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Full text of "Die aramäischen Fremdwörter im arabischen"

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HARVARD 
COLLEGE 
LIBRARY 



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DI ARABISCHEN 



VON 



SIEGMUISTD FRAE^KEL/ 



Eine Ton „het ProTlneiaal Utreehtseh GencotMliap tu Knnsten 
en TTetenschappen" gekrönte ProiMehrlfU 



LEIDEN. — E. J. BRILL. 

188G. 



SEINEM HOCHVEREHRTEN LEHRER 



BCemi iProfessor Theodor Nöldeke 



ZUM 2 MÄRZ 1886 



ALS ZEICHEN DAUERNDER DANKBARKEIT UND TREUE 



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HARVARD UNIVERSITY 
LIBRARY 

MAY 2 5 1987 









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VORREDE. 



Die Ausscheidung aller fremden Bestandtbeile aus dem 
arabischen Lexicon ist vom sprachlichen wie vom histori- 
schen Standpunkte aus gleich wünschenswerth. In der 
vorliegenden Arbeit habe ich einen Theil dieser wichtigen 
Aufgabe durch den Nachweis der aramäischen Fremdlinge 
im Arabischen zu lösen versucht. Unter Arabisch ist dabei 
hier im Wesentlichen die klassische Sprache verstanden, 
soweit sie im letzten Ende durch Gauhari lexicalisch bear- 
beitet worden ist. 

Im Allgemeinen habe ich nur solche Worter berücksich- 
tigt, die mir aus der Litteratur bekannt waren; nur ver- 
einzelt sind auch andere , nur in secundären Quellen erhaltene 
Fremdwörter behandelt. — Die Belege sollten womöglich 
typisch sein , unter Anderem auch in ihrer Zahl die relative 
Häufigkeit eines Wortes in der Litteratur darstellen. Doch 
ist dieser Grundsatz auch wohl verlassen, weil mir bei 
manchen Wörtern die Erkenntniss ihres fremden Ursprun- 
ges erst nach Abschluss meiner Sammlungen gekommen ist. 

Von den aramäischen Dialecten ist das Jüdisch- Aramäische 
in ausgedehnter Weise herangezogen ; aber auch das Syrische 



IV VüRRKDE. 

ist nicht vernachllissigt worden, wiewohl ich hier bei Wei- 
tem geringere eigene Sammlungen zur Verfugung hatte. 

Ich bin gelegentlich über die Grenzen meines speciellen 
Themas hinausgegangen, habe auch manchmal ein uner- 
kanntes iranisches Fremdwort im Arabischen oder ein 
griechisches im Aramäischen erklärt und hoffe, dass man 
das nicht missbilligen mrd. Auch dass ich ziemlich oft 
die Begriifsentwicklung in den echt arabischen Wurzeln 
genau behandelt habe, wird man, da auf diesem Gebiete 
noch manches zu thun ist, wohl augemesseu finden. 

Was die Art der Darstellung angeht, so hätte ich nach 
dem Muster der ersten von den Gesammelten Abhandlun- 
gen von P. de Lagarde wohl die alphabetische Anord- 
nung wählen können. Wenn ich es nicht that, so liegt 
dies wesentlich daran , dass ich die damit uothwendig ver- 
bundene Eintönigkeit vermeiden wollte. Ich habe also 
eine sachliche Eintheilung gewählt und dadurch die Mög- 
lichkeit gewonnen , jedem Kapitel eine bald längere , bald 
kürzere Einleitung vorangehen zu lassen. In diesen Ein- 
leitungen , die im Allgemeinen das culturhistorische Ma- 
terial behandeln, wollte ich nicht durchaus Neues geben; 
aber ich hoife, dass auch über den engen Kreis der 
strengen Arabisten hinaus ein Orientalist darin gelegent- 
lich etwas Brauchbares, das nicht unmittelbar am Wege 
lag, finden wird. 

Die Einleitung zum Ganzen ist nach Abschluss der gan- 
zen Arbeit geschrieben ; stillschweigend ind darin manche 
Irrthümer der Abhandlung corrigiert. 

Ich habe mich eifrig bemüht, meine Vorgänger stets 
getreulich zu nennen, häutig auch da, wo ich eine Erklä- 
rung selbständig gefunden hatte, und bitte um Verzeihung , 
wenn ich es, was bei dem vielfach zerstreuten Materiale 
wohl passieren kann , gelegentlich unterla.sseu haben sollte. 



VORREDK. V 

Die Indices , denke ich , werden allen billigen Anforderun- 
gen Genüge leisten ; sie sollten eher zu viel als zu wenig geben. 

Man wird in diesem Buche dem Namen Theodor Nöl- 
deke wohl au tausend Mal begegnen, al)er ilas erschöpft 
bei Weitem nicht, wils ich dieseiu meinem hochverehrten 
Lehrer zu danken habe. Von ihm habe ich ilie erste An- 
regung zu diesen Studieu empfangen, von ihm gelernt, 
dass der wahre Philologe an Wörtern und Sachen gleiches 
Interesse nehmen muss, ihm verdanke ich die Kenntuiss 
iler Methode, uach «ler ich gearbeitet habe. L'ud als ich 
nicht mehr zu seinen Füssen sitzen durfte, da hat er in 
einem jahrelangen uuunterbrocheuen Briefwechsel diesem 
Buche, das er werden sah, stets den wärmsten Autheil ge- 
widmet; jeden wichtigen Fund durfte ich ihm mittheileu 
und mich seiner Zustimmung freuen, wie ich umgekehrt 
durch seine Kritik so manches mal vor Fehltritten bewahrt 
worden bin. Aber ich verdauke ihm auch eine grosse Zahl 
positiver wichtiger Mittheiluugeu — so stammen meine sy- 
rischen Belege meist von ihm — und gewiss habe ich noch 
manchmal vergessen seinen Namen anzuführen und mir 
irrthümlich etwas zugeschrieben , was ich aus seinem Munde 
gehört habe. — Möchte nun wenigstens dieses Buch auch 
würdig sein , seinen Namen an der Spitze zu tragen ! 

Vei-pflichtet fühle ich mich femer Ignazio Guidi , dessen 
Schriften und brieflichen Mittheilungen ich manche werth- 
volle Kenntuiss verdanke. — Auch den officiellen Gutachten 
über meine Arbeit, namentlich dem de Goeje*s, habe ich 
manche L^ ichtigung entnehmen können. 

Herr Professor Praetorius hat die Druckbogen gelesen und 
war so freundlich , mich auf manche Irrthümer aufmerksam 
zu machen ; einen Theil seiner Correcturen habe ich in die 
Nachtrüge aufgenommen. 



/ 



VI VORREDE. 

Diese Nachtrüge and Berieb tigangen bitte ich dringend 
nicht übersehen za wollen. 

Zum Schlüsse sage ich dem Directorium der Provinciaal 
Utrechtsch Geuootschap sowie der Firma E. J. Brill für 
die schöne Austattung, die sie die^m Bache gegeben ha- 
ben , meinen herzlichsten Dank. 

• 

SIEGMÜND FRAENKEL. 



I ]Nr ja: -A. L T. 



Von:o(lo Seih! v. 

lüuloittiuu' „ IX. 

TnuLicriptioii „ xvii. 

ll;ui:i uiul Hol* , l. 

>^p<:iM\ „ •»'>. 

KliMtluni; uiul Se'liiniic!vL:c'u'«'Ji>l;nuU' „ ii"*. 

TliicTc , 'JS. 

Aokrrhnu uml Pllauzrurricii „ H.'*. 

.Mim^ndiou „ 1 wl. 

X.inion des Wriucs »iml «Icr WoinicdiUbC „ lö k 

llaiulri »lul Verkehr „ 1 7.'5. 

♦ Scjiiiuilirt und Seeverkehr „ '2U*J. 

>% Krieirswrscii „ 2.'i2. * 

Schreibkuust „ 211. 

llaiidwcrko und Künste , 27}o 



o. 



Christlicher Cultns „ 20(i. 

Staatsvorw.iltuug „ 27S. 

Naciitnigo und ßcrichtiguui^cn „ 2SS. 

ludiccs : 

I. Arabisch „ 295. 

n. Araniäi^l) „ 3115. 

III. Hcbniiseli „ 321. 

IV. Äthiopisch „ :;23. 

V. l»crsiseli , :»2 1». 

VI. liiieehiseh 325. 



tt 



EINLEITUNG. 



Vou allen senütischcii Sprachen ist die arabische in je- 
dem Betrachte die reichste; sie ist es in formaler und ma- 
terialer Beziehung, sie hat die reichste innere Entwickelung 
und den reichsten Worterschatz. Der Letztere namentlich 
hat stets das Staunen aller eiTegt , die dieser »Sprache näher 
traten. Thatsächlich aber beruht die Fülle des arabischen 
Lexicons auf mancherlei secundiiren ilomenten. 

Zu diesen gehören in erster Linie die sorgfaltigen und 
genauen Sammlungen des arabischen Sprachgutes, die ur- 
sprünglich als Hülfsmittel für die Eoranexegese angelegt 
und verwendet, später um ihrer selbst willen erhalten und 
mit den Mitteln einer gesunden Kritik foii;gesetzt wurden. 
Ihren Höhepunkt hat diese mit Ualil ^) beginnende , in den 
vortrefflichen Einzelsanmilungen des al-Asma^i -) und Ibn- 
as-Sikkit ^) fortgesetzte Litteratur in den zusammenfassen- 
den Werken der Ibn Doreid (Gamharat-al-luga *) und 



1) Fliigol G^amm. SchnUn der Araber p. 37, 30. 

2) Ediert bt daTon das ^^üi wU^ durch D. H. Müller iu Sit- 
zangsber. der Kais. Akad. der Wistteoscli. zu Wien. Phil. Iiist. Kl. Bd. S3; 
Tql. auch Flüi^cl Cataloi^ I. '.Vl\. 

:>) V^l. Cataloqus Coilic. oricntal. bibl. Aead. Lugiluuo-LJ»it:iv. tom. 1, 
p.Gl. 

\) Cod. Lui;d. :i21, v-l tom. l. p. Ci. 



Kitüb-al-istikäk) un.l Oaubari {as-Siliili). Solche daa j^C- 
sammte SpracUi^iit bebaoildude Arbeiteu besitzen wir von 
keini-T aiutcrcr semitischen Sprache. 

Kill 7.wi?itcs ist , itas^ die kleiiicQ St.iiutiieiiiheiten . ia 
welube die Araber stets verfielen, die Ausbildung und Er- 
haltung speciidler 3pracbeii^entbüm!ichlieit.-u selir bugiin- 
stiijteu. Auch codi iuspiltiTer Zeit wurde tlurch <las Jlu-:riT 
de:« Koran bilch>tens die Cranimatik :ill<ri-iui;iii ,i,'i'mo>]..'It: 
die eiii7.eluen ."^iriunue uIht erhirltm -^itii die iliueii i'iiieii- 
tliiimüclien W.lner und W.'uduM-ru. 

[leiohe B.-icril!^.- zur Fillle -les urahiselien Ll^sI^jous •/K-\.t 
cudlith das uiiiibiiissij,' von verichiedeueii rreiten her 7.11 deu 
Arabern einst rümundc Irenide Sjiraclii^ut. Dies erbinrilL'u 
schon die ambisi-hen .Spracii^e lehrten und selbst cei^enüber 
der duginatischen Schwierigkeit, das-* Alhili den Knrfin 
^ s nennt, scheuten sie sich nicht auch tu dem Buche 
Allahs Fremdwurter anzuerkeniu'n. 

Was nun ilio Quellen ihrer KeiiutuLste auf diesem Ge- 
biete anlangt, so ist gewUs niancties Fremdwort ziifillig 
von ihnen erkannt ivtinlen. Die Perser z. B., die die ara- 
bische Spt'.'Lciie untersuchten, konnten in manchen arabi- 
schen Lehnwörtern, die nur wenig verändert waren, leicht 
die Originale iiiier Mtitter.spraehe erkennen. Gei-iuger war 
scbou die Ausbeute an aramriischem Sprachgute, aber auch 
davon ist durch Erkundigungen bei Syrern und von solchen 
Gelehrten, die eine oberflächliche Keiintntss den JiXabatlii- 
sclien" hatten, ein nicht unerhebliches Material zu.sammen- 
gebracht worden. 

Man hatte auch schon einige Anmerkungen in Bezug 
auf die Lautverschiebung zwUcheu arabischen und aramäi- 
schen Wi'jrti.'rn ;_'emacht; so berichtet sdiou al-A>ma'i, da.sa 
die Xabatiier ia tür arah. Ji picciieii und bcniilzt dies 



EINLEITUNG. XI 

richtig zur Erklärung eines Lehnwortes ^). Konnten nun 
so mancherlei 3Iissgritfe nicht ausbleiben, imlem öfters auf 
Grund entfernter Liiut.'iliulicbkeit Iileutität constaticrt wurde -), 
echt arabische Wörter angezweifelt wurden^), so darf es 
auf der anderen Seite uicbt Wuuder uehmen, dass eine 
grosse Masse des fremden Sprachgutes den arabischen Ge- 
lehrten verborgen blieb. Aiierkenueu aber müssen wir un- 
bedingt , dass sie einen methodisch richtigen Grundsatz er- 
kannt und für diese Untersuchungen angewendet haben. 
Sie schöpften Verdacht gegen Wörter, die ilmen keine 
Etvmoloirie und Ableitunt^ im Anibisclien zu haben scliie- 
nen ; von einem solchen Worte sagten sie: JloI äJ ly^ 
aujoül -i Auch auf andere Keuuzeichen der Lehnwörter 
haben sie schon aufmerksam iremacht, so das Vorhanden- 
sein sonst incompatibler Laute *), Abweichungen von der 
sonst üblichen Vocalisiemng u. a.; vereinzelt mögen auch 
sachliche Momente sie geleitet haben. Ein schönes Zeug- 
niss dessen , was von den alten Sprachgelehrten auf diesem 
Gebiete geleistet worden ist, bietet der Mu^arrab des Ga- 
wuliki ^) , dessen Hauptautoritaten nicht über das 4. Jahrh. 
der Hegra hinabgehen. Gawäliki selbst scheint nur wenig 
zu den Sammlungen Früherer beigetragen zu haben , im 
Gegentheil findet sich manches von dem , was ilie illteren 
Autoritäten bieten , in seinem Werke nicht vor •). 

Wenn wir nun heute die Versuclie der alten Araber mit 
den Mitteln moderner Sprachwissenschaft fortsetzen wollen, 
so ist diese Aufgabe, was das aramäische Sprachgut an- 



1) Muarrab 117. 

2) Ihn Kotciba Mu'arrab 21 s. ▼. *LäjV^ 

3) z. ß. J^ Mu'arrab 03. 

1) Mu'arrab 7, S. 

3) Ed. Sachaa. Leipzig 1867. 

0) V^l. 2. B. Juküt s. V. oK 



XII 



£i:f LEITUNG. 



langt, einigermaassen dadurch erschwert, dass sich die 
lautlicheu Kennzeichen der fremden Herkunft nicht überall 
nachweisen lassen , da ja das Arabische und Aramäische 
zum Theile ganz denselben Lautbestand haben. Glücklicher- 
weise haben wir nun in dem Lautyerschiebungsgesetze für 
die Zischlaute und Dentale einen meist sicheren Anhalt, 
um die Echtheit eines Wortes zu prüfen. Das Lautver- 
scbiebungsgcsetz ist zwar schon mehrmals zum Gegenstände 
besonderer Darstellungen gemacht worden ^) , es wird aber 
nicht überflüssig sein, es hier für die für unsere Unter- 
suchung in Betracht kommenden Gruppen mit einigen neuen 
Beispielen zu belegen. 



. arab. \^ 


hebr. 57 


aram. J. r\ 


• 
• • 


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• • • 

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Loj^ ann 


. arab. ^^ 


hebr, 2^ 


oram. ^ Q^ 


\LlM 




JOA 









{S^y^ 



1^ «nsf 



i ) Phüippi Z D M G. XXXm. p. 20 ff. und ausfuhrlich Hommel Zieei 
JaffdiHMchriften p. 30 ff. 

2) Xöldeke Mand. Gramm. 101. 

3) Das Wort ist von der auch im Aramiiisclicn crhaltcnon Wurzel 
VCW nlüscn" i^nz zu trennen und darnach Oeson. Hwb. IX. SOS s. v. 

PO ^ 

TVW zu verbessern. Pcs. hat Num. 0, 3 thatsiichlich IjU^-ilfür mitffi^ 

A • 

•1) Nicht nr.chr biblisch erhalten, riber v^l. Arüch s. v, "yfffy 

3) Gomciubani iLcr lk)i;riffdes ,, Lostlassens" wie bei dem folinindeu Worte. 







EiSLEmmo. 


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III. 


arab. ^ß 


hebr. iT 


aram. ^ (D t^) 




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IX^ 


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V. 


arab. ,^0 


hebr. S 


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VI. 


arab. ib 


hebr. X 


aram. »4 U 



zin 



_ _. ^ * . . .^i"*^ 

1) Aus dem Grundbogriffo des Bratens crgiebt sieh die Bedeutung: 
„Fottdunat". 

2) Der Gniudbei^rifT: ,,sieh sehnend noch Jemandem ausschauen" ist 
im Arabiiichcu iu dcu weiteren: „Jemandem sein Leid kbgcn" überge- 
gangen. 

3) Vgl. XöKlcke ZDM(;. XXXVIII. p. 532. 

4) Vgl. Xoldrke Z D M (i. XXXII. p. MXJ. 

5) fW^ ist im A. T. nicht erhalten aber in der Mi^'nah; Tgl. IjOW 

0) Der ail'.;cmtMU(' Boi^riif des Muthmoasseus, Argwöhnens ist im 
Aramäischen zu „ciftTu" verstärkt worden. 



XIV EINLEITUNG. 

arab. fäxcr aram. U'^^i^ 

Über die durch Dissimilatiouen bewirkten Abweichungen 
von diesen Regeln vgl. Hommel a. a. 0. 41. 

Ausserdem kommen aber auch durch Assimilation sowohl 
bei den Zischlauten und Dentalen als auch bei den übri- 
gen Lauten Abwoiclumgen von der üblichen Lautvertretung 
vor. Ausscheiden allerdini'.s müssen wir die ix^^l^ixentlich 
auch als vermeiutliclie Ausualinien betrachteten aram. Lehu- 

wörtcrim Hebräischen, so [>l2 = ^^vJtii: (daneb<»n echt jyV); 

Tuh = Ji^ (li-^*H; TJ2 = Jhj (neben T:;:) ; -31: = 
OJlks u. a. Solche Ausnahmen aber scheinen vorzuliegen 
in 7-n ^ Jö^ ; "^"p = jjüj ; ^n = Jj; im Aramäischen 

]:.2^h] zu op6; tic^=gj,^ (j?r:). 

Bei den übrigen Lauten n3DJ?lH=^=-^; B^3> = jüd. ar. 

yay; iaM»)=t:ya = -^'-^ ;Jj=Uj:= jüd. 23 ; Uw.= 

?jrri; j.:2Ä.s z= jüd. ar. D3p. 

Nicht immer können wir die Gründe solcher Abweichun- 
gen ermitteln ; die Ausnahmen muss man bei aller Achtung 
vor der Strenge der Lautgesetze doch anerkennen. 

Diejenigen Wörter nun, die den ihnen nach dem Laut- 
verscliiebungsgesetz zukommenden Lautbestand haben , wer- 
den wir zumeist als echt anerkennen; Abweichungen von 
diesem Gesetze, Übereinstimmungen mit der «aramäischen 
Lautverschiebung bilden ein mchtiges Verdachtsmoment 
gegen die Echtheit. 

Neben dem Lautbestande kann auch die Yocalisation 
eines Wortes Verdacht gegen seine Echtheit erregen , wenn 
dieselbe in arabischen Bildungen ungewöhnlich , im Aramäi- 
schen aber verbreitet ist. Solche Bildungen sind: JiLi 
(ausnahmlos in Lehnwörtern); J.^Li. unter der aber auch 



EINLKITUNO. XY 

ziemlich viele echt arabische Worter Torkommen, so ^«jL& 
P.Iamasa 583; .^LSt Sj^Lä (Gauh.), 5^^3U Ibu Dor. KU- 
al'fötih. 169 paenult.; &i«xK iniuh.; die Nomina propria 
J%jLo, ^3«j>^^w u.a. ^); A>V^Li (aber vgl. die zweifellos 
echteu aUilj, «Lki&U und das ilhuliche *b«jly; filr ge- 
wisse Fülle auch JUii, das ursprünglich aber in echten 
Bildungen sehr verbreitet ist (vgl. z. B. Div. Hud. 77, 10, 
11, 12, 14: 70, 3, 4). 

Verdachtsmomente bilden ferner die Schwankungen der 
Sprache in Brzug auf dit? Vocalisation. Bei Lehnwörtern 
sind sie häutig, und stellen ilie verscliiedenen Versuche dar , 
den nie ganz adäquaten V^ocal einer fremden Sprache zu 
bestimmen. 

Auch das Schwanken der Sprache hinsichtlich des Ge- 
schlechts ist verdächtig, wiewohl dies auch bei echten 
Wörtern vorkommt. 

Auch die äussere Pluralbildung masc. gen. muss als Ver- 
dachtsmoment angesehen werden. Die Sprache scheint in 
Fremdwörtern, die sich viel von der Analogie der sonstigen 
Sprachformen entfernten, nicht mehr die Kraft zu inneren 
Umbildungen besessen zu haben. Doch finden sich bekannt- 
lich die äusseren Pluralbildungen auch in vielen echten 
Wörtern, wie umgekehrt doch manche Lehnwörter den 
inneren Plural bilden *). 

Ein wichtiger Verdachtsgrund ist natürlich stets der 
llangel einer Ableitung für ein Wort. Bei dem reich ent- 
wickelten arabischen Lexicon ist ein solcher Mangel in der 
That ganz anders aufzufassen, als bei hebräischen oder 



1) Für die ursprüngliclio Echtheit dieser Bildung zcogt vor Allem die 
jcmcaischo Dialoctlorm ^^«^W« 

2) V^l. D. II. Müller ,.L*ol)cr dca Clubrauch de» äusseren Plural" (Acten 
des LcidcQcr (Jonijrcs'iCb Ikl. II). 



aramilischen Wörtern, die aus dem hebr. oder aramuischea 
Sprachschatze keine Ableitung haben. Doch ist auch wohl 
denkbar, dass das Arabische aus einer früheren Sprachpe- 
riode sicli echte Wörter bewahrt hat , die keine deutliche 
Ableitung haben. So sind auch denominative Verba durchaus 

nicht immer Zeichen fremder Herkunft , vcjl. vJJLä zu ^JLi 
und die von Namen dt*r Kürpertheile gebiUleten Denomi- 
nativa. 

Mit Vorsicht kann auch das Fehlen eines Wortes im 
Äthiopischen als Artrinueut ltcj^ou die Eciitheit verwendet 
werden. Dieser Mangel /(/;/// audeuten , dass das betreuende 
Wort den vereinigten Südsemi. en noch gefehlt hat. Dofh 
ist dies Argument natürlicli durchaus nicht striugent. da 
ja das Äthiopische jeue Wörter verloren haben kann 
oder sie zufällig in der auf uns gekommenen äthiopischen 
Litteratur fehlen können. 

Auch das Zusammenstimmen des xirabischen mit dem 
Aramäischen im Gegensatz zum Hebräischen mit Bezuccauf 
den Consonantismus kann einen Verdachtsgrund abgeben. 

Verdächtig ist ferner eine gewisse einseitige Ausbildung 
einer Wurzel im Arabischen. Da hier sonst ein ziemlich 
lebhafter Bedeutungwandel vor sich geht, so fällt dem ge- 
genüber z. B. bei der Wurzel ^v* sofort auf , dass sie auf 
eine einzige Bedeutung beschränkt geblieben ist. 

Das wichtigste und entscheidendste aller Momente ist aber 
das sachliche. Wenn nach allen natürlichen und histori- 
schen Voraussetzungen die Eutlehnunif einer Sache als 
sicher oder wahrscheinlich angeuonmien werden kann , wird 
man zumeist auch die des Namens zugeben müssen, auch 
wenn formale Verdacht^grüude fehlen. Zumeist aber glückt 
es wohl , zu dem sachlichen Momente eiuige sprachliche 
Verdachtsgründe hiozuzutÜLCen. Exact ist der Beweis der 
Entlehnung erl>raclit. wenn sich sprachliche und sachliche 



TEAHSCttlPTION. XVH 

MoDiente decken , zum Beispiel , wenn wir zu den sprach- 
liehen Verdachtsi^ninden gegen die Echtheit der Worter 
für »Hühner** und »Giiuse** die Worte Stnibo's Lil). XV. 
p. 708 : cpvex rs txvtux t/^v ;^;^>iiv xjs) iA*xT:p/5a;y hiu- 
zuiügen können. 



T K A X S C R [ V T 1 N. 

Die für die Transcriptiou der aramilischen Lehnwörter 
geltenden Principieu werden wir am Sichersten aus der 
Umschrift der Nomina propria ableiten können. Die fol- 
gende Zusammenstellung enthält die Falle, in denen das 
Arabische und Aramäische nicht ganz genau zusammen- 
gehen. 

Lang Ji tritt ein : 1) für aramäisches 6, ü: Liau^f ^)=2-i*Ai^; 

A/ä ; theilweise in Bildungen , in welchen das aramäische 6 

mit ä wechselt wie ^U»^ = ^S^"* i Nöldeke Jland. Gramm. 
21 Anm. 2. »). 

2) für aramäisches e in dem häufigen L für *2; ^;L» 
= r^'i^ (aber auch ^^) ; ^jliöpL? = 1X3. 

3) filr aramäisches!, bei welchem dann ein Übergang in 
§ anzunehmen ist in ^»«JblJ^I aus ^-'^^^ -^ J^ 

1) Wo nichts Anderes bemerkt ist, sind ilio Xanicn stets aus Jaküt 
geschöpft. 

■2) D.izu vt^'I. umirekclirt die Truuseriptioudesj^riocli.rt m. ruliirrh ^ imjiUI. 
Arain. z.U. l)0-^pO.N tVir »/•r//'Ao///.v ; oi für xz Huirmauu Liltcr. CVu- 
tralhi. Ib^'i. p :;-M. 



- V .♦ 



1 



XVIIl TEANSCRIPnoy. 

Lang i für e (griech. i) ia xxXx/oJ 'Apfisvlx Ullf?); 

[Griech. ij wird durch i ausgedrückt jikjJ?!, Lu«üyüLof 
Lu«ul5«J; vs,)*vu B'ijpjT:;; ebenso griech. xt lat. ae in »LJbt 
-:lt'/iV! (Capitoliua)]. 

Die Transcriptiou der einzelnen Consonanten ist nicht 
immer consequent; wenn auch zumeist zwischen den aspi- 
rierten und harten Mutis unterscliiedeu wird, so ist dies 
doch nicht immer der Fall. 

Aramäisches B wird regelmiissiix« ob biirt oder weich, 
durch v^ wiederixetccbcu. Nur selir vereiuzelt findet sich 

die Transcriptiou durch . z.B. in Uio> ^t =) ^^'"m Jfik. 

I. 048 (Xüldeke J/i/;/J. Gramm. 49; und ljJ^£=Nm3y 

ZfiJ^/zos (danebeu aber auch b'lAi); f .L»-uJü ä LjO) l^s^^* "''^'" 
natürlich immer nur, wo die weiche Aussprache im Ara- 
mäischen stattfand. 

Aramäisches G hat im xVrabischen mehrfache Transcrip- 
tionen erfahren. Im Allj?emeiueu c^ilt für hartes G arab. 

C; für weiches c- Beispiele : 11^ Lj ^^1J ^2 ; I>**ä.Ij Ij-ä^-^^ 
»ßrückenhausen"; Ijk:^ L SH^ *3 »Glückshaus" (jm^a^ = 
.ja^j PSm. 21 (A?^as^); für weiches: |^2=lr^; ^^ 
S3^21 »trocken" (vgl. 3:3); Lüü = »S**:: M » Graben". Plur. 
*2S::Bäb. Buthr. lOS^ig; J^iT Nn::v (targ. »Bach"); [aber 
IjLi^ = li^^ (=nniO)»Abhang"]. Vgl. iLu^ÜLil 0^3;.^- 
yo'Ax\ \kui.Klk«s \lxy^y^7tx] ^j^>jr,JgL h.<git 7zpxT-/\y6^ Jak. IL 
865; jj*,^LüLo [JLxy'j>i7yii ] ^,, U ... ;>t Augustus JaTcübi 
(Houtsma) L 164; ji.^'.-»^l \\vÄ$;i7c;Ä.- : ji.^ULi ny- 
dxyipxq (Cod. Lugd. 1692); vgl. Freudenthal Fragmente des 



1) Ob dies oiao Uinbüdunq aus nrspriioirlichcm ypj (mi>--iusch ; vgl. 
\Vruch) ist, ist mir nicht <^auz sicher. Diu Vcnraiulluug ilos radicaloii 
y in SC wäre nach den i;eluiuftou Beispielen bei NöUlokc Mund. Gramm. 



5S. Aum. 2 nicht aulTiUlig. 



TRANSCRIPTION. XIX 

Alexander Aphrodisias (Abhandl. der Berl. Ak. der Wia- 
sensch.) Sep. Abdr. p. 115; kJli 3^3 Jalvübil. 17; ^«^L» 
il"*»u* Jalvubi I. 19. Danebeu aber kommt die Trauscri- 
bierunij eines weichen G ilurch — vor : Lu^a^^Ut ; Jl^J (JS") 
in der Bedeutung gewiss ideutwcli mit dem vorhin erwähn- 
ten Jui: ^;^b p:-^ (n*2); ^y^. 

Xur vereiuzelt fiiulet sicli tiir liartes G ein uJ* ^^^ i» 
1^'^^ (wie natürlich die echte Schreibunuf für ajo'%5^ -lAk. 
IV. '272. trotzdem Jak. selbst so schrieb) = a'^H: ; iU. JC^ 

= |i^?w^,i; Low Jmm. rfkunnu,. 208: öLT (.Lfkuln I. 

21), 5) = i:. r^3Lr Jak. II. 090 = -j^?). Vielleicht 
auch JCjLj = *i2 *- Ij>;^v-^y'5 ^i^^^l^l^ke, wenn nicht = 
'ra '3; vgl.r,^ und Jl;=: UiJ. [va^jC5 = A-.i^-^ vorltV]. 
Ebenso tritt nur in seltenen Füllen lür hartes G ein ^j; ein: 
^JOüfb^ni *3 »Hürdenhaus"; vgl. 1"0 H'^D, (?«r/am (und 
zur Bedeutung Guiili La letU'vn di Simrone etc. p. 12 Anm. 0) 
ebenso KjoL STTÜ ^2: ^^J^'L X*nj. Von drei verschie- 
denen Aussprachen des G wissen auch die Syrer (vgl. 
Hoftmann ZDMG. XXXII. 746 Anm.), und die letzte wird 
auch daraus ersichtlich, dass der NabatUer in einem ihm 
in den Mund gelegten Verse JLii für Jf^ spricht (Mu'^arr. 07). 
Aramilisches D wird, wenn hart, durch j, wenn weich, 

durch 6 transcribiert. Hartes D ij^b X*15 ^2; LMo Jak. 
II. 536 = U?? ; j.^^1 JäJs. U. 525 = X01"^^ (als Ortsname 
N!:m und Snann im Talmud öfters); ^O^Lo = ^*?r^ ? 

äjLJj^sx^ = ^njs. 

• •• • 
Weiches D: LJo\ Edessa; K43^b ]^r^ ^-^a Hoifmann 

Murti/reractea p. 208; auJjif = (S^pil^) ^) =li-i,S; t6^ 

1) Fn der jüdischen Traubcription ist noch ein Rest des urspniügUchcu 
enthalten, wjihrcud dio syr. arab. die spätoro Aussprache AaoixiÄ vor- 
aii:>MJizt, doch linde t ^ich in »Icr Xibba aach schon 'p'l^. 



XX TKANSCRIPTIOM. 



JaT«. I. 29 ; »^IJüU^ ib. 37 ; 0*^*^ ib. 38 ; ^f joul ib.; 
[aber die Namen *nu^*3>* könuten natürlich nur durch 

c£^t> r ^j -r und ^1 JuLjliX (ib. vielleicht sogar mit Tesdid) 
wiedergeijeben werden ; das 6 in Houtsma's Ausgabe ist in 
O zu verbessern]. Doch kommt gelegentlich auch 6 vor, 
wo im Aramäischen keine Aspiration stattfand, vgl. auu* J^CU0 

Aramäisches K wird wenn hart durch ^ff, wenn weich 

meist durch ^ transcribiert. 

C 

Hart: vJ^vOCLo Jak. I. 14 ^?li-' ''; ^5"= Nn32 ; 
^j Jak. II. G67 = ..-^1 CXiT) ; ^jJi^ Jak. IL 067 z=-riiÄ 
Bacchus. Weich: j^^=n^D; üLs.^ S*DnD; so auch 

speciell zur Trauscription des griech. z ^^ ^•^4Xaä = 
A:-'>5;5r ; jj,,jeVAJ (^ JLo) = (.a^zpiv) t^?;^:; Jak. U. 863, 14 
^ J^^Üa-<.l (Dozy) = TT:/%ir ; JoLäa^ = ^?9^?- 

Aramäisches -sl H wird durch vs^ und vi» transcribiert , 
die ziemlich genau hartes und aspiriertes aramäisches T 
reflectieren. Beispiele für vk^ : UJUä = 1^—^^ (vgl. v v3); 
üu^= *NnDir. (vgl. D'T.n Ty?); Ly^ (^i>) = 

Uä^j = *lA**j-s (vgl. nmp in der Mesäinschrift und die 
talmudische Nisba rxmp Sanhedrin92a3,):L;ikS ^XnSmp 
(Abschnitt? vgl. IT:); IjüJä = IAäL^ PSm.; verdoppeltes 

vv 

T ^==^Aie. 

Beispiele iOx^-. ÜLu* U ^T\T^ »3 »Quellhausen" (vgl. 
Dry Pbilippi Z D M G. XXXII. 65 und l^aßxyii Isid. 

Charac. (Müller) 248 , 5 = i^f^ ^>-f^) 5 '-^'r^ ^^i^ 
»die äussere"; ULLä. »Garten" Sru3; ü^wo IwOj 1 r'-j'r? 
üy^j »Gräber' (vgl. (msnn) nnap); LiJ. U^^c^» Grube" 



TRANSCEIPTION. XXI 



(vgl. 3l3); Üif iyjS) und Ujj fyiT) = l-^«^l Noldeke 
Elohim-El Sep. Abdr. IG Auni. 2; ül^^io^ » DurclibrucU"? zur 



Wui-zel STi (vgl. r".3); Ülou» Ui^-l^ 3>IIülileu";LUJjui= 
Ul^Jilji PSm. (Xisb:i zu ii'-ils). 

Aramäische:* *j^ ST wird entweder durch ji oder durch 
y^ ti:au.'5cribiert. Bei der Transcription durch ^j^ sclieinen 
meist volksetymologische Anlehnungen vorzuliegen. 

ji ersclieint in: jvLio^.f >c1-ä-.^s|; Lä.^Ü X-J'^H^D 
nv^>rin-;/./r ; -»iLi •c-.^-a (vgl. Si/.5;;z): U-i Ula wolil » Fels- 
Spitze" (v^'JDn rj* I Sam. 14,4); Uo^^l (^O/ = U-^i-'» 

UiU = *llsiJ^ »die Glätterin"? (vgl. l-^ d. GS, 14; 
5]Xw? *3 talm.); ,JLui = '^•'w talm. (Der Mannesname 
^^JLuÄ = talmud.X^'^S» = jLiU = ^lN*-^^^^ ^yu^ zu lli^? 
I^Lci^ = mn-J*y ; v^axü-i = U-uaA. :»Fels" (vgl. y^p) ; [ge- 
lehrt jjijui^- = -J^^SriAn] — ^^ für --*. in L^s.L = STJ^3 ^3; 

P*1lC^ ^3. (Auch zu ^j^^^tJ nud^?^l^^ ist wohl ursprüng- 
lich ein n*3 oder HHp zu ergänzen , wie bei den übrigen 
pluralischen Städtenamen); jjLmuo |Xw* ^3; jL^kJu*,= r^^-^' 

AramiUsches -m n wird durch — und . transcribiert , 

C C 

ohne dass bestimmte Regeln über die Wahl der Transcrip- 
tion zu geben wären. 

in ii-MH-vL Xn'^Dn ^3 (vgl talm. X^DnQ Xno) »Haus 

der Zuflucht" (vgl. nDTO); ^j^^^ = p13n ; ^jcl^=^ 
pn ; Uaä. = N2'n talm.; ü^ (oO) = U^; lisu^ ^O = 
U^ ; -UaJLs. (o»>) = l^-J-» (Sr :n; 'Vh'^in för ^«m »mein 
Begnadeter"); ^J^ = ^^s.«* »Wäscher"; vgl. D*/i1. 



^ in jLJ«^L^I wohl \^\\m (mit Umbilduni' des ä zu ü 



ZXn TUANSCUIPTIOX. 



wegen des Nasals); L^b = SlOn '3 ; U.^lj=XnTI '3 ; 



(vgl. n^an); ^^^ UtSn {nixixx Isid. Charac. (Müller) 
p. 216); ^^Lb. = 1131-1 ; ^jjJu^J^ > Scherben" p3Dn; iJ.iSü 
z=}Lü »Thal". 

Für araniiüsches ^-^ 2 (v) tritt gele;ientlicli w ^in : Lu^ 
C;.:2/3/ä = Jak. I. 402, 5; ^^.,,^1 "ECsr:: ^'i:^^] ; ^^jua^ 
= ^^^.:i-. fJÜUJ ^^r 2: V); umgekehrt ^J^,Ja'küln(lIouts. 
ma) 1.20,5 (aber :]7 ult. ,jJL))> p"?'!'. 

Aramäisches '^ * winl , wenn es einen kurzen Vocalhat. 
in Elif verwau<ielt : ^^J^' (mit Vocalnssimilation der zweiten 
Silbe an die er>te pH* , J^Jc-..; La.:,! (LöD5f) = =^i^ 

(«'»hon im Aramäischen eincfetreten bei . '^mn»] = , jL^ui,! ; 

- w 

An Einzelheiten ist noch zu bemerken : 

Wechsel zwischen ^ und H : ,.vUs^,*^ = S331*in : ^JU:^ 

=z ^m talm. Besfdi 25^10 ^-^ ^^^^^ S^y^ i-*^r*»; 

Assimilationen: ^J aus ^JUJ : ,j^* aus ^^yjjLk3 '4Gtvoßicy; 
lucjJ^ aus ilopsuestia (vgl. ital. cassa franz. cöiW aus 
capsa) ; T nach N zu D 5 Jü-^lwbl TcxTst^ovvrx , Jo^l , 

iwjüü Jak. II. 864 , 2 '). Erweichung von ^^ zu ^ in 

imtJLT-L"^ = UIäJü^ä.. Verhärtung von su , xu za eto (ef) ; 
air {aj^ ?^^m%?f\ aus (a)£üx57/ä; durch Vermittelung von 
Ewripus wird aus Eupf^rsc zuletzt Earipns (vgL den Wandel von 
W und 6 in den germanischen Dialecten Weinhold Alleman' 
nische Grammatik § 216; Mittelhochd. Grammat. (2 A.) § 224 
nach freundlicher Mittheilung des Verf.) und daraus ^y»,U^Ä.. 
Anders erklärt diesen Übergang Hotfmann J/ier<^rerp. 161. 



1) Vgl. (Icuscibou L'cbcrgaiig dopi)elt iu *p^3TX Äwirfvr<x»f (daucbcn 



HAUS UND HOF. 



Von allen semitischea Stämmen sind die Araber dem 
alten Nomadenleben ^) am längsten — zum grossen Theile 
noch bis auf unsere Zeit — treu geblieben. Als Wanderer 
und Zeltbewohner treten sie uns zu der Zeit, wo Aramuer 
und Hebräer bereits zu festen Ansiedelungen gelangt waren , 
in der Bibel entgegen. Eine ismaelitische Earayane be- 
g^net uns Gen. 37 , 25 ; Zeltbewohner ') werden sie Jud. 
8, 11 genannt, wie auch r/;. 83, 7; I Ghron. 5, 10 Zelte 
ihre Wohnungen bilden. Und wie das Zeichen der trost- 
losesten Öde Babels ist, dass nicht einmal ein Araber 
dort seine Zelte wird aufschlagen wollen (Jes. 13, 20), so 
gilt als Symbol des messianischen Zeitalters , dass auch Eedar 
nun in Städten (D^TTfn = . -o^) wohnen wird (Jes. 42 , 11), 

nicht mehr in Zelten (Cant. 1, 5; \p, 120, 5). 



1) SiD charakUristUchet NoaMdenwort der Ursemiten ist iTV^T (dftroa 

denominatir n*Cn(n) « ^h " l^Cl l^^^T. Das Hebräische könnte hier den 
onpruBgliehen Anlaut bewahrt haben, während ihn das Aramäische and 

Arabische den folgenden weichen Dentale assimilierten (wie in «^^1). Denkbar 
wäre aber auch, dass im Hebräischen eine spätere Anlehnung tn die sonst 
rerbreitete Wunel ^^, C^'?) vorliegt, so dass die ursprünglichere Form rnt 

(ohne Jod) wäre. Feminin, von "TY, dss zu o|; stimmt, wie ^3 zu «li; *\1 zu )L>. 
2; CrSn?^ •30U^ schon vom Parg. richtig ab 'HJ^V gefasst. 



Dieselbe Schilderung trifiFt noch Jahrhunderte spüier auf 
sie zu. Bei Strabo (p. 777) sind sie Wanderhirten , die auf 
Eameelen kUmpfen und reisen; Scenitae heissen sie nach 
Plinius VI, 143 nach ihren Zelten aus Haaren (ciliciis 
= ^tt), die sie aufstellen , wo es ihnen beliebt. Von den 
Hütten der Araber spricht die ]Ii^nah OholOth 18, 10 
neben anderen nicht zu festem Wohnsitze aufgestellten 
Gebäuden. Sie bleiben, wie die Glosse bemerkt, nicht an 
einem Orte , sondern wandern von einem Platze zum anderen. 
Wieder nach Jahrhunderten entwirft uns Ammiauus Mar- 
cellinus XIV, 4 dasselbe Bild von ihnen. — Auch die 
arabische Tradition stimmt mit jenen Nachrichten uberein. 
Der Erzähler bei Tabari I. 749, 16 lässt die Tanüb sich 

ansiedeln in Zelten und Hütten, ^ Sua^'SL JlkJI ^ 
.4X^1 \sjykj ijj^^x* So wohnen auch die Tanüh in Kin- 
nasrin zuerst in Haarzelten. Jaküt II. 185, 18. Auch um 
^lra behalten sie ihre alte Lebensweise bei. Ein Drittel 
sind Tanüh , Leute , die in Hütten und Haarzelten wohnen , 
während die ^bäd in ^ira wohnten und dort Häuser gebaut 
hatten. Nöldeke, Sassaniden 24. — Die Bauten der Araber 
sind ol«^ oder &ax^I bemerkt Gauhari s. t. Uj; o%Ub 
aus Leder, L^ aus Wolle oder Haaren. — Der Araber 
gründete kein Haus , wenn er heirathete , sondern (Ibn Doreid 
Gamhara Cod. Lugd. im ss^rijüuM^I wL) es wurde für 
ihn und seine Frau ein neues Zelt gebaut ^). 

Charakteristisch hierfür ist auch , dass das Wort , das der 

Araber für Familie braucht , Jjcf (zu hebr. 7ni^) xirsprünglich 



1) ^» .ikJi J^i^ L^ J^ ül *i1yAa ^/ ^ ^JJm3 



dtZQ Tgl. man Ammian. Marcell. XIV, 4, 4 »hasUm et tabemaetUtm, offert 
niarito**. 



»Zelt*' bedeutet. Für »wohnen** ist im Arabischen das 
häufigste Wort jCi, das eigentlich »herabsteigen" (vom 
Thiere) bedeutet Durch dieseu Ausdruck ist im Gegen- 
satze zu dem im Hebrilischen üblichsten Worte |2U^; 

das im Arabischen noch in der Bedeutung ^ruhig, still 
sein** erhalten ist, der Gegensatz sesshafter und nomadi- 
scher Lebensweise gekennzeichnet \ Es ist daher durchaus 
augemessen, wenn X^^^^'i ^^ ^^r <)ben citierten Stelle von 
den Nomaden t^yi'y^ und von den ^Ibriditeu , die feste 
Wohnsitze hatten, ^o^JJCmu sagt. Noch in der späteren 
Zeit, als man das Leben in Hilusern bereits kenneu ge- 
lernt hatte, werden Ausdrücke, die den Zelten entlehnt 

sind, gebraucht: Jjuu v^lxbl ^jjs _r'^^ {}S Kamil 339, 8. 
Wie alle Einrichtungen einer vorgeschritteneren Cultur, 
so lernten die Wüstenaraber auch die festen Ansiedelungen, 
Bauten von Häusern und Höfen , wie die Spuren der Sprache 
noch deutlich zeigen , von den benachbarten Aramäern ken- 
nen. Aus den am Rande der Wüste liegenden Städten Bostra 
und Damaskus sind die Keime der Kultur in die Wüste ge- 
tragen worden. Sichere Kunde von der Einwanderung eines 



1) Dagegen haben allerdingi du Aramäische and Arabische daa »Einkehren** 
(and daraus sich entwickelnde »Wohnen)** mit identischen Aosdrückcn be- 

zeichnet. «3*^ iin Arabischen «einkehren, wohnen** urspr. »lösen/* nimlieh 

das Sattelzeng des Thieres and ebenso aramäisch ]^,Mt das verbreiteste Wort 
für «wohnen** ursprünglich auch «lösen.** Vgl. Gen. 24, 32. Beide Sprachen Abertra- 
gen gleichmässig aach den Grandbegriff des Losens auf «Erlaoben**; daher jüd. aram. 

^*\C^ Ij.^ and arab. J^^ »das Erlanbte,** (hebr. ^). Im Gegensatze daza 



steht (»«^i Grundbed. «abschliessen, einschlieaaen**, welche noch inCPn.Fischer- 
netz** erhalten ist. Die Bed. • absehneiden** (wie ^£2) wird der Warzel mit 

Unrecht in Gesen. Hdwb. IX. p. 201 rindictert, da dies arabisch |»j:> ist,(woza 
▼ielleicht jüd. O'^H -Graben** 'Arilch Um III gehört) «durehreissen . durch- 

schneiden.** Vgl. namentlich r^^'« 



caltivierten nordsemitischen Stammes in Arabien haben wir 
nur eiumal; nach der Zerstörung des Tempels flüchtet ein 
Theil der Juden sich in die Wüste. In der arabischen Tra- 
dition 3pie<]^elt sich diese Thatsache ganz richtig wieder, nur 
mit dem einen Irrthume, dass an die Stelle des römischen 



Feldherm ^Jäj >r\jPVJ tritt. Zur Zeit Muhammeds und 
auch früher wohnen sie in befestigten Pliltzen und Bulben. 
Dass dies sonst in Arabien etwas Ungewöhnliches war, 
mag man z. B. aus der weitläufigen Art ersehen, in der 
A^^su bei Jaküt I. 96, 4, tf. die Burg in Teima beschreibt, 
und gewiss nicht zufiillig heisst es bei Amrk. 40 , 7 : ^j^l 

V3^^ vS'^r^' ij^Hy^^- ^ entspricht daher durchaus den 
natürlichen Verhältnissen , wenn die arabische Tradition die 
Ka^ba zuerst durch einen koptischen Zimmermann bauen lasst 
Tabari I. 1135, 11. Auch dass das Holz eines gestran- 
deten Schiffes zum Baue verwendet wird (ib. Z. 10), lässt 
r if mangelnde Fertigkeit im Bearbeiten des Holzes oder 
auf Mangel an Bauholz schliessen. So ist denn auch in 
der ersten Zeit des Islam die Baukunst unter den Arabern 
nur sehr dürftig entwickelt; daher müssen beim ersten 
Aufbaue der Ka^ba persische und römische Arbeiter be- 
schäftigt werden (Agäni HI. 85,3), und einen Reflex dieser 
Verhältnisse finden wir auch darin, dass die arabische 
Tradition Ardasir römische Baukünstler berufen lässt '^^oh. 
I. 827, 3. 

Zunächst führen eine ganze Reihe der zu Bauten benutz- 
ten Materialien aramäische Namen. Da ist zuerst als fremder 

Herkunft verdächtig &llj und 1(1J, »der Ziegelstein" zu 

nennen (^%Ii davon denominatiy gebildet) jüd. ar. KH^^S / 



,0 m 



syr. )Aa^, gewiss Ton der »Weisse" benannt (soauch]Ar^ 
2U ny3!l yj4^)' Was mich an der Echtheit von äJlJ zwei- 



feln lässt , ist die verschiedene Vocalisationsmöglichkeit , 



die sich bei diesem Worte zeigt. Echt arabische Worter 
uraltester Herkunft pflegeu derartigen Wandel nicht zn 
zeigen. Auch ist Sjui in alten Gedichten kaum anzutreffen. 
Es fehlt auch im Äthiopischen. Auch verdient wohl Er- 
wiigung, dass Lehm zu Ziegeln in Arabien nicht so häufig 
ist, um allgemeines Baumaterial zu sein. Anders war es 
bekanntlich in Babylon (Gen. 11, 3; Ovid Metamorph. Lib. 
IV. 58). Aber zum Bau der ersten Moschee werden schon 
Ziegeln gebraucht Belad. 6, 9. 

Ebenfalls von den Aramaeru den Arabern zugeführt ist 

1^1 , ;«^l 9 dessen verschiedene Yocalisatiousmoglichkeiten 
zugleich mit dem Maugel einer Ableitung, der unarabi- 
sehen Form und demPlur. ^«w^l Mu arrab 16, 7 auf fremde 
Herkunft hinweisen. Es soll schon im Assyrischen vor- 
kommen; vgl. Guidi Delhi sede. p. 16. Die Araber selbst 
halten es für ein persisches Lehnwort; vei*gl. schon Gauh. 
8. V. In Wirklichkeit aber ist yj^\ auch im Persischen ein 
aramäisches Lehnwort , und dass die Araber es von *den 
Persem übernommen haben sollten, ist nach sonstigen 
Analogieen nicht wahrscheinlich. Es findet sich schon bei 
Nabiga 7, 16; Div. Hufj. 66, 10; Agäni XVL 43, 3, wo 
eine Hütte aus Rohrgeflecht einem Hause, das aus Oyps 
und Ziegeln gebaut ist, gegenübergestellt wird. — 

Deutlich fremd und als Fremdwort schon von den Ara- 

bern erkannt ist JuyJ? (so in den Lezx ; in Wahrheit) Jua Ji 
Nabiga 7 , 16; Tar. 4, 22; Mu'arr. 116, 14 Plur. Tab. L 
852, 7. (davon denominativ jualS Nab. 7 , 31 ; 'Antara. 21, 
36) = Kspxfuiij übernommen durch Vermittelung von 
N"l^np lr-«^i-s- ^S^' Sachau zum Mu^arrab 52. Die 
Form mit langem i der zweiten Silbe ist durch die Accen- 
tuation des griechischen Originals xipxßiiiov schon in 
Jen aramäischen Dialekten hervorgerufen worden, in denen 



aber gewiss ^armida gesprochen wurde; das Arabische 
machte hieraus kirmid. Vgl. Guidi Alcune osservazioni etc. 
[Sep. Abdr.] p. 3. Anm. 6. Wahrscheiulich ist dos ? auch 
im Aramaischeu, weil in einem Fremdworte, nicht aspiriert 
jjewesen, da man sonst (XjuoJ» erwarten würde, ijawrdiki 
giebt u. a. eine ganz genaue Transcription des griechi- 
schen Originals in i^Juyoo p. 116, S. iXjuoJ» soll spä- 
ter die allgemeinere Bedeutung > Anstrich" haben und 
daher Juäli deuorainat. »anstreichen" kommen, Mu^arrab 
115, ult. Die wirkliche Eutwickeluug lilsst sich aber aus 
Mu'arr. 116, 10 — 12 begreifen. Man nannte Juy>yS speciell 
die Ziegeln , die zum Auslegen der Cistemen gebraucht wur- 
den , und daher heisst dann 4X^0 »belegen" spilter auch 
von dünneren Schichten , so dass Jaküt IV. 68 , 20 



lu^ gesetzt wird '). — Eine andere Form dieses Wortes 
könnte an manchen Stellen \jCj-^^ • scheinen; die Araber 
(Ihn Doreid Kit-al-üt 247, 15) erklären es als »Grube"; 
es ist aber (vgl. Div. Hurt. 90, 9) vielleicht echt, kaum = 
X^pxßoc. — Am Ende ist aber \y9ys^ Addad (ed. Houtsma) 
p. 233. »eine mit Gyps ausgelegte Cisterne" damit zucom- 
binieren *). 

Von den Namen der Tünche scheint mir aramäischen Ur- 



1) (Xy ist JftkAt II. ISO, 4 der VencUoM des Thon&Mes. 

2) Jj^ Htm. 323; NIbiga UI; 5,23 inrd wohl echt sein (tyr.^^ Catt. 

p. 720? Prof. Nöld. (brieflich) hält das Wort tür rerdächtig; er keoot et 
Dar als »Fröhlichkeit**); es wird aber nicht direct den Ziegelstein bezeichnen, 
•ondern überhaupt einen breiten Stein. Daneben ist aneh jL^LJLo Bekri 
171, 3. a. f.; Tar. Mu*ail. 64. gebraucht. ~ In der Wüste sind die Häoser 
auch jetzt noch zum Theile ohne Ziegeln und andere Steine hergestellt: In 
Hadda, einem Orte ron mehreren Hundert Einwohnern, ist. wie Kob. Smith 
berichtet, (A jonrney in thc liejaz III. The Mecca road) die Moschee das ein- 
zige erträgliche Gebäude, «the dwellinzs being mainly round huts of palme 
branches woven orer a frame of poles.'* 



r 

Sprungs fiLuM Gauh. s. ▼. aa^; Adddd p. 63, 3. Die 

Wurzel hat im Arabischen eine audere Bedeutung , und ill„ 

ist denominativ von eLu^»» Im Aramäischen dagegen ist das 
Wort sehr gebräuchlich; XJIH i^^^lff »der oben auf dem 
Fasse klebende Lehm" Sabb. 66\ 24; in den Targümim 

(und der Pesifa (S a h, Gast. 900) die Uebersetzung von 
hebr. nVJ; ijLlLa Ibn Doreid Kit-aU^tik. 121, 9. 

cLLm ist von (fauhari durch _.%Lo wiedergegeben, das aus 
pers. * sdrnk np. ^%\,^ entstanden ist. Neben «%Lm findet 
sich im Persisclien noch «jL^ , uud dieser Form könnte 

(^•^Lä (davon denom. \jf -'^) Mu^^arrab 94, 11 u. 98, 4 
entsprechen. Dann würde auch aramäisch p*Tu^ „tünchen" 
Besah 32»» , 9 a. f. u. ö. (vgl. 'Arüch s. v. p^S^ T.) auf 
dieses persische Wort zurückgehen. Allerdings ist diese 
Wurzel ebenda auch in der Bedeutung »gleiten'* sehr ver- 
breitet (worüber zu vgl. 'Arüch s. v. p^;^ II), und von 
einer Wurzel mit dieser Orundbedeutung ist die Ablei- 
tung eines Namens der »Tünche" durchaus angemessen. 

Vgl* ü /O zu JaJLo, ULot »glatt." Aber ich möchte mich 

V T 

doch ungern entschliessen , das Zusammentreffen mit den 
persischen Wörtern für zufallig zu halten. Beachtenswerth 
ist auch, dass Hai Gäön (^Arüch s. v. pi^^ III) bemerkt: 
Die Tünche heisst aramäisch p^CTD. In alter Zeit wird 
allerdings pers. ^ lieber durch Y . umschrieben ^). 

1) ]A^^ ^^^ V- 9^3 «Schaale des Granatapfelt** ist wohl falsch and 

nach Low Ar. Fß». 363 in j ^ \'% ^ ^ zu verbessern. [Mit p*0 .rotbfilrben'* 
ist dies Wort im *ArAch s. r. TTW III. irrthumlich lusammengesteüt worden; 
dies ist fremd; echt aber ist • '»^ •schminken.** Gast. 617 « arab. \iJi^ 

•rothe Farbe**, auch Anemone, mit deren Farbe das Blut verglichen wird. 
Ibn Doreid KU-ai-iUil. 122. 1. 2. Tar. 5, 40. Daraus ergiebt sich mit 
Xothwcndigkeit, Jass die auch noch Ges. Hdwb. IX. s. v. T)9 wiederholte 
Zusammenstellung dieser Wumel mit JÜ» falsch ist, abgesehen davon dass 
sie ohnehin gegen die Lautverschiebiingsregel verstösst. 



8 

Dagegen wird man sich schwerer entschliessen wollen ^ 
Juum Bekri 54, paenult. mit den in der alten Litteratur 
häufigen Denomin. oL& und (Xx^ Tar. 4, 22; Nubiga 7^ 
16; 15, 14; Agani IV. 50, 12. a. f ; Kamil 92, 17; 549, 
3,4; Divan Hud. 66, 10; Bekri 171, 3. a. f.; 291, 12; 
Uauh. s. T. i|«jy ; id. s. v. yx:^ , das überdies durch die Laut- 
verschiebung geschützt scheint, mit Guidi Dellu seile p. 16. 
als aramrdschen Elindringling ius Arabische anzusehen. Auch 

die mit dem hebräischen l^uT, nicht aber mit dem ara- 

• ■'''.. 
maischen \rt^ übereinstimmende Yocalisation dieses Wortes 

scheint für seine Echtheit zu sprechen , wogegen das Fehlen 

desselben im Äthiopischen nichts verschlägt. Ist Guidi 
im Rechte, so hat man volksetymologische Anlehnung an 

die Wurzel 5L^ anzunehmen. 

Zweifelhaft kann auch ^^xlo ,, Tünche*' sein (Gauh. s. t. 
^jjJo; ^amäsa 712, 14). Es kann ursemitisch oder aus tiTl2 
Dan. 2, 41; U^ PSm. 1462 entlehnt sein. Bedenklich 
aber für die Echtheit des Wortes ist das denominative 

Verbum »jmo, das allerdings von den Puristen verworfen 
wird (Gauhari s. v.), aber gewiss gebrauchlich gewesen ist. 

Aus ^jjL^ konnte sich auch ev. die erste Form ^\Jo 
(^amasa 323) als denominative Bildung entwickelt haben. 
Schon frühe ist auch der Name des Kalkes luJjT aus 
dem Griechischen durch Vermittelung des Aramäischen zu 
den Arabern gedrungen. Schon ^Adi ihn Zeid hat es. (Gauh. 

s. V. fj»JS); davon das Verbum ^jmJj Qam. 323. ^j^XS^; 

- ff • 
es ist aus ;tiA<f durch Vermittelung des aramäischen f ^\^ 

(im Jüd. aram. nicht vorhanden) entlehnt, wobei die Trans- 

scription des £ durch semitisches Sin immerhin bemerkens- 

werth bleibt. (Vgl. Lagarde in den Nachrichten der Gott. 



Ges. der Wissenschaften, (1882 N<>. 13 p. 410), wo span. 
X = seh ^). 

Noch ein anderer Name des Kalkes ^Ia^ (belegt mit 
einem Verse al-Ahtals bei Cfauh. s. v.) v^ (vgl- Dozy s. v. mit 
vielen Belegen) ist aramäischer Herkunft. £r kommt von 
'Vi schon Dan. 5 , 3 ; häufig im Jiid. aram. ; (im Syri- 

sehen fehlend, aber im Palästinischen erhalten; Tgl. PSm. 
710). Man zieht es zur Wurzel «L^ »aufkochen, auf- 
wallen /' wo/u wohl auch "nj „autreizen" gehört. *). Wie 
weit hier noch eiu Zusammenhang mit pers. JJ^Yorliegt, 

möchte ich nicht entscheiden. 

Auf griech.-röm. Ursprung geht der in mehrfachen For- 
men {Jn-^ , JcJ zu den Arabern gewanderte jjGyps" ') 
zurück. Hier war wieder die Schwierigkeit, wie bei Ai«Ai$ 
einen Doppelconsouanten zu umschreiben; sie wurde durch 
Assimilation umgangen , vgl. Guidi Della sede p. 16. Dazu 
kann man schon hebr. *^;ff aus *£^1C7 vergleichen, wel- 

•• • • 

ches lehrt, dass die Assimilation nicht nur bei emphati- 
schen Lauten vor sich gehen kann, {jas^ kenne ich nur 
aus Adddd 73, 12. (Nach Ibn as-Sikldt ist Jq^ vorzu- 
ziehen; vgl. Gauharis Commentator am Rand der Büläker 
Ausg. L p. 502, wie regelmässig von den alten Lexicogra- 
phen bei den Fremdwörtern diejenigen Formen gemissbil- 
ligt werden, die den Originalen näher stehen, weil sie 



1) So ist auch bei der ähnlichen ConionantenTerbindnng rx io ^x'^l» 
eingetreten in mOH od. mo, wonach Ltxy Nhbr. Wtb. III. -478 la berichtigen. 

2) Hebr. TJ. IJ Jet. 27, 9 ist aramäisches Lehnwort. Ein syrisches j)^!» 

das in Gesen. Hwb. IX. 156 damit zusammengestellt wird, existiert in dieser 
Bedeutung nicht 

3) Blau rermutket ZDMG. XXV. 542 semitische Abstammung für y;^««. 
Das ebenda ron ihm angeführte (j*«^a ^ itt wohl erst eine ziemlich späte Ent- 
lehnung ^tuyu^o^, M> dasi es für die semitische Wurzel nichts beweisen kann. 



10 

sich eben Ton der arabischen Analogie entfernen). Die 
Form SLÄ9 ist ausser durch Uaubari uoch durch die Traditiou 
beglaubigt ; vgl. I.Iamäsa 400 , 4 SuIaJI JJLo »Loaj uod Bekri 
747, 11 1^ ^ *,^ -;^ ,5? j^aaJ! üflu-iaAj ^ ^ *JJf J^^ ^l. 
Der Wechsel zwischen uud ^ fiudet sich auch sonst 

noch bei Wörtern, die dem Aramäischen entlehnt sind; vgl. 
z. B. öoT^ = oul5. Im Jüd. aram. ist D1D£)^3 (so ist 
zunächst wohl überall zu schreiben, während D*D3*3 daraus 
corrumpiert sein wird; n^D£)*3 aber ist eine leichte Semitisie- 
ruug des Fremdwortes nach der Analogie von n^Din, neben 
welchem es Kelim 10 , 2 vorkommt) ziemlich häufig; im Syri- 
schen scheint i^^r^s^ mit Nebenformen auf die gelehrte Lit- 
teratur beschränkt. Im Jüd. wird sosfar ein Verbum deuomin. 

D£)3 Kel. 10 , 5 davon gebildet , was für die Volksthümlichkeit 

•• • 

des Wortes spricht. — Ob pers. ^j VuUers 11. 950 etwas 
damit zu thun hat, kann ich nicht entscheiden. Wenn es 
aus ^'S entstanden ist, so wäre ein Zusammenhang un- 
möglich. Dass ^j etwa aus Jcs^ übernommen sein sollte , 

ist schon lautlich nicht unbedenklich, wenn auch pers _ 
durch aram. T^ transscribiert wird; auch ist Jcj^ kein sehr 



gebräuchliches Wort, ^juma:^ ist natürlich ein gelehrtes 
Lehnwort aus ^oss^ — )^ PSm. 766 ist wohl Entleh- 



nung aus ^^ oder Jo^. 

^lit Recht hat Guidi (1. 1. p. 1 6) auch ioX^ (Gauh. s. v. 
iaJLo „der Mörtel , der zwischen zwei Reihen des Baues ge- 
legt wird, um dadurch die Wand zusammenzuhalten'*) in 
diesen Kreis gezogen. Es hat im Arabischen keine Ab- 
leitung (die Verben sind denominativ) , ist aber im Hebrä- 
ischen und Aramäischen in altem Gebrauche. Die arabische 
Vocalisation stimmt übrigens genau zur aramäischen l^^Ll^i 



11 

(wozu auch jüdisch itU/OH gehört '); wahrend man bei 
einem echt arabischen Worte entsprechend U /O eher * laJLo 

erwarten möchte. Ich habe leider keinen Beleg aus alter 
Zeit für das Wort; vgl. aber Gloss. geogr. 356. 

