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Full text of "Das Buch Henoch. Hrsg. im Auftrage der Kirchenväter-Commission der Königl. Preussischen Akademie der Wissenschaften von Joh. Flemming und L. Radermacher"

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IVlicrosoft Corporation 



http://www.archive.org/details/dasbuchhenochhrsOOflemuoft 




DIE GRIECHISCHEN 

CHRISTLICHEN SCHRIFTSTELLER 

DER 

ERSTEN DREI JAHRHUNDERTE 

HERAUSGEGEBEN VON DER KIRCHENVÄTER- COMMISSION 
DER KÖNIGL. PR.EÜSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 






DAS BUCH HENOCH 




LEIPZIG 

J. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG 

1901 

V 




Druck von August Pries in Leipzig. 




Hermann und Elise geb. Heckmann 
Wentzkl - Stiftung. 



DAS BUCH HENOCH 



^'} 



HERAUSGEGEBEN 



IM AUFTRAGE DER KIRCHENVÄTER-COMMISSION 



DER KÖNIGLICH PREUSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 



VH^ 



VON 



, 



Dr. JOH. PLEMMING und Dr. L. RADERMACHER 



BIBLIOTHEKAR AN DER KGL. UNIVERSITÄTS- 
BIBLIOTHEK ZU BONN 



PRIVATDOCENT AN DER UNIVERSITÄT 
BONN 




LEIPZIG 

J. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG 
1901 





ß3 



g30 



INHALT. 



Seite 

Einleitung . 1 

Schlusswort der Herausgeber 15 

Verzeichnis der Abkürzungen 16 

Text. 

Griechisches Fragment ^ gegenüber- 18 

Deutsche Übersetzung des äthiopischen Textes/ stehend 19 

Register. 

Griechisches Register 144 

Verzeichnis der im kritischen Apparat nicht aufgeführten Varianten des 

Papyrus 151 

Deutsches Register 154 

Stellenregister 170 

Nachträge und Berichtigungen „ . . . . 172 



Einleitung. 

Das Buch Henoch, welches wir hier griechisch und in deutscher 
Übersetzung des äthiopischen Textes vorlegen, gehört strenggenommen 
nicht in den Kreis der »griechischen christlichen Schriftsteller«, da es in 
vorchristlicher Zeit auf jüdischem Boden erwachsen ist, aber sein vor- 
wiegend apokalyptischer Ideenkreis war von solchem Einfluss auf die 
gleichzeitige und unmittelbar folgende jüdische und neutestamentliche 
Litteratur, und bei den älteren Kirchenvätern und Apologeten griechischer 
wie lateinischer Zunge erfreute es sich eines solchen Ansehens, dass 
seine Aufnahme in diese Sammlung gerechtfertigt erscheint. 

Das semitische Original ^) unseres Buches ist spurlos verloren ge- 
gangen, denn die jüdischen Schriften aus derselben oder der unmittelbar 
folgenden Zeit: Buch der Jubiläen 2), IV Esra, Apokalypse des Baruch 
und die Testamente der zwölf Patriarchen, welche es nachweislich be- 
nutzt haben, sind selbst nur in Übersetzungen auf uns gekommen, und 
was sich bei den Rabbinen^) des Mittelalters findet, sind nur vage Er- 
innerungen, die auf Tradition beruhen mögen, aber kaum auf wirklicher 
Kenntnis des Werkes, 

Wie die übrige jüdisch -palästinensische Litteratur ist auch das 
Henochbuch in das Griechische übersetzt worden, doch auch hier hat 
ein Unstern über dem Werke gewaltet: etwa vier Fünftel sind verloren 

1) Alle die Fragen nach der Grundsprache, ob Hebräisch oder Aramäisch, nach 
der Entstehungszeit und Htterarischen Composition des Werkes, sowie nach Heimat 
und Charakter des Verfassers wird unser Mitarbeiter Prof. A. Meyer in seinem 
Commentare zum Buche Henoch behandeln. 

2) B. d. Jub. 4, 17 ö*., 21, 10, für die übrigen Citate vergleiche die Anmer- 
kungen. Sie- finden sich auch zusammengestellt in Fabricius, Codex pseudepigraphus 
vet. test. I 1722 S. 215 ff.; Schürer, Gesch. d. jüd. Volkes 3 III S. 203 ff.; Charles, Book 
of Enoch, 1893 S. 33 ff".; Lawlor, Early citations from the book of Enoch in Journal 
of philology, Lond. 1897 S. 164-225. 

3) Zohar ed. Mant. Vol. I, 37 b, H, 55 a und Menahem Recanati, vgl Fabricius 
S. 208 u. 216; Jellinek, Hebr. Quellen f. d. B. Henoch in ZDMG. 7,249; Derselbe 
Bet-ha-Midrasch II, 114 ff, TV, 129 ff, V, 170 ff". ; Goldschraidt, das Buch Henoch, 1892 
S. XII, 73, 74 u. ö. 

Henoch. 1 



2 Buch Henoch. 

gegangen, und nur die ersten 32 Capitel und einige Bruchstücke sind 
auf uns gekommen.^) 

Dagegen ist uns in einem fernen, den litterarischen Interessen der 
Kulturwelt entrückten Winkel Afrikas, in Abessinien, das Buch Henoch 
als Teil des alttestamentlichen Kanons vollständig (?) erhalten worden. 
Der sonderbare Inhalt des Werkes mit seinen phantastischen und 
krausen Vorstellungen von himmlischen Dingen und kosmischen Er- 
scheinungen kam dem Geschmack der Abessinier am Legendenhaften 
und Abstrusen entschieden entgegen und machte, wie die nachfolgende 
lange Liste der uns erhaltenen Handschriften beweist, es zu einem viel- 
gelesenen Buche. Es nimmt in den Codices gewöhnlich die erste Stelle 
ein und ist auch in Einzelexemplaren vertreten. Wie bei den abessi- 
nischen Christen so ist es auch bei den Falascha-Juden, wahrscheinlich 
durch christlichen Einfluss, in Gebrauch geblieben und ein paar Verse 
haben auch in ihr Gebetbuch ^j Eingang gefunden. 

Die äthiopische Übersetzung ist etwa im 5. oder 6. Jahrhundert 
aus dem in Ägypten umlaufenden griechischen Texte geflossen, das 
zeigen erstens unwiderleglich die Verwechselungen nsraXXa — ^bt avta 
8, 1, sag avTovg — ra slg avrovg 9, 11, [ivglcov — fivorrjQlov 18, 115, 
dg öeiQTJvag — cog slQrjvaiai. 19, 2, xolXoi — xa?.ol 22, 2. 3, und 
zweitens die allerdings nicht vollständige aber doch weitgehende Überein- 
stimmung des Athiopen mit dem in Ägypten gefundenen griechischen 
Fragmente gegenüber den starken Abweichungen des von SynceUus 
aufbewahrten Stückes. Für ihre Zeit ist die Übersetzung im allge- 
meinen gut. 

Die erste Kunde von der Existenz eines äthiopischen Henochbuches 
gelangte im Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa, nämlich durch 
eine Mitteilung des in Ägypten thätigen Kapuziners Ägidius Lochiensis 
an den französischen Gelehrten Peiresc. Dieser versuchte nun auf alle 
Weise sich in den Besitz einer Handschrift des Werkes zu setzen; was 
er aber schliesslich erhielt, war nicht das Gesuchte, sondern die ähnliche 
Stoffe behandelnde Compilation eines abessinischen Priesters Bahaila- 
Mikä'eP), wie der damals bedeutendste Kenner des Äthiopischen, Hiob 
Ludolf, nach einer Prüfung der Handschrift constatierte.^) Erst hundert 
Jahre später (1773) brachte der bekannte britische Afrikareisende James 
Bruce drei Handschriften des Werkes nach Europa, von denen er eine 

1) Vgl. die einleitenden Bemerkungen zum griech. Text von Radermacher. 

2) Vgl. Hal^vy, Prieres des Falashas, Paris 1877 S. 1, 2 mit Cap. 89, 36. 37. 

3) No. 117 in Zotenbergs Catal. des Mss. ethiop. Paris 1877. 

4) Hiob Ludolf, Historia aethiop. Francof. 1681, lib. III cap. 4; Comment. in 
hist. aethiop. ibid. 1691 S. 347 ff. 



Einleitung. 3 

der Bodleiana schenkte i), eine für sich selbst behielt 2), und die dritte 3), 
eine in Abessinien angefertigte Abschrift der vorigen, dem König 
Ludwig XV von Frankreich überreichte. Nach der ersten, der Bodleiana 
überwiesenen, Handschrift hat 1838 der Erzbischof von Cashel Richard 
Laurence die Editio princeps"*) unseres Buches veranstaltet, indem er 
dieselbe verbotenus abdrucken Hess. Die erste kritische Ausgabe auf 
Grund von fünf Manuscripten, die damals, von einem römischen Codex 
und der Pariser Abschrift des Bodleianus 5 abgesehen, in Europa zu 
finden waren, haben wir 1851 von Dillmanns ^) kundiger Hand erhalten, 
und sie ist bis jetzt die einzige geblieben.^) Seitdem ist aber die Zahl 
der Handschriften beständig gewachsen, so dass wir jetzt, die Fragmente 
und Auszüge ungerechnet, über 26 Stück verfügen; davon befinden sich 
14 in England, 8 in Frankreich, 3 in Deutschland und eine in Italien. 
Selbstverständlich war es mir nicht möglich, alle diese Codices für meine 
Arbeit auszunutzen, aber ich habe mir wenigstens von allen Kunde 
verschafft, so dass ich mir über den Wert oder Unwert derselben ein 
Urteil bilden konnte. Dies sind sie. Sie sind sämtlich auf Pergament 
geschrieben; die von mir benutzten sind mit einem Sternchen versehen.') 
*A = Bodleianus 4, gr. 4^, 40 BL, 3 CoL, 2. Hälfte d. 18. Jahrh. 

Henoch allein (105 Cap.). Abgedr. in Laurence's Ausgabe. 
*ß = Bodleianus 5, gr. 4», 141 Bl, 3 Col. 18. Jahrh. (?) Verschiedene 

Hände. Überschriften und Capitelzahlen vielfach ausgelassen. 

Henoch (98 Cap.), Hiob, Jesaias, 12 kl. Proph., Salomon. 

Schriften, Daniel. 



1) No. 4 in Dillmanns Catalogus codd. mss. aeth. bibl. Bodl. Oxon. 1848. 

2) Jetzt Cod. Bodl. 5. 

3) Jetzt Zotenberg No. 49. ' 

4) Libri Enocb prophetae versio aetbiop. ed. a R. Laurence, Oxoniae 1838. 

5) Liber Henoch aetbiopice ad quinque codicum fidem editus cura A. Dill- 
mann, Lipsiae 1851. 

6) Nur zweimal sind noch Varianten veröffentlicht worden. Als der neu- 
gefundene griech. Text bekannt wurde, hat Dillmann in den Sitzber. d. Berliner 
Akad. 1892 No. 51 für die in Betracht kommenden ersten 82 Capitel die abweichen- 
den Lesarten von 3 in d'Abbadies Besitz befindlichen HSS (d = Abbad. 197, e = 35, 
f=55) publi eiert, und dann hat R. H. Charles für seine englische Übersetzung 
(The book of Enoch translat. from Prof. Dillmann's ethiop. text, Oxford 1893) die 
9 HSS des Brit. Museums ausgebeutet und die Varianten zu Dillmanns Text ver- 
zeichnet. 

7) Da Charles die Siglen von Dillmann, und der neueste Übersetzer Beer (in: 
Die Apokiyphen und Pseudepigraphen des A. Test. hrsg. v. Kautzsch, Tübingen 
1900 Bd. II, 217—310) wiederum die von Charles übernommen hat, so habe auch 
ich dieselben beibehalten und weitergeführt, um nicht durch eine Neubezeichnung 
Verwirrung anzurichten. 



I Buch Henoch. 

*C = Francofurtensis, Rüpp. II, 1, 364 S. 34x30 cm, 3 Col. zu 30 Z., 
18. Jahrh. Henoch (98 Cap.), Hiob, Pentateuch, Josua, Richter, 
Ruth. 

*D = Curzon. [1], 4«, 91 BL, 2 Col., 18. Jahrh. (?) Henoch (102 Cap.), 
Hiob, Daniel, IV Esra, Jesus Sirach. 

*E = Curzon. [2], kl.40, 101 Bl., 2 Col, 18. Jahrh. (?). Randbemerkun- 
gen von anderer Hand, Capitelzählung nicht durchgeführt. 
Henoch, BB. Sam. u. d. Kon. u. A. 

F = Brit. Mus. Add. 24 185 (Wright, Catal. of Ethiop. Mss. London 
1877 No. 5), 19. Jahrh. Henoch allein (106 Cap.). 

*G = Brit. Mus. Orient. 485 (Wright 6), 190 Bl. 23 x 19 cm. 2 Col. 
zu 23 od. 24 Zeilen, Anfang des 16. Jahrh. Ohne Capitel- 
einteilung. Buch der Jubiläen, Henoch. Auf Bl. 168* — 177«' 
ist zwischen dem vorletzten und dem letzten Wort des 6. Verses 
von Cap. 91 ein Stück unseres Buches (Cap. 97, 6^ — 108, 10) ein- 
geschoben worden, welches einer anderen Vorlage entnommen 
ist: G^ Dann geht es von dem letzten Worte jenes Verses bis 
zum Schlüsse ununterbrochen weiter. 

H = Brit. Mus. Orient. 484 (Wright 7), 18. Jahrh. Henoch (108 Cap.), 

Octateuch, Jeremias, Daniel, Ezechiel, I — IV Esra, Tobias, Judith, 

Esther, Jesus Sirach. 

I = Brit. Mus. Orient. 486 (Wright 8), 18. Jahrh. Henoch (Cap. 1 

bis 60, 13^ fehlt), BB. Sam. u. d. Kön., Jeremias, Jesus Sirach. 

K = Brit. Mus. Orient. 490 (Wright 12), 18. Jahrh. Henoch (107 Cap.), 
Hiob, Daniel, I Esra, Jesaias, 12 kl. Proph. 

L = Brit. Mus. Add. 24990 (Wright 13), 18. Jahrh. Henoch, Hiob, 
Salom. Schriften, Jesaias, 12 kl. Proph., Daniel. 
*M = Brit. Mus. Orient. 491 (Wright 15), 219 Bl. 40x32 cm, 3 Col. 
zu 26 — 27 Z., 18. Jahrh. Ohne Capifceleinteilung. Henoch, 
Hiob, 12 kl. Proph., Tobias, Judith, Esther, Makkabäer. 

N == Brit. Mus. Orient. 492 (Wright 16), 18. Jahrh. Henoch (87 Cap.), 
Salom. Schriften, Jeremias, I Esra, Hohes Lied, Jesus Sirach, 
Judith, Esther, Tobias. 

= Brit. Mus. Orient. 499 (Wright 23), 18. Jahrh. Jesus Sirach, 
Daniel, Henoch (106 Cap.), Jesaias, 12 kL Propheten. 

*P = Lindesianus 23, 67 Bl. 39x33 cm, 3 Col. 17. Jahrh. Capitel- 
einteilung. Henoch, Hiob, BB. Sam. u. d. Kön. 

*Q = Berolinensis Peterm. II Nachtr. No. 29 (Dillmann Catal. 1) 167 BL, 
17x14 cm, 2 Col. zu 13—14 Z. 16. Jahrh. Ohne Capitel- 
einteilung. Henoch allein. 

R = Abbadianus 16 (s. Catalogue rais. de Mss. ethiop. appartenant ä 



Einleitung. 5 

A. d'Abbadie, Paris 1859), 19. Jahrh. Henoch (77 Cap.), 12 kl. 
Proph., Jesaias, Salom. Schriften, Daniel, Jesus Sirach, Hiob, 
Hohes Lied. 
S = Abbadianus 30, 18. Jahrh. Henoch, Salom. Schriften, Hiob, 
12 kl. Proph., Daniel, Jesaias. 
*T = Abbadianus 35, (?) Bl. 40 x 35 cm, 3 Col. zu 38 Z., 17. Jahrh. 
Zahlreiche Rasuren und Correcturen zwischen den Zeilen und 
am Rande, die von der ursprünglichen Fassung (T ^) abweichende 
Lesarten (T^) bieten. Capiteleinteilung nur auf den ersten 5 BL 
am Rande, dann weggelassen. Henoch, Hiob, BB. Sam. u. d. 
Kön., Chronik, Salom. Schriften, alle Propheten, Jesus Sirach, 
I— IV Esra, Tobias, Judith, Esther. 
*U = Abbadianus 55, 191 Bl. 51 X 39 cm, 3 CoL zu 48—50 Z. 
16., vielleicht 15. Jahrh. Ohne Capiteleinteilung. Viel Wasser- 
flecke und daher manchmal kaum noch zu entziffern. Henoch, 
Hiob, Salom. Schriften, Jesus Sirach, 4 gr. Proph., 1 u. II Esra, 
Esther, 12 kl. Proph., Makkabäer. 
*V == Abbadianus 99, 70 Bl. 23x17 cm, 2 Col., 19. Jahrh. Für 
d'Abbädie angefertigte Copie einer in Gondar befindlichen von 
den dortigen Mamherän hochgeschätzten Handschrift. Henoch 
allein. 
*W = Abbadianus 197, 157 Bl. 26 x 23 cm, 3 Col. zu 29 Z., 17. od. 
18. Jahrh. BB. Sam. u. d. Kön., Henoch (98 Cap.), Hiob, Daniel. 
X = Romanus 71 (vgl. Mai, Scriptor. veterum nova collectio, Romae 
1831 T. V, 2 S. 100), 27 Bl, 3 CoL zu 32 Z., 17. Jahrh. Sehr 
schöne deutliche Schrift, Capiteleinteilung. Henoch allein. 
*Y = Monacensis 30, 61 Bl. 25 x 15 cm, 2 Col. mit 20 Z. in der 
ersten Hälfte, die in der zweiten bis zu 28 steigen, 17. Jahrh. 
Verbesserungen und Nachträge am Rande. Capiteleinteilung 
nur im Anfang. Henoch allein. 
Z = Parisinus 50 (vgl. Zotenberg), 17. Jahrh. Capiteleinteilung nur 
im Anfang. Henoch, BB. Sam. u. d. Kön., Daniel, Tobias, 
I u. II Esra. 
Zb = Parisinus 49, 18. Jahrh. Abschrift von B.i) 

Die ersten 5 HSS A— E liegen Dillmanns Ausgabe zu Grunde und 
ihre Lesarten sind in dem kritischen Apparate derselben gebucht. Da 
Dillmanns bekannte grosse Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit dafür bürgt. 



1) Es lohnt nicht der Mühe, die grösseren oder kleineren Bruchstücke unseres 
Werkes, welche die Handschriftenkataloge als Teil dieser oder jener Compilation 
verzeichnen, zu berücksichtigen. Sie können aber zum Beweis dienen, wie eifrig 
dasselbe benutzt wurde. 



Q Buch Henoch. 

dass nichts Wichtiges übergangen ist, so habe ich von einer Nachver- 
gleichung abgesehen; sie wäre bei D und E vielleicht gar nicht möglich 
gewesen. Die im Brit. Museum befindlichen HSS F — hat Charles 
ausgebeutet, und zwar in erster Linie die beiden wichtigsten G und M, 
aber auch aus den übrigen 7, die nach seiner Angabe meist mit Dill- 
manns Text übereinstimmen, hat er die bemerkenswertesten Lesarten 
mitgeteilt. Ich habe G und M an Ort und Stelle nochmals genau colla- 
tioniert und noch eine grosse Zahl von Varianten gefunden, die aller- 
dings mehr für die Constituierung des Textes als für die Übersetzung 
in Betracht kommen, und deren Nichtberücksichtigung Charles somit 
nicht direkt zum Vorwurf zu machen ist. Bei den anderen 7 habe ich 
mich mit seinen Mitteilungen begnügt. T IT V W hat Prof. Meyer 
coUationiert und T U sowie Stücke von W photographiert. Diese 
Photographien wiederum und ferner P Q Y habe ich coUationiert. 
R S Z hat Prof. Meyer eingesehen und gefunden, dass sie Dillmanns 
Text bieten, von X habe ich mir die drei ersten Seiten (Cap. 1 — 10, 9*) 
photographieren lassen und ebenfalls eine völlige Übereinstimmung mit 
Dillmann constatieren können. Aus diesem Gninde habe ich auf eine 
Benutzung von R S X Z verzichtet 

Der Text beruht also auf folgenden 14 HSS: A— E, G, M, P, Q, 
T — W, Y. Diese stattliche Zahl lässt sich in zwei Gruppen zerlegen, 
und zwar ist der Prüfstein, mit dessen Hilfe die Scheidung vollzogen 
werden kann, der griechische Text. Es stellt sich nämlich heraus, dass 
gerade die ältesten HSS G Q T U und die jüngere M (Gruppe I) den 
übrigen 9 resp. 21 gegenüber (Gruppe II) vielfach mit dem noch erheb- 
lich älteren Griechen übereinstimmen. Die folgende Liste, die nur die 
besonders lehrreichen Fälle aufzählt, möge zum Beweise dienen. 
Cap. 1, 7 öiaöxiöd^rjöeTac = tessatat GQ u. T (a. R) — tessatam d. a. 

„ 3,1 xaraiidB^STS xal löere = tajjeqü wa-re'ejü ü — tajjaqqü 
wa-re'ikü. 

„ 5, 5 £i^ xaraQa = ba-regmat GMTU — margam. 

„ 5, 6 ovo^a = sema GQT^Ü — saläma. 

„ 8, 2 xal sjioQvevöav = wa-zammawü GMTiU — zammewo. 

„ 9,4 :7r«i'T«gTOV5 aZ(»i^ßg= kuellü älami — kuellü tewleda älam. 

„ 9, 6 OQaq = re'ika GMQU, W — re'ike. 

„ 9, 10 ovövvarcu = i-jekel GQTiU — i-jekelü. 

„ 10, 7 iaacDvrat = jähjewewä GMU — älijewä u. ähajewä. 

,, 10, 17 ex^evgovrai = jeguajejü I — jeganejii. 

„ 13, 4 svcojtiop xvqIov tov ovQavov = qedma egzl'a samäj GMTU 
— haba egzi'abelier samäj a. 

„ 13, 10 xara rovg vjivovq = ba-newäm GMT^TJ — ba-newämeja. 



Einleitung. 7 

Cap. 14, 13 rQV(prj ^corjg = feg'a hejwat GMQU — feg'ä wa-hejwat. 

„ 14, 21 löslv ro JiQOöcDJtov = re'ejja gassü GQTU — rä'ja gassü. 

„ 15, 5 Yva fi7] sxXsLJc^ = kama i-jenteg GTÜ « MQ) — kama 
jetgabar. 

„ 17, 3 TOJtov Tcov g)wöTr]Q(DV = makänäta berhänät GMQ, — 
makänäta berühäna. 

„ 18, 11 OTvZovg Tov JtvQog = a'^mäda esät G u. T (nach Corr.) — 
a^mäda samäj za-esät. 

„ 19, 1 fiexQt = eska MT, BCHNO — esma. 

„ 21, 2 ovrs ovQavov Inavon = i-samäja lä'la GMQU — i-samäja 
leVila. 

„ 21, 7 o roJiog = makänn I — wasanu. 

„ 22, 3 dg avro rovro = lotü zentü I — lömü ellöntu. 

„ 22, 9 ov , . . SP avT(p = za . . . balä^lehü GQ — ze . . . balä*^lehü. 

„ 26, 3 viprjXoTSQOv rovrov = za-jenaweh em-ze Q — za-j. kama-ze. 

„ 89, 43 fjysiQSV = anse'a G — tanse'a. 

„ 99, 7 non secundiim scientiam (TertuUian de Idol. 4) = wa-1- 
ba-temhert GG^QTU — wa-ba-mebrämät. 
Es wiederholt sich also hier dieselbe Erscheinung, die auch bei 
den anderen Büchern des alttestamentlichen Kanons der Abessinier be- 
obachtet wurde 1), dass es nämlich eine doppelte Textrecension giebt: 
eine ältere, welche sich treu dem griechischen Texte anschliesst und als 
eine im Ganzen gelungene und glückliche Wiedergabe desselben gelten 
darf, mit vielen einer älteren Sprachperiode angehörenden Formen und 
Constructionen, aber auch von grosser Nachlässigkeit und Incorrectheit 
in grammatischen Dingen, besonders im Gebrauch des Genus und Nu- 
merus und fast ohne irgend welche Einteilung des Textes, und eine 
jüngere, deren Bestreben es ist, die vielen wirklichen oder vermeint- 
lichen Fehler der älteren zu verbessern, gefälliger und fliessender in 
der Sprache, correcter im Ausdruck und praktischer für den Gebrauch 
durch die Capiteleinteilung. Eine dritte Recension, in welcher die ältere 
Textgestalt nach dem Hebräischen geändert worden ist, kommt hier 
nicht in Betracht. Diese jüngere Recension ist das Werk der abessi- 
nischen Mamherän, die wahrscheinlich vom 16. Jahrhundert ab die- 
Revision des Bibeltextes vornahmen und eine Vulgata herstellten, die 
dann in den allgemeinen Gebrauch übergegangen ist. Es ist möglich, 
ja sogar wahrscheinlich 2), dass sie dabei hin und wieder auf griechische 

1) Vgl. Dillmann Biblia V. T. aeth. T. I Appar. crit. S. 4 ü\ T. 11 fasc. 1 
Appar. crit. S. 3 ff. Cornill, Ezechiel, Leipzig 188G S. 36ff. Prätorius Art. aethiop.. 
Bibelübersetzungen in Realencycl. f. protest. Theol. ^ 111, 87 ff. 

2) Dillmann, Bibl. T. II, 1 Appar. crit. S. 4. 



3 Buch Henoch. 

Manuscripte, die ihnen zur Hand waren, zurückgingen, aber beim Buch 
Henoch finden sich dafür keine Anhaltspunkte, vielmehr lassen sich alle 
die Änderungen und Abweichungen der jüngeren Recension hier nur 
vom Äthiopischen aus ohne Schwierigkeit erklären und verstehen, wie 
ein Blick auf obige Liste zeigt (vgl. besonders 5, 6. 10, 17. 14, 21. 19, 1. 
21, 7. 22, 3. 26, 3. 89, 43. 99, 7), und der kritische Apparat zum äthio- 
pischen Texte auf jeder Seite beweisen wird. 

Doch noch ein anderes lehrt die Liste, nämlich dass die beiden 
Gruppen nur selten sich geschlossen einander gegenüberstehen; oft fehlen 
in Gruppe I ein oder zwei Vertreter, die dann mit Gruppe II gehen, ja 
in einigen Fällen ist nur eine einzige Handschrift auf Seite des Griechen 
und alle änderen stehen auf der Gegenseite. Andererseits schliessen sich 
wieder Vertreter von II der Gruppe I an, freilich weit seltener und in 
geringer Zahl. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass einigemal 
— ich zähle 5 Fälle: Cap. 2, 1. 6, 6. 8, 3. 9, 1. 14, 3 — Gruppe II mit dem 
Griechen gegen I übereinstimmt, da handelt es sich aber nur um Kleinig- 
keiten oder Flüchtigkeiten, durch welche der Sinn in keiner Weise be- 
einflusst wird, so dass die oben gemachte Beobachtung uneingeschränkt 
in Geltung bleibt. 

Die wichtigste HS ist G, beiläufig gesagt derselbe Codex Orient. 
485 des Brit. Museums, der auch den vorzüglichsten Textzeugen für das 
Buch der Jubiläen abgiebt.i) G ist der beste Repräsentant der älteren 
Textgestaltung, denn es hat dieselbe verhältnismässig am reinsten be- 
wahrt. Ohne Mängel freilich ist es auch nicht, wir treffen gar manche 
Incorrectheiten, Flüchtigkeiten und Textverderbnisse bei ihm an, die 
aber mit Hilfe der anderen Vertreter von I sich leicht erkennen und 
auch beseitigen lassen. 2) 

Gleichfalls zur ersten Gruppe gehört das in G eingeschobene Frag- 
ment G* Cap. 97,6^ — 108,10 umfassend. Es unterscheidet sich aber nicht 
nur von G selbst, sondern auch von MQT und U durch eine Reihe von 
Besonderheiten, von denen die auffallendste der Gebrauch der 1. Person 
in Cap. 103,9 — 15 gegenüber der 3. in der gesamten sonstigen Über- 
lieferung ist. Nicht unmöglich ist auch, dass Cap. 91,8 — 97,6^, welche 
auf das eingeschobene Stück folgen, derselben Vorlage entstammen wie 
dieses, denn auch hier ist der Text ziemlich minderwertig und zeichnet 
sich durch viele Auslassungen aus, genau wie G^^) 

1) Charles, Eth. Version of the book of Jubilees, Oxford 1895 S. XlII. 

2) Charles überschätzt manchmal G und sieht Schreibfehler für wichtige Les- 
arten an, z. B. 41, 9. 69, 12. 81,6. Vgl. auch die Recension seines Buches von 
Dillmann in der Theol. Literaturzeitung 1893 S. 442 ff. 

3) Ich kann hier der Ansicht von Charles (S. 266) nicht beipflichten und somit 



I 



Einleitung. 9 

Die andere Handschrift des Brit. Museums, M, ist viel jünger und 
enthält auch schon eine Fülle von jüngeren Lesarten und eine erheblich 
grössere Zahl von Corruptelen. Andererseits stimmt sie in hundert 
Kleinigkeiten, darunter ganz charakteristischen Versehen, so auffallend 
mit G überein, dass die Annahme einer gemeinsamen Quelle geradezu 
gefordert wird. 

Die Berliner Handschrift Q hat trotz ihres Alters ebenfalls schon 
viele junge Lesarten, dazu ist sie überaus flüchtig abgeschrieben, so dass 
fast auf jeder Seite Auslassungen vo"n Worten und Sätzen zu consta- 
tieren sind, und äusserst incorrect. Nichts destoweniger darf sie nicht 
gering geschätzt werden, denn sie bietet daneben oft ganz Vortreffliches 
und ist einerseits von GM, andererseits von TU unabhängig. 

Diese beiden in der Abbadia in Südfrankreich aufbewahrten HSS 
bilden ein Pendant zu GM. U ist die ältere und G etwa gleichwertig, 
aber leider von Cap. 83 an, wo die Traumgesichte beginnen, stark ver- 
kürzt, und zwar nimmt die Kürzung von Seite zu Seite bis zu völliger 
UnVerständlichkeit zu. Während die ersten 21 Seiten noch nicht ganz 
2/3 des Henochbuches enthalten, kommt auf die letzten 7 mehr als ^/g. 
Die Kürzung ist durch einfache Weglassung erfolgt, die bald ganz will- 
kürlich wurde ohne Rücksicht auf den Sinn. Es sind schliesslich nur 
Wörter übrig geblieben, und wo es auf ein einzelnes Wort oder eine 
Form ankommt, ist U auch in diesen Capiteln immer noch mit Nutzen 
zu gebrauchen. 

Die interessanteste HS ist No. 35 der Abbadia, T. Es ist derselbe 
Codex, der für die BB. Samuelis und der Könige einen nach der Massora 
geänderten Text ^) bot; hier, für das Buch Henoch, haben wir in ihm 
die ältere und die jüngere Recension zugleich. Die ältere ist durch 
Rasuren und Einklammerungen getilgt, und die jüngere von derselben 
Hand hineincorrigiert oder am Rande angemerkt, aber in den meisten 
Fällen hat die Rasur die ursprünglichen Schriftzüge nicht ganz getilgt, 
so dass sie unschwer noch zu erkennen sind. Alle älteren Lesarten sind 



auch seine Bezeichnung nicht annehmen. Der Fall liegt einfach so, dass, wie ich 
in der Handschriftenliste ausgeführt habe, in Cap. 91 aus nicht recht ersichtlichen 
Gründen ein Stück (Ga) eingeschoben, im übrigen aber alles in Ordnung ist. Bei 
Charles stellt sich die Benennung folgendermassen : 1 — 91,6 = G; 97, G^— 108,10=G; 
91, 6 letztes Wort — 97, 6a = G ; 97, 6b— 108, 10 = Ga; 108, 11—15 G. Mit seinem 
Ga genannten Stück beginnt übrigens keine >^fresh section«, sondern zufällig nur 
ein neues Blatt. Das Ausschlaggebende ist, dass sein Ga den anderen Vertretern 
von I homogen ist und somit derselben Vorlage wie die ersten 90 Capitel, also G, 
entstammen muss. 

1) Dillmann, Bibl. aeth. T. II, 1. Appar. crit. S. 5. Ein Corrector hatte dann 
die älteren Lesarten durch jüngere ersetzt, ebenso wie im Henoch. 



10 Buch Henoch. 

allerdings nicht geändert worden^ aber doch bei weitem die Mehrzahl, 
und alle Correcturen sind auch nicht als Verschlechterungen anzusehen, 
es sind vielmehr eine Reihe ganz offenbarer Fehler durch sie verbessert 
worden. Wie zwischen Gr und M finden sich auch zwischen T und ü 
eine Menge Berührungspunkte, zumal kleine Besonderheiten der Wort- 
stellung, die auf eine gemeinsame Grundlage hinweisen. Beachtenswert 
ist auch, dass gerade im letzten Teile, wo U fast unbrauchbar wird, 
T die jungen Lesarten gewöhnlich schon im Text selbst hat. 

Die HSS der zweiten Gruppe, durchweg sehr jung, repräsentieren 
also die Vulgata, so wie sie im Lauf der Zeit sich gestaltet hat; nur 
wenige, in erster Linie AVWY, haben hin und wieder eine alte Lesart 
bewahrt. Einer besonderen Charakterisierung bedarf keine, solche Indi- 
vidualitäten wie in Gruppe I kommen unter ihnen nicht vor. Aber trotz 
aller Ähnlichkeit finden sich immer noch so viele kleine Besonderheiten 
in Wortformen, Wortstellung, Auslassungen, und so viel Wechsel in 
den charakteristischen Fehlern, dass von den 9 von mir genau unter- 
suchten Handschriften keine mit Sicherheit auf die andere zurückgeführt 
werden kann. 

Aus den bisherigen Ausführungen geht hervor, dass eine Ausgabe 
des äthiopischen Textes sich zunächst auf Gruppe I zu stützen hat. 
Stimmen die Vertreter von I nicht überein, so wird man derjenigen 
Lesart den Vorzug geben, die am Griechen einen Rückhalt hat, voraus- 
gesetzt dass dieser selbst in Ordnung ist. In dem Falle, wo der Grieche 
und der Athiope von einander abweichen, muss zunächst immer der 
Äthiope zu Worte kommen^ falls zweifellos kein inneräthiopisches Ver- 
derbnis vorliegt. Giebt seine Lesart einen Sinn, so ist sie beizubehalten, 
giebt sie keinen, so ist sie doch für das Erste mitzuteilen, und das 
Richtige in Parenthese hinzuzufügen, denn wir wollen neben der grie- 
chischen eben die äthiopische Textüberlieferung kennen lernen, und zwar 
so wie sie ist, nicht wie sie sein sollte. Schwieriger wird die Sache, 
wo die Controlle durch den Griechen fehlt, und Gruppe I in sich ge- 
spalten ist, da kann man nur von Fall zu Fall entscheiden, im grossen 
und ganzen wird G der sicherste Führer sein. Indessen, es wäre eine 
Thorheit, wenn man Gruppe II bei der Textconstituierung ganz ausser 
acht lassen wollte; trotz aller Verschlimmbesserungen kann doch m^(^- 
mal gerade das Richtige getroffen sein, oder besser gesagt, sich erhalten 
haben, und in grammatischer Hinsicht verdient sie die entschiedenste 
Beachtung. Hin und wieder kann auch die Conjectur^) helfen, es ist 



1) Eine grosse Zahl scharfsinniger Conjecturen giebt Jos. Halevy: Recherches 
sur la langue de la redaction primitive du livre d'Enoch im Journ. asiat. Ser. VI 



Einleitung. Ij^ 

ihr aber kein grosser Spielraum eingeräumt worden, und sie kommt auch 
nur in den Anmerkungen zu Worte. 

Was wir so gewinnen, ist ein im grossen und ganzen lesbarer Text 
des Henochbuches, wie er im 15. Jahrh. in Abessinien im Umlauf war. 
Wohl ein Jahrtausend trennt ihn von seinem Archetypus, und anderthalb 
Jahrtausend liegen zwischen dieser Gestalt der Übersetzung einer Über- 
setzung und der Urschrift des Verfassers! Aber trotzdem liegt kein 
Grund vor, die Sache allzu pessimistisch anzusehen. Wir wissen, dass 
die äthiopische Übersetzung der biblischen Bücher im allgemeinen sehr 
treu ist, und dass der Text gewissenhaft überliefert wurde, und man 
sich keine grösseren Eingriffe gestattete. Es zwingt uns nichts, beim 
Buch Henoch das Gegenteil anzunehmen. Wenn nun das neugefundene 
griechische Fragment wirklich aus dem 8. Jahrh. ^) stammt, also höchstens 
300 Jahre älter als die äthiopische Übersetzung ist, und wenn dieses 
selbe Fragment mit dem 700 Jahre jüngeren äthiopischen Texte leid- 
lich übereinstimmt, so wird man sich sagen müssen, dass unser Text von 
dem Archetypus schwerlich himmelweit verschieden sein wird. Aber 
die griechische Vorlage scheint in keinem besonderen Zustande gewesen 
zu sein, sonst hätten doch solche Verwechselungen, wie fisraZZa — 
fiex avzd usw., und Umstellungen, wie in Cap. 91 (Zehn -Wochen- 
Apokalypse) nicht vorkommen können. 

Der äthiopische Text wird in dem diese Sammlung begleitenden 
Archive, den Texten und Untersuchungen, veröffentlicht werden. 

Die deutsche Übersetzung, die in diesem Bande vorliegt, ist mög- 
lichst wörtlich gehalten. Aus dem kritischen Apparate haben nur die 
Varianten Aufnahme gefunden, die für den Sinn von Bedeutung sind, 
sie sollen in erster Linie das Verhältnis der beiden Recensionen und die 
etwaigen Unterschiede der Vertreter von Gruppe I anschaulich machen. 
Flüchtigkeiten und Auslassungen sind nur dann bemerkt worden, wenn 
es sich als zum Verständnis nötig erwies. Etwas schwierig war die 
Behandlung der Eigennamen. Einige sind in der uns geläufigen Form 
aufgenommen worden: wie Henoch, Noah; die meisten sind auf die 
griechische Form, die sie ja wiedergeben sollen, zurückgeführt worden, 
und nur wo das nicht möglich war, habe ich die äthiopischen Wort- 
gebilde beibehalten. Wo nach meiner Ansicht der Text nicht in Ord- 
nung ist, habe ich das stets angedeutet, ich bin aber überzeugt, dass, 
zumal in den astronomischen Partien, noch viel mehr zu beanstanden 
gewesen wäre. Die Citate haben nur ein formales, auf den Text bezüg- 

T. 9, 1867 S. 352—95. Manche haben sich nach dem Bekanntwerden der älteren 
HSS als hinfällig erwiesen. 

1) Aus d. 8. — 12. Jahrh. nach Bouriant in Memoires usw. (s. S. 13). 



\'2 Buch Henoch. 

liches Interesse, die den Inhalt betreffenden Belegstellen bleiben dem 
Commentar vorbehalten. 

Es sind jetzt gerade 100 Jahre verflossen, seit der berühmte Arabist 
Silvestre de Sacy im Magazin encyclop. (Annee VI, Tom. 1 S. 382 ff.) 
einige Capitel unseres Buches ziemlich fehlerhaft in das Lateinische 
übersetzte. Die erste vollständige Übertragung nach A gab 1821 der 
schon erwähnte Rieh. Laurence.') Der competenteste Beurteiler, Dill- 
mann, äussert sich darüber folgendermassen (S. LVll): »Seine Über- 
setzung in allen ihren Auflagen (3^® 1838) wimmelt von sprachlichen 
Fehlern, von Missverständnissen und Sinnentstellungen, welche sich durch 
ganze Capitel hinziehen. Auch an biblisch -theologischen Kenntnissen, 
ohne welche das Buch gar nicht verstanden werden kann, hat es ihm sehr 
gefehlt.« Nach dieser englischen Übersetzung hat A. G. Hoffmann 2) 1833 
den ersten und mit Benutzung von C 1838 den zweiten Teil seiner 
Übertragung des Henochbuches herausgegeben. Hoffmann und Laurence 
verarbeitete dann Gfrörer-^) zu seiner wertlosen versio latina. Erst 
Dillmanns '*) überaus sorgfältige und musterhafte Arbeit (1853), auf seiner 
Ausgabe beruhend, führte aus dem Dilettantismus und der Halbheit 
heraus und stellte die Erklärung des Buches auf sicheren Boden. Sein 
Werk ist allbekannt und bedarf unseres Lobes nicht, alle Folgenden 
stehen auf seinen Schultern. Zwar Schoddes^) Arbeit (1882) bedeutet 
eher einen Rückschritt als einen Fortschritt, dagegen bringt uns Charles' ^) 
(1893) schon oft citiertes Buch wieder ein gutes Stück vorwärts dank 
der Hilfe, die die Manuscripte des Brit. Museums ihm gewährten. Ein 
anderer glücklicher Zufall ermöglichte ihm auch noch die Benutzung 
des neugefundenen griechischen Fragmentes. Nach dem von Charles 
beigebrachten Material und mit umsichtiger Benutzung aller nur er- 
reichbarer textkritischer und exegetischer Bemerkungen aus den ein- 
schlägigen Werken der letzten Zeit hat Beer') (1900) seine Übersetzung 
angefertigt, der diese Arbeit neben Dillmann und Charles zu mannig- 
fachem Danke verpflichtet ist. . 



1) Rieh. Laurence, The Book of Enoch, an apocryphal produetion now first 
translat. from an Ethiopic MS in the Bodleian Library, Oxford 1821. 

2) A. G. Hoffmann, Das Buch Henoch in vollständiger Übersetzung mit 
Commentar, Einleitung und erläuternden Excursen I. II. Jena 1833—38. 

3) Gfrörer, Prophetae veteres pseudepigraphi partim ex abyssinico vel hebraico 
sermonibus latine versi. Stuttg. 1840. 

4) Dilimann, Das Buch Henoch übers, u. erklärt. Leipzig 1853. 

5) Schodde, The Book of Enoch translat. with introd. and notes, Andover 1882. 

6) s. S. 3 Anmerk. 6. 

7) s. S. 3 Anmerk. 7. 



Einleitung. j^3 

Eine hebräische "Übersetzung hat Lazarus Goldschmidt ^) geliefert, 
aber nicht nach dem äthiopischen Texte, sondern nach Dillmanns deutscher 
Übersetzung. 2) 

J. Plemming. 



Ausser der äthiopischen Übersetzung sind vom Buch Henoch fol- 
gende grösseren Bruchstücke erhalten: 

1. Die griechischen Fragmente von Gizeh, im Winter 1886 — 1887 
von der Mission Archeologique fran^aise zu Akhmim entdeckt, zuerst 
mit Facsimile veröffentlicht von M. Bouriant, Memoires publies par les 
membres de la Mission archeologique fran^aise au Caire. T IX, 1 u. 3 Paris, 
1892.1) Sie bieten Cap. I— XXXII 6, Cap. XX 2— XXI 9 in doppelter 
Fassung (P i und P^). 

2. Grössere Citate bei Synkellos, meistenteils parallel laufend mit 
dem Text von Gizeh. Durch Vermittelung von Prof. Harnack hat Prof 
Geizer mir für diese Stücke die CoUationen v. Gutschmids nebst dessen 
Emendationen zur Verfügung gestellt. Ihm sei an dieser Stelle herz- 
licher Dank ausgesprochen. 

3. Ein griechisches Fragment im Codex Vaticanus Gr. 1809, aus- 
führlich behandelt von Gildemeister, Zeitschr. D. M. G. 1855, S. 621 
bis 624 2). 



1) L. Goldschmidt, Das Buch Henoch aus dem Äthiopischen in die ursprüng- 
lich hebräische Abfassungssprache zurückübersetzt, mit einer Einleitung und Noten 
versehen. Berlin 1892. 

2) s. Joh. Bachmann, Alttestamentliche Untersuchungen, Berlin 1894, An- 
hang S. XI ff. 

1) Diese Ausgabe enthält ein photographisches Facsimile (von dem ich selbst- 
verständlich ausgegangen bin) und dessen Transcription in gewöhnlichen Lettern. 
Bald darauf erschien: Le livre d'Henoch, fragments grecs decouverts ä Akkmim 
(Haute - Egypte) publies avec les variantes du texte ethiopien traduits et annotes 
par Adolphe Lods, Paris, Leroux 1892. Aus Deutschland zwei wichtige Beiträge 
von Dillmann: Über den neugefundenen griechischen Text des Henoch-Buches. 
Sitzungsberichte der K. P. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Philosophisch- 
hist. Klasse No. LI u. LIII Jahrg. 1892. Erste Mitteilung S. 1039 ff. Zweite 
Mitteilung (mit Text) S. 1079 ff*. Endlich giebt die Übersetzung von Beer in den 
Anmerkungen wertvolle Beiträge auch für den griechischen Text. 

2) Vgl. ausserdem v. Gebhardt (Marx' Archiv II, 1872 S. 243), der die Hand- 
schrift noch einmal untersucht hat. 



14 Buch Henoch. 

4. Ein lateinisches Bruchstück, am besten veröffentlicht in Texts 
and Studies, edited by J. Armitage Robinson. Vol. II No. 3 Apocrypha 
anecdota by Montague Rhodes James, S. 146ff. ') 

Von den beiden Ausgaben, die sich nach Dillmanns Vorarbeiten 
das grösste Verdienst um die Gestaltung des griechischen Textes er- 
worben haben, hat jede eine durchaus bezeichnende Stellung genommen; 
Charles hat die äthiopische Übersetzung in einer meines Erachtens viel 
zu weit gehenden Weise zur Hilfe gezogen, Swete-^) hat von ihr völlig 
abgesehen und lieber gelegentlich ziemlichen Unsinn gedruckt. Ich habe 
einen Mittelweg einzuschlagen gesucht. Herstellung des Urhenoch ist 
die Pflicht dessen, der einen Commentar zum ganzen Buch zu schreiben 
gedenkt. Der Herausgeber des Griechischen dagegen hat weiter nichts 
zu thun, als die Recension, welche der griechische Text bietet, nach 
besten Kräften zu erschliessen. Hierbei ist die erste und wichtigste 
Grundlage der Text selber, und darum ist von ihm auch auszugehen. 
Wo er einen guten Sinn bietet, ist sein Wortlaut zu behalten und nicht 
nach dem Äthiopischen abzuändern. Wo Corruptelen vorliegen, muss 
die einfachste Verbesserung gewählt werden auch auf die Gefahr hin, 
dass sie einen dem äthiopischen Text nicht genau entsprechenden Ge- 
danken ergiebt. Andererseits ist selbstverständlich, dass an keiner ver- 
dorbenen Stelle die Lesung des Athiopen übersehen werden darf; sie ist 
neben der griechischen Überlieferung das wichtigste Hilfsmittel. Aber 
Vorsicht ist nötig. Der äthiopische Übersetzer hat ja keineswegs einen 
fehlerlosen Text zu übertragen gehabt, und manchmal ist es gar zu 
deutlich, dass er ihn hat pressen müssen, um einen Sinn herauszuschlagen. 
Wir dürfen also nie ohne weiteres seine Lesungen als beglaubigt hin- 
nehmen. So viel ist klar, dass die Handschrift^ die er übertrug, dem 
Text von Gizeh erheblich näher stand, als die Überlieferung bei Syn- 
kellos. 

Ein charakteristischer Unterschied zwischen dem Athiopen und dem 
Gizehtext liegt darin, dass der erstgenannte häufig viel mehr giebt. Es 
ist eine grosse Frage, ob nicht diese Erweiterungen dem griechischen 
Text gleichfalls früher angehört haben und nur durch Nachlässigkeit 
der Abschreiber ihm verloren gegangen sind. Ich bin geneigt, diese 
Frage zu bejahen, weil es sich in sozusagen sämtlichen Fällen um Aus- 
lassung durch Homoeoteleuton handelt. Man möge es deshalb ent- 
schuldigen, wenn ich öfters das Zeichen einer Lücke gesetzt habe. 



1) Vgl. Zahn, Geschichte des Ntlichen Kanons II 2, 1892 S. 797 ff. und For- 
schungen zur Geschichte des Ntlichen Kanons V, 1893 S. 158. 

2) The Psalms of Salomon with the Greek Fragments of the Book of Henoch, 
edited by Henry Barclay Swete Cambridge 1899. Über Charles s. o. S. 36. 



Einleitung. 15 

Einige Stellen, die kritische Schwierigkeiten bieten, habe ich im 
Philologus J. 1900 S. 166 ff. behandelt. Im übrigen sei auf das gramma- 
tische Register verwiesen. 

Noch ein Wort möchte ich dem lateinischen Bruchstück widmen. 
Es zeigt erhebliche Abweichungen von dem äthiopischen Text; also liegt 
eine besondere Recension vor. Wir finden hier eben wieder bestätigt, 
was auch sonst die Überlieferung griechischer Yulgärschriften lehrt. Das 
Stück nach dem Äthiopischen durchzucorrigieren, dürfte ein trügerisches 
und vergebliches Unternehmen sein. 

L. Radermacher. 



Zum Schluss noch ein Wort des Dankes. Derselbe gebührt an 
erster Stelle unserm Mitarbeiter Herrn Professor Aenold Meyer, der 
uns, den Laien in theologischen Dingen, nicht nur auf Schritt und Tritt 
beratend und belehrend zur Seite gestanden hat, sondern auch durch 
seine Reise nach Schloss Abbadia in Südfrankreich und die Vergleichung 
der HSS d'AßBADiE's das Zustandekommen des Werkes überhaupt er- 
möglicht hat; denn die Benutzung der Collationen, die Dillmann von 
diesen HSS besass, wurde uns von seinen Erben auf unsere Bitte nicht 
gestattet. Zu um so grösserem Danke sind wir daher Madame d'AßBA- 
DiE, der Witwe Antoine d'ABBADiE's verpflichtet. Durch ihre weitgehende 
Gastfreundschaft hat sie Professor Meyer einen mehrwöchigen Aufent- 
halt auf Schloss Abbadia ermöglicht und mit lebhaftem Interesse das 
Zustandekommen der Collationen gefördert. Gleicher Dank gebührt 
auch Lord Craweord, Earl of Lindsay, zu Haigh Hall, der mit ausseror- 
dentlicher Liebenswürdigkeit das in seinem Besitze befindliche MS dem 
Bearbeiter des äthiopischen Textes zur Benutzung nach Bonn übersandte, 
der Verwaltung der Königlichen Bibliothek zu Berlin, deren HS eben- 
derselbe recht lange Zeit in aller Müsse einsehen und vergleichen konnte, 
sowie den übrigen Bibliotheken, deren HSS wir benutzen durften. 

Besonderen Dank schuldet der Herausgeber des griechischen Textes 
noch Herrn Geheimrat Professor Diels in Berlin, der ihn nicht nur mit 
liebenswürdiger Bereitwilligkeit bei der Correctur unterstützt, sondern ihm 
auch manchen trefflichen Wink für die Emendation des Textes gegeben liat. 

Bonn, den 2. November 1900. 

Die Heniiisjj^eber, 



Abkürzungen, 

• a) Für den griechischen Text. 

P = Papyrus. 

A = Äthiopische Übersetzung. 

D = Dillmann. 

C = Charles. 

b) Für die deutsche Übersetzung. 

Über die Bezeichnung der Handschriften vgl. die Liste in der Einleitung. 
I = GMQf ü. 
II = ABCDEPVWY. 
Dn. Ch. Beer bedeuten die von Dillmann, Charles und Beer herrührenden, in der 

Einleitung mehrfach citierten Übersetzungen des Henochbuches. 
Hai. = Halevy, Recherches sur la langue de la redaction primitive du livre d'Enoch, 

in Journal asiatique Ser. VI. Tom. 9, 1867, S. 352—395. 
Gr. = Griechischer Text, 
r. = richtig. 



ENßX 



Henoch. 



1, 1 Aoyoq evXoyiag 'Evcdx, xa&ojg evX6y7/06v axXsxrovg öixaiovg, 
ol'ripeg loovraL dg 7)fieQav dvayxTjc h^äQai jtavrag rovg ex^Qovg, xal 
ö(od-7]öovTai ölxaioc. 2 xal avaXaßmv t?]v jiaQaßoXriv avtov sljtev 
^EvcoXj avd^QWJtog ölxaiog, eötiv ogaoig ex d^eov avrcö avswyfisvr], rjv 

5 Ix^^ '^h'^ OQaöLV Tov aylov xara rovg ovgavovg ^ * * eösiB^av fioc, 
xal äywXoycov dyicov rjxovoa syoj xal cog rjxovöa stag avrSv, Jtdvra 
xal syvwv syco d-eonQmv. xal ovx eig X7]v vvv yevsav öisvoovfirjv dXX^ 
6Jtl JiOQQCO ovöav syo) Xalm. 3 xdi nsgl ratv kxXexxcöv vvv Xtyo) 
xal Jisgl avTwv dvsXaßov rrjv jiagaßoXrjp fiov xal e^sXsvösrat 6 dyiog 

10 [fiov] 6 fieyag sx rrjg xaToixrjöscog avtov, 4 xal 6 d-eog tov almvog 
enl yriv naxriöu am ro I^iv ogog xal (pavTiöarai ex rrjg JtagefißoXrjg 
avTov xal ^avrjOerai ev xfi övvdfiet rrjg loxvog avrov djco tov ovgavov 
Twv ovgavatv. 5 xal q)oß7jd^rjoovTac ütdvTeg, xal jttOTevöovöiv ol 
eygrjyogot [xal aöcooiv djioxgv^ja ev uiaoiv TOlg dxgoig TTJg (y^jg), 

15 xal öetö^rjöovTai jtdvxa tcc dxga t% yrjg] xal XTjfixpeTai avzovg Tgofiog 
xal <p6ßog fieyag fiexgt Tmv JcegaTwv Tijg yrjg. 6 xal oecod^rjOovTai 
xal jteöovvtai xal öiaXv&7'jöovTai ogrj vtf)7]Xd, xal Tajteiva)d^i^oovTac 
ßovvol vxpTjXol [tov öiagvrjvai ogrj] xal Taxrjöovrai wg xrjgog djto 
jtgoöwjtov jtvgbg ev (pXoyL 7 xal öcaöxto&^^oeTai tj yrj oxlOfia gaydöi 

20 xal Jtdvza 6oa eOTiv ejtl TTJg yTJg djcoXettai, xal xgloig eörac xaTO. 
jrdvTWv. 8 xal fiexa tSv öcxalcov t7]v elgrjV7]v JtotTJöei, xal ejtl Tovg 



2/3 xal — dixaiOL < A | 5 xau tov ovQavov] verb. nach A | Lücke nach A, 
erg. ilöev, i^v ol ayye?.oi j eöi^av] verb. C nach A | 6 äyio/.öycDV — xal a)^ < A ] 
7 6iEV00VfÄ7]v <C A I 8 iyo) ?.a?.öj A. Meyer Swete] syo) a?.?.ü) P, ■< A | vvv <. A | 
9 fiov xal <: A.\ 10 /xov tilgt J), xal A \ 11 ettel yr]v P] STtELta oder ixeiS^ev'^ A ] 
11 7ia()Evßo?.7]g F | 13 töjv ovQavwv <. A | TiLOtevooroLv] nz/j^ovaiv'^ aeiaS^i^aovTai 
D 1 14 — 15 y}]Q < A tilgt D yfjg + J) \ 18 tov öucQvijvaL Öq?] tilgt C | 19 Qa- 
yadei] Qayöjöeq DC. Das müsste Qaydalov heisseu | 20 ensL \ 21 [jLexa] iieya. 



I 



Einleitung. 

Cap. 1—5. 

Cap. 1. Segenswort Henochs, wie er die Auserwählten und Ge- 
rechten segnete, die am Tage der Trübsal vorhanden sein werden (der 
bestimmt ist), alle Bösen und Gottlosen zu entfernen. 2 Und Henoch 5 
hob nun an (seinen Spruch) und sprach, ein gerechter Mann, dem die 
Augen von Gott geöffnet waren, dass er das Gesicht des Heiligen in 
den Himmeln sah, welches mir die Engel zeigten; und von ihnen hörte 
ich alles und verstand, was ich sah, doch nicht für dieses Geschlecht, 
sondern für das künftige, ferne. 3 Von den Auserwählten sprach ich 10 
und über sie hob ich an den Spruch: »Der Heilige und Grosse wird 
aus seiner Wohnung hervorgehen, 4 und der Gott der Welt [und er] 
wird von da auf den Berg Sinai treten und inmitten seiner Heerschaaren 
erscheinen und in der Stärke seiner Macht vom Himmel sich zeigen. 
5 Und alle werden sich fürchten, und die Wächter werden beben, und 15 
Furcht und gewaltiges Zittern wird sie ergreifen bis an die Enden der 
Erde. 6 Und die hochragenden Berge werden erschüttert werden, 
und die hohen Hügel werden niedrig werden und werden schmelzen 
wie Wachs vor der Flamme. 7 Und die Erde wird bersten und alles 
was auf der Erde ist wird umkommen, und ein Gericht wird über alle 20 
stattfinden [und über alle Gerechten]. 8 Den Gerechten aber wird er 

Cap. 1 V. 1 Deut. 33, 1. — 2 Num. 24, 3. 4. 15. — 3 Micha 1, 3. Jes. 26, 21 
nach der Masora. — 4 Deut. 33, 2. Psal. 68, 18. — 5 Dan. 4, 10. 14. 20. — 6 Rieht. 5, 5. 
Psal. 97, 5. Micha 1, 4. Nah. 1, 5. Habak. 3, 6. Jes. 2, 14. 40, 4. 64, 1. Judith 16, 15. 

3 »Henoch, der heilige Erlöser der Welt. (Segenswort <) Henochs des Pro- 
pheten« M I 5 »Bösen und<^ < ü | 6 »seinen Spruch« (mesla od. meslo) < i. äth. 
Text, dafür bieten GMQT, V das Füllwort enka »nun« [ 7 des Heiligen (qedüs)] »das 
heilige (qedüsa) Gesicht« alle HSS. ausser GM, BY. Verwechselungen von sa und 
se, 8 sind aber sehr häufig, somit hätten wir nur eine Flüchtigkeit d. Schreibers 
vor uns | 12 wird hervorgehen (jewaze')] alle HSS. ausser GQU lesen za-jewaze' 
»der hervorgehen wird«, indem sie möglicherweise mesla »Spruch« für die Präp. 
»mit« ansehen | »der Welt« < GQT | [und er] nach d. Gr. zu tilgen | 16 »und Zittern« 
< E I 19 bersten (tesäatat)] alle HSS. ausser GQ u. T (a. R.): »versinken« (tessatam) 
nur A »du wirst versinken lassen« (täsatem) | 21 [ ] < im Gr. 

2* 



20 Buch Henoch. 

ixXexTOvg eörai avvTi^Qi]öcg xal sIqi^v?], xal kjt avTovg yev7]Tai sXeog, 
xcä eoovrac Jtavreg rov O^sov, xal t?]v tvöoxlav öcoöec avrolg xal 
jtavrag avXoyi^öei [xal jtavxcav avTiXtuirperai, xal ßorj&tjöst rjfitv] xal 
(pavi)öBxaL avxolg (p^g [xal jtoirjoei h:jt avxovg elgrjvrjv]. 9 oxi eQxsxat 
5 ovv xalg fiVQiaötv avxov xal xolg ayloig avxov jtotrjaac xqIöiv xaxa 
jtavxmv xal äjtoXlöei jtavxag xovg döeßelg xal iXty^ei jtaöav oagxa 
jt£Ql jtavxcDV 6QYa)v XTjg doeßslag avxSv (ov iiöißrjCav xal oxXi}q^v 
cov 6XdX?]öav loymv xcä ntQl Jtdvrcov cov xaxeXaXrjCav xax aixov 
afiaQxa)Xol döbßelg. 

10 II, 1 Kaxavo7]ösxs utdvxa xa Igya hv xcb ovgavS, Jtatg ovx rjXXol- 

cooav xag oöovg avxwv, xal xovg q^cooxrigag xovg kv xcp ovQavm, ojg 
xa üidvxa dvaxiXXu xal övvei, xexayfievog exaoxog ev xq> xexayfitvcp 
xaiQtp xal xalg eoQxalg avxwv (paivovxai xal ov nagaßatrovotv xrjv 
iöiav xd^tv. 2 lösxs xrjv y7]v xal ötctvorj^Tjxs jisqI xmv tgycov xmv 

15 Iv avxfj ytpofisvmv düi dgx^g fi^xgc xsXeicoOecog, [elölv (pd-agxd^ ojg 
ovx dXXoiovxai ovöhv xmv em yrjg dXXa jcdvxa Igya d^sov vfilv 
(palvsxai. iÖBxe xrjv d^sgdav xal xbv xeiiicova ^ ^ ^ 

III, 1 Kaxafiad-sxe xal lösxs Jtdvxa xa öivöga, * * ^ 



V, 1 ^ * 4f jiwg xa (pvXXa x^ojga ev avxolg oxsjtovxa xa öevöga xal 
20 :^ccg o xagjtog avxmv elg xifi^v xal 66§av. öiavorjd-rjxe xal yvwxa 
jtsgl jtdvxcov xmv Igycov avxov xal vorjöaxs, oxi d-eog Ccöv £jtol9]0£V 
avxa ovxcog xal C^fl ^^*? Jtavxag xovg aiwvag' 2 xal xa egya avxov 
jcavxa, oöa sjtoirjosv [elg xovg alwvag] ajto eviavxov dg aviavxov 
yivofisva, jtdvxa ovxmg, xal jtdvxa, 6oa djtoxsXovöiv avxw xa egya' 



lud. 14, 15 iSov ^Xd^ev Kvqioq sv aylaiq, fj.vQidaiv avrov. noirfcaL xqIoiv xaxa 
nävxiov xal iksy^at navraq rovg aaeßeTq nsQi ndvvcDV ribv SQyojv äaeßeiag avzCov^ 
Cov ^aeßriaavj xal tceqI ndvTcov zCbv axlrjQcbv 6)v iXdlrjaav xax avrov afiaQxaykol 
doEßsig. Cf. Commodianus Instr. II 2, Pseudo-Cyprianus (Fabricius cod. pseudoep. 
I p. IGO), Pseudo-Vigilius (Migne patrol. lat. 62, 363 d). 

1 yevrjaExaL DC | 2 evöoxEiav \ 3 xal — ijfxZv tilgt D | 4 xal—EiQ^vrjv tilgt D ) 
5 ovv Toig I XQioiv I 6 Xev^ei | 7 ndvzcov zCbv lud. \ EaEßrjüav | 10 xaravoTjaEraL] xaxa- 
voi'](5axE^ I 12 XExay^Evo xeqcd \ 18 XEgEOQxrjg \ naQaßEvvovaiv \ \iiEi6EXE \ I^eIoIv 
(fd^aQxd tilgt D I 16 dlloioviai D] aXlvovvxai \ etiel \ v{aXv < A [ 19 axEitovxai D | 
20 xal yvihxE < A | 21 xojv EQycov avxov < A | d-Eog ^a)v < A tilgt C | 22 ndv- 
xag < A tilgt C ] 23 ndvxa oaa — atibvag < A tilgt C 1 24 ndvxa ovzcjg < A 
tilgt C. 



Cap. 1, 9—5, 2. 21 

Frieden schaffen und die Auserwählten behüten, und Gnade wird über 
ihnen walten, und sie werden alle Gott angehören; es wird ihnen wohl 
gehen, und sie werden gesegnet sein, und das Licht Gottes wird ihnen 
leuchten. 9 Und siehe! er ist gekommen mit zehntausend Heiligen, 
Gericht zu halten über sie, und er wird die Gottlosen verderben und 5 
wird alles Fleisch zurechtweisen um alles das, was die Sünder und 
Gottlosen gegen ihn gethan und begangen haben. 

Cap. 2. Beobachtet alle Dinge am Himmel, wie die Lichter am 
Himmel ihre Bahnen nicht ändern, wie alle aufgehen und untergehen, 
alle genau zu ihrer Zeit, ohne ihre Ordnung zu überschreiten! 2 Sehet 10 
die Erde an und merket auf die Dinge, die auf ihr geschehen vom An- 
fang bis zum Ende, wie kein Werk Gottes in seinem Erscheinen der 
Veränderung unterworfen ist! 3 Betrachtet den Sommer und Winter, 
wie die ganze Erde voll Wasser ist, und Gewölk, Thau und Regen 
über ihr lagern! 15 

Cap. 3. Beobachtet und sehet alle Bäume, wie sie dürr und all 
ihrer Blätter beraubt erscheinen, ausser vierzehn Bäumen, die ihr Laub 
nicht verlieren, (sondern) beim alten verharren bis das neue kommt, zwei 
bis drei Jahre lang. 

Cap. 4. Und beobachtet wiederum die Tage des Sommers, wie die 20 
Sonne im Anfang derselben über ihr (der Erde) steht, und ihr sucht 
dann einen kühlen Ort und Schatten vor der Sonnenhitze, und die Erde 
ist brennend heiss infolge der Glut, sodass ihr weder auf den Boden 
noch auf Felsgestein zu treten vermögt wegen ihrer Hitze. 

Cap. 5. Beobachtet, wie die Bäume sich mit dem Grün der Blätter 25 
bedecken und Frucht tragen, und merket auf alles und erkennet, wie 
dieses alles für euch gemacht hat, der da ewig lebt; 2 und wie seine 
Werke vor ihm jedes Jahr geschehen, und alle seine Werke ihm dienen 

Cap.l, 9 Jerem.25, 31. Dan. 7, 10. — Cap. 2, 1 Sir. 16, 26—28. Psal. Sal. 18, 11—14. 

4 »er kommt« E | »Heiligen« < M | 5 »und zu verderben« Q, XY | 6 »wird mit 
a. Fleisch rechten« II | 8 »beobachtet« (tajjeqü) ist nach d. Gr. und dem Zusammen- 
hange für tajjaqqü (ich beobachtete) d. HSS. zu lesen, ebenso in 3, 1. 4, 1. 5, 1; 
doch bieten U bei 3, 1. 4, 1. 5, 1 und G bei 5, 1 die richtige Lesart | 9 untergehen 
(jaarebüj alle genau] »befolgen (ja'aqebü) das Festgesetzte, alle zu . . .« GMQU | 
10 Ordnung] »Vorschrift« II | 11 »ich sah die Erde und merkte« Q | 12 »vor seinem 
Erscheinen« Q | 13 »ich betrachtete« Q | 14 »voll Wasser . . . und Regen ist, und 
sie . . . lagern« GMQU | 16 »ich beobachtete und sah« alle HSS. ausser U | »wie alle 
Bäume . . . erscheinen« alle HSS. ausser GMQ, aber abweichend vom Gr. und mit 
doppelter Bezeichnung des »wie« | 20 »ich beobachtete« alle HSS. ausser U | 21 im 
Anfang] »ihr gegenüber« alle HSS. ausser GQÜ | 23 sodass ihr] + »viel umherirrt 
und weder . . .« M | 25 »ich beobachtete« alle HSS. ausser GU | 27 »für euch« 
< I, Text verderbt ] 28 geschehen] wörtl. »geschehende sind« (za-jekawen = ywö- 
fievco, auf Werke zu beziehen nach d. Gr., nicht auf Jahr wie Dn., Gh., Beer. 



22 Buch Henoch. 

xal ovx aXXoiovvTcu [avrcöv ra tQya^ aX)! coojtsQsl xara kjtirayrjv 
ra Jtavra ylvtrai. 3 16bte, Jt^q rj d-aXaOöa, xal ol Jtorafiol o)g 
oftoicog aJtoxeXovötv xal ovx aXXoiovoiv avrwp r« tQya ajto tcjv 
Xoycov avxov. 4 vn^lg 6\ ovx ivsfisivare ovöh ijtoirjOars xara rag 

5 kvToXag avrov, aXXa amörrixB xal xareXaXt'^öaxs fieydXovg xal oxXrjQovg 
Xoyovg kv orofiari axad-agoiag v^cöv xara rr/g fieyaXoOvPTjg avrov. ort 
xaTeXaX7jöaT6 hv xolg tl)evfiaöiv v[imv, öxXtjqoxccqöwi, ovx bot siQi^vTj 
vfilv. 5 TOiyaQ rag ^fiSQag vfiatv vfistg xarrjQaöaö&^s, xal ra trr] rrig 
CcoTJg vfiSv ajtoXetrai, xal ra sttj TTJg ajicoXüag vfiSv jtXrjd-vvO^fjOerac kv 

10 xaraga almvov, xal ovx tötai v(zlv eXsog xal elgrivt}. 6 roxe torat ra 
ovoiiaravficöv slgxarccQav almviov naöiv rolgöixaioLg, xal svvfilvxara- 
Qaöovrai jiavrsg ol xaragwfievoc, xal jtavrsg ol afiagroyXol xal aöeßttg hv 
vfilv ofiovvrac. [xal jtavreg ol afilavroc ;^«()?yöoz^Ta«, xal eörai avrolg 
Xvöig afiagriSv xal Jiav eXeog xal sIqtjvt] xal sjcielxsia, sörai avrotg 

15 öcorrjQla, q)a>g aya^ov, xal avxol xX7]Qovofirj<jov6iv rrjv yrjv, xal Jtäöiv 
vfilv rolg a^agrcoXolg ovx vjtaQ^SL 6cori]Qla, aXXa em. navrag vfiäg 
xaraXvOBi xaraga.] 7 xal rolg ixXsxrolg sörai (pmg xal yagig xal 
eiQr}vr} xal avrol xXrjQOVOfirjöovöcv rrfv yrjv, vfilv dh rolg doeßiöiv 
lorai xaraga. 8 rore öod^i^öerac rolg exXsxrolg [g)cög xal xdgig, xal 

20 avrol xXrjgovofi^öovöiv r?]v yijv rore öoß^^ösrai jtäötv rolg exXexrolg] 
Co(pla, xal Jtavreg ovroc ^TJöovrat xal ov firj äfiagri^Oovrai tri, ov 
xara Xi^&tjv ovre xara vjtegrjg)avlav , xal eörai ev dvd^gcojtcp jie(pco- 
rLöfievm (pa>g xal av&gmjtq) ejtLörijfiovi v6f]fia. 9 xal ov firj JtXrjfifie- 
Xrjöovöiv ovöh [17] afiagrcoOiv ndöag rag rjfiegag rrjg ^(X)7Jg avrwv xal 

25 ov fiT] djtod-dvojöiv ev ogyfj d^vfiov dXXa rbv dgiO^/iov avrmv ^orjg 
rinegaiv jiXrjgcDöovötv , xal 7] C^wrj avrcöv av^7]0-rjöerac ev eigrjvxi, xal 
ra erri rrig /«(>«? avrwv jtXTjO-vvd-rjöerai, ev dyaXXidöei xal elgrivxi 
alcovog ev Jtdöaig ralg ^fiegaig rTJg C^o^rjg avrmv. 

VI, 1 Kai eyevero orav ejcXrjd^vvd^rjöav ol vlol rmv dvd^gmjiow, 

VI— VIII cf. Clemens homil. VIII 12 sq. recognit. IV 26, 27 Papias fr. bei 
Routh, rell. sacrae I p. 14. Acta Thomae c. 32. Commodianus Instr. I 3. Julius 
Africanus ap. G. Syncellum p. 19 Goar, p. 34 Dind., Lactantius Inst. II 14. Oracula 
Sibyll. I 65—124. 

1 avxoiv xa agya < A tilgt C | 2 «i d-dXaaaai A. \ iog dfiolwg] öfiov A | 3/4 xal 
ol'x — avxov < A I 4 o>r I 6/7 oxl — v(jlG)v < A | 8 yMXTjQaaaaS-ai P] xaxaQaaeaO-e 
DC I xal xa ext] D] xaxa \ 9 anohxai P] änoleZxe C | xä sxrj — v/iüdv < A | 10 xal 
eiQi'jvri < A I 13 — 17 xal — xaxaQa tilgt D | 13 a,a/avrot] aßa/xoi im Zeilenüber- 
gang P, nicht afiaQXTjxoi, ävafxdQxrjxot D, möglich wäre dud&rjxoi \ 17 xaxalvav 
xaxaQav P] verb. D | yaQa A | 19/20 (ptöq — ixlexxolq tilgt D | 21 aoipLav P] 
verb. D | 22 xaxa?.i]d-eiav P] verb. D xax^ ayvotav Wellhausen, viell. xax^ dfid- 
d^eiav I 22/23 dv&QO)nü) — cpwg xal < A | 23 vorjfia] xansLVÖv v6rjfi.a A? | 24 d,udQ- 
xwaiv] 6ixr]v 6<Jooiv A | 25 aixtbv] xöjv xfjg D | 29 oxav] ovav P oxe D 



Cap. 5, 3—6, 1. 23 

und sich nicht ändern, sondern wie Gott es bestimmt hat, so geschieht 
alles. 3 Sehet, wie die Meere und Flüsse zusammen ihr Werk voll- 
bringen. 4 Ihr aber habt nicht ausgeharrt und das Gebot des Herrn 
nicht erfüllt, sondern übertreten und mit stolzen und trotzigen Worten 
aus dem Munde eurer Unreinheit seine Majestät geschmäht. Ihr Hart- 5 
herzigen, ihr werdet keinen Frieden haben! 5 Und darum werdet ihr 
eure Tage verfluchen und der Jahre eures Lebens verlustig gehen, 
und (die Jahre eures Verderbens) werden sich mehren in kraft eines 
ewigen Fluches, und ihr werdet keine Gnade finden. 6 Und in jenen 
Tagen werdet ihr euren Namen hergeben zu einem ewigen Fluche für 10 
alle Gerechten, und sie werden euch Sünder immer verfluchen und bei 
euch zusammen mit den Sündern (r. bei euch Sündern schwören). 
7 Und den Auserwählten wird Licht und Freude und Friede zu teil 
werden, und sie werden das Land ererben, euch jedoch, ihr Gottlosen, 
wird der Fluch treffen. 8 Und dann wird den Auserwählten Weisheit 15 
verliehen werden, und sie alle werden leben und nicht mehr sündigen, 
weder aus Lässigkeit noch aus Übermut, sondern es werden demütig 
sein, die da Weisheit besitzen. 9 Sie werden nicht wieder sündigen 
noch Strafe zu leiden haben ihr ganzes Leben lang und werden nicht 
sterben durch Plagen und Zorngericht, sondern die Zahl ihrer Lebens- 20 
tage vollenden, und ihr Leben wird zu (hohem) Alter kommen in Frieden, 
und der Jahre ihrer Freude werden viele sein in ewiger Wonne und 
Frieden, alle Tage ihres Lebens.« 



Teil L 

Der Fall der Engel und Henochs Himmelsreisen. 25 

Cap. 6—36. 

Cap. 6. Und als die Menschenkinder zahlreich geworden waren, 
da wurden ihnen in jenen Tagen schöne und liebliche Töchter geboren. 

Cap.5, 4 P8al.l2, 4. Dan. 7, 8. 11. 20. — 5 Jes. 48, 22. 57, 21. — 7 Psal.37, 11. — 
8 Num. 15, 29. 30. — 9 Jes. 85, 10. 51, 11. 65, 20. — Cap. 6, 1 Gen. 6, 1—4. 

7 verlustig gehen] »vernichten« X; »verlustig gehen [durch einen ewigen 
Fluch« M I 8 »und der ewige Fluch wird sich mehren« Q II | 10 Namen] »Frieden^' 
T2, II<M I 12 schwören] d. gr. dfjLOvvxaL steckt in hebüra mesla = ofwv avv od. xni, 
so auch Beer ] 15 »dann« (wa-amehä = xöxe) ist zu lesen für »wenn auch« (emahi) 
resp. »wann« (amahi) der HSS., s. Dn. Sitzber. ] 20 sondern . . . Frieden] »und 
zahllos werden ihre Lebenstage im Frieden sein« Q. 



24 Buch Henocb. 

kif ixslvatg ralg TjfiiQaig kyevvti0^7]oav (avroTg) O'vyareQsg cogalai xal 
xaXal. 2 xal k&edaavto avrag ol ayyeXot vlol ovgavov, xal kjted^v- 
firjaav avrag xal elxav jtQog aXXt'ßovg' öevxe axXe^cDfisd-a savTOlg 
yvvalxag ajto rwv avd-Qcojtcov, xal yBvv7ioa)ntv tavrolg rexva. 3 xal 
5 d:cBv ^efisia^äg JtQog avxovg, og rjv agxcov avroöv' g)oßovftat firj ov 
d^sXfjöSTS jtoifjöai rb XQayiia rovro, xal eoofiat iyco fiovog oq)SiXeT7]g 
afiaQxlag fieydXrjg. 4 aJtsxQld-rjöav ovv avxä> Jtdvrsg' ofioöcofiev oqxo) 
jtdvxeg xal dvad-Bfiarlomfiev Jidvxeg dXXt'iXovg firj ajtoöTQdxpai t7]v 
yvcofii]v ravxrjv, iiixQi-g ov av T6Xsöa)fisv avxrjv xal Jtoci^öwfisv xo 

10 jtQciyfia xovro. 5 roxe cofioöav Jtdvxsg ofiov xal dveO-Sfidtcaav dXXfj- 
Xovg hv avxw * * * ^ 7 xat xavxa r« ovofiara rcov agxovxoDv 
avrmv' 26fiia^ä(g), ovrog rjv dgxfov avxmv, ^Agad^dx, Kifißgd, Uafi- 
fiavi), AaP6i?jX, ^Ageögcog, SsfiirjX, 'lofiei^X, XoxagirjX, ^ECsxir/X, 
BaxQiriX, 2ad-i?]X, ^AxqlijX, TafiirjX, BagaxiriX, 'Avavd-vd, OmviriX, 

15 ^PaiiiTjX, ^AaedX, ^PaxurjX, TovqitjX. 8 ovzoi siocv a()xal avrcöv, ol 
(kjtl) dexa. 

VII, 1 Kai eXaßov eavxotg yvvalxag, txaörog avtwv e^6Xi§avxo 

Syncellus S. 20—23 Dind. 

xal iyivezo, oxe s7t?.r]S-vv&i]aav ol vlol xihv avd-Qionoiv , iyevv^d^aav aitoTg 
ihyareQeg ioQaZai, xal ineOv/jiijaav avxaq ol eyQi^yoQoi xal anEnXaviiS^aav dniao) 
avTtöv xal elnov UQoq aXXriXovq' ixle^cof^e&a havxoXq yvvaZxaq ano x&v dvyaxsQmv 
xvjv avS-()6)7io)v xijq ytjq. xal eine SefiLat,aq 6 aQ^cov avxwv TCQÖq avxovq' tpoßovfxai 
(i^ ov d-e?JjGrjXE Tioi^aai xo TtQäyfia xovxo, xal taofiai eyu) ßovoq d^eiXextjq aixaQ- 
x'iaq fieyd?.Tjq. xal aTtexQiS-rjaav avxöj ndvxeq xal elnov öfiöaojfiev anavxeq oQxm 
xal ävaS-epiaxiaa)fj.ev dlXriXovq xov ßfj dTtoax^atpai x^v yvu)fZT]v xavxtjv, fiixQLq ov 
aTtoxe/JauDfiev avxrjv. xöxe ndvxeq iofioaav dfjLOv xal dved-efiaxioav dX/.i^?.ovq. 
'Haav de ovxoi öiaxoaiOL ol xaxaßdvxeq iv xaXq rj/ieQaLq ^Idgeö elq x^jv xoQvcpijv xov 
'EQ/uovieljn oQovq xal ixd?.eaav xo oQoq *EQfj.<j}fi, xad-öxi iOfjLoaav xal dved^efidxiaav 
d'/jJjXovq ev avxU). xal xavxa xd ovo^axa xoiv aQXÖvxo^v avxwv a' 'Zeiiia'Cß.q 6 
(tQ/cov avxibv. ß' 'AxaQXOv<p. y ^A^axdik, ^ Xoißaßiiik. e ^OQafifiatnq. <^ Paiin)).. 
2;' üafiiply. 71 Zaxtrj?.. d-' BaXxip.. l ^At,ap,. la' ^aQfxaQÖq. i^ ^AfJLaQLTjX. ly *Ava- 
yrjfxäq. lö' Qavaaiq).. le' ZafiLp.. ic( 2aQLväq. l^ &(orjfiii^X. tt]' Tvqi^X. i&' ^lov- 
ßd]X. X 'EaQirfK, Ovxol xal ol Xoinol ndvxeq ev xoj x''^'^oaxib exaxoaxä) eßöofi?]- 

VI 2 cf. Zosimus ap. G. Syncellum p. 13 ed. Goar p. 24 Dind. Hermes ibd. — 
VI 4, 5 cf. Hieronymus Brev. in psalm. 132, 3, Migne XXVI 1220. — VI 6 Liber 
Jubilaeorum IV 15, V 6. — VI 7, 8 cf. Lactantius Inst. 11 16. Hilarius Tract. sup. 
Psalm. CXXXII 6, Zingerle p. 689. — VII cf. Liber Jubil. IV 22. Justinus Apol. 
II 5. Tert. de cultu fem. I 2, II 10. Cyp. de bab. virg. 14. Clem. Alex. Ecl. propb. 53. 
Irenaeus adv. baer. IV 58. 4. Arcbelai rell. c. 32 (Routb, rell. IV p. 211), Alexander 
Lycopolites de Manich. 25 (Brinkmann p. 37). Hermes apud G. Syncellum p. 13 
Goar p. 24 Dind. Zosimus Panopolites ibd. 

1 avxolq Sync. A, < P i 8 eyXa^o/iie&a ! 4 yevvrjGo/uev \ 5 av/avxovq \ 6 o^eiXtjxtjq \ 
8 avaS-e/naxeioofiev \ xov fXfj mit Sync? | 9 noirjGOfiev \ 10 ofiooav \ 11 Lücke 
nacji A (durcb Homoeoteleuton) | 1 7 xal ol Xoinol ndvxeq fiez^ avxojv -f- A. 



Cap. 6, 2-7, 1. 25 

2 und es sahen sie die Engel, die Söhne der Himmel, und sie begehrten 
ihrer und sprachen untereinander: »Wohlan, wir wollen uns Weiber 
auswählen aus den Menschenkindern und uns Kinder erzeugen!« 3 Da 
sprach zu ihnen Semjaza, der ihr Oberster war: »Ich fürchte, ihr dürftet 
vielleicht keinen Gefallen daran finden, dass diese That ausgeführt 5 
werde, und ich werde allein für eine grosse Sünde büssen müssen«. 
4 Sie aber antworteten ihm alle: »Wir wollen alle einen Eid schwören 
und alle einander durch Verwünschung verpflichten, diesen Plan nicht 
aufzugeben, vielmehr [diesen Plan] zur That werden zu lassen«. 5 Da 
schwuren sie alle zusammen und verpflichteten einander dazu durch 10 
Verwünschungen. 6 Und es waren im ganzen zweihundert, und sie 
stiegen herab auf den Ardis, das ist der Gipfel des Berges Hermon 
(r. die in den Tagen Jareds auf den Gipfel des Berges Hermon herab- 
stiegen), und sie nannten ihn Berg Hermon (r. den Berg Hermon), 
weil sie auf ihm geschworen und einander durch Verwünschung ver- 15 
pflichtet hatten. 7 Und das sind die Namen ihrer Obersten: Semjaza, 
ihr Oberster, Arakib, Aramiel, Kokabiel, Tamiel, Ramiel, Daniel, Ezeqiel, 
Baraqiel, Asael, Armaros, Batariel, Ananiel, Zaqile, Sampsiel, Satariel, 
Turiel, Jomiel, Araziel. 8 Das sind ihre Dekarchen. 

Cap. 7. (Diese) und die übrigen alle mit ihnen [und sie] nahmen 20 

xooTÖj {hßööfjuo) szEL zov xöoßov sXaßov eavxoXq yvvaXxaq xaVJriQ^avxo /nalveaS-aL 
ev avxalq scog zov xazaxXvOfxov. xai szexov avzoZg ysvt] ZQia' ngöjzov ylyavzag 
fXEydlovg. oi 6e ylyavzeg azsxvcjaav Na(fr]kEifi], xal zolq NacpeXet^ iyevvi^S^rjaav 
"EIlovö. xai fjaav av^avö^evoi xazä z^]V ixEyaXözriza avzcbv xal idlöa^av havzovq 
:xal zag yvvaXxag havzCbv (paQfxaxEiag xal inaoLÖdg. 

G »diese grosse Sünde« QT, II j 7 alle] + »und sprachen« alle HSS. ausser 
OM I 8 »alle« < QU, II excl. V | 9 »vielmehr ihn auszuführen«. »That« <: U. Viel- 
leicht ist la-zäti mekr = »diesen Plan« an zweiter Stelle nur eine Glosse | 10 ver- 
pflichteten] -h »alle« II excl. AD ] Den richtigen Text von V. 5 u. 6 hat Sync. 
Der Ath. übersah in seiner Vorlage oder fand nicht vor zatg fjfieQaig und las 
^IdgEÖ Etg als ein Wort Ardis (vgl. Dn. S. 93), welches er durch za-we'etü = »das 
ist« mit dem Folgenden verknüpfte. Femer wurde za-waradü = ol xazaßdvzEq 
zu wa-waradü »und sie stiegen herab« | 12 »Gipfel des Hermon« I | 14 »den 
Berg Hermon« mit Änderung von la-dabra in la-dabr ] 15 »auf ihm« < I, ADY ] 
17 »Arakib« = ^AQaxL^X — ^Agad^dx und »Aramiel« = '^ÖQafXfiafx^ — KLixßgdi^) 
werden von den meisten HSS. zu einem Worte verbunden, nur G, Y trennen sie, 
aber an falscher Stelle : » Araki-Baramiel« | vgl. Lods, livre d'Henoch 1892 S. 107 u. 
Beer | 18 »Zaqile« ist Corruptel für »Raqiel«. Hinter »Satariel« fehlt OcovlitjX \ 
19 »Das sind die Vorsteher der 200 Engel« T2, II | 20 diese und die übrigen] im 
Ath. ist, wie Sync. zeigt, ein zweites emüntü = ovzoi vor wa-bä edän = »und 
die übrigen« ausgefallen, und dann dieser Passus zum Vorhergehenden statt zum 
Folgenden gezogen worden. Vor naä'ü = »nahmen« wurde ein »und« eingeschoben. 



26 Buch Henoch. 

tavtolg yvvatxag, xal TJg^apro slc^togsveaS^ai JtQog avrag xal f/ial- 
vsod-at Iv avralg xal Löiöa^av avxag cpaQfiaxdag xal f-Jiaoiöag xal 
(uCoTOfjlag xal rag ßoravag hÖTßcooav avralg. 2 At de Lv yaoxQl 
Xaßovöai irexoöav ylyavrag fieydXovg Ix JtTjxcov tqloilXIcov, 3 o'iXLveg 
5 xaT?]0d^00av rovg xojzovg rwv avO^Qmjtwv. cog 6e ovx i6vv7j&rjOap 
avTotg Ol avd^QcojtoL kjtixoQfjyslv, 4 ol ylyavreg hoZfirjöav hjt av(To)vg 
xal xartjO&ioOav rovg avd^Qcojtovg. 5 xal r'jQ^avTO a/iagraveiv Iv rolg 
jtersivoTg xal rolg {d-)rjQioLg xal tQjterolg xal rolg {l)x^v6LV xal 
dXZ/jXcov rag {o)dQxag xarso&leiv, xal to alfia Ijtivov. 6 totb ?) yrj 

10 ivirvxsv xard rmv avofia)v. 

VIII, 1 'Eölöagev rovg dvO^Qcojtovg 'A^ai/X f/axaigag Jtoulv xal 
ojzXa xal ddjtiöag xal d^cogaxag, [öiödyf/ara dyyiXcov,\ xal vmösi^ep 
avTOtg ra fisxaXXa xal t7]V EQyaoiav avxwv xal rptXia xal xoofiovg 
xal oxlßeig xal xo xaXXißXi(paQOV xal Jiavxolovg Xi&ovg exXexxovg xal 

15 ra ßa<pixd. 2 xal ayevexo döeßsia jtoXXrj, xal ejtoQvevdav xal ans- 
jtXavrjO^rjöav xccl rjtpavlöd^rjöav ev Jtdöatg xalg oöolg avxcöv. 3 2efiiaCäg 
eölöa^sv £Jta(ot)ödg xal gtC^oxofilag, ^Agfiogcog eJtaoiöcov Xvxtjqlov, 
'^Paxi?]X döxQoXoylag, Xcoxt^X xa örjfieiwxixd, 2ad-{t)riX döxeQoöxojclav, 
^eQtrj(X} öeXrjvaya)yiag. 4 xatv ovv dvd^Qcojtmv djtoXXvfispwv r] ß{orj) 

20 dg ovQavovg dvißr}. 

