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Full text of "Deutsch-lateinisches handbüchlein der eigennamen aus der alten : mittleren und neuen geographie"

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DEUTSCH-LATEINISCHES 



• • 



HANDBUCHLEIN 



ÜER 



EIGENNAMEN 



aus der 



alten, mittleren und neuen Geographie 



zunächst 



für den Schulgebrauch zusammengestellt 



vou 



Dr. 0. A. Saalfeld, 

Gymnasial - Oberlehrer. 



Leipzig. 

C. F. "Winter'sche Yerlagshandlung. 

1885. 



5öiLy- e . / . 



J> 



Alle Rechte vorbehalten, 



Seinen lieben Prenzlauer Freunden, 

den Herren 

Paul Block, 

Dr. phil., Gymnasiallehrer, 

Bruno Raettig, 

Gymnasiallehrer, Premierlieutenant und Landwehrkompanieführer, 

Wilhelm Schaeffer, 

Professor , Gymnasial - Oberlehrer, 
imd 

Fritz Seyffert, 

Gymnasiallelirer, 

in treuer Erinnerung 

an die 

gemeinsam in Arbeit und Freundschaft durchlebte 

Olympiade 
18^8 - 188S 



der 



Verfasser. 



Vorwort 



Es sind gerade hundöi-t Jahre darüber hiögegangen, dafs ein 
Buch erschien, welches mit Fug und Recht als Vorläufer aller 
geographischen Wörterbücher lateinischer Nomenklatur anzusehen 
ist. Der Titel lautet: 

„Europa latina oder alphabetisches Verzeichnis der vornehm- 
sten Ortschaften etc. nebst ihren lateinischen Benennungen 
und einem Register derselben. Quedlinburg und Blankenhayn. 
1785. 8.'^ 
Davon erschien im Jahre 1808 (auch in Quedlinburg) eine 
angeblich „neue, verbesserte Auflage''; thatsächlich war aber nur 
der Titel umgeändert in: 

„Kleines geographisches Lexikon oder alphabetisches Verzeichnis 
der vornehmsten Landschaften, Städte, Meere, Seen, Berge und 
Flüsse in Europa, nebst ihren lateinischen Benennungen und 
einem Register derselben.'' 
Keinen Fortschritt bedeutete sodann die folgende Schrift, 
deren Verfasser Ebert selbst ist, obgleich er im Vorwort nur 
sagt, die Sammlung sei auf sein Anraten und unter seiner Mit- 
wirkung von einem jungen Manne angefertigt (und zwar vor- 
züglich wegen der fatalen lateinischen Städtenamen auf den 
Büchertiteln!): 

„Lateinisch-Deutsches Taschenwörterbuch der neuern Geogi*aphie. 
Als notwendige Beilage zu den bisherigen lateinischen Wörter- 
büchern. Mit Vorrede von Fr. Ad. Ebert. Leipzig 1821. 8."^ 
Eine bessere und jedenfalls verdienstliche Arbeit erschien 
aber 11 Jahre später: 

„Vergleichende Darstellung der alten, mittleren und neuen 
Geographie von W. Fr. Volger. ICin Lehrbuoh für die obersten 
Gvmnasialklassen. Haniiover 1832. 8." 



VI Vorwort. 

Es war dies der 3. Kursus des betreffenden Lehrbuchs der 
Geographie. 

Dagegen ist nur der Vollständigkeit halber hier zu nennen 
ein durch allerlei Verwechselungen und Verstöfse schlimmster 
Art sowie durch eine übergrofse Menge von Druckfehlern heillos 
entstelltes Buch: 

jXexicon manuale geographiam antiquam et mediam cum latine 
tum germamce ülustrans, in usum schölarum editum a lo. W. 
Mueller. Lipsiae 1831. 8." 

Als zwei wesentlich bessere Bücher sind jedoch zu nennen: 

„Vergleichendes Wörterbuch der alten, mittleren und neuen 
Geographie, von Fr. H. Th. Bisch off und J. H. Möller. 
Gotha 1829. 8% und 

„Griechisch-Deutsches Wörterbuch der mytholog., histor. und 
geograph. Eigennamen nebst beigefügter kurzer Erklärung und 
Angabe der Silbenlänge, für den Schulgebrauch ausgearbeitet 
von G. Ch. Crusius. Hannover 1832. 8.^' 

Diese letztgenannten Verfasser haben das grofse Verdienst, 
dafs sie, wie vorher fast immer geschehen, weder aus- noch nach- 
schrieben, sondern die alten Schriftsteller selbst, die Monumente 
und Münzen fleU'sig studierten, mithin aus den Quellen selbst 
schöpften und überall ein kritisches Verfahren beobachteten. 
Genannt mögen hier ferner sein: 
„Dufau et Guadet: Dictionnaire universel abrege de la geo- 
graphie ancienne et moderne comparee. Paris 1820. 8," auch 
ins Deutsche übersetzt: 

„Vollständiges Handwörterbuch der alten Erdbeschreibung. 
Weimar 1821. 8. 2 Bände", und 
j^Dictionnaire universel des geographies physique, historiqiie et 
politique du monde ancien, du moyen äge et des tenips modernes 
comparees. Paris 1827. 8, mit Karten." 

An älteren, besonders für die Geographie des Mittelalters 
wichtigeren Arbeiten nennen wir: 

. „Junker: Zur Geographie der mittleren Zeiten. Jena 1712. 4." 
„J. D. Köhler: Anleitung zu der alten und mittleren Geographie. 
3. Ausg. Nürnberg 1765. 8. 3 Bände." 
„D'Anville: Handbuch der mittleren Erdbeschreibung. Aus 
dem Französischen übersetzt. Nürnberg 1782. 8." 



Vorwort. Vll 

„A. von Wersebe: Beschreibung der Gaue zwischen der Elbe^ 
Saale und ünstrut, Weser und Werra, insofern solche zu Ost- 
falen mit Nordthüringen und zu Ostengern gehört haben, und 
wie sie im 10. und 11. Jahrhundert befunden sind. Gekrönte 
Preisschrift. Hannover 1829. 4." 

Während aber noch JBischofT und Möller nur vom 1. Bande 
der Monumenta Germaniae htstorica etc.'* — dieser erschien 1826, 
der 2. 1829 — Gebrauch machen konnten, hat dieses hervor- 
ragend wichtige Werk denn auch im Lauf der Zeit unserem 
Gebiete bedeutenden Nutzen gebracht. Zunächst ist hier ein ganz 
vorzügliches Buch zu nennen, welches alle bisher genannten we- 
sentlich übertrifft: 

„Deutsch-Lateinisches vergleichendes Wörterbuch der alten, mitt- 
leren und neuen Geographie, eine Beigabe zu jedem deutsch- 
lateinischen Wörterbuche. Mit Berücksichtigung der besten 
älteren und neuesten Hülfsmittel ausgearbeitet und mit der An- 
gabe der Quantität versehen von Dr. Georg Aenotheus Koch, 
Gymnasiallehrer. Leipzig 1835. 8." 
Dieses Buch behielt selbst seinen Wert, als 26 Jahre später 
ein gediegenes Buch veröffentlicht wurde: 

„Orhis laiinus oder Verzeichnis der lateinischen Benennungen 
der bekanntesten Städte etc., Meere, Seen, Berge und Flüsse 
in alten Teilen der Erde nebst einem deutsch-lateinischen Ke- 
gister derselben. Ein Supplement zu jedem lateinischen und 
geographischen Wörterbuche von Dr. J. G. Th. Graesse, Kgl. 
S. Hofrat, Direktor der K. S. Porz.- und Gef.- Sammlung &c. 
Dresden 1861. 8." 

Endlich seien aus der neuesten Zeit noch genannt: 
„Kurzgefafstes Wörterbuch der wichtigsten Eigennamen der 
lateinischen Sprache, ausgearbeitet von Ernst Georges, Pfarrer 
zu Hochheim bei Gotha. Als Anhang zu Georges' lateinisch- 
deutschem Schulwörterbuch. Leipzig 1878. 8." 
Hier hat sich der Verfasser, ein Sohn des Altmeisters K. E. 
Georges, als wackerer Lexikograph bewiesen; unerwähnt soll je- 
doch auch nicht bleiben, dafs der Vater in seinem Biesen werk: 
„Ausführliches Lateinisch - Deutsches und Deutsch - Lateinisches 
Handwörterbuch. Leipzig 1879 — 1882" im 2. Band der letzteren 
Abteilung von Spalte 2043 — 2052 einen höchst willkommenen 
geographischen Anhang gegeben hat. 



viii Vorwort. 

Schliefslich sei noch hingewiesen auf den gediegenen dritten 
und vierten Band des Pap eschen Handwörterbuches der grie- 
chischen Sprache: 
„Wörterbuch der griechischen Eigennamen. 3. Auflage. Neu 
bearbeitet von Dr. Gustav Eduard Benseier. Braunschweig 1884." 

Soviel von den einschlägigen Schriften. Verfasser glaubte zu- 
nächst der Schule einen Dienst zu erweisen, wenn er dem Schüler 
der oberen Klassen diese wesentliche Ergänzung der Lexika an die 
Hand gab. Dafs dabei die geographische Seite in ganz hervor- 
ragendem Sinne Berücksichtigung erfuhr, wird niemand wunder 
nehmen dürfen, der mit dem Yerfasser redlich auf diesem ebenso 
wichtigen als bisher vernachlässigten Gebiete eine Besserung her- 
beigeführt sehen möchte. Seniper aliquid Juwret! Der Schüler 
wird dies bald merken und seinen Horizont unbewufst erweitem; 
aber auch für weitere Kreise dürfte der geographische Nachweis 
durchaus kein überflüssiger sein, da er in vielen Fällen erneutes 
Nachschlagen entbehrlich macht. 

Indem Verfasser somit das Resultat einer mehr als 3jährigen 
Arbeit veröffentlicht, glaubt derselbe nicht umhin zu können, der 
verehrlichen Verlagshandlung für die liebenswürdige Förderung 
des Unternehmens auch hiermit öffentlich seinen Dank auszu- 
sprechen. 

Auf absolute Vollständigkeit wird bei dem vorliegenden Werke 
umsoweniger gerechnet werden können, als dieselbe bei einem 
„Handbüchlein" schlecht angebracht wäre; es wäre dann eher ein 
umfangreiches „Handwörterbuch" geworden. Da aber, wie gesagt, 
in erster Linie die Zwecke der Schule ins Auge gefafst waren, 
so bedurfte es gar mancher Einschränkungen, die Verfasser sich 
nach Kräften auferlegt zu haben glaubt. Da endlich das Buch 
von einem Deutschen zunächst für Deutsche geschrieben worden 
ist, so wird die ausführlichere Behandlung deutscher Ortschafts- 
namen etc. keiner weiteren Brechtfertigung bedürfen. 

Wohl aber dürfte für den Schüler eine knapp gehaltene 
Übersicht, betreffend die Regeln zur Latinisierung geographischer 
Eigennamen, nicht überflüssig erscheinen. 



Regeln 

betreffend die Latinisierung geographischer Eigennamen. 



Die Buchstaben Wund F zu Anfang eines Namens gehen 
gewöhnhch in V und I, die Laute ei, ö, ü in i, o, u und die 
französischen Diphthongen ai, et, oi, ui in a, e, o, u über. 

Die Endungen unterliegen für gewöhnlich folgenden Um- 
wandlungen : 



-ach, -ack 


wird 


zu 


-äcurn oder -achium, 


-ad 


•^ 




'Odumj 


-agne 


•fi 




-ania, 


-ailles 


?i 




-alia, 


-ain, -aine 


^1 




-ania, -anium, 


-al 


<• 




-alium oder -dlia, 


-am 


1 




'amwm, 


-an (ain) 


11 




-änum, -anium bei Ortsnamen, 


11 11 


11 . 




-ania bei TÄndemamen, 


ant, -anz 


11 




-antia, 


-ar 


i") 




-aria, 


-at 


11 




'ätum, 


-atsch, -atz 


11 




'Ottuni, 


-au 


^1 




-avia, -ooLy -augia bei Ortsnamen, 


11 


11 




'Ovia bei Ländernamen, 


-aux 


11 




-Munt, 


-berg 


»1 




-berga, 


-borg 


1^ 




-burgum, 


-bom 


11 




-borna, 


-burg 


11 




'burgum, 


-c 


"") 




'iäcum, 


-cester, -ehester 


11 




-cestria, 


-dorf 


11 




'dorpium. 


-e 


11 




-a, 


-e oder -e 


• 11 




-as, -oeMWi u. dgl. m., 


-ec, -eck 


"1 




-ecca, -Bca, 


-eglia 


11 




-elia, 



Regeln. 



-ei, -ey 


wird 


zu 


-eia bei Ortsnamen, 


i") r 


^1 


11 


-ia bei Timdemamen, 


-eil, eille 


1, 


1^ 


-dia^ 


-ein 


•« 


"1 


'Inum, 


-em 


?? 


^^ 


'Bmum, 


-en 


V 


11 


-a, -ena, -um, -iumy 

bei Ländernamen auch -/a, 


-ence, -enz 


V 


«« 


-entittj 


-ent 


1? 


•, 


-entiumy 


-er 


,« 


V 


-ertty 


-euil 


1? 


• » 


-oh'um, 


-ey, s. ei, 








-feld 


^4 


•1 


'felda, auch -feldia. 


-fels 


?1 


n 


'feha, 


-ford, -fort 


V 


11 


-fordia, 


-fui-t 


?7 


•, 


-fwiiim, 


-gard, 








-gart, 








-gai-ten, V 


• « 


11 


-gardia, 


-gorod, 








-grod, 








-gen 


r 


11 


-ga bei Ortsnamen, 


IT 


1« 


11 


-gia bei Tifindemamen, 


-hafen, \ 
-haven, / 


,, 


11 


-havittj 


-hausen, -husen, 


-hns „ 


11 


'hüsaj -husiumj 


-heim 


^* 


^^ 


-heniium, 


-hofen 


v 


^t 


-hofa, 'Jwvia, -hovium. 


-holm 


«« 


V 


-hölmiay 


-holz 


,« 


n 


-holtia, 


-hörst 


1^ 


11 


-hoi'stium, 


-hut 


11 


11 


-hutum, 


-ich, -ick, \ 






• 


-ig, -ik, 1 


tl 


11 


-icum, 


-ie 


Tl 


'1 


-ia, 


-igno 


1") 


11 


-tnium, 


-im 


«« 


^^ 


-tmunij auch -tma, 


-in 


r 


11 


'Inum, auch -tnium, 


-itsch, -itz 


V 


4^ 


-icium, -itium, -icia, 


-kirchen 


■ji 


11 


-quei'ca, auch -Jcerka, 


-land 


V 


11 


-landia, 


-leben 


?i 


«4 


-Uba, -Uhia, 


-mold 


1? 


11 


-moldia, 


-mond, ) 
-mont, J 








V 


11 


-mmitium. 


-mouth 


^? 


11 


-muthum. 


-münde 


?•> 


11 


-munda, 



Kegeln. 



XI 



-n 


wird 


ZU 


-iäcum, 


-0, in romanischen Namen ,, 


?T 


-um, 


-oglio 


;i 


11 


-oleum, 


-ogne 


•1 


11 


-onia, 


-oise 


«s 


n 


-osia, 


-oping, 1 
-öping, 1 


•« 


11 


-opia. 


-OTIX 


•1 


11 


-osum, 


-OW 




V 


-ovia, -ovium, 


-pel, 1 
-poli, J 


•1 


11 


-polis. 


-que 


71 


11 


-ca, 


-r 


?^ 


»1 


-iäcum, 


-sand 


"") 


11 


-sanda. 


-Stadt, \ 
-städt, J 


•1 


•1 


-stcuNum, 


-stein 


•« 


•1 


-steinium, -stenium, 


-stock 


<« 


•^ 


-stGchium, 


-t 


:i 


11 


-iäcum, 


-thal 


s« 


11 


-thalia, -dalia. 


-US 


•1 


^1 


-usium^ 


-wegen 


•1 


11 


-vegia. 


-weiih 


•;i 


11 


-verda. 


-y 


•? 


^1 


-tum, auch -iäcum^ 
(besonders nach c, n, r, t), 


-zeü 


:^ 


11 


-cella, 


-zza 


11 


^^ 


-ssa. 



Zusammensetzungen werden häufig durch den Genetiv und 
Dativ gebildet, wobei zuweilen aus Gründen des Wohlklangs ein 
Yokal eingeschoben wird, z. B. Marienberg Mariaeberga, 
Augustusburg Angustohurgum. 

Die von diesen Namen abgeleiteten Adjektiva bekommen 
meist die Endung -ensis, -ensc. Doch sind folgende Fälle zu 
beachten : 

1. Bei den Namen auf -ena wird blofs -sts angehängt, wie 
Guhena, Guhmsis. 

2. Die auf -a ausgehenden bilden ihre Adjektiva bald durch 
-ensis, bald durch -anus, wie lena, Icnensis, und Gotha, Gothämis. 

3. Die auf -burgum bald durch -ensis, bald durch -iciis, wie 
Marburgiim und Marburgensis^ Hamburgum und Hamburgicus 
nächst Hamburgensis. 



XII Regeln. 

4. Die auf -Jittsa u. a. durch -anuSy wie Nordhusa, Nordhu- 
sänns. 

5. Die auf -hiisiimi, 'dorpium und Stadium durch -tnus. 

Dafs bei den Römern selbst durch die verschiedenen En- 
dungen der Adjektiva häufig zugleich eine verschiedene Bedeu- 
tung ausgedrückt wurde, sei hier nur ganz kurz erwähnt. So 
wurde Hispanimsis in der Regel nur von Personen gesagt, die 
in Spanien nicht geboren, nicht wirklich einheimisch sind, sondern 
sich nur als Fremde dort angesiedelt haben ; ebenso von Dingen, 
welche nicht von geborenen Spaniern in Spanien oder in spa- 
nischer Sprache verfertigt worden sind. Dagegen bezeichnet 
Hispanus immer den geborenen Spanier und das, was in diesem 
Lande einheimisch, in dieser Sprache verfafst ist. 

Daher heifst es bei Martial. Epigr. lib. XII. in der voraus- 
gehenden Epistula: ne Romam non Htspaniensem librum mit- 
tamus, sed Hispanum. 

Ebenso verhält es sich mit Gallus, Galliens und Gallicanus; 
vgl. Cic. in Pison. Vol. II. P. 2. p. 334. ed. Orell. — 



Dr. Günther Alexander E. A. Saalfeld, 

Gymnasial - Oberlehrer. 



Blankenburg am Harz, 

Neujahr 1885. 



A. 



Aa, M. (Westfalen und Schweiz) Aa, 
-ae. — Alpha, -ae. 

Aaehen, St. (EB. der Kheinprovinz) 
Aquae, -arum, — Aquisgranum. 

— Aquae Grani. — ürhs Aquensis. 
Adj.: Aquensis, -e. 

Aquisgranensis ^ -e. 

Aalborgr, St. (am Südufer des Lymflord, 
Jütland) Alburgum. 

Aalen, St. (Jagstkrois, Württemberg) 
Ala, -ae. — Ola, -ae. — AUym, -ae. 

— Iidia Alensis, 

Aar, 1. Fl. (1. Nebenflüfschen der Lahn 
im RB. Wiesbaden, mündet bei Diez) 
Aara, -ae. 

2. ¥1. (Schweiz) Äröla, -ae. — 
Arula, -ae. — Arur, -üris. 

Aarau, St. (Schweiz) Araugia. 

Aarberg", St. (Schweiz) Arherga, -ae. 

— Aröla^ Pqns. — Arlabu/rgum. 

Aarbnrg^, St. (Schweiz) Arhurgum. — 
Arolaeburgum. — Arölae Btirgus. — 
Arolae Mons. 

Aargrau, Kanton (Schweiz) Argota. 

Aarhuus, 1. St. (östl. Jütland) Arhu- 
sia, 'Oe. — Remorum Domus. 
S. Stift. Comitatus Arhusitis. 

Al^baeh, Flecken (bayr. RB. Nieder- 
htijeTn) AhUcum. — Abodiäcum. — 
Almdiäcum DamuhiWvmm, 

AbbeTille, St. (frzs. Dep. Sonime, am 
Sommekanal) Abbat is Villa, -ae. — 
Ahbatico 'Villa, -ae. — Ahbamlla. 
A<^j. : Ahbavillaeus, -a, -ww. 

Sa Alfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Abella veechla, St. (Kampanien) AbeUa, 
-ae, 
Einw. : AbeUäni. 

Abensbergr, St, (bayr. RB. Nieder- 
bayem) Abuslna, -ae. — AbusBna, 
-ae. — Aventlnum. 

Aberdeen, St. (nordöstl. Schottland, an 
der Deemündung) Devana, -ae. — 
Aberdöna, -oe. — Aberdonia, -ae. — 
Aberdoniwn. 

Abo, St. (Hptst. des russ.-finn. Gouv. 
Abo-Bjömeborg, an der Mündung des 
Aurajoki) Aboa, -ae. 
Adj.: Aboensis, -e. 

Abmzzo, 1« St. (Süditalien) Api*iUium. 
" 2* Prov. Aquila provincia. - 
Provinda Aquilensis. — Abruzzo 
citeriore: Frentani. 

Abukir, Dorf (b. Alexandria in Ägypten) 
CanDpus oder Ganöbus {Kavotnoq 
oderKccvfoßog, ägypt.= Goldene Aue). 
Adj.: Canopicus, -a, -um» 
Cafwpitanus , -a, -um. 
CanopUis, -e. 
Einw.: Canopätae, -ai^m. 

Aeerra, St. (ital. Prov. Casei-ta, nalie 
bei Neapel) Aeerra^, -arum. 

Adamspik (Salmala), (heü. B. auf dor 
Insel Ceylon) Malea, -ae. 

Adda, Fl. (schiffb. Nebenfl. des Po, 
am Wormser Joch entspringend und 
den Komersee durchfliefisend) Addua, 
-ae. — Abdnia, -ae. — Adda, -ae. 

Adelsbergr, Flecken (Krain, an der 
Eisenb. nach Triest) Pastoina, '■ae. 

1 



Adour 



Aire 



Adour, FL. (schiffb., Frankr., aus dem 
ber. Kampanerthal in den Oberpyre- 
näen) Ätürus. — Atvr, -üris. — 
Aturrus, — Aturis. 
Die Anwohner: AUirenses. 

Adrianopel, St. (türk. Edreneh, Edimo, 
2. Hptst. der Türkei, an der Maritza 
in Eumelien) Adrianopolis. — 
Hadrianopolis. — Oresta. — Orestias, 
-ädis, — Aelia, -ae. 

Adriatisehes Meer, (meerbusenartiger 
Teil des Mittelmeeres zwischen der 
Ostküste von Italien und der West- i 
küste des griechisch-türkischen Fest- 
landes, durch den Kanal von Otranto 
mit dem Ionischen Meer verbunden) 
Mare Superum. — MareHadrior 
ticum. — Hadria (Adria) -ae, m. — 
Sinus Hadriaticus. 

Ägäisches Meer, (Benennung des Insel- 
meeres zwischen der Ostküste Grie- 
chenlands und Eleinasiens, der Archi- 
pelagus) Mare Aegaeum {Alyaiov). 

Ägratische Inseln (wesÜ. v. Sicilien) 
Aegätes, -tww, f. (mit imd ohne In- 
sulae). 

Igrina 8. Eghifia. 

Ägypten, (Land in Afrika) Aegyptns^ 
-t, f. {AfyvTtrog). 
Adj. : Aegi^tus, -a, -um, ägyptisch ; 
Subst. : , -e, m., ein Ägypter. 

Äolische Inseln, s. lipaiischo Insehi. 

Ithiopisches Meer (Teil des Atlant. 
Oceans zunächst dem westl. Afrika 
unter der Linie), Mare Aethiopt- 
cum. — Oceanus Aethiopicus. — 
Sinus Aethiopicus. 

(Vgl. Aethiops, -Dpis, m., ein Mohr, 
— Schwarzer, — Äthiopier, Plui*. 
Aethiopes, -um, m., Bewohner von 
Aethiopia, -ae, f., der Landschaft 
südhch von Ägypten, welche von 
den Alten in ein westliches und öst- 
liches geteilt wurde.) 

Afghanen (Volk in Asien, im NO. des 



Iranischen Hochlandes, zwischen Per- 
sien und Vorderindien) Paropami- 
sädae {Parap.\ -arum^ m. 

Afrika, "Weltteil, Africa^ -o«. — 
Libya, -oe. — LibyB, -es {Aißvij). 
Adj.: Africanus, -a, -um. 

Agen (Hptst. d. frz. Dep. Lot-Garonne, 
an der Garonne), Agennum. — 
Aginnum. 
Adj.: AginiiensiSy -e. 

Agennois (Landschaft um die St. Agen) 
Tractus Aginnensis. — Civitas 
Aginnensium. 

Aggerhuus (norweg. Stift) Christia- 
nia^ -ae. 

Agnano (kleiner See bei Neapel, auf 
vulkanischem Boden), La^yusAnianus. 
Dabei die Schwitzbäder von S. Gei*- 
mano: Thermale Aniatiae. 

Agosta (befest. Hafenstadt auf Sicilien, 
nördlich von Syrakus), Augusta, -ae. 

Agram, auch Zagrab, kroat. Zagor 
(Hptst. von Kroatien, nahe der Save), 
Agrämum. — Zagrahia, -ae. — 
Civitas Montis Graccensis oder 
Zagrabiensis. 
Adj.: Zagrabietisis^ -c. 

Alir (linker Nebentl. d. Rhein, entspr. 
auf dem Schiefergeb. bei Schmidt- 
heim im Kr. Schieiden, mündet nicht 
weit von Sinzig bei Kripp), Obrincus, 

Ai, s. Ay. 

A¥a-sala]c (-solouk), s. Aya . . . 

Aigle, L', St. (in Frankreich) Aquila, 
-e. — Ad Aquilas. 

Aigues Mortes (St. in Frankreich) 
Aqu>ae mortuae. 

Aire, 1. St. (in Frankreich, im Dep. 
Pas-de-Calais) Aeria, -ae. — Aria, 
-ae. — Heria, -ae. 

S* St. (in Frankreich, im Dep. Des- 
Ijandes) Adura, -ae. — Adwrum. — 
Audris. — * Atu/ras, -arum. — Oini- 
tas Attu/rensium. 



AVrölo 



Aleazur 



f) 



Alrdlo (auch Eriels, Frids, Friols, 
Orient, Flecken am Südende des 
Gotthardtunnels, Kanton Tessin, in 
der italienischen Schweiz), Äriöla, 
'Oe. — Äyrolimi. — Oriens, 

Aisne (Aine; FluTs im nördl. Frank- 
reich), Axona, -ae. — Esna, -die. 

Aix, 1. St. (in Frankreich, Depaii:. 
Bouches- du -Rhone) Äquae Sex- 
tiae. — Colonia Aquensis. — Co- 
lonia lulia Augusta. 

Adj. : Aquenßis, -c. 

!3. St. (in Frankreich, Dep. Du- 
Mont-Blanc), Aquae Sahauticae. 
— Aquae Gratianae. — Aquae 
AUohrogum. 

Aja (Flüfschen in Latium), AUia, -ae, 
Adj.: AlUensts, -e. 

AJaceio (Hptst. der Insel u. d. frz. 
Dopart. Korsika, an der Westküste), 
Adiacium. — Urdnium, — Viro- 
conium. 

Meerbusen von Ajaccio: Adiacii 
Sinus. 

Aken, St.. (an der Elbe, Prov. Sachsen, 
EB. Magdeburg, Kr. Kalbe), Acöna, 
-ae. — Aquae Saxonica£. 

Abjermuu (auch. Akkerman), befest. 
Hafenst. (südriLSS. Prov. Befsarabien, 
and.Dnjestrmündung), Alba lulia, -a£. 

Akseheher (oder Ak-Scheher, klein- 
asiatische St. in Karamanien), An- 
tiochia ad Pisidiam. — Ckiesa- 
reae, -arum. 

Ala-Dagh, hoher Gebirgszug (.durch- 
zieht die West- und Südküste von 
Kleinasien und wendet sich am Eu- 
phi-at nordostwärts nach Kolchis, 
auch AI- Ku run genannt) , Taurus . 

Alais oder Alez, St. (im frz. Dep. Gard, 
am Gard), Alesia, -ae. — Alesium. 

A11>a, !• St. (das alte Pompeja, in der 
oberital. Prov. Cuneo, am Tanaro), 
Alba Pompeia, -ae. 



Alba, ftm St. (auch Alba di Marsa, 
uraltes Städtchen am ehemaligen 
Fucinersee in den Abru2zen\ Alba 
.Fucentia, -ae. — Alba Marso- 
rum. — Alba ad Fucinum Lacum. 

Albanien oder Amaut Vil^jeti, wilde 
Gebirgslandschaft (Türkei, am Adriat. 
und Ionischen Meer, die alten Länder 
Illyiien und Epirus umfassend), II- 
lyria, -ae, — Ulyris Grraeca. — . 
Illyricum. — Albania. 

Einw. : Albanesen oder Arnauteii. 
Alb an i, -oriim, — F^rötae, -arum. 

Albano, St. (im ehemal. Kirchenstaat, 
südöstl. von Hom, am Albanersee), 
Alba Longa. — Albanum. — 
Albanum Pompeii, 

Albl, 1. St. (Hptst. d. frz. Dep. Tarn, 
am Tarn), AlbXga, - Albia, -ae. — 
Civitas Albigensium. — Urbs Albi- 
gensis. 

Einw.r Albigenses, -tum. — 
Albienses, -ium. 

2* St. (im Neapolitanischen), Alba 
Marsorum.' 

Albigreois, Landschaft (zu Albi, 1. ge- 
hörig\ Pa^s Albiensis. 

Albuquerque, 1. St. (Festung in der 
span. Prov. Badajoz [Estremadura](^ 
Alba Quere US, — Albuquei'cum. 
2. St. (kl., nordameiikan. Prov. 
Neu-Mejiko), Albuquercum Ameri- 
canum. 

Alca^ar, s. Alcazar. 

Aleair, s. Kairo. 

Alcala de Henares, St. (span. Prov. 
Madrid, am Henares), Compltdumi. 
Adj.: Comjplutensis, -e. 

Aleantar», St. (span. Prov. Cäceres 
[Estremadura] am Lage), Norba 
Caesarea, -ae. — Colonia Norben- 
sis. — Colonia Caesariana. — Pens 
Traiani, 

Aleazar (arab. = Schlofs, Burg), spa- 

1* 



1 



Alemtejo 



Alpen 



8 



nischer Städtename: Älcasarium, 
— Alcasarea, -ae. 

Alemtejo, Prov. (Portugal, jenseits des 
Tejo), Frovinda Transtagana (oder 
TroMStaianä). 

AlenQon, St. (Hptst. d. frz. Dep. Ome, : 
an der Sarthe), Alencqnium. 

Aleppo (Haleb, Heibon der Bibel), St. , 
im nördl. Syrien, am Kuweik), Cha- 

. lyhon {XaXvßiov). — Beroea, -ae \ 

{BsQOia), — Berrhoea,-ae {B^qqolcl), 

Einw.: Beroeenses (BsQOialoi). 

Alessandria della Pagrlla, St. (Hptst. ■ 
der oberital. Provinz A., am Tanaro, 
stark befestigt), Älexandrta Sta- 
tt cellorum. — Alexandrta a Palea, 1 

Alexandrette oder Skändemn, St. 

(in Syrien, am Busen von Sk., Hafen- 
» platz von Aleppo), Alexandriola, 
-ae. — Alexamiria ad Issutn. 

Alexandria (jetzt Skanderia oder Is- 
kanderieh), St. (in Ägypten, auf der 
Landzunge zwischen dem Meere, und 
dem Strandsee Mareotis), Ale x an- 
dr%a, -ae. 
Adj.: Alexatui/innus, -a, -um. 

Alfeo, Fl. (Hauptstrom der Halbinsel 
Morea, der alten Peloponnes), Alpheus. 

Algrän, Allgau (der alte Albigau,^ der 
südwestlichste, von der Hier durch- 
flossene Teil des bayerischen Kreises 
Schwaben mit den angrenzenden 
Landstrichen Württembergs und Ti- 
rols, zwischen ßhein und Lech), 
Almangovia, -ae. — Algoia, -O/e. 
— Algovia, -ae. — AlgBa, -ac. — 
Alema/nma propria. 

Algrarre (arab.: Abendland) oder Al- 
garblen, Prov. (im Süden von Por- 
tugal), Algarhia, -ae. — Ager 
Owneus. 

Algeziras (arab. : die Insel), St. (Hafen- 
stadt in der span. Prov. Cadiz, am 
Golf von Gibraltar), Carteia, -ae. 



Algier, !• Land (franz. Kolonie auf 
der Nordküste von Afrika, zwischen 
Marokko und Tunis), Numidia. 

Einw.: Numidae. 

Adj.: NumidÜcus, -a, -um. 

2« St. Ar g er i um. — Algen'um. 
— Algeria, -ae. — Ruscuirum. — 
lulia CaesarEa. 

Alhambra (ai*ab. : die Rote), jetzt Cita- 
delle (ehemalige maurische Kalifen- 
burg bei Granada in Spanien), Fla- 
vium Laminitanum. — Artigi, 
-orrnn. 

Alieante, St. (u. gleichnam. Prov. in 
Valencia in Spanien, befest. Hauptst. 
u. wichtiger Seehafen am Mittelmeer), 
Alonae. — Alicanta, -ae. — Ali- 
cantium. — Lucefitia, -ae. — Lu- 
centtim. 

Alise en Auxois (Sainte Reine d'Alise ' 
oder Aliso), Flecken (Dep. Bricnnois, 
Gouvemem. Boui'gogne), Alesia, -ae. 

Aller, Fl. (r. Nbfl, d. Weser, in den 
Provinzen Sachsen und Hannover, 
entspringt westi... von Magdeburg bei 
Seehausen, mündet unterhalb Verden), 
All^ra, -ae. — Alara, -ae. — Aleray-ae. 

AlUer, Fl. (Nbfl. der Loii*e in Frank- 
reich, mündet bei Novors), Elaver, 
-tris. — Eläris. 

Alme, Fl. (1. Zufl. der Lippe in AVest- 
falen, Queue bei Alme, nÖrdl, von 
Brilon, Mündung bei Neuhaus), 
AH so. — EUso. — Alma, -ae. 

Alp, Bauhe, Gebirge (auch Schwäbische 
Alp genannt, der höchste Teil des 
Schwäbischen Jura, im Südwestende 
mit dem Schweizer Jura und Schwarz- 
wald verknotet), Alpes Suevicae. 
— Alba, -ae. — Alpagovta, -ae. 

Alpen, Gebii'ge (das höchste u. um- 
fangsreichste Gebirgssystem Europas, 
j das zwischen dem Rhonethal im W. 

I 

und der Donauebene im 0. Nord- 
italien in breitem Gürtel umzieht). 



Alpnjarrms 



Anfens 



10 



Alpes, 'iwm. — Alpina luga. — 
Alpini Montes, 

Adj.: Al][^nus, -a, -um. 
(Vgl. Oisalpinus, Transdlpinus, StUh 
aipiwus.) 

Alpnjarras, Gebirge (Gebirgsdistrikt 
im südl. Spanien [Granada], dicht 
bevölkerte Thäler, Umschlossen von 
den südl. Vorketten der Sierra Ne- 
vada), Alpuiäri Montes. 

Alsen, !• Dorf (unweit. Paderborn, 
einst röm. KasteU am Einflufö der 
Almc in die lippe), Ältso. 

ft. Insel (in der Ostsee, Hauptteil 
des Kr. Sonderburg der Prov. Schles- 
wig-Holstein), Alsena, -ae. — 
Alsa, -ae. 

Alsensand, Meerenge (s. Alsen 2), Älsae 
Fretum. 

Altai, Gebirge (d. h. Goldgebirge? 
Gebirgssystem Hochasiens, zwischen 
dem oberen Irtysch und dem Baikal- 
see), Alta'ius Mons. — AUaii 
Montes. — Annibi Montes, — Anor 
rei Montes, 

Alt-Banzlaa, s. Bunzlau. 

Altena, St. (Ejreisst., Prov. Westfalen, 
EB. Arnsberg, an der Lenne), Hol- 
te na, -tue, — AUenäcum. — AUe- 
nadiium. 

Altenborgr, 1. St. (Herzgt. S.-Altenb., 
Hptst. (unweit derPleifse), Aldem- 
hurgum. — Altenburgum. — PcUaeo- 
hyrguni, 

A(^.: Altenburgensis, -e. 

2« St. (auch Owar, Obar, in Un- 
garn), Ad Fl ex um (sc. Danubii). 
Flexwm, — Ovaria, -ae, — Ovarium, 

Alt-Kastilien, s. Kastilion. 

Alt-Mark, Landschaft (altbranden- 
burgisch, 1. v. d. Elbe, begreift im 
wesentlichon die jetzigen Kreise 
Osterburg, Salzwedel, Stendal und 
Gardelegen, d. h.' den nördlichsten 



' Teil der Prov. Sachsen), Marchia 
Vetus, — Palaeo-Marchia. 

AltmtUiI, Fl. (1. Nbfl. der Donau in 
Bayern, entspringt auf der Hohen 
Leite bei Wildbad, mündet mit dem 
Ludwigskanal zusammen bei Kel- 
hoim), Alemana , -ae. — Ale- 
mannus. — AUnio. — Alm^mus. 

Alt-Navariii, s. Navarin. 

Altena, St. (gröfsto Stadt der Prov. 
Schleswig-Holstein, an der Elbe, un- 
mittelbar neben Hamburgs Vorstadt 
St. Pauli), Altonavia, -ae. — Al- 
töna, -ae. 

Altorf, St. (auch Altdorf, Hauptort des 
Kantons üri, nahe dem Vierwald- 
städtersee), Altorpium. — Pälaeo- 
come. — Vicus Vetus. 

Alnta, Fl. (auch 01t, 1. Nbfl. d. Donau, 
eniispr. auf den Karpathen in Sieben- 
bürgen, mündet Nikopoli gegenüber); 
Olta, -«€. 

Alzey, St. (Kreisst., hess. Prov. Ober- 
hessen, an der Selz), Alce'ia, -ae. 
AUso Hassorum. 

Amalfi, St. (am Golf von Salomo in 
ünteritalien) , Amalphia, -ae. -- 
Melphia. — Amalphis, 
Adj.: Amalphitanus oder Mel- 
phitaniis, -a, -um. 

Ambergr, St. (bayor. Bezirksst., RB. 
Oberpfalz, an der Vils), Amberga, 
-oe. — Cantioebis. 
Adj.: Ambergensis, -e. 

Amerika, Weltteil, America. — 
India Occidentalis. — Terra Nova. 
Adj.: .Americanus, -a, -um. 

Am Hof, Marktflecken .(im Salzburgi- 
schen), Curia Norid. 

Amiens, St. (befest. Hptst. d. frz. Dep. 
Somme), Samarobrlva, -ae. — 
Anibianum.—Civitas AmJbianensium. 
Adj.: Ambianus, a, -tmi. 
AmMa/nensis, -e. ' 



11 



Ammer 



ADScrmflnde 



12 



Ammer, M. (auch Amper, Amber; 
1. Nbfl. d. Isar in Oberbayem, entspr. 
in den Alpen am Ereuzspitz, mündet 
bei Isareck), Amhra, -ae. — Aniber, 
-ri. — Ambro, -onis. 

Ammerland , Bezirk (Oberbayem), 
Anibria, -ae. 

Ammersee, See (auf d. bayer. Hoch- 
ebene in Oberbayem, von der Ammer 
durchströmt), Amhrae Lacus. — 
Ambronis Lacus. 

AmOueburg, St. (Prov. Hessen-Nassau, 
RB. Kassel, Kr. Marburg, auf einem 
Basaltfelsen), Amoeneburgum. — 
Castra ad Amanam. — Castra ad 
Omam, 

Am8tel, Fl. (in Nordliolland, mündet 
in den Busen Het Y), AmstBla, -ae. 

Amsterdam, St. (Hptst. und 2. Kesi- 
donz der Niederlande, bedeutender 
Handelsplatz am Meerbusen Het Y 
und am Ausflufs der Amstel auf 90 
Insehi gelegen), Amstslodamum. 
— Amsteladamum. — Amsterodamtim. 
Adj. : Amstelodamensis, -e. 

Amu-Darja, M. (arab. Gihon; in Turan^ 
entspr. am Belurdagh, mündet in den 
Aralsee), Oxiis. 

Amur, Fl. (auch Sachahn oder Kara- 
muren genannt), Hauptstrom im nord- 
östl. Asien (entsteht aus der Yereini- 
gimg der Schilka (aus Sibirien) imd 
des Argun oder Kerulun (aus der 
Mongolei), mündet der Insel Krafto 
gegenüber in d. Mamiastrafse), Castus. 

Anadoli, s. Natohen. 

Anag-ui, St. (im ehemal. Kirchenstaat, 
Beleg. Frosinone, einst Hauptort der 
Herniker), An-agnia, -ae, 
Adj.: Anagnmus, -a, -um. 

Aneona, 1. St. (am Adriat. Meere, 
Festung und Fi'eihafen, Hptst. von 2) 
AncDna, -ae. — Ancon, -ön?*s 

Adj.: AnconitanuSf -o, -um. 



Aneona, 2* Delegation (ital. Mark bder 
Prov.), MarchiaAnconitäna. — 
PicEnum. — Ager PicBnus. 
Einw.: Pieentes, -dum. 

Andalusien, Landschaft (südl. Spanien, 
zwischen der Sierra Morena und dem 
Mittelmeer, zu beiden Seiten des Gua- 
dalquivir), Baetica, -ae. — Vanda- 
licia. — Andalusta. 

Andernach, St. (Rheinprovinz, RB. 
Koblenz, Kr. Mayen, 1. am Rhein), 
Andernäcum. — Antannäcum. — 
Antonacense Castrum. 

xlndes, Gebirge (Cordilleras de los 
Andes ; in Südamerika vom Kap Fro- 
ward bis fast zum AntUlonmeer 
[lOVs**. ^' Br.]), Catenae Andium.> 
— Montes Nivosi. 

Andre, Insel (auch Andres; eine der 
Cykladen, am Südendo von Negro- 
ponte, dem ehemaligen EubÖa, im 
Ägäischen Meere), Andrtis. — 
Andros, -i OivÖQog). 
Adj. : Andrius, -a, -?m». 

Andujar, St. (span. Prov. Jaen, Anda- 
lusien, am Guadalquivir), Anduiara, 
-ae. — Andmaria, -ae. — Hitwgis. 
Uiturgi {neutr., indecl.). 

Angreln, Landschaft (in Schleswig, an 
der Ostsee, zwischen dem Flens- 
burger Busen und der Sclilei), Anglia 
minoi'. 

Angrermanelf, Fl. (in Schweden, entspr. 
an der norweg. Grenze, durchströmt 
Angermanland und mündet bei Hemö- 
sand in den Bottnischen Busen), 
Angermanus fluvius. 

AniErermanland, Landschaft (in Schwe- 
den, am Bottn. Meerbusen, ein Teil 
der Prov. Westemorrland), Anger- 
mania, -ae, — Angrimania, -ae. 

Angrermünde, St. (Kreisst., Prov. Bran- 
denbui^, RB. Potsdam, in einer Ebene, 
am See Münde), Vinmum* 



13 



Anipers 



Antioehia 



14 



Angrers, St. (Hptst. d. frz. Dep. Maine- 
Loire [Anjou], an d. Maine), Ände- 
gavi, — Ändegavum. — lulio- 
mügus. 
Adj. : Ändegavensis, -e. 

Anglesea oder 

Angrlesey, Insel (an der Nordwestküsto 
von Wales [Menaistrafse mit der 
Britanniabrücke]), Änglorum In- 
sula. — Mona, -ae. 

Angrouldine, St. (Hptst. d. frz. Dep. 
Charente, an der Charonte, ehemals 
Hptst. des Hzgts. Angoumois), En- 
golisma, -ae. — Icidisma, -ae. — 
Aeqtwlesima, -ae. — Agesina, -ae. — 
Batiastum. 
Adj.: EngolismenstH, -e. 

IciilsismensiSy -e. 
Einw.: ÄgesiniUes. 

Angoutnois, Prov. (in Frankreich, vgl. 
Angouleme), Pagtis Engolis- 
mensis. — Provinda Imdismensis . 

Anhalt, 1. Herzogtum (der gröfsere, 
östliche Teil liegt ganz im Nord- 
deutschen Tiefland an der Elbe, 
Mnlde imd Saale; der kleinere, west- 
liche zieht sich an der Seiko auf den 
Unterharz hinauf), Ducatiis An- 
halHnus. — Anhaltttmm. — As- 
cania Hegio. 

Adj.: Anhalt imis, -a, -um. 
Ascaniensis, -e. 

2m Schlofs (Burgi-este im Hai-z, 
auf einem Berg am Selkethal, in der 
Nähe von Mägdesprung), Anhaltmum 
Vetus. 

Anjon, !• Pi-ovinz (alte Grafschaft im 
nordwestl. Frankreich, jetzt zum 
gröfsten Teile das Dep. Maine-Loire 
bildend, Hptst. Angers), Andegavi, 
-orum. — Cainitatus Andigavensis. 
— Tractus Andegavensts. 
3.' Bt^ Castrnm de Aniove. 

Anklam, St. (Kreisst., RB. Stettin, 



Prov. Pommern, an der Peene), Af^ 
clämum. — AnxMLmiwm. 
Adj.: AnclamensiSy -e. 

Aniiaber^^, 1« St. (Amtshauptmann- 
schaffc, Sachs. Kreishauptm. Zwickau, 
mit dem höchsten Teile des Erzge- 
birges auf sächsischer Seite, am Ab- 
hang des Pöhlbergos und unweit der 
Sehma), 

2. Dorf (Prov. Schlesien, RB. 
Oppeln, 1. Kr. Ratibor, 2. Kr. Grofs- 
Strehlitz), Annaherga , -ae. - 
Annaetnontium. 

Adj.: AnnabergetmSj -e. 

AnnoböD (Annoböm), Lisel (span., im 
Meerbusen von Guinea), Annibönt 
Insula. — Annaboni Insula. 

Ansbach (Anspach), St. (unmittelbar«' 
Stadt im bayer. RB. Mittelfranken, 
an d. Mund. d. Onolzbachs in die 
Fränkische Rezat), Onolsbäcum. 
— Onoldum. -^ Onoldia, -ae. 
Adj.: Onolsbacensis, -e. 
Onold^nus, -a, -um. 

Anse, St. (auch Anco; im frz. Dep. 
Rhone), Ansäe, -ae. — Antium. — 
Assa Paulina. 

Antakiah oder Antakieh, St. (in 

Sjrrien, am Asi, dem alten Orontes), 
Antioehia ad Daphnen. — 
Antiochta ad Orontem. — Antiochea. 
Adj.: Antiochensis, -e. 
Antiochlnus, -a, -vm. 
AntiochEnus, -a, -um. 
Einw.: Antiochenses. 

Antibes, St. (befest. Hafen im frz. 
Dep. Seealpen), Antipolis. 
Adj.: Antipolitanus, -a, -um. 

Antillen, Insolgi-uppc (zwischen Nord- 
und Südamerika, vor und in dem 
Karaibischen Meer oder Antillen - 
meer; besteht aus den 4 grofsen und 
ungefähr 40 kleinen Antillen), Antil- 
licae Insidae. 

Antioehia, s. Antakiah. 



15 



Antiparos 



Arehipelagns 



16 



Antiparos, Insel (eine der Cykladen, 
westi. von Faros), AntiparoSj 4. 
— Olearus. — Oliärua. 

AntiTäri, St. (Hafen im türk. Albanien, 
am Adriat. Meer), Antihärum, — 
Antivarium. 

Antwerpen, St. (frz. Anvers; Hptst. 
der belg. Prov. an der Scheide, 
Festung mit mehreren detach. Forts, 
Hauptwaffenplatz Belgiens) , Ant- 
verpia, -ae. — Anverpia, -ae. — 
AttKxtUtca, -ae. 
Adj. : Antverpiensis, -e. 

Aosta, !•. Herzogt, (ehemal., in Ober- 
italien), Ducatus Augustanus. 

2. St. (uralt, Prov. Turin oder 
Torino, an der Dora Baltea, Schlüssel 
zu den Strafsen über den Gr. und 
Kl. Bernhard), J.i*pt*sta Praetoria, -ae. 

Adj.: Augustanus. 

A penninen, Gebirge (Hauptgeb. Italiens, 
schliesst sich westl. von Genua an 
die Seealpen an und endet schhels- 
hch Sicihen gegenüber, während ein 
niedriger südöstl. Ast durch Apuhen 
im Kap di Leuca ausläuft), Apen- 
ntnus (mit u. ohne Mons). — Apen- 
ntni Montes, — Apenmni luga. 

Apenrade, St. (Kreisst., Prov. ßclües- 
wig-Holstein, am tiefen Busen von 
Apenrade), Apenrosa, -ae. 

Appenzell, St. (und Kanton der nördl. 
Schweiz mit Inner-Ehoderi und Aufset- 
Rhoden), Ahhätis Cella, -ae. — 
Ahbättmi Cella. 
Adj.: Abbatis-CeUensiSj -e. 

Aquileja (Aglaj oder Aglar), St. (alt, 
im östr. Küstenland [Görz und Gra- 
diska], an einem in das Va St. ent- 
fernte Meer führenden Kanal), Aqui- 
leia, -a£. 
Adj.: Aquüeiensis, -e. 

Aquino, St. (unterital. Prov. Terra di 
Lavoro), Aquinum. 
Einw.: AqmvOites. 



Arabischer Meerbusen (Etotes Meer), 
Sinus Arabicus. — Marc Bu- 
brum. 

Aragron, Fl. (1. Nbfl. d. Ebro in Ma- 
nien, entspr. in den Pyrenäen, mun- 
det oberhalb Alfaro; danach benannt 
das Königr. A.), Arago, -<[>nis. 

Aragonien, Landsch. (ehemal. Kgr., 
im nördl. Spanien, an Frankreich 
stofsend), Aragonia oder Arra- 
gonia, -a£. — Cdtiberia, -ae. — 
Terra Iberia, -ae. 

Einw^. : AragUnes. — Celtiberi. 

Adj.: Arag^nius, -a, -um. 

Aralsee (Steppensee in Asien, östl. 
vom Kasp. M., mit den beiden aus 
Turkistan einmündenden Zuflüssen: 
Amu und Syr), Lacus Chörasmius. 

Arcadia, 1. Meerbusen von (Golfo di 
Arcadia), Sinus Cyparissius 
oder Cyparissus. — Sinus Chdo- 
naticus. 

2* St. und Landsch. (Calariza, der 
mittlere Teil der alten Peloponnes, 
ein wald-, q[uellen- und üiftenreiches 
Gebirgsland, mit der jetzigen Haupt- 
stadt Tripolizza), Arcadia, -a£. — 
Cyparissae, -arum. — Cyparissa 
oder Cyparissia, -ae. 

Adj.: Cyparissius, -a, -um. 

Archangrel, Gouv. und St. in Grofs- 
rufsland (russ. Archangelsk, die 
Hauptst. an der Dwina, unfern deren 
Mündung) , Mi chaelopolis. — 
Fanwn Sa^twti Angelt. — ArcJiangelo- 
pplis. 

Arehipelag:as, Meer (abgek. Archipel, 
Insclmeer, inseh'eiche Meergegend, 
dann die Inselgruppe selbst, speciell 
seit den Zeiten des lateinischen 
Kaisertums der Griechische Archipel, 
der zwischen Griechenland, Klein- 
asien und der Türkei liegende Teil 
des Mittelmeera , welcher die Insehi 
Kandia, Euböa, die Sporaden und 



17 



Areis sur Anbe 



Arondel 



18 



Cykladen enthält), Mare Aegaeuni 
{t6 Alyalov 7is)Myog), — Ärchi- 
pelägus. 

Areis sur Aiibe, St. (frz. Dop. Aubo), 
Artiacay -ae. 

Arcos, 1. St. (in der span. l^roTinz 
Sevilla), Arcus. — Aracosia, -ae. 

2. St. (span., in Aragonien), Arco- 
hriga, -ae. 

3. de la Frontera, St. (span. 
Prov. Cadiz, am öuadalete), Arci, 
-orum. 

Ardea, jetzt Dorf (bei Rom, im Alter- 
tum Stadt der Rutukr in Ijatium), 
Ardea, <ie. — Civitas Ardeattum. 
Adj. : Ardeas, -ätis. — Ardeattn-uSj 

-«, -lim. 
Einw. : ArdeOtes. 

Ardennen, Gebirge (Eisling, Bergland- 
schaft zu beiden Seiten der Maas in 
Luxemburg, dem südöstl. Belgien 
und den anstofsenden Teilen Frank- 
reichs, zum Teil selu* stark bewaldet : 
Ardennerwald), Silva Arduenwa, 

AreDsburg, St. (Hptst. d. livländ. Insel 
Ösel), Aqullaehurgum. 

Arezzo, St. u. Prov. (ital., Toskana, im 
Altertum eine der 12 etrusk. Ke- 
publiken), Ar et i um. — Munici- 
jpium Aretmum. 

Adj.: Aretmus, -a, -um. 

Einw.: Areflni, -orum. 

Argenteuil, St. 1. (fi-z. Dep. Yoime), 
Argentolium. 

S. (an der Seine im frz. Dep. 
Seine-et-Oise) , Argentolium ad Se- 
quanam. 

Argros, St. .(griech., auf Morea, am 
Planitza [Inachus]), Argi, -Grrnn. 
— Argos (neutr.). 
Adj.: Args US, Argius, Ar^ivus, 
-a, -um. 

Argryle, Grafschaft (Westküste von 
Schottland, Hptst. Inverary), Ar- 
gathelia. — Ergathelia. 



Aiiecla (la Riccia), St. (in der Co- 
marca von Rom; eine der ältesten 
Städte Latiums an der Appischen 
Strafse), Aricia Nemoralis. 

Adj.: Ariclnus, -a, -um. 

Einw.: Aricini, -orum. 

Arlbersr, Gebirgsstock (der Algäuer 
Alpen, am obera Lech, danach be- 
nannt die I^andschaft Voraiiberg), 
Arüla, -ae. — Mons Aquilai*um>. 

Arles, St, 1# (Hafen im frz. Dep. 
Bouches-du-Rliöne, an der Rhone), 
Arelas, -TUis. — Areläte {neutr. 
indecL). — ArelUtum (sc. Sextanorum), 
Adj. : Arelatensis, -e, 
2« (frz. Dep. des PjTenees-Orient.), 
Arula^, -artim. 

Arlon, St. (Hptst. der belg. Prov. 
Luxembourg), Arlunum. — Aro- 
launum. 

Irmagrnae, Landsch. (Gascogne, Süd- 
frankreich, Dep. Gers), Comita- 
tus Armeniacensis. — ^9^ 
Armeniacus. 

Arnaut Vilajeti, s. Albanien. 

Arnheim, St. (holl. Amhem, befestigte 
Hptst. der niedorländ. Prov. Geldern, 
am Rhein), Arnemium, — Am^ 
hemia, -ae. — Arecünum. 

Arno 9 M. (Italien, der Hauptfllufs 
Etruriens, entspr. in den etrusk. 
Alpen, am Falterone, bei*ührt Florenz 
und mündet unterhalb Pisa ins li- 
gurische Meer), Amus. 
Adj.: Amiensis, -e. 

Arnstadt, St. (im Fürstent. Schwarz- 
burg-Sondei'shausen , an der Gera), 
Ar i Stadium. — Amestädum. — 
Arnistädum. — Aimstädium. 

Arolsen, St. (Hptst. d. Fürstent. 
Waldeck, Kreis der Twifto, an der 
Aar), Arothia, -ae, 

Arondel^ s. Arundol. 



19 



Arpi 



Asowsehes Meer 



20 



Arpf, St. (griecli. St. in Apulioh, einst 
durch Handel blühend), Arpi, 
'Orum. — Ärgyrippa, -ae CAgyvQ' 
inTia). — Argos Hippium Ck^yog 

^77171 lOv). 

Einw.: Arplni. — Ai'2yäm. 
Adj. : Arpanus. 

Arpino, St. (unterital. Prov. Terra di 
Lavoro), Arpinum. 
Einw.: Arpinütes. 

Arras, St. (befost. Hptst. des frz. Dep. 
Pas-de-Calais, an der Scarpe; ehe- 
dem Hauptort der Atrebatcn, später 
der Grafsch. Artois), Atrehates, 
-ium. — Atrebätae, -arum. — Atre- 
bätum. - - Atrebatium. — Origia- 
cum. — Nemctriciim. — Nemeto- 
eenna, -ae. 

Adj.: Atrebaticiis, -a, -um. 
AtrehntensiSj -e. 

Einw. : Nemetacenses. 

Arttt) !• St. (Narda, in Türk.-Albanien, 
am Flusse Arta, unfern dessen Mün- 
dung in den Meerb. von A.), Am- 
bracia, -ae. 
Einw.: Ambraciötae. 

Ambracienses. 
S* Meerbusen (im Ionischen Meer\ 
Simis Anibracivs. 

Artem, St. (Prov. Sachsen, KB. Mei*se- 
burg, Kr. Sangerhausen, an der Un- 
strut), Artei'a, -ae. 

Artois, Grafsch. loinst, im nordwestl. 
Frankreich, etwa das Dep. Pas-de- 
Calais, mit der Hptst. Arras), Ar- 
tesia, -ae. — Ager oder Coim'tatus 
Atrebatensis. 
Einw.: Atrebätes. 

Arandel, St. (llafeu in der engl. 
Grafsch. Sussex, am Arun"), Ariin- 
ttna, -ae. 

Arzerum, s. Eizerum. 

Asealon, s. Askalon. 

Aseension, (Himmelfahi-ts-ilnsel (im 



Atlant. Ocean, nordwestl. v. St. He- 
lena), Insula Ascensionis. 

Ascbaffenburgr, St. (unmittelbare St., 
bayr. EB. ünterfranken, Bezirks A. A., 
am Main), Asciburgum. — Schafna- 
burgum. 
Adj.: Schafnaburgensis, -e. 

Asehersleben , St. (Kreisst. an der 
Eine, Prov. Sachsen. EB. Magdeburg), 
Ascania, -e. — Ascharia, -ae. 

Aseoli, St. (genau: Ascoh-Piceno, ital. 
St. u. Prov. in Mitteütalieu [Marken], 
erstere am Tronto), Asculutn. — 
Asculum PicMmn. — Colwiia Ascu- 
lanonim. 
Einw.: Asculäni, -oruvi. 
Adj.: Asculn^us, -a, -am. 
Asculanensis, -<\ 

AseoH dl Pu^lia oder 

Ascoii de Satriano, St. utal, in 
Apulien\ Asculum Apulum. 

Asien, Weltteil (gi-öfeter, die östl. 
Hauptmasse der Alten Welt, mit 
seinem Festlande ganz auf der nördl. 
Halbkugel gelegen und vom Äquator 
am weitesten gen N. reichend, daher 
alle 3 Zonen der Hemisphäre durch- 
schreitend) Asia, -ae. 
Adj.: Asiaiicus, -a, -um. 
Asiänus, -a, um. 

Askalon (oder Djoreh), St. )jetzt Kuinen ; 
einst eine der 5 Füi-stenstädte der 
Philister in Palästina, am Mittolmeer), 
Ascäla}}. 

Asow, St. (Festg. im südmss. Gouv. 
Jekaterinoslaw, an einem Mündungs- 
arm des Don), Assovia, -ae. — 
Asavium. — Tanais, -is. 

Asowsehes Meer (der nördl. Teil des 
Schwarzen Meeres, mit demselben 
nui* durch die Strafse von Kertsch 
verbunden), Falus Maeotis. — 
Maeotis. — Locus Macoticus. 



21 



Aspem 



Amstralien 



22 



Aspern, Dorf (an der Donau, bei 
Wien), Aspih'a, -ae. 

Aspro potamo, Fl. (der gröfete des 
nördl. Griechenland; entspr. auf dem 
Pindus und ergiefst sich der Insel 
Cefalonia gegenüber ins Meer, an 
der Grenze des alten Akamanien 
und Atouen), AcheJuym {Ax^Xi^q). 

Assisi, St (mittelital. Prov. Perugia), 
Asisium. — AsisinaUtim Mimt- 
cipiwm. 

AssuäB, St. (am Nil in Oberägypten) 
und Insel, Syene. 

Asti, St. (oberital. Pi-ov. Alessandria, 
am Tanaro), Ästa, -ae. — Ästa 
Cölonia. — Ästa Pompeia. — Civi- 
tas Asteiisis. 
Adj.: AstensiSj -e. 

Astorga, St. (span., im ehemal. Kgr. 
Leon, nördl. vom Duero), Augusta 
Asturica. 
Adj.: Asturicensis, -e. 

Asturien, Landsch. (ehemal. Fürstent. 
an der Nordküste Spaniens, die 
jetzige Prov. Oviedo), Asturia, 
-ae, — Asturica {sc. regio). — 
Asturum Begio. 
Adj.: Astwricus, -a, -um. 

Athen, St. (Hptst. des alten Attika, 
zwischen den Flüfschen Kephissos 
und Bissos, 4 St. vom Saronischen 
Meerbusen), Athenae, -animi/id'Tjvai). 

Adj.: Atlieniensis, -e. 

Einw. : Athenienses, -tum. 

Atlantisches Meer oder 

Atlantischer Ocean (Teil des Welt- 
. meers zwischen Europa und Afrika 
im 0. und Amerika im W., nördl. 
u. südl. von den beiden Polarmeeren 
begrenzt, nach der Insel Atlantis be- 
nannt), Marc Externum. — Mare 
Atlanticum. — Oceamis Ätlanticus. 
— Oceanus Occidentälis oder Hespe- 
nttö. 

Aabe, M. (r. Nbfl. der Seine, mündet 



unweit MarciUy; danach benannt das 
Dep. Aube, ein Teil der Champagne 
mit der Hptsi Troyes), Alba, -ae. 

Auch, St. (Hptst. d. frz. Dep. Gers 
[Gascogne], am Gers), Augusta 
Ausciorum. — Ausci, -orum. — 
Climberis. — Climberrum. 
Einw.: Auscenses. 

Aue, Goldene, Ebene (fruchtbare in 
Thüringen, zwischen Harz und Hain- 
leite, von der Helme durchflössen), 
Planities Aurea. — TempeAurea. 

Auersperg, Mktfl. (Stammschlofs der 
Fürsten im östr. Hzgt. Kraüi), Aru- 
pinum. 

Aufenau, s. Ufenau. 
Augsburg, St. (unmittelb., bayr. RB. 
Schwaben, auf einer Anhöhe zwischen 
Lech und "Wertach; Bezirksamt), 
Augtista Vindelicorum. — 
■ Vindelica, -ae. 

Adj. f Augustanm, -a, -um (sc. 
in Vindelids). 

Angst (Basel -Äugst), Dorf (Kanton 
Basel, an Ergolz und Rhein; einst 
Hptst. der Hclvetier, unter Augustus 
gegründet), Augusta Bauraco- 
rum. — Colonia Baurica. — Bau- 
ricum. 

Anmale (Albemarlo) , St. {tz. Dep. 
Nieder-Seine), Alba Mala, -ae. — 
Albamarla. — AlbeniaJe. 

Aurich, St. (Landdrostei , Prov. Han- 
nover, im alten Ostfriesland, am 
schifEb. Treckfahrtskanal, der nach 
Emden führt), J. uricu m.—Auriacum . 

Aulsig, St. (böhm. Kreis Leitmeritz, 
an der Elbe und Biela), Usta, -ae. — 
Austa. — Austia. 

Austerlitz, St. (Mahren, Kr. Brunn, 
an der litowa), Äusterlitium. — 
Slaucovia, -ae, 

Australien, "Weltteil (Oceanien, be- 
stehend aus dem Kontinent Austra- 
lien im SO. der Alten Welt, auf der 



23 



Anton 



ÄTon 



24 



Grenze des Indischen und des Grrofsen 
Oceans gelegen, und aus zahlreichen 
Inseln und Inselgnippen , die jenem 
nö., ö. und so. vorliegen und zum 
Teil der westl. Halbkugel angehören), 
Australia, -ae. — Oceama, 

Antnn, St. (frz. Dep. Saone- Loire 
[Burgund], am Arroux), Augusto- 
dunum. — Aeduorum Civitas. 
Acy.: AugustodunensiSj -e. 

Antnnois, Landschaft (vgl. St. Autun), 
Pagtis Augustodmie}isfs. 

AnTergrne, Landschaft (ehemal. Prov., 
Südfranki'eich, die jetzigen Dep. Puy 
de Dome und Cantal umfassend, 
Gebirgsland mit dem Oberlauf des 
Aüior und dem Queügebiot der Dor- 
dogne\ Arvei-nia. — Alveniia. 
A(^j.: Ari^ernus, -er, -um. 

Anxerre, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Yonne [Bui'gund] an der Tonne), 
Autesiodorum. — Altisiodorum, 

Auxerrois, Landschaft (ehem. Graf- 
schaft, vgl. St. Auxen'o), Comitatus 
Alttsiodorensis. 

Anxoifi, Landschaft lim alten Hzgt. 
Burgund, Hptst. Semur ; jetzt zu den 
Dep. Yonne und Cote d'Or gehörig\ 
Ager Alesiensis. 

Auxonne, St. (befosi, frz. Dep. Cote 
d'Or [Bui*gund], an der Saone), 
Ausfionüy -oe. — Auxonia. 

Ayallon, 1. St. (frz. Dep. Yonne [Bur- 
gund], am Cousin), Ah all o, -onis. — 
AbaUum. 

Adj. : AbaUensiS, -e. 

2. Insel (im Fl. Bret, engl. Graf- 
schaft Somerset), Abcdlus. 

Ayallonois, Landschaft (s, Avalion 1.), 
Pagus AbaUensis. — Abcd- 
lonia, -ae. 

AyeirOy St. (Hafen, portug. Prov. Beira, 
an der Mündung des Vouga in den 
Strandsee von A.), Averium, — 
Ercobi^ga, -ae. — Tcdabrlga, 



ATellino, St. imd Provinz (unterital., 
letztere bisher Principato lüteriore, 
in Eampanien; die Hptst. A. am 
Motite Vergine: vgl. Nuces Avd- 
lanae, die schon im Altertum be- 
rähmten Haselnüsse), AbeUinum. 
Adj.: AbelUnus, -a, -um, 

ATemo oder Trfpergrola, See (kleiner 
S.im alten Eampanien, Lagod'Avemo 
bei Cumä, alter Yulkankrater mit 
schauerücher Umgebung, nach Tergil 
der Eingang in die Unterwelt. Nicht 
weit davon die sog. Grotte der Si- 
bylle), Lacus Avernus. — Locus 
Avemi. 

ATersa, Ayerse oder S. Arpino, St 

(unterital. Prov, Terra di Lavoro), 

Atella, -ae. 
Einw. : Atelläni, -oruin, 
Adj.: Aiellanius, -a, -um. 
AtellünuSy -a, -um. 

ATido oder AMos, Schlofs (der Darda- 
nellen, vgl. Nagara-Kalessi, St. in 
Eleinasien, am Hellespont), AhyÖMS 

ATigrnon, St (Hptst d. frz. Dep. Vau- 
cluse, am Rhoneflufs), Avenio, 
-onis. — Avenio Ca/oärum, 
Adj.: AvenionensiSy -e. 
AvemxiouSj -a, -um. 

! ATigTDOnet, Mrktfl. (s. Avignon), Ave- 
niorietum. 

' ATÜa, St. und Prov. (Altkastilien), 
Albicella, -ae. — Arba^cula. — 
I Abula. 

; Aviles, St. (Handelshafen in der span. 
Prov. Oviedo in Asturien), Amild 
' ae. — Flavionuvia. 

ATlona, Avlone, St. (Yallona, türk. 
Hafen in Albanien, am gleichen Golf 
des Adriat. Meeres), Aühn. 

Ayon, M. (Name mehrerer Müsse in 
England u. Schottland; A., derNbfl. 
d. Severn, mündet bei Tewkesbury; 



26 



Ayraiiehes 



Baden 



26 



daran Stratford, Geburtsstadt des 
„Schwans von Avon", Shakespeares), 
Aufona, '€. — Autona. — Antona. 

Avranehes, St. (^uralt, frz. Dep. Manche 
[Normandie], früher wichtige Fstg.\ 
Abrincae, -arum. — ^ Abrincätae. 

— Inghia, -ae. 

Adj.: Abrincatensi's, -e. 

Axnin, St. {alte Hptsi von Abessinien, 
westl. von Adowa), Aid^xumum. 

Ay, 1. St. (frz. Dep. Marne), Ageium. 

— Anisiacum. 

)3. Fl. (in Schottland\ Emis. 

Aya säluk, s. Aia. 

Ayamoute oder Aimonte, St. (Festg. 
und Hafen, span. Pi'ov. Huelva [An- 



dalusien], an der östl. Mündg. des 
GuadianaX Aiamontium. — Ay- 
montium. 

kjT <Alr), St. u. Grafsch. (Westküste 
V. Südschottland, Hptst. A. am Clyde- 
busen, guter Hafen), Aeray -ae. — 
Aerea. — Et-igena. 

Aziucourt, Dorf (frz. Dep. Pas-dc- 
Calais), Aj^incuHum. 

Azoren (Flämische oder Habichtsinseln, 
eine zu Portugal gehörige Gruppe 
von 9 Inseln im Atlant. Ocean, unter 
gleicher Breite mit Lissabon; Haupt- 
inseln: Terceira (Hptst. Angra), San 
Miguel, Pico und Fayal), Insulae 
Accipitrum. — AzDres. — Insu- 
lae Flatidricae, 



B 



Baaibeek, Balbek, St. („Stadt des 
Baal", einst grofse und reiche Stadt 
in Cölesyrien, zwischen Jibanon und 
Antilibanon, jetzt unbedeutender Ort 
mit prachtvollen Ruinen des kolos- 
salen Sonnentempels), Heliopolis 
CHXiovtcoIiq). — BalbBca, -ae. 

Babadagrh, 1. St. (Hauptort der Do- 

brudscha* in Bulgarien) , Vallts Bo- 
mitiana. 

S« Berg (-Gipfel des so. Kaukasus), 

Mons Baha. 

Babel, s. Babylon. 

Bab-el-Mandeb („Thor der Gefahr";, 
!• Meerenge (zwischen Arabien und 
Afrika, Eingang zum Roten Meer, 
darin die von den Engländem be- 
festigte Insel B. oder Perim), Fretum 
Bahelma'ndelmn. 

2« Vorgebirge (ebds.), PaUndrömos 
{IlaXLvÖQOfxoq &XQa =» „Kehrum!"). 
3* Insel (vgl. 1.), Insula Babel- 
manddia. 

Babenhausen, Bebenhausen, St. (hess. 



Prov. Starkonburg, Kr. Dieburg, an 
der Gersprenz), Babenhüsa, — 
Bebiana, — Castra Fabiana, 

Babylon (Babel), St. (jetzt Ruinen der 
uralten Hptst. von Babylonicn, zu 
beiden Seiten des Euphi*at, jetzt Iraf: 
Arabt)^ Bäl)plDn, -(ynis. 

Bacehigllone, Fl. (Küstenil. im Vene- 
tianischen, im Oberlauf Timonchio 
genannt, von Yicenza an schiffbar), 
Bacchilio. — Medoäcus {Me- 
duäeiis) Minor. 

Bacharach, St. (Rheinpro^inz , RB. 
Koblenz, Kr. St. Goar, 1. am Rhein), 
Baccharacum. — Bacchiära. — 
Ära (Arae) Bacchi. 
Adj.: Baccharacensis, -e. 

Badajoz, St. (span. Prov. und Grenz- 
festg. [Schlüssel zu Poi-tugal], Teil 
von Estremadura, am Guadiana), 
Fax Augusta. — Colonia Facen- 
cis. — Badia, -ae. — Bathea. 

Baden, 1. Grhzgt. (SW. Deutschlands, 



27 



Badenweiler 



Baja 



28 



s. u. w. vom Ehein'begrenzt), Bada, 
ae. — Badsna, -ae. 

Adj. : Badensis, -e. 
Badenensis, -e. 

S. St. (in Baden, gew. Baden- 
Baden gen., Kr. B., am Fufs des 
Schwarzwalds u. am Oosbach), Ci- 
vitas Aurelia Aquensium. — 
Bada, -ae. — Bade^ia. — Aquae. — 
Aurelia Aque^isis. — Aquae Suevi- 
cae. — Thermae Inferiores. — 
Castellum Aquarum. 

Sm St. (in Ostreich), Thermae 
Austriacae (oder Austria>coru/ni). 

— Badena, -ae. — Aquae Panno- 
nicae. 

4* St. (Schweiz. Kanton Aargau, 
auch Oberbaden gen.), Aquae Hel- 
vetiae. — Thermae HeJveticae. — 
Ad Aquas Helvetias. — Thermo- 
polis. — Thermae Superiores. — 
Castellum (oder Vicus) Thermarum. 

Badenweiler, Mrktfl. (bad. Ki\ Lörrach, 
Amt Müllheim, am Fufs des Schwärz- 
walds [Blauen] mit wohlerhaltenem 
römischenBade und Schlofstrümmem), 
Badenvilla, -ae. — Castrum 
Badenvillense. 

Bafa, St. (Insel Oypem [Kebris], am 
Ostende des Mttelmeeres), Faphus. 

— Paphos {ndipoq). 

Bagano (Baccano, La Vacca), Fl. (kl., 
in Eti'urien), Oiemera, 
Adj.: Ch'emerensis, -e. 

Bagdad (Bagdet, Baldach), St. (asiat. 
Türkei, Prov. Irak Arabi, L'am Tigris, 
r. am Fl. die Ruinen von Alt-Bagdad, 
der Kalifenresidenz), Bagdädum, — 
Bagdetum. — Bogdetia. — Babylon 
Nova. 

m 

Baguara, St. amterital. Prov. Calabria 
Ultra I), Partus Orestis. 

Bagn<^res, St. imd Bad (Grafsch. Bi- 
gorre [Gascogne] in Südfrankroich), 
Aquae Convenarum. — Thermae 
Onesiae, 



Bagn^res de Bigorre, St. (Landsch. 
Armagnac, jfrz. Dep. des Hautes- 
Pyrenees, am Adour und am Aus- 
gang des Kampanerthals), Vicm 
Aquensis. 

Bagndres de Luclion, St. (Landsch. 
Armagnac, frz. Dep. Haute-Garonne), 
Bagneria^ {sc, Thermae), 

Bagnols, Bad (frz. Dep. Ome [Nor- 
mandie]), Balnea, -orum. — Bai- 
neblis. 

Bagnols-les-Bains, Bad (frz. Dep. 
Lozere [Languedoc]), Bälneölum. 

Bahia oder San Salvador, St. (Hptst. 
der Piov. B. im so. Brasilien, an 
der AUerheiHgenbai, erster Handels- 
hafen und älteste Stadt von Br., 
Festung, Erzbist.), SoteropoUs. 

Bahia de Oadiz, Hafen (von Cadiz, 
an der Südsp. von Andalusien), Por- 
tus Gaditanus, 

Bahia de totos os Santos, St. (s. Ba- 
hia), Portus omnium Sanctorum. 

Bahr-el-Abiad, Fl. („der Weifse Flufs", 
welcher mit dem Bahr-el-Azrek zu- 
sammen den Nil bildet), Astasobas. 
— Astusapes. 

Bahr-el-Azrek, Fl. („der Blaue Mufs", 
vgl. d. vor. "W.), Astäpus. 

Bahr-el-Eolsum oder 

Bahr Assuez, Meerb. (von Suez), 
Sinus Heroopoliticus. — Sinus 
Herous. 

Baierii, s. Bayern. 

Bailleul oder Belle, St. (fiz. Dep. 
Nord [Flandern]), Balliölum- — 
Balliöla, — Belliolum. — Belgiölum. 

Baindt, "Weiler (württemb. Donaukreis, 
Obera. Ravensburg, ehem. Cister- 
ciensenionnenkloster) , Abb atia 
Bintensis. — Hortus Floridus. 

Baireuth, s. Bayreuth. 

Bf^a, Bajä, St. (einstm., jetzt kl., fast 



29 



Bitjonne 



Barby 



30 



verödeter Ort an der kampanischcn 
vKüste bei Neapel), Baiae, -arum. 
Adj.: BaianiLS, -a, ->Mn. 

Bajonne, s. Bayonno. 

Balaton (iingarischer Name des Platten- 
sees), Sinus Balatinus. — Vol- 
ceae Palns. — Peiso. 

Balbek, s. Baalbek. 

Balearen (Schleuderinseln), Inselgruppe 
(im Mittelmecr, vor der Ostküste 
Spaniens, bestehend aus MaUorca, 
Menorca und Cabrera, bilden mit den 
Pityusen [Iviza und Formentera] die 
span. Prov. Baleares), Insulae Ba- 
leäres. — Gymnesiae. 

Balfnisch (Barfurusch), St. (pers. Prov. 
Masenderan, Handelsstadt [russ. Han- 
^del]), »Oracawa, -ae. — Orocanu. 

Balkan (Tschengje), Gebirge (bulgaiisch- 
thrak. Scheidegeb. in der Türkei, von 
"W. [bei Ichtiman] gegen 0. zwischen 
dem Donau- und Maritzagebiet bis 
zum Schwai'zon Meer ziehend), 
Haetnus (Älfiog). 

Adj.: Haemimontamis, -a, -um. 

ßalkb, St. (in Turkistan, Khanat Kun- 
duz, in fruchtbarer Bowässerungs- 
obene), Bactra, -orum. — Alexan- 
dria {sc. Bactriana)^ -ae. — Za- 
riaspe, -es. 

Balsora, St. i^am Pers. Mcorbusom, 
Terodofi. 

Baltimore, St. (Ilptst. von Maryland 
in Nordamerika, an der Chesapeak- 
bai, 3. Handelsplatz und Hauptsitz 
.des Katholicismus in den Verein. 
Staaten, mit der Marjdaud-Ünivcrsi- 
tät), BalatiiiWra, -ae. 

Baltisches Meer, s. Ostsee. 

Baltisch-Port , Hafenstadt (am Fim\. 
Meerb. in Estland), Portiis BaHicus. 

Bamberg:, St. (unmittelb., bayr. RI3. 
Oberfranken, an der Begnitz, in 
welche daselbst der Ludwigskanal 



tritt\ Pabeherga, -ac. — Pavonis 
Mons. — Bainberga. 

Banat, Landsch. (in Ungarn [ui^spr. 
überhaupt ein von einem Ban re- 
gierter Bezirk; insbes.] die Komitato 
Temes, Torontal und Ki'asso um- 
fassend, Hptst. Temesvar), Dada, -«€. 

Banif, St. und Grafsch. (nöj'dl. Schott- 
land, Hptst. B. an der Mündung des 
Deveron), Banfia, -ae. 

Bangror, St. !• (nördl. Wales, Gr. 
Caernarvon, an der Menaisti*afse, mit 
der Britanniabiücke), Bmiiwin. 

• 

2« (Hafen im nordameiikanisohen 
Staate Maine), Bangoria, -ae. 

Bafios, St („Bädei*^*, Name zahlreicher 
spanischer Badeorte, ebenso Bafiolas\ 
Aquae Calida£. 

Bapaume, St. (frz. I)ep. Pas-do-Calais\ 
Balma, -ae. — Bapahna, -ae. 

Bar, St. (wostruss. Gouv. Podolion 
[Ukraine]), Bar um. — Barium. 

Bar (Barois), Hzgt. (ehem., zwischen 
lYankreich und Deutschland, im 
15. Jhdt. nüt Lothringen vereinigt, 
das jetzige Dopai*t. Maas, Hptst. Bar- 
le-Duci, Barr um. — IhAcaiua 
Barrensis (oder Bariolufiensis). 

Baranya, St. (in der Baranyer Gespann- 
schaft jenseits der Donau , zwischen 
Drau und Donau\ Baranioa r i u m . 
— Baranga , -ae. — Varcrnianum. 

Baranyer Gespannsehaft (ungar. Ko- 
mitat, vgl. Bai*auya\ Comitatus Ba- 
rangensis. 

Barbados, Lisel (Kl. Antillen, seit 1624 
britisch, gröfstenteils Korallenfels; 
Hptst. Bridgetown), Barbäta, -ae. 

Barby, St. lu. bis 1659 Gi*afsch., l*i-ov. 
Sachsen, IIB. Magdeburg, Kr. Kalbe, 
1. an der Elbe, wonig unterhalb der 
Mündung der Saale), Barbium. — 
Comitatus Barbiensis. 



31 



Barcelona 



Badilipotamo 



32 



Barcelona, St. u. Prov. (span., Kata- 
lonien, Hptst. amphitheatralisch am 
Mittelmeer, Yoi-stadt Barcoloneta 
"= Barcinana). Barcino, -öni». — 
Faventia, 
Adj. : BarcinonensiSy -e. 

Bardowiek, Mrktfl. (Prov. Hannover, 
Landdrostei Lüneburg , an der Il- 
menau, einst der reichste Handels- 
platz Noi*ddeutsclüands\ Bnrdenu- 
VI cum. — Bardoncum. — Barde- 
mcum. 

Bardgres, Thal (frz. Dep. des Hautes- 
Pyrenees\ Baredgina Vallis. 

Barfleor, St. (Hafen, frz. Bep. Manche, 
Halbinsel Cotentin>, Barafletum. 

Bari (Terra di B.), Prov. u. St. (Teü 
von Apulien; Hptst. Baii delle Puglie, 
am Meere\ Barium. — Barum. 

Barka (Barguali), Küstenland (^Hoch- 
land in Nordafrika am Mittelmeer, 
zwischen der Grofsen S;^Tte und 
Ägypten bis zur libyschen Wüste 
reichend, gesegnetes, quellenreichas 
Weideland, mit vielen Ruinen des 
Altertums), Begio Cyrenaica. — 
Pentafpolis. — Regio PentapoUtana. 

Bar-le-Duc, St. (Hptst. d. frz. Dep. 
Maas, am Omain, vgl. oben Bar), 
Barium Du cts. — Barrod^ucum. 

Barletta, St. (Hafen in der unterital. 
Prov. Terra di Bari, am Adriat. 
M.), Barülum. — Barölum. — 
Barum. — Barletta, -ae. 

Barrois, s. Bai-ois. 

Barrow, M. [m Irland, entspr. in Kil- 
dare, wird nach Vereinigung mit dem 
Nore und Suii* schiffbar, bildet bei 
Waterford einen der besten Hafen 
Irlands), Barroius. — Birgu^s-, 

Bars (.gespr. Bai-sch^, Gespannschaft 
(uBgar. Komitat, Kr. diesseits der 
Donau, Hptst. Kremnitzi, (■omitatus 
Barsensis. 



Bar-sur-Aube, St. (frz. Dep. Aubo 
[Champagne], an der Aube), Barium 
ad Albulam (oder Albam). — 
Segessera. 

Bar*8ttr-8eine, St. (frz. Dep. Aubo 
[Champagne], an der Seine), Barium 
ad Sequanam. 

Barten, St. (Piov. Ostpreufeen, RB. 
Königsberg, Kr. Rastenburg, alto 
Ordensbuig) , Bartonia, -a^. — 
Bartonium. 

Barth, St. (^Pi-ov. Pommern, RB. Stral- 
sund, Kr. Franzburg, Hafen für kleine 
Schiffo\ Barthum. — Bardium. — 
Bardum. 

Adj.: Bardensiüy -e. 

Bartsch, Fl. {t. Nbfl. der Oder, entspr. 
in sumpfiger Gegend bei Adelnau in 
Posen, mündet bei Sch^nisen in 
Schlesien), JBa /•//<«, -ae. — Barus- 
sus. — Barissus. 

Baruth {in der Maik), St (^Prov. Bran- 
denburg, RB. Potsdam, Kr. Jüterbog- 
Luckenwalde, am Fufse des Fläming^ 
Barutha. <ie. 

Baschkiren ieigtLBaschkui-t =-= Bienen- 
züchter). Völkei-schaft (^russ. Gouv. 
Perm, Orenburg und Samara, am 
Südural, tataiischen, nach Neueren 
finnischen Stammes, mit türkischer 
Sitte und Sprache, teils sefshaft, 
teils nomadisierend), Beehirae. — 
Bechiri. 

Basel, St. und Kanton .nordwestl. 
Schweiz, am Rhein), Basti ea, -ae. 
— Basilm. — Basula. — Colonia 
Bauracorum. 

Basilicata, Prov. {und Principato 
Oltra, unterital., in Kalabrien, Hptst. 
Potenza), Prov in da Acher on- 
tia. — Lucania. 

Einw. : Lucäni. 

Adj.: Lucanicus, -(ly -^um. 

Basilipotamo , Fl. („ Königsflufs 'S 
Hauptfl. I^oniens, an dem Sparta 



[ 



33 



Basken 



Bazas 



34 



lag; mündete in den Lakonischen 
Meerbusen), Eu^ütas, -ae (EvQwraq). 

Basken (Vasconen), Völkerschaft (ur- 
alt, zu beiden Seiten der "Westpyre- 
näen; in Prankreich im Dep. des 
Basses -Pyrenees, in Spanien die 
Hauptbevölkerung von Navarra und 
den gebirgigen, sogen. 3 Baskischen 
Provinzen; Alava, Guipuzcoa, Bis- 
caya; in ihrer eigenen Sprache 
EuScaMunac [das Ltmd EusccUeria] 
genannt), Vctöciynes. 
Adj.: Vasciynicus, -a, -um, 

Baskisehe Prorlnzen , Landschaft 
(s. Basken, bei den Spaniern : las Pro- 

vincias Vascongadas), Vasconia, -ae. 

• 

Bassäno, St. (obental. Prov. Vicenza, 
an der Brenta), Passänum. 

Bassäno, Lagro di — , See (im ehe- 
mal. Kirchenstaat), VctdimOnis Laeus, 

Bassigrny, 1. Landschaft (frz. Dep. 
Haute -Marne, Hauptst. Langres), 
Bassinia, -ae. — Ager Bassi- 
nictcus, 

2* St. (ebds.), Bassiniacum. 

Bastia, St. (Fstg. u. Hafen, NOküste 
Korsikas, frühere Hptst. d. Insel), 
Mantinorum oppidum. — 
Bastia, -ae. 

Bastille, KasteU (von Paris, überh. 
festes Schlofs mit Türmen; das am 
14. Juli 1789 zerstörte Staatsge- 
fängnis), Arx Parisiorum. 

Bastogrne, Bastogrnaek, St. (eigtl. 
„Bastnach", im belg. Luxemburg), 
Bastonia, -ae. — Bastonäcum. — 
Belsonäcum. 

Bath, St. (engl. Grafsch. Somerset, am 
Avon, das berühmteste Bad Eng- 
lands), Bathonia, -ae. — Mons 
Badonius. — Aquae SoUs. — Agua>e 
Calidae. — Thermae Britannicae. 

Batseher Oespannschaft (ungar. Komi- 
tat), Comitatus Bacsiensis. 

Saalfeld, Geo«;^raplu Haudbüchlein. 



Bautzen (Budissin), St. (sächs. Kreis- 
hauptmannsch. B., Amtshauptmann- 
schaft, an der Spree, auf einem Gra- ' 
nitfelsen), Budissa, -o.e. — Budis- 
slna. 
Adj.: Budissinensis, -e. 

Bavay, St. (kl., frz. Dep. Nord), Bava- 
cum, — BagOcum. — Ba^cäcum 
Nerviorum. 

Bayern, Königreich (der ösüichste und 
gröfste Staat Süddeutschlands, aus 
zwei getrennten Teilen, dem grölseren 
östlichen Hauptteil und der Pfalz 
jenseits des Rheins bestehend), Ba- 
varia, -ae. — Baioaria . — Boiaria . 
Eiiiw. : Baväri. 
Adj.: Bavaricus, -a, -um. 

Bayonne, 1« St. (fiz. Dep. des Basses- 
Pyrenees, am*^Adoui*, nahe dem 
Meere; Erjfindung der B^'onette), 
Baiona, -ae. — Lapurdum. — 
Baiona Aquitanica. 

2« St. (in Spanien, Bayona), Baiormn 
ad Minium. 

3. Bayonnisehe Inseln (an der 
Küste von GaUcien in Spanien), 
Deoruvi Insulae. — Baionae 
Insülae. 
Bayreuth, 1. St. (unmittelb., bayr. 
RB. Obeifranken, am Roten Main 
Bezirksamt), Barüthum. — By- 
mthum. 
Adj.: Baruthinus, -a, -um. 

BfruthensiSj -e. 
2* Fürstentum , Marchiofiatus 
Culmba^censis. 
Baza, St. (span. Prov. Granada), Basti, 

-orum. 
Bazadois, Landsch. (Frankr., Gascogne), 
Ager Vasatensis. 

Bazas, St. (kl., Gascogne, im Bez. 
Bazadois), Vasatae. — Vasates. — 
Civitas Vasatica oder Vasatium. — 
Cossio, -onis. — Cossium. 
Adj.: Vasaticus , -a, -um. 
Vasatensis, -e. 
2 



35 



B^am 



Bedford 



36 



B^ürii, Landschaft (ehem. Fürstentum 
im SW. Frankreichs, etwa d. heut 
Dep. des Basses -Pyrenees; Hptst. 
Pau), Bearnia, -ae. — Benearnia. 

— Be'neharnia. — Benecharnum. 
Einw.: Beneharnii. 

Adj.: Befieharnensis, -e. . 

Beat, St., St (frz. Dep. Haute-Garonne), 
Fanum S. Beati. 

Beaucaire, St (frz. Dep. Gard [Langue- 
doc], am BhonefL)^'Belloquadruni, 

— Belloquadra. — Bellicadmm. 

Beauee, Landschaft (auch Beausse, 
Pays Chartrain, ehem. frz. Prov. in 
Orleanais, Hptst. Chartres), Belsia, -ae. 

Beaufort, St (in Anjou, frz. Dep. 

Maine-Loire), Bellumforte. — 

Bellofortiwm. — Bellofordia, -ae. — 

Bellefordia. 
Beaugrency, St. (frz. Dep. Loiret, sw. 

von Orleans), Balgentiacum, 

Beanjeu, St. (Hptst. der Landsch. 
Beaujolais, in Lyonnais zwischen 
Loire und Saone), Belliiocum. — 
Belloiocum. — Belloiovium. — Bellu- 
sioeus. — Baniovium. 

Beiinjolais, Landschaft (s. Beaujeu), 
Ager Belloioviensis. — Ager 
Belliiocensis, 

Beaulieu, 1. St. (an der Loire in 
Franln*.), Bellus Locus ad lAgerim. 

!3. St. (Dep. Correze in Mittel- 
frantreich), Bellus Locus ad Duror 
nium. 

3* St. (frz. Dep. Indre), Bellus 
Locus ad Ingerim. 

4. Äktfl. (frz. Dep. Vendee), 
Bellus Locus. 

Beaamaris, St. (Hptst. u. Seebad der 
Insel Anglesea, am Menaykanal), 
Bellomariscus. 

Beaume (Chäteau- Landen), St. (nach 
andern Montargis, im Lande der 
Senones)^ Vellaunodunum. — 
Vellaudwvum. 



Beaumont, 1. Landvogtei (in der frz. 
"Schweiz), Bonus Mons. 

8* St. (niederl. Provinz Hennegau 
[Le Hainaut]), Bellomontium. — 
Bellus Mons. 

Sm St (frz. Dep. Haute-Garonne), 
Bellamontium. 

Beaamont-en-Argoue, St. (frz. Dep. 
des Ai'dennes, südl. von Sedan), 
BeUomontium in Argona. 

Beamnont-le-Rogrer, St. (frz. Dep. de 
l'Euie), Bellomontium Bogerii, 
Bellamontium. — Bellommitium. 

Beaumont-le-Ticomte, St. (frz. Dep. 

de la Sarthe), BeUommitium Vice- 

comitis. 
BeAnnont-sur-Oise, St (frz. Dep. 

Oise, am r. Nbfl. der Seine), Bellus 

Mmis. 

Beaune, 1. St. (frz. Dep. Cote d'Or 
[Burgund], an d. Bouzeoise), Belna, -a^e, 

la Rolande, 3. Mrktfl. (frz. 

Dep. Loiret, nordöstl von Orleans), 
Belna Bolandi. 

Beauyais, !• St (Hptst. des frz. Dep. 
Oise [Isle de France], am Therain), 
Belloväcum. — Bellovacorum Ci- 
vitas. — Gaesaromägus. 

3« Landschaft (s. 1), Ager Bdlo- 
vacensis. 
Bebenhausen, 1« s. Babenhausen. 
2« Kloster (Dorf, württemb.Schwarz- 

- waldkreis, OberA. Tübingen, am Gol- 
dersbach im Rhönbuch), Castra 
Fdbiana. 

Beckum (Beckem), St. (Kreisst, RB. 
Münster, Prov. Westfalen, an der 
Werse, in hoher Lage in der "Wasser- 
scheide zwischen Ems und Rhein), 
BeckEna, -ae. — Confluentia West- 
falica. 

Bedford, Grafsch. u. St. (südösti. Eng- 
. land, die Hptst. an dem schiffb. Ouse), 
Bedfordia, -ae. — Lectodurum. 
Adj.: Bedfordiensis, -e. 



37 



Bedfort 



JBelTedere 



38 



Bedfort, St. (im Sundgau* Ober-Elsafe), 
Befortium. 

«Bedninen (Bedäwi = Kinder der 
Wüste), Völkei-schaft (die nomadi- 
sierenden Bewohner der Wüsten- 
länder Arabiens, Syiiens und Nord- 
afrikas , Bekenner des Islam), Be- 
duini. — CedrH. — Cedarienses. 
— Cedareni. 

Beilstein, St. (württ. Neckai-kreis, 
OberA. Marbach, mit Burgruine), 
Bilest%num, 

Beirat, St. (an der syr. Küste, wich- 
tigster Hafen- und Handelsplatz 
Syriens), Berytus (BrjQvroq). — 
Colonia Felix Itdia. 

Beja, St (portug. Prov. Alemtejo, 
zaWr. röm. u. maur. Baureste), Fax 
lulia. — Begia, -ae. — Colonia 
Bacensis. • 

Bejar, 1. St. (span. Prov. Salamanca, 

am Cuerpo de Hombre), Apiarium. 

2. St. (Amerika, im inneren Texas, 

am San Antonio), Beiarium SU. Ait- 

tonii. 

Beiehen, Berg (zweithöchster im 
Schwarzwald, südl. von Freiburg, 
mit dem Belchenpafs, welcher aus 
dem Wiesenthal ins Münsterthal 
führt; auch Name mehrerer Berge 
im Wasgenwald), Beleus. — Peleus, 

BeUm (== Bethlehem), St. (Vorstadt 
von Lissabon, ehedem selbst. Flecken, 
an der Tejomündung, kgl. Schlofs u. 
ehemal. Kloster, jetzt Waisenhaus), 
BeUmum» — BethleMmum. 

Belgrard, St (Kreisst, EB. KösHn, 
Prov. Pommern, am Einflufs der Leit- 
nitz in die Persante), Nandralba, -ae. 

Belgern, St. (Kr. Torgau, EB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der Elbe), 
Belgra, -ae. — Belgora. 
Adj.: Belgrümis, -a, -um. 

Bellen, Königreich (an der Nordsee 
zwischen Holland, Preufsen imd 



Frankreich, das am dichtesten be- 
völkerte Land Europas), Belgica, 
-ae, — GdUia Belgica. 

Adj.: Belgiens, -a, -um. 

Einw.: Belgae. 

Belgrad (Griechisch- Weifsenburg), St. 
(Hptst. von Serbien, am Einflufs der 
Sau in die Donau, Festung), Bel- 
gradum. — BeUogradum. — Alba 
Graeca. — Alba Bulgarica. — 
Singidünum. — Taurunum. 
Adj.: Belgradensis, -e. 

Bellegarde, Felsenfestung (frz. Dep. 
des Hautes - Pyrenees , an der von 
Perpignan nach Katalonien führenden 
Pyrenäenstrafse, deckt den Übergang 
über den Col de Pertuis), Belli- 
gardum. — Bellegardia, -ae. 

Belle-Isle, Lisel (befest., im Atlant 
Ocean, an der Südküste der Bretagne, 
zum frz. Dep. Morbihan gehörig), 
Bellinsula. — Cdlonesus. — 
Pulchra Insula. 

Bellipzona i^Bellenz), St. (Schweiz. 
Kanton Tessin, am Tessin u. an der 
Gotthaidbahn), Baltiona, -ae. — 
Belenizona. — Bellinzoniimi. — 
Belitionis Castrum. 

Belluno, St u. Prov. (ital., Yenetien; 
Hptst. B. zwischen den Flüssen Piave 
und Aldo), Bellünum. — Belunum. 
— BuLlünum. 

Belt, Grofse, Meerenge (zwischen den 
dänischen Inseln Seeland imd Fünen, 
trotz Untiefen und starker Strömung 
ziemlich viel befahren), Fretwm Bal- 
tieu/ni Maius. 

Belt, Kleine, Meerenge (zwischen der 
dän. Insel Fünen imd dem Festland 
von Jütland, weniger befahren), Fre- 
tum Balticum Minus. 

Belvedere, 1. Ort (Westen Siciliens), 
Bdvedera, -ae. — Fu/ryälus. 
d* Provinz (auf der Halbinsel 

2* 



39 



Bender 



Bergheim 



40 



Morea ii^. Griechenland), Elis, -is 
u. 'idis. — Meorum Regio. 

Adj.: ElBus, -a, -wm. 
Elias, 'ädis. 

3* (Calosoopi) Dorf (auf Morea), 
Caloscopium. — Elis, -is u. -^is. 

Bender, St. (befest., russ. Gouv. Bess- 
arabien, am Dnjestr, mit Citadelle), 
Bendra, -ae. — Bendera. — Ti- 
ginum. 
Adj.: Bendrensis, -e. 

Benediktbeuren, Dorf (bayi*. RB. Ober- 
bayem, BezirksA. Tölz, am Fnfse der 
Alpen, mit ehem. sehr wichtiger 
Benediktinerabtei), Ahhatia Buo- 
vensis. — Coenobium Benedicto- 
beu/rense, 

Benerento, St. u. Prov. (ital., Kam- 
. panien, Hptst. B. am Sabate und 
Calore), Beneventum. 
Adj.: Beneventänus, -a, -um. 

Bengalen, Meerbusen von (Teil des 
Indischen Oceans zwischen Hinter- 
u. Vorderindien), Bengalae Sinus. 
— Sinus Gcmgeticus. 

Bengrazi, Seehandelsplatz (in TripoHs 
in Afrika, Landschaft Barka), Bere- 
nxce. — Hesp^s, -tdis. — Hadriane. 

Benthelm, 1. Grafschaft (der standes- 
herrlichen Fürsten von Steinfurt-B., 
s. 2.), Comitatus Benthemius 
oder Benthimensis. 

2. St. (Kr. lingen, Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover), Benthe- 
mium. — Benthimia, -cte. 

Berann, St. (Böhmen, am Zusammen- 

flufs der Beraunka u. Litawka 5 erstere 

ein Nbfl. der Moldau), Berauna, 

-ae. — Beraimium. — Verima, -ae. 

Adj.: Veronensis, -e. 

Berauner Kreis (s. Beraun), Gireulus 
Veronensis. 

Berberei, Küstenstaaten (des nord- 
westl. Afrika: Marokko, Algier, Tunis 



[Atlasländer] u. Tripolis), Barbaria, 
-as. — Berberorum Terra. 

Berehem, s. Bergheim. 

Bereiter Koniltat(ungar., Kr. dies- 
seits der Theifs, in den Karpathen), 
Comitatus Bereghiensis. 

Bereghszäsz, St. (Hauptort des Beregher 
Komitats), Berechia, -ae. 

Berg,Heilig'er (bei Heidelberg), Fii-us. 

Bergr, Hrzgt. (ehem., umfafst Teile der 
preufs. RB. Arnsberg, Köln und 
Düsseldorf), Ducatus Montanus 
oder Montensis. — I)y>catu8 Ber- 
gensis. 

Bergra, St. (an der Elster, Sachsen- 
AVeimar - Eisenach , 5. Verwaltungs- 
bezirk [Neustadt a. d. Orla]), Ber- 
ginium. 

Bergamaseo, Landschaft (oberital. 
Prov. in der Lombardei), Ager Ber- 
gamensis. — Territorium Berga- 
mense. 

Bergamo, 1. St. (Hptst. von Berga- 
masco), Bergömum. — Bergämum. 
Adj.: Bergomas, -ätis. 

Bergomensis, -e. 
Einw. : Bergomätes, Bergamasken. 

2* Stadt in Mysien, s. Pergamo. 
Bergen, 1. (auf Rügen), St. (Kr Rügen, 
RB. Stralsund, Prov. Pommern), 
Berga, -ae. 

2. (oder Mens) St. (niederländ. 
Provinz Hennegau), Berga, -ae. — 
Monies, -ium. — Mons Hannoniae. 

Adj.: MontS/nus, -a, -um. 

3« St. (in Norwegen, Stift B., an 
der Ostseite desLong^eld), Berga, -ae. 

Einw^: Bergenses, -ium. 

Bergren op Zoom, St. (starke Festg. 
in der holländ. Prov. Nordbrabant, 
am Einflufs der Zoom in die Ost- 
scheide), Berga ad Zorn am. — 
BerdzDma. 

Bergheim (Berchem), MrktÜ. (Kreisst., 



41 



Berystrafse 



Bewy 



42 



EB. Köln, Rheinprov., an der Erft 
und am Fufs der Ville) , Tiheriacum. 

Bergrstrafse, Strafse (von Darmstadt 
am Odenwald entlang bis Heidelberg, 
12 Stunden lang, in fruchtbarster 
Gegend), Via Montana. 

Bergnes, St. (befest., frz. Dep. Nord), 
Bergua, -ae. 

Bergrzabem, St. (Bezirksamt, bayr. 
EB. Pfalz, am Erlbach und Wasgen- 
wald), Tabemae Mmvtano/e. 

Beria, s. Veria. 

Berlengra, Insel (dürrer Fels an der 
portug. Küste [Estremadura] , bei 
Peniche), Erythiay -ae. 

Berlin, St. (Hauptstadt des Deutschen 
Eeiches und des Königreichs Preufsen, 
selbständiger Stadtkreis, zu beiden 
Seiten der Spree in einer Ebene), 

' BeroVinum. 

Adj.: Berolinensis, -e. 

Bemiudas- (oder Somers-) Inseln 
(Gruppe von über 300 KoraUeninsehi 
und Klippen im Atlantischen Ocean, 
zu Britisch - Nordamerika gehörig ; 
nur 8 bewohnt, wichtig als Schiff- 
fahrts- und MiHtärstation; Hauptst. 
Hamilton, ein atlantisches Gibraltar), 
Insulae Aestivae. — Insulas 
Someriae. 

Bern, 1. Kanton (zweitgröfster, in der 
Schweiz), Pagus Bernensis. — 
Fa^s Bernensium. 

Adj.: Bernensis, -e. 

ftm St. (an der Aar, Hptst. der 
ganzen Schweiz), Berna, -ae. — 
Arcto^olis. 

Einw. : Be^^tuvtes. 

Bemay, Si (frz. Dep. Eui-e [Norman- 
die]), Berna cum. — Bemaytim* 

Bernburg, St. (Kreisst., Hzgt. Anhalt, 
zu beiden Seiten der Saale), Bern- 
bürg um. — UrsopÖlis. — Arcto- 
polis ad Salam. 



Bernhard, Grofser, St., Berg (der 
Walliser Alpen, mit stets gangbarem 
Passe zwischen Martigny und Aosta ; 
berühmtes Hospiz), Mons Pen- 
ntnus. — Summv^ Penntnus. — 
Mons Sti. Bernardi Maior. 

Bernhard, Kleiner, St., Berg (der 
Grjgischen Alpen, Pafs aus Savoyen 
in das Thal von Aosta, Hospiz), 
Graius Mo ns. — Mons Sti. Ber- 
nardi Minor. — Mons Cölwinnae 
loms. 

Bernhard! 11, Berg (und uralter Gebirgs- 
pafg in den Graubündner Alpen, über 
welchen die Strafse aus dem Hinter- 
rheinthal nach dem Misoxerthal in 
den Kanton Tessih bis Bellinzona 
führt), CkUmen Sti. Bemardini. 

Bernkastei, St (Kreisst, RB. Trier, 
Rheinprovinz, r. von der Mosel), 
Castellum Mosellänum. ■ — 
Tabernae Mosellanicae. — Castellum 
Tabernaru/ni. 

Bemried, Dorf (ehem. Probstei, bayr. 
EB. Oberbayem, Bezirks A. "Weil- 
heim), Bero'fitcum. — Vermi- 
lacum, 

Bemstadt, St. 1. (Pi-ov. Schlesien, 
EB. Breslau, Kr. Öls, an der Weida), 
Bernstadium. — Berölstcbäiaj -ae. 
2* (Kgr. Sachsen, Kreish. Bautzen, 
Amtsh. Löbau, an der Plietnitz), 
Berolstadia Lusatiae. 

Bernstein, St. (in der Neumai-k, Prov. 
Brandenburg, RB. Frankfurt a. 0., 
Kr. Soldin, ehem Cistercienserkloster 
an einem See), Berostonum. 

Berry (Berri), !• Landschaft (im mitt- 
leren Frankreich, 1. an der Loii*e, 
Dep. Indre-et-Cher; die Einw. Ber- 
riöhons oder Berrayers), Pagus Bi- 
torinus. 

2« Herzogtum (für apanagierto 
Prinzen), Ducatus Bituricensis,, 



43 



Berwiek 



BIdassoa 



44 



Berwiek, !• Grafschaft (früher Merse, 
südL Schottland, Hptst. Greenlaw), 
Valentia. 

2« (upon Tweed) St. (engl. Grafsch. 
Northumberland, am Tweed, Grenz- 
V Stadt gegen Schottland), Barovi- 
cum. — Ttiesis. 

Besannen, St. (Hptst. des frz. Bep. 
Doubs, am Doubs, Citadelle), Veson- 
tio. — Visontium. — Bisontitmi. 
A6j.: Vesonticus, -a, -mn. 

Besigheim, St. (Bezirksamt, württ. 
Neckarkreis, auf einem Bergrücken 
an der Mündung der Enz in den 
Neckar), Besighamium. — Besig- 
hemium. 

BessarabieH, Prov. (südruss Gouv., 
zwischen Dnjestr, Pruth u. Schwar- 
zem Meer; Bevölkerung gemischt aus 
Eumänen, Bulgaren, Griechen, Ta- 
taren, deutschen Kolonisten; Hptst. 
Kischinew), Bessarahia, -cie. — 
Getarum Desertum. 

Bessin, Landschaft (Niedemormandie, 
Dep. Calvados, Hptst. Bayeux), Ager 
Bagisinus. — Ager Bagocassinus. 
— Tracttts Baiocensis. 

Bethlehem (Haus des Brodes), St. (im 
alten Palästina, 1 Meile so. von Jeru- 
salem, Geburtsort unseres Herrn 
Jesu Christi, auch Davids), BetJüe- 
hsmum. 

Bethune, 1. Fl. (franz. Dep. Basse- 
Seine), mündet bei Dieppe m den 
Kanal), Bethuim, -ae. 

2* St. (befest, im frz. Dep. Pas- 
de-Calais, an der Brette), Bethwnia, -ae. 

Bearen, Mktfl. (in Schwaben u. Baden), 
Brigobanna, -cie. — Brigahannis, 

Beuthen (in Oberschlesien), 1. St. (an 
der Klodnitz, dem sog. Beuthener 
Wasser, Kreisst, RB. Oppeln, Prov. 
Schlesien, auch Ober -Beuthen ge- 
nannt), Beuthma Stvperior. 
9m (Nieder -Beuthen) St. (an der 



Oder, Kr. Freistadt, RB. liegnitz, 
Prov. Schlesien, Hauptort des Mediat- 
fürstentums Karolath-Beüthen), Beu- 
th g n aln ferio r.—Bythovdalnferior. 
— Bethcmia, -ae. — Die mediati- 
siei-te Herrschaft Beuthen : DynasUa 
Beuthenicma. 

BeTeland, 2 Inseln (des Scheidedeltas, 
hoU. Prov. Seeland), Nord-Beveland, 
Bevelandia Septentrionalis. — Zuid- 
Beveland, Bevelandia Australis. 

BeTern, Mrktfl. (an der Bevor, Kr. 
Holzminden , Hzgt Braunschweig), 
Bevera, -ae. 
Adj. : Beveränus, -a, -um. 

Bex, Dorf (und besuchter Badeort im 
schweizer KantonWaadt,am Aven^on"), 
Baccae. — Bacdwm. — Ba<iiäcum. 

Beyah (Beypaschah), FL (in Hindostan, 
bei seiner Yereinigung mit dem 
Sutletsch Gorra), Hyphasis! — 
Hypänis. — Bibäsis. 

B^ziers, St. (frz. Dep. Herault, an der 
Orbe), Biterrae. — Beterras Septi- 
manorum. 
Adj.: BiterrensiSj -e. 

Biberaeh, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, am Einflufs der Biberach 
in die Rifs), Biber neu m. — Bibrä- 
cum. — Bragodunmn. 

Bibra, St. (Kr. Eckertsberga, RB.Mei*se- 
burg, Prov. Sachsen), BiberäJia, -ae. 

Biburgr, 1. Dorf (bayr. RB. Nieder- 
bayem, BezirksA. Kelheim; ehemal. 
Benediktinerkloster) , Ep inabur- 
gum. — Biburgum. 

2. Dorf (Vüsbiburg, bayr. RB. 
Schwaben , BezirksA. Augsburg), 
Epinahurgum ad Vilsam. 

Bieoeea, Dorf (in der Lombardei, nord- 
östl. von Mailand), Bicoca, -a£. 

Bidassöa, Fl. (Grenzfl. zwischen Spa- 
nien und Frankreich, entspr. in Spa- 
nien, mündet bei Fuentarabia in den 



45 



Blei 



Bir 



46 



Biscayischen Meerbusen ; in der Mün- 
dung die Fasaneninsel), Bidossa, 
-ae. — Vedäsus. — Vidassus. — 
Menlascus. 

Biel (frz. Bienne), 1. St. (industriell, 
schweizer Kanton Bern, am Fufse 
des Jura; nahebei der Bielersee mit 
der Petersinsel), Biella, -ae. — 
Biellum. — Bienna. t- Bipennium. 

— Petenisca. 

2. Mrktfl. (in Aragonien in Spa- 
nien), Biela, -ae. — Ebellmunu 

Bielefeld, St (eigener Stadtkreis, RB. 
Minden, Prov. Westfalen, an der 
Lutter imd am Nordfufs des Teuto- 
burger Waldes); BtUvelda. 

Bielersee (vgl. Biel 1), Lacus B tei- 
len sis. — Lacus Biennensis. — 
Lacus Bipen7iensis. 

BielslE, 1. St. (westruss. Gouv. Wüna, 
an der Biala; ehem. Hptst. von Pod- 
lachien), Bielca, -ae. 

Qm AVoiwodschaft, Palatinatus 
Bielcensis. 

Bienne, s. Biel 1. 
Biernebnrg, s. Bjömeborg. 

BieiTÜet, St. (Mandem), BirflEtum. 

— Birflltu7n. 

Biesboseh (= Binsenbusch), Meer- 
busen von (morastähnlicher, insel- 
reicher Küstensee im südl. Holland, 
so. von Dortrecht, durch die Hol- 
landsdiep und HäringsvUet mit der 
Nordsee verbunden), Bienboscum. 

— luncomm Silva. 

Bigenis, St. (auf der Insel Sicilien), 

Abacaenay -ae. — Abacaenum. 

Adj.: Äba^caenmus, -a, -um. 

BiSTorre (Le), Landschaft (südl, Frank- 
reich, Dep. des Hautes-Pyrenees, 
ehedem zur Gascogne gehörig, mit 
. der Hptst. Tarbes), Bigerri, — 
Comitattis Bigerrensis, 



Bihaes (Wihitz), St. (befest. Hauptort 
von Türk. -Kroatien , an der Unna), 
Bihaeium. 

Biharer €respannseliaft (ungar. Komi- 
tat jenseits der Theifs, Hptst. De- 
breczin), Cainitatus Bihariensis. 

Bila (Biela), Fl. (Nbfl. der Elbe vom 
Erzgebirge, in Böhmen, mündet bei 
Aufsig), Surinay -ae, 

Bilbao, St. (Hptst. u. Hafen der span. 
Prov. Biscaya, am Rio Ansa), Bel- 
lum Vadum. — Bilbaum. — 
Flaviobilga, -ae. 

Bilin, St. (und Badeort m Böhmen, 
an der Bila [Bielä], nahe bei Teplitz 
und dem Büiner Felsen oder Borzen), 
Beliiia, -ae. 

Bille, Fl. (r. Nbfl. der Elbe, auf kurzer 
Strecke schiffbar, mündet oberhalb 
Hamburg), BillEn-a, -ae. 

Bilsen, St. (belg. Prov. Limburg, an 
der Demer), Belisia, -ae, 

Binaseo, Mrktfl. (ital. Prov. Mailand, 
am Paviakanal), Binascum. — 
Binae. — BacBna£. — Ad Bacenas, 

Binche, St. (belg. Prov. Hennegau), 
Binchium, — Bintium. 

Binehester, Mrktfl. (England), Bimo- 
nium. — Binoni'mn. — Vinncrvium. 
— Vinovia. 

Bingen, St. (1. am Rhein, KJreisst., 
hess. Prov. Rheinhessen, amEinflufs 
der Nahe in den Rhein, Rüdesheim 
gegenüber), Bingium. — Pinga, 
ae. — Vinciim. 
Einw. : Bingenses. 

Bingenheim, Dorf (hess. Prov. Ober- 
hefsen. Kr. Büdingen, an der Hor- 
loff), Castrum Valeriänum. 

Binoesca, St. (Spanien), Visontium. 

ßi?$rktt, Insel (Schweden), Birca, -ae, 

Bir (Biredschik oder Biridjek), St. 
(asiat. Türkei, in Mesopotamien, am 



47 



Btrkeiifeld 



BJOrneborgr 



48 



Euphrat, an der Strafse von Aleppo 
nach Diarbekr), Birtha, -ae. 

Birkenfeld, St. (u. Hauptort des 
Orosshzgt. Oldenburg. Fürstentums 
B., Gebirgsl. an der Nahe, ganz von 
derpreufs. RheinproYinz umschlossen), 
Bircofeldia. — Bircofdda. 

Birket-al-Gamm (oder Kerun), See 
(Landsee in Ägypten, auf der West- 
seite des Nil, Prov. El Fayüm), 
MoeriSy -idts. — Moeris Lacus. 

Bimbanmer Wald, Gebirge (Teil des 
nördl. Karstgebirges mit dem lö^ainer 
Schneeberg), Alpes Carnicae. — 
Alpes VenUae. — Alpes Pannoniae. 

Birthelm (Birthelmen oderBerethalom), 
Mi'ktfl. (in Siebenbürgen), Birthali- 
binum. — BiHhaXbinum. 

• 

Biseaya (Viscaya), Prov. (in Nordspa- 
nien, am Golf von Gascogne oder 
Meerbusen von Biseaya, der Bucht 
des Atlant. Meeres zwischen der 
Nordküste Spaniens und der franz. 
AVegtküste), Biscaia, -ae. — Can- 
. tabria, 

Einw.: Cantabri, 
Adj.: Cantaber, -ra, -i'um. 
Ccmtdbricus, -a, um. 

Biseaya, Meerbusen yon, Oceanus 
Cantabriciis. — Mare Canta- 
bricum. 

Biseeglia, St. (Hafen in der unter- 
ital. Prov. Bari\ Buxiliae, — Vigi- 
liae. 

Bisehofsheim (an der Rhön), St. (bayr. 
RB. Unterfranken, BezirksA. Neu- 
stadt a S., an der Brend), Episcopi 
Curia. — Episcopi Domus. 

Bisehofslaek oder Laek, St. (in 
Kämthen), Locopölis. 

Bischofs^eiler, s Bischweiler. 

Bisebofswerda (in Sachsen), St. (sächs. 
Kreish. u. Amtsh. Bautzen, an der 
Wesenitz), Episcopi Insula. 



Bisehofswerder (in Westpreufsen), St. 
(Prov. W., RB. Marienwerder, Kr. 
Rosenberg in Westpr., an der Ossa) y 
Episcopi Verda. 

Bisehofszeil, St. (schweizer Kanton 
Thurgau, an der Mündung der Sitter 
in die Thur), Episcopi CeUa. 

Bisehweiler, St. (u. Kantonshauptort^ 
Elsafs -Lothringen, Bezirk Unter- 

. Elsafs, Kr. Hagenau, an der Mod^), 
Episcopi Villa. 

Biserta, St. (befest. Hafenort in Tunis 
am Mittelmeer, einst in Afriea Pro- 
pria; alte Kolonie der Tyrier), 
Hippo Diarrhytus. — Cohnia 
Hipponensis. *— ütica, -ae. 

Bistritz (Nösen), St. (in Siebenbürgen, 
Land der Sachsen, am Fl Bistritz, 
einem Nbfl. des Gr. Szamos ; ehedem 
wichtiger Handelsort zwischen Danzig 
und der Levante), Bistricia. — 
Bistricium. — Nentidava. 
Adj.: Bistriciensis, -e. — 
Bistricia Ariada, Mrktfl, Klein- 
Bistritz in Siebenbürgen. 

Bitbnrgr, St. (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz, auf der Eifel in der 
WasserscheideP zwischen Kyll und 
Nims), Beda, -ae. 

Bitetto, St. (im NeapoHtanischen), 
Bitectum. 

Bitonto, St. (unterital. Prov. Bari, 
nahe dem Meere), Bidruntum. — 
Budrufdum! — Bituntum. -^ Bu- 
tunti. 

Bitseb, St. (u. Kantonshauptort, El- 
safs-Lothringen, Bezirk Lothringen, 
Kr. Saargemünd; über der Stadt auf 
einem Felsen die FestungB.\ Bicina. 
— Bidiscum. 

BjSmeborg:, St. (Seehafen in Finnland, 
Gouv. Abo, an der Mündung des 
Kümo in den Bottnischen Busen), 
Bierneburgum. — Ardopolis. — 
Ursorum Cetstrum. 



49 



Blaekwater 



Bodensee 



50 



Blaekwater, M. (^Küstenflurs in der 
engl. Grafsch. Essex, bildet an der 
Mündung die wegen ihrer Austern 
berühmte Blackwaterbai), Dahrüna. 
— Davröiia. 

Blaisais, Landschaft (mittleres Frank- 
reich, Orleanais; jetzt ein Teil des 
Dep. Loire-Cher, Hptst. Blois), Ager 
BUseiisis. 

Blamont, St. (ehem. Grafsch. Mümpel- 
gard oder Montbcliard, befestigt), 
ATbimontium. 

Blankenbergrhe, Hafen- (u. Badeort 
im belg. Westflandem, nö. von Ost- 
ende), Blancoherga. — Alhimon- 
tium Flandrorum. 

Blankenburgr, 1. am Harz, St. 

(braunschw. Kr., am Nordfufs des 
Harzes), Blmxcohurgum, Hercynium. 
2* in Schwarzbur;, St. (schwarz- 
burg-rudolst. IjandratsA. Rudolstadt, 
an der Rinne u. unweit der Schwarza, 
am Rande des Thüringer Waldes), 
Blancoburgum Thuringorum. 

Blatnitzsche Bistrikt, Kreis \in Un- 
garn), Processus Blatnicensis. 

Blaubeuren, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, auf der Alb, im Thal an 
der Ach u. dem Ursprung der Blau 
[Blautopf], die bei Ulm 1. in die 
Donau mündet), Blubirae. — Blä- 
ht ra, -ae. — Blauburmum. — Bur- 
rJuynium. 

Blaye, St. (befest. Handelsst. im frz. 
Dep. Gironde [Guyenne], an der 
(Hronde), Blabia. — Blavium. — 
Blavatum. — Blaventum. 

Bleklngen (»Biegen), Provinz (in Schwe- 
den, das Län Karlskrona umfassend, 
der „Garten Schwedens" genannt), 
Blekinga. — Blechingia. 

Blocksberg:, s. Brocken. 

Blois, 8t. -(frz Dep. Loir-Cher, an der 
Loii'e), Blaesae. — Blesae. — 



Blesiae. — BUsum. — Bloesia. — 
Casti'um Blesense. 

Blumbergr, Mrktfl. ^Elsafs), Flori- 
montium. 

Blumenthal, Schlofs (schweizer Kan- 
ton Graubünden). Vallis Florida, 

— Flori rallis. — Floriäcum. 

Bobbio, St. (ital. Prov. Pavia, an der 
Trebbia), ' Bobimn . 

Bobenhausen, Mrktfl. (hess. Prov. 
Oberhessen, Ki*. Schotten), Boben- 
hüsa. — Asivia. 

Bober, M. (1. Nbfl. der Oder, in Schle- 
sien u. Brandenburg ; entspr. in Böh- 
men, durchfliefst das Landeshuter u. 
Hirschberger Thal, ist weder sohiff- 
noch flöfsbar; mündet bei Kressen. 
Wichtigste Zuflüsse: Lomnitz und 
Zacken vom Riesengebirge, Queis vom 
Isergebirge und Tschime), Bobera, 

— Bobrmie. 

Boeea di Bonifaeio, s. Bonifacio. 

Bocea di C«po, Engpafs (ein 1 Stunde 
langer Pafs in Lokris an der Grenze 
von Thessalien, mit warmen Bädern, 
nach Hellas führend), Thennopylae 
(ßeQfJLO'}tv).ai). 

Bueholt, St. (Kr. Borken, RB. Münster, 
Prov. Westfalen, an der Aa), Bocfwl- 
Ha. — Bocholta. 

Bode, Fl. {\. Zufl. der Saale, meistens 
in der Prov. Sachsen, Hauptabflufs 
des Harzes; entspr. bei Königshof 
. aus der "Warmen und Kalten B., letz- 
tere vom Brockenfeld unter den 
Hirschhörnern. Die Bode empfangt 
aus dem Harz noch r. die Selke und 
1. die Holzemme und mündet bei 
Nienburg a. S.), Boda. — Hercy- 
nidiis. 

Bodensee (auch Bodmansee, Bregenzer 
und Kostnitzer See, an der Grenze 
des Deutschen Reichs, der Schweiz 
und Ostreichs; aufser dem Rhein» 



51 



Bodmann 



Bolsena 



52 



welcher den See durchströmt, sind 
Argen und Schüssen die bedeutend- 
sten Zuflüsse), Lacus Venetus. — 

Lacus Bodamicus. — Lacus Bri- 

» 

gcmtmus. — Lacus Constantiensis. 
Lacus Bheni. — Lacus ^uevicus. 

Bodmann, Dorf (u. Schlofs am Über- 
linger See, bad. Kr. Konstanz, Amt 
Stockach; von der Burgruine hat der 
Bodensee seinen Namen), Bodami 
Castrum. — Bodungo. — Bodium. 

Bodmersee, s. Überlingersee. 

Bodok, Schlofs (in Ungarn), Bodoxia. 

Bodokiseher Bistrikt (in Ungarn), 
Processus Bodociensis. 

Bodrogrer Gespannsehaft (in Ungarn, 
benannt nach dem Bodrog, r. Nbfl. 
der Theifs, welcher auf den Kar- 
pathen entspr. und bei Tokai mündet), 
Comitatus Bodrogiensis. 

Bodrun (Boudroimi), St. (im alten 
Karien in Kleinasien, am Ägäischen 
MeeT)ßalica7massusCikixaQvaaa6g). 

B^iblingren, St. (Oberamt, württemb. 
Neckarkreis, am *Kande der Forst 
Schönbuch), Bibonium. 

BSIimen (früher Böheim), Kronland 
Ostreichs, ehemal. selbst Königreich, 
zwischen Bayern, Sachsen u. Schle- 
sien gelegen, ein Bergland von höhe- 
ren Kandgebirgen — Böhmerwald, \ 
Erzgebirge, Iser-, Riesen- u. Adler- 
Grebirge, Böhm. -Mähr. Gebirge — 
umschlossen; Hauptflüsse: Elbe mit 
der bedeutenderen Moldau, Iser, 
Eger), Boemia. — Böhemia. — 
Boia^num. 
Einw.: Boemi, — BohEmt. — 

Boiohoevii. 
A(^j.: Boemi cuSj -a, -um, 
Bohemicus, -a, -um. 

Böhmer Wald, Gebirge (Mitteldeutsch- 
lands, auf der Grenze zwischen 
. Bayern [Donau-] u, Böhmen [Eib- 



gebiet] bis zur Donau ziehend, meist 
Granit und Gneis), Silva Gabreta. 

BShmisch-Brod, St. (böhm. Kr. Frag, 
an der Sembera), Broda Bohemica. 

BQlgren, BSlclien, s. Beleben. 

BSzbergr (Arm des Juragebirges), Voce- 
tius (SC. Mons). 

Bog, s. Bug. 

Bogrdseha, Insel (türk. Name der Insel 
Tenedo im Ägäischen Meere bei Trojai, 
Tenedus. — Tenedos XTsvsöoq). 

Bogrlio, St. (oberital., in Piemont\ 
Boleum. , 

Boisbelle (oder Henrichemont), Mrktfl. 
(frz. Dep. Indre-et-Cher, Landsch. 
Berry), Boscobellum. — Henrico- 
montium. 

Bois-le-Du6, s. Herzogenbusch. 

Bojana (Buana), Fl. (AbfluTs des Sees 
von Skutari, mündet ins Adriatische 
Meert, Barhana. 

Bojano, St. (im Neapolitanischen, 
einst Hauptort der Pentri in Samnium), 
Bohiä7ium. — Boiämim. — Bo- 
viänum. 

Bolandwar, St. (Fstg. in Ungarn), 
Bolonduarium. 

Bolkenhain, St. (Kreisst., RB. Lieg- 
nitz, Prov. Schlesien, an der Wüten- 
den Neifse; über dem Orte die alte 
Bolkoburg), Bolcö7iis Faktum. 

BollenZjLandvogtei (auch das Palenzer- 
oder BoUenzathal in der Schweiz), 
Vallis Brennia. — Vallis 
Breunia. 

Bologrna, St. (Hptst. der ital. Prov. 
der Emilia, zwischen Reno und Sa- 
vena), Bononia. — Felsina. 
Adj.: Bononiensis, -e. 

Bolsena, 1« St. (ehemal. Kirchenstaat, 
Deleg. Viterbo, am gleichnamigen 
See), Volsinium. — Volsinii. — 
Vtdsinii. 



53 



Bohena 



BoiTom«isebe Inseln 



54 



Adj.: Volsinius, -a, -um. 
Voisiniensis, -e, 

Bolsena, S. See von B. (8 Stunden 
Umfang, mit 2 Inseln: Bisentina u. 
Martana), Locus Volsiniensis. 

BolzftBO, s. Bozen. 

BolsTaert (Bolswert), St. (niederl. 
Eriesland, ehem. fr. Reichsst.), Bols- 
verda. 

Bombay, St. (Hptst. der Präsident- 
schaft B. des biit. - ostind. Kaiser- 
reiches, auf der gleichnamigen Insel; 
nächst Kalkutta der erste ostind. 
Handelsplatz: Festg., Kriegshafen 
u. s. w.), Perimuda. 

Bommel, St. (niederl. Prov. Geldern, 
an der Waal, auf der Bommeler 
Waard, zwischen Maas imd Waal), 
Bomlo, -onis. 

Bommeler Waard, Insel (in Holland, 
von der Maas und Waal gebildet), 
BcUaoorum Insulae, 

Bona, St. (befestigter Hafen u. Handels- 
platz in Algerien, Prov. Constantine, 
an der Mündung des Sebus; Mittel- 
punkt der Korallenfischerei an der 
Küste), Colonia Hipponensis. 

— Hippo. — Hippo Begius. — 
. Colonia Gemella lulia Hipponensis, 

— Pia Augusta. 

Bonifaeio, St., 1. St. (Festg., auf 
Korsika, an der Strafse von B.), 
Bonifacium. — Bonifacii Civi- 
tas. — Fanum Sti. Bonifacii. 

!3« Bocca di S. B. (Meerenge 
zwischen Sardinien und Korsika; 
Korallenfischerei) , Sin us Sardo- 
nius. — Bonifacii Sinus. — Fre- 
tum Etruscum, — Fretum Gallicum, 

Bonn, St. (Kreisst., RB. Köln, Rhein- 
provinz, 1. am Rhein), Äquae 

' Bonae. — Bmma. — Bonna ad 
Bhenum.' — Ära Ubiorum. — 
(Jastra Bomiensia. 



BonneTille, St. (kl., frz. Dep. Haute- 
Savoye, an der Arve), Bona- 
Villa. — Bonnopolis. — Bautae. 

Benny,- St. (am Bonny, östlichster 
Mündungsarm des Niger, in Afrika, 
Hauptmarkt für Palmöl), Bonnium. 

Bopflngren, St. (württemb. Jagstkreis, 
OberA. Neresheim, am Einflufs der 
Sechta in die Eger u. am Fufs des 
Härdtfelds), Opiae. 

Boppard, St. (Kr. Sankt Goar, RB. 
Koblenz, Rheinprovinz, 1. am Rhein), 
Boppardia. — Boppardum. — 
Babardia. — Bodabncum. — Bau- 
dobrtga. — Botohriga. 

Boras, St. (in Schweden), Bo'erosia. 

Bordeaux, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Gironde, 4. Stadt Frankreichs u. ber. 
Seehandelsplatz, an der Garonne\ 
Burdigala. — Burdegdla. 
Adj.: BurdigalensiSy -e. 
Burdegalensis, -e. 

Borkam, Insel (Nordsee, Pi*ov. Han- 
nover, Landdrostei Aurich, Kr. Emden ; 
die gi'öfste unter den ostfriesischen 
Inseln, zwischen der "NVester- und 
Osterems, aus 2, durch einen flachen 
Sandstrich verbundenen Teilen, West- 
land \md Ostland, bestehend), Bur- 
chania. — Burchana. — Bifreha^ 
nis. — Fahnria. 

Bormio (= -Worms) , St. (im Veltlin, 
Oberitalien, Prov. Sondrio, an der 
Adda und an der Strafse über das 
Stilfser Joch), Bonnium. — Bar- 
mia. — Barolum. — Baruhim. 
Adj.: BormiensiSf -e. 

Bornholm, Insel (dänisch, Ostsee; 
Hptst. Rönne) , Bornholmia. — 
Boringia. — Boringis. 

Borromeisebe Inseln (mehi-ere Insel- 
chen im Lage Maggiore, Pallanza 
gegenüber, darunter Isola Bella und 
Isola Madre, mit Palästen u. pracht- 
vollen Anlagen, seit dem 13. Jhdt. 



55 Boi*8ehoder Gespannsehaft 



Boyne 



56 



Besitztum der Familie Borromeo), 
Insülae Cu/nicvtlares. 

Borsehoder Oespannsehaft, Eomitat 
(in Ungarn, diesseits derTheifs, mit 
der Hauptstadt Miskolcz, umfasst 
das wald- und weinreiche Büld^- 
gebirge), Comitatus Barsodiensis. 

Borsody St. (in der Borsehoder Ge- 
spannschaft in Ungarn), Bazoariwm. 

Bosnien (Bosna), Prov. (nordwestlichste 
der europ. Türkei, das eigentl. B., 
Türk.- Kroatien u. die Herzegowina 
umfassend), Bosm'a. — Bosna. — 
Bosina. > 

Einw.: Bosni. 
Boston, St. 1. (Hafen, engl. Grafsch. 
Lincoln, unweit der Whitemündung), 
2« (Hptst. von Massachusetts in 
Nord-Amerika, an der Bostonbai), 

3. (Republik Liberia in Ober- 
guinea, Afrika), Bostonium. 

Bottniseher Meerbusen (nördlichster 
Teil der Ostsee, zwischen Schweden 
u. Finnland, mit zahlreichen Eilanden, 
Khppen [Scheeren] u. Sandbänken 
bedeckt ; der südl. Teil Botten-Hafvet, 
der nördl. Botten-Viken, dazwischen 
die Quarkenstrafse), Sinus Bottnicus. 

Botzen, s. Bozen. 

Bouehaln,' St. (befestigt, firz. Dep. 
Nord, an der Scheide [Escaut]), 
Bochanium. — Buchanium. — 
Buccinium. 

Boudry, St. (schweizer Kauton Neuen- 
bürg, unweit des Neuenburger Sees, 
an der Eeuse), Bavdna. 

Booillon («» deutsch Beulin), St. 
(belg. Luxemburg, an der Semoy), 
Bullio. — BuUonium. 
Adj.: Bidlontensts, -e. 

Boulogrne, St. 1* (frz. Dep. Hauto- 
Garonne), Bononia Vasconiae. 
— Bolonia ad Aegyrcium, 

2. (B.-sur-Mer, frz. Dep. Pas-de- 
Calais, an der Mündung de^ Liane, 



Hafen- u. Handelsst.), Boloma. — 
Bononia. — OppiÖMm Bononiense. 

— Mormorum Fortus Brttamncus. 

— Gesoriäcum. — Fortus Bius. — 
Fortus Iccius. 

Adj.: BononiensiSy -e. 
GesoriaxMS, -a, -um. 
GesoriacensiSj -e. 

Boulonnais, Landschaft (frz. Dep. 
Pas-de-Calais), Morini, — Ager 
Boloniensis. — Ager Bonomensts. 

Bourbon, s. Reunion. 

Bonrbon rArehamband, St. (frz. Dep. 
A liier, bei Moulins; Ruinen des 
Stammschlosses derBourbonen), Bur- 
bonium Arcimhaldi. — Burbo 
Archemhaldi. — Aquae Borbonicae. 

— Aquae Bormonis. 

Bourbonnais , Landschaft (mittleres 
Frankreich, nördl. der Auvergne, 
frühere Grafschaft, spätere Provinz 
Frankreichs, welche das jetzige Dep. 
AUier u. Teile des Dep. Cher um- 
fasste), Burbonensis Regio. — 
Borbonensis Frovincia. — Boiorum^ 
Ager. — Boii Celtas. 

Bourbonne-les-Bains, . St. (frz. Dep. 
Haute -Marne [Champagne], an der 
Apance), Aqwie Borvonis. 

Bourgr-en-Bresse, St. (Hptst. des frz. 
Dep. Ain [Burgund], an der«Reys- 
souse), Burgus Bressiae. 

Bourgres, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Cher, am Aui-on), Biturtgum Op- 
pidum. — Bituricae. — Biturtcum, 

— Avaricum. 

Adj.: Biturix, -igis. 
AvaricuSf -a, -um. 
Avaricensis, -e. 

BouTines, Mrktfl. (frz. Flandern, so. 
von liUe), Bovünae. 

Boyne, Fl. (in Irland, mündet unter- 
halb Drogheda in die Irische See), 
Buinda. — Buvinda, — Boina. — 
Boandus. 



57 



Bozen 



Brattigau 



58 



Bozen (ital. Bolzano), St. (in Tirol, 
Er. Bnx^i, am EmfluTs der Talfer 
in die Eisack), Bauzänum. — 
Bocsnum. — Bolzänum. — Bol- 
Sanum. — Bauxare. 

Bra, St. (ital. Prov. Turin), Brat da, 

— Barderate. 

Bral>ant, Landschaft (in der Mitte des 
lioU.-belg.' Tief landes, früher eigenes 
Herzogtum, jetzt 3 Teile: hoU. Prov. 
Nord-Br., belg. Prov. Süd-Br., helg. 
Prov. Antwerpen ; von Maas, Scheide 
u. zahlreichen Kanälen durchzogen), 
Brabantia. 
Einw.: Brabantii. 

Braeeiano, 1. St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Bracciänum. — Brygiünum . 

— Arcennum, 

2* Lagro di B., See (kreisförmig, 
in Mittelitalien, östl. von Civita- 
vecchia; Abflufs durch den Arrone), 
Locus Sabatmus. 

Bradano, M. (in Unteritalien, entspr. 
aus dem Lago di Pesele, so. von 
Malfl, mündet in den Golf von Tarent), 
Bradänus. 

Bragra, St. (portug. Prov. Minho, zwi- 
schen den Müssen Cavado u. Beste), 
Bracära Augusta. — Augusta 
Bracarum. — Bracära. — Bracar- 
augusta. 

Bragranza, St. (Hptst..der portug. Prov. 
Tras-os-Montes, am Fei-venza), Bra- 
gantta Lusitaniae. — Brigantia. 
Adj.: Brigamitmvs, -a, -wwi. 

Braila, St. (Ibrail, Handelsst. in der 
Walachei, an der Donau ; Freihafen), 
BeristJüaha. 

Braine-le-€omte, St. (belg. Prov. 
Hennegau), Brennia Comitis. — 
Bronium. 

Bramante (Esseilon), St. (neu ange- 
legte Festg. in der frz. Prov. Sa- 
voyen, deckt die Strafse über den 
Mont Cenis), Brammomcu/m. 



Brandeis, St. (im böhm. Kr. Prag, an 
der Elbe; gegenüber der Wallfahrts- 
ort Altbunzlau), Brandesium. — 
BrandUfSium. 

Brandenbnrgr^ '1* Provinz (Stamm- 
land des Staates Preufsen, besteht 
vorzugsweise aus altbrandenburgi- 
schen Landesteilen: der Mittehnark 
zwischen Havel und Oder, der Uker- 
'mark an der Uker, der Prigmtz 
zwischen Elbe u. Bosse, dem gröfsten 
Teil der Neumark im 0. von der 
Oder, denen 1816 ansehnliche Ge- 
biete von Sachsen[Niederlausitz u.s. w.] 
hinzugefügt wurden) , Brovincia 
Brandenhlirgica. — Marchia 
Brandenburgica. 

2. B. an der Havel, St. (und 
Stadtkreis, EB. Potsdam, Prov. Br., 
in tiefer Gegend, zu beiden Seiten 
der Havel: im NW. bei der Stadt 
der Marienberg), Brandeburgium. 
— Bratidenburgum ad Havelam. — 
Brennoburg^uni. 

Adj.: Brandenhur gensis, -e. 
Brandenburgicus, -a, -um. 

3. B.inOstprearsen, Mrktfl. (Kr. 
Heiligenbeil, RB. Königsberg, Prov. 
Ostpreufsen, aniEinflufs desFrisching 
in das Frische Haff), Bratidenburgum. 

» 

Brasilien (ptg. Brazil), Kaiserreich (in 
Südamerika, einzige Monarchie der 
Neuen Welt, am Atlant. Ocean), 
Brasilia. 
Adj.: Brasiliänus, -a, -um. 
Brasiliensis, -e. 

Braslaw, 1. Woiwodschaft (im west- 

russ. Gouv. Podolien), Palatinatus 

Brazlaviensis oder Bratislaviensis. 

2m St. das., Braclavia. — Bras- 

lavia ad Hypänim. — Bratislavia. 

Adj.: Braclaviensis, -e. 

Bratislaviensis, -e. 

Brassow, s. Kronstadt. 

Brattigrau, der (im schweizer Kanton 



59 



Braubaoh 



BremerhaTen 



60 



Graubünden), Vallis Bhaetica. — 
Bhaetigoia. — JRhetico. 

Braubaeh, St. (Kr. Eheingau, EB. 
Wiesbaden, Prov. Hessen -Nassau, 
am Rhein), BrubOcum» 

Braulio, Berg (im oberen Veltlin, mit 
der Stilfser Jochstrafse), Mons 
Braulius. — luga Barmiäna. 

Braimau, St. 1. (in Oberöstreich, am 
Inn), 

2. (in Böhmen, Kr. Königgrätz, 
an der schlesischen Grenze), Bruno- 
dünum. — Braunodünum. 

Braunsbergr, St. (Kr. Br., EB. Königs- 
berg, Prov. Ostpreufsfn, an der Pas- 
sarge, nicht weit vom Frischen HaflP), 
Mons Brunünis. — Braunsberga. 
— Brunshei'ga. 

Braunsehweig*, 1. Herzogtum (besteht 
aus 8 gröfsem und 5 kleinem Stücken ; 
der 1. Hauptteil an der Oker und 
Aller, der 2. am Harz über die Leine 
hinweg bis über Holzminden und die 
Weser hinaus; der 3. Teil fast ganz 
auf dem Unterharz an der Bode), 
Ducatus Brunsvicensis. 

2. St. (Kr. Br., in fruchtb. Ebene, 
an der Oker), Brunonis Vicus. — 
Brunsmcum. — Brunsmga. — 
Brunopölis. 

Adj.: Brunsvicensis, -e. 
Brunsvigensis, -e. 

Brazza, Insel (gröMe der dalmai, 
Hptort S. Pietro), Bracchia. — 
Brachia. — Bractia. — Brattia. 

Brechin (Brechyn), Mrktfl. (in Schott- 
land), Brechinum. — Brechinium. 

Breeknoek, St. (Hptst. der Grafsch. 
Br. in Südwales, am üsk), Brechinia. 

Brecknoekshire, Grafsch. (s. Breck- 
nock), Ager Brechiniensis. 

Breedevoort (Breevort), St. (in der 
hoU. Prov. Gelderland), Brede- 
forfia, — Brefortiwm. 



Bregre, FL (der eine QueHflufs der 
Donau, entspr. auf dem Schwarzwald, 
nw. von Furtwangen), Briga. 

Bregrel, Thal (im schweizer Kanton 
Graubünden), Vallisbrunna. 

Bregrenz, 1. Grafschaft (in Vorarlberg 
in Tirol, mit der Bregenzer Klause, 
dem Br. Wald, einem AiUsläufer der 
Algäuer Alpen, und dem Br. See, 
dem so. Teil des Bodensees), Comi- 
tatus Brigantinus. 

S. St. (in 1, an der Mündung der 
Bregenzer Ache in den Bodensee), 
Bregentium. — Brigantia. — 
Bregentia. — Brigantium. 

Einw.: Brigantii. 

Adj.: Brigantinus, -a, -um. 

3. Bregrenzer Aehe (s. 1 u. 2), 
Bregentia. — Brigantia. — Pontus. 

Bregrenzer See (s. Bregenz 1), Lacus 
Brigantinus. 

Breisaeh (Alt- u. Neu-Br.), St. (Alt- 
Br., bad. Kr. Freiburg, auf einem 
Basaltfelsen am Eh ein; gegenüber 
Neu-Br., Festung u. Kantonshaupt- 
ort, Bezirk Ober-Elsfü's, Elsafs- 
Lothringen, am Ehein-, Ehone- und 
Neu-Breisacher Kanal), Mons Bri- 
säcus. — Mons Brisiacus. — 
Brisäcum. — Brisiäcu/m. — Brececha. 
Adj.: Brisiacensis, -e. 

Breisgau, Landschaft (im südl. Baden, 
führte ihren Namen nach Alt-Breisach ; 
die Hptst. war Freiburg), Brisgavia. 
— Brisgovia. — Brisgoia. — Brisi- 
gavia. 
Adj.: Brisgaviensis, -e. 
Brisgoviensis, -e. 

^Bremen, Staat u. St. (freie, 2. Seestadt 
des Deutschen Eeichs, an den flachen 
Ufern der Weser), Brema. 
Adj. : Bremensis, -e. 

Bremerhaven, St. (Br., an der sich 
sehr erweiternden Weser u. an der 
Mündg. der Geeste), Portus Bremensis. 



61 



BremerT9rde 



Brie 



62 



BremervVrde, St. (Geestkreis Stade, 
Landdr. Stade, Prov. Hannover, an 
der schiffbaren Oste), Vor da Bre- 
men sis. — Brenierfu/rda. — Bremer- 
verda. — Bremervorda. 

Brenner, Berg (der Tiroler Alpen 
zwischen Innsbruck u. Sterzing, der 
niedrigsten grofsen Alpensü-afse), 
Mons Brenn US. — BJtaeticus. — 
Mons Pyrius. 

Brenta, M. (Küstenfl. in ObehtaHen, 
entspr. aus dem See Caldonazzo bei 
Trient, durchfliefst das Val Sugana, 
mündet bei Brondolo bei Venedig), 
Brehtesia. — Medoäcus Maior, — 
Medvacus. 

Breseia, St. (Hptst. der ital. Pi*ov. B. 
in der Lombardei), Brexia. — 
Brixia. — Urhs Breociana. 
Einw. : Brixiani. 
Adj.: Brixianus, -a, -um. 
Brixiensis, -e. 

Breseiano (Bressano), Prov. (Gebiet 
von Brescia), Ager Brixianus. 

Breslau (poln. Wraclaw), St. (Stadt- 
kreis u. EB. Br., Hptst. [u. Residenz] 
der preufs. Provinz Schlesien, zu bei- 
den Seiten der Oder, welche daselbst 
die Ohlaa empfängt), Vratislavia. 

— Budorgis. 

Adj.: Vratislamensis, -e. 

Brest 9 St. (Seefestung u. stäi'kster 
Kriegshafen Frankreichs, Dep. Finis- 
terre, am Atlant. Ocean), Brest ia. 

— Brestum. — Partus Brivöies. — 
Gesoscribate. 

Bretagrne, Prov. (ehemal., die grofse 
nw. Halbinsel Franki'eichs umfassend, 
•jetzt in 5 T)ep. eingeteilt; im Süden 
das Mündungsgebiet der Loire), 
Britannia Minor. — Britaniüa 
Cismarlna. — Neustria. — Letavia. 

— Tractus Armoricänus. — Tractus 
Armoricus. — Armorica. — Are- 
morica. — Orae Aremoricae. 



Einw.: Aremortci, 
. Armonci. 
Britones, -um, 
Adj.: Britannicus, -o, -um, 
AmwrtcUfS, -a, -ww. 
Aremoricus, -a, -um, 

Breteuil, St (frz. Dep. Eure -Loire), 
Bretolium. — BritoUum. — Bre- 
telium. — BretelUum, 

Bretigrny, Dorf (frz. Dep. Eure-Loire), 
Bretiniacum, 

Bretten, St. (bad. Kr. Karlsruhe, an 
der Saalbach), Brettsna, — Bretta» 

Brensch, Fl. (bedeutendster Zuflufs der 
Hl, entspr. am Cümont im Wasgen- 
wald, hart an der frz. Grenze, mün- 
det wenig oberhalb Strafsburg), 
Brusca. 

Brian^on, St. (befest., franz. Depart. 
Hautes- Alpes, an der Durance, am 
Mont Genevre [Strafse nach Turin]), 
Brigantium. — Brigantia in 
Alp^ibus. — Virgantia. — Brigan- 
tio. — Origantium. 
Adj.: Brigantmus, -a, -um. 

BrianQonet, Dorf (bei Brian9on), Arx 
Brianzonia. 

BriauQonois, Landschaft (Gegend um 
Brian^on), Ager Brigantmus. 

Brianzagebirgre (in der Landschaft 
Brianza, ital. Piov. Como, dem Para- 
dies der Lombardei ; Hauptort Cantu), 
Mordes Briganttni. 

Briare, St. (im frz. Dep. Loiret), 
Briaria. — Bribodurum. — Bri- 
vodürum. — Bridohorum. 

Briateste, St. (frz. Dop. Tarn), Bri- 
texta. 

Bridge waterbai,Meerbusen (im Biistol- 
kanal, in welchen der Parret [engl. 
Grafsch. Somerset] mündet), VexuUa. 

Brie (Champenoise), 1. Landschaft (in 
Frankr., Champagne; Hptst. Meaux), 



63 



Brie 



Brondolo 



64 



Ager- Briensis. — Saltus Brai- 
ensis. — Fagus Brigensis. 

Bri^ (ehemals Braye Comte Robert), 
2. St. (Brie Fran^aise, Isle de France), 
Braia. — Bria Comiiis Roberti. 
Adj.: Braiensis, -e. 
Briensis, -e. 

Briegr, 1. St. (Kreisst., RB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Oder), Brega. 
— Briga. -r- Civitas Altae Bipae-. 

Acy.: Brigensis, -e. 

S« Fürstentum (ehem.* in Schle- 
sien), Prindpaius Brigensis. 

S. St. (im schweizer Kanton 
Wallis), Pagus Viberieus. — 
Thermae Bregenses. 

Briel, St. (in Holland), Briela. — 
Helium. 

Brienne (-Napoleon), St. (frz. Dep. 
Aube, an der Aube), Castrum 
Briennium. — Castrum Brien- 
nense. — Breona. — Brena. 

Brigaeh, Fl. (der eine Quellflufs der 
Donau, entspr. sw. von Sankt Georgen 
auf dem Schwarzwdd), Brigiäna. 

Brindisi, St. (unterital. Prov. Terra 
d'Otranto, am Adriat. Meer, mit 
Kriegsreedfe; Endstation der Über- 
landroute nach Indien; durch das 
Kastell Forte di Marc beschützt), 
Brundisium. — Brundusium. — 
Colonia Brutidisina. 
Adj.: Brundisinus, -a, -um. 

Brundus^nus, -a, -um. 

Brundisiänus, -a, -um. 

Brioni- Inseln 9 Inselgruppe (vor dem 
Hafen von Pola in Istrien), Pullariae 
Insulae. 

Bristol (Caer-Gwend), St. (Hafen und 
dritte Handelsstadt Englands, am 
untern Avon, Grafschaft Gloucester), 
Venia Silur um. — Bristolia. — 
Bristolium. 

Bristolkanal, Meeresbucht (zwischen 
der engl. Grafsch. Devon und Wales, 



. in deren Tiefe der Sevem mündet), 
Sabriäna. — Sinus Sabrinae. — 
Sinus Sancti Georgii. — Aestuarium 
Samcli Georgii. — Bristöliensis 
Manxca. 

Britannien, s. England. 

BriTes-la-Gaillarde, St. (frz. Dep. 
Correze), Briv<i Curetia. — Vicus 
Brivatensis. 

BriTiesea, St. (in der span. Landsch. 
Alt-Kastilien), Virovesca. — Bur- 
vesca. 

Brixen (ital. Bressanone), St. (Hptst, 
des Tiroler Kreises Br., an der Eienz 
u. Eisack), Brixia. — Brixinwn. — 
Brixina. 
Adj.: Brixiensis, -e. 

Broad Law, Berg (höchster Gipfel des 
Cheviotgebirges in Schottland), Mons 
Broadius. 

Brocken (oder Blocksberg), Berg (höch- 
ster Punkt im Harz, umfangreiche 
Graniterhebung, mit kahlem, fels- 
bedecktem Scheitel; Kr. Wernigerode, 
RB. Magdeburg, Prov. Sachsen), 
Mons Bructerus. — Melibocus. 

m 

Brockmei* Land (in Ostfriesland), 

Brocmeria. 

» 

Brod, 1. s. Böhmisch-Brod. 

S. St. (in Slavonien), Broda. 
3. (Ungrariseh-B.), St. (in Mäh- 
ren), Htmnobrüda. 

Bröd - Kemetzki ( Deutsch - Brod ), 
Broda Teutonica. — Broda 
Germanica. 

Brodnitz, s. Strasburg in Westpr. 

Brombergr (poln. Bydgoszcz), St. (RB. 
u. Stadtki*., Prov. Posen, an der 
Breche, in welche hier der Brom- 
berger Kanal tritt), Bidgostia. — 
Bromberga. 

Brondolo, Hafenpl. (im Venetianischen), 
Partus Brwidulus. 



65 



Broui 



Buehai-el 



66 



Brpni, Mrktfl. (in Piemont), Blan- 
den o. — Bländenona. 

Bros (Brosz), St. (in Siebenbürgen), 
Brossa Frateria. — Saxopölis. 

— AmbrosiopÖlis. 

« 

Browershafen, St. (in lioU. Seeland), 
Bruvari Portus. 

Bmek, St. 1. an der Amper (bayr. 
RB. Oberbayem [Fürstenfeldbruck], 
Ambra. — Ainbarum. 

8. an der Leitha (Unteröstreich, 
Kr. Unter - Wienerwald) , Tons 
Leithae.— Motenum. — Mutenum . 

3. an der Mar und Mttrz (Kreis 
des östr. Hzgt. Steiermark), Prucca, 

— Pons Murae, — Muraepontum. 

— Muripons. 

4« (auch Broggr) an der Aar 
(in der Schweiz), Pons Arölae. — 
Pons Arülae. — Bruga. 

Brilgrge (frz. Bruges), St. (Hptst. der 
belg. Prov. Westflandem, 3 St. vom 
Meere, wohin ein Kanal führt: dort 
der Hafen Sluys), Brugae. 
Adj.: Brugensis, -e. 

Brü^gen, Mrktfl. (Kr. Kempen, RB. 
Düsseldorf, Eheinprovinz, an der 
Sohwahn), Mederiäcum. 

Briinn, St. (Hptst. von Mähren, an der 
Zwittawa u. Schwarzawa; westl. die 
Oitadelle Spielberg [Staatsge^gnis]), 
Bruna, — Brunna. — Brinnium. 

— Brinnmn. 

Adj.: Brunensis, -e. 

BrOnner Distrikt, Kreis (in Mähren), 
Circulus Brunensis, 

BrOssel (frz. Bruxelles), St. (Hptst. 
Belgiens u. der belg. Prov. Brabant, 
an der Senne), Bruxella. — 
Bruxdlae, 
Adj.: BruxellensiSj -e. 

Bruges, St. (frz. Dep. des Basses- 
Pyrenees), Brugae Beamiae. 

Bmmath (Prompt), St. (u. Kantons- 

S a a 1 f e 1 d . Geograph. Handbüchlein. 



hauptort, Bezirk Unter-Elsafs, an der 
Zorn), Brocomügus, — Broco- 
mOcus. — Brocomäcum. — Bretico- 
mägum. 

I • 

I Broneck (Brunegg), St. (in Tirol), 
I BrunopÖlis. — BranScium. — 

! Branecum. — Brunecca. — BHmum . 
I 

I Braneto, St. (im Genuesischen), Bru- 
nei um, — Bruniacum. 

' Bransbüttel, Mrktfl. (Hafen im Kr. 
Süderdithmarschen, Prov. Schlesi?\ig- 
Holstein), Brunsbutta. 

; Bmntrut, St. (im schweizer Kanton 
Bern, Hochstift Basel), Brundusia. 

Brassa (Bui-sa), St. (in Kleinasieu, am 
Fufs des [mysischen] Olymp, 6 Stun- 
den vom Marmoramoer), Prusa. 

Uri&ese (Brest -Litowski), St. (starke 
Fstg. im kleinruss. Gouv. Grodno, 
am Bug), Brestia ad Hypänim. 

— Bressicia. 

Brzesc Enjawskie, St. (Puss. Polen, 
1 an der Weichsel), Brestia Cuiaviae. 

Brzeseie, Woiwodschaft (in Litauen), 
PalatincUus Brestiensis. 

Buehan, Landsch. (der nö. Teil der 
schott. Grafsch. Aberdeen; Buchan- 
Nefs die östlichste Spitze Schott- 
lands), Buchania. 

Bueharei, Ijand (der Usbeken, Name 
der von tatarischen Völkern bewohn- 
ten oder beherrschten Länder Mittel- 
asiens zwischen dem Kaspischen 
Meer imd den Grenzen Tibets und 
der Mongolei), 

1. Die Grofse Baeharei (West- 
oder eigtl. Turkistan [mit dem mäch- 
tigen Chanat Buchara], Hptst. Jar- 
kand), Sogdiäna. — Bocharia. — 
Bactriafia {sc. Regio). — Bactria. 

— Bactriünum (sc. Regnum). 
S. Bie Kleine Baeharei (auch 

Turfan, Ost-Turkistan, hohe Tatwoi, 
Ost-Tschagatai genannt, bisher chi- 

3 



67 



Brnduunest 



Burg 



68 



nes. FroTinz Thian-Bchan-nan-ln; 
Hptst. Kaschgar), Scusae. 

Baeharest, s. Bukarest. 

Buehau, !•' Landschaft (altdeutsche, 
zwischen Franken u. Hessen), Fa- 
gonia. — Bu^chavia. 

^. St. (württ. Donaukreis, Ober- 
amt Riedlingen, auf einer Anhöhe im 
Federseeried, unweit des Federsees), 
Buchama Suevica. 

3. Dorf (bayr. RB. Oberfranken, 
BezüksA. Kulmbach), Buchama Ba- 
varica. 

4. St. (in Böhmen), Buchavia 
Bohemica. 

Baehsweiler, St. (u. Kantonshauptort, 
EIsafs-Lothringen, Bezirk Unter-Bl- 
safe. Kr. Zabem), Buxövilla. 

Badissin, s. Bautzen. 

Badweis (böhm. Budiejowice) , St. 
(Hptst. des gleichnamigen südlichsten 
Kreises Böhmens, an der Moldau), 
Budovicium. — Budovissa. 

Bttchen, Dorf (Kr. Hrzgt. Lauenburg, 
Prov. Schleswig -Holstein, an der 
Delvenau [Steckenitzkanal]), Höh- 
huochi. 

Bflekebnrir, St. (Hptst. des Fürsten- 
tums Schaumburg-Lippe, an der Aa 
u. am FuDse des Harrel), Civitas 
Bocensis. 

Bfldingren, St. (Kr. B., hess. Prov. 
Oberhessen, am Seemenbach), Btt- 
dinga. 

Baenos-Ayres, St. (Hptst. des gleich- 
nam. südamerik. Staates, des bevöl- 

. kertsten u.. wohlhabendsten der Ar- 
gentinischen Republik, am La Plata; 
Schifföreede), Fanum Sanctae 
Trinitatiß. — Bornes Aer, 

Büren, MrktfL (Kr. B., RB. Minden, 
Prov. Westfialen, am Einfluls der 
Alfter in die Ahne), Pt^enesehia. 



Bllrgre], St (Grhagt Sachsen-Weimar- 
Ei8enach,2.Verwaltungsbez. [Apolda]), 
Burgella, 

Bfttow, St. (Kr. B., RB. Köslin, Prov. 
Pommern, in einem tiefen Thal der 
Bütow), Butavia. 

Btttzoir, St (Ghzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, an der Wamow und am 
Bützower See), Buxonium. — 
Beucinum. — BticephalBa. — Buce- 
phalta. 

Bug (Bog), Fl. (Nbfl. der Weichsel, 
vom gaUz. Landrücken, teilweise 
Grenze gegen Russ. Polen; mündet 
bei Modlin), Buga. — Hi/pänia, 

Bukarest (Bukurescht), St. (Hptst der 
Walachei, Resid. des Fürsten von 
Rumänien, an der Dumbowitza), 
Thyanus. — Butcaresta. — ^uco- 
resta, 

Bulgrarel (Bulgarien), Provinz (der 
nö. Teil der Türkei, zwischen der 
Donau u. dem Balkan, das alte 
Niedermösien), Moeiia Inferior, 

— Mysia Inferior. — Bulgaria. — 
Vulgaria. 

Bullerbom, Quelle (bei Altenbeken, 
Kr. Paderborn, RB. Minden, Prov. 
"Westfalen), Föns Besonus. — 
Föns TumuUuarius. 

Bunzlau, St (Kr. B., RB. Liegnitz, 
Prov. Schlesien, r. am zweiarmigen 
Bober), Boleslavia. — Boleslavia 
SiUsiae. 

Bunzlau (Alt- u. Jung-), Si (in Böhmen), 
Alt-B.9 Boleslavia Vetus. — 
Boleslai Fanum Vetus, ■ 
Jiing-B.9 Boleslavia lunior- 

— Boleslai Fa/nfim Novum, . — 
Boleslavia Böhemias. 

Bunzlauer Kreis (in Böhmen),' Cir- 
culus Boleslaviensis,. — Fro- 
vinda Boleslaviensis, 

Borg (bei Mi^deburg), ßt <Krt.. Je- 



69 



Burfaa 



Cal^r» 



7a 



richow I., EB. Magdeburg, Prov. 
Sachsen, an der Düe u. dem Düe- 
kanal), Burgum. 

Burgran, St. (bayr. EB. Schwaben, 
BezirksA. Günzburg, an derMindel), 
Burg.avia. — Bv/rgo, 

Burgrliaaseiiy St (bayr. RB. Ober- 
bayem, BezirksA. Altötting, an der 
Salzach), Burchüsa. — Burchu- 
stum, — Bidaium. 

Bargrheim, Mrktfl. (bayr. EB. Schwa- 
ben, BezirksAi Neuburg a. D., an 
der Kleinen Paar), BuricioMa. 

Burgros, St. (u. Pfov. in Altkastilien; 
Hptst. B. am Arlanzon), Burgi, 

Burg^eheiduBgren, Dorf n. Gut (Er. 
Querfort, EB. Merseburg, Prov. Sach- 
sen, an der Unstrut, Eirchscheidungen 
gegenüber), Ärx Schidinga, — 
Scheidimga, 

Burgriuid, »hemal. Königreich, Begnwm 
Arelatense, 

BjogvoLil (Bourgogne), Landschaft 
(Hrzgt., alte frz. Prov., der centrale 
Landstrich des ösÜ. Frankreichs, im 
Gebiete der Seine, Loire u. Ehone, 
die jetzigen 4 Dep. Cote d'Or, Tonne 
[zum Teil], Saone-Loire u. Ain um- 
fassend), Burgundia. — Bur- 
gvmdiae Ducatus. 



Einw.: Burgundtönes. — üfu-, 

gilönes. — Burgimdi. 
A^j.: Burgwndicus, -a, -um. 

Burlos, See (in Ägypten), Locus 
BtUicus, 

Burriana) St. (in Spanien), Sepelaci, 
— Brigiana, 

Bnrtanger Fort, Festung (in Holland), 
Burtanga. 

Bnrtseheid, St. (Landkr. und EB. 
Aachen, Eheinprovinz), Porcetum. 

Bary, St. (engl. Grafsch. Lancaster, 
am Irwel), Faitstini ViUa. 

BoTzenland, Distrikt (der südÖstUchste 
Teil des Sachsenlandes in Sieben- 
bürgen, von der Burza durchflössen, 
welche zur Aluta geht; Hauptort 
Kronstadt), Burcia. — Bwrica. — ^ 
Borcia. 

Busento, M. (Nbfl. des Gratis in Unter- 
italien [Calabria oiteriore], mündet 
bei Ck)senza), Btucentius {IlvSovq). 

Bnseto, St. (ital., im Parmesanischen), 
Biujcetum. 

Butrinto, St. (in Albanien), Buthrl>- 
tum (BovS'Qiorog). — Botruntina 
Ürb8. 
Einw.: Buthrütii. 



C 



Cabes, Meerbusen von (Nordafrika), 
Syrtis Minor. — Syrtis Parva., 

Cabo de Grenz, Vorgebirge (an der 
NOspitze Spaniens), Promuntü- 
rium Cr u eis. — Prormmtwrium 
Äphrodisium. 

Cabo de Finlsterre, Vorgebirge (an 
der NWspitze Spaniens), Promun- 
turium Nerium. — Caput Finis 
Terrae. 

Cabo de Gata, Vorgebirge (an der 



SOspitze Spaniens), Pronmntürium 
Cha/ridemi. 

Cabo de Palos, Vorgebirge (in der 
Span. Prov. Murcia, nö. von Garta- 
gena), Promunturium Saturni. 
— Sumbrarium. 

Cabo de Silleiros (Cabo Corrovedo), 
St. (Spanien), Orubinm. 

Cabra, St. (span. Prov. CJordova)^ 
Egahra. — Agabra. — Aßgähra, 

3* 



71 



Caoeres 



Calais 



72 



Caeeres, St. (Hptst. der span. Prov. C. 
im nördl. Estremadura) , Castra 
Caecilia. — Caeciliana. 

€add6 (Gotteshausbund) , (Teil vom 
schweizer Kanton Gxaubünden), Ca- 
sae Dei Foedus. — Foedus 
CathedrcUe. — Foedus Dei Domus. 

Cadiz (frz. Cadix), 1. Meerenge von 
(Golf am Atlant. Ocean), Fretum 
Gaditänum. 

2. St (Hptst. der span. Prov. C, 
südl. Spitze von Andalusien, auf der 
Nordwestspitze der Insel Leon, durch 
Natur und Kunst eine der stärksten 
Festungen Europas), Gades, -ium. 
— Civitas Gaditana. — Augusta 
IiiUa Gaditana. 

Adj.: Gaditünus, -a, -um. 

Einw.: Gaditäni. 

Cadore (la Pieve di), St. (in Priaul), 
an der südl. Nebenkette der Kärthner 
Alpen, ö. vom Piavethal), Cadu- 
hrium. — Castrum Plebis. 

CadoriuO) Distrikt (um Cadore), Ager 
Cddorinus. 

Caeu, St. (Hptst. des frz. Dep. Calva- 
dos, am Einfl. des Odon in die Ome), 
Cadümum. — Cadömus. — Cadetum. 

Caer-Gwend, s. Bristol. 

Caerleon (Caerlion), St. (engl. Grafsch. 
Monmouth, am Usk), Isca Silü- 
rum. — Isca Legio, — Legionis 
Urbs. 

Caermarthen, 1. Grafsch. (im Fürsten- 
tum Wales), Comitatus Maridunensis. 
S. St. (Hptst. von 1., am Towy), 
Maridünum. 

CaerniirTOii, 1. Grafschaft (im Füi-sten- 
tum TVales), Arvonia. — Cwni- 
latus Arvoniensis. — Snaudmiia. 

S. St. (Hptst. von 1., >am .Südende 
der Menaystrafse und der Mündung 
des Seiont), Seguntium. 

Caem-ent, St. (im Fürstentum Wales), 
Ventidümim: 



Caffa, s. Kaffa. 

Cafza, St. (in Tunis», Capsa. 
Einw.: Capsenses. 

Cagrliy St. (im ehemal. Kirchenstaat), 
Call um. — Callis. — Ad Callem. 

— Ad Cale. 

Cagrliari, 1. Vorgebirge von (am 
Meerbusen von C, auf der Südküste 
der Insel Sardinien), Promuntu- 
rium Caralitänum. — Carälis. 

ttm St. (Hptst. der Insel Sardinien, 
Kastell, Hafen, Universität), Carä- 
lis. — Caroles, 4um. — Carola. 

Einw.: Carälitäni. 

A^j.: Caralitünus, -a, -um. 

3* Meerbusen von (vgl. 1), Sinus 
CaralitWiius. 

Cahors, St. (Hptst. des frz. Dep. Lot), 
Cadurci. — Divöna Cadurcorum. 

— Cadurcum, — Bibüna. 
^ Adj.: Cadurcensis, -e. , 

Cadurcus, -a, -Mm. 

Cairo, 1«. s. Kairo. 

2* St. (in Piemont), CanaUcum. 

Caithnefs (Cathnes), Grafschaft (im 
nördl. Schottland, Hptst. Wick), 
Cathanasia. — Cathenasia. 

Ci^azzOy St. (im Neapolitanischen), 

Calatia. 
Calabrien, s. Kalabrien. 
Calagrero, St. (auf Sicihen), Schera. 

Calahorra, St. (span., in Altkastilien, 
am Ebro), Ca^agurris. — Cdl^- 
güris. — Calagoritia: — Nascica, 

— Calahorra. 

Einw. : Calaguritäni. — Nascid. 
Adj.: Calaguritänus, -a, -um. 

Calais, 1. St. (befest. Hafenst. im frz. 

I 

Dep. Pas-de-Calais, an der gleich- 
namigen Meerenge; kürzester Über- 
fahrtsweg nach England [Dover]) 
CalBsium. — Calisium. — Partus 
ITlterior. — Calstum. 
Adj.: CaletHnuSy -a, -um. 
Caletensis, ^-e. 



73 



Calamine 



Campeu 



74 



ft. Meerengo von (Pas-de-Calais), 
Fretum Gallicum. — Fretum 
Britannicum. — Fretum Caletärmm. 

— Fretum Morinorum. 

Calamine, Insel (im ArcliipeL, bei der 
Insel Kos), Calymna {Kdkvfxva). 

— Calymnin. 

Calatabellifta, El. (auf Sicilien), Cri- 
misus, — Ishürus, 

Calatafimi, St. (auf Sicilien, Prov. 
Trapani), Longarium. 

Calatatirone, St. (auf Sicilien, Prov. 
Catania), Caläta Hierönis, — 
Hyhla Minor. 

Calata Seibetta, St. (auf SiciUen), 
CalUmiania. 

CalatayuA, St. (am Jalon, span. Prov. 
Zaragoza, in Aragonien), August a 
Bilhilis. — Bübtlis Nova. — 
Ccdataiuba. 

CalatraTa, St. (in Spanien, ehem. Sitz 
eines span. Kitterordens), Gala- 
trava. — Öretum. 

Calear, s. Ealkar. 

Caldas da Beinha, St. (u. Bad, 
portug. Prov. Estremadui'a) , Äquae 
Cilinorum. 

Oaldas de MoiiLl)ay, St. (und Bad 
[Therme] in der span. Pi'ov. Barce- 
lona), Aquae Calidae, 

Caldas d'Orense, s. Orense. 
Caldera, s. Kaldem. 
Calembergr, s. Kalemberg. 
Califoinieii, s. Kalifornien. 
Calmar, s. Kalmar. 
Calmine, s. Calamine. 

Calore, M. (im Neapolitanischen^ 

Calor. 
Caloseopi, s. Belvedere 3. 

CalTi, .St. 1« (befest. Hafenst. auf der 
Westseite der Insel Korsika), CcUvium. 

. 3«. (ital.. Prov. TeiTa di Lavoro), 



Cales. 'ium. — Cale, -es. — Mum- 
dpium Caknum. -r- CaUnum. 
Adj.: Calsnus, -a, -um. 

Calw, 8. Kalw. 

Camargrue, Insel (im Delta des Rhone, 
zwischen dem Grofsen imd Kleinen 
l^one; Hauptort Sainte Maiie), Cam- 
pus Marti. — Gai Marii Ager, 
— Camaria. 

Camash, s* Kamask. 

Camb, 8. Kamb. 

Cambay, s. Kambay. 

Cambray (deutsch Kameryk), St. (be- 
fest., frz. Dep. Nord, an der Schede), 
Cameräcum. — Camaräcum. — 
Cameracensium Civitas. 

Cambresis, Landschaft (in Flandera, 
vgl. Cambray), Ager Cameracensis. 

Cambridgre, 1. Grafschaft (in England), 
Comitatus Cantahrigiensis. 

S. St. (das., Hptst., am Camber, 
Universität), Gantahrigia. — Com- 
boncum. — Camhoritum. — Cami 
. Vadum. 

Adj.: Cantahrigiensis y -e. 

Camenz, s^. Kamenz. 

Camerino, St. 1. (Hafen in der eui-op. 
Türkei), Gomarus. 

S* (im ehemal. Kirchenstaat), 
Gamerinwm. 

CammaYsa (Kumayta), Berg (im südl. 
Thessalien), Oeta (Ohrj). 

Cammin, s. Kammin. 
Campagna, St. (im NeapoKtanischen), 
Gampania. 

Campagna dl Roma, Landschaft (die 
Umgegend von Rom, den gröfsten 
Teil des alten Latium umfassend), 
Latium. — Gampania Bo- 
rn ana. — Territorium Bomanum. — 
Latium Novum. — Latium Adiectum, 
Adj . : Latinus,-a, -um. — Latius, 
-a, -um. — Laiiälis, -e. — 
, Latiüris, -e. 



75 



Cmi^Moirlio 



Cftpo Oono 



76 



Campen, s. Kämpen. 

Campidogrlio, Platz (in Born, an der 
Stelle des alten Kapitels), Ca/pitoUvm, 

Campodoleino (Campdulcin), Gemeinde 
(im schweizer Kanton Graubunden), 
Campus Dulcinus. 

Gampo Mazzone (in Neapel), Stellätis 
Ager. 
Adj.: Stellatintis, -a, -um. 

Canal &re., s. Kanal. 

Canarisehe. Inseln, s. Kanarische 
Inseln. 

Canayese, Landschaft (ehemaL Graf- 
schaft in Piemont, nördL von Turin, 
zwischen. Po, Stura u. Dora Baltea), 
Canapitium. — Comitatus JEpe- 
perodtensis. 

Caudia, s. Kandia. 

Caneto, St. (in Oberitalien), Behriä- 
cum. — Vetriäcum. — Ccmstum. 

Cangras de Oniz (SantiUana), St. (im 
kantabriscl^en Spanien), Concäna. 
Einw.: Concani. 

Canistro, Insel (im Archipelagus), 
Ampelusia, 

Canne, Ort (in Unteritalien, am südL 
Ende der apulischen Ebene, westl. 
vom jetzigen Barletta), Comnae. 
Adj.: Cannensis, -e. 

Cannes, St. (Seebad u. Hafen, frz. Dep. 
Seealpen, am Golf von Napoule), 
Bufentis. — Ad Horrea, — 
Aegitna. 

Cannstatt, s. Kannstatt. 

Canobio, Mrktfl. (in Piemont), Coeno- 
btum. 

Canösa-di-Pui^lia, St. (unterital. Prov. 
Terra di Bari), Cantmum. 
Adj.: Canusius, -a -itm. 

Canusmus, -a, -um. 
Einw.: Canustm. 
Xüan^ssa, s. Kanossa!, 

Cantal, Berggruppe (im Auvergnc'- 
gebirge; danach benannt das frz. 



Dep. C. mit der Hptst. Aurillac), 
Cdtorum Montes. 

Cantera, FL (auf Sicilien), Acestnes, 
-ae und -is. — Äbdlus. — Alabis. 

Canterbary, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Kent, am Stour), Duro- 
vernum. — Darvemum. — Dura- 
verua. — Cantuaria. * 
Einw.: Ca/ntuarii. 
Adj.: Durovernensts, -c. 
Ccmtiutriensis, -e. 

Cantire, 1« Halbinsel (lang u. schmal^ in 
der schott. Grafisch. Argyle), Cantiera. 

S« Meerenge von (ebendaselbst), 
Ccmtierae IVetvm. 

Canvey (Convey), Insel (an der Themse- 
mündung), Convennuß. — Co- 
vernius. 

CaooTS (Cavours), Mrktfl. (in Piemont), 
Cavortium. 

Gapacio (Capece), St. (im Neapolitani- 
schen), Ccfput Aqueum. 

Cap . . . . , s. Kap 

Capellen, s. Kapellen. 

Capestan, Mrktfl. (frz. Dep. Seine-et- 
Oise), Cap rast um. — Caput Stagni. 

Capitanata, Prov. (unterital., inApu- 
lien; Hptst. Foggia), Datmia, 

Capo Campanilla (oder della Minerva), 
Vorgebirge (Sicilien), Promuntu- 
rium Minervae. — Athenaewn» 

Capo Colonni, Vgb. (Südspitze Attikas), 
Sun tum (Sovviov). — Fromwfhtu- 
rium Stmiäcum. 

Capo Cormaeheti, Ygb. (Nordküste 
' der Insel Cypem), CrommyuAcris 

(Köofiß^ovkxQlq). — Promimtwrium^ 

Ceparum. 

Capo Corso, Vgb. 1. (Insel Korsika), 
Promuni^rium Sacrum. — . 
Caput Corsum. 
8. Captit Carsum Aftioanum. 



77 



Capo Figolo 



Cnrdigma 



78 



Ciq^o Figrolo, Ygb. (in Albanien [Akor- 
nanien]), Promtmtürium Actium, 

Oapo Janissaro, Ygb. (n. Hafenstadt 
Jenischer in der . kleinasiatischen 
Ebene Troas), Promtmtwrium Sigetsm. 
Adj. : Sig^uSj -a, -um. 

Capo Litar (lithoda), Ygb. (anf der 
Insel Negroponte), Cenaeum. t- 
Caruie. 

Oapo Hiseno, Ygb. (u. Stadt M. in 
Eampanien), Pr o muntür i um Mi- 
se n um. — Mons Missnus, 

Capo Passaro, Ygb. (südl. Sicilien, 

nach Griechenland zu), Promun- 

^ turtum Pachynum. — Pachynus. 