Von den Theilen eines Hauses haben eine ganze Reihe 
fremde Namen. Zuullchst scheint das Wort für »Grundlage, 

Fundament" J.[ (Konin Sur. 9, 109, llö) Kamil 707. 8 19. 
welches allerdings aramilischera ^Cw*^^t entspricht, also im 
Rahmen der Lautverschiebung bleibt, doch dem Aramäi- 
schen entnommen. Ki erscheint mir für ein echt arabisches 
Wort zu schlecht entwickelt, und auch die denominutive 

Bildung jljll macht mich bedenklich , ebenso die verschie- 



dene Yocalisationsmöglichkeit. (Man halte daneben z. B. 
Jl woneben kein J| oder Jf vorkommt ^). Auch wird das 
Wort in alten Geilichten kaum anzutreffen sein. Nichts 

hat mit diesem Worte zu thun «jumI (schon bei Näbiga 21 , 
21: Kam. 707, 10) »Säule". Es ist aber gewiss erst über- 
nommen, da es im Arabischen durchaus keine Ableitung 
hat , aus jüd. ^^n'tr^< = l^^l, mand. «n*S?K, welche schon 
Nöldeke Mand. Gramm. 113 mit dem arabischen Worte zu- 
sammengestellt hat. Für fremd möchte ich auch &j%Lm« 
»Säule" (Gauh. g'%LU..J) halten , entlehnt aus ttnni7 (aram. 
Übers, von JID p). Im Arabischen ist es ohne Ableitung. — 
Eine Bildung derselben Art, gjj\ »Winkel*' ist wohl auch 
erst entlehnt aus ]A^c1 , MH^IT. Mit einiger Sicherheit aber 

erklüre ich &jj »Balken" »Raa'* Dozy II. 341 für ent- 



1) Aoiter den Belegen *ArAchf rgl. auch H(Li Gädn zu OholAih 6» 4 s. t. 
A3'ryO, der du Wort alt aranuuKh (vgl. Low. Jr. PfU p. 9. Ann. 1) 
bezeichnet. 

2) Auf J (ohne solche Nebenformen) kann ich mich nicht berufen, weil, 
hier das U durch den Labial gehalten wurde. 



12 



m » 



lehnt aus lA-i-s Gast. 824, PSm. 1200 s.v. Ucr-. Im 
Arabischen hat es durchaus keine Ableitung. 

hierher geboren noch einige Wörter, die „Wand," oder 

»Reihe Steine" bezeichnen. oL^ Eamil 712. 6. »eine Reihe 
Steine in der Wand oder auf dem Dache'* dürfte als tech- 
nisches Wort aus dem Aramäischen X£)D (also K£)D zu 

T T 

lesen) Baba Butbra 5^, 5 stammen (X33 bei ^Arüch, wahrend 
unsere Agg. K£)w haben). 

^<2D mrd durch TSll erkllirt, ein Wort, das ich nicht 

mit Gesen. Hwb. IX p. 521 von einer Wurzel "dbo 
= ^^jj ableiten möchte , da eine Wurzel "dbo nicht exis- 
tiert und Lautwandel von ^' zu {^ kaum vorkommt. Es 
wird sachlich von Maimonides zu Kelim 20. 5. genau er- 
läutert; über X^at:^>t vgl. Fleischer zu Levy Nhbr. Wb. 
m. 716. — ']312 (Oholöth 6, 1 in übertragener Bedeutung , 
von Hai Gaön durch e^y2^>t = yÄjOJJ erklärt) nun führt 
uns auf ein anderes Wort derselben Bedeutung im Ara- 
bischen , das aus einer Nebenform *n310 entstanden 
sein dürfte, nämlich (^^Jl« (belegt Gauh. s.v. dUo). Im 
Arabischen hat es keine rechte Ableitung , (die Wurzel «^J 
bedeutet „glatt machen*' auch „stampfen") während die 
Verwandlung des 3 in |* nicht beispiellos bei Fremdwör- 

tem im Arabischen ist. Auch dürfte die Bildung JUiÄj 
für diese Bedeutungskategorie sonst nicht oft vorkommen. 
Insofern^ aber nicht absolut ist also die in Gesen. Hwb. 
1. 1. gegebene Zusammenstellung des aramäischen und ara- 
bischen Wortes möglich. 

"TSni wird im ^Arüch durch D13n erklärt; auch dies 
Wort hat sich im Arabischen in einer deutlich ara- 
mäischen, wohl auch nur in Ländern ursprünglich ara- 
mäischer Zunge gebrauchten Form imy^\t> Gl. geogr. 237, 7, 
in der es schon von de Goeje richtig erkannt ist, und in 



13 

einer noch anerkannten Form {jaiö J^^® Reihe Steine 
in der Wand oder Mauer mit Ausnahme der untersten,'* 
erhalten; beide durch Vermittelung von DlO^"^ Uclcc? 
ZDM6. XXVII. 618, 19 aus griech. iofAO? entstanden. 
Die unterste Reihe hcisst nach Gauh. {jasi^% ; dies Wort 

wird ▼on<len Arabern (Mu^^arr. p. 72) für fremd erklart, gewiss 
mit gutem Grunde; denn es scheint mit der echt arabischen 
Wurzel ^JGJS^. Ilam, 143. 11; Karail 495. 16; Div. Hu.J. 
90, 27; Tab. III. 806, 19 nichts zu thun zu haben. Der 
Urspning des Wortes ist mir unbekannt; es mochte aber 
kaum aramäischer Herkuuft sein. — Persischen Ursprungs ist 
wohl ioLLi# (vulgär JbLju*) i vielleicht mit dem N. propr. 
^LLm Nöldeke Sassaniden 134 , A. 3. identisch. 

Uebernommeu scheint ferner ^jji£^) „eine Wand, die 
zwischen zwei Wänden des Winterhauses nicht in des gan- 
zen Hofes Höhe aufgeführt und dann überdeckt wird ; dies 
geschieht in kalten Gegenden. (S(>%LJI O^LJI ^) Es ist 
aber nicht völlig identisch mit XO^^, das nur als „Reihe" 
überliefert ist. 

Entlehnt sind im Arabischen auch die Worte für Fen- 

ster. Sjpr Sp^ Agani XY. 164, 5. a. f. aus aram. nn^D l^^^^^* 
Hier ist schon die doppelte Yocalisationsmöglichkeit ver- 
dachtig*). Ein anderes, persisches Wort ist in zwei For- 
men üv.^ und yjAy (zur Wurzel röz »Tag" »hell'^Sskr. 
ruk) in das Arabische gedrungen. Auch der Name des 

Gitterfensters vj% \vird aus mSJST (vgl. Arüch s. v. sr^ H) 
übernommen sein. Auch heute haben in Arabien die Häuser 



1) OAah. 1. T. u-^jÄ. 

2) Die Grundbedeutung ist .Loch'" ryl. hebr. p^n zur Wi. SSr « J^.Loeh*' 



itt wohl auch J^^'> Aguni IV. 48, 8, während ^Lm« sich durch die LAat« 
Verschiebung gegen hebr. "ptf als echt ausweist. 



14 

keine Fenster. Lady Anna Blunt (Pelerinage au Nedjed in 
Tour du monde 1882. I. p. 22: »C*est en Arabie que Tex- 
pression »aveugler la porte de q.q.** doit etre inventee; 
car il nV a pas de fenetres dans les maisons ordinaires** ^). 

Dem altarabischea Zelte maugelten die Thüren, und so 
kommt es , dass auch mehrere Namen der Thür übernommen 
sind. 

Das älteste und üblichste Wort ist sjL, übernommen 
aus {<33f das in jüdischen Texten ungemein beliebt ist, 

T T 

wahrend es im Syrischen nur sehr selten vorkommt. G. 
Hottmann hat es sehr einleuchtend aus* X333 :»Loch*' zur 

T T : 

Wurzel 333 »höhlen" erklart. Es ist schon frühe zu den 
Arabern gewandert: T^r. Mu'all. 18; 17, 10; Diyan Leb. 
144 , 4 ; Zuheir 9 , 27. (Nfibi^^a 4 , 3. in übertragener Be- 
deutung, was immer auf längeren Gebrauch hindeutet.) 
Natürlich ist auch der Gebrauch des Wortes für > Abschnitt'' 
»Kapitel" (wofür keine Belege nöthig) aus dem Aramäi- 
schen entlehnt. Das älteste Beispiel im Aramäischen dürfte 
wohl die Benennung der talmudischen Tractate Bäbd Kammdj 
Me^fd und Bdthrd sein *). 



1) Ein griechischer Name für «Fenster'* ist in *s Aramäische gewandert 
Für 1^^ «V^l bei PSm. 240 ist nämlich geiriss richtiger du Ton ihm Ter- 

worfene iLfiCfiJLfi) zn schreiben. Denn dies stimmt in Form und Bedentnng 
genau zn jüd. KOlfi'iC. Dies ist z. B Kidddin Sl». 16. v. u. ^sicher: »Fenster^ 
)I01B'X3 K-vrO IBl 4 der Mood (Agg. Klinj; ich lese mit *Ariich) fiel durchs 
Fenster**. Es ist aber kein Seiten « sondern ein Oberlicht » Fenster. Die Bedeu- 
tung «Treppe**, die man dem Worte hat leihen wollen , ist — falsch — errathen, 
wie auch die Zusammenstellung mit KOlfl, die sich in den jäd. Glossen und 
bei Levy Nhbr. Wtb. I. 137 findet, durchaus abzuweisen ist. Es entspricht 
einem griech.*'/fi^f««. Ton dem sich (in gleicher Bedeutung) Pesikta (ed. 
Buber) 86^ 11 der Flural KOOlfi'K s* ii^fxatr» findet Hiemach erübrigeo 
sieh die ron Lerj L 1. vorgeschlagenen Änderungen. 

2) Die hebräischen Uebersetzer des Mittelalters geben ein solches v^Aj 
regelmässig durch "^VJ^ wieder, woraus dann in den lateinischen üeber- 
Setzungen jedesmal »porta** wird. 



15 

Noch ein anderes Woft für »Thür" ist aramäischen 
Ursprungs, ä^ti ^). Es ist nicht üblich und wird nur aus 
dem ^adit überliefert, wo Muhammed sagt: »diese meine 
Kanzel wird in einem der Thore des Paradieses stehen/* 
Schon Freytag hat li^^^ {<>/*nn dazu verglichen ; die Thore 
des Paradieses aber sind aus der jüdischen Eschatologie in 
die muhammedanische Tradition gekommen. In aramäischer 
Gegend finden wir \y^ äo Juküt I. 837 (in \y^j2 zu- 
sammengezogen). Es ^rird von Jaküt richtig als »Thor der 
Venus" gedeutet. 

Bei dem ilaugel an Thüren ist es sehr verständlich, 
dass auch die Namen der Schlösser und Schlüssel vielfach 
entlehnt sind. So lässt der arabische Erzähler bei '^ah. I. 
671, 10 Nebukadnezar ausziehen gegen die Araber, »deren 
Häuser keine Schlösser und keine Thüren haben** u^^t 
V'^l "i^ j%4-jMJ J^\ ^ ^jjJJf. (In Wirklichkeit aUer- 
dings ist diese Phrase nur eine Uebersetzung aus Jer. 49 , 31, 
wo es von den Arabern heisst: »keine Thüren und keine 
Riegel haben sie** )^ nn3 üb^ Q^rhl {<*?). — Dem Be- 

• • * • 

dninen ist in der That das geschlossene Thor lästig. (Jä)plt 
n. 192, (durch Druckfehler 196), 3). 

Schon in alter Zeit muss zu den Arabern das griechi- 
sche Wort OuJLsl gewandert sein, aus xXiTia durch Ver- 
mittelung von K1^7pX 0| jS^ und li^of) entstanden, 
wenn es auch in der alten Litteratur selbst zu fehlen 
scheint; denn wir finden frühe schon davon abgeleitet 

SikA0 1 jJÜU mit der Redensart s JuJL&o &f ^( (▼gl- Dozy 
8. V. JJU und Acldäd 50, 13). Es ist aber auch denkbar, 

1) Dies ist lehoD Uutlich deatlich , <U hebr. |^ « aranL ^ im Anbitchen v:^ 






Terlanjrt. Üi» ächte 11^ entsprechende Wort ist ^. Schon die Artber(Mu^r. 
40) haben es als fremd erkannt. 



16 

dass schon im Aramuischen sich neben ^^*7pX eine yolks- 
massige Semitisierung dieses Wortes durch Pnifigierung des 
M herausgebildet hat und dass diese dann in das Arabi- 
sche übergegangen ist. Bei einem fremden Werkzeugnamen 
ist eine solche Analogiebildung sehr begreiflich und vnx 
begegnen ihr auch sonst noch. So sind z. B. zwei gleich gut 
überlieferte Namen des Hammers i^HätlS und NHäTnO. 
[Daneben besteht eine echt arabische Wurzel jJU »drehen** 
(dann » umgeben** cX I aj sich umgürten), davon 'ic!^ und o^ 

= svr. Ir— s Die technische Bedeutuuij, die dies Wort für 
den rr*^ hatte, beweist schon seine Echtheit, und die Be- 
deutuugsilhnlichkeit darf nicht verleiten, etwa die ganze, 
dem Hebräischen fehlende Wurzel für entlehnt zu halten]. ') 
Dagegen sind die Bedeutungen von jJLi »anvertrauen** 
u. s. w. wohl alle aus 4XjJL5l »Schlüssel*' erst denominativ 
abgeleitet. 

Den n'*?pX werden Sanhedrin 110«, 14 a. f. ^^3lp (so 

lies nach ^Aruch; unsere Agg. haben ^S/p) gegenüber- 
gestellt. Auch dies Wort ist, zunächst gewiss aus dem 
Aramäischen, (auch syr. jl^cj- ZDMG. XXVII. 623, 

O 9 

4 a. f.) ins Arabische als Jlä» (vgl. Hai zu Kelim 11,4 als 
Erklärung von S"ll2D1*7p = jcAäDö-tpov »arab. ^Slp") über- 

gegangen; davon werden denominativ J^, J^ajI u. s. w. 
gebildet Die Wurzel kommt auch in einer echt arabischen 
Bedeutung vor, JLa» »trocken sein,** vgl. 73p (jüd. aram.) 
»zusammenlegen** (von der Pflanze, die sich faltet und 
zusammenlegt , wenn sie trocken wird); daher ist wohl auch 



1) 6«iix Ton dieser Wanel zn trennen and nor mit ithiop. Zalada 

XU combinieren scheint «AÜ .Wasser sammeln" und (Alä^ (rom Meere) »ver- 
lenken;" «AÜ •Regen'" »ein Wasseri^etass'* athiop. makiaä. 



17 

JlaS »umwenden" (verto) abzuleiten, so auch }' ,n X '): wie 
weit dagej^en ]\ ^ ^ Job 11, 6. wirklich mit Recht von 
Gast, durch »Thesaurus" wiedergegeben worden ist, weiss 
ich nicht. Dies könnte auch zu *73p ') »zusammennehmen/* 
auch »sammeln" gehören. Aus dieser Bedeutung entwickelt 
sich vielleicht die Bedeutung »drehen", daher dann J^' 
»ein Kettchen" Dozv IL 384, wozu man vd. ^\rüch s. v. 
Sap V. ^3ip (catenaccio) m^'^ph fnip ^31^ pvT^a. 
Doch möchte ich über die Echtheit der beiden Wörter ("der 
Plural niv3ip tallt sehr auf) nichts Sicheres sagen, jl ^ ■^' 
»caupona** Gast. 818 ist natürlich xx:ry:?,s; und .^ >' ^mm 
ib. ist N/xsVöA/^. — ^31p. das im Talmud als Erklärung 
von n /X == xJt genannt wird '), ist selbst persischer Her- 
kunft = JLtjS^' 

Aus dem Griechischen in*s Aramäische und von da in's 

Arabische übergegangen ist ad;^A0; = Üss^ PSm. 2035, 
im Targumischen noch mit der griechischen Endung N^D/ilOI 
Levy TWB II. 7. 

Denselben Weg hat das Wort ^j*#j£o »Riegel" gemacht. 
(Hai zu Kelim 11, 2 als Erklärung von ^JJ »arab. D^^HO" 
1. D'in'S); es ist eine Bildung von ^upto^ ^ das als D^n 
in*s Jüd. aram. gedrungen ist nnd von da auch zeitig in's 
Arabische gewandert sein muss , da imCLi schon eine abfi^e- 
leitete Form ist*). Nach 'Arüch sind fD^IH »Balken," mit 
denen man die Einenge der Laden in der Nacht verschliesst." 
Ganz so wird auch i^CAa Ton Gauh. erklärt. (Die Trans- 
scription von i durch ^ verdient übrigens bemerkt zu werden.) 



1) Gast. SlS «complezio brachii, sinas**. 

2) ""Arüch s. r. ^sp I. 

3) CArüch s r. ^flp IV. 

1) Doch vgl. «las ob«!n über J^Ju Bemerkte. 



18 

^LsxS bcileutet uach Uauh. s. t. ^^u »das Holz, auf 
welchem sich die Basis der Thür (v^LJl Jlä.%) dreht." 
Es ist also die Uuter.schwelle. Dieselbe Erklilruug, gewiss 
Gauh. eatlehat, giebt Jukut IV. 751, 17 (mit demselben 
Belege; die LA. wLJI für »Ul ist zu verwerfeu). Damit 
stimmt auch Ibu Doreid bei Jaküt 1. 1. übereiu. Nach Ibn 
al-A'nibi ist ^jU^ü ideutisch mit pers. Jü•^4> (vgl. 
Dozy I. 438) = JajKj, das als »Riegel" gilt In der That 
mag dies auch die ursprüugliehe Bedeutung des Wortes 
sein, und insofern kann man es zu lij > Riegel" stellen. 
Die Bedeutung »üntersch welle'' muss sich später daraus 
entwickelt haben , denn auch bei v^L^k3 (Jüküt 1. 1.) zeigt 
sich derselbe Übergang. Durch njj werden wie die Er- 
lauter ungen *^Arüclis zeigen (Levy Nhbr. Wtb. III. 338 
giebt keine rechte Vorstellung davon) zwei Arten Riegel be- 
zeichnet, der Querriegel = n^l3 und, „ein Pflock, der hinter 
der Thür in das Loch der ünterschwelle eingesteckt ist." 
In dieser letzteren Bedeutung ist vom Targüm nlpSn I 
Kön. 7, 50 gefasst, da es durch S^D7J101 wiedergegeben 

wird. Es ist also für das Loch das, was darin steckt, ein- 
gesetzt, nnsn ist auch mit 'Arüch s. v. nS III für nnSjn 
unserer Agg. zu lesen Kelim 11, 2, von Hai selbst durch 
»eine Art kleiner eiserner Becher, in denen sich die Thür- 
angel dreht," erklärt. = talm. Nnp3>^. 

Ein bestimmter Verschluss, ohne Schlüssel zu offnen, 
führt den Namen Si\J^\ daneben kommt gut beglaubigt 
(Gauh. s. V. cjJO auch ^yi'^ vor. Nun wäre es möglich 
anzunehmen, dass die Analogie von ^^ÜJLo diese letztere 
Form hervorgerufen hat; aber auch ^^^ hat im Arabi- 
schen keine Ableitung (Wurzel ^\ bed. »gleiten, schlüpfen"). 

Man würde also um des Wechsels zwischen , s und ^ willen 



19 

am ehesten noch persischea Ursprung annelimea. Doch 
wird >i)Jjj9 VuU. II. 1168 wohl eher noch Entlehnunjj 
aus dem Ambischeu sein, und die Grundform von ^^^jj» 
ist vielleicht im Aramäischen zu suchen, wo j7**2 »Gabel" 
vielleicht auch die Bedeutunij »gabel förmiges Schloss" ge- 
habt hat. 

[Dass gerade ilie Schlosser in Vorderasien nach griechi- 
schem Muster angefertigt wurden, ersieht mau auch aus 

der Erklärung PSm. 17 i<». s. v. j ^' ^ \^*) i^J^» ""*^ 
dies lehrt auch die ITebernahiui» des Wortes 'D^j^lT Hai 
zu Kelim 11,2. = ;a?AtJtwa/5y. Diis Wort habeich als ^ii^H-s^ 
auch in Hofim. Bar Ali gelesen, kann es aber nun nicht 
wieder auffinden ']. 

Wie die Thür, so ist auch die Schwelle mehrfach mit 
Aremden Namen bezeichnet. So ist siclier äiJlJf (zur Bil- 
dung vgl. Jaküt I. 200 , 10 If., wo es schon als fremd in 
Anspruch genommen wird) »die Schwelle*' kein echt 
arabisches Wort. Da es im Arabischen ganz ohne Ablei- 
tung ist, so ist es gewiss aus l^Äis^l übernommen. Die 
Verdoppelung des o trat ein, um das arabische Aussehen 
der Form zu wahren; ea wäre anch sonst Rf^jCwt möglich 
gewesen. Merkwürdigerweise stimmt die übernommene ara- 
bische Form hier mit der syrischen — > nicht der jüdischen — 
SSlpDX Sabb. 6« 5, 7. a. f. u. ö. *) übereiu. Es ist kaum 
gut möglich, einen ursprünglichen Zusammenhang dieser 
Form mit SlIpC^O jüd. aram. }<£jpS^ »Schwelle" abzuweisen; 



1) HTQV ,Rieger g:ehört zu "OV wie fV)! zu TTO ,quer Uufcn." — 
Noch unerkanat ist )]^ .Uiesel*' PSm. VK)S. Sp. 1 ; 2016, Sp. 2 zweifellos 
entlehnt aui fidviaAoe (das nicht nmgekehrt aus dem Semitischen in's Grieeh. 
gewandert sein wird. Vgl übrigens A. Müller in Bezzenbcrgcr Beitrüge Bd. I 
[). 201. X® 41). Die Erklärungen zeigen, dass es spcciell für den von oben nach 
unten lautenden Riegel gilt. 

2) Lcvy TWB. I. 50. 



20 

bedenklich bleibt aber immer, dass dann für das Syrische 
ausser dem Wechsel von Ü und ^^ noch der von p und 
D eingetreten ist. (Dagegen hat s«^«^. vgl. Dozy I. 663 ^) 
mit dieser speciellen Bedeutung nichts zu thun, sondern 
gehört zu der echten Wurzel \JiS^ '^ült, Mu^all 24. »tafeln, 
decken" = 2]pü^). Die jüdische Form SJJlpDS ist vielleicht «) 
durch die Analogie von 2ip£^*3 veranlasst worden. — Wenn 
man das Sjr. und Jüd. aram. nicht ganz ausser Betracht 
lassen will, so ist als Grundbedeutung von ^py im Hebr. 
»anschlagen, einschlagen*' anzusetzen; darnach ist die 
Schwelle das, woran die Thüre anschlägt, oder das Ein- 
geschlagene. Vgl. in ganz derselben Weise gebildet oL^jü 
»üntersch welle*' (Ibn Hisam 653, 10 sq. Nöld.) zur 
Wurzel v»i^ü=:^23 , schlagen." Zu dieser Wurzel ge- 
hört auch gewiss 13*i^ (so zu lesen für 13'JM Nehem. 7, 3, 

PSUS Zabim 3, 2 (nach Hais Erklärung »sie drücken die 

Thür, um sie zu schliessen)" und 213X »Riegel" »Schloss" 
das schon im ^Arüch zu ^Q'*y gestellt wird. Vgl. auch 
p^U »schlagen" und »schliessen." 

Von Namen einzelner Theile des Hauses sind femer als 
fremd zu nennen zunächst das längst erkannte ^.iiliidas 
durch Vermittelung von jjs^Vi^, \^l2^p aber auch direct 
aus KoiTuv entstanden sein kann , da Grauhari es dem Dia- 
lecte Aegyptens zuschreibt. 

Durch aramäische Vermittelung aber ist wohl JuJL^ aus 
iukxiii{o}f) entstanden. 

Ganz sicher übernommen aber ist aus dem Aramäischen 
&xJLft »Speisegemach" Adddd 77, paenult. Dies Wort 
giebt schon in seiner Form zu Bedenken gegen seine Echt- 



1) Aguni IV. 4S, 12. 

2) Am urspriinglichem mdOOSC' 



21 

heit Veranlassung. Zunächst hat es doppelte Yocalisations- 
muglichkeit ; dann ist aber auch die Form ganz unarabisch. 

Mau ervrartete arabisch nur &ULc ; so kommt es denn auch, 
dass die Lexica es unter ^IL^, zu welcher Wurzel es that- 
sachlich gebort, und unter JlDi womit es nichts zu thun 
hat, aufführen. Auch wissen die Araber augenscheinlich 
über die Ableitung selbst nicht recht Bescheid. Man Tgl. 
die verschiedeneu bei Gauh. s. t. ^IL^ aufgeführten Möglich- 
keiteu. Es ist entstanden aus U i S , und dies Wort erklart 
auch das Tesdid im Arabischen, da das L im Syrischen, 
um den 7ocal des ersten Iladicals zu halten, verdoppelt 
werden musste. Das echt arabische Wort dafür ist &il^ 
und unser Wort ein specifisch mekkanischer Ausdruck. Ibn 
Doreid Kit-aUHtik, p. 35. 

Noch nicht genügend erklärt ist der Ursprung von &AkAMuOf 

aLlk^to^ T^^* I- 363, 17. (Burton Reise nach Medina und 
Mekka, Deutsche Bearb. von Andree p. 155. MastcAa, 
denselben Namen führt eine Art ägyptischer Qräber ^) Dazu 

stellen sich zunächst JA ** //n Josua Stjlites ed. Wright 
p. 23, ult. 2), und jüd. ar. K3mDa, »n'31t2DO Levy Nhbr. 
Wtb. III. 165, welches letztere auch nur »Bank** »Estrade*' 
nicht, wie Levy will, »Matratze** bedeuten kann. Der Be- 
deutung nach scheint damit durchaus identisch KIIUDK» 
J<3I2VX. Das ist von miüDJ< = ^TeÄ Säulenhalle (wovon 
n^l^lüDS gebildet wird) durchaus zu trennen; denn nach 
^Aruch ist es: ,ein etwa eine Elle breiter und 4 — 5 Hand- 
breiten hoher Platz, auf den man die Waaren hinlegt; 
dergleichen richtet man vor allen Luden ein. Dasselbe be- 

1) Den U inweif hierauf rerdanke ieh Herrn Dr. Piettchintnn. 

2) Das für unprüngliches ^^ erklärt sich nach Nöldeke M^mä. Ormwtm. 

p. 45; das 2 für £ nach p. 4S. Ebenso irird ^^ISSi^ £li> ^i Lagarde 
Praetermissa 20. \'\ ans KLßa^. 



22 

deutet VC2D UQ^l 5<t2*3*np {ypißxrovy und manchmal richtet 
man es auch zu einem Sitze für Menschen her.** Es ist 
klar, dass ein solcher Bau seinen Namen nicht gut von 
vrtßiz :> Streu" womit man S3I2aS etc. hat zusammen stellen 
wollen, herleiten kann. Ich vermuthe, dass uns in VC2S 
die Grundform der Wortes erhalten ist; dies scheint sich 
mir zu pers. Jü.ÜLm und vj»Li*m Vull. IL 222 zu stellen. 
Daraus ist ihinn zunächst mit Vorschla«; des X, um den 
Doppelconsonanteii im Anlaute zu vermeiden, miüDS ge- 
worden. Die Formen mit anlautendem .1/ aber sind nach 
dem oben p. 16 «gesagten zu erklären. 

Aus dem aramäischen X?n3X übernommen ist -^jol , 
worin Dozy II. 252 eine Corruptel des gr. ^u^opo; ver- 
nuithet hat. Ich halte diese Vermuthung grade um des 
aramäischen Wortes für sehr unwahrscheinlich : im Ara- 
mäische u wäre eine derartige Verstümmelung ziemlich bei- 
spiellos, und abgesehen davon ist auch die Uebereinstim- 
mung der Bedeutungen nur schwer einzusehen. Alle Zeichen 
deuten aber darauf hin, dass XTHSS (das ^Arüch s. v. 
XnSI/ genau definiert wini; »es sind Q^tPlp, Bretter, 
auf die die Balken des Gebälkes gelegt werden*' ; nach einer 
anderen Erklärung: »Umzäunungen, die an der Mauer- 
wand angebracht werden, um sie zu verbreitem**) ein ur- 
sprünglich persisches Wort ist. Der syrische Ausdruck 
hierfür ist ]1:^^ vgl. PSm. 1205. 

• 

Nicht ganz sicher ist mir, ob das Wort, das die Be- 

duinen für *j-i| brauchen (Kämil 502, 2), yJiSio wirklich 
zu den Bedeutungen: »überhängende Bergspitze'* und dgl. 
gehört. Man könnte vielleicht einen Zusammenhang mit 

y^Jh^ »träufeln** annehmen und v.iJLb als »Traufe** erklären. 
Eine ähnliche Umstellung ist bei j IC^\ in der That er- 
folgt. Die eine Bedeutung »träufeln** entspricht hebr. aram. 



23 

^£23 f '^ } ^' ^^^ andere »bescbmutzea*' gehurt natürlich zu 

513t3 0>\ y woraus y^iOJs »beschmutzen" selbst , (vgl. Dozy's 

Beleg) erst wieiler übernoniraen sein wird. v^JcLi v^iaLti 
sind wohl jemenische Dialeetformen hierfür, denn auch dos 
Äthiopische hat nataba. 

Ein yielleicht auch aramäisches Fremdwort vermuthe ich 
in -^^^ »die Thourinne, die vom Dache aus zur Enle 

geleitet wird/' ohne dass es mir geglückt ist, das betref- 
fende Wort zu ermitteln. 

Seiner Form nach zeigt aramilisehe Entlehnung &£«jü 

und daneben kiJb (Gauh. ^fjjt h^ ^ w^') vgl. auch 
Dozy s. V. = Cloakenrohr." Allerdings sind die Belege, 
die PSm. 539 für |av ^V^ giebt, nicht direct beweisend, 
da es die von ihm citierten Schriftsteller grade umgekehrt 
dem Arabischen können entlehnt haben; indessen die Ent- 
lehnung aus dem Aramäischen ist doch äusserst wahr- 
scheinlich. 

Noch einige andere Namen für derartige Wasserleitungen 
sind aramäischer Herkunft. Zunächst y,^j^ und iwvaj Ihn 

Dor. Kit.^l-iitiJf. 44, 9; 147, 5. a. f., das genau jüd. 
aramäischem 2'*2 (»hohle Röhre" dann aber auch nach 
der Erklärung von ^Arüch »Kloake**) entspricht. Im Syri- 
schen ist eine etwas veränderte Form ) ^*^-*0^ PSm. 462 ^), 
woneben allerdings P.Sm. 516 auch lHo^ )^^^ anführt. 
Schon G. Hoffmann hat (Lit. Centrbl. 1882 , 321) ausgespro- 
chen , dass diese Worte ursprünglich zur Wurzel 331 (woher 
Vr^*'' syr. l^zs] *) (t313X ') gehören. Was es dagegen mit 
N^313 syr. f^^**^ »Tiegel," in den Talmudstellen »eine 



1) Kaum spätlat. »boia* so Peries Etffm. Situi. p. 62. 

2) Dies tibersctrt iT^tII nuch zur Wurzel 7^ durchbohren. 

:i) llui erkUrt allcniiii'^« ^u Kclim 2, 3 3UK. sonst 'Rohr/' als .Tiegel*' 
(P'O). 



24 

bestimmte durchlöcherte Art eines Hegels , zum Backen be- 
nutzt,** für eine Bewandniss hat, mochte ich nicht sagen. 
Die talm. Laa. stehen nicht ganz fest. Unsere Agg. lesen 
an zwei Stellen für ArQchs N'313 Pesuhim 30'' und Sabb. 
29 a S^rUt an der dritten Stelle N*312. Durch das Smsche 
scheint allerdings X'2^3 gesichert; ein etymologischer Zu- 
sammenhang mit dem eben bezeichneten Worte ist indessen 
nicht ganz sicher. 

Wahrscheinlich durch aramiiische Vermittel ung ins Ara- 
bische gewandert, ist ein Wort, das die Formen: vjI)!« 
witjuaf v^v>%l. xjv>%t /ei<4t. Ich zweifle zunächst nicht danin , 

dass v^^i^ju^ eine Dialect- und Vulgärform für v.^Kw9 ist, 
die erst aus dem Arabischen ins Persische wanderte, nicht 
umgekehrt, wie die Araber annehmen. Denn persisch müsste 
die Form, wenn überhaupt möglich, i^ v^| lauten. Später 
indessen verlor sich für die arabischen Grammatiker und 
Lexicographen , die aus Persien stammten , das Bewusstsein 
der ursprünglichen Form, und man hielt die ins Persische 
gewanderte und vielleicht erst im persischen Munde so 
umgestaltete und von da in*s Arabische zurückgewanderte 
Dialectform für die ursprüngliche, und dann kann ein ge- 
borener Perser, Grauhäri , der sonst so treffliche , bemerken 

v^fvwo ist nun das deutliche Aequivalent unserer ara- 
mäischen Form 3na*). Die Formen äjjJ Mu^arr. 71, 

ult. und wJjt ') sind diabetische Wandlungen, wie wir 

1) Vielleicht ist tnch in Persien aus V';j^ um einer nicht einmal formal 
zu rechtfertigenden Volksetymologie willen, V^*^ gemacht worden. 

2) l^^^ PSm. 22*21 ist wohl erst ans dem Arabischen entlehnt; 

eine echt aramäische Form scheint mir aber j,A^ii^ Opusc. Nestor, ed. Iloff- 
mann 109, 0; 127. 9. 

3) Ihn Dor. Gamkarü Cod. Lugd sagt: Uo j^^. ^! äUftU JUü^ 



25 

sie zwischen Formen mit anlautendem und K auch sonst 
im Aramäischen treffen, so dass man auf eiu aramäisches 
Oriijinal •snsnSO schliessen darf, das in anderer, an 
anderer Stelle zu besprechender Bedeutung, gerade auch 
im Wechsel mit Nn3*'^3» wirklich vorkommt. — Als 
Nebenform Ton v^lswo findet sich mit einer bei R und 
einem Zischlaute sehr erklärlichen Umstellung v^Kwa. Daher 
ist wahrscheinlich v^^ erst secuudiir gebildet. Mit ,.£i,•^ PSm. 
1152 hat es nichts zu thun. Zerhis Pliuius VI, 118? [aus 
Xiilß entstellt. Nüld.] Eudlich küunteu sogar noch v^^ u. ii. 
vielleicht hierher gezogen werden, wenn dies nicht durch 
äthiop. aanib gehalten würde. 

Genügend ausführlich behandelt findet sich noch ein 

anderes Wort für Wasserleitung Jt^r * schon bei Dozy II. 
344, der es richtig mit ca^tellum identificiert. Aramäisch 7l2Dp 
^irüch s. V. 7t2Dp I wnd wohl auch ) A > >^^ Elia bei 
Lagarde Praeterm. 22, 84; Gast. 814 bildeten die Ver- 
mittelung. — ^yÄ« Dozy I. 189 ist entlehnt aus jj^- PSm. 
692. 

Zweifellos übernommen ist auch %IÄ|. »Dach.** Yer- 
dächtig ist schon , dass es von Gauh. als dem syrischen und 
higäzischen Dialecte angehürig bezeichnet wird. Es giebt 
ferner eine Nebenform «La^I; die Bildung ist durchaus 
unarabisch und endlich hat es auch im Arabischen keine 
Ableitung. Das Original ist Ij'^X jjJr (vielleicht zur Wur- 
zel "njK »häufen** »schichten'*). 



N X.5^^ U ^yi ^^ v^^< tLiy Et fehlt in dieser Bcdeatoog aach 
bei Dozj; ich ÜDde es aber bei H&i zu KeUm 31. l s. ?. On«U tU Erklimag 

von 113; .im Anbischcn 3nT8C" «■ s^^^'. 

1) Der Wechsel des Zujin mit arab. J ist bei einem Lehnworte gat denk- 
bar. Vielleicht sprach man ursprünglich *^j» 



26 

Wie in den Terwandten Sprachen so hat auch im 
Arabischen der Ofen mehrere fremde Namen; ein einhei- 
mischer ist überhaupt nicht entwickelt. Bei ^yjj (schon 
in einem angeblichen Verse Warakas AgTini III. 16,7, der 
aber vielleicht unecht ist) concurrieren das Animrdsche 
und das Persische tanitra gleich massig. Vermuthlich ist 
aber wie auch sonst vielfach das Wort zunfichst von Ara- 
mslern zu den Arabern gekommen; diese Aramiler haben 
es, wie die Hebräer, natürlich von den Persern empfangen. 
Die persische Form tanura ward im Aramäischen, um den 
kunsen Aufaogsvocal zu hulteu, in \Sz1j, X*n3n niit Ver- 

T 

doppeluug verwandelt. — Vielleicht hat denselben Ursprung 
auch das sonst im Semitischen ziemlich einsam dastehende 

pnX (bibl. aram.) jjc-I)» woraus ^-jf (wofür vulgär ^^| 
gesagt wurde , vgl. Gauh. s. v.) sicher übernommen ist. Es 

wird von Gauh. für jj.^ erklärt, ündet sich also nicht 
in der classischen Sprache. (Als etton auch in die äthiopische 
Bibel aus dem Aramäischen gewandert, Dillmann 763). Dass 
gerade Persien den Semiten Namen für den Ofen gelie- 
fert hat, darf bei den Anbetern des heiligen Feuers nicht 
Wunder nehmen. 

Ein dritter Name des Ofens ist den Arabern von Westen , 
wieder durch Aramäer vermittelt zugekommen, nämlich 
^4.5 »Ofen der Badestube,*' das schon bei Dozy IL 407 
richtig zu }i ^' * ^ KXfjtivo^ (auch jüd. |*Dp) gestellt wird. 
Einige Schwierigkeit verursacht ^jyli' (Kümil 345 , 4 , wo 
verschiedene Etymologieen gegeben werden). Es ist natür- 
lich zweifellos aus 8^1133 Be?. 21^ 1. 22 übernommen , welches 
im^Arüch s. v. pD II richtig als »Kohlenpfanne" erklärt 
und schon richtig mit arab. p;X3 = ijjjl^ zusammenge- 
stellt wird. Aber die Herkunft des aramäischen Wortes 
bleibt dunkel : an griech. xxvouv ist wohl nicht gut zu denken 



27 

weil dies in dieser Bedeutung kaum nachgewiesen und über- 
dies schon in der Form ^^^^p in*s Aramilische gewandert ist. 
Zur Wurzel ^i^ wie mir Prof. G. Hotimanu brietfich an- 
deutete, möchte ich es nur sehr ungern ziehen. Es ist 
yielleicht auch wieder persischer Herkunft. Schon die 
Araber (Mu^arnib 111) kennen den fremden Ursprung 
lies Wortes . .li »Backofen", das schon Sachau zum Mu*arr. 
40 richtig mit Verraitteluug von *3-|13 jj^ü aus fumus 
^:jpusi erklärt hat. 

Wir kommen nun zu einigeu fnMiiden Xamt*n für >0e- 

biluile." Sprenger hat (Leb. Muhammeds I. p. 108) .i^sAj 
für ein von Muhammed überuommeues aramäisches Wort 
erklärt. Das Wort hat auch auf mich früher den Eindruck 
gemacht Indessen es giebt eine Anzahl vormuhammeda- 
nischer Stellen, in denen es vorkommt (Amrulk. 40, 7; 
A'sa bei Tab. I. 774, 2; 852, 6; Ham. 3(58; Bekri 175, 
3 ; Agani II. 39 , 4), und hiervon abgesehen scheint auch 
die Bedeutung eine viel zu allgemeine, der Gebrauch im 
Aramäischen aber gar nicht so ausgedehnt Wenn es eine 
bestimmte Art des Gebäudes bezeichnete, würde man eine 
Entlehnung eher annehmen können. Einige andere Worte 
dieser Art aber sind wirklich übernommen, so das sehr 

alte ^Jj »Pallast" ^Alk. 13, 26; 5amasa 712, das zu 
aram. U ^] HY^S^^ und alttestam. T*1SX schon von den 

alten und neuen Lezicographen gestellt wird. Nur darf man 
aber nicht, wie noch in der IX Aufl. von Gesen. Handwb. 
s. V. jnSS geschieht, diese Worter etwa mit Berufung auf arab. 

• r V - 

^iXi für semitisch erklären. Denn ^jj i^t eben, wie 
schon der Vers ^Alkamas zeigt, übernommen. Die Quelle 
ist das Persische; vgl. Nöldeke in ZDMG. Bd. XXIX. 
p. 433. 



28 

In der Sj%Lm4^ ^^^ Dozy IL 432 schon richtig »caesa- 
rea," ^xxivx^iix'^ erkannt. 

Zu den fremden Architekturworten gehört auch -A »Gal- 

lerie, Halle** Bekri 62, 9: 291, 12 ins Arabische gewiss au3 
dem aramäischen ^ i ] (wenn auch die meisten Beispiele bei 
PSm. 204. späteren Schriftstellern angehören, so ist JoL Eph. 
doch immer ein unverdächtiger Zeuge) übergegangen. Aber 
auch im Aramäischen hat ilies Wort keine Ableitung und 



es ist dorthin gewiss aus pers. mZ* (^Vullers II. 293), über 
dessen etvraoloinscheu Zusiimmemiiint' ich allerdiui's nicht 
Bescheid weiss, übergegangen. 

In sehr früher Zeit ist in's Arabische ein, wie es den 

Anschein hat, ganz arabisches Wort gewandert: iXX^i 
das Nöldeke mit vollem Rechte ingeniös mit Palatium^ 
TT xxirioy zusammengebracht hat. Man vgl. namentlich 
(diesen Verweis verdanke ich auch Prof. Nöld.) Jäküt s. v. 
JuLj. Wenn wir uns vergegenwärtigen , wie auch »place** und 
unser »Platz** [dann z. B. » Wohnplatz**] auf das römische 
platea zurückgehen, so verliert es viel an Auffälligkeit , das , 
wie es scheint, uralte und entwickelte Wort dem Arabischen 
abzusprechen. Vgl. übrigens die Form S^ Bekri 158 = 
'!rxxd7t{cv). Der Uebergang des harten Dentals in den weichen 
ist der vorangehenden Liquida zuzuschreiben, oder er beruht 
auf Anähnlichung an eine echte Wurzel jJb. 

Noch ein anderes Wort , das dem ursprünglichen T^A«r/oy 
pt2 /S syr. ^ ^V^ besser entspricht, io^ Mu^arr. 16, 7 ; 
Tor. 5,21 ; Bekri 522, 7 a. f. war von mir unabhängig von Dozy 
in: De vocabulia etc. p. 6 ifxXxtigv gleichgesetzt worden. 
Ob JoSL ein Platz in Medinah Bekri 159, 1; 175, 13, 14 
hierher oder zu dem an einer anderen Stelle zu bespre- 
chenden platea Tkxrelx gehört, ist nicht ganz sicher. 
Natürlich ist ioXj »pflastern** davon erst denominativ; 



29 

dagegen ist syr. 1*^,1^ ^) zu [373 ^ zu stellea. (Hierher 
wird gewöhnlich anch von den alten Lexicographen noch 
7mU73 (^Irüch) gezogen ; diese Schreibung aber mit w 
beweist deutlich, dass wir es hier nicht mit einem sonst 
überhaupt nicht nachweisbaren ^xxkxTxpizv zu thun haben, 
sondern dass in dieser Form nichts Anderes vorliegt, als 
eine durch pü^3 vielleicht beeinäusste, im Übrigen aber 
auch rein durch d:is Princip der Dissimilation zu erklärende 
Umformung des Wortes praetorium Tpxtrxpis'j , das jedes 
lateinische Lexicon schon in der Bedeutung »fürstliches 
Gebjiude" keuut; vgl. ebenso n^»73 = ^•'•'•et/aW/w ^); "^p3^3 
= Kffißtxxptc'j^); } '^ ' ' PSra. 1405 = 'jy jTj^ » umgekehrt 
im Syrischen {flii^s ') für zxXxizxpiov ; Holländisch ta/ereel 



.*• 9 



aus tabidarium), Ueber das hierher gehurige <^*oly^ , das sich 
auch im Maudiilschen findet , und dessen persischen Ursprung 
vgl. schon Nöldeke Mand. Gramm, p. XXXI. Es findet 

sich schon Div. Lebid 121, 11. — ^JL^ Dozy I. 219, 



hat schon de Goeje Gl. geogr. 208 zu syr. pv^ gestellt. 
Natürlich ist aber die arabische Form nicht direct aus JLa^, 
sondern aus dervon diesem Worte gebildeten,in unseren Lexicis 
noch fehlenden Diminutivform auf )iJ^<}*)i ^Va^ entstanden. 
Wir haben noch einige Wörter zu erwähnen, die sehr 
einfache, auf dem Felde errichtete Hütten bezeichnen und 
fremder Herkunft zu sein scheinen. Da ist zunächst zu 

nennen ^.j »eine kleine Hütte**; es könnte identisch sein 
iiüt l^^s^, als dessen Aequivalent es schon B6. bei PSm. 



1) PSm. 533; ich halte diese Form für die artprünglichere gegenüher 
P ^ ^ PSm. 612, da sie durch das Jüd. armm. gesichert ist. 

2) Vgl. Lery TWB. I, 9G; es trird ron Arbeiten in Haotrelief gebnneht. 

3> Schon Mossatiia bei ^Arüch. 

4) Perles Eiymol. S(iid. p. 6. Anm. 

5) «Arüch 8. T. nn^p IL 

6) Nöldeke Syr. Grammatik ) 131. 



30 

1819 nennt. Die Unterdrückung des R und seine Erset- 
zung durch einen langen Vocal wfire nicht beispiellos; 
wir haben sie auch in s\«^Lj, v'r^ ^^^^^ anderwärts. 
Auch wurde durchaus uicht stören, dass Uäiis*'i1=3 ^^J^noch 
einmal in technischer Bedeutung zu den Arabern gewandert 
ist. Naher aber liegt doch, es mit jiid. ^213 Mruch s. v. 
X23 III. »Hohlen" > Hütten*' zusammenzubringen. (Die 
Gleichung ^^ =s ^ ist bei Lehnwörtern öfters anzutretten ; 

Guidi AUiine ostfcrraziinii ecc. p. 4). [Pers. ^^ u. .^^. 
Vgl. Gl. Geogr. 338. Th. Xüld.] — Unklarer H.«rkuuit, 
aber durch äthiop. haimat (Dillm. 010) als echt erwiesen 

ist HiJL^. — Einsam steht auch ^'j^^\ als JjLjuJI ^1^« 
(Gauh. s. r.) zu nD^ijn misn. Girtin 3,3 zu stellen. 



SPEISE. 

Der naturgemäss zu erwartende Gegensatz zwischen der 
vorwiegend vegetabilischen Nahrung der sesshaften Nord- 
semiten und der vorwiegend animalischen Eost der noma- 
dischen Araber lässt sich schon an einem Worte ganz anschau- 
lich darstellen. Während on^ = |'^^v ^ KOHi (Levy 

Nhbr. Wtb. HI, 349) ursprünglich »Brod" und dann erst 
allgemein »Speise** bedeuten (die in Gesenius* Hwb. IX. 
424 befolgte Anordnung ist also gradezu umzukehren) 
heisst arabisch i%ÄJ stets nur »Fleisch.** Über die Be- 
deutung der Wurzel |^^J, aus der sich diese beiden Ent- 
wickelungen ergeben , vgl. vor Allem Guidi Della sede 33. 
Derselbe verweist ferner darauf, dass die meisten arabischen 
Wörter die »schneiden,'* heissen, auch »essen* bedeuten und 



31 

zieht daraus mit Recht einea Schluss auf aniaialische Nahrung 
der Araber. Dass sich die Araber in der That vorwiegend you 
Fleisch aiihrteii , wird uus auch durch die B«.»richte der Alteu 
bestiiti'j^t. Die Nabataeer lebten , sagt .\gatharchides (Geogr. 
graeci minor, ed. Müller p. 178,25) mit der Xjihruug von ihren 
Heerden zufrieden; die Wx'jt^^ifAs-jsU nähren sich von der 
Jagd auf wilde Thiere mit deren Fleische (ib. p. 1180,25). 
Nach Aelius Gallus l>erichtet Plinius von den nomadischen 
Arabern (VI, lOl», ilass sie sich von Milch und Fleisch 
nähren, und damit stimmt auch Ammianus Marcelliuus XIV, 
4, G überein. Der Letztere macht /.um ersten Male darauf 
aufmerksam , dass sie Getreide nicht kennen. Arabien 
konnte es auch nicht liefern. (Kremer Kultui^esch. I. 55; 
in dem dort p. 51 publicierteu Documente ist charakte- 
ristischer Weise von Getreide gar keine Hede; Sprenger 
Leben und Lehre Muhammeds I. 150). Ein klassisches 
Zeugniss dafür giebt Tabari I. 1090, 7. Vom Einführen 
von Getreide nach ^Omän berichtet der Periplus mar. erytr. 
32. Vgl. auch — diesen Hinweis verdanke ich Prof. 
Nöldeke — Vita Sjmeonis Stylitae (Martyr. II. 345, 1): 
die Araber, die nicht einmal wissen , was Brod ist , son- 
dern sich nur vom Fleische der Thiere nähren. Hierin hat 
sich auch noch in unserer Zeit, da die Lebensbedingungen 
der Nomaden wesentlich dieselben geblieben sind, nicht 
viel geändert. Rob. Smith (A journey in the Hejaz IV) 
erzählt: They (die Beduinen) have a particular contempt 
for vegetables and membcrs of a tiibe who have settled 
down to agricultural life are stigmatiaed by their nomad 
brethren as Khodar »eaters of green things*'. Eine hand- 
schriftliche Bemerkung des Verfassers fügt hinzu; They 
^y : wo^l 0^V I caunot explain this grammatically but 
am sure of the moaning. Auch heute ist das Gewöhn- 
lichste, für einen Gast ein Schaaf zu schlachten ^ während 



32 

Abraham Genesis 18, 6 zuerst Kochen aus feinem Mehle 
backen Ifisst. 

So erklärt es sich, dass nach der Meinung der alten 
Araber Weizen fett macht (Div. Hud. 21, 22), in ihrem 
Sinne natürlich ein Fehler. ^) Daher ist yjj\ v^LJ eine 
Speise vornehmer Leute. Ihn Doreid Kit-al-üitik, 90, 3; 
(vgl. Exod. IG, 31.) Jaküt II. 284, 1. 

Im Arabischen sind nun, den sachlichen Verhältnissen 
entsprechend, mehrpre Namen des feinen Mehles entlehnt. 

Zu nennen ist zuerst Jul^a*,. übernomraeu aus ) *^^y X*l^2Di 
welches selbst aus 7i!ziizXtc stammt. (Die Aspiration des 
D ist wie gewöhnlich durch das arabische D^'d wie<lerzu- 
geben versucht). Aus dem Griech. auch ins Äthiopische 
aufgenommen mit Assimilation des M an den Dental. Dill- 
mann 373. Das Wort ist auch (jedenfalls durch das Per- 
sische) bis in's Sanskrit gewandert (samitä) — Ein anderer 

Name des feinen Mehls ist ^SyiL (Gl. geogr. p. 220 ; schon 

Tar. Muall. 92; Jaküt IL 354, 2, 7; Nabiga Append. 

58, p. 177, 5 a. f . Vgl. auch die hübsche Geschichte Beläd. 

342), das die Araber verschiedenartig ableiten, das aber 

natürlich nichts anderes sein kann, als ]^^ jüd. "^^Vn 

»weiss*)." Die Wurzel ist in der Bedeutung »weiss sein" 

wohl arabisch; aber einige Bedeutungen, die die Araber 

für ^^ angeben, scheinen erfunden. Dass das Wort im 

Arabischen fremd ist, beweist die ganz ungewöhnliche 

Bildung. — Diesen beiden fremden Ausdrücken kann ich 

— • -» 
noch einen dritten hinzufügen. dLo^j (schon bei A^ 



1) Sehr auffällig ist anter solchen Verhältnissen , daat ^»Ijl^ für Weizen 
oder allgemein Getreide gilt. (Ihn Doreid Kit-al-t.Uik. 291,10). Das mag eine 
jemenische Entlehnung sein; im Aethiopischen ist die Warzel gnt aasgebildet. 



2) Dom i^yj^ and ^\^*** nicht ganz identisch sind , beweist Gittln 56», 33. 



33 

Jä^üt I. 96, 7 und Jaküt III. 497, 13) nach 6aubari »feines 
Mehr* ist gewiss identisch mit )-&*«£ {-^ PSm.784; Opnsc. Nestor. 
97, 12, das Nüldeke (brieflich) weiter mit persischem ft^o^VuI- 

lers IL 985 zusammen stellt. (Manduisch i<3SX^II Sidr. Rabb. 
I 227, 13Th. Nöld.). Dieselbe Lautveriindening, Dental für 
Palatal vor einer Liquida, findet sich in jüd. 0^^317*1 für 
D^p2 w3 = y>^M77aKOf4,itov , ein Wort , das bekanntlich die 
wunderlichsten Yeriinderungen sich hat gefallen lassen müs- 
sen ; vgl. Nüldeke MamL Gramm, XXX. Ahnlicben Laut« 
wandel zeigt l.b},ißG; für ZxAi/o^^ Sophocles, Glossary 
Byzant. p. 509; namentlich aber vgl. Fick in Bezzenberger , 
lieitr. zur Kunde der indog. Spr. VIIL 203. 

[Noch ein anderes Fremdwort gilt im Syrischen für jenes 
feine Mehl ^s-JJc-sMu '^ast. 711 (1. .rl^Js-sili) = tAä- 
xoZvTxc. Echt arabisch ist ^3jJi>f das in Syrien dem 
Ulj:ei$ir dargebracht wird. Jaküt I, 340, 19]. 

Die in den alten Gedichten nicht häufige Wurzel t.^p\k 
(^jjuäL Div. HulI. 93, 40; Aguni XX, 140, 15) wird durch 
äthiop. t^hn Dillm. 1217 als echt gesichert. Die ganz 
aramäische Bildung ^^Lb = U^^ (Gl. geogr. 287) ist 
wohl zunächst in aramäischer Gegend aufgenommen wor- 
den, wenn sie sich auch von da in die anderen Dialecte 
▼erbreitet hat '). 

Wo es an Getreide mangelt, ist auch eine verhältnissmässig 
geringe üebung des Backens zu erwarten. Guidi hat schon 
mit Recht (1. 1.) angemerkt, dass ^u^ ^^Q Lehnwort aus 



1) Das Wort, welches ron alter Zeit für Mühle im Gebraach war, ittL>j, 
die tinfiaebe aos iwei Steinen bettehende Handmühl«, für deren Ursprung- 
Uchkeit auch die alte Redensart i^^^^ C^^ 'der Mahlstein dreht sich'* 
f&r »die Zeit ändert sich** zeugt. Im Arabischen wird es im SinsoUr ge* 
braucht, wie auch das andere alte Wort im^^ gegenüber o«n^ ^^^ Ü*MÜ' 
(Auch I ^^« Nöldeke Stft. Gramm. ( 79 A kann rielleicht als ursprünglicher 
Dual anfgetaist werden). 

.1 



34 

dem Aramüischea 1; ^'rm ist. Dafür kann man als klassi- 
sche Zeugnisse Ibn Hisum 136, 7 und Agani XIX. 95 , 7 a. f. 
anführen. 

Drei Xameu für Brod sind den Arabern aus aramäischem 

Sprachkreise zugekommen. Zunächst ist zu nennen Ijlsxa ^)j 
von dem schon Gauhari l)eroerkt: IjJ«^ &lbL jJ«^ ist 
in den meisten solchen Fallen direct ^Sji gleichzusetzen : 
so ist auch dies mit der arab. Wurzel ^1ä ganz unverein- 
bare Wort erst aus aram. SHülJ/* übernommen. Im Syrischen 
fehlend, aber im Jüd. aram. erhalten . Lew, TWB. s.v. 
Ein anderer Name für einen in Asche gebackenen Teig 

ist jj**wCwb, woneben auch ■■.■^~ ^ U vorkommt. Dass das 
Wort uuarabisch ist. ist schon durch diesen Wechsel uml 
den Mangel einer Ableitung deutlich, und in v'^** That ha- 
ben das Syrische sowohl wie das Jüd. aram. das Original 
erhalten: IriLsi-i und jüd. D'S'l^. Das jüdische Wort 
findet sich im Talmud selbst nicht mehr, wohl aber noch 
in einer jedesfalls aus gfiönilischer Zeit herrührenden Er- 
klärung im ^Aruch s. v. DDH U. Es heisst dort zu San- 
hedrin 14» = Kethuböth 17* f^DDIÜO N^l f^DalDQ N^ 
(mit Yarr.) »ein Kuchen, den man vom Teige genommen 
hat u. so backt, wie er ist, kugelförmig, ohne dass man ihn 
glatt und eben gemacht hat, wird 0*^31^12 genannt." 
Ohne in eine Discussion über die Richtigkeit der Erklä- 
rung des talmudischen Wortes einzugehen, ist der Ge- 
danke, als könne dies D^^S'l^bS erst aus dem Arabischen 
(das U fällt allerdings auf) eingedrungen sein . abzuweisen , 
weil in solchen Fällen ein ^«^32^^ fVj^^S oder n'^CS 
(ri^ir**U3) nie fehlt. Abgesehen davon aber haben wir das 
Syrische als deutlichen Beweis, dass das Wort im Aramä- 



1) Vgl. tlen Beleg bei (raub. s. v. jj^'- 



35 

ischea üblich war. Die Ableitung ist indessen auch da 
nicht ganz ohne Schwierigkeiten. Ich denke aber, dass 

iJj A^c l und arab. y«««^ uns den Schh'issel zu diesem 
Worte geben. Es gehört nfimlich zur Wurzel ^IsJ »ver- 
bergen** und ist eine Bildung auf l-^c , die allerdiugs sonst 
im Syrischen diminutive Bedeutung hat. Nöldeke Si/r, Gramm. 
§ 133. So ist auch Uthiop. dafent ^) von der Wurzel 
dafaua »verbergen*' zur Bezeichnung desselben Ausdrucks 
gebildet -). 

Entlehnt Ist drittens j^ »A_t ff (bei (.iauh. aus dem Hadit 
belegt ; Jak. II. 247, 13) »Laib Brod**. Es hat im Arabischen 
keine Ableitung; das Yerbum und die übrigen unter dieser 
Wu'- wi aufgeführten Wörter sind alle erst secundär davon 
gebildet. Eine gute Ableitung aber hat es im Aramäischen , 
wo es zur Wurzel >cJi^ »drücken, pressen*' = arab. jJLb 
(hebr. ri10T:fc?) gehört; es ist die »plattgedrückte Masse*', 
wie fjLxl^x zur Wurzel f4.xy »kneten**. Vgl. Curtius Grundz. 
s. V. Es findet sich sowohl im Syrischen l^^t^ ^^ l , als auch 
im Jüd. aramäischen X^ /^12 , wie auch im Mandaischen, Nöl- 
deke Jfand. Gr, 105, 9. a. f. — Über ^|=l|-»-id aus dem 
selbst ägyptischen (Parthey Vocab. 551 ) xö-Jipx vgl. Gl. Geogr. 
177. — Aber viJjiS^ wird wohl zunächst aus aram. 8D>3 
('Arüch s. V.) U.1^^ (PSm. 1790) entlehnt sein. — Nachdem 
diese Entlehnungen nachgewiesen, muss ich aber für die 

Echtheit von ijCyj eintreten. Die gegentheilige Annahme 
wird schon dadurch widerlegt , dass das entsprechende ara- 
mäische Wort sein ursprüngliches p schon in 3 verwan- 



1) DiUmaon 1133. 

2) Die Transcription unteres Wortes durch «f^S^^A^j Opusc. Nestor. 85, 21 
beruht wohl nur auf ciucin Versehen. — Das an <ler oben ritierten Stelle im 
ArAch genannte 'OIO'^O, welches als aramäisch bezeichnet wird «Knäuel Wolle** 
ist rrföfxßoQ. 



36 

delt hat und zwar gleichmassig in den jüd. Dialecten und 
im Syrischen. Aramäisch entspricht nlimlich l^«^i^ , XnV^lj 
während noch das Misnahhebrilisch das alte p aufweist; 
Kelim 8, 6 Tip. Dies Wort ist also dem hebriiischcu 
Sprachschatze einzuverleiben; nur zuHlllig fehlt es dem 
A. T. Die Annahme Haupts (N G G W. 1383. p. 95 Anm. 4). 

^^ (Rumils) sei aus dem Aramäischen aufgenommen , ist 

durchaus unmotiviert. Wenn es diese Bedeutung wirklich 
hat , so liegt hier derselbe Bedeutungsübergaug vor wie bei 



--. ^ ' 



Is , ^- ^y . i^\^ uud vielen anderen. — Ein anderes deutlich 
echtes Wort ist &ixfr> (auch v.^^% ist erlaubt; Gawäliki, 

Morgenl. Forsch. 148)=^:^^^ jüd. aram. Xn3n für Xna^jn. 
— Echt ist auch wU. = p^pl ^). 

Aramäisch sind auch einige Namen von Gerichten. Längst 
erkannt ist die Identität von tjc^fj^ Tab. III, 896, 17 mit 
|y i n ü ; vgl. De Sacy zu Abdallatif, 107; Lagarde Ges. Abh. 13; 
Low Ar. Pßanz. 124. Es ist aber nirgends deutlich aus- 
gesprochen, dass ^JCLtJ^ im Arabischen Fremdwort ist, 
Dass dies wirklich so ist, lehrt am besten die Eämil 479, 
13 erhaltene Notiz über den ersten, der das Habis essen 
lehrt. 

Ein anderes noch nicht erkanntes Fremdwort, das wohl 
nicht durch aramäische Vermittelung in's Arabische gewan- 
dert ist, ist v^Luö Kämil 88, 14; 89, 6; ib. 12; Ibn Dor. 
Kit^al'iMly. 280 , 6. a. f. Den Hauptbestandtheil dieser 
Speise bildete Senf und so ist es gewiss zu vtvivi »sina- 
pis'* zu stellen. An einen Zufall der Wortähnlichkeit 



1) I^C^M PSm. 1244 ist enUtanden aas ^\2\Z^'^ (zur Wurzel j>' 
•hdM sein" jüd. Tm) jiiJ JO-^H; aber rmn Kclim 11. 3 i>t nicht, wie 
Hui andeutet, webender Achnlichkcit mit einem solchen Kuchen benannt, son. 
dero gehört zur Wurzel "^n .Jurchlöchem". 



37 

ist hier wohl kaum zu denken, um so mehr, als auch der 
Senf in Arabien wahrscheinlich nicht von alters her be- 
kannt war. — Zu den aramäischen Wörtern gehört aber 
Äj^ol, welches aus ^^1 (PSm. 134) jikl. fn:2X übernom- 
men ist. 

^.yuo soll nach der üblichen Annahme (Stern Koptische 
Grammatik 6) aus dem Koptischen in*s Arabische gewan- 
dert sein, doch kommt hier ebenso gut auch das Ara- 
mäische (^Vrilch s. V. nv VI) in Betracht. 

Sieher aber ist *Ll^u^, das im Arabischen keine Ableitunir 
hat, entlehnt aus ninV nach ^Arüch: kleine eingesalzene 
Fische. Es wird neben TS genannt Nedärim 6, 4. üeber 
die verschiedenen Schreibungen des arabischen Wortes vgl. 
tiawäliki, Morgenl. Forsch. 155, 4 a. f. 

Julj »Gewürz" ist zweifellos aramäisches Lehnwort. Be- 
weise dafür sind die unarabische Form J^Li , das denomi- 
native Verbum JJj und der Mangel einer Ableitung. Es 

ist übernommen aus /ZH Low Ar. Pflanz. 370. — ^lol 
(Gawuiiki, Morgenl. Forsch. 129) ist zunächst wohl aus 

"IT^S aufgenommen. Ueber dieses Lagarde Semitica 36. 

^^ytjS' »einlegen" von Früchten (Dozy II. 439) ist ent- 
lehnt aus ^33 (^Arüch, »ital. composta") ^a c^ PSm. 
1674, 6. jjaaaJ^ ^Alk. 1, 4 wird als eine Art Datteln er- 
klärt. Ist es etwa I ^^m »eingemacht"? 

^Lo (mit den Nebenformen JoIaj UaTs i>l Ulis bei 
Gauh; auch mit Auflösung der Verdoppelung b^^^f Gloss. 

geogr. 320) erregt schon durch seine zahlreichen Spiel- 
forraen und die ganz unarabische Form unseren Verdacht. 
Ich denke nicht zu irren, wenn ich dies Wort zunächat 
zu W-«^— Opusc. Nestor. 112,3; U^z^ Gast. 818, 6: 
nach BB s^ii^Ut Laxa.!! stelle. Aber auch dies syrische 



38 

Wort ist deutlich fremden Ursprungs , und man mochte es 
zunächst gewiss ganz gern zu üuui^ Vull. ü. 794 und 
nöuu3 Vull. II. 712 stellen. Aber die letztere Form ist 
schon durch ihr ^ als arabische Bildung deutlich und die 
erstere fTdlt durch ihr B gegenüber dem syr. ^ auf. Hat 
[jU^y im Persischen eine Ableitung , so fallen natürlich 
diese Einwriude. {kotttxI sind auch speciell Kuchen aus 
Sesam (und Weizen) wie itiil. aibata bei Dozy II, 302 s. v. 

Von Fleischspinseu weiss ich als aramfiischen Ursprungs 
nur tSjUu (Aicaui Gl, 10 Dozy) zu nennen, das schon 
Roediger in seinem auf der Strassburger Bibliothek befind- 
lichen Exemplare der Agaui (ed. Koseg.) mit »lucanica*' 
zusammengestellt hat. Zu bemerken ist hier wieder die 
eigenthümliche Uebereinstimmung des Arabischen mit dem 
PaKlstinischeu , das auch schon mit demselben Wechsel der 
Liquidae 5<p3p13 (Levy, Nhbr. Wtb. III. 440) zeigt. 



KLEIDUNG UND SCHMUCKGEGENSTANDE. 

Wer über die Kleidung der Araber sich unterrichten will , 
findet noch immer an Dozy's berühmtem Buche einen 
sicheren Führer. Ich verweise also auch für die ältere Zeit, 
(nur JaTcübi (Houtsma) II. 97 , 98 seien kurz erwähnt), auf 
die Einleitung, die Dozy seinem Buche vorausschickt. Nur 
zwei sehr alte Nachrichten über arabische Kleidung will ich 
hier anführen. Im Talmud Mo^ed Kät. 24^ 34 wird uns die 
Art, wie die Araber sich den Kopf verhüllen (zum Schutze 
gegen den Wüsteustaub), beschrieben, ebenso wird in der 



39 

MisDuh schon (Sabb. 6, 6) yod der Art gesprochen, wie die 
Araberinnen sich verhüllen. 