ÜQÜoTog lAt,a}jX 6 Sexazog zibv aQxovxoiv sSlSa^e TtoieZv fiaxalgag xal d-<x)Qaxag xal 
näv axBvoq TCo7.e[iLxbv xal xa [ihaVM xT/g yfjg xal xö XQvaiov^ n(bg i^ydacorzai xal 
noLtjaMOLV avxa xöc/ULa xaXg yvvai^l, xal xbv aQyvQOv. edei^e öh avxoig xal xo axiX- 
ßetv {xo axißlL,eLV Diels) xal xo xaX?M7tlL,ELV xal xovg ixXexxovg XiS^ovg xal xa ßag)ixd. 
xal iTtoiTjoav havxoXg ol vlol xvbv dvd-QoynoiV xal xaZg d-vyaxQaaiv avxiov xal nags- 
ßtjaav xal inXdvTjüav xovg ayiovg, xal sysvexo dofißeia noXX^ inl xfjg yrjg. xal 
})(fdvLaav xdg ööovg avxiov. sxl öh xal 6 TtQcnxaQ/og avxCbv 2e/j.iat,äg iölöa^EV 
hTcaoiSdg xaxä xov voog xal QL'C,ag ßoxavoiv xfjg yT^g. 6 6e kvösxaxog 4»aQßaQbg 
iöida^ev (paQfxaxeiag inaoiödg aocplag xal enaoiöuiv XvxrjQia. 6 svvaxog iöiSa^ev 
daxQOOXOTtiav. 6 öh xhaQxog iöiöa^ev daxQoXoyiav. ö 6e öyöoog iöiSa^ev dego- 
axoTciav. 6 öh XQixog iöiöa^E xd atjfiEia xrjg yrjg. ö öh sßöofiog iölöa^E xd atj^eZa 
xov ^)dov. 6 öh ELxooxog iöiöa^EV xd arjfiEta xfjg aEXrivrjg. IldvxEg ovxoi ^jQ^avxo 
dvaxaXi'TtxELV xd (ivaxirjQLa xalg yvvaL^lv avx(bv xal xoXg xexvoig avxä)v. fiExd öh xavra 
rjQ^avxo ol yiyavxsg xaxEod-iEiv xdg ödQxag xoiv dvQ-Qi07to)V. xal ^Q^avxo ol dv- 

VII 2 cf. Liber Jubil. VII 22, Athenagoras Legatio 24, 39. Hermes 1. 1. Com- 
modianus Instr. I 3, 8. Julius Africanus ap. G, Syncellum p. 20 Goar p. 35 Dind. 
Augustinus de civ. dei XV 23. 4. — VIII ff. cf. Tert. de cultu fem. I 2, II 10. Cyp. 
de habit. virg. 14. Clemens Alex. Ecl. propb. 53. Pistis Sophia p. 25. Liber Adam et 
Evae II 19 ff. Commodianus Instr. 1 3, 9 ff. Lactantius Inst. II 16. — VIII 3 cf. 
Liber Jubil. VIII 3. Julius Africanus apud G. Syncellum p. 20 Goar p. 35 Dindorf. 

1/2 fiiywad^ai A | 3 at Lods] ev \ yaaxgl D] yaaxQiv \ 5 xaxsa^oaav \ a)q öh] 
tiog A I 7 xaxEaOiooav | 9 etllvov D] tcivvov \ 11 Jl^a^jyA Irenaeus | 16 Ecpaviad^Tj- 
oav I 19 GEXrjvovayiag \ xov vovv] verb. D | (fiovri + Lods, ßori C. 



Cap. 7, 2-8, 4. 27 

sich Weiber, und ein jeder wählte sich eine aus, und sie fingen an zu 
ihnen hineinzugehen, und sie vermischten sich mit ihnen und lehrten 
sie Zaubermittel und Beschwörungen und zeigten ihnen das Schneiden 
der Wurzeln und Hölzer. 2 Und jene wurden schwanger und gebaren 
mächtige Riesen, deren Länge 3000 Ellen war, 3 welche allen Erwerb 5 
der Menschen verzehrten, bis die Menschen (sie) nicht mehr zu ernähren 
vermochten. 4 Da wandten sich die Riesen gegen sie (selbst), um die 
Menschen zu fressen. 5 Und sie fingen an sich an den Vögeln und an 
den Tieren, an dem, was da kriecht und an den Fischen zu versündigen, 
(ja) sie frassen untereinander ihr eigenes Fleisch und tranken das Blut 10 
davon. 6 Da klagte die Erde über die Gewaltthätigen. 

Cap. 8. Und Azazel lehrte die Menschen Schwerter und Messer, 
Schilde und Brastpanzer verfertigen, und er zeigte ihnen was hinter 
ihnen war (r. die Metalle) und ihre Bearbeitung, und Armspangen und 
Schmucksachen, und die Kunst die Augen zu schwärzen und die Yer- 15 
schönerung der Augenbrauen, und das allerkostbarste und auserlesenste 
Gestein und allerlei Farbtinkturen und die Tauschmittel der Welt(?). 

2 Und es herrschte eine grosse und allgemeine Gottlosigkeit, und sie 
hurten und gingen in der Irre und waren verderbt auf allen ihren Wegen. 

3 Amiziras unterrichtete die Beschwörer und Wurzelschneider, Armaros 20 
(lehrte) die Lösung der Beschwörungen, Baraqiel (unterrichtete) die 
Sternseher, Kokabiel (lehrte) die Zeichen, Tamiel lehrte die Sterndeutung 
und Asdariel den Lauf des Mondes. 4 Und bei ihrer Vernichtung 
schrieen die Menschen, und ihre Stimme drang zum Himmel. 

d-QojTtoi ekazxova&ai ml tyq yyg. ol öh XoltcoI eßdrjaav elq vor ovQavbv ne^l zfjg 
xaxayoECDQ avzcbv Xeyovxeq eioEvexQ-f^vaL. xb (jLvrifxdcvvov avxüjv iv(jo7tLOV zvq'iov. 
xal axovaavxeq ol xeöüageq fieydXoL aQxdyyeXoi Mixa^l xal Ovqi^jI xal '^PacpatiX 
xal FaßQL^X TtaQSXvipav inl x^v yfjv ex xcbv aylcov xov ovgavov. xal &eaadfÄevoL 
alfia noXi) sxxexv/isvov inl xijg yrjq xal näaav da^ßeiav xal dvofj.iav yevofj.6vi]v in 
avxfjq, elcek^ovxeq elnov TtQÖg dkXtjXovg' oxl xd nvev^axa xal al ipvxccl xG)v dv- 
d'QiOTtcov ax8vdt,ovaLV svxvyxdvovxa xal Isyovxa, oxl elaaydyEXS x^/v xqloiv fnwjv 
TiQog xov vxpiaxov xal x^v dnükeiav ij^ibv bvlotilov xfjg 6ö^7]g Xfjg /j,8ya?Mavvrjg, 
ivvjTiLOv xov xvQLOv xojv xvQLOJV 7tdvxü)v xy fxeyaXcaaivy. Kai eItcov xw xvqUo xCov 
alvjvcDV av Ei 6 Q-EÖg xCov d-Eo)v xal d'xvQcog xöov xvqicov xal 6 ßaaü.Evg x(bv 
ßaaiXEvövxcDV xal S^sog xibv aioovmv, xal ö d-QOVog xfjg öö^tjg aov Ecg ndoag xdg 
yevEag xibv alcovcov xal xd llvof/,d aov ayiov xal EvXoyrjfievov slg ndvxag xovg aiibvag. 
5 »300 Ellen« A | welche (ella = oaivEq)] »diese (ellü) verzehrten . . .« alle 
HSS ausser M | 10 »und ihr eigenes Fleisch zu fressen« ABCV 1 13/14 was hinter ihnen 
war] d. Äth. las fist' avxcc statt ßhaXXa \ 17 »Tauschmittel (tauläta) der Welt* 
nach Dn. Sitzber. eine später nachgeholte, aber am unrichtigen Orte eingetragene 
Übersetzung von zd fihaXXa. »Und es wandelte sich (wa-tawallata) die Welt« G | 
18 »grosse Gottlosigkeit und viel Hurerei« QT2, II i 10 »alle ihre Wege waren verderbt« 
QT, II I 20 »alle Beschwörer« T2, II | Wurzel-] »Zauberkräuter-« I | 23 »vielfachen 
Vernichtung« Q. 



29 Buch Henocb. 

IX, 1 Tore Ji:aQ(a)xvy)aPTeg MixaijX xal 0(vqc)?jX xal 'PacpaijX xal 
FaßQUjX ovTOt ix rov ovgavov ld^taOa{v)TO alfta JtoXv axxvvv6nkv{ov) 
ijtl TTJg yT}q, 2 xal tljtav JrQo{Q) aXh'ßovq' (pcovi) ßoa>vx(X){v) kjti rrjg 
yTjQ' fiixQ'' ^^'Icor rov ovQavov 3 kvrvyxavovoiv al ^pvxal rmv 
5 avQ'Qcc>:Jtcov Xeyovrcov elöayayere ryv xq'lOlv r/fiwp JtQog rov vipiOT(ov). 
4 xal eijia(v) rcp xvqIco' öv ei xvQiog tcop xvq'kdv xal o d-eog tojv 
&£cöv xal ßaOtXsvg rmv alcovcov. 6 d^QOVog rrjg öoB^rjg öov eig JtaOag 
rag yeveag rov alatvog xal ro ovofia Cov ro ayiov xal [liya xal evXo- 
y?]TOV elg navxag rovg aimvag. 5 ov yctQ kjtolrjöag ra Jiavra xal 

lU jtäoav T7]v k^ovolav ex(X)v xal Jtavra hvmjiiov oov (pavega xal axa- 
Xvjtra xal jiavra öv ogag * * * 6 « kjtoirjöav 'A^arjX, og aöiöa^ev 
Jtdöag rag döixlag km rrjg yrjg xal eÖTjXcoöev ra fivörrjgia rov alcövog, 
ra kv reo ovgavS a 6Jtir7]6evovai, 7 (xal) lyvmöav dv&QOJtOL, xal 
^Sfia^äg, (p r7jv e^ovölav töooxag agxaiv rcov ovv avr<p dfia ovrmv. 

15 8 xal ejtoQ£vd^7]6av JCQog rag O-vyaragag rcov avd^Qcojimv rtjg yr^g xal 
ovvexoi^rjd^Tjöav avralg xal efiidv&rjöav xal eöi^Xcoöav avralg jtdöag 
rag dfiagrlag. 9 xal al yvvalxsg eysvvrjöav rtravag, v(p cov oXrj ^ yrj 

cf. Syncellus S. 42 ff.: 

TÖze ißötjaav ol av%-Qmnoi elg rov ovQavöv k^yovzeg' slaaydysts zijv xqIolv fifiibv 
nQoq xbv vipiatov xal x^v aTCcoXeiav rj/jLÜyv svcotclov rrjg dö^Tjg zf^g fzeydXrjg, ivcDniov 
zov xvQiov zCbv xvqLcdv ndvziüv zfj [XEyaXwavvy. xal dxovaavzeg ol ziaaaQeg fieyakoi 
aQydyyEXoL Mr/ai^X xal Ovql^X xal '^PacpaijX xal FaßgüiX naQSxvxpav inl z^v yfjv 
^x zCbv aylüjv zov ovQavov xal &aaadßEvoi alfia noXv ixxeyvfxbvov inl zfjg yf^g 
xal näaav dvofiiav xal dasßeiav yivofjisvTjv in avzfjg, elaeXQ^örzeg einov nQog 
dXXi)Xovg, ozL zd nvevßaza xal al xpv^al zCbv dvS-Qotnojv ivzvyydvovai azavdtovza 
xal Xtyovza ' elaaydysze xijv detjoiv 7]/jiä>v nQÖg zov vipiazov. xal ngoaaXd-övzeg ol 
ztaaaQEg aQydyyaXoi alnov zöj xvQicp ' av ei d-eog zibv Q-sibv xal xvQLog zöiv xvqIwv 
xal ßaaiXavg zCbv ßaaiXsiov xal S-aog zCov aluDvcov, xal ö d-QÖvog zilg öö^rjg aov 
elg ndoag zag yevedg zä>v alcoveov, xal zd ovofxd aov ayiov xal avXoyrnjLSVov 
elg ndvzag zovg alihvag' av yaQ ei ö noirjaag zd ndvza xal ndvzcov zyv i^ovalav 
eycov, xal ndvza ivconiöv aov (pave^d xal dxdXvnza, xal ndvza OQäg, xal ovx %azLV 
<> xQvßtjvai ae övvazai. oQag oaa inoirjaev kt,a]^X, oaa elarjveyxav xal oaa iSida^ev, 
döixiag xal dfiagziag inl zfjg yt]g xal ndvza ööXov inl zfjg grjQäg. iöiSa^e ydg zd 
(jivazriQLa xal dnexdXvipa zä) alCbvL zd iv ovQavoj. iniZ7jöevovai öh zd inLzrjöevfiaza 
avzov, eiöevau zd fzvazr/Qia, ol vlol zöiv dvd^Qioniov. zm I!efiiaL,ä zfjv i^ovalav 
eöcoxag e/eiv (1. aQyeiv) zCov avv avzö) afia övzcov. xal inoQEvS^rjaav ngbg zdg 
dvyazbQag zöiv dvQ^QOinwv zf~/g yijg xal avvaxoifiJ^S-rjaav fiez* avzöiv xal iv zaXg 
d^ijXelaig i/uLdvS-tjaav xal iÖTjXwaav avzaXg ndaag zdg dfiaQzlag xal iöiöa^av avzdg 
[xiay}ZQa noiaXv. xal vvv Idov al d-vyazeQag zCdv dvd-QCDnojv ezexov i^ avz(bv vlovg 

9 ydg < A | enoiTjoeg F el 6 noirjaag? \ 11 Lücke durch Homöoteleuton? Vgl. 
A Sync. | og] wg A oaa Sync. 1 13 xal ■+- Swete] imzijöeiiovaL yiyvwaxeiv? anizi]- 
öevovaiv eyvcoaav P vgl. Sync. xal iyvatgiaev dvd-gojnoig üe/zia^ccg A? | 16 xal 
iv zaXg dijXeiaig i/xidvO-Tjaav nach Sync? | 17 zetzcovag P. 



Cap. 9, 1— 9, 9. 29 

Cap. 9. Da blickten Michael, Uriel, Rafael und Gabriel vom Himmel 
herab und sahen das viele Blut, das auf der Erde vergossen wurde, 
und all das Unrecht, das auf der Erde geschah. 2 Und sie sprachen 
untereinander: »Horch! die Stimme ihres (der Menschen) Wehgeschreis, 
verödet schreit die Erde (dass es dringt) bis zu den Pforten des Himmels. 5 
3 Und jetzt klagen (vor) euch, den Heiligen des Himmels, die Seelen 
der Menschen, indem sie sprechen: Bringet für uns die Rechtssache 
an den Höchsten.« 4 Und sie sprachen zum Herrn der Könige: »(Du 
bist der) Herr der Herren, der Gott der Götter, der König der Könige, 
und der Thron deiner Herrlichkeit besteht durch alle Geschlechter der 10 
Welt, und dein Name ist heilig (gepriesen) und hochgelobt in alle 
Ewigkeit , [gepriesen und hochgelobt bist du.]« 5 Du hast alles geschaffen, 
und die Herrschaft über alles steht bei dir, alles ist vor dir enthüllt 
und offenbar, du siehst alles, und es giebt nichts, das sich vor dir ver- 
bergen könnte. 6 Du hast gesehen, was Azazel gethan hat, wie er alle 15 
Ungerechtigkeit auf Erden lehrte und die Geheimnisse der Urzeit, die 
im Himmel bereitet werden, offenbarte; 7 wie den Menschen Kunde 
brachte Semjaza, dem du die Vollmacht gegeben hast, über seine Genossen 
zu herrschen. 8 Und sie sind hingegangen zu den Töchtern der Men- 
schen auf Erden, haben bei ihnen geruht, haben sich mit jenen Wei- 20 
bern verunreinigt und ihnen alle Sünden offenbart. 9 Und die Weiber 

ylyavxaq, xißöriXa snl xfJQ yfjq (rä) rojv avd^QOiTtwv exxexvTai. xal okrj fj yi] STiXT^ad-r] 
aÖLidaq. xal vvv Idov za Ttvevfxava xCbv xpvyßav rtbv aTCoQ^avovxojv avd-QcoTtwv 
ivxvyxdvovai, xal ße^Qi xibv TtvXöiv xov ovQavov avsßr] 6 öxevayfxog avxihv, xal ov 
öivaxai i^eXd-eiv änd TtQoacjTtov xibv enl Xfjg ytfg yivofiivayv adixrjfxdxcDV. xal av 

1 Bei den Engelnamen weichen die HSS sehr von einander ab: »Mi. Ra. 
Suriel (aus Uriel verderbt) Ga.« M; »Mi. Ur. Ga.« TiU; »Mi. Suriel Ga.« GQ; »Mi. 
Ga. Surjan undUrjan« d. übr. | 3 Erde] + »drunten« GQTÜ | 6 »sprich zu d. H. d. H.: 
die Seelen klagen« U | 8 »zu ihrem Herrn, dem Könige« II ] du bist] d. gr. ov el legt 
es nahe, das farblose äth. esma = oxi in anta »du« zu ändern | 10 »seiner Herr- 
lichkeit« alle HSS ausser AB | 11/12 in alle Ewigkeit] »für alle Geschlechter der 
Welt« II I Am Schluss von V. 4 liest d. Äth. noch die Worte »und gepriesen und 
hochgelobt«, die man nur auf das eigentlich zu V. 5 gehörige anta »du« be- 
ziehen kann. Diese beiden Worte waren vielleicht urspr. eine Randbemerkg. zum 
Vorhergehenden, dass vor »hochgelobt« noch »gepriesen« einzuschieben sei. So 
bietet auch d. Gr. drei Adjectiva gegen zwei bei Sync. | 14 du hast gesehen (re'ika)] 
»sieh doch« (re'ike) T, II excl. W | 17 »wie die Menschen (sab'e) kennen lernten« Q; 
»offenbarte, und die Beschwörungen (seb'atäta) hat Semjaza bekannt gemacht« II 
20 auf Erden] badiba sab'e GMT^ Schreibfehler für badiba medr. (so Q, gegen 
Ch. S. 70), durch voraufgehendes sab'e verursacht, < ü, EV; die übr. HSS lesen 
hebüra »mit einander« | 20/21 »haben sich verunreinigt« steht im äth. T. an 
der unrechten Stelle, es gehört, wie Sync. zeigt, zu »mit jenen Weibern« | 21 alle] 
< U I »diese Sünden« II. 



30 Buch Henoch. 

ijtXrjod-T] aifiarog xal ddixiag. lU xal vvv löov ßocaoiv al rpvxal rcov 
xtxtXBVTii/OTCOv xal ipTvyxavovoiv fitxQt tcöv jtvXcov zov ovQavov, 
xal avißri 6 öTSvayfibg avxmv, xal ov övvarai l^^Xd^tlp äjzo JtQoO(6jtov 
rmv kjtl TTJq yijq ycvofiivcov avoii7]f/aTCop. 11 xal öv Jiavra oiöaq JtQo 
5 Tov avza yevtod^ai xal ov OQaq xavza xal kag avxovg xal ovÖh tjhIv 
Xiyeig, xl 6el JtoctlP avxovg Jtt()l xovxwv. 

X, 1 Toxe vjpioxog aljtev [jhqI xovxcov] 6 ^iyag ayiog xal eXd- 
XfjOev xal [ebcev xal] Ijis^iptv ^IöxqüjjX jtgbg xbv vlbv Asfiex' 2 aljtov 
avxS km xcö efiw ovofiaxi' xQvxpov oeavxov. xal ötjXojöop avxw xiXog 

10 tjüEQXOfisvov , oxt Tj yi] dnbXXvxai jcaöa xal xaxaxXvOfiog fieXXsi ylvt- 
od-ai JcdoTjg xTJg yrjg xal djtoXtoai ndvxa ooa lox hv avx^. 3 xal 
ölöa^op avTOV, ojtcog sxg)vy^] xal fievrj xo OJteQfia avxov sig naöag xag 
ysvsag xov almvog. 4 xal xm Pa<parjX sIjisv örjöov xbv ACa^/X jioolv 
xal X£(>ö't^ xal ßdXe avxbv sig xb oxoxog, xal dvot^op xijv tQtjfiov xijv 

15 ovOav SV xw AaöovrjX xaxsl ßdXe avxov, 5 xal vjtod-eg avxS Xid^ovg 
XQax^lg xal o^elg xal sjtLxdXvxpov avxm xb oxoxog, xal olxrjöaxoj 
exet elg xovg aimvag, xal xtjv o^tv avxov Jico[iaöov, xal (pcög firj d-tco- 
Qslxco. 6 xal £v xfj rniiga xfj f/sydXu xrjg xQloemg djtaxd^rjoexat dg 
xbv sfiJtvQiOfiov. 7 xal lad-i^osxai ?) yrj, 7]v rjcpdviOav ol dyysXoc, xal 

20 xyv laöLV xTjg yrjg 6rjXa)Oov, Iva laooivxai xrjv jtXrjyrjv, iva fi?] djto- 

aviä olöag tiqo tov ama yEvsa&at xal OQäq avxovg xal sag avzovg xal oi-ösv 
?Jyeig. rl öelTioif/aaL avzovg ueqI tovtov; xöxe 6 vipioxog einev xal 6 ayiog 6 fisyag 
e?.äXrjae xal S7i8,u\pev xov OvqüjX TtQog xov vlöv Adfxex KiyoiV noQevov ngög xov 
NCoe xal slnov avxöj x(b ifxöj dvöfxaxi' XQvipov oeavxov. xal örjXcoaov avxoj xskog 
iriEQxößevov, oxi rj yrj anbXXvxai näaa. xal ecnov avxöj, oxt xaxaxXvGfxdg fxiXXEi 
yiveaO-ai ndarjg xfjg yt]g, dnolsöaL ndvxa dno tcqooojtiov x?]g yijg. öiöa^ov xbv 
dixaiov, XL TcoLTjOEL, xbv vibv AdfxeX' >iccl xijv xpvx^v avxov elg to)7jv ovvxriQi)aeL xal 
£X(pev^exaL öl aiibvog, xal i^ avxov (pvxevS^^aexai (pvxEVßa xal axad^aexai naoag 
xäg yeveäg xov alüjvog. xal xö)''Pa(paiiX eine' no^evov, 'Pa(fatj}., xal 6?]aov xbv ^A^a^/k 
yjQol xal Ttoal avfxnbÖLOov avxbv xal ßdle avxbv elg xb oxoxog xal avoi^ov xfjv 
eQtjßov T/)v ovoav ivxöj [iQ7jfxco] Aovöafß xal exet noQevd-elg ßdXe avxbv xalvnö- 
&eg avxCo Xid^ovg dqeZg'xal ?ud-ovg xgaxetg xal sjiLxdXvwov aixöj oxoxog, xal oixriodxü) 
ixet elg xbv alöiva, xal x^v oxpiv avxov noijxaoov, xal (pöog fifj d-ecjQelxo). xal iv 
x/j rjfiEQa xtjg xQioecjg dnax^T^oexai elg xbv e^TivQLOfjibv xov nvQog. xal laoai xijv 
yyv, ^v ^cpdvLoav ol iyQ?jyoQOL, xal X7jv i'aOLV xf]g ytjg 6?j?moov, "va idocovxai xf/v 
yfjv xal fx^j dnb/.üjvxai ndvxeg ol vlol x(bv dvd-QCDncov ev töj fxvoxrjQiu) d einov ot 

X, 2 cf. Clemens Recogn. IV 26, 27 Recogn. I 29 Julius Africanus apud Geor- 
gium Syncellum p. 20 Goar p. 35 Dind. 

4 oiöeg P I 7 eInev < A | negl xovxcov aus der vorhergehenden Zeile wieder- 
holt < A Sync. | 8 elnev xal < A Sync. | 10 dnoXeZxai A? | IW ev] eoxiv P | 
15 lies Aov6ai]X \ inlS-eg A | IS xy fAeydXy A] xfjg fzeydXrjg P xrjg (xeydXrig xqL- 
oecjg D | 19 l'aoai xtjv y^v A Sync. | ecpaveioav P | 20 fVa (xi]] xal firj A Sync. 
na fzrjv P 



Cap. 9, 10-10, 7. 31 

haben Kiesen geboren, durcb die die ganze Erde voll Blut und Gewalt- 
thätigkeit geworden ist. 10 Und nun siehe, die Seelen der Gestorbenen 
schreien und klagen, (dass es) bis zu den Pforten des Himmels (dringt), 
und ihr Seufzen ist aufgestiegen und vermag nicht zu entweichen vor 
dem Angesicht der Gewaltthätigkeit, die auf Erden geschieht. 11 Und 5 
du weisst alles, ehe es geschieht, du weisst dies und was sie betrifft 
(r. lässt sie gewähren) und sagst uns nicht einmal, [und] was wir mit 
ihnen um deswillen thun sollen.« 

Cap. 10» Da (sprach) der Höchste, der Grosse und Heilige Hess 
sich vernehmen und entsandte den Asarjaljor zum Sohne Lamechs: »(Geh 10 
zu Noah) und sage ihm in meinem Namen: Verbirg dich! und offen- 
bare ihm das bevorstehende Ende, denn die ganze Erde wird unter- 
gehen und eine Wasserflut wird über die ganze Erde kommen, und es 
wird untergehen, was auf ihr ist. 3 Und [nun] belehre ihn, dass er 
entkomme, und sein Same erhalten bleibe für alle Geschlechter.« 4 Und 15 
weiter sprach der Herr zu Rafael (gewendet): »Binde den Azazel an 
Händen und Füssen und wirf ihn in die Finsternis und öffne die Wüste, 
die in Dudael ist, und wirf ihn hinein. 5 Und häufe auf ihn rauhe 
und spitze Steine und bedecke ihn mit Finsternis, und er soll ewig 
dort hausen, und bedecke sein Gesicht, dass er das Licht nicht sehe. 20 
6 Und am grossen Tage des Gerichtes soll er in die feurige Lohe ge- 
worfen werden. 7 Und heile die Erde, die die Engel verderbt haben, 
und zeige an die Heilung der Erde, auf dass sie die Erde (r. Wunde) 
heilen, und nicht alle Menschenkinder umkommen durch das Geheimnis 
alles dessen, was die Wächter getötet (r. verkündet) und ihre Söhne 25 

eyQriyoQOL xal ^öiöa^av rovq vlovq avxCov. xal ^QrjßcoQ-rj näöa fj yij sv rotg SQyotg 
T^g öiöaaxakiag ^ÄC,ai]X. xal in avzy [1. avxoi] ygaipov ndaag xaq aßagiiaq. xal 
X(b FaßQiijk eine' nogevov, raßQirjX, snl xovq yiyavxccq inl xovq xiß6?]lovq snl xovg 
VLOVQ xf]g TtOQVßlag, xal anoleaov xovq vlovq xvov iyQTjyÖQcov aitb xwv vlCbv xöiv 
dv&Qto7tü)v. nefxipov avxovQ elg dX)J]kovQ, e^ avxö)v 6lq avxovg, ev noXäfxoj xal 
SV äncoXeia. xal [xaxQÖxriQ TjfiEQojv ovx saxai avxoZg, xal näaa SQihxrjOLQ 
ovx taxLV xoLQ naxQÖLöLV avxCöv, oxi sItcl'Qovölv t,?]aaL ^ojfjv altovLOv xal oxl 
trjCexaL exaaxoQ avxöjv sxrj Ttevxaxöaia. xal xm Mixarß eine' noQevov, MLyaiß, 
örjGov 2efXLat,äv xal xovq aXXovQ avv avxä) xovq övfjLiiLyevxaQ xaiQ d^vyaxQdai xä)v 

2 »die abgeschiedenen Seelen« T^, II excl.BVX | 4 »sie vermögen« MT2, II | 6 was 
sie betrifft] d. Äth. las a elg avxovg st. iäg avxovg \ 7 [und] als sinnlos zu tilgen | 
10 »Und da« T2, II | »Asarjaljor« G, die andern HSS haben noch corruptere Formen j 
Lamechs] + »und sprach zu ihm:« II | 11 In I fängt die Rede mit »und sage« an, es 
wird also noQSvov ngbg xov Nwe d. Sync. vorher ausgefallen sein. »Sage«, ohne 
»und« II I 15 »für die ganze Erde« II | 23 die Erde heilen] d. Äth. las xrjv yrjv st. xt]v 
nXrjy^v \ »auf dass ich . . . heile« alle HSS ausser GMU | 24 Geheimnis alles dessen (ba- 
mestira kuellü)] nur die gerade in den Endbuchstaben recht flüchtige HS Q hat lamestir 
kuellö »das ganze Geh.«, aber Accus. | »getötet« (qatalü) hat auch d. Gr. inaza^av. 



32 Buch Henoch. 

Xcovxai jtavreg ol vlol rcöv äpO-QcoJcojv ev t<5 fivörijQiq) oXq> cp kjttxaöav 
Ol LyQTiyoQoc xal k6l{6a)^av rovg vlovg avtatv. 8 tcoI rjQTjfKDd-t] jtäoa 
Tj yi] d(f)amo0^6roa Iv xolq tQyoig TTJg öiöaöxaXlag ^A^ar)X, xal kn avr^ 
YQatpov rag dfiaQxlag jtdöag. 9 xal rm FaßQujX elnev o xvQiog' 
5 jtoQSvov ijtl rovg fiaC,7jQtovg Ijtl rovg xißörjXovg xal rovg vlovg xrig 
ütoQveiag, xaL anoXeoov xovg vlovg xcop kygriyoQmv aJto rc5v dvd-Qm- 
jtcov. Jt€fiy)ov avxovg Iv JioXtfiw djtatXelag. fiaxQOxrjg yccQ ri[itQ07V 
ovx taxLV avxcöv. 10 xal Jtäoa hQooxrjöig (ovx) toxat xolg jtaxQaöip 
avxcöv xal jteQl avxSp oxi kXjtlCovöcv ^TJöai ^a)7jv aicoviov xal oxi 

10 C^TjOexai ^xaoxog ^avxwp ex?/ JtevxaxoOia. 11 xal ebiev Mi^ariX, 
jtoQsvov xal ÖTJoov ^tfiia^äv xal xovg XotJtovg xovg ovv avxm xalg 
yvvai^lv fiiyevxag fiiavO-TJvai Iv avxalg hv x(] dxad-agola avxmv. 12 xal 
()xav xaraöfjpaywöiv ol vlol avxcöv xal töcoöip xtjv aJccoXuav xSv 
dyajirixmv, \xal] ötjoov avxovg eßöofiTJxovxa ysveag elg rag vdjiag xrjg 

15 y^g l^^XQf- weQag xQiOscog avxSv xal övvxeXeö^ov, %a)g xeXtod^fl '^^ 
xQlfia xov alcQVog xcöv almvov. 13 xoxs djtax^rjöovxai elg xo xdog rov 
jtvQog xal elg x?)v ßdoavov xal dg xo öeöfimxrJQiop ovyxXelöswg almvog. 
14 xal og av xaxa(öc)xaod-^ xal d(pavLöd-fi, auto rov vvv fiex avx^v ofiov 
öed^f'joovxat fisxQf^ x6Xsico06a)g yevsäg. 15 ajioXsöov Jidvxa xa jtvevfiaxa 

20 rcöv xißÖTjXoiv xal rovg vlovg rcQV lygi^yogcov öia rb döcxrjoai rovg 
dvd^Qcojtovg 16 xal djtoXeöov rrjv döixiav Jtaöav djto rrjg yrjg xal 
jtäv Igyov novrjQlag exXsiJtsro), xal dvatpavrjra) ro (pvrov rrjg 
ÖLxacoövpTjg xal rtjg aXrjd^elag ^ * * * elg rovg alcovag fisra yagäg 
(fvrsvaerai. 17 xal vvv jtdvreg ol ölxaiot sxg)ev^ovrac xal eoovrai 

25 ^cövrsg, tcog ysvvrjocoOiv xiXidöag, xal jcäoai al rjfiSQai ve6x7]rog 
avxmv, xal xa odßßaxa avxcov fisxa ÜQTjvrjg jiXijQmöovOiv. 18 xoxe 

f/.vd-Qijino)v xov fxiav&rfvai iv aixtaXq iv z^ axad-aQüia avtibv. xal orav xazaa<pa- 
yöiOLV ol vlol avtibv xal löcjoiv t}jv aTioyXeiav zü)V ayaTtrjzCbv avzihv, örjaov avzovg 
int sßöofii'/xovza yeveäg eiq zag vdnag zfjq yijg ßf^XQi- ^fteQaq XQiaecog avzwv, (jl^xql 
rjfii^ag zeXeLonaecag zeXeofxov, eayg avvzeXead^y xQtfia zov aubvog zibv aicovcjv. zoze 
anevex^rjoovzac elg zö x^og zov nvQÖg xal elg ztjv ßaöavov xal elg z6 öeafimzriQLOv 
zi'jg avyx?.elaecog zov alibvog. xal dg av xazaxQi&f] xal ä(paviad^, and zov vvv fiez* 
avzöiv (\uov öe^oovzai iiixQi zeXemaeiog yeveäg avzüv. 

X 17 cf. Lactantius Inst. VII 24. 

1 okü) (p inezaaav C] oXo) ca enaza^av P oXov o indza^av A viell.o koya) 
intzaaav (o elnov Sync.) | 2 söi^av P] verb. D | 4 zwv P | 8 igcottjöig Sync] 
eQyeaig P | ovx -j- A Sync. | 9 ne^l avzdiv < A Sync. | 10 (z(ov vlcüv) avzwv? \ 
11 ö^aov {ösafiioaov'i) I^ef>ciat,öcv xal zovq Xoinovg zovg — (iiyevzaq nach Sync] 
öjjXcoaov HeiJLia'Qa xal zoig Xoinoig zoig — fiiyevzag (sie) P | 14 xal < A Sync. 
Ob xazdSrjaov'? | 17 ro öso zo öeoßozrjQiov | 18 05 dv Sync] ozav | xazaöixaad^^] 
xazaxavaS^rj P xazaxav&y A xazaxQiS-y Sync. | fie/xez \ 21 anb nQoaconov zrjg 
yrjg A | 23 Lücke nach A | 24 (pvzevd^^oezai DC 



Cap. 10, 8—10, 18. 33 

gelehrt haben. 8 Und die ganze Erde ist verderbt worden durch die 
Lehre der Werke Azazels, und ihm schreibe alle Sünde zu.« 9 Und 
zu Gabriel sprach der Herr: »Zieh gegen die Bastarde und die Ver- 
worfenen und gegen die Hurenkinder und vertilge [die Hurenkinder 
und] die Söhne der Wächter unter den Menschen, führe sie heraus und 5 
hetze sie aufeinander, dass sie selbst sich im Kampfe vernichten, denn 
langes Leben ist ihnen nicht bestimmt. 10 Und von allem, worum sie 
dich bitten werden, [und es] soll ihren Vätern nichts gewährt werden 
für sie: dass sie (etwa) hoffen dürften, ein ewiges Leben zu führen, und 
dass jeder von ihnen fünfhundert Jahre leben werde.« 11 Und zu 10 
Michael sprach der Herr: »Geh, thu dem Semjaza und den andern bei 
ihm kund (r. binde), die sich mit den Weibern verbunden haben, um 
mit ihnen zu verderben in all ihrer Unreinigkeit. 12 Und wenn all 
ihre Sohne sich gegenseitig erschlagen, und sie den Untergang ihrer 
Lieblinge gesehen haben werden, so binde sie für siebenzig Geschlechter 15 
unter die Hügel der Erde bis auf den Tag ihres Gerichts und ihrer 
Vollendung, bis das Gericht für alle Ewigkeit vollzogen werden wird. 
1 3 Und dann wird man sie' abführen in den feurigen Abgrund, in der 
Qual und im Gefängnis werden sie auf ewig eingeschlossen sein. 14 Und 
wenn jemand brennen (r. verurteilt) und vernichtet werden wird, so 20 
wird er von nun an mit ihnen zusammen gefesselt sein bis an das 
Ende aller Geschlechter. 15 Und vernichte alle wollüstigen Seelen und 
die Söhne der Wächter, denn sie haben die Menschen misshandelt. 
16 Vertilge alle Gewaltthat vom Antlitz der Erde, und jedes Werk der 
Bosheit soll ein Ende nehmen, und die Pflanze der Gerechtigkeit und 25 
Wahrheit soll erscheinen, und sie wird zum Segen gereichen; Werke 
der Gerechtigkeit und Wahrheit werden mit Freuden auf ewig gepflanzt 
werden. 17 Und nun werden alle Gerechten entkommen und werden 
am Leben bleiben, bis sie tausend Kinder gezeugt haben werden, und 
alle Tage ihrer Jugend und . ihren Sabbath (r. und ihres Alters) werden 30 
sie in Frieden verbringen. 18 Und in jenen Tagen wird die ganze Erde 
4 [ ] < G, A, aber nur ob homoeoteleuton, Gr. u. Sync; Glosse | 7 Der 
Text von V. 10 ist nicht in Ordnung, am besten ist T; »Um alles werden sie dich 
bitten« GMQU; »Und alle werden dich bitten« Tl | 9 »zu führen« (wörtl. leben) < Q, 11 
excl. K I 10 »ein Leben leben werde« II excl. AEW [ 11 »Geh« < MQ, II excl. AEPV [ 
thu . . . kund] so auch Gr. drjXmaov st. örjaov Sync. | 13 »Und« < vor »wenn« II [ 
19/20 Und wenn (wa-s6ba)] »alsdann« (wa-s6behä) II 1 brennen] so auch Gr. xara- 
xttvd^^ st. xazaxQid-^ Sync. | 22 »mache zu nichte die Weisheit aller wollüstigen 
Seelen« M | 26/27 Werke der Gerechtigkeit (gebra sedq)] M, 11 lesen gcbr: »das 
Werk (od. die Arbeit) wird ein Segen sein, Gerechtigkeit und . . .« | 28 ent- 
kommen] »sich beugen« II | 30 t« aaßßaxa ist eine falsche Lesung des hebr. dnSTT 
als örair st. cri^b bzw. d. aram. iirrn^ als li^r?^ ^t. Vinnsb (Wellhausen, 
Skizzen Vi, 241 Anm. 1 u. 260, Beer). 

Henoch. 3 



34 Buch Henoch. 

^gyaoO-fjötTai Jtäoa 7) yrj hv öixaioövvj^j xal xaTacpvtev&TJaeTai ötvÖQov 
Iv avrf] xal jrXrjO&7jOBTat evXoylac. 19 xal jtavza ra ölvÖQa ttjq yrjg 
dyaXXidoovrai, [(pvTtv&fjotraL] xal loovrai g)VTtvovT6g afiJitXovq, xal 
f) dftJtsXog ?}p ap (pvT8V0(O0iv, jtoir'joovoiv jtQOXOvg oXvov xi^Xidöag^ xal 
5 o ojtOQog jioirjOtL xad^ %xaOTOV (itTQov ^ ^ * nXalag jtoii^oei avd ßdtovg 
ötxa. 20 xal ov xaO-dQiöov ryv yijv djto jcdöt/g axad^agolag xal djtb 
jtdörjg aöixiag xal ajco (jtd}07jg dfiagrlag xal aöeßeiag, xal jtaoag 
rag dxadaQöiag rag ytpo fitvag lim xrig yTjg hB^dXuxpov ^t * * ^t 21 xal 
töovxat JidvTsg Xargevorreg oi Xaol xal evXoyovvreg Jtavzeg l(iol xal 
10 JTQogxvvovvrtg, 22 xal xaOaQioO-rjöerai Jtaoa ?J yri djto jtavrog fiido- 
ftarog xal djcb Jtdörjg dxaO^aQoiag xal ogyTJg xal f/doriyog xal ovxixi 
jttfiipo) i-ji avTovg dg jtdöag rag ysvedg rov aimvog. 

XI, 1 Kai TOTfc dvoL^co ra rafiela xTJg evXoylag rd ovra ev tc5 
ovQavm [xal] xareveyxslv avrd [im rd tgyci] em xov xojtov xmv vlSv 

15 Twv avd^Q(DJicov. 2 xal xoxe dXrj&sia xal bIq^pt] xoipmPTjoovOiP o(iov 
dg Jtdöag xdg ^fiegag xov almvog xal slg jtdöag xdg yeptdg xwp dv- 

d^Q(DJta)P. 

XII, 1 IIqo xovxojv xcöv Xbymp hXri(i(pd-7] Epcdx, xal ovöelg xoöp 
dvd^QWJtmp typco, jtov 6X'rjfig)d-7] xal jcov IöxIp xal xi lytPBXo avxw. 

20 2 xal xd Igya avrw fisxd xcop kyQTjyoQoop, xal ßexd xwp dylcov al 
/jfiBQac avxov. 3 xal tüxcbg TJfirjp Evcbx BvXoywp xw xvqLco xrjg 
fi8yaXoovp7]g, xw ßaöiXsi xcop al(DPa)V, xal löov 01 syQrjyoQOL xov aylov 
xov fisydXov IxdXovp /is' 4 'Ep(dx o yQafifiaxevg xrjg öcxaioovprjg, jtoQSV- 
ov xal eljth xolg syQtjyoQOLg xov ovQavov , ohtveg djtoXtJtovxeg xov 

25 ovQavop xop vxpi^Xop, xb aylaöfia xrjg ordöemg xov alSvog, f/sxd xSv 
yvpaixmp i-fiidpdr]öap xai, ojOjtsq oi vlol xrjg y^g üiolovolp, ovx(Dg 
xal avxol jiolovölp xal eXaßop eavxotg yvpalxag' d(pavLö[ibp fiiyap 
xaxTjfpaPLöaxe xr}p yrjp, 5 xal ovx eoxai vfilp dQrjpri ovxe dcpsöig' 6 xal 
jibqI (DP xc^i^Qovoiv XWP vlwp avxmp, xbp g)6pop xwp ayajir\xG)p avxmp 



1/2 öevÖQOiv (oder öiröga) iv avtfj^ \ 3 (pvxsvS^tjoexaL aus dem Vorhergehenden 
wiederholt | (pvxtvov (pvvevovzeg \ xal A] at P | 5 o onÖQog] otcoqov P viell. 6 
CTCOQoq (p iv avtfj onaQElq) nach A \ Lücke nach A, ergänze (ylXia, xal ev fie- 
TQOv) I 8 ergänze nach A {xal Eaovzai nävzsg ol vlol xdiv dvQ^gamwv öixaioi) \ 
10/11 fiiaßßaTag \ 14 xazeveyxtlv A] xai xazevsvxiv P | inl z^v yijv + A (viell. 
für STil zd £Qya einzusetzen) | 19 iozlv] eazTj A? Ein Tempus der Vergangenheit 
scheint nötig | 20 avzoj] aizwvV avzov k.^ Edd. | 21 iv zalq rj/utsgaig avzov A | 
eozwg < A ] 22/23 zov ay. z. fi. <i K | 23 ol yQa/nfiazevg P | 28 xaztj(pavlaaze] 
xair]<faviaaze P | xal dcpaviOßbv fxsyav t](paviG^riGav im zrjg yrjg A? | v/iiTv] 
avzoZg A. 



Cap. 10, 19-12, 6. 35 

in Gerechtigkeit bebaut werden und wird ganz mit Bäumen bepflanzt 
und voll Segen sein. 19 Und alle Bäume der Lust wird man auf ihr 
pflanzen, und man wird Weinstöcke auf ihr pflanzen, und der Wein- 
stock, der auf ihr gepflanzt werden wird, wird Wein in Fülle geben, 
und von allem Samen, der darauf gesät wird, wird ein Mass tausend 5 
bringen, und ein Mass Oliven wird zehn Pressen Ol geben. 20 Und 
du reinige die Erde von aller Gewaltthat, von aller Ungerechtigkeit, 
von aller Sünde, von aller Gottlosigkeit und von aller Unreinigkeit, die 
auf Erden vorkommt, vertilge sie von der Erde. 21 Und alle Menschen- 
kinder sollen gerecht werden, und alle Völker sollen mich ehren und 10 
preisen, und alle werden mich anbeten. 22 Und die Erde wird rein 
sein von aller Verderbnis und aller Sünde, von allem Strafgericht und 
von aller Pein, und niemals werde ich wieder (dergleichen) über sie 
bringen von Geschlecht zu Geschlecht in Ewigkeit. 

Cap. 11. Und in jenen Tagen werde ich die himmlischen Schatz- 15 
kammern des Segens öfl'nen, um sie auf die Erde, über das Werk und 
die Arbeit der Menschenkinder herabkommen zu lassen. 2 Und Friede 
und Wahrheit werden vereint sein für alle Tage der Welt und für alle 
Geschlechter der Welt.« 

Cap. 12. Vor allen (r. diesen) Begebenheiten ward Henoch entrückt, 20 
und keines von den Menschenkindern wusste, wohin er entrückt worden 
war, und wo er sich aufhielt, und was (mit ihm) geschehen war. 2 Und 
all sein Thun war mit den Wächtern und Heiligen in seinen Tagen. 
3 Und ich, Henoch, pries eben den grossen Herrn, [und] den König der 
Welt, siehe da riefen mich, Henoch den Schreiber, die Wächter und 25 
sprachen zu mir: .4 »Henoch, Schreiber der Gerechtigkeit, geh, verkünde 
den Wächtern des Himmels, welche den hohen Himmel, die heilige, 
ewige Stätte verlassen haben, und sich mit Weibern geschändet und 
gethan haben, wie die Menschenkinder thun, und sich Weiber genommen 
haben und in grosse Verderbnis auf Erden versunken sind: 5 [und] Sie 30 
werden keinen Frieden, noch Vergebung der Sünden haben. 6 Und weil 
sie sich über ihre Kinder freuen, sollen sie die Ermordung ihrer Lieb- 

Cap. 10, 18 u. 19 Jes. 65, 21. Jerem. 81, 4. Ezech. 28, 26. Arnos 9, 14. — 

19 Jes. 5, 10. — Cap. 11. 1 Deut. 28, 12. — 2. Psal. 85, 11. 

4 Wein] < U; »Frucht« II | 13 »wieder eine Flut über sie bringen« T2, II | 

20 kuellü des äth. T. ist nach d. Gr. in ellü zu ändern | 23 »Heil. u. Wä.« II | 
24 »grossen« = 'abij vielleicht ungenau für 'ebaj = fxsyaXoovvr] \ 28 »und die . . . 
Stätte« alle HSS ausser G | 31 Frieden haben] + »auf Erden« Q, II | 32 der äth. 
Text verderbt: »weil sich ihre Kinder (welüdömü) freuen« GQU; ». . . nicht freuen« 
M; »weil sie sich nicht über ihre Kinder freuen« T, IL Welüdömü kann aber auch 
als Accus, gefasst werden, vgl. Dn. Gr.2 § 176 f., also ebenfalls: »über ihre Kinder«. 

3* 



36 Bwch Henoch. 

otpovxcu xal IjcX t(] aJccoXda ratv vlätv avxwv areva^ovöiv xal öet]- 
^i^aovTai slg TOP alSva, xal ovx lorac avrolq, eig sXsov xal sIqtjvtjv. 
XIII, 1 *0 de 'Evcox tm ^A^aiß djitv jtoQtvov, ovx lörai Cot elQtjvi], 
xQlfia f/tya i^fjXO-ev xara oov öTjOal 06, 2 xal arox^i xal kgcorrjolq 
5 aoL ovx törac jibqI cjv eöecS,ag äöixrjiiarcov xal jcsqI :jtavT(ov rcor 
tQ-zcov TCüP dceßeiwp xal rrjg döixlag xal rrjg dfiagriag, oOa vjitöei^ag 
rolg avd^QWJtoig. 3 tote JcoQevO^elg dgrjxa jtäöiv avrolg, xal avtol 
jcdvTsg i(poß?]0^r]aav, xal eXaßev avrovg TQOfiog xal (poßog. 4 xal 
i)QcoTt]Oav ojtcog yQatpo) avrolg vjionvrmaxa ^Qa)ri^ö6cog, iva yivmvxai 

10 avxolg dcpeöig (xal fiaxQOxrjg), xal Iva aym dvayvw avxolg xo vjto- 
fiPTjfia rrjg kQcoxrjöewg evcajtiov xvqIov xov ovQavov. 5 oxc avxol ovxexi 
övvavxai XaX^Oai ovdh sJiaQai avxmv xovg ocpd-aXfiovg slg xov ovQa- 
vbv djto alaxvvTjg jisqI mv rmaqxrixuoav xal xaxexQid-rjöav. 6 xoxe 
eygaxpa xo vjtofivrjfia xrjg BQcoxrjöemg avxcbv xal xdg öerjöeig jcbqI xcäv 

15 jtvev/idxa)V avxmv xal jisqI cov ötovxai, 07ta)g avxmv yivoDVxai d(peöig 
xal iiaxQoxrjg. 7 xal jtogsvd-elg sxdO^töa ejtl xcov v6dxa)V Aav ev yfj 
Adv, jjxig iöxlv ex ös^icov '^EQfiwveielfi övö8a)g. dvsyivwöxov xo Vüio- 
livriiia xSv öe^öeov avxmv, %mg €xotfirj&^T]v. 8 xal iöov ovblqol hüi 
ifih ijXd^ov xal OQdösig In sfih sjtejtiJixov xal elöov OQaoeig OQytjg, 

20 xal 7]Xd-£v (jpmvtj Xeyovöa' djcov xolg vlolg xov ovgavov xov sXey^ac 
avxovg. 9 xal s^vjtvog ysvofievog rjXß-ov jiQog avxovg, xal jtavxeg 
ovv7]yfi£voi Exdd-r]vxo jcev&ovvxeg ev 'EßsXOaxa, rjxig loxlv dvd [itoov 
xov Aißdvov xal 2£VSör}X, JtsQixsxaXvfifievot xr]V orptv 10 * * * * * 
* * * ^ svmjtiov avxmv xal dvi^yyeiXa avxolg jtdöag xag ogaöetg, ag 

25 eIöov xaxd xovg vjtvovg, xal TjQ^dfirjv XaXelv xovg Xoyovg xrjg öixaiocfv- 
vrjg eXeyxmv xovg syQrjyogovg xov ovgavov. 

XIV, 1 BlßXog Xdymv öcxaioövvfjg xal sXey^emg kygrjyogmv xmv 
ajto xov almvog xara xrjv evxoXrjv xov aylov xov fieyaXov ev xavxjj 
xfi ogaoei. 2 eym elöov xaxd xovg vjtvovg fiov, o vvv Xeym ev yXmööi;] 

30 öagxlv^] ev xm jtvevpiaxi xov oxofiaxog (lov, o eömxev o ueyag xolg 
avd^gmjtocg XaXelv ev avxolg xal vorjöac xagöla. 3o?g^^^*^^^** 



3 noQEvO^elQ xw ^^a^^P. elm^f A | 10 y.al /naxQOzrjg wegen ysvcovrai nach 
Zeile 16 hinzugefügt | avayvoi P, dvayo) A? | 12 övvovrai P | 13 wahrsch. vno \ 
15 Yor xal nsgl Lücke durch Hcmöoteleuton ? Vgl. A | 17 '^Eqijlojv xal ix övaecog 
D 'Eq/üküv [r] oifiai övaewg] Diels [ avsyivwaxcov P dvayiyv(6ax(ov D | 18 swg A] 
iog P I 22 aeveßelaaxa] verb. D | 23 Lücke nach D, der {xal iXdXijaa) ergänzt | 
25 ?.oyog \ 26 zog \ xovaiQuvov \ 29 o vvv Lods] (ov wv P 1 31 XaXelv iv avx(S A j 
vofjaai xaQÖia DCJ vorjasi xaQÖiag F \ a>g A] o? P 1 Lücke nach A. 



Cap. 13, 1—14, 3. 37 

linge sehen und über den Untergang ihrer Kinder klagen; und sie wer- 
den immerdar bitten, aber Barmherzigkeit und Friede wird ihnen nicht 
zu teil werden.« 

Cap. 18. Und Henoch ging hin und sagte zu Azazel: »Du wirst 
keinen Frieden haben, ein gewaltiges Urteil ist über dich ergangen, 5 
dich zu fesseln. 2 Milde und Fürbitte wird dir nicht zu teil werden, 
wegen der Gewaltthat, die du gelehrt hast, und wegen all der Werke 
der Lästerung, Gewaltthat und Sünde, die du den Menschen gezeigt 
hast.« 3 Dann ging ich hin und redete zu ihnen allen zusammen, und 
sie fürchteten sich alle, Furcht und Zittern ergriff sie. 4 Und sie baten 10 
mich, für sie eine Bittschrift zu schreiben, dass ihnen dadurch Ver- 
gebung zu teil werde, und ihre Bittschrift hinauf zu bringen vor den 
Herrn des Himmels. 5 Denn sie selbst können von nun an nicht (mit 
ihm) reden und auch nicht ihre Augen zum Himmel erheben aus Scham 
über ihre Sünde, um derentwillen sie verdammt worden sind. 6 Da 15 
verfasste ich ihre Bittschrift und das Gnadengesuch für ihren Geist und 
für ihre einzelnen Thaten und um das, was ihr Anliegen war, dass 
ihnen Verzeihung und Nachsicht (dadurch) zu teil werden möchte. 7 Und 
ich ging hin und setzte mich an die Wasser Dan im (Lande) Dan, 
welches rechts (südlich) von der Westseite des Hermon liegt, und las 20 
ihre Bittschrift vor, bis ich einschlief. 8 Und siehe, ein Traum kam 
über mich, und Gesichte fielen auf mich, und ich sah die Gesichte des 
Strafgerichts (und eine Stimme erscholl), dass ich zu den Söhnen des 
Himmels reden und sie schelten sollte. 9 Und als ich aufgewacht war, 
kam ich zu ihnen, und sie sassen alle beisammen in Ublesjael, welches 25 
zwischen dem Libanon und Seneser liegt, trauernd mit verhülltem Ge- 
sicht. 10 Und ich erzählte vor ihnen alle Gesichte, die ich im Schlaf 
gesehen hatte, und fing an, jene Worte der Gerechtigkeit zu verkünden 
und* die Wächter des Himmels zu schelten. 

Cap. 14. Dieses Buch (ist) das Wort der Gerechtigkeit und der 30 
Zurechtweisung der Wächter, die von Ewigkeit her sind, wie der Hei- 
lige und Grosse in jenem Gericht befohlen hat. 2 Ich sah in meinem 
Schlafe, was ich jetzt mit Fleischeszunge verkünde, mit meinem Odem, 
den der Grosse den Menschen in den Mund gegeben hat, dadurch mit 
einander zu reden und mit dem Herzen (es) zu verstehen. 3 Wie er die 35 



6 Fürbitte] + *und Barmherzigkeiten II | 8 »Menschenkindern« MT2, II 1 12/13 «vor 
Gott in den Himmel« Q, II 1 27 «in meinem Schlafe« QT2, II | 30 «Das (ist) das Buch 
der Worte . . .« Q | 33 «mit meiner Fleischeszunge« Q, B | 34 «den der Grosse mir 
in den Mund gegeben hat, den der Grosse den Menschen gegeben hat« M; »den 
d. Gr. in den Mund gegeben hat, den er den Menschen gegeben hat« QU. 



38 Buch Henoch. 

ovtfOQ xal Ifih) exTiöep xal f6(ox6V hXiy^aaO^ai kyQrjyoQovgrovqvlovq rov 
ovQai'ov. 4 iyco Tf]v IqwttjOip v^Sp [tcqp dyytZcov] tyQatpa xal Iv r^ OQa- 
ötifiov xovTO idelxO-f] xal ovre rj kQ(6Tf]öig vfi6?v jcageöexO-^ * ^t * biva 
fitjxtrc elg rov ovQavbv dpaßrjre i\7rl jtdvrag rovg alatvag xal kv rolg 

5 ötOfiolg rTjg yrjg Iqq£0^7j örjöac vftäg elg Jidaag rag yeveag rov almvog. 
6 xal llva jiqIv tovtow löqxs rrjv djtcoXeiap xmv vlcöv vfcmv Ta>v dya- 
jtrfcmv, xal ori ovx tOrai vfitv ovrjOig avTa>v, aXXa Jteöovvrac Ivcd- 
jtiov v^cov Ip naxaiQa. 7 xal i) sQmrrjOig vf/cQP JttQl avzwp ovx eörai 
ovöe JtsQl vfjcöp xal vf/slg xXalopzEg xal öeousvoi xal fjrj XaXovptsg 

10 y^äp Qfjfta djtb ryg ygacpi^g, f)g lygaipa. 8 xal kfiol ig) OQaO£i ovrog 
iöeix&f]' i^ov paq)tXai hp rf] ogdöei exdXovp xal ofiixXai fis Itpmpovp^ 
xal öcaÖQOfial tcöp dörsQoyp xal doTQajtal fie xarsojtovöa^op xal l^o- 
QvßaCop ft£ xal apsfjoi Ip t(] oQaoei e^sjttraodp fie xal ejtrJQccp (le avo) 
xal elgriptyxdp f/e elg top ovgapop, 9 xal slgr/Xd^op iiiyjgig rjyyioa rsl- 

15 X^'^? olxoöofcrjg ip Xi^oig X^^^^^?? ^^^ yXcöOöai jiVQog xvxXoj avrcöp, 
xal i'iQ^aPTo ixcpoßslv fis. 10 xal elorjX&op dg rag yXatöOag rov Jtvgbg xal 
riyyioa elg olxop [leyap olxoöofirjfiepop ep XiO^oig x^^^dCxig, xal ol xolxot 
xov OLXov cog Xid-oJtXaxeg, xal jtäöac rjöap ex x^^opog xal e6d(pr} x^opixd. 
11 xal al öxeyai atg öiaÖQOfial doxegcDP xal aöxgajcal xal [lexa^v 

20 avxmp x^QOvßlp jtvgipa xal 6 ovgapog avxSp v6a>Q, 12 xal JtvQ (pXeyo- 
ftepop xvxXcp xmp xoIxojp xal O^vgai Jtvgl xaiofiepaL 13 elgvjX- 
d^op elg xop oixop exelpop, deg^op cog Jtvg xal tpvxgop cog Xkdp, xal 
jcäöa xgvtptj ^corjg ovx rjv ep avxm. g)oßog [le exdXvxpep xal xgofiog 
fi€ eXaßep, 14 xal rj(ir}p oeiofiepog xal xgeficop xal ejteöop (elg xb 

25 JigoöojtoP (lov xaV) ed^ecogovp ep x^j ogdoei f/ov. 15 xal löov 
aXXf] d-vga dpeqyy/jeprj xaxepapxl fiov xal 6 olxog fiel^ojp xovxov xal 
oXog olxoöofiTjfiepog ep yXcoööaig jtvgbg 16 xal oXog 6caq)ega)p ep dog^ 
xal ep xiiifi xal ep ^eyaXoövvi^f moxe [irj övpaöd^al fie e^eijteip vfilp 



XIV 5 cf. Origenes c. Celsum V 52 sq Delarae I p. 617 Hermes apud G. Syn- 
cellum p. 13 Goar p. 24 Dind. Liber Adam et Evae II 19 Commodianus Instr. I 3 
Lactantius Inst. II 15. — XIV 8 cf. Passio Perpetuae XII p. 80 sq. 

1 söioTO P? sö(ox£v Edd. sxls^aa&ai P] verb. D nach A 2 Z(öv dyyeXwv tilgt C 
nach A ] 3 Lücke nach A? | 5 öeoßolq las Origenes ] 6 tcqIv] ksql P uqo Edd. | 
11 OfioyXe P I 12 doxQanal D] öiaaxQans P al daxQanal A | 13 ^^enhaoav] 
dvenxsQwaav C doch vgl. vulgärgr. ^xnLxaoiq, 'das Fliegen' | 15 olxoöo^i'^fjihov A i 
ylüioaai A] yXioaarjg P y?Maacag D | 21 xeo/nevot] verb. D | 22 oioixov \ 23 XQvcpri 
CA] XQO(pri P I o;« I 24 aus A + D | 26 aXXriv &vQav avecoyfxevrjv P | 27 yX(oaarjg P] 
verb. Edd. 



Cap. 14, 4-14, 16. 39 

Menschen geschaffen und ihnen verliehen hat, das Wort der Erkenntnis 
zu verstehen, so hat er auch mich geschaffen und mir verliehen, die 
Wächter, die Söhne des Himmels zu schelten. 4 Ich habe eure Bitte 
aufgeschrieben, aber in meinem Gesicht erschien es mir also, dass eure 
Bitte nicht erfüllt werden wird in alle Ewigkeit, dass das Gericht über 5 
euch vollendet ist, und euch nichts gewährt werden wird. 5 Und von 
nun an werdet ihr nicht (mehr) zum Himmel aufsteigen bis in alle Ewig- 
keit, und es ist befohlen worden, auf der Erde euch zu binden für alle 
alle Tage der Welt. 6 Doch zuvor werdet ihr den Untergang eurer lieben 
Söhne gesehen und euch ihres Besitzes nicht erfreut haben, sondern sie 10 
werden vor euch fallen durch das Schwert. 7 Und eure Bitte für sie 
wird nicht erfüllt werden und (auch nicht) für euch, wie ihr auch dabei 
weint und fleht und (doch) nicht einmal ein Wort aus der Schrift, die 
ich geschrieben habe, vorbringt. 8 Und das Gesicht erschien mir 
folgendermassen: Siehe, Wolken riefen mich im Gesicht, und Nebel rief 15 
mich, und der Lauf der Sterne und die Blitze hiessen mich eilen und 
trieben mich an, und die Winde im Gesicht gaben mir Flügel [und 
hiessen mich eilen], und sie hoben mich empor und (brachten mich) in 
den Himmel. 9 Und ich ging hinein, bis ich an eine Mauer kam, aus 
Hagelsteinen erbaut, und Feuerzungen rings herum, und sie fingen an 20 
mir Furcht zu machen. 10 Und ich trat ein in (den Kreis der) Feuer- 
zungen und näherte mich einem grossen Hause, das aus Hagelsteinen 
erbaut war, und die Wände jenes Hauses waren wie Plattenbelag aus 
Steinen von Hagel, und sein Fussboden war Hagel, 11 seine Decke wie 
die Bahn der Sterne und (wie) Blitze; und dazwischen feurige Cheru- 25 
bim, und ihr Himmel (gleich) Wasser; 12 und flammendes Feuer rings 
um die Wände, und seine Thür brannte im Feuer. 13 Und ich trat 
ein in jenes Haus, und es war heiss wie Feuer und kalt wie Schnee; 
und nichts von Lebensfreude war daselbst; Furcht deckte mich und 
Zittern ergriff mich, 14 und erschüttert und zitternd fiel ich nieder auf 30 
mein Antlitz und schaute im Gesicht: 15 Und siehe, (da war) ein anderes 
Haus, grösser als dieses, und die Thür ganz geöffnet vor mir; und es 
war aus Feuerzungen gebaut 16 und in allen Stücken so überschwäng- 
lich an Herrlichkeit und Pracht und Grösse, dass ich euch von seiner 

Cap. 14. 14 Ezech. 1, 28. Dan. 8, 17. 18. 10, 9. 

1 die Menschen] -j- »und mich« GM QU, aus dem Folgenden irrtümlich voraus- 
genommen I »Verständnis des Wortes zu erfassen« Q 1 2 mich geschaffen] + »das Wort 
der Erkenntnis zu verstehen« E 1 17 Windejm Gesicht (ba-rä'je)] »Geister des Hagels« 
(barad) Q, inneräth. Verderbnis | 18 »hiessen mich eilen« ist eine irrtümliche Wieder- 
holung aus Z. 16, dafür ist xccl elgjjvsyxdv fxs ausgelassen | 22 Hagelsteinen] 
»Perlsteinen« M | 27 »seine Wände« II | 20 Lebensfreude] »Freude und Leben« 
T, II & FHLO 1 32 »seine Thür« QT, IL 



40 Buch Henoch. 

jieqI tTjq öo^rjg xal jtSQC zT/g fityaXoövptjg avvov. 17 to töacpog avrov 
tjp JivQog, TO öh avcoTtQOV avvov f'/oav doTQctjtal xal öiaÖQOfial dortgcDv, 
xal t) öTiyt} avrov rjv JtvQ cpXiyov, 18 k&ta>QOvv 6e xal elöov d-Qovov 
v}pr]Xov xal to döog avxov coöil xQvordXXivov xal xQOXog cog r/Xiov 
5 Xa^jiovxog xal OQog x^QOvßip. 19 xal vjtoxdtco rov d^Qovov i^sjtoQevovxo 
jtora/iol JzvQog g)X6y6fievot xal ovx köwdod-y^v löetp. 20 xal rj öo^a 7) 
fisydX?! £xdd-r]To kjt avxw' xo jtsgtßoXaiov avxov [cog döog] rjXlov Xafi- 
JTQOXEQOV xal XevxoxtQOV Jtdorjg xtovog. 21 xal ovx sövvaxo jcäg dyye- 
Xog jtagsXO-slP dg xov olxov xovxov xal löelp xo jzqoögojiov avxov öia 

10 xo evxifiov xal h'öo^ov. xal ovx eövvaxo Jtaoa Occq^ iöelv avxov 22 ro 
JtvQ (fXeyofitvov xvxXo). xal JtvQ ^tya jtaQsioxrjxei avxq>, xal ovöalg 
kyylC^BL avxm (xmv) xvxXcp, fivQiai fivQidöeg toxrjxav evcojtiov avxov, xal 
jtag Xoyog avxov tQyov. 23 xal ol dyioi xätv dyyiXojv ol lyylCovxeg 
avxm ovx djioxcoQOvöLV vvxxog ovxs dtplöxavxac avxov. 24 xdyco r/firjv 

15 ^a)g xovxov sjil JtQOOcojtov fiov ßeßXrjfitvog xal xgefimv, xal 6 xvQLog 
xcö oxofiaxt avxov kxdXeöev fje xal eljtev pioL' jtQogsXO-s möe, 'Evcox, 
xal xov Xbyov ftov dxovoov. 25 xal JtQogeXd^wv fioc elg xwv dyimv 
rjysiQSP fi£ xal löxrjöev fie xal jtgogrjyayev fie fidxQ^ '^^5 d-vgag, syco 
öh xo JiQOOmjtov fiov xdxm txv<pov. 

20 XV, 1 Kai djtoxQtO^elg scjcev [iol [6 dvd^Qa)Jiog 6 dXrjd-ivoq civd-go)- 

Jtog x7}g aXrjO-elag o ygafifiaxevg,] xal xrjg q)wvrjg avxov rjxovöa' fitj 
(poßrjd^^g, ^Ev(X)X (0) dvdgmjiog dXrj&ivbg xal ygafifiaxevg xrjg dXrj- 
^slag, jtgogeXd-e cböe xal xrjg (pojvrjg fiov dxovoov 2 jtogsvd-rjXL xal 
eijis xolg jctfi'tpaolv ö£ * * * ^ egcoxrjöai vfiäg töei jcsgl xcöv avd-gw- 

25 Jt(DV xal 117] xovg dvd-gconovg jtegl v[iä>v. 3 öid xi djteXljtsxs xov 
ovgavov xov vtprjXov xov dycov xov alcövog xal fisxd xcöv yvvaixatv 
£xoLfi?]0-f]X£ xal fiszd xwv d^yaxlgov xwv dv&gcDJcwv h^idvd^rjxe xal 
iXaßexs tavxolg yvvalxag {xal) SöJtsg vlol xrjg yrjg ejtoirjOaxe xal 
eyBvvrjOaxe tavxolg texva vlovg yiyavxag. 4 xal vfietg ?]xs dyioi xal 



XV cf. Minucius Felix, Octavius c. 26. Clemens homil. VIII 13, VIII 15. 

4 (vael Swete] wov \ 5 ogog P ogaoiq D oipswg C x^Qog A. Meyer | 6 (pXsyoßi- 
vov AC (wohl richtig) | 7 <x)q elöoq < A tilgt C | 10 Iöelv avxov. tb nvg xxX. A | 
12 x(üv + Diels | Eaxijxa P eaxrixaoiv Edd. | 13 dyyeXwv] qylwv A ] 17 xal — 
18 /Uf < A I 20 — 21 yQa/zfxaxevg < A | 22 6 < PA | 24 Lücke durch Homöote- 
leuton. Erg. nach A (iQCüxfjaai tisqI avxiöv iyQtjyoQoiq) \ 25 anslemexaL P | 28 xal 
+ A 1 (ol) rtoi? I 29 viell. xbxva xovq ylyavxaq. 



Cap. 14, 17—15, 4. 41 

Herrlichkeit und Grösse keine Beschreibung geben kann. 17 Sein Fuss- 
boden war von Feuer, und höher darüber Blitze und die Bahn der 
Sterne, und seine Decke flammendes Feuer. 18 Und ich schaute hin 
und sah darin einen hohen Thron, und sein Aussehen war wie Reif, und 
sein Umkreis war wie die leuchtende Sonne, und (es ertönten) Cherub- 5 
stimmen. 19 Und unterhalb des Thrones kamen Ströme flammenden 
Feuers hervor, und ich vermochte nicht hinzusehen. 20 Und die grosse 
Herrlichkeit sass darauf, und ihr Gewand war leuchtender als die Sonne 
und weisser als aller Schnee. 21 Und keiner von den Engeln ver- 
mochte (in dieses Haus) einzutreten und sein Antlitz zu schauen vor 10 
Hoheit und Herrlichkeit, und keiner, der dem Fleisch angehört, ver- 
i mochte ihn zu sehen. 22 Flammendes Feuer war rings um ihn, und 
l' ein gewaltiges Feuer stand vor ihm, und keiner von denen, die um ihn 
f waren, näherte sich ihm; zehntausend mal zehntausend waren vor 
ihm, er aber hatte keinen Rat nötig. 23 Und die Heiligkeiten der 15 
Heiligen, die in seiner Nähe waren, entfernten sich nicht bei Nacht 
und gingen nicht weg von ihm. 24 Und ich war bis dahin (wie) mit 
einem Schleier (?) auf meinem Antlitz gewesen, indem ich zitterte, da 
rief mich der Herr mit eigenem Munde und sprach zu mir: »Tritt 
heran, Henoch, und (höre) mein [heiliges] Wort!« 25 ^ ^ ^ und er 20 
richtete mich auf und brachte mich bis zur Thür, ich aber schlug mein 
Antlitz zu Boden. 

Cap. 15. Und er hob an und sprach zu mir, (und) ich hörte 
auf seine Stimme: »Fürchte dich nicht, Henoch, du gerechter Mann und 
Schreiber der Gerechtigkeit, tritt heran und höre mein Wort! 2 Und 25 
geh hin, sage den Wächtern des Himmels, die dich geschickt haben, 
für sie zu bitten: Ihr hättet für die Menschen bitten sollen, aber nicht 
die Menschen für euch. 3 Warum habt ihr den hohen und heiligen, 
ewigen Himmel verlassen, und bei den Weibern geschlafen und mit 
den Töchtern der Menschen euch verunreinigt, und habt euch Weiber 30 
genommen und wie die Kinder der Erde gethan und Riesensöhne er- 
zeugt? 4 Und ihr wäret doch heilig, geistig, teilhaftig des ewigen 

Cap. 14. 18-22 Jes. 6. Ezech. 1 u. 10. Dan. 7, 9. 10. 

6 »des grossen Thrones« II | 7 »man vermochte nicht« alle HSS ausser T2 | 
»ihn anzusehen« Q, II excl. A | 7/8 »der Grosse an Hen-lichkeit« T2, II | 10 »und den 
Anblick seines Antlitzes . . . vermochte keiner zu sehen« M, II | 12 »Ein Feuer von 
flammendem Feuer« II excl. AKY ] 15 »heiligen Rat nötig. Und die Heiligen« T, 11 1 
16 Nacht] + »oder bei Tage« T2, II | 18 »Schleier« (gelbäb§ = neQißlT^fxa) entspricht 
dem ßeßXrjfjLhoQ d. Gr. | 20 der Äth. las Xoyov (xov ayiov st. koyov /uov axovaov | 
Lücke nach Gr. | 23/24 »mit seiner Stimme: Höre!« T, II; »höre« < U ] 32 »geistig, 
heilig« MQ, H. 



42 Buch Henoch. 

jcv6Vfia(TC() CoivTci alcovta' Iv rm ai^axi rwv yvvcuxmv kfiidvO^rjrs, xal 
Iv aifiaxi oaQXoq lyevvTjOaxe, xal Iv aiftari avd^QcoJtwv ijüed^vfirjöare 
(xal kjtoirioart) xa&cog xal avvol jioiovölv öaQxa xal alfia oiriveg 
djtoO-y?joxovOiv xal djtoXXvvrai. 5 6ia rovro l6coxa avrolg d-r]Xelag 

5 ii^a öJtiQfiarlöovöiv slg avrdg xal rexrcoOovOiv ev avralg rixva ov- 
ra}g, Iva fir] ixXsijtij avrolg Jtäv SQyov kjtl rrjg yrjg. 6 vfielg 6h vjitiq- 
Xtre jtV6Vfia(Ta} C(5i^Ta alcovia, xal ovx ajto&vrjOxovra dg jcaöag 
rag yevsag rov almvog. 7 xal öia rovro ovx kJtobioa ev v^ilv &TjXelag' 
ra Jtvavfia(ra) rov ovQavov, iv rq> ovQavtp 7] xarolxrjoig avrwv. 

10 8 xal vvv ol yiyavrsg ol yevvrj&tvreg djco rSv jtrevfidratv xal Oag- 
xog, jrv6Vfia(ra) loxvgd (xXrjO^rjOovrai) kjtl rrjg yrjg, xal ev rfj yfj y 
xarolxTjOig avrmv eorai. 9 JtvEviia{ra) jtovriQo. h^rjXO^ov djto rov 
ocofiaroQ avrojv, ötori djto rcov dvoyrsQCOv syevovro xal ex rcov ayicav 
lyQi^yoQow Tj aQ/Jj t^c xrloecog avrwv xal dgx^ ■d^sßtXlov. jcvsvfiara 

15 jrovTjQct xXrjd^TjOeraL 10 [jtv£vna{ra) ovgavov, ev reo ovQavco ri xaroi- 
xf]öig avrojv eörai, xal ra Jtvevfiara em rrjg yrjg ra yevvrjd-evra, ejcl 
T/yc yrjg r) xarolxrjoig avrmv lörai. 11 xal] ra Jtvev[iara rSv yiydvrcov 
Naq)rjXe\n dötxovvra, dcpaviC^ovra xal efiJtiJtrovra xal OVfiJtaXalovra 
xal ovQQiJtrovra em rrjg yijg [jtvevfiara öxXrjga yiydvrov] xal 6q6- 

20 f^ovg Jtotovvra xal (irjöev eod^lov(ra) dXX* döirovvra xal öitpSvra 
xal jtQogxojtrovra. 12 [jtveviia] xal e^avaörrjoe(rai) ravrä elg rovg 
VLovg rwv avO^QcoJtwv xal rSv yvvaixcov, ort essXrjXvd-aoiv dji avrmv 

Syncellus : 

xal fyied-^ exEQa' xal vvv ol yiyavzsg ol yevvrjd-svzEg and nvevfcdTCDV xal aaQ- 
xög, nvEVfiaza TtovrjQO. inl xfjq y^q xaXiaovOLV avvovg, oti fj xazolxrjOLg avzöiv 
eazai inl zfjg yrjg. nvEVfxaza novriQa. saovzai za nvevfxaza i^EXrjkvd-dza and zov 
acDfÄazog [zfjg aaQxog] avztbv, ölözl and zuiv dvS-Qihncav iyevovzo xal ix zibv ayluiv 
zöiv iyQTjyÖQCDV t] clqx^ ^^? xzLöEwg avzwv xal d^x^ d^EfiEXlov. nvEVfiaza novtjQa 
inl zfjg yf]g Eoovzai. zd nvEVfiaza z(bv yiydvzcov vEßöfiEva, dÖLXovvza, d(pavlt,ovzay 
ifinlnzovza xal ovfjtnaXaiovza xal Qmzovvza inl zfjg y^g xal ÖQOfiovg noLOvvza 
xal fitjöev ioS-iovza aAA' daizovvza xal (pdofiaza noiovvza xal öixpCbvza xal nQoa- 
xonzovza. xal i^avaaz7]oovzaL zd nvEVfiaza inl zoig vlovg z(hv dvS-Qojncov xal zibv 
yvvaixüiv, ozi i^ avzibv i^E?.7]Xvd-aaLV. xal dnö fj^uEQag [xaiQov] acpayflg xal dnwXeiag 
xal Q^avdzov zGiv ^ yLydvzvDV. Na^TjXelfz ol loyvQol zfjg yrjg ol fiEyakoi dvofiaazol 

XV 6 cf. Tertullianus de cult. fem. I c. 4. — XV 11 cf. Commodianus Tnstr. 
I 3. Lactantius Inst. II 15. 

1. 7. 9. 11. 12. 15 nvEVfxa P: verb. D | 2 EyEvrjaazE F \ S xal inoirjcaze + A | 
5 anEQfiazLGOvaiv DC] anEQ/uazi^ovaiv P | avzoig \ 6 ExXEinEt P 1 11 xXtj&ijgov- 
zai 4- A I 12 e^eX&cdv P i^fjX&ov A? Edd. i^sXrjXv^oza Synk. | 13 dv^Qconwv 
{=. avcDv) Sync. avoisgcov P | 18 Na<fi]XElfJ. Bouriant] ve(peXag P | 19 nvEV,uaza 
oxXriQa yiy. < AS tilgt C ] 19/20 zgofxovg A | 20 eo&eiov P verb. Edd. | 21 ngoaxo- 
nzovza] dnQoaonza A? | nvEvfxa alte Glosse zu zaiza \ E^avaozrjoi P. 



Cap. 15, 5—15, 12. 43 

Lebens, und habt euch (nun) durch (das Blut der) Weiber verunreinigt 
und mit dem Blute des Fleisches (Kinder) gezeugt und nach dem Blute 
der Menschen begehrt und habt Fleisch und Blut hervorgebracht, wie 
auch die zu thun pflegen, die da sterblich und vergänglich sind! 

5 Darum habe ich ihnen Weiber gegeben, dass sie dieselben besamen 5 
und Kinder von ihnen erhalten, auf dass so nichts auf Erden fehle. 

6 Ihr aber seid zuvor geistig gewesen, teilhaftig des ewigen, unsterb- 
lichen Lebens für alle Geschlechter der Welt. 7 Darum habe ich für 
euch keine Weiber geschaffen, denn die Geistigen des Himmels haben 
ihre Wohnung im HimmeL 8 Und nun die Riesen, welche von den 10 
Geistern und Fleisch gezeugt worden sind, böse Geister werden sie auf 
Erden genannt werden, und auf der Erde wird ihre Wohnung sein. 9 Böse 
Geister sind aus ihrem (der Riesen) Leibe hervorgegangen, weil sie von 
oben her (r. aus den Menschen) geschaffen wurden, (und) von den hei- 
ligen Wächtern ihr Anfang und die erste Grundlage stammt. Böse 15 
Geister werden [sie] auf Erden sein und böse Geister genannt werden 
[10 Die Geister des Himmels sollen im Himmel ihre Wohnung haben, 
und die Geister der Erde, die auf Erden geboren wurden, sollen auf 
Erden ihre Wohnung haben. 11 Und] die Geister der Riesen, der 
Wolken (r. der Nephilim), die da Gewaltthat üben, Vernichtung 20 
bringen, (darüber her) fallen, kämpfen, Zerstörung auf Erden an- 
richten, und Leid bringen, die nicht die geringste Speise essen, nicht 
Durst leiden und nicht wahrzunehmen sind. 12 Und diese Geister wer- 
den sich gegen die Menschenkinder und gegen die Weiber erheben, 
denn sie sind (von ihnen) ausgegangen. 25 

1 ba-diba (auf, an) d. Textes ist inneräth. Verderbnis für ba-dama »durch 
das Blut« I 6 Kinder erhalten (jetwaladü welüda, vgl. Gen. 30, 3.)] »Kinder (welüd) 
geboren werden« T, II | »auf dass . . . fehle« < MQ, »damit so die Dinge auf 
Erden geschehen« II & FHKNO | 9 »des Himmels« < II | 11 von den Geistern und 
Fleisch] alle HSS incorrect: »Geistern (em-manäfesta) des Fleisches« Q, »Seelen (em- 
nafsät) u. Fl.« G, »aus Körper (nafest) u. Fl.« d. übr. HSS. | 13/14 von oben her] auch 
der Gr. las dviozsgwv, Sync. richtig dvQ^Qwnwv \ 16 Der Text in V. 9 — 11 ist nicht 
in Ordnung. V. 9 b ist offenbar die doppelte Recension desselben Satzes, den ersten 
Teil finden wir bei Sync, den zweiten beim Gr., und wie wir aus Sync. schliessen 
können, gehört dieser Satz an den Anfang von V. 11. V. 10 dagegen ist lediglich 
Wiederholung von V. 7 b u. 8b und fehlt auch bei Sync. | 20 »Wolken« (dammanäta, 
nur Q Nom. dammanät-ni) = VE(pe).aq ist Missverständnis für Nacprileifji, so auch 
Bouriant, vgl. Sync. 16, 1 | 21 »vernichtet werden« alle HSS ausser GQ | 22/23 nicht 
Durst] »nicht« < M, B, indes scheint bei M die Neg. nur an die falsche Stelle vor ekla 
»Speise« geraten zu sein, M liest: wa-i'ekla wa-jesameu, d. andern HSS: ekla wa- 
i-je^ame'ü | 23 »nicht wahi'zunehmen sind« (wa-i-jet'awaqü) wird von Dn. Sitzb. in 
wa-jet'aqafCi geändert »sie erregen Anstoss«, als Äquivalent für nQoqxömovxa. Man 
kann aber auch i-jet'awaqü als ungenaue Übers, von (pdafiaxa noiovvta d. Sync. 
ansehen | 24 »werden sich nicht erheben« GQT^, II excl. W. 



44 Bücli Henoch. 

XVI, 1 CLJco Tj^iiQac 0(pay7}q xal djtwJLelag xal d^avarov NarprjXsl^ 
T« jtpevfiara ixjiogevofceva kx rfjg y^x^jg r^jg ouQxbg avtwv eoxcu 
aq)avlC,ovTa xo^Qh XQioecog. ovxcog d(paplöovoiv fi^XQ^^^ f)^^Q(^^ reXeico- 
oscog TTJg XQioecog t?/§ ^eydXrjc, kv rj o alcov o fieyag TeXeo^rjOeraL. 2 xal 

5 vvv lyQTjyoQoig TOlg jttfiipaolv 06 iQODTtjOaiJteQi avtcov oirtveg hv ovgav^ 
fjcav' 3 v/i€lg kv rw ovQavm r/re, xal Jiäv fivörrJQcov o ovx dvexa- 
Xv(pd"rj vfilp, xal fivoxijQLOv ro Ix rov d^tov ytyevrjutvov lyvcDre, xal 
TovTO Ififjvvoare xalg yvvai^lv kv ralg öxXijQoxagdiaig vfimv, xal kv 
Tc5 fivarrjQlm rovrcp JiXtjO^vvovöcv al d^rjXuaL xal oi av&QmjtOL xa xaxa 
10 knl TTJg yrjg. 4 eljiov ovv avzolg' ovx Iotlv üqtjvj]. 

XVII, 1 Kai jcagaXaßovTsg [ie slg rcva roJtov djtrjyayov, kv m 
Ol ovreg kxel ylvovrai cog jtvQ (pXtyov xai, orav d^kXcoOLv, (paivovrai 
cooel avB^Qoojtoi. 2 xal ajiijyayov (le dg ^oq^wöfj rojtov xal elg OQog, 
ov 7/ xe(paXtj arpLXVSlro elg top ovquvov. 3 xal döov roJtov tcov 

15 g)coöTriQoyv xal rovg d^?]öavQOvg rwv dörtQwv xal rSv ßgovratv xal 
elg Tß^ aegoßaO-?], ojtov ro^ov Jtvgog xal ra ßeXrj, xal rag d-rjxag avrSv 
xal rag dorgajtag Jidöag. 4 xal djtrjyayov fie [lexgi vödxmv l^fbvzcov 
xal fiexgi Jtvgog övöeoyg, o köziv xal jtagexov Jtdöag rag övöeig rov 
TjXlov. 5 xal rjXO^ofiev fiexgt Jtora^ov Jtvgog, kv m xarargexei ro Jtvg 

20 cog vöwg xal geei elg d-dXaOOav (leydXrjv övOemg. 6 elöov rovg iieyd- 

xa Tiveifiaxa rä ixTtOQSvofjieva anb xrjq ipry^g avxibv loq ix xfjq aaQxög toovxai 
a<pavit,ovxa /co^t? x^iaecog. ovxiog dcpaviGovai (j.sxql rj/xs^ag x^g xekeLOjasojg, scog 
xfjg XQiaecDg xt^g /j.eydki]g, iv y d aivjv 6 (leyag xeXsad^oexai, i(p ana^ o/iov xe- 
XeaS^GExai. 

Kai avd-ig' tceqI öh xov oQovg, kv (p io^ooav xal dvsS-Sßdxioav TCQog xöv 
TcXtiaiov avxibv, (ixi slg xöv alibva ov fi^ dnoaxy an avxov ipvxog xal X'-^^ ^^l 
ndxvri, xal ÖQÖaog ov [x^ xaxaßy elg avx6, et fif/ elg xaxdqav xaxaßriaexai kn axxid, 
fJ-sx,QLg i^fjLt-Qag xQioecag xfjg fieydXtjg. kv xoj xaiQö) kxeivcp xaxaxavd^i^aexai xal xanei- 
vioS^i^aexai xal saxat xaxaxaiöfxevov xal xijxöuevov log xriQÖg ditb nvQog' ovxcog 
xaxaxariaexai negl ndvxiov xä)v eQyayv avxov. xal vvv kyöi Xsyo) vfuv vlolg dv- 
d^QoiTiiov ' ÖQy^i /lEydXrj xad^ vfn'ov, xaxd xö)v vL(bv v^ibv, xal ov navaexai tj oQy^ 
avXTj d<p vfi{bv fxsxQi xaiQov a(payrjg xCov vl(üv vfzibv. xal dnoXovvxai ol dyanrjxol 
vßüiv xal dnod-avovvxai ol evxLjxoi vfiGyv dnb ndar\g xfjg yffg, Zxl näaai al rjfisQai 
x/]g t,u)ilg avxibv dnb xov vvv ov fz^ eaovxai nXeio) xibv exaxbv el'xoaiv kx(bv. xal 
jji^ öö^rjxe 6X1 "Qf^aai, knl nXeio) ext}, ov yaQ eaxtv in avxoTg näaa ööbg ix<pev^e(j)g 

XVI 1 cf. Lactantius Inst. II 15. — XVI 3 cf. Clemens Alex. Strom. V 1 
Hermes apud G. Syncellum p. 13 Goar p. 24 Dind. 

1 NacpriXelfi] acptov P vgl. A Sync. «V wv Edd. | 4 ewg xfjg xQlaewg mit Sync? j 
6 o tilgte I 7 fivaxjJQiov xb iSov&avtjßivov C 1 14 acpixvvvo \ 15 aaxsQcavF] datga- 
n(öv Usener | xal — daxigojv < A | 16 viell. dg xd dxQ(o(xi^gia zd) ßdd^T] nach A 
elg xd dxQoßad^rj Diels | 18 negitxov A'! wohl richtig. 