Capo de Palos, Ygb. (u. Hafenst. im 
ehem. Kgr. Sevilla in Südspanien, 
am östlichen [Tinto-] Zipfel der 
Hnelbabai), Scambraria. 

Capo de Tres Foreas, Ygb. (und 
Hafenst. Gazaca in Marocco, dem 
' ehemal. Mau/ria Tingüanä)^ Meta- 
gonium (Msray(aviov), 

Capo della Chlmera, Ygb. (in Epi- 
rus), Ceraunii Montes. — Acro- 
ceraunii Mordes. 

Capo della Testa, Ygb. (Insel Sar- 
dinien), Er^hantium. 

Capo dl Brassano, Ygb. (ünteritaüen), 
sPromuntv/rium Zephyrium. 

Capo dl Faro, Ygb. (Sialien), Pe- 
lürum {IlikwQOv axQoy). — PelH- 
rus. — PrrnnuMwrium Messdmim. 

Capo d^tria, Ygb. (u. Hafenst. in 
Istrien, südl. von Triest, am Meer- 
busen YaUe Stagnone; einst Hptst. 
des venetian. Istriens), Aegida. — 
Ca/]pula Histriae. — lustinopÖlis. 

Capo dl Santa Croee, Ygb. (Sicihen), 
ToM/tus (Siculorum). 

Capo di Spartlyento, Ygb. (Südspitze 
Italiens am Ionischen Meere), Pro- 
muntürium Bruttium. — Her- 
ctdis Fromuntii/rium. 



Gapn^a^ Insel (zwischen der Nord- 
spitze von Korsika u. Toscana, vul- 
kanisch-gebirgig, nur an der Ostseite 
bei der gleichnamigen, durch ein Fort 
geschützten Stadt zugänglich), Ca* 
prasia. — Aegilon, -önis. 

Caprera, Insel (Felseneiland an der 
Nordostspitze vonSardinien), Aegxla. 

— Capraria. 

Oaprl, Insel (vulkan. Felseninsel, am 
Eingang des Golfs von Neapel ; der 
wesÜ. Teil Anacapri, dm'ch steile 
Felswand abgeschieden), Capreae. 

— Capria. 

Adj.: Capreensis, -e. 

Caprlstano, Lai^o dl (oder delano), 
See (gröfste im südl. Itahen, im 
ehemal. Marserlande), Locus Fücinus. 

Capua, St. (befest., unterital. Prov. 
Terra di Lavoro, am Yoltumo; die 
alte St. lag etwas östlicher), Capua. 

Einw.: Capy^ni. 

A^j.: Capu^ensiSj -e. 

Capua Nova, s. Nova Capua. 

Carae^Ja, Ygb. (Halbinsel Krim), 
Charax. 

Caramanlen, s. Karaman. 

Carapherla, s. Yeria. 

Carasu, Fl. 1. (in Kleinasien [Oihcien]), 
Cydnus. 

2* (europ. Türkei), Atkyras. — 
Pydaras. 

Cararainrlo, Mrktfl. (Oberitalien, bei 
Bergamo), Caravacium. — Cava- 
vagium. ' 

Careassonne, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Aude, an der Aude ipid dem Süd- 
kanal), Carcäso. — Carcäsum 
(Volcarum). — Carcasso. — Car- 
eassio. 
Adj.: Carcoßsonensis, -e. 

Garden, s. Karden. 

Cardlgran, 1. Grafischaft (südwestl. 



79 



Curdona 



Cartagrena 



80 



Wales in England), Comitatus Cere- 
iicensis. 

)3« St. (Hptst vonl., am Teify), 
Ceretica, 

Cardona, St. (befest., span. Prov. Bar- 
celona), Äthanagia. — Udüra, 

Carentan, St. (frz. Depart. Manche), 
Carento. — Carentünum. 

Carlati (oder Torre di Piumenica), St. 
(im Neapolitanischen), Paternum. 

— Chariatum. 

Caridia, St. (in Rumelien), Cardia. 

Carigrnano, St. (ital. Prov. Turin, am 
Po), Canniänum. 

Carinola, St. (im Neapolitanischen), 
Forum Claudii. — CalSnum. 

Caristo, St. (oder CasteLEossa auf 
der Südküste der Insel Negroponte 
[Euböa]), Carystos (KocQvarog), 
Einw. : Carystii, . 

Caritena, St. (auf der Insel Kreta, 
jetzt Trümmer bei Hagios Dheka), 
Gortys (roQxvq, besser roQxvv). 

CarlborgTy s. Karlburg. 
Carleby, s. Karleby. ' 

Carlingrford, St. (irische Grafschaft 
Louth, Prov. Leinster), Carlingo- 
fordia. — Buvindum. 

Carlisle, St. (Hptst. der engl. Grafsch. 
Cumberland, am Eden), Carleölum. 

— Brovoniäcvim. — Lugovällum. — 
Luguballivm. — iMgubaMia. — 
Luguvallum, 

Carlopagro, St. (in Dalmatien), Cam- 
pus Carolmus, 

Carlowitz,. s. Karlowitz. 

Carlsbad, s. Karlsbad. 

Carlserona, s. Karlskrona. 

Carlshafen, s. Karlshafen. 

Carlsmhe, s. Karlsruhe. 

Carlsstadt, s. Karlsstadt. 

Carmagmola* (Carmagnole) , St. (ital. 



Prov. Turin, unfern vom Po), Car- 
maniÖla. — Carmanola, 

Carmona, St. (span. J*rov. Sevilla, 
Südspanien), Carmo, -ünis. — Car- 
mona. — Ca/rmmiia. 
Einw.: Carmonenses. 

Carnak, s. Kamak. 

Camero, Meerbusen von (Teil des 
Venetianischen Meerbusens), Sinus 
Carnarius. 

Caromb, St. (Dep. Vaucluse im Süd- 
ost!. Frankreich), Carumbus. 

Caros de los Infantes, MrktfL (Spa- 
nien), Ilarcuri». — Larcwris. 

« 

Carpatheu, s. Karpathen. 

Carpenitza, St. (Halbinsel Morea in 
Griechenland, im alten Messenien an 
der arkadischen Grenze), OecJuüia 
(OlxaUä). 

Carpentras, St. (frz. Dep. Vaucluse, 
am Auzon), Carpentoracte. — 
Carpentoractum. 

Carpi, 1. St. (ital. Prov. Modena, am 
Secchiakanal), Carpium, 

Carpi, d. Dorf (bei Verona, an der 
Etsch), Carpium ad Äthesin. 

3» ehemal. Fürstentum (Prov. Mo- 
dena), Principatus Carpiensis. 

9 

Carrick (a Eede oder Carriokfergus), 
Si (auf einem Felsen an der Küste 
der irländischen Provinz Ulster, 
durch eine Taubrücke mit dem Fest- 
land verbunden), Caricta. — Fer- 
gusii Bwpes, — Fergusii Scopulus. 

Carrion de los Condes, St. (Spanien), 
Carrio Conutum. 

Cartagena, St. 1. (bef., span. Prov. 
Murcia, Kriegshafen), Carthago 
Nova, — Carthago €tpud Ibiiros. -— 
Spartaria. 

S. (C. de las Indias,, Hptst des 
Staate^ Bolivai- in Neu-Granada, am 



81 



Carnsn 



Castel Yiseonte 



82 



Karaibischen Meer), Carthago In- 
darum. 

Camsii (auch fiazelm-See oder See 
Unserer Lieben Frau, in Bulgarien), 
Halmyris. — Locus Beatat Ma- 
riae Danuhtanae, 

Casale, St. (ital. Prov. Cuneo, am Po ; 
Citadelle), Bodincomägus. — 
Bodincömum, — Cass^lla, — Casäle. 
— Casäle Sandi Evasii. 

Casalmaggriore, St. (ital. Prov. Cro- 
mona, am Po, mit grofsen Damm- 
werken), Casäle Maius. 

Casan, s. Kasan. 

Caseaes, St. (span. Prov. Estremadura), 
Cascale, 

Caschan, s. Kaschau. 

Casehmir, s. Kaschmir. 

Casimir, s. Kasimir. 

Casoll, Mrktfl. (im Neapolitanischen)^ 
Casulae, ' 

Caspisches Meer, s. Kaspisches Meer 

Cassäno, St. (Italien. Prov. Mailand, 
an der Adda), Cassänum, — 
Cosänum. — Cassanum ad Äddtiam. 

CasseJ, 1. s. Kassel. 

2. (Mont Cassel), St. (^frz. Dei). 
Nord), CasteUiim Mamiorum. 

Cassis," St. (^frz. Dep. Bouches-du- 
Rhöne), Ca r sie i. — Poiius Carsicis. 

Casso (Cago), Insel (im Archipel, 
CasuS' — Casos. 

Cassopo, Dorf (auf der Ionischen Insel 
Korfu), Cassiope. 

* Castagrnati^ebirgre (europ. Türkei), 
Pangaeus^ * 

Castel, s. KasteL 

Castel Aragonese, St. [mi der Insel 
Sardinien), Empor iae. — Castrum 
Äragonense. 

Castel Baldo, St. (im Ycnetianischen), 
CasteJltim Baldum. 



Castel Bologrnese, St (an der alten 
Via Aemilia, zwischen Bologna und 
Ravenna), Casii-um Bolome^ise. 

Castel Burante, St (im ehemal. 
Kirchenstaat), Castellum Duran- 
tium, — Urhania. 

Castel Franco (S. Doxiino), St. (in der 
Lombardei, ital. Prov. Treviso, am 
Musone), Castrum Francorum. 
— Forum Gallorum. 

Castel Gandolfo, Schlofs (päpsti. Lust- 
schlofs bei Rom, am Albanersee\ 
Ärx Gandiilfi. 

Castel Geloux (Jaloux), St (frz. Dep. 
Lot-et-Garonne) , Castrum Gelosum. 

Castel Leone, St 1. (Oberitalien), 
Castrum Leonis. 

2. (neapoHt. Prov. Terra di La- 
voro), Castrum Leonis ad Mare. 

Castel Magg:iore, St. dtal. Prov. 
Lucca), Castellum Maius. 

Castel Nuovo, St. (im Mailändischen), 
Castrum Novum ad Adduam. 

Castel NttOTo dl Garfagrnana, St. 

(ital. Prov. Modena), Castellum 
Novum Garfinianum. — Cafe- 
rofiianum. 

Castel NttOTO dl Scrivia (oder Tor- 
tonese), St. (in Piemont), Castrum 
Novum Deiionense. 

Castel Rampano, St. (am griechischen 
Meerbusen Ronchio), Cypofrissus. 

Castel Bosse, s. Caristo. 

Castel San Pietro, Mrktfl. (im ehe- 
mal.. Kirchenstaat) , Castellum 
Sancti Petri. — Silarum. 

Castel TeccMo Snbreqoo, St (im 

Neapohtanischen), Colonta Super- 
aequäna, — Su/perequumi. 

Castel Vetere, St. (im Neapoütani- 
schen), Castrum Vetrtum. — 
Caulonia. 

Castel Yiseonte, Schlofs (ital. Prov. 
Cremona), Castrum Vicecomitwii. 



83 



Castel Toltnmo 



Castro 



84 



Castel Yoltamo, Mrktfl. (ünteritalien, 
am Voltumo), Castmm VoUwrnL 

Castel-a-Mare della Braeea, St. (im 

Neapolitanischen), Elta, — Helta. 
Velia. — Veliae, 

Castel-a-Mare di Stalila (Castella- 
mare), St. (im Neapolitanischen am 
Meere), StaMae. 

Castelbranco (Gastello Branco),. St. (in 
Portugal), Albicastrum. — Castel- 
lum Alhwm. — Castrobracum. — 
Caströbracense oppidum. 

Casteleorn, Herrschaft (u. Schlois in 
Tirol), Castrum Comu. 

Castelbolm, s. Kastelholm. 

Castellana (Civita Castellana oder 
Santa Maria di Falari), St. (im ehe- 
mal. Kirchenstaat), Colonia Fa- 
lls ca. — Colonia Itmonia, — 
Falerii. — Aequum ^(üiscum. 

Castellaun, s. Kastellaun. 

Castellazo, St. (in der Lomhordei), 
Gaimmdiimi. 

Castello di Solanto, St. (auf Sicilien), 
Salus, 'Untis (SoXoeig)- — So- 
Iwntum. 
Einw.: SolunlMiL 

Castello de Ampurlas, St. (Spanien), 
Emporiae. 

Castelmagrao, Dorf (in Piemont), 
Castelliim Maius Pedemontii. 

Castelnaudary, St. (südfrz. Dep. Aude, 
am Canal du Midi), Castellum 
Arianorum, — Castelliim Novum 
Ariani. — CaMelavinm. — Atira- 
vium. — Sostomagus, ' 

Castel nau de Medoe, St. (frz. Dep. 
Gironde), Noviomügus. — Neo- 
magus» 

Castisrlione, 1. Mrktfl. (am Tusk. 
Meere), Castellio Piscaria. — 
Castilio. 

S* St. (in Piemont\ Castelltonum. 



Castigrlione, - 3. St. (Prov. Lucca), 
Castilio I/accensis. 

Castigrlione Aretino (oder Morentino), 
St (im Florentinischen) , Aretium 
Fidens. 

m 

Castigrlione Hantnano, Mrktfl. (bei 
Mantua), Castilio MaMwma. 

Castiijrllone Maritimo, St. (im Nea- 
pohtanischen), Castilio CaloLbriae. 

Castigrlione della Peseaja, See (kl., 
in Etrurien), Iakms Prilius. 

Castigrlione delle StlTiere, Mrktfl. 
(itaL Prov. Brescia), Castilio Stive- 
rorum. 

Castigrlione di Cosenza, St. (bruttisohe 
Stadt in Unteritalien), Castilio Con- 
sentina. 

Castilien, s. Kastilien. 

Castilio, Mrktfl. (Spanien), Fanum 
Herciüis. 

Castona la Tieja, Bergwald (Spanien), 
SaMus Castulonensis. 

Castres, St. 1. (frz. Dep. Tarn, am 
Agout), Castrum Albiensium. 

S« (frz. Dep. Gironde), Castra ad 
Garumnam. 

Castri, Mrktfl. (im jetzigen livadien, 
einst St. in PhoMs^ am Pamafs, am 
AbfluTs der Kastalisöhen Quelle, mit 
Apollotempel u. Orakelstätte), Delphi. 

Castro, 1. St. (im südl. Morea, einst 
Hafenstadt in Argolis mit dem Tem- 
pel der Demeter), Hermiöne CE^- 

tiioxn)' 

2. St. (auf der Westseite der Insel 
Lemnos), Mynna (MvQiva). 

3. Hzgt. (ehem., im einstigen 
Kirchenstaate), Ihicaii^ Castrensis. 

4. St. (in 3.), Castre.monium, 
' Castricomium. 

5. St. (im Süden der Prov. Neapel), 
Castrum Min erva e. — ArxMiner- 
vae. — Minervium. — Portus Veneris. 

6* (oder (Meteüno), St. (u. Hafen 



85 



ÜMtro del Bio 



CephftlOMia 



86 



auf der Insel Metelino), Müylene 

Castro del Bio, Mrktfi. (Spanien). 
Castra Postumiana. 

Castro Oloraiiiii, St. (sicil. Prov. Cal- 
tanisetta, dtadelle), Enna, 
Adj.: Etmensis, -e. 

Catalonien, s. Katalonien. 

Catania (Catanea), St. (in der gleich- 

nam. Prov. auf Sicüien am Ätna u. 

am Meer), Catina. — CaUna 

(KardvTj). — Oppidum Catinense. 

Einw. : Catinemes. 

Adj.: Catinaeus, -a, -um. 

Catanzäroy St. (Hptst. der ital. Prov. 
Calabria ultra 11, am Golf von 
Squillace), Catacium,^- Catancium. 

Catelet (Le), Mktfl. (frz. Dep. Ai^e), 
CasteUEttim. 

V 

Cattaro, St. (in Dalmatien, in der 
Bucht Bocche di C, stark bef. östr. 
Kriegshafen), Cathäru m^Ka&aQov). 

— Catärum. — Catara. — Äscri- 
vium. 

Cattegat, s. ICattegat. 

Cattwijk op Zee, s. Kattwijk op Zee. 

Caub, s. Kaub. 

Caacasus, s. Kaukasus. 

Caadel>ee, St. (Hptst. der Landschaft 
Cäux in Frankreich), Calidohecum. 

— Latomagus Cäldebeccum. 

Caumont, Mrktfl. 1. (frz. Dep. Yau- 
cluse), Ccüvimons Frovinciae^ 

d* (frz. Dep. Calvados), Cälvinums 
Normanniae. 

Canx, Landschaft (frz. Dep. Basse- 
Seine, Hptst. Caudebec), Äger Cdle- 
tensis, ' 

Cara, 1. St. (ital. Prov. Principato 
citeriore), Mardna. 

d* Kloster (berühmte Benediktiner- 
abtei in 1.), Cavea, 

CaTan, Grafechaft (irl. Prov. Ulster, 



Hptst C), Cavanum, — Brearia. 

— Brenia, — Brefinia. 

Cayeux, St. (frz. Dep.'Somme), Setüci. 

Caymanlnseln (westindische Insel- 
gruppe, südl. von Cuba; nur eine, 
Gr.-Cayman, bewohnt), Crocodilorum 
Imulae. 

Cazdres, St. (frz. Dep. Garonne-Sup.), 
Calagorns, 

Cedogrufty I<ft9 St. (auch Pandosia, in 
der südital. Prov. Apulien), Äqüi- 
lonia. — Herdoma. — Ärdotieae. 

— Erdoneae. 

Cefalonia, s. Cephalonia. 

Cefaltt (Cifalu),' St. (auf Sicilien, Prov. ' 
Palermo, an der Küste), Cephaloe- 
dis. — Cephaloedium. 

Cegrii) St. (im Neapolitanischen), 
Caelium. — Celia. 
Adj.: CcteUnus, -a, -wfn. 

Celano, St. (ital. Prov. Abruzzo ultra 11; 
nördl. der See von Celano mit dem 
neuerdings wiederhergestellten Ab- 
zugskanal nach dem Meere), Cae- 
länum. — Celänum. 

Celano, Lago dl, See (s. St. Celano). 
Lacus Fucinus. 

Celle, St. (Kreis C, Landdrostei Lüne- 
burg, Prov. Hannover, an der sohiff- 
baren AUer, welche daselbst 1. die 
Fuse imd r. die Lachte aufnimmt), 
Cella. — Cellae. 
Adj.: CellensiSj -e. 

Ceneda, St. (in der Lombardei), J.cg- 
des. — Acedum. 

Cenis, Mont, s. Mont Cenis. 

Centorbe (Centorvi), St. (auf Sicilien), 
Centurxpa, -orum. — Centuripae. 

— Centimpinuin. — Civitas Cen- 
turipina. 

Ceplialonia, Insel (eine der Ionischen, 
vor dem Golf von Patras, bergig; 
Hptst. Argostoli), Cephcäenia (Ke- 
ipaXXrjvla). 



87 



CepMuio 



ChMons-saivSadne 



88 



Ceprano, s. Pontecorvo. 

Cerasonde, s. Keresoun. 

Cerdagrne, Grafschaft (ehem. in Frank- 
reich und Spanien), Ceredania. — 
Cerritania. — Cardania. 

Ceret, St. (frz. Dep. des Pyrenees- 
Oiientales), Ceretum. 

Cerigo, Insel (griech., südl. bei Morea ; 
Hptort Caspali), CythEra, -ae, — 
Ci/thsra, -orum. 
Adj:: CytherBus, -a, -um, 

Cerigrotto, Insel (südösÜ. von Cerigo, 
Station der aus der Levante kom- 
menden Schiffe), Äegilia, -ae. 

Cert, Fl. (in Schottland^, Carthus, 

Cervaro, Fl. (im Neapolitanischen), 
Cerbalus. 

Cervera, St. (span., Katalonien), Cer- 
varia. — Cerveria. 

CJerveteri (Cerveterre, Cervetro), Dorf 

(einst St. in Etrurien), Caere (n. in- 

decl.) und Caere [ttts und Etis), — 

Agylla {jiyvXlcc). 

Einw.: Caerttes oder CaerEtes, --wm, 

Adj.: Caeres, -Etis, 

Caeretänus, -a, -um, 

Ceiria, St. (im einst. Kirchenstaat), 
Ficode. 

Cerzun, Gemeinde (schweizer Kanton 
[ital. Schw.] Veltlin), Cercwnum. 

Cesena, St. (ital, Prov. Forh, am Savio ; 
Kastell), CaesEna. — Ciirva Cae- 
sEna. 
Adj.: CaesEnaSj -ätis. 

Cette, St. (hef. See- u. Handelsst. im 
frz. Dep. Herault, an der Mündung 
des Kanal du Midi, auf einer Land- 
zunge zwischen dem Meer und dem 
Etang von Thau; siebenter Handels- 
hafen Frankreichs), Set tum. — 
Setiena. — Segium. — Sigium, — 
Messua Collis. 



i 



Ceuta, 1« St. (Span. Festung an der 
Küste von Marokko, Gibraltar g^en- 
über\ Septa, -orum. 
3« Vgb., Ahyla, 

CeYennengrebirgre (in Südfrankreich 
[Languedoc], vom Lozeregebirge süd- 
westl. bis zum Canal du Midi), 
Mona Cebenna. — Montes Ceben- 
nici. 

Ceylon 9 Insel (britisch, im. Indischen 
Ocean, von der NOspitze Vorder- 
indiens durch die Palkstrafse ge- 
trennt) , Taprohane ( TaTtQoßdvt] 
aus dem arischen Beinamen Tdm- 
praparni = locus maiw plantis 
rühr 18 plenus). — Ceilänum. 

Chabeuil, St. (frz. Dep. Drömo), Cha- 
h ein um. — CJiabulium. — Cei'e- 
beliaca. 

Chablals (Ciabiese), Landschaft (ehem. 
savoy.- Herzogtum, frz. Dep. Haute- 
Savoyo, am Genfersee; Hptst. Thonon), 
Ducatus Caballicus. — Ager 
Cahellicus oder Antuatum, 

Chablis, St. (frz. Dep. Tonne, Nieder- 
burgund, 1. Ufer des Serein, ö. von 
Auxerre), Cabelia. — Cabliacu/m. 

Chaise -Biea 9 St. (frz. Dep. Haute- 
Loire), Casa Dei. 

CJiftlonnols, Landschaft (Franki-eich, 
s. Chälons-sur-Saone), Ager CahiUo- 
nensis. 

Chftlons-siir-Manie, St. (Hptst. des 
frz. Dep. Marne, an der Marne; nö. 
das stehende Übungslager der Fran- 
zosen), Catalauni. — Catelauni. — 
CaUüaunum, — Civitas Cakümtr 
narum. — DurocatcUatmi. 
Adj.: Catalaunicus, -a, -im. 
Catalaunensis, -c, 

Chftlons - snr • Sadne , St. (&z. ' Dep. 
Saone-Loire, an der Saone), Cabil- 
iJinum. — Cabillo, -ön»s. — Ca- 
bülio. — Cimtas Cabülonensi^. — 



89 



€halus 



Charlotteaborir 



90 



Cabill^nes. — CabalUnum. — Ca- ' 
hallodunum. 

CSialus, St. (frz. Bep. Haiite-Vieime'), 
Castrum Lucii. 

Cham, St. (Bezirksamt, bayr. RB. Ober- 
pfalz, in einem Thalbecken zwischen 
dem Bayrischen und Oberpfälzer 
Wald, am Regen; einst wichtige ' 
Festung), Camhuni. 

Chamb, Fl. (r. Nbfl. des Regen; entspr. 
in Böhmen, mündet ö. von Cham), 
Cambus Bavaricus. 

Chamber}', St. (früher Hptst. des sar- 
din. Hzgts., jetzt des frz. Bep. Sa- 
voye, an der Eisenb. von Genf zum ' 
Mont Cenis), Cavierinum Lem- 
niorum. — Camberiäctitn. — Cam- j 
berianum. — Camhei'inum. — Cam- ! 
berium. I 

Chambord^ Boif (u. sechstürmiges 
Sohlofs im fr'z. Bep. Loire-Cher, am 
Cousson, unweit Blois), Cambo- 
riiim. — CJiamhordium. — Cham- 
boritum. 

Chambre, Mrktfl. (Savoyen\ Camera. 
— Cameras Oppidum. 

Chambre, La, Hafenst. (Bretagne), 
Camera Britanniae Minoris. 

Chamouni, Thal (in Savoyen, zwischen 
den Grajischen und Pennini sehen 
Alpen, von der Arve durchströmt, 
darin das Borf C, von wo der Mont- 
blanc erstiegen wird), Camptmon- 
tium. 

Champagrne, Landschaft (alte franz. 
Provinz, zerfäüt in die dürre und 
arme Nordosthälfte [Champagne 
pouilleuse] u. die fi-uchtbare reiche 
Südwesthälfte ; Hptst. Troyes. Jetzt 
die Bep. Ardennen, Aube, Marne u. 
Obermame, Teile von Aisne, Tonne, 
Seine-Marne u. Meuse), Campania 
Gallica. — Campania Francica. 
Adj.: Campanus, -a, -um. 



Chanonry (Channerie) of Rosse, 
Mrktfl. (in Schottland), CA onrea. — 
Chatwricum. — Canoricum. 

Chantilly, Mrktfl. (frz. Bep. Oiso, 
n. von Paris), ChantiUäcum. 

Chapelle (La) Born Gillon (oder 
B'angillon), St. (fi-z. Bep. Cher, 
Capeila Domini Gilönis. 

Cbardak, s. Lapsaki. 

Chareate, Fl. (westl. Frankreich, entspr. 
auf den Limousiner Bergen, mündet 
der Insel Oleron gegenüber in den 
Atlant. Ocean), Carantönus. 

Cbarenton, 1. Mrktfl. (frz. Bep. Seine, 

so. bei Paris, an der Seine; dabei 

das Fort Ch. zwischen Marne und 

Seine), Carentonium. — Carentönus. 

ft. St. (frz. Bep. Cher), Carento- 

'nium Bituricense. 

Charleinont, St. (befest., fr*z. Bep. Ar- 
dennen\ Carolomontium. 

Oharlemount, St (in Irland), Carolo- 
montium Hibemicum, 

Charleroy, St. (bef., belg. Prov. Henne- 
gau, an der Sambre), Carololesium. 
— Caroloregium. 

Charleston, St. (u. erster Handelsplatz 
in SüdkaroHna, Nordamerika, am 
Meere zwischen den Flüssen Ashley 
und Cooper), Carolopblis Ameri<mia 
Carölinensis. 

Charlestowu, St. (in Massachusetts, 
Nordamerika, Boston gegenüber, am 
Charlesflufs), Carolopolis Americana. 

CharleTille, St. (fr?. Bep. Ardennen), 
Carolopolis Campania^. 

Oharlieo, St. (frz. Bep. Loire), Cari- 
locus, — Qei'golnna. 

CharlottenburgTy St. (u. Stadtkreis, 
Prov. Brandenburg, RB: Potsdam, an 
der Spree, 6 km von Berlin), Ärx 
Carallnae. — CaroUnae Burguni. 



91 



duucolai» 



ChftteUomlt 



92 



Charolais, Landschaffc (ehem. Grafeoh. 
im Dep. Saone-LoireX Garolesium, 

— FoL^iM Qitad/rellensis (oder Quadri- 
geUensis). 

CharoUeSy St. (Hptst. d. frz. Dep. 
Saone- Loire, in der ehem. Grafsch. 
Charolais), CaroUae. — Quadri- 
gellae. 

Charost, St. (frz. Dep. Cher), Caro- 
phium. — Carovium. 

Ghartrain, Landschaft (frz. Dep. Eure- 
Loire), Ager Carnutensis. — 
Terra Camütum. 

Chartres, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Eure -Loire,- an der Eure; Hauptort 
der ehemal. Landsch. Chartrain), 
Carentum. — Äutricum. — Car- 
notena Uros. — Carnutes. — Ces- 
sero. 
Adj.: Carnutensis, -e. 

Ch&teaubrlant, St. (frz. Dep. Nieder- 

lorre, am Cher), Castrum Brientn. 
Chftteau-Gambresis (La Cateau), St. 

(frz. Dep. Nord, am Seiles), Castrtm 

Cameracense, 
Chftteaa-Ceaux, Dorf (frz. Dep.Manche), 

Castrum Celsum. 

Chftteau-Gfainon, St. (frz. Dep. Nevers), 
Castrum Canirmm, 

Chftteau -Dauphin, Sohlofs (in Fie- 
mont), Castrum Delphini. 

Chftteaudun, St; (frz. Dep. Enre-Loire, 
an der Loire), Castellodanum, — 
Castrodtiwum, — Dünum. 

Chftteau-Gontier, St. (franz. Dep. 
Mayenne), Castvum GonthSri. . 

Chftteau-dlf, Sohlofs (frz. Dep. Ehone- 
mündungen) , Castrum Iphium, 

— CasteUum Iphium. — Arx Iphia. 

— Arx Taocima. — CoMeMum 
TaxiHnum, 

CUteau-Landon, Mrktfi. (frz. Dep. 
Seine-et-Mame), Castrum Lan- 



donis. — Vaüaitdümm. ^ VdkM- 
nodünum. 

Chftteau-Meillaiit (oder Meylieu), St. 
(frz. Dep. Cher), Mediolänum 
Cuhorum. — Castrum MedioWm, 

Chftteauneiif, St. 1. (frz. Dep. Enre- 
Loire, 8. von Dreux), CastrumNovum, 
S. (kl., frz. Dep. Mayenne-Loire), 
Castrum Novum ad Sartam. 
— CastrtMn Novum CenomoMense. 
3. (kl., frz. Dep. Ble-Vilaine), 
Castrum Novum Aremoricae, 

4* (frz. Dep. Charente), Castrum 
Novwm IncuUsmense. 

Chftteaimeiif-siir-€her, St. (frz. Dep. 
Cher), Castrum Novum ad Ca/rim, 

Chftteaaneaf-suT-Loire, St. (frz. Dep. 
Loiret), Castrum NowMn ad Lig^rim. 

Chftteau-Porcien, St. (frz. Dep. Ar- 
dennen), Castrum Forcianum. 

Chftteau-Begrnaud, St. (frz. Dep. 
Indre-Loire), Castrum Begtnaldi. 

— Ca^omentum. 

Chftteau-Benard, St. (frz. Dep. Loiret), 
Castrum Vulpinum. 

Chftteauroux, St. (Hptst d. frz. Dep. 
Indre, am Indre), Castrum Bo- 
dulphi. — Castrum Budolphxnum. 

— Castrum Bufum. 

Chftteau-Salins, St. (frz.Dep.Meurthe), 
Castrum Salinarum, — Castel- 
lum Salinarum. 

Chftteaa-Thierry, St. (frz. Dep. Aisne), 
Castrum Theoderici. 

ChftteaaTillain, St. (frz. Dep. Haute- 
Mame), Castrum Villänum. — 
De Casteüo Vülico, 

Chfttelet, St. (in Belgien [Lüttich]), 
Cassdetum, 

Chfttellerault, St. (frz. Dep. Yianne, 
an der Yienne),* Castrum Her aldi, 

— Castrum Airaudi. 



93 



Ghttülon 



Cheßter 



94 



OlAtillon, 1. St. (kl., franz. Dep. 
.. Bouches-du-Khone), CiMteUio. 

2« (franz. Dep. Deiix-Sevres\ 
CasteUio ad Sepäram Narmetensem. 

CMtillon-de-Medoc, St. (frz. Dep. 
Gironde), Castdlio Medulci. 

Chfttilloii-eii-Bazois, Mrktfl. (frz. Dep. 
Nievre), Castellio Tractus Niver- 
nensis, 

Chfttillon-les-Bombes (oder sur Cha* 
laronne), St. (Bouxgogne), Castdlio 
Burgu/ndiae, 

Clifttilloii-sar-€her, Mrktfl. (frz. Dep. 
eher), CastelUo ad Carim. 

Ghfttillon-snr-l^dre, St. (frz. Dep. 
Indre), CastelUo ad Ing^rim, — ; 
CastelUo ad Augerim. 

GhfttiUon-siir-Loing, St. (Orleans), 
CasteUio ad I/upiam, 

Chfttillon - sur - Loire , St. (Loiret), 

CastelUo ad Ligerim, 

Chfttilloii-sur-Mame, Si (Marne), 
CastelUo ad Mairönam, 

Chfttillon-sur-Saöne, St. (Hante- 
Saone), CastelUo ad Ararim. 

Ch&tillon-sar-Seine, St. (Cote d'Or, 
an der Seine), CastelUo ad Sequanam. 

Chfttillon - sur <* S^yre ^ St. (Yienne), 
CastelUo Fidaviae. 

Chaud, St. (in Savoyen), Calidum, 

CbBades-Aignes, St. (u. Bad, frz. Dep. 
Cantal, and.Tniyere), AquaeCalentes. 

Chaiimoiit, St. 1. (Hptst. d. frz. Dep. 
Haute -Garonne), Calmontium Vas- 
coniae. 

9m (frz. Dep. Oise), Calvimontiimi, 
— Caivus Mons, 

3* (Savoyen), Caimontiuin, 

Chaumont-en-Bassigrnj, St. (Hptst. 
des frz. Dep. Hante-Mame), Calvus 
Mons Bassiniae. — Calmontiwm 
Bassmiae. 



ChauTUrny, St. (frz. Dep. Vienne), 
Caimmäcum. 

Chayes, St. (portug. Prov. Traz-os- 
Montes, r. am Tamega, r. Nbfl. des 
Douro), Aquae Flaviae. — Aqui- 
flavta. — Chavae, 

Chelm, 1« Landschaft (Woiwodschaft 
in Eussisch- Polen), Palatinattts 
Chdmensis. 
9m St. {m\.)yChelma. — Chelmum, 

Chelmsford, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Essex), Caesar oniagus. 

Chemnitz, St. (selbst, Egr. Sachsen, 
Ereishauptm. Zwickau, an der Chem- 
nitz, welche sich bei Alt-Chenmitz 
aus Zwönitz und Würschnitz bildet 
und unterhalb Wechselburg in die 
Zwickauer Mulde fliefst), Chem- 
nitz um. — Chemnitium Hermtm- 
durorum, 
Adj.: Chemnicensis, -e. 

eher, M. (1. Nbfl. der Loire, vom 
Auvergnegebirge, mündet unterhalb 
Tours; danach benannt das frz. Dep. 
Cher, mit der Hptst. Bourges), 
Caris, -idis. — Carus, — Charus, 
— Chares. — Scara. 

Oherasco, St. (in Piemont), Clarascum, 

Cherbourg", St. (stärkster frz. Eriegs- 
hafen, Dep. Manche), Caesaris 
Burg US. — Caesarobu^gum. — 
Carobu/rgum. — Caroburgus. — 
CoriaUum. 

Cherso, Lisel (u. gleichn. Hptst. darauf, 
im Quamerogolf [Istrien], durch 
eine Brücke mit Lussin verbunden), 
Crepsa. — Cressa. 

Gherson, St. (befest. Hafen u. Hptst. 
[an der Mündung des Diyepr] des 
gleichn. südruss. Gouv. am Schwarzen 
Meer), Chers o, -jynis. — Chersonium. 

ehester, 1. Grafschaft (Westküste £ng^ 
lands), Comitatus Cestriensis, 

2« St. (Hptst. von 1., am Don), 
Ce Stria. — JDeva. 



95 



Chesterfteld 



€hiii8a 



96 



Chesterfleldy St. (im westl. £ug1and, 
Grafsch. ehester), Cesterflda. 

Chiana, Fl, (MittelitaUen; sein Thal, 
Val dt Chiana, vom Knie des Arno 
bei Arezzo bis zum Tiber, kanalisiert, 
sodafs das Wasser zu beiden Seiten 
abläuft), Clanis. — Glanis, — 
Glanus. 

Chiana -Palude oder Chiani, Sumpf 
^s. Chiana), Palus Clusina. — 
Ager Clantius. 

Chiarenza, 1. Mktfl. (griech. Seehafen, 
auf Morea, nördl. Elis), CyllEne 
(/Ti'AAjJyjy). — Clarentia. 

3. Vorgeb. (ebds.), Mons Cylle- 
nius. 

Cliiaretta, Fl. (auf Sicilien), Shnaethus 

Cliiari, St. (ital. Prov. Brescia, am 
Oglio), Clarium. 

Chiavari, St. (Hafen, ital. Prov. Genua), 
Clav ar um. — Claverium . — 67a- 
vennum. 

CliiaTenna (Cläven, Cleven), St. (ital. 
Prov. Sondrio, an der Maira, am 
Fufs des Splügen), Clavenna. 

Chichester, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Sussex, unfern der Südküste), 
Cicestria. 

düemsee (grölster Landsee in Bayern, 
mit 3 Inseln, imweit des Nordfulses 
der Alpen, durch grofse Filze [Moore] 
getrennt; empfangt die Achen und 
Prion aus den Alpen und entläfst 
die Alz zum Inn), Lacus Chhmi- 
agus. — Lacus CTitEmus. — Lacus 
Chiemensis. 

Cliieriy St. (ital. Prov. Turin), Carea. 
— Carea Fotentia. — Carium. — 
. Chierium. — Cherium. 

Chiese, Fl. (in der Lombardei, von den 
Orteier Alpen, mündet unterhalb 
Asola in den Oglio), Clusius'. — 
ClausiuB. — Clesius. 



Chieti, St. 1. (befest. Hptst. der ital. 
Prov. Abruzzo citra, am Pescara), 
TeäteMarrucinorum. — Teatea. 
Einw.: Teattni. 

^m (auf der Südküste der Lisel 
Cj'pem), Citium (Kltiov). 
Einw.: Citiei. 
Adj. : CitieuSy -a, -um, 
Citiäcus, -a, -um. 
Citiensis, -e. 

ChidTres, St. (in Belgien), Cervia. 

Clilmay, St. (in Belgien), Cimacum. 
— ' Chimäcum. — Chimaeum. 

Chimera, St. (in Albanien), Acroce- 
raunt a, -ae. — (Jhimaera (X(^ 
fiaiQcc), 

Cliiineray Bella- (oder Khimarioli), 
Gebirge (albanische [epirotische] Ge- 
birgskette, mit dem Kap Linguetta\ 
Acroceraunia, -orum. — Montes 
Acrocerau/nii. — Montes Ceraunit. 
— Ceraunia (Ta axQa r« KsQavvia). 

China (Sina, Tschina), Kaiserreich 
(gröfste Land Asiens, besteht aus 
dem eigtl. China u. verschiedenen 
Nebenländem: Mandschurei, Mongo- 
lei, Tibet, Korea, Lieukhieuinseln), 
Sina, -ae. — China. — Imperium 
Sinense, — Üegio Sinarum. 

Einw.: Sinae. — Chinenses. 

Adj.: Sinensis, -^. 
Chinensis, -e. 

Cliiney (Ciney), St. (in Namur[Belgien]\ 
Cennäcum. — Chinetum. 

Chinon, St. (frz. Dep. Indre-et-Loire), 
Caino, -önis. — Chinonium. 

Cliiogrgria (Chiozza), St. (u. Hafen auf 
der gleichn. Insel Ch. in Venetien, 
s. von Venedig, mit- steinerner Brücke 
nach der Landenge von Brondolo), 
Fossa Claudia. — Claudia. 

Chiusa (Klause), Gebirgspafs (Ch. di 
VercHia, die berühmte Etschklause. 
nördl. von Verona, die alte Haupt- 



97 



Chiosi 



tllli 



98 



pforte Italiens; befestigte, Clausa. 

— Vernca. 

Chiusi, St. i^ital. Prov. Siena; einst 
eine der 12 etrurischen Kepubliken, 
Sitz Porsennas), Clusium. — Ca- 
tnars, -artis. — Tuscia, 

OhiTftSSO, St. (in Piemont\ Clavasium. 

CliizikOy 1* Insel (im Mannorameer^ 
türkisch Aidindschik) , Cyztcus 
{Kv^ixog). — DoUönis Insula. 

2. St. (auf der Halbinsel Eapu- 
taghi, türkisch Temaschalik), Cyzt- 
cus. — Cyzxcum. 

Einw.: CyzicBni. 

Adj.: CyzicSnus^ -a, -um. 

Ohoczim (Chotin), St. (russische Grenz- 
festung in Befsarabien, am Dnjestr), 
Chottnum. — Chotimia, 

Chonad, 1« Gespannschaft (in Ungarn), 
Palatinatus Cenadiensis, — 
Camitatus Chonadiensis. 

IS« St. (in 1.), Cenadium. — 
Chanadia. — Canadium. — Gena- 
dium. 

Chorgres, Mrktfl. (frz. Dep. Hautes- 
Alpes), Caturxcae. — Catmiga^. 

— Caturiges. — Caturigomägus. — 
Caturigum Oppiduvi, 

Chiiss^p, Dorf (frz. Dep. Jura), Cru- 
slna. — Crusinia. 

ChrJstiania (Kiistiania; Opslo oder 
Anslo), 1. St. (Hptst. von Norwegen 
und vom Stift Chr., Hafen am nördl. 
Ende des Fjords von Chr., an Stelle 
der abgebrannten alten Königsstadt 
Opslo von Christian IV. aufgebaut: 
daneben die Festung Akei'shuus\ 
Christ ia riia. — Anslöa. — Äns- 
löga. 

2m Stift »Rgbz., s. 1. ,, Comitatus 
Aggerh u-s i u s. — Praefecfura 
Aggei'husia. 

Christianpries, s. Fiiedrichsoi-t. 

Christianstadt, St. 1. (Kr. Soi-au i. 

Saal f cid. Geograph. Haudbüchlein. 



N.-L., RB. Frankfurt a. 0., Prov. 
Brandenburg, am Bober [Naumburg 
am Bobor gegenüber]), Chnstiano- 
Stadium ad Boheram. 

tt. (Kristianstad) (in der schwedi* 
sehen Prov. Götaland, spez. Skanen 
[Schonen]), Christianopölis. — 
Christianostadiu m . 

Ghristiiia, Insel (im Mittelländ. Meer, 
in der Nälie der Insel Kandia), Letaa. 

Christinehamm (Kr.), St. (schwed. 
Prov. Swealand, in Wermlands J^n\ 
Christlnae Portus. 

Christoral, St., de la Hayana, s. 

Havana. , 

Chradlm, 1. St. (im gleichn. Kreis in 
Böhmeu, östi. an der mährischen 
Grenze; Hptst. C an der Chrudimka), 
Chi'udimium. 

ft* Kreis (S. 1.), Circulus Chrudi- 
mensis. 

Ghnr (romanisch Quoira, frz. Coire), 
St. (Hptst. des schweizer Kantons 
Graubünden, am Plessur), Bhaeto- 
rum Curia. — Coira. 

Chnricreis, s. Kurkreis. 

Churwaiden, 1. Landschaft (u. Gehellt 
im schweizer Kanton Graubünden), 
Vallis CorvaMiäna. 

2» Kloster (-Abtei in 1.), Mona- 
steriu m Corvantiense. — Curio- 
vallis. 

Chusistan, Landschaft (im südwostl. 
Pei*sien, in der Nähe des heutigen 
Töster oder Schoster, des alten Susa), 
SusicLna, -ae. — Susiäne. — 
Susis, -%dis. 
Einw.: Susi an i. — Susii. 

Ciahlese, s. Chablais. 

Cigliano, !• St. i^im Neapolitanischen), 
Caeliänum. 

2. Mktfl. (im ehem. Ftirstent. Pie- 
mont), CiliWnum. 

Ciili, !• Bezirkshauptinannsch. (Unter- 

4 



99 



CimMsbamm 



CiTita di Penne 



100 



Steiermark, Kreis Marburg, Östieich), 
Comitatus Celetensis. — Cüeia. 
2. St. (in 1.), Celeia. — Cdsia 
Claudia, — Cilleia, 

Cimbrishamm (Kj.), St. (schwed. Prov. 
Skänen in Götaland, Christianstads 
Län), Forttis Cimbrorum. 

Cimiez (Simie, Cimella), St. (frz. Dep. 
Alpes-Maritimes, nördl. von Nizza), 
Cemelium. — CemeMlBum. — 
Cemen^liwi. 
Adj. : Cemendensis, -e. 

ein, Gemeinde (schweizer Kanton Grau- 
bünden), Cinum. — Scinum. 

Ciney, Mktfl. (bei Namur in Belgien, 
einst eine germanisch - belgische 
Völkerschaft\ Segni, 

Cingroli, St. (im ehemal. Kirchenstaat), 
Cingulum, 

Ciotat, La, St. (frz. Dep. Bouches-du- 
Ehone), Carstcorum Civitas. 

Cipro, s. Cypem. 

Cireello, St. (auf der Westküste Italiens), 
Circeii. 
Einw. : Circeienses. 
Adj.: CircaeiLS, -a, -um. 

Cireello, Monte-, Vgb. CWestküste 
Italiens, im alten Latium, westl. von 
Terracina; Fels mit dem Flecken 
San FeHce), Promuntüriu m Ci r - 
caeuni. -- Mons Circaeus. 

Cireneester (Circester), St. (in Eng- 
• land), Corinium. — Durocorno- 
vium. — Circestria. 

Cirie, St. (in Piemoat), Cyriacum. 

Cirisano, Mktfl. (im südital. Kalabneu), 
Cytherium {KvS-^qiov). 

Cirkassier, Völkerschaft (Tscherkessen 
oder Adighe, d. i. Schluchtenbewoh- 
ner; Volk im westl. Kaukasus, vom 
Schwarzen Meer bis an die Vorberge 
der Kabarda wohnhaft, im 0. Mo- 



hammedaner, im W. eine Art Christen), 
Oercetae. — Circassi. — SaMri. 
Adj.: Cerceticus, -a, -um. 

Cisteaux (Citeaux), Abtei (fi-z. Dep. 
Cote d'Or), Cisterdum. 

Cisterna, Mktfl. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Tres Tabemae. 

Cittadella, St. (im Venetianischen), 
Civitas Tuta. — Civitatula. 

Citta di Castello, St. (in Umbrien, 
am oberen Tiber), Tifernum Ti- 
ber inum. — Cimtas CasteUdna. 
Einw.: Tiberini. — Tiferni. 

Citta NuoTfl, St. 1. (in Istrien), Are- 

monia Nova. 
3« (in Calabria ultra I), Civitas 

Nova. 
Ciudadela, St. (Hafen auf der spani- 

schenBaleareninselMenorca), lamna. 

— lamno. 

Ciudad Real, St. (Hptst. der gleichn. 
Prov. in Spanien), Civitas Regia. 

— Civitas Regalis. 

Ciudad Bodrigo, St. (span. Prov. Sala- 
manca, am Aguleda, starke Grenz- 
festung gegen Poiingal), Civitas 
Roderici. — Rodericopolis. — 
Civitas Lancia. — Civitas Trans- 
cudana. — Augustobriga. — Mero- 
briga. 

CiTidale di Friuli, St. (venet. Prov. 
Udine), Civitas For oiuliens i s. 

— Castrum Foroiuliense. 

Civita fiorella, St. (im Neapolitani- 
schen), Bucellum. 

Clvita Castellana (oder Santa Maria 
di Falari), St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Faliscae. — Fescennia. 

Ciyita della piaTe, St. dm ehemal. 
Kirchenstaat^ Civitas Mebis. 

Civita di Chieti, s. Chieti. 

Civita di Penne, St. (im Neapolitani- 
s('hen\ Pinna. 



101 Civita di Santo Angrelo 



Clyde 



102 



CMta di Santo Ani?elo, St. (im Nea-. 

politanischen), Cimtas Sancti AngUi. 

Civitas Dueale, St. (im Neapolitani- 
schen), Civitas Ducälis. 

CiTita Indayina (Lavinia), Mktfl. (im 
ehem. Kirchenstaat), Lanuvium. 

Ciyita Yeeehia, St. (befest. Handels- 
u. Kiiegshafen im ehem. Kirchen- 
staat, am Tyrrhenischen Meere), 
Civitas Vetus. — Centumcellae. ^ 

— Traiani Portus. 

Ci Titel la, St. !• (im ehem. Kirchenstaat), 
CapBna. — Capenatium Munici- 
piiim. — Colonia Capetias. — 
Vitdlia. 

2m (im Neapohtanischen), Belegra. 

— Beregra. — Beretra. 

CläTen, s. Chiavenna. 

Clainraax, 1. Mktfl. (frz. Dep. Aube, 
an der Aube; ehem. reiche Abtei, 
jetzt Zuchthaus), Claravallense 
Coenobium. — Clarae VaUes. 

2. St. (kl., in Luxemburg), Clara 
Vallis. 

Ciamecy, St. (frz. Bep. Nievre, an der 
Yomie), Clameciäcum. — 67a- 
miäcum. 

Cläre, 1. Grafschaft (irländ. Provinz 
Munster, am Atlant. Ocean, benannt 
nach dem Ort C, ü'üher Hptst.), 
Clara. — Chomondia. 

3. St. (in 1.), Uiuetmoma. 

Clarenza, s. Ohiarenza. 

Claude, St. (oder St. Ogen), St (frz. 
Dep. Jura), Fanum Sancti Claii- 
dii. — Fanum Sam^i Augendi, 

Clausen, s. Klausen. 

Clausenburg, s. Klausenburg. 

Clefen, Cleven, s. Chiavenna. 

Clermont, St. (frz. Dep. Auvergne), 
Claromontium. — Arverna. — 



Arveniorum Civitas. 
Arvernorum. 



Gergoma 



Ciermont de Lod^ye, St. (frz. Dep. 
Herault), Claromontium Lutevense. 

Clermont en Argronne, St. (nordösü. 
Frankreich, zwischen Mamo und 
Maas), Clarus Mons Lotharingia^. 

Clermont en BeauToisis, St. i^frz. 
Dep. Oise), Clarus Mons Bellova- 
censis. 

Clermont -Ferrand, St. (Hptst. der 
Auvergne u. des Dep. Puy de Dome), 
Clarus Mons. — Augustone- 
tnetum. 

Clery (Clairy), St. (frz. Dep. Loiret), 
Cleriäcum Aurelianense. — 
Clariäcum ad Ligerim. 

Cleve, s. Kleve. 

Clissa (Clütz), St. (u. Felsenschlofs in 
Dalmatien), Andretium. — Ande- 
crium. — Andetnum. 

Clitunno, Fl. (kl., in Umbrien, mündete 
in den Tinia), Clitumnus. 

Cloney, Kirchspiel (in Irland), Clona. 

— Cluänum. 

Cloud, St., s. St. aoud. 

Clugny (Cluny), Benediktinerabtei' (fr-z. 
Dep. Saone-et-Loire), Cliniacum. 

— Cluniäcum. — Clwmnium, 
Adj.: Cluniacensis, -e. 

Clase, La, Mktfl. (frz. Dep. Doubs, 
zwischen Pontarlier u. der schweizer 
Grenze), Clusa. 

Cluson, !• Thal (in Piemont), Clusonia 
Vallis. 
S. Fl. (in Piemont), Clusonius. 

Clyde, Fl. (im südl. Schottland, von 
den Bergen von Lanark, mit dem 
Forth durch den Clydekanal ver- 
bunden, mündet bei Port Glasgow 
durch den aydebusen in die Irische 

4* 



103 



Clyde 



Colonna 



104 



See), Cludanus amnis. — Cluda. 

— Clota. — Glota. 

Clyde 9 Firth of — , Meerbusen (an 
der Südwestküste Schottlands, mit 
vier Qydeinseln) , Aestuariam 
Glotae. — Äestuarium' Varae. 

Clydesdale^ Gra&cliaft (südl. Schott- 
land), Glotiana. — Vaäts Glotana. 

— Clidesdalia. 

Cnido, St. (Hafen in Kleinasien, teils 
auf dem Festlande, teils auf einer 
mit dem Festlande verbundenen Insel 
im einstigen Karien) , Cntdus 
{Kvlöog). — GmdAis. 

Einw. : Cnidii. 

A(^j.: Cmdius, -a, -tim. 

Coa, Fl. (in Portugal), Cuda. 
Coblenz, s. Koblenz. 
CoburgT) s. Koburg. 
Cocheniy s. Kochem. 
Coehin, s. Kotschin. 

Coekermouth, St. (inEngland), Cocer- 
mutium. — Coccymutium. — No- 
vantum. 

Coda di Volpe, Ygb. (in Kalabrien), 
Cauda Vulpis. 

Codo^o, St. (im Venetianischen), 
CatonEum. — CotonPum, 

CSlleda, s. Kölleda. 

Colin, s. KöUn. 

C91n, s. Köln. 

COrlin, s. Körhn. 

Coesfeld, s. Koesfeld. 

r^lin, s. Köshn. 

COthen, s. Köthen. 

Coevorden, St. (in den Niederlanden), 

Covordia. 
Co^liano, St. (im Neapolitanischen), 

CosiUnmn, 
Cognae, St. (frz. Dep. Charente, an 

der Charente), Condcum. — Cog- 

näcum» 



Coirni (Kuniah), St. (in Kleinasien, im 
ehemaL Lykaonien), Icomum. 
Adj. : Iconiensis, -«. 

Colmbra, St. (Hptst. der portug. Prov. 
Beira, am Mondego), Conimbra. — 
Conimlmca. — Conimbria. — Colim- 
hria, — Caetobrix. 

Coin, St. (span. Prov. Malaga), Coitta. 

Colberg, s. Kolberg. 

Colehester, St. (Hptst. der engl Graf- 
schaft Essex, amColne), Colcestria. 

— Camalodimum. 

Coldingham, St. (in Schottland), Col- 
dania. — Coldäna Urbs. — Cola- 
nia. — Coldingümum . — Colndi 
Oppidum. 

Coleah, St. (in Algier), Castra Ba- 
pida. — Eusucörrae. — Busiicurum. 

— BtMucurium. 

Adj. : Busucurrttotms, -a, -wm. 

Coli (Col), Insel (eine der Hebriden), 
Cola. 

CoUe, St. 1. (in Toskana), CoUis, 
ftm (im Kgr. Tunis), Collops 
{-opis) Magnus. — Chulli. — 
ChuUu. ^— Cullu. 
Adj.: CuUensiSy -e. 

ColUn, s. Kollin. 

ColUonre, St. (frz. Dep. des Pyrenees 
Orientales) , Caucoliberis. — 
CaucoMherum — CoclibeHs. 

Colmar, s. Kohnar. 

Colmars, Mktfl. (befest., frz. Dep. des 
Basses- Alpes), Collis Martis. 

Colombano, Mktfl. (im Mailändischen\ 
I Fammi Divl Colwnl)ant\ 

I Colombarl dl Trepani (CervoK), Insel 
' I im MittellJind. Meer), Columbaria. 
* — Pelias. 

i Colommiers, s. Coulommiers. 

I Colonna (Tristena), Dorf (in Griechen - 
! land, im alten Argohs, zwischen 
I Kleonä und Phlius), Nemm (Nefjisa). 



105 



Colonna 



Congro 



106 



Coloiuka^ La, Mktfl. (im alten Latiuin), 
Labtet. — Lamd. — Labtcum. 
— Laincu/m. 

Einw.: LaMcani. 

Adj.: Labicanus -a, -tim. 

Colonne, Delle (Capo), Vgb. (im alten 
Bruttinm beim alten Kroton, im 
jetzigen Calabrianiteriore), Lcumium. 
Adj.: Ladnius, -a, -^m. 

Oolumbretes, Las, Inseln (auch 
Scblangeninseln genannt, Gruppe kl. 
Felseninseln im Mittelmeer zwischen 
Spanien und den Htyusen), Colu- 
braria. — Ophiüsa. 

Columbton (St. Columb), IVIktfl. (in 
England"), Cölwmbits. 

Coluri, Insel (an der "Westküste At- 
tikas), Salamis (Scclafilg). — 
Cydma {KvxQFia). — Pitifusa (IIi- 
rvovijoa). 

Comaechio, St. (befest., ital. Prov. 
Ferrara, in den VaUi di C, den 
Morästen der Pomündungen, 1 Std. 
. vom Adriat. Meere), Comaclium. 
— Comaeiimi, — Comachiwn, — 
CinuictUum. 

Comersee, s. Como 3. 

Comino (Cumino), Insel (zwischen 
Malta und Gozo), Hephaestia 
i^Hipaiatla). — Commum. — Ckt 
tmnum, 

Commengres (Comminges ) , Grafschaft 
(ehem. in Frankreich [Gascogne]), 
Tractus Convenensis, — Con- 
venae. 

Oommercy, St. (franz. Dep. Meuse), 
Commerciacum. — Commercium. 

Commotan, s. Kommotau. 

Como, 1. Delegat, (oberital. Provinz), 
Territorium Cumetense. — 
Territorium Comense {Cometense). 

2. St. (Hptst. der gleichn. Prov., 
am westl. Südende des Comersees; 
über der Stadt die von Barbarossa 



zerstörte Bui-g Baradello), Comum. 
— Novoc^mum. — Novum ^Jomwni. 

Einw. : Comenses. — Novocmnenses. 

3. Lagro di Como, See (in der 

oberital. Prov. C, von der Adda 
durchflössen; im Süden durch das 
Vorgebirge BeUaggio in 2 Arme ge- 
teilt, deren östhcher Läge di Lecco 
heilst), Lacus Larius. — Locus 
Cmnensis. — Lacus ComaCBnus. 

Comom, s. Komom. 

Compidgne, St. (frz. Dop. Oise, nord- 
östl. von Paris, an der Oise), (Jörn- 
pendium. 

Compostella, Santiago de, s. Santiago. 

CJonearneaa, Mktfl. (Fischerort im frz. 
Dep. Finisterre), Concameum. 

Coneepeion, St. 1. (Hptst. der gleichn. 
Prov. in Chile, welche vom Biobio 
bewässert wird), Civitas Conceptionis 
Chilensis. 

2. La C. de Umgruay (Hptst. der 
Prov. Entre-Eios in der Argentini- 
schen Repubhk), Civitas Conceptionis 
Ärgentina. 

Goneepcionbai, Meerbusen (an der 
Nordküste der Insel Avalon [New- 
foundland]), Conceptionis Sinus. 

Coiid6 (sur l'Esc^ut), St. (Fstg. im frz. 
Dep. Nord, an der Scheide), Con- 
daeum. — CondMum. — Cmidetum. 
Adj.: CondaeuSy -a, -um. 
CondatensiSj -e. 

Coiid6 sur yoireau, St. (frz. Dep. 
Calvados), Condaeum ad NeraUum. 

Condros, Landschaft (im Lüttichischen 
in Belgien), Condrusium. — Con- 
drusorwm Regio. — Comitatus Con- 
dorusto. — Condrusto. 

Conegliano, St. (in der Lombardei), 
Coneliänum, 

Confolens, St. (frz. Dep. Charente), 
Confluentes GdUorum. 

CoDgro, s. Kongo. 



107 



CoBi 



Cork 



108. 



Colli, s. Cuneo. 

Conigrli^ri, Inseln (5 kl., zwischen Si- 
cilien, Malta und Tunis), Insidcte 
Pelagiae. 

Conit^ s. Eonitz. 

Connangrht, Provinz (westlichste von 
Irland mit den Grafschaften L^itrim, 
Mayo, Sligo, Galway u. Kosoonimon), 
Connacia. 

Conquet, Le, St. (frz. Dep. Finisterre), 
Conquestus. 

Conserans, Landschaft (mit gleichn. 
Mktfl. im frz. Dep. Ariege), Äger 
Conseranensis {Conseranum). 

Constantine, 1. Provinz (in Algier), 
Numidia. 

S* St. (in Algier), Cirta. — Cirta 
Julia. — Constanttna. 

Constantinopel, s. KonstantinopeL 
Constanz, s. Konstanz. 

Conty, St. (frz. Dep. Somme), Con- 
ti äcum. — CorUium. 

Conventry, s. Coventry. 

Conversano, St. (im Neapohtanischen), 
Conversanum. — Cuperscmum. 

t'onway (Aber-), St. (im engl. Nord- 
wales), Conovitim. 

Conway, M. (in England), Cormovius. 

Conza, St. (im Neapolitanischen), 
Compsa. 
Einw.: Cknnpsäni. 

Copa, Fl. (in der Lombardei), Oupa. 

Copenhagren, s. Kopenhagen. 

Corace, Fl. (im Neapolitanischen), 
CrotaluH {K^draloq). — Corax 

Corbaeh, s. Korbach. 

Cor bell 9 St. (in Frankreich, an der 
Seine), Corbelium. — Qyrholiwm. 

r — Corbelium. — Corbonitm ad 
Sequänam. — losedium. 

Corbettc, St. (in der Lombardei), 



Curia Beata. — Curia Pietra. — 
Curia Picta. 

Corbie, St. (frz. Dep. Somme, mit be- 
rühmter, 664 gestifteter Benediktiner- 
abtei, dem Mutterkloster des deutschen 
Korvei), Corbeia Antiqua. — 
Corbia. 
Adj.: Corbiensis, -e. 
■ Corbecensis, -e. 

Corbii^res, Landschaft (in den Aus- 
läufern der östlichen Pyrenäen), 
Vallis Corbaria, . 

Corbigrny St. Leonard, St. (frz. Dep. 
Nievre), Corbiniacum Niver^ 
nense. — Fa/num Sancti Leonardi. 

Corbigny St. Mareoal, Mkttl. (frz. 
Dep. Marne), Corbiniacum. — 
Vicus Sancti Marculfi. 

Corbon, Mktfl. (franz. Dep. Ome), 
Corbo. — CorbDnum. 

Cordes, St. (frz. Dep. Tarn), Cordu^w. 

Cordova, 1. St. (Hptst. der gleichn. 
Provinz im andalusischen Spanien, 
am Guadalquivir) , Cordüba. — 
Colonia Patricia Cordubensis. 

3« (Hptst. der gleichn. Provinz der 
Argentinischen Bepublik, am Primero), 
Cordüba Argentina. . 

Corfo, s. Korfu. 

Cori, 1* St. (in Dahnatien), Coriniwm. 
ft. Mktfl. (im ehem. Kirchenstaat), 
Cora. 
Adj.: Coränus, -a, -um. 

Corigrliano, St. 1. (neapohtan. Provinz 
Terra d'Otranto), Coriolänum Cola- 
briae. 

2. (.auch Curigliano; neapohtaa. 
Provinz Calabria citeriore), CoriO" 
länum. — Coriölum. 

Corinth, s. Korinth. 

Cork, !• Grafschaft (in der irländischea 
Provinz Munster), Comi tätus Cor- 
caginensis. — Comitätus Corca- 
viensis. 



109 



Cork 



Cosne 



110 



ft* Cork, St. (.Hptst von 1 , nahe 
der Mündung des Len in die Oork- 
bai, nach Gröfse und Handel die 
2. Stadt Irlands), Corcagia. — 
Corcavia, 

Cormeilles, Mktfl. (im frz. Dep. Oise), 
Curmiliaca. — Carmeliaca. 

Cormery, St. (frz. Dep. Indre-et-Loire), 
Cormartcum, — Cormeriäcmn, 

Coma, St. (in AssjTien), Apamm 
Oindfieia). 

Cometo, St. 1. (im ehemal. Kii'chen- 
staat), Castrum Novuni ad Mar- 
tarn. — Corniietum. 

2. (auf der Insel Sardinien), Corni. 
— Cornus. 

€oninaille, Dorf (frz. Dep. Maine-et- 
Loire), CormMum. 

Coni¥rall(Comwallis), Herzogtum (süd- 
westlichste Grafschaft Englands, am 
Atlant. Ocean auf einer Halbinsel, 
Hptst. Launceston), Cornubia, — 
CornuwaMia. — Dumnoniorum Regio. 
Adj.: CornuwalliensiSj -e. 

Coromandel, s. Eoromandel. 

Coron, Festung (auf der griechischen 
Halbinsel Morea, im alten Messene, 
Westküste), Corona {KoQ(üvrj[), — 
Colone. — Colonides. 

€orregrgrio, St. (ital. Prov. Modena), 
Corregtum. 
Adj.: Corregiensis, -e. 

Correse, 1. Dorf (einst uralte Hptst. 
der Sabiner, im ehem. Kirchenstaat), 
Cures, -dum. 
Adj.: Curensis, -e. 

3. FL (ebds.), Curensis Fluvius. 

Corr^ze, 1« Fl. (Nbfl. der Vezere im 
Südwest!. Frankreich, mündet bei 
Oranges; danach benannt das Dep. 
C; Hptst. Tullc), Curetia. 

2. Landschaft (frz. Dep., s. X)-, 
Curettum. 



Corseult, St. (frz. Dep. C6tes-du-Nord), 
CuriosoHtes. — Fanum Martis. 

Corsiea, Corsik«, s. Korsika. 

CorsQr, s. Korsör. 

Corte, St. (befest., im Innern der Insel 
Korsika, am Tavignano), Curra 
Corsorum. — Ceneste. 

Corte dl Matarello, s. Domo d*Ossola. 

Cortelazzo, Insel (bei Sardinien), Fi- 
caria. 

Corte Maggriore, St. (itaL Prov. Parma), 
Curia Maior. 

Cortemigrlia, St. (in Piemont), Curtis- 
milium. 

Corte Olonno, Mktfl. (im Mailändischen), 
Olonna CuHis. 

Cortöna, St. (ital. Prov. Arezzo, im 
Chianathal ; berühmt durch etrurische 
Altertümer), Corinna, — Corythus 
{KoQvd-og). — Corythi Arx. 
Adj.: CortoniensiSy -e. 

Cortryk, s. Courtray. 

Comila, La, St. (Hptst. der span. 
Prov. C. in Galicien, Handelshafen), 
Caronium. — Flainum Brigan- 
tium. — Portu^ Briganttnus. 

Corvey, s. Korvei. 

Corvo, Insel (eine der Azoren), Cwm 
hisula. 

Corzola, Corzula, s. Curzola. 

Coscile (oder Sibari), Fl. (im Neapoli- 
tanischen, im alten Lukanien), Sybaris 
(Svßa^K;). 

Cosentin, Landschaft (in der Norman- 
die), Pagus Constantinus. 

Cosenza, St. (Hptst. der ital. Prov- 
Calabria citeriore), Consentia. — 
Civitas Consetifma. — Cusentia. 

Cosnae, St. (frz. Dep. Saintonge), Cu- 
sacum. 

Cosne, St. (frz. Dep. Nievre), Cona. 
— Conada. — Condüda. — Con- 
dnte Äulercorum. — Conium. 



111 



Co88^ It YiTiers 



Cree 



112 



Coss^ le ViTiers, St. (Vivoin), Cos- 
siacum, 

CossoTa (oder Amselfeld, in Serbien), 
Campus Merulae. 

Costheim, s. Kostheim. 

Costnitz, s. Xonstanz. 

Costnitzer-See, s. Bod^ensee. 

Cotentin, s. Contances. 

Cotrone, St. (im Neapolitanischen, an 
der Ostküste des ehemal. Bruttium), 
Croto {Kq6x(ov), 
Einw.: Crotonienses, 
Crotoniates. 

Cottbus, s. Kottbus. 

Cotte, La (— St. Andre), Clivus Scmcti 
ÄndrSae. 

Cottisehe Alpen, Gebirge (Kette der 
Westalpen, vom Monte Viso bis 
Mont Cenis, mit westlichen Ver- 
zweigungeninder Dauphine; Haupt- 
pafs über den Mont Genevre von 
Brian^on nach Susa), Alpes Cottiae. 

Coubebi, s. Cubeibi. 

Couey-le-ChAteaii, St. (frz.Dep. Aisne), 
Cociäcum, — Codiciäcwm. — 
Codicncum. 

Coulmiers (Colomiers, Coulommiers), 
Mktfl. (nördl. bei Orleans), Colo- 
meria. — Cölunibaria. 

Coulogne, Mktfl. (Gascogne, in Frank- 
reich), Casinomagus. 

Couper, s. Cowpar. 

Courpiöre (Cropiere), St t^frz. Dep. 
Puy-de-J)6me), Cwrtipetra. 

Courtenay, *St. (frz. Dep. Loiret), 
Cortiniäcum. — Cortenacwm. 

Courtray (holl. Kortryk), St. (belg. 
Prov. Westflandern, an der Lys), 
Cortrdcum. — Corteriäcmn. — Cor- 
toriäcfim. 

Coutanees (Cotentin), 1. St. (frz. Dep. 

Manche, an der Soule), Constantia. 

' IS. Landschaft (ebds.>, Territo- 



rium Constantiense. — Conti- 
tatus Constcmtinus. 

Coutras, St. (frz. Dep. Gironde, an der 
Dronne), Certeratae. — CotrOcum. 

Coventry (Conventry), St. (engl. Graf- 
schaft Warwick, am Sherboume), 
Conventria. — Coventria. 

COTOli (Kofel), Engpafs (tiroler Kreis 
Tiient, an der Brenta, mit Strafse 
von Tirol nach Itaüen), Claustrwm 
Cubali. 

Cowpar (Couper), St. (in Schottland), 
Cupra. — Cuprum. 

Cozzo, St. (in Piemont), Cutiae. 

Craeau, s. Krakau. 

Crain, s. Krain. 

Crainbui^g:, s. Krainburg. 

Cri^owa, s. Krajowa. 

Craon, St. (in Anjou in Frankreich), 
Cratumnum. — Credonium. — 
Vicus Credonensis. 

Craonnois, Landschaft (in Anjou), Äger 
Credonensis. 

Crati, Fl. (in Kalabrien, mündet in den 
Golf von Tarent; an seiner Mündung 
lag das alte Sybaris), Crathis 
(K^ad-ig). 

Crau, La, Bezirk (unfruchtbares Kiesel- 
feld in Südfrankreich, im 0. der 
Ehonemündungen) , Campi Lapi- 
dei. — Campus Lapideus. — Cam- 
pus Herculeus. 

Creance, s. Krichingen. 

Cröey, 1. St. (frz. Dep. Seme-et- 
Mame), Gatiäc um. — Cressiäcum. 
— Ganziäcum. 

S. (Cressy) Mktfl. (frz. Dep. Sonmie, 
an der Maye, Sieg der Engländer 
über die Franzosen 26. Aug. 1346), 
Carisiäcum. — CarisictMn. — 
Cressiäcum, 

Cree, Firth of — , Meerbusen (in der 
Irischen See), Creae Aestuarium. 



113 



Creil 



€ueii^a 



114 



Creil, St. (frz. Dep. Oise\ Credilium. 

— Creolium. 

Crema, St. (in der Lombardei), Crema. 

— Forum Dinguntorum. 
Adj.: CremensiSy -e. 

Cremasco, Gebiet (von Crema), Äger 
■ Cremensis. 

Cremieux, St. (frz. Dop. Isore), Cre- 
miäcuni. 

Cremnitz, s. Kremnitz. 

Cremona, 1. Delegat, (ital. Prov. in 

der Lombardei), Äger Cremonensis. 

S. St. (Hptst. von 1 , am Po), 

Cremüna. — Civitas Cremonensis. 

€rems, s. Krems. 
Cremsmttnster, s. Eremsmünster. 

Crepy (Crespy), 1., Mktfl. (frz. Dep. 

Oise\ Creptäcum. — Crespiäcum. 
IS« Dorf (-en Laonnois, frz. Dep. 

Aisne), Crepiäcum {Crespiäcum) 

Laudwnense. 
Crequy, Dorf (und Herrschaft im frz. 

Dep. Artois), Creqmwm. 

Crespy, s. Crepy. 
Cressy, s. Ci-ecy. 

Creta, s. Kreta. 
Creus, s. Kap Creus. 

Creuse (Creuze), Fl. (Nbfl. der Vienne 
im Innern Frankreichs, mündet unter- 
halb La-Haye; danach benannt das 
Dep. C. in der- Landschaft Marche, 
Hptst. Gueret), Crosa. 

Creufsen, s. Kreufsen. 

Creuzburgr, s. Kreuzburg. 

Creuze, s. Creuse. 

CreYaeaore, St. (in Piemont), Crepi- 
cordium. — Crepicoriwm. 

CreTant (Cravant), Mktfl. (frz. Dep. 

Tonne), Crevantium. 
Crevecoeur, 1. Mktfl. (frz. Dep, Nord), 

Crepic(yrdiiim Cameraeense. 
a.F8tg. (in Holland), Orepicordium. 



Creyilly, St. (in Frankreich [Norman- 
die]), Cr oll ei um. — Curleiu/m. 

Criehingeu, s. Krichingen. 
Croatien, s. Kroatien. 
Croia, St. (in Kumelien), Eriboea 
CEQißoia). — Clodianae. 

Croix, St. — de Volesne, s. St. 

Croix — . 

Cromarty (and Rofs), 1« Grafschaft 
(in Schottland; Hptst. Tain), Comi- 
tatus Cromartlnus. 

S. Mktfl. (in 1), Cromatiium. 

Cronaeh, s. Kronach 

Cronenl^urgr, s. Kronenburg. 

Cronstadt, s. Kronstadt. 

Crossen, s. Kressen. 

Crotoy, St. (Fischeroi-t im frz. Dep. 
Somme, an der Mündung der Somme\ 
Corocotinum. — Carocotinum. — 
Castrum Cretense. 

Crou (Crould), Fl. (frz. Dep. Seine-et- 
Oise), Crovus. 

Crouy, St. ( frz. Dep. Brie), Croviäcum. 
— Crovyum. 

Croyland, St. (in England), Terra 
Cruda. 

Cruz, Sta., s. Sta. Cruz. 

Csanad, Pfarrdorf (in Ungarn), Mori- 
sana Ecclesia. 

Csepel, Insel (auch Margareteninsel 
genannt, in der Donau unterhalb Pest), 
Cepelia. — Jnsulae Divae Marga- 
retae. — Fanum Sandae Margaretae. 

Csokakä, Schlofs (in Ungarn), Mone- 
dulae Fetra. 

Cubeibi (Coubebi), Mktfl. (in Palästina, 
10 km nördl. von Jerusalem), Emmaus 
1 CBfifjiaovg)^ -untis. — Nicopolis 
, {NixoTCokig). 

' CuenQa, 1. St. (Hptst. der gleichn. 
neukastilischen Provinz in Spanien, 
am Jucar und Hurcar), 
2. St. (in der südamerikanischen 



115 



Cuervo 



Czirknitz 



116 



Eepubük Ecuador, im Osten des 
Busens von Guayaquil), C ort ca. — 
Concha. — Cmicia. 

Cuerro, s. Corvo. 

Cttstriii, s. Küstrin. 

Cug1one,Mktfl.(Lombai-dei), Cusionti/ni, 

CuMn, Mrktfl. (im Lüttichischen), 
Comnum. 

Calm, s. Kulm. 

Culnibacli, s. Kubnbach. 

Calmer Land, s. Xulmer Land. 

Culmore, M. (in Iiiand), Vidua, 

Cnmanien (Grofs- u. Klein-), s. Ku- 
manien. 

Cumberland, Grafsch. (nordwestlichste 
Englands, Hptst. Carlisle\ Cumhria. 
— Cumherlandia. 

Cumino, s. Comino. 

Cuneo (Coni), Provinz (in Oberitalien, 
Hptst. C. am Stura und Gesso), 
Cuneium. — Coneum, 

Cuningrham, Landschaft (in Schott- 
land), Cunigamia. — Caning- 
hamia. — Cunitichamia. 

Cunersdorf, s. Kunersdorf. 

Curco (Korghos oder Kara-Hissar), St. 
(u. Vorgebirge Ciliciens mit einem 
Hafen unweit der korykischen Safran- 
grotte), Corycus {KwQvxog). — 
Coryeus CiUeiae. 

Cordistan, s. Kurdistan. 

Curigrliano, s. Coriglfano. 

Cnrische 19'ehrangr, s. Kuiische Neh- 
rung. 

Curisches Haff, s. Kurisches Haff. 



Carland, s. Kui-land. 

CurtakSs, Dorf (in Ungarn), Outia. 

Curzola (Corzola), Insel (bei Dalmatien, 
südl. von Lesina, mit der Hptst. C.\ 
Corcyra, 

Curzolari, Inselgruppe (9 kleine Insehi 
an der Mündung des Achelous im 
Ionischen Meere an der Küste von 

AkBni2im&i\Echinädes(Exivadeq). 
— Echmae {^ylvai). 

Cykladen, Inselgruppe (60 Inseln im 
Agäischen Meere, südöstl. von EubÖa, 
eine besondere. Nomarchie bildend, 
Hptst. Syra; zerfallen in nördliche, 
mittlere und südliche), C yd ad es 
{sc. Insuiae, KvxXaSsq ==• ai hv 
xvxkio [um Dolos herum] vijaoi). 

Cypern (türk. Kebris oder Kibris, ital. 
Cipro), Insel (türkisch mit englischer 
Oberhoheit, im Nordostwinkel des 
Mittelmeeres ; Hptst. Levkosia ; Haupt- 
handelsplätze: Lamakau. Famagusta), 
Cyprus (KvTiQoq). 

Einw.: Cyprii. 

Adj.: Cyprius, -a, -um. 

Czaslau, 1. Kreis (in Böhmen), Cir- 
culus Czaslaviensis. — l^-o- 
t'tncia Czaslaviensis. 

2, St. (Hptst. von 1), Czaslavia. 

Czenstoehowa (Jasnagöra), St. (,im 
russ. Gouvernement "Warschau, an 
der Warta), Czenstochovia. — 
Clarus Mons Czenstochoviensis. 

Czepel, s. Csepel. 
Czirknitz, s. Zirknitz. 



117 



Dachau 



Danewerk 



118 



D 



Dachau, Mktfl. (bayi\ Bzksamt,- KB. 
Oberbayem, an der Amper), Dacha- 
via. — DctchOMum. 

Daehstein, Dorf (Msafs- Lothringen, 
Bezirk üntei-elsafs , Kr. Molsheim), 
Dagoherti Saxum. — Dacli- 
stenium. 

Dänemark, Königreich (eines der 3 
skandinavischen Königreiche in Nord- 
enropa, bestehend aus dem Haupt- 
landa D. zwischen Nord- und Ostsee 
[Halbinsel JüÜand mit den dänischen 
Inseln] u. den Nebenländem : Faröor, 
Island, Grönland u. St. Croix), Dam'a. 

Einw.: Dani. 

Adj.: Danicus, -a, -um. 

Dänholm, Insel (M., befest., im Strela- 
sund, bei Stralsund), Dania Parva. 

Dänisehwohld (Dänischwald), Halb- 
insel (zwischen dem Busen von Kiel 
\md Eckemförde, mit zahlreichen 
Gütern; gehört zxmi Kreis Eckem- 
förde der Prov. Schleswig-Holstein), 
Silva Danica. 

Dafar, Landschaft (fruchtbar, in Ara- 
bien [Hadramaut] mit den Ruinen 
von El-Belad), Sephnr. 

BaiT^ (Dagden), Insel (russisch, an der 
Küste von Estland), Dagoa. 

Bahlak (Daholak), Inselgruppe (im 
Roten Meer, an der abessinischen 
Küste), Omtie. 

Dalame (Dalekarlien), Gebirgslandsch. 
(in Schweden, umfassend das Län 
Kopparberg), J>a lecarlia. — Dalia. 

Dalelf,' M. (Hauptflufs der Landschaft 
Dalame in Schweden, entsteht aus 
dem Öster- und Westerdalelf und 
mündet unterhalb Gefle in den Bott- 
nischen Meerbusen), Dalecarlius. 



Dalia, Mktfl. (Insel Cypern), Idalium. 
Idalia. 

Dalkeith, Mrktfl. (Schottland), Bal- 
cethum. — Dalkethum. 

Dalmatlen, Königreich (östreichisches 
Kronland; schmales, 52 Meilen langes 
Küstenland am Adriatischen Meer, 
von Zweigen der Dinarischen Alpen 
durchzogen und von kurzen Küsten- 
flüssen [Zermagna, Kerka, Cettina, 
Narenta] bewässert, die Küste von 
einer Kette langer imd schmaler 
Inseln umsäumt), Dalmatia. 

Damala, Dorf (Ruinen der einstigen 
Stadt Tqoi^i^v in Aigolis, mit dem 
Hafen ücaycDv^ Residenz des niT^f:vg\, 
Troezen. 
Einw.: Troezenü. 

Damaskus (tüi*k. Dimeschk), St. (ur- 
alte Hptst. Syriens, am Fufse des 
Antilibanon), pamuscus. 

Damgrhan (Dameghan), St. (in Iran 
[Tabaristan]) , He cato mp ylos. — 
Ta^gae. 

Damiette (arab. Damyät), St. (einst 
blühenden Handels, in UnterägjT)ten, 
2 St. vom Ausflufs des östl. Nil- 
arms), Damiüta. — Dimiäta. — 
TamicUis. — Pelusiana. 

Damm (Alt-), St. (Kr. Randow, RB. 
Stettin, Pi'ov. Pommern, am Einflufs 
der Plöne in den Dammschen See), 
Damma. 

Dammartin, St. (frz. Dep. Seine-et- 
Mame), Dammartiniim. 

Damme, St. (in Flandern), Dammmn. 

Damyille, Mrktfl. (frz. Dep. Eure\ 
Damovilla. 

Danewerk (Dana%iike), Grenzwall (aus 
alter Zeit, in Schleswig, von der 



119 



Dangreaa 



Dax 



120 



Sohloi nach der Eider hin\ Dano- 
rum Valium. — Danorwm Opus. 

Bangreau, Mkttl. (frz. Dep. Perche), 
Dangellutn. — Daniolium. 

Banzigr (poln. Gdansk\ St. (Stadtkreis, 
RB., Hptst. der Prov. Westpreufsen, 
Festung, am Einflufs der Radaune in 
die Mottlau, welche wenig unterhalb 
in den westliclien Weichselarm geht), 
. Dantiscum, — Gedammi. 

Adj.: Dantiscänus, -a, -um. 
Gedanensis, -e. 

Daouletabad, St. (in Vorderindien 
[Dekan]), Tagara. 

Darah, Provinz (von Marokko). Dame 
Ga£tuli. 

Darband, s. Derbend. 

Dardanellen, !• Strafse der — , Meer- 
enge (^welche — 12 Stunden lang — 
in das Marmorameer führt) , Helles - 
pontus CEXXriaTtovxoq). — Fretum 
Hellesponttcum. — Fretum Darda- 
nellarum. — Fretum GaUipolitänum. 

Adj.: HellesponticuSy -a,-um. 
Hellespontiäcus, -a, -um. 

2m Schlösser (4 feste, zu beiden 
Seiten des Hellespont, in strategischer 
Hinsicht die Schlüssel von Konstan- 
tinopel. Am ersten Eingang aus dem 
Ägäischen Meere die neuen Sclüösser 
Sedil-Bahr auf europ. u. Kum-Kaleh 
auf asiat. Seite; 4 St. nördl. die alten 
Schlösser: Kilid-Bahr in Europa u. 
Sultani - Hissai- in Asien), Are es 
quattuor ad Hellespontum. — 
Arces ad Angustias Hellesponti sitae. 

3* die kleinen oder 

Dardanellen Ton 'Lepanto, Vgb. (in 
Achaja und gegenüber an der Grenze 
von Ätolien u. Lokris, jetzt Castello 
di Morca mit dem gegenüberliegenden 
Castello di Romelia), RMum et Antir- 
rhium Promunturia . 

Dariel, Engioafs im Kaukasus), Pyla^ 
Caucasiae. 



Darmstadt, St. (Hptst. des Grolsher- 
zogtums und der hess. Prov. Starken- 
burg, Kreisst., an den äufsersten Aus- 
läufern des Odenwaldes, an der Darm), 
Dannstadiwm, 
Adj.: DarmstadiensiSj -e. 

Dame, St. (in Tripolis), Darnis. 

Dartmouth, St.* (in England), Tre- 
munda. 

Darusen, Seeiin Westpreufsen), Locus 
Drusis. 

Dattenried loder Delle), St. (im Elsafs), 
Datira. — Dela. 

Dattolo, Insel (= Dattelinsel, eine 
der Aolischen Inseln, so genannt 
nach den Palmen) , Ph oenicüsa 
\4*otvixovooa). — PJioenicndes 
{4*oiVLX(u6ri<;). 

Daulia (oder Anakris), Dorf (in Phokis, 
an der böotischen Grenze), Daulis 
[^/lav/AQ). — DauUa. — Daulium. 

Dann, Mrktfl. (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz, an der lieser; auf 
einem Basaltfelsen die ehemalige 
Reichsburg D.), Dumnus. 

Dauphin^, Pro\'inz (ehemal. in Frank- 
reich, mächtige Gebirgslandschaft, die 
Dep. Isere, Drome und Hautes- Alpes 
umfassend), Delphi nätiis. — Del- 
fittätus. 
Einw.: Delphi }iates. 

Davids, St., St. (in England [Süd- 
wales]), Fanum Davidis. — 
Metievia, 

Davids, St. — Head, Vgb. (in England 
fWales]), Octapitarum. 

Dayisstrafse, Meerengo (zwischen 
Grönland und der Gumberlandinsel, 
führt vom Atlantischen Ocean zur 
Bafßnsbai), Fretum Davisii. 

Dax (Acqs), St. (u. Badeort im frz. 
Dep. Landes, am Adour), Aquae 
Ta rhellae. — Aquas Tarhellicae. — 
Aquue Augusta^e. — Oimias Aquen- 



121 



Deal 



Delmont 



122 



sis. — Civitas Aquarum TarbeUi- 
carum. 
Adj. : Tarbellicus , -a, -um. 
Aquensis, -e. 

Deal, St. (an der See, engl. Urafsch. 
Kent, einer der „Fünfhäfen"), Dola. 

Pebreezin, St. (kgl. Freistadt und 
Hauptort des ungarischen Komitats 
Bihar, in der frachtbaren Debrecziner 
Heide), Dehrecinium. — Debre- 
cimim. 

Peeize, St. ifrz. Dep. de la Nievre, an 
der Loire), Decetia. — Decitia. 

Pee, 1« Fl. (Name melirörer Müsse in 
Groföbritannien; die bedeutendsten^. 
1. D. in Nordwales, mündet in die 
Irische See; 2. D. in Schottland, 
kommt von den Caimgormbergen, 
Grenzflufs der Grafsch. Aberdeen u. 
Kincardine, mündet bei Aberdeen in 
die Nordsee), Der«. — Dciea. — 
Diva. — Dea. 

3. Meerbusen (in England), Devae 
Aestuariu m. — SeteiaeAesttiai'iuvi . 

Pees, St. (m Siebenbürgen), Desimn. 

Pe^oizzi, St. (in Anatoheni, Lijcus. 
— Lechus. 

Pe'ir, St. (phönizisch = Furt, in Syrien 
am Euphrat, das Tiphsach des Alten 
Testamentes), Thapsaciis [ßcctpaxoc). 

Pekan (Dekhan, sanskr. Dakschina), 
Halbinsel (Vorderindien südl. vom 
Yindhyagebirge, im W. von den 
^Yestghats, im 0. von den Ostghats 
durchzogen u. vom Nerbudda, Tapty, 
Mahanadi, Godavery und Krischna 
bewässert ; gröfstenteils englisch), 
Dachinabddes {Jaxivaßdöriqy sanskr. 
Dakshinäpathas -= Südland) . 

Delaware, Fl. (in Nordamerika, entspr. 
auf den CatskiUbergen im Staat 
Newyork, mündet unterhalb Phila- 
delphia in die Delawarebai), Dela- 
varus» 



DelbHIek, St. (Ki-. Paderborn, RB. 
Minden, Prov. Westfalen), Belbi'uggia. 

Delebio, Mktfl. (in der Schweiz), Ale^ 
bium. — Dalebium. 

Delflno, 1. Hafen (an der Ostküste der 
Insel Chios), Delphinium. 
ft, St. (ebds.), Gt/thmiae. 

Delft, St. (niederländ. Prov. Südholland, 
an der Schie, mit der Hafenstadt 
Delfshaven an der Maas), Delfi. — 
Delfum. — Delftd. — Tablae Bata- 
•vorum. 

Delftland, Landschaft (in Südholland), 
Ager Del forum. — Delfolandia. 

Delftshafen (Delfshaven), Mktfl. (vgl. 
Delffc), Delformu Portus. 

Delfzijl, St. (Hafen, befest., in der 
niederl. Prov. Groningen, am Dollart, 
der Schlüssel von Groningen u. Fries- 
land), Arx Delfzilia. 

Delhi, 1. St. (in der brit.-ostind. Piü- 
sidentsch. Agra, am Dschumna, einst 
die gröfste u. prachtvollste Stadt In- 
diens, Residenz der Grolsmoguhi), 
Clisobora. 

S. Provinz (ebds.), Dell tum. — 
Surasenorüm Regio. 

Deli, Insel (im Archipelagus) , Bhe- 
naea. — Rhema. — Rhene. 

Deliehi, Fl. (in Livadien, im nörd- 
lichen Griechenland), Acher mi {kyj- 
()(ov). 

Delitzsch, St. (Kreisst., RB. Merse- 
burg, Pi'ov. Sachsen), Delitium. 

— Delifsch'ia. 

Delle, s. Dattenried. 
Delle Colonne, s. Golonne. 

Delmino, St. (in Bosnien), Dalmium. 

— Delmi'wm. — Delminixmi. — 
Delmatarum Urhs. 

Delmont (Delsberg, Telsberg), St. 
(schweizer Kanton Bern), D eie- 
rn ont i tt ui . — TeJamoiitrum . 



123 



Pelos 



Detmold 



124 



Delos, s. Dill. 

Delphine, s. Deliino. 

Delvino, Sandschak (in Epirus ^, Chaoma 
{Xaovia). 

Demirkarpu (d. i. Eisernes Thor), 
!• Felsenge (von der Donau durch- 
flössen, auf der serbischen Grenze, 
südl. von Drenkowa"), Cataractae 
Danubii. 

2. Pafs (Bab el Abuab, d. i. Thor 
der Tliore; zwischen dem Kaspischen 
Meere und dem Lesghischen Gebirge, 
einst die gi-ofse Yölkerstrafse für die 
Einwanderer nach Europa^, Porta 
Caspia. 

Demmin, St. (Kreisst. , KB. Stettin, 
Prov. Pommern, an der schiffbaren 
Peene, welche oberhalb r. die Tollense 
und unterhalb 1. die Ti'ebel aufnimmt, 
wohl die älteste Stadt von Pommern), 
Demmlnum. — Timina. 

Demona, s. Yal di Demona. 

Demotika, s. Dimotika. 

Demses, St. (Küstenstadt in Afrika, 
auf einer Landspitze, beim Yorgeb. 
Ras el Dimas\ Thapsus. 

Deubi^h, Grafschaft lim engl.*Fürsten- 
tum "Wales, am Irischen Meer, mit 
der Hptst. D. am Clwyd\ Denhiga. 

— Denhighum. 

Deuder, s. Dendre. 

Denderah, Dorf (Oberägypten, nördl. 

von Theben, am Nil\ Tentyra. — 

Tentyris. 

DenderiDonde iTermonde), St. (befest., 
belg Prov. Ostflandem, am Einflufs 
der Dender in die Scheide), Tenera- 
muuda. — Teneraemoiida. — T'en- 
vemmula. — Mtmdatenefae. 

Dendre i Dender), Fl. (Nbfl. der Scheide 
in Belgien), (ralthPra. — Detideru. 

— lenera. 

Denia, St. (in Spanien), Artenii- 
sium. — Dianinm. — Hemer o- 
scopton.^ 



Denis, s. St. Denis. 

Densen, St. (in Algier), Dess^ia. 

Deols, Mktfl. (frz. Dep. Indre\ Castrum 
Dolense. 

Der, Fl. (in Schottland), Dea. — Dira. 

Derbent (Derbend), St. (befest. Hptst 
von Daghestan u. Engpafs in Trans- 
kaukasien, am Kaspischen Meer), 
Fortae Älbaniae. — Pylcie AI- 
banicae. — Porta Ferrea. — Portal 
Ferreae. — Alexand/ria Älbaniae. 

Derby, 1. Grafschaft im nördl. Eng- 
land, Hptst. D. am Derwent), Comi- 
tatus Derbieetisis. 
)3. St. (in 1), Derventia. 

Dergh (I)earg), See (in Irland [Galway], 
vom Shannon durchflössen), Lacus 
IJergus. 

Derryj s. Londondeny 2. 

Derwent, Fl. (in der engl. Grafschaft 
Derbv), Darventus. — Derventus. 
' — Dervenfn'o. 

Desagraadero, Fl. (Abflufs des Titicaca- 
sees in Bolivia, mündet in den Pansa- 
see oder See von AuUagas, der höchst^ 
f liefsende Strom der Erde), Emis- 
sarius. 

Desenzano, St. (in OBentalien am Süd- 
ende des Gardasees), Decentia- 
nnm. — Desentianum. 

Desmoand, Grafschaft (in Irland), 
Desmonia. — Comüatus Des- 

montan. 

Despoto-Dagrh, Gebirgskette (in der 
Tüi'kei, zwischen dem Struma und 
der Maritza in mehreren Zügen süd- 

' östl. sti-eichend), Rhodop^ CPoöotit]). 

Dessau, St. (Kreisst. u. Hptst. des 
Herzogtums Anhalt, 1. an der Mulde), 
Bessai'ia. 

Detmold, St. (Hptst. des Füi-stontums 
Lippe, an der "WeiTe), Dietmelluvi. 
— Diethmeliiim. — Detmoldia. — 



125 



Beatiehem 



Diemel 



126 



Detmolda. — Tfieotmcdlis, — Theot- 
mala. — Teutöburgium. 

I^eutiehem, St. (in den Niederlanden), 
DoUcum. 

JOeutBchl^erg' (Diestalden), Berg (in der 
Schweiz), Mons Bei. 

Deutseh-Brod, s. Brod-Nemetzki. 

Deutseheiidorf 9 Dorf (Kr. Preufsisch- 
HoUand, RB. Königsberg, Prov. Ost- 
preufsen), Popradum. 

Peutsehes Meer, s. Nordsee. 

Beatsch-Eylaü (Ilawa), St. (Kr. Roseu- 
berg in Westpreufsen , RB. Marien- 
werder, am Ausflufs der Eilenz aus 
demGeserichsee), Gilavia Germanica. 

Deutschiand, Germania. 
Einw. : Gennani, 
Adj. : Germaniciis, -a, -wm. » 

I>eat8Ch Nofen, Gericht (in Tirol), Nova 
Teutonica. 

Deutz (Duiz), St. (J^andkr. u. RB. Köln, 
Rheinprovinz, am Rhein, Köln gegen- 
über), Duitiiim. — Tuitium. -- 
Diutia. — Diuza. — Divitia. — 
Divicia. — Manimientum Divitense. 

Peva (Diemerich, Dymrich oder Dyeva\ 
Schlofs, Pafs u. Mrktfl. (in Sieben- 
bürgen), Decidava. 

PeTenter (Demter), St. (befest., meder- 
länd. Prov. Obeiyssel, an der Yssel), 
Daveniria. — Devonturum. 

BeTon (Devonshire), Grafschaft (süd- 
westl. England, Hügelland, von der 
Exe und dem Tamcr bewässert, 
Hptst. Exeter), Devonia. — Comi- 
tatus Devoniensis. 

Dezise, s. Decise. 

Biadin, St. (in Kleinasien, PaschaUk 
Erzerum\ Daudyana. 

Biala, Fl. (.in der asiatischen Türkei), 
Delas. — Sellas. Silla. 

Biano, Mrktfl. (im NeapoKtanischcn). 
Dianum. 



Biarbekir (Diarbeklir, Diaibekr), St. 
(befest. , asiat. Türkei , am Tigiis), 
Amida. 

Biar Modhar, Landstrich (im westl. 
Mesopotamien), Osroene {^Oa^oi^yti 
oder ^OaQorivrji^. — Osdroena. 

Biaskili (Diaskillo), St. (einst Residenz 
der Satrapen von Bithynien u. Klein- 
phrygien an der Propontis), Dascy- 
leum i^Aaaxvleiov). — Dascylos 
{ddaxvXoQ^. — Dascyliiim {Jaaxv- 
?uov). 

Bictamo, St. (auf der Nordküste der 
Insel Kandia\ Dictamnu m {dlxxa- 
fjLvov). — Dictyfina (Jlxxvvva). 

Bidier, s. St. Didier. 

Bidsehle (Diglath), Fl. (grofser Strom 
Asiens, der in Armenien entspr. und 
mit dem Euphrat gemeinsam im Per- 
sischen Meerbusen mündet, nachdem 
er Mesopotamien durchströmt), Tigria 
{'is und -tdis) {TlyQrjq, -ytog und 
TlyQiq, -löoq und -scDg). 

Bidymo, Mktfl. (im ionischen Klein- 
asien, ber. Orakel des Apollo), Didymi 

{AlÖVfJLOl). 

Bi6, St. (frz. Dep. Dröme, an der 
Dröme), August a Dea. — l)ea 
Vocontiorum. — Dea. — Dia. — 
Cimtas Deensium. — Atigusta Dia. 

Biebsinseln (Ladronen oder Maiianen . 
Inselgruppe (spanisch, zu Austi'alien 
gehörig, östl. von den Philippinen, 
eine von N. nach S. langgestreckte 
Reihe von ungef. 16lnseln\ Lairmmm 
Insular. 

Biedenhofen (Thionville), St. (befest., 
Kantonshauptst., Bezirk Lothringen, 
an der Mosel), Divodurum. — 
TJieodDnis Villa. — Theudonis Villa. 
— Tlieodiinrilla. 

Biemel, Fl. d. Nbfl. der Weser, entspr. 
auf dem Hohen Pön in Waldeck 
dicht an der westfälischen Grenze, 



127 



Diemenslaud 



Dinkelsbtthl 



128 



durchströmt ein tiefes Thal, nimmt 
r. die Twiste, Warme u. Esse, 1. die 
Hoppoke auf u. mündet bei Karls- 
hafen), Di mala. — Dimola. 

Diemensland, van, s. Yandiemensland. 

Diemerich, s. Deva. 

Diepholz, 1. Kreis (ehemal. Grafschaft, 
in der Prov. u. Landdrostei Hannover, 
an der Hunte, mit grofsen Mooren 
und bedeutender Heidschnucken- und 
Bienenzucht), Comüätus DiephoJ- 
tWiius. 

2. St. (Hptst. der ehemal. Grafsch., 
jetzt Mktfl. mit Stadtrecht, an der 
Hunte), Diephölta. 

Dieppe, St. (befest. Seestadt im frz. 
Dep. Niederseine, am Kanal), Deppa. 
— Dieppa. 

Diesdorf, Mktfl. (mit ehem. Augustiner- 
Nonnen-Kloster, Kr. Salzwedel, EB. 
Magdeburg, Prov. Sachsen, an der 
Molmke), Insula Sanctae Mariae. 

Diefsen, Mktfl. (bayr. RB. Oberbayem, 
ßezirksa. Landsberg i. Bayern, am 
südl. Ende des Ammersees), Dama- 
Sf'a. — Pmites Dessemi. 

Diefsenhofen, St. (Schweiz, Thurgau\ 
Darnasia. 

Diest, St. (in Brabant), Disteminm. 

Diestalden, s. Deutschberg. 

Dietfiirt, St. (bayr. RB. Oberpfalz, 

Bezirksa. Beilngiies, an der Laber 

^ und ' unweit des Tjudwigskanalsi, 

Theo dophör um. — Theodönia 

Vadnm. 

Dietramszell , Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. München 11, ehem. 
Probstei), Theodorämi Cello. 

Dietz, s. Diez. 

Dien, Isle — , Insel ^in Frankreich!. 
Insula Dei. 

Diene, Dorf (im frz. Dep. Meusc'. 
Ihfcia. 



Dleuze (Dieusei, St. (frz. Dep. Meurthe), 
Deceni Pagi. 

Diez, St. (Kr. Unterlahn, RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, am Ein- 
flufs der Aar in die Lahn), Decta. 
— Dietia. — Diza. 

Digrne, St. (Hptst. des frz. Dep. Nieder- 
alpen, an der Bleone"), Dinia. — 
Givitas Diniensium. — Dma. — 
Digtia. 

Dijon, St. (Hptst. des frz. Dep. Cote 
d'Or, am Zusanmienflusse der Ouche 
u. des Suzon'), Dihio. — Divio. — 
Dimodünum. — Dtmonum. — 
CaMrum Divionense. 
Einw. : Dihionenses. 

Dijonnois, Landschaft (im frz. Dep. 
Cote d'Or i, Fa gus Diviodunen- 
Hts. — Pagus Oscarensis. 

Dili (auch SdiUel, Insel (Cyklade im 
Ägäischen Meer), Delus. — Delos 

[/JrjAog). 

Dillingpen, St. i unmittelbare, bayi*. RB. 
Schwabon, an der Donau\ Dillitiga. 

Dillshoo, Mktfl. (in Schweden),D6Z^s6oa. 

Dimitzana iDhim.- oder Azikolos), Fl. 
(auf der Halbinsel Morea in Griechen- 
land, auf der Grenze vom «alten Elis, 
in den Alpheios fallend). t}rym4]intlms 
{^QVfiavd-ogu 

Dimotika (Demotikai, St. (in Riimelien), 
Didymotichus. 

Dinant, St. (ehemals bed. Handelsst. 
der belg. Prov. Namur, an der Maas), 
Dinant tum. — Dinänum. 

Dingrolfingr, St. (Bezirksamt, bayi*. RB. 
Niederbayem, an der Isar), Dingol- 
vinga. — Dingelfinga. 

DinlEelsbtthl, St. (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Mittelfranken, in\ 
fruchtbaren Yimgi-und an der Wör- 
nitz). Tri colli s. — Zea^coUis. — 
Dunkelsjnla. — DinkeUpvla. — 
Zeapoh's. 



J 



129 



Diois 



Doesbnrsr 



130 



Diois 9 Laudschaft i^iu Fi*anki'eich). 
Trctcttis Diensis. 

IHoDant, St. (in Belgien), Dionan- 
tum. — Dinondmm. — Difioantum. 

— Deofnantium. — Sanctas Mariae 
Monasterium. 

IHpso, St. (auf der Insel Negroponte), 
Aedepsus {A^dr^tpog oder Aidrjxpog). 
Aedepsum. — Aedipsum. — Themiae 
Aedepai, 

Disentis (roman. Mustär), Mktfl. (Kan- 
ton Graubünden, am VordeiThein), 
Deserttna. — Disentium . — Di- 
senttna. — DisseHmujn. 

Dithinarschen (^ deutsche Mai-schem. 
Landschaft (in der Prov. Schleswig- 
Holstein zwischen den Mündungen 
der Elbe und der Eider; jetzt in 
zwei Ki-eise zerfallend: Norder- und 
Süder-D.), Dltmarsia. — Dith- 
marsia. — Dittrnarsia. 
Einw. : Ditmarsi. 

]>iu, Insel (in Ostindien), Boeonus. 

IMva, s. Thiva. 

DiTe, Fl. (frz. I)cp. Calvados), Dera. 

— Diva. 

Dixmuyden, St. (in Flandern), Dis- 
muda. — Diocmuda. 

DJebel, St. (im alten Phönicien), Byhlos 
{Bi^ßXoq). 

DJebel Auras, Gebilde (Teil des Atlas- 
gebirges in Oonstantinej , Mons Au- 
rcmus. 

Djebel Kebir, Gebirge (Bergkette in 
Afnka), Catabathmus niagnus. 

Djebel Kuriu, Gebirge (Bergkette in 
Kleinasien), Tmirus {'rav()og). 

DJebeltak, Gebirge (Bergkette in Ai-a- 
bien), Mons 2^gras. 

Pjelem, Fl. (auch Behat, Behut und 
Djenab gen., gi-ofser Flul's im Pend- 
sohab in Jn6ien).,Hyda8pesCY6(xa7iTi g). 

Bjenmouti, St. (in Ägypten), Sehen- 
nytus. 

S a a 1 f e 1 d , Geo<p-aph. Handbücbleiu. 



DJerede (Gerida), St. (in Anatolien), 
Flaviopolis. — Cfatea.. 

DJerrah, St. (in Palästina), Gerasa. 

DJeziret-el-SagT) Insel (Nilinsel in 
Oberägypten) , Ekplmntina {^Elt- 
(favTlvrf). 

Djlboun, 1. (Amou-Daria) Fl. (in 
Innerasien\ Oxus CO^og). 
2m Fl. (in Oilicien), Ptfrämus 

Di^Jepr, Fl. (Strom in Südrufsland, 
entspr. auf dem Wolchonskywald, in 
der Nähe der Düna- und AVolga- 
(juelle; erweitert sich bei Chereon zu 
einem seichten liman, der sich bei 
Oczakow zum Schwarzen Meei-e (iff- 
net), Borysthenes {Bo(}va{)^trf^g). 

— Danapris. 

Dnjestr, Fl. (Strom in Südrufsland, 
entspr. auf dem Karpath. Waldgebirge 
in Galizien, mündet bei Akjerman in 
das Schwarze Meer), Tyras {Tv^mg). 

— Tyra. — Dafmster. — Daitastris. 

— Danastrus. — Daiiasterrus. 

Doberan, St. (^im Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, unweit der Ostsee und des 
Seebades Heiliger Damm), Dohera- 
num. — Dobränvm. 

Doboker Oespannsehaft, Landscliaft 
(in Siebenbürgen), Coniüatus T>obo- 
censis. 

Dobrzyn, St. (im russischen Polen), 
Dobrinia. — Dobnmim. — Do- 
hriznum. — Debrieimum. 

Doekum (Dokkumj, St. (im niederl. 
Friesland, Märtyrerstätte des Boni- 
faciusi, Doccomium. — Doccü- 
mum. — DochzEtiim. — DockzEtum. 

DSmitz, St. (Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, am Einilufs der Neuen 
Eide in die Elbe), Domitnim. 

Doesburg, St. (in Geldern), Does- 
burgum. — Arx Drusiana. — 
Drusoburgum. 



131 



Boleeaqaa 



Donnersbergr 



132 



iDoleeaqua, Mktfl. (in Piemont), DtUcis 
Aqua. 

Boleigrno^ St. (in Albanien), Dolchi- 
nium. 

Ddle, St. (frz. Dep. Jura, am Doubs), 
Dola Sequanorum. — Didattiwn. 

Dollart 9 Bucht (der Nordsee an der 
Grenze des Deutschen Reiches, zw. 
Ostfriesland u. der holländ. Provinz 
Groningen, in welche die Ems mün- 
det), Sinus Dollarius. — Sinus 
Emdänus. 

Dom1>asle, Dorf (frz. Dep. Meui*the), 
Domßjnus-Basolus . 

I)oml>e69 Fürstentum (ehem., im fi'z. 
Dep. Ain), Dumbae. — Principatus 
Dunibarum. — Prifidpatus Dum- 
hensis. 

Bombeseh^erthal, Distrikt (schweizer 
Kanton Graubünden), Vallis Dome- 
stica. 

Dom^Tre^ Dorf (frz. Dep. Meui-the) 
Dominus-Äper. 

Domfront, St. (frz. Dep. Ome), Donni- 
frons. — Dumfronium. - Dun- 
fronium in Aulercis. 

Dommartin, Dorf (frz. Dep. Somme), 
Dom[i]nus-Martinus. 

Domo d'Ossola, 1. WM. (in der 

I^mbardei), Domoduscella. 
2. s. Corte di Matarello. 

Domr^my la Pacelle, Dorf (frz. Dep. 
Yogesen, bei Neufchateau, an der 
Maas), Be Domo Remigii. 

Don, M. !• (im südl. Rufsland, entspr. 
südöstl. von Tula aus einem kleinen 
See, mündet unweit Taganrog ins 
Asowsche Meer), Tanais [Tavaiq^. 

■ Anwohner: Tanaltae. 

Die Donscheu Kosaken, Cos- 
sacci Donnenses. — Cossacci 

■ Tanaitae. — Essedönes CEaar^öoveg). 

IS. (in der schott. Grafsch. Aber- 
deen, mündet in die Nordsee), Bonus. 



Donato, Mktfl. (in Kalabiien), B o na- 
tu s. — Evoria. 

Donau, M. (Hauptstrom für Süddeutsch- 
land, Ostreich u. Ungarn u. s. w., 
entgteht in dem Kessel von Donau- 
eschingen am Ostrand des Schwarz- 
walds aus dem ZusammenfluTs der 
Brege u. Brigach; sie mündet in 
3 Häuptarmen in das Schwarze Meer : 
Kilia, ßulina [Schiffahrtsstrafse] u. 
Georgiewska) , Banubius. — Ba- 
nuvius.' — Banovius. — Abnobius. 

— Ister {^'loxQoq , so genannt vom 
Wasserfall bei Orsova bis zum Aus- 
flufs\ 

Donanesehlngen, St. (bad. Kr. Vil- 
lingen, an der Brigach, die sich unter- 
halb im Becken von D. mit der Brege 
zur Donau vereinigt), Do wes ch inga. 

— Vicus Eschingünus. 

Donauwörth, St. (unmittelbare, Be- 
zirksA. , bayr. RB. Schwaben, am 
Einflufs der Wömitz in die Donau), 
Bonaverda. — Vertia. — Ba- 
nubii Insula. — Bonaberga. — 
Bo)iavertia. 

Donawitz, Donauarm, Banuhii Brae- 
chium. 

Donchery, St. (frz. Dep. Ardennen), 
Boncheriacum. — Boncherium. 

Donegral (Dunegal oder Tyrconel), 
1. Grafschaft (in der irischen Prov. 
Ulster, an der Donegalbai am Atlant. 
Ocean, Hauptort lifford), Co mit a- 
tus Bungalensis. — Comitatus 
Tyrconensis. 

3. St. (in 1), Bungalia. — 
Conatia, 

Donnau, St. (in Irland), Bonum. 

Donnersberg:, 1. Berggruppe (in 
Rheinbayem, bei Kirchheimbolanden), 
3. Berg (im Böhmischen Mittel- 
gebirge, auch Mihschauer genannt, 
bei Teplitz), Mmis lovis. 



133 



Donnersmark 



Donlens 



134 



Donnersmark (oder Stwartek), St. (in 
Ungarn'» , Oppidum Ladislavii. 

— Quintoforum, 

Doomiek (Toumay), s. Domik. 

Dora Baltea, Fl. (Nbfl. des Po in 
Piemont, entspr. am Montblanc), 
Duris Maior. — Dorta Maior, 

— Dora Baltea. 

Dora Biparia, Fl. (Nbfl. des Po in 
Piemont, kommt vom Monte Viso, 
mündet bei Turin), Durts Minor. 

— Doria Minor. — Dora Biparia. 

Dorehester, St. (Hptst. der englischen 
Grafsch. Dorset, am Frome), Dur- 
nium' — Dii/rnovaria. — Durno- 
varium. — Damovarda. — Dor- 
cestria. 

Dordogrne, Fl. <südwestl. Frankreich, 
entspr. im Dep. Puy de Dome am 
Mont d'Or, aus den Quellflüssen Dore 
und Dogne, vereinigt sich unterhalb 
Boui'g mit der Gai'onne zur Gironde ; 
danach benannt das Dep. D. mit der 
Hptst. Perigueux), Duranius. — 
Turanius. — Durantia. — Drona. 

— Drononia. — Dordonia. 

Dordrecht, s. Dortrecht. 

Dormag:en, Dorf (Ki\ Neufs, RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz), Durno- 
niägus. 

Domeggr (Domach oder Domeck), 
Schlofs (schweizer Kanton Solothum), 
Dornäcum. — Dorneacum. 

Dornik (auch Doomiek [fläm.], frz. 

Toumay), St. (befest., belg. Prov. 

Hennegau, an der Scheide), Tor- 

näcum. — Turnäcum. — Turris 

Nerviorum. 
Dornoehy St. (Hptst. der schottischen 

Grafsch. Sutherland am Firth of 

Domoch), Dornücum. — Dorno- 

dünum. — Du/n/rodünum. 

Dornstetten, St. (württemb. Schwarz- 
waldkreis , Oberamt Freudenstadt), 
Äcanthopolis. 



Dorpat (mss. Dörpt, Derpt), St. (im 
russ. Gouvernement livland, an der 
Embach), Derpätum. — Dorpotum. 
— Torpätum. — Derbätum. — 
Derpitum. — Derptum. 

Dorset, Grafschaft (im südl. England, 
am Kanal, Hptst. Dorehester), Comi- 
tatus Dorcestriensis. — Dor- 
cestria. — Dorsetia. 

Dorsten, St. (Kr. Recklinghauseu, RB. 
Münster, Prov. Westfalen, and. Lippe), 
Dorsta. — Dosta. 

Dortmund, St. (Stadtkreis, RB. Arns- 
berg, Prov Westfalen, unweit der 
Emscher), Tremonia. — Dormunda. 

Dortrecbt (Dordrecht, Dort), St. (in 
der niederländ. Provinz Südholland, 
auf einer von der alten Maas, der 
Merwe und dem Biesbosch gebildeten 
Insel), Dordräcu m. — Dortrechtum. 
Adj.: DortracEnus, -a, -um. 
Dortracensis, -e. 

Dotis (Data oder Tata), Mktfl. (Wann- 
bad u. Schlofs in Ungam), Deo- 
dätum. — Theodäta. — Tkeodota. 

Douamdnes, Mktfl (in Frankreich 
[Bretagne]), Dovarnena. 

Douay (fläm. Dauwey), Festung (im 
frz. Dep. Nord, an der Scarpe und 
dem Kanal Sensee), Catuäcum. — 
Diiäcum. 

Einw.: CatuäcL 

Adj.: DuacensiSy -e. 

Dou'bs, Fl. (Nbfl. der Saone, in Frank- 
reich, entspr. auf dem Juragebirge, 
mündet bei Verdun ; danach benannt 
das Dep. D. mit der Hptst. Besannen), 
Dubis.— Alduadubis. — AMuabis. 

D0116, St. (frz. Dep. Maine -Loire), 
Doädum. — Dovaeum. — Duaeum. 
— Theodoadum. 

Douglas, St. (Hptst. der Insel Man in 
der Irischen See), Duglasium, 

Donlens (Doullens), St. (franz. Dep. 

5* 



135 



Dour 



Drftme 



136 



Somme), Donincum. — Donicum. 

— Dtdincitm. — Dtüingium. 

Dour, St. (in Belgien), Dura. 

Bonrdan, St. (frz. Dep. Seine), Dor- 
dänum. — Dordiäcum. — Dor- 
dinga. — Dordineum. — Durdänum. 

Bouro, s. Duero. 

Douzy, St. (frz. Dep. Somme), Dici- 
äcum. — Duciactmi. — Diiod^- 
ciäcum. 

BoTer, St. (befest., engl. Grafsch. Kent, 
zwischen Kreidebergen an der Meer- 
enge von Calais), Partus Buhris. 

— Bubris. — Buhrae. — Bubri. 

— Bavonia. — Partus Bavernus. 
Bown, !• Grafsch. (in Irland, Prov. 

Ulster, Hptst. Downpatrick) , Comt- 
tatus Bunensis. 
%• St. (in 1), Burmm. 

Braas, Mktfl. (in Siebenbürgen), Baro- 
cinium. 

Brac, Fl. (bei Grenoble in Frankreich), 
Brcicus. 

Bragronara, St. (im NeapoHtanischen), 
Geronium. — Gerunium. — 
Gerion. 

Bragruigman, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Var, an der Pis), BracBnae. — 
BracEnwm, — Braguigniänum. — 
BrcLconianum. 

Brahisz, St. (in Böhmen), Bragus. 

Brama, St. ' (in Macedonien) , Bra- 

b esc US. — Brabescus Edonica. 
Brapano, s. Trapani. 

Brau (Drave), Fl. (Nbfl. der Donau, 
entspr. am ToblacEer Felde imPuster- 
tJial in Tirol, mündet unterhalb Essek 
auf der Grenze von Ungarn und 
Kroatien), Bravus. — Braus. — 
Brabus. — Trabus. 

Brenthe, Provinz (in Holland, meist 
aus grofsen Veenen, Torfmooren und 
Sümpfen bestehend, Hptst. Meppel), 
Brentia. 



Bresden, St. (selbst, u. Hauptst. des 
Königreichs Sachsen, an der Elbe, 
welche daselbst r. die Priesnitz und 
1. die Weifseritz empfängt), Bresda. 

— Bresma. 

Adj. : Bresdensis, -e. 

Breux, St. (ft-z. Dep. Eure-Loire, an 
der Eure), Brocae. — Broeum. — 
BruodOrmn. — Burocasses, -tum. 

— Burocassae. — Btvrocassivm. — 
FCinum Bruidum. 

Briburgr, St. (und Bad, Kr. Höxter, 
RB. Minden, Prov. Westfalen, am 
östl. Fufs der Egge, an der Aa), Bri- 
hurgum. 

Briesen, St. (Kr. Medeberg in der 
Neumark, RB. Fi-ankfui*t [Oder], Prov. 
Brandenbmg), Bressenium. — 
BriessEna. — Briessa. 

Brin (Drilo), Fl. (Küstenflufs in Ober- 
albanien, entsteht aus dem .Weifsen 
u. Schwarzen D., aus dem See 
Ochrida), Caradrma. 

Brina, Fl. (Nbfl. der Save, entspr. in 
Montenegro, bildet die Grenze von 
Bosnien und Serbien), Brinus. — 
Brilo Minor. 

Brino Bianco, ¥\. (s. Diin), Brllo. 

— Brilon. — Brinus Albus. 
Brino Neg-ro, Fl. (Drin), Brinus. — 

Brinius. — Brinus Niger. 
Brogrheda (Tredagh), St. (Seehafen in 
der irischen Grafschaft Loulih, Prov. 
Leinster, nahe der Mündung des 
Boyne in die D.bai), Broghdaea. 

— Pontäna. — BrogEda. 

Broissy, Mktfl. (bei Soissons in Frank- 
reich), Truccia. 

Brdme, Fl. (Nbfl. des Rhone im süd- 
östl. Frankreich, kommt von den 
Alpen der Dauphine, mündet unweit 
Valence; danach benannt das Dep. 
D. mit der Hptst. Valence), Brumo. 

— Bruna. 



137 



Dromi 



Daleigrno 



138 



Dromi, Insel (im Archipelagus), Halo- 
nesus C^l6v[v]riaoq). 

Dronero, Mktfl. (in Piemont>, Draco- 
nerifi/m. 

Drontheim (Trondhjem), St. (befest. 
Hptst. des norwegischen Stiftes D. 
am Einflüsse des Nidelf in den Fjord 
von D.), Ntdrosta. — Dront- 
hemiwni. — Tronthemiwni. 

Droisheim (Drüsen), Dorf (bayr. KB. 
Schwaben, Bezirksa. Donauwörth), 
Drusomllgus. 

Drummore, St. (in Irland), Droma- 

ria. — Drumoria. 
Drasenheim, Dorf (Elsafs-Lothringen, 
' Bezirk Unterelsafs, Kr. Hagenau, mi- 

weit des Eheins an der Moder), 

Concordia. 

Dsehebel • . .9 s. Djebel . . . 
Dseherdscliel, St. (an der Küste von 
Algier), luUa Caesarea. 

Dsebumnah (Djomnah, Jumnah), Fl. ^ 
(in Hindostan), lomanes. — Dia- 
muna. 

Dablin, St. (Hptst. von Irland sowie 
der Grafschaft D., an der Mündung 
des lifPey in die Dubhnbai), Duhll- 
num. — Dvbliniimi. — DvMinia. 
— Ditblana. — Fortus Eblana. 
Adj.: Dublinensis, -e. 

Dachs, s. Dux. 

Duderstadt, St. (Kr. Osterode am 
Harz, Landdrostei Hildesheim, Prov. 
Hannover, an der Hahle), Duder- 
stadium. 

D&ben, St. (Kr. Bitterfeld, RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen), Duha. — 
DubBna, — Theba^e Saxonica^. 

Dttlken, St. (Kr. Kempen, RB. Dussel- 
dorf, Rheinprovinz), Duläcum. 

Dtlmmersee, See (an der Hunte in 
Hannover, an der oldenburgischen 
Grenze), Dummera. 

Dttna (bei den Russen: Westliche 



Dwina), Fl. (in Westrufsland, entspr. 
auf dem westl. Waldaiplateau, mün- 
det unterhalb Riga in den Rigaischen 
Busen der Ostsee), Buna. — Ta- 
rumtus. 

DQnen, Meereshügel, 1. (Downs-Hills, 
an der Küste von Kent imd Sussex 
in England), Cantti Litora. — 
Sussexia^ Litora. 

2« (an der flandiischen Küste 
zwischen Dünkirchen und Nieuw- 
poort), Colles Harenacei Mari- 
timi. — Syrtes et Vada Har&iiacea 
Maris BaJtamni. 

Dttnkelsbtthl, s. Dinkelsbühl. 

Dttnkirchen (Dunkerque), St. (See- 
festung, frz. Dep. Nord, an der Nord- 
see), DunJcerka. — Bwnquerca. 

Düren, St. (Kreisst, RB.' Aachen, 
Rheinprovinz, an der mehrarmigen 
Ruhr [Roer]), Marco durum. — 
Marconiägus. 

Daero (in Spanien; in Portugal Doui-o), 
Fl. (entspr. im NW. von Soria, mün- 
det bei Oporto in den Atlant. Ocean), 
Dur i US. — Dorius. 

Dassel, Fl. (Nbfl. des Rhein), Dussela. 

Dttsselderf , St. (Stadtkreis u. RB. in 
der Rheinprovinz, r. am Rhein und 
an der Dussel, welche hier in den 
Rhein mündet), Dussel dorpium. 
— Dusseldorvum. 

Daguy, Mrktfl. (frz. Dep. Mause), 
Dongei Villa. 

Daine, St., s. Pedena. 

Duisburg:, St. (Stadtki-., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am Rhein-Ruhr- 
Kanal in einer Ebene zwischen Rhein 
u. Ruhr), Duisburgum.-— Duiczi- 
burgum. — Teutobürgu/ni. — Tuisco. 
burgum. 
Adj.: Duisburgensis, -e. 

Duiz, s. Deutz. 

Duleigno, St. (in Albanien), Olci ni u rn. 



139 



Dumbarton 



Dyksand 



140 



— Doldiinium. — Oldiinium. — 
Ulcinium. 

Einw. : Olciniätae. 

Dambarton, 1. Grafschaft (auch 
Lenox, in Südschottiand, gebirgig 
mit dem Loch Lomond, dem gröHsten 
See Schottlands; Hptst. D.), Levinia. 

9. St. (Hptst. von 1 , am Leven), 
Dumbritonium. — Britanno- 
dünum. — Ca8trum Britonum. 

Damblain, St. (in Schottiand), Dum- 
blänum, 

Ihunfries, 1. Grafschaft (im südl. 
Schottland), Comitätus Dtmfreiensis. 

2* St. (Hptst. von 1, am Nith), 
Dunfreia. 

Bummersee, s. Dümmersee. 

Danbar, St. (Hafen in der schottischen 
Grafschaft Haddington) , Dumba- 
rum. — Vara. 

Dancaster, St. (in England), Came- 
lodunum, — Danum. — Don- 
castria. — Denocestria. 

Dandalk, St. (Hptst. der irischen 
Grafschaft Louth, Provinz Leinster), 
DunJcerämim. — Eblana. 

Dundee, St. (Fabrikst. in der schot- 
tischen Grafschaft Forfar, am Tay- 
busen), DonumDei. — Toadünum. 

— Allee tum. 

Dnngfsbyhead, Vgb. (in Schottland), 
Promunturium Beruvium. — 
Fromunturium Veruvium. — Orcas, 
-ädis. — Orchas, -ädis. 

Dunkeld, St. (in Schottland)^ Ca st rum 
Caledonium. — Duncaledonia. — * 
Duncheldinum. - Caledonia. 

Dun le Rot, St. (in Frankreich), 
Castrum Dum. 

Dunois, Landschaft (in Frankreich), 
Tr actus Dunensis. — Tunen- 
sium Begio. 



DonoTer, St. (in Schottland), Duno- 
verum. 

Dans (Bunse), St. (in Schottland), 
Dusium. 

Dnnstafnagr, Mktfl. (u. Schlofs in 
Schottland), Stephanodünum. — 
Evonium. 

Duranee, FL (reifsender Nbfl. des 
Khone in Frankreich: kömmt vom 
Mont Genevre in den Kottischen 
Alpen, mündet unterhalb Avignon), 
Druentia. — Druentius. 

Dnrazzo (ital. ; türk.Duradsch, Dratsch), 
St. (befest. Hafen in Türkisch- Alba- 
nien, am Adriatischen Meer), Dyr- 
rhafihium{/ivQQaxtov). — Epidam- 
nus i^niöafjLvoq). 
Adj.: Dyrrhachlnus, -a, -um. 

Durbuy (Durby), St. (im Lüttichischen), 
Durbutum. — Durbis. 

Duretal, St. (frz. Dep. Anjou), Dura- 
stell um. — DurestaUum. — Du/r- 
stallum.* 

Durham, 1. Grafschaft (im nördlichen 
England), Comitätus Dundmensis, 

2* St. (Hptst. von 1 am Wear), 
Dunelmum. — Dunhelmum. — 
Duremum. 

Durlaoh, St. (bad. Kr. Karlsruhe, an 
der Pfinz u. am Fufse des Berg- 
landes), Durlüeum. — Turins ad 
Lacum.^ 

Duttlingren, s. Tuttlingen. 

Dux, St. (im böhmischen Kreise Saatz), 
Du>xönum. 

Dwina, Fl. (gröfster schiffbarer Strom 
im nördl. Eufsland, entsteht im Gouv. 
Wologda ans der Suchona und dem 
Jug, mündet unterhalb Archangelsk 
ins Weifse Meer), Duina. — Ca- 
ramhis. 

Dyksand, Insel (an der holsteinischen 



Ul 



Dyla 



£der 



142 



Küste bei Helgoland), SaxontMn 
InstUa. 

Dyla (Dyle), Fl. (in Holland), Thüia. 

Dymrieh (Deva), Mrktfl. (Pafs und 



Schlofs in Siebenbürgen), Deci- 
dava. 

Dysart (Dyfs), St. (in Schottiand), 
Dysartum. — Desertum. 



E. 



Eame, See (in Irland), Lacus Ernus» 

— Locus Dernus. 

East-Meath, Grafschaft (in der ir- 
ländischen Provinz Ulster, Hptst 
Trim), Media. — Midia. 

Eaton, s. Eton. 

Eauze, St. (frz. Dep. Du Gers>, Elusa. 

— Eltisaberis. 

Ebeltoft, St. (in Dänemark) , Ebel- 
toftia. — Pomagrium. 

Ebeoheim, s. Obemheim. 

Eberaeh, s. Erbach. 

Ebersbergr, MMfl. (Bezirksa., bayr. EB. 
Oberbayem), Eburobergömum. 
Ebersperga. 

Ebersdorf (in Reufs j. L.), Mktfl. (und 
Schlofs, Oberländischer Kreis des 
Fürstent. R j. L., an der Friesa), 
Aula Nova. 

Ebersheimmflnster (Ebersmünster), 
Dorf (U. ehemal. Benediktinerabtei 
an der Dl, Elsafs-Lothringen, Bezirk 
ünterelsafs, Kr. Schlettstadt), Äpri- 
manasterium. 

Eberstein, Grafschaft (ehemal., in 
Baden), Comitatus Ebertinus, 

— Comitatus Ebersteniensis. 

Ebersteinsehlofs ( Neu - Eberstein ), 
Schlofs (bad. Kr. Baden, Amt Rastatt, 
zum Dorf Obertsroth, auf einem Fel- 
sen, 1. am Murgthal), Eberttnum. 

— Ebersienium. 

EM (Äbi), Mktfl. (in der Schweiz), 
Planura. 

Eboli, St. (im Neapolitanischen), Eburi. 



Ebreuil (Ebre\411e), St. (frz. Dep. Allier\ 
Ebrolium. — Ebrolodünum. — 
Ebrelodünum. 

Ebro, Fl. (in Spanien, entspr. auf dem 
Kantabrischen Gebirge, strömt süd- 
östl. dui'ch Navarra [Tudela] luid 
Aragon [Zai*agoza] und mündet miter- 
halb Tortosa ins Mittelländisclie 
Meer\ Ib^rus. 

Eehelles, Les, St. (Grenzstadt im fi-z. 
Dep. Savoyen, an der Strafse nach 
Lyon; beiühmter Engpafs: der 
Schlüssel von Savoyen), Scalarum 
Oppidum. — Scalorum Oppidum. 

Echtemaeh, St. (in Luxemburg, an 
der Sauer, grenzt an den RB. Tiier 
der Rheinprovinz), Epternäcum. 
— Ändethanna. 

Eetja, St. (in der spanischen Pro\'inz 
Sevilla; heifsester Ort Spaniens), 
Astigt. — Colonia Astigitana. — 
Astygis. — Colonia Augusta Firma. 

Eekartsberg'a, St. (Kreisst. an der 
Finne, RB. Merseburg, Prov. Sach- 
sen, mit altem Schlofs), Eccardi 
Mons. — Eccardiberga. 

Ecouen (Ecouis, Escouis), Mktfl. (frz. 
Dep. Seine-Oise, bei Paris, mit Lust- 
schlofs), Escovium. 

Eden (Eder), Fl. (,in England), Itilna. 

Eder (Edder), Fl. (1. Zuflufs der Fulda, 
entspr. auf dem Ederkopf in West- 
falen, fliefst durch Hessen -Nassau 
u. Waldeck, nimmt r. die Schwahn, 
1. die Nuhne, Orke, Elbe u. Ems auf 
und mündet oberhalb Guntershausen ; 



1 



143 



Ederneh 



Eider 



144 



nach ihr henannt der Ederkreis in 
Waldeck mit dem Hauptort Nieder- 
Wildungen), Ädrana. — Adranus. 

Edemeb, s. Adrianopel. 

Edfa (Atfieh, koptisch Atbo), St. (,in 
Oberägypten, am Nil), Äpollino- 
polis Magna. — ApoUinis Urhs 
Magna. — ÄpöllGnos Superior. 

Edinbnrgrh, St. (Hptst. von Schott- 
land, unweit des Firth of Forth, am 
Leith, mit der Hafenstadt Leith), 
Castra Aläta. — Edenburgum. 

— Edinburgum. — Castra Puel- 
larum. — Ectinum. — Burgus 
Alätus. — Burgus Alarum. 

Edreneb, s. Adrianopel. 

Edulo, Mrktfl. (in der I^ombardei), 
Edulum. 

Edyssa, St. (in Macedonien), Aegae. 

— Aega£a, 

EgrelfiD|[reii, Dorf (württemb. Donau- 
kreis, Obera. Eiedlingen), Egolvinga. 

Egrer, 1. St. (Kreishptst. im westl. 
Böhmen, an der F)ger, im sog. Eger- 
lande), Egra. — Oegra. 
Adj. : Egrensis, -e. 

2. Fl. (Nbfl. der Elbe, entspr. auf 
dem Fichtelgebirge unweit des 
Schneeberges, mündet bei Theresien- 
stadt in Böhmen), Agära. — Egra. 

3. Fl. (r. Nbfl. der "Wömitz, entspr. 
w. von Bopfingen in Württemberg 

- u. mündet im Nördlinger Ries in 
Bayern), Egra. 

4. St. (in Ungai-n>, s. Erlau. 

Egreri, Dorf (schweizer Kanton Zug), 
Aquae Regtae. 

Eghina (Engia), Insel (im einstigen 
Saronischen Meerbusen Griechen- 
lands, mit der St. E.), Aegtna 
{Alyrva). — Myrmidonia {MvQfjii- 
6ovla). — Oenone (Otvtüvij). 
Einw.: AeginStae. 
Aeginenses. 



Adj.: Aeginensis, -e. 

AegineticuSy -a, -um. 

Eg:hiiia, Golfo di, Meerbusen (bei der 
Insel Eghina), Sinus Saronicus 
(Kolnoq 2!cc()(ovix6g). 

Egrlyy Fl. (in I^anguedoc in Frankreich), 
Eglis. 

Eicmont, St. (in Holland^ Edmon- 
tium. — Egmontium. 

Egnribos (Euripo, Negroponte), 1. Insel 
(griech., im Ägäischen Meer, durch 
den Egribos [Euripus] vom Festland 
getrennt), Euboea [Evßoia). 
Adj.: EuhoicuSy -a, -um. 

Euhoeus, -a, -um. 
2* Meerenge (s. 1), Euripus 
(Ev^iTcog). 

Egypten, s. Ägypten. 

Ehenbeim, St. (im Elsal's), Obernaca. 

Ehingren, St. (württ. Donaukreis, Ober- 
amt, an der Schmiechen und unweit 
der Donau), Dracutna. 

Ebrenberg:, Festung (eigtL Ehrenberger 
Klause, ein früher stark befestigter 
Punkt an der Nordgrenze Tirols, am 
Lech, oberhalb Füfsen), Mons Ho- 
noris. 

Ebrenbreitstein, St. (u. Festung [als 
diese zum gegenüberliegenden Koblenz 
gehörig]. Kr. u. RB. Koblenz, Rhein- 
prövinz, r. am Rhein), Ehrenberti 
Saocum. 

EbstenbergT) Berg \in Tirol), Estionum 
Mons. 

Eieb, Mktfl. (im Limburgischen), Echa. 

EiebstStt, St (unmittelbare, bayr. RB. 
Mittelfranken, in einem tiefen Thal 
1. an der Altmühl), Aichstadium. 
— AreOtum. — Aureöium. — Alci- 
inoenum. — Aleimunnis. — Alflja 
Narisca. — Dryopolis. - Eustadium. 

Eider, Fl. ^in Schleswig-Holstein, ent- 
springt nö. von Neumünster, tritt 
schifTbar auf die alte Grenze von 



145 



Eidentedt 



Elbe 



146 



Holstein u. Schleswig und mündet 
busenartig erweitert unterhalb Tön- 
ning in die Nordsee), Etdera. 

Eiderstedt, Kreis (Prov. Schleswig- 
Holstein, eine Halbinsel zwischen 
der Eidermündung und dem Schles- 
wigschen Wattenmeer, umfafst die 
alten friesischen Eilande Alt-E. im 
0., Everschop im N. und Utholm im 
SW. und besteht fast nur aus Marsch- 
land [Greestrücken Hitzbank längs der 
Nordsee]), Pro/cfecttM-a Epicbrensis. 

Eifel, Bergland (^in der Form einer 
Platte auf der 1. Seite des Rheins u. 
der Mosel in der Rheinprovinz), 
Eifalia. 

Eilenburgr, St iiKr. Delitzsch, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, an der 
Mulde), Ueburg-um. 

Einrieb, Gegend (bei Wiesbaden, 
Provinz Hessen - Nassau) , Henrici 
Pagus. 

Einsbeim, s. Ensisheim. 

Einsiedeln, Mkttl. {n. Benediktiner- 
abtei im schweizer Kanton Schwyz), 
Eremitarmn Coenobtum in 
Helvetiis. — Eremitarum Mona- 
sterium. — Er^mus Detparae Ma- 
tris. — ErSmus Divae Virginis. — 
ErBmus Heivetorum. — Monasterium 
in Silva. — Meginardi Cella. 

Eisaek (Eisach), 51. (Nbfl. der Etsch 
in Tirol, entspr. am Brenner, mündet 
unterhalb Bozen), Isocus. — Ei- 
sacus. — Hisarcus. - Itargus. — 
Ätägis. 

Eisenaeb, St. (3. Verwaltungsbezirk 
des Ghzgt. S.-W.-E., an der Hörael 
u. am Thüringer Wald), Isendcum. 

— Isnäcum. 

Eisenbergr, St. (Westki-eis des Hzgt. 
S.-Altenburg, in hoher Lage an einem 
Bache), .Isenberga. - Ei8eol)€rga. 

— Eisetiberga. 



Eisenburgr, Mktfl. (im gleichn. Komi- 
tat in Ungarn), Castrum Ferreum. 
— Castrum Ferri. 



I ti. 



Efsenburger Gespannsebaft, Kreis 
(in Ungarn, jenseits der Donau, 
Hauptort Steinamanger) , Comita- 
tus Castriferrensis. — Castri- 
ferrei Coniitatus. 

Eisernes Tbor, s. Demircarpi. 

Eisleben, Si (Seekreis Mafisfeld, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, an einem 
Bach in der von zwei Ausläufern 
des Harzes eingeschlossenen Eisleber 
Mulde), Islebia. — Isleba. 

Eismeer (Polarmeer), N9rdliebes (das 
Meer um den Nordpol, von den 
nördlichen Küsten der Alten und 
Neuen Welt wie ein Binnenmeer 
umschlossen), Mare Congelatum. 

— Mare Cronium. — Mare Con- 
cretum. — Mare Bigrum. — Mare 
HyperborSum. — Mare Scythicum, 

— Mare Glaciale. — Mare Sar- 
mMticum. — Mare Moscoviticum. 

Ekenas, St (in Finnland), Quer- 
cuu m Pa eninsula. — Ekenesium. 

EkesJS, St. (in Schweden), Ekesioea. 

— Ekesium. 

Eksenideh (Essenideh), Fl. (in der 
kleinasiatischen Türkei, im alten 
Lycien), Xa/ntkus {ScivB^oq), 

Elba, Insel (ital., im Mittelländ..Meer, 
durch den 15 km breiten Kanal von 
Piombino vom Festlande getrennt, 
Hptst. Porto-Ferrajo), II va. — lloa. 

— Äetlialia {Aid-akeia). 

Elbe, Fl. (einer von den 7 Haupt- 
strömen des Deutschen Reichs, um- 
fafst mit ihrem Gebiet etwa die 
Mitte von Norddeutschland; sie ent- 
steht auf der böhmischen Seite des 
Riesengebirges aus zwei Quellbächen, 
dem Weifswasser von der Weifsen 
Wieso und dem Eibbach, mündet 



147 



Elbinsr 



Elster 



148 



bei Kuxhaven in die Nordsee), 
Alhis. — Alba. — Albia. — 
Alhius. 

Elbingr, St. (u. Stadtkreis, RB. Danzig, 
Prov. Westpreufsen, am Rande der 
Niederung und am Mufs Elbing), 
Eibinga. — Urbs Drusiana. 

Elboenf, St. (frz. Dep. Basse -Seine, 
an der Seine), Elbovium. — Elle- 
borium. 

Elche 9 St. (span. Prov. Alicante, am 
Tarafa), Ilice, -es. — lUice. — 
Illici. 

Eide, Fl. (schiffbarer Nbfl. der Elbe 
im südwestl. Mecklenburg, entspr. 
bei der Darzer Mühle und mündet 
bei Dömitz), Elda. 

Elfeld, s. EltviUe. 

mg (EUgöw, HeUigau), Mktfl. (im 
schweizer Kanton Zürich), El g o vi a. 

— Eligovia. — Augia Sacra. — 
Pagus Sacer. 

Elgrin, St. (in Schottland), Elgina. 

— Elgis. 

Eliasberg*, !• Gipfel (der Seealpen im 

nordamerikan. Territorium Alaschka, 

nahe am Grofsen Ocean), Elia^ Mons. 

2* Berg (auf der griech. Insel Chios), 

PeUnaeus {n6kiv[v]alov , ro OQog). 

— Pellenaeus {üeXXrivalov). 

Ellenborougrh, St. (in England), Ole- 
näcum. — Olenagum. — Virosidum. 

Ellrich, St. (Kr. Nordhausen, RB. 
Erfurt, Pröv. Sachsen, an der Zorge 
u. am Südfufs des Harzes), Elncum. 

Ellwangreii, St. (Oberamt, Hptst. des 
württemb. Jagstkreises , im Yim- 
grund an der Jagst), Elephan- 
tiäcum. — Elvanga. 

Elnbogren, St. (in Böhmen), Cubitus. 

— Elnböga. 

Elnbogner Kreis (in Böhmen), Cir- 
culus Ciibitanus. — Territorium 
Cubitense. — Zedlica. 



Eine, St. (frz.Dep.Pyrenees-Orientales), 
Helena. — Eliherri. — Iliberi. — 
Uliberis. — Elna. — Civitas He- 
lenensis. 

Elsafs, Reichsland (mit Lothringen zu- 
sammen; das „Ijand der Sassen am 
Hl", zwischen dem Rhein und den 
Vogesen, von der Dl, Breusch und 
Lauter nebst Saar bewässert, vom 
Vogesengebirge durchzogen) , Al- 
satia. — Elisatia. — Elisgaugium. 
Einw.: Alsätae. — Triboci. — 
Tribocci. — TriJnici. — 
Tribochi. 
Adj.: Alsaticus, -a, -um. 

Elsafs-Zabem, s. Zabem. 

Else, Fl. (1. Zuflufs der Werre in West- 
falen; mündet bei Löhne), Elsa. — 
Olsa. — Olsus. 

Elsen, Dorf (Kr. Paderborn, RB. Min- 
den, Prov. Westfalen), AU so. — 
Alisa Bomanorum. 

El Senn, St. (m Mesopotamien), 
Caene. — Coene. 

Elsfleth, St. (Amt im Grhzgt. Olden- 
burg, in fruchtbai-er Marschgegend, 
am Einilufs der Hunte in die Weser), 
Alisni. 

Eisgrau, Distrikt in der ehem. Graf- 
schaft Mömpelgai'd [s. Montbeliard]), 
Comitatus Alsaugiensis. — 
Pagus Alsatiensis. 

Elster, Fl. 1. (Schwarze, entspr. auf 
dem Sibyllenstein imweit Elstra im 
Kgr. Sachsen, mündet beim Dorf E. 
[bei Wittenberg] in die Elbe), Eli s t er 
Niger. — Elyster Niger. — Eist er a 
Nigra. — Elstra Nigra. 

3. (Welfse, entsteht auf dem 
Elstergebirge bei Asch in Nordwest- 
böhmen, geht an Leipzig vorüber 
und teilt sich unterhalb dieser Stadt 
in dem sumpfigen Thal in die E. und 
Luppe • [südl.] ; beide Arme münden 
zwischen Merseburg und Halle r. in 



149 



Elten 



Emmerieh 



150 



■ die Saale), Elister Albus. — 
Elyster Albus. — Elstera Alba. — 
Elstra Alba. 

Eltcn, Mktfl. (Kr. Rees, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, in der nördlichen 
Spitze der Rheinprovinz), AlHnae. 

— EltSnum. 

EltTille (Mfeld), St. (Kr.. Rheingau, 
RB. "Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
Altavilla. 

ElTa9, St. (Grenzfestung in der portu- 
giesischen Provinz Alemtejo), Hel- 
vae, — JElva. — Alba. 

EMra, St. (Vorstadt von Granada in 
Andalusien), Eliberi {n. indecl.). 

— Uiberi (w. indecl.). — Illiberis. 

— lAberini {n. indecl.). — Eliberis. 
Adj.: Eliberlnus, -a, -um. 

Eliberitänus, -a, -um. 

Elwend (Ei-wend), Gebirgspafs (in Iran 
in Asien, südl. von Hamadan), Mon- 
tes Cerau/nii. 

Ely, St. (und Insel, am und im Fl. 
Ouse in der engl. Grafschaft Cam- 
bridge), Uelia. 

Eltz, Schlofs (zum Dorf Wierschem 
bei Mayen in der Rheinprovinz), 
Eltzia Bhenana. 

Elz, 1. Mktfl. (Kr. Oberlahn, RB. 
Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau\ 
Elzia Nassoviensis. 

2» Fl. (r. Nbfl. des Rheins aus 
dem Schwärzwald, mündet unweit 
Wittenweier) , Alisontia. — AU- 
zunta. 

3. Fl. (r. Nbfl. des Neckar aus 
dem Odenwald, Mündung bei Neckar- 
elz), Elzia Ottonica. 

4. Fl. (1. Nbfl. der Mosel, in der 
Rheinprovinz, entspr. auf der Eifel 
unweit des Kelbergs und mündet bei 
Moselkern), Elzia Eifalica. 

Elze, St. (Kr. Marienburg i. H., Land- 
drostei Hildesheim, Prov. Hannover, 



an der Saale und unweit der Leine), 
Aulica. — Aula Regia ad Lynum. 

Embden, s. Emdeh. 

Em1)oli9 St. (in Macedonien), Amphi- 

polis {kfKplnolig). — Christopolis. 

Ein w. : A mp hipolitae. — Amphi- 

politäni. 
Adj.: Amphipolitanus, -a, -um. 

Embro, s. Imbro. 

Embran, St. (frz. Dep. Hautes-Alpes\ 
Eburodunum. — Castrum Ehre- 
dunense. — Eburünum. — Eboro- 
dünum. — Ebredünum. — Emboro- 
dunum. — Embrodunum Catn/ngum. 

Embs (Hohenembs), Mktfl. (in der Graf- 
schaft Tirol), Am ade s. — Amedes. 

— Amisium. 

Emden, St. (Kr., Landdi*. Amich, Prov. 
Hannover, an einem für gröfsere 
Seeschiffe fahrbai'en Kanal, 4n den 
daselbst der Treckfahrtskanal von 
Auriöh, das Fehnker Tief von Grofse- 
fehn u. a. Kanäle münden), Em da. 

— Embda. — Emetha. — Amasia. 

— Amisia. 

Emely (Awn), Mrktfl. (in Irland), 
Emelia. — Emilia Hiberniae. 

Emmeli, St. (in der Schweiz), Emilia 
Helvetica. 

Emmen (Grofse E., Emmat), Fl. (Nbfl. 
der Aar, im Kanton Bern, entspr. 
am Brienzergrat, durchfliefst das 
Emmenthal und mündet bei Solo- 
thum\ Atnma. — Emmana. 

Emmenthal (schweizer Kanton Bern), 
Ammae Va llis. — Emmanae Vallis . 

Emner, Fl. (Nbfl. der Weser, entspr. 
auf der Egge, Mündung bei Emmern), 
Ambra. — Emmera. 

Emmerich, St. (Ki*. Rees, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, r. am Rhein), 
Embrlca. — Emmerica. — Eme- 
ncum. — Asciburgum. 



151 



Empoli 



Ens 



152 



Empoli, St. (sw. von Florenz, unweit 
dos Arno), Emporiuni. — Empolia. 

Ems, 1« Fl. (Küstenflufs im nordwesÜ. 
Deutschland, in Westfalen und Han- 
nover, durchfliefst von seinem Ur- 
sprung in der Senne bei Hövelhof 
auf der Grenze gegen lippe ab nur 
Flachland; mündet in den Dollart 
und fliefst als Oster- und TVester- 
Ems in der Breite der von beiden 
Armen eingeschlossenen Insel Borkum 
in die Nordsee), Amtsia. -- Ami- 
aitfs. — Aniasis. — Amasia. — 
Atndsius. 

2. St. (u. Bad, Kr. Unterlahn, 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau, 
r. an der Lahn), Embasis. — 
TJiermae Emsienses. 

Emseher, Fl. (r. Nbfl. des Rheins in 
Westfalen und der Rheinprovinz, 
z\\ischen Ruhr und Lippe, der eigtl. 
HauptfluTs des Ruhrkohlengebietes : 
Quelle bei Rausingen, Mündung bei 
Alsum), Amsara. — Etmscherna. 

Enadieh (Ginossa), St. (auf der Insel 
Kandia), Cnossus {Kva}a[o]6g). 

Engradln, Alpenthal (im SO. vom 
schweizer Kanton Graubünden, in 
nö. Richtung bis zur tiroler Grenze 
ziehend, vom Inn durchflössen, 
mattenreicher Thalgrund mit Be- 
wohnern romanischen Ursprungs), 
Caput Oeni. — Aeni VaMts. — 
AengaMna. — lapodum VaUis. 

Engrelbergr, Abtei (der Benediktiner 
im gleichn. Thal im schweizer Kan- 
ton Unterwaiden [Ob dem Wald]), 
Ingelber ga. — Angelorum Mons. 

Engrelport, Kloster (im ehemal. Erz- 
stift Trier), Porta Angelica. 

Engelsborgr, Citadelle (und Staatsge- 
fangnis, turmartiger Rundbau mit 
viereckigem Untersatz, urspr. Mauso- 
leum Kaiser Hadrians), Castrum 
Angelicum. — CaMellum AngUi, 



— Turris Crescentii. — Hadrtant 
Moles, 

Engrer, Mktfl. (Kr. Herford, RB. Min- 
den, Prov. Westfalen), Angria. — 
Angaria, 

Ent^hlen, St. (im belgischen Hennegau)^ 
Angia. — Angiamim. 

Engria, s. Egina. 

England (Grofsbritannien), Kgr. (^nacli 
den Angeln genannt, die südHche 
gröfsere Hälfte der Insel Britannia, 
mit dem Fürstentum Wales), Bri- 
tannia. — Anglia. — AUnon, 
-mm. 
Einw.: Britanni. — Brittones. 

— Angli. 
Adj.: Britanniens, -a, -um. 
An^licuSy -a, -wm. 
Anglicäniis, -a, -um. 

Enied (Strafsburg), Mktfl. (in Sieben- 
bürgen), Eniedlnum. — Enye- 
d^num. — Agnettxnum. 

Enlpeo, Fl. (in Thessalien, Nbfl. des 
Apidanos, mit welchem er in den 
Peneios fallt, der jetzige Saltadsche 
Potamos oder Flufs von Pharsala, 
oder Sophaditiko), Enipeus, -ei und 
-eos CEvi7ifvq\. 

Eniskilling, St. (in Irland), Arx Kd- 
lina, 

Enkhnyzen, St. (niederl. Prov. Nord- 
holland, am Äuidersee), -EncÄnsa. 

— Encfiüsia. — Encüsa. — Enkhüsa. 

— Macusa. 

EnkSpingr, St. (in Schweden), En- 
copia. — Enecopia. 

Enos (Eno), St., (im jetzigen Romanien), 
dem alten Thracien, an der Mündung 
des Hebros), Aenus (Alvog). — 
Aenos. — Absynthum. 

Einw.: AeniBi. 

Adj.: Aenius, -a, -um. 

Ens, 1. Fl. (Enns, Nbfl. der Donau in 
Oberöstreich , kommt von den Rad- 



153 



Ens 



Erft 



154 



•Städter Tauern; an der Mündung die 
Stadt E.), AnEsus. — Anäsus. — 
Anlstts, — Onäsus. 

Ens, S. St. (s. 1), A^iassiänum. — 
Anasum. — Onäsum. — Antsia. 

Ensenek, St. (an der Südgrenze von 
Mittelägypten, am östlichen Nilufer; 
die Kuinen der alten Stadt beim 
Dorfe Scheikh - Abadeh) , Antinoe 
(kvrivosia). — Antinoi Urhs. — 
Antinopolis. — Besä. 

Ensisheim (Einsheim, Enzen), St. (und 
Kantonshauptoi*t. Elsafs-Lothringen, 
Bezirk Oberelsafs, Kr. Gebweiler), 
Ensishemium. — Enshemium. 

Elitella, Ruinen .(der alten Stadt E. 
am Krimissos in Sicilien), Enteila 
CEvxeXka). 
Einw.: EntelUni. 

Entralgrues, Dorf (im frz. Dep. Isere), 
Interaquae. — Interamna. 

4 

Entre Douro e Minho, Provinz (in 
Portugal), Extrem a Minii. — 
Fortugallia Interamnensis. — Pro- 
vineia Interamvmisis Lusitaniae. 

Entremont, St. (in Savoicn), Inter- 
montium, 

EntreTaux, St. (fi-z. Dep. Basses- Alpes), 
Intervall tum. — IntervalUs. — 
Intervalles, 

Enz (Ens), M. (Nbfl. des Neckai-, vom i 
Schwarzwald, nimmt die Nagold auf 1 
und mündet bei Besigheim), Entius. I 

Eperies, St. (flauptort des ungaiischen 
Komitates Saros an der Tarza), 
Eperiestnum. — Aperiessium. — 
Aperiascio. — Epieressium. — 
Eperiae. 

Eperleeques, Dorf (frz. Dep. Pas de 
Calais), Sperleca. 

Epernay, St. (frz. Dep. Marne, an der 
Marne), Asperencia. — Asprenda. 
— Spamäcum. — Espemaeum. 

Epemon, St. (frz. Dep. Eure et Loire ^ 



Sparno. — Spaimöttum. — Spei- 
nöntim. 

Eplnal, St. (Hptst. des &'z. Dep. Yos- 
ges, an der Mosel), Spüialium. 

Eplnay, Mkttl. (fi-z. Dep. Pas de Ca- 
lais), Espinoium. — SpinBtum. 

Epomeo (Monte San Niecola), Vulkan 
(auf der Insel Ischia; an seinem 
Fufse bis zum 28. Juli 1883 der 
Badeort Casamicciolai , Epoemeus 
Mofis. 

Epsom (Epsham), Mkttl. (mnnittelbar 
südl. von London, einst Badeort), 
Ebeshämum. — Thermae Ebes- 
hame^ises. 

Epternaeh, s. Echternach. 

Erbach, 1. St. gfCi-eisst., liess. Pi-ov.^ 
Starkenburg, im Odenwald an der 
Mümling), Erpücum. — Erpachiuni. 
£• Dorf (Württemberg. Donaukreis. 
Obera. Ehingen, an der Donau, der 
Mündung der "Westernach und Rotli 
fast gegenüber, mit Bergschlofs\ 
Erb ä cum. — Ebi'äciim, 

Erbll, St. (in Kurdistan, im N. dos 
alten Assyrien), Arbela (jL^ßfika). 

Erdeni Tschao, St. (in der Mongolei), 

Karakorum. 
ErdlSd, Mktfl. (in Ungarn), Erdodium. 

Erekli (Akserai), St. (in Kappadocien), 
Archelais {jiQXf-?MLg). — Heradea 
Fontica. 

Eresenna (Arlanzon», Fl. (in Spanien), 
Areva. 

Eresso (Erissi, Hiersi), St. (auf dou 
Westküste der griech. Insel Lesbos', 
Eres SU s O^Qfaooq). — Eresos 
CE^sooq). 

Erft, Fl. (1. Nbfl. des Kheins in der 
Rheinprovinz, entspr. auf der EilVl 
und mündet bei Grimlinghausen ; 
entsendet einen Arm nach Neufs, 
welcher von dieser Stadt ab als Eift- 
kanal zum Rhein führt), Arnapha. 
— Erfta. — Errates. 



155 



Erfurt 



Esaro 



156 



Erfurt, St. (und Stadtkreis, eigentliche 
Hptst. von Thüringen, RB., Prov. 
Sachsen, an der dreiarmigen Gera), 
Erfor'dia. — Er furtum, — Brphes- 
furdum. — Erfesfurdum. — Jero- 
fordia. — Hieranofordia. — Hercyni- 
phordia. 

Adj. : Erfordiensis, -e. 
Erfurtensis, -e. 

Ergrers, Fl. (im Elsafs), Ergitia. 

Eriels, s. Airolo. 

Erimo Kastro (Rimokastro oder Neo- 

korio), Mktfl. (in Griechenland, im 

alten Böotien am Helikon, mit einem 

Tempel des Eros), ThespiaeißsaTiiat}. 

Einw.: Thespienses. 

Eriols, s Airolo. 

Erissi, s. Eresso. 

Eriwan (pers. Eewan), 1. Oonveme- 
ment (russ., in Ti*anskaukasien, mit 
der Hptst. E. am Zenghi-, Turco- 
mania Orientalis. 
S* St. (s. 1), Eroänum. 

Erkelenz, St. (Kr., RB. Aachen, Rhein- 
provinz), Herculeum. 

Erklin (Ei-küa), St. i^in Afrika), Hor- 
rea CaeUay-orum. — Äd Horrea. 

— Horrea. — Horrea Ca^Uae. 
Adj.: OreocelensiSj -e. 

Erlach, Mktfl. (in Ostreich), Elegiu m. 

— Erläcum. 

Erlaf, Fl. (Nbfl. der Donau aus Steier- 
mark, mündet bei Ips), Erläphus. 

— Arläpa. 

Erlangen, St. (unmittelbare, bayr. RB. 
Mittelfranken, am Einflufs der Unteren 
Schwabach in die Regnitz und am 
Ludwigskanal), Erlanga. 

Erlau (ungar. Eger), 1. St. (Hptst. 
des imgar. Komitates Heves, am Fl. 
E.), Agria. — Erla. 
3. Fl. (s. 1), Agria. 

Ermeland (Ermland), Landschaft (und 
Bistum, althistorischer Name eines 



Landstrichs im preuls. RB. Königs- 
berg i. Pr., umfafst die Kreise 
Braunsberg, Heilsberg, Röfsel und 
Allenstein, an der Passarge und Alle 
bis zur Frisching\ Varmia. 

Erment (Ermonth), St. (in Ägj'pten), 
HermonthiSy -is und -^dis. — 
Hermunthis, -is. — HermUihis, -^s. 

Ermita de los Palaelos, St. (in Spa- 
nien), Flavium Vivitünum. 

Ermita de Nuestra Senora de Tier- 
mes, St. (in Spanien), Termantia. 

— TemiBs, -Etis. — Term^sus. 

Eme (Eam), Fl. (im nördlichen Irland, 
durchfliefst den inselreichen Doppel- 
see Eame, w. m. s. , in der Graf- 
schaft Fermanagh , mündet in ^ die 
Donegalbai), Ertm. 

Em^e, St. (frz. Dep. Maine), EreiiBum. 

Erpaeb, s. Ei-bach. 

Erzan (Erzen, Arzen), See von — , (in 
Armenien), Thosnites. — Thospites. 

Erzerum (Arzerum, Ersirum), St. 
(Hptst. von Türkisch -Armenien, an 
den Quellen des Karassu), Arzes, 

— Arzen. — Atranutzin. — Ro- 
manorum Arx. 

Erzgpebirgre, Geb. (nebst dem Lausitzer 
Gebirge das Verbindungsglied zwi- 
schen den Sudeten und der südlichen 
Reihe des Hercynischen Gebirgs- 
systems, Hauptgebirge im Königr. 
Sachsen, erstreckt sich von dem 
Quellgebiet der Gottleuba auf der 
Grenze gegen das Eibsandsteingebirge 
bis zu den Quellen der Zwickauer 
Mulde und der Zwota in der Rich- 
tung von NO. nach S W.), Me talli- 
feri Montes Misniae. — Me- 
talUferi Montes Saxoniae. — Megio 
Metallifera Saxoniae. 

Erz Inghian, St. (in Kleinarmenien), 
Satala. 

Esaro, Fl. (bei CJrotona im alten 



157 



Esehbom 



Estland 



158 



Bruttium), Aesäriis (Aiaa^og), — 
Aesäris. 
Esehbom, Dorf (Landkr. u. RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau), Asga- 
brunnum Villa. 

Esehwegre, St. (Kreisst., RB. Kassel, 
Prov. Hessen- Nassau, 1. an der 
Werra), Schuvegia. 

Escorial (Escuiial), Kloster (u. Schlofs 
in Spanien, im Guadarramagebirge 
in Neukastilien), Monasterium 
Scorialense. — Escuriacum. — 
Escuriäle. — ScoriäU, — Scoriäcum. 

Eseouls, s. Ecouen. 

Esens, St. (Landdr. Aurich, Prov. Han- 
nover, am Rande der Marsch ; Haupt- 
ort des Harlingerlandes), Esena. — 
EsBnae. 

Esl (Esino), Fl. (in Italien, im alten 
Umbrien), Aesis {Alaig). — Aesmiis 
{AloLvog norafiog^. 

Eskdale, Landschaft (in Schottland), 
Escia. 

Eski-Hissar, St. (in Kleinasien, im 
alten Phrygien, am Lykus), Lao- 
dicea ad Lycum (Aaoölxeia tj 
TiQog r4> Avxo)). — Trimetaria, — 
Stratontce {ÜT^atovlxTj). — Strato- 
nicEa {SzQatovlxeia). 

Eski-Shehr, St. (in Kleinasien, in der 
alten Phrygia Epiktetos), Dorylaeum 
[AoQvkaBLOv). 
Einw. : Dorylenses. 
Adj.: DorylaeuSy -a, -um. 

Eski-Stambul, Ruinen (in Kleinasien 
bei Troas), Alexandrea Troas 

Eski-Zagnra, St. (im türkischen Ejalet 
Adrianopel, an der Tundscha), Be- 
roe'a (Bbqoio). — Beraea. 

Eski-Upsehi, St. '(in Kleinasien, im 
mysischen Troas), Scepsis {Sx^xpig). 
Einw.; Scepsii. 

Esla, Fl. (Nbfl. des Duero im spani- 
schen Kgr. Leon), Estola. 



Esneh, St (in Oberägypten), Laiopolis. 

Espernon, s. Epemon. 

Espidres, Baronie (in Belgien), Spira. 

Esplnal, s. Epinal. 

Espinoy, s. Epinoy. 

Esprit, St., s. St. Esprit. 

Essek (Ungar. Eszek), St. (Hptst. von 
Slawonien, an der Drau, einst vom 
Kaiser Hadrian zur Metropole von 
Unter-Pannonien erhoben), Mursa 
Maior. — Myrsa. — Essscum. 
Einw.: Mursaei. 

Essen, St. i^Stadtkr. , RB. Düsseldorf, 
Rheinprovinz, an der Ruhr), Asni- 
dia. — Essendia. — EssBna. 

Essenbergr, Dorf (Kr. Mors, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz), Asciburgium. 

Essengeaux, s. Issengeaux. 

Essenide (Etschen), 1. Fl. (in Klein- 
asien, im alten Lycien, entspr. auf 
dem Taurus), Xanthus (SdvS-og). 

S* St. (ebds.), Xanthus {AcivS'Og). 

Einw.: Xanthii. 

Essex, Grafschaft (im östlichen Eng- 
land, Hptst. Colchester), Essex ia. 

— Drinöbantum Begio. 

Efslingren, St. (Oberamt im württemb. 
Neckai'kreis, am Neckar), Ezelinga: 

— Eslinga. 

Estaires, St. (frz. Dep. Nord), Mina- 
riacum. 

Este, 1. St. (in der ital. Prov. Padua, 
an den Euganeischen Hügeln), 
Ates te. — Ateste Colonia. — Atestum. 
Adj.: Atesflnus, -a, -um. 

S« Fl. (im Lüneburgischen, 1. Nbfl. 
der Elbe, von Buxtehude ab schiff- 
bar, mündet bei Kranz), Escheda. 

— Esta. 

Estella, St. (im span. Kgr. Navan*a), 
Stella Carnovium. — SteUa 
Carnonium. — Alba. 

Estland, Gouvernement (eine der drei 



159 



EstrelU 



Europa 



160 



russischeu Ostseeprovinzeu , llptst. 
Keval"), Estonia. — Esienia. — 
Aestovua. — Aesh'a. 
Einw. : Ast&nes. 

Estrella, Serra de, Gebirge (in Por- 
tugal, zwischen den Quellbezirken 
des Mondego und Zezere, ein Plateau- 
gebirge, welches steil nach Süden 
[Serra Brava] und sanft nach Norden 
[Serra Mansa] abfällt; höchster Punkt 
Malhao de Sen*a), Mons Herminiiis. 

Estremadura, Provinz !• (und Land- 
schaft im westlichen Spanien, an 
der portugiesischen Grenze, vom 
Tajo und Guadiana durchflössen, mit 
den beiden Provinzen Badajoz und 
Caceres, Hptst. Badajoz), Extrem a 
Durii Castelläna. — Eoctrema- 
dura. — Estremadura, — Extre- 
rnadura Legionensis, — Betonia. 

2* (in Portugal, am Atlantischen 
Ocean, mit den drei Distrikten Loira, 
Santarem imd Lisboa [Lissabon]\ 
Extrema Durii Lusitanica. 
— Extreniadui'a Ltisitaniae. 

Estremoz, St. (portug. Dep. Evora, 
Prov. Alemtejo), ExtrVina. — 
Stremontium. 

Etal, s Ettal. 

Etaples, St. (frz. Dep. Pas de Calais), 
Stapulae. 

Efienne, St., s. St. Etienne. 

Eton (Eaton), St. (engl. Grafschaft 
Buckingham, an der Themse, mit 
der beiühmten Gelohrtenschule Eton- 
College), Etöna. — Äethonia. 

Etseh ütal. Adige), Fl. (entspr. in 
Tirol auf der Maiser Heide aus dem 
Eeschersee, durchtliefst die ital. 
Provinzen Verona, Padova und Ro- 
vigo und mündet bei Fossone ins 
Adriatische Meer), Athesis. 

Etsehland, Landschaft (in Tirol)^ 
AtJiesia. 

Etsed, S(-hlofs (in Ungarn), Echedmn. 



Ettal (Etal), Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayern, Bezirksamt Garmisch, mit 
ehemal. Klosterabtei), Coenobinm 
Attalense. 

Ettersberg, Bergrücken (bewaldet, in 
Thüringen, zieht in westöstlicher 
Richtung nördlich an Weimar vor- 
! über), Mons Aethereiis. 

! Ett, St. (frz. Dep. Basse-Rhin, an der 
Bresle), Auga. — AtMfium. — 
i Augae, — Ati{/ur. — Auca. 

I Eub9a, s. Egribos. 

I Eufemia, 1. St. (im alten Bruttium, 
Crotona gegenüber, am Fl. Lamato, 
der in den Meerbusen von E. mün- 

; det), Lametta (Adfir/zog). 

3. Meerbusen von (Golfo di E., 
s. 1), Sinus Lameticus (() 
AafjLTixtxoq K6Xnoq\. — Sinus Vi- 
honensis. — Sinus Hipponiates. 

I Eugreniusberg' ' (Eugenisches Vorge- 
birge), Berg (in Ungarn), Eugenius 
Hyge. 

Eugrabio, s. Gubbio. 
Eupatoria, s. Koslow. 

Euphrat (ai-ab. Erat), Fl. (gröfster 
Vorderasiens, entsteht im Hochlande 
Armeniens aus zwei QueMüssen, 
tliefst mit dem Tigris bei Kornali 
vereinigt als Schat-el-Arab und mün- 
det unterhalb Bassora in den 
Persischen Meerbusen) , Euphratea 
{EvipQaTfiq), 

Eure, Fl. (1. Nbfl. der Seine, kommt 
von den.Perchehügeln, mündet ober- 
halb Ronen ; danach benannt das 
Depait. E. mit der Hptst. Eatcux, 
und das Dep. E. et Loir, mit der 
Hptst. Chartres), Autura. -^ Au- 
dura. — ElMra. 

Euripo, s. Egribos. 

Europa, Weltteil (der kleinste, aber 
wichtigste der Alten Welt, Mittel- 
punkt des Weltverkehrs imd der 



161 



Eutin 



Falaise 



162 



Kultur, eigentlich nur die nordwest- 
liche Fortsetzung Asiens, gehört fast 
ganz der gemäfsigten Zone an 'und 
wird vom Nördlichen Eismeer, dem 
Atlantischen Ocean, Mittelmeer und 
Schwarzen Meer umschlossen), Eu- 
ropa (EvQCOTlfj). 

Adj. : Europaeus, -a, -um 
{EvQCJTialog). 
Europensis, -e. 

Eutin, St. (Hauptort des oldenburgi- 
schen Fürstentums Lübeck, in an- 
mutiger und fruchtbarer Gegend 
zwischen dem Grofsen und Kleinen 
Eutiner See), Ottna. — Uttna, — 
Oitinum. — Ottinum. — Euttnum. 

— Eutina. 

EySs (Effas), Gericht (bei Brixen in 
Ostreich), Ävisium. 

Eyian, St. (frz. Dep. Haute-Savoie, am 
Genfersee; dabei die Bäder Amphion 
und Cachat), Äquiänum. 

EYora, St, (Hptst. der portugiesischen 
Provinz Alemtejo), Ebüra. — 
Eböra. — Eburia. — Liberdlüas 
lulia, 

Evreux, St. (Hptst. des frz. Dep. Eure, 

• am Iton), Eburovicum. — Ebo- 

ricae. — Ebortca, -ae, — Eboncum. 

— Ebröicum. — Ebröicae. — Eburo, 
-önis, — Eburonicum. — Civitas 



Ebrocensis. . — Mediolanum Äuler- 
corum, 
Adj.: Ebroicensis, -e. 

Exe (Ex), Fl. (in England in der Graf- 
schaft Devon; daran die Hptst. 
Exeter), Isaca. — Isca, — Usca. 

Exeter (Exester, Exon), St. (Hptst. der 
englischen Grafschaft Devon, an der 
Exe), Isca Dumnoniorum. — 
Exonia. — UxÜa. — Uz<Sla. — Isca. 

Exideuil, St. (im frz. Dep. Dordogne), 
Exidolium. 

Exiles, s. Houlx. 

Extersteine, Felsenbildungen (im Sand- 
stein des Teutoburger Waldes, bei 
Hom in lippe, mit schönen Anlagen 
imd einem an die ältere christliche 
Zeit erinnernden Grottenheiligtum), 
Bupes Picarum. 

Eyer, St. (asiatische Türkei), Thospia, 
— Arzaniorum Oppidum. 

Eylau, s. Preufsisch-Eylau. 

Eylau (Gilowey oder Eule), Mktfl. (in 
Böhmen), Gilovia, 

Eymoutiers, St. (frz. Dep. Hautc- 
Vienne), Äcuti Monasterium, 

Eyndhofen, St. (in Holland), Eindovia, 

Eysaeb, Eysaek, s. Eisack, 

Eythra, Dorf (sächs. Kreish. u. Amtsh. 
Leipzig), Itero. 



F. 



Fabregrues, s. Frontignan. 

Fabriano, St. (in der italienischen 
Provinz Ancona), Fabiranum. 

Faenza, St. (in der italienischen Pro- 
vinz Eavenna, am Lamone; nach 
dem Namen der Stadt ist das Majolika- 
geschirr Fayence benannt), Faven- 
tia. — Faventmum Oppidum, 
Einw.: Faventxni, 
Adj.: Faventlnus, -a, -um. 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Fär9er, s. Fai-öer. 

Fagrne, La (= Venu), Landschaft (in 
der belgischen Provinz Namur), 
Fania Silva. — Fania. 

Fair Head, Vorgebirge (auf der Insel 
Fair oder Faira in dem 70 bis SO km 
breiten Sunde zwischen Orkneys tmd 
Shetlands) , Promunturium Bobog- 
dium. 

Falaise 9 St. (Fabrikst. im frz. Dop. 

6 



163 



Falasia 



Farnasu 



164 



Calvados, an der Ante), Falaza. — 
FcUesia. 

Falasia, Vorgebirge (an der Nordwest- 
seite der Insel Euböa), Phalasia, -ae 
{^aXa[a]aLa axQo). 

Falkenbergr, St. 1. (oder Niomondin, 
in Oberschlesien, Kreisst., RB. Oppeln, 
an der Steine), Falcomontium, 

2. St. (in Schweden), Falcoberga. 

3* (oder Fauquemont, St. in den 
Niederlanden), Coriovallum. — - 
Coriovallium. — Falcoburgum. — 
FalCönis Mons. — Valcönis Mons. 
Falkenbnrgr, St. (Kr. Dramburg, RB. 
KösHn, Prov. Pommern, an der 
Drage), Falcohurgum. — Falco- 
nis Mons. 

Falkenstein, 1. St. (im Kgr. Sachsen, 
Kreish. Zwickau, Amtsh. Auerbach, 
auf einer Anhöhe an der Göltzsch), 
FcUcönis Petra Saxmum. 

2. Mktfl. (bayr. RB. Oberpfalz, 
Bezirksa. Roding), Falcmis Petra. 

3. Ort (in der Schweiz), Falco- 
steinium. 

Falkirk, St. (in der schottischen Graf- 
schaft Stirling), Davium Sacel- 
lum. — Ecclesbrae. 

FalkSping', St. (in der schwe3ischen 
Provinz Götaland [West-], Skaraborgs 
Län), Falcopia. -— Focopia. 

Falmouth, St. (Hafen in der englischen 
Grafschaft Comwall, an der Mündung 
des Pal), Falmutum. — Ostium 
Cenionis. — Portus Volübae. — 
VoUba. — Valemutum. — Vole- 
mutum. 

Falster, Insel (dänisch, in der Ostsee, 
südl. von Seeland, Hptst. Nykjöbing), 
Falstria. 

Famagrasta, St. (an der Ostküste der 
Insel Cypem), Fama Augusta. 
— Famagusta. 

Famars, Dorf (frz. Dep. Nord), Fa/num 
Martis. 



Famdne, Landschaft (im Luxembur- 
gischen), Pagtis Falmiensis, 

Famieh, St. (in Syrien, am Orontes, 
von Seleukos Nikator nach seiner 
Gemahlin Apameia benannt), Äpa- 
mEa Syria&ijindfieia TrjgSv^iag), 

Einw.: Apameni. 

Adj.: Apamiensis, -e. 

Fanagoria (Taman), St. (am Kimme- 
rischen Bosporos, in der Nahe des 
SeesIimanKubanskoi), Corocondäma 
{KoQOxovödfjLrj). 

Faiia8(renas), Gemeinde (in d. Schweiz), 
Faewtdum. 

Fangron, St. —, s. St. Fangen. 

Fanjeaux, Dorf (frz. Dep. Aude), 
Fanum lovis. 

Fano, 1. Ort (auf der Insel SicilienJ, 
Befugium Apollinis. 

2m St. (in der Delegat. Ancona, 
ital. Prov. Pesaro, am Adriatischen 
Meere, zwischen der Mündung des 
Arzillo und Metauro, auf der flami- 
nischen Strafse), Colonia lulia 
Fanestris. — Colonia Fa/nestris, 

— Fanum Forttmae. — Fanum. 

Farades, St. (in Tunis), Aphrodi- 
sium QitpQoöiaLOv). — Veneria. 

Farbeit, Mktfl. (ehemal. Hptst. eines 
Nomos in Unterägypten), Pharbaethus 
(^aQßai&og). 

Farfa, M. (im ehemal. Sabinerlande), 
Fabäris Sabinorum. — Fabäris. 

— Farfarus. 

Fargrean, St. — , s. St. Fargeau. 

Farigrlionl, Felseninseln (bei der Insel 
Sicilien), Cyclopun^ Scopuli {KvxXd^ 
nojv JSxoTceXoi). 

Farmoutler, Dorf (frz. Dep. Brie), 
Monasterium Farense. — Mo- 
nasterium Brigense. 

Farnasu, Inseln (an der Mündung des 
Bosporos in das Schwarze Meer), 



165 



Faruese 



Fehmarn 



166 



Erithtni Scopuli (^qIS'ivoi ol 
SxoTtsXoi). 

Famese^ Mktfl. (in Italien), Gastrum 
Famesium. 
Adj.: Farnesiänus, -a, -um, 

Famham, St (in England), Vin do- 
rn um. — Vindomus. 

Faro-9 St. (Hptst. der portugiesischen 
Provinz Algarve), Fsu/rts. 

Faro, II — di Messina, Meerenge 
(Strafse von Messina), Fr et um 
Siculum. — Fretum Mamertinum. 

Faro, €apo di, s. Capo di Faro. 

Far5er (= „Federinseln" ; nach andern 
Färöer [= Färeyjar] = „Schafinseln" ; 
eine zu Dänemark gehörende Gruppe 
von 14 bewohnten und 8 unbewohn- 
ten Inseln im Atlantischen Ocean, 
zwischen Schottland und Island), 
Faroae Insulae. — Insulae 
Faroenses. 

Farra, St. (der Paropauisaden in 
Mittel-Asien), Pjrsia {IlaQola). 

Fars (Farsistan), Land (Persien, im 
engern Sinne bei den Alten das 
Land zwischen Karmanien, Medien 
und Susiana, dann aber auch ganz 
Persien; heute eine persische Pro- 
vinz, östl. von Khusistan, am Per- 
sischen Golf; Hauptort im Innern 
Schiras, Hafen Abuschehr), Persis 
{UeQolg). 

Farsa, St. (im alten Thessaha Phthiotis 
am Enipeus, sw. von Larissa), Phar- 
sQlus {4*aQaaXoq), 

Fasaneninsel (in der Mündung des 
Grenzflusses Bidassoa zwischen Spa- 
nien und Frankreich, bei Fuentarabia 
in den Biscavischen Meerbusen\ 
Phasiancyrwm Insula. 

