: yojam yöjä (Is.) yojate. (cut triefen: 9cötanti. pruth schnau^ 
ben: pröthat protha pröthant- pröthamäna-. [ud quellen: ödati]. kshud 
erschüttern: kshodanti kshödante. eud antreiben: codämi cödat cdda 
codata codate codasva cödethäm. mud freuen: modase mödate moda- 
dhvam mödamäna-. dttdh schütteln: dödhant part.^ wovon nur dödha- 
tas gen. sg. mi ^cc. pl. belegt ist (s.BB. s. y. dhü). iudh eiimchen: 



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150 

bödhati bödhilinasi bödhat bödhäti bödhat bödha bödhata bödbatam 
bödhantu. jrudÄ; yodhat yodhänä-» Irudh sprossen: rödhati rödhat 
2rudh zurückhalten: arodham. cuhh glänzen: 9obhase 9obbate fobhete 
föbhamSna-. stuhh loben: stobhati stobhanti stobhata (imp.) stobhantn. 
hrug schreien: kro9antL Itug ti*äufeln: to9ase to9ate. Ztug beMedigt 
sein, beschwichtigen: to9ase 8, 15, 11. ush brennen: oshati öshas osha 
oshatn;t oshatam. ghttsh verkünden: ghoshathas ghoshatas ghöshat 
1, 139,8 ghöshan ghöshate. jash geniessen: jöshati jöshat jösha jöshe 
38. mush stehlen: möshatha. nish zürnen: roshati. (rush hören: 
9rÖ8han 9roshantu 9röshaniana-. üh achten: ohase öhate. duh melken: 
dohat dohase döbate. ruh ei*steigen: rohasi röhati rohathas röhanti 
aroham arohat roha rohatu rohata rohanta röhant- rohase rohate. 
Im Accent abweichend ist medätem 10, 93, 11 imp. von mid. 

§169 
Verlängerung, nicht Ouna haben: 

Jcram: akrämat kiHmema kräma krdmant-. gt^: gOhathas gOhanti 
gühas agühat gtlhatäm ägühan gähata gühate gühant-. svädate 9, 68, 2 
zu svad (oder svOd?). 



Wrnm CAPITEL. 

N - C 1 a s 8 e. 



Die N-Classe zerfällt in drei gi-osse Abtheilungen, deren jede 
wieder ihre Unterabtheilungen hat, nämlich 
I. An die Wurzel tritt nä (nl), 
dazu ein Anhang (na, ana). 
II. An die Wurzel tritt nu (no), 
dazu ein Anhang (nva, u). 
III. In die Wurzel tritt n, 

1) in den starken Poimen na z. B. yunäjmi, 

2) in allen Fonnen n , und der Stamm erhält das Suflix a 

z. B. vi-n-d-ä-ti, 

a) das Suffix a hat den Accent, 

b) der Wm'zelvocal hat den Accent. 



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151 



§170 
An die Wurzel tritt na (nl). 

Es kommen folgende Wurzeln in Betracht: 

Jcshi ji (jya) 2mi ri st kr^ pr% bhr^ frf jü drü pü hrü math grath 
hadh gräbh shabh sfabh ram gcam Igar Ipar Sknar 2var gar siar kor 
2ag grah ap ish ubh ush mush. Aus der übrigen Literatur noch: vU 
zusammenknicken, lü abschneiden, grcUh knüpfen, dar spalten, mard 
zerreiben, klig plagen, hush reissen, push gedeihen, prush ti-äufeln 
(nur V. S. 22, 26). Was G. Meyer Nasalstämme S. 12 noch anfahrt, 
weiss ich aus der Literatur nicht zu belegen. 

Dazu Nebenbüdungen von (mi) (Ipar) 2mar (ish) jnd. 

Aus dieser üebersicht ej-giebt sich eine Bemerkung den Wurzelvocal 
betreffend. Als solcher findet sich nämlich nie ein langes a, ausser 
in der vereinzelten Participialform dpnäna- 10, 114, 7. Die Vermeidung 
dieses Yocals ist offenbar so gut eine Forderung des Wohlklanges wie 
die Verkürzung des ü von jü und pü (anders dru). Unter diesen Um- 
ständen erscheint jänämi sehr auffallend. Die Bedenden fühlten in 
dem nä von jOnami sicher die Präsenssilbe nä, sonst hätten sie nicht 
janimäs gebildet. Mii* ist aber keine Erklärung bekannt, welche die 
Form genügend deutet. 

Was nun den Vocal des Suffixes betrifft;, so ist vor allem festzu- 
stellen, dass die Länge des a im Sanskrit das regelmässige ist. Die 
regelmässige Form ist minäti und nicht minätL Ursprunglich dehnte 
sich das ä auf alle Personen aus, die Scheidung in nS und nl ist 
erst jüngeren Datums. Das sieht man erstens an den Conjunctiven 
minäma junäma, welche nicht aus *mini-ama entstanden sein können, 
zweitens an den verwandten Formen des Griechischen, und diittens 
wohl auch aus der 3*^ plur. minänti, welche, wie es scheint aus 
*minä-anti hervorgegangen ist, indem das ävor a ausgestossen wm-de. 
Nach dieser dritten Pers. pl. bildete sich nun bei einigen Verben auch 
die 3^ sing, und die übrigen Personen mit kui*zem a. Man sagte nicht 
bloss minänti, sondern auch mrinäti m^inäsi etc. , ebenso wie neben 
tudänti tudäti tudäsi etc. steht Schleicheb Comp. 293 fasst das Ver- 
hältniss etwas anders auf, indem er das kurze a fOr das ursprüngliche 
hält. Diese Auffassung kommt mir desshalb unwahrscheinlich vor, weil 
wenig Veranlassung gegeben war, das einmal vorhandene kurze a, wel- 
ches am Ende des Präsensstammes so ausserordentlich häufig ist, zu 
verlängern, während das Uebergreifen der Bildungen mit dem kurzen a 
nicht verwunderlich ist. 



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162 

Die Scheidung der Formen in die stärken mit nS, und die schwa« 
chen mit nl ist analog der Sckeidnng bei den ein&chen i- und u-Wnr- 
zeln und der nu-Glasse, nur dass eben nicht das leichtere nl, sondern 
das schwerere nS das ursprüngliche ist Es ist also dasselbe Gewichts- 
verhältniss auf umgekehi-tem Wege hergestellt worden. Uebrigens ist 
die Scheidung hier so wenig wie in allen analogen Fällen vollständig 
rein. Es finden sich punäta als 2** pl. imp. und im A. V. und V. S. 
noch gribhnähi prl^iähi T. S. striMhi T. S. punähi u. ähnl. (Ludwig 
Infin. 134.) Dagegen hat es mit dem von Benfet Vollständige Gram- 
matik Seite 360 Anm. 3 gemeinten minlt (nicht minimi) statt minät 
eine besondere Bewandniss. Der Vers A. V. 6, 110, 3 lautet: sa mä 
vadhlt pitäram värdhamSno m& mStäram prä minlj jänitrim. Es ist 
klar dass das vorhergehende vadhlt auf die Vocalisirung von minlt 
eingewirkt hat. — Was nun die Nebenbildungen betrifft, so ist die mit 
kurzem a schon erwähnt, und ebenso jänämi, es bleibt also noch über 
die Formen mit ana, nämlich ishanas ishanat ishananta ein Wort zu 
sagen. Sie gehören zu ish und haben die Bedeutung „in Bewegung 
setzen, eilen". Grassmann, hält das a für conjunctivisch, aber die 
Bildung wäre ganz gegen alle Erwartung, und zweitens verlangt ishanat 
4, 17, 4 nach meiner Auffassung (trotz Kuhn Herabh. 62) entschieden 
indicativischen Sinn, wovon man sich, glaube ich, überzeugen muss, wenn 
man den ganzen Hymnus im Zusammenhange betrachtet, und ebenso 
ishananta 4, 23, 9. Man muss also das a nicht zum Modusstamm, 
sondern zum Tempusstamm rechnen. Dass wir in isha^a- ein Analogen 
der griechischen Praesentia auf -ovo) vor uns haben, kann demnach 
nicht zweifelhaft sein. Eine analoge Bildung ist noch kppä^anta, das 
ich zu den Denominativis gestellt habe, weil ein *kripnäti nicht vor- 
handen ist. Auch ishai^a- ist dort noch einmal erwähnt. Die Frage 
der Einordnung ist irrelevant, wenn man, wie ich es thue, daran fest- 
hält, dass nä ebenfalls ein ursprüngliches Nominalsuffix ist. 

Es wird sich später zeigen, dass neben der Pi-äsensbildung durch 
nä häufig eine Stammbildung durch äyä herläuft. Bei dieser Classe 
wird auch das hier erwähnte 9canman besprochen werden. 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen. 

§ 171 
1) Die Wurzel geht auf i oder u aus. 
Aufi 
und zwar 

a) kurzes i: hshi vernichten: kshinllti kshinänti kshinäm äkshi^Ss. 
ji bewältigen (bei BR, unter jya): jin&ni jinäti jinanti. 2mi mindern; 



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163 

minSmi minäti miDimäsi minänti ämin&s aminat minan minäma minänt- 
miBanä- ri ireilassen: ri^Osi ri^äü riijilthas rinänü äiii^ ri^äs ärii^at 
arinitam äiinita rinän rinänt- rinite rinat^. si = sa binden: sinätL 

b) langes i: kr% kaufen: krinüti. pri erfreuen: prlnanü aprli^at 
prinänt- pilnlW priiiänä-. bhr^ vei'sehren: bhrlnänti, nur 2, 28, 7. 
frf mischen: 9rli!i4nti ä9rlnTta jrlijltana 9rTnänt- jrl^lshe ^rUßni-, 

Auf u: 

jü beschleunigen: junasi junSti junlmäsi junänti junäs junäma. 
drü ausholen, treffen (nach BR.) diHnanä- 4, 4, 1. pü reinigen: punOmi 
punäti punänti apunan punihl punitat punatu punäta 9, 104, 3 punltä 
punltäna punantu punänt- punite punat^ punanä- (punlsh^ als erste 
Person s. unter Aorist), hrü (vielleicht hru): hrunäti 1, 166, 12. 

2) Die Wurzel geht auf einen Consonanten aus. 

math (manth) röhren: ämathnat mathnänt-. groth locker werden: 
9i*athna8 a9rathnan 9rathnlt4. hadh (bandh) binden: äbadhnat äbadh- 
nan badhndte 3pl. grabh ergreifen: gribh^ämi gribhnäti agribhnSs 
gribh^äs agfibh^at gribh^änti agribh^an g^bbnlta giibh^e gribhnate 
gpbhnlta ag^bb^ata gribhnata. skabh stützen: skabhn^ti skabhnänt-. 
stabh stützen: stabhnSmi astabhnSs ästabhnat. ram stillen: aramnas 
äramn&i (cam zur Buhe bringen, dämpfen: 9camnan. Igar preisen: 
gpnami gpnäti gpi^ltäs grinlmäsi gpndnti giiiyJhl giinatu gpnit&m 
gpnita gfij^^änt- gvu^i gri^lshö 2s. gri^Itö grinö 3s. pai-s. gfinlta gri- 
iHianta griijiS^ä- (gp^lshe als erste Pers. s. unter Aoiist) giriijJshäni. 
Ipar fallen: piii^Ssi pnnäti p]inltäs prinänti aprinas app^at p^i^ät 
pii^Iyät pri^Ttäm pyinitä pii^Itana ppndnt- prinädhyai. 2mar: m^lhi 
mrinänt-. 2var wählen: av^-initam vrine vrinltö vrinimahe vnnimahö 
vrinäte avrini dvp^lta vriijilta ävp^lmahi vii^ata vrinishvä vyi^ldhvam 
vrinänä-. far zerbrechen: 9ni^i 9rinäti a9ri9ät 9fi9lhl 9iijltam 9ri- 
nantu 9|inanä-. star hinstreuen: stpnänti ästriQat ästri^an stvinitdm 
stfi^tä stfinänt- strinite stri^lmahi stfi^tSjn(3s.) stpnänä- strinlshänL 
har zürnen: h^iijilshä hrinite hrinlthäs hiiQltöm 3s. hpnanä-. 2aQ essen: 
a9nati a9nam ä9nan a9ana a9nltdm a9nänt- a9nate 3pl. grdh « grahh: 
gphoatn. ap erlangen: äpnäna- 10,114,7. ish schleudern: ish^&i 
ishndnt- isb^a^ä-. uih fesseln: ubhnits aubhnäi tish brennen: ush- 
^änt- 2, 4, 7 und vielleicht ushnän 9, 97, 37, wo man freilich ein Ver- 
bum von der Bedeutung „finden'* erwai-tet. nmh stehlen: amush^as 
amush^s^t dmushijltam. 



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164 

§172 
An die na-Classe schliessen sich noch an 

1) Wurzeln mit na (statt na), deren a wie ein anderes stammans- 
lautendes a behandelt wird. 

mi mindern: minati 9, 97, 30 (bei ER. minati) minat aminanta. 
Ipar fQllen: p^ndti apri^as apji^at prina prinata pii^fthe (conj.) pri- 
i^va pii^atam 3s. pfinetham pri^adhyam. 2mar zeimalmen : mii^asi 
an^riigias ampQat amrinatam m^rina. 

2) Einige Formen mit ana: ish: isha^as isha^at ishananta. 

3) Die Bildungen von dem Präsensstamme Jana zeugen: (ja-na)^ 
welche gewöhnlich zu jna gezogen werden : 

janami janäti janimas janltha janänti ajanam janat ajanan janlhi 
jamta janant- janate 3pl. janata janal^ün 3pL imper. jananä-. 

IL 

§173 

An die Wurzel tritt nu. 

Es kommen in Betracht die Wurzeln: ci (vgl. Grassmann) Imi 
hi u dhü QTU SU gak sagh dahh ar Ikar Ivar star spar ag dag pntsh 
ardh tarp dharsh und aus der übrigen Sprache noch SksM vernichten, 
du brennen, ciksh erreichen, taksh bearbeiten. (Anderes bei Meter 
Nasalstämme 3, unbelegt) Ausserdem werden besprochen die zwei 
Nebenformationen angehörigen Wurzeln (c^r) in oder i (hi) tan man 
van San (dazu noch kshan)^ und endlich, um einer äusserlichen Aehn- 
Uchkeit willen, har und tar. 

Auch bei dieser Glasse ist, wie bei der vorigen, etwas 1) fiber 
den Wurzelvocal, 2) über den SufiBxvocal zu bemerken. 

1) Die Beschränkung, die wir bei der vorigen Classe kennen lern- 
ten, dass die Wurzel kaum je ein langes a enthält, findet sich natür- 
lich bei dieser nicht. Im RV. zwar Hegt nur da^noti vor, aber vom 
A. y. an ist apnöti belegt (im Sigveda nur äpnana-) und episch ist 
radhnoti 

Eigenthümlich ist die Gestaltung des Wm*zelvocals von gru: 9ri9U, 
nicht 9ruQu. Sie kann wohl nur auf dem Streben nach Dissimilation 
beruhen. Zwar ist dieses bei dhü und su nicht durchgedrungen, war 
aber dort auch nicht so leicht zu befriedigen, weil eine Aenderung der 
Gruppe nicht so nahe lag , wie bei gru. Bei prush dagegen war die 
Dissimilation nicht so nothwendig, weil zwei Consonanten trennend 



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155 

zwischen den beiden u stehen. Dieselbe Verwandlung wie bei fm fin- 
den wir unter denselben Verhältnissen in bhjikuti Verziehen der Brauen, 
von bhrü. 

2) Das u des Suffixes vrird zu o gesteigert in der bekannten "Weise 
mit den bekannten Ausnahmen. Starke Formen im Plural sind: äk^i- 
nota und äkfinotana hinöta hinötana (auch Dual hinötam) frii^ota 
9pnotana sunota sunotana kpj^ota krinotana. 

Ueber die Steigerung in den Conjunctivformen siehe beim Con- 
junctiv. 

An die nu-Classe nun schliessen sich zwei Nebendassen. Die 
erste umfesst diejenigen Wurzeln , bei denen — äusserlich betrachtet — 
ein a an den auf nu auslautenden Stamm gefugt ist z. B. hinva hin- 
vatu neben hinoti. Es ist wahrscheinlich, dass der Ausgangspunct 
dieser Bildung die 3** pl. ist. (hinvanti) vgl. § 170. 

Die zweite umfasst diejenigen Wui'zeln, welche die achte indische 
Glasse bilden, wie tan tanömi etc. Es kommt noch hinzu inosU inoti 
inu inuhi ainot, die bei BB. unter in angefahrt werden. Eine Weiter- 
bildung dazu ist invati u. s. w. Es fragt sich nun , ob man bei diesen 
Verben nach indischer Weise tan - u, oder wie jetzt gewöhnlich 
geschieht, ta - nu trennen solL Von Interesse wäre dabei die Form 
inimasi SV. 1, 176, wenn sie sicher mit BK. zu in zu ziehen wäre. 
Der Vers kommt auch im EV. vor 10, 134, 6 , und lautet näkir devS 
minimasi näkir ä'yopayämasi mantra9rütyam carämasi „nicht, ihr Qöt- 
ter, verletzen, nicht stören wir (euren Dienst), wir wandeln in Gehor- 
sam". Im SV. steht naki statt naMs und inimasi statt minTmasL Ich 
kann dies inimasi (da die Wurzel mi viel besser dem Sinne nach passt) 
nur fQr eine Verstümmelung oder handschriftliche Verderbniss aus 
minimasi ansehen. Somit kann inimasi fOr die Analyse der Formen 
nicht in Beti'acht kommen. Dass nun die jetzt gebräuchliche Abthei- 
lung (ta-nu) die richtige sein kann, zeigen wohl inöshi etc. Denn es 
scheint zweifellos, dass GiiASSMAiiN Recht hat, inv auf i zurückzufüh- 
ren (vgl. bei ihm inv). Doch braucht sie darum nicht auf alle "Wur- 
zeln zu passen. Ich sehe wenigstens nicht ein, wie man für tanu eine 
Entscheidung treffen will Das Präsensthema tanu ist doch sicher nicht 
anders gebildet wie das Adjectiv tanu, und wer kann behaupten, dass 
dieses nicht aus der Wurzel tan (die doch einmal vorhanden war, wenn 
sie auch erst nach ta entstanden sein sollte) durch Anfügung von u 
gebildet sei? 

Somit muss man die Möglichkeit offen halten, dass in tanu ein 
Präsenssuffix u stecke. 



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166 

Dieses ist nun zweifellos anznerkennen bei kam von hxr und taru 
von ta/r. kor bildet sein Präsens auf mebr&cbe Weise , am b&ufigsten 
sind die Formen mit na z. B. krinöti bii^ut^. Dieselbe Bildung hat 
das Altpersische (k'nnayahy 2s. conj. akHmavam ak'nnaus etc.), und Zend 
(kerenaomi kerenOishi etc.) während eine dem indischen kai*oti entspre- 
chende Form in diesen Sprachen nicht eidstirt. Diese Formation mit u, 
von den Brähmana an gewöhnlich, ist im EV. nur durch kuru „Thu** 
Tertreten. Die verbreitete Ansicht nun, dass karöti aus krinöti entstan- 
den sei, kann ich nicht theilen. Man wiid in der altindischen Sprache 
kein Analogen zu einem solchen Lautvorgang auftreiben, und selbst 
wenn mau, den Lautgesetzen Gewalt anthuend, karöti aus krinöti ablei- 
ten wollte, was soll dann mit tarnte geschehen, das 10, 76, 2 vorliegt 
und unzweifelhaft zu tar gehört (vgL tai*utä räthänSm 10, 178, 1). Soll 
man ihm zu Liebe ein *trinoti annehmen, das nicht vorhanden ist? Man 
kann, nach diesen Erwägungen nicht umhin, anzunehmen, dass in kam 
und taru ein ursprüngliches Sufßx u anzuerkennen ist Analoga aus 
dem Griechischen sehe man bei Cübtius Verbum 176 (vgl. auch Ben- 
FET Or. u. Occ. 3, 217). 

§174 

Endlich ist von Jcar noch die Form k^nmahe zu erwähnen. Nach 
der Begel der Sanskritgrammatik kann bei der nu-Classe das u aus- 
fallen, sobald V oder m folgt, z.B. neben sunumas heisst es auch 
sunmas etc. Wie es in dieser Beziehung in der vedischen Sprache 
aussieht, ist nicht auszumachen, weü krinmahe die einzige Form dieser 
Art ißt. Ein sunumas oder sunmas kommt nicht vor. Dagegen sind die- 
selben Personen im Conjunctiv z. B. sunävOma tanavrivahai etc. häufig. 

Es folgt nun die Aufzählung der Foimen. 

Präsensformen mit nu. 
§175 
1) Die Wurzel geht auf einen Vocal aus. 

a) Auf i: 

ci (nach BR. auch 2ci) dnöti cinavat cinuyäma cinuhl cinotu cin- 
vänt- cinushö. Imi befestigen: min van minaväma minotu minvänt-. 
U befördern: hinömi hinöshi hinöti hinvänti hinvan hinava(a) hinuhi 
hinu hinutät hinotam hinöta hinotana hinvantu hinvänt- hinv6 1*^ und 
3** hinväte hinvänä-. 

b) Auf u: 

u rufen: unoti. dhü schütteln: dhünoti dhünuthä ädhOnot adhü- 
nutam dhSnavat dhünuhi dhOnuta dhünvänt- dhünushö dhOnute adhfl- 



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167 

nuÜhaä adhOnnta dhOiiYSnä-. gru hören: 9P90ini (p^öti ^^mrinii 
a9iij(^yam ^(ri^os (rinatam 9ri9aYas 9ri9äyat 9ri9aTSma 9]i9a7an 9)inn- 
yama 9ri9udlil 9pnTihf 9ri^u 9yiiL(5tu 9rinutÄm 9fi]jutt 9yiijota 9ri9otana 
9rinväntu 9rinvÄnt- 9finv6 (erste und dritte Person) 9P9ute 9rinushvl 
SU pressen: sunöti sunuthä sonutäs suny^ti sun&vat sunavama snnü 
snnota sunntä sunöta sunötana sunvänt- sonvä (dritte Fers.) sunavai 
sonudhyam snnySnä-. 

2) Die Wurzel endigt consonantisch. 

a) Auf einen Consonanten: 

(ok können: 9aknäYSma ä9aknuYan. sagh tragen: äsaglmos. dahh 
täuschen: dabhnuvanti ar erregen: p^omi ri^oti pnYänti p9Ös rinvan 
ii9äYas linYänt- finve 3s,, yi^utä. kar machen: Iqi^önii t|in6shi kyi- 
9(5ti kpQuthäs kp^utas k|t}uthä kpi^yänti kpuayam äkpnos äbinot 
akrinutam akpnuta akri^ota akiinotana krinotana äk|*inYan krinayJl 
krinÄYas kyii^äYat krinavSva krinävama kfii^van kyinu binuhf krinutnt 
krinotu kri^utäm krinutd kyinöta krinotana kfinyantu krinvänt- kiinvö 
krinushe kyinutö IqinYalte kpuYate akyi^uta kp^mahe 7, 16, 4 äkn- 
nudhvam akrinvata (als 3s. s. unten) kjdi^vata krinäyai kiiijiavase kiinä- 
vate kri^ay^Yahai knnäyämahai krinayante krinäyanta 1, 178, 2 ki-invita 
kiinushyi kpnutäm kriiaudhyam kyi^yänä-. Ivar bedecken: yrinoti 
äyfinos ayri^ot yrinyänt-. yrinvö 3s. 4, 21, 8, yrinyäte ayiinyata. 
Eine zweite Form ist i^t^- bedecken in: Urnoti ür^uthas ün^utäs 
atinjos aürnot ünjLot uri^u ür^uhi ürnuta Ornv&nt- Onjushe ür^utö 
ürnushva ürnyänd-. Die Grammatiker betrachten üngiu als Verbal- 
stamm, doch sind Formen, die diese Annahme rechtfertigen, nicht 
belegt. In der vedischen Sprache findet sich die Bildung mit nu 
nur bei var yerhüllen, nicht bei var wählen. Uoth zieht allerdings 
ayrinot 3, 34, 3 zu yar erwählen, aber man kann auch übersetzen: 
Jndra yerhfiUte den Yritra d. h. er schlug ihn mit seinen eigenen 
Waffen, star hinbreiten: strii^öshi. spar schonen: sprinuhi sprinvate. 
ag erlangen: a9noti a9nutas a9nutha a9nuYanti a9nayat a9naYSya a9nä- 
Yäma a9naYan a9nuhi a9notu a9nutam a9nuyantu a9nuyänt- a9nuy6 
a9nu8he a9nute a9nuyate a9naYaithe a9näyn;mahai a9nayanta. dag yer- 
ehren: dä9nöti. prush spritzen: prushiiuyänti prushijLäyat prushnute. 

b) Auf zwei Consonanten: 

drdh gedeihen: pdhnoti. tarp ergötzen: tpp^yas tppQuhi tppnu- 
täm tpp^uta. dharsh wagen: dhrishi^iuhL 



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158 

§176 
An die Wurzeln mit nu schliessen sich noch an 

1) solche Formen, bei denen das nn um a vermehrt ist 

o;r erregen: neben n^oti: ri^vati rinvathas. in oder i bewältigen, 
neben inoti: Inyati invathas Invatas invst inva invatu invatam inyatam 
Invant-. hir machen: neben krinoti akri^vata, was 10,13,4 3s* ist 
Äi befördern neben hinoti: hinva hinvatu. 

Zu erwähnen sind hier noch jiwv und innr, die unter den Wurzeln 
mit a behandelt sind, weil die reinen Wurzeln im Sanskrit nicht mehr 
vorhanden sind, die aber sicher auch auf die Urwurzeln *;i und *|n 
zurückzufuhren sind. 

2) Solche Formen, die zwischen nu und der Endung ein i zeigen: 
i oder in: invire. or; pnvire. ^ru: 9vi9vish6 9n5Lvii*6. sw: sun- 

virö. H: hinvir6 (vgl. auch pinvire). 

§177 
Wurzeln auf u mit u im Präsens. 

in bewältigen: inoshi inöti ainos ainot inu inuhi. tan dehnen: 
tanomi tanoshi tanöti tanvänti atanot tanu tanuhi tanvänt- tanute tan- 
väthe tanvatö tanuthäs ätanvata tanavävahai tanushva tanudhvam tan- 
vänä-. man meinen: manvat^ ämanuta amauvata manvata mandvai 
manävate manutam manvänä-. van gern haben: vanöshi vanöti vanu- 
thäs ävanos avanvan vanvan 7, 48, 3 vanavat vanuydma vanvdntu van- 
vänt- vanve vanute vanavase vanushva vanvänä-. san ei-werben: 
sanöti äsanos asanot dsanvan sanuyäm sanuyäma sanuhi sanotu san- 
vantu. 

Wurzeln auf r mit dem Suffix u: 

Iwr: kui-u. tar: überschreiten, überwinden: tarnte 10, 76, 2. 

m. 

§178 
N tritt in die WurzeL 

Diese Abtheilung umfasst, wie oben schon bemerkt, folgende Oruppen: 

1) die starken Formen haben na, 

2) das Sufßx a tritt an den nasalirten Stamm, 

a) das Suffix ist betont, 

b) die Wurzel ist betont. 

Die traditionelle Grammatik bezeichnet 1) als 7^ Classe, während 
sie 2a und 2b nicht als besondere Classen kennt, sondern 2a zur 6' 



tea 



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169 

reclinet (tudäti), wobei denn das n [vi-n-ddti] als ein nicht wesent- 
licher Znsatz gilt, nnd 2b znr ersten, wobei denn das n wnrzelhaft 
ist Die von mir vorgezogene Gmppimng ist diejenige, welche von 
der vergleichenden Sprachwissenschaft verlangt wird. 

Bei der dritten Person plnr* Act nnd dem Part Act fallen die 
Formen der beiden Hanptabtheilnngen zusammen« Man kann also z.B. 
an vincänti nnd vincänt- nicht sehen, ob die 3s. vinäkti oder vincäti 
lautet. So konmit es, dass bei einigen wenigen Wurzeln ein Zweifel 
bleibt, in welche Hauptabtbeilung sie zu stellen sind. Namentlich ist 
dies der Fall bei tuj sich heftig bewegen. Es liegt vor tunjänti, 
woraus nicht3 folgt, tnnjäte 1, 105, 2 was ich für Dual halte, indess 
gestehe, dass die Stelle dunkel ist leb kann also aus tunjäte nichts 
folgern. Dazu tunjäte als 3^ pL 1, 131, 2 vrürde f&r den Stamm tuüj\ 
nicht tufija sprechen, wenn nicht gerade in dieser Person vereinzelte 
Abweichungen vorkämen, wie fumbhata als 3pl. Das Particip tunjanä.- 
und tänjamäna- ist doppelt gebildet, wie 9umbha;nä- und cümbhamSna-. 
Vielleicht darf man in diesem wie in einigen Fällen annehmen, dass 
der Stamm ursprünglich keinen thematischen Yocal hatte , sondern die 
einzelnen Formen ihn erst allmählich annahmen. Auch wohin hins 
zu rechnen ist, ist aus dem BY. allein nicht zu entnehmen. Belegt 
ist hinsanti hffisSna- ähinsy&mSna- hiösit hinsishta. Wo sich die spä- 
tere Form hinästi zuerst findet, ist mir nicht bekannt Uebrigens ist 
das n von hins anderer Natur, als das der übrigen Verben, denn hihs 
ist offenbar ein Desiderativum zu ?ian, wie dips zu däbh^ es ist also 
das s, und nicht das n der spätere Laut 

Es konmien nun folgende Wurzeln in Betracht. 

1. aj bhaj (ag) parc varj 2Tcart tard ardh rie vic chid hhid idh 
pish bhuj yuj ud rudh ubh, und aus der übrigen Sprache: toAc gerin- 
nen machen, hha^ brechen, cha/rd begiessen. 

2a: arj Ikart taap tarh sie 3vid vidh pig muc und aus der übri- 
gen Sprache: Up beschmieren, lup zerbrechen. 

2b: mafh nid (udh Igubh. Zu 2a wie 2b: darh Zgubh Endlich 
unbestimmt: %' hins marj, 

1. Die Wurzeln dieser Classe haben in der starken Form na 
z. B. ri^äkti ri^äcäva (conj.) bhinädmi bhinätsi bhinätti, auch pinäsh^ana 
(vgl. kfinotana). Diese Bildung, welche auch im Zend vorhanden ist, 
findet sich in keiner europäischen Sprache. Die Erklärungen, welche 
Seitens der vergleichenden Sprachforschung vorgeschlagen sind (Schlei- 
CHEB Comp, und Windisch K Z. 21,407), leuchten mir nicht ein, 
ich glaube vielmehr, dass man an der alten Erklärung festhalten 
muss, wonacb bhinad- aus bhind entstanden ist. Der Trieb nach einer 



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158 

§176 
An die Wurzeln mit nu schliessen sich noch an 

1) solche Formen, bei denen das na um a vermehrt ist 

ojir erregen: neben fi^oti: li^vati yinvathas. in oder i bewältigen, 
neben inoti: Inyati invathas Invatas invst inva invata invatam invatam 
fnvant-. hir machen: neben krinoti akriQvata, was 10,13,4 38. ist. 
Ät befördern neben hinoti: hinva hinvatu. 

Zu erwähnen sind hier noch jiwo und inwr, die unter den Wm-zeln 
mit a behandelt sind , weil die reinen Wurzeln im Sanskrit nicht mehr 
Yorhanden sind, die aber sicher auch auf die Urwurzeln *;i und ^pi 
zurückzuf&hren sind. 

2) Solche Formen, die zwischen nu und der Endung ein i zeigen: 
i oder in: invire. ar: nnvire. jrw: 9vi9vish6 9n9vii'6. sw; sun- 

vir6. Äi; hinvirö (vgl. auch pinvire). 

§177 
Wurzeln auf u mit u im Präsens. 

in bewältigen: inoshi inöti ainos ainot inu inuhi. tan dehnen: 
tanomi tanoshi tanöti tanvänti atanot tanu tanuhi tanvänt- tanute tan- 
väthe tanvatä tanuthäs ätanvata tanavävahai tanushva tanudhvam tan- 
vSnä-. man meinen: manvat^ dmanuta amauvata manvata manävai 
manävate manutam manvänä-. van gern haben: vanöshi vanöti vanu- 
thäs ävanos avanvan vanvan 7, 48, 3 vanavat vanuydma vanvdntu van- 
vänt- vanve vanute vanavase vanushva vanvänä-. san ei^werben: 
sanöti äsanos asanot dsanvan sanuyäm sanuyäma sanuhi sanotu san- 
vantu. 

Wurzeln auf r mit dem Suffix u: 

hxr: kuru. ta^r: überschreiten, überwinden: tarnte 10, 76, 2. 

m. 

§178 
N tritt in die WurzeL 

Diese Abtheilung umfasst, wie oben schon bemerkt, folgende Onippen: 

1) die starken Formen haben na, 

2) das Suffix a tritt an den nasalirten Stamm, 

a) das Suffix ist betont, 

b) die Wurzel ist betont. 

Die traditionelle Grammatik bezeichnet 1) als 7^ Classe, während 
sie 2a und 2b nicht als besondere Olassen kennt, sondern 2a zur 6*^ 



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169 

rechnet (tadäti), wobei denn das n [vi-n-däti] als ein nicht wesent- 
licher Znsatz gilt, nnd 2b znr ersten^ wobei denn das n wnrzelhaft 
ist Die von mir vorgezogene Gmppimng ist diejenige, welche von 
der vergleichenden Sprachwissenschaft verlangt wird. 

Bei der dritten Person plnr* Act nnd dem Part Act fallen die 
Formen der beiden Hanptabtheilnngen zusammen« Man kann also z.B. 
an vincänti nnd vincänt- nicht sehen, ob die 3s. vinäkti oder vincäti 
lautet So kommt es, dass bei einigen wenigen Wurzeln ein Zweifel 
bleibt, in welche Hauptabtheilung sie zu stellen sind. Namentlich ist 
dies der Fall bei tuj sich heftig bewegen. Es liegt vor tunjänti, 
woraus nichts folgt, tunjäte 1, 105, 2 was ich fOr Dual halte, indess 
gestehe, dass die Stelle dunkel ist. Ich kann also aus tunjäte nichts 
folgern. Dazu tunjäte als 3^ pl. 1, 131, 2 vrürde f&r den Stamm tufij^ 
nicht tuiija sprechen, wenn nicht gerade in dieser Person vereinzelte 
Abweichungen vorkämen, wie fumbhata als 3pl. Das Particip tunjanä- 
und tänjamäna- ist doppelt gebildet, wie 9umbhSnä- und cümbhamSna-. 
Vielleicht darf man in diesem wie in einigen Fällen annehmen, dass 
der Stamm ursprünglich keinen thematischen Vocal hatte , sondern die 
einzelnen Formen ihn erst allmählich annahmen. Auch wohin hins 
zu rechnen ist, ist aus dem BY. allein nicht zu entnehmen. Belegt 
ist hinsanti hiftsSna- ähinsyämSna- hiiislt hiäsishta. Wo sich die spä- 
tere Form hinästi zuerst findet, ist mir nicht bekannt Uebrigens ist 
das n von hins anderer Natur, als das der äbrigen Verben, denn hins 
ist offenbar ein Desiderativum zu han, wie dips zu dabh^ es ist also 
das s, und nicht das n der spätere Laut 

Es kommen nun folgende Wurzeln in Betracht. 

1. aj bhaj (ag) parc varj 2Tcart tard ardh rie vic chid bhid idh 
pish hhuj yuj ud rudh ubJi, und aus der übrigen Sprache: toAc gerin- 
nen machen, liha^ brechen, chard begiessen. 