Cap. 16, 1—17, 6. 45 

Cap. 16. Von den Tagen des Mordes und Verderbens und des 
Todes der Riesen an, da die Geister aus den Seelen ihres Fleisches 
herausgegangen sind, sollen sie dem Verderben Geweihte sein (r. Ver- 
derben anrichten) ohne Gericht — so sollen sie verderben (r. Verderben 
anrichten) bis auf den Tag der Vollendung des grossen Gerichts, an 5 
dem der grosse Weltlauf zu seinem Ende gekommen sein wird [an den 
Wächtern und den Gottlosen]. 2 Und nun (sprich) zu den Wächtern, 
die dich abgeschickt haben, für sie zu bitten, die vordem im Himmel 
\t waren, 3 nun (sprich): Ihr seid in dem Himmel gewesen, aber (alle) 
verborgenen Dinge waren euch noch nicht offenbart, doch kanntet ihr 10 
ein fluchwürdiges Geheimnis und das habt ihr den Weibern in eurer 
Herzenshärtigkeit erzählt, und durch dieses Geheimnis richten die Weiber 
und Männer viel Böses auf Erden an. 4 Sage ihnen also: Ihr werdet 
keinen Frieden haben.« 

Cap. 17 ♦ Und sie nahmen mich hinweg an einen Ort, wo die- 15 
jenigen, welche daselbst hausen, wie flammendes Feuer sind, und wann 
sie wollen, erscheinen sie wie Menschen. 2 Und sie führten mich an 
den Ort des Sturmwindes und auf einen Berg, dessen höchster Gipfel 
bis an den Himmel reichte. 3 Und ich sah die Stätten der Lichter 
und des Donners an den äussersten Enden, in der Tiefe, wo der feurige 20 
Bogen und die Pfeile nebst ihrem Köcher und das feurige Schwert und 
alle Blitze sind. 4 Und sie brachten mich bis zu den [sogenannten] 
lebendigen Wassern und bis zu dem Feuer des Westens, welches jeden 
Sonnenuntergang aufnimmt. 5 Und ich kam zu einem Feuerstrome, 
dessen Feuer wie Wasser dahinfliesst, und der sich in das grosse Meer 25 
im Westen ergiesst. 6 Und ich sah die grossen Ströme und kam bis 

änd zov vvv öiä Zfjv oQy^v, ^v oiQylad'ri vfiTv 6 ßaadsvQ Tcdvrcov rCov amvcov ' fi^ 
vofiLGrjre oxL ixrpEv^sad^e zavra. 

xal zavra fzhv ix zov tiqcdzov ßißXiov ^Ev(bx ^^qI toiv eygriyÖQcov pergit 
Syncellus. 

Cap. 17. 3 Psal. 7, 13, auch Habak. 3, 9. 11. Klagel. Jerem. 2, 4. 3, 12. 13. 
Psal. 18, 15. 77, 18. 19. 144, 6. Deut. 32, 41. 

1 von den Tagen ... an (em-mawa ela)] »in den Tagen« (ama mawä'^ela) alle 
HSS ausser Q | 2 Seelen (nafsäta)] »Körper« nafest II (excl. EY & N), »aus ihrem 
Fleische« ü, einen sinnlosen Text bieten MQT | 3 »dem Verderben Getveihte« 
= jemäsen st. jämäsen = d(pavl'C,ovza \ 5 »der Vollendung des grossen Gerichts« 
nach d. Gr., im aeth. Text lesen »des grossen Gerichts« BCD, »der grossen Voll- 
endung« alle übrigen HSS 1 5/6 »an dem der Weltlauf« 1. enta^älam st. em-'älam ] 
[ ] < Gr. u. Sync. | 15/16 »wo (Gestalten) sind wie . . .« alle HSS ausser GQ u. T 
(zw. d. Z.) I 19 bis] »in« MU, ABCD | »leuchtende Stätten und den D.« alle HSS 
excl. GMQ u. | 20 »Tiefe den feurigen Bogen und . . . Blitze.« T2, H excl. A | 
26 »alle gi'ossen Ströme« GT, IL 



46 Buch Henoch. 

).ovg Jtorafiovg [xal fitXQi rov fisyaXov Jtorafiov] xcä fiexQi rov fisya- 
Xov oxoTOvg xarrjvTtjoa xal äjtfjXd-op, ojcov jtaöa cag^ ov jtsQiJtarsl. 
7 elöop Tovg ävtfiovg rcöv Yv6(p(ov rovg xki^BQLVOvg xal ttjv IxxvOlv 
TTJg dßvoöov jtavTcov vöatmv. 8 döov ro azofia rijg "^yrjg navxmv rcov 
5 jrorafimv xal ro Ozofia rrjg dßvaoov. 

XVIII, 1 Eidov rovg O^rjOavQovg rmv avi[icov ndvrcov^ elöov otl 
i{v) avTOlg Ixodunötv Jtdöag rag xrloeig, xal xov d-s/ieXiov rrjg yrjg 
2 xal TOP Xld-op döov rfjg ycoviag rrjg yrjg, elöov rovg TSOdagag avi- 
fiovg T/jv yrjv ßaOrdCovzag xal ro ozsQimfia xov ovQavov, 3 xal 

10 avTol eOraöiv fisra^v yrjg xal ovQavov. 4 elöov dvtfiovg xov ovgavov 
(ixQi(povxag xal öcvevovtag xov xqoxov xov tjXIov xal Jtavxag xovg 
doxegag. b elöov xovg em xrjg yr/g dvefiovg ßaoxd^ovxag ev vetpeXi;}, elöov 
(jtsqI xa) jtSQaxa xrjg yrjg xo öxrjQiy^a xov ovQavov ejtdvo). 6 JtagrjX- 
d^ov xal elöov xbnov xaio^evov vvxxog xal rjutgag, ojiov xa tjtxa 

15 oQrj ajto Xld-mv JtoXvxeXwv, (xqIo) elg dvaxoXag xal xgla elg voxov 
ßdXXovxa. 7 xal xa f/ev Jtgog avaxoXag ajto Xi&ov XQ^^y-f^'^og, xo ös 
r/v ano Xid^ov (lagyagixov, xal xo dno Xl&ov xa&ev, xa öe xaxa voxov 
ajüb Xid^ov JTvggov. 8 xo öe fitöov avxwv r]v elg ovgavov möüieg ^go- 
vog d^eov, dno Xid^ov (povxd. xal ri xogvcprj xov &g6vov djio Xld-ov 

20 öaqxpeigov. 9 xal jtvg xaiofievov elöov' xdjtexeiva xcqv 6geo3v xov- 
xwv 10 xojtog eoxlv Jtegag xrjg ßeydXr]g yrjg, exel övvxeXeö&rjöoV' 
xat OL ovgavol. 11 xal elöov x^^f^^ f/eya elg xovg öxvXovg xov jtvgog 



1 notauov P | xal — noxaixol streicht D [ 3 dvsfxovg] xoXcovovq A? | 4 ro 
arofia ndvrcov r. not. tfjg yrjg D lies xo azo/ua xrjq Tcijyfjg n. z. noz.^ \ 9 Lücke 
nach A? I 10 eiazaaiv P eiozi^xaaiv oder loraaiv Edd. | Lücke nach A? | zov 
ovgavov AD: zcov ovQavojv P | 11 ÖLVSvovzag D] öiavevovzag P övvovzag C | 
12 Lücke nach A? | 13 naga ra + C negt zd + Diels | 15 zgla + C ] zglaC] zgig P | 
16 ßulXovza C] ßaXlovzag P | viell. (zb /uhv) dno lid^ov \ 17 za^ev] lav^Lvov Diels | 
zd öh A zoöe P | 20 xaxeiva P] verb. Edd. | 21 n^gav AC. 



Cap. 17, 7—18, 11. 47 

zu einer grossen Finsternis, und ich ging (weiter) dahin, " wohin (kein) 
Fleisch wandert. 7 Und ich sah die Berge der winterlichen Finster- 
nisse und den Ort, wohin das Wasser des ganzen Abgrundes sich er- 
giesst, 8 und ich sah die Mündungen aller Ströme der Erde und die 
Mündung des Abgrundes. 5 

Cap. 18. Und ich sah die Schatzkammern aller Winde und sah, 
wie er mit ihnen die ganze Schöpfung ausgeschmückt hat, und (ich sah) 
die Grundfesten der Erde, 2 und sah den Eckstein der Erde, und sah 
die vier Winde, welche die Erde tragen und das Firmament des 
Himmels. 3 Und ich sah, wie die Winde die hohe Wölbung des 10 
Himmels ausspannen, indem sie zwischen Himmel und Erde stehen, 
das sind die Säulen des Himmels. 4 Und ich sah die Winde, welche den 
Himmel im Kreise drehen, welche die Sonnenscheibe und alle Sterne zum 
Untergang bringen. 5 Ich sah die Winde über der Erde, welche an 
den Wolken zu tragen haben, ich sah die Pfade der Engel, ich sah 15 
am Ende der Erde das Firmament des Himmels darüber. 6 Und ich 
ging nach Süden (und sah einen Ort), der brannte Tag und Nacht, da 
wo die sieben Berge aus Edelstein sind, drei nach Osten und drei nach 
Süden. 7 Und von den nach Osten gelegenen war einer aus farbigem 
Stein, einer aus Perlstein und einer aus Heilstein, und die nach Süden 20 
gelegenen waren aus rotem Gestein. 8 Und der mittlere reichte bis in 
den Himmel, dem Throne Gottes gleich aus Antimon (r. Malachit?), und 
die Spitze des Thrones aus Sapphir. 9 Und ich sah ein flammendes 
Feuer und was auf allen Bergen ist (r. und hinter diesen Bergen) 
10 [und ich sah daselbst] einen Ort, jenseits der grossen Erde, daselbst 25 
werden die Himmel zusammengethan werden. 11 Und ich sah eine 
tiefe Kluft bei den Säulen himmlischen Feuers, und ich sah unter ihnen 

Cap. 18. 1. Jerem. 10, 13. 51, 16. Hiob 37, 9. Psal. 135, 7; Jes. 24, 18. Jerem. 
81,37. Micha 6, 2. Psal. 18, 16. 82. 5. - 2. Hiob 38, 6. — 3. Hiob 26, 11. — 8. Ezech. 1, 26. 

6 »aller« < GT^U | 15 »die Wolken« T, II | zu tragen haben (jesawei-ü)] »von 
den Wolken getragen werden« (jessawar ba-dammanät) QU, vielleicht beruht die 
Passivform nur auf ungenauer Schreibung | 20 Perlstein] »Hagelstein« Q | »Heil- 
stein« (ebna faus), im späteren Äthiopisch Bleiglanz, ist hier Übers, eines bereits 
vom Gr. verballhornten semitischen Ausdrucks. Im gr. Text ta&ev, der Äth. las 
aus seiner Vorlage etwa laaiv heraus | 22 zu pekä, (povxä, T(^5, TiS3 bab. lupakku 
Malachit vgl. Marti, Jesaja, Tübingen 1900 S. 355 | 24 und was auf allen Bergen ist] 
der Äth. hat inixeiva nirgends richtig verstanden: 18, 12. 30, 3 und 31, 2 giebt er 
es durch diba »auf« und 24, 2 durch mangala »nach« wieder, nur das inl berück- 
sichtigend; 30, 2 hat er ein sinnloses Conglomerat von Worten daraus gemacht 
und hier hat er xdnexeiva zu zergliedern versucht, x == wa, a («) == za-hall6, enexeivu 
=^ westa »auf«, und ebenfalls den Sinn verfehlt; »allen« (kuellü) Fehler .für ellü 
»diesen« | 26 die Himmel] »die Wasser« T2U2, II | 27 Kluft] + »in der Erde« T2, 11. 



4S Buch Henoch. 

xaraßalvovTag, xal ovx rjv fitzQOv ovre elg ßd&og ovre elg vxpoq. 12 xal 
ijt^xeipa Tov xaöfiarog rovrov elöov rojtov, ojtov ovöh oregecofia ovQa- 
j'ov Ijtavm ovre yri /yr xEd^e^tXLWfitvr} vjtoxaxco avrov, ovre vöcoq tjv 
vjto avT(p 0VT6 jtereivov, dXXa rojtog rjv tQTjfiog xal g)oß6Q6g. 13 kxsl 
5 siöov tJtra aörtQag cog ogt] fisydXa xaiofieva, jtsqI mv jcvpO^aPOfidvo) 
fioi 14 sljtev 6 dyyeXog' ovrog loxiv 6 ronog xo xtXog xov ovQa- 
vov xal y?jg, öeOfiatxrjQiop xovxo eyivtxo xolg döxQOig xal xalg övva- 
fisöip xov ovQavov. 15 xal ol döxtQsg ol xvXtofievoc ev xw jcvqI ovxoi 
dOLV ol JiaQaßdvxeg JtgoOxayfia xvqiov hv aQxfl TTJg dvaxoXrjg ammv, 

10 \oxL xoütog e^co xov ovQavov xevog koxiv] oxc ovx eBTJX^av ev xolq 
xaiQolg avxcjv. 16 xal mgylöd^rj avxolg xal lörjOev avzovg fisXQ^ '^«^" 
Qov xeXsKDOewg avxcöv dfiaQTiag [avxcjv] Iviavrcav fivQiojv. 

XIX, 1 Kai elüiev fioi OvqitjX' evO-döe ol fiiytpxeg dyysXoi xalg 
yvvai^lv oxTjOovxaL, xal xa üivzvpiaxa avxcöv JioXv(iOQq)a yEvo^sva 

15 Xvfiaipsxai xovg ävd-Qcojtovg xal JtXavrjost avzovg ejci&vsiv xolg 6ai- 
fwvloig fisxQi xTJg [leydXrjg xglöemg, ev fj xQi&i^oovxat elg djtoxeXeia)' 
Oiv. 2 xal al yvvalxeg avxcöv xSv nagaßdvxcov dyyiXc3V elg ösiQijvag 
ysvrjöovxac. 3 xdyco 'Eva>x elöov xa d-ec^Qr^iaxa fiovog xd Jiegaxa 
jtdvxcov xal ov fi7] lÖt;] ovöe elg dv&gwjtov, cog eyoö elöov. 

20 XX, 1 AyyeXot xcov övvdfiecov 2 OvgirjX o elg xcöv aylcov ayyeXmv, 

o ejtl xov xoöfiov xal xov xagxdgov. 3 "^Pacpar/X 6 elg xcöv aylcov dyye- 
Xcov, 6 ejtl xmv jtvevfidxoov xSv dvd-gcojcmv. 4 "^PayovrjX 6 elg xcov 
aylcov ayyeXoov, o exöixcöv xov xoOfiov xcov g)coOxrjgcov. 5 MixarjX 
o elg xcöv aylcov dyyeXcov , o ejtl xcov xov Xaov aya&cöv xexayfievog 

25 [xal ejtl xco x^^\ ^ JSagi7]X o eig xcöv ayloov dyyeXcov, o ejtl xcöv 
jtvevfidxcoVf oiXLveg em xq) jtvev^axt dfiagzdvovocv. 7 FaßgirjX o 



XIX 1 cf. Tertullianus de idol. 4, 15. Clemens homil. VIII 12. Minucius Felix, 
Octavius c. 26 Commodianus Instr. I 3 Lactantius Inst. II 15, II 16, IV 14, 27 — 
XX cf. Apocal. Mosis cap. 40 Tischend. Ap. apocr. 21. 

2 1. ovre \ 3 yr]v zr^v zed^eßekKOfzsvr^v P | 4 avto P viell. richtig | 5 nvd-a- 
vofxaiov (jLOi P] verb. C | 10 ort — eanv tilgt C \ 12 avzcSv iviavzdiv [j.vqlü)v\ iv tü> 
iviavzcp zov fivozr]Qiov A? | 19 avd^Qwnov ogiojglöov P^, der hier beginnt | 20 ay- 
ysXoL z(vv dvvd/usdjv ovQir]?. < P^ 1 6 elg] ojg eiq P^ | 33 sxöslxcdv P^ sxexcov P^ | 
xal zo tg (pioozTJgag A f 24 og — zazccxzai P^ ] 25 /aw] Aaö» A ] zo ayiov P^. 



Cap. 18, 12—20, 7. 49 

Feuersäulen herabfallen, die nach Höhe und Tiefe kein Mass hatten. 
12 Und über jene Kluft (hinweg) sah ich einen Ort, der nicht das 
Firmament des Himmels über sich noch den festen Grund der Erde 
unter sich hatte, kein Wasser war auf ihm, und keine Vögel, sondern 
ein wüster und schrecklicher Ort war es. 13 Daselbst sah ich sieben 5 
Sterne wie grosse brennende Berge und wie ein Geist, der mich fragte 
(r. und als ich danach fragte), 14 sprach der Engel: »Das ist der Ort, 
wo Himmel und Erde zu Ende sind, zum Gefängnis ward er (bestimmt) 
für die Sterne und die Mächte des Himmels. 15 Und die Sterne, welche 
über dem Feuer rollen, das sind die, welche den Befehl Gottes über- 10 
treten haben vom Anfang ihres Aufganges an, weil sie nicht zu ihrer 
Zeit hervorkamen. 16 Und er ward zornig auf sie und band sie bis 
zur Zeit, dass ihre Sünde abgethan sein wird im Jahre des Geheimnisses.« 

Cap. 19. Und Uriel sprach zu mir: »Hier werden die Engel stehen, 
nachdem sie sich mit den Weibern vermischt haben — und ihre Geister, 15 
vielerlei Gestalt annehmend, haben die Menschen geschändet und werden 
sie verführen, den Dämonen als Göttern zu opfern — bis auf den Tag 
des grossen Gerichts, an dem sie werden gerichtet werden, so dass es 
mit ihnen zu Ende sein wird. 2 Und ihre Weiber, die die Engel ver- 
führten, werden wie Friedfertige (r. zu Sirenen) werden.« 3 Und ich, 20 
Henoch, habe allein den Anblick gesehen, die Enden des Alls, und keiner 
von den Menschen wird sehen, wie ich gesehen habe. 

Cap. 20. Das sind die Namen der heiligen Engel, welche Wache 
halten: 2 Uriel, einer von den heiligen Engeln, nämlich (der Engel) der 
Welt und des Bebens (r. Tartarus). 3 Rafael, einer der heiligen Engel, 25 
(der Engel) der Geister der Menschen. 4 Raguel, einer der heiligen 
Engel, der Rache nimmt an der Welt und den Lichtern (r. Welt der 
Lichter). 5 Michael, einer der heiligen Engel, nämlich der, welcher über 
die Besten unter den Menschen, über das Volk, gesetzt ist. 6 Saraqiel, 
einer der heiligen Engel, der über die Geister der Menschenkinder 30 
(gesetzt) ist, die gegen die Geister sündigen. 7 Gabriel, einer der 

Cap. 19, 1. Deut. 32, 17. Psal. 106, 37. Baruch4, 7. — Cap. 20, 5. Dan. 10, 13. 12, 1. 

1 »himmlische Feuersäulen« alle HSS ausser G u. T (getilgt) | 9 »Sterne des Him- 
mels« 10 Q, II I 15 und ihre Geister] in allen HSS steht »und« an falscher Stelle vor 
»vielerlei« j 16/17 »werden die Menschen verführen« Q, II | 17 bis (eska) auf den 
Tag] »nämlich (esma) am Tage« alle HSS ausser MT, BC & HNO | 19 »Engel des 
Himmels« T^, II | 20 Friedfertige] statt slg aeiQ^vaq las d. Äth. (og slQrjvaiai | 
22 wird sehen] + »was ich gesehen habe, wie« GMQU, BC | 24/25 der Welt] 
nur GQ za-la-'älam (der Ewige) st. za-*älam, die andern HSS: za-raSim »des 
Donners« | 31 »die G. zur Sünde verführen« (jdhate'ü) U. Der Accus, manäfesta muss, 
falls er richtig ist, nach Dn. Gr.2 § 176 g verstanden werden. 

Henoch. 4 



50 Buch Henoch. 

elg rmv ayicDV ayyiXmv, oq kn\ rov jiaQaötioov xal xmv ÖQaxovxcDv 
xal x^Qfi^ß^^- 8 'PtfieitjX (o) alg rwv aylov cqy^Xcov, ov Ixa^ev o 
i9'£o$ ln\ Tcöv ävLOxa^kVcov. aQXC^yytXov opofiaza ejtra. 

XXI, 1 Kai k(pw6evaa %wq t^§ axaraoxtvaöxov 2 xaxEl hd^ea- 
5 öcifiTjv tQyov g)oß6Q6v' twgaxa ovxe ovQavov kjiavoi ovxe ytjp re- 

d-tafzai xed-BneXioontvfjv , aXXa tojiop dxaxaoxevaoxov xal (poßeQov. 
3 xal kxel red-eafiai Ijtxa xcov aöxigmv xov ovgavov ösösfidvovg xal 
igifi/iivovg hv avxm, ofiolovg oqbölv fieydXoig xal iv jivqI xaio^ii- 
vovg. 4 xoxs eijiov öcd jiolav alxiav f-jtsdri&rioav ; xal öid xl möe 

10 eQlq)7]0av; 5 roxs djtiv fioi OvQirjX 6 tig xwv aylmv dyyiXoov, Sc 
H^x kfiov rjv xal avxog r/yelxo avxwv, xal tljttv fior 'Epcdx, jisqI 
xivog iiQa)xag, ?] jrtQl xlvog xrjv dXt]0^6iav (piXoöJtovöelg; 6 ovxol 
bIölv xcov daxsQWP xov ovgavov ol Jtagaßdvxeg xrjv SJtLxayrjv xov 
xvqIov xal lötd^rjöav coöe fisxQ'' ^öv JcXrjQcoOai fivQia ex?], xov XQovov 

15 TCQV dfiaQXTjfidxov avxmv. 7 xdxel&EV e(pa>6evöa slg aXXov xojtov 
xovxov (poßsQmxsQov xal xed-eafiac sgya q)oß8Qd, jcvq fiiya exet xaio- 
fievov xal ^Xeyofisvov , xal diaxojtrjv eixev o xojtog twg xrjg dßvo- 
Oov jtX?'jQ7]g oxvXwv JtvQog [lEydXcov xaxaq)eQOfi£va)v. ovxe fiexQov 
ovxe JtXdxog ri6vv7}&rjv iöelv ovöe eixdöat. 8 xoxe eljtov cog (poßegog 

20 o xoüiog ovxog xal (^g öeivog xfi ogdoei. 9 xoxe ajtexQld-rj fioi (OvqitjX) 
o elg xcov ayla)v dyyeXmv, og (lex* ifiov tjv, xal eljiev fioi' Evcox, ^^^ ^' 
e^oßrj^rjg ovxwg xal ejtxorjd-rjg; xal djtexQid-rjv' jcegl {xov xojtov) 
xovxov xov (poßegov xal jteQl xrjg JtQoöotpewg xrjg öeiv^g. 10 xcu 
eljtev ovxog o xoJtog öeöiKDxrjQiov ayyeXmv. möe ovvöxs^^jOovxat fiexQt- 

25 alcövog xSv alwvwv. 

XXII, 1 Kdxeld-ev ecpwöevöa elg dXXov xojtov xal eöei^ev fiot 
jtQog 6vö{idg dXXo ogog [leya xal vip?]Xov Jtexgag öxegeäg. 2 xal xeö- 

XXI, 1 Enoch ita ait: 'ambulavi usque ad imperfectum' Origenes de princ. IV 35 
cf. Hippolytus neQl Möov Bunsen Anal. Ante-Nicaena I p. 393. 

2 pffpoi;/?« P^ I ''PsfJLBujl — 3 dviota/iisvcDV <; P^A I 3 ov6f/.ata hnta. a.Qxay- 
ysXwv P2 < A I 4 ecjq] f^sxQSi P^ | axaxaxaoxevaoxov P2 | xal exeZ P^ | 5/6 zs&sa- 
ftai < P2 I 7 ^' daxsQaq ösdsfjLevovq P^ | 8 OQaaiv /ueyaXoig P^ o^aasi ßsyaXi] P^ 
9 iTiE6i]S-T]aav] i7i7iöi]&T]aav P^ sTiaiös^Tjaav P^ | xal öia noiav alxiav P2 | 10 igt- 
(prjaav (böe P^ | xal elnev P2 | b — wv 'P- \ 11 avxojv Tjyslxo P^ riyelxo fiov A | 
12 (pLloanovösLq\ q)iXoa7tsvöeig P^ <pikoönevöiq P^ j 14 (lexQSL nXr]Q(oS^T]vai P2 | 15 x(3v 
rifiEQüiv Xüiv ccßaQXi]fidx<ov A 1 16 (foßsQa P2 A] (poßsQcixsQa P^ | 18 axvXXo P^ j 
fisydXü)v A] fieydXov PiP2 | xaxacpSQOfxsv . . P2 | 19 /jieyt&og st. nXdxoq P2 A | tjövS-jjv 
P2 I ovöe] ovxe P2 | sino P2 | 20 ovxog < Pi | Ovqit]X + A 1 21 6 elg — ^v<F^\ 
21 mit BLTtev schliesst P2 | 22 anexQSi&rj P] verb. Edd. | 24 öeivfjg] noivrjg A? | 24 alne 
fioi A I 25 alcSvog zcüv alcivwv] evog sig xov aicava P | 27 «AAo < A | xal nstQag 
oxsQsdg A. 



Cap. 20, 8—22, 1. 51 

heiligen Engel, der über das Paradies, die Schlangen und die Cherubim 
(gesetzt) ist. 8 ^ ^ ^ * -j^ 

Cap. 21. Und ich ging umher bis zum Formlosen (Chaos), 2 und 
daselbst sah ich etwas Schreckliches. Ich sah weder Himmel oben, 
noch Erde (unten) gegründet, sondern einen Ort, ungestaltet und schreck- 5 
lieh. 3 Und daselbst sah ich sieben Sterne des Himmels an ihm zu- 
sammengebunden wie grosse Berge und im Feuer brennend. 4 Da 
sprach ich: »Um welcher Sünde willen sind sie gebunden, und weshalb 
sind sie hierher Verstössen?« 5 Da sagte zu mir Uriel, einer von den 
heiligen Engeln, der mit mir war, indem er mich führte, und sprach: 10 
»Henoch, um wessentwillen fragst du, und um wessentwillen forschest 
du und trägst Sorge? 6 Die gehören zu den Sternen, welche das Gebot 
Grottes übertreten haben, und sie sind hier gebunden, bis zehntausend 
Aeonen, die Zahl der Tage ihrer Sünde, zu Ende sind.« 7 Und von 
da ging ich nach einem anderen Orte, schrecklicher als dieser, und ich 15 
sah entsetzliche Dinge: ein mächtiges Feuer war da, das flammte und 
loderte, und einen Spalt hatte der Ort bis zum Abgrund, angefüllt mit 
mächtigen Feuersäulen, die man hinabfahren Hess, und ich vermochte 
weder seine Masse noch seine Grösse zu sehen und war nicht im stände 
(sie) abzuschätzen. 8 Da. sprach ich: »Wie schrecklich ist dieser Ort 20 
und peinvoll anzusehen.« 9 Da antwortete mir Uriel, einer der heiligen 
Engel, der bei mir war, und sprach: »Henoch, warum hast du solche 
Furcht und Schrecken?« (und ich antwortete): »Wegen dieses entsetz- 
lichen Ortes und vor dem Anblick dieser Pein.« 10 Und er sprach zu 
mir: »Dieser Ol't ist das Gefängnis der Engel, und hier werden sie ge- 25 
fangen gehalten bis in Ewigkeit.« 

Cap. 22. Und von da ging ich nach einem andern Orte, und er 
zeigte mir im Westen einen grossen und hohen Berg und harte Felsen. 



1 »Schlangen, Paradies, Cherabim« II | 3 Formlosen] wörtl. »wo nichts ist, 
was gemacht wird«; »Ort des Formlosen« T2, II | 4 »ich sah« < MU, II | »hohen 
Himmel« T, II | 5 ungestaltet] GMTÜ lesen za-kona delewwa (der bereitet war), ein 
Fehler für za-ako delewwe (nicht bereitet) = dxaxaaxevaGxoq. II hat za-delewwe 
ohne köna, doch davor noch badwe »öde«, was ursprünglich eine zwischen die 
Zeilen gesetzte Correctur des sinnlosen za-del. gewesen sein wird. Q hat nur 
za-delewwe | 6/7 »zusammen« hebüra ist vielleicht Corruptel für ursprüngl. gedufa = 
iQifißsvovg so Dn. Sitzb., anders Ch. 357 | 7 »und wie im Feuer« T, II | 11 forschest 
du] 4- »und fragst du« 2o TU, II | 13 »des höchsten Gottes« II | 14 »Aeonen« 
(^älarn) vielleicht nur Schreibfehler für 'am »Jahr« | 17 der Ort (makanü)] »die 
Grenze« (wasanü) T2, IT | 20 abzuschätzen] inFolge einer Verwechselung von'ajjenö = 
eixaaai mit 'ain »Auge, Quelle« ist in allen HSS der Text Verderbt | 21 i)einvoll] 
»hässlich« (heöüm) G, »Pein« (hemäm) alle übrigen HSS, vielleicht ist hemfim zu lesen. 

4* 



52 Buch Henoch. 

öageg roJtoi kv avrm xolXoi ßdO-og exovreg xal Xlav Xeloi, rgelg avrcov 
öxoTSivol xal slg gxDTSivoq, xal jirjyfj vöarog ava fidöov avzov. xal 
sbtop' Jtcög Xela ra xoiXwfiara ravza xal oXoßa&rj xal Oxoreiva r^ 
ogaaet. 3 tote ajtexQid^tj ^PacpafjX 6 slg rmv aylmv ayytXmv, og 
5 HEX kfiov ijv, xal djtiv fior ovrot ol rojtoi ol xolXoi, Xva eJitOwaycov 
rat slg avtovg ra jtvevfiara tcov ifwxcöv rcov vexqSv, slg avxo rovro 
ixQld-Tjoav €006 kjtLövvayeod-ai Jtaoag rag tfwxag rSv avd-Qmjcwv. 4 xca 
ovTOi ol TOJtoi slg kjtiOvöxsOLV avTcöv kjtoLri{d^7J)oav [isxQi' Trjg rjfiigag 
xrig xgloswg avxmv xal fisxQL xov [öioQiöfiov xal] 6ta)QiO(isvov XQOVov, 

10 ip CO rj xgloig r) [isyaXr] söxai. h avxolg 5 xs^safiat (jcvsvfia) dvO^gm- 
Jtov vsxQOv kvxvyxdvovxog, xal ?) q)mv?j avxov ^txQi tov ovQavov jtQoi- 
ßaivsv xal hvsxvyxavsv. 6 xdi rjQcoxriöa ^Pa(pa?ß xov dyysXov, og fiST 
kfiov i]v, xal sljia avxtp' xovxo xo jtvsvfia xo svxvyxdvov xlvog sözlv; 
öio ovxog Tj q)(Dvri avxov jtQoßalvst xal kvxvyxdvsi sog xov ovQavov, 

15 1 xaldjtsxQld-Tj ^otXiymv xovxo xo Jtvsvfid söxlv xo s^sXd-ov djto"AßBX, 
ov k(p6vsvösv Kd'Cv 6 a6sX(p6g. xal "AßsX IvxvyxdvsL jisqI avxov [isxQt 
xov ajtoXsöai xo öJiSQ^a avxov djto jiqoöcojiov xrjg yrjg xal ajto 
xov öJtSQfiaxog xmv avd^gcojtwv dipavLöd-rjvaL xo öJtsQfia avxov. 8 xoxs 
riQwxrjöa jcsgl xmv xoiXa)fidxa>v JtdvxmV öid xL sxcoQlod^rjöav tv duio 

20 xov Ivog; 9 xdi djtsxQtd^rj fioi Xsymv ovxoi ol "^xgig sJtoti^d-TjOav 
Xcogl^söd^ai xd Jivsv[iaxa xcov vsxgcov. xal ovxog sxcogiöd^rj slg xd 
Jtvsvfiaxa xwv ÖLxaimv, ov tj Jtriyrj xov vöaxog sv avxw (pcoxsLVtj, 
10 xal ovxog sxxlod^fj xcov a(iagxcoXcöv, oxav ajtod-dvcoöiv xal xacpco- 
6iv slg xrjv yriv, xal xgiöig ovx sysvrjd-rj sjt avxcov sv x^ C,cofi avxcöv 

25 11 coös xcogl^STac xd Jtvsvfiaxa avxcöv slg xrjv fisydXrjv ßdöavov xav- 
'^^^} f^^XQ^ '^V? fi£ydX7]g Tjiisgag xrjg xglasoog, xcov fiaöxlycov xal xcov 
ßaöavcov xcov xaxrjga/isvcov fisxgt alcövog, iv dvxajtoöoöig xcov Jtvsv- 



1 ßd&oq (ßsya xal nXdxoq) sxovtsq scheint nach A zu lesen | 3 xvxXco/btaza A | 
7 hxTiaS^Tjaav DC nach A | 8 smavvaxsoL P] verb. Edd. | inoirjd^riaav D] enoirjaav \ 
10 (nvBVfMa^ dv&QoJTtov vsxqov C Lücke nach D, ccvS^QcoTtovg vexQovg P ] 12 T]g(o- 
rijasv P I 14 6i6] ov C | 17 dnoXiad^ai AC [ 18 dcpavioS-rjvai D] a<pavia&Tj P ' 
19 xvxXcDfjLaxoDv P xQifxdxcDV AJ verb. C | 19/20 sv dnb xov svoq D] rjv ano xov 
aiiovoq P I 20 xpsTg Edd.] vielmehr xiaaaQsg, ausserdem fehlt xonoi oder dergl. | 
21 ovxwg PA Edd. | x^gia^r] P | 22 xov vöaxog (x^g l^wTJg) C nach A | 23 ovxwg 
P Edd. oßolcag A? | 27 V dvxajtoSoaig] riv avzanoöwasig P xal xrjg dvxaitoöo- 
OEwg A? C. 



Cap. 22, 2-22, 11. 53 

2 und vier schöne (r. hohle) Räume waren [und] in ihm, die sehr tief, 
breit und glatt waren, (drei davon finster und einer licht, und eine 
Wasserquelle in seiner Mitte, und ich sprach:) »Wie glatt ist das 
Rollende (r. sind diese Höhlungen) und tief und finster zu schauen!« 

3 Da antwortete Rafael, einer der heiligen Engel, der bei mir war, und 5 
sprach zu mir: »Diese schönen (r. hohlen) Räume (sind dazu da), dass 
dahin die Geister der Seelen der Abgeschiedenen zusammen gebracht 
werden; zu dem Zweck sind sie geschaffen, um in sich alle Seelen 
der Menschenkinder aufzunehmen. 4 Und diese Räume sind gemacht, 
um sie daselbst unterzubringen bis zum Tage ihres Gerichtes und bis zu 10 
ihrer bestimmten Frist, und diese Frist währt lange bis zu dem grossen 
Gericht über sie.« 5 Ich sah die Geister von Menschenkindern, die 
verstorben waren, und ihre Stimme drang zum Himmel und klagte. 

6 Da fragte ich Rafael, den Engel, der bei mir war, und sprach zu ihm: 
»Wessen Geist ist das, dessen Stimme so empordringt und Klage er- 15 
hebt?« 7 Und er antwortete und sprach zu mir also: »Das ist der 
Geist, der von Abel ausging, welchen sein Bruder Kain tötete, und er 
erhebt Klage gegen ihn, bis sein Same vertilgt sein wird vom Antlitz 
der Erde, und aus dem Samen der Menschen sein Same verschwunden 
sein wird.« 8 Da fragte ich [nach ihm und] nach dem Gericht über 20 
alle (r. nach all den Höhlungen): »Warum sind sie getrennt, eine von 
der anderen?« 9 Und er antwortete und sprach zu mir: »Diese drei 
sind gemacht, um die Geister der Verstorbenen zu scheiden, und ebenso 
sind die Seelen der Gerechten abgetrennt, da wo die Quelle des 
Wassers des Lebens, das Licht (r. die lichte), dabei ist. 10 Und in 25 
gleicher Weise wurde (eine Abteilung) für die Sünder geschaffen, wenn 
sie sterben und zur Erde bestattet werden, ohne dass das Gericht bei 
ihren Lebzeiten über sie gekommen ist. 11 Daselbst werden ihre Seelen 
für diese grosse Pein abgesondert bis auf den grossen Tag des Gerichts 
und der Strafe und Pein für die in Ewigkeit Fluchenden (r. Verfluchten), 30 
und der Vergeltung für ihre Seelen; daselbst wird er sie binden in 
Cap. 22, 6. Gen. 4, 10. 

1 schöne] d. Äth. las xaXoi st. xolXoi | 2/3 < > alles zwischen Xeloi und 
nwq Xela Stehende < i. d. Vorlage d. Äth. | 3/4 »das Rollende« d. Äth. las xvxX(6- 
fiata 0. ä. st. xoiXiüfjLaxa Ch. 359 [ 7 »Geister der Leiber« Q; »die Geister, die 
Seelen« MT2U, II & FKLN, nur V < »Seelen« | 8 zu dem Zweck] »für sie« II | 
12/13 Der äth. Text ist verderbt, es muss überall der Sing, stehen | 18 »all sein 
Same« I | 20 fragte ich] + »deshalb« BC | Gericht] d. Äth. las xpifidzcav st. xoi- 
kiüfiaztov I 20/21 über alle] + »und sprach« T2, II | 24 »Seelen« = nafsömü vielleicht 
inneräth. Corruptel für manfasömü = »Geister« | da wo (za)] »das ist« (ze) alle HSS 
ausser GQ | 25 »des Lebens« < alle HSS ausser GQ | »Licht« (berhän) Verderbnis 
für beruh = (pwxsLvri \ 30 »Fluchenden« d. Äth. hat xaxrjQafjihwv medial gefasst. 



54 Buch Henoch. 

fidrcov. kxsl Ölpest avtovg fitxQig aicöpog. 12 xcd ovxoq ixcoglod-rj 
rolg JtPtvfiaöiv rmv ivrvyxf^i^oPTcov , ohiveg ifig)avlC,ovöiv jtsQi Ttjq 
ajtcoXslaq, oxav q)OVBvd^möiv Iv ralg rjfitQaig rSv äf/aQxwXcov. 13 xal 
ovTog kxziö&T] rolg Jtvevfiaötv rwv avd-Qcojtoov, oOoi ovx löovxat oöioi, 

5 aXX' aftaQTG)Xol [oöoi] dosßslg xal fisrd xmv dv6fi(ov eöovrai [lexoxoL 
xa 61 Jtpsvfiaxa [oxi ol kpd-dös d-Xißivxeg IXaxxov xoXd^ovxac] avxcöv 
ov rifioQTjd-i^aovxai kv rj^itQa xrjg XQloswg, ovöh firj fiexeysQO-möiv 
kvxBvd^ev. 14 xoxe rjvXoyrjOa xov xvqlov xrjg öo^rjg xal djta' evXo- 
ytjxog el, xvqle, o xrjg öixaioövvT]g xvgievmv xov alwvog. 

10 XXIII, 1 KdxBld^ev k(p(DÖev6a elg dXXov xojtov JtQog övöfiag xcov 

otBQCLXWV xrig y7]g. 2 xal kd^eaödf/rjv jcvq öiaxgtxov xal ovx ava- 
jtavofievov ovöh hXXeljtov xov ÖQOfiov ^fitgag xal vvxxog dXXd öia- 
fttvov. 3 xal riQcoxrjöa Xiymv' xl eoxcv x6 firj exov dvdjtavoiv; 4 xoxe 
djtexQld-rj [lOL ^PayovriX, 6 elg xmv dyloov dyytXcov, og y.hx l^ov rjv 

15 ovxog o ÖQOfiog xov jcvQog xo üiQog 6vO(idg jivq xo sxöicöxov Icxtv 
jtdvxag xovg qxoöxrjgag xov ovgavov. 

XXIV, 1 xal eöec^sv fioc oqtj jivQog xatoiisva * ¥: m: * * vvxxog. 
2 xal sjtsxeiva avxcöv sjtoQsvO-rjp xal eO^eaödfirjv tJtxd oqt] bvöo^a 
jidvxa, kxdxega xov exaxegov öiaXXdööovxa, mv ol Xl&oi evxcfioc xfi 

20 xaXXovfi, xal Jidvxa Ivxina xal evöo^a xal eveiörj, (xgla Jtgog) dva- 
xoXag 6öxTjgiy(i£va tv xq> Ivl, xal xgla am voxov tv xw Ivi xal (pa- 
gayysg ßad-elai xal xgaxelac, fila xfj fiia ovx eyyl^ovoai. 3 xal xo 
[ogt] sßöofiov ogog dvd fisöov xovxwv xal vjtsgslxev xw vif-'ac ofiotov 
xad-iöga d^govov, xal jtsgiexvxXov öivöga avxb evwörj. 4 xal r]V hv 

25 avxolg öivögov, o ovösjtoxs coöcpgdvfiai xal ovöslg exegog avxm 7]v(pgdv' 
d-T] xal ovöev exsgov ofiocov avxq>. oöfirjv elxav avcoöeöxigav Jidvxcov 
dga)fidxa)v xal xa (pvXXa avxov xal xo dvd^og, xal xo öivögov ov (pMvai 
elg xov alcöva. +ot de jtegl xov xagjtov (döeI ßoxgvsg (poivixcov. 5 xo- 



XXIV 3, 4 cf. Passio Perpetuae XIII p. 82 sq. 

1 ovxcoq PA Edd. | 4 ovvwq PA Edd. | 5 oaoL oXoi doeßelg C | 6 tilgt C < A | 
10llliü)gt(öv7i8QaTü)vAYg\.24:,10 \ 11/12 avaneoßsvov] verb.D | 12dXXaA] aßaF\ 
15 xo TtQÖg] xov TCQoq D | 16 Lücke nach A? I 17 Lücke nach A | 21 ev xcp kvL 
Edd. I 24 avx(o P | ev(ü6ri A] eveiöri P ] 26 avxw] avxwv P | svwösaxEQOv P | 28 ot 
de Tiegl xov xaQnov] 7]v de nsQixxug b xagnog'? ol ös negl avxo xagnol Diels. 



Cap. 22, 12—24, 5. 55 

Ewigkeit [oder es heisst auch: von Anbeginn der Welt an]. 12 Und 
ebenso war eine besondere Abteilung gemacht worden für die Seelen 
der Klagenden, welche Kunde geben von (ihrem) Untergang, als sie in 
den Tagen der Sünder getötet wurden. 13 Und so ist sie (auch) für die 
Seelen der Menschen geschaffen worden, die nicht Gerechte, sondern 5 
Sünder von vollendeter Bosheit gewesen sein und mit den Frevlern 
ihr Los teilen werden; ihre Seelen werden nicht getötet werden am 
Tage des Gerichtes, aber sie werden (auch) nicht von hier auferstehen.« 
14 Da pries ich den Herrn der Herrlichkeit und sprach: »Gepriesen sei 
mein Herr, der Herr der Gerechtigkeit, der in Ewigkeit regiert.« 10 

Cap. 23. Und von da ging ich an einen anderen Ort nach Westen 
hin bis zu den Enden der Erde. 2 Und ich sah ein flammendes Feuer, 
das lief ohne zu ruhen und abzulassen von seinem Laufe weder bei 
Tage noch bei Nacht, sondern (blieb darin) sich gleich. 3 Und ich 
fragte, indem ich sprach: »Was ist dieses ruhelose (Ding) da?« 4 Da 15 
antwortete mir Raguel, einer von den heiligen Engeln, der bei mir 
war, und sprach zu mir: »Dieser (Feuer-)Lauf, den du nach Westen 
gerichtet gesehen hast, ist das Feuer, welches alle Lichter des Himmels 
vertreibt.« 

Cap. 24. Und von da ging ich an einen anderen Ort der Erde, 20 
und er zeigte mir einen Feuerberg, der in Flammen stand Tag und 
Nacht; 2 und ich ging darauf zu (r. darüber hinaus) und sah sieben herr- 
liche Berge, jeden vom andern verschieden, und prächtige und schöne 
Steine, und alle prächtig, und herrlich ihr Anblick und schön von Aus- 
sehen; drei (von den Bergen) gegen Osten, einer dicht bei dem andern, 25 
und drei gegen Süden, einer bei dem andern, und tiefe und gewundene 
Schluchten, keine an die andere stossend. 3 Und der siebente Berg 
lag zwischen ihnen, und in ihrer Höhe glichen sie alle einem Thron- 
sessel (r. ihrer aller Höhe überragte er gleich einem Thronsessel), und 
es umgaben ihn wohlriechende Bäume. 4 Und es war unter ihnen ein 30 
Baum, wie ich noch nie einen gerochen hatte, und keiner von diesen 
noch andere waren so wie er; er verbreitete einen Duft, (herrlicher) als 
alle Wohlgerüche, und sfeine Blätter, seine Blüten und sein Holz welken 
in Ewigkeit nicht, und seine Frucht ist schön, und seine Frucht gleicht 
den Trauben der Dattelpalme. 5 Da sprach ich: »0, dieser schöne 35 

1 [ ] Glosse I 3 »Klagenden und derer welche K. geben« T2, II | 10 »der Herr 
der Herrlichkeit und Gerechtigkeit, der alles in Ewigkeit regiert« Q, II | 19 vertreibt] 
jenaded (brennt) der HSS ist in jesaded = ixöioixov zu ändern Ch. 362 | 26 einer] 
-I- »dicht« ABCVW& | 28 durch Änderung von jetmäsalü (sie glichen) in jetkahal 
(er übertraf) = vTiegeixsp wird derselbe Sinn wie im Gr. gewonnen: »was ihre Höhe 
betrifft, so überragte er alle« | 35 0] »Siehe« IL 



56 Buch flenoch. 

T£ bIjiov €oq xaXov t6 öbVÖQov TOVTo iOTiv xal tv^dsq, xal cogala 
T« (pvXXa, xal xa av&f] avrov o^Qala rf] OQaOti. G tote ajiexQid'?] fioi 
MixciTjX, (6) sh rmv äylcop ayytXcov, og fisr k(iov yv xal avrbg avxGiv 
rifElxo, 
5 XXV, 1 xai djiiv fior \Ev6x, xi kQcoxäq; xal xl li>aviiaöaq Iv xfl 

oOfifj xov Ö8VÖQ0V xal öia xl d^eXeig xrjv dXi^B-eiav fia&slv; 2 xoxe 
djttxQl&^rjv avxw' Jtegl Jtdvxcov elöivai d^tXw, fidXiöxa öh jisqI xov 
öevÖQov xovxov ö(p6öQa. 3 xal djttxgld-?] Xtywv xovxo x6 oQoq x6 
vxpTjXov, ov ?) xoQVipr} ofiola d^Qovov, d-sov xa&töga eöxlv, ov xaM^tL 

10 o ^tyaq xvgiog 6 ayiog xrjg öo^rjg, 6 ßaötXevg xov aiwvog, oxav xaxaßfi 
6jtcOxsipao&ai xijv ytjv Ijt dyad^w. 4 xal xovxo xo öevÖQov evoölag, 
xal ovösfiia aag^ kgovölav ex^i aif)ao^ai avxov fidxQ^ '^V'i l^^dXrjg 
xQiOemg, £v 7j exöixrjöLg Jidvxcov xal xsXelwOig fi^XQ^Q alcovog' xoxe 
öcxaloig xal oöloig öod^rjOBxai 5 6 xagjcbg avxov xolg exXsxxolg elg 

15 ^(X)r}v elg ßoQav, xal fi£xag)Vxsv&^TJö6xai kv xojtcp dylco jiaQct xov ol- 
xov xov d-sov ßaöiXewg xov alcövog' 6 xoxe svrpQavS^i^öovxac svcpQaivo- 
fisvoi xal x"()?Jöoj^r«^ xal elg xo dyiov elgeXevöovxai. al oOfial 
avxov ev xolg oöxeoig avxwv, xal ^a)7]p jtXelova CjjOovxai hm yiqg, yv 
e^Tjöav OL jcaxegeg öov, xal ev xalg '^fiegacg avxSv (Xvjcai) xal ßa- 

20 oavoi xal JtX?]yal xal fidöxiyeg ovx atpovxai. avxcöv. 7 xoxe rivXoyrjOa 
xov d^eov xTjg öo^rjg, xov ßaCiXda xov alwvog og i^xolfiaOev av&gmJtoig 
xa xoiavxa öixaioig xal avxa exxiöev xal eiJiev öovvai avxolg. 

XXVI, 1 Kai exeld^ev e(pc6öevoa elg xo fieöov xrjg yr^g xal elöov 
xojtov TjvXoyrjuevoVy ev co öevöga exovxa jiaQaq)vdöag fievovöag xal 

25 ßXaöxovöag xov öevÖQOv exxojievxog. 2 xdxet xe^eafiai ogog dycov. 
vjtoxdxo) xov ogovg vöcog e§ dvaxoXcöv xal xr}v gvoiv elx^v jcgog 
voxov. 3 xal elöov üigbg dvaxoXag aXXo ogog vxpr]X6xegov xovxov xal 
ava fieCov avxSv (pdgayyav ßad^elav ovx exovöav jtXdxog, xal 6i 
avxrjg vöog jiogevsxat vjcoxdxco vjto xo ogog. 4 xal ngbg övöfiag 

30 xovxov aXXo ogog xajteivoxegov avxov xal ovx ex^^ vrpog xal tpdgayyav 
ßaO-elav xal §f]gav dva fieoov avxmv xal aXXrjv (pdgayyav ßa&elav 



7 anexgei^ri P | 'Evthx Uyü)v + A | 9 xa&ei^si P xa&loei C | 13 ivyJ)] sltjF \ 
xazsksKoaig P | 15 xal elg ßoQQäv A] dq ßoQav scheint zu tilgen (so auch Diels) | 
\Q ßaaiXevgV Y\e\\. {Tov) ßaaiXsüyq \ ISviell.^^^V | 19 AvTrai 4-nach A 1 2QQvoivk\ 
övoLV P 1 28 uvxciiv A] avxov P [ 31 — S. 58, 1 ßa&sTav xal ^tjqccv] vn avT(p A. 



Cap. 24, 6-26, 4. 57 

Baum und herrlich anzusehen, lieblich seine Blätter, und seine Frucht 
gar ergötzlich für den Blick des Auges!« 6 Da antwortete mir Michael, 
einer von den heiligen und hehren Engeln, der bei mir war, er der 
Über sie (gesetzt) war, und sprach zu mir: 

Cap. 25. »Henoch, was fragst du mich über den Geruch dieses 5 
Baumes, und fwas) forschest du, (die Wahrheit) zu erfahren?« 2 Da 
antwortete ich, Henoch, ihm, indem ich sprach: »Von allem wünsche 
ich Kunde zu erhalten, besonders aber von diesem Baume.« 3 Und 
er antwortete, indem er sprach: »Dieser hohe Berg, den du gesehen 
hast, dessen Gipfel dem Throne des Herrn gleicht, ist sein Thron, wo 10 
der Heilige und der grosse Herr der Herrlichkeit, der ewige König, 
sich niederlassen wird, die Erde zu besuchen zum Guten. 4 Und diesen 
Baum von köstlichem Gerüche zu berühren, ist keinem einzigen Sterb- 
lichen erlaubt, bis zum grossen Gericht, wenn er für alles Vergeltung 
übt und es zur Vollendung bringt für die Ewigkeit; (dann) wird dieser 15 
den Gerechten und Demütigen übergeben werden. 5 Durch seine Frucht 
wird den Auserwählten Leben gegeben werden, und er wird nach Norden 
verpflanzt werden an einen heiligen Ort, bei dem Hause des Herrn, des 
ewigen Königs. 6 Da werden sie sich freuen in Fröhlichkeit und froh- 
locken, in das Heiligtum werden sie ihm bringen (r. werden sie ein- 20 
treten) den Duft in ihren Gebeinen, und sie werden ein langes Leben 
auf Erden leben, wie es deine Väter gethan haben, und in ihren Tagen 
wird weder Trauer noch Leid, noch Mühsal noch Plage sie treffen.« 
7 Da pries ich Gott der Herrlichkeit, den ewigen König, dass er solches 
für die gerechten Menschen bereitet hätte und solches geschaffen hätte 25 
und verheissen, ihnen zu geben. 

Cap. 36, Und von da ging ich nach der Mitte der Erde und sah 
einen gesegneten und fruchtbaren Ort, (wo es Bäume) mit immerwähren- 
den Schösslingen (gab), die (selbst) aus dem gefällten Baume sprossten. 
2 Und daselbst sah ich einen heiligen Berg^ und unterhalb des Berges 30 
ein Wasser von Osten her (kommend), und sein Lauf nach Süden ge- 
richtet. 3 Und ich sah nach Osten hin einen andern Berg, der höher 
war als dieser, und zwischen ihnen eine tiefe aber nicht breite Schlucht, 
und auch in ihr floss ein Wasser an dem Berge hin. 4 Und westlich von 
diesem war ein anderer Berg, der war niedriger als er und hatte keine 35 
Höhe, und eine Schlucht (war) unterhalb desselben zwischen ihnen, und eine 

6/7 »da antwortete Henoch, indem er sprach« MT^Ü | 14 »bis zum grossen Tag 
des Gerichtes« G 1 15 »die Vollendung stattfindet« (passiv.) alle HSS excl. GT | 
20 heiHge »Wohnung« G | «bringen« (jäbawe'ü) Fehler für jebawe u »eintreten« | 
24 »den Herrn der Herrlichkeit« GQ, H | 28 za-botü 'ezaw = 'sv (o ötvö^a < im 
äth. Text wahrscheinl. ob hom. ] 32/33 höher als] »so hoch wie« alle HSS excl. Q. 



58 Buch Henoch. 

xal ^rjQaif ist axgoop rcöv tqicqp oqbcov. 5 xdi Jtäöat (paQayyiq elöiv 
ßci&etat ex JtttQag oreQsäg, xal öivÖQOV ovx kcpvrsveto kjt avtaq, 
6 xal i&av(iaaa jcsqI rrjg g)aQayyog xal Xiav id-avpiaöa 

XX VII, 1 xal elxoV 6ia rl ^ yrj avTTj ^ rjvXoyr]/jevrj xal Jtäaa 
5 jtXtjQi]g 6ivÖQ(X>v, avrrj 6h tj (pagay^ xexarTjQafievrj loriv * * * * * 

*¥r********^ yrj xardgazog rotg xsxaragafievoig korlv 
fiexgi alcovog. coös ijtiövvaxO^^oovrai jcavreg, oiriveg Igovöiv reo öto- 
liari avxmv xara xvglov (pwvriv angenri xal Jtegl rrjg öo^rjg avrov 
oxXtjga XaXrjOovöiv. coöe kniöwaxd-rioorraL, xal coös eörai ro olxrj- 

10 TTjgiov 3 BJt köxaroig alSoiv [ev ralg -^(legacg rrjg xglöecog rrjg aXrj' 
d-tvrjg] kvavTlov rSv öixaiwv eig rov djtavra XQ^^ov. coöe evXoyri' 
öovotv Ol svoeßelg rov xvgiov rrjg öo^rjg, rov ßiitöiXea rov alcovog, 
4 kv ralg rjfiigaLg rrjg xglöecog avxcov evXoyrjöovöip, sv eXtei cog sfiegi- 
öev avTOlg. 5 rore ijvXoyrjOa rov xvgiov rrjg öo^rjg xal rr]v öo^av 

15 avrov körjXcoöa xal vfivrjoa fisyaXojtgsjtcog. 

XXVIII, 1 eri hxeld-8V ejtogsvO-rjv dg ro (itöov Mavöoßaga xal 
elöov avrb egrjfiov xal avxo [lovov, jtXrigrjg ösvögmv, 2 xal djtb rmv 
öJtegfidrcDV vöcog dvofißgov dvcod-sv ^sgofisvov 3 cog vögaycoyog öatpiXrjg 
cog Jtgog ßoggäv km övöficov jtdvxod^ev dvdyu vöcog xal ögoöov. 

20 XXIX, 1 xal exel^ev sjcogevd-rjv dg dXXov rojiov sv reo Baßörjga 

xal Jtgog dvaroXdg rov ogovg rovrov cpxo[irjv, 2 xal elöov xglöecog 



1 Ttoaai I 1. 2. i^aav A | 2 ßad^sTai dXX* ov nXarslaL A | 3 xal i&avfiaaa 
tcsqI xriQ nsTQag -\- A | (paQccyyag \ 5 adde (dvä fitaov avtcSv; xoxe dnexQi&Tj 
(JLOL OvQLTjk b slg X(öv äyicov dyysXwv, oq ^ex* ifiov rjv, xal eins fioi' avxr} tj <pd- 
gay^^ tj xaxaQazog xxX. cf. A | 7 ol tivsg A ol xexazrjQainsvoi xivsg P | 9/10 oixs- 
xriQiov P xoXaaxriQiov A? | 10 h xalg ^fisQaig xijg xQlaecag xfjg dXijS^ivijg v. 1. 
zu 14 iv xalg 7]fx. x. x. avxajv \ 12 aasßsig P verb. C | 16 ngog dvaxoXag + A | 
17/18 dno xovxiov xcüv OTtsQßdxcav xal A ] 18 dvofjLßgovv C | avcaS-ev nach oben [ 
(pSQOfzevov Edd.] (paiQOßevö P (paLVoixevovO ^SQÖfiSvov xal (paivofxsvov A? | 19 w? 
TiQog ßoQQäv inl övofjKöv gen Nordwesten. 



Cap. 26, 5—29, 2. 59 

andere tiefe und trockene Schlucht am Ende von den dreien. 5 Und 
alle Schluchten waren tief aber nicht breit, aus hartem Fels und 
(kein) Baum war in ihnen gepflanzt. 6 Und ich wunderte mich 
über das Felsgestein, wunderte mich über die Schlucht und wunderte 
mich gar sehr. 5 

Cap. 27. Da sprach ich: »Wozu ist dieses gesegnete und ganz 
mit Bäumen bestandene Land, und diese verfluchte Schlucht dazwischen?« 
2 Da antwortete mir Uriel, einer der heiligen Engel, der bei mir war, 
und sprach zu mir: »Diese verfluchte Schlucht ist für die in Ewigkeit 
Verfluchten bestimmt; hier werden alle zusammengebracht werden, welche 10 
unziemliche Worte gegen den Herrn in ihren Mund nehmen und über 
seine Herrlichkeit freche Reden führen, hierhin wird man sie zusammen- 
bringen, und hier ist ihr Strafort. 3 In den letzten Tagen wird an 
ihnen das Schauspiel eines gerechten Gerichtes vor den Gerechten ge- 
zeigt werden in Ewigkeit immerdar, da werden die, welche Erbarmen 15 
übten (r. fanden), den Herrn der Herrlichkeit, den ewigen König preisen. 
4 Und in den Tagen des Gerichts über jene werden sie ihn preisen für 
die Barmherzigkeit, wie er ihnen ihr Los zuerteilt hat.« 5 Da pries 
ich den Herrn der Herrlichkeit, verkündete ihm (r. seine Herrlichkeit) 
und gedachte seiner (r. sang Lob), wie es sich für seine Majestät 20 
gebührt. 

Cap. 28. Und von da ging ich nach Osten, mitten in das Ge- 
birge Madbara (r. der Wüste) und sah eine öde und einsame Gegend, voller 
Bäume. 2 Und aus diesem Samen rieselte Wasser von oben her darüber 
hin — 3 es erschien wie ein reichlicher Wasserlauf, der Wasser spendet 25 
— in nordwestlicher Richtung, und von überall her stieg Wasser und 
Tau auf. 

Cap. 39. Und von da ging ich an eine andere Stelle von Mad- 
bara (r. der Wüste) (und) näherte mich der Ostseite jenes Berges, 2 und 
daselbst sah ich die Gerichtsbäume, besonders Gefässe von Weihrauch- 30 

1 »Schluchten« T, II | 19 »auch ich« T^, II | »ihm« lotü soll vielleicht unge- 
naue Wiedergabe eines gr. avxi^v näml. do^av sein: xal idriXwoa avt^v, im An- 
schluss daran ist auch »gedachte« (zakarkü) in zamarkü = vßvfjacc zu ändern | 
23 d. aram. !!<'^S'7?5 ist als Eigenname genommen | »nur öde, aber« T^, II | 24 »und« 
steht an falscher Stelle vor »rieselte Wasser« | 26 in nordwestlicher Richtung] der Ath. 
hat wörtlich übersetzt; im späteren Griechisch wird bei ungenauer Ortsbezeichung 
vielfach (bg = kama gebraucht. Von einer Vergleichung ist keine Rede | 28 »Und 
von da« ist in allen HSS irrtümlich zum vorhergehenden Verse gezogen und steht 
vor »Wasser und Tau« | 30 Gerichtsbäume] Beer übersetzt »Duftbäume«, einer 
Vermutung von Prätorius folgend, dass d. Gr. ii'n^'^'i in i^^^'^l verlesen habe | be- 
sonders Gefässe] es ist durchaus unklar, wie der Äth. zu diesem Ausdruck für 
nveovta gekommen ist. 



QQ Buch Henoch. 

öevÖQa jtvtovra aQco/iarov Xißavcov xal ^{ivqvcov xal ra ^öivÖQa av- 
rcöv ofioia xaQvoig. 

XXX, 1 xal kjttxuva tovtcov cpx6(jiy]v jiqoq avarolaq fiaxgav, 
xal slöov TOJtov aXXov fiiyav, tpaqayyav vdctTO§, 1 Iv m xal ötvögov 

5 x-^oa dgcDfiarcov ofiolojv öxivo), 3 xal xa jtaQo. ra x^^^^-V '^^^ (paQayywv 
TOVTWV tlöov xcvva/icofiop aQWfiarov. xal entxsiva tovtwv qjxofir]V 
jTQog dvaroXag. 

XXXI, 1 xal döov dXXa oqtj xal Iv avtolg aXorj öevöqwv xai 
kxjtoQevofievop fcg avzcöv vtxraQ rb xaXovfisvov öaQQav xal xaXßdvr], 

10 2 xal ejtixeiva tcqv oqecov tovtcdv elöov dXXo OQog jcgbg avaroXag 
Tcov jcegdrov rijg y^g xal Jtdvza xa ötvÖQa JiXrjgrjg ^ e^avxrjg ev 
ofioimfiaxi dfz\)y6dXa)(v}, 3 orav xQißcjöiv. 6i6 svcodeöxsQov vjthg nav 
dg(6fiaxov. 

XXXII, l***it*^**^8ig ßoggäv jtgog avaxoXag xsd-ea- 
15 fiai kjcxa og?] JiXrjgr] vdgöov xg^Oxov xal öxlvov xal xtvvafKDfiov xal 

jtiütigemg. 2 xal sxeld^ep e(pw6Bvaa Im ^l'aoagxccg, Jidvxcov xmv ogimv 
xovTCQV fiaxgdv aJtexoiv Jtgog avaxoXag xrjg yrjg, xal öiißrjv tjcdvco 
xTJg 'Egvd-gäg d-aXaöOrjg xal (pxbiirjv ajt ^Axgwv xai djtb xovxov 
disßrjv sjcdvco xov Z(X)xirjX. 3 xal rjXd^ov Jtgbg xbv nagdöuöov xrjg 

20 öixacoOvvTjg xal elöov ^axgo&ev xcöv öevögcov xovxwv öevöga jiXelova 
xal fieydXa q)VOfiEva ixet ^fi^ydXa ö(po6ga xaXa xal svöo^a xal fisya- 
XoüigBJiri xal xb ötvögov xrjg (pgovrjöecog, ov kod-tovöiv dylov xov xag- 
jtov avTov xal emöxavxai (pg6vr]0tv fieydX7]v. 4 ofiotov xb öevögov 
sxelvo OxgoßiXia xb vtpog, xa öh cpvXXa avxov xegaxl{a) ofioia, 6 6e 

25 xagjibg avxov coosl ßoxgvsg afiJcsXov iXagol Xlav. tj öl oöfi?] avxov 
öuxgexev jzoggo) dnb xov öevögov. 5 xoxe eljtov cog xaXbv xb öevögov 
xal cog ejtixagt xfi bgdöei, 6 xoxe djtexgld^rj ^PatjparjX 6 ayiog dyyeXog 
b ytex e^iov cov' xovxo xb öevögov cpgovrjoewg, e$, ov e^ayev 6 Jta- 
x'qg öov * -x- * * * 



1 aQüDfiarcjv P | t,fivQVü)v] 'QfivQva P OßVQvav oder OßVQVTjg Edd. | ra öbvöqk 
PA] 1. T« dxQOÖQva I 2 xaQolijg P xaQvaiq Edd. | 4 ^v w] Ofxolov dsvao) A? | 
5 ;cAo«] X9^^ P XQ^^ Edd. xaXbv A? | 1. d^cofidza) ofioiov nach A? XQOo: (xal) 
dgiofidtiü ofjLOLOv Diels j 6 aQCDfiaxmv P | 12 afivyöaXco P | 6io] avxb C | orav 
TQlßiooiv, oömösv Diels | 12/13 nav agcD/xatcav P näv agtofia oder ndvza dgiofiaxa 
Edd. I 14 Lücke nach A | elq ßoQQÜv ngoq dvaxoXaq] gen Nordosten? elq ßoQQäv 
inexsiva xcöv oqswv xovxcov A 1 16 eni xaoaQX^Q P] vnsQ xdq dxQccq A. Ein Orts- 
name scheint darin enthalten | 17 N\q\\. dnixov mit Beziehung auf TaaagxcLq \ 
18 STiaxQüJvF Ortsname? (Axqu e. g. vicus Panticapaeonim) Vgl. dnb xovxov und 
Z(j)xiriX I 19 ^n dyyeXov Ztoxi^k (sie) A | sXS-cdv P | 21 (pvofxeva D] övcofiev P [ ixet 
/zsydXa] exel ueydXa evwötj A. Richtig scheint ixst evcjörj | 22 (pQOVxijaecog P \ 
24 xsQaxia Lods] xsQaxi P. 



Cap. 30, 1—32, 6. 61 

und Myrrhengeruch (r. die einen Geruch von Weihrauch und Myrrhen 
ausströmten), und die Bäume (r. Früchte) wiederum glichen (Nüssen). 

Cap. 30. Und darüber hoch über ihnen über dem östlichen 
I Berge, (r. Und ich ging darüber hinaus nach Osten zu) nicht weit und 
sah einen anderen Ort, eine Schlucht mit Wasser gleich solchem, wel- 5 
ches nicht versiegt. 2 Und ich sah einen schönen Baum, der einem 
Duftbaume von der Art des Mastix glich. 3 Und an den Rändern 
jener Thäler erblickte ich den wohlriechenden Zimmtbaum. Und ich 
ging darüber hinaus nach Osten zu. 

Cap. 31. Und ich sah andere Berge, auf denen Bäume waren, und 10 
es kam daraus hervor wie Nektar, was Sarran und Galbanum heisst. 
2 Und über (r. hinter) jenem Berge sah ich einen anderen Berg, darauf 
waren Aloebäume, und jene (r. alle) Bäume waren voll von (Früchten), 
die der Mandel gleich und hart sind. 3 Und wenn man diese Frucht 
nimmt (r. zerreibt)^ so übertrifft sie alle Wohlgerüche. 15 

Cap. 32. Und als ich nach diesen Wohlgerüchen gen Norden 
blickte über die Berge hin, sah ich sieben Berge voll köstlicher Narde, 
Duftbäumen, Zimmt und Pfeffer. 2 Und von da ging ich über den 
Gipfel jener Berge hinweg weit nach Osten hin und ich schritt über 
das erythräische Meer hinweg und kam. weit weg von ihm und schritt 20 
über den [Engel] Zotiel hinweg. 3 Und ich kam an den Garten der 
Gerechtigkeit und sah über jene Bäume hinaus (noch) viele und grosse 
Bäume daselbst sprossen, von trefflichem Geruch, gross und von hoher 
Schönheit und herrlich, und den Baum der Weisheit, durch den die, 
welche davon essen, grosser Weisheit teilhaftig werden. 4 Und er 25 
glich dem Johannisbrotbaum, und seine Frucht war wie die Weintraube, 
ganz vortrefflich, und der Geruch jenes Baumes verbreitete sich und 
drang weit hin. 5 Da sprach ich: »(Wie) schön ist dieser Baum, und 
wie schön und erfreulich ist sein Anblick!« 6 Und es antwortete mir 
der heilige Engel Rafael, der bei mir war, und sprach zu mir: »Das 30 
ist der Baum der Weisheit, von dem dein Urahn und deine Altermutter, 
die vor dir waren, gegessen haben, und sie wurden der Weisheit kundig, 
und ihre Augen wurden aufgethan^ und sie erkannten, dass sie nackt 
waren, und wurden aus dem Garten vertrieben.« 

2 »und sie glichen nicht (anderen) Bäumen« II ] 3 durch Missverständnis von 
inixsiva ist d. äth. Text ganz verderbt | 5 »Schluchten« T2, II | 6 »Und ich sah 
einen Duftbaum wie von der Art des Mastix« U, »schönen Baum, dessen Geruch 
wie der Geruch des Mastix« II | 10 »einen andern Berg« II excl. EW | Bäume 
waren] + »es kam Wasser hervor« II | 13 »jene« (ellekü) Fehler für »alle« (kuellfi), 
Gr. Tidvia \ 15 jahasejewo »zerreibt« ist neben jehejes« »übertrifft« zu der den 
Schreibern geläufigeren Form jenaäe'ewö »nimmt« verlesen worden, vgl. Ch. 369, Dn. 
Sitzb. 



62 Buch Henoch. 

Cap. 33. Und von da ging ich bis an die Enden der Erde und 
sah daselbst grosse Tiere, und jedes war vom andern verschieden, und 
ebenso Vögel, verschiedenartig nach Gestalt, Schönheit und Stimme, 
der eine anders als der andere. 2 Und östlich von diesen Tieren sah 
5 ich die Enden der Erde, worauf der Himmel ruht, und die Thore des 
Himmels offen. 3 Und ich sah, wie die Sterne des Himmels heraus- 
kamen, und ich zählte die Thore, aus denen sie hervorkamen, und schrieb 
alle ihre Ausgänge auf für einen jeden einzelnen besonders, nach ihrer 
Zahl und ihren Namen, nach ihrer Verbindung, ihrer Stellung, ihrer 

10 Zeit und ihren Monaten, wie (es) mir Uriel, der Engel, der mit mir 

war, zeigte. 4 Alles zeigte er mir und schrieb es mir auf, und auch 

ihre Namen schrieb er mir auf, ihre Gesetze und ihre Vereinigungen. 

Cap. 34. Und von da ging ich gegen Norden an den Enden 

der Erde und sah daselbst eine grossartige und herrliche weise Ver- 

15 anstaltung an den Enden der ganzen Erde. 2 Und ich sah daselbst 
drei Himmelsthore geöffnet am Himmel, aus einem jeden kamen Nord- 
winde heraus; wenn sie wehen, da giebt es Kälte, Hagel, Reif, Schnee, 
Tau und Regen. 3 Und aus dem einen Thore blasen sie zum Guten, 
wenn sie aber durch die beiden anderen Thore blasen, dann geschieht 

20 es mit Gewalt und unheilbringend über die Erde hin, und sie blasen 
mit Gewalt. 

Cap. 35. Und von da ging ich gegen Westen an den Enden der 
Erde und sah daselbst drei offene Himmelsthore, wie ich im Osten ge- 
sehen hatte, ebenso viel Thore und ebenso viel Ausgänge. 

25 Cap. 36. Und von da ging ich nach Süden an den Enden der 

Erde und sah daselbst drei offene Himmelsthore, und es kamen da heraus 
der Südwind und Tau und Regen und Wind. 2 Und von da ging 
ich nach Osten an den Enden des Himmels und sah daselbst die drei 
östlichen Himmelsthore offen und über ihnen kleine Thore. 3 Durch 

30 jedes jener kleinen Thore gingen die Sterne des Himmels durch und 
zogen westwärts auf der Bahn, die ihnen gezeigt war. 4 Und so oft 
ich das sah, habe ich jedesmal den Herrn der Herrlichkeit gepriesen 
imd werde ihn preisen, der die grossen und herrlichen Wunder voll- 
bracht hat, um seinen Engeln, den Seelen und den Menschen die Grösse 

7 »und die Zahl der Thore« GT^ | 10 »mit mir war, der Heilige«, I | 12 Ver- 
einigungen] »Verrichtungen« T2, II | 14/15 weise Veranstaltung (mekra)] »Wunder« 
(mankera) MT2, II | 20 »mit Gewalt und Stärke« Q j »blasen mit Gewalt, geschieht 
Unheil auf Erden« V | 24 »Eingänge und Ausgänge« U | 26 »kamen aus dem 
Süden Tau . . .« U; »kamen heraus Tau . . .« Q [ 28 des Himmels] 34, 1. 35, 1. 
36,1 »der Erde«! | 29 »und über ihnen gingen die kleinen Sterne des Himmels 
durch« M | 32/33 »habe ich gepriesen und werde jedesmal preisen« T^, II excl. 
DY I 34 »den Engeln und den Seelen der Menschen« MT u. U (corr.), IL 



Cap. 33, 1—38, 3. 63 

seines Werkes zu zeigen, dass sie sein Werk, seine ganze Schöpfung 
preisen, auf dass sie das Werk seiner Macht sehen und das grosse 
Werk seiner Hände rühmen und ihn in Ewigkeit preisen. 



I 



Teil IL 

Das Buch der prophetischen Offenharungen und Mahnredeu. 5 

Cap. 37—71. 

Cap.. 37. Das zweite Gesicht, welches er sah, das Gesicht der 
Weisheit, welches Henoch, der Sohn Jared's, Sohn Malaleel's, Sohn 
Kainan s, Sohn Enos', Sohn Set's, Sohn Adam's sah. 2 Und das ist der 
Anfang der Weisheitsrede, da ich (meine Stimme) erhob, zu reden (und) 10 
zu sprechen zu denen, die auf der Erde wohnen. 3 Höret ihr Alten, 
und sehet ihr Nachgekommenen die heiligen Worte, die ich vor dem 
Herrn der Greister vortragen will. Was diese Alten betrifft, so wäre 
es am besten (nur zu ihnen) zu reden, doch auch den Nachgekommenen 
wollen wir den Anfang der Weisheit nicht vorenthalten. 4 Bis jetzt 15 
ist vor dem Herrn der Geister noch nie die Weisheit verliehen worden, 
die ich empfangen habe, gemäss meiner Einsicht nach dem Wohlgefallen 
des Herrn der Geister, von dem mir das Los des ewigen Lebens zu- 
erteilt worden ist. 5 Und es wurden mir zu teil drei Mahnreden, und 
ich erhob meine Stimme und sprach zu denen, die auf der Erde wohnen. 20 

Cap. 38. Erste Mahnrede. Wann die Gemeinde der Gerechten 
erscheinen wird, und die Sünder wegen ihrer Sünden gerichtet und vom 
Angesicht der Erde vertrieben werden, 2 und wann die Gerechtigkeit er- 
scheinen wird vor den Augen der Gerechten, deren, als der Auserwählten, 
Thun dem Herrn der Geister anhängt, und wann das Licht den Ge- 25 
rechten und Auserwählten, die auf der Erde wohnen, erscheinen wird 
— wo wird dann die Wohnung der Sünder und der Aufenthalt derer 
sein, die den Herrn der Geister verleugnet haben? Es wäre besser für 
sie, sie wären nie geboren! 3 Wann die Geheimnisse der Gerechten 
werden offenbart werden, da werden die Sünder gerichtet, und die Gott- 30 
losen aus den Augen der Gerechten und Auserwählten vertrieben wer- 

1 seine Schöpfung] »und alle seine Geschöpfe (Nom.), dass sie . . . sehen« TU, II | 
21 Gemeinde (mahbara)] »Wohnung« (mahdara) D | 23 »der Gerechte erscheinen 
wird« M, II excl. A | 25 »Hoffen und Thun« Q | 28 »beleidigt haben« Q. 



64 ^^^^ Henoch. 

den. 4 und von nun an werden nicht mehr mächtig und erhaben sein 
die, welche die Erde besitzen, und sie werden nicht im stände sein, das 
Antlitz der Heiligen zu schauen, denn das Licht des Herrn der Geister 
ist erschienen auf dem Antlitz der Heiligen, Gerechten und Auserwähl- 
5 ten. 5 Und die Könige und Mächtigen werden dann zu Grunde gehen 
und in die Hand der Gerechten und Heiligen gegeben werden. 6 Und 
von da an wird keiner mehr für sie zum Herrn der Geister um Er- 
barmen flehen, denn mit ihrem Leben ist es zu Ende. 

Cap. 39. [Und es wird in diesen Tagen geschehen, dass die 

10 Kinder der Auserwählten und Heiligen aus dem hohen Himmel herab- 
steigen, und ihr Same eins werden wird mit den Menschenkindern. 
2 Und in jenen Tagen erhielt Henoch Bücher des Eifers und Zornes 
und Bücher der Unruhe und Verwirrung.] Und Barmherzigkeit wird 
ihnen nicht widerfahren, sprach der Herr der Geister. 3 Und in jenen 

15 Tagen riss mich ein Sturmwind von der Erde hinweg und setzte mich 
nieder an dem Ende der Himmel. 4 Und daselbst sähe ich ein anderes 
Gesicht: die Wohnungen der Heiligen und die Ruheplätze der Gerechten. 
5 Hier sahen meine Augen ihre Wohnungen bei den Engeln seiner 
Gerechtigkeit und ihre Ruheplätze bei den Heiligen, und sie baten, 

20 flehten und beteten für die Menschenkinder, und Gerechtigkeit floss wie 
Wasser vor ihnen, und Barmherzigkeit wie Tau auf der Erde: so ist 
es unter ihnen in alle Ewigkeit, 6 Und an jenem Orte sahen meine 
Augen den Auserwählten der Gerechtigkeit und Treue, und Gerechtig- 
keit wird in seinen Tagen herrschen, und zahllos wird (die Menge) der 

25 Gerechten und Auserwählten vor ihm sein in alle Ewigkeit. 7 Und 
ich sah seine Wohnung unter den Fittichen des Herrn der Geister, und 
alle Gerechten und Auserwählten strahlten vor ihm wie der Glanz des 
Feuers, und ihr Mund war des Lobes voll, und ihre Lippen priesen den 
Namen des Herrn der Geister; und die Gerechtigkeit vergeht nicht vor 

30 ihm, und das Recht hört nicht auf vor ihm. 8 Dort wünschte ich zu 
wohnen, und mein Geist trug Verlangen nach jener Wohnung, daselbst 
Cap. 39, 5. Arnos 5, 24. 

3 »Antlitz der Gerechten und Heiligen« Q | GQU, D lassen la vor egzi'a 
weg, also »der Herr der Geister«, Nom. Dann wäre tare'eja berhanü in ar'aja ber- 
häno zu ändern »hat sein Licht erscheinen lassen« Ch. 371 | 5 »die mächtigen Könige« 
T2, 11 I 7 »für sie« < II excl. CV 1 10 »die auserwählten und heiligen Kinder« 
MTS n I aus den hohen Himmeln« II | 15 »riss mich eine Wolke und ein Sturm- 
wind« T2, II I 17 »Gerechten... Heiligen« II | 18/19 »seiner Gerechtigkeit« < II | 
22 »in jenen Tagen sahen meine Augen den Ort der Auserwählten der Gerechtigkeit 
und Treue« T2, II | 23 »die Auserwählten« Q | 24 »ihren Tagen« T2, II | 26 »ihre 
Wohnung« II excl. WY | 27 strahlten (jetlahajü)] »waren mächtig vor ihm« (jethe- 
jalü) GQTiü I 30 »und das Recht — ihm« < ABDW | 31 »meine Seele« Q, IL ^ 



Cap. 38, 4—40, 8. 65 

ist mir ein Anteil (schon) zuvor ausgemacht worden, denn so war es 
über mich bestimmt vor dem Herrn der Geister. 9 Und in jenen Tagen 
pries und erhob ich den Namen des Herrn mit Lob und Preis, weil er 
zu Segnen und Rühmen mich verpflichtet hat, nach dem Wohlgefallen 
des Herrn der Geister. 10 Und lange schauten meine Augen auf jenen 5 
Ort, und ich pries und lobte ihn, indem ich sprach: »Preis ihm, und 
gepriesen sei er von Anfang bis in Ewigkeit. 11 Vor ihm giebt es 
kein Aufhören, er weiss, was ewig ist, bevor die Welt geschaffen 
wurde, und was sein wird von Geschlecht zu Geschlecht. 12 Dich 
preisen die, welche nicht schlafen, und sie stehen vor deiner Herrlich- 10 
keit, preisen, lobsingen und erheben, indem sie sprechen: Heilig, heilig, 
heilig ist der Herr der Geister, er erfüllt die Erde mit Geistern.« 
13 Und hier sahen meine Augen alle die, welche nicht schlafen, wie 
sie vor ihm standen, lobsangen und sprachen: »Gepriesen seist du, und 
gepriesen sei der Name des Herrn in alle Ewigkeit.« 14 Und mein Ge- 15 
sieht wendete sich ab, weil ich nicht mehr sehen konnte. 

Cap. 40. Und danach sah ich tausend mal tausend und zehn- 
tausend mal zehntausend, unzählige- und unberechenbar viele, die vor 
dem Herrn der Geister standen. 2 Ich sah und erblickte zu den vier 
Seiten des Herrn der Geister vier Gesichter, verschieden von denen, 20 
die nicht schlafen, und ich erfuhr ihre Namen, denn der Engel, der 
mit mir gekommen war, that mir ihre Namen kund und zeigte mir alle 
Geheimnisse. 3 Und ich hörte die Stimme dieser vier Gesichter, wie 
sie vor dem Herrn der Herrlichkeit lobsangen. 4 Die erste Stimme 
verkündet den Preis des Herrn der Geister immerdar. 5 Und die 25 
zweite Stimme hörte ich den Auserwählten und die Auserwählten 
preisen, die dem Herrn der Geister anhängen. 6 Und die dritte Stimme 
hörte ich bitten und beten für die, welche auf Erden wohnen, und 
flehen im Namen des Herrn der Geister. 7 Und die vierte Stimme 
hörte ich, wie sie die Satane fortwies und ihnen nicht erlaubte, zum 30 
Herrn der Geister heranzutreten, um die, welche auf Erden wohnen, 
zu verklagen. 8 Und danach fragte ich den Engel des Friedens, der 
mit mir ging, der mir alles Verborgene gezeigt hatte: »Wer sind diese 
vier Gesichter, die ich gesehen habe, deren Rede ich vernommen und 

Cap. 40, 1 Dan. 7, 10. 

5 lange] »deutlich« Ti | 6 »und lobte ihn« < ABD | 8 »was die Welt ist«. 
GT2, II 1 16 zu »wendete sich« vgl. Dn. Chrest. S. 246 | »bis ich nicht mehr sehen 
konnte« T2, II | 18/19 »vor der Herrlichkeit des Herrn der Geister« TU, BCEPWY i 
21 »welche schlafen« M; »welche stehen« T im Text, II & FHLNO; »welche stehen 
unter denen, die nicht schlafen« V | 24 »Herrn der Geister« DY | 25 »Herra der 
Herrlichkeit« E | 30 »die Dämonen« V | 33 gezeigt hatte] + »und sprach zu ihm« 
II ausser P VW. 

Henoch. 5 



6ß Buch Henoch. 

niedergeschrieben habe?« 9 Und er sprach zu mir: »Der erste da ist 
Michael, der barmherzige und langmütige, der zweite, der über alle 
Krankheiten und über alle Wunden der Menschenkinder gesetzt ist, ist 
Rafael, und der dritte, der über alle Mächte waltet, ist Gabriel, und 
5 der vierte, der über die Reue, zur Hoffnung derer, die das ewige Leben 
erben sollen, gesetzt ist, heisst Fanuel«. 10 Und das sind die vier 
Engel des Herrn der Geister, und die vier Stimmen horte ich in jenen 
Tagen. 

Cap. 41. Und danach sah ich alle Geheimnisse der Himmel, 

10 und wie das Reich verteilt wird, und wie die Thaten der Menschen 
auf der Wage gewogen werden. 2 Daselbst sah ich die Wohnungen 
der Auserwählten und die Wohnungen der Heiligen, und meine Augen 
sahen dort, wie alle Sünder von da vertrieben und weggeschleppt wer- 
den, die den Namen des Herrn der Geister verleugnen, und ihres Bleibens 

15 nicht ist infolge der Strafe, die vom Herrn der Geister ausgeht. 3 Und 
daselbst sahen meine Augen die Geheimnisse der Blitze und des Don- 
ners und die Geheimnisse der Winde, wie sie verteilt werden, um über 
die Erde zu wehen, und die Geheimnisse der Wolken und des Taus, 
und daselbst sah ich, von wo sie ausgehen an selbigem Orte, und wie 

20 von da aus der Staub der Erde gesättigt wird. 4 Daselbst sah ich 
verschlossene Kammern, und aus ihnen werden die Winde verteilt: die 
Schatzkammer des Hagels und Windes, und die Schatzkammer des 
Nebels und der Wolken, und eine Wolke daraus lagert über der Erde 
von der Urzeit an. 5 Und ich sah die Kammern der Sonne und des 

25 Mondes, von wo sie ausgehen und wohin sie zurückkehren, und herr- 
lich ist ihre Rückkehr, und wie das eine prächtiger ist als das andere, 
und stattlich ihre Bahn, und wie sie nicht aus ihrer Bahn weichen, 
weder (etwas) hinzufügen, noch (etwas) weglassen von ihrer Bahn 
und einander die Treue bewahren, indem sie bei ihrem Schwur bleiben. 

30 6 Und zuerst geht die Sonne hervor und macht ihren Weg auf den Be- 
fehl des Herrn der Geister, und sein Name w^ird dauern in alle Ewig- 
keit. 7 Und danach (beginnt) der unsichtbare und der sichtbare Weg 
des Mondes: er legt den Lauf seines Weges an jenem Orte bei Tag 

Cap. 41, 4 Hiob 38, 22. 

2 »der heilige Michael» und 4 »der heilige Gabriel« II & FHKLNO | 4 »der 
heilige Rafael« A | 5 »über die Reue und die Hoffnung« 11 excl. DVW; »über die 
Reue, die (oder: zur) Reue derer, die die Hoffnung des ewigen Lebens erben 
sollen« Q I 7 »des höchsten Gottes« II ] 14 »die den Herrn d. G. verleugnen« ADY | 
22 »und die Schatzk. des Hagels und die Schatzk. des Nebels und der Wolken«? 
II fexcl. V) & FHLN | 23 »und der Wolken« < G 1 30 »kehrt zurück ihren Weg« Q, C. 



Cap. 40, 9—45, 1. 67 

und bei Nacht zurück. Eins steht dem andern gegenüber vor dem 
Herrn der Geister, und sie danken und preisen ohne zu ruhen, denn 
ihr Danken ist für sie Ruhe. 8 Denn die Sonne macht viele Umläufe 
zum Segen und zum Fluche, und der Weg des Mondlaufes ist Licht 
für die Gerechten und Finsternis für die Sünder in dem Namen des 5 
Herrn, dör eine Scheidung gemacht hat zwischen Licht und Finsternis, 
und die Geister der Menschen geteilt und die Geister der Gerechten 
fest gegründet hat in den Namen seiner Gerechtigkeit. 9 Denn kein 
Engel hindert (sie), und keine Macht vermag (sie) aufzuhalten, weil der 
Lenker auf alle sieht und sie alle lenkt vor seinem Angesicht. 10 

Cap. 42. Die Weisheit fand keinen Platz, wo sie wohnen konnte, 
da ward ihr eine Wohnung in den Himmeln zu teil. 2 Die Weisheit 
ging aus, um bei den Menschenkindern Wohnung zu nehmen, aber sie 
fand keine Wohnung; da kehrte die Weisheit zurück an ihren Ort und 
nahm ihren Sitz bei den Engeln. 3 Und die Ungerechtigkeit kam her- 15 
vor aus ihren Kammern, fand, die sie nicht gesucht hatte, und wohnte 
bei ihnen, wie der Regen in der Wüste und der Tau auf durstigem 
Erdreich. 

Cap. 43. Und ich sah abermals Blitze und die Sterne des Him- 
mels, und ich sah, wie er sie bei Namen rief, und sie ihn hörten. 2 Und 20 
ich sah die gerechte Wage, wie sie (darauf) gewogen werden, nach 
ihren Lichtmengen, der Weite ihrer Räume und dem Tage ihres Auf- 
gangs, und wie ihr Umlauf den Blitz erzeugt, und (ich sah) ihren Um- 
lauf nach der Zahl der Engel, und wie sie sich unter einander die 
Treue halten. 3 Und ich fragte den Engel, der mit mir ging, der mir 25 
das Verborgene gezeigt hatte: »Was sind diese?« 4 Und er sprach zu 
mir: »Ein Gleichnis hat der Herr der Geister dir mit ihnen gezeigt; 
das sind die Namen der Heiligen, die auf Erden wohnen und an den 
Namen des Herrn der Geister immerdar glauben.« 

Cap. 44. Und noch anderes sah ich in betreff der Blitze, wie 30 
einige von den Sternen sich erheben und zu Blitzen werden und nun 
ihre (neue) Gestalt nicht mehr zu verlassen vermögen. 

Cap. 45. Und das ist die zweite Mahnrede über die, welche den 

Cap. 43, 1. Jes. 40, 26. Psal. 147, 4. 