Ich handle zunächst von den Stoßen, die zu den Ara- 
bern eingeführt wurden , deren Namen also in ihrer Sprache 

nothwendig fremd sein müssen. Schon in alter Zeit fin- 
den, wir die Seide den Arabern bekannt «^^ (Aüani 
XVIII. 154, 14). Rs scheint kaum, «lass mau dies Wort 
aus dem Arabischen wird ableiten ilürfeu. Die Wurzel« 
die sieh «la in die zwei Bedeutuugeu :>liei.ss sein" (hebr. 
7T\T\) luid :>edel, vornehm ?;oiu'* jüd. ar. IHH :>frei sein'* 
^^iPiU* »frei machen"; ebenso syr. V^^ (vgl. Payne Smith 
1350)) spaltet, scheint damit nichts zu thun zu haben. 

Dass etwa o^ i" der Bedeutung »vornehm** dann auf 

den edlen StoÖ* xzt* h^^x^^ übertragen worden wäre, ist 
schon deshalb zweifelhaft, weil sich von der Bedeutung 
»vornehm" bei «^«^ nichts erhalten hat; andererseits wird 

der Gebrauch der Seide bei den Arabern nicht so verbrei- 
tet gewesen sein, dass sie als der »vornehme Stofi'* 
schlechthin bezeichnet werden konnte. — Da das Wort 
weder im Persischen, noch auch im Aramäischen irgend 
welche Analogieen hat, so wäre es möglich, seinen Ur- 
sprung in dem Lande zu suchen , aus dem vermuthlich schon 
in alter Zeit die Seide zu den Arabern gebracht wurde, in 
China. Ich muss es aber den Kennern dieser Sprache über- 
lassen, das chinesische Aequivalent unseres (im Äthiopischen 
nur als Fremdwort vorhandenen) *) Wortes aufzusuchen. 



1) Darnach ist die Anführung in Gesen. lldwb. IX. 254 a. t. *'1tn za berich- 
tigen. 31 an könnte daran denken, unser Wort mit dem genannten hebr. Worte 
zusammenzustrllra; aber von der BciieutuDg .Treiu** ist in der Wurxel ^> 
nichts erhalten. Uebcr uralte Handelsbeziehungen der Chinesen mit den Lün* 
dem des Westens vgl. Schumann iu: Jahrbuch des Botanischen Gartens vB«rUa> 
111. p. 120. 



40 
Aas aramäischem Kreise drang ein anderer Name f&r 

9 

die Seide in's Arabische ein ^j^J^o (schon frühe, beiAmml]^. 
Mu^ll. 10; Hamäsa 265 , 8; 556 ; Agani XVIH. 154 , 14; V. 
116, 2, welches, wie langst erkannt ist, aus ^jmJJl« 
Nahhas zur Mu^all. des Amrulk. V. 10 , ed. Frenkel) umge- 
stellt ist. Dies ist =syr.lÄ^'-fclo jüd. ar. S»D3t2^, welche 
aus griech. ßirx^x entstanden sind. Ob sich die Umbil- 
dung im Arabischen yielleicht durch einen halb beabsich- 
tigten Anklang an i^J;:^^ vollzog? 

Wiederum aramäisch ist ein dritter Name für »seidenes 
Gewand" itJLj, schon Näbiga 7, 11 (Buhari ed. Krehl, 

489 , 14. Th. N.). Es wt unzweifelhaft identisch mit Uh^ 
Cast. 940 u. Cureton, Spicileg. Syr. 13, 21; U^U Ezech. 
27, 16 : Assem. Bibl. Or. 1. 186. Not.; Mandäisch K^S"1SC^ 
Nöldeke Mand. Gramm. 17, Anm. 6; Targümisch riKTS^ 
Esther 5, 1 in der Miänäh Kiläjim 9, 2 ^^TVS pn^wH. 
Talraudisch Megilläh 27b (unten); Kethuböth \Z\\ Besah 23*3; 
andere Stellen geben ^Irüch s.v. und Levy TWB. II. 477. 
Über das chinesische Original vgl. Richthofen China I. 443. 
Anm. 2 ^). (Das eben genannte *] 73 identificiere ich mit 
i^S oder iSdf Vullers 11. 820 u. 868 ; vgl. auch aüuJCJlS' 
eine Art Seidenzeug und Yull. II. 1247. s. v. Ji^icuo) 

itCxAM ist schon in der Form unarabisch; dass wir nicht 
itCxÄ haben, lässt schliessen, dass es schon in alter Zeit 
Aufnahme fand. Es ist dann wohl mit Anlehnung an yj^ 
»Streifen" (wJJo) arabisiert worden. Die älteste Yocalisierung 
wird aber nicht f t a^ gewesen sein; man sprach gewiss 
nur ifwuM. Die grammatische Schultradition hat es später 



1) Gewiss tber ist die semitische Transscription des Wortes geoaoer ent- 
sprechend , als die griechische , die vielleicht erst durch semitische Vermittelung 
ging. 



41 

erst in die Analogie der Form ^!kiJk einbezogen. Natürlich 
ist mit diesem Worte auch äthiopisch j^iräj (Dillmann 
263) identisch, das Dillmann halb zweifelnd damit zusam- 
menstellt. Es ist auch für das Äthiopische Lehnwort; den 
Anlaut hat es im Gegensatz zum Arabischen genau so be- 
wahrt , wie ihn die aramilischen Bibel Übersetzer sprachen. 
Schon von Frejtag erkannt ist die Identität des Wortes 
^JL Jaküt II. 505 ult. mit pers. sLl (altere Form aa- 
rak]) *) ebenso die Identität von -.LuJ (Agani IV. 17, 

1; 66,11) mit pers. dib^tgt syr. «-^^s^?. 

Dunkel aber ist noch die Herkunft von ^S] Nfib 1, 27. 
Eamil 498 , 3 nach Gauh. = \ ^} \ belegt in je einem Verse 

von ^Adi ihn Zeid und A^su. Augenscheinlich hat es mit 
der arabischen Wurzel ^0\ » so weit von ihr die Rede 
sein kann, nichts zu thun. (Ji4>%l »Schlafsucht'' zu 
nOT^in ? N wegen D). Auch ^4>tt »Saffran" ^O; »anordnen". 
^i>% »Armelende" scheinen mir nicht echt arabisch , wenn 

ich auch ihre Originale nicht nachweisen kann — , pahmxn 
Lagarde Gea. Abh. 225, 26 ist gewiss nur das Aequiva- 
lent von dem in das Arabische als ^jjuU übergegangenen 

Noch nicht vollständig klar ist der Ursprung von ^< 

Gauh. s. V.; Mu^arrab p. 79, 10. Es gilt für verwandt 
mit vtviuv. Dies selbst gilt aber als ägyptisch (Parthey 
Vocabular. 572). Vermutlich gehen beide Worte (wie 2^2^) 
auf dasselbe ägyptische Wort zurück, das man als schena 
{schentx^ erkannt hat. 

Der persische Ursprung von -^ ist bekannt; vgl. Gl. 



f 



1) Nttürlich «rird dadurch auch die tod de Guignet (bei Richthofen Chi 
1. 443 Anm. 3) logenomnifne Vcrwandichaft dieses Wortes mit Alp»^ Jes. 
19, 9 unmöglieh. 



42 

geogr. 224. Dagegen ist ^ = tilra. X?p (Low Ar. Pßanz. 
92). Damit ist (]cewiss auch „jj Juküt IV. 209 identisch. 

Ob aber auch kxtx: kxttx^ lul. Poll. Z. 63? — . o bedeutet 
ursprünglich wohl Byssus, dann überhaupt »prächtiges Ge- 
wand". Tabari I. 704, 9; Kuinil 699, 17. Es geht wohl 
eher auf ein persisches, als auf ein Aramäisches Original 
zurück , da die Araraiier es als 1^13 u. s. w. aufweisen. 
Persischen Ursprungs ist wohl auch ^j«jIj Opusc. Arab. 

ed. Wright 6,2: Mu'arrab 70 s.v. ^JjJL: aber an eine 

Zusammensetzung aus yj -*- ^^ also » byssusfarbig*' ist 
wohl kaum zu denken. 

Von geringeren Kleiderstotfen ist zunächst als aramä- 

isch zu nennen ^j\Jf Amrulk. 48, 46; Div. Hnd. 116, 
14; Jfiküt II. 505, 17: IbnHisam6l3, 17; Bekri 635 ult. 

Gauh. s. V. ^^jS ^). Das Wort ist sicher übernommen aus 

aramäisch PAx (Low. Ar, Pjl. 232), da in Arabien die 
Leinpflanze nicht heimisch ist und überdies auch die Form 
des Wortes schon Verdacht einflösst. Schon die Araber 
wussten, dass das Wort fremd ist, Mu^arrab 133, 4 a. f . 
r U s »Baumwolle" (bei Gauh. schon mit einem Verse 
Lebids belegt), aUks im ^adit Jäkat TV. 125, 14 und 
davon gebildet xi^o^ . (das Original zu coton u. s. w. Diez , 
Et. Wb. IV Aufl. 111) ist auch für das Arabische erst Fremd- 
wort. Koptisch kontion Parthey Vocabnlarium 68? i-'.- 
Opusc. Nest. 95 , 2 ? 

Eine echt aramäische Zusammensetzuni:^ hat schon Flei- 
scher zu Mu^arrab 137 (vgl. auch Mu^arrab 79, 8) in 



1) \n tlieser Stolle steht durrh Veräztr.m,: -y^ für q"^ ; gerade bei 
.Viik findet *ieh «miic solche Verkiirzun.; norh öfters. Vgl. Gauh. s. v. 3?» ^° 
qjxJLj für ^JwJ-J steht. 



*j.-. 



43 



(.£w0 (mit yerschiedeDerVocalisatiousmogliclikeit)=]^^ jl 
»Schaafwolle** erkannt^). 

Hier verdienen noch einige von den Arabern und auch 
manchen Neueren verkannte Wörter ervvuhnt zu werden , 
Adjectiva, die von Nominibus propriis gebildet sind, von 
den arabischen Lexicographcu aber meist als Appellativa 

2 

gefasst werden. So ist ^y^^ gewiss nichts anderes, als 

eine Xisba des persischen Namens >«jLm (arabisiert ««jL«) , 
hei><st also eigentlich nur »Saborstotl" -;. Die Araber wissen 
nur zu sageu, dass es ein teiut.'r «lünner Stotl* ist, was sie 

aus dem Verse (3as\ ^<^L»fcM lyt^ ü^^^^ (Gauh. s. v. 
yA^) »und einem Leben sauft wie die Berührung des 

;^oL»#" schliessen konnten. TaVilibi 116,5 a.f. (ed. de Joug) 

leitet das Wort von der Stadt Nisabür ab, mit Unrecht , wie 
ich glaube. Denn wenn auch in späterer Zeit Gewänder 

aus Nisabür und Herat (äJ.^^d) nach Arabien kamen, so 
ist doch nicht gut anzunehmen, dass zur Zeit des Amrulfy. 
der Verkehr mit dieser Stadt schon so geblüht haben sollte , 
dass sie einem nicht sehr seltenen Stoffe den Namen gegeben 
haben könnte. Schon Amrulk. aber gebraucht das Wort 36 , 
13 und ein anderer alter Dichter bei Ibn Dor. Kit-al-iötik. 
70, 13; Jälj:üt IL 39, 14. Dazu tritt als zweites Moment, 
dass Benennungen der Stoffe nach den persischen Gross- 
königen auch sonst üblich sind — ein Punkt, auf welchen 



1) Die Kleider der alten Araber iraren aas Kameel ^ oder Haasen i- Haaren 
getrcbt. Das ^^L«m« ist auch jetzt noch aus ß^ i e. the fine hair o( the 

hump of a young camel llobertson-Smith Joumej 11. — ^1j U) ,» J JukAt I. 
584.6; Edict. nioclct X V 1 , 27 ; D'33-«C nD:P D'^Oi "<0^ .Nlenachuth 39b 
paenalt. 

2) In der That sa'^t auch Ibn Dor. in der Gamhara: , ^^i <^>^m>»JLs t^« 

sj^J^ I^Jb L^jH^ 1^*^ O^ » C ' i ^ ^ (3**^ ;y^ anders aber Kit- 
aUistik. 70.3. 



44 

mich Herr Prof. Nuldeke aufmerksam machte, der daf[ir 
*%t .:^ (Mu^arr. 60) und ^, ^ r< anführte. Hierzu kann 
ich selbst noch ^JCJLa T^raf. ilu^all. 3 fügen, wozu man 
5ariri Durra (ed. Thorbecke) 94 unten vergleichen kann. 
Einen fremden Stotf bezeichnet auch ^\\s t schon Zuh. 
3 , 20 und Lebid bei Gauh. s. v, ^^\y ; JaTcübi (Houtsraa) 
II. 95 , 2. Der Ursprung des Wortes ist den Arabern (und 
auch den neueren Lexicographen) unbekannt. Es ist aber 
nichts anderes, als ein mit der alten persischen Xisbaen- 

dung gebildetes Adjectivum von dem Namen ^r, das als 
rdzik angesetzt werden kann, da es in dieser Form auch 
in das Syrische übergegangen ist, ).a2^]S (noch mit dem 
langen persischen i) Assemani Bibl. Or. I. 392 (III. I. 347. 
Nold.). Dieselbe alte Nisbaendung ist erb alten in l^^ldj.^. 
und &ÄoLa.. in Uä->^ Gast. 578, mandäisch X^^ID^i^D 
Nöldeke Mand. Gr. 141 und — noch unerkannt — talm. 
nspDpD ^). Im spiiteren Arabisch wird aus den älteren 
Formen ^,U (Mu'arrab 73, 10; Ta'älibi(de Jong) 111. 11) 
und ^wSXmm* Nach Gauh. hat man unter ^'sk weisse 
Stoffe zu verstehen. Auch heisst ein Wein Issl; [und es 
giebt auch ein "lisK i^i> Fragmenta historicorum ed. de 
Goeje I. 74. Th. Nöld.]. — Hierher gehören noch ^J^"^ Kä- 
mil 35, 16 zu ^o=:'3£31 Targ. Jeru^. Num. 34, 11; 
^iOv)f IL Macc 4, 33 und äirikit Amrulk. 4,6; noch 
zu erklären aber bleibt »Ukjoo Jäküt I. 545 , 19. 

Um nun zu den Namen der einzelnen Kleidungsstücke 
selbst überzugehen , so ist alt und längst bekannt die Ent- 
lehnung von [jQ^ Amrulk. 40, 27; A'sa bei Bekri 779, 
9; ^amasa 380, 1; Di van Hud. 95,17; 130, 1; Kämil 



1) Viel. Kuhn. Litteritarblatt I. 414. U a. f. 



45 

26, 12; 752,2; Agani XIX. 2. ult.; Ibn Dor. Kit-al-istilj: 
230,1; Jakat III. 34,1. Pliir. ^jaj Tab. III. 938,17 
aus xx'jLijtc'j (Sopliocies, GIoss. Byzaut 304) caroisia. Im 
Arabischen bat dos Wort keinerlei Ableitung, es gehört 
nicht zur Wurzel (jss-ii Divfin Leb. 112,1. Auitlillig ist 
nur, dass es im Aramäischen, wie es scheint, nur sehr 
selten ist. Ich finde nur I« '^/f'iJ (unbelegt) bei Cast. 
S05 und GiJLä* ^ 'n r Lagardc Anm. zur griech. Ubers. der 
Proverb. 72 , 5 ; im Jüd. ar. kommt es gar nicht vor. Die 
Annahme, dass das Wort erst aus dem Arabischen in die roma- 
nischen Sprachen gewandert ist (Dozy IV^rnivi^^ 375) , wird 
schon durch das Französische, das hier die reguläre Laut- 
Veränderung gegenüber dem Lateinischen zeigt, (camisia — 
chemise ; vgl. catus = chat ; castus = chaste ; lat. r = franz. 
ch,) durchaus widerlegt ^). Bei diesem Worte wäre vielleicht 
zu erwägen, ob es nicht direct von den römischen Ein- 
dringlingen unter Aelius Qallus, oder von den römischen 
Grenzsoldaten ohne Vermittelung der Aramäer zu den Ara- 
bern gewandert ist. 

(Xs>^jj schon T^rafa Mu^allaka 12 ist eines der interes- 
santesten Wörter, weil es einen sehr grossen Umweg ge- 
nommen hat, um zu den Arabern zu kommen. Dass es 
nicht arabisch ist, braucht nicht bewiesen zu werden und 
es ist auch sofort klar, dass es identisch ist mit lat. pa- 
ragauda '), welches selbst nach Lagarde Ges, Abh. 209, 30 ff. 
iranischen Ursprungs ist. Schon Buxtorf verglich talmu- 
disches ttlUlSf das später die Bedeutung »Vorhang'* 
annahm , weil er auch buntgewirkt war , zu paragauda 



1) Schon OIcx Ctvia Wuitb p SO hat mit Recht dagegen protettiert. 

2) V;;l. (Ia2a ilie reichlichcti Littcratiinn^abeo bei Waddio^tao zum Edict. 
Dioclct. XVI. 15 (amSchliift«e miteini'^o, dem N'ichtorieotaUsten ventihlichea 
Irrthümero). 



46 



Dazu gehört im Syrischen ^?s^i^ Joh. Eph. 82=rTjB- 

pxyxvitov und niandiiisch mit einer Volksetymologie S<ni3 13 
Nülileke Maml. Gramm, p. 47. Man sieht , wie das Wort 
gewandert ist; yerrnntblieh ist es in das Arabische aus 
der Gegend gekommen, wo die Mandfier wohnten, aus 
dem unteren Babvlonien. Dies j?ewinnt dadurch an Wahr- 
scheinlichkeit, weil gerade in Tarafas Mu^allaka auch noch 
an einer anderen Stelle der Tigris erwlibnt wird (V. 28). 
Durch »paragauda" wird nun auch die Bedeutung des ara- 

bischeu ü^^ . das von den Lexicographen nur unvollkom- 

men erklärt wird, (Gauh. JftxJLß *L1X; besser schon das 



Scholion zur Mu^all. »ein Gewand mit Streifen") festge- 
stellt. Als Nom. propr. Juküt I. 550. Der Ort war von 
der bunten Farbe benannt wie äti^j. {J^^r^ Jäküt I. 569, 
4: 585, 12 u.a. 

Aramäische Form zeigt auch oLjJ«^, das schon tou 
den Arabern (Mu^arrab 49) als fremd erkannt wurde. Es 
soll im »Nabaüiischen'* oder »Persischen*' nach Gawälilji 
ein Kleid bedeuten, nach dem Kamüs ein Kleid der Ma- 
trosen ^). Es gehört wohl zu syr. U?g-^. Payne Smith 674 und 

517 s. y. P^^-ii^ (dies wohl auch ein Lehnwort; '^iJ^^^ gj^ 

scheint Volksetymologie); allerdings wird damit wohl die 
Untersuchung noch nicht abgeschlossen sein, da auch das 
syrische Wort wohl erst entlehnt sein wird. Dass das sehr 
seltene arabische Wort erst in das Syrische gewandert sei, 
ist bei Weitem weniger wahrscheinlich. Für meine Ablei- 
tung spricht auch die Nebenform »Löy^ mit 6i die, wie 
auch sonst gelegentlich (vgl. S\% - <JHH^) ^^ Aspiration 
des D wiederzugeben sucht. 



1) Nach lÜMkm bei Jilkut I. 130 alt. wiire i^U^t in A'si's Vene eio 
Nom. propr. und das ist mir auch trahncheiulicher. 



47 

Jü«^ ist ein haußgcs Wort schon bei den alten Dich- 
tern 'Alk. 2,27; 'Antara 20, 18; Amrulk. 52,14; (iauh. 
s. V. JhuiV. Ibn nisain Ü24, 11; A;>;\ni IV. 132, 17; 133, 
12: XVI. 20. 10 a. f.; XVIII. 155, 14 a.f.; XIX. 84 
paeüult.; IJiimfisa 349 uiiJ davon ileuominativ abgeleitet 
JjjLli Zuheir 3, 20; '^Ant. 20, 2; Ibn Hisäm 70l, 17; 
Bekri 075 , 1 1 : J^lli üiv. HuJ. 97 , 29. (Als Noiu. propr. 
Ibn Dor. Klt-al-t'-^fil:. 294,5). Dozy (cttement9 202) pro- 
testiert uatürlith mit Recht i^Ptcen «lie von Frevtair vcr- 
suchte »lin»ctc Zurückführuui^ ilieses Wortes auf pers. JJLw. 
Jlj«M« ist niemals L*t\va.s Audeies, als ein Mantel, während 
^tJLä = JKy^ »Hosen** sind. Mantel ist nun sicher 
auch S/DID 'Sabb. SS"», da dort von einem Gewände die 
Rede ist , das über den Schultern getragen wird. [Die dort 
erwähnte Luxussteuer, die auf dergleichen Mäntel vom per- 
sischen Grossköuige eingeführt war, verdient beachtet zu 
werden], ^ilantel" bedeutet t^^SHD auch nothwendig 
?<abb. 1011) ult. und Hullia 76^ in der Redensart UIHD 
72")Dn, was nur »Mantelkragen** übersetzt werden kann, 
wie auch die Glosse richtig erklärt ; ebenso Menächoth 41*, 
wo es sich um Schaufäden handelt. Selbst das biblische 
r^S^D erklären die babylonischen Autoritäten bei ^\rüch 
s. V. als Mäntel ; es ist also darnach sicher , dass (^^31D diese 
Bedeutung hatte. (73T1D3 bei ^Ar. Denominativ davon). 
Dazu stellt sich nun unser Jü^^ Über die eigentliche 
Abstammung kann ich aber nichts Genaues sagen. Wahr- 
scheinlich ist , dass das Wort iranischen Ursprungs ist. Zu 
trennen sind von diesen Wörtern durchaus JL,^m (Plur. 

J^f^ statt Jujl^ Jakutin. 645,8) =li^r^, welches 
ebenso, wie J^^I^Ss^ ') zu persisch JJLi gehört Mit 731D 

1) AlIcriliiKTs voo Hui Güun zu Kclim 26.3 als Arbeitsärmel (»ihr Xtme 
ist urubiikrh 02(02" (lies OdCOJSC) = ^Ud * Plar. r. ^) erklärt. 



48 

Dan. 3, 21 wird aber Lagarde Ges. Abh. 206 Recht 
haben, der dies Wort als Übernahme aus dem Griechischen 
erklärt. (Man denke an p'*iC22D£3 'pxXrvipiov und die ande- 
ren griechischen Wörter in Daniel). 

[^JlI Nabiga , Append. 56 , 5 ist wohl kein echt ara- 
bisches Wort. Allerdings findet sich auch daneben, wie 
es scheint, echt ^Jlm# > Decke des Kameelsattels*'; aber dies 

ist , wie schon die Araber erkannt haben , nur eine dia- 

"^ ' ** 

lectische Form (SUJ Gaub.) für Jjc^ . das selbst zur Wur- 

zel JJum (vgl. "^r-^? wohl ursprünglich Saphelbildung von 
** /T JjJJ) gehört. ^^<jLl kann aber aus SnO (schon bibl. 
pno) der Bedeutung wegen nicht gut übernommen sein. 

|JC|.r, welches selbst auf j/kSciv zurückgeht, ist davon ganz 
zu trennen]. 

Über ^jjLi Amrk. 34,5,17; Ihn Dor. Kit-al-Ütik 211, 
8 a. f . (Dozy vetements 261) , das nach Gauh. ein grünes 

Kleid ist, wage ich nichts zu sagen. i^.Jlim »Indigo" 
(auch persisch bei VuUers II. 240. 11 JuJ) wird schwer- 
lich damit etwas zu thun haben , da es gewiss nichts an- 
deres ist , als 'laartc. Aber auch zu arab. i^Jum wird man 
es kaum stellen wollen; ebenso wenig zu dem, überdies 
unsicheren D^^D Levy, Nhbr. Wtb. III. 480. 

Swhon von den Arabern als fremd erkannt ist ^mioikAm * 
^^jSV^ = »sigillatus**; Mu^arrab 82 auch ganz richtig 
durch i^L^ erläutert. Ob die Bedeutung > Decke" b^rün- 
det ist, ist nicht mehr festzustellen. 

Neben den Gewändern , die aus dem Norden und Osten 
nach dem ^i^z kamen , sind hauptsachlich die jemenischen 
Gewänder zu nennen, die viel begehrt und verbreitet wa- 
ren. Bezeichnend dafür ist, dass bei der Eroberung Jemens 
durch die Muslime die einzelnen Städte jährlich eine be- 



49 

stimmte Anzahl bunter Kleider als Steuer zahlen müssen. 
Beladori 71. Diese waren reich gestickt ^^--i^) und mit 
Borten L _w lj) versehen. Der häufigste Name eines solchen 
Gewandes ist j^j Agaui IV. 128, 1; Amrulk. 10, 13: Tgl. 
auch Tarafa 12,2; I.lamasa 591. Aus A;>;ini IV. 128, 1 
lernen wir, dass in den Rand Pfeile eingestickt wurden; 
von solchen Stickereien wird auch Babä MesiVi 60^ er- 
zählt. In der Discussion ist von verschiedenen auf Kleider- 
zurichtung bezüglichen Arbeiten <lie Retle, und dann wird 
fortgefahren: »Rjib erlaubt H^J ^OwS/ ', was natürlich nicht 
mit der Glosse übersetzt werden kann »Pfeile zu malen," 
da dies keinen Sinn giebt, sondern vielmehr »Pfeilein das 
Gewand zu sticken". Wir haben hier also eine interessante 

Parallele zu |^!ja*mJI ^^aJI. 

Ein anderer gebräuchlicher Name für ein solches jeme- 
nisches Prachtkleid ist Hw^ (Dozy vttements 133; Kamil 

149, 10^ ^xAÄ (so 1. IbnDor. Kit-aU^ttk.Oi, 10 für ^uä^ 
zu der im Arabischen nur noch schwach vertretenen , im 
Äthiopischen aber verbreiteten Wurzel habara (Dillmann 
102) gehörig. — Noch ein anderes Wort kann hier erwähnt 
werden v^LJL:^ (Dozy, vttements 122) das im Arabischeny 

wie es scheint, weniger gebräuchlich war, als im Äthio- 
pischen (Dillmann 1139); es wird wohl auch ein jemeni- 
sches Gewand sein. (Eine interessante Anwendung dieses 
Namens Bekri 262 , 10 a. f.). JaTvübi (Houtsma) 11. 204, 3 
lehrt, dass es nicht nur ein Frauengewand ist, worauf die 
meisten Belegstellen führen. 

iclo (Amrulk. Muallaka 26; Kämil 370,10; 379, 17. 
^am. 504; Dozy 404) ist schon von Nöldeke Mand. 
Gramm, p. 127 als entlehnt bezeichnet aus L*r^ i-j'" ^jV« 
[Auch das Mandäische hat beide Formen neben einander 

J<^L;N::ni01 Ü'"^l^r2 S*-J3^1 SR. I. 178, 12 Xh, Nöld.]. 

i 



50 

Nach Sachau ZDM6. XXXYII. 569 wäre es aus ß^Xaryi 
enistamlen. Das wäre lautlich allenfalls denkbar. Aber , dass 
»Schaafpelz" grade bei den Arabern , die an SchaatTellen 
gewiss keinen Mangel hatten, die Bezeichnung eines kost- 
baren Gewandes, werden konnte, ist schwer zu glauben. 

Dass ^ JLa noch einmal direct in Ägypten aus /x^fAcvr)} ent- 
lehnt wurde, ist kein Gegengrund. (Äthiopisch haraelat, 

Dillm. 71). Auch die Echtheit von i^J Aifmi XIX. 128, 
14; IX. 96, 6 a. f ; IV. 10 ult. ist mir nicht ganz sicher. 
TTassan ihn Tabit bei Jaküt II. 505,17 liisst die Xaba- 

tsier Iwikfüo Usj* tragen. 

" ' ' »ein Prachtgewand" bei Gauh. ohne Beleg, aber in 



den alten Gedichten nicht selten; vgl. z.B. Tabari I. 772, 
6 ist vermuthlich erst aus {L* entlehnt. Es fehlt im Äthi- 
opischen. 

Unklarer Herkunft ist auch jjU^ Amrulkeis 32, 3: Eu- 
mil 520 , 8 ; Dozy vttements p. 107. 

Aramäischen Ursprungs scheint j^^^^ (belegt bei Gau- 
hari mit einem Verse A^sas) übernommen aus Mn!Ct3n 
Mö'ed Kät. 23» ^). Es hat mit der Wurzel ^ja^ (Amrulk. 
24 , 3 tv^^tO nichts zu thun. 

i^o (Dozy vetemenfs ; Supplement I. 79 ; schon in sehr 
alter Zeit (Muhalhil) Hamäsa 420 ist als Fremdwort schon 
durch seine Form deutlich; ich erinnere mich aber nicht, 
irgendwo eine genaue Angabe über den Ursprung dieses 
Wortes gefunden zu haben. Es kann jedoch kaum zwei- 
felhaft sein , dass wir es hier mit demselben Worte zu thun 
haben, das als jjoi.^^ sich im Syrischen (PSm. 521) in 
einer Diminutivform, ^vie PSm. richtig erkannt hat, vor- 



c 
1) Id den Ausgaben; Arüch bat hier die schlechtere Lesart xrt^TOn, wie 

eben das .\rabiiche erweist. 



51 

findet. Genauer entspricht also dem griechischen Originale 

ßifpo^ das arabische ^uwJ^ mit Dissimilation für ^Zj- Eine 
entsprechende aram. Form ist erhalten in pD112 Tosephtä ed. 
Zuckermandl 595,25, wofür als Singular D**'13 anzusetzen 
ist. Dies ist = ßippo; wie schon Sachs , Deitrthje zur Sprarh" 
und AherthnmfikHnde I. 138 erkannte^). Die Möglichkeit, 
TD'^S zu lesen erscheint somit ausjreschlossen. Schon bei 
den Svrern ist Us^.^^ ein Kleid mit einer dazu ijehöriijen , 
daran sitzeudeu „Uütze" cili.3 cUld cC^i^^z^i und «lies er- 
klärt, wie so ^^o »Kopfbedeckung" und »Mantel" be- 
deuten kann ^). 

Anders, als bei diesem Worte steht es um ..^iv »jf 
(schon bei Gauh. belegt, eine reiche Anzahl von Belegen 
bei Dozy I. 26). Ich habe das Wort früher mit ToUtXßx 
zusammengestellt, aber Fleischer's von Dozy aufgenommene 
Ableitung aus jTroxxhxfMiov ist unzweifelhaft die richtige. Zu 
bemerken ist nur, dass wir hier eine Volksetymologie vor 
uns haben, wie in dem mandaischen SHIJ "13 = pftrapaiula. 
Dies Wort dürfte direct aus dem Griechischen in's Ara- 
bische eingedrungen sein. 

Eine Volksetymologie scheint mir auch in dem alten 

Worte j!aic (Dozy vttements 408) vorzuliegen. Es giebt 

wohl in keiner Sprache, am allerwenigsten aber im Ara- 
bischen ein Beispiel, dass man von einem Substantiv »Re- 
gen" durch einen so einfachen Vorsatz ein Nomen bilden 

konnte, das »Regengewand" hiesse. J>^J^ konnte vielleicht 
eine Traufe sein , ein Topf zur Aufnahme von Regenwas- 
ser, aber kein Gewand, das man gegen den Regen anzieht. 



1) Aiufuhrliche Nachweise über ßtffoc bei WaddingtoD zam Edict. Dioelet 
XVI. 11. 

2) Hui zu Ktlim 29, 1 erklurt DUO ^ ^dyoi J«rch H'iTa l. OmU: 



52 

Auch ist es billig zu bezweifeln, dass die alten Araber 
für den Regen besondere Gewander hatten. Es ist dies 
Wort, wie ich glaube, nichts anderes, alsaram. "lUJtJ (vgl. 
*Arücli) »Schutzgewand" von der Wurzel Hüi ; nachdem 
es mit der kleinen Änderung übernommen war, lug es 
für Etymologen nahe, es zu Js^o zu ziehen. Dazu kommt 
nun noch, dass schon Gawrdiki, Morgeul. Forsch. 134 eine 
Vulgiirform ^^^ij» für Jb-^a überliefert. Dies ist nun ver- 
muthlich das von den Puristen verworfene Original. Man 
könnte allerdings auch an Dissimilation denken. 

Aus dem Aramäischen entlehnt ist sicher JüJö* (fehlt bei 

Dozy cetemt^nts, schon bei Gauhari) = syr. {l^i^ = lat. rara- 
calla ^). Für die fremde Herkunft dieses Wortes sprechen auch 
die Nebenformen >U\j, %i'Jf. Dass Jlj.S ein Frauengewand 
bedeutet, darf uns an der Identification nicht hindern. 
Gerade bei derartigen Gegenständen ist eine solche Ver- 
tauschung sehr leicht. Auch Jo^O soll , wenn man dem 
Texte Gauhari's glauben will , eine Art Kleidungsstück be- 
zeichnen. Es heisst dort v->LuÜI ^j^ Vr^* Wahrschein- 
lich ist aber die am Kande verzeichnete Lesart ^ Jl^^ 
v&iLaJÜI, die für ein der diakritischen Punkte entbehrendes 
Wort eigentlich gar keine varia lectio ist, richtiger; es 
wird wohl eine Variante von ^\^i^=^iapixivo¥ sein. 

Von den Kopfbedeckungen haben mehrere aramäische 
Namen. Erkannt ist von diesen als Fremdwort schon von 

den Arabern nJSs ^ Mu^arrab 29, 9; zweifelhaft aber kann 

erscheinen, ob die Übersetzung dieses Wortes durch ^| 
JloJI t welches dann ein aramäisches Original X/IU *13 erge- 
ben würde, richtig ist. Denn erstens findet sich dies an- 
gebliche S?1U "ID in keinem der uns bekannten aramäi- 

1) VgL WaddingtoQ zum Edict. Üioclet. XVII. 80. 



53 

sehen Dialectc, und dann konnte es eigentlich nur sehr 
gezwungen eine Kopfbedeckung bedeuten. Denn die Ü- 
bersetzung dieses Ausdrucks nach den sonstigen Analo- 
^'ieen erinebt nur »Sohn des Schattens" oder »kleiner 

Schatten". Beides scheint mir als Name einer ilütze nicht 

zutreffend. Ich vermuthe daher, dass auch in &JLid«j und 
dem entsprechenden aramäischen Worte ein Fremdwort 
vorliegt, das allerdings schon von den Aramäern auf Grund 
der dann auch von den Arabern überlieferten Volksetymo- 
logie in zwei Wörter getrennt worden sein mag. Wieweit 

auf aüJ^ Vullersl. 337 Verlass ist. kann ich nicht beurtheilen. 

Noch nicht erkannt ist der fremde Ursprung bei yyioJo 

(Dozy Vi'temeyits 202 tf.) das man wohl nicht gut mit 

Dozy zur Wurzel ^Jolia ziehen darf. Ich glaube die Quelle 
dieses Wortes in dem aramäischen jm^i Kelim 29 , 1 , 
welclies Hai Gaon richtig durch p>3^2 »Mützen'* erklärt, 
zu finden. Eine andere Frage ist nur, ob dies pUHU ara- 
mäisch ist. 

So ist auch wohl &iS' (Dozy vetements 389; SuppWm. 
II. 487) »eine runde Mütze'' erst übernommen aus aram. 
SnolD (sehr beliebt im Talmud, vgl. ^Arüch). Wenn auch 
der arabischen Wurzel 15^ die Bedeutung »bedecken" nicht 
abgesprochen werden soll, so pflegt doch ein Zusammen- 
treffen mit dem Aramäischen bei einem so ganz speci- 
ellen Ausdrucke nicht zufallig zu sein , sondern beruht 
auf Entlehnung. Auch ist das Wort kaum urältester Her- 
kunft und schon dadurch die Entlehnung wahrscheinlich 
gemacht. 

Endlich haben wir noch splilif, auwJLj Dozy wto- 
ments 365 ; Juküt IL 426, 19; Kamil 516, 3 zu besprechen *). 



1) Dies Wort ^.ebt Gauh. und auch «Icn GrammatiAern reiche Gelcgenh«!, 



54 

Dass das Wort nicht arabisch ist, leuchtet natürlich so- 
gleich ein. Schon die Denominativa y i«'^ und ^^jjju 
sprechen dafür. Ich glaube, dass wir hier nichts anderes 
haben, als eine durch das aramäische D/^p gedrungene 
Form des griechischen xalvö; (cornis), welches als i^yS sieh 
noch deutlicher erhalten hat. Die aramäische Durchgaugs- 
form scheint wie D^tS (vgl. p. 50) behandelt zu sein. (pD3 /p 
Söfäh 42*, das ich in |*D3/p rindern wollte, ist eine ganz 
gute Lesart, da es sich genau mit »caligas", das hier ganz 
passenden Sinn giebt, deckt. Persisch scheint das Wort 

nicht zu seiu). — Die Eutlehuuug von iUli aus Kn>!3p 
«riebt schon Frey tau s. v. an. — Von den Theilen der Klei- 
dungsstücke scheint mir fremden Ursprungs zu sein ^\ 
»Schleppe'*, »Saum", wonebeu auch ^jk^\ vorkommt. Zur 
Wurzel 1j\ scheint dies Wort nicht zu gehören. Es dürfte 
persisch sein, wie &äxaj » ArmelfüUung'' (daher dann das 
Verbum ^^jjb denominativ) zu pers. vä5Uij = ^pi^» Füllstoff" 

Vullers 1.271 paenult. gehört. — iüuJü Tar. Mu'all. v. 27 , 
ist identisch mit dem ebenfalls persischen (jaj^.> ? (joj^ioü 
Mu^arrab p. 30 u. 64 , zu dem schon Frejtag s. v. ^jOy^s<3 
I. 186 neupers. uwo (yjjJ) gestellt hat *) (Die erste Silbe 
kehrt wohl auch in dem persischen JJl^O Div. Hud. 113, 
12 ; Mu^arrab. p. 63 ; Agäni 11. 24 wieder). Dazu gehört auch 
talm. m^ü nach des Gaön (Hai) Erklärung im 'irüch: 
»Es ist persisch und es bedeutet ein Stück von dem Man- 



ihren Schardinn zu entvrickelD, da man bei der Plaral- and Diminntivbil- 
düng Tench'cdene We^^ einschlagen kann; es ist so ein beliebtet Paradigma 
für DiminuiivbilduDg von mchrlautigrn Substantiven geworden. Vergl. i. B. 
Mufassal p. S7. 

1) £s heisst arabisch xiJ das(EliaLagardePr«r^em.86,24)jjÄ,-0 erklärt. 

Dieses selbst ist pers. qL^W -^Vindwiichtcr' dann .ScgeP und metonymisch ein 
solches Stück, bei PSm. nicht erkannt. 



55 

tel eines Menschen, das unter den Ärmel geheftet wird. 
Denn an den Enden des Mantels (d. h. hier am Ärmel) 
ist er breit ; so aber zieht ;r sich zusammen , verkürzt sich 
und geht nach oben/* Durch diese ausführliche Erklärung 

wird auch &aaaj bestimmt. 

•• • 

Der Hosentniger führt im Arabischen einen persischen 
Namen ^^^Uj (Mu^arrab. 67 , 5) und einen aus dem Ara- 



'-» •. 



maischen eingedrungenen lOC» = 1--ä-^ Cast. 900 = talm. 
»r\yr\ mand. SrO*n Xüldeke ^f. Gr, 103 , eler allerdings 
seihst auch dort wieder futlehut sein kann. Auch J^J 

(Gaah. jjLo) wird fremd sein; kaum = %ljij. 

\Uä schon bei ^tJnva ed. Nöldeke 26, 3 gehört kaum 

zur Wurzel yö- »springen'*. Auch mit U^^iss^^ Gast. 819 

= xvTX77i; hat es nichts zu thun. Dies ist obendrein per- 
sisch. Gewiss auf aramäischen Ursprung geht zurück ,Jf«^ 
(Mu^'arr. 138) in einer Erzählung, die sich auf Syrien be- 
zieht und einem eben dahin gehörenden Verse = 1-521^ 
Np13 »Stiefel", welche ursprünglich allerdings persisch 
sind , wie griech. ßxuxt(;. Daneben ist in späterer Zeit noch 
einmal aus dem Neupersischen ^)y^ ^^)t^^ entlehnt. 
(Mu'arr. 1.1.). ^ 

Wir gehen nun zu den Schmucksachen über. ^\ Agäni 

XVI. 39. 11 ist, wie Nöldeke Mand. Gramm, p. xxxi er- 
kannt hat, aus pers. zeb übernommen. 

Der Name der Halskette äjib (Ihn Hisäm 871, 6; A§&- 
ni XIX. 150, 6) wird wohl echt sein und scheint zur 
Wurzel jJU »drehen*' (vom Seile) zu gehören, daher dann 

j^- = l^ (hebr. Hr.). (Vgl. fabari I. 754, 4, der Ton 
dem ersten, der eine solche trägt, berichtet). Dazu wird 
mau kaum äjJL^ :>OhiTing" oder > Armband'', woher manche 
diis koränische ^j.jJüdüo Sur. 56, 17; 76, 19 ableiten, 



56 

(Ibn Dor. Kit-al-iötik. 101 , 12 = ^.%r^io) stellen dürfen. 
Ob die Angabe, doss dies Wort der j^ ^ji, »* sjj angehört, 
richtig ist? Im Äthiopischen entspricht Nichts. Snt2vn 
Tars?. zu Jes. 3,20 für D^Ä^H^? kaum %A/3iy. — S^aä-- aus 

Neben mehreren echten Namen für Armband und Spange 
(5%j, J^Ä^. JÜflJL^. v«Äi., J^<i; ^lie letzten beiden aller- 
dings küunten einer afrikanischen Sprache entstammen) 

findet sich ein den Arauuleru entlehnter s,.JL5 aus | ^ . ^ " ■ " « 
Echt scheint auch Jl^ M; man stellt es wohl am besten zu 

> y ' ^ 

nllU^ Jesaj. 3, 19: jüd. ar. STlJ^, syr. UJ-^, die natürlich mit 
griechisch veipx (wie Levy, T W B. II. 477 will) nichts 
zu thun haben. (lr:V,ri PSm. 1017, ist (dort unerkannt) 
gewiss entlehnt aus Ja/?, iA/x;f. Das Synonymon ist wohl 
W-Ls nicht IUä, vgl. jüd. 12^3). 

Ein anderer Name des Armbandes ist wohl aus dem 
Äthiopischen in^s Arabische gedrungen. _ JLoJ T^^* ^i ^^ 
Hamasa 347,25. Es ist deg^ilmä, woneben auch schon 
delg^ima Dillmann 1130, der auch schon arab. ^JLo4> 

yerglichen hat , ohne aber auf die Entlehnung aufmerksam 
zu machen. 

Mit Perlschnüren haben sich die Araberinnen von alter 
Zeit her Hals und Handknöchel geschmückt. YgL Strabo 
p. 778 im Anfange; Agatharchides (Müller) p. 185. Der 
erste Trieb des Naturmenschen ist damit befriedigt , dass er 
sich den glitzernden , schimmernden Gegenstand umgehängt 
hat. Eine weitere Entwicklung aber ist dann, dass der 
Schmuck die Augen des Beschauers so blendet und fesselt. 



1) Die Nebenform jly^l briacht keine Entlehnung anzudeuten , es ktnn 
eine Rückbildung aus HjaLw' sein. 



57 

dass er der Person , die ihn tragt , keinen bösen Blick zu- 
werfen kann So wird aus dem Schmucke ein Amulet. 
Schliesslich wird er, weil er als Amulet einen heiligen Cha- 
rakter hat, auch den Göttern geheiligt Für die erste 
Stufe kann man in fast allen Berichten über Naturyöl- 
ker Belege finden. Für die zweite genügt es an Pliuius 
XXII. 14 »man glaubt, dass Eoralleuzweige den Kindern 
umgehängt Schutz bringen" zu eriunern. Für die dritte 
denke man daran , dass Jakob Gen. 35 , 4 auch die Ohr- 
ringe mit deu l^iH *n7S vorbrenneu lässt , wiihrend um- 
gekehrt Gideon Jud. 8, 26 sie nicht ohne Grund zum 
11£5M verwendet. Auch im Arabischen ist sachlich und sprach- 
lich noch mehrfach ein Zusammenhang der Bedeutungen 
zwischen »Perle" und »zaubern". 

Der dritten der aufgewiesenen Entwickelungsstufen gehört 
ijJöJ an, nach Gauh. »etwas wie eine Perle aus Silber". 
Es ist aber (unbeschadet der echt arabischen Bedeutung 
der Wurzel ^j^Jul, vgl- Nöldeke im Lit. Centralbl. 1879. 
p. 361) gewiss erst übernommen aus dem im Aramäischen 
sehr Yerbreiteten i-^i-^) Kl^lp (vgl. Levy, Targ. Wör- 
terb. n. 349). Im Aramäischen stellt sich das Wort 
vermittelst der eben berührten Anschauung zu S^lp ^J^f-o 
»heilig sein"; ^) im Arabischen deutet schon die Form die 
Entlehnung an. 

Noch ein solches Eügelchen führt aramäischen Namen 

'ij9yj (belegt bei (jrauh. s. v. ^yj). Ich glaube, dass es 
übernommen ist aus X^IH Bäb. me§. 60^, , welches dort nicht 
»Franzen" bedeutet, da dies keinerlei etymologischen Zusam- 
menhang hätte, sondern eben derlei Eügelchen. Möglich 



1) Eine ähnliche Verbindung besteht zwischen jüd. 00*p MÜn. S«bb. 6,6 
Ohrrini^** und 00p /G%m£ (*^'**>^« 



58 

wäre, dass die echt arabische Form dieses Wortes noch 
einmal als i^y »Knauf am Schwertgriff ** erscheint. Dadurch 

wünle die Entlehnung von 2Lo^ sowie die Echtheit eines 
aramäischen DX'n hebr. * DV^ erwiesen. — ^j-r^— »ein Hals- 
schmuck** (Gauh.) ist »Sonne", wie auch die »Monde" 
D^inriw Jud. 8 , 21 einen Halsschmuck bedeuten. C^ 
»Ohrring" ist einfach »Beere", ursprünglich wohl auch nur 

9 

von einer Perle gesagt, i-^ >Koru"? jüd. J^UIIp. 

Die Perle die schon die PböuizitT bis nach Arabien 
führte, trägt zunächst einen t.*chten arabischen Namen äo. 
Die Sprache hat sie also unter demselben Bilde augescbaut, 
mit dem sie die Dichter so häufig vergleichen. Denn 
HjJ heisst gewiss nur »der Tropfen", wie auch hebr. 
niä5*t33 zur Wurzel ^pi (v-aki) »tropfen" gehört. (Ein an- 
derer echter Xame ist y J ; auch äthiop.). Da Araber von jeher 
an der Perlenfischerei im rothen Meere betheiligt gewesen 
sind, so nimmt es nicht Wunder, dass das Wort so auch 

als Fremdwort in den babylonischen Talmud gekommen 
ist. Megilläh 12^1^ a. f. heisst es zur Erklärung von 
"1"T Esther 1,6: Samuel sagt: »es giebt in den Seestädten 



* f 



einen edlen Stein und sein Name ist mi" = ä^j. Man 
hat an dieser Stelle zweifellos durrä zu lesen. Aramäisch 
kann das Wort schon der Fonn nach nicht sein, und hier 
einen hebräischen Rest anzunehmen , wäre höchst gewagt. 
Rabbi Samuel weiss auch sonst mehrfach gerade über Meer- 
producte gut Bescheid vgl. z. B. oabb. OO^^o- 

Von dem ganz allgemeinen Gebrauche der Perle als 
Schmuck legen auch die vielen Dichterstellen, in denen 
Zähne oder Thräuen damit verglichen werden , Zeugniss ab. 
Sie wird Koniu 17, 14 auch unter den Gaben des Meeres 
aufgeführt. Vgl. auch Kor. 7ö, 19. Bezeichnend dafür 



59 

ist femer die ziemlich grosse Anzahl rou Ausdrücken , die 
für das Anreihen der Perlen gelten Jbj , ^i- , v£JLJLi# « \y^ 9 
(^ ^nr * und fast alle später in übertragener Bedeutung ge« 
braucht werden (ron der Rede u. a.) *). Aramäisch ist 
von den Namen der Perle ^L^«jo, (Amrl>. 11, 3; Eu- 
mil 44, G welches schon die Araber als fremd erkannt 
haben (Mu^arr. p. 144). Schon Sachau hat p. 65 die ara- 

mllischen Formen zusammengestellt. — ^L|j> (^Alk. 1 , 33; 
Amrulk. 19, 0) ist bekanntlich persisch. Einen fremd- 
artigen Eindruck macht auch iüL^^Njce ^»Pcrle** ^). Man 
denkt au eiueu Zusammenhang mit pers. ^^Ui* 9 ^^^ ^^^^ 
erste Silbe ist noch zu erklären. 

iLiJkJ& eine Zauber muschel oder Perle könnte von i^UP 
, summen" gebildet sein. (Dozy, Ibn Dor. iT/t-aZ-tö-iiiSc. 210 , 
6 a. f.). Damit kann man vergleichen D*I7n/ »Amulette" 

zur Wurzel w^fl/ »flüstern". — Jbj^ kennen schon die Araber 
als fremd. (Mu^arr. 45). Die Bedeutung steht schon bei 
den Alten nicht ganz fest; aber »roth" scheint in allen zu 
liegen. Ist es zu kühn , es mit curhalium (Plinius) xopikkiow 
zu combinieren ? ? 

(jSi »der Stein im Ringe" Jaküt U. 449, 10; IV. 643, 
21 ijk^^ Bekri 366 paenult) hat dreifache Yocalisa» 
tion, wenn auch nach Gauh. und Ibn Eoteiba nur Jää 
berechtigt ist. Schon dies fällt auf; ausserdem hat es 
im Arabischen keine Ableitung. Lagarde hat also ge- 
wiss Recht, wenn er es mit einer allerdings sehr selte- 



1) DiM ?erlea einen alten Schmuck germde der Araber bildeten, lernen wir 
auch am einem alten MiJros, der beginnt: «Dem König der Araber entfiel ein- 
mal eine Perle und irunle von einer Maus Terscbluckt/* Lonsano Ma^arieh 
cd. Jellinek. p. 112. 5 a. f. « JeruUlmi Demii Per. I, Hai. 3. 

2) Als Nom. propr. NölJckc Sastamidcn 13'J. Anm 1. Als iiymifMi bat et 
schon Ücrenbourg zu Ma^udi IV. gedeutet. 



^ 60 

nen und im Aramäischen nicht einmal nachweisbaren ge- 
waltsamen Verstümmelung zu '4^ri^os zieht. Mit Dozy !!• 
270 es zu 7ri77sz zu ziehen , halte ich schon deshalb 
für bedenklich, weil dies griechische Wort immer nur den 
Stein im Brettspiel bedeutet. Die aramilischen Dialecte 
weisen -i^?^«^ mehrfach unverstümmelt auf. DSD 3 »Stein 
im Brettspiel" Sanhedr. 251»,; DSS^DSS (so 1. Neg:rim 11, 
7) wozu Hai: »kleine Steine wie die Siegel auf den 
Hingen; es ist ein griechisches Wort; mau belegte damit 

die Hufe im Lande Israel" also »Mosaik'* : daraus ist ^L^^Jui^ 
Gl. Geogr. 310 entlehnt. Im Targiim übersetzt es fl^TJ. 
Syr. f"^*^"^^! l'rr ii rs^ (Iritis ist mir bedenklich) bei PSm. 
467 s.v. 1-^iLiÄ. Dies letztere ist gewiss zu /3:A}} »Wurf 
zu stellen. (Ein anderes liierher gehöriges griechisches 
Lehnwort ist Ui^^lj: = Kvßo; jüd. S*3tp, DÜD^^D'^p). — 
Hiervon dürfte aber jüd. SD^SJ, Sanhedr. 64»,^, Öabb.Sl^ß, 
»Scholle" (an der letzteren Stelle D^*£5; in unseren Agg. 
D^*S3 geschrieben, eine sehr auflPallige Form) zu trennen 
sein. Us^ >Loos*' pflegt man allerdings mit ypij^o^ zu com- 
binieren; doch wäre eine Zusammenstellung mit dem 
erwähnten jüd. aram. Worte sehr wohl denkbar. Auch die 
Bildung miTD^SS Kelim 25 , 2 gehört zu SD'3 , nicht zu 

tp9<p0;. [Zu Lsi^ j gehört ^siaJ •^. 21 , 10 resp. 22. Symm. 
bestätigt von Barhebr. zur St. und cmsLl Lucas 23, 34 
(Coreton) und dahin wird am Ende auch «£iaJ »lasst uns 

loosen" Var. .-saaJ Joh. 19, 24 und s-üs) »loosten'' Apost. 
apocryph. 102, 10 gehören. Sollten hier falsche Rückbil- 
dungen aus dem Impf, oder Aphel vorliegen? Th. Nöld.]. 

Ebenso bildet man jüd. D^30 Misn. ^abb. 23 , 2. Davon , 

denke ich, ist }^i^ »Loos", jüd. XnS3 (Übers, von /IM) 
zu trennen. Dies gehört zu 1*31 »schütteln". [Die syr. 



61 

Schulen sprachen Ja3 ^-^ in diesem Worte griechisch (cfr. 
Martin, Trad. Karkaph. facsira. nr. 2 und seinen Jacques 
d*Eeles3e, p. 31). Sie dachten vielleicht an 'ZivrU ^ aber 
auch bei 'p'^^o^ Hesse * sich das harte ^^ denken. Sie halten 
also das Wort für griechisch. Th. Nöld.]. über den Ver- 
such , rrsiTjii aus dem Semitischen abzuleiten vgl. A. Müller 
in Bezzenberger Beitrüge I. 296 ^). 

Von den Namen der Edelsteine geht cV^os ^Alk. 4,3; 

Xar. 4 , wohl «ürect auf griechisch jfixpxyhc resp. auf 
die dies Wort wietlergobuude aramilische Form Ijn.^TS 
zurück. Denn die A u nah me, dass etwa das Wort direct aus 
Indien zu den Arabern gekommen sein sollte , wird schon 
durch dass Fehlen des S im Anlaute des ind. Wortes 
widerlegt. Höchstens könnte Persien in Frage kommen, 
das aber hier eine abweichende Form zeigt: «3!Loy Von 
i>^^\ ist wohl erst secundar das Verbum -TIj' gebildet, 
zunächst wohl durch — Ij^o» wie — .Jy^o von ^jy^>S« Ob 
^^yJ\ dazu gehört , ist sehr zweifelhaft, jjüfjjj ist bekannt- 
lich persisch. Nöldeke Sdssanülen 252. Anm. — ^^^l-j ^^ 
mil 139, 19 (Ala^sa) ist natürlich nicht, wie Freytag 
wollte, direct aus 'jxkivÖo^ sondern aus den aramäischen 
Aequivalenten dieses Wortes sjr. lAJcä^ Land Anecd. IIL 

20, 4; 32 ult; I^Joa^ Payne Smith 1622 (mit Assimila- 
tion des T an das vorhergehende N ^). Die Auflösung 
eines N in einen langen Vocal findet sich auch sonst noch. 
Aus dem Aramäischen ist wohl auch erst übernommen 
,jjJLft Ihn Hisam 870, 10 jüd. p^jjy. Es wäre allerdings 



1) Dazu xzl Barhcbr. Scnol. in Mattb. ed. Spanath. C4,23. 

2) Wie Jo v Aa^ au« mantiU. Jud. ]*0}p* erweist sich durch sein O gvfea* 

über ^ricrh ^ alt K'hr >|>a!e Entiehnung. 



62 

hier auch wohl rouglich, dass das Arabische und Aramsiische 
einer gemeinsamen fremden Quelle entsprungen sind. 

Nicht siclier ist, ob J^i^L^^ woneben vulgilr yi^ gesagt 
wurde (Gawuliki in Morgenl. Forsch. 138, 12) aus M-*-«* 
entlehnt otler nur eine besondere Anwendung des echt 
arabischen JLm^^ ist. 

Zu erwähnen ist hier noch die Krone, die im Arabischen 
mit einem persisciieu und einem aramiii.scheu Namen be- 
nannt ist. Der persische Name ist ^\j Kumil 202. 21: 

Plur. . ,Läaj Aiuüi III. 139, 8. _iuo Nab. Append. 23, 
2 aus pers. tag= i^ jüd. Xün. Ich glaube aber auch, 

das JLJ5I erst Entlehnung aus IL^ xS'^D ^) ist. Im 
Arabischen hat das Wort keine Ableitung, da JJLS* Zuheir 
10, 22; Div. HuiJ. 95, 5 erst denominativ von Jk^wdil ge- 
bildet ist. Abgesehen davon ist die Krone ein Schmuck, 
der unter den arabischen Beduinen wohl nicht von alters her 
in Gebrauch war. So lesen wir auch bei Mubarrad Kamil 
239 ult.: »Ein Ala^addite hat niemals eine Krone aufge- 
setzt; das war nur bei den Jemeniten der Fall**. Daher 
denn auch die Krone, die ^au(]a ihn ^Ali von Kisrä zum 
Geschenke erhält (Nöldeke Sassantden 259) als etwas ganz 
Aussergewöhnliches von A^sa in seinen Versen besungen 
wird. Vgl. Kämil 1. 1.; Ihn Doreid Kitdh^aUwtilydk. 
p. 209 und Agäni XVI. 71. — Von einer anderen Krone 
eines Arabers lesen wir Juküt 11. 815, 20 und ein UjLj 

kommt ib. I. 564, 19 vor. Der Unterschied der beiden 
Namen _u und JuJlM ist wohl derselbe, wie zwischen 

X^ und |1 iSn im Syrischen; Ij ist die grosse persische 
Krone, wahrend JuJol ein einfacher Reif ist. 

1) Als •Kranz* z. B. Wnjikra Rabb. s«ct. 22. Mitte: »er sib eine Pflanze. 
pahm sie auf and macbte daraus (l. rn^SH tür KlSin der Agg.) einen Kranz 
(Jc'r''7D) für sein Haupt.'' 



63 



HAUSGERATH. 

Von ursemitiscliem Hausgeruthe haben die Sprachen 
noch manche Kunde bewahrt. Ich nenne a. a. den Eimer 

^71 = Jlo? = JS « den Schlauch 11211 ^ jil^^ ^'^ t ^'i® Hand- 
muhle D*rn = Lä.^ , von deren nicht seltenen Gebrauche bei 
den Arabern z.B. auch die huufii^e Redensart Läj c^^ti> 
^o-^ Zeugniss ablegt, einen Untersatz * HS C? (davon deno- 
miuat. n2£^ IL Reg. 4 , 38) = Us-^ N*2n = jUaSI ('Alka- 
ma 13,29). Man ist auf den ersten Blick wohl geneigt, 

auch *jki b|-5 = niisn. m—»p dazu zu stellen. Doch ist 

das bei dem Mangel jeder Ableitung für das arabische, dem 
Äthiopischen fehlende Wort nicht unbedenklich, zumal 
auch entsprechend der hebräischen Yocalisation eigentlich 
ein arabisches .iXiT erwartet wird. Dagegen ist wohl wieder 
ursemitisch ein Name der Schüssel nn7V *= i^>^<^ (Gaah.) 

äthiop. S a hl. (Vgl. über diese Wurzel und die eigenthümliche 
Transposition Pratorius Amharische Grammatik 64) '). Merk- 
würdigerweise ist auch bei einem anderen ursemitischen Na- 
men der Schüssel dieselbe Umstellung eingetreten in nPiäV 

UiA* Gast, gegenüber arab. SLA^uid athiop. §ahf. Hier ha- 
ben aber wohl die nordsemitischen Dialecte das Ursprüng- 
liche bewahrt, da die bequemere Ableitung von ^Juo »breit 

sein*' ist. — Ein Gefass , das bei den yerschiedenen semiti- 
schen Völkern yerschiedenen Zwecken diente ist HOp = 

l^JSLs (Nöldeke, Elohim-£l. Sitzungsber. der Akademie zu 



1) ÜagrgeB itt 3.^4.^ jedenfalls entlehnt ans ptn. jcL» .Schaale** »Knig*\ 
und dies wird noch sicherer durch die Nebenform ^U^, welche 6aw41iki, 

9 

Morrenl. Fonch. 133 ult. überliefert Mit j^Uo »Feit** kannetaagenacheiB- 
lich tiichti zu thun haben. 



64 

Berlin, Sep.-Abdr. p. 5) jüd. nlHOp, rf.üDp (Kelim 15, l) 
:='iy^u^ Ilthiop. kasüt. 

Aus dem Aramilischen in*s Arabische übergegangen 
sind eine Reihe von Xameu für Wassergeiasse , Becken 
und Krüge. Das echt arabische GeHiss dieser Art scheint 

nur der Schlauch xjo und v«^!«;^, deren Zusammenge- 
hörigkeit ich mit Sicherheit weder behaupten noch ver- 
neinen möchte , zu sein. Diesen , nicht eiuen Krug zahlen 
die Araber nach Ib» Doreid Gamhara , Cod. Lugd. 321. 

Warn, (auch S>b- s. v. JL^) zu den 7 v:i?X^uo , in deren 
Besitz man sich überall niederlassen kann. Thon- und 
Glasgeßlsse können aber naturgemfiss für den Beduinen 
nicht Ton grosser Bedeutung sein, da ihr Material zu 
zerbrechlich ist. Hierzu kommt noch, dass Thon in 
Arabien nicht grade häufig sein kann. Töpfer gab es auch 
schwerlich bei den alten Arabern. Auch die Kunst Glas 
zu schmelzen haben die Araber wohl erst durch die Ara- 
maer kennen gelernt '). _L:^\ hat im Arabischen keine 

Ableitung, (die Wurzel bedeutet »Spitze'*), wohl aber im 
Aramäischen (^^^^3l3T lA-s^a^ zur Wurzel 3?) *) zu dem 
es überdies im Lautbestande genau stimmt, während es 
sich vom Hebräischen n^3l3T, das davon allerdings nicht 
gut zu trennen ist, doch unterscheidet. Verdächtig ist im 
Arabischen überdies auch noch die verschiedene Yocalisa- 

tionsmöglichkeit \^\ , L^v. 

So darf uns denn die grosse Anzahl der hierher gehö- 
rigen übernommenen Wörter nicht Wunder nehmen. 



1) Glasiand in Biar. J&kdt I 631, U. Daher 632, 6 J'^j^- 

2) Vgl. «Arüch s. ▼. 12? aber auch in •geläutert" Xnuw''3 daa Waachhaiis. 
IVit (Saphel) waschen a hebr. ^ .läutern" ; die aramäische Wurzel hat den 
Palatal dem rorhergehenden schwachen Dentale assimiliert. 



65 

Sicher übemommen , weil im Arabischen ganz ohne Ab- 
leitung, unil durch die yerschiedenen wunderlichen Schrei- 
bungen fremde Abkunft verrathend ist JLbG Diy. HuJ. 
(Wellhausen) 163, 2 *) und daneben , vielleicht nach der 
hier besonders naheliegenden Analogie Ton JJäju^ gebildet , 



■* ^ _ L. 

auch Jkkxj ^). Die eine aramilische Form , in der uns das 

Wort erhalten ist, lautet /L23N in der bekannten Talmud 

Stelle Bfib. Bathr. 58^, die als Aufschrift des Thores einer 
Stadt in Kappadocien berichtet: bü:S = pS:N* = :3iS d. i. 
«^^sJi PSm. 25 1 = pers. *:i n p a k , woraus a u b ag eine spätere 

Erweichung ist = arm. e m p a k, Lagarde Ges. Abh. 1 2 '). Andere 
Stellen Zuckermann jiltL Maassystem 50. Es beileutet in 
der That ein Weinmaass (wie bei Gauhari s. v. JJoj). Ne- 
ben dieser üblichen Form findet sich aber auch in dem 
bekanntlich mehr den palästinischen Dialect reflectierenden 

Tract. Nedar. 51» j, , S^Ji (so, nicht S^üi) = ('I^Ü), das die 

Glosse richtig durch D12n und 7l23X T!33 wiedergiebt 
Was es mit der Form JlLiIj» als deren Bedeutung »Eimer" 
angegeben wird, auf sich hat, lässt sich nicht so ge- 
nau feststellen. Sie kann nach Analogie von Jh^w 
überhaupt auf arabischem Gebiete neu gebildet sein, oder 
es liegt ihr ein diabetisches *jL«U K7l2^3 zu Grunde, 



1) Natürlich richtiger , als die Form mit ganz unmotiviertem Hamza J^i^i 
die hlos aus dem UBTerstäadoiss der Ahleitang henrorgiog; vielleicht dachte 

man an v)^ • 

2) Asma'is J>-^ iit wohl ebenso künstliche arabische Neabildnng (alt Par* 

ticipiam eines rückgebildcten Verbnm vV^), wie entsprechend (»^^^ neben {•'^i^*^ 

grsa;;t wurde. 

3) Hierzu dürt^e J(fA^<; gehören, das aber I««hnwort «ein wird. 