Fassathal (Alpenthal in Tirol, bildet 
den oberen Teil des Fleimserthales), 
Fasda. 

Fasi (oder Eione), Fl. (in Kleinasien, 



im alten Kolchis, welcher im Arme- 
nischen Gebirge entspringt und in 
das Schwarze Meer mündet), Phasis 

Faucigriiy (Fessigny) , 1. Landschaft 
(frz. Dep. Haute-Savoie, umfafst das 
Arvethal), Falciniäcum. — Fa- 
dniäcum. — Fociniäcum. — Focu- 
natium. — Tractus Fociniacensis, 
— Ager Fossigniäcus. 
S« Schlofs (ebds.), Fossiniäcum. 

Faules Meer (Siwasch), (sehr seichter 
Teil des Asowschen Meeres, zwischen 
der Krim imd der Landzunge von 
Arabad), Marc Pigrum. — Mare 
Putridum. — Sinus Immundus. — 
Sinus Impurus, 

Fauquemont, s. Falkenberg. 

Favara, !• Fl. (auf Sicilien), Bianae 
Föns. 
ft. Mktfl. (Sicilien), Bianae Fanum. 

Favignana, Insel („Ziegeneiland", an 
der Westküste Sicihens), Aegusa 
{Atyovaaa fj v^aoq). 

Fayence, St. (frz. Dep. Yar), Faventia. 

F6, Santa — , s. Santa Fe. 

F^camp (Fescamp), St. (Seestadt an 
der Mündung des Fl. F., frz. Dep. 
Basse-Seine) , Fi sei Campus. — 
Fiscamnum. — Fiscamum. 

Federsee, See (württemb. Donaukreis, 
in der Nähe von Buchau, eingebettet 
im Federseeried zwischen Höhen der 
Schwäbischen und Bayrischen Hoch- 
ebene), Lacus Plumarius. — 
Federzea. 

Fehmarn, Insel (in der Ostsee, an der 
Nordostspitze von Holstein, zum Kr. • 
Oldenburg der Provinz Schleswig- 
Holstein, durch den Fehmamschen 
Sund vom Festland getrennt ; Haupt- 
ort ist die St. Burg), Cimbria 
Parva. — Fimbria. — Imhria. — 
Feniera. 

6* 



167 



Fehmarusand 



Fert^-Alais 



168 



Fehmamsand (Femersee), Meerenge 
(s. Pehmam), Fimbrien Fretum. 

Fehrbellin, St. (Kr. Osthavelland, 
KB. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
am Rhinluch und Alten Rhin), Fer- 
helUnum. 

Feira, St. (portug. Prov. Beira Mar), 
Langobnga. 

Feldkireh, St. (in Vorarlberg, östr. 
Tirol, am Ausgang des lUthals in die 
Rheinebene), Vel curia. — Val- 
circum, — Clunia, 

Feldspergr, Gemeine und Dorf (schwei- 
zer Kanton Graubünden), Fagoniwm. 

Felenk-Buran, Vorgebirge (auf der 
Halbinsel Krim, nach einem Tempel 
der üaQ^hoq \%QxefXLq\ benannt), 
Parthenium (üuQd'hiov). 

Felep-Szalas, St. (in Ungarn), Fhi- 
lippi Mansio. 

Felieudi, Insel (eine der Liparischen 
Inseln), Her ade a (HQaxkeia), — 
Herculis Insula, 

Feltre, St. (ital. Prov. BeUuno, Teü 
der Tarvoser Mark in Venetien;, 
Feltria, — Feltrium, — Feitrum. 
Einw. : Feltnni. 

F))ltrino, Landschaft (vgl. Feltre), 
Ager Feltnnus. 

Fernern, s. Fehmarn. 

Femersund, s. Fehmamsund. 

Fenestrelles, Dorf (frz. Dep. Dauphine), 
Fenestrellae. 

Fdre, La, St. (Festung im frz. Dep. 
Aisne, an der Oise), Fa ra. — Fera. 

Fdre-Champenoise, St. (frz. Dep. 
Marne), Fera Campaniae. 

• Ferentino, St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Ferentinum. 
Einw.: Ferentini. -~ Ferenti- 

nates. 
Adj.: Ferenttnus, -a, -um. 
Ferentinas, -ütis. 

Fermanagrh, Grafschaft (irische Prov. 



Ulster, Hptst. Enniskillen), Comüa^ 
tus Fermanagensis. 

Ferino, St. (ital. Provinz Ascoli Piceno), 
Firma. — Firmium. — Firmum. 
— Firmus. — Firmum PieBnum. 
Einw.: Firmäni. 
Adj.: Firmänus, -a, -um, 

Fermosella, St. (in Spanien, Provinz 
Zamora, in Leon, auf der 1. Seite des 
Duero), Ocellum Durii. 

Fernando-Po, Insel (eine der Guinea- 
insebi an der Küste Westafrikas, in 
der Biafrabai, Hauptort Clarence- 
Cove), Ferdinandi Insula. 

Ferrah, Festung (in Afghanistan), 
Parra. 

Ferrara, 1. Provinz (in Jtalien, in der 
Emilia, ehedem selbst Herzogtum), 
Ducatus Ferrariensis. 

Itm St. (befest. Hptst., an einem 
Arme des Po), Ferraria. — Fer- 
rara. — Forum Ällieni. 

Adj.: Ferrariensis, -e. 

Ferreira, St. (in Portugal), Baraj^a. 

Ferrete, s. Pfirt. 

Ferridres, 1. Mktfi. (frz. Dep. Isle de 
France), Ferrariae. 

2» Mktfl. (frz. Dep. Lot), FerrSra. 

3* St. (in Frankreich), Aquae 
Segestae. 

Ferro (span. Hierro), Insel (kleinste 
der Kanarischen Inseln; galt früher 
als äufserster Westpimkt der Alten 
Welt, weshalb der erste Meridian 
darüber gezogen wurde), Insula 
Ferri. 

Ferro], El — , St. (befest. Seestadt u. 
Kriegshafen in der spanischen Prov. 
Corufla), Far. 

Fert^, St. (in Luxemburg), Firmitas. 

Fert^-Alais, La — oder Aleps, St. 
(frz. Dep. Seine et Oise), Firmitas 
Adelheidis. — Firmitas Balduini. 
— Firmitas Alepia. 



169 



Fert^-Anrain 



Fidonisi 



170 



Fert^-Aurain, St. (frz. Bep. Loire et 
eher), Firmitas Äuraniensis. 

— Firmitas AurBni. 
Fert6-Bernard, St. (frz. Dep. Maine), 

Firmitas (Sancti) Bemardi. 

Fert^-Gaucher, Mktfl. (fr-z. Dep. Seine 
et Marne), Firmitas Äuculphi. 

— Firmitas Gualterii. — Firmitas 



Fert^-LonpiSre, St. (in Frankreich), 
Firmitas Lupera. 

Fert^-Milon, La — , St. (frz. Dep. 

Aisne\ Firmitas Milonis, 
Fert^ St. AuMn, La — , St. (frz. 

Dep. Loiret), Firmitas Ndberti. 
Fert^ sous Jouarre, St. (Frankreich), 

Firmitas ad lotrum. 
Fert^ snr Aube, St. (frz. Dep. Haute- 

Mame), Firmitas ad Älbulam. 
Ferrueren, St. (in Belgien), Fura. 

— Fura Ducis. 
Fesa (Pasa), St. (in Persien), Pasar- 

gadae. 
Feseamp, s. Fecamp. 
Fesensae, s. Fezenza. 
Fenehtwangren, St. (hayr. Bezirksa., 

RB. Mittelfranken, an der Snlzach), 

Hydropolis. — Hygropolis, 

Fenerland (spanisch Tierra del Fuego, 
auch König Karls Südland), Insel- 
gruppe (von 11 grofsen und einigen 

' 20 kleinen felsigen Inseln an der Süd- 
spitze von Amerika, von Pescherähs 
bewohnt). Terra Ignium. — Ignis 
Terra. 

Fenillants, Abbaye — , Kloster (der 
Cistercienserbrüderschaft in Frank- 
reich), Abbatia Fuliensis. 

Fenrs, St. (in Frankreich), Forum 
Segusianorum. 

Feystritz, St. (in Unter -Steiermark), 
Bistricia. 

Fez (Fes), !• Sultanat (ehedem selb- 



ständig, jetzt zum Kaisertum Marokko 
in Nordafrika gehörig), Begnum 
Fessünum. — Begnum Fezzänum. 

— Begnum Fessense. — Begnum 
Fezense. — Fessa. — Fezza, 

Z. St. (Hptst. in 1, wichtigster 
Ort Marokkos, in einem herrlichen 
Thal, im Gebiet des Sebu), Fessa. 

— Fezza Völubüis. 

Fezenza (Fesensae), Mktfl. (in Frank- 
reich), Fidentia. — Fidentiacum. 

Fezzan (Fessan), Landschaft (in Nord- 
afrika, das alte Garamantenland, zu 
Tripolis gehörig, aus einer Reihe 
von Oasen bestehend; Hauptort 
Murzuk), Fhazania. 
Einw.: Pha^anii. 

Fiacconc, St. (in Italien), Alianus, 

Fiano, St. (im ehemaligen Kirchen- 
staat), FZ a t? i a « w w.— l^awm'anwm, 

Fianona, St. (in Illyrien), Flanüna. 

— Flamm, -öms. 

Fiaseone , St. (in Italien) , Colonia 
Ferentinensis. — Municipium 

■ Ferentis. — Ferentlnum. — Mons 
Fiasconis, — Flasco, -öms. 

Fiehtelgebirge, Gebirge (klein, aber 
wichtig, im nordöstl. Bayern, in der 
südlichen Reihe des Hercynischen 
Gebirgssystems zwischen dem Bay- 
risch-Böhmischen "Waldgebirge und 
dem Thüringer "Wald (Frankenwald), 
der Mittelpunkt der deutschen Län- 
der, «nit Einschlufs Ostreichs, etwa 
450 km vom Anfang des Rheindeltas, 
von den Mündungen der Weser und 
Oder und von den Städten Prefsburg, 
Trient, Basel und Strafsburg ent- 
fernt), Mons Pinifer. — FicMeli 
Mons. — Sudsta, -orum. — Sud^ti. 

— SudEti Montes. 

Fidonisi, 1. (Schlangeninsel, im 
Schwarzen Meer), Leuce {Aevxrj). 

— Achims Insula. — AchilUa. 

a. Landzunge (ebd.), CursusAchillis. 



171 



Fidulsa 



Firth of Solway 



172 



Fidnlsa, Insel (eine der Sporaden bei 
Thera), Hipparis, -is und -xdis 
i^InnovQlq, -l6og). 

Fiesole, St. (in Etrurien), Faesülae. 
— Fctesula, -ae. 
A(y.: Faesulänus, -a, -ww. 

Fife, Grafschaft (in Schottland, an der 
' Nordseeküste; Hptst. Cupar), Otho- 

lonia. — OtheUna. 
Figrnae, St. (in Frankreich), Figiäcum. 

Figrueiras oder Figraeras, St. (span. 
Provinz Gerona, mit der Festung 
S. Fernando, Hauptschlüssel Spa- 
niens), Ficaria. — Ficuaria. 

Filek, Distrikt Ton — (Ungarn), 
Processus Filekiensis. 

FiliW, St. (im türkischen Ejalet 
Adrianopel, an der Maritza), Fhi- 
lippopölis i^iXiTtTtOTtokig). 

Filieari, Insel (= Palmeninsel, eine 
der äolischen Inseln vor der Nord- 
küste , Siciliens) , Phoen icusa 
{^oivixovoaa). — PTioeni&ides 
{^OLViXfoörjq), 

Filippo d'ArgIrone, San — , St. (auf 
SiciÜen), Agyrium (ÄyvQiov). — 
Agurium. — AgyrEna. 
Adj.*^ Agyrtnus, -a, -um. 
Agyrinensis, -e. 

Fils, Fl. (r. Nbfl. des Neckar in 
Württemberg , entspringt im Jura 
oberhalb Wiesensteig, mündet bei 
Plochingen), Vilisia. 

Finale, Mrktfl. (im Genuesischen), 
Finariimt. 

Finisterre, 1. Capo F., Vorgebirge 
an der Nordwestspitze Spaniens), 
Promunturium Nerium. — 
Finis Terrae Caput, — Promuntu- 
rium Ultimum. — Promunturium 
Celticum. — Promunturium Arta- 
bru/ni. 

3. Finistdre (das westlichste Dep. 
Frankreichs, Teil der Niederbretagne ; 
B^ptstQxumpeT^FinisTerraeGdllicae. 



Finnen, s. Finnland. 

Finninnen, Dorf (bayr. EB. Schwaben, 
Bezirksa. Neu-TJlm), Piniäna. — 
Faeniana. 

Finnischer Meerbusen (Teil der Ost- 
see zwischen Finnland und Estland, 
mit den Kriegshäfen u. Seefestungen 
Eeval, Kronstadt und Sweäborg), 
Sinus Finnicus. 

Finnland, Grofsfürstentum (in Hufs- 
land mit eigener Verwaltxmg und 
eigenen Gesetzen), Finnia. — 
Eningia. — Fenningia. — Finnonia, 

— Finnlandia. 

Einw.: Finni. — Fenni. 
Adj.: Finnicus, -a, -um. 

Finnmarken, Amt (im norwegischen 
Stift Tromsö, das norwegische Lapp- 
land begreifend, der nördlichste Teil 
Europas), Finnomar chia. — 
Finnmarchia. 

Flora, Fl. (in Toskana), Flora. — 
Arm^mta. — Amina. 

Fiorenzo, San — , s. San Fiorenzo. 

Fiorenznola, St. (in Parma), Floren- 
tiöia. — Fidentiöla. 

Firmiano, St. (in Italien), Firma- 
norum Castellum. — Firmum 
CasteUum. 

Firth of Clyde, Meerbusen (der Irischen 
See, im südlichen Schottland, in 
welchen der Clyde mündet), Glotae 
Aestuarium. 

Firth of Cromartie, Meerbusen (in 
der schottischen Grafschaft Rofs and 
Cromarty), Varae Aestuarium. 

— Vara. 

Firth of Forth, Meerbusen (in Schott- 
land, durch welchen der Forth in die 
Nordsee mündet) , Bodotriae 
Aestuarium. — Boderia. 

Firth of Solway, Meerbusen' (der 
Irischen See, an der Grenze von Eng- 
land und Schottland; 90 km tief ein- 
dringend), Itnnae Aestuarium. 



T • 



173 



Firth of Tay 



Flearus 



174 



Firth of Tay, Meerbusen (in Schott- 
land, durch welchen sich der Tay in 
die Nordsee ergiefst), Tai Äe Stu- 
art um. — Tava. 

Fisardo, Berg (in Kalabrien), Elibänus 

Mons. 
Fischa, die Grofse, Fl. (in Ostreich), 

Fisca. — Vischa. 

Fisehamend, Mktfl. (in Ostreich unter 

der Enns), Äequinoctium. 
Fischen, Dorf Jbayr. RB. Schwaben, 

Bezirksa. Sonthofen, an der Iller in 

den Alpen), Viscon. 

Fisehlngen, Kloster (und Dorf, bad- 
Kr. und Amt Lörrach), Piscina, 

Fismes, St. (in Frankreich), Fimae. 
— Fima, -ae. — Fines, -ium. — 
Ad Fines. 

Flame, 1. Komitat (in Kroatien, an 
der kroatischen Küste des Adriati- 
schen Meeres; die Hptst. F. (St. Veit 
am Flaum oder Reka genannt) an 
der Mündung der Fiumara in den 
Quamerobuse'n, Freihafen mit Schiff- 
bau und bedeutendem Handel), Cir- 
culus Flavoniensis. — Circu- 
lus Flamoniensis, 

2. St. (Hptst., s. 1), Fanwm Sancti 
Viti Flumoniensis. 

Fiume della Cane, Fl. (in Italien), 

Cena. 
Fiume della Madalena, Fl. (Itahen), 

SehBthus. 
Fiume della Posta, Fl. (Italien), 

FibrBnus. 

Fiume dl Bagusa, Fl. (Sicilien), 
Motychanus (Moxvxavoq). — 
Motycünus. 

Fiume dl Terra NuoTa, FL (auf der 
Südküste Siciliens), Gelas, -ae 
(FiXag). — Oela, -ae. — Gelüa, -ae. 
— Cela, -ae. 

Fiume Grande, Fl. (Nordküste Sici- 



liens, beim jetzigen Termini), Himera 
ClfiBQa). 

Flumeslno, s. Fisatello. 

Flumlnale, Fl. (auf der Insel Korsika), 
Völenus. 

FlTel, Fl. (in Holland), Dammonus. 

Fl&seh, Gemeinde (schweizer Kanton 
Graubünden), Falisca.—Faliscum. 
Flascis, -is. 

Flandern (flämisch Vlaenderen, spa- 
nisch Flandes), Grafschaft (ehemal. 
niederländische, begriff Teile vom 
jetzigen Belgien (Prov. Ost- und 
Westflandern), Holland (südl. Teil der 
Prov. Seeland — das sog. Staats- 
flandem) und Frankreich (westliche 
Hälfte der Depart. Nord und Pas de 
Calais; Hptst. Lille), Flandrae. — 
Flandria. — Flandriae Comitatus. 
Einw.: Flandri. — Flartdrenses. 
— Fland^res.— Flamingi. 
Adj.: Flandricus, -a, -um. 
Flandrensis, -e. 

Flandrische Inseln, s. Azoren. 

Flarchhelm (Flachheim), Dorf (Kr. 
Langensalza, KB. Erfurt, Prov. Sach- 
sen), Fladichhemium. 

Flaylgrny, St. (in Frankreich), Fla- 
Diäcum. — Flaviniäcum. 

Fläche, La -, St. (frz. Dep. Sarthe), 
Fixa. — Fleoda. 

Flelms, Thal (in Ostreich), Vallis Fle- 
marum. 

Flensburg:, St. (Kreisst., Prov. Sclües- 
wig-Holstein, am Flensburger Busen), 
Flenopolis. — Flensburgum. 

Flenshurger Wyk, Meerbusen (vgl. 
Flensburg), Fleni Sinus. 

Flers, Mktfl. (in Frankreich, im einsti- 
gen belgischen Gallien, in der Nähe 
von Breteuil, an Stelle der Ruine 
Bratuspante), Bratuspantium. 

Flenrus, St. (in Belgien), Floriacum 
Monasterium, 



175 



Flenry 



Fontarabia 



176 



Fleury, 1. St. (in Burgund), Flo- 
riäcum ad Oscarum. — Floren- 
tmus. 

2. Mktfl. (frz. Dep. Loiret), Flo- 
rtäcus. — Monasterium Sancti 
Benedicti. 

Fliefsingr^n, s. Yliefsingen. 

Flims (Flimbs), Gemeinde (Schweiz), 
Flemium. 

Florenberg:, St. — , s. St. Florenberg. 

Florennes, St. (bei Lüttich in Belgien\ 
Florinae. — Florinkingae. 

Florensae, St. (in Frankreich\ Floren- 
tiacum. 

Florentin, St. — , s. St. Horentin. 

Florenz (ital. Firenze), St. (mit dem 
Beinamen „La Bella", Hptst. der 
gleichnamigen Provinz und von Tos- 
kana, frühere Eesidenz des Königs 
von Italien, zu beiden Seiten des 
Arno), Florentia. — Florentia 
Tuscorum. — Florentia Iidia. — 
Florentia FuMira. — Florentina 
Urbs. 

Einw.: Florenttni. 

Adj.: Florenttnus, -a, -um. 

Flores, Insel (eine der Azoren), Florum 
Insula. 

Floriyal, Abtei (in Brabant), Florida 
Vattis. 

Flour, St. — , s. St. flour. 

Flams, Mrktfl. (schweizer Kanton 
St. Gallen), Flemma. — Fluminis, -is, 

Flavia, M. (in Katalonien), Clodia- 
nus. — Cluviänus. — Fluviänus. 

Fl^cklabrnek, s. Vöcklabnick. 

FSbr, Insel (in der Nordsee, zur Prov. 
Schleswig - Holstein , Kr. Tondem, 
unter dem Schutz von Amrum im 
Schleswigschen "Wattenmeer; Haupt- 
ort Wyck an der Ostküste), Fora. 
— Foera. 

Fograraseh, 1. Distrikt (in Ungarn), 
Ager Fogarasi^xensis. 



2. Fogresebmarkt, Grt (in 1)^ 

Fogarasinum. 

Foggria, St. (Hptst. der unterital. Prov. 
Capitanata, am Cervaro), F(yvea. 

Foflia, Fl. (im ehemal. Kirchenstaat)^ 
I säur US. — Fisaurus. — Foglia. 

Fognano, St. (in Italien), Ustügum. 

Foigrny, Abtei (in der Picardie in 
Frankreich), Fusniacum. — Fus- 
nianum. 

Foix, 1. Grafschaft (ehemal., jetzt das 
frz. Dep. Ariege, am Fufse der Py- 
renäen und an der Ariege), Comi- 
tatus Fuxensis. 

2. Hptst. (in 1), Fuxum. — 
Foxum. — Ftkxiinum. 

Fokia, St. (in Kleinasien, einst blühende 
Kolonie der Athener auf der ionischen 
Küste, unfern Smyma, nördlich vom 
Hermosflusse, berühmt durch die 
grofse Zahl ihrer Kolonieen), Phocaea 

Folgaria, s. Vilgreit. 

Foligrno (Fuligno), St. (ital. Provinz 
IJmbrien), Fulginia. — Fulgi- 
nium. — Fullinium. 

Einw.: Fulginätes, -um. 

Adj.: FulginaSj -ätis. 

Fondi, St. (ital. Provinz Terra di La- 
voro" oder Caserta), Fimdi. 
Einw.: Fundäni. 
Adj.: Fimdänus, -a, -um. 

Fontaine Andr^, Mktfl. (in Frank- 
reich), Föns Sancti Andreae. 

Fontaine de Merreille, Quelle (in 
Frankreich^ Föns Admirationis. 

Fontaine PEvesqne, St. (in den 

Niederlanden^ Föns Episcopi. 

Fontainebleau, St. (frz. Dep. Seine et 
Marne, links von der Seine in einem 
berühmten Walde), Föns Bella- 
queus. — Föns Bliaudi. — Bello- 
fontänum. 

Fontarabia, s. Fuenterabia. 



177 



Fontenay 



Fort Lonis 



178 



Fontenay, Dorf (frz. Dep. Tonne), 
FonteniacunK — Fontaneum, — 
Fontenaeum. — Fontänae, — Fon- 
tanstum. — Fontaniäcum. — Fanti- 
näta, 

Fontenay le Com[p]te, St. (in der 

Vendee oder Nieder-Poitou in Frank- 
reich; der Ort hiefs in der ersten 
Eevolution F. le Peuple), Fonte- 
naeum Comitum. — Fontenaeum 
Capitum. 

Fontenelle , St. (und Abtei in Flan- 
dern), Fontaneila. 

Fontenoy, Dorf (in der belgischen 
Provinz Hennegau) , Fonteniacum 
Belgarum. 

Fonteyraad (Fontevrault) , St. (frz. 

- Dep. Maine et Loire, südöstl. von 
Saumur), Föns Ebraldinus. — 
Föns Ebraldi. — Föns Evraldi. — 
Föns Clarus, 

Fontibre, Mktfl. (in Spanien), Föns 
Iberi. 

Foosht, Insel (im Arabischen Meer- 
busen), Cardamlne {Ka^öccfilvi]). 

Forat, s. Euphrat. 

Forbat, Vorgebirge (in Spanien), Tene- 
hrium Promunturium. 

Forealquier, St. (frz. Dep. des Basses- 
Alpes), Forum Neronis. — 
Forum Calcartum. — Forcdlgue" 
rium. 

Forehheim (in Bayern), St. (Bezirksa., 
EB. Oberfranken, am Ludwigskanal 
und an der Regnitz und unweit der 
Mündung der Wiesent), Forch^na. 
— Locoritum. — Trutavia. 

Foreone, St. (im Neapolitanischen), 
Furcona. 

Fordon, St. (Kr. und RB. Bromberg, 
Prov. Posen, an der Weichsel), For- 
donium: 

Fordun, Mktfl. (in Schottland), For- 
dunium. 



Forenza, St. (in Apulien), Foren- 
tum, — Ferentum. 
Einw.: Ferentäni. 
Adj.: Ferentänus, -a, -um. 

Forez, Landschaft (altfranzös., jetzt der 
nördüche Teil des Dep. Loire, zwi- 
schen Loire und Allier, vom Forez- 
gebirge ausgefüllt), Ager Segusia- 
nus. — Territorium Segusianum. 

— Pagus Forensis. — Provincia 
Forensis. 

Forfar, St. (in Mittelschottland im 
Strathmorethale, in der gleichnamigen 
Grafschaft), Orrhea. 

Forgres les Eaox, St. (Frankreich), 
Forgiae. 

Forli, St. (an der Ronca in der gleich- 
namigen mittelitalienischen Provinz 
der Emilia), Forum Livii. — 
Forlivtum. 

ForliiDpopoli, St. (in der mittelital. 
Provinz Forli), Fo rum Po mp i l i i, 

— Forum Popilii. — Forum Po- 
puli. 

Forinentera, Insel (eine der Pityusen, 
südl. von Iviza; beide von den Spa- 
niern zu Las Baleares gerechnet); 
Coluhr ari a. — Ophiusa 
{^0(piovaG<£).—Hydrussa(YÖQOvaaa). 

FormignanO) St. (in Italien), Fir- 
mMnum. 

FomoTO, St. (in der ital. Prov. Parma), 
Forum Novum. 
Einw.: Foronoväni. 

Foron, Mktfl. (in Belgien), Furonis, -ts. 

Forstenbergr, Dorf (bei Xanten in der 
Rheinprovinz), Vetera {Castra). 

Fortayentnra, s. Fuertaventura. 

Fort de Franee, s. Fort Royal. 

Fort Louis, Dorf (ehem. wichtige 
Festung, Kr. Hagenau, Kanton Bisch- 
weiler, Bezirk Ünter-Elsafs, Elsafs- 
Lothringen), Gastrum Ludovici. 

— Ärx Ludovici. — Fortalitium 



179 



Fortore 



Franken 



180 



iMdomd. — Fortalitium Ludovi- 
cianum. 

Fortore 9 Fl. (im südöstl. Italien, im 
alten Samnitergebiet), Frento, -onis. 

Fort Boyal, St. (in der Revolutions- 
zeit Fort de France genannt, befest. 
Hptst. der frz. Insel Martinique in 
Westindien), Arx Begia. 

Fort Siio Migruel, KasteU (auf der 
gleichnamigen Insel, der gröfsten der 
AzoTen\FortalitiuviSancti Michaelis, 

Forza, La — , St. (auf Sicilien), For- 
talitium. — Mons Fortis. 

Fos di Nova, St. (im Genuesischen), 
Fossas Papiriana£. 

Fossa, La — , Mktfl. (im Neapolitani- 
schen), Forum Pompilii. 

Einw.: Foropopilienses. 

Fossana Paltana, Fl. (in Yenetien), 
Togisanus. 

Fossano, St. (in Piemont), Föns 
San US, — Fossänum. 

FoBse, St. (in Belgien), Fossae. 

Fossombrone, St. (im ehem. Kirchen- 
staat), Forum Semp^onii. 
Einw.: Forosempronienses. 

Fouah, St. (in Niederägypten, zum 
alten Nomos Sais gehörig, nicht weit 
vom Meere am rechten Ufer des 
kanobischen Nilarms, eine Gründung 
der Milesier), Naucrätis{NavxQarig). 

Fougr (Fau), Mktfl. (fi-z. Dep. Bar), 
Fagus. 

Fongdres, St. (in Frankreich: Bre- 
tagne), Fulgeriae. — Filiceriae. 

Foy la Grande, St. — , s. St. Foy la 

Grande. 

FrSiildseher Kreis (einer der 10 deut- 
schen, auf den Reichstagen zu Worms 
und Nürnberg bestätigten Kreise, 
dessen kreisausschreibende Fürsten 
der Bischof 'Zu Bamberg und die 
Mai'kgrafen zu Brandenburg-Bayreuth 



und Ansbach waren: die Kreistage 
wui'den zu Nürnberg gehalten), Cir- 
culus Franconicus. 

Fraga, Dorf (in der spanischen Pro- 
vinz Zaragoza in Aragon), Flavia 
Gallica, 

Frane^ Le — , Distrikt (Frankreich), 
Franconätus. — FranconMum 
Dicio, — Terra Franca. 

Franee de Brngres, La — , Gegend 
(Frankreich), Franconätus Bru- 
garum, — Äger Brugensis. 

Franehe-Comt^, Pi'ovinz (ehem. Frank- 
reichs, die „Freigrafschaft Burgund" 
oder „Oberbui-gund", umfafst das 
französische Juraland im W. der 
Schweiz mit hohen Bergketten im 
0. und Ebenen im W., Dep. Doubs, 
Haute -Saone und Jura; Hptst. Be- 
sannen), Burgundia Swperior. 
— Comitatus Burgwndiae. 

Franehemont, Marquisat (im Lüt- 
tichischen), Pagus Tectensis. 

Franeoli, Fl. (in Katalonien, an dessen 
Mündung die Stadt Tarragona), Subi , 
-orum. — Tulcis. 

Fräne(e)ker, St. (im niederländischen 
Friesland), Franequera. — Fran- 
chera. — Frane(c)k€ra. 

Franken, Landschaft (ehem., seit Grün- 
dung des Fränkischen Reiches die 
Sitze der Franken am Rhein, Main 
und Neckar; Franken blieb auch 
nach der Trennung Frankreichs von 
Deutschland ein grofses Reichsland 
imd wurde die Heimat der fränki- 
schen Kaiser. Später zerfiel es in 
Rhein- und Ostfranken, wovon erste- 
res 1155 die Unterlage der Rhein- 
pfalz wurde, während sich im letz- 
teren selbständige Landeshoheiten 
[die Bischöfe von Bamberg, Würz- 
burg, Fulda, die Grafen von Henne- 
berg u. s. w.] ausbildeten), Francia 
Orientalis. — Francia Swperior. 



181 



Frankenbergr 



Frelber^ 



182 



— Franda Antiqua. — ' Franda 
Teutonica. — Franconia. 

Einw.: Franci. — Francones. 
Adj.: Franconicits, -a, -um. 

Fmikeiibersr» 1* Berg (im ElsaTs), 
Mons Ferroitus. 

2* in Sachsen, St. (sächs. Kreish. 
Zwickau, Amtsh. Flöha, im Thal an 
der Zschopau), Francoberga. 

Frankenhausen, St. (Schwarzburg- 
Rudolstadt, Unterherrschaft, in einem 
breiten Thal zwischen dem Kyff- 
häuser und der Haüüeite, an der 
Kleinen Wipper), Frmicohusa. 

Frankenstein in Schlesien, St. (Kreis- 
stadt, RB. Breslau, Prov. Schlesien, 
amEinflufs des Weigelsdorfer Wassers 
in die Pause), Francosteinium. 

Frankenthal, St. (Bezirksamt, bayr. 
RB. Pfalz, an der Isenach und dem 
Frankenthaler Kanal, der, 6 km lang, 
zum Rhein führt), Francodalta. 

Franlcfart am Main, St. (Stadtkreis, 
RB.Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
Francofurtum ad Moenum. — 
Francofordia. — Franconofurtum. 
Franconofordum. — Fraticofurdum. 

— Franconoväda. 

Adj.: Fr ancofurtänus, -a, 
-um. 
FrancofordiensiSy -e. 

Frankfurt an der Oder, St. (Stadt- 
kreis, RB. , Prov. Brandenbuig, 
gröfstenteils auf dem linken hohen 
Ufer der Oder), Francofurtum 
ad Via drum. — Francofurtum' 
ad Oderam. — Traiectum ad Oderam. 

Frankreich (La France), ehem. Kaiser- 
reich, jetzige Republik (eines der 
europäischen Hauptländer, im W. des 
Erdteils, vom Kanal, dem Atlanti- 
schen Ocean imd dem Mittelmeer 
bespült), Francogallia. — Franco- 
gallia Occidentalis. — Franda Oc- 



ddentalis. — Gallia. — GaUia ül- 
terior. — Gallia Transalpina. 
Einw. : Franzosen, Fr anco- 
galli. — Galli. 
Adj.: französisch, Francogah 
licus, -a, -um. 
GaUicus, -a, -«♦w. 
Fraseati, Si (in der Comarca di Roma, 
am Sabinergebirge ; dabei die Ruinen 
von Tusculum), Tusculum. 
Acy.: Tusculanus, -a, -um. 
Tusculanensis, -e. 
Frat, s. Euphrat. . 

Frauenalb, Weiler (bad. Kr. Karlsruhe, 
. Amt Ettlingen, an der Alb, ehemal. 

Benediktiner - Nonnenkloster), Alba 

Dominarum. 

Frauenbergr, Schlofs (in Böhmen"), 
Prinda. 

Frau(en)hrunnen , Landvogtei (im 
schweizer Kanton Bern), Föns Beatae 
Virginis. 

Frauenburgr, St. (Kj. Braunsberg, RB. 
Königsberg, Prov. Ostpreufsen, am 
Frischen Haff, 2 km von der Mün- 
dung der Baude), ürbs Drusiäna. 
— Frauenburgum. 

Frauenpriefsnitz, Dorf (im 2. Ver- 
waltungsbezirk Apolda des Grhzgts. 
Sachsen- Weimar-Eisenach), Prtsmfia 
Dominarum. 

Frauenthal, Kloster (in der Schweiz), 
Vallis Dominarum. — Vailis 
Beatae Mariae. 

Fraustadt, St. (Kreisst, Prov. u. RB. 
Posen), Fraustadium. — Gynae- 
copolis. 

Freddo, Fl. 1. (oder Freddana, in 
Toskana), Frigidus. 

S. (auf Sicilien, auch Fiume di 
Noto genannt), Asinärius {o koi- 
vaQLoq Tiorafjiog). — Astnes, -ae. 

Freel, Thal (in der Schweiz), Vallis 
Fera. — Vallis Ferrea. 

Freiberg, St. (Amtshauptmannsch. F., 



183 



Freiburgr 



Friaul 



184 



Sachs. Kreish. Dresden, aa der Frei- 
berger Mulde auf dem Erzgebirge), 
Friberga. — Fribergum, — Fri- 
bergum Hermundurarum. 

Freibnrgr, 1. St. im Breisgrau (Kreis- 
stadt, Grhzgt. Baden, an der Dreisam 
und dem Schwarzwald), Friburgum 
Brisgoviae. 

2. MktfL. an der Elbe (Marsch- 
kreis und Landdrostei Stade, Prov. 
Hannover), Friburgum ad Albim. 

3. St. in Schlesien oder unterm 
Fürstenstein (Kr. Schweidnitz, RB. 
Breslau, Prov. Schlesien, am Oebirge 
und an der Polsnitz), Friburgum cid 
Windam. 

4. St. in der Sehweiz (Kantons- 
hauptstadt, im "Westen der Schweiz, 
im Üchtland, an der Saane), Fri- 
burgum Nuithonum. 

5. St. an der Unstmt (1. an der 
ü. in tiefem Thal, Kr. Querfurt, 
RB. Merseburg, LG. Naumburg an 
der Saale, Prov. Sachsen), Nova 
Curia Numburgensis. 

Freienwalde, St. 1. an der Oder 

(Kr. Oberbamim, RB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg, am schiffbaren Land- 
graben , 2 km von der Oder), Frien- 
walda ad Viadrum. 

2. in Pommern (Kr. Saatzig, RB. 
Stettin, Prov. Pommern, an einem 
See und unweit der Krampehl), 
Frienwdlda Pomeranica. 

Freisaeh, s. Friesack. 

Frelsingr, St. (unmittelbare St. u. Be- 
zirksamt, bayr. RB. Oberbayern, auf 
der Grenze der Moose [südl.] und 
des Hügellandes [nördl.] an der Isar), 
Frisinga. — Friocinia. — Fraxi- 
nia. — Fraxinum. — Frustnum. 
— Fruocinia, — Fruxinium. — 
Fruocinum. 
Adj.: Frisingensis, -e. 
Fruxinensis, -e. 



Freistadt, St. 1. in Kiedersehleslen 

(Kreissi, RB. liegnitz, Prov. Schle- 
sien, am Fufs eines Höhenzuges), 
Freistadium Orientale. — 
FJleutheropolis. 

2. in Westpreufsen (Kr. Rosen- 
berg i. W., RB. Marienwerder, Prov. 
TVestpreufsen , an der Gardenga), 
Freistadium Occidentale, 

3« in Bayern (Bezirksamt Neu- 
markt i. Oberpf., bayr. RB. Oberpfalz, 
an der Hintern Schwarzach), Frei- 
Stadium Bavaricum. 

4. in Östreiehiseh - Schlesien, 

Eleutheropolis Tessinensis. 

5* in Ungarn, Eleutheropolis ad 
Vagum. 

Freistildtl, St. (in Ungarn), Palgocium, 

Frejenal de la Sierra, St. (in Spanien), 
Nertöbriga. 

Fr^Jas, St. (frz. Dep. Var, am Mittel- 
meer; einst Hauptstation der römi- 
schen Flotte in Gallien), Forum 
lulii. — Foroivlium. — Colonia 
Foroiuliensium. — Colonia lulia 
Octavianorum. — Colonia Classensis. 

Frendenthal, 1. Kloster (in Krain in 
Ostreich), VaUis lucunda. 

2« St. (in Östreichisch- Schlesien, 
am Schwarzwasser), Vällis locosa. 

Frey • • • ., s. Frei .... 

Frianl, Landschaft (ital. Friüli, vor- 
mals selbständiges Herzogtum, die 

venetianische Provinz Udine, die 
Grafschaft Görz und Gradiska und 
den Idrianer Bezirk des Grofsherzog- 
tums Krain umfassend; die Ein- 
wohner — Furlaner — meist Ita- 
liener, mit besonderem Dialekt), 
Fori lulii Ducatus. — Foro- 
iulanorum Ducatus. — Marca 
Foroiuliensis. . 

Einw. : Foroiulienses, -ium. 

A^j.: Foroiuliensis, -e. 



185 



Fr^eeIlti 



Fiisehes Haff 



186 



Frieenti) St. (im Neapolitanißclien), 
Frequentum. — Fricentum. 

Friderieia (Friedrichsodde^ , St. (und 
Festung der Dänen in Jütland, am 
Kleinen Belt), Friderici Oda. 

Friederiehsbtthel, Schlofs (bei der Stadt 
Germersheim in Rheinbayem), Fri- 
derici Collis, 

Friedland in Böhmen, St. (im böh- 
mischen Ba*eise Bunzlau, an der 
IVittich; Hauptort gleichnamiger 
Herrschaft, welche dem „Friedländer'', 
Albrecht von Waldstein, gehörte; 
über der Stadt gut erhaltenes Berg- 
schloüs Friedland), Irenopyrgus. 

Friedriehsbarg: (Frederiksborg), Lust- 
schlofs auf Inseln in einem See der 
dänischen Insel Seeland [Sjaelland]), 
Fridericoburgum. 

Friedrichshafen , !• (Fredeiikshamm, 
finnisch Hamina), St. (i-ussische 
Festung und Hafenstadt im finnischen 
Gouvernement "NViborg, am Fronischen 
Meerbusen), FrideiHd Portus Fiti- 
nicus. 

3* St. (württembergischer Donau- 
kreis, Obera. Tettnang, am Bodensee), 
Friderici Portus. 

Friedrichsort, s. Chiistianpries. 

Friedriehstadt, St. 1. (Ki*. Schleswig, 
Prov. Schleswig -Holstein, in der 
Marsch, am Einflufs der Ti'eene in 
die Eider), Fridericopolis. 

3. (Frederiksstad, Festung im nor- 
wegischen Stift Christiania, an der 
Mündung des Glommen), Friderico- 
siadium. 

Friedrichswerth, Dorf (Landratsamt 
Waltershausen, Hzgt. Sachsen-Gotha, 
an der Nesse), F}rfa. 

Friesack in der Mark (Freisach), St. 
(Kr. AVesthavelland, RB. Potsdam, 
Prov. Brandenbui'g, am Kleinen 
Hauptkanal, 8 km vom Rhin), Fri- 
sacum. — NorBia. 



Friesiand, 1. (holl. Vriesland) Pro- 
vinz (ehem., in den Niederlanden; 
das germanische Volk der Friesen 
wohnte im äufsersten NW, Deutsch- 
lands, von. Jütland bis Flandern und 
auf den Inseln zwischen den Mün- 
dungen des Rheins, der Maas und 
der Scheide, geschieden durch die 
Zuidei-see in West- und Ostfriesland\ 
Frisia. — Fresia. — Phrisia. 
Einw.: Frisiäni. — Frisii, — 
Frisiönes. — Fresiones. — 
Fresönes. — Frionones. — 
Frixönes. — Fresci. — 
Phrisones, 
Adj.: Frisiäcus, -a, -um, 

Frisius, -a, -um, 
S. Landstrich (längs der west- 
Hchen Küste Schleswigs), Frisia 
Cimbrica. — Frisia Minor, 

3» == Ostfriesland, Fürstentum 
(ehem. , in Hannover) , Frisia 
Orientalis. — Comitatus Fmbda- 
nus. — Principatus Embdanus, 

4* = Westfriesland, Provinz (der 
nördliche Teil vom Gouvernement 
Nordholland, Hptst. Lfeeuwarden, 
wichtigste Seestadt Harlingen), Frisia 
Occidentalis. 

Frigento, St. (im Neapohtanischen), 
Frigentium. — Friquentu/m. — 
Ecolarium. 

Frique, St. — , s. St. Frique. 

Friselies Haff, Meerbusen (Strandsee 
in Ost- und Westpreufsen, von der 
Ostsee durch die 52 km lange, 1 bis 
2 km .breite Frische Nehnmg, eine 
Halbinsel, welche vorzugsweise aus 
Dünen besteht und nur im breiteren 
Südwesten, wo sie sich an das Fest- 
land anschliefst, Waldungen und 
Ackerland enthält, geschieden, mit 
derselben aber durch das Tief von 
Pillau verbunden. Durch das Haff 
fliefsen der Pregel, Frisching, die 
Passarge, der Elbing, der Weichsel- 



187 Frische Nehrung: 



Fulda 



188 



arm Nogat, die Tiege u. s. w. zur 
Ostsee), Sinus Venedicus. — 
Habus. — Locus Becens. 

Frische Nehrung', Halbinsel (vergl. 
Frisches Hafif), Paeninsula Ve- 
nedi ca, — Nerungia. 

Frisoyta, s. Oythe. 

Fritzlar, St. (Kreisst., RB. Kassel, 
Prov. Hessen-Nassau, 1. an der Eder\ 
Fricdislaria. — Friteslaria. — 
Frideslaria. — Fritzlaria. 

Frohergr, Grafschaft (ehemaüge ßasel- 
sche, am Doubs), Montisgaudium. 

FroidcTal, Thal (im Elsafs), Vdllis 
Frigida. 

Fromentera, s. Formentera. 

Fronsae, Herzogtum (und Ort in der 
Gironde, Frankreich), Fr onciacum. 
— Frandacum. — Fronciacus. — 
Francicum. — Franciänum. — 
FronsOcum, 

Front, St. (in Piemont), Villa Fron- 
tensis. 

Frontigrnan, St. (frz. Dep. Herault), 

Forum Domitii. — Forum Do- 

mitiänum. — Frontinianum, — 

Frontiniäcum. — FrontignUcum. 

Adj.: Frontiniänus^ -a, -um. 

Frontinianensis, -e. 

Frosinone (Frusinone, Frusilone), St. 
(im ehemal. Kirchenstaat), Frustno, 
-onis. 
Einw.: Frusinätes, -um. 

FUnen, Insel (Hauptbestandteil des 
dänischen Stiftes F., zwischen Grofsem 
und Kleinem ßelt; Hptst. Odense), 
Fionia. 

Fttnfkirchen, St. (Hptst. des ungaii- 
schen Komitats Baranya, Kr. jenseits 
der Donau), Quinque Ecclesiae. 

Fuente OTCJuna, Mktfl. (in Spanien), 
Mel(l)aria, 

Fuenterahia (Fontarabia), St. (in Spa- 
nien), Föns Bapidus. 



Fuentes, St. (u. Festung in der Lom- 
bardei), Arx Fontana. 

FuertaTcntara (Fortaventura) , Insel 
(auch Lancerota genannt, eine der 
Glücklichen Inseln auf der Westseite 
Afrikas) , Aprosrtos {kTi^oanog 
v^oog). 

Fürstenbergr, St. (und ehemal. Graf- 
schaft, mit dem verfallenen Stamm- 
schlofs der Fürsten von F. und den 
Euinen der alten Stadt, bad. Kr. 
Villingen, Amt Donaueschingen), 
Furstemherga. 

Fflrstenfeld, Kloster (in Steiermark), 
Cella Principis. 

Fürth in Bayern, St (unmittelbare, 
bayr. EB. Mittelfranken, an der Reg- 
nitz, die hier aus dem Zusammen- 
flufs der Pegnitz und Rednitz ent- 
steht, und unweit des Ludwigs- 
kanals), Furthum. 

Fttssen, St. (Bezirksamt, bayr. EB. 
Schwaben, am Ausflufs des Lechs 
aus den Alpen), Faucenae. — 
Äbudia/ium. — Sancti Magni Coe- 
nobium. 

Fulda, 1. Fl. (ein QueUflufs der Weser, 
meistens in Hessen -Nassau, ent- 
springt an der Kleinen Wasserkuppe 
auf der Hohen Ehön, fliefst meist 
durch ein ziemlich tiefes Thal über 
Gersfeld, Fulda, Hersfeld und Kassel 
und vereinigt sich bei Münden mit 
der viel stärkeren Werra zur Weser ; 
sie empfangt neben vielen kleinen 
Flüssen und Bächen 1. die Eder), 
Fuldaha. — Fulda. 

S* St. (Kreisst., EB. Kassel, Prov. 
Hessen-Nassau, zwischen der Hohen 
Ehön im 0. und dem Vogelsberg im 
W., in einem Thal an der Fulda), 
Monasterium Sancti Boni- 
facii. — * Monasterium Füldense. 
— Coenobium Füldense. — Fulda. 

Adj.: Fuldensis, -e. 



189 



Euligrno 



Galieien 



190 



Faligrno, s. Foligno. 

Fumay, St. (u. Herrschaft in dem frz. 
Dep. Ardennes), Fumäcum, — 
Futnciea. 

Fnmel, St. (frz. Dep. Lot et Garoime), 
Fumellum, 

Furehie, Pafs (im Neapolitanischen), 
Furcae Caudtnae. — Caitdium. 

Furka (Furten- oder Gabelberg\ Berg 
(an der Grenze der schweizer Kan- 



tone Wallis, Bern tmd Uri, mit dem 
Furkapafs, aus dem Eeufs- zum 
Rhonethale), Ädüla. — Bicomis, 
— Furca. — Furcula. — Furcella. 

Farnes (Foumes), s. Veume. 

FusafOy Lagro di '— 9 See (in Eam- 
panien bei Kxmiä), PcUus Acherusia, 

Fuse, M. (1. Nbfl. der Aller in Han- 
nover, entspiingt nordöstlich von 
Salzgitter und mündet bei Celle), 
Fusus. 



G. 



Clabel, s. Gablonz. 

Clabelbergr, s. Furka. 

Gabina, s. St. Gabina. 

Gablonz (Gabel, Jablona), St. (im böh- 
mischen Kr. Bunzlau, an der Neifse), 
Gahlüna. — Idblöna. 

Gabriel, St» — , s. St. Gabriel. 

Gadebusch, St. (Grhzgt. Mecklenbui-g- 
Schwerin, an der Radegast), Dei 
LUfCtis. 

Gades, s. Cadiz. 

GSstrikland, s. Gestiiklän. 

GaSta, St. (starke Festung in der süd- 
ital. Prov. Terra di Lavoro, am Golfo 
di G.), CaiBta. 
Adj. : Caietänus, -a, -um. 

Gagrliano, Mktfl. (auf Siciüen), Gala- 
ria. — Gala/nna. — Galeria. 
Einw.: Galarini. — GcUenni. 

Gail, Fl. (Nbfl. der Drau in Kämthen, 
entspr. an der tiroler Grenze, mün- 
det unterhalb Yillach), lulia. — 
Zea. 

Gaillae, St. (in Fi-ankreich), GalUäcum. 

Gaillon, Mrktfl. (frz. Dep. Eure), 
Cq,strum GalliDnis. — GalUo. 

0%|ola, Insel (bei Neapel), Euploea 
{EvnXola). 



Gais, Dorf (Molkenkurort im schweizer 
Kanton Appenzell), Casa. 

Galaso, Fl. (im Neapolitanischen), 
Galesus. — Galaesus. 

Galäta, Stadtteü (Konstantinopels, von 
den Genuesen angelegt, Hauptsitz 
des Handels), ChcUcis Byzantia, 

Galatz (Galacz), Handelsstadt (in der 
Moldau, an der Donau), Axiopolis. 

Galaare, Fl. (in Frankreich), Galäber, 
-bri. 

Galaxidi, St. (einst der ozolischen 
Lokrer, am Meerbusen von Lepanto), 
Euanthia {EvavS-la). — Oeanthe 
{OlavS-sia). 

Galera, St. (in Spanien), Galeria. 

Galieien, Landschaft (im nordwest- 
hchen Spanien, ehemal. Königreich, 
die Provinzen Coruna, Lugo, Orense 
und Pontevedra umfassend; Hptst. 
San Jago di Compostella, feste Hafen- 
plätze La Coruna undElFerrol), Cal- 
laecia. — Galaeda. — Galatia. 
— Gallecia. — Gdllicia. — Calaicum. 
Einw.: Gallegos = Callaeci. — 

Gällaeci. 
Adj.: Callaicus, -a, -um. 
Callaecus, -a, -um. 



191 



Gallego 



Garonne 



192 



Oallegro, Fl. (1. Nbfl. des Ebro in Spa- 
nien), Gallicus Fluvius. 

Crajlen, Sankt — , s. St. Gallen. 

Gallese, Mktfl. (in Italien, nördlich von 
Rom), Gallesium, — Fdlisca. 

Gallipoli, St. 1. (feste See- u. Handels- 
stadt in der süditalienischen Provinz 
Terra d'Otranto, am Meerbusen von 
Tarent, auf einer Felseninsel), Calli- 
jpolis. — Tarentina, — Anxa. 

3. (Keliboli, • befestigte türkische 
Stadt in der europäischen Türkei, in 
Thracien, am Hellespont, Haupt- 
handelsplatz der Provinz), Calli- 
polis. — Gallipolis. 

Gal(l)way, 1. Landschaft (in Schott- 
land, auchNeu-Galloway), Gallovidia. 

2* St. (Hptst. der gleichnamigen 
Grafschaft G., an der (ialwaybai des 
Atlantischen Oceans), Gallovidia. 

3. Grafschaft (in Irland), Duäca 
Gallica. — Comitatus Gallivensis. 

4» Halbinsel (in Irland), Cherso- 
nesus Novantum. 

Gamaches, Mrktfl. (in Frankreich), 
Gamapium. — Gamachium, 

Gam(b)s, Dorf, 1. (im Gebiete gl. N.), 
Campsum Stiriae, 

2m (im schweizer Kanton St. Gallen), 
Comesianorum Conventus, — 
Campsum. — Campso. 

Gamingr, Kloster (in Ostreich), Gem- 
micense Coenobium. 

Gandersheim, St. (Kreisst. im Herzog- 
tum Braunschweig, an der Gande, 
mit ehem. reichsunmittelbarer Bene- 
diktinerabtei), Gandersium. — 
Gandesium. 
Adj.: Gandershemensis, -e. 

Gandewary, Fl. (in India intra Gangem, 
der in den Sinus Gangeticus mün- 
det), Tyndis (Tvvöig). 

Ganges (sanskr. Ganga), Fl. (Haupt- 
strom Vorderindiens, entsteht in der 
Landschaft Gurwal aus den beiden 



Quellflüssen Baghirati im W. und 
Alakananda im 0. und mündet, in 
mehrere hundert Neben- und acht 
Hauptarme geteilt, in den Bengali- 
schen Meerbusen), Ganges, -ts. 
Adj.: Gangeticus, -a, -um. 

Gannat, St. (frz. Dep. Allier), Gan- 
natum. — Gannapum. 

Gap, St. (Hptst. des frz. Dep. Hautes- 
Alpes, an der Luie), Vapincum, — 
Civitas Vapincensium. 

Gapen<^ais, Landschaft (im frz. Dep. 
Hautes- Alpes, vgl. Gap), Tractus 
Vapincensis. 

Gar, Fl. (in Frankreich), Gardo. 

Garabusa, Insel (bei Kandia), Cara- 
bussa. 

Garda, Dorf (uralt, an der Ostseite 
des Gardasees), BenOcum. 

Gardasee (Lago di Garda), Gebirgssee 
(im Norden von Oberitalien, im Ge- 
biete von Verona, mit dem Nord- 
ende zu Tirol gehörend, empfangt 
die Sai'ca und hat den Mincio zum 
Abflufs), Locus Benäcus. 

Gardon, Fl. (in Frankreich), Vardus. 

Garessio, Mktfl. (in Piemont), Garetium. 

Gargäno (San Angelo), Gebirgsgruppe 
(Lsohert, in Unteritalien, auf der in 
das Adriatische Meer vorspringenden 
Halbinsel im N. des Golfs von Man- 
fredonia), Gargänus (Mons). 

Garigrliano, Fl. (in Unteritalien, ent- 
springt auf dem Monte Passero, mün- 
det in den Golf von Gaeta), Liris. 
— Clanis. — Glanis. — Garillianus. 

Garonne, Fl. (Strom im südwestlichen 
Frankreich, entspringt in den Pyi-e- 
näen auf spanischem Gebiete im 
Thale Arran, ,bei Muret schiffbar, 
empfängt Ariege, Tarn, Lot und Dor- 
dogne, heifst nach dem Zusammen- 
flufs mit dieser Gironde (s. d. AV.) 
und mündet 100 km unterhalb Bor- 
deaux in den Atlantischen Ocean), 



193 



Garnsey 



(jkisenfeld 



194 



Garumna. — Garonna, — G(n- 
randa. — Calarona. — Varumna. 

Gamsey, s. Guernsey. 

Oarz, St. 1. an der Oder (aus der 
sich daselbst die Oi'orise Eeglitz ab- 
zweigt; Kr. Randow, RB. Stettin, 

Prov. Pommern), Gart tum. — 
Gartia. — Garsa. 

2. auf Bflgren (Er. Rügen, RB. 
Stralsund; nahebei Burgwall der 
alten Wendenfeste Charenze, wo ein 
1168 von den Dänen zerstörter be- 
rühmter Heidentempel stand), Ca- 
rentia. 

Oaseoirne, Landschaft (in Südfrank- 
reich, die Departements Landes, 
Hautes-Pyrenees, Gers und die süd- 
hchen Teile von Haute-Garonne, Tam- 
Garonne und Lot-Garonne umfassend ; 
im "Westen die unfruchtbare Fläche 
der „Landes"), Vasconia, ^- Ga- 
scogna. — Gctscugna. 
Einw.: Cadu/rci. 

Oaseognisehes Meer, Meerbusen (ge- 
wöhnlich von Biscaya, w. m. s., ge- 
nannt), Oceanus Äquitanictis. 

Oastein, Dorf (und Wildbad am Grau- 
kogl mit Heilquellen im Gasteiner 
Thal, einem Hochthale im Salzbur- 
gischen, von der Gasteiner Ache 
durchflössen), Augusta AntoninL 

— Gastaniwm. — Gastentum. — 
GaMmum. 

Crastelen (Ober- und Nieder-), Dorf 
(im schweizer Kanton Wallis), CastelUo 
Superior et Inferior, 

Claster (Gastal), Landvoigtei (in der 
Schweiz), Castra Bhaetica. 

Gastinois, s. Gatinois. 

Crates (Ghauts, Gattamgebirge), Gebirge 
(in Lidien), Mal Bus. — Ädisathrus. 

— Bettigus. 

Oateshead, St. (in der englischen Graf- 
schaft Durham, am Tyne, Newcastle 
gegenüber), Gabrosentum. 

Saalfttld, Geograph. Handbüchloin. 



Gatinois (Gastinois), Landschaft (in 
Frankreich, teils in Isle de France, 
teils in Orleanais), Comitatus 
Vastinensis.—- Gaiinensis Fagus. 

Gaudens, St. — , s. St. Gaudens. 

Gave d*OIeron, Fl. (Bergstrom in den 
Pyrenäen), Gabärus Oleronensis. 

GaTe de Pau, Fl. (bedeutendster Berg- 
strom in den Pyrenäen, Nbfl. des 
Adour, entspringt am Mont Perdu 
und mündet oberhalb Bayonne), 
Gäbärus Paiensis. 

Gavrios (oder Mawroneri), Fl. (in 
Griechenland, im alten Phokis, mün- 
det in Böotien in den Eopaissee), 
Cephlsus (Kfjipiaog). — Cephissus 
{Kriipiaaoq). 

Geba, 1. Ort (portugiesischer Handels- 
posten in Guinea, auf der Nordseite 
des Golfs von G.), Geha. 

S« Berg (zur vorderen Rhön ge- 
rechnet, westlich von Meiningen), 
Mons Geha. 

Gebseh, St. (in der asiatischen Türkei), 
Libyssa. — Libissa. — Livissa. 

Geentsberghe (Geersbergen oder Gram- 
mont), St. (in Ostflandern), Gerar- 
dimontium. — Mons Gerardi. — 
Fanum Sancti Ädriani. 

Gefle, St. (Hptst. der nordschwedischen 
Provinz Gestrikland, an der Mündung 
des Flusses G. in den Bottnischen 
Busen), Gevalia. 

Gebren in Thüringen, St. (und Amt, 
Fürstent.Schwarzburg-Sondershausen, 
am Thüringer Wald), Gersna. 

Geiersbergr, Gipfel (des Spessai-t, bei 
Rofebrunn im bayrischen RB. Unter- 
franken), Mons Vulturius. 

Geisbergr, Berg (bei Heidelberg), Mo^is 
Caprarius. 

Geisenfeld, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Pfaffenhofen, an 



195 



Geldern 



€renaa 



196 



der Um, ehem. Benediktmer-Nomien- 
Moster), Gisonis Castra. 

Geldern 9 1* Herzogtum (ehem. deut- 
sches zu beiden Seiten des Nieder- 
rheins, wovon der nördL Teil — das 
• sog. Nieder- G. — zu den General- 
staaten gehört, während der südl. 
an Preufsen — Kreis G. — abge- 
treten wurde), Ducatus Geldrianus. 

2« Gelderland (niederländ. Pro- 
vinz, Hptst. Amhem), Geldria 
Frovincia. — Gelria. 

3« St. (Kreisst, RB. Düsseldorf, 
Eheinprovinz , an der Niers), Gel- 
dria, — Gueldria, 

Gembloox (Gemblours), St (belgische 
Prov. Namur, mit einer berühmten 
Benediktinerabtei), Gembläcum, 
Adj.: Gemblacensis, -e. 

Gemlngren, St. (in Holland), Geminga. 

Gemttnd, 1. an der Eifel, St. (Kr. 
Schieiden, RB. Aachen, Rheinpro- 
vinz, am Einflufs der Oleff in die 
Urft\ Gemunda Eifaliae. 
2* s. Gmünd und Gmimden. 

Genais, St. — , s. St. Genais. 

Genappes, Mktfl. (früher St., in der 
belgischen Provinz Brabant, an der 
Dyle), Genapium. 

Genevals, Gebiet (von Genf, früher 
eigene Grafschaft, jetzt dem frz. Dep. 
Obersavoyen einverleibt), Ducatus 
Gebennensis. — Ducatus Geben- 
nesium. 

Genf, 1* St. (Hptst. des schweizer 
Kantons G. , zu beiden Seiten des 
Rhone, an dessen Ausflufs aus dem 
Genfersee gelegen), Augusta Allo- 
hrogum. — Colonia Allobrogum. 

— Geneva. — Cebänum. — Gebenna. 

— Gennäba. — lanoba. — lanua. — 
Genäbum. — Genna. — Genava. 

Adj.: Genevensis. 
3. Kanton (südwesthchster, der 
Schweiz, am' Genfersee; Hügelland, 



vom Rhone bewässert), Ager GeM- 
vas {-ütis). — Comitatus Genevensis. 

Genfersee, See (im südwestlichen 
Winkel der Schweiz, zwischen dem 
Kanton Waadt und Savoyen, vom 
Rhone durchflössen), Lacus Le- 
mänus. — Lacus Lausannius. — 
Lacus Losanne. 

Gengenbach, St. (badischer Kreis, 
Amt OfFenburg, an der Kinzig in 
einem breiten Schwarzwaldthal,' mit 
früherer reichsunmittelbarer Bene- 
diktinerabtei), Gengibäcum. 

Gengronr le Royal, St. — , s. St. Gen- 
gour le Eoyal. 

Gennep, St. (in Belgien), Cenebum. 

— Cenobum. — GennBpum. 

€rent (frz. Gand), St. (Hptst. der bel- 
gischen Provinz Ostflandem, am Zu- 
sammenflufs der Lys und Scheide, 
durch Kanäle in 26 Inseln geteilt), 
Gandavum. — Ganda. — Gantum. 
Clarinea. — Gessorium. — Gondüni, 
-orum. — Gunduni, -orum. — Mo- 

■ nasterium Sancti Bavonis. 
Adj.: Gandavensis, -e. 

GentUly, Ort (Fabrik-, frz. Dep. Seine), 
Gentiliäcum. 

Genua, 1« Herzogtum (mit dem Kgr. 
Sardinien 1815 vereinigt, jetzt ober- 
italienische Provinz) , Ducatus 
Genuensis. — Ligu/ria. 
Einw. : Ligures -um. 
Adj.: Ligusticus, -a, -um. 
Ligustlnus, -a, -um. 
Ligurinus, -a, -um. 
2« St. (Hptst. obiger Provinz; 
„Genova la Superba", am Golf von 
Genua, amphitheatralisch an den 
Bergterrassen des Apennin aufstei- 
gend), Genua. — Genu>a Superba. 

— lanua Ligurum. 
Einw.: GenuOtes, -um. 
Adj.: Genuensis, -e. 

Genuas, -ätis. 



197 



Genzano 



Gertrajdenbergr 



198 



3. Golfo di Genua, Meerbusen 
(des Mittelländischen Meeres), Sinus 
Ligusticus. — Mare lAgusticum. 

Genzano, Mktfl. (bei Rom), Gyn- 
ttänum. — Gentianum. 

Georgrenberg:» Mktfl. (Er. Tamowitz, 
RB. Oppeln, Prov. Schlesien), Mons 
Sancti Georgii. 

Georgenthal, Dorf (mit Resten eines 
ber. Klosters, Hzgt. Sachsen-Gotha, 
Landratsa. Gotha, am Austritt der 
Apfelstedt aus dem Thüringer Wald), 
Vallis Sancti Georgii, 

Georgien (pers. Gurdschistan, russ. 
Grusien), Landschaft (asiat.-russ., in 
Transkaukasien, die jetzigen Gouver- 
nements Tiflis und Kutais umfassend, 
vom Kur und dessen zahlreichen 
Nebenflüssen bewässert ; Landes- 
hauptstadt Tiflis), Georgia, — 
Iberia, — CamhysBne, 
Einw.: Georgi, — Georgiani, — 
Ibsres, -wni, — Ib^ri, 

Gera, 1. M. (r. Zuflufs der Unstrut 
im Thüringer Land, kommt in zwei 
Bächen, der Wilden und Zahmen G., 
von der Zentralregion des Thüringer 
Waldes [Schneekopf]), fliefst über 
Erfurt und mündet bei Gebesee mit 
einem Nebenarm (der Schmalen G.) 
unweit Straufsfurt. Die G. empfängt 
1. die Apfelstedt, r. die Wipfra), 
Gera F luv ins. — Huitteus, — 
Hunteus. 

3« St. (Hptst. des Fürstentums 
Reufs j. L., in einem Thale an der 
Weifsen Elster), Gera. 
Adj.: Geränus, -a, -um. 

Geraee (Giraci), St. (im NeapoHtani- 
schen), Geratia. — Geracium, — 
Hieraeium. — Giraecum. 

GerTieroy, St. (ü-z. Dep. Oise), Ger- 
bordcum. — Gerberäcum. — Ger- 
borBdum. — Gerboretum. 

Geren, s. Gehren. 



Gerenzia (Cerenzia), St. (im Neapoli- 
tanischen), Geruntia. — Cerenthia, 

Geres, Mktfl. (in Ostreich), Geraus. 

Gergrean (Jargeau), St. (bei Orleans), 
Gergobina, 

Gergpenti, s. Girgenti. 

Gerisan, s. Gersau. 

Germaio, St. — , s. St. Germain. 

Germano, San — , s. San Germano. 

Germershelm, St. (und Festung, Be- 
zirksamt, bayr. RB. Pfalz, am Ein- 
flufs dos Queichs in den Rhein, in 
wiesenreicher Gegend), Vi(MS lulius. 

Gemrode am Harz, St. (Kr. Ballen- 
stedt, Hzgt. Anhalt, am nördhchen 
Fufse des Unterharzes), Gerninge- 
rüda. — Geronisroda. — Gernroda. 

Gernsey (Garnsey), s. Guemsey. 

Gemsheim, St. (hess. Prov. Starken- 
burg, Kr. Grofs-Gerau am Rhein), 
Gerineshemium, 

GerolzhofeD, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Unterfranken, an der Volkach und 
am Steigerwald), Gerlocuria. 

Geronn, St. (am Ter, befestigt, Hptst. 
der gleichnamigen spanischen Küsten- 
provinz in Katalonien), Gerunda, 

— Gerunda ad Tambrocam. 
Adj.: GerundensiSj -e. 

Gerpinnes, Mktfl, (in Belgien), Ger- 
pinis. 

Gers, Fl. (1. Nbfl. der Garonne in 
Frankreich, mündet unterhalb Agen; 
davon benannt das Dep. Gers, mit 
der Hptst. Auch, welches einen Teil 
der Gascogne umfafst), Aegircius, 

— Aegyrcius. 

Gersaa. (Gerisau), Dorf (schweizer 
Kanton Schwyz, am Fufse des Rigi), 
Gersovia. 

Gertruidenbergr, St. (in Holland), 
Mons Sanctae Gertrudis. — 
Bergae Divae Gertrudis. — Ger- 
trudeberga. 

7* 



199 



GestrUaftn 



Uierapietra 



200 



Oestriklftn (Gästriklaiid) , Landschaft 
(Provinz in Nordschweden, östL von 
DaLame; Hptst Gefle), Gestrida, 

Gets, El. (in Brabant), Gela, 

Geule, El. (in IVestflandem), Gulia. 
— lugila, 

G^Taudan, Landschaft (frz. Dep. Lo* 
zere; Hptst. Mende; die Gebirge des 
G. büden einen Teil der Cevennen), 
Provincia Gabalensis. — Pa- 
gus Gabalicus. — Pagus Gavali- 
tänus. — Pagus GavaJdanus, — 
Begio GdbalitWna. 

Gex, 1« Landschaft (einst zumEeiche 

von Arelat gehörig, in Frankreich, 

Dep. Ain), Ager Gestnus. — Ager 

Gesiensis. 

S. St. (in 1), Gesia. — Gesium, 

Geziret-el-Heif (oder El Birbe), Insel 
(kleine, im Nil an der Südgrenze 
Ägyptens mit einer gleichnamigen 
Stadt, wo Osiris und Isis begraben 
sein sollten), Philae {^IXai). 

Ghauts, s. Gates. 

GhAripooTy Insel (im Meerbusen von 
Bombay), Mephanta, 

Ghazna, St. (in Indien), Gauzaca, 

Ghazzah (Ghazze), St. (in Südpalästina 
[Syrien] , Karawanenstation) , Gaza 

(r«^S«). 

Ghdib-el-Zickar, Gebirge (Bergkette 
in Marokko), Garaphi Montes, 

Gherzeh, St. (in der Asiatischen Tür- 
kei am Schwarzen Meere), Carusa. 

Ghiera d'Adda, Landschaft (in Ober- 
italien), Addüa Glarea^ — Ful- 
cheria. 

GMo (oder Kemlik), St. (in AnadoH 
oder Kleinasien), Cius. 

Ghivira, St. (in der Lombardei), Ga- 
viratium, 

Ghuria (Ghuriel), Provinz (in Trans- 
kaukasien, am Schwarzen Meer), 
Colchis {KoXx^g). — Guria. 



Ghnzel HIssar, St. (in AnadoU oder türk. 
Kleinasien, im alten Karien), Magne- 
sia ad Maeandrum {Mayvijala tj 
jiaiavri). 

Giannutrl (Gianuti oder Januti), Insel 
(bei Toskana, nebst der I. Giglio dem 
Vorgebirge Monte Argentaro gegen- 
über), Dianium. — Artemisia 
(Jigtsfiiala). 

Giaretta, Fl. (an der Ostküste Sici- 
liens, Grenzflufs zwischen Leontini 
und Katana), Synuiethus {Hvfiaid-oq). 

GiaTenO) St. (in der piemontesischen 
Provinz Turin), lavennwm. 

Gibraltar (arabisch Gebel - al - Tarik 
= Felsgipfel des Tarik), 1. Vorge- 
birge (an der südlichsten Spitze der 
spanischen Landschaft Andalusien, 
an der 15 km breiten Meerenge von 
Gibraltar, welche das Atlantische mit 
dem Mittelländischen Meer verbindet, 
ein 452 m hoher, nur von der West- 
seite ersteigbarer, mit dem Festland 
durch einen schmalen Isthmus ver- 
bundener Felsen, von den Engländern 
zu einer unüberwindlichen Festung 
umgeschaffen. Am Fufse die Stadt 
G. ; Freihafen), Mons Caljpe (KdXnri 
zb OQog). — Gibraltaria. 

2. Strafse von Gibraltar, Meer- 
enge (s. 1), Fretum Gadttänum, 

— Fretum HercuUum. — Fretum 
Hispö/num. — Fretum Cölumnarum. 

— Ocea/ni Ostiu/m. 

Gien, St. (frz. Dep. Loiret), Gianum. 

— GiBmum. 

Giens, Halbinsel (frz. Dep. Var), Pom- 
poniana. 

Gieraei (Giraci), s. Gerace. 

Gierapietra (Girapetra), St. (auf der 
Insel Kreta), Hierapytna (Icq«- 
TivTva). — Hiera Petra (Isqcc 
nh^a). — Cyrba (KvQßa). — 
Pytna {Ilvrva). — Camtrus {-os, 
KafJLBiQoq), 



201 



Oien 



Olams 



202 



Giers, s. Gers. 

Giefsen, St. (Kreissi, Hptst. der hes- 
sischen Provinz Oberhessen, am Ein- 
flnfs der Wieseok in die Lahn), 
Grtessa. 

Gifoni (Gifuni), Mktfl. (in Italien), 
Geofanum. — lovis Fanum. 

Gigllo^ Insel (toskanische , vgl. Gian- 
nutri), I gilt um, — EgiU%i/m. — 
Aegilium, 

Gibaud) Mktfl. (in Franki*eich), Ubinium. 

G^on, St. (in der spanischen Provinz 
Oviedo am Atlantischen Ocean, 
Haupthafen • und Handelsplatz von 
Asturien), Gigia. 

Gilles, St. — , s. St. GiUes. 

Gilles, St. — les Boueheries, s. 

St. GiUes les ßoucheries. 

Gilma, St. (in Tunis), Cilma. — Op- 
ptdrnn Cilmanense, 

Ginos(s)a, St. (auf der Nordküste der 
Insel Kreta, jetzt Buinen bei Cunea), 
Cnosus {Kv<oa6g). — Cnossus 
{KvwfJöSg). 

Einw.: Cnosii. — Gnossü, 

Adj.: CnosittSf -a, -um. 

Gioja, St. (im Neapolitanischen), Tau- 
riänum. -^ Tauroentum. — Iota. 

Giorgrio, San — , s. San Giorgio. 

Giovenazzo, St (Hafenst. im Neapoli- 
tanischen), Natiolum, — luvena- 
da. — Iwoenadum. — luvenacus. 
— Gnatia. 

Giraei (Gieraci), s. Gerace. 

Girgenti, 1. M. (auf der Südküste 
Sicihens, jetzt San Biago), Acrägas 

2. Provinz (u. St., Hptst. der 
Prov. auf Sicilien, auch Girgenti 
Vecchio genannt), Agrigentum 
OixQ&yaq), — Acrägas. 

Einw.: AgngenUni. 

Adj.: AgrigenHnus, -a, -um. 



Girmasti (auch Bakirtschai genannt), 
n. (in Mysien), Calcus^ (Kaixog), 

Girona, s. Gerona. 

Gironde, Fl. (Name des Unterlauf s 
der Garonne, w. m. s. , nach dem 
ZusanrnienfluTs mit der Dordogne; 
danach benannt das frz. Dep. G., 
Hptst. Bordeaux), Girundia, 

Gisl^ St. -, s. St. Gislain. 

Gisors, St. (in Frankreich), Caesa- 
r Ott um. — Caesortium. — Gisor- 
tium. — Giso. 

Gitsehin, Kreis (und St. [Hptst.] an 
der Cydlina im östlichen Böhmen), 
Gitmiaclnum. — Gttzlnum. — 
Redintulnum. 

Gludeeea, Laguneninsel (Teil von Ve- 
nedig, der Hauptinsel Eialto im 
Osten parallel laufend; auf dieser 
langen, schmalen, wie eine Messer- 
klinge gebogenen Insel durften seit 
1152 nur die Juden wohnen), 
lud^ca. 

Glamorgran, Grafschaft (im englischen 
Fürstentum Wales; Hptst. Cardiff), 
Clamorgania. — Civitas Gla- 
morganiensis. — Comitatus Clamor- 
ganiensis. 

Glan, Fl. (r. Nbfl. der Nahe, meist im 
bayr. RB. Pfalz, entspr. am Höcher- 
berg westlich von Waldmohr und 
mündet unterhalb Staudemheim), 
Gl an 18. — Clams. 

Gland^ves, St. (frühere, in Frankreich), 
Glanum Livii. — Glamnateva. 
— Glarmata. — Glandeva. 

Glanio Yeeehio, Fl. (ital., in Etrurien, 
entspr. im Gebiete von Arezzo und 
mündet in den Tiber, vgl. La Chiana), 
Clänis. — Glanis. — Glantis. 

Glams, 1* Kanton (der östlichen 
Schweiz, Alpenland, mit trefflichen 
"Weiden, von der linth bewässert; 
an den Grenzen der Züricher-, Zuger- 



203 



€llas(row 



Ooar 



204 



und Vierwaldstättersee), Pagus Gla- 
ronensis. 

S. St. (Hauptort von 1 , französisch 
Glaris, an derlinth), Glarüna. — 
Glarizium. 

Glasgow, St. (gröfste Handels- und 
Fabrikstadt Schottlands in der Graf- 
schaft Lanark, am Clyde), Glasgüa. 

— Glascovium. — Glascum. — 
Glasoa. — Glasguum. — Glacoa. 

Glastonbury, St. (in England), Ava- 
lonia. — Glasconia. 

Glatz, !• Grafschaft (umfafste die 
3 Kreise G., Habelschwerdt und Neu- 
v^ rode, gehörte meist zu Böhmen und 
kam 1 742 mit Schlesien an Preufsen, 
wo sie heute den südöstlichsten Teil 
des EB.s Breslau bildet), Cmnitatus 
Glacensis. 

S. St. (und Festung, RB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Neifse), 
Gl actum. — Glociimi. 

Gleichen (die drei G.), 3 Burgen (in 
Thüringen, zwischen Gotha und Arn- 
stadt: Burg Gl., ehedem Sitz der 
Grafen von G., 1630 ausgestorben; 
Mühlberg u. Wachsenburg), Glicho. 

— Glico. 

Gleink (Glunick), Kloster (in Ostreich), 
Coenobium Glunicense. 

Glioubatia, Bergkette (welche Serbien 
von Albanien trennt), Mons Scordus. 

Glizbergr, Ort (in Luxemburg), Glich- 
berga. 

Glocester, s. Gloucester. 

Glograu BB« Liegrnitz, St. (wichtige 
Festg., Kreisst. an der Oder, auch wohl 
„Grofs-Glogau" genannt, Prov. Schle- 
sien), Glogavia Maior. — Glo- 
govia. 

Gloucester (Glocester), 1; Grafschaft 
(Herzogtum, im südwestL England), 
Comitatus Glocestriensis. 
2. St (Hptst. von ly am Sevem), 



Claudia Castra. — Glocestria, — 
Clevum. 

3* St. (Seest. in Massachusetts, 
Nordamerika), Glocestria Americana, 

Glttckstadt, St. (Kr. Steinburg, Prov. 
Schleswig-Holstein,^in tiefer Marsch- 
gegend an der Elbe, die daselbst den 
Ehin aufnimmt), Fanum Fortu- 
nae. — Tychopolis, 

Glurenz, St. (in Tirol), Gelurnum, 
— Glarium. — Glorias VaUis. — 
Glumium. 

Glykeon, Hafen (in Epirus), Dulcis 
Port US. — Glykys Limen {Fkvxvg 
Aifxriv). 

Gmünd in Wttrttembergr (Schwäbisch- 

Gmünd), St. 1. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, an der Rems), Gemunda 
Suevica. 

Ä. in Ettrnthen (Kr. Villach), 
Gemunda Villacensis. 

3. in Ostreich, s. Gmunden. 

Gmunden (Gmünd), St. (in Oberöst- 
reich, Hausruckkreis, am Ausflufs 
der Traun aus dem Traunsee (oder 
Gmundenersee , Hauptort des Salz- 
kammerguts), Gemwnda ad Traunum. 

Gnadenbergr, Dorf 1. (Kr. Bunzlau, 
RB. Liegnitz, Prov. Schlesien ; Herm- 
huterkolonie), Gratiae Mons. 

2. (bayr. RB. Oberpfalz, Bezirksa. 
Neumarkt i. Oberpf.), Gratiaemon- 
tium. 

Gnadenthal, Kloster (im schweizer 
Kanton Aargau), Gratiarum VaUis. 

Gnadenzeil, Kloster (in \Yürttemberg), 
Gratiae Cella. 

Gnesen (polnisch Gniazno = Nest), 

St. (Kreisst., RB. Bromberg ^ Prov. 

Posen, an einem Zuflüsse der Welna), 

Gnazna. — Gnaesna. — Gnesna. 

Adj.: Gnaznensis, -e. 

Gnaesnensis, -e. . 

Goar, St. — , s. St. Goar. 



f 



205 



Godmanchester 



Golfo di Coloohinna 206 



Godmanehester, St. (in England), 
Duroli Pons. 

Oedmonham, St. (in England), Del- 
govicia. 

G9m0rer Ctespannsehaf 1^, Eomitat (in 
Ungarn, Kreis diesseits der Theifs, 
das unfiruchtbare Quellgebiet der 
Flüsse Stgo, Hernad, Gran; Hauptort 
Rosenau), Comitatus Goemoriensis. 

Goeree (Goedereede) , Insel (in Süd- 
holland an der Maas), Goderea. — 
Goerea. 

GSnningen, Dorf (württemb. Schwarz- 
waldkreis, Oberamt Tübingen, am 
Fufs der Alb), Agennum. 

GVppingren, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, an der Fils), Goppinga, 

Görlitz, St. (und Stadtkreis, RB. Lieg- 
nitz, Prov. Schlesien, an der Lausitzer 
Neifse), Gorliciu m. — Calancorum. 

G5rz, 1. (und Gradiska), gefürstete 
Grafschaft (Kreis des östreichischen 
Küstenlandes), Comitatus Gor- 
ziensis, — Pagus Goritiensts. 

3« St. (Hptst. von 1 , am Isonzo, 
Sitz des Fürsterzbischofs), Goritia. 

GOtaborgr (Gotenburg), St. (Hptst. der 
schwedischen Landschaft Westgot- 
land, an der Mündung der Götaelf, 
2. Stadt Schwedens), Goiöburgum. 

GKtaelf, Fl. (im südwestlichen Schwe- 
den, kommt aus dem Wenemsee und 
mündet in das Kattegat), Gotius 

. Fluvius. 

G9takanal, Kanalsystem (in Schweden, 
führt mittelst 58 Schleusen von Söder- 
köping [Ostsee] durch verschiedene 
Seeen zum Wettersee, von da dui'ch 
den Betten- und "Wenernsee in die 
Götaelf [Nordsee]), Fossa Gotorum. 

GStaland (Göta Rike •-= Gotland), 
Provinz (der südlichste, fruchtbarste 
und bevölkertste der drei Hauptteile 
Schwedens), Gotia. — GtUia, — 
Gotorum Terra. 



GOttlngren, St. (Kreisst., Landdrostei 
Hildesheim, Prov. Hannover, an der 
Leine), Gotinga. — Gottinga. — 
TulipkorditMn, 
Adj. ; Gotingensis, -e. 

GKttweih (Gottwich), Kloster (ber. 
Benediktinerabtei in Unteröstreich, 
an der Donau), Monasterium 
Chottcicense. — Godemcum. — 
Gotttolcum. 

Goin^ah (Sardjou oder Deva), Fl. (in 
Hindostan), Elgoramis. 

Golconda, s. Golkonda. 

Goldbergr in Schlesien, St. (Kr. 

G.-Haynau, RB. Liegnitz, Prov. 
Schlesien, in einem Thal an der 
Katzbach), Aurimontium, — 
Goldberga. 

Goldene ' Aue, Landstrich (durch 
Fruchtbarkeit ausgezeichnetes Thal 
in der Pi-ovinz Sachsen, von der 
Helme durchflössen, zwischen Harz 
und Thüringer Terrassenland [Kyff- 
häuser. Hainleite]), Aurea Tempe. 

Golfo d'Aiomama, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Toronaicus. 

Golfo de Alicante, Meerbusen (in 
Spanien), Sinus Ulicitänus. 

Golfo di Arcadla, s. Arcadia (1, Meer- 
busen von A.). 

Golfo di Arta, s. Arta (2, Meerbusen 
von A.). 

Golfo di Balsora, Meerbusen (Persi- 
scher), Sinus Persicus. 

Golfo di Carnero (Quarnero oder 
Quarnerolo), Meerbusen (,im NO. 
des Adriatischen Meeres, zwischen 
Istrien und Kroatien, darin die quar- 
nerischen Liseln, zu Istrien gehörig), 
Sinus Flanaticus. — Sinus 
Carnivorus. — Sinus Polanus. — 
Sinus Flanonicus, 

Golfo di Coloebinna, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Laconicue, 



207 



Golfo di Contessa 



Gottessell 



208 



Golfo di Contessa, Meerbusen (in 
Macedonien), SiniM Strymonicus. 

Golfo de Coron, Meerbusen (in Mes- 
senien), Sinus Messeniacus. 

Golfo di GenoTa, s. Genua 3. 

Golfe de Griinaad (oder St. Tropez), 
Meerbusen (in der Provence in Prank- 
reich), Sinus Sambracitanus. 

Golfo di Lepanto, Meerbusen (in li- 
vadien in Griechenland), Sinus 
Corinthiacus. — Sinus Nau- 
pactinus. 

Golfo di Manfredonia, Meerbusen 
(an der Küste von Apulien in Ita- 
lien), Sinus ürias. 

Golfo di Monte Santo, Meerbusen 
(in Macedonien), Simts Singiticus. 

Golfo di yapoli) Meerbusen (von 
Neapel), Sinus Neapolitanus. 
— Sinus Fiiteölanus. — Sinus 
CrcUer, 

Golfo di Saloniehi, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Thermaeus. 

Golfo di Saros, Meerbusen (im Ar- 
chipel), Sinu^ Melas, 

Golfo della Spezzia, s. Spezzia 2. 

Golfo di Trieste, Meerbusen (des 
Adriatischen Meeres bei Triest), 
Sinus Tergestinus, 

Golkonda, St. (in der ostindischen 
Provinz Hyderabad, mit gr. Fort; 
früher Hptst. des Kgrs. G.), Dackina- 
bädes (sanskr. DaJeshinapathas, d. i. 
Süd, vgl. Dekan). 

Gollin, St. (in Polen), Galli Castrum. 

GoUnow, St. (Kr. Naugard, RB. Stet- 
tin, Prov. Pommern, an der Ihna), 
Golnovia. 

Gombs, Distrikt (im schweizer Kanton 
"Wallis), Gomesianorum Cowoentu>s. 

Gomnra, Insel, 1. (eine der Kanarien), 
Aegusa. — Capraria. 
tt. (befest., an der Küste von 



Marokko, den Spaniern gehörig), 
Goniera. 

Gondok, Fl. (in Tibet), Condahates. 

Gondreeourt, St. (frz. Dep. Maas), 
Gundulphi Curia, — Gondre- 
cu/rtium, 

GondroTille, St. (in Frankreich), Gun- 
dolfi Villa. — Gu/nduli% ViUa. — 
Grundulphi ViUa. 

Gonfaron (oder Le Canet) , Dorf (frz. 
Dep. Var), Forum Vo conti. — 

Caniberia^Mtn. 

Gongra, s. Ganges 

Gorinehem, s. Gorkum. 

Goritza (Gritsa oder Paleopoli), St. 
(in Arkadien in Griechenland), Man- 
tin^a (Mavtlveia). 

Gorkum (Gorinchem), St. (Festung in 
der holländischen Provinz Südhol- 
land, an der Merwede), Goriche- 
mium. — Gorcomium. 

Gritsa, s. Goritza. 

Goseek, Dorf (und Rittergut, Kr. Quer- 
furt, RB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
imweit der Saale), Gozeka. 

Goslar, St. (Kr. liebenburg, Land- 
drostei Hildesheim, Prov. Hannover, 
an der zur Oker fliefsenden Grose 
und am Fufse des Oberharzes 
[Rammeisberg]) , Civitas Im p c - 
rialis ad Gas am. — Goslaria. 

Gotenborgr, s. Götaborg. 

Gotha, St. (Hptst. des Hzgts. Sachsen- 
G., an der Leina), Gotha. 
Ac^.: GoUUJ/nus, -a, -um. 

Gotland, s. Götaland. 

Gottesgab, St. (in Böhmen), Theo- 
dosium. 

Gotteshansband, s. Cadde. 

Gotteszell (Gutenzell, Guttenzell), Dorf 
(bayr. RB. Niederbayem, Bezirksamt 
Viechtach), Dei Cella. — Bona 
CeUa. 



209 



Gotthardt 



GrABTiUe 



210 



Gotthardt, St. — , s. St. Gotthardt. 

Gottland, Insel (schwedische in der 
Ostsee, das Län Wisby bildend; 
Hauptort Wisby), GotÜandia. 

Gottorp (Gottorf), Schlofs (bei der 
Stadt Schleswig in Schleswig - Hol- 
stein, jetzt Stadtteil), Gottorpia, 

— Gottorpium. 

€U>ttwicb, s. Göttweih. 

Gouda (Ter Gou), St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Südholland, am 
holländischen Yssel), Gouda, 

C^Temolo, Mktfl. 1. (in der Lombar- 
dei), Castellum Gubernium. 
S* (in Yenetien), Gubernula. 

— Ambuletum. 

Gozzo, Insel (den Briten gehörig, im 
Mittelländischen Meere, bei Malta; 
Hauptort Roboto), Gaulos {FavXoq). 
Einw.: GauUmitae (Tuvklrai), 

Grabs, Dorf (schweizer Kanton St. 
Gallen), Quaradaves. 

Gradiska, St. 1. (in Macedonien), 

Gortynia (Toqxvv /«). — Gordynia 

{ToQÖvvla), — Gordenia (roQÖTjvla). 

2m (in Ulyrien), Gratiana. — 

Gradtsda. 

Gräfenhainlehen, St. (Er. Bitterfeld, 
EB. Merseburg, Provinz Sachsen), 
Ha^a Comitum, 

Gräfenthal, St. (Kr. Saalfeld, Hzgt. 
Sachsen -Meiningen, an der Zopte), 
Vallis Comitum, 

Grtttz oder Graz, s. Graz. 

Grafen-Kastell (in der Stadt Gent in 
Belgien), Petra Comitis. 

Grammont, s. Geentsberge. 

Grampian-Gebirgre (der höhere Teil 
der schottischen Hochlande, mit 
2 Ketten; die südlichen eigenthchen 
Grampians mit dem Ben Macdui in 
der Caimgormgruppe ; die nördlichen 
[Gebirge von Invemefs] mit dem 
Ben Nevis, dem höchsten Berge der 



I britischen Inseln), Montes Gram- 
\ pii, — Mons Grampius. 

Gran, 1. Fl. (in Ungarn, mündet in 
die Donau), Granus. — Granuas, 
•ae, — Granus, 

ft. Komitat (in Ungarn, Kreis dies- 
seits der Donau), Comitatus Strigo- 
niensis, 

3. St. (Hptst. des Komitats G., 
an der Mündung des Flusses G.), 
Strigonium, — Ad Herculem. 

Granada, 1* Provinz (ehemal. mauri- 
sches Königreich in Südspanien, 
Oberandalusien, die heutigen Pro- 
vinzen G., Malaga und Almeria um- 
fassend), B,egnum Granatense. 
— Granätum. — GranOta. 

HS. St. (gleichnamige Hptst. des 
einstigen Königreichs und der jetzigen 
Provinz G. , am Fufse der Sierra 
Nevada und am Flusse Jenil gelegen; 
auf einem Felsen die AIhämbra\ 
Granada. — Granäta. 

3* (in Nicaragua in Zentralamerika, 
am Nicaraguasee), GranOda Nica- 
raguae. 

Graneey le Castel (oder en Mon- 
tagne), St. (in Frankreich), Castrum 
Granceium. 

Grande Chartrense, Hauptkloster (bei 
Grenoble, frz. Dep. Isere), Carthu- 
siaGrandis. — Carthusia Magna. 

Grandpr6, St. (in Frankreich), Grandi- 
pratum. 

Grand -Serre, Le — , St. (in Frank- 
reich), Castrum Serris. 

Granson (Grandson, Gransen), St. 
(schweizer Kanton Waadt, am Neuen- 
burgersee), Grandisönum. — 
Crrandisontum. 

Granvllle (Grandville), St. 1. (in der 
Normandie in Frankreich), Grandis- 
vüla. 

2. (befest. Seestadt, frz. Dep. 
Manche), Grrannonium, 



211 



Grasse 



Greif swalder Boddeu 212 



Grasse, St. (frz. Dep. Alpes-Maritimes), 
Grassa. — Graca. — Grinntcum. 
Adj.: Grassensis, -e. 

Granbttnden, Kanton (der südöstlichen 
Schweiz, Alpenland, yon den Rhäti- 
schen Alpen erfüllt; Hptst. : Chur), 
Grisonia. — Grisönum Pagus. - - 
Grisonum Bes publica. — Grisönum 
Ligae Tres. — Ckmovallis Ligae 
Tres. — Bhaetia Swperior. 

GraabUndner Gebirge, Alpen (Rhä- 
tische, mit dem Piz Linard und Piz 
Bemina), Alpes Bhaeticae. 

Graudenz, St. (Kreisst., Festg., RB. 
Marienwerder, Prov. Westpreufsen, 
auf dem r. hohen Ufer der Weichsel, 
hart am Strom), Graudentium» 

Graupen, Mktfl. (im Gebirge in Böh- 
men, Crupna. 

Grayelines (Gravelingen, Grevehngen), 
St. (Soest., befest., frz. Dep. Nord, 
an der Mündung der Aa), Novum 
Oppidum Gravelingense. — 
Graevelingia. — Gravelinga. — 
GraveUna. 

Grayelotte, Dorf (Kant. Gorze, Land- 
kreis Metz, Bezirk Lothringen, Elsafs- 
Lothringen, westl. von Metz), Grave- 
lottia. 

Grarenthal, Kloster (in der Schweiz), 
Vallis Gratiarum. 

Gravesend, St. (in der englischen 
Grafschaft Kent, an der Themse), 
Gravescenda. — Gravesinda. 

Gray, St. (frz. Dep. Haute -Saone), 
Gradtcum. — Graium. — - Graeum. 

Graz (Gratz, Grätz), St. (Hptst. von 
Steiermark, an der Mur), Graecium. 
— Qraetia. — Graezium» — 
Graiäcum. — Gratium. 

Grazalema, St. (in Spanien^, Lacidu- 
lemium. 

Great-Berkhamsted (Caster, auch 



Brigh-Casterton), Mktfl. (in England), 
Du/röbrivae. 

Greden, Thal (in Tirol), Gardsna. 

Green wich, St. (engl. Grafsch. Kent, 
an der Themse, an London stofsend;' 
im Park die her. Sternwarte, über 
welche die Engländer den 1. Meridian 
[17« 39' 38'' östi. von Ferro] ziehen), 
Gronvicurh. — Gronaicum. — 
Grenovium. 

Gregrorsmttnster, Kloster (im Elsafs), 
Sancti Gregorii Mcmasterium. 

Greifenbergr, St. 1. (in Pommern, 

Kreisst., RB. Stettin, an der Rega), 
Gryphimontium Pomeranorum. 

S. (in Schlesien, Kr. Löwenberg, 
RB. Liognitz, am Queis), Gryphi- 
montium Silesiorum. 

3* (in der Uliermark, Kr. Anger- 
münde, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Samitz), Gryphimon- 
tium ad Sarnitiam. 

Greifensee, 1. St (schweizer Kanton 
Zürich), Grypha^um. 
S* See (bei 1), La,cus Gryphaeus, 

Greifswald, St. (Kreisst., RB. Stral- 
sund, Prov. Pommern, am Rykgraben, 
der in den Greifswalder Bodden 
mündet^, Gripeswolda. — Gryphis- 
walda. 

Greifswalder Bodden, Meeresteil (an 
der vorpommerschen Küste, zwischen 
dem Festland und der Insel Rügen 
[hier auch Rügenscher Bodden], 
greift mit der Dänischen Wiek in 
das Festland hinein und steht im 0. 
durch das Landtief mit der Ostsee 
in Verbindung, während im W. aus 
ihm die Meerenge Strelasund zwischen 
Rügen und dem Festland zu den 
westlichen rügenschen Gewässern 
leitet. Im 0. vor dem Bodden und 
bereits in der Ostsee die kleine Insel 
Greifswalder Oie), Sinus Gripes- 
woldensis. 



213 



Greiz 



Gron 



214 



Greiz, St. (Hptst. des Fürstentums 
Reufs ä. L., an der Weifsen Elster), 
Grecium. 

Grenadillen, Eilande (4 Felsen — , 
nördlich von der kleinen Antillen- 
insel Grenada), Insulae Crrenadinae, 

Grenoble, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Isere, an der Isere; feste Citadelle), 
Gratianopolis. — Accusiorum 
Cölonia. — Cularo, -öms. 

Gr^siTaudan, Landschaffc (ein Teil der 
Dauphine in Frankreicli) , Pagus 
Crratianopolitanus. 

Greuno (Canina), St. (in Macedonien), 
Elyma CEkvfjux). — Elimia 
CEXifjLla). 

GreuTsen, St. (Landratsa. Sonders- 
hausen, Fürstent. Schwarzburg - S., 
an der Helbe), Crozina. 

Grevelingren, s. Gravelines. 

GreTesmiihlen, St. (Grhzgt. Mecklen- 
burg-Schwerin), Comitis Mola. 
— Comüatis Mola. 

Griechenland, Xönigreich (umfafst das 
alte Mittelgriechenland [Hellas oder 
Romanien], die Peloponnes [Morea] 
und das Inselgebiet Euböa, die Cy- 
kladen, die Nordsporaden und die 
Ionischen Inseln ; Bevölkerung: Ijfeu- 
griechen, d. h. Abkömmlinge der 
alten Hellenen mit slavischer Bei- 
mischung; dazu Albanesen [Pelo- 
ponnes und "Westlivadien], "VValachen 
[OstUvadien] und zahlreiche Fi'anken, 
d. s. Deutsche, Engländer, Franzosen, 
besonders aber Itahener [Ionische 
Inseln]), Graecia. 

Einw.: Graeci. 

Adj.: Crraecus, -a, -um. 

Griecliiseh-Weifsenlbnrg:, s. Belgrad. 

Geiers (Greiers, Gruyere), St. (schwei- 
zer Kanton Freiburg), Grueria, 

Griirnan, St. (in Frankreich), Gri- 
niäcum. — Grigniäcum, 



Grimaki Kaiki, Fl. (auch Bakirtschai, 
in Mysien in Kleinasien), Caicus 
{Käixog). 

Grimand, !• Meerbusen (in Frank- 
reich, Dep. Var), Sinus Ganibracius. 
ftm St. (frz. Dep. Var), Sembra- 
cia. — Sambracia. — Olbia. — 
ÄthenopoUs. 

Grimbergren, Mktfl. (in Belgien), Gren- 
bergis. 

Grimma in Saclisen, St. (Amtshaupt- 
mannschaft, Sachs. Ki-eish. Leipzig, 
im Thal an der Mulde), Grimma. 

— Grima. — Crimina. — Crema. 
Adj.: Grimmensis, -e. 

Grimmen, St. (Kreissi, KB. Stralsund, 
Prov. Pommern, an der Trebel), 
Grimus. 

Grisano, St. (in Macedonien), CtBmenae 
(Ktrjfievcci). 

Gris Nez, Yorgebirge (in Frankreich, 
am Pas de Calais, nördlich von 
Boulogne sur Mer), Itium. 

GrodnOji St. (Hptst. des gleichnamigen 
westrussischen Gouvernements, am 
Niemen), Grodna. — Grodno. 

GrOning'en (Groningen), 1. Provinz 
(im Nordosten der Niederlande), 
Provincia Groningensis. — 
Äger Groningensis. 

2. St. (Hptst. der Prov. G., an der 
Hunse und Aa, durch Kanäle mit 
dem Dollart und der Zuidersee ver- 
bunden), Groninga. — Groeninga. 

— Cwbulonis Monumentum. 
Acy. : Groningensis, -e. 

Gr((nland, Nordpolarland (zwischen 
der BaJBönsbai und dem nördlichen 
Eismeere, wahrscheinlich Insel; im 
Innern ein TafeUand, von mächtigen 
Eismassen übergletschert und von 
Gebirgen umsäumt), Gronia. — 
Gronlandia. — Groenlandia. 

Gron, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graubünden), Gmnum. 



215 



Groadel 



OnadU 



216 



Grondel, Hafenort (in Ägypten, am 
Boten Meer), Daneon Partus. 

Grofs-Andaman, Insel (der Anda- 
manen, einer britischen Inselgruppe 
im Bengalischen Meerbusen, von 
Negritoö bewohnt), Bonae Fortwnae 
Insida. ^ 

Grors-Britannien, s. Britannien. 

Grofs-Delos, Insel (4 Stadien westlich 
von Delos und Begräbnisplatz der 
Delier), Rhene CP^vti). 

Grofsenhain, St. (Amtshauptmann- 
schaft;, Sachs. Kreish. Dresden, an 
der Köder), Haganoa. — Haina. 

— Hayna. — Indago Marchionis. 

— Äpud Indaginem Marchionis, — 
De Foresto, 

Grofser St. Bernhard, s. Bernhard, 

St. — . 
Grossetto, St. (Hptst. der gleichnam. 
mittelitahenischen Provinz G. in 
Toskana), Bosetum. 

Grofs-Kumanleii, Landschaffc (in Un- 
garn, Disüikt der [Jazygier und] 
Eumanier; finiher zum Heveser Ko- 
mitat gerechnet) \Gumania Ma i o r. 

— Cumanorwm Maiorum Begio. 

Grors-Bohrheim, Mktfl. (Er. Bens- 
heim, hess. Provinz Starkenburg), 
Bara. 

Grofs-Strehlitz, St. (Ereissi, EB. 
Oppeln, Prov. Schlesien), Strelicia 
Maior. 

Grofs-Wardein (Nagy-Warad), St. 
(Hptst. des ungarischen Eomitates 
Bihar, am Sebes), Varadlnum 
Mains. — Va/ra^num. 

Grotte del Monte di Pansillppo 

(G. di Napoli), Berg (mit natürlichem 
Tunnel, bei Neapel), Pausilypus 
{JlavalXvnoq). — Orypta Nea/pöli- 
tana. 
Grottkau, St. (Ereisst., EB. Oppeln, 
Prov. Schlesien), Grotgavia. — 
Grotcovia. 



Grab 9 Landschaft (in der Schweiz)^ 
Fovea Helvetiorum, 

Grttnberir, St. 1. in Sehlesien (Ereis- 

Stadt, RB. liegnitz, Prov. Schi, an 
der Lunze, ganz von Weinbergen 
mngeben), PrasiaElysiorum Silesiae. 
2« in Hessen (Er. Gielsen, hes- 
sische Provinz Oberhessen), Thaüo- 
ris Ha^orum. 

Grilningren, s. Nürtingen. 

Grflseh, Dorf (im schweizer Eanton 
Graubünden), Cnicium. 

Grilssau, Eloster (Er. Landshut, BB. 
Liegnitz, Prov. Schlesien, in einem 
Thal an der Zieder), Grissovium. 

Graydres (Greierz), s. Griers. 

Gaadalaviar (Turia), FL (in Spanien, 
I mündet unterhalb Valencia ins 
I Mittehneer\ Durias. — Turia. — 
! Turius. 

Guadalajara, St. 1. (Hptst. der gleich- 
namigen spanischen Provinz in Neu- 
kastilien, am Henares), Arriaca. 
— Caracca. — Guadalaiara, 

2. (Hptst. des mexikanischen Staates 
Jalisco), Guadalaiara Meicana. 

GuadalquiTir, FL (im südl. Spanien, 
entspr. in der Provinz Jaen, an der 
Sierra Cazorla, mündet bei San Lucar 
in den Atlantischen Ocean; hat die 
Nbfl. Guadalimar u. Jenil), Baetis. 
Betis. — Certis. — Tartessus. 

Gnadalupe, St. (in der spanischen 
Provinz Caceres in Estremadura), 
Aquae Lupiae. — Aqtmelupae. 

Gnadiana, Fl. (im mittleren Spanien, 
entspr. in der Provinz Albaoete, auf 
der Sierra von Alcarraz, durchflielst 
Neukastilien und Estremadura, mün- 
det auf der Grenze von Spanien und 
Portugal in den Atlantischen Ocean), 
Ana>s, -oe. 

Guadjy, St (in der spanischen Prov. 
Granada, am Flusse G.), Acci. — 



217 



Gaagrlda 



Gttipuzeoa 



218 



Cclonia AcdW/na GemeUensis, — 
CoUmia lulia GemeUa Äccitäna. — 
CriMuitcium. — Guadicia, 

C^uacrida, St. (in Algerien), Ladtgara. 

Cl^aarda, St. (in Portugal), Lancia 
Oppidana, — Garda. — Gtiarda. 

C^aardafui (Gardafoi), Vorgebirge (die 
ösÜichste Spitze Afrikas), Aromata. 

— CrtMrdafutum Caput. 

^uastalla, St. (in der italienischen 
ProTinz Eeggio, am Einflüsse des 
Crostolo ih den Po; Hptst. des ehe- 
maligen, zuletzt zu Modena gehörigen 
Fürstentumes G.), Gardistallum. 

— GuardistcUlum. — Guadistallu/m, 

— Vastalia, 

Clnasto (Vasto di Climone), St. (im 
Neapolitanischen), Amonium, 

€hibbio (Eugubio), St. (in der mittel- 
itahenischen Provinz Perugia, nord- 
östlich vom Trasimenischen See), 
Iguvium. — Aguvium. — Egfu- 
hiwm. — Etigubium. — Inginium. 
Einw.: Iguvtni, — IgumnOtes, 

«fins (Közeg), St. (kgl. Freistadt im 
ungarischen Eomitat Eisenburg, am 
Müsse G.), Ginsium. 

Cfflntrinsr, Mktfl. (in Eämthen), Fer- 
rariae Carnorum. 

«Gttnz, 1. St., s. GüQS. 

2. El. (r. Nbfl. der Donau in 
Bayern, entsteht aus der Westlichen 
und Östlichen G. und mündet bei 
Günzburg), Chuntius, 

•C^llnzbiirgr, Si (unmittelbare, bayr. BB. 
Schwaben, am Einflufs der Günz in 
die Donau), Guntia. 

€(aerande, St. (in Frankreich), Aula 
Quiriaca. — Aula Quiriaci, 

•Oueret, St. (in Frankreich), Gar ac- 
tum, — Guerettim. — Waractus. 

«Guemsey (Gamsey), Insel (norman- 
nische, den Engländern gehörig, im 



Kanal), Garnia. — Gameseia. — 
Gemseia. — Samia 

Guescar, s. Huescar. 

Güstrow, St. (Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, Vorderstadt des "Wendi- 
schen Kreises oder des Hzgts. Meck- 
lenburg-G., an der schiffbaren Nebel), 
Gustrovia. — Crustrovium. 

Gutzkow, St. (Kr. Greifewald, RB. 
Stralsund, Provinz Ponmiem, am 
Swinower Bach und unweit der 
Peene), Gotzgaugia. 

Gngl, Fl. (in Tirol), Zea, ' 

Gaieh - Alet, St. (in Frankreich), 
Aletum, 

Guielie, Grafschaft (in Frankreich), 
Gruissunum, 

Guienne, Landschaft (» frz. Dep. 
Aveyron), Aquitania. — Noveni- 
populania. — Frovincia Aquitanica, 

— Aremorica. 

Guildford, St. (Hptst. der englischen 
Grafschaft Surrey, am Wye), Gil- 
fordia, 

Gallon -Mare, Meerbusen (der west- 
liche Teil des Asowschen Meeres), 
Sinus Cor et US. — Sapra. 

Gulmaraens, St. (in Portugal), Vima- 
ränum. — GruimarOimm. 

Guinea, Küstenland (Teil von West- 
afrika, vom Kap Yerga bis Kap 
Negro, zerfällt in Ober- oder Nord- 
guinea und Nieder- oder Südguinea, 
letzteres mit den Landschaften Ben- 
guela, Angola, Kongo, Loango; die 
Küste umschliefst den grofeen Meer- 
busen von Guinea, mit den Golfen 
von Benin und Biafra und den vier 
Guineainseln), Aethiopia Occi- 
dental is. — Guinea. 
Einw.: AethiÖpes Occidentdles. 

Gnlnes, St. (in Frankreich), Guinae. 

— Grisnae. — Guisnae. 

Gnlpuzeoa, Provinz (in Spanien, eine 



219 



Gnise 



Haiti 



220 



der 3 baskischen Provinzen; Hptst. 
San Sebastian), lupuscoa. — Le- 
putsca. — Lipttscoa, — Vanduli. 

Guise, St. (in Frankreich), Castrum 
Gut 8 tum. — Gusgia. — Guisia, 

Gnissona, St. (in Spanien), Cissa. — 
Cissum. — Sdssum. 

Gumeiiik (Tokat), St. (in Earmanien), 
Comana Pontica. — Berisa. 

Gundis, Dorf (im schweizer Kanton 
Wallis), Contegium, 



Gurk, 1. M. (Nbfl. der Drau in 
Eämthen, mündet bei Stein; daran 
der Flecken G.), Noaras, -oc. 

2. Mktfl. (s. 1), Gurca, 

Gurrea, St. (in Aragon in Spanien), 
Forum Galloru/m. 

Gutenzell, s. Gotteszell. 

Guyenne, s. Guienne. 

Gyula, Schlofs (und Mktfl. in Ungarn), 
lulia. 



H 



Haag: (der, eigentlich 's Gravenhage, 
frz. la Haye), St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Südholland, kön. 
Residenz, 1 Stunde von der Nord- 
see), Haga Comitis. — Haga 
Comitum. — Haga. 

Haal, s. Hall. 

Habran (arab. El Khalib), St. (alte, in 
Palästina [Stamm Juda], südl. von 
Jerusalem, einst Wohnsitz Abrahams, 
eine Zeitlang auch Residenz Davids), 
Hebron, -dnis. — Chebron. 

Habsburg", Burg (Stammburg des 
gleichnam. Fürstenhauses, im schwei- 
zer Kanton Aargau, rechts an der Aar, 
auf dem Wülpelsberge) , Hahes- 
burgum. — Habsbwrgum. 

Hadamar, St. (Kr. Oberlahn, RB. 
Wiesbaden , Pro v. Hessen - Nassau, 
am Eibbach), Hadamaria. — 
Hademarum. 

Haddin^on, St. (Hptst. der gleich- 
namigen Grafschaft H. im südöst- 
lichen Schottland, an der Tyne\ 
Ha dl na. — Hadintona. 

Hadeln, Landschaft (Prov. Hannover, 
Landdr. Stade, am Ausflufs der Elbe ; 
begreift jetzt den Kreis Ottemdoif 
mit dem gleichnam. Hauptort. Die 



Bewohner sind Abkömmlinge der 
Chauken), Hadelia. — Hadaloha. 
— HadtUla. — Adaloha. 
Hadramaut (und Hadschid), Küsten- 
landschaft (in Arabien, am Golf von 
Aden ; Haupthandelsplatz Makulla), 
Catabania. 

Hadsji-Ogrlu-Baasardftjlk, St. (in Bi- 
thynien), Parthenopolis {Ha^d^evo- 

noXiq). 

Hitgrer, s. Haiger. 

Hafnerzell, s. Oberzeil. 

Haff, Frisches — , s. Frisches Haff. 

Bbiff, Koriselies — , s. Kurisches Haff. 

Hagenan, St. (und Kantonshauptort, 
Bezirk Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, 
an der Moder), Hagenöa. 
Adj.: Hagenoensis, -e. 

Haigrer, St. (Dillkreis, RB. Wiesbaden, 
Prov. Hessen-Nassau, an der Dill), 
Haigera. — Heigera. 

Haimbnrgr, s. Hainburg. 

Hain, s. Grofsenhain. 

Hainburgr, St. (in TJnteröstreich, an 
der Donau), Hainburgutn Au- 
Striae. — Camimttim. — Camus. 

Haiti (Hayti oder San Domingo), Insel 
(der Grofsen Antillen, mit einer 



221 



HaiTali 



Hambiirgr 



222 



Neger- und einer Mnlattenrepublik ; 
von Kolumbus bei der Entdeckung 
Hispaniola genannt), Hispaniola, 

HaiTali (oder Eidonia), St. (in Ana- 
doli), Heraclea. 

Halberstadt, St. (Kreisst., KB. Magde- 
burg, Prov. Sachsen, auf der Nord- 
seite des Harzes, an der Holzemme), 
Ha Iber Stadium. — Halber städum. 

— Haiverstadium, — HeniipÖlis, — 
Civitas Antiqua. — Halapia. — 
Theugarum. 

Adj.: Halber stadiensis, -e. 
Halber stadensiSj -c. 
HcUverstadiensis, -e. 

Halbinsel der Dardanellen, Landenge 
(auf der thrakischen Halbinsel am 
Hellespont), ChersonEsus Thra- 
ciae CH ßQaxla XeQQovriaoq). 

Halb-Tiinm, Mktfl. (in Ungarn), Hemi- 
pyrgum, 

Haleb, 1. St., s. Aloppo. 

S« Pasohaük (im nördlichen Syrien), 
Pra£fectu/ra Älepensis. 

Haiente, M. (bei Eolophon im alten 
Lydien, den jetzigen Ruinen bei Zille ; 
auch Tartalu oder Havagichay ge- 
nannt), Haies, 'Btis (Ä^rjg, -evrog)- 

— Algathos. 

Halicz (Hahtsch), St. (in Galizien, am 
Dnjestr; einst Hptst. des Grofs- 
fürstentums H., woraus der Name 
Galizien entstand), Halicia. — 
Halica. — Galieia. 

Hall, 1* St. (im tiroler Kreis Inns- 
bruck, am Inn), Haia ad Oenuni. 

ttm Mktfl. (auch Bad im östreichi- 
schen Traunkreise), Emolatia. 

3« SchwÄbisch — , St. (württem- 
bergisches Oberamt, Jagstkreis, zu 
beiden Seiten des Kochers in einem 
tiefen Thal), Hala Suevorum. — 
Hala Suevica. — Hallae Suevorum. 

Einw.: Hallenses, -ium, 

Halle, St., 1. an der Saale (Stadt- 



ki-eis, RB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
r. an der mehrarmigen Saale), Hala 
Saxonum. — Hala Hermundur 
rorum. — Hala Magdebwrgica. — 
Hala ad Salam. — Hala SaJica. 
Adj.: Halensis, -e. 

3. in Westfalen (Kreisst., RB. 
Minden, am Teutoburger Wald), 
Hala Westfalica. — Hala 
Westfalorum. 

3« im Hennegran, Halae Hamto- 
niae. 

Hallein, St. (im östreichischen Herzog- 
tum Salzburg, an der Salzach, am 
Dümberg\ Halt öl a. — HaUüla. — 
Salina. 

Halmstad, St. (Hptst. des schwedi- 
schen Läns H. oder Hailand, einer 
südschwed. Landschaft am Kattegat), 
Halmostadium. 

Harn, St. (frz. Dep. Somme, an der 
Somme; festes Kastell, jetzt Staats- 
gefängms\ HamEtum. — Hamum. 

— Hamus. 

Hamadan, St. (in der persischen Pro- 
vinz Irak Adschemi, am Mwend- 
gebirge, an der Stelle des alten Ek- 
batana), Ecbatana{ ^xßazdva). — 
Amadia. 

Hamamet (oder Susa), St. (in Tunis), 
Ha drum et um. — Adrum£tum. — 
Putput. — lustiniana. 

Hamath (Hamah, Aman), St. (befest., 
in Syrien, im 'Ejalet Damask, am 
Orontes), EpiphanEa{^'iiL<pdveia). 

— Epiphama. — Amätha {kfidS^ti). 
Einw.: Epiphaneenses, -ium. 

Hamburg:, St. (und Bundesstaat, Freie 
imd Hansestadt, erste Seestadt des 
Deutschen Reiches, erster Handels- 
platz auf dem europäischen Konti- 
nent, r. an der Elbe, welche daselbst 
Bille und Alster aufnimmt, und an 
welche unterhalb ein ansehnlicher 
Höhenrücken tritt; der Staat H. be- 



223 



Hamedan 



Uftrderw^k 



224 



steht aus dem Hauptgebiet an der 
Elbe mit mehreren Elbinsehi, teils 
sehr fruchtbares Marschland, teils 
aber auch Geestland umschüefsend, 
und aus mehreren kleineren Stücken 
innerhalb der Provinzen Schleswig- 
Holstein und Hannover; das Land 
Ritzebüttel liegt 1. am AusfluTs der 
Elbe), Hamburgum. — Hambur- 
gium, — Hammania. — MartDms, 

Hamedan, s. Hamadan. 

Hamel (Hami), St. (in China), Äsmiraea, 

Hameln, St. (Kreisst., Landdrostei und 
Provinz Hannover, am 'RinAnra der 
Hamel in die Weser), Hamela. — 
Hamelta. 

Hamilton, St. 1. (in der schottischen 
Grafschaft Lanark, am Einflufs des 
Avon in den Clyde; dabei der durch 
seine Gemäldesammlung berühmte 
Hamilton Palace), Hamütonium, 

2* (Hafenstadt in Westkanada, am 
Westende des Ontariosees), Hamü- 
tonium Ganadense. 

Hamise, St. (in Algier), Tibilis. — 
Thibtlis. 
Adj.: Tibilitanus, -a, -um, 

Hamm, St. (Ereisst., EB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, am Einflufs der 
Ahse in die lippe), Hammöna, 

Hamma, El — da Cabes, St. (in 

Tunis), Aquae Tacofpinae, 

Hamme, Mktfl. (belg. Prov. Ostflandem, 
an der Scheide), Aquae Calidae, 

Hammerfest, St. (im norwegischen 
Finnmarken, die nördlichste Stadt 
Europas, auf der Insel Kvalö), 
Hammaria. 

Hamont, St. (im Limburgischen), 
Hamons, -tis, 

Hampshire (auch Hants), Grafschaft 
(im südöstlichen England; Hptst. 
Winchester), Hanonia, 



Hamptoneourt, Lustschlofe (und Dorf 
an der Themse, westlich bei London), 
Hamptonicuria. 

Hanau, St. (Kreisst., RB. Kassel, Prov. 
Hessen-Nassau, an der Einzig und 
unweit des Maines), Hanovia. 
Adj : Hamma, 

Handahnr, St. (Ruinen der Hptst. des 
einstigen Sebennytischen Nomos im 
Delta Ägyptens), Pa>chnamünts, -%dis 
{JlaxvEVgJLOVvlq ^ IlaxvafjLOVvlq), 

Hanebont, s. Hennebon. 

HannoTer, St. (Hptst. der Landdrostei 
und Provinz H., Stadtkreis, an der 
Leine xmd Ihme), Hanovera, — 
Hannovera, 
Adj.: Hannoverünus, -a, -um, 

Hansestädte, die (jetzt noch 3 : Ham- 
burg, Bremen, Lübeck, w. m. s.; 
einst über 90 See- und Binnenstädte 
von Reval bis Amsterdam), Urbes 
Hanseaticae, 

Hanz, St. (in der Schweiz), Antium. 
— Hantium. 

Hapsal, St. (in Estland), HapseUa, 

Harbert, St. (in Kleinasien), Salam- 
bona, 

Harboorgr, s. Horbourg. 

Harburgr, St. 1. an der Elbe (Kreis- 
stadt, Landdrostei Lüneburg, Prov. 
Hannover, an der Süderelbe, aus 
welcher daselbst ein Elbarm [Reiher- 
stieg] nördhch nach Hamburg führt), 
Harbwrgum, 

3« in Bayern (bayr. RB. Schwa- 
ben, Bezirksa. Donauwörth, an der 
Wömitz), Biriciän a. — Biridünae. 

Hareourt, St. (in Frankreich), Har- 
curtium. — Harcursium, — Hare- 
cortis, 

Harderwtjk, St. (befest. Hafen, nieder- 
ländische Provinz Geldern, an der 
Zuidersee), Harderovicum. — 
Hardervtcum, — Ardemcum, 



22ä 



Harflear 



HmsadI 



«26 



Harflenr, St (stark befestigter Hatipt- 
hafen an der Seine im frz. Dep. 
lieuvin, Haute -Nonnandie), Are- 
fluctus. — HarfloHum. — Har- 
flevium. 

Harford, s. Hartford. 

Harlem (^Haarlem\ St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Nordholland, an 
der Spaame\ Harlemum. 

Harlingen (Haarlingen), St. (befestigte 
See- und Handelsstadt in der nieder- 
ländischen Provinz Friesland, an der 
Zuidersee), Harlinga, — Har- 
lingis. 

Harlingerland, Landschaft (nach dem 
ilüfschen Harle benannt, eine Land» 
schaffe an der Nordsee in der jetzigen 
Landdrostei Aurich, Prov. Hannover, 
welche die ehemaligen Herrschaften 
Esens, Wittmund und Stadesdorf und 
die Inseln Spikeroog und Langeroog 
umfafste), Harlingia. 

Haro, St. (in Spanien), CastrumBüium, 

Haromszekiseher Stuhl, Kreis (im 
Szeklerland in Siebenbürgen), Sedes 
Haromszekiensis, 

Harran (Charran), St. (in Mesopota- 
mien), Carrae, — Carrhae. — 
Charran, -änis. 

Hartberg, St. (in Untei*steiermark in 
Ostreich), Heortis Mons. 

Hartenburgr, Schlofsruino (bayr. Rß. 
Pfalz, am Hardtgebirge bei Dürk- 
heim, zerfallene Stammburg der 
Ghrafen von Leiningen), Duroburgum. 

Hartenfeld (Hartfeld), das (im Württem- 
berg, Jagstkreis), Durus Campus, 

Hartford (Hertford, Haiford), 1, St. 
(in England), Durocohrtvae. — 
Durocobr%vi8, — Areeonium. 

3. (Hptst. von Connecticut in Nord- 
amerika, am Connecticut), Hart- 
fordia. — Harfordia. 

Hartland, s. £Jap Hartland. 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Harwieh (Hartwich), St. (befest. Seest, 
in der englischen Grafechaffe Essex, 
an der Mündung des Stour), Har-^ 
via cum, — Harvtcum. 

Harz, Gebirge (waldiges Massengebirge 
in Norddeutschland, zwischen Leine 
und Saale; zerfällt in den Oberharz 
im NW., mit dem Brocken und dem 
Oker- und Hsethal, und den Unter- 
harz im SO., mit der Viktorshöhe 
und dem BodO" und Selkethal: der 
Harz gehört ungefähr '/s z^ Preufsen, 
7a zii Braunschweig, der Rest zu 
Anhalt), Silva Hcrcynia. — 
lugum Hercynium. — Saltus Her- 
cynius. — Mcms Harthtcus, 

Harzirerode, St. (Hzgt. Anhalt, Kr. 
Ballenstedt, auf dem südöstlichen 
Plateau des ünterharzes), Saltus 
Venatorius, 

Hasbain, Grafschaft (ehemahge, in 
Belgien), Comitatus Hasbanien- 
sis. — Pagus Haspanicus. — 
Pagus Haspannicus, — Hashania. 

— Hashanium. 

HasbeYa, Ort (an der nördlichen Grenze 
Palästinas), Dan. 

Hase (Haase), FL (r. NbfL der Ems in 
Hannover, entspringt im Teutoburger 
Walde, mündet bei Meppen), Hasa, 

— Assa, 

Haslach, Dorf (in Franken), Avel- 
lana, — AveUan/um. 

HasHthal, Thal (im schweizer Kanton 
Bern, von der Aar durchströmt, vom 
Brienzer See bis zum Grimselhospiz ; 
Hauptort Meiringen am Hasüberg), 
Vallis Hasellna. — Vallis 
Haselia. — Jlasselia. 

Hassani, Insel (im Arabischen Meer- 
busen ; möglicherweise auch die Insel 
Ed-sjeder oder die Insel Adun ebds.), 
Timag^nis Insula (Tifiayivovg 
N^aoq). 

8 



227 



Hasssnkaleh 



HeideBheim 



228 



Hftssankaleh, St. (in der asiatischen 
Türkei), TheodosiopoUs, 

Hasselt, St. !• (Hptst. der belgischen 
Provinz Limburg), Hasseletum ad 
Demeram. 

S. (in der holl. Provinz Oberyssel)^ 
HaaselHum, — Hasadtum. 

Hastenbeek, Ebene von (beim Dorf 
H., Landdrostei und Provinz Han- 
nover, an der Haste, unweit Hameln), 
Campus Idistavisus. 

Hastidre Layaax, Dorf (in Belgien), 
Hasteria. 

Hasting^s, St. (engl. Grafschaft Sussex, 
am Kanal), Othna. — AstingiMi. 

Hattonchatel, St. (in Frankreich), 
Hattünis Gastrum. 

Hatvan, St. (in Ungarn), HatuMntmi, 

Haurftu, 1. St. (Handelsstadt im Ge- 
biete der alten Nabatäer am Arabi- 
schen Meerbusen), Leuce Come 
{Asvxrj KiüfiTj). 

2* Landschaft (in Syrien, südl. 
von Damaskus, zwischen dem See 
Tiberias imd dem Gebirge Haurän, 
mit zahlreichen Stadtruinen), Ati/ra- 
nttis, 

Hautecomlt^, St. (Steingutfobrik in Sa- 
voien), Altacumba. — Altae- 
cumbae. 

Haute Rive, St (in Frankreich), AUa 
Hipa. 

Havana, s. San Christoval de la H. 

Havel, Fl. (r. Nbfl. der untern Elbe, 
entspringt 10 km nordwestlich von 
Neu-Strelitz, wird bei Fürstenberg 
schiffbar, berührt Spandau, Potsdam 
und Brandenburg und mündet unter- 
halb Havelberg. Die H. bildet 
gröfstenteils eine Kette von Seeen 
und steht durch den Finowkanal in 
Verbindung mit der Oder, durch den 
Plauenschen Kanal mit der Elbe: 
sie umschliefst das aus Brüchen und 



Mooren bestehende, wenig kultivierte 
Spreeland. Zuflüsse: Rhin, Dosse 
und Spree), Habala. — Hahöla. — 
Havela. — Havalis. — Albola. 

Havre de Graee, St. (befest. See- und 
Handelsstadt im französischen Dep. 
Basse-Seine, an der Mündung der 
Seine), Gratiae Portus. — Fran- 
ciscopoUs. — Caracotinum. 

Havre de LongrueTllle, St. (in der 

Normandie in Frankreich), Legedia. 

Haye, La — , s. Haag. 

Haynau (Hainau), St. (Kr. Goldberg- 
H., RB. Liegnitz, Prov. Schlesien, 
an der Schnellen Deichsel), Hainovia. 

Hebriden (Western Islands), Liselgruppe 
(von ungefähr 300 — darunter 87 
bewohnten — felsigen Inseln an der 
"Westküste von Schottland , zu den 
Grafschaften Argyle, Invemeis und 
Bofs gehörig, besteht aus zwei, durch 
den Minchkanal getrennten Gruppen: 
1. westl. oder äufsere Gruppe = 
oceanische Inseln; 2. östliche oder 
innere Gruppe = Gestadeinseln), 
Ebüdae Insulae. — Ebudes. — 
Hebudes. — Hebrides. 

H^din, s. Hesdin. 

Heers, Dorf (in der niederländischen 
Provinz Limburg), HeereviUa. 

Hegau, Landschaft (alte, gröfstenteils 
in Baden, zwischen Bodensee, Donau 
und Rhein, reich an mit Burgruinen 
gekrönten vulkanischen Kegelbergen ; 
der Kanzleisitz der Reichsritterschaft 
des Hegaus befand sich zu Radolf- 
zell), Hegovia. 

Heidelberg, St. (Kreisst. im Grhzgt. 
Baden, lang gestreckt längs der süd- 
lichen Seite des Neckar), Edel- 
berga. — Heidelberga. — Myrtil- 
iBtum. — MyrtiUorum Mona. 

Heidenheim, 1. in Bayern, Mktfl. 
(bayr. RB. Mittelfranken, Bezirksamt 
Gunzenhausen , an der Rohrach und 



229 



Heilbronii 



Helringrihr 



230 



am Hahnenkamm, mit altem Bene- 
diktinerkloster) , Hedenhemia Borna- 
rorum, 

2. in Württembergr, St. (württem- 
beigisches Oberamt im Jagstkreis, 
an der Brenz. 
Hedenhemict^ — Äquüeia, 

Hellbronn, St. (württembergisches 
Oberamt im Neckarkreis, am Neckar), 
Heilbronna, — Älisium, — Ali- 
sum, — Föns SaltUts, 

Heiliflreiibeil, St (Ereisst, EB. Königs- 
berg, Prov. Ostpreufsen, an der Jarft), 
Sancta dvitas, 

Helligrenbergr» Dorf 1. in Baden 
(badischer Kreis Konstanz, Amt 
Pfollendorf, auf dem Baade der nach 
S. steil abfallenden linzgauer Berge), 
Sancttis Mons Bademis, 

9. im EisaXs (Kreis und Kanton 
Molsheim, Bezirk Unterelsafs, Elsafs- 
Lothringen, an der Breusch im 
Wasgenwald), Sandus Mons Alsa- 
ticus. 

HeiUfirer Bergr (bei Heidelberg), Ptrt»s. 
— Mons Sa/nctus Edelbergensis. 

Heilig-Krenz (Heiligenkreuz), 1. Mktfl. 
(in XJnteröstreich bei "Wienerisch 
Baden, Viertel unter dem Wiener 
"Walde, mit alter Cistercienserabtei), 
Fanum Sanctae Orucis. 

I 

2* Mktfl. (Kreis und Kanton Kol- 
mar, Bezirk Oberelsafs, Elsafs-Loth- 
ringen), Somctae Orucis Oppidum, 

Heimbarg (oder Deutsch -Altenburg), 
St (in Ungarn), Carnimtum, 

Heimsheim (Heimsen), St (württemb. 
Oberamt Leonberg, Neckarkreis, am 
Gotzenbach), Heimbodeshemium. 

HeiSy Insel (in der Yendee in Frank- 
reich), Hericus. — Herne. 

Helgoland, Insel (Felseneiland in der 
Nordsee, den Mitndungen der Elbe 
und "Weser gegenüber; ünw. : Friesen. 
Früher den Herzögen von Holstein- 



Gottorp gehörig, 1712—1807 dänisch, 
seitdem britisch und von einem Gou- 
verneur regiert), Insula Sacra. 

— InsiUa Sancta, — Terra Sa^sra, 

— Terra Sancta. — Helgolandia. 

Hell&da (Agriomela), Fl. (auch Ala- 
mani genannt, in livadien in Griechen- 
land, mündet in den Golf von Zeitun), 
Sperchlus {:S7teQX$i6q). 

Hellebmnn, Lust8chlof8(an<kr SalaacH 
in Ostreich), PcUatium Clarofan- 
tanum. 

Hellespont, s. Dardanellen. 

Hellin, St. (in Spanien), Ilimum. 

Helmstedt, St (Kreisst, Hzgt. Braun- 
schweig, an einem Bach in einer 
weiten Thalsenkung zwischen Lapp- 
wald und Elm), Helmstadium. — 
Hdmostadium. — Halmostadiitm. — 
Äthenae ad JShnmn. 

Heloni Mon, Ort (im alten Epirus am 
Tomaros , altberühmte Orakelstätte 
des Zeus), Dodöna (Jmdcavti). 

Helore, St (auf Sicilien), Helorum. 

Helsingborg, St. (Hafenst. in der 
schwedischen Landschaft Skäne 
[Schonen], am Sund, dem dänischen 
Heisinger gegenüber; Überfahrtsort 
nach Dänemark), Heisinga. — 
Helsingobu/rgum. 

Helsingfors, St. (stark befestigte Hptst 
von Finnland, am Finnischen Meer- 
busen; wichtiger See- und Handels- 
platz), Helsingoforsa. — Hel- 
singfordia. 

Helsingland, Landschaft (in Süd- 
schweden), Helsingia. 

Helsing0r, St (Handelsstadt auf der 
dänischen Insel SjaeUand [Seeland], 
am Sund, dem schwedischen Helsing- 
borg gegenüber; Überfahrtsort nach 
Schweden. Dabei Festung Kronborg), 
Elsenora. — Helsingora. 

8* 



231 



HelTaux 



HeristaU 



232 



Helyaax (Hevaux), Mktfl. (frz. Provinz 
limousin), Helvatium, 

Hemadan, s. Hamadan. 

Heins, s. Homes (Homs). 

Henares, Fl. (Nbfl. des Jarama, des 
bedeutendsten und entwickeltsten 
rechten Zuflusses des Tajo in Spa- 
nien), TdUfonius. 

Hendu Khos, s. Hindukhu. 

Henin-Li^tard, Mktfl. (in Artois in 
Frankreich), Henmacum Litardi, 

Hennebergr, Grafschaft (ehemalige ge- 
fürstete, in Franken, benannt nach 
der 2 St. südwestlich von Meiningen 
liegenden, im Bauernkrieg zerstörten 
Burg H. ; infolge der Teilungen unter 
den sächsischen Häusern gegenwärtig 
unter Preufsen, Sachsen -Weimar, 
Sachsen-Koburg-Gotha und Sachsen- 
Meiningen, welches den gröfsten Teil 
davon besitzt, verteilt), Comitatus 
Hennebergensis, — Ckymtatus 
Hennebergicus. -^ Hennebergia. 

Hennebon (Hannbont), St. (in Frank- 
reich), Hannebotum. 

Hennegau (frz. Hainaut, hell. Henne 
Gouwen), Provinz (ehemalige Graf- 
schaft im nordwestl. Deutschland, 
schon im 9. Jhdt. im Besitze des 
mächtigen Grafengeschlechtes der 
Kainer; der südliche Teil mit Valen- 
ciennes wurde 1649 im pyrenäischen 
Frieden französisch (ein Teil des 
jetzigen Dep. Nord), das übrige Land 
bildet seit 1815 den Hauptteil der 
heutigen belgischen Provinz H. : 
Hptst. Mons [Bergen]), Hannonia. 
— Hanonia, — Haginoia. — Hagi- 
novia. — Comitatus Hanogavensis. 
Einw.: Wallonen, Hannonii. 

Henriehemont, s. Boisbello. 

Heraklitza^ St. (in der türkischen 
Landschaft Rumelien, Ejalet Edreneh 
oder Adrianopel), HeracUa Cherso- 
nesi Thrctciae, 



Herat (Heri), St. (im heutigen Chora- 
san, dem altpersischen Hariwa, im 
Osten von Persien), Ärta (kgla). 

— Niaaea {Nlaaia), 

H^raalt, Fl. (Küstenfluüs in Südfrank- 
reich, mündet unterhalb Agde; da- 
nach benannt das Dep. H. am Mittel- 
meer, Teil von Languedoc, Hptst. 
Montpellier), Ärauris. — Araurius. 

— Eravus, 

Herbolzheim, St. (bad. Er. Freiburg, 
an der Elze), Henbodeshemiwn, 

HerlK>m9 St. (Dillkreis, RB. Wiesbaden, 
Prov. Hessen-Nassau, an der Dill), 
Herborfia. 

Hereolano, St. (einst eine der bedeu- 
tendsten Städte Kampaniens, zwischen 
Neapel und Pompeji, nahe der Küste, 
79 nach Chr. nebst Pompeji und 
Stabiä bei einem Ausbruch des Vesuv 
durch einen Lavastrom und Aschen- 
regen verschüttet; 1720 wieder ent- 
deckt imd zum kleineren Teil aus- 
gegraben. Auf H. liegt jetzt Portici), 
Herculaneum, — HeretUamum. 

— Oppidu/ni Herculanense. 

Hereford, 1* Grafschaft (im westlichen 
England), Comitat'os Herefordiensis, 
8. St. (Hptst. von 1 , am Wye), 
Herefordia. — Acricontum. 

Herford (Hervorden), St. (Kreisst., RB. 
Minden, Prov. Westfalen, am Einflufs 
der Aa in die Werre), Herfordia, 
"— Hervordia. 

Heri, Fl. (im jetzigen Chorasan, dem 
alten Hariwa oder Aria in Ostpersien), 
Arlas (k^eiag), — Anu». 

Herisau (Herrisau), Mktfl. (schweizer 
K^^iton Appenzell, Aufserrhoden, an 
der Glatt), Augia Domini, 

HeristaU (HerstaU), Mktfl. (belg. Prov. 
Lüttioh, an der Maas, gew. das 
fränliisehe H. genannt, zum Unter- 
schied vom Sachs. H., dem jetzigen 
I Dorf Herstelle an der Weser, w. m. s.), 



233 



Heijeadalen 



Hessen 



234 



Heristallum Francorum. — 
Haristcdle. — HeristaUium, — Heri- 
stelUum. — AristäUium, 

Heijeädalen, Gebirgslandschaft (im 
nördlichen Schweden, Teil des öster- 
sundläns), Herdalia. 

Herkl&9 St. (in Tunis), Hadrume- 
tum, — Adrumetum. 

Hermann-Miestitsch, St. (in Böhmen), 
Miestecium JSermanni. 

Hermannstadty St. (ungarisch Szeben 
Szeke, Hptst. von Siebenbürgen und 
insbes. des siebenbürgischen Sachsen- 
landes, am Zibin), Cihinium. — 
Contra Acincum. — Hermannopolis. 
— Hermanni Villa. 

Hermannstadter Gespannschaft, 

Kreis (in Siebenbürgen), Comitatus 
Cihimensis. 

Herrenal1>9 Dorf (mit Klosterruine, 
württemb. Schwarzwaldkreis , Ober- 
amt Neuenbürg, an der Alb im 
Schwarzwald), Alba Dominorum. 
' — (Joenohium Herrenalbeme, 

Herrenauraeli^ Kloster (bei "Würzburg 
in Bayern), Ura. 

HerrengTUiid (Spana Dollina\ Berg- 
flecken (in Uügai'n), Valh's Domi- 
norum. 

Herrera del Daque, St. (in Spanien), 
Leticiana. 

Herrnhiit, Mktfl. (sächs. Kreishauptm. 
Bautzen, Amtsh. Löbau, am Hut- 
berg ; Stammort der Brüdergemeinde), 
Custodia Dei. — Herrnhütum. 

Hermstadt, St. (Ki-. Guhrau, KB. 
Breslau, Prov. Sohlesien, an der 
Bartsch und Orla), Kyriopolis. 

Hersfeld (Hirschfeld), 1. Fui-stentum 
(ehemaliges Eeichsfürstentum, urspr. 
Benediktinerabtei), Herocampia. 

S« St. (Kreissi, BB. Hessen-Kassel, 
Prov. Hessen -Nassau, am Einflufs 
der Haune und Geis in die Fulda), 



Heresfelda. — Heresfeldia. — 
Hersfelda. 
Adj. : Heresfeldensis, -e. 

Herstall, s. Heristall. 

Herstelle, Dorf (Kr. Höxter, KB. Min- 
den, Prov. Westfalen, an der Wesey, 
unweit Karlshafen, das sächs. H. 
[vergl. Heristall]), Heristallum 
Saxonum. — Haristellum, — 
Heristellum. 

Hertford, s. Hai-tford. 

Hertogrenrade, s. Herzogenraid. 

Herrorden, s. Herford. 

Herzegowina, Landschaft (dem Namen 
nach der Türkei, den südwestlichen 
T. von Bosnien umfassend, mit der 
Hptst. Mostar; frühere Pi-ov. Ki'oa- 
tiens, später selbständ. Herzogtum, 
seit 1878 unter östreichischer Ober- 
hoheit), Arcegovina. — Ducatus 
Sanctae Sahae. 

Herzogenauraeh, St. (bayr. RB. Ober- 
franken, Bezirksa. Höchstadt a. A., 
an der Aurach), Auräcum Ducis. 

— Auriäcfum. 

Herzogrenbusch (hell, 's Hertogenbosch, 
' Den Bosch), St. (stark befestigt© 
Hauptstadt der niederländischen Pro- 
vinz Nordbrabant, am Zusammenflufs 
der Dommel und Aa), Buscoduca. 

— Buscoducum. — Boscoducum. — 
Buscum Duds. — Silva Ducis. 

Herzogenraid (Hei*togenrade oder Eol- 
duc), St. (imd Schlofs im Limburgi- 
schen), Bhodda Ducis. 

Hesdin, St (frz. Dep. Pas de Calais), 
He den a. — Hisdinum. 
Einw. : Hosdenenses. . 

Hesn-Kaifa (Hhassn-Keifa), St. (im 
Gebiete von Bagdad in der asiatischen 
Türkei), Ccphae. — Castrum Cepha. 

Hessen, Kurfürstentum (ehemaliges, 
jetzt ein Teil der preufs. Provinz- 
Hessen - Nassau , ungefähr der KB«. 



235 



HeTes*Si»liiok 



mta 



236 



Kassel), Hassia. — Hctssarum 
Pagus. — Cattorum Begio. — Cixt- 
torum Terra. 
Eipw.: Catti. — Hassi, 
Adj.: Hasstcus, -a, -um. 
Hassiäcus, -a, -um, 

Heyes-Szolnok, Mktfl. (im ungarischen 
Komitat diesseits der TheiJs; Hptst. 
Erlau), Hevesia. 

Hexham, St. (in Northumberland in 
England), Axel odünum, — Älexo- 
dünum, 

HhMsn-Keifa, s. Hesn-Kaifa. 

Hierlsehe Inseln, s. Hyerische Inseln. 

Hierro, s. Ferro. 

Hildbargrhftusen, St. (Kreisst., Hzgt. 
Sachsen -Meiningen, an der Werra), 
Hi Ipertohusa, — Hilpershusia. — 
Htlperusia. 

Hildesheim, St. (Kreis u. Landdrostei, 
Pi'ov. Hannover, an der Innerste), 
Ascalingium. — BennopoUs. — 
Hennepolis, — Hüdesia. — Hildes- 
hemium. 
A6j.: Hildesiensis, -e. 
Hildesiänus, -a, -um. 
Hildeshemensis, -e. 

Him&Iaya, Gebirge (höchstes der Erde, 
= Schneewohnung ; der Südrand von 
Hochasien, zwischen den Strömen 
Indus und Brahmaputra; Grenzscheide 
des Klimas, der Pflanzen- und Tier- 
welt, der Völker und der Kultur 
zwischen CJentral- und Stidasien: 
höchste Gipfel Mount Everest und 
Kintschindjnga) , Mo ntes Em Ddi 
CH/xoSov OQoq). — Emödus, — 
Imaus. 

Himmelkron, Dorf (und ehemaliges 
CHstercienser-NonnenMoster, jetzt 
Schlofs, Bezirksa. Bemeck, bayr. 
RB. Oberfranken, amWeifsen Main), 
Caeli Corona. 

Hirns, s. Hernes. 

mndmend (Hihnend), Fl. (Zuflufs des 



Steppensees Zareh in Iran in Asien 

im Gebiete der alten Dranger oder 

Euergeten) , JEtymander {^Exvßav- 
ÖQoq). 

Hindu -khn (Hindukusch oder Hendu 
Kosch = Indischer Kaukasus), Ge- 
birge (in Asien, Nordrand des Hoch- 
landes von Iran, die westliche Fort- 
setzung des Himalaya [Karakorum]; 
wildes, fast unübersteigliches Alpen- 
land [Kaferistan] , gegen N. nach 
Turkistan [Pafs Bamiyan], gegen S. 
zum Kabulthal abfallend, mit den 
höchsten Gipfeln Kund und Kuhi- 
Baba"), Taropawäsus Mons {JlaQO- 
ndfiiaov oQog). 

Hinfesta, Mktfl. (in Spanien), Segestica. 
Hippolyte, St. — , s. St. Hippolyte. 

Hirsaa, Dorf (Württemberg. Sohwarz- 
waldkreis, Obera.Kalw, an der Nagold, 
mit Ruinen eines alten Benediktiner- 
klosters), Sanofi Aurelii Mona- 
8t er tum. — Hirsama, — Hirsaugia, 

Hirseliaa, St. (bayr. RB. Oberpfalz, 
Bezirksa. Amberg, an einem Weiher), 
Hirschavia. — Hirschaugia, 

Hirsehbergr? 1« St. in Selilesien 

(Kreisst, RB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien, am Einflufs des Zacken in den 
Bober), Cervimontium Silesiae. 

— Hirschberga Silesiae. 

d. St. an der Saale (Fürstent 
Reufs j. L., Oberländischer Bezirk, 
in einem Thal an der Saale), Hirsch- 
berga ad Salam. 

3. Dorf in Westfalen (Kr. und 
RB. Arnsberg, Prov. WestMen, auf 
einem Berg am Ursprung der Heve), 
Cervimontium Westfaliae. 

4* St. (in. Böhmen), Dona, 

Hit 9 St. (in Mesopotamien), Is, — 
Aiopolis. — Idicara. 

Hita, St. (in KastUien in Spamen), 
C es 8 Uta. — Caesata. — Caesada. 

— Cesada. 



237 



HitsMikeT 



Hohentwlfil 



238 



Hitzaeker, St. (Kr. Dannenberg, Land- 
drostei Lüneburg, Prov. Hannover, 
am EinfliLfs der Jeetze in die Elbe), 
Hidonis Ager, — Hizglra. 

B[Jo, St. (in Skaraborgs Län, Prov. 
Göta Bike in Schweden), Hiovia, 

Hoang-ho (Gelber MuTs), ¥1 (grofser 
und sehr reilsender Strom in China, 
entspringt in Innerasien an der öst- 
lichen Verlängerung des Küen-lün, 
durchbricht das chinesische Alpen- 
land, bildet einen nördüchen Bogen 
mit doppeltem Knie, fliefst gen 0. 
durch das chinesische Tiefland zum 
Gelben Meer), Bautisus (Bavnaog 
Tiorafzog), 

Hobro, MktfL (in Jütland in Dänemark), 
Hobroa. — Hopontum. 

Hoehkireh, Dorf (sächs. Kreish. Bautzen, 
Amtsh. Löbau in Sachsen), Alta- 
guerca. 

Hodeida, St. (in Arabien), Sacatia, 

H((eh8t am Main, St. (Landki*eis u. 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau, 
am EinfluTs der Nidda in den Main), 
Hoechsta. — Hoesta. — Traiomi 
Monumentum. 

HVehstftdt an der Donau, St. (bayr. 
RB. Schwaben, Bezirksa. Dillingen), 
Ältostadium, 

H5he, Die (oder Der Heirich), Berg- 
rücken (zwischen Wiesbaden und 
Homburg vor der Höhe), Taunus. 

HOrselbergr, Vorberg (kahler, des Thü- 
ringer Waldes, zwischen Eisenach 
tmd Gotha, längst dem Hörselflufs, 
welcher zur Werra fliefst), Horri- 
8Önu8 Mons. 

Hl^xter, St. (Kreisst., RB. Minden, 
Prov. Westfalen, 1. an der Weser), 
Huxaria. 
Adj.: Huocariensis, -e. 

Hof, 1« St. in Bayern (unmittelbare 
Stadt, bayr. RB. Oberfranken, im 
ehemahgen Vogtland, in einem Thal 



an der Saale), Curia ad Salam, 
— Ouria Variscorum. — Curia 
Begnitiana. — Curia Begnitiarum. 
^0 Mktfl. (in Ostreich imter der 
Ens), Cima Pannoniae Inferioris, 

3. St. (in Mähren), Curia Mo- 
raviea, — Cuna ad Margum, 

4. Stadt am —9 8. Stadtamhof. 

Hofllnungr, Kap der Guten — , Vor- 
gebirge (an der Südspitze Afrikas), 
Bonae Spei Promuntürium. — 
Bonae Spei Caput, 

Holienbergr, Grafschaft (ehemal., und 
altes Schlofs im württembergischen 
Schwarzwaldkreis ; Hptst. Rotenburg), 
Ältitöna, 

Hohenelbe, St. (im böhmischen Kreis 
Gitschin, an der Elbe), AJbipcHis, 

Holienembs, s. Embs. 

HohenMed(e)ber§r, St. (Kr. Bolken- 
hain, RB. liegnitz, Prov. Schlesien, 
am Striegauer Wasser), Alta Fried- 
herga. 

Hohenfnrt, Mktfl. (in Böhmen), Alto- 
vadum. — Vadum Altum. 

Hohenkrähen, Berg (mit Burgruine, 
im Juragebirge, badischer Kreis Kon- 
stanz, Amt Engen), Graea. 

Hoiienlohe, Grafschaft (früher, dann 
Fürstentum im fränkischen Kreise, 
durch die Rheinbundsakte mediatisiert 
und gröfstenteils unter "v^ürttember- 
gische Hoheit gestellt), Principa- 
tus Hohenloicus. — Comitatus 
Holacheus, ' 

Holienmaatli, St. (in Böhmen, Kreis 
Chrudim, an der Lautschna), Alta 
Mauta, 

Holienstaufen, Berg (steiler Basalt- 
kegel im württembergischen Donau- 
kreis, bei Göppingen, mit der Ruine 
der 1525 zerstörten Stammbui'g des 
Kaisergeschleohts der H.) , Alta 
Staufa, — Arx Hohenstaufia. 

Hohentwiely Burgruine (Phonolithkegel 



239 



Hohcnwtft 



U«iiil«Hr 



240 



im Joiragebirge, nordwestlich über 
Singen, eine württembergisohe Ex- 
klave [Domäne] innerhalb des badi- 
ßchen Kreises Konstanz, Sohwarz- 
waldkreis, Obera. Tuttlingen), Tuila 
Alta. — HohendueUiiMn. — Duel- 
lium, — Dttellum. — Tuela. 

Hohenwart, Mktfl. (ehem. Benediktiner- 
kloster, bayr. KB. Oberbayem, Be- 
zirksa. Schrobenhausen, an der Paar), 
Alta Specula. — 8t4mmonturium. 

Hohenzollem, 1. Bergschlofs (auf 
einem Bergtegel der Rauhen Alb, 

I St. von Hechingen, Stammburg 
des hohenzollemschen Fürstentumes), 
Z oller num. — Zdlnemum. 

3* Fürstentum (in Stiddeutsch- 
land, von badischen xmd württem- 
bergischen Gebieten begrenzt, bestand 
bis 1849 aus den. beiden Fürsten- 
tümern H.-Hechingen und H.-Sigma- 
lingen und bildet gegenwärtig den 
preufsischen RB. Sigmaringen), Frin- 
cipatus Hohenzölleranus. 

Holar (Holum), Flecken (im Norden 
von Island), Holis. — Holum. 

Holland, Königreich (der Niederlande, 
insbes. die alte Grafschaft H., welche 
die beiden jetzigen Provinzen Nord- 
holland [Hptst. Amsterdam] imd Süd- 
hoUand [Hptst. Haag] umfafste, der 
blühendste und bevölkertste Teil des 
Königreiches. Das Königreich der 
Niederlande [--= Nederlande] liegt an 
der Nordsee, zwisch^ Belgien und 
Pi'eufsen, und macht den nordwest- 
lichen Teil des germanischen Tief- 
landes aus, von Scheide, Maas und 
Rhein nebst vielen kleineren Flüssen 
bewässert und im N* und AV. gegai 
das Meer durch Dünen geschützt, in 

I I Provinzen eingeteilt; Hptst. Amster- 
dam, 1 . Residenz Haag), Ho llandia. 
— Batavia. — BcUavmm. — Ba- 
ta'vorum Ager» 

Einw.: Holland i, — Batäüi, 



Adj.: Hollandicus, -a, -um, 
Batavus y -a, -um. 
Batavicus, -a, -um. 

Hollenstedt, Dorf (Kr. Einbeck, Land- 
drostei Hildesheim, Prov. Hannover, 
an der Leine), Holdistede. — 
Höldunstede. 

Holme, Kloster (ehemaliges, auf der 
dänischen Insel Fünen), Insula Dei. 

Holstebro, St. (Amt Ringkjöbing, Stift 
Ribe, im jütischen Dänemark), 
Holstebroa. — Holzepontum. 

Holstein, Herzogtum (ehemaliges, in 
Norddeutschland, zwischen Ost- und 
Nordsee, durch den Eiderkanal von 
' Schleswig getrennt, seit 1866 Bestand- 
teil der preufsischen Prov. Schl.-H.), 
Holsatia. 
Ein\^.: Holsati. 
Adj.: Holsaticus, -a, -um. 

Holnm, s. Holar. 

Holy-Island, Insel (bei der englischen 
Grafschaft Northumberland), Insula 
Sancta. — Haugastaldium. 

Holz, Kloster (^in Schwaben), Mona- 
sterium Sancti loannis. — 
Baptistae in Silva. 

Holzkreis (im Magdeburgischen), Stnu^s 
Silvaticus. 

Holzminden, St. (Kreisst, Hzgt. 
Braunschweig, am Einflufs der Holz- 
emme in die Weser), Holz min da. 
— Holtesminna. 

Hombnrgr vor der HOhe, St. (Kreis 
Obertaunus, RB. Wiesbaden, Prov. 
Hessen-Nassau, am FuJs der Taunus- 
höhe und an der Eschbach), Hom- 
burgum ad Taunum. 

Homs (Homes, Hems oder Hirns), St. 
(in Syrien), JEm^sa, -ae CEfisaa, 
-riq). — Emlsa, — Emesus. — 
Emessa. — Emissa, 
Einw.: Emessni. 

Honfleor, St. (Hafenst. im frz. Dep 



241 



Hoimeeoart 



Hnmber 



242 



. CJalvados, südösti. von Havre, an der 
Seinemündung), Honflevius. — 
Honflorium, 

Honaeeourt, Mktfl. (in der Picardie 

in Frankreich), Hunnicuria, — 

Hun(n)onis Curia. 
Honorat, St, — , s. St. Honorat 
Honorato, San — , s. San Honorato. 
Honther Gespannschaft, Komitat (in 

Ungarn, Kreis diesseits der Donau; 

Hauptort Schemnitz), Cmnitatus Hon- 

tensis. 
Hör (oder Artabah), Fl (im alten 

Gedrosien, demheutigen Beludschistan 

entsprechend), Artäbis {ji^raßig). 

— Artabius. — Aräbis. — Arabius. 

— Tonderus. — Tuberus. — Tubero. 

Horburg:, Dorf, !• (ehemals eine Graf- 
schaft, Kr. Kolmar im Elsafs, Bezirk 
Oberelsafs, Elsafö-Lothringen, an der 
Hl), Argentaria. — Argentuaria. 

— Argentovaria. 

3. (Kr. und KB. Merseburg, Prov. 
Sachsen, an der Luppe, unweit 
Schkeuditz), Horbwrgum. 

Horcbid, Fl. (im Pontus, mündet in 
das Schwarze Meer), Ryssus (Yaaoq). 

Hormus (Ormus), Insel (einst portu- 
giesischer Handd^latz, in der Meer- 
strafse vom Persischen Golf in den 
Arabischen Meerbusen), Harmozia 

CAQ^0C,£LCi). 

Homaehos, St. (in Spanien), Furnacis. 

Horsens, St. (Hafenst. im dänischen 
Jütland, Stift Aarhuus, am Horsens- 
flord), ifo rsnesia. — Hothernesium, 

Hort-Diea, L' — , Gegend (in Frank- 
reich), Hortus DeL 

Hospicio, Saa — , s. San Hospicio. 

Uosz&]utt"Mez9, Mktfl. (in Ungarn), 
Campus Longus, 

Houat, Insel (kleine, französiäche), 
Siata, 

.Houdan^ St-iinFrankreich), JBros<icwwtn. 



Houlx, St (inPiemont\ Ocelum. — 
MaHis Statio. 

Hradiseb, St. (in Mahren), Hradisca 
— Hradistia. 

Uradiseher Kreis (in Mahren), C^rcti- 
Itis Hradistiensis. 

Ilrocbow Teynetsch, Mktfl, (in Böh- 
men), Teynecium Bochi. 

Hu, St. (in Ägypten), DioapoUs Farva. 

Habertusburg', Schlofs (sächs. Kreish. 
Leipzig, Amtsh. Oschatz, unmittelbar 
bei Wermsdorf), Hubertibwrgumi 

Httfingren, St. (bad. Kr. YiUingen), 
Brigobanna. — Brigabannis, 

Huelva, St. (Hptst. der gleichnamigen 
spanischen Provinz in Andalusien am 
Atlantischen Ocean, zwischen der 
Mündung des Odiel und Tinto), 
Onöba. 

Hilningeii, 1. St. (und Kantonshaupt- 
ort, Elsafs-Lothringen, Bezirk Ober- 
elsafs, Kr. Mülhausen i. E., am Rhein), 
Huninga. 

S» Kloster (ehemaliges, in der 
Grafschaft Leiningen), Monasterium 
Hegenense. 

Haesea, St. (Hptst. der gleichnamigen 
spanischen Provinz im NO. von Ara- 
gonien, am Isuela), Osca. — Osga 
Uergetum. — Faventia Hosca. 

Einw.: Oscenses. 

Adj.: Oscensis, -e. 

Uuescar (Guescar), St. (in der spani- 
schen Provinz Granada), Calicula. 

Huete, St. (in Spanien), lulia Opta. 

— Opta. 

Hugsbofen, Kloster (ehem., im Eisais), 
Hugonis Curia, 

Huisne, Fl. (m Frankreich), Idonia. 

— Vinca. 

Humber, 1. Fl. (in England, entsteht 
aus dem Zusammenflufs des Trent 
und der Ouse, mündet in den Meer- 



243 



HundertMeheln 



Jften 



244 



bösen H. unterhalb HuU in die Nord- 
see), Abu 8. — Umber. 

ft. Meerbusen (s. 1), Äestucmwm 
Äbum. 

Handertl^flehelii (Zashalon), Mktfi. (in 
Sieljenbürgen), CentumcolUs. — 
Centum CoUea, 

Hundskap, Vorgebirge (bei der alten 
Seestadt ^Pwoog in Syrien am Issi- 
schen Meerbusen), BhosiM. 

Huisrnek (-en, d. h. Hoher Rücken), 
Gebirge (wildes Grauwackenplateau 
in Rheinpreufsen , zwischen Nabe 
und Mosel, Rhein und Saar, im S"W. 
Hochwald, in der Mitte Idar und im 
0. Soonwald genannt), Hunnorum 
Tr actus. — Pagus Htmnictis, — 
Savromätum Begio, — Tergum 
Canirmm. 

Hurepoix, Landstrich (am rechten 
Seineufer in der Normandie, um 
Ronen herum), Velocassium Äger. 
— Hurepoesium, — TrcLctus Hure- 
pnsius, 

Hnsat, Bergschlofs (inUngam), Hustum, 

Hussein Abad, St. (in der türkischen 
Provinz Asien, einst Bergfeste im 
Gebiete der Tikmier), Miih/ridatiwm 
(MiS-Qiödriov). 

Hasuin, St. (Kreisst., Provinz Schles- 
wig-Holstein, an der Husumer Au 



und am Rande der Marsch), Ho- 
semurn, — HusBmum. 

Hny (Hoye^i, St. (in der belgischen 
Provinz Lüttich, an der Maas ; starke 
Citadelle), Hu um, — Hupum. — 
Huyemum, — Huyomum, 

Huyden, St. (in Holland), Heudena, 

Huyts the Britten, Schlofs (in Eng- 
land), Ärx Britannica. 

Hweeii) Insel (schwedische, im Sund), 
"Huena, 

Hyderabad (HaLderabad, d. i. Löwen- 
stadt),. Si 1. (eine der bedeutendsten 
Städte Ostindiens, Residenz des Ni- 
zam, inmitten des Dekan, am Mussy), 
Hippoctira. 

3. (in der Präsidentschaft Bombay, 
am Anfang des Indusdeltas), Leonta- 
polis. 

flydra (Hydria),rel8eninsel (griechische, 
an 'der Südostküste der Landzunge 
von Argolis mit gleichnamiger Hptst., 
einem trefOichen Hafen), Hydroa 
CYÖQeia), — Hyd/rhi CYÖQ^a). 
Einw.: Hydreatae (^Yögearai). 

Hydres (Hieres), St (frz. Dep. Var, 
3 km vom Mittelmeer), Olhia 
COXßla). — Obia. — Areae. 

Hydrisehe Inseln (4 sterile Inseln vor 
der Reede von Hyeres), Stoechädes 
Insulae {SroixdSsg ai vrjaoi).— 
Hieriae Insulae. 



I. 



Jaca (Jacca), Gebirge (im nordöstlichen 
Spanien), Edulius Mons. 

Jacqueyille (oder Brouage), St. (in 
Frankreich), Broagium. — Bru- 
agium. — lacopolis. 

Jttgrcmdorf, St. (Hauptort des teils 
zum preufsischen Regierungsbezirk 
Oppeln, teils zu Ostreich. Schlesien 
gehörenden Fürstentumes , ehedem 



eines Teiles des Herzogtums Ratibor- 
Troppau. Die Stadt J. liegt in dem 
östreichischen, jetzt dem Fürsten von 
Liechtenstein gehörenden Teil, an der 
Oppa), Carnovia. — Camuma. — 
lagerodorpium. 

Jiimtland, Landschaft (in der schwe- 
dischen Provinz Norrland), lemtia. 

Jaen, St. (Hptst. der gleichnam. span. 



245 



JafflR 



Japan 



246 



Prov. in AndaLusien, ehem. mauri- 
sches Königreicli; am Jaen, welcher 
in den Guadalquivir mündet), Jaena, 

— Aurffi, — Flavium Argitcmum. 

— Crienna, — Crisnum. — Griennum, 

— Oningis. — Oringis. — Aurinx. 

Jaffa, St. (das Japho der Bibel, befest. 
Eüstenstadt im asiatisch -türkischen 
Paschalik Damask, der Hafen für 
Jerusalem; s. Z. Hauptlandungsplatz 
für die Kreuzfahrer), lopjp e Clonni]), 
lope. 
Adj.: loppicus, -a, -t*«i. 

Jagro, San — di Compostella, s. San 

Jago di Compostella. 

Jagrodna, St. (in Serbien), lagodlna. 

— lanuaria. 

JaYk (oder Urafflufs), M. (in ßufsland, 
entspringt im südlichen üralgebirge, 
strömt, die Grenze gegen Asien bil- 
dend, südlich mit einem grofsen 
Bogen gegen W., mündet in 5 Armen 
in das Easpische Meer), Daix, 
-tc*8. — Oarus. — Bhymnus. 

Jakob, St. — , s. St. Jakob. 

Jalomitza (oder Proava), FL (Nbfl. der 
Donau in der Walachei, entspr. am 
Törzburger Pafs, mündet unterhalb 
flirsowa), Naparis, 

Jalon (Xalon), Fl. (Nbfl. des Ebro in 
Spanien), Bilhilis. — Salo, -önis, 

Jalonx, s. Castel Gelöux. 

Jalowa, St. (Hafenst. Thraciens an der 
schmälsten Stelle des Hellesponts, 
Abydos gegenüber), Sestus {Srioroq). 

Jamaika, Insel (der Briten, Grofse 
Antille, südl. von Kuba; Sitz des brit. 
Gouverneurs: Spanish-Town ; Haupt- 
hafen: Kingston), Iama%ca. — 
Imaica, 

Jambo (Yambo), St. (Hafen am Arab. 
Meerb., in Hedjaz [Hedschas], dem 
nördl. Teil der Westküste Arabiens, 
mit den Städten Mekka, Medina, 



Dschidda und Yambo), CharmüthaSy 
-ae {XaQfiod^aq oder Xa^fiov^aq 

Jamboli, 1. St. (in Macedonien, am 
Struma oder Karasu, dem Strymon 
der Alten), Amphipolis QifjKpl- 
noXiq), — Diampolis. 
IS* Gebiet, Ager lambolensis» 

Jamesborougrh, St. (in England), 
I(xcobipolis, 

Jamestown, St. 1. (Hptst. der briti- 
schen Insel St. Helena im Atlanti- 
schen Ocean), lacobipolis Sanctae 
Helena€. 

2. (auf der östlichsten britischen 
kleinen Antilleninsel Barbado[e]s), 
lacobipolis Americana, 

Jamez (Jamets), Dorf (frz. Dep. Moselle), 
Gemmacum. — Gemmatium. 

Janina, 1* ijjalet (Statthalterschaft; der 
europäischen Türkei : Süd - Albanien), 
Eplrus CHnsiQog), 
Einw.: Epirotae CHTtiiQwrai). 
Adj.: Epiroticus, -a, -um i^Hnsi- 
QdDXixoq). 
Epirensis, -e. 
S* St. (Hptst., am See von J.), 
lamna. 

Jani-Soo, St. (in der asiatischen Tür- 
kei), Gcdlus. 

Janitza, St. (alte Eesidenzstadt Mace- 
doniens), Pella {U^XXa). — Buna- 
mia {Bovvofieia), 

Jantra (oder Otzuma), Fl. (Nbfl. der 
Donau), Jatrus. 

Jannti, s. Gianuti. 

Japan, Inselreich (Kaiserreich in Ost- 
asien, zwischen dem Japanischen 
Meer und dem Grofsen Ocean, um- 
fjifst die Inseln Mpon, Jeso, Sikok, 
Kiusiu nebst den beiden Kurüen- 
inseln Iturust und Kunasiri, sowie 
aufserdem mehrere Tausend kleinere 
Eilande), laponia, 
Adj.: laponicus. 



247 



Japara 



Jelsa 



248 



Japara, Berg (in der altgriechisclieu 
' Landschaft Pholds, dem Apollo imd 
den Musen heilig, mit den Gipfeln 
Tithorea und Lykorea, jetzt liakura; 
am Südabhang war das delphische 
Orakel und die kastalische Quelle), 
Parnasus {UaQvaooq). 

Jaretta, Mktfl. (auf der Insel Sicilien), 
Symethes, 

Jargrean, s. Oergeau. 

Jaromierz, St. (iin böhmischen Kreise 
Königgrätz an der Aupa und an der 
Elbe), laro m i r i u m. — laromiersa. 

Jassy (Jasohi), St. (Hptst. der Moldau, am 
Baglui), las s tum. — lassum. — 
lassiorum Dacorum Municipium. 
— Petrodava. 

Jati (oder Trimesteri), Fl. (auf der Insel 
Sicilien), Bathys (Bad-vg). 

Jatiya (vollst.: San Felipe de Jativa), 
St. (in Valencia in Spanien), Setä- 
bis. — Saetäbis, — Setäbis Äugusta- 
norum. 
Einw.: Setäbitäni. 

Jauehe, Dorf (in Belgien), lacea 
Castrum. 

Jaaer, St. (Kreisst., EB. liegnitz, Prov. 
Schlesien, an der "Wütenden Neifse), 
Iura via. — lauravia. — laura- 
vium, — lavoria. — lavorium, 

faanstein, Mktfl. (in Kraiu in Ost- 
reich), Iiienna. 

Jaya^ Insel (eine der 4 Grofsen Sunda- 
inseln, in Ostindien, östl. von Suma- 
tra, zum gröfsten Teil im Besitz der 
Holländer; Haupthäfen: Batavia, Sa- 
marang, Surabaya und Tjelatjep), 
labadice (laßaöLov oder 2aßa6lov 
Tj VTJoog). 

Jarols (Javoulx, Javoux), Mktfl. (frz. 
Dep. Lozere), ÄndeHtum. — 
Andertdum, — Gdbali. — Civiias 
Gabalitäna. 
Einw.: Gabäks, -um. 



IberiscJies Meer (der Spanien bespü- 
lende Teil des Mittelländischen Mee- 
res), Mare Hispanum, — Oceänus 

. Hispaniensis. 

Ibiza, s. Iviza. 

Ibrahim -!Nahr, Fl. (in Phönicien, 
welcher auf dem Libanon entspringt), 
Ad^nis {jiöcDviq). 

Ibura, St. (in der Landschaft Pam- 
phylien an der Südküste von Klein- 
asien), Cibyra Minor {KißvQa ^ 
MiXQo). — Cibyra Parva. 

Iburgr, Mktfl. (Kr. Melle, Landdrostei 
Osnabrück, Prov. Hannover, am Süd- 
abhang des Teutoburger "Waldes), 
luburgum. — luberga. 

IchoroiY (Icborow), St. (in der eng- 
lischen Grafschaft Norfolk), Iciäni. 

Idanba a Telha, St. (in Portugal), 
Hquitania. — Igaedita. — Egi- 
ditania. — Igiditama. 

MrOy 1. See (italienisoher Alpensee, 
westl. vom Gatdasee, vom Chiese 
durchflössen), Lacus JSdrmus. 

2. Mktfl. (an 1), Edrum. — 
Idnnum. — Idrus. 

Jean d'Acre, St, — , s. St. Jean d'Acre. 

Jean de Losne Belle Defense, St. — , 

s. St. Jean de Losne Belle Defense. 

Jean de Lnz, St. — 9 s. St. Jean de 
Luz. 

Jean Pi^ de Port, St. — , s. St. Jean 
Pie de Port. 

Jeeker, Fl. (im Lüttichischen), lecora. 

Jederen, Yogtei (in Norwegen), Begio 
ladrensis. — lathria. 

Jedo (Jeddo), s. Jeso. 

Jehadieb, El — , Ort (in der Begio 
Augustamnica in Ägypten), Castra 
ludaeorum. — Vicus ludaeorum. 

Jekil-Irmek, Fl. (in Kleinasion), Iris 
Jelsa (Xelsa), Mktfl. (in Aragonien in 



249 



Jelsawa 



Igrlesias 



250 



Spanien^ Celsa, — Colonia Victruß 
Ivlia Celsa, . 

Einw.: Celsenses, -tum. 

Jelsawa (Jölswa), St. (in Ungarn), 
Alnovia. 

Jem, El — 9 St. (in Afrika), Tysdrus. 

Jena, St. (Grhzgt. S.-Weimar-Eisenach, 
2. Verwaltungsbezirk [Apolda], 1. an 
der Saale), Athenae ad Sälam. 

Jenischehr, 1. St. (türkisch, in Thes- 
salien, am Salembria), Larxsa 
{Adgioa). — Laiisa Thessala. 
Einw.: Larisaei {AaQiaaloC). — 

Larisenses. 
3. Dorf (in Trons, der Nordwest- 
spitze von Kleinasien), Signum 
{Slysiov). 

Jenisei, M. (^Strom in Sibirien, ent- 
springt unter dem Namen Kern auf 
chinesischem Gebiete, durchbricht 
das S%janisohe Gebirge, durchfliefst 
das Gouv. Jeniseisk und mündet 
unterhalb Dudsinskoja in das Nörd- 
liche Eismeer), lenisia, 

Jeraki, St. (in Lakonien in Griechen- 
land), Geronthrae {FeQovd^^ai.), — 
Geranthrae {TeQavd-Qai). 

Jerez (Xeres) de Badajoz, St. (in 
Spanien), Xera Equitum, — I&ra 
Equitum, 

Jerez (Xeres) de la Frontera, St. (in 

der spanischen Provinz Cadiz, un- 
weit des Guadalete), Asta "Regia, 
— Xera, — Jera, 
i Einw.; Astenses/ 4um, 
Adj.: Astensis, -e. 

Jerez (Xeres) de los Caballeros, St. 

(in Spanien), Seria. — Esuris 
Hispaniae. — Fama luJia. 

Jerleho, Ti-ümmer (der im Altertum 
blühenden Stadt J. in Palästina, 
nördl. vom Toten Meere; auf seinen 
Trümmern jetzt das Dorf Eriha), 
Falmarum Civitas. 



Jersey, 1* Insel (gröDste der britischen 
Kanalinseln, an der Westküste des 
frz. Dep. Manche ; Hptst. St. Heher\ 
Caesarea, 

fi. (Jersey-City) St. (im nordame- 
rikanischen Staate New -Jersey, am 
Hudson, New-York gegenüber), Cae- 
sarea Nova. 

Jerasalem, St. (Je Kadosch = Heilige 
Stadt; Hptst. des alten Palästina, auf 
mehreren Hügeln am Bache Kidron), 
Hierosolyma,-orum{^l6Qoa6kv/ua, 
-ö>v). — Hierosolyma, -ae {^leQoao- 
Xvfia, -Tjq). 

Jesd, St. (in der persischen Pi'ovinz 
Khorasan, nahe der grofsen Salzwüste 
und Mittelpunkt der Karawanen- 
strafsen; Hauptsitz der Parsen), 
lesseda, — Yesda, 

Jesi, St. (im ehemaligen Kirchenstaat), 
Aesis. — Colonia Aesis. — Aesiimi. 
Einw.: Aesinates. 

Jeso (Jesso, Jeddo, Yeddo), Insel. (nörd- 
liche Hauptinsel von Japan; an der 
Südküste der Traktatshafen Hako- 
dadi), lessum, — ledum. 

K, Insel (Felseneiland im Golf von 
Marseille in Frankreich, eine der 
strochadischen Inseln der Alten) i 
Hypaea CYTtala), — Sphia. 

Ifferten (Yverdon, Yverdun), St. (im 
schweizer Kanton Waadt, am Neuen- 
burger See; im Schlofs 1805—25 
Pestalozzis Lehranstalt), Ebrodü- 
num. — Castrum Ebredfmum, — 
EUfbwodünum, 

Iffezheim, Dorf (badischer Kr. Baden, 
Amt Rastatt, in sumpfiger Gegend 
unweit des Rheins), Bibium, — 
BibiBna. 

Igrlau, St. (Kreishauptstadt in Mähren, 
an der Iglawa, einem Nbfl. der Thaya), 
Iglavia. — Giglavia. 

Iglesias, St. (Industriestadt auf der 
Westseite von Sardinien), EixUesiae* 



251 



IfflO 



Imbro 



252 



Jglo (Neudorf), St. (in Ungarn), 
Iglovia, — Griglovia. — Neoco- 

Igualada, St. (in der katalonischen 
Prov. Barcelona in Spanien), Er- 
gavia Vasconum, — Ergavica 
Vasconum. — Latae Äquae. 

JJIJonia (Xigonza), St. (in der spani- 
schen Provinz Alicante [Valencia]), 
Saguntta. — Segu/ntia. 

Jissel, s. Yssel. 

Ilanz, St. (im schweizer Kanton Grau- 
bünden; roman.: Glion; am Vorder- 
rhein), Ilantium, — Antium. 

Ilawa, s. Deutsch-Eylau. 

Ilchester, St. (in England), Iscälis. 
— Isdhäiis. 

lle deBesdane, Seineinsel, OsceUum. 

Ile DIeu (oder I. d'Yeu), Insel (an der 
Küste der Vendee in Frankreich), 
Ogia Insula. — Oya. 

Ilha de Fuego, Insel (portagiesische, 
beim Grünen Vorgebirge), Ignium 
Insula. 

III9 M. (der eigentliche Hauptflufs des 
Elsafs, entspringt ganz im S. des E. 
auf dem Jura bei Winkel, von Kol- 
mar an schiffbar, mündet bei Strafs- 
burg in den Rhein), Ella. — lAcia. 

Iller^ Fl. (r. Nbfl. der Donau in Bayern 
und Württemberg, entsteht in den 
Allgäuer Alpen nördlich von Oberst- 
dorf aus der Breitach, Stillach und 
Trettach, verläfst bei Immenstadt die 
Alpen, durchfliefst die Voralpen in 
engem Thal bis über Kempten hin- 
aus und mündet südwestlich von 
Ulm), Ilargus. — Uarus, — 
Hera. — Itargus. 

Illertissen (Tussen), Mktfl. (Bezirksa., 
bayr. RB. Schwaben, an der Hier), 
Tussa. 

Illeseas, St. (in Spanien), Tiruada, 

lUmttiister, s. Ilmmünster. 



lilok (Ujlak), Mktfl. (in Ungarn), Bo- 
nonia. — Milata£. 

niyrieiiy Küstenland (am Adriatischen 
Meer), lUyrieum {^klvQifeSv): — 
lUyria {^kkvQla). — lUyris, -idts 

Adj.; Blyricus, -a, -wm ('/AAv- 
Qixoq). 
lüyrius, -a, -um ( ^XXvq log). 

Um, 1» Fl. (1. Nbfl. der Saale und ein 
Hauptflufs in Thüringen, entsteht bei 
Stützerbach auf dem Thüringer Wald 
aus dem Freibach, Taubach und der 
Lengwitz, tritt bei Ilmenau aus dem 
Gebirge, durchfliefst bei Berka ein 
liebliches Thal, geht an Weimar vor- 
über und mündet bei Grofs-Heringen), 
Uma. 

2. Fl. (r. Nbfl. der Donau in 
Bayern, entspringt westi. von Pippins- 
ried, mündet westlich von Neu- 
stadt a. D. und verstärkt sich links 
durch den Gerolsbach bei Pfaffen- 
hofen und r. durch die WoUnzach 
bei Königsfeld), Brnus. 

Ilmmflnster, Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Pfafifenhofen, an der 
Um [s. Um 2], mit ehemal. Abtei), 
Ilmo Monasterium» 

IIS9 s. Bz. 

Ilsstadt, s. Hzstadt. 

Uz, Fl. (1. Nbfl. der Donau in Bayern,- 
bildet sich unterhalb des Schlosses 
Pürsteneck aus der Bayrischen und 
Hochstiftischen [Passauischen] Dz, 
durchfliefst den Hzgau und mündet 
bei Passau; die beiden Quellflüsse 
entstehen wiederum aus Bächen, die 
der Höhe des Böhmisch-Bayrischen 
Waldgebirges entfliefsen), Usus. — 
Hissus. 

Uzstadt, Vorstadt (von Passau, auf 
der 1. Donauseite), CHvitas Uzensis. 

Imbro (Embro), !• Insel (türkische, 
im Ägäischen Meere, nordwestL von 



253 



Imnenstadt 



iBgalBtadt 



254 



der DardanelleneisfAhrt ; HAuptort 
Kastro), InUtms O^ßßgoq), 

Einw.: Imbrii Clfißgioi)* 

A(^j.: Imbrius, -a, -um» 

ft* Mktfl. (auf 1), ImbriM ClfißQog). 