2 »vor der Herrlichkeit des Herrn, der Geister« MTiU | 3 »leuchtende Sonne« 
MT2, n excl. PY 1 10 sieht (jere'i)] G liest jeresi »bestimmt, macht« und Ch. u. 
Beer übersetzen, indem sie makuannen (Nom.) in makuannena ändern : »weil er 
einen Richter für sie alle bestimmt, und er richtet sie alle vor ihm« | 13 ging aus] 
*kam« (ma§'at st. waz'at) II excl. PVW | 20 »sie alle . . . rief« TU, II | 22/2.-$ »ihres 
Aufgangs und Umlaufs, und wie ein Blitz den andern erzeugt« T^, II | 27 mit 
ihnen] wörtl.: »von ihnen^^ | 28 »der Gerechten» IL 

5* 



gg Bach Henoch. 

Namen der Wohnung der Heiligen und den Herrn der Geister ver- 
leugnen. 2 Sie werden weder zum Himmel aufsteigen noch auf die 
Erde kommen. So wird das Los der Sünder sein, die den Namen 
des Herrn der Geister verleugnet haben, die also für den Tag des 
5 Leidens und der Trübsal aufbewahrt werden. 3 An jenem Tage wird 
mein Auserwählter auf dem Throne sitzen und Auswahl treffen unter 
ihren Werken, und ihre Wohnungen werden zahllos sein; und ihre 
Seele wird in ihrem Innern erstarken, wenn sie meine Auserwählten 
sehen werden, und die, welche meinen herrlichen Namen angefleht 

10 haben. 4 An jenem Tage werde ich meinen Auserwählten unter ihnen 
wohnen lassen, und werde den Himmel umwandeln und zum Segen und 
Licht auf ewig machen. 5 Und ich werde die Erde umwandeln und 
werde sie zum Segen machen und werde meine Auserwählten auf ihr 
wohnen lassen, aber die, welche Sünde und Missethat begehen, sollen sie 

15 nicht betreten. 6 Denn ich habe meine Gerechten gesehen und sie mit 
Heil gesättigt und habe ihnen vor mir Wohnung gegeben; für die 
Sünder aber steht bei mir das Gericht bevor, dass ich sie vom An- 
gesicht der Erde vertilge. 

Cap. 46. Und daselbst sah ich einen, der hatte ein Haupt der 

20 Tage (betagtes Haupt), und sein Haupt war weiss wie Wolle, und bei 
ihm war ein anderer, dessen Gestalt hatte das Aussehen eines Menschen, 
und sein Antlitz war voll Anmut gleich (dem) eines heiligen Engels. 

2 Und ich fragte einen der Engel (r. den Engel), der mit mir ging 
und mir alle Geheimnisse zeigte, nach jenem Menschensohne, wer er 

25 wäre und woher er wäre, warum er mit dem betagten Haupte ginge. 

3 Und er antwortete und sprach zu mir: »Dies ist der Menschensohn, 
der die Gerechtigkeit hat, und bei dem die Gerechtigkeit wohnt, und 
der alle Schätze des Verborgenen offenbart, weil der Herr der Geister 
ihn auserwählt hat, und dessen Los vor dem Herrn der Geister den 

30 Sieg davongetragen hat durch Gerechtigkeit in Ewigkeit. 4 Und dieser 
Menschensohn, den du gesehen hast, wird die Könige und die Mäch- 
tigen aufscheuchen von ihren Lagern und die Gewaltigen von ihren 
Sitzen, und er wird die Zäume der Gewaltigen lösen und die Zähne der 
Cap. 46, 1 Dan. 7, 9. 13. — 4 ff. Jes. 14, 9. 11. Psal. 3, 8. 58, 7. 

1 »Namen« < M | »der Versammlung der H.« T2 | »und des Herm<f T2, II | 
6 ^der Auserwählte^^ MT2Ü2, II & FHLN ] 8 »ihr Geist« T2, II | »meinen Aus- 
erwählten« M, II (excl. DEWY) & FHO [ 9 »meinen heiligen und herrlichen Namen« 
T2, II, nur W hat »seinen . . . Namen« | 10 »ich ihn wohnen lassen unter meinen 
Auserwählten« Q, CY und gewissermassen auch G ] 11 »zum ewigen Segen und Licht« 
T^, II I 23 »einen der Engel« durch den vorhergehenden gleichlautenden Ausdruck 
veranlasst | 29 dessen Los] »der« CDY \ 30 »alles besiegt hat« T2, II excl. E; die 
Stelle < Q ob hom. 



Cap. 45, 2—48, 1. 69 

Sünder zermalmen. 5 Und er wird die Könige von ihren Thronen und 
aus ihren Reichen stossen, weil sie ihn nicht erheben und ihn nicht 
preisen, noch dankbaren Sinnes anerkennen, woher ihnen das Reich 
verliehen worden ist. 6 Das Angesicht der Gewaltigen wird er Ver- 
stössen, und Scham wird sie erfüllen, Finsternis wird ihre Wohnung 5 
sein, und Würmer werden ihnen zum Lager dienen, und sie werden 
nicht hoffen dürfen, von ihrem Lager aufzustehen, weil sie den Namen 
des Herrn der Geister nicht erheben. 7 Und das sind die, welche die 
Sterne des Himmels richten und ihre Hand gegen den Höchsten er- 
heben und die Erde niedertreten und darauf wohnen, und all ihre Hand- lO 
lungen tragen Ungerechtigkeit zur Schau [und all ihre Handlungen 
sind Ungerechtigkeit], und ihre Macht beruht auf ihrem Reichtum, und 
ihr Glaube gehört den Göttern, die sie mit Händen gemacht haben; und 
sie verleugnen den Namen des Herrn der Geister, 8 und verfolgen seine 
Versammlungs-Häuser und die Gläubigen, die dem Namen des Herrn 15 
der Geister anhängen.« 

Cap. 47. Und in jenen Tagen wird das Gebet der Gerechten und 
das Blut des Gerechten von der Erde aufgestiegen sein vor den Herrn 
der Geister. 2 In diesen Tagen werden die Heiligen, die hoch in den 
Himmeln wohnen, vereint mit einer Stimme flehen, beten, rühmen, danken 20 
und preisen den Namen des Herrn der Geister wegen des Blutes der 
Gerechten, das vergossen worden ist, und wegen des Gebetes der Ge- 
rechten, dass es nicht vergeblich sein möge, vor dem Herrn der Geister, 
dass ihnen Recht geschajfft werde, und sie nicht ewig sich zu gedulden 
haben. 3 In jenen Tagen sah ich das betagte Haupt, als es sich auf 25 
den Thron seiner Herrlichkeit setzte, und die Bücher der Lebendigen 
vor ihm aufgeschlagen wurden, und sein ganzes Heer, das hoch oben 
in den Himmeln ist, und seine Rats Versammlung vor ihm standen. 
4 Und das Herz der Heiligen wurde voll Freude, dass die Zahl der 
Gerechtigkeit bald erreicht, das Gebet der Gerechten erhört, und das 30 
Blut der Gerechten vor dem Herrn der Geister gerächt worden sei. 

Cap. 48. Und an jenem Orte sah ich die Quelle der Gerechtig- 
keit, die war unerschöpflich, und rings herum umgaben sie viele Quellen 

Cap. 47, 3 Psal. 69, 29. 

1 »die Könige Verstössen, Thron über Thron« GM; beide Lesarten vermengt 
mit einander T | 11/12 [ ] < bei QU, E und ausserdem bei Q das Verb, »tragen 
zur Schau« | »ihre Handlungen sind Ungerechtigkeit und ihre Handlungen zeigen 
Ungerechtigkeit« T^, ABCPVW | 14 »sie haben verleugnet« ABC | »sie werden 
ausgetrieben aus den Häusern seiner Versammlung . . . und der Gläubigen« 
QT2, II I 18 »der Gerechten« M, V | 28 »und« < vor »seine Ratsvers.« MT2Ü, AB I 
30 bald erreicht] wörtl. *nahe sei«. 



7(> Buch Henoch. 

der Weisheit, und alle Durstigen tranken aus ihnen und wurden voll 
Weisheit, und sie hatten ihre Wohnungen bei den Gerechten und Hei- 
ligen und Auserwählten. 2 Und in jener Stunde wurde jener Men- 
schensohn in Gegenwart des Herrn der Geister genannt, und sein Name 
5 vor dem betagten Haupte. 3 Und bevor die Sonne und die Zeichen 
geschaffen wurden, bevor die Sterne des Himmels gemacht waren, ist 
sein Name vor dem Herrn der Geister genannt worden. 4 Er wird für 
die Gerechten ein Stab sein, dass sie sich auf ihn stützen und nicht 
fallen; er wird das Licht der Völker sein und die Hoffnung derer, welche 

10 Kummer in ihrem Herzen tragen. 5 Es werden niederfallen und an- 
beten vor ihm alle, die auf Erden wohnen, und sie werden preisen, 
rühmen und lobsingen dem Herrn der Geister. 6 Und darum ist er 
auserwählt und verborgen worden vor ihm, ehe die Welt geschaffen 
wurde und bis in Ewigkeit. 7 Und die Weisheit des Herrn der Geister 

15 bat ihn den Heiligen und Gerechten offenbart, denn er hat das Los 
der Gerechten bewahrt, weil sie diese Welt der Ungerechtigkeit gehasst 
und verachtet haben und all ihr Werk und ihre Wege im Namen des 
Herrn der Geister gehasst haben, denn in seinem Namen werden sie 
errettet, und er wird der Rächer für ihr Leben. 8 Und in jenen Tagen 

20 werden die Könige der Erde und die Mächtigen, die das Erdreich be- 
sitzen, zu solchen geworden sein, die den Blick zu Boden schlagen um 
des Werkes ihrer Hände willen, denn am Tage ihrer Angst und Not 
werden sie nicht ihre Seele retten. 9 Und ich werde sie in die Hand 
meiner Auserwählten geben, wie Stroh im Feuer und wie Blei im 

25 Wasser, so werden sie vor dem Angesicht der Heiligen brennen und 
vor dem Angesicht der Gerechten untersinken, und keine Spur mehr 
wird von ihnen zu finden sein. 10 Und an dem Tage ihrer Not wird 
auf Erden Ruhe werden, und sie werden vor ihnen fallen und sich 
nicht wieder erheben, und niemand wird da sein, der sie mit seiner 

30 Hand erfasste und sie aufhöbe, denn sie haben den Herrn der Geister 
und seinen Gesalbten verleugnet. Und der Name des Herrn der Geister 
sei gepriesen. 

Cap. 48, 4. Jes. 42, 6. 49, 6. — 9. Exod. 15, 7. 10. — 10. Psal. 2, 2. 

8 »für die Gerechten und Heiligen« T2, II | 12 »dem Namen des Herrn der 
Geister« MQ, II | 13 »vor ihm von Anfang der Welt her.« Q | 14 Ewigkeit] -+- »vor 
ihm« ABCDY & L. Lücke im Text? l 19 Rächer (faqqäde)] »nach seinem Wohl- 
gefallen (ba-faqädü) ist zu teil geworden ihrem Leben« G, »sein Wohlgefallen ist 
zu teil gew.« WY | »Und in jenen« (wa-ba-we'etü) < GQU, dafür ba-kantü (ba- 
zentü?) »umsonst, aus Gnaden«. Der äth. Text ist hier sicher verderbt ] 25/26 »Ge- 
rechten . . . Heiligen« II | 28 »vor ihm« II. 



Cap. 48, 2-51, 1. 71 

Cap. 49. Denn Weisheit ist ausgegossen wie Wasser, und Herr- 
lichkeit hört vor ihm nicht auf in alle Ewigkeit. 2 Denn er ist mächtig 
in allen Geheimnissen der Gerechtigkeit, und Ungerechtigkeit wird wie 
ein Schatten vergehen und keinen Bestand haben; denn der Auserwählte 
ist aufgestanden vor dem Herrn der Geister, und seine Herrlichkeit 5 
währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und seine Macht von Geschlecht zu 
Geschlecht. 3 Und in ihm wohnt der Geist der Weisheit, und der 
Geist, der Einsicht verleiht, der Geist der Lehre und Kraft, und der 
Geist derer, die in Gerechtigkeit entschlafen sind. 4 Und er wird das 
Verborgene richten, und niemand wird unnütze Reden vor ihm führen 10 
können, denn er ist der Auserwählte vor dem Herrn der Geister, nach 
seinem Wohlgefallen. 

Cap. 50, Und in jenen Tagen wird eine Wandelung stattfinden für 
die Heiligen und Auserwählten: das Licht der Tage wird über ihnen 
wohnen, und Herrlichkeit und Ehre wird den Heiligen sich zukehren. 15 
2 Und an dem Tage der Not, da das Unheil auf die Sünder gehäuft 
sein wird, werden die Gerechten den Sieg davontragen im Namen des 
Herrn der Geister, und er wird (es) den anderen zeigen, dass sie Busse 
thun und von dem Thun ihrer Hände lassen. 3 Und sie werden keine 
Ehre haben im Namen des Herrn der Geister, aber in seinem Namen 20 
werden sie errettet werden, und der Herr der Geister wird sich ihrer 
erbarmen, denn seine Barmherzigkeit ist gross. 4 Und er ist gerecht 
in seinem Gericht, und angesichts seiner Herrlichkeit wird auch die 
Ungerechtigkeit nicht in seinem Gericht bestehen: wer nicht Busse thut 
vor ihm, wird untergehen. 5 Und von nun an will ich kein Erbarmen 25 
mehr mit ihnen haben, spricht der Herr der Geister. 

Cap. 51» Und in jenen Tagen wird auch die Erde das ihr Anver- 
traute wiedergeben, und die Unterwelt wird zurückgeben, was sie 

Cap. 49, 2 Hiob 14, 2. — 3. Jes. 11, 2. — 51, 1. IV Esra 7, 32. 

1 »der Geist der Weisheit« BG | 3 Geheimnissen] «Wegen« M | 8 »der Geist 
dessen, der Einsicht verleiht« M, II excl. W; »der Geist der Weisheit, der Ein- 
sicht verleiht« A | 11 »er ist der Geweihte«, erüm f. herüj G [ 14 »der Alte der 
Tage« T | 16 »ist das Unheil . . . gehäuft« QU; »wird das Unheil auf die Sünder 
gehäuft werden, und . . .« T2, II; »da er den Sündern Böses gethan hat« (za-gabra 
f. za-tazagba) T^; »da das Böse auf die Sünder zurückgekehrt ist« (za-gab'a) M j 
20 im Namen] »vor« T^, II | 27/28 Anvertraute] »die in ihr geborgen worden sind« 
(Glosse) G. Der Text ist in den HSS in ziemlicher Unordnung: »wird die Erde 
und die Unterwelt das ihr Anvertraute, das sie empfangen hat, zurückgeben« M; 
»in Jen. Tagen wird die Unterwelt (+ und auch die Erde T2) das ihr Anvertraute, 
das sie empfangen hat, zurückgeben« TU; »und die Unterwelt wird das ihr An- 
vertraute (von dem ihr A. Q), das sie emjpfangen hat, zurückgeben« Q, II & FHLNO 



72 Buch Henoch. 

empfangen hat, und die Hölle wird herausgeben, was sie schuldig ist. 

2 Und er wird die Gerechten und Heiligen unter ihnen auswählen, 
denn der Tag ist herangekommen, dass sie gerettet werden sollen. 

3 Und der Auserwählte wird in jenen Tagen auf meinem Throne sitzen, 
5 und alle Geheimnisse der Weisheit werden den Gedanken seines Mundes 

entströmen, denn der Herr der Geister hat es ihm gegeben und hat ihn 
Terherrlicht. 4 In jenen Tagen werden die Berge wie Böcke springen, 
und die Hügel wie Lämmer hüpfen, die mit Milch gesättigt sind; und 
alle werden zu Engeln im Himmel werden. 5 Und ihr Antlitz wird vor 

10 Freude leuchten, weil in jenen Tagen der Auserwählte aufgestanden ist, 
und die Erde wird sich freuen, und die Gerechten werden auf ihr wohnen, 
und die Auserwählten auf ihr gehen und wandeln. 

CaP. 52. Und nach jenen Tagen, an jenem Orte, wo ich alle Gesichte 
dessen, was im Verborgenen ist, gesehen hatte, — ich ward nämlich im 

15 Wirbelwind hinweggerissen und man brachte mich nach Westen — 
2 dort sahen meine Augen alle verborgenen Dinge des Himmels, die 
noch sein werden, einen Berg von Eisen und einen von Kupfer und 
einen von Silber und einen von Gold, einen von Zinn und einen von 
Blei. 3 Und ich fragte den Engel, der mit mir ging, indem ich sprach: 

20 »Was sind das für Dinge da, die ich im Verborgenen gesehen habe?« 

4 Und er sprach zu mir: »Dies alles, was du gesehen hast, dient der 
Herrschaft seines Gesalbten, auf dass er stark und mächtig auf Erden sei.« 

5 Und es antwortete jener Engel des Friedens, indem er zu mir sprach: 
»Warte ein wenig, so wird dir alles Verborgene, was der Herr der 

25 Geister umschlossen hält, offenbart werden. 6 Und jene Berge, die 
deine Augen gesehen haben, der Berg von Eisen und der von Kupfer, 
der von Silber und der von Gold, der von Zinn und der von Blei, diese 
alle werden vor dem Auserwählten wie Wachs vor dem Feuer sein und 
wie Wasser, welches von oben her über jene Berge herabläuft; und sie 

30 werden schwach sein vor seinen Füssen. 7 Und in jenen Tagen wird 
keiner sich retten, weder durch Gold noch durch Silber, und keiner wird 
entfliehen können. 8 Und es wird kein Eisen mehr für den Krieg geben, 
und kein Zeug zum Brustpanzer, Erz wird nutzlos sein, und Zinn wird 
nutzlos sein und nichts gelten, und Blei nicht begehrt werden. 9 Alle 

Cap. 51, 4. Psal. 114, 4. 6. — 5 Psal. 37, 29. — 52, 6 Micha 1, 4. — 7 Zephan.l, 18. 

4 »mein Auserwählter« QTi | »seinem Throne« T2, II | 12 »gehen« < Q | »und 
wandeln« < MTÜ | 17 sein werden] + »auf Erden« QT2, II & FHLNO | 24 wenig] 
4- »so wirst du sehen und . . .« II | 25 umschlossen hält (kallala)] »gepflanzt hat* 
(takala) MT2, II | 25/26 »die du gesehen hast« II ] 30 vor] »un!er« T, EVW ] 32 »wird 
sich retten und entfliehen können« TU, II I 33 »Panzerkleid für die Brust« U. 



Cap. 51, 2-54; 6. 73 

diese Dinge werden verschwinden und vom Antlitz der Erde vertilgt 
werden, wann der Auserwählte vor dem Angesicht des Herrn der Geister 
erscheinen wird.« 

Cap. 53. Und daselbst sahen meine Augen ein tiefes Thal mit weit- 
geö£Fneten Schlünden, und alle, die auf der Erde, auf dem Meere und 5 
auf den Inseln wohnen, werden ihm Gaben, Geschenke und Huldigungs- 
zeichen bringen, aber dieses tiefe Thal wird nicht voll werden. 2 Und 
ihre Hände begehen Frevel, und alles, worum die Gerechten sich mühen, 
das fressen die Sünder in frevelhafter Weise au£^ und so werden die 
Sünder vor dem Angesicht des Herrn der Geister vertilgt und von seiner 10 
Erde hinweggetrieben werden unaufhörlich, immer und ewig. 3 Denn 
ich sah alle Strafengel sich niederlassen und alle Werkzeuge des Satans 
in Bereitschaft setzen. 4 Und ich fragte den Engel des Friedens, der 
mit mir ging: »Für wen machen sie diese Werkzeuge bereit?« 5 Und 
er sprach zu mir: »Die machen sie zurecht für die Könige und Mächtigen 15 
dieser Erde, dass sie damit vernichtet werden. 6 Und darnach wird der 
Gerechte und Auserwählte das Haus seiner Gemeindeversammlung er- 
scheinen lassen; von nun an wird sie nicht mehr gehindert werden im 
(Schutze des) Namens des Herrn der Geister. 7 Und diese Berge werden 
vor seiner Gerechtigkeit nicht (fest) wie die Erde sein, und die Hügel 20 
werden wie ein Wasserquell sein, und die Gerechten werden Ruhe haben 
vor der Bedrückung der Sünder.« 

Cap. 54. Und ich blickte auf und wandte mich nach einer anderen 
Seite der Erde, und ich sah daselbst ein tiefes Thal mit einem flammenden 
Feuer. 2 Und man brachte die Könige und Mächtigen und warf sie in 25 
dieses tiefe Thal. 3 Und daselbst sahen meine Augen, wie man verfertigte, 
was zu ihren Folterwerkzeugen gehört: eiserne Ketten von unermess- 
lichem Gewicht. 4 Und ich fragte den Engel des Friedens, der mit mir 
ging, indem ich sprach: »Für wen werden diese Folterketten bereitet?« 
5 Und er sprach zu mir: »Diese werden für das Heer Azazels bereitet, 30 
um sie zu nehmen und in die äusserste Verdammnis zu werfen, und 
mit rauhen Steinen ihre Kinnbacken zu bedecken, wie der Herr der 
Geister befohlen hat. 6 Und Michael, Gabriel, Rafael und Fanuel, die 
werden sie an jenem grossen Tage packen und sie an jenem Tage in 



12 »die Strafengel« II | sich niederlassen] »gehen« BCDPY & FLN | »für den 
Satan« T2, II | 15 »die« < QU | »machen sie zurecht« < I, ist aber" in Gedanken 
zu ergänzen wegen des Accus, ellonta | 16 »dieser« < G | 20 »nicht« < DC 1 »vor 
seinem Angesicht« QT2, II | 26 »dieses« < Q, BCDVY | 29 »Ketten und Folter- 
werkzeuge« T I 32 »und man wird . . . bedecken« MT, II | 33 »Michael, Rafael, 
Gabriel, Fanuel« TU | 34 »und« < Q, ABCDE. 



74 Buch Henoch. 

den brennenden Ofen werfen, damit der Herr der Geister an ihnen 
Rache nehme für ihre Ungerechtigkeit, dafür dass sie Satan unterthan 
geworden sind und die Erdenbewohner verführt haben.« 

7 Und in jenen Tagen wird das Strafgericht des Herrn der Geister 
5 anbrechen und wird alle Behälter der Wasser öjffnen, die oben in den 
Himmeln sind, und der Quellen, [die unter den Himmeln und derer,] 
die unter der Erde sind. 8 Und alles wird sich vereinigen, Wasser 
mit Wasser; das welches oben in den Himmeln ist, ist männlich, 
und das Wasser, welches unter der Erde ist, ist weiblich. 9 Und alle, 

10 die auf Erden wohnen und unter den Enden des Himmels hausen, werden 
vernichtet werden. 10 Und dadurch werden sie (dann) ihr Unrecht er- 
kennen, das sie auf Erden begangen haben, und durch dasselbe werden 
sie zu Grunde gehen. 

Cap. 55. Und darnach reute es das betagte Haupt und es sprach: 

15 »Umsonst habe ich alle vernichtet, die auf der Erde wohnen.« 2 Und 
er schwur bei seinem grossen Namen: »Von nun an werde ich nicht 
(wieder) allen, die auf Erden wohnen also thun, und ich will ein Zeichen 
an die Himmel setzen, und es soll zwischen mir und zwischen euch 
ein Unterpfand der Treue sein auf ewig, so lange der Himmel über der 

20 Erde ist.« 

3 »Und dies geschieht auf meinen Befehl; wenn ich gewünscht habe, 
sie durch die Hand der Engel zu packen am Tage der Not und Trübsal 
angesichts dieses meines Zornes und meines Strafgerichts, so werde ich 
(auch) meinen Zorn und mein Strafgericht auf ihnen bleiben lassen«, 

25 spricht Gott, der Herr der Geister. 4 »Ihr mächtigen Könige, die ihr auf 
Erden wohnet, ihr sollt meinen Auserwählten sehen, wie er auf dem 
Throne der Herrlichkeit sitzt und den Azazel und seine ganze Sippschaft 
und sein ganzes Heer richtet im Namen des Herrn der Geister.« 

Cap. 56. Und ich sah daselbst die Heerscharen der Strafengel, wie sie 

30 gingen und Ruten und Fesseln von Erz und Eisen hielten. 2 Und ich 
fragte den Engel des Friedens, der mit mir ging, indem ich sprach: »Zu 
1 »in das brennende Feuer« Q, Y; »in den Ofen des brennenden (< V) Feuers« 
II excl. Y I »werfen« < GMQ | 5 »es werden sich öffnen« QT2, II; M hat tarehwat 
f. tärhü I 6 [ ] in allen Hss excl. GM ] für das sinnlose wa-diba »und auf die 
Quellen«, bieten GM wa-ella, als Genitivzeichen zu fassen, »und der Quellen« t 
7/8 »die Wasser mit den Wassern, die oben in den Himmeln sind; das Wasser, 
welches oben« II | 10 »auf Erden wandern und wohnen« W | 11 »Und weil 
sie . . . erkannt haben, werden sie darum« EW | 12 »und darum werden sie . . .« 
QT2, II & KLNO I 17 »also« < GHT^U ] 21 »dies ist mein Befehl« M; »dieser Be- 
fehl ist nach meinem Wohlgefallen« Q; »Und dann geschieht es nach meinem Be- 
fehle T2Ü, II I Cap. 55, 3 schliesst sich an 54, 6 an ] 24 »so wird mein Zorn . . . 
bleiben« Q, II; < U, D | 26 »zur Rechten des Thrones« CV | 27 »meiner Herrlich- 
Ireit« QT2, II excl. W | 30 »und Ruten« nur bei G. 



Cap. 54, 7-57, 2. 75 

wem gehen die, welche die Ruten halten?« 3 Und er sprach zu mir: 
»Zu ihren Auserwählten und ihren Geliebten, dass sie in die tiefe Kluft 
des Thaies geworfen werden. 4 Und dann wird jenes Thal sich füllen 
mit ihren Auserwählten und Geliebten, und der Tag ihres Lebens wird 
zu Ende sein, und der Tag ihrer Verirrung wird von nun an nicht mehr 5 
gezählt werden.« 

5 Und in jenen Tagen werden die Engel sich wenden und sich gen 
Osten auf die Parther und Meder stürzen; die Könige werden sie erregen, 
so dass der Geist des Aufruhrs über sie kommt, und werden sie auf- 
jagen von ihren Thronen, dass sie wie Löwen aus ihren Lagern hervor- 10 
brechen und wie hungrige Wölfe mitten unter ihre Herde. 6 Und sie 
werden heraufziehen und das Land seiner Auserwählten niedertreten, 
und das Land seiner Auserwählten wird vor ihnen zur Dreschtenne und 
zur Landstrasse werden. 7 Aber die Stadt meiner Gerechten wird ein 
Hindernis für ihre Rosse sein, und sie werden untereinander Kampf 15 
erheben, und ihre Rechte wird gegen sie selbst gewaltthätig sein, nicht 
wird einer seinen Bruder kennen, noch der Sohn seinen Vater und seine 
Mutter, bis die Zahl der Leichen (voll) ist infolge ihres Sterbens, und 
das Strafgericht über sie soll nicht vergeblich sein. 8 Und in jenen 
Tagen wird das Totenreich seinen Rachen öffnen, so dass sie in das- 20 
selbe hinabsinken, und ihrer Vernichtung ist freier Lauf gelassen (?); 
das Totenreich wird die Sünder verschlingen vor dem Angesicht der 
Auserwählten. 

Cap. 57. Und es geschah darnach, dass ich ein anderes Heer von 
Wagen sah, auf denen Menschen fuhren und (wie) auf Windes(flügeln) 25 
von Osten nach Westen zum Süden kamen. 2 Und man hörte das 
Rollen ihrer Wagen, und als dieses Getümmel sich erhob, bemerkten 
es die Heiligen vom Himmel, und die Säulen der Erde bewegten sich 

Cap. 56, 8 Jes. 5, 14. 

1 »die Ruten« nur bei G | 2 »ein jeder zu seinen Auserwählten« T^, II | 7 »sich 
versammeln« alle HSS excl. GQ, vielleicht auch urspr. M | 13 »ihrer Auserwählten« 
MT2Ü, II 1 17 »seinen Nächsten und s. Br.« T^n (excl. D, wo die ganze Stelle fehlt) | 
»seinen Vater und« < MT^U 1 18 »bis die Leichen zahllos sind« T2 | »infolge ihres 
Sterbens« < G | 18/19 »infolge ihres Sterbens und ihres Strafgerichtes (Strafgericht 
<: DY), und es wird nicht vergebens sein« II; »denn ihre Zahl wird infolge 
ihres Sterbens und ihres Strafgerichtes zu Leichen« Q | 21 »freier Lauf ge- 
lassen« < II, die HSS von I bieten lauter verschiedene Lesarten, von denen keine 
einen befriedigenden Sinn giebt, die Übersetzung beruht auf G mit Änderung von 
tal3adeg Act. in tahadga Pass. | ihre Vernichtung unterlässt nicht die Unterwelt, 
und die Sünder werden verschlungen werden vor . . .« Q. 



76 



Buch Henoch. 



von ihrem Platze, und man hörte es von einem Ende des Himmels bis 
zum andern während eines Tages. 3 Und sie werden alle niederfallen 
und den Herrn der Geister anbeten. 

Und das ist das Ende der zweiten Mahnrede. 
5 CaP. 58. Und ich begann die dritte Mahnrede zu halten über die 

Gerechten und die Auserwählten. 2 Selig seid ihr Gerechten und Aus- 
erwählten, denn herrlich wird euer Los sein. 3 Und die Gerechten 
werden im Lichte der Sonne, und die Auserwählten im Lichte des 
ewigen Lebens sein; und die Tage ihres Lebens haben kein Ende, und 

10 die Tage der Heiligen sind ohne Zahl. 4 Und sie werden das Licht 
suchen und Gerechtigkeit finden bei dem Herrn der Geister. Heil den 
Gerechten im Namen des Herrn der Welt! 5 Und darnach wird den 
Heiligen im Himmel aufgetragen werden, dass sie die Geheimnisse der 
Gerechtigkeit, das Los der Treue, suchen sollen, denn es ist sonnenhell 

15 geworden auf Erden, und die Finsternis ist vergangen. 6 Und unauf- 
hörliches Licht wird sein, und bis zu einer Grenze der Tage werden 
sie nicht kommen, denn zuvor ist die Finsternis vernichtet worden, und 
das Licht wird bleiben vor dem Herrn der Geister, und das Licht der 
Rechtschaffenheit wird in Ewigkeit bleiben vor dem Herrn der Geister. 

20 CaP. 59. In jenen Tagen sahen meine Augen die Geheimnisse der 

Blitze und Lichter und ihre Rechtsordnung; sie blitzen zum Segen oder 
zum Fluch, wie der Herr der Geister es will. 2 Und daselbst sah ich 
die Geheimnisse der Donner, und (wie es ist,) wenn es hoch oben im 
Himmel schmettert, und ihr Schall sich hören lässt; und die Wohnplätze 

25 der Erde Hess er mir erscheinen samt dem Schall des Donners, sei es 

zum Heil und Segen, sei es zum Fluche, nach dem Worte des Herrn 

der Geister. 3 Und darnach wurden mir alle Geheimnisse der Lichter 

und der Blitze gezeigt, wie sie zum Segen und zur Sättigung blitzen. 

Cap. 60. Im Jahre fünfhundert, im siebenten Monat am vierzehnten 

30 Tage des Monats im Leben Henochs (r. Noahs). In jenem Bilde sah 
ich, wie ein gewaltiges Beben den Himmel der Himmel erbeben Hess, 
und wie das Heer des Höchsten und die Engel, tausend mal tauSend 
und zehntausend mal zehntausend, erschüttert wurden in heftiger Er- 
schütterung. 2 Und wie das betagte Haupt auf dem Throne seiner 

85 Herrlichkeit sass, und die Engel und Gerechten im Kreise um ihn herum 

1 »von den Enden der Erde bis zu den Enden des Himmels« II ] 12 im 
Namen] »bei dem Herrn« MT2, II | 12/13 »den Heil, aufgetragen w., dass sie im Him- 
mel suchen« Q, II | 21 »und die Lichter« II excl. EV | »sie blitzen« < B | 23 *6e- 
heimnisse« < B j 25 »Hessen sie mir erscheinen« ABDV | 26 »vor dem Herrn d. G.« G | 
31 »wie der Himmel . . . erbebte in gewaltigem Beben« T, II | 34 »Und alsobald 
sah ich das Haupt . . . sitzen« T^, II; »Alsobald sah ich und das Haupt sass . . .« Q. 



Cap. 57, 3—60, 10. 77 

standen. 3 Und mich erfasste ein gewaltiges Zittern, und Furcht ergriff 
mich, meine Hüften lösten sich, und meine Nieren schmolzen dahin, 
und ich fiel auf mein Antlitz. 4 Da sandte Michael einen andern Engel 
aus (der Zahl) der Heiligen, und er hob mich auf, und als er mich auf- 
gerichtet hatte, kehrte mein Geist zurück, denn ich hatte nicht vermocht 5 
den Anblick dieses Heeres und diese Erschütterung und das Beben des 
Himmels zu ertragen. 5 Und Michael sprach zu mir: »Warum erschüttert 
dich der Anblick solcher Dinge? Bis heute hat der Tag seiner Barmherzigkeit 
gewährt, und (bis heute) ist er barmherzig und langmütig gewesen gegen die, 
welche auf Erden wohnen. 6 Aber wenn der Tag und die Macht und die lö 
Strafe und das Gericht kommen wird, das der Herr der Geister für die 
bereitet hat, welche dem gerechten Gericht sich nicht unterwerfen und 
welche das gerechte Gericht leugnen und seinen Namen umsonst tragen 
— und jener Tag ist bereitet für die Auserwählten zum Bunde und für 
die Sünder zur Untersuchung — (24 c da wird er die Kleinen mit ihren 15 
Müttern und die Sohne mit ihren Vätern töten usw.«) 

7 Und an jenem Tage werden zwei Ungeheuer ihren Platz zugewiesen 
erhalten (wörtl. verteilt werden), ein weibliches, mit Namen Leviathan, 
um im Abgrunde des Meeres zu wohnen, über den Quellen der Wasser; 
8 das männliche aber heisst Behemot, das mit seiner Brust die öde 20 
Wüste einnimmt, genannt Dendain, im Osten des Gartens, wo die Aus- 
erwählten und Gerechten wohnen, wo mein Ahn aufgenommen worden 
ist, der siebente seit Adam, dem ersten Menschen, den der Herr der 
Geister erschaffen hat. 9 Und ich bat einen andern Engel, dass er mir 
die Macht jener Ungeheuer zeigen möchte, wie sie an einem Tage getrennt 25 
und dahin geworfen wurden, das eine in den Abgrund des Meeres und das 
andere in die Dürre der Wüste. 10 Und er sprach zu mir: »Du Menschen- 
kind, du begehrst hier zu wissen, was verborgen ist. (24 b Diese beiden Un- 
geheuer, bereitet gemäss der Grösse Gottes, werden gefüttert, damit 4fr * * *«) 

Cap. 60, 3 u. 4 Dan. 8, 17. 18; 10, 9. lÖ. — 10. Ezech. 2, 1. 2 u. öfter. 

2 »meine Hüften krümmten und lösten sicli« TU, IT | »mein ganzes Wesen« 
(kuellantäja st. kuelejateja) alle Codd. ausser MQ, W | 3 »der heilige Michael« II | »Und 
es wurde Michael gesandt, der heilige Engel, einer von den Heiligen« Q; »Da 
sandte der heilige Michael einen andern heiligen Engel, einen von den heiligen 
Engeln« II (Engeln < AY) | 4 »und als er mich aufgerichtet hatte« < I; »als ich 
mich erhoben hatte« E | 5 »meine Seele« Q | 7 erschüttert dich] st. tahawka GT> 
resp. tahawaka QU 1. tahawekaka; »solcher Anblick« Q; »warum wirst du (durch) 
solchen Anblick erschüttert?« M; »um welches Anblicks willen solche Erschütte- 
rung?« T2, II; »was hast du gesehen, das dich so erschüttert?« T^ | 10 »Tag des 
Zornes und Gerichtes kommen wird« U | 15 Untersuchung] ^Hott'nung« M | Fort- 
setzung d. Satzes V. 24c. Verbalformen ebenfalls i. d. 3. fem. | 17 »riesige Un- 
geheuer« GM I 23 »das ist der siebente« QT2, II | 24 »jenen andern Engel« Q, II. 



7g Buch Henoch. 

11 Und es sprach zu mir der andere Engel, der mit mir ging, und 
mir zeigte, was im Verborgenen ist, das Erste und das Letzte, im 
Himmel hoch oben und unter der Erde in der Tiefe, an den Enden des 
Himmels und an den Grundfesten des Himmels: und zwar die Schatz- 
5 kammern der Winde, 12 und wie die Winde verteilt und wie sie ge- 
wogen werden, und wie die Quellen der Winde verteilt und gezählt 
werden nach der Kraft des Windes, und die Kraft des Mondlichtes, und 
wie es eine Kraft der Gleich mässigkeit (giebt), und die Abteilungen der 
Sterne nach ihren Namen, und wie jede Abteilung abgeteilt wird; 13 und 

10 die Donner nach den Orten ihres Falles, und all die Abteilungen, die 
bei den Blitzen gemacht werden, dass es blitze, und ihre Scharen, da- 
mit sie sofort gehorchen. 14 Denn der Donner hat Pausen in der Dauer, 
die seinem Schall verliehen worden ist; und Donner und Blitz sind 
nicht zu trennen, auch nicht in einem einzigen Punkte; durch Vermittelung 

15 des Geistes gehen sie beide zusammen und trennen sich nicht. 15 Denn 
wenn der Blitz blitzt, erhebt der Donner seine Stimme, und alsbald 
lässt der Geist Ruhe eintreten und verteilt in gleicher Weise zwischen 
ihnen, denn der Vorrat ihrer Schläge ist wie Sand, und jeder einzelne 
derselben wird mit einem Zaume festgehalten und durch die Kraft des 

20 Geistes zurückgewendet und ebenso vorwärts getrieben nach der Menge 
der Gegenden der Erde. 16 Und der Geist des Meeres ist männlich und 
stark und gemäss der Gewalt seiner Stärke zieht er es mit dem Zaume 
zurück, und ebenso wird es vorwärts getrieben und in allen Bergen der 
Erde zerstreut. 17 Und der Geist des Reifs ist sein Engel, und der 

25 Geist des Hagels ist ein guter Engel. 18 Und der Geist des Schnees 
hat (die Kammer) verlassen wegen seiner Kraft, und ein besonderer Geist (?) 

3 »auf der Erde^f alle HSS ausser GM ] 4 »Grundfesten der Erde« E | »und 
in den Schatzkammern« alle HSS ausser G | 5/6 »wie man sie wägt« GT, II, doch ist 
jedalü wohl nur Schreibfehler für jeddalo QU, Sing, statt des Plur. jeddalawü | 
6 »verteilt und« 2» < Q, II excl. V | 6 »die Quellen und die Winde« U, II, bei ü 
lautet die ganze Stelle: V. 12 »und wie verteilt, gewogen und gezählt werden 
die Quellen und Winde«; GMT, V deren Text zu Grunde gelegt ist, lesen nach »ver- 
teilt werden« 2^ nochmals manfasät »Winde«, eine irrtümliche Wiederholung aus dem 
ersten Versteile. »Quellen der Winde« (anqe*^ta manfasät) ist möglicherweise Ver- 
derbnis für anqaza oder anäqeza manfasät »Thore der Winde«. Vielleicht sind 
auch die beiden folgenden Satzglieder umzustellen mit Änderung von wa-kama 
in wa-ba-kama, also: »wie die Thore der Winde verteilt und gezählt werden nach 
der Kraft des Windes und nach [^der Kraft] der Gleichmässigkeit (wörtl. Gerechtig- 
keit), und die Kraft des Mondlichtes und die Abteilungen der Sterne . . .« Wind- 
stärke und Windmenge sind also unter die 12 Thore des Windes (vgl. Cap. 76) 
gleichmässig verteilt. Haila »Kraft« vor »Gleichmässigkeit« ist wahrscheinlich 
auch nur eine äthiop. Verbesserung | 19 wird] -f- »bei seinem Schlage« Q, II | 
24 »nach allen Enden der Erde« V. 



Cap. 60, 11—61, 2. 79 

ist darin; und was daraus aufsteigt, ist wie Rauch und sein Name ist 
Frost. 19. Und der Geist des Nebels ist nicht mit ihnen vereint in ihren 
Kammern, sondern hat seine Kammer besonders, denn sein Lauf zeigt Klar- 
heit (?) in Licht und Finsternis, im Winter und Sommer, und in seiner Kammer 
ist ein Engel. 20 Und der Geist des Taus hat seine Wohnung an den 5 
Enden des Himmels, und sie hängt mit den Kammern des Regens zusammen, 
und sein Lauf geht im Winter und Sommer, und seine Wolken und 
die Wolken des Nebels sind (miteinander) verbunden, und einer giebt 
dem andern. 21 Und wenn der Geist des Regens sich aus seiner Kammer 
herausbewegt, da kommen die Engel, thun die Kammer auf und führen 10 
ihn heraus, und wann er über das ganze Festland sich verbreitet, ver- 
eint er sich mit dem Wasser, das auf dem Festlande ist, [und jedesmal 
wenn er sich mit dem Wasser vereint, das auf dem Festlande ist 4«- -jf ^] 
22 Denn die Wasser sind für die Erdbewohner da, denn sie sind die 
Nahrung der Erde vom Höchsten, der im Himmel ist. Darum hat der 15 
Regen ein Mass und die Engel nehmen ihn in Empfang. 23 Dies alles sah 
ich bis zum Garten der Gerechten. 24 Und der Engel des Friedens, der 
bei mir war, sprach zu mir: 

»Diese beiden Ungeheuer, bereitet gemäss der Grösse Gottes, werden 
gefüttert, damit ^ -h- -jf [das Strafgericht des Herrn der Geister vergebens]. 20 

Da wird er die Kleinen mit ihren Müttern und die Söhne mit ihren 
Vätern töten. 25 Wann das Strafgericht des Herrn der Geister über 
ihnen ruhen wird, wird es ruhen bleiben, damit das Strafgericht des 
Herrn der Geister nicht vergebens über jene gekommen sei; darnach 
wird das Gericht stattfinden nach seiner Barmherzigkeit und seiner Ge- 
duld.« 

Cap. 61. Und ich sah in jenen Tagen, wie jenen Engeln lange 
Schnüre gegeben wurden, und sie nahmen sich Flügel, flogen und eilten 
davon gen Norden. 2 Und ich fragte den Engel, indem ich zu ihm 
sprach: »Wozu haben jene die Schnüre genommen und sind fortge- 30 

3/4 »ist in Klarheit« G, II | 5 in T ist »Engel« getilgt und dafür »Licht« am 
Rande eingesetzt; »und seine Kammer ist Licht, und (er ist) sein Engel« II | 
11/13 der Nachsatz: »vereint er — ist« < CEV; die eingeklammerten Worte 
finden sich in allen HSS ausser Q, ADY, scheinen aber nur irrtümliche Wieder- 
holung dieses Nachsatzes zu sein ] 20 die eingekl. Worte »Strafgericht — ver- 
gebens« sind aus V. 25 irrtümlich an diese Stelle gekommen, die meisten Codd. 
haben kein Verbum, ein Beweis für die rein mechanische Entlehung, nur BCVW 
haben am Ende ein i-jekün »nicht sei« und E i-jem§ä' aus V. 25 angehängt. V. 24b 
schliesst sich an V. 10, V. 24c an V. 6 an | Herrn der Geister] »Gottes« II | 

21 Müttern] »Herren« Q | »werden d. Kl getötet werden« M, II \ 25/26 »u. seiner 

Geduld« < U I 27 »zwei Engeln« Q 1 29 Engel] -f- »der bei mir war« M 1 30 »langen 
Schnüre« T2, II ] »und sind fortgegangen« < U. 



80 



Buch Henoch. 



fangen?« Und er sprach zu mir: »Sie sind gegangen, um zu messen.« 
3 Und der Engel der mit mir ging, sprach zu mir: »Diese bringen die 
Masse der Gerechten und die Schnüre der Gerechten zu den Gerechten, 
dass sie sich auf den Namen des Herrn der Geister stützen in Ewig- 
5 keit. 4 Die Auserwählten werden anfangen bei den Auserwählten zu 
wohnen, und das sind die Masse, die der Treue gegeben werden, und 
die die Gerechtigkeit stärken. 5 Und diese Masse werden alle Geheimnisse 
der Tiefe der Erde enthüllen und welche von der Wüste verschlungen, 
und welche von den Fischen des Meeres und den wilden Tieren ge- 

10 fressen worden sind, dass sie zurückkehren und sich auf den Tag des 
Auserwählten stützen; denn niemand wird vernichtet werden vor dem 
Herrn der Geister, und niemand kann vernichtet werden. « 6 Und alle, 
die oben im Himmel sind, empfingen Befehl und Macht, ein Wort und ein 
Licht wie Feuer. 7 Und sie priesen jenen mit dem ersten Laut (?) und 

15 erhoben und lobten ihn mit Weisheit, und sie waren (selbst) weise in 
der Rede und in dem Geiste des Lebens. 8 Und der Herr der Geister 
hat seinen Auserwählten auf den Thron der Herrlichkeit gesetzt, und 
er wird alle Werke der Heiligen oben im Himmel richten und ihre 
Thaten werden auf der Wage gewogen werden. 9 Und wenn er sein 

20 Antlitz erheben wird, um ihre verborgenen Wege nach der Rede des 
Namens des Herrn der Geister, und ihren Pfad nach dem Wege der 
gerechten Gerichte des Herrn der Geister zu richten, da werden sie alle 
mit einer Stimme reden und preisen, rühmen, erheben und heiligen den 
Namen des Herrn der Geister. 10 Und es wird rufen das ganze Heer der 

25 Himmel, und alle Heiligen droben, und das Heer Gottes, die Cherubim, 
Seraphim und Ophanim und alle Engel der Macht und alle Engel 
der Herrschaften und der Auserwählte und die anderen Mächte, 
welche auf dem Festland (und) über dem Wasser sind, 11 werden an 
jenem Tage eine Stimme erheben und preisen, rühmen und erheben im 

30 Geiste des Glaubens und im Geiste der Weisheit und im (Geiste der) 



1 «und er sprach — messen «t < Q, EV | »sie sind gegangen« < MIT, D | 
1/3 »um zu messen die Masse der Gerechten, und die Schnüre der Gerechten bringen 
sie . . .« U I 2/3 »Diese (sind da), um die Masse ... zu messen, und die Schnüre . . . 
bringen sie« Q | 3 »Masse der gerechten Väter« M | »zu den Gerechten« -< M, II & 
die Lond. Mss. excl. N | 7 »das Wort der Gerechtigkeit« II | 8 verschlungen] + 
» und welche von den Schatzkammern (mazagebt, vielleicht Fehler für ' anäbert 
üngeheuera) verschlungen worden sind« GM j 13 »eine Macht« BCV | 14 Feuer] 
+ »ist ihnen gegeben worden« BCV | 17 »seiner Herrlichkeit« II | 19 »wird 
man wägen« G, doch vielleicht ist jedalewü nur Schreibfehler für jeddalawü; »wird 
er wägen« T», II | 22 »des höchsten Gottes« II 1 23 heiligen] »loben« II | 25 »alle 
Heiligen« < Q [ »vom Heere« M | 29 »und erheben« < GM; rühmen] + »loben« II. 



Cap. 61,3— 62,5. 81 

Geduld, im Geiste der Barmherzigkeit und im Geiste des Rechtes und 
des Friedens und im Geiste der Güte und werden alle mit einer 
Stimme rufen: »Gepriesen sei er, und gepriesen sei der Name des 
Herrn der Geister immerdar und bis in Ewigkeit!« 12 Es werden ihn 
preisen alle, die nicht schlafen, oben im Himmel, es werden ihn preisen 5 
alle Keiligen, die im Himmel sind, und alle Auserwählten, die im Gar- 
ten des Leben wohnen, und jeder Geist des Lichtes, der zu preisen, zu 
rühmen, zu erheben und zu heiligen vermag deinen gepriesenen Namen, 
und alles Fleisch, das deinen Namen überschwenglich rühmen und 
preisen wird in alle Ewigkeit. 13 Denn gross ist die Barmherzigkeit des 10 
Herrn der Geister, und er ist langmütig; und alle seine Werke und den 
ganzen Umfang seiner Werke hat er den Gerechten und Auserwählten 
offenbart im Namen des Herrn der Geister. 

Cap. 62» Und also gebot der Herr den Königen, den Mächtigen 
und Hohen und denen, die die Erde bewohnen, und sprach: »Öffnet 15 
eure Augen und erhebt eure Hörner, wenn ihr den Auserwählten zu er- 
kennen vermöget.« 2 Und der Herr der Geister sass auf dem Throne 
seiner Herrlichkeit, und der Geist der Gerechtigkeit wurde über ihn (den 
Auserwählten) ausgegossen: und die Rede seines Mundes tötet alle 
Sünder, und alle Ungerechten werden vor seinem Antlitz vernichtet. 20 
3 An jenem Tage werden alle Könige und Mächtigen und Hohen und 
die, welche die Erde besitzen, aufstehen und sie werden ihn sehen und 
erkennen, dass er auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzt, und Gerech- 
tigkeit vor ihm gerichtet wird, und ein unnützes Wort vor ihm nicht 
gesprochen wird. 4 Da wird Schmerz über sie kommen, wie (über) ein 25 
Weib, das in den Wehen liegt und Not hat zu gebären, wenn ihr 
Kind in den Muttermund tritt, und es ihr hart ankommt, zu gebären. 
5 Und ein Teil von ihnen wird den anderen ansehen, und sie werden er- 

Cap. 62, 1 Psal. 75, 5.-2 Jes. 11, 4. 

1 »und Geduld« BCEVY | 5 ^>obeii im Himmel« < U | 6 »seine Heiligen« 
II excl. BWY I 8 ^^heiligen Namen« II | 11 »des Herrn der Herren und Geister« D | 
»Werke und alle seine Macht, so viel er geschaffen hat« QT^, II | »langmütig und 
hat den Auserwählten alles offenbart.« ü | 15 »Erde besitzen« W | 16 »erhebet 
eure Hörner« <: U ] 17 sass] Dn. Ch. Beer vermuten »setzte ihn« | 20 »Ungerechten 
(Accus.), und vor seinem Antlitz werden sie vernichtet« II excl. DY, ebenso lesen 
M, DY, nur »und« < | 24 »gerichtet wird« < U, man könnte den Text von U »Ge- 
rechtigkeit vor ihm ist« übersetzen; »Gerechtigkeit. . . nicht aufhört« T; »und die 
Gerechten werden in Gerechtigkeit (i. Ger. < NO) vor ihm gerichtet werden« 
II & FHJLNO I »es kein unnützes Wort giebt« U ] 26 »Weib, der das Kind Not 
macht, wenn es . . .« U | 28 »ansehen und sie werden ihr Antlitz zu Boden schlagen 
und werden . . . sitzen sehen« U. 

Henocb. Q 



g2 Buch Henoch. 

schrecken und ihr Antlitz zu Boden schlagen, und Schmerz wird sie 
ergreifen, wenn sie jenen Mannessohn auf dem Throne seiner Herrlich- 
keit sitzen sehen. 6 Und die Könige und die Mächtigen und alle, die 
die Erde besitzen, werden rühmen, preisen und erheben den, der alles 
5 Verborgene beherrscht. 7 Denn von Anfang an ist der Meuschensohn 
verborgen gewesen, und der Höchste hat ihn bewahrt angesichts seiner 
Macht und den Auserwählten offenbart. 8 Und die Gemeinde der Aus- 
erwählten und Heiligen wird gesät werden, und alle Auserwählten 
werden an jenem Tage vor ihm stehen. 9 Und alle Könige und Mäch- 

10 tigen und Hohen und die, welche die Erde beherrschen, werden vor 
ihm niederfallen auf ihr Antlitz, sich beugen und auf jenen Menschen- 
sohn ihre Hoffnung setzen, und sie werden ihn anflehen und Barmher- 
zigkeit von ihm erbitten. 10 Aber jener Herr der Geister wird sie drängen, 
dass sie eilig fortgehen von seinem Angesicht, und ihr Antlitz wdrd 

15 voll Scham werden, und Finsternis wird auf ihr Antlitz gehäuft wer- 
den. 11 Und er wird sie den Engeln zum Strafvollzug überliefern, damit 
sie Vergeltung an ihnen üben dafür, dass sie seine Kinder und Aus- 
erwählten bedrückt haben. 12 Und sie werden ein Schauspiel für die Ge- 
rechten und seine Auserwählten sein; sie werden sich über sie freuen, 

20 weil der Zorn des Herrn der Geister auf ihnen ruht, und sein Schwert 
von ihnen trunken wird. 13 Und die Gerechten und Auserwählten wer- 
den an jenem Tage gerettet werden und werden von nun an das Ant- 
litz der Sünder und Ungerechten nicht mehr sehen. 14 Und der Herr 
der Geister wird über ihnen wohnen, und mit jenem Menschensohne 

25 werden sie essen und sich niederlegen und aufstehen in alle Ewigkeit. 
15 Und die Gerechten und Auserwählten werden sich erhoben haben von 
der Erde und werden aufhören das Antlitz zu Boden zu schlagen und 
werden mit dem Kleide der Herrlichkeit angethan sein. 16 Und das soll 
euer Kleid sein, das Kleid des Lebens von dem Herrn der Geister; und 

Cap. 62, 12. Jes. 34, 5. 6. — 16. Deut. 8, 4. 29, 4. 

2 »Weibessohn« M, II | 3 »mächtigen Könige« II; »mächtigen Könige, welche 
. . . besitzen« U | 7 »Auserwählten, die im Gefängnis sind« M | 9 mächtigen 
Könige U, II (excl. W) & FJLO | 14/15 »er wird Scham in ihr Antlitz füllen« M; 
»und sie werden voll Scham sein« U | 16 »Und die Strafengel werden sie in 
Empfang nehmen« MT^, II, die Stelle <ü | 17/18 Vers 11 »Und sie werden Vergeltung 
üben im Zorn dafür, dass sie seine Auserwählten bedrückt haben.« U [ 19 »und 
seine Auserwählten« < U | 20 »das Schwert des Herrn der Geister« Q, II (excl. V) & 
FHJLO I 21 »von ihnen« < QU | »und Auserwählten« < U j 23 »und Un- 
gerechten« < U j 25 »werden sie wohnen und essen usw.« II & FHJLO u. N corr. | 
28 Herrlichkeit] »des Lebens« Q, II (JN = I) | 28 29 »das wird sein ein Kleid des 
Lebens« Q. II | »bei dem Herrn« IL 



Cap. 62, 6—63, 9. 83 

eure Kleider werden nicht alt werden, und eure Herrlichheit wird nicht 
vergehen vor dem Herrn der Geister. 

Cap. 63. In jenen Tagen werden die Mächtigen und die Könige, die 
die Erde besitzen, seine Strafengel, denen sie überliefert sind, anflehen, 
dass sie ihnen etwas Ruhe lassen möchten, damit sie niederfallen und 5 
sich beugen vor dem Herrn der Geister und ihre Sünden vor ihm be- 
kennen. 2 Und sie werden preisen und rühmen den Herrn der Geister 
und sprechen: »Gepriesen sei der Herr der Geister und der Herr der 
Könige, der Herr der Mächtigen und der Herr der Reichen, der Herr 
der Herrlichkeit und der Herr der Weisheit, und es wird Licht in alles 10 
Verborgene kommen. 3 Deine Macht währt von Geschlecht zu Geschlecht, 
und deine Herrlichkeit in alle Ewigkeit, tief und ohne Zahl sind deine Ge- 
heimnisse, und deine Gerechtigkeit ergründet keine Rechnung. 4 Jetzt 
haben wir eingesehen, dass wir rühmen und preisen sollen den Herrn 
der Könige, und den König über alle Könige.« 5 Und sie werden sagen: 15 
»0 dass uns jemand Ruhe gäbe! dass wir rühmen, danken und be- 
kennen könnten vor deiner Herrlichkeit. 6 Jetzt begehren wir ein wenig 
Ruhe, aber erlangen sie nicht; wir werden weggetrieben und erhalten 
sie nicht; das Licht ist vor uns verschwunden, und Finsternis ist unser 
Wohnsitz in alle Ewigkeit. 7 Denn wir haben vor ihm kein Bekenntnis 20 
abgelegt und den Namen des Herrn der Geister nicht gerühmt, 
und ihn nicht als unsern Herrn gerühmt, sondern unsere Hoffnung 
gründete sich auf das Scepter unseres Reiches und auf unsere Herr- 
lichkeit. 8 An dem Tage unserer Not und unserer Trübsal wird er 
uns nicht erretten, und wir werden keine Ruhe finden^ um zu bekennen, 25 
dass unser Herr wahrhaftig ist in all seinem Thun, seinem Gericht 
und seiner Gererechtigkeit, und dass seine Gerichte die Person nicht an- 
sehen. 9 Und wir werden vergehen vor seinem Angesicht um unserer 

Cap. 63, 8. vgl. Syr. Baruch-Apok. 13, 8: Judicium excelsi non respicit per- 



2 die Fortsetzung von Cap. 62 haben wir allem Anschein nach Cap. 69, 26 — 29 | 
3 »mächtigen Könige« BCDPY & FJLO; «die Mächtigen und« < AEVW & HKN | 
5/7 »damit sie ihre Sünden bekennen«, alles andere < ü 1 »und dass sie nieder- 
fallen . . . bekennen dürfen« M,II | 9 Reichen] »Hohen« ü, le'^ülän f. be'ülän | 10/11 »es 
wird licht werden durch seine Macht von Geschlecht . . .« U; »und es wird licht 
sein jedes Geheimnis. Und deine Macht währt . . .« II j 16 danken] + »und 
preisen« 11 | 1 7 »seiner Herrlichkeit« M, II | 18/19 »wir werden weggetrieben — nicht« 
< U I 20/21 »Denn wir haben vor ihm nicht gerühmt den Herrn d. Geister und seinen 
Namen« Q | 21 »Herrn der Könige« TU, II (excl. EVi) & HJLNO, »Herrn der 
Herren« M | 22 »und nicht den Herrn in all seinem Thun« T2, II | 23 Scepter] 
»Thron« TU, V, und neben »Scepter« DY; <BC | 26 »in allen seinen Gerichten« Q,II. 

6* 



g4 Bach Henoch. 

Werke willeo, und alle unsere Sünden sind richtig gezählt.« 10 Jetzt 
werden sie zu ihnen sagen: »Unsere Seele ist gesättigt mit ungerechtem 
Gut, aber sie wird nicht verhindern, dass wir mitten heraus hinabfahren 
in die Höllenpein.« 11 Und danach wird ihr Antlitz voll Finsternis 
5 und Scham werden vor jenem Menschensohne, und sie werden vor 
seinem Angesicht Verstössen werden, und das Schwert wird unter ihnen 
vor seinem Angesicht hausen. 12 Und also sprach der Herr der Geister: 
»Das ist die Verordnung und das Gericht über die Mächtigen und die 
Könige und die Hohen und die, welche die Erde besitzen, vor dem 

10 Herrn der Geister.« 

Cap. 64. Und ich sah (noch) andere Gestalten an jenem Orte im Ver- 
borgenen. 2 Ich hörte die Stimme des Engels, wie er sprach: »Das sind 
die Engel, die auf die Erde herabgekommen sind und den Menschen- 
kindern offenbart haben, was im Verborgenen war, und die Menschen- 

15 kinder verführt haben, Sünde zu thun.« 

Cap. 65. In jenen Tagen sah Noah, wie die Erde sich neigte und 
wie ihr Untergang nahe war. 2 Da brach er auf von da und ging 
bis an die Enden der Erde und schrie zu seinem Gross vater Henoch, 
und Noah rief mit betrübter Stimme dreimal: »Höre mich, höre mich, 

20 höre mich!« 3 Und ich sprach zu ihm: »Sage mir, was ist das, was 
auf der Erde vorgeht, dass die Erde so elend ist und bebt? Dass ich nur 
nicht etwa mit ihr zu Grunde gehe!« 4 Und alsbald fand eine 
gewaltige Erschütterung auf Erden statt, und eine Stimme vom 
Himmel Hess sich vernehmen, und ich fiel auf mein Angesicht. 5 Da kam 

25 Henoch, mein Gross vater, trat zu mir und sprach: »Warum hast du 
nach mir mit so betrübter und thränenvoller Stimme geschrieen? 6 Ein 
Befehl ist vom Angesicht des Herrn über die, welche auf Erden wohnen, 
ausgegangen, dass dies ihr Ende sein soll, denn sie kennen alle Ge- 
heimnisse der Engel und alle Gewaltthätigkeit der Satane und alle 

30 verborgenen Kräfte und alle Kraft derer, die Zauberei treiben, und die 
Kraft der Besprechungen und die Kraft derer, die die Gussbilder der 
ganzen Erde giessen; 7 und wie das Silber erzeugt wird aus dem Staube 
der Erde, und wie das Gussmetall auf der Erde entsteht. 8 Denn Blei 
und Zinn wird nicht aus der Erde erzeugt, wie ersteres; eine Quelle 

35 ist es, die sie hervorbringt, und ein Engel steht darin, und jener Engel 

3/4 alle HSS ausser GU lesen f. em-lebbä: em-lähbä, was aber nur >^aus ihrer 
flamme« resp. »aus der Flamme d. Höllenpein« übersetzt werden kann, nicht aber, 
wie Dn. Ch. Beer wollen ^an die Flamme« | 9 »die Hohen« < U | 13 »Engel, die 
vom Himmel auf usw.« T, H | 14/15 »die Menschenkinder« < U | 16 »sah ich, 
Noah«, T und so stets die 1. Pers. statt der 8. in Vers 1 u. 2 | Erde] »Land Ka- 
naan« D 1 20 »er sprach« T2, H excl. V. 



Cap. 63, 10-67, 3. §5 

ist behend«. 9 Und darnach fasste mich mein Grossvater Henoch bei 
meiner Hand, hob mich auf und sprach zu mir: »Geh, denn ich habe 
den Herrn der Geister nach dieser Erschütterung auf Erden gefragt.« 
10 Und er sprach (weiter) zu mir: »Wegen ihrer Ungerechtigkeit wird das 
Gericht über sie endgiltig vollzogen, aber vor mir wird keine Berechnung 5 
angestellt werden nach den Monaten, da, wie sie erforscht und erfahren 
haben, die Erde und ihre Bewohner untergehen sollen. 11 Und diese 
(sind es, die) keine Umkehr kennen bis in Ewigkeit, weil sie (die Engel) 
ihnen das Verborgene gezeigt haben, und sie sind die Verdammten. Aber 
was dich betrifft, mein Sohn, so weiss der Herr der Geister, dass du 10 
rein und frei bist von diesem Vorwurf wegen der Geheimnisse. 12 Und 
er hat deinen Namen fest gegründet unter den Heiligen und wird dich 
bewahren unter allen, die auf Erden wohnen; und er hat deinen Samen 
in Gerechtigkeit zu Königen und zu grossen Ehren bestimmt, und aus 
deinem Samen wird eine Quelle von Gerechten und Heiligen ohne 15 
Zahl in Ewigkeit hervorbrechen.« 

Cap. 66. Und darnach zeigte er mir die Strafengel, die bereit 
sind, zu kommen und alle Kräfte des Wassers, das unter der Erde ist, 
loszulassen, dass es zum Gericht und zum Verderben werde für alle, 
die auf dem Festland Sitz und Wohnung haben. 2 Und der Herr der 20 
Geister gab den Engeln, die ausgingen, Befehl, dass sie nicht die Hände 
erheben, sondern acht geben sollten, denn jene Engel waren über die 
Kräfte des Wassers (gesetzt). 3 Und ich ging hinweg aus dem Angesicht 
Henochs. 

Cap. 67. Und in jenen Tagen erging das Wort Gottes an mich, 25 
und er sprach zu mir: »Noah, dein Los ist heraufgekommen vor 
mich, ein Los ohne Tadel, ein Los der Liebe und Rechtschaffenheit. 

2 Und jetzt bearbeiten die Engel Hölzer, und wenn sie jenen Auftrag 
ausgeführt haben werden, so werde ich meine Hand darauf legen, und 

es bewahren; und der Same des Lebens soll daraus hervorgehen und 30 
soll in den neuen Zustand eintreten, damit die Erde nicht leer bleibe. 

3 Und ich werde deinen Samen vor mir fest gründen in Ewigkeit und 

1 »ist behend«, das ist die gewöhnlichste Bedeutung des äth. jebader, die 
andere «ist vorzüglich« Dn. Ch. u. auch Hai. S. 373 ist durchaus fraglich. Hai. 
bietet als Rückübersetzung in das Hebr. d^p'^1 und sieht darin einen Fehler für 
ursprüngliches ts'np'ni »fait couler, c'est-ä-dire leur donne une forme liquide«. Beer 
denkt an eine Verwechselung mit jäbared »kühlt ab« | 1/2 »mit seiner Hand« alle 
HSS excl. GQ | 6 In V. 10 sind Text u. Zusammenhang unklar, Hai. S. 374 ver- 
mutet, dass das ursprüngliche d'^lü'nn »Zaubereien« zu n'^TT'in »Monate« verlesen 
worden sei | 9/10 »Nicht so du . . . es weiss usw.« M; H | 14 »der Gerechtigkeit« 
MTU I »zur Königsherrschaft« QT | 26 Noah] + »siehe« T2, II | 29 ausgeführt] »aus- 
gegangen sind zu jenem Auftrag« (waz'ü f. wad'ü) IL 



gß Buch Henoch. 

werde die, welche bei dir wohnen, aufs Geratewohl über die Ober- 
fläche der Erde hin ausbreiten, und er wird gesegnet sein und sich 
mehren angesichts der Erde im Namen des Herrn.« 

4 Und er wird jene Engel, die die Ungerechtigkeit gezeigt haben, 
5 in jenes brennende Thal einschliessen, welches mir zuvor mein Gross- 
vater Henoch gezeigt hatte, im Westen bei den Bergen des Goldes 
und Silbers, des Eisens und des Gussmetalls und des Zinns. 5 Und 
ich sah jenes Thal, in dem eine gewaltige Bewegung war, und ein 
Hin- und Herwogen der Wasser. 6 Und als dieses alles geschah, entstand 

10 aus jenem feurigen Metallguss und der Bewegung, die sie (die Wasser) 
hin und her schaukelte, an jenem Orte ein Schwefelgeruch, und er ver- 
band sich mit jenen Wassern; und jenes Thal der Engel, die die 
Menschen verführt haben, brennt immerzu unter der Erde dort. 7 Und 
durch die Thäler derselben (Erde) kommen Feuerströme, da wo jene 

15 Engel gestraft werden, welche die Bewohner der Erde verführt 
haben. 8 Und jene Wasser werden in jenen Tagen den Königen und 
Mächtigen und Hohen und denen, die auf Erden wohnen, zur Heilung 
des Leibes, aber zur Marter des Geistes dienen; ihr Geist ist ja voll 
Wollust, so dass ihr Leib gestraft wird, weil sie den Namen des Herrn 

20 der Geister verleugnet haben. Sie sehen ihre tägliche Strafe, und 
glauben doch nicht an seinen Namen. 9 Und je ärger ihr Leib brennt, 
um so mehr werden sie eine Veränderung am Geiste spüren auf immer 
und ewig, denn niemand darf vor dem Herrn der Geister unnütze 
Reden führen. 10 Denn das Gericht kommt über sie, weil sie an 

25 die Wollust ihres Fleisches glauben und den Geist des Herrn ver- 
leugnen. 11 Und jene Wasser selbst werden in jenen Tagen eine Ver- 
änderung erleiden: denn wenn jene Engel in jenen Wassern gestraft 
werden, so ändern sich jene Wasserquellen in betreff ihrer Hitze, und 
wenn die Engel aufsteigen, so wird jenes Wasser der Quellen sich ändern 

30 und kalt werden. 12 Und ich hörte Michael anheben und sprechen: 
»Dieses Gericht, mit dem die Engel gerichtet werden, ist ein Zeugnis 
für die Könige und Mächtigen, welche die Erde besitzen. 13 Denn 
diese Wasser des Gerichts dienen zur Heilung des Leibes der Fürsten 

1 >^aufs Geratewohl« < BDY | 5 »sie werden einschliessen« II | 17/18 »Heilung 
der Seele und des Leibes« MT, II ] 19 »ihre Leiber gestraft werden« od. »sie gestraft 
werden an ihren Leibern« QT, II | 21 »nicht« < G 1 27 in jenen Wassern] »in 
jenen Tagen« II | 30 »den heiligen Michael« II | 32 Mächtigen] + »und die« 
II excl. AE I 33 »zu ihrer, der Fürsten (< B), Heilung« BCV. Das äth. mal'ak be- 
deutet auch »Fürst« = kq^cov vgl. 6, 3. 7, nicht nur »Engel«, somit ist die Annahme 
einer Verwechselung von t^^z^-Q und C^rNb^a nicht absolut notwendig. Gegen Hai. 
S. 366, Gh., Beer. 



Cap. 67, 4-69, 2. 87 

und zur Wollust ihres Fleisches; aber sie sehen nicht und glauben 
nicht, dass jene Wasser sich ändern und ein ewig brennendes Feuer 
werden werden«. 

Cap. 68. Und danach gab mir mein Grrossvater Henoch in einem 
Buche die Zeichen aller Geheimnisse und die Mahnreden, die ihm gegeben 5 
worden waren, und stellte sie für mich in den Worten des Buches der 
Mahnreden zusammen. 2 Und an jenem Tage antwortete Michael dem 
Rafael, indem er sprach: »Die Kraft des Geistes reisst mich hin und 
bringt mich in Erregung über die Schwere des Gerichtes der Geheimnisse, 
des Gerichtes * * *, wer kann die Härte des vollzogenen Gerichts ertragen, 10 
vor dem sie dahinschmelzen?« 3 Und abermals antwortete Michael 
und sprach zu Rafael: »Wer ist es, dessen Herz sich dabei nicht schuldig 
fühlte, und dessen Nieren nicht erschüttert würden von diesem Worte 
des Gerichts, (das) über sie ausgegangen ist von denen, die sie so heraus- 
geführt haben?« 4 Und es geschah, als er vor dem Herrn der Geister 15 
stand, sprach Michael also zu Rafael: »Ich werde nicht für sie sein unter 
den Augen des Herrn, denn der Herr ist erzürnt auf sie, weil sie thun, 
als wären sie der Herr. 5 Darum wird über sie alles Verborgene 
kommen für alle Ewigkeit, denn weder Engel noch Mensch wird seinen 
Anteil erhalten, sondern sie allein werden ihr Gericht für alle Ewigkeit 20 
empfangen haben.« 

Cap. 69. Und nach diesem Gericht werden sie ihnen Schrecken 
und Angst einjagen, weil sie dies denen, die auf Erden wohnen, gezeigt 
haben. 2 Und siehe da die Namen jener Engel, [und das sind ihre 
Namen: der erste von ihnen Semjaza, der zweite Arestiqifa, der dritte 25 
Armen, der vierte Kokabiel, der fünfte Turiel^ der sechste Ramiel, der 
siebente Daniel, der achte Neqeel, der neunte Baraqiel, der zehnte Azazel, 
der elfte Armaros, der zwölfte Batariel^ der dreizehnte Basasael, der 

1 zur Wollust] »zum Tode« II & FHJKLN \ 7 »der heilige Michael« II 1 10 Ge- 
richtes] +» über die Engel « Q, IL Lücke? I » vollzogenen uud bleibenden« II | 11 »ohne 
dahinzuschmelzen« B nach spät. Corr. | »der heilige Michael« II | 12 »dessen Herz 
nicht erweicht würde« T2; »der nicht sein Herz erweichte« II | 13 »Worte? das 
Gericht ist« usw. alle HSS ausser GQ 1 16 »der heilige Michael« II | ich werde nicht 
für sie sein] »es wird ihnen keine Barmherzigkeit zu teil werden« EV | 18 alles] 
»das Gericht« II | 23 »sie dieses Gericht den Menschen . . . gezeigt haben« Q | Angst] 
wörtl. »Zorn«, sicher ungenaue Übers, des griech. oder vielleicht schon des aram. 
Ausdrucks, der nach Halevy l^^^n lautete. Vgl. 68, 2 ] 25 Das Engelverzeichnis 
hier ist ungenauer und verderbter als das in Cap. 0, »Turiel« kommt (mit geringen 
Änderungen in einigen HSS) dreimal (No. 5, 15, 10), »Ramiel« zweimal (No. 6, 20) 
vor. Das Verzeichnis Cap. 6 hat folgende Varianten resj). Abweichungen: 2. Ara- 
kiel, 3. Aramiel, 5. Tamiel, 8. Ezeqiel, 10. Asael, 15. Raqiel, 17. Satariel, 18. OmuriX, 
20. Jomiel, 21. Araziel. 



gg Buch Henoch. 

vierzehnte Auaniel, der fünfzehnte Turiel, der sechzehnte Sampsiel, der 
siebzehnte Jetariel, der achtzehnte Tumael, der neunzehnte Turiel, der 
zwanzigste Rumael, der einundzwanzigste Azazeel. 3 Und das sind 
die Obersten ihrer Anführer und die Namen ihrer Hauptleute über 
5 hundert, über fünfzig und über zehn.] 4. Der Name des ersten ist Jeqon, 
das ist der, welcher alle die Kinder der Engel verführt hat: er brachte 
sie herab auf die Erde und verführte sie durch die Töchter der Menschen. 
5 Und der zweite heisst Asbiel; der gab den Kindern der Engel bösen 
Rat ein und verführte sie, ihre Leiber mit den Töchtern der Menschen 

10 zu verderben. 6 Und der dritte heisst Gadriel, das ist der, der den 
Menschenkindern alle tödtlichen Schläge zeigte. Er hat auch die Eva ver- 
führt und hat die Mordwerkzeuge den Menschenkindern gezeigt: Schild, 
Panzer und Schwert zum Kampfe, und alle Mordwerkzeuge für die 
Menschenkinder. 7 Und aus seiner Hand sind * sie ausgegangen zu 

15 allen, die auf Erden wohnen, von jener Stunde an bis in alle Ewigkeit. 
8 Und der vierte heisst Penemue; der hat den Menschenkindern das 
Bittere und Süsse gezeigt, und hat ihnen alle Geheimnisse ihrer Weis- 
heit kundgethan. 9 Er hat die Menschen das Schreiben mit Tinte und 
Papier gelehrt, und dadurch versündigen sich viele von Ewigkeit zu 

20 Ewigkeit und bis auf den heutigen Tag. 10 Denn die Menschen sind 
nicht zu derartigem geschaffen: mit Feder und Tinte ihre Treue zu be- 
kräftigen. 11 Denn die Menschen sind (zu) nichts anderem als die 
Engel geschaffen, (nämlich) gerecht und rein zu bleiben, und der Tod, 
der alles vernichtet, hätte sie nicht angerührt; vielmehr durch diese 

25 ihre Erkenntnis gehen sie zu Grunde, und durch diese Kraft verzehrt er 
mich. (?) 12 Und der fünfte heisst Kasdeja, das ist der, der den Men- 
schenkindern alle bösen Schläge der Geister und Dämonen gezeigt hat: 
[und] den Schlag des Embryo im Mutterleib, dass er abgehe, und den 
Schlag der Seele, den Biss der Schlange und den Schlag, der durch 

30 die Mittags(hitze) entsteht, den Sohn der Schlange, Tabat mit Namen. 
13 Und das ist die Zahl (?) des Kasbiel, der Hauptschwur, den er den Hei- 
ligen zeigte, als er droben in der Herrlichkeit wohnte, und sein Name 
ist Beqa. 14 Dieser sagte zu Michael, dass er ihm den verborgenen 

Cap 69, 12. Psal. 91, 0. 

5 »Jeqün« ACEPW, »Jäqün« B, »Jequanc< DY | 6 »der heiligen Engel« T, 
BCDPY I 8 «der heiligen Engel« lesen hier alle HSS | 28 im Mutterleib (ba-mahzan)] 
«und des Säuglings« (wa-hezän) G, wahrscheinlich ist aber wa-hezän nur Schreib- 
fehler für mahzan ohne ba, welches MQTü, V bieten, indem sie ursprüngl. zä'zä'a 
mahzan »Embryo des Mutterleibes« lasen [ 33 »dem heiligen Michael« 11 | ihm] 
>ihnen^< II. 



Cap. 69, 3—69, 25. 89 

Namen zeigen möchte, damit sie ihn beim Schwüre aussprechen könnten, 
so dass vor diesem Namen und Schwur diejenigen erzitterten, die den 
Menschenkindern alles Verborgene gezeigt hatten. 15 Und das ist die 
Kraft dieses Schwures, denn er ist kräftig und stark; und er hat diesen 
Schwur Akae in die Hand Michaels niedergelegt. 16 Und das sind die Ge- 5 
heimnisse dieses Schwures: ■?«■ ^ -x- und ist fest gegründet durch seinen 
Schwur, der Himmel ist aufgehängt worden, ehe die Welt geschajffen wurde 
und bis in Ewigkeit durch ihn; 17 und die Erde ist über dem Wasser 
gegründet worden, und aus dem Verborgenen der Berge kommen köst- 
liche Wasser hertor von der Schöpfung der Welt bis in Ewigkeit. 10 

18 Durch jenen Schwur ist das Meer geschaffen, und als seinen (jrund 
hat er ihm für die Zeit der Wut den Sand gelegt; und es darf nicht 
darüberhinaus schreiten von Schöpfung der Welt bis in Ewigkeit. 

19 Und durch den Schwur sind die Abgründe gefestigt, sie stehen und 
rühren sich nicht von ihrer Stelle von Ewigkeit zu Ewigkeit. 20 Durch 15 
den Schwur vollenden Sonne und Mond ihren Lauf und weichen nicht 
ab von ihrer Vorschrift von Ewigkeit zu Ewigkeit. 21 Und durch 
jenen Schwur vollenden die Sterne ihren Lauf; er ruft ihre Namen und 
sie antworten ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit. 22 Und ebenso (vollenden) 
die Geister des Wassers, der Lüfte und aller Winde [und] ihre Wege aus 20 
allen Richtungen der Wind(rose) her. [23 Und daselbt werden die Stimme 
des Donners und das Leuchten des Blitzes aufbewahrt, und daselbst 
werden die Vorräte des Hagels und die Vorräte des Reifs, die Vorräte 
des Nebels, die Vorräte des Regens und Taus aufbewahrt. 24 Sie 
alle bekennen und danken vor dem Herrn der Geister und rühmen mit 25 
aller ihrer Kraft; und ihre Speise besteht aus lauter Danken, und sie 
danken, rühmen und erheben im Namen des Herrn der Geister in alle 
Ewigkeit.] 25 Und dieser Schwur ist mächtig über sie, und sie werden 

Cap. 69, 17 Psal. 24, 2. 136, 6. — 18 Jerem. 5, 22. — 21 Jes. 40, 26. Psal. 
147, 4. 

1 ihn] »jenen verborgenen Namen« T, »damit sie jenen bösen und verborgenen 
Namen aussprächen, damit sie ihn aussprächen beim Schwur« MU, »damit sie jenen 
verborgenen Namen sähen und damit sie ihn beim Schwur . . .« II | 5 »des heiligen 
Michael« II | 6 das Subjekt des Satzes und das erste Prädikat fehlen. Man möchte 
ergänzen: »Alles ist geschaffen . . .« j 8 »und durch ihn ist die Erde usw.« Q, II ! 
9/10 »köstliche« < ü. Y j 10 Wasser] + »für die Lebendigen« U, BCDY | 11 »Durch 
jenen Schwur ist dem Meere der Grund gelegt für die Zeit seiner Schranke (so!), 
und er hat ihm zur Schranke den Sand gesetzt, und nicht überschreitet es seine 
Grenze in Ewigkeit« Q. Diese Lesart befriedigt ebensowenig wie die in den Text 
aufgenommene der übrigen HSS, vielleicht lässt sich der ursprüngliche Text so 
reconst-ruieren : »Durch jenen Schwur ist das Meer geschaffen und sein Grund gelegt 
worden, und für die Zeit der Wut hat er ihm den Sand als Schranke gesetzt; 
nicht (darf) es seine Grenze überschreiten von Ewigkeit und bis in Ewigkeit«. 



90 



Buch Henoch. 



durch ihn bewahrt, und ihre Pfade werden bewahrt, und ihre Bahn wird 
nicht gestört. 

26 Und es herrschte unter ihnen eine grosse Freude, und sie priesen, 
rühmten und erhoben darum, dass ihnen der Name jenes Menschensohnes 
5 offenbart worden war. 27 Und er setzte sich auf den Thron seiner Herr- 
lichkeit und die Summe des Gerichts ward ihm, dem Menschensohne» 
übergeben, und er lässt verschwinden und vertilgt die Sünde vom Ant- 
litz der Erde, und die, welche die Welt verführt haben. 28 Mit 
Ketten werden sie gebunden und an ihrem dem Verderben geweihten 

10 Versammlungsorte eingeschlossen werden, und all ihr Werk wird ver- 
schwinden vom Antlitz der Erde. 29 Und von nun an wird es nichts 
Verderbtes mehr geben; denn jener Mannessohn ist erschienen und 
hat sich auf den Thron seiner Herrlichkeit gesetzt, und alles Böse 
wird vor seinem Angesicht verschwinden und dahingehen, aber das 

15 Wort jenes Mannessohnes wird fest stehen vor dem Herrn der Geister. 
Das ist die dritte Mahnrede Henochs. 

Cap. 70. Und danach geschah es, (dass) sein Name bei seinen Leb- 
zeiten zu jenem Menschensohne und zu dem Herrn der Geister erhöht 
wurde, hinweg von denen, die auf Erden leben. 2 Und er wurde auf 

20 Wagen des Geistes erhoben, und (sogar) der Name ging unter ihnen 
verloren. 3 Und von jenem Tage an wurde ich nicht mehr zu ihnen 
gezählt, und er setzte mich zwischen zwei Himmelsgegenden, zwischen 
Norden und Westen, wo die Engel die Schnüre nahmen, um für mich 
den Ort der Auserwählten und Gerechten zu messen. 4 Und daselbst 

25 sah ich die Erzväter und die Gerechten, die von uralter Zeit an jenem 
Orte wohnen. 

Cap. 71. Und darnach geschah es, dass mein Geist entrückt wurde 
und aufstieg in die Himmel; da sah ich die Söhne der heiligen Engel 
auf Feuerflammen treten, und ihre Kleider weiss und ihr Gewand, und 

30 ihr Antlitz licht wie Schnee; 2 und ich sah zwei Feuerströme, und das 
Licht jenes Feuers strahlte wie Hyacinth. Da fiel ich auf mein Ange- 
sicht vor dem Herrn der Geister. 3 Und der Engel Michael, einer von 
den Erzengeln, fasste mich bei meiner rechten Hand, erhob mich und 
führte mich hinaus zu all den Geheimnissen, und er zeigte mir alle Ge- 

3 Vers 26—29 bilden höchst wahrscheinlich die Fortsetzung zu Cap. 62, 16 | 
1,5 Wort (nagara)] »sie werden reden (jenagerü) zu jenem Mannessohne« I excl. 
T, ADPYW & FJNO | »Weibessohne« G | »und er wird stark sein« MQTÜ, ADEY | 
18 »und« < alle HSS excl.GQT 1 22 gezählt (tahasabkü)] »gezogen« (tasehebkü) M,II | 
28 »heiligen« < BCDY | 30 »das Licht ihres Angesichts wie« alle HSS ausser 
GU, CDY & LO I 33 »mit seiner rechten Hand« M | 34 »und zeigte — Barmherzig- 
keit« < U 1 »zu allen Geheimnissen der Barmherzigkeit und Geheimnissen der 
Gerechtigkeit. Und er zeigte mir alle Geheimnisse der Enden . . .« II. 



I 



Cap. 69, 26—71, 17. 91 

heimnisse der Barmherzigkeit und zeigte mir alle Geheimnisse der Ge- 
rechtigkeit, 4 imd zeigte mir alle Geheimnisse der Enden des Himmels 
und alle Kammern der Sterne und Lichter, aus denen sie hervorgehen 
vor das Antlitz der Heiligen. 5 Und er entrückte meinen Geist, und 
ich, Henoch, war in dem Himmel der Himmel, und sah dort inmitten 5 
jenes Lichtes etwas, das aus Hagelsteinen erbaut schien, und zwischen 
jenen Steinen züngelnde Flammen lebendigen Feuers. 6 Und mein 
Geist sah einen feurigen Kreis, der jenes Haus umgab, aus seinen vier 
Seiten (kamen) Strome lebendigen Feuers, und sie umringten jenes 
Haus. 7 Und um dasselbe herum Seraphim, Cherubim und Ophanim; 10 
das sind die, welche nicht schlafen und den Thron seiner Herrlichkeit 
bewachen. 8 Und ich sah unzählige Engel, tausend mal tausend und 
zehntausend mal zehntausend, jenes Haus umgeben, und Michael, Rafael, 
Gabriel und Fanuel und die heiligen Engel^ die oben im Himmel sind, 
in jenem Hause ein- und ausgehen. 9 Und es traten heraus aus jenem 15 
Hause Michael, Gabriel, Rafael und Fanuel und viele heilige Engel 
ohne Zahl, 10 und mit ihnen das betagte Haupt; sein Haupt war weiss 
und rein wie Wolle, und sein Kleid unbeschreiblich. 11 Da fiel ich 
auf mein Angesicht, und mein ganzer Leib schmolz dahin, und mein 
Geist wurde verwandelt, und ich schrie mit lauter Stimme mit dem 20 
Geiste der Kraft und pries und rühmte und erhob (ihn). 12 Und diese 
Lobpreisungen, die aus meinem Munde ausgingen, waren wohlgefällig 
vor jenem betagten Haupte. 13 Und es kam jenes betagte Haupt mit 
Michael, Gabriel, Rafael und Fanuel und Tausenden und Zehntausenden 
von Engeln ohne Zahl. 14 Und jener kam zu mir, grüsste mich mit 25 
seiner Stimme und sprach: »Du bist der Mannessohn, der zur Ge- 
rechtigkeit geboren ist; und Gerechtigkeit wohnt über dir, und die Ge- 
rechtigkeit des betagten Hauptes verlässt dich nicht.« 15 Und er sagte 
zu mir: »Er ruft dir Heil zu im Namen der künftigen Welt, denn von 
dort aus ist das Heil ausgegangen seit Erschaffung der Welt, und so 30 
wird es auch dir zu teil werden immerdar und in alle Ewigkeit. 
16 Und alle werden auf deinem Wege wandeln, da die Gerechtigkeit dich 
nimmermehr verlässt; bei dir wird ihre Wohnung sein und bei dir ihr 
Los, und von dir werden sie sich nie und in alle Ewigkeit nicht mehr 
trennen.« 17 Und so wird langes Leben sein bei jenem Menschensohne, 35 

Cap. 71, 6 Dan. 7, 10. — 15 Test. Dan 5: ßocöv v(uv slqijvtjv. 

4 »Und der Geist entrückte den Henoch in den Himmel« II | 16 »Fanuel« 
< I, A I 25 »jener Engel« Q, II | 29 »künftiges Heil zu, denn . . .« U j 32 »Und 
alle, die in Zukunft . . . wandeln werden« A. 



92 Buch Henocb. 

und es wird Frieden geben für die Gerechten und einen ebenen Weg 
für die Gerechten im Namen des Herrn der Geister immer und ewig- 
lich. 



Teil III. 

6 Das Buch vom Umlauf der Himmelslicliter. 

Cap. 72—82. 