2a: arj Ihart tarp tarh sie 3vid vidh pig muc und aus der übri- 
gen Sprache: lip beschmieren, lup zerbrechen. 

2b: maffi nid gudh Igubh. Zu 2a wie 2b: darh Sgubh. Endlich 
unbestimmt: tty hins marj. 

1. Die Wurzeln dieser Glasse haben in der starken Form na 
z. B. rinäkti ri^äcSva (conj.) bhinädmi bhinätsi bhinätti, auch pinäsh^ana 
(vgl. k];iQOtana). Diese BUdung, welche auch im Zend vorhanden ist, 
findet sich in keiner europäischen Sprache. Die Erklärungen, welche 
Seitens der vergleichenden Sprachforschung vorgeschlagen sind (Schlei- 
CHEB Comp, und Windisch K Z. 21,407), leuchten mir nicht ein, 
ich glaube vielmehr, dass man an der alten Erklärung festhalten 
muss, wonach bhinad- aus bhind entstanden ist. Der Trieb nach einer 



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160 

Scheidung der Formen in starke und schwache war in den asiatischen 
Sprachen so mächtig, dass auch in den nasalirten Formen ein Analo- 
gen der Vocalsteigerung herbeigeführt wurde. 

Im Einzelnen ist noch zu bemerken: Bei aj und hhaj ist der Nasal 
fest geworden, und auch insPerfectum gedrungen. — Ob ana^amahai 
Präsens sei, ist nicht bestimmt auszumachen, es ist hierhergestellt, 
weil es genau so gebildet ist wie bhanajämahai. Die Stelle, in der es 
vorkommt, lautet: y^na t^o' näfämahai 8, 27, 22. Man könnte mit 
geringer Aenderung auch nä9Smahai lesen. 

§179 

Präsensstämme mit na in den starken Formen. 

Die starken Formen stehen stets voran. 

1. A-Wurzeln. 

oS (c^^j). salben: anäkti anäjan anajä anaktu anaktana anjmas 
anjänti (anjiti, was Koth an zwei Stellen liest, wird durch die Aus- 
gaben nicht bestätigt) änjan anjan aflgdhi (afidhi) anjantu. anjatas 
2,3,7 ist echter Conj., anjänt- anje afikt^ angdhve afyäte anjat^ 
anjata anjänä-. hhaj (bhaüj) brechen: bhanäkti bhafyänt-. of errei- 
chen: ana9Smahai änat (s. § 39 und 80). 

Folgende A-Wurzeln enden auf zwei Consonanten: 

pare mengen: pyinäkshi ppnak piinäktu pfincdnti prindhi pyifiktäm 
princänt- ppfiktä ppncitä ppncänä-. varj wenden, drehen: vrinäkshi 
vrinäkti avri9ak vpnak 2** und 3** Pers. vrinajan vri^aktu vpnjanti 
avpnjan vfifidhi vpfikta vpnje vrinj6 3s. viifikte vrinjate. 2kart spin- 
nen: krioatti. tard durchbohren: trinatti ätiinat atrintam (eigenüich 
atri^ttam) atfi^dan tfindhL ardh gedeihen : rinädhat fi^dhän. 

2. I-Wurzeln. 

ric frei lassen: ri^äkti ri^äcäva arinak rinäk. vic sondern: ävinak 
und vinäktu AV. vincanti vincänt-. chid spalten: chindhl (AV. chinättu). 
bhid spalten: bhinadmi bhinätsi bhinätti abhinat bhinät 2^ und 3^ 
Pers. bhinädas bhinädat bhindanti dbhindan bhindhf bhindänt-. idh 
anzünden: inädhate indh6 indhäte mdhäte inddhvam indhatSm indhSna-. 
pish zermalmen: pinashtfi pinäk 2^ und 3^ pinash^ana pinshänti piä- 
shänt-. 

3. Ü-Wurzeln. 

bhuj: bhunäjämahai bhufijänt- 3pl. bhunjäte bhufijat6. tfuj ver- 
binden: yunäjmi ayunak yunäjat yun^an yunakta yundjate yufgänti 



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' 161 ■' 

yonjata ynfjänt- ynnjä junkt^ yunjäthe yunjäte ayanjata yunkshvd 
yunjäthsm ynfigdhväm. ud benetzen: nndtti aünat unätta and&nti 
nndhi ondänt-. rudh hemmen: nmädhmi ronaddhi nmädhSmahai mn- 
dhOnä-. vbh binden, fesseln: nnap. 

§180 
a tritt an den nasalirten Stamm. 

1) Das Suffix a ist betont: 

a/rj Tordringen: pnjäntl finjänt- ]inje pnjäse rinjäte 3s. rinjate 
3pl. rinjäta 3pl. 5, 87, 5 (von Grassmann als 2** pl. aufgefasst). 

Ikart schneiden: älqintat krintät. ta/rp gemessen: tpmpäsi tpmpä 
tfimpata trimpatam tpmpatiün. ta/rh zerschmettern: tfi^hät. Im AY. 
mid später nach der ersten Abtheilong z. B. Imp. t^iQ^dhu AV. 8, 8, 11 
aus ''iqinahtn. 

sk besprengen: sincSmi sincatas sinc&nti sincam asincat sincat 
asificatam asincam sincäs sincSt sincä sincata sincatam sincata sincanta 
sincant- since sinc&se. 3vid finden: vindämi yindasi vindati yindänti 
avindas vindas ävindat vindat avindatam avmdan vindan vinda vindäse 
vindäte ävindetham avindanta -vindämana-. vidh Maugel haben: vin- 
dhe vindhäte. piq zurechtschneiden : piÄfati apücat äpin9ata (2** pl. 
auch 1, 161, 9) apUL9an pin9atu pin9ata pijii9äte 3s. 

muc loslassen: mnncämi muncathas muncätha muncanti amuncas 
amuncat amuncatam ämuncatäm amuncata munca muncätam muncata 
muncäntn muncänt- muncate amuncathste muficasva. 

2) Der Accent liegt auf der Wurzel. 

Man kann bei manchen Wurzeln z. B. math zweifeln , ob nicbt der 
Nasal von Anfang an zur Wurzel gehöre. Bei der Vertheilung habe 
ich auf das spätere Sanskrit und die verwandten Sprachen mit Bück- 
sicht genommen. 

maih schütteln: mänthanti mänthatas amanthat manthäma man- 
thata imp., amanthata 3s. nid schmähen: nindanti nfndät nindata. 
gudh reinigen: 9undhati 9undhata. IpÄbh (die Scheidung nach Roth), 
fahren: fümbhante 1, 85, 1 9timbhamäna- 3, 6, 8. 

Zu 2a und 2b gehören darh befestigen: äd^inhat d^inhat driiUiata 
d)inh6the drinhata 3s. 2tuhh glänzen: 9umbhämi fumbhati 9umbhänti 
9umbha 9umbhata 9umbhänt- 9timbhase gtimbhate 9umbbata 3pl. ^um- 
bhänä- (ümbhamäna. 

Dtlbrück, altindlscbes Verbaro. W 



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162 

In welche von beirlen Abtheilungen das vereinzelte tundate 1, 68, 1 
zu tud stossen, gehöre, ist nicht zu ermitteln. 

Die Wurzeln tuj und hins sind Seite 169 besprochen. — Ob 
mrinjata 9, 65, 26 richtig sei, ist zweifelhaft. SV. liest vpnjate. 



ELFTES CAPITEL 

Ya- Classe. 



§181 

In der ya- Classe unterscheiden wir zwei Abtheilungen: 1) Wur- 
zeln auf Consonanten, 2) Wurzeln auf Vocale und zwar besonders 
auf Sl, welche nachgestellt werden, weil es nicht bei allen klar ist, 
ob sie wirklich hierher gehören, 3) im Anhang wird das Passivum 
behandelt. 

Von Wurzeln auf Consonanten kommen folgende vor: pac Spat 
päd vyaäh tan man ran gram har ijar Ipa/r InaQ pag 2as ja^ das 
nah arj nart gardh darp tarsh marsh harsh darh Or sidh div siv ish 
rish mid uc Jcshud budh yudh push gush muh, und aus der übrigen 
Sprache tras tarp vag m/rit gUsh guc {QB) hrudh hup rup dush tush 
prush mad (mädyati) gern (fämyati). 

Von diesen Wurzeln dürfte die Wurzel pat falsch angesetzt sein. 
Es ist wohl nicht zweifelhaft, dass pätyate ein altes Denominativum 
von piti- (pä-ti) ist Ich habe von dem Petersburger Wörterbuch aus 
praktischen Gründen nicht abweichen wollen, werde aber die Wurzel 
paty noch bei den Donominativis erwähnen. 

Möglicherweise ist auch aiyati als Denominativum von Srya- auf- 
zufassen. 

Sonst finde ich noch zu erwähnen , dass bei gram jar par div der 
Wurzelvocal, welcher bei jar und par zu u umschlägt, verlängert 
wird, was seinen Grund in der durch den Zutritt von ya entstehenden 
Consonantengruppe hat 

Merkwürdig ist medyantu von mid. Diese Wurzelform ist um des 
epischen mindati und mindayati wiUen aufgestellt. Die gunirte Gestalt 
med (medätiCm 10, 93, 11) ist dann im Sprachbewusstsein selbständig 
geworden (vgl. vip vep) und nach der ya- Classe flectiert. 



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163 

§182 
Wurzeln auf Consonanten. 

pac kochen, reifen: pacyate. pai sich bemächtigen: pätyase pä- 
tyate apatyata. päd zu Fall kommen: pädyate padyasva pddyamSna-. 
vyoM durchbohren: vidhyati ävidhyat (8, 66, 6 av°) vidhyat vldhya 
vidhyatam vidhyatam vidhyata. tan rauschen: tanyati. man meinen: 
mänye mänyade mänyate manyathas amanyata manyata amanyanta 
manyate manyetham mänyamana-. ran sich erfreuen: ränyasi ranyäti 
(ra9yäthas 1, 112, 18 ist vielleicht schlecht überliefert) i-änyanti. gram 
sich abmähen: (rämyatL 

Unter den Wui'zeln auf ar nimmt Aar entgegennehmen, gern haben, 
eine besondere Stellung ein. 

Es liegen die Formen: haryasi haryati harySmasi häiyatha h2ir}'anti 
äharyat haryäs harya haryatam haryata häryant- und haijdnt- haryate 
aharyathäs häryamana- vor, aber auch haryatä- geliebt. Im indischen 
Wurzel verzeichniss ist desshalb eine Wui'zel hary angenommen,, welche 
nach der ersten Classe flectiert wird. Es scheint aber zweifellos, dass 
haryatä- wie das lateinische junctus u. ähnl. aufzufassen ist. (Benfey 
Or. u. Occ. 3, 198.) Die beiden anderen Wurzeln auf ar verwandeln 
a in a, nämlich jar in Verfeil gerathen (bei BB. als jur abgezweigt), 
jüryati jOiyanti ajüryan jüryant- und par fallen, püryamana-. 

naq zu Grunde gehen: nä9yasi na9yati na9yatas na9ya na^yatu. 
pag sehen: pä9yasi pä^yati pä^yatas pä9yamasi pa9yatha pär9yanti 
äpa9yam apaQyas äpa9yat pä9yat äpa9yatam äpa9yäma äpa9yan pa9yan 
pa9yasi pä9yat päcyan pa9yes pä9yema pä9ya pi9yata pä^yant- pa9yate 
apa^yanta pa9yeta pa9yasva pä9yamäna-. 2as werfen: asyasi äsyati 
äsyatha asyat asyat asya asyatu asyatam äsyant- asyadhvam. jas 
erschöpft werden: jasyata. das Mangel leiden: däsyati dasyanti dasyet 
nah knöpfen: nahyämi nähyanti nahyatana nähyamSna-. [sah besiegen: 
sähyase inf. 10, 93, 1.] 

or; vordringen: yljyant- rijyate. nart tanzen: nyityatam gen. pl. 
10,72,6. (ar(^ gedeihen, s. Passiv.) gardh schreiten: gyldhyantam 
4, 38,3. da/rp toll werden, nur in ddripyant-. tarsh dürsten: tyfsh- 
yant-. ma/rsh vernachlässigen: mrishye mrishyate mrishyante. harsh 
sich freuen: hrishyati. darh fest sein: dyfhya dfihyasva und mit ande- 
rem Accent drahyät-. 

O/r ehren: äryanti 8, 16, 6. 



11' 



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164 

I-Wurzeln. 

sidh gelingen: sfdhyatL div spielen: dlvyas. siv nähen: slvyata 
slvyadhvam. i$h schleudern: fshyami ishyasi fshyati ishyata fshyant- 
ishye ishyate. rish Schaden nehmen: lishyasi rishyati rishyatha rish- 
yanti rishysti rlshyas rlshyet rishyema r^hyant-. Endlich mid fett 
werden: mödyantu. 

Ü-Wurzeln. 

uc gewohnt sein: ucyasi. kshud hungern: kshüdyant- 1, 104, 7. 
budh ei*wachen: budhyadhyam büdhyamana-. yu(2% kämpfen: ayudhyas 
ayudhyat yüdhyäs yudhya yüdhyant- yüdhyante yüdhyai yüdhyamana-. 
push gedeihen: püshyasi püshyati püshyatas püshyatha pushyanti ptish- 
yät pushyema pushyata pushyantu püshyant-. gush ti'ocknen: fushyatu. 
muh in Verwirrung gerathen: mühyantu. 

§183 
Wurzeln auf Vocale. 

1. Von Wurzeln auf i kommen vor: 

Smi mindern: mfyase miyate (vgl. Fassivum), und dazu kann man 
noch rechnen jya bewältigen : jiyate , und Igi fallen : 9fyate aus T. S. 

2. Wui'zeln auf ä. 

Die Wurzeln welche nach der gewöhnlichen Annahme, der ich 
mich aus praktischen Gründen auschliesse , mit ä im Auslaut geschrie- 
ben werden, sind: 

1) 2ga tra pya 3ra 3va Jca = Jean ja = jan (dazu noch aus der 
übrigen Sprache gla dlvya nüa gyä). 2) da = day ädha 2ma 5va 
2vya (va hva. 3) 2ga sa. 

Sie zerfallen, wie angedeutet, in drei Classen, je nachdem der 
Präsensstamm langes a zeigt z. B. ga gäyati oder kurzes a z. B. hva 
hvayati, oder gar kein a z. B. ga 9yäti. Nach der indischen Auffas- 
sung gehen diese Wurzeln nicht auf ä, sondern auf ai e o aus. Ginrnd 
und Ungrund dieser Annahme sind zuerst von Boehtlingk Chrestomathie 
S. 280 ei-wiesen worden. Seine eigene positive Ansicht fasst B. in den 
Worten zusammen : „Die Wurzeln auf ai e und o sind in der Wirklich- 
keit Wurzeln auf a, die nach der vierten Classe gehen. Die auf ai 
sind ganz regelmässig, die auf e verkürzen den Wurzelvocal vor ya, 
und die auf o (jyo jyavate, das nur Vopadeva kennt, kommt hier natür- 
lich gar nicht in Betracht) endlich werfen denselben ganz ab." In 



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165 

der Ei'klänmg der ersten Glasse {ga gäyaü) stimme ich Boeutlinqk 
bei Die beiden folgenden Classeu verdienen noch eine Besprechung. 

Der zweiten Glasse gehören die Wurzeln da = day 2ma 5ma 
2vya Qva hva an. Die Annahme der Verkürzung des a für alle Wur- 
zeln ist sehr bedenklich. Ich glaube vielmehr dass diese zweite Classe 
in zwei gesonderte Beihen zu zerlegen ist. 

a) Die ei'ste Reihe bilden da und hva. 

BB. setzen statt da vielmehr day an, verweisen indess auf 3da. 
Das ist vom Standpunkt des Sanskiit wegen des Participiums dayita- 
nahe gelegt Aber griech. dariofim neben dalofiat beweist fQr den 
präsentischen Charakter des ya. Unter diesen Umständen glaube ich 
in dem kurzen a von däyate eine Alterthümlichkeit erkennen zu müssen, 
die über das Sansbit hinausgeht. Dasselbe düifte von hväya- gelten. 
Die Gestalt hua ist uns schon § 127 begegnet Vielleicht ist der Prä- 
sensstamm hnvä-, z. B. huvämahe, von diesem hua gar nicht verschie- 
den. Möglich ist allerdings auch, aber wegen dalofiai nicht wahr- 
scheinlich, dass dayate auf di zurückzufahren ist. 

b) Die zweite Reihe wird gebildet durch 2dha 2ma 5va 2vya gva. 
Diese haben mit Ausnahme vont^a, dessen Verwandtschaftsverhültuisse 
noch nicht recht aufgeklärt sind, eine Wurzelgestalt auf i neben sich. 
Hinsichtlich ma und (va bedarf dies keines Beweises. Was 2dhu 
betrifft, so nehme ich mit Fick an, dass das Präsens dhinöti sättigen, 
was in T. S. und ^at Br. vorkommt, derselben Wuizel angehört. 5va 
weben, endlich hat zwar im Sanskrit keine Form auf i neben sich, 
aber lat viere, altblg. viti iXiaaeiv gehören dazu, wie auch von Miklo- 
siCH s. V. anerkannt ist. Somit nehme ich an, dass dhäyati mäyate 
väyati 9väyati als gunirte Praesentia von dhi mi vi gvi zu betrachten 
sind. Aehnlich, aber nicht ganz übereinstimmend, spricht sich Pott 
Würzelwörterbuch Band I, Abth. 1, Seite 2 aus. 

Zur dritten Classe gehören 2ga sa und vom AV. an cha ab- 
schneiden, chyäti. 3da abschneiden, dyäti. 5da binden, dyäü. 

Neben 2Qa steht fi, wozu finoti und 9inute angefahrt wird, aber 
wie es scheint nicht belegt ist, neben sa steht si. Von dieser Wurzel 
kommen, vor Formen auf ä z. B. sähi 4, 11, 2 (vgl. mit sya 9, 95, 5) 
und mit i z. B. sinäti 1, 125, 2. Die übrigen drei Wurzeln haben keine 
sicheren Nebenfoimen auf i, denn dinä- zu 3da^ ditä zu 5da und 
chita zu cha sind für sich allein noch nicht beweisend (vgl. hitä), und 
was da binden betrifft, so stimmt das Griechische für die Urspi-üng- 
lichkeit des a. Ich lasse es also dahin gestellt, ob diese Glasse mit 
den i-Wurzeln in einem näheren Verhältniss steht Etwas Sicheres 
weiss ich zur Erklärung überhaupt nicht beizubringen. 



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166 

Es folgt non die AuMhlong der Formen. 

1) Das a ist lang: 

Üga singen: gayasi gäyati gSyanti agSyat giyat ^ya gSyata gäye. 
tra schützen: trSyase ti-äyadhve h'äyante träyasva träyatam trayetham 
ti*ayetiün träyadhyam träyautam träyamana-. [2dha: dhäyase Inf.], pyä 
schwellen: pyäyäse pyäyasva pyayantöm pyÄyamana-. ra bellen: räyasi. 
3va ermatten: väyati väyatas vayanti. Dazu zwei Wurzeln, die man 
als aof n ausgehend anzusetzen pflegt, kan gern haben, und jan mit 
den Nebenformen ka, und ja erzeugen nämlich: käyamana 3, 9, 2 
und zu ja: jäyase jäyate jayaute äjayathäs jäyathäs äjsyata jSyata äjs- 
yanta jäyanta jäyemahi jayasva jayatem jäyamana-. 

2) Das a ist kurz: 

da theilen, (BB. setzen day an wegen des Part, dayita, das aber 
im RY. nicht vorkommt) däyase ddyate däyanta dayasva dayadbyam 
däyamana-. 2dha saugen: dhayati adhayat adhayan. 2ma brüllen: 
mayante 10, 40, 10. 5va weben: väyanti vaya vayata väyant-. 2vya 
sich bergen, hat einen vollständigen Stamm vyaya in den Formen 
vyayati avyayam avyayat vyayeyam yyayasva und einen verkürzten vya 
in avyat avyata 3s. vyäta 3s. ävyata 1, 166, 4 3pL gva schwellen: 
vifväyant- 7,50, 1. hva rufen: hväyämi hvayati hväyämasi hvayanti 
ahvayat hvaya hvaye hväyete hväyamahe hväyante ahvayanta ähvaye- 
täm hväyamana-. 

3) Der A-Vocal erscheint gar nicht: 

2ga schärfen: fyat 1, 130, 4. sa knüpfen: syati syanti sya syatu 
syatam syatam syänt- syasva syadhvam. 

§184 
Anhang zur ya-Classe. 

PassiTum. 

Das Passivum gehört zwar, begrifflich genommen, zu den Genera 
Verbi, insofern es ein Verhältniss der in dem Suffix enthaltenen Per- 
son zu dem Begriff der Wui'zel ausdrückt, ich behandle es aber als 
Anhang zu einer Piäsensclasse, weil es nur im Präsens eine besondere 
Form hat, und weil die innige Verwandtschaft mit dem Medium der 
ya-Classe sich nachweisen lässL Denmach ist an dieser Stelle zu 
zeigen 1) dass das Passivum nur im Präsens eine besondere Form hat, 
2) dass es mit Medium der ya-Classe innerlich verwandt ist. 

1) Die bequemste Uebersicht über das Passiv des klassischen Sans- 
tait findet man bei Max Müellee § 397 ff. Dort ist bis § 401 vom 



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167 

Passiv im Prftsensstamm , von 401 an vom Passiv in den anderen 
Temporibus gehandelt Dieser Passns verdient unsere besondere Auf- 
merksamkeit 

§ 401 handelt vom periphrastischen Perfect Da dies im Bigveda 
sich überhaupt nicht findet, so gehen uns die Angaben über die Pas- 
sivformen nichts an. Ob sich übrigens die Angaben der Grammatiker 
in Bezug auf die klassische Sprache bestätigen, ist noch zu unter- 
suchen. § 402 ff. handeln vom Aorist, und zwar § 403 von der 3^ sing. 
Aoriste auf i z. B. äbodhi. In Bezug auf diese ist schon S. 66 bemerkt, 
dass i nichts anderes ist, als die secundäre Gestalt der bisweilen in- der 
S^"" Person erscheinenden Endung e, sie hat also nichts specifisch- 
passivisches in sich , was die Etymologie betrifft , wie auch die passivi- 
sche Bedeutung sich gar nicht durchweg in diesen Formen findet 
Im Futurum ist, wie § 410 bemerkt wird, ein unterschied zwischen 
Medium und Passivum nicht vorhanden, üeber die von § 411 an 
behandelten Formen wird beim Aorist und Futurum gehandelt und 
gezeigt werden, dass die gewöhnliche Analyse dieser Bildungen , wenig- 
stens fQr die alte Sprache, nicht richtig ist. Es ergiebt sich also, dass 
eine besondere Passivform nur im Präsensstamm vorhanden ist 

2) Das Passivum ist auf das innigste mit dem Präsens der ya- 
Classe verwandt 

Dass das Passivum und Medium sich sehi* nahe stehen, ist aus 
dem Griechischen bekannt, und begrifflich leicht einzusehen. Das Be- 
zeichnende des Mediums ist, dass die Handlung an dem Subject selbst 
zur Erscheinung kommt ^ so ist es auch beim Passivum, nur dass die 
Pei-son bei dem Passivum nicht thätig sondern leidend gedacht wird. 
Nun giebt es aber eine Menge von Vorgängen, bei denen wir dem 
Dinge, welches der Mittelpunkt des Geschehens ist, ebenso gut ein 
Handeln wie ein Leiden zuschreiben können, und die Auffassung ver- 
schiedener Völker ist in dieser Beziehung naturgemäss verschieden. 
Wir z. B. sagen „der Wagen schwankt", und denken uns also den 
Wagen als thätig, der Inder kann in diesem Falle das Passiv anwen- 
den und sagen: vacyänte väm kakuhäsah eure Streitwagen schwanken 
1, 46, 3, vacyänte ist Passivum, denn die Eigenthümlichkeit des Passi- 
vums im Gegensatz zu dem Medium der ya-Glasse ist ja die, dass die 
Silbe ya den Accent trägt 

Noch auffälliger ist das Passivum panyämahe 1, 180, 7, was Both 
durch „sich i-ühmen" übersetzt (vgl. auch sajyäte er hängt zu saüj). 
Es kann deswegen auch nicht zweifelhaft sein, dass die indische 
Sprache mriyäte er stirbt^ und dhriyäte er hält sich still, als Passi- 
vum aufgefasst hat (vgl. auch Bbnpex Or, u. Occ. 3, 199), Wenn 



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168 

ältere nnd neuere Grammatiker geglaubt haben, in diesen Formen ein 
Medium der 6^ Classe (also mri(y)dte, wobei mri aus mar umgesetzt 
und iy aus i entwickelt) sehen zu müssen, so legen dagegen Passiva 
wie hriyäte von kar, die genau so gebildet sind, entschiedenen Pro- 
test ein. 

Unter diesen Umständen ist es nicht zu verwundern, wenn die 
indische Ueberlieferung bisweilen schwankt So liest man im BY. 
jfyate (von jya) er wird unterdrückt, konmit um etwas, als Medium, 
in AV. jiyäte in demselben Sinne als Passiv der Nebenform ß. Im 
BV. steht mfyate von 2mi er geht verloren, im Qat Br. mlyäte in 
demselben Sinne. Es findet sich noch mehreres der Art, doch habe 
ich versäumt mir Notizen zu machen (vgl. Weber Ind. Stud. 13, 98). 

Auf der anderen Seite freilich finden sich schon im BV. feine 
Unterschiede. So heisst es 6, 29, 4 päktil? pacyäte ein Gericht wird 
gekocht, aber 1, 135, 8 yäva^i päcyate die Gerste reift 

Somit sieht man, dass ein ursprünglicher Unterschied zwischen 
Passiv und Medium nicht vorhanden ist. Der Gmnd aber, warum der 
allmählich entstehende Passivbegriff sich gerade an das Medium der 
ya- Classe anlehnt, ist schon längst in dem Umstände gefonden, dass 
gerade diese Classe zum grössten Theil aus Intransitivis besteht, also 
aus solchen Verben, welche am wenigsten deutlich eine Handlung des 
Subjects ausdrücken. 

Hiemach bleibt nur übrig, die Form als Eintheilungsgrund zu 
gebrauchen, aber die verwandten Bildungen möglichst nahe bei einan- 
der zu behandeln. Desshalb habe ich das Passivum an dieser Stelle 
eingeschoben. 

Es folgt die Aufzählung der Formen. 

1. Von vocalisch auslautenden Wurzeln. 

Die Wurzeln auf ä behalten entweder ihr ä, so jfia erkennen: 
jnäyante oder vei'wandeln es in l: 2ga singen: glyämäna-. Idha setzen: 
dhlyate nidhiydmäna-. ha verlassen: hlye hXyateün. 

Dazu noch ta = tan ausdehnen: täyate täyämäna. 

Die Wurzeln auf i und fi haben vor dem ya stets die Länge. 3kshi: 
kshiyate kshiyante kshlyamäna-. nT führen: nlyase nlyäte anlyata 
nlyämäna-. Imi befestigen: mlyämäna-. pü reinigen: püyase püyate 
püyämäna-. fru hören: 9rayate. su pressen: süyäte 4, 58, 9 süyata. 
SU schaffen: sQyata 10,132,4. s^u loben: stüyase stQyämSna-. hu 
opfern: hüyäte ausser 1, 101, 6, hüyante. hü rufen: hüyäse (fraglich 
8, 71, 4) hüyäte 1, 101, 6, hüyämäna-. 



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169 

2. Von consonantisch auslautenden Wurzeln. 

a) Wurzeln auf einen Consonanten. 

ac biegen: acyanta. pac kochen: pacyäte apacyanta pacyämäna-. 
mtic loslassen: mucyase mucyate ämucyata. ric freilassen: ricyase 
ricyate aricyata. t?ac sprechen: ucyase ucyäte ucyete. sie beträufeln: 
sicyäse sicyäte sicyämäna-. aj ti-eiben: ajyise ajyate (aüj?) ajyämäna- 
5, 30, 14. tuj in Bewegung setzen: tujyäte tujyämäna-. yuj verbin- 
den : yujyäse yujyäte yujyante yujyadhvam yujyämana -. math rühren : 
mathyämana-. ud benetzen: udyate 1, 164, 47. chid spalten: ä-chid- 
yamäna-. nid schelten: nidyämäna-. mad jauchzen: anumadyämana-. 
vad sprechen: udyate. Svid finden: vidyate. idh anzünden: idhyäse 
idhyäte idhyämana-. badh = bandh binden: badhyate badhyantsm 
badhydmSna-. pan sich rühmen: panyämah^. han tödten: hanyäte 
hanyante. tap erhitzen: tapyate. 2vap hinstreuen: upyäte. dabh 
beschädigen: dabhyate. ribh preisen: ribhyate. dham blasen: dham- 
yate. kar machen: kriyate hiyänte kriyäraäna-. dliar halten: dhri- 
yate. bhar tragen: bhriyante. (Unklar ist mir bhriyäte 5, 31, 12, was 
ich nur übei-setzen kann: er soll herabdrücken.) gar brechen: 9li7ate. 
guh verbergen : guhysimSna -. duh melken : duhyate. vah fahren : uhyate 
uhyämäna-. 

b) Auf mehrere Consonanten. 

Der vorletzte ist ein Nasal. 

vaüc schwanken: vacyäte vacyänte vacyäntäm vacyasva vacyä- 
m{üia-. aüj salben: ajyate. gans preisen: 9a8yäse 9asyäte casyänte 
9asyämäna-. hins äMnsyamäna -. 

Der vorletzte ist ein r: arc preisen: ricyäte ^Icyante ricyamäna-. 
parc mengen : piicyäte apncyanta ppcyatclm. marj abwischen : mpjyäse 
mrijyäte mpjyämSina-. varj drehen: vrijyäte. sarj loslassen: spjyäte 
srijyämäna-. ardh fördern: ridhyatäm (vgl. sam?lrdhi ^at Br.). darg 
sehen: dri9yate. 

Einzeln steht vragc verletzen: vri9cyantäm. 

Zum Medium oder Passivum kann man rechnen: rudhyase zu rudh 
hemmen, hindern. 



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170 



ZWdLFm CiPITEL. 

Der Präsensstamm ist gleich der Wurzel mit cha. 

Nach der Betonung zei-filllt diese Classe in zwei Abtheilungen, 
nämlich 

1) die Wurzel ist betont 

Dies ist der Fall bei: gam gehen: gachasi gächati gichathas 
gachatha gächanti ägachas ägachat ägachatam ägachata gachäti gachs- 
tha gachnis gächät gächän gacha gachatät gachatu gächatam gachal2Km 
gachata gachantu gächant- gachate agachanta gachasva gachatäm 
gachadhvam gächamSna-. yäm halten: yächasi yächati yächanti äya- 
chat yächa yachaült yachatu yachatam yachatäm yächata yächantu 
yächase äyachathas yachadhyam yächamäna-. Syu weichen: yuchasi 
yüchati ytichatas yuchantu und äpi*ayuchant- (yüchati bei Muelleb 
und Aufrecht, yuchäti bei Boehtijngk-Roth s. v. yuch). 

2) Die Silbe cha ist betont. 

ar auf etwas stossen: (BR. arch) richdnti richatu yichantu. ish 
wünschen: ich^lmi ichati ichänti afchas afchama ichat ichet ichä ichatu 
ichäta ichänt- ichase icbänta ichasva ichäm^a-. 2va8 aufleuchten: 
uchäsi uchati uchäuti aüchas aüchat uchat uchät uchän uchä uchatu 
uchata uchantu uchant-. 



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171 



Anhang. 

Uebersicht über die Yerba, welche ihr Präsens nach mehr als 
einer Classe bilden. 

Es ist eine hohe Alterthümlichkeit des Sanskrit, dass yiele Yerba 
(von ca. 460 darauf hin untersuchten ca. 140) ihr Präsens auf mehr 
als eine Weise bilden. Ich habe in der folgenden Uebersicht zusam- 
mengestellt, was sich mir aus der gesammten Spmche darbot, doch 
sind manche späte oder vereinzelte Bildungen mit Absicht übergangen. 
Ganz besonders streng habe ich darauf gehalten, nur solche Formatio- 
nen aufzunehmen, die ich aus der nicht -grammatischen Literatur wirk- 
lich zu belegen weiss. 

Auf Vollständigkeit erhebt das Verzeichniss keinen Anspruch. Es 
erscheint nur als gelegentliche Beigabe. 

Ich mache noch darauf aufmerksam, dass die sogenannten Causa- 
tive auf -ayati (die ich als Denominativa betrachte) in dem folgenden 
Verzeichniss nicht mit genannt sind, wohl aber (eigentlich inconsequen- 
ter Weise) die Bildungen auf -äyäti, welche wegen ihres Parallelismus 
zu gewissen N- Bildungen so merkwürdig sind. 

A. Boppelte PrSsensbildung. 
L 

1. Einfache und reduplicirte Wurzel: 

gam ghrd (ghiäti episch), 2par (Index), Ipa hhar 3ma (mäti nicht 
vedisch), Ira vac (vakti nicht vedisch), vart (Index), voq han hü nifen. 

2. Einfache Wurzel und Wurzel mit unbetontem a: 

an (an-i-ti), a$ Tg 2ük (Index), kar gam caksh dag taksh hhar 
mar] (märjati nicht vedisch), raj vart vag gas (fäsati ^B,t Br.), gas har 
hü iTifen. 

3. Einfache Wurzel und Wurzel mit betontem a: 

an dvish (dvishati episch) , duh Ikshi (kshiyäti A. V.), marj 2yu ru 
(rauti wohl nicht vedisch). 

4. Einfache und gesteigerte Wurzel: 
i ikshi 2nu (pra^iauti Ait. B.), bhü (Index), ru 20 liegen, $tu hü. 



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172 

5. Einfache Wurzel und Wurzel mit N. 

a) mit n^: grahh, b) mit nu: ardh kor dag. 

Von Wurzeln mit infigirtem n könnte man aj salben, idh anzün- 
den etc. anführen, doch kann das n auch als wurzelhafk angesehen 
werden. 

6. Einfache Wurzel und Wurzel mit ya. 

ardh tra (trati episch), 3da dhya (dhyati episch), nda (mläyati 
^at. Br., mläti episch), hü (hvayate). 

7, Von vereinzelten Zusammentreffen sei noch ei*wähnt 
grabh grihate (3pl.): grib'hayäti, hat: kärti karöti, gam: gÄnti 
gächatL 

IL 

Redaplicirte und einfache Wurzel siehe I, 1. 

8. Keduplicirte Wurzel und Wurzel mit unbetontem a: 

gam tar hhar ihas inad van (zweifelhaft s. Index) vart vag sac 
und vielleicht sad. 

9. Eeduplicirte Wurzel und Wurzel mit betontem a: 
jush tar dig muc 3yu hü. 

10. Eeduplicirte und gesteigerte Wurzel: 
dt jush pt (Index) bM 2ml (Iudex) yuQ hü. 

11. Keduplicirte Wurzel und Wurzel mit n: 

a) mit na: Ipar pri (Index), b) mit wx: ar su pressen, c)mit in- 
figirtem n : parc muc yuj vic. 

12. Eeduplicirte Wurzel und Wurzel + ya: 
tar (tiryati episch) , mad (madyati T. S.) , 2ga hü. 

13. Vereinzelt jagänti neben gächati von gam, taimte neben 
tftarti von tar und vielleicht vavan- (Index) neben vanöti. 

in. 

Die Combination der Wurzel + * nii* einfacher und reduplicirter Wurzel 
siehe I, 2 und II, 8. 