6 



66 

das dann arabisiert wurde. Die Wurzel mit der Grundbe- 
deutung »heben*' ist im Aramäischen auf das Heben des 
Eimers, d«'is »Schöpfen" übertragen'). Man stellt sonst 
7l2^X ii^^-J mit ivrA/cv zusammen, aber [dass UJJ von xvrxiov 
komme, ist mir doch sehr zweifelhaft geworden. Kleine 
IL^'J , womit man Wein nimmt , als Erklärung von l^L^^Ilo 
Bar All (Hotfraann) 6137, Opuscula Nestor. 88, 5 können keine 
Eimer sein. 2io steht \1* ^Vr = xuxög^ (als nicht grosses 
Maass) Geop. 48, 1, 25. Vom Wasserheben steht ^wJ auch im 
Syrischen ULs jl^U Wc^ Ijjs ^-^ Martin Wtrique32. Hier 
ist es also allerdings ein Eimer, von dem das Verb. IL^J ge- 
braucht wird , und da es sonst durchweg von der Last steht 
(z.B. Land Anecd. Si/r. IV. 38, 6; UJJ »schwer" Isaac 
IL 84, 67; (vgl. ^^ILi^J »langsam" Cureton Anc. Doc. 
30); aber auch »getragen" Clemens 47, 11; vom Aufla- 
den, Aufheben Cyrillonas I. 64), so muss es allerdings 
ursprünglich von schweren Lasten resp. Gefassen gebraucht 
sein. Wäre aber jL^U gradezu oivrxlov , so hätte sich die Be- 
deutung des erst jüngst aufgenommenen Wortes kaum so 
verändert, während das bei einem einheimischen Worte 
wohl möglich war , im Laufe der Jahrhunderte. Th. Nöld.]. 

Auch Jjiiä, wovon J^ ^) erst denominativ gebildet 
ist, nach Gauhari »Wasser, das mit Medicamenten ge- 
kocht, in einen Krug gethan und von da tropfenweise 
(XaJÜi ^LJLi) auf den Eopf des Kranken gegossen wird'' 



O m 



1) Za derselben Warzel ^hört Termathlich aach ]]|J CMt. 637, wo das 

^ sich dem vorhergehenden \ assimiliert hat. Derselbe Uebergang in ^y^ 

für mi^yi; and umgekehrt mJ^ für |<»-2j; {j»^^ für [j*^* ^-9-1 beden- 
ket auch ein Gewicht, dies könnte sich aus dem Flüssigkeitsmaase entwickelt 
haben; derselbe Uebergang ist auch von /.Crpov zu litra vV^, et könnte aber 
auch einfach »Schwere** »Last** {pondci) sein. 

2) In der zweiten bei Frcyta;r :in'.;cgebencn Bedeutung. 



67 

ist gewiss erst aus syr. U^«?^ lAäLs^U Gast. 547 gebil- 
det. Auch die Bedeutung » Wein pressen** filr Jdu (wober 
JJbLuo) scheintauf »giessen** oder »tropfen** zurückzugehen. 
Wie im Jüd. aram., ist auch ^N., J deuoniinat. » Wasser auf- 
giessen** ZDilG. XXVII. 621, 8. Hierzu gehört JUaJut, 
Dozy II. 685. 

Es bliebe also schliesslich nur noch Jl^ju » Uuglilck*' ss 
&Ai&ljJf übrig, das echt sein konnte. Aber auch dies ist 
zweifelsohne nur eine poetische Übertragung von »Eimer", 
vielleicht auch gar nur einer missverstilndlichen scholas- 
tischen Auslegung des bei Gauhari s. v. JJäj angeführten 
Regezverses ent«?prungen. Ob &aj^^( Gl. geogr. 182 in der 
That zu /iJjN gehört , möchte ich nicht mit Sicherheit sagen. 
Die Form sieht durchaus unaramllisch aus , vielleicht haben 
wir es hier mit einem ganz anderen Worte zu thun. L berdies 
steht auch die L A. nicht fest. Ist vs.>Lu«^( zu lesen, so 
vermuthet Nöldeke (briefl.) als ersten Bestandtheil pers. vyf. 

Auf römisch-griechischen Kreis, aber natürlich durch 

aramäische Vermittelung weist zurück J^kLl und Jik^ *)» 
(Gauhari s. v.) wozu schon Sachau die entsprechenden grie- 
chischen und aramäischen Formen T/rAos und K^QD bei- 
bringt. Jfa*-^ wird ursprünglich wahrscheinlich {}Sixm 
gesprochen worden sein , aber dies ist dann durch die über- 
wiegende Analogie der Form Jili verdrängt worden. 
Im 'Arüch wird unser Wort erklärt durch ^SyoC^^ '^3 

/SD /K d.i. J^ >Becken*\ wieder ein aramäisches Lehn- 
wort aus X/S3D vgl. Gl. geogr. 261. Das Wort ist, wenn 
es auch im Syrischen fehlt, nicht etwa blos hebraisiert, es 
findet sich ausser dem Targum in einigen ganz aramäischen 
Stellen im Talmud. Die Wurzel stellt Low Ar. Pßanz. 280 



1) Mu'arrab 8«. 



68 

mit T3D i2>Aää0 zusammen ; die Möglichkeit dieser Combination 
kann nach dem oben p. 63, 16 Gesagten zugestanden wer- 
den. Dass übrigens 7£D zur Wurzel JL^^i, gehöre (Gesen. 
Hwb. IX. 582), kann schon deshalb nicht zugegeben wer- 
den , weil nach dem Lautverschiebungsgesetze Jla^ im Hebr. 

und Aram. durch /Siy ^"^ ^ vertreten wird. Aus dem- 
selben Grunde ist auch die Levy Xhbr. Wtb. III. 567 
versuchte Zusammenstellunnc des dunklen talmudischeu 

"h^^D »Kerne'' mit JüU-, verfehlt. Pers. ^JLä^ Vull. II. 

o 

302 ist erst aus dem arabischen Worte entlehnt. Damit 
wird aber JU^, s!\jLm VuUers II. 299 »Scherbe" nichts 
zu thuu haben ; die falsche Erklärung von F. bei Vull. 1. 1. 
aber wird auf die LauUIhulichkeit von XAiw mit aJL&M« 
zurückgehen. 

X^2D bildet im Targüm die üebersetzung von pX 

(welches Lagarde ^) aus dem Persischen ableitet). Zu die- 
sem Worte, resp. zu targ. J^3JS (Levy TWB. I. 8. die 

3 Artikel gehören zusammen). IXJ (mit Verdoppelung 
des G) ist als übernommen zu stellen: «jl^t (Eremer 
Beitrage 186; als Name eines Gauais Jaküt I. 905, 6; 

[v-iIIaj ursprünglich wohl v^IwaJ , » Pfeilwasser"] , wie 
auch sonst noch aram. a durch arab. i wiedei^egeben). 
»Becken, worin gewaschen wird'*. Daneben kommt zer- 

dehnt &jL^xj( vor, wovor Gauh. warnt; wahrscheinlich 
aber war es das Üblichere (wie %Ls3öl neben «L^l »Dach"). 
[Von diesem Namen ist nun aber die Wurzel ^^ya^i »wal- 
ken" =^^« (Ableitungen von i^sxj^ »Walkerstock") zu 
trennen]. Die echte Bedeutung der arabischen Wurzel ist 
»stinkend werden" vom Wasser (häufig, z.B. '^ar. 1, 4), 



1) Ges. Abb. p. 8. 



69 
welche hiermit gar nichts zu thua bat. ilJ ist als 'aigan 

— _ 

^aigfin auch iu\s Äthiopische aufgenommeo. Dillmann 1008. 
Bei eiaem anderen Wort filr Becken «jkSVJÜb können 

das Persische und Aramäische (neben sjr. Ij ^»sA-j findet sich 
Hah\ch. gedol. Beruch. VI. (ed. Ven. 7ii. z. 10) S"r:JÜ 
neben }^p2U (1. NTJ3I2) mit einander concurrieren ; eine 
andere Form dafür ist >[juJ Gawfd. Morgenl. Forsch. 145, 
d;is gewiss erst durch aramilische Vermittel uug den Arabern 
zukam. Ueber die Herkunft vgl. Xöldeke Jfamhu^rfte 
Gramm, p. 51. 

Noch nicht erkannt ist auch die Entlehnung von (jcjy^l 
(belegt bei (uiuh. s. v. ^jo\) »Seherbe eines Kruges" oder 
»(thünernen) Fasses, worin Blumen gesliet werden", also 
»Blumentopf [auch » Xachtgeschirr" nach dem Kamüs]. 

Es ist, da es mit der Wui*zel ^1 nichts zu thun haben 
kann, übernommen aus >**XS = r^'S^ ^) (mit späterem 
Ersatz des }< durch y vgl. Xöldeke, JJand. Gramm, p. 51 
Anm.) *) das im Aramäischen »Nachtgeschirr", aber auch 
iTopf " überhaupt heisst. In genau demselben Sinne, wie im 
Arabischen , findet sich übrigens r*S> in der Misnah Kiläjim 
Vn. 8, wo nipJ p^y 6auhari's ^.^ Sui^l entspricht 

Längst erkannt ist die Entlehnung von ^s\xb , ^^^Uo 
(mit demselben Wechsel wie bei JiiAj und J^bU) aus 

Us^' X:iü = T;fyÄVöv; Mu'arr. 100 und Sachau dazu 46. 
Ich zweifle nicht daran, dass die ursprüngliche Aus- 
sprache dieses Wortes (igan war und erst später der 

Analogie der Form Jü^ki folgte. Neben der aus ^Arüch 
bekannten jüd. Form ist noch p3^3pU To^ephta Kelim I. 
3, 2 (ed. Zuckemi. 571,21) zu erwähnen, wo die Verän- 



1) Zur Wurzel pV- Dazu ]j,zA PSm. 354. 

2) Vijl. XlVi (targ.) zu navia (oJ. pen. 3U?). 



70 

derung des ursprünglichen 3 in p auf Rechnung des vor- 
henxehenden emohatischen 12 zu setzen ist. 

Bekannt ist, dass XisS (Agani III. 136, 10 a. f. in der 
That in der Bedeutung »Topf, allerdings wohl mit Nach- 
ahmung des koniuiächen Sprachgebrauches; ebenso Juküt 

I. 703, 1) erst aram. IH*^ — eine spätere Bildung Mi-ü^ 
Mar Jac. Epistle ed. Philipps 2 , paenult. — Sin-J, das na- 
türlich nur »Tupfer" bedeutet, eutlehnt ist. Wie so viel- 
fach ist also X^i unter den Beweisstücken s. v. *in3 in 
Gesen. Hdwb. IX. 070. zu streichen. Vgl. Nöld. MaiuL 

Gramm. p.l20. Anm. 2. (^.lk\3 b Jaküt 1. 474, 21 »Töpfer- 
hausen" = ^-.na ^2). 

Dass JujJ »Kochtopf" ('Antara Mu'all. 32) entlehnt ist, 
wussten schon die Araber, vgl. Mu^arrab. 118. Schon 
Sachau (zum Mu^arr. 54) hat die entsprechenden aramäischen 
und griech.-röm. Originale genannt ^). Die Einschiebung des 
M kann schon auf indogermanischem Gebiete vollzogen 
worden sein, denn das entsprechende lat. cucumis^ cucumS' 
rem , erzeugte franz. concombre. Dasselbe Wort ist vielleicht 
äthiop. kakamät Dillmann 859. 

Ich komme nun zu einem sehr gebräuchlichen Worte 
für Flasche. ä^^^U AganiXVI. 142. 11 o^l^ »Flaschen" 

^Alkama Append. 1 , 1 ; ...U »Glas" im Verse des "^Aggäg. 
(jauh. s. V. Ji^^^. Es macht in seiner Bildung , wiewohl 
man dieselbe auch gelegentlich bei echt arabischen Wor- 
tern antrifft [vgl. ssjSL^ und manche andere], durchaus 
keinen arabischen Eindruck. Zudem kommt, dass es im 
Arabischen gar keine Ableitung besitzt; die Wurzel Jf be- 
deutet »feststehen", daher 1p »Kulte" , eigentlich »Frost"; 



1) Hui za Kclim 3,8 neiiot OlpDlp .i^echisch**. 



71 

(zu xJUfi p» ygl. auch Guidi Z7d/^ Wtf p. 13). Auch Ij »der 
Sitz auf dem Eameele" x> fester Platz" u. s. w. geben für 
g^«li keinerlei Etymologie, wenn mau nicht den Gedan- 
ken benutzen will , dass das Glas als der aus der ursprüng- 
lich flüssigen Masse fest gewordene StoS bezeichnet würde. 
Eine solche Ableitung giebt Dillmann für mfihewe, 146; 
indessen wahrscheinlich dünkt mir, dass die Grundbedeu- 
tung jener Wurzel »hellglänzend sein** ist, woraus sich 
erst der Begriif des »Fliessens" entwickelt haben mochte. 
Wenigstens die arabische Wurzel L^ scheint diesen Gang 

vorzuschlagen. Auch das jemeuische üJU »Krug'* scheint 
nicht hierher zu gehören, da eben für S\.^L5 die Grund- 
bedeutung der Stoff »Glas** gewesen sein muss. Nun ist 
aber sehr bemerkenswerth , dass sich im Koran (und ich 
glaube, dass das Wort sich früher nicht nachweisen lässt) 
nur die Pluralform o^l«i vorfindet. Und zwar bedeutet 
dies an den drei Stelleu an denen es vorkommt , nur »Glas** 
(als Stoffname, nicht als Gerath). Auch Sur. 76, 16 wird 

man «L^i ^j^ t:!;M °^^ ^ ^^^ ^^^^ kühne Coustruction 
für den Ausdruck »silberartiges Glas** ansehen können, 
wie das auch Beidawi zur Stelle thut. Ich halte es des- 
halb nicht für unmöglich , dass «j;L5 ursprünglich gar kein 
Plural, sondern ein Fremdwort ist, von dem später, weil 
die Form einem arab. Plural ähnlich sieht, ein Singular 
zurückgebildet wurde , wie das Hoffmann in Bezug auf 
^j«>l«J u. a. Z D M G. XXXII. 761 Anm. nachgewiesen hat. 
Doch muss ich allerdings es anderen überlassen , das Ori- 
ginal, das mir unbekannt geblieben ist, aufzufinden. 

Nicht viel mehr kann ich über den Namen Ss*)Ij 
sagen , neben welchem S«ili und 5\.iU Juküt III. 539 , 
27 vorkommen, schon von den Arabern (Mu^arr. 124) 
als fremd erkannt. Hier deutet schon die Verschieden- 



72 

heit der Formen auf fremden Ursprung hin; yermuthlich 
ist 8\.\li erst spater in die Analogie des bedeutungs- und 
lautubnliciien SsmXs noch genauer einbezogen worden. 
Die später üblichen Formen sind (vgl. Dozy) ') yon 
der Grundform 5;*)U» abgeleitet worden. Jüd. aram. 
nV*'p im Sinne Ton »Thon" (Arüch), kann nicht in Be- 
tracht kommen. Auch der Anklang an ^^t?1p^p Low 
Ararn, Pjiauzenn. 351 , 5 a. f. kann nur zutTillig sein. Ver- 
muthlich ist auch jede semitische Etymologie überhaupt 
hinilUlig und das Wort persischen Ursprungs. Der .Sabb. 
156^ vorkommende Niime Snnpp bedeutet vielleicht dasselbe 
und wahrscheinlich ist auch ^lySLs Jäküt IV. 18 damit 

zu combinieren. [}-^V^ bei Gast. 7S9 scheint kein echt ara- 
mäisches Wort, sondern wird wohl ein arab. Plur. jjl^* 
syrisch transcribiert sein.] 



[Zwei echt arabische Namen für den Krug sind J^^l^ und 
5*^^. Zu dem ersteren scheint mit aram. |i.-.s^ ]»Trau- 
benranke" zu gehören, das mit 712cyX wahrscheinlich 

• • 

nichts zu thun hat. Beide sind von :»lang herabhängen*' 

benannt, wie zu *7l JS die nVvT va>LJIi> gehören ; wahr- 
scheinlich wird auch äthiop. sagal i Zauber" dazu gehö- 
ren, iis^ »Krug" gehört zur Wurzel I^. »ziehen", wie 

|?&^, »Krug, Becher", zu ^33. Auf dieses Wort geht 
bekanntlich fr. giarre »SchiflFskrug, ital. giarra zurück.] 

Ein altes Fremdwort ist jy.Jo (higäz. Dial.) nach Gauh. zur 
Wurzel JLcXi, für die die Araber den Grundbegriff »reini- 
gen" erfunden haben (vgl. Nöldeke Lit Centralbl. 1879. 
p. 361), »weil man sich darin reinigt". Es ist xaio;; 

wohl durch Vermittelung von syr. Uor^ ; in das Jüd. aram. 
1) II. :U2. J 3 , äJ Jj. 



73 

ist die griechische Form dieses bekanntlich ursprünj^lich 
semitischen Wortes niclit eingedrungen. Eine, wie es 
scheint, das griechische xxioy direct wiedergebende Form 

ist jj^.jLi, worüber zu vgl. Dozy. — (j-d^ •'igypt^ Dial. 
ist wohl ohne aramäische Vermittehing direct aus :riösi 
entlehnt. Jüd. gilt pD*J^3 Kelim 3 , G von Hai als nip"»"» 
und '3"1 erklärt. Die aurtTillij^e Transcription des griechi- 
schen S" durch J2 erklärt sich wohl «lurch das Vorani^ehen 
des tiriechischen £. Ilotfmann Z D M G. XXXII. 740. D<'nu 
soi^'ar 1 wird nach ilieseui in 12 verwandelt in D^I2**1*XI2^£3 
• ':Tzixypiry,;, Auch nach dem persischen P in JII2*3 Low 
315. — In Concurrenz mit einander treten wieder Persisch 

und Aramäisch bei \^ einem kleinen Kruge, das ebenso- 
wohl wie manche andere Namen von Trinkc^efässen 
(lojol) direct aus dem Persischen 5;%S^ oder erst durch 
das Aramäische STO ^) (interessante Volksetymologie dafür 
^abb. 76) in*s Arabische eingedrungen sein kann *). 

Ebenso könnte das Aramäische ]2^.2 PSm. 500 concur- 
rieren bei aUigL neupers. &j4>Ij. ältere Form batiak in 
ßxrtxx-^ Lagarde Ges, Abh. 211 , 21. Davon ist aber XpnSJ 

Levy TWB. II. 310 = U^^ Esr. 1 , 10 (mit Assimilation des 
T an das emphatische K oder nach Hotfmann Z D M 6. 
XXXn. 746 zu erklären) zu trennen. {TxTxxyov, das an- 
klingt, wird durch rÄTÄ»f patena gehalten). Wurzel pi? 



1) Syr. ]l2LS (auch als Maass) hat cbenfalli Beweiskraft, da et nicht erst 
dem Arabischen entlehnt, ist. vgl. auch Low Jram. Pflanz. 246, S; das bei PSm. 
ani^ctuhrte \'iz^ ist j^cwiss fremd. 

2) mJ>9^ ,Kru^** (beiGauh. belegt mit einem Verse des 'Aggug kann ich 
nur als verdächtig bezeichnen, ohne über die Abstammung eine Vermuthung 

zu haben. Es scheint in die Analogie von jJLo»^ , jJL^O a. a. gezogen. 
Daneben soll (Kumu») ivl^^ b'eltcn, das nach Ihn Doreid KU-al-iiUk, 12 nur 

äjtu JL' J^ft-w»' bedeutet. 



74 

iisj »Flasche*' das (jawaliki (resp. Ibn Doreid) Mu^arr. 
28 als eckt arabisches, aber dem syrischen Dialecte eigen- 
thiimliches Wort angiebt, ist wohl identisch mit ßovryi 
(Sachs Beiträge zur Sprach- und Alterthumsk. IL 192 verweist 
auf Ueiske ad Coustant. Porphjrogen. Vol. II. p. 350 (Bonn). 

Davon ist iJxj »Fass" Dozy I. 50. PSm. 624 »Bütte" zu 
trennen. 

Dunkel bleibt auch diis sehr vereinsamte »Lu im Sihuh 

^^^^ • • • 

als wjJjj und ^L^\ erkllirt. In dem von Gauh. anc^e- 
führten Verse: 

oLj3^ Lj-Lu {jdxs y^S^ USLS' J]^Ltol ^äJI 5^. 

^>Es werfen ihre [der Kameel- oder Pferdestuten] Hufe 
den Sand, als ob Eierschalen unter ihnen (d. Hufen) zer- 
brochen würden und Glas'' Uisst sich nicht recht entschei- 
den , ob das Wort den Stoff oder das Gefäss bedeutet. Kaum 
mochten sich dazu andere Belege aus alter Zeit finden. Die 
Grundbedeutung scheint für das Arabische als »zu Ende 
kommen" [aufhören] angesetzt werden zu müssen; daraus 
ergiebt sich dann »verbieten", als »Ende, Grenze bestim- 
men" oder »eine Grenze machen", [vgl. den ähnlichen 
Übergang bei ^^* zu r*p ; hebr. auch schon T^S|5 ^). So ist 

die eigenthümliche Bedeutungsentwickelung zu verstehen, 
dass dieselbe Wurzel »hinschicken" und »abhalten" heisst. 
Zu derselben Grundbedeutung gehört dann wohl auch »U 

»genügend" in der Redensart Jcs*.. ^ siJLjelj yo (wofür 

auch ^L^r gesagt werden kann Eämil 386, 4) ; x^erreichen" 



1) Die andere Bildung auf \ das ix. Aty. }*pär halte ich für ein aramäi- 
•ches Lehnwort; dasselbe vermuthe ich auch für Vc73 »Axt/* Ganz deutlich 
ergiebt sich auch das ^. 74, 6 daneben genannte fllfl*?*^ als fremd ; ich möchte 
aber das iran. Aequival. von xfAf/; nicht dazu stellen. Vpp entspricht ara- 
bischem v>:^%^. wo sich uIm J^t^ daneben tiuJet, istdas betreffende Wort stets 
als aramäisch anzusprechen. 



75 

ist in »genügen** übergegangen. Mit allen diesen Bedea- 

tungen hat natürlich sUjj »Flasche, Glas" »weisser Stein" 
nicht Jas Mindeste zu thun. Es wird also nichts Anderes 
übrig bleiben, als es mit sLj^ zu combiniercn , ein Laut- 
wechsel der einmal (in mmji = m r'*) sicher aufgewiesen 
werden kann. 

»!j Kamil 101,10; Mu'arrab 37 wird von den Arabern 

selbst als fremd bezeichnet. Im Persischen scheint es nicht 
vorhanden, aber auch das Aramilische bietet keine ent- 
sprechende Ableitung. 7p1 'lin sind Fildeu, die mau 
zum Aufnllhen des Deckels auf ein Wassergefllss braucht: 
dazu kann unser Wort nicht gut gestellt werden. In der 
anderen Bedeutung »Bote'* ist, wie auch schon die Araber 
bemerken , das Wort echt , zu tU = niH. — Noch ist RAaa? 
(&Juu5 verboten Gawaliki Morgenl. Forsch. 146. ult.) zu er- 
wähnen, das schon Nöldeke .1/am/. Gramm. ^ p. 125. Anm. 2 

als l-JU-Ls =: xxvvlo'j erkannt hat. 

Wir kommen nun zu einer ganzen Reihe von Eorbna- 
men, die fast ausuahmslos dem Aramäischen entnommen 
sind. Das Material für diese Körbe bildet meistens das 
Palmenblat \jo^\ es ist also kein Wunder , dass diese Pro- 
ducte des auch ursprünglich durch Aramüer nach Arabien 
verpflanzten Baumes aramäische Namen tragen. Einzelne 
dieser Wörter weisen schon in ihrer Form aramäische £i- 
genthümlichkeiten auf, bei anderen ist die Entscheidung, 
ob man es mit einheimischen oder Fremdwörtern zu thun 
hat, nicht ganz leicht. Zu dieser letzteren Klasse gehört, 

wie es scheint, &JL» Jui«. Im Arabischen sind zwei Wur- 



zeln unter Ju.» zusammengefallen, die eine = hebr. 7/C^ 
mit der Grundbedeutung »ziehen** [vgl. vielleicht auch aram. 
H-A.; S:i3 hiy UcJ H^] Oesen. Hwb. IX. 844 und eine 



76 

andere mit <Ier Gruudbedeutung > stechen", daher «JLmwo 
>I\ickmider\ Hiii Kcüni 13, 5 als Erkl. von pXpD Vj^ CrO. 
D«?r Xiime Ju* kann aus diesen beiden Bedeutungen nicht 
erklPirt werden, auch erregt Verdacht, dass neben Jum 
eigentlich aULl gebräuchlicher ist, ^vie im Aramäischen 
Nn*7*r ^), während man nach dem Hebräischen das Umge- 
kehrte erwartete. Im Übrigen fehlt das Wort auch im 
Äthiopischen -;. /2^D flechten scheint erst von 73 ab 
geleitet: &JLJL», t^ehürt aber trotz passender Bedeutung nicht 

hierlier, da ueuhebr. n7w^w* entspricht (syr. U* .a^ 4)]. 

•• •• • • 

■ • • 

Ein gewiss aus dem Aramäischen übernommenes Wort 
ist Jwifl, von aULi, «ladurch unterschieden, dass es einen 
Deckel hat. Im Arabischen ohne Ableitung, ist es über- 
nommen aus SiV (ausser den Stellen bei ^Arüch noch Pes. 
78'^). Nichts zu thun mit diesem Worte hat hebr. S3ü , 

• • 

da das jj^^rade die umurekehrte Lautverschiebuni? wäre; 
jüd. aram. ^312 scheint aber lediglich Hebraismus zu 
sein. '3[2^X, das Gesen. Hwb. IX. 310 dazu gestellt wird, 

wird ein griechisches Fremdwort sein. \io > Schilf bündel" 
aber gehört zu 03*^12 , das Low. Ar. Pßanz, 343 nicht er- 
klärt (da die Erklärung >donax" von ihm selbst doch kaum 
angenommen wird); beide Wörter könnten , da das arabische 
wohl alt ist, vielleicht ägyptisch sein. Vgl. zu alledem 
noch ^{*D Hai. ged. ed. Zolkiew f. 63. II». Wahrschein- 
lich auch aramäisch ist vs.>«jlo = *J^ni3Ä?; allerdings eine 
bei einem Concretum auöallige Bildung. Vgl. noch hebr. 

n3Ä3S. — gli^' Kamil 414 , 1 1. Plur.^y Agäni III. 64 , 



1) Mit I Vocal ein deutlicher Beweis, Jass es nicht etwa hebraisicrend ge- 
braucht i^t. 

2) Zu bemerken ist allerdings, dass iCHTO im Aramäischen kein sehr üb- 
liches Wort zu sein scheint. 



77 

3. a. f. »Korb** haben schon die Araber (Mu'arrab. 126) 

als fremd erkannt ; vgl. dazu Sachau p. 57 , der Cast. \^p^2^ 
beibrini't. Dies svr. Wort kann aber auch cfanz srut aus 

iLcls erst zurück entlehnt sein , da Belege dafür aus 
alter Zeit nicht vorkommen. Hierzu tritt noch, da^s für 

]Ji^c^ >Krug" als Bedeutung angegeben wird, während 
'iZ^yS sicher »Korb" ist. Anders steht es mit äJ^MoS (vgl. 
Uozy II. 357) , das augenscheiulich im Arabischen keine Ab- 
leitung hat: das ist gewiss zu jüd. ar:xm. XT^'i (dazu Plur. 
nVT^^)» ') dauel)en auch H^C^J zu stellen. Die aram. Wör- 
ter sind nur semitisierte Formen des ursprünglich giiechi- 
schen X"112DJ, wieder ein Beleg für die von Giudi Della 
sede p. 16 aufgestellte Ansicht. Dass dem in der That so 
ist , hat der Glossator im ^Arüch -) (wohl Hai) schon an- 
gedeutet , wenn er sagt: H'y^p bsi*3'j*' pw*^31 d.i. äjLaj. 
(Beleg für die Bedeutung »pot a fleurs'' Dozy) »Es ist ein 
halber Krug, in den man Pflanzen (D*3^> » übersetzt aus 
va^Li) säet." So ist also iül-aj auch mit yd^rpx ') iden- 
tisch. Und hierzu wird auch 1— j-rc-: = jüd. mC^J gehö- 
ren. Nun kann es immerhin möglich sein, dass im ^Irak 
die ursprüngliche Bedeutung »Blumentopf in »> Fruchtkorb" 
übergegangen ist; indessen sicher ist das nicht, und so 

bliebe der Ursprung von SJolä' noch zu ermitteln. 

Griechischen Ursprungs mit aramäischer Vermittelung 
ist in ähnlicher Bildung — die Analogie ist hier zu be- 

achten — SULb J? , iJLb J? schon von Freytiig als xxprxXXo^ 
erkannt, durch Vermittelung von Sn^/U'^i^ *) wonebea 



1) Stets auf fremde Abkanft hinweiiend. 

2) 4 V. -HSOl I. 

3) Oller ciDcm davon »Umiiieaden * yxTTft\o)v. 

4) * KXpTXAAtOV, 



78 

t 

wohl eine Nebenform •NH^dp existiert haben döifte; 

Syr. lX4i^ entspricht genauer der Form XJLfcJ» ^). Ob 
jcxprxXXoi nun selbst echt ist, ist allerdings noch eine 
andere Frage. Es wJire wohl möglich, dass hier ein persi- 
sches (und dies würde zu ^C2l>S Ezra 1 , 9 stimmen) oder 
auch gar semitisches Fremdwort im Griechischen Torläge. 

Auch 3>Ä«^ »ein Korb aus Palmblllttchen^* hat im 
Arabischen keine rechte Ableitung und scheint aus dem 
Aramäischen entlehnt; indessen XHJw* » getrocknete Dat- 
teln ')i scheint dazu nicht ganz zu passen, wenn man 

nicht denselben Bedeutungswandel annimmt, der in ]Al^.29 

PSm. 808 sich in der That vollzogen hat ;*iLi, das 

Dozy aus Muhit anführt, ist sicher ein aramilisches *]9C^ 

(zu ni£! rs-A »schicken"). »Wasserleitung" ist öfters Ton 

einer Wurzel mit der Bedeutung »schicken" abgeleitet, vgl. 

schon hebr. H 7^^ u. a. m. 

Bei JuJ\ Juj\ >Korb" concurrieren wieder einmal das 

Aramäische und Persische. Es kann entweder direct aus 

pers. Jucüv , oder , und dies ist wahrscheinlicher , erst durch 

Vermittelung des aramäischen S /*3T entlehnt sein. Das 

Fremdwort Jyuv darf aber keinesfalls als Beweisstück für 

eine semitische Etymologie von 713J aufgeführt werden, 
wie dies Gesen. Hwb. IX. p. 225 geschieht. 



1) Ueber die Formen solcher griechischer Worter aaf HIX* ist zo bemerken, 
dftse sie entweder griechischen Diminatiren aof tov, also tutpraAA/ov oder yx- 
TTptev nachgebildet sind, (woraaf 'ArAch darch *S*Onp p 'hx hindeatet), 
oder auch als falsche Rückbildung aus einem Plur. Hf*, der bei Fremdwörtern 
leichter gebildet wurde, aufgefasst werden können. Ueblich ist bei griechischen 
Wörtern im Syr. sonst ]^s Xöldeke Syr. Orawug. $ 79 A. im Jüd. mw. 

2) Low Jr. Pßant, p. IS vergleicht damit wohl zu Unrecht «a^VS, da Kütff 

kaom hebräisch ist, wie man nach der Lantrenchiebungiregel ans dieser Zoaam- 
menstelluns folsrem müsste. 






? • ► 



t». 



f*i^' ' ♦•.♦*;• 



* 



79 



»», . < 



9« 



• ^ 



Mit grSsserer Sicherheit ist SJL^o (Analogiebildung sn 
iJclS) »ein Korb aus Palmblattem, in welchem frische 
Datteln aufbewahrt werden'* dem aramäischen Sprachkreise 

zuzuweisen. Allerdings ist IL^o) bei B. B. Payne Smith 

808 S.T. I^So? nicht sehr beweisend, da es auch umge- 
kehrt dem Arabischen entnommen sein kann. Aber daneben 

scheint auch U^o^ zu gelten (Tgl. B. B. 1.1.) und dieses 
scheint mir aramäisch und die Originalform des letzteren 

zu sein ^). U^o^ ist nun nichts Anderes, als eine Um- 
stellung Ton U^ot^^Sn^n MUn. Eel. Per. 16, 5. Dies 
wird Ton Häi = S/n%n gesetzt, so dass »halbreife Datteln 
und »Korb für Datteln*' gewechselt haben. (Ygl. Gi^^ 
78* , 4 a. f. K^nim Sa^SX namentlich Raii dazu). Die 
Veränderung des ursprünglichen harten Dentals in den 
weichen setze ich auf Rechnung einer Yolksetymologpe, 
die das Wort zu Jk^4> zog. 

üebemommen ist aus dem Aramäischen femer das alte 
(schon ^assän Elegie auf Muhammed) ein sehr ge- 
bräuchliches Wort, das Gauhari nicht einmal erklärt, »ein 
Korb aus Palmblattem". Es kann keinem Zweifel unter- 
liegen, dass es identisch ist mit KC2&D (^Arüch s. t. ü£)Dy 

dort durch »HüOp xdfiirrfict erklärt) = L^a^ Gast 612 
(wo man lese ^U^l). Aber auch die aramäischen Wörter 
haben keine Ableitung im Semitischen , und ich glaube nicht 
zu fehlen , wenn ich sie mit pers. iXjum ') identifidere. Das 



.»'- 



1) Dtoeben gilt noch mStV (Var. kSdV) das wihon weg» d«r LmIwe- 
•ehitboDg mieAt so anterem Worte pa«t, trott '3JVn wi« bei G^k. (^/o^ q« 
Vgl L3w Armm. PßämtSMm. p. ISS, 12i; l6rr«r «Sciher** geliftrt lor W«|w 

iel\.«^ .tropCn" • trab. v)^^Uöt •akh ergicMaa** J^^^^Um o.«. ImI alio 

damit niebtt in thmu 
S) UnprOflglicher ift woU 



iAi*4HM*h«dh 



A**M«n«ftAkiaM^a^«ih*.ri* 



••" ^ 









'*■• -.i- - 









r*;; 



*^'*. 



80 









17 im Neupersischen mviss einmal ein T gewesen sein , da 
sonst ein I daraus geworden wäre. Merkwürdiger Weise 
ist dies Wort auch in späterer Zeit und wohl auch aus 
anderer Gegend TOn den Persern direct zu den Arabern 
gewandert, daher dann SJlmm Die Identität Ton KC2SD 
mit arab. b«w wird schon im ^Arüch erkannt: pl7731 
t22D^X ^Ny!^•J^^ Die Ersetzung des persischen T durch 
semitisches ü nach HoSmann ZDM6. XXXII. 746? 



üebernommeu scheint auch 






»Korb aus Palmzwei- 



gen" aus piy Eelim 16, 4 ^). Die Bedeutung stimmt aller- 
dings nicht ganz genau zu der aramäischen; es ist danach 
der Erklärung (^Arüch) mehr Schwinge als »Korb'*. 

So konnte auch t-n**^-^ »Korb" (Ibn Dor. Gamhara Cod. 

Lugd. 321) erst aus dem Aramäischen, das nron bietet, 
übernommen sein. 

Schon Frey tag kennt die Entlehnung yon Si3' »ein Korb 
zur Aufbewahrung Ton Baumwolle" aus jüd. HS^p. [Dies 
ist kein echtes Wort, da es keine Ableitung im Semiti- 
schen hat, aber kaum übernommen aus :^cupa*\ da uns dies 
zunächst nur in der Bedeutung »Weinbehälter" überliefert 

ist]. Denn die Annahme der Araber es aus v,^ »getrock- 
nete Gurke" abzuleiten (welche allerdings zu dergl. benutzt 
wurde, Tgl. auch 7TV^p »Kürbis" und »Schlauch" und 
K*lp) ist wohl zu yerwerfen, da die ganz specielle Bedeu- 
tung sich genau so im Aramäischen wiederfindet. Syrisch 

ist das Wort nicht erhalten. Isojs bedeutet Stange, ob 



1) Die nomiB. Gmndbedeatimg der Wnrxel im A.rabuche]i iit «Ader** dann 
»Sehne** (Tgl. Tl »Ader , Selme*>, dann »Inneres** daher «Grand** and »Knochen** 

DieTerhale Bedeatong iit »laofen** « JPSf . ^iSr dun »fliessen^^ond •tchwit- 

len"; TgLtoch cXÄi. Zu der Grandbedeatnng.lUeüen** gehört ^^^ß .Wein mit 
Waner miaefaeB**; Äälfi Baüuü entapiieht jüd. araa. Np-ur 




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«'"•_, ' • '';'-v.ii^'.fr. .•■' V*^' •'*'•'--: 


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i.. ". • '' < .l••.^^..l:<.^ .', •■-^' -'V^^ 


■ 81 - 







es mit pen. »^ (zur Wurzel, x^rroi) etwas sa than hai^ 
will ich wegen des Bachstabennamen Alp nicht ent» 
scheiden« 

Ich mag hier auch meine Bedenken gegen die Echtheit 
Ton ot^ nicht zurückhalten. Verdacht erregt die dop* 

pelte Yocalisterung v«il%^ und ^\ys^j ▼or allem aber der 

eigenthümiiche Plural v«aJ%I^9 der auf eine Form Vi^ll;^ 
schiiessen lassi Diese Bildung ist aber f&r AppeUatira im 
Arabüchen sonst kaum bekannt Andererseits ist sachlich 
die Entlehnung eines Wortes für »Schlauch*' nicht sehr 
wahrscheinlich, und auch die Ableitung yon o%^ »schaben'* 
ist durchaus bequem. 

Rxli? »Korb aus Leder" (Amr^. Mu^. 74) scheint aber 

dem Aramäischen entlehnt. Zwar ist ]n^\ bei Elia La- 
gorde Praeterm. 38, 4 kein Beweis dafür. Aber wahr« 

scheinlich gehört jenes aramäische Wort zur Wurzel «a^ 

»dunkel, yerborgen sein". Da diese nun sicher v>l£ v^l& 
entspricht, so wäre die Entlehnung bewiesen. 

iJU kennen schon die Araber (Mu^arr. 21) als persischem 

«Jb (aJLu) entlehnt. Ich hatte ILa dazu gestellt, das Op. Nest. 

(ed. Hoffm.) 99, 9 = lal^klo». d. i. pers. Kjüyty^ gesetzt wird. 

Aber [ILa ist doch wohl nur eine der Umformungen Ton ^liA^. 

Das pers. sJLu (kommt nicht selten Tor) ist sicher dnreh 
das Syrische yermittelt So erklärt sich v^ fSr und 
langes & fOr « ((piäAiy (piiAir) Th. Nöld.]. Die Syrer ken- 
nen aber auch )A^ (ob diese Vocalisation richtig ist?) 
PSm. 541 als »Glas" »Büchse". 

Auch ylL (Hamasa 11, 23; Näh. 20, 24) »Sack** hat 
im Arabischen keine Ableitung; (Wurzel yx^ ss äthiop. 
habara) ich kann aber nichts über den Ursprung sagen. 



* • " 



■■.v 



. ^ 



Bekannt ist, doss *yL> »Ranzen" (trotz öauh.) persisch ist 




• « 



*?•. r.mitä 



iMftdbMMwAl 






-mam^mmäa^^mtttttmmmJk 



♦ • .'. 







# > 



(▼gL Lagarde 6e«. Abh. 57). Eine, wie es scheiiit, durch 
das Aramäische in's Arabische gewanderte Form dieses 



•V 



Wortes dürfte aber xJT sein (Tgl. Lagarde 1. 1. und NSldeke 
ZDMG. XXX. 768); eben&lls anf aramäische Formen 
werden \|^ und -AZ^ zurückgehen, so dass sich pers. \t^ 
Ynllers IL 809 erst als eine moderne. Entlehnung aus dem 
Arabischen ergiebt. Leidlich damit identisch IstTIHS »Schaale** 
(des Baders u. s. w.). Es findet sich nur in einer palästi- 
nischen Stelle; dne babyl. würde wohl \\jS reflectieren. 

Fremd und aramäisch sieht auch ^sJLä »Bettelsack** 
aus ; ich kann den Ursprung des Wortes aber nicht weiter 

Torfolgen. (Aram. ^ nSä pj^ ist »kochen"; ar. ^^JLm» eben- 

&lls. \U Gast. 913?). 

Übernommen sind auch eine Beihe Ton Ausdrücken für 
Tisch aus dem Aramäischen. 

Die Yermittelung bildete es bei (3^0 (schon bei A^iä 

S.T. ^3^(> bei Gauh.). Dies ist identisch mit Uoanau^ jüd. 
OpD^^^il^xof» Es hat yermuthlich im Aramäischen auch 
eine Form *KpD*l g^eben, sonst wäre das Abwerfen der 
im Aramäischen (jüd. und syr.) beibehaltenen NominatiTen- 
dung doch einigermaassen auffällig ^). Es yersteht sich Ton 
selbst, dass die ursprüngliche Aussprache dieses Wortes 

^Jw^i^ war, gewiss hat auch A^ so gesprochen; indessen 
durch die fiberwiegende Analogie der Worter nach dem Pa- 
radigma JLjui wurde auch dies Wort angezogen, und so 
entstand iZ^ttj^* 



1) Der Gelmuch des Wort« in jud. Sduiften betehrinkt nch auf di« pt- 
liiÜiiitehe LttUntnr (JemUlmi «nd MidrAMn) die, wie das ja aoch natür- 
lieh, gewöhnlich die sehr geaanea TraneeriptioiieB grieehitehar Worter liefenL 
Ib jfid. Sduiftaii fiadek neh auch aoeh ein Diaiaativiim daTon gebildet XCn« 



■««^«c^ 






83 

Neben dies "Wort stellt sich, schon an seiner Form als 
aramäischer Eindringling erkennbar %yU (Name eines Ber« 
ges Be]qi 133, 15; Tgl. auch Belcri 472, 8) »ein Tisch 
meist aas Marmor*' (Ganhari, nach Jalplt'III. 835, 5 gehört 
diese Bedeutung der syrischen Mundart an) ^) aus aramäi- 
schem Uo Ad jad. Xllilfi. Es ist indessen noch zweifelhaft, 

TT 

ob dieses Wort eigentlich semitischer Herkunft ist; Tgl. 
Nöldeke MaruL Gramm p. 114. Es scheint da nirgends eine 

Ableitung zu haben. Das aspirierte aratnsiische Jl ^^ ist 
im Arabischen genau durch väi wiedergegeben, wahrend 

umgekehrt unaspiriertes H ^ im Arabischen c^ bleibt; Tgl. 

JSjucS »Schüssel" gilt schon manchen Arabern (Mn^arr. 
124) als fremd. Das ist in der That nicht unwahr- 
sclieinlich ; aber pers. gjJS' ist erst Entlehnung aus dem 
Arabischen. Aus dem Persischen stammt bekanntlich ^L^ 9 
und eine rein zufällige Entlehnung durch Mohammed ist 

SiXSLt aus äthiop. mä«d »Tisch** (Dillmann 197). MitiCLL 
ist es auch nicht ganz klar, ob es wirklich, wie Gauharl 
meint, nur Metapher für die Speise ist, die der Reuende 
(Wurzel ^LJ) mit sich nimmt , oder nicht lieber persischen 
Ursprungs ist. 

Das »Tischtuch*' Jujüf (ursprünglich wohl mandtl ge- 
sprochen) in einem Ausspruche Muhammeds Ibn Dor. JTä- 
al'ütUf. 223, 8; Agani XVIU. 164, 7; Betai 193, 6; 



1) Die wnteren bei JikAt L L angegebenen Bedentunginiimneen J ^ : > U nnd 

Juu^u nnd mlleieht nur mi»reretandliebe Anflanangen der LexicognplMB • 
die bei einem Fremdworte nicht aaffallen dürfen, to daM man nieht nStbig 
hat, an ein Uineinapielen dea aramüaeh tonst nieht Tertretenen ptitsrm xn 
denken. Im Talmud Sabbat SGa wird (gewim nieht ohne Grunde angegeben, 
früher habe ein grooaer Tisch KniPi) and ein kleiner KTPini) (beachte die Femi- 
ninendang!) geheissen; jetzt (nach Zentörnngdea Tempels, sie I) wäre es amgekehrt. 
Die Femininbüdong ist übrigens bei einem Frtmdworte einigermaassen anfl&Uig • 













84 

Eämil 491, 7 ist schon Ton Freytag als mantäe erkannt. 
Die Yermittelung bildete die gracisierte Form ßarrlxiop. 
Levy Nhbr. Wtb. III. 154 bringt wenigstens einen aller- 
dings nicht ganz sicheren Beleg für Twimo. 

Aramäische Namen tragen auch eine ganze Anzahl Ton 

Schneidewerkzeugen. ^jjJC^ ist seiner ganzen Bildung nach 
als Lehnwort deutlich, es hat ferner im Arabischen keine 
Ableitung und ausserdem ist die Lautyerschiebungsregel da- 
rin gegenüber VDw deutlich yerletzt. Schon Nöldeke hat 

Mand. Gramm, p. 125 , Anm. 1 es als aus h • '"'^ K3^3D ent- 
lehnt bezeichnet und Hoifmann Litt. Centralbl. 1882, 320 
hat es weiter mit NHDD zusammengestellt. 

^_flAJi^ in der Bedeutung »Beil" und »Scheermesser** 
scheinen nicht echt arabisch , sondern übernommen aus A /H 

lA'^r^ü Ygl. ^Arüch s. t. ^711 und PSm; Kai. und Damn. 
(Bickell) 10, 7. Vgl. aber ^-aJLä. scharf Dit. Hufl. 124, 
11. — Jh^t^ ^^ Bxich einen »Spitzhammer** bedeuten. Darf 
man »martula** damit zusammenstellen? Im Sinne Ton 
»Bestechung, Geschenk** MorgenL Forsch. 147 ist es pers. 
xJo«^ Yullers I. 337, dessen Ableitung ich allerdings nicht 
kenne. 

Ich möchte auch ^^03 (belegt mit einem Verse A^ää*8 
bei 6aulL s. y. ^»Jo ; Jäküt IV. 40 , 1) erst als Entlehnung 
aus einem aram. tttSmp (hebr. DH^p) fassen. Wenn 
auch Ibn as-Sikkit bei (jauh. yor der Form ^•ö^ warnt, 
so scheint dies doch grade die ältere yon den späteren pu- 
ristischen Lexicographen yerdiungte Bildung. Vgl. auch 
Jä(^t 1. 1. Z. 6. 

yyS\So ist gewiss, da es im Arabischen keinerlei Ablei- 
tung hat , übernommen aus securis , wahrend aram. KHlpD 
(paläst Übersetzung yon |Tn3) die Vermittelung bildete. Im 

Arabischen hat es die Bedeutung »Spitzhammer** nSpS 



i 



r 

m \ 



85 

angenommen, Gauhori führt sie sogar an erster Stelle 
auf and erst an zweiter Stelle heisst es bei ihm JyuJI y^ 
L^(; indessen es kann keinem Zweifel unterliegen, dass 
das Wort ursprünglich die erste Bedeutung hatte. Natur- 

lieh ist dann I&^ [schon bei Crauh; es gilt auch die erste 

Forpi] erst denominaÜT dayon abgeleitet. Auffallend kann 
nur das Eine sein, dass das aramäische Q durch ^ trans- 

scribiert \rxcde , was sonst nicht leicht Torkommt ; indessen 
wenn man Mufassal p. 172, 4 a.f. yergleicht, so wird es 
klar, dass hier ein rein arabischer Lautwechsel Torliegt 
So ist wohl auch das mir allerdings blos aus den Lezx. 

bekannte ^xS »Axt** entlehnt (vgl. pHS), trotzdem ich 
dafür kein aramäisches Äquivalent kenne, (jauh. hat <^)^9 

^jujJai ist schon (yermuthlich durch seine Bildung) den 
Arabern (Mu^arrab 112) als fremd aufgefallen; es hat über- 
dies auch keine Ableitung und ist übernommen aus S^S 

(das ich im Hebr. für aramäisches Lehnwort halten möchte). 
Es ist der Hammer des Schmieds. Dass Gawäl. &JiLo«% lJt( 
«IjLv^ Lot« sagt, yerdient zu bemerkt zu werden. Man 
Terwechselte , weil mau die römischen Wörter durch Ver- 
mittelung der Syrer zu beziehen gewohnt war, mitunter 
Originale und Lehnwörter. So werden auch umgekehrt 
griechisch-römische Wörter yon den Arabern als syrisch 
bezeichnet. 

Wieweit v.ij »das Loch im Beile** und dann »Beil** 
selbst begründet sind, weiss ich nicht; jedenfalls stellen 
sie sich deutlich zu X&lp »Loch der Nähnadel**. »Bist du 
vielleicht aus Pumbnditha, wo man einen Elephanten in ein 
Niulelöhr (X£)1p) einführt d. h. unmögliche Dinge erzählt** 
heisst es Bäbä Me>f. 38^^^ a. f. (Das Eameel des N. T. ist 






86 

hier der Gegend entsprechend und mit Yergrobening des 
Bildes in einen Elephanten yerwandelt). Zu diesem Worte 
gehört wohl W*äW, ygl. Kuhn Zit^ra^ir6/. I. 415, 10 a. f. 

J.ti »Axt" (Agani III. 9, 12 nicht häufig in alter 
Zeit) und dann übertragen auf einen Theil des Zaumes 
(worüber Tgl. Ibn. Dor. ^y^^ v^Lö^ ed. Wright) wird 
durch eine Notiz im ^Arüch s. t. DS) ^* Terdochtigt. Zu 
jüd. aram. MS3 wird da numlich bemerkt: »Im Griechi- 
schen nennt man die SIS y mit der man grübt , D£) i und 
ebenso im Arabischen.** Ich kenne allerdings kein ent- 
sprechendes griechisches Wort, aber derlei Nachrichten 
pflegen selten aus der Luft gegriffen zu sein, und selbst 
wenn sich das betreffende griechische Wort nicht finden 

sollte, würde ich doch ^^U lieber als Lehnwort aus dem 
Aramäischen herleiten. [Allerdings hat dies ^mU Praetorius 
in den Sab. Denkm. entdeckt; ygL Kuhn Lüteraturblatt 
L 31, 9]. 

Dass Lo (Diy. Hud. 72, 6. Comment; das dort genannte 
Jb ist pers. Juu »Beil'* ; Hai zu Kelim 29, 7. ^3 n^^üSI) 
»Hacke zum Graben** Fremdwort ist, hat Rodiger (Glossar 

zur syr. Chrestomathie s. y. lilo) aber schon yor ihm 
Ihn Doreid Kit^-ütijf:. 15 erkannt. £s ist durch Yermitte- 

lung yon HID 1r^ spät-griech. fiippa entlehnt. Jüd. wurde 
gewiss auch K*1^ gesprochen, trotz des *). 

Auch t*-^^ »Axt" möchte ich für entlehnt halten ; ara- 
mäisch iL^ Kai. und Damn. 41, 22; 106, 23, Kl^'H. 

Das äthiopische ba§in Dillmann 623 könnte auch (direct 
aus K^^Vn) übernommen sein, wenn es nicht schon in 
den Inschriften yorkäme (Briefl. Mitth. yon Prof. Nöldeke) 
K3^!Cn übersetzt auch schon im Aramäischen das hebräische 
/n3. Es scheint hier eine ursemitische Bildung auf in (zur 



87 

Warzel nVH »spalten**?) Torzuliegen. ManhatiLi^ weiter 
aus'i^/yif hergeleitet Das ist abzuweisen, weil es nicht 
recht glaublich ist, dass ein Wort mit der sehr speciellen 
Bedeutung »Axt** die ganz allgemeine »Eisen** annehmen 
kann , während das Umgekehrte natürlich sehr wohl denk- 
bar ist. Lautlich würde man die Identification allenfalls er- 
tragen. 

Wir kommen nun zu den Namen der Haken und Oa- 

beln. w^So ') hat neben sich K^yJS- Das Vorkommen dieser 
beiden Worter mit zwei in echt arabischen Wörtern nicht 
sehr gebräuchlichen Formen neben einander macht beide 
yerdächtig. Sie scheinen erst aus 37*13 (mand. jüd.) über 

nommen zu sein. Die Wurzel s^,jS »fassen** allerdings wird 
man wohl dem Arabischen als echt belassen müssen, daher 
dann v,.JL5^» Haken** ^LlJ^ »Zange**. [Dayon soll im Dual 

nach Ibn Dor. Kit-^-ütil^ p. 14 ^j,l£jLr blo und im Plur. 
^jjuUjyvaiLj gebildet werden. ^jljLJi^aber ist grade einer 
der wenigen ursprünglichen Duale im Arabischen'). Man kann 
an diesem Beispiele deutlich den Unterschied des hebr. und 
arab. Duals erkennen. Natürlich scheut sich das Hebr. durch- 
aus nicht, den Dual auch Ton einer grosseren Anzahl paar- 
weise vorhandener Gegenstände zu gebrauchen , weil eben die 
Sprache die Dualform als Bezeichnung zweier unmittelbar zu- 
sammengehöriger und eigentlich eine Einheit bildender G^en- 
stände fühlte , also eine Art Singular darin erkennen konnte. 
Ganz anders das Arabische, das ^UuJi^ nicht als »Zange** 
(D^np /O) sondern , wenigstens nach den strengen Anschau- 

ungen der Grammatiker, nur als »zwei Haken** fühlte; so 

hätte man nach arab. Anschauungen auch zwei räumlich 

s 
getrennte Haken darunter Terstehen können , nur dass JLJS] 

1) KAmil 500/10. 

S) So noch Q^^ } Q^ and die Duale tob KSrpertheileB. 



'' .>T- ^:^;^'^c^>^ 



88 

wie es ßcheint , yerloren gegangen ist. Dann muss na- 
tOrlich ZOT Bildung des Duals und Plurals die äusserst 
umständliche und fast unverständliche Ausdrucksweise ge- 
wählt werden, welche Ihn Doreid vorschreibt. Es ist mir 
aber klar, dass wohl niemals ein Araber im Gespräche oder 
selbst schriftlich diese Ausdrucksweise gewählt hat; man 
hätte ihn gar nicht verstanden , da ^jjuüJi* Utj z. B. auch 
ebenso gut »zwei Frauen, die zwei Ilaken besitzen** sein 
können]. Die aramäischen Worter gehören nicht zu dersel- 
ben Wurzel sondern sind nach Nöldeke Mand. Gramm. 120 
Anm. 1 iranischen Ursprungs. 

Sicherer ist die Entlehnung nachzuweisen bei JL^JL« und 
Alaj^i wodurch auch die ganze Wurzel J^ciJ verdächtigt 



wird, da alle Bildungen (mit alleiniger Ausnahme des dunklen 
&JLÄJuoj Denominative dieses Wortes sind. Da nämlich 
im Aramäischen die Gabel N^ ^^'^> und entsprechend jüd. 
!r7I73 heisst, so ergiebt sich durch diese Verletzung der 
Lautverschiebungsregel das Wort als entlehnt, wenn auch 
die Formen nicht ganz übereinstimmen, man müsste denn 
die üebereinstimmung der Formen als ganz zufällig erklä- 
ren. Die Wurzel U-j^ selbst entspricht (mit einem nicht zu sel- 
tenen Wechsel) arabischem Jum, während hebräischem 72^1 

- T 

arabisches J w '^ gegenübersteht; S^ in der Bedeutung 

»herausziehen" aber giebt es im Arab. nicht. Auch ist im 
Äthiopischen die Wurzel nicht vertreten. 

SjLl^ »eiserner Haken'' (vgl. Dozy s. v.) scheint mir 
(mit den anderen unter der Wurzel jLio verzeichne- 
ten Wörtern) erst übernommen; aramäisch \Z^jj\JLh^^ 
welchem jüd. Hir^f entspricht. (Diese vielleicht nicht 

semitisch , sondern iranisch ; die Entstehung des ö = o 
(mit oberem Punkte) aus ä ist durch das B veranlasst). 



/ 



89 

Man beachte, dass es im Arabischen ToUig einsam dasteht 

und auch die Form nicht sehr häafig ist ^). 

1 

Wahrend OJI^TH^ »der Holzpflock'* dem Arabischen 

aus der Urzeit verblieben ist, sind einige Namen eiserner 
Nagel dem Aramäischen entlehnt. 

Am deatlichsten wird die Entlehnung bei «LU«^- Es 
erweist sich, da im A. T. die echte Schreibung HIlStTO 

neben der aramäischen DHODtS vorkommt, schon durch 
Heraustreten aus der Lautverschiebungsregel als fremd. 
Die Wurzel . |,v »die Nacht wachen" entspricht hebr. "löw^ 
»hüten"; dagegen ist 1^ und liii, »annageln** natürlich 
erst denominatiy von «UJLtf. Zu TQC7 »Dom** ist .^r^ 
zu stellen. Sachlich wäre eine Ableitung von %Ua«m« und 

j^w von yj^ sehr wohl denkbar, aber die Lautrerschie- 
bungsregel macht dieselbe zu nichte, da man dann noth- 
wendig hebr. und aram. ^ erwartete. 

Wahrscheinlich auch aramäische Entlehnung ist ^Jm« 
»Nagel**; denn man wird es doch zu hebr. HStT »scharfe 
Waffe** stellen müssen, so dass es arabischem ^y^ ent- 
spräche. Dann ist (^jLw »Nagel** erst entlehnt aus KHS^D 
Plur. ^3^D = l^^fi^ I \Ljj^ Plur. U» «). 

Daneben fallt auch noch die Nebenform ^li*«* »Nagel**, 
die sich genau an syr. IAiAiA^ anschliesst, sehr auf. Bei 
echten arabischen Appellativa ältester Herkunft ist das Suffix 
^ . kaum anzutreffen. Gauh. belegt es schon ?on A^ää. 



1) Daron lu trennen Ut nn Loch (für die Thürtn<;el) Kelim 11 , 3, 
Nniry aach «Griben*^. Ich habe Last, mit dicwm Letzteren j|JaJL«o •Rdkrt'* 
zatammenzustclleD , das im Arabischen kein« Ableitung hat. Ob et Tielleicht 
aas ^jY*^ mit Anlehnung an ^7^^' entstanden ist? 

2) Wir haben also eine aramiÜMhe Grundform *IO0 (masculin) aninaetitm. 



' . -r ■ • • .- -.:./*■ 






90 

Und da auch viJLÄ »decken*' noth wendig zu hebr. ^2D ')« 
woneben sich wirklich noch einmal *|3t7 findet, gestellt 

werden muss ^), so ei^ebt sich auch \iLL »die Thüre be- 
legen, überziehen'* als entlehnt und als einzige echte Be- 

deutung der Wurzel (i$w bleibt »taub sein*' zuerst »eng 
sein" d. h. »kleine Ohren haben", dann >die Ohren be- 

schneiden** ') im Arabischen zurück, da «jCm» »Münzstem« 
per* und aüC« ^»Pflugschaar*' anderweitig als fremd nach- 
gewiesen sind. 

[Sehr starke Bedenken habe ich auch gegen die Echtheit 

Ton %_\?rKMt »Schaufel" [vgl. Gauh. am Rande, wo die Schrei- 
bung ^jk^XM wegen des Plur. ^j^a^Ijouh yerlangt wird] , 
da es zu ^jJauv »warm sein'* hebr. pHI? »Entzündung" 

doch unmöglich gestellt werden kann. Ob es mit ]/^Mm 
Gast. 587 zusammenhangt?] 

Der Name des Spiesses (^Jl^ Näb. 5,16^) hat einein 
echt arabischen Wörtern nicht häufige Bildung^) und ist 

wahrscheinlich erst aus "n£){7 syr. h&&A^ enÜehni 

Um zu einigen anderen Hausgerathen überzugehen, die 
zur Bereitung von Speisen benutzt werden , so scheint der 

Name ^}JoJjt ursemitisch zu sein jüd. aram. KH /^*1D ans 

• »nVlnn syr. IAV^V) vgl. Nöldeke Mand. Gr. p. 59 Anm. 
Die eigenthümliche Yocalisation des Praformativs mit Damma 



1) Aramüsierend geschrieben mit^D. 

8) Wahncheinlieh bangt auch tsk^ »xweifeln*^ mit »decken, flechten** ra- 
Hunmen; et ist «Terwickelt sein, tn etwas hängen**. . 

S) XXm# «Strasse** dürfte man kaom za ) ^^ a. stellen; eher könnte t'y^ 

data gehören (X^L»Jt ö^t!^ ^'"^ *-^- (J^J^' 

«) Vgl Ta'Ub Fasth (Barth) 26, 5. 

5) Aach seheint das Braten am Spiease bei den Armbern nicht sehr gewöhn- 
lieh gewesen xn sein. 



91 

statt des gewöhnlichen t oder a ist gewiss durch das Za- 
sammentreffen des Lippenlautes mit dem Nasal herrorge- 
rufen. Auch sonst lieben Nasale die dunkleren Vocale; 

vgl. ps^LSj für urspr. IXiJSJ u. a. Hier hat noch der 
Lippenlaut mitge%Yirkt. Wenn man die aramäische Form 
yergleicht, so sieht man auch, dass die Vocalisicrung des 
zweiten Radicals nicht etwa eine spatere durch Yocalhar- 

monie veranlasste Form für JiiaJut ist, sondern dass hier 
schon aus ursemitischer Zeit eine gleichmussige Bildung 
maf^ul Torliegt, entsprechend einem hebr. nicht aus 7t2pD 
entstandenen *7t2pp. Sonstige Beispiele sind aber kaum 

zu belegen. JjCLj scheint echt in der Bedeutung »rein 

^ 

sein'* Jl^^Lj »ein treuer erprobter Freund" [wie auch 




»treu" von der Wurzel ^^* »klar" »rein sein**; ebenso 
^o »hell, klar** und dann »treuer erprobter Freund**], 
daher dann J^iaj die reine, kostbare Frucht »Dattel**. 
Ein anderes Wort für »Sieb" Jü«x hat Lagarde 

Armen. Stud. 65 verdächtigt. Loidessen da neben P^jS 

%Ai^ »sieben" steht, so scheint Nöldeke (briefl.) die 
Übereinstimmung mit cribrum doch blosser Zufall zu sein. 
(Vgl. allerdings XT^^^y (jüd.) = XÄTaAytri^ »Herberge'*). 

Im Oriente kennt man bekanntlich auch heute nur noch 
wenig Stühle und Bänke; dagegen sind Teppiche und Mat- 
ten ^) da von alter Zeit her zu Sitzen bestimmt. Der 
echte Name solcher Matten ist ^^^'^ (häufig in den al- 
ten Gedichten; sie werden von den Weibern angefertigt). 
Andere Namen aber sind dem Aramäischen entlehnt , wieder 
andere sind persisch. Da ist zunächst ^ilZZ zu nennen 
Divän d. Leb. 33 , 9 in dem schon v. Eremer in den Sitzber. 



1) So ist rielleicht Txf^a^ za nyüfS^ ^^K^m xa stellea. 






I 



i^\y 



92 

der Ak. zu Wien Bd. 98 p. 583 sehr glücklich rrpufiarlov 
wieder erkannt hat. Bemerkt zu werden yerdient allerdings « 
dass hier die Ersetzung des rr durch das emphat. ^ (Guidi 
Della aede p. 16) nicht stattgefunden hat Die Ausleger 
scheinen das Wort« das gonss nicht hüufig war, misTer- 
standen zu haben. Die Erklärung bei Tebrizi Harn. 49, 15 
ist erst aus dem Verse des Leb. abstrahiert. 

»Matte" wird von den Arabern selbst als ein dem 
Sprachschatze des ^Irak ^) eigenthümliches Wort bezeichnet. 
Es gehört zu ^3nD Sabb. 19^ ; 156s 7 a. f. Wl ^313 i^Mat- 
ten der Schiffe" =). In »313 = IsJS ist übrigens wieder 
ein neuer Beleg für die Richtigkeit der Transcription 
^ = 3 gegeben. 

Nicht ganz deutlich ist der Ursprung des alten Sujtx 
AgänilV. 16 ult.; IV. 66, 10; XI. 161, 13 a. £; Hamäsa 

195; Bekri 16, 6 a. f. Es konnte zu >-^h\ »stopfen" ge- 
hören, aber ein Derivat der Wurzel mit dieser Bedeu- 
tung existiert im Aramaischeu nicht Herr Prof. Oeorg 
Hoffmann hat mir brieflich zweifelnd eine Ableitung aus 
persisch Lo\ »unter dem Fusse" vorgeschlagen ^). Man 
mochte dem gerne beitreten; aber abgesehen davon, dass 
das Wort im Persischen nicht vorkommt, bleibt auch noch 



1) Die betten Matten kirnen toi Maiain. Ta'älibi (ed. de Jong) 133, Stf. 
Dies begreift sieh, wenn man an die ]\Kitr^ KTI^'m^ denkt, die mit Rohr- 
pflanzongen angefüllt wären; dies warde ähnlich wie MOfj (Plin. 13, 21) Ter- 
wuidet. 

3) ^U bedeutet nach der Glotie im Aramäiiehen «Schiffe**. Der Anadmek 
«im Aramäiiehen** weist daraof hin , daM sie noch aas gadnäischer Zeit stammt. 
In den übrigen Dialecten ist das Wort aber nicht nachweisbar; aber MTTT, das 
daneben geschrieben wird , ist das Richtige. Ueber die Abkunft will ich nichts 
sagen; aber aas dem Gl. fragm. s. v. worauf mich de Gocje rerwies, sehen 
wir, data Schiffe dieses Namens noch in der Chalifenzeit auf dem Tigris Tor- 
kommen. Von Ihn Batuta wird 5) ^och als Schiffsname bei den Chinesen 
überliefert. 