Cap. 72. Das Buch über den Umlauf der Himmelslichter, wie es 
sich mit den einzelnen verhält nach ihren Klassen, nach ihrer Herr- 
schaft und ihrer Zeit, nach ihrem Namen und ihren Ursprungsorten und 

10 ihren Monaten, die mir Uriel, der heilige Engel, der bei mir war (und) 
der ihr Führer ist, zeigte; und er zeigte mir die ganze Beschreibung, 
wie es sich damit verhält, und wie es sich mit allen Jahren der Welt 
verhält bis in Ewigkeit, bis die neue Schöpfung, die in Ewigkeit 
währt, geschaffen wird. 2 Und das ist das erste Gesetz der Lichter: 

15 das Licht »Sonne« hat seinen Aufgang in den Thoren des Himmels, die 
nach Osten zu liegen, und seinen Untergang in den westlichen Thoren 
des Himmels. 3 Und ich sah sechs Thore, aus denen die Sonne hervor- 
geht, und sechs Thore, wo die Sonne untergeht; auch der Mond geht in 
jenen Thoren auf und unter, und die Führer der "Sterne samt denen, 

20 die sie führen. Sechs sind im Osten und sechs im Westen, und alle 
eins genau nach dem andern gerichtet, und viele Fenster sind rechts 
und links von jenen Thoren. 4 Zuerst geht das grosse Licht hervor, 
Sonne genannt, und sein Umkreis ist wie der Umkreis des Himmels, 
und es ist ganz mit Feuer angefüllt, welches Licht und Wärme 

25 spendet. 5 Und die Wagen, in denen es aufsteigt, treibt der Wind. 
Und die Sonne geht unter (und verschwindet) vom Himmel und 
wendet um in nördlicher Richtung, um ihren Weg gen Osten zu 
nehmen; und sie wird (so) geführt, dass sie zu dem betreffenden Thore 
kommt und leuchtet (wieder) am Himmel. 6 In dieser Weise geht 

30 sie im ersten Monat in dem grossen Thore auf, und zwar geht sie ge- 
rade in dem vierten Thore von jenen sechs östlichen Thoren auf. 
7 Und an eben jenem vierten Thore, aus welchem die Sonne im ersten 
Monat hervorgeht, sind zwölf Fensteröffnungen, aus denen, wann sie 
zu ihrer Zeit geöffnet werden, Flammen hervorbrechen. 8 Wenn die 

1 »seinen ebenen Weg« II; das zweite »f. d. Ger.« ist überflüssig, man er- 
wartet: »sie werden auf ebenem Wege wandeln« | 2 ewiglich] + »Amen« U | 
33 Fensteröffnungen] wörtl. »offene Fenster«, resp. »Fenster, die sich öffnen lassen«. 



Cap. 72, 1-72, 22. 93 

Sonne am Himmel aufsteigt, kommt sie durch jenes vierte Thor dreissig 
Morgen lang hervor und genau durch das vierte Thor im Westen geht 
sie unter. 9 Und in dieser Zeit wird ein Tag immer länger als der 
andere und eine Nacht immer kürzer als die andere bis zum dreissigsten 
Morgen. 10 Und an jenem Tage ist der Tag um das Doppelte 5 
eines Neuntels länger als die Nacht, und der Tag umfasst gerade 
zehn Teile und die Nacht gerade acht Teile. 11 Und die Sonne 
geht aus jenem vierten Thore hervor und geht im vierten unter 
und kehrt zurück zum fünften Thore im Osten dreissig Morgen lang 
und geht aus diesem auf und geht im fünften Thore unter. 12 Dann 10 
wird der Tag um zwei Teile länger, und der Tag enthält elf Teile, 
und die Nacht wird kürzer und besteht aus sieben Teilen. 13 Und 
die Sonne kehrt nach Osten zurück und tritt in das sechste Thor 
ein, und sie geht im sechsten Thore auf und unter einunddreissig 
Morgen lang wegen seines Zeichens. 14 Und an jenem Tage wird der 15 
Tag länger als die Nacht, so dass der Tag das Doppelte der Nacht 
beträgt und aus zwölf Teilen besteht, und die Nacht wird kürzer und 
besteht aus sechs Teilen. 15 Und es erhebt sich die Sonne, so dass 
(nun) der Tag kürzer und die Nacht länger wird; und die Sonne kehrt 
nach Osten zurück und tritt in das sechste Thor ein und geht darin 20 
dreissig Morgen lang auf und unter. 16 Und wenn die dreissig 
Morgen um sind, ist der Tag gerade um ein Teil kürzer und besteht 
aus elf Teilen und die Nacht aus sieben Teilen. 17 Und die Sonne 
tritt im Westen aus jenem sechsten Thor und geht nach Osten und 
geht im fünften Thore dreissig Morgen lang auf und geht im Westen 25 
wieder im fünften westlichen Thore unter. 18 An jenem Tage wird 
der Tag um zwei Teile kürzer und besteht aus zehn Teilen und die 
Nacht aus acht Teilen. 19 Und die Sonne kommt aus jenem fünften 
Thore hervor und geht im fünften westlichen Thore unter; und sie geht 
im vierten Thore seines Zeichens wegen einunddreissig Morgen auf 30 
und geht im Westen unter. 20 An jenem Tage gleicht sich der Tag mit 
der Nacht aus und wird ebenso (lang), und es umfasst die Nacht neun 
Teile und der Tag neun Teile. 21 Und die Sonne geht aus eben 
jenem Thore hervor und geht im Westen unter und kehrt nach Osten 
zurück und geht im dritten Thore dreissig Morgen lang auf und geht 35 
im Westen im dritten Thore unter. 22 Und an jenem Tage wird die 



6 Neuntels] insofern die Tapf- und die Nachteinteilung für sich berechnet wird; 
>>um ein Doppelteil« alle HSS ausser GQÜ | 9/10 ^^dreissig Morgen lang« gehört rich- 
tiger an den Schluss des Verses | 14 »dreissig« GQTU | 30 seines 2^ichens wegen] 
+ *im vierten Thore im Osten« I. 



94 Buch Henoch. 

Nacht länger als der Tag, und eine Nacht wird länger als die andere, 
und ein Tag wird kürzer als der andere bis zum dreissigsten Morgen; 
und die Nacht umfasst genau zehn Teile, und der Tag acht Teile. 
23 Und die Sonne geht aus jenem dritten Thore hervor und geht im 
5 dritten Thore im Westen unter und kehrt nach Osten zurück und geht 
im zweiten Thore im Osten dreissig Morgen lang auf und geht ebenso 
im zweiten Thore im Westen des Himmels unter. 24 Und an jenem 
Tage besteht die Nacht aus elf Teilen und der Tag aus sieben Teilen. 
25 Und an jenem Tage geht die Sonne aus jenem zweiten Thore her- 

10 vor und im Westen im zweiten Thore unter, und kehrt nach Osten zu- 
rück in das erste Thor einunddreissig Morgen lang, und im ersten 
Thore geht sie im Westen des Himmels unter. 26 Und an jenem Tage 
ist die Nacht am längsten und beträgt das Doppelte des Tages, die 
Nacht umfasst genau zwölf Teile und der Tag sechs Teile. 27 Hiermit 

15 hat die Sonne ihre Bahnabschnitte durchlaufen und lenkt wieder um 
auf diesen Abschnitten und tritt in alle ihre Thore ein dreissig Morgen 
lang und geht auch gegenüber im Westen unter. 28 Und an jenem 
Tage hat die Nacht an Länge um ein Neuntel abgenommen [das ist 
ein Teil] und beteht aus elf Theilen und der Tag aus sieben Teilen. 

20 29 Und die Sonne ist umgekehrt und in das zweite östliche Thor ein- 
getreten und kehrt (nun) auf diesen ihren Bahnabschnitten zurück 
dreissig Morgen lang, auf- und untergehend. 30 Und an jenem Tage 
nimmt die Nacht an Länge ab und besteht aus zehn Teilen und der 
Tag aus acht Teilen. 31 Und an jenem Tage geht die Sonne aus 

25 jenem zweiten Thore hervor und geht im Westen unter und kehrt 
nach Osten zurück und geht im dritten Thore auf einunddreissig Morgen 
lang und geht im Westen des Himmes unter. 32 Und an jenem Tage 
nimmt die Nacht (wiederum) ab und besteht aus neun Teilen, und 
der Tag besteht aus neun Teilen, somit gleicht sich die Nacht mit 

30 dem Tage aus, und das Jahr umfasst genau dreihundert und vierund- 
sechzig Tage. 33 Und die Länge des Tages und der Nacht und die 
Kürze des Tages und der Nacht — infolge des Laufs der Sonne 
fallen sie verschieden aus. 34 Und so kommt es, dass ihr Lauf von Tag 
zu Tag länger und von Nacht zu Nacht kürzer wird. 35 Und das 

35 ist das Gesetz und der Lauf der Sonne und ihre Rückkehr, so oft — 

1 »länger als der Tag bis zum dreissigsten Morgen und der Tag wird täglich 
kürzer bis zum dreissigsten Tage« II; »wird die Nacht länger und ein Tag kürzer 
als der andere« M [ 16 »alle Thore« QTU, »jene Thore« M, »jenes Thor« II | 18 »in 
jener Nacht« GQ & F | »um ein -tel ('ed, die bei Bruchzahlen übliche Bezeichnung 
aber mit 1 statt 9), das ist ein Teil« alle HSS ausser GQU, was eigentlich keiner 
Glosse bedurft hätte I 25 »zweiten« < I excl. T. 



Cap. 72, 23—73, 6. 95 

sechzigmal — zurück kommt und aufgeht jenes grosse Licht, welches 
Sonne genannt wird immer und ewiglich. 36 Und das, was (so) auf- 
geht, ist das grosse Licht und wird nach seiner Erscheinung genannt, 
wie der Herr befohlen hat. 37 Wie sie aufgeht, so geht sie unter, sie 
nimmt nicht ab und ruht nicht, sondern läuft Tag und Nacht, und ihr 5 
Licht ist siebenmal heller als das des Mondes; aber an Grösse sind die 
beiden gleich. 

Cap. 73, Und nach diesem Gesetz sah ich ein anderes Gesetz für 
das kleine Licht, welches Mond genannt wird. 2 Und sein Umkreis 
ist wie der Umkreis des Himmels, und seinen Wagen, auf dem es 10 
fährt, treibt der Wind, und nach Mass wird ihm das Licht gegeben. 
3 Und in jedem Monat verändert sich sein Auf- und Untergjang, und 
seine Tage sind wie die Tage der Sonne, und wenn sein Licht 
gleichmässig (voll) geworden ist, dann beträgt es den siebenten Teil 
des Lichtes der Sonne. 4 Und so geht er auf. Die erste Sichel 15 
(wörtl. sein Anfang) im Osten tritt am dreissigsten Morgen hervor, am 
jenem Tage wird er sichtbar und wird für euch zum Mondesanfang am 
dreissigsten Tage zugleich mit der Sonne in dem Thore, in welchem die 
Sonne aufgeht. 5 Und die eine Hälfte von ihm ist mit einem Siebentel 
sichtbar, und sein ganzer (übriger) Umkreis ist leer, und hat kein Licht 20 
bis auf das Siebentel, (das ist) ein Vierzehntel seines (ganzen) Lichtes. 
6 Wann er aber ein Siebentel und ein halbes (Siebentel) von seinem 
Lichte annimmt, so macht sein Licht ein Dreizehntel (des Ganzen) und 

Cap. 72, 36 Jes. 30, 26. 

1 »sechzigmal« <! MQTÜ, im übrigen M wie II, nämlicb: »Rückkehr, so 
oft sie zurückkehrt, sechzigmal kehrt sie zurück und geht auf, nämlich das 
grosse Licht« | grosse] + »ewige« II | 4 »So geht sie auf und so geht sie unter« 
QT; ü hat nur: »so geht sie unter«; »Und so geht sie auf und unter« M, II | 
5 »sondern läuft« < U | Nacht] + *in dem Wagen« T2, II | 10 »Umkreis der 
Sonne« M, AEPW | 17 »sichtbar« ist die einzig sinngemässe Übersetzung von 
rehüq, welches der Text bietet. Dn. und die andern deuten es als »ragt hervor«. 
Die Vermutung liegt nahe, dass der äth. Übersetzer o^avog in seiner Vorlage 
fand und es durch das wenig oder gar ungebräuchliche re'üj wiedergab, welches 
die Abschreiber in das ihnen wohlbekannte rehuq verlasen | 21 Zwischen »vierzehn« 
und 'ed = »Teil« (-tel) liest G noch manfaqa »Hälfte«, was höchstwahrscheinlich durch 
Versehen eines Schreibers aus V. 6 oder 7 hierhergekommen ist. Auf dieses man- 
faqa gründet Charles unter Zuhülfenahme von Ergänzung und Umstelhmg von 
Worten seine Übersetzung und Erklärung der Stelle | 23 »Dreizehntel« so T, welches 
bei den Zahlen der allein sichere Führer ist, da es alle Zahlwörter ausschreibt, 
während die andern HSS die leicht zu verwechselnden Zittern haben: »7« GMQU, E, 
»14« II. »Sein Licht macht ein Dreizehntel und ein halbes aus« ist ein ungeschickter 
Ausdruck dafür, dass in dem vorliegenden Falle das Mondlicht nicht bis 14 son- 
dern nur bis zu 13V2 Vierzehnteln wächst. Ob der Verfasser hier den Unterschied 



96 Buch Henocb. 

ein halbes dazu aus. 7 Und er geht mit der Sonne unter, und wenn 
die Sonne aufgeht, geht er mit ihr auf und nimmt die Hälfte eines 
Lichtteiles an, und in jener Nacht, bei Beginn seines Morgens, am An- 
fang seines Tages, geht der Mond mit der Sonne unter und ist unsicht- 
5 bar in jener Nacht mit seinen dreizehn Teilen und der Hälfte von 
einem. 8 Und er wird an jenem Tage mit genau einem Siebentel 
sichtbar und geht auf und weicht ab vom Aufgang der Sonne 
imd an seinen übrigen Tagen leuchtet er mit den (andern) dreizehn 
Teilen. 

10 Cap. 74. Und eine andere Bahn und (ein anderes) Gesetz sah ich 

für ihn, indem er nach jenem Gesetz seinen monatlichen Lauf zu stände 
bringt. 2 Und dies alles zeigte mir Uriel, der heilige Engel, welcher 
der Führer von ihnen allen ist, und ich schrieb ihre Stellungen auf, 
wie er sie mir zeigte, und schrieb ihre Monate nieder, so wie sie sind, 

15 und die Erscheinung ihres Lichtes, bis fünfzehn Tage um sind. 3 In 
einzelnen Siebenteln macht er sein ganzes Licht im Osten voll, und 
in Siebenteln macht er seine ganze Finsternis im Westen voll. 4 In 
bestimmten Monaten ändert er seinen Untergang, und in bestimmten 
Monaten geht er seine besondere Bahn. 5 In zwei Monaten geht er (der 

20 Mond) mit der Sonne unter in jenen beiden mittleren Thoren, nämlich 
dem dritten und vierten Thore. 6 Er geht sieben Tage lang hervor, 
macht seinen Umlauf und kehrt wieder zu dem Thore zurück, wo die 
Sonne aufgeht, da macht er sein ganzes Licht voll, lenkt ab von der 
Sonne und tritt im Verlauf von acht Tagen in das sechste Thor ein, 

25 aus dem die Sonne hervorzugehen pflegt. 7 Und wenn die Sonne aus 
dem vierten Thore hervorgeht, geht er sieben Tage (daselbst) hervor, 
bis er aus dem fünften hervorgeht, und kehrt wiederum in sieben Tagen 
in das vierte Thor zurück und macht sein ganzes Licht voll, weicht 

des 14tägigen und des lötägigen Anwachsens des Mondlichtes hat darstellen 
wollen, wie in Cap. 78, lässt sich nicht mit Bestimmtheit behaupten, denn er giebt 
gar keine sicheren Andeutungen dafür. Es ist überhaupt am besten, seine verschie- 
denen Theorien jede für sich zu behandeln, denn ohne Rest geht keine in der 
andern auf. Hier scheint es sich nur um die 14tägige Periode zu handeln, und 
zwar geht V. 5 auf den Fall, wo die Conjunction am Abend, V. 6 auf den, wo sie 
am Morgen eintritt. Tritt die Conjunction am Abend ein, so zeigt der Mond nach 
24 Stunden (1. Tag) Vu seines Lichtes und so weiter bis zu ^Vu am 14. Tage. 
Tritt die Conjunction am Morgen ein, so hat am Abend nach 12 Stunden der 
Mond ii28 seines Lichtes. Aber diese feine Sichel ist noch nicht zu bemerken, 
sondern erst am 2. Tage, wenn er V28 + Vi4 Licht hat, wird er sichtbar und 
wächst bis zu ^^/^ + V28 am 14. Tage. Auf diese Weise entgeht man auch der 
Schwierigkeit, dem Mond schliesslich eine Grösse von ^Vu + V28 geben zu müssen | 
5 dreizehn] »sieben« G, in Zitiern VW; »vierzehn« in Zifi'ern ü, II excl. VW | 
8 dreizehn] »vierzehn« in Ziffern II & FHJLO. 



Cap. 73, 7-75, 2. 97 

ab und tritt im Verlauf von acht Tagen in das erste Thor ein. 8 Und 
wiederum kehrt er in sieben Tagen in das vierte Thor zurück, aus dem 
die Sonne hervorgeht. 9 So sah ich ihre Stellungen, wie die Monde 
aufgehen und die Sonne untergeht. 10 In jenen Tagen hat, wenn man 
fünf Jahre zusammenaddiert, die Sonne dreissig Tage Überschuss, aber 5 
alle Tage, die ihr für eins von jenen fünf Jahren zukommen, betragen, 
wenn sie voll sind, 364 Tage. 11 Und der überschuss der Sonne und 
der Sterne beläuft sich auf sechs Tage, für fünf Jahre (je) sechs macht 
dreissig Tage: der Mond bleibt also hinter der Sonne und den Sternen um 
dreissig Tage zurück. 12 Aber der Mond führt lauter genaue Jahre 10 
herbei, so dass ihre Stellung nie vorauseilt oder zurückbleibt (auch nur) 
um einen Tag, sondern sie (die Monde) vollziehen den Jahreswechsel 
richtig in genau 364 Tagen. 13 Drei Jahre haben 1092 Tage, und 
fünf Jahre 1820 Tage, so dass für acht Jahre 2912 Tage herauskommen. 
14 a Für den Mond allein belaufen sich die Tage in drei Jahren auf 15 
1062, und in fünf Jahren bleibt er um fünfzig Tage zurück. 15 Somit 
ergeben sich für fünf Jahre 1770 Tage, so dass für den Mond bei 
acht Jahren 2832 Tage herauskommen. 14b [Denn zu der obigen 
Summe (d. i. 1770) müssen (1000 +) 62 hinzugefügt werden]. 16 [Es 
sind nämlich in acht Jahren seine Tage um achtzig zurückgeblieben.] 20 
Die Gesamtzahl der Tage (also), die er hinter acht (Sonnen-) Jahren 
zurück geblieben ist, beträgt achtzig. 17 Und das Jahr wird richtig zum 
Schluss gebracht nach ihren (der Monde) Weltstationen und den Stationen 
der Sonne, sofern sie (Sonne und Mond) aus den Thoren aufgehen, in 
denen sie (die Sonne) dreissig Tage auf- und untergeht. 25 

Cap. 75» Und die Führer der Häupter der Tausende (Chiliarchen), 
die über die ganze Schöpfung und über alle Sterne gesetzt sind, 
sind mit jenen vier eingeschalteten (Tagen), als unzertrennlich von 
ihrem Amt, nach der Berechnung des Jahres (verbunden), und sie thun 
ihren Dienst an den vier Tagen, die in der Berechnung des Jahres 30 
nicht mitgerechnet werden. 2 Und ihretwegen sind die Menschen im 
Irrtum über sie, denn jene Lichter leisten in Wahrheit Dienste an den 
Weltstationen eins im ersten und eins im dritten, eins im vierten 



3 »Stellungen, nach der Ordnung ihrer Monate die Sonne auf- und untergehen« 
QT2, II I 9 »der Mond« < I excl. T2 | 10 »dreissig Tage« < MQU | 18/20 V. 14 b 
ist wahrscheinlich eine Glosse, die an ihrer jetzigen Stelle im Texte als Schluss 
von V. 14 gar keinen, am Schluss von V. 15 wenigstens einen ertvcäglichen Sinn 
giebt. V. 16 a scheint ebenfalls Glosse zu sein, und da man somit zwei neben- 
einander hatte, so ist es leicht erklärlich, dass die eine an die falsche Stelle ge- 
riet I 23 nur »Stationen« M, II \ 29 »von ihrer Stelle« QT2, II | «ganzen Berech- 
nung« II. 

Henoch. 7 



9g Buch Henoch. 

und eins im sechsten Thore, und die Harmonie des Weltlaufes wird in 
dreihundertvierundsechzig einzelnen Weltstationen zu stände gebracht. 
3 Denn die Zeichen und Zeiten, die Jahre und Tage zeigte mir der 
Engel Uriel, den der Herr der Herrlichkeit auf ewig über alle himm- 
5 lischen Lichter am Himmel und in der Welt gesetzt hat, damit sie 
an der Oberfläche des Himmels regieren und auf Erden sichtbar seien und 
Führer würden für Tag und Nacht, (nämlich) Sonne, Mond und Sterne 
und alle dienenden Geschöpfe, die in allen Wagen des Himmels ihre 
Umfahrt machen. 4 Ebenso zeigte mir Uriel zwölf Thüröffnungen in dem 

10 Rund des Sonnen wagens am Himmel, aus denen die Sonnenstrahlen 
hervorbrechen, und aus denen die Wärme über die Erde hin hervor- 
geht, wenn sie zu den Zeiten, die für sie bestimmt sind, geöffnet 
werden. 5 [Und (solche) für die Winde und den Geist des Taus, 
wenn sie geöffnet werden^ offenstehend am Himmel an den Enden.] 

15 6 Zwölf Thore sah ich ata Himmel über den Enden der Erde, aus 
denen Sonne, Mond und Sterne und alle Himmelskörper im Osten und 
Westen hervorgehen. 7 Und viele Fensteröffnungen zur Rechten und 
zur Linken, aber ein Fenster spendet zu seiner Zeit die Wärme, ent- 
sprechend jenen Thoren, aus denen die Sterne hervorgehen, so wie er 

20 ihnen befohlen hat, und in denen sie untergehen nach ihrer Zahl. 

8 Und ich sah Wagen am Himmel durch den Weltraum laufen ober- 
halb jener Thore, in denen die nie untergehenden Sterne kreisen. 

9 Und einer ist grösser als sie alle, und der ist es, der den ganzen 
Weltraum umkreist. 

25 Cap. 76* Und an den Enden der Erde sah ich nach allen Richtungen 

hin zwölf Thore geöffnet, aus denen die Winde hervorgehen und über die 
Erde hinwehen. 2 Drei davon sind offen an der Vorderseite des Himmels 
und drei an der Abendseite, drei auf der rechten Seite des Himmels 
und drei auf der linken. 3 Und die drei ersten sind die nach Osten 

30 zu, und drei nach Norden, und drei hinter denen zur Linken, nach 
Süden zu, und drei im Westen. 4 Durch vier von ihnen kommen 
Winde des Segens und des Heils, und aus jenen acht kommen Winde 
des Unheils; wenn sie entsendet werden, bringen sie Verheerung über 
die ganze Erde und das Wasser auf ihr und über alle, die sie be- 

35 wohnen, und über aUes, was im Wasser und auf dem Trocknen ist. 
5 Und der erste Wind aus jenen Thoren, welcher der Östliche heisst, 

1 Harmonie d. Weltlaufs] »Genauigkeit des Jahres« Q | 2 »bringt er zu 
stände« QTU | 4 »der ewige Herr der Herrlichkeit« U | 8 »die mit allen Heeren des 
Himmels« Q | 9 »zeigte mir üriel« < G | 14 Enden] + nochmals »wenn sie geöffnet 
werden« I excl. M | 15 »sah ich« < GQTiü | 21/22 oberhalb] + »und unterhalb« 
BCDPWY I 34 »über die ganze Erde und ihre Bewohner«, das übr. < U. 



Cap. 75, 3-77, 4. 99 

kommt durch das erste Thor, das im Osten liegt mit einer Wendung 
nach Süden zu, aus ihm konamen Verwüstung, Trockenheit, Hitze und 
Verderben hervor. 6 Und durch das zweite mittlere Thor geht die 
gerade Richtlinie hindurch, und es kommen daraus hervor Regen, 
Fruchtbarkeit, Wohlsein und Tau. Und durch das dritte Thor, das gegen 5 
Norden zu liegt, kommen Kälte und Trockenheit hervor. 7 Und nach 
diesen kommen die südlichen Winde durch drei Thore hervor, als erster 
kommt durch das erste derselben, das dem Osten zugekehrt ist, der 
Glutwind hervor; 8 und durch das mittlere Thor, das daneben liegt, 
kommen Wohlgerüche, Tau, Regen, Wohlsein und Gesundheit hervor. 10 
9 Und durch das dritte Thor, das nach Westen zu liegt, kommen Tau, 
Regen, Heuschrecken und Verwüstung hervor. 10 Und darnach die 
Winde aus Norden [der auch Meer heisst, ein Name, der jedoch ver- 
schwunden ist]: aus dem siebenten Thore, das nach Osten zu liegt, 
[mit einer Wendung nach Süden] gehen Tau, Regen, Heuschrecken 15 
und Verwüstung hervor. 11 Und aus dem mittleren Thore mit gerader 
Richtung gehen Gesundheit, Regen, Tau und Wohlsein hervor, und 
aus dem dritten Thore noch Westen zu [mit einer Wendung nach 
Norden] gehen Nebel, Reif, Schnee, Regen, Tau und Heuschrecken her- 
vor. 12 Und darnach [viertens] die Westwinde: durch das erste Thor, das 20 
dem Norden zugekehrt ist, gehen Tau, Reif, Kälte, Schnee und Frost 
hervor, 13 und aus dem mittleren Thore kommen Tau, Regen, Wohl- 
sein und Segen, und aus dem letzten Thore, das dem Süden zugekehrt 
ist, kommen Trockenheit, Verwüstung, Brand und Verderben hervor. 
14 Damit sind die zwölf Thore der vier Himmelsgegenden zu Ende; 25 
und alle ihre Gesetze, ihr Unheil und ihr Heil habe ich dir, mein Sohn 
Methusala, gezeigt. 

Cap. 77* Und die erste Weltgegend nennt man die östliche, denn 
sie ist die vorderste; 2 und die zweite nennt man Süden, denn daselbst 
steigt der Höchste herab, und ganz besonders kommt da herab der, 30 
welcher in Ewigkeit gepriesen ist. Und die Westgegend heisst die 
abnehmende, weil daselbst alle Lichter des Himmels abnehmen und 
herniedergehen. 3 Und die vierte Weltgegend, welche Norden heisst, 
wird in drei Teile geteilt; der erste davon ist die Wohnung für die 



4 »gerade Richtlinie«, das scheint hier der Sinn von ret'e zu sein; der Ver- 
fasser will sagen, dass das mittlere Thor ganz genau von Osten nach Westen 
orientiert ist und keine Wendung nach Süden oder Norden zu macht | 7 * durch 
drei Thore, als erster« < Q, «als erster« < U | 9 »das daneben liegt« < U | 
13/14 [ ] Glosse; »Name — verschwunden ist« < II | 15 [ ] sinnloser Zusatz, 
ebenso 18 1 21 Tau] + »Regen« II. 



IQQ Buch Henoch. 

Menschen, der zweite ist mit Wassenneeren und Thälern, "Wäldern 
und Flüssen, Finsternis und Nebel ausgestattet; und der dritte mit dem 
Garten der Gerechtigkeit. 4 Sieben hohe Berge sah ich, die höher 
als alle Berge auf Erden waren, und aus ihnen kommt der Reif hervor. 
5 Und es schwinden dahin die Tage, Zeiten und Jahre. 5 Sieben Ströme 
sah ich auf der Erde, grösser als alle anderen; einer dj^von aus dem 
Westen kommend, ergiesst sein Wasser in das grosse Meer, 6 und 
jene zwei kommen vom Norden her zum Meere und ergiessen ihr 
Wasser in das erythräische Meer im Osten. 7 Und die übrigen vier 

10 kommen auf der Nordseite hervor (und strömen) bis zu ihrem Meere, 
(zwei) bis zum erythräischen Meere, und zwei ergiessen sich in das 
grosse Meer daselbst [— einige sagen in die Wüste]. 8 Sieben grosse 
Inseln sah ich im Meere und am Lande, zwei am Lande und fünf im 
grossen Meere. 

15 Gap. 78. Und die Namen der Sonne sind folgende: der erste 

Orjares und der zweite Tomas. 2 Und der Mond hat vier Namen: 
der erste Asonja, der zweite Ebla, der dritte Benase, der vierte Era'e. 
3 Das sind die beiden grossen Lichter; ihr Umkreis ist wie der Um- 
kreis des Himmels, und die Grösse des Umkreises der beiden ist gleich. 

20 4 In dem Rund der Sonne sind sieben Lichtteile, um welche sie reicher 
ist als der Mond, und nach bestimmtem Masse wird (davon) hinein (in 
den Mond) gethan, bis der siebente Teil der Sonne zu Ende ist. 
5 Und sie gehen unter und treten in die Thore des Westens ein, und 
beschreiben ihren Kreislauf über den Norden und treten durch die öst- 

25 liehen Thore an die Oberfläche des Himmels hervor. 6 Und wenn der 
Mond sich erhebt, wird er am Himmel sichtbar, indem die Hälfte 
eines Siebentels Licht in ihm ist, und in vierzehn Tagen macht 
er sein ganzes Licht voll. 7 Auch dreimal fünf Teile Licht werden in 
ihn hinein gethan, (sodass) bis zum fünfzehnten Tage sein Licht voll 

30 wird nach dem Zeichen des Jahres, und er wird zu dreimal fünf Teilen. 
Der Mond entsteht also durch die Hälften eines Siebentels. 8 Und bei 
seiner Abnahme verringert er sich am ersten Tage bis zu vierzehn 
seiner Lichtteile, am zweiten bis zu dreizehn, am dritten zu zwöl^ am 
vierten zu elf, am fünften zu zehn, am sechsten zu neun, am siebenten 

Cap. 77, 5 Num. 34, 6. 7. 

5 schwinden] + »und gehen dahin« Q, II | »Sieben« < I | 13 »im Meere, und 
am Lande sieben, und z-wei im erj^thräischen Meere« GQTÜ, »erythräischen« auch M | 
16 >>Or)ares« = t:^n n^st, »Tomas« aus n5an entstellt | 17 Die Mondnamen sind: 
n^ V'd^X, ni-ih, riDS--2, n^*; Dn. Hai. | 'l9 »die Grösse beider ist gleich« II | 
20 »sieben« nach T Cardinalzahl, also nicht V?! 



Cap. 77, 4—79, 2. 101 

zu acht, am achten zu sieben, am nennten zu sechs, am zehnten zu 
fünf, am elften zu vier, am zwölften zu drei, am dreizehnten zu zwei, 
am vierzehnten bis zur Hälfte eines Siebentels seines ganzen Lichtes, 
und am fünfzehnten verschwindet der Rest vom Ganzen. 9 Und in 
bestimmten Monaten hat der Mond je neunundzwanzig Tage, und ein- 5 
mal achtundzwanzig. 10 Und noch eine andere Anordnung zeigte mir 
Uriel, (nämlich darüber) wann dem Monde Licht zugeteilt wird, und auf 
welcher Seite es ihm von der Sonne zuerteilt wird. 11 Die ganze 
Zeit, da der Mond in seinem Lichte fortschreitet, thut er (solches in 
sich) hinein der Sonne gegenüber (stehend); binnen vierzehn Tagen 10 
wird sein Licht voll, aber (erst) wenn er ganz in Flammen steht, ist 
sein Licht am Himmel voll. 12 Am ersten Tage wird er Neumond 
genannt, denn an diesem Tage tritt das Licht an ihm hervor. 13 Und 
er wird genau an dem Tage voll, da die Sonne im Westen hinabsinkt und 
er vom Osten her nachts emporsteigt; und der Mond leuchtet die 15 
ganze Nacht, bis die Sonne ihm gegenüber aufgeht, und er der Sonne 
gegenüber gesehen wird. 14 Und da wo das Licht des Mondes hervor- 
tritt, da nimmt es auch wieder ab, bis sein ganzes Licht verschwindet, 
und die Tage des Monats zu Ende gehen, und sein Rund leer bleibt 
ohne Licht. 15 Und drei Monate lang bringt er es auf je dreissig 20 
Tage, und zu seiner Zeit drei Monate lang auf je neunundzwanzig 
Tage, in denen er seine Abnahme bewerkstelligt in der ersten Zeithälfte 
und im ersten Thore in einhundert und siebenundsiebzig Tagen. 16 Und 
in der Zeit seines Ausgangs erscheint er drei Monate lang je dreissig 
Tage und drei Monate lang je neunundzwanzig Tage. 17 Bei Nacht 25 
erscheint er je zwanzig Tage lang wie ein Mann, und bei Tage wie 
der Himmel, denn etwas anderes als sein Licht ist nicht in ihm. 

Cap. 79» Und nun, mein Sohn, habe ich dir alles gezeigt, und zu 
Ende ist das Gesetz aller Sterne der Himmel. 2 Und er zeigte mir 
das ganze Gesetz derselben für jeden Tag, für jede Zeit, die gerade die 30 
Herrschaft führt, und für jedes Jahr und seinen Ausgang, und nach den 

2 zu zwei] »zur Hälfte« GMQÜ | 3 »bis zur Hälfte und einem Siebentel« GMQU, 
hier kann vor »und« eine zweite 7 ausgefallen sein: »bis zur Hälfte von einem 
Sieben + Siebentel« = V28) das andere V28 ist dann »der Rest«. So entgingen wir 
ebenfalls der Vorstellung, dass der Mond aus ^Vu + V28 bestehen soll 1 »und sein 
ganzes Licht: am 15. verschwindet der Rest vom Ganzen« II | 9 »in seinem Lichte« 
Accus, loci I excl. Q. Mit einer kleinen Änderung, man setzt ba-qedma zahaj gleich 
hinter warb, würde sich aber folgender Sinn ergeben: »Die ganze Zeit, da der 
Mond der Sonne gegenüber wandelt, thut sie ihr Licht hinein« | 21 Zeit] -f- »wenn 
er nämlich seine Abnahme bewerkstelligt« GMT, Glosse | 28 mein Sohn] -|- »Me- 
thusala« T, II | 29 »alle Gesetze der Sterne« U, »das ganze Gesetz der Sterne« II [ 
30/31 »die ganze Herrschaft« II ] 31 »jedes Jahr und jeden Monat usw.«, das übr. < U. 




JQ2 Buch Henocli. 

Vorschriften ftir jeden Monat und alle Wochen, 3 und die Abnahme 
des Mondes, die im sechsten Thore stattfindet, denn in diesem sechsten 
Thore wird sein Licht voll, und darnach tritt der Anfang der Abnahme 
ein, 4 (und die Abnahme) die im ersten Thore stattfindet zu seiner 

5 Zeit, bis einhundert und siebenundsiebzig Tage zu Ende sind, und in 
der Rechnung nach Wochen fünfundzwanzig (Wochen) und zwei 
Tage; 5 und wie er hinter der Sonne und nach der Ordnung der Sterne 
genau fünf Tage in einem Zeit(abschmtt) zurückbleibt und wann 
dieser Standort, den du jetzt siehst, abgethan ist. 6 Das ist das Bild 

10 und die Skizze eines jeden Lichtes, wie der grosse Engel Uriel, ihr 
Führer, sie mir zeigte. 

Cap. 80. Und in jenen Tagen antwortete mir der Engel Uriel 
und sprach zu mir: »Siehe, ich habe dir alles gezeigt, o Henoch, und 
habe dir alles offenbart, dass du sehen solltest diese Sonne und 

15 diesen Mond, und diejenigen, welche die Sterne des Himmels führen, 
und alle, die sie wenden, ihre Art und Weise, ihre Zeiten und ihre 
Ausgänge. 2 Und in den Tagen der Sünder werden die Jahre kürzer 
werden, und ihre Saat wird sich auf ihrem Lande und auf ihrem 
Ackerfelde verspäten, und alle Dinge auf Erden werden sich ändern 

20 und werden nicht zum Vorschein kommen zu ihrer Zeit, und der Regen 
wird zurückgehalten werden, und der Himmel wird (ihn) festhalten. 
3 Und in jenen Zeiten werden die Früchte der Erde sich verspäten und wer- 
den nicht schwellen zu ihrer Zeit, und die Früchte der Bäume werden 
aufgehalten werden in ihrer Zeit. 4 Und der Mond wird seine Ordnung 

25 ändern und wird nicht erscheinen zu seiner Zeit. 5 Und in jenen 
Tagen wird am Himmel eine grosse Unfruchtbarkeit gesehen werden, 
kommend auf dem äussersten Wagen nach Westen, und er wird heller 
erscheinen, als es die Ordnung des Lichtes bestimmt. 6 Und viele 

Cap. 80, 2 Jerem. 3, 8. vgl. Lactantius, Instit. VII, 16, 10: Tunc annus breviabitur. 

1 »seinen Vorschriften« II } 3/4 der Text von I & N, der der Übersetzung zu Grunde 
liegt, lautet: re'sa tähsäsit za-jetgabar, ( ) fehlt; der von II: re'sa warb wa-tähsäsit 
za-jetgabar »tritt Mondesanfang ein, und die Abnahme . . .« Gegen II spricht 
aber, dass jetfesam berhän »geht sein Licht zu Ende« übersetzt werden müsste, 
also das gerade Gegenteil von dem, was es sonst (74, 3. 6. 78, 11. 13) bedeutet. 
Wahrscheinlich ist ein tähsäsit durch Versehen ausgefallen, und die abess. Ge- 
lehrten haben die Corraptel durch Ergänzung von warb, hinter re'sa zu heilen ge- 
sucht I 21 festhalten (täqawem)] »feststehen« (teqawem) GQT^U | 26 »am« < vor 
»Himmel« MQ, II. Möglicherweise ist der Text verderbt. HaL (S. 389) ver- 
mutet, dass ursprüngl. ^^'i^n mit C';'??^'!! und 1*^^ mit 2^*1 verwechselt sei, also: 
»wird die Sonne am Abend gesehen werden«. Beer folgt ihm. 



Cap. 79, 3-81, 8. 103 

Häupter der Ordnungssterne (?) werden in der Irre gehen, und diese wer- 
den ihre Bahnen und ihr Thun ändern, und werden nicht zu den 
Zeiten, die für sie festgesetzt waren, erscheinen. 7 Und die ganze Ord- 
nung der Sterne wird den Sündern verschlossen sein, und die Gedanken 
derer, die auf Erden wohnen, werden in der Irre sein über sie, sie 5 
werden von allen ihren Wegen abweichen und sie werden im Irrtum 
sein und sie für Götter halten. 8 Und das Unglück, das sie trifft, 
wird vielfältig sein, und das Strafgericht wird über sie kommen, um 
f alle zu vernichten.« 

Cap. 81* Und er sprach zu mir: »Betrachte, o Henoch, diese 10 
himmlischen Tafeln und lies, was darauf geschrieben ist, und merke 
dir alles einzelne«. 2 Und ich betrachtete die himmlischen Tafeln, 
und las alles, was darauf geschrieben war, und merkte mir alles und 
las das Buch aller Werke der Menschen und aUer Fleischgeborenen 
auf Erden bis in die fernsten Geschlechter. 3 Und darnach pries ich 15 
den grossen Herrn, den König der Herrlichkeit für alle Zeit, dass er 
die ganze Schöpfung der Welt gemacht hat, und ich rühmte den Herrn 
wegen seiner Geduld und pries ihn wegen der Söhne Adams. 4 Darauf 
sagte ich: »Selig der Mann, der als ein Gerechter und Guter stirbt, 
über den gar keine Schrift der Ungerechtigkeit niedergeschrieben ist, 20 
noch am Tage des Gerichts vorgefunden wird.« 5 Und jene sieben 
Heiligen brachten mich und setzten mich auf die Erde vor die Thür 
meines Hauses und sprachen zu mir: »Thue alles deinem Sohne Me- 
thusala kund und zeige allen deinen Kindern, dass kein Sterblicher vor 
dem Herrn gerecht ist, denn er ist ihr Schöpfer. 6 Ein Jahr wollen 25 
wir dich bei deinem Sohne lassen, bis du wieder gekräftigt bist, damit 
du deine Kinder belehrst, und (es) für sie niederschreibst und (es) allen 
deinen Kindern bezeugst; aber im andern Jahre wird man dich weg- 
nehmen aus ihrer Mitte. 7 Sei guten Mutes, denn die Guten werden 
den Guten die Gerechtigkeit kund thun, der Gerechte wird mit dem 30 
Gerechten sich freuen, und sie werden sich untereinander beglück- 
wünschen. 8 Der Sünder aber wird mit dem Sünder sterben und der 

1 Ordnungssterne] Beer emendiert: ^> viele Häupter der Sterne werden von der 
Ordnung abweichen« ] 1/3 »und diese — ändern« < U, dann: »die nicht erscheinen« ' 
10/11 »die Schrift der himmlischen Tafeln« II | 12 »alle h. Tafeln« GM, «alles an (za 
für la) den himml. Tafeln« II | 14 »Buch und alles was darin geschrieben war, alle 
Werke . . .« Q, II | 16 »grossen« < II | »den ewigen König d. H.« II, (BC < »ewig«) | 
18 Söhne Adams] »Kinder der Welt« II excl. WY | darauf] »zu jener Stunde« 
T2, II I 20 »niedergeschrieben ist, und gegen den keine Schuld gefunden ist«. Q, II | 
21 sieben] »drei« II | 26 »bis du — bist« < U; te'zaz bei G ist wohl nur Schreib- 
fehler für te'ezez, bedeutet aber nicht: »bis zum Befehl wiederum«, ebenso ist 
tenäzez Q Schreibfehler. 



^Q^ Buch Henoch. 

Abtrünnige mit dem Abtrünnigen versinken. 9 Und die, welche Ge- 
rechtigkeit üben, werden iim der Thaten der Menschen willen sterben 
und werden eingesammelt werden wegen des Thuns der Gottlosen.« 
10 Und in jenen Tagen hörten sie auf mit mir zu reden, und ich kam 
5 zu meinen Leuten, indem ich den Herrn der Welt pries. 

Cap. 82. Und nun, mein Sohn Methusala, erzähle ich dir alle 
diese Dinge und schreibe sie für dich auf, und alles habe ich dir 
offenbart und habe dir die Schriften über dies alles gegeben; so be- 
wahre denn, mein Sohn, das Buch von der Hand deines Vaters 

10 und (gieb acht), dass du es den Geschlechtem der Welt überlieferst. 
2 Weisheit habe ich dir und deinen Kindern und deinen künftigen 
Nachkommen gegeben, dass sie ihren Kindern auf Geschlechter hinaus 
diese Weisheit überliefern, die ihr Verständnis übersteigt. 3 Und 
welche Verstand haben, werden nicht schlafen, sondern mit ihren Ohren 

15 aufhorchen, um diese Weisheit zu lernen, und sie wird denen, die da- 
von essen, mehr gefallen als treffliche Speisen. 4 Selig sind alle Ge- 
rechten, selig sind alle, die auf dem Wege der Gerechtigkeit 
wandeln und nicht sündigen wie die Sünder in der Zählung aller ihrer 
Tage, an denen die Sonne am Himmel wandelt, in den Thoren ein- und 

20 ausgehend dreissig Tage lang mit den Häuptern über Tausend (Chili- 
archen) aus der Ordnung der Sterne samt den vier eingeschalteten, 
welche zwischen den vier Jahresteilen scheiden, die sie führen und mit 
denen sie an vier Tagen eintreten. 5 Ihretwegen verfallen die 
Menschen in Irrtum und rechnen sie nicht in der Rechnung des ganzen 

25 Weltlaufs, weil die Menschen nichts von ihnen wissen und sie nicht 
genau kennen. 6 Denn sie gehören in die Rechnung des Jahres 
und sind der Wahrheit gemäss (darin) aufgezeichnet für immer, einer 
im ersten Thore, einer im dritten, einer im vierten und einer im sechsten, 
und das Jahr wird vollständig in dreihundert und vierundsechzig Tagen. 

30 7 Der Bericht darüber ist wahrhaftig und die aufgezeichnete Berech- 
nung genau, denn die Lichter und die Monate und die Feste, Jahre 
und Tage hat mir Uriel gezeigt und eingegeben, dem der Herr der 
ganzen Weltschöpfung für mich Befehl gegeben hatte über das Heer 
des Himmels. 8 Und er hat die Macht über Nacht und Tag am 

Cap. 81, 9. Jes. 57, 1. — 82, 1. Tertullianus, de cultu fem. I, 3: Cum Enoch filio 
suo Matusalae nihil aliud mandaverit, quam ut notitiam eorum posteris suis 
traderet. 

5 »der Welten« Q, II | 12 hinaus] + >^bis in die Ewigkeit« Q, II | 14 "Ver- 
standhaben] »sie verstehen« BCP \ 15/16 »wird ihnen mehr gefallen« ü I 22 scheiden 
(jelelejü] »geschieden werden« (jetlelajü), dividi nicht partiri! GMU & 0. 



Cap. 81, 9—82, 19. 105 

Himmel, um das Licht über die Menschen scheinen zu lassen: Sonne 
Mond und Sterne und alle Himmelsmächte, die umlaufen in ihren 
Kreisen. 9 Und das ist die Ordnung der Sterne, die an ihren Orten, 
zu ihren Zeiten an ihren Festen und Monaten untergehen. 10 Und 
das sind die Namen ihrer Führer, welche acht geben, dass sie ein- 5 
treten zu ihren Fristen, die sie führen an ihren Orten, nach ihren Ord- 
nungen, zu ihren Zeiten, in ihren Monaten, in ihren Herrschaftsgebieten 
und Stellungen. 11 Ihre vier Führer (Toparchen), die die vier Jahres- 
teile scheiden, treten zuerst auf, und nach ihnen die zwölf Führer der 
Ordnungen (Taxiarchen), die die Monate scheiden, und für die drei- 10 
hundertundsechzig sind es die Häupter über Tausend (Chiliarchen), welche 
die Tage scheiden, und für die vier Schalttage sind diejenigen die 
Führer, welche die vier Jahresteile scheiden. 12 Und von jenen Häuptern 
über Tausend wird je eins zwischen Führer und Geführtem hinter der 
Stelle eingeschoben, und ihre Führer vollziehen die Scheidung. 13 Und 15 
das sind die Namen der Führer, welche die vier festgesetzten Jahres- 
teile scheiden: Malkiel, Elimelech, Melejal und Narel. 14 Und die 
Namen derer, welche sie führen: Adnarel, Ijasusael und Ijelumiel; diese 
drei folgen den Taxiarchen, und einer folgt den drei Taxiarchen, die jenen 
Toparchen folgen, welche die vier Jahreszeiten scheiden, 15 Im An- 20 
fang des Jahres geht zuerst Malkiel auf und herrscht, der Tama*^ani 
und Sonne genannt wird, und die ganze Zeit seiner Herrschaft, in der 
er regiert, sind einunndneunzig Tage. 16 Und das sind die Kenn- 
zeichen der Tage, die sich auf Erden zeigen müssen in den Tagen 
seiner Herrschaft: Schweiss, Hitze und Windstille; alle Bäume treiben 25 
Früchte, die Blätter kommen zum Vorschein an allen Bäumen, Weizen- 
emte und Rosenblüte, allerlei Blumen, sprossend auf dem Felde, und 
die Winterbäume werden dürr. 17 Und das sind die Namen der unter- 
geordneten Führer: Barkiel, Zalbesael und ein anderer, der hinzugefügt 
wird, ein Chiliarch, heisst Helojaseph; damit sind die Tage der Herr- 30 
Schaft derselben zu Ende. 18 Der andere Führer, der nach ihnen 
kommt, ist Elimelech, den man leuchtende Sonne nennt; und alle Tage 
seines Lichtes betragen einundneunzig Tage. 19 Und das sind die 
Kennzeichen (seiner) Tage auf Erden: Glut und Trockenheit und die 

6 »die sie führen an ihren Orten« < II, ist aber vielleicht nur Glosse | 10/11 »die 
Monate scheiden und die 364 nebst den Häuptern« T; »die Monate und das Jahr in 364 
trennen nebst den Häuptern« II | 14 und Geführtem] '>und Führer« GMÜ, < T^Q | 
21 »des Jahres« < I excl. M | »Tama'aini« GTU, ^^Tama'ajani« Q; von Goldschmidt 
(8. 89) u. Beer als '^3^'^n gedeutet 1 25 »Windstille« (zahn) nur ü, alle andern HSS 
hazan = »Bangigkeit«' | 27 »Blumen blühen auf dem Felde« II | 30 ^pl^hn \ 34 »Tage 
seines Zeichens« GMQT, »In seinem Zeichen (sind) Glut . . .« U. 



IQQ Buch Henoch. 

Bäume bringen ihre Früchte zur Reife und bieten alle ihre Früchte aus- 
gereift und gezeitigt dar; und die Schafe paaren sich und werden trächtig; 
und man sammelt alle Früchte der Erde und alles, was auf den Feldern 
ist, und Weinkelterung; das geschieht in den Tagen seiner Herrschaft. 
5 20 Und das sind die Namen und Ordnungen und Führer dieser Chiliar- 
chen: Gedael, Keel und Heel, und der Name des Chiliarchen, der noch 
zu ihnen hinzu kommt, ist Asfael; damit sind die Tage seiner Herrschaft 
zu Ende. 



Teil IV. 

10 Das Buch der Traumgesiclite. 

Cap. 83—90. 

Cap. 83» Und nun, mein Sohn Methusala, will ich dir alle meine 
Gesichte zeigen, die ich gesehen habe, sie vor dir erzählend. 2 Zwei 
Gesichte habe ich gesehen, ehe ich ein Weib nahm, und das eine da- 

15 von hat keine Ähnlichkeit mit dem andern. Zuerst, als ich das Schreiben 
erlernte, und zum andern Mal, bevor ich deine Mutter nahm^ hatte ich 
ein schreckliches Gesicht, und flehte um derselben willen zum Herrn. 
3 Ich hatte mich niedergelegt im Hause meines Grossvaters Malaleel, 
da sah ich im Gesicht den Himmel zusammenstürzen, schwinden und 

20 auf die Erde fallen. 4 Und als er auf die Erde fiel, sah ich, wie 
die Erde in einem tiefen Abgrunde verschlungen wurde, wie die Berge 
über den Bergen hingen, und Hügel über Hügel versanken, und hohe 
Bäume von ihren Stämmen abgeknickt, (und) hingeschleudert wurden 
und in den Abgrund versanken. 5 Und dabei fiel eine Rede in meinen 

25 Mund, und ich erhob (meine Stimme), um zu schreien, und sprach: 
»Die Erde ist untergegangen!« 6 Da weckte mich mein Grossvater, 
Malaleel, während ich neben ihm lag, und sprach zu mir: »Was schreist 
du so, mein Sohn, und warum erhebst du solchen Wehruf?« 7 Da er- 
zählte ich ihm das ganze Gesicht, das ich gesehen hatte, und er sprach 

30 zu mir: »Schreckliches hast du gesehen, mein Sohn, und schwer- 

1 »bringen ihre Früchte zur Reife und Zeitigung; und die Schafe« U; »bringen 
ihre Früchte zur Reife und Zeitigung und bieten ihre Früchte trocken dar« 11 | 

5 »Ordnungen die jenen Chiliarchen untergeordnet sind« T; »Ordnungen und 
untergeordneten Führer jener Chiliarchen« II ; U alles stark verkürzt, ohne Sinn | 

6 »Heel« < I excl. T | 7 bxBDX (?) | 12 mit Cap. 83 beginnt die Kürzung von ü | 
12/13 »alle Gesichte« T, II | 19 »schwinden« < ü, AV | 25 »ich erhob mich, um« G. 



Cap. 82, 20— 84, 3. 107 

wiegend ist dein Traumgesicht: (es betrifft) die Geheimnisse aller Sün- 
den der Erde, und sie muss in die Abgründe versinken und untergehen 
in gewaltigem Untergange. 8 Und nun, mein Sohn, erhebe dich, und 
flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, denn du bist ein Gläubiger, dass 
ein Rest auf Erden übrig bleibe, und er nicht die ganze Erde vertilge. 5 
9 Mein Sohn, vom Himmel wird das alles über die Erde kommen, und 
auf Erden wird eine gewaltige Vernichtung stattfinden.« 10 Darnach 
stand ich auf, betete, flehte und bat und schrieb mein Gebet nieder für 
die Geschlechter der Welt, und ich werde dir alles zeigen, mein Sohn 
Methusala. 11 Und als ich unten hinaus getreten war und den Himmel 10 
sah und die Sonne im Osten hervorgehen und den Mond im Westen 
untergehen und einige Sterne und die ganze Erde und alles, wie er 
es im Anfang erkannt hatte (r. erschaffen hatte), da pries ich den 
Herrn der Gerichts und gab ihm Ehre, dass er die Sonne aus den 
Fenstern des Ostens hatte hervorgehen lassen, dass sie aufgestiegen 15 
und aufgegangen war an der Oberfläche des Himmels, ihren Weg nahm 
und die Bahn, die ihr gezeigt war, weiter ging. 

Cap. 84* Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries 
den Heiligen und Grossen und redete mit dem Hauche meines Mundes 
und mit der Fleischeszunge, die Gott den fleischgeborenen Menschen 20 
geschaffen hat, dass sie damit reden, und er gab ihnen den Odem, die 
Zunge und den Mund, dass sie damit reden. 2 »Gepriesen seist du, 
o Herr, König, gross und mächtig in deiner Majestät, Herr der ganzen 
Schöpfung des Himmels, König der Könige und Gott der ganzen 
Welt! Deine Gottheit, dein Königtum, deine Majestät bleibt fort und 25 
fort und in alle Ewigkeit und deine Herrschaft durch alle Geschlechter, 
alle Himmel sind dein Thron auf ewig, und die ganze Erde der Schemel 
deiner Füsse fort und fort und in alle Ewigkeit, 3 Denn du hast 
(alles) geschaffen und regierst alles, und nichts ist dir zu schwer, auch 
gar nichts; keinerlei Weisheit entgeht dir, noch wendet sie sich ab von 30 

Cap. 84, 2 Jes. 66, 1. 

1 »die Sünde aller Sünde« G, doch ist hati'ata wohl nur Schreibfehler für 
hebü'äta; »die Sünde der ganzen Erde» Q | 4 »Herrn d. Geister« E | 5 »und er 
— vertilge« < GM ob hom. ] »und er — auf Erden« < Q ob hom. ] 8 »und bat« 
< Q, II I 12 »und die ganze Erde« < TU, ABEVW; bei U fehlt auch das Fol- 
gende bis »erkannt hatte« | 13 erkannt] Margoliouth bei Ch. meint, dass bereits der 
Grieche '■pnf^ und "p3?n verwechselt habe; es kann auch eine Verwechslung von 
ivorjasv und inoirjaev vorliegen | 16 ihren Weg nahm] < U, »sich erhob« T, DVY i 
20 fleischgeboren] wörtl. »den Kindern des Fleisches der Menschen« ; »den Menschen- 
kindern« U, DEPY & LO; »den Menschenkindern des Fleisches« Q | 23 »und gross« II. 



10g Buch Henoch. 

• 

ihrem Lebensgrunde, deinem Throne, und von deinem Angesicht; du 
weisst und siehst und hörst alles, und es giebt nichts, was dir ver- 
borgen wäre, denn du siehst alles. 4 Und nun sündigen die Engel 
deiner Himmel, und auf dem Fleisch der Menschen ruht dein Zorn bis 
5 auf den grossen Tag des Gerichtes. 5 Und nun, Gott und Herr und 
grosser König, flehe und bitte ich, mir meine Bitte zu gewähren, dass 
du mir eine Nachkommenschaft auf Erden übrig lässt, nicbt alles 
Fleisch der Menschen vertilgst, und die Erde nicht entvölkerst, so dass 
ewig Vernichtung herrsche. 6 Und nun, mein Herr, vertilge von der 

10 Erde das Fleisch, das dich erzürnt hat, aber das Fleisch der Gerechtig- 
keit und Rechtschafi'enheit stelle hin als eine Samen tragende Pflanze 
für ewig und verbirg nicht dein Antlitz vor der Bitte deines Knechtes, 
o Herr.f 

Cap. 85. Und darnach sah ich einen andern Traum, und ich werde 

15 dir den ganzen Traum vorführen, mein Sohn. 2 Und Henoch erhob 
(seine Stimme) und sprach zu seinem Sohne Methusala: »Zu dir will 
ich sprechen, mein Sohn; höre meine Rede und neige dein Ohr dem 
Traumgesicht deines Vaters. 3 Ehe ich deine Mutter Edna nahm, 
schaute ich im Gesicht auf meinem Lager, und siehe es kam ein Stier 

20 aus der Erde hervor, und jener Stier war weiss; und darnach kam ein 
junges weibliches Rind hervor, und mit ihm kamen zwei Farren, der 
eine von ihnen war schwarz und der andere rot. 4 Und jener schwarze 
Farre stiess den roten und verfolgte ihn über die Erde hin; und ich 
konnte von da an jenen roten Farren nicht mehr sehen. 5 Und jener 

25 schwarze Farre wuchs heran, und es kam zu ihm eine Färse, und ich 
sah, wie viele Rinder von ihm kamen, ihm gleichend und ihnen nach- 
folgend. 6 Jene Kuh aber, jene erste, ging weg von dem Angesichte 
jenes ersten Stieres, um jenen roten Farren zu suchen, doch sie fand 
ihn nicht; da erhob sie ein grosses Wehgeschrei nach ihm und 

30 suchte (weiter). 7 Und ich sah zu, bis jener erste Stier zu ihr kam 
und sie beruhigte, und von jener Stunde an schrie sie nicht mehr. 
8 Und darauf gebar sie einen anderen weissen Stier, und nach ihm gebar 
sie (noch) viele schwarze Stiere und Kühe. 9 Und ich sah in meinem 
Schlafe jenen weissen Stier, wie er ebenfalls wuchs und ein grosser weisser 

35 Stier wurde, und wie viele weisse Rinder von ihm ausgingen und ihm 



1 »Lebensgrund« habe ich manbart = vita, victus übersetzt, die Übersetzung 
»Thron« (manbar), Dn. Ch. Beer ist direct falsch | 2 siehst] + »selbst unsichtbar« 
G, V I 15 »Traum« < alle HSS excl. G | 19 »im Gesicht« < U 1 21 zwei Farren] 
»andere Farren« alle HSS ausser G, N | 29 nach ihm] alle HSS ausser G lesen statt 
habehu: söbehä »alsbald erhob sie . . .« | 32 einen andern] »zwei« GQU. 



Cap. 84, 4-88, 2. 109 

glichen. 10 Und sie fingen an, viele weisse ihnen gleichende Rinder 
zu zeugen, und es folgte eins dem andern. 

Cap. 86. Und weiter schaute ich mit meinen Augen, während ich 
schlief, und ich sah den Himmel oben, und siehe ein Stern fiel vom 
Himmel, erhob sich, frass und weidete unter jenen Rindern. 2 Und 5 
danach sah ich grosse und schwarze Stiere, und siehe sie wechselten 
alle ihre Hürde, ihre Weide und ihre Färsen und fingen an einer nach 
dem andern hin zu schreien. 3 Und abermals schaute ich im Gesicht 
und blickte den Himmel an, und siehe ich sah viele Sterne herabfallen 
und vom Himmel stürzen zu jenem ersten Stern, und unter jenen 10 
Färsen wurden sie zu Stieren und weideten bei ihnen in ihrer Mitte. 
4 Und ich blickte sie an und schaute hin, und siehe, sie alle streckten 
ihre Schamteile heraus wie Hengste und begannen auf die Kühe der 
Farren zu steigen, und sie wurden alle trächtig und gebaren Elefanten, 
Kamele und Esel. 5 Und alle die Stiere fürchteten sich und er- 15 
schraken vor ihnen; und sie fingen an mit ihren Zähnen zu beissen 
und zu verschlingen und mit ihren Hörnern zu stossen. 6 Und sie be- 
gannen sogar jene Stiere aufzufressen, und siehe alle Kinder der Erde 
fingen an zu zittern und vor ihnen zu beben und zu fliehen. 

Cap. 87* Und weiter sah ich sie, wie sie anfingen einander zu 20 
stossen und einander zu verschlingen, und die Erde begann zu schreien. 
2 Und ich erhob meine Augen abermals gen Himmel und schaute im 
Gesicht, und siehe es kam aus dem Himmel hervor wie die Gestalten 
von weissen Menschen, und vier traten hervor aus jenem Ort und drei 
mit ihnen. 3 Und jene drei, die zuletzt herausgetreten waren, fassten 25 
mich bei der Hand, hoben mich auf fort von den Geschlechtern der 
Erde, brachten mich hinauf an einen hohen Ort und zeigten mir einen 
Turm hochragend über die Erde hin, und alle Hügel waren klein (da- 
gegen). 4 Und sie sprachen zu mir: »Bleibe hier, bis dass du alles 
siehst, was über diese Elefanten. Kamele und Esel und über die Sterne, 30 
über die Stiere, kurz über alle kommen wird.« 

Cap. 88* Und ich sah einen von jenen vier, die zuerst hervorge- 
treten waren, wie er jenen ersten Stern, der vom Himmel gefallen war, 
ergriff, ihn an Händen und Füssen band und in die Tiefe legte; und 
jene Tiefe war eng und tief, schaurig und finster. 2 Und einer von 35 

8 »mit dem andern« II | jahajewü »zu leben« G ist nur Schreibfehler für 
\ ja'aujewü »zu schreien«, zudem wäre die Indikativform hier direct falsch | 10 »unter 
; jene Färsen und Stiere hinein; da waren sie mit ihnen weidend . . .« II | 24 vier] 
i »einer« G, II; die ZiflFern 1 u. 4 sind im Athiop. sehr leicht zu verwechseln | 28 f. 
\ hesü^a »klein« lesen GMQU henüsa »gebaut« | Hügel] »Städte« G | 31 »über alle 
Stiere kommen wird.« ü, II. 



IIQ Buch Henoch. 

ihnen zog das Schwert und gab es jenen Elefanten, Kamelen und Eseln, 
und sie fingen an einander zu schlagen, dass die ganze Erde ihret- 
wegen erbebte. 3 Und als ich im Gesicht (weiter) schaute, siehe, da warf 
einer von jenen vier, die hervorgekonmaen waren, (sie) vom Himmel 
5 herab, und man sammelte und nahm alle die grossen Sterne, deren 
Scham wie die Scham der Rosse war, und er band sie alle an Händen 
und Füssen und legte sie in eine Kluft der Erde. 

ClP. 89» Und einer von jenen vier ging zu jenem weissen Stier 
und belehrte ihn über ein Geheimnis, ohne dass er zitterte; jener war 

10 als Stier geboren und wurde (nun) zu einem Menschen, und er zimmerte 
sich eine grosses Fahrzeug und wohnte darauf, und drei Stiere wohnten 
mit ihm auf jenem Fahrzeug, und es wurde über ihnen zugedeckt. 
2 Und ich erhob abermals meine Augen gen Himmel und sähe ein hohes 
Dach und sieben Wasserläufe auf ihm, und diese Wasserläufe ergossen 

15 sich mit gewaltiger Wassermasse in eine Umfriedigung. 3 Und ich 
schaute abermals, und siehe die Quellen am Boden öffneten sich in 
jener grossen Umfriedigung, und das Wasser fing an aufzusprudeln und 
sich über den Boden zu erheben, und ich sah (immerfort) nach jener 
Umfriedigung, bis (schliesslich) die ganze Bodenfläche mit Wasser be- 

20 deckt war. 4 Und das Wasser, die Finsternis und der Nebel nahmen 
über ihr zu; und ich sah nach der Höhe jenes Wassers, da hatte sich 
jenes Wasser bis zur Höhe jener Umfriedigung erhoben und strömte 
über jene Umfriedigung und blieb auf der Erde stehen. 5 Und alle 
Rinder jener Umfriedigung waren zusammengeschart, bis ich sah, wie 

25 sie untersanken, verschlungen wurden und in jenem Wasser umkamen. 
6 Und jenes Fahrzeug schwamm auf dem Wasser, alle Rinder, Elefanten, 
Kamele und Esel aber sanken zu Boden, samt allem Vieh, so dass 
ich sie nicht mehr sehen konnte, und waren nicht im stände herauszu- 
kommen, sondern gingen zu Grunde und versanken in die Tiefe. 7 Und 

80 ich schaute weiter im Gesicht, bis jene Wasserbäche von jenem hohen 
Dache sich verlaufen, die Spalten der Erde sich ausgeglichen, und 
andere Tiefen sich aufgethan hatten. 8 Da fing das Wasser an in sie 
hinabzulaufen, bis die Erde sichtbar wurde, und jenes Fahrzeug setzte 
sich auf der Erde fest, und die Finsternis entwich, und das Licht er- 

35 schien. 9 Und eben der weisse Stier, der ein Mann geworden war, trat 
heraus aus jenem Fahrzeug und die drei Stiere mit ihm, und einer von 
den Stieren war weiss, gleich jenem Stier, und einer von ihnen war 

1 »Kamelenc. < GMQU ] 5 »er sammelte^' TU, II | »er nähme. TM, II, < ü | 
8 »jenen weissen Stieren« alle HSS ausser M, V | 9 »während er zitterte« MT, 11 | 
14/15 »ergossen .... eine gewaltige Wassermasse« M, II | 18/19 »und es liess jene 
Umfriedigung nicht (mehr) zum Vorschein kommen« II. 



Cap. 88,3-89,20. Hl 

rot wie Blut, und einer schwarz; und eben jener weisse Stier ging fort 
von ihnen. 10 Und sie fingen an Tiere des Feldes und Vögel zu 
zeugen, und es entstanden durch sie Arten von allerlei Gestalt: Löwen, 
Panther, Hunde, "Wölfe, Hyänen, Wildschweine, Füchse, Kaninchen, 
Schweine, Falken, Geier, Weihen, Adler und Raben; auch ein weisser 5 
Stier wurde unter ihnen geboren. 11 Und sie fingen an einander zu 
beissen. Jener weisse Stier aber, der mitten unter ihnen geboren war, 
erzeugte einen Wildesel und einen weissen Stier daneben, und der 
Wildesel mehrte sich. 12 Jener Stier aber, der von ihm gezeugt 
war, zeugte ein schwarzes Wildschwein und ein weisses Schaf, und 10 
jenes zeugte viele Schweine, das Schaf aber zeugte zwölf Schafe. 

13 Und als jene zwölf Schafe herangewachsen waren, überlieferten sie 
eins von ihnen den Eseln, und diese Esel wiederum überlieferten jenes 
Schaf den Wölfen, und jenes Schaf wuchs unter den Wölfen auf. 

14 Und der Herr brachte die elf Schafe herbei, bei ihm zu wohnen 15 
und mit ihm zu weiden unter den Wölfen, und sie vermehrten sich 
und wurden zu vielen Schafherden. 15 Und die Wölfe fingen an sie 
zu fürchten und bedrückten sie so weit, dass sie ihre Jungen um- 
brachten, und sie warfen ihre Jungen in einen Fluss mit vielem Wasser; 
und jene Schafe fingen an zu schreien über ihre Jungen und zum 20 
Herrn zu klagen. 16 Und ein Schaf, das vor den . Wölfen gerettet 
worden war, floh und entrann zu den Wildeseln; und ich sah die 
Schafe, wie sie wehklagten und schrieen und den Herrn baten aus aller 
Ej-aft, bis jener Herr der Schafe auf das Rufen der Schafe aus seinem 
hohen Gemach herabstieg, zu ihnen kam und sie weidete. 17 Und er 25 
rief jenes Schaf, das den Wölfen entronnen war, und redete mit ihm 
über die Wölfe, dass es sie ermahnen sollte, die Schafe nicht anzu- 
rühren. 18 Und das Schaf ging zu den Wölfen auf das Geheiss des 
Herrn, und ein anderes Schaf begegnete ihm und ging mit ihm, und 
sie gingen und traten beide zusammen in die Versammlung jener Wölfe, 30 
und sie redeten mit ihnen und ermahnten sie, von nun an die Schafe 
nicht mehr anzurühren. 19 Und darnach sah ich die Wölfe, und wie 
sie die Schafe noch härter behandelten mit aller Gewalt, und die 
Schafe schrieen. 20 Da kam ihr Herr zu den Schafen und fing an, 

1 »und einer schwarz« < I | 3 Arten von allerlei Aussehen resp. Gestalt] 
za-em-kuellü hebr ahzäb. Hebr gehört zu dem Dn. Lex. 102 besprochenen Stamme 
habara und bedeutet varietas colorum, species, forma, nicht zu habara Lex. 598. 
Die Bedeutung »Schar«, die ihm Dn. auf Grund von Cap. 69, 22 und dieser Stelle 
hier giebt, ist unerweisbar. Der Text von II mit hebra ist unverständlich 1 9 »die 
Wildesel mehrten sich« GQTU, W | 11 »und jenes zeugte viele Schweine« < G ob 
hom. I 29/30 »und sie gingen« < TU, II | 34 »und sie fingen an« GMTU. 



l\2 Buch Henoch. 

jene Wölfe zu schlagen; und die Wölfe erhoben ein Wehgeheul, die 
Schafe aber waren still und schrieen von da an nicht mehr. 21 Und 
ich sah die Schafe, bis sie von den Wölfen weggingen, den Wölfen 
aber waren die Augen geblendet; und jene Wölfe zogen aus, um die 
5 Schafe zu verfolgen mit aller ihrer Macht. 22 Und der Herr der Schafe 
zog mit ihnen, indem er sie fahrte, und alle Schafe folgten ihm; und 
sein Antlitz war glänzend, hehr und furchtbar anzuschauen. 23 Die 
Wölfe aber begannen jene Schafe zu verfolgen, bis dass sie dieselben 
an einem Wasserbecken einholten. 24 Und jenes Wasserbecken teilte 

10 sich, und das Wasser stand zu beiden Seiten vor ihnen; und ihr Herr, 
der sie führte, stellte sich zwischen sie und die Wölfe. 25 Und da 
jene Wölfe die Schafe noch nicht zu Gesicht bekamen, so zogen 
sie mitten in jenes Wasserbecken hinein, und die Wölfe verfolgten 
die Schafe und eilten hinter jenen Schafen her in jenes Wasserbecken 

15 hinein. 26 Und als sie den Herrn der Schafe erblickten, kehrten sie 
um, vor seinem Angesicht zu fliehen, aber das Wasser jenes Beckens 
strömte wieder zusammen und nahm plötzlich seine Natur wieder an, 
und das Wasser schwoll an und stieg, bis es jene Wölfe bedeckte. 27 Und 
ich sah zu, bis alle die Wölfe, die jene Schafe verfolgt hatten, umge- 

20 kommen und versunken waren. 28 Die Schafe aber entkamen aus 
jenem Wasser und zogen hinaus in die Wüste, wo es weder Wasser 
noch Gras gab; und sie fingen an ihre Augen aufzuthun und zu sehen, 
und ich sah den Herrn der Schafe, wie er sie weidete und ihnen 
Wasser und Gras gab, und jenes Schaf, wie es ging und sie führte. 

25 29 Und jenes Schaf stieg auf die Spitze jenes hohen Felsens, und der 
Herr der Schafe sandte es (darauf wieder) zu ihnen. 30 Und darnach 
sah ich den Herrn der Schafe vor ihnen stehen, und sein Aussehn war 
majestätisch, furchtbar und hehr, und alle jene Schafe sahen ihn 
und fürchteten sich vor seinem Angesicht. 31 Und sie waren alle in 

30 Furcht und Zittern vor ihm und riefen hinter jenem Schafe her, das bei 
ihnen war, [nämlich dem andern Schafe,] welches sich in ihrer Mitte 
befand: »Wir können nicht standhalten vor unserm Herrn und vermögen 
nicht ihn anzublicken«. 32 Und jenes Schaf, das sie führte, kehrte um 
und stieg auf die Spitze jenes Felsens; die Schafe aber begannen ver- 

35 blendet zu werden und vom Wege abzuirren, den es ihnen gezeigt hatte, 
ohne dass jenes Schaf etwas davon wusste. 33 Da ergrimmte der Herr 
der Schafe über sie in gewaltigem Zorne, und jenes Schaf erfuhr es und 

7 »furchtbar sein Aussehn und herrlich« II j 28 » majestätisch <? < II excl. V | 
31 »das bei ihm war« T, II, das Folgende ist dann nach diesen HSS zu übersetzen: 
»zu dem andern Schafe«; [ ] < GU, und ist wohl nur Glosse; »und sie riefen 
hinter dem Schafe in ihrer Mitte her« U. 



Cap 89,21-89,41. 113 

stieg herab von der Spitze des Felsens und kam zu den Schafen und 
fand den grössten Teil von ihnen verblendet und in der Irre. 34 Und 
als sie es erblickten, fürchteten sie sich und zitterten vor seinem An- 
gesicht und wünschten zurückzukehren zu ihrer Hürde. 35 Und jenes 
Schaf nahm andere Schafe mit sich und kam zu jenen Schafen, die ab- 5 
gewichen waren, und darnach fing es an sie zu töten, da fürchteten sich 
die Schafe vor seinem Angesicht, und jenes Schaf brachte die ab- 
gewichenen Schafe zurück, und sie kehrten wieder zu ihren Hürden 
zurück. 36 Und ich schaute in diesem Gesicht, bis dass jenes Schaf ein 
Mann wurde und dem Herrn der Schafe ein Haus baute und alle Schafe 10 
in jenem Hause unterbrachte. 37 Und ich sah, bis dass eben das Schaf, 
welches mit jenem Schafe, das sie führte, zusammengetroffen war, 
entschlief; und ich schaute, bis all die grossen Schafe umgekommen 
waren, und kleine an ihrer Stelle sich erhoben, und sie kamen zu einem 
Weideplatz und näherten sich einem Wasserstrome. 38 Und jenes Schaf, 15 
ihr Anführer, das ein Mann geworden war, trennte sich von ihnen 
und entschlief; und alle Schafe suchten es und erhoben seinetwegen ein 
grosses Geschrei. 39 Und ich sah, bis sie verstummten mit ihrem Ge- 
schrei um jenes Schaf, und sie überschritten jenen Wasserlauf, und es 
traten andere Schafe als Führer auf an Stelle derer, die entschlafen 20 
waren, und führten sie. 40 Und ich sah die Schafe, bis sie an einen 
vortrefflichen Ort und in ein liebliches und herrliches Land kamen, 
und ich sah, bis jene Schafe satt wurden, und jenes Haus stand mitten 
unter ihnen in dem lieblichen Lande. 41 Und bald waren ihre Augen 
offen, bald waren sie geblendet, bis sich ein anderes Schaf erhob, sie 25 
führte und sie alle zurückbrachte, und ihre Augen aufgethan wurden. 



2 in der Irre] + »von seinem Wege ab« TT | i) «dort das Gosiclit« II. 
Henoch. 8 



H4 ^^^^ Henoch. 

*Ex Tov Tov ^Eva)x ßißXlov XQV^^?- 

42 Kai ol xvvtq rJQ^avro xarsöB-ieiv xa JtQoßara xal ol vsg xal 
ol aXmjtexeg xarrjod-iov avxa, fitXQt ov r^ysiQev 6 xvQiog rcöv üiqo- 
ßarcov xQLOV %va Ix roäv JtQoßarcov. 43 xal o xgiog ovrog rjg^ato 
5 xeQarl^ecv xal ijciöicoxeiv kv xolg xtgaoiv xal evexlvaöOev dg rovg 
aXeoJtexag xal fitz avrovg elg rovg vag xal djtcoXeöev vag jioXXovg 
xal f/6T avrovg * * m: * ^ ro rovg xvvag. 44 xal ra JCQoßara, mv 
ol o^p&aXfiol rivoLyrjoav, ed-eaöavro rov xqlov rov ev roTg jiQoßaroig, 
%a)g ov a^rjxsv ryv oöov avrov xal rjQ^aro JtoQSveod-aL avoöla. 45 xai 

10 o xvQLog rcov jiQoßara)v aJteCruXev rov aQva rovrov hm agva 
trsQov rov or?joai avrov elg xqlov ev ägxü tc5v Jtgoßarwv dvrl rov 
XQLOV rov a<pevrog r7]v oöov avrov. 46 xal ejioQevd^r} jtQog avrov xal 
iXaXt]öev avrm OLyfj xara fiovag xal rjyeLQev avrov eig xqlov xal elg 
aQXOvra xal elg ^yovfievov rcöv jj:Qoßdra)v. xal ol xvveg ejcl jtaöL 

15 rovroig td-Xißov ra JtQoßara. 

47 £B,rjg 6e rovroLg yeygajtraL, ort o xQLog o jtQcarog rov xqlov 
rov öevreQov ejteölwxev. xal e^vyev djio JtQoömjtov avrov. elr 
ed-ewQovv, (prjoiv, rov xqlov rov JtQmrov, ecog ov ejteöev l^jiQood^ev 
ra^v xvvwv. 48 xal o XQLog 6 öevreQog dvajcTjö^öag d(p7iyrj0aro rcöv 

20 JtQoßarwv, 49 xal ra JtQoßara rjv^rjd^riöav xal ejiXrjd^vvd-rjOav. xal 
Jtavreg ol xvveg xal al dXmnexeg e^vyov an avrov xai eg)oßovvro 
avrov. 



7 (ikvfjii]va/xo Kirkpatrick. 



Cap. 89, 42—89, 50. 115 

42 Und die Hunde, Füchse und wilden Schweine fingen an jene Schafe 
zu fressen, bis der Herr der Schafe [ein anderes Schaf,] einen Widder 
aus ihrer Mitte erweckte, der sie führte. 43 Und jener Widder fing an 
nach hierhin und dorthin jene Hunde, Füchse und wilden Schweine zu 
stossen, bis dass er sie alle vernichtet hatte. 44 Und jenem Schaf 5 
wurden die Augen geöfihet, und dasselbe sah jenen Widder, der unter 
den Schafen war, wie er seine Würde vergass und anfing jene Schafe 
zu stossen und sie niedertrat und unziemlich wandelte. 45 Und der 
Herr der Schafe sandte das Schaf zu einem andern Schafe, und es erhob 
dasselbe, Widder zu sein und die Schafe zu führen an Stelle jenes Widders, 10 
der seine Würde von sich geworfen hatte. 46 Und es ging zu ihm 
und redete mit ihm allein und erhob es zum Widder und machte es zum 
Fürsten und Führer der Schafe; und bei alledem bedrängten die Hunde 
die Schafe. 47 Und der erste Widder verfolgte jenen zweiten Widder, 
und jener zweite Widder machte sich auf und floh vor seinem An- 15 
gesiebt; und ich schaute, bis jene Hunde den ersten Widder nieder- 
warfen. 48 Aber jener andere Widder erhob sich und führte die 
[kleinen] Schafe, und jener zweite Widder zeugte viele Schafe und 
entschlief; und ein kleines Schaf wurde Widder an seiner Stelle und 
wurde Fürst und Führer jener Schafe. 49 Und jene Schafe wuchsen 20 
heran und mehrten sich; aber alle jene Hunde, Füchse und wilden 
Schweine fürchteten sich und flohen vor ihm. Und jener Widder 
stiess und tötete alle wilden Tiere, und jene wilden Tiere vermochten 
nichts mehr unter den Schafen und raubten gar nichts mehr von ihnen. 
50 Und jenes Haus war gross und weit und es war für jene Schafe 25 
gebaut, und ein hoher und grosser Turm war auf dem Hause für den 
Herrn der Schafe gebaut; und jenes Haus war niedrig, aber der Turm 
ragte empor und war hoch, und der Herr der Schafe stand auf jenem 
Cap. 89, 50 vgl. Test. Levi 10. 

2 ein anderes Schaf] Nominat. nicht Accus, in allen HSS, ist, wie der griech. 
Text lehrt, Glosse, vielleicht veranlasst durch die fehlerhafte Verbalform tanse'a 
»sich erhob«, welche sämtliche HSS ausser G statt des richtigen anse'a »erweckte« 
bieten in Wiederholung von V. 41. Trotz der richtigen Verbalform hat auch 
G die Glosse | 5 jenem Schaf] im Griech. der Plur. | 10 »Widders« (harge bag'e) wie 
d. Grieche nur D, alle and. HSS »Schaf« (bag'e.) | 18 »kleinen« < beim Griech. ] 
25/27 der Text ist hier in Unordnung, die Übersetzung folgt G mit Einschub eines 
»und« vor »Turm«. ». . . Schafe gebaut, indem ein hoher Turm auf dem Hause war; 
und der grosse und hohe Turm war auf jenem Hause für den Herrn der Schafe gebaut« 
MT, Y & JLNO. Es ist aber auch folgende Fassung möglich: »weit, und ein hoher 
Turm war für jene Schafe auf jenem Hause gebaut; und ein hoher und grosser Turm 
war für den Herrn der Schafe auf jenem Hause gebaut«, »und es war für jene 
Schafe ein hoher Turm auf jenem Hause für den Herrn der Schafe erbaut« II excl. Y. 
Die beiden letzten Fassungen geben keinen rechten Sinn. (^U kürzer als G. 

S* 



JJ5 Buch Henoch. 

Turm, und man setzte ihm einen vollen Tisch vor. 51 Und ich sah 
fernerhin jene Schafe, wie sie abermals in der Irre gingen und auf 
vielerlei Wegen wandelten und jenes ihr Haus verliessen, und der Herr 
der Schafe berief (einige) Schafe aus ihrer Mitte und sandte sie zu den 
6 (andern) Schafen, und die Schafe fingen an sie zu töten. 52 Und eins 
von ihnen wurde errettet und nicht getötet, und es entsprang und schrie 
über die Schafe, und sie wollten es töten; aber der Herr der Schafe 
rettete es aus der Hand der Schafe und brachte es herauf zu mir und 
gab ihm seinen Platz. 53 Und viele andere Schafe sandte er zu jenen 
10 Schafen, um Zeugnis abzulegen und Wehklage zu erheben über sie. 

54 Und darnach sah ich, wie sie, nachdem sie das Haus des Herrn und 
seinen Turm verlassen hatten, ganz und gar in der Irre gingen und ihre 
Augen geblendet waren; und ich sah, wie der Herr der Schafe viel 
Blutvergiessen unter ihnen und in ihren Herden anrichtete, bis sogar 

15 jene Schafe dieses Blutvergiessen herbeiriefen und seinen Ort preisgaben. 

55 Und er überliess sie den Klauen der LÖwen, Panther, Wölfe und 
Hyänen und den Klauen der Füchse und aller wilden Tiere; und jene 
wilden Tiere des Feldes fingen an jene Schafe zu zerreissen. 56 Und 
ich sah, dass er jenes ihr Haus und ihren Turm verliess und sie alle in 

20 die Gewalt der Löwen gab, damit dieselben sie zerrissen und frässen, in 
die Gewalt aller wilden Tiere. 57 Da begann ich zu schreien aus aller 
meiner Kraft und den Herrn der Schafe zu rufen und ihm Vorhaltungen 
zu machen in Betrefi" der Schafe, dass sie von all den wilden Tieren 
gefressen würden. 58 Er aber blieb ruhig, als er (es) sah, und freute 

25 sich, dass sie gefressen und verschlungen und geraubt würden, und er 
überliess sie der Gewalt aller wilden Tiere zum Frasse. 59 Und er berief 
siebzig Hirten und verstiess eben jene Schafe, dass sie sie weideten, 
und sprach zu den Hirten und ihren Gesellen: »Ein jeder einzelne von 
euch soll von nun an die Schafe weiden, und alles, was ich euch be- 

30 fehlen werde, das thut. 60 Und ich werde sie euch übergeben nach 
der Zahl und werde euch angeben, wer von ihnen umkommen soll, 
— und diese bringt um«. Da übergab er ihnen jene Schafe. 61 Und er 
rief einen andern und sprach zu ihm: »Gieb acht und sieh auf alles, 
was die Hirten an diesen Schafen thun werden; denn sie werden von 

35 ihnen mehr umbringen, als ich ihnen befohlen habe. 62 Und jeden 
Übergriff und jede Vernichtung, die von den Hirten ausgehen wird, 
schreibe auf; wieviel sie auf meinen Befehl vernichten und wieviel sie 
nach eigenem Gutdünken vernichten, (kurz) jedem einzelnen Hirten schreibe 

11 »des Herrn der Schafe« II | 22 »Hen-n der Löwen« GMQ ] 27 »sieben 
Hirten« GMQU. 



Cap. 89, 51— 89,72. 117 

alles auf, was er vernichtet. 63 Und lies es mir der Zahl nach vor, 
wieviel sie vernichteten, und wieviel man ihnen zur Vernichtung über- 
lieferte, dass mir dies zum Zeugnis diene über sie, auf dass ich alles 
Thun der Hirten kenne, um ihnen nachzurechnen, und sehe, was sie 
treiben, ob sie bei meinem Befehle, den ich ihnen gegeben habe, bleiben 5 
oder nicht. 64 Aber sie sollen es nicht wissen, und du sollst es ihnen 
nicht zeigen und sie nicht zurechtweisen, sondern alles, was er vernichtet, 
schreibe bei jedem einzelnen Hirten jederzeit auf und bringe alles herauf 
vor mich.« 65 Und ich schaute, bis dass jene Hirten weideten zu ihrer 
Zeit, und sie begannen zu töten und zu Grunde zu richten mehr, als 10 
ihnen geheissen war, und sie überliessen jene Schafe der Gewalt der 
Löwen. 66 Und die Löwen und Panther frassen und verschlangen den 
grössten Teil jener Schafe, und die wilden Schweine frassen mit ihnen, 
und sie verbrannten jenen Turm und untergruben jenes Haus. 67 Und 
ich ward sehr traurig wegen des Turmes, weil jenes Haus der Schafe 15 
untergraben war, und darnach vermochte ich nicht mehr zu sehen, ob 
jene Schafe in jenes Haus hineingingen. 68 Und die Hirten und ihre 
Gesellen überlieferten jene Schafe allen wilden Tieren des Feldes, sie 
zu fressen, und jeder einzelne von ihnen empfing zu seiner Zeit eine be- 
stimmte Zahl, indem bei jedem einzelnen von ihnen von dem andern in 20 
ein Buch eingeschrieben wurde, wie viele er davon vernichtete. 69 Und 
viel mehr als in Ordnung war, tötete jeder einzelne und brachte um; 
Da begann ich zu weinen und zu wehklagen über jene Schafe. 70 Und 
ebenso sah ich im Gesicht jenen Schreiber, wie er jedes einzelne auf- 
schrieb, das von jenen Hirten umgebracht wurde, Tag für Tag, und das 25 
ganze Buch dem Herrn der Schafe hinaufbrachte, es vorlegte und alles 
zeigte, was sie gethan hatten, und alle, die jeder einzelne von ihnen be- 
seitigt hatte, und alle, die man zur Vernichtung hingegeben hatte. 71 Und 
das Buch wurde vor dem Herrn der Schafe vorgelesen, und er nahm 
das Buch aus seiner Hand, las es und versiegelte es und legte es hin. 30 
72 Und danach sah ich, wie die Hirten zwölf Stunden lang weideten, 

2 vernichteten] + »nach eigenem Gutdünken« BCEPV | 4 nachzurechnen] 
»um sie zu überliefern« (emattewömü) alle HSS ausser GQ, diese beiden lesen 
ewattenomü, was keinen Sinn giebt, und sicher nur ein Schreibfehler für emattenömü 
ist 1 20/21 wörtl. »indem jeder einzelne . . . eingeschrieben wurde« (jessahaf, so U); 
d. andern HSS bieten die Activform jesehef, G jeshaf: »indem jeder einzelne dem 
andern in ein Buch schrieb«, was einen falschen Sinn giebt. Dn. u. Ch. streichen 
la vor käle'ü »der andere« und machen käle'ü zum Subjekt, aber das la ist durch 
die überflüssige Wiederholung von la-käle'ü ba-mashaf »von dem andern in ein 
Buch« (alle HSS ausser U) am Ende des Verses geschützt | 23 »und über die 
Massen zu wehklagen über . . .« II | 30 »in seine Hand« II, < U; »von einem« Q. 



Ijg Buch Henoch. 

und siehe, drei von jenen Schafen kehrten zurück, kamen und traten 
heran und begannen alles, was von jenem Hause eingefallen war, zu 
bauen; aber die wilden Schweine hinderten sie, und sie vermochten 
nichts (auszuführen). 73 Und sie begannen wiederum zu bauen wie 
f) zuvor und fahrten jenen Turm auf, und er wurde der hohe Turm 
genannt; und sie fingen wieder an, einen Tisch vor jenen Turm zu stellen, 
aber alles Brot darauf war besudelt und nicht rein. 74 Und zu alle- 
dem waren jenen Schafen die Augen geblendet, dass sie nicht sahen, 
und ihren Hirten ebenfalls, und man überlieferte sie den Hirten zur 

10 Vernichtung in (noch) grösserer Zahl, und sie traten die Schafe mit 
ihren Füssen nieder und verschlangen sie. 75 Und der Herr der Schafe 
blieb ruhig, bis alle Schafe sich über das Feld zerstreut und mit ihnen 
vermischt hatten, und sie (die Hirten) retteten sie nicht aus der Hand 
der wilden Tiere. 76 Und jener, der das Buch schrieb, brachte es hin- 

15 auf, zeigte es und las (es) vor dem Herrn der Schafe und flehte ihn an 
um ihretwillen und bat ihn, indem er ihm alles Thun ihrer Hirten 
zeigte und vor ihm Zeugnis ablegte wider alle Hirten. 77 Dann nahm 
er das Buch, legte es neben ihm nieder und ging hinweg. 