14. Wurzel + a und Wurzel + ä: 

an ard tar dharsh marj m/raksh (mräkshati nicht im EV.) vardh 
varsh spardh. 

Wurzel + a und gesteigei-te Wurzel weiss ich nicht zu belegen. 



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173 

15. Wurzel + a und Wurzel mit n: 

a) mit nS: mdth (mäthati scheint spätere Bildung), mard (nicht 
yedisch), ram star^ b) mit nu: kar tarp (tarpati im Epos), dahh dag 
dharsh rOdh (rSdhnoti episch), Ivar star^ c) mit infigirtem n: math 
tarp. 

16. Wurzel + a und Wurzel + ya. 

Ijar (jtryati A.V., vgl. jur) jas ta/r tarp (tripyati T. S.), tras 
(träsyati episch), pac mad man ran radh vag (vä9yate Ait. Br.) gram 
harsh, 

17. Vereinzelter sind folgende Coincidenzen : 

gam: gämati und gichati, yani: yämati und yächati, man: mänate 
und mannte, van: vänati und vanöti, kar: kärati und karöti, tar: 
tarate und tarnte, m^h: mäthati und mathäyätL 

IV. 

Wunel + a mit einfacher Wurzel, reduplicirter Wurzel und Wurzel + a 
siehe 13, H 9, m 14. 

18. Wurzel + ä und gesteigerte Wurzel: 

ish (nicht vedisch), iJcsM jush müh ru (ravate nicht vedisch), 
Irush glish (episch, aber von grish gresJioM) sie hü und rud: ruddti, aber 
rodimi nicht im EV. 

19. Wurzel + ä und Wurzel mit n: 

a) mit nS: ish, b) mit nu: u (wahrscheinlich s. Index), dhü (dhu- 
nöti T. S.), c) mit infigirtem N: tuj tud mite 3vid sie. 

20. Wurzel + ä und Wurzel -|- ya. 

ish Irush (rüshyati nicht vedisch) glish hü. 
Vereinzelt ishati und ichäti zu ish. 

V. 

Gesteigerte Wurzel mit einfacher Wurzel, reduplicirter Wurzel und Wurzel + ä 
siehe I 4, H 10, IV 18. 

21. Gesteigerte Wurzel und Wurzel mit n: 

a) mit nS: ish ud (ödati) ush jü pü mush. 

b) mit nu: ci (1 und 3 bei BR. sind zu vereinigen vgl Grass- 
mann), hi (Index), c) mit infigirtem N: hhid hhvj yuj rudh gubh sie. 

Vereinzelt a^noti und afSyäti (Index). 



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174 

22. Gesteigerte Wurzel und Wurzel + ya: 
ish kshubh (nachvedisch), budh (büdhyati episch), ywdÄ fish Irush 

(uc (9ticyati Qat. Br.), grish und gUsh, hü, endlich mid (m6date und 

mödyati). 

Vereinzelt mush: möshati und mush&yäti und ish: eshati und 

ichäti. 

VI. 

Wurzel mit n und einfache Wurzel, reduplicirte Wurzel, Wurzel + a, Wurzel + ä, 
gesteigerte Wurzel siehe 15, 11 11, m 15, IV 19, V 21. 

23. Das Verhftltniss zwischen den verschiedenen Abtheilungen der 
N-Classe wird klar durch folgende Angaben: a) nä und nu findet sich 
bei Op Tcshiprush 2var star, b) na und infigirtes n bei ubh tnath grcih, 
c) nu und infigirtes n bei ardh of taarp K 

24. Wurzel mit n und Wurzel + ya. 

a) mit n5: IcUq (nachvedisch) push (push9ati nachvedisch) rl sa'^si 
(sinäti und syäti) Aar (häryati und hp^lt^), b) mit nu: ardh tarp prush 
rodh, c) mit infigirtem n: arj tarp darh rup rüpyati aber lup lum- 
päti, Qtidh. 

Vereinzelt mänyate neben mannte von man. 

vn. 

Wurzel + ya mit einfacher Wurzel, reduplidrter Wurzel, Wurzel + a, Wurzel +ä, 
gesteigerter Wurzel, Wurzel mit n s. I 6, II 12, m 16, IV 20, V 22, VI 24. 

25. Wurzel mit nS und Wurzel mit ayä: 

grabh prush math mush graih sJcahh stabh vgl. ag dam gcam. 

B. Breifaohe PrSsensbildiuig.s 

Mehrfach wiederkehrend ist nur eine Gruppirung, nämlich die 
einfache Wurzel, reduplicii-te Wurzel und Wurzel +a, und zwar bei 
gam bhar vart vag. 

Die übrigen Verba fQhre ich in alphabetischer Ordnung auf: an: 
äniti änati anäti, lag: afnöti anaf- a9ayäti, Ikshi: ksh^ti kshiyäti 
kshäyati, gräbh: grih-ate 3pl. gribhnäti gribhayäti, jush: jushiti ju- 
jush- jöshati, dag: däshti dä9ati da9n(5ti, dharsh: dhärshati dhiishäti 
dhpshnöti, mad: mamätti mädati mädyati, man: mänate mannte män- 



1) Alles was Mbter Nasalstamme 8. 13 und 20 noch beibringt (25 üeberein- 
stimmungen gegen 13 bei mir), weiss ich wenigstens nicht aus der Literatur zu 
belegen. Für minoti ist das BhBgavata Purfüia keine ausreichende QueUe. 

2) Die zwei Unterabtheilungen der Wurzel mit infigirtem n sind als eine Ab- 
theüung betrachtet 



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175 

yate, ma/rj: märsh^i märjati mfijäti> mush: möshati mushnäti mushS- 
yäti, ytij: yuyuj- yöjate yunäkti, radh: rftdhati rSdhnöti r4dhyati, ru: 
rauti ruväti ravati, Irtish: x\x(}&\i roshati rüshyati, van: vavan- (nicht 
sicher) vanati vanoti, Qrafh: 9rathnäti frinthäti 9rathäyäti, fßish: flishäti 
(Ilshyati aber fr^shati, sie: sicäte s^cate sincäü, sta»-: stärate stiinäti 
strinöti. 

Dazu noch die folgenden Abtheilungen. 

C. Ylerfaehe PrSsensbildungr. 

ardh: ridh-athe fidhnöti yinäddhi ^-idhyati, kor: kärti kärati kri- 
nöti kardti, tarp: tärpati tyipndü tyimpäti trfpyati, prush: prushnutö 
pi-ushnat^ dat sing. V.S. prüshyati prushayäti, math: mäthati mänthati 
mathnäti mathayäti. Dazu noch die folgende Abtheilung. 

B. FOnffaehe PrSsensblldong* 

ish: ishati eshati ishijiäti fshyati ichäti, tar: tärati tiräti tarnte 
tltarti tiryati, hü (hva): hü -mähe juhOmdsi huväte hävate hvdyate. 



DREIZEMTES CiPITEL 

Aoriste mit S 
(nebst einem Anhang über grinish^ n. ähnl. und über PassiyaoriBte). 

Die Aoristbildungen mit S zerfallen in zwei grosse Gruppen 1) die- 
jenigen, welche das Element s, sish oder sa unmittelbar und 2) die- 
jenigen, welche ish anfügen. Diese Scheidung wird uns für das 
Verständniss des formalen Baues im Einzelnen überall von grosser 
Wichtigkeit sein. 

1. Behandlung des Wurzelyocals. 
a) In den Wurzeln auf Vocale. 
Die Wurzeln auf a behalten in der ersten Glasse den langen Vocal, 
ausser in den Formen dishiya und ffshat. Das erste gehört zu 3da 
schneiden, (dati und dyäti) und könnte als Bestätigung der Ansicht 
dienen, dass dydti von einer i- Wurzel herzuleiten ist (vgl. S. 166), 
(fshat gehört zu Iga gewähren (9i93mi), und spricht seinerseits dafür, 
das Part, fitä- auf eine i- Wurzel zm-ückzuführen. Freilich sind dt 
und Qi wieder insofern eigenthümlich behandelt, als der Vocal nicht 
gesteigert worden ist, was bei einer echten i- Wurzel geschehen musste. 



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176 

Der zweiten Classe gehört an yesham von ya gehen. BR. sagen nnter 
ati-ya: „hierher wohl auch yesham 2, 27, 16 (nach Sayana zu yeshy\ 
Dass aber BB. vollkommen Becht haben, beweist gesham T. S. 1, 2, 
3, 3 zu ^A gehen und khyesham 1, 3, 4, 4 zu hhya zeigen. An die- 
sen Formen ist aDerdings auffallend, dass das i, welches man als Bin- 
deyocal aufzufassen pflegt, an einer Stelle auftritt wo nichts zu yer- 
binden ist. 

Mannichfaltiger sind die Yocalyerhältnisse bei den auf i und u 
endigenden Wurzeln. In der ersten Classe finden sich einige Medial- 
formen, in denen der Yocal unverändert geblieben ist, nämlich hishe, 
wenn es conj. aor. von hi ist, ferner ädhfshamäna- zu dh%^ adhOshata 
3pl. von Idha, anüshi etc. zu nuy und ahOshata 3pl. zu hü. Abgesehen 
von diesen Ausnahmen haben alle Aoristformen dieser Classe erste oder 
zweite Steigerung, und zwar vei-theilen sich die Grade so, dass die 
Formen mit conjunctivischem a und die Medialformen nur die erste 
Steigerung kennen, während sich die zweite Steigerung ausschliessb'ch 
beim Ind. des act findet, der aber auch einige Beispiele erster Steige- 
rung zeigt Conjunctivisch sind ksheshat j^has j^shat j^shäma neshati 
n6shat neshatha preshat veshat yöshat yoshati yoshan stosham stoshat 
stoshäma stoshäni, medial aneshafca aheshata yosh^häs astoshi astosh^a 
etc. Indicative des Activums: ajaisham ajais äjaishma naishl^a äbhaishma 
abhaishus yaush^am yaushus, mit Guua: jeshma aveshan 9eshan. Es 
versteht sich, dass ich unter Conjunctiv nur den echten Conjunctiv 
verstehe (siehe beim Conj.). Was die Vertheilung der Steigerungs- 
grade angeht, so scheint es dass ursprünglich überall die erste Steige- 
rung bestand, und dass die Indicativfoimen des Activums allmählig 
durch zweite Steigerung ausgezeichnet wurden. Ich läugne natürlich 
nicht, dass die tiefsten Gründe der aufihllenden Thatsache durch diese 
Formulirung noch nicht aufgedeckt sind. 

In der zweiten Classe haben wir vor ish erste Steigerung z. B. 
a9ayishth5s von f^. Wenn wir neben pavishta auch apavishus finden, 
(und zwar überwiegen die Formen mit ä) so haben wir daran sicher 
wie bei der 3*" sing. perf. nachträgliche Verlängerung zu erblicken (vgl. 
S. 127). 

b) Die Wurzeln auf Consonanteu. 

Was die consonantischen Wurzeln angeht, so haben die a- Wur- 
zeln bald langes bald kurzes a. Ein Prinzip in der Vertheilung ver- 
mag ich nicht zu entdecken, nur dass die Indicative in Bezug auf das 
lange S bevorzugt sind. Die wenigen einfach consonantischen i- und 
u- Wurzeln haben Guna. 



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177 

2. Das Zeichen des Aorists. 

Die verschiedene Qestalt des Aoristzeichens ist mit einer Verschie- 
denheit der Bedeutung, so viel man sieht ^ nicht verbunden. Aus wel- 
chem Qrunde im einzelnen Falle gerade diese und keine andere Form 
gewählt ist, lässt sich schwerlich überall ermitteln. Nur das ist bemer- 
kenswerth, dass ish- nie an einfach- consonantische i- Wurzeln antritt 
ausser in vesbishas 8, 64, 11, wo aber Both vivishas liest 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen, und zwar in folgender 
Beihenfolge: I. Aoriste mit s, 11. Aoriste mit sish, m. Aoriste mit sa, 
IV. Aoriste mit ish (wobei die Nummern I bis IH, wenn es nicht zu 
unbequem wäre, richtiger als la, Ib und Ic zu bezeichnen wären, 
siehe S. 175). 

I. 

s tritt an die Wurzel. 

Bei diesen Formen ist wohl zu beachten , dass jedes a hinter dem 
s, ausser dem a in der ersten sing, und dritten pl. Zeichen des Ck)n- 
junctivs ist 

1. s Uitt an vocalische Wurzeln 

a) an Wurzeln auf ä: 

Das ä bleibt in 2ga singen: gäsi 5, 25, 1 (könnte auch als 2s. im 
imper. Sinne gelten), tra schützen: ti-asate träsäthe (Conjunctive) ti-ii- 
slthrim 4, 55, 1 (opt.). Ida geben: däsathas. Idra laufen: dräsat 
Idha setzen: dhäsus^ dhäsathas dhasatha. dpa schützen: päsata päsatas. 
ya geben: aysisam äyäsus yäsat ra schenken: räsat räsan ärSsata 
rscsate räslya räsatim rssäthäm räsantäm {ras wird von BB. als Neben- 
wurzel betrachtet). 1ha verlassen: (jahämi) häsat 1, 57, 2 häsus 8, 
64, 8. 2ha sich trennen: (jihite) häsmahi ahäsata häsate und häsa- 
mäna- 1, 169, 2. 

Wurzeln, bei denen a mit i wechselt, haben i: dishiya 2, 33, 5 zu 
3da abschneiden, und ffshat 4, 2, 7 zu Iga mittheilen. 

b) an Wurzeln auf i 

regelrecht mit erster oder zweiter Steigerung: 

IMi wohnen: ksheshat ^i besiegen: ajaisham ajais (3s,) äjaishma 
jeshma j6shas j^shat j&häma. nf fuhren : naish^a neshati n^shat nesha- 
tha aneshata :ipl. prt freuen: preshat 1^ 180, 6. bhT förchten: äbhai- 
sbma äbhaishus. IvT herankommen: v6shat 1, 180, 6 aveshan 1,178, 2. 
ff liegen: ^shKn 1, 174, 4. hi befördern: abeshata. 



DtOrüt^^ Altindifchet Verbum. ^^ 

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178 

Ohne Steigerung hishe (Is. conj. aor. med. von hi) 7, 7, 1 und 
adhishamäna part. aor. von dM 10, 26, G. 

c) an Wurzeln auf u 

cyu fortbewegen: cyoshthas 3pl. %u fernhalten: yaushtam yau- 
shus yöshat yoshati yoshan. stu loben: stosham stoshat stoshsma sto- 
sbanl astoshi (Ib.) astoshta (3^ sing.) astodhvam ästoshata. 

Ohne Steigerung: dhü schütteln: adhüshata 3pl. nu jauchzen: 
anüshi anüshstäm anüshata nüshata. hü rufen: ahüshata 3pl. 

2. s tritt an consonantische Wurzeln 

a) an Wui'zeln mit innerem a: 
a) auf einfache CoDSonanten: 

pac kochen: pakshat. sac zusammen sein: asakshata sakshata 3p]. 
sakshlmdhi. prach fragen: pfikshase. &Aa; gemessen: bhakshat abhak- 
shi bhakshlyä bhakshimähi yaj opfern: yäkshat yakshatas yakshi 3, 
53, 2 yakshate. mad sich freuen: amätsus matsati mätsat mätsatha 
amatsata 3pl. matsata 3pl. sad sitzen: sätsat. inan meinen: mansi 
amansata 3pl. mänsai mansase mänsate mdüsante maslya (aus '^'man- 
slya) 10, 53; 4 mansimäbi mansirata manslshthis niaÄslsh^a. van gern 
haben: vänsat vänsama vänsi vansate vanslmähi. Icram schreiten: 
kransate. gam geben: agasmahi 1, 23, 23 und 10, 9, 9 (bei Laty., wo 
unsere Stelle angeführt ist, lautet die Lesart nach BB. agaüsmabi). nam 
beugen : nausai nänsante. yani halten : ayänsam yansat yansatas yansan 
yansi 1, 61 2 ayansta ayansata ya^sate yansante. ram benihigen: äransta. 
Idar bersten: darshasi därshat dai*shate daishishta. Ipar füllen: par- 
shat 1, 186, 3. 2par hinüberfühi'en : parshati pärshat päi-shathas pär- 
shatha parshan parsha. bhar ti*agen: abhai'sham bharshat Ivar 
bedecken: varshathas. svar: asvai-shfem. spar retten: äspSi-sham. har 
nehmen: aharsham. Eine Zusammenziehung von ar zu xi findet sich 
in krishe 10,49,7. lag erreichen: akshat 10,11,7. dah brennen: 
däkshat 2, 4, 7 (Fada dhakshat). vah fahren: vakshas vakshati väkshat 
vakshatas vakshan. sah besiegen: sakshat s^hSma asskshi säkshi 
3pl. säkshate (vgl. Benfby E-Suflßx 52). 
ß) auf mehrere Consonanten: 
Der erste ist ein n: 

chand (2cliad) scheinen: achäntsus chantsat. 
Der erste ist ein r: 

va«;; wenden: avriksham vrikshi. sar; loslassen: asrikshi asrikshata 
3pl. vart wenden: avritsata 3pl. darg sehen: ddiikshata 3pl. drikshase 
conj. marg berühren: mi-ikshata 3pl., miikshlsh^a 38. 



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179 

b) an Wurzeln mit innerem i: 

Svid finden: avitsi. lip beschmieren: alipsata dpi. dig zeigen: 
adiksM. vig eintreten: ävikshmahi ävilcsbata dpi. 

c) an Wm-zeln mit innerem n: 

muc loslassen: muksbata mnkshlya. yuj anschirren: aynksh&tSm 
aynkshata 3pL hudh erwachen: äbhntsi abhntsmahi. hrug mfen: 
akmkshat guh verbergen: aghakshat. duJt melken: adhukshata und 
dhakshata 3pl., vgl. unter III, endlich dhürv beugen: adhürshata. 

n. 

sish tritt an die Wurzel 

2ga singen: ag3sishus gSsishat ya gehen: ayäsisham äyasish^ 
2pl. ySsishtäm aySsishus ySsishat yasishishthss. lag eiTeichen: 
äkshishus. 

m. 

sa tritt an die Wurzel. 

Bei dieser Classe giebt es natürlich keine Conjunctive mit kurzem a. 

yaj opfern: yakshatäm. war; abwischen: mrikshas (ind.) amiik- 
shama mvikshatam amrikshanta. duh melken: ädhukshat ä^hukshan 
dhukshän dhükshata 3s. dhukshänta dhukshäsva. Ich schreibe überall 
dh, der Fadatext hat stets so, der Sanhitatext ist nicht consequent 
z. B. 1, 33, 10 steht ädukshat, gewöhnlich hat auch er dh. Ob vi 
dukshas 7, 4, 7 hierher gehört, bleibt zweifelhaft, ruft ersteigen: äruk- 
shai Dazu noch nesha imp. aor. von nt im AY. (s. BB.). 

IV. 

ish tritt an die Wurzel. 

1. An vocalische Wurzeln: 

ya gehen: yesham 2, 27, 16. Id sammeln: cayishtam. liegen 
a^ayishthas. du brennen: davishani 10, 34, 5 (Roth hat devishSni zu 
div). nu jauchzen : anavish^ 3s. pü reinigen : apavishus pavish^a 3s. 
3ru zerschmettern: rSvisham. Iru brüllen: äravishus. sü erzeugen: 
asavisham sävishat. 

2. An consonantische Wurzeln : 
a) Wurzeln mit innerem a: 

a) auf einfaclien Consonanten : 
prcUh ausbreiten: aprathish^a präthish^a 3s. gnath durchstossen: 
9nathishtam fnathishtana. ntad erfreuen: amadhishus. vad sagen: 

12* 



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180 

av&dishns. vadh schlagen: vadhislitam vadhishta 2pL vadhishtana 
yadhishas. Izan befriedigt sein: aknnisham känishas. jan erzengen: 
jänishtnin jänishth^ äjanislita jänishta janishlsh^a 38. pan rühmen: 
panishta 3s. ran erfreuen: arSnishus rdnish^ana. van gern haben: 
vanishlsh^a 3s. san erwerben: asanisham sanishat sanishamahe sani- 
shanta (conj.). Ä^*ajp jammern: akrapish^a 3s. Tcram schreiten: akra- 
misham ki-amishtam krämishta 3s. gam gehen: gamish^am. yam hal- 
ten: yämishta 3s. Igam sich bemühen: a^amishthas ä^amishta. gram 
sich abmühen: 9rami8hma ä9ramish1;häs. 21car gedenken: akarisham. 
3hir ansgiessen: kärishat. car wandeln: acärisham. Ijar sich abnutzen: 
järishus. tar überschreiten: ätSiishma und vermuthlich atarima 8, 13, 
21 injishtem dtäiishus tarishas tärishat t^rishlmahi. 2par hinüberfuh- 
ren: pärishat. av fördern: ävishns aviddhi avish^n avishtäm avish^äm 
äyishta avish^äna avitä (7, 59, 6) avishas. 3vas anziehen : avasishta 3s. 
sah besiegen: äsahish^a 3s. sahishTmähi. 

Ein I vor dem sh zeigt agrabhlshma 5, 30, 12. 

ß) auf zwei Cousonanten: 

taksh bearbeiten: atakshishns. raicsh retten: rakshishas rakshishai 
manth schütteln: ämanthishtiim. mand sich freuen: ämandishus män- 
dishta ämandishatam. vand preisen: vandishimähi jambh schnappen: 
jambhishat dhanv rinnen: adhanvishus. gaiis preisen: äfansisham 
fänsisham 9an8ishas. nart tanzen: anaiiishus. mardh vergessen: mar- 
dhishtam mardhishat. ma/ish vergessen: marshishthas. 

Langes a enthalten: yoc bitten: yäcishat yäcishamahe. raj heiT- 
schen: aräjishus. 6ödÄ stossen: badhish^a. dÄöt; abreiben : adhavishta 3s. 

b) Wurzeln mit innerem i: 

vis% wirken: veshishas (Roth hat vivishas). nind tadeln: änindi- 
shus. Uns verletzen: hinsishta 2pl. 

c) Wurzeln mit innerem u: 

Imdh erwachen: bödhishat. yudh kämpfen: yedhish^am yodhishat. 
jiish erfreuen: jöshishat üh beachten: aühishta 3s. 

Nach dieser Darstellung dürfte die Seite 167 in Aussicht genom- 
mene Eröi-terung nicht mehr nöthig sein. 



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181 

Anhang. 

L Doppelstämme. 

Ausser den genannten Aoiisten giebt es einige vereinzelte Formen, 
in welchen sich ein s nicht hinter der Worzel, sondem hinter dem 
Pi-äsensstamme findet, also Aoristbildnngen vom Präsensstamme, für 
welche Grassmann den Ausdnick Doppelstämme vorschlägt (Qk. s. v. 
tar). Belegt ist nur die erste Person des Conjunctivs, das Paiticipium 
auf sänd-, und bei einem Stamm auch eine diitte Pei-son: carki-ishe. 
(Vielleicht darf man die Infinitive auf -sani ebenfalls hierherziehen.) 

Folgende Formen sind belegt: 

1) Der Präsensstamm ist gleich der Wurzel mit a: arcase 10, 64, 3 
yajase 8, 25, 1. 

2) Der Präsensstanmi ist gleich der Wmzel mit nä; gi-inlshö 1, 
140, 1. 1, 186, 3. 2, 20, 4. 2, 33, 12. 6, 34, 9. 6, 44, 4. 7, 6, 4. 

7, 34, 16. 7, 66, 7. 7, 97, 3. 8, 54, 5. 10, 122, 1. Es giebt aber auch ein 
giinlshö, welches 2te sing, praes. med. ist Ferner punlsh6 7, 85, 1. 

3) Der Präsensstamm ist nasalirt und mit dem Suffix a versehen: 
rinjase 4, 8, 1. 5, 13, 6. 6, 15, 1 u. 4. 10, 76, 1; dazu das Pai-tici- 
pium rinjasänä-. Es giebt ausserdem eine 2te Pers. iinjäse und einen 
Infinitiv 8, 4, 17. 

4) Der Pi-äsensstanun ist gleich der Wm-zel und ya: ^yishe 7, 
96, 1 zu 2ga. 

5) An einen Intensivstamm tiitt i?ß s in cäi'kiishe 3s. zu Jcar 
i-ühmend gedenken. 

Mehrdeutig ist die Form stushö. stushö ist inf. 1, 122, 7. 8, 5, 4 
(kai^vasas Voc.) vielleicht 8, 52, 3 und 10, 93, 9. Erste Person aber ist 
es an folgenden Stellen: 1, 46, 1. 1, 122, 8. 1, 159, 1. 2, 20, 4. 2, 31, 5. 
5,33,6, 5,58,1. 6,21,2. 6,48,14. 6,49,1. 6,51,3. 6,62,1. 8,7,32. 

8, 21, 9. 8, 23, 2 und 7. 8, 24, 1. 8, 54, 5. 8, 63, 1. 8, 73, 1. Am ein- 
fachsten ist wohl, dassman stush6 von einer Wurzel stush ableitet, die 
sich zu stu verhielte, wie Qrush zu (ru, DafQr spricht auch stush6yya-. 
Somit gehörte die Form nicht eigentlich hierher. 

Verdorben endlich scheint ohishe. Ich vermuthe dass 8, 5, 3 , wo 
allein die Form vorkommt, zu lesen ist: yätho d. L ydthä u hishe (ich 
setze in Bewegung von hi, wie 7, 7, 1). 

n. Die dritte Sing. Aoristi auf i. 

Ueber diese Endung ist schon S. 66 und § 104 gehandelt und dort 
nachgewiesen worden, dass i in einer sicheren Foim medial ist, dass 
also die Endung i nicht von Anfang an passivischen Sinn gehabt haben 
kann, wie auch thatsächlich sehr viele Formen auf i einen Sinn haben 



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182 

den wir medial nennen z. B. ^yakshi sädma sädane prithivyäs „es 
steht ein Bau auf der Erde Qi-nnd** 6, 11, 5. Wir haben also in äjnäyi 
etc. eine mediale Form anzuerkennen, die passivischen Sinn erhal- 
ten hat, und deren i also von den Redenden als Passivsuffix empfun- 
den wurde. Der Uebergang des Mediums in das Fassiyum, der auch 
im ältesten Sanshit vorliegt (wie im Griechischen) erfordert eine eigene 
Untersuchung, die ich hier nicht anstellen kann, nur soviel will ich 
bemerken, dass auch die dritte sing, auf e, wie st&ve von stu u. a. 
(§ 103) häufig passivischen Sinn hat. Vereinzelt ist järayäyi 6, 12, 4, 
das ich mit Geassmann übersetze: „er wurde geliebkost" und ableite 
von dem Denominativstamm järay ( jäiä- Buhle). 

Es folgt nun die Aufzählung der Poimen, welche nach dem Aus- 
laut der Wurael geordnet sind. 

1. Vocalische Wurzeln. 

jna erkennen: äjnäyi. Ida geben: däyi. Idha setzen: ädhÄyi 
dhäyi. Ipa trinken: äpäyi. 

Qri anlehnen: ä^räyi. gru hören: 9rävi. su pressen: asävi. stu 
loben: ästävi. hu opfern: ähävi. 

2. Consonantische Wurzeln. 

a) mit innerem a: 

vac sprechen : avaci väci. päd zu Falle kommen: pädi. sad sitzen^ 
äsädi sddi. jan erzeugen: äjani jäni (8, 6, 10 könnte erste sein, aber 
auch di'itte) jäni (Fada jani) 8, 7, 36. gam gehen: agämL yam hal- 
ten, hemmen: ayämi Ikar machen: äkäii. tar übei*schreiten: tsri. 
bhar tragen: bhäri. Ivar verhüllen: ävSri 4, 6, 7 (nicht ganz sicher). 
(or zerbrechen: 9äri. star hinbreiten: astäri. Bei mehrfacher Conso- 
uanz am Schlüsse bleibt das a kurz, c^hs loben: ^2itsi 2, 4, 8. 10, 
148,4. sarj loslassen: asaiji sarji. vaiid preisen: vandi. darg sehen: 
ädarji dar9i. myaksh haften an: ämyakshi. varh ausraufen: vai'hi. 

b) mit innerem a: 

hhraj glänzen: äbhräji. radJi gelingen: ärädhi. 

c) mit innerem i: 

ric loslassen: reci. dt wahrnehmen: äceti c^ti. chid spalten: 
ächedi chedi. 3vid finden: avedi v6di 

d) mit innerem u: 

muc loslassen: amoci. tue leuchten: aroci roci. pwc leuchten: 
a90ci. yuj verbinden: äyoji yoji. Imdh erwachen: äbodhi, zweifelhaft 
stoshi 10, 22, 8. 

Einzeln steht da järaydyi 6, 12, 4. 



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183 



TfERZEHUTES CiPITEL. 

Der Futurstamm. 

Zum Puturstamm gehören 1) das Putmaim, bestebeud aus ludica- 
tiv und Conjunctiv, 2) der sogenannte Conditionalis , das Auginenttem- 
pus yom Futurstamni. 

1. Das Futui-um. 

Zum Gebrauche des Futurums findet sieb in den Texten des Rig- 
veda verhältnissmftssig selten Gelegenheit. Aus den wenigen belegten 
Futurfoimen lässt sich Folgendes entnehmen: das Zeichen des Futu- 
rums ist sya oder ishya. Eine schaife Grenzlinie zwischen beiden 
scheint nicht vorhanden zu sein. Auslautende i und u der Wurzel 
werden gunirt, doch kommt von sü gebären das partic. fut. sdshyantl 
vor (vgl. sasüva), stishyanti ist zugleich die emzige Form, in welcher 
der Accent nicht auf dem a des Futurzeichens steht 

Eine Bemerkung verdient noch das part. fut. vayishyänt- zu Svä 
weben. Man könnte annehmen, dass in vayishyänt- die Wurzelform vi 
(vgl S. 166) zu Grunde liege, und dass also die Form gebildet sei wie 
bhavishyämi etc., aber wenn man erwägt, dass vayishyänt- gerade so 
neben dem Pi-äsens väyati steht, wie der Doppelstamm gSyishe neben 
dem Präsens gäyati, so muss die Annahme wahrscheinlicher erscheinen, 
dass das Futurum vayishyäti in Anlehnung an das Präsens väyati ge- 
bildet seL 

2. Das Augmenttempus vom Futurstamm, der Conditionalis, ist 
nur in einem Beispiel belegt. 

Es folgt nun die Aufzählung der Foimen des Futurums. 
1. sya tritt an 

a) an vocalische Wui*zeln: 

sü gebären: stishyantyäs 5, 78, 5. Ikshi weilen: ksheshyäutas 2, 4, 
3. ß siegen: jeshyämi 10, 34, 6. 

b) an cons. Wm-zeln: 

vac sprechen: vakshyämi vakshyämas vakshyäntl. yaj opfern: 
yakshyämäna-. ^5 schiessen: asishyänt-, däh brennen; vidhakshyänt- 
10, 16, 7. 



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184 

2. ishya tritt an 

a) an vocalische Wurzeln: 

hha sein: bhavishyäti bhavishyatha. stu loben: stavishyämi sta- 
vishyase. jan erzeugen: janishyate. man meinen: manisbye. san 
erwerben: sanishyasi sanishyati sanishyänt-. kar machen: karishyäsi 
tarishyati karishyätba karishyäs 4, 30, 23 (vgl BR. s. v. karisliya) 
kaiishyänt-. scir eilen: sarishyänt-, av Behagen finden: avishyänt-. 
(Grassmann nimmt ein denom. avishy an, augenscheinlich wegen der 
daneben stehenden Nomina avishyä und avdshyu. Ich möchte noch 
nicht entscheiden, ehe untersucht worden ist, ob nicht auch Nominal- 
bildungen sich an einen Tempusstamm anlehnen können.) 

Von Causativen: dhSrayishyati 4, 54, 5 väsayishyäse 9, 66, 13 (3vas). 
Vom Präsensstamm vayishyänt- 7, 33, 12 von 5va weben* 

Conditionalis: äbharishyat 2, 30, 2 von bhar tragen. 



FUNFZEHNTES CiPITEL 

Die Desiderativa. 

Ob man ein Eecht hat, die Desiderativa unmittelbar zu den Tem- 
pusstänunen zu stellen, kann zweifelhaft sein. Ich behandle sie an 
dieser Stelle, weil ich die Desiderativa nicht von den Futuris trennen 
möchte, mit denen sie begrifflich und vielleicht auch etymologisch nahe 
verwandt sind. 

Die Desiderativa sind ausgezeichnet durch die Reduplication der 
Wurzel und den Antritt der Silbe sa. Die Reduplicationssilbe, welche 
stets den Accent trägt, hat bei allen a- Wurzeln den Vocal i, bei den 
i- und u- Wurzeln i und u (einmal ü). 

Der Wurzelvocal ist nie gesteigert. 

Unter den zuletzt genannten Desiderativis mit unvollständiger Kedu- 
plication sind dltsati und Genossen wohl aus '^'dfdasati etc. zusammen- 
gezogen. Wenn man annimmt, dass ditsati aus der Wurzelgestalt dad 
hervorgegangen sei, so wäre das i nicht wohl zu erklären. Panini 
erwähnt noch mitsati von ma messen und mi mindern. Beide sind 
nicht belegt Sie können nur als Nachbildungen von ditsati und dhi- 
tsati aufge&sst werden, dipsati stammt nach dieser Annahme aus 
*didapsati. 



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185 

Es folgt nnn die Aa&ählimg der Formen: 

1. Vocalisclie Wurzeln. 
Bei den ä- Wurzeln sind zu unterscheiden 

a) solche die S beibehalten, nämlich 

jya überwältigen: jljyäsatas acc. part. Ipa ti-inken: pipäsati. Dazu 
die Nebenformen va zu van und sa zu san. va gern haben: vlväsasi 
vfvasati yiväsathas vfväsatas viväsanti vfvasan vfväsät vfväsän viväseyam 
viväset viväsema viväsa vfväsant- viv^lse viväsate. sa erwerben: sfsha- 
sasi sishäsati äsishäsas asishäsat äsishäsan sishäsatam (imp.) slshäsant-. 

b) solche die a in I vei-wandeln: 
Ipa trinken: pipishati pfpishant-. 

c) solche die ä in i verwandeln: 

Idha setzen: didhishämi didhishanti didhisheraa didhishantu didhi- 
shämahe dfdhishante didhishanta didhisheya dfdhishana-. 

Von i- Wurzeln konunen vor: d sehen, scheinen: cikishate. ji 
besiegen: jigishase jfgishamäna -. nf ffihren: nmlshasi. pr^ lieben: 
piprishatL 

Von u-Wuizeln: hhü sein: bübhüshant-. lyu festhalten: yüyü- 
shatas yüyüshant-. fn* hören: füjrüshamana-. 

2. Consonantische Wurzeln. 

a) Wui-zeln mit a: 

han tödten: jfghänsasi jfghänsati ajighänsat jfghansant-. vari 
wenden: vfviitsant-. tard durchbohren: tftj'itsan. tatp ergötzen: tityi- 
psat. sarp kiiechen: sfsiipsant-. darg sehen: dfdrikshante. 

b) Wui'zeln mit i und u : 

tij schäifen: titikshate titikshante. dt wahrnehmen: cikitsiTmas 
cikitsa cfkitsant-. nid schinähen: nfnitsät bhid spalten: bibhitsan. 
mig mischen : mimikshati mimiksha. rish verletzen : i-frikshati rfiik- 
shant-. muc loslösen: mümukshamäna-. yudh kämpfen: ayuyutsan 
yüyutsant-. tur = tar überwältigen: tütOrshati. guh verhüllen: ju- 
gukshatas (Pada jugh^). duh melken: düdukshan düdukshant-. rtA 
ersteigen: rürukshant-. 