3) Sie könnte an U<^^ eine Stütze haben. 






93 

die Schwierigkeit, dass ilj%\ (Hui zu Eelim 23 ,- 2 glossiert 
Jt2'£)U durch ^3«1T = ^fp^ und n^lT 1. wohl CJy^ Jotcüt 
IV. 144, 7) erst aus ^U) zurückgebildet scheint. Neben- 
bei kommt es auch im Äthiopischen Tor als zarbSt 
Dillm. 1044, wie ich vermuthen möchte, erst Lehnwort 
aus dem Arabischen. 

Ob «LS »Sitzle<ler' zu j^l2i »ausspannen** gehört, ist 
noch nicht ganz klar. 

Hierher gehört noch J,^ xIa»^ aus U.^i.lä^; schon Hoff- 
mann Martyreracten. Note 206. Vgl. Gauh. s. ▼. J|V; 
Div. Hmj. 66, 13; ^Arüch s.v. ^SPi; Tosepht ed. Zuc- 
kerm. 595, 26. 

Wir kommen nun zu den Stricken, Seilen und Riemen. 

Da erscheint mir zunächst fremd das alte i^Jo plur. ii»!^! 
(schon bei Amrulk. Mu^ll. 46). Die Wurzel ^j»^ zer- 
fallt in zwei Theile. Der verbale J^Zi = ^.▲ylo (erweichen) 
»pressen*' Lst echt arabisch; der nomin. aLlLo aber scheint 
erst aus l^i^o übernommen; er fehlt im Hebräischen und 
Äthiopischen. Die Verba ^Jo, (j^I^I zeigen sich deut- 
lich als Denominativa. Dass später auch eine Form J^Lt 

sich in's Arabische einschlich, (Gawali]p MorgenL Forsch. 
154) ist allerdings wohl nur so zu verstehen, dass das 
classische Arabisch in diesem Worte durch eine aramäische 
Bildung im Irak und Syrien verdrängt wurde. 

Dass Jjj »Strick** aus IL^] entlehnt ist, haben schon 

die Araber erkannt. (Eamüs ilk^). 

Nach Noldeke (brieflich) ist auch das alte und verbreitete 

Wort für )» Giemen*' im Arabischen SStt ^Antara 15,8; Agani 
XI. 37. 10 a.f.;Qam. 351 nichts weiter als entlehntes ^itpi. 
Vermittelt ist es durch das Aramäische, in welchem es in 
mancherlei Formen, theilweise noch unerkannt, auftritt. 



•'1. . ■ • ■•,..' . 









94 



[li^ Barh. gr. L 233, 11 = 9tipi (Assem. m. 466); 
plar. ja^'^>äZO (oi = « =s «/) ^npaT^ Athaoas. Festbriefe pag. 
y; ferner ^iJ^i-j^ tr;/;«^ lud. 16,13. Hesapl.; ProY. 5,22. 
Hex. Dazu Opuac. Nestor (HoflFm.) 147, 18 ^i.-J^ = nX. 
Dayon ist dasselbe Wort ^j-i^ >c:l9 ^] Exod. 28 , 32 ; 39, 
23 nicht zu trennen. Dazu Gast, fälsch punctirtes li^^^ 
Th. Nüld.]. 

Einige Spinn- und Webegemthe tragen auch aramäische 

Namen. Si^ ]> Weberbaum" scheint im Arabischen ohne 
Ableitung zu sein; daneben wird auch noch ^^^ . ^ (aller- 
dings nach Asma^i bei Gauh. s. y. *_««^ in yerschiedener 
Bedeutung) gebraucht. Ich bin nicht sicher, ob ich ri£)Ti 
Sabb. 96^, 18 a. f. (es soll nach der Glosse »Rand" wie 
Jöma 77^, 16 a. f., nach ^Arüch aber den Kamm, mit dem 
man auf das Gewebe schlagt, bedeuten) damit zusammen- 
stellen darf. 

Mit einiger Sicherheit aber kann ich JI3 9 (leider habe 
ich keinen alten Beleg dafiir) woneben sich wohl später erst 

JtaJU (Amrk. 52, 49) entwickelt hat, fQr eine aramäische Ent- 
lehnung erklären. Es hat im Arabischen keine Ableitung, 
fehlt dem Äthiopischen und scheint in alter Zeit auch nicht 

gewöhnlich. Jüd. aram. K^IIJ Leyy Nhbr. Wtb. IH. 358. 

Ucü Gast 541. 

Endlich ist auch ^ ]> Faden, Aufzug" (Div. Hud. 96, 8; 

Zj^ Dozy IL 741) gewiss entlehnt aus KT3 Levy Nhbr. 
Wtb. m. 391. Dazu hbr. ni3D. 

T 

Auch ^ül^ »Spule" ist unzweifelhaft aus aram« Dlltt 
übernommen; aber auch dies Wort ist nicht echt. Bevor 
man aber seinem Ursprünge weiter nachgehen kann, wird 
es nothwendig sein festzustellen , wie viel Verlass auf die 
Nebenform ^LjJ? ist. Es wäre immerhin denkbar, dass 



95 

schon in einem aramäischen Dialecte die Ersetrong des p 
durch jr(K) wie in Xr7S3]7 = xAriAuo-i« stattgefunden hat. 
lyXjjS »Spitze des Berges*' (Gauh.) ist davon zu scheiden« 

Am Ende ist dies aus Uu^cj: D^l^p »Spitzhammer" über- 
nommen, Ton den Lexicographen , die es zu ^J» zogen, 
sputer yerkannt Auch die aramäischen Wörter sind firem- 
der Herkunft. 

Fremd sind noch die Namen Ton Beleuchtungsgegen- 
stTinden. 

Jbijüi »Leuchter und Kerze'* (schon Amrulkais TgL 

Guidi Della sede p. 38 ; $ih. s. t. öSJ^) ist langst ab xiv- 
iiiXx candela erkannt, das durch Yermittelung des aramäi- 
schen IL|J^ (Gast, (ohne Beleg); Jos. Styl. ed. Martin 
p. 20 ult.; Mosinger Monumm. 11. 58. t. 191; jüd. ar. 
>t/nij5 (vgl. *Ar. s. T.) in's Arabische gewandert ist. 

mSj^ »Leuchte, Licht** wird gewöhnlich aus dem per- 
sischen ^t^ direct abgeleitet ; indessen es concurriert f&r das 
Arabische noch das Aramäische , in das das persische Wort 

Ton altersher Eingang gefunden hat, als )-s^ und K31Z^« 

(Au£Eällig bleibt immerhin die Transcription des persischen 

durch aram. ^ >^^ Aa sonst eher • !( daf&r gewählt 

wird; allerdings liegt sie auch in (P^^ j üüI s=s .^«^ jbv> 
Tor). Das Arabische hätte aber f&r pers. ^ gewiss einen 

anderen Laut, als ^ gewählt, wenn das Wort direct aus 
dem Persischen übernommen worden wäre, da sonst diese 
unzureichende Transcription nirgends eingetreten ist. Die 
Yocalisation des Arabischen entspricht genau dem Aramäi- 
schen, dessen Swa durch den I-Vocal im Arabischen auch 
sonst vertreten wird. 

im.I:a3 Näb. 27,21; [3ü^\ IV. 737,7] ist bekanntUch 

entlehnt aus SilU^lS^t dem es genauer entspricht, als dem 



g gi g^^y? ??' ?^.^-?^'-'??^ ? 



ijr. l A fcf '^l (Tgl. Qaidi A!aina OtserraHonx p. 3). Zwei- 
fellos sind auch die ammäischeo Wörter, auf die <]aa Ara- 
bische zuoächat zurücki^eht, nicht Originale, soodeni 
Lehnwürter aus dem Persischen, in dem allerdings das 
genaa entsprechende Wort noch zu finden ist. Aber auch 
bevor es gefundea, wird man schwerlich mit Bernstein an 
eine Zu3;imme[i3etzung aus U-4k1 -i- ^.=11 deoken können, 
zunächst scboa deshalb , weil X";??* immer ein loderndes , 
hohes Feuer ist, wie hebräiäcb wS*; während hier nur 
»Licht" nicht »Feuer" verlangt wird. 

.Lm Dozj II. 287 ist weder aus ^«ra;, noch i^ifOi, son- 
dern zunächst aus ifxsificv übernommen. 

ux«.^ gilt schon den Arabern als tremd. (Mu'^arr. 96 
mit Beleg), Der Ursprung des Wortes ist noch dunkel. 
Ich mochte vermuthangs weise es zn sebaceas »Talg- 
kerze" stellen , das als i*p2D auch in'a Jüd. ar, (Levy Nhbr. 
Wtb, HL 469) gewandert ist. Den Lautwandel meine ich 
vertreten zu können. Wahrscheinlich existierte auch ein 
'•mßxxisy, auf das Jas aram, Wort zurückgeht. — Für 
aramäisch musa man nach der üblichen Ableitung aoch 
JyXnf halten , das aus 7l3JJ*= 71— JJ? übernommen scheint, 
and dessen Bedeutung also daraus festzustellen ist Dies 
selbst soll aus 'tfißaka^ entstanden sein. Es steht aber 
noch dahin, ob dem wirklich so ist, da sich eine semi- 
tische Diniinutivbildung auf J'»on^_,j.c »Traube" hier sehr 
gnt denken Hesse. Vgl. namentlich die von (jauh. über- 
lieferte Bedeutung von J»aä£ mit Lt-ix und k_>LLe. — Für 
entlehnt halte ich den Namen des Besens ivi?,^' (dsvoD 
ist ijmji^ »fegen" erst denominativ ; die Bedeutung der Wur- 
üel im Arabischen Ist eine ganz andere) aus iJ ^l-.l^ PSm. 
1774. Jüdisch gilt nur !<nC:D Low Aram. Pflan- 
srnn. 115. Ein anderes Wort dafür ist la^r: Low 1. 1. 



97 

za den dort angegebenen Stellen tritt noch Hai. ged« Sabb. 
Per. XVTL (ed. Ven. 19 n, n) wo es durch ^TiinDl = pcrs. 
yiJO^J (neup. ^U^j) und 3nDl3 lies SnOU (3nvt3) 
= v^*«L^ glossiert wird. 

Zum Hausgenlth gehurt noch der Spiegel, über dessen Ge- 

brauch Eamil 5 , 7 zu yergleichen ist Der Name ^JALSkäl ^) 
wird von den Arabern yerschieden gedeutet, und man glaubt 
^spectdurn' darin zu erkennen. Indessen ich mochte die 
HotFnung noch nicht aufgeben, dass noch ein Wort ge- 
funden wird , das besser dazu passte. Denn wenn es wirk- 
lich ^speadurrC^ sein sollte, so wäre dies die stärkste Ver- 
stümmelung , die je bei einem Fremdworte vorkommt. Man 
begreift weder den Wechsel zwischen t und _ noch auch 

den Einschub des ^. Allenfalls würde Jl^lII«2 oder JlsxIa^ 

(^JuLm schon in alten Oedichten) möglich sein. An 73 /3D 




»rund" zu denken bringt nicht weiter. 

Es giebt eine Nebenform JlajL^% (Mu^arrab p. 78) mit 
Verwandlung des harten Zischlaut^ in den weichen, um 
ihn dem folgenden ^ zu assimilieren. So sagt man aus 

demselben Grunde Tulgär yAiO für ^mA^ Gawäl. Morgen!. 
Forsch. 143; Tgl. auch Praetorius in Kuhn LitteraturbL 
L 197,6 a.f. 

xj^L« »Spiegel'* leiten die Araber Ihn Dor. Kit-al-iMil^ 
191, 6 a. f. Yon *Lo ab. Ich möchte es zu äthiop. mähw 
Dillm. 146 stellen; allerdings spielt auch gl^ Zuh. 1, 12 
hinein. [An »Wasser" wohl nur angelehnt; freilich passte 
»wasserartige Glätte" oder dgl. auch zur Noth. Th. Nöld.]. 

Der Kamm scheint einen fremden Namen zu führen ^JUi 
DiY. Hu^. (Wellhausen) 169, 4, im Commentar durch 
yuXIt b r- % U erklart. Ob das nicht eine in unseren Lexi- 



1) Schon Amnilkais Mu'allakt t. 29. 






98 

eis fehlende Ableitung Yon t7\o^ »Haar** (TlXfiftx ist Filz) 
sein könnte? Nach Anderen (Jal^üt JH. 831 , 17) ist aller- 
dings die wahre Lesart jJLlc, das auch sonst als ^^Jua 
erklärt wird. 



THIERE. 

Wie bei den alten Indogermanen (ygl. Jacob Grimm 
Das Wort des Besitzes KL Sehr. 1 , 80) so ist anch bei den 
alten Semiten Besitz ursprünglich vom Vieh verstanden, 
rUpO ist wie JLt »Heerde" (Gesenius Hwb. Et. 491) aber 

r': • 

auch 0*033 1 das (ib. 531) zu einer Wurzel * 033 = 033 

t: - t 

»aufhäufen" gestellt wird, ist vielmehr ursprünglich »Heer- 

de" wie auch IsLsJ , K033 zur Wurzel 033 »schlachten**. 
Während aber die angeführten nordsemitischen Wörter stets 
Rinderheerden bezeichnen, ist JLt immer Besitz an Ea- 
meelen. Das Eameel ist ja immer , seitdem Arabien in die 
Geschichte eintritt, dessen charakteristisches Thier gewesen. 
So wird denn auch schon Jes. 21. 7 703 331 auf die 

TT » T 

Araber bezogen, und der Inspector der Eameelzucht Salo- 
mons ist der Ismaelite S^31K L Chr. 27, 30. So steht 
denn auch in einer alten Geschichte, die uns über die Schät- 
zung der einzelnen Yieharten unterrichtet (Eamil 318), das 
Eameel voran, während es bei Abraham Gen. 12, 16 erst 
in letzter Reihe auftritt. Ausserdem wird uns Arabien noch 
als reich an Lämmern Widdern und Bocken geschildert 
Ezechiel 27, 21; ein Hagri ist der Au&eher der Schaafe 
I. Chr. 27 , 31 , und auch Jes. 60 , 7 werden die Schaafe 
Eedars und die Widder Nebajoths erwähnt. 

Das in den alten Gedichten der Araber so viel gerühmte 



99 

Pferd ist, wie man weiss, nicht Ton ältester Zeit her ara- 
bischen Ursprungs; vgl. Hehn Kulturpßansen etc. (HL 
Aufl.) 32 ff. Dazu stimmt Peripl. mar. erjthr. 24 x») r$ 
Tvpxvya iiiovrxi Tttoi. Von den Nachbarländern der Semi- 
ten hat Ägypten die Pferdezucht in alter Zeit zu hoher 
Blüthe gebracht, daher der beständige Zusatz bei Pharao 
im Exodus VS^"1£)31 13313- Ägypten liefert denn auch 

Konig Salomo seine Pferde I Kon. 10 , 28 ; II. Chron. 9, 28. 
Daneben hat Persien (Armenien) von alter Zeit her starke 
Pferdezucht, daher nimmt Tjrus seinen Bedarf. Ezech. 
27, 14; vgl. Kiepert Handbuch der alten Geographie p. 52. 
[Persien hat dem Westen mancherlei Gerathe zur Ausrüs- 
tung der Pferde überliefert; schon in der Misnäh Kelim 
23, 2 wird n^TOH HSITD erwähnt. Das ist aber kein 
»medischer Mörser" wie Leyy Nhbr. Wtb. HI. 28 nach 
einer sehr unglücklichen Erklärung R. Simsons wiederholt , 
— denn alle übrigen dort genannten Gegenstände gehören 
zum Reitzeug — sondern eine Art Sattel. (BLai ^3X"1D |*0S 
!• 3^X1D = ^^y^ I^ozy I. 645). Formell scheint es aller- 
dings gleich n31**0 » Mörser" = ^^Jü9, (^Jua ^Al^ 1, 41, 
Amrk. Mu^all. 56]. In relativ später römischer Zeit treten 
arabische Reiter mit ihren Pferden auf; als equites 7^- 
mudeni in der Notitia dignitatum erwähnt. So ist denn 
auch der eine alte semitisch-ägyptische Name des Pferdeä 
D*ID un Arabischen nicht mehr erhalten; dieses hat nur 
den anderen Namen desselben C^"l£) als ^Jii zugleich mit 
dem äthiopischen faras bewahrt, während das Aramäische 
nur die Ableitung L1^ = K^^lfi »Reiter" =r hebr. S^nfi 
übrig behalten hat. Ob dies Wort echt ist, ist auch noch 
fraglich; zu arab. ^lli » brechen" kann es schon deshalb 
nicht gestellt werden, weil dies hebr. aram. D"l£) en^ 
spricht, nicht C^lfi. 






100 

DayoQ, das die Pferdezucht eine ziemlich junge Errun- 
genschaft der Araber ist, giebt die Sprache insofern noch 
Kunde, als fast alle wichtigeren Gerathe, die zur Beklei- 
dung desselben, namentlich im Kriegsfälle dienen, fremde 
Namen tragen. 

Ich nenne zunächst ^Lsü »ZOgel" Zuh. 17, 10; Alk. 2, 

35; Sih. s. r. fjia.; lbnHisr31,3; 628,4; Schon die Ara- 
ber (Mu^arrab 134) leiten es vom persischen jJ3 ab. Das 
ist nicht ganz unbedenklich , vor allem schon deshalb, weil 

auch das Äthiopische in genau entsprechender Form' 1 e g <^ am 
bietet Dillm. 61 (in der Bibelübersetzung , also Tor arabi- 
schem Einfluss) und persische j nicht durch's Arabische ver- 
mittelte Lehnwörter in dieser Sprache kaum zu erwarten 
sind. Dann steht es, wie es scheint, auch um die Ablei- 
tung von Axi im Persischen nicht unbedenklich. Femer 
weist das Aramäische ganz unbeeinflusst vom Persischen 
KO^I / :»Sännbacken" auf, das Dillmann 1. 1. mit Recht 
zu 1^ stellt [wie es scheint, hat der harte Laut sich durch 
die beiden Liquida erweicht] zu welchem sich li^äm stel- 
len Hesse. Das Wort verdient jedesfalls noch genauer un- 
tersucht zu werden. Sachlich allerdings würde sich eine 
Entlehnung aus dem Persischen sehr wohl rechtfertigen 
lassen; indessen möglich wäre ja auch, dass das Persische 
ligäm aus dem Aramäischen entlehnt hätte. Bedenklich 
ist nur, dass dies, wie es scheint, keine Spur der Bedeu- 
tung »Zügel" mehr erhalten hat. Vgl. auch griech ;^a(Aiyo« 
»Zaum" und »Mundwinkel". 

Ein eigen thümliches Zusammentreffen ist es, dass noch 
ein Wort für Zügel von den Arabern selbst als Fremd- 
wort betrachtet wird, während es vermuthlich ganz gut 
semitisch ist. i^f^y soll nach Gawalilp Muarr. 73 und 
Lagarde Ges. Ahh. 17 aus pers. ^jJl^ entlehnt sein« Diese 



101 

Annahme hat den Umstand gegen sich, dass sich |D^ 

schon Jes. 30, 28 findet, also in einer Zeit, in der per» 
sische Lehnwörter im Hebräischen nicht gut vorauszusetzen 
siud , namentlich dann nicht , wenn sie sich im Aramäischen , 
das sie doch hätte vermitteln müssen, nicht finden. Dieses 

aber kennt |D*1 nicht'). Auch scheint der Ortsname ^Lm>)T 

verglichen mit |D*1 Oen. 10. 12 für die Echtheit zu 

sprechen. 

Übernommen sind aber eine Reihe von Ausdrücken, die 
sich auf Sättel beziehen , darunter einige aramäischen , an- 
dere persischen Ursprungs. Die Sättel von ^ira werden 
ganz besonders hervorgehoben (Amrulkais 4 , 59 ; s«>«4X«Müt 
4>jL:0jt 3%A^t Jld^ Näbiga 5, 29) und dort konnte per- 
sischer Einfluss sich leicht geltend machen. 



o ^ 



Zunächst ist -.^ »Sattel" AmruH:. 48, 64; Zuh. 17, 26 
als fremd in Anspruch zu nehmen. Es ist aber nicht aas 
pers. (if^ übernommen, womit es Mu^arr. 90 zusammen- 
gestellt wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es viel- 
mehr aus aram. HjHD (welches schon in der Mifa&h 
WID »Sattler" bildet, Levy Nhbr. Wtb. UI. 587) ent- 

TT* 

lehnt. Dieses ist im Aramäischen echt, da auch sonst die 



• ^ 



Wurzel yiD »flechten" da sehr gut vertreten ist. ^^ 
ist aber durch den Mangel einer Ableitung (die verbalen Bil- 
dungen sind erst denominativ) verdächtig ; denn an eine di- 

recte Ableitung des arab. _ ^ aus einer Wurzel ^1^ 
»schmücken" die man ev. zu äthiopisch sargawa stellen 
konnte , ist wohl weniger zu denken ')• Wenn man die Zu- 



o « « 



1) Pen. ^»y»0*j hat tUerdingt xa [jr^^ (cT^Ji '^^ drehen** geeCellt, et 

giBz gute Ableitung. (Dtza rettii). 

2) Im Syritehen scheint dai Nomen nicht sehr beliebt, aber im jüd. Ar»> 
maia en hnt ilO sogar tehon ein denominatiTet Verbnm entwickelt. Ltvj 









102 

sammenstellang Ton _ ^^ mit aram. 3*1D »flechten'* zn- 
giebt, dann ist schon durch die Lautyerschiebungsregel 
der fremde Ursprung genügend bewiesen , da jener Wurzel 
arab. _ ^ , s^^ a Ibn Dor. KU^al-ütihi. 300 , 4 ent- 
spricht ^). 

Sodann sind mehrere Namen Ton Pferdedecken aus dem 
Aramiiischen übernommen. Zunächst ist is^j »Satteldecke'*. 
Zuhair Mu'all. 8; Agäni XVI. 143, 18; Bekri 72,5; Div. 
HucJ. 90, 16 zu nennen (»Teppich" Tabari I. 963, 18; 
1150, 3). Es ist gewiss erst übernommen aus ar. KU!33 
Besah 15*; Bab. Mesi'äh 84>, 3. (Rasi »Polster"). Aber 
auch dies Wort ist nicht echt, sondern sicher erst über- 

nommen aus pers. Jl^ [das früher einmal namat gelautet 
haben muss, da es sonst namt im Neupers. lauten müsste 
Th. Nold.] oder namih wenn es auch ein ursprüngliches 
d gewesen wäre, vgl. neup. »%; == "nt •= «>%% »Panzer". 

Zur Transcription des pers. t durch [2 io ▼gl* Hoffmann 
ZDMG. XXXn. 768. Das Wort findet sich auch im 

Syrischen vor als U^ilaL PSm. 1956^. Einige Bedenken 



Nhbr.. Wtb. IIL 686. Ei heint nur •satteln** nieht, wie Lery will •▼erflech- 
ten, amtpannen*'. 

1) Hebr. CTjn^. Sjr. ^OJ^ « oShc ist wohl kein Fremdwort, londern 
beseiehnet irgend ein gitterf5rmiges Bauwerk, tielleicht direet • Gitter** )^^o^ 
•käounen** Caat. 619 itt, wenn eckt, natürlich anch nar eine Umbildong für 
^£0|^ zur Wurzel «^ j^ « arab. ^^ »ipalteu** [nicht mit DUlmann 

S44. zu #jj^ ro stellen] and ebenso ist )Ai^O|-» •Kochlöffel, Sehaomlöffer 
eine solche fBr \^o'^ Gast. 636. Die Qmlautnng des «^ in „^^ ist wahr- 
scheinlich durch das Torhergehende R reranlasst. ^jy*» PSol 1808. a. ▼. 

! ^ .^ Vi II ttimmt genau zu misniach y^O Lerj Nhbr. Wtb. III. 586 unten; 
•Ar. a. T. a->0 IV. 

C) Bei dieser Gelegenheit mag noch ein anderer sjrischer Ausdruck für 
•Satter l^oü^i.^^ PSa. 1966 s. t. ^MaIL; Gast. 708 erklart werden ; es ist 
TiAifrrfc oder wtAmroq , .KU , Wolle". Oaron mnss } aV.^ Eli» bd Lag. 



103 

habe ich auch gegen das nicht seltene Juü (Dit. Hnd* 
28, 7) das Tielleicht direct aus 12/ »Filz" übernom- 
men ist, wenn auch die Wurzel JuJ »feststehen" =s *Y3/ 
»yerbinden" (auchsyr. fiA^) gut arabisch ist. AnderenfSdls 
müsste aus EiX^J »Mahne"-i»Haar" als Grundbedeutung an- 
gesetzt werden und dieses dann (wie TiXuri^ Filz aus tTXo^) 
daraus gebildet sein. Es steht synonym mit h^j so ist 
die arab. Übersetzung des pers. Namens ^f«^ iX^ = ^jjcLJ 
Jakü( lY. 3 15 , 15. — Zu keinem Resultate konnte ich kom- 
men bei ^L^^, io\Ja^y ausführlich erklärt beibauh., nach 
Einigen die oatteldecken , nach Anderen das Polster unter 
dem Sattel ; ygl. auch Ihn Dor. in Opusc. Arab. ed. Wright 
p. 6 u. 7. Schon die Unsicherheit der Tradition über die 
Bedeutung lasst erkennen , dass wir es hier mit einem 
Fremdworte zu thun haben. Auch abgesehen davon ist 
eine Ableitung aus dem Arabischen nicht gut anzunehmen« 
Ich dachte, dass vielleicht irgend ein römisches Wort auf 
(itu8 zu Grunde liegt, so dass ^Lbj? die ursprüngliche 
Form wäre, aus der man dann ^Ubü? arabisiert hatte; 
aber die aramäischen Dialecte weisen sein irgendwie ent- 
sprechendes Wort auf. Vielleicht ist es also aus pers. 
^4>j«j Yull. II. 1044 übernommen; dieselbe Entwicke- 
lung macht »J^ (ly*^) durch. — Ein Fremdwort scheint 

^m IT 

mir auch JL »Satteldecke" 'Ant 20,26; Ihn Dor. JTä- 

al-^i^tih. 190, 13. Zu Jl> »gross sein" kann es nicht gut 
gehören, auch erregt die doppelte Vocalisationsmöglicbkeit 



Praeterm. 40,5 — A^ "^tnu dies richtig ist, getreant werden. Namem der 
Decken und Polster sind auch sonst noch aas Penien entlehnt ^^3: (Hü in 
KdOm 32. 2 n^ n't33 puO 1. iSn » pen.^ oder 'Vi - arab. ^^ and 
' i,0mSüJO (m |A w^ y PSffl. 1506 aus riirifc oder dem Pertischen?) « pera. 
luoftjj (ium»*Ju). Aber n*01> K21. 23, 3 kann damit nicht identisch 
Es wird za juLäj^ « {.^id^ gehören. 






104 



und die deDOminatiTe Bildung jJL>. Verdacht Ich stelle es 
M UrhM (targuro. and talmudisch) l--!^. PSra. 679 , wenn 
dies auch nur in der Bedeutung »Kleid" »Hülle" überlie- 
fert ist. 

Bekannt ist längst die Herleitung von ,_^fjj* ') Kimil 
342 , 7 aus griech. xfijrli , welchea zuerst Fleischer de gl. 
Hab. 7-1 erkannt hat. Vgl. Dozy H. 3^4. Dies gehört zu 
den wenigen griechischen n«A( durch das iramäische, son- 
dern direct aus dem Griechischen in's Arabische gewander- 
ten Wörtern. Man kann das nur so erklären, dass es von 
den Arabern in Ägypten zuerst übemommen ^rurde. [Jai-i 
>in der bei Gauh. naher beschriebenen Weise sitzen" ge- 
hört wie es scheint, zu yÄÄJ^r'Sp izusammenziehen"]. 
Sachlich 7gl. noch Opusc. Ar^b. p. 2,2. 

Als persisch ist bisiier immer angesprochen worden Wi^^j 
(mit li ist nach «Jauh. die correcte Aussprache) »Satteldecke"; 
als Ortsname Jäküt I, 558 mit (falscher) Erklärung aus 
dem Persischen ; leider habe ich keinen Beleg aus alter 
Zeit dafür. Ich denke aber keinem Widerspruche zu be- 
gegnen, wenn ich es zunächst zu syr. 1-.^^j-o PSm. 604; 
MOsinger Monument. I. 5 ts. 88 ; jüd. pyTl^ (schon in der 
^lünähspracbe Levy Nhbr. Wtb. III. 244: ein syr. lAIiii. 
das dort erwähnt wird, existiert aber nicht) stelle. Schon der 
Wechsel zwischen jüd. 13 und sonstigem 3 fuhrt aber darauf. 
dass auch die aramäischen Wörter keine Originale sind. Dia 
syrische Form scheint nun die ältere, neben der die jü- 
dische eine auch sonst zu beobachtende Semitiaierung dar- 
■tellt. Eine Ableitung aus dem Aramäischen wäre nicht 
möglich, da eine Wurxel J?T1 \?i nicht Torkommt; auch 
zor arab. Wunel p^. hat es keine Benehungen. Es liegt 

I| UtbcT iit Auipnchi! rgl Giuh. • i., li.V, III. iK. 



lOS 

also am nächsten an persischen Ursprung zu denken. Der 
erste Bestandtheil des Wortes mag Ij ȟber" (ygl. ^^yf) 
enthalten. Am Schlüsse scheint es aber stark yerstQmmelt. 
yirV2 »Enittel, Stachel" hat augenscheinlich nichts damit 
zu thun ; auf dessen Etymologie fahrt 107)3 , dessen Syno- 
nym es ist. Es gehört (wie lO/D «ur Wurzel 10 /) zur 
Wurzel i<T1==l?^ »unterrichten"; »erziehen" und »züch- 
tigen" gehören, wie auch in unserer Muttersprache « hier 
zum selben Stamme; die Übersetzung Yon ID^O im Tar- 
güm ist »nniO, HD" IKön. 11, 12 = ^1T. 

Wir haben hier wieder einen der Ton Nöldeke Z D M G. 
XXXV. 497 besprochenen Falle, in welchen fSr radicales K 
imjüd. Aram. unberechtigterweise ein ^ , dessen Lautwerth 
zu dieser Zeit bereits verloren gegangen, eingetreten ist. 

Bei yvJLr (nach (jauh. Ae6«^t -^„^.t La ; nach Ibn Dor. 
Gamhara (Cod. Lugd. im v&iI%IjüUm1(I wb) ^ «^ Lt ^jmJL^L 

RfiS^^t y^ L<^) ^^^^ ^^^ zweifelhaft sein, ob es als 
echtes oder als Fremdwort zu betrachten ist. Man würde 
IrrSii PSm. 1285 allerdings leicht als Lehnwort aus dem 

Arabischen ansehen können, aber da auch ItrrS i* dane- 
ben vorkommt, und zwar, was wichtig ist, in differen- 
zierter Bedeutung, so wäre eine Entlehnung dieses Wortes 
aus dem Aramäischen nicht ausgeschlossen. Sicher kann es 
sich ja lautgesetzlich, da die Reihe s^ = ^^ häufig ist, 
nicht erweisen lassen. Ob man dazu äthiop. hasl Dillm. 
91, stellen darf? Yon der Wurzel hasala »zäumen"^ 
TOn ^^^iJSM (man denke an (^$\s3^ ^ ICTI ; Dillm. Ver- 
gleiche sind weniger passend) zurückhalten** ist es wohl 
ganz zu trennen. 

Auch vjiyi »der Eselsattel'* scheint mir erst aramäisches 
Lehnwort. Daneben kommt v^ilil vor, das wie es scheint, 
erst eine aus einer denominativen Yerbalbildung von sjkS\ 






106 

abgeleitete Form ist. Beide aber haben keine Ableitung im 
Arabischen (oder Äthiopischen). Auch \Jq1 GL geogr. 379, 
18 ===: aLijJI (was 6aah. belegt) wird zunächst hienron zu 

scheiden sein. So wird es wohl aus ^y\i^ syr. isL^o] Bar 
Ali 596) entlehnt sein. 

Von den yerschiedenen Ausdrücken, die das Arabische 
für die Pferderennen übernommen hat, und von denen die 
meisten persisch sind (z. B. ^;t Juu0 ; wohl auch JuCmJ u. a.) 
hat wenigstens einer, wie Noldeke erkannt hat, einen 
aramäischen Namen ^jLuo (Gauh. s. v. -Ju; Div. Hu(J. 
15, 3 im Commentar iJu^mJ! ^i««> vj'^^^^b^ entstanden 
aus Uli^ 

Neben dem Reitpferde haben wir seit alter Zeit noch 
das Lastpferd mit einem besonderen Namen bezeichnet: 

^«6o (DiT. Hu(]. 10,4; Sili. s.v. ^jöo; ein Verbum de- 
nominatiyum gebildet Kamil 272 , 3). Es ist zunächst ent- 
lehnt aus aram. )Jc9|.2, das selbst wie schon FSm. 604 
und HofiFmann Gloss. zu den Hermen, erkannten aus ßoup" 
iav burdo übernommen ist. Die jetzige Vocalisation des 
Wortes ist nur dem Bestreben entsprossen, auch hier die 

Analogie der Form J^jü hervortreten zu lassen. Die ältere 
Vocalisierung war wohl bardün. Auffallig erscheint hier 

einigermaassen die Ersetzung des syr. ? durch 6, da an 
dieser Stelle eine Aspiration im Syrischen unmöglich ist, 
wenn man nicht annehmen will, dass das unmittelbar vor- 
hergehende R halb vocalischen Werth fOr die Sprache ge- 
habt und den folgenden Laut beeinflusst hat 

Beim Rindvieh , zu dem wir nun übergehen , ist zunächst 



• 



als sehr altes übernommenes Wort ^«\ zu nennen, das 

durch Vermittelung des aramäischen 1^1, 2*)T aus griech. 
^vyo^ in's Arab. übei^egangen ist. Auch im Arabischen 



107 

hat es noch den ursprünglichen Begriff des zusammenge- 
spannten Paares ^Antara 21, 31, aus welchem sich dann 
»Paar'* überhaupt mit allen Denominatiyen entwickelt. Kei- 
nem Araber ist je ein Zweifel gekommen , dass dies Wort 
echt seL Es muss aus sehr alter Zeit stammen, auch die 
Abessynier haben es schon in ihrer frühesten Litteraturpe- 
rioile — es kommt schon in der Bibelübersetzung Tor — 
wohl auch Ton den Aramäemals zaug Dillm. 1061 ange- 
nommen. Einige Schwierigkeit macht Vi »die Satteldecke** 

(belegt mit einem Verse Lebid*s bei Gauh.); wenn man nicht 
annehmen will, dass sie einfach »Paar** genannt wird, weil 
sie aus zwei Theilen besteht, so wird man es zu K2T »sich 

lehnen*' K3V Targ. Jes. zu Ley. 15, 9 stellen müssen, ^v 
ist, wie schon Noldeke Hand. Gramm. 41 nachgewie- 
sen hat, K*11T (mand. KIX?)» ^^ ^ Talmudischen gern fiCbr 
»Paar** gesagt wird. Die im Kam. angegebene Bedeutung 
wird durch Ibn Dor. Kit-^l^istilp. 320 ult bestätigt; tv 

»Scheere** (wie auch jüd. D^IÖD ^ itT) Jätnit IT. 960 , 9. 
Für die Ton Noldeke 1. 1. angenommene Umbildung laast 
sich u. a. anführen D^N^D Hai zu Eelim 16, 3 für Tulg. 
ptD Cirüch s. V. ao m. I^D). [Es hat mit HHO , womit 
es Hai z. St. und Levy Nhbr. Wtb. IH. 488 s. v. ^D com- 
binieren, gewiss nichts zuthun. HV^JI^ E6Iim 16, 5 wird 
ein Fremdwort sein, nicht Ton rUlD stammen. ^atpyetvU 
hatte das R nicht gut verlieren können]. So wird auch im 
Strassburger Dialect (»Strossburjer Ditsch**) aus tagen^wur 
en (so auch in den Strassburger Bilderbogen transcribiert) 
mit vollständiger Yerschleifung des G. 

Die den ürsemiten gemeinsamen Thiere hat Guidi Della sede 
p. 30 aufgezählt. Von ihm selbst bin ich darauf aufmerk- 
sam gemacht worden , dass er Jt\ »Lamm** zu den aus dem 
Aramäischen entlehnten Wörtern zählt Verdächtig ist ihm, 



108 

das« es im Arabischen keine Ableitung hat und <Iia dop- 
pelte Tocalisationsmuglichkcit: , die, wie er glaubt, auf das 

aramäische t in Iflsl zurückgeht. Dem Ifisst sich noch hiu- 
zufilgen, daas die BUJunij im Arabiächen durchaus selten 
und, wie es acbdnt, nicht einheimisch ist. Mir sind nur 
noch (jola. und Jöl (beide fremd) bekannt. Auch die Bil- 
dung JJLi kommt nur in sehr wenigen Namen vor (ilu'arrrib 
2tj), Ea fehlt auch dem Äthiopischeu und Hebrilischeu. Im 
Aramäischen aber ist SII^N in allen Dialecten ein sehr flb- 
lichea Wort — Sachlich allenliugs müchte man die Entlehnung 
dieaea Wortes kaum annehmen, wenn man Ezechiel 17, 
21 und Agatharchides (llüller) 179, 8 liest. 

y— j^ (vgl. meine Beiträge zur Erklär, der mehrlautigen 
Bildungen im Arabischen, Leiden 1S78. 11) Mu'arrab 106 
und Sacbao dazu 48 ist zunächst zu ir:^) zu stellen. 
Es kann zweifelhaft erscheinen, warum die Araber den 
syrisch nur als 1 erhaltenen Anlaut durch = wiedergiehen ; 
indessen bei mehreren Lehnwörtern ist im Arabischen ein 
c erhalten , wo unser Schriftayrisch nur 1 zeigt. Es kann 
sein, daaa in den den Arabern näheren Gegenden eine 
schärfere Scheidung der Kehllaute üblich war , Tgl. z. B. 
i)i,Lj.£ aus D3~X (woneben kein 'Dj^I? überliefert ist) 
übernommen. [Allerdings auch das Umgekehrte gelegent- 
lich; J^'V^^^ijOa-öI] Denkbar wäre dann auch, daas *bsciiiii 
(da mand. J^Dn^wJ? hier nicht in Betracht kommt, denn 
y-j,'," wird gerade den -L-Jt j-j-ä beigelegt) für U?s^1 
mit irgend einer hier erklärlichen Anlehnung an I rl a *^ 
»Wolle" gesprochen worden ist. Die Betonung des ersten 
Lautes mit u ist wieder auf die arabische Analogie zurück- 
KutCUiren. Dass Gawäliki unser Wort für griechisch erklärt, 
hat wohl kaum das zum Grunde, dass es in früher grie- 
chischer Gegend gebraucht wurde, sondern dass er die En- 



109 

daD(7 U^o Toa anderen ihm bekannten Fremdwörtern her 
für griechisch (romisch) nahm. 

Über die Übernahme des Lehnwortes vJScS »Bar*' aus l^? 
ygl. Hommel *), der auch die nothigen sachlichen Nach- 
weisungen dikfiir giebt « dass das Wort erst übernommen ist. 

Man könnte wegen ganz anomaler Lautyerschiebung 
auch iJ^fjS fremder Herkunft yerduchtigen. Aber [in 

) A^^ ist das «-^ wunderlich, denn hebr. t733 stimmt zu 

ißjS'* Das syrische Wort ist nun aber sehr selten ^ weon 
ich nicht sehr irre; ich habe wenigstens zu dem einen Be- 
leg bei PSm. (denn Barhebr. gr. II. 99 ist kein wirklicher 

Beleg) keinen weiteren. Der Schaafbock heisst sonst Ig-s?* 

Ich Termuthe nun , dass I ^ ^^ gradezu den Arabern entlehnt 

ist. Die Beduinen werden ja vielfach das Kleinvieh den 
FelliU;ien und Stadtern gebracht haben, wie das heutzu- 
tage vornehmlich kurdische Hirten thun. Die Bedeutung 

»Balkenköpfe", oder wie li.▲^^.▲^9 gemeint ist, beruht nur auf 
E., ist also völlig zu ignorieren. Wäre das Wort aber auch 
echt syrisch, so müsste man eine Anlehnung an die be- 
liebte Wurzel ^mJL^A annehmen. ^J^ kommt schon in den 

alten Gedichten vor und zwar grade in der Bedeutung > Führer, 
Held" Th. Nöld.] Vgl. Samäsah 83 ; Jäküt U. 464, 9. 

Die Echtheit von iimjJ mag ich nicht verbürgen. 

Über das Maulthier hat Guidi a. a. 0. bereits gehandelt. 
Daselbst ist auch schon hervorgehoben, dass ^^ol^» Maul- 
thier" kein echt arabisches, sondern ein aramäisches Lehn- 
wort ist. Es hat im Arabischen keine Ableitung, sondern 
ist übernommen aus 1^9 s^ kdtina im Pehlevi Glossar Sa- 



1) Säugethiernamen der Siidseimten p. 301. 



HO 

lemann Trar. de 1a IIIn«sess. du congr. intern, des Orient. 
Cap. Vn. '). Vgl. Lagarde Ge». Ähh, 54. 

Das3 J.ij aus äthiop. bakl entlehnt ist, bat Hommel 
walirscbeinlich gemacht 1.1. p. 113^). 

Ich komme zum Schweine . v. ,1^ (als Ortaname Jäkilt 
II. 473, 5), das auch schon Guidi mit einer Andeutung ver- 
dfichtigt. Er sagt Della gede 24 »tuttavia non oserei af- 
Srmare, che -j^ü sia vocl' antichissiroa", beruft sich 
allerdings zum Beweise seines Verdachtes nur auf Straho's 
Notiz, dass es in Südarabien keine Schweine gab. Ich 
glaube, dass Guidi Recht hat; seine Ansicht kann aber 
noch durch mehrere Qm.stände erhärtet werden. Zunächst 
verdient die bei aller Cbertreihung doch bemerkeuswerthe 
Notiz des Solinus Polyhistor Cap. 33 (p. 132 ed. Bipont.) 
erwiihnt zu werden: »Arabes praeterea suillis camibus 
prorsus abstinent; sane hoc animalis genus si invectum 
illico fuerit, moritur illico". Wenn man auch das Letzte 
unbedenklich als Übertreibung ansehen kann, so geht doch 
aus der Nachricht zur Geniige so viel hervor, dass das 
Schwein in Arabien sehr selten war. In den alten Gedich- 
ten wird es kaum einmal erwähnt. Zueist finden wir seiner 
im Korane gedacht, wo es Muhammed in Nachahmung des 
jüdischen Gebotes den Gläubigen auTs Strengste verbietet. 
Gerade dieser Punkt beweist am besten, dass man Schweine 
nur selten in Arabien angetroffen haben wird. Wäre es 
da häufig gewesen, hätte es einen irgendwie integrierenden 
Bestandtbeil der Volksnahrung gebildet, so hütt« Muham- 
med nicht daran gedacht, es zu verbieten, da er in seiner 



1) ^yM ein ledernd Oelau. in welche m gMUmpft wird, wird wohl ii 
tJjtJii .Sammer" geböna. 

2) VgL .He cibea p 99 ddcrte Stelle .In Pcri[>l. 



111 

Nachahmung jüdischer Brauche doch immer den Yerhili* 
nissen seines eigenen Volkes zur Genüge Rechnung trug. 
Unmittelbar vor dem Schweine wird Leviücus XI. 4 auch 
das Kameel als unrein und yerboten bezeichnet Eameel- 
fleisch zu geniessen hat aber Muhammed den Seinen nicht 
yerboten, weil er es ihnen nicht verbieten konnte, ohne 
dadurch vielleicht seine Reform ganz in Frage zu stellen. 
Aus allen diesen Momenten zusammen nun ziehe ich den 
Scbluss, dass ^U^ erst ein von den Aramoern übernom- 
menes Wort ist. Es handelt sich noch um die lautliche 
Identification. Diese allerdings ist nicht ganz unbedenklich , 
da sich von einer Verdoppelung des mittleren Radicals im 
Aramäischen nicht das Mindeste zeigt, weil sonst auch je- 
desfalls der Anlaut seinen Vocal bewahrt haben müsste. 
Auch das Hebräische zeigt nichts dergleichen. Es bleibt 
so nichts Anderes übrig, als anzunehmen, dass cIm Araber, 
die das Wort übernahmen , zunächst etwa * y^^ gespro- 
chen haben werden , woraus dann * ^y^ und ^vl^ entstan- 
den ist. Im Äthiopischen ist banzir nach Dillmann 109 
nur ganz vereinzelt; das übliche Wort ist tiaräwejft 
Dillm. 88. 

Ein Ausdruck für das »Junge der wilden Kuh** y^^^ 
(Näb. 6, 10; far. 5, 7 nicht selten in den alten Gedich- 
ten, trotzdem Gauh. keinen Beleg hat), könnte, wie es 
scheint, ein gesuchter aramäischer Name sein ^}, da das 
Wort einer Ableitung im Arabischen sich nicht anbeque- 

men lässt. Es stellt sich dann zu 1}^ j^ [und vielleicht 
ist auch y&l^ = *^]^ ^3 »Ziegenhausen*']. Doch gebe ich 
diese Erklärung selbst nur als Vermuthung aus und würde 
lieber ein persisches Wort darin sehen, mit welchem, wie 



1) Wie y^j^ aus 'pm fgl. NoUeke ^Jmmd. Qntmm. p. 



18». 



■«-^.----^-^*f 



mit .0^ = . jj?" AjnrulV- 17,6; Ma'arr. 46, 12;Tar. App. 
9,3; Bekri 252, 13 die alten Dichter ihren Versen be- 
sonderen Schmack beizulegen glaubten. 

Die Eatze stammt bekautlich aus Ägypten , wo sie (rg). 
Hebn) ilurch jahrhundertelange mühselige Zucht Jer Men- 
schen ans einem wilden Thiere zu einem Hausthiere 
gemacht wurde. Ihr Xame ist bei den Arabern .LL-, 
woneben j.^w vorkommt. Schon diese Doppelform erregt 
billig unseren Verdacht, und gewiss ist .Li— i aus Sljl*? 
erst übernommen , das selbst vielleicht eine onomato- 
poetische Bezeichnung der Katze ist. ]*Äm> ist dann 
durch die Analogie der sonstigen Thiernamen dieser Bil- 
düng hervorgerufen worden. Die Form Jjju scheint näm- 
lich in einer iriiheren Periode des Arabischen eine Dimi- 
nutivbildung gewesen zu sein, von der sonst nur noch 
die beiden Formen JIäs >KiUbchen" nml ^y<*» erhalten 
sind '). Ich möcht« sie als eine Spielform von J^uti auf- 
fassen. Eine ganz aramäische Form für jl :,„ hat uns der 
Eamäs noch in ^.Lü^, das ganz aramäische Lautverschie- 
bung zeigt, erhalten. [Die Wurzel .ä j sieht durchaus nicht 
arabisch aus und dürfte persisch sein; .lli allerdings wird 
bei Vullers aus dem Arabischen abgeleitet; dass ea zu .U-ä 
ib. 2, 3 gehört, ist aber augenscheinlich. Aus dem Ara- 
mäischen scheint nichts zu entsprechen]. 

1) [_>3ji^ «Upriiil «rntcban 1 ■•^- PSm. 13S3, Jm »obl nieht enldtm 
Anbiiefan eDtlebat Mis wird. DuMben koDunt niiD luch ij^^J^ uidehnt 
lor , dai mil äem ulUiDgcDdcn , Ton PSn. >!• Cremd nuhgeirictcDen l^i^^ 
DBTnnt ra&Llijt LantrermDdKbtft hibcokana. Ob ji« ron Hoffnumo ZDMG. 
XXX II. Tfll AuEO. iiUk^tellU .Intichl richtig ut. moclita tcli «egta der i^iichea 
Würur niciit iicher lagcn. In ijr. |^L_ üt keiD N rorhuiicEu nun wird 
kbo wniir ), .1- N61dein .UaW. Gnauttt HB Doch |,:X* dun itsl- 
IcD wolltD. SC köBoni ihtt auch nicht ut du mbjichc Tmbi nrüekgrlico. 



113 

Das zweite Fremdwort für die Katze ist laJ» welches 

schon die Araber als unecht anzweifeln; ygl. Frejtag nach 

Ihn Doreid ; belegt bei 6auh. s. y. ^l^'S fem. «Lj. Ich 

bedenke mich durchaus nicht , dies Wort mit dem sjr. a^^«^ 

und »catus, cattus** (daraus Eatze) , die Termuthlich beide aus 
Ägypten stammen, zusammenzustellen. Eine Ableitung hat 

auch ^Ilila nicht im Arabischen, indessen ich kann über 
seinen Ursprung nicht einmal eine Vermuthung aufstellen. 

Z0 scheint aber ein echt arabisches Wort und ist wohl 
ein onomatopoetischer Name. 

Von den Gerathen die zur Yiehbesorgung dienen, nenne 
ich als entlehnt m^t^ *^^ Striegel** (Schol. zu Anir ihn 
Eultüm Mu^allad^a t. 80). Als Nebenform kommt noch Tor 
Jl^li. Ich glaube, dass trotz der Bedeutungsverschieden- 
heit diese Formen identisch sind mit sjr. U*^i-^ (daron "^^-^^»^ 

Barhebr. de diyina sapientia (Rom 1881) 24, 7) jüd. S^fit 
zu welchem sich das von Fleischer zu Leyy Chald. Wortb. 

p. 567 , Sp. I besprochene kLsJk stellt Sie gehen also alle 
auf griech. <ppayixxto¥ zurück. Das bei Gast. 724 ange- 
fahrte l-^^-^i-9 ist erst Lehnwort aus dem Arabischen. [Ein 
anderes unerkanntes griechisches Lehnwort für »Strie- 
gel" im Syrischen ist Ih-^^ PSro. 1465 s. t. l i i s^^ aus 
7rkiyyii(a) oder oTf a^/2(a) (wie die arabischen Formen bei 
PSm. beweisen nicht blosse Gorruption Th. Nöld.)]. Die 
Bedeutungsrerschiedenheit ist nicht allzu auffallend. — 
Hierzu gehört auch jüd. 7lp1£) (ygl. 'Arüch s. t.), das 
Termuthlich eine Tolksthümliche Ableitung TOn *ip*19 »rück- 
lings" (yide ^Ärüch) u. s. w. darstellen soll. Es ist ein Peit- 
schenhieb. Die Ton Perles {Etym. Sind. p. 90) Torgeschlagene 
Erklärung hat schon das £) als Anlaut gegen sich; es ist 
ganz beispiellos, dass die im Aramäischen gelegentlich aof- 

8 



114 

tret£D(le Neigung , einea Änfangalippeiilaut zu versUrkea 
sich auch auf Fremdworter übertragen hätte — anii dann 
bleibt auch der Einschub des p ganz ungerechtfertigt. 'Ärüch 
»elbat deutet die richtige Erklärung ächoo an. 

Einen Xamea des Hunde hals b an des haben die Araber 
schon friibe von den Äramüem übernommen, •j.a-Ll. Dies 
Wort habe ich schon in meinen Beiträgen zur Erklärung 
der mehrl. Bildungen im Arabischen Leiden 1873. p. 37 
als aramäisch bezeichnet und dort eine aramäische Grund- 
form 'Us-ja erschlossen. Diese Form findet sich, damals 
noch unerkannt, in Kalilag und Damuag (ed. Btckell] 
60, 10 als 1i_^a, wofür man eben 1'=->^ zu lesen hat. 
Nöldeke Z D M G. XXX. p. 7Ö8 ult. hatte li-^=J auf die 
Liste der zur Zeit noch unerklärten Wörter gesetzt. Ich 
habe es dann De rocabniis in ant. Ar. carm. etc. p. 10 
zuerst erklärt. Die dort gegebene Darlegung ist noch za 
vervollständigen. .y^L« hat im Arab., wo die Wurzel 
»heizen" bedeutet ^ aram. i-^ jud. I^J keine Ableitung '). 
Abgesehen davon ist die Form Jj^Li meist unarabisch '). 
Endlich entspricht auch das aramäische Wort in der Be- 
deutung ganz genau dem arabischen. Zur selben Wurzel 
gehört 131D = 'r*^?^ ^^ Zaum in der Miiaäh vorkommend , 

1) ^JE* gnd ^.^ .ichicktii , wirfen" linil ridleieht unpninglicli Smpbel- 
btlduo^n itc Wnnel "U .dehin'* ODil dua gehört dann y^ .reihu" tob 
den Prrleo = -laag hiiuicheD" bdJ r^'~— >> ran den KuDcel» •rinh liio- 
iieh«B" -^U^wiit Tom Hur* •hinuittrltüigtDd" ; ^*^ •foli" fam Wu- 

KT; -^^^^ .Inocr freund" und aber lo j.^^« •hciicii'' in itcUn. Um^ 

kclut ilxt iK <lie Wunal "Ua •rcnchliam" im Anbuchan durch r^^ rer- 

ttctCD, daher r^^ .Baom", dia Ffluut , di< lieh rertwci|(t. 
i) Mu bcuble lach iu Dtaam. j^j—a ichoa bei G*ab. 



115 

wahrend alttesi "l^tQ einen Eufig bedeutet Über eine an- 
dere Bedeutung vgl. Dozj I. p. 633. — Als Ortsnamen sind 
^^^Lm» und yx:^\yM bekannt. 



Ein noch nicht erkanntes in diese Reihe gehöriges Fremd- 
wort ist auch %LLm >E[ameeIhalfter'\ Es hat durchaus keine 
Begehung zu den beiden Wurzeln JLm I »reisen, II gVku" 
zen**=*ie)Qf jja^ (JLmI Tom Morgen »anbrechen*'; ykm 
»aufdecken'* u. a.) sondern ist gewiss identisch mit dem 
auch in die aramäischen Dialecte übergegangenen persischen 
^L-J| = ljÄsl jüd. noaS (schon in der Misuah). Vermuth- 
lich ist es direct aus dem Persischen in*s Arabische gewan- 
dert. Genau dieselbe Umstellung von «S und P finden wir 
bei Ir^i^lxa^ = KT^SD^t aus ypaxütw {nicht o-T^fAaSw); 
▼gl. femer iajJu^l aus iyifiybm ^ ebenso syrisch l^j-ai^^ 



Juät »das Eameelhalfter anlegen** ist dann natürlich de- 
nominatiT abgeleitet Dass die erste Form denominatire Be- 
deutung hat, zeigt übrigens, dass die Entlehnung alt ist; 
in anderem Falle würde gewiss die zweite Form gebraucht 
worden sein. 

Nur Termuthungsweise wage ich hier auch arab. A^ 
zu sjr. l^l-d, welches bekanntlich aus Ktifii^ übernommen 
ist, zu stellen. 

Neben den Namen der den Semiten Ton altersher ge- 
meinsamen Vögel (dem Adler: ^Ul ij-^ ^^^J, dem Raben: 

y^y W^Q^ v^Li, der Taube: Snj tt^ol Jj^ (Jl^.^ hat 
damit , wie es scheint , nichts zu thun) u. a. m. hat das 
Arabische eine Reihe Ton Yögelnamen entlehnt Eine der 
ältesten Entlehnungen ist Jl^ (Ibn Hü. 625, 11; 712, 9 
öfters ; Qam. 265 , 2 Tgl. auch Mu'arrab 28 , 3) nach (jrauh. 
»ein Vogel, mit welchem man jagt.*' Schon Hehn Eni- 



I 
J 



/. . » . . . .J* * 1 . • • .1 



116 

turpflanzen etc. p. 537 bat darin lat. sacer die Weihe erkannt. 
Daneben kommt noch dialectiscb bei den Temini nach Ihn 

Doreid Jk Tor , and dies ist gewiss , da das lateinische s anter 
keinen Umstanden hier scharf gesprochen worden sein wird , 
die ältere Form. Aas dieser entwickelte sich nach dem schon 

oben 8. T. %J»Ltf besprochenen Laatgesetze die Form yS^. 
Sehr bemerkenswerth ist, dass in keinem einzigen aramäi- 
schen Dialecte sich eine Spar dieses Wortes erhalten hat. 
Diese haben die fremden Namen für den »Falken*', den 
Persern entlehnt, wie allerdings aach die meisten dieser 
Aasdrücke bei den Arabern persischen Ursprangs sind vU, 



Das Hahn führt im Arabischen den Namen -.l^j (S^l^o 

Nom. nnitatis); das Wort könnte mit einem allerdings sel- 
tenen Laatwandel , wie Hal^yy vermathet (brieflich an Nöld.) 
ans aram. i^TMl l^^l entstanden sein. Aber ebenso nahe 
liegt yielleicht die Annahme , dass es eine onomatopoetische 
Bildang ist. Über die gewiss aach anechten Wörter «^j , 
v_jM^ kann ich nichts sagen. Gewiss aber ist der Name 

des jangen Hahnes -.«^ Kam. 165, 5. Plur. ^%tCi nicht 

echt, sondern erst ans ^31*19 ^?r^ übernommen. Im Ara- 
bischen hat es Ton der Warzel ^ »spalten*' ') keine Ab- 

leitnng ; aach die Form ist nicht anverdächtig. Eine andere 
noch za lösende Frage bt aber , ob die aramäischen Wörter 
selbst semitisch sind, p a r g (Salemann Pehlevi Glossar p. 561 
Cap. Vni)? i-N^r^ heisst allerdings Janges überhanpt; 
p!11*1fi aber kommt in der allgemeinen and in der Bedea- 
tang »janges Hahn*' vor. Vgl. pallas »Janges*' and »jan- 
ges Hahn" % j;^ Jäi:üt H. 471,8 = pers. ^ (vliiL). 



•» 



1) Dum •Ideen*' and •erlöMn**; ^ • Grenze"* itt « »Spair, wie ebenso y^ 
•Spair und .Grmnn*'. 
8) fiehAh Rnbb. I. in der tntea Enihlaag zn Dna3 *nn itt in den Ant- 



V 



117 

Fremd ist gewiss auch der Name der Gans im Arabi- 
schen. Die Lebensbedingungen der Gans , eines echten Süsi- 
wasserrogels , sind in Arabien , wo es fast gar kein bleibendes 
Gewässer giebt , nicht vorhanden. Dann hat aber auch schon 

der Name tll durchaus unarabische Fonn. Das Wort fin- 
det sich schon Nubiga 14, 8, wo der Dichter schildert , 
wie das Eameel in einem Hofe ^ira*s müssig steht« 
in den die Gunse Eier legen, während Tor ihm Futter 

ausgestreut ist Auch der äussere Plural (j«)«l z^gt« 
dass \.| in relativ später Zeit entlehnt ist. Bei ganz alten 
Entlehnungen besitzt die Sprache noch die Kraft, den in- 
neren Plural zu bildeu. Es bt entlehnt aus aram. \}o |^]o 

(welchem diabetisches v^ bei (jrauh. entspricht) jüd. T11K (wo 
man zahme und wilde Gans l^n T11K unterscheidet). [Die 
Gans wird , wie es scheint , von der Ente nicht genau un- 
terschieden. Gauh. erklärt L| durch .Lu und sL^, welche 
beide (jrawälilp wiederum durch LI erklärt (p. 28). J^ soll 
aus dem persischen vs^j übernommen sein, welches sich 
durch griech. ^irra etc. als echt persisch ausweist]. Die- 
sen sprachlichen Indicien entspricht genau Strabo's Nach- 
richt vom Mangel der Gänse und Hühner in Arabien, üb. 
XVI. p. 768. 

Für übernommen halte ich auch den Namen des 

Kranichs ^l^J/ Plur. ^\S (Gauh. nur «2Lb) aus ar. 
Us9&s jüd. K^2nO. Das Wort hat im Arabischen keine 
Ableitung und bietet auch eine filr ein Appellatirum sehr 
auffällige Form. Im Aram. ist er wohl nach dem »Her- 
umkreisen*' benannt zu *]*)3 ; xipxo^ , womit es Leyy Chald. 
Wörterbuch s. t. ^3112 zusammenwirft, hat damit nichts 

gaben immer ^y^Q falich gedruckt für jUI'^O ; am wahneheialichsten bedeatei 
e« da •kleine Hühner*', da Tauben wob 1 zu klein sind, nm davon zweien LavtcB 

»n g»h»ii .„ ^ • 7 /) « i*^DriM »lieh ergötzen und unterhalten" znrWnnel »löaea**. 



zu thuD. Schwing ist ea festzustellen , vraa das Wort ei- 
geotlich binleiitet. Ja ans die sjrischeD Glosso^raphen , die 
nur IS'J' j^ebeu, nicht weiter brini;en. Die Erkiriruugcn 
seliniuilLeu fwischeu >Scliwan" unil »Kranich". An die 
Erklirung ües sjmonymen ^'„jlc t^ö'^ wage ich mich 
uiviit beraa ; Jaa Wort «ieht fremilurtig au9 , könnte aber 
iuu Eude lioch ivabidch sein . zur Wurzel |i".i » ^er- 
«lakuu" , > untertauchen", aoUasa tue Form Uann für ur- 
»^liuglichts *^^ itrinile. Keinesfalls kann an einen 
Zu«uuiu«iuhaii^ out yisjt^ti geibcht nerden '). Bekannt ist 
dw läutIcLmuu); tou y^-jl^ aus ria:. Mu'^atr. 102. Wun- 
ilctl)«h iiuJ die übertragnen Bedeutungen »achüc" im sy- 
tui;h«u UiMJi».'t<; Jj^ilt 111. 5Ö5, 20; »Silber" im jemeoischen 
ib. 131 —IjUu^urrab 121 ist entlehnt aus Ui=-= CasL 830 
vtt»^^^ yuvMti. — Den Namen der Schwalbe &.ö. i « hat 
i<lt\>u t\>»vl«(f »ua ffJTjlJD abgeleitet. — Durch Nichtbe- 
«h^Kiug liw Ltfutversv-hiebuiig zeigen sich schon als entlehnt 

Ji^.^ iJife. 1. SS5.S ^(JLii >Grünspecht" entlehntaus 
>"^'^^^ ^lu^ Wunol p^ü'); und ^^jUi-i »Turteltaube" aus 
UbJM-kA SO'lfiw*- — U der Vögelliste Jäküt I. 885 sind u. a. 
«X M*uMU>oh *u u«uuen: j^jA)!^t 1. 9; .t^» 1. 11 aus 
WiH rtiju. 1*>^- — <J^)) '■ 19 würde, wenn BA mit sei- 
m) V^^^^^K ^ l'Soi. 1U70 Recht hätte, sich nothwendig 
^«nbl«!tMl M^Dbeu, dft L^ia iSaSor" durch y... (Burton- 

VtHtlv» ^i^> xwtrvteu wird. Doch ist das nicht ganz sicher. 
•vHhl. ''Va^- .ViiK-h «. Y. S'33 VIII. Agg. '^Ü^iHS = syr. 
^^g»^ Itt» bM Uigitrde I'raeterin. 44, 14). 

^M« >|M hn Nuueo filhrt auch das Vogelbauer ijaJä , 

•%^^\!ti*- tt»ü. W. 80) worin schon Nöldeke ZDMG. 
VWMM' M^ kO«iMM«" (Hti-fit »capsd") Mxt^af erkannt bat. 

JSkM Juli ÜHiHluh»' GiDUar ä067 



119 

Vermittelt ist es durch MDfitS Im^n^das allerdings injfld. 
Schriften zumeist »capsa** ist. (Mitsyr. ^ rrrn *)» Irrmn A^a 
hat dies augenscheinlich nichts zu thun). Im Arabischen 
ist aber auch dafür Ton der Wurzel (joüssi^Sp keine 
Ableitung. Die Transcription des ^^ D durch ^ ist dem 
Torangehenden ^ p zuzuschreiben. 

Für ein aramäisches Wort möchte ich auch ^ »die 
Schlinge*' halten, da die Wur/.el im Arabischen andere 
Bedeutung hat ; es ist = 1^*^ = jüd. Sn£) , schon hebr. HS. 
Dies bestätigte sich mir nachträglich durch Jäküt III. 854, 8. 

Echt dagegen scheint trotz der ungewöhnlichen Form 

oLL^ »Haken'* »zum Fangen** zu sein ; die Grundbedeutung 
ist »packen, greifen** wie auch aram. >.^\^,und ^Jcli^ 
(nur Eämüs) ist auch nur eine auf arabischen Boden dayon 
gebildete Form , wahrscheinlich nach der Analogie von %^Ü. 
Dieses Wort, das in mehreren Formen im Arabischen vor- 
kommt, g«^* 8^b Ihn Doreid Kit-al'i^tik. 113,ult^ytbi 
g.^Ü ist schon Ton Nöldeke ZDM6. XXXm. p. 516 ab 
übernommen aus l^i-^^ erkannt worden. Indessen auch das 
syrische Wort macht nicht den Eindruck der Echtheit und 
es ist wahrscheinlich iranischen Ursprungs. Das persische 
Lexicon bietet ^jLp in derselben Bedeutung, das ich selbst 
als nicht beweisend abweisen würde, wenn unter den ara- 
bischen Formen *SjO sich fände. Dann würde es natür- 
lich Entlehnung aus dem Arabischen sein. So aber ist es 
wohl als Quelle des syrischen und arabischen Wortes an- 
zusehen. Yermuthlich gehörtes zur Wurzel ^j^ »zeigen** 
und ist Terwandt mit x^Uj »figura** y^L»j »falscher Schein". 
Natürlich darf man auch nicht ^^U^ mit YuUers »Schaaf- 
stall** übersetzen , da es deutlich als eine Vorrichtung be- 
schrieben wird, die man zum Wolfsfange Torbereitet und 
an welche man Schaafe anbindet. 