Cap. 90. Und ich sah so lange, bis auf diese Weise siebenund- 

20 dreissig Hirten das Weiden übernahmen, und sie alle führten (es) zu Ende 
zu ihrer Zeit, wie die ersten, und andere bekamen sie in ihre Hand, sie 
zu weiden, zu ihrer Zeit, ein jeder Hirt zu seiner Zeit. 2 Und darnach 
schaute ich im Gesicht, wie alle Vögel des Himmels kamen: die Adler, 
die Geier, die Weihen, die Raben, und die Adler führten alle Vögel 

25 an ; und sie fingen an jene Schafe zu fressen und ihnen die Augen aus- 
zuhacken und ihr Fleisch zu verzehren. 3 Und die Schafe schrieen, 
weil ihr Fleisch von den Vögeln verzehrt wurde, und ich sah (es) und 
wehklagte in meinem Schlafe über jenen Hirten, der die Schafe weidete. 
4 Und ich sah zu, bis dass jene Schafe von den Hunden und Adlern 

30 und Weihen gefressen waren, und sie Hessen an ihnen nicht das Ge- 
ringste von Fleisch, Haut und Sehnen übrig, bis nur noch ihr Gerippe 
dastand, und auch ihr Gerippe fiel zur Erde, und die Schafe wurden 
(immer) weniger. 5 Und ich sah eine Zeitlang zu, bis dreiundzwanzig 
Hirten das Weiden übernahmen, und sie vollendeten in ihren Zeit- 

35 abschnitten achtundfünfzig Zeiten, 6 Und siehe es wurden Lämmer 

Cap. 89, 73. Mal. 1, 7. 

15 vor (ba-haba G) dem Herrn] MQÜ lesen abjäta, T2, II haba abjäta »in den 
Wohnungen des Herrn«. T* hat *abijäta »las die gi-ossen Dinge dem Herrn der 
.•^chafe vor<^, das ist vielleicht das Richtige | 19 »37« nicht 36 nach T | 27 sah es] 
^schrie« T,II \ 34 »Hirten« <GMQU ] 35 »Es wurden aber kleine Lämmer geboren« IL 



Cap. 89, 73-90, 18. 119 

geboren von jenen weissen Schafen, und sie fingen an die Augen zu 
öffnen und zu sehen und nach den Schafen zu schreien. 7 Die Schafe 
aber schrieen nicht nach ihnen und hörten nicht ihren Ruf, sondern 
waren ganz taub, und ihre Augen waren ganz und gar geblendet und 
schwerfällig. 8 Und ich schaute im Gesicht, wie die Raben auf jene 5 
Lämmer flogen und eins von jenen Lämmern ergriffen und die Schafe 
zerstückelten und frassen. 9 TJnd ich sah, bis jenen Lämmern Hörner 
wuchsen, und die Raben ihre Hörner zu Boden warfen, und ich sah, 
bis ein grosses Hörn einem jener Schafe hervorsprosste und ihre Augen 
aufgethan wurden. 10 Und es sah nach ihnen, und ihre Augen öffneten 10 
sich, und es schrie nach den Schafen; da sahen es die ßöckchen und 
liefen alle zu ihm. 11 Und trotz alledem zerrissen jene Adler und 
Geier, Raben und Weihen immerzu die Schafe und flogen auf sie und 
frassen sie; und die Schafe schwiegen still, aber die BÖckchen weh- 
klagten und schrieen. 12 Und jene Raben stritten und kämpften mit 15 
ihm und suchten sein Hörn wegzubringen, aber sie gewannen nicht die 
Oberhand über es. 13 Und ich sah sie, bis die Hirten und Adler und 
jene Geier und Weihen kamen, und sie riefen den Raben zu, sie möchten 
das Hörn jenes Böckchens zerbrechen; und sie kämpften und stritten mit 
ihm, und es kämpfte mit ihnen und schrie, dass ihm Hilfe kommen 20 
möchte. 14 Und ich sah, bis jener Mann kam, der die Namen der 
Hirten aufschrieb und hinauf vor den Herrn der Schafe brachte, der 
half ihm und errettete es und zeigte ihm alles, (dass) er herabgekommen 
sei zur Hilfe jenes Böckchens. 15 Und ich sähe, bis jener Herr der Schafe 
zu ihnen kam im Zorn und alle, die ihn erblickten, flohen und ver- 25 
fielen alle in den Zustand des Geblendetseins vor seinem Antlitz. 16 Alle 
die Adler und Geier, Raben und Weihen scharten sich zusammen und 
brachten mit sich alle die Schafe des Feldes, und sie kamen alle zu- 
sammen und halfen einander, jenes Hörn des Böckchens zu zerbrechen. 
17 Und ich sah jenen Mann, der das Buch auf das Geheiss des Herrn 30 
schrieb, bis er jenes Buch des Verderbens aufschlug, das jene letzten 
zwölf Hirten angerichtet hatten, und vor dem Herrn der Schafe bewies, 
dass sie mehr als ihre Vorgänger umgebracht hatten. 18 Und ich sah, 

4 »ganz und gar und mit Gewalt geblendet« T, II | 9 einem] so nur G, alle 
andern HSS bieten den Nom. als Appos. zu »Hom« ] 11 »sie schrieen« G & JN | 
23 »und errettete es« < alle HSS ausser G | »alles« (kuello) wohl nur Schreib- 
fehler für kama »dass« | 24 »gekommen sei die Hilfe« alle HSS ausser G, C } 
28 brachten (amse'ü)] »kamen« (mas'u) G ist vielleicht nur Schreibfehler, veranlasst 
durch mas'ü in derselben Zeile | 30 »wie er das Ruch schrieb auf Geheiss des 
Herrn, dass Gericht gehalten sei auf Geheiss (des Herrn) wegen jenes Verderbens, 
das jene letzten . . .« G. 



120 Buch Henoch. 

bis der Herr der Schafe zu ihnen kam und den Stab seines Zornes in 
seine Hand nahm und die Erde schlug, dass sie auseinanderklaffte, und 
alle die wilden Tiere und Vögel des Himmels fielen herab von jenen 
Schafen und versanken in die Erde, und sie deckte sich über dieselben. 

' 5 19 Und ich sah, bis den Schafen ein grosses Schwert gegeben wurde, 
und die Schafe zogen aus gegen alle wilden Tiere des Feldes, sie zu 
töten, und alle wilden Tiere und Vögel des Himmels flohen vor ihrem 
Angesicht. 20 Und ich sah, bis ein Thron in dem lieblichen Lande er- 
richtet wurde, und der Herr der Schafe setzte sich darauf, und der an- 

10 dere nahm die versiegelten Bücher und Öffnete jene Bücher vor dem 
Herrn der Schafe. 21 Und der Herr berief jene Männer, die sieben ersten 
Weissen, und befahl, dass sie (alles) vor ihn brächten (anhebend) vom 
ersten Stern, der allen jenen Sternen, deren Scham wie die Scham der 
Rosse war, voranging [und den ersten Stern, der zuerst herabgefallen 

15 war], und sie brachten sie alle vor ihn. 22 Und er sprach zu jenem 
Manne, der vor ihm schrieb, welcher einer von diesen sieben Weissen 
war, und sagte zu ihm: »Ergreif diese siebzig Hirten, denen ich die 
Schafe überliefert habe und welche, nachdem sie dieselben in Empfang 
genommen, mehr töteten, als ich ihnen befohlen hatte, auf eigene Faust.« 

20 23 Und siehe, ich sah sie alle gebunden, und sie standen alle vor ihm. 
24 Und das Gericht fand zuerst über die Sterne statt, und sie wurden 
gerichtet und für schuldig erklärt und kamen an den Ort der Ver- 
dammnis, und man warf sie in einen tiefen Ort, voll von flammendem 
Feuer und voll Feuersäulen. 25 Und jene siebzig Hirten wurden 

25 gerichtet und für schuldig befanden und (auch) sie wurden in jene feu- 
rige Tiefe geworfen. 26 Und ich sah zu jener Stunde, wie eine ähnliche 
Tiefe sich aufthat mitten in der Erde, voll Feuer, und sie brachten jene 
verblendeten Schafe, und sie wurden alle gerichtet, für schuldig befunden 
und in jene feurige Tiefe geworfen, dass sie brannten; und diese Tiefe 

30 war zur Rechten jenes Hauses. 27 Und ich sah, wie jene Schafe 
brannten und ihr Gebein in Flammen stand. 28 Und ich stand auf, 
um zu sehen, bis er jenes alte Haus zusammenpackte, und man schaffite 
alle Säulen hinaus, und alle Balken und Zapfen jenes Hauses wurden 
mit ihm zusammengepackt, und man schaffte es hinaus und legte es an 

35 einen Ort im Süden des Landes. 29 Und ich sah, bis der Herr der 
Schafe ein neues Haus brachte, grösser und höher als jenes erste, und 

2 »des Zornes« AEY | 9/10 »der andere« käle'ü wird man statt kuellö d. HSS 
»und nahm alle versiegelten Bücher« lesen müssen, Ch. | 11 »Männer« < U, II | 
13 »den ersten Stern« G | 14 [ ] Glosse | 17 »ergreifet« GQ | »siebzig« < G | 
20 »und siehe, sie waren alle gebunden vor ihm« G 1 24 »flammend in Feuer- 
säulen« G; für wa-jeleheb d. HSS 1. za-jeleheb | 33 Zapfen] wörtl. »Zähne«. 



Cap. 90, 19—90, 40. 121 

es an der Stelle des ersten, welches eingepackt worden war, aufstellte. 
Alle seine Säulen waren neu, seine Zapfen waren neu und grösser als 
bei jenem ersten alten, welches er hinausgeschafft hatte, und alle Schafe 
(fanden Platz) darin. 30 Und ich sah alle Schafe, die übrig geblieben 
waren, und alle Tiere auf der Erde und alle Vögel des Himmels, wie 5 
sie niederfielen und jenen Schafen Huldigung erwiesen und sie anflehten 
und ihnen auf jedes Wort gehorchten. 31 Und darnach brachten mich 
jene drei, die in Weiss gekleidet waren und mich bei meiner Hand 
hielten — sie, die (schon) zuvor mich hinaufgebracht hatten — während 
die Hand jenes Böckchens mich hielt, (wieder) hinauf und setzten mich 10 
mitten unter jene Schafe nieder, ehe das Gericht stattfand. 32 Und 
jene Schafe waren alle w^eiss, und ihre Wolle stark und rein. 33 Und 
alle die umgekommen und versprengt waren, und alle wilden Tiere des 
Feldes und alle Vögel des Himmels kamen in jenem Hause zusammen, 
und der Herr der Schafe freute sich sehr darüber, denn sie alle waren 15 
gut und waren zu seinem Hause wieder zurückgekehrt. 34 Und ich 
sah, bis sie jenes Schwert, das den Schafen gegeben war, niederlegten 
und es in das Haus zurückbrachten, und man versiegelte es vor dem 
Angesicht des Herrn; und alle Schafe waren einberufen nach jenem 
Hause, aber es fasste sie nicht. 35 Und ihnen allen waren die Augen 20 
geöffnet, dass sie gut sahen, und es war keines unter ihnen, das nicht 
hätte sehen können. 36 Und ich sah, dass jenes Haus gross, weit und 
sehr voll war. 37 Und ich sah, wie ein weisser Stier mit grossen 
Hörnern geboren wurde, und alle wilden Tiere des Feldes und alle 
Vögel des Himmels fürchteten ihn und flehten zu ihm fortwährend. 25 
38 Und ich sah, bis alle ihre Arten verwandelt und sie alle weisse 
Stiere wurden; und der erste unter ihnen war das Wort (r. ein Wildochs) 
[und selbiges Wort (Wildochs) war ein grosses Tier] mit grossen 
schwarzen Hörnern auf seinem Kopfe, und der Herr der Schafe freute 
sich über sie und über alle die Stiere. 39 Und ich hatte mich schlafen 30 
gelegt in ihrer Mitte, wachte auf und hatte alles gesehen. 40 Und 
das ist (eben) das Gesicht, das ich sah, als ich schlief. Und ich 
wachte auf und pries den Herrn der Gerechtigkeit und gab ihm Ruhm. 

3 »alten« < G | »der Herr der Schafe« M, BEPV & FHN | 7 «und ihnen« u. «ge- 
horchten« <:G I 18 »sein Haus« alle HSS ausser G | 19 »einberufen« (tasawweü)] alle 
HSS ausser G haben »eingeschlossen« (taaswü) | 27 »Wildochs« DXi resp. X'^^n, 
als Q^fia in den griech. Text übergegangen und vom Äthiop. durch nagar »Wort- 
wiedergegeben; nach Goldschmidt (S. 91) lautete der hebr. Text »und der erste unter 
ihnen war ein Lamm^< "^^^i und dann sei nbu mit n^^a verwechselt worden ] war 
(kona mit Nom.) das Wort] »wurde (köna mit Acc.) das Wort« U excl. W | 
29 Herr der Schafel »die fetten Schafe« G 1 30 »über ihn« ? 



122 ß'^*^^ Henoch. 

41 Und darnach weinte ich gar sehr, und meine Thranen standen nicht 
still, bis ich es nicht mehr aushalten konnte; so oft ich hinsah, flössen 
sie herab nm deswillen, was ich sah, denn alles wird (so) kommen und 
sich erfüllen, und alle Thaten der Menschen sind mir der Reihe 
nach gezeigt worden. 42 Und in jener Nacht gedachte ich des ersten 
Traumes und weinte um seinetwegen, und war erschüttert, weil ich 
jenes Gesicht gesehen hatte.« 



Teü V. 

Das Buch der Lehr- und Strafreden. 

10 Cap. 91—105. 

Cap. 91. Und nun, mein Sohn Methusala, rufe mir alle deine 
Brüder und versammele mir alle Söhne deiner Mutter, denn eine Stimme 
ruft mich, und der Geist ist über mich ausgegossen, dass ich euch alles 
zeige, was über euch bis in Ewigkeit kommen wird. 2 Damach ging 

15 Methusala hin, rief alle seine Brüder zu sich und versammelte seine Ver- 
wandten. 3 Und er (Henoch) redete zu allen Kindern der Gerechtigkeit 
und sprach: »Höret, ihr Kinder Henochs, alle Worte eures Vaters und 
horchet recht auf die Stimme meines Mundes, denn ich ermahne euch 
und sage euch: Ihr Lieben, liebet die Rechtschaff'enheit und wandelt in 

20 ihr. 4 Und nahet euch nicht der Rechtschaffenheit mit zwiespältigem 
Herzen und habt keine Gemeinschaft mit denen, die zwiespältigen 
Herzens sind, sondern wandelt in Gerechtigkeit, meine Kinder, und sie 
wird euch auf guten Wegen führen, und die Gerechtigkeit wird eure Ge- 
nossin sein. 5 Denn ich weiss, dass der Zustand der Gewaltthätigkeit 

25 auf Erden überhand nehmen, und ein grosses Strafgericht auf Erden 

Cap. 91, 4 Psal. 12, 3. 

2 »aushalten konnte, so oft ich hinsah; denn sie flössen . . .« G, wenn nicht 
etwa »denn« an falscher Stelle steht und eigentlich vor »so oft« zu setzen ist; 
»aushalten konnte, welche herabflossen« MT | 5/6 »meines ersten Traumes« II | 
11/12 »deine Brüder« und »Söhne deiner Mutter« oo G | 16 »redete zu allen (über) 
seine Gerechtigkeit« MTU (T: allen seinen Kindern); »redete zu allen seinen Kin- 
dern Gerechtigkeit f< II ausser Y | 17 »meine Kinder« II | 19 »meine Lieben« II | 
22 »Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit« G | »meine Kinder« < G. 



Cap. 90, 41-91, 19. ' 123 

vollzogen werden wird, und es wird ein Ende gemacht werden mit aller 
Ungerechtigkeit, und sie wird abgeschnitten werden von ihren Wurzeln, 
und ihr ganzer Bau wird untergehen. 6 Und abermals wird die Un- 
gerechtigkeit auf die Spitze getrieben werden auf Erden, und sie (die 
Erde) wird alle Thaten der Ungerechtigkeit und der Gewaltthätigkeit 5 
und des Frevels in doppeltem Masse enthalten. 7 Und wenn Unge- 
gerechtigkeit, Sünde, Lästerung und Gewaltthätigkeit bei jeglichem Thun 
wachsen, und wenn Abfall, Frevel and Unreinigkeit zunehmen werden, 
so wird ein grosses Strafgericht vom Himmel über sie alle kommen, 
und der heilige Herr wird mit Zorn und Strafe hervortreten, um Gericht auf 10 
Erden zu halten. 8 In jenen Tagen wird die Gewaltthätigkeit abgeschnitten 
werden von ihren Wurzeln, und die Wurzeln der Ungerechtigkeit samt 
dem Betrug, und sie werden unter dem Himmel (weg) vernichtet werden. 
9 Und alles wird dahingegeben werden in das flammende Feuer: Götter- 
bild der Heiden und Turm, und man wird sie fortschaffen von der ganzen 15 
Erde; und sie (die Heiden) werden in die Verdammnis des Feuers geworfen 
werden und werden im Zorn und in der gewaltigen ewigen Verdammnis 
umkommen. 10 Und der Gerechte wird aufstehen von seinem Schlafe, 
und die Weisheit wird sich erheben und wird ihnen gegeben werden. 
[11 Und darnach werden die Wurzeln der Ungerechtigkeit abgeschnitten, 20 
und die Sünder mit dem Schwert vertilgt werden; den Lästerern werden 
sie abgeschnitten werden an jedem Orte, und diejenigen, welche auf 
Gewaltthätigkeit sinnen und Spötterei treiben, werden durch das Schwert 
umkommen.] 

18 Und nun meine Kinder, sage ich euch, und zeige euch die Wege 25 
der Gerechtigkeit und die Wege der Gewaltthätigkeit und werde (sie) 
euch wiederum zeigen, auf dass ihr wisst, was kommen wird. 19 Und 
nun höret auf mich, meine Kinder, und wandelt auf den Wegen der 
Gerechtigkeit und wandelt nicht auf den Wegen der Gewaltthätigkeit; 
denn alle, die auf den Wegen der Ungerechtigkeit wandeln, werden 30 
für ewig umkommen.« 

5 »und Thaten der Gewaltthätigkeit« II | 6 wird enthalten (te'ehez)] so QT 
und im Grunde auch G, denn te'zäz ist nur Schreibfehler dafür; die übrigen HSS 
ausser U haben die Passivform tet'ahaz, die in Dn.'s Ausgabe fehlt. Im Lex. Sp. 
768 setzt er dafür ad hoc die Bed. »sich behaupten« an | 6/9 »Und darnach werden . . . 
wachsen und . . . zunehmen, und ein Strafgericht wird kommen« MT, V | 7 »und 
jegliches Thun« Q, II | 8 »Frevel« < G | 9 »vom'Himmel« < G | 10 hervortreten] 
-f- »auf die Erde« G ] 12 »Wurzeln der« < GQ | 13 »und sie werden vernichtet 
werden« < GQ | 18 »dem Schlafe« TU, II | 20 »werden sie abgeschnitten von der 
Wurzel« G | 24- V. 12—17 gehören an den Schluss von Cap. OH | »alle Wege der 
(4erechtigkeit« G | 26 »habe sie euch wiederum gezeigt« GQT, doch wird ar'ajku- 
kemmü nur Schreibfehler für äre'ejakemmü sein | 28 »höret auf mich« < G. 



J24 ß^^^ Henoch. 

Cap. 92. Das von Henoch verfasste Buch — es schrieb also Henoch 
diese ganze Weisheitslehre, die Preis verdient bei allen Menschen und 
Richterin der ganzen Erde ist — für alle meine Kinder, die auf Erden 
wohnen, und für künftige Geschlechter, die Rechtschaffenheit und Frieden 
5 üben werden. 2 Euer Geist sei nicht betrübt wegen der Zeiten, denn 
der Heilige und Grosse hat für alles Tage bestimmt. 3 Und der Gerechte 
wird vom Schlafe aufstehen, er wird aufstehen und auf dem Wege der 
Gerechtigkeit wandeln, und sein ganzer Weg und Wandel wird in ewiger 
Güte und Gnade sein. 4 Er wird dem Gerechten gnädig sein und 

10 wird ihm ewige Rechtschaffenheit geben und ihm Herrschaft verleihen; 
und er wird in Güte und Gerechtigkeit leben und in ewigem Lichte 
wandeln. 5 Die Sünde aber wird in der Finsternis untergehen auf ewig 
und nicht mehr erscheinen von jenem Tage an bis in Ewigkeit. 

Cap. 93. Und darnach übergab Henoch (die Bücher) und begann 

15 auch aus den Büchern zu erzählen. 2 Und Henoch sprach: »Über die 
Kinder der Gerechtigkeit und über die Auserwählten der Welt und über 
die Pflanze der Rechtschaffenheit will ich euch dieses erzählen und kund 
thun, meine Kinder, ich Henoch, nach dem, was mir in dem himm- 
lischen Gesichte erschienen ist, und was ich durch das Wort der hei- 

20 ligen Engel erfahren und was ich aus den himmlischen Tafeln er- 
kannt habe«. 3 Und Henoch begann also aus den Büchern zu er- 
zählen und sprach: »Ich bin als der siebente geboren in der ersten 
Woche, während Gericht und Gerechtigkeit noch zurückhielten. 4 Und 
nach mir in der zweiten Woche wird grosse Bosheit aufkommen und 

25 Betrug aufgesprosst sein; in ihr wird das erste Ende sein, und ein Mann 
wird in ihr errettet werden. Und nachdem es vollendet ist, wird die 
Ungerechtigkeit (wieder) wachsen, und er wird ein Gesetz für die Sünder 
erlassen. 5 Und darauf in der dritten Woche, am Schluss derselben, 
wird ein Mann zur Pflanze des gerechten Gerichts erwählt werden, und 

30 darnach wird er sich zur Pflanze der Gerechtigkeit auf ewig entfalten. 
6 Und darnach in der vierten Woche, am Schluss derselben, werden 

1 »Geschrieben von Henoch, dem Schreiber, (ist) diese ganze Weisheitslehre« 
alle HSS ausser G, aber der Accus. za-kuell6 vor temherta bei MQTU beweist, dass 
auch hier sahafa »er schrieb« und nicht sahhäfi »der Schreiber« das Ursprüngliche 
ist I 6 «Heilige, Grosse« MT, H ausser V | der Gerechte] »die Gerechtigkeit« M j 
G/8 »die Weisheit wird . . . aufstehen, und die Gerechtigkeit wandeln, und . . .« G | 
9 dem Gerechten] »der Gerechtigkeit« GMQ | 14 »übergab« nur GQU, die übrigen 
HSS haben dafür das Verbum kona »war« | »begann« < MQT | 17 »Pflanze der 
Gerechtigkeit« Q, »der Gerechtigkeit und Rechtschaflenheit« II | 18 »habe es kund 
gethan« MTÜ | 24 aufkommen] »kommen und aufstehen« G | 30 sich entfalten] 
wörtl. »hervortreten«; »und darnach wird die Pflanze der Gerechtigkeit auf ewig 
kommen« II; < G ob hom. 



Cap. 92, 1—93, 14 u. 91, 12—13. 125 

die Gerichte der Heiligen und Gerechten gesehen werden, und ein Gesetz 
für alle künftigen Geschlechter und eine Umfriedigung für sie wird ge- 
macht werden. 7 Und darnach in der fünften Woche, am Ende der- 
selben, wird das Haus der Herrlichkeit und der Herrschaft erbaut werden 
für die Ewigkeit. 8 Und darnach in der sechsten Woche werden die, 5 
welche in ihr leben, alle geblendet sein, und über aller Herzen wird das 
Vergessen der Weisheit kommen; und in ihr wird ein Mann aufwärts 
fahren, und an ihrem Ende wird das Haus der Herrschaft mit Feuer 
verbrannt werden, und es wird in ihr das ganze Geschlecht der Wurzel 
der Kraft zerstreut werden. 9 Und darnach in der siebenten Woche 10 
wird sich ein abtrünniges Geschlecht erheben; zahlreich werden seine 
Thaten sein, aber alle seine Thaten werden Abfall sein. 10 Und am 
Ende derselben werden die auserwählten Gerechten von der ewigen 
Pflanze der Gerechtigkeit auserwählt werden, dass ihnen siebenfache 
Belehrung zu teil werde über seine ganze Schöpfung. 11 Denn wo ist 15 
irgend ein Menschenkind, das die Stimme des Heiligen zu hören ver- 
möchte, ohne zu erbeben, und wer ist es, der seine Gedanken denken könnte, 
und wer ist es, der alle Werke des Himmels sehen könnte? 12 Und wie gäbe 
es jemand, der den Himmel schauen könnte; und wo wäre der, der die Dinge 
des Himmels zu erkennen und eine Seele oder einen Geist zu sehen und 20 
davon zu erzählen vermöchte, oder hinaufsteigen könnte und (nun) alle ihre 
Enden sähe und sie begriffe oder es ihnen gleich thäte? 13 Und wo wäre 
irgend ein Mann, der wissen könnte, wie die Breite und Länge der Erde ist, 
und wem wären alle ihre Masse gezeigt worden? 14 Oder giebt es etwa 
irgend jemand, der die Länge des Himmels erkennen könnte, und wie 25 
(viel) seine Höhe beträgt, und worauf er gegründet ist, und wie gross die 
Zahl der Sterne ist, und wo alle Lichter ruhen? 

Cap. 91. 12 Und darnach wird eine andere Woche, die achte, die 
der Gerechtigkeit sein, und es wird ihr ein Schwert gegeben werden, 
damit Gericht und Gerechtigkeit geübt werde an denjenigen, welche Ge- 30 
waltthätigkeiten begehen, und die Sünder werden in die Hände der Ge- 
rechten ausgeliefert werden. 13 Und am Ende derselben werden sie 
Häuser erwerben infolge ihrer Gerechtigkeit, und es wird ein Haus ge- 

8 der Herrschaft] »des Heiligtums« E | 9 »der auserwählten Wurzel« G, II i 
11 »abtrünniges« < GM | 13 »Auserwählten der Gerechtigkeit« G, DY & LO 
14 auserwählt] »belohnt« BDPY | 15 Schöpfung] »Besitz« GQ | 19 »der den Himmel 
— wäre der« < QU, II | 20 »seine Seele . . . seinen Geist« T, ACDKP | »die Gedanken 
seiner Seele . . . seinen Geist« W | zu sehen] »sichtbar zu machen« GMQU, nur Schreib- 
fehler ( davon zu erzählen] »zu machen« GMQ | 24- alle ihre Masse (amtanrO] »die 
Masse (amtäna) von ihnen allen« alle HSS ausser T | 30 »das Gericht dor Gerechtig- 
keit« G. 



J26 ß^®^ Henoch. 

baut werden für den grossen König in Herrlichkeit bis in Ewigkeit. 
14 Und darnach in der neunten Woche wird das gerechte Gericht der 
ganzen Welt offenbart werden, und alle Werke der Gottlosen werden 
verschwinden von der Erde; und die Welt wird für den Untergang auf- 
5 geschrieben werden, und alle Menschen werden schauen nach dem 
Wege der Rechtschaffenheit. 15 Und darnach in der zehnten Woche 
im siebenten Teile findet das grosse ewige Gericht statt, in dem er Ver- 
geltung üben wird unter den Engeln. 16 Und der erste Himmel wird 
verschwinden und vergehen, und ein neuer Himmel wird erscheinen, und 

10 alle Kräfte der Himmel werden siebenfach leuchten in Ewigkeit. 17 Und 
darnach werden viele Wochen, ohne Zahl, bis in Ewigkeit in Güte und 
Gerechtigkeit sein, und die Sünde wird von da an nicht mehr erwähnt 
werden bis in Ewigkeit. 

Cap. 94, Und nun sage ich euch, meine Kinder: Liebet die Ge- 

15 rechtigkeit und wandelt in ihr, denn die Wege der Gerechtigkeit sind 
wert, dass man sie annehme, und die Wege der Ungerechtigkeit ver- 
gehen und schwinden plötzlich dahin. 2 Und gewissen Leuten vom 
(künftigen) Geschlecht werden die Wege der Gewaltthätigkeit und des 
Todes offenbart werden, und sie werden sich von ihnen fernhalten und 

20 ihnen nicht folgen. 3 Und nun sage ich euch, den Gerechten: Wandelt 
nicht auf bösen Wegen noch auf den Pfaden des Todes, und nahet euch 
ihnen nicht, dass ihr nicht umkommt, 4 sondern suchet und wählet 
euch die Gerechtigkeit und ein wohlgefölliges Leben und wandelt auf 
den Wegen des Friedens, dass ihr lebet und es euch wohl gehe. 5 Und 

25 haltet meine Rede fest in den Gedanken eures Herzens und lasset (sie) 
nicht austilgen aus eurem Herzen, denn ich weiss, dass die Sünder die 
Menschen verführen werden, die Weisheit zu einer schlechten zu machen 
— aber es wird kein Platz dafür gefunden werden — und (dass) Ver- 
suchungen aller Art nicht abnehmen werden. 6 Wehe denjenigen, welche 

30 Ungerechtigkeit und Gewaltthätigkeit aufbauen und Betrug als Grund 
legen, denn plötzlich werden sie vernichtet werden und werden keinen 

Cap. 91, 16. Jes. 65, 17. 66, 22. 30, 26. — 94, 1. Psal. 1, 6. - 2. Prov. 14, 12. 

1 »zur Verherrlichung« alle HSS ausser GM | 3 »Werke« < G | 4/.5 wird auf- 
geschrieben werden (jessahaf)] jeshaf GQ nur Schreibfehler; »er wird aufschreiben 
zum Untergang für ewig« T; »und für alle Ewigkeit soll die Vernichtung auf- 
geschrieben werden« Y | 7 Gericht statt] + »und es wird vollstreckt an den Wäch- 
tern und der ewige Himmel, der Vergeltung . . .« T, II (Wächtern d. ewigen Himmels 
T2 & JN). Urspr. Glosse \ 7 8 Vergeltung üben (jetbeqal)] so Mü, die Lesart von Y 
jebaque »nützen« und von den übrigen HSS jebaquel »sprossen« ist sinnlos | »an 
allen Engeln« T | 10 »in Ewigkeit« < G, A I 11 »und alle in Güte« G | 21 bösen 
Wegen] -f- »und Gewaltthätigkeit« II ] 22 sondern suchet] »umkommt, wie die, 
welche Böses suchen« G. 



Cap. 91, 14—17 u. 94, 1—96, 1. 127 

Frieden haben. 7 Wehe denen, die ihre Häuser mit Sünde bauen, denn 
sie werden ganz von Grund aus ausgerottet werden und durch das 
Schwert fallen; und welche Gold und Silber erwerben, werden im Gericht 
bald zu Grunde gehen. 8 Wehe euch, ihr Reichen, denn auf euren 
Reichtum habt ihr vertraut, und von eurem Reichtum werdet ihr fort 5 
müssen, weil ihr nicht an den Höchsten gedacht habt in den Tagen 
eures Reichtums. 9 Ihr habt Lästerung und Ungerechtigkeit verübt 
und seid reif geworden für den Tag des Blutvergiessens und für den 
Tag der Finsternis und für den Tag des grossen Gerichts. 10 Solches 
rede ich und thue es euch kund, dass euch vernichten wird, der euch 10 
geschaffen hat; und über euren Sturz wird kein Mitleid herrschen, und 
euer Schöpfer wird sich über euren Untergang freuen. 11 Und eure 
Gerechten werden in jenen Tagen ein Vorwurf sein für Sünder und 
Gottlose. 

Cap. 95. dass meine Augen eine Wasserwolke wären, und ich 15 
über euch weinen und meine Thränen vergiessen könnte wie eine Wasser- 
wolke, damit ich Ruhe bekäme vor dem Kummer meines Herzens. 2 Wer 
hat euch erlaubt, Lästerung und Bosheit zu verüben? So wird euch Sünder 
das Gericht treffen. 3 Fürchtet euch nicht, ihr Gerechten, vor den 
Sündern, denn der Herr wird sie wieder in eure Hand überliefern, dass 20 
ihr Gericht an ihnen übet, wie es euch wohlgefällt. 4 Wehe euch, die 
ihr Bannflüche schleudert, die (nicht) zu lösen sind: Heilung soll fern 
von euch sein um eurer Sünde willen. 5 Wehe euch, die ihr eurem 
Nächsten mit Bösem vergeltet, denn es wird euch vergolten werden 
nach eurem Thun. 6 Wehe euch Lügenzungen, und denen, die Unrecht 25 
darwägen, denn ihr werdet eilends zu Grunde gehen. 7 Wehe euch, ihr 
Sünder, dass ihr die Gerechten verfolget, denn ihr werdet dahingegeben 
und vom Unrecht verfolgt werden, und sein Joch wird schwer auf euch 
lasten. 

Cap. 96. Hoffet, ihr Gerechten, denn bald werden die Sünder vor 30 
euch vernichtet werden, und ihr werdet die Herrschaft über sie bekommen, 

Cap. 94, 7. Jerem.22, 13. — 8. Psal. 49, 7. 52, 9. Prov. 11, 28. — 95, 1. Jerem. 8, 23. 

9 »und für den Tag der Finsternis« < G | 13 deine Gerechten I (deine < U) | 
15 *0 dass ich Wasser hätte für meine Augen, auf dass sie eine Wasserwolke 
würden« G; »0 dass meine Augen eine Wasserwolke hätten« M; auch die andern 
HSS haben hier viel kleine Abweichungen, der Sinn ist aber immer derselbe | 18 »zu 
verüben« < G | 18/19 »möge. . . treffen« 11 | 22 »nicht« < vor »zu lösen« GQ und 
urspr. auch M; jetfatehü verbesserten T, II dann zu i-teftehü »dass ihr sie nicht 
löset«. Der Passus <U | »ist fern« MQ,V | 28 »vom Unrecht« (ba- resp. em-'ammazä)] 
»ihr Leute des Unrechts« (ella-'ammazä) T, II excl. Y | »ihr Joch« T, II | 30 Hoffet] 
»Freut euch« T. 



J28 Buch Henoch. 

wie es euch gefällt. 2 Und am Tage der Not der Sünder werden eure 
Jungen sich erheben und auffahren wie Adler, und höher als der Geier 
(nistet) wird euer Nest sein, und ihr werdet hinaufsteigen und wie das 
Kaninchen in die Klüfte der Erde und in die Spalten der Felsen ein- 
5 dringen für alle Zeit vor den Ungerechten; und sie werden euretwegen 
seufzen und weinen wie Sirenen. 3 Und fürchtet euch nicht, ihr Lei- 
denden, denn Heilung wird euch zu teil werden, und ein helles Licht 
wird euch leuchten, und die Stimme der Ruhe werdet ihr vom Himmel 
her hören. 4 Wehe euch, ihr Sünder! euer Reichtum zwar lässt euch 

10 als Gerechte erscheinen, aber euer Herz überführt euch, dass ihr Sünder 
seid; und diese Rede wird euch gegenüber ein Zeugnis sein zur Erinne- 
rung an die Ubelthaten. 5 Wehe euch, die ihr das Beste des Weizens 
verzehrt und die Kraft des Ursprungs der Quelle trinkt und die Nie- 
drigen mit eurer Kraft zu Boden tretet. 6 Wehe euch, die ihr jederzeit 

15 Wasser trinket, denn es wird euch bald vergolten werden: es wird mit 
euch zu Ende gehen und ihr werdet vertrocknen, weil ihr die Quelle des 
Lebens verlassen habt. 7 Wehe euch, die ihr Ungerechtigkeit, Betrug 
und Lästerung verübt, es wird ein Darangedenken geben euch gegen- 
über zum Bösen. 8 Wehe euch, ihr Mächtigen, die ihr mit Gewalt den 

20 Gerechten zu Boden schlagt, denn es wird der Tag eures Verderbens 
kommen; in jener Zeit werden für die Gerechten viele und gute Tage 
kommen, am Tage eures Gerichtes. 

Cap. 97* Glaubt, ihr Gerechten, dass die Sünder werden zu Schanden 
werden und umkommen am Tage der Ungerechtigkeit. 2 Kund wird 

25 es euch werden, dass der Höchste an euren Untergang denkt, und die 
Engel des Himmels sich über eure Vernichtung freuen. 3 Was wollt 
ihr (dann) thun, ihr Sünder, und wohin wollt ihr an jenem Tage des 
Gerichtes fliehen, wenn ihr die Stimme des Gebets der Gerechten hören 
werdet? 4 Es wird euch aber gehen wie jenen, gegen die jenes Wort 

30 ein Zeugnis sein wird: »Ihr seid Genossen der Sünder gewesen«. 5 Und 
in jenen Tagen wird das Gebet der Gerechten zum Herrn dringen, und 
für euch werden die Tage eures Gerichts kommen. 6 Und alle eure 
ungerechten Reden werden vorgelesen werden vor dem Grossen und 
Heiligen, und euer Antlitz wird vor Scham erröten, und jedes Werk, 

Cap. 96, 2. Jerem. 49, 16. Jes. 2, 19. — 5. Psal. 81, 17. 147, 14. 

15 »es wird euch vergolten werden« < MQT wegen Ähnlichkeit mit dem 
folgenden Wort; die Stelle < U | 26 »des Himmels« < II | 29 »es wird euch nicht 
f«o gehen wie jenen, ihr, gegen die . . .« MT, II (»wie jenen, denn gegen euch« T) ] 
ni »kommen und dringen« G | 33 unger. Reden] »Ungerechtigkeit« G | 33 »und« 
< vor >: Heiligen« GGaMQ. Für Cap. 97, 6b— 108, 10 tritt noch Ga hinzu. 



Cap. 96, 2—98, 9. 129 

das auf Ungerechtigkeit gegründet ist, wird er verwerfen. 7 Wehe euch, 
ihr Sünder, mitten im Meere und auf dem Festlande, deren Gedenken 
euch verderblich ist. 8 Wehe euch, die ihr Silber und Gold in un- 
rechtmässiger Weise erwerbt und sagt: »Wir sind reich geworden, haben 
Hab und Gut und besitzen alles, was wir wünschen. 9 Und nun wollen 5^ 
wir ausführen, was wir ersonnen haben, denn wir haben Silber zusammen- 
gebracht und unsere Vorratshäuser gefüllt wie mit Wasser, und zahl- 
reich sind die Ackerleute unserer Häuser«. 10 Und wie Wasser wird 
(auch) eure Lüge zerrinnen; denn der Reichtum wird euch nicht bleiben, 
sondern eilends von euch hinauffahren, weil ihr alles mit Unrecht er- 10 
worben habt, und ihr werdet dem grossen Fluche verfallen. 

Cap» 98» Und nun schwöre ich euch, den Weisen und den Thoren, 
ihr werdet auf Erden viel zu Gesicht bekommen. 2 Denn Schmuck 
werdet ihr Männer euch mehr anlegen als ein Weib und Buntes mehr 
als ein junges Mädchen; in Königswürde, Hoheit und Machtfülle, in Silber 15 
und Gold und Purpur, in Ehre und Speisen gehen sie auf wie (zerfliessen- 
des) Wasser. 3 Darum haben sie keine Lehre und Weisheit, und infolge- 
dessen werden sie zu Grunde gehen mitsamt ihren Reichtümern und 
mit aller ihrer Herrlichkeit und Ehre, und in Schande, Todesnot und 
grosser Armut wird ihr Geist in den feurigen Ofen geworfen werden. 20 

4 Ich schwöre euch, ihr Sünder, wie ein Berg nicht zu einem Sklaven 
geworden ist noch werden wird, und eine Anhöhe nicht zur Magd für 
ein Weib, also ist auch die Sünde nicht auf die Erde geschickt worden, 
sondern die Menschen haben sie aus ihrem eigenen Selbst erschaffen, 
und grosser Verdammnis werden die verfallen, welche sie begehen. 25 

5 Und Unfruchtbarkeit ist dem Weibe nicht (von Natur aus) gegeben 
worden, sondern um des Thuns ihrer Hände willen stirbt sie ohne Kinder. 

6 Ich schwöre euch, ihr Sünder, bei dem Heiligen und Grossen, dass 
all euer böses Thun offenbar ist in den Himmeln, und dass es kein 
Werk der Gewaltthätigkeit bei euch giebt, welches bedeckt und ver- 30 
borgen wäre. 7 Und wähnet nicht in eurem Geiste und saget nicht in 
eurem Herzen, ihr wüsstet nicht und sähet nicht, dass jede Sünde im 
Himmel vor dem Höchsten täglich aufgeschrieben wird. 8 Von nun an 
wisst ihr, dass alle eure Gewaltthätigkeit, die ihr begehet, aufgeschrieben 
Avird an jedem Tage bis zum Tage eures Gerichts. 9 Wehe euch, ihr 85 

1 »wird verworfen werden« MU, II; »wird nachlassen« Ga [ 7/8 »und wie 
Wasser zahlreich sind die . . .« MQT, II, bei U fehlt der Passus | 10 »alles« < Ga-Q i 
12 »und nicht den Thoren« GGaQT | 16 »gehen sie auf« wörtl. »ergiessen sie sich« i 
20 »in den feurigen Ofen« < MQT | 21 »ich schwöre euch« < G | 2G Unfrucht- 
barkeit (meknat)] »Vorwände« (meknejät) GGaMQ | 28 »und« < vor »Grossen« GTU | 
30 »Werk der« < Ga | 35 »des Gerichts« Ga; »eures Todes und eures Gerichts« M. 
Henoch. 



130 Buch Henoch. 

Thoren, denn ihr werdet durch eure Thorheit umkommen; und um die 
Weisen kümmert ihr euch nicht, somit wird Gutes nicht zu euch kommen. 
10 Und nun wisset, dass ihr reif seid für den Tag des Verderbens, und 
hoffet nicht, dass ihr am Leben bleiben werdet, ihr Sünder; ihr werdet 
5 vielmehr dahingehen und sterben, weil ihr kein Lösegeld kennt. Denn 
ihr seid reif für den Tag des grossen Gerichts und für den Tag der 
Trübsal und grossen Schmach für euren Geist. 11 Wehe euch, ihr Herz- 
verstockten, die ihr Böses thut und Blut esset; woher esset, trinket und 
sättiget ihr euch so vortrefflich? Doch von all dem Guten, das der Herr, 

10 der Höchste, in Fülle auf Erden gegeben hat: (darum) sollt ihr keinen 
Frieden haben. 12 Wehe euch, die ihr ungerechtes Thun liebt, warum 
erhoffet ihr Gutes für euch? Wisset, dass ihr in die Hände der Ge- 
rechten werdet gegeben werden, und sie werden euch den Hals durch- 
schneiden und werden euch töten ohne Erbarmen. 13 Wehe euch, die 

15 ihr euch freut über die Not der Gerechten, denn für euch wird kein 
Grab gegraben werden. 14 Wehe euch, die ihr die Worte der Gerechten 
für eitel erklärt, ihr werdet keine Hoffnung auf das Leben haben. 
15 Wehe euch, die ihr Lügenworte niederschreibt und Reden der Gott- 
losen, denn die schreiben ihre Lüge nieder, dass man sie höre und das 

20 andere vergesse; sie werden keinen Frieden haben, sondern eines plötz- 
lichen Todes sterben. 

Cap. 99» Wehe denen, welche Gottlosigkeiten begehen und Lügen- 
reden loben und verherrlichen; ihr werdet zu Grunde gehen und kein 
gutes Leben haben. 2 Wehe denen, welche die Worte der Warheit ver- 

25 kehren, das ewige Gesetz übertreten, und sich selbst zu dem machen, 
was sie (vordem) nicht waren, zu Sündern; auf Erden sollen sie nieder- 
getreten werden. 3 In jenen Tagen macht euch bereit, ihr Gerechten, 
eure Gebete ins Gedächtnis zu bringen, und legt sie als Zeugnis den 
Engeln vor, dass sie die Sünde der Sünder dem Höchsten zur Erinne- 

80 rung vorlegen. 4 Und in jenen Tagen werden die Völker in Aufruhr 
kommen, und die Geschlechter der Völker werden sich erheben 
am Tage des Verderbens. 5 Und in jenen Tagen werden die, welche 
in Not sind, hingehen und ihre Kinder zerreissen und sie von sich 
werfen; ihre Kinder werden ihnen entgleiten, und während sie an der 

2 »kennt ihr nicht« M, «seht ihr nicht« Q, »hört ihr nicht« T, II | 9 »unser 
Herr« M, II ] 16 gegraben werden] »zu sehen sein« GGaQ | 20 das andere ver- 
gesse] »die Thorheit nicht vergesse« II | 22 »Wehe euch« GMQT, dann aber 
folgen Verba in der 3. Person ; dieselbe Erscheinung wiederholt sich V. 2 bei den 
HSS II I 28 »ihr habt sie vorgelegt« II | 31 sich erheben (jetnase'ü)] »erheben« 
(jenase'ü) GGaQ vielleicht nur Flüchtigkeit; »werden ihr Antlitz nicht erheben« M ) 
33/34 »ihre Kinder von sich werfen« IL 



Cap. 98,10—99,16. 131 ^ 

Brust liegen, werden sie ihre Kleinen dahinwerfen und werden nicht 
zu ihnen zurückkehren und sich nicht ihrer Lieben erbarmen. 6 Aber- 
mals schwöre ich euch Sündern, dass die Sünde reif ist für den Tag 
unaufhörlichen Blutvergiessens. 7 Und sie werden Steine anbeten, und 
andere Averden Bilder von Gold und Silber, Holz und Thon bilden, und 5 
andere werden böse Geister und Dämonen und allerlei Idole anbeten 
[und das] im Unverstand, aber es wird keine Hilfe von ihnen zu erlangen 
sein. 8 Und sie werden in Gottlosigkeit versinken wegen der Thorheit 
ihres Herzens, und ihre Augen werden geblendet sein durch die Furcht 
ihres Herzens und die Gesichte ihrer Träume. 9 Durch sie werden sie 10 
gottlos und voll Furcht werden, denn alle ihre "Werke thun sie in Lüge 
und beten Steine an; so werden sie in einem Augenblick umkommen. 
10 Selig sind in jenen Tagen alle diejenigen, welche die Worte der 
Weisheit annehmen und verstehen und den Wegen des Höchsten folgen 
und auf dem Pfade seiner Gerechtigkeit wandeln und nicht gottlos 15 
sind mit den Gottlosen, denn sie werden gerettet werden. 11 Wehe 
euch, die ihr die Bosheit bis zu eurem Nächsten ausdehnt, ihr 
werdet in der Hölle getötet werden. 12 Wehe euch, die ihr ein falsches 
und betrügerisches Mass führt und auf Erden Erbitterung hervorruft, 
denn dadurch wird es mit ihnen ein Ende nehmen. 13 Wehe euch, 20 
die ihr eure Häuser mit der Fronarbeit anderer baut, und deren Bau- 
material lauter Ziegel und Steine der Sünde sind; ich sage euch, ihr 
werdet keinen Frieden haben! 14 Wehe denen, die das Mass und das 
ewige Erbteil ihrer Väter verwerfen und deren Seele den Götzen folgt; 
sie werden keine Ruhe haben. 15 Wehe denen, welche Ungerechtigkeit 25 
begehen und die Gewaltthätigkeit unterstützen und ihren Nächsten töten 
bis auf den Tag des grossen Gerichts. 16 Denn er wird eure Herrlichkeit 
zu Boden stürzen und Kummer in euer Herz bringen, und er wird seinen 

Cap. 99, 6. 7 vgl. TertuUianus de idolol. IV, 22 — 28: Et rursus juro vobis pecca- 
tores, quod in diem sanguinis perditionis tristitia (Var. paenitentia) parata est. qui 
servitis lapidibus et qui imagines facitis aureas et argenteas et ligneas et lapideas et 
fictiles et servitis phantasmatibus et daemoniis et spiritibus iniamibus (HSS infamis) 
et Omnibus erroribus non secundum scientiam, nullum ab iis invenietis auxilium. 

1 »ihre Kleinen« < 11 | 6 böse] »unreine« II | 7 und im Unv^erstand = non 
secundum scientiam Tert.] »und in Götzentempeln« M (noch mit i »nicht«), II & 
FHJLNO I 15 »der Gerechtigkeit« U, II | 17 ausdehnt (tesafehewa)] »Böses erhofft 
für« (tessaffawewa oder tessefawewa?) Ga, aber mit grammat. unrichtiger Form 
18 »betrügerisch« < Ga i Mass (masfarta)] »den Grund (masarrata) der Sünde und 
des Betruges legt« T, II; »Strafe« (maqsafta) M | Erbitterung hervorruft (jamarerü)] 
»ratet« (jämakerü) Ga — nicht »versucht« (Charles, Beer), das müsste jämekerü 
heissen, zudem fehlt das Objekt und der Zusatz »auf Erden« ist überflüssig ~ »kennt« 
(jä'amerü) (iQ. Sollte das ein Schreibfehler für ja'emeru »kennen lehrt« sein? 
24 »ihre Seele . . . folgen lassen« II. 

9* 



yy2 Bach Henoch. 

Zorn erregen, und dessen Hauch wird euch alle mit dem Schwert umbringen; 
imd all die Gerechten und Heiligen werden eurer Sünde gedenken. 

Cap. 100. Und in jenen Tagen werden die Väter mit ihren Sühnen 
an einem Orte erschlagen werden, und Brüder miteinander im Tode 
5 fallen, bis es einem Strome gleich von ihrem Blute strömt. 2 Denn 
ein Mann wird seine Hand nicht zurückhalten von seinen Söhnen und 
Enkeln, sie zu töten und der Sünder wird seine Hand nicht zurück- 
halten von seinem hochgeehrten Bruder; vom Morgengrauen bis die 
Sonne sinkt werden sie einander morden. 3 Und das Ross wird bis an 

10 die Brust im Blute der Sünder waten, und der Wagen bis zu seiner 
Höhe einsinken. 4 Und in jenen Tagen werden die Engel herabkommen 
in die Verstecke und alle, welche die Sünde herabbrachten, an einen 
Ort zusammenbringen; und der Höchste wird sich an jenem Tage des 
Gerichts erheben, um das grosse Gericht unter den Sündern zu halten. 

15 5 Und zu Wächtern wird er über alle Gerechten und Heiligen heilige 
Engel setzen, dass sie sie behüten wie einen Augapfel, bis dass er allem 
Bösen und aller Sünde ein Ende machen wird; und wenn auch die Ge- 
rechten einen langen Schlaf schlafen, so haben sie doch nichts zu fürchten. 

6 Und die weisen Menschen werden die Wahrheit sehen, und die Kinder 
20 der Erde werden alle Worte dieses Buches verstehen und erkennen, dass 

ihr Reichtum sie nicht retten kann beim Zusammensturz ihrer Sünde. 

7 Wehe euch, ihr Sünder, wenn ihr die Gerechten peiniget am Tage der 
argen Drangsal und sie mit Feuer verbrennt; es wird euch vergolten 
werden nach euren Thaten. 8 Wehe euch, ihr Herzverstockten, die ihr 

25 wachet, um Böses auszusinnen: Furcht soll über euch kommen, und 

keiner wird euch helfen. 9 Wehe euch, ihr Sünder, wegen der Rede 

eures Mundes und der Werke eurer Hände, die Werke eures gottlosen 

Sinnes sind: ihr werdet in einem Brande lodernden Feuers brennen. 

Cap. 100, 5. Deut. 32, 10. Psal. 17, 8. 

1 »und den Geist seines Zornes erregen, dass er euch alle . . . umbringe« 
Ga, 11, <: U. Auch diese Lesart ist eine Verbesserung d. abess. Gelehrten für das 
sinnlose »seinen Zorn und seinen Hauch« (manfasöj GMQ, nur T hat richtig den 
Nom. manfasü ] 5 »als Strom . . . strömt« GMT^ einfache Apposition | »eurem 
Blute« Ga 6 »mitleidsvoll zurückhalten« T, II | 12 »der Sünde halfen« T, II | 
14 »des Gerichts« < TU, II excl. V ] »an allen Sündern« T, II | 17 »ein Ende 
gemacht wird« TU, II I 24 »Herz verkehrten« II | 26 »denn wegen . . . werdet 
ihr . . .« Ga, II 1 Rede] »Worte« Ga, II | 27 28 gottlosen Sinnes (res'änikemmü] 
rasfänikemmü GGaMQ ist nur Schreibfehler; rasakemmü 11 lässt sich höchstens 
übersetzen: »die ihr gottlos wäret in Werken« | »in Folge der Werke eures gott- 
losen Sinnes werdet ihr . . .« T | 28 »werdet — brennen« scheint nicht der urspr. 
Text zu sein, GQT und zum Teil auch M und U lesen nämlich: ba-wäja lähb 
emesät jewe'i »in einem lodernden Brande, (der) ärger als Feuer brennt, (werdet 
ihr brennen)«. 



Cap. 100,1-101,8. 133 

10 Und nun wisset, dass er bei den Engeln im Himmel nach euren 
Thaten forschen wird, und bei Sonne, Mond und Sternen nach eurer 
Sünde, weil ihr auf Erden an den Gerechten Gericht übt. 11 Und er 
wird gegen euch zu Zeugen aufrufen jede Wolke, Nebel, Tau und 
Regen, denn sie alle werden vor euch zurückgehalten werden, dass sie 5 
nicht auf euch herabkommen können, und sie werden eurer Sünde ge- 
denken. 12 Und nun gebt dem Regen Geschenke, dass er sich nicht 
weigere, auf euch herabzukommen, und dass der Tau, wenn er von euch 
Gold und Silber empfangen hat, herniederkomme. 13 Wann Reif und 
Schnee mit ihrer Kälte und alle Schneestürme mit allen ihren Plagen 10 
auf euch fallen werden, in jenen Tagen werdet ihr nicht vor ihnen be- 
stehen können. 

Cap. 101. Betrachtet den Himmel, ihr Kinder des Himmels, und 
jedes Werk des Höchsten; fürchtet euch vor ihm und thut nichts Böses 
vor ihm. 2 Wenn er die Fenster des Himmels schliesst und Regen und 15 
Tau zurückhält, dass sie euretwegen nicht auf die Erde herabkommen, 
was wollt ihr da thun? 3 Und wenn er seinen Zorn über euch schickt, 
um aller eurer Thaten willen, so könnt ihr ihn nicht anflehen, weil ihr 
hochmütige und freche Reden gegen seine Gerechtigkeit führt; und so 
werdet ihr keinen Frieden haben. 4 Und sehet ihr nicht die Könige (r. Ma- 20 
trosen) der Schiffe, wie ihre Schiffe von den Wogen hin und hergeworfen 
und von den Winden geschaukelt werden und in Bedrängnis kommen, 
5 und (wie) sie deshalb in Furcht geraten, weil all ihre beste Habe mit 
ihnen auf die See hinausging, und sie nichts Gutes ahnen in ihrem 
Herzen, nämlich dass das Meer sie verschlingen, und sie in ihm unter- 25 
gehen möchten? 6 Ist nicht das ganze Meer und alle seine Wasser 
und all seine Bewegung ein Werk des Höchsten, und hat er nicht all 
sein Thun versiegelt, und hat er es nicht ganz mit Sand umschlossen? 
7 Bei seinem Schelten fürchtet es sich und trocknet aus, und alle seine 
Fische sterben und alles, was darin ist; ihr Sünder aber, die ihr auf der 30 
Erde seid, fürchtet ihn nicht! 8 Hat er nicht Himmel und Erde und 

1/2 »dass die Engel . . . nachspüren von der Sonne . . . (aus)« II | 4 »jede« < Ga | 
(5 »dass sie herabkommen auf euch und eure Sünde« Ga (sinnlos), die übrigen HSS 
ausser GQU, Y haben »nicht« vor gedenken; für »gedenken« (jehelejü) lesen T, B 
jehelewü »sein« ] 9 »nicht herniederkomme« MQ; < überhaupt bei U und II 
(excl. BPY) & FHN | 13 »all ihr Kinder« T2, II | 18 »und über alle eure Thaten« T, II i 
20 Könige] so der äth. Text infolge eines Übersetzungsfehlers der griech. Vorlage, 
die *^n^73 »Matrosen« mit 'labT? verwechselt hatte | 28 versiegelt (hatama)] »ver- 
schlossen« E; für hatama liest Gruppe I wamäja »und das Wasser«, vielleicht eine 
Verderbnis für wähaja »behält er nicht all sein Thun im Auge« ; Y bietet wamaja 
'aqama »und sein Wasser eingeschlossen« | 29 »fürchtet sich« < Ga, «trocknet aus 
und fürchtet sich« II & FHJLNO. 



134 Buch Henoch. 

alles, was darauf ist, gemacht? Und wer hat Belehrung und Weisheit 
allem, was sich auf Erden und im Meere regt, gegeben? 9 Fürchten 
nicht jene Könige (r. Matrosen) der Schiffe das Meer? Die Sünder aber 
fürchten den Höchsten nicht! 
5 Cap. 102. Wohin wollt ihr in jenen Tagen, wenn er euch mit 

schmerzbringendem Feuer überschüttet, fliehen, und wo eure Rettung 
suchen? Und wenn er sein Wort gegen euch schleudert, werdet ihr 
nicht erschrecken und in Furcht geraten? 2 Und alle Lichter werden 
in grosser Furcht beben, und die ganze Erde wird erschrecken, zittern 

10 und zagen. 3 Und alle Engel werden ihren Befehl vollbringen und sich 
zu verbergen suchen vor der grossen Herrlichkeit, und die Kinder der 
Erde werden zittern und beben, und ihr, ihr Sünder, seid verflucht auf 
ewig und werdet keinen Frieden haben. 4 Fürchtet euch nicht, ihr 
Seelen der Gerechten, und hoffet, die ihr in Gerechtigkeit gestorben seid. 

15 5 Und seid nicht traurig, wenn eure Seele mit Kummer in das Toten- 
reich hinabfährt und euer Leib bei euren Lebzeiten nicht gefunden hat, 
was eure Vortrefflichkeit verdiente, sondern (seid vielmehr traurig) über 
den Tag, da ihr zu Sündern wurdet, und über den Tag des Fluches 
und des Strafgerichts. 6 Und wenn ihr sterbt, sprechen die Sünder 

20 über euch: »Wie wir sterben, sterben die Gerechten, und was für einen 
Nutzen haben sie von ihren Thaten gehabt? 7 Siehe, wie wir, so sterben 
sie in Kummer und Finsternis; und was ist ihr Vorzug vor uns? Von 
nun an sind wir gleich. 8 Und was werden sie erhalten und was werden 
sie schauen in Ewigkeit? Denn siehe, auch sie sind tot, und von nun 

25 an bis in Ewigkeit werden sie das Licht nicht mehr sehen.« 9 Ich 
sage euch, ihr Sünder, euch genügt es, zu essen und zu trinken, die 
Menschen nackt auszuziehen, zu rauben und zu sündigen, Besitz zu er- 
werben und gute Tage zu sehen. 10 »Habt ihr die Gerechten gesehen, 
wie ihr Ende war? Irgend welche Gewaltthätigkeit war ja bei ihnen 

30 nicht zu finden bis auf den Tag ihres Todes; 11 und (doch) sind sie 
untergegangen und sind geworden, als wären sie nie gewesen, und ihre 
Seelen sind in Trübsal in das Totenreich hinabgefahren.« 

Cap. 103. Und nun schwöre ich euch, den Gerechten, bei der Herr- 
lichkeit dessen, der gross und ruhmreich und mächtig an Herrschaft ist, 

35 und bei seiner Majestät schwöre ich euch: 2 Ich kenne das Geheimnis und 

11 »Grossen an Herrlichkeit« II | »Kinder der Erde« < Ga | 14 »hoffet ihr 
Seelen der in Gerechtigkeit Verstorbenen« Ga; »hoffet auf den Tag eures Todes« 
ABDE & I 1,5 »Seele in grosse Trübsal, Jammer und Seufzen und mit Kummer . . .« 
T, II I 22 Finsternis] + »und Angst« Ga 29 »ihr Ende Friede war« II | 34 »und 
mächtig« <C MQT, »bei seiner grossen Hen-lichkeit und Ehre und bei seinem ruhm- 
würdigen Reiche« II & FHJLNO | 35 »dieses Geheimnis« T, II. 



Cap. 101, 9—103, 11. 135 

habe es auf den himmlischen Tafeln gelesen und habe das Buch der 
Heiligen gesehen und darin geschrieben und eingezeichnet gefunden 
über sie, 3 dass alles Gute und Ehre und Freude bereitet und auf- 
geschrieben ist für die Geister derer, die in Gerechtigkeit gestorben 
sind, und dass euch viel Gutes gegeben werden wird als Vergeltung für 5 
eure Mühe, und dass euer Los besser ist, als das Los der Lebendigen. 
4 Und die Geister von euch, die ihr in Gerechtigkeit gestorben seid, 
werden leben, und sie werden sich freuen und frohlocken; und ihre Geister 
werden nicht untergehen, noch ihr Gedächtnis vor dem Angesicht des 
Grossen bis auf alle Geschlechter der Welt; und jetzt fürchtet euch nicht 10 
vor ihrer Schmähung. 5 Wehe euch, ihr Sünder, nach dem Tode, wenn 
ihr in dem Reichtum eurer Sünde sterbt, und euresgleichen von euch 
sagen: »Selig sind die Sünder, alle ihre Tage haben sie gesehen; 6 und 
jetzt sind sie gestorben in Glück und Reichtum, Trübsal und Todesnot 
haben sie nicht gesehen in ihrem Leben. In Herrlichkeit sind sie ge- 15 
storben, und ein Gericht wurde an ihnen zu ihren Lebzeiten nicht voll- 
zogen.« 7 Ihr sollt wissen, dass man ihre Seelen in das Totenreich 
wird hinabfahren lassen, und dass es ihnen schlecht gehen und ihre 
Trübsal gross sein wird. 8 In Finsternis, Fesselung und lodernde 
Flammen, da, wo das grosse Gericht stattfindet, wird euer Geist ge- 20 
raten, und das Gericht wird dauern für alle Geschlechter der Welt; 
wehe euch, ihr werdet keinen Frieden haben! 9 Sagt nicht im 
Sinne der Gerechten und Guten, die (einst) am Leben waren: »In den 
Tagen unserer Not haben wir uns mit mühseliger Arbeit abgequält 
und haben alle Not zu sehen bekommen und haben viel Böses ertragen 25 
müssen. Wir sind aufgerieben w^orden, unsere Zahl ist zusammenge- 
schmolzen und unser Geist ist klein(mütig) geworden. 10 Wir sind 
umgekommen und haben niemand gefunden, der uns auch nur mit einem 
Wort geholfen hätte; wir sind geplagt worden und zu Grunde gegangen 
und haben nicht gehofft, das Leben zu sehen von einem Tage zum 30 
andern. 11 Wir hofften das Haupt zu sein und sind der Schwanz ge- 

3 »Freude für sie bereitet ist« GaT^, II 1 3/4 »aufgeschrieben sind die Namen 
derer« Ga | 9 »und werden nicht untergehen« < II, »ihre Geister« gehört zum 
Vorhergehenden | »und ihr Gedächtnis« (wird bleiben) GaT2, II | 11 »nach dem 
Tode« < II I 12 »in euren Sünden« Q, II ausser V | 13 »haben sie Gutes gesehen« Ga | 
17 »wisset ihr . . .?« M, BCV | 21 »für alle Geschlechter bis in Ewigkeit« II ausser V | 
24 Not] »Lebens« Ga. In V. 9—15 bietet Ga immer die 3. Pers. statt der 1., nur 
in V. 14 und 15 hat es an 7 Stellen auch die 1. In V. 9 haben (iQTiU bei dem 
ersten in Betracht kommenden Worte ebenfalls die 3. Pers., dann aber immer die 
erste | 26 aufgerieben (tawadä'na)] »hingeworfen worden« (tawadajna) Q, »sie sind 
krank geworden« (dawejü so!) Ga 28 »umgekommen und niemand half uns mit 
Wort und That; wir vermochten und erreichten nicht das Geringste« T, II. 



y\Q Buch Henoch. 

wordeo; wir mühten uns ab mit Arbeiten und genossen nicht den Ertrag 
unserer Mühe; wir wurden zum Frass für die Sünder, und die Unge- 
rechten liöSsen ihr Joch schwer auf uns lasten. 12 Es wurden zu 
Herrschern über uns diejenigen, welche von Hass gegen uns erfüllt 
f) waren und uns schlugen; und denen, die uns hassten, beugten wir 
unsem Nacken, und sie hatten kein Erbarmen mit uns. 13 Und wir 
suchten ihnen zu entgehen, um zu flüchten und Ruhe zu haben, aber 
wir fanden keinen Ort, wohin wir unsere Zuflucht nehmen und uns 
vor ihnen retten konnten. 14 Und wir klagten über sie bei den Herr- 

10 Sehern in unserer Not und schrieen über die, die uns verzehrten, aber 
sie achteten nicht auf unser Geschrei und wollten unsere Stimme nicht 
hören. 15 Sie halfen vielmehr denen, die uns beraubten und aufzehrten 
und unsere Zahl verringerten, und sie verheimlichten ihre Bedrückung 
und nahmen nicht von uns das Joch derer, die uns aufzehrten, ausein- 

15 andersprengten und mordeten; und sie verheimlichten unsere Ermordung 
und dachten nicht daran, dass sie (die Bedrücker) die Hände gegen uns 
erhoben hatten.« 

Cap. 104. Ich schwöre euch, dass im Himmel die Engel eurer ge- 
denken werden zum Guten vor der Herrlichkeit des Grossen; eure Namen 

20 w-erden aufgeschrieben werden vor der Herrlichkeit des Grossen. 2 Hoffet! 
denn zuerst hattet ihr Schmach zu erdulden in Unglück und Not, jetzt 
aber werdet ihr leuchten wie die Lichter des Himmels, ihr werdet 
leuchten und gesehen werden, und die Pforte des Himmels wird 
euch aufgethan werden. 3 Und rufet mit eurem Geschrei das Ge- 

25 rieht herbei, so wird es euch erscheinen; denn für alle eure Drang- 
sale wird er von den Fürsten Rechenschaft fordern und von all den 
Helfern derer, die euch beraubten. 4 Hoffet und lasset nicht von eurer 
Hoffnung, denn euch wird grosse Freude zu teil werden, wie (die) der Engel 
im Himmel. 5 Was werdet ihr dann thun müssen? Ihr werdet euch 

30 nicht zu verbergen brauchen am Tage des grossen Gerichts, und werdet 
nicht als Sünder erfunden werden; und das ewige Gericht wird euch 
fern bleiben für alle Geschlechter der Welt. 6 Und nun fürchtet euch 
nicht, ihr Gerechten, wenn ihr die Sünder erstarken und vorwärts 
kommen seht auf ihren Wegen; und habt keine Gemeinschaft mit ihnen, 

35 sondern haltet euch fern von ihrer Gewaltthätigkeit, denn Genossen der 

Cap. 104, 2. Dan. 12, 3. 

14 derer die (ella)] «sondern« (allä) QT, II | 18 «euch, ihr Gerechten« T2, II j 
»im Himmel« < Ga { 22/23 »ihr werdet leuchten« < II | 25 »denn« < Ga | 26 »wird 
man fordern« Plur. CDY, »wird gefordert werden« T | 29 was (menta)] »was das 
betriftt (enta), dass ihr . . .« T, II ausser EW ] 34 Wegen und] + »und werdet 
nicht wie sie« Ga | Wegen] »Lust« II. 



Gap. 103,12-105,2. 137 

Guten (r. Engel) des Himmels sollt ihr werden. 7 Denn ihr Sünder sprechet 
zwar: »Ihr sollt es nicht erforschen, und alle unsere Sünden werden 
nicht aufgeschrieben!« — sie schreiben doch alle eure Sünden auf, jeden 
Tag. 8 Und nun werde ich euch zeigen, dass Licht und Finsternis, Tag 
und Nacht alle eure Sünden sehen. 9 Seid nicht gottlos in eurem 5 
Herzen und lüget nicht, verkehret nicht das Wort der Wahrheit und 
zeihet das Wort des Heiligen und Grossen nicht der Lüge, und achtet 
nicht eure Götzen, denn alle eure Lüge und Gottlosigkeit dient nicht zur 
Gerechtigkeit, sondern zu grosser Sünde. 10 Und nun weiss ich dieses 
Geheimnis, dass die Sünder das Wort der Wahrheit vielfach ändern lO 
und verdrehen werden, und dass sie schlimme Reden führen, lügen und 
grosse Betrügereien erfinden werden und dass sie Bücher über ihre 
Reden schreiben werden. 11 Wenn sie aber alle Reden richtig nieder- 
schreiben in ihren Sprachen und nichts ändern und kürzen an meinen 
Reden, sondern alles richtig niederschreiben, alles, was ich zuvor über 15 
sie bezeugt habe: 12 so weiss ich ein anderes Geheimnis, dass nämlich 
den Gerechten und Weisen die Bücher werden gegeben werden zur 
Freude, zur Rechtschaffenheit und zu vielfältiger Weisheit. 13 Und 
ihnen w^erden die Bücher gegeben werden, und sie werden daran glauben 
und sich darüber freuen, und alle Gerechten, die aus ihnen alle Pfade 20 
der Rechtschaffenheit kennen lernten, werden ihren Lohn empfangen. 

Cap. 105. Und in jenen Tagen, spricht der Herr, sollen sie die 
Söhne der Erde rufen und Zeugnis ablegen von der Weisheit derselben; 
zeiget (sie) ihnen, denn ihr seid ihre Führer, und die Belohnungen, (die) 
über die ganze Erde (kommen sollen). 2 Denn ich und mein Sohn 25 
werden uns mit ihnen auf ewig auf den Pfaden der Rechtschaffenheit 
während ihres Lebens vereinigen, und Friede wird euch werden. Freuet 
euch, ihr Kinder der Rechtschaffenheit. Amen.« 

1 »der Guten des Himmels« beruht auf einer Verwechselung von dya^öiv und 
dyyekwv im griech. Text; in Ga, II ist heräna in harrä »Heerscharen« geändert i 
3 '-und . . . nicht aufschreiben« Mü | 7 »achtet nicht (i-tehsebew6)] »preiset nicht« 
(i-tesabbehew6) MT, II ] 8 Lüge] »Sünde« BC | 10 Sünder . . . vielfach] »viele 
Sünder« II | 11 »und verdrehen« < Ga j 13 »alle meine Reden« T, II | 21 Lohn 
empfangen] »sich freuen« DE | 25 »ich, der Vater« M | 28 Amen] + »Halleluja« Q, 
»in Wahrheit« (ba-amän) MT, IL 



j38 ß'^c^ Henoch. 



106, Factum est autem cum esset Lamech annorum tricentorum 
quinquagenta, natus est ei filius, 2 cui oculi sunt sicut radi solis, capilli 
autem eius candidiores in septies nive, corpori autem eius nemo homi- 
num potest intueri. 3 et surrexit inter manus obstetricis suae et adoravit 
5 dominum viventem in secula (et) laudavit. 4 et timuit Lamech, 6 ne 
non ex eo natus esset nisi nontius dei, et venit ad patrem suum Mathu- 
salem et narravit illi omnia. 7 dixit Mathusalem: Ego autem non possum 
scire nisi eamus ad patrem nostrum Enoc. 8 quum autem vidit Enoc filium 
suum Mathusalem venientem ad se, et ait: Quid est quod venisti ad 
10 me, nate? 10 Dixit, quod natus est (filius) filio suo nomine Lamech, 
cui oculi sunt sicut radi solis, capilli eius candidiores septies nive, cor- 
pori autem eius nemo hominum potest intueri, 11 et surrexit inter manus 
obstetricis suae eadem hora, qua procidit de utero matris suae. oravit 



2 filiu I 3 candiores | 5 et + James | 10 + filius \ 11 capillis | 13 et adoravit 
James. 



Cap. 106,1—106,11. 139 

Anhang. 

Cap. 106—108. 

Cap. 106» Und nach einiger Zeit nahm mein Sohn Methusala 
seinem Sohne Lamech ein Weib, und sie ward von ihm schwanger und 
gebar einen Sohn. 2 Und sein Leib war weiss wie Schnee und rot 5 
wie Rosenblüte, und das HaaT seines Hauptes und sein Scheitel weiss 
wie Wolle, und seine Augen schön; und wenn er seine Augen aufschlug, 
erhellten sie das ganze Haus wie die Sonne, so dass das ganze Haus 
sehr hell war. 3 Und darnach richtete er sich unter den Händen der 
Wehemutter auf, öffnete seinen Mund und redete mit dem Herrn der 10 
Gerechtigkeit. 4 Und sein Vater Lamech fürchtete sich vor ihm, floh 
und kam zu seinem Vater Methusala 5 und sprach zu ihm: »Ich habe 
einen sonderbaren Sohn gezeugt, er ist nicht wie ein Mensch, sondern 
gleicht den Kindern der Engel des Himmels, und seine Natur ist eine 
andere, und er ist nicht wie wir; seine Augen sind wie die Strahlen 15 
der Sonne, sein Antlitz leuchtend. 6 Und es scheint mir, als ob er 
nicht von mir, sondern von Engeln stamme, und ich fürchte, es möchte 
in seinen Tagen ein Wunder auf Erden geschehen. 7 Und nun, mein 
Vater, bin ich hier, dich flehentlich zu bitten, du möchtest zu unserem 
Vater Henoch gehen, um von ihm die Wahrheit zu erfahren, denn er hat 20 
seinen Wohnsitz bei den Engeln.« 8 Und als Methusala die Rede 
seines Sohnes gehört hatte, kam er zu mir an die Enden der Erde, denn er 
hatte vernommen, dass ich daselbst wäre; und er schrie, und ich hörte 
seine Stimme, kam zu ihm und sprach zu ihm: »Sieh, da bin ich, mein 
Sohn, denn du bist zu mir gekommen.« (r. warum bist du zu mir ge- 25 
kommen?) 9 Und er antwortete mir und sprach: »Um einer grossen 
Sorge willen bin ich zu dir gekommen, und wegen einer beunruhigenden 
Erscheinung habe ich mich (dir) genähert. 10 Und nun höre mich, 
mein Vater: Meinem Sohne Lamech ist ein Sohn geboren worden, dessen 
Gleichen es nicht giebt und dessen Natur nicht wie die Natur eines 30 
Menschen ist. Seine Farbe ist weisser als Schnee und röter als Rosen- 
blüte, das Haar seines Hauptes ist weisser als weisse Wolle, und seine 
Augen wie Strahlen der Sonne; und als er seine Augen aufschlug, er- 
hellten sie das ganze Haus. 11 Und er richtete sich unter den Händen 
der Wehemutter auf, öffnete seinen Mund und pries den Herrn des 35 



9 darnach (söbehä)] »Und als (soba) er sich aufgerichtet hatte« alle HSS 
ausser GGa | 11 Gerechtigkeit] -j- »und pries den Herrn des Himmels« Q | 25 Lat. 
»quid est quod venisti«, also Verwechselung von dicc xi und öioxt. Ch. | 27 Sorge] 
»Sache« II j 31 »die Farbe seines Leibes« G». 



140 Buch Henoch. 

dominum viventem in secula et laudavifc, 12 et timuit Lamech. 13 et 
dixit Enoc: Nontiatum est mihi, fili, quia post quingentos annos mittet 
deus cataclismum aquae, ut deleat omnem creaturam quadraginta (diebus 
sicut) ostendit oculis nostris. 16 et erunt illi tres filii, et erunt nomina 
6 filiorum eins Sem Cham Jafeth, 18 et ipse vocabitur Noe, qui inter- 
pretatur requies, quia requiem prestabit in archara. 



3/4 diebus sicut -|- James. 



Cap. 106,12—107,3. 141 

Himmels. 12 Da fürchtete sich sein Vater Lamech und floh zu mir, 
und er glaubt nicht, dass er von ihm stamme, sondern das Ebenbild 
der Engel im Himmel sei; und siehe, ich bin zu dir gekommen, dass 
du mir die Wahrheit kund thust.« 13 Und ich, Henoch, antwortete und 
sprach zu ihm: »Der Herr will Neues auf Erden schafiPec; und das habe 5 
ich bereits im Gesicht gesehen und dir kundgethan, dass im Zeitalter 
meines Vaters Jared (einige) aus der Hohe des Himmels das Wort des 
Herrn übertraten. 14 Und siehe, sie thaten Sünde und übertraten das 
Gesetz, und sie vereinigten sich mit den Weibern, und sündigten mit 
ihnen, und sie heirateten (einige) von ihnen und zeugten Kinder mit 10 
ihnen. 15 Und ein grosses Verderben wird über die ganze Erde kommen, 
und eine Wasserflut und grosses Verderben wird ein Jahr lang herrschen. 
16 Und es wird geschehen, dass eben dieser Sohn, der euch geboren 
wurde, auf Erden übrig bleiben wird, und seine drei Söhne werden mit 
ihm gerettet werden; wenn alle Menschen, die auf Erden sind, sterben, 15 
wird er mit seinen Söhnen gerettet werden. 17 Sie zeugten Riesen 
auf Erden nicht dem Geiste, sondern dem Fleische nach. Und ein 
grosses Strafgericht wird über die Erde kommen, und die Erde rein- 
gewaschen werden von aller Unreinigkeit. 18 Und nun thue deinem 
Sohne Lamech kund, dass der, der geboren worden ist, in Wahrheit sein 20 
Sohn ist, und nenne seinen Namen Noah; denn er wird euch ein Rest 
sein, und er und seine Kinder werden errettet werden aus der Vernich- 
tung, die über die Erde kommen wird wegen all der Sünde und all 
der Ungerechtigkeit, die in seinen Tagen auf Erden vollbracht werden 
wird. 19 Und darnach wird die Ungerechtigkeit noch viel grösser werden 25 
als die, welche zuvor vollbracht worden ist; denn ich kenne die Geheim- 
nisse der Heiligen, weil er, der Herr, sie mir gezeigt und kundgethan 
hat, und ich (sie) auf den himmlischen Tafeln gelesen habe. 

Cap. 107* Und ich sah darauf geschrieben, dass Geschlecht für 
Geschlecht freveln wird, bis ein gerechtes Geschlecht aufsteht und der 30 
Frevel ausgetilgt wird, und die Sünde von der Erde verschwindet und 
alles Gute auf ihr (hervor)kommen wird. 2 Und nun mein Sohn, geh 
hin, thue deinem Sohn Lamech kund, dass dieser Sohn, der geboren 
worden ist, wahrhaftig sein Sohn ist und dass (dies) keine Lüge ist.« 
3 Und als Methusala die Worte seines Vaters Henoch gehört hatte — 35 
er hatte ihm nämlich alle verborgenen Dinge gezeigt — da kehrte er 
zurück und zeigte (sie) ihm; und nannte den Namen jenes Sohnes Noah, 
denn er wird der Erde Freude bringen nach allem Verderben. 

1 »sein Vater« < Ga | 6 »bereits« < Ga j 7 aus der Höhe] »die Engel« N | 16 V.17 
gehört eigentlich zwischen V.14 u. 15, wahrscheinlich ist er eine (ilosso | 30 bis (eska)] 
»dass« (esma) GGaMQ 36/37 »kehrte er zurück und zeigte ihm« < CM}; »kehrte er zu- 
rück, da er ihn gesehen < T, IT & FHLNO 1 38 »Erde erretten und ihr Freude bringen < Ga. 



142 



Buch Henoch. 



Cap. 108. Ein anderes Buch, das Henoch für seinen Sohn 
Methusala schrieb und für die, welche nach ihm kommen und das Gesetz 
halten werden in den letzten Tagen. 2 Ihr, die ihr Gutes gethan habt, 
werdet auf diese Tage warten, bis mit denen, die Böses thun, ein Ende 
5 gemacht wird, und die Macht der Übelthäter ein Ende nimmt. 3 Wartet 
ihr nur, bis die Sünde vergeht; denn ihr Name soll aus dem Buche 
des Lebens und aus den heiligen Büchern ausgetilgt werden, und ihr 
Same soll auf ewig untergehen, und ihre Geister werden getötet 
werden, und sie werden schreien und wehklagen an einem wüsten 

10 und unkenntlichen Orte und im Feuer brennen, denn daselbst giebt 
es keine Erde. 4 Und ich sah dort etwas einer Wolke Ahnliches, 
was nicht zu erkennen war, denn wegen seiner Tiefe vermochte 
ich nicht es zu überschauen, und ich sah eine Feuerflamme lodern 
mit hellem Schein, und es kreisten dort (Gestalten) wie helUeuch- 

15 tende Berge, und sie wurden hierhin und dorthin getrieben. 5 Da 
fragte ich einen von den heiligen Engeln, welche bei mir waren, und 
sprach zu ihm: »Was ist dieses Hellleuchtende? Denn es ist kein 
Himmel, sondern nur die Flamme eines brennenden Feuers, dazu die 
Laute von Geschrei, Weinen, Wehklagen und heftigem Schmerz.« 6 Und 

20 er sprach zu mir: »Dieser Ort, den du siehst, — da werden die Geister 
der Sünder und Lästerer hingeworfen, und derer, die Böses thun und 
die alles umkehren, was Gott durch den Mund der Propheten als in 
Zukunft geschehend verkündet hat. 7 Denn es giebt darüber oben im 
Himmel Schriften und Aufzeichnungen, damit die Engel sie lesen und 

25 wissen, was den Sündern widerfahren wird, und den Geistern der De- 
mütigen und derer, die ihren Leib kasteieten und dafür von Gott be- 
lohnt wurden, und derer, welche von bösen Menschen beschimpft wurden, 
8 die Gott liebten, aber Silber und Gold nicht lieb hatten noch alle 
Güter in der Welt, sondern ihren Leib der Qual hingaben, 9 und die, 

30 seit sie ins Leben traten, nicht irdische Speise begehrten, sondern sich 
für einen vergänglichen Hauch hielten und darnach lebten; und vielfach 
prüfte sie der Herr, aber sie wurden in Reinheit befunden, seinen Namen 
zu preisen. 10 Und alle Segnungen, die ihnen bestimmt sind, habe ich 
in den Büchern aufgezählt; und er hat ihnen ihren Lohn bestimmt, weil 

3 »Gutes« < in allen HSS ausser GGa | 4 »und . . . wartet« T, II | »in diesen 
Tagen« QT, II | 7 »des Lebens« < MT, »aus dem Buche des Lebens« < II; *aus 
den Büchern der Lebendigen« Q | »aus dem Buche des Heiligen« G, »aus den 
Büchern der Heiligen« II | 8 Geister] »Seelen« Ga ; 12 »war wegen seiner Tiefe, 
und ich vermochte . . .« Ga i 13 »seine Feuerflamme« alle HSS ausser GGaU | 23 ver- 
kündet hat] »gethan hat« GGaQ [ 24 lesen (jänbebewömü)] »niederlegen« (jänber- 
wömü) GGa QU | 30 sich] »ihren Leib« (nafestomü) Ga, Welleicht nur Fehler für 
nafsomu »sich«. 



Cap. 108, 1—108, 15. 143 

sie als solche befunden wurden, die den Himmel mehr liebten als ihr 
Leben in der Welt, und, während sie von bösen Menschen zu Boden 
getreten wurden und von ihnen Schmähungen und Lästerungen zu hören 
bekamen und beschimpft wurden, (nichts destoweniger) mich priesen. 
11 Und nun werde ich die Geister der Guten aus dem Geschlechte des 5 
Lichtes rufen, und werde die in Finsternis Geborenen verklären, welche 
in ihrem Fleische nicht mit der Ehre gelohnt wurden, wie sie ihrer 
Treue gebührte. 12 Und ich will in hellleuchtendem Lichte diejenigen 
herausführen, welche meinen heiligen Namen liebten, und will jeden 
einzelnen auf den Thron seiner Ehre setzen. 13 Und sie werden glänzen 10 
Zeiten ohne Zahl hindurch, denn Gerechtigkeit ist das Gericht Gottes; 
denn den Treuen wird er Treue halten in der Wohnung der Pfade der 
Rechtschaffenheit. 14 Und sie werden sehen, wie die in Finsternis 
Geborenen in die Finsternis gestossen werden, während die Gerechten 
glänzen. 15 Die Sünder aber werden schreien und jene sehen, wie sie 15 
glänzen, und auch sie werden dahin gehen, wo ihnen Tage und Zeiten 
bestimmt sind. 

3 »Schmähungen, Lästerungen und Bescilimpfungen zu hören bekamen« QT i 
4 »und beschimpft wurden« < QT | 7 »nicht Ehre suchten« G | 10 »Thron der Ehre, 
seiner Ehre« II, doch scheint das erste kebr nur Schreibfehler für kebür »erhaben« 
zu sein. 



Griechisches Register. 



\4,i6X XXII 7. 
h /Ißvaaog XVII 6, 7, XXI 7. 
ayaS^ov cpCog V 6. 
(iyßAAmaÖ^cfr X 19. 
äyaXXiaaig V 9. 
«r«^//ro? X 12, XII 6. 
0/ ayye7.0L X 7. «yyeAot 

rcüv rft?va/^fü>v XX i. 
in aylaafia Zfjg axäöEiog 

vor alibvog XII 4. 
nyioXöyoQ I 2. 
//j/to?, o i 2, I 3, IX 4, XII 2 

/) flyiog 6 fisyag XIV i. 

nyiog r/7? rfo|?yc XXV 3. 
^ To «Viov XXV 6. 
ääixnfia XIII 2. 
dSixia XIII 2. adixiai IX 6 
!4Ca^/A VIII I. IX 6. X 4. 

;x 8. XIII T. 
ra.M« XV 4. al^a xcd aöixia 

IX 9. 

faVor XXII II. alihveglX. ^. 
V I. xaiaQU atojvcjv V i. 
ELQt/vrj alibvog V 9. etg 
rov «t(I)va XII 6, XXIV 4. 
.aey(>f «iWoij XXIII i. enl 
Tcavxag rovg alöivag XIV 
5. ano Tov alibvog XIV i. 
Tov alibvog xibv alwvojv 

X 12. /ül-'/Q^ alvivog xibv 
al(jovu)V XXI 10. 6 aloiv 
o fisyag XVI i. yevsal 
TOV alCovog XV 7. 

aloiviog XV' 4, XV 6. 
axad-aQGia X 1 1 . X 20. axa- 

xi-aQaiai X 20. 
«;f«Ai;;rroc: IX 5. 
7/ äxazaGütvaozog XXI i. 

axaxaaxEvaozog adj. XXI 

2. 
a?.rjS-iv6g XV i. d?j]d-ivtj 

xQiaig XXVII 3. 
a?.hj?.oi VI 2, VI 4, VI 5. 
(UJ.oiooi 11 I, II 2, V 2, V 3. 
alarf öhSocDV XXXI i. 
afia IX 7' XXIII 2. 
afiaQzäveiv tv VII 5. 



TÖ cc/jidQTt]fxa XXI 6. 
«^a()r/a XIII 2, XVIII 16. 
afjiaQZioXög I 9, XXII 12. 

XXII 13. dfxaQTOjXol xal 
^ daeBeZg V 6. 
dfxvyoaXoi XXXI 2. 
«f« iWeVov XIII 9, XXII 2, 

XXIV 3, XXVI. 3. 
dvaßaivo) IX 10. 
dvayylkXcD XIII 16. 
dvayivihaxo) XIII 4, XIII 7. 
«myty XXVIII 3. 
dvaS-e/iiazit,o) VI 4, VI 5. 
dvaxaXvTtzu) XVI 3. 
dvaXaßßdvü)] dvaXaßwv 

Ti)v TiaQaßoX^jv I 2. «»'t- 

Xaßov xfjv n. I 3. 
l4v«v^a VI 7. 
dvaitavofiai XXIII 2. 
dvdrcavaig XXIII 3. 
dvazsXXo) II I. 
dvazoXy XVIII 15. dvazoXal 

XXX I, XXX 3, XXXI 2, 

XXXII I. 871 dvazoXdg 

XXIV 2. TCQog dvaxoXdg 

XXWlT,J^dvazoXibvXXVl 

2. dvazoXal zijg yf^g 

XXXII 2. dvazoXal zov 

ÖQOvg XXIX I. 
r<) dvd-og XXIV 4. ra «v^?; 

XXIV 5. 
dvoiyct) X 4. (avoLS,ov) XI i. 

XIV 15. 
(lvofiß()og XXVIII 2. 
dvößTjßa IX 10. 
dvofxog XXII 13. 
dvox^i xal bQÖiZ}]aLg Xl\l.2. 
dvzanöSooig zun' TtvEißd- 

zcov XXII II. 
dvziXaßßdvo) I 8. 
«yco^fv XXVIII 2. 
ro dvoiztQov avzov XIV 17. 