ImiiieiiBtadt, St. (bayr. BB. Schwaben, 
Bezirksa. Sonthofen, am Austritt der 
Hier aus den Alpen), Vemania» — 
Vimania. 

Imola, St. (ital. Prov. Forli, am San- 
temo), Forum Cornelii. — 
Imölae. — Emula. 
Einw.: Forocomdienses. 

Imperiale, M. (im Gebiete von Genua 
in Oberitalien), Imperius. 

Imstf Mktfl. (in Tirol), Umbista. 

Ineisa, Mktfl. (in Piemont), Ad Incisa 
Saxa. 

Indien, 1. Ostindien, Land (jenseits 
des Indus, nach der Entdeckung 
Amerikas Ostindien genannt; jetzt 
als Gesamtname für Vorderindien, 
Hinterindien und den Indischen Ar- 
chipel, im engeren Sinne nur Vorder- 
indien; enthält die Alpen- und Ter- 
rassenländer des südlichen Himalaya, 
die Tiefebene des Ganges und des 
Indus [Hindustan] und die Halbinsel 
Dekan nebst der Insel Ceylon), In- 
dia Orientalis, — India, 

Einw.: Indi, -■orum» 

Adj.: Indicus, -a, -um. 

2« Westindien (mittelamerikani- 
scher Archipel, imischliefst von den 
Halbinseln Florida und Yukatan an 
bis zur Orinokomündung das mittel- 
amerikanische Binnenmeer und zer- 
Mit in die 3 Hauptgruppen der 
Grofsen und Kleinen Antillen und 
der Bahamas), India occidentcUis, 

Indjeli-Kussasoa, M. (gröfster in 
Macedonien, auch Jenicora genannt), 
HMacmon (jikiäxficDv), 

Indjeh-Limen, Fl (kL, in der Thraki- 



sehen Chersones) , Äegaspotamos 
(Alyo^ noxaptoq, gewöhnL noxafMoC), 

Indlseher Oeean, Weltmeer (eins der 
5 Hauptmeere der Erde, auf der ostl. 
Halbkugel zwischen Asien und dem 
Südlichen Eismeer, A&ika und dem 
Grofsen Ocean; durch den südlichen 
Wendekreis in eine nördliche und 
eine südliche Hälfte geteilt; erstere 
auf 3 Seiten von Landmassen ein- 
geschlossen und im N. 3 grofse Golfe 
[Rotes Meer, Persischer und Ben- 
galischer Meerbusen], im NO. ein 
vielgegliedertes Inselmeer bildend), 
Oceanus Indtcus. — Mare In- 
dicum, — Mare Erythra>eum, 

Iiidre, Fl. (Nbfl. der Loire im mitt- 
leren Frankreich, mündet unterhalb 
Tours; danach benannt die französi- 
schen Departements: Indre [Hptst* 
Chateauroux] und Indre-Loire [Hptst. 
Tours]), Anger. — Andria. — 
Ingeris. — Augeris. — Alere. 

Indsje, Landspitze (Vorgebirge Paph- 
lagoniens), Syrias CH SvQiag jix^a). 

iBebazar (Inckbazar), St. (in Earien 
am Mäander), Magnesia ad Maean- 
drum {MayvriaLcL ^ Äoiavij)* 

Ingrelheim, Mktfl. (Nieder-L, Kreis 
Bingen, hessische Prov. Rheinhessen), 
En gilinhemium. — Ingdhemium, 
— Ingulinhemium. 

Ingelmttnster, Landschaft (in Flan- 
dern), Anglomonasterium. 

In^ermanland, Gouvernement (die 
östlichste der 4 russischen Ostsee- 
provinzen; Hptst. St. Petersburg: 
benannt nach den Ingriem, den ur- 
sprünglichen finnischen Bewohnern), 
Ingria. — Ingermania. — Inger- 
manlandia. 

IngesQ^ St. (KappadoMens in der Land- 
schaft Garsauritis) , Tetrapyrgia 
{TergaTiVQyla). 

Ingolstadt, St. (unmittelbare, Festung, 



255 



Inlehlngr 



J<4aTllle 



256 



bayr. RB. Oberbayem, in einer Ebene 
an der Mündung der Schutter in die 
Donau), Ingolstadium. ^^ Angelo- 
Stadium, — Aripolis, — Aureütwn. 
Adj.: Ingolstadiensis, -e. 

Iniehingr (Innichen), Mktfl. (in Tirol\ 
Äguntum. — Aguntus, — Intica. 

— India. 

Inisowen, Halbinsel [der Prov. Ulster 
in Irland), JSugenit Insula. 

Inn, Fl. (gröfster Nbfl. der Donau von 
den Alpen, entspr. im Oberengadin- 
thäle aus dem Lunginsee am Sep- 
timer, durchfliefst als Sela die Ober- 
engadinseen, dann in Tirol das Ober- 
und Unterinnthal, wird bei Hall 
schiffbar, durchbricht bei Kufstein 
die Kalkalpen, mündet bei Passau; 
Hauptnebenfl. die Salzach\ Oenus. 

— Aenus. — Enus. 

Innictaen, s. Iniching. 

Innsbruck (Innspruck), St. (Hptst. von 
Tirol, inmitten hoher Kalkfelsen am 
Inn), Oenipontu7n. — Oenipons. 

— Aeni Föns. 

lonstadt, Vorstadt (von Passau in 
Bayern), Boiodurum. — Boiorum 
Traiectum. — Boiorum Castrum. — 
Civitas Oenona. 

Innthal) s. Engadin. 

Inoboli, St. (in Paphlagonien am 
Schwarzen Meer), Ahüni Ttchos 
{kßcovov Telxoq). — Ahdni Castrum. 

— lunopöUs. 

Einw. : AbonitichUae (kßapvo- 
reixcTai). 

Inow]adislaw (Inowlocz), 1. Woiwod- 
schaft (in Polen), Palatinatus Imii- 
cladislaviensis. 

3« St. (Hptst. von 1), lunicla- 
dislavia. — Inolocza. 

Inseln des GrÜDen Vorgebirgres (Kap- 
verdische Inseln, den Poitugiesen 
gehörig, von einigen zu Afrika — 
530 km von der senegambischen Küste 



entfernt — , von andern Aoch zu Eu- 
ropa gerechnet; Hauptinsel San Jago 
mit dem Hafen Porto Praya), Gor- 
gädes Insulae, — Gorgönum In- 
sulae. — IMvitis Capitis Insuiae. 

Inyemefs, 1. Grafechaft (im nordwest* 
liehen Schottland, einen grofeen Teil 
der flebriden umfassend, mit gröfsten- 
teils gälischen Bewohnern), Comita- 
tus Invemianus. 

S* St. (Hptst. von 1, an der Mün- 
dung des Nefs in den Morayfirth, 
Hauptmarktplatz für die Bergschotten) , 
Invernium, — Innemium, 

Joaehimsthal, St. 1. in der Uker- 
mark (Kr. Angermünde, RB. Pots- 
dam, Prov. Brandenburg, zwischen 
dem Grimnitz- und Werbellin-See: 
von 1607—1650 Stätte des jetzt im 
"Westen Berlins befindl. Joachims- 
thalschen Gymnasiums) , Vdllis 
loachimica, 

2« (im böhmischen Kreise Eger, 
an der Weseritz; von dieser Berg- 
stadt haben die „Thaler" ihren 
Namen: „Joachims-Thaler"), Vallis 
loachimica Boemiae. 

JOnkVpingr, St. (im südlichen Schwe- 
den, am Südende des Wettemsees), 
lencopia. — lenecopia. — Iime- 
copia, 

Johanngreorgrenstadt, St. (sächs. Kreis- 
hauptmannschaft Zwickau, Amtsh. 
Schwarzenberg, in waldreicher imd 
sehr rauher Gegend des Erzgebirges 
am Schwarzwasser), loannis Georgii 
Oppidum. 

Johann, St. — , im Taorn, s. St. Jo- 
hann im Taum. 

Johns Point, St. — , s. St. Johns 
Point. 

Joigrny, St. (frz. Dep. Tonne), lovi- 
niacum. — luimäcum. — Iri- 
niäcum. 

Joinville, St. (frz. Dep. Haate-Mame, 



257 



lonisefaes Meer 



Isehia 



258 



an der Mame), Intra Fluvios. 

— lovis Villa. — loanvilla. 

lonisehes Meer (Teil des Mittelmeers, 
zwischen Griechenland und Sicilien, 
mit der Inselgruppe der lonisohen 
Inseln), Mare lonium, — Pelcigus 
lonium. 

Jordan (Nahr-el-Arden oder Scheriat- 
el-KebirX M. (bedeutendster Palästinas, 
entspringt südlich am Hermon, fliefst 
durch den Schilfsee Marom und den 
See Genezareth und mündet in das 
Tote Meer), lordänes. — lordänis. 

Josse sur Mer, St. — , s. St. Josse 
sur Mer. 

Joiiare, Abtei (der Benediktiner im 
frz. Dep. Seine et Mame), lovara. 
lovis Ära. — lodrum. 

Jouschia, St. (in Cölesyiien am Liba- 
non), Laodicla ad Libänum 
{Aaodlxsia rj TtQoq Aißavip). — 
Laodicea Scabiosa. — Colonia Lao- 
dicBna. 
Einw.: LaodicEni ad Lihanum. 

Joux, Mktfl. (franz. Dep. Doubs), 
lovium. — luca. 

Jouj sur Morin, Dorf (frz. Dep. Seine 
et Mame), Gaudiäcus. 

Joyease, St. (frz. Dep. Ardege), Gau- 
diosa. 

Ips, 1. Fl. (in Ostreich unter der 
Enns), Isis. 

3« St. (Ostreich. Kreis ob dem 
Wiener "Walde, Ostreich unter der 
Enns), Ad Pontem Isis. — Ibissa, 

— Isipontwm. — Ipsium. — Uspium. 

Ipsalla, St. (Thrakiens am Hebros), 
Cypsela {KvxpeXa). — Cypsella. 

Ipsira, St. (und Landschaft in Arme- 
nien), Hispiriatis. 

Ipswich, St. (Hptst. der engl. Graf- 
• Schaft Suffolk am sohiffbai-en OrweU), 
Grippei^mm. 

Irak AräM, Landschaft (in der asiati- 

S a a 1 f e 1 d , Geograph. Handbücblein. 



sehen Türkei, die Tiefebene am unte- 
ren Euphrat und Tigris umfassend; 
Hptst. Bagdad und Basra), Bahylonia 
{Baßvlwvlcc). 

Iri (am unteren Ende, sonst: "NVasih 
[Basili]-Potamo), Fl. (in Morea, im 
alten Lakonien), Eurötas (EvQwrag). 

Iriscbe See (Irländisches Meer, Teil 
des Atlantischen Oceans, zwischen 
Irland und England), Mare Hiber- 
nicum. — Oceanus Hibernicus. 

Irland, Königreich (mit Grofsbritan- 
nien vereinigt, die westiiche der bei- 
den grofsen britischen Inseln), Hi- 
hernia. — Ibernia. — luve^fia. — 
Scotia Maior. 

Einw.: Hiberni. 

Adj.: Hibernicus j -a, -um. 

Irsee, Flecken (bayi*. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Kaufbem-en , an der Wei-t- 
ach, mit ehem. Benediktinerkloster), 
ürsinum. 

Isabelle, Fort (in Nordbrabant), Isa- 
bellae Arx. 

Isar, Fl. (r. Nbfl. der Donau in Bayem, 
entspringt am Lavatscher Joch in 
Tirol, durchbricht die Kalkalpen in der 
Porta Claudia, tritt bei Tölz schiff- 
bar aus dem Gebirge, strömt durch 
das Dachauer und Erdinger Moos 
und mündet bei Isargrund unterhalb 
Deggendorf; Hptzufl. Amper), Isära. 

— Isärus. — Urusa. 

Ischa, 1. St. (in Bulgarien), Esous. 
3. Fl. (auch Isca oder Ischu ge- 
nannt, ebds.). Es Camus. — Escus. 

— Oescus. 

Ischia, 1. Insel (vulkanisch; im Tyr- 
rhenischen Meere, am Eingange des 
Golfs von Neapel; die Hptst. I. mit 
Kastell), Aenaria (AlvaQla). — 
Pithecusa {ntd'i]xovo[a]ci). — Ae- 
neae Insula. — Iscia. — Tssche 
Insula. 

9 



259 



Isen 



Isnik 



260 



2. Fl. (in Bulgarien), Ciabrus. 

— Ciambrus, — Cebrus. 

Isen, 1. M. (1. Nbfl. des Inn in Bayern, 
mündet nordwestl. von Neuötting), 
Isia. — Isinisca. 

2. Flecken (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Wasserburg, an der Isen, 
ehem. Kollegiatstift), Isäna. — Isi- 
nisca. — Isunisca, — Isarcorum 
Capuit. 

Igeo, Lago d' — , See (vom Oglio 
durchflossener Alpensee in der Lom- 
bardei; am Südende der Flecken Iseo), 
Lacus Sebtnus. — Lactts Isevs. 

Iser, Fl. (in den Niederlanden), Isra. 

— Isera. 

Is^re, Fl. (1. Nbfl. des Rhone, entspr. 
am Mont Iseran in Savoyen, mündet 
oberhalb Valence; danach benannt 
das frz. Bep. Isere, ein Teil der 
Dauphine, mit der Hptst. Grenoble), 
IsäraAllobrogica. — Isa/r,'äris. 

Isemia (Sergna), St. (im Neapolitani- 
schen), Aesernia. — Esemia. 
Einw.: Aesernlni. — Esernxni. 
Adj.: Aesemlwus, -a, -um. 

Isgraur (Iskuriah), St. (Hauptort der 
Prov. Mingrelien oder Imerethien, 
des alten Kolchis, Teil des trans- 
kaukasischen Gouvernem. Kutais), 
Dioscurias {JioaxovQidq). — 
Dioscorias. — Sebastopolis {Seßaaro- 
Ttokig), — Soteriopölis (S(ozfjQi6- 
Tiokig). 

Iskanderieh, s. Alexandria. 

Isker, Fl. (in Eumelien), Oesus, 

Iskuriah, s. Isgaur. 

Isla, s. Islay. 

Isla del Hierro, Insel (eine der Kana- 
rien), Pluvialia. — Ombrios. 

Isländisches Meer (Teil des Atlanti- 
schen Oceans), Oceanus Ducale- 
donius. — Oceanus Dettcaledonius. 

Island, Insel (dänische, im hohen Nor- 



den, zwischen Norwegen und Grön- 
land; Hptst. Beylrjavik), Islandia. 

— Gardari Insula. — Sndandia. — 
? Thule {Sovkfi). — Thyle. 

Islandji, St. (in Bulgarien), Sdymnia. 

— Sdtmno. 

Islay (Isla), Insel (eine der südl. He- 
briden), Epidia, — Epiditiin. 

Isle, L' — , Fl. (in der Gironde in 
Frankreich), Insula, 

Isle Bonehard, St. (in Frankreich), 
Bocardi Insula. 

Isle de France, Provinz (altes fran- 
zösisches Herzogtum, mit Paris als 
Hptst., das Erbland der Kapetinger 
und so der eigentliche Kern des fran- 
zösischen Reiches, umfaCst die jetzigen 
Dep. Seine, Seine-Oise, Oise, Aisne 
und Seine-Marne), Insula Franciae. 

Isle de B^, Insel (bei Guienne ia 
Frankreich), Bea Insula. — Begis 
Insula. 

Isle IHea, s. Dieu. 

Isle du Levant (I. du Titan), Insel 
(eine der Hyerischen Inseln), Hypaea 

CYnaLa). 

Isle Jourdain, L' — , St. (frz. Dep. 
Gers), Ictiwm, Castrum. 

Islote, Insel (vor der Bucht der Süd- 
küste von Spanien), Scombraria 
{SxofißQaQia). — Herculis Insula. 

Ismeno, Fl. (in Böotien, urspr. Laden 
genannt), IsmSnus Clcffirivog). 

Ismid (Isnikmid), Ruinen (der St. Nixo- 
fiijSsia in Bithynien in der Propon- 
tis^, Nicomedia. 

Ismir, St. (türkischer Name für Smyma, 
wichtige Handelsstadt in Kleinasien, 
an der gleichnamigen Bucht des 
Ägäischen Meeres), Z m y r n a 
{ZfivQva oder UfivQva). — Sniyrna. 
Einw.: Zniymaei {SfivQvaloi). 

Isnik (Isnich), St. (in Bithynien, weiche 



261 



Isiiy 



IstTAndl 



262 



vorher kyxw^i] und dann kvri- 
yovsia hiefß), Nicaea (Nlxaia), 

Isny, St. (württemb. Donaiürreis, Obera. 
Wangen, an der bayrischen Grenze 
und am südlichen Band eines weiten 
Thalbeckens, ehem. Benediktinerabtei, 
frühere freie Beichsstadt), l9na, 

JboIBj St. 1« (in Istrien), Alietum, 
S« (im Gebiete von Neapel), In- 
sula Bruttiorum. 

Isola di Figro, Insel (zwischen Sardi- 
nien und Korsika), Phintonis In- 
sula {4>lvrü>voQ Nrjaog). — Phi- 
tania, 

Isola del Toro, Insel (italienische), 
Molybödes. — Plumbea, 

Isola degli Magnisi, Halbinsel (an 
der Ostküste Sicihens), Thapsus 
{Sdif^og). — Tarsus. 

Isola di Cerri, Insel (italienische), 
Teganüsa» 

Isola di Ponza, Insel (Hauptinsel der 
Pontinischen Inseln im Tyrrhenischen 
Meere, südwestl. von Gaeta), Pontia. 

Isola di San Pietro, Insel (bei Sar- 
dinien), Hieräcum Insula 
Cls^axcDv Nfjaog). — Äccipitrum 
Insula. 

Isola Farnese, Ort (im ehemaligen 
Kirchenstaat, im alten Etrurien), 
Vbü. 

Isola Grossa (oder Arl^e), Insel (an 
der Küste von Dalmatien), Scardona 
{^xaQÖwva). 

IsonzOy Fl. (in der östreichischen Graf- 
schaffe Görz, entspringt am Terglou, 
mündet als Sdobba in den Golf von 
Triest), Isontius. — Sontius. — 
Sontus. 

Ispahftn (Isfahan), St. (in der persi- 
schen Provinz Irak Adschemi, am 
Zajen de Rud ; ehedem Residenz der 
Sofidynastie, seit der Zerstörung 
durch die Afghanen zum gröfseren 



Teile Ruinenhaufe), Aspadana. — 
AspahätMMn, — Aspa, 

Issengeaux (Issagneaux, Essengeaux), 
Mktfl. (frz. Dep. Haute-Loire\ Enst- 
gau^tum. — lüigusiwn. — leid- 
m^gus. 

Issoire, St. (in Frankreich), Issio- 
durum. — IsiodUrum. — Icüh 
durum. 

Issoudun (Issodun, Yssodun), St. (frz. 
Dep. Indre; in der Nähe Druiden- 
denkmäler), Anxellodünum. — 
Exelodünum. — Excldünum. — 
Ossoldünum. — Issoldünum. 

Issy, Dorf (und Schlofs bei Paris), 
Fiscus Isiacus» — Fiscus Isla- 
censis. 

Isthmus, Landenge (im Altertum vor- 
zugsweise I. von Korinth, zwischen 
der Peloponnes und Hellas), Isthmus 
Clo^fiog). 

Istib, St. (türk., in Rumelien, im !Ejalet 

Uskiup [altmacedonische Landschaft 

Päonien], am Flufs Istib, welcher 

zum Wardar geht), Stobi {Sroßoi). 

Adj.: Stöbensis, -e. 

Istmo (Panama), Staat (der Föderativ- 
republik Neugranada in Südamerika, 
mit der Hptet. Panama), Isthmus 
Panamensis. 

Istres, St. (frz. Dep. Embouchures du 
Rhone), Ostrea. 

Istria, Capo d' —9 s. Capo d'Istria. 

Istrien 9 Markgrafschaft (in Ostreich, 
Teil des sog. Küstenlandes: Halbinsel 
zwischen dem Golf von Venedig und 
dem Quamero; dazu die 3 grofsen 
Inseln: Cherso, Vegha imd Osero; 
Städte: Capo d'Istria, Rovigno und 
der Kriegshafen Pola) , Istria 
ClatQld). — Histria. 
Einw.: Istri i^IaxQoi). 

IstYandi, Mktfl. (in Ungarn), Limusa 

{Aifjiovaa). 

9* 



263 



Iswomik 



J«ra 



264 



Iswornik, s. Zwomik. 

Italien, Königreich (mnfafst gegen- 
wärtig die ganze Apenninenhalbinfid 
zwischen dem Adriatischen und 
Mittelländischen Meer [außschli Re- 
publik San Marino und des an Frank- 
reich abgetretenen Savoien und Nizza] 
nebst den grofsen Inseln Sicüien und 
Sardinien sowie vielen kleineren In- 
seln), Italia. — Ausonia (Avcovla), 
Einw. : Itäli. 
Adj.: Itälicus, -a, -um, 

Ithaka, s. Theaki. 

Itri, Mrktfl. (im Neapohtanischen), 
Itrium. — Mamu/rra. — Lamu- 
rätium. 

Itzehoe, St. (Ki*. Steinburg, Prov. 
Schleswig-Holstein, auf einer Anhöhe 
an der schiffbaren Stör und am 
Rande der Marsch), Itzehoa. — 
Esesfeldum. 

Itziu^, Mktfl. (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Donauwörth, mit vielen 
römischen Altertümern), Iciniacum. 

Juan de Puerto Rico, San — , s. 

San Juan de Puerto Rico. 

Jublains, Dorf (frz. Dep. Mayenne), 
Diahlintes. — Noeodünum. — 
Novodünum. 

Jncar (Xucar), !• Fl. (Küstenflufs im 
östhchen Spanien, entspringt an der 
Muela de San Juan, mündet unter- 
halb Cullera in das Mittelmeer), 
Sucro (-ünis) Flmnus. 
IS. Mktfl. (ebds.), Sucro Oppidum. 

Judenbnrgr, St. (in Steiermark in Ost- 
reich), Idünum, — Varünun^, — 
ludenburgum. 

Jadolgrne (Geldenacken), Mktfl. (in 
Brabant), ludonia. — Gildonäcmn. 

Jfliich, 1. Herzogtum (vormaliges, in 

der preufsischen Rheinprovinz, auf 

dem linken Rheinufer, seit 1814 

preuÜBisch), Ducattis luUacensis. 

2. St. (Kreisst., RB. Aachen, 



Rheinprovinz, an der Ruhr [Roer]), 
luliäcum. — liUia, 

Jflterbo;, St. (Er. Jüterbog -Lucken- 
w^alde, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, in einem Eesselthal an der 
Nuthe), lutrebocum. 

Jfltlaiid (dän. Jylland), Halbinsel (der 
zu Dänemark gehörige nördliche Teil 
der sogen, cimbrischen Halbinsel, 
zwischen Kattegat und Nordsee, zer- 
fallt in die 4 Stifter: Aalborg, Aar- 
huus, Ripen und Wiborg), Cimbro- 
rum Promunturium. — Cher- 
8(mB8U8 Cimbrica. — lutia. — lut- 
landia. 
Adj.: luticus, -a, -um. 

Julierbergr (in den Alpen mit Pafs- 
höhe zwischen dem Oberengadin und 
dem Oberhalbsteinthal in Graubün- 
den), Mons lulius. 

Jumidgres, St. (in Frankreich), Gerne- 
ticum. — Gementicum. — Gem- 
meticum. — Getnedium, — Gemeti- 
cum Moncisterium. 
Adj.: Gemeticensis, -e, 

Jamilla, St. (in Spanien), Gemellae. 

Jumna (Dschamna, Dschumna), Fl. 
(r. Nbfl. des Ganges, entspr. am 
Himalaya westl. vom Ganges, fliefst 
mit diesem parallel durch die Pi'O- 
vinzen DeM und Agra, mündet, 
dui'ch zahlreiche Zuflüsse aus dem 
Vindhyagebirge verstärkt, bei Alla- 
habad so wasserreich als der Ganges: 
zwischen beiden das Duab oder Zwei- 
stromland), I Oman es (^w/uiavT^g). 
— lohäres ClioßccQijc;). — Diamüna 
{/Jiafiovvag). 

Jung-Bunzlan, s. unter Bunzlau. 

Junnan, St. (in China), Itmnania. 

Junquera, St. (befest., in Spanien), 
luncaria. 

Jnpille, St. (in Belgien), lopim ViUa. 

Jura, !• Gebirge (Kalkgebirge, das 



265 



Jargrhan-Ladik 



KBamark 



366 



sich vom Rhonedurchbruch in den 
Westalpen in nordöstlicher Eichtung 
über 750 Ion weit bis gegen das 
Fichtelgebirge und Mainthal erstreckt ; 
besteht aus dem schweizer, deutschen, 
schwäbischen xmd fränkischen Jura), 
lu'rassus. — lurus. — Iura. 

3» Departement (in Fi*ankreich, 
Teil' der Pranche - Comte , vom Jura 
durchzogen; Hptst. Lons-le-Saulnier), 
Iura. 

Jorghan-Ladik (Jm-ekiam-L.), St. (im 
alten Lykaonien, im südlichen Klein- 
asien, zwischen Kappadokien und 
Pisidien), Laodic^a Comhusta (Aäo- 
ölxsia }j Karaxexavfjisvri). 

Javia, M. (in Spanien), Ivia. — 
Itma. — Nabtus. 

JnTigrny, Abtei (in Frankreich), Ab- 
hatia luveniacensis. 



iTisa (Ibiza), Insel (span., gröfste der 
Pityusen; Hptst. L), Ebusus. — 
Sbuaia. — M>08ia. — Pityusa Maior. 
Adj.: Ebusitünus, -a, -um, 

Ivoix, St. (in Frankreich), Ivodium. 

lyrea, St. (Citadelle in der oberitalie- 
nischen Provinz Turin, an derDora; 
Hauptoi-t der früheren Markgrafschaft 
L), Eperodia. — Eporedia. — 
Eporegia, — Eboregia. — Iporegia. 
— Eporea. 
Adj.: Eperodiensis, -e. 

Ifry, Mktfl. (frz. Dep. Eure), Huegium. 

Ixworth, St. (in England), Icenorum 
Oppidum, 

Jyhoon (Geihun, Dyhoonod.Dschechun), 
Fl. (in Cilicien), Pyramus {IlvQa 
flog), — Leucosyrus {AevxoavQoq), 

Izingr, s. Itzing. 



K 



Kaaden (Kaden), St. (im böhmischen 
Kreis Saaz, an der Eger), Cadanimi. 

Kabarda, Landschaft (Bergland am 
Nordfufs des Kaukasus, von Tscher- 
kessen und Kabardinern [Tataren] 
bewohnt, zerfällt in die Grofse [westl.] 
und Kleine [östl.] Kabarda), Eulisia. 

Kabul, Fl. (Nbfl. des Indus, entspringt 
in Afghanistan, bildet den berühmten 
Kheiberpafs, mündet Attok gegen- 
über; daran die Stadt K., Residenz 
imd Qtadelle des Schahs von Afgha- 
nistan), Cophes {K(o(priq), — Cophen 
(Kwfpi^v). 

Kaehe Skale 9 Felsen (im südlichen 
livadien, dem nördl. Teil Griechen- 
lands), Saxa-Scironia, — Petrae 
Scironides. 

Kadan, 1 

Kaden, / 



Kaaden. 



Kadi (Keui), St. (türk., am Marmara- 
Meer, Konstantinopol gegenüber), 
ChaZcedon {XaXxi^öwv). 

Kadaand, Dorf (in Holland), Casandria. 

Kärnthen, Herzogtum (östreichisches 
Kronland, Bergland, zum Teil der 
Alpenregion angehörig; Hauptflüsse: 
Drau mit der MöU, GuA, Lavant, 
Gail u. s. w.; Seen: Klagenfurter, 
Ossiacher und Millstädter See), Ca- 
rinthia, 

Einw.: Carinthi. 

Adj.: Carinthicus, -a, -um. 

Kämtkner Alpen (Teüe der Hohen 
Tauem, der Steierischen und Karni- 
schen Alpen mit den Karawanken), 
Alpes Ca/micae. 

Käsmark (Kaisersmark), St. (iq Un- 
garn), CaesareopoliB. — Caesar ea- 
forum. — Setuia, 



267 



Kaffa 



Kalama 



268 



Kaffa, 1. St. (auch Feodosia oder 
Theodosia genannt; Hafenstadt im 
russischen Gouvernement Tauiien, 
auf der Ostküste der Halbinsel Krim, 
mit Citadelle), Theodosia. — Ca^pha, 

— Cavum. 

3* Strafse Ton — - (Meersund 
zwischen dem Asowschen und 
Schwarzen Meere; auch Strafse von 
Kertsch, Feodosia oder Jenikaleh ge- 
nannt), Bosporus Cimmerius 
{BoanoQoq KifitiaQioq). — Fretwm 
Bosporö/num. 

KafFemland (auf der Ostküste Süd- 
afrikas, von der Grenze des Eap- 
landes bis zum Kap Delgado, mit 
den 4 Völkerschaften: Amakosa, 
Amatemba (Tambuki], Amagonda 
[Mambuki] und Amazulah [den Zulu- 
kaffern, dem mächtigsten Stamm 
nördlich von der Kolonie Natal]), 
Caffarta. 

Kahlenbergr (Kaienberg), Gebirge (der 
nordöstliche, bis an die Donau 
reichende Ausläufer der Norischen 
Alpen in Unteröstreich, zum Teil 
auch Wiener "Wald, mit dem iVa St. 
von Wien entfernten Kahlenberg), 
Cetius Mons. — Cesius Mons. — 
M(m8 Calvus. 

Kaifa, St. (in Ägypten), Sycaminon 
(Svxdfxivov), — Hepha. — lehha, 

Kaih'VfareSy Dorf (auf der Halbinsel 
Morea in Griechenland, im alten La- 
konien beiTainaron), Caene {Kaivrjl). 

— Caenepölis (Kaivi^TtoXig), 

Eains, Dorf (in Tirol), Camina. 

Kairo (Kahira), St. (Hptst. Ägyptens, 
r. am Nu, zerfäUt in Alt-K. [Tostat, 
Mahr el Atikah], Neu-K. [Mahr el 
Kahira] und Hafenstadt Bulak), 
Catrus Magna. — Catntm. — 
Charras. 

Kairwan (Kairouan, Kirwän), St. (im 
Innern von Tunis; heilig, jedem 



Andersgläubigen unzugänglich). Vi- 
CU8 Augusti. — ViUa Augusti. 

Kaisarieh, St. (in Kleinasien, im alten 
Kappadokien, nördl. von Erdschisch), 
Caesarea Eusehia. — CaesarBa 
Palaestinae. — Caesarea. 

Kaisersbergr, s. Kaysersberg. 

Kaisersheim , Abtei (in Schwaben), 
Abbatia Cassariensis. 

KaiserBlautem, St. (Bezirksa., bayr. 
EB. Pfalz, an der Lauter und dem 
westlichen Abfall des Wasgenwalds), 
Caesareopolis. — Caesaropolis. 
— Caesareo ' iMthera. — Lutra 
Caesarea, -ae. 

Kaisersmark) s. Käsmark. 

Kaiserstuhl, 1. Gebirge (isoKertes im 
Büdl. Baden, zwischen Dreisam und 
Ehein), Caesaris Sedes. 

3« St. (im schweizer Kanton Aar- 
gau am Rhein), Caesaris Tribu- 
nal. — Caesaris Praetorium. — 
Forum Tiberii. — Tiberii TribtmaL 

Kaiserswerth, St. (Landkr. u. EB. 
Düsseldorf, Eheinprovinz, am Ehein), 
Caesaris Insula. — Caesaris 
Verda. — Insula Eheni. — Kaisers- 
wertha. — Sancti Swyberti Castra. 

Kakosla (Kokosi), Dorf (inBöotien am 
Helikon), Thisbe {eiaßrj). — 
Thisbae. 

Kalabrien, Halbinsel (südwestliche 
Italiens ; Berg- und Hügelland [Sila- 
wald, Aspromonte], vom Crati, Neto 
u. s. w. bewässert, mit den 3 Pro- 
vinzen : C. citeriore [Cosenza], C. ul- 
teriore I [Catanzaro] undC. ulteriore n 
[Eeggio]), Bruttium. — AgerBrut- 
tius. — Bruttiorum Begio. — Bruttia. 

Kalabsche, St. (der Blemmyer im 
alten Dodekaschoinos am 1. Nilufer), 
Talmis {TdlfjLiq). 

Kalama, M. (in Albanien), Thyämis 
(SvafJLiq). 



J 



269 



Kalamftta 



Kamask 



270 



Kalamäta, St. 1. (in Lakonien in 
Gxieclienland, einst mit einem Tem- 
pel der Dioskuren), Therapne 
(ßsQanvrj). — TJieramnae, 

ft» (Kalamai, Hptst. der griechi- 
schen Nomarchie Messenien), Pharae 

JMbej 1. an der Saale, Si (Kreisst., 
KB. Magdeburg, Prov. Sachsen), 
(Jdlba ad Salam. 

2. an der Milde (Kr. Salzwedel, 
KB. Magdeburg, Prov. Sachsen, in 
wiesenreicher Gegend am Zusammen- 
fluTs der Milde und Biese), Calba 
Pälaeo- Marchiae. 

Kaldem, Dorf (£r. Marburg, BB. 
Kassel, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Lahn; ehemaliges NonnenMoster), 
Cäldarium. 

Kalemberg (Kaienberg), Fürstentum 
(altweMsches, zum preufsisohen KB. 
Hannover gehör.), Frincipatus Calem- 
bergiensis, 

Kalemon, Dorf (in Phönizien), Calämos 
{KttXa(JLOq), 

KalenT^ergr, s. Kahlenberg. 

Kalifornien, Länderstrich (an der 
Westküste von Nordamerika, zerfallt 
in 2 Teile: Alt- oder Niederkalifor- 
nien, d. südl. Teil, eine lange schmale 
Halbinsel, bildet ein zu Mejiko ge- 
höriges Territorium, Hptst. La Paz; 
imd Neu- oder Hochkalifornien, der 
nördl. Teil, nordamerikan. Unions- 
staat, Hptst. San Francisco), Cali- 
fornia. 

Kaliseb, St. (im russischen Gouverne- 
ment Warschau, an der Prosna), 
Calisia. — Calissia, — CaJissium. 

— Caliamm. — Canisia, — Kalis. 

Kaikar (Calcar), Mktfl. (Kr. Kleve, EB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz), Calcaria. 

— CaJcarium. 

Kailama, s. Kalama. 

Kaliandborg, St. (auf der dänischen 



Insel Seeland, Amt Holbeck, am Ein- 
gang in den Groüsen Belt), CciUtmda. 

Kalmar, St. (See- und Handelsst. in 
der schwedischen Landschaft Smä- 
land, auf der Insel Quamholmen am 
Kalmarsund), Calmaria, 

Kalmarsand, Meerenge (zwischen dem 
Festland von Schweden tind der 
langen Gestadeinsel Öland), Fretum 
Caimarienae. 

Kalnünz, St. (in Ungarn), Cdemantia. 

Kalmios, Fl. (in SüdruTsland, mündet 
in das Asowsche Meer), I/ycus 
(Avxog). 

Kalmtteken (Kalmyken), Völkerschaft 
(mongolische, in Asien, bewohnt 
nomadisierend die weiten Steppen imd 
Gebirge der Bucharei, Dsungarei, 
Mongolei und des südlichen Sibiriens, 
teils selbständig, teils unter russischer 
und chinesischer Oberherrschaft ; 
4 Hauptstämme: Koschoten, Dsun- 
garen, Derbeten, Torgoten), Galacto- 
pTuigi {raXaxTOipayoi). 

Kalmttnz, Mktfl. (im Herzogtum Neu- 
burg), Calmunda. 

Kaloskopi, s. Belvedere 3. 

Kalpaki, St. (und Landschaft auf Mo- 
rea, im alten Arkadien), Orcho- 
menus Ärcadiae CÖQXOf^svog o 
k^xadixog). — Orchotnenum. 

Kalw, St. (Oberamt, Württemberg. 
Schwarzwaldkreis, im engen Thal an 
der Nagold), Calva. 

Kalwarya, Mktfl. (in Galizien), Mons 
Calvariae, 

Kalymno, Insel (griechische bei Kos, 
im Ikaiischen Meere), Calymna 
{KakvfJLva). — Galymna. 

Kamari, Dorf (im türkischen Ejalet 
Janina, im alten Magnesia in Thes- 
salien), Demetrias {JrjfxiitQidg). 

Kamask (Camasch), Landschaft; (die 
nordöstliohste Prov. Syriens), Com' 



271 



Kamb 



Kanarteehe Inseln 



272 



magsne {Kofifiayrivi^). — Coma- 
ge^ne. — Eu^hratensis (sc. Pro- 
vincia). 
Eiüw.: Commagent (Kofifiaytj- 
voi). — Comageni, — 
GotnniagBm. 
Adj.: CommagEnus, -a, -um. 

Kam1>9 s. Kamp. 

Kambay (Khambayat), 1. St. (alt und 
verfallen, in der ostindischen Land- 
schaft Gudscherate, am Golf von K.), 
Mo noglo88um {Mov6yX<aacov). — 
Camhaia. — Cairus Indiae. 

2« Landschaft (in Ostindien, s. 1), 
Cambaiae Begnum, 

3. Meerbusen von — , Golf (in 
Ostindien, s. 1), Sinus Barygazenus 
{Koknoq Ba^vya^rjvog). 

Kamen (Kameh oder Khonar), Fl. 
(Nbfl. des Kophen in Ostindien), 
Malantus {MaXavxoq). — Molar 
mantus {MaXdfiavxoq). 

Kamenez, s. Kamieniec-Podolsk. 

Kamenz, 1. in Sachsen, St. (Amts- 
hauptmannschaft, Sachs. Kreishaupt- 
mannsch. Bautzen, an der Schwarzen 
Schöps), Camentia. 

2« in Selilesien, Dorf (und Gut, 
ehem. Cistercienserkloster, Kr. Fran- 
kenstein, EB. Breslau, Prov. Schle- 
sien, an der Pause und unweit der 
Neifse), Camentia ad Nissam. 

Kamieniee-Podolslc (Kamenez), St. 
(Hptst. des. westrussischen Gouverne- 
ments Podolien, nahe der Mündung 
der Smotritscha in den Dnjestr; 
früher ber. Festung), Cameneeia. 
— Caminicimn. — Camienicum. — 
CamenBcmn Fodöliae, — Clepidäva. 

Kamin (Camin) in Westprenfsen, St. 

(Kr. Flatow, EB. Marienwerder, Prov. 
AVestpreufsen, an der Kamionka), 
Caminium. 

Kaminitza, St. (auf Morea, im alten 



Achaja), Dyme {/Ivfiri). — Bymae 
{Jvf^ai), 

Kammin in Pommern, St. (Kreisst., 
EB. Stettin, Prov. Pommern, .auf 
einer Anhöhe am Kamminer Bodden, 
durch welchen die Dievenow fliefst), 
Caminum. 

Kamp (Kamb), Fl. (1. Nbfl. der Donau, 
zwischen Krems und March\ Camims, 

Kampanien, I^andschaft (auf der West- 
seite Süditaliens, die jetzigen Pro- 
^'inzen Terra di Lavoro, Napoli, Prin- 
cipato citeriore und ulteriore, sowie 
Benevento umfassend), Campania. 
— Begio Felix, 
Einw.: Campäni. 
I Adj.: Gampänus, -a, -um. 

Kampen, St. (Hafen- und Handelsstadt 
in der niederländischen Provinz Ober- 
yssel, am Yssel, unfern der Zuider- 
see), Ca mp i. — Campania ad Isalam. 

Kampolongo (Langenau), St. (in der 
Walachei), Campus Longus. 

Kamtschatka, Halbinsel (russisch, im 
äufsersten NO. Asiens ; Hauptnieder- 
lassung der Eussen: Peterpaulshafen 
[Petropawlowsk]), Camschadalia. 

Kanal, Meerenge (vorzugsweise der 
Canal de la Manche, zwischen Frank- 
reich und England, im Pas de Calais 
nur 37 km breit, das befahrenste 
Stück Meer des Erdballs), Oceanus 
Britanniens. — Mare Britanni- 
cum. — Nanica. 

Kanarische Inseln, Liselgruppe (von 
7 gröfseren: Hierro [Ferro], Palma, 
Teneriffa, Gran Canaiia, Gomera, 
Fuerteventura, Lancerote, und 5 klei- 
neren und unbewohnten Inseln an 
der Westküste von Nordafrika, 110 km 
vom Kap Bojador, den Spaniern seit 
1478 gehörig), Insulae Fortu- 
natae. — Insulae Canariae. — 
Insulae Atlanticas. — Ätkivi^^de^ 
— Hesperidum Insular. 



273 



Kandla 



Kap Gnardafui 



274 



Kandia (neugr. £hti, türk. Kiiid), 
Insel (türk., im Mittelmeer, südlich 
dem Ägäisohen Meei-e vorgelagert), 
Greta {K^i^xti). — Crete, — Äeria. 
Einw.: Mask. Cres, -etis (Kgriq, 
KQrix6q\ — Fem. Cressa, 
-ae (KQtjoaa). 
Adj.: Creticus, -a, -um. 
CretensiSy -e. 

Kandjes-Borun (Capo Crio), Vorge- 
birge (an der südwestlichen Spitze 
Kretas), Criumetüpon (Kqiov Ms- 
rcDTiov). 

Kane (Kan, Ken), Fl. (,in Ostindien, 
Nbfl. des Ganges), Cainas {Kai'väg 
o noxafxoq). — Caina. 

Kanem, St. (in Innerafrika), Thume- 
litlia (ßovfjisXiS^a). 

Kanizsa, St. (Festung in Ungarn), 
Canisia. 

Kannstatt, St. (Oberamt, wtLrttem- 
bergischer Neckarkreis, am Neckar), 
Cantaropolis. — Canstadium. — 
Cana. — Camtm. 

Kanoge, St. (in Ostindien), Fazalae 

Kanossa, Schlofsmine (in Mittelitalien), 
südwestl. von Keggio nell' Emilia in 
Modena), Canosium. — Conosium. 

Kannat, St. (und Gegend in Arabien, 
im alten Cölesyrien), Canatha, 
'Orum (Kavad^a). — Canatha, -ae. 
— NdbatJioUa, 

Kap Ba1)a, Vorgebirge (westlichster 
Punkt von Asien, in Kleinasien, 
nördl. von der Insel Lesbos, einst 
westlichster Ausläufer des Ida in 
Troas), Lectum (Asxtov). 

Kap Bianco, Vorgebirge (auf der Süd- 
Westseite der Insel Cypem), Drepa- 
num Promunturium {A^^navov). 

Kap Blaneo, Vorgebirge (das nörd- 
lichste von Afrika), Promvmtwrium 
Camdidwtn, 



Kap Bojador, Vorgebirge (in Nord- 
afrika) , Atlas Ma ior. — Soloentia. 

— Solventia. 

Kap Bon, Vorgebirge (an der kleinen 
Syrte in Nordafrika, Siodiien ge^n- 
über), Hermaea CE^fiala), — Her- 
maeum Fronvvmtwrium, — Mercwrii 
Promunturium. — Promuntu/rium 
Pulchrum, 

Kap Cantire, Vorgebirge (auf der 
Westküste von Grofsbritannien), Epi- 
dium Promunturium, 

Kap Colonna, s. Capo Colonni. 

Kap Dncato, Vorgebirge (im Südwesten 
der Ionischen Insel Santa Maui'a), 
Leucate Promunturium (Aev- 
xaxa). — Leucäta. — Saxum Mbum. 

Kap Finisterre, Vorgebirge, 1. (süd- 
westlichste Spitze Kalabriens, auch 
Capo di Leuca genannt), lapygium 
Promunturium. — lapygia Acra 
Clccnvyia 'Äxqo). — SalenUnum 
Promuntwrium. 

2. (oder Capo Sanjago, im Nord- 
westen von Spanien), Caput Finis 
Terrae. — Artdbrum Promuntu- 
rium. — Celticum Promunturium. 

— Promunturium Nerium. — Pro- 
munturium Ultimum. 

3. (oder The Lands End, in Com- 
wallis in England), Bolerium Pro- 
munturium. 

Kap Formoso, Vorgebirge (in Ätihio- 
pien), Baptum Promunturium. 

Kap Gargrano, Vorgebirge (in Italien, 
bei Neapel), Garganum Promuntu- 
rium. 

Kap Gata, Vorgebirge (auf der Ost- 
küste von Spanien), Charidemi Pro- 
mwnturium {Xagiöri^LOv Äxgcorij- 

QLOV). 

KapGuardafui, Vorgebirge (östlichster 
Punkt Afrikas), Caput Aromatum. 

— Aromatum Promunturium. 



275 



Kap Hoom 



Kapellen 



276 



Kap Hoom, Vorgebirge (südlichster 
Punkt des Feuerlandes und damit 
südlichster Punkt Amerikas), Captd 
Homanum. 

Kap Lizard, Vorgebirge (der eng- 
lischen Halbinsel Comwall), Ocri- 
num Promunturium. — Dam- 
nonium, — Dammonium, 

Kap Lopez de Gronsalya, Vorgebirge 
(am Westrande von Südafrika), Caput 
I/wjgi Gtmdisälvi. 

Kap Mastlko, Vorgebirge (auf der 
Insel Chios), Phanae (^avala jix^a). 

Kap Matapan, Vorgebirge (auf der 
mittleren Südspitze der Halbinsel 
Morea), Taenarum (TalvaQOv), — 
Taenaria {TccivaQla ^xqo). 

Kap Monastlr, Vorgebirge (in Tunis), 
Dionysii Prormmtwrium. 

Kap Nun, Vorgebirge (an der Grenze 
der Sahara in Afrika), Chatmaria. 

Kap Oby, Vorgebirge (in Sibirien), 
Lytarmis Promtmturium. 

Kap Palinoro (oder Punta dello Spar- 
timento), Vorgebirge (an der West- 
küste von Unteritalien, im alten 
Lukanien), PalintirumPromtmturium 
(IIciklvovQog). 

Kap Papa (oder Kalogria), Vorgebirge 
(auf Morea, im alten Elis), Araxos 
(k^a^og). 

Kap Patani (oder Bragu), Vorgebirge 
(in Ostindien), Magnum Promuntu- 
riu/ni Indiae. 

Kap Raso Colmo, Vorgebirge (auf der 
Nordküste Siciliens) , Phalacrium 
Promunturium {^akdxQiov kxQOv). 

Kap da Boea, Vorgebirge (in Portugal), 
itmoc Promunturium. 

Kap Boeea dl Sintra, Vorgebirge (in 
Portugal), Magnum Promwnturium. 

Kap S%o Vicente, Vorgebirge (der 
südwestlichste Punkt der Pyrenäi- 
schen Halbinsel sowie des europäi- 



schen Festlandes überhaupt), Sacrum 
Promunturium, 

Kap San Martin, Vorgebirge (im Osten 
von Spanien, Denia oder Artemus), 
Hemeroscoplum CHfisQoaxo- 
TieTov). — Artemisium. 

Kap Sldanl, Vorgebirge (auf der Insel 
Korfu) , Phalacrum {^aXaxQOv 
kxQov). 

Kap Spartel, Vorgebirge (in Afrika), 
Ampelusia Promunturium. 

Kap Tomese (Jardan), Vorgebirge (auf 
der Halbinsel Morea, im alten Elis, 
der Insel Zante gegenüber), Chelo- 
nates {XeXwvaTag). — Chelonitis 
{Xe),(ovlxig jixQa). 

Kap Trafalgrar, Vorgebirge (in Spa- 
nien, am Atlantischen Ocean, südöstl. 
von Cadiz), Iwnönis Promu/ntu/rium. 

Kap Trapanl (Trepani oder San Alessio), 
Vorgebirge (mit gleichnamiger Stadt 
u. Seehafen auf einer sichelförmigen 
Landzunge der Nordwestspitze Sici- 
liens) , Drepanww Promumturium 
{dQ^navov). 

Kap Verde, Vorgebirge (der westlichste 
Punkt von Afrika, zwischen Sehegal 
und Gambia), Arsinarium Pro- 
munturium. — Caput Viride. — 
Smrentlnum PromvmA;wrium. 

Kap Veno (Sivas oder Jasun), Vorge- 
bii-ge (am Schwarzen Meer, an der 
Küste von Kleinasien, im alten 
Pontus) , lasonium Promu/nturium 
C^aooviov ^Qov). 

Kap Zanchl, Vorgebirge (auf der Halb- 
insel Morea, im alten Elis), Ichthys 
ClX^vg). 

Kap Zonehlo, Vorgebirge (auf der 
Halbinsel Morea, im alten Messenien), 
beim heutigen Alt-Navarin), Cory- 
phasium {KoQv^daiov). 

Kapellen, Dorf (Kr. u. RB. Koblenz, 
Rheinprovinz, mit Burg Stolzenfels, 



277 



Kapouli Derbent 



Karlshamm 



278 



1. am Rhein), Capella. — Vicm 
Ambitairinus, 

Kapouli Derbent, Engpafs (in Bul- 
garien), Porta Traiani. 

Kappel, Mktfl. (in Eämthen), Tastne- 
metum. 

Kapronoziseher Distrikt (in Kroatien), 
Caprgniensis Processus. 

Kapstadt (engl. Cape Town), St. (stark 
befestigte Hauptstadt des Kaplandes 
in Südafirika, an der Tafelbai), 
Castrum Bonae Spei. 

Kara, St. (in Mesopotamien, südl. von 
Edessa), Carra (Ka^Qo). 

Karabon, !Ruinen (der zu Mysien einst 
gehörigen, an der Propontis gelegenen 
Stadt), Priapus {IlQiänoq). 

Karabusa (Garabusa), Insel (mit gleich- 
nam. Vorgebirge bei Kandia im Mit- 
telmeer), dmarus {KlfitXQoq). 

Karadja-Dagrh, Bergkette (in Mesopo- 
tamien), Mons Masius. 

Karadje-Borun, s. Kandjes-Borun. 

Karadsehefu, St. (in der kleinasiati- 
schen Türkei, im alten Karien), Tra- 
pezopoUs (Tgane^onokig). 
Einw. : Trapezopolüae. 

Karadsjagr, Gebirge (bei dem alten 
Arbela in Assyrien), Nicatorivm 
{NixaxoQLOv). 

Karahissar, 1. St. (auch Murten ge- 
nannt, in der kleinasiatischen Türkei, 
im alten Pamphylien, am Karahissar- 
fluüs, früher Kestros, mit einem her. 
Artemistempel), Perga {nf-Qyri), 
d. M. (s. 1), Cestros (Ksaz^og). 

Karak Sarai, Ort (am Bosporus), 
DamMis {JdfxaXiq). 

Karamanien (Karaman-Bi), Ejalet 
(türkisches, in Kleinasien, das süd- 
östliche Viertel der Halbinsel um- 
fassend; die St. Karaman, das alte 
Laranda, nördlich am Taurus), Cili- 



cia (KiXixla). — Cappadocia (Kan- 
naöoxla). — Caramania, 

Karamussal, St. (in der kleinasiatischen 
Türkei, im alten Bithynien), Pro- 
nectus {IlQovsxrog). — Praenetus 
{TlQaivsxoq). 

S[aransebes, Festung (in Ungarn), 
Carencehcte, 

Karasu, Fl. (in der asiatischen Tür- 
kei, im alten Kappadokien) , Melas 

(MeXccg). 

Karden, Dorf (Kr. Kochem,RB. Koblenz, 
Rheinprovinz, an der Mosel^Cardonia. 

Karem, St. (am Persischen Meerbusen, 
an der Mündung des Tigris), Charax 
Pasini {Xccqcc^ Uaaivov). 

Karkissa, s. Kirkesieh. 

Karkof, St. (am Tigris, in Kui*distan 
in Vorderasien), Sittace {^ixxaxri). 

Karlbarg, Mktfl. (in Ungarn), Gern- 
lata, -ae. — GenUata, -orum. — 
Castra Gerulata. 

Karleby (Alt- und Nea-), St. (in 
Finnland), Carolina Antiqua. — 
CJaroUna Nova oder Carölopolis. 

Karlowitz, St. (in der serbisch-banat. 
Militärgrenze, an der Donau), Caro- 
lovicia. — Carolovitium. 

Karlsbad, St. (ber. Bad im böhmischen 
Kreise Eger, unfern der Mündung 
der Tepl in die Eger), Thermae Ca- 
rolinae. 

Karlsborgr, St. (ehedem Weifsenburg, 
Festung in Siebenbürgen, am Marcs), 
Alba Carolina. 

Karlshafen, St. (1699 an Stelle des 
Dorfes Syburg angelegt. Kr. Hofgeis- 
mar, RB. Kassel, Prov. Hessen-Nassau, 
am Einflufs der Diemel in die Weser), 
Caröli Portus ad Visurgim. 
Syhurgum. — Siburgum. 

Karlshamm, St. (45 km w. von Karls- 
krona, am Einflufs des Myenflusses 
in die Ostsee, in der schwedischen 



279 



Karlskrona 



KaBehan 



280 



Provinz Götaland, Blekinge Län), 
Caröli Partus, 

Karlskrona, St. (Hptst. von Blekinge 

Län oder Blekingen in der schwedi- 
schen Provinz Götaland, fester Haupt- 
kriegshafen, auf 5 Skären angelegt), 
Caröli Corüna. 

Karlsrnhe, St. (Hptst. des Grofsherzog- 
tums Baden), Caröli Hesychium. 
— Carolina Hesychia, — Ca/roli- 
ruha. — Carolsruha. 

Karlstadt, St. 1« (Bezirksa., bayr. 
RB. ünteifranken, am Main), Ca/rölo- 
Stadium. 

2« (m der schwed. Prov. Swea 
Eike oder Swealand, am Eintritt des 
Klai'aelf in den Wenersee), Carolo- 
stadium Siiecicum. 

3* (Karlovac Gamji, Festung in 
Kroatien, Kortiitat Agram, an der 
Kulpa), Carolostadium ad Co- 
lapin. — Bibium. 

Karmel, Gebirge (in Palästina, von 
den Quellen des Kison bis zum Vor- 
gebirge K. an der Südseite des Golfes 
von Acca reichend; darauf das Nonnen- 
kloster des Kanneliterordens), Carme- 
ItM {KdQfjif]Xog). 

Karmelis (Karmely), Mktfl. (in Assy- 
rien), Gaugamela {ravydfixfka). 

Kamak, Dorf (nebst dem dazugehöri- 
gen Luxor in Oberägypten, rechts 
am Nil, ringsum die Ruinen des 
alten Theben), Thebae Aegyptiae. 

Karoly, Mktfl. (in Ungarn), Carolium. 

Karpathen, Gebirge (das in einem 
1200 km langen, nach S"W. geöffneten 
Bogen die ungarische Tiefebene um- 
schliefst und aus 3 Teilen besteht: 
1. eigentliche K., bestehend aus Hoher 
Tatra und Vorkarpathen; 2. Blarpathi- 
sches "Waldgebirge; 3. Hochland von 
Siebenbürgen), Carpätes. — Aipes 
Bastamicae. — Carpatiei Montes. 
— Sarmatici Montes. 



Karpatho (Skarpanto), Insel (türkisch, 
im Ägäischen Meere, zwischen Kreta 
und Rhodus, mit dem Haien Arkassa), 
Carpäthus {KaQTta&oq), 

Karpfen (Karpona), St. (in üngaci), 
Carpona. 

Kars, St. 1. (befest. , in Türkisoh-Ar- 

menien, an einem Quellstrom des 

Aras), Chorsa (Xo^aa). — Carse. 

3. (in Unterägypten), Nicopolis 

(Nixonolig). 

Karsehi, St. (in der persischen Provinz 
Sughda in Innerasien, dem alten 
Sogdiana), Naviaca (Navraxa). 

Karsebut, n. (in Syrien), Tripolis 
{Tglnoliq). 

Karst (ital. Carso), Gebirge (im weite- 
ren Sinne s. v. a. Julische oder Krainer 
Alpen, Teil der Alpen, vom Terglon 
gegen SO. ziehend, umfafst zunächst 
das kahle, höhlenreiche Krainer Kalk- 
plateau, dann das Felsplateau des 
eigenthchen Karstes, mit schroffem 
AbfaU. zum Golf von Triest; Aus- 
läufer bis zum Meerbusen von Fiume), 
Carniadius {sc. Mons). — Caru- 
sadius. 

Karthagena, s. Cartagena 1. 

Karzen, Dorf (Ki*. Nimptsch, RB. 
Breslau, Prov. Schlesien), Casurgis. 

Kasalmak, Fl. (im Pontus, an seiner 
Mündung YeMl-Irmak), Iris (7()e^). 
— Eridius CEqLSioq), 

Kasan, St. (Hptst. des ostruss. Gt)u- 

vemem. K. an der Kasanka, 2 Std. 

von der "Wolga), Casänum. — 
Casdna, 

Kasanka, Fl. (im ostrussischen Gou- 
vernement Kasan), Caeandus. 

Kasbin, St. (im NW. von Iran, im 
alten Medien), Vesaspe, — Vesappe* 

Kaschau, St. (Hptst. des ungarischen 
Komitates Üba-Ujvar, am Hemad; 
dabei Bad Banko), Cassovia, — 
Caschovia. — Bormanwm. 



281 



Kasehem 



KastUkn 



282 



Kasehem (Kesem), St. (Handelsplatz 
u. Vorgebirge im Glücklicheii Ara- 
bien, mit dem Hafen Hissa Ghorab), 
Cana (KoLvrf). 

£aseheii (Keschin), Ort (im Glück- 
lichen Arabien, im alten Adramiten- 
gebiet), EHsthe CEqlg^). 

Kaschmir (Kascbemii* odei' Cashemere), 
1. Alpenlandschaft (im westl. Hima- 
laya, vom Dsohelam bewässert; 
Hptst. IL. oder Srinagar), Caspiria 
{KaaneiQla). -Ca8pirus(Kda7tBi^og). \ 
2m St. (Hptst. von 1, auch Srinä- j 
gar oder Serinagai* genannt), Cana- 
gbra {KavayoQo). 

Kasimir, !• St. (poln. Kazimierz, bei 
Lnblin in Enssisch- Polen, an der 
"Weichsel), Casimiria ad Vistülam. 

2m St. (bei Kaiisch in Russ. -Polen), 
Casimiria Calisiensis Falatinatus. 

3* St. (in der russ.-poln. Land- 
schaft Masovien), Casimiria Masoviae, 

4* Fi. (auch Casmy gen., in Phö- 
nizien), Letane. 

5* Fl. (auch Kasmie u. Kasemiesch, 
sowie Nehr el Kebir gen., an den 
Grenzen von Syrien und Phönizien), 
Eleutheros {^ksvS^e^og). 

Kaskon, Berg (xmd Mufs in Thi-akien), 
Cogaeonos {Kcjyalovov). 

Kaspisches Meer (Kaspisee), Binnen- 
see (gröfster der Erde, auf der Scheide 
Europas und Asiens, zwischen Eufs- 
land, Persien und Turkistan, mit den 
[wichtigsten] Zuflüssen : Wolga, Ural, 
Kur, Terek, Kuma), Mare Caspium 
(Kcconia). — Casjpium Pelagus 
(Kdaniov IliXocyog). — Mare Hyr- 
canium CY^xaviog Ilovzoq) 

Kassel, St. (Hptst. der Prov. Hessen- 
Nassau, Stadtkreis und RB., in einem 
weiten Thalbecken, das im N. vom 
Habichtswald, im W. vom Reinhards- 
wald und im 0. von der Söhre be- 
grenzt wird, an der Fulda), Cassella. 



— Cassellae. — Cassilium, — Cas- 
selium. — Ca^sdletum. — Cassula. 

— Castellitm ad FiMam. — Castel- 
lum Cattw^m. 

Adj.: Cassellänus, -a, -?im. 
Casselänus, -a, -um. 

Kassr Antar, St. (in Kanaan), Asorua 
CkawQoq). 

Kastamuni (Kastamoni), St. (Ejalet 
Anadoh, am Gök Irmak, in der asia- 
tischen Türkei), Germanicopolis. 

Kastania, St. (in der europ. Türkei, 
im alten Thessaüen), Castanaea 
{Kaoravala). 
Adj. : CastanaeuSy -a, -um {Kaaxa- 
vaZoq). 

Kastei, St. (hess. Provinz Rheinhessen, 
r. am Rhein und Mainz gegenüber, 
wenig nördlich von der Mündung 
des Mains, als Festung zu Mainz ge- 
hörig), CasteUum. 

Kasteibell, Dorf (in Tirol), Castrum 
Bellum. 

Kastellaun, Mktfl. (ehem. Kastelhun, 
Kr. Simmem, RB. Koblenz, Rhein- 
provinz), CasteUum Hwrmorwm. 

Kastelrut(h), Herrschaft (in Tirol), 
Castrum Hupt um. — Castel- 
rottum. 

Kastillen (Castilla), Landschaft (ehem. 
Königreich, der Kern des spanischen 
Reiches, zerfällt in die 2 ehemaligen 
Königreiche: 1. Altkastilien , die 
Nordhälfte von Mittelspanien, mit 
den 8 Provinzen: Burgos, Logrono, 
Santander, Soria, Segovia, Avila, 
Valladolid und Palencia; 2. Neu- 
kastilien, die Südhälfte von Mittel- 
spanien, mit den 5 Provinzen: Ma- 
drid, Toledo, Guadalajai-a, Cuenca 
und Ciudad Real. Beide Teile ge- 
trennt- durch das Kastüianische 
Scheidegebirge, mit der Sierra Gua- 
darrama), Celtiberia. — Castdla. 



283 



KtBtri 



Kehl 



284 



— Castilia. — Castüia Vetus, — 
Castüia Nova, 
Adj.: CasteUanuA, -n, -wn. 

Kastri, Dorf (grieeh.Nomarchie PhoMs, 
mit altem Kloster, an der Stelle des 
alten Delphi), Delphi {AeXtpoC), 

Kastro, St. (Hptst. der türk. Insel 
Skio [Chios], an der Ostküste), 
Castrum Chittm, 

Katalonien (span. CatcUuria aus Gota- 
lonia), Landschaft (ehem. Fürstentum 
im nordöstlichen Spanien, Gebirgs- 
land, mit den 4 Provinzen: Barce- 
lona, Gerona, Tarragona, Lerida; 
Hptst: Barcelona), Hispania Tar- 
raconensis. — CatcUonia. — Cata- 
launia. — Gotalania. — Gotalonia, 

Kathay^ Reich (in der Grofsen Tatarei), 
Cataya. — Catayum. 

Kato - Aehaia und Apano - Aehaia, 

Dörfer (zwei auf Morea, im alten 
Aehaia), Pherae {^eqciI). — ^agal 

Kattegat) Meerenge (zwischen Schwe- 
den und Jütland, die durch Untiefen, 
Strömungen xmd Stürme gefahrliche 
Verbindung der Nord- und Ostsee), 
Sinus Codänus. — Mare Coda- 
num. — Sinus Scagensis. — Mare 
Suemcum. 

KatwIUk op Zee, Dorf (in der Provinz 
Südholland, mit berühmtem Kanal, 
der den Alten Rhein in das Meer 
führt), Cattorum Vicus. 

Katzbach, M. (1. Nbfl. der Oder in 
Schlesien, entspringt auf dem Blei- 
berg im Katzbachgebirge, fliefst an 
liegnitz vorbei und mündet unweit 
Leubus ; sie emp^gt r. die "Wütende 
Neifse und 1. die Schnelle Deichsel), 
Cattus. 

Katzenelnbogren , Mktfl. (Kr. Unter- 
lahn, RB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, am Dörsbach, mit altem Berg- 
schlofs), Cattimelobocum. 



Kaub, St. (Kr. Rheingau, RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, r. am 
Rhein), Cuba. 

Kau el Knbara, Dorf (mit alten Rui- 
nen der alten Hauptstadt des antäo- 
politischen Nomos in Oberägypten), 
Anta^apolis (kvTaiovTtoXig). 

Kanfbeoren, St. (unmittelbare, bayr. 
RB. Schwaben, an der Wertach), 
Kauf hur a, — Kaufbeura, — 
Kaufbyra. 

Kaoftiniren, Stift (in Hessen-Nassau, 
RB. Kassel), Capungum. — Caur- 
funga. — Confugia. — Confugium. 
— Canftmga. 

Kaukasus, Gebirge (Alpen, auf der 
Landenge zwischen dem Ejtspischen 
und Schwarzen Meere, von SO. nach 
NW. ziehend, zerföllt in den Hohen 
K. und die Kaukasischen Vorberge), 
Caucasus Mons (Kavxaaov ^O^og). 

Kaunitz, s. Konitz. 

Kaurzimer Kreis (in Böhmen), Pro- 
vincia Gurimensis. — Circulus 
Caurzimensis, 

Kaydt (Kay st), St. (in Siebenbürgen), 
Kisdemwm, 

Kaysersbergr» St. (Kantonshauptort, 
Elsafs-Lothringen, Bezirk Oberelsafs, 
Kr. Rappoltsweiler , in einem Thal 
des Wasgenwaldes an der Weifs), 
Mons Caesaris. 

Kazimierz, s. Kasimir. 

Kebrinaz (Girmeh oder Germe), St. 
(Ruinen, in Kleinasien am nördlichen 
Abhang des Tst,\irus)^Oremna{KQ^fxva). 

Kedus, St. (in Kleinasien, im alten 
Mäonien), Codi (KdSoi). 
Einw.: CadEni {Ka6i]vo[). — 
Cadieni (KadoTjvol). 

Kehl, St. (badischer Kr. Offenburg, am 
Rhein und an der Kinzig), Kehlae 
Castrum, — Kehkte Mwni- 
mentum. 



285 



Keisoh 



Kerkah 



286 



Keiseh (Kas), Insel (bei Earmanien), 
Cataea (Katalrj), 

Keisehme (Eashm oder Brokt), Insel 
(im Persischen Meerbusen), Oarctcta 

KekkS, Schlofs (in Ungarn), EJekkoia. 

KekkQiseher Bistrikt, Kreis (in Un- 
garn), Processus Kekkoiensis, 

Kelendri (Kaiandria oder Gulnar), St. 
(in Kleinasien, im alten Kilikien), 
Celenderis (KeXhöeQLq), 

Kellieim, St. (Bezirksa., bayr. EB. 
Niederbayem, in einem Thj^lkessel an 
der Mündung der Altmübl [des Lud- 
wigkanals] in die Donau), Celtae 
Domus. — Celeusum. — Cdeusus, 

— KelJiemium. 

Keliboii, s. OaUipoH 2. 

Kellen, Dorf (Kr. Kleve, EB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz), Castra Ulpia. 

— Colonia Traidna. — Tricesimae. 

Kellmtinz, Mktfl. (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Hlertissen, an der Bier), 
Caelius Mons. — Caelim. 
Adj.: Caelimontänus, -a, -um, 

Kembergr, St. (Kr. Wittenberg, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen), Game- 
racum. — Kemperga, 

Kemlik, s. Ghio. 

Kemnade, Dorf (und Kloster, Kr. Holz- 
minden, Hrzgt. Braunschweig), Cami- 
nata. 

^Kempten, !• St. (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Schwaben, an der 
flöfsbaren Hier), Campidüna. — 
Camhodunum, — Campodümim, — 
Campidtianum. — Drusomägus, — 
Augusta Drusi. 

3« Abtei (bei 1, ehem., von Hilde- 
gard, der Gemahlin Karls des Grofsen, 
gestiftetes Benediktinerkloster), Ab- 
batia Campidonensis, — Ab- 
batia Campodunensis. 



Kenehester, St. (La der engl. Grafschaft 
Hereford), Ariconium, 

Kendal (Kiskby-), St. (Fabrikst., in 
der engl. Grafschaft Westmoreland, 
am Kent), Concangium, 

Kenghexer (Kongaver), Ort (in Asien, 
im alten Obermedien), Concobar 
{KoyxoßaQ), 

Kenkrie, St. (der östliche Handels- 
hafen von Korinth), Cenchr^ae 
{KeyxQsaC). 
Adj.: Cenchreensis, -e. 

Kenneh (Kinneh oder Ghinna), St. (in 
Oberägypten, r. vom Nil; Stapelplatz 
für den Karawanenhandel über Kos- 
seir), Caene (Kaivij). — Caenepolis 
{Kaivri7ioXLq\ 

Kent, Grafschaft (im südöstlichen Eng- 
land, am Meer; Hptst. Canterbury), 
Cantium. — Cantia. 

Kenyer-MezS, Ebene (in Siebenbürgen), 
Campus Panis. 

Kepil, St. (im asiatischen Rufsland, 
am Kimmerischen Bosporus), Cepi 
(KfjTiot). — Cepi Milesiorum. 

Kepse, St. (in Syrien, im alten nord- 
syr. Bezirk Pieria am Orontes), Se- 
leu^a Pieria {üeXevxeia Ilis^ia). 

Kept (Keft), St. (in Ägypten, im alten 
Oberthebais), Coptos {Konxoq). 

Kerbeh (Kerpeh), M. (in Kleinasien, 
im alten Bithynien, zwischen Chalke- 
don und Herakleia), Calpas {KaXnaq). 

Kerei, St. (in der Kleinen Tatarei), 
Cercum. 

Kerempi Bukua (Kerine), Vorgebii:ge 
(Nordspitze Kleinasiens, im alten 
Paphlagonien), Carambicum Pro- 
munturium. — Carambis {Kd- 
Qccfißiq). 

Kerent (Kerend), St. (in Asien, im 
alten Medien), Carine {KaQivrj), 

Kerkali (Kerah), Fl. (in Persien, an 



287 



Kerkeni 



KhAbour 



»88 



welchem im alten SusiauaSusa lag), 
Choaspes {Xodanrjg). 

Kerkeni (Kerkine, Kerkein oder Cher- 
kara), Insel vor der afrikanischen 
Küste am Anfang der Kleinen Syrte, 
mit einer Stadt gleichen Namens), 
Cercina {KsQxiva). — Cercinna 
{KbQxivva). 

Kerkh, Wüste (in Persien, welche an 
Parthia, Ariana und Drangiana stiefs), 
Carmania Deserta CEQrnjtoq KaQ- 
ixavia). 

Kerkuk, St. (in der asiat. Türkei, 
Ejalet Bagdad, amKisseh-Su; Haupt- 
markt füi- das südliche Kurdistan), 
Corcura {Koqxovqo). 

Kermän, 1. Prov. (südöstliche Per- 
Äiens, auch Kii'män und Karamanien 
genannt, meist öde, mit dem heifsen 
Küstenstrich- Mogistan), Carmania 
(KccQfjLavia). 

Einw. : Carmäni {KaQixavol), — 
Carmänii (Ka^fiavioi). 

2« St. (Hptst., auch Sirdschan. ge- 
nannt, am Südrande der Wüste K. 
und am Westende einer fruchtbaren 
Ebene), Cartnäna {KaQfiavcc). 

Kerpeii, Mktfl. (Kr. Bergheim, EB. 
Köln, Rheinprovinz, an der Staffel 
und imweit der Erft), Carpio. 

Eerrah, s. Kerkah (Kerah). 

Kerschowa (Hirsowa oder Hursowa), 
St. (in Südrufsland), Carsium. — 
Cassum. 

Kertseh, !• Landzunge (im Osten der 
Halbinsel Krim, an der zwischen 
dem Schwarzen und Asowschen 
Meer gelegenen Strafse von K. [s. 
auch Kaffa]), Panticapaeum {IlavTi- 
xaTtcciov), 

2. St. (auch Wosfor oder Wospor 
genannt, die Hauptstadt einst des 
bosporenischen, dann des pontischen 
Reiches, an der Ostseite der Halb- 
insel Krim; bildet mit dem nahen 



Jenikale ein Stadtgouvemement), 
Bosporus {BooTtoQog). — FaMi- 
capaeum. — Pa/nUcapaea. 

Kerzers, Dorf (in der Schweiz), Ad 
Carceres. 

Kesehin, s. Kaschen. 

Kesehiseh-Dagh, Berg (in Kleinaßien, 
an der Grenze vom alten Mysien, 
Phrygien und Bithynien; in seinen 
östlichen Teilen im alten Bith-s-nien 
und an der Nordgrenze Phrygiens 
Toumandji-Dagh) , Olympus Mysius 
Co Mvaioq ^'OkvfiTtog). 

Kesdischer Stnhl (in Siebenbürgen), 
Sedes Kesdiensis. 

Kesem, s. Kaschem. 

Kessel 9 St. (im Gebiete von limbui'g 

in den südlichen Niederlanden, an 

. der Mosel), Castellum Menapiorum. 

Kestenholz, Mktfl. (Kr. Schlettstadt, 
Bezirk Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, 
an Wasgenwald und am Eingang in 

. das Weilerthal [Leber und Gie&en]), 
CasiinUiim, 

Ket, El — , St. (in Tunis), Sicca 
Venerea, 

Ketrina, St. (in Macedonien am Athos, 
beim alten Vorgebirge Platy am 
Busen Erisso), Dium (/iTov). 

Ketseh, St. (auch Nikdeh, nach andern 
Kara Hissar genannt, in Karamanien), 
Tyana {Tvava), 

Ketskem6t, St. (in Ungarn), Aego- 
polis, — Egopölis. 

Ketskemetischer Distrikt (in Ungarn), 
Processus KetsJcemetensis. 

Keulu Hissar, M. (Nbfl. des Ms in 
Kleinarmenien), Lycus {Avxog). 

Keupreli, St. (im alten tüi*k. Mace- 
donien pEmathien] am Axius), Euro- 
pus ad Axium {EvQianoq). 

Khaboar (Chabui-), El — , El. (Nbfl. 
des Euphrat im mesopotamischen 



289 



Khonar 



KiBOll 



290 



FasclialikBeha), Aborra 8(}iß6QQag) . 

— Chaboras (Xaßdt^ag). 

Khonar, s. Kamen. 

Khorasan, Landschaft (in Innerasien 
zwischen Baktrien und Hyrkanien), 
Margiana (Ma^yiavt}), 

Khorrenabad, St. (in Persien), Cor- 
biena (Ko^ßiavi^). — Corbiene, 

Ehuslstan (Khouzistan), Provinz (in 
Persien, mit der alten Hptst. Susa), 
Smiana (Sovaiav^). 

Kiada Bamn, Vorgebirge (türk., im 
alten Thrakien), Thynias (Svvidg). 

— Thynnias. 

Kiangrarl (Changreh), St. (in Elein- 
asien, im alten Lmerpaphlagonien), 
Gangra {rdyyQo}. 

Kidjeh, St. (in Earamanien), Chodda 
{X666a). 

Kidonia^ St. (an der Küste vom äoli- 
schen Kleinasien), HeracUa AeoUdis 
{^HgascX^ia AloXlöog). 

Kiel, St. (Kr., Prov. Schleswig-Hol- 
stein, am westl. Ufer des Kieler 
Busens), Chilonium. — Kilonium. 
Kilonia, — Kielia, — Kilia. 
Adj. : Chiloniensis, -e. 
Ktloniensis, -e. 
Kiliensis, -e. 

Kienzheim, Dorf (Elsafs- Lothringen, 
Kr. Rappoltsweiler, Bezirk Oberelsafs, 
Kanton Kaysersberg, am Austritt der 
WeiTs aus dem Wasgenwald), Chmo- 
nis ViUa, 

Kiertemlnde, St. (in Dänemark), Carte- 
mwnda. 

Kiew (Kijew, poln. Kijow), 1. Gouver- 
nement (kleinrussischeWoiwodschaft), 
Palatinatus Chioviensis. — 
Pälatinatus Kiiomensis. — Palati- 
natus Ktoviensis. 

ft. St. (Hptst. von 1 , am Dnjepr, 
zerfällt in die 4 Städte: Thalstadt 
Podol, Altkiew, Petschersk und Neu- 

Saalfeld, Oeogjaph. Handbüchlein. 



kiew), Chiovia, — Kiiovia. — 
Kiovia, 

Kieydany, St. (in Russisch -Polen), 
Caiodunum. 

Kilbegs, St. (in Lrland), CaUbachus. 

Kilkenny, 1. Grafschaft (in der iri- 
schen Provinz Leinster), Comitatus 
KiJkewnensis. 

2« St. (Hptst. von 1, am Nore), 
Cella Sancti Canici, — Fanum 
Sancti Canici. — Kilkenia, — Kil- 
kenna. — Osepia, 

Killair (Keils), St. (befest., in Lrland), 

Labirus. 
Killaloe, St. (in Mand), Killaloa. 

— Laona. — Allada. 

Killis (KHs), St. (in Syrien), Ciliza. 

Kilmalon, Mktfl. (in L-land), Killo- 
cia. — Kilmalochia. — Macölicum. 

Kilmare, M. (in L-land), lemus. 

Kilmore, Mkt&. (und Kirchspiel in 
Lrland), Chilmoria. — Kilmora. 

Kimbolton, Mktfl. (in England), Cinni- 

bantmn. 
Kimolo (Argentiera) , Insel (griech., 

eine der Kykladen, nordöstl. beiMilos), 

Oimölos (KlfjKoXog). 

Kingrs-Couity, Grafschaft (in der iri- 
schen Provinz Leinster; Hauptort 
Tullamore), Comitatus Begis. 

Kingrstown, St. (Hafenst. in der iri- 
schen Grafschaft Dublin, mit schwe- 
bender Eisenbahn nach Dublin), Begio- 
polis. 

Kinnairdsliead, Vorgebirge (im Nord- 
nordwesten von Schottland),Tae2ra?ww. 

Kinnesrin (Chalkos), St. (in der phö- 
nizischen Ebene zwischen Antiliba- 
non und Kasios), Chalcis Syriae. 
{XaXxlg SvQlag). — Chalcis ad 
Belum {XaXxlg inl B^Xo)). 

Kinoli (Kinolu), St. (in Kleinasien, im 
alten Paphlagonien), Cinolis (KIvcd- 
Xig). — Cimdis (KlfKoXig). 

10 



291 



Kl#ge 



Kirtnak 



292 



Kl0ge, St. (dän. Stift Seeland, Amt 
Kopenhagen^, Congia. — Coagium. 
— Coagia. — Kiogia. 
Adj.: Congiensis, -e, 

SjSleiiy Gebirge (nach welchem. Skan- j 
dinavien auch die Ejölenhalbinsel 
heilst; höchster Gipfel Syltoppen), 
Juga Suevonis Montis, — Sevo 
Mons. — SiMvo Mons. 

Kioutahia, s. Eiutahia. 

Kirehdorf, St. (in Oberungam), Varal- 
lium. 

Kirehenstaat, Landschaft (das frühere 
päpstliche Gebiet in Italien, seit 1860 
auf Rom mit der Comarca di Roma 
und die 4 dem Mittelmeer zunächst 
hegenden Delegationen Civita Vecchia, 
Velletri, Viterbo und Frosinone be- 
schränkt, seit September 1870 gänz- 
üch dem Königreich Italien einver- 
leibt), Diclo Pontiftcis Maxi- 
mi. — Terra Papae. 

Kirchheim unter Teck, St. (Oberamt, 
württemb. Donaukreis, am nördhchen 
Fufse der Alb, an der Mündung der 
lindach in die Lauter), Clarenna. 

Kirgrhiskaisak, Völkerschaft (der Kir- 
gisen in Russisch -Asien, zwischen 
der untern "Wolga, dem Kaspisee, 
Sibirien, China und Turan; Nomaden 
ohne eigentliche Städte. Man unter- 
scheidet von W. nach 0.: 1) die 
kleine Horde [Orenburger Kirgisen]; 
2. die mittlere Horde [sibirische Kir- 
gisen]; 3. die grofse Horde (Distr. 
Semipalatinsk] , deren südl. Teil seit 
1867 zum Gouvernement Turkistan 
geschlagen wurde), Cachassae, 

Kiriaki, s. Sikiriaki. 

Kirkby-Kendal, St. (in England) 
Concangium. 

Kirkesieh (Kai-kissa), Kastell (in der 
asiatischen Türkei, im Gebiet von 
Mesopotamien) , Circesium. — 



Circessum, — Cercusiwm. — Kir- 
kesia. — Carcheniis. 

Kirkwall, St. (südliche Orkneys, bei 
Schottland), Carcoviäca. — Car- 
coviana. 

Kirpeh^ Insel (an der kleinasiatischen 
Küste, beim alten Bithynien), Daph- 
nüsa {Ja^vovala). — Thynicis 
(ßvvidg). — ApoUonia (ÄnoXXwvla). 

Kirseheher, St. (in Karamanien), Dio- 
caesarea (dioxaicdgeia). — Andrapa 

Klsamo Kastell, St. (auf der Insel 
Kandia, dem alten Kreta), Cisamus 
{Kla[a]afjiog). — Cysamus» 

Klseh - Toboltsehanlselier Blstrlkt 

(in Ungarn), Districtus Kis-Topolta- 
nensis, 

KisU-Irmak, Fl. (bedeutendster Strom 
Kleinasiens, entspr. am Ildisdagh, 
mündet östl. von Sinope ins Schwarze 
Meer), Halys (5iAv?). 

KlsU-Kubat, Landschaft (im südwest- 
hchen Assyrien um das Zagrosgebirge 
herum), ChcUonitis {Xakcavlzig). 

Klssabos (Kissavo oder Kissovo), Berg 

(in Griechenland, in der altthessali- 

schen Landschaft Magnesia), Ossa 

COoaa). 

Adj. : Ossaeus, -a, -um COaaaZog). 

Eissla (Kephisia), St. (in Griechenland), 
eine der alten 12 kekropischen Städte 
in Attika), Cephisia {Krjfpiaid). 
Einw.: Cephisienses {Kt]<piaietg). 

Kissingen, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Unterfranken, an der Fränkischen 
Saale), Kizinga, — Chissinga. — 
Chizziciihemium. 

Kistnah (sanskr. Krischna), M. (Strom 
des Dekan in Vorderindien, entspr. 
an den Westghats, strömt in tiefem 
Bett durch weite Stufenländer ins 
Indische Meer, südwestlich von Ma- 



293 



Kitsehik Meinder 



Koehelsee 



294 



sulipatam), Maesdlus (MaiaeiXog). 

— MesUtis. 

Kitsehik Meinder (auch Eutschuk 
M. und Karasu genannt), Fl. (in 
Kleinasien, im alten Lydien), Cayster 
(KävaxQog). — Caystrus, 

Kitzbtthel (Kitzbichl), St. (in Tirol, an 
der Kitzbühler Ache), Haedi colli s. 

— HaediopoUs. 

Kiurdistan, s. Kurdistan. 

Kiutahia (Kiutahya, Kutahja), St. (in 
TürMscli-Kleinasien, am Pursek, im 
alten Phrygia Epiktetos), Cötiaeu m 
(KoridsLOv). — Cotyaeum, — 
Cotzicmum. 

Kizil-Oasen (oder Sefid Rud), M. (in 
Iran, im alten Derkebier- und Baktrer- 
gebiet), Mardus {MaQÖoq), 

KladraU) St. (in Böhmen), Glad/rulmm. 

Klafirenfort) St. (Hptst. von Kämthen), 
an der Glan, nahe dem Klagenfurter 
oder Wörther See), Virünum, — 
Vanx/n/wm, — Claudia, — Clagen- 
fwrtvm, 

Klattau^ St. (im böhmischen Kr. Pil- 
sen), Clatovia. — Glatovia, — 
Brodentia, 

Klausen, St. (in Tirol), Clausina. 
Clausiu/m. 

Klansenburg, St. (auch Kolos genannt, 
Hptst. des Klausenburger Komitats 
in Siebenbürgen, am Kleinen Szamos), 
Colosvaria, — Colosia. -=— Colo- 
sium. — Claudiopolis. — Claudiano- 
polis, 

Klansenburgrer Gespannsehaft, Komi- 
tat (in Siebenbürgen), Comitatus 
Colosvariensis. 

Klegrfirau, s. Klet(t)gau. 

Kleinmariazeil) Kloster (in Ostreich), 
Cella Sandoz Mariae. 

Klet<t)g:an (Kleggau), Landstrich (Land- 
grafschaft in Baden, der am östl. 
Rheinufer bef. Donaukreis; Hptst. 



Thiengen, Amt Waldshut, Residenz 
der Fürsten von Schwarzenberg), 
Pagus Latobrigicus, 

Kleve, 1. St. (Kreisst., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am schiffbaren 
Spoykanal [Keimisdal]), Clivia. 

Einw. : Clevenses. 

3« Herzogtum (ehem., im West- 
fölischen Kreise, zu beiden Seiten des 
Rheins; nach Napoleons L Sturz 
wieder [zuerst 1609] preuTsisch), Du- 
catus Cliviensis. 

Klostemeubnrsr» St. (inUnteröstreich), 
an der Donau, mit her. Augustiner- 
stift), Claustriburgum. 

Knapdale, Landschafi: (in Schottland), 
Cnapddlia. 

Knin (Tinen), St. (Festung in Dalma- 
tien), Arbuda. — Tininium. — 
Tihinium. 

Knoekfergrus, St. (in Irland), Bupes 
Fergusii. 

Koblenz, 1. St. (RB. u. Kreisst., 
Rheinprovinz, am EinfluTs der Mosel 
in den Rhein), Confluentes. — 
Confluentes Mosellas et Rheni. — • 
Confluens. — Confluentia. 

2* Mktfl. (in der Schweiz), Con- 
fluentes Helvetiorum. — Con- 
flusntia Helvetiorum. 

Koburgr» St. (Hptst. des Herzogtums 
Sachsen -Koburg, in einem Thal an 
der Itz, dem alten Idisbach), Co- 
burg um. — Coburgium. — DevJyna. 

Koehel, 1. Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Tölz, unweit des 
Kochelsees am westlichen Fufs der 
Benediktenwand), Coveliacae. 

fdm Fl. (in Siebenbürgen), Cove- 
liäcus. 

Koehelsee (in Oberbayem, am Fufs 
der Alpen, im Flufsgebiet der Loisach, 
auf der Seite gegen die Ebene sehr 
versumpft [der ausgewachsene Rohr- 

10* 



295 



Koehem 



KVnigsstidü 



296 



see und das Haselmoos an der 
Loisach]), Sintta Covditusensis, 

Koehem (Kochheim), St. (Ereisst., RB. 
Koblenz, Eheinprovinz , 1. an der 
Mosel), Cochemium. — Cochima. 

Koekelbnrgrer Gespannsehaft, s. 

Kokelbnrger Gespannschaft. 

Kodsehs- Sehehr (Sidighasi), St. (in 
Kleinasien, im alten Phrygia Epikte- 
tos), NacoUa (Nccxoleta), — Nor 
colia (Naxokla). 

KSben, St. (Kr. Steinau a. 0., ßB. 
Breslau, Prov. Schlesien, 1. an der 
Oder), Cobena. 

KQlleda, St. (Kr. Eckartsberga, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, amErauen- 
bach), Colonia ad Wind am. — 
Coleda, 

K911n an der Spree, Stadtteil (alter 
Berlins), Colonia Marchica, — 
Colonia Brandenburgica. — Colonia 
ad Spream. 

K91n, St. (Kreis, RB., Eheinprovinz, 
wichtigste Stadt am 1. Rheinufer, 
Festung ersten Ranges), Colonia 
Ägrippina. — Colonia Ägrippina 
übiorum. — Colonia Ägrijppinensis. 

— Civitas Ägrippina, — Ubiqpolis. 
Adj.: Coloniensis, -e. 

Onigrgnrfttz, St. (Hptst. im gleichn. 
böhm. Kreis, an der schlesischen 
Grenze; an der Miindung der Adler 
in die Elbe), G vadium Beginae. 

— Grradium Begium. — Begino- 
gradecium. — Beginae Gradedum. 

— Gradecium, — Grecium. 

KSnigrinhof, St. (im böhm. Kr. König- 
grätz, an der Elbe), Curia Begis 
ad AI bim, — Beginaecuria, 

K9nigrshergr, !• Berg (in Maul), Mons 
Begius. 

8. Bergschlofs (in Schlesien), Begio- 
montium, 

3« Mktfl. (in Böhmen, auch Prag 
genannt^, Maröbodum, 



4* St. (in Ungarn), Nova Fo- 
dina, — Begiomontum Hwngaria^e, 

5. St. (Hptst. der Provinz Ost- 
preu&en, Festung ersten Ranges, 
Stadtkreis, RB., zu beiden Seiten des 
Pregels), Begiomontum, — Mons 
Begius. 

6« St. (in der Neumark, Kreisst., 
RB. Frankfurt a. d. 0., Prov. Branden- 
burg, in einem Thal an der Rörike), 
Begiomontum Neomarchiae. 

KSnigsfelden, Mktfl. (u. ehem. Abtei 
im schweizer Kanton Aargau, bei 
Brugg), Campus Begius. 

KSnigrshofeii, 1« in Baden, St. (bad. 
Kr. Mosbach, Amt Tauberbischofs- 
heim, an der Tauber), Curia Begis 
Badensis. 

3. in Bayern (im Grabfeld), St. 
(Bezirksamt, bayr. RB. Unterfranken, 
an der Fränkischen Saale), Curia 
Begia in Ar vis. — Curia Begis, 
— Cu/ria Begia, — Koenigshofa. 

KSnigsIntter, St. (Kr. Helmstedt, 
Hzgt. Braunschweig, an der Lutter 
und dem Bergrücken Elm, mit ehem. 
Benediktinerabtei und der schönsten' 
Basilika in Norddeutschland), Lut- 
ter a Begia. — Lutteria. — Lo- 
theria Begia. 

K5nigr8maehem, Mktfl. (ElsaTs-Loth- 
ringen, Bezirk Lothringen, Kr.Dieden- 
hofen, Kanton Metzerwiese, an der 
Kanner und unweit der Mosel), 
Machera Begis. 

KSnlgrssaal (Zbraslaw), Stift (u. Kloster 
in Böhmen), Aula Begia. 

KVnigrsstädtl, St. (in Böhmen), Ana^xi- 
pölis. 

K)(nig:sstuh], 1« Gebäude (von Quadern 
errichtet, auf 7 Schwibbogen ruhend, 
bei Rense am Rhein, wo sich (zi*- 
letzt 1496) die Kurfürsten versam- 
melten), Thronus Begßlis. — 
AmMatinum. 



297 



KOnigrstein 



Kollin 



298 



2. (Kaiserstuhl) Berg (bei Heidel- 
berg; an dessen Abhang das Heidel- 
berger SchloJs), Mona MprtiUonum 
JRegiiM, 

3« Berggipfel (der Kreidefelsen auf 
Stubbenkaanmer, Insel Bügen), Sedes 
Begis Caröli nominis XIL 

KSnigrstein, 1. Festung (auf 374 m 
hohem Sandsteinfelsen oberhalb des 
1. Eibufers sich erhebend; gilt für 
uneinnehmbar), Begis Saxum, 

2« St. (in Saehsen, Kreish. Dres- 
den, Amtsh. Pirna, im Eibsandstein- 
gebirge, 1. an der Elbe, unterhalb 
von 1), Lapis Regius. 

3. auf dem Taunus (Kr. Ober- 
taunus, EB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, mit Schlofs), Cctstdlwm Drusi 
et Germamci, 

KSnigswart, Mktfl. (Hauptort und 
Schlofs einer fürsÜ. mettemichschen 
Herrschaft im böhm. Kr. Eger), 
Marahodui Castellum, — Mct- 
rabodui Castrum, 

K9nigswinter, St. (Siegkreis, BB. 
Köln, Bheinproyinz, r. am Bhein und 
am Siebengebirge: unter dem Drachen- 
fels), Hibema Begia. 

KSpingr, Si (in der schwed. Prov. Swea 
Bike, Westmannlands Län, früher be- 
festigt), Copinga, 

KSrlin, St. (Kr. Kolberg-Körlin, EB. 
Köslin, Prov. Pommern, am Einflufs 
der Eatüe in die Persante), CorUnum, 

K9r9s, M. (in Ungarn, 1. Nbfl. der 
Theifs, entsteht aus der Weifsen, 
Schwarzen und Schnellen K., mündet 
bei Chongrad), Chrysius. — 
Chrystis. 

K9r98-Banya, Mktfl. (im ungar. Komi; 
tat Pesth), Orysii Au/raria. 

Kl^sehingr (Kesching), Mktfl. (bayr. BB. 
Oberbayem, Bezirksa. Ingolstadt), 
Aelia Flavia Caesarea, — 
Germamcum, 



K986B, St. (Kr. Naumburg an der Saale, 
BB. Merseburg, Prov. Sachsen, in 
einem Thal an der Saale, mit den 
Buinen der Burgen Budelsburg und 
Saaleck), Cusne. 

Koesfeld, St. (Kreisst., BB. Münster, 
Westfalen, an der Berkel), Cosfeldia. 

Oslin, 1. Eegierungsbezirk (Prov. 
Pommern, mit 12 Kreisen und den 
Hauptflüssen Persante, Wipper [mit 
Grabow], Stolpe, Lupow und Leba, 
die zur Ostsee, Küddow und Drage, 
die zur Netze fliessen), Comitatus 
Cosliniensis, 

3. St. (Hptst. des gleichnam. BB.s 
u. Kreisst., am westlichen Fufs des 
GoUenberges und am Mühlenbach), 
CosUfwm. 

Käthen, St. (Kreisst, Hzgt. Anhalt, an 
der Ziethe), Cothsna, — Cothenae, 
— (Mhenium, — Coiha, 

KSvar, Schlofs (altes, in Siebenbürgen), 
Cova/ria, 

K9far-Tid6ke9 Distrikt (in Sieben- 
bürgen), Disi/ndius Covariensis. 

Kohlenwald, Gebirge (Teil der Arden- 
nen), Silva Carbonaria. — ScU- 
tus Carbonemus, 

Kehren, St. (sächs. Amtsh. Borna, 
Kreish. Leipzig; Schlofsruine), Cho- 
ria/ni ViUa, 

Kokelhurger Gespannschaft (in Sie- 
benbürgen), Comitatus Kukoliensis. 

Kokosi, s. Kakosia. 

Kolii, St. (Hafen im grofsruss. Gouv. 
Archangelsk, auf der Halbinsel K., 
unweit der Kolabai; Hauptort des 
altrussischen Lappland), Cola Lap- 
porum. 

Kolbergr, St. (Kr. Kolberg-Körlin, EB. 
Köslin, Prov. Pommern, an der Per- 
sante, 3 km von deren Mündung in 
die Ostsee), Colberga. 

Kollin, St. (im böhm. Kr. Czaslau, an 



299 



Kolaar 



Konstftiu 



300 



der Elbe), Colonia iuxta Albim. 

— Colkhum, 

Kolmsr, St. (Hptst. des Bezirkes Ober- 
elsafs, an der Lauch und dem Logel- 
bach, einem aus der Fecht abgelei- 
teten Kanal, 2 km westL von der 
Hl), Columbaria. — Cölumbarium. 

— Colobu/rgnm, — Colmaria, — 
Cholembra. 

A(y.: Colmariensis, -e. 

Koloom (Eolotscha), St. (in Ungarn), 
Colocia. — Colozza, — Colocza. 

Kolomea, St. (in Galizien), Colomia. 

Koloseh (Kloosmarkt), Mktfl. (in Sieben- 
bürgen), Colosia. 

Koloseher Gespannsehaft (in Sieben- 
bürgen), Comitatus Colosiensis. 

Kolotscha, s. Kolocza. 

Kolsnm, Kastell (mit einem Hafen in 
einem Meerbusen des Roten Meeres), 
Clysma (Kkva/xa). 

Kom (Koum), St. (in Persien), Choama. 

— Cheuma, 

Kommotau, St. (Bergstadt im böhm. 
Kr. Saaz, am Fulse des Erzgebirges), 
Helcipolis, — Cammotovia, — 
Commotovium. 

Komom, St. (Hptst. des gleichnam. 
Komitats in Ungarn, Kr. jenseits der 
Donau; auf der Insel Schutt), Co- 
mära. — Comamum, — Comaronia. 

— Comaronium, — Comorra. — 
CrumBnum. 

Komomer Gespannschaft (in Ungarn), 
Comitatus Comaroniensis. 

Kongayer, s. Kenghever. 

Kongrgebirgre (im wesÜ. Nordafrika, 
zwischen Sudan und Oberguinea, 
Quellgebiet des Senegal, Gambia und 
Niger), Mandras. 

KongrO) 1« Fl. (auch Zaire genannt, 
gr. Strom in Niederguinea in Afrika), 
Congus. 
9m Landschaft (a&ikanisches König- 



reich im Süden des Kongoflusses), 
Congutn. 

Kon-HIssar, Ort (im Innern von Klein- 
asien, im alten Lykaonien), Coro- 
passus {KoQonaaaoq). 

Konieh, St. (Hptst. des alten Lykaoniens 
im Innern von Kleinasien), Iconium 
Clxoviov). 

Konitz, St. 1. in WestpreuTsen 

(Kreisst., RB. Marien werder), Choi- 
nitia. — Coniza. — Conimbra, 

2. in Mähren (Kr. Ohnütz, Be- 
zirkshauptmannschaft Schönberg), Co- 
niza Moraviae. 

Konkun (Bender -— ), Ort (an der Küste 
von Persien), Gogamt {Twyctva). 

Konstadt, St. (Kr. Kreuzburg, RB. 
Oppeln, Prov. Schlesien, an einem 
Zuflufs der Stober; zum Mediat- 
fürstentum Öls gehörig), Leucaristus 
(AsvxdQiarog). 

Konstantinopel, 1. St. (türk. Stam- 
bul, Istambul; Hptst. des osmanischen 
Reiches, am südl. Eingange zum Bos- 
porus amphitheatralisch auf drei- 
eckiger Landzunge zwischen dem 
Goldenen Hom imd dem Marmara- 
meer), Byzantium (Bvl^dvviov). 
— Constantinopolis {KovaravTivo- 
noXiq). — Borna Nova. 

Adj. : Byzanttnus, -a, -um, 
Byzantius, -a, -um. 
Constantinopolitanus , - a, 
-um. 

Einw.: Byzanttni. 

2. Strafse ron — , Meerenge (am 
Nordende des Marmarameeres, wo 
sich die Ufer Europas und Asiens 
begegnen), Bosporus Thracius 
{ßoanoQoq S^Axioq). — Bosporus 
Thradae. — Os Fonti. — Os Pon- 
ticum. — Dretum ConskmtinqpoU- 
tanum. ! 

KonstanK (Kostnitz), St. (Krdsst, im 
südöstlichsten Teil des Grofsherzog- 



301 



Kei^enhagen 



Kosseir 



302 



tums Baden, am AusfluTs des Eheins 
aus dem Bodensee und unmittelbar 
an den schweizer Eanton Thurgau 
angrenzend), Constantia, — Guno- 
durum. 

Kopenhagren (Ejebenhayn), St. (Hptst. 
u. Eesidenz, zugleich bedeutendste 
Festung von Dänemark, auf der Ost- 
küste der Insel Seeland, am Sund, 
durch schmalen Meeresarm von der 
Insel A-manger getrennt; aufser 3 
Vorstädten (0ster-, Norre-, Vester^ 
bro) 3 von Festungswerken einge- 
schlossene Hauptteile : westl. Altstadt, 
nordwestl. Neustadt mit der Citadelle 
Frederikshavn, und südl. Christians- 
havn auf Amager), Havnia. — 
Haunia. — Hafnia. — Codania. — 
Codoma. 

Koradsebe, Fl. (in Phönizien, der 
nördl. von Kaisarije [Ruinen von 
Cäsarea] ins Meer fällt), Chorseas 
(XoQaiccq). — Cherseas (XeQOsexg). 

Korl^ach, St. (Fürstent. Waldeck, Kr. 
des Eisenbergs, an der Itter), Cor- 
hacum, 

Korezyn, St. (an der "Weichsel, in 
Russisch-Polen), Neocorcinrnn, 

Korfu, Insel (und St. darauf; eine der 
Ionischen Inseln im Ionischen Meer), 
Corcyra {Ksqxvqk, von den Einge- 
borenen s. Z. KSqxvqo, genannt). 
Einw.: Corcyraei (KsQxvQaXot). 

Korinth (Korinto), St. (türk. Gereme, 
aufMorea, im alten Argohs, auf dem 
Isthmus von K.; das heutige K. ist, 
bes. seit dem Erdbeben von 185S, 
eine grofse Trümmermasse; nur die 
• Citadelle Akrokorinth ist noch sehr 
fest), Corinthus {KS^ivS-og). 
Einw.: Corinthii {KoQlvd^iot). 
Adj.: Corinthius, -a, -um^ 
Corinthiä(M8, -a, -wm, 

Komelymniister, Mktfl. (Landkr. u. 
RB. Aachen, Rheinprov., am Münsterr 



bach, mit ehem. Benediktinerabtei), 
Inda. 

Koromandelf Küstenlaiyl (der südL 
Teil der Ostküste des Dekan), Coro- 
mandBla. — Sorarum Begio. — 
Soretanorum Begio. 

Korea, St. (in Bithynien), Astacus 
{Äaraxog). 

Korsika (frz. Corse), Insel (französ., 
im Mittelmeer, bes. Dep.; Hptst. 
Ajaccio), Corsica. — Cymus 
(KvQVoq). — Terapne. 
Einw.: Cor st. 

Adj.: Corsicanus j -a, -um. 
CorsicuSj -a, -um. 

Korsar, St. (dänische Hafenstadt auf 
Seeland, am Grofsen Belt; Uberfalyi; 
nach der Insel Fünen [Fynen] und 
nach Kiel), Crudsora. 

Korvei, Abtei (ehem., gefürstete Bene- 
diktinerabtei im preufs. RB. Minden, 
Kr. Höxter, an der Weser in West- 
falen; Kolonie des Klosters Corvie 
in der Picardie : Hauptausgangspunkt 
des Christentums für das nördliche 
Deutschland und Pflegstätte der Bil- 
dung und klassischen Wissenschaft; 
jetzt im Besitz des Hauses Hohen- 
lohe-Schillingsfürst,Mediatfürstentum 
des Herzogs von Ratibor) , Corbeia 
Nova. — Corheia Saxmiica. — 
Carbonacum. — Tanfanae Lucus. 

Kosah (Kosi), Fl. (in Ostindien), Cos- 
soagus. — Cossoanus. 

Kosel, St. (Kreisst., RB. Oppeln, Prov. 
Schlesien, in tiefer Lage an der 
Oder), Cosdia. 

Koslow, St. 1. (auch Eupatoria gen., 
Hafenstadt im russ. Gouv. Tauiien 
auf der Westküste der Krim), Eu- 
patoria (EvTtatoQlcc). — Cherrone 
(Xe^ovtjaog). — Cherson (XSqowv). 
2m (im grofsruss. Gouv. Tambow, 
am Lessnoi-Woronesch), Coslovia. 

Kosseir, St. (Hafenstadt in Ägypten), 



803 



Kossir 



Kremsmtbusier 



304 



Berenice (BsqsvIxt^), — Myos 
Hormos (Mvoq%Qfioq). 

Kossir (Ko^), St (in Eoüesyiien), 
Philotera (^ilmt^Qo). — FhUo- 
teris (^iXmrs^iä). 

Kostendil (Ghiustendil), St. (in Eume- 
lien), Ulpianunu — ülpiana. — 
lustiniana Secunda. 

Kostheim, Dorf (Er. Mainz, Froyinz 
Rheinhessen, Grhzgt. H.-Dstdt.. am 
Main), Cufßnstanium. 

fiostnitz, s. Konstanz. 

fiotseh (Kutsch), Heerbasen Yon — 

(an der Westküste von Vorderindien), 
Canthi Colpus {Kavd-l KoXtioq). 

— Irinus, 

Kotsehin (Cochin), Schutzstaat (engl., 
in Asien, westl., auf der Südspitze 
Ostindiens; Hptst. K. am Meer), 
Cottiara (KotriaQa). — Cottiaria. 

Kottbus, St (Kreisst, HB. Frankfurt 
a. d. 0., Prov. Brandenhurg, an der 
Spree), Cothusium, — Cotvititwi. 

Kottisehe Alpen, s. Cottische Alpen. 

Koukla, St. (auf der Insel Gypem), 

Golgi (roXyof)' — GölgtMn, — 

Gölgus. 

Konm, s. Kom. 

Kour, 1. (Metvori), Fl. (im türk. 
Paschalik Erzerum in Armenien), 
Cyru8 {KvQoq), 

2. Fl. (in Karamanien in Persien), 
Corius (KSgioq). — ScUsos. 

Kontals, St (im transkaukas. Gouv. 
K. , dem alten Imerethien), Cotatis, 

— Ctdacitmi. 

Kraibnrir, Mktfl. (bayr. EB. Ober- 
hayem, Bezirksa. Mühldorf, unweit 
des Inn), Carrodlinum. 

Krain, Herzogtum (Ostreich. Kronland, 
im N. von den Kamischen Alpen mit 
Terglou, im S. vom Karst [Krainer 
Alpen] durchzogen; von der Save 
mit Kulpa, Faistritz, Gurk u. s. w. 



bewässert ; mit den Seen : Czirknitzer-^ 
Feldeser- und Wocheinersee; Hptst. 
Laibach), Carnia, — Camtöla, — 
CarniöUa. — Crama, 

Krainbargr, St (in Krain [Oberkrain] 
in Ostreich), Carnioburgum. — 
Carinioburgum. 

Kn^öwa, St. (Hptst der Kleinen 
Walachei), Drubetts. — Dmphegis. 

Krak, s. Krakh. 

Krakan (Krakow), 1. St (Hptst des 
K^. Galizien [Westgalizien], an der 
Weichsel ; zerfallt in Altstadt [linkes 
Weichselufer], Podgorze [r.] und 
Judenstadt Kasimierz [Weichselinsel] 
nebst 14 Vorstädten), Carodünum, 
— Cracovia, 

3. Gebiet (Regierungsbezirk, s. 1), 
Pdlatinätus Cracoviensis. 

Krakh, St (Hptst. der Nabatäer in 
Arabien, auch Wady Musa genannt), 
Petra {JlsTQa), — Araceme (k^a- 
xsfirj).— Characmoba {Xa^dxfKoßa). 

Krakow in Meeklenbnrg, St. (Grhzgt. 
M.- Schwerin, am Krakower See), 
Crocconis Castrum, 

Krasnislaw, St (in Russisch-Polen), 
Crasnoslavia. — Crastnostavia. 

Krafsner Gespannsehaft, Komitat (in 
Ungarn, jenseits der Theifs; Quell- 
gebiet des Flusses Krafsna; Haupt- 
ort Szilagy - Somlyo) , Comitaius 
Krasznensis. 

Kravada (Karyes), Mktfl. (auf Morea, 
im alten Lakonien, an der arkadischen 
Grenze), Caryae {KaQvai), — 
Carya {KaQva\ 

Kremnitz, St. (Bergstadt im ungar. 
Komitat Bars, in tiefem Thale), 
Cremnidum, 

Krems, St (in Unteröstreich, am Ein- 
fluifl der .Krems in die Donau), Cre- 
meaia, — Cremsa. — Cremsium. 

Kremsmttnster, Mktfl. in Oberöstreich, 



305 



Kreta 



Kronstadt 



306 



an der Krems; Benediktinerstift), 
Chremissae Monaaterium, — 
Cremiscmum Moncisterium, 

Kreta, s. Kandia. 

Kreufsen, St. (bayr. E6. Oberfranken, 
Bezirksa. Pegnitz, am Boten Main), 
CrusBna. 

Kreutz (Koros), St. (früher Hptst. von 
Kroatien), Crisium. 

Kreutzer Grespannschaft, Komitat (in 
Kroatien), Comttatus Crisiensis. 

Krenzburgr, 1. in Obersehleslen, St. 

(Kreisst., EB. Oppeln, Prov. Schle- 
sien, an der Stober), Crucihurgum, 

— Creuzherga, 

2« in Ostpren/sen (Kr. PreuMsch- 
Eylau, BB. Königsberg, am Pasmar), 
Crimburgum Vmedicwm. 

3. an der Werra i^Grhzgt. S.- 
"Weimar -Eisenach, 3. Verwaltungs- 
bezirk [Eisenach]), Cruciburgum ad 
Vierram, 

Krenznaeli, St. (Kreisst., EB Koblenz, 
Eheinprovinz, am Einflufs des Fisch- 
bachs in die Nahe), Crucenacum. 

— Cruciniäcum. — Cmcinäcum. — 
Crtuiianiäcum. — CrucorUlcum. 

Adj.: Crucenacensis, -e. 
Onicofuzcensis, -e. 

Kriebstein, Dorf (und Schlofs von 
1390, auf einem Felsen an der 
Zschopau, Sachs. Kreish. Leipzig, 
Amtsh. Döbeln), Crybenstenium. 

Krieehingen, Dorf (ElsaTs-Lothringen, 
Bezirk Lothringen, Kr. Bolchen, 
Kant. Falkenberg, an der Deutschen 
Nied; früher franz. in Creange oder 
Creance verstünmielt). Creance. — 
Creanche, 

Krim 9 Halbinsel (Taurische, in Süd- 
rulsland, zwischen dem Schwarzen 
und Asowschen Meere, durch die 
schmale Landenge von Perekop mit 
dem Festland zusammenhängend), 
Cherronesua (Chera,) Taurica 



{XsQQovtjaog ij TavQixi]). — Cher^ 
ronesus {Chera.). — TauHca, — 
Cherronesua [Chera.) Magna. — 
Cherronesua [Chera.) Crimaea. — 
Tataria Crimaea. — Tataria Pre- 
copenaia. 
Einw.: Tauri (TavQoC). — Tau- 
rici [TavQixoC)' 
Krink (Kringa), Mktfl. (in Krain, Ost- 
reich), . Coriticum. 

Krishna^ s. Kistnah. 

Kroatien, Königreich (bildet mit Sla- 
vonien ein östreichisches Kronland; 
Einw. vorzugsweise Kroaten und 
Eaizen [Serben]. 4 Komitate: Agram, 
Fiume, Warasdin, Kreutz [Koros]), 
Croatia. — Chröbatia. — Croatia 
Cia-et-Trana-Savana, 
Einw.: Croatae. — Chrobati 
(aus Horwaten = Bewoh- 
ner der Karpathen). 

Kroja, s. Kroia. 

Kroman, Mftliriseh- (Krumlau, 
Krumau), St. (in Mähren), Crumlavia. 

Kronaeh (Cranach), St. (Bezirksamt, 
bayr. EB. Oberfranken, an der Mün- 
dung der Hafslach in die Eodach; 
mit der ehemad. Festung Eosen- 
berg), Crona^ium. 

Kronenbnrgr (Kronborg), Festung (auf 
der dänischen Insel Seeland, zur Be- 
festigung des Sundes), Coronae- 
burgum. 

Kronmetz, St. (in Tirol), Medium 
Coronas. 

Kronstadt, St. 1« (russ. Seestadt und 
Festung auf der Insel Kotlin im 
Kronstädter Busen, östi. Teil des 
Mnnischen Busens, erster Hafenplatz 
des Eeiches, Station der russischen 
Ostseeflotte, zugleich Vormauer und 
Seehafen für Petersburg; auf einer 
nahen Insel das Fort Kronslot), 
Corona Finnica. 



307 Kron-Weifsenburgr 



Kmlabteh 



308 



tt» (ungar. Brasso, erste Fabrik- 
und Handelsstadt Siebenbürgens, im 
Land der Sachsen), Corona, — 
StepJianopolis. — Brassovia, 

Kron-WeiTsenburgr? s. "Weifsenburg 
im Elsafs. 

Krossen, 1. an der Oder, St. (Kreis- 
stadt, RB. Frankfurt, Prov. Branden- 
burg, am Einflufs des Bober in die 
Oder), Crosna. 

2. Mktfl. (Kr. Zeitz, RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der Weifsen 
Elster), Crosna ad Elystrum. 

3« St. (in Galizien), Crosna Sar- 
matica. 

KrumMi, St. (in Böhmen), Cru mavia. 

— Cromena. 

Kmswiee, St. (in Russisch -Polen), 
Crusvicia. — Crusvicum. 

Ktypo (Khtypa), Berg (im nördlichen 
livadien in Griechenland), Messa- 
pium (MeoaccTiiov). 

Kubftn, Fl. (in Kaukasien, kommt vom 
Elbrus, flielst erst nördl., dann westl., 
mündet in vielen Armen ins Schwarze 
Meer. Die Kubanische Steppe reicht 
vom K. bis zum Manytsch), Hypa- 
nis C'YTiavig). — Bardanias. — 
Vardaniis. 

Kabbet-Jambo, Insel („Haifischland^^ 
im Roten Meere)," Zygaena (Zv- 
yaiva). — Zygena. 

Kuehl, Mktfl. (im Salzburgischen), 
CucuUe, — Ct€cidla£. — CuculU. 

— CasteUum CuculUs. 

Kndak, Ruinen (bei Hinsky im Ksm- 
\id&\\&\Borystheni8{BoQva^£vlq). 

— OlMa COkßla), — Olbiopdis 
( ^OXßi6nokLq)-Miletopolis{Milrix6- 
nokig). 

Kudros (Kütros, Kidros, Kidra,Quitros), 
St. (in Natohen), Cytöros (Ävtcw- 
Qog). — Cytt>ru8, — Cytörum {Kvr- 

(OQOV). 



fittblis, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graubünden), Canvaüium. 

KlUisBaeht, Mktfl. (im schweizer Kan- 
ton Schwyz, am Rigi und an einer 
Bucht des Vierwaldstätter Sees [Küfs- 
nachter See]^ Cussenacum, 

fillstrin, St. (Kr. Königsberg in der 
Neumark, RB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, Festung am Einflufs der 
Warthe in die Oder), Costrinum. 

Knf stein, St. (im tiroler Kr. Innsbruck, 
am Inn, mit der Feste Josefsburg 
[Staatsgefangnis]) , Albianum. — 
Kufstenium. 

Kohestan, Land (der Parther im Süden 
und Südosten des Kaspischen Meeres), 
Farthia {IlaQS-lu). 

Kqjawien, Landschaft (altpolnisches 
Fürstentum, in Posen, umfafste den 
gröfsten Teil des heutigen Regierungs- 
bezirks Bromberg [den ehem. Netze- 
distrikt] und von Westpreufsen die 
Kreise Flatow und Deutsch-Krone; 
Hptst. Inowraclaw), Ck^iavia. 

Kuilenborgr (oder Grave), St. (in Hol- 
land), Caruo. 

Knllen, die — , Yorgebirge (aus weit 
in das Kattegat vorspringenden Gra- 
nitfelsen bestehend, in Schonen in 
Schweden, mit einem Leuchtturm), 
Kolloe. 

Kulm, 1* St. (Kreisst., RB. Maiien- 
werder, Prov. Westpreufsen, l'/^ km 
von der Weichsel auf dem Höhen- 
rand am Weichselthal), Culma. — 
Ctdmia. — Chelnmum. 

Acy.: C^ilmensis, -e. 

2« Mktfl. (auch Maiienkulm gen., 
in Böhmen), Mariaechelmum, — 
Mariaeadmia, 

Knlmbaeh, 1. St. (Bezirksa., bayr. 
RB. Oberfranken, am Weilsen Main), 
CiUmbacum, 

2. Fürstentum (ehemal. in Ober- 
franken, mit der ehemaL Festung 



309 



Kulmer Land 



Kurland 



310 



FlassenbiiTg [jetzt Strafanstalt]), Prin- 
cipatus CtUnUxiieensis. 

Knlmer Land, Landschaft (aLtpreuTsi- 
sehe, zwischen Weichsel, Drewenz 
und Ossa, mit unbestimmten Grenzen 
gegen 0.; zeitweilig wurden dazu 
auch das Löbauer Land, Sassen bis 
zur Drewenzquelle und Michelau im 
S. von der Drewenz gerechnet), 
(Mmigeria. 

Knlpa, 1. Fl. (Nbfl. der Save, kommt 
vom Krainer Schneeberg, wird bei 
Karlstadt schifibar, mündet bei Sissek), 
Colapis (KokaniQ). — Colapius, — 
Culpa, 

S« Distrikt (jenseits 1 in Ungarn), 
Processus Transcolapianus, 

Kumanien, Name zweier Distrikte (im 
mittleren Ungarn). 

1. Orofs - Kumanien (östl. von 
der Theifs, im Komitat Aufser-Szol- 
nok), Cumcma Maior. 

2« Klein -Komanien (zwischen 
Donau und Theifs, im Komitat Buda- 
pest-Pilis) , Cumanorum Minorum 
Megio, 

Komis, Landschaft in Khorasan in Fer- 
sien, im alten Parthien), Comisene 
(Kofjitaijvi^. 

Knnersdorf, Dorf (Kr. Weststemberg, 
EB. Frankfort, Prov. Brandenburg; 
Schlacht 12. Aug. 1759), Conradi 
VictiS. 

Kunselyseg, Mktfl. (in Ungarn), Cur 
norum Sedes. 

Knpferberg:, 1. in Schlesien, St. 

(B[r. Schönau, RB. Liegnitz, auf 
einem vom Bober umflossenen Berge), 
Cufprimontium. 

2. in Bayern, St. (EB. Ober- 
franken, Bezirksa. Stadtsteinach), 
Ckiprimontittm Hermionum, 

3. in Schweden, Mktfl. (in 
Gestriklän), Cuprimontium Gestriciae. 



4. in BOhmeo, St., Cuprimontium 
Bohemiae, 

Kur, s. Kour. 

Kurden, Völkerschaft (in Vorderasien, 
zwischen Armenien imd Mesopota- 
mien, iranischen Ursprungs), Car- 
duchi (KaQÖovxoi)' — CarduSni, 

Kurdistan, Landschaft (der Kurden in 
Asien; Hptst. des türk. Teils: Bitlis; 
des persischen: Kirmanschah), Cur- 
dia. — Curdistania. 

Kurische Kehrungr, Landzunge (1 20 km 
lang, 2 — 3 km breit, trennt das Kuri- 
sche Haff von der Ostsee; der ganzen 
Länge nach von Ketten von Sand- 
dünen [bis 62 m Höhe] durchzogen; 
die Unterlage der Nehrung besteht 
aus Thon- u. Lehmschichten, welche 
teilweise der Tertiärformation ange- 
hören und alsdann sehr reich an 
Bernstein sind, der bei Schwarzort 
in grofser Menge im Haff gefischt 
wird), Paeninsula Curonensis. 
— Elixoia. 

Kurisehes Haff, Strandsee (in Ost- 
preufsen, das gröfste der 3 deutschen 
Haffe an der Ostseeküste, reicht von 
Labiau bis Memel, von S. nach N. 
98 km lang, im S. 45 km breit imd 
hat einen Flächeninhalt von 1620 qkm. 
Mit der Ostsee verbunden durch das 
6 m tiefe und 250—600 m breite 
Tief von Memel, femer durch meh- 
rere Kanäle. In das K. Haff fliefsen 
die zahlreichen Arme der Memel, 
die Minge, Dange, der Nemonien und 
der Pregelarm Deime), Lacus Cu- 
ronicus. — Sinus Cwonicus. — 
Sinus Curonensis, — Sinus Cur- 
landiae, 

Kurkreis (ehem., im Kgr. Sachsen), 
Ducatus Saxoniae. 

Kurland, Gouvernement (eine der rus- 
sischen Ostseeprovinzen; Einw. in 
den Städten fast nur Deutsche, auf 



311 



Kus 



Laghetto 



312 



dem Lande deutschfemdliche Esten 
und Litauer, Hptst. Mitau; urapr. 
2 Herzogtümer: K. [sw.] und Sem- 
gallen [so.]), Curonia. — Cwr- 
landia. 

Kos, St. (auch Sytfah gen., in Ägypten), 
Apollinopolis Parva, 

Kutais, s. Koutais. 

fiatsch, s. Eotsch. 

KuttenbergT) St. (Bergstadt [Kupfer 
und Blei] im böhm. Kr. Czaslau), 
Cuttna. — Cutna. — Hora. — 
Kuttenberga. 

KaxhaTen, St. (u. Hafenort im Ham- 
bui'ger Amt Eitzebüttel, 1. an der 
Eibmündung), Cuochavia. 

Kyburgr» Mrktfl. (in der Schweiz), 
Chuigeburgum. — Kyburgum. 

KyffhXuser, Gebirge (kleines, meist 
im Schwarzburgischen, bildet das 



nördhchste Glied der Thüringer Ter- 
rasse und wird durch das Thal der 
Goldenen Aue an der Helme vom 
Harz geschieden. In seiner Grund- 
lage besteht es aus Granit und Syenit, 
worüber Eotliegendes und Zechstein 
lagern; durch die Buinen Kyffhäuser 
[470 m] über Tilleda imd Rotenburg 
[439 m] über Kelbra besonders be- 
kannt), Castrum Cuphese. — 
Mona Kiphhu8ö/nus. 

Kyle, Provinz (alte, in Schottland), 
Covalia, — Coila, 

fiyll, Fl. (L Zufl. der Mosel aus der 
Eifel, entspringt auf dem Wiesen- 
stein, mündet bei Ehiang), Celbis, 
— Gelbis. 

Kyritz, St. (in der Prignitz, Kr. Ost- 
prignitz, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Jäglitz), Kiritium. 



L. 



Laab (Laa), St. (in Ostreich, Land 
unter der Ens), Laha. — Lava, 

Laaeh, Kloster (Abtei, Kr. Mayen, EB. 
Koblenz, Bheinprovinz, am Laacher 
See), Abbatia Lacensis, — Mo- 
nasterium ad La>cum, 

Labian, St. (Kreisst., EB. Königsberg, 
Prov. Ostpreufsen, an der Deime, 
aus welcher daselbst der Grofse 
Friedrichsgraben abgeht, 3 km vom 
Kurischen Haff), Labiavia. 

Labourdan, Landschaft (in Südfrank- 
reich [Niederpyrenäen] und Spanien, 
meist von Basken bewohnt; Haupt- 
ort Bayonne), Tragus Lapwrdensis. 

Laeedogna, s. Cedogna. 

Laeha, Berg (in der Türkei, im alten 
Thessalien), Olympus COXvfjiTtog). 



Lacheo, Mktfl. (in der Schweiz), Ad 
Lacwm, 

Ladenburgr, St. (bad. Kr. und Amt 
Mannheim, am Neckar), Civitas 
Lobodüna, — Lobdünum, — L%h 
podanum, — Latinoburgam, — 
Ladenburgum, — Leodtus. 

Ladikieh (Lataklah), iSt. (Hafen- und 
Handelsstadt in Syrien, Hafen für 
Aleppo), LaodicEa {Aaoölxsicc)* — 
LaodicBa Syriae (A, ^ it^og d-a- 
karty). — LaodiöHa Sepiimü, 
Einw.: Laodicenses. 

Ladronen-Inseln, s. Diebsinseln. 

Lagran, FL (in Lrland), Logia. 

Lagrerthai (in Tirol), Vaüis LaguHna. 

LaghettO) See (kleiner, östüich von 
Eom, in der Gtegend von Valle d'Isi- 
doro), Imcus BegiUus, 



313 



Larny 



Lahn 



314 



Lagliy^ St. (frz. Dep. Seine-et-Mame), 
Latiniacum. 

Lagro Castello, See (südösü. von Born, 
im ehem. Kirchenstaat), LactM Al- 

Lairo Contigliano, See (im ehemal. 

Kirchenstaat), Locus Cuttliensis. 
LaiTO di Bagni, See (in der Campagna 

von Rom), Locus AUnmeus. 

Lagro di Bassaoo, s. Bassano. 
Lagro di Bolsena, s. Bolsena. 
Lago di Braeeiano, s. 2. Bracciano. 

Lagro di Camarana, Sumpfeee (bei 
der Stadt Camarana auf Sicihen), 
Palus Camorina, 

Lagro di CapiBtrano (oder Celano), s. 
Capistrano oder Celano. 

Lagro di Castigrlione, See (im Gebiet 
des ehem. Kirchenstaates), Locus 
Gabinus, 

Lagro di ChiaTenna. \ 

} s. Como 8. 
Lagro di Como, j 

Lagro di Garda, s. Gardasee. 

Lagro didro, s. Idro. 

Lagro d'Iseo, s. Iseo. 

Lagro di Lesina, s. S. Lesina. 

Lagro di Luerina, s. Lucrina. 

Lagro di Lugrano, s. Lugano. 

Lagro di Nemi, s. Nemi. 

Lagro di Oehrida, s. 1« Ochrida. 

Lagro d'Orta, s. Orta. 

Lagro di Paola, s. Faola. 

Lagro di Patria, See (ün Neapolitani- 
schen), Lintema PcUtts. 

Lagro di Pemgria, s. 3. Perugia. 

Lagro di Pico, s. Pico. 

Lago di Roneiglione, s. Roncighone. 

Lagro di Saipi, s. 2* Salpi. 

Lagro di Santa Prasseda, See (kleiner, 
östl. von Rom), Locus Begillus, 

Lagro di Scntari, s. 3. Scutari. 
Lagro di Topogrlia, s. Topogha. 



Lagro di Tieo, s. Yico. 

Lagroi, See (in Rumelien, Lagos Buru 
bei Kumulshina), Bistönis {-tdis) 
Locus {Biaxovlq Alfxvri). — Bisio- 
num Stognum, — Bistonis Polus. 

Lagro Magrfiore, See (am Südfoüse der 
Alpen, teils zum schweizer Kanton 
Tessin, teils zu Italien gehörig, vom 
Tessin durchströmt; darin die Bor- 
romeischen Liseln), Locus Verba- 
nus, — La>cus Maior, 

Lagro Salso (oder d'Andoria), See (im 
Neapohtanischen),Zracus^n{24«n(mus. 

Lago Stiya, See (in Griechenland, im 
alten Böotien) , Cop ots, -i dis 
KiOTtatg, sc. Alfirr^). — Cephissis 
(Kri(piaalq), — Haliartis (AXiagrlq 
Alfivri), — Onchesti Polus CH iv 
^Oyxi]OT(t} Alfi,vrj). 

Lagros, !• St. (in Portugal, Prov. Al- 
garve), Lacobrtga. — Lotobriga. 
2* s. Lagoi. 

Lagrnna de la Jnnda, Fl. (in Spanien, 
auch Barbate), Boelon (BalXtov). 

Lagrnna di Grao, St. (in Friaul), 
Aqua,e Grodotae, 

Lagunen, Küstenniederungen (sumpfige, 
mit Inseln, am nordwestl. Gestade 
des Adriatischen Meeres, von der 
Isonzomündung bis zum Podelta, in- 
mitten deren Venedig, die „Stadt der 
Lagunen", hegt), Paludes Vene- 
toe. — Paludes GaUicae. 

Lagrusta (Lastre), Insel (an der Küste 
von Dalmatien), Lodesio, — Glo- 
dussa. 

Lahn, Fl. (r. Nbfl. des Rheins, ent- 
springt auf dem Lahnkopf bei dem 
Forsthof Lahnhof in Westfalen in 
waldreicher Gegend, fliefet zuerst 
östlich, wendet sich oberhalb Mar- 
burg nach S. und strömt von Giefsen 
ab nach "WSW. bis zur Mündung 
bei Niederlahnstein; die wichtigsten 
Zuflüsse sind: 1. die Ohm mit der 



315 



Laholm 



Land ob der Ens 



316 



Wohra, der Weilbach, die Ems und 
Aar; r. die Dill), Lagana. — Lor 
hana. — Lana. — Lanus, — Lau- 
gona, — Logana. — Loganus. — 
Lonaha. — Lonus. 

Laholm 9 St. (in Schweden), Lagor 
holmia. 

Lahore (Lohah), St. (brit-ostind. , im 
Pendschab, ehedem Besidenz des 
Grofsfürsten der Sikhs, am Eami; 
Festmig), Lahorium. — Lahora. 

— AUxa/ndria ad Confluentes Ace- 
stnis. — Bucephala. 

Laibaeh, 1« (slav. Ljubljana), St. 
(Hptst. Yon Erain, am Müsse Laibach, 
nahe deren Mündung in die Save), 
AemDna. — Emöna. — Erna. — 
Cölonia Tauriscorum. -^ LabüGum. 

— Lübiana. 

2* M. (inKrain, s. 1), Labachus. 

— Corcoras. 

Laino, 1« Fl. (im Neapohtanischen), 

LälAS. 

2. St. (ebd.), Laus. 

Laittoure (Leictoüre), St. (in Frank- 
reich), La dura. — Lactora. — 
Lectora. — (^ivitas Lactoratium. 

Lfj^iura, St. (am Arab. Meerb., im 
alten Äthiopien), Adulis CköovXig). 

— Adule (köovlrj). — Oppidmn 
Adulitarum. 

Einw.: Ad^Utae {kdovkTrat). 
Adj.: Adulicus, -Uj -um (kSov- 
. kixog). 

Lakene, Dorf (im SW. des türkischen 
Eleinasiens, im alten Karien), Lagina 
(Adyiva). 

Lambaeb, MktfL. (in Oberöstreich, an 
der Traun; Benediktinerabtei), Lam- 
bacum. 

Lamballe, St. (in Fi*ankreich) , Lam- 
balium. 

Lambese^ St. (in Frankreich), Lam- 
besca. 



Lambessa (Lambese), St. (in Algeiien, 
am Auresgebirge; seit 1852 fcsmz. 
Strafort), Lambaesis. — Lam-' 
baesa. — LaniÖaese. — Lambese. — 
Lämpa£sa ad Ampsägam Fltwium. 

Lambista Ambelia (auch Lambirio * 
oder Lampiri), Hafenort (in Griechen- 
land, im alten Acluya), Erin^us 
Fortus{^QiVBoq AifAriv). — Er^ni^o. 

Lambro, Fl. (in Spanien), Lamhrus. 

Lamegro, St. (in der portugiesischen 
Provinz Beira), LamSca. — La- 
mBcum. — Lamacenorum Urbs. — 
Lamecenorum Urbs. — Lama. 

Lamina, St. (in der Türkei, im alten 
Magnesia in Thessalien), Homoltum 
i^OfioXiov). 

Lampedusa (Lampadosa), Insel (an der 
Nordküste von AMka), Lopadusa 
{Ao7cadova[a]a). 

Lampta, St. (im Königreich Fez), 
Vobrix. 

LamiizO) Distrikt (Gegend von An- 
tiochia in Eleinasien, im alten Isau- 
rien), LamUtis {AafKaxLq). — 
Lamusia. 

Laneaster, St. 1. (Hptst. der gleichn. 
Grafsch. im nordwestl. England, am 
Lune und Lancasterkanal) , Alau- 
num. — Aiöne. — Ali^yne. — Xon- * 
govicum. — Lancastria. — Langinia, 
2« St. (in Pennsylvanien in Nord- 
amerika), Longovicum Americantmi. 

Laneeröta, Insel (östlichste der Kana- 
rischen Inseln, mit Vulkan), Lan- 
celota. — LanceUotta. 

Laneeston, s. Lauston. 

Laneiano (Vecchio), St. (ital. Ptov. 
Abruzzo citra, am Foltrino), Anxä- 
num. — Lancianum. 
Einw.: Anxäni. 

Land der Sachsen, Provinz (in Sieben- 
bürgen), Fimdus BegiiAS Saxonicus. 

Land ob der Ens, Erzherzogtum 



317 



Land unter der Ens 



Lanebourgr 



318 



(oder Ober-Östreich, Hptst. Linz an 
der Donau), Ai^ria Swperior, 

Land unter der Ens, Erzherzogtum 
(oder Nieder -Ostreich, Hptst. Wien 
auf dem r. Ufer der Donau, wo das 
Müfschen Wien mündet), Austria 
Inferior, 

Landaff, St. (in Südwales in England), 
Fanum adTaffum. 

Landau, St. !• in der Pfalz (Bezirks- 
amt, bayr. RB. Pfalz, an der Queich), 
Landavia, — Landavium, — 
Landavwm, 

S« an der Isar (Bezirksamt, bayr. 
RB. Niederbayem) , Landavium ad 
Isaram, 

3. in Waldeck (Fürstentum W., 
Kr. der Twiste, an der Watter), 
Landavum Valdecense, 

Landeek, St. 1. in Schlesien (Kreis 
Habelschwerdt, RB. Breslau, Prov. 
Schlesien , " an der Biele zwischen 
dem Glatzer Schnee- und dem 
Reichensteiner Gebirge), Landecca. 

2. in Westpreufsen (Kreis 
Schlochau, RB. Marienwerder, Prov. 
Westpreufsen, an der Küddow, welche 
daselbst Zier und Dobrinka auf- 
nimmt), Landecca Borussiae Occi- 
dentalis, 

Landes, Les — , Landstrich (nur 
Steppen xind Heiden längs der Küste 
des Biskayischen Meerbusens m 
Frankreich, zwischen der Gironde 
xmd den Pyrenäen; Name eines frz. 
Departements, Hptst. Mont de Mar- 
san), Landarum Tractus, — 
Ager Syrticus. — Landae Burdi- 
galenses. — Tesqua Aquitanica, 
-orum. — Tesca Aquitanica, — 
SabiUBta Burdigalensia. 

Landeshut, St. (Kreisst., RB. Liegnitz, 
Prov. Schlesien, am Einflufs der 
Zieder in den Bober, westl. vom 
Landeshuter Kamm), i a n (2 i 8 Ä il 1 1* m 
Silesiae, — LandishiUa Süesiae. 



Landquart, Fl. (Nbfl. des Rheins im 
Kant. Graubünden, durchfliefst den 
Prättigau, mündet oberhalb Maien- 
feld), Langaras, 

Landreey, Festuug (im frz. Dep. Nord, 
an der Sambre), Landrecium, — 
Landresium, — Landräcum, 

Lands End, The — , Vorgebirge (süd- 
westlichste Spitze Englands), Fro- 
munturium Antivestaeum, — 
Bolerium, — Betetium, 

Landsbergr, St. 1. an der Warthe 

(Kreisst., RB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, am Einflufs der Kladow in 
die Warthe), Landsherga ad Vartam. 
IS. in Ostpreufsen (Kr. Preufs.- 
Eylau, RB. Königsberg, Prov. Ost- 
preufsen) , Landsberga Borussias 
Orientalis. 

3. in Oberschlesien (Kr. Rosen- 
berg, RB. Oppeln, Prov. Schlesien, 
an der Prosna, hart an der russischen 
Grenze), Landsherga Silesiae. 

4. RB. Merseburg (Kr. Delitzsch, 
Prov. Sachsen, am Strengbach), 
Landsberga Saxonica. 

5. in Bayern (unmittelbare St., 
bayr. RB. Oberbayern, r. am Lech), 
Landsberga Bavarica. 

Landscrona, s. Landskrona. 

Landser, Dorf (und Kantonshauptort, 
Elsafs-Lothiingen, Bezirk Oberelsafs, 
Kr. Mülhausen), Decus Regionis, 

Landshut, St. (unmittelbare, Hptst. 
von Niederbayem, an der Isar), 
Landishütum. — LandshMum. 
— Landshüta. — Consicanetes, 

Landskrona, St. (befest. Hafen in der 
schwedischen Provinz Schonen, am 
Sund; gegenüber im Sund die Insel 
Hveen mit den Ruinen des Schlosses 
Uranienborg, einst Tycho de Brahes 
Sternwarte), Coronia, 

Lanebourg, Mktfl. (in Savoien), Lan- 



319 



Lftnerk 



Lariritaen 



320 



ciohur gum. — Lanebwrgum, — 
Lambwrgum, 

Lanerk, St. (in England), Colanica. 

— Cölania. — Curia. — La/narcus, 

Langelandf Insel (dänische, im Grolsen 
Belt), Langelandia. — Terra 
Longa. 

Laiigr(e)nau, Mktfl. (Hauptort des 
Emmenthfds im Kanton Bern), Camr 
pu8 Longua. 

Langrensalza, St. (Ereisst, RB. Erfurt, 
Prov. Sachsen, an der Salza und un- 
weit der Unstrut), Longosalissa. 

— Saica. 

Langenzenn, St. (bayr. RB. Mittel- 
franken, Bezirksa. Fürth, an der 
Zenn), Cenna. — Cinna. 

Langrets, St. (in Frankreich), Lange- 
sium. 

Langron, St. (in Frankreich), Alingo. 

— Alingonis Portus. 

Langres, St. (befea,t., frz. Dep. Haute- 
Mame, auf dem eisenreichen Plateau 
vonLangres), Lingonum Civil as. 

— Andomat%mum. — Andematwnum 
lAngonwni. — Antematwnum. — 
Lingones. 

A(^*.: L.ingonensis, -e. 
Lingonicus, -a, -tim. 

Langruedoc, Provinz (ehem., des südl. 
Frankreichs, jetzt die 6 Dep. Haute- 
Garonne, Tarn, Aude, Herault, Gard 
und Ardeche bildend; benannt nach 
der südfranz. Mundart (Langue d'oe) 
im Ggstz. zur nordfranz. (Langue 
d'oui): Hptst. Toulouse), Langfuje- 
docia. — La/ngedöcum. — Occi- 
tania (Provinda). — Pagus Tölo- 
8Hnu8. — Völcarum Regio. 
Adj.: Occitänus, -a, -um. 

Langaes, Landschaft (in Savoien), 
Langae. — Langarum Tractus. 

— Langoa. 

Lanquart, s. Landquart. 



Lan-Sn, Fl. (im nordwestL Eleinasien, 
im alten Bithynien), Elaeus 
CEkaiog). — Elatas CEkazaq). 

Lanzo, St. (in Piemont), Axitna. 

Laon, St. (befest. Hptst. des frz. Dep. 
Aisne), Laudünum. — Lugdünum 
Clavatum. — Urbs Laudunensis. — 
Laodunum. 
Adj.: Laudunensis, -e. 

Laonda (Leda), St (auf der Südküste 
von Kreta), Leb Ena (Asßijva). — 
LebSn {Aeßr^v). 
Adj.: Lebenaeus, -a, -um. 

Laonnois, Landschaft (um Laon, 
w. m. s.), Tradus Latidunensis. 

Lapltho (oder Lapta), St. (auf der 

Nordküste der Insel Cypern), La- 

päthos {Adnad-og). — LapSthus 

(AaTiijS^og). — Lapithus (AaTiid-og). 

Adj.: Lapithius, -a, -um. 

La PoUonia (oder Yojussa), Fl. (in 
Albanien), Aüus. — Laous. — 
Aeas, -cmtis. 

Lappland (Sameland, nördl. iTeil der 
skandinavischen Halbinsel, zwischen 
dem Bottnischen Meerbusen, dem 
Nördlichen Eismeer und dem Weifsen 
Meer; die Bewohner zerfallen in Remi- 
tier- oder Berglappen imd Fischer- 
oder Küstenlappen. Lappland ist 
politisch geteilt zwischen Schweden 
— Lappmark — , Norwegen — Finn- 
marken — und Rufsland — Teil von 
Finnland), Lapponia. — Lappia. 

Einw.: Lappönes. — Lappi. 

Adj.: LapponicuSy -a, -um. 

Lapsaki, St. (in Türkisch-Kleinasien, 
in Klein -Mysien am Hellespont), 
Lampsacus {Adfxxpaxoq). 

Lar, St. (Hptst. der persischen Land- 
schaft Laristan), Lana. 

Laraehe (oder El Arisch), St. (Seestadt 
in Marocco), Lixus. 

Largritien, Dorf (Kanton Hirsingen, 



321 



Larino 



Lausitz 



822 



Er. Altkirch, Bezirk Ober-Elsals, 
Elsafs-Lothiingen), Larga, -ae, 

Larino 9 St. (im Neapolitanischen), 
Larlnum, — AiaHnum. 
Adj.: Larxnas, -dtis. 

Larissa, s. Jenischehr 1. 

Laristan, Landschaft (persische, der 
südöstL Teil der Prov. Fars; Hptst. 
Lar), Elymais, -tdis {^Xvfiätg). 

Adj.: Elymaeus, -a, -um (SAv- 
lialoq). 

LarizO) St. (in der Türkei, im alten 
Thessalia Phthiotis, beim j. GardhiM), 
Lartssa Pensilis (A&Qiaaa ^ Kge- 

Larma, s. Kastri. 

Lamaka, St. (auf der Insel Cypem), 
OiUum (Klriov). 

Lasthi, Gebirge (im Osten der Insel 
Kreta, einst dem Zeus heihg), Dicte 
{/JixTTj). — Dictaem Mona {Aix- 

Latakieh, s. Ladikieh. 

Latik, Ort (im südl. Kleinasien, im 
alten Lykaonien), Lystra, -ae und 
-orum. 
Einw.: Lystreni. 

Latzfafs, Mktfl. (Gericht in Tirol in 
Ostreich), Föns Latius. 

Laubaefa, !• s. Laibach 2. 

S. St. (Kr. Schotten, hess. Prov. 
Oberhessen, an der Wetter), Lau- 
bäcum, 

Lauban, St. (Kreisst., KB. liegnitz, 
ProY. Schlesien,amQueis), Lauhäna. 
— Lauhcmum. — Lavha, 

Laudun, Mktfl. (in Frankreich), La- 
danum. — Lcmdümim. 

Lamenburgr^ 1* Herzogtum (ehemal., 
jetzt Kreis, Prov. Schleswig -Hol- 
stein, an der Elbe, Delvenau, Stecke- 
nitz imd Steckenitzkanal, mit dem 
Eatzeburger und Schoolsee), Duca- 

Sftalfeld, Geograph. Handbflolilem. 



tu8 Lauenburgicus, — Comi- 
taiu8 Lattenbu/rgensis. 

/2. an der Elbe, St. (Kreisst, 
s. 1, an der Mündung der Delvenau 
[des Steckenitz-Kanals] in die Elbe), 
Lauenburgum. — Leöbi^rgum, 
— Coenoenum. 

3. in Pommern, St. (Kreisst, 
RB. Köslin, Prov. Pommern, an der 
Leba), Lauef^nM'guin Pomeranorum. 

Laufen, 1. in Bayern, St. (bayr. EB. 
Oberbayern, an der Salzach), Arto- 
bnga. 

S. an der Eyaeli, Dorf (Württem- 
berg. Schwarz waldkreis, Oberamt 
Balingen), Lufina, 

LauTenburgr, St (eigentlich Klein- 
laufenburg, Kr. "Waldshut, Amt 
Säckingen, Grhzgt. Baden, am Ehein 
und Grofslaufenburg in der Schweiz 
gegenüber), Gannodürum. — 
Laufenbu/rgnm, 

Lauffen am Neeluur, St. (württemt). 
Neckarkreis, Obera. Besigheim, am 
EinfluTs der Zaber in den Neckar), 
Laviäcum. — hupha, 

Laninpen, St (bayr. BB. Schwaben, 
Bezirksa. DilUngen, an der Donau), 
Lauginga, — Lavinga. 

Lauis (Lavis), s. Lugano. 

Lanne, St (in Frankreich), Ladona, 

Laurach, s. Lorch 2. 

Lauragnais, Grafschaft (in Oberlangue- 
doc in Frankreich), Ager Lauri- 
äcus^ — Ager Lauriacemis, 

Laorana, St (in Krain in Ostreich), 
Tirana, — Lauranum, 

Lausanne (dtsch. Losen), St (Hptst, 
des schweizer Kantons Waadt, Va Std. 
vom Genfer See ; Seehafenort Ouchy), 
Lausanna, — Lausonium, — 
LoMSodünvim. — Lausona, — Lau- 
sonna, 

Lausitz, Landschaft (im mittleren 

11 



323 Lausitzer Gebirsre 



Leeee 



324 



Deutschland, zerfiel ehedem in die 
beiden selbständigen Markgrafschaften 
Ober- und Niederlausitz, welche 
beide im 13. imd 14. Jhdt. durch 
Kauf und Heirat an Brandenburg 
fielen. 1815 kam der nordöstl. Teü 
der Oberlausitz sowie die ganze 
Niederlausitz an Preufsen [EB. Frank- 
furt]; der sächsisch gebliebene Teil 
bildet die Kreishauptmannschaft 
Bautzen), Lusatia. — Lusatia 
^uperior, — Lusatia Inferior. 

Einw.: Lusati. 

Adj.: Lusaticus, -a, -um, 

Lausitzer Gebirge , Sandsteingebirge 
(Teil des Sudetensystems im König- 
reich Sachsen und Böhmen, trägt an 
der Elbe den Namen Eibsandstein- 
gebirge oder Sächsische Schweiz, er- 
reicht im Jeschken [965 m] in B. 
seine gröfste Erhebung und schliefst 
in der Zittauer Gegend in sich den 
Aussichtspunkt Oybin sowie die 
Phonolithkegel des Hochwalds und 
der Lausche), Mo nie 8 Lusatici, 
— Semana. 

Lauston (Lancestcm) , Mktfl. (in Eng- 
land), Fanum Sancti Stephani. 

Lanterburgr» St. (Kantonshauptort, Kr. 

"WeiDsenburg, Bezirk Unterelsafs, 

Elsafs-Lothringen, an der Lauter), 

Lutrae Castntm. 
Layagma, 1. Fl. (im Gebiete von 

Genua), Enteila. 
2. Mktfl. (im Gebiete von Genua), 

Lavania. -^ Lebonia. 
Layal, St. (bef. Hptst. des frz. Dep. 

Mayenne, an der Mayenne), Vallis 

Guidonis^ 

Layant^ Fl. (1. Nbfl. der Drau, ent- 
springt am "Wenzelalpenkogl, durch- 
flieist das Lavantthal in Kärnten 
und mündet bei Lavamünde), La- 
ventus. 

Layaux, St. (frz. Dep. Tarn, am Agou), 
Vau r um. — Vaimcum. — Vera. 



Layedan, Thal (in Frankreich), Levi- 
tania. 

LayellO) St. (in der neapoHtan. Prov. 
Basilicata), Lahellum. — LaveUum. 

Layemfibide (Lavamünd), Mktfl. (im 
östr. Herzogt. Kärnten, an der Mün- 
dung des Lavant in die Drau), La- 
venttna. — Laventi Ostium. 

Layigrna, Ort (an Stelle des alten La- 
yinium, nordwestl. von Laurentum, 
in Latium), Lavinium. 

Layis, 1. Fl. (1. Nbfl. der Etsch in 
Tirol, durchflieüst das Fassa- und 
Fleimserthal, mündet beim Flecken 
L.), Ävisio. 

13. Mktfl. (vgl. 1). Luganum. — 
Inniänum. 

Layoor, s. Lavaux. 

Laybaeh, s. Laibach. 

Laye, Wald (in Frankreich: Isle de 
France), Ledia. 

Lebedah, St. (in Tripolis), Leptis 
Magna. — Leptis AUera. — Neor 
polis Tripölitana. 

Lebedigrli, St. (in Türk.-Kleinasien, an 
der einstigen ionischen Küste), Lebe- 
aus (AeßeSog). 

Leberthal (Leberachthal), Thal (von 
Markirch, von der Leberach, einem 
r. Zufl. des Giefsen aus dem Wasgen- 
wald im Elsafs, durchströmt), Vallis 
Leporacensis. — Leporea. 

Lebida, s. Lebedah. 

Le Blane, St. (im frz. Dep. Indre), 
Oblincum. — Oblimum. 

Lebr^a (Lebrixa), St. (in der südspan. 
Prov. Sevilla), . Ne brissa. — . Golo- 
nia Venerea Nebrissa Augusta. 

Lebus, St. (Kreisst, RB. Frankfurt, 
Prov. Brandenburg, an der Oder), 
Ijebusium. 

Leeee, 1. Provinz (Terra d'Otranto, in 
Süditahen), Galabria, — Frovin- 
da Hydru/ntina. — Ager Hydrun- 



325 



Leceo 



Leiden 



326 



tinus, — Al^tna Provincia. — 
• Salenttna, 

EiiLW.: Calabri, 

Adj.: Cküabricfas, -a, -um, 

S* St. (Hptst. von 1), AI et i um, 
— Jjwjßia. 

Einw. : Aletmi, 

Leeeo, Si (und Hafen in der lombar- 
dischen Provinz Como, am östl. Arme 
des Comersees) , Leucum. — 
Leccmn. 

Leeeo, Lago di — , See (ösÜ. Arm 
des Comersees in der Lombardei), 
LoiCus Comacenus. 

LeeJi, M. (r. Nbfl. der Donau in Bayern, 
entspringt aus dem Formaninsee in 
Vorarlberg, tritt unterhalb Eeutte 
nacb Bayern über, verlä&t bei Füssen 
die Alpen und durchströmt fortan 
die Bayrische Hochebene, bis Augs- 
burg das Lechfeld und mündet unter- 
halb Eain bei Lechsend; bedeutend- 
ster Nbfl. die Wertach), Lichus. — 
Idcus. 

lieehenieh, Mktfl. (Kr. Euskirchen, 
EB. KöIq, Kheinprovinz, am Rotbach), 
Legioniacum. — Legnicium. 

Lechfeld, Landschaft (38 km lange 
■ Ebene zwischen Lech und Wertach, 
als Schlachtfeld hjstorisch berühmt), 
Lydcyrum Canvpm. 

Leehsend ( — gremflnd), Dorf (an der 
Mündung des Lech), Ostia Lid, 

Leehthal (s. Lech), Vcdlis Licada. 

Leck (Lek), Fl. (Hauptarm des Eheins 
in den Niederlanden, zweigt sich un- 
weit der deutschen Grenze ab, führt 
ursprgl. den Namen Rhein bis Duur- 
stede, bildet die Grenze zwischen der 
Provinz Utrecht und der Grafechaffc 
Culenborg, vereinigt sich bei Krim- 
pen mit dem Noord und flielst als 
Neue Maas weiter nach Rotterdam), 
Fossa Corhulönis, — Lecca. 

Leetoure, s. Laittoure. 



Ledesma, Mktfl. (span. Prov. Sala- 
manca, 1. am Tormes), Blettsa, — 
Eletisa, 

Lee, Fl. (in der irischen Grafschaft 
Cork, kommt aus einem See und 
mündet, den Hafen von Cork bildend, 
in den Atlantischen Ocean), Lea. — 
Savenus. 

Leeds, St. (Hauptort des West-Riding 
der engl. Grafsch. York, am Aire, 
durch einen Kanal mit Liverpool 
verbunden), Ledesia. 

Leewarden (Leeuwarden), s. Leuwarden. 

Legrion, Ort (im Mailändischen), Legio- 
danum. 

Legrnano, Mktfl. (der lombardischen 
Provinz Mailand, an der Olona), 
Leoniacum. — Leönicum. — 
Lignanum. 

Legrad, Mktfl. (im kroatischen Komi- 
tat Warasdin, unweit der Mündung 
der Mur in die Donau), lovia, — 
Lovia, — Legrad/inum. 

Le^rano, Ort (mit 10 km langem Ge- 
birge im Süden von Attika, mit einst 
ergiebigem Silberbergwerk der Athe- 
ner), Lauriiim {Aav^iov). 

Leibnitz, Mktfl. (im steiermärkischen 
Kreise Graz, am Zusammenflufs der 
Sühn und Lafsnitz, mit Schlofs 
Seckau; die Umgebung, das sogen. 
Leibnitzerfeld, enthält viele römische 
Altertümer, Reste der Stadt Solva), 
Laibnitia. 

Leieester, 1. Grafschaft (in Mitteleng- 
land, von WeUand, Avon und einigen 
Nebenflüssen des Trent bewässert, 
vom Leicesterkanal u. a. durch- 
schnitten), Ckymitatus Leieestriensis, 
3« St. (Hptst. von 1, am schiff- 
baren Soar und Leicesterkanal), 
Leicestria. — Licestria. — 
Legecestria. — Leogara. — Batae, 
— Batis. — Batae Coritanorum. 

Leiden, s. Leyden. 

11* 



327 



Leighlüibiidge 



Lendinara 



328 



Leighlinbridge, St. (in Irlaad), Lech- 
linia, 

Leine, M. (1. Nbfl. der Aller, meist in 
der Prov. Hannover, entspringt in der 
Nähe von "Worbis bei Breitenbach 
auf dem Eichsfeld, fielst zuerst west- 
lich, bald aber nördL und über Göt- 
tingen und Hannover zur Mündung 
bei Eickeloh; sie empfimgt r. die 
Euhme und die Innerste, 1. die Thme 
und die Wunstorfer Aue), Leinius. 

— LynitLS, — Lywus. 

Leiningren, Fürstentum (mediatisiert; 
das gräL Haus L.-"Westerburg teilt 
sich seit 1695 in die Linien Alt-L.- 
"Westerb. und Neu-L.-"Westerb., z. T. 
im Grhzgt. Hessen), Principatus Id- 
nanganus. 

Leinster, Provinz (im südöstl. Irland, 
enthalt 12 Grafschaften), Lagenia, 

— Langenia. 

Leipzig:, St. (Sitz einer der 4 Xreis- 
hauptmannschaften im Königreich 
Sachsen, selbst. St., am Einflufs der 
"^ Pleilse und Parthe in die Weilse 
Elster), Lipaia, 
Adj.: Lipsiensis, -e. 
Lipsiäcus, -a, -vm. 
Lipsicus, -a, -um. 

Leiria, St. (im gleichnam. Bezirk der 
portugiesischen Provinz Estremadura 
am Zusammenflufs der liz und Lena), 
Collippo, — Mu/nicipiiiim Collippo- 
nense, — Leiria. — Lmra. 

Eiuw.: CoUipponenses. 

Adj.: Leiriensis, -e. 

Leisnig, St. (sächs. Kreish. Leipzig, 
Amtsh. Döbeln, an der Ereiberger 
Mulde), Leisnidtiim. 

Leith, Si (schott. Grafisch. Edinburg, 
Hafen letzterer Stadt, am Eirth of 
Forth), Letha, 

Leitha (Leytha), >E1. (r. Nbfl. der 
Donau, entspringt bei Haderswerth 
in XJnterostreich, zum Teil Grenze 



gegen Ungarn — daher die neuere 
Bezeichnung eis- und transleithani- 
sches Ostreich — mündet bei Unga- 
risch- Altenburg in die Kleine Donau; 
am r. Ufer auf der ungarischen 
Grenze das Leithagebirge), Lita, — 
lÄtaha. — lAütis. — Scamiunga. 

Leitmeritz, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises im nordwestL Böhmen an 
der Elbe), Litomerium. — lAsto- 
mericum. — Litomericum. — Lüo- 
Tncrtcium. 
Adj.: Litomeriensis, -e. 

Leiten, Mktfl. (in England), Durölitiim, 

Lek, s. Leck. 

Lembergr (poln. Lwow), St. (Hptst. des 
östr. Kronlandes und Königreichs 
Galizien, in tiefem Gebirgskessel am 
Peltew, Sitz der Statthalterschaft), 
Leopolis. — Leniberga. 
Adj.: LeapolüamM, -a, -um. 

Lemene, El. (in Yenetien, entspringt 
oberhalb San Vito in der Prov. Udine 
und mündet nördlich vom Hafen von 
Falconera in den Golf von Yenedig), 
RomoMnum. 

Lem^o, St. (Fürstent. Lippe, an der 
Bega), Lemgovia, — Lemgoa. 

Lemne, St. (auf der Westseite der tür- 
kischen Insel Lemni oder Stalimene), 
Myrina {MvQiva). 

Lemo, Fl. (im Genuesischen), Lemmrü. 
Lemta, St. (in Tripolis im nördL Afrika), 
Leptis Minor. — Leptis Parva. 
— Leptis. — L^temimms. 
Einw.: L^titäni. 
A(y.: Lepticus, -a, -wm. 
Leptiminensis, -e. 

Lemvigr, St. (im dänischen Amte 
Einglgöbing in Jütland am Lijmigord), 
Lern Olga. — Lemvicum. 

Lenezigr« s. Lentschitz. 

Lendinara, St. (in der venetiamschen 
Provinz Rovigo, am Adigetto), Len- 
cUfMria. 



329 



Leiduun 



Lerma 



330 



Lenham, Mktfl. (in England), Dwro- 
lenum. 

Lenox (Lennox), Grafechaft (in Schott- 
.land), Levinia. — Elgovia. 

Lens, St. (&z. Dep. Pas-de-Calais), 
Lentium. — Lentiäcum, — Xew- 
dtMn, — Cctötrum Lenense, — He- 
lenae Vteus. — El6nae, 

Lent-en-Dombes^ St. (in Frankreich), 
LenttUum. 

Lentag^lo, St. (in Itsdien), Tctffina, 

Lentlni, St. (in der sicil. Prov. Noto, 
am gleichnam. Mufs, im Val di Noto), 
Leontini (Aeovrivoi). — Leon- 
tium (AsovTiov). 

Lentsehitz (Lenczig), St. (in Bassisch- 
Polen), Lancicia. — Lcmcidum. 

Leon, 1. Landschaft (Königreich im 
nordwesti. Spanien, mit den 3 Pro- 
vinzen: Leon, Zamora und Sala- 
manca), Begnum Legionense. 

— Begmirn Legionis. 

2* St. (in 1, an derBemesga und 
dem Torio, Hanptst. des gleichnam. 
Kgrs.), Legio Septima Gemina. 

— Legio. 

3. St. (ehemaL Hptst. von Nica- 
ragua in Centralamerika , zwischen 
dem Managuasee imd dem Stillai 
Ocean), Legio Ämericcma. 

4« Insel (Isla de Leon, im Atlan- 
tischen Ocean, an der Südwestküste 
von Spanien, mit dem Testlande 
durch die Brücke del Suaza verbun- 
den, hat mit der Landzunge, auf 
deren nordwesti. Spitze die Stadt 
Cadiz liegt, eine Länge von 23 km), 
Erythia {^EQvd-eca). — Cotinussa 
{Korivovaa),— Äphrodisias {k^p^o- 
öiaidg). — Inmla lu/nonia. 

Leonard, St. — , s. Corbigny St. 
Leonard. 

Leondari, !• St. (in der griech. Nom- 
archie Arkadien, an dem Grenzpafs 
nach Messenien, Hdisson CEXiaowv). 



S. n. (im alten Elis), Hdisson 
Flwoittö CEkiOGow nora/iog). 

Leopoldstadty !• Vorstadt (nördlichste 
imd gröfste von Wien, auf einer 
Donauinsel und mit der Stadt durch 
Brücken verbunden), Leopold^num, 

8. Festung (im ungarischen Eomi- 
tat Neutra, an der Waag), Leopoldo- 
pölis. 

Lepanto, 1« St. (von den Neugriechen 
Epakto oder Nepako, von den Tür- 
ken Ainabekti, Ainabachti genannt), 
in der griechischen Provinz Ätohen- 
Akamanien) , Na up actus (Nav- 
nccxtog). — Naupcicttim, 
Adj.: Naupactius, -a, -um 
{JSavnaxxioq). 
NavipaMus, -a, -um. 
3. Meerbusen von — (oder von 
Korinth, s. 1), Sinus Corinthiacus 
{KoXnog KoQLvd'iaxog). 
Lepe, St. (im südwestlichen Spanien), 
Laepa. — Laepa Magna. 

Lepslna, s. Lessina. 

Leriei (Lerice), St. (in der ligurischen 
Provinz Levante, am Golf von Spezzia), 
JEryx CEqv^). 

Lerida, St. (Hptst. und Festung der 
gleichnam. span. Provinz in Kata- 
lonien, am Segre), Her da. — Urbs 
Herdensis. 
Einw.: llerdenses. 

Lerin, s. Tolosa. 

Lerinisehe Inseln, Gruppe (kleiner 
Inseln, frz. Lerins, im Mittelmeer, 
an der Küste der Provence, Cannes 
gegenüber und zum Dep. Seealpen 
gehörig; die gröfsere Si Marguerite, 
die kleinere St. Honorat [im Alter- 
tum Lerina]), Lerinae. 

Leriz, Fl. (in Spanien), Laerus. — 
La>ero8. 

Lerma, St. 1. (span. Prov. Burgos, 
Stammschlofs der gleichn. Herzöge), 
Libarna. -> Libamum, 



331 



Lero 



LeTant 



332 



S. (in MejikO) am Südufer des 
gleichnam. Sees), Liba/ma Meiiccma. 

Lero, Insel (türkisch, an der klein- 
asiatischen Küste vor dem Golf von 
Mendelia, mit der gleichnam. Stadt), 
Lerus. — Leria, 

Lers, M. (im südl. Frankreich, ent- 
springt an den Pyrenäen, mündet 
nach 90 km zwischen Auterive nnd 
Saverdun in die Ariege), Ircius. 

< 

— Lertius. 

Lesear (Lascar), St. (frz. Dep. Basses- 
Pyrenees), Lascara Bearnen- 
sium, — Benehamentium Civitas. 

— Benehamum. — Lescuria. 

Lesche, M. (im Luxemburgischen), 
Letia. — Lieta. 

Lesghier (Lazen oder Leki), Völker- 
schaft (kaukasisch, in Daghestan, 
meist Mohammedaner), Lazi. 
Das Land Lesghistan: Lazica. 

Lesina, 1. Insel (slav. Far, östr. lusel 
im Adriatischen Meer, Kreis Spalato, 
an der dalmatischen Küste; bedeu- 
tendster Ort Cittavecchia), Pharus 
[^ccQog), — Fharos. — Fharia, 

3. Lagro di — , See (im Gebiete 
von Neapel), Lacus Fontanus. 

Lessina (Lepsina, Letsina, Levsina), 
Mktfl. (in Griechenland, einst attischer 
Demos und St. zur hippothoontischen 
Phyle gehörig), Eleusis CEksvalg). 

— Eleusin (*Ekevalv). 

Lessin(n)es, St. (in der belg. Provinz 
Hennegau, an der Dender), Lessinae. 

Lesuza (lizuza), St. (in Neukastilien), 
Colonia Libisosanorum. — 
Libisüca. — Libisosa. — Ltbiso- 
sbna. 

Lette, St. (in Languedoc), Latera. 

Letten, Yolksstamm (in Kurland und 
im südl. livland, den litauem und 



alten Preufsen [Porussen] verwandt), 
Letti. 

Lettland: Lettia. — Littia, — 
lAtlandia, 

Lettere, St. (in der neapolitan. Prov. 
Neapel, Distr. Castellamare), Lette- 
ranum. — Lycterae. — Lettera. 

Lettseliertlial (schweizer Kanton Wal- 
lis), Letachia VaXlis, 

Lenbns (Lubens), Mktfl. (ehem. Güster- 
cienserkloster, Kr. "Wohlau, RB. Bres- 
lau, Prov. Schlesien, aa der Oder), 
Leobusium. — lAibünwin, — I/uba, 

Leneate, Mrktfl. (frz. Dep. Aude), 
Leocata. — Locata. 

Lenk (frz.Loueche), Mktfl. (und Bezirks- 
hauptort im schweizer Kanton Wal- 
lis, am Ehone), Leucia. 

Leokerbad (bei Leuk), Thermae 
Leucenses. — Thermae Leucerae. 

Leuse (Leuze), St. (belg. Prov. Hemie- 
gau, an der Dender), Letusa. — 
Lusa. 

Leutkiroh, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, an der Eschach), Ecto- 
durum. — Leutkerka. — Lewt- 
hircha. 

Leutmerltz, s. Leitmentz. 

Lentomisehl, St. (in Böhmen), Lito- 
mislium. 

Leatsehau, St. (ungar. Löcse, königl. 
Freistadt im Zipser Komitat), Leu- 
conium. — Leutschovia. 

Leuwarden (Leeuwarden), St. (Hptst. 
der niederländ. Prov. Friesland, an 
der £e und am ZusammenfluDs meh- 
rerer Kanäle), Leovardia. — Leo- 
vardium, 

Leuze, s. Leuse. 

Leyadia, s. livadia. 

Leyant, Isle da — , Insel (eine der 
Strochaden bei Marseille), Hf/paea 
CYncila). 



333 



Levante 



Liddesdale 



334 



Leyaiite (ital. II Levante, sc. Sole, 
,,das Morgenland^^, umfafst im wei- 
teren Sinne alle von Italien aus nach 
0. zu liegenden Länder am Mittel- 
ländischen Meer bis zum Euphrat 
und Nil, deren Haupthandelsplätze 
deshalb von den Itahenem Scale di 
Levante, von den Franzosen Echelles 
du Levant [d. h. Staffeln des Mor- 
genlandes] genannt werden. Im engem 
Sinne versteht man unter Levante 
die Küsten Kleinasiens, Syriens und 
Ägyptens) , Orten 8, — Terrae 
Orientäles. 

Levendal, Mktfl. (in Holland), Laeve- 
fanum. — Levefanum, — Levae 
Vallis, 

Levenzo, Mktfl. (im frz. D»p. Seealpen, 
Grafsch. Nizza, am Yesubia), Buc- 
cina. — Fhorhantia. 

LeTif^ s. Lewig. 

Levitha (Lebitha), Insel (eine der 
Sporaden), Lebinthus (Aißivd-og). 

Levroux, St. (frz.' Dep. Indre), Lepro- 
sium, 

Lewenz, Mktfl. (in der Barcser Ge- 
spannschaft in Nieder-Üngam), Leva. 
— Levia. 
Adj.: Leviemis, -€. 

Lewes, St. (Hptst. der engl. Grafsch. 
Sussex, an der schiffbaren Ouse, mit 
dem Hafenplatz Newhaven), Lesua, 

LewigTy Mktfl. (in Ostreich), Levico, 

Lewis, Insel (aus der Gruppe der 
nördl. Hebriden, mit Harris durch 
einen schmalen Isthmus verbunden), 
Ehndta Occidentalis. — LeDgus. 

Lewischer Distrikt, Komitat (in 
Ungarn), Processm Levemis, 

Leyden (Leiden), St. (in der nieder- 
ländischen Provinz SüdhoUand, ober- 
halb der Mündung des Alten Rhein 
in die Nordsee), Lugduwum Bata- 
vorum. 



Leye (Lys), M. (Nbfl. der Scheide in 
Frankreich und Belgien, entspr. bei 
dem Städtchen Lysboury im frz. Dep. 
Pas-de-Calais, bei Marville schiffbar, 
mündet bei Gent in die Scheide), 
Legia, 

Leytlia, s. Leitha. 

Lez, M. (in Prankreich), Laedus. — 
Ledus, — lÄdericus, 

Lezina, s. Lesina. 

LialEa, Gebirge (der nördl. Teil des 
Pindus, zwischen Thessalien und 
Macedonien, der sich nach Atollen 
erstreckt), Lacmon {Aaxfiwv). 

Liakura, s. Lyakura. 

Liamone (oder Talaro), Fl. (auf der 
Westküste von Korsika), Cercidius, 

— Locra. 

Lian(n>e, Fl. (im frz. Dep. Pas-de- 
Calais, mündet bei Boulogne in den 
Kanal), Elna. 

Libaa, St. (Hafen und wichtigste See- 
handelsstadt in Kurland, am Ausflufs 
des libauschen Sees in die Ostsee), 
Libavia. — Liba, 

Libesade, s. Stavro. 

Libethen, St. (kgl. freie Bergstadt im 
ungarischen Komitat Sohl), Libetha. 

Lieenza, Bach (im alten Sabinergebiet 
in Italien), Digentia, 

Liehfleld (litchfield), St. (engl. Grafech. 
Stafford), Mocetwm. 

Lielistall, s. liestall. 

Liehtenthal, Kloster (und Dorf, bad. 
Kr. und Amt Baden, am Oosbach, 
mit Cistercienser-Nonnenkloster), Lm- 
cida VaJUs. 

Licosia, Insel (in Italien, Lukanien 
gegenüber), Leucothea {Aevxod^icc). 

— Leucosia {Asvxoala und Aev- 
secDolcc). — Lettcctsia {Aevxaola). 

Liddesdale, Landschaft (in Schott- 
land), Lidalia. — Idädesdalia. 



335 



LidkSpingr 



Limburg 



336 



LidkVpingr, St. (im schwed. Län Maiie- 
stad, an der Mündung der lidä in 
den Wenemsee), Lidcopia, — 
Licopia. 

Lfebenthal, St. (Kr. Löwenberg, EB. 
Liegnitz, Prov. Schlesien, am ökbach, 
welcher zum Queis geht), LeamUis. 

Liebenau, Mktfi. (Ex. Nienburg, Landdr. 
u. Prov. Hannover, Grafsch. Hoya, 
an der Aue), Alisni, 

Liefland, s. livland. 

Liegriütz, St. (Stadtkreis und RB., 
Prov. Schlesien, an der Katzbach), 
Lignitium, — Lignttia. — Idgus. 

— Lugidu/num, — Hegetmatia. — 
JEgitmatia. — Bigitmatia. 

Lienz (Lüenz), St. (im tirol. Kreis 
Brixen), Loncium. — Lendum. 

Her (Lierre), St. (in Brabant, in der 
belg. Prov. Antwerpen, am Zusammen- 
flufs der Grofsen und Kleinen Nethe), 
Lyra, — Ledt, 

Llestall (Lichstall), St. (und Hauptort 
des schweizer Kantons Basel -Land- 
schaft, an derErgolz), Leucostdbulwm, 

LieuTin, Le — , Landschaft (in Frank- 
reich, in der Normandie, die Um- 
gebung von Lisieux), Lexovii. — 
Pagus Lesüirms, 

Liffey, M. (in Irland, mündet bei 
Dublin in die Irische See), Även- 
lifnius. — lAfnifiS. — lAbnius, 

Li^e, Dorf (in der belg. Prov. Henne- 
gau, Bez. Toumay), lAgniacum. 

LignidreS) St. (in Frankreich), Linor 
riwm» 

Ligrny9 1* St. (&z. Dep. Maas, am 
Omain), Lignium. — Ligniacum. 

— Lindum, -^ lAncyvm, — Po- 
lichmum. 

S. Dorf (belg. Provinz Namur), 
Lignium JBelgarum, 

L^mQord, Meeresann (an der Ost- 
küste Jütlands^ 158 km lang; die ihn 



von der Nordsee trennende Nehrung 
ward 1825 vom Meer durchbrochen, 
sodafs NordjüÜand seitdem Insel ist), 
SinusLimicus. — Sinus Lymicus. 

Lilienfeld, Kloster (in Ostreich), 
Clampilüi'um, 

Lille 9 1. St. (niederl. Ryssel, Hptst. 
des frz. Dep. Nord, sehr wichtige 
Festung am schiffbaren Deulekanal, 
der hier in die Lys mündet), In- 
sula. — Insülcte. — Isla, 

Adj.i InsiUensis, -c. 

ftm Fl. (im westl. Frankreich), 
JEUa. — Bla. 

Lillebonne, St. (frz. Dep. Niederseine), 
Ldiobona. 

Lillers (lilliers), St. (frz. Dep. Pas- 
de-Calais), Lillerium. — Lilertium. 

Lillo, Festung (in Holland), Lilloa. 
— Liloa, 

Lima 9 1* Fl. (entspr. in GaUcien im 
westl. Spanien, durchströmt Portugal 
von 0. nach W. und ergiefst sich 
bei Viana in den Atlantischen Ooean), 
Belio. — Limia. — Limius. — 
Oblivionis Flwoius (oder Flwmen). 

S. Ponte de Lima, St. (in der 
portugies. Prov. Minho, am Lima), 
Forum Limicorum. — Limia, 

3. St. (Hptst. des ehemal. span. 
Vicekönigreiches, der jetzigen Repu- 
blik Peru, am Rimac), Lima, 

Limagrue, Landschaft in der Auvergne 
in Frankreich), Alimania, — Li- 
mania. 

Limbaeh, 1. Doif (sächs. Kreish. 
Zwickau, Amtsh. Chemnitz), Lim- 
häcum, 

S. St. (und Bergschlofs in Ungarn, 
auch lindva genannt), Lindua. — 
Olimacum, 

Limburgr, 1* Landstrich (ehemal. 
Herzogtum: jetzt 1. holl. Prov. L. 
zwischen Nordbrabant , Geldern, 
Rheinpreufsen und den belg. Prow. 



337 



Lime 



Linz 



338 



L. und Lüttich ; Hptsi Maetricht. — 
2. belg. Prov. L., zwischen Nord- 
brabant, hoU. L., Lüttich, Südbrabant 
nnd Antwerpen; Hptsi Hasselt), 
Provincia Transmosäna, — 
TransmosöMa Diclo, 

8. St. (ehedem Hptst. des gleichn. 
Hzgts., jetzt zur belg. Prov. Lüttich 
gehörend, anderWeeze), Limburgum. 

3. an der Lahn, St. (Er. ünter- 
lahn, EB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau), Limburgum ad Laganam. 

Lime, s. Lyme. 

Limeoille, St. (in Frankreich), Ldmo- 
lium. 

Limisso, St (an der Südküste von 
Cypem), Ämathus {kfjiaS'Ovg). 

Limmat, M. (Nbfl. der Aar, AbfluTs 
des Zürichersees, durchströmt Zürich, 
mündet unweit Brugg), Limaga. 
— Limagus. — Lindemcigus. 

Limne Stiya, See (kleiner in Griechen- 
land, nördhch vom alten böotischen 
Theben, auch Kephissis genannt), 
Hylice CYXixtj Alfivij). 

Limogres, St. (Hptst. des frz. Dep. Ober- 
vienne, an der Vienne), Augusto- 
Txtum, — Lemimcum, — Lemo- 
vlca, -ae. — Lemomcae. 
Einw.; Lemomces, -um. 
Adj.: Lemovicensis, -e. 

Limousin, Provinz (ehem. in Frank- 
reich, mit der Hptst. Limoges, ent- 
spricht dem jetzigen Dep. Obervienne 
und Creuse), Provincia Lemovi- 
censis. — Lemomces, -um. 

Limoux, St. (frz. Dep. Aude, am Aude), 
LimDsum. 

Linäres, St. (Blei- und Kupferbergwerk 
in der span. Prov. Jaen), Hdla/nes. 

Llneoln, 1. Grafschaft (im ösÜ. Eng- 
land, mit den 3 Distrikten LLndsey, 
Eesteven und Holland), Cmnitatus 
Lincohtiensis. 
it. St. (Hptst. von 1, am schiff- 



baren Witham), Lincolnium. — 
Lincolonia. — Civitas Lindocotina. 

— Lindum Colonia. 

Lindau, St. (unmittelbare, bayr. RB. 
Schwaben, auf einer Insel im Boden- 
see, durch «ne 330 m lange Brücke 
mit dem Festiande verbunden), Lin- 
davia. — Lindaugia. — Lindoa. 

— Lintoa. — Philyraea. 

Lindesbergr (auch blofs linde), St. 
(Borgst, im schwed. Län örebro)- 
Lindesherga. 

Lindo, Dorf (auf der türk. Insel Rho- 
dus), Lindus {AlvSoq). 

Lindva, s. Limbach 2. 

Lingen, 1« Grafschaft (im ehemal. 
westfäl. Kreise; die obere zum Kreis 
Tecklenburg, RB. Münster, Prov. 
Westfalen, die niedere zur Land- 
drostei Osnabrück, Prov. Hannover, 
gehörig), Lingo, -onis. 

Q. St. (Kreisst, Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover, am Ems- 
kanal und unweit der Ems), Linga. 

Linidres, St. (inFrankreich), Lina/riwm. 

LinkVpingr, St. (Hptst. des gleichnam. 
schwed. Län oder Östergötlandslän 
am Südende des Roxensees), Lin- 
copia. 

Linlithgrow, 1. Grafschaft (auch "West- 
Lothian genannt, eine der kleinsten 
Grafschaften in Südschottland), Comi- 
tatus Lindensis. 

2. St. (am gleichn. See, Geburts- 
ort Maria Stuarts), Lindum. — 
Lindünum. — Limnuchus. 

Linnhe-Loeh, Fl. (in England), Ij&ngus. 

Linz, St. 1. in Östreieh (Hptst. von 
Ostreich ob der Enns, r. an der 
Donau), Are data. — Aredatum. 

— AwrtLiünum. — Gesodünum. — 
Lentia. — Lentium. — Linea. — 
Linda. — Lindum. 

IS. am Bhein (Kreisst., RB. Koblenz, 
Rheinprovinz), Lindum Rhenanum. 