Desiderativa mit unvollständiger Keduplication. 

a) nag oder naksh (in welchem Falle der eine s-Laut unterdi-ückt 
wäre) erreichen: fnakshasi Inakshat fnakshant-. yaj opfern: lyakshasi 
fyakshati iyakshanti fyakshän (yakshant- fyakshamana-. 



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186 

b) da geben: ditsasi ditseyam dltsant-. dha setzen: dhltsatbas 
dhjtsate. dabh schädigen: dipsati dipsanti dfpsant-. 

Desiderativa ohne Rednplication. 

ap erlangen : apsanta. Desiderativ ist wohl auch sikshanta 7, 60, 
11 und stkshant- 6, 14, 3, zu sah übei*wältigen. 



Anhang. 
SECHSZEHNTES CiPITEL 

Formen, welche zwischen Stamm und Endung ein i oder I haben. 

Es sind uns gelegentlich Formen begegnet, welche hinter der 
Verbalwurzel oder dem Stamm ein i zeigen, das man schwerlich wie 
a und u (in tara, kuru) als Suffix bezeichnen kann. Diese Formen 
mögen im Folgenden übersichtlich zusammengestellt sein. 

I. 

Zwischen Stamm nnd Endung ein kurzes i. 

§185 
Das i im verbum finitum. 
Im Präsensstamme findet sich ein i 

a) bei einigen Formen von Verbis, welche im übrigen ihr Präsens 
aus der einfachen Wurzel bilden, nämlich von ^ anflehen Qishva, von 
^ herrschen I9ishe mid I^ii-e (vielleicht Perfectum), von 3iXis anziehen: 
väsishva. 

b) bei einigen Verbis, welche ihr Präsens sonst mit a bilden, näm- 
lich an hauchen hat aniti neben änati und anäti, jan erzeugen jäni- 
shva(ä) neben jänati, gvas athmen: 9vasiti neben 9väsati und 9vasäti 
(s. BB.), stan stöhnen hat in der späteren Sprache stänati, im BY. 
weiss ich von dem einfachen Yerbum nur stan 3s. und stanihi nachzu- 
weisen. Aus der späteren Sprache sind noch rud Ijaksh hinzuzufQgen. 
Das 10, 92, 11 vorkommende arhire dürfte Perfectum ohne Beduplica- 
tion sem. 

Die beiden Formen avitä helft, und ätärima wii* überschritten, sind 
nicht ganz sicher zu deuten, doch halte ich es für sehr wahrscheinlich, 
dass sie dem s- Aorist angehören und also aus avishta und atärishma 
verkürzt sind. 



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187 

c) in der 2*~ sing. med. der nu-Classe: frinvishe und einigen 
dritten Flnr. derselben Classe wie vi^vire (s. § U9). üeber das i im 
Perfectum siehe § 147, im Aorist S. 177, im Faturum S. 183. 

Bei dem Perfectum lässt sich ein Grund f&r die Einschiebung des 
i ermitteln, bei dem Präsens Aoiist und Futurum schwerlich. Wahr- 
scheinlich ist dass die unter b) genannten Formen aus der einfachen 
Wurzel herzuleiten sind. 

§106 
Das kurze i im verbum infinitum. 

a) im Participium mit ta-. Da meine Sammlungen leider nicht 
vollständig sind, so fShie ich nur einige Belege auf. Das i findet sich 
sowohl bei solchen Verben welche kein Causativum mit aya neben sich 
haben, z. B. ijitd- hllitä- gadhita- (in pärigadhita) näthitd- nädhitä- 
mathitä- bädhitä- kupitä- gupitä- skabhitä- dhamitä- äritä- rakshitä- 
tnshitä-, als auch bei solchen die ein „Causativum'' mit aya bilden 
inkhitä- vllitä- 9nathitä- coditÄ- svanitä- ishitd- ukshitä- äi-pita- 
und arpitä-. ßeduplicirt ist die Wurzel in jahitä- zu 2ha (vgl. dattd). 
Ein Urtheil über den Grund der Einschiebung versuche ich nicht zu 
gewinnen, da ich den Stoff nicht vollständig beisammen habe. 

b) In Absolutiven und Infinitiven: janitvf skabhitvi dvitave cäritave 
yämitaväi srävitave und si-ävitaväi. 

n. 

Langes 1 zwischen Stamm und Suffix. 

§187 
Im verbum finitum. 

Im Präsensstamm: tu wachsen tavlti, brü sprechen brävimi bra- 
vlshi bräviti bravltu äbravit abravita abravitana, am verderblich sein 
amlshi, dhvan sich verhüllen adhvanit, dazu von Igam sich mühen 
9amlshva V. S. und 9amTdhvam T. B. Dem Präsensstanmi gehören 
auch an : von an hauchen änit (vgl aniti) und avamit 4, 58, 2 von 
vom vomere, wobei zu bemerken ist, dass Panini ein Präsens vamiti 
anführt, von as sein äsis äslt, verm,uthlich auch codls neben codati und 
sedhis neben sedhati, obwohl man bei diesen beiden Foimen auch an 
den Aorist denken kann. 

Dem Präsensstamm gehören femer an die zahlreichen Foimen von 
Intensiven mit I, wie dardarlmi caka9lmi tartarlthas etc. s. § 154. 

Vereinzelt sind unayls 1,53,3 und dhvanaylt 1,162,15 augen- 
scheinlich für ünayas und dhvanayat. Merkwürd^ ist dhvanaylt T. S. 



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186 

b) da geben: ditsasi ditseyam dftsant-. dha setzen: dhltsatbas 
dbitsate. dabh schädigen: dipsati dipsanti dfpsant-. 

Desiderativa ohne Rednplication. 

ap erlangen: apsanta. Desiderativ ist wohl auch sikshanta 7, 60, 
11 und stkshant- 6, 14, 3, zu sah überwältigen. 



Anhang. 
SECHSZEHim CiPITEL 

Formen, welche zwischen Stamm und Endung ein i oder I haben. 

Es sind uns gelegentlich Formen begegnet, welche hinter der 
Verbalwurzel oder dem Stamm ein i zeigen, das man schwerlich wie 
a und u (in taru, kuru) als Suffix bezeichnen kann. Diese Formen 
mögen im Folgenden übersichtlich zusammengestellt sein. 

I. 

Zwischen Stamm und Endmig ein kurzes L 

§185 
Das i im verbum finitum. 
Im Präsensstamme findet sich ein i 

a) bei einigen Formen von Vorbis, welche im übrigen ihr Pi-äsens 
aus der einfachen Wurzel bilden, nämlich von ^ anflehen ijishva, von 
^ herrschen l9ishe und ifire (vielleicht Perfectum), von 3v(is anziehen: 
väsishva. 

b) bei einigen Yerbis, welche ihr Präsens sonst mit a bilden, näm- 
lich an hauchen hat aniti neben änati und anäti, jan erzeugen jdni- 
shva(ä) neben jänati, gvas athmen: 9vasiti neben 9väsati und 9vasäti 
(s. BB.)f ^^^ stöhnen hat in der späteren Spi*ache stänati, im BY. 
weiss ich von dem einfachen Yerbum nur stan 3s. und stanihi nachzu- 
weisen. Aus der späteren Sprache sind noch rud Ijaksh hinzuzufügen. 
Das 10, 92, 11 vorkommende arhire dürfte Perfectum ohne Beduplica- 
tion sein. 

Die beiden Formen avitä helft, und ätärima wii* überschritten, sind 
nicht ganz sicher zu deuten, doch halte ich es für sehr wahrscheinlich, 
dass sie dem s- Aorist angehören und also aus avishta und atärishma 
verkürzt sind. 



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187 

c) in der 2*** sing. med. der nu-Classe: 9rinvi8he und einigen 
dritten Plnr. derselben Classe wie ji^vii-e (s. § J19). Ueber das i im 
Perfectum siehe § 147, im Aorist S. 177, im Fatumm S. 183. 

Bei dem Perfectum lässt sich ein Grund f&r die Einschiebung des 
i ermitteln, bei dem Prftsens Aorist und Futurum schwerlich. Wahr- 
scheinlich ist dass die unter b) genannten Formen aus der einfachen 
Wurzel herzuleiten sind. 

§106 
Das kurze i im yerbum infinitum. 

a) im Participium mit ta-. Da meine Sammlungen leider nicht 
vollständig sind, so fahre ich nur einige Belege auf. Das i findet sich 
sowohl bei solchen Verben welche kein Causativum mit aya neben sich 
haben, z. B. ijitd- hllitä- gadhita- (in pärigadhita) näthitd- nädhitä- 
mathitä- bädhitä- kupitä- gupitä- skabhitä- dhamitä- äriti- rakshitä- 
tnshitä-, als auch bei solchen die ein „Causativum" mit aya bilden 
inkhitä- vljitä- 9nathit4- coditä- svanitä- ishitd- ukshitä- ärpita- 
und arpitä-, Reduplicirt ist die Wurzel in jahitä- zu Zha (vgl. dattd). 
Ein Urtheil über den Grund der Einschiebung versuche ich nicht zu 
gewinnen, da ich den Stoff nicht vollständig beisammen habe. 

b) In Absolutiven und Infinitiven: janitvf skabhitvl dvitave cäritave 
yämitaväi srävitave und si-ävitaväi. 

n. 

Langes i zwischen Stamm und Suffix. 

§187 
Im verbum finitum. 

Im Präsensstamm: tu wachsen taviti, hrü sprechen brävimi bra- 
vlshi bräviti bravTtu äbravit abravita abravitana, am verderblich sein 
amishi, dhvan sich verhüllen adhvanit, dazu von Iqam sich mühen 
9amlshva V. S. und 9amldhvam T. B. Dem Präsensstamm gehören 
auch an : von an hauchen änit (vgl aniti) und avamlt 4, 58, 2 von 
vam vomere, wobei zu bemerken ist, dass Panini ein Präsens vamiti 
anfahrt, von as sein äsis äsit, vermuthlich auch codls neben codati und 
sedhls neben sedhati, obwohl man bei diesen beiden Formen auch an 
den Aorist denken kann. 

Dem Präsensstamm gehören ferner an die zahlreichen Formen von 
Intensiven mit I, wie dardarlmi cäka9lmi tärtarlthas etc. s. § 154. 

Vereinzelt sind unayls 1, 53, 3 und dhvanaylt 1, 162, 15 augen- 
scheinlich für Onayas und dhvanayat. Merkwürd^ ist dhvanaylt T. S. 



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188 

4, 6, 9, 2. Die vereinzelte Form dhayls 1, 147, 5 könnte als optativ 
aufgefasst werden , und wäre dann aus dhayas gleich dheyas zu deuten. 

Als Augmenttempoi-a vom Perfectstamm möchte ich betrachten: 
äbubhojis ävive9ls äviveshis dadharshit ajagiabhit arireclt. 

Dem s- Aorist gehören an, oder sind nach der Analogie desselben 
gebildet einige erste Personen auf im, nämlich äkramim vädhim und 
agrabhim T. S. 1, 7, 12, 2, deren Im wohl sicher aus ish-m zu deuten 
sind, ferner eine ziemlich grosse Anzahl von Formen auf is, welche 
§32, und auf It, welche § 73 aufgefahrt sind. Ich bemerke noch aus- 
drücklich, dass IS und It des s- Aoristes imßV. nur neben isham vor- 
kommen. Formen wie anaishit neben anaisham finden sich in AY. und 
T. S. , aber noch nicht im RV. Bemerkenswerth ist die erste Plural, 
agrabhishma. 

§188 
Im verbum infinitum. 

Mir stehen nur zu Gebote: gnbhltd- fäiltos 3,53,17 hävitave, 
äsina- zu as sitzen. 

Blickt man zurück, so ergiebt sich, dass das l der hier zusam- 
mengestellten Fonnen auf folgende Art entstanden ist : 

1) in den Silben im Is It im s- Aorist aus *ish-m, *ish-8, *ish-t 

2) aus i in agi-abhlshma und 9amlshva 9amldhvam (vgl. vasishva). 

3) aus a in dhvanaylt, ünayis, vielleicht dui-ch die Mittelstufe eines 
kurzen i, wie dhvanaylt vermuthen lässt 

4) Es ist eingeschoben im Pi-äsensstamm mit Ausnahme der eben 
genannten Formen z.B. in asit, aus *ast. Für diese Auffassung spricht 
namentlich das Intensivum. Für eine Form *ri8at (Curtiüs Stud. 1, 2, 291) 
sehe ich keine Berechtigung. Ob ein kurzes i auch in diesem Falle 
als Vorstufe anzunehmen ist, wage ich nicht bestinmit zu behaupten. 
Der Grund der Einschiebung ist bei tu und biH schwer zu erkennen, 
doch kann ich wegen des sporadischen Auftretens des I in ihm nir- 
gends ein stammhaftes Element erkennen. 

5) Aus ä könnte es entstanden sein in äsina-. 



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DIE MODUSSTAEMME. 



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SDißZEMTES ClPim. 

Conjunctiv. Optativ. Imperativ. 



Der Conjunctiv. 

Vor allen Dingen ist es nöthig, zwischen dem echten und unech- 
ten Conjunctiv zu unterscheiden. Unter unechtem Conjunctiv verstehe 
ich einen augmentlosen Indicativ eines historischen Tempus, der im 
conjunctivischen Sinne gebraucht wird (vgl. S. 80). Von ihm ist also 
hier gar nicht die Bede, da es sich hier nur um die Form des Con- 
junctivs handelt 

Ich bespreche zuerst die Endungen des Conjunctivs, sodann den 
Stamm. 

1. Die Endungen des Conjunctivs sind die folgenden: 

Act. Med. 

11 ani (ä) e (ai) 

2 si, s se (sai) 

3 ti, t te, tai 



va vahe, vahai 

Dual } 2 thas athe 

3 tas ste 



'1: 



ma mähe, mahai 

Plural. } 2 tha, thana dhve, dhvai 

3 an ante, anta 

üeberblickt man zunächst das Medium, so sieht man, dass der 
Conjunctiv mit Ausnahme der neben ante stehenden Endung anta (z. B. 
krin&vanta) durchaus die Endungen des Indicativs hat, oder noch vol- 
lere, keineswegs die Endungen der historischen Tempora oder des Opta- 
tivs. Im Activum ist das Bild bunter. Folgende Endungen fallen völlig 
mit denen der historischen Tempora zusammen: va ma an. Es existirt 
kein Conjunctiv mit mas oder vas und auch kein Conjunctiv mit dem 
Ausgang ""änti, den man nach dem Zend und Griechischen vermuthen 
könne. Die genannten Personen des Conjunctivs fallen also bei den 



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192 

auf kurzes a ausgehenden Stämmen yöllig mit denselben Personen des 
augmentlosen Indicativ zusammen. Eine Möglichkeit des Zusammenfal- 
lens ist auch vorhanden in der zweiten und dritten Pei-son des Singul., 
wo der Gonjunctiv ausser si und ti auch die Endungen s und t hat. 
Die übrigen Personen dagegen (mit Ausnahme der ei-sten Sing.) haben 
nur die Endungen des Indicativs: thas, tas, thana. Die erste Sing, 
hat ni, das wohl aus mi entstanden ist, und bei dem das Vi, welches 
eigentlich um* den Stämmen auf a zukommt, auf alle Stämme über- 
tragen ist. Es fragt sich nun, wie diese Mannichfaltigkeit zu erklären 
ist. Um zu sehen, ob etwa eine Mischung der beiden Gattungen von 
Endungen anzunehmen sei, muss man fragen, wie es mit denjenigen 
Endungen steht, deren Verschiedenheit in dem Anlaut besteht, also 
der zweiten und dritten Pual. thas und tas einerseits gegen tam und 
täm andererseits, und der zweiten Plur. tha einerseits gegen ta ande- 
rerseits. Es zeigt sich, dass der Gonj. in diesen entscheidenden For- 
men überall und nur die Indicativendungen hat , und man darf als eine 
sichere Polgermig aussprechen: der Gonjunctiv hatte im Activ und 
Medium ursprünglich durchaus die Endungen des Indicativs, doch sind 
die Endungen vas masi anti durchweg, und die Endungen si ti biswei- 
len ebenso verkürzt worden, wie dies im Indicativ der historischen 
Tempora und im Optativ geschehen isi 

An diese TJebersicht über die Endungen des Gonjunctivs, über 
deren Vorkommen man sich in den betreffenden Paragraphen vergewis- 
sern kann, schliesse ich noch drei Bemerkungen: 1) über den sogenann- 
ten Gonjunctiv des Imperfectums, 2) über die Endungen im Gonjunctiv 
Aoristi, 3) über das ai in den Medialendungen. 

Man redet bisweilen von einem Gonjunctiv des Imperfectums im 
Sanskrit und meint damit entweder den unechten Gonjunctiv, der aber 
der Form nach gar kein Gonjunctiv ist, oder Gonjunctiv mit abge- 
stumpften Endungen wie bhäi-as im Gegensätze zu bhäräsi. Wie diese 
Formen aufzufassen sind, ist eben gezeigt. Die unklare und iiTelei- 
tende Bezeichnung „Gonjunctiv des Imperfectums" ist also völlig zu 
verwerfen. Das Lnperfectum ist ja eine Bildung vom Präsensstamm 
und ein Gonjunctiv des Imperfectums könnte also nm* mit dem Gonj. 
vom Präsensstamme zusammenfallen. 

In den Gonjunctiven des Aorists findet sich si und ti nicht sehr häufig, 
im KV. si nur einmal, ti sechsmal. Man hüte sich aber, aus diesem 
Umstände irgend welche andere Gonsequenzen zu entnehmen, als die 
Beobachtung, dass in Foimen, die schon durch ein weiteres Element 
(das S des Aoristes) veimehrt sind, überhaupt die Abstumpfung der 
Endungen rascher vor sich geht 



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193 

Was nun endlich die Endungen mit ai bebifit, so finden sie sich 
nur im PiiLsens, nie im Coigunctiv des Aorists. Der Diphthong ai 
findet sich nicht in allen Pei-sonen. Das ai der ersten kann nach dem, 
was bei ni bemerkt wurde, nicht in Betracht kommen, in der zweiten 
Pei-son konunt im BV. nur se vor, nicht sai, doch ist sai sonst belegt, 
z. B. im Qat Br., dass im Dual je *athai und *ätai vorkäme, bezweifle 
ich, im Plural ist '^'antai bis jetzt nicht in der Literatur belegt, aber 
in einem Scholion zu Panini angeführt, und wird sich wahrscheinlich 
in irgend einem Brahmana aufiänden lassen. Ueberhaupt ist nicht der 
lligveda, sondern der Atharva und Yajurveda und namentlich die 
Brahmanas das Hauptgebiet dieser Endungen. So liest — um nur ein 
Beispiel anzuführen — BV. 10, 10, 13 u. 14 svajate, AV. svajatai. Aus 
diesen Gründen kann ich der von Kuhn KZ. 15, 401 ff. entwickelten 
Ansicht über die Medialendungen mit ai nicht zustimmen, sondern 
glaube, dass ai durch Dehnung aus e entstanden ist, und zwar zuerst 
bei den Formen, welche vor der Endung ein langes a haben. Durch 
das lange a entstand die Meinung, als sei Yocaldehnung wesentlich 
für den Conjunctiv, und in Folge dieser Meinung setzte sich die Deh- 
nung auch auf den Enddiphthongen fort. Im Aorist fand sie nie statt, 
weil dieser nie ein 5 vor der Endung zeigt. 

2. Der Conjunctivstamm. 

Ein Conjunctiv wird gebildet vom Stamm des Präsens, des Per- 
fectums, des Aorists, des Futurums. Sein Zeichen ist ein kurzes a, 
über dessen Herkunft ich hier nicht handeln will. Das kui'ze a wii'd 
nun in folgender Weise an die Stämme angefügt: 

Bei dem Präsensstamm sind die verschiedenen Glassen zu unter- 
scheiden. Ich spreche zuerst von dem Präsensstanmi, der gleich der 
einfachen Wurzel ist. Diejenigen Stänmie, bei denen starke und 
schwache Formen unterschieden werden, me i gehen, werden weiter 
unten ei-wähnt werden. Bei den übrigen tritt das a einfach an, wenn 
dieWui'zel auf einen Consonanten ausgeht, z. B. von ad essen würde der 
Conjunctiv im Activ lauten: ädäni ädasi oder ädas ädati oder ädat 
ädäva ädathas ädatas ädäma ädatha ädan. Von derartigen Formen 
kommen im BV. z. B. vor von Aaw tödten: hinati hänas hänäva hä- 
nama, von as sein: äsasi äsas äsati äsat äsathas äsatha, von id anflehen, 
llamahe, itemahai. Geht die Wurzel auf 5 aus, so verschmelzen die 
beiden a z. B. däti sthäti als conj. aor. Von dem Präsensstamm, der 
gleich der reduplicii'ten Wurzel ist, führe ich an: dädhas dädhat vom 
Stamm dadh, pfprati aus *piparati, neben dem Indicativ pfparti (vgl. 

Delbrück t alUndisohes Verbom. 13 



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194 

aüch die Intensiva). Sehr häufig ist ja der reduplicirte Stamm schon 
um a vermehrt, dann entsteht im Conjmictiy ä z. B. tfshthsti tish^hät 
Hierher sind auch die redupliciiien Aoriste zu rechnen, die im Grunde, 
wie mehrfach gezeigt worden ist, von Präsensstämmen nicht verschie- 
den sind z. B. sishadhäti zu sodh , vocäti zu vae. 

Bei den Präsensstämmen (und den damit m*sprünglich gleichen 
Aoiiststämmen) auf a, welche alle zusanmieu behandelt werden können, 
verschmilzt a mit d^m Conjunctivzeichen zu ä z. B. päcäti päcät bhä- 
jäsi bhäjäti yäjäni yajäsi ydjäti yäjäte yäjätäi yäjämahai cärätas cärän 
vanäti Idräsi tiräti siijäni srijät piichät prichän prichäi. Als Aoriste 
lassen sich bezeichnen rishätha rishäthana vidäsi vidäs vidät vidäthas 
vidätha. Von der Gunaclasse erwähne ich jäyäsi jäyäs jäyäti bhäyäte 
9räyäte päväte bhäväsi bhäväti stävai yöjii (erste Pereou). Von der 
ya-Classe: yüdhyäs raanyate pä^yät pä9yän prtshyät rlshyäti risbyäs. 
Von den Denominativis auf aya: chadäyätha chanda^ate vartäyäte kal- 
päyäti yätayOse mädäyäse mädäyäte kämäyäse mildayädhve mädayädhvai 
dhärayäte päräyäti päräyat etc. Von Desiderativis: vfväsäu nfnitsat 
tftritsän titripsät lyakshän. 

Endlich sind diejenigen Präsenssfcämme zu ei-wähnen, bei denen 
eine Scheidung in staike und schwache PormoD vorliegt. Bei ihnen 
hat der Conjunctiv stets in allen Personen dio staike Poiin. Als 
Belege dafür mögen dienen von i gehen: ayä ayäma ayat ayan, von 
Tcshi weilen: kshdyas ksliäyat kshäyama, von frw hören: fravat 9rava- 
thas 9ravatas, von hrü sprechen: bi"ävasi brilvas bravat bräväma brävan 
bravävahai bravaite bravämahai. Von idh brennen kommt idbate vor 
als 3** sing., ohne Steigenmg, offenbar weil es aus indh entstanden 
ist, und das i also wahi-scheinlich nasal war. Von rcduplicirten For- 
men: yuyävat juhavama. Von der nä-Classe: minäma junäma. Von 
der nu-Classe: hinävä frinävas 9rinävat 9rinäväma 9rinävan sunävat 
sunäväma sunävai 9akndvaima rinävas kiinävä kiinilvas hinävat k|iml- 
väva Iqinäväma krinävan kiinävai kiindvase kiindvate krindvavahai 
kpQävämahai kri^ävante kiii^ävanta a9nävat a9näväva a9näväma a9nä- 
van a9ndvaithe a9nävämahai a9navanta tripnävas tanävSvahai mauävai 
manävate vanävat vanävase. Von der n-Classe: anäjä anäjan ana9ä- 
mahai viinäjan rinädhat rinacäva bhinädas bhinddat inädhate bhunäjä- 
mahai yunäjat yunäjan yunäjate i-uuadhamahai. Merkwürdig ist adjatas 
2, 3, 7. 

Als Conjunctive des Perfectums betrachte ich mit grösserer oder 
geringerer Zuversicht: papräthas tatanat tatdnäraa jaghänat jabhänat 
säsähat tasthämbhat vaviidhate und daneben von dem um a vermehi-ten 
Stamm vävridhäti dadharshati dadharshat dädä9ati dddä9at dadä9as 



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195 

^ufrävat tush^dvat (das a in ätuBlitavam ist natüi'üch anderen TJi*sprungs 
vgl. S. 24). 

Vom Futurum liegt nur kaiishyls vor. 

Vom Aorist: 

trn^sate träsathe daisathas drasat dhnisatlias dhSsatha pSsati pasatas 
yäsat räsat räsan rasate häsat hasate 9lshat kshosLat j6slias jeshat 
j6sliäma n^shati neshat neshatha preshat v6shat yoshati yöshat yoshan 
stosbäni stoshat stosliama pakshat pnksliase bliakshat yäkshat yakshatas 
yakshate matsati mätsat matsatha sä,tsat mansai mansase mansate 
mänsante vänsat vänsama viXnsate kransate nansai nansante yansat yan- 
satas yansan darshasi därshat darshate parshat (Ipar) parshati pai-shat 
parsliathas pai'shatha pai-slian (2par) bharshat varshathas äkshat däk- 
shat V'Akshas vakshati väkshat vakshatas vakshau sakshat säkshoma 
sakshate chantsat dpkshase davishani.sävishat vadhisbas k^nisbas sani- 
sbat sanisbamabe kärisbat tärisbas tansbat pärisbat avisbas raksbisbas 
raksbisbat jambbisbat 9ansisbas mavdbisbat yacisbat yacisbämabe vesbi- 
sbas bödbisbat yodbisbat jösbisbat gasisbat yasisbat. 

Ueber den Gunadipbtbougen der Conjunctive des Aorists im Ge- 
gensatz zur Vriddbi im Indicativ ist S. 176 gebandelt. 

IL 
Der Optativ nebst dem Precativ. 

Die Eiidungen des Optativs sind m s t va tarn tarn ma ta (tana) 
US , a tbas ta vabi atbam Utam mabi dbvam ran (rata). Die beti'effen- 
den Paragrapben geben aber das — zum Tbeil recbt sparlicbe — Vor- 
kommen der Formen Auskunft. 

Das Zeicben des Optativs ist im Activum ya und i (und zwar i 
bei den Stämmen welcbe auf a endigen), im Medium l. Es kommen 
Optative vor vom Präsensstamm, von dem gewisse Aoriste nicbt ver- 
scbieden sind, wie oft ausgefübrt, vom Perfectstamm , vom Aorist 
mit S. Vom Putmnmi ist kein Optativ belegi 

Bei den Wurzeln auf a ist die Färbung des ä dm-cb das i(y) des 
Optativzeicbens bemerkenswertb : deyäm stheyäm etc., docb findet sieb 
aucb das a erbalten z. B. yay&m. Bei den Stänmien auf a tiitt das 
Suffix m nicbt rein an, da die Endung em im Sanskiit nicbt vor- 
kommt, sondern es scbiebt sieb ein a ein z. B. täreyam (vgl. S. 24). 
Ebenso wenig wurde *tdrent gebildet , sondern *tdreant , daraus tareyus. 
Es ist also in diesen Formen nicbt eine besondere Gestalt des Optativ- 
zeicbens, sondern ledlglicb eine lautlicbe Affection anzunebmen. Als 
Optative vom Perfectstamm sind in dem Capitel ubej- das Perfectum 

13» 



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196 

folgende Ponnen angegeben: paplyat mamanyjit jagribhyit cakshami- 
thas jagrasita jakshlySlt säsaby^ma säsabyat anajyat cacbadyat 3na9yam 
mamrijTta sasrijyJit mamridyus vaviidhltbäs ninlyät riiicyam riricyät 
vivi9y58 dudhuvlta babbüyat babbüyas (3 sing.) 9ü9uyaraa 9U9rayä8 
9U9rayatam mmcyas pupusbyät. 

Vom Optativ des s- Aoristes sind nur folgende wenige Formen 
belegt: bbaksbtyi u. s. w. (§ 20) bbaksbimahi nianslmähi, vandisbl- 
m&bi u. s. w. (§ 26) mansTrata und träsltbam, wofür man der Regel 
nach trasiyätbam erwartet hätte. 

Der Precatiy. 

Unter Precativ vei-steht man mehrere Pei-sonen des Optativ, die 
hinter dem Optativzeichen noch ein s zeigen. Vom Activum sind im 
RV. belegt die l*** sing, (bhüyäsam), eine Reihe dritter Personen sing, 
auf as wie a9yas, wahrscheinlich aus *a9yäst etc. zu deuten, vergl. 
S. 50. (Zweite Pei-sonen wie bhüyas brauchen nicht aus *bhOya8S 
erklärt zu werden, sondern können zum Optativ gerechnet werden.) End- 
lich ist Precativ kriyasma, eine erste pers. pl. und babhüyas (3*' s. perf.). 
Von Milium sind belegt Bildungen aus der einfachen und reduplicirten 
Wurzel, (worunter säsählshthäs am besten als Precativ des Perfectums 
aufgefasst wird) und vom Aorist mit S, lauter zweite Pera. Sing, und 
Plur., oder dritte Pers. Singularis. 

Nach dieser Darstellung gehören also, um das noch einmal zu 
betonen, zum Precativ und solche Formen, welche hinter dem Optativ- 
zeichen ein 8 haben. Erste Pei-sonen wie bhakshiyä sind einfech Opta- 
tive des Aorists. 

Es fi'agt sich nun, wie es zu erklären ist, dass hinter dem Opta- 
tivzeichen in mehreren Personen ein s steht. OfiFeubar ist dies s mit 
der Endung aav im griechischen Optativ zusammenzustellen, die nach 
der verbreiteten Meinung, welche auch mir wahrscheinlich vorkommt, zu 
der Wurzel as gehört. Man hätte also anzunehmen, dass zuerst in 
einer oder einigen Personen des Activs diese Zusammensetzung sich 
vollzog, und von hier aus das s auch in das Medium eindrang. 

Belegt sind vom Precativ folgende Formen: 

1. Von der einfachen Wurzel gebildet: 
Activum: 
hhü sein: bhüyäsam. Jcar macheu: kiiyäsma. 

Medium: 
muc loslassen: mucishta. päd zu Fall kommen: padlshtä. grabh 
ergreifen: grabhishta. 



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197 

2. Von der reduplicirten Wnrzel gebildet: 
ihü: babhüyas. rish: rlrishishta (Pada ri°). sah: sasahlshthas. 

3. Von dem Aorist mit s: 

ya gehen: yäslshta 2pl. (so Mueller und Eotii, Aufrecht bat 
ySsishta) 1, 165, 15. Medial sind: man meinen: mansishthäs manslsh^a. 
dtor spalten: darshtshta. inarg mulcere: mrikshishta. 

4. Von dem Aorist mit ish: 
med. Jan erzeugen: janislilshta. van gern haben: vanishishta. 

5. Von dem Aorist mit sish: 
ya gehen: jasislsh^hss. 

HL 
Der Imperativ. 

Was man im späteren Sanskrit Imperativ nennt, ist bekanntlich 
eine Zusammensetzung aus Conjunctiv und Imperativ. Dem Conjunctiv 
gehört die erste Person jedes Numenis an , das übrige dem Imperativ. 
Die Endungen sind folgende: zweite Person: dhi (hi) tat tam ta sva 
atham dhvam (dhva), dritte Person: tu tat täm (du.) antu (atu) tam 
(3s. med.) am atäm antam (atam). Von diesen Endungen fallen tam ta 
atham dhvam tam (du.) atäm mit dem augmentlosen Indicativ fojmell 
zusammen. Auch der Sinn giebt nicht überall das nöthige Kriterium 
zur Scheidung. Es bleiben also als rein imperativische Endungen nur 
dhi tat (2s.) sva tu tat (3s.) antu tarn (am) antam (atäm). Ueber dhi 
ist S. 32 gebändelt Bekanntlich erscheint dhi niemals hinter Stämmen 
auf a, und es ist auch durch nichts zu erweisen, dass diese Stämme 
jemals die Endung dhi gehabt hätten, vielmehr anzunehmen, dass z. B. 
bhära der reine Tempusstamm ist. In der nä-Classe laufen zwei For- 
men neben einander, einerseits punlhl u. s. w., andererseits ajäna. Ich 
weiss dem was Bopp hierüber bemerkt hat, nichts hinzuzufügen. Die 
Endung tat gUt, wie § 38 zeigt (vgl. auch die Nachträge), fast aus- 
schliesslich von der zweiten Person sing., kommt aber auch vor in der 
dritten Person sing. Dass tat je im Sinne der zweiten plur. vorkäme, 
ist mir nicht bekannt. Der Imperativ wird gebildet vom Präsens (re- 
spective Aorist ohne S), vom Perfectum und vom Aorist mit S. Der 
Imperativ des Perfectums fi-eilich ist nur sehr sparsam belegt, ganz 
sicher ist nur babhütu, doch sind vielleicht noch einige reduplicirte 
Formen wie 9U9Ugdhi hierher zu ziehen. Vom Aorist mit S sind sicher 



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198 

hei-zoleiten: aviddhi avishta avish^ u. s. w. uud dhukshasva zu duh. 
Bei lüsatSm rasantem ist es zweifelhaft, ob nicht eine Nebeuwuvzel 
ras anzusetzen sei, und bei anderen Formen kommt mau nicht zu 
einem ganz sicheren Ergebniss, weil sie möglicherweise auch augmeut- 
lose Indicative sein können. Aus dem AV. ist noch nesha anzuführen 
zu nf . 



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DENOMINATIVE VEEBA. 



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Die Denominativa werden hier in folgender Anordnung dargestellt: 
L Denominativa, welche mittels der Silbe ya von vorhandenen oder 
sicher erachliessbaren Nominalstämmen abgeleitet sind. 11. Verbal- 
stämme denominativer Form, welche aber die betreffenden Nominal- 
stämme nicht neben sich haben, die sogenannten Causativa und Stämme 
auf äyä. HI. Denominativa, welche ohne ein Suffix unmittelbar aus 
Nominalstämmen gebildet sind. 

I. 

Die aus vorhandenen Nominalstämmen abgeleiteten Verba. 

Die Bedeutung dieser Yerba ist scheinbar sehr mannichfaltig, z. B. 
von dmitra- Feind, amitrayäti er beninmit sich wie ein Feind, nrngd- 
Wild, myigayäte er verfolgt, jdni- Frau, janlyäti er wünscht eine 
Frau. Es liegt aber auf der Hand , dass wir den engeren Sinn erst in 
die Sprachform hineinlegen. Von Anfang an haben die Denominativa 
nur den ganz allgemeinen Sinn , dass das in dem Personalsuffii enthal- 
tene Subject in irgend ein Verhältniss zu dem Nomen tritb. Welcher 
Art das Verhältniss sei, muss aus der Natur des Nomons und dem 
Sinn des Satzes entnommen werden. Erst im Laufe der Zeit haust 
sich ein bestimmter fester Sinn in gewissen Foimen ein. 

Was nun die Form betrifft, so ist das gemeinsame Zeichen aller 
Denominativa dieser Classe die Silbe ya, welche in der übei-wältigend 
grossen Mehrzahl der Fälle betont ist Es wird aber den Accent noch 
bei der zweiten Abtheilung gehandelt werden. Die Denominativa die- 
ser Classe nun sind unten § 189 ff. nach einem äusserlichen lediglich der 
TJebersichtlichkeit dienenden Kriterium angeordnet, nämlich nach dem 
Laut, der vor dem ya erscheint, so dass z.B. alle Denominativa auf 
äyäti zusammenstehen, mögen sie nun von Nominibus auf ä oder a 
herkommen. Hier soll ein TJeberblick nach einer anderen Blchtung 
hin gewährt werden, indem dargestellt wird, wie sich der Auslaut der 
verschiedenen Nominalstämme vor dem ya gestalten kann. 