120 

Einigennaasseit verwickelt liegt die Sache mit _, ■;% * >faaf- 
ten" und J^- !*> >t »im Netze finden", daa man mit seiaen 
alten Ableitungen nur sehr ungern im Arabischen als Fremd- 
wort annehmen rauchte, dem aber im Aramäischen l '^ * ! 
jüd. J(3'ü''3 gegenübersteht. Ich würde diese Annahme 
wat^cn, wenn sich im Arabischen noch sonst eine nominale 
Spur dea Wortes »Netz", als deren Denominativurn man 
dann daa Verbum hätte auD'asseu ilUrfeo, tliude. Da davon 
aber nichts zu finden ist, so bleibt nichts anderes Übrig, 
als 1 — * 1 N3'Ji''3 als Ausnahmen von der Lau t verschieb unga- 
regel anzunehmen, oder es ganz davon zu trennen. Ob 
■ " ■ "! »nehmen" uraprüngiich ,_„^i »fassen" ist? In die- 
ser und den venv, Wurzeln ist noch Manches unklar. 
1*1 »wehen" scheint verwandt mit jüd. -1^3 und dies 
wiederum identisch mit . i — \ »worfeln" daher 1 ^ **1 feiues, 
d.i. durchgesiebtes Hehl, da es wohl nicht direct zu • ° ti - ' 
»reiben" (daher jüL-j •Bimsstein") zu stellen ist. Die Echt- 
heit von s^L.a« »Schlinge" und dem davon wohl erst deno- 
minativ abgeleiteten ^II« »fangen" ist mir nicht i^anz sicher. 
Es könnte aus dem aramäischen U>£ "^l Gast. 757, 758 
entlehnt sein. Es fehlt auch im Äthiopischen in dieser Be- 
deutung; ausserdem ist vielleicht auch ^alawa noch ver- 
dächtig. §al«a aber, das Dillm. 12ti0 zuNitr Llä stellt, ist 
zweifellos zu iL.a »heiss machen, braten" zu ziehen, wie H^n 
zu la., M3p zu Lii (G. Hotfmaun zieht auch )|j=-2 eben- 
dahin); am Genauesten stimmt dazu ^ »braten" und 
»hassen"; vgl. auch Guidi Delta aede 12, 13. 

Zum Vogelfang gehört endlich der deutlich übernommene 
Ausdruck ij'jjtij »Vogelleim", woneben täj^ und •'iSyjS 
als Spielformen vorkommen. Er stammt vomar. L^=-£? (vgl. 
Payne Smith 810, vielleiclit in Ui^i zu verwandeln) jüd. 



121 

Kp13n im *lrüch durch »yischio" Vogelleim erklärt« Tgl. 
noch Levy s. t. Im Arabischen ist die Mannigfaltigkeit der 
Formen und das Verb, denom. genüscender Verdachtsgrund ; 
auch ist die Wurzel (3j(> da sonst nicht gut entwickelt. 

Um zu den Fischen überzugehen , so hat wiederum schon 
Guidi Deüa sede p. 28 mit Recht darauf aufmerksam gemacht« 
dass Fische in den altarabischen Gedichten nur selten erwähnt 
werden. Zu den wenigen Beispielen gehört Diy. Hud* 131 « 
9; Jaküt III. 439, 7. [Doch kommen auch im He^z im 
Wadi Futima in den Quellen kleine Fische Tor. Robertson 
Smith , journej in the Uegäz IV]. Anders natürlich war es 
bei den Eüstenanwohnern , von denen uns litterarisch nichts 
erhalten ist. Vgl. auch Koran Sure 16, 14; 35, 13. Die 
echten Namen des Fisches sind ^Lmm und vsji.^. jLo als 
eines für Fischfang und Jag4 den Semiten Ton altersher 
gemeinsamen Namens hat bereits Guidi (1. 1. 28 , 29) ge- 
dacht. 

Als Fremdwort ist nun zunächst, wie schon Guidi 1. 1. 
erkannt hat , zu nennen ^^ Plur. ^Luu Agäni XVI. 27 , 
8 a. f. ^) , welches erst übernommen ist aus U^ t^y\y Das 
VTort findet sich ausser im Koran, in dem es auch nur 
den Fisch des Propheten Jonas bezeichnet, nur in einem 
Verse A^iäs Jaküt III. 439 , 7 von dem noch dahin steht , 
ob er echt ist. — Von den Namen einzelner Fische sind 
als übernommen zu nennen \r/J ^ der Aal woneben auch 
\iAJyS vorkommt, entstanden aus ar. Kfintl Fleischer zu 

Lery's Nhbr. Wtb. L 432b ; gyr. IZuJ^o^ Low Aram. Pflan- 
sennamen 97. 

^yLc (in Syrien ^^JL Jatrtlt HI. 762, 1 1 , wenn dies nicht 



1) Diese ^°"° Hi^nl III. 54. 7 wird ib. 8 tob AU^ft« tagefochten; di« 

andere Lesart Ut III. 69. 4 a. f. j^3 ^LJ (nach der Form^Q^ wobei, 
wie bei qLl^ von O^^ der i-Vocal das W ial Terwandelte). 









122 

wirklich a^lXovpo^) ist, wie schon Low a. a. 0. erkannt , iden- 
tisch mit I; nS] (worin also wieder ein Beispiel för die TOn 

Nöldeke Mand. Gramm. 49 besprochene Auflösung des£ in c)* 
Wenn nur die arabische Form vorlüge, würde man Waou- 
poq yergleichen dürfen. So wird der Ursprung des aramäi- 
schen Wortes im Persischen zu suchen sein. 

Schon Ton Freytag erkannt ist die Entlehnung Ton 
y^^jJXil = (j-*aJLajI aus ?y;c£Aü^ , wozu ^ÄsiibaJl Low 97 die 
Vermittelung bildete. ^yA<}\ Jaküt HL 886, 5 wird 
wohl ebenso wie das danebenstehende ^aJI^^I eine Ver- 
stümmelung davon sein. — Für _LJLm »Aal" nimmt Dozj, 

L 671, wie ich glaube, mit Unrecht berberischen Ur- 
sprung an. Es ist gewiss übernommen ans (tn3 /V (wone- 
ben schon früh «na^Sx) ^) = syr. • UäL] Low a. a. 0. 
Auch scheint der Gebrauch dieses Wortes nicht auf das ma- 
gribinische Arabisch beschränkt zu sein , da sich zu XHS /!( 
im ^Arüch die Notiz findet: »und ebenso nennt man ihn 
im Arabischen". Die Bemerkungen im ^Arüch, die sich auf 
arabische Benennungen beziehen, stammen aber meist aus 

den babylonischen Schulen. — Über "Ljb vgl. 61. geogr. 194. 
^\ eine grosse Fischart (Gloss. geogr. 252) ist, wie es 
scheint , übernommen aus Ij^ (Payne Smith s. v.) das Bar 
Bahlül direct als A^lio^l und ^U^cj? bezeichnet. — Persisch 
ist SJb (Mu'arr. 22) = Jb, J|^ ßa^-xtva ( Wal). — io^ (Dozy 
L 721. und "Irüch s. v. pSDX »t213iySs ^3-iy 'Sa IDS^V) 
zeigt sich schon durch Heraustreten aus der Lautverschie- 
bung entlehnt aus XUID^S^ ''Irüch s. v. USIT lU. Daneben 



1) Vgl. Nöldeke Mand. Gramm, p. 48 und Tergleiche dixa schon ans alter 
Zeit, die gewiaa auch darch Aatimilation bewirkte Sehreibaog } ^^» für np3^ in 
der Peslti. 



123 

kommt arabisiert ^.^Lm« Tor. Vielleicht ist auch ir^riSYr** 
JäVüt L 886, 7 dasselbe. 

Der »rabbinische" (aramäische, im babyl. Talmud übliche) 
Name dieses Fisches ist X^£}12. Ich denke nicht fehlzuge- 
hen y wenn ich mit einem auch sonst noch za belegenden 

Laatwechsel daraas |Iiy^ ableite, das schon die Araber 
(Ma^irrab. 50) als fremd erkannten. 

Unter den bei Jäküt a. a. 0. aufgeführten Fischnamen 
glaube ich noch ««JUi^ (1- 2) mit x^iXa^i^ identifideren 
zu dürfen, abs^ 1- 4 ist xaWxpixg {'yaKXxpix^); ^imJ«JI = 
(D31t2H) = iuyvoi; = ^yj 1. 5). Hier darf ich auch ^jjjj 

anfügen (Gauh. vsiLa^I ^jjo Vr^)* ^^^ dessen Bedeutung 
die Araber begreiflich streiten, da auch das Original pHn = 
U^J^ auf mancherlei Art gedeutet wird. Die Entlehnung 
bedarf keines besonderen Beweises; charakteristisch ist, dass 
6awäli]j:i Morgenl. Forsch. 146 Tor der (dem Aramäischen 
näheren) Aussprache yjjJ3 zu warnen hat. 

{^%öy^ das schon Ton den Arabern als fremd bezeich- 
net wird, (Mu^arrab 53) ist wohl zunächst aus U?H* 
übernommen). 

Hier msLg nun noch ein Name des Angelhakens als ent- 
lehnt erwähnt werden Ja^ Sariii Commentar zu ^ariri 

Mammen (Büläker Ausg.) I. 32 ult. Im Arabischen 
ist das Wort ohne Ableitung und schon der treffliche Ibn 
Doreid (Mu^arrab p. 94) bezweifelt seine Echtheit. Es ist 
sicher aus pers. -j;:^ w w »Angel" übernommen. Die Erset- 
zung des Doppelconsonanten durch das emphatische Jo ist 
nach der von Guidi Della sede p. 16 dargestellten Regel 
auch hier eingetreten. Für fremden Ursprung spricht auch 
schon die doppelte Yocalisationsmoglichkeit. 

Von den Gebäulichkeiten , die zur Aufnahme des Viehes 
dienen, ist als fremd schon Ton den Arabern erkannt 



^ 




\ 



124 

JuJxot aas »«fo&ti/um'* resp. dem diesem entsprechenden 
aram. «S3t2XX HäJ^I Mu'arr. 14. Die Verwandlung des 
ursprünglich wohl nicht emphatischen Zischlautes in einen 
solchen ist gewiss dem folgenden emphatischen Laute zu- 
zuschreiben. Es findet sich daneben noch die Schreibung 

/3U3X wie auch JuJb^l. — Der Name des Fischhälters g]^g -^ 
ist, wie schon Freytag richtig annahm , aus piscina aber mit 
Yermittelung Ton ^^jP'^^ PpDS Midr. Koh. 2, 6 entlehnt. Ob 
nlp^DS M'^ued Eu(. 4> ^^ a. f. damit identisch ist, steht 
noch dahin. Durchaus unglücklich aber ist der Versuch tou 
Perles Etymol. Stud. 13 das alte gesicherte Wort pt2p13 
in pDp*1£3 (sie!) zu ändern und dies mit ppDfi zu com- 
binieren. Diese Form ist yielmehr mit lJU^r-9 ^jj^^U GL 
Belud. 82 identisch und der eigen thümliche Zusatz zeigt 

sich auch in ^^^^^lo gegenüber ^^%juuLiLLo. 

Der Name des Strohs ist zum Mindesten yerdächiig. 
Neben ,,%jj findet sich auch ..«jj und diese doppelte Vo- 
calisationsmöglichkeit ist nicht unbedenklich. Dazu findet 
sich auch denominatiT dayon ^jjj »das Thier mit Stroh 
füttern" abgeleitet, und endlich hat ^^Ij im Arabischen 

eine ganz andere Bedeutung »Becher". Auch fehlt das Wort 
im Äthiopischen, Gründe genug, um in ihrer Gesammt- 
heit gegen das schon bei Näbiga 14,8 Torkommende Wort 
Verdacht zu erregen. Ich denke, dass es aus K33^n ilA«^ 
erst übernommen sein wird. Bei Gast, hat das Wort merk- 
würdiger Weise keinen Beleg , Tgl. aber Gen. 24 , 25 ; Exod. 
5,7 u. a. m. 

Sehr fraglich ist mir auch die Echtheit Ton oJ; »Stroh'* 
hauptsachlich deshalb , weil die Araber über die Schreibung 
und Ableitung des Wortes selbst nicht im Klaren sind. 
Daneben &i% äi^ u. a. Dergleichen pflegt am Ehesten bei 



125 

Woltern fremden Ursprungs vorzukommen. Aber mit nS^ 

kann ich es nicht zusammenbringen. 

Hier füge ich noch den Namen des Bienenstockes ein, 

g 1^, woneben H^IIT Torkommi Es kann keinem Zweifel 
unterliegen, dass dies Wort erst aus aram. HHIO syr. l^äd 
PSm. 1713 und Sindban ed. Baethgen, p. 9,7 a. f. (auch 
li^&s) übernommen ist. Die Entlehnung ersieht man aus 
dem Mangel einer Ableitung und der yerschiedenen Yoca- 
lisationsmoglichkeit. Auch kann im eigentlichen Arabien 
nicht gerade besonders viel Bienenzucht getrieben worden 
sein. Aber auch die aramäischen Worter sind fremden Ur- 
sprungs. Sie sind entlehnt aus pers. JjT %t^>Korb*', Vul- 
lers II. 90, 3, daneben auch s^f %5^ u- &• Schreibungen. In das 
Arabische scheint das Wort erst durch Yermittelung des 

Aramäischen gekommen zu sein. ^^ »Bienenkorb** scheint 

eine spatere arabisierende an die Wurzel To »drehen*' an- 
gelehnte Umbildung zu sein. 



ACKERBAU UND PFLANZENREICH. 

Es ist eine eigen thümliche Thatsache , dass zwei der äl- 
testen und verbreitesten arabischen Eigennamen s^Xi^ und 
j^ den Pflüger und Ackerbauer bedeuten; der erste zu 
s^yu^ der andere zur Wurzel ^^^ »das Land bebauen, cul- 
tiyieren" gehörig. So müssen also auch die Araber in 
einer Urperiode im weiten Strecken am Wüstenrande 
Ackerbau getrieben haben. In der Zeit aber, wo sie als 
Araber in der Geschichte auftreten, sind sie nur noch No- 
maden und kennen den Ackerbau fast gar nicht. Ammia- 
nus sagt XIY ,4,3 Ton ihnen : nee qnisquam stiram ap- 



126 

prehendit vel arborem colit, sed erraut semper per <>patia. 
Für eincQ grossen Tbeil von Arabien war ja allerdings die 
Boilencuitur unmüglicli , aber auch wo mau Ackerbau trei- 
ben konnte , lag der Boden brach : sü ttxtx Vi myx^"'' ''P*- 
iriix; TÜv Aaän d^iiperipuv evTuv Agatharciiidea (Müller) 
135. Denn der Araber hielt den Ackerbau für eine eines 
freien Mannes nicht würdige Arbeit '). Man Tgl. die cha- 
rakteristischen Verse J;iküt 11. 161, 8. »Xicht gleicht ein 
Mann, Jer mit der Lanze seinen Ruhm erringt, dem An- 
deren, der im Sawäd sich Hiiuser b.iut und Päanzungen 
anlegt". Daher überlassen denn auch die Muslime den be- 
siegten Juden gegen Abgaben die Ländereien ; denn ^jjC» *J 
ij-L-a,")! S*U*J »JjJ j-, 'i .^' Jaküt I. 669, 2. Vgl. 
Beiä.j, 23. 

So können selbst einige sehr alte und gebräuchliche 
Verben, die »den Boden bearbeiten" bedeuten, in Bezug 
auf ihre Echtheit angezweifelt werden. So halte ich aJl* 
in der Bedeutung »den Boden bebauen" für ein übernom- 
menes Wort. Die Wurzel bedeutete allerdings im Arabischen 
auch wie im Aramäischen, ursprünglich »spalten" (vgl. Dir. 
Huij, 104, 1. Comment. und n73), aber dies ist dann nur 
auf »retten, befreien" übertragen worden, während ^ 1« 
»pflügen, den Boden spalten" sich erst aus —^, hei dem 
der aramäische Charakter schon deutlicher ausgesprägt ist 
= 1 ■ '' ■ '' , entwickelt haben wird. Das Wort fehlt auch im 
Äthiopischen. Nicht mit der gleichen Sicherheit will ich 
die Entlehnung von Vj^ '™ Arabischen nicht häufig in 
der Bedeutung »ackern") behaupten, da hier keine Nomi- 
nalform der Entlehnung zu Grunde liegen kann. Es könnte 
auch wohl sein, daas neben der Bedeutung »drehen" der 

1} Di« Ackerbiuir Ui A'U JUki'it III. 391, U liod Mibtläer 



127 

Wurzel o^auch noch die des »Spaltena*' zukommt, wo- 
rauf dann auch t^S^ pl v^t^ (*Uit ^Xip^) zurückgehen 
könnte, wie derselbe Übergang bei A i* und ^JU wirk- 
lich stattfindet. Auch spricht yielleicht der südarabische 
Eigenname \^S (Tgl. schon Uauh. s. t. \^S und Sabäische 
Denkmäler herausgeg. Ton Mordtmann und Müller (Wien 
1883) p. 18, 12 a. f. und p. 20, 15 a. f.) dagegen; trotzdem 
aber muss ich das Wort wenigstens für yerdachtig erklä- 
ren, erst aus ^-oj^d jüd. K3"13 entlehnt zu sein. 

T T : 

ij|^, das Dozy IL 452 aus Payue Smith belegt, und 
v^ir^, das sehr wohl nach Analogie Ton ^^ gebildet sein 

kann, haben natürlich für die Entscheidung keine Bedeu- 
tung, da sie in der klassischen Litteratur sich schwerlich 
finden. 

Bedenklich dagegen ist mir die Ton 6. Hoffinann in 
ZDM6. XXXII. 751. Anm. 2, 1 rersuchte Zusammenstel- 
lung Ton ^^^t «Jaüt mit aramäischem Ir^ *Uj.aLo, Er- 
stens ist der Wechsel zwischen • und ^ bei alten Wortern, 

die aus dem Aramäischen in's Arabische wandern, doch 
sonst nirgends anzutreffen und dann scheint auch aus dem 
alten . j^Vr* sich die Bedeutung sehr bequem zu ergeben. 
Auch erwartet man zunächst doch ein Nomen als primiti- 
yes Lehnwort. Vollends aber wird Hoffmanns Annahme 

dadurch schwierig, dass Ixit in genau derselben Bedeutung 
Torkommt Dies ist yermuthlich, da es zu der Wurzel Jut 
»färben'* »überlisten** = "130 nicht gehören kann, aus dem 
Aramäischen entlehnt ^dsüt &ber kann höchstens in der 
Bedeutung später ihm angeähulicht worden sein. (Wirklicher 
Wechsel yon {^ und ^ scheint allerdings in yjj^^=^ \J^ 
Ihn Dor. Kit^al-ütih^. 305, 2 Torzuliegen). 

Der Name des Feldgrabens ^JU (so heisst jeder Ruas oder 



128 

Bach Jikflt m. 909,4 ff.: ^»lii ib. L 789.14; ^^ dai 
dann Lb. I. S60, 3 Übertragea Gärtea ; als kleinen ttach defi- 
niert ihn Ibn Dor. Ä'i(-*i/-.8(i*. 305, 2) scheint echt zu bebr. 

ni:^3 äthiop-yWoj/Dillm. 1344 (^J^ ein breiler rielleicbt 
darch Wasser entaiandener Spalt (ia ODsereD Lexicis fehl- 
end). Lady Blunl in Tour du monde 1932. p. 23 Sp. 2|. Der 
aramüiicbe Xame eines solchen Grabens Ut ^iXj Ibn Dor. 
Kit-^l-Utiff. 143, I3 = p":3 ('iriich) 1=,^. Aber [,jL1j 
Jiküt l. Ö13 ist pD2: ^^ Lft Umdeurang »Speter" Tb. 
XöId.J. VgL aach Belij. 291. 

Aach der Ackersmaan ßbrt im Arabischen mehrere Sremde 
Namen, von denen wir zwei schon bemerkt haben. Ich nenne 
zunichst ein altes Fremdwort ^j-jJ' pliir. i^,M Beljri 15 
paenolt. (90. 4 , derselbe Ver^ bei liauh. £ä ist gewiss nnr 
sehr selten in der Litteratur. Das Wort kennzeichnet sich 
schon durch seine Form and den Mangel einer Ableitung — 
denn ilie dazu gehörigt^n Verbalformea äind iJeatücne Deno- 
mioiliTa — als entlehnt aas jüd. 2*"X- Dies ist nach der Er- 
klärang im 'Ärtich, »ein Mann, der ein Stück Feld Tora 
Eigepthgmer zur Bearbeitong erhält . so dass er einen Theü 
des Ertrages an den Eigenthümer abliefert , während der an- 
dere ihm gehört". Vgl. LeTv Chald. W.^rteH). 1, 57. Die Ab- 
leitung des aramäischen Wortes ist nicht ganz deutlich ; es 
könnte zo 3lf» »binden, knüpfen" gehören, so daas SHX 
etwa teontrartttt" wäre. An eine Ableitung ron dem homeri- 
schen iZssi ist oatürlich nicht zu denken. ,j^^ wird übrigens 
schon TOD Jäküt L 430, IS als äÄJt-kC «aJ beieicfanet 

Deutlich aramÄisch. weil ohne jede Ableitung, and for- 
mell schon erkennbar ist auch .Ijl »der Ackerbauer", wofür 
ich leider keinen Beleg habe; auch ä.U't Gtoss. geogr. ISO 
ist wohl erst aus dem Araoüischea entlehnt: eine eni- 



129 

sprechende Form kann ich allerdings nicht nachweisen. Be- 

merkenswerth ist die Ynlgarform A^ = *\2A, Tor der Ga- 

waliki Morgenl. Forsch. 147 warnt 

Auch einige Bezeichnungen des SaaÜandes sind den Ara- 
bern Ton den Aramaem zogeführt worden. Bedenken habe 

ich zonächst gegen die Echtheit Ton JlL^ »Feld'* im Ara- 
bischen, das sich zu aram. \Ls^ X/pH gegen hebr. pTH 

stellt. Ich würde das Wort mit Sicherheit f&r aramäisch 
erklären y wenn nicht äthiopisch ^a|<:l Dillmann 96 exi- 
stierte. Auch kommt es als Nom. propr. mehrfach Tor; 
YgL z.B. Jä]j:üt IL 299. Doch macht gegen die Echtheit 

wieder bedenklich die Glosse zu Ihn Dor. J^tt-oZ-w^tiSc. 285 
Note h i^Lüt JjdI &iü ^ ^tJüÜI ^ JlaaJI. Daneben 
kommt auch sJLa^ Tor. Unter diesen Verhältnissen moss 
ich eine bestimmte Entscheidung ablehnen. 

[^tvXi Qetzt als Flächenmaass, Hartmann Sprachführer 353) 
kennen als aramäisches Lehnwort aus Ur^ schon die Ära- 
her Mu^arr. 112. 

JÜJ ist schon Ton de Goeje im GL Beläd* als U^^ 
nachgewiesen worden. Aber auch das syr. Wort ist erst 
dem griech. T\iipov (Tgl. Syriach^ömiaehes Reehtsbuch ed. 
Bnms-Sachau p. 1 5 L 9) enüehntj. 

Mit grosserer Sicherheit ist TOn einigen anderen Wörtern 
der aramäische Ursprung nachzuweisen. Deutlich und schon 
Ton Noldeke MatuL Cframm, 160 Anm. 1 erkannt ist die 

Entlehnung Ton g^LLi Dozy 11. 594 ans jüd. MlC^O (z* B. 
Bäbft Me?!^ 85*,,) mand. MIKZ^S. — l.li A^äni XIX. 76, 
5 a. f. haben als entlehnt schon die ArsiSer (Mu^arrab p. 138) 
erkannt; sie halten es fQr persisch; es wird aber zunächst 



• r 



auf aramäisch HilD ^f^ zurückgehen. 

Hinzufügen kann ich zu diesen Wörtern g^<^ und 3%IS<> 






130 

nach 6aah. &£^;yjt ^ IsLit^i ; es findet sich schon Diyän 
Leb. 96, 8, wo der Scholiast übereinsitimmend mit Gaoh. 

erklart : vsiKLm^I jbüJU » i^ur dass er als Singular SS 
giebt Tgl. auch den Vers bei Gaah. s. t. Oi> Bülaker Ausg. L 
rtv 3 a.f.; Jal|:üt UI. 604, 12 (yonA'Sä) Addad (Houtsma) 
222 Note 1. Das Wort, bei dem schon der Wechsel der 
Formen aufiPallig genug ist, hat im Arabischen gar keine 
Ableitung, stellt sich aber deutlich zu Ir^? »Feld'* Pajne 
Smith 814. 

Nicht ganz klar ist mir, ob &j^ Di^- Hud* 100, 5; 
Gauh. s. T. %mjy^ echt ist; zu dem persischen Maassnamen 
^^bj^ ist es wohl kaum zu stellen, aber möglich wäre 
es, dass wir hier eine ursprünglich zu Vt^ »pflügen*' ge- 
hörige Form hätten. Doch will ich dies nur als Yermu- 

thung ausgeben. — &^ JU »Land das zur Aussaat bereitet 
ist'* (Gauh.) ist gewiss ein aramäisches Lehnwort. Dieent- 
sprechende aramäische Form wird ^j-^a^ gewesen sein; 
dazu stimmt dass es als Collectiy und Einzelname im Sa- 
wäd gilt Jä^üt m. 916. Auch die Form ist in echt ara- 
bischen Wörtern ziemlich selten. 

Auf kXssJ bin ich durch Nöldeke gelegentlich einer 
Correspondenz über )V>nnlmn Opusc. Nestor ed. Hoffinann 
p. 106, 4 das ich jüd. KO^D^p *Kiva^ußx gleichsetzte, auf- 
merksam gemacht worden. Ich gebe das Wichtigste aus 
seiner Darlegung hier wörtlich: »es ist wohl ein aramäisch* 
arabisches Wort , welches die Fellahen aramäischer Herkunft 
gebrauchen, wie so yieles bei Bar Ali und Bar Bahlül. 
Es ist sicher gleich dem entsprechenden jüdischen Worte» 
das ich im Misnähdialecte ansetze: HUSy Plur. Viy?. Das 
ist natürlich nicht »Beet", wie Levy schreibt, (wer kennt 
Beetein Saatfeldern?) sondern ein Flächenmaass. Am Ende 
wirklich gleich TlTT! als Eornermaass , wie v^v^ u* ^ Ich 



,»' 






131 

habe nur das Bedenken, daes 11^3/ schwerlich zum Anf- 
bewahren der Saat and also zum Abmessen gebraucht wurde. 
Nach B. A. 3183, 5184, 5108 [ygl. jetzt aber auchPSm. 
s. T.] ist t l ^ ^ das irdene , unten spitze Fass ; darin be- 
wahrte man Wein und Öl, aber wohl keine ESmer. Als 
Flüssigkeitsmaass kommt Xxyoiva Tor." 

Ich habe zu Nöldekes erschöpfender Auseinandersetzung 
nur hinzuzufügen, dass die Ton ihm Yorgeschlagene Zusam- 
menstellung Ton njj? mit ny;i7 schon bei ^Ardch sich fin- 
det. Bei dieser Gelegenheit mochte ich mir die Bemerkung 
gestatten, dass auch griech. xAytivx allem Anscheine nach 
kein echtes Wort ist , sondern auf semitisches (ursprünglich 
ägyptisches ?)!I7 zurückgehen dürfte, nelleicht mit derron 
Nöldeke Syr. Gramm. § 132 aufgewiesenen Endung )J . — 
Den Namen der Furche ^JU würde ich unbedenklich für 
aramäisch erklären, wenn nicht zunächst auch das He- 
bräische D /H aufwiese. Hier könnte es allerdings aramäi- 

sches Lehnwort sein; aber auch das Äthiopische giebt 
(Dillmann 550) telm, und man müsste dann auch hier ein 
Lehnwort annehmen. Aber auch die Annahme eines urse- 
mitischen D/H hat ihre Schwierigkeit, da, wie es scheint, 
das hebräische D /H sich zur Wurzel JL^ stellt. — Wir kom- 
men zu einigen Namen von Instrumenten , die entlehnt sind. 
Da ist zunächst schon von den Arabern als firemd er- 
kannt ^ »Doppeljoch" (Mu^rrab 14, 9); GawUi^p be- 
zeichnet es als persisch; es ist aber zunächst aus aramäi- 
schem li^ KT3 in's Arabische übergegangen. Vgl. Nöldeke 

T • 

Götting. Gel. Anz. 1868. Stück 3, 44. 

Hinzufügen kann ich hierzu ^La »ein Holz, an dessen 
Spitze das Eisen steckt, mit dem man die Erde aufwühlt'* 
(Gauharf) ; es ist sicher übernommen aus aramäischem (selbst 
ursprünglich persischem) X33 , das gerade in derselben Be* 



♦ : ..^^»- <;*, •» •. 






132 

deatang auch Bäba Me^i^ä 80«, Torkommt, wo Bafi ge- 
wiss auf Grand alter Tradition ipys »Pflugsterz" erklart. 

Es ist Übersetzung Ton hebr. flK ; Tgl- ^Axüch s. t. \pip , 
wo es heisst |p3p ist = MD = HM« Es ist immerhin ein 
erwünschter Zufall, dass hier in zwei ganz unabhängigen 
Quellen das Wort identisch erklärt wird, da man sonst 
nur sehr schwer eine so specielle Bedeutung für das alte 
M30 annehmen mochte. — Aller sonstigen Analogie nach 
ist wohl auch &C«m »Pflugschar" übernommen aus ]Ls^ 
Gast. 593; jüd. «3^0, snD'D Levy TWB. 11. 131. Es 
findet sich (ausser ^amäsa 311) schon in einer alten Ton 
A^ma^ bei Gauhari s. t. vJLm erläuterten Redensari Für die 

Übernahme des Wortes spricht das schon bei siLm »Nagel" 
p. 90 erörterte Moment, wonach die arab. entsprechende 
Wurzel eigentlich Sin als ersten Radical zeigen müsste. 
Auch hat es im Arabischen keine Ableitung. 

{jAxiS »Pflugschar" dürfte man wohl kaum wagen zu 
Y^3l)p s=s KOTTii (das Y ist durch p yeranlasst) zu stellen, 
wenn es auch sich Ton (jcm nicht ableiten lässt. 

Um zur Ernte überzugehen, so habe ich zunächst nach 

einer mir brieflich gemachten Mittheilung Noldeke*s t^^^ 
als entlehnt zu bezeichnen. Den stringenten Beweis für die 
Entlehnung dieser Wurzel lieferte er schon durch die kurze 
Bemerkung: Jua^ entlehnt aus ?^; denn dass echte ara- 
bische Wort ist (y^^ »schneiden". Die Annahme Noldekes 
hat noch um mehrerer Gründe willen yiel Wahrscheinliches ; 
erstens ist die echte Bedeutung der Wurzel t^^^ im 
alten Arabischen »drehen" Tar. Mu^all. 37; Näbiga 7, 32 
und häuflg in den alten Gedichten; iV^'-^ ist aber auch 
wohl nicht übernommen worden, sondern das Lehnwort 
ist SUi^ 'Alk. 2, 30; EämU 464,2; ib. 513, 4; ib. 684, 



133 



,»» 



13 aus )?Mft nnd dayon ist das Yerbom ty-n^ Be^qri 33, 
6. Eämil 749 , 14 erst denominatiT gebildet. Unterstatzt 
wird die Annahme einer Entlehnung noch durch die zwei 

schon formell deutlichen Entlehnungen Oyi^L^ und i>lJÄ^ 
61. geogr. 215 die aus 1?^^ respect. t?^ entstanden sind. 
Endlich spricht auch noch athiop. ^a^'da für die Ent- 
lehnung. 

Fraglich ist noch, ob auch J^spuL« »Sichel'* Ibn Dor. JTtN 

aWiiktxH 312, 10 zu den entlehnten Wörtern zu zahlen ist. Jla3 
scheint im Arabischen nur »stechen" zu bedeuten, und es wäre 
denkbar , dass erst im Arabischen aus iL^ mit Zerdehnung 
Jlajü« geworden ist. [Auch &jLm»U wird yom Kamüs als Pflug- 
schar gedeutet, nach Mu^arr. 36 bezeichnet es aber ^JLcl\ vs^^T 
Ich glaube deshalb es unbedenklich mit ßa^a^o^ combinieren 
zu dürfen (p. ^Lwbjf). Dass mau »Pflugschar" darin £And, 
ist vielleicht auf Rechnung Ton koptisch sine »Pflugschar'* 
(Stern Koptüchs Grammatik p. 36, Z. 20) zu setzen]. 

Ich bin sehr geneigt, auch ^I5 ui der Bedeutung 
»dreschen" f&r ein Lehnwort aus aram. Shi Levy Ch. Wb. 
I. 166 zu halten, es ist allerdings dann das Nomen, das 
zuerst aus dieser Wurzel entlehnt wurde, noch nachzu- 
weisen. 

Eine ziemlich Terwickelte Gruppe geben die Wörter ^ )%i ? 
^Ilj, &^!|^9 w^^ Mu^arrab 147, 148 und Sachau dazu 
p. 67. Ich glaube folgendermaasen die Erklärung der ge- 
nannten Worter geben zu können. ^wJ, ^Jw sind wie 

schon Gawäli^ bemerkt, südarabisch und entsprechen hebr. 
u. aram. 2*110 wobei im Nordsemitiachen M , im Südaemi- 
tischen N zur Bildung verwendet wurde. — ^f^ »eine 
Art Stickerei" weist durch sein am Ende aui persischen 
Ursprung; es entspricht dem aus dem Aramäischen, wie 



134 

es scheint, in's Persische gewanderten MH^l » Faden*' f JLrüch) 

nnd »Rand am Eleide'*, so dass ein persisches * ntrah an* 

s «^ 
zusetzen ist ^). &>.^ »Pfiagsterz'* ist =: K2*13 »Beil** nnd 

nur umgestellt daraus ist I:^y (vielleicht mit Anklingen 
an das im ^igaz ungebräuchliche ^sy^ »Dreschmaschine**); 
^jA^ »Zauber** aber ist nichts anderes, als pers. <iSu%ju; 
ctasselbe ist wohl ^\^ = v'r^ ^^ ^^ ^^^ Gawäliki 
147 , paenult. citierten Redensart scheint _ ^ auch »Faden , 
Reihe** oder »Zauber** zu bedeuten. 

Der Name der Wassermühle Sj^u Dozy U , 689 Gloss. 
geogr. 365 ist schon formell als aramäische Entlehnung 
deutlich ; abgesehen davon hat er auch im Arabischen keine 
Ableitung; auch spricht das Nebeneinandervorkommen von 
Masculinum (^«xb (jauh. s. v. uü) und Femininum S%*^b 
gegen seine Echtheit. Es gehört gewiss zur Wurzel ^^3 
»schütteln , rütteln** (^Arüch s. t. np2 L ü.) und entspricht 
einer noch in einer Torarabischen syr. Schrift nachzuwei- 
senden Form * l^c^J ; denn |9&^ Gast 557 ist wenigstens 
für unsere Frage nicht beweisend. — Wahrscheinlich ist auch 
SuJt<> »Wasserrad** erst den Aramäem entlehnt. Sollte es 
aus Jemen stammen, so würde man auch wohl im Äthio- 
pischen, wo die Wurzel dalawa sehr gut ausgebildet ist, 
dasselbe Wort erwarten. Eine entsprechende Form kann 
ich allerdings auch im Aramäischen nicht nachweisen. Echt 
aber wird SLuU Jä^t lU. 146, 16 sein. Bei dieser Ge- 
legenheit erwähne ich auch i^«i)) (Namen eines Wasser- 
aufzuges) GL geogr. 253. Ich glaube, dass dies Wort 
identisch ist mit {<j513*lT Levy TWB. und ^Arüch s.v. 
Im Arabischen ist es gewiss Fremdwort, aber auch die 
Echtheit des aramäischen Wortes ist mir zweifelhaft. 



1) Echt teheint -^ in der Bedeatang «Miift wvheiid'' Jiküi HI, 782, Ift. 



J 



135 

Vgl. auch den Namen IcoAh] bei PSm. Yermuthlich ha- 
ben wir hier wieder auf ein persisches Original zurückzu- 
gehen. (KplJIT »Schlauch" konnte am Ende zu ^\ »pres- 
sen, schnüren*' gehören, aber dessen Echtheit ist auch 

nicht ganz klar. Im Syrischen findet sich zwar ein ^jU\ 

entsprechendes Wort, aber ia^} »Einn** ist gewiss persisch 
^v (Yullers s. t.) woneben auch vielleicht ^\ berech- 
tigt ist). 

Juu«^ »Dreschwalze** ist gewiss entlehnt aus 73^13 f schon 
in der Münah , Parah 12, 9 (daneben kommt auch piU Tor), 
welches selbst »tribulum'* entstammt« 
. ^«JLJxJLa ^amasa 323 ; §ih. s. t. ^jjü und y^sxJyt ist 

schon Ton Freytag richtig als (liyyxvov gedeutet worden; 
natürlich bildete, wie Sachau zum Mu^arr 61 anmerkt, 
p3330 'Irüch die Vermittelung. (Die L A ^^JLSVJU^ (6auh.) 
scheint auf einer Anähnlichung an ^^jjUAJUf zu beruhen). 
N. pr. Jalj:at IV. 367. 

Schon Ton den Arabern angedeutet ist die ünechtheit 
Ton ^tjoT »Haufen'' Be^ 166, 2 (und davon das Deno- 
minativurn ^Z^öS ^amäsa 323 und in übertragener Be- 
deutung Eämil 746 , 5), indem Ibn Doreid es als syrisches 
Wort bezeichnet. Es giebt aber auch abgesehen von der 
unregelmässigen Ersetzung des ersten Radicals unter ^^r% 
keine aramäische Form, der man es direct gleichaetMn 

könnte, ^fj^'o.« kann aber neben dem allein erhaltenen 
)iiui|^ sehr wohl bestanden haben. ^juiS ist wohl eine 
spätere selbständige arabische Bildung. 

Ein Lehnwort ist gewiss auch das im Arabischen ganz 
einsame ujoili^ »Gretreidehaufen". Es ist entlehnt ausl^^^Afi^ 
»Haufen*'. Gast 676; (hebr. TXCny). 

Von Namen der Scheuem und Speicher sind als fremd 



u DeüDen oeben dem längst bekannt^a .Llif^persiscbem 
/lambär (wozu man einen Singular Sj apüter zorückbililete 
Hoffmann in ZDMG. XXXII. p. 7GI Anm.) zunücbst 
i^yö Plur j|»pl Tab. I. 738,9 (erklärt .Lül) (Im nacb 
einer mündlichea Mittheiluug von Th. Nüideke entlehnt 
ist au9 üpiiBv horreum. (V'ermuthet schon von Blao ZDMG 
X5VU. 337, Anm. 3). Das entsprechende aramäische Wojt 
scheint nicht zn existieren. Eä gehurt wohl zu den Wör- 
tern , die die Araber mit der alten Administration bei ihrer 
Besetzung Syriens übernahmen. 

Der alte aramäische Name der Teone ist li)l » jfld. M*T1l< 
Levj TWB. I. 12 und aus diesem ist jjjl ') JäkütL 
374,3; 5am. 102^ 14, wie schon die Araber andeuten, über- 
nommen. Das im Trik dafür gebrJuchliche ^S*S hat schon 
Fleischer zn Levy's T WB. 1.417 Sp. 2 za aram. "'•11 '3 
gestellt. Eine zweifellos aramäische Form ist I '- -^ ■■ Gawäl. 
Morgeal. Forsch. 138,5 = rm£b- Denkbar ist aber, dasa 
auch das im Rahmen der Lautverschiebungsregel gebliebene 
^ !--■■■" {als Nom. pr. Amrfe 20, 57) mit leichter Arabi- 

sienmg erst aus ni2;73 entlehnt ist Dafür spricht auch, 
das3 schon die Araber (Mu'arr. 143) das Wort für Ter- 
dächtig halten. (Pl^U^S Ez. 26,5 hat aramäische Form; 

die echt hebräische zu U«^ a'-i = I '- ■•■ ■■ stimmende 

1) Di« Fom jJul iit »tur nicht, wi« D^nnbourg in 6»w»L MorytnL Ponch. 
138, 8 Inm 1 will, au .tXi' gihiUct, «u aliDB alle AtuJa^i «br. wndeni 
rJic Vtrdoppcliui; in darch Eioiehnb ein» N tn^eliiit. Vgl auf MmiliKhem 
Gibiitc für V^l* aach jr^J« im BibL Aram. und logar nö^jn durch tilKhe 
Aulogie Für !^Ji^. du lelbit aai np^Ky cntitand. iDie Sprache bal in dis 
tnalogi* der gTO««n Zahl itr out N loigeluiten Hoppe 1 aagcu . die anprüng- 
litht N «alhitlliD. auch KhlieMÜch lolche DoppalunEen gtiogcB . die uiprüag- 
Iwh gar knji V esIbitlltD). Alhiap. itabat aoi P^V od. ra|J|liT»; ^ y ^ 
tii ^•»i Gl. gtoftr. SSO, Die» ADdäiimg liegt bei DeoC^ea be*oDden nahe; 
'gt. aaeh tmai. ren^rt au rtddtrt. 



137 

Bildung ist n^tS«!^ Ez« 47« 10 « wo aber wieder die scriptio 

plena eigentlich unberechtigt ist. 

Eine unterirdische Grube zum Aufbewahren des Getrei- 
des ist g.j I u^ Eämil 684, 13. Da . i^ im Altarabischen in 
der Bedeutung »aufbewahren" nicht existiert« so ist schon 
Ton. Tomeherein die Entlehnung wahrscheinlich. Dafür 

spricht femer das Verbum denominaÜTum I4J0 und endlich 

findet sich ]^i n^x\i^o wirklich in dieser Bedeutung im Sy- 
rischen TOr. {jxAhjf ein Ort im ?ra^ Joljndt lY. 562.) 
Vgl. La Sjrie d'aujourd'hui (Tour du monde 1882, I. p. 
146, 2). >Le ble est conserve dans des silos trds profonds, 
qu*ils savent cacher avec beaucoup d'art** ^). 

Hier gehört auch |%^«J »ein Holzstempel, mit dem das 
Getreide gestempelt wird** her. Das Wort ist ebenso, wie 

f^Y) (^^^ y^ohl in anderer Gegend) entlehnt aus MOSTIH 
»Stempel" ^Arüch s. y. Dass die Wurzel ^% »schreiben*' 
entlehnt ist, erklart schon Nöldeke Z D M G XXIX. 327. Zum 
Sachlichen vgl. Barhebr. Schol. in Matth. ed Spanuth 
69, 13 und Euhn's Litteraturbl. f&r Orient. Philol.!. 412. 

yiJ »Stoppel" in Ägypten und Syrien gebrauchlich 
Dozy U. 347 ist schon durch den Mangel der Lautrer- 



• r 



Schiebung deutlich als Entlehnung aus HVlfp 

Das alte jäJü »jäten** ist gegen «▲AJ »ausreissen** ge- 
halten, ebenfalls f&r entlehnt zu erklaren; das Ursprüng- 



liehe war wohl ^\jju9 wie jLÜu^t welches aus demselben 
Grunde als Entlehnung aus ^ÜQ (vgl. ^Arüch s. t. 02i) 
zu bezeichnen ist Ebenso ist Jii^ »Mistkorb** Gloes. 
geogr. 275 entlehnt aus /filTD • worauf schon de Goeje 
verweist. Schon im ^Arüch s. y. vfiC^O heisst es : pZ^^SI 
bsUD^H r\Hyi ^«yosr. Danach ist also Fleischer sa 

1) Vgl. Hehn IfmlUm p. 24. 












188 

LeTj Nhbr. Wtb. DI. 320 zu berichtigen. Darchatu deut- 
lich ist die Entlehnung Ton Jt.^x (ausführlich bei Gauh. 

beschrieben) aus \i\i^ 7T"1]7» das selbst, wie schon Buxtorf 

erkannte, Diminutivurn von Oiy Uoi^ »Bett** ist (Die 

Verwandlung des harten in den weichen Zischlaut geschah 
durch die Liquida). Ich habe dies Süchon in meinen Bei- 
tragen zur Erklärung der mehrlautigen Bildungen im Ara- 
bischen (Leiden 1878) p. 49 ausgesprochen. 

Der Feldaufseher \yioij ist als Entlehnung schon den 
Arabern (Mu^arrab p. 147) bekannt gewesen; aramäisch 

K11C33 |9C^; natürlich ist auch «Lk3 »Vogelscheuche*' 
nichts als li-d^ »Wache**, das ich allerdings in dieser Be- 
deutung nicht kenne. — %*o hat schon Noldeke Mond* Gramm. 

55 Anm. 3 als aus KITS = \^h\ g^ entlehnt bezeichnet. 
Einen Rest des Bewusstseins , dass dieses Wort fremden 
Ursprungs sei, finde ich in der Bemerkung Ibn Doreids 

dramhara (Cod. Lugd.) s. t. ^rj : J^f ^^yj äJULaJ! Jyf Ulli 
«yj yD L^jI ''LkioJ. Die Scheu, den Flur. fr. zu gebrau- 
chen, kann ich mir sonst nicht erklaren. Nichts damit 
zu thun hat das pers. %t^jt »Grewürz** Mu^arrab 14; (jawäL 

MorgenL Forsch. 129, 8 , das manche Araber allerdings dazu 
gezogen zu haben scheinen. 

Im Folgenden gebe ich eine Liste Ton Pflanzennamen 
aramäischer Herkunft, die allerdings nicht den Anspruch 
darauf macht, ganz vollständig zu sein. So sind also die- 
jenigen Namen, die nur auf gelehrtem W^e durch die 
syrische litteratur den Arabern zugeführt worden sind, 
hier nicht aufgezahlt Ich gebe hier nur diejenigen Na- 
men, die in der Litteratur wirklich vorkommen, einige 
andere nur dann , wenn sie in Low's Aram, Pflanzennamen , 
an die ich mich hier halte, nicht erkannt sind. — Sach- 



139 

liehe Auseinandersetzungen kann ich hier nur selten geben ; 
meistentheils ist die Entlehnung schon formell deutlich, 
^t (schon ZuheirO, 18) ist entlehnt aus |Aa9| Payne Smith 

350 , welches wohl aus IAI^aä] = fl^ pSJ Low Ar. Pfln. 
333. Z. ä entstanden ist. Die Erklärung des Wortes durch 
v^aJLS schlechtweg bei 6auh. und Ihn Dor. Kit-^d-iitik. 47, 



13 braucht uns in dieser Zusammenstellung nicht zu beirren. 

l^yA Agäni XIX. 131 , 6 a. f.; m. 104 , 3 ist yielleicht 
aus der aramäischen Form ^l^iltt i nicht dem persischen 
^jlj direct entlehnt. 

^l^t == ^LsUt Qloss. geogr. 178 ist Entlehnung aus 
Da?« Low 208. 

^t »Mjrthe** §i]{). s. t. t>A?r halte ich für entlehnt aus 
HDH U\ Low 50. 

_IsG »Bohne** ist eine gewiss auf ein aramäisches Origi- 
nal zurückgehende Form, die mit &JuI »Gemüse*' nichts 



zu thun hat. U^^; {Lad Low 312 ist aber nicht sicher 
genug, um daraus die ungewöhnliche Form zu erklaren. 

\JySy^ »Aprikose** ist bekannt als Entlehnung ans 
l^s.^ j^ (Eämil 458 Beiname eines Mannes) =: ßtplxoxxa Low 
150. — rt^* wird aus ]Aia^Ls (dagegen D^3C23 mit N) 
erst entlehnt sein. 

JbJb »Eiche** ist wohl übernommen aus i>^a^ L5w 72; 
die Form ist im Arabischen selten. 

tjju^ >Nus8** ist durch pl31fi Utl» Low 49 über- 
nommen aus parUica (sc. nuae). Die Verwandlung des har- 
ten Dentals in den weichen fand statt wie bei Jk^c^JLf ans 
mantiU (nach N) , und die Ersetzung des aramäischen har- 
ten Labiales durch den weichen wie bei dem folgenden 
Worte. 



140 

■ (•(.. U< »Melone" bt zunäclist wohl Eatlehaung aaa l<u_,'L3 
Low 352. Daneben, was für die Entlelinung bezeichnend 
ist, -äa*^ (Anklang an -ISh »gar kochen"? Trijra»), 

UJUi > Wicke" entlehnt aus U^^ X^pO = ß'xm LÜw 229. 

Uj »Apfel" ist wolil keine arabische Bililung, wie ja 

auch der Apfelbaum in Arabien nicht heimisch sein kana, 

sondern aus einem noch za erschliessenden aramäischen 

* ]^s^ entlehnt; es fehlt auch im Äthiopischen. 

ki)»j und <i)»j (dies Vulyäraussprache Ibn Dor. KU-al- 
isliL 50,7) »Maulbeere" sind schon den Arabern (Mu'arrab 
45) als Fremdlinge bekannt; sie sind znaüchst, wie der 
Wechsel zwischen ,;y und ^ zeigt, aus dem Aramäischen 
Nmn Low 395 in'3 Arabische gedrungen. Vgl. U^jj-äf 
JäkütlV. 287 und Deutsche Litteraturzeitung 1881 p. 620. 
Nach Gauh. wäre auch jL^li . das er s. r. iX^ji mit 
einem vormuhammedanischen Verse belegt, ein Name der 
Maulbeere. Das Wort scheint identisch mit jüd. X'^i'^^ 
welches, selbst unklarer Herkunft (kaum zu HVS) Frucht- 
kern bedeutet ; z. B. JiillJ-n STÄlS Bib. Mes. 84» 21 
(fehlt bei Low 364). Ob diese Form zusammenhängt mit 
IAJ.j-3 Low 1.1. auch jüd |V13 (70m Kerne der Weintraube 
Low 90 , 1. 1) will ich nicht entscheiden. (Jud^ als N. 
pr. Bekri 712). 

yl^ »Sykomore" hat wohl die Diminutivform erst später 
bekommen und ist übernommen aus VOj (zu LÖw 387 
füge hinzu Midraä fichäh zu I, 6), womit es schon im 
*Ärüch 3. T. IÖ3 II verglichen wird : > und im Arabische 
heisst der Baum I'Qlj". 

t^^;l-t »asa foetida" ist deutlich Entlehnung aus HMTn 
I^ALm Low 36. 






141 



»Kichererbse*' mochte ich am seiner aofiaUenden 

Form willen erst für eine EnÜehnong aus K!fQ^n ^g^^^ 
halten. Vgl. schon Mu^arr. 53. 

\^ySöJ^ kennen schon die Araber (Mu^arrab 53) als 
Entlehnung aus dem Nabataischen« Das Original ist 

KpljJin |jaj:yJ<ji Low 94- — ^^ (6auh.) ist ent- 
lehnt aus Ufi^iu» (dies selbst fremd) Low 180. 

Ji«^ »der Senf** (durch das Oleichniss vom Senfkorn in 
den Eonin gekommen, aber auch früher, wie es scheint, 
schon in Arabien heimisch , vgl. namentlich Div. HuJ. 83, 3. 

ib. 195 , 6] erregt schon durch seine Nebenform J6%^ Ver- 
dacht, dass es aus ll?i-ift 7*Tin entlehnt ist. — Der Wechsel 
Ton w^Z^ und v«3^ sowie die ziemlich unarabische 
Bildung JJii yeranlasst mich auch dies Wort erst als 

Entlehnung aus i^o'^j^ yHn Low 176 aufzufassen. Ent- 
sprechend der griechischen Anwendung des lupartov als Gre- 

wicht ist &^«Z^ (▼gl* Dozy) wenigstens einmal als Name 
einer sehr kleinen — ein Karat wiegenden — Münze yer- 
blieben. Als Gtewichtsname ist es aus dem Arabischen 
auch in das Spanische und Italienische gewandert. 

Ob pyJ^ »Ricinus" aus J^lHSM Low 353 entlehnt ist, 
ist deshalb zweifelhaft, weil es nicht recht glaublich ist, 
dass die Araber schon in alter Zeit aramäisches 3 durch 
^ transscribiert haben. Es findet sich aber schon Dty. 

Hud. 99, 13; 'Ani 13,6; T^r. Mu'alL 60. Nach 6awäl. 
Morgenl. Forsch. 119, 13 soll es gar kein Nom. propr. 
sondern eine Appellativbezeichnong jeder sich biegenden 
Pflanze sein. Das ist aber wohl ein Irrthnm. Die Bildung 



1) Auch ia dn jAdis^M Litttnior kmmt STVIab 



* «f,» 









'» 



142 



ist allerdings selten und Gawäl. 1. L kennt nnr noch ein 






Beispiel derselben 

JL^ »Lattich** 6U Geogr. 224 zeigt sich schon dnrch 
Heraustreten aus der Lautrerschiebongsregel als entlehnt 
ans KDn I^ü Low 175. 

0. 

JL^ ist durch seine unarabische Form deutlich als Ent- 
lehnung mit einer durch das Zusammentreffen zweier Li- 
quida sehr erklärlichen Umstellung Ton llojuft tt/llH 
Low 173. 

^•^ »Pflaume** ist Entlehnung aus i^n^ niH Low 149. 

Ueber die Transscription von %^ durch ^ bei Lehnwörtern 
Tgl. Guidi Alcune assercazioni etc. p. 4. 

y^\)i> »Pflaume** kennen schon die Araber (Mu^arrab p. 64) 
als fremd. Es ist bekanntlich iapixtvov yermittelt durch 
IJU^o? Low 148. 

JLit> »Lorbeer** wird gewohnlich als Entlehnung Ton 
ßoioii^v}! mit Ausstossung des ersten Theiles der Zusam- 
mensetzung angesehen. Bedenklich ist aber, dass gerade 
die aramäischen Dialecte, soweit sie uns bekannt sind, 
(L5w 180) den ersten Theil des Wortes erhalten und nur 
den letzten yerkürzen. Ich will also diese Entlehnung 
nicht fdr sicher ausgeben. Mit ziemlicher Treue aber ge- 
ben das Original poioii^vni oder eine aramäische Umformung 
plSITin wieder die beiden Namen %^t_V^ und KJJöy^ 
J&^t n. 239. 

^\J[ »Granatapfel** No\d. Mand. (?r.p. 123; Guidi della 
udt p. 19 (eine Form, nach deren Analogie wohl ^U5 
gebildet ist) ist erst entlehnt aus ulLcos 

syg^s haben schon die Araber (Mu^arrab p. 77) als fremd 

bezeichnet; es ist gewiss mit Umstellung entlehnt aus]??}!^ 
Kmn;r Low 283 ff. 



I 



US 

jp^ »Rübe** geht zunächst auf KpVo U^ Low 273 
zurück, das Low nach dem Vorgänge von Mahn auf ^i- 
xsXof siciliach zurückfährt (Vgl Dozy a. t.) — Über 



m f 



OU-- = pO^D vgl. Gl. geogr. 264. 

yj^\m »Lilie*' geht wohl zunTichst auf aram. )l ^ <^ ^ , nicht 
auf das Persische zurück — Jüud ist entlehnt aus U^^ 

X*inV = aatureja Low 325. Einschub eines ^Ain ist 
auch sonst zu constatieren ; z. B. überliefert Jäküt L 621, 7 

als Volksaussprache fübc sT) (mit yolksetymologischer An- 
lehnung) fi .V und ebenso lO^vJu für ^^L Jaküt l. 672, 2. 

Die Wurzel JJuo scheint nämlich echt arabisch Ja^üt ü. 

204, 5. [^nns Rga. der Gaönim Berlin 42, 6 p^lp 'yos^ 

iny V]. — oLoA^ > Weide" ist entlehnt aus HfivaS Low 301. 
Daselbst ist für die Synonymik Sabb. 36* 8 nachzutragen. 
{jiSmßji ist entlehnt aus pD*lS Low 148. 

^^ »Portulak'* (woneben nach Gauh. auch ^^jJ^ vor- 
kommen soll; dies ist aber wohl Fehler für ^^yx^pJ^) i>t 
entlehnt aus Ki^nSnö Low 320 (^ = ^). 

^j?v f »Pistazie" ist als Fremdwort schon Ton den Ara- 
bern (Mu'arrab 108) erkannt; es kann direct aus dem Per- 
sischen, wie Gawali^ meint , oder auch mittelbar durch 

das Aramäische ppHDS L^Asu Low 80 in's Arabische 
gedrungen sein. — J^ ist entlehnt aus T^fi Low 312. — 
^j-S3ui =3 T^yetvov kennen schon die Araber (Mu^arr. 111) 
als fremd. 

eis »Kürbis" halten schon die Araber (Mu^arrab 122) für 

ein unechtes Wort Ich stimme ihnen ToUkommen beif 

und erklare es für entlehnt aus lli^ K*1p L5w 351. So 

wie nach Nöldekes Bemerkung ebenda die Westsyrer t^-o 

für )^^ sprachen, so wurde im Arabischen durch Asnmi- 



144 

ImtiOD des I an das vorhergehende emphatische i^ c o aus 

Jjtj~j > Gewürznelke" ist gelegentlich duect durch 
Umbildung von iiifus^u\xa* erklärt worden. Das arabi- 
sche Wort ist aber gewiss ein Jirecter Spross eines noch 
aufzufindenden indischen Originales,, aus welchem auch 
iixp-j6^i/>.>.iv mit rolksetjmologischer Anlehnung entstanden 
sein wird. Das J^^ ist seit alter Zeit ia Arabien ver- 
breitet; Amrlk. Mu'ail. G; Div. Hud. 96,10; ib. 97,37. 
f"'J~z hat schon Freytag als Eutichnung aus n'3t2p er- 
kannt. Nach 'Irilch entspricht \*l\y['^ arab. D^HN^X TlJ 

oJ. 3N;-i[*Vf( TJD 1. 3W-nSk -i';v= vLijy'_;**-o = 

3:i ♦3[:p (fehlt bei Low). Ibn Koteiba im Adab-al Kätib 
(Cod. LugJ.) ^jUIä-IIj ^d^\ ^ „■ 1 . ,'l iüiLÄJI »Lm-I 
y-jjLoJf ^JJI; »;-J)J^'' ätXiiJI^ jS^^V J^'j .'i/^lt 

_t^l ist schon durch seine Form als Fremdwort deut- 
lich. Es ist durch Yennittelung von D133p Inl n Low 
348 tn's Arabische gedruDgeo. (Gauh. erklärt es allerdings 
für ^Ä-fl ^1^). 

i -T"- >Kohr' ist schon von den Arabern (Mu'arrab p. 122) 
als fremd erkannt worden. Nach Sachau zum Mu'arrab 
p, 55 wird es von Fleischer mit .^aJl^ xpi/iß» znsam- 
mengestellt. Low 214 bat es zweifelnd aus icpmußHiov 
abgeleitet. Denkbar würe wohl auch eine aramäische Tolka- 
bildung *lA*''.l^.i, woraus arabisch V\e,i,\^ mit Assimilie- 
rung des Scbluss-T an das emphatische Käf wurde. 

e,!!? »Lauch" Beljri 134,6; Kimil 498, 10 ist gewiss 
(durch die doppelte Vocalisatiousmöglicbkeit schon verdäch- 
tigt) übernommen aus 'HID l-r^ Low 226. — Ob das 



145 

synonyme hj (Low LI.) aas xißrov entstanden ist? Dies 
aus ^n*^?? — .(M*i«5^» Eppich** kann aus dem arara. KDä'lS 
\sa^fA Low 222 oder direct aus pers. kara/s Lagarde Ges. 
Abb. 61 in*s Arabische gewandert sein. 

. A **< (A4däd 19; 170) »Baumwolle** ist gewiss kein echt 
arabisches Wort, sondern M^ohl aus ffosst/piumyo^ffiTisw ent- 
lehnt. Daraus ist dann iy*i^ erst umgestellt yielleicht mit 
Anklingen an ^L«5^. Oiier ist xopviTtov Parthej Vocab. 
567 das Original für das arabische und griechische Wort? 

^^Ji^ »Birne** ist schon tou den Arabern (Mu^arrab 
p. 133) als fremd erkannt; es geht zunächst zurück auf 
UAl&fi Low 208 — . »LuJ »Bohne** schon ron den Arabern 
(Mu^arrab p. 134) als fi'emd erkannt, ist Entlehnung aus 
K*3^^ linrS Low 234, schon an der Form als solche 
deutlich. 

\J iMandel'* schon Mu^arrab p. 134 fflr ein Fremdwort 
erklart , ist entlehnt aus V^vh \y^ Low 374. 

Die Palme ist bekanntlich nicht uranfanglich in Arabien 
heimisch, sondern wurde durch Aramäer dahin yerpflanzt. 
Eine Erinnerung daran Ja%übi (ed. Houtsma) L 232, 12; 
Jä^üt IL 210, 12. [Auf einen alten Gultus der Palme 
deutet die dunkle , wohl verstümmelt überlieferte Geschichte 
bei Ja^üt L 904, 22 £E.]. Hierron ist auch in der Sprache 
noch manches Zeugniss aufbewahrt. Zunächst ist der eine 
Name der Palme &JL5J aus H/pl entlehnt, während Jl^sJ 
und ^ "lon echt sind. w^|i hat aramäische Form , kann 
aber wohl nicht gut zu «.^£9 ^y\ »pfropfen** gehören; 
K33n bedeutet gerade einen an der Erde liegenden Zweig. 
Nach 6auh. s. t. ist w«5l% ^iue dialectische Form für v.>^%; 
ich möchte im Gegentheil glauben, dass w^j erst eine 
spätere Arabisierung der ungewöhnlichen Form darstellt 
\^S (über die Bedeutung ygl. Low 115) ist wohl erst 



146 
aberoommeD aaa dem entsprechenüen aramüischea Worte 

ifif^ »Palmblatt" iat überDoraraen aus Sa'I^ '- ^^ Low 
116. (Vgl. Gl. geogr. 230). Als aramüiscbes N. propr. Jä- 
tilt I. 672 ult. LkL = J*Vln. iu-LiT » Dattelzweig" ist, 
wifl icb meiue, tJa es im Arabischen keine Ableitung hat, 
übernommen aua MD2- Low 120. (j-»**^ oelue Art Datteln" 
vielleicht = l-*—lis »eingelegt"). — Entlehnt ist wohl auch 
jyß. äjj^ Jäküt. III. 432, 15 aus nv Low 115. 

jU-Ä SjCä (Kimil 509, 3) ÄÜark" woneben auch jj-«!-^ 
überliefert wird , hat durchaus aramäische Form ; aber die 
formell entsprecheuden aramäischen Formen haben damit 
nichts zu thun, so dass ich nicht Avage, hier ein '1^-^ 
U^Ia.^ oder *1i^^^ 1)^1^3 als Original anzusetzen. 

Eine ganze Reibe von Dattelnamen wird llokaddasi p, 130 
anfgeführt. In derselben steckt gewiss auch manches Ara- 
mäische (neben Persischem); so wohl z. B. |.j^_j, aber 
NDlÜ' 13 paast nicht. Mit Sicherheit aber kann ich we- 
nigstens einen Namen erkennen. Fiär das dort genannte 
"l-'s'i ist nämhch wohl nicht, wiedeGoeje Gl.geogr. 323 
vorschlägt, 1^-5 zu lesen, sondern wir halen hier die 
arabische Transcription der als 'Clip (Low 111) auch in 
den Talmud gewanderten itJtfUAirsi. 

Z^ .trockene Dattel" (Kiimtl 404, 16) far- Append. 
1,-1. scheint Entlehnung aus ^2w'p Low 110. Wahr- 
acbf'ialich sprachen Manche das y„ nach ^ wii ^jo; daher 
warnt Ihn Dor. Kit-al-ütüf. 221,8 a. f. ausdrücklich Tor 
dies.T Aussprache, 

i/s.A4 >schlechte Dattel" Jäijüt l. 672, 22; Ta'). HI. 879, 4 
(TIamüsa 602, ö) ist schon durch die Lautverscbieb angsregel als 
Eut.ehnung aua 'V*h7 Luw 214 deutlich; autüllig ist die 



147 

schon bei Uaub. s. t. , iuuä, belegte Nebenform. Das rer- 
schieden erklärte aübl Div. HucJ. 20,4; Mu'arr. 12 gebort 
wohl zur Wurzel Jo >welk sein"; die Bildung ist aller- 
dings ziemlich selten. 

^Ti5^, <5^Ä^ sind gewiss mit .yi\^ and %«iU (schon Ton 
Gauh. überliefert) identisch. Zunüclist liegen also aramäische 
Formen wie ^^*liC£)13 Nöldeke Mand, Gramm. 112 und j^aao 
zu Grunde. Aber auch die aram. Wörter sind, wie schon 
Nöldeke augiebt, nicht einheimisch. ^1^ »Dattelkern** 
ist yielleicht auch erst aus aram. U^s^^ PSm. 783 ent- 
lehnt, da die Ableitung im Arabischen ihre Schwierigkei- 
ten hai [Man müsste allerdings dann annehmen, dass 
llse^mit oberem Punkte zuschreiben ist; also ursprüng- 
lieh = U^t-v^ Th. Nöld.]. Bei dieser Gelegenheit gestatte 
ich mir die aufiallige Übereinstimmung Ton ypifiß» — das 
im Griechischen keine rechte Ableitung hat — mit tt^lK 
i^Eern" zu constatieren. Sollte das nicht ein aus Babjlonien 
stammender spater mit einer Volksetymologie gracisierter 
Name sein? Dem Gewichte nach ist vielleicht an den 
Kirschkern zu denken. 