339 



Linza 



Lissa 



340 



Linza, M. (im Neapolitanisclien), 
Lencia. 

Lions, St. (frz. Dep. Eure, am Bach 
Orleans), Ldonium. 

Llpari, 1. Isoli di — , Inselgruppe 
(auch ÄoHsche Inseln gen., 11 vul- 
kanische Inseln nö. bei Sicilien, das 
Yerbindungsglied zwischen Yesuv 
und Ätna: die nördlichste, Strom- 
boli, mit immer brennendem Vulkan), 
Aeoli Insulae {Aiokov N^aoi). 
— Aeoliae Insulae. — Aeoliae, — 
A^oUdes (AloXlösg). — Hephaestiades 
CH^aiaridösg). — Vulccmiae. — 
Lipärae {AindQcci). — Lipa/raeorum 
Insulae. 

2. Insel (die gröfste der lipaii- 
schen Inseln), Lipära (Aitkxqo). 
Lipäris. — Meltgunis, -tdis {MsXi- 
yovvlg). 

3. St. (auf 2), Lipära (AiTiccQa). 
Einw. : Liparaei, -orum. — Li- 

parenseSj -iwm. 
Adj. : Liparaeus, -a, -um {Ai- 
TtccQaTog). 
Liparensis, -e. 

Lipese, s. liptau. 

Lipnik, Mktfl. (im galizischen Kreis 
Wadowice), Prista, -orum. 

Lippe 9 !• M. (r. Nbfl. des Rheins in 
Westfalen und der Rheinprovinz, 
entspringt unweit lippspringe in der 
Senne, fliefst nach W. omd mündet 
bei Wesel; Nbfl.: 1. die Alme, Ahse 
und Seseke, r. der Haustenbach und 
die Stever), Lippia. — Lipia. — 
I/upia. — Z/uppia. 

2. Fürstentum (ehem. Grafsch., 
westl. von der Weser, gröfstenteüs 
von Westfalen eingeschlossen, vom 
Teutoburger oder lippeschen Wald, 
auch Ofsning genannt, durchzogen; 
Hauptflüsse: die Werre mit Bega, 
die Exter undEmmer), Principa- 
tus Lippiensis. — Comitatus 
Ldppiensis. 



Lippspringre, St. (Kr. Paderborn, RB. 
Minden, Prov. Westfalen, an der 
lippe, nahe ihrem Ursprung [beim. 
Gute Dedinghausen]), Lippiae 
Fontes. — Idppebrtme. — Lipput- 
hruwna. 

Lippstadty St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. WestfEilen, an der Lippe), 
Lipstadium. — Lippa. — Im- 
pias, 'Oe. 

Lipsokatalia, Insel (kleine in Griecheu- 
land, zwischen dem Piräus und Sa- 
lamis), Psj/ttäla {WvxxdXrj). 

Liptan (lipese), Mktfl. (ungar. lipto, 
im gleichn. Komitat), Liptavia. — 
Liptovia. 

Liptaaer Gespannschaft, Komitat (in 
Ungarn, von der Waag durchflössen, 
von Ausläufern der Karpaten, den 
sog. liptauer Alpen, erfüllt; Haupt- 
ort: Szent-Miklos), Comitatus 
Liptaviensis. — CamitcUus lAp- 
toviensis. 

Lipuda, La —9 El. (im Neapolitani- 
schen), Crimisus (K^i/iiiaSg). 

Liria, St. (in der span. Prov. Valencia), 
Leria. — Lawro. — Lawrona, — 
JEjd^a. 

Lisienx, St. (im frz. Dep. Calvados in 
der Normandie, am Touque), Lexo- 
viorum Civitas. — Lexovium. 
— Lexöbiu/m. — Lexuhium. — 
Noviomägus. 
Adj.: Lexoviensis, -e. 

Lisogrno, St. (in Oberitalien), Lisonius, 

Lissa, 1. Insel (und Mktfl. in Dalma- 
tien, zum Kreis Spalato gehörig), 
Issa Insula. — Hissa. 
Einw. : Issenses, -ium. — Issaet, 

-orum. 
Adj.: Issensis, -e. 
Issaeus, -a, -v/tn. 
Isscäcfus, -a, -um. 
S« in Posen oder Polnisch- L., 
St. (poln. Leszno, Kr. Eraustadt, RB. 



341 



Lissabon 



Loearno 



342 



lind Prov. Posen), LtmiosalEum. 
-r Lissa PoUmica, 

3. in Schlesieii, Mktfl. (u. Ritter- 
gut, Kr. Neumarkt in Schi., RB. 
Breslau, Prov. Schi., an der Wei- 
stritz), Lissa Silesiaca. 

Lissabon, Si (portug. Lisböa, Hptst. 
Portugals, Centrum des portugiesi- 
schen Handels imd Kolonialyerkehrs, 
amphitheatralisch am rechten T^'o- 
ufer, unweit dessen Mündung ge- 
legen), Felicitas lulia, — Oli- 
sipo. — OUsippo. — ÜUssipo. — 
Olissipmn, — OUssippo. — TJlissaea. 
— ülissia. — TJlisVÖna, — ÜUssi- 
pölis. — Ltssabona. — Iddöona, — 
Ldsboa. 

Litauen, Landschaft (ehem. poln. 
Grofsherzogtum, aus dem eigentl. L. 
[litwa], Samogitien und dem litau- 
ischen EuJsland hestehend, von Düna, 
Dnjepr, Niemen und Bug bewässert; 
kam bei der Teüung Polens teils an 
Rufsland [Gpuv. Wilna, Grodno, 
Mobile w, "Witebsk und Minsk] und 
an Preufsen [RB. Gumbinnen]. Die 
Litauer bilden mit den Letten und 
alten Preufsen die lettoslawische 
Yölkergruppe) , Lituania, — Li- 
thuania, - 

Einw.: Litvximi, 

Adj.: Litucmicus, -a, -um. 

Little ehester (oder Auldby), St. (in 
England), Derventio. 

LiTadia, St. (in der griech. Nomarchie 
Attika, am Pulse des Helikon und am 
westlichen Rande der Kopaisebene)^ 
Lebadea (Asßdöeia). 

• 

Liyadien, 1« Landschaft (der nördl. 
Teil Griechenlands [Romanien], nach 
der Stadt livadia benanat), Graecia 
Propria. — Hellas CEXlcig). — 
Achaia (kxäta). 

2. See Ton L. (Sumpfsee, auch 
See von TopoHas genannt, in der 



griechischen Nomarchie Böotien; seit 
1857 trocken gelegt), Copais, -tdis 
{KwTiaiQ, -löoq, sc. Alfivrj). — Ce- 
phdssis, -%di8 {Krj^iaalg), — HaUar- 
Uu8 OiXiaQtiog), — JScUiartia PaJibS 
CAkia^rlg ALfivTji), — Onchesti Palm 
CH iv ^Oyxij<Jt(p Ai/ivrj). — Livor 
diae Palus. 

Lifanitis, Mktfl. (in Griechenland, 
einst St. und Hafenplatz der opun- 
tischen Lokrer auf einer Landspitze), 
Cynos (Kvvog). — Cynus Locridis. 

Liyenza, M. (schiffbarer, in Yenetien, 
entspr. bei Polcenigo in der Prov. 
Udine und mündet nach 75 km 
nördl. von Caorle in das Adriatische 
Meer), Liquentia. — lAquetia, 

Livinerthal (in der Schweiz), Vallis 
Lepontina. — L^mUiorum Vallis, 

LiTland (Liefland), Gouvernement (in 
Rufsland, eine der Ostseeprovinzen; 
Hptst.: Riga), Livonia. 
Einw.: Livönes, -wm, 
Adj.: Livonicus, -a, -um. 

LiTomo, St. (befest. Hptst. der gleich- 
nam. mittelitalien. Prov., wichtigster 
Handelshafen Italiens, am Mittel- 
meer), Ad Herculem. — Portus 
Liburnicus. — Herculis Libwmi 
Portus. — Herculis Labronis Por- 
tus. — Liburmis. — Libuma. — 
Ldbwrnum. — Lavwr. — Lahro. 

Llzier, St. — , s. St. Lizier. 

Lizuza, s. Lesuza. 

LIerena, St. (in der span. Prov. Bada- 
joz), Begiana. 

Llobregat, Fl. (in der span. Prov. 
Barcelona, mündet nach 105 km 
südl. von Barcelona in das Mittel- 
meer), Bubricatus. 

Lo, St. — 9 s. St. Lo. 

Lobbe, Mktfl. (in Belgien), Labieni 
Castra. — Lavibium. 

Loearno, St. (deutsch Luggarus, im 



343 



Loehaber 



Loiret 



344 



schweizer Kanton Tessin, am Nord- 
nfer des Lago Maggiore, dem sog. 
Lago di Locamo), Lucarnum, — 
Locamum. 

Loehaber (Lochabar), Grafschaft (in 
Schottland), Lochabria. 

Loches, St. (frz. Dep. Indre-Loire, am 
Indre), Luccae, — Lochia, 

Loeknm, s. Lokkum. 

Lodesano, Landschaft (in der ital. 
Prov. Mailand, vgl. Lodi), Äger 
Laudensis. — Comitatus Lau- 
densis. 

Lod^Te, St. (im frz. Dep. Herault, am 

Fufse der Cevennen und der Ergue), 

Luteva. — Z/utevensium Civitas. 

— Leuteva. — Forwm Neronis. 

Einw.: Luteväni. — Foronero- 

nienses. 

Lodi, St. (in d6r ital. Prov. Mailand, 
an der Adda), Laus Pompeia 
Nova. — Laudum. 

Lodi Teeehio, St. (3 MigUen westl. 
von Lodi), Laus Pompeia, — 
Lau^, — Laudum Vetus. 

LSbaa, 1. in Saehsen (Amtsh., 
Kreish. Bautzen, am Löbauer Wasser, 
das r. zur Spree fliefst), Löbavia 
Saxonum, 

2* in Westpreufsen (Kreissi, 
EB. Marienwerder, Prov. West- 
preufsen, an der Sandelle), Lohavia 
Borussorum. 

LUeknitz, !• M. (1. Zuflufs der Eide, 
unweit deren Mündung in die Elbe, 
mündet unterhalb Lenzen in Branden- 
burg), Lochenitia, 

8. Dorf (Kr. Eandow, EB. Stettin, 
Prov. Pommern), Lochenitium. 

L9wen, St. !• in Belgien (vläm. 

Leuven, frz. Louvain, in der belg. 

Prov. Südbrabant, an der Dyle), 

Lovania. —. Lovanium, 

2. in Schlesien (Kr. Brieg, EB. 



Breslau, Prov. SchL, an der schiff- 
baren Neifse), Lovama Silesia^e, 

Mwenbergj 1. in Schlesien, St. 

(Kreisst, RB. Liegnitz, Prov. Sohl., 
1. am Bober in einem Thal), Leo- 
rtnum, — Le^s. — Leopolis, 

2. in der Mark, Dorf (und Bitter- 
gut, Kr. Ruppin, KB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg ; ehemals Stadt), Zeön's 
Marchica. 

Ll^wenstein, Crrafschaft (nach der 
gleichn. St. im württemb. Neckar- 
kreis), Leostenii Comitatus, 

LSwenthal, s. Liebenthal. 

Logrono, St. (Hptst. der gleichnam. 
spanischen Provinz in Altkastilien, 
am Ebro), luliobriga, — Lucro- 
nium, 

Lolie, M. (1. Nbfl. der Oder in Schle- 
sien, entsteht bei Bohrau aus der 
Grofsen und öeinen L. und mündet 
8 km nö. von Breslau), Lavus, 

Loingr, Fl. (Nbfl. der Seine, entspringt 
bei St. Colombe en Puisaye ober- 
halb Auxerre im Dep. Tonne; an 
seiner Seite hin bis zur Seine führt 
der schiffbare Kanal von L. oder 
Montargis), Lupia, — Lupa. — 
Luna, 

Loir (Le), M. (in Erankreich, entspr. 
im Dep. Eure-Loir, im Weiher von 
Cemay, und mündet nach 277 km 
oberhalb Angers in die Sarthe), 
La,ed/us, 

Loire (La), Fl. (gröfster in Prankreich, 
entspr. am Westabhang der Cevennen 
im Dep. Ardeche, wird oberhalb 
Eoanne schiffbar, nimmt eine groDse 
Anzahl von Nebenflüssen auf und 
mündet nach 1012 km (wovon 772 
schiffbar) bei Paimboeuf in das At- 
lantische Meer), Liger, -^m. — 
Ligera. — Ligära. 

Loiret, Fl. (klein, aber schiffbar, im 



345 



Loisaeh 



Lons le Saulnier 



346 



gleiolm. Dep.., mündet unfern Orleans 
in die Loire), Idgeruia. 

Loisaeh, M. (1. Nbfl. der Isar in 
Bayern, entspringt in Tirol südl. vom 
Wettersteingebirge, durchströmt in 
Bayern das Alpenthal von Garmisch, 
nach dem Austritt aus den Alpen 
grolse Moose und mündet unterhalb 
Wolfratshausen) , Lyubasa, — 
Loysa. 

Loitz, St. (Kr. Grimmen, RB. Stral- 
sund, Prov. Pommern, an der Peene), 
Luititia, 

Lokeren, St. (Fabrikst. in der belg. 
Prov. Ostflandem, an der Durme), 
Locri, 

Lokkvin (Loccum), Dorf (Er. Nien- 
burg, Landdr. und Prov. Hannover, 
an der Fulde; ber. Kloster), Äbhatia 
Loceensis, — Äbbatta Luccensis. 
— Abbatia Locumensis, 

homvLgne^ Landschaft (in der Gas- 
cogne in Frankreich), Leonumia. 

Lombaerdhyde, Mktfl. (in Brabant), 
Longobardorum Ida, 

Lombardei^ Landstrich (der wesÜ. Teil 
der nordital. Tiefebene, benannt nach 
den Longobarden, welche 568 hier 
ihr Beich gründeten ; umfafst gegen- 
wärtig die 8 Provinzen Bergamo, 
Brescia, Como, Cremona, Mantoa, 
Maüand, Pavia, Sondrio), Boius 
Ager, — Botctis . Ager. — Lom- 
bardia. — Longobardia, — Lemgo- 
bardia. 
Einw.: Longobärdi.—Lonibardi, 
Adj.: Lombardicm, -a, -um. 

Lombez (Lombes), St. (frz. Bep. Gers, 
an der Save), Lombaria. — Lom- 
batia, — BerfUrmm. 

Lomello (Lumello), Mktfl. (in der sog. 
LomeUina, vor 1859 Prov. der sar- 
din. Division Novara, seitdem ein 
Bezirk der ital. Prov. Pavia, Hptst. 
Mortara), LaumeUum. 



Lomraatzseh, St. (sächs. Amtshaupt- 
mannsch. Meifsen, Kreish. Dresden, 
an der Jahne in der Lommatzscher 
Pflege, der fruchtbarsten Gegend im 
Kgi*. Sachsen), Glomacium, 

Lomme, Grafschaft (und Dorf im frz. 
Dep. Nord), Lamacia, 

London, St. (Hptst. des Britischen 
Reiches, gröfste Stadt und wichtig- 
ster Handelsplatz der Erde, in den 
3 Grafschaften Middlesex, Surrey und 
Kent, zu beiden Seiten der Themse), 
Londtnum, — Londinium. — 
Longidinium. — Limdinium. — 
Lundonia, — Civita^s Ltmdonia. — 
Au^ftista Trindbantum. 
Adj.: LondinensiSj -e. 

Londonderry, 1. Grafschaft (in der 

irischen Prov. Ulster), Londino-Deria. 
2. St. (Hptst. von 1 , am Foyle, 

auch blofs Derry genannt), Deria, 

— Derra. — BöberEtum. 
Lon^enico (oder Miraka), St. (auf der 

griech. Halbinsel Morea), Olympia 

C0Xvfi7tl(£), 
Longford, 1. Grafsch. (in der irischen 

Prov. Leinster; im nördl. Teil die 

Caimclonhughberge), Comitatus Lon- 

gofordiensis. 
8. St. (Hptst. von 1, wichtiger 

militärischer Posten), Longofordia, 

Longro Sardo, St. (befest., auf der 
Nordküste Sardiniens, Sitz des Bi- 
schofs von Amburias, mit kleinem 
Hafen), Tibula. 

Longrwy« St. (Grenzfestung im frz. Dep. 
Mosel, an der Chiers), Longovicus, 

Lonigo, St. (in der venet. Prov. Vi- 
cenza, an der Gua), Leonicemim. 

Lonjameau, Mktfl. (im frz. Dep. Seine 
et Oise), Longum Gemellum, 

Lons le Sanlnier, St. (im frz. Dep. 
Jura), Ledo Salinarius. — Le- 
dum Sakmum, — LonaaMnum. — 
Lugdünum Scdinatorium. 



347 



Loon op Zand 



Loua 



348 



Loon op Zand, Mktfl. (in der niederl. 
Prov. Nordbrabant, Bez. Herzogen- 
busch), Lona. 

Loos, Dorf (Fabrikd. im frz. Dep. Nord, 
unweit Lille, mit alter Abtei), Lassa, 
Adj. : Lossensis, -e. 

Loquabyr, Landschaft (in Schottland), 
Abria. 

Lora del Bio, St. (in der span. Ptoy. 
Sevilla, r. am Guadalquivir), Axa- 
lita. — Fanum Axdlitanum. — 
Flavium Axalitamim. 

Lorea, St. (in der span. Prov. Murcia), 
Ilorci, -orum. — Uorcum, 
Einw.: llordtanii 

Loreh, 1. in Wttrttembergry St. 

(württ. Jagstkreis, Obera. "Welzheim, 
an der Eems, mit uraltem Benedik- 
tinerkloster auf dem Marienberg), 
Laureätum, — Laurissa. 

3. am Bhein, Mktfl. (Kr. Ehein- 
gau, KB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, am Einflufs des Wisperbachs 
in denEhein), La%i/reä(MmWienanum. 

3« in Ostreich, Mktfl. (auch 
Laurach gen. , im östr. Traunkreis, 
unweit Enos, uraltes christl. Bistum 
mit ber. Kloster), Lauriäcum. — 
Colonia Aurdiana Lauracensis, — 
Laii/reäcum. — Blaboriäcum. 

Lor^to, St. (in der mittehtal. Prov. 
Ancona, am Musone, nahe dem Adria- 
tischen Meer), Fanum Mariae 
Lauretanae, — Lau/rEtum. — 
O^dum Lauretanum, 

Lorgrues, St. (im frz. Dep. Var), Leo- 
väcae. 

Lorris, St. (frz. Dep. Loiret), Lori- 
äcum, — Laurisamum. — Lärms- 
Sanum. 

Lorsch, Mktfl. (hess. Prov. Starken- 
burg, Kr. Bensheim, unweit der 
^ Weschnitz, mit Euinen der 764 ge- 
gründeten und 1G21 zerstörten gleich- 
nam. fürstlichen Abtei), Monaste- 



rium Laureacense, — Monaste- 
riu/m Laureshamense. 

Losehonz (Losoncz), Mktfl. (im ungar. 
Komitat Neograd), Losontium, 

Losehonzer (Losonczer) IHstrUct (in 
Ungarn), Processus Losomiensis. 

Losere, Berg (in den Cevennen), 
Lesöra. 

Losoncz, s. Losehonz. 

Lossie (oder Struth), M. (in der schot- 
tischen GraÜBchaft Moray, mündet bei 
dem Seehafen Lossiemouth), Loxa. 

Lot, M. (auch Olde oder Oulde gen., 
im südl. Frankreich, entspringt auf 
dem Westabhange der Cevennen im 
Dep. Losere, wird bei Entraigues 
schifn^ar und mündet bei Aiguillon 
in die Garonne; danach benannt das 
Dep. Lot, Hptst Cahors), Loda. — 
Lota, — OUis, — OUtis. — Olda. 

Lothian, Grafschaft (ehemal., in Schott- 
land, im S. des Forthbusens), Lau- 
dania, — Laudonia, — Lathiama. 

Lotliringren, Landschaft (ursprünglich 
deutsch, seit 1766 französisch [Lor- 
raine], die Dep. Maas, Mosel, Meurthe, 
Vogesen und einige Kantono vom 
Dep. Niederrhein umfassend, wovon 
jedoch der Teil mit deutsch redender 
Bevölkerung 1871 an Deutschland 
zurückg^ommen ist: der jetzige 
deutsche Eeichs -Bezirk Lothringen 
bildet ein mäfeig hohes Bergland von 
dem Charakter eines Plateaus, das von 
der Mosel, Ome, Seille, Nied und 
Saar durchströmt wird, und zerfällt 
in die 8 Kreise: Bolchen, Chateau- 
Salins, Diedenhofen, Eorbach, Stadt- 
und Land-Metz, Saarburg xmd Saar- 
gemünd; Hauptort Metz), Lotha- 
ringia. — Mediomatrica (Terra), 

Einw.: Lotharingi, 

Adj.: LothaHngicus, -a, -um, 

Loua, St (in Eez), Garra, 



349 



' Louain 



Ladd 



350 



Louain, Fl. (in Erankreich), Lima. 

Loudun, St. (im frz. Dep. Vienne, un- 
weit derDive), luliodunum, — 
Losdu/mim. 

Lourdes, St; (im frz. Dep. Hochpyre- 
näen, am Ausgang des Lavedanthales), 
Lapu^dum. 

Louth, 1. Grafechaffc (im nördl. Teil 
der irischen Prov. Leinster; Hptst. 
Dundalk), Comitatus 1/udensis. 

3* Mktfl. (mit den Eninen einer 
ehemals her. Abtei, 11 km westl. von 
Dundalk in der Grafsch. L.), Lu/tum. 

3« St. (in der englischen Grafsch. 
Lincoln, mit der Nordsee durch den 
gleichnamigen . Kanal verbunden), 
Ludum. — iMtha. 

Loutra, Ort (in livadien in Griechen- 
land), Limnaea (Aifivala). 

LouTain, s. Löwen. 

LouTiers, St. (frz. Dep. Eure, an der 
Em-e), Luparia, -ae, — Lwpariae, 

LouTre, Palast (in Paris, durch Gale- 
rien mit den Tuilerien am Karussell- 
platz verbunden, 1871 zum grofsen 
Teil niedergebrannt), Lupara. 

Lowiez (Lowitsch), St. (im russ.-poln. 
Gouvem. Warschau, an der Bzura), 
Lovitium, 

Loyes, St. (im frz. Dep. Ain), IMa. 

Lozi^re, s. Losere. 

Labens, s. Leubus. 

Liil)lau (magyar. Lublo), St. (Alt-L., 
Kronstadt im ungar. Komitat Zips, 
am Poprad,^ 7* St. davon Dorf L. uud 
Heilbad L.), Lublavia. 

Lnl^lin, St. (Hptst. des gleichn. Gouv. 
in Kuss.-Polen, an der Bistrzyca, 
nächst Warschau der wichtigste 
Handelsplatz R.-Polens), iMÖUnum. 

Luc, St. (in der Dauphine in Erank- 
reich), Vacontius. — Lucus Au- 
gusti. — Lucfus. — TeUönwm. 



Lue en IHois, St. (im frz. Dep. Drome), 
Lucus Vesontioruni, 

Lucar de Barrameda, San — , s. San 

Lucar de Barrameda. 

Lueca, St. (unweit des Serchio, Hptst. 
des ehemal. souver^en Herzogtums, 
seit 1860 italien. Prov., zu Toskana 
gehörig), Luca, — Lucca, 
Adj.: Lucensis, -e. 

Luecedio, Abtei (im ehemal. Herzogt. 
Montferrat, jetzt Prov. Turin), Äb- 
hatia Mariae LucedicLe. 

Lucena, St. (in der span. Prov. Cor- 
dova), JElisana. 

Lucera, St. (und Bischofssitz in der 
neapol. Prov. Capitanata), Nuceria 
Apulorum, — Lujceria Apula. — 
iMceria. 

Luelensteig:, Engpafs (befest., im 
schweizer Kanton Graubünden, am 
Rhein bei Mayenfeld ; verschlofs das 
Land gegen Deutschland), Clivus 
Sancti Ludi. 

Luelol, St. (in Frankreich), Lopho- 
sagium. 

Luck (Luzk), St. (Grenzfestung im west- 
russ. Gouv. Volhynien, am Styrfl.), 
Luceoria. 

Lueka, St. (im Herzogt. Saohsen- 
Altenburg, Ostkreis, an der Schnauder), 
Lucca. — Lticcavia. - 

Luekau in der Lausitz, St. (Kreisst., 
EB. Prankfurt, Prov. Brandenburg, 
an der Berste), Luccavia. — Lucoa. 

Lucmanier, s. Lukmanier. 

LuQon, 1. St. (im frz. Dep. Vendee, 
Bischofssitz am gleichnam. schiff- 
baren Kanal), Lucio. — Luciona. 
— Ltidonum. 
)S. (Luzon), s. Manüa. 

Lucrina, Lagro di — , See (an der 

Küste Kampaniens), Lacus Lucrinus. 

Ludd (Loddo), St. (in Palästina), 



351 



Lude 



Lulea 



352 



Lydda, -orum {Avööa), — Luddis, 
Diospölis. — lovis Oimtas, 

Lude 9 La —9 St. (frz. Dep. SarÜie, 
am Loir), Jjusdwm, 

Lndwigsbiirfir^ St. (Oberamt, württemb. 
Neckarlnreis , 2 km vom Neckar), 
Ltidovici Arx. 

Lübbeii, St. (Kreisst., RB. Frankfurt, 
Prov. Brandenburg, am Einflufs der 
Berste in die Spree, zwischen dem 
Ober- und Unterspreewald), LuhBna, 

Lttbeek, St. (und Bundesstaat mit re- 
publikanischer Staatsform, an der 
Trave und Ostsee; die Hauptstadt 
am Einflufs der Wakenitz in die 
Trave, 20 km von deren Mündung 
bei Travemünde), LuMca. — LUbecca, 

— L/ubEcmn. — Marionis Altera, 
Adj.: Luhecensis, -e, 

LUbicensis, -e, 

Lübtheen, Mktfl. (Mecklenb.-Schwerin), 
Leuphana, 

Ltlders, Stift (ehem. Abtei, Mktfl. im 
Elsafs), L ander a. — Lutra. 

Lügrde, St. (Kr. Höxter, EB. Minden, 
Prov. Westfalen, an der Emmer in 
einer Exklave zwischen Lippe imd 
Pyrmont), Luda ad Ämbram. — 
iMgda. — Lüyda. 

LttgriunUoster (Lygum- oder Löhm- 
kloster), Mktfl. (Kr. Tondem, Prov. 
Schleswig-Holstein, an der Lohbek, 
ehem. Cisteroienser - Mönchskloster), 
Lucus Dei. 

LttneburfiT» St. (Kreisst. und Landdr., 
Prov. Hannover, an der schiffbaren 
Ilmenau), Luneburgum, — iMnae- 
hurgwm, — Selenopolis. 

LUttieh, St. (Hptst. der gleichn. belg. 
Prov., vläm. Luyk, frz. Liege, am 
Einflufs der Ourthe in die Maas), 
Leodium. — Leod/icfum. — Legia. 

— Vicus Leudicus. — Letidicum. 
Adj.: Leodicensts, -e. 

Ltttzelstein, St. (und Schloljs, Kantons- 



hauptort, Kr. Zabem, Bezirk Unter- 
ElsaiJB, ElsaDs-Lothnngen, im nördl. 
Wasgenwald), Farva Petra, 

Ltttzen, St (Kr. und EB. Merseburg, 
Prov. Sachsen), Lucsna. 

Lugano (deutsch Lauis), 1. St. (gröüste 
des schweizer Kantons Tessin, am 
Luganersee), lunianum. — Lu- 
ga/num, 

2. Lago di — , See (am südl. 
Abhang der Alpen, 7ö ^^^ Kanton 
Tessin, ^6 ^^^ i*^- Prov. Como an- 
gehörend, bis 1 St. breit, 6 St. lang), 
Lacus Cerusius. — Lacus Cere- 
siu8.' — Stagnum Ceresium, — 
Stagnum Coresium, — Lacus Im- 
gOnus, 

Lognetzerthal (im Bez. Glenner des 
schweizer Kantons Graubünden, zieht 
sich zu beiden Seiten des Glenner- 
stroms 11 Stunden in die Länge), 
VaMis Leguntina, 

Lugo, St. (Hptst. der gleichn. span. 
Prov. L. in Galicien, Bischofssitz am 
Minho), Lucus August i, — Aur 
gusti Twrris, — Arae SeptiCImie, 

Lugodori, St. (auf der Insel Sardinien), 
Luquido, -dnis, 

Lagos, Mktfl. (im ungar. Komitat 
Krasso, zu beiden Seiten der Temes, 
griech. -kathol. Bischofssitz), Lugo* 
sium, 

Lukan, AI — , Berg (in |Kleinasien, 
Ausläufer des Taurus, "Wasserscheide 
zwischen Cilicien und Syrien), Am^ 
nus Mons QLfiavov ^OQoq), 

Lakm anier, Bergpafs (in den Schweizer- 
alpen, führt aus dem Medelser Thal 
in Graubünden in das Biegnothai 
und das Thal des Tessin, sowie zur 
alten Gotthardsstrafse), Lucomünis 
Mons, — Adüla, 

LnleSy 1« M. (in Schweden, entspringt 
in der Nahe der Sulitelma, bildet 
ungeheure "Wasserfälle und eine Kette 



353 



Lamello 



Lnzon 



354 



von JjandseeD iind mündet- bei der 
Stadt L. in den Bottnischen Meer- 
busen), Ltda Flumen. 

)S« St. (im schwed. Län Norbotten, 
s. 1), Lutea. 

LumellOf Mktfl. (in der ital. Prov. 
Mailand), Laumel lum. — LomeUum. 
Adj.: LaumelHnus, -a, -um. 
LomeMnus, -a, -um* 

Luna, s. Lerica. 

Lund, St. (in der schwed. Provinz 
Schonen, Bischofssitz und Universi- 
tät: Äcademia Carolina Gotorum 
[1668]), Londtnum Gotorum, — 
Lwnda Gotarum. — Limd^imm 
Scanorum, — LunMnum Scandi- 
norum. 
Adj.: Lundensis, -e, 

Lanel, St. (im frz. Dep. Herault, an 
der Vidourle imd am gleichnamigen 
Kanal oder Robine-de-L.), Lunäte. 

— Lunelium. — lAmeäum. 

LoneTille, St. (im frz. Dep. Meurthe, 
am ZnsammenfluTs der Meurthe und 
Yezouze, deutsch Luenstadt), Lima- 
ris Villa, 

Lnnigiana (Luni), St. (und Landschaft 
in der itaL Prov. Modena, an der 
Ostküste des Golfs von Genua), 
Luna. — Lunensis Urhs. 

Lunga, Insel (die gröfste von drei, 
kleinen Inseln an der Südküste von 
Kampanien), Sirenum Fetrae. — 
Sirenwn Sedes, — Sirenum Scopuli. 

— Sirenu8a£. 

Lupad (Lupati), EL (in Eleinasien, 
mündet in das Marmarameer; heifst 
nach seiner Vereinigung mit dem 
Megistos Mohalidsch, MehuQitsch 
oder Mikalitza), Bhynda>cus i^Pvv- 
öaxoq). 

Lupat (Lupadi oder TJlubad), St. (im 
nordwestl. Kleinasien) , Lopadium 
{AoTtaÖLOv). 

Lupatl, s. Lupad. 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Lure^ St. (im frz. Dep. Obersaone, ün 
Oignon, ehemals mit her. Abtei), 
Lathra, 

Luristan, s. Lanstan. 

Lurkakl, St. (im Osten von Morea), 
Lyresa {Avqxbiux). 

Lasigrnan, St. (im frz. Dep. Vienne, 
an der Yonne; einst her. Schlofe 
PMelusine]), Leziniacum. — Lu- 
signanum. — Lusinianum, 

Lustenau, Mktfl. (m Tirol), Lustena, 
Lutaoli, Mktfl. (in Tirol), lÄUamum. 

Luttenbergr» Mktfl. (im Steiermark. 
Kreis Marburg, nahe der kroatischen 
Grenze), Lentüdum. ' 

Lntterworth, Mktfl. (in England), 
Lactodürum, 

LuxembargT) 1. St. (Hptst. [Lützel- 
burg] des gleichnam. neutralen Staa- 
tes, welcher durch Personalunion mit 
der Krone der Niederlande verbun- 
den ist, aber zum deutschen Zollver- 
ein gehört, an der Alzette), Äu- 
gusta Bomanduorum. — Lucili- 
hu/rgum. — Luciburgum. -7 Luce- 
burgium. — Lux'ernbv/rgum. 

Einw.: Ludlihu/rgi, 

Adj.: Luceburgensis, -e. 

S. Provinz (südöstl. in Belgien, 
meist von "Wallonen bewohnt ; Hptst. 
Arlon), Provinda Luceburgensis, 

Luxeail (Luxen), St. (im frz. Dep. 
OberaaSne), Luxovium. — Luxo- 
mus, — Loxovium, — iMXöiwm, 

Luzern, 1. St. (Hptst. des gleichnam. 
schweizer Kantons L., am Ausflufs 
der Eeufs aus dem Vierwaldstätter- 
see und am Pilatus), Luceria, — 
iMcema, 

)S. Kanton (der mittleren Schweiz, 
im S. Alpenland, von der Reufs und 
Wigger durchflössen), Pagus Lucer- 
nensis. 

LuzoD, s. Manila. 

12 



355 



Lyakura 



Macri 



356 



Lyakura, Berg (-spitze des Pamassus 
in Phokis), LycorEtis (AvxoDQSvq). 

Lygrumkloster, s. Lügumkloster. 

Lyme (Lime), St. (und Seebad in Eog- 
land), Lemünis Portus. — Le- 
nianis. — Lemanna. — Novtis 
Partus, 

LymQord, s. Lijmflord. 

Lynii (oder Kings-L.), St. (in der eng- 
lischen Grafschaft Norfolk, an der 
Mündung der Ouse in die Wash), 
Lignum Begis. — Lynum Begis. 

Lyon, St. (Hptst. des frz. Dep. Rhone, 



2. Stadt Franb-eichs, an der Saone 
und am Rhone, stark befestigt), 
Lugdünum, — LMgdunum Aedu- 
orum. — Lugdünum CeUanun. — 
Lugdünum Galliae. — Leona. 

Einw.: Lugdtmenses. 

Adj.: Lugdtmensis, -e. 

Lyonnais, Landstrich (Umgegend von 
Lyon), Ager Lugdunensis. — 
Comitatus Lugdainemis, — Ihicctttis 
Lugdunensis. 

Lys, 8. Leye. 

LysO, Insel (in Norwegen), Lj/the In- 
süla. 



M 



Maas, Fl. (frz. Meuse), 1. Nbfl. des 
Rheins, entspr. im frz. Dep. Marne, 
auf dem Plateau von Langres, wird 
bei Sedan schiffbar, durchbricht 
zwischen Mezieres und Lüttich die 
Ardennen, dui'chströmt Belgien, ver- 
eint sich bei Gorkum in Holland mit 
der "Waal), Mosa. 

Maaseyk, Dorf (Fabrikd. in der belg. 
Provinz Limburg, an der Maas), 
MasBca. 

Maeao, St (portug. Niederlassung auf 
der chines. Lisel Hiang-schan, an 
der Mündung des Tiger- oder Perl- 
flusses, Kanton gegenüber; die befest. 
Handelsstadt verödet seit dem Auf- 
blühen Hongkongs), Amacaüum. 

Maearmeda, Mktfl. (im Sultanat Fez), 
Erpis, -is. 

Maeedonien (Makdonia) , Landschaft 
(nördlich von Griechenland, jetzt tür- 
kische Provinz), Macedonia (Maxe- 
öovla). 

Einw.: Macedönes (M€(X666v8g). 
' Adj.: Macedonicus, -a, -um 
{Maxeöovixog, -?y, -6v). 
Macedonius, -a, -um. 



Maeerata, St. (Universität, nahe der 
Potenza, Hptst. der gleichn. mittel- 
ital. Prov., zu den Marken gehörig), 
Hei via. — Bicivia. 

Macheeou, Mktfl. (im südwesÜ. Frank- 
reich), Batiastum. — BcUiätum. 

Maeheeonl, St. (in der Bretagne in 
Frankreich), Machicolium. — 

MachBcum. 

« 

Maehicaeo, Vorgebirge (in Spanien, 
auch Cabo di Higuerra genannt), 
Oeaso Prqmunturium {Oldooa)). 

MaelitlflDg, Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksamt München ü.), 
MacMölvinga. 

Mfteon, St. (Hptst. des frz. Dep. Saone- 
Loire mit Flufshafen an der Saone, 
bildete ehedem mit ihrem Gebiete die 
Grafschaft Maconnais), Ma tisco.. — 
Matasco. — Matiscanum. — Ma- 
dascona. — Matescensium Civitas. 

Macri (oder Meis), 1. St. (in Anato- 
lien, im alten Lykien), Telmessus 
{Tekfjiijaaog). 
2. Meerbusen von — (ebds.) 



357 



Maeriplai 



Maipdebiirg 



358 



Sinus Telmesstcus. — 'Glattcus 
Sinus. 

♦ 

Maeriplai, Berg (bei Porto Germano, 
im sltenMegan8\Geranea(reQdv6ia). 

Macronisi, Insel (im Archipelagus, 
früher auch schon Max q ig genannt, 
in der Nähe von Attika), Helena 
CEUvti). 

Madagraskar (Malagasch), Insel (gröfste 
afrikanische, im Indischen Ocean, 
von der Ostküste durch den Kahal 
von Mozambique getrennt, von den 
Eingeborenen Nossindambo, von den 
Arabern Dschesira-el-Komr genannt; 
die Bewohner nennen sich selbst 
Malagasy, woraus die Europäer Made- 
gassen, Madekassen oder Malgaschen 
gemacht: französ. Einflufs scheint 
noch vorherrschend zu sein), Han- 
nonis Insula. — Insula Sancti 
(oder Dim) Lau/rentii, — Lunae 
Insula. — Minuthias. 

Maddaloni (oder Sessola), St. (in der 
neapol. Prov. Caserta in der Terra- 
di-Lavoro), Suessula, — Suessola. 
— Trehula. 

Madeira (span. Madera), Insel (zu Por- 
tugal gehörig, an der Westküste von 
Afrika, bildet mit den kleinen Ei- 
landen Porto -Santo, Falcon-Bajo, 
Seivagem und den drei noch kleineren 
Wüsteninseln (Ilhas desertas) die 
Madeiragi'uppe oder die Nordkanari- 
schen Inseln), 

1. Madelrainseln, Insulae Pur- 
puraria>e. 

2. Madeira (selbst, mit der Hptst. 
Funchal), Gerne, — Materia. 

Madras, St. (Hptst. der brit.-ostindi- 
schen Präsidentschaft, au der Mün- 
dung des.Palier auf der Küste Koro- 
mandel), Melange (MEXtuyyq). 

Madrid, St. (Hptst. Spaniens und 'der 
Provinz M., am Manzanares), Ma- 



ar \ium. — Mad/ridium. — Ma- 
dritium. — Mantua Carpentanorum. 

A^*.: Madritensis, -e. 
Mantuanus, -a, -um. 
Madüra, 1. St. (im gleichn. Distrikt 
der angloind. Präsidentschaft Madras, 
am Vaygaru), Mo dura {Moöovqo). 
— Molüra. — Modusa. 

2. Insel (niederländ., und Resident- 
schaft im Indischen Archipel, aus 
M., Pamekasan und Sumenep be- 
stehend; Hptst. Bakalan), Madüra 
Insula. 
Mähren, Markgrafschaft (Ostreich. Kron- 
land; Plateau, im NO. vom Mahr. 
Gesenke, dem südöstl. Abschnitt der 
Sudeten, begrenzt, von NO. gegen 
SW. in 3 Terrassen zur Marchebene 
absinkend, von March, Schwarzawa, 
Iglawa u. Thaya bewässert), Moravia. 

Einw.: Moravi. — Maravi. — 
Marahenses., 

Adj. : Moravicus, -a, -um. 

Mäliriscli-Kromaa, s. Kromau. 

Mälarsee (im südöstl. Schweden, mit 
12GÜ Inseln, . zählreichen Buchten, 
reich bebauten Ufern; Abflufs zur 
Ostsee), Lacus Melerus. 

Maelstroin (Mosköestrom), Meeres- 
sti'udel (zwischen den norwegischen 
Inseln Mosköe imd Mosköenäs in der 
Lofotengruppe, besonders bei Nord- 
weststürmen gefährlich), ümbilicus 
Maris. 

Mfttscli, Herrschaft (in Tirol), Arnasia. 

Magdeburg, St. (Stadtkr. und EB., 
Hptst. der Prov. Sachsen, Festung 
1. Ranges, vorherrschend 1. an der 
Elbe, nur die Citadelle und die 
Friedrichstadt r.), Parthenopolis. 
— Magdeburgum. — Magedo- 
biirgum. 
Adj.: Magdeburgicus,-a,'Um. 
Magdeburgensis, -e. 
Parthenopolitanus, -a, 
-um. 

12*. 



359 



Mairdenau 



M^liy. 



360 



Magrdenaa, Pfarrdorf (und Kloster im 
schweizer Kanton St. Gtallen), Augia 
Virginum. 

MtLggajiSheTg (oder Fö), Berg (in der 
Schweiz), Mons Marti». 

Magrgrift (oder Main), Fl. (im schweizer 
Kanton Tessin, durchströmt das La- 
vizzara- und Maggiathal und mündet 
nach 45 km bei Locamo in den Lago 
Maggiore), Madia. 

Magrgiathal (oder Mainthal, in der 
Schweiz; Hauptort Dorf Maggia), 
Madiae Vallis. 

Magliano, St. (in der ital. Prov. Kieti 
in Umbrien), Maräiana. 

Mag^iisa, s. Manissa. 

Magrra, Fl. (in der ital. Prov. Genua, 
mündet in den Golf von G.), Macra 

Maguelone, Inselchen (im frz. Dep. 
Herault), Magalona. 

Mah6, St. — , s. St. Mähe. 

Mahl (oder Mye), Fl. (m Ostindien), 
Mats (Maig). 

Mahon (Port-M.), St. (Hafenplatz und 
Festung 1. Ranges auf der span. Insel 
Minorca), Magönis Portus. — 
Mago. 

Mi^acar, St. (in Spanien), Murgis. 
— Portus Magnus, 

Maidstone, St. (in der engl. Grafsch. 
Kent, so. von London, am Medway), 
Madus Va^niacae, 

Mailand (ital. Milano), St. (Hptst. der 
gleichn. oberitalien. Provinz, an der 
Olona, Hauptort der Lombardei, Erz- 
bischofssitz) , Me diolanum, — 
Civitas Mediolanensis. — Medio- 
lanensium Urbs. — Mediölanium, 

Maillezais, St. (im frz. Dep. Vendee, 
am Einflufs der Autize in die Sevre), 
Malleäca, — Malliäcum. 

Mailly, Mktfl. (in Frankreich), Maalis. 

Main, Fl. (r. Nbfl. des Eheins, ent- 



steht unweit Mainleus bei Kulmbach 
aus dem Boten (Quelle auf dem Jura 
nördl. von lindenhardt) und Weifsen 
Main (Quelle am Ochsenkopf im 
Fichtelgebirge), fliefst vorherrschend 
nach W., bildet aber zwischen 
Schweinfart und Aschaffenburg die 
charakteristischen Krümmungen, 
durch welche 3 Mainhalbinseln ge- 
schafifen werden (auf der letzten der 
Spessart), tritt bei Aschaffenburg in 
die Mainebene und mündet Mainz 
schräg gegenüber; Länge 495 km, 
Abstand der Quelle von der Mün- 
dung 255 km; schiffbar 330 km von 
der Begnitz abwärts, zuvor noch 
81 kmflöfsbar), Moe'nus. — Moenis, 
'uUs. — Maenus. — Menüs. 

Maina, Gebirgsbezirk (begreift den 
südl. Teil der griech. Halbinsel 
Morea zwischen dem Meerbusen von 
Kolokythia im 0. und dem von 
Koron im W.), Terra Mainensis. 

Maine, Landschaft (alte frz. Provinz, 
die jetzigen Departements Sarthe 
und Mayenne umfassend), Ager 
Cenomanensis. — Jhrovincia 
Cenoma/nensis. — Cenomania. 

Ma^ngan, Gau (in Bheinfranken,. um- 
fafst das Land westhch vom Spessart 
im bayr. Unterfranken), Meni- 
gavia. — Moinigavia. 

JMLainland, Insel (die bedeutendste der 
Shetlandinseln ; Hauptort Berwick), 
Pomonia. — HetMandia. 

Mainöten, Yölkerschaft (Bewohner der 
Gebirgsgegend Maina auf der griech. 
Halbinsel Morea), Meuthero-Lacones. 

Maintenon, St. (frz. Dep. Eure-Loir), 
Mesteno. 

Malnthal, s. Maggie 2 

Mainz, St. (Kreisst., hess. Prov. Khein- 
hessen, 1. am Rhein und der Main- 
mündung schräg gegenüber, Festung 
1. Banges), Moguntia: — Mo- 



361 



Majore» 



MfilmV 



362 



fftmtiäcum, — Magontia, — ürbs 
Magontiaca. — ürbs Mctgontina. 

— Magontiacum. — Gwitas Ma- 
gantinensis. — Magtmtia. — Ma- 
gtmtiacum, — Mogontia, — Mo- 
gontiacum, — Urbs Mogonticica. — 
ürbs Mogonttna. 

Majorea, s. Mallorca. 

Majori (M^uri), Mktfl. (in Italien), 
Matorum, 

Maira, Fl. (r. Nbfl. des Po in Pie- 
mont, mündet unweit Lumbriasco), 
Mar ca. — Morula. 

Mals, Mktfl. (in Ostreich), Mages. 

Maito (Madito), St. (im südl. Bume- 
lien), Madytos {Mdövxoq), 

Maixent, St. — , s. St. Maixent. 
Makesin, St. (in Mesopotamien am 
Euphrat), Maguda {May ovo a). 

Makrftn (Mekran), Landschaft (dürftig 
bevölkert, in Beludschistan), Gedro- 
sia {reÖQioala). — Cedrosia. — 
Cedrüsis Begio. 

Makalla, St. (Haupthandelsplatz und 
Sklavenmarkt in der arabischen Land- 
schaft Hadramat), Emporiwm Aräbiae. 

Mälabar, Landschaft (in Ostindien, 
der südl. Teil der "Westküste des 
Dekan, bewohnt von den Malabaren 
[Malayala], einem Volk dravidischen 
Stammes mit eigener Sprache), Ma le, 

— Mdlabaria, 

Malaeca, s. Malakka. 

Malaga, St. (Hptst. der gleichn. süd- 
span. Provinz Andalusien, am Mittel- 
meer; Hafen durch Port Gibralfaro 
geschützt). Mala ca. — Malaga. 

Malakka, Halbinsel (der südl. Teil von 
Hinterindien, durch die Strafse von 
M. [mit befest. Hafenst. M.] von der 
Insel Sumatra getrennt), Cherso- 
nesus Äurea. — Terra Aurea. — 
MaHa^cca. — Malaga. 
Adj.: Malaccensts^ 



Malangrara, Yorgebirge (auf der griech. 
Halbinsel Morea, welche den korin- 
thischen Meerbusen vom halkyoni- 
schenMeere trennt), OlmiaeCOk/iial). 

Malatiah (Melatieh), St. (und Landsch. 
im türk. !EJjalet Siwas, in Kleinasien), 
Melitene {Msknrivij). — Melita, 
— Mditlne. 
Einw.: Mditmi {MeXmjvof). 

Malehow, St. (im Grhzgt. MecJdenb.- 
Schwerin, am Malchower See [er- 
weiterte Eide); in Alt-M. ehemal. 
Augustiner-Nonnenkloster von 1298), 
MaJchoma. 

Maldoii, Mktfl. (in England), Cama- 
lödünum. — Camölodtmum. — 
Camulodunum. 

Malea, Fl. (Nbfl. des Po in Oberitalien), 
lala. 

Maliapur, St. (in Ostindien), Mäli- 
arpha. 

Malio (oder San Angelo), Vorgebirge 
(auf der Südspitze der .Peloponnes, 
im heutigen Morea), Mdlea (MaXicc). 

Malix (oder Umblü), Dorf (in der 
Schweiz), TJmbiUcvm. 

Mallorca (Majorca), Königreich (span., 
die balearischen und pityusischen 
Inseln umfassend; die gröfste Insel 
der Balearen ist M.; Hptst. Palma), 
BalciXris Maior. — Maiorica. 

Malmalson, Schlofs (Lustschi., V-f^ St. 
westl. von Paris), Mala Domus. 

Malmedy, St. (Kreisst., RB. Aachen, 
Rheinprovinz, in einem Thal anMer 
Warge), Malmundariae. — Malr 
mwnda/rium. 

Malmesbnry, St. (in der engl. Grafsch. 
Wilts, am Avon), Coenobium 
Maldunense. — Malmesboria. 

MalmO, St. (Hafen, in der schwed. 
Landsch. Schonen, am Sund), Elle- 
bogium. — Mälmogia. 



363 



Malo 



Manilisehe Inseln 



364 



Malo, Mktfl. (in der venet Provinz 
Yicepzi), MalltM. 

Malo, St. — , s. St. Malo. 

Malojen (Melojen), Berg (in der 
Schweiz), Malogia. — Mons Mo- 
leius. 

Mals, Mktfl. (im tiroler Kreis Brixen, 
auf der Maiser Heide, mit Schlois 
Fürstenstein), Mällesium. 

Malta 9 Insel (brit., im Mittelmeer, 
zwischen Sicilien und Afrika, Ealk- 
felsplateau, südwärts zur Steilküste 
abfallend, nach N. von Buchten 
durchschnitten; zur Maltagruppe ge- 
hören noch Gozzo und die Felsen- 
insel Comino), Meltta. — MeUte 
(MsUttj). — Ogygia C^yvyla), 
Adj.: Melitensis, -e. 

Malyasia, St. (Hafen und Festung in 
der griech. Nomarchie Lakonien, 
Bischofssitz), Monembasia {Move[i- 
ßaaia). 

Malwah, Provinz (in Hindostan), 
Larica (AaQixi^). 

Mamers (Memers), St. (frz. Dep. Sarthe), 
Mamerdae. 

Man, Insel (engl , in der Irischen See, 
mit Bewohnern keltischen Stammes, 
die sich selbst Manks und ihre 
Insel Manning nennen; Hauptstädte: 
Castleton und Douglas), Mona. — 
Monabia. — Monavia. — Monapia. 
— Monaoeda. — Moneitha. 

Manche, Landschaft (Küstendep. im 
nordwestl. Frankreich, mit den 6 Ar- 
rondissements: St.-L6 [Hptst.], Va- 
lognes, Cherbourg, Coutances, Avran- 
ches, Mortain), Tractus Nervicanus. 

Manche, Canal de la — , s. Kanal. 

Manchester, St. 1. (in der engl. Graf- 
schaft Lancaster, am Einflufs des 
Irk in den IrweU imd am Bridge- 
waterkanal, mit dem damit verbun- 
denen gegenüberliegenden Salford die 



bedeutendste Fabrikstadt Englands), 
Mancunium, — ManduessMum. 

— MenduessMum. — Mancestria. 
2. (im nordamenkan. Staat New- 

hampshire, amMernmac), Mancestria 
Americana. 

Manderscheld, Mktfl. (Kr. Witüich, 
RB. Trier, Rheinprovinz, an der 
lieser, mit Buinen des Schlosses 
M. und der Cistercienserabtei Hime- 
rod), Mangerici Limes. — 
Manderschtda. 

Mandenre, St. (frz. Depart. Doubs), 
Epamanduodurum. — Epaman- 
tuorum Oivitas. — Epamantodurum 
Civitas. 

Mandorray, St. (in Bengalen), Jfandfora. 

Maofredonia (oder Santa Maria di Si- 
ponto), St. (in der neapolit. Provinz 
Capitanata, am Monte 'Gargano und 
dem gleichnam. Golf des Adriatischen 
Meeres, Erzbischofssitz, mit befestig- 
tem Hafen), Sipontum. — Sipt/^ 
{SiTtovg). 
A(y.: Siponttntis, -a, -um. 

Mangalia (Menkalie), St. (Hafen im 
türk. "Ekelet Süistria, am Schwarzen 
Meere), Cdlätis {Kakarlg). 

Mangralore (Mangalur), St. (Hafen in 
der indobrit. I^räsidentsch. Madras, 
Distr. Südcanara, an der Mündung 
des Naitrawatti) , Ma ngarütum. 

— Mandagara. 

Manhartsherg, Berg (ein von N. nach 
S. von der Thaya zur Donau streichen- 
der Bergzug, scheidet die niederöstr 
Kreise Ob dem M. [Hptst. Krems] 
und Unter dem M. [Hptst. Kom- 
neuburg]), Mona' Meinhardi. 

Manlka, s. Manisa. 

Manila (Luzon, Lu9on), Insel (gröfste 
der Philippinen; befest. Hptst. M. an 
der Bai von M., Handelshafen und 
Erzbischofssitz), Lussonia Insula. 

Manilisehe Iniein, s. Philippinen. 



365 



Manisa 



Marburg: 



366 



Manisa (auch Manissa, Magnisa, Manila, 
Mansa und Maiieschir gen.), St. (im 
türk. Ejalet Aidin in Kiemasien, 
liwa Smyrna), Magnesia ad Sipylum 
{MayvTiaia ^ ngoq 2i7tvk(p). 

Mannheim, St. (Kreisst., Grhzgt. Baden, 
. in einer weiten Ebene am Einflufs 
des Neckar in den Ehein), M an- 
kern i um. — MannehSmum. — 
Intercamnium. 

Manosque, St. (frz. Dep. Nieder- Alpen), 
Man es ca. — Manttesca. 

Manresa, St. (in der span. Prov. Bar- 
celona, am Cardener), Minoris(s)a. 

Matts, Le — , St. (Hptst. des &z. Dep. 
Sarthe, Bischofssitz an dßr Sarthe), 
Cenomani. — Cenomania. — 
Cenomanum. — Cenomawnwm, — 
Cenomannorum Civitas. — Vindi- 
num. — Vifidinium. 
Adj.: Cenomanensis, -e. 

Mansee, s. Mondsee. 

Mansfeld, 1« Grafschaft (ehem., im 
obersächs. Kreis; zerfallt jetzt in den 
Mansfelder Gebirgskreis, M. Seekreis 
und Kreis Sangerhausen des preufs. 
EB.s Merseburg; ,St Mansfeld Haupt- 
ort des Gebirgskreises), Comitatus 
Mansfeldensis. — Comitatus 
Mansfeldicus. 

2. Si (Hauptort der beiden Kreise : 
Mansfelder Seekreis und — Gebirgs- 
kreis, EB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
am Thalbäch), Mansfeldia. 

Mantes, St. (im frz. Dep. Seine-Oise, 
an der Seine), Medunta.. — Me- 
danta. — Metwnda. 

Mantois, Landschaft (um Mantes in 
Frankreich), Äger Medtmtanus, 

Mantna (ital. Mantova), St. (Hptst. 
des ehem. gleichnam. Herzogtums in 
der Lombardei, jetzt oberital. Prov.; 
sehr starke Festung, auf einer Lisel 



im Mincio, nur durch 2 Dämme 
erreichbar), Manttia, 
Adj.: Mantuanus, -a, -um. 

Marach, St. (in der asiat. Türkei), 
Germania Caesarea. 

Marädsch, St. (türk., am Euphrat), 
Mariscum, — Melitta. 

Maramaroseher Gespannsehaft, Ko- 

mitat (in Ungarn), Comitoitus Mara- 
marusiensis. 

Marano, l« Mktfl. (in der oberitaL 
Prov. Yicenza), MarUnum. — 
MariWnum. 

2. Dorf (in der oberital. Prov. 
Udine, im innersten Hintergrunde 
der Lagunen), Marünum Pdludum 
Venetarum. 

3« Monte M., St. (im Neapoli- 
tanischen), Maränus Mons. — 
Eba. 

Marans, St. (im 'frz. Dep. Nieder- 
charente), Marantium. 

Marata, Lisel (vor der Küste Äthiopiens 
im westl. Teile des Arab. Meerbusens), 
Myrünis Insula {MvQwvoq Nrj- 
ooq). — MyrTinos. 

Marfithona, Dorf (an der Ostküste von 
Attika, unweit Athen, bei dem heu- 
tigen verwahrlosten Orte Yrana), 
Marathon (Mägäd^wv).- 

Marathonisi, Lisel (griech., im Meer- 
busen von Kolokythia), Cranae 
(K^ccvarj). 

Marawa (Modura), Landschaft (in der 
angloind. Präsidentschaft Madras), 
Pandionis Begio {tiavöiovog 
XdfQo). — Modu/ra (MoSovqo). 

Marbaeh, St. (Oberamt, württemb. 
Neckarkreis, am Neckar), Mar- 
bäcum. — Marbachium. — Collts 
Peregrinorum. 

Marbella, St. (in der südspan. Prov* 
Malaga), Salduba. 

Marbnrsr, St. 1« (Kreisst., EB. Kassel, 



367 



Miireelliii 



Mariab 



368 



Prov» Hessen-Nassau, an der Lahn), 
Marpurgum. — Marbitrgum. — 
Matburgum. — Matt^^lm. — Ama- 
sia Cattorum. 

Adj.: Marpurgensis, -e. 
Marbv/rgensis, -e. 

3. (Hptst. des gleichn. Kreises in 
Steiermark, an der Drau, Sitz des 
Fürstbischofs von Lavant), Mar- 
csna Castra. — Marciana Castra. 
— Mariana Castra. 

Mareellin (St.), St. (im frz. Dep. 
Isere, an der Isere), l^anum Sancti 
MarcelUni. 

Mareh, !• M. (== Morawa, Hauptfl. 
Mährens, entspringt am Glatzer 
Schneegebirge, fliefst über Ohnütz 
und Göding [hier schiffbar], dann 
durch das Marchfeld, mündet ober- 
halb Prefsburg in die Donau), Ma- 
rus. — Margus. — Morus. — 
Marchus. — Marchta. 

S* Landsch. (fruchtbare im schwei- 
zer Kanton Schwyz, längs der linth 
bis zum Zürichersee; Haüptort 
Lachen), Terminus Helvetiortim. 

Marche, La — , Landschaft (Bergland- 
schaft im mittleren Fi*ankreich, dem 
Dep. Creuse entsprechend), Ma/rchia. 

Marehe-en-Famine, St. (in der belg. 
Prov. Luxemburg), Marchia Fa- 
mina. — Mqrtia Famina. — 
Marca. 

Marchena, St. (in der südspan. Prov. 
Sevilla), Colonia Marcia. — 
Marcia. 



Marchiennes, St. 1. (im frz. Dep. 

Nord, an der Scarpe), Marciana. 

a. Mktfl. (— au-Pont, belg. Prov. 

Hennegau) , Marchiänae. — 

Hormvm. 

Marehthal, Dorf (an der Donau, zer- 
fällt in die 2 Pfarrdörfer Ober- und 
Untermarchthal , württemb. Donau- 
kreis, Oberamt Ehingen, ehemal. her. 



Prämonstratenserabtei 1171), Mar- 
talum. -^ MarteUum. 

« 

Mareigrliano Teeehio, St. (im ehem. 
Kirchenstaat), Crustumerium. — 
Crustumeria. — Crustumitdm. 

Marcigny, St. (im frz. Dep. Saone- 
Loire, an der Loire), Marciniäcum. 

Marcillac, St. (im frz. Dep. Puy-dß- 
Domeinder Auvergne), Mardlliäcum* 

Marco in Lamls, San — , s. San 

Marco in Lamis. 

Marechia, Fl. (in der Bomagna, mün- 
det bei Eimini ins Adriatische Meer), 
Arimmus. 

Marengfo, Dorf (in der oberital. Prov. 
Alessandria, an der Bormida), Maricus 
Vicus. 

Marennes, St. (im frz. Dep. Unter- 
Charente, 2 St. von der Küste des 
Atlant. Ooeans, der Insel Oleron 
gegenüber, inmitten der Salzsümpfe), 
Martnae. 

Maretimo, s. Volcano. 

Margrana, s. Morgana. 

Margareten, Sankt — , s. Sankt Mar- 
gareten. 

Margrareteninsel, s. Csepel. 

Margraerite, St. — , s. St. Marguerite. 

Marhas (Merasch), St. (in türk. Klein- 
asien, in der gleichnam. Liwa im 
Ejalet Adana, unfern des Flusses 
Dschehantschai, am Südfofse des 

Ta.\mjis\Lacriassus{AaxQtaaa6Q). 
— Lacotena. 

Maria de CoTultere, St. (in Italien), 
ComjpvUeria. 

Maria di Lenea (Santa), s. Kap 

Finisterre 1. 

Maria zum Schnee, St. (in der Schweiz), 
Maria ad Nives. 

Mariab (Margab), Fl. (in Hochasien, 
in der alten Landschaft Margiane), 
Margus. 



369 



Muriag^r 



Marken 



370 



M ariagrer, St. (Hafen in Jütiand, A.mt 
Eanders, an dem 87 km tief ein- 
schneidenden» Mariager - fjord des 
Kattegat), Ager Mariae. — Äger 
Marianus. 

Marianen, s. Diebsinseln. 

Maria -Theiesienstadt, St. (ungar. 
Szabotka, auch Theresiopel gen., kgl. 
Freistadt im ungar. Eomitat Bacs), 
Maria-TheresianopoUs. 

Mariazelly Mktfl. (im Steiermark. Kreise 
Brück, am Salzabach; ber. Wall- 
fahrtsort), MariaeceUa. 

MÄribo, St. (Hafen und Amtssitz auf 
der dänischen Insel Langeland), Hor 
hita>culvm Mariae, 

Mariefred (Marienfried), St. (im schwed. 
Län Nyköping; am Mälarsee), Tax 
Mariae, 

Marieobad, Badeort (böhm. £r. Eger, 
an der Auschowitz), Balneum Mariae. 

MarienbergT) Kloster (in Bayern), 
M(ymi8terium Montis Mariae. 

Marienkulm, s. Kulm 2. 

Marienrode, Kloster (im ehem. Fürsten- 
tum Kaienberg, Kr. Wennigsen, 
Lanädr. und Prov. Hannover), Na- 
valis Beatae Mariae Virginis, 

Mariensee, Kloster (und Dorf, Land- 
kreis, Landdrostei und Prov. Han- 
nover, unweit der Leine), Imcus 
Sanctae Mariae. 

Marientlial, Kloster, 1* (Stift, sächs. 

Amtsh. Zittau, Kreish. Bautzen, an 

der Neifse, reiches Cistercienser- 

Nonnenkloster von 1374), Monaste- 

^ rium VaMis Sanctae Mariae. 

2. Dorf (Kr. Helmstedt, Hrzgt. 
Braunschweig, am Lappwald, ehem. 
Cistercienserkloster voji' 1138), Coe- 
nobium Beatae Mariae Virginis. 

Marienwerder, St. (Kr. und RB., Prov. 
Westpreufsen, auf öiner Höhe am 
Bande der WeichselniecJ^rung und 



an der liebe [unterhalb Alte Nogat]), 
Mariae Verda. — MariO/na 
Instüa. 

Mariirnano (oder Melegnano), St. (in 
der Lombardei, so. von Mailand, am 
Lambro), Meriniäcum. — Meri- 
niUm/um. — Meligvi0.num. 

Marines, Mktfl. (in Spanien), Mons 
Mariorum. 

Maringraes, St. (im frz. Dep. Puy-de- 
Dome, am Allier), Maringae. 

Marino, St. (in der Comarca von Rom), 
Marinum. — Villa Marii. 

Marino, San — , s. San Marino. 

Maritza, Fl. (in der eui-op. Türkei, 
entspr. auf dem Rilo Dagh, wird bei 
Adrianopel schiffbar und mündet in 
2 Armen bei den Sümpfen von Enos 
in das Ägäische Meer), Hehrus 
{%ff^og). — Ebrus CEßQog). 

Mariut (Birket-), 1* See (Strandsee 
in ünterägypten, südl. von Alexan- 
dhen, vom Mittelmeer nur durch 
eine schmale Erdzunge getrennt, ge- 
bildet durch die Kanobische Nilmün- 
dung und andere Kanäle des Nils), 
Ma reütis {-Idis) La aus {MaQsah^i g, 
sc. Alfivrj). — Mareoticus Lacfus. 

IS« St. (ebds., einst pers. Grenz- 
festung gegen Libyen), MarBa 
{MaQeia). 

Mariapdl, St. (im russ. Gouv. Jekate- 
rinoslaw, Handelshafen am Asow- 
sehen Meer mit meist griechischer 
Bevölkerung, dabei das Dorf Stari- 
Krim), Cremnae {Kgi^fxvol). 

Marls, Grafschaft, 1« (ehemal., im west- 
fäl. Kreise, jetzt Teil des preufs. 
RB.s Arnsberg, von der Ruhr durch- 
flössen, seit 1666 brandenburgisch), 
Ma/rchia. 

2. (ehem., in Württemberg), Comi- 
tatus Marchiae. 

Marken* (offizielle Benennimg für die 
ital. Provinzen Ancona, Ascoli, Mace- 



371 



Markireh 



Maros 



372 



rata und Pesaro, weil dieselben im 
allgemeinen das Gebiet der mittel- 
alterlichen Marken von Ancona und 
Fermo begreifen, vgl. auch An- 
cona 2), PiCBnum, 

Markireh (früher frz. St. Marie anx 
Mines), St (Kantonshauptort, Kr. 
Bappoltsweiler, Bezirk Oberelsafs, 
Elsafs-Lothringen, an der Leber in 
einem Teil des Wasgenwaldes), 
^Fanum Sanctae Mariae. — 
Sancta Maria in Fodinis. 

Mar(k)niag'en, Dorf (Kr. Schieiden, 
EB. Aachen, Rheinprovinz), Marco- 
mägus. 

Mark-Neuburgr, St. (in Vngam), In 
Netmburga Forensi. 

Markneokirehen, St. (sächs. Amtsh. 
Ölsnitz, Kreish. Zwickau, an einepi 
Bach im Erzgebirge), NeofWnum, 

Marlboroagrh, Mktfl. (in Wildshire in 
England, am Kennet, wonach Herzog 
Joh. CJhurchil M. den Titel führte), 
Cunetia, — Ctmetio. — Margor 
berga, 

Marlow, St. (in der engl. Grafschaft 
Buokingham, an deTfJ!hemse)f Mariünis 
(Ptdis) Altera. 

Marmagren, s. Mar(k)magen. 

Marmara, 1« Insel (gröfste des Mar- 
marameeres, mit gleichnam. Haupt- 
stadt), Proconnesus {Hqoxov- 
vrjaog). — Proconesus {IlQOxovTjaog). 

— Elapfumnesus CEXatpovvriaog). 

— Elaphonesus CEXatfovTjaog), — 
Cervorum Insula. 

2* -Meer (Mare di Marmara, 
Binnenmeer zwischen der europ. und 
asiat. Türkei, steht durch die Dar- 
danellenstrafse mit dem Ägäischen 
Meere und durch den Bosporus mit 
dem Schwarzen Meer in Verbindung, 
ist von "W." nach 0. 224 km lang 
und 74 km breit und ' bildet im 0. 
den tief in die Küste von Asien ein- 



schneidenden Golf von Ismid), Pro- 
pontis, -tdis {Ugonovrlq). 

Marmore, Lagro delle — , See (in der 

mittelital. Provinz Perugia), Lacus 
Veltnus. — Palus Beatina. 
Marmorizza (Mannora), St. (in Ana- 
tolien, alte Hafenst. der Rhodier iii 
Karien), Physcus {^vaxogy 

Marmoatier, 1* s. Maursmünster. 

2. Mktfl. (frz. Dep. Indre-Loire), 
Ma iuris Monasterium. — 
Maiua Mbnasterium» 

Marne, Fl. (Nbfl. der Seine, entspringt 
auf dem Plateau von Langres [Dep. 
Obermame], fliefst über (]!halons und 
Epemay und mündet bei Charenton; 
danach benannt das Dep. M. [Teil 
der Champagne]), Matröna. — 
Maiema. 

Marc, Hktfl. (in Piemont), Macrum, 

Marokko, 1. Kaiserreich (Sultanat 
Magr'ib - ül - Aksä , „ der äufserste 
Westen", der nordwestlichste Teil 
Afrikas, vom Atlasgebirge durch- 
zogen), BegnumMaurocitanum. 
— Begv^um Mawrocahum. — 
Begnum Maroccänum. 

2. St. (Hptst. von 1, erste Resi- 
denz, eigentlich Marakesch, „die 
Geschmückte"., am Fufs der meist 
mit Schnee bedeckten höchsten 
Gipfel des Atlas), Marochium. — 
Bocänum Hem^rum. 

Maronia, St. (in der europ. Türkei, an 
der Südküste Thrakiens), Maronsa 
{MaQ(ovsi(x). 

Maros (Marosch), Fl. (in Siebenbürgen 
und Ungarn, entspringt auf den öst.- 
Uchen Karpathen, unfern der mol- 
dauischen Grenze^ wird bei Karls- 
burg schiffbar, mündet bei Szegedin 
1. in dieTheifs), Marisus. — Ma- 
risia, — Marisius, — Marusius, 

2* Szeklerstuhl (in Siebenbürgen, 
umfaljst i^e Bezirke Maros- Yasarhely 



373 



Marpeso 



Maryland 



374 



[Neumarkt, gleichz. Hptst], Mezö- 
Madaras und einen Teil von Makfalva 
des Kreises M.-V.), Sedes Maro^ 
siensis, — Sedes Marusiensis. 

Marpeso, Berg (auf der Insel Paro im 
Agäischen Meer, welcher den pari- 
schen Marmor lieferte), Marpessris 
{MaQTiTiaaa), 

Marquise, St. (im frz. Dep. Pas de 
Calais), Mard, 

Marsal, St. (Festung, Kanton Vic, Kr. 
Chateau-Salins, Bez. Lothringen, 
Elsafs- Lothringen, an der Seille), 
Marsallum. 

Marsala, St. (Hafen u. Seefestung in 
der, sicil. Provinz Trapani, östl. vom 
Kap Boeo auf der Westküste und 
etwas nördl. von der Mündung des 
gleichnam. kl. Flusses), Lilybaeum 
(AiXvßaiov). ' 

Adj.: Lilyhaetänus, -a, -^m, 

MarsalquiTir (oder Mers-el-kehir), St. 
(Hafen in Algier), Magnus Partus, 

Marsehlins, Dorf (im schweizer Kanton 
Graubünden), MarsiUnum. 

Marseille, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Ehonemündungen, am Mittehneer, 
mit 3 Häfen; bedeutendster See- 
handelsplatz Frankreichs, den levant. 
u. algierischen Handel beherrschend), 
Mctssilia (MaaaäXlcc). 
Einw.: Massilienses. 
Adj.: Massiliensts, -e. 

MassiUoticus , -a, - um 
(MaaoiXimxixoQ, -^,-ov). 
Massilitünus, -a, -um. 

Marsleo Tecchio (oder Yetere), St. 
(Bischofssitz in der neapoHtan. Prov. 
Basilicata), AheIMnwm Marsicum, 

MarslTan, St (in' der asiat. Türkei), 
JEuchaites. — TheodoropoUs (ßso- 

H artaban, 1. St. (und Festung in der 
gleichnam. Prov. an der Westküste 
Hintenndiens), Aspithra (kanld-Qo). 



8« Meerbusen Ton — (Golf an 
der Westküste ffinterindiens) , Magnus 
Sinus, 

Martigray (Martinach), St. (Bez.-flaupt- 
ort im schweizer Kanton Wallis, 
hnks am Ehone und rechts an der 
Dranse), Martiniacum. — OctO' 
dürus. — Valinsa. — Civitas Yal- 
lensium. 

Martlgrues (Les), 1. St. (im frz. Dep. 
Rhonemündungen, auf kleinen Inseln 
am Eingang zum Etang de Berre 
erbaut), Maritima Colonia. — 
Maritima Ävaticorum. — Änati- 
liorum Urbs. — MastramEla, — 
Martigium. 

IS« See von — (bei 1), Mastra- 
melus Lacus. 

Martinaeh, s. Martigny. 

Martinique, Insel (der Kleinen An- 
tillen, zwischen S. Luoia imd Domi- 
nica; Hauptort Fort de France), 
Martinica (Insula). 

Martlnsberg, Mrktfl. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Martini. — 
Mons Martini. 

Martorano (oder Oppido), St. (in Kala- 
brien in Süditalien), Mamertium, 

Martos, St. (in der span. Prov. Jaen), 
Tucci. 

Marvdge, St. (im frz. Dep. Lozere), 
Marengium. — Marologium. 

Marrllle, ,St. (im frz. Dep. Maas 
[Meuse] , am Othain) , Martia 
Villa. — Martis Villa. * 

Marrllles, Dorf (und Kloster im frz. 
Dep. Nord), Coenobium MariUiacense. 

Marrlson, Mktfl. (in Kleinasien am 
Kisil-Irmak) , PhazEmon (^a^rjfiojv^ 
-wvog). 

Maryland, Freistaat (in Nordamerika, 
das Land um die Chesapeakbai, 
Westgrenze der Potomac; Hptst.: 
Annapoüs, wichtigste St. : Baltimore), 



a75 



Man» S<o)iiza 



Mattro 



376 



Mariae Terra, — Mariae 
Begio, 

Marza S(o)iiza, St. (Hafen im westl. 
Barka, an der Nordküste Afrikas), 
So zu 8 a {Sw^ovaa). — ApoUonia 
(knokkcDvla). 

Mask&t, St. (bedeutender Handelshafen 
im mächtigsten, gleichn. Staat Ara- 
biens, welcher an der Ostküste die 
Landschaft Oman am Persischen 
Meer, die Küstenstriche der persi- 
schen Landschaft Laristan und Mog- 
histan samt den am Eingang des 
Persischen Meerbusens gelegenen 
Inseln Ormus und Kischm begreift 
und von einem Sultan regiert wird, 
der den Titel „Imam von Maskat 
fühi-t), Moscha {Moaxn Ai/jlijv). — 
Machorbe. 

m 

Masmttnster (Masevaux), St. (und 
Kantonshauptort, Kr. Thann, Bezirk 
Oberelsafs, Elsafs-Lothringen, an der 
Doller in einem Teil des "Wasgen- 
waldes; einst ber. Kloster), Masonis 
Monasterium. 

Massa, Mktfl. (im ehem. Kirchenstaat), 
Massa Vetemensis. 

Massa Carrara (M. Ducale), 1. St. 
(Hptst. des gleichn. ehemal. Herzog- 
tums am Frigide, zu Modena ge- 
hörig). Her cutis Fanum. — 
Massa. 

S. Herzogtum (s. 1), Du^atus 
Massae, • 

Massa diSorrento (oder M. Lubrense), 
St. (im Neapolitanischen), Massa 
Lubrensis. — Massa Lubiensis. 

Massel, Dorf (Kr. Trebnitz, EB. Bres- 
lau, Prov. Schlesien), He getmatia. 
— Hegitmatia. — Egitmatia. — 
Higitmatia. 

Masserano, St.(inPiemont),iy[assteint«m. 

Massra Gor el Szaphla, St. (im trahs- 
jordanischen Palästina an der Süd- 



ostspitze des Toten Meeres), Zoara 
(ZoaQo). — Bda, 

Mastricht (Maastricht,vläm.Maestricht), 
St. (wichtigste Festung der Nieder- 
lande, Hptst. der hell. Prov. Lim- 
burg, am Einflufs der Jaar in die 
Maas, mit Gtadelle auf dem südl. 
der Stadt gelegenen Petersberge), 
Traiectum ad Mos am. — Jra- 
iectum Tu/ngrorum, — Traiectum. 

— Traiectus Mosae. — Traiectum 
Superitis. 

Masulipat&m, St. (Seefestung in der 
brit.-ostind. Präsidentschaft Madras, 
an einem Mündungsarm des Kiischna)« 
Gott Ohara {KotzößaQo). — üfe- 
solia. 

Matarello, Dorf (und Schlo& in Tirol), 
MacasteUum. 

Mataiieh, Dorf (mit Ruinen in XJnter- 
ägypten, an der Grenze von Arabien, 
hieroglyphisch ta-Bä oder pa-Ba 
= Haus der Sonne, in der Bibel On 
genannt), Heliopolis • CHXiav- 
TtoXiq). — Beth-Semes, — Solis Op- 
pidum. 

Matar6, St. (Hafen in der span. Prov. 
Barcelona, am Mittelmeer), IlUro. 

— ElUro. — IHlUron. 

Mateliea, St. (in der ital. Prov. Mace- 
rata), MatiUca. 
Einw. : Matilicätes. 

Matura, St. (Erzbischofssitz in der 
neapolitan. Prov. Basilicata), Ma^ 
teola. — Mateäla. 

Matrei, Mktfl. (in Tirol, unweit LmS- 
bruck), Matreium, 

Matrig'a, St. (und Insel auf und bei 
der Halbinsel Krim), Hermonassa 
CE^fiwvaaoa)» 

Mattro (oder Meta[u]ro), Fl. (in den 
itaL Marken, fallt nach 135 km in 
das Adriatische Meer), Metaurus. 

— Die Anwohner: Metaurenses 



377 



Hatzdorf 



Mazafran 



»78 



Tifernätes, — Metaurenses ürba- 
notes, 

Matzdorf, Mktfl. (in Ungarn), Mai- [ 
tJhoei Villa, 

Maubeugre, St. (Festung im frz. Dep. 
Nord, an beiden Ufern der Sambre, 
einst Hauptort von Hennegau), Mal- 
ho dt um. — Mälohodiumr — Mal- 
modium. — Mälbtmum Monaste- 
rium, — MöUnMrium Monasterium. 

Maudre, Fl. (in Frankreich), Maldra. 
— Malara. 

Manlbronn, Dorf (ehem. Cistercienser- 
kloster, Oberamt, württemb. Neokar- 
kreis, in einem stillen Thal an der 
Salza), Coenobitmi MuUfontanum. 

Haul^on (de Soule), St. (im frz. Dep. 
Niederpyrenäen, am Gave von Suzon, 
Hauptort der Landschaft Soule), 
Malleo. — MaUeosoUum. — Ma- 
lus Leo. 

Manmagues, Mktfl. (in Frankreich), 
Mam^icea>e. 

Maurbaeh (oder Allerheiligenthal), Thal 
(in Ostreich), VälUs Omnium Sanc- 
torum. 

Mauriee, St. — , s. St. Maurice. 

Manrienne, Grafschaft (im Thal des 
Flusses Are in der gleichnam. sa- 
voyischen Alpenlandschaft), Garo- 
celia Vallis. — Maurensis VaUis. 
— Mau/riensis Vallis. — Mau/rienna 
Vallis. — Maurianae ComitoCtus. — 
Mauriannae Gomitatus. 

Manro Nero (oder M. Potamo), Fl. (in 
Griechenland, im alten Böotien, 
zwischen Orchomenos und Aspledon), 
Mdas (M^Xaq). 

MaiiTSiiiiinster (Marmoutier), St. (Kan- 
tonshauptort, Kr. Zabem, Bez. Unter- 
elsafs, Elsafs-Lothringen ; ein Kloster 
bestand hier schon im 6. Jhdt., vom 
Abt Maurus 724 zum zweitenmal 
gegründet, 1517 — 1789 Benediktiner- 
abtei), Mauri Monasterium. — 



Mauriänum Maius. — Monasterium 
AquHeiense. 

Mausehid, St. (Hafen im Glücklichen 
Arabien), Muza {Mov^a). — Musa. 

Maatem, St. (im östr. Kreis Ober- 
wienerwald, an der Bonau), Civil as . 
Mutarensis. — Mutar^mum. 

MauTe(s), Mrktfl. (in Frankreich), 
Malva^. 

Mavre Matia, St. (Hauptort der griech. 
Nomarchie Messenien), Mess^ne 
{Meaa^vf]). 
Einw.: Messenii (Msaai^vioi). 

Mayen, St. (Kreisst., EB. Koblenz, 
Rheinprovinz, an der Nette), Magni- 
äcum. 

Uayenfeld, St. (im schweizer Kanton 
Graubünden, Bezirk Unterlandquart, 
am Rhein; in der Nähe der Pafs 
Luciensteig), Luptnum. — Maiae 
ViUa. — Maiae Campus. 

Mayenne, 1. Fl. (schiffbar, im nord- 
westl. Frankreich, entspr. im Dep. 
Ome und mündet nach 195 km nahe 
oberhalb Angers in die Sarthe, mit 
welcher vereint sie die Maine bildet), 
Me duäna. — Medana. — Mediana. 

2* St. (an der M., ehedem Sitz der 
Grafen von M.), Medi*änum. 

3« Departement (nach 1 benannt, 
aus dem westL Teil von Maine und 
nördl. von Anjou gebildet, zerfällt in 
die 3 Arrondissements : M., Laval 
und Chäteau-Gontier; Hptst. Laval), 
Äger Mediianensis. 

Mayo, Grafschaft (in der irländ. Prov. 
Connaught, im N. und W. vom At- 
lantischen Ocean bespült; Hptst. 
Castlebar), Comitatus Mayensis. 

Maz d'Azil, Mktfl. (in Frankreich), 
Mansum Äzili. 

Mazafran, Fl. (eigtl. Maa-el-Zafran, 
auch Oudjar gen., in Algier, mündet 
unfern der Bai von Sidi-Ferruch in 
das Mittelmeer), Savus. 



379 



Mazag(h)aii 



Medina del Campo 380 



]lazag:(h)an (Mazagran), St. i^Hafeu u. 
Festung in der alger. Prov. Oran), 
Busibis. — Jtutubis. — Mcmor 
cänum. 

Masaraki, Kloster (in Griechenland, 
an Stelle einer böotischen Stadt am 
See Kopais mit einem heüigen Hain 
des Poseidon), OnchestusCOyxrjOtog). 

Maz^res-en-Foix, St. (in der ehemal. 
frz. Grafschaft Foix, dem jetzigen 
Dep. Ariege, am Fufse der Pyrenäen), 
Castrum Maseris, 

Maz(o)amab9 St. (in Algier), Fundus 
MazucäTius. 

Mazz&ra, 1. St. (befest. Hafen und 
Bischofssitz in Sicüien, an der Mün- 
dung des Salemi in das Mittelmeer), 
3Iazara. — Massaris. 

2. Val di — , Landschaft (bei 1), 
Mazarae Vallis. 

Mazzi, St. (in Griechenland, im alten 
Böotien, am Kopaissee), Haliartus 
CiklaQTog). 

Meath, Grafschaft (in Irland, und zwar 
East-Meath [auch blofs Meath], mit 
der Hptst. Tiim, und West-Meath, 
in der irischen Prov. Leinster, am 
Shannon, Hptort: MuUingar), Media. 

Meaux, St. (Bischofssitz im frz. Dep. 
Seine-Marne, an der Marne), Civi- 
tas Meldorum. — Meldi. — 
Meldae, — Meldunum. — latinum. 

Meeea, s. Mekka. 

Meeheln, St. (frz. Malines, in der belg. 
Prov. Antwerpen, an der Dyle, im 
Mittelpunkte des belgischen Eisen- 
bahnnetzes), Ma linae. — Maallnae. 
— Mechlinia. 
Adj.: Mechliniensis, -e. 

Mecklenburg:, !• Dorf (^Grhzgt. M.- 
Schwerin) , Megalopolis. — 
Mecklenburgum. 
3« Grofsherzogtum, 
A. M.-Sehwerin (an der Ostsee, 
eben, reich an Seen [Müritz-, Schwe- 



linersee u. s. • w.] und Gewässern 
fWamow, Eide], Hptst.: Schwerin), 
Ducatu 8 Megalopolitanus 
Suerinensis. — Ducatus Meckel- 
hwrgensis Su^inensis, — Ducatus 
Mecklenburgensis Suerinensis. 

B. M.-Strelitz (aus zwei ge- 
trennten Teilen bestehend [Herrschaft 
Stargard und Fürstentum Eatzeburg ; 
Hptst. : Neu-Strehtz), Ihbcatus Mega- 
lopolitänus Strelitiensis. 

Medeah, St. (in Algier, früher Residenz 
des Bei von Titteri), Lamtda. 

Medelliii) St. (in der span. Provinz 
Badajoz), Metelltnum. — Castra 
MeteUina. — MetaUtnum. 
A(^j.: Metallinensis, -e. 

Medelpad, Landschaft (in Schweden, 
an der Ostsee, bildet einen Teil von 
Hemösands-Län), Meddpadia. 

Medemblik (Memelik), St. (Hafen in 
der niederländ. Prov. Nordholland, 
am Zuidersee), MedemelaxMtn. 

Medhurst, Mktfl. (in England), Midae, 

Mediaseh (Medwisch), 1« Stuhl (im 
Siebenbürger Land der Sachsen), 
Mediensis Sedes. 

a. St. (kgl. Freistadt und Haupt- 
ort von 1 , am Groüsen Kokel), 
Medi^sus. — Medveschmum. — 
Medyeschmum. — Mediessmum. 

Medina (arab. Medinet-el-Nabi [Nebi]), 
St. (= „Stadt des Propheten", früher 
Jahtreb, die 2. Hptst. von Hedschas 
im westl. Arabien, 2. heil. St. der 
Mohammedaner; in der Hauptmoschee 
El-Haram [= „die Unverletzbare"] 
ist die Grabstätte Mohammeds), 
Athrulla. — latrippa. 

Medina Celi, St. (in der span. Prov. 
Soria), Methymna Caeli. — 
3Iethymnia Gaelia. — Medina 
Caelia. — Medina Caelestis. 

Medina del Campo, St. (in der span. 



381 Medina de las Torres 



Meerenge Ton Aldemey 382 



Prov. Valladolid), Methymna Cam- 
pestris. 

Medina de las Torres, St. (in Spa- 
nien), Methymna Turrium, — 
Contributa, 

Medina del Bio Seeeo, St. (in der 

span. Prov. Yalladolid, am Sequillo), 
Methymna Sicca, — Forum 
Egurrorum, — Caitca. 

Medina Sidonia, St. (in der span. 
Prov. Cadiz), Methymna Äsindo. 

— Methymna Sidonia. — Methymna 
Asidonia. — Asindo. — Asindonia. 

Medoc, Landschaft (in der ehemal. 
Prov. Guienne des südwestl. Frank- 
reich, in Ober- und Kieder-M. geteilt 
und dem jetzigen Arrondissement 
Lespai-re im Depart. Gironde ent- 
sprechend), Med Uli. — Terra 
Medula, — Megio Medula, 

Medon, Mktfl. (in Dalmatien), Dio- 
cUa (/lioxXeia). — BocUa {doxXea). 
Einw. : Diocleatae {doxXeaxai). 

Medseherda, s. Megierda. 

Medwiseh,. s. Mediasch. 

Medynet-al-Fejam, St. (in Mittel- 
ägypten), Crocodilopolis {Kqo- 

' xoöellcov IloXiq). — Arsinoe QiQ- 
oivorj)' 

Meenen (Menin), St. (Festung (in der 
belg. Prov. Westflandern, an der 
Lys), MenEna. — Memna, 

Meer von Astraehan, s. Easpisches 
Meer. 

Meer von Biseaya, s. Biscaya. 

Meerbusen von Assam Kalassi (Asyn 
Kalessi), Meerbusen (in Anatolien), 
Sinus las iusCÖ*IaoixoqK6lnoq). 

— Sinus lasicus. 

Meerbusen von Egrhina (oder Athen), 
s. Eghina, Golfo di — . 

Meerbusen der Gascogrne (Teil des 
Atlantischen Meeres, von der Mün- 



dung der Garonne bis zur Gi-enze 
Spaniens), Sinus Oestrymnicus, 

Meerbusen von Isehia (bei Neapel), 
Sinus Velinus, 

Meerbusen von Katseh (an der West- 
küste von Hindostan) , C antii 
Sinus. — Baraces {BaQ&xr^q). 

Meerbusen von Lepanto, s. Golfo di 
Lepanto. 

Meerbusen von Manfredonia (Golf 
des Adriatischen Meeres), Sinus 
Urias. 

Meerbusen von Megrissa (im Schwar- 
zen Meer), Melanes Sinus. 

Meerbusen von Negrropoli (auch 
Akmeschid, südruss. GoK im Schwar- 
zen Meer), Sinus {Jardnites {Kag- 
XIV hl] g o KoXTioq). 

Meerbusen von Orfano (auch Rendina 
oder Contessa, Golf des Ägäischen 
Meeres, in welchen sich der Struma 
[Strymon] oder Karasu ergiefst), 
Sinus Strymonicus {SzQVfxovixog 
KoXnoq). 

Meerbusen von Palmas (bei Sardi- 
nien), Sinus Sulcitanus. 

Meerbusen von Sandali (aivder Küste 
von Kleinasien, im alten lonien), 
Sinus Cyma&us. 

Meerbusen von Sidra, s. Sidra. 

Meerbusen von Simo, s. Simo. 

Meerbusen von Staneo (in AnatoHen, 
bei der [alten dorischen] Seestadt 
Keramo), Sinus Ceramicus {KoXnoq 
b KsQafiLXoq)' 

Meerbusen von Suez (Bahr-el-Kolsum, 
der nördlichste Teil des Roten Meeres 
in Mittelägypten), Sinus Heroopolites. 

Meerbusen von Volo, s. Yolo. 

Meerenge von Aldern'ey (zwischen 
der brit. Insel Aldemev im Kanal 
und der französ. Küste, auch wohl 
Race genannt und wegen der Stärke 



383 Meerepsre tob Calais 



Helide 



384 



und Schnelligkeit seiner Flut gefiihr- 
lieh), Ebodiae Fretum. 

Meerenge Ton Calais, s. Calais 2. 

Meerenge Ton Gibraltar, s. Gibraltar 2 . 

Meerenge Ton Kaffa, s. Kaffa 2. 

Meerenge Yon Konstantinopel, s. 

Konstantinopel 2. 

Meersburg, St (bad. Er. Konstanz, 
am Bodensee, mit ehem. Domini- 
kanerkloster) , Me rsohurgum. — 
Merspurgum. 

Megali Cameni, Insel (griech.), Aiito- 
mate {Äyto/xaTi]). 

Megara, St. (einst Hptst. von Megaris, 
auf dem Isthmus von Korinth), 
Megara {Meyaga). — ÄlcatTwe 
(kXxccd'OTj). 

Megierda (Mezdjerda), Fl. (in Nord- 
afrika, beim alten ütika), Bagrada, 
-ae {BayQaöaq). 

Mehallet-el-Eebir, St. (in Nieder- 
ägypten), CynopoUs {Kvvaw Holiq). 

Melirerau, Abtei (bei Bregenz, in Vor- 
arlberg in Tirol), Augia Brigan- 
Hna. — Augia Maior, 

Melinn, 1. sar Loire, St. (im frz. Dep. 
Loiret), Magdünum ad Ligerim, 

2. sur Yd vre, St. (im frz. Dep. 
eher), Magdünum ad Yeveram. 

MejilEO, 1« Staat (Föderativrepublik 
im südl. Nordamerika, zwischen dem 
Stillen Ooean und dem Mejikanischen 
Meerbusen), Hispania Nova. — 
Meiicuin. — Meitca/na Regio. 

S. St. (Landeshauptstadt auf dem 
Plateau von Anahuac, nahe dem See 
von Tezcuco), Meiico. 

Meilen, Dorf (und Bezirksort im 
schweizer Kanton Zürich), Megiu- 
lanum. — Meiulanum. 

Meinder (Minder), Fl. (in Kleinasien, 
strömt in fortwahrendenKrümmungen 
durch das alte Karien und Lydien 



und mündet bei Milet), Maeander, 
-dri {MaiuvÖQoq). 

Meiningen, St (Kreisst, Hptst des 
Hzgts. Sachs. -Mein., in einem Thal 
an der "Werra), Maininga, 

Meinradszell, s.. Einsiedeln. 

Meinta Posseda, St (in Cölesyrien), 
Heraclea Cassiotidis {^HQaxXsia 
r^g KaaoLWTiSoq). 

MelTsen, 1. St (Amtshauptmannsch., 
Sachs. Kreish. Dresden, am Einflufs 
der Triebisch in die Elbe), Misnia. 
— Misna. — Mis^na. 

Adj. : Misnensis, -e. 
Misenensis, -e. 

S* Land (ehemal Markgrafschaft, 
928 von Heinrich L begründet; aus 
ihr ging das Kurfürstentum und 
spätere Königreich Sachsen hervor), 
Ma rchia Mi snensis. —^ Misnia. 

Einw.: Misnicm. 

Mekka, St. (bei den Arabern Omm-el- 
Kora, d. h. -„Mutter der Städte", die 
heiligste Stadt der Mohammedaner, 
Geburtsort Mohammeds, in der arab. 
Landschaft Hedschas, 75 km vom 
Hafen Dschidda entfernt), Maco- 
räba. — Mecha. 

Mekran, El --, s. Makran. 

Mela, St (in Algier), Mileum. — 
Milsvum. — Milevis. — Mill&cis. 
Adj.: Milevitänus, -a, -wn. 

Melasse (Mellassa), St. (im türk. ijjalet 
Ai'din in Anatolien, im alten Karien), 
Mylassa, -orum{MvXaa[a]a,rci). — 
Pedasum {Ili^Saaov), 

Melazzo (Milazzo), St (Hafen und 
Festung in der sicil. Provinz Messina), 
Mylae {MvXal oder MvXai). 

Melezgerd, St (in Eumelien), Mauro- 
castrum. 

Melfa, Fl. (Nbfl. des Gaiigliano\ 
Melpis. 

Melide (MeHda), Insel (des AdriatischeU 



385 



MelillA 



Hendris 



386 



Meeres vor der dabnatischen Küste), 
Mellta {Meklrrj), — MeUte, — 
MeUtine (Mekizivil). 
Melilla (Mlila), St. (Festung eines der 
spanischen Presidios an der Küste 
von Marokko), Busadirum. — 
Busädir, — Byssadyrum, 

Melinda, 1. St. (Seeplatz auf der Ost- 
küste Südafrikas, im Lande der 
Suaheli, an der Mündung des Quili- 
mance), Essina CEaoLvd), — Me- 
lindum, 

S. Meerbasen Yon (ebds.), Sinus 
Barbaricus (KoXnog BaQßaQixoq). 

Melk (Molk), Mktfl. (im unteröstr. Kr. 
Oberwienerwald, an der Donau, mit 
her., 1089 gegründeter Benediktiner- 
abtei), Medelica. — Medelidum. 
— Melicium. 

Melle, St. (im frz. Dep. Deux Sevres, 
an der Beronne), Mellusum. 

Mellora, Insel (ital., an der Küste von 
Toscana), Maenaria. 

Melun, St. (im frz. Dep. Seine-Marne, 
an der Seine), Melodünum, — 
MelidunKmt — Milidünum. — 
Castrum Meliodtmense, — Me- 
teglium. 

Memel, 1« M. (kommt aus Eufsland, 
Göuvem. Minsk, wo sie Niemen 
heilst und bei Kowno r. die ansehn- 
liche Wilia aufgenommen hat, tritt 
als Memel bei Schmalleningken in 
das preufsische Gebiet und mündet 
in 2 Hauptarmen: Gilge und Rufs 
ins Kurische HafF, zu Va i^^s Laufes 
schiffbar, 788 km lang, davon in 
Deutschland 112 km), MemEla. — 
Chronus. 

S. St. (Kreisstadt, Kr. Königsberg, 
Prov. Ostpreufsen, am Einflufs der 
für Seeschiffe fahrbaren Dange in das 
Tief von Memel, welches das Kurische 
Haff mit der Ostsee verbindet), 
Memel ia. — Memelium. — Clu- 
pMa, 

Saalftild, Geograph. HandbücMein. 



Hemelllr, s. Medemblik. 

Memers, s. Mamers. 

]|[emlel>eii9 Dorf (und Klostergut, Kr. 
Eckartsberga, RB. Merseburg, Prov. 
Sachsen, an der XJnstrut; Ruine eines 
Benediktiner-Mönchsklosters), lerne- 
levum. 

Memmingren, St. (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Schwaben, an der 
Ach), Memminga. — Septemiads, 

— Campidona. 

MeDam, M. (einer der Hauptströme 
Hinterindiens, im Oberlaufe Meping 
genannt, bildet ein Delta und mündet 
nntörhalb Bangkok in den Golf von 
Siam), Söbannus {2(oßdvag). 

Menbigz, Ruinen (einer Stadt in Syrien, 
früher Bambyke genannt, am Euphrat, 
mit einem Tempel • der Astarte), 
Hierapolis Cle^aTtoXcg).— Menha, 

— Manba. — Menbigiuni. 

Mend, El. (in der persischen Landschaft 
Beludschistan), Arbis CÄ^ßig). 

Mendaya, St. (in Spanien), Nemeto- 
bnga. 

Mende, St. (Hptst. des frz. Dep. Lozere, 
am Lot), Memmale, — Mimas, — 
Mimoste, — MimMwm, 

Menden, St. (Kr. Iserlohn, RB. Arns- 
berg, Prov. Westfalen, an der Hömie), 

Menithinna, 

• 

Mendere-S(o)u, M. (in Anatolien, im 
alten Troas^ entspr. auf dem Ida, 
fällt vereinigt mit dem Ghumbre 
oder Simoeis ins Ägäische Meer), 
Scamander, -d/ri {SxdficcvdQog). 

Mendes, St. (auch Gumichlovliman 

gen., im östlichen Anatolien, einst 

dorische Eürstenstadt in Karien), 

Myndus {Mvvöog). 

Adj. : Myndius, -a, -um (Mvvöiog). 

Mendris, Mktfl. (im Kanton Tessia in 
der Nähe des Luganersees der ital, 

13 



387 



M^nebould 



Merida 



388 



Schweiz), Mendrisio, — Mendr^o. 

— Mendrium, 

H^nehould (St. — ), St. (im frz. Dep. 
Marne, am Aisne), Fanum Sanctae 
Manechildia. — Fantt/m Scmdae 
Manehüdis. — Scmmanhildis, 

Menerl^es, St. (im frz. Dep. Vaucluse), 
Mctchao, 

Menidi, Dorf (im attischen Griechen- 
land, in der Nähe des heutigen Ea- 
maderon, einst der volkreichste atti- 
sche Demos der öneischen Phyle)i 

• Achamae {kxccQval). 

Adj. : Achamänus, -a, -um, 

Menimen,. St. (in Anatolien, im alten 
Äolien, auf der Strafse von Kyme 
nach Smyrna, nördl. vom Ausflufs 
des Hermes), TemniLS (Trjfivog). 
Einw.: Temnii (Ti^fivioi), — 
Temmtae {Tr^firlxai). 
Menin, s. Meenen. 

Mensehle, Euinen (einer alten Stadt 
im oberägyptischen Thebais am linken 
Nilufer) , Ptolemais Aegyptiorum 
{Ilxoksixatq), 

Mentana, La — , St. (im ehemal. 
Kirchenstaat), Nomentum. 

Menteeh, s. Mendes. 

Menuf (Menouf), St. (in Unterägypten 
am östl. Ufer des Sees Birket-Mariüt 
[Mareotis]), Momemphis {Miofjtsfx^iq) 

m 

Meppen, St. (Kreisst., Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover, am Einflufs 
der Haase in die Ems), Meppia, 

— MeppBna. 

Mequinenza, St. (in der span. Prov. 
- Zaragoza), Octogesa. 

Herakin, St. (in Syrien), Marcsthus, 

'Untis {MaQa^oq), 
Merasch, s. Marhas. 

M^rawe, porf (in Nubien am r. Nil- 
ufer im Gebiet der ScheiMeh-Araber 
bei dem Berge Barkai, mit zahlreichen 

• Resten altägyptischer Baukunst und 



Ruinen der Stadt Meroe, der Haupt- 
stadt von Äthiopien), Meroe (Me^orj), 

tferday Königreich (altes angelsächsi- 
sches, erstreckte sich vom Meere auf 
beiden Seiten des Trent bis an die 
Gebirge von Wales), Antßia Media. 

Mereoeur, Mktfl. (in Frankreich), Mer- 
corium. 

Mereogliano , Dorf (im Neapolitani- 
schen), Mercuriale. . 

Mer de Martigraes, s. Martigues. 

Merdseh-Ilm-Amer, Landstrich („Aue 
des Sohnes Amers" in Syrien, im S. 
von Galiläa, westL vom Earmel, östl. 
vom Hermon eingeschlossen, im 
Altertum Ebene Jesreel [Esdrelon]), 
Esdraela. — Fsdradon, — 
Stradsla. 

Merenda, Ruinen (eines jetzt zerstörten 
griechischen Dorfes auf der Ostseite 
von Attika, einst att. Demos zur 
pandionischen Phyle gehörig), Myr- 
r(h)lnu8, -untis {MvQ^ivovg,-ovvTog). 
Einw. : Myrr(h)inum {Mvqql- 

VOVOlOl). 

Mer^entheim, St. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, an der Tauber, ehedem 
die bedeutendste der 11 Balleien des 
Deutschen Ordens, von 1527—1809 
Sitz der Hochmeister), Aula Ma gni 
Magistri Ordinis Teutonici. 
— Mariae Domus. — Vallis Mariae 
Virginis. — Mergenthemium. — 
MerghBtum. 

Mergrhem, s. Merville. 

Mergroiy St. (engl. Hafen am Golf von 
Bengalen, im Delta des Tenasserim- 
flusses, an der Küste von Tenasse- 
rim; davor gelagert die Mergui- 
Inseln), Catigara, 

Merida, St. !• (römische Kolonie in 
der Span. Prov. Bad^yoz, am Gua- 
diana), Augusta Emerita, — 
Colonia Emeritensts, — Emeritensis 
ürbs. — Emerita. 



389. 



Merioiietli$liire 



Meteien 



390 



3« (Hptst. der gleichnam. Prov. 
der südamehkan. Kepublik Venezuela, 
Bischofssitz), Emerita Veneztielerms. 

3* (Hptst. des mejikan. Staats 
Yucatan), Emerita lacatanienais, 

Merionethshiref Grafschaft (im engl. 
Fürstent. Wales; Hauptort: Bala), 
Mervinia. — Comitatus Mer- 
viniensis. 

Mero, M. (in Spanien), Alarus. — 
Meärus. — Metarus. — Mentarus. 

Jfteroth, St. (im Norden von Palästina, 
in Galiläa), Meros (MriQ(aB), 

Merseburgr, St. (Kreisst. u. Kß., Prov. 
Sachsen, an der Saale; Bistum M. 
968 von Kaiser Otto I. gestiftet), 
Marsipolis. — Marttopolis. — 
Marttnopolis. — MartisburgiMn, — 
Marsibu/rgum. — Mersebwrgum, 
Adj.: Mersebwrgensis, -c. 

Mertola, St. (Festung in der portu- 
gies. Prov. Alemtejo, Bez. Beja, am 
Guadiana), lulia MyrttUs. — Myr- 
tilis. — Mirtylis, 

Merville (Merghem), Mktfl. (Salzwerk 
im frz. Dep. Nord), MauT,onti 
Villa. — Menariäcum, — Mina- 
riacum, 

Merwe (Merwede), Mufsarm (die mit 
dem Waal [Rheinarm] vereinigte 
Maas, welche sich unter diesem 
Naihen in den Biesbosch ergiefst), 
Merovei Fossa. 

Merzisr, St. (Kreiäst., RB. Trier, Rhein- 
provinz, r. an der Saar), Marcerum, 

Hesehede, St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, am Einflufs der 
Henne in die Ruhr), Melocavus. 
— Mdocabus. — Melocamu^. 

Mesehhed-HosaXn (auch ImamrHosain 
oder Kerbeiah), St. (im türk. !EJjalet 
Basra, westl. -vom Euphrat in der 
Wüste, die heilige Stadt der Schiiten), 
Bolagasus, — Vologesia, — 
Vologesocerta, 



Mesisaa, Si (in Ostreich), Medo- 
slanium, 

Meskiet, s. Maskat. 

MesBimiiri, St. (in der europ. Türkei, 
im alten Macedonien [Krossäa] am 
Thermäischen Meerbusen), Campsa 

Messin, Landstrich (um die lothringi- 
sche Stadt Metz herum, alter franz. 
Ausdr. aus der Zeit der Usurpation) 
Pagus Metensis, — Tracttis 
Metensis, — Metingovia, 

Hessina, 1. St. (Hptst. der gleichnami 

Prov. auf Sicilien, am Fufse des 

Pelorischen Gebirgs und an der 

Strafse von M. gelegen, zerfällt in 

See - und Hügelstadt) , Zancle 

(Zdyxlr^). — Messana {MEoadva\ 

MessBne (Meaaijvrj), 

Einw.: Messanii, — Messen. 

nenses, 

• 2« Faro di — , Meerenge (zwischen 

Sicilien und Italien), Fretum Sicvlum, 

Messines (vläm. Meessen), Mktfl. (in 
der belg. Prov. Westflandem, Bez. 
Ypem, mit ehem. Benediktinerkloster 
[jetzt Erziehungsanstalt]), Messinae. 

Messis, St. (in Anatohen, im alten 
Cilicien), Mopsuhestia (Moxpovsazia). 
— Mopsus (Motpoq). 

Mesurata, Insel (im Mittelmeer (bei 
Nordafrika), Misynus {Miavvoq). 

MetaurOy s. Mattro. 

Metelino (oder Lesbos), 1. Insel (des 
Ägäischen Meeres, an der kleinasia- 
tischen Küste, von den Türken Mi- 
dillü gen.), Lesbos, -i {Aiaßoq). 

Adj.: Leshiäcfus, -a, -um {Aeo- 
ßiaxoq). 

2« St. (auch Mytilene gen., auf 
der Ostseite der Insel Lesbos), Myti- 
lene {Mvxiliqvri). 

Einw. : Mytilenaei {MvriXfjvaZoi). 

Metelen, Wigbold ([Mktfl.] Kr. Stein- 
furt, RB. Münster, Prov. Westfalen, 

13* 



391 



Metmori 



Midro« 



392 



an derVechte), Mediolarium. — 
Mediölamum, 

Metmori, s. Kur. 

Metro, s. Mattro. 

Metz, St. (Hptst. des Bezirks Loth- 
ringen von Elsafs-Lothringen, Festung 
I. Kanges, in einem Thal am Ein- 
flufs der Seille in die mehrarmige 
Mosel, 14 km von der franz. Grenze), 
Mediomatrica Urbs. — Medio- 
mcEtricorum Civitas. — Mediomor 
tnci. — Dtvodurum Mediomatri- 
cum. — Divodarum Meddonuxtri- 
corum, — Divodarum, — Mettis. 
— Metae, — Mettae, — Mettt. — 
Metensis Urbs. 

Einw.: Metenses, — Mettenses. 

Adj.: Meten si 8, -e. 
Mettensis, -c. 

Meudon, Mktfl. (und Lustschlols in 
der Nähe von Paris, unfern der 
Seine), Metio sedum. — Modunurfi, 

Meuillon, Baronie (in Savoien), Me- 
dulU. 

Meulant, St. (in Frankreich), Med- 
iin dum. — Mellen^wn, — MelleH- 
tum. — Midancum, 

m 

Menrs, s. Mors. 

Meurthe, Fl. (r. Nbfl. der Mosel, ent- 
spiingt am Westabhang der Yogesen, 
wird unterhalb Nancy schiffbar und 
mündet bei Frouard), Murta. 

Mewe^ (poln. Gniew), St. (Kr. und EB. 
Marienwerder, Prov. Westpreufsen, 
am Einflufs der Ferse in die Weichsel), 
Chnevurn. 

Mexico, s. Mejiko. 

Meyniae, St. (in Frankreich), Manica. 
Mezdjerda, s. Megierda. 

Mezetln, St. (in Anatolien, im alten 
Paphlagonien) , Soli 8, — Pompeio- 
polis. 

Mezidres, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Ardennen, Festung am r. Ufer der 



Maas, gegenüber Charleville mit star- 
ker Cätadelle), Maceriae, — Ma- 
eeria, — Maderiäcwm. — Meseria. 

— Meseriae, — Brennacum, 

Mezzo Lombardo, Mktfl. (in der Lom- 
bardei), Medittm Sancti Petri. 

MezzoTO, Berg (im Agraphagebrrge in 
der europ. Türkei), Pindiis (Illvdoq). 

Mhar, Ankerplatz (im Glücklichen 
Arabien), Bmmathi Vicu8 {^Pavva- 

Miehele, San — , s. San Michele. 

Miehelstadt, St. (Kr. Erbach, hess. 
Prov. Starkenburg, an der Mümling 
im Odenwald), Michilinstadium. 

Mieila, Mktfl. (in Algier), Myraeum 
iMvQaiov), — Mireum {MLqsov). 

MieroTatU (auch blols Yathi), St. 
(Hafen in Griechenland, im alten 
Böotien), Aulis, -%di8 {AvXlg), 

Middelbnrgr, St. (feste Hptst. der 
niederl. Prov. Zeeland,. mitten auf 
der Insel Walcheren, durch einen 
schiffbaren Kanal mit der Wester- 
schelde verbunden, an dessen Aus- 
flufs bei der ^Schanze Bammekens 
sich der eigen^che Hafen der Stadt 
befindet), Mediobu^gum. 

Middlaer, St. (üi Holland), Medde- 
lacuwi. 

Midiah (Midjeh), St. (in der europ. 
Türkei, zwischen dem thrak. Vgb. 
Ainata [Kap Kouri] und dem Bospo- 
TUB\Salmyde8SU8{Sakfjivd7jaa6g), 

— Halmydessus '{^AXfivSiaaoqy 

Midou, Fl. (im südwestl. Frankreich, 
entspringt im Dep. Gers, vereinigt 
sich im Dep. Landes bei Mont-de- 
Marsan mit der Douze, heifst von 
da an Midouze und mündet unter- 
halb Tartas in den Adour), Midori'us 
Fltmtis. 

MidroS, St. (in Al^er), Medtanum 
Castdlum. 



393 



MihAly 



Minho 



394 



MUiAly, Szent — , St. (in Siebenbürgen), 

Fanum Scmcti Michaelis, 
MUiiel, St. — , s. St. Mihiel. 

Maares (Miliares), M. (Küstenfl. im 
östl. Spanien, entspringt in der Prov. 
Teruel und mündet nach 115 km ins 
Mittelmeer), üdüba, 

Miklos, Szent — , St. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Nicolad, 

Milagro, Fl. (in Navarra in Spanien), 
JErgavia, 

Milah, St. (in Algier), Milevis. 

Milano, s. Mailand. 

MilazzOy s. Melazzo. 

Milden, St. (im schweizer Eanton 
Bern), Meldünum. — Minno- 
dünum. 

HEileto, St. (und Fürstentum im Nea- 
politanischen), MilEtum. — Mdita, 

Miletoni, St. (im Nordosten der türk. 
Insel Kandia), Miletus {Mlkrjzoq). 

Hilhau (MiUau), St. (im frz. Dep. 
Aveyron), Amilhänum. — Aemi- 
lianum. — Ämmilbanum, — Mil- 
liadum, 

JftUhaud^ St. (im franz. Dep. Gard), 
ArmliümMm, 

Miliänah, St. (in Algier, Prov. Algier; 
Hafen ist das mehrere Stunden weit 
entfernte Scherschell), Maliana. 

Militsch, St. (Kreisst., EB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Bartsch, mit 
vielen Teichen, Hptst. der Standes- 
herrschaft M. der Grafen von Maltzan), 

. Milidum. 

HOllan, s. Milhau. 

Hlllas, Mktfl.'(im frz. Dep. der Ost- 
Pyrenäen), Millae. 

Millenl^aeh, St. (in Siebenbürgen), 
Zah^sus, — SäbesVfS. 

Hilly, St. !• (im frz. Dep. Seine-Oise), 
Ma/u/riliäcum. 
S* (im frz. Dep. Seine -Maas), 
. MiUiäcum, 



Milo, Insel (griech., die südwestlichste 
in\ Archipel, mit der Haupt- und 
Hafenst Kastro - Plaka) , M elos 
(M^Xog). — Zephyria {Zs<pvQlä). — 
Byhlis. — MimcUlis {MifiaXXLq). — 
Mimalis (MlfiaXig). — Memblis 
{MsfißXlg). — Ziphis, — Acytos 
CAxvxoq). 

Minelo, FL (1. Nbfl. des Po, in der 
lombard. Prov. Mailand, entspringt 
in Tirol als Sarca, fliefst in den 
Gardasee, verläfst denselben als Min- 
cio und mündet als schiffbarer Flufs 
bei Mantua), Mincius. 

Mindelheim 9 St. (Bezirksamt, bayi'. 
EB. Schwaben, an der Mindel, einem 
r. Nbfl. der Donau), Bostrum Ne- 
Tnoviae. 

Minden, St. (Kreis u. EB., Prov. West- 
falen, an der Weser), Minda, 
Adj.: Mindensis, -e, 
Mindänus, -a, -wwj. 

Minderau, Abtei (in Schwaben), Augia 
Minor, 

Min^o, St. (in der sicil. Prov. Catania), 

Minae. — Menae, — Menaenum, 

Einw.: Menenii. — Menamni. 

Minervino, St. (Bischofssitz in der 
neapolitan. Provinz Terra- di- Bari), 
Minerbium. — Minervina. 

Mingrrelien, Landschaft (in Trans- 
kaukasien, nördl. vom Eion und am 
Schwarzen Meer, ein Teü des iniss. 
Gouv. Kutais), Colchis (Kol/Jg). 

Einw.: Colehi {KSXxoi). 

Adj.: Colchicus, -a, -um {KoX- 

Minho, Fl. (entspr. als Mino in der 
Span. Prov. Lugo aus einem See bei 
Fuente-Millo, bildet in seinem Unter-t 
lauf die spanisch - portugies. Grenze 
und mündet nach 360 km beim por- 
tug. Caminha in den Atlant. Ocean.- 
Nach ihm ist die portug. Prov. Minho~ 



395 



Minlato al Tedeseo 



Mittelmeer 



396 



oder Entre Douro e Minho benannt, 
deren Hptst. Oporto ist), MtniifS. 

Minlato al Tedeseo (oder San M.), 
St (in der toskan. Prov. Florenz, 
Stammort der ramilie Bonaparte), 
Miniätum. — Mimätum, — Teur 
tbnis. 

Minorea (Menorca), Insel (die kleinere 
der Balearen, nordöstl. von Mallorca ; 
Hptst. Mahon), Minorica, — Mi- 
norea, — Bälearis Minor, 

m 

Minor! (Minuri), St. (im Neapolitani- 
schen), Minora, 

Minsk, 1. St. (Hptst. des Gouv. M., 
am Swislosz), MinEcum. — Minscia, 
2» Gouv. (im westl. Rufsland), 
Palatinatus Minsciensis. 

Minngrat, St. (in Anatolien, im alten 
Pamphylien am Eurymedon), Aspen- 
dus (Äansvdog), 
Einw.: Aspendii (köTtivöioi). 

Mlossens, Dorf (im frz. Dep. Nieder- 
Pyrenäen), Mille Sancti, 

Mira(m)bean, St. (im frz. Dep. Nieder- 
Charente), Mirabellvm, 

Mirabelle, 1» Mktfl*. (in der neapolit. 
Prov. Molise), Mirabellum Neapoli- 
tanum, 

S. St. (Hafen und Bischofssitz auf 
der türkischen Insel Kandia), Olus, 
-untis COXovg). — OlulisCOkov[Xi]g). 
■-• Mirabellum Cretense. 

Miranda, M. (auf Sicilien), Orinus 
CO^ivog). — Erinus (^Qivoq). 

Miranda de Douro, St. (in der portu- 
gies. Prov. Traz-os-Montes), Lubi- 
canorum Camhaetum. — Mi- 
randa Durii. — Contintim. — Con- 
cinum. 

Miranda de Ebro, St. (in der span. 
Prov. Burgos, am Ebro), Deobriga. 
— Miranda Iberica. 

Mirdsehno, s. Mirzno. 

Mireeonrt, St. (im frz. Dep. Vogesen, 



am Madon), Mercurii Curtis, — 
Mirecwrtiwm, 

Mlrepoix, 1. St, (im frz Dep. Ariege, 
am Lers), Mirapicum. — Mira- 
picae, — Mirapincum, 

S. Landschaft; (nach 1 benannt), 
Pagus Mirapensis. 

MireTanx, St. (in Fi-ankreich), Mira 
VaUis. 

Mirmo, St. (Hafen (auf der Westküste 
von Yorderindien bei Mulky), Mujsl- 
ris, 4dis (Mov^iQig, -löog) oder -ts 
(Mov^iQlg, -i(og), 

Miseno, s. Capo MLseno. 

Misevria (Missivjia oder Misivri), St. 
(Hafen in der europäischen Türkei 
am Schwarzen Meer), Mesembria 
{MearifjißQla). — Mesanibria {Ms- 
oafißQiri), 
Einw. : Mesembriäni {Mearifx- 

ßQiavol), 
Adj.: Mesembriäcus, -a, -um. 

Misitra, 1. El. (auf der griech. Halb- 
insel Morea, im alten Lakonien), 
Tiasa (Tlaaaa). 

2. Dorf (an Stelle der alten Haupt- 
stadt Lakoniens, auf der Halbinsel 
Morea), Lacedaemon (AcixsSal- 
fi(ov). — Sparta (STtaQttj). 

Misox (Misex), Hochgericht (in der 
Schweiz), Mesaucum. — Vailis 
Mesaucina. 

Missen-Head, s. Mizen-Head. 

■ Mlstretta, St. (in der sicil. Prov. Mes- 
sina), Amesträtus {kfn^axQäTog)^ 
Amastra. — Mytistratus (Mvrl^ 
axQaxog). , 

Mittelbnrgr, Vogtei (jetzt Strubelsdorf 
in Ostreich), Metelli Castrum. 

Mittelmeer oder Mittellftndisehes 

• Meer (gröfstes Binnenmeer der Altea 
Welt, zwischen Europa, Asien und 
Afrika, durch die Strafse von Gibraltar 
mit dem Atlant. Ocean verbunden i 



397 



Mittena 



Mogrlttna 



398 



Glieder: Busen von. Yalenoia» Golf 
de lion, Busen von Genua, Toska- 
nisches , Adiiatisches , Ägäisches 
Meer, Meerenge der Dardanellen, 
Marmarameer, Leyantisches Meer, 
Groüse und Kleine Syrte, Bai von 
Tunis. Einmündende Flüsse: Nil, 
Etscli, Po, Rhone, Ebro;' wichtigste 
Inseln: Balearen, Korsika, Sardinien, 
Sicilien, Malta, Ionische Inseln, Dal- 
matische Inseln, Griechischer Archipel, 
Kreta, Cypem), Marc Internum. 

— Mare SicuJum, — Mare Medi- 
terraneum (gewöhnlich so bei Neue- 
ren, konmit aber bei den Alten in 
dieser Bedeutung nicht vor; erst bei 
Isidor. Orig.j der es vom grofsen 
"Weltmeer gebraucht, insofern es 
zwischen Europa, Asien und Afrika 
liegt). 

Mittena, s. Yunuka. 

Mittenwald y Mktfl. (an der Isar, in 
den Alpen, bayr. RB» Oberbayem, 
Bezirksa. Garmisch), Inutrium, 

Mittenwalde 9 St. (in der Mark, Kr. 
Teltow, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Notte), Monosgäda. 

Mitterburgr (oder Pisino), St. (Hptst. 
des östr. Kreises Istrien, an der 
Muva), Pisinum, 
Adj.: Pisinensis, -e. 

Mizen-Head (Missen-H.), Vorgebirge 
(in Irland), Notium Hibemicum. 

Moeeha, s. Mokka. 

Moeho, Dorf (Ruinen einer Stadt in 
Ägypten), Cambysae Äerarium. 

— Canibusis, 4s. 

Modena,' 1. Herzogtum (seit 1860 ital. 
Provinz), DiLcatus Mutinensis. 

S. St. (Hptst. von 1, zwischen 
derSecchiaund demPanaro), Mutma. 

Modiea, St. (in der sicil. Prov. Noto, 
. am Scicli), Motyca. 

Einw. : Mutyenses, — Mutuycevises. 

Modon (Mothoni Modon), St. (Hafen 



in der gnech. Nomarchie Messenien), 
Methone (Ms^m^i]). — Mothone 
{Mo&<ovfi). 
Einw. : Methonaei {Me^otvaloi). 

Modmseh, St. (in Dalmatien), Mo- 
drüsa. — Tediastum, 

Modsoheby s. Mudscheb. 

MSekem, Dorf (Kreish. und Amtsh. 
Leipzig, an der Weilsen Elster, 4 km 
nw. von Leipzig), Mocriantci. — 
Mocrimci. 

]|[0en, Insel (dänische, in der Ostsee, 
zum Stiffc Seeland gehörig, von letz- 
terer Insel durch den Ulfssund und 
von Falster durch den Grensund ge- 
trennt; Hptst. Stege), Mona. — Vir- 
ginia Damca. 

M^goln, 6. Mügeln. 

M91k, s. Melk. 

MSUn, St. (Kr. Hzgt. Lauenbui*g, Prov. 
Schleswig-Holstein, am gleichnam. 
See imd am Mufs und Kanal Stecke- 
nitz), MoUlna. 

MQmpelgard, s. Montbehard. 

M9rs, St. (Kreisst., RB. Düsseldorf, 
Rheinprov., an der Morse), Meursia. 
— Mn/rsia. 

MSttlingr (oder Metiika), St. (inKrain 
in Ostreich), Methullum. — Me- 
ttdum. 

Mogrhistan, Küstenlandschaft (der per- 
sischen Provinz Kerman, am Persi- 
schen Golf, gehört teilweise dem 
Imam von Maskat), Carmania {KaQ- 
fjiavla). 

Mo^bla (Mughla), St. (Hptst. vdes 
gleichnam. liwa [das südl. Karien 
und das westi. Lycien umfassend] 
des kleinasiatisch-türk. Ejalets Aidin, 
nüt den Ruinen des alten Alinda), 
Alinda {%kiv6a). 
Einw.: Älindienses. 

Mogrläna, Landschaft (türk., im alten 
Macedonien), Emathia CHfia^la). 



399 



Mogrlia 



Monbasa 



400 



Hogrlia, Berg (auf der gnech. Halb- 
insel Morea, im alten Arkadien), 
Cresius {KQi^aiov *Ö()0$\ 

Mogruer, St. (Hafen in der span. Prov. 
Huelva), Lontici. 

MojenTic, St. (in Frankreich), Medio - 
vicus. — Moyenvicum. 

Moigtebroye (oder Amage), Dorf (bei 
LuxTieil im frz. Dep. Obersaone), 
Amagetobrla. — Magetobfla, 

Moissac, St. (im frz. Dep. Tam-Ga- 
ronne, am Tarn), Mussiäcum. — 
Musciäcum. 

Mokka (Mokha oder Mocchä), St. (guter 
Hafen in der arab. Landschaft Jemen, 
zum Sultanat Sanaa F gehörig, am 
Arabischen Meerbusen), Pseudo- 
celis i^evöoxtjlig), — Moca. 

Hokossi, St. (in der europ. Türkei, im 
alten Thessalien am Ion), Oxynla 

CO^vvsiä). 

Mola, St. 1. (Hafen in der neapolit. 
Prov. Bari, am Adriatischen Meer),* 
Turris luliana. -^ Turres 
lulianae, 

2* (in der sicil. Prov. Messana, 
unweit Taormina), Molae Siculorum. 

3. — di GaSta (alte Aurunker- 
stadt an der Küste von Latium), 
Formiae. 

Einw. : Formiäni. 

Adj.: Formiänus, -a, -um. 

Moldau, 1« Donaufürstentum (eins der 

beiden vereinigten, umschliefst das 

Delta der Donau; Hptst. Jassy), 

Moldavia. — Mölda. 

Adj.: Moldavicus, -a, -um. 

3. M. (Moldawa, czech. Ultawa, 

V Hauptfl. Böhmens, entspr. auf dem 
Böhmerwalde am Vogelstein, flieM 
über Budweis, woselbst sie schiffbar 
wird, und Prag, mündet bei Melnik 
in die Elbe [gröfser als diese]), 
Afultaviä- — Möldavius, — 
MuMa, — Wlttava, — Wlitavia, 



Moletio, St. (auf der nordwesÜ. Küste 
der türk. Insel Kandia), Min^a 
{Miv(6a). — Minöum, 

Molfetta, St. (Bischofssitz und Hafen 
in der neapolitan. Prov. Bari, am 
Adriat. Meer), Melfita. — Md- 
fitum. — Melficta, — Melphicta. — 
Mdfictum. — Melphictum. 

Molini, See (auf der griech. Halbinsel 
Morea, im alten Argolis, unweit 
ATgos), LemaPdlusiAsQvtjg^YScjQ). 

Molise, 1. Provinz (neapolit, mit der 
Hptst. Campo - Basso) , Samnium. 

— Provincia Lanciäna, — Pro- 
vincia Auxcmi. — Promnda Moli- 
stna. 

S. St. (ebds.), Melae. — Mdes, 
4vm, 

MoIIto, St. (ehemals bedeutend, auf 
der Ostküste der türk. Insel Lesbos), 
Methynma (Mi^d-vfiva). 
Einw. : Methymnaei (MTj^vfivaToi). 

Mollieoma, Inseln (kleine, an der 
afrikanischen Küste), Larenusiae 
InsiUae, 

Molokath, El. (in Marokko), Malva. 

— MalitcJia. 

Monaco, St. (Hauptort des ehemals 
souveränen Fürstentums M. im frz. 
Dep. Seealpen, bei Nizza), Herculis 
Mo noeci Portus (Movolxov 
Aifiriv). — Monoedum. — Arx 
Monoeci. — Saxa Monoeci. 

Monasteraee, St. (in Unteritalien, an 
der Ostküste des alten Bruttium), 
Mystia {Mvaria). 
Einw.: Mystiüm {Mvaxiavol). 

Monastir (Toü-M. oder Bitolja), St. 
(Hptst. des türk. Ejalets RumeHen 
[türk. Albanien], beherrscht die Ver- 
bindung zwischen Macedonien und 
Albanien), Octolophum COxTto- 
Xoipov). — Ottolobm COrt(CXoßog). 

Monll>asa, Insel (im Südosten Afrikas 
bei Zanzibar), Menuthesias {Ms- 



401 



Monei^o 



Montagrn« 



402 



vovd'ealaq). — MewulMas {Mevov- 
d-idq). — Itenedium MentdJiesias. 

Monei^o, Berg (in Türk. - Eleinasien, 
im alten Karlen), Caunus Mons 
{Kavvog). — Cacits Mons. 

MonealTOy St. (in der piemont. Prov 
Casale), Castrum Montis Calvii. 
— Castrum Montis Calerii, 

Mon^&O) St. (befest., in der portugies. 
Provinz Minho, am Minho), Mon- 
sonium, 

Moncomet, St. (in Prankreich), Mons 
Cornittus. 

Honda, St. (im Kgr. Granada in Süd- 
spanien, westl. vom Jenil), Munda. 
Einw.: Mundenses. 
Adj.: Mimdensis, -e. 

Hondegro, Fl. (in der portug. Prov. 
Beira, entspringt auf der Serra 
Estrella, wird bei Coimbra schiffbar 
und mündet in den Atlant. Ocean), 
Monda, — Mimda, 

Mondidier, St. (im frz. Dep. Somme, 
am Dam), Desiderii Mons. — 
Mondiderium, 

MondoiiedO) St. (Bischofssitz in der 
Span. Prov. Lngo in Galicien), Min- 
donia. 

Hondoublean, St. (in Frankreich), 
Mons Duhelli: 

MondöTi, St. (Hptst. und Bischofssitz 
des gleichnam. Kreises der piemont, 
Prov. Cuneo), Mons Vici. — 
Mons Begalts. 

Mondragrone (Monte Masse oder Mas- 
sico), BQrg (in Mittelitalien, zwischen 
Latium und Kampanien), Mons Mas- 
sicus. 

Mondsee (Monsee), Mktfl. (und Kloster 
in Ostreich ob der Enns, am West- 
ende des Mondsees), Maense Mo- 
nasterium, — lAmae Locus, 

Mond(s)grel^lrgre (im Innern Afrikas, 
arab. Dschebl-el-Komr, wohl mit den 



fiochgebii'gsländem Dschagga und 
Ukamba zu identifizieren), Limae 
Montes, 

Monegrlia, St. (in der oberital. Prov. 
Genua), Ad Monilia, — Mondia, 
— Moneglia. 

Moneins, Si (im frz. Dep. Nieder- 
pyrenäen), Monesi. 

Mongomery, s. Montgomery. 

Mongri, s. Monljou. 

Monmoreney, s. Montmorency. 

Monmorillon, s. Montmorillon. 

Monmonth, !• Grafschaft (in West- 
england), Comitatus Monumethensis. 
2. St. (Hptst. von 1 , nördl. von 
Bristol, am Wye), Monumethia. 

Monnikendam, St. (Hafen in der nieder- 
länd. Prov. No^;dholland, an einer 
Bucht der Zuidersee), Monacho- 
damum. 

Monopol!, St. (Hafen in der neapolit. 
Prov. Bari, am Adriat. Meere, im 
alten Apulien), Monopölis {Movo- 
TtoXiq). 

Einw. : MonopoUtae {Movonoki- 
rat). 

Monostor Kolos, Abtei (in Sieben- 
bürgen), Monasterium Kolos. 

Monreale (Morreale), St. (Erz'bischofs- 
sitz auf Sicilien, 2 St. von Palermo, 
mit reicher Benediktinerabtei), Mons 
Megalis. 

Mons, s. Bergen 2. 

Monsee, s. Mondsee. 

Monsereau, Schlofs (in Frankreich), 

Soredi Castrum. 
Monserrat, s. Montsen-at. 

Montabaur, St (Kr. Unterwesterwald, 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
Mons Tabor. — Montäborium. 

Montagrne, La — , Landstrich (im frz. 
Dep. Cote d'or, mit den Städten 
Chätillon und Bar-sur-Seine), Tractus 
MontäniAS. 



403 



MontAgrnift 



Monte del Trapano 404 



Monta^nia (Heinzenberg) , Berg (im 
schweizer Kanton Graubünden, zwi- 
schen Domleschger- und Savienthal, 
früher ein Hochgericht), Mom Hein- 
süianus, 

Montaigra, St. (im frz. Dep. Yendee, 
an der Maire), Mons Acutus, 

Montaleino, St. (in der toskanischen 
Prov. Siena), Mons Älcinöi. 

Hontalto, St. 1. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Civitas Graviscae, — 
Mons ÄUus. 

2. (Bischofssitz in der Pi-ov. Ascoli 
der ital. Marken), Babia. — Bdlbia, 

— Altomontium. — Mons Altiis, 

MontalTän (Montalban), St. (in der 
span. Prov. Teruel, mit festem Schlofs), 
Mons Albanus Hispcmiae. 

Montanehez, St. (in der span. Prov. 
Caceres), Mons Anguis, 

MoBtargriSy St. (im frz. Dep. Loiret), 
Mons Argensis, — Mons Argi. 

— Mons Argisus. — Mons Argus. 

— Montargium. 

Montauban, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Tam-Garonne, Bischofssitz), Mons 
Albanus Galliae. — Mons Au- 
reolus, — MontaJbänum. 

Montayo, Berg (in Spanien), Caunus. 

Montbard, St. (im frz. Dep. Cote d'or), 
Monbarrum, — Nocetum, 

Montbazon, St. (in Frankreich), Mons 
Basonis. 

Montb^liard (deutsch Mömpelgard 
oder Mümpelgard), St. (im frz. Dep. 
Doubs, an der Alaine), Mons Feit- 
cardis. — Mons BelUcardus. — 
Mons Filigardae, — Mons Bili- 
cordae. 

Hontbrison^ St. (Hptst. des frz. Dep. 
Loire), Mons Brisonis, — Mons 
Bruso. 

MontealTOy s. Moncalvo.. 

Hont Cassel, s. Cassel 2. 



Mont Cenis, Berg (der Gngischen 
Alpen zwischen dem frz. Dep. Sa- 
voyen und der ital. Prov. Turin, mit 
berühmter Alpenstrafse), Mons Ci- 
neris. — Mons Cinereus. — Mons 
Cenisius, — Mons Cinisius, — Mons 
Oittenius, — M(yns Graiae, 

Montcontour, St. (im frz. Dep. Yienne), 
MoncofUwrium. 

Montdidier, s. Mondidier. 

Mont Dore (Mont d'Or), Gebirgskette 
(vulkanischer Natur in der Auvergne 
im frz. Dep. Puy de Dome, zwischen 
Allier, Dordogne und Sioule, trägt im 
Puy de Sancy den höchsten Gipfel 
im Innern Prankreichs), Mons Du- 
ranius. 

Mont dn Chat, Gebirge (in Praiikreich), 
Mons Catus. 

Monte Aleino, s. Montalcino. 

Monte Alto, s. Montalto. 

Monte Aperto, Dorf (in der sioil. 
Prov. Girgenti), Mons Apertus. 

Monte ^Casino, Kloster (alte und vor- 
nehmste Abtei des Benediktiner- 
ordens, bei Aquino in der ital. Prov. 
Terra di Lavoro, festungsartig auf 
einem Berge gelegen, 528 vom heil. Be- 
nedikt gegründet), Mons Castnus. 
— Casinum. — Monasterium Casi- 
nense. 

Monte Cliiaragolo, Mktfl. (in Italien), 
Mons Ceritus. 

Monte C(h)rist09 Insel (kleine, zu 
Toscana gehörige, 45 km von Elba 
südlich liegende Granitmasse, mit den 
Ruinen einer Abtei und eines Forts), 
Oglusa, — Mons Christi, 

Monte Corvo, Berg (in Italien), Coritus, 

Montecueeolo, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Genua), Mons Cuculli, 

Monte della Sibilla (Monte di Norcia), 
Berg (in Italien), Fisceüus, , 

Monte del Trapano (Monte San 



405 



Monte dl Cotrone 



Monte Mario 



406 



GiuUano), St. (mit steilem Berg auf 
Sicilien; Prov.Trapani), Eryx^E^vS). 

Monte dl Cotrone, Berg (in Süditalien, 
im alten Bruttium), Lcstymnus 
{Adrvfivov), 

Honte di GioTanne, Berg (im Sabiner- 
lande), Mons Canterius. 

Monte di Gorante, Berg (spaender, 
im türk. Eleiaasien, im alten Lykien), 
Cragiis (K^ayog), 

Monte di lieata (Monteferrato), Berg 
(auf der Südküste von Sicilien, in 
der Prov. (3irgenti, nahe dem Hafen 
Alicata oder licata), Ecnomus 
CExvofiog). 

Monte di Maina, Bergkette (im Süden 
der griech. Halbinsel Morea, vgl. 
Mainoten)^ Taygetus Mons^Tavysrov 

Monte di Palatsehio, Berg (im türk. 
Eleinasien, im alten Earien bei Milet), 
Latmus (Aatf^og). 
Adj. : Latmivs, -a, -um (Adtfiiog), 

Monte di Santa Maria Magrgriore, 

Berg (einer der 7 Hügel Eoms, und 
zwar der gröfste, auf welchem der 
gewöhnlichste Begräbnisplatz und der 
lüchtplatz für Sklaven war), E s qui- 
ll ae. — Exquüiae. — Aesquüiae. 
— Esquiliarius ColUs. — Mons 
Esquilinus. 

Monte di San Oreste, Berg (nach 
einem an seinem Fufse liegenden 
kleinen Städtchen, sonst auch wohl 
Monte San Silvestre oder Monte 
Soratte, in Etrurien, 37 km nördl. 
von Eom), Sdract^, -is, n. — 
Sauracte. — Faliscorum Mons, 

Monte di Santo Sabine, Berg (einer 
der 7 Hügel Roms, auf dem linken 
Tiberufer), Aventinus. — Aven- 
tmwm. 
Adj.: Aveni^nuSy -a, -um. 



Montefeltro, Distrikt (in Italien), 
Ager Feretranus. — Mons 
Feretrcmus, 

Monteflaseone, St. (Bischofssitz in der 
Delegation Yiterbo des ehemaligen 
Kirchenstaates, am See* von Bolsena 
auf einem Hügel), Mons Fali- 
8 cor um, — Mons Flasconis, — 
Mons Fhyscon, 

Montefrio, St. (in der span. Prov. 
Granada), Hipjßo Nova, 

Montefnseo, St. (Bischo&sitz in der 
neapolit. Prov. Principato ulteriore), 
FuscuJum. 

Monte Ganro, Berg (in der neapolit. 
Prov. Terra di Lavoro, eigtl. Teil 
einer Bergreihe in Eampanien, deren 
westl. Berg Gaurus, östl. Massicus, 
nördl. Fsdemus hieis), Gaurus Mons. 

Monte Gibello, Berg (in Sicihen ein- 
heimischer Name für den Ätna), 
Aetna (Ahvrj), 
A(^ . : Aetna^us, -a, -um {Aixvalog). 

Monte Lattario, Berg (im Neapoli- 
tanischen), Lactis Mons, 

Monteleone, St. (in der neapoht. Prov. 
Calabria ulteriore IT., unfern des 
■ Golfes von Santa Eufemia), Leonis 
Mons, — Viho Valencia. 

Mont61imar(t)9 St. (im franz. Dep. 
Drome, am Zusammenflufs des Rou- 
bion und Jabron), Mons Ademari, 
— Montilium Ademari, 

Montelise (Montelese), St. (im Yene- 
tianischen), Mons SiUcis, 

Montella, St. (in der neapolit. Prov. 
Principato ulteriore), Montilaris, 

Montell~no, St. (in der span. Prov. 
Sevilla), Gemella, 

Montemaräno, St. (in der neapolit 
Prov. Principato ulteriore), Mons 
Maroni^, 

Monte Mario, Berg (bei der Porta 
Angelica in Rom), Clivus Oinnae, 



407 



Montemayör 



Montferrat 



408 



MontemayÖr, Mktfl. (in Spanien), 
Ulia. 

Montemigliano (Montmeillan), St. (in 
Savoyen), Äfantdla. 

Montemor o Tellio, Mktfl. (in Por- 
tugal), Afe dobriga. — Maior Mons 
Vetus, 

Monte Mario, Mktfl. (in Toscana), 
Mons MaurelU. 

Monte NegTO, Gebirge (slaw. Czema- 
gora, türk. Karadagh, d. i. Schwarzes 
Gebirge, auf der Westseite der Bal- 
kanhalbinsel , zwischen Dalmatien, 
der Herzegowina, Bosnien und Alba- 
nien, eine in sich abgeschlossene 
Felsenbastei , die nui* wenige Über- 
gänge gestattet; danach benannt das 
Fürstentum Montenegro) , Scardus 
(SxaQÖov xo OQoq). 

Monte Xero, Bergpafs (in Italien), 
Nares Lucaniae. 

Monte Pellegrino, Bergschlofs (bei 
Palermo auf Sicilien)', Er da, -ae 
und -orum, {El^xti] oder ^qxtij), — 
Erde. — Erctorum Mowumentwm. 

Monte Peloso 9 St. (in . der neapolit. 
Prov. Basilicata), Pelusiits Mons. 

Monte Penneehio, Berg (in Italien), 
Lucretilis Mons. 

Monte Polciano, St. (Bischofssitz in 
dei: toskanischen Prov. Siena, an der 
Chiana), Mons Politianus. — 
Plutium. 

Montereau-Fault-Yonne, St. (im frz. 
Dep. Seine-Marne, am ZusammenfluijB 
des Fault und der Yonne), Mona- 
steriolum Senönum. — Mona- 
steriolum ad Icaunam. — Condüte. 

MonterotondOy St. (im ehem. Kirchen- 
staat), Mons Botimdus. 

Monte Santa Maria Maggiore, s. 

Monte di Santa Maria Maggiore. 

Monte San Giovanni) Berg (in den 



Apenninen), Mons Tetrteus, — 
Tetrica Bupes. 

Monte San Oinliano, s. Monte del 
Trapano. 

Monte San Oreste, s. Monte di San 
Oreste. 

Monte San Silvestre, s. Monte di 
San Oreste. 

Monte Santo C^yiov 'Ö()oe), Berg 
(türk. Aineros, eine 45 km lange, 
bis zu 10 km breite Bergreihe, 
welche durch eine Felswand — Me- 
gali Wigla — abgeschnitten, halb- 
inselartig an der thrakischen Cher- 
sones zwischen dem Strymonischen 
und Singitischen Meerbusen in das 
Ägäische Meer vorspringt und in 
seiner südl. Spitze, der Athospyra- 
mide, bis 1900 m aufsteigt), Athos , 
Athonis C^&wg, ^S^üj). — Atho, 
Atkonis. 

Monte Santo, Golfo di — , Meerbusen 
(nach der alten Stadt Slyyog be- 
nannt, an der Küste Macedoniens 
zwischen den Halbinseln Sithania 
\md Akte, auch Golf von 2ly<ov 
'Ö()o^), Sinus Singiticus {Siyyiri' 
xoq o xoXnoq). 

Monteseagrlioso 9 St. (in der neapolit. 
Prov. Basilicata, am Brandano), 
Seoeriana. 

Monteux, St. (in Frankreich), Mon- 
tüittm. 

Monte Viso, Berg (Spitze der Cotti- 
schen Alpen auf der piemont. -franz. 
Grenze, mit den Quellen des Po), 
VesvJif^ Mons. 

Monte Tuleano (Bolkane), St. (und 
Berg auf der griech. Halbinsel Morea, 
im alten Messenien), Ilhome {^IS^dfiij), 

Montey (Montay oder Monthus), Mktfl. 
(in der Schweiz), Monteolum. 

Montf errat, Markgrafschaft; (späteres 
Herzogtum, zwischen Piemont, Mai- 



409 



Montgomeiy 



Hontriehard 



410 



land und Genua), Mons Ferratus. 
— Mons Ferdx, 

Montgromery, ^t. (Hptst. der engl. 
Grafschaft M. im nördl. Teil des 
Fürstent. "Wales, am Sevem), Mons 
Gomericus, ' 

Monti della Chimera (Eimara), Ge- 
birge (hohes, an der epirotischen 
Xüste entlang), GeroM/nii Montes 
(Ta axQa xa KeQavvia oder ra 
KsQavvia oqtjj). 

Montisrny-le-Bol, St. (in Frankreich), 
Montiniacum Begium, 

Montilla, St. (in der span. Prov. Cor- 
dova), Montallia, — M(mt%dia. 

Montjole, St. (Kreisst., RB. Aachen, 
Bheinprovinz, an der Roer, unweit 
der Moore des Hohen Venns), Mon- 
tisiovium. 

Mont-Jon, Berg (in den Alpen), Mons 
lovis. — Älpis levis, — Alpis 
lovia, 

]|[oiitl(e)hery, St. (im frz. Dep. Seine- 
et-Oise), Mons Leherici, — Mons 
Lethenci, 

Mont-Louis, St. (Bergfestung im frz. 
Dep. Ostpyrenäen), I/udomd Mons, 

Montlnel, St. (in Frankreich), Mons 
Jüwpdli. 

Moutmartin, St. (in der Normandie 
in Frankreich), Fanum Martis. 

Montmartre, Anhöhe (nördl. von Paris, 
mit gleichnam., zu Paris gehörigem 
Mktfl.), Mons Martyrum. — 
Mons Mercu/rii, 

Montmaur (Mont Saleon), Berg (und 
Dorf in Südfrankreich, Dep. Hautes- 
Alpes), Mons Seleuci, 

Montmedy, St. (Festung im frz. Dep. 
der Maas, am Chiers), Mons Male- 
dictus, — Mons Medius, 

Montmirail, St. (im frz. Dep. Marne, 
am Petit-Morin), Mons Mirabilis, 

Montmorency, 1. St. (im frz. Dep. 



Seine-Oise, 4 St. nördl. von Paris), 
Mons Maureciäcus. — Mons 
Morentiäcus, — MontmorendOmmi. 
3« Fl. (in Kanada in Nordamerika, 
stürzt 15 km imterhalb Quebec mit 
über 80 m hohem Fall in den Lorenz- 
strom), Morentiäcus Fitmus. 

Montmorillon, St. (im frz. Dep. Vienne, 
an der Gartempe), Mons MauriliDnis. 

Montoire, St. (im frz. Dep. Loir-Cher, 
am Loir), Mons Aureus. — Mon- 
torium. 

Montolieu, St. (im frz. Dep. Aude), 
Mo ns Oli veus. — Castrum 
Mdasti. 

Montone, Fl. (in der Eomagna, mün- 
det unweit Eavenna in das Adria- 
tische Meer), ütis. — Utens. — 
Vitis. 

Montöro (oder Aldea del Eio), St. (in 
Andalusien, in der span. Prov. Cor- 
dova, am Guadalquivir), J^ora. 

Montpellier, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Herault, 2 St. vom Mittelländischen 
Meere, Bischofssitz), Mons Fes- 
sulus. — Mons Pessuläntis. — 
Mons Pu^Uarum. — Niciobriges. 

Montoprevaire, Herrschaffe (und Pfarr- 
dorf in der Schweiz), Mons Ftes- 
hyteri. 

Montreal, St. (in Ostkanada, die volk- 
reichste und bedeutendste Handels- 
stadt des britischen Nordamerika auf 
der gleichnam. Insel des vom Lorenz- 
strom gebildeten Sees St. -Louis; 
1640 unter dem Namen Villemarie 
angelegt), Mons Begälis Canadensis. 

Montrelais, s. Morlaix. 

Montreuil, 1« -sous-Bois, Mktfl. (bei 
Paris), Monasteriolum. 

2m -snr-Me^, St. (und Festung im 
frz. Dep. Pas-de-Calais), Montriolum. 

Montriehard, St. (in Frankreich), 
Mons Bicardi. 



411 



Montrose 



Morlaix 



412 



Montrose, St. (und Hafen in der 
schottischen Grrafschaffc Angus, an 
der Mündung des South-Esk in die 
Nordsee), Mons Bosarum. — 
Celu/rca. 

Mont-Saint-Miehel, St. (im frz. Dep. 
Manche, unweit Avranches, auf einem 
Felsen, dicht am Meere), Mons Sancti 
Michaelis. 

Mont Saigon, s. Montmaur. 

Montserraty Abtei (der Benediktiner, 
uralt, jetzt zum Teil zerstört, in der 
Span. Prov. Katalonien ; erhielt ihren 
Namen von den vielen, den Zacken 
einer Säge — serra — ähnlichen 
Spitzen des 1235 m hohen Berges, 
auf welchem sie erbaut wurde)? 
Mons Edulius. — Mons Serrütus. 

Monza, St. (in der.lombard. Prov. 
Mailand, am Lambro), Mogontia. 
^— Modoetia, — Monaetia. — Mon- 
tia, — Moguntiacum. 

Monzon, St. (in der span. Prov. Huesca, 
am Cinca), Mendiculeia. 

Moraisah, Ort (Ruinen, in der röm. 
Prov. AMka, in der Nähe von Kar- 
thago), NepMris {NstpsQlo). 

Morasea, M. (in Albanien, fliefst bei 
Skutari vorbei), Clausäla. 

Morava - Hissar, St. (in Serbien), 
Horrea Margi. — Oromaga, 

Mor"wa, Tl. 1. s. March (slaw. Name). 
2. (r. Nbfl. der Donau in der 
europ. Türkei, entsteht aus der Ver- 
einigung der Bulgarischen und der 
Serbischen M., durchfliefst Serbien, 
wird bei TDjuprija schiffbar und mün- 
det nach 335 km bei dem verfallenen 
Fort Kulich), Margus. — Margis. 
— Mora, — Moschius, 

Morea, Halbinsel (seit dem Mittelalter 
Name der Peloponnes, der grofsen 
südl. Halbinsel Griechenlands, mit 
dem eigtl. HeUas nur durch den 
Isthmus von Korinth zusammen- 



hängend; umfafete die Landschaften 
Arkadien, Achaja mit Elis, Messenien, 
Lakonienu.Argohs), Peloponnesus 
(IleXoTtovvijaoq). — AegialSa (Alyia- 
keia). — Äpia (kiila). 
Einw. : Peloponnesii (üeXo- 
novvi^aioi). — Felo- 
ponnenses. 
Adj.: Peloponnesius, -a, -um 
(üeXonowriaioq). 
Peloponnesiäcus , -a, -vm 
(IIskoTtovvj^aiaxog). 
Moresby, Mktfl. (in England), Morhiu/tn. 

Morgrana (Margana), St. (auf Sicilien^ 
amFiumeSalso), Morgi/na(M6Qyvva). 

Morgrarten, Bergabhang (an der Seite 
des Sees Egeri im schweizer Kanton 
Zug), MoregaHvm. 

Morgrenland (oder Orient, namentiich 
Asien als das Land in der Himmels- 
gegend, wo die Sonne scheinbar auf- 
geht), Oriens. — Terrae Orientales, 

Morges (oder Morsee), St. (im schweizer 
Kanton Waadt, an einer Bucht des 
Genfersees), Morgiae. — Morgia. 
— Morgii. — Morgiäcum. — Mor^ 
gimn. — Morsea. 

Mori, Mktfl. (im Ostreich. Kronland 
Tirol, Kreis Trient, unweit des Garda- 
sees), Mi4/riiim. 

MoriB, Fl. (Name zweier Flüsse in 
Frankreich), Mucra. — Morinus. 

Moringren, St. (Kr. Einbeck, Landdr. 
Hildesheim, Prov. Hannover), Mo- 
ranga. 

Morltzbar(f9 Schlofs (sächs. Amts- 
hauptmannsch. Dresden - Neustadt, 
Kreish. Dresden, 14 km nordnord- 
westl. von Dresden), Mam^ciburgutn, 

Morlaix (Montrelais, Morias oder Mor- 
lais), St. (im frz. Dep. Finistere, an 
der Mündung des Jarlot und Osseu), 
Mons Belaxus. — MorlöciMn, — 
Morlaeu/ni, 



413 



Homas 



Moadanla 



414 



Momas, St. (in Frankreich), M(ymacium, 

Morpeth, Mktfl. (in der engl. Grafsch. 
Northnmberland, am Wansbeck), 
Mo8torp%tum. — Costorpttum, — 
Motenum, 

Morra, Mktfl. (am östl. JCbhang der 
Apenninen, in der neapolitan. Prov. 
Principato ulteriore), Bomula, — 
Sub Bomula. — Bomtdea, 

Morsee, s. Morges. 

Mortagrne, St. 1. (im frz. Dep. Nord), 
Moritani a: — Mortcmia. — 
Tamfmm. 

2« -sur-Husine (im frz. Dep. 
Ome), Mortania. — Moritania. 

Mortain, St. (im frz. Dep. Manche, 
an der Cance), Moritolium, — 
Moretonium. 

Mortara^ St. (in der piemont. Prov. 
Pavia, Hauptort der Lomellina, an 
der Arbogna), Mortarium. — 
Mortaria, — Silva Pulchra. 

Mortaro, Insel (an der Küste von Dal- 
matien), (Jolentum. 

Mortemer, Mktfl. (im frz. Dep. Nieder- 
Seine), Mortimm Mare. 

]|[orYan(t), Distrikt (in Frankreich, 
mit einem gleichn. Gebirge), Pagus 
Morvinus. 

MoschStz,Mktfl. (inUngam), Moschovia. 

Mosel 9 Fl. (der wichtigste unter den 
linken Nebenflüssen des Rheins im 
Deutschen Reich, entspringt in zwei 
Quellen auf der französischen Seite 
des Wasgenwaldes , strömt durch 
Frankreich vorzugsweise nach NW., 
durch das Deutsche Reich, in das 
sie nicht weit von Noveant tritt, 
zuerst an Metz vorbei nach N., bald 
aber nach NO., von Trier ab in zahl- 
reichen Windungen durch das Schiefer- 
gebirge und mündet bei Xoblenz auf 
der Südseite des Beckens von Neu- 
wied; Nebenflüsse r.: die Meurthe 



in Frankreich, die Seille bei Metz 
und die Saar bei Konz ; 1. : die Ome, 
Sauer, Kyll, lieser imd Alf), Mo- 
sella, — MoBula. 
Adj.: MoselliBLnus, -a, -ww. 
Mosellensis, -€. 

Moskau (Moskwa), 1. St. (bis zur 
Gründung von Petersburg die alleinige 
Haupt- imd Residenzstadt des Rus- 
sischen Reiches, gegenwärtig noch 
die Krönungs- und zweite Residenz- 
stadt, liegt fast im Mittelpimkt des 
europ. Rufslands, im Gouv. M. an der 
Moskwa und Neglina), Moscovia, 
— Moscavia, — Moscua. 

S* Fl. (im europ. Rufsland), Moscus, 

Mossul (Mosul), St. (Hptst. des gleichn. 
Ejalets in der asiat. Türkei [südl. 
Mesopotamien]; in der Nähe die 
Ruinen von Ninive), Labbana 
(Aaßßava). — Lambana, — Maijfr 
silium, — Nova Ninus, 

Mostag^änem, St. (Hafen in Algerien, 
Prov. Oran, unfern der Mündung des 
Schelif), Murostoga. — Cartewna. 

Moszlovina, Bezirk (in Kroatien), 
Mons Claudii, 

Motril, St. (in der span. Prov. Granada, 
am Mittelmeer, mit dem Hafen Cala- 
honda), Firmium. — Firmum 
lulium. — Sexi. — Sexitcf/num. 

Motta di Burzano, Mktfl. (in ünter- 
italien), Locri {AoxqoI ol ^E7iit,e<pv- 

QlOl)* 

Einw. : Locri {AoxqoC), — 
Locrenses. 

Motter, Fl. (Nbfl. des Rheins mit der 
Zorn, mit welcher sie sich kurz vor 
der Einmündung in den Hauptstrom 
vereinigt), Matra. 

Mottola (Medolo), St. (in Italien), 
Mutila. 

Moudania, St. (in Anatolien, im türk. 
ijjalet KhudawendMar, an der Süd-, 
küste des Marmarameeres, Hafenstadt 



415 



Moudon 



Mfinster 



416 



fürBrussa), Myrlea (MvQXeia). — 
Äpemiea Bithyniae Cindfieicc Bi- 

Moudon (Milden), St. (im schweizer 
Kanton "Waadt, an der Broye), 
Minidunum. — Minnidu/num, — 
Minnodümim, 

Moulins, St (Hptst. des frz. Dep. 
Allier und des ehemal. Herzogtums 
Bourbonnais, am Allier; Bischofssitz), 
Moltnae. — MoUwum. 

Moulonnia, St. (in Marokko), Mal- 
vana. — Mcdoa, 

Monnster, s. Munster. 

Moura, St. (in Portugal), Nova Ci- 
vitas Äruccitana, — Ärucci, — 
Äracae, 

M011S9 M. (im schweizer Kanton Grau- 
bünden), Meusa. 

Moason, St. (im frz. Dep. Ardennen), 
Mosorhagum. — Mosomnm. — 
Novomagum. 

Moustiers-en-Tarantaise, s. Moutier- 
en-Tarantaise. 

Moutier-en-Argronne, St. (in Frank- 
reich), Mondsterium. 

Moutier-en-Tarantaise, St. (im frz. 
Dep. Obersavoyen, in der Tarantaise, 
am EinfluTs des Doron in die Isere), 
Darantasia, — Tarantasia. — 
Forum Claudii, — Monctsterium 
Darentasia. — Monasterium in Ta- 
rentasia, — Civitas CentrDmim. 

Mowil-Gangra, s. Ganges. 

Moxhe, Mktfl. (an der Mehaigne in 
"Westflandem), Fleumoani. 

Mncidan (Mussidan), St. (in Frank- 
reich), Mulcedomim. 

Mudania, s. Moudania. 

Mudseheb (Modscheb), Wadi — , FL 
(in Palästina), Arnon(kQV(6v, -wvog). 

Mudgully St. (an der Westküste von 
Vorderindien), ModoguMa (M066- 



yovXXfx). — MuäMgvMa, — Moöo- 
gcUingae. 

Mflekenwassersee (oder My Yatn, im 
dänischen Jütland), Locus Täba- 
norum. 

Mtt^eln, St. (Sachs. Amtsh. Oschatz, 
Kreish. Leipzig, an der Döllnitz), 
Mogellna. — MogiUna. — Möge- 
Uni. 

Mtlhlbergr, St. (Kr. liebenwerda, BB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, r. an der 
Elbe), Moliberga, t- MMciberga. 

Mtthlhansen, 1. in Thüringen, St. 

(Kreisst, RB. Erfurt, Prov. Sachsen, 
an der IJnstrut), Mulhusa, — 
Mulhima, — Mulhusium, 

2. in Böhmen, Mktfl. (im böhm. 
Kr. Tabor), Meliodunum. 

Mfllliansen im Elsafs, St (Kreisst, 
Bez. Oberelsafs, Elsafs- Lothringen, 
an der 111 und dem Bhein -Rhone- 
kanal), Mulfmsium Alsatarum. 

IVtlUembaeli, St (in Siebenbürgen), 
Sabesus. 

Mflmpelgrard, s. Montbeliard. 

München, St (unmittelbare 'und Hptst. 
von Bayern, KB. Oberbayem, in einer 
Ebene an der Isar, welche dort 6fach 
überbrückt ist), Monachium, — 
Monacum. 
Adj.: Monacensis, -e. 

MÜDChroden (Münchrot), Kloster (In 
Bayern), Muncherüda, — itfono- 
chorum Bodum. — Cadius Mons. 
Adj.: Bodensis, -e. 

Münden (Hannoverisch-), St. (Kr. Göt- 
tingen, Landdr. Hildesheim, Prov. 
Hannover, am Zusammenfiuls der 
Werra und Fulda, welche dann als 
Weser weiter flie&en), Mimda Ha/n- 
noverae. 

Münster in Westfalen, St. (RB., 
Hptst. der Prov. Westfalen u. Stadt- 
kreis, in weiter Ebene an der Aa), 



417 Mflnster im Elsafs 



Morola 



418 



Monasterium, — Chaemae, — 
Mintngroda. — Minimigtxrdum. — 
Mimmiffardia. 
Adj.: Monasteriensis, -e, 

Minster im Elsafs, St. (und Kantons- 
hauptort, Kr. Kolmar, Bezirk Ober- 
elsafis, EUsaTs- Lothringen, an der 
Fecht im Wasgenwald, im Münstef- 
oder Gregohenthal), Moncisteriiim 
Gregorianae VdUis. 

Mlbister in der Schweiz, Propstei (in 
Granfeit im Kanton Basel), Monctste- 
rium Grcmdis Vallis. 

Mflnstereifel, St. (Kr. Rheinbach, RB. 
Köln, Kheinprovinz, in einem Thal 
an der Erft), Monasterium EifaUae. 

Mflnstertlial, Thal (im schweizer Kan- 
ton Bern, vom Birs bewässert, auch 
Thal von Montier genannt), VaUts 
Venusta, 

MflüEeiibergr, Stadtteil (von Quedlin- 
burg [w. m. s.]), {Coenobitm) Ad 
Montem Zionis, 

Mngello, Dorf (in Toscana in Italien), 
Mitciälla, 

Mulde, M. (1. Nbfl. der Elbe im Kgr. 
und in der Prov. Sachsen sowie in 
Anhalt, sammelt durch ihre beiden 
QuelMüsse, die Zwickauer und Frei- 
berger M. [Vereinigung bei Sermuth 
nördl. von Kolditz], die meisten Ge- 
wässer von der Nordseite des Erz- 
gebirges. Die Zw. M. entsteht n. 
von Kottenhaide im Schönecker Wald 
aus der Roten und "Weifsen M. und 
empfängt r. das Schwarz wasser, die 
Lxmgwitz und Chemnitz; die Fr. M. 
entspr. in Böhmen imd empfangt 1. 
die Zschopau und r. die Bobritzsch 
und Striegis. Die vereinigte M. ist 
noch 124 km lang, nicht schiffbar 
und mündet in Anhalt, Rofslau gegen- 
über), Mlidava, — Mfüda, — 
Molda. 
Adj.^ Moldämis, -a, -wn. 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Mull, Insel (der südl. Hebriden, durch 
den Mullsound von Morvem geschie- 
den, gehört zur schott. Grafschaft 
Argyle), McUeos» 

Moll of Galiowa j, Halbinsel (bei 
Schottland), Novantum Cherso- 
nesus, — Mula. 

Multan (Mooltan), St. (und Festung im 
südl.' Pendschab in Indobritannien), 
Mallorum Metropolis {MakKov 
MTjTQOTtokiq)* — Mallorum Oppi- 
dum. — jBttcephala {BovxiipaXa), — 
Bucephalus (Bovxitpaloq). 

Molüya (Mulucha), Fl. (im östL Teü 
von Marokko, mündet in das Mittel- 
meer), Malucha. — Malva. — 
Mälviäna, 

Mund (Monti), Mktfl. (in der Schweiz), 
In Montibus, — Mons Oris. 

Munster (Mounster oder [irisch] Mown), 
Provinz (im westL Irland, mit den 
Grafeohaften: Gare, Cork, Kerry, 
limerick, Tipperary und Waterford), 
Momonia. 

Murano, 1. St. (in Kalabrien), Mu- 
ranum Bruttium. — Summu- 
rcmiMn. — Hierammum, 

^m Mktfl. (in den Lagunen von 
Venedig, auf der gleichnam. Insel), 
Murcmum Veneima, 

Murat, 1. St. (im frz. Dep. Cantal, 
am Alagnon), Mwrat/u/m Alverniae. 

2* Dorf (im frz. Dep. Tarn), Miro- 
altum. 

Murau, St. (im Steiermark. Kr. Brück, 
an der Mur), Ad Pontem Muri. 
— Ad Pontem, 

Mureia, 1* Provinz (in Spanien, ehe- 
mal, maur. Königr., am Mittelländ. 
Meer, zwischen Valencia, Neukasti- 
Men, Andalusien und Granada, zer- 
fällt in die beiden Distr. M. und 
Albacete), Begio MwgitlXna, 

S. St. (Hptst. von 1, Bischofssitz 
an der Segura), Vergilia. — 

14 



419 



Mnret 



XaMus 



420 



Arcüacis, — Mwrcfis, — Murgi, — 
Mwrcia, 

Huret, St. (im frz. Dep. Obergaronne, 
am ZusammenfliiTs der Garomie mid 
Longe), Varnosol. — Murdltim. 

Muri-IJeei, Buinen (einer sonst anch 
Colisseo San Filippo genannten Stadt 
auf der Ostküste von Sicilien), 
Elürum CEXooqov), — Helörum. — 
Hddrus (ISktoQoq). 

Mnro, St. (Biscliofssitz in der neapol. 
Prov. Basilicata), Mumtus* 

Moro dl Garini, St. (auf der Nord- 
küste von Sicilien, benannt nach 
einer Gattung Seefische, welche ixai 
hiefsen), Hyccara (*YxxaQa). — 
Hycara (^xaga). 

Moros, St (Haf^i in der span. Prov. 
. Coruna, an einer Bucht des Atlant. 
Oceans), JEMra, 

Murr, 1. M. (r. Zuflufs des Neckar in 
Württemberg, mündet nw. vonMar- 
bach), Mwra Fltmus. 

9. Dorf (württemb. Neckarkreis, 
Oberamt Marbach, an der Murr), 
MtMra. 

Murray (Moray), Grafechaffc (in Schott- 
land), ilforat?« Scotiae. — Moravia, 

Murray-Firth, Meerbusen (in Schott- 
land), AestiMirium Varae, 

Murten (frz. Morat), St. (im schweizer 



Kanton Freiburg, am südl. Ufer des 
2 St langen, "/^ St. breiten Murten- 
sees, an der Hauptstrafoe von Bern 
nach Lausanne), Marätwn. 

Mnrtensee (in der Schweiz bei Mur- 
ten), Lacus Aventicensis, — 
LactM AventicfM, — Lacus Även- 
ttnus. — Locus Murtensis, 

MuTYiedro, St (in der span. Prov. 
Valencia, an der Palancia unweit der 
Küste, mit den Besten der alten 
Stadt Sagunt), Saguntum. — Muri 
Veteres. 

Museonisi, Inselgruppe (an der griechi- 
schen Küste), JSecatonnesi CExatSv- 
vtjaoi). 

Musdagr (Mustag), Gebirge (Haupt- 
gebirge am Südrande des asiatischen 
Hochlandes), Lnaus {To ^fiaov 

Musselburgh, St. (Fischerhafen in der 
Schott. Grafsch. Edinburg), Müsset- 
hu/rgum. 

Mutzschen, St. (sächs. Amtsh. Grimma, 
Kreish. Leipzig), Mutxna Scixönum. 

Mykoni (Myköno), Insel (griech., im 
Ägäischen Meer, eine der Cykladen 
mit gleichnam. Hauptort), Myconus 
(Mvxovog). 

My Tatn, s. Mückenwassersee. 



N. 



Naab (Nab), Fl. (1. Nbfl. der Donau in 
der bayerischen Oberpfalz, entsteht 
aus 3 Quellflüssen: der Waldnab 
vom Bämauer Gebirge auf der böh- 
mischen Grenze ; der Fichtelnab, vom 
Ochsenkopf im Fichtelgebirge ; und 
der Heidennab, aus der Keupermulde 
zwischen dem Fichtelgebirge xmd 
dem FränkiBchen Jura. Die N., von 



Kaimünz ab für kleine Fahrzeuge 
schiffbar, mündet westl. von EegMis- 
burg bei Ort; Nbfl.: 1. die Luhe, 
Pfreimt und Schwarzach, r. die Vils), 
Nabu 8. — Nabas. — NawLS. 

Nabal, St (in Tunis, unweit der Küste 
des MLttelländ. Meeres), Net^ßoUs 
(Africae). 

Nablus (Nablos, Nabolos, Naplus), St 



421 



Nadendal 



Nftntes 



422 



(Hptst. einer liwa im türk. ijjalet 
Scham [Syrien], das alte Sichem), 
Mabortha {MaßoQ^d), — Mo- 
bartha. — Mamortha. — NeapoUs 
(Syricte), 

Nidendal, Thal (in Schweden), VäUis 
GraticLe, 

Nidin, St. (in Spanien), Viseria, — 
Neä/inum, 

XÜfels, Dorf (im schweizer Kanton 
Glarus), NavcUta, -tum, 

NSrden, St. (in den Niederlanden), 
Narda. 

l^agpai, s. Nogai. 

Nagpera, St. (in Spanien), Änagärwm. 

Kagipir, St (am Behat oder Behut 
[Dschenab] im Pendschab in Ost- 
indien), Nicaea (Nlxaid). 

Xagold, 1. M. (r. Nbfl. der Enz, 
meist in Württemberg, entspringt 
auf dem Schwarzwald bei Ümagold, 
empfingt r. die TValdach und Wurm, 
L die Teinach und mündet bei Pforz- 
heim in Baden), NagaMa Fltmm. 
2« St. (Oberamt, am Einflufs der 
Waldach in die Nagold in einem 
Schwarzwaldthal, württemb. Schwarz- 
waldkreis), NagcUda. 

Nagry-Banya, St. (deutsch Frauenstadt, 
auch Neustadt, kgl. freie Bergstadt 
im Ungar. Komitat Szathmär), Bt- 
vulus Dominorum. — Paralis- 
8um, — Fa/relisswm, — FaroUssum. 
— Neostadium. 

Nahe, M. (1. Nbfl. des Eheins, vorzugs- 
weise im oldenb. Birkenfeld und in 
der Eheinprovinz , entspringt bei 
Seibach in Birkenfeld, durchfliefst 
ein gro&artiges, von Porphyr- und 
Melaphyrwänden eingeschlossenes 
Thal und mündet bei Bingen zwischen 
dem Rochus- und Ruppertsberg, wo 
der Rhein in das Schiefergebirge 
tritt; unter den zahlreichen Zufljissen 



r. der Glan und die Alsenz, 1. dei' 
Sinmierbach), Naha, — Nava, 

Nfüir-el-Arden (oder -el-Schaneh), 
s. Jordan. 

Nahr-el-Kel^ir, El. (an der Grenze 
von Phöniäen und Syrien), Eleu- 
therus C^ksvS^SQog). 

Nahr-el-Kelb, Fl. (in Phönizien), 
Lycus {Avxog). 

Nahr-el-Mnkattua, Fl. (in Palästina), 
Cison, -onis {Kiawv), — Fluvius 
Haiphae, — Torrens Endor, 

Naix, Dorf (im franz. Dep. Maas), 
NastiMn, 

ülajo (oder Planizza), Fl. (in Griechen- 
land, im alten Akamanien), Incichus 
Clvaxog). 

Nakshiyan, St. (in Russisch -Arme- 
nien), Naxuana, 

Namphio (oder Anafl), Insel (des griech. 
Archipels bei Santorin), Anaphe 

Namar (vläm. : Namen), St. (Hptst. der 
gleichn. belg. Provinz, am EinfluXs 
der Sambre in die Maas, Bischofs- 
sitz), Namurcum, — Namon. 
Adj.: Namurcensis, -e. 

Nancy, St. (deutsch Nanzig, Hptst. des 
frz. Dep. Meurthe, an der Meurthe, 
Bischofssitz und Universität), Nan- 
cEium. — Ncidum. — Na/ncicum, 
— Nanseium, 

Nanterre, Mktfl. (im frz. Dep. Seine, 
an der Seine), Nannetodurum, — 
Namm^etodarum. — Nemptoduru/m. 

Nantes, St. (Hptst. des frz. Dep. Nieder- 
loire und der vierte Seeplatz Frank- 
reichs, am rechten Ufer der Loire, 
53 km vom Atlant. Ocean; Bischofs- 
sitz), NamnHae. — CimtasNamne- 
tica. — Civitas Namn^um. — 
Namnetes. — Nannte. — Ncmts- 

14* 



423 Nantenil-le-Haudoin 



NMsau 



424 



tum, — Conäivincum. — Condi- 
vicntm, 
A^,: Namneticus, -a, -um, 

Nomneticus, -a, -um, 

Nannetensis, -e, 

yanteuil-le-Haiidoiii, St. (in Frank- 
reich), Nantogüum, 

yantois, Gra&chaft (ehemal.; um 
Nantes herum), ComilMus Nawne- 
tensis, 

Nantna, St. (im frz. Dep. Ain), Nan- 
tuäcum, 

Napoli, St. (in Sardinien), NeapoUs 
{Sardorwn), 

yapoli, Grolfo di —9 s. Golfo di Napoli. 

Napoli di Halyasia (anch blofs Mal- 
vasia), St. (und Festung in der griech. 
Nomarchie Lakonien, Sitz eines griech. 
Bischofs), Monembasia, — Epi- 
dawrus Lim^a CH AifxriQa ^nl- 
SavQoq). — Mcdvasia, 
Adj.: Eptdaurtus, -a, -um 
CEmöaiüQioq). 
Epidau/nUlmis, -a, -um. 

Napoli di Somania, 1. St. (stark be- 
fest. Seehafen in der griech. Nom- 
archie Argolis, Erzhischofssitz), Naur 
plia {NavTikla), 

^m Golfo di — 9 Meerbusen (zwi- 
schen Argohs und Lakonika), Sinus 
Ärgolicus CO ^ÄQyoXiXoq KoXnoq). 

Naplus, s. Nablus. 

Naranja, St. (in Mai-okko), Babha, 

— Colonia Ivlia Babha, — Böbba, 

— Obba, 

Adj.: BahbensiSy -e, 

Narboiine9 St. (im frz. Dep. Aude, am 
Canal de la Bobine, Erzbischofesitz), 
Narbo, -önis. — Na/rbo Maniius. 

— Narblina, — Atacinorum Civitas. 

— Decmna/nomm Colonia, 
Adj,: Narbonensis, -e. 

N(trbonieu8, -a, -wn. 

Nardo, St. (Bischofssitz in der nea- 



politan. Prov. Otranto), Neritum, 
— Neretum, 
Einw.: Nerttni, — NeremU. 

Narenta, !• Fl. (in der Herzegowina, 
entspringt bei Gatzko, berührt Mostar 
und mündet unterhalb Fort Opus in 
Dalmatien in das Adriatisehe Meer), 
Naro, -önts. 

IS« St. (in Dalmatien, auch Narenza 
oder Narensa), Naröna, — Colonia 
NarOna. 

Nami^ St. (und Festung in der ital. 
Prov. Spoleto, an der Nera), Nar- 
nia. — Neqmnum, 
Adj.: Namiensis, -e. 

Naro, St. (in der sicil. Prov. Girgenti, 
am Flusse N., einem ZufluTs des 
Mittelmeeres), Motywm [Morvov), 

Narwa, !• FL (auch Naröwa, im russ. 
Gouv. Petersburg, Abflufs des Peipus- 
sees, mündet unterhalb Narwa in den 
Finnischen Meerbusen), Turantus, 

— Narva, — Nerva, 

2. St. (Ereisst. und ehemal. starke 
Festung im russ. Gonv. Petersburg, 
an der Narowa, mit Hafen), Narva, 

— Nerva, 

Nasli (Nosh), s. Nughz. 

Nasqae9 Fl. (in Frankreich), Vinda- 
licus Fluvius, 

Nasra (Naszera oder Nazireh), Mktfl. 
(=» „Junges Eeis", in Galiläa, im 
syr. Paschalik Tarablüs; Erziehungs- 
ort Jesu), NazarEÜhum {Na^a^sS)* 
Adj.: NazarBnus, -a, -wm. 

Na6saa9 I.Herzogtum (ehem., zwischen 
Rheinpreufsen , Hessen und Frank- 
furt am Main, imifafste den Taunus 
und Westerwald, von Rhein, Main 
und Lahn bewässert; jetzt der gröfste 
Teil des RB. Wiesbaden in der 
preufs. Prov. Hessen -Nassau), Du- 
catus Nassoviensis, 
2. St. (Kr. ünterlahn, RB. Wies- 



425 



IfMsenfels 



Neapel 



426 



r 



baden, Prov. Hessen-Nassau, r. an 
der Lahn), 2Va«sot7*a. — Nfjmxmwm, 

Nassenfeis, Mktfl. (Bezirksa. Eichstätt, 
bayr. KB. Mittelfranken), YeiomnfiMit, 

Nassiek, St. (im Distrikt Ahmednagar 
der indobril. Präsidentschaft Bombay, 
ein Hanptsitz brahmanischer Gelehr- 
samkeit), ^(Qtölca. 

Natolien (Anatolien, türk. Anadoli), 
Halbinsel (das türk. Eleinasien), 
Anatolia (kvaroXi^), — Natolia. 
— Asia Minor. 

Nana, Ort (mit Euinen im jetzigen 
Belka, dem einstigen nördl. Peräa), 
Gaul ana {Tov Favlava). — 
Gcmhn, -onis. 

Naaen, St. (Kr. Osthavelland, RB. 
Potsdam, Prov. Brandenburg, am 
Havelländischen Bruch), Nava. 

Nangrrftkat, St. (und mongolisches 
Königreich), Batanagra. 

Nankria, St (auf der gnech. Halbinsel 
Morea, im nördl. Arkadien), Nonacris 
(NwvaxQig). 

NamnbnrgT) Si 1. an der Saale 

(Kreisst., RB. Merseburg, Provinz 
Sachsen, 2 km von der Saale), 
Numburgum, — Neoburgwn. — 
Nunnbu/rgiwm Thv/ringiae. — Num- 
hurgium ad Salam. 

2. am Bober (Kr. Sagan, HB. 
liegnitz, Prov. Schlesien, am Ein- 
flufs der Briesnitz in den Bober, 
Christianstadt gegenüber), Nwmbwr- 
gum ad Boberam. 