Unter den vocalischen stelle ich voi*an die Stämme auf a. Diese 
können 1) ihr a behalten z. B. devayäti von devd-^ vasnayäti von 
vdsna- u. s. w. 2) Das a kann lang werden, augenschemlich durch 



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202 

Einfluss des Halbvocals z. B. priyaydte vou pnt/d-, afvftyäti von o^«-. 
Oefter findet sich die Länge nur im Sanhitatext, und die EQrze im 
Padatext, öfter die Länge in beiden Texten, endlich kommt im Sanhita- 
text sowohl Länge als Kürze vor z. ß. ntayäti neben ritäydti. Es ist 
also keinem Zweifel unterworfen, dass in der lebendigen Sprache De- 
nominativa mit ä vorhanden waren, denen Stämme auf ä zu Grunde 
liegen. 3) Aus a kann, wiederum durch Einfluss des y ein i werden, 
dessen Quantität in derselben Weise schwankt, wie die des eben behan- 
delten a. So wird von cdrana- caranlyäti, von adJward- adhvailyäti 
gebildet, von putrd- putriyäti und putriyäti, von änna- änniyant-, 
4) Aus a virird e in dem einzelstehenden FaUe vareydti von vdra- Freier. 
Vielleicht ist die Mittelstufe varriy (vgl. deya aus dä-ya). 5) Das a 
fällt weg, wenn vor ihm ein n oder r steht z. B. kiipanydti von kri-- 
pand'^ pntanydti von pritaiui'^ adhvaiyati von adhvard", vithuiyäti 
von vühurd^. Da Bildungen wie adhvaryäti vorhanden sind, so ist es 
mehr als wahrschemlich , dass sapaiyäti auf dieselbe Weise zu deuten 
sei. Man muss also ein Adjectivum *sapara- als zu Grunde liegend 
annehmen, und nicht ein Neutrum *sapas (das in der Spi^ache ebenso- 
wenig vorhanden ist, wie *sapara). 

b) Von einem a -Stamm wird ein Denominativum auf asyäti gebil- 
det^ also nach der Analogie der zahlreichen von Substantiven auf as 
herrührenden wie apasyäti etc. Im RV. ist mit Sicherheit nur mäna- 
vasyäti hierher zu stellen. In der späteren Sprache sind diese Bildun- 
gen häufiger. 

Einförmiger sind die Bildungen von Nominibas auf 5. In der 
Eegel bleibt das ä z. B. jmJtyäti von jma^ manayäti von mand-. Aeus- 
serlich betrachtet liegt eine Veikürzuug dos a vor in kiipay neben 
k^ipäy (nachvedisch) von hipä-. Aber diese Auffassung ist nicht noth- 
wendig. Es kann auch ein Nomen kripa- oder knp- zu Grunde 
liegen. 

Bei den Nominibus aufi haben wir wieder das Schwanken in 
der Quantität zu bemerken, z. B. arätiyäti neben aiätlyäti u. s. w. Das 
Verbum 9nidhTyäti, was nm- vorliegt in der Participialfonn frudhiyatäs 
und gehorchen bedeutet, erinnert lebhaft an Icr-^t-w. Aus dem Sans- 
ki-it lässt sich noch gOidhayati preisen, erheben vergleichen, dem offen- 
bar die Wurzel gar zu Grimde liegi Das dhi und dha wie das 5 t 
scheint die Wurzel dha zu sein.^ — Von Nominibus auf i kommt 
noch eine zweite Art von Denominativis, nämlich solche welche auf 
ayati ausgehen, namentlich ist das deutlich bei dhunayati rauschend 



1) vgl. Ludwig Inf. S. 136. 

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203 

fliessen, von dhüni" rauschend. Ich möchte glauben, dass diese Ponu 
aus *dhunajyati zu deuten ist, also eine Steigerung des auslautenden 
i vorliegt. Wenn man gürdhay ebenso auffassen könnte, so würde es 
noch näher an frudhiyati heranrücken. 

Zu den Ableitungen von a- Stämmen finde ich nichts weiter zu 
bemerken, als dass unishyäti offenbar auf dieselbe Weise von uni- 
herzuleiten ist wie mänavasyäti von mänavä-. 

Unter den Stämmen auf Consonanten liefern die auf s bei weitem 
das grösste Contingent z. B. apasyäli namasyäti duvasyäti u. s. w. taru- 
shydti zu tdrus- vanushyäti zu vanüs-. Merkwürdig ist ojäyäte zu 
qjas-. Ob hier eine rein lautliche Affection vorliegt, lasse ich unent- 
schieden. Seltener sind n-Stänmie wie ukshanyäti brahmanyäti, ver- 
einzelte Stämme auf andere Consonanten wie ishudhyäti. Ein a ist 
angetreten an äty-, wovon ürjayäti gebildet ist. 

Es sei noch bemerkt, dass von allen diesen Denominativen im 
Kigveda nur Formen des Pi'äsensstammes zu belegen sind. Später 
kommen wohl auch Putui-a und Pai-ticipia auf -ta vor. So finden sich 
T.S. 7, 1, 19, 3 unter einem Haufen von Participien auch folgende von 
kandüy kratzen: ka^dflyi8hyänt- ka^dayämäna- kandüyitä-. 

Es folgt nun die Aufzählung der Ponnen in der oben angegebenen 
Ordnung. 

§189 
Vor dem ya steht a. 

Diese Denominativa stammen 
1) von Nomiuibus aaf a: 

aakd' Klammer: paryaükhäyäte umklammern, dmitra- Feind: 
amitrayänt- feindlich gesinnt sein, ärtha- Ziel: ai'thayanti ai*thayethe 
arthäyäse arthayasva. indra-: Indrayante sich wie Indra benehmen. 
und- mangelnd: tlnayls uneifullt lassen, t^d- heilige Ordnung: rita- 
yanta yitäyant- der Ordnung gemäss handeln, "^hanuka-: kanükaydnt- 
nach Grassmann etwa Noth leiden, kuläya- Hülle: kuläyayänt- sich 
einhüllen. JcshStna" Rast, kshemayänt- rastend, jard- Buhle: jära- 
yäyi liebkosen (s. Index), dcvd- Qott: devaydnt- den Göttern geneigt sein. 
iiyünJcha- etwa unartikulirker Ton: nyOfikhayante brummeu. rndnira- 
Spruch: manti*aye mantrdyante sprechen, mrigd- Wild: mrigäyante 
verfolgen, yushma: jrushmayänt- euch suchend, vavrd- sich ver- 
steckend: vavräyämahe sich zmöckziehen. vdsna- Kaufpreis: vasna- 
yänt- feilschen, v^ja- Renner: väjayämasi -^jäyant- väjayate väja- 
yädhyai Wettlaufen, vtra Mann: avirayethäm virayadhvam sich männ- 
lich benehmen, hdsta Hand: hästayant-. 



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204 

2) Ton Nomimbns auf Conaoiijuiteii : 

ish- Trank, Saft: dayon ishay in den Fonnen ishajema isMyant 
ishäyanta isMyadhyai aber anch idiayat^ 6, 16, 25 (Grassmakh unter- 
scheidet zwei Stämme mit verschiedenem Accent nnd verschiedener 
Bedeutung), ürj^ Kraft: davon fiijay in den Formen fir^yanti ürjäyant- 
strotzen. 

3) Von Kominibiu auf i mh Yerkomiog: 

hripä" Mitleid: davon ImpSy nnd kripay trauern, in den Formen 
akripayat kripäyant- (so 10, 98, 7) und wohl auch *spriha' Begehren 
wovon sprihay begehren: sprihayanti asprihayam sprihayet 

4) Von Nomin ibns auf i mit Steigerang: 

von ishdm" Antrieb: isha^ajanta bewegen, dhüni^ rauschend, 
dhunay rauschend fliessen in dhunayanta dhunayant&ro. süsJm- pr^- 
send, spendend: sushvay in sushvayint- sushväyanta spenden. (YgL 
BoTH Nimkta S. 119.) 

Endlich dürfte ein Stamm ^vtla- anzunehmen sein gleich vlld- um 
die Formen vlläyasi vilayasva zu erklären, welche „festmachen" bedeu- 
ten (anders BR. s. v. vid). 

§190 
Vor dem ya steht langes a. 

1) Von Nominibus auf S: 

von einem nicht erhaltenen ^righa- Wuth, righäy beben in righä- 
yant- righSyamSna righäyanta; von gopä- Hirt: gopäy hüten in den 
Fomien gopäyänti gopayätani; von jtna- Erde: jmayänt- zur Erde 
streb-^nd; von duchuna- ÜDglück: duchunäy in duchunäyänt- du- 
chunajase Unglück bereiten 7, 55, 3. Wenn der Pada in diesem 
Falle duchuna- yase auflöst, so begeht er einen grammatischen Fehler. 
Von pjntana- Kampf: pritanäy kämpfen 1, 169, 7. Von bhandäna- 
jauchzen bhandanäyänt- 9, 85, 2. Von manä- Anhänglichkeit, manäy 
anhänglich sein in manäyati manäyänt-, wohl auch von *Anna- Zorn: 
hrinäy zürnen in hrinäyäut-. 

2) Ton Nominibus anf a mit Yerlängenuig des a: 

von cighd schlimm, üebel aghäy drohen (Pada aghay) aghäydti 
aghäyänt-. Von ajird- behende ajiräyate 8, 14, 10 (Pada a). ägva- 
Pferd: a9väyänt- nach Pferden verlangend (Pada a). rüd^ Ordnung: 
ritäy die Ordnung einhalten ritäyänt (vgL oben ritay). tUvüa- reich: 
tilviläy sich reich erweisen tilviläyädhvam (Pada ebenso) 7, 78, 5. priyä 
Freund: priyäy sich befreunden in äpriyäyata (Pada ebenso) 3, 53, 9. 
yajnd' Opfer yajnäydnt- opfernd (Pada a) 5, 41, 1. raihird- einen 



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205 

Wagen besitzend rathirSyänt- herbeieilend 9,93,4. ranähana- ran- 
dhauay in arandhanSyas 1, 53, 10, der Bedeutnng nach gleich dem 
cans. von randh (Pada ebenso), vrisha = vylshan Stder: vfishäy brün- 
stig sein vrishayäse vrishäyäte vi-ishayinte vyishäyämäna- (Pada kurz)^ 
ft*6Ad- schön: 9ubhäyate 9,28,3. sumna- Wohlwollen, sumnayänt- 
WohlwoUen ei-weisend 1, 114, 3 (Pada knrz). 

3) Von öjaS" Kraft, ist abgeleitet ojäy Kraft anwenden in 
ojayämana-. 

4) Von Idht Andacht, ist abgeleitet dhiyäy aufmerksam, dhiya- 
yint- dhiyäyate. 

§191 
Eine eigenthümliche Vocalftrbnng liegt vor in varey- freien von 
mra- Freier. Es ist belegt in dem Conjunctiv vareyät 10, 27, 11 und 
dem Absolutivum vareyäm. 

§192 
Vor dem ya steht L 

1) Von i-Stammcu: 

ärati-' Unglück, aratly Unglück bringen wollen in arätlyänt 1, 
99, 1 (Pada kurz, auch AV. kennt arätiy). kavi- Weiser, kavlydmäna 
1, 164, 8 (Pada kuiz) weise sein, jdni- Weib, jauly ein Weib wün- 
schen in janlyänt- 7, 96, 4 (Pada kui'z). dwrgribhi^ schwer zu fassen, 
durgyibhly schwer zu fassen sein in durgribhiyase 5, 9, 4. mahi" Er- 
götzen, das in dem Infinit] vum mahäye vorliegt, mahly sich ergötzen 
in mahlyämana- 4, 30, 9. rdyi- Besitz, raylyänt- Besitz wünschend. 
sdkhi' Freund, sakhiy Freundschaft suchen (Pada kurz) in sakhiyänt-. 
"^hrini- Zorn, hiiniyämflna -. Ebenso gebildet ist duhly in duhlyät und 
duhlyän. 9rudhlyänt- vgl. S. 202. 

2) Ton a- Stämmen: 

adhvard- Opfer, adhvarly den Opferbrauch versehen in adhvaiTyasi 
und adhvarlyänt. (Im Pada kurz.) Vgl. adhvary-. änna-^ Speise: 
dnniyate d. part. cdrana- das Nachgehen, caranlyämäna- nachgehen 
3, 61, 3 vgl. cai-any im AV. tavisM- kräftig, tavishiy -kräftig sein in 
tavishiyänt und tavishiyäse tavishiyämäna-. (Im Pada ist tavishi- ya 
getrennt, also eine Ableitung von tavishi angenommen, was wegen 
tavishy nicht so wahracheinlich ist.) putrd Sohn: putily einen Sohn 



1) Da aber vrisha in der älteren Sprache nur am Ende von Compositis vor- 
kommt, thut man wol besser vrishSyäti von vrishan- abzuleiten, und gewinnt 
dann ein sehr werthvolles Analogon zu der von mir vermutheten Entstehung der 
Stämme auf äyäti (s. unten). 



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204 

2) Von Nominibns auf Oonsonanten: 

ish" Trank, Saft: davon ishay in den Formen ishajema ishäyant 
ishäyanta isMyadhyai aber auch ishay at^ 6, 16, 25 (Grassmann unter- 
scheidet zwei Stämme mit verschiedenem Accent und verschiedener 
Bedeutung), ürj- Kiaft: davon Orjay in den Formen Orjayanti Orjiyant- 
strotzen. 

3) Von Nominibus auf ft mit Yerkürzimg: 

Jcripd" Mitleid: davon kripay und hipay ti-auem, in den Formen 
akripayat kiipdyaut- (so 10, 98, 7) und wolü auch ^spriha- Begehren 
wovon sprihay begehren: spiihayanti asprihayam spiihayet 

4) Von Nominibns auf i mit Steigerung: 

von ishdni' Anhieb: ishai^ayanta bewegen, dhüni- rauschend, 
dhunay rauschend fliessen in dhunayanta dhunayantära. süshvi- pres- 
send, spendend: sushvay in sushvayänt- sushväyanta spenden. (Vgl. 
Roth Nirukta S. 119.) 

Endlich dürfte ein Stamm ^vUa- anzunehmen sein gleich vllü- um 
die Formen vljäyasi vüayasva zu erklären, welche „festmachen" bedeu- 
ten (anders BR. s. v. vid). 

§190 
Vor dem ya steht langes a. 

1) Von Nominibus auf ä: 

von einem nicht erhaltenen ^righa- Wuth, lighäy beben in righä- 
yant- yigliiTyamana lighäyanta; von gopd- Hirt: gopäy hüten in den 
Formen gopayänti gopayätani; von jma- Erde: jmayänt- zur Erde 
strebend; von duchüna- ÜDglüclc: duchunay in duchunäyänt- du- 
chunayase Unglück bereiten 7, 55, 3. Wenn der Pada in diesem 
Falle duchuna- yase auflöst, so begeht er einen giammatischen Fehlei*. 
Von pritana- Kampf: piitanay kämpfen 1, 169, 7. Von bhanddna- 
jauchzen bhandanayänt- 9, 85, 2. Von mand- Anhänglichkeit, manJy 
anbänglich sein in manäyati manäyänt-, wohl auch von *hrina'' Zorn: 
hrinäy zürnen in hrinäyäut-. 

2) Ton Nominibus auf a mit Yorlängerung des a: 

von €tghd schlimm, TJebel aghSy drohen (Pada aghay) aghäydti 
aghäyänt-. Von ajird- behende ajiräyate 8, 14, 10 (Pada a). dgvß- 
Pferd: a9väyänt- nach Pferden veilangend (Pada a). rüd- Ordnung: 
ritäy die Ordnung einhalten ritäyänt (vgl. oben ritay). tüvüa- reich: 
tilviläy sich reich erweisen tilviläyädhvam (Pada ebenso) 7, 78, 5. priyd 
Freund: priyäy sich befreunden in äpriyäyata (Pada ebenso) 3, 53, 9. 
yajm- Opfer yajnäydnt- opfernd (Pada a) 5, 41, 1. rathird- einen 



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205 

Wagen besitzend rathirayänt- herbeieilend 9,93,4. randhana- ran- 
dhanäy in arandhanayas 1, 53, 10, der Bedeutung nach gleich dem 
caus. von randh (Pada ebenso), vrisha = vrishan Stier: vrishäy brün- 
stig sein Yiishayise vnshäyäte vnshSyänte vjishäyämäna- (Pada kurz)^ 
fMftAd- schön: 9ubhayate 9,28,3. swwna- Wohlwollen, sumnayänt- 
Wohlwollen erweisend 1, 114, 3 (Pada kurz). 

3) Von öjaS" Kraft, ist abgeleitet ojäy Kraft anwenden in 
ojayämäna-. 

4) Von Idht Andacht, ist abgeleitet dhiyay aufmerksam, dhiyä- 
yänt- dhiyayate. 

§191 
Eine eigenthümliche Vocalförbung liegt vor in varey- freien von 
mra- Freier. Es ist belegt in dem Conjunctiv vareyät 10, 27, 11 und 
dem Absolutivum vareyäm. 

§192 
Vor dem ya steht L 

1) Von i-Stämmoa: 

drati" Unglück, aratly Unglück bringen wollen in arätlyänt 1, 
99, 1 (Pada kurz, auch AV. kennt aratiy). kavi- Weiser, kaviyämäna 
1, 164, 8 (Pada kuiz) weise sein, jäni- Weib, janly ein Weib wün- 
schen in janlydnt- 7, 96, 4 (Pada kurz), durgribhi- schwer zu fassen, 
durgribhly schwer zu fassen sein in durgyibhlyase 5, 9, 4. maJii- Er- 
götzen, das in dem Infinitivum mahäye vorliegt, mahly sich ergötzen 
in mahlyämana- 4, 30, 9. rdyi- Besitz, raylyänt- Besitz wünschend. 
sdkhi- Freund, sakhiy Freundschaft suchen (Pada kurz) in sakhiyänt-. 
*Ärim- Zorn, hiiniyämana-. Ebenso gebildet ist duhly in duhlyät und 
duhlyän. 9rudhlyänt- vgl. S. 202. 

2) Von a- Stämmen: 

adhva/rd- Opfer, adhvarly den Opferbrauch versehen in adhvarlyasi 
und adhvarlyänt. (Im Pada kurz.) Vgl. adhvary-. anna- Speise: 
änniyate d. part. cdrana- das Nachgehen, caranlyämana- nachgehen 
3, 61, 3 vgl. carany im AV. tavishd- kräftig, tavishiy kräftig sein in 
tavishiyänt und tavishiy äse tavishiyämäna-. (Im Pada ist tavishi- ya 
getrennt, also eine Ableitung von tavishi angenommen, was wegen 
tavishy nicht so wahracheinlich ist.) putrd Sohn: putily einen Sohn 



1) Da aber vrisha in der älteren Sprache mir am Ende von Compositis vor- 
kommt, thnt man wol besser vrishayäti von vrishan- abzuleiten, und gewinnt 
dann ein sehr werthvolles Analogon zu der von mir vermutheten Entstehung der 
Stämme auf Syäti (s. unten). 



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206 

wünschen in pntriyänt (Pada und AV. putriy). rdtlia- Wagen, rathiy 
fahren in i-atüiyänt- (Pada kurz). 

§193 
Vor dem ya steht u. 

Das u ist in der Sanhitä immer lang mit Ausnahme einiger Stol- 
len wo gätuy vorkommt, daneben auch 1, 169, 5 gatüyänti. Im Pada 
ist das u stets kurz, was desshalb im einzelnen Falle nicht besonders 
angef&hrt ist. 

Auf vorhandene Nomina mit u gehen zurück: von dsu- Lebens- 
hauch (*Muth, *Zorn): asOyänt- murrend, riju- gerade: rijUy gerade 
sein in njüyänt- rijüyämäna-. krdtU" geistige Kraft, kratQy die gei- 
stige Kraft anstrengen in kratüyänti 4, 24, 4. gätü- Zugang, das eben 
erwähnte gatüy Zugang suchen und gatuy in gätuyä gatuyänt-. piM- 
Nahrung, pitüy Nahrung begehren in pitüyänt- 10, 142, 2. vosw- Gut, 
vasüy Gut begehren in vasüyät vasüyänt-. vaigü- artig, valgOy artig 
behandeln valgüyäti 4, 50, 7. gdtru- Feind, 9atrüy feindlich aidlreten 
9ati1iyant-. st^'dtu- suki-atüyase 10, 122, 6. 

Ob ishüyate 1, 128, 4 auf ishu- Pfeil zurückgeht, und daher seine 
Bedeutung begehren, erhalten hat, ist nicht ganz sicher. Kein Nomen 
auf u steht neben afikOyänt- 6, 15, 17 Seitenwege suchend (vgl. äfikas- 
Krümmung) und stabhüy stützen in stabhOyänt- stabhOyämäna-. 

§194 
Vor dem ya steht ein Consonani 

Als Uebergang von den Vocalen gavydnt- nach Kühen begehrend 
(aus gav-iant) zu go^ Kuh. 

Vor dem ya ein j in bhishajy heilen von JAtsAa/- Arzt, bhisha- 
jyäthas bhishajyätam. 

Ein dh in ishudhy ishudhyasi ishudhyati ishudhyäut-. Grassmann 
giebt dem Woi*te die Bedeutung zielen, streben nach, hinzielen, indem 
er es ableitet von einem ishudhi, welches Pfeilauflegen, Zielen bedeu- 
ten soll. Da nun aber ishudhf Köcher bedeutet, so ist es unwahr- 
scheinlich, dass noch ein anderes ishudlii mit der Bedeutung Pfeilauf- 
legung bestanden habe. BR. erschliessen aus den Stellen, in denen 
es vorkommt, den SiuQ „anflehen, erbitten'' und erinnern an das zen- 
dische ishud und das davon abgeleitete Verbum ishudy. Ihm giebt 
JusTi die Bedeutung „sich als Schuldner bekennen" von ishud Schuld, 
und Anrufung, dm-ch die man sich dem Himmel gegenüber als Schuld- 
ner bekennt. Ich schliesso mich dieser Erklärung an, allerdings mit 



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207 

dem Bemorken, dass die Bilduog des Nomen ishudh mir ganz un- 
klar ist 

Vor dem ya steht ein n. 
Diese Denominativa kommen 

1) von Nominibuß auf ii : 

uJcshdn" Stier, ukshauyäut- wie ein Stier thuend 8, 26, 9. uddn- 
Wasser, udany zAiströmen in udanyänt- 10, 99, 8. hrahmrin- Beter, 
brahma^y andächtig sein in bralimanyänt-. viishan- Stier, vrishanyati 
brünstig sein 9, 5, 6. 

2) Von Nominibns auf na: 

kripand- elend: kiipany (jämmerlich than) erbitten kiipanyäti 8, 
39,4 turdiia'' eilig: turaiiy eilig sein in turanyati turauyänt-. da- 
Diana - Bändigung, bändigend, damauy bändigen damauyat 10,99,6. 
jmtaiia oder piitana Kampf , pritany kämpfen in pntanyäsi pjitanyäti 
apritanyat pntanyät piitanyänt-. hhurana- rührig, bhurany rühiig 
sein bburanyasi bbrn-anyäti bhm-anyäthas bhm*anyänt-. sardna- Eilen, 
Laufen: sarany eilen in saranyän sarauyänt-. Hieran schliesse ich die 
Verba auf -anyati, deren Stanminomen nicht vorhanden ist, aber 
erschlossen werden muss. 

*dhishana dhishanyänt- aufmerkend 4, 21, 6 (vgl. 2dhishy "^risliana 
rishany Fehler begehen in rishanyäti rishanyas rishanyata dazu ärishan- 
yant- (vgl. rish). 

*i^vana ruvany laut brüllen nivanyas 8, 85, 12 (vgl. i-u). 

'^huvana huvanyati nifen 1, 119, 9 (vgl. hü). 

Zweifelhaft ist die Entstehung von ishany^ das in ishanyasi ishan- 
yati ishanyanti ishanya ishanyata ishanyänt- vorliegt und anti-eiben 
bedeutet. BR. leiten es von ishäni- Antrieb, ab. Dabei bleibt zwei- 
felhaft, ob das y von ishanyati, dem i von ishäni- entstammt, oder 
ableitend ist und jenes i verschlungen hat. Mir ist, nach den ange- 
führten Belegen wahischeinlicher, dass ishany auf ein ishana- zurück- 
geht Doch ist eine absolute Sicherheit in dieser wie vielen ähnlichen 
Fragen nicht zu erreichen. 

Dem ya geht ein r voiher: 

1) ein Nomen auf r liegt zu Gnuide in vadharydnti 1, 161, 9 ge- 
schosswerfend. 

2) ein vorhandenes Nomen auf ra liegt zu Gmnde vou adhvard- 
Opfer, adlivai^äut-, von vithurd- taumelnd, vithuryäti taumeln 10, 
77, 4. 



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208 

3) NomiDa auf ra, die nicht mehr vorhanden sind, scheinen auch 
zu Grande zu liegen bei rathary im Wagen fahren, fraihary schlaff 
werden und sapaiy verehren. Von dem ersteren kommt vor rathar- 
yäsi ratbaryati i-athaiyatas, von 9rathary 9rathaiyati 10, 77, 4, und von 
sapary: saparyämi saparyäti saparyätas saparyänti asaparyan saparyät 
saparyän sapary^ma sapäiya saparyata saparyä.nt- sapary^nya-. 

Vor dem ya steht die Silbe as. 

1) Es liegen Nomina auf - as zu Grunde : 

dpaS" Werk: apasy thätig sein in apasyit 1, 121, 7. dvas^ Bei- 
stand: avasy Beistand suchen in avasyänt- 1, 116, 23. cdnas- Wohl- 
gefallen, canasy befiiedigt sein in canasy&tam 1,3,1. düvaS" Ver- 
ehrung, duvasy verehren in duvasyäti duvasyäthas duvasyänti duvasyan 
duvasyät duvasy 6t duvasya duvasy äta duvasyänt-. ndmas Verehinrng, 
namasy verehren in namasyänti namasyan anamasyan namasyä (1*^ 
imp.) namasyä (2'') namasyäta namasyänt-. nrimdiiaS'' männerfreund- 
lich: nrima^asy sein in n^imai^syase 6, 38,4. mdnaS" Sinn: manasy 
im Sinn haben manasyäsi manasy^. vdcas^ Bede: vacasy sich verneh- 
men lassen vacasyate. vdrivas- Raum: varivasy Raum geben in vari- 
vasyätas varivasyä varivasyantu varivasyänt-. (rdvas- Fahrt: 9rayasy 
auf der Fahi*t sein in 9rava8yät ^ravasya jravasyänt-. sdcanas^ ein- 
trächtig: sacanasydmSna- Pflege erweisend 10,4,3. von sümanaS' wohl- 
wollend sumanasyämäna. von svapds- wohl handelnd svapasyäte svapa- 
syämäna-. 

2) Von vorauszusetzenden Nominibus auf as : 

irastf züimen in irasyäsi irasyäti irasyas. dagasy Dienst erweisen 
(*da9as ist jedenfalls gleich yä9as Ehre, Ruhm, wie zuerst meines 
Wissens Benfet gesehen hat) in da9asyäsi da9asyati da9asyathas da9a- 
syätha da9asyes da9asyet da9asyä da9asyätam da9asyata da9asyäiit-. 
makhasy lustig sein in makhasyänt- makhasyäse makhasyate (vergl. 
makha). panasy bewunderangswerth sein in panasyäte 10, 75, 9 (vgl. 
pan). sacasy in sacasyämäna- Pflege empfangen 10, 8, 7. 

Sicher von einem a- Stamm: manavasy nach Menschen weise thun 
nur in mSnavasyatö (dat. part.) 1, 140, 4. Zu Grunde liegt manavd-. 

Vor dem ya steht ish in 
tavishy = tavishly von tavishd^ kräftig: tavishyäte tavishydmäna-. 

Vor dem ya steht ush in 
tarashy kämpfen von toArus- Kampf in tarushydnt- 8, 88, 5. vanushy 
hinzielen auf von vdnus- eifrig in vanushyäti vanushyät vanushyänt- 



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209 

vanushyate. vapushy sich wundem von vdpus- Wunder vapushyan 
3, 1, 4. 

Ohne ein daneben stehendes Nomen auf us urushy das Weite 
suchen (vgl. uru-) urushyäti urashyäthas urushyät urushyäs urushyät 
urushyet urushyä urushyatu urushyätam urushyätem urushyata uru- 
shyäntu. 

n. 

Die zweite Classe.der Denominativa umfasst vor allem die soge- 
nannten Causativa, die zehnte Präsensclasse der Inder. Sie sind nach 
indischer Auffassung nicht von einem Nomen, sondern dii-ect aus dem 
Verbum hergeleitet. Während die Inder jdevayäti er verehrt auf das 
Nomen devä- Gott also deva-yäti zurückführen, leiten sie vedäyati 
wissen lassen direct von vid wissen, nicht von dem Nomen veda- ab. 
Wir halten jetzt diese Ansicht — wie bekannt — nicht mehr für 
richtig, sondern ziehen das erste a des Lautcomplexes aya zum Stamm, 
und tiieilen also vedä-ya-ti, wie deva-yä-ti, sehen mithin in veda 
ebensogut ein Nomen wie in deva. Ich wüsste nicht, was sich gegen 
eine solche Analyse triftiger Weise einwenden liesse, man muss aber 
anerkennen, dass diese zweite Classe eine Abtheilung für sich bildet, 
welche vor der ersten der Form und der Bedeutung nach sich schei- 
den lässi 

1) Der formelle Unterschied beruht in dem Accent. Die erste 
Classe hat den Accent auf der Silbe j&, die zweite auf dem ihr vor- 
hergehenden a. Es heisst devayäti aber vedäyati. Die zweite Hälfte 
dieser Begel duldet keine Ausnahme (ghöshayas statt ghoshäyas Yal. 
2, 8 ist wohl JEalsch überliefert), dagegen gilt die erste nicht ausnahms- 
los. Es giebt unter den echten Denominativen auch solche, welche 
den Accent vor der Silbe ya haben z. B. arthäyäse ritäyant- nlläySäe 
manträyante mpgäyante vavräyamahe, bei manchen schwankt der 
Accent z. B. heisst es väjäyati und väjayäti, auch die ei*ste Silbe ei*scheint 
betont z. B. hästayatas und änniyant-. Die Abweichungen finden sich 
— wenn ich nichts übersehen habe — nm- bei Denominativen von 
a-Stänmien. Man sieht, dass die Scheidewand, welche der Accent 
zwischen den beiden Abtheilungen aufrichtet, nicht lückenlos ist. 
(Danach ist QRASSBfANN s. v. ürj- zu verbessern.) 

Auf welcher Seite nun aber der primitivere Accent zu suchen sei, 
oder ob der Accent vielleicht im Anfeng schwankte, und sich erst mit 
der Bedoutungsscheidung vertheilte, darüber gestatte ich mir kein 
Uiiheil, wie mir denn überhaupt die Erforschung der Accentgeschichte 



Delbrück, altindifehes Verbmn. ^^ 



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210 

in den indogermanischen Sprachen von sehr grossen Schwierigkeiten 
gehemmt zn sein scheint. 

2) Anch die Scheidung der Bedeutongen ist nicht durchaus fest. 
Man muss zunftchst innerhalb der Glasse n selbst eine Scheidung vor- 
nehmen. Diejenigen Yerba, bei denen der Wurzelyocal ein&ch bleibt 
z.B. patäyati rucäyate haben in der Begd nicht causativen Sinn, dagegen 
diejenigen 9 bei denen das a verlängert und das i oder u gesteigert ist, 
wie sSdäyati yedäyati rocäyati haben gewöhnlich causativen Sinn, doch 
fehlt es auch hier nicht an Ausnahmen z. B. ksmäyate. Man findet in 
der Aufzählung der Verben kurze Notizen über die Bedeutung. Bei 
der Benutzung thut man gut, das BoBHTUNGK-RoTH'sche Wörterbuch 
stets nachzuschlagen , da ich mich der Kürze wegen nur auf summari- 
sche Angaben beschränkt habe. 

Es ergiebt sich, dass auch die Bedeutungen der beiden Glassen 
ganz wohl vermittelt werden können. Sicherlich ist die causative Bedeu- 
tung, die sich bei vielen Verben der zweiten Abtheilung findet, nicht 
die primitive f&r alle, sondern hat sich bei einzelnen festgesetzt, und 
von da weiter verbreitet. 

üeber die Causativa mit p wie dhäpäyati von dhä dürfte jetzt auch 
unter den Sprachforschem das ürtheil feststehen. Das p hat sicher 
nicht causativen Sinn, sondern ist eine Anfügung an die Wurzel, die 
CuBTius Determinativ genannt hat Offenbar verhält sich arp zu ar 
nicht anders wie halp zu Jcar. Die Geschichte dieser Formen hat man 
sich wohl so zu denken, dass bei einzelnen Wurzeln z. B. stha seit 
uralter Zeit eine Nebenform sthap (vgl. stipulari) vorhanden war, von 
ihr wurde sthäpäyati gebildet, und danach richteten sich nun jnä- 
päyati etc. 

Die Bildung psyäyati von pä, zu der das klassische Sanskrit Ana- 
loga bietet, erklärt sich wohl am einfachsten aus der Wurzelform pi, 
die gei*ade bei diesem Verbum wohl bezeugt ist. 

Bei Max Mueller § 464 findet man ein Paradigma der causati- 
ven Verba, wonach es scheint, als könnten alle Tempora von diesen 
Stämmen gebildet werden^ Damit verhält es sich nun im Rigveda 
folgendennassen. Belegt ist der Präsensstamm, einige Formen des 
Futurums, und einige Verbalnomina, also ganz wie bei der I. Classe 
der Denominativa. Ein Perfectnm ist nicht vorhanden, ebensowenig 
eine Passivbildung wie käryate. Nur eine vereinzelte Form des soge- 
nannten passiven Aorists rechnet Both zu den Causativen nämlich 
järayäyi 6, 12, 4 er wurde geKebkost, Qrasbmann besser zu der ersten 
Glasse der Denominativa als Ableitung von järä- Buhle. Diese Form 



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211 

ist ein Versach, die ans dem einfachen Yerbnm bekannten Formen 
anf das Denominatiynm anszndehnen. 

Es folgt nun die Aufzählung der Formen: 

§196 
A-Wurzeln. 

1) Der WtirzelTOcal bleibt karz. 