^^j lÖlbaum**, Div. Hua. 72, 6; Agani Vm. 49 
paenult. ist Ton Guidi Della sede p. 37 als fremd erwiesen 
worden. Den dort gegebenen Nachweisen lässt sich noch 
hinzufügen Strabo lib. XVT. p. 78 1 wo Gallus in ein Land 
kommt, »das Butter statt Öles lieferte*'. y& Uit lO^^v"« 
iUL^Aj "i |»LÜü sagt Be^n 425 , 8 ; ferner Sure XXIII. 

20 ^jJb ^smjlj »Lu^ ^Jo ^ rr^^ ^;^y ^^^ 

^Omän wird Öl eingeführt Periplus 32. — ^jS^iy bedeutet 
ursprünglich gewiss nur iFett** wie im Aramäischen. Der 
Übergang ist ebenso wie in ^^r^ (noch jetzt Butter aus 
Ziegen und Schaafmilch Doughty im Globus XLI (188l«j 
251 ; Hartmann SprachjxJirer 169) zu f2S^ — b^l w Amr\j[. 



•V • ' ■ * - 

« *m 









148 

Ma'all. 66 eigentlich »gepresstV dies zu uVs^? — Wahr- 
scheinlich ist auch ou\ kein echt arabisches Wort , sondern 
erst aus \^\ übernommen. Vgl. 'Ijo^ vso\ »Öl, das auf 
Eameelen aus Syrien gebracht %rird" Gauh. s. t. ^^y Öl 
tritt erst in Syrien unter den Steuerartikeln auf. BeUij. 
125, 4. [Bekanntlich sind auch die. beiden Wörter für 

lOltrester" (5fc>j*> und T_riY^ fremd], ^'li bedeutet nach 
dem Eamüs gekochtes Öl, und in der That findet sich (^jLoJl 
in einem alten Verse Jaküt III. 845, 17 mit Recht als 

• j^[^^ v£0\ erklärt. Ich zweifle nicht daran, dass wir in 

diesem Worte eine Verstümmelung Ton ofjtCpxKiyov A\ ^r**^r] 

[genauer wohl Oß^xKtov ; denn lo^ , tov fallt bekanntlich gern 

ab Th. Nöld.] Tor uns haben, das als ^Laj*!!! vso\ Gloss. geogr. 

182 noch einmal in*3 Arabische aufgenommen worden ist. 

^jj hat schon Guidi Della sede 36 mit ausreichenden 

Gründen als unecht erwiesen. Über ,jjdü' = xhrxvov vgl. 
Gl. geogr. 331. Eine aramäische Mittelform scheint nicht 
erh&ltcn zu sein. Der Anklang an die DiminutiTform wurde 
znr Arabisierung gewählt. 

Auch der yerbreitetste Name für ^Garten** .ii^ scheint 



erst aus aram. ]Al^ übernommen. Zunächst liegt die An- 
nahme einer Entlehnung sachlich sehr nahe. 'J^aif gilt für 
den schönsten Platz in Arabien um seiner Gärten willen. 
Hob. Smith Journey II. Ob man eher gegenüber hebr. p 
auch im Arabischen *j%^ erwarten sollte, ist nicht zu 
sagen , da auch hebr. HSJl vorkommt. Aber dtis Wort hat 

T* 

im Arabischen keine ganz bequeme Ableitung von der 
Wurzel ^1^ »decken". Ursprünglich aber soll es gewiss 
»Garten** (Gauh. ^Uu^j) bezeichnen, und erst später ist 
eine kleine Palmenpflanzung auch mit diesem Namen be- 
nannt (Vgl. Gauh. s. y. t'"^) Der echte Name scheint 



149 

I&jL^ eigentlich »Zaun** wie auch holländisch tutn ur- 
spr. »Zaun'* jetzt »Garten'*. Die echten Namen grüner 
(bunter) Plutze sind &ju (nach Jäküt II. 801 aber m^sOub 
^jlJI ^ ^Ul) : dasselbe ist Li3.% seiner Ableitung nach 
JaljLüt IL 840; 141, 20. Ein echter Name des Zauns ist 

&A^(X^9 A^' ^^ fremd kannten schon die Araber ^^.^ 
▼ulg. ^J%JD (Mu^arr. 52) entlehnt aus KIIIH Nöldeke 
J/anJ. Gramm. 60. 

Über den eigentlichen Zusammenhang von <>mJ(>I^ mit 
irxpjiiti7o; bat uns — nach Lagarde*s schon von A. Müller 
in Bezzeubc^rger Beilr. I. 280 Anm. I zurückgewies^mer 
Annahme — erst G. Hoffmann ZDMG. XXXII. 761 Anm. 
aufgeklart. Natürlich konnten die Araber bei diesem Worte 
nicht recht Bescheid wissen. Vgl. Mu^arr. 109. Auf die 
Rückbildung: des Singulars weisen wohl auch die Differenzen 
über das Geschlecht yon ^^O^ Jaküt III. 862, 14 hin. 
Doch ist dia Pluralform relativ alt, wie die Ortsnamen 
Jäküt III. 870 beweisen. 

Um noch einige mit fremden Namen bezeichnete pflanzliche 
Producte aufzuzühlen, so ist unter den Namen des Saffrans 
eine Sippe als aramäisch zu erkennen *). Zu ihr gehören die 
folgenden y erschieden erklärten Namen dieses gelben Farb- 
stoffes: ^\Jsl Div. HuJ. 15, 7; ^\Ss Comment zu dieser Stelle; 
^yfj Gauh. s. V. ^^ ; J^l^^ und ^Üujfs (6auh. 8. v. 
^jjD^) nach Ibn-as-Sikkit »'der Sa&an" belegt in einem 
Verse Ton äZlksül im >i4*i^^^ wUT Cod. Lugd. : 

Alle diese Formen gehen deutlich auf aramäisches * Uo^r^ 
zurück. Aus dieser Form erklären sich alle übrigen. Sjr. 



1) Die tndercB wohUich theilmn f rmdra ^ol> Ibo HU. 870, 11; v>U^ 
•bltttroth'*?) moM ich aatrftrtert laatta. 



15Ö 

o mit dem oberea Punkte wechselt namentlich in der 
Nahe von N gern mit ä. Nun wird später yielleicht auch 
im Unterschiede von M^^r^ »Gelbsucht*' sich die Form 
\1dt] entwickelt haben, welche zunächst ^ls«l und dann 
yielleicht auch durch eine falsche Analogie, indem man 

dies Wort zur Wurzel ^% bezog, ^^U% und yj^Ss ent- 
wickelte. Endlich sind noch ^«LcupT und ^Ljujjj (so 1. 
wohl auch Jaküt II. 501, 3) Umbildungen, die auch von 
der UnTerstündlichkeit dieses Wortes für die Araber Zeug- 
niss abgeben. Hierzu gehört ^^'o. 

fäjLo kennen schon die Araber (Mu'^arrab 139) als fremd. 

Es ist aus l^^^sl^ übernommen, das selbst (vgl. Nöldeke 
ZDMG. XXX. p. 649) Fremdwort sein muss. Es gehört 
nach Nöldeke zur Wurzel pl\ 

Die Namen der Harze im Arabischen weisen mehrfach 
auf aramäische Originale hin. 

So zunächst ^1^ Näb. 3, 8; yergl. ^^%LäJt %U 
Amrk. Append. 28 , 1 ; Qamäsah 147 ; ib. 448 ; Jä|^t 

n. 387, 22; davon ^yS Zuhair 10, 8, das schon den 
Arabern als fremd bekannt war. Mu^arrab p. 122. VgL 

Ir^d Gast. 796. Daneben ^ und davon ienominativ ^aj Jäküt 
n. 384, 8; Tab. III. 895. UT »Pech'* ist übernommen aus 
tt*l£lO \rsaA wie schon Freytag mit hebr. *1S3 andeutet. 

^1«^ 9am. 745 hat wegen ^iner Form , trotzdem es zur 
Wurzel Jij »tropfen*' sich sehr bequem stellt, Nöldeke als 
aramäisch in Anspruch genommen (mündl. Mittheiluug). Dafür 

spricht auch die Form ^Zjaiij woneben allerdings auch 
i\yia£ji Div. Leb. 94 paenult. vorkommt. Es giebt aber 
kein aramäisches *iJi^^^ P^*^' und so bleibt nichts übrig 
als pC2)^ für westaramäisch zu halten und daneben eine ost- 
aramäische Form mit p anzusetzen. Zu dem Wechsel vgl. 



f^; 



■ 181 "■ -• ■ 

m^Vuj? » 7\V^y mm MTiXinie und NSldeke Z D M 6. 
XXVI. 232. 

ssfj\ Harn. 745 erregt schon durch das DenominaÜTam 

oJjjt Verdai^ht. Wenn doa yjoii semitisch ist — worüber 
noch gestritten wird PSm. 1080 — so ist die Ent- 
lehnung aus dem Aramäischen ganz deutlich, da dann das 

n von nST und \Ls nur Femininzeichen , nicht wurzel- 

haft ist (Bildung HSS^ lAll Noldeke Syr. Gramm. § 105). 

Sollte es äg^rptisch sein, so liegt auch die Annahme einer 
Entlehnung von den Aramaern nahe. 

Aus sachlichen Gründen muss auch J^ f&r ein Lehn- 
wort aus IrldäM erklärt werden. Schon den Arabern als 
fremd bekannt ist U2k*a4 Mu^arr. 141, entlehnt zunächst 
aus ^213DD Low p. 70. 



MINERALIEN. 

Das Gh>ld führt im Arabischen ausser dem alten orse- 
mitischen Namen v^^6 eine ganze Reihe Ton Bezeichnun- 
gen , die es meist nach seiner Farbe benennen s. B. %L^ 
(Analogie zu ^L^ü) zu ^d^ss'^y] »Glanz". — Beden- 
ken habe ich g^egen die Echtheit von jLjpUMbd, das ein 
übliches Wort gewesen sein muss, da es die syrisehen 
Glossographen (PSm. s. y. Laoi9; Elia Lagarde PraeUrm. 
47, 69) gebrauchen. Vgl auch Be|prl 637, 8. 

Ein Name des feinen Gtoldes uk^t iit als Entlehnung 
(aus ißpvt^ov) schon den Arabern (Muiirrab p. 17) bekannt. 
Dazu gehört Tielleicht i^Syjfi in mehreren Bedeutungen, 






4: 



£?= 



■ . 152 



. - . ^ 



JUftt L 422 1 19 Ton Denaren gesagt Ich will hier meine 
Bedenken gegen die Echtheit Ton ijjwsJ »Silber" nicht 
zurückhalten. Es konnte zwar zu ^u\y) »abgefallene Blatter'* 
gehören, aber dies scheint doch erst Ton ^>SpJ »abschla- 
gen" gebildet za sein, so dass hier keine Analogie zu SS% 
«•ripT Ton ^yy = ST Torliegt Auch begreift man 

trotz (jrauh. hier die DiminntiTfonn nicht; bei Ij^j ist sie 
gerechtfertigt und c^ajl^ ist als Fremdwort ausser Betracht 
zu lassen. Ist es nun zu kühn bei diesem Worte ein altes 
Missyerstandniss anzunehmen (leider habe ich keinen 
Beleg) und es mit ^^«na K^ü/ zu combinieren ? Man denke 
an die wunderlichen Erklärungen Ton (^mJS bei IbnDor. 
Kit-ol'ÜtiH. 324, 3 a.f. 

l1)^ »Geld*' konnte übrigens äthiopisches Lehnwort sein 
Sj% spricht nicht direct dagegen, da diese Bildung TOn 
Verbis I. Wäw doch sehr beliebt ist. 

tfSuuwJt f^^^mn^ (Eamüs) müssen aus jniml entlehnt sein , 
da d^ttJ im Arabischen nicht mehr Tom »Giessen" des 
Metalles gilt. 

Das Kupfer, für das die Araber nach Strabo (Lib. XYL 
768) das Dreifache an Gold zahlten , führt neben dem alten 

Namen ^L^ü* über dessen Echtheit sich noch streiten 
iSsst, mehrere aus dem Arabischen nicht zu deutende 
Namen : 4>Li0 (belegt bei (jauh. mit einem Verse ^a8sän's) 

mjlA (ebenfalls bei (jrauh. belegt). Das Erstere kann nicht zur 
Wurzel 4>L0 »jagen" = 11V ?• (&jl4)üu0 =äth. ^Sdänat 
»Jägerin") gehören. Vielleicht zu IJuo=>1?^ »rostig sein**? 
Das Blei führt den sicher aramäischen Namen X^\ aus 
l^öl jüd. Kn3K gegenüber hebr. nnfi^. — Über ^\i'.^ 

TT »» J 

»Löthmetall** Tgl. an einer anderen Stelle. — Cj^ ist 

bekanntlich persisch. — Echt wird %jJüiC\ sein* Ton Je« 
»festmachen** (Idthen) benannt. 




« 

t 



. j 



- - • J 

.. •.> ■*: " ' ■ »■ iaaTV' — ' — ^ 



^l'" ■'r' " .j^.- ^ L-*'-- V*'» 









15S 

Das Zinn (in Arabien dngeftlhrt Periploa 28) fOhri 
den zanächst ans dem aramäischen stammenden Namen 
jjjas 1^1 ^3X , welche allerdings yielleicht nicht semitisch 
sind. %ifXj^ ist bekanntlich ans xx^^lrt^ entlehnt dnrch 

Yermittelang Ton KlC^Op, plUOp. rf'^^^ssA bei B B. 
(Gast. 813) ist wohl erst arabisiert? (ItJO^ »clibanns'* wohl 

vsAj^ir »der Schwefel'* bt zunächst ans lA^j-As entlehnt 

yXi yii »Schlacke** ist schon durch seine mehrfache Vo- 
calisationsmoglichkeit als fremd erkennbar, ebenso durch 
die ganz unarabische Form und den Mangel jeder Ablei- 
tung. Das Original ist )^xh^ Leyy Nhbr. Wtb. IV. 48. 
Dazu Tgl. weiter JuJb GL geogr. 192. 

Während Arabien in alter Zeit kein Eisen hatte und 
man das Doppelte an Gold für Eisen zahlte (Strabo lib. 
XVI. 778), hören wir aus späterer Zeit yon einem Eisen- 
bergwerke ^LI»' Jät:üt IV. 92; Kämil 502, 1, nach 
welchem Schwerter * >> r-^ heissen (mehrfach belegt bei 
Jäl^üt). Doch ist bemerkenswerth , dass A^ma^ über den 

Namen LmLmJ nichts Bestimmtes weiss und dass ^LmmJ 
nach Anderen in Armenien liegen soll. — Jv^ hat schon 

Guidi DMa Bede 18 als Lehnwort ans Plt-s erkannt 

s * 
Der Name des Antimons 4X4JI9 der seit alter Zeit Ton 

den Araberinnen zum Färben der Augenbrauen benutzt 
wurde, fAl^. 4, 2; Zuh. 3, 15; T&h. I. 773,5) soll aus 
griech. ^rifAfAt entlehnt sein. Da dies wahrscheinlich aber 
auf ägypt. mstm Blau ZDMG. XXV. 332. Anm. 2 zu- 
rückgeht und das Antimon aus dem Somalilande nach A^ 
gypten eingeführt wurde, so ist wohl eher an afirikanisehen 
Ursprung zu denken. (Vgl. auch Strabo lib. XVI. 775). 

&JLiy »Saline** scheint Ton der Wurzel JiS C» ^1)3) 



.« -Ol 



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154 



eigentiich »was Einem (darch das Loos) Ton der Beute 

zufallt" dann » Antheil" (wie la^) keine Ableitung zu ha- 
ben. Ich halte es fiir fremd, kenne aber den Ursprung 
nicht. 

Nur wegen der lautlichen Veränderungen erwähne ich 
hier noch dJjdS Eazwini (WOstenfeld) 233. In Toller 
griechischer Form fiodi^t es sich noch in der Midnäh als 
DWipbp oder Din3J33p. Bemerkenswerth ist die Wieder- 
gabe des X durch p, die vielleicht eine Art Assimilation 
an das zweite p darstellt Die Verwandlung des H in 4> 
wegen des yorhergehenden Nun. — Dass %LkAJU eine Cor- 
ruption aus ;^reAxiy3)f sei, kann ich Dozy (II. 399) nicht 
zugeben. Die syrische von ihm angeführte Form kann 
nicht aus dem Arabischen stammen, schon wegen des An- 
lautes nicht. Die Endung kann aber sehr wohl erst im 
Syrischen gebildet sein (Nöldeke Syr. Gramm. § 140), wenn 
sich wirklich kein *;^«Aic«y3'i^i(o)y nachweisen lasst. 



NAMEN DES WEINES UND DER 
WEINGEFÄSSE. 

In den Tormuhammedanischen Gedichten wird des Wei- 
nes so häufig gedacht, dass mau auf den Gedanken kom- 
men könnte, er wäre unter den alten Arabern ein recht 
verbreitetes Genussmittel gewesen. Nun gab es in Arabien 
wohl Wein '), aber ganz anders, wie im A. T., wo der 



1) Die SteUan aiif({eiiUüt hfi Oaidi DsUa mU 41. Bei dem Ortnunen 
^LaiÄ (Giiidi 1.1. p. 46. Anm. 1) ist darmof auftnerkitm za maeheo, da« er 

wq^rüBgUch wohl •Weinatöeke*' bedeutet » Bjr. \LaslSO', in A.T. iatnOJliV 
Midi gerade eia aa WeJnpflaniqHgeii reicher Ort. 






.-• .-155 - . • ,. >.;• - .... -., •;• 



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Weinstock die ganz unentbehrliche StaflEiige der Landschaft 
bildet, »jeder anter seinem .Weinstocke und Feigen- 
baame** das Bild der höchsten Glückseligkeit ist, sind die 
Stellen, wo yon blähendem Weine bei den altarabischen 
Dichtem die Rede ist, nur sehr spärlich. Ein alter Dich- 
ter >) sagt Tom Siebengestirn , das am Morgen erglänzt , 
wie der Zweig einer pikanten Traube , wenn er aufgeblüht 
ist^). Lebid Divän 93, 11 spricht von Palmen, »zwischen 
denen Reben wachsen'*. Die Schilderung betrifft aber Je- 
men, wo auch A^^iä eine Kelter hatte J&(:üt L 115, 13. 
Von blühendem Weine in Medina bei Fa41 ihn ^Abbäs 
wird uns Agäni XV. 4 , 18 berichtet. Die Stocke von ^Bif 
lässt der Prophet abschneiden, Ihn Hitöm 873/4. Einige 
von den Stellen, die in der alten Litteratur yon frischen 
Weintrauben erzählen, werden überdies freie Erfindungen 
sein. So wenn von ^A$im ihn Täbit, einem fimatischen 
Muslim, der einem Ungläubigen niemals Pardon geben 
will, erzählt wird, er habe zu einer Zeit, wo es in Mekka 
keine einzige Dattel gab, eine frische Weintraube in der 
Hand gehabt und gegessen , Agäni lY. 42 , 10, eine inner- 
lich unglaubwürdige Nachricht, die sich auch durch den 
Zusatz: »und das war nur ein o) ) * ^^^ ^™ Allah (zum 
Lohne für seine Frömmigkeit) bescheert hatte'* kennzeich- 
net Die anderen Relationen derselben Erzählung haben 
diesen Zug nicht. Auch dass uns noch eine Notiz über 



1) (Öauh. a. ▼. f^A). 

8) J^'i^ tAmni die Htm S^mVwtiM ud die MdidkriBg im vi- 
•ereA Vene aar dareh den Vemwiag Tenintclit; %gL OmH. t. ▼. Bi geliftrt 

Datarlick nieht m der PflenM m^ , (L5w 4S; PiTse Sodth 14S8), eondcni 
itt eine nieht leltrne NieUbildang n m^^A « ^^a •pikuit''. 




156 . 



den Ursprung der WeinstScke im ^ait (Ag&ni lY. 75, 9 
und öfters) erhalten ist, beweist, dass die Araber Ton der 
rerhältnissmassig späten Einführung dieser Pflanze in ihr 
Land noch Kunde hatteo. 

Indessen hat die arabische Sprache eine ganze Anzahl Ton 
echten Wortern, die sich auf den Wein und die Weincul- 
iur beziehen, aus ursemitischer Zeit erhalten. So sind ^^ 
und yjÄ^ g^gen jeden Verdacht einer Eotlehnung geschützt, 
ebenso N.>Ie, da sie genau die regulären VocalTcrhältnisse 
zeigen , nach denen sich irabische , hebräische und aramäische 
Worter entsprechen müfsen. Abgesehen davon sind auch die 
Bedeutungen modificiert. Aramäisch heisst die Rebe überdies 

K3S13* (U wegen des Labials Noldeke Mand. Gramm. § 19.) 

e 
Durch die Lautverschiebung scheint als echt auch n^y^ 

> Weinlaube" gegenüber D^"iy hebr. fe^ny Low Aram. Pflanz. 
89 geschützt Zu den echten Wörtern gehört auch ^Aja 
(Amrulti:. 4 , 35 ; ausserdem belegt bei 6auh. s. y.; A^ni 
IV. 37, 1 (oder oLäAJi^), das man mit den Arabern wohl 
am Besten zur Wurzel (Xaa zieht (vgl. auch aram. 33^ 
»binden") BUdung wie J^Xli^ 'Aik. 1, 23 und JÜ3I ^). 
[Entlehnt aber ist gewiss e^ pyt** Jä^cüt UI. 77 , 3 , da 
es gegen hebr. D^ü^lii^ aas der Lautverschiebung heraus- 
tritt. Ailerdings ist aram. *)-s^r^ ia dieser Bedeutung 
noch nachzuweisen]. Ferner tuijXÄ zur ursemitischen Wur- 
zel ^^mXd=D3}^ »umwenden", daher D^I^ »Fusskette" '). 

Nun aber ist auch noch, wie Ouidi 1. L 41 nachgewie- 
sen hat , ein weiter Weg von dem Besitze des Weinstockes 
bis zum Bereiten von Wein. Der Weiu scheint in Arabieu 



1) Vgl. meine Beitrige sur BrkL der mehrt Bild, im Arab. p. 1, S. 
S) Aber OJ» in der MechUU « ixi«. welehee neben Nl^If. KiJn und wn- 
iligen Sebnibangeii « %xß^wm ia*t Anmäieehe anfj^ommen worden ift, 



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157 



selbst niemals produdert worden m, sein , nnd sehen wir 
nns die Verse der alten Dichter genauer an, so sind es 
fast nur Orte Syriens ^) oder des Urak, die ihn erzeugen s. B. 
^Ana, wohin Freytag im Lezicon die unglQcklichen »asini'* 
versetzt; er hat ^^^ und . i^ yerwechselt (^AlijLama 13 , 
40) '). Besonders gerühmt wird der Wein yon Enderün 
^\lt:ama/ 1, 23; Amr^. 34, 25 nnd öfters '). 

Ein zweites ist, dass die Araber direct ein Wort ent- 
wickelt haben, das »Wein aus fremdem Lande importieren'* 
bedeutet, LLim Amrlj:. 52, 43; 17, 8; Zuh. 4,6, das man 
wohl nicht mit den Arabern als identisch mit 



i-AA =s hebr. 112V anzusehen hat. Vielmehr dürfte in 
Lyhw »Wein*' (Kamüs) die ursprüngliche Bedeutung der Wur- 



1) Wenn im Periplai 49 neben italUchem, Itodioeniteliem Weine aock •!!«- 
Vitcher** erwähnt wird, lohat man oatürlich an die römische Prorini AraUa, 
IQ der z. B. Boetra gehörte, in denken ; wie aoeh bei ^Kpmßt» Athen. XIV. 64M 

S) Der Name ist TieUeieht als KIV *3 »Ziegenbansen** n erklären; t^ 
LäjU «Sebaaf bansen'* (Nöldekf) jiu • ^V «3 

3) ^JLlXJ^' i*t, wie bänfig bei diesen Wörtern, nicht naeh den Begeln der 

Grammatiker gebildet. Vf^ JlkAt. Der Name wird wohl die Bedentnng ^^9^) 

•Tennen** haben. 7fir das Arabisehe ist also das ürsprdnglidie ^^vXit lad 

Q^.«^' eine künstliche R&ckbildang, wie deaneh sonst sn boobaehten, s. B. in 



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^hwwU Ar ^•jfixmiA , das niemab in die wirklieh« Spradio fibersegasfis 

ist Von einem Plormle kann hier gar keine Bede sein, da es natürUeh n«r 
die Transcription ton n«A4u^r/nf ist, das iiit den römisehen V«nraltan0s* 
Wörtern sn den Arabern fiberging. (Aber A*i4 bildet Jakfit I. S18. SO die 
Nisba ^hx»U, als ob es Plnral wäre). So steht es wohl andi mit andern 

Namen dieeer Gattung. Hierher gehört qJ^^mhJLS a ]nr30 Nöldeke jjprr. Qf. 

(808 Bl; ^yts»^ «Skilen**. Ueber die BUdnng derNisbn datna TgLKfiidl 

8S8, 8Si, 1. 17; MnCsssnl SS; Ihn JatS ed. Jahn. 746. S. So nad blseher 
Analogie aaeh q^^ Ar q i>»»I j im Verse A'sb Umtt SM, 14. Itwat 

*. 
Anderes ist es mit Qjd'^ « YÜft** ^ ^ foeaMis «te. 8S. 



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158 

zel erhalten sein, entspreche ad hebr. Ü^O- LÜJ wird dann 
erst denominativ davon gebildet sein. Ob das Wort auch 
direct aus aramriischeni Kreise zu den Arabern gewandert 
ist, steht nach dahin. Der arnniüischen Bildung l_i_J ent- 
sprechend haben wir im jiid. Aramäischen StPSlDD Plur. 
von nX3D. i^' ^ i-« heisdt direct »Wein", Kimil 73, 17 Ton 
Mubarrad durch , ,*^ H erklärt. [Die Araber haben hier, 
wie öfters, die Wurzel III. Hamz. mit der Wurzel III. ^ 
Terwechselt, hier durch eine Volksetymologie unterstützt. 
Etwas Ähnhches ist bei Ijj zu bemerken (Ibn Dor. Kit- 
al-iäti^. 273, 9); Muhammed will nicht ^ sondern lö 
Bein]. Vgl. auch Tabari I, 986,2, eine gewiss echte Notiz, 
welche nns den Namen SJ jL« {Gauh s. t. j j) erklärt. 

Ein anderes Wort, das Wein bedeutet, ;3*a.'. heisst 
ursprünglich gewiss nur »entfernt". Wenn auch den Arabern 
selbst jede Erinnerung an die ursprüngliche Bedeutung der 
Wurzel entschwunden ist, ist diese doch durch das He- 
bräische und Aramäische ganz sicher gestellt. (Die Bildung 
entspricht wie i,_^y5 hebr. Dnp aram. 3'*lp , so hebr.' Dim). 
Von JkAU ist es später verdrängt worden und nur noch 
poetisch im Gebrauch geblieben. Die Dichter aber gebrau- 
chen ea auch vollatändig wie ein Nomen. Amrlc. Mu^U. 7& 
spricht von gepfeffertem Weine f (i*Äj) ; Becher , die ge- 
füllt (eigentlich durchgeschlagen) sind mit mildem Weine 
(l3iÄ.) Agäni XIX. 92, 20. Vgl. auch Koran 83, 25; Be- 
läjori 122; Belfri 83, 19. Divän Leb. 33 ult. u. öfters. 
Gauhari weiss zu ^jl-t, nichts Anderes als y*jo-'( ij-« iijÄ>aJl 
»reiner Wein" zu bemerken. 

Noch verdient beachtet zu werden , dass jäLj ursprüng- 
lich nur den Weinkaufmann bedeutet. So schon Gauh s. v. 
^fVj »und die Araber nennen den Weinkaufmann ..^Lj" 






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159 

belegt durch einen Yen des Aswad ibn Ja%ir »ond ich gehe 
zu dem Eaufmann eilig am Abend (iks^j/t) mein Vermögen 
opfernd (i Jüo 3=^ ii)^) mit geneigtem Halse d. h. wie der 
Commentator richtig bemerkt etwas schwankend Tor Trun- 
kenheit*' (Agani XII. 155, 13 a. f.; Ja|j[. U. 180, 5). 

Nun giebt es aber ausserdem noch ein paar classische 
Zeugen unter den Arabern, dass Arabien kein Land des 
Weines war. »Wer yon Euch Wein und Hefe will und 
Teppiche und Seide, der gehe nach Bostra" sagt A^ni 
XIX. 95 , 7. a. f. der Führer der Azdiien bei dem Damm- 
durchbruche, als es sich darum handelt, neue Wohnsitze 
zu suchen. Und ebenso erzahlt der Jude Ibn Hiiam 136, 7 
(WOstenfeld) : »Was glaubt ihr wohl, ihr Juden, hat mich 
aus dem Lande des Weines und der Hefe («^icJI ^%t ^^ 
A^jgyjt ) ia das Land des UnglQcks und des Hungers ge- 
bracht, als der Wunsch euch vor dem Propheten zu war- 
nen.** Wenn nun auch diese beiden Erzählungen keineswegs 
historisch sind , so zeigen sie doch , wie der Gegensatz zwi- 
schen dem weinreichen Syrien und dem weinarmen Ara- 
bien den Arabern selbst ein wohl bewusster war. Bemer- 
kenswerth ist auch , was Aelius Sparüanus in den Scriptores 
histor. August. 7 , 8 von Pescennius Niger berichtet. Er 
sagte zu den von den Saracenen besiegten Soldaten, als 
sie murrten : » Wir haben keinen Wein bekommen und kön- 
nen so nicht kämpfen.*' »Erröthet; die, die Euch besiegen, 
trinken nur Wasser", eine hübsche Parallele zu Ammianus 
Marcellinus XIV. 4, 6. Dagegen können nun auch halb- 
sprichwortliche Phrasen . i^ ^^ ^Jj »Lt ^ k^an Vf. 
96, 12; ^am. 558 paenult. »ich habe keinen Essig und 
keinen Wein** noch eine Zusammeastellung wie A^ni IV. 
147, 7 »er schwur bei ihm weder Wein noch Wasser noch 
Milch zu trinken**, nichts besagen. Sie scheinen mehr ein v^ 

rhetorischer Aufputz als Beflez der wirklichen Lebensrer- 

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160 

haltaisse za seia. Noch weniger wollen mir die Leute be» 
weisen t die schon Tor dem IsIäm den Wein Terschworen 
und so eine Art arabisches Naziräertbum begründet ha- 
ben. Die Berichte über diese darf man zum Theiie för 
freie Erfindungen halten. Was z. B. Agäni XIX. 75 , 4 

TOn Barad ihn Kais berichtet wird , erweckt gerade durch 
den Zusatz \.£^[s (1a?Lw ^l5l »er war ein gottloser Trin* 
ker" den Verdacht, dass wir es hier mit einer spateren 
rauhammedanischen Erfindung zu thun haben. 

Ein entscheidender Grund für die Annahme , dass im Hi- 
^z wenig Wein getrunken wurde, ist endlich das absolute 
Verbot des Weiutrinkens , das Muhammed aufstellte. Wäre 
der Wein wirklich ein verbreitetes Gennssmittel gewesen, 
so hätte Muhammed ihn nicht verboten und nicht verbieten 
können. Muhammed ging in seiner Reform nur so weit, 
als es das Bewusstsein seiner Landsleute zuliess. Vgl. das 
oben p. 110, 111 über das Schwein Bemerkte. So ist das 
Verbot des Weintrinkens eigentlich für den grössten Theil 
der Araber keine ernstliche Neuerung gewesen ; es war — wie 
Guidi Della sede 46 hervorgehoben hat — ein Genuss, den 
sich nur die Reichen gestatten konnten. Zu den Belegen, 
die Guidi dort dafür gegeben, hat er mir selbst noch das 
charakteristische Sprichwort ^juuaJI ^jjo ^icJt ^«^ 03 
hinzugefügt. 

Von diesen materiellen Verhältnissen abgesehen, giebt 
uns die Sprache selbst die deutlichsten Beweise dafür, dass 
der Wein den Arabern aus der Fremde kam , da der grösste 
Theil der Namen sich als entlehnt erweist. 

Der gebräuchlichste Name des Weines in alter Prosa ist 
**" In der Dichtersprache (Tar. Mu'all. 51; 5, 42; Kä- 



mil 452 , 3) ist er nicht ganz so häufig , hier wird er viel- 
fach durch Umschreibungen, Adjectiva und Participia 






161 

Tertreten. Zq diesen gebort z. B. &JoIJüo ursprüuglich ge- 
wiss »Misch trank'* zu ^o Gauh. = JJuT; JlS »berauschen*' 
ist erst denomiuativ. Eine andere Erklrirunj:^ giebt Ihn Dor. 

Kit'al'i;itik. 256,8 L^^y ^ vä^^i>l Lji5. Im Arabischen 
hat die Wurzel j,^ augenscheinlich eine ganz andere Be- 
deutung, nämlich »decken, yerbergen"; daher «U^ »Kopf- 

hülle**, »f.»^ »eine Decke aus Palmenblllttern**. Die Grund- 
bedeutung des Wortes NIOm (über hebr. H^m vgl. Guidi 

p. 42) ist gewiss mit Gesenius als »gahrender Stoff*' anzu- 
setzen. Im Aramäischen giebt es dann noch eine Wurzel 
*lOn »binden, knüpfen**. Dazu stellt sich ISIPi nach 
Rast 6o(i<on »Knopf* li^^^ »Knoten des Halmes** ZDMG. 
XXVI. 619, 19; ri11l2n »schwierig*' eigentlich »ver- 
knüpft**. Als »Knopf** ist wohl auch ursprünglich ^<mO^^ 
p /^3"1 zu fassen. Davon wird nun auch — mit einer nicht 
mehr ganz durchsichtigen Metapher — HtSln »Steinchen- 
schnur** Ir^cLM »Kügelchen** ^) (ursprünglich als »Knoten" 
in der Schnur gefasst ?) nicht zu trennen sein. (Eine auch 
mögliche Ableitung von lOH »roth" also »Korallen" liegt 
wegen der gleich zu erwähnenden Analogieen viel femer). 
Die »Rückenwirbel" Ifloa- (PSm. 13, 11), H^in ('Irüch 
8. V. "isn IX) , aber hängen mehrfach in der Sprache da- 
mit zusammen; so y^^\ \«^ »Rückenschnur*' S JU *) zQ 
^ , so dass man also an eine metaphorische von den auf- 
gereihten Perlen hergenommene Bezeichnung denken könnte, 
wofür auch noch ^TH »Wurbel" und »Schmnekstein 
spricht Auch Kn^TS^ »Rückgrat" ist eigentlich »Schnur 






1) Mand. MnOIH Nöldeke Mmmd. Ormam. 76. Ann. 1; mcIi jfid. lOm 
'Arüch B. T. ^On II. am fiode. 

2) Sjr. l^Ad Caat. 723 (lo ist aach ib. 736 ]Z^J1S zatchreiben fOr )iuOj^) 
Ut wohl dem Arabitchaa estlchnt |^ -^^ aber itt ein Fehler (oder eiat Ne- 
beo/orm?) far [1 -^^ 722 « n^**pi) « ^dPu^A4(«)v. 

U 






162 

zur Wu.-^el ^TI7 »zwirnen". Noch lieber aber nübme ich 
l^s^ direct als »KnoteQ*\ Dazu vergleiche man ^HUp 

Dan. 5 , 6. 

Ausser diesem echt semitischen Worte sind durch Ver- 
mittelung des Aramäischen eine Reihe von Weinnamea in*s 
Arabische gedrungen , die nicht den Wein an sich , sondern 
eine bestimmte Art desselben bezeichnen. 

Zunächst nenne ich das schon von den Arabern als fremd 

erkannte ^LIaII^ daneben JüÄmmI mit Assimilierung deshar- 

ten Dentals an das N aus ii^/v^/öv —-»JJ-i.iicl und pP3D3S (vgl. 
Low Aram. Pßanzenn, 81) Mu^arrab 13; Bekri 597, 21. 
Zu der Umstellung vgl. oben p. 115 und Curtius Grund- 
züge der griech. Etymol. (IV Aufl.) p. 688. In der unre- 
gelmässigen Ersetzung des durch io (aram. richtig ^ H) 
sehe ich noch einen Rest der Assimilierung an das im An- 
fange des Wortes stehende griechische P. 

Noch nicht erkannt ist «JoJOj, worüber Gauh. s. v. JüJ 
bemerkt: >JuJüJ ist der Wein. A§ma^i sagt, er ist dem 
Isfint ähnlich; es ist Most, der gekocht wird und der mit 
allerhand Gewürzen {\^^\r* eig. »Parfüms*') angemacht 
wird, es ist aber nicht »Wein*' schlechthin*'. Es ist unzwei- 
felhaft p::ni1p Pesiktä (ed. Buber) 102b, (»darin ist Wein, 
Honig und PfefiFer") ; conditum (seil, vinuni) ; auch syrisch 
erhalten, denn für ^oa^iJo^ Gast. 808 > Vinum aromatibus 
conditum" ist sicher ^z^^o^ zu lesen. Die Bemerkung 

Azzubeidi's zu Gauh., es sei 4Xl^t i/O^I i ^^ wohl ein Irr- 
thum. Leider habe ich keinen Beleg für das Wort; es 
stammt aber, da es von A^ma^i überliefert wird, gewiss 
aus der klassischen Zeit der Poesie. Das Wort kann na- 

türlich mit dem pers. arab. JJJ »Zuckerrohr** nichts zu 
ihun haben. Dass auch die Araber, wie die anderen Sfld- 
läuder (vgl. Low Aram. Pfianz. 319) Pfeffer an Wein 



163 

thaten , beweist uds Amnilkeis ^lu^allaka 75 , der toh den 
Mukkayögela sagt: »als ob sie einen Trunk bekommen hat- 
ten von gepfefifertem Weiue". Man verwandte auch Ingwer 
dazu (Belyri 509, 4). Dazu vergl. schon njp"in p^ Cant. 8 , 2. 

Ein anderes \Vort dieser Art ist ^j«iLi#J ilu'^arrab p. 70 ; 

p. 13, ult.; Agani XV. 51,3, wo Walid sagt: Sie trinkt 
den Rasatün rein, in einem mächtigen Glaskruge.** Es ist, 
wie schon Bernstein erkannt hat (vgl. Sachau zu Mu^arrab 
34), rosatum seil, vinum, das in griechischer Form also 
etwa * :ojxTsv gelautet haben wird. Dasselbe ist auch 
^Ujsoh Cast. 809 » Julabium" 1. ^Uffoh. Die echt grie- 
chische Form ist poS/rsf^. Die drei eben genannten Wein- 
sorten finden sich neben einander im Edict. Diocletiani 
De vinis: 18 apsinthi 17 conditum 19 rosathi. 

Erkannt ist längst «liuLyo, AjlLjo, AU^j» (bei Freytag 

* ^ 

auch %LkM#) nach Gauh. s. v. -M-- mit Kesra des Mim 

als mxMtarium /Aou^ripiov MuWrab p. 141 und Sachau 

p. 64. Ich habe keinen alten Beleg dafür. Vgl. noch 
Dozy 3. V. 

Ein poetisches Wort für Wein ist ferner %Lad Qamäsa 
400 ; Tab. III. 908 , 4; Bekri 768 , 11 a. f.; Jäküt IL 226, 8, 
das ich für identisch halte mit Ir^^« woraus auch XSa 
»officinelle Pflanze** übernommen ist. Es ist »Heilmittel**, also 
wie &sljs(> auf den Wein übertragen. Der Wein heisst 
auch direct »C5 Tabari III. 902, 12. Durch eine ähnliche 
Metapher ist auch ^^%JUL^ Mu'^arr. 55; Tab. III. 951,7; 
Jaküt II. 184, 14, das schon die Araber als fremd er- 
kannt haben , ein Name des Weines geworden. Zu Grunde 
liegt x^^^poc in der Bedeutung »Schleimsuppe**; in »^^''"^ 
ij»ijsöJA aber mochte ich nicht, wie die Araber (Mu^arr. 

1. 1.) das letztere Wort als i^iXS i sondern als ^o'vSpo« 



1G4 
»Graape** fassen. Das Ganze mag ursprünglich eine Genitiv- 

f m 

Yerbindung gebildet liaben;^jM^^Jü^ 'iüaJ^ >Graapenweizen*\ 
(»Weizengraupen*' wäre allerdings sachgemUsser). 

Es giebt ferner eine Anzahl von Wörtern im Arabischen , 
denen von den Lexicographen die Bedeutung »Wein** ge- 
geben wird, die aber bei genauerer Untersuchung nur 
WeingefTisse bedeuten. 

Das häufigste dieser Worter in alten Gedichten ist wohl 

vJils 'Alk. 13, 40; Bekri 91, 4; Ag. XVI. 40 paenult; 
Agfini III. 75 , 3 a. f., das nach einigen Arabern den Wein 
bedeuten soll, weil er den Trinker zittern macht, zur 
Wurzel UlSjS »zittern** i) als Verbura Kamil 136, 14. Es 
ist aber augenscheinlich nichts, als eine Übertragung des 
Behältnisses auf den Inhalt und übernommen aus KnSplp 
und syr. U..2^r-s ^). »Schädel» Schaale/* welche Begriffe 
in verschiedenen Sprachen in einander übergehen. Vgl. testa 
tete , xs^x\>i sanskrit kapala und im Arabischen selbst ^_^5^« 
nach Ibn Dor. ir{^-a/-t&'^ti^. 31, 4a. f. »Schaale**und »Schädel**. 
[Eine Ableitung von S^3p^^5 ist ?Öp*lp. Damit ist wohl 
KSKpu^xXoc, das Reihig das homerüclie Epos etc. p. 131 fremder 
Herkunft verdächtigt, identisch, wenn auch die Bedeutun- 
gen nicht ganz genau stimmen. Das jüd. Wort wird als 
»Schädelhaut** erklärt]. Echt ist von diesen Wörtern wohl 

^■j*. ^ (jrauh. s.v.; ^AIlj:. 13, 37 als Metapher von dem 
mit einer Schnauze versehenen Kruge für den Wein (so 
Fleischer mündlich) T^r. 14, 9; Näbiga Append. (Ahlw. 
p.l77) 58,5 a. f. 

In der Bedeutung »Nase, Schnauze** (wohl Weiterbildung 



1) So die Note im Sihäh t. v.; Gaahari selbst renrirft diese Erklärnog. 

2) Davon iSsüS BekH 160, 4. ErkUmngd«>s Kloster Karkaph |>>1»^ ^ 



findet man Bekri 365, S a. f., wo auch x*..^W> als Trinkgefou aus dem Ha- 
dlt belegt wird. 



165 

aus DC2P) ist das Wort auch im Aram. üblich ; vgl. *Arüch 
8. V. Dimn, der da» Arab. 0112*13 = ry^j^ anzieht. 
4>J»lj bei Cvauh. und Gawaliki unbelegt, bei Eufami im 
v^^^JUJI wUT (Cod. Lugd.) : 

>iäie haben ihnen verpichte Thonfasser anvertraut, yon 
dunklem Aussehen, die einen Lehmburnus anj^^ezogen hat- 
ten** wird schon von Gauh. als fremd bezeichnet, da es 

mit der Wurzel 4\J% (jS* 4Xaj\I zu hebr. HpH) »schlafen** 
augenscheinlich nichts gemein hat. Es ist übernommen aus 
K*11p*1 (Bedeutung nach dem Arabischen festzustellen, 

Sabb. 127*2,) welches nur noch ^Arüch s.v. erhalten hat; 
unsere Ausgaben lesen dafür das häufigere Wort ^lIpH. 
Ich vermuthe, dass auch Nedarim 5l\, wo unsere Agg. 
Sllp^l haben, dasselbe Wort vorliegt ; das parallele ^3pTp 
erklart ^Arüch selbst durch nyTO. Das Wort hat auch 
im Aramäischen keine rechte Ableitung und ist vermnth- 
lieh persischen Ursprungs. Einige unklare und unmögliche 
Etymologieen hat Wetzstein Ztschr. für Ethnologie 1882. 
p. 464 ff. zusammengestellt. 

^^^i: ZuL 1 , 32 ; ^amäsah 556 , 20 ; Näbiga sappL to 

the Append. 59, 1 (Ahlw. p. 112); Jätfiüt II. 890,4;in. 

666 , 1 9 (wo {j4%Uy «in lilZ) fordert) ; Gauh. s. v. Lt wird 
von den Arabern selbst schon als fremd bezeichnet. Es be- 
deutet nach (jrauh. zunächst den »Seiher*' dann das "Weiii- 
gefass überhaupt. Die Wurzel ^U (med. ^) scheint im 
Arabischen zunächst »glänzen** zu bedeuten, daher ^^I 
»Hörn** mit umgekehrter Begriffsentwickelung, wie b« 

hebr. ]^;^ und pj5 (auch ^J »Hörn** und »Strahl"). 
^C% »Halle** daher yjSsKs =i ^otxoi Elia bei Lagarde 
Praeterm. 19, 17 ist persischen Ursprungs. (Die Bildung 



166 

ist wie bei h an Jak = (^(>aV) 0^5) »Vorhang", daTon 
,jj^ Amrk. 40,32; Div HuJ. 134, 10. Mit allem diesen 
bat i««^'; nichts zu thun. Es bedeutet aber genau dasselbe 
wie die ^p^ll der Aramäer ^Abodah Zarah 75*j3. Dies wird 
von ^Arüch als >>Seihkorb** erklärt Es scheint mir nun nach den 
sonstigen Aualogieen sicher, dass [^mJs von den Araroaem 
entlehnt ist. Die Bildung ist ja auch durchaus aramäisch. 

Hiervon natürlich ist dann ^1% »seihen" erst denominativ 
abgeleitet. Das Wort findet sich auch bei den Persern 
Vullers II. 13, 60 ^J. t^CL (auch vom Weine »fein") 
und ijft«\- Diese aber werden es erst den Arabern entlehnt 
haben, und die Bedeutungen » reiner Wein" und »fein" (vom 
Weine) können als metaphorische Ausdrücke sich aus 
der Gnindbedeutung sehr wohl entwickelt haben. Auch 
sind Missverstandnisse bei Lehnwörtern grade sehr leicht. 
Der beste Beweis für aramäischen Ursprung ist, dass es im 
Aramäischen auch eine sehr gute Ableitung besitzt. Es ge- 
hört zu p)*^ »ausleeren" (Wurzel pH); der Seihkorb oder 
Erug ist darnach benannt, dass durch ihn der Wein durch- 
geleert wird. Es ist also dieselbe Wurzel, wie Arab. yjU 
med. ^. 

Interessant ist es, zu bemerken, dass ^L »klar sein" (vom 

Wein) nach der ursprünglichen Bedeutung von ^Jf!r» Glanz" 
sehr wohl echt sein kann, wenn auch möglich ist, dass 

die spätere Entwicklung von [j^J\ [jis auch ein Deno- 
minativ der ersten Form geschaüen hat. Wie man den 
Wein durchseihte, lehrt uns ein Vers ^Alkamas 13, 42 

l»ytJU ,jL2XJI Ly^ (^<Xajo. [Über ^^JJ aus ^.IjLi = jüd. 
\!3S"1£) pers. pandäm vgl. schon De vocabulis etc. p. 3]. 
Noch eine andere Bezeichnung des Seihgefasses scheint 

aramäischen Ursprungs , &JL^. Ich habe dafür keinen Be- 
leg ; da es aber von Ibn Doreid überliefert wird , so ist an 



IG7 

der Richtigkeit nicht za zweifeln. Im Arabischen hat es 
wiederum keine Ableitung; die Wurzel bedeutet »tonen'*, 

»knarren** zu /Ä /S oder »stinken**, daher sJua »Leder" 
jüd. S^!f , auch svr. U»; vgl. Opnsc. Xest. eil. Hoffmann 
p. 87, 18 und Nüldeke dazu ZDMG. Bd. XXXV. p. 497. 
Unser Wort aber ist übernommen aus )ALwo Bar Bahlül 
bei Payne Smith s.v. ^hz) [Barh. gr. I. 33,8; Overbeck 
49,20 Nöld.] und gehört zur aram. Wurzel »lautern'*, die 
auch im Jüd. aram. sehr üblich ist (rgl. ^Arüch s. ▼. /V 
I; Low Aram. P/iittu. p. 90) auch meist vom Weine ge- 
braucht. Ein drittes Wort Jl^lmu« soll nach Ibn Doreid 
jemenisch sein. Da aber IL^^ als »Seiher** durchaus üblich 
und ein zufälliges Zusammentreffen schwer anzunehmen ist, 

so ist es als aramäisches Lehnwort anzusprechen. JiioJt 
ist dann denominativ. Es gehört zu /HIS^ »tropfen** Jdmä 

78«» Mitte =\--k. 

Schon in der Form zeigt seinen aramäischen Ursprung 
S^b »Becher'* Zuh. 9,7; 'Alle. 13,41; Divän Leb. 132, 

12; Jät:üt IL 180, 3; 538, 8 (A'äa). Es ist syr. ha^ 
nur ProY. 25, 11. Im Jüd. aram. scheint es auch zu 
fehlen ^). Es ist zunächst »Schaale** und leitet sich wohl 
von r^ »ziehen" ab, also »Zieher'*. Zu vgl. ist rielleicbt 

gl^ ron ^^. »Heber**. Für die Sicherheit der arabischen Tra- 
dition erweckt es ein günstiges Vorurtheil , dass Gaub. an er- 
ster Stelle »Schaale'* als Bedeutung angiebt. Ob'Abdd. Zar. 88^ 
für »Ui:3, (das man eventuell von 1233 = Cp^ (vgl. Nöl- 
deke Mand, Gramm. b4) ableiten könnte) *X"T^31 zu lesen 
ist, wie ich De vocabulis etc. p. 15 vorgeschlagen hab6| 



1) DtM et sich io den Proverbien auch im Targüm ftndtt, bedtatct BAck 
dem Charakter dictes. bekaonilich «ui dem S/ritchen übemommenea Werket 
nirhtt. 






*:*> rvv^r^,-.-- :, \ :i68 



v"^V.-' 



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-»r- ' •. V. 



^"'?- •':*■■■■■• ^ ■ • - *■ . 

v-> ^'vii. möchte ich| da aucli 1?^^ nur sehr selten za seiu scheint 

nun nicht entscheiden ^). -^ 

Der Wein wird im Oriente auch jetzt noch in Thonfas- 
sem aufbewahrt; auch mehrere dieser Namen sind entlehnt. 

Zunächst ist SjuL^ »Fass** (Be^ri 91 , 4) zu nennen. Im 

Arabischen erregt Befremden, dass man &ajI^ und iZjl^ 
schreibt. Dies Letztere beruht gewiss auf etymologischer 

Voraussetzung; man wollte das Wort mit Ix^ »verbergen** 
Divän Hud- 28, 6 zusammenbringen. Es ist aber gewiss 
aus U^^<- ttn^3n übernommen. Dasäthiop. habäj (Dill- 
mann 602) ist wohl erst Lehnwort aus dem Arabischen. 

Ob das aramäische Wort in der That zur Wurzel Ls.= 
hebr. KSn »yerstecken** gehört , ist deshalb zweifelhaft, 
weil dieser Stamm sonst im Aramäischen nicht vertreten 
scheint. Mi^nisch H^SH ist wohl auch erst aramäisch , nicht 

hebräisch. Si^Kf ^)'*^9 RaI-^L? sind ebenfalls übernommen. 
Gauh. erklärt SLuL^ durch pers. ^.>^ (s. y. u^ und \j^ ; 
dafür ist zu lesen y^r^ ; ygl. Mu^arrab. 54 , 1. 3 ; ib. lies 

LWlö-1 wie auch Ihn Dor. in der uamhara (Cod. Lugd.) hat. 
Ein aramäischer Name ist auch ^ Ibu Dor. JTtt^ 
i^tii^. 232, 10, das, wenn es echt arabisch wäre, nach dem 
Lautverschiebungsgesetze Jm«^ oder ijm%^ lauten mösste, 
gegenüber hebr. ^^T\ (mit aramäischer Orthographie HIO'Vl 

Jerem. 19, 2). Dies findet sich mit der Bedeutung »rei- 
ben** (vgl. 1, Aif^ T Lrr^ ^^^ T^x. Kit^al'üttlj:. 181,4 

1) Im Armb. nsd die Bedeoiangen der Wonel (X^ folgendermeasMa ib- 
niordiieii: n *^^3 «hoch** •▼orn** gehört %X^Vi »eiegeii*' «X>Ü »m Hülfe koai- 



« > • « 



men** sXS^ .ttark tein** uX:^ «Hochland*^; dann sa |^ [ath. na gada] 
iX^Vi «neheii**, TomSchweute »hemnterlaiifeii** (?gl. vJ$j^ luid ^'O >^^^^ 
mit geiogeDem Halw; OL^U »Riemen*'» wie v^|jO. 






169 

a. f.) in der That im Arabischen. Es ist also aus KD^H 

(Lu**^ = JtriD*n Jaküt) entlehnt. Zu trennen ist natflr- 
y 

lieh davon gänzlich (j*#yÄ. »taub'' zu S^in l^H^ 

Ein ähnliches Thougetuss araniili.schen Ursprungs ist ^^i> 
Mu^arr. 72; Bekri 91, 4; Tab. III. 371, 9; Kaniil 460, 

7; ib. 485,5; Divan Leb. 09, 1; Juküt IL 180,4;Agam 
V. 47, 13 entlehnt aus K31 nicht selten im Talmud, (da- 

T - 

ron abgeleitet *S3n »Böttcher" Kiildusin 70»>) im Syr. U?» 

das nicht etwa aus dem Arabischen dahin gewandert ist, 
wie neben dem Jiid. aram. auch mand. 5<3S*1 Sidr. R. 134, 
11. (Xöld.) lehrt. Kaum möchte es gestattet sein, das ara- 
mäische Wort noch weiter au tliia anzuknüpfen. 

v.aJL^ stelle ich direct zu N3/^3 ( Arüch); es bedeutet 
nach Abu ^Ubeid bei Gauhari »das leere Fass"; diese Art 
Synonymik ist aber nur mit Vorsicht aufzunehmen; eine 
Reihe solcher angeblicher Untei*scheidungeu lehrt Ibn Eo- 

teiba im Adab-al-Kätib Cod. Lugd. 54 1 , 7^'". 

Noch nicht als aramäisch erkannt ist auch O^L^ ein 
Thongefilss, dessen fremden Ursprung man schon aus der 
geringen Ausbildung der Wurzel im Arabischen schliessen 
kann. Es ist = i^^ (jüd. S<3Vn schon Eelim 1 , 2) wo- 
neben auch i^y^ — (über die verschierlenen syr. Formen 
vgl. Payne Smith 564 s. v. 11^) — mit einer bei einem 
Fremdworte nicht auffälligen Verschiedenheit Es stellt sich 
ferner unmittelbar zu bibl. ar. ClDH. Welches die ältere 

aramäische Form ist, kann einigermaassen zweifethafb sein; 
jedesfalls haben sich die Zischlaute den Labialen in Bezug 
auf Härte resp. Weichheit assimiliert Die grössere Wahr- 
scheinlichkeit des Prius hat wohl ^DH für sich. (Äthiop. 
sah ab Dillm. 1205?) 

Allem Anscheine nach fremd ist auch der Name Riys^ 



für »Weinfasa" (belegt bei Gauh. 3. t. ^-h^). für «las ich 
keiae AbleituDg weiss. Mit \^ winl es woiil nicht zu- 
sammenbängeD; ob aus Ui.. PSni. 1)33 V Nicht gut ■lenk- 
bar wäre ein Zuäammeahang mit j^ J^ » Furbe", wiewohl 
einige der betleutuageii lUrect auf >Farb)f" hinzuweben 
scheioen. — _'.« uad n'~~^ -t- kenoe ich leider nur aas 
Freytag. Ich glaube kaum, das* die io 'jeseu. Hdwb. IX. 
p. 710 gelehrte AutFassun^, won;xeh <la3 Arabische dieses 
Wort aus dem Persistihen und das P-.-rsische aus dem Ara- 
mäischen iJ— sL. empfaugeu hiibe, die richtige ist. Viel- 
mehr wird &l»l.^ direct ans dem aram. Nn^niT* (also 
1->A'*^, mit oberem Punkte) entlehnt sein . unter Ajilebnung 
au die grade vom Weiue häutig gebrauchte Wurzel — j.^ 
»lauter sein" (daher — -'C-e >lauterer Wein"j. Daraus ist 
dauQ das persische ^^(«.^ eallehnl. Ob zu derselben Wur- 
zel (mit Assimilation des Zischlautes au die Liquiday auch 
Ij»* '' .] gehört? 

Gewi=s aramäisch ist auch äjLi >Weiiikrug" Näh. 24, 10; 
Plur. j^_ Jälfflt IV. 421. 19 und öfters. Es ist aus li^;.^ 
Plur. li— (Op. AV«. ed. Hoffm. 121, 17; Barhebr. (Martin) 
33, 2; Kai. und Damn. ed. Bickell 55. 2; Elia Lagarde 
Praeterm. 39. 84): SPTlp (Belege im 'Änlcb s, r. 7p VI.) >) 
entlehnt. An unsere aramäischen Wörter klingt cululhu in 
»Dives et aureus tuercator essiccet calnllU vina Sura repa- 
rata merce" Boraz Oden I. XXXII sehr an. Es scheint 
mir in der That, dass dies lateinische Wort, trotzdem ea 
an oileu», xeiAdt u. s. w. anscheinend seine Verwandten hat , 

1} Vgl. tacb LcTT T^^b. II. 3an Sciai TnnDaa^ i>t ibcr uamöjl^ch Ei 
;icU kciain äinxular muc. gen HVp vta-Jtin MTlp h>l wir iir ] ' ''i*; - 
tiun BiiiDlithtii Plonl. gfhuri ilw ii> ita htt Nüldckc Syr Grtmm. ) 31 

tuf^fubAeii U,}rlcra. B^b ia'-;l'Jb 7lb inil übiij'!» KPT^ nlFhl -kruc'- 
lOBilero .Tuehe"" beii»«lfn. Kati tjlunirri e» liurcb 'j'3'Vl unJ 'I?13 .Ul^»". 



171 

aus dem Semitischen entlehnt ist. Denn eine fast identische 
Form findet sich in der Misnah Parah 3,3 als 7 7p , von 
Hai durch ri^IH uud -3 erläutert. Kaum wird gestattet 
sein, damit weiter liebr. Tivü zu combiuieren, da *?^p 

selbst zu dem Yon der Misnah bewahrten althehnlischen 
Sprachgute zu gehören scheint. Damit hat H* 7^p > das daneben 
bei ^Arücli aufgeführt wird , niclits zu thun. Rs scheint zu 
xx?.:v =z Us^ Gast. 783 zu gehören , das wohl auch das 
das erste Glied des tluiiklen HD^S'^p > Hüftbein" bildet. 

^tr 'Alk. 13. 38; .Vsa bei Jaküt IL 538, 7 (öfters 
bei den alten Dichtern) fällt schon durch sein unmotiviertes 
Hamza gegenüber l^is ^^3 auf und wird erst aus dem Ara- 
mäischen entlehut sein. Es fehlt auch im Äthiopischen. 

Über SLa^L ist bereits p. 73 gehandelt worden. Ich be- 
merke hier nur noch, dass daneben kein iULu (Gesenius 
Hwb. IX. p. 4 s.v. DTri2!2S) vorkommt und, wenn es exi- 
stierte, keinesfalls Beweiskraft für jenes hebräische Wort hätte. 

Nicht ganz klar ist mir g^bf Jäküt IV. 421, 17, das da 
nicht gut »Waschbecken** bedeuten kann. Zu dieser Bedeutung 
gehört aber wohl äthiopisch adawa Dillmann 801, Deno- 
min. von edäw »Schmutz**, ^v »Schlauch** ^amä9ahll; 
Bekri 539, 10 a. f. (nicht selten) im Arabischen ohne Ab- 
leitung (denn f^\ ist erst denominativ) halte ich, da es 
ein Weinschlauch ist, für entlehnt aus Kp^T ^Arüch s. v. 

pT III; sjr. Us]. Ein Zusammenhang mit Xp^T »Wind** 

(^Ar. s. V. p? IV) Iä^], woraus ^^v MuWr. 77 entlehnt ist, 
ist schon formell ausgeschlossen. 

Man liebte alten Wein , daher der Name \JjX£. fdr Wein 
überhaupt: vgl. 'Alk. 13, 38. 'Ant. Mu'all. 20; Amrk. 
17, 5: Jäküt II. 220, 10. Man trank ihn am Häufigsten 
gemischt mit Honig und Wasser Kamil 73, 17; zur Hälfte 



172 

mit Wasser Amrk. 17, 9; Kamil 26, 11; Bekn 361 ult.; 
Tar. Mu'all. 57; Koran 76, 17; Bekri 163, 7; Tab. I. 
752, 17; Agäni II. 34, 8 v.u. — Das technische Wort 

dafür ist dasselbe, wie im Aramüischeu, numlich ^Ct* 

Dies ist gewiss erst deuominativ von --fCo» welches ge- 

nau aramäischem U^}^ entspricht. Es bezeichnet ursprüng- 
lich den Zusatz an Wasser, dann die ganze Mischung. 
Im Jüd. amm. bedeutet Sr!2 direct »Becher Weines" 

Levy Nhbr. Wtb. 111. 62. Vgl. auch UV,>1^ als Flüssigkeits- 
maass Lüw Aram. PjianzA&l. Anm. DerWeiu wurde aber auch 
ungemischt (akpxtsc) getrunken. Ein vorislamischer Dichter 
sagt: »Und ich kam in die Kneipe und gab ihm den Mor- 
gentrunk von altem ungemischtem Weine , der nicht ge- 
tödtet wurde" Agäni XIX. 93, 13. Später bedeutet yt 

mischen überhaupt. »Den bitteren Tod zu kosten ist süss, 
wenn wir ihn gemischt haben mit rühmendem Geden- 
ken" Kämil 542, 14. [Das Gegentheil von ^\y9 ist 

ol^ der lautere Wein]. »-fL« im Sinne von »Tempera- 
ment" ist dann selbst gelehrte Übersetzung von l-*^!^^ 

•• 

xpiffii bei Ärzten und Philosophen. Vgl. Kuhn LitteraturbL 
für Orient. Phil. I. 413 »)• 

Ein aramäisches Wort ist gewiss auch der Name der 
Kneipe vL^li T^r. Mu'all. 74; Kämil 459, 2; Agäni XIX. 
93, 13; XV. 33, 2. Vgl. Agäni XVI. 47,2. 
^^^öJt LjAi gLo ^f ^l^t ^^ abU ^ va^bUülj 
[davon sliU. 'Alk. 13, 38] nämlich »min U^il, das 
man gewöhnlich zu pers. ^L^ stellt, das aber wohl rich- 
tiger mit Nöldeke [mündlich] zu hebr. Hin r\irV2 u. s. w. 

zu ziehen ist. Als Weinkneipe gilt speciell KnlSH Bäb 



1) Das Mitchell heistt auch wohl -rärben** v^ ^V" 26U, 4. 



173 

Me?. 60*; "Aböd. Zar. 31»», 15 davon Pesüchim 110»», 16 
njtljri; in der Misnah ^313n (so zu lesen für gew. *31in). 

[Was ijy^)\ aulanijt, so hat sich neuerdings noch Guidi 
nach Geseuius' Vorgange dafür ausgesprochen , dass es se- 
mitisch sei, ich glaube, zu Cnrecht. Da wir im Aramüischen 
das reguläre Laut'lquivaleut von hebr. ^^vT als ^i-^ »flech- 
ten", jiid. 31D = y^ > verflechten" haben, so Hegt kein 

Grund vor, hier eine überdies ganz ungewöhnliche Neben- 
bildung aus eben tlieser Form anzunehmen. Im Übrigen 
hat doch auch das Arabische . in dem es noch iu der Be- 
deutung >rothe Farbe" vorkommt, noch deutlich eine Spur der 
urspriinglichen Bedeutung erhalten. Vgl. ijauh. s. v. ^^%^^\. 
ilau denke auch an U^-^]^ Lagarde Ges, Abh. 81], 

Ich erwähne zum Schlüsse noch zwei aramäische Namen, 
die sich auf den Weinbau beziehen. SjJIv> im Sinne von 
»Weinrebe" Dozy I. 469 ist zweifellos aus ^^^*?"^ I^laL? 
Low 88 entlehnt. — Ebenso ist •jfjio »^las Holz, das in 
die Erde gesteckt wird , damit sich die Rebe daran empor- 
ranke" .Jäküt II. 580, 15 entlehnt aus Ipn Wajikrä Rab- 
bäh Sect. 12 Mitte »dieser Weinstock, der gestützt wird 
mit soviel Stäben und Stützen" (jnpn). Dies letztere 
scheint in der That icxJipiov »kleiner Stab" zu sein. Die 
weitere Arabisierung braucht nicht aufzufallen. 



HANDEL UND VERKEHR. 

Der alten Welt galt Arabien als ein Wunderland roll 
köstlicher Pflanzen und Gesteins. Es war das Land der 
Gewürze und des Goldes. Gen. 36, 25 tragen die Ela- 
meele der Ismaeliten »Würze , Balsam and Myrrhen** nach 



174 

Ägypten. >Säba*s nnd Ra^nnVs Kaufleute sind deine Hundler; 
mit allem köstlichen Gewürz uud jedem Edelstein und 
Golde tauschen sie ein deine Waaren** sagt Ezechiel 27 , 
22 zu Tyrus. »Uud alle Könige Arabiens brachten Gold 
und Silber an Salomo**. II. Cliron. 9, 14. Die Königin 
▼on Saba kommt zu Salomo mit Kameelen, die Gewürze, 
Gold in Menge und edles Gestein tragen (ib. v. 1); »und 
nicht fanden ihres Gleichen die Gewürze , die Sabsis Königin 
dem König Salomo brachte" lib. v. 9). 