3. am Queis (Kr. Bunzlau, BB. 
Liegnitz, Prov. Schlesien, am EinfluTs 
der Ivenitz in den Queis, mit ehem. 
Nonnenkloster [von 1217]), Nvm- 
hurgwm ad Quissum, 

4. BB. Kassel (Kr. Wolfhagen, 
Prov. Hessen-Nassau, am Müischen 
Mbe), Numbwrgum CaUomm. 

Xaunhof, St. (sächs. Amtsh. Grimma, 



Kreish. Leipzig , 
Nava öwria. 



an der jparthe), 



Kauni, St. (auf Sicilien), Nonymna 
(Ncavvfiva). 
Adj. : Nonymnaeus {NojvvfivaTog). 

Nanplia, s. Napoli di Romania. 

Nanplia, Oolfo di — -, s. Golfo di 
Napoli di Romania. 

Nayarin (Navanno), St. (auch Neo- 
kastro gen., feste Hafenst. in der 
griech. Nomarchie Messenien, am 
Südeingang des die Bai von N. 
bildenden Hafens), Fylus (Ilvkog), 

— CoryphasiiMn iKoQv<pdoiov). — 
Neocastrum. 

Nayarra, Landschaft (ehem. Königreich 
in Spanien, wozu auch der auf der 
Nordseite der Pyrenäen liegende, 
jetzt mit dem frz. Dep. Niederpyre- 
näen vereinigte Landstrich Nieder-N. 
gehörte, jetzt span. Provinz mit der 
Hptst. Pamplona), Navarra. — 
Vasconia. 

I. Ober - Navarra : Na varra 
Superior. — Navarra Hispanica. 

n. Nieder -Navarra: Navarra 
Inferior. — Navarra GalUca. 

Navarreins, St. (in Frankreich), Na- 
varesium. — Nava/rrtnum. 

Navarrete, MktfL (in Spanien), Na- 
varrete. 

Naxi&9 Insel (griech., im ÄgäLschen 
Meere, die gröfste der Cykladen, die 
gleichnam. Hptst. auf der Nordwest- 
küste, mit Hafen, Citadelle und Sitz 
eines griech. und kath. Bischofs), 
Naxus {Nd^og). — Naxos. — 
iJailipolis {KaXXlnokig). — Strongyle 
{SxQoyyvkrj). — Dia (Jla). — Dio- 
nysias {dtovva tag). 
Acy.i Naxius, -a, -um (Nd^iog). 

Nay, St, (im frz. Dep. Niederpyrenäen, 
an der Gave), Novum Oppidum. 

Neapel, 1. Königreich (Beider Sioilieä 

— bis 1860), Begnum Neapo- 



427 



Kebi AlMl 



Nehran§r 



428 



U tan um. — Begnwn Siciliae eis 
Pharum, — Graeda Miigna, 

IS. St. (ital. Näpoli, einst Hptst. 
von 1, jetzt Hptst. der gleichnam. 
Prov. in der Landsch.. Terra-di-La- 
voro, am Golf von N.), Neapölis 
{Nsanokiq). 
Einw.: NecbpöliWm, 
Adj.: NeapolitO^tM, -a, -um, 

NeM Abel, Eninen (in Cölesyrien in 

Phönizien), Ah'ila {-ae nnd -orum^ 

jifliXa, -ü)v). — ÄVila Lysamae 

Oißika Avaavlov). — Claudiojßolis, 

Acy . : Alil&nuSj -a, -um (kßiXijvSg). 

yebio, Mktfl. (auf der Insel Korsika), 
Cersünum (Kkgaovvov). 

Neckar 9 Fl. (r. Nbfl. des Eheins und 
Haupi^uis des altwürttembergisclien 
Landes, entspringt bei Schwenningen 
am Hände des Schwarzwaldes, fliefst 
über Horb, Plochingen, Eberbach, 
Heidelberg und mündet bei Mann- 
heim; ^chtigere Zuflüsse 1. die 
Eschach, Glatt, Ammer, Enz, Zaber 
und Elsenz, r. die Schlichen, Eyach, 
Steinlach, Echaz, Lauter, Pils, Bems, 
Mun-, Sulm, Kocher, Jagst und Elz), 
Nie er, -ri. — Nicärus. — Nicar. 

— Necear. 

Adj.: Nicaränus, -a, -um. 
Neeearensis, -e. 

Neekargremünd, St. (bad. Kreisst., 
Amt Heidelberg, am Einflufs der 
Elsenz in den Neckar), Gemwnda ad 
Nicrum. 

Nedjeran (Najeran), Fürstentum (arab., 
in Temen), Nagarra. 

Ned-Soma (Tlemsan, bei den Fran- 
zosen Tlemezen), St. (in der algerischen 
Prov. Oran), T remis, — Cdama, 

— Siga, — Fortus Sigemis, 

Neer - Hamert, Dorf (in Belgien), 
Ham/erthe. 

Neet(h>e (Nethe), Fl. (in Bdgien, ent- 
steht durch den Zusammenfluis der 



Grolsen und Kleinen N. bei Lier und 
vereinigt sich bei Bumpst mit der 
Dyle zur Eupel), Nitasa. 

IXegn Pat(ii)aiii, St (Hafen in der 
angloind. Präsidentschaft Madras, 
Distrikt Tanjore), Nicama{Nlxafjia). 

— Nigama, 

Negier, Bevölkerung (Afrikas der Haupt- 
masse nach, zerfallen in zahlreiche, 
xmter sich sehr verschiedenartige 
Völkerschaften der äthiopischen Kace, 
die südL ^'X)m Senegal, der Wüste 
und Abessinien ganz Mittel- und 
Südafrika mit Einschlufs von Hoch- 
und Flachsudan bewohnen, charak- 
terisiert durch schwarze Hautfarbe, 
krauses Haar, platte Nase, aufgewor- 
fene Lippen; die echtesten Neger 
wohnen zwischen dem 13. und 6.® 
n. Br. Seit dem 16. Jhdt. fand starke 
Ausfuhr von Negern [als Sklaven] 
nach Amerika statt, wo jetzt ungef. 
9 Millionen der äthiop. Bace ange- 
hören), Aethiöpes (AlS-loneg). — 
Nigntae. — NigrUes. — Nigritöm. 

Negle (Nekle), Ort (in Arabien), Neda, 

— Negla. 

Negrombo, St. (auch wohl Colombo 
oder Chilaw gen., auf der Insel 
Ceylon), Anubingara (kvovßlyyaQa). 

Nesrepelisse, St. (im frz. Dep. Tam- 
Garonne, am Aveiron), Nigrwm Pa- 
latium. 

Negro, Fl. (Nbfl. der Sele in der nea- 
poht. Prov. Principato citeriore, im 
alten Lukanien), Tanäger, 

Negroponte, 1. Lisel, s. Egribos 1. 

9m St. (auf der griech. Insel Egri- 
bos, auch Evripo gen.), Chalcis 
{XaheLq). 

8. Golfo dl ~, Meeresteil (bei 
Egribos, der an ihrer Küste liegende 
Busen), Sinus Opimtius (KSlnog 
^Onovvriog), 

Nehrang:, s. Kurische Nehrung» 



429 



Neifoe 



liTetie 



430 



NeiilBe, 1* EluJsname (2 linker Neben- 
flüsse der Oder: 

1. Die Glatzer N. entspringt am 
Elapperstein des Glatzer Scbnee- 
gebirges und mündet nö. von Schur- 
gast; ihr flieüsen zu r.: die Glatzer 
und Neifser Biele und die Steine, 
1.: die TVeistritz, Steine und Pause. 

n. Die Lausitzer oder G9rlitaser 
N., entspr. in Böhmen auf dem Lau- 
sitzer Gebirge tmd mündet bei 
Schiedlo; Zuflüsse: 1. die Mandau 
und r. die Lubis; 
$owie einer dritten N.: 

m. Die Wütende N., vom Katz- 
bachgebirge in Schlesien, nur bei 
Hochwasser bedeutend, flielst r. zur 
Katzbach; an ihr das Schlachtfeld 
vom 26. August 1813), Nissus, — 
Nissa. — Niza, 

2. St; (und Festung I. Ranges, 
Kreisst., RB. Oppeln, Prov. Schlesien, 
an der Glatzer Neifse), Nissa. 

Keitra, fl. und St. (in Ungarn), 
Nitra. — Nüria. 

Nemi, Lage dl — , See (bei dem Dorf 
N. in der Campagna di Roma, unter 
einem Vorberge des Albanergebirges), 
Lacus Aricius. — Triviae Locus, 

Nemours, St 1. (im frz. Dep. Seine- 
Marne), Nemorosium. — Nemo- 
sinm. — NemuSj -oris, 

2« (in Algerien, arab. Dschema- 
Ghaznouat), Nemosium Africae, 

l^eoehorl (Kakaba), Mktfl. (einst eine 
Insel im Ionischen Meer, jetzt ein 
Teil des neugriechischen Festlandes), 
Dulickiüm {JovXixtov). 

Keokastro, s. Navarin. 

Xeogrrader Gespannseliaft, £!omitat 

. (in Ungarn [Nograd] mit gleichnam. 

Flecken), Comitatus Neogradiensis. 

Nepi, St. (Bischo&sitz in der ehemaL 
päpstl. Delegation Yiterbo), Nepe, 



Cölonia N^penais, — Nepet, -Ät«. — 
Nep&ie, -«. — NeplUa, -oc. 
Ac^.: N^^nus, -a, -um. 
Nepensis, -e. 

Nera, FL (L Nbfl. des Tiber, entspringt 
am Monte Sibilla imd mündet bei 
Orte), Nar, Narts. 

Nereshelm, St. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, auf dem Härdtfeld, mit 
ehem. reichsfreier Benediktinerabtei 
von 1095), Nerissania. 

Nerlke, Landschaft (in Schweden), 
Nericia, — Neringa, 

Nerls, Fl. und Bad (im frz. Dep. 
AUier, auch Neris les Bains gen.), 
Aquae Nerae. 

Nermontler, s. Noirmputier. 

Neslta, Insel (bei Italien), Nesis, 

Neslvo, St. (in der europ. Türkei, einst 
thrazische St. im macedonischen 
Pieiia), Libeth/ra, -ae^Aelßri^Qn, -(ov). 

Nesle, St. (im frz. Dep. Somme, am 
lingon), Nigella. — NegelUenses. 

Neste, Ort (in der einst röHL Provinz 
Afrika), Negeta (Niys[v]Ta). — 
Netcuta {Netaxa). — NitataiNixaxa). 

Netherby, St. (in England), Castra 
Exploratorum, 

Neto, s. Nieto. 

Netolltz, St. (im böhm. Kr. Pisek), 
Netolicum, 

Nettano, St. (Hafen, einst in der 
päpstl. Delegation Rom am Tyrrheni- 
schen . Meer), Neptunium. — 
Antium. 

Netze, Fl. (r. Nbfl. der Warthe in den 
preufs. Provinzen Posen und Branden- 
burg, entsteht als Notec in Russisch- 
Polen, fliefst durch den Goplosee und 
aus diesem als Montwey zum Tu- 
longer See, tritt bei Nakel in das 
6 — 8 km breite ehemalige Weichsel- 
thal und durchflielst dasselbe meist 
westwärts bis zur Mündung bei 



431 



Neubergr 



Xeamarkt 



432 



Zantoch. Zuflüsse: 1. der Abflufs des 
Sees von Skorzencin [mündet in den 
Tulonger See und wird auch, als 
Netze bezeichnet] und die Gonsawa; 
r. die Bakitka, Lobsonka, Eüddow 
und Drage. Mit der Brahe [Weichsel] 
ist die Netze von Nakel an durch 
den Netze- oder Bromberger Kanal 
verbunden; der Netzebruoh ist 
gröJstenteils urbar gemacht), No- 
te 88 a. — Note88lL8. 

Neuberg (Neyperg), Kloster (in Steier- 
mark), Novus Mons, 

Neabrandenburg, St. (im Grhzgt. 
Mecklenburg-Strelitz, am Ausflufs der 
Toflense aus dem Tollensesee), Bran- 
denburgum Novum. — Neo- 
hrandenburgum. 

Neuborg an der Donau, 1. St. (un- 
mittelbare, Bezirksamt, bayr. KB. 
Schwaben, r. an der B.), Neobur- 
gum.' — Nova Arx, 

A(^.: Neotmtgensis, -e. 

S. Kloster ^, s. Klostemeuburg. 

iNenearleby, s. Karleby. 
Neaeastilien, s. Kastilien. 

Neuehastel, St. (in der Normandie), 
N(yüa Castella Normavmiae, 

Neaehftteau, 1. St. (in Belgien), 
Novum Cdstdlum Belgarum, 

2. St. (im franz. Dep. "Wasgau 
[Yosges]), Nova Castella Vog^si, 

Nendorf, s. Iglo. 

Neuenborgr (Neufchatel), St. (Hptst. 
des gleichnam. schweizer Kantons 
N., am Einfl. des Seyon in den 
Netienburgersee, am Fufse des Jura; 
der Kanton entstand aus dem Fürsten- 
tum Neufchatel und der Grafschaft 
Valengin, zwischen Bern, Freiburg, 
Waadt Tmd Frankreich), Ne ocdmum, 

— Novum Castrum. — Novicastrum, 

— Neopyrgum. — Neoburgum. — 
Noviburgum, 

Adj.: Neocomensis, -e. 



Nenenhaiis, St. (Kr. langen, Landdr. 
Osnabrück, Prov. Hannover, an der 
Dinkel und . unweit der Vechte), 
Nua/ssium, 

Nene Tssel, s. Yssel. 

Neafehftteau, s. Neuchäteau. 

Neu-Granada, Bepublik (der Yereinig- 
ten Staaten von Columbia in Süd- 
amerika, von den Kordilleren durch- 
schnitten, vom Magdalenenstrom mit 
dem Cauca und dem Orinoco be- 
wässert), Castella Aurea, -orum, 
— Terra Firma, 

Neu «Guinea (Papua), Insel (grofse 
australische, von Neuholland durch 
die Torresstrafse getrennt, mit hafen- 
reichen Steilküsten), Gruinea Nova. 

Neuhttasel, Mktfl. (ungar. Ersek Ujvär, 
im Ungar. Komitat Neutra, an der 
Neutra; ehedem wichtige Festung, 
1724 geschleift), Ärx Nova. — 
Neoselium. — Uiavarimim. 

Neohaus, St. (im böhm. Kr. Budweis)) 
Henrici Hradecivm. 

Nenholland, Erdteil (das Festland von 
Australien), Höllandia Nova. 

Nenkarleby^ s. Karleby. 

Nenkastilien, s. Kastilien. 

Nenkirehen, s. MarkneuMrchen. 

Nenmagren, Mktfl. (Kr. Bemkastel, 
RB. Trier, Rheinprovinz, r. an der 
Mosel), Noviomagum in Treve- 
ris. — Neomagus in Treveris. 

Nenmark, !• Landschaft (Hauptteil 
der alten Mark Brandenburg, Hptst. 
Küstrin, bildet jetzt den gröfsten Teil 
des RB. Frankfurt), Marchia 
Nova. — Neomarchia. 
2. Ort (in Steiermark), Norsia. 

Neumarkt, 1. in der Oberpfalz, St. 

(Bezirksamt, bayr. RB. Oberpfalz, 

am Ludwigskanal und an der Sulz), 

Novum Forum. — Novoßrwn, 

JS* in Siebenbürgen, St (auch 



433 



NeuSttiiif 



Newa 



434 



Maros Vasarhely gen.), Agropoli 8. 
— Novamarchia, 

NeuSttingr, St. (bayr. BB. Oberbayem, 
Bezirksa. Altötting, unweit des Inn), 
Pom Oeni. 

NeapegU) St. (in Ostindien), Besynga 
(Bijavyya). 

Xenr, M. (in Irland), Neorus. 

Neury, St. (in Irland\ Nuria. 

Nensalz, St. (Kr. Freistadt, BB. Lieg- 
nitz, Prov. Schlesien, an der Oder), 

Neusatz (Neoplanta oder IJj-Videk), 
St. (Freistadt und bed. Handelsplatz, 
im Ungar. Komitat Bacs, an der 
Donau, Peterwardein gegenüber), ^eo- 
^anta ad Fetrovarftdmwm, 

Neusiedlersee (ungar. Ferto), See 
(fischreich, im westl. Ungarn, zwischen 
dem Örenburger und dem Wiesel- 
burger Komitat, mit dem Mktfl. Neu- 
siedel im Komitat Wieselburg), Lacus 
Peisonis. 

Neusohl (ungar. Besztercze-Banya), 
St, (kgl. freie Bergstadt und Haupt- 
ort des Ungar. Komitats Sohl, am 
Zusammenflufs der Gran und Bistritz), 
NeosoUum. 

NeuDs, St. 1. (Kreisst., EB. Düssel- 
dorf, Kheinprovinz, am schiffbaren 
Erftkanal, 8 km vom Ehein und un- 
weit der Mündung der Brft), Nove- 
sium. — Neusia, — Nimsiv^i. — 
Niusa Castra, 

IS* (frz. Nyon, im schweizer Kan- 
ton Waadt, am Genfersee), Colonia 
Eqtiestris. — Equestris. — Civi- 
tas Equestrtum. — Colonia Eque- 
stris Helvetiorum. — Noviodünum. 

Neustadt, 1. Dresden-, Stadtteil 
(selbst. Amtshauptmannsch. in der 
Sachs. Kreishptm. Dresden, r. von 
der Elbe, durch 3 Brücken — Albert-, 
alte Mb- xmd Mariwi- oder Eisen- 
bahnbrücke mit der Altstadt ver- 



bunden; vgl. überh. Dresden), Neo- 
stadium Dresdense. — Neo- 
Stadium ad Albim. — Nova ürbs 
Drtsdensis, 

ft. Wieneriseh-, St. (Hptst. des 
östr. Ejreises Unterwienerwald), Nova 
Civitas. 

3. an der Haardt, St. (Bezirks- 
amt, bayr. EB. Pfalz, am Fufse des 
Haardtgebirges und am Speierbach), 
Neapolis NemHum, — Neo- 
Stadium, 

4. an der Orla, St. (Hauptort 
des 5. Verwaltungsbezirks im Grhzgt. 
Sachsen - Weimar - Eisenach) , Neo- 
Stadium ad Ortlam. 

5. an der Waldnalt), St. (Bezirks- 
amt, bayr. EB. Oberpfalz, am Ein- 
flufs der Flofs in die Waldnab), 
Neostadium ad Nah um, — 
Neostadium ad Navum, 

NeastKdtl an der Waagr, Mktfl. (in 
Ungarn), ViheUnum. 

Nenstift, Kloster (in Tirol), Nova 
Cella, — Neostephota, 

Nentra, St. (und Schlofs [Festung], 
Ungar. Neitra oder Nyitra, Hptst. des 
Komitats Unter-Neutra\ Nitrava, 

Neu-Urgendseh, St. (und Handelsplatz 
im Khanat Khiwa in Turkestan), 
Gorgo, 

NeuTÜle, Dorf (in Belgien), Novivil- 
laris CeUa, 

Nenweiler, Dorf (Obera. Kalw, Würt- 
temberg. Schwarzwaldkr., im Schwarz- 
wald), Novumvillare, — NeoviUa, 

Nevada, s. Sierra Nevada. 

Nevers, St. (Hptst. des frz. Dep. Nievre 
in der ehemal. Prov. Nivemais), 
Nivernum. — Nevimum, — NoviO' 
dünum, — Äeäüwum. — Noeomctgus 
Vadica^siorum, 

Newa, Fl. (nur 60 km lang, aber breit, 
im russ. Gouv. Petersburg, entsteht 
aus dem Ladogasee und ergiefst sich 



435 



New-Aberdeen 



NienbuTsr 



436 



in mächtiger Breite in den Finnischen 
Golf, nachdem sie Petersburg in 
mehreren Armen durchströmt hat, 
namentlich als Grofse und Kleine 
Newa und als GroÜBe und Kleine 
Newka), Nctebis, 

Xew-Aberdeen, St. (Teil von Aberdeen 
oder Old- Aberdeen, der Hptst. der 
ostschott. Grafechaft A. an der Mün- 
dung der Den), Aberdonia Nova, 
— Äherdea. 

Newburgrli, St (im nordamenk. Staat 
Newyork, Grafschaft Orange, am 
Hudson), Novus Bwgus. 

Newbnry, St. (in der engl. Grafschaft 
Berkshire, am Kennet), Spifiae, 

Neweastle-npon-Tyne, St. (Hptst. der 
engl. Grafschaft Northimiberland, an 
der Tyne, mit Hafen), Novum 
Castrum. — Gabrosentum. — 
Finis VoiUi. 

New -York, !• Staat (nordamerikan. 
Freistaat, von Gebirgszügen der 
Alleghanies durchzogen, vom Hudson 
bewässert, im NO. der Champlainsee, 
an der Küste die Insel Long-Island; 
der bevölkertste, reichste und gleich- 
sam tonangebende Staat der Union), 
Ehoracensis Nova Civitas, — 
Belgium Novum. 

%• St. (Hptst. von 1, gröfste Stadt 
Amerikas, Haupthandelsplatz der 
Yereinigten Staaten, auf derManhatta- 
insel, an der Mündung des Hudson. 
1612 von Holländern als Neuamster- 
dam gegründet, nach der Eroberung 
durch die Engländer New -York ge- 
nannt), Eborücum Novum, — 
NeO'Eboracum, — Belgium Novum, 

Niearia, s. Nikana. 

Nieastro, St. (Bischofssitz in der nea- 
pohtan. Prov. Calabria ulteriore n., 
am westl. Fufs der Apenninen), Neo- 
castrum^ 

Nieolas, Sankt, s. Sankt Nikolas. 



Nieole, Saint — , du Port, s. Saint 
Nicole du Port. 

NieopoU, s. Nikopoli. 

Nicosla, St. 1. (in der siciL Provinz 
Catanea, im "W. des Ätna), Erbita, 
— Herbita, 

S. (Hptst der Insel Cypem, auch 
Levkosia, türk. Lefkoscha gen.), 
Leucosia (Asvxoala), — Tremithus 
(T^sfiid'ovg). 

Nieotera, St (in der neapolit Prov. 
Calabria ulteriore 11.), Nieotera, 

Nidelf, Fl. (im norweg. Stift Trond- 
hjem; danach die Hptst früher 
Nidaros benannt), JWd^rus. 

Niebia, St. (in der span. Prov. Huelva, 
zur Maurenzeit eine wichtige Festung), 
El^pta, 

Nieder-Beutben, s. Beuthen 2. 

Nleder-Gestelen, Dorf (im schweizer 
Kanton Wallis), Castdlio Inferior, 

Niedere Graf sehaft Katzenellnbogen, 

Grafschaft (alte deutsche, in der 
Wetterau), Comitatus Cattimeltbocen- 
sis Inferior. 

Niederlande, s. Holland. 

Nieder-Ungram, s. Ungarn. 

NIedenintel, Gericht (in Ostreich), 
Albinum, 

Niederwesel, s. Wesel. 

Nieheim, St (Kr. Höxter, EB. Minden, 
Prov. Westfalen), Niemia, 

Niel, Dorf (Kr. Kleve, EB. Düsseldorf, 
Rheinprovinz), Neo-Aelia, 

Niemen, s. Memel. 

Niemondin (Niomondin)., s. Falken- 
berg 1. 

Niemtseh, s. Nimptsch. 

Nienburg, 1« an der Weser, St. 

(Kreisst, Prov. und Landdr. Han- 
nover, r. an der Weser), Novoburgum 
ad VistMrgim. 
2* an der Saale (Kr. Bemburg, 



I 



437 



Nien-Herse 



Nlmes 



438 



Herzogt Anhalt, am Einfiuls der 
Bode in die Saale), Novdbwrgum ad 
Salam. 

NieB-Herse, Kloster (bei Paderborn), 
Herisiae Novae, 

Nlenhiis, s. Neuenliaus. 

Nieto (Neto), FL (in der südital. Land- 
schaft CJalabria ulteriore), Neae^us 
(Niai^og). 

Menlay, Kastell (in Fi-ankreich), Arx 
NiculO/na, 

Meuirport (Nieuport), St. !• (befest., 
in der belg. Prov. Westflandem, un- 
weit der Mündung der üjser), NovtM 
Porttts, 

2* (Festung in der niederländ. 
Prov. Südholiand, am Leck), Neo- 
porifM. 

Kidfre, Fl. (in Frankreich, mündet bei 
Nevers in die Loire; danach benannt 
das Dep. N. mit den vier Arrondisse- 
ments: Nevers, La-Charite, CJlamecy, 
Chateau-Chinon) , Nir^ris. — Ne- 

Nighde (Nikdeh), St. (und Hauptort 
einer Liwa im türk. Ejalet Kara- 
manien in Anatolien, im alten Kappa- 
dokien), Tyäna {Tvccva). 

Mheim, s. Nieheim. 

Kikaria, Insel (tüi*k., des Oriech. 
Archipels, im "W. von Samos, im 
sog. IkarischenMeer, Hauptort Erdilo), 
Ic aria{ ^IxaQia).— Icärus CixaQog), 

Nikdeh, s. Nighde. 

NIkolo (San — , auch Tino), Mktfl. 
(Hafen auf der cykladischen Lisel 
Tenos [jetzt Tino] zwischen Andres 
imd Dolos), Tenus (T^vog). — 
Tenos, 

Nlkolsburgr (Mikulow), St. (im mäh- 
rischen Kreis Znaim in Ostreich), 
Nicölaibwrgum. 

Nikopol, Mktfl. (im russ. Gouv. Jekate- 
rinoslaw am Dnjepr), Ntcopolis, 



NIkopoU (Nikeboli, Nigebolu), St. (stark 
befestigt, im türk. ijjalet TViddin, 
Bischofssitz und Handelsplatz an den 
Mündungen der Aluta in die Donau), 
NicopoUs ad Danubium, — 
Nicopölis ad Istrum, 

Niksar (NiMsara), St. (im türk. IJalet 
und Liwa Siwas in Kleinasien, am 
Scharmaghu) , NeocaesarEa (Nso- 
xaiaaQeicc). 

Nikilby s. Nikopoh. 

Nil, Fl. (der bedeutendste Strom Afrikas 
und des Mittelmeergebiets, entsteht 
bei Khartüm in Obemubien aus zwei 
grofsen Flüssen: 1. dem Weifsen 
Strom [Bahr-el-Abiad] , der aus den 
vom Äquator durchschnittenen groDsen 
Seen Viktoria- und Albert -Nyanza 
gegen N. abfliefst, dann nordwestl. 
strömt, unter 9*/^® n. Br. mit dem 
Gazellenflufs [Bahr-el-Gasal] in Ver- 
bindung steht und von da ab nö., 
dann n. fliefst, durch denSobät ver- 
stärkt; 2. den Blauen Strom [Bahr- 
el-Azrek] oder Abessinischen Nil 
[Abai], der 2760 m hoch im abes- 
sinischen Alpenland Godscham ent- 
springt und in grofsen Bogen über 
Sennaar nach Khartüm fliefst. Der 
vereinigte Strom nimmt seinen Weg 
über Assuan, nachdem er 10 mal 
Stromschnellen gebildet,nach Ägypten, 
welches er seiner ganzen Länge nach 
durchströmt. Unterhalb Kairo teilt 
er sich in 2 Hauptmündungsanne 
[ö.: von Damiette, w.: von Eosette], 
welche das fruchtbare Delta ein- 
schliefsen und vielfach durch Seiten- 
arme und Kanäle verbunden sind), 
Nüus (NsZkog). 
Adj.; Niliäcus, -a, -um. 
Nüoticus, -a, -um. 

Nimes (Nismes), St. (Hptst. des frz. 
Dep. Gard, Bischofssitz), Nemau- 
8U8, — NemaTMum, — Nemaih 



439 



Nimis 



Noara 



440 



sium. — Civitas Nemcmso, — Ne- 

mcmsus Areeomicorum, 
Adj. : Nemausiensia, -e. 
Nemausius, -a, -um, 
Nemauslmis, -a, -um. 
Nemausiäcus, -a, -um. 

Nimis, Dorf (in Italien), Nomasus. — 
Nomaso. 

Mmptseli, St. (Kreissi, EB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Grolsen Lohe)? 
Nemci Castrum. — Nimitium. — 
Nomisterium. 

Nimmd, Gebirge (ein nordösti. Zweig 
des Tanrusgebirges, auch Hatrasch- 
Alpen genannt), Niphates Mons 
{NKpdrTjg). 

^imwegen (richtiger Nijmegen, frz. 
Nimegue), St. (befest., in der niederl. 
Prov. Geldern, zwischen Waal und 
Ehein), Neomagus. — Novio- 
magum. — Nomomagus. — Niu- 
maga. 

Ninsa (Nimpa), FI. (in ItaUen, im alten 
Latium), Nymphaeus (Nv^ipaloq), 

NinöYe, St. (in der belg. Prov. Ost- 
flandern, früher mitPrämonstratenser- 
abtei), Niniva. 

Nio, Insel (griech., eine der Cykladen 

mit der gleiohnam, Hi)tst. [Hafen]), 

los Clog). 
5iolo, St. (auf der Insel Korsika), 

Mariana. — Nicaea {Nlxaia). 
Niomondin, s. Falkenberg 1. 
Niort, St. (im frz. Dep. Deux-Sevres, 

an der Sevre-Niortaise), Nyrax, -acis. 

— Novirogus. 

Nisehnij-Nowgrorod (Nischegorod, d. i. 
Nieder -Neustadt), St. (Hptst. des 
gleichnam. Gouv. im europ. Eufs- 
land, an der Mündung der Oka in 
die Wolga, Handelsstadt mit der 
gröfsten Messe Eufslands), Novogardia 
Inferior. 

Nisib, Ort (auf der westi. Seite des 
Euphrat), Nisxbis Ewphratis. 



NisiMn (Nizib), Mktfl. (im türk. Bjalet 
Diarbekr, einst bedeutend als Handels- 
platz und Festung sowie als Hptst. 
von Mygdonia in Mesopotamien), 
Nisihis (Nlaißig). ~ Antiochla 
Mygdonica (kvti6xsi<x Mvyöovixjj 
oder Mvyöovla). 
A(^'.: NisibEnus, -a, -um (Niai- 
ßrjvog). 

Nisiro, 8. Nizzaria. 

Nisita, Insel (an der Ostküste des 
Golfs von Pozzuoli), Nesis, -idis 
{N^oig, -log). 

Nismes, s. Nimes. 

Nissa (Nisch, Nysch), St. (im Königr. 
Serbien, einstige Hptst. des gleichn. 
Ejalets in der Türkei, an der Nissawa, 
einem Zufl. der östlichen Morawa), 
Naissus {Naiaaoq), — Nissena. 

— Naesu^s. — Natsus (Ndiaog). 
Adj.: Naisitawus, -a, -um. 

Nith, Fl. (in Schottland, kommt aus 
der Grafschaft Ayr, wird bei Dum- 
fries schiffbar und mündet nach 
97 km in den Solway-Golf), Novius. 

Nivelles, St. (in der belg. Prov. Bra- 
bant), Niella. — NivieUenses. 

Nizza (frz. Nice), St. (Hptst. des frz. 
Dep. Seealpen, amphitheatralisch am 
Golf von Genua), Nicaea (Nlxaia). 

— Nida. — Nicsa. — Nizza. 

Nizzaria (Nisiro, Nisyro, Nisari), Insel 
(türk., eine der südl. Sporaden, im 
S. von Ko), Nisyrus (Nlavgog). ^ 
Adj.: Nisyrius, -a, -um (Ni- 
avQLog). 
NisyrioGus, -a, -um (Nt- 
avQLOxog). 
Nizib) s. Nisibin. 

Noailles, St. (im frz. Dep. Oise), 
Novüiaca. 

Noara, Mktfl. (auf Sioilien), Noae 
{Noai). 
Einw.: Noaeni (Noatöi). 



441 



Koeera 



Nordgruii 



448 



I^ocera, St. 1. (Bischofssitz in der 
neapolit. Prov. Principato citeriore), 
Nuceria Älfaterna. — Nigeria 
Fagcmontm. — Nuceria, 

Einw.: Ntbcenni. 

ft. (in der ital. Prov. Umbrien), 
Nuceria Camellari a. — Nuceria. 

KVrdlielies EiBmeer, s. Eismeer. 

KSrdllngren , St. (unmittelbare, bayr. 
EB. Schwaben, an der Eger im Nörd- 
linger Ries), Nordlinga. — Nor- 
linga, — Nordinga, — Ärae Fla- 
viae, 

KVsen, s. Bistritz. 

NOsenerlünd, Landschaft (in Sieben- 
bürgen), Districtus Bistridensis, 

^»gaisehe Steppe , Landschaft (am 
imtem Dnjepr, woselbst die Nogaier 
wohnen, ein Hauptstamm der türk.- 
tatarischen Bevölkerung des russi- 
schen Eeiches ; Hauptflecken Nogaisk), 
Hylaea. — Hylaei CYXatoi). 

^ogmt (Nugent), 1. rArtauid (oder 
-sur-Mame), Dorf (im frz. Dep. Seine, 
an der Marne, in der Umgebung von 
Paris), Novigentum ad Ma- 
trönam. — Novigentum Artaldi. 

3. le-Eoi, St. (im frz. Dep. Ober- 
mame), Novigentum Begis. — 
Nogentum Begium. 

3. le-Botron, St. (im frz. Dep. 
Eure-Lorr), Novigentum Retru- 
dum. — Noviodunum Diablintum. 

4Lm sur-Mame, s. Nogent 1' Artaud. 

5. sor-Seine, St. (im frz. Dep. 
Aube), Novige n tum. — Novientum. 

Nogaera Palleresa, M. (Nbfl. des 
Segre in der span. Prov. Lerida, 
mündet bei Camarosa), Nucaria 
Pälliarensis. 

Nograera fiibagorzaHa, Fl. (Nbfl. des 
Segre in der span. Prov. Lerida, 
mündet bei Lerida), Nucaria Bipa- 
curtia. 



Noja, St. (in der neapolit Prov. Terra- 
di-Bari, unweit Bari), Netium. 

Noireau, M. (Nbfl. der Ome in der 
Normandie), Norallus, 

Noirmoatier (Nermoutier) , Lisel (an 
der Küste des frz. Dep. Vendee, be- 
nannt nach einem 830 vom heil. 
Philibert gegründeten Benediktiner- 
kloster), Nigrum Monasterium. 
— InsiUa Dei. 

Nola, St. (Bischofssitz in der neapol. 
Prov. Terra-di-Lavoro), Nola. 
Adj.: NolantM, -a, -mn. 

Noli, St. (Bischofssitz in der ital. Prov. 
Savona, am Golf von Genua, Fischer- 
hafen), Naulum, 

Nona, Mktfl. (Hafen im dalmat. Kreis 
Zara), Aen^öna. 

Nonsbergr (Val di Non), Thal (im tiroler 
Kreis Trient, nebst Val di Sole oder 
Sulzberg, zwei Thäler, durch welche 
eine 1860 vollendete Kunststrafse 
über den Tonale nach Itahen führt), 
Anania. — Anaumia. 

Noreia, St. (in der ital. Prov. Umbrien), 
Nu/rsia. 
Einw.: Nursxni. 

Nordkap, Vorgebirge (390 m hoch, 
nördlichstes Kap von Norwegen und 
ganz Europa auf der norwegischen 
Insel Magere, unter 71** 10' n. Br. 
und 43« 30' ö. L.), BorEum Pro- 
munturiwm. 

Norden, St. (Kr. Emden, Landdr. 
Aurich, Prov. Hannover, auf eüier 
Anhöhe in der Marsch, am Berumer 
Kanal, der zum Meerbusen Ley führt; 
die Stadt N. lag ehemals an der 
Osterems, unausgesetzte Verschlam- 
mungen entfernten aber das Meer 
vom Ort), NordEna. — Norda. — 
Nordedi Bagus. 

Nordgrau, Landschaft (der östl. Teil 
des ehemal. Fürstentums Neuburg 
in der bayr. Pfalz), Noricum. — 



443 



Nordmeer 



Nossa Senhora da PettoTe 444 



Ffugus Noricus. — Nordgovia. — 
Nordgoa. 

Nordmeer, s. Eismeer. 

Nordsee, Meer (auch Deutsches Meer, 
bei den Skandinaviern "Westsee gen., 
ein Teil des Atlantischen Oceans, 
zwischen Gfrorsbritannien, den Nieder- 
landen, Deutschland, Dänemark und 
Norwegen, von der Meerenge von 
Calais bis zu den SheÜands-Inseln), 
Mare Germantcum. — Mare 
Amodchium. 

Nordstrand, Insel (im schleswigschen 
Wattenmeer, Kreis Husum, Prov. 
Schleswig -Holstein, n. yom Hever- 
strom, 8 km lang und breit, 45 qkm 
grois, besteht nur aus eingedeichtem 
Marschland; im 0. mit der Pohns- 
haUig verbunden. Nö. die Hallig 
Nordstrandischmoor) , Strandia 
Septentrionalis. — Glessarta, 

'Sortolk^ Grafschaft (im östl. England 
an der Nordsee; Hauptfluls: Ouse, 
Hptst.: Norwich), Norfolcia. — 
Nortfolcia. 

Norisehe (Norgauische) Alpen^ Gebirge 
(im weiteren Sinne deqenige Teil der' 
östl. Alpen, welcher die Ketten nö. 
der Drau umfafst und in die Salz- 
burger, die Steirisch-Östreichischen 
und die eigentlichen Norischen Alpen 
geteilt wird), Alpes Nortcae, 

NorkOpingr, s. Norrköping. 

Norma, Dorf (im ehemal. Kirchen- 
staat), Norba. 
Adj.: NorbUnus, -a, -um. 

Normandie, Landschaft (ehemal. Prov. 
Prankreichs, mit der Hptst. Kouen, 
bildet jetzt die 5 Departements: 
Niederseine, Eure, Ome, Calvados 
Xmd Manche), Normannia. — 
Nordmamiia. — Nortmarmia. 

Bew.: Normanni. 

Adj.: Normannicus, -a, -um. 

Normandie und Bretagne, Küsten- 



landschaft (im Norden Frankreichs)^ 
Civitates AmMricae, 

Normannisehe Inseln, Inselgruppe 
(brit., von den Engländern Channel- 
Islands, von den Franzosen Hes Nor- 
mandes genannt, im Süden des Kanals, 
zur Grafschaft Northampton gehörend, 
besteht aus den beiden Hauptinseln 
Jersey und Guemsey, aus Aldemey^ 
Sark und einigen kleinen Felseilanden), 
InsiUae Normannicae. 

NorrkOpingr, St. (Stapelplatz und wich- 
tige Fabrikstadt im schwed. lün lin- 
köping, an der Mündung des Motala- 
elf in den Bräviken, mit gutem Hafen, 
Docks und Schiffswerften), Norcopia, 

Northampton, Grafischaft (im mitüerep 
England; Hauptort Borough-N. am 
'Nen\Antonia Septentrionalis. 
— Northantonia. 

Northumberland, Grafschaft (nörd- 
lichste Englands, einst ein angel- 
sächs. Königr.; Hptst.: Newcastie), 
Northumbria. — Nordhumbria. 

Norwegen (dän. Norge, schwed. Nor- 
rige), Königreich (der westl. u. nördl. 
Teil der skandinavischen Halbinsel; 
kompakte, durch zahlreiche schmale 
Golfe oder Fjords gegliederte Gebirgs- 
masse — bis 2000 m hoch — mit 
vielen Seen und mäcjitigen Wäldern; 
Hptst. Christiania [Kristiania], Haupt- 
flufs der Glommen), Norvegia. — 
Norrigia, — Nerigos, 

Einw.: NorvBgi, 

Adj.: Norvegicus, -a, -um. 

Norwieh, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Norfolk, durch die schiffbare 
Yare und eine Eisenbahn mit dem 
Seehafen Yarmouth verbunden; Bi- 
schofssitz), Nordovicum. — Nor- 
mcum. — Ventä Icenorum. 

Nosli, s. Nughz. 

Nossa Senhora da Pettove (auch 



445 



Notmfinster 



Nvffeken 



446 



Santa Maria de Bedoya gen.), Mktfl. 
(in Portugal), Budua, 

Notmtlnster, Kloster (im Elsafs), 
VälUs Scmctae Mariae Virginis, 

NotOy St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov., 1 St. vom Mittelmeer am Mufs 
N. oderFaIoonara),^eStum(iV^j7rov). 

— Netum, 

Einw.: Netlni {Nsaitivoi), — 
Netinenses, 

Xotre Dame d'Abondanee, St. (nnd 
Abtei in Frankreich), Äbbatia Äbim- 
dantiae. 

Kotre Dame de Liesse, Mktfl. (nnd 
Abtei im frz. Dep. Aisne), Laett- 
tiae. — Laetiae. 

Nouan, St. (in Prankreich), Novio- 
dünum. 

Nora Capua, St. (am Yoltumo in 
Kampanien), CasiUmtm, 
Einw.: Casilinenses, — CasiU- 

nOtes, 
A^j.: CasilintM, -a, -u/m, 

NoTalese, St. (in Italien), NovcUicia. 

XoTära, St. (Hptst. der gleichn. ital. 
Prov., zwischen der Agogna und dem 
Terdoppio, mit Mauern und Bastionen 
umgelsen; Bischofssitz imd Eisen- 
bahnknotenpunkt), Novaria, 
Adj.: Novariensis, -e. 

KoTa-Zembla, s. Nowaja-Sem]tia- 
Novi, St. 1. (in der itaL Prov. Ales- 
sandria, am Fufs der Apenninen), 
Novium. 
2» (in Kroatien), Novia. 

NoYi Castelli, Dorf (auf der türk. 
Insel Kandia), Gortyna {FoQTvva). 

— Ckyrtyna. — Cortynia. 

XoTipazar (Novibasar oder Jenibasar)^ 
St. (im türk. Ejalet Bosnien, an der 
Raschka), Novdbardiu/m. 

NoTOgrrodek, s. Nowogrodek. 

Kows^a-Semlja (» Neuland), Insel 
(grofse, unwirtliche im Nördl. Eis- 



meer, zum russ. Gouv. Archangelsk 
gehörig, durch die schmale Skafse 
von MatoschMn in zwei Teile ge- 
teilt), Nova Zemhla, — Novo 
Terra, — Carambice, 

Kowgrorody s. Nischnij-Nowgorod. 

Nowfforod-SJewersk, St. (Kreisst im 
russ. Gouv. Tschernigow, an der 
Desna), Novogardia Severiae. 
NeapoUs Severiae. 

yowgrorod-Wellki (=Grofs-Neu8tadt), 
St. (Hptst. des Gouv. Nowgorod im 
europ. Rufsland, am Wolchow), 
Novogardia Magna. 

Nowogrrodek, 1. St. (Kreisst. im russ. 
Gouv. Minsk), Novogardia Li- 
tuaniae. — Novogrodecum. 
Adj.: Novogrodecerms, -e. 
S* Woiwodschaft (in Russisch- 
Polen), Pdlatihatiüs Novogrodensis. 

NoyerSy St. (in Frankreich), NucB- 
riae. — Nucetum. 

NoyoD, St. (im frz. Dep. Oise, an der 
Oise, in der Landschaft Noyonnais), 
Noviomagua Veromanduorum. 
— Noviomagus in Veromanduis, — 
Novionum. — Noviomum, 

Nozeroy, St. (in Frankreich), NiudUum. 

Nfimberg, St. (unmittelbare, bayr. 
RB. Mittelfranken, an der Pegnitz 
und unweit des Ludwigskanals), 
Norimherga. — Noriberga, — 
Norenberga. — Nuremherga, — 
Norica. — Noricorum Mona. — 
Noricus Mons. — Noricorum Oivi- 
tos. — Castellwn Noricum, — 
Casirum Noricum. — Nora. 
Ac^.: Norimbergensis, -e, 
Noribergensis, -e. 

Nflrtingen, St. (Oberamt, württemb. 
Schwarzwaldkreis, in schöner Gegend 
am Neckar), Grinario, -dnis, — . 
Nu/ritinga, — Niardinga. 

Nnffeken, Pfarrdorf (in der Schweiz), 
Novena. 



447 



Nagrent 



Oberhalbsteln 



448 



Kuifent, s. Nogent. 

Nusrhz (Nosli, Nasli), St. (in Ostindien), 
Nysa (Nvaa). — Nyssa, 
Einw.: Nysaei (NvaaToi). 

Nnits, St. (im frz. Dep. Cote d'Or), 
Nut tum. — Vidubia, 

Namagren, s. Neumagen. 

Nure (Neure), M. (in Irland), NeDrum. 

Nursia, s. Norcia. 

Kuseo, St. (Bischo&sitz in der nea- 
politan. Prov. Principato ulteriore), 
Numist/ro. 
Einw.: Numestrüni. 

Nuys, s. Neufe. 

Kyborg (Nyeborg), St. (Hafen an der 
OstküBte der dän. Insel Fünen, am 
Grofsen Belt; Überfahrtsort nach 
Kors0r), Neohwrgum, 

Ky-Karleby, s. Karleby. 

yybjebingr, St. !• (Amtssitz n. Hafen 
an der Westküste der dän. Insel 
Falster), Neapölis Fälstrtae. 
2. (Hafen im N. der dän. Insel 



Seeland, an einer Bucht des Ise^ord), 
Neapolis Selcmdiae. 

8. (Hafen im jütländ. Amt Thi- 
sted, an der Ostküste der Insel Mors 
im lijmflord), NeapoUs lutiae. 

NykSpingr, St. (Seehafen und Hptst, 
des schwed. Län N. oder Söderman- 

land, an der Mündung der Nyköpings- 

o 

A in die Ostsee), Nicopia. 

Ny-LSdese, St. (in Schweden), Jjudo- 
sia Nova. 

(jsan[&'lMese{ehd.)^lAido8i(iAntiqua. 
Nyne (Neane), M. (in England), 

Aufona. — Antona. — Awxma. 

NyoD, s. NeuJs 2. 

Nyslott, St. (Festung im finn. Gouv. 
St -Michels an der Seeenge des 
Seima), Arx Nova. — Castnm 
Novum. 

Nystad, St. (Hafen im finn. Gouv. 

o 

Abo-ßjömeborg, am Bottnischen 
Meerbusen), Nystadium. 
Xysted, St. (Hafen auf der Südküste 
der dän. Insel Laaland), Neostadtum. 



O. 



Ob (Oby), M. (Hauptstrom "Westsibi- 
riens, entsteht südl. von Biisk an 
der russ.-chines. Grenze, dui'chströmt 
die Gouv. Tomsk und Tobolsk und 
mündet nach 43500 km in den 
Obischen Meerbusen des NördL Eis- 
meeres ; sein Hauptnebenflufs ist der 
Irtysch), Obius. — Carambucis. 

Ober-Andalnsien, s. Giranada. 

Oberbeathen, s. Beuthen 1. 

Oberdraburg, Mktfl. (in Unterkämten), 
Dravöburgum. 

Obere Grafschaft Katzenelinbogren, 

Grafschaffe (alte deutsche, umfafste 
einen Teil der Bergstrafse, des Oden- 



waldes imd des Bannforstes zu Drei- 
eich) , Comitatus Cattimelihocensis 
Superior. 

Ober-Crestelen, Dorf (im schweizer 
Kantoii "Weihs), Castdlio Superior. 

Ober-Olograu, St. (Kr. Neustadt in 
Ober -Schlesien, RB. Oppeln, Prov. 
Schlesien, an der Hotzenplotz), Glo- 
gavia Minor. 

Oberhalbsteln (roman. Yal- Surseis), 
Alpenthal (8 St. lang, im schweizer 
Kanton Graubünden, beginnt am 
Septimer und Juher, wird vom Ober- 
halbsteiner Rhein durchflössen und 
mündet bei Tiefenkasten in das Thal 
der Albula; durch das Thal führt 



449 



Oberkireh 



Oder 



450 



über den MaLoyapaüs die Strafse von 
Chnr Dach Sondho), Impatis Mi- 
nisterium, — Supra Saxum, 

Oberkireh, St. (bad. Kr. Offenburg, 
an der Rench im Schwarzwald), 
Hypergraeeia. 

Obermarehthsl, Dorf (Obera. Ehingen, 
württ. Donaukreis, mit ehem. be- 
rühmter, 1171 vom Pfalzgrafen Hugo 
von Tübingen gegründeten Prämon- 
stratenserabtei), Martiüa. 

Obenüieim, Dorf (Obera. Spaichingen, 
württ. Schwarz waldkreis) , Gavio- 
durum. — Gaviodorum, 

Oberrhein, s. Ehein. 

Obersee, JL. s. Bodensee. 

2. (engl. Lake Supehor, bedeuten- 
der Binnensee zwischen den Yer- 
einigten Staaten und den Britischen 
Besitzungen in Nordamerika, nimmt 
220 Müsse auf und flielst durch den 
St. Marysflufs in den Huronsee), 
Locus Swperior, 

Oberwesel, St. (Er. Sankt Goar, RB. 
Koblenz, Rheinprovinz, am Rhein; 
im Mittelalter Reichsstadt), Fi cell a. 
— Vesalia Stdperior. 

Oberyssel (Overyssel), Provinz (in den 
Niederlanden; Hptst. Zwolle), Pro- 
vincia Transisaläna, — Trcms- 
isalanSa. 

Oberzeil (Hafiierzell), Kloster (ehem. 
Prämonstratense'rkl. im bayr. RB. 
Ünter&anken, beim Mktil. Zell am 
Main; das. auch das ehem. Nonnen- 
kloster Unterzell), Cella Dei Swperior. 

Obre, St. (Hafen in Spanien), Ebu/ra. 

Oeana, St. (in der span. Pi-ov. Toledo), 
Olcania. 

Oehrida (Achrida), 1. St. (in Türk- 

Albanien, griech. Erzbischofssitz), 

Lychntdu8(Avxvi66g), — Achrida 

(kxQlScc). 

2. See (ebds., am nördl. Ende 

Saalfüld, Geograph. HandbQchlein.. 



liegt 1), Lacus Lychntdus 
CH AvxvtSoq)^ — Lychnltis (AvxvT 
riq), — Lctcus Lychnidensis. 

Oehsenfurt, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Ünterfranken, am Main, ehem. Kapu- 
zinerkloster) , Bosphbrus, — 
Oxovium. — Oxonium. — Ochsen- 
furtum. 

Oehula, St. auf Siciüen, in der Nähe 
von Vizzini), Echetla ('S';f5rAa). 
Einw. : EcheÜienses. 

Oeker, s. Oker. 

Oer^ (Ocrest, Hautcrest), Kloster (in 
der Schweiz), Alta Crista, 

Oezakow (Kidock), St. (mit Ruinen 
bei Stomagü im russ. Gouv. Cherson, 
am "Westende des liman des Dnjepr, 
befest. Hafen, bis 1788 wichtige 
türk. Festung), OUna Borysthenis 
COlßla BoQvad^Evlq). — Axiäce. 
— Odessus, — Ordessus. — Or- 
dssus. 

Odense, St. (Hptst. der dän. Insel imd 
des Stiftes Fünen, mit dem Odense- 
flord durch einen Kanal verbunden, 
Sitz des Stiftsamtmanns und eines 
Bischofs), Ottonia. 

Odenwald, Gebirge (im Oberrheini- 
schen Gebirgssystem , auf der Ost- 
seite der Oberrheinischen Tiefebene, 
vorzugsweise zwischen Neckar und 
Main und im Grofsherzogtum Hessen, 
dann auch in Baden und Bayern, 
75 km lang und 30 — 50 km breit, 
zerfallt in 2 Teile: der westHche, 
besteht aus Gneis, Granit, Syenit, 
Granulit, Felsitporphyr, aus Rot- 
liegendem u. s. w.; der östliche ist 
aus Buntsandstein zusammengesetzt 
und viel einförmiger als jener. Die 
Hauptflüsse: Mudau, Mümling imd 
Gersprenz gehen zum Main), Silva 
Ottonia. — Silva Ottonica, — 
Silva Ottenica» 

Oder, Fl. (einer von den 7 Haupt- 

15 



451 Oderhelyer Stubl 



ÖstergStland 



452 



strömen des Deutschen Reichs, ge- 
hört mit seinem ganzen schiffbaren 
Lauf [von Batibor bis Swinemünde 
741 km] zu Deutschland. Die 0. 
entspringt auf dem Odergebirge in 
Mähren, 22 km östl. von Olmütz, 
tritt unterhalb Odrau bei Oderberg 
aus Ostreich imd durchströmt dann 
die Provinzen Schlesien, Branden- 
burg und Pommern und mündet in 
das Pommersche Haff, aus welchem, 
die beiden Inseln Usedom und WoUin 
einschliefsend, 3 Arme zur Ostsee 
fähren: die Peene im "W., 44 km 
lang ; die Swine in der Mitte, 20 km 
lang; die Dievenow im 0., 35 km 
lang ; bedeutendster Nbfl. : die "Warthe 
mit der Netze), Viadrus. — Odera. 

Oderhelyer Stuhl (in Siebenbürgen), 
Sedes Udvarhdyensis. 

Oderzo, St. (in der oberital. Provinz 
Treviso, am Monticano), Opitergium, 
Adj.: Optier ginus, -a, -wm. 

Odi61, FL (in der span. Prov. Huelva, 
mündet bei Huelva in den Atlan- 
tischen Ocean), iMxia, 

Odilienherg:, Berggipfel (der Yogesen, 
im Elsafs; auf demselben das Odilien- 
kloster oder Hohenburg, an seinem 
Fufs Niedermünster, zwei Klöster zu 
Anfang des 8. Jhdts. von dem Ale- 
mannenherzog Ethico I. zu Ehren 
seiner Tochter Odilia, der Schutz- 
patronin des Elsafs, angelegt), H(nn- 
borchum. 

Odomeh, Fl. (Nbfl. des Tigris), Phys- 
CU8 {^voxog). — Äddabas. 

Ödenburgr, St. (Hptst. des gleichnam. 
Ungar. Komitats, unweit des Neu- 
siedlersees), Sempronium, — So- 
pronimn. 

Adj.: Soproniensis, -e. 

Öhringen, St. (Oberamt, württ. Jagst- 
kreis, an der Ohm, einem 1. Zuflufs 
des Kochers, welcher im Mainhardter 



Wald entspringt und bei Ohmberg 
mündet), ÄuriOna, 

dland, Insel (zum schwed. Län Kalmar 
gehörig, an der Ostküste des südl- 
Schweden, von dieser durch den 
kaum 9 km breiten 01andsund oder 
Kahnarsund getrennt; einzige St.: 
Borgholm), Olcmdia. 

ölhergr, Berg (etwa V4 S^- ^ö. von 
Jerusalem, benannt nach seinen öl- 
pflanzungen), Olivarum Mons, — 
Olearum Mons, — OlivBti Mons. — 
Elaeon CEXaiwv), 

Öls, St. (Kreisst., RB. Breslau, Prov. 
Schlesien, an der Ölse, Hauptort des 
Mediatfiirstentams ö., zu dem der 
gröfste Teil des Kreises Ö. sowie 
die Städte Stroppen, Trebnitz, Medzi- 
bor und Konstadt gehören, jetzt dem 
Herzog von Braunschweig gehörig), 
Olsna. — Olsina, — Olsena, 
Adj.: Olsnensis, -e, 
Olsinensis, -e. 

Ölsnitz im Yogrtland, St. (Amts- 
hptmannsch., sächs. Kreish. Zwickau, 
im Erzgebirge, am Einflulis der Öls- 
nitz in die "Weifse Elster), Ohnitium. 

Örehro, St. (Hptst. und Hafen des 
schwed. Ö.-Län in der Landschaft 
Nerike, unweit der Mündung der 
Svart-Elf in den Hjelmarsee), Orebroa. 

Öseh (Öschenbach oder Chateau d'Öx), 
Kreisort (im schweizer Kanton Waadt, 
an der Saane), Castiodum, — CasUo- 
dünum. 

Ösel, Insel (russ., zum Gouv. Livland 
gehörig, am Eingang des Rigaischen 
Meerbusens, der Insel Dago gegen- 
über; Hptst.: Arensburg), Osericta.^ 
— Osilia. — Latris. 

österg)(tland, Landschaft (in Schwe- 
den, Hptst. von Linköping-Län ist 
linköping am Südende des Roxen- 
sees), Ostrogotia, — Gotia Orien- 
tcdis. 



453 



östrdeh 



Oka 



454 



Ostreieh) 1« ^^sertum (seit 1 4. Nov. 
1868 offiziell „Ostreich. -ungar. Mon- 
arcliie", dem Umfang nach der zweit- 
gröfete Staat Europas, besteht seit 
1867 aus 2, nur durch die Einheit 
der Dynastie und einige gemeinsame 
Institutionen verbundenen Länder- 
gruppen: 1. Cisleithanien — die im 
Reichsrat vertretenen deutsch -slav. 
Eronländer diesseits der Leitha: 
Nieder- und Oberöstreich, Salzburg, 
Steiermark, Kärnten, Krain, Litorale, 
Tirol, Böhmen, Mahren, Schlesien, 
Galizien, Bukowina, Dalmatien; 
2. Transleithanien — die Länder der 
ungarischen Krone: Ungarn, Sieben- 
bürgen, Ej*oatien, Slavonien, Militär- 
grenze), Attstria, 

Bew. : Äustri, 

Adj.: Äustriäcus, -a, -mw. 
ÄUfStrius, -a, -um. 

2. Erzherzogtum (der Kern der 
östr. -Ungar. Monarchie, fast durch- 
gehends deutschen Stammes, zerfällt 
in die beiden Kronländer: 1. Erzhzgt. 
Ö. unter der Enns oder Niederöst- 
reich, von der Donau [mit Enns, 
March, Leitha] durchflössen, Hptst. : 
Wien; imd 2. Erzhzgt. ö. ob der 
Enns oder Oberöstreich, von der 
Donau [mit Inn, Traun und Enns 
bewässert, Hptst.: Linz), Austricie 
Archiducatus. 

Ota, Gebirgskette (auch Kumayta oder 
Katavothra genannt, an der Nord- 
grenze Griechenlands, livadien und 
Thessahen scheidend), Oeta, — Oete 

Adj.: Oetoteus (Oet^us)^ -a, -um 
(OlzaLog). 

Ottingren, St. (im bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Nördlingen, an der "Wör- 
nitz, Residenz der Grafen von Ö.- 
Spielberg), Ottinium. — Ottinga. 
Ottinga Vetus. — Losodica. 



Of, M. (im alten Pontus), Ophis 
COipig), — Opius CO<ptovg). 

Ofanto, Fl. (in Unteritalien, entspr. in 
der ital. Prov. Principato citeriore 
und mündet nach 105 km nö. von 
Barletta in das Adriat. Meer), Aufidus, 

Ofen (ungar. Buda), St. (kgl. Freistadt 
und Hptst. des Königreichs Ungarn, 
am rechten Ufer der Donau, gegen- 
über von Pesth [Kettenbrücke] ; be- 
deutende Festung), Buda. 
Adj.: Budenais, -e. 

Ofena, St. (in Italien, unweit vom 
Adriat. Meer), Auf in um. — Außna. 
Einw.c Aufinätes Cismontani. 

OgrliastrO) St. (auf der Insel Korsika), 
Luquido, -Onis. 

Oglio, Fl. (Nbfl. des Po in der Lom- 
bardei, entspr. an der Grenze von 
Tirol am Monte Gavia, bildet den 
Iseosee und mündet nach 187 km 
oberhalb Borgoforte), Olea. — OUius, 

Ohlau, St. (Kreisst, RB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Oder und 
Ohlau), Olavia. 

Ohm, Fl. (gröfster Zuflufs der Lahn, 
entspr. auf dem Vogelsberg, empfängt 
die Wohra vom Hainaischen Gebirge 
und mündet 1. bei Kölbe), Amana. 

Oiarso, Mktfl. (in Spanien), Eas o. — 
Olarso. — Oeaso. 

Oise, Fl. (Nbfl. der Seine in Frank- 
reich, entspr. auf den Ardennen süd- 
westl. von der belg. St. Chimay und 
mündet nach 262 km bei Conflans 
St.-Honorine ; das nach dem Fl. be- 
nannte Dep. 0. im nördL Frankreich 
zerfällt in 4 Arrondissements : Beau- 
vais, Clermont, Compiegne, Senlis 
und hat Beauvais zui* Hptst), Esia. 
Aesia. — Oesia. 

Oisemont, Mrktfl. (in Frankreich), 
Avimons. 

Oka, Fl. (in Rufsland, entspr. auf der 

15* 



455 



Oker 



Ontftrio 



456 



Grenze der Gouv. Kursk und Orel, 
wird bei Ealuga schiffbar und mün- 
det nach 1360 km bei Nischnij- 
Nowgorod in die "Wolga), Aucensis 
Flu/vius. 

Oker, ¥1 (1. Nbfl. der Aller in Han- 
nover und Braunschweig, entspringt 
am Okerkopf im Oberharz, strömt 
durch ein grolsartiges Harzthal, aus 
dem sie bei Oker tritt, nimmt r. die 
Eker, Hse und Schunter, 1. die Gose 
und Warme auf und mündet bei 
Müden; Länge 105 km), Onacrus, 

— Ok^a, 

Old-Aberdeen, s. Aberdeen. 

Old-Carlisle, s. Wigton. 

OldenbnrgT) St. (Hptst. des gleichnam. 
Grofsherzogtums, an der Hunte und 
am Ausgang des Ems-Hunte-Kanals), 
Oldenburgum. — Branesia. 

Oldenzaal (Oldensael), St. (in der 
niederländ. Prov. Over-Yssel), Sälia 
Vetus. 

Old-Penrith, s. Penrith. 

Old-Saram (Old-Salisbury), St. (in 
England), Sorbiodünum. 

Ol^ron, !• Insel (an der Westküste 
von Frankreich, im Meerbusen von 
Biscaya vor der Mündung der Cha- 
rente, gehört zum Dep. Niedercha- 
rente ; zwei Städte : Chateau-d'Oleron 
und St.-Pierre-d'Oleron) , Uliärus. 

— Olarion, -dnis, 

2m St. (auch 01oron,^im frz. Dep. 
Niederpyrenäen, an denGave d'O.), 
ElarDna, — Iltiro, -onia, — 
Ehro, 'Onis, — LeronenstumCivitas, 

Olite, St. (in Spanien), Ol i tum, — 
Oloffitis. 

01i?a, 1. Mktfl. (Landkr. und EB. 
Danzig, Prov. WestpreuTsen , 3 km 
von der Ostsee, 8 km nordwestl. von 
Danzig; ehem. Cistercienser-Mönchs- 
kloster von 1170), Oliva, 
2« St. (in der span. Prov. Valencia, 



unweit des Mittelmeers), Oh%la, — 
Ad Status, 

OÜTeBza, St. (in der span. Prov. Bada- 
joz, Grenzfestung gegen Portugal), 
Oliventia, — Eoamdria. 

Olmfltz (slav. Holumauc), St. (starke 
Festung in Mähren, auf einer Insel 
der March, Hptst. des gleichnam. 
Kreises), Ehurum. — Olmuciwm, 
— Olmwtium, — Olmimcia. — 
Volograduim. 

Olola, St. (in Spanien), Farwim Sanetc^ 
Euläliae. 

Olonne, Sables d% s. Sables d'Olonne. 

Ölten, St. (Amtssitz im schweizer Kan- 
ton Solothum, an der Aar), Olita. 

Ombrone, Fl. (in der ital. Prov. Tos- 
cana, kommt von den Apenninen 
östl. von Siena und mündet nach 
185 km in das Mittelländische Meer), 
ZJmbro, -Dnis. 

Omenrna, Mktfl. (in Piemont), Eume- 
nia, — Omenia. 

Omer, St. — , s. St. Omer. 

Omise, St. (in Oberitalien), Almis- 
8 um, — Dalmissum, 

Ommelanden, Landschaft (in der hol- 
länd. Prov. Groeningen), Trctctu^ 
Adiacem, 

Ommirabi (Omarba), FL (in Marokko), 
Anätis, — Ousa. 

Onda, St (in Spanien), Oronda, 

Oneglia, St. (in der ital. Prov. Porto 
Maurizio, an der Mündung des Impero 
in den Golf von Genua), Onelia, — 
Onilia. — Unelia, 

Onolzbaeh, s. Ansbach. 

Onor, Meerbusen von — (eine der Nil- 
mündungen), Pseudostomus {Wevöo- 
arofioq). 

Ontario, See (der unterste der 5 grolsen 
kanadischen Seen, emp^gt mittelst 
des Niagara sein Wasser aus dem 



457 



Onttsr 



Orehlmont 



458 



Eriesee und giefst es unter dem 
Namen des Lorenzstromes wieder 
aus), Ändiatrocus^ 
Ontiar, M. (in Spanien), Unda. 

Oostergo, Landschaft (in Fiiesland), 

Pagas Orientalis. 
OpatOYaez, St. (in Ungarn), ComaxMm. 
Oph, St. (der Kassier im Pontus Cappa- 

dociciis), Opius {^Oniovq, -ovvrog). 

Opino, St. (auf der Insel Korsika), 
Optnum. 

Oporto (oder Porto), St. (Hptst. der 
portug. Prov. Entre-Minlio-e-Douro 
und eines Distriktes derselben r. am 
Bouro, unweit seiner Mündimg in 
den Atlant. Ocean; gegenüber Villa 
Nova de Porto oder de Gaya), Par- 
tus Cale. — Portus Cälis, — Par- 
tus Calensis, — Cküe, 

Oppeln, St. (Kr. und RB., Provinz 
Schlesien, an der Oder), Oppolia. 

Oppenheim, St. (Kreisst, Hess. Prov. 
Rheinhessen, 1. unweit des Rheins; 
römischen Ursprupgs, im Mittelalter 
wichtige Reichsstadt), Bancona. — 
Banconica. — Buffiana. 

Oppido, St. (Bischofssitz in der nea- 
politan. Prov. Calabria ulteriore I.), 
Oppidum. 

Oran, St. (befest. Hptst. der gleichnam. 
westl. Prov. der frz. Kolonie Algier, 
im Hintergrande des Golfs von 0., 
am Mittellandisohen Meer; zwei 
Häfen), Portus Deorum. — Por- 
tus niagnus. 

Orange, 1. Füi-stentum (Oranien, ehe- 
mal., im jetzigen frz. Dep. Vaucluse), 
Principatus Arausionensis, 

2« St. (im frz. Dep. Vaucluse, 
früher Hauptort des Fürstentums 
Oranien) , Ar ausio, -onis, — 
Arausio Secimdcmorum Colonia, — 
Civitas Arausicartbm, — Arausica. 

Adj.: Arausionensis, -c. 
Arausiensis, -e. 



Oranienbnrgr, St. (Kr. Niederbamim, 
RB. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
an der Havel), Arausionis Ga- 
strum. — Castrum Arausumense. 

Oranienstein, Schlofs (auf einemFelsen 
an der Lahn, immittelbar bei Diez, 
Kr. Unterlahn, RB. Wiesbaden, Prov. 
Hessen-Nassau ; jetzt Kadettenanstalt), 
SoQDum Arausionense. 

Orawa (Arva), St. (in Ungarn), Arva. 

Orawaer (Arvaer) Gespannseliaft 

(im nordwestl. Ungarn), Comitaius 
Arvensis. 

Orbais, Kloster (in Frankreich), Or- 
hatiu/m. 

Orbaiselier Stnlil, Gerichtsbezii-k (in 
Ungarn), Sedes Orhacensis. 

Orbe, 1. Fl. (in Frankreich und der 
Schweiz, entsteht aus demkl.Rousses- 
see im frz. Dep. Jui-a, dringt in den 
schweizer Kanton "Waadt und mün- 
det in den Neuenburgersee. In ihrem 
untern Lauf heifst die 0. Zihl oder 
Thiele), OroUs. 

2« St. (am 1. Ufer der Orbe im 
schweizer Kanton Waadt, auch Or- 
bach oder Urbaoh gen.), Urhi- 
genum. — ürba. — Orba. 

Adj.: TJrhighius, -a, -um. 

3* Landschaft (im schweizer Kan- 
ton Waadt), Tractus Verbigenus. 

Orbitello, St. (befest Hafen in der 
ital. Prov. Grosseto in Toscana, 
nördl. am Monte Argentaro), Cosa. 
— Cossa. 

Orbo, Fl. (auf der Insel Korsika), 

Oreades NouTelles (Powell), Insel- 
gruppe (im Archipel von Neuschott- 
land), Oreades Australes. 

Oreliies, St. (in Frankreich), Orche- 
sium. — Origiacum. 

Orehimont, Landstrich im alten Hzgt. 
Luxemburg), ürsimonUwm, 



459 



Oreo 



Ormits 



460 



Oreo, L' — , M. (in Oberitalieii), 
Morgus, 

Ordona, St. (in der Prov. Neapel), 
Herdonia. 

Orduna, St. (in der span. Prov. Bilbao), 
Dardama, 

Orense (Caldas d'— ), St. (Hptst. der 
gleichnam. Prov. im ehemal, span. 
Kgr. Galicien, amMifio; Bischofssitz 
und Bad), Ortgines. -^ Amphi' 
ochia, — Aquae CkUidae Cüinorum, 

— Auria. — Aquite Celemae. — 
Aquae CtUnae. 

Oreos, St. (im Norden der Insel Negro- 
ponte), Hestiaea CEazlaia). — 
Istiaea Clarlaia). — Orhis CSi^eog)» 

— TdUmtia (TaXuvxla). 

Einw.: Istiaeenses. — Ontae 
( i2()f trat). 

Orfa (ürfa), St. (im asiat.-türk. Ejalet 
Rakka, bei den Arabern Reha), 
Edessa CEöeaact). — Edesa. — 
Calirrhoe {KakXiQQoif}, — lustino- 
pdlis, 

Orfäno, St. (Hafen im türk. Ejalet 
Saionichi, im alten Macedonien), 
Phagres, -Btis (<PdyQtjg, 'Tjzog). — 
Phagre. 
Adj.: Phagresius, -a, -wn 
{^ayQriGLOq). 
Phagresa^eus , -a, -um (^a- 
yQi]aaTog), 

Orgraz, St. (in Neukastilien in Spanien), 
Althaea (kk^ala), — Carteia. 

Orge, M. (in Frankreich), Urgta, 

Oria, St. (Bischofssitz in der neapolit. 
Prov. Otranto), üria {Ov^la). — 
Hyria CYqIo). 
Einw.: TJritäni. — Hyrlni. 

Orient (Orienz), s. Airolo. 

Orient, L' — , s. Port Louis. 

Oriliaela, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Alicante, am Segura), OrcHis. 

— OrcUis. — Oriola. — Bigastrum. 



Orlstiino (Oristagni), 1. St. Hauptort 
eines Bezirkes in der Prov. Cagliari 
auf Sardinien, Erzbischofesitz an der 
Mündung des Tirso), Arbori^a. — 
Oristanum, — Oristana. — Othoca. 
2« M. (auf Sardinien, auch Tirso 
genannt), Thyrsus (ßvQCog). -^ 
Thorsus ißoQüog), 

Orkney -Inseln (Orkaden, engl Ork- 
neys), Inselgruppe (an der nördl. 
Spitze von Schottland, durch die 
Pentlandstrafse vom Festlande ge- 
schieden; 77 Inseln, davon 29 be* 
wohnt, bilden mit den SheÜandinseln 
eine Stewartry oder Yogtei und ge- 
hören der schottischen Familie Dun- 
das. Hauptinsel Mainland [Pomona], 
Hptst.: Kirkwall), Orcädes {^Ogxaöeg 
al N^aoi). 

Orla, Fl. 1. (r. Zuflufs der Saale in 
Thüringen, mündet unterhalb Orla- 
münde), Onla. 

2. (r. Zufluls der Weida in Posea 
und Schlesien), Orla. 
Orl^annais, Landschaft; (im frz. Dep. 
Loiret, um Orleans herum), Ager 
Aurelianensis. 
Orleans, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Loiret, an der Loire, im ehemal. 
Orleannais; Bischofssitz. Auf der 
Place-du-Martroy steht das Standbiljl 
der Joanne d'Arc), Aurelia. — 
Aureliänum. — Urbs Av/relianensis. 
— Awrelianoru/m Civitas. — CetM- 
bum. — Genabum. — Genäbum 
Cornütum. 

Einw.: Gendbenses. 

Adj.: Aurelianensis^ 
Genabensis, -e. 

Orm^a, St. (in der oberital. Prov. 
Mondo^i in Piemont, am Tanaro), 
Ulmsta. — ülmetum. 

Ormonts, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Bern), Aurimontanum. — Ürsi- 
montanum. 

Ormius, s. Hormus. 



461 



Orne 



Ossegg 



462 



Orndy M. (im nördl. Frankreich, ent- 
springt in dem nach ihm benannten 
Departement, östl. von Seez, mündet 
nach 142 km in den Kanal; das Dep. 
Orne, gebildet aus dem ehem. Hzgt. 
Alen9on in der Normandie und der 
Landschaft Perche, zerfäUt in die 
4 Arrondissements Alen9on, Argentan, 
Domfront, Mortagne ; Hptst. : Alen9on), 
Olina. — AuriHna. 

Oro, s. Oreo. 

Orosehnk, s. Rustschuk. 

Orsera, Hafenort (in Istrien, an der 

Mündung des Lamo ins Adriatische 

Meer), ürsaria. 
Einw.: Ursanenses, 

Orsowa, Festung (Name von 2 einander 
gegenüberliegenden Festungen am 
Eisernen Thore der Donau: Neu-0. 
im Kgr. Serbien, Distr. Passarowicz; 
Alt-0., östr., im Romanen-Banater 
Militärgrenzregimentsbezirk, Haupt- 
station der Donaudampfschiffahrt), 
Clodova. — Orsqva. 

<)rt (Orth), Mktfl. (im östr. Kreis 
Untermanhartsberg, an der Donau), 
Orta, 

Orta (Herta), St. (in der piemont. Prov. 
Novara, am Ortasee, mit dem Mino- 
ritenkloster Sacro - Monte), Horta, 

— Hcyrtae. — Ortae, — Horti. — 
OrtL — HortWnum, 

Adj.: H&rVinus, -a, -um. 

, Lago d' — 9 See (in der piemont. 

Prov. Novara), Lacus Ho rtänus. 

— Locus Curius. 

OrtenaU) Landschaft (badisch, in 
Schwaben, zwischen Rhein imd 
Schwarzwald, in welcher Ostreich 
die Landvogtei 0. mit der Hptst. 
ürtenberg besafs), Mortingia, — 
Mortinhauga. — Mordinavia, 

Orth, s. Ort. 

Orth^z (Orthes), St. (im fi-z. Dep. Nieder- 
pyrenäen), Horthesiwm. 



Ortöna (a mare), St. (Bischofssitz in 
der neapoüt. Prov. Abruzzo citeriore, 
am Adnatischen Meere), Ortona 
Maris. — Ortonium. — Orton, 
-önis. 

Orri^to, St. (Hptst. eines Bezirks in 
der ital. Prov. Umbrien, früher der 
gleichnam. Delegation des ehemal. 
Kirchenstaates; Bischofssitz), Her^ 
banum. — Urhs Vetus. — Orn^i- 
tum. — OrviEtum. — Oropttum. — 
Urbevetum. 

Oschatz, St. (Amtshauptmannschaft, 
Sachs. Kreish. Leipzig, in finichtbarer 
Gegend an der DöUnitz), Ossitium. 

Osero, 1. Insel (bei Dahnatien), 
ÄpsÖrus (jitpOQQoq oder ^xpcDQoq). 
— Äbsorus. — Äusoriensis Insüla. 

2« St. (auf 1), Civitas Äuso- 
riensis. — Apsor(r)us. — Ab- 
sor(r)us. 

3. Osero und Gherso (zwei durch 
eine Brücke verbundene Inseln im 
östreichischen Dalmatien), Absyr- 
tides Insulae {ktpvQziöeg ai 
N^aoi). — Absyrtis, -idis. — ^-6- 
syrtium. 

Osilo, St. (auf der Insel Sardinien), 
JEricinum. 

Osimo, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Anoona), Auximum. — 
Auxumum. — Ausimum. 
Einw.: Auocimätes. 

Osma, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Soria, am TJcaro, dabei die 
Stadt Burgo de Osma), Tlxama. 

OsnahrUck, St. (Ki*eisst. und Land- 
drostei, Prov. Hannover, an der 
Haase), Ansibarium. — Osna- 
brüga. — OsnaJbrücum. — Ossen- 
brüga. — Ossenbtirgium. 
Adj.: Osnabrugensis, -e. 

Ossegrgr (Ossegk oder Osek), Dorf (im 
böhm. Kr. Saaz, Bez. Dux, 5 St. von 
Teplitz, am Fufse des Erzgebirges, 



463 Ofslaniselier JHstrlkt 



Ostsee 



464 



mit berühmtem Cistercienserstift xmd 
schöner Klosterkirche), OssEca. — 
OssEcum. — MonasteriiMn Ossecense. 

OManiseher Distrikt (in Ungarn), 
Processus Oszlanensis, 

Ossopo, Mktfl. (in Oberitalien), Osopo. 

Ossana (Osnfia), St. (in der span. Prov. 
Sevilla), . Genua Ursorum, — 
Civitas ürsonenstum. — Ursao, 
-onis. ^— ürso, -onis. 

Ost- Angeln, Königr. (ehem. in Eng- 
land), Änglia Orientalis, 

Ost-Botnien, Landschaft (mittelalter- 
liche Bezeichnung für die östL Küsten- 
länder des Bottnischen Meerbusens), 
Botnia Orientalis. 

Oste, FL (1. Nbfl. der Elbe in Han- 
nover, entspr. bei Tostedt am Nord- 
rand der Lüneburger Heide, empfangt 
1. die Aue und mündet 180 m breit 
in die Eibmündung; Länge 145 km, 
schiffbar 78 km von der Einmündung 
des Oste-Hammekanals an. Dieser 
16 km lange Kanal verbindet die 
Oste bei Spreckens mit der Hamme 
bei Findorf, also das Mb- und Weser- 
gebiet), Hosta, — Osta, 

Osterberg*, Kloster (ehem. in "West- 
falen), Mons Oriens. 

Osterhofen, St. (bayr. EB. Nieder- 
bayem, Bezirksa. Vüshofen, unweit 
der Donau, mit ehem. Benediktiner- 
kloster), Äustravia, — Petrense 
Oppidum, — Oppidum Praetense. 
— Castra Praetensia. — Osterhova, 

Osterland, Landschaft (im Mittelalter 
zunächst das östUch von der Saale 
gelegene Land, später die Ostmark, 
zuletzt das Pleifsnerland mit dem 
Hauptort Altenburg. Gegenwärtig 
ist 0. die übliche Benennung für die 
östliche Hälfte oder den östlichen 
Kreis des Hzgts. Sachsen- Altenburg), 
Plaga Orientalis* — Äustrasia. 

Osterstedt, Dorf (Kr. Rendsburg, 



Frov. Schleswig-Holstein), Stetingia 
Orientalis. 

Ostfriesiand, s. Friesland 3. 

OstgStaland (OstgoÜand) , s. Öster- 
götland. 

Ostgroten, Yolksstamm (der Goten, als 
Greutungen abgetrennt gegen Ende 
des 4. Jhdts. n. (3ir., erst durch den 
Dnjester geschieden, dann in Pan- 
nonien sefshaffc; ihr Reich ward mit 
Tejas 556 in Itaüen vernichtet), 
Ostrogoti. 

Ostia, Städtchen (mit den Ruinen der 
alten Stadt im alten Latium, der 
ältesten Kolonie Roms, gegenüber 
dem Ausfluüs des Tiber, 15 Miglien 
von Rom entfernt), Ostia. — CoUh 
nia Ostia. — Cölonia Ostiensis. 

Ostiglia, Mktfl. (in der lombardischen 
Prov. Mantua, am Po), Hostilia. 
— Hostiglia. 

Ostindien, s. Indien 1. 

Ostmeath, s. Eastmeath. 

Ostrau, 1. Mfthriseli- — , St. (im 

mährischen Kreis Neutitschein, an 
der Ostrawitza), Ostrava Moravica, 
ft. üngrariseli- — , St. (im mäh- 
rischen Kreis Hradisch, an der 
Mai'ch), Ostrava Hungarica. 

Ostreyand, Landschaft (im Hennegau), 
Austrebatium. 

Ostsee (Baltisches Meer), Binnenmeer 
(zwischen Deutschland, Skandinavien 
und Rufsland, im N. in den Bottn., 
Finn. und Rigaischen Meerbusen 
ausgehend, im W. durch das Katte- 
gat, den Gr. und Kl. Belt mit der 
Nordsee verbunden; über 250 Flüsse 
münden in die 0., die bedeutendsten : 
Oder, Weichsel, Pregel, Niemen, 
Düna, Newa. Die südl. Küsten sind 
flach und sandig, die nördl. meist 
felsig, steil oder küppig, doch hafen- 
reich), Mare Balticum. — Mare 
Suevicum. 



465 



Ostuni 



OyanEon 



466 



Ostani, St. (in der ital. Prov. Terra 
d'Otranto, nahe dem Adhatischen 
Meer), Hostünum, — OstHnum, 

Osuna, s. Ossuna. 

Otranto, St. (Hafen in der südital. 
Prov. Terra-d'O. am gleichnam. Vor- 
gebirge und an der gleichnam., das 
Adriatische mit dem Ionischen Meer 
verbindenden Meerenge ; Erzbischofs- 
sitz) , Hydruntum CYÖQOvg, 
-ovvToq)» — Hydrus, -untis, — 
Odrontum. 
Adj.: Hydruntius, -a, -um 
CYÖQOvvtiog), 
Hydnmttnus, -a, -um. 

Otrieoli, St. (im ehem. Kirchenstaat), 

Otricblae. — Otricölum, — Otri- 

culum. — Utricülum. — Ocriculum. 

Einw.: Otricoläni. — Ocrico- 

läni, 
Adj.: Otricolänus, -a, -um, 
OcricoldnuSy -a, -um, 

Ottenbeuren, Kloster (in Bayern), 
Ottinpurra. — Uttenbura. 

Otterton, Mktfl. (in England), Othona. 

Ouehe, M. (im frz. Dep. Cote-d'Or, 
mündet bei St.-Jean-de-Losne in die 
Saone), Oscara. 

Onehe, Pays d' — 9 Landschaft (in der 
Normandie, Hptst. Evreux), Uticen- 
sis Pagus. 

Oudenaerde (Oudenaarde), St. (befest., 
in der belg. Prov. Ostflandem, an 
der Scheide), Aldenarda. — Alde- 
nardum. 

Oudewater, St. (in dem niederl. B^z. 
Eotterdam), Aquae V et er es. — 
Veterciquinwm. 

Ondjein (Ougein, XJggagini), St. (in 
Ostindien), Ozevve ('Ogjyriy). 

Oued-el-Kebir (Wed-el-Kibbir), Fl. 
(in Nnmidien bei Constantine, dessen 
westlicher Arm : Wed-el-Eimmiel), 
Ampsagcis Cifitpdyac), 



Oaed Quaham (Wadi Quaan oder 
Qniso), Fl. der Syrtenlniste in Afrika), 
Cinyps (Klvvip oder Ktvvtp). 

Oaessant, Insel (an der Westküste der 
Bretagne, zum frz. Dep. Finistere 
gehörig, 22 km von Brest), Uxcmtis. 

Ottls (Oulx), Thal (und St. an der 
Grenze zwischen Frankreich und 
Savoyen), Vallis cell ä na. — 
Ocelutn. — Ad Martern, — Martis 
Statio. — Ultium. 

Ourique, St. (in der portug. Landsch. 
Alemtejo, Bez. Beja), Ulricum. 

Onskoul, St. (in Eumelien), Seopi, 

— lustiniana. 

OusTola (Sousoughirli oder Kodscha), 
Fl. (in Troas, der in das Marmara- 
meer mündet), GranuMsCOFgdvixog 
ÜOTafiSg). 

Oiiedo, St. (Hptst. der span. Prov. 0. 
oder des ehemaligen Fürstentumes 
Asturien, unweit des Nora, Bischofs- 
sitz und Universität vom Jahre 1580), 
Lucus Astüru7n. — Brigetum. 

— OvBttmi. 

Adj.: Ovetänus, -a, -um. 

Owar^ s. Altenburg 2. 

Oxford, St. (Hptst. der gleichnam. 
mittleren Grafschaft Englands, welche 
von dem Isis und Cherwell tmd der 
aus ihrer Yereinigung entstandenen 
Themse imd mehreren Kanälen, 
unter denen der Oxfordkanal der 
wichtigste ist, bewässert. 0. liegt 
an der Themse und ist Bischofssitz; 
die Universität ist die berühmteste 
in England, mit der grofsartigen 
Bodleyanischen Bibliothek), Oxonia. 

— Oxonium. — Ca^lBna. 
Adj.: Oxoniensis, -e. 

Oyarzo, Dorf (bei Iran an der span.- 
franz. Grenze), Olarso. 

Oyarzan, St. (im Norden von Spanien), 
Oeaso, 



467 



Oyc 



Palais 



468 



Oye, Mktfl. (in Frankreich), Änseria. 

Oythe (Frisoyta), Dorf (Grhzgt. Olden- 
burg, Amt Yechta), Oita Frisica, 



Ozieri (auch Ck)guinas oder Teimo), 
Fluls (auf der Insel Sardinien), 
TervMiS, 



P. 



Paehino, Vorgebirge (und Stadt, sonst 
auch Capo Passaro gen.. Südostspitze 
Siciliens), Fachynurn{FTomv/ntunwm) 
{ndxvvog). 

Paehlsta, M. (bei Janina im südl. Al- 
banien), SdUiSy -entis (SeD^i^sig, 

-EVTOq). 

Pachsn, s. Varcusa. 

Pacy, St. (imfrz.Dep.Eui-e), Pcudacum. 

Paderborn, 1. St. (Kreisst., RB. Min- 
den, Prov. "Westfalen, an der Pader, 
welche unter dem Dom in starken 
Quellen entspringt imd bei Neuhaus 
nebst der Ahne in die von da ab 
schiffbare lippe flieJst; P. entstand 
aus einem Lager Karls d. Gr.: 
Reichstag 777 , Yolksversanunlung 
785), Paderborna. — Paderbur- 
nwm. — Padrdbruwna. — Teude- 
rium. 

Adj.: Paderbomensis, -e. 

2. Bistum (782 von Karl d. Gr. 
gestiftet, mit demselben wurde das 
von Bonifacius zu Fritzlar 741 ge- 
gründete vereinigt; der bedeutendste 
Bischof Meinwerk 1009—1035. 1807 
fiel das säkularisierte Bistum an 
Preufsen, 1815 abermals, nachdem es 
1807 — 13 zum Kgr. "Westfalen ge- 
hört hatte), Fontes Paderae, — 
Fontes Baderae. 

PadoTa, s. Padua. 

Padron, El — , St. (in Spanien), Iria 
Flavia. 
Adj.: Iriensis, -e. 

Padua (ital. Padova), St. (Hptst. der 
gleichnam. oberital. Prov. in Vene- 



tien, am Bacchiglione; Universität 
1288 gestiftet), Patcmum. 
Adj.: Patavlnus, -a, -vm: 

Pagrlia, FL (in der ital. Landsch. Tos- 
cana), Pablia. — PaHia. 

Pago, Insel (Dahnat., zum Kreis Zara 
gehörig, im Quamero- Archipel, mit 
gleichnam. Hauptort und Hafen), 
Pagus. 

Pahly Dorf (in Ostreich), Puhila. 

Palllolliuii (türk. Sagora), Gebirge (in 
Griechenland, im alten Böotien), 
Helicon CElixdv, -wvog). 

Paläo Castro, s. Butrinto. 

Palfto-Chitro, St. (auf der Insel 
Cypem), Chytri (Xvtqol), — 
Chytrus (XvzQog). — Chitrus. 

Palfto-Chori, St. (in der europ. Tür- 
kei, im alten Macedonien), Apöllonia 
{ÄTtokkcDvla). 

Paläopoli, 1* Ruinen (auf der grieoh. 
Halbinsel Morea, im alten Arkadien), 
Mcmtinea {Mavrlvsia). 

Einw. : Mantineenses. 

2. Ruinen (bei Gastuni, im "Westen 
von Morea), Ulis, -is imd -idis 
('HXLg, "maog). 

Palüopolis (Pasabos), St. (auf der 
Küste von Morea, zwischen Kap 
Maha di SanAngelo und Kap Mata- 
pan) , GythEum {Fvd^eiov). — 
Gythxum. 

Palagronia, St. (in der Prov. C^tania 
auf Sicihen), PaMce (HaXixi^), 
Einw.: PaUcent {IlakixfjvoC)' 
Palais, Le, St. (befest. Haupt- und 



469 



Palais 



Pan 



470 



Hafeost. auf der frz. Insel Belle- 
Me), FcUcttium, 

Palais, St. — , s. St. Palais. 

Palaiseau, St. (im frz. Dep. Seine-et- 
Oise), PcUatiolum. 

Palamita, St. (auf der Nordküste von 
Sicilien), ParÜienicum (HaQ^'evixov), 

Palatia (Palatscha), Dorf (in Anadoli, 
im Altertum blühende Handelsst. in 
Karien), MiktM (MUrjrog). 

Palatizza (Palatisia), Ruinen (bei 
Alaklisi in der europ. Türkei), PeUa 
{UiXka), — Btmomus {Bovvofioq). 
— Bmumaa (Bovvofieia). 

Palatslia (Pallatia), Euinen (in Anadoli, 
im alten Karien), Myus, -untis 
(Mvovg). 
Einw. : Myusii (Mvovaioi). 

Palazzo, Mktfl. (in der ital. Provw Basi- 
licata), Fdlatinm. 

Palazzo-Adrlano, Mktfl. (in der sicil. 
Prov. Palermo), PcUatitim Adriani. 

Palazz61o, St. (in der sicil. Prov. Noto), 
Pälatiolum. 

Paleneia, St. (Hptst. der gleichnam. 
span. Prov. in Altkastilien, Bischofs- 
sitz am Carrion), Palantia. — 
PaUantia, 
Einw.: Pallantini. 

Paleo- ete., s. Paläo etc. 

Palermo, St. (Hptst. der Insel Sicilien 
und der Prov. P., an der Nordküste), 
Panormus (IlavoQfioq). — Pan- 
hormus. — Colonia Äugusta Pcm- 
hormitanorum. — Civitas Pcmor- 
mitäna. 

Palestrina,^ St. (Bischofssitz im ehe- 
mal. Kirchenstaat, 37 km von Eom), 
Praeneste, -is. 
Adj.: Pr(iene8Vfm.iL8, -a, -um, 

PaU-KoU (Pallen), St. (im ostindi- 
schen Eadschputenstaat Dschaudpur), 
PcUura {IlaXovQa), 



Palisse, La — > St. (im frz. Dep. Allier, 
an der Bebre), Palacta. 

Palma, 1. Insel (eine der Eanarien, 
Hptst. Santa-Cruz-de-la-P.) , luno- 
ni a, — Ombrio. — Ombrton, -onis. 

— Caprarta. 

2. St. (vollst.: audad-de-las-Pal- 
mas, Hptst. imd bed. Seest. der span. 
Insel Mallorca und der Prov. Palma 
das.), Palma, 

Palma del Bio, La — , St. (in der span. 

Prov. Huelva, an derStrafse nach Se- 
villa), Decuma. 

Palmaröla, Insel (die westhchste der 
Ponzischen Inseln im Tyrrhenisohen 
Meer), Palmaria, 

Palmosa, s. Patmo. 

Palo, Dorf (im Gebiet von Rom, südl. 
von Civitavecchia) , Alis tum. — 
Alsium. 

Palos, St. (Hafen in der span. Prov. 
Huelva, von wo aus 1492 Kolumbus 
seine erste Entdeckungsreise antrat), 
PaJiM Eneph. 

Palade Pontine, s.Pontinische Sümpfe. 

Pambuk-Kalessi, Si (in Syrien, am 
Euphrat), Hierapolis Cls^dnoXig). 

— Bambyca (Baiißvxri), 

Pamiers, St. (Bischofssitz im frz. Dep. 
Ariege, am Ariege), Apamia. — 
Apamiae. — Pamiae. — Fredelatum. 

— Civitas EpaiMfiensis, 

Pampelona (Pamplona), St. (bef. Hptst. 
der span. Prov. P. im ehem. Königr. 
Navarra, am FuJse der Pyrenäen und 
am Flufs Arga), Pampalüna. — 
Pampelüna. — Pampelüna, — Pam- 
p^lo, -önis. '— PompBlo, -önis, — 
Pompeiopolis. — Andelus, 
Einw.: Pampalonenses. — 
Pompelonenses, 

Pan (Pahan, Paon, Phaon), St. (auf 
der ostindischen Halbinsel Malakka), 
Coli {KwXi\ 



471 



PAnari 



Paro 



472 



Panftri (Fanerotto), Lusel (eine der 
äolischen bei Sicilien; öde), Hicesia 

Clxsola), 

Pan&ro, M. (in der Emilia in Italien, 
entspr. am Monte Cimone nnd mün- 
det nach 112 km bei Bondeno), 
Scult^na, — Scidtana. — Scül- 
tenna, — PanartAS. 

Panigrliano d'Areo, St. (in der Prov. 
Neapel), Pompeianum, 

Panitza (auch Kefalari), Fl. 1. (im 
nördl. livadien), Permessus {üsq- 
firjaaog). 
2« (in Rumelien), Panissa. 

Pantalaria (Pantel[l]aria), Insel (zur 
sicil. Prov. Girgenti gehörig, im 
Mittelländischen Meer, mit Vulkan 
nnd gleichnam. Hafenstadt am Nord- 
westende der Insel), Cossyra {Koa- 
avQo), — Cosyra. — Cossura (Koa- 
aovQo). — Cosara. 
Einw.: Cossyrii (Kooovqlol). 

Paola, St. (Hafen in der ital. Prov. 
Calabria citeriore am Tyrrhenischen 
Meer), Paula, 

j Lag^o di — 9 See (das.), Satu- 

rae Palus. — SttMra. 

Papadoras, St. (in Dalmatien), Epi- 
caria CEnixagia), 

Papas, St. (anf Morea, im Westen 
Achajas), Dyvnae (Mfjiai oder /Jvßij). 

Papenl^nrgry St. (Kr. Meppen, Landdr. 
Osnabrück, Prov. Hannover, 4 km 
von der Ems an vielen Kanälen), 
BatavorumÄrx. — Papefiimrgum, 
— Batmbv/rgum, — Arx Batenis. 

Papols (Papolz), St. (in Siebenbürgen), 
Papülum. 

Paposli, KasteU (am Schwarzen Meer), 
Caenophrurium (Kaivbv ^qovqiov). 

Paponl, St« —y s. St. Papoul. 

Paraguay, Eepublik (in Südamerika, 
Binnenstaat zwischen der Argentini- 
schen Eepublik und Brasilien; be- 



wässert von den Flüssen Paraguay 
und Paranä; Hptst.: Asuncion)^ 
Paraguaria. — Begio Argentea, 

Paray-le-Monial, St. (im frz. Dep. 
Saone-et-Loire), PareiumMoniale. 

— Pareium Moniaeum, 

Pareo, St. (im Innern Siciliens), Por 
rdpus (ndQüiTiog). 
Einw.: Pa/roptni, 

Parenzo, St. (Bischofssitz und Hafen 
im östr. Kreis Istrien), Parentium. 

Parerotto, s. Panari. 

Paris, 1. St. (Hptst. Frankreichs und 
des Seinedepartements, in Form eines 
Kreises, dessen Peripherie fast mit 
einer Hügelkette zusammenfallt, durch 
die Seine in eine grö&ere nördl. und 
eine kleinere südl. Hälfte geteilt), 
Lutetia Parisiorum. — Lutetia, 

— Parisium. — Parisii, — Pari- 
siorum Oivitas. — Leucoteria, — 
Leucatia, 

Adj.: Parisiensis, -e, 
Paristnus, -a, -um, 
2« Abtei (im ELsafs), Monaaterium 
Parisiense, 

Parma, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov. der Emilia, welche bis 1860 
Herzogtum war imd aus den beiden 
Herzogtümern Parma und Piacenza 
und dem Fürstentum Guastalla be- 
steht; Universität von 1422, 1855 
erneuert), lulia Augusta, — 
Cölonia lulia Augusta Parma, — 
Parma, 
Adj.: Pdrmensis, -e, 

Paro, Insel (griech., eine der Cykladen 
im Ägäischen Meere, im Altertum 
ber. durch seinen weilsen Marmor, 
jetzt verfallen; Hptst.: Parichia. 
Unweit davon die Felseninsel Anti- 
Paro mit einer ber. Stalaktitenhöhle), 
Paru8 {TlaQoq), — Cabamis {Ka- 
ßaQvlg). — Demetrias (JijfiijzQidg). 

— Hyria CY^icc),— PUxtea (JIXaTea). 



473 



ParqueroUes 



Patrimonio di San Pietro 474 



— Minois {Mlv<pa). — Parci In- 
stUa. 

Einw.: Parti {UAqiol), 

ParqueroUes, Insel (vor der Südkäste 
von Frankreich, Marseille gegenüber), 
TtGte (ügckrj), 

Partenkireheii, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Garmisch, in den 
Alpen [Zugspitze]), Parradünum, 

— Parrodüntim. — Parthanum, 

Parthenay, St. (im frz. Dep. Deux- 
Sevres, am Thouet), Partiniäcum, 

Pasabos, s. Paläopolis. 

Pas de Blanehart, Meerenge (yon 
Aldemey zwischen dieser Insel nnd 
Frankreich), Ebodiae Fretum. 

Pas de Calais, s. Calais. 

Pas de Khaouar (auch Chawar und 
Firuz-Kohgen), Engpafs (in der pers. 
Prov. Masanderan, im Süden vom 
Kaspischen Meer), Caspiae Pylae 
(^Al Kaanidöeq Ilvkai). 

Passaro, s. Capo Passaro und Pachino. 

Passarowitz (jetzt Po arevac), St. (im 
Kgr. Serbien an der Morawa), Margwm, 

Passau, St. (unmittelbare, Bezirksamt, 
bayr. RB. Niederbayem, auf einer 
schmalen, felsigen Halbinsel zwischen 
Donau und Inn, welche unterhalb P. 
zusammenfliefsen, während 1. noch 
die Ilz in die Donau mündet ; 1. von 
der Donau die Hzvorstadt, r. vom 
Inn die Innvorstadt; schon zur 
Römerzeit vorhanden), Pacoäurum, 

— Passavium. — Passavia, — 
Patavia. — Padua. — Castra Ba- 
tava. — Castellum Batatrinum. 

Adj.: Passaviensis, -e. 

Passy, Mktfl. (wesÜ. bei Paris, an der 
Seine, seit 1860 zu Paris gehörig), 
PadoGum, 

Patan (oder Bankute), St. (in Ostindien, 
in der Gegend von Bombay), Bali- 



patna {BaXinaxva) . — PaUiepaimae 
(na?Mi7idTfji(xi), 

Patelputer (skr. Pätahputra), Ruinen 
(bei Patna oder PadmavaM, der Hptst. 
der Landsch. Bihar und des gleich- 
nam. Distrikts in der indobrit. Prä- 
sidentschaft Bengalen, am Ganges), 
Palihothra{IlaXLßod^Qa).—PaUm- 
bothra {naXl/ißod-Qo). 
Einw.: PaUhothri iJIaUßo^QOi). 

Patera (Patara), St. (in Anadoli, im 
alten Lykien), Arsino'e (k^oivotj). 
— Paiära. 
Einw. : Pa tarenses. — PatarSm. 

Patemo, St. (in der siciL Prov. Catania 
am südwestl. Fufs des Ätna), Hyhla 
("Yßka), — Hybla Maior ('Yßkcc r/ 
Msl^cov, Grofshybla). 
Einw.: Hyblenses, — Hyblaei 
CYßkaioi), 
Patino, s. Patmo. 

Patmo (Palmosa oder Patino), Insel 
(kleine, zu den Sporaden gehörige 
türk. Felseninsel im Ägäischen Meer 
mit gleichnam. Hafen), Patmus 
{ndxfjLoq). 

Patr&s (ital, Patrasso), St. (Hptst. der 
griech. Nomarchie Ach^a und Ehs, 
am Golf von P., welcher livadien 
von Morea scheidet, Sitz eines griech. 
Metropoliten, CitadeUe, Hafen, der 
wichtigste westgriechische Handels- 
platz), Patrae (IldzQcci). — Colonia 
Augiksta Aroe Patrensis. — Aroe 

Einw.: Patrenses, 

Patriea, s. Pratica. 

Patrimonio di San Pietro, Kirchen- 
staat (ehemal., „Petri Erbgut", die 
einst weltl. Herrschaft des Papstes 
in Italien, welche sich seit dem 
4. Jhdt. im Laufe der Zeit ausgebil- 
det hatte; insbes. die Teile des 
Kirchenstaates, welche 1102 die Mark- 
gräfin Mathilde von Toscana dem 



475 



Patt! 



Pegra 



476 



Heil. Stuhl yermachte. Jetzt in 5 
Distrikte geteilt: Rom, Civita Vecchia, 
Viterbo, Velletri, Frosinone), Patri- 
monium Petri, — Etruria Sitb- 
wrhcma, 

Patti, El. (auf der Nordküste Siciliens, 
Prov. Messina), Timethus {TlfjtrjS-og 
oder Tßrjd'Og), 

Paa, St. (Hptst. des frz. Bep. Basses- 
Pyrenees, am Gave de P., einem 
Nbfl. des Adour), Pal um. — Civi- 
tas JB^pau/nensis, — Civitas Pomensis. 

Paalien, St. — , s. St. Paulien. 

Paulinzella, Dorf (Fürstent. Schwarz- 
burg-Rudolstadt, Landratsa. Budol- 
stadt, mit grofsartiger Karchenruine 
eines Cistercienserklosters, das 1105 
von der Thüringisclien Gräfin Pauline 
als Möncbs- und Nonnenkloster ge- 
stiftet, 1534 aufgehoben und später- 
hin durch den BHtz zerstört wurde), 
Cella Paullna. — Sanctas Pau- 
linae Cella. — Paulinicella. 

Paulitza (Paolitza oder Phanari), St. 
(auf Morea, im einst. südL Arkadien, 
an der messenischen Grenze), Phi- 
gaUa (^lydlsia). 

Pautzke, s. Putzig. 

Parese 9 II — ^ Gebiet (um Pavia in 
Oberitalien), Territorium Ticinense. 

Payia, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov., am Ticino), Ticinum. — 
TicBnum. — Papia. 
Adj.: Ticinensis, -e. 
Papiensis, -e. 

Paxo, Insel (eine der Ionischen Insehi, 
südl. von Korfu, ein einziger Berg; 
Hauptort Porto Gayo), Paxos {Ila^oq). 

Payerne (Peterüngen oder Peuerüngen), 
St. (Kreisort im schweizer Kanton 
Waadt, an der Broye, mit ehemal. 
Benediktinerkloster [jetzt Erziehungs- 
anstalt]), Paterniäcum. 

Pays de Caux, Landschaft (im frz. 



Dep. Niederseine mit der Hptst. 
Caudebec), CoMensis Ager. 

Peeeto, Mktfl. (in Italien), Peceisum. 
Pedena (St. Duino), St. (in Kiain), 
Petlna. — Pu^dnum, 
Adj.: Pucinus, -a, -u/m. 

Pedenos, Dorf (in der Schweiz), Pes 
Nucis. 

Peene, FL (in Mecklenburg und Pom- 
mern, entfliefst dem Malchiner See, 
durchströmt den Kummerowsee und 
mündet nach sehr schwachem Ge- 
Me durch ein breites Wiesenthal 
in den Oderarm Peene bald nach 
dessen Austiitt aus dem Haff. In 
Mecklenburg empfängt die P. noch 
2 Flüsse mit Namen Peene: r. bei 
Malchin und 1. im Kummerowsee; 
in Preufsen r. die Tollense und 1. die 
Trebel), Pana. — Panis. — Peneus. 

Pegraa, St. (Amtsh. Leipzig, sächs. 
Kreish. Leipzig, an der Weifsen 
Elster; das 1089 von Wiprecht dem 
Altem gestiftete Kloster ist nicht 
mehr vorhanden), Bigaugia. 

Pegmitz, M. (ein Quellfl. der Begnitz 
in Bayern und ein Hauptabfl. des 
nördl. Teils des Fränkischen Jura, 
entspr. in 2 Bächen auf der Ostseite 
des Jura, ganz in der Nahe des Ur- 
sprungs des Roten Maüns, heifst zu- 
erst Fichtenohr, von Buchau ab P., 
geht durch Nürnberg und vereinigt 
sich bei Fürth mit der Rednitz zur 
Regnitz), Pegn^sus. — Pegantia, 

Pegra, 1« Fl. (Küstenfl. in Hinterindien, 
mündet in die Bai von Martaban), 
Besynga {Brjaovyyag Uorafioq). 
— Dorius. — Pegwus. 

3« St. (ehem. blühende Hptst. des 
gleichnam. den brit. Besitzungen in 
Ostindien einverleibten Königreiches 
in Hinterindien, am Pegufluls), Be- 
synga {Briavyya). — Triglyptum 
(TQlyXvTizov). — Trilingum (T^l- 
kiyyov). 



477 



Peine 



PMford 



478 



Peine, St. (Xr. und Landdr. Hildes- 
heim, Prov. Hannover, an der Fuse), 
Boynum, — Boynwm Castrum, — 
Toynwm Castrum. — Peina, 

Peire-Hnrade, St. (in Frankreich), 
Petra Forata, 

Peisehawer (Peschawer od.Peiscliwah), 
St. (Pekheli im Mahrattenstaat in 
Vorderindien, in britischer Abhängig- 
keit), Peuceliotts {Ilevxslaartig). 

— Peucolaitis {nevxolaixiq). — 
Peucolatis. — Pactyica Begio, 

Pekingr (d. i. Hof des Nordens), St. 
(Hptst. des Chinesenreichs und Ee- 
sidenz des Kaisers in der Prov. Pe- 
tschili, unweit des Pei-ho), Pequi- 
num, -- PecMnum. — Pehinga, 

Pekno, Mktfl. (auf der Westküste La- 
koniens, mit einer kl. gleichnamigen 
Insel davor), Pephnus {ni(pvoq). 

— Pephnimi. 

Pelagrosa, Insel (im NW. des Adria- 
tischen Meeres), Ädriae Scoptdiis, 

Peletis, St. (in Anatolien, im nördl. 
Phrygien), Pdtae (IliXrai). 
Einw.: Peltsni {IlsXtrjvol)' 
Peloponnes, s. Morea. 

Peltenbergr (Pöltenberg), Mktfl. (im 
mähr. Kreise Znaim, mit alter 
Propstei), Mons Sancti Hippolyti, 

Peludji, Insel (im Ikarischen Meer), 
Icarus Clxa^og). 

Pemsey, St. (Hafen in England), 
Pevenscia. 

Penaflor, Mktfl. (in Spanien), Ilipa, 

— Celsita, 

Penig: , St. (Amtsh. Eochlitz, sächs. 
Kreish. Leipzig, an der Zwickauer 
Mulde; Hauptort der gleichnam. 
Lehnsherrschaft des Grafen von 
Schönburg-Vorderglauchau in Wech- 
selburg), Penica, 

Penritli, St. (in der engl. Grafschaft 
Cumberland), Vor^ida, 



Penzinf , Dorf (bei Wien), Pandnga, 

Peqaiirny, St. (in Frankreich), Pequi- 
niacum, — Piquinäcum. 

Pequineourt, Mktfl. (in Flandern), 
Pequicurtium. 

Pera, Stadtteil (von Konstantinopel, 
meist von Franken bewohnt), Chry- 
soceras, -ätis i^ XQvaox^Qaq), — 
Pera Byzantia, 

Perche, 1« Landschaft (ehemal., in der 
Normandie, teilte sich in das CJorbo- 
nais mit der Hptst. Mortagne und 
das Belesmais mit der Hptst. Be- 
lesme), Saltus Perticus. — Per- 
. ticensis Provincia, — Perticus, — 
Perchensium Begio, 

ft. Grafschaft (ebds.), ComitcUu^s 
Perticensis. 

Pereezakz, !• St. (in Ungarn), Perigia. 
2« Komitat (ebds.), Comitcaus 
Perigiensis. 

Perejaslawl, St.. (im russ. Gouv. Pul- 
tawa), Marcianopolis. 

PerelEopy St. (wichtige Festung und 
Hafen im südl. EuTsland, auf dem 
gleichnam. Isthmus, durch welchen 
die Krim mit dem übrigen Eufs- 
land, zunächst der Nogaisteppe im 
N., zusammenhängt) , Praec opi a. 
— Taphros {Td<pQoq). — Taphrae 
(Td(pQai). 

Pergamo (Bergama), St. (im türk. 

Ejalet Aidin, liwa Akhissar, im alten 

Grofsmysien, am Kaystros),Per5fam^*w 

(IliQyafxov), 

Einw.: PergamBni {IIsQyafiijvot}. 

Pergren (ital. Pergine), Mktfl. (im tirol. 
Kreis Trient), Pergiae. 

P^rigord, Landschaft (ehemal. im süd- 
westl. Frankreich, jetzt einen Teil 
des Dep. Dordogne bildend, zerfiel in 
Ober-P. mit der Hptst. Perigueux 
und Nieder-P. mit der Hptst. Sarlat), 
Tr actus Petrocoriensis. — 
Petrocorii, 



479 



P^rigaeux 



Perugia 



480 



VMgvLeax.^ St. (Hptst. des Dep. Dor- 
dogne, an der Isle, Bischofssitz), 
Äugusta Vesunna. — VestMina. 

— Petricorium. — Petrogoricum. — 
Petricardium, — Petrocora. — Petra- 
coriL — Civitas Petrocoriorum, 

Einw. : Vestmnici, 
Adj.: Petrocoriensis, -e, 

Perim, Insel (kl., am Eingang des 
Koten Meeres, in der Strafse Bab-el- 
Mandeb, ein kahler Lavafels mit 
einem grolsen Hafen; von den Eng- 
ländern 1S57 als Schlüssel zum R 
M. in Besitz genommen und stark 
befestigt), Insula Didboli. 

Perlepe (Perhpe), s. Prilip. 

Perm, St. (Hptst. des gleichnam. Gouv. 
im europ. BuTsland zu beiden Seiten 
des mittleren Ural; an der Kama), 
Biarmia. — Permia. 

Pemambueo, St. (Hptst. der gleichn. 
östL Küstenprovinz in Brasilien, am 
Atlant. Ocean; Handelshafen, zerfallt 
in die Stadt Eecife de P. und das 
fast öde Oünda), Fernambocwm. 

Pemau, M. (im russ. Gouv. livland, 
mündet in den Bigaischen Meerbusen ; 
an der Mündung die gleichn. Kreis- 
stadt), Chesinus. 

PerneSy St. (in Frankreich), Pemae. 

Peronne, St. (Festung im frz. Dep. 
Somme, an der Somme), Paronna, 

— Peron/na, 

Perouse, Thal (der "Waldenser in Pie- 
mont), Vallis Perusina. 

Perpinrnan, St. (befest. Hptst. des frz. 
Dep. Oslpyrenäen, 7 km vom Mittel- 
meer, am Tet), Perpenianum, — 
Perpifidanum, — Bosdcmum, 

Perserin (türk. Prisrend), St. (im türk. 
lE^alet Bumelien in Albanien, am 
£ara Dagh), Theranda. 

Persien, Reich (in Vorderasien, um- 
fafst den westl. Teil des Hochlandes 
von Iran mit dem Eibursgebirge im 



N., den Gebirgen von Kurdistan 
[Elwend] und Luristan im W., den 
Bergterrassen von Farsistan und 
Laristan im S. ; im NW. das Alpen- 
land von Aserbeidschan ; Hptst: 
Teheran), Persis {IleQalq^'Xdis xiAdos. 

Einw.: Person {IHqücci). 

Adj. : Persicus, -a, -um (IIsQaixog). 

Persiseher Meerbusen, Golf (zwischen 
Arabien und Persien, durch die 
Hormusstraise mit dem Arabischen 
Meer in Verbindung; steht faktisch 
unter der Herrschaft des Imam von 
Maskat), Ma rePersicum, — Sinus 
Persicus, 

Perth, St. 1. (Hptst. der gleichnam. 
Grafsch. im mittleren Schottland, am 
Tay, früher Hptst. Schottlands; 
Hafen), Fanum Sancti loannis 
ad Tavum. — Perthum, 
Adj.: Perthensis, -e. 
2« (Hptst. von Westaustrahen, am 
Schwanflulis, mit dem Hafenort Free- 
mantle), Perthtim Australiae, 

Pertois, Landschaft; (in Frankreich). 
Pertisus Pagus, 

Pertns, Pals (in den Pyrenäen), 
Fauces Pertüsae. — Ad Pyre- 
naeum, — Pompeii Trophaea. 

Peru, Bepublik (in Südamerika, am 
Stillen Ocean, zerfallt in 3 Begionen : 
1. Küstensaum, 2. Kordilleren, 3. Mon- 
tana mit dem Oberlauf des Maranon 
und dessen zahlreichen Zuflüssen; 
auf der Südostgrenze der Titicaca- 
see; Hptst. Lima), Peruvium, — 
Peruvia, 
Adj.: Peruvianus, -a, -um. 

Perugia, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Prov. [Umbria], einer früheren 
Delegation des ehem. Kirchenstaates, 
einst eine der Zwölfetädte Etruriens), 
Perusia, 
Einw.: Perusini, — Perusiätes. 
Adj.: Perusinus, -a, -um. 
Perusiänus, -a, -ww. 



481 



Perusria 



Petrikau 



482 



Pemgla, Lagro di — , See (in Mittel- 
italien, aucli Trasimenischer See 
gen.), Lacus Trasumennus. — 
Locus Tarsumenntis. — Lacus Tra- 
simewnus. — Lacus Trastmienus, — 
Lacus Trasimenus. — Trasinusnus. 

Pesäro, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. der ital. Marken, an der Mün- 
dung der Foglia in das Adriatische 
Meer; Bischofesitz), Pisaurum, 
A(^'. : Pisaurensis, -e, 

Peseära, 1* Fl. (in den Abruzzen, 
mündet nach 140 km bei der St. 
Pescara in das Adriatische Meer), 
Aternus. — Piscarit^, 

«2. St. Festung in der ital. Prov. 
Abmzzo citeiiore, an der Mündung 
der Pescara in das Adriatische Meer), 
Aterwum, 

A4j.: Atemensis, -e. 

Pesehiera, St. (Festung in der ital. 
Prov. Mantua, am Ausflufs des Min- 
cio aus dem Gardasee, Nordwestspitze 
des Festungsvierecks der Minciolinie), 
Piscaria. — Piscina, — Ardelica. 

Peseta, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Lucca, an der P.), Piscia, 

Pesth, St. (Hptst. des ungarischen 
Komitates P.-Püis-Solt diesseits der 
Donau; gleichzeit. Hptst. imd grölste 
St. Ungarns, 1. an der Donau, Ofen 
gegenüber), Pesttnum. — Pestum. 
— Pessium. — Contra Acincum. — 
Transadncum. 
Adj.: Pestiensis, -e. 

Pesto (Pesti), St. (an der Westküste 
von Unteritalien, im alten Lükanien, 
einst Kolonie des griech. Sybaris ; im 
10. Jhdt. durch Sarazenen, im 11. 
durch Normannen verwüstet : Kuinen 
erst 1755 entdeckt), Paestum — 
Posidonia {Iloaeidcovia), — Neptu- 
nia, 
Adj.: PaestünuSf -a, -um. 

Petau, s. Pettau. 

Saalfeld, Geograph. HaudbüchlelD. 



Peter, St. — , s. St. Peter. 

Peterborougrh, St. (Bischofesitz in der 
engl. Grafschaft: Northampton, am 
Nen, mit 860 gegründetem Benedik- 
tinerkloster), Petroburgum. — 
Petuaria. 

Peterlingen, s. Payeme. 

Petersbergr, Berg (früher auch Lauter- 
berg genannt, mit Dorf, Saalkreis, 
RB. Merseburg, Prov. Sachsen, ehe- 
mals Augustiner-Mönchskloster, 1127 
gegründet, 1540 säkularisiert), Mons 
Serenus, — Coenobium Montis 
Sereni. 

Petersburgr, Sankt — , St. (2. Haupt- 
und 1. Residenzstadt Eufelands, zu 
beiden Seiten der Newa, nahe deren 
Mündung in den Finnischen Meer- 
busen, gleichzeitig Hptst. des russ. 
Grouv. Ingermanland , der östlichsten 
der 4 Ostseeprovinzen), Petropolis. 

— Petrtburgum, — Fawum Sancti 
Petri. 

Adj.: PetropoUtänuSj -a, -um, 

Petershagren, St. (Kr. und RB. Minden, 
Prov. Westfalen, am Eioflufs der 
Ösper in die Weser, mit altem Re- 
sidenzschlofs der Bischöfe von Min- 

I 

den), Huculhij -orum. — Huculvi. 

Petershaosen , Abtei (in Schwaben), 
Petridomus, — Petershtisium. 

Peterwardein, St. (Grenzfestung in der 
serb.-banater Mihtärgrenze, r. an der 
Donau, Neusatz gegenüber), Petro- 
varadtnum, — Acimincum. — 
Aeanum, 

Petra(s) (Zagoura), Berg (in der eui-op. 
Türkei, im alten Thessalien), Pelium. 

— Pelion {üi^kiov). 

Petrea, Fl. (auf der türk. Insel Kandia 
kirid), Oaices COd^T^g). 

Petiikau (Peterkau, poln. Piotrkow), 
St. (im russ.-pohi. Gouv. Warschau, 
einst Sitz der poln. Reichstage tmd 
Wahlort der Könige), Petricmna. 

16 



483 



Petten 



Pfjn 



484 



Pettoa, St. (im Steiermark. Er. Mar- 
. bnrg, an der Drau, einst HaupÜager 
der pannonischen Legionen und bis 
Ende des 6. Jhdts. Sitz der Bischöfe 
von Pannonien), Petovium. — Pe- 
tovia, — Petovio. — Pdobio, — 
Petavio, — Petavia. — Bettobia. 

Feuerungen, s. Payeme. 
PeyroiS) St. (in Prankreich), Petrosium. 
Peymsse, St (in Frankreich), Petrucia. 
P^z^nas, St. (im frz. Dep. Herault, an 
der Payne), Piscenae, — Piscennae. 

Pfftfers, s. Pfeffers. 

Ffaffenhofen, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Oberbayem, an der Ihn, in der 
Holedau), Paphovia. 

Pfalz, Kurfürstentum (ehem., Name 
zweier bis 1620 zusammengehöriger 
deutschen Staaten: 

1. Die Oberpfalz oder Bayerische 
Pfalz, Hzgt, Hptst. Amberg. 

ft. Die Unterpfalz [lUieinpfalz, 
Pfalzgrafschaffc am Khein], auf beiden 
Seiten des Rheins, zerfiel in die 
eigentl. oder Kui-pfalz, das Pürstent. 
Simmern, Hzgt. Zweibrücken, die 
Fürstentümer Veldenz und Lautem 
u. s. w.; Hptst. Heidelberg. 

3. Pf alz-Neuburgr, ehem. Fürsten- 
tum, an der Donau, im jetzigen bayr. 
Kr. Schwaben; Hptst.: Neuburg, 
w. m. s.), PalatincUus. 

Adj.: Pälatmiis, -a, -um, 
. , 1. Palatinatus Superior. — 
PcUatinatus JSavanae. 

2. PcUatinatus Inferior, 

3. Pälaiinatus Neöbwrgieas, 

Pfalzburgr, St. (ehem. Festung, Kan- 
tonshauptort. Kr. Saarburg in Lothr., 
Bezirk Lothringen, Elsafs-Lothring^ 
in hoher Lage im nördL Wasgen- 
wald), Phalseburgum, 

Pfeffers (Pfäfers), Abtei (der Benedik- 
tiner, 1838 aufgehoben, eine im 
schweizer Kinton St.-6allen in einer 



tiefen Schlucht der wilden Tamina 
gelegene Therme), Äd Favarias. 

— Favarium, — Favaria. — Fct- 
harium. 

Pflrt (Ferrete), St. (Kantonshauptort, 
Kr. Altkirch, Bezirk Oberelsals, El- 
sals-Lothnngen ; ehem. eigene Graf- 
schaft [Sundgau]), Pfirretum, — 
Ferreta, 

PfOrringr, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Ligolstadt, an der 
Donau), Epona, — Pfoeringa, 

Pn^rten, St. (Kr. Sorau, RB. Frank- 
furt, Prov. Brandenburg, am gleichn. 
See, mit SchloDs-P. in der gleichnam. 
Standesherrschaft), Port Ena, — 
Porta. 

Pforta (Schulpforte), Gut (Kr. Naum- 
burg, RB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
unweit der Saale, her. Landesschule 
[Gymnasium] im ehem. Cästercienser- 
Mönchskloster, das 1136 gestiftet, 
1540 aufgehoben und am 21. Mai 
1543 von Herzog Moritz von Sachsen 
in eine fürstl. Schulanstalt umge- 
wandelt wurde), Porta. — Porta 
Caeli. — Mariae Porta, — Schola- 
rum Porta. — Schola Portensis, — 
Monasterium Sanctae Mariae de 
Porta. 

Pfortz, Dorf (bayr. RB. Pfalz, Bezirks- 
amt Germersheim), Porca. 

Pforzheim, St. (bad. Kr. Karlsruhe, 
am Einflufs der Nagold in die Fkiz), 
Phorca. — Phorcenum. — Porta 
Hercyniae. — Pforzlmum, — Pfor- 
z^num. 

Pfttuz, Dorf (bayr. RB. Mittelfranken, 
Bezirksa. Sichstätt, an der Altmühl), 
Ponte. 

Pfullendorf , St. (bad. Kr. Konstanz, 
Wallfahrtskapelle) , Bragodünum. 

— Phulendorfium. — luliomagus. 

Pfyn (Pfin), Dorf (in der Schweiz), Ad 
Fines. 



485 



Phanari 



Pie de Luco 



486 



Phanari, s. Paulitza. 

PMline, Yorgeb. (und St. an der Küste 
des Ägäischen Meeres, im alten 
Thrazien), Phil(^a (^iliaq), - 
Phil^ae, — Fhilia {^iXia). 

PhilippeTille, St. 1. (Festung in der 
belg. Prov. Namnr), PhiUppopoUs. 

ftm (in Algerien, Prov. Konstantine, 
an der Stelle des alten Eosicada ge- 
gründet, mit dem Ankerplatz Stora), 
Fhilippivilla. 

Philipp! (FUibe), Ruinen (der von 
Philipp von Macedonien in dem er- 
oberten Teil von Thrazien wegen 
ihrer Goldbergwerke erweiterten, an 
Stelle von Kgtjvlösg angelegten Stadt), 
Philippi (^IXinnoi). — Cölonta 
Augusta Iidia PhiUppensis. 
Adj.: PhiUppensis, -e, 

Philippinen (Manilische Inseln), Insel- 
gruppe (des Indischen Archipels, um- 
fafst die grofsen Inseln Luzon, Min- 
danao, Mindoro, Panay, Negros, Sa- 
mar, Lepte, Zebu, Palawan und zahl- 
reiche kleine, sämtlich vulkanisch, 
reich an Metallen und mit mächtiger 
tropischer Vegetation, zum grölJsem 
Teil spanischer .Besitzung; Hptst. 
Manila), Insulae Philippinae. 

— iMSSoniae Insula. 

Philippopel, 8. Filibe. 

Philippshurgr, St. (bad. Kr. Karlsruhe, 
Amt Bruchsal, in sumpfiger Gegend 
an einem faulen Eheinarm, früher 
Udenheim gen.), Ph i l ipp ohurgum. 

— üdenhemium, — Udewnemium, 

Philipstad, St. (Bergstadt im schwed. 
Län Karlstad, am Daglösersee), Phi- 
Uppostadium. 

Phonia, St. (in der griech. Nomarchie 
Argolis im alten Arkadien, in dem 
3V2 St. langen Thal von P., in 
welchem sich am Fufs des Kyllene- 
gebirges ein grofser und tiefer See 



[Styx] befindet), Phen}^us (^sveSg), 
— Phehüos, 

Phozzeyil, St. (Judäas nördl. von Je- 
richo, welche Herodes gründete und 
nach seinem Bruder Phasaelos be- 
nannte), Phasaelis, -%dis (4^aaa- 

Piaeenza, St. (Hptst. der Prov. P., 
eines ehemal. Hzgts. in Oberitalien, 
welches mit Parma vereinigt eine 
Provinz der Emilia bildet, am Po; 
mit Citadelle), Placentia, 
Adj.: PlacenUniAS, -a, -um. 

Pianello, Fl. (auf der Insel Sardinien), 
Cercidius. 

Pianosa, Insel (ital., im Tyrrhen. Meer, 
südl. von Mba, von verwilderten Öl- 
bäumen bedeckt und fast gar nicht 
bewohnt), Planasia. 

Piantedo, Gemeinde (in der Schweiz), 
Plantedium. 

Piave, Fl. (in Oberitalien, kommt von 
den Karnischen Alpen, mündet nord- 
östl. von Venedig ins Adriatische 
Meer), Plavis. 

Piazza (P. Armerina), St. (auf Sicüien, 
Prov. Caltanisetta), Piacus {Uiaxoq). 
Emw.: PiaCBni. 

Pieardie, Landschaft (ehemal., im nord- 
östl. Frankreich, das jetzige Depart. 
Somme umfassend, Hptst. Amiens; 
bildete mit Artois ein Gouvernement), 
Picardia. 

Bew.: Picardi. 

Adj.: Picardieus, -a, -um. 

Pico, Lagro di — 9 See (im ehemal. 
Kirchenstaat), Locus Cyminus. 

Picts Wall, The — , s. Piktenwall. 

Pidavro, Nea — , Dorf (mit Hafen, an 
der Stelle der alten Hafenstadt in 
Argolis), Epidawrus (*E7il6avQog). 
Einw.: JEpidau/rii (^EniöavQLOi). 

Pie di Luco, See (in der Prov. Neapel), 
Vellnus Lacus. — Pcdus Beatina. 

10* 



487 



Pied 



Piombiiio 



488 



Pied, Mktfl. (in Ostreich ob der Enns), 
I(macfu/m. 

Piemont, Land (bis 1859 Hauptbestand- 
teil des Kgrs. Sardinien, entspricht 
gegenwärtig den ital. l^rovinzen 
Turin, Alessandria, Cuneo, Novara 
und Pavia [teilweise]), Fedemon- 
tium. — Begio PedemowUl/na, — 
Twwrinorwm Begio, — Ducattis 
Tawnnus. — Gallia Su^cUpfMa. 
Bew.: Pedemontäni. — Pede- 

montii, — Tau/nni. 
Adj. : Pedemontänus, -a, -um. 
Pedemontius, -a, -vm, 

Pienza (früher Cortignano), St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Siena), Cor- 
siUanum. — Corsinicmum. — 
Corsianum. — Pientia, 

Pierrepont, St. (in Frankreich), Petrae- 
jpons Castrum. 

Pierreport, Bergpafs im schweizer 
Kanton Bern), Dimms Mons. 

PletÖla, Dorf (ital. Prov. Mantua, am 
Ausflufs des Mincio aus dem Untern 
See), Andes, -^um. 
Adj. : Änd^nus, -a, -um. 

Pietra Santa, Mktfl. '(Bischofssitz in 
der ital. Prov. Lucca), Fanum Fe- 
ronicie. 

Pietre Sizzose, Eüande (zwei Felsen- 
inseln des Adriatischen Meeres bei 
Tarent, S. Pelagia und S. Andrea), 
El ectrlde s ( ^HXexxQlöeq). — 
Choerades {XoiQaöeq). 

Pietro, San — in Valle, s. San Hetro 

in Yalle. 
Pieve di Saceo, St. (in der oberital. 

Prov. Padua), Plevisacmm. 

Pignerol, s. Pinerolo. 

Piktenwall (The Picts Wall) , Grenz- 
befestigungen (welche die Kömer in 
Nordengland zum Schutze ihrer Ko- 
lonien gegen die Ureinwohner an- 
legten. Den P. , von welchem man 
jetzt noch den Überrest sieht, zwischen 



dem Busen von Solway und den 
Tynemündungen, legte Kaiser Hadiiaa 
an), Mwrus Picticm, 

Pilatus, Gebirgsstock (südL bei Luzem, 
in mehrere Spitzen gespalten: die 
höchsten das Tomlishom und der 
Esel), Pilatus Mons. — Mons 
Fractus. 

Pllatussee (kL See auf der Höhe des 
Pilatus), Liicus Pilati. 

Piliselier Distrikt (in Ungarn), Pili- 
siensis Processus. 

Pillau, St. (Kr. Pischhausen, BB. 
Königsberg, Prov. Ostpreulsen, auf 
dem Endpunkt der Samländischen 
Halbinsel, am 4,4 m tiefen PUlauer 
Tief, welches das Frische Haff mit 
der Ostsee verbindet; unmittelbar 
dabei die Festung P.), Pilavia. 

Pilsen, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises, an der Beraun), Pelstna. 

— PilsBnum. 

Adj.: Pelsinensis, -e. 
Pilonensis, -e. 

Pllsener Kreis, Distrikt (im südwestl. 
Böhmen), Circulus Pilonensis. 

— Zelza. 

Pindena, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Cremona), Platena. 

Plnevölo (frz. Pignerol), St. (in der 
oberitaL Prov. Turin, am Fufs der 
Alpen, auf beiden Seiten der limara), 
Pinarölium. 

Pinhel, St. (Bischofssitz in der portu- 
gies. Landsch. Beira, Prov. Guarda), 
Cepiana. — PinElum. — Pineilium. 

Pinserais, Le — , Bezirk (in Frank- 
reich), Pindacensis Pagus. 

PiomMno, 1. St. (befest. Hptst. des 
gleichnam., dem Hause Buonoom- 
pagni-Ludovisi gehörigen Fürsten- 
tumes in der ital. Prov. Pisa, am 
gleichnam. Kanal, der das Festland 
von der Insel Elba trennt; kL Hafen), 



489 



Piperi 



Plane 



490 



Falesia. — PofmJontum. — Flum- 

2. See (ebds.)) Locus VeMomus, 

Piperi) Insel (auch. Skopilo gen., eine 
der griecli. Cykladen im Archipel, 
nordöstl. von Negroponte), Pepar- 
eth^LS {IlenaQrid'Oq). — Fepa/reihe, 

Pipemo (P. Vecchio), St. (im ehemal. 
Kirchenstaat), Frivemum. 

Pirentza, s. Pirnatsa. 

PirgrO) Mktfl. (in Albanien, im alten 

Ulyrien, xmweit der Ausmündimg 

in das Ionische Meer, auch Polina 

gen.), ApoUonia {ÄTCoXXwvlä) cid 

Mare Hctdriaticfum. 

Einw.: Apolloniatae OinoX- 

kcDviaxai). — ÄpoUO' 

niates. 

Pirnatsa (Pimatza oder Pitentza), Fl. 

(in Messenien), Pamisus {Ildfiiaoq). 

Pisa, St. (Hptst. der gleichnam. mittel- 
ital. Prov. in Toscana, am Arno), 
Golonia lulia. — Pisae. 
Einw.: Pisaei, — JVsflni. 
Adj.: Pisaeus, -a, -um. 
Pisünus, -a, -um. 

Pisatello (Humesino), Fi. (Id., in Ober- 
italien, auch Rukon gen.), Bübico. 

Fiseopia, 1. Mktfl. (nebst Vorgebirge 

auf der Südspitze der Insel (]5ypem), 

Curias, -adis {KovQidq)* — Owrium. 

2« Insel (im Earpathischen Meer, 

unweit Ehodos), Telus (Trjkog). — 
Agoithusa (Äyad'ovaau). 

Plstoja, St. (Bischofssitz mit Citadelle 
in der ital. Prov. Morenz, an den 
Apenninen), Pistoria. — Pisto- 
rium. — Oppidum Pistoriense. 

Fisuerga, M. (im span. Kgr. Altkasti- 
lien, entspr. in der Nähe der Ebro- 
queUen in Altkastilien und mündet 
nach 800 km unterhalb Simancas in 
den Duero), Pisoraca. 

Pitea, 1. Fl. (im nördl. Schweden, 
kommt vom Suütelma, bildet meh- 



rere Seen und mündet bei der Stadt 
P., welche bis 1 856 Hptsi von Nor- 
bottens- oder Luleä-L&n war, in den 
Bottnischen Meerbusen), Pitovius, 
ftm St. (s. 1), Pitoma. 

Pithiviers, St. (im frz. Dep. Loiret, 
am Oeuf), Petuera Castrum. — 
Pituerio Castrum. — Avtarium. — 
Plu^erium. 

Pitschen, St. (Kr. Kreuzburg, RB. 
Oppeln, Prov. Schlesien), Biet na. 

— Bidiscum. — Pitiscum. 

Pityusen (Fichteninsehi), Inselgruppe 
(span., im Mittelmeer, bildet mit den 
Balearen das Königreich Mallorca. 
Hauptinseln: Iviza und Formentera), 
Pityusae Insulae (IIiTvovaaai). 

Pizzigrliettone, St. (kl. Festung in der 
ital. Prov. Oemona, zu beiden Seiten 
der Adda)^ Forum Dinguntorum. 

— Picelo, -Dnis. — Piceleo. 

Platamone (oder Jenicora), 1. Fl. (der 
gröfste Macedoniens, ergiefst sich in 
den Golf von Salonichi), Haliacmon 
(kkiaxficüv). — Alia^mon. 

2. Hafenort (auch Platamina, Fort 
im Süden des türk. lljalets Salonichi, 
am Golf von S.), Haliacmonis P&rtus. 

Platanella (Platani), Fl. (im SW. der 
Insel Sicüien, mündet nw. von (3ir- 
genti in das Mittelmeer), Camicus 
(Kccfiixoq). 

Plattensee (xmgar. Balaton), See (der 
gröfste in Ungarn, zwischen dem 
samogyer, szalader und veszprimer 
Komitat, steht durch das Flüfschen 
Szio mit dem zur Donau gehenden 
Sarviz in Verbindung), Volceae Pa- 
ludes. 

Plane, St. 1. an der Havel (Kr. 
"WesthaveUand, RB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg, am Ausflufs der Havel 
in den Planer See, nahebei der An- 
fang des Planer Kanals, mit Bitterg. 



491 



Platten 



PSchlam 



492 



PL, altem Schlofs des Johann von 
Quitzow), Plavis Havelensis. 

2« io Thüringren (Landratsa. Arn- 
stadt , Schwarzburg - Sondershausen, 
am ZusammenfluTs der Wilden und 
Zahmen Gera; abwärts bis Arnstadt 
der Plauesche Grund), Plavia Thur 
ringorum. 

Plauen, !• im Yogrtland, St. (Amts- 
hauptmannsch.,sächs.Ereish.Zwickau, 
an der Weifsen Elster), Plavia, 

2* bei Dresden, Dorf (Amtsh. 
Dresden -Altstadt, sächs. Kreish. 
Dresden, an der Weifseritz imd dem 
Eingang zum Plauenschen Grunde, 
der sich bis Tharandt erstreckt), 
Plavia Dresdensis. 

Pieifse, Fi. (r. Zuflufs der Weifsen 
Elster im Kgr. Sachsen, entspr. bei 
Ebersbrmm, verstärkt sich durch die 
Sprotte, Wihra und Parthe und mün- 
det bei Leipzig; Länge 90 km), 
Plissa. 

Plefs, St. (Kreisst., RB. Oppehi, Prov. 
Schlesien, an der Psinka; dabei 
Ritterg. Schlofs PL, dem Fürsten von 
P. und Reichsgrafen von Hochberg 
gehörig), Plessae. — Plesma. 
Adj.: Plessensis, -e. 

Plintenbnrgr (Wischegrad), St. (in 
Ungarn), Arx Alta. — Ältum 
Castrum. — VissegradiMn. — Vice- 
gradum. 

Plock (Plozk), 1. St. (Hptst. des gleich- 
nam. poln.-russ. Gouv., welches aus 
der ehemal. Woiwodschaft P., dem 
Lande Dobrzyn und einem Teile von 
Masovien gebildet ist, r. an der 
Weichsel, alte Hptst. von Masovien, 
Bischofssitz), Ploscum. 

2. Woiwodschaft (s. 1), Palati- 
natus Ploccenais. — Palatinatus 
Ploscensis. 

PlOn, St. (Kreisst., Prov. Schleswig- 
Holstein, in schöner Gegend auf einer 



Landenge zwischen dem GroDsen und 
Kleinen Plöner See), Plona. 

Plombidres, St. (im frz. Dep. Vogesen, 
an der Eaugronne), Plumbariae, 

— Thermae Plumbariae. 

Plnviers, s. Pithiviers. 

Flymouth, St. (stark befest. Kriegs- 
hafen in der engl. Grafsch. Devon, 
an einer herrL Bucht zwischen der 
Mündung des Tamer und der Plym, 
mit den jetzt dazu gehörigen Städten 
Devonport imd Stonehouse; Leucht- 
turm auf dem Felsen Eddystone), 
Tama rae Ostium, — Plymüthum. 

Po, Fl. (gröfster Italiens, entspringt am 
Monte Viso, fliefet stets östl. durch 
die lombard.-venetian. Tiefebene, über 
Turin, Piacenza, Cremona, Guastalla, 
Ferrara, mündet in sumpfiger Ebene 
in 7 Armen in den Meerbusen von 
Venedig; Nebenflüsse links: Dora 
Riparia, Dora Baltea, Ticino, Adda, 
Oglio, Mincio; rechts: Tanaro, Treb- 
bia, Panaro), Padus. — Bodincus. 

— BodingtAS. — Eridäntis CHqi- 
öavoq), 

Po di Primaro, Mündung (des Po), 
Ostium Sjpineticanwm. 

Podgroriseher Distrikt (in Kroatien), 
Processus Podgoriensis. — 
Processus Suhmontawus. 

Podlachien (Podlesien), Woiwodschaft 
(in Russ.-Polen im Gouv. Lublin, um- 
fafst nur wenige Teile des alten P., 
einer waldigen, zwischen Masovien 
und Litauen gelegenen, vom Bug 
durchströmten Woiwodschaft in Alt- 
polen mit den Hauptörtem Bielsk 
und Drohiczyn), Podlachia. — 

. Palatinaius Bielcensis. 

Podolien, Gouv. (russ., zwischen Wol- 
hynien, Kiew, Cherson, Bessarabien 
und dem östr. Kronlande Galizien; 
Hptst. Kamenez), Padolia. 

PSehlarn, St. (im östr. Kr. Oberwiener- 



[ 



493 



PShlde 



Polikandro 



494 



wald, an der Mündung der Erlaf in 
die Donau, im Nibelungenliede 
Bechelam [die Burg Büdigers] ge- 
nannt), Arläpa, — Arläpe, — 
Aläpe. — Ära Lapidea. — De 
Praeclara, 

POhlde, Dorf (mit ehem. Kloster, 952 
von der Königin Mathilde gegründet, 
Kr. Osterode, Landdr. Hildesheim, 

, Prov. Hannover), Palidensis Ecdesia. 

PSlten, St. — , 8. St. Polten. 

POltenberg, s. Peltenberg. 

PSsiDgr (Bösing), St. (kgl. Freistadt im 
Ungar. Komitat Prefsburg), Bazinga, 

— Bcusinium. — Basinium. 

Poissy, St. (im frz. Dep. Seine-Oise, 
an der Seine), Tisciäcum, — 
Fissiäcum. — Pincianum. 

Poitiers, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Vienne, einst der ganzen Prov. Poitou, 
am Zusammenflufs der Boivre und 
des Clain, Bischofesitz), Fictavium. 

— Pictavia. — Pictäva, — Pictävi. 

— Lemiynum. — Idmönum. 
Adj.: Pictavtcus, -a, -i*w. 

Pictaviensis, -e. 

Poiton, Prov. (alte frz., am Atlant. 
Ocean, umfafst die jetzigen Dep. 
Vendee, beide Sevres und Yienne; 
Hptst. Poitiers), Ager Pictonicus. 

— Terra Pictaviensis. — Terra 
Pictonum, — Terra Pictavoru/m. 

Poix, Mktfl. (in Frankreich), Pisa^, 

Pol, St. — de L^on, s. St. Pol de 
Leon. 

Pola, St. (in Istrien, am Adriat. Meer, 

gröfster, stark befestigter Kriegshafen 

Ostreichs, Seearsenal), Pietas 

lulia, — Pola {JloXa). 

Adj.: Pölaticus ijlolaxi.xoq)', -a, 

-um. 

Polarmeer, s. Eismeer. 

PoleeTera, Fl. (Küstenfl. in der ober- 
ital. Prov. Genua, entspringt auf den 



ligunschen Alpen, mündet westl. 
von Genua), Pordfira. 

Polen, Reich (ehemals mächtig imd 
selbständig, dessen Gebiet zur Blüte- 
zeit von der Ostsee bis zum Schwar- 
zen Meer reichte; zerfiel in die Land- 
schaften Grofspolen [nüt Kujavien, 
Masovien und Poln.-Preuföen], Klein- 
polen [mit Podlachien, RotreuJsen. 
Podolien, Wolhynien und der poln, 
Ukraine] und Litauen [mit Poln.- 
Livland und Samogitien]), Polonia. 

— Sarmatia Efwropaea. 
Bew.: Polüni. — Sarmätae. 
Adj.: Polonicus, -a, -wn. 

Sarmaticus, -a, -um. 

Polenza, Mktfl. (in Piemont), Carrea. 

— Pöüentia. 

A^j.: PoUentmus, -a, -um. 

Polieastro, St. (Bischofssitz und Hafen 
in der ital. Prov. Principato citeriore, 
am gleichnam. Golf des Tyrrhenischen 
Meeres), Buxentum (Ilv^ovg). — 
Palaeocastrum. 

Policoro, St. (in Unteritalien, im alten 
Lukanien, am Sirisflufs), Heraclea 
CHQaxXeia) iMcaniae. 
Einw.: Heracleotae (^H^axled}- 
xai). — Herctdeenses. 

Pollgnae, Mktfl. (im frz. Dep. Ober- 
loire, in der Landschaft Velay), Pode- 
niacum. 

Poligrnano, St. (in der ital. Prov. Bari, 
Bischofssitz und Hafen am Adriati- 
schenMeer), Polini änum. — Po- 
lymniacum. — Turres Ca^esaris. — 
Turres Aurdianae. 

Poligny, St. (im frz. Dep. Jura, an 
der Glantine), Polemniäcum. — 
MonaMerium Polß)emniacum. — 
Polinium. — Pölichnium. 

Polikandro, Insel (klein und rauh, 
eine der südl. Cykladen; Hauptort 
das gleichn. Hafenstädtchen), PhoU- 
gandnts {4>oXeyav6Qoq"\. 



495 



Pelina 



Fent-de-Siroii 



496 



Polina, s. Pirgo. 

Polino (Polybos), Insel (wüste, des 
Ägäischen Meeres), Pölyaegus {Uo- 
kvaiyog). 

Pollenza, Xa — , St. (aiif der span. 
Insel Mallorca, nahe der Bai von 
P.), PoUentia. 

Pollina, 1. Fl. (auf der Nordküste 
von Sicilien), MonaliAS {MovaXoq). 

2* St. (in Macedonien nnd Alba- 
nien), ApoUonia {kTCoXXcovla). 

Pollonia, s. Viosa. 

Polniseh-Lissa, s. lissa 2. 

Polock (Polozk), St. (Kreisst. im russ. 
Gouv. Witebsk, am Mnflufs der Po- 
Iota in die Düna, Erzbischofssitz; 
ehedem Hptst. eines Hzgts., später 
einer zu Polen und Litauen gehörigen 
Woiwodschaft, seit 1772 mit Rufs- 
land vereinigt), Polotia. — Pel- 
tiscum. 

Polocker Woiwodschaft (s. Polock), 
Pdlatinatus Polocensts. 

Polynesien, s. Australien. 

Polystilo, Ruinen von Abdera in 

Thrazien, am Nestus), Abdera 

CkßötjQa, -ctfv), -orum. — Abdera 

CkßörjQcc, -ag), -ae. — Asperosa. 

Einw.: AbdefUae (JißötjQirai), 

Adj.: Abderiticus, -a, -um{}ißdTj' 

QLTlXOq). 

Pommern, Provinz (preufsische , an 
der Ostsee und im Norddeutschen 
Tiefland gelegen, wird durch die 
Oder in Vor- [im W.] und in flinter- 
P. [im 0.] geteilt und namentlich 
im 0. der Oder vom Norddeutschen 
lÄbdrücken durchzogen , dessen 
höchste Punkte sich meistens nahe 
der Landesgrenze befinden, 3 Rbz.« 
Stettin, Stralsund, Köslin. Der Name 
stammt von den Pomoijonen oder 
Pomoren), Pomeranta. 
ew. : Pomeräni. 
Adj.: Pomeranicus, -a, -um. 



Yorpommem, Pomerama Oite- 
rior. 

Hinterpommem, Pomerama ül- 
terior. 

Pondich^ry, St. (Hptst. der frz. Be- 
sitzungen in Ostindien imd des 
gleichnam. Bezirks auf der Küste 
Eoromandel, an der Mündung des 
Ginge in den Bengalischen Meer- 
busen, Sitz des franz. Gouverneurs» 
bedeutende Reede), Ponticerium, 

Pens, St. (im frz. Dep. Niedercharente), 
Pontes. 



Pons-de-Tomidres, St. 

Pons-de-Tomieres. 



s. St.- 



Pontafel, Mktfl. (im östr. Kronland 
Kärnten, Bez. Tarvis, an der Fella 
und der ital. Grenze; gegenüber in 
der oberital. Prov. das Dorf Pontebba), 
Pons Fdkie. 

Pont-ä-Monsson, St. (im frz. Dep. 
Meurthe, an der Mosel, mit der 
grofsen Abtei Sainte- Marie), Mus- 
sipontum. — Mussipons. — Pons 
Camasonis. 

Pontarlier, St. (im frz. Dep. Doubs, 
i am Doubs), Pons Aelii. — Pons 
I Dubis. — Ariorica. — Poniarlwm, 

I Pont-Audemer, St. (im frz. Dep. 
I Eure, an der Risle), Pons Alve- 

märi. — Pons Audemäri. — Bre- 

viodurum. 

Pont-de-BeanToisin, St. (im frz. Dep. 
Isere, am Guiers), Pons BeUovi- 
einus. 

Pont-de-C4, s. Ponts-de-Ce. 

Pont-de-rArche, St. (in Frankreich), 
Pons Arcuatus, — Povis Areas. 
— Pons Arcuensis, — Pons de 
Arcis. 

Pont-de-Siron, Mktfl. (in Frankreich), 
Sirio. 



J 



497 



Pont-de-Sorfne 



Pordenone 



498 



Pont-de-Sorgae , St. (in Frankreich), 
Pons Sorgiae. 

Pont-de-Taux, St. (im frz. Dep. Ain, 
an der Reyssouze), Pons Viümsis. 

Pont-de-Veyle, St. (im frz Dep. Ain), 
Oppidum Velae, 

Pontebba, s. Pontafel.. 

Ponte Centesimo, Mktfl. (in Umbiien), 
Forum Flamin ii. — Foroflami- 
nium, 

Einw. : Foroflaminienses. 

Ponte Corro (Ceprano), St. (in der 
ital. Prov. Caserta, im gleichnam. 
ehem. Fürstentum), Fregellae. — 
Pons Corvi. 

Einw.: FregeUani. 

Adj.: FregeUanus, -a, -tmi. 

Ponte de Lima, s. Lima 2. 

Ponte della Eiya, Mktfl. (in Ober- 
• italien), Bivus. 

Pontedüra, Insel (an der Küste von 
Dalmatien), Portimäta. 

Pontefraet, St. (inEogland), Lugeolwn, 

Ponte Lungro, Mktfl. (in der Lombar- 
dei), Pons Longus, 

Ponte Rotte (oder Rotello), St. (in der 
Prov. Neapel), Teanum A'pulum. 

Pontevedra, St. (Hauptort der gleich- 
nam. Prov. im span. Kgr. Galicien, 
an der Mündung des Lerez in den 
Atlantischen Ocean, Bischofssitz und 
Hafen), Pons Vettis. 

Ponthien, Landschaft (in Frankreich), 
Ponttvus Pagus. — Comitatus 
Ponticus, 

Pontlko, Lisel (im Busen von Volo), 
CicyneUius {Kixvvrjd-og). 

Pontikonesi, Inseln (3 kleine, zwischen 
Negroponte und dem Festland)? 
Lichädes {Atxaöeq tä Ntjaoi). 

Pontleroy (Pont-le-Eoi oder Pont-sur- 
Seine), St. (im frz. Dep. Aube, an 



der Seine, mit den Trümmern der 
Abtei Paraklet), Pontilevium. 

Pontoise, St. (im frz. Dep. Seine- 
Oise, an der Mündung der Viome in 
die Oise), Briva Isarae. — Pon- 
tisära. — Pontoasia. — Oesiae 
Pons. — P(yns Oesiensis. 

Ponte Pagrlia, Mktfl. (auf der Lüsel 
Sardinien), Pupulum. 

Pontorson, St. (in Frankreich), Pons 
Ursonis. 

Pontremoli, St. (Hptst. der zur ital. 
Prov. Massa-Carrara gehörigen Apen- 
ninenlaadschaft Lunigiana, Bischofs- 
sitz am Magra; das Fort Bonnette 
beherrscht den Pafs von Pontremoli, 
durch welchen die Hauptstrafse aus 
dem Parmesanischen nach Toscana 
und Ligurien führt), Apua. — Pons 
Tremulus. 
Einw.: Apuani, 

Ponts-de-C^9 Les — , St. (im franz. 
Dep. Maine-Loire, an der Loire, mit 
den Resten eines grofsen Römer- 
lagers), Pons Saii. — Pons Cae- 
saris. 

Ponza, 1« Inselgruppe (auch Pontini- 
sche Inseln gen., zur ital. Prov. 
Caserta gehörig, im Tyrrhenischen 
Meer, meist nackte Felsen), Pontiae 
Insulae. 

S. Hauptinsel (mit bef. Hafen), 
Fontia. — Pontia. 

Poplonia, Ruinen (bei Piombino [w. 
m. s.] in der ital. Provinz Pisa), 
Populonia, — Populonium, — 
Populonii. — Poplonium. — Pm- 
plana. — Puplu/na. 
Einw.: Popuhnienses. 

Poreuna, St. (in der span. Prov. Jaen), 
Obulco. — Öhuko Pontificense. — 
Obulcum, — Pontificense Mtmici- 
pium, — iMcippo, 

Pordenone, St. (in der oberital. Prov. 



499 



Pordonglaiio 



Porto Fino 



500 



Udine, zwischen Udine und Treviso), 
Portus Naonis, 

Pordonpiano, St. (auf der Insel Sar- 
dinien), Forum Traiani. 

Porentmy (deutsch Bruntrut), St. (im 
schweizer Kanten Bern, an der 
Alaine, Residenz des Bischofs von 
Basel), Bruntütum, — Bnmdusia, 

— Bnmdisia. — Brtmdrütum. 

Porös, Insel (an der Küste der griech. 
Nomarchie Argoüs mit dem gleichn. 
Hauptort, Flottenstation), Sphaeria 
(S^aiQla). — Hiera CIsqcc). — 
CcUaima {KaXavQSia). 

Porquerolles, Insel (in Frankreich, 
eine der Hyerischen Inseln), Porca- 
riola. 

Port-a-Conde, St. (Seehafen auf der 
Westküste Sardiniens) , Corac^des 
Portus {KoQax(o6rj(; Aifir^v). 

PortalegTO, St. (die mit Befestigungen 
umgebene Hauptstadt und Bischofs- 
sitz des gleichnam. Bez. der portug. 
Prov. Alemtejo), Portus Alacer. 

— Portcüegrum, 

Port Aman, Hafen (an der Westküste 
von Marokko), Mysocaras {Mvao- 
xdga^ AifA'qv). 

Portiei, St. J^ei Neapel, unfern der 
Meeresküste, steht, wie das benach- 
barte Eesina, auf dem verschütteten 
alten Herculanum), Suburbium Her- 
ciUanense. 

Portitza, St. (am Schwarzen Meere), 
Istropolis. 

Portland, Insel (zur engl. Grafsch, 
Dorset gehörig, im Kanal, deren 
Südspitze das felsige Vorgebirge 
Portland-Bill mit 2 Leuchttürmen 
bildet), Vindelis. — Portlandia. 

Portlouis (Blavet oder Port de la 
Montagne), St. (bef. Hafen im frz. 
Dep. Morbihan, am Blavet), Portus 
Ludovici. — Blabia. 



Porto, 1. s. Oporto. 

2. Mktfl. (bei Rom), Portus Ro- 
manus. -^ Augusti Portus. 

3* oder Torre di Yada (in Tos- 
cana), Vada Volterrana. 

Porto Bnfalo, St. (Hafen auf der Insel 
Negroponte), Porthm/us (üo^d-fiog). 

Porto Constanza, St. (auf der mitt- 
leren Ostküste der Insel Cypem), 
Salamis (Sala/xlg). — Constantia. 

Porto d'Atri, St. (in der ital. Mark 
Ancona), MatrinuM. 

Porto d'EUa (P. Fanari), St. (Hafen 
in Albanien), Elaea^ Portus CEXalccg 
Aifii^v). 

Porto de Santa Maria, s. Puerto de 
Santa Maria. 

Porto de Torre, s. Porto Torres. 

Porto di Ooro, St. (an einer der Po- 
mündungen in Italien), Carbonaria. 

Porto di Magrnavacea, Hafen (an einer 
der Pomündungen), Ostium Sagis. 

Porto dl Palinuro, Hafen (am Oolf 
von Tarent), Pälinürus Portus. 

Porto di Palo, Hafen (an der Südost- 
küste Siciliens, beim Kap Passaro), 
Portus Paxhyni {Aifiriv Haxvvov). 

Porto di Primaro, St. (Hafen an einer 
der Pomündungen), Portus Vatemi. 

Porto Draeone, Hafen (von Athen), 
Piraeus {JleiQaievq). — Piraeeus. 

Porto Ereole, St. (in Etrurien), Her- 
culis Cusani Portus. 

Porto Favona, St. (Hafen auf der 
Insel Korsika), Favonii Portus. 

Porto Ferr^jo, St. (feste Haupt- und 
Hafenst. auf der Nordküste der ital. 
Insel Elba), Portus Ferrarius. 

— Portus Ferraius. — Argous 
Portus. 

Porto Fino, Hafen (in der oberital. 
Prov. Genua), Portus Delphin*. 

— Delphtni, -orum. 



501 



PortogrftTedo 



Posilippo 



502 



Portogayedo, Hafen (in Marokko), 
BusuhEser CPovaovßtia^Q), — 
Bitsubyrsir CPovaovßvQolQ). — 
Busippir, — Busipissor. 

Porto Graäro, St. (Bischofssitz in der 
oberital. Prov. Venedig, am Lemone), 
PortiM Gruarii. 

Porto Interito di BelP Ocehio, Ort 

(an einer der Pomündungen), Ostium 
(hprasiae. 

Porto Legrnanoy Mktfl. (in der ober- 
ital. Prov. Verona), Fortus Ltgnacus. 

Porto Lon^one, St. (gat bef. Hafen 
auf der Südostküste der Insel Elba), 
Portus Longus. — Porttis Lon- 
gonis. 

Porto Hendra, Dorf (mit Euinen an 
der Ostküste von Attika), Thortcus 

Porto Haurizio (P. Moriso), St. (Hptst. 
und Hafen der gleichnam. ital. Prov. 
auf einem Vorgebirge am Golf von 
Genua), Porttis Mawritius. 

Porto Poro, St. (auf der Insel Cefa- 
lonia), Fronesus {nQwvriöoq). — 
Prownaei {IlQOvvaloi). — Pronii 
{IIqwvloi). 

Porto Baphti, Hafen (an der Ostküste 
von Athen), Panormus {IldvoQfxoq). 

Porto Bieo, s. Puerto Rico. 

Porto Torres (P. de Torre), St. (Hafen 
[von Sassari] auf der Nordküste der 
Insel Sardinien), Libissonis Turris. 

Porto VeceMo, !• St. (Hafen auf der 
Insel Korsika), Portus SyracusaniAS. 
3« Golfo di — , Meerbusen (ebds.), 
Buhra, -oe. 

Porto Yenere, St. (befest. Hafen in 
der ital. Prov. Genua, Bez. Levante, 
am Eingang zum Golf von Spezzia), 
Veneris Portus. 

Port-Boyal«des*Ghamps, Kloster (der 
Gisteroiensemonnen bei Versailles, 



gestiftet 1223, 1709 zerstört), P&rtus 
Begius. 

Portsmoath, St. (Soest in der engl. 
Grafisch. Southampton, auf der Insel 
Portsea am Kanal, erster Kriegshafen 
Englands, starke Festung), Magnus 
Portus. — Portus Adu/mus. — 
Portsmütfhjum. 

Port-sor-Sadne, St. (im frz. Dep. 
Haute-Saone), PorttM Ahudni. 

Portugral, Königreich (der südwestl. 
Teil der Pyrenäenhalbinsel, Hoch- 
land, mit fruchtbaren, aber wenig 
kultivierten Ebenen und Thälem, von 
den Unterlaufen des Guadiana, Tejo, 
Douro und Minho bewässert; 6 Pro- 
vinzen, Hptst. Lissabon [lisboa]), 
Lusitania. — Hispama Lusita- 
nia. — Provinda Lusitania. — 
Portugalia. 

Einw.: Lusitäni. 

Adj.: Lusitänus, -a, -um. 
Portugalensis, -e. 

Port-Yendres, St. (im frz. Dep. Pyre- 
nees-Orientales), Portus Veneris. 

Poms, Insel (im griech. Archipel) 
Porus. 

Poseheg:er Oespannschaft (in Slavo- 
nien, Hptst Posega [Poscheg]), Co- 
mitatus Possegänus. — Comi- 
tatus Possegiensis. 

Posegra (Poscheg), St. (Hptst. der 
Poscheger Gespannschaft in Slavo- 
nien, an der Orlyava), Basiäna. — 
PossBga. — Possegia. 

Posen, St. (Hptst. des gleichnam. HB. 
und der Prov. Posen, Festung 
I. Eanges, am Einflufs der Gybina 
in die "Warthe), Posn ani a. — 
Posna. 
Adj.: PosnamiensiSy -e. 

Posllippo, Berg (mit Grotte bei Neapel), 
Pau s ilypu s (IJavalkvitog). — 
Pai^ilippits. 



503 PossaYAnselier Distrikt 



Preslilii 



504 



PossaTanseher Distrikt (in Kroatien), 
Processtis Possavemus. 

Possenheim, Dorf (bayr. RM. Mittel- 
franken, Bezirksa. Rheinfeld), Pcis- 
sinum. 

Postelbergr, St. (im böhm. Kr. Saaz, 
unweit der Eger). Äpostolorum 
Porta. — Äpostolorum Mons. 

Potenza, St. (Hptst. der ital. Prov. 
Basilicata, Bischofssitz am Basonte), 
Potentia. 

Potsdam, St. (Hptst. des gleichnam. 
Rbzs. und der Prov. Brandenburg, 
an der Havel), Potestampium. — 
Pottstampium. — Postampium. — 
Bostampium. — PostBmwm. — 
Bestanium. 

Pougret, La — , Dorf (in Frankreich), 
Puefir^um. 

Pouilly, St. i^im frz. Dep. Nievre, an 
der Loii'e), PauUäcum. 

Poulangry, Mktfl. (und Kloster in 
Frankreich), PauUniacensis Abbatia. 

Pour^ain, St. (im frz. Dep. Allier), 
Famum Sancti Portiani. 

Pozzuoli (-0; Puzzuolo, -i), 1. St. (im 
Norden des Golfs von Neapel, Fund- 
ort der her. Puzzolanerde , welche, 
aus Eisensand mit Kalk verbunden 
bestehend, steinhart wird; dabei der 
1538 plötzlich entstandene Hügel 
Monte Nuovo), Puteoli. — Dicas- 
archia {dixaiaQXBKx). 

Einw. : PuteolWni. 

Adj.: Puteolänus, -a, -um. 

2. Meerbusen Yon — , Sinus 
Puteolänus. 

Prachiner Kreis (in Böhmen, früher 
selbständig, jetzt zum Kreis Pisek 
gehörig, benannt nach einem Berge 
bei Horazdiowitz, worauf früher eine 
Stadt Namens Prachin stand), Circur 
Zttö Prachensis. 

Praest0e, St. (Hafen und Amtssitz auf 
der dän.InselSeeland), Presbyteronesus. 



Prair (czech. Praha), St (Hptst Böh- 
mens und des gleichn. Kreises, alte 
Residenz der böhmischen Könige, zu 
beiden Seiten der Moldau, zerfallt in 
die 4 Städte: Altstadt, Neustadt, 
Kleinseite mit dem Hradschin und 
die kl. Bergstadt Wyssehrad und die 
Vorstädte Smichow und Karolinen- 
thal), Praga. — Boiöbünum. — 
Boviasmum. — Marohodum. — 
Casurgis. — Bubienum. 
Adj.: Pragensis, -e. 

Praslowitselia (Kiustenza oder Kin- 
stendza), St. (in Bulgarien, am Schwar- 
zen 'Meer), Consitantiana, 

Pratiea (Patrica), St. (bei Rom)' 
Lavinium. 
Einw.: Lavinienses. — La- 
vinii. 

Prayadi, Ort (in Anatolien), Soatra 
(SoazQa). — Sabatra {Saßarga). 

Pregrel, 1. FL (der eigtl. Hauptfi. in 
Ostpreulsen, entsteht aus der Inster, 
Pissa und Angerapp. Der P. teilt 
sich in Alten [südl.] imd Neuen 
[nördl.] P., die sich in Königsberg 
wieder vereinigen, und geht 8 km 
unterh. K. in das Kurische Haff), 
Guttälus. — Guthälus. — Chro- 
nus. — PregEla. — PregeUa, — 
PregöÜa. — Prigora. 
2* s. Bregel. 

Prekop, s. Perekop. 

Prella, Thal (in Italien), VaUis Petror 
latae. 

Premonster, Mktfl. (bei Laon im frz. 
Dep. Aisne), Praemonstratum, 

Prenzlau, St. (Ejeisst., KB. Potsdam, 
Prov. Brandenburg, am Ausflufe der 
Uker aus dem Ukersee, alte Hptst 
der Ukermark, 1128 angelegt, 1235 
zur Stadt erhoben), Primi slavia. 
— Premislaviß. — Prenslavia. 

Presidü, State äegU •— , Landschaft 
(in Toscana), Status Praesiddi. 



505 



Preslaw 



Pritm 



506 



Preslaw, s. Perejaslaw. 

Prefsbnrg: (ungar. Poson, slaw. Prefe- 
burek), St. (kgl. Frei- und Hptst. des 
gieichnam. Komitats in Ungarn, am 
linken Ufer der Donau), Posonium. 
— Pisonium. — Brecislaburgum, — 
Freaburgum. 
A(^.: Fosonienais, -e. 

Preuf sen, Staat (Königreich, der gröfste 
und wichtigste Staat im deutschen 
Beich, nimmt den grölsten Teil von 
Norddeutschland ein; Hptst. Berlin), 
B oruss ia. — Frussia, — XJlmigavia. 
Bew.: Borussi, — Frussi. 
Acy.: Borussicus, -a, -mw. 
Firu8sicu6, -a, -wm, 

PreuTsisch-Eylau, St. (Kreisst., BB. 
Königsbetg, Prov. Ostpreuisen, am 
Pasmar), Gilavia Bonissica. 

PreYesa (Vecchia oder Paleoprevyza), 
St. (türk., ehem. stark befestigt in 
Albanien, auf einer Halbinsel am 
Meerbusen von Arta, mit kl. Hafen), 
Nicopolis (NixoTtokig). — Äctia 
NicopoUs. — Actianopolis. 

Priehsenstadt, St. (bayr. EB. Unter- 
franken, Bezirksa. Gerolzhofen), Fri- 
poUs, 

Prilip (Perlepe, Perlipa), St. (in der 
türk. Prov. Eumelien), HeracUa 
Felagoniae, 

Primkenau (Piimmikau), St. (Kr. 
Sprottau, KB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien: dabei Schlofs imd Herrschaft 
P. des Herzogs zu Schleswig -Hol- 
stein-Sonderbui-g- Augustenburg), Fri- 
mislavia. 

PriHcipato, 1. citeriore, Provinz 
(frühere, des Kgrs. Neapel, der jetz. 
ital. Prov. Salerno entsprechend), 
Frincipatus Cüerior. 

2« alteriore, Prov. (der jetz. Prov. 
Avellino entspr.) , Frincipatus 
Ulterior, — Samnium. 

Prinzeninseln (im Marmarameer), De- 



monfnjesi {/l^fji6v[v]rjaoi)<, -crum. 
A<y.: Demonlnjesius, -a, -um {/Itj- 
/jiov[v]i^aiog). 

Prisrend, s. Perserin. 

Pristina, St. (in Serbien), Vicianunu 

Priwitz, Mktfl. (in Ungarn), Frividia. 

Proeida, Insel (kl. neapoHi, im Meer- 
busen von Neapel; an der Südost- 
küste die Stadt P. mit Hafen\ 
Frochyta {IIqoxvtv), 

PrpSrna, St. (in Rumelien), Froerna 
{IlQOBQva). — Froama {UQoaQva). 
Einw.; Frohemii, 

Promontore (Punta di Promontoria), 
Vorgebirge (südliche Spitze von 
Istrien), Folaticum Fromuntii- 
rium (kxQWTi^Qiov IloXatixov). — 
Folecdicum Fromuntimum (kxQw- 
xriQiov noX8arixov), 

Promontorlo del Monte Grargrano, 

Vorgebii^e (in der neapolitanischen 
Prov. Capitanata, bildet die in das 
Adriatische Meer vorspringende Halb- 
insel, nördl. vom Golf von Man- 
fredonia), Gargänum Fromun- 
turium. — Gargäni Montis Fro- 
munturiwm. 

Prote, Insel (an der Westküste von 
Messenien), Frota (JlQiozri). 

Provenee, Prov. (alte frz., am Mittel- 
meer zwischen Rhone und Var, imi- 
fafst die jetzigen Dep. Ehonemün- 
dungen, Var, Niederalpen und z. T. 
auch Seealpen), Frovincia» — 
Gallia Narbonensis, — Frovincia 
Frcmcogcdlica, — Sodaviorum Terra, 
— Salyorum Terra, 

ProTins, St. (im frz. Dep. Seme-Marne, 
an der Voulzie), Frovtnum. — 
Frovinium, — Frumnum. 

Prsypietseh, Fl. (in Russ.-Polen), Fri- 
petius, 

Prttm, 1. St. (Kreisst:, RB. Tiier, 
Rheinprovinz, an der Prüm, mit 



507 



Pmm 



Pimta del Pezzoio 



508 



ehenL reichsunmittelbarer Benedik- 
tinerabtei), Fruma. — Brumia, 

2« Kloster (ehem., s. 1), Pntmotoe 
MonaMerium. 

3. Fl. (1. Zufl. der Sauer in der 
Rheinprovinz, entströmt der Schneifei 
mid mündet bei Münden unterhalb 
Echtemacherbrück), Pmmus, 

Pmm (Pruym), il. (kL, in Belgien), 
Fronaea (IlQovald), 

Prurheim, Landschaft (Name der 
Gegend bei Bruchsal in Baden), 
Fn^nienwm, 

Prath, M. (1. Nbfl. der Donau, entspr. 
in Galizien an den Karpaten, bildet 
die Grenze zwischen Rumänien imd 
Ruüsland und mündet östl. von Ga- 
lacz bei Reni nach 840 km in die 
Donau), Hieräsus Cli^ccoog). — 
Geräsus. — Fyretus {JIvqbtoq). 

Przemysl, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises in Gahzien, am San, ehem. 
Residenz der Fürsten voh P.), Fre- 
mislia, 

Psara (Ipsara), Insel (kl., des Ägäischen 
Meeres unweit Ghios mit gleichnam. 
St.), Fsyra (^vqo), 

Psatho (oder Alepochori), St. (in 
Griechenland, zwischen Athen und 
Korinth), Fagae {Uayal). — Fegae 
{IlrjyccL), 

Psiloriti (Monte Giovio), Berg (auf der 
Insel Kandia {Ida (dor. 7rfa, att. "IStj). 

Puebla de Guzman, St. (in der span. 
Prov. Huelva), Fraesidiimi. 

Puebla de los Angreles, La — , St. 

(Hptst. des mejikan. Staates Puebla, 
Bischofssitz am Tlascala), Ängdo- 
polis Americana. 

Paente del Arzobispo, St. (in Spa- 
nien), Augustohriga. — Augusto- 
bnca. 
Einw. : Augiistobrigenses. 

Paente de Bon Ouarray, Ruinen (in 
der Nähe der St. Soria, der Hptst. 



der gleichnam. Prov. in Altkastilien, 

am Duero), 
Einw. : Nu mantia, — Numantmi, 
Adj.: Numantlnus, -a, -um. 

Puenta de la Beina, St. (in der span. 
Prov. Navarra), Gares, — Gare, 
Einw.: Garenses. 

Puerto de Babanon, Berg (in Spa- 
nien), Mons Sacer, 

Puerto de Salon , St. (in Spanien), 

Salauris, 

Puerto de San Martino, Hafen (in 
Spanien), Vi 8 et Fort u 8. — Vesci 
Fortus. 

Puerto de Santa Maria, St. (in der 

span. Prov. Cadiz, an der Mündung 
des Guadalete in die Bai von Cadiz), 
MenestMi Fortus. 

Puerto Beal, St. (in der span. Prov. 
Cadiz, an der Bai von Cadiz), 
Fortus Begius. . 

Puerto EIco (Porto R.), Insel (span., 
eine der greisen Antillen, Hptst. San 
Juan de P.), Insula Sancti loannis 
Fortus Divitis. 

Puieerda, s. Puycerda. 

Puiseaux, St. (in Frankreich), Futeolus. 

Pulkau, Mktfl. (im östr. Kreis Unter- 
manhartsberg, am Fufs des Manharts- 
bergs), Fulkau. 

Pultanah, St. (in Ostindien), Flühäna. 

Pultusk, St. (Kreisst. im russ.-poln. 
Gouv. Plock, am Narew), Fultovia. 
— Fultuscia. 

Punah (Poona), St. (Hptst. des gleich- 
nam. Distr. der indobrii Präsident- 
schaft Bombay, an der Muta), BaTta- 
vasi. 

Punta della Lieosa, Vorgebirge (bei 
Neapel), Fosidium (Iloaeiöiov). 

Punta dello Spartivento, s. Capo di 
Spartivento. 

Punta del Pezzoio (auch Capo di 
Cavallo gen.), Vorgebirge (im Südosten 



509 



Panta di GtigAnte 



(taamero 



510 



Italiens am sicilischen Sund), Caenys, 
-yos {Kalvvq), 

Pnnt« di Gigrante, Vorgebirge (an der 
Ostküste Siciliens) , PUmmyrium 
{ÜXrifjLfivQiov) PrwmiMitiuriu'm. 

Punta di Promontoria, s. Promon- 
torio. 

Fuseiana, Lagro di — , See (in Ober- 
italien), Ewpilis. 

Pnselas (Poschiavo oder Boschiavo)^ 
Mktfl. (im schweizer Eanton Grau- 
bünden, an der Stra&e über den 
Bemina), Fesclamum. 

Pusterthal (im östl. Tirol, durch das 
toblacher Feld in 2 Teile geschieden, 
welches die Rienz [gegen W.] und 
die Drau [gegen 0.] durchfliefsen), 
Pyrastarum Vallis, — Pyrusta^ 
rum VdUts. — Vcdlis Pusteria. 

Patzigr (Pauzke), St. (Kr. Neustadt in 
Westpreufsen, RB. Danzig, an der 
Putziger Wiek, einem Teil der Dan- 
ziger Bucht, durch die Putziger 
Nehrung von der Ostsee getrennt), 
Bugustia. — Pusiscum. 

Pay, Le — , St. (auch Le-Puy-en- 
Velay, Hptst. des frz. Dep. Oberloire, 
am Einflufs der Borne und des Do- 
laison in die Loire), Podium. — 
Civitas Vellavorum. — ürbs Vella- 
vorum. — Vellava ürbs. — Ani- 
cium. 

Payeerda, St. (befest., in der span. 
Landschaft Cordana in Katalonien, 



nahe der Segrequelle), Ceretano- 
rum lugum. — Podium. 

Pay-de-DOme, Gebirge (der nördl. 
Teil der Auvergne, meist Yulkani- 
schen Ursprungs; danach benamit 
das frz. Dep. P. mit der Hptst Cler- 
mont-Ferrand), Duma. 

Paylanrens, St. (im frz. Dep. Tarn), 
Podium Laurentii. 

Puzzuolo (-i), s. Pozzuoü. 

PyrenSe», Gebirge (Kettengeb. auf der 
Grenze von Frankreich und Spanien, 
zieht sich vom Kap Creuz und Kap 
Norfeo am Mittelmeer bis zur Süd- 
ostecke des Biscayischen Meerbusens, 
besteht aus zwei Ketten: den Hoch- 
oder Mittel- und den Westpyrenäen ; 
nach den P. sind auch die frz. Dep. 
Nieder-P., Hoch-P. und Ost-P. be- 
nannt), Pyrenaei Montes {Uvqti- 
valov ^ÜQoq). — Mons Pyrenaeus. 

— SaÜus PyretMeus. — SaUus Py- 
renaei. — Pyrenaeus. — Pyrene. 

Pyrgo, St. (lq der griech. Nomarchie 
Achaja und £lis, nicht weit vom 
Ionischen Meer, mit dem Hafenorte 
Katakolo), Pyrgus {IlvQyoq). — 
Pyrgi (nvQyoi).—Letftni{AeT^lvoi). 

Pyritz, St. (Kreisst., RB. Stettin, Prov. 
Pommern, im Weizacker), Piri s cum. 

— Pirissa. — Piriseum. 

Pyrmont, St. (flauptort des gleichnam. 
Kreises im Fürstentum Waldeck, an 
der Emmer), Pyrmontium. — 
Petri Mons. — Ärx Pyrmontana. 



a 



Qalabscheh, Dorf (in Nubien), Talnus. 

Quadema, Santa Maria de — , St. 

(ital. Prov. Bologna), Ciatema. 

Quanaro, s. Quamero. 
Quarantania^ Wüste (in Palästina), 



lericho, -t*s. — Hierichimtina 
Solitudo. — Qu^rantania. 

Quamero, Meerbuseri (der nordöstl. 
Meerbusen des Adriatischen Meeres, 
zwischen Istrien und Kroatien^ mit 



511 



Qaatre-Bras 



Raab 



515 



den 4 Quamerischen Inseln. Der 
zwischen Istrien und Cherso gelegene 
Teil des Golfs heilst Kanal Q., der 
7 zwischen Cherso und Lussin sowie 
Arbe und Page gelegene Kanal Quar- 
nerolo), Sinus Flanaticus, — 
Siwiis Flanonicus. 

Qnatre-Bras, Meierei (in der belg. 
Prov. Südbrabant, in der Gegend von 
Waterloo), Quattuor Bracchia. 

— Äd Quattuor Bracchia, 

Quebek, St. (Hptst. von Untercanada, 

' sehr starke Festung am Lorenzstrom 

mit vortreffl. Hafen), QuehEcum. 

— Kebicum, 

Qaedlinburg, St. (Kr. Aschersleben; 
EB. Magdeburg, Prov. Sachsen, an 
der Bode), Quedlinburgum ad 
Ältam Arborem. — Quedlin- 
burgum. — Quidelingeburgum. 

Queens County, Grafschaft (in Irland; 
Hptst. Maryborough), Comitatus Be- 
ginge. 

Qaeenstown (früher Cove), St. (in der 
irischen Prov. Munster, Haupthafen 
von Cork), Beginopolis. 