Die Wurzel endigt auf .einen Consonanten. 

pat fliegen: patayatas patayanti patäyat patäyanta (1, 169, 7 bei 
Aufrecht falscher Accent) pat&yant-, nur patäyanta caus. prath breiten: 
aprathayas pratbayat äprathayan prathäyant- prathayase prathayasva, 
nicht caus. vyath schwanken: vyathaya, caus. gnaih durchstossen: 
Qnathayas 9nathayant- 9nathayanta, nicht caus. grath locker werden 
und machen: ^rathayante ^rathayanta, — * simpl. 2chad scheinen: cha- 
dayati chadayathas chadäyanti chadayat achadayan chadäyatha, nur 
diese Bildung, nicht caus. nad tönen: nadäyant, nadäyanta, caus. 
svad süss sein: syad&yanti asvadayat syadaya svadayanta, caus. jan 
zeugen: janaySini janäyatha janäyanti ^janayam äjanayas janäyas djana- 
yat jan&yat äjanayan janäya janayatam janayata jandyant- janaye 
äjanayathäs janayata äjanayanta janäyanta janayasva, Bedeutung gleich 
dem simpl. dhan antreiben: dhanäyant- dhanayante dhanäyanta, Bed. 
gleich dem simpl. dJivan sich schliessen: adhvanayat (Sanhita adhvS- 
nayat) dhvanaylt 1, 162, 15, caus. pan bewundemswertii sein, bewun- 
dern: panäyanti panayat panaya panäyanta, Bedeutung gleich 2 des 
simpL ran sich ergötzen: ranaySmasi ara^ayan ran&yantu ranaya i-ai^d- 
yanta, nicht caus. stan: stanäyanti stanäya stanäyant-. svan: sva- 
nayan. gam gehen: gamaySmasi gamaya, caus. dam: damdyant-, 
nur dies im BV., nicht caus. nam sich biegen: änamayat namdyant-, 
caus. ram ergötzen äramayas ramaya, Bedeutung gleich simpL Ijar 
abnutzen: jaräyant- nicht caus., ein zweites jaräyant zu *jar erwachen, 
caus. 1, 48, 6 (vgl. Bollensen Or. u. Occ 2, 463). Idar bersten, 
sprengen: darayas darayat dardyant-, Bedeutung gleich 2 des simpL 
aar: sardyante. har: harayanta. das Mangel leiden: dasayanta, caus. 
dhvas zerfallen: dhyasayas dhvasdyant-, caus. mah ergötzen: maha- 
y3masi mahayam mahayan mahaya mahdyant- mahayase mahayanta 
mahäyamSna-, nicht caus. 

Die Silbe ra wird zu ri in grdbh ergreifen: gpbhäyanta, nicht 
causativ. 

14* 



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212 

Die Wurzel endigt auf mehrere Gonsonanten. . 

(voAc sich aufthun: 9Tancäya8 10, 138, 2, caos. hrand brfillen: 
a]D*aiida7as abandayan krandaya, nicht cans. chcmd = 2chad: chan- 
dayase chandaySte, nicht cans. mand sich erfreuen: mandaya mandä- 
yant (mandayädhyai), kann als cans. angesehen werden, sya/nd strö- 
men nur syandayädhyai. randh in die Qewalt konunen, geben: aran- 
dhayaip randhayam ii*andhayas randhäyas arandhayat randhayat 
ärandhayan randhaySni randbaya randhäyant- randhäyasva. tcvhs zerren: 
taäsayeUie taäsayädhyai^ nicht cans. fofis preisen: ^aAsaya, cans. mmh 
schenken: maähäyam ma^haya, Bed. gleich dem simpL ranh rinnen 
machen: raöhayant- ranhayante ara^hayanta, Bed. gleich dem simpL 
janibh schnappen: jambhäya jambhäyatam, nicht cans. dambh beschä- 
digen: dambhäyas dambhäyat dambhaya, Bed. gleich dem simpL 

In folgenden Wm-zeln ist r der vorletzte Consonant: 

,mc strahlen: arcayas, cans. marc gefährden: marcäyati marcäyät 
(nnr dieser Stamm), marj abreiben: marjayasi marjayamasi marjayanti 
marjayan marjayema marjäyant- marjayante marjayanta marjayadhvam, 
nicht cans. naH tanzen: nartäyant-, cans. vart sich wenden: yai-ta- 
yati vartaySmasi vartäyatha vartäyanti ävaitayas yartayas ävartayat 
yai*tayat yartayan yartäyant yartäya vartäyatam yartayata yartayanta 
yartä3rate yai*tayate yartayädhyai, cans. a/rd: ardayas irdayat ardäyat 
ardaya cans. va/räh wachsen: yardhaySmasi yardbäy&mas yardh&yanti 
äyardhayas äyardhayat äyardhayan yardhäya yardhäyatam yardhayantu 
yardhäyant- yardhayasya yardhäyamana-, cans. QO/rdh trotzig sein: 
9ardhäyat, nicht cans. ta/rp sidi sättigen: atarpayat tarpäya tarpä- 
yant- tarpayanta tarpayethäm (imp.), cans. ka/rg abmagern: kar9äyanti 
(6, 24, 7, bei Aufrecht falscher Accent), cans. sparf berühren: spar- 
^ayasya. dharsh wagen: dharshaya, yom simpL kaum yerschieden. 
t;ar$A regnen: yarshayathas yarshayatha yarshayatam yarshäyant-, cans. 
ha/rsh: hai-shäyanti harshaya harshayanta. la/rh ausreissen: barhäyas 
barhaya, gleich dem simpL 

Dazu kann noch gerechnet werden Tcal^ in Ordnung sein: kalpa- 
yanti akalpayat akalpayan kalpäyäti kalpaya kalpayatu kalpäyant- kal- 
payasya kalpaySyahai, cans. IMe Silbe ar erscheint als li bei ma/rd 
gnädig sein: mriläyäsi mpläyäti mp^äya mpläyata miilayantn mri}äyant^, 
nicht cans. (ygL noch yrishäya yon varsh und g^bhäyanta). 

Auf ksh endigen: 

caksh sehen: acakshayat cakshaya, caus. bhdksh essen: abhaksha-* 
yam, nicht caus. vaksh wachsen: yakshayam, caus. 



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213 

Das a der Wurzel wird gedehnt (wo nichts bemerkt ist, ist die 
Bedeutong caosatiy). 

hhaj theilhaftig sein: bfasjayata. cot sich verstecken: cStay^Cmasi 
cfttayate catäyasva. pat fliegen: pStayati pStäyante. yat vereinigt 
sein: yStayati yataya ystäyant- y&taySse äyStayanta yStayanUEna-. vat 
verstehen: v3tay&masi vataya. chad zudecken: chSdaySmi, nur aya 
vorhanden, pad^ fallen: äpSdayat mad fröhlich sein: m&dayanti 
mädayantu mSd&yant- mädäyase mädäyethe mSidayete msdäyaite msda- 
yante m&däyäse madäySte m&daySdhve msday&dhvai n^däyasva mSdä-* 
yethSm m&d&yadhvam n^ayantSm m&day&dhyaL sad sitzen: asädayas 
asadayat sSdaySt sadäya sSdäyata ssdäyant- sädayante assdayanta säda- 
yadhvam. phan vermuthlich springen: äphanayat. svap schlafen: 
svSpayamasi asvSpayas äsvSpayat svSpaya. am verderblich sein: Smä- 
yati imayat, nicht caus. kam wünschen: k3mäye kämäyate kSmayante 
kSmäySse kSmäySdhve, nicht caus. gaim: gSmaya so Sanh., im Pada 
S. jfom: ySmayanti yämaya so Sanh., im Pada S. ram zum Stillstand 
bringen: rSmayanti rämäyat rSmaya rSmäyant- Bed. gleich dem SimpL 
Ijar: nur jäiniyanti 1, 124, 10. Vielleicht ist sünjitä Iräyanti zu 
lesen. jSrayäyi 6, 12, 4 biingt Grassmann ansprechend unter ein 
Denominativum jaray liebkosen, von jarä- Buhle, dhar halten: dhärä- 
yati dhsrayathas dharäyam ädharayas dhSrayas ädhSrayat dhairdyat 
ädhSrayatam dhäraySma ädhSrayan dharayan dhSrayes dhsraya dh£[ra- 
yatam dhSrayatam dhSrayantu dharayishyati dhSräyant- dh&räyante 
dhSräyethe dhSräyathSs ädharayanta dharäyanta dharaySte dhSräyetham 
dh&rayadhvam , Bed. gleich dem simpl. 2par hinfiberfUiren: päi-ayathas 
päraySmasi pSräyatha parayanti apSrayat paraySti pSräyat paräya pSra- 
yatam, Bed. gleich dem simpL vor einhüllen: varäyant, Bed. gleich 
simpL sar eilen: asSrayanta. av fordern ^ gemessen: ävayas Svayat, 
nicht caus. nag verschwinden: na^aySmasi ana9ayas nSfaya nSfäyant- 
na9ayädhyaL hhrag zerfallen: bhra9äyant-, in der spät. Spr. bhran9a-' 
yati. spag: spa9äyasva. 2va8 leuchten: vSsäyathas avasayas avSsayat 
vasayat ävSsayan. Svas anziehen: vSsaySmasi vSsayas ä^^teayat vSsaya 
vasayant- vSsayishyäse. Svas wohnen: vSsäyasi vSsayOmasi ävSsayas. 
Qvas athmen: 9vSsaya. 

2) Von Wnrzehi mit langem ft: 

sadh gelingen, gedeihen : sadhdya ^häyatam sadhdyont-. Idhav (?) 
dhäväyant- 10, 146, 2, väf brüllen: avä§ayas 1, 31, 4 donnern 
machen. 



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214 

§196 
I-Wurzeln. 

Der Yocal bleibt nngesteigert id (ü) still halten: ilayata, dieselbe 
Bed. cU bemerken: dtayanti citayat dtäyema cit&yant- cit&yante dta- 
yanta, theils cansativ theils nicht vip schwingen: vipäyantL rish 
schädigen: rishayädhyaL 

Das X ist von Natur lang. Wo nichts bemerkt ist, ist die Beden- 
tong cansativ. dTp flammen: dlpayas. fr sich erheben: iraySmi Ir&yati 
Irayatha Ir&yanti airayam irayam afrayas afrayat Irayat afrayatam 
iraySva trayama iraya Trayatam Iräyant- irayethe Iray^ünahe afrayata 
afrayanta Irayanta Irayasva Irayadhvam irayädhyaL fiv leben: jTv4- 
yatha (kann auch als Denominatiyum betrachtet werden). 

Auf eine Consonantengruppe enden die Wurzeln: 
^nkh schaukeln: Ifikhäyanti Ifikhaya Ifikhay&vahai , nur diese Form. 
iüg sich bewegen: ifigayati ifigayanti ifigaya^ fksh sehen: Ikshäyai 

Der Vocal wird gesteigert: 
Ikshi ruhig wohnen: kshayäya. dt wahrnehmen: cetayati acetayat 
cetayat cetäyant- cetayate cetayethsm cetäyadhvam, zum Theil caus. 
wie? fett sein: medayatiia. Ivid ynssen: vedayämasi vedäyant-. vip 
schwingen: vepayanti avepayas. vig eintreten: ve9aya ve9äyant-. fish 
Schaden leiden: reshäyanti. mih harnen: ämehayan. snih: snehäyai 

Schon die Wurzel enth&lt e in 
re^ hflpfen: rejayati rejäyanti rejayat 

§197 
Wurzeln mit u. 

Der Grund -Vocal bleibt 
bei einfachem Endconsonanten: 

ruc leuchten: rucayanta, dieselbe Bedeutung, (uc leuchten: ^ucä- 
yant-, dieselbe Bed. dytri leuchten: dyutayanta 2, 34, 2, dieselbe Bed. 
gubh: fubhäyant- 9ubhäyante 9ubhäyanta. tur bewältigen: turäyant- 
turäyanta, dieselbe Bed. tush still sein: tushäyanti, caus. 

bei mehrfachem Endconsonanten: 
uJ^h = vdksh heranwachsen: ukshayantu. (undh reinigen: 9un- 
dhayantu, dieselbe Bed. wie 9undhati. 



1) Das Adjectiy ifiga ist erst in der späteren Literatur belegt» man kann also 
nicht gestimmt wissen, ob ifigayati ein Original-DenominatiTom ist oder nicht. 



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216 

Langes n in: 

Süd: südayami ^dajat sQdäyat sOdayati sfidaya sQdayanta südä- 
yante äsndayanta. hol versengen: külayatas a. X. sphürj: sphüijäyant-. 

Hierher ist vielleiclit düshäyati verderben, zu rechnen, wenn man 
eine Wnrzel düsh neben dush ansetzen darf, sonst mnss ü als Vertreter 
der Gnnirung betrachtet werden. Es kommt vor düshfyantL 
Der Gmndvocal wird gunirt 

Bei offener Silbe kommt sowohl av als av vor d. h. nach der 
Gnnirung ist noch eine Verlängerung des a hinzugekommen, meist 
(doch nicht ausschliesslich) die erstere Form im Sanhitatext, die zweite 
im Fadatexi Niemals steht die Länge im Pada, soweit sich aus Max 
MuELLEB schliessen lässt. Aufrecht verfährt in der Auswahl aus 
dem Fada nicht gleichmässig. Ich fBhre die Sanhitaform au£ Wo 
nichts bemerkt ist, ist die Bedeutung causativ. 

eyu schwanken: cyäyävasi cyäyävati cyävayämasi cyävayämas cyävä- 
yatha cyävayanti acyävayat cyävaya cyävayatu cySyävant- cyävayante, 
causative Bedeutung, die aber auch dem simpl. eigen ist. dru laufen: 
drävayati dräväya dravayanta. ^u trennen: yavayasi yaväjra yäväya 
ySväyant- yavayanta yävayasva, Bed. wie simpl. Igru hören: 9ravä- 
yati Qraväya 9ravayatam 9raväyant-, 2gru strömen: a^rävayam jravä- 
yant-. 

Li geschlossener Silbe o: 

ruc leuchten: arocayas arocayat rocayat arocayan rocaya rocäyant-. 
ftto flammen: 90caya. dyut leuchten: dyotayat. kshud ershüttem: 
äkshodayat, wie im simpl. cud anfeuern: codäyämi äcödayas codäyas 
acodayat codayat codäyasi codä^^t codaya codäyatam codäyata codä- 
yant- codäyäse codayate, gleich dem simpl. rud heulen: ärodayai 
hudh erwachen: äbodhayas bodhaya bodhayata bodhäyant-. yudh 
kämpfen: äyodhayas yodhäyas yodhäya. kup vermuthlich: in Bewegung 
gerathen: kopäyatha kopayas kopayat. yup verwischen: yopayamasi 
yopäyant-, dasselbe. Itibh irre werden: lobhäyant-. stubh: astobhayat. 
tuQ strömen : to9aya. ghtish laut verkflnden (vgl Gbassmann) : ghoshä- 
yas ghoshäyant-, dasselbe, jiish gemessen: joshayete joshayante joshäyase. 
jnisA gedeihen: poshayai ruh ersteigen: arohayas rohayas rolmyat äro- 
hayan rohäyanti rohaya rohäyant-. 

§198 
Causativa mit paya. 
1) Von vocalisehen Wnizehi: 
glä Unbehagen empfinden: glapayanti (Pada glap^ aber AV. hat 
die Länge), caus, IdM setzen; (9räd) dhapaya, oaus. 8c0ia tiinken: 



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216 

dhSpayete dh&payante, caus. Iva i?ehen: vSpaya 10, 16, 13. sfha 
stehen: sihSpayanti sthäpayase asth&payadhvam astbspayanta, dazu das 
Augmenttempus ätishthipas atishtbipat tish^pat, cans. sna waschen: 
snäpäyantL Iha verlassen: jlhipas. IksM weilen: kshepayat, caus. 

2) Von consonantisohen Wurzeln: 
ar erheben: arpaya arpayatam ärpita-, ärpy3 caxis. 

§199 

Ein eigenthümliches Causatiynm zn Ipa ist pSyayati in psj&yv^ 
payayate (pÄyayitavaf ^at Br.). Es liegt wohl die Wurzelform jpf zu 
Grunde. 

m. 

Stämme auf ayä, denen kein Nomen zur Seite steht 

Die hier zu behandelnden Formen haben äusserlich die grösste 
Aehnlichkeit mit Denominativen wie jii&j&ü (auch im Accent sind sie 
gleich). Ob sie aber etymologisch ihnen gleich sind, ist noch zweifel- 
haft Bei diesen Bildungen fällt sogleich auf, dass sie neben Bildun- 
gen mit nS hergehen. Es existiren neben mathäyäti mathnäti, neben 
9rathäyäti 9i*athnäti, neben gpbhSyäti g^bhnäti, neben skabhaydti ska- 
bhnäti, neben stabhSyäti stabhndti, neben prushclyäti gewöhnlich pru- 
shnute aber einmal V. S. 22, 26 , pmshnate dat sing., neben mushäyiti 
mushnätL In dieser Aufzählung fehlen wie man sieht nur damSyäti 
und 9amaye. Für damäydti stellt dd^vrjfu den Genossen. Was (am 
betrifft, so stellen BK. zwei gesondei-te Verba gam auf, die man wohl 
als m-sprünglich identisch anerkennen muss. Igam bedeutet sich ab- 
mähen, und Sgam still sein, erlöschen. Das Causativum hiervon heisst 
denmach still machen, tödten, und denselben Sinn hat das einmal 
belegte (nicht vedische) 9amnati, und ebendahin gehöi-t wahrscheinlich 
das oben ei-wähnte 9canman 1, 104, 2 im Sinne von „dämpfen"" (den 
Zorn jemands). Wenn nun auch im Sansbit in 2cafn der B^priff müde 
sein nirgend heiTortritt, so wird man doch wohl die Bedeutungsreihe 
arbeiten, sich abmühen, müde werden, still werden, stillen für gam 
aufstellen müssen. Denn das griechische xd^vto spricht allzumächtig 
für diese Auffassung. Somit steht auch neben ^an^ya- ein 9amnä-. 

Dieser Parallelismus hat Benfet auf den Gedai^en gebracht, dass 
äya durch Einbusse des n aus -nSya hervorgegangen sei, z.B. mathäya- 
aus mathnSya- (zuletzt Or. u. Occ. 3, 217). Da mir die Annahme, ein 
n sei ausgefallen, sehr hart erscheint, und doch andererseits die innige 
Verbindung mit der na-Fornjuation eine Erklärung verlangt, sp möchte 



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217 

ich zQ erwägen geben, ob nicht Sya aus anya entstanden sein konnte 
z. B. damayäti aus damanyätl Es würde dann das Yerhältniss von 
ishanat zu ishnSti zu berficksichtigen sein (vgL auch das zu vfishayäti 
bemerkte). 

Es folgt die Aufzählung der Formen: 

maih umrfihren: mathäyäti mathSyät mathSyänt-. fraüh locker 
werden: a9ratM7as (Pada a) Qrathaya. grabh ergreifen: gribhSyati 
gnbhäyä gfibhäyata. sJcabh stützen: skabhäyati äskabhäyat skabhSyat 
skabhayäta. stdbh stützen: astabhsyas stabhäyas astabhäyat stabhsyat 
stabhSyänt-. dam bändigen: damäyän 6, 47, 6 adamSyas 6, 18, 3. 
(am: (amäye 9amSyate. pn^h spritzen: prashSyati prushSyat pru* 
shayan prushäyänt- prushäyänte prusMyanta. mush stehlen: mushä- 
yati mushäyäs mushSyit mushäyd mushSyänt-. 

Dazu stelle ich einige Farmen zweifelhafteren Ursprungs: pai^- 
yata 3s. 6, 75, 6, mit unbekanntem Accent könnte gleich panay- 
sein. na9ayatha8 10, 40, 6 zweifelhafter Bedeutung wird von Both 
zum caus. von 2naf gestellt, vrishaya 10, 98, 1 ist deutliches Cau- 
sativ von varsh regnen, und dürfte aus metrischen Gründen so auf- 
fallend gestaltet worden sein. Dasselbe gilt nach Boehtlingk-Roth 
von vasayäte 9, 14, 3, was zu Svas gehört 

Auch zu lag gehört, wie es scheint, ein Stamm a9äya, der mit 
augmentirten Formen von ff üusserlich zusammenf&llt. Lüdvhö 91 
hat erkannt, dass a^Syas 6, 33, 2 zu lag gehört, nur muss man nicht 
wie er den Sinn hindurchgelangen, sondern „bewältigen" annehmen, 
den Grassmann für vi-af aufstellt, ohne wie es scheint diese Stelle 
zu berücksichtigen. Wahrscheinlich gehört auch a9äyata 10, 92, 1 
hierher. Doch hat Ludvittg Unrecht, wenn er 10, 43, 6 päayajäyata 
von ff trennen will. Für die Zusammengehörigkeit sind die Stellen 
aus T. S. beweisend, die man jetzt bei Boehtlingk-Both unter 
pari -ff findet 

IV. 

Denominativa ohne Zeichen. 

Sicher bhishäkti 8^ 68, 2 zu IhisJuy. Auch abhishiiak 10, 131, 5 
ist wohl ein£a,ch auf hhishnaj zurückzuführen. 

Yermuthlich gehören noch eine Anzahl vereinzelter Formen hierher, 
neben denen durchweg verwandter Formen mit y stehen. 

ishanas ishanat und ishananta! neben ishany (s. 152), k^ipä^anta 
neben iripany. tarushema tarushante tarushanta neben tarushff. vanu- 



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218 

shanta neben vanushff (T. S. hat vanishanta), aber sanishanta ist conj. 
aoristL 

Ob aach bhor&janta 4, 43, 5 hierher gehört, mnss zweifelhaft 
bleiben. 

Nicht unwahrscheinlich ist dieselbe Auffassnng bei dem zweimal 
vorkonmienden vänanyati, das ,, bereit sein** bedeutet und mit van 6) 
in augenscheinlichem Zusammenhange steht Man möchte ein Nomen 
yananu- vermuthen (VgL nadanu (Getöse zu nad) und vinanvati als 
DenominaÜTum dazu betrachten. 



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DAS VERBÜM INFINITUM. 



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ACH1ZEHITE8 CAPITEL 

Die Infinitive und Absolutiva. 

Nach allem was in neuerer Zeit über den Infinitiv geschrieben ist, 
halte ich es nicht mehr ffir nöthig, über den Begriff des Infinitivs und 
seine Zugehörigkeit zum Yerbum zu handehi, noch auch die Frage zu 
erörtern, mit welchem Rechte die hier aufgezählten Formen Infinitive 
genannt werden können. Ich verweise in dieser Beziehung namentlich 
auf JoLLY, Geschichte des Infinitivs im Indogermanischen, München 
1873. 

In der hier folgenden Aufefthlung ist zugleich eine Auseinander- 
setzung mit Ludwiq's Angaben enthalten. Bei einer Yergleichung sei- 
ner und meiner Sanmilungen hat sich mir aufs Neue die Wahrneh- 
mung bestätigt, dass er eine ziemlich grosse Menge von Formen als 
Infinitive bezeichnet, die nach meiner Meinung auf diesen Namen kei- 
nen Anspruch haben. Diese Formen nun finden sich bei mir nicht 
erwähnt, auf Polemik im Einzelnen glaube ich verzichten zu dürfen. 

§200 
Infinitive auf e. 
1. Bei einfacher WoizeL 

a) Die Wurzel geht auf S aus: 

khyaf 7, 81, 4. 10, 168, 4. daf 7, 19, 7. mai 3, 60, 4. ya£ 1, 
142, 6. 2, 18, 3. 8, 47, 12. 10, 104, 3. sa( 3, 63, 20 (alle nur im 
Compositum). 

b) Die Wurzel geht auf einen Consonanten aus: 

äje 3, 30, 10. fdhe 1, 113, 9. 7, 77. 1. kräme 1, 106, 16. 
gräbhe 8, 23, 3. cäkshe 1, 102, 2. 1, 113, 6. 1, 116, 6. 1, 116, 14 
und 16^ 1, 117, 17. 1, 127, 1. 2, 27, 10. 4, 68, 6. 6, 31, 12. 

7, 18, 20. tire 10, 104, 6. ttge 7, 32, 9. tvish« 7, 82, 6. däbhe 

8, 21, 16. dffe 6, 48, 14. 6, 66, 1. 9, 21, 6-6. dpi96 (auch im 
Comp, und dann d^9e) 1, 23, 21. 1, 60, 1. 1, 61, 4. 1, 62, 8. 1, 
112, 6. 1, 123, 11. 1, 124, 6. 2, 13, 6. 3, 38, 1. 6, 29, 3. 7, 



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222 

16, 6. 7, 81, 4. 8, 88, 2. 9, 48, 4. 9, 61, 18. 9, 64, 30. 9, 102, 

6. 10, 6, 6. 10, 9, 7. 10, 57, 4. 10, 60, 5. 10, 123, 7. 10, 136, 1. 
10, 170, 3. Val. 1, 8. dhjfehe 1, 39, 4. 1, 136, 1. 6, 8, 5. 6, 87, 2- 
8, 49, 13-14. 9, 63, 3. 10, 49, 4. n&me 3, 39, 6. 8, 56, 1. iik9e 
1, 54, 1. 8, 3, 10. YaL 7, 6. nfkshe 6, 2, 9. näde 1, 39, 2. 8, 
14, 9. prfce 6, 50, 2. p^che 8, 90, 4. bhuj^ 1, 30, 20. 1, 61, 1. 
1, 127, 8. 1, 155, 3. 6, 48, 4. 5, 73, 2. 8, 20, 8 u. 13. 9, 101, 14. 

10, 48, 9. 10, 100, 1. bhvÄ 2, 16, 3. bhnv6 10, 88, 10. mah^ 
1, 62, 2. 3, 7, 10. 8, 56, 8. VaL 11, 1. mfye 4, 54, 4. jsnh6 1, 
64, 6. mud^ 5, 53, 5. mosh^ 5, 34, 7. muh^ 6, 18, 8. mriahe 
3, 9, 2. yäkshe 3, 7, 1. yuj6 (daneben saipytge). 8, 41, 6. yndhö 
1, 61, 13 (könnte auch zom Nomen gezogen werden), ribhe 1, 24, 5. 
1, 34, 2. 1, 182, 7. 9, 73, 1. mc6 9, 23, 2. 9, 105, 5. rüje 4, 
31, 2. väce 9, 95, 2. vrfje 5, 30, 15. vyfte 3, 42, 3. vyidhÄ 1, 34, 12. 
1, 79, 11. 1, 85, 1. 1, 89, 1 u. 5. 1, 91, 10 XL 17. 1, 112, 24. 
1, 121, 8. 1, 178, 5. 3, 3, 8. 4, 2, 18. 4, 23, 2. 5, 9, 7. 5, 10, 7. 

5, 16, 6. 6, 17, 5. 6, 15, 3. 6, 33, 4. 6, 45, 3. 6, 46, 11. 7, 24, 1. 

7, 30, 1. 8, 3, 1. 8, 27, 4. 8, 49, 10. 8, 52, 10. 8, 66, 5. 8, 86, 

11. 9, 43, 6. 10, 35, 11. 10, 44, 4. 10, 100, 1. vfde 10, 113, 3. 
vfdhe 5, 62, 9. vfshe 10, 62, 10. 9&8e 5, 59, 2 (Roth ^&&se). 10, 
143, 3. 9nbh6 1, 64, 4. 1, 87, 3. 1, 88, 2. 1, 117, 5. 1, 119, 3. 
1, 126, 6. 1, 167, 1. 3, 26, 4. 6, 63, 6. 7, 57, 3. 7, 87, 5. 7, 
88, 3. 8, 26, 13. 10, 105, 3. säde 1, 13, 7. 1, 104, 1. 3, 41, 9. 

6, 26, 8. 5, 46, 5. 8, 49, 1. 8, 54, 6. 10, 188, 1. süde 8, 17, 6. 
Bk&de 8, 56, 19. skäbhe 1, 39, 2. 8, 89, 12. stfre 2, 31, 5. 4, 33, 1. 
6, 85, 1. sprf9e 10, 91, 13. syäde 2, 13, 2. sväje 10, 40, 10. hjh 
10, 109, 3. 

Sobald die Wurzel einfach ist, ist der Infinitiv auf der letzten 
Silbe betont, sobald sie mit einer Präposition zusanunengesetzt ist auf 
der vorletzten. Die einzige Ausnahme würde vähe 7, 24, 5 sein, was 
demnach wohl nicht mit Ludvtig und Both als Infinitiv, sondern mit 
Satana als dat eines subsi zu betrachten ist. 

2. Bei redaplidrter Wurzel. 
9i9näthe 3, 31, 13. 

§201 

ai könnte man annehmen in dem oft behandelten rdhishyai T. S. 
1, 8, 10, 2. Das Wort ist substantivisch construirt, und von echten 
Dativen umgeben. Ich sehe also darin mit Soth den Dativ eines Sub* 
stantivs röhishi^ oder röhishT- das Wachsthum.. ävyathishyai ist noch 
nicht nachgewiesen« 



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223 

§202 
Infinitive auf -ase. 

lic&se 7, 61, 6. arh&se 10, 77, 1. kshädase 1, 25, 17. c&kshase 

8, 13, 30. 6, 15, 4. 9, 107, 3. caräse 1, 92, 9. 5, 47, 4. jlvise 
1, 25, 21. 1, 36, 14. 1, 37, 16. 1, 44, 6. 1, 72, 7. 1, 79, 9. 1,89,2. 
1, 91, 7. 1, 117, 24. 1, 119, 1. 1, 146, 5. 1, 155, 4. 1, 172, 3. 2, 
28, 7. 2, 39, 6. 3, 36, 10. 3, 53, 18. 6, 69, 5. 7, 62, 6. 8, 6, 
33. 8, 18, 18 u. 22. 8, 48, 4. 8, 52, 9. 8, 56, 12 u. 17. 8, 57, 12. 

9, 82, 4. 9, 86, 38. 10, 14, 14. 10, 18, 6. 10, 25, 4. 10, 35, 12. 

10, 36, 5. 10, 57, 4. 10, 58, 1. 10, 144, 5. 10, 185, 3. 10, 186, 3. 
tqäse 4, 23, 7. dhraväse 7, 70, 1. bh&rase 5, 15, 4. bhiyäse 5, 29, 4. 
rsjäse 8, 86, 10. 9, 86, 36. ypdMse 5, 64, 5. friyäse 1, 87, 6. 5, 
59, 3. spärase 8, 20, 8. spOrdhäse 5, 64, 4.* Mrase 9, 10, 6. 

Qnnirte Wurzel: 

jav&se 3, 50, 2. dohäse 6, 45, 7. 6, 66, 1 u. 5. bhoj&e 1, 55, 3. 
8, 64, 3. 9obM8e 1, 84, 10. 10, 77, 1 (nach Obassmakn 8. v. äyas 
auch äyase 1, 57, 3 zu « 



Wnrzel mit n: 
rifij&se 8, 4, 17. vpnj&se 8, 65, 1. 

Wurzel mit ya: 

dhäyage 1, 31, 13. 1, 72, 9. 1, 141, 6. 2, 17, 2. 3, 38, 3. 3, 
50, 3. 6, 7, 6 u. 9. 5, 15, 4. 6, 70, 2. 9, 86, 3. pushyäse 5, 50, 1. 
6, 13, 5. 7, 67, 6. sähyase 10, 93, 1. 

Nicht ase, sondern se (vgl amare neben Tivere) findet sich in: 
jish^ 1, 111, 4« 1, 112, 12. präkshe 5, 47, 6 {parc)^ Aber stush^ 
s. Seite 181. 

§203 
t a V e« 

dttave 3, 36, 7. 8, 43, 29. 8, 66, 8. 10, 16, 12. 10, 79, 6. 
10, 86, 34. 10, 92, 3. äshtave 4, 30, 19. k&rtave 1, 86, 9. 2, 22, 1. 
8, 67, 5. 9, 86, 20. 10, 74, 6. g^tave 1, 46, 7. gätave 3, 3, 1. 
dätave 4, 20, 10. 7, 59, 6. 8, 19, 29. 8, 60, 16. 9, 76, 6. präti- 
dhatave 1, 24, 8 (Idha) dhätave (8dha) 1, 164, 49. 8, 59, 16. 10, 
116, 1. pättave 4, 18, 1. pitave 1, 28, 6. 1, 108, 2. 1, 116, 22. 
2, 16, 6. 6, 67, 2. 8, 68, 10. 9, 1, 1 u. 9. 9, 4, 4. 9, 11, 8. 9, 
16, 3. 9, ä4, 3. 9, 61, 1. 9, 98, 10. 9, 100, 6. 9, 108, 16. bhär- 



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' 224 

tave 9, 97, 50. mdntave 1, 112, 2. yintave 8, 15, 3. yishtave 1, 
13, 6. 4, 37, 7. yätave 1, 37, 10. 1, 44, 4, 1, 113, 16. 1, 157, 1. 
5, 29, 10. 8, 7, 8. 8, 12, 3. 8, 20, 6. 9, 62, 17-18. 9, 63, 8-9. 
9, 62, 18. 9, 78, 2. 9, 99, 2. 10, 75, 2 u. 6. 10, 106, 1. 10, 143, 1. 
väktave 7, 31, 5. prävantave 1, 131, 5. virtave 2, 25, 3. 3, 33, 4. 
8, 45, 29. vÄstave 1, 48, 2 (2vas). völhave 1, 45, 6. 1, 134, 3. 3, 
29, 4. 4, 9, 6. 5, 14, 3. 5, 56, 6. 6, 60, 12. ötave (5va) 10, 130, 2. 
päri9aktaY6 8, 67, 5. särtave 1, 32, 12. 1, 116, 15. 1, 130, 5. 2, 
12, 12. 8, 56, 12. sütave {sü gebären) 10, 184, 3. häntave 1, 131, 6. 
2, 13, 8. (nfh°) 3, 37, 5-6. 5, 34, 2. 8, 12, 22. 8, 82, 7. ' 9, 61, 
22. 10, 112, 1. 10, 116, 1. 

Der Wurzelvocal gesteigert: 

6tave 1, 37, 9. (niret°) 1, 46, 11. 1, 112, 8. 5, 44, 11. 7, 33, 8. 
8, 24, 21. 8, 45, 30. 8, 58, 17. 10, 39, 8. yötave (3yu) 8, 18, 5. 
sötaye {su pressen) 1, 28, 1. stötaye 8, 4, 17. 8, 61, 5. 

Ein i yerbindend: 
ävitave 7, 33, 1. cäritave 1, 113, 5. srävitave 4, 3, 12. 4, 19, 8. 
hävitaye 8, 90, 4. 

g204 
t a y a 1. 

Die Form taysi erscheint im Pada immer, im Sanhitöp&^ha nur 
8, 60, 15, sonst immer tayä mit nachfolgendem Yocal. 

gäntayai 10, 95, 14 üpagantayaf 10, 160, 5. dätayaf 4, 21, 9. pi- 
tayaf 3, 46, 5. äpabhartavaf 10, 14, 2. mäntaval 7, 4, 8. mätayaC 
1, 164, 28. ötavaf 1, 164, 5. sirtaval 1, 55, 6. 1, 57, 6. 3, 32, 6. 
5, 29, 2. häntavaf 5, 2, 10. 5, 31, 4. 8, 85, 5. 10, 125. 10, 182, 3. 

Mit gesteigertem Yocal: 
Änvetayaf 1, 24, 8. 6tayai 4, 58, 9. 5, 83, 10, 7, 44, 6. 10, 
108, 6. yötavaf 8, 60, 15. 

Mit yerbindendem i: 
yämitayai 1, 28, 4. sräyitaval 7, 21, 3. 

§205 
t a y e* 

Die Scheidung zwischen dem Datiy eines Substantiys tmd wirkli^ 
chem Infinitiys ist öfter nicht möglich. Ich führe folgende an: (vgl. 
Wilhelm de inf. Eisenach 1873 p. 9) 



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— — 225 — 

ishtäye 1, 57, 2, 5, 72, 3. 5, 74, 8. 5, 78, 3. 10, 92, 13, 
pitäye 1, 5, 6. 1, 16, 3. 1, 22, 1. 1, 23, 2. 1, 47, 9. 1, 55, 2. 
3, 42, 4 u. 8. 6, 51, 1. 5, 71, 3. 5, 75, 6. 6, 59, 10. 6, 68, 10. 