04 dviozeQOi XV 9. 
rov flnavza /qövovXXNW'j,. 
dneya) XXXil 2. 
«Tto zCov Xöyo)v avzov V 3. 

dnö alayjvtjg XIII 5. 



^ dnoxQivofiai, a.0T.d7isx(jir^tjv 
VI 4, XXIII 4, XXIV 6, 
I XXV 3, XXXII 6. 
' dnöxQVifa I 5. 

dnoXeina) XV 3. 
I dnöXXvfii XXII 7. «TTo ry«^ 
I y^g X 16. dno zun' dvS-QO)- 
\ ncDV X 9. dnöXXvnai X 7. 

dnonXaväaO^aL VIII 2. 
j dnoGZQktpai z/jv yvihfitjv 
I VI 4. 
j dnozeXEtojaig XIX i. 

dnozeXboi V 2. 

dTCoyojQBO) XIV 23. 
i anzofzai XXV 4. 

«TTwAem XII 6, XXII 12. 
entg. ^w^ V 5. 

I4()a^«;^ VI 7. 

'A^/uaQwg VI 7, VIII 3. 

dQihfiazov XXIX 2, XXX 2, 
XXX 3, XXXI 2. 

dQ'/dyysXog XX 7. 
1 ^ «^x») zfjg xzlaeujg XV 9. 

cco/Cf> zivog IX 7. 

!4(Tfa VI 7. 

da^ßeiai XIII 2. 
: da LZ 80) XV 11. 

dozEoooxonia VIII 3. 

a(Trrf() Xyill 4. 

dGZQanai XIV 8. 

dazQoXoyiai VIII 3. 

ri(7r()0v XVIII 14. 

ylr()t;?;. VI 7.^ 

avirjö^rjoezai fj "Qiüi) V 9. 

avzög, ei'Q7]xa näaiv avzolg 
xal aizol ndvzeg 8(poßri- 
&r]oav XIII 3. 

d(favlL,oj X 7, X 14, XV II, 
XVI I , XXII 7 , dcpavi- 
a&elaa iv zoig^ eQyoigX 8, 
dipaviQeaQ^ai ev lalg oöolg 

d(paviaf.t6g XII 4. 

d(peoic xal (jtaxQÖz^z XIII 4, 

XIII 6. 
d(fiazaf.iai V 4, XIV 23. 



BaßöriQa XXIX i. 

ßad-iq XXIV 2. 

ßaXlo) itr. XVIII 6 ßeßXn- 

(jL8Voq inl xb TtQoaonov 

XIV 24. 
BaQaxLTiX VI 7, 
r/ ßdaavoq X 13, ^ (leyaXri 

XXII II. ßdaavoL xal 

Ttkrjyal xal fidaziyeg 

XXV 6. 
o ßaailevgrov atibvogXXVll 

3. r(üv atcüvwv IX 4. XII 3. 
ßaazd^o) XVIII 2. itr? 

xvm 5. 

/9«ro(? X 19. 
BazQLtjX VI 7. 
ßa(pixd xd VIII I. 
ßXaaxiüj XXVI i. 
ß0<J}VX0)V (piovi) IX 2. 
^0^« XXV 5. 

/9o()()«g XXXII I. elqßoQQäv 
TtQOQ dvaxokdQ XXXII i. 
ßoxdvri VII I. 

ßÖXQVEQ (pOLVLXCJV XXIV 4. 

d^Ttelov XXXII 4. 
ßovvög I 6. 
ßQOVxai XVII 3. 

Faßgiril IX i, X 9, XX 7. 

yeved I 2. yevf at rov accbvoq 
IX 4,^ X 3, XIV 5. xibv 
dv&QCJTtojv XI 2. yeveal 
kßSofii^xovxa X 12. 

yevvdo) VI i, VI 2. 

y/y«g VII 2, XV 8, XV II. 

yivo/iai IX 10, X 2. sysvvS-tjv 
XXII 10. ylveaB^ai etg xi 
XIX 2. 

yXöicaat nvQÖg XIV 9. t«? 
yP.üXJö'ag rov nvoög 

XIV 10. 
yvöcpog XVII 6. 

o yQafjL^axevg xfjg Sixaio- 
avvrjg XII 4. xrz/g dlrid-eiag 

XV I. 

y()d(p(t) XIV 4 ^TTi rtvi rag 

afiaQxiag X 8. 
ya>v/a XVIII 2. 

JaöoviriX X 4. 

Sai/bLOVLov XIX I. 

z/av XIII 7. 

AavsLTjX VI 7. 

de XIV 18. 

rfe^(7i? XIII 6. 

öeixvvfXL XIII 2. 

SevÖQa XXIV 3. ro (ytW(>ov 

T^^ (pQOVf'ja£(x)g XXXII 3. 

T. 6. fp(tnvt'jaeojg XXXII 6. 
rfeo^ai] ötrji^r/ao/uai. XII 6. 
Henoch. 



Griechisches Register. 

öeaßoi XIV 5. 

öeof^cDxrjQcov XVIII 14, XXI 
10. ovyxleiaeojg X 13. 

(^evre VI 2. 

6eo) X 4, X 12, X 14, XXI 3, 
XXI 6, XXII II. 

öjiXöoi IX 8, XXVII 5. 

ÖLd XL XXI 8 etc. 

ÖLaßalvü) XXXII 2. 

ÖLaÖQOfial xöiv daxtQcov 
XIYS.6. d(JX£Qü)vXlYii. 

öiaxonifj XXI 7. 

öiakXdoOü) XXIV 2. 

öiafxevct) XXIII 2. 

ÖLaaxlt^ü) I 7. 

öiaxQtym XXIII 2, XXXII 4. 

^ ÖLÖaaxakia X 8. 

rfWw^t XXV 4. 

ÖLVEVOJ XVIII 4. 

öiö XXXI 3. 

diOQfQü) XXII 4. 

rfo^« , o S-QÖvog xf^g öö^rjg 
aov IX 4. xöv xvQiOV xfjg 
öö^tjg XXII 14, XXVII 3, 
XXVII 5. xöv d-eöv xfjg 
öö^rig XXV 7. o «yio? T?7(? 
öö^nQ XXV 3. ^ rfö^« ^ 
fieydXrj XIV 20. 

ÖQaxojv XX 7. 

(y()o^og XV II, XXIII 2, 
XXIII 4. 

d^öcTo? XXVIII 3. 

övvafÄig rj, xyg iaxvog I 4. 
al xov ovQavov XVIII 11. 

6vv(o II I. 

övaig XVII 4. 

(Ji;^.a«/ XXIII I, XXIII 4. 
iog TtQÖg ßoQQäv snl öva- 
fxihv XXVIII 3. TtQÖg 6va- 
f^cdg xovxov XXVI 4. 

eavxov von der ersten Person 
VI 2, von der zweiten Per- 
son XV 3 (avxov etc. fehlt.) 

'EßeXaaxa XIII 9. 

syyi^ü) XXIV 2. xlvl XIV 22, 

XIV 23. xivög XIV 9. fi'g 
Tt XIV 10. 

sysiQü) XIV 25. 
iyQtjyoQog o I 5, X 7, XII 2, 

XV 9, XVI 2. rov ovQavov 
XII 4. rov «y/oi; rov fzeyd- 
lov XII 3. 

€(y«(/)o? XIV 10, XIV 17. i 

E'Qfxi^l?. VI 7. I 

elxd'Qo) XXI 7. 

ft(?] eoovxai elg ijfxiQca' 
dvdyxr/g I i. ctg xtjv vvv 
yevadv ditv(wv/A.fj^> 1 2. s. 
yivofxai, aitov, ovx Lozai i 



^EVÜDX- 



145 



v??v XII 6. £tc für fcV XVIII 
II. 

ELCdyELV xfjV XQlOiV IX 3. 

ELGEkEvaofiaL XXV 6. 

ELa<pEQiX) XIV 8. 

f;«] fXEydXovg EX7tr]yü)vYll2. 

EX ÖE^LÖiV XIII 7'. 

ExdxEQog XXIV 2. 
Exöixio) XX 4. 
ExSlxTiaig XXV 4. 
EXÖlCOXlx) XXIII 4. 
tPfgr^e»' XXIX I, XXVIII I, 
^ XXXII 2. 
exELVog VI i. 
sxxönxü) XXVI I. 
Ex?.£ 171(1) XV 5. 
ExlExxog I I, I 3, I 8, V 7. 

EXTlExdvVVßL XIV 8. 

ExnoQEvoßaLXYSf i9,XXXI i. 
ExcpoßbO) XIV 9. 
Exyyvvo) IX i. 
Exyvaig XVII 6. 
sAfy^tg XIV I. 
Eleyyoßai med. XIV 3. 
e'AgOij I 8. slaog xal elqjjvt] 

V 5. eXeOV xal ELQtjV7jV 

XII 6. näv slEog xal 
EiQ-fivri V 6, XXVII 4. 

fAAetTtü) XXIII 2. 

E/i(A.svct) absol. V 4. 

EßTtlTlXOJ XV II. 

o £f^7tvQiaf/.6g X 6. 

Efi(pavlt,(i) XXfl 12. 

fcV instr. V 4, VII i, X 7, 
XIV 2, XIV 5, XIV 6, 
XIV 16, XV 4, XXI 3 tr 
yaaxql Xaßovaai VII 2. 
gV r^arv xaxagdoovxai 

V 6. cv r,wr»^ dfj-ovvxai 

V 6. fcV TtolEßOJ TlEfXTlElV 

^X 9. 

Evavxiov XXVII 3. 
Evöo^og XXIV 2, XXXII 3. 
EV&aÖE XIX I. 
fVicarog XVIII 16. «tto gVt- 
«yrof; ftg iviavxov V 2. 

EVZEV^EV XXII 13.^ ^^ 

tvzifxog XXIV 2. zo Evxifxov 
xal EvSo^o^' XIV 21. 

ivxo?Ji V 4, XIV I. 

Evxvyxdvo) IX 3, IX 10, 
XXII 5, XXII 6, XXII 7, 
XXII 12. ;xr«r« rtrog VIIö. 

trwnrtovIX5,XIIl4,XIII 10, 

XIV 6, XLV 22. 
'£"1^/1 I, I2, XII I, XU 3, 

XII 4, XIII I, XIV 24. 

XV i,XIX3, XXI=;.XXl9, 
XXV I. 

10 



146 i^cclQü). 



Griechisches Register. 



xTioiq. 



d^^ovg I I. 

^^aXelcpio X 20. 

i^aviavafiai XV 12. 

i^^EiTieiv XIV 6. 

t^|£();fo//at XIII I. (i;r(5Ttvos 
XXII 7. 

f^ovaia XXV 4, r^/v ^^ov- 
(j/av f/wv IX 5. T/)v ^$01?- 
(j/av sSojxag IX 7. 

s^vnvoq XIII 9. 

inixeiva XXIV 2, XXX i, 
XXX 3, XXXI 2. imsxeiva 
V 6. 

^7ra/()a> XIII 5, XIV 8. 

indvu) XVIII 5, XXXII 2. 

^^taotrf/) VII I, VIII 3. 

STil xfjq yijq IX i. o ^nl xihv 
TtvevfidvcDv XX 6. 6 ^nl 
xov naQaöeiaov XX 7. ^7r2 
c. dat. X 2, XX 6, XXV 3, 
f'^* o^acTft XIV 8 c. acc. 



ea)5Conj/bis'Xi2, I7,XIII8, 
praep.XXIi,XXl7,XXII6. 

^ao) (5ö>^»') XXV 6. 5v<^at 

X 10. t^ijaexai X 10. 
^o<^a)rf//5 XVII 2. 
^/urpva XXIX 2. 
^wr/ XXV 5. 
ZiüXiiiX XXXII 2. 

hyovfiaL XXIV 6. 

Tj/Lts^a ^ r^5 x()l(J£ü)g XXII 4. 

fjfisQüi xov aiöivoq XI 2. 

«i ^[ligai avxov XII 2. 

9-aTCxo) elq t/)v y^v XXII 10, 
^ai'/ua^o; €v Tivt XXV i. 
d-eäa^ai VI 2, IX i, XXI 2, 

XXIII 2, XXXII I. 
UXü) XXV I, XXV 2. 
&e/n^kioq XV 9. r^$ y/jq 

XVIII I. 



I 2, I 4, I 8, VII 4, X 22, ^€/^sh6a) XVIII I2,;XXI 2. 



XXIV 2. 
iTH&vfzeiv XLva VI 2. 

^7tt^0> XIX I. 
67tlXaXv7lXELV XLVL Ti X 5. 

enmiTixa) XIII 8. 
sTtLaxBipaad^ai XXV 3. 
snLaxavzai (pQovijaiv fxeyd- 

Xtjv XXXII 3. 
^TrmiTfiyw XXII 3, XXVII 2, 
sniavvoxeaiq XXII 4. 
e7riT«77? V 2, XXI 6. 
STir/aQiq XXXII 5. 
STnxoQTjyeZv nvi VII 3. 
SQyaoQ^7ja£xaL f] y^ X 18. 

EQßü)V8Lsifj. XIII 7. 
f(>7rfT« VII 5. 
6Qvd^Qd d^dXaaaa XXXII 2. 
e()ü>r«cii> XIII 4. 
BQUixtiüLq X 10, XIII 2, XIII4, 
XIV 4, XIV 7. 

sa/ccxoL alihveq XXVII 3. 
extixeTd-ev XXIX i. 
8xoi^dt,oi XXV 7. 
hri-xfjq "Qioflq V 5. r^s «TTco- 

Äe/«^ V 5. xflq xccQäq V 9. 
evSoxla I 8. 
fi'fid^? XXIV 2. 
svXoysü) I I, 18, X 21, 

XXII 14, XXVII 5. 
evXoyrjxöq IX 4, XXII 14. 
evXoylcc I i, X 18. 
EV(pQaivofxai XXIV 4, XXV 6. 
eviodeazs^og XXXI 3. 
8vu)dia XXV 4. 
icpoöeiü) XXIII I, XXXII 2. 



;faA^tt> XXXI i. 
xaXXißXsipa^ov VIII i. 
xaXXovfi XXIV 2. 
xaXvnxio XIV 13. 
xaQÖla XIV 2. 
xaQvov XXIX 2. 

I 2. xaxa xovq vnvovq 
XIII 10, XIV 2. ;«ar« 
Tiavrwv I 7. 

xaxaßaivü) XXV 3. 

*;<«Tarf/;fa^ö> X 14. 

xaxaxXvOfiuq X 2. 

xaxaxQivü) XIII 5. 

xaxaXaXeZv xaxd xivoq I 9, 

V 4, V 5. 
*xaxaXv£iv intr. V 6. 
xaxafidS-exe xal l'öexe III i. 
xaxavoeTv II i. 
xaxavxäv XVII 6. 
xaxdoa V 6. aluiVCDV V 5, 

V 6. 
xaxaQäoS-aL V 5, V 6. 



o ^eo? Tov atöivoq I 4. Tä)v ;f«r«paros XXVII 2. 
^fä)v IX 4. ;>faT«(y7rovrfa^ö> XIV 8 



S-EQela II 2. 

de()^oe XIV 13. 

d^ecoQeo) XIV 14. ^ö)? X 5. 
fO-etü^ovv xal Ecöov XIV 
18. 
I d^euiQTifjLa XIX 3. 
h&?^;(r?? XVII 3. 
I d-nXELtti XV 5, XV 7. 
I ^7?^/« r« VII 5. 

d-TjOavQol OL XVII 3. 

S-o^vßdt,(o XIV 8. 

^()<5voe XXV 3. 

&(0VLrjX VI 7. 

IdO-Tjaexai ^ y^ X 7. 

^ i'aaiq X 7. 

t'rfiO^J T/)v td/orv xd^iv II I. 

trfov IX 10, XII 3, XIII 8, 
XIV 8. 

iXaQÖq XXXII 4. 

tVa c. conj. X 7, XIII 4, 
XIV5, XIV 6, XV 5, XXII 3 
c.fut.(?)XV5,'wo'XXIIii. 

^laxQarjX X I. 

'liOfiELiriX VI 7. 

xad-aQLC,(i) XVIII 20— X 22. 
;tf«5-£(y^a XXIV 3, XXV 3. 
xdO-rifjLaL XIII 9. 
Pfa^ttw XIII 7, XXV 3. 
xa^oiq I I, XV 4. 
xal vvv X 17, XV 8. 
Kdiv XXII 7. 

xalofxai XXIV i. ;,;«t ^Ae- 
yowat XXI 7. 



xaxaocpaxxü) X 12. 

xaxaxQEXCJ XVII 5. 

*xaxa(pavit,a) XII 4. 

xaxacfEQü) XI i. xaTag)ioo- 
(jLai XXI 6. 

xaxacpvxEVü) X 18. 

xaxhavXL XIV 15. 

xaxoLxrjCLq I 3, XV 7, XV 8. 

;<f«Tö> XIV 25. 
i xEQaria XXXII 4. 

XEcpaXri, oQOvq XVII 2. 

xißÖTjXoL X 9, X 15. 

KLfißpd VI 7. 

XLVvd^a)(xov XXXII i. ;:<:. 
aQVDfiaxov XXX 3. 

xXTjQovofiELV V 6. (t//v y^v), 
I V 7. 

ptfotAo? XXII 2, XXII 3. 

xoiXiOfia XXII 2, XXII 8. 

xoLfxdofiai XIII 7, XV 3. 

xoLViovEO) intr. XI 2. 

o xonoq XI i. ot xötcol tu)V 
«v^()a)7rc£>v VII 3. 

Pfopr^jj XVIII 8, XXV 3. 

xöa(jLoq 6 x(bv (pojax^Qcov 
XX 4. 

TO xQZfxa X 12. XIII I. 

;f()/vü> XXII 3. 
j xQiaiq XXIX 2. ^ fZEydXr] 
XVI i,^ XK I, XXII 4. 
I x^v xqIclv sladyELV ngög 
j xiva IX 3. 
I XQV(jzdXXLVog XIV 18. 
|;fr/^a>XIV3,XXII 13. XXV 7. 
i xTiaig >i VIII I . 



xvxk(p. 



Griechisches Register. 



^ Tckrjyili. 



147 



xvxXco XIV 9. xiüv xoixdiv 

XIV II. 
xvXloixaL XVIII 15. 
xvnzo)] exvipov XIV 25. 
xvQievo) XXII 14. 
xvQiog IX 4, XXI 6. AT. Ttüv 

xvQicDV IX 4. ptf. r^g fieya- 

Xoavvrjg XII 3. 

ÄßAetv I 2, XIII 5. 
laixßavoi] k^firpszaL I 5. 
?MßovaaL VII 2. eXiqiJL(pd-ri 

XII I. 
;.a^;ta> XIV 18. 
A«o? XX 5. 
XaxQeviü X 21. 

Ae/ü)] e()a) XXVII 2. ECQTjxa 

XIII 3. 
Aao? XXII 2. 

^6>fX X I. 

n/jS-rj V 8. 

A/ßV XXII 2, XXXII 4. 
Aißavoq XIII 9. 
Xißavoi XXIX 2. 
h&önXaxeg XIV 10. 
A/ö-o? XXIV 2. 
Xvßalvofiai XIX i. 
Ai^atg äfiaOTLcbv V 6. 
XvxriQiOV eTtaoiSCbv VIII 3. 

06 ^oCfyQEOL X 9. 

(xaxQav adv. XXXII 2. 

XXX I. 
(jLaxQÖd-ev c. gen. XXXII 3. 
(xakLOxa acpöÖQa XXV 2. 
MavöoßaQa XXVIII i. 
fxaQyaQixrjg XVIII 7. 
fxaaxL^ {äxa&aQoia xaloQyfj 

xal fidaxL^) X 22. 
fieyaloTCQBTCriq XXXII 3. 
fieyaXoTtoETtibg XXVII 5. 
fieyaXoawri V 4, XVI 16. 
fjLkyag xal axXrjQÖg V 4. 
ßtXXei ylvEa&ai X 2. 
/^e^/^w XXVII 4. 
ro //fcVov T^? y^? XXVI i. 
fiexd I 8, X 14, X 16, X 17, 

XII 2, XII4. XV3, XXI5, 

XXI 9, XXII 3, XXII 6, 

XXII 13, XXXII 6. 
fzexa^v XIV 11, XVIII 3. 
fxexacpvxevct) XXV 5. 
fjtexeyei^io XXII 13. 
(itxoy^og XXII 13. 
fibXQOV X 19, XXI 7. 
/Ut/(>t praep. I 5, II 2, IX 2, 

rXio,Xi2.XIV2!;,XVIl4, 
XVII 6, XVIII 16, XIX I, 
XXI 10, XXII 4, XXII II, 
XXV 4. XXVII 2. 



iM^/()i rov c. inf.XXI 6, XXII 7. 
fievQLg Conjunction XIV 9. 
fitXQtg praep. XVI I, XXII 1 1, 

XXV 4: 
fiexQig ov Conjunction VI 4. 
fiiaivo) XII 4, XV 3. 
fiiaofia (tr. fxiafißo) X 22. 
Mixa^X IX I, X II, XX 5, 

XXIV 6. 

avxo ^övov XXVIII i. 
/ivQidg f] l g, XIV 22. 
xo uvaxtjQLOV X 7, XVI 3. 
xa (A,. xov atüjvog IX 6. 

vant] X 12. 
vdQÖog XXXII I. 
NacprjXei/j. XV 11, XVI i. 
vtxxao XXXI I. 
ve^eA^ XVIII 5. 
voTog XXVI 2. 

|7;()og XXVI 4. 

olXTjXlflQLOV XXVII 2, 

olxo6o[jLEW XIV 10. 
I olxodofJLi] XIV 9. 

oi'yofiaL XXIX i , XXX i, 
t XXX 3, XXXII 2. 

oXoßaO-'fig XXII 2. 

gAo? IX 9, XIV 15. 

(5^//A7? XIV 8. 

d[Ävivai OQXO) VI 4. 
I 'öfiOLog XXXII 4. 
j ofiolcoijia XXXI 2. 
I öfzov X 14, XI 2. oßovTtdvxeg 
I VI 5. 
! oVyy(Ti? XIV 6. 

Sttov XVIII 6. 

OTTO)? c. conj. X 3, XIII 4, 

I ^^^^ ^• 
ortccv] oxpoßai XII 6. fcb()a?(ra 

! XXI 2. 

ooaoig I 2, XXI 8. o()«(y£t(? 
I XIII 8. OQ. ÖQyr/g XIII 8. 
! ü()yrj dvßov V 9. 

oQy'LC^OßaL XVIII 16. 

o^og x^QOvßiv XIV 18 (?). 
o()og «yiov XXVI 2. oQTi 
XXXI I. 

0(5 «V c. conj. X 14. 

'6öLog XXII 13. 

döfxii XXIV 4, XXXII 4, ai 
ÖOfxal XXV 6. 

000g XXII 13. 

ocrri? XIII 7, XIII 9, XXII 12. 

To dazovv] xotg öaxeoic 

XXV 6. 
üa(p()aivofxai XXIV 4. 
SrcfV c. indic. VI i. c. conj. 

X 12 etc. 



oi) XXII 9, XXV 3. 
ov ß^ c. conj. XIX 3. 
ovöh fXTj c. conj. XXII 13. 
6 ovQavog xöjv ovgavibv I 4. 

vipTjXög XV 3. 
OvotTjA IX I, XIX I, XX I, 

XXI 5. 

ovxe-ovxE XXI 2, XXI 7. 
ovre nach ov XII 5, XIV 23, 
ovöt-ovxs-ovxe XVIII 12. 

öcpeiXexTjg VI 3. 

^Vt? X 5, XIII 9. 

7i«V2ro5-ev XXVIII 3. 
naQaßalvü) XIX 2, XXI 6. 
TiaQaßoXij I 2, I 3. 
o TtagdÖELaog x7/g dixaio- 

avvrjg XXXII 3. 
TtaQadexofiai] itaQeSexS-rj 

pass. XIV 4. 
TtaQaxvjtXio IX i. 
7taQa<pvdg XXVI i. 
na^eXS^elv elg xdv oixov 

XIV 21.^ 
TtaQSfJLßoXri I 4. 
naQLOxa/jiai] naQSiaxi^xEt 

XIV 22. 
Ttcc?] 7r«v EQyov X 15. TTCCÖ'« 

EQOixrjaig X 10. 7t«(ra occ()»? 

1 9, XIV 21, XVII 6. Tcäaa 
XLOiV XIV 20. 7r«oa XQVcprj 
XIV 13. 7rä>> «()cü,M«Tov 
XXXI 3 cf. X 20, X 22. 
Ttdvxcjv vödxcov XVII 6. 
Ttccvrwr e^ywv {xöiv 6^ya)v 
Juda) I 9. Ttdvxa xd EQycc 
II I, V I TtdvxagxovgdoE- 
ßEig I 9. 7r«vr«? xovg 
alöivag Vi cf. I i, V 2^ 
V 6, V 7, V 9, VIII 2, IX 4, 

IX 5, IX 6, IX 8, X 2, X 3, 

X 7 etc. xd Ttdvxa V 2. 
Ttdvxa oaa V 2. 

TtaxEiv ETtt yijv I 4« 
*7re(^ato XXI 4. 
TTg'^«? TO I 5, XXXI 2. 
TtEQißoXaiov XIV 20. 
TtEQlXaXvTtXO) XIII 9. 

7re(jf;>iri;;<Aoto XXIV 3. 

TtEQLTiaXEU) XVII 6. 
"^TtExdvvvfiL X 7. 

TtEXELvd VII 5. 

Ttfjyvg VII 2. 
i TilfiTtXrjfu {i-TtX/jaS-rj) IX 9. 
I Tt?,7]ax)-}jOExai X 18. 

TtlTtE^H XXXII I. 

' TrAorrrao XIX i. 
I TtXdxog XXI 7. 
i ^ 7iA?/y// X 7. 
10* 



148 nkrj^vvo). 



Griechisches Register. 



ipXiyiü. 



nXrj^vva» XVI 3, pass. V 5, 

V 9, VI I. 
nXtjfifieXl^ü) V 9 (versch. von 

afiaQTavsiv). 
TiX^Qtjg XXVIII 2, XXXI 2, 

XXXII I, indecl. XXI 7. 
nXfjQOio V 9, X 17, XXI 6. 
nvEvfia XV 4, XV 8, XV 9, 

XV 10, XXII 12, XXII 13. 

T« nvevixaxa. tü)v ytyav- 

TO)»' XV II. xä nv. xöiv 

xiß6riX(ov X 15. 
nv^ü) aQOi^axov XXIX 2. 
noLEiv x^v elQi^vi]v I 8. 

xqIolv I 9. 
TCoXviioQtpoq XIX I. 
TToAvTcAz/c XVIII 6. 
TlOQElOjUttL XII 4, XXVI 3, 

XXVIII I, XXIX I. 
n:o()Vfra> VIII 2. 
n:üp()a> anco tov ^evSqov 

XXXII 4. 
noxafiol nvQÖg (pXeyö- 

fievoi XIV 19. 
TTOV i?Jjfj,(pS^Tj — wohin XII i. 

Ttov wo XII I. 
*7tQiv praep. XIV 6. 
UQoßaivoi XXII 5. 
TCQÖq avxag elano()EV£0^ai 

VII I. 
TiQoaboyofzaL XIV 24, XIV 25 , 

XV i' 
TtQoaxönxüi XV 11. 
7r()0ö'Äri;rfcü) X 21. 
TiQoaoxpLq XXI 9. 
TiQÖOTayfia XVIII 15. 
TCQÖawTiov] anb nQoavDjtov \ 

I 6, IX 10, XXII 7. 
TtQÖxovq X 19. 
TtxosZad-aL xal woßeiad^ai 

XXI 9. 
7ii5^ XXIII 2. 

TCVQLVOq XIV II, 

:;ir()(jo? XVIII 7. 
TicofiaC^oj [xiiv öipiv) X 5. 
TTÄ? 11 I, V I, V 3, XXII 2. 

(3ayag I 7. 

Payovril XX 4, XXIII 4. 
Paxeu/X VI 7, VIII 3. 
Panu)). VI 7. 

Pacfat'iX IX I, X 4, XX -j, 
^ XXII 3, XXII 6. 
^^i«« XIV 7, 
()iL,oxouia VII I, VIII 3. 
oijixii) av XIV L XXI 3. 
/u'tJfC XXVI 2. 

T« öaßßaxa X 17. 

:r«^i7j;. vi 7, viii 3. 



Safifiav^ VI 7. 
ra()f^A XX 6. 
auQxivog XIV 2. 
aa()^XXV4. at <ja^;fesVIl2. 
aaQQav XXXI i. 
ad(p<psiQog XVIII 8. 
aeavxöv X 2. 
asiofxai XIV 14. 
(Tft()/J»' XIX 2. 

aeXfjvaywyla VIII 3. 
2'e^aa?5sVl3,Vl7,VIIl3, 

IX 7, X II. 
^f^tz/A VI 7. 
SeveariX XIII 9. 
2'e()t;JA VIII 3. 
anfiBKüxixä xä VIII 3. 
xo ^iv oQog I 4- 
axbTtm V I. 
axXrjQoxaQÖlai XVI 3. 
oxXrjQOxäQÖLOi, V 4. 
(T;<rAr/po?-Aoyog I9. AoyotV4. 

axXtjQo, XaXelv XXVII 2. 
axoxeivöq XXII 2. 
T<^ ö';foTOS X 4, X 5, XVII 6: 
(T7re()^a XXII 7, XXVIII 2. 
07t6Qfj.axlt,£LV elq XV 5. 
anÖQoq 6 X 19. 
axaaiq XII 4. 
(TrfV^ XIV II, XIV 17. 
6 GXEvayfjLÖq IX 10. 
oxEvaC,o) XII 6. 
axEQEÖq XXVI 5. 
OXEQboyfla XVIII 2. 
axiiQuyixa XVIII 5, XVIII 12. 
axrjQL^u) XXIV 2. 
(xr/^ei? VIII I. 
(xro^a^XIV 24, XXVII 2. 

T^? äßvaaov XVII 7. «;tfa- 

d-aQülaq V 4. 
axQoßiXta XXXII 4. 
(yrao? XVIII II, XXI 7. 
av^naXala) XV 11. 
avvtyjji XXI 10. 
ovyx/.Eiaiq alibvoq X 13. 
avyxoLfjLäöQ^ai IX 8. 
avj' cciTw IX 7. 
avvxE?.EOfj.öq X 12. 
avvTslso) XVIII 10. 
avvx/jQtjaLq xal eIq^vtj I 8. 

OVQQLTlXiti XV II. 

acfay/j xal äitiüXEia xal 
^ävaxoq XVI i. 

(T^ocyo« XXV 2, XXXII 3. 

(7/(>o? XXX 2, XXXII I. 
0/iGi.La I 7. 

r«&/v (? n^oq\ XVIII 7. 
xaixEia xf'/q Evloyiaq XI i. 
Ta,Mi?;A VI 7. 
ra.Tfivo? XXVI 4. 



T«;r£(vovv I 6. 
r«()ra()o$ XX 2. 
xaaait) ini xivoq XX 5. 
XElyoq XIV 9. 
Ttpfva Vioi yiyavxEq XV 3. 
XEXVOÜ) XV 5. 
TeAtrv yvcDfXTjv VI 4. 
XEXEivDOiq II 2, XVI I, XVIII 
16, XXV 4. yfve«5 X 14. 
XEXEXEVxrjXüXEq ol IX 10. 
xifixü) I 7. 

XLflOJQ^Ü) XXII 13. 

Ttrav ^ IX 9. 

xoLyag V 5. 

rotovro?] ra xoiaika XXV 7, 

xoTxoq XIV 10. 

To;rog XXI 8 etc. ol xonoi 

XXII 3, XXII 4 etc. 
xöxE IX I, X 18, XXVII 5. 

J'OVQLTjX VI 7. 

XQCCxiq XXIV 2. 

XQtfJLü) XIV 14. 

r()/|^ö> XXXI 3. 

XQonoq xal (fößoq XIII 3. 

XQoyoq xov fjXiov XVIII 4. 

ü)$ fjXlov XIV 18. 
*XQV(p^ XIV 13. 

vrfpaywyoe SaipiX^q XXVIII 

v6a)Q XXVIII 2. 

rtö?] oi-X(hv ävd-QwncovYl i, 

X 7, XI I. x^q y^q XII 4. 

T7? noQVEiaq X 9. 
v//v£ü> XXVII 5. 
vnaQyo) XV 6. 

VTtEQEXO) XXIV 3. 

VTCEQTjcpavia V 8. 
vWoi XIII 10, XIV 2. 
VTio c. acc. XVIII 12. 

VTtOÖElXVVflL VIII I, XIII 2. 

VTCoxdzo) XIV 19, XVIII 2, 
XXVI 2. vnoxdxo) vnö 
XXVI 3. 

vnofiVTj^axa SQCJX^OECDq 
XIII 4. TO VTt.XTjq ^(). XIII 4, 

XIII 6. ru)v ÖEifjöEwr 

XIII 7. 
viprjXöq XXVI 3. 
TO vVos XXXII 4. 

^ayerv ix XXXII 6. 
(paivo/xai XVII i. 
a)«()«7^ XXIV 2, XXVI 4, 
XXVI 6, XXX I, XXX 3. 
(paQ^axEia VII i. 
(pEQO^ai XXVIII 2. 
«/)^/^'a) XXIV 4. 

'^(flXoCTtOVÖELV XXI 5. 

(fXsyo) XXI 7. 7ri;() ^jAtyov 



Griechisches Register. 



149 



XVII I. nvQ (pXeyöfxsvov 

XIV 12. 

(fX6^ I 6. 
(poßeQÖQ XXI 8. 
(polvif XXIV 4. 

(pOVEVO) XXII 12. 

(^oi;;«« (A/^og) XVIII 8. 
zö (fwXXov XXIV 4, XXIV 5, 

XXXII 4. 
(pvxevo) X 19. 
To tf)rTOJ' T^s Sixaioavvi^q 

X 16. 
(fCDveo) TLva (synon. xaleo) 

ZLvä) XIV 8. 
7/ ^wi^T^ XXII 5. (poiv^v 

aTtQETt^ Xeyeiv xaxa xlvoq 

XXVII 2. 
(fibg dyaS-öv V 6. ^g pfat 

yaQLQ V 7. 
^wottJ^ II I, XVII 3, XXIII 4. 
(fcoreivog XXII 2. 



^(ori^o)] av&Qa}7toqns<pü)ZLa- 
fjiBVog V 8. 

/a/()a)] xof()??(Tovr«t XXV 6. 

7re()/ Tivog XII 6. 
/ccAa^a XIV 9, XIV 10. 
XccXßdvrj XXXI i. 
zö yäogXXs.rovTivQÖgXi^. 
XC(QC(. X 16. 
ydaßxxXYlU II. 
ra x^*'^^ "^^^ (paQciyyiov 

XXX 3. 
yElflCDV II 2. 
XEQOvßlv XIV II, XX 7. 
Xiilmgadj.Xi9./tAmrfegXi7. 
yiovLXog XIV 10. 
/iwv XIV 10. 
*/Ao«w XXX 2. 
yioQog V I. 
ygriazög XXXII I. 
X^w/M« XVIII 7. 



Xft>()/?ö> XXII 8, XXII 9, 

XXII 12, XXII 13. 
yiaQig XVI i. 
XüyyaQiiik VI 7. 
JTw/i^A VIII 3. 

i/;£Ata VIII I. 

xpEvfxa V 4. 

^ ipvyfj zfjg aaQXÖg XVI i. 

tpvxQÖg XIV 13. 

ü)(fe XIV 24, XV I, XXI 4, 
XXI 6, XXII 3, XXVII 2, 
XXVII 3. 

iOQaZog xal xaXog VI i, 

^ XXIV 5. 

öig TtQÖg ßoQQäv XXVIII 3. 

wöEL XIV 1 8, XVII i , XXIV 4, 

^ XXXII 4 

öionEQEc xazä ijcizayi^v V 2. 

toare c. inf. XIV 16. 



Adverbia, vertauscht xaxEt ßdlE avzov X 4, avco&Ev statt av(o XXVIII 2 cf. 
Index s. v. nov. Adiectiv statt Adverbium: nvEVfJLaza tßvza atojvia XV 5. 

Artikel fehlt öfters: ExXEXzovg öixaiovg I 1, Etg f]fi£Qav nvdyxrjg I 1, ölxaiOL 
1 1, Sixaloig xal oaloig XXV 4, ayiOL XXXII 3, o^aaig I 2, c«v^()w7roi IX 7, XXV 7, ^eög 
z. B. I 2, V 1, ozEQE(j)[jLa XVIII 12, zbXog X 2 etc. Er fehlt in gleicher Weise beim 
abhängigen Genitiv (po)v^i ßocovzcDV IX 2, UQoazayßa xvqlov XVIII 15, h azößazi 
axaS-agalag V 4. Hat das Substantivum den Artikel, so auch davon abhängige 
Wörter; also ßlßXog Xöywv öixaioavvrjg XIV 1, aber zovg Xoyovg zfjg ÖLxaioavvrjg 
XIII 10, zä ezt] zrjg ^(of^g V 5, zä eztj zfjg ditojXEiag V 5, zalg fj^sgaig zyg t^wfjg 

V 9, ßsxQ'' ■^^^ TtvXCbv zov ovQavov IX 10 (dagegen (jlex^ql nvXoiv zov ovgavov 
IX 2, (oOTiEQ vlol zfjg yTig XV 3, xvQiog zCov xvq'lwv IX 4). Beachtenswert yX(baaaL 
TtvQÖg XIV 9 und darauf zag yXcoaaag zov itvQÖg XIV 10, t] d^yj) ^^S xvloEwg xal 
dgy^ S-EfÄEXlov XV 9. Abweichend zö öevöqov Evojötag XXV 4, zov dgi&f^öv aizüv 
tfüjfjg fjßEQojv Y 9. Apposition mit Artikel zibv viihv vfiCbv zCbv dyaTtrjzöJV XLVii, 
iygrjyoQovg zovg vlovg zov ovgavov XIV 3, zözE vipiazog eltiev 6 {XEyag aytog X 1, 
zovg (fOJOZ^Qag zovg iv zöj ovgavCp II 1. Apposition ohne Artikel ndvza zd Egya 
iv zä) ovgavü) II 1, zov dylov xazd zovg ovgavovg I 2, 01 dyyEXoi vlol ovgavov 

VI 2, zov 9-Eov ßaCiXloig zov alibvog XXV 5. Artikel beim Vokativ ^Evoiy o ygajxfxa- 
ZEvg XII 4, deiktisch xal zö — zö öe XVIII 7. - 

Flexion : 

Nomen: ögtaiv XVIII 9, XXVI 4, XXXI 2, XXXII 2, ööztOLg XXV G. Meta- 
plasmus s. Index v. dgiO[xazov. 

Verbum: Augment. Die Augmentierung der Verba ist im Texte durchgeführt; 
denn 1. das Augmentum syllabicum ist in allen Fällen erhalten mit Ausnahme 
von x(^g^(J^V XXII 9, neben häufigem iycoglaS^T] iy^Q^^^^^^^- 2- ^^^ Augmentum 
temporale ist nur da mehrfach verloren gegangen, wo die Aussprache der Vokale 
eine gleiche war. Demnach ist i'Öov häufiger überliefert als eIöov cf. XIX 3, 
XXVI 1, XXVI 3, XXVIII 1, XXIX 2, XXX 1, XXX 3, XXXI 1, XXXII 2, ferner 
i(p66svaa (XXII 1, XXXII 2) neben icpwSEvoa (XXI 1, XXI 7, XXllI 1, XXVI 1\ 



J50 Griechisches Register. 

Sfjioaav VI 5, ÖQyla^rj XVIII 16, öiogiafiivov XXII 4, neben 7)Q7]fia)&rj X 8 xaria- 
i^oaav VIT 3, xarsa&ioaav Vll 4, dagegen bei Veränderung des Vokals hat die 
Überlieferung das Augment gewahrt, also i^atßrjaav zu aaeßto) I 9, ^?2oioj(jav 
zu akXoiöü) II 1, xavjjQaaaa&e V 4, ^()^«>'ro VII 1, VII 5, XIV 9, ^(pavio&fjaav 
VIII 2 cf. XII 4, vm'jQXSTE XV 6. Hierbei kommt oixodofir^fitvov nicht in Betracht 
(XIV 10, XIV 15), da die Stellung der Verba auf ol- eine besondere ist. Die über- 
lieferten Thatsachen führen zu dem Schluss, dass die Augmentierung ursprünglich 
streng durchgeführt war. Die Verba auf ev- zeigen: ijvXoyrjoa XXII 14, XX VII 5, 
ilvXoyiifJLtvov XXVI 1, Evloyrjfxiv^ XXVII 1, Tjv<pQdvO-r] XXIV 4. Endlich '^öwi'id^v 
überl. XXI 7. 

Reduplication: elaayaytti IX 3, ant'iyayov XVII 4, xexatrjQafihi] XXVII 1, 
xexazrjQafiivoi und xexazTjQafxivoig XXVII 2, dagegen z&v xaxTjQafxevwv XXII 11. 

Tempora: Praesens olöag überl. IX 11, {eTCoit^aeg IX 5) ^iei XVII 5. 

Imperfectum );^//v zu eifil XII 3, XIV 14, XIV 24. 

Futurum d(paviaovaiv XVI 1, dfxovvxai V (3, ^;J(jorrat V 8, afiaQT7jaovtai V 8, 
öod^ijaofiai XXV 4, ev(pQav^riao[iaL XXV 6 etc., elae?.evoofiaL XXV 6, x^QT^aofxai 
XXV 6. 

Coniunctivus aoristi statt des Futurum s. Syntax. 

Aoristus f ka VI 2, IX 2, IX 4, XXII 6, XXII 14, elnov XXI 8. Imperativus 
€1716 XII 4, XV 2 und ainov XVI 4 etc.; sxvcpov XIV 25. Endung -oaav: xazTjaS-oaav 
VU 3, xazTjaS-looav VII 4, izsxoaav VII 2. Passiv: ;rcipa(T^^vai XVIII 17, tnoQEvd-rjv 
XXIV 2 etc., sxQKfsvzag XX 4, £Qi(prjaav XXI 4, iövv^S^riaav VII 3, ??(Jwr}^^v, XXI 7, 
€rfr>'«(r^;yv XIV 19, i^fÄ<pd-r] XII 1. 

Perfectum und Plusquamperfectum : iazrjxav XIV 22, earöatv XVIII 3, 
i^eXrjXvd^aaiv XV 12, fi/j.aQZ7'jxeioav XIII 5, oiCipQavixai XXIV 4. Vgl. Reduplication 

Elision: ro ^/v o()05 I 4, eW ecQt'jvr] V 4. 

Ellipsis: f'rfere, ;tü)? ?) d-dkaaoa (cf. Heliodor Aethiop. III 17). 

Krasis: xäxEX X 4, XXI 2, XXVI 2, xdxel&ev XXII 1, XXHI 1, pfcÜTrepfetva 
XVIII 9 überliefertes xal Aey^f t 19 = xdlty^eil Vgl. v. Wilamowitz G. G. Anz. 
1900, S. 58, Z. 9. 

Negationen: ovx iövvazo näq ayyeXoq — ovx eövvazo näoa aaQ^ XIV 21, 
Tiäaa ZQV(p^ ovx i]v XIV 3, näv fivazi^QLOV b ovx dvexaXixp^ri XVI 3, /^y) 7.aXovvzaq 
Tcäv QTjfia XIV 7, fVa ^^ ^xkaiTty näv s^yov XV 5. 

ov (x^ dfjLaQzrjCovzaL V 8, ov6s [i^ afiaQzcoaiv — ov fi^j dno&dvcjaLV V 9, ov 
(x^ 7cXrjfifjie?j]aovaLV V 9. 

(foßovfjLai fxfj ov d^eh]ö£ze [S-elyarjze Syncellus) VI 3, ovx dlXoiovvzai ovöev II 2. 

Pleonasmus: eltiev xal iXdXrjoEv X 1, ttvq xatöfXEvov xal (pXsyöfiEvov XXI 7 
cf. Index v. S^EiOQEO), xazafxav&dvo), nzoovfiai, acpayi). 

Pronomen: Mixafj). xal OvQifjk xal Pa^a^l xal FaßQiijX ovzoi IX 1. Rela- 
tivum: ov — zov xagnov avzov XXXII 3, iv (o ol ovzeq ixEi XVII 1. Attraction: 
oxXrjQdyv odv s^AXtjoav ).öya)V I 9, ndvz(ov wv xazEXdXtjaav I 9. 

Syntax 

des Nomens: Nominativus absolutus: rj afzuEXog 't]v av (pvzEvacoaiv, noirjoavaiv 
nQoyßig olvov yj?.id6ag XI 19, nvEVfiaza ovQavov, ev zöj ovQavö) rj xazolxrjaig 
avzöjv sazai. xal zä nvEVfiaza inl zrjg yf^g zd yEVvtjd-ivza, inl zyg yT^g fi xazoi- 
xrjoig avzCbv Eozai XVI 10, vgl. XVI 7. 

Genitivus, anstatt eines Adjectivs: ?) azdaig zov alöivog XII 4, ^ Sixaioavvj] 
zov aiCovog XXII 14, zov ayiov zov aloivog XV 3, 6 ayiog z^g 6ö^i]g XXV 3, avy- 



Verzeichnis der im kritischen Apparat nicht aufgeführten Varianten. 151 

xlsLOLQ alGiVog X 13, SQ-yov novrjQiag X 16, &dXaaaa övaewg XVII 5, nvQ övaeotc 
XVII 4, ^EQfKüVSielfi övaewg XIII 7. Genitiv der Beschaffenheit: xo^ov nvQog XVII 3, 
noxafxog nvQÖg XVII 5, oq^ nvQog XXIV 1, oQog nizQag azEQeäg XXII 1, XiS-og 
XQüo^axog XVIII 7, (paqayya vöazog XXX 1, aXa?] öevÖQiov XXXI 1. Genitivus 
possessivus aaovxai xov &eov I 8, Genitivus bei syyi'C.o) XIV 9. 

Verbum (s. Flexion) Genera: TtoieZv xijv EiQrjVTjv I 8, xqlölv I 9, Futurum 
<pvxera£xai passivisch X 16 (gewöhnl. (pvxev&^aofiaL). 

Modi: Indicativus nach oxav VI 1, Coniunctivus aor. statt Futur ylvrixai 18. 
Der Optativus fehlt. 

Tempora: Aorist undj Perfekt wechseln in der Erzählung. Vgl. XXI, XXVI. 

Numeri: exaaxog a^skt^avxo VII 1. Nach Pluralis Neutri folgt Singular 
oder Plural ohne Wahl: xä sxr] änoXeZxaL V 5, xa dsvÖQa ayaXXiäoovxaL X 19. 

Umschreibung mit ft///: koxojg ^fxrjv XII 3, ^fitjv aeidfiEvog XIV 14, ^fzrjv 
ßeßk7]fi6vog XIV 24, eaxaL ä(pavLC,ovza XVI 1, eaovxai (pvxsvovzsg X 19, eaovxai 
XaxQEVovxeg X 21. 

Wortstellung: tiequ xöiv xoiXwfxdxwv ndvxiov XXII 8, xö itQäy^ia xovxo VI 3 
cf. VI 4, XXXI 2, XXXII 3, elg xov olxov exelvov XIV 16 cf. XXXII 4, IXaQol Ua 
XXXII 4, Eni x^g yrjg xä yEvvrjS'EVxa XVI 10, ävd-^doTtOLg xä xoiavxa ÖLxaiotg VXX 7, 
Ol Ttoxaßol o)? ofiolwg änoxEkovöLV V 3. 



Verzeichnis der im kritischen Apparat nicht aufgeführten 
Varianten des Papyrus. 

I I Aivü)x I E^aQE I Exyßgovg \ 2 Aivwy \ ^eoqojv \ ig \ etcel \ 3 eylEXXoyv \ 
5 OLOd^rjaovxai \ ßE/QEi I 6 GLod-ijaovxaL \ vxpEla \ (pXoyEi \ 7 eoxe \ 8 öixeojv | avxEi- 
j.rj/j,xpExaL I 9 oxEL \ ayeioiQ \ aOEßig. 

II I rjkXvoaav \ (pEvovxau \ elöeluv \ 2 ÖLavorid-rixai \ yeivofÄEVCDV \ fiEyQEL \ xeXl- 
waecog \ (pEVExai \ 3 d-EQiav \ xcdv yELfjuova. 

III I xaxa^ad-Exai \ lÖEzaL. 

V I XEifiTjv I Siavorjd-rjxaL | yvMxai \ vo7]OaxaL \ 2 yEivofXEva \ aXkvovvxai \ 
E7tEixay7]v I yELVExai \ 3 ei6exe \ d^aXaoa \ aXlvovaiv \ 4 vfxig \ evE/HLvaxaL \ Enoitjaa- 
xai I aTCEOxrjxaL \ xaxa/.a?.rjaaxaL bis | axofxaxEi | axXrjQioxaQÖioi \ eoxe \ LQ7]vr] \ 
5 vfiig 1 ccLXt] 1 anoXiag \ eoxe \ 6 öixEOig | aoEßig \ ofÄOvxai \ afxaQXEoov \ ETtEiEixEia \ 
ETCEL I 7 EyXEXXOLg I EOXE I 8 EyXEXXoig bis ] exel \ ETtEiaxrjßovEL \ 9 ov] \ TtaOEg xEg 
n^EQEg. 

VI I VELOL \ EXEivEg XEg T](XEQEg \ (OQEai 1 3 O^EXtjüExai 1 af-ia^xEiag \ 4 auEXQEi- 
i^riaav I ava&EfiaxEiaofXEv \ cmooxQExpE \ itoujOOßEv | 5 avEd-E^axEioav \ 7 agyßv. 

VII I yvvExag (2) | fzEiEVEO&ai \ avxEg bis | Emaoiöag \ QEiL^oxofiiag \ 2 yEiyav- 
xag I XQiaxsiXicov \ 3 OLXEivEg \ EnEiyoQ7]yLV \ 5 xaxEod-ELEiv \ Eiia. 

VIII I fxayEQag \ aanELÖag \ vitEÖi^Ev \ fiExaXa \ axEißEig \ EyXEXxovg \ 2 aoEßia \ 
s<pc(via&r}aav | 3 ETCaöag \ aaxQoyXoyLag \ arj/uEicuxEixa \ aaxEQoaxoTtEiav \ 4 OQavovg. 

IX I Efia I ETCEL I 2 ETCEL \ fJLEyQEL \ 3 ELöayayExaL I 5 av] aoi \ EvamEiov \ 6 adei- 
xiag I ETCEL I ETCLXEÖEvovöLV \ 8 ai;r£? (i ) | afiaQXEiag \ 9 e yvvExtg \ aÖEcxEiag 10 eiSov \ 

r'OCDOlV I XEXrjXEVXTjXOXCJV I [JiEyQEL I ETret I yElVOfXEVüJV I II «mg 1 Af}'<(; | Tf/. 

X I TCEQEL I 2 eiTtwv ] ETCEL xo \ ovofxaxEL \ ötjXooov \ fXE?Jj \ yEivEod-ai \ 4 avv^ov I 
ri()rj/uü)v I 5 XEi&ovg I o^ig \ ETiELxaXvxpov \ avxo xo) \ oixtjoaxo | Oeojqixcd \ 6 xQEiOEiog 



152 .Verzeichnis der im kritischen Apparat nicht aufgeführten Varianten. 

frnv(ua/j.ov \ 7 tiaS^ijasrai \ laaovtai | anoXX(ovTai \ 9 ensi bis I x^tßöeXovq \ ano)- 
Xtag I 10 auoveiov \ 11 yvve^iv \ fxetyevTat; | avreg \ 12 elScdoiv \ anoXiav \ av-avxovq j 
fisxQSt. I 13 ovvxXioeojg \ 14 (le-fiex \ xeXnüaeiaq \ 16 öixeoavvrjQ \ aXt]^iaq 1 17 öixeoi, \ 
TijuEQe I iQrjvrjQ I 18 öixEoavvrj \ 19 ayaXiaaovtat | E?.Eag \ 20 yEivofiEvag \ etiel \ 

21 TlQOaxOlVOVVTEq I 22 OVXEXEL. 

XI I avr^a> | xaßia \ etiel bis | rcyv vtov | 2 uXe^elk \ iqt]vtj | xoivovrjaovaiv. 

XII I yla'ty;c | oi'(Jf? | 2 ;;//f()e ] 3 Alvio/, | ßaaiki | 4 «fva>x [ öixEoavvrjg | or^a- 
i'a>v I vipi]?.ü}v I yiTe;itfa>v | yvvExag \ 5 ccrre | t()?yv?7 | a(pr]aig \ xeqovoiv \ 6 etcel \ ano- 
?.Eia I Xü)v viov I eare | iQrjvtjv. 

XIII I eare | iQrjvr] \ xQELfia \ dijas \ 2 EÖi^ag \ aaeßiojv \ vnEÖi^ag \ 3 noQEv&ig \ 
5 dvvovxai 1 oÖE \ EnaQE \ avrCbv (i)] avxov | Eoxvvijg | 6 dErjaig | 7 noQEV^ig | 8 ov;y- 
()0t 1 OQaaig bis | trftov | i-ftofs | e?.£v^ei | 10 fvoTTiOV ] avr/vyda \ OQaaig \ XaXiv \ 
diXEoavvrig. 

XIV I öixEoovvijg I E?.Ev^Eix)g \ ogaai \ 2 ELÖmv \ aaQXEivr] | AaAfv | 3 exxeigev \ 

4 «vyfAtüv I o^a<;t I EÖi'/ßq I 5 avaßtjxai \ 6 et^T^re | anoXiav \ eoxe \ tieoovvxe \ Evca- 
TCifov I fiaxBQCx I 7 V/Mi? x).EOVXEg I 8 o()a(Ti ter | EÖixS^f] \ ve^eXe \ Ecpovovv | diaÖQOfZE \ 
fiai (2, 3, 4) I 9 ^at (i, 2) 1 Eiarjvrjvxav \ OQavov \ xr/ovg \ EX<poßiv | 10 rjvysiaa ! 
XiS^WTtXaxEg \ x^-ov^ixa \ 11 aaxEQOv \ 12 rv/wv | 13 {xai bis | 14 e/z7;v aiofxsvog [ 
XQEf-iov I e^fO()oi/'v I oQaOL \ 15 yloiaarig \ 16 ÖEia(pEQo)v \ xEifxij | (Doxai \ fiai \ 17 avo)- 
xEQiov I 18 e^eo^or»' | 19 lölv \ 20 itEQißoXEOv I 21 eirfffv (i) | lölv (2) 1 22 ovÖLg 
EyyiL^i I //r()fe | 23 Evyi'il,ovxEg \ acpiaxavxE \ 25 xov ayiov. 

XV I aXtjQ^EiVog bis | 3 Exvfirj&rjxai, \ EXaßsxai \ 4 Efiiav&rjxaL \ anoXXvvxE \ 

5 &t]XLag I 6 vnEQX,EXE \ 7 r^CiV | ^r^Xiag \ 9 avorf ()u)v I xX^d^ijaEXE \ 1 1 Evnmxovxa \ 
avvTCaXEOVxa \ avvQinxovxa \ ÖEuipiovxa. 

XVI I a<pavEit,ovxa | a<pavrjaovaLv \ xEXiüJOEoig \ 3 EfiEwoaxE j rorr^] rovro | 

XVII I fiai I (p?.Ey(ov \ 2 fiai \ 3 tov? S-rjaavQog \ 4 ^«i | TtaQsxcov \ övaig 

6 trfov I 7 irfov I 8 trfov. 

XVIII I LÖov bis I axEQiyfia | 2 i(Jor bis | 4 irfoj' | 5 löov bis | 6 irfov | XEO- 
fiEVOv I T^i? I 8 aa(p(pLQOV \ 9 xeo(ievov \ löov \ 11 löov I rorg axvXog \ 12 irfov | 
13 tdov I xsofiEva I 15 xoL?uofZEvoL I naQaßovxEg \ 16 oQyio&t] \ xsXLOJOECDg. 

XIX I XvfxEVExaL I nXavriöL | anoxEXLOJOLV \ 2 aiQTjvag \ 3 tdor | irfoj'. 

XX 2 «yyeAov P2 ] cTTft P^P^ | 3 ^Tifi P2 | 4 rtöv (i)] xov P2 | 5 MrjxarjX P2.| 
Ttbr (i)] rov P2 ] etiel P2 ] ror xov PiP2 | 6 xo ayiov P2 \ oixELVEg P2 | eTtgt P2 } 

7 Tu)V (i)] xov P2 1 7ra^a(Ji(yoi; PiP2 | etcel P2. 

XXI 2 ovxE (i)] org P2 I 3 xEd-Ea,u£ P2 I xEO/uEvovg Pi P2 I aLXEiav P2 I 5 rov 
«ytov P2 I ?;yiro P2 I aXrid^Lav (fLXoaTtEVÖig P2 | 6 ,uexQ£l Pip2 [ 7 TEd^EafXE P2 | ;ffo- 
/U8VOV Pi 1 axvXXoiv Pi I xaxacpaLQO^Evojv P' [ eirftv Pi P2 | 8 (poßriQog P^ | o()a(Xt 
P^P2 I 9 aTCEXQELQ-ri P2 aTt£XQEL&r]v Pi 1 10 ÖECfjLOxriQLoyv Pi 1 avvaxT]^^(JovxE P^ 

XXII I EipoÖEvaa \ ELGXEQsag (i. e. iaxEQEäg) \ 2 XEOaaQOig \ Xelüv Xlol \ XQig \ 
ELOXOXLVOL (i. 6. laxoxELVoi) \ (pcjXLVog I Am I o()a(Jt | 3 eTrtavvayovTai | EXQELd-rjaav \ 

5 TtQOEßEVEV I 6 TCQOßEVVL \ 7 a7lEXQELd-)j \ E^e?.&a)V \ XaELV \ 9 r()fg I lO XQLOEig I 

II X">(>f'^£<y^«i I 12 evcpaVL'QovöLV \ 13 Q^XELßEvxeg \ xeLfAa)Qj]d-rjaovxaL. 

XXIII 2 ÖLazQEX^v I evXeltcov \ 3 e^^^ 1 4 £'^ÖLa)xo)v. 

XXIV I EÖL^EV I XEOfiEva I 2 xa/j.u)vi] I EGXEQLy/jiEva 1 (pagavyEg \ XQaxtcct \ 
8vyELt,ovaaL \ 3 o()i | vipi j •ö-oovroi- | 4 (pO^SLVL | 5 w^f« (i) 1 OQaOL. 

XXV 4 EhüJÖEiag \ ExÖEixrjoic | 6 xcc(^'^(JovzaL \ oöfiE \ ooxaLOLg | ^aaretyfc j 
7 TjvXoyrjOav. 



Verzeichnis der im kritischen Apparat nicht aufgeführten Varianten.. 153 

XXVI I löov 1 2 zeS^safie \ 3 l6ov \ (paQavya \ 5 noae (pa^avyeg \ 6 (paQavyag \ 
laiav. 

XXVII I (paQav^ \ 3 aiayazoiq \ akrj^ELvrjg \ 4 xr^g] xaig. 

XXVIII I LÖOV I 2 öevÖQOV \ 3 avod-ev. 

XXIX 2 LÖOV. 

XXX I LÖOV I (paQavyav \ 2 (y;(Wö> | 3 ^«^avywv | löov. 

XXXI I irfov I exnoQEvofievcov \ 2 trfov. 

XXXII I xed-eafie \ a/vvov \ 2 e(poÖ£vaa \ ovo \ 3 eXS-wv | naQaöiaov \ löov I 
fieyakovTCQenri \ 5 emxaQri \ oquol. 



Register zur deutschen Übersetzung des 
äthiopischen Textes. 



♦Aaron (s. Schaf) in, 29. 
113, II. 

Abel 53, 17. (= roter Farre) 
108, 22—30. 

Abfall 123, 8. 125, 12. 

Abgrand 47, 5. 106, 24, feu- 
riger 33, 18. 51, 17, d. 
Meeres 77, 19. 26, tiefer 

106, 21. Abgründe 89, 14. 

107, 2. Vgl. auch Kluft, 
Schlucht, Spalt, Tiefe. 

* Abraham (= weisser Stier) 

III, 5. 7; ungen. ei*w. 

124, 29. 
Abtrünnig 104, i. 125, 11. 
Adam 63, 9. 77, 23. 103, 18, 

(= weisser Stier) 108, 19. 

20. 28. 30, ungen. erw. 

61, 31. 
Adler 128, 2, (= Macedonier 

bezw. Griechen) in, 5. 

118, 23. 24. 29. 119, 12. 

17. 27. 
Adnarel 105, 18. 
*Aegypter (= Wölfe) in, 

14 ff. 116, 16. Ae. unter den 

Ptolemäem (= Weihen) 

111,5. 118,24. 30. 119, 13. 

17^. 27. 
Akae 89, 5. 
Aloebäume 61, 13. 
Amiziras 27, 20. 
*Ammoniter? (== Füchse) 

111,4. 115,1.4.21. 116,16. 
Ananiel 25, 18. 88, i. 
Anbeten 35, n. 70, 10. 76, 3. 

131, 4. 12. 
Anfang (der Welt) 55, i. 



65, 7. 107, 13, der Weis- 
heit 63, 15. 

Angesicht (der Engel wie 
Schnee) 90, 30, Gottes 41, 
10. 67, IG. 73, 2. 10. 80, 20. 
82, 14. 83, 28. 84, 27. 108, 
I. 12. 112, 7. 16. 27. 121, 
19' i35> 9i der Heiligen 
64, 3. 4. 72, 9, (des Men- 
schensohnes) 68,22. 81, 20. 
Vier Gesichter (= Engel 
des Angesichts?) 65, 20. 
23 ff. 34ff; * 

Angst 70, 22. 

Antimon 47, 22. 

Antlitz s. Angesicht. 

Arakib 25, 17. 

Aramiel 25, 17. 

Araziel 25, 19. 

Arbeit 35, 16. 135,24. 136, i. 

♦Arche Noah's 85, 28 ff. iio, 
iiff. 

Ardis 25, 12. 

Arestiqifa 87, 25. 

Armaros 25, 18. 27,20. 87,28. 

Annen 87, 26. 

Armspangen 27, 14. 

Armut 129, 20. 

Asael 25, 18. 

Asarjaljor 31, 10. 

Asbiel 88, 8. 

Asdariel 27, 23. 

Asfael 106, 7. 

Asonja 100, 17. 

*Assyrer (= Löwen) in, 3. 
116, 16. 20. 117, 12. 

Auferstehen 55, 8. 



Aufruhr 75, 9, in A. kommen 

130, 30. 
Aufschreiben die Sünden 

33, 2. 116, 37. 117, 8. 25. 
137. 3- Aufgeschrieben 
werden, die Sünden 1 29, 33. 

34. 137, 2, die Welt für 
den Untergang 126, 3. 

Aufstehen 71, 5. 72,10. 82,25, 
vom Schlafe 123, 18.124,27. 

Aufsteigen zum Himmel 
39, 7. 68, 2. 125, 7. Vgl. 
auch erhöht werden. 

Augapfel 132, 16. 

Augen des Herrn 87, 17. Die 
A. schwärzen 27, 15. 

Auserwählte, der (=Messias) 
65, 26. 71, 4. II. 72, 4. 10. 
28. 73,3. 17.74,26.80,17. 
27. 81, 16, mein Auser- 
wählter 68, 6. 10, der A. 
der Gerechtigkeit und 
Treue 64, 23. Auserwählt 
werden (vom Messias ge- 
sagt) 70, 13. . 

Auserwählten,die (des Herrn) 
19, 3. 10. 21, I. 23, 13. 15. 
57, 16. 63, 24. 26. 31. 64, 
4. 25. 27. 65, 26. 66, 12. 
68, 8. 13. 70, 3. 24. 71, 14. 
72, 12. 75, 12. 13. 23. 76, 
6. 7. 77, 14. 80,5. II. 81, 
6. 12. 82, 7. 8. 17, 19. 21. 
26; meine A. 68, 8. 13. 
Die A. (der Strafengel) 
75. 2. 4. 

— und Gerechten 19, 3. 77, 
22. 90, 24. 



Die Bemerkung »Siehe femer<f deutet an, dass weitere Citate noch an der 
Stelle, auf die verwiesen ist, zu finden sind; die Bemerkung »Vgl. auch« macht 
nur auf Ähnliches oder Verwandtes aufmerksam. »Ungen. erw.« bedeutet unge- 
nannt erwähnt. Die mit einem Sternchen bezeichneten Wörter kommen im Text 
selbst nicht vor. Die Zahlen beziehen sich auf die Seiten und Zeilen. 



Auserwählten. 



Deutsches Re>?ister. 



Daniel. 



155 



Auserwählten und Heiligen I 
64, 10. 82, 7. Vgl. auch I 
die Heiligen und Auserw. 1 

— der Welt 124, 16. | 

Ausgegossen (vom Geist) 
81, 18. 122, 13. 

Auswählen 68, 6. 72, 2. 
Auserw. werden 70, 3. 

Azazel 27, 12. 29, 15. 31, 16. 
33. I- 37, 4. 73, 30. 74, 27. 
87, 27. 

Azazeel 88, 3. 

Bahn (der Gestirne) 21, 9. 
39, 25. 41, 2. 103, 2. (der 
Sonne u. d. Mondes) 66, 
2 7 ff. Vgl. auch Lauf. 

Bahnabschnitte (der Sonne) 
94, 15. 16. 21. Vgl. auch 
Stationen. 

Bannflüche 127, 22. 

Baraqiel25, 18. 27^ 21. 87,27. 

Barkiel 105, 29. 

Barmherzig 66, 2. 77, 9. 

Barmherzigkeit 37, 2. 59, 18. 
64, 13. 21. 71, 22. 77, 8. 
79, 25. 81, I. 10. 82, 12. 
99, 1. Vgl. auch Erbarmen. 

Basasael 87, 29. 

Bastarde 33, 3. 

Batariel 25, 18. 87, 29. 

Baum von köstlichem Ge- 
ruch (= Baum des Lebens) 
55, 31 ff. 57, 13 ff., der Weis- 
heit 61, 24. 31, gefällter 
57, 29. 

Bäume des Gerichts 59,3off., 
vierzehn B., die ihr Laub 
nicht verlieren 21, 17, der 
Lust 35, 2, mit immer- 
währenden Schösslingen 
57, 28, wohlriechende 
(Duftbäume) 55, 30. 61, 7. 
18. 

Beben, das (= Tartarus) 
49, 25, des Himmels 76, 31. 

Bedrückung 73, 22. 

Behemoth 77, 20. 

Bekennen 83, 20. 25, die 
Sünden 83, 6. 

Belehrung 134, i. 

Belohnt werden 142, 27. 

^ H3, 7- 

Benase 100, 17. 

Beqa 88, 33. 

Berg, Berge 19, 17. 59, 29. 

61, 10. 12. 17. 19. 72, 7. 

73, 19. 78, 23. 89, 9. 106, 

21. 22. 129, 21; Berg v. 

Feuer 55,21, dessen Gipfel 



an den Himmel reicht 
45, 18, dessen Gipfel dem 
Throne Gottes gleicht 57, 
9, heiliger, mitten auf der 
Erde (= Zion) 57, 30, ein 
anderer daselbst (= Öl- 
berg) 57, 32, ein dritter 
daselbst (= Berg des bösen 
Rates) 57, 35, hoher im 
Westen 51, 28. 

Berge, grosse brennende 49, 
6. 51, 7, hellleuchtende 
142, 15, sieben aus Edel- 
stein 47, 18. 24. 55, 22, 
sieben hohe 100, 3, sieben 
voll Narde 61, 17, von 
Eisen, Kupfer, Silber, 
Gold, Zinn, Blei 72, 17. 
26. 86, 6, der winterlichen 
Finsternisse 47, 2. 

Beschwörer 27, 20. 

Beschwörungen 27, 3. 

Besprechungen 84, 31. 

Beste des Weizens 128, 12. 

Beten 64, 20. 65, 28. 69, 20. 
107, 8. 

Betrug 123, 13. 124, 25. 126, 
30. 128, 17. 

Bewegung (der Wasser) 86, 
9. 10. 

Binden (Azazel) 31, 16, (die 
Seelen der Sünder) 53, 31, 
(die Sterne) 49, 12. 51, 8. 
13- 109, 34- HO, 6, (die 
Wächter) 33, 15. 39, 8. 

Biss der Schlange 88, 29. 

Bitte 39, 3. 5. II. 108, 6. 12. 

Bitten 33, 8. 37, 2. 41, 27. 
45, 8. 64, 19. 65, 28. 

Bittere, das 88, 17. 

Bittschrift 37, 11. 12. 16. 21. 

Blei 72, 19. 27. 34. 84, 33, 
wie B. im Wasser 70, 24. 

Blitz, Blitze 39, 14. 25. 41, 
2. 45, 22. 66, 16. 67, 19. 
23. 30. 31. 76, 21. 28. 78, 
II. 13. 16. 89, 22. 

Blumen 105, 27. 

Blut 29, 2. 31, I. 43, 1—3- 
132; 5 ; der Gerechten 69, 

18. 21. 31. B. essen 130, 8, 
trinken 27, 10, imB. waten 
132, 10. 

Blutvergiessen 127, 8. 131,4. 

Böckchen, die(=Chasidäer) 
119, II. 14. Ein Böckchen 
mit grossem Hörn (= Jo- 
hannes Hyrkanus?) 119,9. 

19. 24. 29, ein anderes 



ßöckchen (= Elias) 121, 
10. 

Böcke 72, 7. 

Bogen, der feurige 45, 21. 

Böse, die Bösen 19, 5. 43, 11. 
13. 16. 131, 6. 143, 2. 

Böses 90, 13. 130, 8. 132, 17. 
25. 133, 14. 135, 25; B. 
anrichten 45, 13, thun 
142, 3. 21, mit B. ver- 
gelten 127, 24. 

Bosheit 33, 25. 55, 7. 124, 
24. 127, 18. 131, 17. 

Brand 99, 24. 

Breite der Erde 125, 23. 

Brennen 33, 20. 70, 25. 142, 10. 

Brot 118, 7. 

Bruder, Brüder 75, 17. 132, 
4. 8. 

Brustpanzer 27, 13. 72, 33. 
88, 13. 

Buch der Heiligen 135, i, 
(von d. Hand Henochs) 
104,9. 124, I. 15. 21. 142. 1 
auch 132, 20, des Lebens 
142, 6, der Mahnreden 
87. 6, (über das Thun der 
Hirten) 117, 21. 26. 29. 
118, 14. 18. 119, 30. 31, 
über den Umlauf d. Him- 
melslichter 92, 7, aller 
Werke der Menschen 
103, 14. 

Bücher 137, 12. 17. 19. 142, 
34, des Eifers u. Zornes 
64, 12, heilige 142, 7. 
Henochs 124, 15. 21, der 

j Lebendigen 69, 26, der 
Unruhe und Verwirrung 

I 64, 13, versiegelte 120, 10. 

I Bund 77, 14. 

; Buntes 129, 14. 

! Busse 71, 18. 24. . 

I Bussen 25, 6. 

Chaos 51, 3. 

*Chasidäer (= Böckchen, 

Lämmer) 118, 350'. 119, 

II ff. 
Cherubim 51, i. 80, 25. 91, 

10, feurige 39, 25. 
Cherubstimmen 41, 5. 
Chiliarchen 97, 26. 104, 20. 

105, II. 13. 30. 106, 6. 

Dach 110, 14. 

Daemonen 49, 17. 88, 27. 

131, 6. 
Dan 37, 19. 
Daniel 25, 17. 87, 27. 



156 



Danken. 



Danken 67, 3. 69, 20. 89. 26. 

Dattelpalme 55. 35. 

*Davia (= Schaf resp. Wid- 
der) 115, 9 ff. 

Dekarchen 25, 19. 

Demütig, die Demütigen 
23, 17- 57, 16. 142, 25. 

Dendain 77, 21. 

Donner 45, 19. 66, 16. 76, 23. 
25. 78, 10. 12. 13. 16.89,22. 

Dreschtenne 75, 13. 

Dudael 31, 18. 

Ebenbild der Engel 141, 2. 
Ebla 100, 17. 
P>k8tein der Erde 47, 8. 
Edna 108, 18. 
*Edomiter (= wilde 

Schweine) 111,4.115, 1.4. 

21. 117, 13. 118, 2. 
Ehre 71, 15. 129, 16. 19. 

135' 3. 143, 7. lo- 
Eid 25, 7. Vgl. auch Schwur. 
Eingeschlossen werden (im 

Gefängnis) 33, 19. 90, 10. 
Einstimmig 69, 20. 80, 23. 

29. 81, 2. 
Eisen, eisern 72, 17. 26. 32. 

73, 29. 74, 30. 86, 7. 
Elefanten (= Riesen) 109, 

14. 30. HO, I. 26. 

*Klias (= Böckchen) 121, 10, 
(= Schaf) 116, 5, ungen. 
erw. 125, 7. 

'Elimelech 105, 17. 32. 

Embryo 88, 28. 

Ende (= Untergang) der 
Erde 31, 12. 84, 28, der 
Gerechten 134, 29, aller 
Geschlechter 33, 22, das 
erste E. der Welt 124, 25. 

Enden des Alls 49, 21, die 
äussersten 45, 20, der Erde 
19, 17. 47, 16. 55, 12. 62, 
I. 5. 13. 15. 22. 25. 84, 18. 
98, 25. 139, 22, des Him- 
mels 62, 28 74, IG. 76, I. 
78, 3. 79, 6. 91, 2, der 
Himmel 64, 16, der Dinge 
des Himmels 125. 22. 

Engel (Sing.) 49- 7- 53, I4- 
65,21. 67,9. 68,23.72, 19. 
77, 3. 24. 78, I. 24. 25. 
79,5. 28.80,2. 84, 11.35. 
98, 4. 102, IG. 12. ein 
heiliger 68, 22. 92, ig. 
96, 12. 

— des Friedens 65, 32. 72, 
23-73,13. 28.74,31.79, 17. 

Engel (Plur.) 19, 8. 25, i. 



Deutsches Register. 



31, 22. 41, 9. 47. 15. 49, 

14. 19. 62, 34. 64, 18. 67, 

15. 24. 72, 9. 74, 22. 75, 7. 
76, 32. 35. 79, lo- 16. 27. 
82, 16. 84, 12. 29. 85, 19. 
21. 28. 86, 4. 12. 15. 27. 
29. 31. 87, 19. 24. 88. 6. 
23. 90. 23. 91, 12. 25. ig8, 
3. 126, 8. 128, 26. 130, 29. 
132, II. 133, I. 134, IG. 
136, 18. 28. 137, I. 139, 
14. 17. 21. 141, 3- 24, 
heilige 49, 23 ff. 51, i. ig. 
21. 55, 16. 57, 3- 59, 8. 
90, 28. 91, 14. 16. 124, 20. 
132, 16. 

— die vier des Angesichts 
65, 2G. 23 ff'. 34ff., die vier 
des Herrn der Geister 66, 7. 

— seiner Gerechtigkeit 64, 
18. 

— der Herrschaften 8g, 26. 

— der Macht 8g, 26. 

Vgl. auch Cherubim, Sera- 
phim, Ophanim, Erz- 
engel, Strafengel,Sterne 
vom Himmel fallend, 
Wächter. 
Enos 63, 9. 
Enthüllt 29, 13. 
Entrücken 91, 4, entrückt 
werden 35, 20. 21. 90, 27. 
Entsetzliche Dinge 51, 16. 
Era'e loo, 17. 
Erbarmen 59, 15. 64, 7. 71, 

25. Vgl. auch Barmherzig- 
keit. 

Erbitterung hervorrufen 

131, 19. 
Erbteil der Väter 131, 24. 
Erde 19, 19. 21, 11. 14.22. 

29, 5. 31, I. 12. 22. 33, I. 

31. 35, 7. 9. II. 16.49, 3- 

51, 5. 57. 12. 65, 12. 68, 

12. 69, IG. 71, 27. 72, II. 

78, 21. 79, 15. 8g, 8. 84, 

16. 21. 85, 7. 31- 89, 8. 
ig6, 21. 26. IG7, 5. 12. 
ig8, 8. 109, 21. HG, 2. 33. 

I2G, I. 4. 133, 31. 134, 9. 

141, 18. 38. 142, II; die 
E. besitzen 64, 2. 70, 20. 
81, 22. 82, 4. IG. 83, 4. 
84, 9. 86, 32. 
Erdenbewohner 63, 11. 20. 

26. 65, 28. 31. 67, 28. 70, 
II. 73, 5- 74, 3. 10. 15. 
17.25.81,15. 84,27.85,7. 

13. 2G. 86, 15. 17. 87, 22. 

88, 15.90, 19.98,34.103,5. 



Ewigkeit. 

Erhöht werden (v. Namen 
Henochs gesagt) 90, 18. 
Erkenntnis 39, i. 88, 25. 
Erretten 83, 25, sich e. 72, 

31, errettet werden 70, 19. 
71, 21. 72, 3. 82, 22. 131, 
16. 141, 15. 16. 22. 

Erschaffung der Welt, seit 
91, 30. 89, 10. Vgl. auch 
Anfang d. W. 

Erschütterung '(der Erde) 

84, 18. 85, 3, des Himmels 
77, 6. Vgl. auch Beben. 

Erste, das 78, 2. 

Ertrag der Mühe 136, i. 

Erz 72, 33. 74, 3G. 

Erzengel 90, 33. Vgl. auch 
Engel des Angesichts, 
7 Heiligen, 7 Weissen. 

Erzväter 90. 25. 

*Esau (= schwarzes Wild- 
schwein) III. IG. 

Esel (= Riesen) 109. 15. 30. 
I IG, I, (= Midianiter) 1 1 1, 

13. 

Eva 88, II, (== junges Rind) 
108, 21 ff., ungen. erw. 
61, 31. 

Ewig (Fluch) 23, 9. IG. (Ge- 
richt) 126, 7, (Gesetz) 130, 
25, (Güte) 124, 8, (König) 
57, II. 19. 24. 59, 16, 
(Leben) 21, 27. 33, 9. 41, 

32. 43, 7. 63, 18. 66, '5. 
76, 9, (Licht) 124, II, 
Pflanze der Gerechtigkeit 
125, 13, (Stätte) 35, 28, 
(Verdammnis) 123, 17. 
Auf ewig 31, 19. 33, 27. 
69, 24- 87, 3. 107, 27. ig8, 

12. 124, 12. 134, 13. immer 
und ewig 65, 25. 73, 11. 
86, 22. 92, 2. 

Ewigkeit, in oder für die E. 
35, 14. 51, 26. 53. 3G. 
55, I. 34. 57, 15- 59, 9. 
15. 63, 3. 65, 7. 68. 30. 
7G, 14. 76, 19. 80, 4. 81, 4. 

85, 8. 16. 32. 87, 2. 89, 8. 

13. 92, 13. 99, 31. 122, 14. 

124, 13. 125, 5. 126, I. IG, 
II. 13. 134. 24. 25. 

In od. für alle E. 29, 12. 
33,17.39,5 7.64,22.25. 
65, 15. 66, 31. 71, 2. 

81, IG. 83, 12. 2G. 87, 19. 

2G. 88, 15.89,28. 91,31. 

34. 107, 26. 28. 

Von E. 37, 31, von E. zu 



Ezeqiel. 



Deutsches Register. 



Geist. 



157 



E. 71, 6. 88, 19. 89, 15. 
17. 19. 
Ezeqiel 25, 17. 

Fahrzeug (Arche) iio, 11 ff. 

Falken in, 5. 

Fanuel 66, 6. 73, 33. 91, 14. 

16. 24. 
Farbtinktaren 27, 17. 
Farre, schwarzer (= Kain) 

108, 22 ff., roter (= Abel) 

108, 22 ff. 
Färse (= Weib Kains) 108,25. 
Feder 88, 21. 
Fenster (am Himmel) 92, 21. 

33. 98. 17. 18. 107, 15. 

133, 15- 

Festland 79, 11. 12. 13. 80, 

28. 129, 2. 
Fesseln 74, 30. 
Fesselung 135, 19. 
Feuer 31, 21. 39, 26ff. 41, 

2. 3. 6. 12. 13.45, i6- 25. 

51, 16. 64, 28. 73, 25. 90, 

31. 91, 7. 92, 24. 120, 24. 

27. 123, 14. 16. 132, 28. 

142, 10; ewig brennendes 

87, 3, schmerzbringendes 

134, 6, des Westens 
{== Abendrot) 45, 23. 55, 
iiff. 

Feuerberg 55, 21. 

Feuerflammen 90, 29. 92, 34. 
loi, II. 135,20. 142,13.18. 

Feuersäulen 47, 27. 49, i. 
51, 18. 120, 24. 

Feuerstrom 45, 24. 

Feuerströme (unter d. göttl. 
Thron hervorkommend) 
41, 6, (zwei im Himmel) 
90, 30, (vier das himm- 
lische Haus umgebend) 
91, 9, (unterirdische) 86, 15. 

Feuerzungen 39, 20. 21. 33. 

Feuriger Kreis 91, 8. 

Finsternis 31, 17. 19. 47, 1.2. 
67, 5- 6. 69, 5. 76, 17. 79, 
4. 82, 15. 83, 19. 84, 4. 
96, 17. HO, 20. 34. 124, 
12. 127,9. 134,22 135, 19. 
137, 4. 143, 13. 
Die in F. Geborenen, 143, 
6. 13. 

Firmament des Himmels 
47' 9. 49i 2. 

Fische 27, 9. 80, 9. 133, 30. 

Fittiche desHerrn d. Geister 
64, 26. 

Flammen s. Feuerflammen. 

Flehen 39, 13. 64, 20. 65, 29. 



68, 9. 69, 20. 107, 4. 108, 6. 
118, 15. 

Fleisch 21, 6. 27, 10. 41, 11. 
43, n. 45, 2. 47, 2. 81,9. 
86, 25. 87, I. 108, 10. 
141, 17. 143, 7, F. und 
Blut 43, .3, F. der Ge- 
rechtigkeit 108, 10, der 
Menschen 108, 4. 8. 

Fleischeszunge 107, 20. Vgl. 
auch Zunge. 

Fleischgeboren 103, 14. 107, 
20. 

Fluch 23, 9. 10. 15. 67, 4. 
76, 21. 26. 134, 18. Dem 
F. verfallen 129, 11. 

Flügel 79, 28. Vgl. auch 
Fittiche. 

Flüsse s. Ströme. 

Frass für die Sünder 136, 2. 

Freude 23, 13. 22. 33, 27. 
69,29. 72, 10.90,3. 135,3. 

136, 28. 141, 38. 
Freuen, sich 135, 8. 
Friede 21, i. 23, 6. 13. 21. 

23- 33, 31- 35, 17- 31. 37, 
2. 4. 45, 14. 72, 23. 81, 2. 
92, I. 124, 4. 126, 24. 127, 
I. 130, II. 20. 131, 23. 
133, 20. 134, 13. 135, 22. 

137, 27. S. ferner Engel 
des F. und vgl. auch Heil. 

Frist, bestimmte 53, 11. 
Frevel 73, 8. 9. 123, 6. 8. 

141, 31. 
Frevler 55, 6. 
Fröhlichkeit 57, 19. 
Frohlocken 135, 8. 
Frost 79, 2. 99, 21. 
Frucht (des Lebensbaumes) 

55, 34. 57, I. 16. 
Fruchtbarkeit 99, 5. 
Füchse (= Ammoniter?) 

111.4. 115, 1. 4.21. 116,16. 
Führer (der Chili archen) 

106. 5. (der Menschen) 137, 

24, (der Schafe) 115, 13. 
20, (der Sterne) 92, 19. 
96, 13. 102, 15. 105, 5. 
14 ff'., (für Tag und Nacht) 
98, 7. 

Fürbitte 37, 6. 

Furcht 77, I. 131, II. 132, 

25, des Herzens 131, 9, 
und Schrecken 51, 23, und 
Zittern 19, 16. 37, 10. 39, 
29. 30. 112, 30. 

Gabriel 29, i. 33, 3. 49, 31. 
73, 33- 91, 14- 16. 24. 



Gadriel 88, 10. 

Galbanum 61, 11. 

Garten (= Paradies) 61, 34. 
77, 22, der Gerechten 79, 
17, der Gerechtigkeit 100, 
3, des Lebens 81, 6. 

Gebet, Gebete 69, 17. 22. 30. 
107,8. 128, 28. 31. 130, 28. 

Gebot (des Herrn) 23, 3. 
51, 12. 

Gedael 106, 6. 

Gedanken (Gottes) 125, 17, 
des Herzens 126,25, seines 
(des Messias) Mundes 72, 5. 

Gedenken jem. zum Guten 
(von den Engeln gesagt) 

136, 19, (zum Bösen) 129, 
2. 133, 6. 

Geduld 79, 25. 81, I. 103, 18. 
Gefängnis 33, 19. 49, 8, der 

Engel 51, 25. 
Geheimnis 31, 24. 134,. 35- 

137, 10. 16, fluchwürdiges 
45, II. 12. 

Geheimnisse 85, 11. 87, 5. 9. 
90, 34; alle 65, 22. 68, 24, 
der Barmherzigkeit 91, i, 
der Blitze 66, 16. 76, 20. 
27, des Donners 66, 16. 
76, 23, der Enden des 
Himmels 91,2, der Engel 
84, 29, der Gerechten 63. 
29. derGerechtigkeit7i.3. 

76, 13. 91, I, (Gottes) 83, 
12, der Heiligen 141, 26, 
der Himmel 66, 9, des 
Schwurs 89, 6, aller Sün- 
den der Erde 107, i, der 
Tiefe der Erde 80, 7, der 
Winde 66, 17, der Wolken 
und des Taus 66, 18, der 
Urzeit 29, 16, der Weis- 
heit 72, 5, der Weisheit 
(der bösen Engel) 88, 17. 

*Gehenna, Thal Gehinnom 
(s. Schlucht) 57, 36. 59, 
9, (S.Thal) 73,24. 26.75.3- 

Geier 128,2, (= Israel feind- 
liche Mächte) III, 5. iiS, 
24. 119, 13. 17. 27. 

Geist 37, 16. 53, 15. 64,31. 

77, 5. 78. 15. 17. 20. 25. 
86, 18. 22. 87. 8. 90, 20. 
27. 91, 4. 20. 122, 13. 124, 
5. 125, 20. 129, 20. 31. 
130, 7- 135, 20. 27. 141. 
17. (i. Al)els 53, 17, des 
Aufruhrs 75, 9, der Barm- 
herzigkeit 81, f, der Ein- 
sicht verleiht 71, 8, des 



158 



Geister. 



Deutsches Register. 



Gewaltthätigkeit. 



Friedens 8i, 2, der Geduld 

80, 30, der Gerechtigkeit 

81, 18, derer die in Ge- 
rechtigkeit entschlafen 
sind 71,9, des Glaubens 80, 
30, der Güte 81, 2, des 
Hagels 78, 25, des Herrn 
86, 25, der Kraft 91, 21, 
der Lehre und Kraft 71, 8, 
des Lebens 80, 16, des 
Lichts 81, 7, des Meeres ! 
78, 21, des Nebels 79, 2, ! 
des Rechts 81, i, des j 

* Regens 79, 9, des Reifs I 
78, 24, des Schnees 78, 25, j 
des Taus 79, 5. 98, 13, der 
Weisheit 71, i. 80, 30. 

Geister 43» 23. 45, 2. 49, 31. | 
65, 12. 88, 27. 142, 8; böse I 
43, II. 13. 16, der Demü- | 
tigen 142, 25, (der Engel) i 
49, 15, der Erde 43, 18, | 
der Gerechten 67, 7, der | 
in Gerechtigkeit Gestor- ! 
benen 135, 4. 7. 8, der I 
Guten 143, 5, des Himmels | 
43, 17, der Lüfte 88, 20, 1 
der Menschen 49, 26. 30, 1 
53, 12. 67, 7, der Riesen ! 
43, 19, der Seelen der ' 
Abgeschiedenen 53, 7, der 
Sünder 142, 20, der Ver- 
storbenen 53, 12. 23, des 
Wassers 89, 20, aller 
Winde 89, 20. S. ferner 
Herr der G. 

Geistig 4ij 32. 43, 7- Die 
Geistigen des Himmels 

43, 9. 
Gemeinde der Auserwählten 

und Heiligen 82, 7, der 

Gerechten 63, 21. 
Gemeindeversammlung 73, 

17- 
Genossen der Engel 136, 35, 

der Sünder 128, 30. 
Gepflanzt werden (Werke 

der Gerechtigkeit) 33, 27. 
Gepriesen, der, welcher in 

Ewigkeit gepriesen ist 

(= Gott) 99, 31. 
Gerecht 35, 10. 57, 25. 59, 

14. 71, 22. 77, 12. 13. 88, 

23. 126, 2. 141, 30. 
Gerechte, der (coUectiv) 69, 

17. 103, 19. 30. 31. 123, 

18. 124, 6. 9. 128, 20. 