Quels, M. (1. Nbfl. des Bobers in Sohle- 
sien, entspringt auf dem Weifsen 
Flinsberg im Isergebirge und mündet 
oberhalb Sagan), Quissus. 

Ciuentin, St. — , s. St. Quentin. 
Quercy, Landschaft (im frz. Dep. Lot), 



Cadurca Terra, — Tractus Ca- 
du/rcensis. — Tracti^ Cadwrdnus, 
— (Jadwrcorum Begio. 

Qaerfart, St. (Kreissi, RB. Merseburg, 
Prov. Sachsen, an der Quema), 
Quernofurtum, — QuerfuHum. 

Qaesnoy, St. (Festung 8. Hanges im 
frz. Dep. Nord, im ehemal. Henne- 
gau, zwischen den Flüssen Ronelle 
und EscaiUon), Qusrcettim. 

({ai^to, Fl. (in Istrien, ergiefst sich bd. 
Cittanuova ins Adriatische Meer), 
Qtuietu>8, 

Quilleboeuf , St. (im frz. Dep. Eure, 
unweit der Seinemündung, Handels- 
hafen für die gröfseren Seeschiffe), 
Quilebovium, 

Quimper (Q.-Corentin), St (Hptst. des 
frz. Dep. Finistere, am Odet, Bischofs- 
sitz und kl. Hafen), Civitas Cu rio- 
sopitum, — Coriosopitum. — Curio- 
solimagus. — Comu Galliae, — 
AlauMa. 
Adj.: CoriosopitensiSj -e. 

Quimperl^, St. (Hafen im frz. Dep. 
Finistere, an der Vereinigung von 
Isok und EUe), Quimperlacum, 

QuMto, San — , s. San Quirito. 

Quito, St. (Hptst. der südamerikan. 
Republik Ecuador, am Vulkan Pi- 
chincha), Fanum Sancti Francisd. 

QnitroB, s. Kudros. 



R. 



Raab) 1. Fl. (in Ungarn, entspringt in 
den Fischbacher Alpen bei Fladnitz 
in Steiermark, wird bei Körmend 
schiffbar und mündet nach 180 km 
bei der Stadt Raab in die Donau), 
Arabo. — Ärabon, -önis, — Bahus. 
— Baha. — Hrapa. — Aqua Nigi-a. 
%m St. (ungar. Györ oder Nagy- 



Györ, Freistadt imd Hauptort des 
gleichnam. Komitats, am Einflufs der 
Raab und Rabnitz in die Donau, 
Bischofssitz u. Stuhlgericht), Arabo. 
— Arrabo. — Arraböna. — Ara- 
bonia. — Bhaba. — Gereorenuni. — 
launnum. — lavannum. — Iwnnum. 
3. Gespannschaft (Kr. jenseits der 



513 



RaMah 



Bmnberrillers 



514 



Donau), Comitatus laurienais. 

— Comitatus lavariensis» 

Babbah, Dorf (mit Bninen in Palästina, 
an der Ostseite des Toten Meeres, 
die alteHptsi der Moabiter), Area- 
polt 8 (k^eonoliq), — Babathmöba 
CPaßd^fiüfßa). — Eababatora. 

BabMa, La — , Gebirge (arab. Dschebel 
Dschebir, in Afrika), Äsyphiis 
(kavtpog). 

Rabk9z, Insel (in der Donau in Un- 
garn), Bahae InsiUa. 

Bacca, s. Bakka. 

Baeeonigrl, Si (in der ital. Prov. Cuneo), 

Baconisium, 
Raehada, M. (in Ostindien), Chrysocma 

(XQVoodvaq). 

Backhasborgr (Eake[l]sburg), St. (in 
TJntersteiermark), Bacospurgum, 

— Bacosburgum. — Bachelburgum. 

— Baditanum. — HiUcO/nwm. — 
Heditänum. — HältcWMMn. — AU- 
Cüwwn» 

Baekskeney, Dorf (in Ungarn), Inter- 

cisa. 
Baeonigri, s. Bacconigi. 

Badom, St. (Hptst. des gleichnam. 
Gouv. in Eussisch-Polen, im S. an 
östr. Gebiet grenzend; an der Ra- 
domka, einem Zuflufs der Weichsel), 
Carrodunum. — Badomia. 

Badstadt 9 St. (alte, im östr. Hzgt. 
Salzburg, zwischen dem Dachstein 
und dem RadstadterTauem), Teumia. 

Bagnit, St. (Ereisst., RB. Gumbinnen, 
Prov. OstpreuTsen, 1. an der Memel), 
BagnStum. 

Basrusa, St. 1. (Prov. Dubrownik, be- 
fest. Hptst. des gleichnam. Kreises 
im östr. Kgr. Dalmatien, am Adria- 
tischen Meer und am Fufs des Berges 
Sergio, Bischofssitz), Bhausium. 

— Bisimtm, 

2. — Alt- oder Bagrusa-Tecchia 

Snalfeld, Geograph. HandbücMein. 



(das alte Epidauros, jetzt ein ärm- 
licher Flecken, 2V9 St. von Ragusa 
entfernt), Ep idauru8( ^EnUctvQoq). 
Epidaurum, — Bagüsa Vetm, 

S. (in der Prov. Noto auf Sicilien, 
am M. R., einem Zuflufs des Mittel- 
meers), Hybla Minor (*Yßla ^ 
*EXdxz(av), — Heraea CH^ala). 

Bain, St. (bayr. RB. Schwaben, Be- 
zirksamt Neuburg a. D., an der Ach 
und unweit des Lechs), Clarenna ad 
Lid Confluentem. 

Bajoo, Fl. (im "Westen von Yorder- 
indien), Sad'iiS {SdSoq). 

Balzen (Ratzen oder Razen), Yolks- 
stämme (verschiedene serbische, 
griechischen Glaubens, in Serbien, 
Slavonien, Niederungam, in der Mol- 
dau und Walachei), Basciani. — 
Bctsd. 

Bakan, s. Rakow. 

Bakka, St. (im früheren Ejalet in 
Mesopotamien, jetzt im Paschalik des 
türk. Ejalets Aleppo, am Euphrat), 
Nicephorium (NixTj<p6^iov). — 
Consta/nttna. 

Bakonitz, St. (im böhm. Kreis Prag, 
Sitz eines Bezirksamts), Ba<;omcum. 
Ad^.: Ba^onicensis, -e. 

Bakow, Mktfl. (im russ.-poln. Gouv. 
Radom), Bacovia. 

BakoTfnitzer Kreis (in Böhmen), Pro- 
vincia Bacoiünicensis. 

Bama (Ramathaim Zophim, jetzt Nebi 
Sahamuil), St. (in Palästina), Ari- 
mathaea QiQLfm^aLd). — An- 
mathia. — Bama. — Bamüla. 

Bamanan-Kor, Yorgebirge (im Süden 
von Yorderindien), Cory {K&qv). — 
Colias {KwXidg). — Calligicum 
(KaXXiyixov). 

Bambert-le-Joux, St. — , s. St.- 
Rambert-le-Joux. 

BamberTillers, St. (im franz. Dep. 

17 



515 



Rambouillet 



BaTeBBbnrgr 



516 



Yogesen, am Mortagne), Bamberti 
Villa, — BamberviUa. 

BambouiUet, St. (im frz. Dep. Seine- 
Oise, am Walde von St.-Leger), 
Banibolstuin. 

Bamg'ong'a, M. (ein Nebenflufs des 
Ganges), Magon (Mdywv), 

Bamisseran-Kor (Eami-Sur), Insel 
(zwischen dem Yorgebirge Eamanan- 
Kor imd der Nordspitze von Ceylon), 
Insula Solis, — Cory (K&qv). 

Bamsey, St. (Hafen auf der Nordost- 
küste der brit. Insel Man), Bimnus. 

BanQon, Mktfl. (in Frankreich), Ände- 
camtäum. 

Bandazzo, St. (befest., in der ital.. 
Prov. Catania, am nördl. Fiifse des 
Ätna), Tissa. — Ttsse. 

Einw.: Tiss enses, — Tissirienses. 

Banden, Berg (Glied des deutschen 
Jura, teilweise noch im schweizer 
Eanton SchaShausen; auf deutscher 
Seite die Donauquelle), Äbnoba, — 
Äbnova. — Äbnona. 

Banders, St. (Amtsst. und Hafen im 
dän. Stift Aarhuus auf Jütland, an 
der Mündung der Guden-Aa in den 
ß.-!Fjord), Bandrusia. — Ban- 
ä/msivm, 

Baon l^tape, St. (in Frankreich), 
Bodo. 

Bappersehwyl (Rappersweil) , St. (im 
Seebezirk des schweizer Kantons 
St.-Gallen, an der Ostseite des oberen 
Zürichersees), Bwperti Villa, 

Bappoltstein, Schlofs (oberhalb Rap- 
pöltsweiler, ehem. frz. Ribeaupierre 
gen.), B app olti Petra. — Bupes 
Bapoldi. 

Bappoltsweiler, St. (Kreisst., Bezirk 
Oberelsafs , Elsafs - Lothringen , am 
Fufs des Wasgenwalds, ehem. frz. 
Eibeauville gen.), Bappölti ViMa. 

B&s-el-Ain, St. (im türk. Faschalik 



Biarbekr in Eleinasien), Besena. — 
Besa^ena CPSnaiva). — Theoäosio- 
pciis {ßeoSoaio^noliq). — Cokmiß 
Septimia Beaadneaiorum. 

Bfts-el-Boar, Yorgebirge (am Arabi- 
schen Meerbusen, auch Kap Calmez 
gen.), Mnemiwm (MvijfjieTov\ 

Bfts-el*Enf, Yorgebirge (in Ägypten), 
Fented^ictyhM, 

Bfts-el-Hadd, Yorgebirge (Sttdostspitze 
Arabiens), Didymi Montes, 

Bfts-el-Heili, St. (Hafen auf der West- 
küste von Yordenndien), JßJkmeorum 
Mnporium CEXdyx<oQ)' 

Basino (oder Kephalari), FL (auf Mo- 
rea, mündet in den Golf von Nau- 
pHa), Erasinus CEgaolroq). 

Bfts-Mohammed, Yorgebirge (die Sü4- 
spitze der Sinaihalbinsel im Boten 
Meere), Pha/ran {^a^dv). 

Bft8*Sem, Yorgebirge (im wesÜ. Barka 
in Afrika), Phycus, -wniis {^vxovq). 

Batibor, St. (Kreisst., RB. Oppeln, 
Prov. Schlesien, an der Oder, welche 
hier schiffbar wird), Bxxtiboria. 
Adj.: Batiboriensis, -e, 

Batzebnrg', St (Kr. Hzgi Lauenburg, 
Prov. Schleswig-Holstein, auf einer 
Insel im Eatzeburger See), Laci- 
burgwm, 

Bandten, St. (Kr. Steinau a. 0., KB. 
Breslau, Prov. Schlesien), BavJUna, 

Baum, Dorf (bei Poitiers in Frank- 
reich), Bowra/rmm, 

Bayello, Mktfl. (in der itaL Prov. Sa- 
lemo [Principato citeriore], oberhalb 
Amalfi), BaveUum. 

Bayenna, St. (Hptst. der gldohnam. 
ital. Provinz, einer früheren Delega- 
tion des Kirchenstaats, Frzbischofs- 
sitz, 1 St. vom Adriatischen Meer), 
Baverma, 
Einw.: BavennOtes, 

Bayenslmr^, St; (Oberamt, wüirttem- 



517 



BaTenstein 



Begensburir 



518 



berg. Donaukreis, an der SohuBsen), 
JRavenshtM'gum. 

BaTeostein, St. (in der niederl. Frov. 
Nordbrabant, Bez. Herzogenbusch), 
Bavenstentum. 

Bawa, Woiwodschaft (im ross.-pohi. 
GotLY. Waischau, an der Eawla, mit 
der gleichnam. Hptst.), PaicftiwUuB 
Bavensis, 

Bawi (Rawee), Fl. (einer der 5 Ströme 
des Pendschab, wird oberhalb Labore 
schiffbar und mündet nach 670 km 
in den Chenaub [Tschinab]), Hy- 
draotes i^Yögaanriq). — Hyarotis 
CVagcDTig), 

Baygeni) Kloster (in Mähren), Bay- 
gradense Monasterium. 

Basy Le —, Vorgebirge (im frz. Dep. 
Finistere), Cdlbium Promuntti/num, 

Bazelm, See (Salzsee an der südlich- 
sten Donaumündung), Halmyris 

(jikfjivQig). 

Bazik (Badsjik), St (in Syrien, am 
Euphrat), Eragiza CEgaylt^a), — 
Errasiga {^QQaalya). 

B6 (Ile de Re), Insel (befest., im At- 
lant. Ocean, an der Küste des frz. 
Depart Niedercharente , LarocheUe 
gegMiüber; Hauptort St.-Martin-de- 
Ee), Rea, — Radis. — Reacus, — 
Cracina. 

Beading, St. (in der engl Grafsch. 

Berks), Radinga. 

* 
Bebais, Kloster (bei Meaux im frz. 

Dep. Seine-Marne), Jßos&ace«. 

Beeanati, St. (in der ital. Prov. [früher 
päpsÜ. Delegation] Macerata, unweit 
des Adriat. Meeres), Rednetum. 

Beeeo, Mktfl. (in der oberital. Prov. 
Grenua), Ricina. 

Beehberg (Vorder- und Hinterweiler), 
Weiler (und Dorf, württemb. Jagst- 
kreis, Oberamt Gmünd in Württem- 
berg), Saloca. 



Beeknits, EL (Küstenfl. in Mecklen« 
bürg und Pommern, entspr. wenig 
nordöstl. von Güstrow, flie&t bei 
Damgarten in den Eibnitzer See 
[Saaler Bodden], von Marlow ab 
15 km weit für kleine Seeschiffe 
fahrbar), Raaxi. 

Beeonquis, Landschaft (in der Hcardio 
in Frankreich), RecupercUa Terra, 

Bednitz, FL (ein QueUfluTs der Eegnitz 
in Bayern, entsteht bei Georgens- 
gmünd aus der Schwäbischen und 
Fränkischen Eezat, nimmt r. die Kot 
und die VcHxlere Schwüzach, L die 
Auxach, Obere Schwabach imd Biber 
auf imd flieljst unterhalb Fürth mit 
der Pegnitz zur Begnitz zusammen), 
Radantia. — Ratanza. — Ra- 
diantia. 

Bedon, St. (in Frankreich), Roto. 

Bees, St. (Kreisst, RB. Düsseldorf, 
Eheinprovinz, am Ehein), Resse. 

Begen, 1. Fl. (Hauptabfl. des Böh- 
misch-Bayrischen Waldgebirges auf 
der bavrischen Seite, entsteht aus 
dem Schwarzen und Weifsen E., 
durchströmt im krystallinischen Ge- 
birge ein tiefes Thal, empfängt bei 
Cham die Chamb und bildet schliefs- 
lich bis zur Mündung in die Donau 
bei Stadtamhof die Grenze zwischen 
dem Donaugebirge und dem Jura), 
Regnus. — Regtnus. — Rezna. 

2. Mktfl. (Bezirksamt, bayr. EB. 
Niederbayem, am Schwarzen Eegen), 
Regna. — Regnus. 

Begensburg, St. (unmittelbare, Hptst. 
des bayr. EB. Oberpfalz, auf dem 
südl. Ufer der Donau, Stadtamhof und 
der Mündung des Eegen gegenüber), 
August a Tiherii. — Cölonia 
Tiberia Augusta. — Regiwum. — 
Castra Regina. — RaMsbona. — 
Reginöbwrguw. — Hieropölis. — 
Inibripolis. — Tibwmia. 

17* 



519 



ReffeBgtaof 



Beno 



520 



Be^r^nsfaul^ Mktfl. (in der bayr. Ober- 
' pfalz, am Begen, mit Sohlofsmine), 
Arx Begnesia, 

Beirenwalde, St. (Kreisst., KB. Stettin, 
Prov. Pommem, an der Rega), 
Khugiwn, 

Begririo, !• Calabria, Si (Hptst. der 
gleichnam. süditaL Prov., früher 
Csdabria nlteriore L, Erzbischofssitz 
imd Hafen an der Stralse von Mes- 
sina), Bhegium ^Pi^yiov). — Bhe- 
ffium lulii. 

Einw. : Bhegini C^ytvoi), 
3. Emilia, St. (Hptst. und Bi- 
schofssitz in der gleichnam. ital. 
Prov.), Bhegium Lepidi, — 
Begium Lepidum. — Begium Lepi- 
diwm, — dvitas Begium, — Forum 
Lepidi. — Begina. 
Einw.: Begienses a Lepido, 

Beg'ina, Mktfl. (in Kalabrien), Erinwm, 

Begnitz, El. (der wichtigste Nbfl. des 
Mains im Erankenland, bildet sich 
bei Fürth aus der Pegnitz und Red- 
nitz und mündet 6 km unterhalb 
Bamberg auf der 1. Seite), Begnesus, 

Beiehenan, Insel (im üntersee, badi- 
scher Ereis, Amt Konstanz, ehemal. 
.reichsunmittelbare Benediktinerabtei, 
724 vom heiL Pirmin gegründet, 
1803 säkularisiert; ein 1 km langer 
Dammweg verbindet im SO. die Insel 
mit dem EesÜand), Augia Dives. 
— Augia Maior. — Bichenavia, 

Beiehenbaeb, 1. Dorf (bayr. EB. Ober- 
pfalz, Bezirksamt Beding, ehemal. 
Benediktinerabtei von 1118), Scmcti 
Crregorii CeUa, 

S. im Togrtland, St. (sächs. 
Kreish. Zwickau, Amtsh. Plauen i, V.), 
Bicobäcum in Variscis. 

Beichenhall , St. (bayr. EB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Berchtesgaden, an 
der Saale in schöner Alpengegend), 
HaUa Oppidum» 



Beiehenweier, Dorf (Kant Kaysers- 
berg, Kr. Bappoltsweiler, Bez. Ober- 
elsafs, Elsafe-Lothringen, am Wasgen- 
wald), Bicomum. — BichomUa, 

Beify s. Biva. 

Bein^ Kloster (in Untersteiermark), 
Buna, — Bunense Coenobium. 

Belna, s. Begina. 

Beismarkt, Mktfl. (in Siebenbürgen), 

Mercurium, 
Bemagren, St. (Kr. Ahrweiler, BB. 

Koblenz, Bheinprovinz, L am Bhein), 

Bigomagum. 

Bemiremont, St. (im frz. Dep. Yogesen, 
an der Mosel, deutsch Beimersberg), 
Bomarici Mona. — Bomericus 
Mons, — Bomericum CaMrum. — 
Bemiremontium, — Avendi Gastrum, 

Bemo, San — , s. San Bemo. 

Bemols, Landschaft (im frz. Dep. Marne), 
Bemorum Pagus, 

BemuSy Dorf (und Gericht in der 
Schweiz), Bemtmum. 

Bemy, St« ~, s. St. Bemy. 

Bendsburgr, St. (Kreisst., Prov. Schles- 
wig-Holsteih, an der Eider), Bendes- 
bu/rgum, 

BenfreW) St. (Hptst. der gleichnam 
Grafech. an der vom Clyde bewäs- 
serten Westküste Schottlands am- 
Weifsen Gart), Benfroana, — 
Benfrona. 

Bennes, St. (Hptst. des frz. Dep. lUe- 
Yilaino, ehemals die der Bretagne, 
am ZusammenfluTs des Die und der 
Yilaine , Bischofssitz) , Bhedönes. 

— Bhedonum Civitas, — B^dontie. 

— Condate, 

Adj.: Bedonicus, -a, -um, 

Ben-Eevi (Eren-Kevi), St. (in Ana- 
tolien, im alten Troas), Opltrynium 
COg>Qvviov), 

Beno, El. (in der Emilia, entspringt 
am toskanischen Apennin, im NO. 



521 



Bentj 



Rhein 



522 



von Pistoja und mtlndet nach 105 bn 
unweit Bondano in den Po), Benus, 

— Bhenus. — Bononiensis Amnis. 

Senty, ICttfl. (im nördl. Fiankreioh), 
Bentiäcum. — Bentica, 

B^le, La — , St. (im frz. Dep. Gi- 
ronde, an der Garonne), Begüla. — 
Beola. 

Bepha, St. (an der Küste von Palä- 
stina), BapMaCPcc^la). — BaphBa 
CPd(p£ia). 

Beps, Mktfl. (im gleichnam. Stuhl im 
siebenbitrger Land der Sachsen), 
Bt^pes. 

Re^uena, St. (und Fort in der span. 
Prov. Cuenca, am Magro), LobBtum, 
Einw.: Lobetani. 

Besina, St. (in der ital. Prov. Neapel, 
am Vesuv, über dem verschütteten 
Herculanum), Herculanum. — 
Betina. — Besinum. 

B^thel, St. (im frz. Dep. Ardennen, 
an der Aisne) , Begiteste. — 
BetheliiMn. 

Betima (Betmo oder Bethymno), St. 
(Hafenstadt an der Nordküste der 
Insel Kandia, mit CitadeUe), Bhi- 
thymntai^Pid-v/jivla). — Bhithymna. 

— Bhithyma ^Pld^vfia). 

Einw.: Bhithymniatae CPi- 
d-v/iviärai), — Bht- 
thymnii CPt.S-vfjivioi), 

Betone 9 M. (in der oberital. Prov. 
Venedig), EretSnus. — Eretaeniis. 

Betz, Grafschaft (im frz. Dep. Seine 
inferieure), Pagus Batiatensis. 

— Pagus Batensis. 

B^union, Insel (seit 1642 frz., im In- 
dischen Ocean, zu den Maskarenen 
gehörig, seit 1789 und dann wieder 
seit 1848 so genannt [statt Bourbon] ; 
Hptst. St.-Denis), Insula Bwrhonia. 

BeoTs, 1. EL (r. Nbfl. der Aar in der 

Schweiz, kommt vom. St. Gotthard, 



durchströmt den Vierwaldstättersec 
undmündet bei Windisch), Beussia. 
— Bussa. — Busa, — Busia, — 
ürsia. 

2« Fürstentümer (zwei, und Bundes- 
staaten des Deutschen Beiches, im 
sog. Vogtlande, an der Saale und 
Elster, bestehend aus einem gröfsem 
nördl. und einem kleinem südl. 
Hauptteil, zerfallen in die Länder 
der. älteren [Hptst. Greiz] und jün- 
geren Linie [Hptst. Gera]), BuAhenia, 

Bew.: Bul^hBni. 

Adj.: ButhefMnsis, -e. 

Benfsen (Rotreufsen), Landschaft (ehe- 
mals Name eines Teiles von Polen, 
jetzt meist zum östr. Königreich 
Galizien gehörig), Buthenia. 

m 

Beutlingren, St. (Oberamt, Württem- 
berg. Schwarzwaldkreis, in frucht- 
barer Gegend an der Echaz), Buot- 
lingia. — Tarodunum. 

Beval, St. (estnisch TaUin, russ. Ravel, 
Hptst. des russ. Gouv. Estland, an 
einer Bucht des Finnischen Golfes), 
Bevalia. 

Beyel, St. (im frz. Dep. Obergaronne), 
Bevelium. 

Bevello, !• St. (in der piemont. Prov. 
Cuneo in Oberitalien, unweit des 
Po), Vibit Forum, — Velia. 
3. Schlofs (ebds.), BupeUum. 

Bezttns, Dorf (Schlofs und Gemeinde 
in der Schweiz), Bhaettum. — 
Bhetiimi. 

Bhain, s. Bain. 

Bheims (Beims), St. (Erzbischofssitz 
im frz. Dep. Mame, an der Vesle), 
Civitas Bemorum. — Bemi. — 
Dwocortörum. — Throcortürum. 
Adj.: BemensiSj -e. 

Bhein, Fi. (einer von den 7 Haupt- 
strömen des Deutschen Beiohes, ge- 
hört mit seinem Quellgebiet zur 
Schweiz, mit seinem Mündungsgebiet 



L 



523 



Bheinau 



Rhl^ne 



524 



zu den Niederlanden, also ein völlig 
germanischer Strom. Er entsteht im 
Kanton Graubünden aus 3 Quell- 
flüssen an und nahe dem St. Gott- 
hard: Yorderrhein [von Knspalt], 
Mittebhein [vom Lukmanier], beide 
bei Dissentis vereinigt, und Hinter- 
rhein [vom Hheinwaldgletscher, bei 
Beichenau mit jenem zusammen- 
flieJsend] ; die 5 Mündungsarme sind : 
"Waal [Hauptstrom, gegen W. über 
Nimwegen], Neue Yssel [gegen N. in 
die Zuidersee], Leck [gegen W., ver- 
einigt sich zwischen Dortrecht und 
Rotterdam mit der Waahnündung; 
die Ausflüsse beider: die Maas- 
mündungen], Vecht [gegen N. über 
Utrecht in die Zuidersee] und Alter 
Rhein [gegen NW. über Leyden bei 
Katwijk in die Nordsee]), Bhenys, 

Adj.: Bhenänüs, -a, -um. 

Vgl. auch Oberrhein. 

Bheinan, St. (im schweizer Kanton 
Zürich, am Rhein, nut prächtiger 
Benediktinerabtei), Äugia Rheni. 
— Augia Maior. — Wvinovium, 

Bheinberg, St. (Kr. Mors, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am 3,5 km langen 
Rheinberger Kanal, der als kanah- 
sierte Kemelt zum Rhein führt; ehe- 
dem eine wichtige Festung und 1 600 
noch am Rhein gelegen), Rheno- 
berga. 

Rheinfall, Wasserfall (des Rheines, 
welchen dieser Strom im Durchbruch 
durch den Jura bei Schaffhausen 
[bei Schlofs Laufen auf schweize- 
rischem Gebiet] bildet), Cataracta 
Rheni. 

Rheinfelden, St. (im schweizer Kan- 
ton Aargau, am Rhein), Rhinfel- 
dia. — Rhenofelda. 

Bheinfels, Schleis (und ehem. Festung, 
1245 erbaut, 1797 von den Fran- 
zosen zerstört, unterhalb des Kreis- 



städtchens Sankt Goar in der Rhein - 
provinz), Rhenofelsa. — Bhemh 
p^Hra. 

Bheingan, Landstrich (jetzt Kreis, zum 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau 
gehörig, zieht sich längs des Rheins 
von Niederwalluf bis zur Mündung 
der Lahn und umfalst die schönsten 
Landschaften und die berühmtesten 
Weinlagen des Reichs), Rheno- 
gavia, — Rhingavia. — Rhingaia. 
— Rhinovium, 

Bheinmageii, s. Remagen. 

Bheinthal (in der Schweiz), Bhe- 
gusia — Rheni VaMis. 

Bheinzabeni, Dorf (bayr. RB. Pfalz, 
Bezirksa. Germersheim, am Erlen- 
bach), Tabernae Rhenanae. — 
Tdbemae, 

Bhin, Fl (r. Nbfl. der Havel, entfliefet 
den Seen von Rheinsberg und bildet 
den Ruppiner See, geht meist kanaü* 
siert durch das Rhinluch und durch 
den Gülpsee zur Havel), Rhinua, 

Bhodez (Rodez), St (Hptsi des frz. 
Dep. Avignon, Bischofssitz am Avey- 
ron), RotBna ürbs. — OiviUis 
Rwt[h]enorum, — Segodünum. — 
Segodlnum. 

BhodaSy Lisel (türk., eine der Sporadeo, 
15 km von der Küste Kleinasiens, 
von einer waldigen, vulkanischen 
Bergkette durchzogen, mit gleichnam. 
Hptst.), Rhodus CPoSoq). — 3fa- 
caria {Maxaglix). — Ophiusa COipi- 
ovocc). — Ophiussa COq)iovoaa). 
Einw.; Rhodii CPoSioc). 
Adj . : RhodiuSf-a, -um CPoSiog) . 
Rhodiensis, -e. 
Rhodiacus, -a, -um. 

RMnej Fl. (entspringt am St. Gott- 
hard in der Schweiz aus dem Rhone- 
gletscher, der sich vom Galenstock 
terrassenförmig 6 St. weit herabsenkt, 
durchflieist sehr reüsend den Kanton 



525 



BAkjnßbnrg 



Blei 



52« 



Wallis zwischen den penninischen 
xind bemer Alpen, dann den Qenfer- 
see, durchbricht-, nach Erankreich 
übertretend, den Jura, bildet bei 
L'Ecluse eine merkwürdige Mufs- 
schwinde — la Perte du Bhone — , 
flielst westl. bis Lyon, dann südl. 
über Yienne, Avignon, Arles und 
mündet, ein teils sumpfiges, teils 
steiniges Delta [Insel Camargue] bil- 
dend, in das Mittelmeer [Golf du 
lion]. Danach benannt das frz. Dep. 
R, Teil von Lyonnais, Hptst Lyon; 
und das Dep. Rhonemündungen, am 
Mittelmeer, Teil der Provence, Hptst. 
Marseille), Ehodänus, 

Adj.: Bhodantc%ts, -a, -um. 

Rhynsburgr, Dorf (bei Leyden in Hol- 
land), Matilo, -ünis. 

Bibble, ¥L (in England, entspringt ün 

"West-föding der engl. Grafsch. York, 

am Whemside, und mündet nach 

90 km unterhalb Preston in die 

- Irische See), Belisama. 

Blbehester, St. (in England), Boeoto- 
nomäcum. 

Bibe, s. Ripen. 

Bibemont, St. (im frz. Dep. Isere), 
Ercuriacum. — Bibodimontenses. 

Bibnik, St. (in der Walachei), Castra 
Traiäna, — Castra Traiani, 

.Bieeift) La — , s. Ariccia. 

Bieha (Jericho), Dorf (mit geringen 
Ruinen einer der blühendsten Städte 
Palästinas, 2 St. westl. vom Jordan), 
Hierichus, -untis ClsQixovg). — 
Hiericas j -untis Clegixovq). 

Bichborough, St. (in England), Ei- 
tupae. — Butt4pia£. — Ad Bitupis 
Partum. 

BiehelieU) St. (im frz. Dep. Indre- 
Loire, Geburtsort des ber. R.), Bico- 
locus. — Bichelium. 

Bidunond, 1. St. (in der engl. Graf- 



schaft York, Nord-Riding), Eich- 
mundia, 

8« Marktstadt (in der engl Graf- 
schaft Surrey, an der Themse, das 
Tivoli Londons), Bichmandia. 

Bles, Ebene (fruchtbare, im östl. 
Württemberg und westl. Bayern, 
um die Städte öttingen und NÖrd- 
Ungen, von der Wemitz und Egge 
durchströmt), Betia Pagus. — 
Bhiusiava, 

Biesengfebirge, Hauptgebirge (des Her- 
cynischen Gebirgssystems und nächst 
den Alpen das bedeutendste Gebirge 
im Deutschen Reich, liegt auf der 
Grenze von Schlesien und Böhmen 
und hat eine Länge von SS km, eine 
Breite von 25 km. Im W. hängt es 
mit dem Isergebirge zusammen , im 
N. ti^nnt es das Hirschberger Thal 
vom Eatzbachgebirge, im 0. das 
Landshuter Thal vom Niederschlesi- 
schen Steinkohlengebirge, im S. Mit 
es sehr langsam zur Böhmischen 
Ebene ab. Zum Deutschen Reich 
gehört nur die eine Seite des Haupt- 
kamms mit den Vorbergen längs des 
Hirschberger Thaies; der höchste 
Berg in Deutschland aufserhalb der 
Alpen ist im östl. Teil die Schnee- 
oder Riesenkoppe: 1601 m), Van- 
daltci Moni es. — Montes Gigan- 
tii. — Montes Sudsti. — Ascibu/rgii 
Montes. — Ascihurgius Mens. 

Bieti, St. (in der mittelitaL Prov. 
Perugia, am Velino, Bischofssitz, 
einst Hauptort der Sabiner), Beute. 

— Beätym. 
Einw.: BeaPini. 

Adj.: BeaUmASf -a, -wm. 

BieoXy St. (im frz. Dep. Obergaronne, 
an der Rize und Garonne), Buesium. 

— Bivi, 

Biez (Ries), St. (im frz. Dep. Unter- 
alpen, mit merkw. röm. Altertümern), 



527 



Riga 



Blsano 



528 



Alebece Beiorum Äpollina- 
rium. — Beii Apollinores. — Colonia 
Beiorum ApoUinariwm. — AJbece. — 
Alhioece. — Civitas Beiensvwm. — 
Civitas Beiensis, — BegiiMn, 

Sig:a, St. (Hptst. des russ. Gouv. liv- 
land, an der Dima, 3 St vor deren 
Mündung in den Eigaischen Meer- 
busen, 2. Handelsstadt Buislands und 
alte, noch jetzt vorwiegend deutsche 
Hansestadt), B iga. — BigalAvoniae. 
Adj. : Bigensis, -e. 

BinÜDi, St. (Hafenstadt in der mittel- 
Italien. Pi-ov. Forli, am Adriat. Meer; 
im Mittelalter bedeutender Handels- 
platz), Arimtnum, 

Einw.: Ariminenses, 

Adj.: Ariminensis, -e. 

Bingrbjabingr, St. (am B..Fjord, Hptst. 
des gleichnam. Amtes im dänischen 
Stift Eibe der Halbinsel Jütland), 



Bingrsted, St. (auf der dän. Insel See- 
land, Amt Soree, mit alter Kirche 
einer Benedikimeräbtei^Bingstculitim, 

Bingwood, St. (in England), Begn/um. 

Binteln, St. (Kreisst., KB. Kassel, Prov. 
Hessen-Nassau, abgetrennt von der 
Provinz, unterhalb 1. an der Weser, 
im Übergang vom Berg- zum Tief- 
land), Bintelia. — Bintelium. 

Bio Bravo del Norte (R. Grande d. N.), 
Fl. (im südl. Nordamerika, entspr. in 
Neumejiko, am Südende der Rocky- 
Mountains, fliefst südöstl. auf der 
Grenze von Mejiko, mündet bei Mata- 
moras in den Golf von Mejiko), 
Boreälis Fluvius. 

Bio de Castro, Fl. (in Spanien), Florius. 

Bio de Janeiro, St. (stark bef. Hptst. 
und erster Handelsplatz Brasiliens 
tmd der gleichn. Frov., an der schönen 
gleichn. Bai), lanuarii Flumen. 

Bio de la Piata (Süberstrom), M. 
(grofser Strom in Südamerika, entspr. 



als Paranä im braslL Bergland, flieist 
als reifsender Bergstrom erst in süd- 
wesÜ. Richtung , dann ruhig durch 
die Pampas gegen S., nimmt bei Cor- 
rientes r. von N. her den Paraguay, 
weiter südl. den Uruguay auf, nimmt 
nun eigentUch erst den Namen R. d. 
1. P. an und mündet in der Bai von 
Buenos-Ayres in den Atlant Ocean), 
Argenteus Fluvius. 

Bio de la Puente, Fl. (in Spanien), 
Nelo, -önis. 

Bio Guadalmedina, Fl. (in Spanien), 
Fluvius Foederatorum. 

Biol, Dorf (Landkr. und RB. Trier, 
Rheinprov., unweit der Mosel), Bigo- 
dulum. 

Biom, St. (im frz. Dep. Puy-de-Dome), 
Bicomagus. 

Bion (Rioni), FL (in Transkaukasien, 
entspr. am Elbrus, ist der Hauptfl. 
des russ. Gouv. Kutais und mündet 
bei Poti ins Schwarze Meer), Phasis, 
'is und tdis {0aaig, 4>ciaidog und. 
4>aaiog). — Bheon (^Pswv). 

Bions, St. (im frz. Dep. Gironde), 
Serion. — Sirion. 

Bio Terde, Fl. (in Spanien), SaMuba. 

Bipacorsa, Grafschaft (in Spanien), 
Bipa Curtia. 

Bipen (Ribe), St. (Hptst des südl. 
dän. gleichnam. Stiftes in Jütland, in 
einer Enklave an der Nordwestecke 
Schleswigs an der Ribe oder Ripsaa), 
Bipae Cimbricae. — Bipae Phwn- 
dusorum. — Bipae. 

Bipon, St. (in der engl. Grafsch. York, 
im "West-Riding), Bhigodunum. 
— Isu/rium. 

Bisano, 1. Mktfl. (im dalmat. Kreise 
Cattaro, an der Bucht des Golfs von 
Cattaro), Bhizon {-lynis und -onis.! 
^Pl^cDv). — Bhizinium. — Bhi- 
cinium. — Besinum. — Bucimwin. 



529 



Bisse 



Boehefort 



530 



2. Fl. (in Dalmatien), Bhizon 
CPI^wv). — Formio, -öni«. 

Blsso, M. (auf Morea, im alten Achaja 
an der Grenze von Elis), Larisus 
(Aagiaoq). — Larissus (AccQtaaog). 

Sixlngen (Eechicourt), Dorf (Kantons- 
hauptort, Elsafs- Lothringen, Bezii^k 
Lothringen, Kr. Saarhurg in L.), 
Micciäcum. 

RiTa (Reif[f]), St. (in Tirol, Ki-. Trient, 
Haupthafen am Gardasee, an der 
Mündung der Sarca in das Nordende 
des Sees), Bipa. 

EiTesaltes, Mktfl. (in der altfrz. Graf- 
schaft Roussillon, im jetz. Dep. Ost- 
pyrenäen), Ripae Ältae. 

BMera, Küstenstrich (zieht sich am 
Golf von Genua von Nizza bis 
Spezzia hin, durch die Stadt Genua 
in 1. die R. diPonente [westl.] imd 
ftm die R. di Levante [östl.] geschie- 
den), 1. Ora occidentalis. 
3. Ora Orientalis. 

BiToli, 1. Dorf (in der Prov. Udine 
in Oberitalien, östlich vom Gardasee, 
an der Etsch), Ripulae Athesünae, 

2. St. (in der piemontes. Prov. 
Turin), Mipiüae. 

BiToltella, Mktfl. (in Itaüon), Ad 
Fleocum. 

Biwa (Riva), M. (an der Küste des 
Schwarzen Meeres, im alten Bithy- 
nien), Bhebas i^Prißaq). — Rhesus 
CPijoog). 

Bizeh, St. (türk. Hafen am Schwarzen 
Meer), Bhizus, -untis CPi^^ovg). 

— Bhizaeuni CPll^aiov oder ^Pil^alov). 

— Bhizius CPi^iog). 

Boanne (Rouane), St. (im frz. Dep. 
Loire), Bodumna. — Bhodumna. 

Bober, s. Rouver. 

BoMnlioodsbay, Busen (in En^and), 
Fanutn Aestuarium, 



Bobrine (L'Etang de Sigean), See (bei 
Narbonne in Frankreich), Bubren- 
sis Lacus. — Locus B%ibracen&is, 

— Bubresus. — Bubrasus. 

Boca, Cabo di (Kap da R.), Vorge- 
birge (westlichste Spitze von Portu- 
gal und damit von Europa über- 
haupt), Promunturium Lunae. 

— Promunturium Magnttm. — 
Promunturium Olyssiponense. 

BoeadiliO) St. (in Spanien), Carteia. 

Boeanello, Fl.(in Italien), C^ Z « 8 1 a r 1« «. 

— Cylistarnus. 

Bocca del Papa, Gebirge (und St. in 
der Gomarca di Roma), Algidum, 

— Fabia, 

Boeea di Mondra^one, Kastell (in der 
Prov. Neapel), Sinuessa. 

Bocca Imperiale, Mktfl. (in Süditalien, 
nw. von Thurii, im alten Lukanien), 
Lagaria {AayaQla). 

Boccalanzone, St. (in der ital. Prov. 
Parma), Lanzonis Mons. 

Boecamonnna, St. (in der ital. Prov. 

Caserfa), Suessa. 

Bocco, s. Paleo-Castro. 

Boche, 1* La — , St. (in Savoyen), 
Bupes AUobrogum, — Bochia. 

Boche, 2. l>e la — , Grafschaft (in 
Frankreich), Bupensis Comitatus. 

Boche-en-Ardennes, La — , Mktfl. 
(im frz. Dep. Ardennen), De Bupe, 

Bochechouard, St. (und Fort im frz. 
Dep. Obendenne), Bupes Cavardi, 

Bochefort, St. 1. (in der belg. Prov. 
Namur, ehemals Hptst. der Ardennen- 
grafschaft), Bupifortium Belgarwm. 

2. (im frz. Dep. Nieder-Charente, 
am Ausflufs der Charonte, 1 St. vom 
Atlant. Ocean, einer der drei grolflen 
Kriegshäfen Frankreichs) , Bupi- 
fortium. — Bupes Fortis, — 
Bupes Maior. 

Adj. : BupifordensiSy -€. 



53L 



Boebefoiieaald 



Born 



532 



Boehefoucaald, La — *, St (im frz. 
Dep. Charente), Bupes Fucaldi. 

— BupifocaMium. 

Roehegruyon (Boche Guydon), St. (in 
Erankreich), Bttpes Cruidonis. 

Bochelle, La —9 St. (stark befest. 
Hptst. des frz. Dep. Charente infe- 
rieure, am Atlant. Ocean), Bupella. 

— BupeUae. — Sdntönum Portus. 

Boehemaure, St. (im frz. Dep. Ardege), 
Btipemorus. 

Boehemeau, St. (iil Erfflokreich), Bocor 

meltis. 
Boehester, St. 1. (Cäty in der engl, 
Ghrafech. Kent, am Medway, mit 
Chatham verbunden; Bischofssitz), 
Durobrtvis. — Du/robr^ae, — 
Bhofi. — Boffa. 
Adj.: Bhoffensis, -c, 

Boffensis, -e. 

2* (Einfuhrhafen im nordamerik. 

Staat New-York, Grafsch. Monroe, 

am Genesee, unweit dessen Mündung 

in den Ontariosee), Boffa Ämericcma, 

Boeroy, St. (und Eestung im frz. Dep. 
Ardennen, an der Maas), Bupes 
Begia. — Bocroium. 

Boda, St. (im "Westkreis des Hzgts. 

Sachsen -Altenburg, in waldreicher 

Gegend an der Eoda, einem Nbfll. der 

Saale), Baecula. 
Einw.: Baeculonenses. 
Bodepont, Dorf (bei Eouen, im frz. 

Dep. Niederseine), Bitumagum. 

Bodemaclienif Mktfl. (Kant. £atten- 
hofen, Kj. Diedenhofen, Bezirk Loth- 
ringen, Els.-Lothringen), Bodemacria. 

Bodez, s. Ehodez. 

Bodna (Eodnen), Mktfl. (im siebenbürg. 
Distr. ßistritz, am Grofsen Szamos), 
Bodna. 

Bodosto (Eodosdsching, Eodostshig 
oder Tejur-Daghi), St. (im türk. Ejalet 
Adrianopel, Liwa (jallipoli; Erz- 
bischofssitz am Marmarameer), Bhae- 



destumCPaiSeazovy — Bhaedestt^. 
— Bisanthe (Biaäv^tj), 

B0dbye, Si (auf der Südküste der dän. 
Insel Laaland), ErytJvropolis. 

BSmer-Sehanze (in Ungarn), Äggeres 
Bomani. 

BQmhild, St. (Hzgt. Sachsen-Meiningen, 
Kr. Hildburghausen, an der Spring, 
1681 — 1710 Eesidenz einer sächs. 
Nebenlinie), BornMlda. 

Beer, s. Euhr 2. 

Boermonde, St (befest, in der niederl. 
Prov. Limburg an der Mündung der 
Roer [Ruhr] in die Maas), Munda 
Burae. — Buremunda. — Biire- 
monda. 

Boeskilde (deutsch Eoschild), St (auf 
der dän. Lisel Seeland, 30 km westl. 
von Kopenhagen), Boe Fontes. — 
Boesktlda. — Botschiida. — Bot- 
schildia. 

Bofirez, Grafschaft (in Erankreich), 
Comitatus Beddensis. — Pagus 
Beddensis. 

Bogrliano, St. 1» (in der ital. Prov. 
Cosenza in Calabria ulteriore, am 
Savuto), Bubla/num. 

3* (auf der Nordspitze der Lisel 
Korsika), Bid)lanum Corsicanum. 

Bohan, St. (im frz. Dep. Morbüian), 
Boanium. — Boanwm. 

Bohatyn, St. (im galiz. Kreise Brzezan), 
Moetonium. 

Boinon, Berg (auf Morea, im alten Ar- 
kadien), Ma^nalus Mons{MaivaXoq). 

Boldnc, s. Herzogenraid. 

Bolle, St. (im schweizer Kanton Waadt, 
an der breitesten Stelle des Genfer- 
sees, mit Schlofs üittins), Botulum, 

Bom, St (im Altertum Hptst. des 
Komischen Reiches, dann als Resi- 
denz des Papstes erste Stadt der 
' katholischen Christenheit; das neue 
Rom ist -seit 1871 Haupt- und Red- 



533 



Boms^a 



Bossa-Dseliailgradseh 534 



denzstadt des Eönigreiohs ItaHda. 
Es liegt zu beiden Seiten des Tiber 
noch innerhalb der aureUanischen 
Mauer, auf 12 Hügeln, in 14 Bioni 
[Quartiere] geteilt; 19 Thore und 
6 Tiberbrücken), Borna, 

Einw.: Bomam. 

Adj.: Bomanus, -a, -um. 

K^mayna, Landschaft (in Italien, 
welche vor 1860 den nördl. Teil des 
Kirchenstaates sowie den angrenzen- 
den Teil Toscanas begriff und jetzt 
in der Hauptsache die 4 italienischen 
Provinzen Bologna, Ferrara, Forli 
und Eavenna umfalst), Bomaniola. 
— Bomandiola. — Bomomia. — 
Flaminia. 

Bomainmoütier, St. (im schweizer 
KantonWaadt),12owamilf onos^mMw. 

Boman, St. (Ereisst. in der Moldau, 
am EinfluTs der Moldawa in den 
Sereth), Augustana Praetoria (sc. 
Daciae), 

Bomanien, s. Eumänien. 

Bomans, St. (im frz. Bep. Drome, an 
derlsere), Bomanum, — Bomani, 

Bomey (Val — ), Ländchen (in Bour- 
gogne), VaUis Veromaei. 

Bomont (Bemont), St. (im schweizer 
Kanton Freiburg, an der Glane), 
Botimdus Mons. 

Bomorantin, St. (im &z. Dep. Loir- 
Cher, an der Sauldre), Bivus Mo- 
rentini. 

Bonelglione, 1. Lagro di — , See 

(auch Vicosee genannt, bei der 
mitteütahen. Stadt Viterbo), Cimt- 
nu8. — Ciminius Lacus, 
2* St. (ebds.), Boncilio. 

BoBOO, Fl. (in Italien), Bedests. 

Bonda, St. (in der span. Frov. Malaga 
in Andalusien, auf einem isolierten 
Felsen, am Guadiaro), Anmda, 

Boosen, Ten —, Abtei (bei der Stadt 



Aelst in Ostflandem), Ähbatia Beatae 
MaHae de Bosis. 

Bopo, St. (in livadien, einst Festung 
auf der attisch -böotischen Grenze), 
OrDpus CSiiQwnoq). 

Boppenheim, Amt (und Dorf, Kanton 
Bischweiler, Kr. Hagenau, Bezirk 
TJnterelsais, Elsafs*Lothnngen), Bie- 
demis Fagus, 

Boquemaure, St. (im frz. Dep. Gard), 
Bvpes Maura. 

BoqueTaire, Mktfl. (im &z. Dep. 
Ehonemündungen), Bupes Varia. 

Borsehach, Mktfl. (imKantonSt. Gallen, 
belebter Seehafen am Bodensee: einer 
der Hauptdurchgangspunkte des Han- 
dels nach Süddeutschland), Bosacum. 

Bosamarina, Fl. (auch Furiano gen., 
auf der Nordküste von Sicilien), 
Chydas {XvSaq). 

Bosamo, St. (auf der "Westküste Süd- 
italiens), Medma {M^ÖfJia). — 
Medama. 
Adj. : MedmaeuSy-ay-umiMsöfialoq) 

Bosas, St. (befest. Hafen am Mittel- 
meer, in der span. Prov. Gerona), 
Bhoda. — Bhodopölis. 

Bosello, St. (in Toscana), BuseUae. 
Einw.: Buselläni. 
Adj.: Busellanus, -a, -um. 

Bosenau (ungar. Eoszno - Bänya) , St. 
(Bischofssitz im ungar. Komitat Gömör 
am S^o), Bosnyo. 

Bosette (arab. Easchid), St. (in Unter- 
ägypten, an der Mündung des westl, 
Hauptarms des Nil), Bölbüine {BoX- 
ßLxivrj). 

Bosidres-aux-Salins, St. (in Frank- 
reich), Bosariae. 

Bosny, Dorf (im frz. Dep. Seine-Oise, 
unweit der Seine), Botnacum. 

Bossa - Bscharigradseh , Landzunge 
(unweit der Mündung des Diyepr), 
Brom OS Achilleos {/i^ofioq 



535 



Roflsano 



fiousUlon 



536 



kxl^^fiog). — DromoB AchüUs 

Bossano, St. (in der ital. Prov. Cosenza 
in Calabria citeiiore, Hafen und Erz- 
bischofssitz), Rosciänum. — Rtis- 
cianum, — Rttsia. 

Rofsbaeh, Dorf (Kr. Querfurt, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen), Bos- 
bäcum. — Hippocrsne. 

Bosseno, St. (in der Prov. Neapel), 
Bossana. 

Bossoy, St. (in Frankreich), Bosettun. 

Bostock, St. (gi'öfste im Grhzgt. Meck- 
lenburg-Schwerin, an der Wamow, 
welche sich unterhalb sehr erweitert, 
13 km von der Ostsee), Bostochtum. 

— Bosarum Urbs. — BhodopoUs. 

— Bunitium, 

Adj.: BostochiensiSj -e. 

Botenburgr an der Fulda, St. (Kreis- 
stadt, RB. Kassel, Prov. Hessen- 
Nassau), Botenburgum ad Fuldam- 

Boterturmpars, FelsenpaTs (in dem 
Sachs. Stuhl Hermannstadt in Sieben- 
bürgen, führt aus diesem Lande 
durch dessen südl., hier von der 
Aluta durchbrochenes Randgebirge 
nach der Walachei; im Mittelalter 
auch Trajanspforte gen.), Arx Buhra. 

Botes Meer, Meerbusen (des Indischen 
Oceans, auch Arabischer Meerbusen 
genannt, zwischen Arabien und 
Ägypten, 2700 km lang, durchschnitü. 
335 km breit), Sinus Arabicus. 

— Mare Btibrum. 

Both, St. (Bezirksa. Schwabach, bayr. 
RB. Mittelfranken, am Einflufs der 
Roth in die Rednitz), Aurisium. 

Botheiibargr an der Tauber, St. (un- 
mittelbare, bayi'. RB. Mittelfranken, 
mit Mauer und vielen Türmen um- 
geben), BotJienbtirgum ad Tubärim. 

Bothkireb, Dorf (und Rittergut, Land- 
kreis und RB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien), Buffa Ecclesia. 



Bothmflnster, s. Rottenmünster. 

Botigrllano (oder Rugge), St. (in der 
Prov. Neapel), Budiae. — BhmUae, 

Botta, ¥L (bei Nizza in Obeiitalien), 
Bodorta. 

Bottenrnflnster, Weiler (und ehemals 
reichsfreie Cistercienserabtei am 
Neckar, 1838 aufgehoben, gehört jetzt 
zum württemb. Oberamt Rottweil), 
VaUis Beatae Mariae Virginis. 

Botterdam, St. (in der Prov. Südhol- 
land, nach Amsterdam der wichtigste 
Handelsplatz im Kgr. der Niederlande, 
an der Maas, natürl. Seehafen und 
Seestapelplatz des ganzen Rhein- 
und Maasgebiets), Boterodnmum, 
— Boterdomum. 

Bottweil, St. (Oberamt, Württemberg. 
Schwarzwaldkreis, am Neckar), Arae 
Flaviae. — BoteviUa. — Boto- 
mlla. — BottomUa. — JErythropolts. 

Boucy, Mktfl. (im frz. Dep. Aisne), 
Bucci Castrum. 

Bouen, St. (Hptst. der ehemal. Nor- 
mandie, jetzt des Dep. Niederseine, 
Erzbischofssitz an der Seine; der 
eigtl. Seehafen ist Quilleboeuf), Boto- 
magus. 
Einw.: Botomagi. 

Bouergue, La — , Landschaft (im frz. 

Dep. Guyenne), Buten i. — Boti- 

nicum. 
Boulers, St. (in Belgien), Bosar 

liensisVill a. — Bosfariensis Vüla. 

Boulx (Roelx), Dorf (im belg. Henne- 
gau), Bethia. — Bodium. 

Bousselaere (Rosselaere), St. (in der 
belg. Prov. Westflandem), BoUarium. 

Boussillon, 1. Le — , Landschaft 
(ehemalige Grafschaft und Provinz 
Frankreichs, im ganzen dem jetzigen 
Dep. Ostpyrenäen entsprechend), 
Sardones. 

d. St. (mit altem Schleis im frz. 
Dep. Isere am Rhone), Buscello- 



537 



Bourer 



Bnmftiüeii 



538 



num. — Buacino, -önw. — Boaci- 
Uana, — ürsölae, — Ursoli. 

BoiiTer (Bober), M. (Nbfl. der Mosel 
(in Frankreich), Er ühru 8. — Erubris, 

BoiiYres, Dorf (im frz. Dep. Cote-d'Or), 
Bowro, 

Bouwadde (Road), Insel (und St., 
auch Arwad gen. [hebr. Arvad], an 
der phönizischen Küste), Ärädus 
OiQaSog). 

Sonzy, Schlofs (in Frankreich), Baur 
ziacum FcUcUium. 

RoTa, FL (in der Prov. Genua), BiUuba, 

Boyeredo (deutsch Bovereit), St. (im 
tiroler Kreis Trient, am Leno, un- 
weit der Etsch), BoborEtum. — 
Boverettim, 

BoTigrno (Trevigno), Si (auf einer fel- 
sigen Landzunge in Istrien, am 
Adriatischen Meer), Bivonium. — 
Bovinum. 

BoTlgOy St. (Hptst. der gleichnam. 
oberital.Prov.inVenetien), Bhodigium, 

Bow, Mktfl. (in Podolien), Bova. — 
Eractum, 

BoxI>iirgh (Teviotdale) , 1. Gra&chaft 
(im südöstl. Schottland; Hptst. Jed- 
burgh), Teviotta, — Deviotia. 

S« Mktfl. (ebds., mit den Trümmern 
der her. Burg R.- Castle), Boa- 
bürg um, — Marchenitmi. 

Boyan, St. (im frz. Dep. Charente- 
Inferieure), Novioregum, — Be- 
gid/num. — Boiänum. 

Boye^ St. (in Frankreich), Bauga. — 
Bhodium. — Bodrina, 

Bozoy-en-Brie, St. (in Frankreich), 

Besetum. 
Bnad) s. Bouwadde. 

BuMaS) St (in Spanien), Bub ras. — 
Ad Cabezas. 

BaMera (Bubbiera), Mktfl. (befest, in 
der ital. Prov. Modena, an der 
Secchia), Buberia. — Herberia. 



Budolstadt, St (Hptst des Fürsten- 
tums Schwarzburg-Budolstadt, 1. an 
der Saale), BudolphopoliB. — 
Budolpkostadium. 

Bttbenaeh, Dorf (Kreis u. BB. Koblenz, 
Bheinprovinz), Bibiniacwm. 

BUg^n, Insel (Kreis, BB. Stralsund, 
Prov. Pommern, 967 qkm grofe; 
Landratsamt in Bergen a, B. — Die 
Insel liegt der neuvorpommerschen 
Küste gegenüber, hat 5 gro&e Meer- 
busen und 4 grofse Halbinseln; Haupt- 
ort Putbus), Bugia. 
Bew.: Bugiani. 

fivLeW^ St (im frz. Dep. Seine-et-Oise), 
Botalyenses. 

Bttstingen, Landschaft (in der Prov. 
Hannover), Hriustri. — Biustri. 
— Bustri Pagus. — Bhiustri Co- 
mitattis. — Bustringia. 

Bofach, St (Kantonshauptort, Kr. Geb- 
weiler, Bezirk Oberelsafe, Elsafs- 
Lothringen, an der Lauch und am 
Wasgenwald) , Bubeacum. — 
Buffacum. — Äquas Bubeae. 

Bohr, Fl. 1. (r. Kbfl. des Bheins in 
Westfalen und der Rheinprovinz, 
entspr. auf dem Plateau von Winter- 
berg am Buhrkopf, fliefst zuerst nach 
N. bis Olsberg, sodann in westl.. 
Hauptrichtung bis zur Mündung bei 
Buhrort. Bei Duisburg ist sie durch 
den 5 km langen Duisburger Kanal 
mit dem Bhein verbunden), Bwra. 

2* (niederländisch Roer, in der 
Rheinprovinz, entspringt unweit der 
Botrange auf dem Hohen Venn, tritt 
bei Kreuzau in das Tiefland und 
fliefst darauf vielfach verzweigt durch 
ein tiefes Wiesenthal bis zur Mün- 
dung bei Boermonde in den Nieder- 
landen), Bu/ra Batavorum. 

Bumihiieiif Königreich (vorher Fürsten- 
tum unter türk. Oberhoheit, 1859 aus 
den beiden Donaufürstentümern Mol- 



539 



Ramelien 



Saale 



540 



dau und Walachei gebildet; Haupt- 
u. Eesidenzsi Bukarest), Bomama, 
Bnmelieii (Rumili), Landschaft (tärk. 
Provinz, das alte Thracien, Bjalet 
Adhanopel), Sithonia (StS'wvla). 
— Thracia (SQaxrj). 

Einw.: Thraces {ß^axeg). 

Adj.: Thracicus,~a,-ijmi{BQaxix6g). 

Bumilly, St. (in Savoyen), Romi- 
liacum. — Bumüiaewm. 

Sum-Kala, St. (in Syrien), TJrima 
(OvQifia), — ürBma, 

Bankel, St. (Kr. Oberlalm, RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Lahn ; Hauptort der Herrschaft Wied- 
R. des Fürsten von Wied), Bun- 
calia. — BonccUia. 

Bunters, Gemeine (in der Schweiz), 
Contmm, 

Bapperstorf, Yogtei (ehemal, bei 
Hermhut in der Oberlausitz, sächs. 
Kreish. Bautzen, Amtsh. Lobau), 
Terra Boitinensis. 

Bapreehtsau, Ort (zur Stadtgemeinde 
Strafsburg im Elsafs gehörig, 3 km 
nordöstl., zwischen HI und Rhein am 
Dlkanal), Bujperti Äugia. 

BoTsland, Kaiserreich (nächst dem 
brit. Weltreich der gröiste, aber einer 
der am schwächsten bevölkerten 
Staaten der Erde, der einzige selb- 



ständige Slavenataat, den 0. Europas 
und den N. Asiens bis zum Greisen 
Ocean umfassend, zerlallt in das 
Europäische RuDsland, Sibirien und 
Turkestan sowie £aukasien. Eigent- 
hche Haupt - und Krönungsstadt : 
Moskau; kaiserhche Residenz: Sankt 
Petersburg), Bussia. — Bussia 
Magna^ — Bossia. 

Bew.: Bussi, — Bossi. 

Adj.: Bussicus, -a, -um, 
Bossiais, -a, -um. 

Bustingren, s. Rüstingen. 

Bastschok, St. (Hptst. des türk. ESja- 
lets Silistria in Bulgarien, an der Donau, 
Giurgewo gegenüber; griech. Erz- 
bischofssitz), Scaidava. — Sced^a. 
— Scedaba. — Ad Novas, — Novae. 

Bttvo (Rubio), St. (in der Prov. Neapel), 
Bubi, — Bu^m. 
Einw.: Biibustmi, 

Buys, Halbinsel (in Prankreich), Beu- 
visium. 

Bye, Mktfl. (dän., auf der Halbinsel 
Jütland), Bus Begis, 

Byenz, M. (in Tirol), Byrra. — 
Byrrhus. 

Byssel, s. Lüle 1. 

Byswyk, Dorf (niederländ., ^U St- süd- 
östl. vom Haag), Bis vi cum, — 
Bysmcum, 



s. 



Saa, FL (in Böhmen), TJzka. 

Saale, M. 1. SSehsisehe oder Thtt- 
ringisehe — (1. Nbfl. der Elbe, ent- 
springt am Grofsen Waldstein im 
Pichtelgebirge, nimmt, im allgemeinen 
nördl. strömend, Gewässer des Oster- 
landes [Weifse Elster mit Luppe, 
Pleifse], aus Thüringen und der Gol- 
denen Aue [Schwarza, Um, Ünstrut, 
Wipper] und vom Harz [Bodo, Seiko] 



auf, wird bei Naumburg schiffbar 
und mündet unterhalb Saalhom bei 
Barby), Sala, — Sola Saxonum. 
Adj.: Salän/us, -a, -um, 

2. Fränkische — (r. Nbfl. des 
Mains, entspr. im S. von Romhild, 
östl. von Königshofen, auf der bayr.- 
meining. Grenze, bayr. RB. Unter- 
franken, flieM zuerst bis Neustadt 
nach W., dann bis zur Mündung bei 



541 



Saalfeld 



Sachsen 



542 



Gemünden nach SW.; ihr flie&en 
zu: r. die Milz, Streu, Brand, Thulba, 
Schondra und Sinn; 1. die Lauer), 
Sola JFVancorum. 

8. Salzbnrger — (auch Saal oder 
Sala genannt, entsteht auf der Grenze 
lirols aus dem Stemsee, flieüst an 
Saalfelden im Pinzgaa vorbei und 
Mt unterhalb S^burg in die 
Salzach, einem Nbfi. des Inn), ScUa 
luvavensis, 

Saalfeld, Landschaft (oder Zollfeld, 
zwischen den Städten Klagenfurt und 
St. Veit in Kärnten, in welcher der 
Herzogsstuhl, auf dem die Herzöge 
von Kärnten die Huldigung der 
Stände entgegennahmen, und der 
Helenenberg, auf der Stelle des alt- 
römischen Virunum oder Garenta, 
hegen), Soliensis Camjpua. 

Saar, Fl. (r. Hauptzuflufe der Mosel, 
frz. Sarre gen., in Elsafs-Lothringen 
und der Eheinprovinz, entsteht bei 
Hermelingen aus der Weifeen [Quelle 
am Donon im Wasgenwald] und 
Roten Saar, wird bei Saarbrücken 
schiffbar und mündet südwestl. von 
Trier bei Konz. Zuflüsse: 1. die 
Albe, Bossel imd Nied; r. die Blies, 
der Sulz-, Fisch- und KöUerbach, 
sowie die Prims), Sardvus, — 
8arra, — Sara. 

Saarbrfleken, St. (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz, 1. an der Saar), Salem- 
brucca. — Sarae Castra. — Sara^ 
Tons. — Tons Sarüvi, — Augusti 
Muri, 
Adj.: Sarae^^iontüMus, -a, -^m. 

Saorburgr, St. 1. in der Bheinpro- 
vinz (Kreisst, RB. Trier, am Ein- 
flufe der Leuk in die Saar), Sarae- 
hwrgu/m. 

2. in Lothringpen (Kreisst. und 
Eantonshauptort an der Saar), Öara- 
nusca. — 8aa'(mu$oa, — Sarae- 



hwrgum. — Sarbu/rgum. — Sarae 
Castrum. 

Saarlonis, St. (Festung, Kreisst., RB. 
Trier, Rheinprovinz, an der Saar), 
Arx Ludovlct ad Saram. — 
Fanum Sancti Ludovici ad Saram. 

— Saravus Ludovici. — Sarluitium. 

Saas, Gemeine (in der Schweiz), 
Saxium. 

Saaz (böhm. Zatec), 1* Kreis (in Böh- 
men), Circulus Zatecensis. — 
drcidus Satecensis. — Circulus 
iMcensis. 

ft. St. (Hptst. des gleichn. Kreises, 
an der Eger), Zatecium. — Sate- 
cium. — Satec. 

Sabioneella, Halbinsel (in Dalmatien), 
Hyllis CYkXlg).—HyU€t8 CYJlXtjIq). 
Bew.: Hylli CYlkoi). — HyUei 
CYXXeioi). 

Sabionetta, St. (am Po und Oglio, in 
der oberital. Prov. Cremona), Sahulo- 
netta. 

Sabiote, St. (in Südspanien), Salaria. 

— Colonia Sdlariensis. — SaMotis. 

Sables d'Olonne, Les — , Yorgebirge 
(mit gleichnam. Festung und Hafen 
im frz. Dep. Vendee am Atlantischen 
Ocean), Pictonium Promuntu- 
rium. — Arenae Olonenses. 

Saboltseher Gespannsehaft (in Un- 
garn), Comitatus Szaböltsensis. 

Saeeania, Distrikt (auf der Halbinsel 
Morea), Romania Minor. — 
Bomama Morlae. — Argia. — 
Saccan>ia. 

Saeeo, FL (im Yolsker- und Albaner- 
gebirge), Caslnus. — Trerus. 

Saeedon, St. (in der span. Prov. Gua- 
dalajara, 1. am Tfi^o ; in der Nähe die 
Bäder von La Isabella), Thermida. 

Saebsen, 1« Königreich (zwischen den 
preufsischen Provinzen Schlesien und 
Sachsen, den Thüringischen Staaten, 



543 



Saeille 



Saint- A.llNms 



544 



Bayern und Böhmen, von der Elbe 
durchströmt, die bei ihrem Eintritt 
in S. das Eibsandsteingebirge, meist 
Sächsische Schweiz genannt, durch- 
bricht; Hptst. Dresden. Nächst der 
Elbe sind die wichtigsten Müsse: 
die Mulde mit ihren beiden Quell- 
flüssen [der Zwickauer und Freiberger 
Mulde], die Zschopau, Möha, Weifse 
Elster, Pleifse auf der Westseite des 
Hauptstroms; die Schwarze Elster, 
Spree und Lausitzer NeiTse [diese 
allein zum Odergebiet gehörig] auf 
der Ostseite), Scuconia, 

Bew. : Saxönes. 

Adj. : Saxonicus, -a, -um. 

ftm Land der — (ein Teil des 
östr. Grofsfürstentums Siebenbürgen in 
9 Stühlen, deren Bewohner ursprüngl. 
deutscher Abstammung, auch deutsche 
Sprache, Eechte und Sitten bewahrt 
haben und meist lutherisch sind), 
Fimdus Begius Saoconicus. 

Saeille, Mktfl. (in Savoien), SadUum. 

Saelas, Mktfl. (im wesÜ. Frankreich), 
SaJiocUta. 

Sadao, Fl. (in der portug. Proy. Alem- 
tejo, entspringt im algarbischen Ge- 
birge, heifst in seinem Oberlauf Sado 
und mündet nach 160 km in den 
Golf von Setubal), Catipos. 

Sab je, St. (in Dänemark), Saebotum. 

Sftekingren, St. (bad. Kr. Waldshut, 
am Rhein; 510 wurde vom heil. Fri- 
dolin dort ein Gotteshaus gegründet), 
Sanctio. — Saconium. 

Sftntis (oder Hoher Säntis), Gebirgs- 
stock (der Thuralpen auf der Süd- 
grenze von Appenzell gegen St.-GaUen), 
Sambutinum lugum, 

SaettO) Vorgebirge (in Kalabrien), 
Saettae CwpuU 

Saffi(Azaffi), St. (Hafenplatz in Marokko), 
Bis ar dl 8 CPiaciQÖlg), — Bmupi's. 

Safkias (Saphnas oder Safnat), Mktfl. 



(in ünterägypten am Ostofer eines 
Nilarmes bei den Ruinen von Tineh, 
im Alten Testament Tachpanches), 
JDaphnae Pelusiae {Jdq>vai ai 
IlsXovaiai). — TapJme. -— Taphnae. 
Einw.: Daphnaei {da(pvaloi\ 

Safari (oder Sesurich), St. (in Galiläa), 
Sepphoris (SsTKpwQig)» — Sap- 
phura {Sa7t^ovQ€t). — Sapphorlne. 
— Sipuria. — DiocaesarEa {dio- 
xaiaaQBia). 
Einw.: Sepphoreni {HenqxoQvcai), 

Sai^n, St. (Kreisst., RB. liegnitz, 
Prov. Schlesien, am Bober, der unter- 
halb S. die Tschirne aufnimmt; das 
Fürstentum Sagan, das 1425 durch 
Teilung der Glogauer Linie entstand 
und kurze Zeit Waldstein gehörte, 
ist jetzt im Besitz des Herzogs von 
Valen^ay zu Valen9ay im frz. Dep. 
Indre), SagHlMMn. 
Ac|j. : ScigomensiSy -c. 

Sagriano, FL (in der Prov. Neapel), 
Sagra. — Sagras. 

Said, AI—, Landschaft (Oberägypten), 
Äegyptus Superior, — Thebais 

{Bfißatc;). 

SaYda, St. (etwas westL vom mittel- 
alterl. Sagista, Seestadt im gleich- 
nam. türk. Ejidet [welches Beirut zur 
Hptst. hat und das alte Palästina 
und Phönizien umfafst], am Mittel- 
meer), Sidon (2i6(6v), 

Einw.: Sidonii (^lödviot). 

Adj.: Sidoni'us,'a,'Wm{I!i6iovioq). 

Said-Gazelle, St. (in Anatohen, im 
alten Phrygien), Synnada, -orum 
(Svvvada). — Synnada, -ae^ — 
Synnas, -ädos oder -ädis. 
Adj.: Synnadicus, -a, -um 
(Svvvaöixog). 
Syvmadensis, -e. 

Saillans, St. (in Frankreich), Saiientes. 
Saint- Albans, St (in der engl. Graf- 



545 



Saint-Amand 



Saint-m^ 



546 



Schaft Hertford, am Ver), Verula- 
mium. — Fanum Sancti Albani. 

Saint-Amand, 1. St. (im frz. Dep. 
Nord^ an der Scarpe), AmandopoUs. 

ft. Mktfl. (in der belg. Prov. Ant- i 
werpen), Elno. I 

Saint-Amour, St. (im frz. Bep. Jura), | 
Fanum Sancti Amatoris. \ 

Saint -And^ol, St. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Andeoli, — FoMum 
Sancti Andockt. — Vivariense Mo- 
nasterium. 

Saint-Andrews, 1. St. (Hafen (in der 
Schott Grafsch. Fife, an der gleich- 
nam. Bucht), Andreopolis. 

2* Insel (die gröfste der Bahama- 
Insehi, mit dem ^eichnam. Hafen- 
platz als Hauptort), Insüla Sancti 
Andreae, 

Saint-Asapli, St. (Bischofssitz im engl. 
Fürstentum Wales), l^an MW Sancti 
Asaphi, — AsapJiopolis, — Etwa, 

Saint-Aabin-dii-€ormier, St. (in 

Frankreich), Fanum Sandti Alhini, 

Saint-ATOy Abtei (in Lothringen), 
Fanum Sancti Nab^s. 

Saint- Ay, Si (im frz. Dep. Marne), 
Anisiäcum ad lAgMm, 

Saint -Beat, Mktfl. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Beati. 

Saint- Bertrand, St. (in Frankreich), 
BertranopÖlis, — Fanum Sancti 
Bertra/ndi. — CJonvenae. — Lugdü- 
num Convenarum, — Conveimrum 
ürbs. 

Saint-Briene, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Nordküsten, Bischofssitz an der Mün- 
dung des Gouet in den gleichnam. 
Meerbusen), Briocense Opp idum. 
— Briocum. — Fanum Sancti 
Briod, — Oppidum Sancti Brioci. 

Saint-Calais, St. (im frz. Dep. Sarthe), 
Sancti Carilesi Oppidum. — 
AniUa. — Anisota, 

Saalfeld, Geograph. Handbüchleio. 



Saint -Chamond, St (im frz. Dep. 
Loire, am ZusammenfluTs des Gier 
und Bau), Castrum Sancti Ane- 
mundi. — Fanum Sancti Chane- 
mundi. 

Salnt-Clande, Si (Bischofssitz im frz. 
Dep. Jura), Claudiopolis. — 
Fanum Sancti Claudii. — Fanum 
Sancti Eugenii. -^ Fanum Sancti 
Augendi. 

Saint-Clond, St. (im frz. Dep. Seine- 
Oise, am 1. Seineufer, 1'/^ St. von 
Versailles, 27* St. von Paris, einst 
kaiserl. Sommerresidenz), Fanum 
Sancti Clodoaldi. — Novientum. 

— Novigentum. 

Saint -Croix- de -Volvesne, Dorf (in 
Frankreich), Vemosole. 

Saint-Davids , St. (in der engl. Graf- 
schaft Pembroke in Wales, am Ein- 
fluTs des Allan in die Irische See), 
Fanum Sancti JDavidis. — 
Meneviae. 

Saint- Davids-Head, Vorgebirge (ebds., 
am St. -Georgskanal), Octapitärum. 

— Octapoetärum. 

Saint-Denis, St. 1. (im frz. Dep. Seine, 
*/a St. von Paris, aus der 613 von 
Dagobert I. gegründeten Benediktiner- 
abtei entstanden), Catoläcum. — 
CatuUia>cum. — Dionysiopolis. — 
Fanum Sancti Dionysii. 

2. (Hptst. der frz. Lisel Bourbon 
oder Eeunion, Bischofssitz und Resi- 
denz des Genersdgouvemeurs), ürbs 
Dionysii, 

Saint -Didier, St. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Desiderii, — 
Desideriopolis. — Sancti Desiderii 
Oppidum. 

Saint-Bi^, St. (Bischofssitz im frz. 
Dep. Vogesen, an der Meurthe und 
am Fufs des Omion),» Fanum 
S ancti Deodäti. — SaneUis 
Deodätus. 

IS 



547 



Salnt-IMeu 



Saint-Jean-d'Angely 548 



Saint-Diea, St. (in Frankreich), Deo- 

Saint-Dizier, St. (ehem. befest., im 
frz. Dep. Obermame), Fan um 
Sancti Desiderii. — Dominico- 
pölis. 

Saint-Esprit, St. (im frz. Bep. Landes, 
durch den Adour von Bayonne ge- 
trennt), Fanum Spiritus Sancti 
Vasconiae. 

Saint-Etienne, St. (im frz. Dep. Loire, 
am Müfschen Furens [Furand]), 
Fanum Sancti Stephani. 

Saint-Fangron, Mktfl. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Facundi. 

Saint -Fargreau, St. (in Frankreich), 
Oppidu/m Sancti Ferrioli, 

Saint-Florentin, St. (in Frankreich), 
Ehurohrlca. — Fanum Sancti 
Floreivtini, — Sancti Florentini 
Castrum, 

Saint-Flonr, St. (Bischofssitz im frz. 
Dep. Cantal, am Auzon, auf steilem 
Basaltfels), Augusta Nemetum. 
— Floriopolis. — Fanum Sancti 
Flori. 

Sainte-Foy-la-Grande, St. (im frz. 
Dep. Gironde), Fanum Sanctae Fidei, 

Saint-Frique , Mktfl. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Africani. 

Saint-Gabriel (oder Vemegues), Mktfl. 
(in der Provence), Ernaginum. — 
Flmagium, 

Saifit-Gannat, s. Gannat. 

Saint-Gaudens, St. (im frz. Dep. Ober- 
garonne), Sancti Gaudenti Oppidum. 

Saint-Genais, Halbinsel (in der Pro- 
vence), Inaula Sancti Genesii, 

Saint -Gengroor-le- Royal, St. (in 
Frankreich), Sancti Gmgulfi Op- 
pidum. 

Saint-Geitnalii-en-Laye, St. (im frz. 
Dep. Seine, 5 St. von Paris, von 
Franz L bis Ludwig XTV. Residenz 



der frz. Könige), Fanum Sancti 
Germani in Laia. — Fanum 
Sancti Gennani de Ledia. 

Saint-Gilles, 1. Mktfl. (in der belg. 
Prov. Ostflandem, Bez. St.-Nicolas), 
Fanum Sancti Aegidii Belgarum. 

2« Mktfl. (im frz. Dep. Vendee), 
Fanum Sancti Aegidii Pictaviae, 

3. -les-Bouelieries, St. (im 

frz. Dep. Gard), l^anww Sancti 
Aegidii. — Pdlatium Gotorum. 

Saint -Gislain, Mktfl. (in Belgien), 
FoMum Sancti Gisleni. 

Saint-Heand, St. (im frz. Dep. Loire), 
Sa/ncti Efugenii Vicus. 

Saint -Helena, Insel (def Engländer 
in der Mitte des Atlantischen Ooeans, 
Basaltfelsen; Hauptort: Jamestown), 
Instda Sanctae Helenae. 

Saint -Hippolyte, St. (im frz. Dep. 
Gard^ am FuTs der Cevennen, an der 
Vidourle), Fa/num Sancti Hippolyti. 

Saint-Honorat, Insel (an der Südküste 
von Frankreich, im Mittelmeer, zum 
Dep. Var gehörig), Lertna, — Le- 
nnus. — Linnus. — Planasia, — 
Plana Insula, 

Saint -James, 1. Palast (königlicher, 
ehemal. engl Residenz in London), 
Palatium Sancti lacobi. — 
Fanum Sancti la^cobi. 

S. St. (auf der Kleinen, den Briten 
gehörigen Antille Barbadoes; Hptst. 
Bridgetown), Fanum Sancti la^dbi. 

Saint-Jean, Insel (dänische, einer der 
Jungfeminseln in den Kleinen An- 
tillen; Hauptort Christiansbai), Insula 
Sancti loannis. 

Saint- Jean-d' Acre (Acca oder Akja), 
St. (befest. Hafen in Syrien, an der 
gleichnam. Bai des Mittelmeers, am 
Fulse des Karmel), Acco, — Aca. 
— Ace {kxi]). — Ptolemäis, 4dis 
(IltoXsfjcatg). 

Saint- Jean-d'Angrely, St. (im frz. Dep. 



' 



549 Saint-Jean-de-Bournay 

Niedercharente, an der Boutonne), 
Fanum Sancti loannis An- 
ger iäci. — Angeriacum, — JE^ 
genäcum, 

Saint -Jean- de -Bonmay, Mktfl. (in 
Eranloreicli), Tureciormum, 

SalBt-Jean*de-Garsraier, Mktfl. (in 
Fimkreich), Gargarius, 

Saint-Jean-de^Losne-Belle-D^feiise, 

St. (im jQranz. Dep. Cote d'Or), 
Latona, — Laudona, — Famum 
Sancti loa/nms Laudonensis, 

Saint- Jean-de-Luz, St. (Hafen im frz. 
Dep. Niederpyrenäen, an der Mündung 
der Nivelle in den Golf von Biscaya), 
Vicus Lucius. — Lutsium. -- 
Fanum Sancti loannis Luisii. 

Saint -Jean- de -Maniienne, St (in 

Frankreich), Brennovtcum. — 
Fanum Sancti loannis in VoUle 
Mauria/na. — Mauriana. — Oppi- 
dum Divi loannis Maurianensis. 

Saint- Jean-Pi^(Pied)-de-Port , St. 

(Citadelle im frz. Dep. Niederpyre-' 
näen, an dem einzigen fahrbaren Pafs 
nach Navarra\ Fanum Sancti 
loannis Pedeportuensis ( — 
Peteportuensis), — Imus Pprenaeus. 

Saint-Johns-Point, Vorgebirge (auf 
der östl. Seite Irlands, südl. von 
Belfast), Isamnium, 

Saint-Josse-sor-Mer, Dorf (in der 
Hcardie in Frankreich), lud o cum, 

— Apud Sanctum ludocum. — 
CeUa Sancti lodoci. 

Saint-L^onard, s. Corbigny St. Leonard. 

Saint-Lizier-de-Conserans, St. (in 
Frankreich), Fanum Sancti Lu- 
cerii. — Fanum Sancti Lizerii. — 
Licerium Conseränum. — Ausi/ria. 

Saint -Ld, St. (Hptst. des frz. Dep. 
La-Manche; Münzstadt), Briovera, 

— Oppidmn Sancti Laudi. — 
Oppidti/m Sancti Laudonis. — 
Sijmctus Laudus, 



Saint-flEaurice 



550 



Saint -Loeat, Mktfl. (in Frankreioh) 

Castrum Octavianum, 
Saint-Maeairtf, St (im frz. Dep. Gi- 

ronde, an der Garonne), Ckistnun 

Sancti Micarii, 
Saint-Mali^, 1. St (franz. Hafen und 

Gebiet der hindostan. Prov. Malabar 

in Ostindien), Sancti Matthias ürbs, 
2* Insel (die gröfste der Sechellen, 

welche daher auch Maheinseln heifsen), 

Sancti Matthias Insula. 

Saint-Maixent, St (im frz. Dep. Poi- 
tou), Fanum Sancti Maxentii. 

Saint -Malo, St (starkbefest, im frz. 
Dep. Hle-Vilaine, an der gleichnam. 
Bucht), Maclopolis. — Fanum 
Sancti Maclovii. — Maclovium. — 
Alstha Maclovia. — Madomum. 
Adj.: Maclomensis, -e. 

Saint-Marceilin, St. (im frz. Dep. 
Isere, an der Isere), FaniMn Sancti 
Marcdlini. 

Saint -Marein, St (in Frankreich), 
Caudalicas, -ae, 

Saint-Mareonl , s. Corbigny-St-Mar- 
coul. 

Sainte-Margn^rite, Insel (eine der 
Lennischen Inseln an der Südküste 
von Frankreich), Lero. 

Saint-Martin, St. (befest. Seestadt im 
frz. Dep. Niedercharente, Citadelle 
auf der Insel Be), Fanum Sancti 
Martini. 

Saint-Manr-de-Foss^s, Dorf (im frz. 
Dep. Seine, Bez. Sceaux, an der 
Mündung der Marne in die Seine, 
früher Hauptsitz der Kongregation 
des Benediktinerordens der Mauriner), 
Bagaudarum Castrum. — Mo- 
nasterium Fossoitense, 

Saint-Manrlee, 1. St (im frz. Dep. 
Obersavoyen, am Isero und am FuDs 
des Kleinen Bernhard), Fanum 
Sancti Mauritii. — Tamaca, — 
Tamadae. — Berffintrum, 

18* 



551 



Sttint-M^nehould 



Saint-YandrUle 



552 



Saint-M^nehouldf s. Menehould. 

Saint-Miehaelstown, St. (in England), 
Fanum Sancti Michaelis. 

Salnt-Mihiel, St. (in Frankreich, Dep. 
Maas), Sancti Michaelis Fanum, 

Saint-Nicolas-du-Port, St. (im frz. 
Depart. Meurthe, an der Menrthe), 
Fanum Sancti Nicolai Lotharingiae, 

Saint-Omer, St. (und Festung im frz. 
Dep. Pas-de-Calais, an der Aa und 
der Mündung des Kanals Neuf-Fosse), 
Audomaropolis. — Äudomarum. 

- Fanum Divi Äudomari. 

Saint-Ouen, Dorf (IV» St von Paris, 
an der Landstralse von Saint-Denis, 
Stromhafen und Schlofs), Sancti 
Äudoeni Fanum. — Corobilium, 

Saint-Oyen, s. Saint-Claude. 

Saint- PalaiSy St. (im frz. Dep. Nieder- 
pyrenäen), Fanum Sancti Pala- 
tii. — Opfpidum Sancti Pela^/ii, 

Saint-Papoul) St (im frz. Dep. Lan- 
guedoc), Fanum Sancti Papbli, 

— Fa/num Sancti Fapuli, 

Saint-Paul, 1« Insel (brit, mitten im 
Indischen Ocean , Walfisch&nger- 
station), Insula Sancti Pauli, 

3. St (im nordamenkan. Staat 
Minnesota, 1. am Mississippi), Fanum 
Sancti Pauli. — Alexandna. 

3. St. (auf der frz. Insel Bourbon 
oder Reunion), Sancti Pauli Op- 
pidum. 

Saint-Paul-de-L^on, s. Saint-Pol-de- 
Leon. 

Saint - Paul - de - Trois - Chftteaux 

(Aouste-en-Diois), Mktfl. (im frz. Dep: 
Drome, am Dröme, reich an römi- 
schen Altertümern), AugustaTri- 
. castinorum. — Fa/num Sancti 
Pauli Tricastmi. — Sa^ncti Pauli 
Tricastinorum Civitas. 

Saint-Paulien, St (im frz. Dep. Haute- 
Loire), Bevessio, 



Saint-Pol-de-L4on, St (Bischo&sitz 
im frz. Dep. Finistere), Fanum 
Sancti Pauli Leonensis. — 
Leonensis Pagus. — Leona. — 
Leowum. 

Saint - Pons - de - Tliomidres , St- 

(Bischofssitz im frz. Dep. Herault), 
Fanum Sancti Pontii Tome- 
riarum. — Pontiopolis Tomerias, 
— Tomerias. 

Saint- Ponrealn, St (in Frankreich), 
Fanum Sancti Portiani. 

Saint-Quentin, St. (im frz. Dep. Aisne, 
an der Sonmie), August a Vera- 
manduorum. — Au>gusta Viro- 
manduorum. — Quintinopölis. — 
Sanquintmum. — Virma/ndense Op- 
pidMm. — Fanum Sancti Qmntini, 

Saint-Rambert-le-Jonx, St. (im frz. 
Dep. Ain), lurensis ürbs. 

Salnt-Bemy, St. (im frz. Dep. Ehone- 
mündungen), Fanum Sancti Be- 
migii. — Glanum. 

Saint - Biquier, St (im frz. Dep. 
Somme), Centulum. 

Saint-S^yer, St (im frz. Dep. Landes), 
Fanum Sancti Severi. — Seve- 
ropolis. 

Saint-Trond (Saint-Trou oder Saint- 
Truyen), St (in Belgien), Fanum 
Sancti Trudonis. — Tnidono- 
polis. 

Adj.: Trudonensis, -e. 

Saint-Tropez, St (im frz. Dep. Var), 
Fanum Sancti Eutropii. — 
Fanum Sancti Tropetis. 

Saint -Ursaiie, St (in Frankreich), 
Fanum Sancti ürsicini. 

Saint-Talery, St (im frz.Dep. Vimeux), 
Fanum Sancti Valerii, — Vi- 
macensis Ahbatia. — Leueonaus. — 
Legonaus. 

Saint-Yandrille, Abtei (der Benedik- 



553 



Salnt-Yenant 



Salhadsehar 



554 



tiner in der Normandie) , Famiim 
Scmcti VandrigesüU, 

Saint -Tenant, St. (in Prankreich), 
Fawum Sancti Vencmtii, 

Saint-Treix-la-Perche, St. (im frz. 
Dep. Obervienne; Fundstätte von 
Kaolin und kömigem Feldspat zur 
Glasur des Porzellans), Ätanus. 

Saintes, Les — , 1. St. (im frz. Dep. 
Niedercharente, an der Charente, mit 
vielen röm. Altertümern), Medio- 
lanum Santönum, — Santbnes. 

— Santonica Urbs. — Santonorum 
ürbs. 

ftm Inseln (zwei franz. in "West- 
indien, zu Guadeloupe gehörig, mit 
einer der sichersten und gröfsten 
ßeeden "Westindiens), Insular Sanctae. 

Sainton^e, Landschaft (frühere Prov. 
im westl. Frankreich mit der Hptst. 
Saintes, bildet jetzt mit Aunis den 
gröfsten Teil des D^. Niedercharente), 
Santönes, — Santonia. — San- 
tönum Tradus, — Santonensis Ager. 

— Santonicus Ager. 

8lU*o, Fl. (NbfL. des Hemad in den 
Ungar. Komitaten Gömör und Borsod, 
mündet bei Onod. An demselben 
hegt im Komitat Gömör der Mktfl. 
Sigo- Gömör mit den Euinen des 
festen Schlosses Gömör), Sawnius. 

Sakar^a, Fl. (in Anatolien, " einst 
Hauptstrom Kleinasiens) , Sanga- . 
rius (SayyaQiog). — Sagäris 
{SdyaQtg). 

Salabrenna, St. (in Andalusien), 
SelawMna. 

Salaea, St. (im Glücklichen Arabien, 
nicht weit von Sabä, dem heutigen 
Mareb), Berentce Panchrysos 
{BsQEvlxri üayxQVGoq). — Berenlce 
Altera. — Berenice iuocla Sabas. 

Salader Oespannschalt, s. Szalad. 

Salahieh, St. (im Innern von Khusistan 



von Persien, vom phöniz. Sola „Fels- 
berg*'), Seh (SiXTj). 

Salamanea, St. (Hptst. der gleich- 
nam. span. Prov. im Kgr. Leon, am 
Tormes, mit alter röm. Brücke), 
Salanianttca. — SalmaMica. — 
Salmantia. — Elmatica. — Her- 
mandica, — VetUynwm Urbs. 
Adj.: Salamanticensis, -e. 
Salmanticensis, -e. 

Salambria (Selambria), Fl. (Haüptstrom 
von Thessahen, entspr. auf dem Pin- 
dus, durchjQiefst das Thal von Tempe 
und mündet zwischen dem Olymp 
und Öta in den Golf von Salonichi), 
PenEus {Jlriveioq). — Sdlambrias, 
-ae {SakafxßQlag). — Salahriaa, -ae. 

Salanehe (Sallanches), St. (im frz. Dep. 
Niedersavoyen, angesichts des Mont- 
blanc), Salanda Sabaudorum. 

Salandra, Mktfl. (in der Prov. Neapel), 

Acahmdra. 
Salandrella, Fl. (ebds.), Acalandrus. 

Salankemen, Dorf (in Slavonien), 
Salancemum. — Salancema. — 
Acimincum. 

Saldanha, Mktfl. (in Portugal), Eidana. 

Salemi, St. (in der ital. Prov. Trapani 
auf Sicilien, am Arena), Halicyae 
C^XixvaL). — Cimtas Halicyensis. 

Salemjat^ s. Seimen. 

Saleph, Fl. (auch Erminet-Su oder 
Ghoek-Su gen., in Anatolien), Caly- 
cadnus {Kakvxaövoq). — Calydmis 
{KaXvövoq). 

Salemo, !• St. (Hptst. der ital. Prov. 
Principato citeriore, am Golf von S. ; 
Hafen und Kastell), Salemum. 

Einw. : Salemitdm. 

Adj.: SalemttamtSj -a, -um. 

3. Meerbusen von — (ebds.), 
Sinus Paestanu^. 

Salfatara, s. Solfatara. 

Salhadsehar (oder Chabbas-el-Ameyr), 



555 



Salina 



Salpi 



556 



St. (in ünterägypten nioht weit vom 
Meer am r. Ufer des kanobischen 
Nilarmes), Naucrätis (Navxgatig), 

Einw. : Naucratii(ie{NavxQaxlxai). 

Adj.: NaihcraUcus, -a, -um (iViav- 
XQaxixoq). 

Salina (Isola delle Saline oder Salini), 
Insel (eine der Liparischen Inseln, 
bestellt aus zwei, durch ein frucht- 
bares Thal getrennten Bergen), Di- 
dy me, (^di6v[ni). — Euonymos 
{EvdwvfAoq). — Gemdla. 

Salinello, Fl. (in der Prov. Neapel), 
Hehnnus. 

Salini, s. Salina. 

Salino, Mktfl. (in der Mark Ancona), 
Sannum. 

Salins, St. (im frz. Dep. Jura, an der 
Furieuse, mit altberühmten Salz- 
quellen), Sallnae. — Salinense 
CaMrum, 

Salisbury, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Wilts, am Avon und am Be- 
ginn des S.-Southamptonkanals ; Bi- 
schofssitz), Sarisberia, — Salis- 
hwria. 

Sallanehes, s. Salanche. 

Salland, Quartier (in der niederländ. 
Prov. Oberyssel), Isalandia. 

Salm, 1. Fl. (1. ZufLuTs der Mosel in 
der Rheinprovinz, entspr. südwestL 
von Dann und mündet bei Klüsserath), 
SalmDna. 

2. Dorf (Kr. Daun, RB. Trier, 
Rheinprovinz, am Ursprung der Salm), 
De Sälinis. 

3* Grafschaft (eines uralten, deut- 
schen Grafengeschlechtes, schon 1040 
in zwei Linien geteilt, Ober-S. im 
Wasgau und Nieder-S. in den Ar- 
dennen; jetzt mehrfach gespalten), 
Comitatus Salmensts. — Salma. 

Salmansweiler, Abtei (in Schwaben), 
Salem, — Sälemium. — ScUomonis 
Villa. — Salomitm^. 



Salnicli, Fl. (in Albanien), Celydnus 
(KiXvSvog). 

Salo, Mktfl. (in der obeiital. FroY, 
Brescia, am Gardasee), Longa 
Salina. — Sälodium. 

Salon, St. (im frz. Dep. Rhonemün- 
dungen, am Kanal Craponne), Solo, 

Salona, 1. St. (in Griechenland, einst 
Hauptort der Nomarchie Phthiotis 
und Phokis, am gleichnam. Golf; 
Bischofssitz imd Hafen), Ämphissa 
0Lfji(piaaa). — Sälonae. 

Einw.: Ämphissenses^jifjKpiaaeTq). 

2« Meerbusen von — (ebds., auch 
Mare di Lepanto), Sinm Crissaeus 
{KQiacdoq KoXnoq). 

3. Dorf (in der Präfektur Spalato 
des östr. Kgrs. Dalmatien, am gleich- 
nam. Flufs und am FuDs des Bergs 
Koziak, an der Stelle der alten illy- 
rischen Hptst. Salonä; reicher Fund- 
ort röm. Altertümer), Salon {SdXwv, 
-wvog). -Salonae(SaXwvai).-Salona 
(2(xk(t>va). — Salones (SaXwvsg), 

4* Fl. (in Dalmatien, auch Salone, 
vgl. 3), lader, -iris. 

Saloniehi (Saloniki, türk. Selanik), 
1« St. (Hptst. und gr. Hafen der 
türk. Landschaft Macedonien, am 
Meerbusen von S., nächst Konstan- 
tinopel der gröfste Seehandelsplatz 
der Türkei), Thessalonica (ßsa- 
aaXovlxTj). — Therma {ßi^fijj). — 
Halia {kXla). 

Einw. : Thessalonicenses (Bsüoa' 
XovLxeXq). 

Adj.: Thessalonicensis, -e. 

2« Meerbusen Yon — (ebds.), 
Sinus Thermatcus (ßeQfJLaixoq 
KdXnoq). — Sinus Thermaeus (ße^- 
fxaloq Mvx6q). — Sinus Macedoni- 
cus. — Mare Macedonicum. 

Salpi, 1« Dorf (in Apulien), ScUapia. 
Einw.: Salapini. 
* S. Lagro di —^ See (ebds.), FaiuB 
Salaplna. 



557 



Salsadella 



Samatbraki 



558 



Salsadella, Doif (in Spanien), Bdurn. 

Sals^s (Salces), Fort (im frz. Dep. 
Fyrenees-Orientales)^ SalsHUae, 

Salso, 1. Lagro — , See (in der Prov. 
Neapel), Lacus Ändurianus. — 
Locus ScUsiM. 

8. Fl. (in Sicilien, entspr. als Pe- 
tralia am Berge Oosimano, bewässert 
die ProY. Caltanisetta, bildet dann 
die Grenze zwischen dieser und Gir- 
genti nnd mündet bei Alicata ins 
Mittelmeer), SalsiM, 

Saluf ia, St. (in Piemont), Salugri. 

Salnm, Dorf (in Südtirol, 31 tm südl. 
von Bozen, das letzte vorwiegend 
deutsche Dorf; der Ort am 1. Ufer 
der Etsch [Adige] mit einem ver- 
fallenen Schlofs), Salumis, 

Saluzzo (frz. Saluces), St. (mit Kastell 
in der ital. Prov. Cofii, zwischen dem 
Po und der Vraita; Eesidenz der 
alten Markgrafen von S.), August a 
Vagiennorum. — Äugusta Vagen- 
norum. — Salutiae. — Salutiorum 
Civitas. — Salutiarum Civitas. — 
Säluttum, — Salucia. 

Salvador, San — , s. San-Salvador. 

Salvaleon, St. (in Spanien), Inter- 
amnium. 

Salza, Fl. (Nbfl. der £nns in Steier- 
mark, mündet nach üO km bei Beif- 
ling), Salsa, 

Salzaeh, Fl. (im Salzburgischen, ent- 
springt aus einem Gletschersee am 
Geierkopf, durchfliefst den Pinzgau, 
dann den Pongau, weiter den Pafs 
Lueg, wird bei Hallein schififbar und 
mündet nach 102 km oberhalb 
Braunau in den Inn), Ivarus, — 
luvävus. — lovävus. 

Salzburg:, St. (die mit alten Festungs- 
werken umgebene Hptst. des ehemal. 
Erzstiftes und jetzigen gleichnam. 
östr. Kronlandes, an der Salzach; 



Erzbisoho&sitz), luvavia. — CoUh 
nia HadriöMa luvama, — lavävis. 

— lavdvum, — luveme Castelhim. 

— Ju/oavemis Civitas. — luvavium. 

— Saiisburgum, — Salishurgium. 
A^j.: luvavensis, -e, 

Salisburgensis, -e. 
Saizburgensis, -e, 

Salzdablum , Dorf (Salzwerk, Kreis 
Wolfenbüttel, Hzgt. Braunschweig, 
ev. Jungfrauenkloster; früher tagte 
in S. der Wolfenbütteler Iiandtag), 
Vallis Salinarum. — Salis 
VaUis. — Salzthalia. 

Salzsee (in der ehemal. Grafschaft, 
jetzigem Seekreis Mansfeld, Prov. 
Sachsen, zwischen dem Ünterharz 
und der Saale; in der Nähe der 
Süfse See), Marc Sälsutn. 

Salzwedel, St. (Kreisst., BB. Magde- 
burg, Prov. Sachsen, am Eingang 
der Dumme in die schiffbare Jeetzel), 
Salzwita. — Soltaqudla, — Urbs 
Salis. — Heliopolis, 

Samaguar, St. (in Ungarn), Ad Fines, 

Sainallut, St. (auf einer Nilinsel in 
Ägypten), C ynopolis {Kvvwv 
IloXig). — Canum Ürbs. 
Einw. : Cynopolitae (KwoTioXlrai), 

Samanhond, St. (in Mittelägypten an 
der kanobischen Mündung), Heracleo- 
jpolis CHQaxXsovTtoXig). 

Samara, Fl, (Nbfl. der Wolga; an deren 
Mündung die Stadt S., Hptst. des 
gleichnam. russ. Gouv. S. auf dem 
östl. Ufer der Wolga), Paaüica/pes 
{IlavtixdTtTfg), 

Samärkand, St. (einst die Hptst., jetzt 
die 2. Stadt der Grolsen Bucharei 
oder des Sultanats von Bokhara), 
Maracanda. 

Samatbraki (türk. Semadrek), Insel 
(im Ägäischen Meer, im türk. Ejalet 
Dschesair; Hauptort Kastro), <Sa wo- 



559 



Sambre 



San-ChristoTal-de-la-Hayaiia 560 



thrace {SafioB-Qaxii). — Samothra- 
cia. — Dardania {daQÖavla), 
Einw. : SamcfÜvrüces (ZafiSd'Qaxsg) . 

Sambre, Fl. (Nbfi. der Maas, entspr. 
im "Walde von La-Haye-Cartigny jm 
frz. Dep. Aisne und mündet nach 
195 km bei Namur in Belgien; der 
Sambrekanal fiihrt südwärts in die 
Oise Tind verbindet so das Maas^ und 
Seinegebiet), Saht 8. — Sambra. 

Sambul (Tschumbul), M. (Nbfl. des 
Dschumna in Ostindien), Sambus 
(Zdfjißog). 

Sameland, s. Lappland. 

Samisat (Samsat), St. (in der türk. 
Prov. Marach, Ejalet Urfa in Klein- 
asien, am Euphrat), Samosate (Saßo- 
aata). 

Samland, Landschaft (noch jetzt ge- 
bräuchliche Benennung einer alten 
Landschaft in Ostpreufsen, zwischen 
der Ostsee, dem Prischen und Kuri- 
schen Haff, dem Pregel und der 
Deime, reich an Bernstein und ge- 

. schichtl. Erinnerungen; Höhe Galt- 
garben, Ijandspitze Brüsterort), 
Sambia. 

Samnah (San), St. (in Unterägypten, 
östl. vom Delta, im Alten Testament 
Zoan, früher Eesidenz der Pha- 
raonen), Tanis {Tdviq), 

Samo (türk. Sisam oder Sussam- Adassi), 
Insel (zum türk. Eljalet Dschesair ge- 
hörig, an der ionischen Küste Klein- 
asiens, mit den Hauptorten Chora 
und Vathy), Samus (Sdfiog). — 
Samos. — Melamphyllos {MeXa/u- 
<pvkXoq). — Cyparissia {KvnaQia- 
ola). — Parthenia {UaQd'evla). 

Einw.: Samii {Udfiioi). 

Adj.: Samius, -a, -um {Safiiog). 

Samo^itien (litauisch Zmudz, d. i. 
Tiefland), Herzogtum (ehemal., in 
Litauen, an der Ostsee), SaTnogitias 
Ducatus, 



Samorye-Tar, Mktfl. (in Ungarn), 
Simigium. 

Samoja, St. (in Ungarn), Samaria. 

Samotbraki, 

Samondrachi, 



J- 



SamathraM. 



Samoucy, Mktfl. (in Prankreich), Sal- 
manciacum. 

Sams0e (Sams), Insel (und Grafschaft, 
dän., zwischen Jütland und Seeland, 
zum Amt Holbäk gehörig; Hauptort 
Nordby), Samsoa, — Samos Damca, 

Samsum-Kalesi, Buinen (im türk. 
Ejalet Trapezunt, am Schwarzen 
Meer), Priene (Hqii^vi]). — Ämtsus 
(Äfiiaoq). 
Einw.: Prienenses {IlQiTjvsTg). 
Adj.: PrienensiSj -e. 
Priena^us, -a, -um. 

San-Angelo, St. 1. (in der oberital. 
Prov. Mailand), Castrum Sam:ti 
Angeli. 

2. (in der ital. Prov Poggia, nea- 
polit. Prov. Capitanata, mit dem 
Monte Gargäno), Angelopolis ad 
Marc. — Angulum. — Angulus. 

3. Monte di — (im Süden von 
Neapel), Civitas S an et i Angeli. 

— Angelopolis. 

4* [-de]-Lonibardi (in der itaL 
Prov. Principato ulteriore [Avellino], 
unweit der Quelle des Ofanto), 
Angelopolis ad Lombardam. 

5. -in-Vado (oder -de-Yado, bei 
Neapel), Tifernum Metaurense. 

— Angelopolis ad Metaurum. 
Einw.: Tifemates Metaurenses. 

San-Antioeo, s. Santo-Antioco. 

San-Bassano, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Mailand), Fa/num Sandi Bassani. 

San-Bonifacio, s. Bonifacio. 

San - Christoval - de - la - Havana , St. 

(befest. Hptst. der span. Insel Kuba, 
wichtigster Seeplatz Westindiens), 



561 



San-Colombsno 



San-Pedro 



562 



Fanum Sancii Christoph^ri, 
— FortcUitium Sancti Christophöri. 

8an-Colombano, Mktfl. (in der ital. 

Prov. Mailand, am Lambro), Fanum 

Sancti Columbant. — Fanum 

Divi (Jölumbani. 
San-Donato, Mktfl. (in Italien), Ftyrum 

Äppii. 

San-Biiino, s. Pedena. 
San-Felipe-de-JatiTa, s. Jativa. 

San-Feliu-de-GuiJols, St. (Hafen mit 
Vorgebirge in der span. Prov. Gerona, 
am Mittelmeer), lAmarium. 

Saa-Fiorenzo, St. (auf der^ Insel Kor- 
sika), Sancti Florentini Oppidu/m. 

San-Germano , St. (in der ital. Prov. 
Caserta, Fimdort vieler röm. Alter- 
tümer), Cassinum. — Casinumi. — 
Sancti Germani Cimtas. 
San -Giorgio, 1. St. (in der Prov. 
Neapel), Murgantia. — Morgen- 
tia. — Morgantium. 
Einw.: Murgenttni, — Mor- 

getes. 
Adj.: Murgenttnus, -a, -um. 

Morgentmus, -a, -um, 
d« Hafenort (auf der dabnat. Insel 
. Lesina, Kreis Spalato), Insula Sancti 
Georgii. 

San-G^iovanni, 1. St. (im Süden der 
Ionischen Insel Cefalonia), Cranii 
{K^dvioi). 

2. Mktfl. {in der ital. Prov. Pia- 
cenza), Castrum Sancti loannis. 

S. — -di-Bidini, St. (auf Sicilien, 
unweit Syrakus), Bidis. 

Einw.: Bid/ini. 

Adj.: Bidensis, -e. 
Bid/inus, -a, -um. 

San-Guelfo, Mktfl. (in Oberitalien), 
Castrum Sancti Guelphi. 

San-Honorato, Mktfl. (auf der Insel 
Sardinien), Sardopatris Fawum, 

San-Hospicio, St. (Hafen im Gebiete 
von Nizza), Oltvula Portus. 



SaD-Jagro-de-Casem, Meerbusen von — 
(ia Portugal, in welchen der SadSo 
mündet), Calipu>8 {Kaklnovq, -oöog). 

San-Jago-de-Chile, St. (Hptst. des 
südamerikan. Freistaats Chile, am 
Fufse der Anden und am Mapocho), 
Fanum Sancti lacobi Minorts. 

San-Jagro (Santiago) -de-Compostella, 
St (in der span. Prov. Ck)rufia in 
Galicien), Fanum Sancti Jacobi. 

— Flavionia. — Flaviünum. — 
ComposteUa. — Sancti lacobi Mo- 
nasterium. — Stellae Campus. 

San-Juan-de-Puerto-Rico, St. (bef. 
Hptst. der Insel Puertorico, an der 
Nordküste; Bischofssitz), Fanwm 
Sancti loannis Portus Divitis. 

San-Leone, St. (in Italien), Leopolis. 

— Sancti Leonis Civitas. 

San-Lorenzo, Dorf (in der Nähe von 
Eom), Laurentii Beati Eccle- 
sia. — Graticula. 

San-Lucar-de-Barrameda, St. (in 

der span. Prov. Cadiz, am Guadal- 
quivir), Fanum Sancti Luci- 
feri. — Lux Dubia. 

San-Marco, St. (in der ital. Provinz 
Foggia [Capitanata], am Monte Gar- 
gano), Fanum Sancti Marci. 

San-Mareo-in-Lamis, St. (in Kala- 
brien) ^Argentünum. — Marcopolis. 

San-Marino, St. (Hptst. der gleichnam. 
RepubHk, der kleinsten von Europa, 
zwischen den ital. Prov. TJrbino und 
Forli), Fanum Sancti Marini {Bo- 
villae). 

San-Micliele, Kloster (ehemal., in der 
ital. Prov. Pisa), Monasterium Sancti 
Michaelis Clusini. 

San-Miniato-Tedesco, St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Florenz), Civi- 
tas Sancti Miniatis ad Tedescum. 

San-Pedro, St. (in Spanien), HercuJis 
Temphim. 



563 



San-Pellno 



Sankt-Goar 



564 



San-Pellno, Buinen (in der Nähe von 
Fepoli im Neapolitanischen), Cor^' 
finium. — ItcUicum. 
Einw.: Corfinienses, 
A^j.: Corfiniensi», -c. 
Corfinius, -a, -um, 

San-Pietro-in-Talle, Dorf (in der 
oberital. Prov. Venedig), Varianum, 

San-Qnlrlto, Dorf (in Italien), Sanctm 
Clericfus. 

San«Remo, St (in der itaL Prov. 
Porto -Maurizio, in herrlicher Um- 
gebung: der Garten der Westküste 
des Golfs von Genua), Fan um 
Sancti Bemuli. — Fanum Sancti 
Bemogii. — Matusia. 

San-SalTttdor, Mktfl. (in der Nahe 
von Nizza), Fanum Sancti Salvor 
toris. 

8an- Sebastian, St. 1* (Hptst. der 
bask. Prov. Guipuzcoa in Spanien, 
am Biscayischen Meerbusen; wich- 
tige Hafen- und Handelsstadt), Do- 
nastisnum. — Fanum Sancti 
Sebastiani. — Menosca. — Morosffi, 
— SebaMianopölis. 

2« (Hptst. der Kanarischen Insel 
Gomera, am Gstende), Fanum Sa/ncti 
Sebastiani, 

San-Seyerlno , St. (in der Nähe von 
Born), Septempeda, — Septem- 
pedana. 

Einw.: Septempedani. 

San -Stefano, Hafen (bei den Ruinen 
von Alsidonia, dem alten Cosa in 
Etrurien), Cosanus Fortus. 

San-Theodor, Insel (unweit der Nord- 
küste von Kandia), Leuce (Aevxi^). 

San-Tineent-de-Beira, St. (im Süd- 
westen von Portugal), Verurium. 

San-Tlttorlno, Mktfl. (in Italien, im 
alten Sabinerland), Amitemum, 
Einw.: Amitemi, 
Adj.: Amitemus, -a, -um. 

San- Yves, s. Setubal. 



Saneerre, St (im frz. Dep. C3ier, un- 
weit der Loire), Sacrum Caesa- 
ris. — Sacrocaesarium, — San- 
cerra. — Sincerra. — Sanctum See- 
comwm. 

Sanct, s. Sankt. 

Sandarlik, 1. St. (Hafen in Anatolien, 
einst äolischer Hafen in Mysien), 
Myrina (MvQiva), -ae, — Pitane. 

Einw.: Myrinaei (MvQivcfXoi). 

2. Meerbusen von — (ebds.), 
Sinus Cymaeus. 

Sandomir (Sandomierz), St. (im ross.- 
poln. Gouv. Radom, früher Hptst. 
der Woiwodschaft S., an der Weich- 
sel), Sendomiria, 

Sangro, St. (in der Prov. Neapel), 
Sagrus. 

Sangruesa, St. (in Spanien), San- 
gosa. — Suessa. 

Sansrolnare (Sanguenares), Inseln (drei, 
bei Sardinien), Cuniculariae In- 
sulae. — Beleridae. 

Sankt- AndrS, 1. St. (im östr. Hzgt. 
Kärnten), Flavium. 

2. Mktfl. (Ungar. Szent-Endre, im 
Komitat Pesth an der Donau; Sitz 
des griech., nicht unierten Bischöfe 
von Ofen), Fanum Sancti Andreae 
ad Danubium. 

Sankt-Florenbergr, Stift (ehemal. im 
Bistum Fulda), Mons Sanctae Florae. 

Sankt-Gallen, St (Hptst. des gleich- 
nam. Kantons der nördl. Schweiz^ 
amBodensee, mit altber. Benediktiner- 
abtei, 614 gegr., 1805 aufgehoben, 
im Mittelalter eins der gelehrtesten 
Klöster, jetzt kathol. Lehrerseminar), 
Fanum Sancti Galli, — Sancto- 
gallum. — Sangallum. 

Sankt-GlOrgry, s. Szent-Giörgy. 

Sankt-Goar, St. (Kreisst., BB. Koblenz, 
Rheinprov., in schöner Lage L am. 
Rhein, Sankt-Goarshausen gegenüber; 



565 



Sankt-Gotthftrd 



Santa-Enfemia 



566 



über der Stadt die Buinen der Burg 
. Rheinfels), Famtm SancH Goäri. 

Sankt-Gottliard, !• Gebirgsknoten 
(der lepontimschen Alpen, anf der 
Grenze der £antone Uri, Wallis, 
Tessin und Graubünden; Flateausenke 
mit 30 Alpenseen und gewaltigen 
Eckpfeilern. Die alte St-Gotthard- 
straTse führte von Amstäg an der 
Eeuls nach Bellinzona am Tessin: 
auf der Pa&höhe Hospiz; die neue 
Eisenstrafse durch den Berg führt 
von Gesehenen an der Eeufs nach 
Airolo am Ticino), Äduallas, — 
Alpes Summae. — Elvdinus ür- 
sara. — Alpes Lepontiae, — Alpes 
Lepontmae. 
S. s. Szent-Grot. 

Sankt -Jakob -am -Meer, Abtei (in 
- Blyrien), Abbatia Bosads. 

Sankt-Johann, 1. an der Saar, St. 

(Kr. Saarbrücken, EB. Trier, Ehein- 
prov., r. an der Saar und Saarbrücken 
gegenüber), Fammi Sancti loawnis. 
2. am Tauern, Mktfl. (im östr. 
Land unter der Enns), SäbcUinca, 

Sankt-Leonhard, St. (im östr. Hzgt. 
Kärnten, an der Lavant), Gdbro- 
magus, 

8ankt-Margareten, St. (in Ungarn), 
Fanum Sandae Margaretae. 

Sankt-Michael, Mktfl. (im salzburger 
Thal Lungau, an der Mur), Castrum 
, Sancti Michaelis. 

8ankt-Moritz, Mktfl. (im obem En- 
gadin des schweizer Kantons Grau- 
bünden), Acaunum* — Agauwum. 
— May/ritianwm, — Fanum Sa/ncti 
Mawritii, 

Sankt -Nikolas, St. (in Ungarn), 
Nicopoliwm. 

Sankt-Peter, Abtei (in Belgien), Ah- 
batia Sancti Petri in Monte Blan- 
dinio. 

Sankt-Petersburgr, s. Petersburg. 



Sankt-PQlten, St. (Hptst. des östr, 
Kreises Oberwienerwald, am 1. Ufer 
des Trasen; Sitz eines Bistums und 
Domkapitels) , Fanum Saneti 
Hippolyti, — Sampoliianwn Op- 
pidum, — SampoUawum Oppidum, 
— Sancti Hippolyti (TpoUti) Coe- 
nöbium. 

Sankt-Saphorin, Dorf (im schweizer 
Kanton Waadt), San-Saphorinum. 

Sankt-Thomas, 1. Insel (eine der zu 
den Kleinen Antillen gehörigen 
Jnngfeminsehi; dänisch. Hptsi St.- 
Th. oder Karoline- Amalie mit schönem 
Hafen), Insula Sancti Thomae. 

8« Meerbusen Ton — (ebds.), 
Sinus Berzinus. 

Sankt-Teit, 1. St (im östr. Hzgt 
Kärnten, Kreis Klagenfurt, an der 
Glan) , Vitopolis. — Fanum 
Sancti Viti. 

2« Mktfl. (im östr. Kreis Salzburg), 
Fanum Sancti Viti. 

3. -am-Pflaumb (Flaum), s. Mume. 

Sanssouci, Schlösser (königl., und 
Gärten, Kr. Osthavelland, EB. Pots- 
dam, Prov. Brandenburg. — Schlofs S. 
unmittelbar westl. bei Potsdam, 1743 
von Friedrich dem Grofsen angelegt), 
Pausilf^pum. 

Santa- Agata, St. (in der Prov. Neapel), 
Sancta Agatha. — Santia. — 
Agathopolis. — Fanum Sanctae 
Agathae. 

S$anta-Gat[]i]arina, 1. St. (auf der 
Insel Korsika), Clunium. — Fanüm 
Sanctae Catharinae. 

3, Insel (mit der Hptst. Desterro 
der gleichnam. Küstenprovinz im 
südl. Brasilien), Insula Sandale 
Catharinae. 

Santa -Cruz, St. (Hptst. der Kanari- 
schen Insel TenerifEa), Fanum Sanctae 
Crucis. 

Santa-Eofemia, 1. Mktfl. (in der ital 



567 



8aDta-F£ 



Santo- Antioeo 



568 



. Prov. Catanzaro in Ealabrien, am 
Mufs Lamato am Golf von S.-E. des 
Tyrrhenischen Meeres), Lametini 
(Aafifjrlvoi), — Fanum Sanctae 
JEuphemiae. 

2. Meerbusen Ton — (ebds.), 
Sinus Lameticus {Aafitizixoq 
Koknog). — Sinus Lametinus 
{AafiTjtlvog K6Xitoq\ — Siwus 
Hipponiates. — Sinus Vihonensis, 

8anta-F^, St. 1. (Hptst. des gleich- 
nam. Staates der Argentinischen Kon- 
föderation in Südamerika, an der 
Mündnng des Salado in den Parana), 
Fanum Sanctae Fidei Ärgentinae. 
2« (Hptst. des nordameiikanischen 
Territoriums Neumejiko, am Rio 
Grande), Fanum Sa/nctae Fidei 
Meiicanae, 

Santa-Gabina, St (auf der Insel Sar- 
dinien, mit Heilquellen), Lesa. — 
Aquae Lesitanae. 

Santa-Lucia, St. 1« (in der ital. Prov. 

. Messina auf Siciüen), Fanum Sanctae 
iMcias. 
£• (auf der Insel Korsika), Ce'tiestum, 

Santa -Maria de Bedova, s. Nossa 
Senhora da Pettove. 

Santa-Maria-delle-Grazie, Dorf (in 
der neapol. Prov. Terra-di-Lavoro, 
22 km nördl. von Neapel, am Yol- 
tumo, an der Stelle des alten Kapua), 
Capua. 
Einw.: Campani. 
Adj.: Capuensis, -e. 

Santa-Maria-di-Forcassi, Mktfl. (in 
Etrurien), Forum Cassii, 

Santa-Maria-di-Lenca, St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Lecce, am 
Kap Leuca), Leuca (Asvxi]). 

Santa - Maria - di - Licodia , St. (am 

Ätna auf Sicilien, von Hieron an der 
Stelle von Katane gegründet, später 
an der Stelle von Inessos wieder auf- 
gebaut), Aetna {Airvrj). 
Einw.: Aetna^ {AitvaZoi). 



SantA*Manra (oder Lefkhada), loBel 
(eine der Ionischen, mit der Hptst. 
Amaxichi), Leucas{Aevxa<;\ -üdis. 

— Leucadia (AsvxaSla). 

Santa-Olola, St. (in Spanien), Fanum 
SoMctae Fkdaiiae. 

Santa-Severa, Si (Hafen in Etrunen)^ 
Caeretanorum Emporium. — 
Pyrgi {Ilv^yoi), 

Santa -Seyerina, St. (in der Prov. 
Neapel), Siborena. 

Santander, St. (Hptst. der gleichnam. 
span. Prov. in Altkastilien, Bischofs- 
sitz an der Bai von Biscaya, stark 
befest. Hafen, See- und Handelsplatz 
ersten Ranges), Fanum Sancti 
Andreae, — And/reopolis. — Fla- 
vionavia, 

Santarem, St. (in der portug. Prov. 
Estremadura, wichtiger Handelsplatz 
am Tejo), Scaläbis. — ScaXabiscus. 

— Bra£sidium lulium. 
Adj.: Scaldbitänus, -a, -um, 

Santatoli, St. (in Vorderindien), Sambra 

{SdfjtßQo). 

Santerno, M. (in der ital. Landsch. 
Emilia, entspr. am Pietramala im 
toskan. Apennin und mündet wesü. 
von Alfonsina in den Po di Primaro), 
Badrtnus. — VairBnus. 

Santerre, St. (in Frankreich), Sangui- 
tersa. 

Santgong (Gour oder Laknaouty), St. 
(am Ganges in Indien), Gangia Regia, 

Santiagro-di-Cumpostella, s. San- 
Jago-de-Compostella. 

Santiilana, St. (in Spanien), Fanum 
Sanctae lulianae, — lüHano- 
polis. — Sa/ntillana. 

Santimbenia, Hafenort (an der West- 
küste von Sardinien), Santinibenia, 

Santo-Antioeo, Insel (an der Südwest- 
spitze von Sardinien, mit gleichnam. 
Ortschaft), Fhiosis, 



569 



Saiito-]>oniiiigo 



Surfend 



570 



Santo-Domingro, St. (Hptst. der gleich- 
nam. Bepublik, auf der Südseite der 
westind. Insel Haiti), Hispaniöla, 
— Sancti Dominici Insula, 

Banto-Erini, s. Santorin. 

Santo-Riti, Berg (auf Sicilien, bei 
Messina), Chaicidicus Mons {XaXxi- 
öixov ^ÖQoq). 

Santuna, St. (Hafen und Festung in 
der span. Prov. Santander), Victoriae 
luUobrigensium Parties. * 

Santorin (Santorlni), Insel (die süd- 
lichste der zu Griechenland gehören- 
den Sporaden, bildet ndt den beiden 
Inseln Therasia und Aspronisi ein 
fortwährend in Hebung begriffenes 
vulkanisches Ganzes, ohne fliefsendes 
"Wasser, aber mit sehr fruchtbarem 
Boden, bes. für "Wein. Hauptort ist 
Thira), Calliste (KaXllarTi). — 
Thera (ßriQa), — There (Oijqtj). 

Säo-Migruel, s. Fort-Sao-Miguel. 

Saona, M. (im Norden von Neapel), 
Savo, -öma. 

Sa^ne, El. (r. Nbfl. des Khone, entspr. 
auf dem Plateau von Langres, mün- 
det bei Lyon. Danach benannt das 
frz. Dep. Obersaone [Haute-Saone], 
ein Teil der Franche-Comte, mit der 
Hptst. Vesoul, und das Dep. Saone- 
Loire, ein Teil von Burgund, mit der 
Hptst Mäcon), Arar. — Araris. — 
Sauconna. — r Segona, — Sagona. 

— Sagonna. — Saugonna, 

SaorgriO) St. (in der Nähe von Nizza), 
Saurgium. 

SapiUsehe PSsse, Gebirgspafs im 
Pimari oder Pangea in der türk. 
Landschaft Thrazien) , Symbol um 
(2vfjißoXov). — Fauces Sapaeorum. 

— Angt^tiae Sapaeorum {Tic Srevä 
jwv 2a7ial(ov). 

Saphat 9 Mktfl. (in Galiläa), BeihuUa. 

Saphorin, Sankt —9 s. Sankt Saphorin. 



Sapienza, s. Sfagia. 

Sapigro, Mktfl. (im östr. Eronland 
Ulyrien), Sation, -önis (ücctIcdv)» 

Sapri, St. (in der Prov. Neapel), Sipron, 

Sarabat, Fl. (in Eleinasien, entspr. am 
Murad-Dagh und mündet in den Golf 
vonSmyma), PactUlus^IIaxroDXog). 
— Chry8orrho<iS {XQvaoQQoaq). — 
HermiAB (^EgfJLoq), 

Saracena, St. (in der Prov. Neapel), 
Sestum, 

Saränder Gespannsehaft (in Ungarn), 

Comitatus Zarandiensis. 
Saragrossa, s. Zaragoza. 

Saranas (oder Arsuf), St. (in Judäa, 
zwischen Jerusalem imd Cäsarea, 
früher Eapharsaba gen.), Antipatris 

(}iVTl7llCTQlq). 

Sardara, Mktfl. (auf der Insel Sardi- 
nien), Aquae Lesitanae. 

Sardinien, Insel (ital., im Mittelmeer, 
von Korsika durch die Bonifacius- 
strafse getrennt, von S. nach N. von 
einem Gebirge durchzogen und von 
zahlr. Flüssen [Fiumendosa, Tirsu &c.] 
bewässert; 2 Provinzen: Cagliari und 
Sassah ; Hptst. : Cagliari. Die Sarden 
ein Mischvolk, in welchem arabische 
und iberische Elemente reichlich ver- 
treten sind; ihre Sprache Mittelding 
zwischen dem Italienischen und 
Spanischen, mit lateinischen Über- 
bleibseln), Sardinia {SccqöcS). — 
ScmdaliDtis (Sav^aXi&vig). 
Einw. : Sardi, 
Ac^.: Sardiniensis, -e. 
Sardus, -a, -um. 
SardOus, -a,-um (Sa^ö^q). 
Sardonius, -a, -um (SaQ- 
6(ovioq und ^aQÖovioq). 

Sarenthai (in Tirol), VaUis Sctrewtina. 

Sarfend (Surafent oder Zerphant), St. 
(Phöniziens zwischen Sidon und 
Tyrus), Sarepta {SageTird). — 
Sa/rapta {Sd^aTtra), 



571 



Sargrans 



Sau 



572 



Sargäns, St. (nahe am Bhein im 
schweizer Kanton Sankt - Gallen), 
Sarunegaunum. — SartmStum. — 
Sargantia. — Sanagaurtun, — Sana 
Casa. — Sana. 

Sark (Sercq), Insel (englische im Canal 
La Manche), Sargia. 

Sarliki (oder Tzeres), St. (in der türk. 
Prov. Thessalien [im alten Pelasgiotis] ), 
Crannon, -ünis {K^avvwv, -Swoq). 

— Cranon (KQavwv). 

Einw.: Cran/nonn {KQavvmvioi). 

Samen, Mktfl. (Hauptort des schweizer 
Halbkantons Obwalden, am Samer- 
see), Saru/netes, -um. 

SamOy 1* El. (im Neapolitanischen, 
entspr. hei AveUino und mündet in 
den Golf von Neapel), Sarnus. 

S* St. (in der ital. Prov. Salemo, 
an einem Arm des Samo), Sarnus. 

Sarsina, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Forü, im alten Umbrien), 
Bob tum (sc. Ümbriae). — Sarsina. 

— Sasstna. — Saxina. 

Einw.: Sarsinätes. — Sassi- 
nätes. 

Sart, Dorf (mit geringen Überresten 

der her. Hptst. des alten lydischen 

Beiches in Kleinasien, am MuJs Sa- 

rabat), Sardes {Sd^ösig). 

Adj. : Sarai änus, -a, -um {SaQ- 

öiavog). 

Sardius, -a, -um (Sagöioq). 

Sarthe, M. (im nordwestl. Frankreich, 
entspr. in der Nähe der alten Abtei 
Latrappe, nördl. von Mortagne im 
Dep. Ome, vereinigt sich nach 260 km 
unweit Angers mit der Mayenne zur 
Maine. Das Dep. S. zerßillt in die 
4 Arrondissements : Maus, La-Fleche, 
Mamers und St.-CaLais; Hptst. Mans), 
Sartha. 

Sanikhan, Landschaft; (mit dem nördl. 
Teil von Sighla, das Land an der 



Westküste Eleinasiens) , Ltfdda 
(Av6la), 

Bew.: Lydi (AvöoC). 

Adj.: Lydius, -a, -um {AvSiog). 

Sarvar, Mktfl. (in Ungarn), Castrt- 
ferrense Oppid/um. 

Sarrigrnano, St. (in Mittelitalien), 
Compttum Anagninum. 

Sarwitz (Sarviz), Fl. (r. Nbfl. der 
Donau in Ungarn, konmit vom Ba- 
konyerwald, füefst von Stuhlweifsen- 
burg bis Simontomya in dem 340 km 
langen Sarvizkanal und mündet bei 
Bata), Valdanus. — VaMasits. 

Sarzäna^ St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Massa, an der Magra), Ser- 
gianum. 

Sas-de-Crand, Le — , s. Sas van Gend. 

Saseno (Sassone), Insel (im Adriati- 
schen Meer), Saso. — Sason. — 
Sasonis Insula. 

Sassari, St. (Hptst. der die Nordhälfte 
der Lisel Sardinien umfassenden itaL 
Prov. S., Erzbischofssitz) , Turris 
Libysonis. 

Sassoferräto, St. in der itaL Prov. 
Macerata, im Apennin), luficum, 

— Iwphicum. — Sentinum, 

Sas-yan-Gend (frz. Le-Sas-de-Gand), 
St. (und Festung in 4er niederländ. 
Prov. Zeeland, am gleichnam. Kanal, 
im weit der Scheide), Ager Gan- 
davensis. — Agger Gandavensis. 

— Cataracta Gandavensis. 

Satas-dere, Fl. (in Anatolien, föllt bei 
Aidindschick auf der äalbinsel Ka- 
putaghi in das Marmarameer), Aess- 
pus (Ai'atjTiog). 

Sathmärer Gespannsehaft (in Ungarn), 
Comitatus Szathmariensis. 

San (Save), Fl. (r. Nbfl. der Donau, 
entspr. am Terglou in Krain, fliefet 
über Laibach [schiffbar] und Agram 



573 



Saudre 



8ealona 



574 



und mündet bei Belgrad in Serbien), 
Savus, — Saus. — Scwa» 

Saudre, M. (in Frankreich), Sedera. 

Sauer (frz. La Sure), Fl. (entspr. im 
Gh"lizgt. Luxemburg auf den Ardennen 
und geht nach 94 km bei Wasser- 
billig in die Mosel), Sura, 

Saulcourt, St. (in Frankreich), Sodal- 
cortium. — SodcUcurchum, — 
Sol^alcurtis. 

Saulieu, St. (im frz. Dep. Cote d'Or), 
Sedelaucum. — Sedelocus, — 
Sidilocum, — Sidoleaeum, 

Sault, 1« St. (im frz. Dep. Vaucluse), 
Salto. — SaJtus. 
2* Landschaft (ebds.), De Sdltu. 

Saumur, St. (im frz. Dep. Maine-Loire, 
an der Loire. In der Nähe viel celt. 
und röm. Altertümer und zwei gut 
erhaltene Lager Cäsars), Salmurus. 
— Salmwium. — Segora. 
A(y.: Sälmuriensis, -e. 

Saut-d'Augre, Dorf (in der Normandie), 
Augiae Saltus. 

SauTe, 1. Fl. (in Frankreich), Salvius. 
2. St. (in Frankreich), Salva. 

Sauyetat, St. (in Frankreich), Salvita^s. 

SauTeterre, St. (in Frankreich), Salva 
Terra. 

SauTigny, Mktfl. (in Frankreich), Sil- 
viniamm. 

SaTato, Fl. (in Italien), Sabhätus. 
Saye, s. Sau. 

SaTena, Fl. (in der ital. Prov. Bologna), 
Pa^a. 

SaTigrliano, St. (in der ital. Prov. Ooni 
in Piemont), Savilianum. 

Savio (oder Alps), Fl. (in Mittelitalien), 
Isäpis. — Sa^8. — Salns. 

Sayoien, s. Savoyen. 

SaTöna, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises der ital. Prov. Genua, an der 
Mündung des Eüstenflüischens Ega- 



bona in das Mittelländische Meer, 
Bischo&sitz und Hafen), Sabäta. 
Acy.: Sabattua, -a, -um. 

Savonidres, Mktfl. (in Frankreich), 
Saponaria^. 

SaToyen, Herzogtum (ehem., früher 
zur sardin. Monarchie gehörig, seit 
1 860 franz. Provinz, zwischen Schweiz, 
Piemont und Frankreich ; das höchst 
gelegene Land Europas, im 0. von 
den GKyischen [Montblanc], im "W. 
von den Kottischen, im NO. von den 
Penninischen Alpen erfüllt, von Isere, 
Arve und Arcq bewässert. Die Bew., 
Savoyarden gen. , suchen noch jetzt 
in grofsen Massen in der Fremde 
ihren Unterhalt. 2 Departements: 
Obersavoyen, Hptst: Annecy, und 
Savoyen oder Untersavoyen, Hptst.: 
Chambery), Sabaudia. — AUo- 
hrögum Begio. 

Bew.: Sahaudi. — Ällobröges. 

Adj.: Sabaudicus, -a, -um. 

Sayda, St. (sächs. Kreish. Dresden, 
Amtsh. Freiberg, in rauher Gebirgs- 
gegend), Susudala. 

Sayn, Grafschaft (ehem., in der Ehein- 
provinz, RB. und Kr. Koblenz; Haupt- 
ort Dorf S. mit Schleis des Fürsten 
zu Sayn-Wittgenstein-Sayn), Comi- 
tatus Senensis. — Comitatus 
Saynensis. 

Saz, s. Saaz. 

Sbekkah, Ort in der Numidischen 
"Wüste), Speculum. — Cerbica. 

Sealemura (Anemur), Si (in Ana- 
tolien, gleichzeitig südlichstes und 
westlichstes Vorgebirge von Cilicien), 
Anemur tum {}ivEßovQiov). — 
dvttas Anemuriensis. 
Einw.: Anemurienses. 

Scalino, Mktfl. (in Toscana), Salebro. 
— Scabris Fortuts. 

Sealona (oder Ascalon), Dorf (mit 



575 



Seamandro 



Scheide 



576 



Huinen am Mittelmeer), Ascälo, — 
Äscdlon (haxdXcDV, -(ovog).* 

Einw. : Äscalonttae ( ^.axaXwvlrtxi). 

Seamandro, s. M6ndere-S(o)u. 

Scameno, St. (in Griechenland, in 
Böotien, am linken Ufer des Asopo), 
Tcmagra {TdvccyQo). 

Seardamoula, St. (im Südwesten der 
Halbinsel Morea, am Busen von 
Koron), Cardamyle (Ka^Sa/ivlti). 

Einw. : Cardamylitae {KaQÖafiv- 
Xlxai). 

Searlino, s. Scalino. 

Searpanto, 1« Insel (zwischen Kandia 
und Rhodus im Karpathischen Meer), 
Carpathus {KdQnad-oq). 

3. Meer von (ein Teil des Ägäi- 

schen Meeres um die Insel K. herum, 
zwischen Rhodus, Kandia,CJypemund 
Yorderasien) , Mare Carpathtum 
{To KaQTtd^LOV [UeXayoq]).— Mare 
Asiaticum, 

Scarpoune, Dorf (im frz. Dep. Meurthe), 
Serpane. 

Seatari, Si (im Südwesten der griech. 
Halbinsel Morea, in der Nahe von 
Passawa), Las {Aaq). — Lapersae. 

Schärdingr, St. (Sitz eines Bezirksamts 
im östr.Innkreise, aminn), Stanacum. 

S€häsl>iirgr (ungar. Segesvär), St. (be- 
fest. Hptst. des gleichnam. sieben- 
bürger Stuhls, auch kgl. Freistadt, 
am Grofsen Kokal), Segesvaria, — 
Schasburgium. — Sdburgum, 

Schaffhausen, St. (Hptst. des gleich- 
nam. Kantons, des nördlichsten der 
Schweiz, am r. Rheinufer, ^/g St. da- 
von entfernt der ber. Rheinfall), 
Probatopolis. — Scaphusia. — 
Schafhusia — Scaphtisium. 
Adj.: Scaphu8%nu8, -a, -wm. 
Scaphusiemis, -e. 

Sehalna, St. (einst. Handelshafen im 
ösÜ. Kerman, dem pers. Küstenland 



am Pers. Meerbusen), Omana 
COfjuxva). — Omanae. — Talmi^na 
{Tdlfieva). 
Einw.: Omani, 

Sehamachl, St. (in Albanien), Ma- 
mechia (Mcc/xsxld). — Camechia 
(Kafifixlcc). 

Schamserthal (Schams, ital. Sessame), 
Thal (472 Stunden lang, im schweizer 
Kanton Graubünden, erstreckt sich 
von Tusis längs des Hinteri'heins nach 
0. bis zum Ferrara-, nach S. bis 
zum Rheinwaldthal), Vallis La- 
pidaria. — Vallis Sexamniensis. 
— Vallis Sexamnis. 

Seharapani, Ruinen (eines alten 
Kastells am Kaukasus), Sarapäna 
(Sa^aTtava). — Sarapanis {SccQa- 
navlg). — Zadris (ZaSglg). 

Seharedsje, Insel (zu Arabien gehörig, 
im Persischen Meerbusen), Tharro 
ißaQQw). 

Scharmely, St. (im nördl. Mesopo- 
tamien), Thilaticomum. — Thil- 
lacoma. — Telladscum. 

Sehamltz, Dorf (im tirol. Kreis Inns- 
bruck, in dem 3 St. langen Schar- 
nitzthal, an der Isar und der bayr. 
Grenze, mit einem Engpafs, der schon 
unter den Römern befestigt war), 
Porta Claudia, — Scarbia. 

Scharoscher Gespannpehaft (in Un- 
garn), Comitattts Sarosiensis. 

Sehaumhiirgr (eigtl. Schauenburg), 
Schlofs (an der Weser, Sitz der 
ehem. Grafen in Westfalen), Specu- 
lationis Castrum, 

Seheieh-el-Hardy, Dorf (in Oberägyp- 
ten, im alten Thebais), Passälon^ 
-i (Ilaaadkcav). — Passaliis {Uda- 
acckog). 

Seheide (frz. Escaut), Fl. (ansehnl., 
entspr. bei Beaurevoir im frz. Dep. 
Aisne, wird bei Cambray schiffbar, 



577 



Sehellftl 



8elileasi]ifen 



578 



tritt bei St.-Antome in die belg. Prov. 
Hennegau, teilt sich unterhalb Ant- 
werpen in die Ooster- und Wester-S. 
[letztere Hont genannt] und mündet 
bei Vliessingen in die Nordsee), 
Scaldis. — Sealdia. — ScaUa, — 
Tabuda. — Tabula. 

Sehellftl, Katarakte (die Kleine — 
des Nil), Catadupa (KccrdSovita). 
— Catadupi (KaxAdovitoi). 

Sehellingr, Ter-, Insel (an der hollän- 
dischen Küste), Act ania. — 
Schellinga. 

Sehemnitz, St. (kgL Frei- und Berg- 
stadt in der lingar. Gespannschaft j 
Honth, die wichtigste der ungar. 
Bergstädte), Selmiczlania. — , 
Schemnicium. \ 

Sefaenet, St. (in Anatolien, am nördL 1 
Abhang des Taurus, am Flufs 
Dudensu), Termessus (TsQfiijaaSg). 

Sehenkensehanz, Dorf (ehemals ein 
Fort, unweit des Rheins, Kr. Kleve, 
EB. Düsseldorf, Eheinprovinz), Arx 
Schenkt an a. — Ars Schenkii. — 
Monumentum Schenkianum. — Fro- 
pugnamlum Schenkianum. 

Seherezur, St. (in der alt. Landschaft 
Adiabene in Kurdistan), Siazur 
(Sia^ovQ). 

Seherpenheuvel, St. (in den Nieder- 
' landen), Aspricollis. — Mons 
Acutus. 

Schiedam, St. (Hafen, in der nieder- 
länd. Prov. Südholland, an der Maas), 
Schiedamum. 

Sehilfmeer, s. Rotes Meer. 

Scbimeghier Gespannschaft (in Un- 
garn), Comitatus Siineghiensis. 

Sehlntau, Mktfl. (in Ungarn), Stragöna. 

Sehkeuditz, St. (Kr. und RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der Weifsen 
Elster, 14 km von Leipzig), Scudici. 

Sehlutten, 1. Orofs- (Abrudbanyci 

Snalfeld, Geograph. IlandbücUlein. 



oder Altenburg), Bergflecken (im 
Karlsburger Bezirk in Siebenbürgen), 
Auraria Magna. 

3. Klein- (Goldenmarkt, ungar. 
Zalathna), St. (im siebenbürg. Komitat 
Unterweifsenburg) , Auraria Parva. 

Sehlegel (Schlögl oder Unserer Lieben 
Frauen Schlag), Kloster (ehem., in 
Ostreich), Ad Flagam Beatae 
Virginis. — Plagense Monaste- 
rium. 

Schlei", Meerbusen (an der Ostseite von 
Schleswig -Holstein, erstreckt sich 

' ' landeinwärts bis zur Stadt Schleswig, 
ist 41 km lang, erweitert sich im 
Hintergrund und vor der Mündung 
zu gröfsem Becken und scheidet die 
Landschaften Schwansen und Angeln), 
Slia. 

Sehleiz, St. (im Füi-stent. Reufs j. L., 
an einem Bach, Landratsamt für den 
Oberländischen Bezirk; um 700 von 
den Sorben angelegt), Schlaiza. — 
ScMaszium. 

Schlesien, Prov. (preufs., deren Süd- 
westrand von den Sudeten [Glatzer-, 
Riesen-, Isergebirge u. s. w.] erfüllt, 
der SO. Berglandschaft, die Mitte und 
der NO. Tiefebene, von der Oder 
durchströmt; Hptst. Breslau), Silesia. 

Einw. : Silesii. 

Adj.: Silesiäcus, -a, -um. 

Schleswig, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises sowie der Prov. Schleswig- 
Holstein, 4 km lang gestreckt am 
Hintergrund des Meerbusens Schlei, 
im wesentlichen nur aus einer Stiafse 
bestehend), Heidsba. — Slesvicum. 
— Selesmcum. — SUesthorpium. 
Adj.: SlesvicensiSj -e. 

Schlettstadt, St. (Kreisst., Bezirk 
Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, an der 
Hl), Seiestadium. 

Sehleusingen, St. (Kreisst., RB. Erfm-t, 
Prov. Sachsen, vom Hauptteil der 

19 



579 



Schliers 



Schwaben 



580 



Prov. getrennt, in schöner Gegend 
auf der Südseite des Thüringer "Wal- 
des, am EinAuIis der Erlau und Nahe 
in die Schleuse), Silusia. 

Schliers, Stift (ehem. in Bayern), 
Sily/mum. 

Schlins, Dorf (und Gericht in der 
Schweiz), Celinum. 

Schi5?l, s. Schlegel. 

SchlUsselburg (früher Nöteburg), 
Festung (und Kreisst. im russ. Gouv. 
Petersburg, am Ausfl. der Newa aus 
dem Ladogasee), Notehur gum. — 
Oresca. 

Sehmalkalden, St. (Kreisst., KB. 
Kassel, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Stille und Schmalkalde, welche r. zur 
Werra fliefst), Smalcaldia. 

SchSnbrann, Lustschlofs (kaiserl., in 
Unteröstreich, 1 St. von Wien), Föns 
Bellus. 

SchSnenwerd (Bellowerd), Mktfl. (in 
der Schweiz), Clara Wer da. — 
Clara Verda. 

Seholther Distrikt (in Ungarn), Sol- 
tensis Processus. 

Sehomom, St. (in Mittelpalästina), 
Samarla {StxfKXQeca). — Sehaste 
{Seßaaxri). 

Schonen (schwed. Skäne), Landschaft 
(fruchtbarste in Gotland in Schwe- 
den, Halbinsel an der Ostsee), 
Scania. — Scandia. — Scandi- 
navia. — Scandinovia. — Schonia. 
— Baltia. — Basilia, 

Schongau, St. (ehem. Kloster, jetzt 
Bezirksamt, bayr. EB. Oberbayem, 
1. am Lech), Esco, -onis. — Sconga. 

Schottland, Königreich ' (britisches, 
die nördl. kleinere Hälfte der Insel 
Albion, zerfäQt in die 2 Hauptteüe: 
Hochlande [Highlands] und Nieder- 
lande [Lowlands], zus. in 31 Graf- 
schaften [Shires] eingeteilt; Hptst. 



Edinburgh mit der Hafenstadt Leith 
am Firth of Forth), Caledonia. — 
Scotia. — Britannia Barbara. 

Bew.: Scoti. — Caled,ones. 

Adj.: Scoticus, -a, -um. 
Caledonius, -a, -um. 

Schottlftndisches Meer (sonst auch 
Kaledonisches Meer gen., ein Teil 
des Atlantischen Oceans, zwischen 
Schottland und den Hebriden), 
Oceanus Caledonius. — Marc 
Caledonium. — Sinus Ducaledonius. 

Schottwien, Mktfl. (im östr. Kreis 
Unterwienerwald, am Semmering), 
Fauces Noricorum. — Scaeva 
Viennae. — Schadunenna. 

Schouwen, Lisel (zur niederl. Prov. 
Zeeland, zwischen den Mündungen 
der Oosterschelde und Krammer; 
Hptst. Zieriksee), Sealdia. 

Schutt, Lisel (eigtl. zwei, in der Donau 
in Oberungam. Die Grofse S. [Ghallo- 
Köz] gehört zum gröfsem Teil zum 
Komitat Prefsburg, zum klemem zu 
Komom. Die Kleine S. [Sziget-Köz], 
dem mittlem Teil der Grofsen S. 
südwestl. gegenüber, gehört zu den 
Komitaten Wieselburg und Eaab), 
Cituätum. — Schutia. — Cituo- 
rum Insulae. 

Schalpforte, s. Pforta. 

Schiissenried, Dorf (mit ehem. Prä- 
monstratenserabtei von 1183, wüi-t- 
temberg. Donaukreis, Obera. "Wald- 
see, unweit des Ursprungs des 
Schüssen), Soreihium. — Soretu^m. 
— Ahhatia Sorethäna. 

Schwaan, St. (im Grhzgt. Mecklen- 
burg-Schwerin, an der Wamow), 
Cygnea. 

Schwabach, St. (unmittelbare, bayr. 
Bezirksa., RB. Mittelfranken, an der 
Obern Schwabach), Suobäcum. 
Adj.: Suohacensis, -e. 

Schwaben, Land (altes deutsches 



581 Sehwttbiscli-Gmiiiid 



Schweidiiitz 



582 



Yolksherzogtom , urspr. Alemaimien, 
dann von den im 5. Jhdt. eingewan- 
derten Sueven Schwaben genannt; 
jetzt in Bayern, Württemberg imd 
Baden aufgegangen), Suema, 

Bew. : Suevi. 

Ac|j.: Suevicus, -a, -um. 

Sehwttbiseh- Gmünd, s. Gmünd in 
"Württemberg. 

Sehwftbisch-Hall, s. Hall 3. 

Seliwabmiineheii, Mktfl. (bayr. RB. 
Schwaben, Bezirksa. Augsburg, an 
der Sinkel [Singold]), B^pae. 

Sehwarzach in Baden, Dorf (Kreis 
Baden, Amt Bühl, mit ehem. Bene- 
dikünerabtei) , SiMrzanense Coeno- 
hium, 

Sehwarze nnd Bote Bergre, Gebirge 
(in Ägypten, am Roten Meer), Acäi>e 
Cixaßrj). 

Schwarzes Meer, Binnenmeer (zwischen 
Rufsland, Kleinasien und der Türkei, 
südl. durch die Strafse von Kertsch 
mit dem Asowschen Meer verbunden ; 
Mündungsbassin der Donau, des 
Dnjepr, Don, Kuban u. s. w. Hafen- 
und Handelsplätze : Odessa und Cher- 
son auf russischer, Trapezunt und 
Sinope auf asiatischer Seite. Unter 
türk. Herrschaft war die Schiffahrt 
für fremde Nationen 200 Jahre lang 
geschlossen, bis die Nordküste rus- 
sisch wurde; 1774 erhielten die Rus- 
sen das Recht der Schiffahrt nach 
dem Mittelmeer, 1784 wurden die 
Östreicher, 1802 die Engländer und 
Franzosen zugelassen) , P ontus 
Euxlnus (Ilovrog Ev^sivog). — 
Mare Nigrum. — Sini^ Scythicus. 
— Mare Fonticum. — Mare Col- 
chicum. 

Schwarzwald, Gebirge (im südwestl. 
Deutschland, liegt dem Wasgenwald 
gegenüber, östi. von der Oberrheini- 
schen Tiefebene, mit dem bei weitem 



grödseim Teil in Baden, mit einem 
kleinem in Württemberg, gehört zum 
Oberrheinischen Gebirgssystem und 
hat, wie dieses überhaupt, eine Rich- 
tung von SSW. nach NNO. Die 
Grenzpunkte des Schwarzwaldes sind 
im Süden die Städte Waldshut und 
Kandem, im N. Durlach [Pfinzthal], 
Pforzheim u. Heimsheim. Zusammen- 
gesetzt ist er ganz besonders aus 
Gneis, Granit und Buntsandstein ; im 
Gneis befinden sich im W. die steilen 
Abfalle zur Tiefebene, im Buntsand- 
stein die sanfteren gegen 0. Von den 
Alpen abgesehen, ist der Schwarz- 
wald das schönste Gebirge des Deut- 
schen Reiches), Silva Martiana. 

— Silvae Martia/nae. — Abnoba. — 
Silva Nigra. 

Schwaz, Mktfl. (im tiroler Krei^ Lms- 
bruck, im Unterinnthal), Sebatum. 

— Sebatum. — Masdäcum. 

Schweden (schwedisch Sverige), König- 
reich (mit Norwegen seit 14. Jan. 
1814 [Frieden von Kiel] xmter einem 
Scepter vereinigt, umfafst die gröfsere 
Osthälfte der skandinav. Halbinsel. 
Im Norden und auf der Grenze gegen 
Norwegen vom Kjölengebirge erfüllt, 
gegen 0. waldiges, erz-, flufs- und 
seereiches Stufen- und Tiefland, gegen 
SO. Hügelebene mit Ackerfeld, Wiesen- 
land und grofsen Seen. Eingeteilt in 
3 Landschaften : Svealand [Svearike], 
Gotland [Götaland oder -rike] und 
Norrland ; in administrativer Hinsicht 
in 24Läns pLandeshauptmannschaften], 
in kirchlicher Hinsicht in 12 Stifter. 
Hptst. Stockholm), Suecia. 

Einw.: Sueci. 

Adj.: Suecicus, -a, -um. 

Schweidnitz, 1. St. (Kreisst., RB. 

Breslau, Prov. Schlesien, 1. an der 

Weistritz), Suidnicium. — Zvinum. 

Adj.: Suidnicensis, -e. 

2« M, (auch Schweidnitzer Wasser, 

19* 



583 



Sekweiiifiirt 



Seoirlio-di-Tido 



584 



meist Weistritz gen., 1. Nbfl. der 
Oder in Schlesien, entspr. im Por- 
phyr des Niederschles. Steinkohlen- 
gebirges an der böhmischen Grenze, 
fliefst durch das Schlesierthal nnd 
' mündet unterhalb Breslau), Suidni- 
citis. 

Sehweinfart, St. (unmittelbare, bayr. 
Bezirksa., RB. Unterfranken, in frucht- 
barer Gegend am Main), Dcvöwa. 
— Traiectum Suefoorvm. — Sueoo- 
furtum, — Suinfurtum. 

Sch^ieiz, Land (das höchstgelegene 
Europas, republikan. Bundesstaat, 
zwischen Frankreich, Deutschland 
und Italien, im S., im 0. und in der 
Mitte von den Alpen erfüllt, mit 
zahllosen Schneegipfeln, im "W. vom^ 
Jura durchzogen, zwischen Alpen i 
und ^ura wellige Hochebene bis zum | 
Bodensee. Die durch den Wiener 
Kongrefs als neutral erklärte Eidge- 
nossenschaft besteht aus 25 Staaten 
in 22 Kantonen; Bundeshauptstadt 
Bern), Civitas Helvetia. — Hei- 
vetia. 

Bew. : Helvetii. 

Adj.: Helveticus, -a, -um. 
Helvetius, -a, -um. 

Schwerin, St. 1. in Meeklenburgr 

(Hptst. des Grhzgts. M.-Schw., zwi- 
schen dem Schweriner [im 0.], dem 
Ziegel- [im N.], dem Ostorfer [im S.] 
und andern Seen), Squirsina. — 
Squirstnum. — Sv^eilnum. 

Adj.: Suerinensis, -e. 

2. an der Warthe (Kr. Birn- 
baum, RB. und Prov. Posen, am 
Einflufs der Obra in die Warthe), 
Su^ertnum ad Vartam. 

Sehwetzingen, St. (bad. Kr. Mannheim, 
an der Leimbach), Soliciniiim. 

Seliwiebus, St. ( Kr. Züllichau-Schwie- 
bus, EB. Frankfurt, Prov. Branden- 
burg, an der Schwemme), Suehis- 



8Bna. — Sueboc^num. — Suibissa. 

— Suibusium. 

Adj.: Suibusiensis, -e. 

Schwinge, FL (1. Nbfl. der Elbe in 
Hannover, ist von Stade bis zur 
Mündung bei Brunshausen 6 km für 
kleine Seeschiffe fEihrbar), Zwinga, 

Sehwyz, Mktfl. (Hauptort des gleich- 
nam. Kantons, eines der 3 Urkantone 
der Schweiz, am Fulße des Mythen), 
Suiza. — Suüia. 

Seiacea, St. (Hafen in der ital. Prov. 
Girgenti auf Sicilien), Thermae 
{ßsQfiaO- — Thermal Selinunttae. 

— Ad Aquas. 
Einw. : Thermitani. 

Scieli (oder Cacciola), St. (Hafen in 

der ital. Prov. Note auf Sicilien, am 

gleichnam. Küstenflufs), Casm^na 

(KaafievTj). — CasmenaeiKaofisvcci). 

Einw.: Ca^menaei (KaofievaXoi). 

Scilla (Sciglio), St. (in der ital. Prov. 
Reggio-Calabria, auf Felsen am Ein- 
gang zum Faro von Messina; unweit 
davon die jetzt nicht mehr geföhr- 
liche Klippe La Roma an der kala- 
brischen Küste, die alte Scylla), 
Scylla (SxvXla). — Scyllaeum 
{SxvlXciiov). 

Seillyinseln (frz. Sorlingues), Lisel- 
gruppe (von 140 kleinen Eilanden, 
45 km vom Kap Landsend, der 
äufsersten Südwestspitze von Com- 
wall und ganz England. Nur 5 sind 
bewohnt ; Hauptinsel Saint - Mary ; 
Hauptort Hughtown), Cassitertdes 
{KaxTLXEQlSeq oder KaaatrsQlSeg 
al Ntjooi). — Cassiteridum Insulae. 
— Silurum Insulae. — SilMnae In- 
sulae. — Sylina (Insula). — Hespe- 
rides (^EoTtsQlösg). — Süvestres. 

Scio, s. SMo. 

Sciothib, s. Skiothb. 

Sclavo-Chori, s. Slavochori. 

Scoglio-di-Yido , Insel (im Ionischen 



j 



585 



Ssopello 



See Farooan 



586 



Heer, zwischen Korfu und dem Fest- 
land), Ptychia {Thvxla), 

Seopello, Mktfl. (auf Sicilien), Ceiaria. 

Seopilo, s. Skopilo. 

Scripn, s. Skripu. 

Scurcalay Dorf (in den Abruzzen von 
Neapel), Excabiae. 

Scutari, s. Skutari. 

Sel>aket-Bardoil, See (in der Sand- 
wüste von Unterägypten), Sirbon 
(Sl^ßwv). — Sirbonis Iaicus {Uiq- 
ßiovlq fi Alfjivtj). — Serbonis Locus 
(Sspßwvlg fj A.), 

Sebastian, San — , s. San-Sebastian. 

Seliastop^l (Sewastopol), St. (auf der 
Südküste der Halbinsel Krim, bis 
zur Belagerung ' und endlichen Er- 
stürmung durch die Engländer- und 
Franzosen [3. Oktober 1854 — 8. Sep- 
tember 1855] wichtigste Seefestung 
BuTslands am Schwarzen Meer, mit 
grofsartigem Eriegshafen) ySebasto- 
jpolis (SsßaätoTtoXig). — Aea 
(Ala). — Dioscurias {AioaxovQidq). i 

Sebba-BuB, Vorgebirge (in Algerien, 
wahrscheinlich von den vielen Höh- | 
len des Felsens so benannt), Tretum 
(Tqtjzov ^xqov). 

Seben, 1. St. (oder Sähen, in Ostreich), 
Sab an a, — Sabiona. 

2« Mktfl. (in Tirol), Sublavione. ' 
— Sebätum. — Sahio. 

SebenicO) St. (und Festung im dalmat. ; 
Kreis Zara, an der Mündung des 
Kerka in das Adriatische Meer, Sitz i 
eines röm.- und griech.-kathol. Bi- ' 
schofs), Sicum. — Sebenieum. 

Sebswar, St. (in Masanderan, einer 
Landschaft Irans, zwischen dem | 
Elbrusgebirge und dem Kaspischen | 
Meer), Hyrcania CY^xavla). 

Seeehia, FL (Nbfl. des Po in Modena, 
entspr. am Nordabhang der Apen- 
ninen, wird bei Modena schiffbar und 



mündet bei Santa-Lucia), Gabellus. 

— Secia, 

Seehsstildte (in der Oberlausitz die 
Städte Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau, 
Lauban und Kamenz, welche 1346 
zum Schutz gegen die Raubritter 
einen Bund geschlossen und gewisse 
Vorrechte hatten, letztere aber wegen 
Begünstigung der Reformation infolge 
des sogen. PÖnfalls 1547 gröfstenteüs 
wieder verloren), Hexapolis. — 
Ager HexapoUtänus. 

Seekan, Mktfl. (und Schlofs im nieder- 
steiermärk. Kreis Brück, an der GaU 
und dem Fufs der Seckauer Alpen, 
bis 1786 Sitz des Bischofs von S., 
welcher jetzt in Graz lebt), Seco- 
nium. — Secovium. 

Seelin, Mktfl. (in Frankreichs, Saci- 
linium. 

Sedan, St. (und Festung im frz. Dep. 
Ardennen, r. an der Maas), Sedanum. 

Sedsehestan (Sistan), Landschaft (im 
südwestl. Teil von Afghanistan, mit 
der Hptst. Duschak, Residenz des 
Tribut nach Kabul entrichtenden 
¥wcsien)^Drangiana(AQ(xyyiavi^). 

— Drangina {AQayyijv^). — Ana- 
bon, -öms. — Sa>castania. 

Seealpen, Gebirge (Teil der Westalpen, 
vom Col di Tenda bis Col da Madda- 
lena; danach benannt das frz. Dep. 
S. oder Alpes - Maritimes mit der 
Hptst. Nizza, 1860 von Sardinien 
abgetreten), Alpes Maritimae. — 
Alpes Litor^ae. 

Seeburgr, Dorf (Seekreis Mansfeld, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, am Süfsen 
See), Hocseburcum. — Ocsio- 



See Farooan (Schibkah - el - Lovdjah 
oder -el-Loudeah, in Nordafrika, un- 
fern der Kleinen Syrte), Tritonis 
Lactis (T^irwvlg ^ Alfivrj). 



587 



Seeland 



Seine 



588 



Seeland, 1. s. Zeeland. 

3. Landschaft (im Nordwesten des 
schweizer Kantons Bern, zwischen 
dem Neuenburger See und dem Kan- 
ton Solothum), Sela/ndia Helvetwrum, 

3« Insel (dän. Själland, die wich- 
tigste Insel Dänemarks, durch den 
Sund von Schweden, durch den 
Grofsen Belt von Fünen xmd durch 
eine schmale Meerenge von Falster 
und Möen getrennt, mit der Residenz 
Kopenhagen. Das Inselstiffc S. um- 
fafst auTser S. die Inseln Möen und 
Bomholm, sowie eine Menge Meiner 
Nachbareilande und zerfallt in sechs 
Ämter: Kj0benhavn, Frederiksborg, 
Holbek, Sor0e, Präst0e und Bom- 
holm), Codanonia. — Selcmdia. 

Seesen, St. (Kr. Gandersheim, Hzgt. 

.Braunschweig, an der Schildau in 

einem Thal zwischen dem "Westfufs 

des Harzes und dem Heberberg), 

Sesa. 

Seevenborren, Abtei (in Flandem), 
Septem Fontes. 

S6ez, St. (Bischofssitz im frz. Dep. 
Ome, an der Ome), Sagt um. — 
Saium. — Sau. 

Segresyär, s. Schäsburg. 

Segmi, St. (und Oitadelle in der süd- 
östl. von Rom gelegenen Prov. Vel- 
letri), Signia. — Segnia. 
Einw.: Signini. 

Segnia, s. Zengg. 

Segorbe, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Castellon-de-la-Plana) , Sego- 
hrlga. — Segorvia. — Etohema. 
— Etovissa. 

SegroYia, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. in Altkastilien, Bischofssitz am 
Eresma), Segubia. — Segobia. — 
Segovia. — Arevacorum Urbs. 

Segre, Fl. (Nbfl. des Ebro in Kata- 
lonien, entspr. in den Pyrenäen am 
Defilee von Peq'a, wird bei Lerida 



schiffbar und mündet bei Mequi- 
nenza), Sicöris. 

Segnra, 1. Fl. (Küstenflufs in Spanien, 
entspr.' auf der Sierra -Seca, nimmt 
mehrere andere Flüsse, u. a. den 
Mundo, auf und mündet nach 255 km 
bei Guardamar ins Mittelmeer), 
Tader, -eris. — TerWris. — 
Tertibus. 

2. Mktfl. (in Spanien), Sorabis. 
— Staberum. — Ter^bus, 

3. -de-la-Sierra, St. (in Spanien), 
Castrum Ältum. 

4. -de-Leon, St. (in Spanien), 
Secura. 

Seibons, Fl. (in Algerien), Ruimcatus. 

Selchonn-Tehai, Fl. (in Anatolien, im 
alten KiHkien), Sarus {Sd^og). — 
Sinärus {"SLvoQoq). — Fsarus 
iW&Qoq). 

Seid-Gaza, St. (in AnatoHen), Mi- 
daEum {MiSdsi ov). — Midaüim. 
Einw.: Midaei (MiöaeZq). 

Seignelaj, St. (in Frankreich), Scüli- 
niacum. 

SelUans, Mktfl. (in Frankreich), Civi- 
tas Salinarum. — Civitas ScUi- 
nensis. — Civitas SoUiniensium, — 
Ürbs SoUiniensium. — SaMnae. 

Sellle, Fl. (1. Nbfl. der Saone im frz. 
Dep. Saone-Loire), Salia. 

Sein, Insel (an der Küste des frz. Dep. 
Finistere), Sena. — Sedßna. 

Seine, Fl. (Hauptfl. Frankreichs, entspr. 
im Gebirge Cote d'Or, fliefst über 
Troyes [schiffbar], Paris, Reuen, 
macht zahlreiche Windungen, mün- 
det bei Havre-de-Grace in den Kanal; 
Nebenflüsse r : Aube, Marne, Oise; 
1.: Tonne, Eure. Danaoh benannt 
4 frz. Dep.: 1. Dep. S., Hptst. Paris; 
2. S.-Mame, Hptst. Melun; 3. S.- 
Oise, Hptst. Versailles; 4. S.-Infe- 
rieure [Niederseine], Hptst. Reuen), 
Sequäna. — SedBna. — SezEna. 



589 



Seitenstfttteii 



Semmenud 



590 



Seitenstfttteii, Kloster (in Ostreich), 
Sitanstetense Coenobium Sanctae 
Mariae. 

Seiambria, s. Salambria. 

Selanik, s. Salonichi. 

Selan, Kloster (in Böhmen), Siloense 
Monasterium. — Silvense {Syl- 
vense) Coenobium. 

Selby, St. (in der engl. Grafechaft 
York, West - Kiding , am Ouse), 
Sälebia. 

Sele (oder Silaro), M. (in der ital. 
Prov. Salemo, mündet in der Ebene 
von Pesto in das Tyrrhenische Meer), 
Sil äru 8 {SlXaQoq). — Siläris 
(SiXaQig). — Silerus. — Siler, -m. 

Selefkeh, St. (in AnatoUen, am Saleph), 
Seleucea TrachEa (SeXsvxsia ^ 
T^axela), — Seleucia Tracheötis. — 
Seleucia Isawriae. 

Selengra, Fl. (in Asien, entsteht in der 
Mongolei, im Khalkalande, tritt be- 
reits schiffbar auf russ. Gebiet und 
fallt in den Baikalsee), Oechardes 
(OlxciQÖTjg). — Oechardus. 

Seligenstadt, St. (Kr. Offenbach, hess. 
Prov. Stärkenburg, am Main, ehem. 
Benediktinerabtei), Seiingostadium. 

Selim-el-Assonanys, Staat (Mera oder 
Merua, ein Teil von Sennaar im südl. 
Nubien), Meroe {Msqoti). 

Selim'bria, s. Salambria. 

Seliniseher Distrikt (in Kroatien), 
Processtis Selinensis. 

Selino, St. (auf der Südküste der 
Insel Kandia mit Ruinen bei Haghio 
Kyrko), LisBa (Alaaa). 

Selinti, Si (in Anatolien, im alten 
Kilikien) , S eli nus (SeXivovg, 
-ovvTog). — TraianopoUs {T^aiavo- 

TioXig). 

Selivrea, St. (in der türk. Prov. Bu- 
melJen, am Marmarameer), Selymbria 



Selkirit, Mktfl. (Hauptort der gleich- 
nam. Grafschaft im südl. Schottland 
am Etterick, welche vom Cheviot- 
gebirge erfüllt ist und vom Tweed 
mit Etterick und Yarrow bewässert), 
Sdaricum. 

Seimen (Salen^at), St. (im südl. Syrien), 
Salaminias. — Salamitis (2aXa- 
(xiag). 

Seio, s. Sele. 

Selva, St. (in Spanien), Silva Con- 
stantiniana. — Sylva Constan- 
tiana. 

Selz, St. ,und Kantonshauptort, Kr. 
Weifsenburg , Bezirk Unterelsafs, 
Elsafe-Lothhngen, am Einfluls der 
Selz in einen faulen Rheinarm; ehe- 
mals eine karolingische Pfalz), Eli- 
zatium. — Salesia. — Saletio. — 
Salecio. — Salsa BhenOna. 

Selzach, Dorf (im schweizer Kanton 
Solothum), Salis Aqua. — Salsae 
Aquae. 

Semagrda-des-Edrisi, St. (in Tuarik 
im Innern von Afdka), Panctgra 
{ndvayQo). 
Semeh,St. (in Anatolien,im alten Ly dien), 
Hieroca^esarBa Cle^oxaiad^sia). 
Einw. : Hieroca^sarienses ^Is^o- 
xaiaaQEtg). 

Semendraki (Semadrek), s. Sama- 
thraki. 

Semgrallen, Landschaft (einst Herzog- 
tum, der östl. Teil von Kurland, die 
Kreise Mitau und Seelburg umfassend, 
von Letten bewohnt), SemigaUia. 

Seminara, St. (inKalabrien), TauHana. 

Sem 1 in (ungar. Zimony, serb. Semum), 
St. (befest. Grenzstadt in der östr. 
Müitärgrenze, an der Mündung der 
Save in die Donau), Malavilla. 

Semmenud, St. (im Nildelta), Seben/nytus 
(SsßhvvTog). 
Adj.: Sehennyticus , -a, -mwi (ä- 
ßevvvTLXog). 



591 



Sempaeh 



Serbien 



592 



Sempaeh, St (im schweizer Kanton 
Luzem, am ösÜ. Ufer des 2 St. 
langen xmd 74 St. breiten Sempacher- 
sees, der durch die Suhr znr Aar 
abflieM), Sempacum, 

Sempliner Gespannsehaft (in Ungarn), 
Comitatus ZempUniensis. 

Semiir, St 1. -en-Anxois (im frz. 
Dep. Cote d'Or, am Armanden), 
SemuriumAlesiense. — Castrum 
Sifi€tnuTUfn. 

2* -en-Briennois (im frz. Dep. 
Saone- et -Loire), Castrum Sine- 
murum Briennense. — SerMi- 
rium Briennense. — SemwrtiMn Bre- 
nänum. 

Sendomir (poln. Sandomierz), St. 
(Kreisst im poln. Gouv. Radom, an 
der Weichsel; im NW. erhebt sich 
in fünf Ketten die Sendomirer Berg- 
gruppe oder Lysa-Gora, d. h. Kahles 
Gebirge), Scmdomiria. 

Senegal (Sanaga oder Sns), M. (im 
wesÜ. Nordafrika, entspr. als Bafing 
im Hochsudan, emp^gt zahlreiche 
Zuflüsse [Kohoro, Faleme u. s. w.], 
durchfliefst dami in nordwestl. Rich- 
tung das Tiefland Senegambien, mün- 
det bei St -Louis in den Atlantischen 
Ocean; Länge 2100 km), Daradus 
{daQaöoq). — Daras {daQaq, -aöog). 
— Nia. — Bamhotus, 

Senez, St (in Frankreich), Civitas 
Saniciensium. — Sanicio, -5ms. 
Sanecium. — Sa/nitiwm, — Sanitia. 

Senio, Fl. (in der EmiUa, entspr. auf 
dem Apennin in Toscana und mündet 
westl. von San- Alberto r. in den Po 
di Primaro), Siwnius. 

Senlis, St (im frz. Dep. Oise), Au- 

gustomägus. — AugustomagiM 

Silva/mctensis. — Silvanectum, ^— 

Ratomägus. — Civitas Silvanectum. 

- Civitas Silvanectensium. — Silva- 



nectensis ürbs. — Süvanectae, — 
Seiü&nses, 
A4j.: Silvanectae. 

Sennaär, St (Hptst. des gleichnam. 
Landes im südl. Nubien, nordwestl. 
von Abyssinien, zwischen dem Weifsen 
und Blauen Nil und östl. davon bis 
zimi obem Takazze am Blauen Nil), 
Sirbitum. 

Senonais, Landschaft (in den frz. D^. 
Champagne und Brie), Senones. 

Sens, St. (im frz. Dep. Yonne, an der 
Tonne), Agedtcum, — Agedincum. 
— Agendieum. — Senones. — Se- 
n^i. — Agendieum Senonum. — 
Metropolis Senoniae. — Metropolis 
iMgdunensis Quartae. — Metro- 
polis Civitas Senonum. 

Adj. : SenonensiSj -e. 

Seo-d'ürgel, St. (und Festung in der 
span. Prov. Lerida, Bischofssitz am 
Segre), Orgellis Civitas. — 
Ch'gellum. 

Sepino (oder Sipicciano), St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Molise), Sepi- 
nusa. — SepHnum. -r Saepinum. 

Sepser Stuhl (in Siebenbürgen), Sedes 
Sepsiensis. 

Septimer, Gebirgsstock (derRhätischen 
Alpen in Graubünden, an der italie- 
nischen Grenze, mit Pafs von Chur 
nach Chiavenna; an demselben ent- 
springen der Averser Rhein, der Inn 
und die Maira), Mons Septimus, 

Sepdlreda, St (in SpaDien"), Conr 
fluentes. 

Sequanoise, La Grande — , Land- 
schaft (ein Teil des alten Gtalliens, 
welches die ganze Franche-Comte 
und einen Teil der Schweiz begriff)» 
Ma^ma Sequanorum. 

Serbien (türk. Sirp), Königreich (früher 
Fürstentum unter türkischer Hoheit, 
umfafst die von der Morawa durch- 



593 



Serehio 



Setledseh 



594 



schnittene ßerglandscliaft zwischen 
Bosnien und der Walachei; Hptst. 
Belgrad), Moesia Super ior. — 
Serhia. — Servia. 
Bew. : Mo est. — Serbi. 

Serehio, Fl. (in Italien, entspr. auf 
den Apuanischen Alpen, durchfliefet 
erst die Garfagnana, dann die Ebene 
von Lucca und mündet nach unge- 
fähr 100 km in den Golf von Genua), 
Ans er, -eris. — Äesar, -äris. — 
Sercülus. 

S^re, La — , Fl. (in Frankreich^ 
Sara. 

Seres (Serres), St. (im türk. Ejalet 
Salonichi, in Eumelien, unweit des 
Strymon; Sitz eines griech. Erz- 
bischofs), Serrae (UiQQcci). — 
Sintice. 

Seretb, Fl. (1. Nbfl. der untern Donau, 
entspr. in der Bukowina am östl. 
Fufs der Karpaten, durchströmt die 
Moldau, bildet zuletzt die Grenze 
gegen die Walachei und mündet nach 
560 km oberhalb Galacz, nachdem er 
r. den Kleinen S., dieSuczawa, dieMol- 
dawa, die Goldene Bistrizza ü. s. w. auf- 
genommen hat), Ordessus{ ^OQÖijaaQg). 

Serfandakar, St. (in Anatolien, an der 
südl. Grenze Kilikiens), Epiphania 
Cilidae CE7ti<p(xveia t^q KiXixlccg). 

Serrna, s. Isernia. 

Serinagar, s. Kaschmir 2. 

Seringapatäm, St. (befest., in dem 
von den Briten abhängigen Königr. 
Mysore, ehem. Eesidenz des Kajahs 
von M.), Brachme {B^axf^rj^- 

Sermiöne, Mktfl. (auf der gleichnam. 
Landzunge im südl. Teü des Garda- 
sees, ital.), Sirmio. 

Sermoneta, Mktfl. (in Mittelitalien, 
unweit Eom), Sulmo. 

Serpa, St. (in Portugal), Fabia 
Prisca Serpensis. — Serpa. 



Serphanto (Serpho), Insel (griech., 
eine der Kykladen, an der Südost- 
küste die gleichnam. Hafenstadt), 
Seriphus (Se^Kpog). 
Einw. : Seriphii {SsqI^ioi). 
A^.: Seriphius,'a,'Um{2€Qlg>iogy 

Sert, St. (in Grofsarmenien), Tigrano- 
certa (TiyQavoxsQxa). 

Serak, St. (an der Ostküste von Ara- 
bien), Gerra {FeQQa). 

Servitza, St. (in der Türkei), Servia. 

Sesla, Fl. (Nbfl. des Po in Piemont, 
entspr. auf dem Monte Rosa und 
mündet nach 1 50 km bei Frassineto. 
Er bildet in seinem Oberlauf das 
Val Sesia in den Penninischen Alpen), 
Sessltes. — Seeida. 

Sessa, St. (in der ital. Prov. Caserta), 
Aurunca. — Suessa. — Suessa 
Auruncorum. — Siiessa Aurwnca. 

— Colonia lulia Classica Suessa, 
Einw.: Suessami. 

Adj.: SuessantiSy -a, -um. 

Sesse, s. Sezza. 

Sessieux, St. (in Savoien), Saviacum, 

Sesto Calende, St. (in der ital. Prov. 

Mailand), Seoctium. 
Sestri dl Levant«, St, (in der itaL 

Prov. Genua), Segesta Tigulio- 

rum. — Sestrium. 
Sethia, St. (auf der Nordküste der 

Insel Kreta), Cytaeum (Kvtaiov). 

— Settia. 

Setif, St. (in der algerischen Prov. 
Cüonstantine, am Fufs der Kabylen- 
berge), mttfis. 
' Adj.: Sitifensis, -e. 

\ Setledseh (auch Sutlej oder Setlej 
j gen.), fl. (im westl. Indien, der öst- 
I lichste der fünf Ströme des Pend- 
1 schab, heilst nach Au&ahme der 
Beas Garra und geht nach seiner 
Vereinigung mit dem Tschenab unter 
dem Namen Pendschnad dem Indus 
zu), Hesyd/nus. 



595 



Settla 



Shannon 



596 



Settia^ s. Sethia. 

Setnbal (Setuval, auch Sao-Ubes oder 
S.-Yves gen.), St. (und Festung in 
der portug. Prov. Estremadura, 30 km 
südöstl. von Lissabon, zu beiden 
Seiten der gleichnam. Bai, mit einem 
geräumigen Hafen, dem dritten Por- 
tugals), Cetobrlga. — Caetöbrix, 
•^s. — Setuhaiia. 

Seyennen, s. Cevennen. 

Seyennes, Landschaft (ehem., in Frank- 
reich), Cehennica (sc. Begio). — 
Cemmenitis Tractus, — Gebenruirum 
TrcuAus. 

Seyenwald, der (in Friesland), Badm- 
henna Silva. 

Seyenwolden, Distrikt (in Friesland), 
Septem Saltus. — Septem Silvae. 

Seyer, St. — , s. Saint-Sever. 

Se?erino, San — , s. San-Severino. 

Seyern, Fl. (der 2. Englands, entsteht 
am Plinlimmongebirge in der Graf- 
schaft Montgomery, nimmt bei der 
Einmündung des Avon [von Bristol 
her] den Namen Bristolkanal an, 
worauf er sich in den Atlantischen 
Ocean verliert. Der Strom bildet 
mittels seiner zahlreichen Kanäle die 
Hauptschiffahrtsstrafse im südwestl. 
England), Sahriüna. — Sabrina. 

Seyenx, Mktfl. (in Frankreich), Sego- 

hodivm. 
Sevilla, 1. Provinz (in Andalusien in 

Spanien, mit Cadiz und Huelva 1822 

aus dem ehemal. gleiclmam. span. 

Kgr. gebildet), Hispalensis Provincia. 

S. St. (Hptst. der gleichnam. Prov. 
in Spanien, am Guadalquivir, Erz- 
bischofssitz), Colonia Bomul^a. 
— Colonia Bomtdensis. — lulia 
BomuUa. — Bomula. — Hi Spa- 
lts. — Sevilia. 

Einw.: HispaUenses. 

Adj. : Hispaliensis, -e. 
Hispalensis, -e. 