8, 45, 22. 8, 54, 3. 8, 57, 7. 8, 65, 6. 8, 74, 2 etc. 9, 17, 8- 

9, 32, 2. 9, 45, 1. 9, 50, 6. 9, 62, 8. 9, 64, 12. 10, 9, 4. 10, 
29, 6. 10, 104, 6. vltiye 1, 5, 5. 1, 13, 2. 1, 74, 4 u. 6. 1, 135, 4. 
1, 142, 13. 3, 13, 4. 5, 26, 2. 5, 51, 5. 5, 59, 8. 6, 16, 10. 6, 
53, 10. 7, 68, 2. 8, 20, 10. 8, 82, 22. 8, 90, 7 u. 10. sStäye 1» 
3, 9. 1, 102, 5. 1, 111, 4. 1, 143, 6. 3, 36, 1. 3, 31, 19. 3, 54, 
17. 5, 9, 7. 5, 39, 3. 6, 60, 13. 10, 93, 10. 10, 143, 5. 

§206 
ty ai. 

ityai 1, 113, 6. 1, 124, 1. 

§207 
ay e. 

tujäye 5, 46, 7. dri9äye 2, 24, 8. 5, 80, 5. 6, 9, 5. 6, 44, 8. 

7, 35, 5. 7, 88, 2. 9, 91, 6. 10, 14, 12. mahäye 10, 65, 3. yu- 
dhäye 5, 30, 4 u. 9. 10, 38, 3. 10, 84, 4. 10, 113, 3. sanäye 

I, 30, 16. 1, 31, 8. 

ishäye, was bei BB. s. v. dri^f noch als Infinitiy zu ish angef&hrt 
wird, weiss ich mit der Bedeutung des Yerbums ish nicht in Einklang 
zu bringen, betrachte es also als Dativ eines Substantivs ishf, welches 
dieselbe Bedeutung hatte, wie das Substantiv ish. 

§208 
a n e 

dhtirvane (zu dhürv) 10, 93, 10 vielleicht auch turväne (s. BB. s. 
V. turvan). vibhväne, das Mueller BV. transl. 34 anführt, scheint mir 
von BoTH s. V. besser erklärt. 

§209 
V an e. 
nur dSväne: 
1, 61, 10. 1, 122, 5. 1, 134, 1-2. 1, 139, 6. 2, 1, 10. 2, 

II, 1 u. 12. 4, 29, 5. 4, 32, 9. 5, 39, 2. 5, 59, 1 u. 4. 5, 65, 3. 
6, 71, 2. 8, 7, 27. 8, 25, 20. 8, 45, 10. 8, 46, 25 u. 27. 8, 52, 5. 

8, 58, 17. 8, 59, 12. 8, 81, 25. 9, 93, 4. 10, 32, 5. 10, 44, 7. 

10, 50, 7. 

DflMick, ftUinaiKcbes Verbum. 15 



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:i26 

§210 
mane. 

trämane 5, 46, 6. dämaue 8, 82, 8. dMrmane 10, 87, 1. bhdr- 
mane 10, 87, 1. vidmäne 1, 164, 6. 10, 88, 18. 

§211 
d h 7 a i. 
Tritt an den Präsensstamm. 

Wurzel mit a: 
iyädhyai 6, 20, 8. irädhyai 1, 134, 2 (vgl. BR s. v. iradh). ishä- 
dUyai 7, 43, 1. kshäradhyai 1, 63, 8. gämadhyai 1, 154, 6. carä- 
dhyai 1, 61, 12. jarädhyw 7, 67, 1. tarädhyai 9, 110, 1. duhädhy^ 
10, 61, 17. dhiyÄdhyai 7, 34, 24. bhÄradhyai 6, 66, 3. 6, 67, 4. 
mandädhyai 4, 16, 2. yäjadhyai 3, 1, 1. 3, 4, 3. 6, 11, 3. 6, 12, 
1-2. 6, 15, 15. 6, 49, 2. 6, 68, 1. 7, 2, 7. 8, 39, 1. 10,61, 15. 
10, 110, 7. vandädhyai 1, 27, 1. 1, 61, 5. 3, 4, 3. vrijädhyai 3, 
31, 17. vähadliyai 10, 22, 5. 9ucädhyai 4, 2, 1. sacädhyai 1, 167,5. 
sähadhyai 6, 1, 1. 7, 32, 12. huvädhyai 1, 122, 4. 5, 41, 3. 5, 43, 8. 

5, 45, 4. 6, 60, 13. 

Beduplicirte Wurzel mit a: 
pfbadhyai 1, 88, 4. 3, 32, 15. 4, 27, 5. 6, 44, 14. 7, 92, 2. 
9, 97, 20. Val. 9, 3. Yal. 10, 3. vävndhädhyai 1, 61, 3. 1, 122, 2. 

6, 67, 1. 10, 99, 1 ist vielleicht inf. perf. 

Gesteigerte Wurzel: 
fayädhyai 2, 17, 6. 6, 62, 3. stavädhyai 7, 37, 1 u. 8. 

Wurzel mit na: 
pyifliädhyai 6, 67, 7. 

Wurzel mit aya: 
ishäyadhyai 1, 183, 3. 6, 49, 5. 6, 64, 4. Iräyadhyai 4, 2, 1. 
tansayädhyai 1, 173, 7. 6, 22, 7. na^ayädhyai 8, 86, 14. manda- 
yädhyai 4, 29, 3. mUdayädhyai 1, 167, 1. 6, 19, 6. 6, 22, 3. 6, 60, 
13. rishayädhyai 1, 129, 8. vartayädhyai 5, 43, 2. vSjayddhyai 4, 29, 
3. syandayädhyai 4, 22, 7. 

§212 
Suffix L 
1) tritt an S- Wurzeln: 
pi-a-m6 (2ma) 9, 70, 4 und vielleicht auch 9raddh6 1, 102, 2, ob- 
wohl das unmittelbar folgende kam eher eine Dativform erwarten lässt. 



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227 

2) an oonsonantische Wurzeln: 

samcdkshi 6, 14, 4. dpff 5, 62, 12. samdrffi 2, 1, 12. 6, 74, 6. 
budhl 1, 137, 2. vyüshi (Zvas) 6, 3, 8. 5, 45, 8. 

Die Construction ist in den mir verständlichen Stellen derartig, 
dass anch der loc. eines subst stehen könnte. 

§213 
San L 
Einfache Wurzel: 
parshiQi 10, 126, 3. prabhüshäfi 10, 132, 1. 9ashäi}i 10, 93, 1. 
sakshäni 10, 32, 1 zu sac. 
Mit l: 
tarlshini 4, 37, 7. 5, 10, 6. 

Qunirte Wurzel: 
neshiQi 10, 126, 3. 
Wurzel mit nä: 
giinlshäni 6, 15, 6. 8, 12, 19. upastrinishäni 6, 44, 6. 

§214 
t a r i 
dhartiri 2, 23, 17. 9, 86, 42. vidhartäri 8, 69, 2. 9, 47, 4. 

§216 
as. 
Auch der Construction nach wirklicher gen. oder abl. 
S-tffdas 8, 1, 12 (man beachte die eigenthümliche Attraction, wovon 
bei BB. s. v. pui^ mehr Belege gegeben sind) sam-p^ichas 2, 35, 6. 
abhi-9rfshas 8, 1, 12. atishkädas 10, 108, 2. abhi9väsas 10, 92, 8. 
avapädas 2, 29, 6. 

§216 
tos. 
Ist überall wirklicher gen. oder abL 
kärtos 1, 115, 4. 2, 38, 4. gäntos 1, 89, 9. 3, 64, 18. ditos 
7, 4, 6. nldhatos 1, 41, 9. yötos (3ifu) 6, 18, 11. häntos 3, 30, 10. 
6tos 2, 15, 5. 2, 38, 3. Hierher auch ksh^ptos 10, 51, 6, wo 
AuPBECHT falsch kshfipnos liest („Wie ein Stier vor dem Werfen des 
Fangriemens schrecke ich zurück"). 

9ärltos 3, 53, 17 (dadatSm heisst „er bewahre''). 

§217 
tum. 
dätum 5, 36, 1. 5, 79, 10. präsh^um 1, 164, 4. präbhartum 3, 
48, 1. prävolhum 10, 2, 3. 

15* 



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228 

§218 
am. 

Aus dem BY. lassen sich Infinitive auf am von vocaliscli auslau- 
tenden Wurzeln nicht mit Sicherheit namhaft machen, aus dem AY. 
ist sicher: prätidham von Idha (Ludwig 62). Yon cons. Wurzeln: 

8^-oham 4, 17, 3 (nach Ludwig) samldham 1, 94, 3. ä-nämam 

4, 8, 3. pj-fcham mit vi und sam 7, 86, 3. 10, 69, 9. pramfyam (zu 
2mi) 4, 56, 7. yämam 1, 73, 10. 2, 6, 1. 3, 27, 3. ä-räbham 5, 
34, 6. 9, 73, 3. 10, 62, 9. S-rüham 10, 44, 6. ä-vl9am 2, 24, 6. 
9Übham 4, 51, 6. 6, 66, 1 etc. 5, 67, 2. 7, 82, 5. sädam 4, 7, 7. 
a-sädam 3, 62, 13. 4, 9, 1. 8, 1, 8. 9, 3, 1. 9, 8, 3. 9, 25, 6. 
9, 30, 4. 9, 50, 4. 9, 62, 16. 9, 64, 22. 9, 71, 1 U. 6. 9, 82, 1. 

9, 101, 14-15. vielleicht spQam, vgL BB. s. v. upaspij, und vermuthlich 
pratiram vgl. BB. s. v. vareyam zu va/rey. 10, 85, 15 u. 23 („zum 
Freien"). 

üeberall in Gonstructionen, wo auch der Accusativ eines Substan- 
tivs stehen könnte. 

§219 
Absolutiva auf t v s. 

pitvä 1, 4, 8. 8, 58, 7. 8, 81, 6. 9, 23, 7. 9, 108, 2. 10, 44, 8. 

10, 96, 9. bhittvä 10, 68, 7. bhütvä 10, 162, 5. mitv4 10, 5, 3. 
yuktvä 1, 161, 7. 1, 177, 3. 6, 40, 4. vptv4 (Ivar) 10, 90, 1. 9rutvä 
6, 50, 5. hatvä 1, 100, 18. 1, 103, 2 (han) 2, 12, 3. hitvS (ha) 

5, 53, 14. 10, 165, 5 (vielleicht U). 

§220 

Absolutiva auf tvSya 

der Bedeutung nach gleich -tvS. 

dattväya (so zu schreiben) 10, 85, 33. dpshtväya 10, 34, 11. 
jagdhväya (jaksh) 10, 146, 5. bhaktväya 10, 109, 7. yuktväya 10, 
93, 14. hatväya 10, 84, 2. 10, 157, 4. hitväya (ha) 10, 14, 8. 

§221 

Absolutiva auf tvl 

der Bedeutung nach gleich tv3. 

krit\^ 1, 161, 3. 10, 15, 12. 10, 17, 2. 10, 109, 7. 10, 159, 4. 
10, 174, 4. gatvf 4, 41, 5. 10, 101, 9. güdhvl 7, 80, 2. jush^vf 
1, 118, 5. 8, 51, 6. 9, 97, 16. pitvf 3, 40, 7. 8, 65, 10. 10, 55, 8. 
10, 113, 1. pütvt (Ipü) 8, 80, 7. bhütvf 7, 104, 18. 10, 85, 29. 



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229 

10, 145, 6. vritvi 1, 62, 6 (Ivar). vpktvf (varj) 10, 87, 2. vrishtvf 
5, 53, 14 (varsh). vish^vf 3, 60, 3. 10, 94, 2. hatvf 2, 17, 6. 2, 
20, 8. 2, 30, 10. 3, 34, 9. hitvl 2, 38, 6. 6, 59, 6. 9, 69, 9. 
10, 99, 6 (ha). 

Durch i verbunden: 
janitvi 10, 65, 7. skabhitvf 10, 65, 7. 



Absolutiva auf ya (ya) bei componirter WurzeL 

ä-äcyS 10, 15, 6. prati-fshyaiO, 129, 4. abhi-krdmya (a contr.) 
1, 80, 5. vi-kyftya 10, 68, 8 (Ende). abhi-khySyS 2, 30, 9. abhi- 
gürya 2, 37, 3. 5, 32, 6. sam-gffbhya 3, 54, 15. 10, 46, 6. 1, 53, 3 
(a contr.). prati-gröiya 1, 125, 1. anu-ghüshya 1, 162, 18. abhi- 
cäkshya 1, 92, 9. 1, 165, 12 (sam-). 1, 124, 8. 2, 24, 6. 8, 1, 34 
(a conk.). vi-cäkshya 8, 13, 30 (Versende), ni-cäyya 1, 105, 18. 
3, 26, 1. pari-täpya 10, 167, 1 (a contr.). vi-tür^ 10, 68, 3. anu- 
drf9yS 10, 130, 7. a-dSya 10, 166, 5 (a conk.). pariddyä 1, 105, 2. 
ati-dfvya 10, 42, 9. pra-prüthya 3, 32, 1. abhi-pädyä 10, 71, 9. 
vi-bhldyä 10, 67, 5. abhi-bhöya 3, 48, 4 (a conti-.). anu-mri9yä 
10, 68, 5. sam-mflyä 1, 161, 12. vi-mücyä 1, 104, 2. 3, 32, 1. 
a-müshya 3, 48, 4. 8, 4, 4. a-ytiyä 2, 37, 3. 10, 70, 10. 10, 
131, 2 (Ende a). sam-räbhya 10, 94, 4. a-räbhyS 1, 57, 4. ni- 
rüdh^ {2rudh) 7, 6, 5. abhi-dpya 2, 15, 9. abhi-vrityä 10, 174, 2. 
ä-vyitya 1, 66, 1. abhi-vlägya 1, 133, 1-2. ni-sädya 1, 108, 3. 
1, 109, 5. 2, 35, 10. 2, 36, 2. 3, 35, 6. 10, 6, 7. ä: 1, 177, 4. 
contr.: 6, 40, 1. 10, 15, 6. 10, 17, 8. Versende: 2, 3, 8. 3, 14, 5. 
3, 21, 1. 6, 2, 7. 10, 52, 1. 10, 14, 5. 10, 112, 3. 

vi-sähya (a contr.) 7, 21, 7. sam-häya 2, 38, 4 (a contr.), endlich 
in Noniinalcomp.: padagyihya 4, 18, 12. 10, 27, 4 (Versende), hasta- 
giihya 10, 85, 26. 10, 109, 2 (a contr.). 

Vom Causativum mit p: 
pra-ärpya 1, 113, 4. 

§223 

Absolutiva auf tya (tya). 

Bei componirter Wurzel. 

pi-ati-ftya JO, 116, 5. 2, 43, 2. contr.: 10, 66, 14. 10, 99, 5. 
Versende: 4, 32, 10. a-gätyä 2, 15, 4. 3, 35, 8. 3, 42, 7. 3,50,1. 
ä: 10, 97, 21. a-bhi%a 10, 71, 3. vMtya 3, 4, 5. a-diitya {Idar) 
1, 103, 6. 



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lEDHZEniTBS CIPITEL. 

Die Participia. 

Auf wie viele NomiBalstämme der Name Farticipinm angewendet 
werden kann, darüber können Zweifel bestehen« Gbassmann f&hrt 
unter hfi (lAar) folgende auf: kränt-, krSnä- k^vint- knnvSnä- 
kärikrat- krijämS^a- cakfiväns- cakrSni- karishyänt- k^tä- k&rtar- 
kärtya- kritya-, also Participia auf ant, yans, mSna, ftna, ta, tar, 
tva, ya, und damit ist die Masse noch nicht erschöpft. Kein Zweifel 
über die partidpiale Nator kann bei denjenigen Nominalstämmen be- 
stehen, welche entstehen durch den Antritt des Sufßxes an einen Tem- 
pusstamm, also bei ant, va^s, m&na, Sna, zweifelhaft dagegen ist die 
Berechtigung y sie einer besonderen Wortclasse zuzuwenden bei den 
anderen. Zwar kritä- wird man wegen der passivischen Bedeutung, 
welche zwar nicht allen, aber der Majorität dieser Bildungen anhaftet, 
geneigt sein, als ein Farticipinm gelten zu lassen, aber bei den Nomi- 
nibus auf twr liegt kein Grund vor, sie von den übrigen Nominibus 
abzusondern. Im klassischen Sanskrit existirt bekanntlich ein zusam- 
mengesetztes Futurum, das den Nominalstamm auf -tai* enthält Diese 
Bildung ist, wie schon Bollensen Or. u. Occ. 2, 483 bemerkt, und 
wie meine Sammlungen bestätigen, im BY. nicht vorhanden, auch 
scheint mir, dass man nicht genöthigt ist, irgendwo in ein Nomen auf 
tar futurischen Sinn hineinzulegen (vgl. eine Sanmilung von Stellen bei 
E!uHK E. Z. 18, 390). Aus diesem Grunde erwähne ich hier die No- 
mina auf tar nicht. 

üeberhaupt kann eine gründliche, weiterfahrende Darstellung aller 
dieser Bildungen nur in dem Bahmen einer Stammbildungslehre des 
Indischen erfolgen, zu deren Abfassung jetzt endlich die Zeit gekom- 
men sein dürfte. Was ich im Folgenden an Beispielen gebe, macht 
desshalb durchaus keinen Anspruch darauf, die Sache zu erschöpfen. 
Auch sind nicht einmal meine Sammlungen vollständig. 

§224 
Suffix ant (in den schwachen Casus at). 

1. Von der einfachen Wurzel: adänt- sänt- pänt- zu Ipa^ bhänt- 
yänt- (i) kshiyänt- ghnänt- zu han u. s. w. 



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231 

Bemerkenswerth von dag der 11019. sing. dä9at und der nom. pl. 
pari di^atas. 

2. Wurzel mit a: 

Aus der grossen Masse hebe ich heraus: djant- ärcant- ärshant- 
ärhant- Avant- 6jant- krändant- krflant- kshärant- cätant- cärant- 
järant- jfvant- täpant- tärant- türvant- tai'&anti fem. pari zu tras 
10, 95, 8. dähant- dhämant- dhräjant- päcant- pätant- bhäjant- 
bhdrant- bhdnrant- bhtlishant- bhrijant- mädant- yätant- yäjant- 
räkshant- rädant- i-ftjant- rfshant- (rfshant-) vädant- väpant- vär- 
dhant- vihant- v^naut- yräjant- YrMhant- ^ä&sant- fäpant- 9ar- 
dhant- (fkshant- sädant- sähant- (sähant-) härant-. Dagegen mit 
betontem Stammsufifix: ridh&nt- rishänt- zu 2arsh^ ubjänt- tiränt- 
tujint- duhänt- dvishänt- di9änt- prichänt- mrijänt- mri9änt- rujänt- 
u. s. w. Einigen Formen kann man nicht ansehen, ob sie hierher oder 
zur einfachen Wurzel gehören z.B. rihänt- svapänt-, wobei denn die 
äbrigen Formen des Tempusstamntes entscheiden müssen. 

3. Gesteigerte Wurzel mit a: 

kshäyant- cÄtant- jäyant- ndyant- pröthant- bhävant- r6bhant- 
röhant- v^shant- 1, 181, 6 sräyant- u. s. w., dazu ki*ämant- gtihant-. 

4. Wurzel mit nS, nu, n: 

a9nänt- ish^&nt- ushn^t- gpnänt- punänt- p^lnänt* mathndnt- 
9rlnänt- skabhnänt- stri^änt- u. s. w., dazu jttnänt- prinänt-. 

finvänt- krinvänt- cinvänt- dhOnvint- minvänt- vpnvänt- 91151- 
vänt- sunvänt- hinvänt- a9nuvänt- u. s. w., dazu tanvänt- vanvänt-, 

rinjänt- pndhänt- undänt- piincänt- bhindänt- bhunjänt- mun- 
cänt- sincänt- u. s. w. 

5. Wurzel mit ya: 

äsyf|,nt- fshyant- lijyant- gridhyant- ti-fshyant- pä9yant- püshyant- 
yüdhyant- väyant- zu Öva^ syänt- u. s. w. 

6. Wurzel mit cha: 
gächant- ich&nt- uchänt-. 

7. Von Denominativen: 

amitrayänt- devayänt- vasnajränt- väjiyant- oder väjayänt- yush- 
mayänt- hästayant- aghay&nt- righäyänt- litäyänt- und ritayänt- 
a9vayänt- pptanayänt- bhandanäyänt- yajnäyänt- rathirSyänt- sumna- 
yänt- hfi^äyänt- adhvarlyänt- tavishiyint- putriyänt- rathtyänt- 
ürjäyant- sakhiyänt- aratlyänt- allküyänt- ishüyänt- vasOydnt- 9atrtt- 



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HEDÜZBinTES CIPITEL. 

Die Participia. 

Auf wie viele NomiDaLstämme der Name Farticipium angewendet 
werden kann, darüber können Zweifel bestehen« Orassbiann führt 
unter hfi {Ikar) folgende auf: kränt*, kra^ä- krüiyänt- knnvSnä- 
kärikrat- kriyämSna- cakfiy&QS- cakrä^ä- karishyänt- kptä- k&rtar- 
kärtya- kfitya-, also Participia auf ant, vans, mSna, ftna, ta, tar, 
tva, ya, und damit ist die Masse noch nicht erschöpft. Kein Zweifel 
über die partidpiale Natur kann bei denjenigen Nominalstämmen be- 
stehen, welche entstehen durch den Antritt des Suffixes an einen Tem- 
pusstamm, also bei ant, va^s, m&na, Sna, zweifelhaft dagegen ist die 
Berechtigung, sie einer besonderen Wortclasse zuzuwenden bei den 
anderen. Zwar kritä- wird man wegen der passivischen Bedeutung, 
welche zwar nicht allen, aber der Iktajorität dieser Bildungen anhaftet, 
geneigt sein, als ein Farticipium gelten zu lassen, aber bei den Nomi- 
nibus auf tar liegt kein Qrund vor, sie von den übrigen Nominibus 
abzusondern. Im klassischen Sanskrit existirt bekanntlich ein zusam- 
mengesetztes Futurum, das den Nominalstamm auf -tar enthält Diese 
Bildung ist, wie schon Bollensen Or. u. Occ. 2, 483 bemerkt, und 
wie meine Sanmüungen bestätigen, im BY. nicht vorhanden, auch 
scheint mir, dass man nicht genöthigt ist, irgendwo in ein Nomen auf 
tar futurischen Sinn hineinzulegen (vgL eine Sammlung von Stellen bei 
E!uHK E. Z. 18, 390). Aus diesem Qrunde erwähne ich hier die No- 
mina auf tar nicht. 

üeberhaupt kann eine gründliche, weiterführende Darstellung aller 
dieser Bildungen nur in dem Bahmen einer Stammbildungslehre des 
Indischen erfolgen, zu deren Abfassung jetzt endlich die Zeit gekom- 
men sein dürfte. Was ich im Folgenden an Beispielen gebe, macht 
desshalb durchaus keinen Anspruch darauf, die Sache zu erschöpfen. 
Auch sind nicht einmal meine Sammlungen vollständig. 

§224 
Suffix ant (in den schwachen Casus at). 

1. Von der einfachen Wurzel: adänt- sänt- pänt- zu Ipa^ bhänt- 
yänt- {i) kshiyänt- ghnänt- zu hon u. s. w. 



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Bemerkenswerth von dag der noiQ. sing. dä9at und der nouL pl. 
park di9atas. 

2. Wurzel mit a: 

Aus der grossen Masse hebe ich heraus: djant- ärcant- ärshant- 
ärhant- ävant- ^jant- krändant- krflant- kshärant- cätant- cärant- 
jäorant- jfvant- täpant- tärant- ttSrvant- tai-dsantl fem. pari zu tras 
10, 95, 8. dähant*- dhämant- dhi'äjant- päcant- pätant- bhäjant- 
bhdrant- bhdrvant- bhtlishant- bhrijant- mädant- yätant- yäjant- 
räkshant- rädant- lijant- rfshant- (rfshant-) vädant- yäpant- vär- 
dhant- vÄhant- vfoaut- vrijant- Trädhant- ^äAsant- 9äpant- 9ar- 
dhant- 9fk8hant- sädant- sähant- (sähant-) härant-. Dagegen mit 
betontem StammsufBx: ridhänt- pshänt- zu Sarsh^ ubj^t- tir^t- 
tujänt- duhänt- dvishänt- di9änt- prichänt- mrijänt- m{i9änt- ruj^t- 
vu s. w. Einigen Formen kann man nicht ansehen, ob sie hierher oder 
zur einfachen Wurzel gehören z.B. rihint- svapänt-, wobei denn die 
übrigen Formen des Tempusstamntes entscheiden müssen. 

3. Gesteigerte Wurzel mit a*. 

kshäyant- c4tant- jäyant- näyant- pröthant- bhävant- r^bhant- 
röhant- v6shant- 1, 181, 6 srävant- u. s. w., dazu krämant- gühant-. 

4. Wurzel mit nS, nu, n: 

a9närnt- ish^^t- ushn&nt- gpnänt- punänt- prinänt- mathnänt- 
9rlnänt- skabhnänt- stri^änt- u. s. w., dazu janänt- prinänt-. 

rinvänt- kfi^ivänt- cinvänt* dhOnvänt- minvänt- vpnvänt- 9rij^- 
vänt- sunvänt- hinvänt- a9nuv4nt- u. s. w., dazu tanvänt- vanvänt-. 

rinjänt- yindhänt- undänt- piincänt- bhindänt- bhunjänt- mun- 
cänt- sincänt- u. s. w. 

5. Wurzel mit ya: 

äsyfjrnt- fshyant- lijyant- gi-idhyant- tj-fshyant- pä9yant- püshyant- 
yüdhyant- vÄyant- zu Sva^ syänt- u. s. w. 

6. Wurzel mit cha: 
gächant- ichänt- uchänt-. 

7. Von Denominativen: 

amitrayänt- devayänt- vasnayint- väjiyant- oder väjayänt- yush- 
mayänt- hästayant- aghäyänt- fighäyänt- ritäyänt- und ritayänt- 
a9vayänt- ppta^ayänt- bhandanäyänt- yajnSyänt- rathiräyänt- sumna- 
yänt- hrinäyänt- adhvarlyänt- tavishiyint- putriyänt- rathtyänt- 
ürjäyant- sakhiyänt- aratiyänt- afiküyÄnt- ishUyänt- vasOydnt- 9atrü- 



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y&nt- isha^y&nt- ndany&nt- bhura^y&nt- sapary&nt- da9a8y&nt- nama- 
sy&nt o. 8. w. 

jan&yant- jaräyant- nacULyant- prathiyant- mahäyant- isMyant- 
yardhäyant- ghoshäyant- cod&yant- cyay&yant- iL 8. w. u. s. w. maths- 
y&nt- musliSyint-. 

8. Von Desiderativen: 

ofldtsant- düdndkshaiit- yfyasant- sfshssant- (yakshant- dfpsant-. 

9. Vom Fatarum: 

1) ohne i: 

ksheshy&ntas (Ikshi) 2, 4, 3. vi-dhakshyan (dah) 10, 16, 7. yak- 
sby&ntl (vae) 6, 75, 3. sfishyanty&s 5, 78, 6. 

2) mit i: 

ayiflhyän 1, 68, 2. 7, 3, 2. ävishyantam YaL 3, 3. karishy&n 
6, 26, 3. 7, 19, 8. 7, 20, 1. 9, 113, 1. kaiishyatäs 4, 30, 9. 4, 
81, 9. 8, 61, 3. yayishyän {5va) 7, 33, 12. sanishy&n 7, 100, 1. 9, 
90, 1. 10, 99, 3. samshyäntas 3, 13, 2. sarishy&n 2, 11, 7. 4, 38, 6. 

§225 
Suffix at, fem. atl 
erscheint 

1) bei reduplicirter Wurzel z. B. cfkyat- dädat- dädhat- pfprat- 
bfbhrat- bfbhyat- (dagegen natfirlich pfbant- jigbrant- tf abbaut- etc.) 
k&nikradat- kärikrat- gänigmat- täritrat- dävidyutat- d£di9at- näna- 
dat eta In dem nom« pari c&kän 10, 29, 1 , das ich von ian^ nicht 
von ka (Gb.) ableite, ist das n wurzelhaft. 

2) In dem Participium des s- Aorists, wovon ein sicheres Beispiel 
dikshat- oder dh^bat 1, 130, 8. 2, 4, 7. 6, 3, 4. 10, 91, 7 zu 
däh brennen. 

§226 

Suffix mSna-. 
Bei allen Tempusst&mmeh auf a. 

1) Wurzel mit a z. B. 

ätamSna- fshamana- kräkshamäna- khänamana* jäsamäna- bhän- 
damäna. ukshämana- pfichämana- bhurämana-. 

2) Verdoppelte Wurzel mit a: 
dädamftna- bfbhramSna- tfsh^hamana- u. s. w. 



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233 

3) Gesteigerte Wurzel mit a: 

äyamSna- n&yamSna- n&yamSna- prötbamftna- m^ghamSna n.8.w. 

4) Nasalirte Wurzel mit a: 

tdnjamSna- 9Ümbban^aia- Tind&mSna- u. s. w. 

5) Wurzel mit ya: 

nihyan^üia- pädyamftna- büdhyamSna- kiyamSna- jäyamSna- 
diyamftaa- hvftyamana- u. s. w. 

6) Passivurn: 

ajy&mSna- pcyämJSna- idhyämSna- kriyämSna- guhy&mSna- tSyä- 
mSna- tigyärnftna- dhlyämSna- nidyämäna- nly^ui^na- badbyäm&na- 
madyämana- mathyämsna- pacyämana- püyämSna- mfijyämSna- mly&- 
mSna* u. s. w. 

7) Wurzel mit cha: 
ichämSna- gächamSna- yächamSua-. 

8) Denominativa: 

pghSy&mSua- caranlyäm3na- kayly&mSna- pjuyämSna- stabhQyä- 
mSna- ojSy&mana- samanayämSna- svapasy&msna-. mahäyamana- 
vardhäyamSna- yat&yamSna- u. s. w. 

9) IntenslTa mit ya: 

nenlyämSna- carcnryäii^;na- marm^jyämSna- coshkflyämana-. 

10) DesideraÜTa: 

jfgishamana- mümukshamSna- 9Ü9rüshamSna- (yakshamaua-. 

11) Im Futurum liegt vor als sicheres Beispiel: 
yakshyämana- zu yaj 1, 113, 9. 1, 125, 4. 

12) Participium des Aoristes scheint a-dhlshamSna- 10, 26, 6 
vielleicht 9röshamSiia*. 

§227 
Suffix ana. 

Bei allen Yerbalstämmen, die nicht auf kurzes a endigen. 
1. Einfitche Wurzel: 

idhanä- aber fndhSna- yidSnä und yldana- väsSna- trS^a f9ana- 
(I9anä- 1, 87, 4) g^anä- jushOnä- d^9a;na- und dri9anä- dühäna- 
düghana-, also mit wechselndem Acceni 

Gesteigert ist derWurzelvocal in: ohanä voLÜüh^ 9äy&na- stäv&na- 
und yodh&nä-. 



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234 — 

2. Beduplicirte Wurzel und zwar 

a) Prftsensstftmme: mfm&na- 9f9Sna- jfhftna- u. s* w., ob auch 
vipipSnä (vgl. Na-chträg) ist nicht deutlich. 

b) Perfectstämme: cakrS^ä zu Ihcwr, cabamS^ä- cakshadanä- jagra- 
ssnä- jagmanä- jajnSnä- tepSnä- bhejSnä- yemSnä- lebhänä- papSni- 
zu Ipa u. 8. w. 

c) Intensiyst&mme: iy^ni- (SV. lySnä) daneben tyamana- c^kitsna- 
järguräijia- jdguväna- ttrturana- järbhuräna- mömyana- r&lhana- 
v^vidäna- 9<59ucäna- u, s. w. 

Ein Desiderativum didhishs^a- 10, 114, 1. 

3. Wurzel mit nS, nu, n: 

ish^nä- gri^ani- punSnä- pilnanä- minSnä- Vfi^Snä- frinSnä- 
(rlnänä- stni^O^ä- janSni-. 

krinvanä- dhQnySn&- su^Y&nä- hinySnä- tanySnä- manvänä- yan- 
yanä-. 

tunjsnä- ppncSnä- rundhanä- fumbhOnä (ygL fümbhamana). 

§228 

An ^a schliesse ich noch das Particip der Doppelstämme, welches 
also den Ausgang sana bat. Man yergleiche dazu oben S. 181 und 
Kuhn's Z. 2, 162, besonders deutlich geben sich finjasänä- und oha- 
sänä- als Part zu erkennen. Andere mögen Adjectiya sein. 

arjasanä (vielleicht zu arQ = rig) 1, 130, 8. pnjasanä 1, 58, 3. 
ohasanä- 6, 17, 9. jrayasänä 10, 115, 4. dhiyasanä- 5, 33, 2. man- 
das5n4- 2, 11, 14. yamasanä- 6, 3, 4. rabhasänä- 6, 3, 8. yridha- 
san&- 2, 2, 5. 9ayasanä 6, 37, 3. sahasänä- 5, 25, 9. 

§229 
Suffix vant (vans). 

Iyi\^nsam 3, 9, 4. 10, 14, 1. lyüshas g. s. 10, 39, 8. lyushim 
8, 90, 16. lyüshlnäm 1, 113, 15. 1, 124, 2 u. 4. ücüshe {ue ygl. 
auch BB. s. v. vac) 1, 103, 4. 10, 33, 6. okiyäAsS yermutlilich eben- 
falls zu i4c' 6, 59, 3. cak^yän 5, 29, 14. 10, 138, 3. cakriyänsam 
6, 17, 13. cakpySnsas 1, 161, 4. 5, 43, 3. cakrüsham 10, 137, 1 
cakrüshe 7, 87, 7. jaganvjn 1, 117, 15. 3, 38, 6. 7, 7, 5. 7, 88, 2. 
10, 1, 1. 10, 10, 1. jaganväÄsä 5, 64, 1. jaganyänsas 8, 45, 19. 
jagmüshe 10, 117, 2. jagmüshas g. s. 7, 39, 3. jagmüshas a. p. 1, 
53, 9. jagmüshi 1, 119, 5. jagmüshis 1, 122, 14. jagpyänsam 8, 5, 
36. jagriytosas 1, 22, 21. 3, 10, 9. 6, 1, 3. jägriyänsä 1, 136, 3. 
jagpyÄdbhis 10, 91, 1. ciWtyÄn 1, 25, 11. 1, 68, 6. 1, 70, 2. 1, 71, 



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235 

5 u. 7. 1, 72, 4. 1, 77, 5. 1, 126, 1. 1, 145, 1. 1, 164, 6. 1, 
169, 1. 3, 7, 3 u. 9. 3, 17, 2. 3, 29, 3. 3, 44, 2. 4, 29, 2. 5, 

2, 5. 6, 62, 12. 8, 6, 29. 8, 44, 9. 10, 12, 2. 10, 53, 1. 10, 98, 
2 IL 5. 10, 99, 1. 10, 110, 1. ciMtvänsas 7, 60, 7. ciMtvis (voc.) 

3, 17, 5. 3, 26, 1. 6, 2, 7. 6, 3, 7 U. 9. 6, 12, 2. 6, 5, 3. 10, 

4, 4. ciMtüshl 6, 61, 13. cikitüshe 5, 41, 11. 6, 41, 4. 6, 66, 1. 