— der, und Auserwählte 

(= Messias) 73, 17. 
Gerechten, die 19, 21. 23, 11. 



33,28.53,24.55,5.57,25. 
59, 14. 63, 21. 24. 64, 17. 
67, 5- 7. 68, 15. 69, 18. 22. 
30. 31. 70, 8. 15. 16. 26. 
71, 17. 72, II. 73, 8. 21. 
75, 14. 76, 7. 12. 35. 79, 
17. 80, 3. 90, 25. 92, I. 2. 
104, 16. 125, 31. 126, 20. 
127, 13. 19. 27. 30. 128, 
10. 21. 23. 28. 130, 12. 15. 

16. 27. 132, 17. 22. 133, 3. 

134, 14. 20. 28.33. 135,23. 
136,33.137,17.20.143,14. 

— die, und Auserwählten 

63, 25. 31. 64, 25. 27. 76, 
6. 81, 12. 82, 18. 21. 26. 
Die auserwählten G. 125, 
13. S. weiter die Aus- 
erwählten und G. 

— und Demütigen 57, 16, 

— und Heiligen 64, 6. 72, 2. 
85, 15. 125, I. 132,2. 15. 
S. ferner die Heil. u. Ger. 

— , Heiligen und Auser- 
wählten 70, 2. 
Gerechtigkeit 35, i. 63, 23. 

64, 20. 29. 67, 8. 68, 27. 
30. 71, 9. 73, 20. 76, II. 
80, 7. 81, 23. 83, 13. 27. 
85, 14. 91, 27. 32. 103, 30. 
104, I. 107, 18. 122, 22. 
23. 125, 29. 30. 33. 126, 
12. 23. 133, 19. 134, 14. 

135, 4. 137, 9. 143, II. 
S. ferner Auserwählter, 

Engel, Fleisch, Garten, 
Geheimnisse, Geist, Ge- 
meinde, Herr, Kinder, 
Pfad, Pflanze, Quel- 
le , Schreiber , Wege, 
Werke, Wort, Zahl der 
G. 
Gericht 19, 20. 21, 5. 37, 32. 
39, 5- 53, 20. 27. 29. 68, 

17. 71,23. 24. 77, II. 79, 
25. 83, 26. 27. 84, 8. 85, 
5. 19. 86, 24. 31. 33. 87, 

9. IG. 14. 20. 22. 90, 6. j 
103, 21. 107, 14. 108, 5. 
120, 21. 121, II. 123, IG. 
124, 23. 29. 126, 2. 3. 
127, 19. 21. 128, 22. 27. 

32. 129, 35. 13G, 6. 131, 

27. 133, 3. 135, 16. 21. 

136, 25. 

Ewiges G. 136, 31, für 
alle Ewigkeit 33, 17, 
der Geheimnisse 87, 9, 
gerechtes 59, 14. 77, 12. 
13.126,2, Gottes 143, II, 



grosses 45, 5. 53, 12. 
57, 14. 127, 9- 132, 14. 
135, 20. 136, 30, grosses 
ewiges 126, 7. 
Gerichte des Herrn 8g, 22, 
der Heiligen und Ge- 
rechten 125, I. Vgl. 
auch Strafgericht. 
Gerichtsbäume s. Bäume. 
Gerichtstag s. Tag. 
Gesalbte, der (= Messias) 

70, 31. 72, 22. 

Geschenke 73, 6. 

Geschlecht, abtrünniges 125, 

II, dieses 19, 9, gerechtes 

141, 30, künftiges 19, 10, 

des Lichts 143, 5, der 

Wurzel der Kraft 125, 9, 

von G. zu G. 35, 14. 65, 

9. 71, 6. 83, II. 

Geschlechter, alle 33, 22, 

durch alle G. 107, 26, der 

Erde 109, 26, bis in die 

fernsten G. 103, 15, auf 

G. hinaus 104, 12, künftige 

124, 4. 125, 2. 126, 18, 

siebzig 33, 15, der Völker 

130, 31, der Welt 104, 10. 

107, 9, bis auf od. für alle 

G. der Welt 29, ig. 35, 19. 

43, 8. 135, IO-2I. 136,32. 

Gesegnet 59, 6. 86, 2. 

Gesetz (= Tora) 125, i. 

141, 9. 142, 2; ewiges 
13G, 25, der Lichter 92, 14, 
des Mondes 95, 8. 96, ig, 
der Sonne 95, 35, der 
Sterne igi, 29, für die 
Sünder 124, 27, der Thore 
der Winde 99, 26. 

Gesicht, Gesichte (Vision) 
37, 22. 27. 39, 4. 14. 15. 
17. 31- 63, 7. 64, 17. 72, 

13. IG6, 13. 14. 17. IQ. 

29. 1G7, I. ig8, 19. 1G9, 8. 
23. iio, 2. 117, 24. 121,32. 
122, 7. 124, 19. 141, 6; 
des Heiligen 19, 7, des 
Strafgerichts 37, 22, der 
Weisheit 63, 7. 
Gestalten 84, 11. 109, 22. 

142, 14. 
Gesundheit 99, 17. 
Gewaltigen, die 68, 32. 33. 

69, 4. 
Gewaltthat 35, .7- 37, 1- 8. 
Gewaltthätigkeit 31, i. 5. 

84, 29. 122, 24. 123, 5. II. 

23. 26. 29. 125, 31. 126, 



Gewölk. 



Deutsches Register. 



Henoch. 



159 



i8. 30. 129, 30. 34. 131, 
26. 134, 29. 136, 35. 
Gewölk s. Wolken. 
Glänzen (von den Gerechten 
gesagt) 143. 10. 15. 16. 
Vgl. auch Leuchten. 
Glaube 69, 13. 80, 30. 
Glauben 80, 30. 86, 25. 137, 
19; an den Namen des 
Herrn 67, 29. 86, 21. 
Gläubigen, die 69, 15. 107, 4. j 
Gleichnis 67, 27. 
Glück 135, 14. 
Glut 21, 23. 105, 34. 
Glutwind 99, 9. 
Gnade 21, i. 23, 9. 124, 9. 
Gnadengesuch 37, 16. 
Gnädig 124, 9. 
Gold 72, 18. 27. 31. 86, 6. 
127, 3. 129, 3. 16. 131, 5. 
133, 9. 142, 28. 
Gott 19, 7. 21, 2. 3. 12. 23, 
I. 47, 22. 51, 13. 74, 25. 
80, 25. 108, 5. 142, 22. 
26. 28. 143, II. 
— der Götter 29, 9, der 
Herrlichkeit 57, 24, der 
Welt 19, 12. 107, 24. 
Andere Bezeichnungen 
Gottes sind noch: d. 
Grosse, d. Grosse und 
Heilige oder der Heilige 
und Grosse, d. betagte 
Haupt, d. Heilige, der 
Herr und alle Zusam- 
mensetzungen mit Herr, 
d. grosse Herrlichkeit, 
d. Höchste, d. König 
und alle Zusammen- 
setzungen, der da ewig 
lebt, der, welcher in 
Ewigkeit gepriesen ist, 
d. Schöpfer. 
Götter, Götzen 49, 17. 69, 
13- 103,7. 131,25. 137,8. 
Götterbilder 123, 14. 131, 5. 
Gottheit 107, 25. 
Gottlos 131, II. 15. 132, 27. 

137, 5- 
Gottlosen, die 19, 5. 21, 5. 
7. 23, 14. 45, 7- 63, 30. 
104, 3. 126, 3. 127, 14. 

130, 18. 131, 16. 
Gottlosigkeit 27, 18. 35, 8. 

131, 8. 137, 8. 
Grab 130, 16. 
*Griechen (= Adler) iii, 5. 

118, 23. 24. 29. 119, 12. 
17. 27. 



Gross (von Gott gesagt) 

107, 23. 134, 34. 
Grosse, der (== Gott) 37, 34. 

107, 19. 124, 6. 129, 28. 

135, 10. 136, 20. 
— und Heilige (= Gott) 

31, 9. 128, 34. Vgl. auch 

der Heilige und Grosse. 
Grösse (Gottes) 79, 19. Vgl. 

auch Majestät. 
Grundfesten der Erde 47, 8, 

des Himmels 78, 3. 
Gussbilder 84, 31. 
Gussmetall 84, 33. 86, 7. 
Gut, ungerechtes 84, 3. Güter 

der Welt 142, 29. 
Güte 81, 2. 124,9. II- 126,11. 
Guten, die 103, 29. 30. 135, 

23. 143, 5, auch 103, 19. 
Gutes 130, 2. 9. 12. 135, 3. 

5. 141, 33. G. thun 142, 3. 

Hagel 39, 24. 62, 17. 66, 23. 

78, 25. 89, 23. 
Hagelsteine 39, 19. 22. 24. 

91, 6. 
Hals durchschneiden 130, 13. 
*Ham (= schwarzer Stier) 

I III, I. 

; Hartherzige 23, 5. 

I Hassen 70, 16. 136, 3. 4. 

I Hauch, vergänglicher 142,31. 

I Haupt , betagtes (= Gott) 
68, 19. 25. 69, 25. 70, 5. 

I 74, 14. 76, 34. 91, 17. 23. 

I 28; das Haupt sein 135,31. 
Häupter der Ordnungs- 

! Sterne 103, i. 
Hauptleute (der Engel) 88, 4. 
Hauptschwur 88, 31. 
Haus (im Himmel) 39, 22. 

i 23. 28. 32. 41, 10. 91, 8 ff., 
(== Stiftshütte) 113, IG ff., 
(= Jerusalem) 115, 250". 
116, 3. II. 19. 117, 14. 15- 
120, 30 ff., (= das neue 
himmlische Jerusalem) 
120, 36ff. 121, i4ff., H. 
seiner Gemeindeversamm- 
lung 73, 17, des Herrn 57, 
18, H. der Herrlichkeit und 
Herrschaft (= Tempel) 
125, 4. 8, Haus für den 
grossen König (= der neue 
Tempel nach dem Gericht 
über die Bedrücker) 1 26, i . 
Häuser bauen mit der 
Fronarbeit anderer 131, 
21, mit Sünde 127, i. 



erwerben durch Ge- 
rechtigkeit 125, 33. 

Heel 106, 6. 

Heer Azazels 73, 30. 74, 28, 
Gottes 80, 25 auch 69, 27, 
des Höchsten 76, 32, des 
Himmels 104, 33 auch 
77, 6, der Himmel 80, 24, 
von Wagen 75, 24. 

Heerschaaren (Gottes) 19, 14, 
der Strafengel 74, 29. 

Heil 68, 16. 76, II. 26. 91, 
29. 98, 32. 99» 26. Vgl. 
auch Friede. 

Heilen 31, 22. 

Heilig (Herr) 123, 10, (Him- 
mel) 41, 29, (Name Gottes) 
29, II. 143, 9, (Ort) 57, 18, 
(Stätte) 35, 27, (Wächter) 
41, 32. 43> 15. (Worte) 
63, 12; heilig, heilig, heilig 

65, II. S. ferner Engel. 
Heilige, der (== Gott) 19, 7. 

57, II. 125, 16. 128, 34. 

— und Grosse 19, 11. 37, 
32. 107, 19. 124, 6. 129, 
28. 137, 7. Vgl. auch der 
Grosse und Heilige. 

Heiligen, die 21, 4. 29, 6. 
35, 23. 64, 6. 10. 17. 19. 

66, 12. 67, 28. 68, I. 69, 
19. 29. 70, 2. 25. 71, 15. 
72, 2. 75, 28. 76, 10. 13. 
77, 4. 80, 18. 25. 81, 6. 
82, 8. 85, 12. 15. 88, 31. 
91, 4. 132, 2, 15. 135, 2. 
141, 27; die sieben H. 
(= Erzengel) 103, 22. 

— und Auserwählten 71, 14. 
S. ferner die Auserw. und 
Heil. 

— und Gerechten 70, i5- 
125, I. S. ferner d. Ger. 
u. Heil. 

— , Gerechten und Auser- 
wählten 64, 4. 

Heiligkeiten, die, der Hei- 
ligen 41, 15- 

Heiligtum 57, 20. 

Heilstein 47, 20. 

Heilung 31, 23. 86, 17. 33. 
127, 22. 128, 7. 

Helojaseph 105, 30. 

Henoch 19, 3. 5. 35. 20. 24. 
25. 26. 37, 4- 41, 20. 24. 
49, 19. 51, 9. 22. 57, 5-7- 
63, 8. 64, 12 76, 30. 84, 
18. 25. 85, I. 24. 86, 6. 
87, 4. 90, 16. 91, 5. 102, 



160 



Hermon. 



Deutsches Register. 



Johannes Hyrkanus. 



13. 103, 10. 108, 15. 122, 

17. 124, I. 14. 15- 19. 21- 
139, 20. 141, 4. 35. 142, I. 

Hermon 25, 12. 13. 14. 37,20. 

Herr (= Gott, ebenso alle 
Zusammensetzungen) 23, 
3. 3h 16. 33, 3. 41, 19. 
55, IG. 57, 18. 59, II. 67, 
t;. 81, 14. 83, 22. 26. 86, 
3. 87, 17- 18. 103, 17. 25. 
106, 17. 23. 108, 5. 9. 13. 
III, 21. 23. 29. 34. 112, 

IG. 32. 119, 30. 120, II. 

121, 19. 127, 20. 130, 9. 
137. 22. 141, 5. 8. 27-32. 
S. ferner Name d. H. 

— der Geister 63, 13. 16. 

18. 25. 28. 64, 3. 7. 14. 

26. 29. 65, 2. 5. 12. 19. 
2G. 25. 27. 29. 31. 66, 7. 

14. 15. 30. 67, 2. 27. 29. 
68, I. 4. 28. 29. 69, 7. 14. 

15. 18. 21. 23. 31. 70, 4- 
7. 12. 14. 18. 3G. 31. 71, 

5. II. 18. 20. 21. 26. 72, 

6. 24. 73, 2. 73, 10. 19. 
32. 74, 2. 4. 25. 28. 76, 

3. II. 18. 19. 22. 26. 77, 
II. 24. 79, 20. 22. 23. 8g, 

4. 16. 21. 22. 24. 81, 4. 

II. 13. 17. 82, 13. 2G. 23. 

29. 83, 2. 6. 7. 8. 21. 84, 

7. 10. 85, 3. IG. 20. 86, 

19. 23. 87, 15. 89, 27. 90^ 
15. 18. 32. 92, 2. 

— grosser 35. 24. 1G3, 16. 

— der Gerechtigkeit 55, ig. 
121, 33. 139, 10. 

— des Gerichts 107, 14. 

— heiliger 123, 10, 

— der Herren 29, 9. 

— der Herrlichkeit 55, 9. 
59, 16. 19. 62, 32. 65, 24. 
83, 10. 98, 4. 107, 4; der 
grosse H. der Herrlich- 
keit 57, II. 

— des Himmels 37, 13. 139, 

35. 

— der Könige 29, 8. 83, 8. 14. 

— der Mächtigen 83, 9. 

— der Reichen 83, 9. 

— der Schafe 111,24. 112, 

5. 15. 23. 26. 27, 115, 2. 

27. 28. 116, 3. 7. 13. 22. 
117, 26. 118, II. 15. 119, 

22, 24. 32. I2G, I. 9. 35. 
121, 15. 29. 

— der ganzen Schöpfung 
des Himmels 107, 23. 

— der Weisheit 83, 10. 



Herr der Welt 76, 12. 104, 5. 
— der ganzen Weltschö- 
pfung IG4, 33. 
Herrlichkeit 29, ig. 39, 34. 

41, I. II. 57, 24. 65, IG. 

69, 26. 71, I. 5. 15. 74, 27. 
76, 35. 8g, 17. 81, 18. 23. 
82, 2. 28. 83, I. 17. 23. 
88, 32. 9G, 5. 13. 91, II. 
IG3, 4. 16. 126, I. 129, 19. 
131, 27. 134, 33. 135, 15; 
des Grossen 136. 20, die 
grosse H. (= (iott) 41, 8. 
134, II. S. ferner Herr 
der H. 

Herrschaft (Gottes) 29, 13. 
IG7, 26, (den Frommen 
verliehen) 124, ig, des Ge- 
salbten 72, 22 ; die H. be- 
kommen 127, 31. 

Herz 37, 35- 69, 29. 70, ig. 
87, 12. 125, 6. 126, 25. 26. 
127, 17. 128, IG. 129, 32, 
131, 9. IG. 28. 137, 6; 
zwiespältiges 122, 20. 21. 

Herzensnärtigkeit 45, 12. 

Herzverstockte 1 30, 7. 1 32,24. 

Heuschrecken 99, 12. 15. 19. 

Himmel, der 39, 26. 47, 13. 
51, 4. 62, 5. 68, II. 74, 
19. 89, 7. 102, 21. ig6, 19. 
IG7, IG. 125, 19. 133, 13. 
31. 142, 18. 143, i; H. der 
Himmel 76, 31. 91, 5. der 
erste 126, 8, hohe 35, 27. 
64, IG, hohe, heilige und 
ewige 41, 29, neue 126, 9. 

Himmel, die 19, 8. 14. 25, i. 
47, 26. 64, 16. 66, 9. 67, 
12. 69, 2G. 28. 74, 18. 8g, 
25. 90, 28. iGi, 29. ig8, 
4. 126, IG. 129, 29. alle 
H. IG7, 27. 

Himmelsgegend 99,25. Vgl. 
auch Weltgegend. 

Himmelskörper 98, 16. 

Himmelsmächte 105, 2. 

Himmelsrichtungen 90, 22. 

Himmelsthore s. Thore. 

Hirten (70) 116, 2 7 ff. 120, 
17. 24, (37) 118, 19, (23) 
118, 33, (12) 119, 32. 

Hitze 21, 22. 23. 24. 99, 2. 
105. 25. 

Höchste, der (= Gott) 29, 8. 
.31, 9. 69, 9. 76, 32. 79, 15. 
82, 6. 99, 30. 127, 6. 128, 
25- 129, 33. 130, IG. 29. 
131, 14. 132, 13. 133, 14. 
27- 134, 4. 



Hoffnung 66, 5. 70, 9; auf 
das Leben 130, 17, H. 
gründen auf 83, 22. 
Höhe des Himmels 125, 26. 
Hoheit 41, II. 129, 15. 
Hohen, die 8i, 15. 21. 82, 

IG, 84, 9. 86, 17. 
Höhlungen 53, 4. 21. 
Hölle 72, I. 131, 18. Vgl. 
i auch Totenreich, Unter- 
welt, 
i Höllenpein 84, 4. 
I Hölzerschneiden 27, 4. 
Hom, grosses (= Johannes 
Hyrkanus?) 1 19, 9. 16. 19. 
I 29. 

I Hörner der Lämmer (== die 
I Makkabäer) 119, 7. 8; H. 

erheben 81, 16. 
Hüften 77, 2. 
Hügel 19, 17. 3, 16. 72, 8. 

73, 2G. Ig6, 22. IG9, 28. 

j Hunde (= Philister) in, 4, 

I 115, i. 4. 13. 16. 21. 118. 

1 29. 

I Huren 27, 19. 

I Hurenkinder 33, 4. 

Hyacinth 90, 31. 

Hyänen iii, 4. 116, 17. 

i * Jacob (= weisses Schaf) 

1 III, 10. 

i * Japhet (= roter Stier) 1 11 , i . 

I Jared 25, 13. 63, 8. 141, 7. 

! Jahr (Länge desselben) 97, 
5 ff. 1G4, 29; des Geheim- 

. nisses 49, 13. 

I Jahre, 500 (als Lebensdauer) 

I 33, IG, der Freude 23, 22, 

i des Lebens 23, 7, des Ver- 
derbens 23, 8, der Welt 
92, 12, werden kürzer 104, 
20. 
Jahresteile 104, 20. 22. 105, 

8. 13. 16. 
Jeqon 88, 5. 

* Jerusalem (= Haus) 115, 

25 ff". 116, 3. II. 19. 117, 
14. 15 I2G, 3Gff., das neue 
himmlische 120, 36ff. 121, 
i4ft'., (= Stadt der Ger.) 

75, 14. 
Jetariel 88, 2. 
Ijasusael 104, 18. 
Ijelumiel 105, 18. 
1 Inseln 73, 6, sieben grosse 

lOG, 12. 
Joch 127, 29. 136, 3. 

* Johannes Hyrkanus? 

(= grosses Hörn) 119, 9 ff. 



Jolaan nisbrotbaum. 



Deutsches Register. 



Lohn. 



161 



Johannisbrotbaum 6i, 26. 

Jomiel 25, 19. 

* Jordan (s. Strom) 113,15. 19. 

*Josaphat, Thal(8. Schlucht) 
57, 33. (s- Thal) 73, 4. 7. 

*Jsaak (= weisser Stier) 1 1 1, 
8. 9. 

*Isrr'3l (= Schafe bezw. 
Lämmer) in — 120, das 
neue (= weisse Stiere) 
121, 26ff. 

Kain 53, 17. (= schwarzer 
Farre) 108, 22 ff. 

Kainan 63, 9. 

Kälte 62, 17- 99,7.21. 133. 10. 

Kamele (= Riesen) 109, 15. 
30. 110, I. 27. 

Kammern s. Schatzkam- 
mern. 

Kaninchen in, 4- 128, 4. 

Kasbiel 88, 31. 

Kasdeja 88, 26. 

Keel 106, 6. 

Kennzeichen (der Frühlings- 
u. Sommertage) 105, 23. 34. 

Ketten 73, 27. 29. 90, 9. 

*Kidron, Bach (s. Wasser) 

57' 34. ^ ^ 

Kinder 79, 21, der Auser- 
wählten und Heiligen 64, 
10, der Engel 88, 6. 8, 
der Engel des Himmels 
139, 14, der Erde 41, 31. 
109, 18. 132, 19. 134, II, 
der Gerechtigkeit 122, 16. 
124, 16, (Gottes) 82, 17, 
des Himmels 133, 13, der 
Rechtschaffenheit 137, 28. 
K. zerreissen 130, 33, von 
sich werfen 130, 34- 13I) i- 
Vgl. auch Söhne. 
Kinnbacken 73, 32. 
Klagenden^, die 55, 3- 
Kleid (der Engel) 90, 29, 
(des betagten Hauptes) 91, 
18, der Herrlichkeit 82, 
28, des Lebens 82, 29. 
Kluft 47, 27. 49, 2. HO, 7; 
tiefe K. des Thaies 75, 2. 
Vgl. auch Abgrund, 
Schlucht, Spalt, Tiefe. 

Köcher 45, 21. 

Kokabiel 25, 1 7. 27, 22. 87, 27. 

Köni^ (= Gott) 107, 23, der 
ewige 57, II. 19. 24. 59, 
16, der grosse 108, 6. 126, 
I, der Herrlichkeit 103, 
16, der Könige 29, 9. 83, 
15. 107,24, der Welt 35,24. 
Henoch. 



Könige 29, 8. 64, 5. 68, 31. 
69, I. 70, 20. 73, 15. 25. 
74, 25. 75, 8. 81, 14. 21. 

82, 3- 9. 83, 3- 9- 15. 84, 

9. 85, 14. 86, 16. 32. 133, 

20. 134, 3. 
Königswürde 129, 15. 
Königtum 107, 25. 
Kraft 71, 8. 88, 25. 91, 21. 

125,9; der Besprechungen 

84, 31, des Geistes 78, 19. 
87, 8, der Gleichmässig- 
keit 78, 8, derer die Guss- 
bilder machen 84, 31, des 
Mondlichts 78, 7, des 
Schwurs 89, 4, des Ur- 
sprungs der Quelle 128, 
13, des Windes 78, 7, der 
Zauberei 84, 30. 

Kräfte, verborgene 84, 30, 
der Himmel 126, 10, des 
Wassers (unter der Erde) 

85, 18. 23. Vgl. auch 
Mächte. 

Krankheiten 66, 3. 

Krieg 72, 32. 

Kummer 70, 10. 127, 17. 

131, 28. 134, 15. 22. 
Kupfer 72, 17. 26. 

Lamech 31, 10. 139, 4. n. 
27. 141, I. 20. 33. 

Lämmer (= Chasidäer) 118, 
35. 119, 6. 7, ein L. 119,6. 

Land seiner Auserwählten 
75, 12. 13, gesegnetes 59,6, ' 
liebliches (= Falaestina) 
113, 22. 24. 120, 8, ererben 

23, 14- 
Landstrasse 75, 14- 
Länge der Erde 125, 23, des 

Himmels 125, 25. 

i Langmütig 66, 2. 77,9.81,11. 

i Lässigkeit 23, 17. 

I Lästerer 123, 21. 142, 21. 

\ Lästerung 37, 8. 123, 7. ■ 
127, 7. 18. 128, 19. 143, 3. 

Lauf des Feuers 55, 13. 17, | 
(des Nebels) 79, 3, der 1 
Sonne 94, 32. 33- 35> der | 
Sonne und des Mondes i 
89, 16, der Sterne 39, 16. 
89, 18. (des Taus) 79, 7. 

Leben 135, 8, der da ewig 
lebt (= Gott) 21, 27. 

Leben, das 23, 7. 20. 23. 53, 

24. 57, 17. 64, 8. 70, 19. 
75, 4. 76, 9. 80, 16. 81, 6. ! 
82, 29. 85, 30. 128, 16. i 
130, 17; ewiges 33, 9. 43, : 



1. 63, 18. 66, 5, 76, 9, 
ewiges unsterbliches 43, 8, 
langes 33, 7. 57, 21. 91, 
35, wohlgefälliges 126, 23. 
Am L. bleiben 33, 29. 
130,4, kein gutes L. haben 
130, 24, das L. lieben 143, 

2. sehen 135, 30, 
Lebendigen, die 69, 26. 
Lebensfreude 39, 29 
Lebensgrund 108, i. 
Lebenstage s. Tage. 
Lebzeiten, zu 134, 16, 135, 16. 
Lehre 129, 17, der Werke 

Azazels 33, i. Vgl. auch 
Weisheitslehre. 

Leib 43, 13- 86, 18, 19. 21. 
33. 88, 9. 91, 19. 134, 16; 
denL. kasteien 142,26. 29. 

Leichen 75, 18. 

Leid 57, 23. 68, 5. 

Leidenden, die 128, 6. 

Lenker 67, 10. 

Letzte, das 78, 2. 

Leuchten (von dem Ange- 
sicht der Gerechten ge- 
sagt) 136, 22. 23. Vgl. 
auch Glänzen. 

Leugnen 77, 13. Vgl. auch 
Verleugnen. 

Leviathan 77, 18. 

Libanon 37, 26. 

Licht 23, 13. 31, 20. 53, 25. 
63, 25. 64, 3. 67, 4. 6. 
68, 12. 76, IG. 79, 4. 80, 

14. 81, 7. 83, IG. 19. 91, 

6. 95, II. 13. 15. 20. 21. 
23. 96, 15. 16. 23. 100. 

23 ff". IG2, 3. IG. 28. IG5, 

I- 33. HO, 34. 134, 25, 
137, 4. 143, 6; ewiges 
124, II, Gottes 21, 3, das 
grosse (== Sonne) 95, i. 3. 
6, helles 128, 7. 143, 8, das 
kleine (= Mond) 95, 9, 
des ewigen Lebens 76, 8, 
der Rechtschaöenheit 76, 
18, der Sonne 76, 8, der 
Tage 71,4, unaufhörliches 
76, 16, der Völker 70, 9. 
Lichter 21, 19. 45, 19. 4q, 
27. 55, 18. 76, 21. 27. 91, 

3. 92, 7. 14. 97, 32. 9^, 5. 

99, 32. IGO, 18. 125, 27. 
134, 8. 136, 22. 

Lichtmenge 67, 22. 

Liebe 85, 27 

Lieben, den Hhnmel 143, i, 

das Leben 143, 2. 
Lohn 137, 21. 24. 142, 34. 
11 



162 



Los. 



Deutsches Register. 



Name. 



Los 55, 7. 59, 18. 68, 29. 

76, 7. 85. 26. 91, 34. 135- 
6; der ö erechten 70, 15, 
des ewi(?en Lebens 63, 18, 
der Liebe und Recht- 
schaffenheit 85, 27, der 
Sünder 68, 3, ohne Tadel 

85, 27, der Treue 76, 14. 
Lösegeld 130, 5. 

Löwen 75, 10, (= Assyrer) 
III, 3. 116, 16. 20. 117, 12. 

Lüge 129, 9. 131, II. 137, 8. 

Lügenreden loben 130, 22. 

Lügenworte niederschrei- 
ben 130, 18. 19. 

Lügenzeugen 127, 25. 

*Macedonier (=^ Adler) iii, 
5. 118, 23. 24. 29. 119, 12. 
17. 27. 

Macht 67, 9. 69, 12. 71, 6. 

77, IG. 25. 80, 13. 82, 7. 
83, II. 104, 34. 129, 15. 
142/ 5- 

Mächte 49, 9. 66, 4. 80, 27. 

Vgl. auch Kräfte. 
Mächtig 64, I. 71, 2. 72, 22. 

107, 23. 134, 34- 
Mächtigen, die 68, 31. 70, 

20. 73, 15. 25. 81, 14. 21. 

82, 3. 9- 83, 3. 9. 84, 8. 

86, 17. 32. 128, 19. 
Madbara 59, 23. 28. 
Magd 129, 22. 
Mahnrede 63, 19. 21. 67, 33. 

76, 4. 5. 90, 15. Mahn- 
reden 87, 5. 7. 

Majestät (Gottes) 23, 4. 59, 
20. 107, 23. 25. 134, 35- 

*Makkabäer (= Hörner der 
Lämmer) 119, 7. 8. 

Malachit 47, 22. 

Malaleel 63, 8. 106, 18. 27. 

Malkiel 105, 17. 21. 

Mandel 61, 14. 

Mannessohn, walda be'esi 
== filius viri: anta we'etü 
w. b. = tu es fil. viri 91, 
26, zekü w. b. = iste fil. 
viri (aber M, II lesen 
be'esit = feminae, Wei- 
bessohn) 82, 2, we'etü 
w. b. = ille fil. viri 90, 12. 
15 {90, 15 liest G be'esit 
= feminae). Vgl. auch 
Menschensohn. 

]\Iarter des Geistes 86, 18. 

Mass (Getreide) 35, 5, (Oli- 
ven) 35, 6; Masse der Erde 
125, 4, der Gerechten 



80, 3 ff. Falsches Mass 
führen 131, 19, M. der 
Väter verwerfen 131, 23. 

Mastix 61, 7. 

Matrosen 133, 20. 134, 3. 

Meder 75, 8. 

Meer 73, 5. 77, 19. 26. 78, 
21. 99, 13 (= Norden), 
129,2. 133,25.26. 134,23; 
das erythräische 61, 20. 
100. 9, II, das grosse im 
Westen 45, 25, das grosse 
(= Mittelmeer) 100, 7. 12. 
14. Meere 23, 2. 100, i. 8. 
10. 13. 

Mehren, sich 86, 2. 

Melejal 105, 17. 

Mensch 68, 21. 87, 19. iio, 10. 

Menschen 27, 6. 24. 33, 5. 
37, 8. 34. 39, I. 41, 27. 28. 
43, 14. 45, 17. 49, 16. 22. 
26. 29. 53, 19. 55, 5. 57, 
25, 62, 34. 66, IG. 67, 7. 
75, 25. 86, 13. 88, 18. 2G. 
I 22. 97, 31. 100, I. 103, 14. 

IG4, 2. 24. 25. 107, 2G. 
126,5.27,129,24.141,15; 

böse 143,2, weise 132, 19, 
weisse 109, 24. 

Menschenkind 77. 27. 125, 16. 

Menschenkinder 23, 27. 25, 
3- 31, 24. 35, 9. 21. 29. 
43, 24. 40, 3G. 53, 9, 12. 
64, II. 66, 3. 67, 13. 84, 
13. 14.88, II. 12. 14.89,3. 

Menschensohn i) walda 
sab'e = filius hominis: 
zentü we'etü w. s. = hie 
est fil. hom. 68, 26, zentü 
w. s = hie fil. hom. 68, 30, 
zekü w. s. = iste fil. hom. 
68, 24. 70, 3. 2) walda 
eguäla emma-hejäw = 
filius prolis matns vivi 
82, 7. 90, 6, zekü w. eg. 
e-hej. = iste fil. prol. . . . 
82,' II. 24. 84, 5, we'etü 
w. eg. e-hej. = ille fil. 
prol. ... 9G, 4. 18. 91, 35. 
Vgl. auch Mannessohn. 

Messer 27, 12. 

*Messias (== weisser Stier 
bezw. Wildochs) 121, 23 ff. 
Andere Bezeichnungen 
des Messias : d. Auser- 
wählte, d. Auserwählte 
der Gerechtigkeit und 
Treue, d. Gesalbte," d. Ge- 
rechte und Auserwählte, 



d. Mannessohn, d. Men- 
schensohn, d. Sohn Gottes. 

Metalle 27, 14. 

Methusala 99, 27. 103, 23. 

104, 6. ig6, 12. 107, 10. 
108, 16. 122, II. 15. 139, 

3. 12. 21. 141, 35- H2, 2. 
Michael 29, i. 33, 11. 49, 28. 

66, 2. 73, 33. 77, 3. 86, 30. 
87,7.11.16. 88,33.89,5. 
9G, 32. 91, 13. 16. 24. 
♦Midianiter (= Esel) 111,13. 

(= Wildesel) 11 1, 22. 
Milde 37, 6. 
Missethat 68, 14. 
Misshandeln 33, 23. 
Mitte der Erde 57, 27. 
I Mond 27, 23. 66, 25. 33. 78, 
1 7. 89, 16. 92, 18. 95 — 97 
I (genaue Beschreibung sei- 
i nes Laufes), 98, 7. 16. 100, 
I 16. 21. 26ff. 102, 15. 24. 

105, 2. IG7, II. 133, 2; die 
Monde 97, 3. 

Mordwerkzeuge 88, 12. 13. 
Morgengrauen 132, 8. 
i *Moses (= Schaf) iii, 21. 

25 ff. 112, 24 ff*. 
Mühe 135, 6. 
I Mühsal 57, 23. 
Mund der Unreinheit 23, 5. 
Mündung des Abgrunds 47, 
i 5, der Ströme 47, 4. 
j Mutter — Sohn 7 5, 18. Mütter 

— Kinder 79, 21. 
j Myrrhen 61, i. 
I 

' Nachkommenschaft 108, 7. 
j Nachsicht 37, 18. 
I Nächste, der 127, 24. 131, 17. 
; 26. 

Nacht 93—94. loi, 16. 25. 
104,34. 137,5. beiN.41, 16. 
1 Nackt 61, 33. 
Name (des Herrn) 29, 11. 
64, 29. 65, 3. 15. 66, 14. 
31. 67, 29. 68, 4. 69, 7. 14. 
15. 21. 70, 31- 77, 13. 8g, 

4. 21. 24. 81, 3. 8. 9. 83, 
21. 86, 3. 19. 21. 89, 27. 
142, 32; im N. des Herrn 
31, II. 65, 29. 67, 5. 70, 
17. 18. 71, 17. 20. 74, 28. 
76, 12. 81, 13. 
N. seiner Gerechtigkeit 

67, 8, grosser 74, 16, 
heiliger 29, 11. 143, 9. 
der Heiligen 67, 28, 
herrlicher 68, 9, (des 
Menschensohnes) 70, 4. 



Narel. 

7. 90, 4, verborgener 89, 
I. 2, der Wohnung der 
Heiligen 68, i ; imN. der 
künftigen Welt 91, 29. 
Den N. jemandes auf- 
schreiben 136, 20, fest- 
gründen 85, 12, her- 
geben zum Fluche 23, 
IG, aus dem Buche tilgen 
142, 6; derN. (Henochs) 
wird erhöht 90, 17, geht 
verloren 90, 20; bei N. 
rufen (die Sterne) 67,20. 
89, 18. 

Narel 105, 17. 

Natur 139, 14. 30. 

Nebel 39, i5- 66, 23. 79, 2. 
8. 89, 24. 99, 19. 100, 2. 
HO, 20. 133, 4. 

Nektar 61, 11. 

Nephilim 43, 20. 

Neqeel 87, 27. 

Nest 128, 3. 

Neue Schöpfung 92, 13. 

Neuer Himmel 126, g, Zu- 
stand 85, 31. 

Neues schaffen 141, 5. 

Neumond 10 1, 12 

Niedrigen, die 128, 14. 

Nieren 77, 2. 87, 13. 

Noah 31, 10. 76, 30. 84, 16. 

19. 85, 26. 141, 21. 37, 
(= weisser Stier) iio, 8tf., i 
ungen. erw. 124, 25. 

Norden, nördlich 57, 1 7- 61, 

16. 62, 13. 79, 29. 90, 23. 

92, 27. 98, 3off- 99, 3. 

100, 8. IG. 24. 
Nordwestlich 59, 26. 
Nordwinde 62, 16. 99, i2ff. j 
Not 70, 22. 27. 71, 16. 74, 

22. 83, 24. 128, I. 13G, 15. 

33- 135. 24. 25. 136, 21. j 
Nüsse 61, 2. ! 

! 

Obersten, die, (der Anführer | 
der Engel) 88, 4. | 

Oel 35, 6. I 

*Oelberg (s. Berg.) 57, 32. 
Ofen, feuriger 74, i. 129, 

20. 1 
Offenbar 29, 14. 45, 10. 72, 

25. 129, 30. 

Offenbaren 68, 28. 81, 13. 
84, 14. 104, 8. Offenbart 
werden 90, 5. 126, 2. 

Olive 35, 6. 

Ophanim 80, 26. 91, ig. 

Ordnung desLichtes 102,28, 



Deutsches Register, 
(der Lichter bzw. Sterne) 

21, IG. 103, 3, IG5, 3. 

Ordnungssterne 103, i. 
Orjares 100, 16. 

Ort der Auserwählten und 
Gerechten 90, 24, der Tag 
und Nacht brennt 47, 17, 
voll Feuer 120, 23, wo die 
daselbst hausenden Feuer 
sind 45, 15, gesegneter 
und fruchtbarer 57. 28, 
der nicht Himmel über 
sich noch Erde unter sich 
hat 49, 2, wo Himmel und 
Erde zu Ende sind 49, 7, 
wodie Himmel zusammen- 
gethan werden, 47, 26, 
schrecklicher 51, 5. 15, im 
Süden (Palästinas) 120, 35, 
des Sturmwinds 45, 18, der 
Verdammnis 120, 22, wo- 
hin das Wasser des Ab- 
grunds sich ergiesst 47, 3. 

Osten, östlich 47, 18. 19. 
55, 25. 57, 31- 32. 59, 22. 
29. 61, 3. 9. 19. 62, 4. 23. 
28. 29. 75, 8, 26. 77, 21. 
92 — 96. 98, 16. 29 ff. 99, 
28. 100, 9. 24. 107, II. 15. 

Ostwind 98, 36 ff. 

*Palaestina (= liebliches 
Land) 113, 22. 24. 120, 8. 

Panther m, 4. 116, 16. 117, 
12. 

Panzer s. Brustpanzer. 

Papier 88, 19. 

Paradies 51, i. S. ferner 
Garten und Turm. 

Parther 75, 8. 

Pein 35, 12.51,24. 53,29,30. 

Peinigen 132, 22. 

Penemu e 88, 16. 

Perlstein 47, 20. 

Pfade der Engel 47, i5, der 
Rechtschaöenheit 137, 20. 
26. 143, 12, des Todes 126, 
21. 

Pfeffer 61, 18. 

Pfeile 45, 21. 

Pflanze der G erechtigkeit 
und Wahrheit 33, 25, der 
Gerechtigkeit 124, 30, 
ewige . . . 125, 14, des ge- 
rechten Gerichts 124, 29, 
der Rechtschaffenheit 124, 
17, Samen tragende 108, 
II. 

Pforte, Pforten des Himmels 



Rede. 



163 



29, 5. 31, 2. 136, 23. Vgl. 

auch Thore des Himmels. 
♦Philister (= Hunde) 111,4. 

115,1.4. 13. 16. 21.118,29. 
Plage 57, 23, Plagen 23, 20. 
Plattenbelag 39, 23. 
Presse (Oel) 35, 6. 
Propheten 142, 22, (= Schafe) 

116, 4. 
Prüfen 142, 32. 
Purpur 129, 16. 

Qual 33, 19. 

Quelle, Quellen 77, 19. 84, 
34. HO, 16. 128, 13; unter 
der Erde 74, 6. 9, von Ge- 
rechten und Heiligen 85, 
15, der Gerechtigkeit 69, 
32, des Lebens 128, 16, 
des Wassers des Lebens 
53, 24, der Weisheit 69, 33. 
70, I, der Winde 78, 6. 

Raben (= Syrer) 111,5. ^ ^8, 
24. 119,5.8. 13. 15- 18-27. 

Rachen des Totenreichs 75, 
20, 

Rächen, Rache nehmen 74, 
2, gerächt werden 69, 31. 

Rächer 70, 19. 

Rafael 29, i. 31, 16. 49, 25. 
53, 5- 14. 66, 4. 73, 33. 
87, 8. 12. 16.91, 13. 16. 24. 

Raguel 49, 26. 55, 16. 

Ramiel 25, 17. 87, 26. 

Rat 41, 45, böser 88, 9. 

Ratsversammlung 69, 28. 

Rauch 79, I. 

Räume, vier hohle 53, i. 6. 9. 

Rechenschaft fordern 136, 
26. 

Rechnung des Jahres 104, 26, 
des Weltlaufs 104, 25. 

Recht 64, 30. 69, 24. 81, I. 

Rechte Hand 75, 16. 

Rechtschaffenheit 76, 19. 85, 
27. 108, IG. 122, 19. 2G. 
124, 4. IG. 17. 126, 6. 137, 
18. 21. 26. 28. 143, 13. 

Rechtssache 29, 7. 

Rede,Reden8o, 16. 137, i2ff., 
(des Auserwählten) 81, 19, 
des Namens des Herrn 
der Geister So, 20, (der 
Sünder) 132, 26, freche 
59, 12. 133, 19, der (Gott- 
losen 13G, 18, schlimme 
137, 1 1, ungerechte 133. 19, 
unnütze 71, ig. 86, 23 
11* 



164 



Regen. 



Deutsches Register. 



Schreiber. 



Regen 21, 14. 62, 18. 27. 67, 

17. 79, 6. 9. 16. 89, 24. 

99, 4. 10. II. 15. 17. 22. 

102, 20. 133, 5. 7. 15. 
Regieren 55, 10. 107, 29. 
Reich, das 66. 10. 69, 3. 

83, 23; die Reiche 69, 2. 
Reichen, die 83, 9. 127, 4. 
Reichtum 69, 12. 127, 5. 7. 

128, 9. 129, 9. 18. 132, 21. 

135, 14. 

Reif 41, 4. 62, 17. 78, 24. 
89, 23. 99, 19. 21. 100, 4. 
133 9. 

Rein 35, II. 85, II. 88, 23. 

Reinheit 142, 32. 

Reinigen 35, 7. 

Rest 107, 5. 141, 21. 

Retten s. Erretten. 

Reue 66, 5, empfinden 74, 14. 

Richten 71, 10. 74, 28. 80, 18. 

Richterin der Erde 124, 3. 

Riesen 27, 5. 43, 10. 19. 
45, 2. 141, 16. (= Ele- 
fanten, Kamele, Esel) 109, 

14. 30. HO, I. 26. I 

Riesensöhne 41, 31. 

Rind, junges weibliches 
(==Eva) 108. 21 ff. 

Rinder (= Zeitgenossen der 
Patriarchen und Noahs) 
109, I. HO, 24. 26, weisse 
(= Sethiten) 108, 35 ff., 
schwarze (= andere Kin- 
der Adams und Kainiten) 
108, 26. 33. 109, 6ff. 

Rosenblüte 105, 27. 

Rosse 75, 15. 109, 13. 110,6. 
120, 14. 132, 9. 

Ruhe 67, 3. 73, 21. 83, 5. 
16. 18. 25. 127, 17. 128, 8. 

136, 7; keine R. haben 
i3i> 25. 

Ruheloses Ding 55, 15. 
Ruheplätze für die Ge- 
rechten 64, 17. 19. 
Rumael 88, 3. 
Ruten 74, 30. 75, I. 

Saat (verspätet sich) 102, 18. 

Sabbath 33, 30. j 

*Salomo (= kleines Schaf) • 
115, 19. 

Same der Kinder der Aus- j 
erwählten 64, 11, des ] 
Lebens 85, 30, (der Men- 1 
sehen) 53, 18. 19. 142, 8, 
(Noahs) 31, 15. 85, 13. 15. 1 
32, der Pflanzen 35, 5. 
59, 24. 



Sampsiel (Samsäpg'el) 25, 18. 

88, I. 
♦Samuel (== Schaf) 113,25. 

115. 5- 9- 

Sand 78, 18. 133, 28. 

Saphir 47, 23. 

Saraqiel 49, 29. 

Sarran 61, 11. 

Satan 73, 12. 74, 2, Satane 
65, 30. 84. 29. 

Satariel 25. 18. 

*Saul (= Widder) 115, 2 ff. 

Säulen der Erde 75, 28, des 
Himmels 47, 12, himm- 
lischen Feuers s. Feuer- 
säulen. 

Scepter 83, 23. 

Schaf, (weisses = Jacob) 1 1 1 , 
10, (= Moses) 111,21.250'. 
112, 24 ff*., (= Aaron) in, 
29. 113, II, (== Samuel) 
113,25. 115, 5. 9, (== Da- 
vid) 115, 9, (= Salomo) 
115, 19, (= Elias) 116, 5, 
(mit grossem Hom = Jo- 
hannes Hyrkanus) 119, 9. 

Schafe (= Israel) iii — 120, 
(12 = 12 Söhne Jacobs) 
III, 1 1 ff*., (einige = Pro- 
pheten) 1 16, 4, (3 = Seru- 
babel, Esra, Nehemia?) 
118, 1 ff., (weisse = fromme 
Juden) 119, I ff*., (weisse 
= neue Gemeinde Israels) 
121, 12. 

Schaö*en (von Gott gesagt) 
29, 12. 39, 12. 77, 24. 107, 
13. 21. 19. 141, 5. 
Geschaff'en sein 53, 8. 

88, 21. 23; geschaffen 
werden 65, 8. 70, 6. 13. 

89, 7. 92, 14. 
Schalttage 97, 28 ff*. 104, 2 1 ff. 

105, 12. 

Scham 69, 5. 82, 15. 84, 5. 

Schande 129, 19. 

Schatten 21, 22. 

Schätze des Verborgenen 
68, 28. 

Schatzkammer (Kammer) 
des Geistes des Nebels 
79i 3- 4, des Geistes des 
Regens 79, 9. 10, des 
Hagels und der Winde 
66, 22, des Mondes 66, 25, 
des Nebels und der Wol- 
ken 66, 22, der Sonne 66, 
24 

Schatzkammern des Re- 
gens, 79, 6, des Segens 



35, 15, der Sterne und 
Lichter 91, 3, der Un- 
gerechtigkeit 67, 16, der 
Winde 47, 6. 78, 5. 

Scheidung zwischen Licht 
und Finsternis 67, 6. 

Schelten 37, 23. 29. 39, 3. 

Schemel der Füsse 107, 27. 

Schild 27, 13. 88, 12. 

Schiffe 133, 21. 

Schlaf 37, 27. 33. 123, 18. 
124, 7- 

Schlafen , einen langen 
Schlaf 132, 18, die, welche 
nicht schlafen 65, 10, 13. 
21. 81, 5. 91, II. 

Schlag des Embryo 88, 28, 
in der Mittagshitze 88, 29, 
der Seele 88, 29. 

Schläge der Geister und 
Dämonen 88, 27, tödliche 
88, II. 

Schlange 88, 29. 30; Schlan- 
gen 51, I. 

Schleier 41, 18. 

Schlucht zwischen 2 Bergen 
mitten auf der Erde 57, 33. 
36. 59, I. 4. 9- (57, 33 = 
Thal Josaphat, 57, 36. 
59, 9 = Thal Gehinnom , 
mit Wasser, das nicht ver- 
siegt 61, 5. 

Schluchten 55, 27. Vgl. 
auch Abgrund , Kluft, 
Spalt, Tiefe und Thal. 

Schmach 130, 7, erdulden 
136, 21. 

Schmähungen 143, 3. 

Schmerz 81,25. 82,2. 142, 19. 

Schmuck 27, 15. 129, 13. 

Schnee 39, 28. 41, 9. 62, 17. 
78, 25. 90, 30. 99, 19. 21. 
133» 10. 

Schnüre 79, 28. 30, 90, 23, 
der Gerechten 80, 3. 

Schöpfer (= Gott) 103, 25. 
127, 12. 

Schöpfung, die ganze 47i 7• 
63, 1.97, 27. 125,15, ganze 
Seh. des Himmels 107, 24, 
neue Seh. 92, 13, Seh. der 
Welt 103, 17. 104, 33, von 
der Seh. der Welt an 89, 
10. 91, 30. Vgl. auch An- 
fang der W. 

Schreiben (Kunst des Sehr.) 
88, 18. 

Schreiber 35, 25, der Ge- 
rechtigkeit 35, 26 41, 25, 
beides von Henoch gesagt. 



Schrift. 



Deutsches Register. 



Ströme. 



165 



Bezeichnung des Engels, | 
der die Thaten der Hirten 
aufschreibt: 117,24. 118, 
14. 119, 21. 30. 120, 9. 16, 
s. auch 116, 33. 

Schrift der Ungerechtigkeit • 
130,20. Schriften im Hirn- | 
meli42,24.Vgl.auchBuch. | 

Schwach 72, 30. 

Schwanz sein 135, 31. 

Schwefelgeruch 86, 11. 

Schweine in, 5. Wilde i 
Schweine (= Edomiter) ! 
III, 4. 115, I. 4. 21. 117, 
13. 118, 2. 

Seh weiss 105, 25. ; 

Schwert 39, 11. 84, 6. 88, 13. 
HO, I. 123, 21. 23, das 
feurige 45, 21, das Seh. 
des Herrn wird trunken 
82, 20, Seh., das den : 
Schafen gegeben wird \ 
120, 5. 121, 18. I 

Schwerter 27, 12. 

Schwören 23, 12. 15, 10. 15. 1 
74, 16. 129, 12. 21. 28. I 
131, 3. 134, 33. 35. I 

Schwur66, 29. 88, 3i.89,ift: - 

Seele 68, 6. 70, 23. 84, 2. 
88, 29. 125, 20. 131, 24. j 

134, 15- i 

Seelen 62, 34, des Fleisches 
45, 2, der Gerechten 53, 
24. 134, 14. 32, der Ge- 
storbenen 31, 2. 53, 7, der 
Klagenden 55, 3, der Men- 
schen 29, 6. 53, 8. 55, 5. 
7, der Sünder 53, 28. 31, 
i35j 17, wollüstige 33, 22. 

Segen 33, 26. 35, 2. 16. 67, 
4. 68, II. 13. 76, 21. 26. 
28. 98, 32. 99, 23. 

Segenswort 19, 3. 

Segnen 65, 4. 

Segnungen 142, 33- | 

Selig 103, 19. 104, 16. 17. 
131, 13. 135, 13. 

*Sem (= weisser Stier) 1 10,37. 

Semjaza 25, 4. 16. 29, 18. | 
33, II. 87, 25. 1 

Seneser 37, 26. I 

Seraphim 80, 26. 91, 10. 

*Seth(=weisserStierjio8,32. | 

*Sethiten (== weisse Kinder) - 
108, 35 ff. j 

Seufzen (von den Seelen der j 
Gestorbenen gesagt) 31,4. 1 

Sieben Berge 47, 18. 24. 55, 
22. 61, 17. 100, 3, Heilige 
(= Erzengel) 103, 22, In- \ 



sein 100, 12, Sterne 49, 6, 
Ströme 100, 5, Wasser- 
läufe HO, 14. 30, Weisse 
(= Erzengel) 109, 24. 120, 
II. 16. Siebenfache Be- 
lehrung 125, 14, sieben- 
fach leuchten 126, 10, 
siebenmal heller 95, 6. 
Siebentel 95, 14 ff. 

Siebzig Geschlechter 33, 15, 
Hirten 116, 27 ff. 

Siegen 68, 30. 71, 17. 

Silber 72, 18. 27. 31. 84, 32. 
86, 7. 127, 3. 129, 3. 6. 15. 
}Zh 5- 133, 9. 142, 28. 

*Siloah (s. Wasser) 57, 31. 

Sinai 19, 13, ungen. erw. 
112, 25. 34. 113, I. 

Sintflut (s. Wasserflut) 31,13. 
141, 12. erw. 85, i8ff. 110, 
loff". 122, 25 ff'. 

Sirenen 49, 20. 128, 6. 

Sklave 129, 21. 

Sohn (Gottes d.i. der Messias) 
137, 25, der Schlange 88, 
3o. 

Söhne Adams 103, 18, der 
Erde 137, 23, der heiligen 
Engel 90,28, des Himmels 
37» 23. 39. 3. der Himmel 
25, I, der Wächter 31, 25. 
33, 5. 14. 23. 35. 32. 37, I. 
39, 10. Vgl. auch Kinder. 

Sommer 21, 13. 20. 79, 4. 7. 

Sonne 21, 21. 66. 24. 30. 
67, 3. 70, 5. 76, 8. 89, 16. 
92 — 95 (genaue Beschrei- 
bung ihres Laufes). 98, 7. 
16. 100, 15. 20. 22. ioi,8ff. 
102, 7. 14, 104, 19. 105, 
I 22. 32. 107, II. 15. 132, 
9- 133, 2. 

Sonnenscheibe 47. 13. 

Sonnenstrahlen 98, 10. 139, 
14. 32. 

Sonnenuntergang 45, 24. 

Sonnenwagen s. Wagen. 

Spalt 51, 17. Vgl. auch Ab- 
grund, Kluft, Schlucht, 
Tiefe. 

Speise 43, 22. 89, 26. 129, 16, 
irdische 142, 30. 

Spötterei 123, 23. 

Stab (für die Gerechten) 
70, 8, des Zornes 120, i. 

Stadt meiner Gerechten 
(= Jerusalem) 75, 14. 

Stationen der Sonne 97, 23. 
8. ferner Wcltstationen. 

Stätte, heilige, ewige 35, 28, 



Stätten der Lichter und 
des Donners 45, 19. 

Staub der Erde 66, 20. 84,32. 

Stein, Steine, farbige 47, 20, 
kostbare 27, 16, prächtige 
55, 24, rauhe 31. 19. 73, 
32, rote 47, 21, der Sünde 
131, 22. St. anbeten 131, 
4. 12. 

Sterben 129, 27. 130, 5. 21 
134, 19. 20. 21. 135, 12. 15 

Sterblich43,4.57, 13. 103,24 

Sterne 47, i3- 49, 9- 51, 6 
62, 6. 30. 67, 19. 31. 69, 9 
70, 6. 78, 9. 89, 18. 91, 3 
92, 19. 97, 8. 9. 27. 98, 7 
16. loi, 29. 102, 15. 105 
2. 3. 107, 12. 133, 2. 

— vom Himmel fallend 
(= böse Engel) 109, 9 
120,13.21, einer derselben 
(= Azazel?) 109, 4. 33. 
120, 13, sieben St. 49, 5, 
Vgl. auch Bahn, Lauf d. St. 

Stier, weisser (= Adam) 108, 
19. 20. 28. 30, (= Seth) 
108, 32, (= Noah) HO, 8. 
lo- 35, (= Sem) iio, 37, 
(= Abraham) iii, 5. 7, 
(= Isaak) iii, 8. 9, 
(== Messias) 121, 23; roter 
(= Japhet) 111,1, schwar- 
zer (= Ham) III, i. 
Weisse Stiere (= neue 
Gemeinde Israels) 121, 

26. 30. 

Stimme des Engels 84, 12, 
der vier Engel des An- 
gesichts 65, 23 ff., des Ge- 
bets der Gerechten 128, 
28, (Gottes) 41, 24. 125,16, 
vom Himmel 84, 23, der 
Ruhe 128, 8, des Weh- 
geschreis 29, 4. 
Eine St. ruft 122, 12, 
dringt zum Himmel 

27, 24. 53, 13- 15- 
Strafe 23, 19. 53, 30. 66, 15. 

77, II. 86, 20. 123. 10. 
Strafengel 73, 12. 74, 29. 

83, 4. 85, 17. 
Strafgericht 35, 12. 37, 23. 

74, 4. 23. 75, 19. 79, 20. 

22. 23. 103, 8. 122, 25. 

123, 9. 134, 19- 141, i^S. 
Strafort 59, 13. 
Strafvollzug 82, 16. 
Stroh, wie, im Feuer 70, 24. 
Strom (= Jordan) 113, 15. 19. 
Ströme 23, 2. 47, 4. 100, 2, 



166 Sturmwind. 



Deutsches Register. 



Trauer. 



rosse 45, 26. sieben 100, 5. 
ferner Feuerstiöme. 
Sturmwind 45, 18. 64, 15. 
Süden, südlich 47, 17. 19. 

20. 55, 26. 57, 3t. 62, 25. 
75. 26. 98, 31 ff. 99, 29. 
120, 35. 

Südwind 62, 27. 99, 7 ff. 
j Sünde, Sünden 25, 6. 29, 21. 
33, I. 35' 8. 12. 31. 37, 8. 
49, 13. 5I' 8. 14. 63, 22. 
68, 14. 83, 6. 84, I. 15. 
90, 7. 123, 7. 124, 12. 126, 
12. 127, I. 23. 129, 24. 32. 
130, 29. 131, 3. 22. 132, 2. 
12. 17. 21. 133, 3. 6. 135, 

12. 137, 2. 3. 5. 9. 141, 8. 

23. 31. 142, 6. 

Sünder, die 21, 6. 23, 11. 12. 
53, 26. 55, 4. 6. 63, 22. 
27. 30. 66, 13. 67, 5. 68, 

13. 17. 73- 9. 10. 22. 75, 
22. 77, 15. 81, 20. 82, 23. 
102, 17. 103,4. 32. 104, 18, 
123, 20. 124, 27. 125, 31. 

126, 26. 127, 13. 18. 20. 

30. 128, I. 10. 27. 30. 129, 
2. 28. 130. 26. 29. 131, 3. 
132, 10. 14. 22. 133, 30. 
134, 3. 12. 18. 19. 26. 136, 
2- 31- 33- 137, I. 10. 142, 

21. 25. 143, 15- 
Sündigen 23, 16. 18. 108, 3. 

134, 27. 141, 9. 
Süsse, das 88, 17. 
*Syrer(= Raben) 111,5. i^^, 

24. 119,5. 8. 13. 15. 18.27. 

Tabat 88, 30. 

Tadel, ohne 85, 27. 

Tafeln, himmlische 103, 11. 
12. 124,20. 135, I. 141, 28. 

Tag der Angst und Not 
70, 22, der Auserwählten 
80, II, seiner Barmherzig- 
keit 77, 8, des Blutver- 
giessens 127, 8. 131, 4, j 
derargenDrangsal 132,22, I 
der Finsternis 127, 9, des \ 
Fluchs und Strafgerichts 
134, 18, dass sie gerettet 
werden 72, 3, des Oerichts 

31, 21. 33, 16. 53, 10. 55, 
8. 128, 22. 27. 129, 35. 
132, 13, auch 77, 10, des 
grossen Gerichts 49, 17. 

127, 9. 130, 6. 131, 27. 
136, 30, der grosse T. des 
Gerichts 31, iq. 108, 5, 
auch 73, 34, der grosse 



T. d. Gerichts der Strafe 
und Pein 53, 29, des Lebens 

75, 4, des Leidens und der 
Trübsal 68, 4, der Not 
70, 27. 71, 16. 128, I, der 
Not und Trübsal 74, 22. 
83, 24, des Todes (der Ge- 
rechten) 134,30, derTrüb- 
sal 19, 4, der Trübsal und 
Schmach 130, 6, der Un- 
gerechtigkeit 128, 24, des 

j Verderbens 128, 20. 130,3. 
32, der Verirrung 75, 5, 
der Vollendung 33, 17, der 
Vollendung des grossen 
Gerichts 45, 5. Tag und 
Nacht 137, 4. 

Tage des Gerichts 59, 17. 
128, 32, der Jugend (und 
des Alters) 33, 30, des 
Lebens 23, 7. 20. 23. 76, 9, 
letzte 59, 13, des Mordes 
und Verderbens 45, i, der 
Not 135, 24, der Sünde 
51, 14, der Sünder 55,4. 
102, 17, viele und gute 
128, 21, für alle T. der 
Welt 35, 18. 39, 8. 
Gute T. sehen 134, 28, 
alle seine T. sehen 135, 
13. 

Tamaaui 105, 21. 

Tamiel 25, 17. 27, 22. 

Tartarus 49, 25. 

Tau 21, 14. 59, 27. 62, 18. 
27. 64, 21. 66. 18. 67, 17. 
79, 5- 89- 24. 98, 13- 99, 5. 
10. II. i5ff. 133,4. 8. 16. 

Tausend mal tausend 65, 17. 

76, 32. 91, 12. Tausende 
91, 24. Tausend Kinder 
zeugen 33, 29, t, Mass 
bringen 35, 5. 

Taxiarchen 105, 10, 19. 

*Tempel (s. Haus) 57, 18. 
125,4. 8. 126, I, (s. Turm) 
115, 27. 116, I. II. 19. 117, 
14, 15. 118,5. 6, der Heiden 
123, 15- 

Thal, brennendes im VV"esten 
86, 5 ff., tiefes mit flam- 
mendem Feuer (die Ge- 
henna) 73, 24. 26, (als 
Strafort == Gehenna) 75, 
3, mit weit geöffneten 
Schlünden (= Thal Josa- 
phat?) 73, 4. 7. 
Thäler 86, 14. 100, i. Vgl. 
auch Schlucht. | 



Thaten der Menschen 66, 10. 
104, 2. 122, 4. 

Thore (des Himmels, zwölf) 
62, 5. 7. 16 ff". 62, 23. 26. 
29. 92—94. 96, 20 ff". 98, 2. 
i6ff. 100, 23. loi, 23. 102, 
2. 4. 104, 19. 28. Kleine 
Th. über den östlichen 
Himraelsthoren 62, 29. 30. 

Thoren, die 129, 12. 130, i. 

Thorheit 130, i. 131, 8. 

Thränen 127, 16. 

Thron 41, 6. 47, 23. 55, 28. 
68, 6. 69, I. 72, 4. 75, IG. 
107, 27. 1*08, i. 120, 8; 
der Ehre 143, 10, Gottes 
47, 22. 57, 10, der Herr- 
lichkeit 29, 10. 69, 26. 
74, 27. 76, 35. 80, 17. 81, 
17. 23. 82, 2. 90, 5. 13. 
91, II, hoher 41, 4- 

Thun, böses 129, 29, der Ge- 
. rechten 63, 25, (Henochs) 
35, 23, (des Herrn) 83, 26, 
der Gottlosen 104, 3, der 
Sterne 103,2, (der Sünder) 
71, 19, ungerechtes 130, 11, 
(des gottlosen Weibes) 

129, 27. 

Thür 39, 27. 32. 41, 21. 

Thür Öffnungen, zwölf 98, 9. 

Tiefe 45, 20, enge und schau- 
rige 109, 34, 35, feurige 
120, 23 ff*. VgL auch Ab- 
grund, Kluft, Schlucht, 
Spalt. 

Tiere 27, 9. 62, i. 4. So, 9, 
als Repräsentanten der 
Israel feindlichen Mächte : 
III, 2. 115, 23. 1x6, 17 ff. 
117, 18. 1x8, 14. 120, 3. 
6. 7. 121, 13. 24. 

Tinte 88, 18. 21. 

Tisch 116, I. 118, 6. 

Töchter der Menschenkin- 
der 23, 28. 29, 19. 41, 30. 
88, 7. 9. 

Tod 88, 23. 126, 19. 21. 130, 
21. 134, 30. X35, II. 

Todesnot 129, 19. 135, 14. 

Tomas xoo, 16. 

Toparchen X05, 8. 20. 

Töten 55, 7. 79, 22. 81, 19. 

130, 14. 131, 26. Getötet 
werden 131, 18. 142, 8. 

Totenreich 75, 20. 22. 134, 
15- 32. 135, 17. Vgl. auch 
Hölle, Unterwelt. 

Trauer 57, 23. 



Traum. 



Deutsches Register. 



Wahrhaftig. 167 



Traum 37. 2i- io8, 14. i5- 

122, 6. 
Traumgesichte 108, 18. 131, 

10. 
Treue 64, 23. 66, 29. 67, 25. 

74, 19. 76, 14. 80, 6. 88, 

21. 143, 8. 12. 
Treuen, die 143, 12. 
Trockenheit 99, 2. 7. 24. 

105, 34. 
Trübsal 19, 4. 68, 5. 74, 22. 

83, 24. 130, 7. 134, 32. 

135, 14. 19- 

Tumael 88, 2. 

Turiel25, 19.87,26.88,1.2. 

Turm (= Paradies) 109, 28, 
i= Tempel) 115. 27. 116, 
I. II. 19. 117, 14. 15. 118, 
5. 6. (= Tempel d. Heiden) 

123, 15- 

Übelthäter 142, 5. 
Übermut 23, 17. ' 

Übertreten (das Gebot des \ 

Herrn) 23, 4. 
Ublesjael 37, 25. | 

Umfriedigung iio, 15. 125,2. > 
Umkehr 85, 8. , 

Umkreis des Mondes 95, 9. i 

20, der Sonne 92, 23, beider | 

100, 18. 19, des göttlichen 

Thrones 41, 5. 
Umlauf (der Gestirne) 67, 23. 

92, 7 ; Umläufe der Sonne 

67, 3. 
Umsonst 74, 15. 
Umwandeln die Erde 68, 12, i 

den Himmel 68, 11. ' 
Unerschöpflich (von der 

Quelle der Gerechtigkeit 

gesagt) 69, 33. ' 

Unfruchtbarkeit 102, 26. 

129, 26. 
Ungeheuer 77, 17. 25. 79, 19. 
Ungerechten, die 81, 20. 82, 

23. 128, 5. 136, 2. 
Ungerechtigkeit 29, 16. 35, 

7. 67, 15. 69, II. 12. 70, 16. 

71,3. 24. 74,2.85,4.86,4. 

103, 20. 123, 2. 3. 5. 6. 12. 

20. 30. 124, 27. 126, 16. 

30. 127, 7. 128, 17. 24. 

129, I. 131, 25. 141,24.25. 
Unheil 71, 16. 98, 33. 99, 26. 
Unrecht 29, 3. 74, 11. 129,10; 

dar wägen 127, 25, vom U. 

verfolgt werden 127, 28. 
Unreinheit des Mundes 23,4, 
Unreinigkeit 33, 13. 35, 3S. 

123, 8. 141, 19. 



Unsterblich 43, 7. 
Untergang (der Erde) 107, 

3, (der Menschen) 127, 12. 

128, 25, der Söhne der 

Wächter 33, 14. 37, i. 39, 

9, der Welt 126, 4. "Vgl. 

auch Ende. 
Untergehen 134, 31. 135, 28. 
Unterpfand der Treue 74, 19. 
Untersuchung 77, 15. 
Unterwelt 71, 28. Vgl. auch 

Hölle, Totenreich. 
Uriel 29, I. 49, 15. 24. 51, 9. 

21. 59, 8. 62, 10. 92, 10. 

96, 12. 98, 4. 9. loi, 7. 

102, 10. 12. 104, 32. 
Urteil 37; 5. 
Urzeit 29, 16. 66, 24. 

Vater — Sohn 75, 17. Väter 
— Söhne 79, 22. 132, 3. 

Verachten 70, 16. 

Veränderung am Geiste 86, 
22. 

Verborgen, verborgene Din- 
ge 45, 10. 65, 33. 67, 26. 
68, 28. 71, 10. 72, 14. 16. 
20. 24. 77, 28. 78, 2. 82, 5. 
84, 14. 85, 9. 87, 18. 89, 
13. loS, 2. 129,30.141,36. 
V. sein (vom Menschen- 
sohne gesagt) 70, 13. 

Verbrennen 132, 23. 

Verdammnis 120, 22, äus- 
serste 73, 31, des Feuers 
123, 16, gewaltige ewige 
123. 17, grosse 129, 25. 

Verdammten, die 85, 9. 

Verderben 31, 22. 45, i. 128, 
20. 130, 3. 32. 

Verderbnis 35, 12. 30. 

Verfluchen 23, 7. 11. 

Verflucht 59, 7. 9. 134, 12. 

Verfluchten, die in Ewig- 
keit 53, 30. 59, 10. 

Verfolgen 69, 14. 127, 27. 

Verführen 74, 3. 84, 15. 86, 
13. 15. 88, 6. 7. 9. II. 90, 
8. 126, 27. 

Vergänglich 43, 4. 

Vergebung (der Sünden) 35, 
31- 37, II. 

Vergeltung 53, 31. 57, 14, 
üben 82, 17. 126, 7. Ver- 
golten werden 128, 15. 
132. 23. 

Vergessen der Weisheit 
125,^ 7. 

Verheissen 57, 26. 

Verherrlichen 72, 7. 



Verklagen 65, 32. 

Verklären 143, 6. 

Verleugnen (den Herrn oder 
den Namen des Herrn) 
63, 28. 66, 14. 68, I. 4. 
69J.14. 70, 31. 86, 20. 25. 

Vernichten 33, 6. 22. 74, 15; 
vernichtet werden (auch 
zu Grunde gehen, um- 
kommen) 31, 24. 33, 20. 
73, 16. 74, II. 13. 80, II. 
12. 126, 31. 127, 2, 4. 26. 
31. 128, 16. 24. 129, 18. 
131, 12. 135,28. Vgl. auch 
Vertilgen. 

Vernichtung 107, 7. 108, 9. 

Versammlungshäuser(= Sy- 
nagogen) 69, 15. 

Verstössen werden 84, 6. 

Versuchungen 126, 28. 

Vertilgen 33, 24. 35, 9. 68. 
18; vertilgt werden 73, 10. 
Vgl. auch vernichten. 

Vertrocknen 128, 16. 

Verwandelt werden 91, 20. 

Verworfenen, die 33, 3. 

Verwünschung, durch V. 
sich verpflichten 25, 8. 10. 

15. 

Verwüstung 99, 3. 12, 16. 24. 

Verzeihung 37, 18. 

Vögel 27, 8. 49, 4. 62, 3, 
als Repräsentanten der 
Israel feindlichen Mächte, 
besonders der Aegypter 
und Syrer: in, 2. 118, 23. 
120, 3. 8. 121, 5. 14. 25. 

Volk, das (= Israel) 49, 29. 
Völker 35, 10. 70, 9. 130, 

30. 31- 
Vorratshäuser 129, 7. 
Vorwurf 85, 11. 127, 13. 

Wachs 19, 19. .72, 28. 

Wächter 132, 15, (= Engel) 
19, 15- 31, 25. 35. 23. 25. 
37, 31. 39, 3- 45. 7. liei- 
hge 43. 15 auch 49, 23, 
des Himmels 35, 27. 37, 
29.41,26. S. ferner Söhne 
der W. 

Wage 66, 11. 80, 19, ge- 
rechte 67, 21. 

Wagen 75. 24. 27. 132, 10, 
des Geistes 90, 20, des 
Himmels 98, 8, am Himmel 
98,21. 102,27, des Mondes 
95, 10, der Sonne 92, 25. 
98, 10. 

Wahrhaftig 83, 26. 



168 



Wahrheit. 



Deutsches Register. 



Wolken. 



Wahrheit 33, 26. 27. 35, 18. 
130, 24. 132, 19. 137,6. 10. 

Wälder 100, i. 

Wände 39, 23. 27. 

Wandelung (für die Hei- 
ligen) 71, 13. 

Wärme 98, 11. 18. 

Wasser 49, 4. 59, 240'. 64,21. 
72, 29. 77, 19. 79, 12 ff. 
80, 28. 85, 18. 86, 9. II. 
16. 26 ff". 87, 2. 89, 8. 20. 
98, 34. HO, i7tf.; des 
Abgrunds 47, 3, des Ge- 
richts 86, 33, oben im 
Himmel 74, 5. 8, unter 
der Erde 74, 9. 85, 18, 
köstliche 89, 10, des Le- 
bens 53, 25, lebendige 
45, 23, im Osten eines 
Berges nach Süden lau- 
fend (Siloah) 57, 31, an- 
deres Wasser daselbst 
(Bach Kidron) 57^ 34, 
nicht versiegendes 61, 5. 
W. trinken 128, 15. 

Wasserbecken 112, 9 ff. 

Wasserflut (Sintflut) 31, 13. 
141, 12. 

Wasserläufe, sieben iio, 14. 
30. 

Wasserquelle 53, 3. 73, 21. 

Wasserstrom s. Strom. 

Weg, Wege böse 126, 21, 
des Friedens 126, 24, der 
Geister des Wassers 89, 20, 
der Gerechtigkeit 104, 17. 
123, 25. 28. 124,7. 125, 15, 
seiner Gerechtigkeit 130, 
15, der gerechten Gerichte 
des Herrn So, 22, der Ge- 
waltthätigkeit 123,26.29. 
126, 18, gute 122, 23, des 
Höchsten 131, 14, (des 
Menschensohnes) 91, 32, i 
der Rechtschaffenheit 126, 
6, der Ungerechtigkeit 1 
123, 30. 126, 16, verhör- j 
gene 80, 20, dieser Welt I 
70, 17. I 

Weggetrieben werden 73,11. ' 

Wehe 126, 29. 127, I. 4. 21 ff'. 
129, ift'. 35 ff'. 135, II. 22. 

Wehemutter 139, 10. 35. j 

Weib 81,26. 129,26. Weiber i 
25, 2. 27, I. 29, 20. 21. 
33, 12. 35, 28. 29. 41, 29. 

30- 43, 5- 9- 24. 45, "• 12. 

49, 15. 19. 141, 9. 
Weibessohn s, Mannessohn. 
Weihen (== Aegypter unter 



den Ptolemäem) iii, 5. 
n8, 24.30. 119, 13. 17.27. 

Weihrauch 59, 30. 61, i. 

Wein 35, 4. 

Weinkelterung 106, 4. 

Weinstock 35, 3. 

Weintraube 61, 26. 
: Weinen 39, 13. 127, 16. 128, 
' 6. 142, 19. 

Weise 80, 15. 132, 19, w. 
! Veranstaltung 62, 14. 
[ Weisen, die 129, 12. 130, 2. 

I 137. 17. 

i Weisheit 23, 15. 18. 61, 24. 

! 25. 31. 32. 63, 7. 15. 16. 

j 67, II ff-. 70, 1.2. 14. 71,1. 
72, 5. 80, 30." 83, 10. 88, 

I 17.104,11.13.15.107,30. 

I 123, 19. 125, 7. 126, 27. 

I 129, 17. 131, 14. 134, I. 

137, 18. 23. 
Weisheitslehre 124,2. Vgl. 

auch Lehre. 
Weisheitsrede 63, 10. 
Weiss 41, 9. 90, 29. 91, 17. 
Die 7 Weissen bezw. 
Weissgekleideten (= Erz- 

i engel) 109, 24. 120, 11. 16, 
drei davon 121, 8, einer, 
der Schreiberengel, s. 
Schreiber. 
Weizenernte 105, 26. 

Welt 19, 12. 29, 10. 35, 18. 
19. 25. 43i 8. 55, I. 65, 8. 
70, 13. 76, 12. 89, 7. 10. I 
90, 8. 91, 30.92, 12. 98, 5.1 
103, 17. 104, 5. 10. 33.; 
107, 9. 25. 126, 3. 4. 16. ; 
135, 10. 21. 136, 32. 142, 
29. 143, 2; künftige 91,1 
29, der Lichter 49, 27,; 
der Ungerechtigkeit 70,16. \ 

Weltgegend 99, 28. Vgl. 
auch Himmelsgegend. 

Weltlauf 45, 6. 98, i. 104, 25. 

Weltraum 98, 21. 24. 

Weltstationen 97, 23. 33. , 
98, 2. 

Werk, der Bosheit 33, 24, | 
der Gerechtigkeit und j 
Wahrheit 33, 27, der Ge- | 
waltthätigkeit 129, 30, i 
(Gottes) 21, 12. 27. 63, iff. j 
81, II, der Gottlosen 126, j 
3. gottlosen Sinnes 132, 27, ' 
der Heiligen 80, i8, des 
Himmels 125, 18, des | 
Höchsten 133, 14. 27, (der 
sündhaften Könige) 70, 22, 1 
der Lästerung 37, 8, der | 



Meere und Flüsse 23, 2, 

der Menschen ^5,16. 68, 7, 

(der Sünder) 84, i. 90, 10, 

dieser Welt 70, 17. 
Werkzeuge Satans 73, 12. 
Westen, westlich 51, 28. 

55, II. 17. 57, 34. 62, 22. 

31. 72, 15. 75, 26. 86, 6. 

90, 23. 92—96. 98, 16. 31 ff. 

99, 3i. 100, 7, 23. loi, 14. 

102, 27. 107, II. 
Westwind 99, 20. 
Widder (-=Saul) 115, 2 ff., 

(=David)ii5,ioff'.,(==Sa- 

lomo) 115, iQff. 
Wildesel (= Ismael) in, 8, 

die W. (= Midianiter) 1 1 1, 

22. 
Wildochs (= Messias) 121, 

27. 28. 
Wildschwein , schwarzes 

(=Esau) III, 10. Im übr. 

s. Schweine. 
Wirbelwind 72, 15. 
Winde 39, 17. 47, 6. 9 ff. 

62, 27. 66, 17. 22. 78, 5 ff'. 

89, 20. 21. 92, 25. 95, I. 

98, 13. 26 ff. 133, 22; des 

Segens und Heus 98, 32, 

des Unheils 98, 32. 
Windesflügel 7^25. Vgl. 

auch Flügel, Fittiche. 
Windstille 105, 25. 
Winter 21, 13. 79, 4. 7- 
Woche, erste bis zehnte 

124—126. 
Wogen 133, 21. 
Wohlgefallen 63, 17. 65,4. 

71, 12. 127, 21. 128, I. 
Wohlgerüche 61, 15. 16. 99, 

10. 
Wohlsein 99, 5. 10. 17. 22. 
Wohnplätze der Erde 76,24. 
Wohnung 43, 10. 12. 17. 19. 

67, 14. 68, 7. 69, 50. 83. 20. 
91,33; (des Auserwählten) 
64, 26ff., der Auserwählten 

66, II, (des Heiligen und 
Grossen) 19, 12. der Hei- 
ligen 64, 17. 18. 66, 12. 

68, I, in den Himmeln 

67, 12, der Pfade der 
Rechtschattenheit 143, 12, 
der Sünder 63, 27. 

Wölfe 75, II, (= Aegypter) 

III, i4ff'. 116, 16. 
Wolken 21, 14. 39, i5- 43, 

20. 47, 15- 65, 18. 23. 133, 

4. 142, II, des Taus 79, 9 

des Nebels 79, 8. 



Wollust. 



Deutsclies Register. 



Zunge. 



169 



Wollust des Fleisches 86, 25. 

87, I. 86, 19. 
Wonne 23, 23. 
Wort, das (nagar) 121, 27. 
28, ein W. 80, 13, der Er- 
kenntnis 39, I, der Ge- 
rechtigkeit 37, 30, des Ge- 
richts 87, 13, des Heiligen 
und Grossen 137, 7, des 
Herrn 76, 26. 141, 7 auch 
41, 20. 25. 134. 7, jenes 
Mannessohnes 90, 15, un- 
nützes 81, 24, der Wahr- 
heit 137, 6. 10, der Zu- 
rechtweisung 37, 31. 
Worte der Gerechten 130, 
16, der Gerechtigkeit 
37, 28, heilige 63, 12, 
stolze und trotzige 23, 
4, unziemliche 59, 1 1 , der 
Wahrheit 130, 24, der 
Weisheit 131, 14. 
Wunden 66, 3. 
Wunder 62, 33. 139, 18. 
Würmer 27, 9. 69, 6. 
Wurzel der Kraft 125, 9, 
Wurzeln der Gewalt- 
thätigkeit 1 23 , 12, der 
Ungerechtigkeit 123, 2. 



12. 20, Schneiden der W. 

27, 3. 
Wurzelschneider 27, 20. 
Wüste 31, 17. 59, 23. 29. 

67, 17. 77, 21. 27. 80, 8. 

142, 10. 

Zahl der Gerechten ver- 
ringert 135, 26. 136, 13, 
der Gerechtigkeit 69, 29, 
des Kasbiel 88, 31, der 
Leichen voll 75, 18, der 
Sterne 125, 27. 

Zahllos 65, 18. 68, 7. 76, 10. 
83, 12. 85, 15. 91, 12. 17. 
25. 126, II. 143, II. 

Zählung der Tage 104, 18. 

Zähne zermalmen 68, 33. 

Zalbesael 105, 29. 

Zaqile 25, 18. 

Zauberei 84, 30. 

Zaubermittel 27, 3. 

Zaum78, 19.22. Z. lösen 68,33. 

Zehn Pressen Oel geben 35, 6. 

Zehntausend Aeonen (Jahre) 
51, 14, Heilige 21, 4, z. 
mal z. 41, 14- 65, 18. 76, 
33- 9ij 13- Zehntausende 
91, 24. 



Zeichen, das (des 4. Thores) 
93, 30, (des 6. Thores) 
93, 15, ein Z. an den Him- 
mel setzen 74, 17. die Z. 
(nämlich des Tierkreises) 
79, 5. 98, 3, aller Geheim- 
nisse 87, 5. Vgl. auch 
Kennzeichen. 

Zeit, uralte 90, 25, für alle 
Z. 128, 5. Zeiten 118, 35. 
143,. 16. 

Zeugnis 86, 31. 116, 10. 117, 
3. 118, 15. 128, II. 30, 
130, 28. 

Zimmt 61, 18. Zimmtbaum 
61, 8. 

Zinn 72, 18. 27. 33. 84, 34. 
86, 7. 

*Zion (s. Berg) 57, 30. 

Zittern 77, 1. S. femer Furcht 
u. Z. 

Zorn (Gottes) 74, 23. 82, 20. 
108, 4. 120, I. 123, 10. 17. 
132, I. 133, 17. 

Zorngericht 23, 20. 

Zornig 49, 12. 

Zotiel 61, 21. 

Zunge 37, 33. 107, 22. Vgl. 
auch Fleischeszunge. 



Henoch. 



12 



Stellenregister. 



Seite 



Gen. 



4, lo 
6, 1-4 



Exod. 



15' 7. 10 



Num. 



15, 29. 30 . 
24, 3. 4. 15 
34, 6. 7 • 



Deut. 



8, 4 

28, 12 

29, 4 
32, 10 

17 

41 

33> i- 



5, 5 



2, 


14. . 




19 . . 


5, 


10 . . 




14. . 


6 




II. 


2 . . 




4 . 


14, 


9. 11 


24, 


18 . 


26, 


21 . 


30, 


26 . 


34, 


5. 6 


35, 


10 . 


40. 


4 . 




26 . 


42, 


6 . 


4«, 


22 . 


49, 


6 . 



Rieht. 



Jes. 



70 



23 

19 

100 



82 

35 
82 
132 
49 
45 
19 



19 



51, 


II 


57. 


I 




21 


64, 


I 


65, 


17 




20 




21 


66, 


I 




22 


3, 


3- 


S, 


22 . 


^ 


23. 


10, 


13 


22, 


13 


25, 


31 


31, 


4 




37 



49, 16 
51, 16 



I 

19 
128 

35 
75 
41 
71 
81 
68 
47 
19 
126 
82 
23 
19 
67. 89 
70 

23 
70 



95 



26 
28 

2, I. 2 

10 

28, 26 



5, 
9, 


24 
14 


6, 


3 
4 
2 



Jerem. 



Ezech. 



Arnos. 



Micha. 



Seite 

23 
104 

23 

19 

126 

35 
107 ! 
126 



I, 18 



I, 7 



1, 6. 

2, 2 . 

3, «• 
7, 13 . 
12, 3 • 

4 • 

17, 8 . 

18, 15 
16 

2 



102 
89 

127 

47 

127 

21 

35 

128 I 24, 

29 
;49, 7 
52, 9 



58, 7 



Zephan. 



Mal. 



Psal. 



Seite 

. 72 

. 118 

. 126 

• 70 
. 68 

• 45 
. 122 
■ 23 
. 132 

• 45 

• 47 

• 89 

• 23 

• 72 
. 127 
. 127 
. 68 



41 

47 68, 18 19 

39 69, 29 69 

!Ii75, 5 8 

77, 18. 19 



45 
81, 17 128 



;82, 

64 91, 
^^5 97, 



47 
35 
88 

19 



106, 37 49 



Nah. 



|II4, 

• 19 135, 
19- 72 136, 

• 47 144, 

■ 147, 



72 
47 
89 
45 



4 . . . . ■ 67. 89 
14 128 



19 



Habak. 



Prov. 



6 . 
9. II 



19 ; II, 28 

45 14, 12 



[27 
[26 



Stellenregister. 



Hiob 



Seite 



20 



17. il 



14, 2 71 j, 

47: ?• ^° 

^^112,:'. : 



37, 9 

3B, 6 

22 



Psal. Sal. 

18, 11-14 . . . 

IV. Esra 



171 

Seite 



21 



Klaget. Jerem. 



2, 4 . . 

3, 12. 13 



Dan. 



4, 10. 14. 20 

7, 8. : 



9. 10 

10 . . 

11 . . 



19 



Seite 
. . 68 

• . 23 

• 39. 77 I 

• 39! 

• . 77| 

• 49 i 7, 32 71 

• • 49 i 

3 136 Syr. Baruch-Apok. 

' 13, 8 83 



Judith 



[6, 15 



Test. Dan 



91 



Sir. 



Test. Levi 



23, 16, 26-28 21 , 10 



. 41 
65. 91 

. 23:4, 7 



Baruch 



49 



Jud. 



14. 15 



Nachträge und Berichtigungen. 

S. 8, Z. 31 u. 32 1. Gebrauch der 3. Person ia Cap. 103, 9—15, gegenüber der i. 

S. 13, vorletzte Z. 1. Merx Archiv. 

S. 14, letzte Z. 1. S. 3 Anm. 6. 

S. 63, Z. 9 1. Seth. 

S. 68, Z. 7 1. Wohnungen. 

S. 77, Z. 20 1. Behemoth. 

S. 82, Z. 13 emendiert Lietzmann (Menschensohn S. 43) jener Menschensohn 
statt jener Herr der Geister. 

S. 94, Z. 27 1. Himmels. 

S. 105, Z. 31 1. desselben . . . nach ihm. 

S. 108, Anmerk. zu Z. 29 füge hinzu: »über ihn« (dibehü) Q. 

S. 115, Z. 18 1. (zweite) in Klammem. 

S. 116, Z. 23 1. in betreff. 

S. 118, Z. 16 1. der Hirten. 

vS. 119. Anmerk. zu Z. 24 tilge C. 

S. 121, Z. 7 ff In Vers 31 ist das zweite a'raguni — in der deutschen Über- 
setzung das Hauptverbum des Satzes — wahrscheinlich nur in-tümliche Wie- 
derholung des ersten anstatt eines ursprünglichen anse'üni (= knfiQav /ne), oder 
ungenaue Übersetzung eben dieses griechischen Wortes. Der Vers würde somit 
lauten: Und darnach hoben mich jene drei, die in Weiss gekleidet waren, und mich 
bei meiner Hand getasst hatten, auf — sie die zuvor mich hinaufgebracht hatten — 
während (auch) die Hand jenes Böckchens mich fasste, und setzten mich mitten 
unter jene Schafe nieder u. s. w. Die beiden eingeklammerten Wörter „schon" und 
„wieder" sind als irreführend besser zu streichen. 

S. 121, vorletzte Z. tilge excl. W. 

S. 122. Anmerk. zu Z. 2 füge hinzu: »sondern sie flössen herab um deswillen, 
was ich gesehen hatte <^f Q. 

S. 127, Z. 25 1, Lügenzeugen. 

S. 132, Z. 27 ist besser zu übersetzen: die euer gottloser Sinn vollbracht hat 
(gabra GMU st. gebra). 

S. 133, Anmerk. zu Z. 28 ist zu berichtigen, dass nur Q wa-mäja liest, GGaMT 
aber wa-maju »sein Wasser >. 



( 



jymDING Ofc.v^i. ivt/^T 10 I90Ü 



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BS Book of Enoch 1. Greek. 1901 

I83O Das Buch Henoch 

E6G7 

1901