Sevilla la Tieja, Si (in Südspanien), 
Italiea. -7- Colonia Balicensis. — 
Municipium Balicense. — IHvi 
Traiam Civitas. 
Einw.: Italicenses. 

S<^yre, Fl. 1« -Nantaise (im nordwesü. 
Frankreich, Nbfl. der Loire, mündet 
nach 125 km bei Nantes), Sepika 
Nawnetensis. 

S« -Niortaise (im nordwesü. 
Frankreich, mündet nach 140 km 
nördl. von La-Eochelle in das Atlant. 
Meer. — Nach beiden Flüssen ist 
das Depart. Deux-Sevres benannt, 
welches aus vier Arrondissements : 
Niort, Bressuire, Melle und Parthe- 
nay zählt imd Niort zur Hptst. hat), 
Sepära Niortensis. 

Sewastopol, s. Sebastopol. 

Seyches, St. (und Bad im frz. Dep. 
Lot-et-Garonne), Äqtiae Siccae. 

Scyssel, St. (im frz. Dep. Ain, am 
Ehone), Saxilis. — Sesselium. 

S6zanne, St. (im frz. Dep. Marne, 
ehem. sehr fest), Sezania. 

Sezza (Sesse), St. (in der mittehtal. 
Prov. Velletri, am Ufento, unweit 
der Pontinischen Sümpfe), Setia. 
— Settna. 
Einw.: Setini. 
Adj.: SetmuSj -a, -wm. 

Sfagia (Sapienza), Insel (im Südwesten 
von Morea, vor dem Hafen von 
Paläokastro), Spha^ia {Sipayla). 

Sfakes (Sfax), St. (Hafen in Tunis, am 
Golf von Gäbes), Taphrura {Tafp- 
QOVQO). — Taphra. 

Shamaki, St. (in EuMand), Gamachia. 

Shannon, Fl. (Hauptfl. Irlands, entspr. 
aus dem Cleansee, bildet in seinem 
Lauf mehrere Seen [Lough-Eee, 
Lough-Dery] und breitet sich unter- 
halb limerick zu einem gegen 115 km 
langen Mündungsbusen aus, dessen 
Ausgang in den AÜant Ocean beinah 



597 



Shaar 



Sidra 



598 



15 km breit ist), luernus, — 
Senus. — Scenus. — Scena. 

Shaur, Insel (am Arabischen Meer- 
busen), Äeni Insula {Aivov Nrjoog). 

Sheduan, Insel (im Arabischen Meer- 
busen), SapirEne (SaneiQ^vfi). — 
Sapphifine {SantpuQrivri), 

Sheppy, Insel (kleine, vor der Ostküste 
Englands), Töliapis, 

8herborne, MktfL. (in England), Cla/nM 
Fom. 

Shetland, s. Mainland. 

Shetlandsinseln, Inselgruppe (zu 
Schottland gehörig, von holländ. und 
skandinav. Schiffern auch Hitland 
gen., nordnordöstl. von Schottland 
und den Orkadischen Inseln, 86 
grölsere und kleinere Inseln; die 
gröfste ist Mainland [SheÜand], w. 
m. s.), Äeviüdae Insulae, *— 
Aemödae. — EmOdae. — JEmüdae. 
— Emödes, — AtniOdes, — Het- 
lomdicae InsiUae. — SheÜcmdicae 
Insulae. 

Shrewsbnry, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Shrop, uralter Ort, auf einer 
von der Sevem gebildeten Halb- 
insel), Salopia. — Uriconium. 

Shropshlre (oder Salop), Landschaft 
(westl. Grafsch. Englands, von der 
Sevem in zwei ziemlich gleiche 
Teile geteilt; Hauptort Shrewsbury), 
Comitatus Salopiensis. 

8iam (Schan, Thai), Königreich (in 
Hinterindien, vom Menam und 
Mekhong bewässert, umfafst das 
eigtl. S. [Hptst. Bangkok], das Land 
der Laos im Innern und die Länder 
der tributären Malayenfürsten auf 
der Halbinsel Malakka), Lestarum 
Regio (Atjozüfv Xo>Qa). — Sianvum 
Begnum. 

Sib, s. Zib. 

Sibari, M. (kleiner Nbfl. des Ooata in 



Unteritalien), Sybäris, -is und -^is 
(JSvßoQiq), 

Sichern, s. Nablus. 

Sieilien, Insel (gröfste des Mittel- 
meeres; vom ital. Festland [Kalabiien] 
durch die Strafse von Messina ge- 
trennt, wellenförmiges Plateau mit 
schmalen Eüstenebenen, im N. steiles 
Eandgebirge, auf der Ostseite die 
Tiefebene von Katania mit dem iso- 
liert stehenden Ätna. Seit 1860 
7 Provinzen), Sicilia (SixsXla). 

— Trinacna(TQivaxQla). — Sicania 
{2ixavla). — Aetnea TeUus {Altvccla 
Xi&Qa), 

Bew.: Siaüi (Sixslol). 
A(y.: Siciliensis, -e. 

Sieiü'us, -a, -um {^ixsXoq). 

Sieuliana, St. (auf der Südküste Sici- 
liens), Camicus (Kafiixog). 
Einw.: Camici (Kafilxioi), 

Sidero Kapsa, Mktfl. (in Rumehen), 
Scydra {Uxvöqo). 

Sidero Kastro, Mktfl. (bei Arkadia im 
Südwesten der Halbinsel Morea), 
Boriwm (Jwqiov). 

Sideroni (Sidemo), Mktfl. (in ünter- 
italien), Scidrus {SxISqoq). 

Sidi-Bou-Said, Malf^a und Douar- 
el-Sehat, Dörfer (mit den kolossalen 
Trümmern Karthagos in Nordafrika), 
Carthago. 

Einw.: Carthaginienses. 

Adj. : Carthaginiensis, -e. 

« 

Sidi-Embarak, Mktfl. (im nordwestl. 
Afrika), Perdices {IleQÖixeg). 
Adj.: Perdicensis, -e. 

Sidonisi, s. Eidonisi. 

Sidra (Sydra), Meerbasen von — 

(oder die Grofse Syrte, südöstl. von 
der Landschaft Tripolis und dem 
Plateau von Barka), Syrtis Maior. 

— Syrtis Mcu/na. 



599 



Siebenbürgren 



Sierra Neyada 



600 



SiebenbUrgren (TraossilYanien), Grofe- 
fürstentum (östr. Kronland, zu der 
transleithan. Ländergruppe gehörig, 
die Südostecke der Monarchie, wel- 
liges und teilweise seltsam zerstück- 
tes Bergland mit hohen Bandgebirgen, 
im 0. die Karpaten, im 8. die trans- 
silvan. Alpen; im "W. und N. das 
siebenbürgische Erzgebirge, bewohnt 
von Rumänen [im N., W. und in der 
Mitte], Magyaren [zerstreut], Szeklem 
[im 0.] und Deutschen [im S. und 
NO.]. Eingeteilt in das Land der 
Sachsen [9 Stühle und 2 Distrikte], 
das Land der Ungarn [S Komitate 
und 2 Distrikte] und das Land der 
Szekler[5 Stühle]), Transsilvania. 
Septem Castra. — Dada Mediter- 
roMea. — Dada Montoya. — Dada 
Transalpina. — Dada Älpensis. 
Bew.: Transsüvani. 

Siebengebirgre (das nordwestlichste 
Glied des Westerwaids, erhebt sich 
bei Königswinter am Rhein und ist 
benannt nach seinen 7 besonders her- 
vorragenden Kuppen, deren nördliche 
aus Basalt bestehen, während die süd- 
lichen mit Ausnahme der Löwenburg 
[Dolerit] Trachyt [Material zum Kölner 
Dombau] aufweisen), SibEnu s 
Mons. — Rhetico Mons. — UMtico. 

Siegr, El. (r. Nbfl. des Rheins in "West- 
falen und der Rheinprovinz, entspr. 
auf der Westseite des Ederkopfes, 
mündet 3 km nördl. von Bonn und 
flieXst durch ein an Eisenerzen reiches 
Bergland, 131 km lang. Zuflüsse 1. 
die Heller und Niester, r. die Fem- 
dorf, Wisse, Bröhl, Wahn und Agger), 
Sega. — Segdha. — Sigum. 

Siegren, St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, an der Sieg), Sige- 
dünum. — Segodunum. — Sega. 
— Siga. — SigSna. 

Siena, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov., Erzbischofssitz), Sena lulia. 



— Senae. — Senia. — Chlonia 
' Seniensia. — Sexna, 

Einw.: Senienses. 
A(^j.: Seniensis, -e. 

Sieradz (Sjerads), 1. Woiwodschaft (im 
russ.-poln. Gouv. Warschau), Sedes 
Siradtends. 

2* St. (Hptst. der gleichnam. Woi- 
wodschaft, an der Warthe), Siradda. 

Sierra d^Alearaz, Bergkette (östlich 
vom Guadalimar, südl. Randgebirge 
in Spanien), Saltus Tagiensis. 

— Orospeda. — Oresp^da. 

Sierra de Cazorla, Gebirge (in der 
span. Prov. Jaen), Saltus Tugiensis, 

Sierra de Gnadelnpe, Gebirgsland- 
schaft (der Hauptkem vom kleinen 
kastilischen Scheidegebirge in Spa- 
nien), Carpetäni. 

Sierra d'Oc[e]a, Gebirge (in Spanien)^ 
*Idubeda Mons. — Segisäma 
lulia. 

Sierra d^Oreamo, Gebirge (in Nord- 
spanien), Vasconum Saltus. — 
Vasconiae Saltus. 

Sierra de Ronda (y Malaga), Bergland 
(im Südwesten des andalusischen 
Systems), Arundae Montes. 

Sierra Jimera de las Monas, Gre- 
birge (in Spanien), Ahyla. — AJtiyla 
Cölumna. 

Sierra Leone , Landschaft (der nörd- 
lichste, 450 km lange, vom Kap 
Verga bis zum Kap Mesurado 
reichende Strich von Oberguinea; die 
Hptst. der seit 1808 den Engländern 
gehörigen Kronkolonie S.-L. [meist 
befreite Neger] ist Freetown), Deorwn 
Cu/rrus (Be&v ^Oxrifia). 

Sierra Morena, Gebirge (in Spanien^ 
auf der Grenze von Kastilien und 
Andalusien), Montes Mariani. — 
ilons Marianus. — Äriani Montes, 

— Ariorum Mons. 

Sierra Nevada , Bergkette (mächtiges 



X) 



601 



Sierra Heinira 



Sind 



602 



M 



US 

k 

oi- 
k 



Gebirge, „Schneegebirge^^, in Granada 
in Südspanien, welches die Wasser- 
scheide zwischen Jenil und Guad^' 
einerseits und den Eüstenflüssen 
anderseits bildet und sich im Cumbra 
de Mulhacen zum höchsten Gipfel 
des ganzen westlichen Europa er- 
hebt), Moni es Nivösi, — SolorttM, 

Sierra Segura, Gebirge (in Spanien), 
Mona Argentetts. 

Siersbergr, Schleis (in Lothringen), 
Sigeberti Cctstrum, 

Sifiio (Sifanto), Insel (eine der Kykladen 
des Ägäischen Meeres), Siphnus 
i^Lipvoq). — Meropia {MeQOJtla). 
— Am C4xig). 

Sign 9 Bergfestung (in Balmatien), 
Sfinga. — Singum. 

Signenza, St. (und Bischofssitz in der 
span. Prov. Guadalajara), Seg&ntia, 

ISignro, Mktfl. (am EuJs des Ossa bei 
Marmariani in Thessalien), Sycu- 
rium (Uvxov^iov). — Sycyrium 
{SviivQiov). 

SUd, St. (in Anatolien, östl. von 
Aidindschick), Scyläce {Sxvkaxrj). 

iäikino, Insel (eine der Sporaden bei 
der türk. Insel Kandia), Sicinus 
(Slxivoq). — Oenoe (Otvorj). 
Einw.: SidnUae {Uixivitai). 

^Udriaki (Kiriaki), Ort (in Humehen, 
einst Bergfestung in Macedonien\ 
Lecythus (Ai^xvS'Og). 

Sil, M. (im span. Kgr. GaUcien, entspr. 
im kantabrischen Gebirge und mün- 
det nach 195 km oberhalb Orense in 
den Jiino), Suis. 

Sila, Gebirgszweig (des kalabrischen 
Gebirges in Italien), Rheginorum 
Salt US. — Silva. 

Silaro, s. Sele. 

Silhet, Distrikt (in Ostindien), Cir- 
rhadta {KiQQaöla). — Oirradia. 

Silistria, St. (starke türk. Festung an 



der Donau, Hptst. des gleichnam. 
Ejalets), Dorostena. — DarostÖ- 
rum, — Dorostiirum. — Dorostölus. 
— Ikirost^^m. 

SiÜTri, s. Selivrea. 

Slll, M. (in Tirol), Sila. 

SÜTes, St. (in der portug. Prov. Al- 
garvc am FortimSo, die verfallene 
Hptst. der alten maur. Könige von 
Algarve), Silvae. 

Simaneas, St. (in der span. Prov. 
Yalladohd, am Pisuerga, mit röm. 
Brücke und altem hochgetürmten 
Schlofs [span. Staatsarchiv]), Septi- 
manca. 

Simaui, St. (in Anatolien, im alten 
Phrygia Pacatiana), Synnaus {Svv- 
vaoq). 

Sinteren, Fl. (in Syrien), Singas 
(Slyyaq). 

Simiane (Gologne), St. (in Frankreich), 
Collum Longum. 

Simplen (itaL Sempiöne), Berg (im 
schweizer Kanton Wallis, gehört zu 
den Penninischen Alpen, welche Sa- 
voien und Piemont von "WaUis schei- 
den), Mons Sempronius. — Sci- 
pionis Mons. 

Sinai (Djebel-Musa oder -Tor), Berg 
(im Süden der sinaitischen Halbinsel 
oder im peträischen Arabien, wahr- 
scheinl. mit Horeb gleichbedeutend), 
Sina. 

Sinano, Dorf (auf der griech. Halb- 
insel Morea, im alten Arkadien), 
Megalopolis (Msyakonokig). — 
dvitas Megalopolitana. 
^inw.: MegalopoUtaeiMsyako- 
TtoXtrai). — Megalopoli- 
tani. 

Sind (Shindu), 1. M. (auch jetzt noch 
Indus gen., Strom in Yorderindien, 
entspr. am Kailasgebirge in Tibet, 
durchbricht den Himalaya, fliefst 



603 



SindeLsdorf 



Sissek 



604 



durch die Landschaft Sind, meist 
mehrannig und träge, dem Arabi- 
schen Meer zu und büdet unterhalb 
Hyderabad ein greises, sandiges und 
baumloses Delta), Indus (^v66g). 

3« M. (Nbfl. des Ganges, mündet 
in den Djumna), SittoccUis (Sixro- 
xarig). 

Sindeisdorf, Dorf (bayr. EB. Ober- 
bayem, Bezirksa. "Weilheim; südl. 
das Haselmoos), Sindüisdorfa. 

Sindschar (Sindjer), St. ( im nördl. Meso- 
potamien), Siggara {SiyyccQa, rd). 

Slngra (Senga), M. (in Aragonien m 
Spanien), Cinga. — Oinca. 

Si-ngran-fu (Si-gnan-fu), St. (Hptst. der 
chines. Prov. Sehen -si, Sitz des 
Mandschubefehlshabers zum Schutze 
der Grenzen), Sera (üij^a). 

Singrapore (sanskr. Singhapura, d. i. 
Löwenstadt), St. auf der gleichnam., 
zwischen den beiden südöstl. Spitzen 
der Halbinsel Malakka gelegenen 
Lisel; Hafen- und Hauptstapelplatz 
für den Handel zwischen Vorder- 
indien und Europa einerseits und 
Ostasien anderseits), Sageda. 

Sinigagrlia, St. (Hafen und Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Pesaro, an der 
Mündung der Misa in das Adriatische 
Meer), Sena, — SenogaUica. — 
SenogalUa. 

Sinno, M, (in Unteritalien, entspr. am 
Monte Serino bei Lagonegro und 
mündet in den Golf von Tarent), 
Siris, -is (Ut^Lg). 

Sinub (Sinöpe), St. (Hptst. einer Liwa 
des türk. Ejalets Kastamuni auf einer 
Landzunge am Schwarzen Meer), 
Sinope (Sivwtitj), — Colonia lulia 
Augusta Sinope. 
Einw. : Sinopenses (UivcjTCsZg). 

Sinzigr, St. (Kr. Ahrweiler, RB. Koblenz, 
Eheinprovinz), Sentiäeum. — 
Sentiäca Villa. 



^9 1 

M s. Si 



SiÜanto. 



Siomini, s. Spimazza. 
SionaprO) s. Aspropotamo. 
Siphanto, 
Siphnos, 

Sipieeiano, Mktfl. (in Italien), Sepinum, 

Siponto, s. Manfredonia. 

Sir (Sihon oder Sir-Darja), M. (entspr. 
am Mustagh im Tianschan, fliefst 
nordwestl. unfern den Städten KhO" 
kaöd und Taschkend vorüber, mündet 
in den Aralsee), laxartes {^la^d^rrig). 

Sira (Syra oder Siro), Lisel (eine der 
zum Kgr. Griechenland gehörigen 
Kykladen, ist die wichtigste der- 
selben wegen ihrer Hptst. Hermupolis 
oder Neusira; in der Nähe oberhalb 
Altsira), Syrus (SvQog). 
Einw.: Syrii {SvQioi). 

Siraensa (Siragos[s]a), St. (Bischofssitz 
in der ital. Prov. Note auf Sicilien, 
auf einer Insel des Ionischen Meeres 
[dem alten Ortygia]), Syracusae 
(SvQccxovaai und SvQaxova'ai). 
Einw.: Syracusani. — Syror- 
cusii {SvQaxoaiOL). 
Adj.: Syracusanus, -a, -um. 

Syracusius, -a, -um {SvQa- 
xoaiog). 

Sirdschan, s. Kermän 2. 

Sirmat (Schemschath), St. (Armeniens 
zwischen Euphrat und Tigris), Ar- 
m OS ata O^Qfioaaxa). — Arsamo- 
säta QLQaafioaaroi). 
Einw.: ArmosatEwi, 

Sirmisch (Mitrowitz), Mktfl. (mit Rui- 
nen xmd vielen röm. Altertümern 
der alten Stadt in Niederpannonien, 
in der östr. Militärgrenze, Regiment 
Peterwardein, an der Save), Sir- 
mium. — Sirma. 

Siseln, Pfarrdorf (in der Schweiz), 
Sancta Insula. 

Sissek 9 St. (im Komitat Agram des 



605 



Sisteron 



Skutarl 



606 



östr.Eronlandes Kroatien), Sisäcum. 

— Siscia. 

Sisteron, St. (im frz. Dep. Niederalpen, 
an der Durance), Segesterica, — 
Segestericum. — Sistericum, — Sista- 
ricum. — Sistarica. — Segustero, 
-önis. — Secustero. — Segestero. — 
Segesterorum Civitas. 

Sitjes Tillanueya (oder Segur), St. 
(mit Hafen in der span. Prov. Barce- 
lona), Subur. 
Einw.: Suburitani. 

Sitten (frz. Sion), St. (Hptst. des 
schweizer Kantons "Wallis, Bischofs- 
sitz am r. Hhoneufer), Sedünum, 

— Castrum Sedunvm. — Sedunorum 
Civitas. — Sedüni. 

Sitter, M. (Nbfl. der Thur, entspr. am 
Säntis, Hauptzuflufs des Kantons 
Appenzell, mündet bei Bischofszell), 
Sintrta. 

Sittieli (Sitizena), Kloster (in Krain), 
Sitticium. 

Sivas, 6. Siwas. 

Siwali, Oase (des Jupiter Ammon in 
der libyschen Wüste, 14 Tagereisen 
von Alexandria, mit dem gleichnam. 
Hauptort), Ammoniaca Regio {Ä/z- 

Siwas (Sivas), !• St. (Hptst. des gleich- 
nam. türk. Ejalets in Kleinasien), 
Sehastia {Seßaateia). — Sehaste 
Armenias {UsßaotTj ^QfjLevlaq). — 
Gabira, -orum (KaßsiQtx). 

3. Paschaük (s. 1), Amasiae Prae- 
fectura. 

Sizeboli, St. (in Rumelien), ApoUonia 
{ÄTCokXcDvla). 

Sltadar, s. Skutari 2. 

Sltagen, Landspitze (auch Skagenshom 
gen., auf der Nordspitze^ der Halb- 
insel Jütland, am Skager-Rack), Cim- 
brorum PromuMu/rium. 



Skalliolt, Mktfl. (Bischofssitz im Süd- 
osten Islands), Schalotum. 

S]Eansr6ro, Insel (eine Kyklade im Nor- 
den des Ägäischen Meeres), Scandile 
{SxavSarj). 

Sltiatlio (Sciatta), Insel (eine der nördl. 
Sporaden, zur griech. Nomarchie 
Euböa gehörig, mit der gleichnam. 
Hafenstadt), Sciathus (Sxlad'og). 

Skinosa, Insel (eine der Sporaden), 
Schinussa (Sxi^vovaaa). 

Sldo (Ohio, türk. Sakiz-Adasi) , Insel 
(türk., im Ägäischen Meer, zwischen 
Samos und Lesbos; Hptst. Kastro), 
Chius (Xlog). 

Bew.: Chii (Xloi). 

Adj.: Chius, -a, -um {Äiog). 

SiEiothb, Mktfl. (in Oberägypten), 
Hypselis CYipr^kig). 

Skipsiiar, St. (in Eumelien, der türk. 
Insel Thasso gegenüber), Scapten- 
sula {UxanvijavXi]). — Scapte 
Hyle (SxaTCtrj "TAiy). 

Sidro (Skyro), Insel (griech., im Ägäi- 
schen Meer, nordöstl. von Euböa, 
mit gleichnam. Hafenstadt), Scyrus 
(SxvQog). 

Skiye, St. (im dän. Amt Viborg in 
Jütland, an der Skive-Aa), Schema. 

Skodar, s. Skutari 2. 

Sktffde, St. (im schwed. Län Mariestad 
oder Skaraborgs-Län, unweit des 
Wenersees), Schedvia. 

Skopilo, Insel (eine der Kykladen im 
Ägäischen Meer), Sc o peius {2x6- 
Ttslog). — Euoenus {Evoivog), — 
Peparethus (IlBTtdQTjd'og). 

Slcripu, Ruinen (der alten St. Orcho- 
menos in Böotien), Orch&nienus 
CÖQxofiBvog). 

Skutari, St. 1. (türk. Usküdar oder 
Iskudar), St. (in der asiat. Türkei, 
am Bosporus, Konstantinopel gegen- 
über, als dessen Vorstadt sie be- 



607 



Skye 



SoiSSOBS 



608 



trachtet wird), Girysopolis {Xqvoo- 
TtoXig). 

2. (slaw. Skadar, türk. Ischkodra, 
im türk. !EJjalet Rumelien, im türk. 
Albanien, am Ausfluis der Bojana 
aus dem See von S.; 8itz eines 
griech. Bischofs), Scodra {2x66 qo). 

Einw.: Scodrenses, 

Skye, Insel (die gröiste der mittleren 
flebriden, zur schott. Grafechafk In- 
vemefs gehörig; Hauptort Portree), 
Ebüda Orientalis. — Scia. 

Skyro, s. Skii'o. 

Sla^else, St. (im dän. Amt Sor0e auf 
Seeland), Slagosia. 

Slayoehori, St. (am In im Süden von 
Morea), Ämyclae {kfjivx?.ai). 
Einw. : Amydaeenses (kfjtvxXaisTq). 

SlaYonien, Königreich (bildet mit 
Kroatien zusammen ein östr. Kron- 
land, vorherrschend Tiefland, zwischen 
der Drau und der Mihtärgrenze, von 
den letzten Ausläufern der südl. 
Kalkalpen durchzogen; 3 Komitate: 
Veröcz, Pozega, Syrmien. Hptst die 
kön. Freist. Essek), Slavonia, 

Bew. : Slavi. — Sdavi. — Scla- 
vöni. — Sclavünes. 

SligOy St. (Hptst. der gleichnam. Graf- 
schaft der irischen Prov. Connaught, 
an der Mündung des Garrogun in 
die Sligobai), Slegu/m. 

Sluin (Sluni), Mktfl. (Hauptort des 
gleichnam. Bezirks der kroat-slavon. 
Militärgrenze, an der Korana), Stlu^ 
(SrXovTiTii). 
Einw.: Stlt(/pini. 

Slutz, Herzogtum (in Russ.- Polen), 
JDucatus Slucensis. 

Sluys (Sluis), St. (Hafen in der nieder- 
länd. Prov. Seeland, am Twin, früher 
bedeutende Festung) , Clausulae. 
— Clusae. — SdiLsa. — Sclus 
Castrum. 

Smekna, Doif (in Böhmen), Stebecna. 



Smolensk, St. (befest. Hptst. des 
gleichnam. europ.-russ. Gouverne- 
ments, des sog. Weilsrufslands im 
engem Sinne, am Digepr), Smo- 
lenscium. — Smölenscuin. 
Adj. : Smolescensis, -e. 

Smyma, !• St., s. Ismir. 

2. Heerbusen Ton — (Busen des 
Ägäischen Meeres), Meleti Sinus 
{Mikfjtoq K6).noq). — Smymaeus 
Sinus {SfjivQvacog Ko^Tiog). 

Soane (Sona), FL (ansehnlicher, im 
mittleren Indien, entspr. am Amara- 
kantakagebirge, bildet in seinem 
Unterlauf die Grenze zwischen den 
Präsidentschaften Bengalen und Agra 
und mündet nach 820 km bei Mania 
in den Ganges), Sonus. 

Soeotora, s. Sokotora. 

SSderkSpingr, Si (im schwed. Län 
linköping, nahe am Götakanal), 
Sudercopia. 

SSdermanland , Landschaft (schwed., 
im S. des Mälar- und Hjelmarsees. 
umfafst im allg. Nyköpings- sowie 
Södertöm-Län), Sudermannia. 

Soest, St. (Kreisst., ehem. Festung, 
RB. Arnsberg, Prov. Westfalen, am 
Soester Bach, in der fruchtbaren 
Soester Börde), Susätum. 
Adj.: Susatensis, -e. 

Sofia, s. Sophia. 

Soflan, St. (in Kleinasien, im alten 
Medien), Gauzania {Fav^avla). 

Sogrhat, St. (in AnatoUen), Totariutn. 

— Cottysium. 

SoiguieS; St. (in der belg. Prov. Henne- 
gau, an der Senne), Sogniäcum. 

— Sonegiae. 

Soissons, St. (und Bischofssitz im frz. 
Dep. Aisne, anderAisne), Augusta 
Suessiönum. — Noviodünum {sc. 
Suessünim). — Suessonae. — Sues- 
sionae. — Suessiünes. — Sexonine 
Adj.: SuessionensiSj -e. 



609 



Sokw 



SomueifeM 



610 



' 



Sokar, Inseln (2, des Arabischen Meer- 
busens), Mali cht Insulae (Ma- 
Xlxov N^aoi), — MaUachi Insulae 
(Malidxov Nijaoi). 

Sokotora (Sokotra oder Soktra), Insel 
(an der Ostküste AMkas, dem Kap 
Guardafui gegenüber, dem Sultan von 
Keschin oder Hadramaut in Süd- 
arabien gehörig ; Hauptort Tamarida), 
Dioscoridis Insula {AlooxoqLöov 
Nrjaog). 

Solanto, s. Castello di Solanto. 

Solfatara (Solfanaiia) . di Pozzupli, 

Krater (einer von den 27 der phle- 
gräisoben Felder westl. von Neapel, 
Va St. von dem See Agnano und der 
Hundsgrotte; die aufsteigenden Dünste 
des offenbar dem Erlöschen entgegen- 
gehenden Yulkanes werden zu Heil- 
zwecken benutzt) , Sulphureus 
Mons. — ViUccmi Forum, — Vul- 
ccmi Forum et Olla. — Campus 
Fhlegraeus. — Gampi FMegraei. 

Solfeld, Dorf (in Kärnten), Flavia 
Solva. — Flavium Solvense. — 
Colonia Flavia Solva. 
Bew.: Solvenses, 

Solferino, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Brescia, Bez. Castiglione, 3 St. vom 
Mincio entfernt), Sulphurinum. 

Solia, St. (auf der türk.-engl. Insel 
Cypem), Soli {Hokoi). — ÄepEa 
(AtTieia). « 

Solienser Gespannsehaft (in Ungarn), 
Comitatus Zoliensis. 

Soligrnae, St. (im frz. Dep. [Haute-] 
Loire), Söllemniacmn. 

Solingren, St. (Kreisst., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, auf einer Anhöhe, 
2 km von der Wupper), Salingiacum 

Solmöna, St. (in der oberital. Prov. 
Aquila), Sulmo. — Solmüna, — 
Colonia Solmontina. 
Einw. : Sulmonenses. 
Adj.: Sulmoiioisis, -e. 

Saalfeld, Geograph. Haudbüchleio. 



Solms, Grafschaft (ehem., in der 
Wetterau, deren altes, zum Teil 
fürstl. Geschlecht urkundlich bis ins 
12. Jhdt. zurückreicht), Solma. — 
Solmia, — Gomitat'us Solmensis. 

Sologne, Landstrich (im südöstl. Teil 
des Dep. Loir-Cher; besteht aus un- 
fruchtbaren Heiden und ungesunden 
Sumpfstrecken), Secalaunia, 

Solothurn (frz. Soleure), St. (Hptst. 
des gleichnam., 10. Kantons der 
Schweiz, am Fufs des. Weifsenstein, 
am östi. Abhang des Jura imd an 
der Aar), Solodürum. — Salo- 
dürum. — Sälodörum. — Solo- 
thürum. 
Adj.: Solodurensis, -e. 

Solsona, St. (in Spanien), Celsona. 

— Celsa. — Calea. 
Solta (Olunta), Insel (an der Küste 

von Dalmatien), Olynta {^OXvvxa). 

Soltwedel, s. Salzwedel. 

Solway-Firth, Meerbusen (Golf des 
Irländischen Meeres, an den Grenzen 
von England und Schottland, zwischen 
dem Kap Burrow im N. und dem 
Kap Boes im S.), Solvaeum Äestua- 
rium. 

Somersinseln, s. Bermudasinseln. 

Sommariya del Boseo, Mktfl. (in 
Itaüen), Summa Eiva Silvae. 

Somme, Fl. (im nordösti.. Frankreich, 
entspr. bei Font-Somme im Dep. 
Aisne, wird bei Amiens schiffbar 
und mündet nach 217 km in den 
Kanal. Das nach ihr benannte Dep. 
Somme zählt die 5 Arrondissements : 
Amiens, Abbeville, Montdidier, Pe- 
ronne und Doullens und hat zur 
Hptst. Amiens), Samara, — So- 
mena. — ^rmna, — Somna. — 
Fhrudis. 

Sommerfeld, St. (Kr. Kressen, RB. 
Frankfurt, Prov. Brandenburg, an 
der Lubis), Aesticampium. 

20 



611 



Sommidres 



Spandau 



612 



Sommidres, Si (in FranliTeich), Su- 
nt er iae. — Sumerium. 

Sondrio, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Provinz), Tircmtm. 

Sonnlno, Mktfl. (bei Frosinone in Ita- 
lien), S omni um. — Sonnlnum, 

Sophia (Sofia, bulgar. Triaditza), St. 
(befest. , . im türk. Ejalet Nysch), 
Ulpia Sardtca. — Sardica. — 
Serdica. — Triaditza. 

Sopoto, St. (in Albanien), Photice 
(^(oxLxri). 

Sorau, St. (in der Niederlausitz, 
Kreisst., KB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, am Goldbach), Soravia. 

Soregna, St. (in Italien), Stridonium. 

Sordze, St. (im frz. Dep. Tarn), S Ol- 
li acum. — Beata Maria de Sor- 
diliaco: 

Sorgrue, Fl. (in Frankreich), Sulga. 

Sori, Gebirge (auf Sicilien), Heraei 
Moni es. — lunonii Montes. 

Soria, St. (Hptst. der gleichnam. span. 
Prov., am Duero), NumaMia Nova. 

Soristan (Soristan), s. Syrien. 

Sorleano, Mktfl. (inToscana),St*dernw?». 

Surlingrues, Les — , s. Scillyinseln. 

Sornzig, Dorf (sächs. Ki-eish. Leipzig, 
Amtsh. Oschatz, ehem. Benediktiner- 
nonnenkloster) , Coenohium Ma - 
riaevallense. — Coenohium Mo- 
nialium Vdllis Beatae Mariae. 

Sorae, St. (Hptst. des gleichnam. Amtes 
auf der dän. Insel Seeland), Sora. 

Sorrento, St. (Erzbischofssitz in der 
ital. Prov. Neapel, an der Südseite 
des Golfs von Neapel), Surrentum. 
Adj.: Surrentmus, -a, -um. 

Sospello, St. (im frz. Dep. Seealpen, 
in der Grafsch. Nizza, an der Bevera), 
Hospitellum. — Sospitellum. 

Sossolo, Vorgebirge (auf der Insel 
Kandia), Dium Promunturiutn. 



SottoTento (Inseln in oder über dem 
Winde, span. Islas so viento, engl. 
Leeward -Islands), Inselgruppe (der 
Kleinen Antillen), Insukte infra 
Ventum. 

Soiibise, St. (in Frankreich), Sobi- 
saeum. — SuMsia. 

Soudag:, Buinen (auf der Nordküste 
von Kreta), Ch/taeum (Kvxaiov). 

SongrhaYer, £1 — , Bergkette (im nördl. 
Innerafrika) , Catabathmu^s Parvus 
{Kar aß ad^ flog o MixQoq). 

Soule, Landschaft (im südl. Frankreich, 
sonst ein Teil der Gascogne, jetzt das 
Dep. Niederpyrenäen ; Hptst. Mauleon), 
Subola. 

Soulon, St. (in Frankreich), Tolanium. 

Soar, s. Sür. 

Southampton, St. (in der gleichnam. 
engl. Grafsch., welche auch Hants 
oder Hampshire heilst, auf einer 
Landzunge im Hintergründe des S.- 
Water, eines 13 km langen Meeres- 
armes; äufserst wichtiger Hafen), 
Clausentum. — Hantonia. — 
Suthantonia. — Trisantonis Porttis. 

Sovana (Soana), St. (in der ital. Prov. 
Toscana), Suana. 

Spa[a], St. (ber. Badeort in der belg. 
Prov. Lüttich), Aquae Spadanae, 
— Tu/ngrorum Föns. — Fontes 
^adani. 

Spaitla, St. (in Tunis), Suffetula. 

Spälato (Sp'latro), St. (Hptst des 
gleichnam. dalmat. Kreises, Sitz eines 
Bistums und Hafen am Busen .von 
Sp.), Palatium Diocletiani. — 
Spalatium. — Aspalätos. — Salona 
Nova. — Spalatrum. 

Spaua Dolliua, s. Herrengi-und. 

Spandau, St. (und Festung, Kr. Ost- 
havelland, EB. Potsdam, Prov. Bran- 
denburg, am Einflufs der Spree in 
die Havel), Spandavia. 



613 



Spanheim 



Splflgren 



614 



Spanhelm, Grafschaft (in der preuTs. 
Rheinprovinz), Sponhemiwn, 

Spanien (Espana), Königreich (mnfafst 
den gröfsten Teil der Pyrenäisohen 
Halbinsel, mit den Balearen [und 
Pityusen] und Kanarischen Insehi; 
Haupt- und Besidenzstadt Madrid 
am Manzanares. Das Land ist in 
49 Provinzen eingeteilt), Hispania. 
Bew.: Hispäni, 
Adj.: Hispänus, -a, -um. 
Hispanicus, -a, -um. 
Hispaniensis, -e. 

Spanisches Meer (im Osten der Halb- 
insel, ein Teil des Mittelländischen 
Meeres), Mare Ibericfwm, 

Speen, Dorf (bei Newbury in der engl. 
Grafschaft Berkshire), Spinae, — 
Spina. 

Speier (Speyer), St. (bayr. Bezirksamt, 
Hptst. des RB. Pfalz, am Rhein und 
an der Mündung des Speierbachs), 
Augusta NemBtum, — ^ra 
Nem^tum, — Civitas Nemetum, — 
CivHas NemBtum Spira, -^ Nemo- 
dona. — Nemetes. — NemBtae, — 
Noviamagics. — Sphira. — Spira. 
Adj.: SpirensiSj -e. 

Spello, St. (reich an Altertümern, in 

der ital. Prov. Perugia), Flavia 

Constans. — Cölonia lulia Hi- 

spellum. 

Einw. : Hispellenses. — 

Hispellätes. 

Sperlinga, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Catania auf Sicihen), Spelunca. 

Spermadori (oder Egonuses), Insel- 
gruppe (von 5 zwischen Chios und 
Kleinasien liegenden Inseln), Oenus- 
sae Insulae {Oivovoofxi al Nrjaoi). 
— Oenusae. 

Spessart, Gebirge (auf der untersten, 
breitesten Mainhalbinsel, mit dem 
Kern in Bayern, mit Ausläufern 
[zwischen Kinzig und Sinn] auch in 



Hessen-Nassau, ähnlich dem Oden- 
wald. Der S. besteht fast nur aus 
Buntsandstein; auf der Westseite bei 
Aschaffenburg aber giebt es in tie- 
feren Lagen auch älteres Gestein: 
Granulit, Syenit, Gneis, Glimmer- 
schiefer, Zechstein auf der Grenze 
gegen den Buntsandstein des Ge- 
birges, Rotliegendes nordwestlich 
über die Kinzig hinaus), Ahnoba. 

Spezia (Spetzia oder Petza), Insel (an 
der Küste von Morea, der Hafenst. 
Kastro gegenüber, Eingang zum Golf 
von Naupüa), Tiparenus ( Ti nagri voq). 

äpezzia, 1. St. (und fester Kriegshafen 
der ital. Prov. Genua, im Hinter- 
grund des Golfes von S.), Spetia. 
— Spedia. 

9. Gelfo della — , Meerbusen 
(s. 1), Portits lAmae. 

Sphakteria (Sphagia), Insel (im Ioni- 
schen Meer), Prodonia. 

Spieimiersz, St. (in Russ. -Polen), 

Spicimeria. 
Spiuazzino, St. (an der südl. Mündung 

des Po), Spina. 
Spinazzola, St. (in der Prov. Neapel), 

Spinaciolum. 
Spino, St. (am Fl. Adda in Oberitalien), 

Spina. 
Adj.: Spineticus, -a, -um. 

Spirnazza(Siomini), Fl. (in Rumelien), 
Panyäsus (navvao[a]og). 

Spital, Mktfl. (im Steiermark. Kr. 
Brück), Latmäna. 

Spitzbergren, Archipel (im Nördl. 
Eismeer, nordöstl. von Grönland; 
felsig, von Menschen unbewohnt, 
reich an See- und Pelztieren; in 
neuerer Zeit wiederholt Ziel wissen- 
schaftlicher Expeditionen), Moni es 
Acuti. — Terra Montium Acu- 
torum. 

Splügren (roman. Speluga), 1. Berg (der 

20* 



615 



Spoleto 



8t«mpalia 



616 



Lepontischen Alpen im schweizer 
Kanton Graubünden; über den Berg 
führt eine Stra&e nach Italien. Am 
nördl. FuTs dieses Berges imd an der 
Splügenstra&e liegt der Mktfl. S.), 
Culmen Ursi. — Ürsidtts. 

8. Mktfl. (8. 1), Speluca, — 
Spdüca Fosterior. — Spduga. — 
Oimeus Aureus, 

Spoleto, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Umbrien, früher Hptst der 
gleichnam. Delegation im Kirchen- 
staat, an der Mareggia), SpoUtum. 
— Spoletium. 
Einw.: Spöletini. 

Spree, M. (I. Nbfl. der Havel, entspr. 
im Königr. Sachsen bei Ebersbach 
[Oberlausitz] nahe der böhmischen 
Grenze, teilt sich unterhalb Bautzen 
mehrere Male, durchflierst die bruchige 
Niederung des Spreewaldes imd den 
Schwielungsee , berührt Beeskow 
Fürstenwalde, Berlin und Charlotten- 
burg imd mündet bei Spandau), 
^preha. — Sprea. — Spreva. 

Squillaee, 1. St. (Bischofssitz in der 
ital. Prov. Catanzaro, am Golf von 
S.), Scylßjaceum {Hxv/mxiov). — 
Scyl[l]acium. 

2« Golfo di — (Teil des Ionischen 
Meeres), Sinus Scyl[l] accus, — 
Sinus Scyllcticus {SxvlXririxoq 
Kokitoq). 

Ssur, s. Sür. 

Stablo (frz. Stavelot), St. (in der belg. 
Prov. Lüttich, am Ambleve, früher 
Hptst. eines gleichnam. deutschen 
Reichsfürstentums, zu dem auch 
Malmedy gehörte, dessen Oberhaupt 
der jeweilige Abt des altberühmten 
Benediktinerstiftes zu S. war), Sta- 
bulctum, — Äbbatla Stabulcnsis. 

Stade, St. (Landdrostei, Prov. Han- 
nover, am Rande der Marsch und 
an der fiir kleine Seeschiffe fahr- 



baren Schwinge, 6 Ina von der Mbe), 
Stadium. — Stada. — Statio. 

Staditz, Dorf (in Böhmen), Stadicum, 

Stadtamhof, St. (bayr. Bezirksa., HB. 
Oberpfalz, am Einfiuis des Regen in - 
die Donau, Regensburg gegenüber), 
Cu r i a. — Fedcpontium. — Biparia. 

Stadtbergre (Ober- und Niedermars- 
berg), St. (Kr. Brilon, RB. Arnsberg, 
Prov. "Westfalen, an der Diemel), 
Eresburgum, 

Stadthagren, St. (im Fürstentum 
Schaumburg-Iippe), Civitas Inda- 
ginis. — Haga Schaucfiburgi. — 
Stadthaga. 

Stftffis, St. (im schweizer Kanton Frei- 
burg), Estcva. — Staviacum. 

Staffelsee, Kloster (auf einer der 7 
Inseln des Landsees Staffelsee am 
Fufs der Alpen in Oberbayem, westl. 
von Mumau), Staphensc Monasterium, 

Stagri, St. (in Nordgriechenland, an der 
Grenze von Albanien), Gomphi 
(rSfjKpoi). 

Stagrno, St. (im dalmat. Kreis Ragusa, 
Hafen, Kastell u. Salinen), Tittuntu/m, 

Stagno di Cagrliari, Meerbusen (bei 
der St. Caghari auf Sardinien), Sinu>s 
CaraJitanus. 

Staia (Stein), St. (im östr. Herzogt. 
Krain, an der Feistritz, mit dem 
Bergschlofs Oberstein), Lit hop ölis, 
— Stenium. — Calatis. 

Stalimene (Lemno oder limno), Insel 
(im Igäischen Meer, zum türk. iJj*" 
let Dschesair gehörig; Hptst. Kastro 
oder St.), Lcmnus (A^fxvog). — 
ActhdlEa {AiO^dleia). — Aethaie 
{AlS^dXf]). 
Adj. : Lcmnius, -a, -um (Ai^fiviog). 

Stampalia (Istampaha), Insel (eine der 
Kykladen, mit dem gleichnam. Haupt- 



617 



Stampfen 



Stirlin; 



618 



ort und mittelalterlichem Kastell), 

Astypalaea (korvTtdXaia), 
Adj.: Ästypalaeenais, -e. 
AstypaUxetcus, -a, -um, 
Astijpaldetus, -a, -um. 

Stampfen, Mktfl. (in Ungarn), Skmpha. 

Staneho (Stanko, Istanka oder Eo), 
Insel (türk., zu den Sporaden gehörig, 
im Ägäischen Meer, vor dem Golf 
vonKo oder vonBudrun [Halikamafs] ; 
Hptst. Ko), Cous, — C6o8. — Cös, 
-0 {Kwq). 

Einw.: Cot {Ktüoi). 

Adj.: Cous, -a, -um {K&oq). 

Standia, Insel (im Süden von Eandia), 
Dia (dla). — Standia. 

Stanko, s. Staneho. 

State dt Land!, Landschaft (im Hzgt. 
Piaoenza), Lcmdorum Status. 

StaTelot, s. Stablo. 

Staveren (Stavoren) , St. (in der nie- 
derL Prov. Friesland, an der Zuider- 
see, früher Residenz der fries. Für- 
sten), Stavria. — Stavema. 

StaTFO (libesade), St. (in Bumelien), 
Stagira, -orum (StaysiQa). 
Einw.: Stagirites (STaysiQlzTjg). 

Steenwyk (Steenwijk), St. (in der nie- 
derländ. Prov. Oberyssel, durch das 
Steenwyker Diep mit der Zuidersee 
verbunden; 1 St. davon entfernt der 
Mktfl. Steenwykerwold), Stenovicum. 

Steier (Steyer), St. (Hptst. des östr. 
Traunkreises, am Einflufs der Steier 
in die Enns), Stira. 

Steiermark, Herzogtum (Ostreich. 
Kronland, im N. und W. Gebirgs- 
land, von den Norischen Alpen in 
3 Ketten durchzogen, im 0. und S. 
Berglandschaft mit fruchtbaren Thä- 
lem und Ebenen. Hauptflüsse: Mur, 
Drave und Save [im S.]; 3 Kreise: 
Graz, Brück, Marburg; Hptst. Graz), 



Stiria. — Dttaxtus Sttriae. — 
Taurisci. 

Einw.: Stirienses. 
A4j. : Stiriensis, -c. 
Stiricus, -a, -um. 

Stein, St. 1. s. Stain. 

ftm (im schweizer Kanton Schaff- 
hausen, am Rhein, der dabei aus dem 
üntersee fliefst), Gaum)darum. 

3« (im östr. Kreis Obermanharts- 
berg, an der Donau, Mautem gegen- 
über), Stenium. 

Steinaeh, Kloster (in Tirol), Stenacum. 

Steinamanger, St. (Hptst. des ungar. 
Komitats Eisenburg, Bischofssitz), 
Colonia Claudia Sabaria. — 
Colonia Divi Claudii Sabaria. — 
Claudia Äugusta. — Sabaria. 

Stella, St. (in Friaul in Norditalien), 
Tilavemptus Minor. 

Stenay, St. (im frz. Dep. Maas, an der 
Maas), Satandcum. — Sathafiäcum. 
— Stenacum. 

Sterling, s. Stirling. 

Sterzing:, St. (im tiroler Kreis Brixen, 
an der Eisack und Brennerbahn), 
Stiriacum. — Stiriacium. — 
VipitSnum. 

Stettin, Si (Stadtkreis und RB., Hptst. 
von Pommern, zu beiden Seiten der 
Oder), St et In um. — Se^num. 

Steyer, s. Steier. 

Steiermark, s. Steiermark. 

Stillida, St. (in der griech. Nomai*chie 

Phthiotis), Phalara {Malaga). — 

Phalera. 

Stilo, St. (in der Pi-ov. Neapel), 
Stil US. — Consulinum. — Cocintia. 

Stirling:, St. (Hptst. der gleichnam. 
Gi-afschaft im südl. Schottland, am 
Forth und am Abhang eines steilen 
Berges erbaut, auf welchem das feste 
Schleis S.-Castie steht), Stir- 
lingium. — Stirlinga. — Ster- 



619 



Sttra 



Stna 



620 



Ungia. — StreveUntim. — Mona 
DcHorosus, 

Stiya, St (in der griech. Nomarchie 
Pholds), Cirphis, -is (Ki^^iq)* 

Stobi, St. (in Macedonien), St üb er a 
{UrvßeQQtt). — Stobera {StoßriQa), 
— Stymbära. 

Stobrez, s. Strobnetz. 

Stochern, St. (im Hochstift LütticlL), 
Stoquemium. 

Stockholm, St. (Haupt- und Residenz- 
stadt Schwedens, liegt an beiden 
üfem des Abflusses des Mälarsees 
in das Baltische Meer auf 8 Inseln 
[Holmen] und besteht aus 6 Haupt- 
teilen), Holmia. — Stockhölmia, 
Adj.: Holmiensis, -e, 

Stör, M. (r. Nbfl. der Elbe in Schles- 
wig-Holstein, entsteht aus mehreren 
Bächen südwestl. von Neumünster, 
empfangt r. die "Wilster Aue, mün- 
det unterhalb Wewelsfleth) , Stwrta, 

Stono, Mktfl. (in Ostreich), Setaurum. 

Stora (Sgigata), St. (in Algerien), 
Busicada. 

Stradella, St. (in der itaL Prov. Pavia, 
Bez. Voghera), lella. — Idleia, 

Stralsund, St. (Stadtkreis und^RB., 
Prov. Pommern [auch Schwedisch- 
Pommem, weil der Bezirk bis 1815 
zu Schweden gehörte], am 8 km 
breiten Bodden [Strelasund], welcher 
Rügen vom Festland scheidet), Sun- 
nonia. — Sumonia. — Sundia. — 
Stralesunda. — Stralesundia. — 
Stralesimdium. 

Stramulipa, Landschaft (in livadien 
[Mittelgriechenland]), Boeotia (Boi- 
wzia). 
Bew. : Boeöti {Boicttrol). 
Adj.: Boeotius, -a, -v/m {Boi- 
wTiog). 
Boeoticus, -a, -wn {Boiw- 
zixoq). 



Strangrford, St. (Hafen in der irländ. 

Grafschaft Down, an der gleichnam. 

Bai), Vinderius, 
Stranke, Dorf (in Istrien), Ad Tu/rres. 

Strashursr, St. 1. in WestpreuTsen 

(auch Brodnitz gen., Ereissi, HB. 
Manen werder, an der Drewenz), 
Stratioburgum. — Brodnica. 

ft. in der Ukermarlc (Kr. Prenz- 
lau, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an einem Bach unweit der 
mecklenb. Grenze) , StrcOidbiirgum 
ükerawum. 

Strafshorgr im Elsafs, St. (Stadtkreis, 
Hptst. des Reichslandes Elsals-Loth- 
ringen, Festung I. Ranges, Bezirk 
Unterelsafs, 3 km vom Rhein an der 
Hl, welche oberhalb 1. die Breusch 
und r. den Rhein-Rhonekanal auf- 
nimmt und unterhalb von dem Rhein- 
Marne- imd dem Tllkanal durch- 
schnitten wird), Ärgentoratum. 
— Argentorätm. — Argenttna. — 
Civitas Argentina. — Argent^a, — 
Argentoratensium Civitas. — Strate- 
bwrgum. — Stratisburgum. — Tri- 
boccum. — Triboccorum Urbs, 
Adj.: Argentoratensis, -e. 
Argentlnus, -a, -um, 

Strafse von Gibraltar, s. Gibraltar 2. 

Strafse von Kaffa oder Feodosia, 
s. KafPa 2. 

Strafse von Konstantinopel, s. Kon- 
stantinopel 2. 

Strafse von San-Bonifacio, s. Boni- 
facio 2. 

Straubingr, St. (unmittelbare, bayr. Be- 
zirksamt, RB. Niederbayem, in einer 
Ebene r. an der Donau), Augusta 
Acilia. — Castra Augtistana. — 
Serviodürttm. — Stratibinga, 

Streu, Fl. (r. ZufluTs der Fränkischen 
Saale im bayr. RB. IJnterfranken, 
kommt von der Rhön und mündet 
bei Heustreu), Strewa. 



621 



Strldo 



Sies 



622 



Strido, St. (in Dalmaiien) , Stridon, 
-öm«. — Stridonium. — Stridoma, 

StriefirftUf St. (Ereisst., RB. Breslan, 
Prov. Schlesien, am Striegauer Was- 
ser, einem 1. Zaflnljs der Weistritz), 
Stregonum, — Strigovia, — Stri- 
gavia. — Striga. — TrimotUium. 

Strione, M. (in Italien), Sesterio, 

StriTali (Strofadia), Inseln (2, im Ioni- 
schen Meer), Plotae Insulae 
{Ukioxal a\ N^aoi). — Strophades 
(JixQ0(p&6eq). 

Strobitzi, s. Strovitzi. 

Strobnetz, St. (in Dalmatien), Epetium 
CEnixiov). 
Einw. : Epe^ni, 

Strofadia, s. Stnvali. 

Stromboli, Insel (die nördlichste der 
liparischen, mit immer brennendem 
Yulkan, nordöstl. bei Sicilien), St ton- 
gyle (UtQoyyvXtj). — Strongylos, 

Strongroli, St. (in der Prov. Neapel), 
Petelia {ÜsrijUa). — Petüta, — 
Strongylis. 
Einw.: Petdlni {TlexfiUvoi). 

Strongryla, Insel (eine der kl. EyMaden 
im Ägäischen Meer), Prepesinthus 
(IlQeniaivd^og). — Pfaepesinthus, 

StroTitzi, St. (auf Morea, im südl. 
Teil des alten Elis), Lepreum 
(AdTtQsov). — Lepreus. — Tym- 
pania {Tv[/i]7taveia:). 

Einw.: Lepreätae (AsTtgsatai). 

Stmbelsdorf, s. Mittelburg. 

Strath, s. Lossie. 

Stflhlingren, St. (bad. Kr. Waldshut, 
Amt Bonndorf, auf einer Anhöhe an 
der Wutach, ehem. Hauptort einer 
Landgrafschaft) , luliomägus. — 
Stulinga. — TargetiiMn, 

Stuhlweifsenburgr (ungar. Szekes 
Fejervar, slaw. Biehhrad oder Biaü- 
grad), St. (Hptst. des gleichnam. 
Eomitats im Pesth- Ofener Distrikt 



Ungarns, kgl. Ereistadt und Bischofs- 
sitz, frühere Krönimgsstadt und auch 
Begräbnisort der ungarischen Könige), 
Alba Regalis, — Alba Begia, — 
Albamum. — dmbriaiMie. — Oim- 
hrinnum. 
A(^.: AlbensiSf -e, 

Stura, M. (in Piemont,. entspr. in den 
Seealpen in der ital. Prov. Coni und 
mündet bei Cherasco in den Tanaro. 
— Denselben Namen führen noch 
2 Flüsse daselbst, von denen der 
eine unterhalb Turin links, der andere 
bei Pontestura rechts in den Po 
mündet), Varusa. 

Stuttgart, St. (Hptst des Königreichs 
Württemberg, bildet mit 3 Orten 
eine Stadtgemeinde, in einem schönen 
Thal am Nesenbach, ganz mit Wein- 
gärten umgeben), Stutgardia, 

Suakin, St. (türk. Hafen in Nubien, 
an der Westküste des Roten Meeres), 
Stiche. 

Sabiäeo, St. (und Kloster in der Co- 
marca di Koma, am Teverone, mit 
vielen Resten röm. Altertümer), 
Sublaqu^um. — Sublacium. — 
SUblacus. — Subktcense Coenobium, 

SUderk)(ping, s. Söderköping. 

Sttdermanländ, s. Södermanland. 

Sttdersee, s. Zuidersee. 

Sttntely Gebirge (in den Provinzen 
Hannover und Hessen-Nassau [Kreis 
Rinteln], erstreckt sich, nicht weit 
vom r. Ufer der Weser, vom Thal 
der Hamel im SO. nach NW., ist 
nach allen Seiten hin isoliert [nord- 
östl. zum Deister, nordwestl. zum 
Bückeberg], erhebt sich [kohlenreiche 
Formation] in der Hohen Egge bis 
zu 446 m)^ Herculis Lucus, — 
Silva HercuU Sacra. 

Suez 9 St. (in Mittelägypten, am Golf 
von S. [Rotes Meer] und der Land- 
enge von S;, welche Asien imd Afrika 



623 



SUl 



Symi 



624 



verbindet. 11 km nordöBÜ. davon 
der südL Ansgangspnnkt des wich- 
tigen Suezkanals, der, b^ Fort Said 
beginnend, das Mittelmeer mit dem 
Boten Meer verbindet), Suesia, 
— Posidium {IloaslSiov). — Arffinoe 
(k^aivorf). 

Suhl, St. (Kr. Schiensingen, EB. Brfiirt, 
Frov. Sachsen, in tiefem Thal an der 
Hasel im Thüringer Wald), Silusia. 

Soire, Fl. (in Irland), lermis. 

Sukaeh, St. (in Syrien), OrizaCOQi^^a). 

Snlly-sur- Loire, St. (im frz. Dep. 
Loiret), Sulliäcum, — SaUiäcum, 

Sulmonii, s. Solmona. 

Sultan -Hissar, St. (in Anatolien), 
Tr alles, -ium{TQdXXeig). - TraUis, 
48 (T^dlkig), 
Einw.: TraUiWni {T^akkiavol). 
A(^.: TralUänm, -a, -um {TqccX- 
Xiavog). 

Saltanieh, Dorf (am Euphrat), Batana 
{Bdrccva). — Batina, 

Sulzbaeh, St. (bayr. Bezirksamt, EB. 
Oberpfalz, am östi. Bande des Jura), 
Soliabäcum. — Sulzhücwm, — 
Saltsso, 'Onts. 
Adj.: SoUsbacensis, -e. 

Salzberg (Val di Sole), Thal (im tirol. 
Ki'eise Trient, vgl. Nonsberg), ValUs 
Solis. 

Sumre, Ort (in Syrien), Simyra 

Sand (eigÜ. 0resund), Meerenge (und 
-strafse zwischen der Insel Seeland 
und Schweden, am schmälsten zwi- 
schen Helsingborg und Kronborg, 
bis zur Vollendung der Ost-Nord- 
See-Durohfahrt die gewöhnliche Yer- 
kehrsstrafse zwischen diesen beiden 
Meeren; der Sundzoll wurde am 
14. Mai 1867 durch Vertrag abge- 
löst), Fr et um Danicum, — 



Fretum Su/ndiewm, — Frei,wn Ore- 
sundicum, 

Sandgaa, Landschaffc (Oberelsafo),, 
Comitatus Ferranus. — Cami- 
tatus Pfyretanus. — Comitatus 
Fhyreta/Kus, — Baura/d. 

Sür, St. (Hafen an der syr. Küste im 
türk. Ejalet Beirut, mit Besten detr 
alten Fhönizierstadt), Tyru8{TvQog). 

— Sarra (SaQQa), 
Einw.: Tyrii {Tv^ioi). 

Adj.: Tyrius, -a, -um (TvQiog;), 

Saraphant (Surafent), s. Sarfend. 

Sare, La — , s. Sauer. 

Sarrey, Grafschaft (in Südengland an 
der Themse, mit den Gemeinden 
Southwark und Lambeth zu London 
gehörig; Hptst. Guildford), Sur- 
regia, — Surria. — Suthriona, 

Sarsee, St. (im schweizer Kanton 
Luzem, an der Suhr und dem Sem- 
pachersee, mit der Kapelle Maria- 
Zell), Suria, — SurlcLcus, 

Sasa, 1. St. (in Tunis), Cabar-Smia. 

ft» Bezirk (der itaL Frov. Turin 
in Fiemont), Cottii Begnum, 

3* St (Hptst von 2, mit vielen 
röm. Altertümern, darunter Triumph- 
bogen des Angustus), Segusio. — 
Segusium. — Secusio, — Sicusis. — 
Civitas Secusina. 

Sasam- Adassi (Sussam oder Sisam), 
s. Samo. 

Satri, St (in MitteUtahen), Colonia 
luliaSutrina, — Colonia SiUrlna, 

— Sutrium. 
Einw.: Sutnni, 

SwileJ, St (in Hlyrien), abalis 
(Kcßaklg). 

Syl, M. (Nbfl. der Donau in Bumänien), 
Bhabon CPdßwv). — Catarhabon 
(Kazagaßwv). — Tiarantus {Tia- 
Qavxog), — Sargetia {Sa^yerlagy 

Symi (Simi), Insel (kl., an der Süd- 



625 



Syra 



Hsent-Miklds 



626 



westspitze Kleinasiens, im N. von 
Bhodos und vor dem Qolf ycm S., 
mit der gleichnam. Hptst), Syme 
(Svfiij). — Symma, 

Syr«9 s. Sira. 

Synkas, s. Siracosa. 

Syr-IKujft, s. Sir. 

Syrien (arab. Schäm, türk. Soristan, 
Smistan), Land (zur asiat. Türkei 
gehörig, an der Ostseite des Mittel- 
meers; Hochland mit dem Libanon 
und Antihbanon, im 0. allmählich 
in die syr.-arab. Wüste übergehend, 
zerfällt in das eigentliche S. [im N.] 
imd Palästina [im SJ. Hauptstädte: 
Aleppo, Damask, Beirut, Jerusalem), 
Syria {Suria, SvqIo). 
Einw.: Syri {Svqoi). — Syrii 

Acy. : Syrius, -a, -um {SvQioq;). 
Syriäcm, -a, -^um. 

SyÄt (Syouth oder Siüt), St. (Hptst. 
von Oberägypten, am Nil, Stapelplatz 
für den Handel zwischen Kairo einer- 
seits, Darfar und Sennaar anderseits ; 
früher Hauptsitz des Sklavenhandels), 
Lycopolis. — Lycön {sc, Oppi- 
dum, AvxvDv IloXig). 

Szabadka (Szent- Maria), Mktfl. (in 
Ungarn), Sancta Maria. 

Szabad-Szalasy Mktfl. (in Ungarn), 

lÄhera Mansio. 
Szakoltischer Kreis (in Ungarn), 

Proöessu>8 Szelcoltzensis. 
Szala - Egrerszegr (Zala - E.) , Mktfl. 

(Hauptort des Szalader Komitats im 

westl. Ungarn), Zaladia, 

Szalader Gespannsehaft (Komitat im 
westl.Ungam), Comitatus Zküadiensis, 

Szamos, M. (Nbfl. der Theifs, entspr. 
in Siebenbürgen aus der Vereinigung 
des GroJsen und Kleinen S. und 
mündet nach 480 km im ungar. Ko- 
mitat Szathmar oberhalb Nameny), 
Samosius. 



Siainos-UJyir (deutsch Armenierstadt), 
St. (Freistadt in Siebenbürgen^ Kreis 
Dees, am Kleinen Szamos, grieoh.- 
kath. Bistum), Colonia Napa- 
censis, — Colonia Napticensis, — 
Colonia Napüca, — Napüca, — 
Napöca, 

Szegredin, St. (kgl. Freistadt, Festung 
und Hauptort des ungar. Komitates 
Csongrad; Hauptschiffiswerft für die 
Theifsschiffe) , Se gedinum. — 
Segedunum. 

Szekely-Hid, Festung (in Ungarn), 
Föns SiciUus. 

Szeklerland, Landschaft (in Ungarn, 
hat die 5 Stühle Udvarhely, Harom- 
szek, Csik, Marcs und Aranyos. 
Szekler heifsen diejenigen im 0. und 
NO. Siebenbürgens wohnenden Ma- 
gyaren, welche am wahrscheinlichsten 
als ein Best der ersten Hunnenein- 
wanderung betrachtet werden), Sicilia 
Transsilvana, 

Szenta-Maria, s. Szabadka. 

Szent-Benedek, Mktfl. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Benedicti. 

Szent-Endre, s. Sankt-Andrä 2. 

Szent - Orot , 1« (Sankt - Gotthard), 
Mktfl. (in der Eisenburger Gespann- 
schaft in Ungarn), und 

S« (in der Szalader Gespannschaft 
in Ungarn), Fanum Sancti Gotthardi. 

Szent-OySrgry, Mktfl. (im siebenbürg. 
Distrikt Bistritz, an der Grofsen 
Szamos), Fanum Sancti Georgii. 

Szent-Job) Mktfl. (in.Ungam), Fanum 
Sancti lobi. 

Szent-Kesdy-Lelek, Burg (in Sieben- 
bürgen), Fanum Sancti Spiritt^ 
Kesdiense. 

Szent-Marton, St. (Freistadt im ungar. 
Komitat Thurocz), Fanum Sancti 
Martini, — Martinopolis. 

Szent-Miklös, Mktfl. (und Hauptort 



627 



Ssent-Peter 



T»)o 



628 



des Ungar. Eomitates lipian, an der 
Waag), Fawum Sancti Michaelis. 

Szent- Peter, Mktfl. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Petri. 

Szetseheuiseher Distrikt (in Ungarn), 
Processus Szetseniensis. 

Sziszegr, Herrschaft (in Kroatien), 
Siscium, 

Sklabinyseher Distrikt (in Ungarn), 
Processus Skläbinyensis. 

Szornbathely-Sarrar (Eotbnrg), St. 
Sdbaria. 



SzOny (Schene), Mktfl. (in Nieder- 
nngam), Bregaetium. — Bregetio. 
— Bregitio. — Bregoetium, — Bri- 
gantium, — Bregentto. — BrigiHo. 

SzSreny, Mktfl. (in Ungarn), Severiwum. 

Szolnoker Gespannsebaft (in Sieben- 
bürgen), Comitatus Szolnoeiensis. 

Szreti-Kris, St. (in Kroatien), Sancta 
Cnuc. 

Szyr (Szir), St. (in Palästina), lazer 
('ragij()). — GazJyrus {Fa^cj^og). — 
lazorus (^a^atQog). 



T. 



Tabagro (engl. Tobago), Insel (eine der 
Kleinen Antillen in "Westindien, eine 
Besitzung der Engländer; Hptst. der 
Hafenplatz Scarborougli) , Tahaci 
Insula. — Chualacra Nova. — 
Valachria Nova. 

Tabarea, St. (in Algier), Tahathra 
{Taßa^Qa). — Tabräca {TaßQCixa). 
— Tabrächa. 

Tabor, s. Thabor. 

Tacazze, M. (in Abyssinien, nach 
neueren Untersuchungen der Ober- 
lauf des Atbara, des einzigen Nbfls., 
welchen der vereinigte Nil aufnimmt), 
Ästaböras QiaxaßoQaq). — Asia- 
höres. 

Tadmor, Euinen (der alten Palmen- 
stadt in Syrien), Palmyra (17«;.- 
fivQo). — Thadamora {SaödfiOQa). 
Thoedmus {BoeSfioq). 

Tafd, Mktfl. (in Äthiopien), Taphis 
(Tdtpig). — Thapis {Samq). 

Tafella, St. (in Spanien), Tuhälia. 

Taftia, ¥[. (Küstenflufs im NW. von 
Algier), Siga. 

Tagr-Aiaghi (Djebel-Tak, auch Zaghr- 



rosch), Gebirge (ein Zweig des Tau- 
rus in Kleinasien), Zagrus {ZdyQoq). 

Tagrliamento, M. (in Oberitalien, ent- 
springt zwischen Udine imd Belluno, 
mündet nach 140 km in das Adria- 
tische Meer), Tilaventus. — Ttla- 
ventum. — Tilavemptus. * 

Taillebonrgr, St. (in Frankreich), 
Talleburgum. 

Taineh, St. (in AMka), Colonia 
Aelia Äugusta Mercurialis 
Thaenitensis. — Thena. — 
Thaena. — Thenae. 

Tajo, M. (einer der Hauptsüöme der 
Pyrenäischen Halbinsel, welche er 
von 0. gegen W. durchströmt, ent- 
springt auf der Sierra von Albarjaoin, 
an der Grenze von Neukastilien und 
Aragon, und tritt unterhalb Alcan- 
tara als Tejo nach Poitugal über, 
wo er bei Abrantes schiffbar wird. 
Unterhalb Santarem teilt er sich in 
zwei Hauptarme, den Neuen-T. und 
den Mar-del-Pedro, und mündet nach 
Au&ahme vieler Nebenflüsse unter- 
halb Lissabon in den Atlantischen 
Ocean), Tagus. 



629 



Takah 



Tarlies 



630 



Takah, St. (im Mündnngsdelta des 
Indus), Patdia (Ildraka). 

Taknsch (Toukouch), St. (in Nord- 
afrika), Tacatua (Taxurvti). 

Talavera-de-la-Reina, St. (in der 
span. Prov. Toledo, amTjyo), Tala- 
hriga. — Taldbrica, — TImIo- 
briga. — Elböra. — EHora, — 
Äebüra. — Liböra. — I^ppo, 

Talelno, St (auf der Insel Korsika), 
Tdlcinum, 

Talnuti, St. (am Busen von Talanta 
in Mittelghechenland), Opus, -imtis 
CÖTtovg COnosig]), 
Einw.: Opuntii COTtovvzioi). 

Taman, s. Fanagoria. 

Tamar, s. Tambre. 

Tamaro, M. (in der Prov. Neapel), 
Tamärus. — Thamarus. 

Tamasa, Fl. (schiffbarer, auf der Ost- 
küste des Pontes), Charistus 
(XaQiaroq), — Chariustus {XagL- 
ovazog). — Ckarien, -entis (Xaglev). 

Tambre, Fl. (in der span. Provinz 
Coruna, mündet unterhalb Noya in 
den Atlantischen Ocean), Tamara, 

— Tamaris. 

TamertOD, St. (in England), Tamara. 

— Tamäre. 

Tanäro, Fl. (in Piemont, entspr. auf 
den Seealpen und mündet nach 190 km 
in den Po), Tanärus. 

Tanger (Tan^ja oder Tandscha), St. 
(befest. Hafen in der marokkan. Prov. 
Hasbat, an der Meerenge von Gibral- 
tar, der bedeutendste Seehandelsplatz 
Marokkos), Tingis (Tlyyig)» — 
Tinge {Tlyyri). — Tingi. — Caesarea 
Matmtaniae Tingitanae. 
Adj.: Tingitanus, -a, -um, 

Taoehan- Adassi, Inseln (des Ägäischen 
Meeres an der Küste von Troas), La- 
gussae {Aayovaoai). 

Taormlna, St. (in der ital. Provinz 



Messina auf Sicilien^ an der gleichn. 
Bai der Ostküste, mit der am besten 
erhaltenen Buine eines antiken Thea- 
ters) , Taur Omentum ( TavQOfii- 
viov). — TaurominiiMn. — Cc^onia 
Augwfta Ta/uromenücma, — Civitas 
Tauromenitana, 
Adj: Taurominttamts, -a, -^m. 

Taoukrah, s. Tochira. 

Tapti (Tapty), Fl. (in Ostindien, entspr 
am Vindhjagebirge in Gundwana und 
mündet nach C70km unterhalb Surate 
in den Busen von Cambay), Groäris 
{ToaQtq), 

Tara, s. Taro 2. 

Tarabosau, s. Trebisonde. 

Tarantaise, Landschaft (in Savoien, 
mit der Hptst. Moutiers), CentrX)- 
nes Allohr oges. — CentrüntMn 
Regio. — Tarantasta. — Taran- 
tasiae Comitatus. 

Taranto (Tarent), St. (am Golf von T., 
welcher zwischen den beiden südl. 
Halbinseln Italiens einbuchtet, Erz- 
bischofssitz in der neapolit. Prov. 
Otranto) , Tarent um. — Taras, 
-antis (Ta^ccg). 
Einw.: Tarenttni (Ta^avtlvoi). 
Adj'.: Tarentinus, -a, -uin{TaQav- 
Tivoq). 

Taraseon, St. (im frz. Dep..Kh6ne- 
mündungen, am Rhone, mit gegen- 
überliegenden Beaucaire durch eine 
Hängebrücke verbunden), Tarasco^ 
-önis. — Taraseon^ -önis. 

Tarazona, St. 1. (Bischofssitz in der 
span. Prov. Zaragoza, am Queiles), 
Turiaso. — Turiasso. 

Einw.: Tunassonenses. 

^m (in der span. Prov. Albacete, 
am Jucar), Turiaso ad Sucronem. 

Tarbes, St. (Hptst. des frz. Dep. Hoch- 
pyrenäen, Bischofssitz am Adour), 
Castrum Bigorrense. — Tarha. 
— Tarbae. — Turba. 



631 



Tarent 



Tauro-Kftstro 



632 



Tarent, s. Taranto. 

Tarifs, St. (befest, in der span. Prov. 
Cadiz, an der Strafee von Gibraltar, 
mit Citadelle und zwei kl. Häfen), 
lulia Traducta, — lulia loza. 

— Tartessus (Ta^rjaaog). — Ta- 
riflßa. 

Tarn, M. (Nbfl. der Garonne im süd- 
westlichen Frankreich, entsp. im Dep. 
Lozere, 3Va St nordöstl. von Morac, 
imd mündet nach 360 km unterhalb 
Moissac. Das Dep. T., ein Teil 
von Oberlanguedoc, zerfallt in die 4 
Arrondissements Albi, Castres, Gaillac 
nnd Lavaur und hat Albi zur 
Hptst. ; das Dep. T.-Garonne zerfällt in 
die 3 Arrondissements Montauban, 
Moissac und Cassel-Sarrasin, und 
hat Montauban zur Hptst), Tarnis. 

— Tamo. 

Taro, Fl. !• (in Italien, entspr. am 
ligurischen Apennin, durchfliefst das 
Herzogtum Parma und mündet nach 
110 km in den Po), Tarus. 

8« (auch Tarro gen., in Süditalien 
zwischen Tarent und Torre di Mare), 
Taras, -antis (Tccgag), 

Tarra, s. Taro 2. 

Tarragöna, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. im südl. Katalonien, Erzbischofs- 
sitz und guter Hafen, an der Mün- 
dung des Francoli in das Mittelmeer), 
Tarräco. — Tarracon, -Dnis. 

Einw. : Tari'aconenses. 

Adj.: Tan'oconensis, -e, 

Tarraja, Tarrasa, s. Tarresa. 

Tarresa, St. (in der span. Prov. Bar- 
celona), Tarraga, 

Tarso, (Tai-souh oder Tarsus), St. 
(Hptst. des gleichnam. Sandschaks 
im türk. Ejalet Itschil), Tarsus 
[TttQGoq). — Itdiopolis. 
Adj.: Tarsensis, -e. 

Tartäro, Fl. (in der Lombardei, entspr. 
in der Prov. Verona und mündet bei 



Canda in den Kanal Bianco), Atriä- 
nu8. — Tartarus. 

Tartnra, Dorf (in Palästina), Bora, 
•orurn, — Dora, -ae, — DtM-a, -ae. 

Taso, s. Thasso. 

Tata, s. Dotis. 

Tatärei, Landschaft (ehedem s. v. a. 
Mittelasien, dessen gegen "Westen 
vorstürmende Horden man unter dem 
Gesamtnamen Tataren [fälschüdi 
Tartaren] begriff. Später unterschied 
man die Kleine T., die ehemaL, jetzt 
europ.-mss. Khanate Krim, Astrachan 
und Kasan, und die Grolse oder Freie 
T. [Dschagatai] , dem jetzigen Tur- 
kestan entsprechend, dessen östL 
Teil auch als Hohe T. bezeichnet 
wird). 

1. Die Grofse Tatarei, Sar- 
matia Asiatica. — Scythia intra 
et extra Imaum. 

Einw.: Tatäri. — Sarmatae, — 
Sci^thae. 

8. Die Kleine Tatarei, Tata- 
ria Minor. — Totaria Crimensis. 

— Scythia Efwropaea. 

Tatza, St. (in Bulgarien, an der Donau), 

— Äegissus. — Aegissos. 

Tanber, Fl. (1. Nbfl. des Mains, entspr. 
an der Frankenhöhe in "Württemberg 
nördl. von Krailsheim, fliefst durch 
Bayern und Württemberg und mün- 
det bei Wertheim; Länge 120 km), 
Tuhäris. — Tiibärus. — TubHirus, 

Taudy Mktfl. (in Nubien, am Westufer 
des Nil), TatUs {Ta&lg). 

Tauris, (Tabns, Tebriz oder Tebns), 
St. (Hptst der pers. Prov. Aserbeid- 
schan in Iran, am Atschi; Mittelpunkt 
des Karavanenverkehrs zwischen Tre- 
bisonde imd Persien), Gahris (JTa- 
ßQiq). — Gaza. — Gazae. — Ti- 
grana (Tty^dva). — Taurtnum. 

Tauro-Kastro, Mktfl. (im attischen 



633 



Tavema 



Teig« 



634 



Oiiecheiüaiid), Bhamnus , -tmtis 
CPa/ivovg). 
Tavema, St. (in Italien), Tdbemt. 

Taretseh, Dorf (in der Schweiz), Äettta- 
ticus Vicus. 

Ta?igrnaiio, M. (auf der Ostküste der 
Insel Korsika), Bhotänus (^Potavoq). 

TaTira, St. (Hafen und maurisches 
Kastell in der südportug. Prov. [Kgr.] 
Alganre, an der Mündung des Rio- 
Sequa), Balsa. — Tavila, 

Einw. : Bdisenses. 

Adj.: Ba^ensis, -e, 

TaTolara, Isola-, Insel (bei Sardinien), 
Herrn aea CEQficcla). — Ermaea. 
— Mercurii Insula. 

Tay, FL (der bedeutendste Schottlands, 
entspr. an der Grenze von Argyle, 
durchfliefet den Loch-Tay und ergiefst 
sich nach 132 km in den Meerbusen 
Firth of Tay, der in die Nordsee mün- 
det), Tavus, — TaiirS. — Dava. 

Teano, St. (in der Provinz Neapel), 
Teänum Sidicinum, — Teänum, 
Einw.: Sidic^ni. — TeanUae. 

Tebessa, St. (in Algerien), Theveste. 

Tebris, Tebriz, s. Tauris. 

Tech, Fl. (in Spanien), Tichis. — 
Tecus. — Tecum. 

Teerit, s. Tekrit. 

Tedjen, Fl. (in Ii-an), Ochus. 

Tefessad, Hafen (an der Küste von 
Fez), Busibricari Matidiae 
CPovoixißag). — Busidhar, 

Tegrengrill? Mktfl. (in England), Igenia. 

Tegremsee, Dorf (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Miesbach, am östl. Ufer 
des gleichnam. Sees in den Alpen; 
das jetzige Schlofs, die ehem. Bene- 
diktinerabtei [719 — 1S03], gehört dem 
Herzog Dr. med. Karl Theodor von 
Bayern), Aedes Tigurtna. — 
Aedes Tigimnae. — Coenobium Ti- 
gunnum. 



Teirlio (Teil), Mktfl. (in der Schweiz), 
Tilium, — TuUwn. — Telium, — 
TeUum. 

Tc(Jada, St (in Spanien), Ftucae 
(IlTOvxai). — Ftucci. — Tucci, 

Tejo, s. Tajo. 

Teisendorf, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Laufen in B., an 
der Sur und dem Fufe der Alpen 
[Teisenberg] ; Spuren der Römer- 
strafse von Augsburg nach Salzburg), 
Artöbriga. 

Teifsholz, Mktfl. (in Ungarn), Taxovia. 

Tekl^h, 1. St. (und Hafen auf der 
Halbinsel Morea, am Eingang des 
Korinthischen Meerbusens), Panor- 
wtis {JlavoQfjLoq). 

2. Landschaft (an der Südküste 
Kleinasiens), Lycia {et Pamphylia, 
Avxla [xccl nafi<pvk(a]). 

3* Berg (oder Takman, eine hohe 
Spitze des zum Taurussystem ge- 
hörigen Gebirges Kuttag im östl. Pon- 
tus), The che s (Si^xv^)- — Chenius 
Mons (Xijviov ^ÖQog). — Mons 
Sacer CIsqov ^'ÖQog). 

Tekrit, Dorf (am Euphrat), Birtha 
ißlQd^a). — Virta. 

TekroTa, Ruinen (der einst an der 
Südküste Kleinasiens gelegenen See- 
stadt), Phaseiis, -idis {^dar^Xig), 

Telamone, Dorf (auf einem Vorgebirge 
in Etrurien), Telamo {Te)MfiQ)v). — 
TelamcyHy -onis. 

Telesa, Dorf (in der Prov. Neapel), 
Telesia. — Tlielesini. 

Tel-Essabeh (T.-Essale), St. (im südl. 

Nildelta), LeontopoUs (AeovroTtokig). 

Einw. : Leontopolüae {Asovzo- 
noXlxai). 

Teige, Städtenamen (im schwedischen 
Län Stockholm): 

1. Norrtelgre (Hafen und Seebad), 
Telga Borealis. 



635 



Telgrte 



Terek 



636 



2. SOdertelf e (zwischen der Ost- 
see und dem Mälarsee), Tdga 
Australis. 

Teilte, St. (seit 1238; Landkr. und 
EB. Münster, Prov. "Westfalen, 1. an 
der Ems, zwischen grolsen Heiden 
[Bockhomheide östl.]), ToUegatae, 

Telhou6, Kuinen (eine halbe Stunde 
westl. von Abukir in Ägypten), 
Taricheae {Ta^iyjcci). 

Teligrol, M. (in EuTsland, zwischen 
Pruth und Dnjestr), Axtäces, -ae 

Teil, s. Teglio. 

Telowuni, Berg (südl. von Athen 
gelegen), Hymettus CY/u]tz6g). 
Adj. : Hymettius, -a, -um CY/iijz- 
rioq). 

Temes, M. (1. Zuflufs der Donau, ent- 
springt im Gebirge der banatischen 
Militärgrenze und mündet nach 430 km 
unterhalb Pancsövna), Temessus. — 
Tibiscus. 

TemesT&r, St. (starke Festung xmd 
Hptst. des Ungar. Komitates Temes, 
Sitz eines röm. - kath. und eines 
griech. -Orient. Bischofs), Tihiscum. 
— Temena. — Temesva. — Teme- 
sia. — Temesvaria. 

Adj.: Tihiscensis, -e. 
Temesvensis, -e. 
Temesvariensis, -e. 

Temischbergr am Kuban, St. (russ., in 
Kaukasien), Suraba (SovQovßa), 

Tempio, St. (in der ital. Prov. Sassari 
auf Sardinien), Elephantaria. 

Tenedo (Tenedos, türk. Bogdscha- j 
Adassi), Insel (im Ägäischen Meer, | 
zum türk. Ejalet Dschesair gehörig; 
Hptst. Tinedo mit Hafen, an- der 
Nordostspitze, als Schlüssel zu dem 
nur 22 km entfernten Westeingang 
in die Dardanellenstrafse von strate- 



gischer Wichtigkeit) , T^n^dus 

(TivsSoq). — ThiUos. 
Einw.: Tenedii (Tsvidioi), 
Adj. : TeneditM, -a, um {Tsvsdiog). 

Teneriffa, Insel (gröfste und reichste 
und bevölkertste derEanarien; Hptst. 
Santa-Ouz), ^ivar*a. — Convaüis. 

T^nös, St. (Hafen in Algerien, beim 
gleichnam. Vorgebirge, bildet den 
Hafen von Orleansville), Cartenna^ 
Cartennae, — Carttnna, 
Adj.: Cartennitanus, -a, -um. 

Teno (Tino), Insel (eine der griech. 
Kykladen, bildet mit der Insel An- 
dres die Eparchie Tino; Haupt- und 
Hafenst.: San-Nicolo, auch Tino gen., 
an der Südküste), Tenus {T?jvog\ 

— Tenos. — Opiusa, — Hydrmsa. 
Einw.: Tenü (Tjjvioi), 

Tensehe, Freiheit (in Flandern), Ta- 
misia. 

Teplitz, St. (ber. Bad im böhm. Kr. 
Leitmeritz), Teplicia. 

Ter, 1. (El Ter), Fl. (in Katalonien), 
entspr. an den Pyrenäen und mündet 
nach 155 km unterhalb Gerona in 
das Mittelmeer) , Samhroca. — 
Alba. — Tezerus. 
2* Mktfl. (in Spanien), Thiceris. 

— Thicis. 

Terämo, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Prov., früher Abruzzo ulteriore I^ 
Bischofssitz am Tordino), Inter- 
amna Palaestina PicBni. — 
Interamna Plestina PicBni. — In- 
teramna Lirinas. — Interamne. — 
Interamnium. — Teramum. 

Tereeira, Insel (portug. , eine der 
Azoren, vulkanischer Natur; Hptst. 
Angra), Tertia. 

Terek, Fl. (in Ciskaukasien , entspr. 
am Khoschi, teilt sich im Unterlauf 
in 5 Arme und fallt nach 520 km 
in das Kaspische Meer; zwischen 
dem T. und der Kuma liegt die sog. 



637 



Terlna 



Test 



638 



Tereksche Steppe, ein Abhang des 
Kaukasus), ÄUmta. 

Terina, Golfo di — , s. Eufemia 2. 

TerlizzI^ St. (Bischofissitz in der ital. 
Prov. Bari), Turricium. 

Terma, s. Thermeh 2. 

Termini, St. (Hafen in der sicil. Prov. 
Palermo, an der Mündung des gleich- 
namigen, in das Tyrrhenische Meer 
fliefsenden M. T., mit heifsen Quellen), 
Therm ae Himerenses {ßi^fiai 
^Ifi^Qai oder ^I^BQalai). — Thermae, 

Tenno, s. Ozieri. 

Termdliy St. (Hafen in der ital. Prov. 
Campobasso [Molise], amAdriatischen 
Meer), BiLca, 

Temi, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Umbrien, an der Nera; Ge- 
burtsort des Tacitus), Interamna. 

— Interamnia, — Interamnium, 
Adj. : Interamnas, -ätis. 

Ternowa, St. (in der europ. Türkei), 
Ternobum, 

Terouenne, St. (im Dep. Pas de Calais 
in Nordfiankreich) , Tarvanna. — 

— Tarvenna, — Civitas Morinorum. 

Terpez, St. (im pers. Küstenland Ker- 
man), Portospana. 

Terra di Bari, s. Bari. 

Terra di Lavoro, Landschaft („Land 
des Ackerbaues", bis 1 863 Name der 
ital. Prov. Caserta), Campania 
Felix. — Campania. — Campänus 
Ager. — Ldbonnus Ager. — Terra 
Läboris. 
Adj.: Campanus, -a, um. 
Gampanicus, -a, um. 

Terra d^Otranto, s. Lecce 2. 

Terra Naova, St. 1. (im Nordosten 
der Insel Sardinien), Olhia{ ^OXßla). 

— XJlhia. 

Adj.: Olbiensis, e. 
2. (auch Terranova der AMcata, 
auf der Südküste Siciliens), Gela 



(Fi^ia). — öetoa (Felwa). — Terra 
Nova. 

Einw.: Gelenses (rekt^i). 

B. (auch Torre Brodognato gen., 
in der Prov. Neapel), Thurium No- 
vum, 

Terraeina, St. (Bischofssitz und Hafen 
am Südende der Pontinischen Sümpfe, 
zu Frosinone gehörig), Anxur, — 
Tarracina. — Tarraclnae. — Terror 
ctna. 

Einw.: AnxurHs, -Otis. 

Ac^j.: Tarracinenm, -e. 

Terremotto, M. (ein "Waldstrom bei 
Thronium in Lokris, früher auch 
Manes gen.), Boagriu^ {Boaygioq), 

Tersat, . Kastell (in Kroatien), T er s ac- 
tum. — Tarsatica» — Tharsaticum, 

Ter-Selielling, s. Schelling, Ter-. 

Tersüs, s. Tarso. 

Teruel, St. (Hptst. der gleichnam., aus 
dem südlichsten Teil des Kgrs. Ara- 
gonien gebildeten span. Provinz, 
Bischofssitz am Turia), Turdeta- 
norum Urbs. — Turbula. 

Tervanne, Mktfl. (in Frankreich), Tyr- 

vanda Civitas. 
Ter-Veere, St. (in Holland), Campo- 

veria. — Campiveria. — Vera. 

Tesehen, St. (Hptst. des gleichnam. 
dem Erzherz. Albrecht gehörigen 
Herzogtums in Ost. -Schlesien, am 
Fufs der Beskiden, an der Ölsa), 
TeschEna. — Tessinum. 
Adj.: Teschenensis, -c. 
Tessinensis, -e. 

Tessin (ital. Tessino oder Ticino), Fl. 
(entspr. auf dem St. Gotthard, durch- 
fliefst das Livinenthal und den Lago 
Maggiore und fällt unterhalb Pavia 
in den Po. Nach ihm benannt der 
aus 8 kleinen Landschaften bestehende 
schweizer Kanton T.; Hptst.: BeUin- 
zona), Ticinus. 

Test, Fl. (in England), Anton. 



639 



Tet 



Themse 



640 



Tet, Fl. (Eüstenfl. im &z. Dep. Ost- 
pyrenäen, mündet bei Perpignan in 
das Mittelmeer), Telis. — Tetts. — 
Buscino. — BoBchlnus. — Veno- 
duhrus. — Vemodubrus, 

Tetschen (böhm. Dieczin), St. (im 
böhm. Kreis Leitmeritz, an der Elbe, 
nahe der sächs. Grenze, mit dem 
gegenüberliegenden Grenzort Boden- 
bach durch eine Kettenbrücke ver- 
bimden), Dasena. — Tactschena. 

Tetnftn, St. (Handelsst. in der marok- 
kanischen ProT. Hasbat, imweit des 
Mittelmeeres), lagath, 

Teukira, s. Tochira. 

Teatenhof (bei Detmold), TeiUobur- 
gium, 

TeTerone (oder Aniene), M. (Nbfl. des 
Tiber, entsp. am Monte Ceraso in 
den Hemikerbergen oberhalb Trevi, 
durchfielst das Thal von Subiaco, 
betritt, nachdem er die licenza [im 
Altertum Digentia] aufgenommen, bei 
Tivoli die röm. Ebene, indem er in 
schönen Kaskatellen herabstürzt, imd 
ergiefst sich 22 km vor Kom in den 
Tiber), Änio, -Bnis. — Anisnus. 

TeYiotdale, 

Tefiotia, 

Texel, Insel (zur niederl. Prov. Nord- 
holland gehörig, in der Nordsee: die 
Eeede von T., wo sich sonst die 
Flotten der hoU. Ostindienfahrer ver- 
sammelten, wird der T. genannt), 
Texelia. — Texella. — Thesselia. 

Teyn, St. (in Böhmen), Tetina. 

Tezota, St. (in Fez), Anna. 

Thabor (Dschebel-Tor) , Berg (in der 
palästinens. Landschaft Galüäa, mit 
Euinen einer von Saladin angelegten 
Burg), Itabyrius Mons Clraßv- 
Qiov ^'O^og). - Thabor. 

Thak (Takhan), St. (in Sedchistan in 
Persien), Candace {Kavöaxt}). 



> s. Roxbiu'gh. 



Thalandoiiisl, Insel (an der Küste von 
Griechenland), Aixdanta {kzaXdvtij). 

Thsrasbrüek (Thomasbrack), St (Kr. 
Langensalza, BB. Erfurt, Provinz 
Sachsen, an der ünstrut), Aggeri- 
pontum. 

Thanet, Insel (an der Mündung des 
Stour, zur engl. Grafschaft; Kent 
gehörig, mit den Städten Eamsgate 
und Margate), Tanatis. — TanHos. 

Thasso (Taso, Tasso, auch Taschus), 
Insel (türk., im Ägäischen Meer, an 
der Küste von Thrazien; Hauptort 
Panagia), Thasus {Sdaog). — 
Aeria {sc. Insula, {ksQlcc). — 
Aethria {sc. Insula, Ald-Qla). 

Einw.: Thasii (Sdaiot). 

Adj.: Thasius, -a, -um {Sdaioq). 

Theäki (Thiaki oder Tiaki), Insel (eine 
der Ionischen, das Yaterland des 
Odysseus. Aulser den Ruinen der 
angebl. Burg des 0. zu erwähnen 
die Berge St.-Elias [Neritos, Neriton] 
und Stephane [Neion], durch welchen 
der Hafen Rheithron gebildet wurde ; 
Hptst. Vathi), Ithäca {IS^dxrj). — 
Ithacenses ClS^axijaioi). 

Theba, St. (in Spanien), Teba. 

Theben, s. Thiva. 

Theirs (Ungar. Tisza, slav. Tisa), Fl. 
(der gröfste Nbfl. der Donau, entspr. 
im Ungar. Komitat Mannaros auf den 
Waldkarpaten als Schwarze T. und 
"Weifse T., wird bei Szigeth schiffbar, 
fliefst von Szolnok an mit der Donau 
parallel und mündet nach 1310 km 
unterhalb Titel), Tibiscus. — Ti- 
bissus. — Tisiäwus. — Farthiscus. 
— Pathissus. — Fathyssus. 

Themse, Fl. (der wichtigste Englands, 
entspr. an den Grenzen von Wilt- und 
Gloucestershire aus zwei Quellbächen, 
nimmt bei Oxford die ebenfalls als 
Quellarm geltende CharweU oder 
Cherwell, später die Thame auf, 



641 



Theresienstadt 



Thorn 



642 



durcbfliefst London und mündet 
73 km nnterlialb dieser Weltstadt 
zwischen Sheemefe und Kap 8hoe- 
burynels in die Nordsee), Tarnest s. 

— Tarn^a, 

Theresienstadt , St. (und Festung im 
böhm. Er. Leitmeritz, an der Eger, 
imweit deren Mündung in die Mbe; 
Hauptwaffenplatz für Böhmen), The- 
resicmopoUs, 

Theresiopel, s. Mana-Theresienstadt. 

Thermeh, 1« St. (im Osten Eleinasiens), 
Themiscyra (OsfjilaxvQa). 

2« Fl. (auch Terma gen., im östl. 
Kleinasien, mündet ins Schwarze 
Meer) , Thermödön (Ssq/jkoöwv, 
-ovroq). 

Thermia, 1. Insel (eine der Kykladen, 
mit heifsen Quellen) , Cythnus 
{Kvd-voq). — Ophiusa {^0<plovaa). — 
Dryopis {AQvonlq), 

2* Mktfl. (Hauptort der gleichnam. 
Insel), Cythnus (Kvd-vog). 

Einw.: Cythnii {KvS'Vioi). 

Therouanne, s. Terouenne. 

Thessalien, Landschaft (in [Alt-] Nord- 
griechenland, östl. an das Ägäische 
Meer grenzend; gegenwärtig bildet 
es die liwa Trikala des türk. Ejalets 
Janina), Thessalia {ßeaoaUa. oder 
SextaXla). 
Einw.: ThessäU {SeooaXol). 
Adj.: ThessaUcus, -a, -um {&sa- 
oaXixog). 
Theten, Mktfl. (in Ungarn), Matrica. 

Thetford, St. (in England), Sito- 
magus. — Thetfordia. — Hiera- 
polis. 

Thiaki, s. Theaki. 

Thil>a, s. Thiva. 

Thielt, Mktfl. (in Belgien), Tiletum. 

— Süüla. 

TMenen, s. Tirlemont. 

Thiengren, St. (bad. Kr. und Amt 

S a a 1 f el d , Geograph. Handbüchlein. 



Waldshut, an der Wutach, ehemal. 
Hptst. des Kletgaus und Eesidenz 
der Fürsten von Schwarzenberg), 
Tenedo. 

Thl^raehe, Landschaft (in der Hcardie 
in Frankreich), Theorascia, — 
Terrascea Silva. 

Thiers, St. (im frz. Dep. Puy-de-D6me, 
an der Durole), Thierium. — 
Thiemimi, 

Thimerais, St. (im frz. Dep. Perche), 
Theodomirensis Fagus. 

Thin, St. (in Frankreich), Tegna. 

Thine, Euinen (der von den Griechen 
nicht mehr zu Ünterägypten, sondern 
zu Asien gerechneten Stadt), Felu- 
sium {Ui^Xovaiov). 
Einw.: Fdusiotae {Jlrikovaimai), 
Adj. : Pelusiäcus, -a, -wm (IIijXov- 
aiaxog). 
TMonTÜle, s. Diedenhofen. 

ThiTa, St. (in. der griech. Nomarchie 
Attika und Böotien), Thebae {Srjßai). 
Einw.: Thebüni (ßrißatoi). 
A(^*. : Thebänus {6tjßalog). 

Tholeyl, Mktfl. (Kr. Ottweüer, RB. 
Trier, Rheinprovinz, am Schaumberg; 
ehemal. Benediktinerabtei) , Th eo- 
logt cum. — Theölogium. — Theo- 
logia. 

Thomasbriick, s. Thamsbrück. 

Thonon, St. (im frz. Dep. Obersavoyen, 
am Genfersee, unweit der Mündung 
der Drance); Tunonium. — To- 
nönum. — Thunönum. 

Thoreiili»urg (Thorda), Mktfl. (Salz- 
bergwerk und Hauptort in der gleich- 
nam. siebenbürg. Gespannschaft), 
Salinae. 

Thorn (poln. Torün), St. (Kreisst., RB. 
Marienwerder , Prov. AVestpreufsen, 
Festung, r. an der "Weichsel, mit 
Schiffbrücke und 996 m langer 
Eisenbahnbrücke [1873]; S^j km 

21 



643 



Thorout 



Tiber 



644 



westL, unweit der Weichsel, Dorf 
Altthom, wo die heidnisclie Burg 
Tumo stand und 1232 Thom ur- 
sprünglich erbaut wurde), Thoru- 
nium, — Thonmttm, 
Thoroaty Mktfl. (inBelgien), Thoröltvm, 

Thorshayn, Mktfl. (und Hafen auf der 

Insel 8trom0e [rär0er]), Thori 

PorttM. 
Thouars, St. (im frz. Dep. Poitou), 

Duracium, — Toarcitmi, — 

Thitarcium. 

Thue, M. (r. Zufluls der Oder im pom- 
merschen Kj. Greifenhagen), ladua. 

Thttringreii, Landschaft (in Mittel- 
deutschland, schon lange ohne poli- 
tischen Begriff, zwischen der Saale, 
der/ untern Unstrat, dem Harz, der 
Werra und dem Eennsteig des Thü- 
ringer "Waldes; Mittelpunkt ist 
Erfurt. Unter den Thüringischen 
Staaten versteht man heutzutage 
das Ländergebiet zwischen König- 
reich und preufs. Prov. Sachsen, 
Hessen-Nassau und Bayern, nämlich 
das Grhzgt. S. - "Weimar - Eisenach, 
die Hzgtt. S.-Koburg-Gotha, S.-Mei- 
ningen und S.-Altenburg, die beiden 
Fürstentt. Schwarzburg und die 
beiden Fürstentt. Reufs), Thuringia. 
Einw. : Thuringi. — Tkoringi, 
Adj.: Thuringicus, -a, -i*w. 

ThUringper Wald, Gebü-ge (in Mittel- 
deutschland und in der südl. Reihe 
des Hercynischen Gebirgssystems, 
bildet mit dem auf ihm in der 
Wasserscheide entlang laufenden 
Eennsteig, einem im 9. Jhdt. ange- 
legten Weg, der im SO. bei Blanken- 
stein an der Saale beginnt und im 
NW. an der Mündung der Hörsei 
in die Werra endet, eine wichtige 
Völkerscheide: im N. Thüringen, im 
S. Franken. Er erhebt sich aus 
einem Plateau der Triasformation; 
der südöstl. Teil ist vorzugsweise 



aus den Gesteinen des Schieferge- 
birges [Silur und Devon] zusammen- 
gesetzt und enthalt im Schwarza- 
gebiet metamorphische Gesteine, auf 
der Südseite bei Stockheim und Neu- 
haus ein produktives Steinkohlen-' 
gebirge. Der nordwesÜ. Teil besteht 
vorzugsweise aus Porphyr, Melaphyr, 
, Granit imd Botliegendem. Ebenso 
wie den Harz, umsäumt den T. W. 
die Zechsteinformation, am wenig-* 
sten auf der Südseite des südöstL 
Teils), Silva Thuringi ca, — 
Semäna Silva. — Levia. 

Thuin, St. (im Lüttichischen), Tudi- 
nium. — Thuctinum. — Thwiium. 
— Äd Fines. 

Thum, St. (Sachs. Ereish. Zwickau, 
Amtsh. Annaberg im Erzgebirge), 
Zumi. 

Than, 1. St. (im schweizer Kanton 
Bern, am Ausflufs der Aar in den 
Thuner- oder Wendelsee), Novi- 
dunum. 

2m Dorf (bei Cambray im frz. Dep. 
Nord), Timium. — Thumium. 

Thur, Fl. (in der Schweiz, entspr. im 
Kanton St.-Gallen, durchfliofst den 
nach ihr benannten Thurgau und er- 
giefst sich nach 970 km in den 
Khein\ Duria. 

Thurgau, Kanton (im NO. der Schweiz, 
am Bodensee und Ehein gelegen, 
von der Thur durchflössen; Haupt- 
ort Frauenfeld), Turgs^a. — Turgoia. 

Thurles, St. (in Mand), Burlus. 

Thurotzer Gespannschaft (in Ungarn), 
Thurotziensis Comitatus. 

Thyrso, Mktfl. (auf der Insel Sardinien), 
Caput Thyrsi. 

Tiber (ital. II Tevere, frz. Tibre), FL 
(ein kleiner, aber der bedeutendste 
Fl. Italiens, entspr. am Hochkamm 
des Apennin im östl. Toscana, fliefst 
durch XJmbrien, tritt dann in die 



645 



Tidno 



Tirol 



646 



Campagna - di - Borna , strömt durch 
Born und ergiefst sich 26 km unter- 
halb Roms unweit Ostia ins Tyr- 
rhenische Meer), Tib^ris, — Tibris, 
— ÄJbula, 
Adj.: Tiberinus, -a, -um. 

Tieino, s. Tessin. 

Tiefenkastell, Schlofs (im schweizer 
Kanton Graubünden), Imum Ccutrum. 

Tlfemo, El. (im Neapolitanischen), 
Tifemcis, 

Tiflis, St. (Hptst., früher von Georgien 
oder Grusien, seit 26/XII. 1846 die 
des gleichnam. russ. Gouv. am Kur, 
die wichtigste Stadt Transkaukasiens 
und Hauptverbindungsort für Trans- 
und Oiskaukasien ; Sitz eines georg. 
Patriarchen und Metropoliten, eines 
armen. Erzbischofs und russ. Bischofs), 
Tephlis. — Tdphia, 

Tigari, Mktfl. (auf der Insel Korsika), 

Ticaritis, 
TUlerbronn, s. Tönnisstein. 

Tilsit, St. (Kreisst., RB. Gumbinnen, 
Prov. Ostpreufisen, 1. an der Memel, 
am Einflufs der Tilszele in dieselbe, 
mit Schiff- und Eisenbahnbrücke; 
Hauptort von Preufsisch- Litauen, 
schon 1552 Stadt, während die Burg, 
das Schalauerhaus, bereits 1288 an- 
gelegt worden war), Chronopolis, 
— TtUa. 

TimäYO, Fl. (in Istrien, der untere 
Lauf der Becca, bildete zur Bömer- 
zeit die Grenze zwischen Istrien und 
Venetien), Timavus, 

Timbuktu (Tumbuktu oder Tombuktu), 
St. (Handelsstadt im westi. Sudan 
am Südrand der Sahara), Pesstda 
{neaalörj). 

Timia, M. (Nbfl. des Tiber, in TJm- 
brien), Tinta. — l'eneas. 

Timok, Fl. (in der europ. Türkei, 
entspr. auf dem Balkan, bildet auf 
einer Strecke die Grenze zwischen 



Serbien und Bulgarien und mündet 
nach 160 km bei Badujewatz in die 
Donau), Timacus. — Timachus. 

Tindaro, St. i^Hafen auf der Nordküste 
der Insel Sicilien), Tyndareum, — 
Tyndaris {Tvvöaglg). — Tyndarium 
(TvvöaQiov). 

Tine, Fl. (in England), Vedra, 

Tlnen (Tenen) , St. (in Ulyiien) , Tini- 
nium. 

Tineyelly (Tinnevelly oder TiruneveUi), 
St. (Hptst. des gleichnam. Distrikts 
der brit. Präsidentschaft Madras in 
Ostindien, am Tschindinthura), Col- 
chorum Regio, 

Tinmouth, St. (in England), Tinae 
Ostium. 

Tinto, El — , Fl. („der Gefärbte", 
KüstenfluDs in der span. Prov. Huelva, 
entspr. in der Sierra -Morena und 
mündet unweit Huelva in eine Bucht 
des Atlantischen Oceans. Seinen 
Namen hat er von dem gelben, 
kupferhaltigen "Wasser, welches gelb- 
färbende und versteinernde Kraft be- 
sitzt), IbErus, — Urius. 

Tiran, Insel („Eobbeninsel", im Arab. 
Meerbusen) , Phocarum Insula 

Tireboli, s. Tripoli. 

Tireh, St. (im türk. Ejalet und liwa 
Aidin, zwischen Smyma und Aidin, 
am Kutschuk-Menderes), Metropolis 
ad Castrum {MritgoiiolLq)- 

Tirlemont (vläm. Thienen [Tienhofen]), 
St. (Fabrik- und Handelsst. in der 
belg. Prov. Brabant, an der Grofsen 
Geete, zwischen Lüttich und Löwen), 
llienae. 

Tirol, 1. Schlofs (an der NW.-Seite 

des Küchelbergs bei Meran, der 

frühste Sitz der Grafen von Tirol), 

Teriöla Castra. — TerioUs. 

Itm Grafschaft (gefüi-stete , Kron- 

21 * 



647 



TiTedal 



Tondem 



648 



> s. Koxburgh. 



laad der östr. Monarchie [T. und Vor- 
i arlberg], Hptst. Innsbruck), Tirölis. 

Titedal, 

TiTiotdale, 

TiToli, St. (Bischofssitz in der Co- 

marca-di-Roma, 26 km von Rom, am 

Teverone), Tibur, -uns. — ÄJbulae. 

— AqiMe Albuneae. 

Einw.: Tiburtes, -umwud-iwn. 

— Ttbu/rm. 
Adj.: Ttburtlnus, -a, -ww. 
Tiburnus, -a, -um, 

Tlemsan, s. Ned-Eoma. 

Tobarrfty St. (in Spanien), TiMrbula. 

Tobi (Iskumi, Semno oder Skombi), Fl. 
(in Albanien), Gemisus (repovaSg)* 

Tobölsk, St. (Hptst. des gleichnam. 
russ. Gouv. in Westsibirien, am Ein- 
flufs des Tobol in den Misch, Sitz 
des Generalgouvemeurs von "West- 
sibirien und eines griech. Erzbischofs), 
Tobolium. 

Tochira (TouMra), St. (in Nordafrika), 
Teuchtra {Tevxblqo). — Arsinoe 
QiQaivori). 
Einw.: Teuchintae {Tev/ji^tTai). 

Todi, St. (in der ital. Prov. Perugia, 

unweit der Mündung der Naja in 

den Tiber), Tu der, eris. — Tvder- 

tum. 

Einw.: Tudertes, -ww. — Tuder- 

flni. 
Adj.: Tudemis, -e. 

Todtes Meer, s. Totes Meer. 

TSnningr» St. (Kr. Eiderstedt, Prov. 
Schleswig-Holstein ; bis 1 7 14 Festung), 
Eiderstadium. 

TSnnisstein, Mineralquelle (Bad zu 
Kell, Kr. Mayen, RB. Koblenz, Rhein- 
provinz, Sauerbrunnen, nahebei Tuff- 
steinbrüche), Acidülae Äntonia- 
nae. — Acidülae Tonnersteinenses. 

Togrgrenburgr (Tockenburg) , Grafischaft 



(ehem., im schweizer Kanton St.- 
Gallen, bildet jetzt die Bezirke Ober-, 
Neu-, Alt- imd Ünter-T.), Toggiwm. 
Adj.: ToggiuSy -a, -um. 

Toissey, St. (in Frankreich), Togis- 
8 tum. — Tossiacus. 

Tokay (Tok^j), Mktfl. (im ungar. Ko- 
mitat Zemplin, an der Theils; von 
T. zieht sich gegen N. und NO. die 
Tokayer Weinberggruppe oder Hegy- 
a(ja), Tocaeum. — Tocaea. — 
Tocaium. 
Adj.: Tocaeänus, -a, -um. 

Toledo, St. (Hptst. der gleichnam. 
span. Prov. im Kgr. Neukastilien, 
am Tsyo; Erzbischofssitz) , Töletum. 

Einw.: Toletani. 

Adj.: Toletänus, -a, -ww. 

Tolentino, St. (in der itaL Prov. Mace- 
rata, an der Stradse von Ancona nach 
Rom, am Chiente), Tolentlnum. 

— Töllentinum. 
Einw.: Tolentinates. 
Adj.: Tolentinensis, -e. 

Toli-Monastlr, s. Monastir. 

Tolner Gespannsehaft (ungar. Komi- 
' tat, Hauptort Szekszärd; benannt 
nach dem Mktfl. Tolna an der Donau), 
Tolnensis Comitatus. 

; Tolometa, Ruinen (in TripoHs), Ptöle- 
I mais, -idis {IlTolefjiatg). 

Tolösa, St. (in der bask. Prov. Gui- 
! puzcoa in Spanien), Iturisa. 

! Tomar, St. (in Spanien), Concordia. 

— Tomarium. 

; Tombellaine, Yorgebirge (in Frank- 
! reich), Tumbella. — TumbeUcma. 

I Tombuktu, s. Timbuktu. 

I 

j TomisTar (EsM-Furgana), St. (Hafen 
an der Küste von Bulgarien), Tomi 
\ (Tofxoi). — Tomis, -idis (Tofilg). 

Einw.: Tomltae {Tofitrai). 

Adj.: TomitünuSj -a, -um. 

I Tondern, St. (Ki-eissi, Prov. Schleswig- 



649 



Tongrem 



Torre-di-Pateno 



650 



Holstein, an der schiffbaren "Wiedau, 
J3 km von der Küste [Hoyer]; ehe- 
mal. Dominikanerkloster. T, lag früher 
an der Nordsee imd war ein wich- 
tiger Handelsort), Tondera. — 
Tundera, — Tondria. — Tondanum. 

Tongrern (frz. Tongres), St. (in der 
belg. Prov. limburg, mit Mineral- 
quellen), Äduattca Tongrorum. 

— Aduatüca Tn/ngromm. — Aduor 
tüca, — Timgri, 

Tonna, Amtsgericht (aa der Tonna, 
beim Mktfl. Gräfentonna, im Land- 
ratsamt Gotha), Tonna Comitum. 

Tonndre, St. (im frz. Dep. Yonne, am 
Arman9on), Ternodürum. — Ter- 
noderum. — Tomodürum. — Temo- 
dorense Castrum. 

Topogrlia, Lagro dl — , See (in der 

griech. Nomarchie Böotien), Copäis, 
4dis {KwTtatg). — Cephissis {Kr^- 
(pLoaiq). — Haliartius (jLXiaQzlg 
Aifivrj). — Onchesti Palus (^H iv 
^OyxTidZia ALfivrf), 

Torbia, St. (in Italien), Trophaea 
Augusti, — Turhia ViUa Martis. 

Tordera, St. (in Spanien), Larnum, 

Tordesillas, St. (in Spanien), Turris 
Sullae (Syllae). — Turris SiUae. 

— Turris SuMana (SyUana), 

Tordino, M. (in Italien), Matrinus. 

— Macrinus. — Vihatmus. 

Torenbnrgrer Gespannschaft (in Sie- 
benbürgen), T[h]ordensis Comitatus. 

Torg'an, St. (Kreisst., RB. Merseburg, 
Prov. Sachsen, starke Festung, L an 
der Elbe, mit 2 Brücken), Argelia, 

— Torgavia. 

Adj.: Torgaviensis, -e. 

Tomer Oespannsehaft (das kleinste 
Komitat in Oberungam, hat zum 
Hauptort den Mktfl. Tomä), Tomen- 
sis Comitatus, 

Toro, St. (in der span. Prov. Zamora, 



am Buero, berühmt wegen des hier 
1505 beendigten span. Gesetzbuches: 
Leyes de Toro), Sarahris, — Tau- 
rus. — Octodwrus, — Campus 
Gotarum. 
Torquemada, Mktfl. (in der span. 
Provinz Palencia in AltkastilLen), 
Porta Augusta. — Turris Cre- 
mata, — Augusta Nova, 

Torre-Brodogrnato, s. Terra Nuova 3. 

Torre-d'Airnazzo, St. (ghech. Ur- 
sprungs in Apulien), GnatPhJia, — 
Egnatia, 

Torre-del-Jimeno , Si (in Spanien), 

Tosibia. 
Torre-del-Greeo, St. (am Golf von 

Neapel, unterhalb des Vesuvs), Her- 

culaneum. — Hercukmium. — 

Herculanense Oppidum, 

Torre-delle-Saline, St. (in der Prov. 
Neapel), Salapia. — SaUnas. 

Torre-di-Camarina (oder -Camorana), 

St. (an der Mündung des Camerino 

auf Sicüien), Cainarlna {KäfjtaQiva). 

Einw. : Camarina^ei (KafKXQivaloi). 

Torre-di-Fiiuneniea, St. (in Italien), 

Patemutn, 
Torre-di-Mare , St. (im Osten von 

Unteritalien), Me tapontum {Mexa- 

novTiov), — Metapus. 

Torre-di-Nocera, St. (in der Prov. 
Neapel), Temesa {Tsfieacc). — Te- 
mese {Ts/xiarj), — Teirvpsa (Tifixpa), 
Einw.: Temesdm^i (TsfisaaZoi). 
Adj.: TemesaeuSj -a, -um {Ts/xs- 
aaZog), 
Torre-di-Orestano, St. (auf der West- 
küste von Sardinien), Osaea COaala), 

Torre-dl-Paterno, St. (in Mittelitalien, 
unweit der Meeresküste, zwischen 
Ostia xmd Lavigna, nach andern 
Cassale-di-Capocotta), Laurent um, 
— Laurens Castrum. 
Einw.: Lau/rentes, -ium, 
Adj.: Lau/rentius, -a, -i*»i. 



651 



Tom-di-Patria 



Totes Meer 



652 



Tolrre-di-Patria, St (in Kampanien, 
DördL von der Mündung des FL 
Patria), Linternum. — Litemvm, 
Adj.: Linternus, -a, -wm, 
lAntemlnus, -a, -um, 

Torre-di-PoUuce, Euinen (bei Castel- 
vetrano auf einem Hügel des süd- 
westlichen Siciliens), Selinus, -^ntis 

Torre-di-Senna, St. (am El. Sinne in 
Unteritalien), Siris, -is {SiQig). 
Einw.: Sir^ni (SiqZvoi), 

Torre-di-Tado, St. (Hafen, zu der 
uralten St. Yolten-a in Etrurien ge- 
hörig), Vada Volaterrcma. 

Torre-Foreadizzo, St (auf Sai-dinien), 
Nüra, 'Orum. — Nora, -ae. — 
Nura, -as. 
Einw.: Norenses. 

Torre-Segnra, Mktfl. (in der Mark 
Ancona), Castellum Truenti- 
num. — Castrum Truentmwm. — 
Truentum. 

Torres-Tedras, St. (in der portugies. 
Prov. Estremadura, am Sigandro, 
mit Schlofs, von wo sich die sogen. 
Linien vonT.-V., eine Eeihe fester 
Punkte, erstrecken), Armidis. 

T[h]orshälla, St. (in Södermannlands- 
Län in der schwed. Prov. Swealand), 
Torsilia. 

Tort o na, St. (Bischofssitz und Bezirks- 
hauptst in der ital. Prov. Alessandria 

- in Piemont, an der Scrivia), Der- 
tüna. — Cölonia lulia Augusta 

. Vertona. — Dertho. — Tortüna, 
Ad]".: Vetiionensis, -e. 

Tortosa, St. !• (Hafenst und Pestung 
in der span. Prov. Tarragona in Kata- 
lonien, Bischofssitz am Ebro), JDer- 
tüsa, — Cölonia lulia Augusta 
Dertüsa, 

2m (im türk. PaschaUk Tarablüs 
in Syrien, an der Nordgrenze von 



Phönizien, der Insel Arwad gegen- 
über), Antarädus {kvTtxQaöoq). 

Tosa (Toce), M. (in Oberitalien, entspr. 
an den Grenzen der Schweizerkantone 
Wallis und Tessin, bildet die grofis- 
artigen Tosafölle, durchfliefet das Val 
d'Ossola und mündet nach 67 km in 
den Lage Maggiore), AtMso, -onis. 

Toseana, Landschaft (in Mittelitalien, 
bis 1859 selbständ. Grofsherzogtum; 
Ve des Areals [zwischen Serchio und 
Arno] fruchtbar, Vs g^^i^gig? Va ^® 
Maremma längs der Eüste; zerßUlt 
jetzt in die 7 Provinzen: Florenz, 
Lucca, Pisa, Siena, Arezzo, Grosseto, 
Livorno), Etruriae Magnus Du- 
catus. — Etruria. — Tusda. 
Einw.: Etrusci. — Tyrrheni, — 

Tusci. 
Adj.: Etruscus, -a, -um. 
Tyrrhsnus, -a, -um, 
Tuscus, -ä, -um, . 
Tuscanus, -a, -um. 
Tuscanicus, -a, -um. ' 

Toseanella, St (bei Viterbo, ital. Prov. 
Rom, an der Marta), Ascania, — 
Salumbrona. — TuscaneUa. — Tu^s- 
cania, — Tusda. 

Tosia, St. (in Anatolien), JDocea, 

Toskanisches Meer, s. Tyn-henisches 
Meer. 

Tossena, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graublinden), Tusis. 

Totes Meer, Landsee (in der Bibel 

das Salzmeer oder das Meer g'^^ia. 
Morgen, ein mit bitterem, stinkendem, 
salz- imd asphaltreichem "Wasser er- 
fülltes, das organische Leben tötendes, 
90 km langes und 22 km breites Ge- 
wässer im SO. Palästinas, in welches 
der Jordan mündet: entstanden durch, 
einen vulkanischen Ausbruch, welcher 
die Städte Sodom und Gomorrha ver- 
schlang), Mare Mortuum. — 



:653 



Toueques 



Tower 



654 



. AsphalHtes Lcteus (katpaXtTtig 
Ai/tvij). 

Toueques, M. (schiffbarer, in der Nor- 
mandie, entspr. im frz. Dep. Ome 

• und föllt nach 66 km im Dep. Cal- 
vados xmweit der Stadt T. in den 
Kanal), Töka, 

.Touldra, s. Tochira. 

Tool, St. (und Festung im frz. Dep. 

Meurthe, Bischo&sitz an der Mosel), 

bis 1552 deutsche Eeichsstadt), 

Tullum Leucorum. — Ttdlium. 

Adj.: TuUensis, -e. 

Toaloüy St. (starkbefestigter Kriegs- 
hafen, einer der geräumigsten in 
Europa, an einer Bucht des Mittel- 
meers, im frz. Dep. Var), Telo 
Martins. — Telonis Fortus, — 
Portus Tdoniensis. — Telonium, — 
TuUünum. 

'Toulon-sur-Arroiix, Hktfl. (in !Frank- 
reich), Telumnum. — Telonnum, 
— Tolonum. — Tdonum, — TuÜus. 

Toulouse, St (ehemal. Hptst. der Prov. 
Languedoc, jetzt das Dep. Haute- 
Garonne, Erzbischofssitz an der Ga- 
ronne), TolTisa. — Tolosatium. — 
Tölosaiium JJrhs. — Tolosatium 
Civitas. — lölosensis Urhs. — 
TolDsa Tectosagum, — Tholösa. 
Einw.: l'olosates, -ium oder 

-um. — Tolosüm. 
Adj.: Tolosanus, -a, -wm. 
Tolosensis, -e. 

'Toungr-Hfti-GreD, Meer (Teil des Chine- 
sischen Meeres in Asien), Mare 
Orientale» 

Tonrsine, Landschaft (alte in Frank- 
reich, umfafst ziemlich das Gebiet 
des jetzigen Dep. Indre-Loire, hatte 
früher eigene Grafen imd wurde 
wegen ihrer Fruchtbarkeit der Garten 
Frankreichs genannt; Hptst. war 
Tours), Twrones. 

Tour«de*Peiel, La — , St. (im 



schweizer Kanton Bern), Twris 
Peliana, 

Tour-de-BonssiUon, Mktfl. (im frz. 
Dep. Boussillon), Rusctno, — 
Boseiliana. 

Tonr-d'Ordre, La --, Mkta. (m Frank- 
reich), Farum, 

Tour-du-Pln, La — , St. (im frz. Dep. 
Isere), Turris Pinus. 

Tourkai, St. (im kappadokischen Pon- 
tus in Anatolien), Sebastopolis 
{SeßaatoTiokiq). 

TourlaTille, Mktfi. (im frz. Dep. 
Manche), ToriaUum. 

Toumay, s. Domik. 

Tonmehem, Mktfl. (im frz. Dep. Pas- 
de-Calais), Tamehecenses, 

Toumon, St. (im frz. Dep. Ardeche, 
am Rhone), Taurodunum» — 
Tornomagensis Vicus. 

Toumus, St. (im frz. Dep. Saone-et- 
Loire), Tinurtium Castrum. — 
Tomutium. 

Tours, St. (Hptst. des frz. Dep. Indre- 
Ijoire, Erzbischofssitz an der Loire), 
Caesarodünum. — 2\ironi. — 
Turonica Urhs. — Turonicwm. 
Adj.: Turonicus, -a, -wm. 
Turon^nsiSy -e. 

Tousy, Mktfl. (im frz. Dep. Meurthe), 
jyusiaca. 

ToTBrra, s. Tobarra. 

Tower, Citadelle (1078 unter Wilhelm 
dem Eroberer angelegt, an der Ost- 
seite der City von London, am 
I Themseufer, in der Nähe der London- 

I 

brücke; ursprüngl. den Königen von 
England zum Wohnort dienend, ward 
der T. später Staatsgefangnis für 
hohe Persönlichkeiten, von dem aus 
manche derselben unmittelbar das 
Blutgerüst bestiegen), Turris Lon- 
diiiensis. 



655 



Towy 



Trave 



656 



Towy, FL (in England), Tobius. — 
Tuhius. — Toebitfs, 

Toza, Vorgebirge (in Spanien), Pro- 
rmmturium iMnartum. 

Traehenl^rgr, 1. St. (Kr. MOitsch, 
EB. Breslau, Prov. Schlesien, am 
Einflufs des Trebnitzer Wassers in 
die Bartsch; im Schlois ward am 
12. YH. 1813 EJaesebecks Eriegsplan 
für den Feldzng von 1813 von den 
verbündeten Monarchen unterzeich- 
net), Dracomontium. — Trachen- 
berga, 

IS. Fürstentum (des Fürsten von 
Hatzfeld), Principatus Draco- 
montanus, — Principatus Trachen- 
bergensis, 

Trafalgrar, s. Eap Trafalgar. 

Tragronara, s. Dragonara. 

« 

Traina, 1. St. (bei Maciara in der 

ital. Prov. Catania auf Sicilien), 

Imachara Cl^dxf^QCi). — Hemi- 

chara i^HfiixoiQtt). 

Einw.: Imacharenses. — Imor 

carenses. 
Adj.: Itnacharensis, -e, 
2. Fl. (ebds.), OyamosJyrus {Kva- 
fioawQog). 

Trajanopoll (Orikhora), St. (von Trsgan 
in Thrazien angelegt, im heut. Ru- 
melien, an der Mantza), Traianopolis 
{TQa'CavdnoXiq). 

Tri^etto, St. (in der Prov. Neapel), 
Minturnae. — Traiectum, 
Einw.: Mintumenses, 

Traismauer, s. Treismauer. 

Tramonti, St. (in Italien), Tramon- 
tum. 

Trani, St. (in der ital. Prov. Bari, 
Bischofssitz am Adriatischen Meer, 
mit festem Schlofs), Tranum, — 
Tu/r^um, 

Trapäni, 1. St. (befest. Hptst. und 
Hafenst. der gleichnam. ital. Prov. 



auf der Westküste von Siciüen), Dre- 
päna, 'Orum {dgeiiava). — Brt- 
pämum {jQinavov). 

Einw.: Drepanitäni, 

Adj.: Drepanitänus, -a, -um, 
Drepcmensis, e. 

ft. Yorgebirge, s. Eap Bianoo. 

Trapani-del- Monte, s. Monte- del- 
Trapano. 

Trapeznnt, s. Trebisonde. 

Trasen, Fl. (in Ostreich), Trigisamus. 

Trasimenischer See, s. Perugia, Lago 
di — . 

Tras-os-Montes, s. Traz-os-Montes. 

Trau, St. (Hafen im dalmat. Ereis 
Spalatro in Istnen, auf der gleich- 
namigen, durch den Kanal von T. 
vom Kontinent geschiedenen Insel), 
Tragurium. 

Traun, Fl. (oberöstr. Nbfl. der Donau, 
entspr. am Fufs der Steirischen Alpen 
in Steiermark, bildet, oberhalb Hall- 
stadt in das Erzherzogtum getreten, 
alsdann den Hallstädter und den 
Gmundener oder Traunsee, wird bei 
Hallstadt schiffbar und mündet nach 
190 km bei Zizelau. Danach benannt 
der südöstl. Abschnitt des Erzhzgts. 
Oberöstreich : Traunkreis oder Traun- 
viertel), Traunus. — Tnma. 

Traunsee (oder Gmundener See), See 

. (3 Stunden lang, in Oberöstreich, mit 

Schlofs Ort, welches durch eine Brücke 

mit dem Festland verbunden ist). 

Locus Gemu/ndavvus. 

Trautenau (Trutnov), St. (im böhm. 
Kreis Gitschin, an der Aupe), Tru- 
tina. 

Travancore, Staat (brit Vasallenstaat 
an der Südwestspitze. Yorderindiens; 
Haupt- und Eesidenzstadt des Rad- 
scha: Trivanderam) , Cottonarica 
{KorrovaQiXTJ). 

Trave, Fl. (entspr. 5 km westL von 



657 



TraTemttnde 



Tremlti 



658 



Gleschendorf im oldenb. Pürstent. 
Lübeck, fliefst durch Schleswig-Hol- 
stein, durch das Gebiet der Freien 
Stadt Lübeck und mündet bei Trave- 
münde in die Ostsee. Unterhalb 
Lübeck erweitert sich die Trave 
seenartig und bildet die Pötenitzer 
Wiek mit einer Seitenbucht [Dassower 
See] im SO. Nbfl. : 1. Schwertau, 
r. Beste, Stecknitz [Stecknitzkanal 
zur Elbe], "Wakenitz imd Stepenitz. 
Länge: 112km), Chal US us. — 
Trava. 

TniTeillünde, St. (zu Lübeck gehörig, 
1 6 km von L. am Ausflufs der Trave 
in die Ostsee; Aufsenhafen für L.), 
Dragamuntlna. — Travemimda. 

Traventhal, Ortschaft (Kr. Segeberg, 
Prov. Schleswig - Holstein , an der 
Trave), Treva. 

Traz-os-Montes, Provinz (des nördl. 
Portugal, umfafst die beiden Ver- 
waltungsdistrikte Bragan^a und Yilla 
Keal), Provincia Transmontana. 

Trebbia, M. (Nbfl. des Po, entst. 
nordöstl. von Genua im Apennin und 
mündet nach 90 km bei Piacenza), 
Trebia. — Trebias, -ae. 

Trebel, M. (r. Nbfl. der Peene in 
Pommern und Mecklenburg, entsteht 
aus der Kleinen und Grofsen T., 
bei hohem Wasserstand 28 km weit 
schiffbar, mündet bei Demmin), 
TrebeUia. 

Trebioje, St. (im türk. IJjalet Bosna, 
am gleichnam. Plufs, in der Herzego- 
wina; Sitz eines kath. Bischofs), 
Trebunium, — Tribimium, — 
Tribu/nia. — Tribulium. 

Trebisonde (in der Lingua Pranca, 
türk. Tarabosan , deutsch Trapezunt), 
St. (Haupt- und Hafenstadt des gleich- 
namigen türk. Ejalets in Eleinasien, 
am Schwarzen Meer, Hauptstapel- 



platz zwischen Europa amd Arme- 
nien, Persien und ganz Mittelasien), 
Trojpezus, -vmUs {TgaTCS'CyOvq), 
Einw.: Trapezuntii {TQanet^ovv- 
not). 

Trebnitz, St. (Kreissi, KB. Breslau^ 
Prov. Schlesien, am Trebnitzer Wasser 
und am Fufs des Trebnitzer Land- 
rückens, mit ehem. reichem, 1203 
gegründetem, 1810 aufgehobenem Ci- 
stercienserkloster), Trebnitium. 

Trebur (ehem. Tribur), Mktfl. (zwischen 
Mainz und Oppenheim, KJreis Grofe- 
Gerau, hess. Prov. Starkenburg, am 
Schwarzbach, früher am Khein ; um 
das Jahr 1000 ein wichtiger Ort, in 
dem mehrere Reichsversammlungen 
abgehalten wurden ; die ehem. kaiserl. 
Pfalz ist spurlos verschwunden), 
Triburia. — Triburium. — Tri- 
bu/ris Villa. 

Tredagfa, s. Drogheda. 

Treffart, St. (Kr. Mühlhausen, EB. 
Erfurt, Prov. Sachsen, in einem 
schönen Thal an der Werra; hoch 
oben Schlofsruine Normannstein), 
Trefurtum. — Trefordia. 

Tresruier, St. (Hafen im franz. Dep. 
C6tes-du-Nord, an der Mündung des 
T. in den Kanal), Trecora. — Tre- 
corium. 

Treismauer (Traismaur), Mktfl. (in 
Ostreich \mter der Enns), Trigisa- 
mum. — Treisma. 

Trelo-Vouno (oder Dely-Dagh), Berg 
(schon im Altertum durch seine 
Bienenki-äuter und durch trefflichen 
Marmor berühmt, in Attika, südöstl. 
von Athen. Der hier gewonnene 
Honig behauptet seinen Ruhm bis in 
die Gegenwart), Hymettus CY/itjt- 
rog). 

Tremiti, Liselgruppe (3 Liseln an der 
Küste der ital. Prov. Foggia), Insulae 



659 



Tremoiiille 



Triest 



660 



. Diomedeae (AI Jiofii^Seioi , sc, 
Nrjaoi), und zwar 

1. Diomedea {AtofiiqSeia), 
2« Teutria. 

3. Trimerus (oder Tremetus). 

,Tremoiiille, St. (in Frankreioli), Tre- 
- molia. — Trimolia. 

-l^renczin (Trentschin) , St. (vgl. d. 
nächste W.), Singone. 

TrentscMner [Trencziner] Gespann- 
sehaft (ungar. Trencseny), Komitat 
(in Ungarn, von Zweigen der Kar- 
paten durchzogen und von der Waag 
bewässert; Hptst. T., an der Waag, 
berühmt wegen der Trentschiner 
Bäder, die 2 St. östl. beim Dorf 
Teplicz liegen), Comitatus Trentschi- 
niensis. 

Treport, Le — , St. (^Hafen in Frank- 
reich), ülterior Portus. 

Treuenbriezen, St. (Kr. Zauch-Belzig, 
R.B. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
an der Stieglitz und am Fufs des 
Fläming), Brieza Fidä. 

.Treyi^ 1. St. (in der ital. Prov. Spo- 
leto, an der Strafse von Spoleto, nach 
Foligno; in der Nähe das grofsartige 
Kloster der Olivetaner), Trehia. — 
Treha. — Äugusta Treha. 
Einw.: Trebiani. 

2. Mktfl. (bei Rom), Trehiae. — 
Trevide. 

Einw.: Trebiätes. 

TreTico (Yico-della-Baronia), St. (in 
der Prov. Neapel), Trimcum. 

Irejigno^ s. Rovigno. 

TreTiser Mark (in Italien), Marchia 
Tarvisina. 

TreTiso (Trevigi), St. (Hptst. der gleich- 
namigen oberital. Prov., Bischofssitz), 
Tarvesium. — Tarvisium. — Tar- 

VISUS. 

Adj.: TarvisiünuSf -a, -uim* 
Tarvisänus, -a, -um. 
Ta/rvislmts^ -a, -wm. 



IMtoiix, St. (in Frankreich), Tri- 
vi um. — Trivordtum. — Trivul- 
tium. — Trevoltium. 

Triaditza, p. Sophia. 

Triboli, s. TripoU. 

Tiibseesy St. (Kr. Grimmen, RB. Stral- 
sund, Prov. Pommern, an der schiff- 
baren Trebel), Tribuium Caesaris. 

Tjribnr, s. Trebur. 

Tricala, St. (in Rumelien), Tricca 
{TqIxxo), — Tricale. 

Tricio, St. (in Spanien), Tri dum 
Met all um. — Tritium Metallum. 

Trident, s. Trient. 

Triebiseh, Fl. (1. Nbfl. der Elbe im 
Kgr. Sachsen, entspr. im Tharandter 
"Wald und mündet bei Meifsen), Tri- 
hisa. 

Trient (ital. Trento), St. (Hptst. des 
trienter Kreises oder "Welschtirols, 
die gröfste Stadt in Tirol, Fürst- 
bischofssitz an derEtsch), Tri den- 
tum. — (Evitas Tridenttna. — Ca- 
stellum TridentXnum. 
Einw.: Tridentlni. 

Trier (frz. Treves), St. (Stadtkr. und 
RB., Rheinprovinz, r. an der Mosel, 
auf der Grenze des Schiefergebirges 
[südöstl.] und jüngerer Gebirgs- 
formationen [nordwestl.] ; aus röm. 
Zeit die Porta Nigi*a, die römischen 
Bäder, das Amphitheater, die Kaserne 
St. - Maximin auf den Ruinen eines 
römischen Prachtbaus) , Augusta 
Trevirorum. — Augusta in Tre- 
veris. — Cölonia Augusta Treve- 
rorum. — Cölonia Treverorum. — 
Trev^ri. — Treverica. — Treverorum 
Urbs. 
Adj.: Trevericus, -a, -um. 
Treverensis, -e. 

Triest (ital. Trieste), St. (wichtigste 
Seehandelsstadt der östr. Monarchie 
und Freihafen, am Triester Busen 



661 



Trienx 



Trontello 



662 



des Adriatischen Meeres), Tergeste, 
•is. — Tergestw/n, 

Emw.: Tergest^i. 

Adj.: Tergestlnus, -a. -um, 

Trieux, Mktfl. (in Frankreich), Tetus. 

Trifno, M. (im Neapolitanischen), Tri- 
nius. 

Trikhardo, Bninen (in Mittelgriechen- 
land an der Mündung des Aspropo- 
tämo), Oeniädae {Olvidöcci), — 
Erysiche {^qvoIxtj)- — Dragameste. 
Einw.: Oeniädcie, 

Trim, St. (Hptst. der irländ. Grafschaft 
East-Meath, am Boyne), Truma. 

Trimmls, Dorf (in der Schweiz), Tri- 
montium. 

Trimouille, s. Tremouille. 

Trincomali (Trinconomah), St. (befest, 
brit. Hafen- und Hauptstadt des Ost- 
distrikts des Insel Ceylon), Spatana 
{STiardva Aifii^v). 

Trino, St. (in Italien), Tridinum. — 
TrinK/m. 

Tripoli, !• St. (Eesidenz des Bei und 
Hafen, türk. Tarabülüs oder Tarablus, 
auch Lebedah gen., Hptst. des gleich- 
nam. Ejalets Tarablusi - Gharb der 
Türkei in Nordafrika, zwischen dem 
Mttelmeer, Tunis, Barka, Fezzan und 
der Sahara), Civil as Oeensis. — 
Oea, 

2. — Yeechio, Mktfl. (in Tripoü), 
Säbrata (SctßQoita). 

Einw. : Sabratenses. 

3. St. (oder Tarablus, Hptst. einer 
Liwa im türk. Paschalik Saida in 
Syrien, Hafen am Mittelmeer), Tri- 
polis {TqItzoXk;). 

Tripolizza, St. (Hptst. der griech. 
Nomarchie Arkadien, Erzbischofssitz, 
seit 1718 Hptst. von ganz Morea), 
Tripolis {TgLnoliq). 



Tristena, Mktfl. '(in Argolis), Ne- 
mla (Nsßia), — Nem^ {Nefiiij). 
Adj.: Nemeaeus, -a, -wm {Nsfis- 
atog). 

Triti, Mktfl. (auf Morea), TriHa 
{T^lrsict), — TritEa, — Tritaea 
(TQirala). 
Einw.: Tritienses (T^itaisTg). 

Trirento, St. (in der Prov. Neapel), 
Treventum, — Triventum, — 
Triventium, 

Trobis (oder Gru), M. (in Schottland), 
Trovius. 

Troja, 1. St. (in der Prov. Neapel), 
Äecae. — Äecana CHvitas, — Ecor 
num. — Äeguulamtm, 
Einw.: Aeeani. 

2. Ortschaft (in der türk. liwa 
taleh - Sultanieh im Nordwesten 
'Kleinasiens), Ilium Novum. — 
llium Clkiov), 
Einw.: Uienses. 

Trojanerbergr (der westl. Teil des 
Kahlenbergs oder Wienen^^alds in 
TJnteröstreich), Mons Cetius. 

Trois- Maries 9 'Les — , Dorf (im frz 
Dep. Ehonemündungen) , Delphicum 
Templum, 

Troki, 1. St. (Hptst. der gleichnam. 
russ. Woiwodschaft im Gouv. Wilna, 
einst Residenz des Grofsfürsten von 
Litauen), Trocum. — Troca. — 
Troccum. 

2* Woiwodschaft (s. 1), Palatitia- 
tus Trocensis, 

Trompette, Schlofs (bei Bordeaux in 
Pranki-eich) , Ärx Bucinae et Trom- 
petae. 

Trond, Saint- — , s. Saint-Trond. 

Trondbjem, s. Drontheim. 

Tronte, El. (in der ital. Prov. Eavenna), 
luvantius, 

Trontello, Mktfl. (auf Sicihen), Tro- 
tiliim. 



i 



663 



Tronto 



TsehniDiis-Dagh 



664 



Tronto, n. (in der ital. Prov. Neapel, 
bildet die Grenzen zwischen den 
Markai und Abrozzen und mündet 
nach 95 km ins Adhatische Meer), 
Truentus. — TruentfmM Fltwius, 

Tropea, St. (in der ital. Prov. Nicastro 
[Calabria ulteriore 11], BischoÜBsitz 
nnd Schlofs am Tyrrhenischen Meer), 
Tropaea (TgSnaia). — Hercidis 
Portus, 

Tropez, Saint- — 9 1. s. Saint-Tropez. 
S« Golf Ton — , s. Grimaud 1. 

Troppan, St. (Hptst. des östr. Kron- 
landes Schlesien, an der Oppa), 
Opavia. — Oppavia, — Troppavia. 

Troyes, St. (Hptst des frz. Dep. Aube 
und vormals der Champagne, an der 
Seine, Bischofssitz), Augustoböna, 
— Trecae. — Tricasses. — Tre- 
casses, — Tricassas. — Oivitas Tri- 
cassium. 
Einw. : Tricasstni. 

Tmjillo, St. 1. (in der span. Prov. 
Caceres, an der Magasca), Turris 
lulii. — Turris lulia. — Castra 
Itdia, 

2. (Hptst. der gleichnam. süd- 
amerikan. Prov. in Venezuela), Ca- 
stra IvXia Venezuelae. 

3. (Hptst. des Dep. libertad in 
f Peru), Castra IiUia Peruviana, 

4* (Hafen an der Nordküste von 
Honduras, Dep. Yoro), Castra lulia 
Hondurensia. 

Tryggcwalde, Schlofs (in Dänemark), 
2'uta Vallis. 

Tsehaekmedjeh, Kutsehuck — (Bnjuk), 
St. (in Rumelien), Melantias {Mekav- 

Tidg). 

Tsehanader Gespannsehaft, Komitat 
(in Ungarn), Comitatus Csanadiensis. 

Tsehanderli, Mktfl. (mit Hafen in 
Anatolien), Pitane (nizdvtj). 

Tsehatyr-Bagrh, Berg (der höchste der 
Krim), Berüsus Mons, 



Tsehaueh-Agrliysl, Yorgebirge (in Bi- 
thynien), Posidium {IloaelSiov), 
— Potistea {Ilorlarsict), 

TseheMl-Minar, s. Tschil-Minar. 

Tsehengje, s. Balkan. 

Tsehepini, St. (am Fufs der Bergspitze 
Kaz-Dagh in Troas), Gargara, 
'Orum {FdQyaQo). — Gargarus 
{FdQyaQoq). 

Tselierdagrh (Argentaro) , Bergkette 
(auch Nissava-Gora und Scharta 
genannt, in Rumelien), ScardiAS 
{SxüiQÖov rb ^OQoq). 

Tseherdyn, St (Kreisst im russisch. 
Gouv. Perm, an der Kolwa), Czer- 
dmum, 

Tseherkessen, s. Cirkassier. 

Tsehememble, St (in Ulyrien), Ter- 
pönus {TsQTtcavog). 

Tseherschembi, Yorgebirge(undHafen- 
platz im Südosten des Schwarzen 
Meeres), HeradBum CHQaxkeiov). 

Tseheschme (Tschischme) , Mktfl. (in 
Befsarabien, 1&56 von RuMand an 
die Pforte abgetreten), Zeitgma 
{Zsvyfia). 

Tsehesme (oder Latzata), St (Hafen 
an der ionischen Küste von Anato- 
lien), Cyssus, -untis {Kvaaovq). 

Tschil-Minar, Ruinen („Tausend Säu- 
len", Überreste der einst glänzenden, 
von Alexander d. Gr. zerstörten Hptst 
des altpersischen Reiches), Perse- 
polis (IleQoiTtolig). — PersaepoUs. 

Tsehongrrader Gespannschaft , s. 

Zschongrader Gespannschaft. 

Tschorach (Tschorok oder Dsohorah), 
M. (in Kolchis), Isis, -ds imd -^is 
(Ariaxwv Jloxafioq), 

Tschouroum, St (im türk. IJjalet 
Siwas in Anatolien), T'avium. 

Tschnmbal, s. SambuL 

Tschumns - Dagrh (xmd Kudg-Dagh), 



665 



Tsili 



Turin 



666 



Gebirgszug (in Eleinasieii, teilt My- 
sien in 2 Teile), TemfiMS (Trjfjivov 

Tsili (EUos oder HeUes), MktfL (mit 
Hafen im Süden von Morea), Helos 
CEkog). 

Tudela, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Pamplona, am Ebro), Tullo- 
nium. — Tutoniwm. — Tui^la, 

TfllMngen, St. (Oberamt, württemb. 
Scbwarzwaldkreis , auf einem Berg- 
rücken zwischen Neckar- und Ammer- 
thal, 1. am Neckar, der daselbst r. 
die Steinach empfangt, imd [nördl.] 
an der Ammer), Tubinga. 
Adj.: Tvbingensis. 

Türkei (Osmanisches Eeich), Kaiser- 
reich (das gesamte, tmter dem Sultan 
in Konstantinopel stehende Länder- 
gebiet, das sich über Teile von 
Europa, Asien und AMka erstreckt; 
den "wichtigsten Bestandteil bildet 
die europäische T., den Hauptteil der 
Balkanhalbinsel umfassend), Turcia, 
^ Turcarmn Imperium, 
Einw.: Turcae. 
Twrci. 
Osmanni. 
Adj.: Twrdcus, -a, -wm. 

Tfirkheim, 1. in Bayern, Mktfl. (RB. 
Schwaben, Bezirksa. Mindelheim, un- 
weit der Wertach; m der Umgegend 
römische Altertümer) , Caelius 
Mons. — Caelius, — Coelius. — 
Turichemwm. 

2« im ElsaTs, St. (ehem. Reichs- 
stadt, Elsafs-Lothringen, Bezirk Ober- 
elsafs. Kr. Kolmar, Kant. "Winzenheim, 
an der Eecht, aus der hier der Logel- 
bach nach Kolmar führt), TuricM- 
mum Älsaticum. 

Tuerto, El. (im Norden von Spanien), 
Ästüra. — Ästurica. 

Tngrgen, Karrdorf (in der ^Schweiz), 
Tucconia, 



Toleze, s. Tultscha. 

Tülle, St (Hptst. des frz. Dep. Cor- 
reze, an der Mündung der Solane in 
die Coreze, Bischofssitz), TutBla. 
— TotoUa, 

Talley - aux - Grosseilles, Mktfl. (in 
Belgien), Tusciäcum, — Tusior 
cum. 

Tnln (TuUn) , St. (im östr. Kr. Obdem- 
Wienerwald, Bezirksamtssitz; dabei 
die 37 km lange fruchtbare Ebene 
Tulnerfeld), Castra Catultna. — 
TuMna. 

Tomboktn, s. Timbuktu. 

Tunis, !• Tunesien, Vasallenstaat 
(türk. in Nordafrika, am Mittelmeer, 
der kleinste, aber fruchtbarste der 
ehemal. „Raubstaaten", seit 1575 
unter türk. Oberhoheit, jedoch von 
einem erblichen Bey regiert), Beg- 
num Tunetanum. 

Tunis und Tripolis, Äfrica 

Fropria. — Africa Vera. — 
Africa Carthaginiensis. — Africa 
Minor. 

2* St. (Hptst. von 1, im Hinter- 
grund des Golfs von T., mit dem 
Hafen Goletta; Haupthandelsplatz, 
bes. für den Seeverkehr. Unfern die 
Ruinen Karthagos), Tunes, -etis. — 
Tons Civitas. — Tu/nesium. 
Adj.: Tunetanus, -a, um. 

Tunsa (Tuncza), El. (Nbfl. der Maritza 
in Rumelien, mit dem gleichnam. 
Ort daran), Tonzus (Tovaoq). — 
Tmus (Tüwog). 

Turchina, St. (inToscana), Tarquinii. 

Turcomanien, s. Turkomanien. 

Turenne, Mktfl. (in Frankreich), Tu- 
rBna. — Turinna. 

Turin (ital. Torino), St. (Hptst. der 
gleichnam. oberital. Prov., bis 1861 
Haupt- und Residenzstadt der Sar- 
dinischen Monarchie und bis 1865 
Italiens, an der Mündung der Bora 



667 



Turkomanien 



Tzapar-Bazarcyik 



668 



Riparia in den Po), Augusta Tau- 
rinorum. — Colonia Tamina. — 
Ta'wrasia. — Tawnnum, 

Einw.: Taurlni. — TaurinMes. 

Adj.: Taurinus, -a, -um. 
Taurinensis, -c. 

Tarkomanien nebst Iran und Eriwan, 

Länder (im westl. Asien), Armenia 
Magna, — Armenia Maior, — 
Armenia, — Turcoman/nia. 
Adj.: Armenius, -a, -um. 
Arm&nicus, -a, -um, 

Turknkai, Festung (in Niedeimösien), 
Transmarisca. — Tromarisca. 

Turnhout, Herzogtum (in Mandem), 
Taxandria. 

TurqueTille, St. (in Frankreich), Cro- 
ciatowum. 

Tarsi, St. (in Italien), Tursium. 

Tnsa, Castel — (oder Rttineo), St. 
(auf der Nordküste Siciliens), Ha- 
iesa (^kXaiaa). — Alaesa. 

Tuseis, Mktfl. (in der Schweiz), Tus- 
cia. 

Tuskisehes Meer, s. TyiThenisches 
Meer. 

Tiisla, St. (in der Ebene Romigik in 
Rumelien an der Mündung der 
Maritza), Doriscus {AoQicxoq), 

Tuslagr (Cadun-Tusler, Tuzler oder 
Duslag), Salzsee (in Kleinasien), Tatta 

(TdxTcc). 

Tuttlingen, St. (Oberamt, württemb. 
Schwarz waldkreis, am Einflufs der 
Elta in die Donau), luliomagus. 
— Samulocenae. — Dutlinga. 

Tuy, St. (in Spanien), Tudae ad 
Fines, — Tudae, — Tude, — 
Tyde. — Castellum Tyde. 

Tweed, M. (Grenzflufs zwischen Schott- 



land und En^and, mündet in die 
Nordsee), Tueda, 

Twenthe, Quartier (in d^ Niederlan- 
den), TubaMia, 

Twer, St. (Hptst. des gleichnam. Gouv. 
im europ. RuTsland, nördL von 
Moskau, Erzbischo&sitz an der Wolga^ 
Twerza und Tmaka), Tueria. — 
Tu/ria. 

Adj.: Turiensis, -e, 

Tybein (Duin), St. (in Ulyrien), Dui- 
nu/m, 

Tyena, St. (in Anatolien, am FuTs des 
Taurusgebirges) , Tyana, - orum 
(Tvava). — Tya/na, -ae. — Eusebia 
ad Taurum (Evaißeta TtQoq xB 
TavQ(j)). 

Einw.: Tyanaei (Tvccveig). 

Adj.: Tyo/naem, -a, -um, 

Tymau (ungar. Nagy-Szambath), St. 
(kgl. Freistadt im ungar. Komitat 
Neutra; 1635— 1774 Universität, 1784 
nach Pesth verlegt), Tymavia. 

Tyrol, s. Tirol 2. 

Tyros, St. (auf Morea [Argolis]) Thy- 
raeae {ßvQaiai), — Thyreae {Sv- 

QBCU). 

Tyrrhenisches Meer (auch Tuskisehes 
oder Toskanisches .Meer, heilst der 
von Italien, Sicilien, Sardinien und 
Korsika umschlossene Teil des Mittel- 
meers), Mare TyrrhEnum {7}vq- 
Qfjvix^ ßccXaaaa). — Mare Tuscum. 
— Mare Inferum. — Mare EtrtAS- 
cum. 

Tzakonia, Nomarchie (griech., im mitt- 
leren Teil von Morea) , Arcadia 
( *4Qxa6ia). 

Tzapar-Bazardjik, St. (in Rumelien), 
Bessapara, 



j 



669 



Ukeda 



Ulster 



670 



U. 



Ubeda, St. (in der span. Provinz Jaen, 
mit groDsem Kastell), Betula, ^ 
Baecula. 

Ubiique, St. (in Spanien), Ogurris. 

Uckermark, s. Ulcermark. 

Ueles, Mktfl. (in Spanien), ürcesa. 

Udlne, St. (Hptst. der gleichnam. ober- 
ital. Prov., Bischofssitz), üthtna 
Uttnum. — Vedlnum, 

Überlingren, St. (bad. Er. Eonstanz, 
am gleichnam. See, dem nordwestl. 
Zweig des Bodensees, mit dem ehem. 
Eloster Aufkirch; bis 1803 Eeichs- 
stadt), Iburinga. — überlinga, 

Überlingrer See (oder Bodmer See), 
See (nordwestl. Zweig des Bodensees), 
Locus Acroniu^. 

Üehtland, Distrikt (auch Nüchtland 
oder Helvetische Wüste genannt, 
mittelalterlicher Name für einen 
Landstrich in der Schweiz, der den 
jetzigen Eanton Freiburg und einige 
angrenzende Strecken umfafste; davon 
heilst noch jetzt die Hptst. des Ean- 
tons Freiburg im Üehtland), Nui- 
thones. — Natvtuates. 

Ülzen, St. (Ereisst., Landdrostei Lüne- 
burg, Prov. Hannover, an der Ilmenau; 
in der Umgegend heidnische Begräb- 
nisstätten und das ehem. Benedik- 
tinerkloster Ullesheim [Oldenstadt]), 
ülza, — ülzBna. — Ulyssla. 

Crdingren, St. (Landkr. Erefeld, EB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz, am Ehein), 
Hordeüni Castra. — Hordeonis 
Castra. — Ordinga, — ürdinga. 

Ufenau (Ufoau, auch Aufhau), Insel 
(im Zürichersee, zum Eanton Schwyz 
gehörig), Augia. — Augia Locus 
Tigurini. 



Vtüng, Dorf (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Weilheim, an der Ach, 
unweit des Staffelsees), Ufinga. 

Ugrento, St. (in der Prov. Neapel), 
UxentiMi. 

Ugrotseher (Ugocser) Gespannschaft, 

Eomitat (im ungar. Ereis Jenseit-der- 
Theifs; Hauptort Nagy-Szöllös) , Co- 
mitatus Ugotgensis, 

UJlak, s. Blök. 

Ukermark , Landschaft (altbranden- 
burgische, der nördlichste Teil der 
Mark ßr. , umfafst mit geringen 
Ausnahmen [Oderberg] die Ereise 
Prenzlau, Angermünde imd Templin; 
Hptst.: Prenzlau), Ucra Morchia 
— ückerana Morchia. 

Ukraine, Landstrich (in Eufsland, zu 
beiden Seiten des mittleren Dnjepr, 
umfafst den gröfsten Teil von Elein- 
rufsland), Bucovetia. 

Ulm, St. (Oberamt, wüi-ttemb. Donau- 
kreis, Festung I. Banges, am Einflufs 
der Blau in die hier schiffbar wer- 
dende Donau und unterhalb der Mün- 
dung der Hier, mit 2 Donaubrücken 
[1 Eisenbahnbrücke]. Die alten 
Festungswerke sind abgetragen, die 
neuen wurden 1844 — 66 aufgeführt; 
von ihnen ist auch die bayrische 
Stadt Neu-Uhn [bayr. RB. Schwaben] 
eingeschlossen), Alcimoennis. — 
Ulmo. — SamtUocenoe. 

Ulster, Provinz (die nördlichste Ir- 
lands , zerfällt in 9 Grafschaften 
Down, Antrim, Londonderry, Donegal, 
Tyrone, Armagh, Monaghan, Cavan 
und Fermanagh; die bedeutendsten 
Städte sind Belfast und Londonderry), 
Hultonia. — Ültonia, — Ülidio. 



671 



Vlten 



Upsala 



672 



Ulten, Gericht (in Tirol), Be UlHmis. 
ülubad, s. Lupat. 

Umbriatieo, Mktfl. (in der Prov. Nea- , 
pel), ümhriaticum, — Brystacia 
(B^varccxla). 

Uinbrien, s. XJrbino 2. 

Üngrarisch-Brod, s. Brod 3. 

üngrarisches [Erz-] Gebirgre (s. Kar- 
paten u. Ungarn) , Alpes Pannoniae. 

Ungrarn (ungar.Magyar-Orszag), König- 
reich(Kronland der östreich.Monarcliie, 
im N. und 0. von den Karpaten mit 
dem liptauer- oder ungarischen Erz- 
gebirge, im W. von Ausläufern der 
Alpen und dem Bakonywald erfüllt, 
im Innern Tiefland, zerfallend in die 
Meine oder oberungarische Tiefebene, 
zu beiden Seiten der Donau bis gegen 
Waizen, und die grofse oder nieder- 
ungai*. Tiefebene, östl. von jener; 
HauptfluTs die Donau mit March, 
Waag, Neutra, Grau, Eipel, Theifs 
[links]; Leitha, Eaab, Drau [rechts]. 
Einteilung in 4 Kreise [diesseits und 
jenseits der Donau, d. u. j. der Theifs] 
imd 46 Gespannschaften oder Komi- 
tate nebst 4 Distrikten; kgl. Hpt.- 
und Eesidenzstadt Ofen-Pesth [seit 
1351]), Hungaria. — Ungaria. 

— Fannonia. 

Einw.: Hungäri. — HtMvugäri. 
— lugri. — Ungäres. — 
Ugri. — üngri. — 
üngäri. — üngarii. — 
ÄgarEni. — Pannonii. 

Adj.: Hv/ngaricus^ -a, -um. 

1. Meder-Ungarn (derwestUche 
Teil des Landes), Hungarict In- 
ferior. — Htmgaria Cisdanuhiana. 

— Pannonia Inferior. — zerfällt in 
die beiden Kreise: 

a. CircultAS Cisdanuhianus. 

b. drculus Transdanubianus. 

2. Ober-Ungrarn (der östiiche Teil 
des Landes), Hu ngaria Superior. 

— Hungaria Transdanubiana. — 



Pa/nnonia Supertor. — zerßült in 
die beiden Kreise: 

a. drculus Cistibiscanus. 

b. drculus Transtibiscanus, 

Ungrher (XJnghvarer) Oespannsehaft, 

KoDÜtat (im nordösÜ. Ungarn, von der 
Ungh und einigen Nebenflüssen der 
Theifs bewässert; Hauptort: Unghvar, 
Sitz des griech.-unierten Domkapitels 
von Munkäcs), Comitatus ünghensis, 

Uniseb, M. (Küstenfiufs im Nordosten 
Kleinasiens), Oenius (Oiviog). — 
Oenoe (Olvorj). 

Untere Porta, Gericht (im schweizer 
Kanton Graubünden), Infra Portam. 

Unterseen 9 St. (im schweizer Kanton 
Bern, zwischen dem Thuner- und 
Brienzersee, an der Aar), Interlacus. 

Unterwaiden, Kanton (einer der 4 
Wald- oder Bergkantone der Schweiz, 
fast in deren Mittelpunkt, am Vier- 
waldstättersee, teilt sich in die beiden 

• durch den Kemwald geschiedenen 
Hauptthäler: Ob dem Wald [Ob- 
walden, Hauptort Samen] und Nid 
dem Wald [Nidwaiden, Hauptort 
Stanz], welche beide für sich als be- 
sondere Staaten eine demokratische 
Verfassung haben), Subsilvania. 

— Silvania. — Pagus Silvaniensis. 

— Untervaldia. 

Unterzeil, Abtei (ehem., in Bayern, 
vgl. Oberzeil), Cella Dei Inferior. 

Uiiterzellersee, §. Bodensee. 

Upaix (Upays oder Upoix), Mktfl. (im 
frz. Dep. Hochalpen), Epotius. — 
I^otium. 

Upsäla, St. (Hptst. des gleichnam. Län 
in der schwedischen Landschaft Up- 
land, 73 km nordwestl. von Stock- 
holm, an dem Müischen Fyrisä, Sitz 
des schwed. Erzbischofs und einer 
1476 von Sten Sture gestifteten Uni- 
versität mit ber. Bibüothek. 4 km 
von U. hegt das Dorf Gamla- [== Alt- 



673 



Uralflufs 



Usk 



674 



üpsala, einst Hauptsitz des Odin- 
kultus und Kesidenz des Oberprie- 
sters), UpscUia. 

üralflnfs, s. Jsük. 

Uralgrebirge (Ural = türk. kirgis. 
„Gürtel*' , Grenzgebirge zwischen 
Asien und Europa, 1^70 km lang, 
schmal, nicht durchweg Kettengebirge, 
sondern eine vielfach durchbrochene 
Aneinanderreihung von Hochflächen, 
Bergmassen und Bergketten, zerfallt 
in den: 1. Nördl. oder Weifsen IT., 
2. den Mittleren ü. [ural. Erzgeb., 
auch "Werchotur. oder Katharinenb. 
U.], 3. Südl. oder Waldigen U. 
[Orenburger Tl.], südl. davon der 
sog. Kirghisenural imd das Steppen- 
plateau TJstjurt), Montes HyperborU. 

— Die südliche Kette: Norossus 
(NoQoaaov rb ^Ogog). 

Urbania, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Pesaro, am Metauro), ürbtnum 
Metawrense. 

Urbino, 1» St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises der ital. Prov. Pesaro, an 
der Strafse von Komagna nach Tos- 
cana, Erzbischofssitz), Urhlnum. — 
TJrlmtum Hortense, 

Einw.: ürbinUtes. — ürbinätes 
Hortenses, 

3« Herzogtum (mit einem Teil von 
Eomagna imd Perugia), ümbria, 

Einw.: Umhri, 

Adj.: Umbricus, -a, -tim. 

ürbisaglia, St. (in Itahen), Urbs 
Salvia. — Urbesalvia PoUentini. 

— Urbs Salviensis. — FöUentia. 
Einw.:/ Urbisälvienses, 

Urdingren, s. Ürdingren. 

Vrgelj s. Seo-d*-Urgel. 

Uri, Kanton (einer der 4 !Wald- oder 
Bergkantone der Schweiz, besteht aus 
zwei Bezirken, dem alten Lande U. 
und ürseren, von der Keufs durch- 
flössen, von den Umer Alpen um- 

Saalfeld', Geograph. Hjindbüchleio. 



geben; Hptst. Altorf), Urania, — 
Urania. — Ürium. — Uria. — 
Fagus üraniensis. 

Urlt, Insel (im Zuyderaee), Flevo 
Itisula. 

Ur-MezS, Mktfl. (in Ungarn), Campus 
Doniinorum. 

Urmift- (oder Urumijäh) See (auch 
See von Tauris oder Maragha^ grofser 
Salzsee in der pers. Prov. Aser- 
beidschan; 10 km von seinem westl. 
Ufer Hegt die St. Urmia oder Uru- 
mijäh), Spauta {I^navxa ii Alfivri). 

— Mavtiana {MagziavTi rj Alfirrj). 

Umäseh, Dorf (in der Schweiz), Ur- 
nacum. — UronaXum. 

Umerland, s. Uri. 

Ursel, St. (bestehend aus Ober- imd 
Meder-Ursel, an der Ursel, Kr. Ober- 
taunus, RB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau), Ursillae: — Ursurum. 

Urserenthal (Ursellerthal), Thal (und 
Bezirk im schweizer Kanton Uri, 
begreift das Thal der Reufs in einer 
Länge von 6 St.; Hauptort ist das 
Pfarrdorf Urseren oder Andermatt), 
Vallis Ursaria. 

Usalety Gebirge (in AMka), Usale- 
tuni. — Vasaietimi. 

Usbeken, Yölkerschaft (türk. Volks- 
stamm in Dahistan und Turkestan), 
Daae (Jaai), — Dahae (Jdai). — 
Dai (Adoi), 

Usedom, St. (Kr. Usedom- Wolün, RB. 
Stettin, Prov. Pommern, auf einer 
Landenge zwischen dem Usedomer 
See [einem Busen des Pommerschen 
Haffs] und der Peene [Halbinsel 
Usedomer Winkel westl.] ; der Land- 
tag 1128 bestimmte die Annahme 
des Christentums durch die Pom- 
mern), 17s edo, -onis. — Usedotnia. 

— Utioonofmia. 

Usk, Mktfl. (in England), Castrum 
Oscae. 

22 



675 



Uskub 



Yal-Spir 



676 



Uskttb (^Usküb, Uskup oder Skopia), 
St. (Hptst. des gleichnam. türk. Eja- 
lets, welches das östliche Albanien 
umfafst, am Vardar, Sitz eines griech. 
Erzbischofs), Scupi {2xov7toi). — 
Scopt (Sxonoi), — lustiniana 
Frima. 

Utoxeter, Mktia. (in England), Uto- 
cetum, 

Utrecht, St. (Hptst. der gleichnam. 
niederländ. Pi'ovinz, am Alten Rhein, 
Sitz eines Bistums, der sog. Klerezei, 
und einer 1636 gestifteten Universi- 
tät), 2'raiectum ad Bhenum. — 
Traiedum. — Traiectibs Rheni. — 



IVaiectmn Vetus. — Traiectum In- 
ferius. — ültraiectum. — Antonia. 
Adj.: Ultraiectinus, -a, -wm. 
. Traiectensis, -e. 

Utrera , St. (in Spanien) , Vericulum. 

Utta, Mktfl. (auf der Ostküste Sar- 
diniens), Susaleus Vicus (Sovoa- 
kebg Kw/itj). 

Uzen (Uggagini, Ougein), s. Oudjein. 

Uzerehe, St. (im frz. Dep. Coreze), 
User ca. — Usreca. 

Uzds, St. (im frz. Dep. Gard, am 
Auzon, mit festem Schlofs), Ucetia, 
— Ucecia. — Ucense Castrum. 



V. 



Vabres, St. (im frz. Dep. Aveyron), 
Vabrense Castrum. — Vabrin- 
cum. — Val)7'ae. 

Yacka, St.(Grhzgt. S.-Weimai-Eisenach, 
4. Yerwaltungsbezirk [Dermbach], an 
der "Werra; südl. der Öchsenberg), 
Ojopidum Fagorum. 

Yacury Hafen (in Nordaft-ika), Cae- 
sarEa Mauretaniae Caesa- 
riensis ClovXLa KacGageicc). —^ 
Caesarea CoUmia. 

Yacz (Watz), St. (in Ungarn), Vatzia. 
— Vatzovia. 

Yaduz, Mktfl. (Hauptort des Füi-sten- 
tums Liechtenstein, unweit des 
Rheins, mit dem Felsenschlofs Höhen- 
Liechtenstein), Vallis Dulcis. 

Yaguoli, Li — , Mktfl. (in Itaüen), 
TrifUnum. 

Yagy-Yasony, St. (in Ungarn), Vacon- 
tium. 

Yajkischer Stuhl, Gerichtsbezirk (in 
Ungarn), Sedes Vajkensis. 

Yaill, St. (in Albanien), Veliacum. 



Yaison, St. (in Frankreich), Vasco 
Vocontiorum. 

Yal-d'-4nsasca, St. (bei Domo d'Os- 
sola in Savoien), Vallis ArdwxUiMn. 

Yal-des-Choux , Kloster (in Frank- 
reich), Vallis Caulium. 

Yal-di-Camonica, Thal (73 km lang, 
im nordöstl. Teil der lombard. Prov. 
Bergamo, von Zweigen der Rhäti- 
sehen Alpen eingefafst und seiner 
Länge nach vom Oglio durchströmt), 
Camunorum Vallis. — Ollii 
VaUis. 

Yal-di-Cogrua, Grafschaft (inpiemont), 
Vallis Coniae. 

Yal-di-Demona^ Distrikt (iMif Sidlieu), 
Vallis Demonae. — Va^s Nemo- 

rensis. 

Yal-di-Mazzära, s. Mazzara 2. 

Yal-Rouiey, Landschaft (in Burgund 
in Franki-eich), Veromaei Vallis. 
— VaUis Bomana. 

Yal-Spir, Le — , Thal (in Roussillon 
in Frankieich), VaUis Aspera. 



677 



YaUSaj^i« 



Tanne» 



678 



Tal-Sagran, Thal (in Tirol), Euyanea 
Vallis. — Ausugii VaUis, 

Yalbaeb, St. (in Oberungam), Valena, 

Yaleoort, St. (in Erankreich), VaUo- 
curia, 

Yalenee, St. (flptst. des frz. Dep. 
Drome, Bischofssitz am Khone), 
Valentia. — lulia Valentia. — 
Civitas Vdlentinorum. 

Yalencia, St. (Hptst. des gleichnam. 
span. Königreiches, zwischen Kata- 
lonien und Murcia, an der Mündung 
des Guadalaviai* ins Mittelmeer; 
Schiffsreede: Grao), Valencia Edetor 
norum. 

Yaleneiennes, St. (und Festung im 
frz. Dep. Nord, an der Scheide), 
Valentiana, — Valentianae, — 
Valencenae. 

Yalengrin, Grafschaft (ehem., 1579 an 
den jetzigen Schweizerkanton Neuen- 
burg verkauft, mit dem Mktfl. Yalen- 
gin, am Seyon), VaUanginum. 

Yalentano, Mktfl. (in Mittelitalien), 
Verendum. 

Yalentia-de-Don-Jaan, St. (in Spa- 
nien), Palantia, 

Yalentin, Prov. (ehem., in der Bre- 
tagne), Valentia. 

Yalenza, St. (in der ital. Prov. Ales- , 
sandria, r. am Po), Forum Fulvii. ; 
— Valentlnum, — Valentia VaUn- 
tinorum. 
Einw. : Valentmi. 

Yalera-la-Yieja, Mktfl. (in Spanien), 
Natobriga. — Valeria. — Vale- 
riana. 
Einw.: Valerienses. 

Yaler)', Saint- — , s. Saint- Valery. 

Yalgreusee, s. "Walchonsee. 

Yalladölid, St. (Hptst. der gleichnam. 
Pl'ov. im span. Kgi\ Leon, am Ein- 
flufs der Esqueva in die Pisuerga, 
Bischofssitz ; bis zu Kail V. Residenz 



der kastil. und span. Könige), Pin- 
tia. — VaMoletum. — Vallisoletum. 

— Vallistoletum. 
Adj.: VaUisoletanas, -a, -um. 

Yallalongra, St. (in der Prov. Neapel), 
Nicephora. 

Yalle-Fredda, Dorf (in Italien), Vallia 
Frigida. 

Yallier, Saint — , St. (in Prankreich), 
San- Valerium. 

Yallombrosa, Benediktinerabtei (grofse, 
in der ital. Prov. Florenz, im Thal 
der Chiana, Stammkloster des 1039 
gestifteten Ordens von V. oder der 
Grauen Mönche), VallistMuhrosa. 

Yalogrne, St. (in Frankreich), Valonia. 

— Valanias. 

Yalois, Landschaft (jetzt das Dep. 
Oise, erst Grafschaft, dann Herzogtum, 
fiel 1215 an die Krone Frankreich), 
Valesia. — Valesiiim. — Ager 
ValesiiAS. — Vadicasses. 

YalpOy St. (in Slavonien), lovallium. 

— Ivollum. — Välpum. 

Valromey, s. Val-Romey. 

Yals, Mktfl. (im südfrz. Dep. Ardeche, 
mit stark-eisensauren Mineralquellen), 
VaMum. 

Yalsein, Gemeinde (in der Schweiz), 
Vdllis Sana. 

Yandiemensland, Insel (seit 1855 als 
britische Kolonie offiziell Tasmania 
genannt, an der Südspitze Neuhol- 
lands, von den schiffbaren Flüssen 
Derwent und Tamar bewässert, 1642 
von dem Holländer Tasman entdeckt; 
Hptst. Hobarttown), Diemeni Insula. 

Yaneseris, Gebirge (ein Zweig des 
Atlasgebirges in Afrika), Zaläcum 
{ZdXaxov zo ^Ogoq). 

Yannes, St. (Hptst. des frz. Dep. Mor- 
bihan, nördl. am Meerbusen von 
Morbihan, Bischofssitz und kleiner 
Hafen), Dariorigum. — Dario- 

22* 



679 



Yandriile 



Taaeoaleun 



680 



rigum Venetorum. — Venenas, — 
Venetum. — Venetia, — Venetiae. 
— Oivitas Venetica. — Oivitas 
Venetomm. — Veneti. 

Adj.: Venetensis, -e. 

Tandrille, Saint- — , s. Samt-Yan- 
drille. 

Var (itaL Varo), Fl. (bis 1860 Grenz- 
fluls zwischen Italien und Frank- 
reich, entspringt auf den Seealpen 
und mündet nach 90 km südwestl. 
von Nizza ins Adriatische Meer; 
nach ihm benannt das frz. Dep. Yar, 

• dessen bedeutendste Stadt Toulon, 
dessen Hptst. jedoch Draguignan ist), 
Varus. — Varum. 

Yarasdin, St. (in UngMm), Va/rciani, 

Yareero, St. (auf der Insel Scardona 
in Balmatien), Colentum. — Col- 
lentum. 

Yareusa (Pachsu), Insel (bei der ion. 
Insel Eorfu), Ericusa CEqixovoo). 

Yardar, Fl. (HauptfluiJs Macedoniens, 
entspr. am Schardagh, oberhalb Us- 
kub, und mündet in den Busen von 
Thessalonich), Axius (k^iog). — 
Bardariits. — Vardaritis. 

Yarea, St. (in Spanien), Varia. — 
Varela. — Verela. 

Yarennes, St. (im frz. Dep. Maas). 
Varennae. 

Yarese, St. (in der oberital. Prov. Como, 
zwischen dem Lago-di-Como und 
Lago-Maggiore, in der Nähe des 
Lago-di-Y., wegen ihrer reizenden 
Lage das Tempe-d'ItaUa genannt, in 
der Nähe der "Wallfahrtsort Madonna- 
del-Monte), Baretium. — Varesium. 

Yarhel, 

Yarheljr, 

YarignanO) Mktfl. (in ItaUen), Cla- 
tenm. 

Yarna, St. (starkbef. Hauptort im tür- 
kischen Ejalet Süistria, an der West- 



,A- 



Yarsely. 



' küste des Schwarzen Meeres, Eriegs- 
hafen und Sitz eines griech. Metro- 
politen; Hauptstapelplatz des Handels 
Bulgariens und Rumäniens mit Kon- 
stantinopel) , Cruni (Kgovvol). — 
Odessus COSijaoog). -^ Dionyso- 
polis {/iiovvaionoXiq). — Matiopolis 
(MarioTtolig). — Barne. — Vama. 

Yarsely 9 Mktfl. an Siebenbürgen), 
Zarmigethüsa. — Zarmizegethüsa, 
— Zermizegethusa. — Zarmisoge- 
thüsa. — Colonia Sarmieaegethusa. 
Colonia August a Ulpia Traiana. — 
Äugusta Dacica. 

Yarwiek, s. Werwick. 

Yassy, St. (im frz. Dep. Haute-Mame), 
Vadicasses. — Vassiacmn, 

Yasto, St. (in der ital. Prov. Neapel), 
Basta. 

Yasto-d'Ammone (Guasto-di-Amone), 
St. (in der ital. Prov. CJhieti, am 
Adriat. Meer), Histonium. — 
Griastum Amonium. — Vastonium. 

Yastomii, Landschaft; (Teil vonÄgypten), 
Heptanomis {^EnxavofAlq). 

Yathi, s. Microvathi. 

Yatya (Yatisa), Ruinen (im Nordosten 
Kleinasiens, beim Dorf Pouleman), 
Polemonium {TloXefiwviov). 

Yatka, Mktfl. (im Süden von Morea) 
Boea (Bola). — Boeae ißotai). 

Yaucelles, Mktfl. (in Frankreich), 
Vdlcella^. 

Yauelase, Dorf (unweit Avignon in 
Südfrankreich; danach benannt das 
frz. Dep. Y. , dessen 4 Arrondisse- 
ments Avignon [Hptst.], Orange, Apt 
und Carpentras sind), Vallis 
Clausa. — Vallis Clusa. — VaUis 
Clu>sae. 

Yaueouleurs, St: (im frz. Dep. Maas), 
Lorium. — Vallis Cölor. — GolOris 
Vallis. — Valcoleria. — Vaucnleriae. 



681 



Yaudemont 



Teltlin 



682 



Taudemont, St (in Fraokreicli), Va- 
dunus Mona. — VcUdemontium. 

Yandre, St. (in Frankreich), Vodgo- 
riäcum, — Vogodorgtäcum. 

Yangrirard, Mktfl. (im frz. Dep. Seine), 
Vallis Bostroniae. 

Y6-Saiiit -Clement, Landschaft (in der 
Nonnandie), VadumSanctiClementis. 

Yeeht, FL (Rheinarm in der niederl. 
Prov. Utrecht, sondert sich bei 
Utrecht ab und föllt bei Muiden in 
den Znidersee), Vedrus. — VidrtAS, 

Ycere, Ter — , St (in Hoüand), Vera. 

— Campiveria. — Campoverta. 

Yegja, St. (in Nordafrika), Baga. — 
Vctga. — Vctgeme Oppidum, — 
Vdcca, 
Adj.: Vagiensis, -c. 
Vagemis, -e, 

Yeglia, 1. Insel (eine der zimi £reis 
Istnen des östr. Küstenlands gehöri- 
gen Quameiischen Inseln), Gurtet a. 

— Cyradica. 
Bew.: Cwrictote, 

S. St. (Hptst., mit kleinem Hafen ; 
Bischofssitz), Curictum. — Owri- 
cum — Vegia. 

Yeile, St. (Hafen- und Hauptstadt des 
dän. Amtes Y. im jütländ. Stifk Ribe, 
an der Mündung der Yeileraue in 
den Yeilerflord, einen im N. des 
Kleinen Belt einschneidenden Meer- 
busen), Vedelia. — Veidla, — 
Velleia, 

Yelne, St. (in Frankreich), Davianum. 

Yeit, Sankt — , s. Sankt Yeit 

Yeit, Sankt — am Pflaumb, s.Fiume. 

Yelaine, Dorf (in Belgien), Villaritmi. 

Yelay, Landschaft (in Frankreich), 
Velauni. — Vellävi. — Velania. 

— Velaumy/m. — Velläva. 

Yeldenz, Dorf (Kr. Bemkastel, RB. 
Trier, Rheinprovinz, mit Burgruine; 
ehem. Hauptort des gleichnamigen 



Fürstentums im oberrhein. Kreis), 
VaUdentia. 

YMe, La — , Fl. (in Frankreich), 
Vidula. 

Yelestina^ St. (in Rumelien, unweit 
des Berges Zagoura oder Petra 
[Peüon]), Pherae i^sQal), 
Einw.: Fheraei {^t^aloi), 

Yelez-Blaneo, St. (in Spanien), 
Egdasta. 

Yelez-de-Gomera, St. (in Marokko), 
Parietina. 

Yelez-Malaga, St. (der Prov. Malaga 
im südöstl. Spanien), Maenöha,