7, 104, 12. 8, 90, 16. ciKtüshas 1, 73, 1 g. s. cikitüshas a. p. 1, 
164, 6. 7, 86, 3. cikitüshi 10, 126, 3. jigivfei 2, 12, 4. 3, 15, 4. 
jiglvänsas 2, 18, 8. 6, 19, 7. 10, 78, 4. jigyüshe 6, 46, 2. 10, 
127, 8. jigytishas g. s. 7, 32, 12. 8, 14, 6. 9, 100, 4. 9, 66, 9. 
jigytishas a. p. 1, 17, 7. 8, 69, 6. jigyüsham 9, 47, 6. jajnivän 3, 
2, 11. jujnshvän 2, 20, 5. 8, 63, 8. jujurväa 1, 37, 8. 1, 158, 6. 
2, 4, 6. jujurüslias g. s. 1, 116, 10. 5, 74, 5. jüjuvän 4, 11, 4. 5, 
31, 11. tatani^ 3, 1, 5. 7, 61, 1. tatanvät neutr. 6, 21, 3. tata- 
rüshas g. s. 6, 12, 2. titirvänsas 1, 36, 5. titirvas (voc.) 6, 41, 4. 
dadvän 10, 132, 3. dadüshas 1, 54, 8 g.s., nicht n. pL (Z. D. M. G. 
22, 604). 8, 68, 5. dadüshSm 6, 8, 7. dada9V&i (dang) 4, 38, 6. dadyi^- 
vfci 4, 33, 6. dadrijüshis 10, 139, 4. dadasvän 2, 2, 6. dada;9Ü8he 
1, 112, 20. 1, 166, 3. 2, 8, 2. 6, 53, 6. didiväa 2, 9, 1. dldi- 
vänsam 2, 2, 11. 2, 35, 3 u. 14. 3, 13, 5. 3, 27, 12. 4, 39, 2. 

5, 43, 12. 6, 1, 3 n. 6. 10, 88, 14. didivänsä 10, 106, 3. didivas 

I, 12, 10. didiyüshas g. s. 8, 23, 4. dadhanvän 9, 67, 2. 9, 107, 1. 
10, 113, 2 (dadhanvätas 6, 48, 18 ist vielleicht hierher zu ziehen als 
unregelmässiger Qenitiv vgl. dadhanvänt bei BR.). dadhrishvän 1, 165, 
10. 5, 29, 14. paptivänsam 9, 86, 11. paptiväÄsas 1, 48, 6, papri- 
v$n 1, 73, 8. 10, 139, 2. papnväÄsam 1, 146, 1. paprüshi 4, 52, 6. 

6, 61, 11. papivän 1, 61, 7. 2, 11, 10. 3, 50, 3. 5, 29, 3. 5, 30, 

II. 10, 85, 3. 10, 94, 9. 10, 112, 5. papivfeisam 5, 29, 2. 3, 43, 

5. 6, 47, 1. papivänsä 1, 108, 13. papüshas g. s. 10, 44, 2. plpi- 
väAsam 6, 76, 1. 7, 96, 6. pipyüshT 1, 186, 5. 2, 13, 1. 2, 16, 8. 

6, 73, 8. 8, 14, 3. 9, 16, 7. pipyüshlm 2, 32, 3. 8, 6, 43. 8, 7, 3. 

8, 13, 25. 8, 61, 16. 8, 84, 6. 9, 61, 16. 9, 86, 18. pipyüshls 
10, 143, 6. 8, 6, 19. 8, 7, 19. pupushvän 10, 71, 11. bibhlvän 
10, 106, 3. bibhyüsha 9, 77. 2. äbibhyushä 1, 6, 7. 9, 63, 2. bibh- 
yüshe 1, 39, 7. bibhytishas g. s. 6, 23, 2. äbibhyushas n. pl. 1, 11, 
6. bibhylishl 4, 30, 10. babhüvSn 1, 165, 8. 10, 27, 20. maman- 
düshl 5, 61, 9. mamrivän 1, 116, 3. mamriviäsam 10, 39, 9. mam- 
rüshls 1, 140, 8. yayivSn 9, 16, 6. äraiivan 1, 147, 4. ärarushe 7, 
66, 19. ärarushas g. s. 1, 18, 3. 3, 18, 2. 5, 77, 1. 9, 29, 6. ririk- 
vänsas 1, 72, 6. ririhväösam 10, 79, 3. mrukvän 1, 149, 3. vavan- 
vän 10, 27, 9. vavanväüsa 10, 61, 4. vavrivänsam 2, 14, 2. 3, 32, 6. 



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236 

6, 20, 2. 9, 61, 22. vavavrdshas^ g. s. 1, 173, 6. vavarjÜBliInäm 1, 
134, 6. vavridhvÄÄsam 8, 84, 7. 8, 87, 8. äproshi^üi (t«w) 8, 49, 19. 
TiTikrän 3, 57, 1, vielleicht hierher, nach BB. adj. yividy&n 3, 31, 16. 
Tividüshas g. s. 8, 19, 12. 9ü9iivto8am 1, 64, 16. 6, 19, 2 u. 7-8. 
10, 47, 4. Qü^uv&isas 1, 167, 9. 9Ti9ukvÄn 1, 69, 2. 1, 169, 3. 1, 
189, 4. 9U9uky^as 6, 87, 6. 9a9rnyän 10, 71, 6. 9a9ni?änsS 7, 
70, 6. sedüshe 8, 47, 16. sedüshas g. s. 10, 86, 16. sedüshas a. p. 

6, 16, 2. sasay^ (auch sasanvän zu lesen yon son) 3, 22, 1. 9, 74, 8. 
10, 11, 5. 10, 29, 2. sasayänsam 3, 34, 8. sasayä&sas 4, 42, 10. 
Val. 5, 7. Val. 6, 6. sasmÄnsam 3, 9, 6. sasrivtosas 9, 22, 4. 8, 
1, 15. sasrüshls n. p. 1, 86, 5. (sasrütas a. p. 4, 28, 1 ist wohl 
adjectiy). sSsahvin 1, 100, 6. 9, 110, 12. s&sahyänsam 8, 16, 10. 
8, 46, 16. sasahyäiisas 7, 92, 4. soshayänsam 8, 32, 21. sashuyü- 
shas g. s. 10, 94, 14. tastabhyänsam 2, 11, 5. tasthiyän 5, 85, 5. 
tasthiyänsam 1, 72, 4. 1, 116, 5. 2, 35, 14. 6, 9, 7. 7, 89, 4. 8, 
85, 14. 10, 45, 3. tasthivänsas 1, 33, 15. 3, 8, 6. 3, 56, 1. 5, 47, 2. 
tasthivänsä 1, 108, 1. 2, 12, 8. tasthüshas g. s. 1, 6, 1. 1, 89, 5. 
1, 115, 1. 3, 38, 9. 7, 32, 22. 7, 66, 15. 7, 101, 6. tasthüshas 
a. p. 5, 53, 2. Zweifelhaft, aber nicht n. pl. ist 9, 19, 6. tasthüshls 

5, 62, 2. tushljuyänsas 1, 89, 8. 2, 28, 2. 7, 76, 6. sushupvänsas 
1, 161, 13. jaghanyin 1, 32, 1 u. 11. 1, 52, 8. 1, 59, 6. 1, 80, 
10. 1, 174, 6. 2, 14, 7. 3, 32, 6. 3, 36, 8. 4, 42, 7. 5, 32, 2. 

7, 23, 3. 10, 8, 8. 10, 27, 3. 10, 113, 2. jaghnüshas g. s. 1, 32, 14. 
äjaghnushl 8, 56, 15. 

Unbekannter Herkunft ist cakhvä&sam 2, 14, 4. 

Ohne Eeduplication der Wurzel: 

da9vän 1, 40, 7. 1, 74, 8. 1, 150, 1. 3, 11, 7. da9vä68am 1, 
47, 3. 1, 136, 5. 1, 182, 2. 4, 46, 5. da9vänsas 1, 3, 7. d59Üshe 
1, 1, 6. 1, 2, 3. 1, 8, 8. 1, 25, 6. 1, 27, 6. 1, 35, 8. 1, 44, 1 
u. 4. 1, 45, 2 u. 8. 1, 47, 9. 1, 61, 11. 1, 74, 2 u. 9. 1, 81, 6. 
1, 84, 7. 1, 85, 12. 1, 91, 9. 1, 93, 1. 1, 113, 18. 1, 124, 12. 
1, 130, 7. 1, 142, 1. 1, 163, 13. 2, 19, 4. 2, 32, 5. 5, 3, 1. 5, 
25, 5. 5, 34, 7. 5, 57, 3. 5, 76, 2. 5, 80, 6. 5, 82, 3. 6, 26, 3. 

6, 50, 8. 6, 60, 8. 6, 61, 1. 6, 64, 6. dä9Ü8has g. s. 1, 3, 7. 1, 
110, 2. 3, 51, 9. 5, 71, 3. ädä9U8has 9, 23, 3. Ädä9ushäm 1, 81, 9. 
vidvän 1, 24, 13. 1, 70, 6. 1, 72, 7. 1, 94, 6 u. 16. 1, 116, 11. 
1, 120, 2. 1, 145, 5. 1, 147, 5. 1, 152, 6. 1, 164, 4 u. 6. 1, 189, 
1 U. 7. 2, 5, 4 u. 8. 2, 6, 8. 2, 15, 7. 2, 29, 1. 3, 1, 17. 3, 



1) vgl Z. D. M. G. 22 605. 



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237 

14, 2. 3, 17, 3. 3, 25, 2. 3, 29, 16. 3, 31, 1. 3, 35, 4. 3, 44, 2. 
3, 47, 2. 3, 52, 17. 3, 55, 14. 4, 42, 3. 5, 1, 11. 5, 2, 8. 5, 
3, 9. 5, 4, 5. 5, 29, 13. 5, 30, 3. 5, 46, 1. 5, 49, 2. 6, 16, 10. 
6, 21, 11, 6, 44, 14. 6, 47, 8. 7, 1, 24. 7, 10, 2. 7, 21, 4. 7, 
28, 1. . 7, 87, 4. 7, 100, 5. 8, 52, 3. 8, 60, 1. 8, 81, 9. 9, 70, 10. 
9, 73, 8. 9, 77, 4. 9, 81, 2. 9, 96, 2. 9, 101, 3. 10, 2, 1. 10, 
2, 3 u. 4 n. 7. 10, 5, 5. 10, 8, 8. 10, 17, 3. 10, 27, 11. 10, 28, 
5. 10, 32, 6. 10, 52, 4. 10, 53, 1. 10, 70, 9-10. 10, 102, 7. 10, 
110, 9. 10, 122, 2. 10, 136, 6. 10, 139, 1. 10, 148, 3. 10, 160, 2. 
vidyänsam 7, 94, 12. vidvÖisa 1, 120, 3. 5, 86, 4. Tidvänsau 1, 120, 
2. vidväÄsas 2, 24, 6. 3, 36, 8. 6, 15, 10. 10, 63, 10. vidöshä 1, 
156, 1. 6, 54, 1. vidüshe 1, 117, 10. 6, 42, 1. vidüshas a. p. 3, 
14, 2. vidüshäm 10, 2, 4. vidüshi 5, 41, 7. 10, 95, 11. sahvän 1, 
58, 5. 2, 20, 6. 3, 11, 6. 6, 68, 7. 7, 12, 2. 9, 20, 1. 9, 90, 3. 
9, 105, 6. salivänsas 9, 41, 2. 

Unbekannter Herkunft: mldhyän 4, 27, 2. 9, 107, 7. midhvas 
(voc.) 9, 113, 2. mllhüßlie 1, 122, 1. 1, 136, 6. 5, 41, 2. mllhü- 
shas 6, 66, 3 g. s. mllhüshl 5, 56, 9. 

Als Participia perf. pass. findet man häufig die Bildungen mit ta 
und na bezeichnet Sie haben aber wie bekannt weder mit dem Per- 
fectum noch mit dem Passivum irgend einen Zusanamcnhang, sondern 
sie sind von der reinen Wurzel gebildet, und haben entweder passivi- 
sche oder activische Bedeutung. Die Berechtigung, sie Participia zu 
nennen, kann sogar bestritten werden, doch mögen hier ffir jedes der 
beiden Suffixe einige Belege folgen. 

§230 
Suffix ta. 

mlätä- yätä- rata- pltä- vTta- zu Ivyä, ditä zu 3da^ 9itä zu 1 
und 5fö, jitä- 9ritä- prltä- bhltä- yutä- ^rutä- stutä- bhutä- syütä- 
hütä- mfiktä- zu marc, siktä- aktÄ- zu atl;, tiktd- zu tij, yuktä- 
piishtä- zu prach, miishtä- zu marj, siishtä- zu sarj, dish^- zu dif, 
nashtä- zu nag, cittä- vrittä- dattä- sattä- iddhä- kruddhä- baddhä- 
saddhä- viddhä- zu vyadh^ taptä- riptä- ubdhä- dhvSntä- zu Idhvan^ 
gatä- tatä- hatä- kritä- bhritä- vritä- hvfitä- jüsh^a- später jush^ä- 
pishtä- vlkasta- 9ishtä zu fOs, 9astä- dugdhä- drugdhä- mugdhä- 
später müdhä- naddhä- gülhä-. 

Mit i: ärpita ishitä- tlitä u. s. w. s. oben S. 187. 



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238 

§229 
Suffix na. 

krSnä- za Ihir, chiim& zu chid, tonnä- pOr^- bhinni- rognä- 
yriknä- zu vr(^e^ skanni- stlr^ä- syannä- hlni- u. s. w. 

Man pflegt mit einem der lateinischen Grammatik entnommenen 
terminus die Bildungen mit ya, tavya und anlya als pari tat pass. 
oder pari necessitatis zu bezeichnen. Dass diese Bezeichnung sehr 
wenig passt, ist öfter ausgeführt, imd ich will hier nicht darauf zurück- 
kommen^ sondern begnüge mich mit der Bemerkung, dass mir Bildun- 
gen mit tavya und anlya im Eigveda nicht begegnet sind, wohl aber 
gleichbedeutende Nominalstämme auf ya, tva, enya und Syya. Für 
diese vier Suffixe mögen denn hier einige Belege folgen. 

§230 
Suffix ya. 

irdhya- fdya- gühya- cäkshya- däbhya- rinhya- rädhya- vdndya- 
^dnsya- sädya- hävya- mädya- väcya- nävya- bhävya- carkffiya- 
u. s. w. 

§231 

Suffix tva. 
kirtva- jäntva- nintva- väktva- snfttva- häntva- u. s. w. 

§232 
Suffix enya. 

Ijßnya- carß^ya- dpyßnya- bhOshönya- yudhönya- varinya- mar- 
mrijönya- '^vpdhönya- didrikshönya- saparyßnya u.s.w. 

§233 
Suffix ayya oder eyya. 

viddyya- dakshäyya- panäyya- 9ravftyya- trayayäyya- sprihayäyya- 
vitantasäyya - didhishäyya- stush^yya- u. s. w. 



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Berichtigangen und Nachträge. 



S. 9. Ich habe immer Saiphita geschrieben, indem ich das Wort 
als ein Lehnwort betrachtete, es wäre besser gewesen, die Quantität 
beizubehalten, also Saiphitä zu schreiben. 

S. 9. svasti-bhis. Seltsam ist nicht sowohl der Umstand, dass 
das Trennungszeichen steht, als dass die Lautgesetze der Sprache auf 
Trennung hinweisen. 

S. 9. Wbber's Arbeit ist nunmehr in dem 13. Bande der Lid. St. 
erschienen. 

S. 10.'' Max Muellbr^s neueste Textausgabe habe ich noch nicht 



S. 19. CuRTiUB bemerkt richtig, dass ich nicht hinreichend zwi- 
schen Aoriststamm und Lidicativ geschieden habe. Es wird sich noch 
Qelegenheit bieten, auf diese Fragen zurückzukommen. 

S. 23. Ich füge hinzu, dass ich trotzdem in der Auffassung des 
optatiyischen /a mit Gubtius übereinstimme. 

S. 26 § 4 lies Goiyunctiv statt Imperativ. 

S. 29 § 18 sasähishe 10, 180, 1 ist irrthümlich hierhergesetzt, es 
ist 2^ sing. perf. med. 

S. 31 Z. 14 y. 0. lies § 30 statt § 28. 

S. 32 Z. 8 V. 0. desgL 

S. 38 § 38 lies hinter „Tittit 6, 60, 6": carkntst 1, 104, 6. dattät 
10, 16, 2. dhattät 3, 8, 1. Die Worte dattät bis 10, 16, 2 fallen weg. 

S. 42 erster Absatz hinzuzufügen yavpktam 6, 62, 10. 

S. 42 § 47 statt süshädatha lies sushadatha. 

S. 47 § 62 am Ende lies trässthe. 

S. 49 Z. 2 V. 0. ff. Nachzutragen aves von vid (vergl. Benpet 
R-Suffixe S. 57). 

S. 50 Z. 14 V. u. lies Nasalirung statt „Beplirung'*. 

S. 63 § 89 Z. 13 V. u. lies amaman. 

S. 87 Z. 17 V. 0. Genauer: sie setzen hve an und lassen hvä dafßr 
eintreten. 

S. 88 Z. 7 V. u. hinter Wurzeln ist einzuschieben: dieser Classe. 

S. 99 Z. 8 V. u. : budh statt bhud. 

S. 101. Ich habe übersehen , dass das Perfectum regelmässig den 
Accent auf der Stammsilbe, das Pi-äsens regelmässig den Accent auf 



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240 

der Beduplicationssilbe hai Doch gilt das Gesetz nicht aosnahmslos. 
Eine vergleichende Accentgeschichte wird heraosstellen, dass diese Schei- 
dung erst yerhältnissmässig jungem Datums ist 

S. 102 Z. 16 y. u. lies Aspiration statt Beduplication. 

S. 112 § 144. Vergessen ist didyutas. 

S. 121 Anm. Z. 2 y. u. lies Name statt Stamm. 

S. 124 Z. 20 V. u. ist päprathe zu streichen. 

S. 126 Z. 12 y. u. lies vaypdhate. 

S. 135 § 158 ygL das zu S. 101 Gesagte. Vergessen ist sushfidai 

S. 160 Z. 19 y. 0. lies Snat. 

S. 184, 2 HinzuzufQgen ist 2as werfen: asishyänt-. 

S. 187 Z. 2 y. u. lies ünayls. 

S. 188 § 188 fBge hinzu: tarlshäni. 

S. 194 Z. 3 y. u. lies jabhärat statt jabhat. 

S. 197 Z. 1 y. 0. f&ge hinzu : mimlySs. 



Zum Schluss seien noch einige zweifelhafte, verdorbene oder miss- 
yerstandene Formen namhaft gemacht Auf Vollständigkeit macht dies 
Verzeichniss der Natur der Sache nach nicht den geringsten Anspruch. 
Namentlich liegt es nicht in meiner Absicht, die Nominalformen hier 
aufzufahren, welche Ludwig — meiner Meinung nach irrig — zum 
Verbum gezogen hat 

ajuryamur 5, 6, 10 (Ludwig Inf. S. 121) ist gewiss verdorben. — 
ishe 8, 46, 17 lese ich mit Roth dxamishe. — ühyäte 1, 120, 11 und 
Ohyäthe 4, 56, 6 ist mir unklar. — gm&ntS 1, 122, 11 ist nach Both 
part — ghoshi ist vielleicht 3s. aor. pars. vgl. BB. s. v. — cinish- 
that 8, 63, 11 wofQr SV. jänishthat hat, ist noch unerklärt^ vielleicht 
verdorben. — pupütäni 10, 132,6. BR: „püt, nur in der Form pupü- 
täni, welche dunkel, vielleicht fehlerhaft ist". — pyincäte 1, 128, 5 
mir undeutlich. — vipipanä 1, 112, 15. 7, 22, 4. 10, 131, 4. — 
vlvakshase zweifelhaft ob Verbalform, vgL BB. s. v. — vevijö 1, 140, 
3 nicht als Verbalform, sondern mit BB. als adj. zu fassen. — sisha- 
sätus 9, 47, 5? — 



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Index. 



(Die Zahlen 

akat 49 

akar 39, 60 

akri^vata 168 

akran 60 

akramim 188 

aksm 60 

akshat 178 

akshan 63, 91 

akshäi- 60 

agan 60 

agasmahi ' 30 

agrabhim 188 

aghas 39, 60 

acakrat 125 

acakriran 125 

acacaksham 112, 122, 126 

achän 60 

achänta 43 

ajagan 39, 60, 135 

ajaganta 135 

ajagantana 135 

ajagmiran 123, 125 

ajagrabhit 125 

ajabhartana 122, 125 

ajägar 39 

ajigar 39, 60 

ajuiyamur Nachtrag 

ajais 50, 60, 177 

Delbrück, altindiBcbos Verbum. 



bezeichnen die Seiten.) 

anjatas 194 
atan 60 
atan 60 

atarima 27, 180, 186 
atltape 70 
atasbtavam 129 
atssr 60 
adadphanta 136 
adadhavat 127 
adadhas 50, 59 
adar 60 
adardar 39, 60 
adardhar 60 
adudrot 123, 136 
adyaut 39, 60 
adiiak 60 
adhok 60 
anaja 126 
anajyat 126 
ana9ama]iai 160 
anaha 113 
änünot 136 
aue9am 122 
apadran 90 
apaspiidhetam 126 
apas 59 
apupot 136 
aprinak 60 



16 



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242 



apejate 144 
apeciian 122 
aprät 60 
aprSs 59 
apsanta 186 
abibhar 60 
abubhojls 129 
abhanas 49 
abbarishyat 184 
abbSr 60 
abhinat 39, 60 
abhishoak 60, 217 
abbet 60 
abbrat 60 
amumuktam 136 
amyak 60 
ayän 60 
ayäs 39, 49 
ayunak 60 
arinak 39 
arireclt 128 
arcase 181 
arcan 64 
avar 39 

avarivar 60, 133 
ayarlvus 133 
avart 60 
avaTiibuii 126 
avat 39 
avavarlt 125 
aySvafanta 127 
avita 44, 180, 186 
avive9i8 128 
aviyeshis 128 
avp^ak 39, 60 
avyat 66 
avyathishyai 222 
afäyata 148 
a9ayatam 148 
a9?lyati 217 



afSyas 36 

2i^i(frot 128 

a^ifrayos 128 

a9lta 68, 98 

a9a9raTi 129 

afUfravns 129 

afnavaithe 45 

afrot 55 

a^vait 60 

asasrigram 126 

asasvajat 124 

astar 60 

aspar 39 

asy^ 60 

asmk 60 

asvar 60 

aban 39, 60 

ahar 60 

abema 27, 96 

abve 70 

anat 39, 60, 79 

anaje 113 

anai'ca 113 

anarcbat 122 

anarsbat 122 

anan9a 113 

aiia9yam 126 

anridbe 113 

amamat 111 

ärata 43, 69, 147 

araik 60 

arpipat 111 

avar 60 

as 50, 60 

asate 67, 143 

asit 188 

ia&lio 202 

I Bindeyocal 119, 123, 186 

i (geben) 100 

iyatba 37 



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243 



ishanat 152, 217 

ishananta 162, 217 

ishanas 152, 217 

ishany 207 

isbudhy 206 

196 70 

u 156 

nchan 64 

unap 39, 50 

ünayls 187, 203 

Oh 98 

ubyäte^ ühyätbe Nachtrag 

ri- Vocal 94 

linjata 161 

iinjafie 181 

ridhat 138 

e im Perfectstamm 117 

aiyes 36, 123, 128 

ohate 71 

ohishe 29, 181 

aunat 60 

kaniskan 60 

kar 60 

kar, karöti 156 

krinvaite 45 

k|ipananta 217 

kiipamana 138 

krishe 45 

kran 39 

kranta 71 

kramus 120 

kshan 63, 91 

khya 87 

gan 60 

gSyishe 181 

gltei 177 

grinishe 45, 153, 181 

giihsmahi 138 

gfih^lyami 23 

gdha 68 



gmänta NachJ3*ag. 
ghoshayas 209 
ghoshi Nachtrag 
cakananta 132 
cakaram 125 
cakfipanta 135 
cakramanta 125 
cakshamlthas 125 
cakshase 141 
cakhyS&sam 124 
cachadyat 126 
canish^at Nachtrag 
carkriidie 70, 181 
cakän 39, 60, 132 
c&känas 132 
cskanyst 132 
cikethe 47, 128 
cicyushe 121 
dte 70 
cetatos 121 
cha 165 
jakshiyat 125 
jagamjat 135 
jagamyam 135 
jagamyas 135 
jagati 106 
jagribhyat 125 
jagmyatam 135 
jagrasita 125 
jaghanat 124 
janishthat Nachhag 
jabharat 125 
jabhara 103 
jarayanti 211 
jaha 124 
jahi 32 
jahus 135 
jägai- 132 
janSmi 151 
jarayanti 213 



16* 



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244 



jsrayayi 181, 210 
jShiishSQa 133 
julmras 136 
jBhuranta 136 
jnliuiSQa 136 
johOrihSs 136 
jHjuvat 129 
j{imbhat6 138 
joshe 70 
takshathos 121 
tatanat 124 
tajbanan 124 
tatananta 124 
tatanas 124 
tatanSma 124 
tatanyns 124 
tanu- 156 
tar, tarnte 156 
taroshema 217 
tastambhat 126 
tunjate 72 
tatnjyat 129 
toBh^yat 129 
tQtot 123, 136 
tatos 136 
tp^ahfin 23 
trsslthsm 47, 177 
dadabhanta 125 
dada9at 127 
dada9ati 127 
dadus 101, 135 
dade 135 
dadharshat 126 
dadharshati 1^6 
dadharshit 126 
dadhe 135 
dadhre 120 
dan 60 
dabhoB 121 
day 166 



dart 39, 49, 60 

dardar 39, 60 

darahi 32 

daTishSqi 179 

3dS 89, 165 

4da 89 

5da 165 

da = day 165 

dadrihSfä 136 

dadhsra 116 

tafpfia 121 

dishiya 175 

2dT 133 

didet 123 

didhar 39, 60 

dnkshas 37, 179 

dudrayat 136 

dudhaylta 129 

duhim 67, 71 

duhlyät 57, 205 

duhus 120 

duhe 70 

duhre 76, 120 

düdhot 136 

drikshase 178 

dodhant- 149 

dobase 45 

dhak 39, 60 

dhar pass. 167 

2dhS 165 

dhak 60 

dhayls 188 

dhire 77, 121 

dhishe 12i 

dhl 133 

dhlmahi 30 

dbetana 44, 106 

dhaiihe 45 

dhvanaylt 187 

-na in tana und thana 33 



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24Ö 



nat 60 
nanamas 111 
nid 161 
ninikta 136 
niniyoja 120 
ninlyat 128 
nindima 27, 121 
nünot 136 
iieiha 42, 85 
iie9at 111 
nesha 179 
patyate 162 
panyämahe 167 
papiyat 124 
pap^she 126 
papyicasi 136 
papficyat 136 
pappcyäm 136 
paprishe 46 
paptima 117 
paprathat 111, 124 
paprathas 124 
paprathan 124 
paprathanta 124 
papra 50 
payate 148 
parcas 36 
parshi 32 
parpar9at 136 
päyayati 210 
pinak 39, 60 
pipnkta 135 
pigrigdhi 135 
piprayasva 136 
piprlhi 136 
pibami 103 
2pl 133, 148 
purita 153 
punlshe 181 



pupushyäB 129 
pupütani Kachtrag 
papuranta 112 
pp^ak 60 
princäte Nachtrag 
ppnaithe 45 
präkshe 223 
prÄnak 60, 91 
babhayst 129 
babhayaa 60, 129 
babhüva 127 
bnbudhana 136 
bubodhata 136 
bubodhati 136 
bubodhas 136 
bodhi 37 
bravaite 45 
bruye 70 
bharas 37 
bhak 39, 60 
bhar 60 
bhinat 39, 60 
bhü 99 
bhütas 61 
bhüyas 196 
bhet 39, 60 
bhriyäte 169 
math 161 
mandus 120, 146 
mamanyat 124 
mar pass. 167 
mard 212 
marmartu 59 
maslya 178 
mähe 70 
mahly 205 
3ma 89 

mSnayasyati 202 
mamahanta 135 
mamahantSm 135 



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246 



n^ünahas 13Ö 
m&mahasva 136 
mSmahSna 135 
nüünahe 135 
mSmrijlta 126 
mid 162 
minlmasi 155 
mmnuktam 136 
mimixigdhi 136 
mumucas 136 
mumnrat 136 
mumoktu 136 
mumocat 136 
iniimocata 136 
mumocatam 136 
mnmocati 136 
yajadhya 48, 139 
yan 96 

yamatns 62, 121 
yayastu 135 
yat 39 
yuje 28 
yuyavat 136 
yuyuve 136 
yuyojate 136 
yuyotam 136 
yuyopima 119, 128 
yüyot 136 
yesham 176 
ranS 121 
ranyatlias 163 
rante 73 
rai*ate 135 
rara^al^ 43 
rarathäm 135 
rarathe 135 
ranthas 135 
rarldhyam 135 
rare 135 
rat 60, 96 



rarana 124, 132 
rara^at 132 
ranuaas 132 
rarän 60, 112, 132 
Hiranta 44, 132 
rarandM 132 
ras 177 
rii^ak 60 
riricyat 128 
riricyam 128 
rirlhi 135 
rarucanta 129 
rurucyas 129 
mhat 138 
reJM 53 
rohishyai 122 
vadhlm 188 
vananvati 218 
vanushanta 218 
vam 24 

vayishyänt- 184 
var 39, 60, 157 
vareyät 58, 202, 205 
vark 39, 60 
vai'dhan 64 
vavakshe 115, 124 
vavandhi 101 
vavartat 136 
yayai*tati 136 
vavaca 115 
vavriktam 136 
vavritat 136 
vayptita 136 
vayfitltnati 136 
yavritlya 136 
yayvitbma 136 
yayrityat 136 
yayrilyam 136 
yaviityama 136 
yayyilyas 136 



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247 



vavyityns 136 
yasas 36 
5vä 165 

vävanas 101, 135 
vävandhi 135 
vävayanta 127 
ySvase 125 
ySypdhate 126 
y&y|idhanta 126 
yäyridhäti 126 
ySyridhlthas 126 
yidhan 63, 145 
yipipäna Nachtrag 
yiyakshase Nachtrag 
yiviktäs 61 
yiyidat 128 
viyi9ya8 128 
yiveda 121 
yiye9U8 119, 128 
yiyes 39 
yivyak 60 
yiyyäsa 121 
yrinak 39, 60 
ypshay 205 
veyije Nachtrag 
yeshantls 149 
yeshishas 177 
yes 59 
yyata 69 
yya^at 49 
9amnSti 216 
9a9amate 135 
9a9amSDa 135 
9a9ame 135 
9aye 70 
9a9adhi 136 
9a9a8 39, 136 
9a9yacai 135 
29S 165 
9i8hat 58, 175 



fishas 147 
91 98 
9ubh 161 
9ii9Ugdhi 129 
9U9acita 129 
9U9rayat 129 
9U9i1lyätam 129 
9U9raya8 129 
9ü9ujäna- 136 
9camnaD 216 
9ma8i 26 
9rudhly 202 
9roshan 148 
9ro8haütu 148 
9ro8ham3na 148 
saparyati 202 
8a9ciiiia 27, 117 
sa^ce 28 
sasahySma 125 
8asahi8he 29, Nachtrag 
8a8üya 127 
sasrijyät 126 
sasyar 60 
SS 89, 165 
sSsahat 125 
8äsahas 125 
säsahyat 125 
sahyän 121 
sishasatus Nachtrag 
sishet 128 
sishyap 39 
sisratus 125 
8lk8hanta 186 
susrot 136 
sfl 183 
seda 44 
skan 60 

skambhathas 121 
skambhns 121 
skan 60 



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246 



n^Cmahas 135 
mamahasya 135 
mSmahSna 135 
mSmahe 135 
mSmfijlta 126 
mid 162 
minlmasi 155 
mamnktam 136 
mTunngdhi 136 
mumticas 136 
mumurat 136 
mumoktu 136 
mnmocat 136 
miimocata 136 
nmmocatam 136 
mmnocati 136 
yajadhva 48, 139 
yan 96 

yamatus 62, 121 
yayastu 135 
yat 39 
yuje 28 
yuyavat 136 
ynyuve 136 
yuyojate 136 
jruyotam 136 
yuyopima 119, 128 
yüyot 136 
yesham 176 
ran3 121 
ra^yatlias 163 
rante 73 
rarate 135 
rarSnatS 43 
rarsthsm 135 
rarathe 135 
ranthSs 135 
rarldhvam 135 
rare 135 
rät 60, 96 



rsrana 124, 132 
r&ra^at 132 
rsra^as 132 
i-ai-än 60, 112, 132 
rSranta 44, 132 
rarandhi 132 
ras 177 
rii^ak 60 
riricyat 128 
riricyäm 128 
rirlhi 135 
nirucanta 129 
rurucyas 129 
mhat 138 
relhi 53 
rohishyai 122 
vadhim 188 
vananvati 218 
vanushanta 218 
vam 24 

vayishyänt- 184 
var 39, 60, 157 
vaveyat 58, 202, 205 
vark 39, 60 
vardhan 64 
vavakshe 115, 124 
vavandhi 101 
vavartat 136 
vavai'tati 136 
vaväca 115 
vavriktam 136 
vaviitat 136 
vavfitlta 136 
vavritTmati 136 
yavritlya 136 
vavrittana 136 
vavrityat 136 
vavrityam 136 
vav^ityama 136 
vavfHyäs 136 



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247 



vavrityns 136 
vasas 36 
öva 16B 

vävanas 101, 135 
vävandhi 135 
vävajanta 127 
vavase 125 
väyyidhate 126 
y&yridhaiita 126 
vävridhäti 126 
vävridhlthäs 126 
vidhan 63, 145 
vipipäna Nachtrag 
vivakshase Nachtrag 
viviktäs 61 
vividat 128 
vivi9yäs 128 
viveda 121 
vive9U8 119, 128 
vivee 39 
vivyak 60 
vivyäsa 121 
vrinak 39, 60 
vpshay 205 
vevije Nachtrag 
veshantls 149 
veshishas 177 
ves 59 
vyata 69 
vyafät 49 
9amnati 216 
9a9amate 135 
^afamana 135 
9a9ame 135 
9aye 70 
9a9Edhi 136 
9a9a8 39, 136 
9a9vacai 135 
29a 165 
9ishat 58, 175 



fishas 147 
91 98 
9ubh 161 
9n9Ugdhi 129 
9U9uclta 129 
9U9ravat 129 
9U9i1iyatam 129 
9U9raya8 129 
9ü9iijäna- 136 
9camiian 216 
9ma8i 26 
9rudhly 202 
9roshan 148 
9ro8hantu 148 
9roshainana 148 
saparyati 202 
8a9ciina 27, 117 
safce 28 
sasahyama 125 
sasahishe 29, Nachtrag 
sasüva 127 
sasrijyät 126 
sasvar 60 
sa 89, 165 
sasahat 125 
sasahas 125 
sasahyat 125 
sähvan 121 
sishasatus Nachtrag 
sishet 128 
sishvap 39 
sisratus 125 
slkshanta 186 
susrot 136 
sfl 183 
seda 44 
skan 60 

skambhathas 121 
skambhüs 121 
skan 60 



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248 

8tan 60 Mr 60 

Star 39 hi 148 

spar 39 hins 159 

stoshe 181 hishe 29, 178 

han 60 hpQSyant- 204 

hayantä 148 l^inly 205 

har 163 hy& 71, 88, 165 



Nachtrag. 

Zn § 187 hätte noch bemerkt werden sollen, dass ich das ai in asa- 
paryait und afarait (A. Y.) mit Jon. Schmidt als Diphthongisimng von 
I betrachte, asaparyait setzt ein ^asaparylt voraus, das mit dhvanayit 
durchaus auf einer Stufe stehen würde. 



lUlle , Buolidruek«reI ätm WaImiiIwumm. 



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Harvard College, Cambridge, NfA 02138: (617) 495-2413 



If die ttem is recaUed, die boirower wiD bc notified of 

the need for an earUer retariL ( Non-recei pt of overdne 

notices does not exempt die boirof^er ^m civerdw fbie^) 




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III 

36 032