Aber der Besitz und Erwerb dieser Herrlichkeiten war 
mit grossen Gefahren verknüpft. Schreckliche Schlangen be- 
wachten den Weihrauch (Herod. Hl. 109); gewaltige Vögel 
die in Sümpfen wachsende Kasia (ib. 110); gefahrvoll war 
die Gewinnung des Kinnamomon (ib. 111) mühevoll die 
des Ladanon (ib. 112); so die Märchen, die die schlauen 
Araber den Fremden erzahlten, um sie vom Eintritte in 
ihr Land abzuschrecken. Doch der grosse Macedonier, der 
halb Asien sich unterworfen hatte, konnte dadurch nicht 
abgehalten werden , seinen Blick auch auf das schätzereiche 
Arabien zu richten. Aber über den Vorbereitungen zu ei- 
nem Zuge dorthin ereilte ihn der Tod (Strabo Lib. XVI. 
785). 

Nicht spärlicher wird der Preis Arabiens , als es mit der 
Ausbreitung der römischen Macht in das helle Licht der 
Geschichte eintritt. Von den Schätzen der glücklichen Ara- 
ber spricht schon Horaz I. 29 zu Iccius, der sich der Ex- 
pedition des Aelius Gallus angeschlossen hatte. Wirklich 
scheint der Gewinn der kostbaren Gewürze und Steine 
Arabiens in erster Reihe die Veranlassung zu jener Expe- 
dition gebildet zu haben. Denn so wie Strabo, der über 
jenen Zug besonders authentische Nachrichten hatte, (Lib. 
XVI. 785) sagt: »Es war aber auch, dass er (Augustus) 
hörte, dass sie im Besitze der ausserordentlichsten Schätze 



175 

waren , indem sie ausser ihrem Golde und Silber noch die 
Gewürze besllssen und auf die prächtigste Weise lebten , 
von Aussen aber nichts empfingen** so äussert sich Plinius 
Nat. Hist. XII. 84 mit nur wenig verhehltem Grolle, »dass 
diese so reichen Völkerschaften für die ungeheuren Geld- 
summen , die sie von Itümern und Parthern bekommen , 
ihnen , was sie aus dem Meere oder den Wäldern gewinnen , 
verkaufen , selbst aber nichts von ihnen kaufen**. 

Allerdings hielt das Altcrthum Arabien für die Heimath 
mancher Producte, die es in Wirklichkeit nicht erzeugte, 
sondern nur vertrieb. Die Süd-Araber hatten schon früh- 
zeitig die günstige Lage ihrer Halbinsel, dem Bindegliede 
zwischen den drei Continenten der alten Welt, zu ausge- 
dehnten Handelsverbindungen benutzt. So kam ihnen z. B. 
der Zimmt, den die alte Welt für eines der werth vollsten 
Producte Arabiens hielt, erst aus Indien zu ^). Auch als 
um die Mitte des 1 Jahrh. n. Chr. die Schiffe mit Benut- 
zung der Monsune direct von Ägypten nach Indien fahren 
konnten (Mommsen Römische Geschichte ^ Bd. V. 617), war 
Arabien, wie uns der Periplus maris erythraei') lehrt, am 
Welthandel noch lebhaft betheiligt. Ein Theil der Pro- 
ducte Jemens ging noch immer auf dem Landwege durch 
die Wüste nach Norden, wo Palmjra, der grosse Stapel- 
platz arabischer Waaren (Plinius 36, 17, 1; vgl. NHE^S 
KQ*03 = fiijpG¥ im Steuertarif von Palmjra) und Damascus 
sie in Empfang nahmen. 

Der directe Verkehr mit Indien scheint späterhin aber 
nicht mehr so sehr bedeutend gewesen zu sein. Man 
findet wenigstens seiner kaum seine Ehrwähnung in der Lit* 

1) V^l. SchumaoD KriiiscAg ümtertuekuuytm Hier dis ZimtUimdsr. (Ei^n- 
zangihett N» 73 zu .PctermaDni MiUheiluo^eo"). Gotha 18H3. 

2) Ceber die Abfatsuai^cit vgl. jetzt t. Gutachmidt io Eutiag yabmtäiickt Im» 
scArißcH. Berlin 1885. 



170 

terator der Araber, nur ein Vers des Lebid (Divän 65, 14) 
spricht von dem Schiffe des Inders, der dessen Leck ver- 
stopft hat mit breiten Tafeln. (Später bei Garir Bekri 131, 
4; Mufaddalijjfit 15, 3V). 

Dagegen blüht, seitdem die Perser in Jemen and Hira 
festen Fuss gefasst haben , ein lebhafter Handel mit Persien 
auf, der den indischen verdrilugt zu haben scheint. So 
viel aus den Njichrichten der Araber klar wird, hatte der 
Grossküuig den Handel mit Arabien zu seinem Monopole 
erklärt. Er entsandte eine Karawane, die, sobald sie d<is 

arabische Gebiet betrat, einen Beschützer |wui^ ist dessen 

technischer Name Bekri 732, 12 u. 16] braucht, um auf 

dem Wege durch die Wüste sicher zu sein. Der ^gs ist 

gewöhnlich ein sehr angesehener Mann, der die Stämme, 
die die Karawane zu passieren hat, durch sein Ansehen 
im Respect halten kann oder sie durch bestimmte Leis- 
tungen gewonnen hat. Nicht immer geht es natürlich 
ohne Fehde ab, so wird Kisras Karawane von den Temim 
angegriffen Bekri 476, 11 a. f . Eine solche Karawane, 
die Hau(]a ihn ^Ali durch Jemäma geleitete, führte w^uJbf 
[natürlich ist nur an Moschus zu denken, denn andere 
Wohlgerüche aus Pflanzenstoffen hatte ja gerade Jemen 

in grossen Massen] ^) und Cj ^). Eine mit Oewürzen (w^jl^) 
und kostbaren Kleidern beladene Karawane heisst iUJai 
Amrk. 17,7; Ibn Hiääm 430,6; (AgdniXIX. 75, 9) nicht 
selten in den alten Gedichten. Da man kaum daran den- 
ken kann, dies Wort von JJ = |ftjJ »schlagen'* abzuleiten, so 

bietet sich höchst ungezwungen QU^ und Llc-?'^ (Low 



1) Auch roD Aden, wo die 4jot Jen Zehnten nahmen, wurde nach allen 
Richtungen Moachus exportiert. .Ta*kAb! (ed. Hoatsma) I. 314, 6. Dorthin 
kam er aus Penien. 

2) Hier wohl persische Prachtkleider. 



177 

Aram. Pjlanzenn. 70 unten) zur Vergleichung dar. Die 
Bedeutung »wobiriecbendes Harz** \nrd nun durch das 
Arabische deutlich erwiesen. Gewiss hat auch ein arab. 

jV^^ in derselben Bedeutung existiert; es ist aber verloren 
gegangen, und nur in g»^f^y zeigt sich noch die Spur davon. 
Wenn Axfifjtvxv nicht in zwei von einander unabhängigen 
Stellen vorkäme (Strabo p.778,Agatharchides (Müller) L 189), 
so würde ich es vermuthungsweise mit Änderung des dritten 
Buchstabens dazu stellen. Eingetauscht hat diese Karawane 
neben Led»»r wohl die zwei Hauptprodukte, die von Afrika 
nach Arabien gebracht wurden : Elfenbein und Sklaven. 
Sie wurde auf arabischem Boden zunächst von Kisras Statt- 
halter in Bahrein empfangen, dem auch die Pflicht oblag, 
den «ju^ zu besorgen. So wie Eisra , so machten es auch 
die ihm untergebenen Könige von Hira, die, selbst arabi- 
schen Stammes, wohl leichter die Beziehungen zu ihren 
Nachbaren in der Wüste aufrecht erhalten konnten. Nomi- 
nell waren ja die Stämme, die in ^ira*s Umgebung wohn- 
ten, dem Nu^man untergeben; das hinderte aber natürlich 
nicht, dass sie, wenn sie sich in irgend einer Weise von ihm 
gekränkt glaubten , gegen ihn revoltierten. [Jenes System 
ist in der Wüste im Grunde genommen noch heute üblich. 
Die türkische Regierung zahlt den Beduinen, die die Pil- 
gerkarawane angreifen könnten , beträchtliche Pensionen 
(Rob. Smith, a journej in the Hejaz III. The Mecca 
road). Der Serif von Mekka hat nun für die Pilgerstrasse 
eine ähnliche Autorität, wie ehedem die Könige von ^ira 
für den Weg, den die persische Karawane nahm. Aber 
auch heute when the roads become very insecure, it is 
generally the case or at least it is generally asserted that 
these payments are in arrears (R. Smith 1. 1.)] Mit unter 
brachte dies auch die Uneinigkeit in dem Hause des Statt- 
halters selbst hervor. Was Nu*män's Karawane, die in 

12 



178 

alinUcher Weise erst ibreu Weg nahm , wenn die Stamme , 
die sie passiert , alle gewonnen sind , eintauscht , lernen 
wir aus Aifini XIX. 75, 10: Leder ^), Seide [dies ist wohl 
ein Irrthuni, da diese in Hira billiger gewesen sein muss, 
als in West- oder Südarabien, wenn man nicht etwa an- 
nehmen will , dass die Chinesen ' ihre Producte damals 
selbst bis an die Küsten Südarabiens brachten]. Lederstrei- 
fen zum Zubinden der Schläuche, Schuhe, Kleiderstofte , 

uiimlich -^r-r ^ und ^1 (zwei Arten bunter, jenienischer 
Gewänder, das eine bunt trestreift. das andere bunt «^e- 
stickt) und adeuische Schuhe. Nu^man brachte vermuth- 
lich persische und indische Producte, Moschus, indische 

Schwerter (juLj^) und wohl auch Wein , wie Nabiga 27 , 
10 *) ausdrücklich berichtet. Aus dem Tribute, den die 
Araber der Wüste dem Nu'män , der immerhin , wie die 
Gedichte beweisen, sehr angesehen gewesen sein muss, 
alljährlich zu bringen hatten, lässt sich auf die Producte i 
die Nu^raiin bei ihnen eingetauscht haben wird, nicht 
schliessen. Er hatte von ihnen, wie Agäni L 29 berich- 
tet wird , einen jährlichen Tribut zu empfangen, »zweidun- 
kelrothe Füllen , welche ihm die Speise Hulam brachten , 
trockene und feuchte Trüffeln, je nach der Jahreszeit, ^t, 
Leder und die übrigen Handelsartikel der Araber**. Das 
für uns Wichtigere ist gerade im letzten Ausdrucke zusam- 
mengefasst. Die an erster Stelle genannten Dinge sind 
aber wohl nur symbolisch zu verstehen , so etwa , dass der , 
der dieselbe Speise genossen, wie die Beduinen, von ihnen 



1) Felle von Ziegen and Schaafen werden auch in unserer Zeit aus Arabien 
exportiert. Dougthv im Globus XL! (1882) p. 3. «Felle bilden (wie früher zu 
*Okuz) noch jetzt den llauptcxportartikel des lll^nz und in der Tbat den einzig 
bedent^ndcn Handel in Gtrdda."* Rob Smith (A journcy in the Ilejaz). Vgl. 
auch Jakilbl (Uoutsma) I. 280.3 a. f. ^, 

2) Bekri 18U, 7 a. f. wird der Vers auslubrlich erläutert; q'-^aI ist ge- 
wiss der Name. 



179 

jetzt geschützt wird , und wenn nicht er selbst es nöthig 
hat, alle seine Leute. Nu^man beschickte regelmässig den 
Markt von TJkaz mit einer Karawane, die der oberste 
Scheich von Mudar geleitete (Agani XIX. 75, 9). 

Aber auch unter den übrigen Arabern gab es Leute , die Ea* 
rawanen ausrüsteten und selbst Reisen nach Aegypten und 
Syrien machten , um die Landesproducte einzutauschen. 
XamcnHich der Stamm Eurcis hat sich frühzeitig mit der 
Pflej^e des Handels boschüftigt und aus der Verknüpfung 
religiöser und Handelsiuteressen in dem Nationalheiligthume 
zu Mekka grossen Nutzen gezogen. Die heiligen Monate 
dienen ebensosehr dem Handel wie dem Cultus; vgl. z.B. 
Kamil 202, 13, wo berichtet wird« dass die ia9\m^ in den 
heiligen Monaten nach Jemama gehen, um Datteln zu ho- 
len. Eureis wird direct als Eaufmannsstamra bezeichnet, 
»den Eureis den Eaufleuten". Bekri 385, 11, und Bekri 
695 ult. wird von einer Verbindung, die von Eisni bis 
zu den Eureisi tischen EauBeuten reicht, erzählt. In der 
That wissen wir auch aus der Lebensgeschichte Muham- 
meds, dass der ganze Stamm Handelsgeschäfte vorzugs- 
weise betrieb ; einzelne hatten weit von der Heimath in 
Syrien Besitzungen , so Abu SuQän , der in der Heidenzeit 
in der Balkä in der Nähe von Bostra eine Besitzung besass ^). 
Die Wege, die die Earawanen nahmen, waren sehr genau 
bestimmt, daher wird mehrfach bei Ortsbezeichnungen hin- 
zugesetzt: )>an dem Wege, den die Earawane nimmt**. 
Bekri 550, 4 a. f. Tagbär liegt an dem Wege der £[auf- 
leute (Handelsstrasse) nach Syrien. Be|qri 416, 8. 



1^ AjpL^U' JZ\ aber wohl nicht nar »i» der Ztit leiner Haodeltbefie- 
hiiogvn'* sondern auch mtctfftH seiner Handelsbeziehungen'*. Er wird wohl dort 
irgend einen Stellvertreter , vielleicht aach ein Waarenlager gehabt haben. 
Bcladori 129. C. 



180 

Dass die beaacbbarten cultivierterea Araraaer mit den 
Arabern in alter Zeit in lebhaftem Handelsverkehre gestan- 
den haben werden , lässt sich r^chon von vorneherein erwar- 
ten. Über das hohe Alter aber und die Stärke dieses Ver- 
kehres sind wir erst in der allerneuesten Zeit aufgeklärt 
worden <lurch <lie wichtigen aramäischen Inschriften, die 
Euting im Febr. 1884 in Teimä entdeckte und die Nöldeke 
(Monatsberichte der Akailemie der Wissenschaften in Berlin 
11 Juli 1884) entziffert hat. Da an eine ständige Ausie- 
delung von Aramäern im Inneren Arabiens wohl nicht gut 
zu denken ist, so ist diese loschrift mit den anderen uns 
ein Beweis, dass dort eine aramäische Handelsniederlassung 
bestand: eiue Anzahl Aramäer, die ursprünglich nur mit 
einer Karawane aus Ägypten nach Teima kamen, werden 
sich dort unter der arabischen Bevölkerung angesiedelt und 
von da aus ihren Handel mit dem ilutterlande betrieben 
haben. Die einheimische Bevölkerung , die von den Fremd- 
lingen Nutzen zog, hat sie gern aufgenommen; denn sie 
gab sogar, wie die Inschrift lehrt, Beiträge zu ihrem Cul- 
tus. Ich denke nämlich nicht, dass wir hier einen arabi- 
schen Cultus vor uns haben, sondern einen aramüischen, 
an dem sich aber auch das Volk von Teimä betheiligte. 
Auch aus späterer Zeit wissen wir von Handelsverkehr 
zwischen Arabern und Aramäeru. Besonders rege war ja 
der Handel der Araber mit Palmyra. Die grosse Anzahl 
arabischer Namen unter der palmyrenischen Bevölkerung 
weist ebenfalls auf Zuzug aus der Wüste hin. So manche 
Araber, die einmal mit einer Karawane Palmyra besuchten, 
haben sich dort sesshaft gemacht *). 



1) Oie Karatrane fuhrt im Palmyrenischen denselben Xamen, wie im Ära- 

blKhen ä^lJU- » xm'U^ De Vo-xue, Syrit centraU p. 8. Inscr. \ lin. 3. 

= \ *j - ^ jüd. Xn"^"«r. Im Aramdi*chen iit die Wurzel "^U* ..:rchon'* sonst 

nicht erhalten. Lehn^^ort au* dem Arabischen r 



181 

Auf dem Gebiete von Uaudel und Verkehr ist bekannt- 
lieh bei allen Völkern und in allen Sprachen der grüsste 
Rcichthum an Fremdwörtern , weil gerade der Tausch der 
Sachen auch den der Wörter bedingt ; wir brauchen nur 
au unsere eigenen Ausdrucke, die fast durchweg dem Ita- 
lienischen entlehnt siud (Bank, Conto, Scontro, u. s. w.) 
zu (Erinnern. Es «larf also nicht Wuuder nehmen, wenn 
auch bei den Arabern auf diesem Gebiete sich eine ver- 
hiiltuissmilssig grosse Anzahl von Lehnwörtern findet. 

Zuiiäthst ist der verbreitetste Xame des Kaufiiiaüns selbst 
ein Li'huwort. %«:^Lj hat Mehrfaclies au sich , was seine 
Echtheit bezweifeln lilsst. Zunächst bezeichnet es schon 
nach den Arabern den Wchihau/mattu (belegt mit eiuem 
Vei-s eines vorislam. Dichters Gauh. s. v ^su'« weun auch 
in der späteren Zeit gelegentlich (Kämil 336, 8) tjU^ 'r^^' 



gesagt wird) ; schon eine solche Beschränkung ist verdäch- 
tig. Dann ist die Wurzel so gut wie gar nicht entwickelt, 
und man sieht deutlich , dass nicht etwa «^Ij Particip tqu 
I^vJ sondern umgekehrt das Verbum denominativ ist. Das 
Hebräische und Äthiopische haben das Wort nicht; im 
Aramäischen ist es (auch palmyr. De Vogue Syr, Centr. Inscr. 
4 , 3) das beliebteste Wort ; Araraäer gehörten naturge- 
gemäss zu den ersten Kaufleuten , die die Araber kennen 
lernten ; nach allen Analogieen haben sie also auch dies 
Wort von ihnen geborgt. Eine kleine Schwierigkeit ist, 
dass man im Aramäischen nur KH^H ^r^^ kennt ; indessen 

es kann sehr wohl — diese Bemerkung verdanke ich Prof. 
Nöldeke — dialektisch im Aramäischen auch SHSH gebildet 

worden sein, und dies würden dann die Araber übernom- 
men haben. [Ir^^^ kommt selbst von r^v^t aus r^M 
von \'^ hier im Sinne von »Preis"; I— 9C-JJ im pl. |«Ii^^ 
ist direct von '^.}^] gebildet wie ]>^r,a^J pl. ]^ ü^. t^Ji 



182 

voa ' ü ^^A ^I. Vgl. noch rvl ib der Bedeutung >eriiau- 
deln" Gen. 30 , 16. Th. Nold.]. Es kommt für dies Wort 
noch in Betracht, dass mau der Natur der Sache nach 
einen »Kaufmann** im Sinne des X'^SH den alleriiltesten 

TT - 

Arabern nicht zutraueu kann, und dass nach der Beileu- 
tung Yon •^f nicht etwa dayon die Ableitung des Ver- 
bums IrSul anzunehmen ist. Bei den alten Dichtem ist 



^Ij nicht häufig ; Zuhair sagt , dass ein Lied nicht mehr 
zurück gezogen werden kaun, wenn es die Kautieute 
einmal zu den Wassern (wohl Triinkpliitzen) gebracht 

[und es da recitiert] haben. Dass der Plural yon w^U ^^O* 
gebildet wird nach Analogie yon s,.>äLö s^^ä^» was 
schon Gauh. anführt, beweist, dass das Wort yon den 
Arabern selbst nicht als iremd empfunden wurde , da diese 
Form des inneren Plurals sonst nicht eben häufig ist. 
SjLäJ »Waare" selbst ist dann yon dem Verbum gebildet. 
Dem Kaufmann zunächst steht der Geldwechsler. Wäre nicht 
die Existenz eines Wechslers bei den ältesten Arabern ziem- 
lich undenkbar, so möchte die Ableitung seines Namens 



.-o^ 



(Hamäsa 233 , 8 ; Gauh. s. v. Owö) yon owiö > wen- 
den" dann »wechseln" sehr bequem sein. Für das Arabische 
ist als Grundbedeutung gewiss »wenden" anzusetzen, im 
Hebräischen und Aramäischen ist daraus stärker »nach 
allen Seiten umwenden" geworden (aber wohl nicht »pres- 
sen" worauf nichts im Arabischen hinführt), daher dann 
»läutern" »reinigen" speciell yom Metalle (ygl. die Stellen 
bei Gesen. und Castell.); im Arabischen yom Weine olo, 

»lauter" (häufig); im Aramäischen SS^X sVa'^D »rein 
weisser Mantel" Sanhedrin 44» 31 , 32 [so lies mit Mrüch ; 
unsere Ausgaben S3nST N 73*1D ^) worüber gleich zu 

1) Ei wird ron der Glosse erklärt: W^X T*^^?^ T*^^^ ^^^^ (alume) .gefärbt 
(nicht mit sondern) anter Zuhülfenahme von Alaun.** 



183 

reden] als Erklärung von "»VaU^ nlna Jos. 7, 21; daher 

heisst auch der Alauu im Jüd. aram. ^}3^*1V (.<^o schon Hai 
zu Kelim Per. IL Misu. 1 ') als der »Weisse" [vgl. auch 
^Arüch s. V. ini]. Von dem BegriÜe »liluteru" entwickelt 
sich der BegriflF » Metall arbeit" überhaupt, und speciell der 
BegritF des »Lüthens"; so sind thatsilchlich einige der ron 
Arüch s. V. ?|'*.V III angeführten Stellen noch auf Metall- 
arbeit bezogen, daher heisst dann ?|^V (sehr häufig) ganz 

alli^emein »verbinden", vsjl. auch im Syrischen U-£^%I-s und 
].^-iJL£^jL5 Low Aram. r/huice}w. p. 32S und lOS: iJsJLc^J-s 
Mösinger J/owm/w. Syr. II. 10, 2, |J-— -^^ Elia in Lagarde 
Praeterm, 34, 38. Ins Arabische nun muss auch die Be- 
deutung »löthen" zeitig übergegangen sein, denn der Name 
des Blei*s ^^\ji^ kann nicht gut etwas anderes l^edeuten , 
als »Lüthmetall". Blau ist also ZDMG. XXV. p. 532 im 
Irrthume gewesen, wenn er es als »Bleierz" erklärte. Noch 
bedenklicher natürlich ist seine Zusammenstellung mit »ala- 
bastrura". Glücklicher Weise findet sich nun wenigstens 
in eiiier jüd. aram. Stelle der Ausdruck riT^f -) für »Geld- 
wechseln". Miinäh Ma^as. ^eni. Per. 4. Misn. 2. H^SD 
5]^V3 Xiny m03 «Sl L:13 ^ar.^w^ns^ »wieder Wechsler 
die ]^Iünze in Zahlung giebt und nicht wie er sie ein- 
wechselt d. b. in Zahlung nimmt ^). Entsprechend ist die 
Stelle der Tosephta (ed. Zuckermandel) 91,9. Es fi-agt 



1) S. V. V)J*Sj Ityrt ist areb. 2C^(« ^.^) eine Art Steine, die man in 
Wasser löst, beror man das Gewand färbt Dann gietat man es (das Alann« 
Wasser) in den Farbstoff und die Farbe geht dann niemals (sie) aos.*^ 

2) Natürlich kann unter diesen Umständen von einem Zusammenhang mit 
ji ^. V» ^ ^^rst Ableitung ron ^Ls^s^x, den Perles EtymoL Sttiä. 38 nnd 
Rubens Duval IrM/t de grammairt tyriaqut ^'il^ annehmen, keine Rede sein. 

3) Maimonidcs z St.: 0*^1) ist, was der Wechsler bezahlt nimmt, *^*^X0 ist, 
was er giebt. £r nimmt z. B. t'ur einen Sola' 25 und ^liebt, \venn er ihn wech- 
selt, nur 24. 




184 

sich nur, ob wir bei dem araniilischea Worte auch zu der 
sonst im Aramäischen nicht bekannten Grundbedeutung: 

»wenden" (daher z.B. «^Jjt o.wö der Wechsel der Zeit) 
zurückzukehren haben. Bedenklich bleibt iimnerhin, dass 

wir eiue dem arab. o«jy^ genau entsprechende Form im 
Aramäischen nicht haben; kann man an eiue Nebenform 
**SfiTS(V) (Nüldeke ManJ. Gramm', p. 122) für *liV. 

TT« • > 

denken? Ob etwa der Plural \^A>Xjua auf eine Grundform 

v •• 

^ol^jk^ (wie äLülä.) zurückgeht, die dann *X3TS besser 
rcflectieren würde, will ich uicht eutscheideu. li% selbst 
Üpusc. Nestor, ed. Hodmann 113,0 kauu nicht in Betracht 

kommen, da dies wahi*scheinlich erst aus sjll^ entlehnt 

sein wird. Die Form Ajui aber kann als fremd durchaus 
nicht angesehen werden, da sie sich in alten Nom. propr. 

(jUli Ihn Doreid Klt-al-litik. 233 ; 293 ; ^jji ib. p. 30 
y^y^)} uii^l in einigen ganz unverdächtigen arabischen 
Bildungen findet , z. B. jL^öIi Beiwort des Schwertes , Div. 

Leb. 133 ult.5 Hamäsa 360; Jt lj Ham. 123. Überdies 
kennen wir die nächst verwandte Form aus dem AÜiiopi- 
schen z. B. in Laitan. Aus dem Nordsemitischen ist ver- 
mnthlich die Form 7lt2^p (hebr. S^lo'p neben CTiSp) das 

Entsprechende; eine Form * |l ^ • r. kUdl scheint sich im 
Aramäischen selten entwickelt zu haben. Doch scheint 
ein Rest dieser Bildung noch erhalten in Nmin^t7 »Kohle" 

wenn es die genaue Übersetzung von OHS) Jes. 44, 12 

T V 

bietet, vielleicht aber nur »Schwärze" = *lln^l7 äabb. 104b ^j 

(Raäi CrOTTK = atrament) = I^s-üa (?) Gast 906 »car- 
bones" 0-^90-^ ib. »Vitriolstein" =jüd. »min2r 'Arüch 
s. V.). Als aramäische Grundform wird man hier s i h ä r 
anzusetzen haben. [Der Einfluss des R hat aber den vor- 
hergehenden Vocal verdunkelt (zu 6 resp. ü verfärbt), so 



185 



wie dies auch bei NllHi (bibl. aram.) = ASj geschehen 

ist. Dies zu ^öXdeke }faiiii. Gramm. § 101 Eude; XD^w^m , 

(las keincu Anlass zur Voräuderung zu bieten scheiut , ist 
als Aualogiebildung zu S*l1n3 zu erkläreu]. Natürlich ge- 

• 

hört alles dieses zur Wurzel irc^ -^schwarz sein'* (liebr. 
nnc*) ^ arab. ^^Lm* Daraus ergiebt sich mit Xoth wendig- 
keit, dass aucb arab. Sjj^sßui » desseu Ursprung Dozy I. 733, 
734 im Sanskrit sucht, aus Ij-k^^ »Vitrior* Cast. 907 
eutlehut ist. Natürlich ."«ind dann auch die von Dozv l. 1. 
augeführten persischen Formen s^sclm uml *LißUi erst 
Entlehnungen aus dem Arabischen, (%Lißui könnte aller- 
dings vielleicht direct auf das Aramäische zurückgehen) 
und wenn sski*. 9ekhara keine echte Bildung ist, was 
ich nicht beurtheilen kann , so wird es eben aus dem Per- 
sischen entlehnt sein. 

otwio ist aber vielleicht aus *l-s^, S3^V *) zunächst ent- 
lehnt und daraus hat das Arabische selbststündig mit Aa- 
schluss an die Wurzel oLi die Form oJLi entwickelt, 
die es dann wie ein reguläres arabisches Wort behan- 
delte. Plur. vJjLuo. [Unter den übrigen Bedeutungen 

der Wurzel Owio scheint Owio »knarren, knirschen** 
gar nicht hierher zu gehören. Ob Ubya »dürrer Palm- 

zweig* davon benannt ist? Jedesfalls ist der Name ^«äj«.«^ 
eigentlich: »Palmzweige'* resp. »Hütten aus solchen*' daTon 
abgeleitet '). Zu erklären bleibt noch der Farbstoff O^: 
es könnte allenfalls ureines Roth** sein, indessen vielleicht 
darf man unser Wort mit syr. U2-£% Low Aram. Pflanznn. 



l) Im Jüd. aram. kann *) uatürlich ?erdoppelt \rerdeD wie jeder starke 
Coosonant. 

2; Vgl. I^A'-^V HüttcD aus Rolir..'ellecht 'Arüch. s. t. '\^ I. 



186 

p. 250 woneben Uccjs?. i) (<^^) uud ).ss^9. Yorkommeo, 
zusammenstellen. Diese Formen scheinen auf ein persisches 
Orisrinal zu «leuten , das ich den Iranisten aufzusuchen über- 
lassen niuss]. Zu bemerken ist übri'^ens, dass schon frühe, 
wie die aus dem Iladir Sil.i s. v. Oj^ überlieferten Worte 



e ^ 



beweisen , o^x^ auch ein Verbum denominativum Owiö 
»wechseln" ent^v^ckelt hat *), 

Ein persisches Wort für den Agenten und Vermittler 
ist bekanntlich das schon sehr frühe in die semitischen 
Diall. einixedruugene ■} vr»vr- welches dann aus dem Ara- 
bischen in die romanischen Dialecte und mit anderen Hau- 
delsausdrücken auch zu den Deutschen gewandert ist. Ein- 
zelne dieser verschiedenen Formen sin»l gewiss direct dem 

Persischen entlehnt z.B. >jL.yMbi^==jLM.A^== h^"'^' '== ^DSD 
vgl. ilu'^arrab 83 und Sachau dazu 40; aramäischen Ur- 
sprung aber vermuthe ich für die Form ..rw^JL Tab. III. 

880, 2 (yx^,y^ Addad. 187, 5 a. f.j ; Jaküt I. 922, 16 
die schon in der alten Pesikta (Buber) fol. 45* 3 a. f. als 
n^DlD vorkommt. 

Ein Fremdwort möchte man auch in ^Jo^ , Jh^^ (vgl. 
das Nom, propr. ^bLi Div. HucJ. Einl. zu Ged. 32) ver- 
muthen, indessen es ist mir nicht gelungen, seinen Ur- 
sprung in den verwandten Dialecten zu ermitteln. Dass es 
etwa zu icy^ wie icmy^a^ gehöre, würde man doch nicht 
gern anuehmen. " 



1) B*r Hebraeus de dinn« upientia (1380) erklärt 'a,\ BOjO (lies wohl 

2) >,^J.^g •dünner Kuchen** ist wie iithiop. sarikat beweist ein Fehler für 



,.^o, (JJ^. Es entspricht jüd j'pno Levy Nhbr. Wtb III. 597, das 
schon in der Tosepht.i als «dünne Kuchen'* gilt. AuJallig ist dann allenilni;8 
das S im Arabiichcn und Aethiopischen, wenn man dies nicht als Wirkuni; des 
emphatiKben K auffassen will. 



187 

Hierher gehört auch das schon von den Arabern (Tgl. 
Mu^arrab 120) als fremd erkannte ^L^*mJ Hamusa 818. 
Nach dem Coniraentare zu dieser Stelle, der mit der Er- 
klärung des Wortes im Mu^irrab völliij identisch ist, soll 
die Grundbedeutung »Wage" sein. Das ist aber zweifellos 
eine Verwechslung mit y -1^ v Richtiger ist natiirlich die 

zweite, mit JLäj« eingeführte, also minder übliche Erklä- 
rung. Dass der »quaestor" allmiilig zum »Geldwechsler'* 
wird, darf bei der Stellung dieses Beamten, der alle Fi- 
nanzgeschäfte in den römischeu Provinzen besorgte, nicht 
Wunder nehmen. Die jüdischen Quellen kennen ihn übri- 
gens in dieser Bedeutung nicht, (beiläufig schreiben sie 
auch nicht , wie Sachau zum ^lu^irrab p. 55 angiebt (nach 
Buxtorf), TüDip, sondern Tt23**p (palästinisch) = xcw«?- 
arcüp und "l^^Dp (babylonisch)) sondern als eine Gerichts- 
person. Dagegen dürfte li-^^^c^ Gast. 815 beweiskräftig 
genug sein, da nicht anzunehmen ist, dass das seltene 
arabische Wort in das Syrische gewandert ist. 

Von Verkaufsstellen haben zwei aramäische Namen. Zu- 
nächst ist das alte Wort {Jjy^ wahrscheinlich nicht arabischer 

Herkunft, sondern erst aus Uo^ Kpl2^ Palmyr. py^y De Vogu^ 
Stfrie Centrale Inscr. XV, 5 entlehnt. Im Ambischen hat ea keine 

rechte Ableitung , da \^y^ erst denominativ ron ^y^ ge- 
bildet ist ; es ist Tielleicht auch durch das doppelte Geschlecht 
verdächtig, jedesfalls aber gehört es zu den Culturwörtem , 
deren Entlehnung am ehesten vorausgesetzt werden kann, 
da Märkte in diesem Sinne den ältesten Arabern gefehlt 
haben werden. Auch fehlt das Wort dem Äthiopischen. 
Es bedeutet im Arabischen zunächst den Marktplatz Be^ 
47 paenult., dann auch den Markt selbst , den Handel BeVrl 
508 , 0; davon abgeleitet ist iS^^» ^amäsa 534. Comment., 
Jalxübi (Houtsma) I. 313. Dagegen ist Si^«« »Pobel" ganz 



188 

dayoQ zu trenuea; das gehört wirklich, wie Gawällki 
Morgenl. Forsch. 118, 4 richtig bemerkt, zu ,^L», »treiben". 
.Li^j »Laden" (Dozy belogt die anderen Bedeutun- 
gen, die das Wort im Arabischen hat, >Bank, Estrade"; 
dazu kann noch gefügt werden ^Arüch s. v. pT I pUJ'/S 
pll NI'JVNl üy 9x^*22^') das die Araber (Gauhari 
s. V.) für persisch ausgeben , findet sich als \2^^ schon 
in der Misnah (Middoth 2,(1) ist üblich iu den Targiimim 
und der Gemfirah. Man könnte, da im Persischen ^^\S*^ 
ohne Te:<did üblich seiu soll (worauf ich von Prof. Nüldeke 
aufmerksam gemacht worden bin), dies als das Original 

von jol^«^ ansehen. Da aber auch dessen Ableitung im 
Persischen Schwierigkeiten macht, so möchte ich doch an 
eine semitische Ableituntf deuken. Ich finde nun im Gl. 
geogr. 23G in derselben Bedeutung i^j (wo die anderen 
von de Goeie angeführten Parallelstellen wieder jcZ^^^ 
haben) und würde tl^c? davon ableiten, da nicht gut an- 
zunehmen ist, dass umgekehrt dies erst aus ^jIjv> rück- 
gebildet wäre. Allerdings bleibt die Schwierigkeit, dass 
von einer Wurzel * HT in jener Bedeutung im Aramäischen 
sonst keine Spur mehr vorhanden ist. (Im ^Arüch wird mit 
unserem Worte noch \^^'^ = ioxsTcu zusammengeworfen). 
Von den Wörtern für Kauf und Verkauf habe ich als 

entlehnt zu nennen qmJv> Eämil 330, 13, Gloss. geogr. 
206, das als Fremdwort noch nicht erkannt worden. Es 
hat im Arabischen keine Ableitung , das Verbum ist 
denominativ , und so wird es wohl kein Zufall sein , sondern 
auf Entlehnung beruhen , dass dies Wort sich in Form und 
Bedeutung genau mit ScAo^ , dolus deckt , das auch in das 
Jüd. aram. als D^^"l (Pesahim 57» ^^ (so ^Arüch ; unsere 
Agg. 271) aufgenommen worden ist. Schon die denorai- 
native zweite Form , neben der keine erste steht , zeitft 



189 
deutlich, ila:jd das Wort spilter aut'geiiomraen ist Durch 



**• 1- 



jyJ5 » Fiiisterniss" darf mau sich nicht tauscheu lassen, 
etwa eine echt arabische litymologie aus einer Grundbe- 
deutun<; :> decken" zu versuchen. 

So ist auch das technische Wort JolC (ausführlich schon 
bei Itauh. s. v. ^jj\ erklärt) ilas im Arabischen gar keine 

Ableitung hat ') gewiss erst aus aram. p7 —ä] erwachsen, 

wenn auch allerdings eine grade -— s'| 72* genau ent- 

s]>rcchende Form nicht existiert, rio^'* ^"^ Sinne von ^xi 
.^sorglos uml Ificht zu tiluschen*' winl von Mauh. für ein 
nicht zur Sprache der Beduinen gehörendes Wort erklart; 
fast immer deutet das auf fremde Herkunft, und in der 

That ist das Wort persisch ^^\ Vullers I. 116]. — JC^ im 
Sinne von »miethen** hat schon Fleischer zu Levv's Nhbr. 
Wtb. Bd. II. 204 als entlehnt bezeichnet. Das jüd. 1211 
entspricht genau. Ich möchte aber auch die in der alten 
Sprache (vgl. Gauh. s. v.) schon vorhandene Bedeutung 
»aufkaufen*' nicht für echt arabisch und die ganze Wur- 
zel für fremd halten, zunächst weil dergleichen Begri£fe 
bei den alten Arabern nicht vorauszusetzen sind. Sodann 
scheint die echt arabische Bedeutung des Wortes »ein we- 
nig'* zu sein. Die ursprüngliche Bedeutung von J^ aber 

ist wohl »aufhäufen**. — Entlehnt ist auch Jt^ »Taxe** Bejpri 
569 paenult., das im Arabischen keine Ableitung hat, da 
die Wurzeln uum »brennen" = hebr. IJ^D und »herum- 
gehen'' = t^^^ »besuchen" damit nichts zu thun haben kön- 
nen. Das entsprechende aramäische Wort findet sich nur in 
den jüd. aram. Dialecten SI^J Targ. Ter. Exod. 22, 24 »Zins" 
(taxe) und hebraisiert im Talmud als llj^ »Taxe" vgl. 
Lew Chald. Wörterbuch II. 504. 



1; \VuiTei yjf; hat ^ani amicrr UrilcntaBg -üpehen'* daher qL^ .Fwh". 



190 

Nur kurz erwähnt braucht zu werden jj^J^ längst er- 
kannt als Aequivalent von p3iy vgl. Sachau zum Mu^arrab 

48. Eine araiuriisehe Form *J<i2ni> tlÄ^si» scheint nicht 
mehr zu existieren ^) und so ist es nicht undenkbar , dass das 
arabische Wort auf iiijf/5i> direct zurückireht. Im Ära- 
bischen kennzeichnet es sich als Fremdwort durch den 

Wechsel zwischen ^^^^t , ^LyÄ. lJ*^)'* \J^)^ ilu^arrab. 
106. Zu beachten ist, dass ^i«j*ä die jüngere Aussprache 
reflectiert, ^U^ä die :ilt«»re; vlcI. Xöldeke ^fun^i. Gramm. 
p. 21 § 20 % 

Gleichbedeutend mit jj-j^ä ist ^UCmuo, (belegt schon 
aus dem ^adit llu'arrab 106) und davon dLLo »Bürg- 
Schaft stellen**. Dies ist gewiss übernommen aus U-^-^ls? 
■ - A^'r jüd. aram. N33S;^3 :2Ü^3. Diese Wörter gehören 

• 

aber niclit zur Wurzel ^^^^9 worunter sie bei Gast, stehen, 
sondern wie die Analogie von /ZH »Strick" und »Pfand" 
beweist, zu v£jL.wwuo, *]w^ »ziehen'*. Es liegt hier also Bil- 

düng auf jJ. vor, vermuthlich nach Analogie von ^LlA^Oil^ 
Bevor wir auf die zum Theile auch aramäischem Sprach- 
kreise entnommenen Münzennamen übergehen, ist kurz zu 
erwähnen , dass die Araber noch in relativ später Zeit sehr 
wenig Geld cursieren hatten. (Anders war es bei den He- 
bräern, da schon in den typischen Erzählungen des A. T. 
Kauf und Verkauf für Geld stattfindet Gen. 23, 15 ; 33, 19). 
So ist es ganz begreiflich , um nur einige charakteristische 



1) Denn jjcsoi^, das Sachaa LI. anführt, ist natarlich nicht Abkömm- 
ling des altsemitischen Wortes, sondern . wie schon das 01 hinter dem ^ deutlich 
zeigt , ein angeschickter Versach xp^xßuv zu transcribieren (Vgl )^C0l9 'P«/^> 

das 51 vertritt den Spiritus asper;. 

2) KJUny Lcry Nhbr. Wtb. III. 694 ist nicht sicher genug, da es aus 
hebr. p^'^y aramaisiert äein kann, man trurde *K33iy erwarten. 



191 

Zii-'c aus (lern ▼ielfachea Materiale, das man hier b«ibrin- 
gon könntet herauszukcbeu , dass der Gefangene nur mit 
Tliieren ausj^elöst wird, nie mit Geld Bekri 714, 6 a. f. , 
das Lösegeld für einen Erschlagenen immer Eameele sind. 
(Erst viel später tritt Geld an die Stelle). Über die Steuer 
von baarem Gelde wird im Koran Nicbts bestimmt. In 
spiltcrer Zeit winl sie sehr ausführlich zunächst für Heer- 
don festgestellt, nur ganz kurz wird auch von einer Steuer 
auf Geld gesprochen Kremer, Cultiirnesi-hirlite des Oriente 
unter ilem Chidijate I. 51. Dazu vgl. man noch die inte- 
ressaute Stelle l>oi Ibn Doreid Gamhara (Cod. Lugd.) im 

Höchstens kam im Handelsverkehre das Bezahlen mit ab- 
gewogenen Stücken angeprägten Edelmetalles vor. So be- 
schreibt es uns Belajori 467, 8 vaa.^Ij ..««juLjü (•jUui 
^jK.iif 84X0 ^JLft »Zuwiegen" ist in älterer Zeit noch mehr- 
fach = » bezahlen'* Ibn Dor. Kit-al-ibtih 86 , 15 , 16 *ju5 ^\y. 

Von den Münznamen nun hat ^\ö ^Antara als Neben- 
form f^\S t welche vielleicht ipJizf^^ repräsentiert. Es 
scheint aber bei den Aramäern niemals üblich gewesen 

zu sein (denn L1a£9? PSm. 952 ist fast gelehrte Ent- 
lehnung) und so hat man die dem pers. ^^J zu Gründe 
liegende ältere Form drachm (Nöldeke) als Original an- 
zusprechen. (Als Name eines Gewichtes kommt es in einen 
Verse des ^ürwa Gauh. s. v. ä^u? vor). — %Lü4> ist da- 
gegen gewiss die aus dem Aramäischen in's Arabische ge- 
wanderte Form des iifvipto;. Wir haben im Syrischen and 

Jüd. aram. gleichmässig dafür Ij-U? ^yi. Palmyr. "UH 
De Vogue 5yr. Centr, Inscr. VI, 3. Das Arabische beban- 
delt den Plural dieses Wortes, als wäre der Singular jUo 



192 

und dies setzen ia der That die Araber als Grandform 
ein ((iauh. s. v. ^v> ; Mu^arr. 62) , die es auch für per- 
sisch ausgeben. -^bcr JLii ist ebenso weni«^ eine echt 

arabische Form wie Ju^i. uml so \nrd man nurauuehmen 
können, da im Aramiiischcn von einer Verdoppelung des 
X nichts zu merken ist, dass sich nach dem auch sonst 
in der Sprache liblicheu Grundsätze, langen Vocal durch 
Doppelung zu coraponsieren, diese im Plural entwickelt 
hat. — Interessant ist. dass Gawuliki die alten Araber 
wegen der Aufnahme «lioses Wortes ent^^chuldigt (1. 1.) ^). 
Buhari (Krehl) I. 35t3 , 9. Das Wort ist in alten Gedichten 
nicht häufig anzutretfen, ich finde es nur Ibn Hisam 
660, 4; Ham. 6, 9: Jaküt IV. 547, 10 als Xom. propr. 
Ibn Dor. Kit-al-iötily. 269, 3. 

Das vielfach falsch gedeutete (Xöldeke Z D il G. XXXV. 

497) ^jiJLi (Agani VII. 178, 11) geht zunächst auch auf 
aramäisches -sil-c (Jos. Styl. ed. AVright 35 , 12) jud. ob^Ö 
(schon im Targüm; im Talmud wird dadurch p'!D*aS< = 
ifTyißov (Uslr?) gedeutet Bab. Mes. 47^ j-) zurück , das selbst 

QoXXig follis entlehnt ist. — Damit hat natürlich imJü 
»Schuppe** Ibn Haulj:. (ed.de Goeje) 214, 10, entlehnt aus 
0o\lq nichts zu thun. — j'^^^*'^ Opusc. Nestor, (ed. HofiFm.) 
99, 15. Wie fremd der Münzverkehr den Arabern von 
Hause aus ist, merkt man sehr deutlich an allen den 
Wortern, die irgend welche auf das Münzwesen bezügliche 
technische oder geschäftliche Thätigkeit bezeichnen; sie 
sind fast durchweg entlehnt. Eines der gebräuchlichsten 
Worter für die Münzprägung ist ax^. Von den Bedeutun- 
gen dieser sehr gut entwickelten Wurzel scheinen mir echt 

1) Der arabiscfm Dinar , der Bechorüth 49b paeault errrähat wird (ich kenne 
ihn aas Zunz Zur Gesrhichte iimd Littirntur 544) kann daher nur ein in der 
römiirhen Provinz Arabia mnierendes Stück sein. An der genannten Stelle 
(die bei I^vv wieder fehlt) wird übrigens nach sonstiger Analotpe zu lesen 
sein XXaiy (iT.r SCiy). 



193 

arabisch nur «xb »FIuss** oder Käme einer Flusses Ganh. 
s. ▼. mit «xb »füllen", die zu hebr. yzU ^»einsinken" ge- 
hören und mxio ^»schmutzig, rostig sein**, das eine Lautra- 
riante von sithiop. t«'^Q**^*a scheint Derselbe Wechsel liegt 
im aram. >!2t3 »untersinken" zu JT^Ii vor. Die anderen 
Bedeutungen aber , die sich auf das Müuzwesen beziehen , 
können bei den alten Arabern nicht gut eutstanden sein. 
Dazu stimmt, doss nach BelfuJ. 4G7, 6 a. f. Sa'ld sich in 
DamnscuH Münzen prJlgen lässt. Ausserdem sind aber unti»r 
dieser Wurzel eine Reihe von Formen . die entschieden 
Verdacht erregen , .so schon ilfl/Jr . das nach einem mir 
allerdings unbekannten * 1 1* '"^ gebildet zu sein scheint; 
dann j^Lb (daneben auch ioLb, das aber erst eine se- 
cundüre Nebenform davon scheint; (Jauh. &^i &jj). mlio 
ist nun gewiss selbst erst denominativ davon gebildet 
in der Bedeutung »prägen'* »siegeln*'. Ks bedarf aber 
keines weiteren Beweises , doss «SLb selbst direct aus 

1 ^^ l entlehnt ist; denn die Foim J^U ist niemals ara- 
bisch. Die Grundbedeutung im Aramäischen und He- 
bräischen ist »eindrücken*' dann »das Siegel eindrücken". 
Im Aramäischen gilt es dann speciell vom Stempeln der 
Münzen; vgl. ^3C^S (schon in der Misuoh) »Münze". 

■ 

Schon im Aramäischen geht femer der Begriff des »Stem- 
peins" wie bei t6to^ in den allgemeineren Begriff des »Form- 
gebens" über; gleichmassig im Jüd. aram. und Syrischen 

(^Arüch s. V. y2t2 HI. und PSm. s. v. "^-aJ) ^) schon aus- 
gebildet. Diese Bildung hat nun das Arabische benutzt, 
um den Eunstausdruck für das griechische ^\fvt; zu schaf- 



1) Vgl. übrigens PSm. i. v. ll^Z^^, wo dieser Aasdraek für »Xator in 
Christo** Torkommt. Viellricht stnmmt dies erst aus einer Uebersetzung ans 
dem Arabischen. 

13 



194 

fen. Im Syrischen ist J ^ü ^ J PSni. 1427 nur erst »gebil- 
det". Im Atiiiopischeu alleriliusjs ist tabujo^ Dillm. 1233 
schon in einer Stelle der Bibelübersetzung = ^uvtc. Ob 
das die Echtheit einer südsemitischen Wurzel taba^a »bil- 
den" yerbürgen kann? Weniger üblich ist ^^IaS aus IJUa 
Dozr II. 502. So heisst der ^griechische Titel der Me- 
taphysik äaaxIsJI Juu Lo vjUS^. Hieraus ist dann in den 
hebräischen Uebersetzungen dieser philosophischen Schriften 
der Ausdruck J*212 geworden. 

Ein anderer Name des Mün/stempels jiSL^ Jäkiit III. 
108, 12 ff. (woneben dL^, schon dies ist verdächtig) ist 

gewiss auch erst aus aram. Xn2*D (^Arüch s. v. "jD IV: <ein 
Eisen, in dem die Gestalt der Münze ausgeprägt ist, wo- 
durch dann ein neues Exemplar gemacht wird" Bäbä Kammä 
99^ 6 a. f.) übernommen. Die für's Arabische echte Be- 
deutung der Wurzel scheint lediglich »schneiden" zu sein. 
Noch ein drittes , aber wie es scheint , weniger übliches 

hierher gehöriges Wort ist iji^ü , wovon speciell ^jSjJo 
(vgl. Dozy II. 711) im Gebrauche war, ist entlehnt. Schon 
die mangelnile Lautverschiebung gegenüber aramäischem C7p3 
]»anschlagen", (schon in bibl. Aramäischen) und ^^«sJ »ein- 
schlagen", beweist dies. Die Grundbedeutung im Arabischen 
ist entsprechend dem Aramäischen »einschlagen" dann spe- 
ciell »sculpere" gewiss ursprünglich »en bas relief. Dies 
wird dann auf »hautrelief* und endlich direct auf Malerei 
übertragen worden sein, so dass sich eine Zusamraenstel- 
lung mit pers. ^^wumÜo, woran man allenfalls auch hätte 
denken können, voUstänc.ig erübrigt. Die echt arabische 
Bedeutung der Wurzel ist »abreissen, ausreissen" »jäten" 
auch jjiiAj »herausschlagen" von Steinen [Agäni IV. 152, 
10 fehlt in dieser Bedeutung bei Dozy] wahrscheinlich zu 
^ vStück Fleisch" d.h. »abgerissenes Stück". Dazu ge- 



195 



hürt vielleicht auch NYpl jiul. arain. mit Assimilation des 
D an das p. [Ein echt arabischer Ausdruck für Miluzeii- 



o ^ 



schlauen ist vjwi. vj,^ >Art" ist vielleicht erst aus 
dieser Bedeutung abijeleitet, wie auch unser deutsches 
•>Schlag*' ))Von gutem Schlage" wohl erst von dem Münz- 
worte gebildet ist. Vgl. auch unser »Schrot und Korn^J. 
Ein Xame der gangbaren Münze — f.;. ^K (die Münze 

gangbar machen '"l"! Gloss. geogr. -51) ist ilem Persischen 

entlehnt. [Eine der wenigen glücklichen Identificierun- 
gen bei Vullers IL «H : scheint Do/y entgangen J. Ob 

(^lo 1^;^ wirklich ein klingender guter Dirham ist? 
Es könnte von 5"Lo t )'>-ö T"'Ä gebildet sein und »baar 
Geld'* im Gegensatz zum Cheque bezeichnen. So scheint 
auch tX Äj »bezahlen** von JJu ursprünglich »gutes* dann 
»baares Geld** denominativ abgeleitet. Die Reihenfolge der 
Bedeutungen ist also gerade umgekehrt, als wie sie bei 

Freytag aufgezählt werden. Zu tX i> »abschälen" gehört 

aram. 1p3, i-sJ »reinigen**; dann »gut und schlecht von 

einander absondern.** Dies wird speciell auf die Münzen 
übertragen. Durch die Bedeutung i^gute und schlechte 

Münzen von einander absondern** \b\ j^KjJt ^^dS^ 

V.AJ Jl LaJuo v^^^«^I Gauh. s. v. darf mau sich also nicht 
verleiten lassen , etwa an "Ipi i>punctieren*' zu denken , da 

diesem Worte arab. W^'^ entsprecht. Vermuthlich ist auch 
dies Wort aus dem Aramäischen (vgl. *Ar. s. v. Hp3 III) 
entlehnt; die Verwandlung des "1 in ^ ist aber wohl dem 
unmittelbar yorhergehenden emphatischen ^ zuzuschreiben. 
Ferner sind einige Namen für falsche Münzen wiedemm 
dem Aramäischen entnommen. Zunächst ist das alte Wort 



ij\ (schon Amrulk. 20, 36) aus aram. ^JS^T Uli sicher 
entlehnt. Die Wurzel hat im Arabischen eine ganz andere 



196 



Bedeutuu«:^; aussenlem stellea sich sowohl ok wie v^\ 
deutlich als denomiuative Bildungea dar; das Erste zu 






Äj(\ gehürip^, das Audere von ob) gebildet. Die echt 
arabische Bedeutung von oK ist »stolz einhergehen", ei- 
gentlich »eine Schleppe nach sich ziehen*' von \^ij\ (vgl. 
Dozy s. V.) daher ist dann auch v^\ »der Yorsprung in 
der ^aucr zum Abhalten des Regens" zu erklären , es ist 
eigentlich •)der Rand" (mehrere Belege für »Rand bei 
Kleidern" bei Dozy; (vgl. auch (Jawaliki Morgenl. Forsch. 
129, 4 a. f. tf.). Ifnklar bleibt auf aramäischem Gebiete 
nur S3T, Übers, von t2'n, das gewiss identisch ist mit 
svr. U-^l »Axt". Darnach ist Le^v TWB. I. 220 zu ver- 
bessern. Vermuthlich ist der Ursprung dieses Wortes im 
Persischen zu suchen; ich wage an zend, cir\ catpa^ zu 
erinnern. 

[Ein persisches Wort für lofalsche Münze" ist (^«jd 
schon durch die Form als Fremdling kenntlich; es istpers. 
■ Aw wohl eigentlich nur »dreifach". Vgl. Vullers 11.226]. 
^AVL? gilt schon den Arabern (Mu^arrab 117) als fremd; 
als Original giebt Gawal. dort ji,U an. Über dessen Her- 
kunft vermag ich aber nichts zu sagen. Ob es vielleicht 
gestattet ist, an rassiis zu denken? 

Als fremd wird schon von den Arabern erklart auch das 

längst als griechisch erkannte ^^ 2^abiga 14, 6. Es ist 

veußfjLtcv vermittelt durch i^/'sJ Jos. Styl. (Martin) 31, 15; 

33 , 8 u. ö. Abu ^Ubaid bei Gauh. s. v. Ij erklart es als 
eine Münze mit Zusatz von Blei und Kupfer; nach Ibn 
Doreid bei Gawäl. Mu^arr. 144 sind es bleierne Münzen, 
die man zur Zeit der Mun<Jiriten gebrauchte. Überdies wird 

^ in Nabig. Vers als Plural eines Singulars äuij gefasst, 
zu Unrecht, wie ich meine. Die Araber mögen sich in 
ihren Erklärungen doch vielleicht auch durch die Bedeu- 



197 

tung vou li haben leiten lassen. Ibu Aubari Adddd 48, 
giebt es einfach durch j*#JLi wieder. Im Aratufiischen er- 

scheint noch N'^^^ = U-cSi^ Über eine andere aramäische 
Form von vifii^ßx »Münze*' vgl. Kuhn's LiteratuM. I. 414, wo 
nach XölJeke wahrscheinlich stets SSTTD^ zu schreiben ist. 
Lberuommen aus dem Aramäischen scheint mir auch der 
Ausdruck jy »unterwertig sein" (von der Münze). Im 
Arabischen bedeutet die Wurzel nur »ausgleiten", während 
sie im Aramiiischen ^uiedrii', schlecht sein" »auf der Waire, 
zu leicht befiindeu werden" Iieisst. [Ob \] »schwelgerisch 
leben" = hebr. ^7* derselben Wurzel angehört, eigentlich 
»leichtfertig sein" möchte ich nicht entscheiden. Die in 
Gesen. Hdwb. IX. s. v. 7 /T vorgeschlagen : Vergleichung 

von arab. Jvf möchte ich nicht unterschreiben; vermuth- 
lich ist die Grundbedeutung auch da »schlüpfrig sein"]. 
JüLä »die Müuze wägen" (Kämüs) ergiebt sich durch das 
Heraustreten aus der Lautverschiebung als entlehnt aus 
^^^-s-^ jüd. ^pu*. Wie weit auf JlLä^ Verlass ist, weiss 
ich nicht. 

Der Name des Geldbeutels \mjS ist gewiss aus aram. 
iLJ; palmyr. SD*D de Vogue Syr. Centr. VII, 4; VIII, 
5 ; XIV , 1 (schon hebr. D^D) woraus bekanntlich x/V/^ 
übernommen ist, in's Arab. übergegangen. (Pers. AamuJ^ 
ist wohl erst aus dem Arabischen entlehnt). Einheimische 

Namen sind RA^fe (auch bei uns »Katze";) und i^o (wo- 
neben J\yp genau entsprechend *1*1V). 

it■^nl^A^2. ^^^^^^ ^^ Goeje Gl. BelaiJ. und Dozy übereinstim- 
mend von ^trilicium^ ab. Mir ist aber noch firagiich, ob 
wirklich in dem kt. Worte der Ursprung des arabischen 
zu suchen ist. Die Lautveränderung ist zunächst nicht 
ganz gewöhnlich , sodann ist trilU-ium in der speciellen Be- 
deutung 9 Geldbeutel" noch erst nachzuweisen , und endlich 



198 

erwartet mau uothwendig weuigstens eiue aniinaische Form, 
aus der die arabische eutlehnt seiu kouute. Aber kein ara- 
mäischer Dialect bietet etwas Verwandtes. Daher möchte es 
doch näher liegen au persischen Ursprung zu denken. Vgl. 
JLj Vullers I. 495. BelaJ. -418 bezeichnet es auch grade 

einen Schneider" anzen. 

Die Wagschale scheint den Ursemiten schon gemeinsam 
gewesen zu sein. Dies lehrt DTS*J = ^^'^^ *)• Allen ge- 
meinsam ist der Xame der Schale ^2 I--Ä5 gjS von »13 
l^^ SSD der Haudflilclie abgeleitet. Dagegen sind eiuige 
mit der Wage zusammenhängende Ausdrücke schon frühe in*s 

Arabische aus der Fremde eingedrungen. Für ^y«UaA<«J? Mn'arr. 
114; Nabiga Append. 140, 2; Sure 17, 37; 26, 182 hat 
Fleischer (bei Sachau zum Mu^arrab p. 51) eine Ableitung 
aus constans (seil, libra) vorgeschlagen. Der Lautwandel 
hätte am Schwinden des -.V vor 5 in älteren und jünge- 
ren röm. Inschriften sowie in den romanischen Sprachen 
(Diez Verf/l. Gramm, 2t. Ausg. p. 206j seine Analogie; vgl. 
auch g.wUiU ...s Aber diese Ableitung ist doch zurück- 
zuweisen. Denn das Wort kommt in dieser speciellen Be- 
deutung nirgends vor. Es müsste aber erhalten sein; denn 
nur als ziemlich übliches Wort konnte es in das Griechische , 
das man in den röm. Provinzen Asiens sprach, aufgenom- 
men sein. Nur als übliches Wort konnte es ferner zu den 
Aramäern und von diesen zu den Arabern wandern. Aber 
auch die aramäischen Dialecte haben keine Spur dieses 
Wortes erhalten. Dieselben Erwägungen gelten natürlich 
auch , wenn man das lateinische Wort auf dem Wege über 
Ägypten zu den Arabern gewandert sein lassen will. Vor- 



1) Allenlinirs die Araoiäer ] m '^^ r und xnnOO mit durchaus übe rtlfissi gern 
n welches I«*hrt, da»t man es so .rut wiel ^ar nicht Sprech. 



199 

Ifiufi^ also bleibt es bei dem >»uou Iiqiitt*\ i!aä Xölileke 
{LifterarifcheA CentralbUitt I8b5 Sp. 1454) aussresprochea 
hat. — Eio persischer Xanie der Sehn eil waije ist ^j^liS, worin 
schon die Araber (Gauh. s. vj ..«L^ erkannt haben. Dies 
selbst ist nach Dozy aus mmpumi entlehnt. Mit P erscheint 
es noch bei Hai zu Keliiu 12, 8. — Sehr lani^e hat man 
darüber gestritten, wie die richtige Aussprache des unter 
dem Namen ^j^U^ 4 in den Übersetzungen aus dem Grie- 
chischen auftreteuden Wiigeinstrumentes sei (vgl Flügel 
zum Fihrist II. 127), bis durch Auffindung iles Wortes 
Xxpxo'Ttuv allen Zweifeln ein Ende gemaclit und die 
Aussprache Kar as tun festgestellt wurde, die allerdings 
schon wegen der gemeinbamen jüdisch syrischen Überlie- 
ferung Us^^i^ t2DlD (wozu *^Arüch schon richtig be- 
merkt: Im Arabischen nennt man die »trutiua'* |*UD"lp) 
nicht erst hatte ernstlich angezweifelt werden dürfen. Vgl. 
noch Fleischer z. Leyy Wb. Dozy II. 327. ^ Ja^ J?. — Zu 
diesen bereits erkannten Wagewürtern glaube ich ein nicht 

unwichtiges hinzufügen zu können. iia^J {AMiided. Houtsma 
p. 51. 11) stellt sich nämlich deutlich als denomiuatir von 

ijcjyS resp. entlehnt aramäischem r*"in dar. Aber auch 
dieses von altersher in allen aramäischen Dialecten ver- 
breitete und im Sinne von »grade'* gewöhnliche Wort ist 
aus dem persischen ^\|J» entlehnt. Die Grundbedeutung 
des aramäischen Wortes würde dann »gleichstehen*' (von 
der Wage) sein. Schon im Persischen ist der Übergang 
von iWage'* zu »Gradheit** »Billigkeit" vollzogen. Es 
ist einigermassen auifallend, dass in keinem aramäischen 
Dialecte sich die Bedeutung »Wage** mehr erhalten hat; 
indessen gerade das Arabische, das nicht direct dem Per- 
sischen entlehnt ist, beweist uns, dass auch in einem frü- 
heren aram. Dialecte diese Bedeutung vorhanden gewesen 
ist. Verbreitet ist das Wort namentlich im Talmud, wo 



200 



\ 



j^lTn *-*iüe befriedigeüJe Antwort auf eine Frage bezeich- 
net (Berachöt 46^ 25 'S^Tn pin3) ; durch dieselbe wird 

die Sache >in*3 Gleichgewicht" gebracht. Die Beileutungen 
»fest" »fest machen** sind alle daun natürlich ei*st aus der 
ursprünglichen Bedeutung »gerade machen'* abgeleitet. 

Von entlehnten Gewichtsnamen sind zu nennen io\^ 

aus Wr-A-s Gast. S2S'=(^lv> U *; • "j Kspiricv in demselben 
Sinne = ar. v^«l^. Dagegen ist i-'j.« Lettere di Simeoue 

rescovo dt ßeth Ars'un ed. Guidi Rom. 1S81. p. r^ 1.4 a. f. 
nicht Kspxrtsv sondern = SI^Hp = quarta; zu treunen ist 

zunächst davon CHp •>Korn*' bei n*n /Pi und anderen Ge- 
würzen gebraucht; Tgl. Low Aram. Fjlanzenn. 37 da eine 
Bedeutungsentwickeluug Ton »Hörn** zu »Korn** kaum 
anzunehmen ist; es scheint als Grundbedeutung von ^J» 

t2np in der That »schneiden** sich zu ergeben. Die syri- 
schen Wörter unter der Wurzel — ^i-s bei Gast, bedürfen 
noch der Sichtung. W^s-s ist pers. äj*J^ (k u r t a k = arab. 

fJ^JB)] l^c 1-^19 ist = yjö^JiA. Bei diesem Worte nun ist, 
wie es scheint, noch eine interessante Beobachtung zu 
machen. Wenn nämlich nicht alle Zeichen trügen, ist xi' 
piriov nicht ein ursprünglich griechisches Wort, sondern 
erst aus dem Semitischen in's Griechische übergegangen. 
Es ist zwar ganz richtig , dass auch die Griechen die Frucht 
des Johannisbrodbaumes mit dem Namen ^Hörnchen*' nach 
seiner Gestalt benannt haben können; indessen wenn man 
bedenkt, dass dieser Baum und seine Gultur ursprünglich 
im semitischen Oriente einheimisch ist (Hehn 335), wird 
man es für keinen Zufall halten wollen, das der Name der 
]»Schote*' im Aramäischen SC2np ist, namentlich deshalb, 

weil JtJi '>Schote der Akazie*', das im Arabischen nothwendi- 
gerweise echt sein muss , sein sicheres Aequivalent bildet. Ich 



] 201 

denke also , dass zuaüchät die Frucht des Johannisbrodbaumes, 
ttlilp genannt, Ton den Semiten eingeführt worden sein 
wird, woraus dann die Griechen mittelst einer Volksetymolo- 
gie xspirtc'j gemacht haben. Dass nun zwischen semitischen 
und griechischen Benennungen nicht mehr recht zu unter- 
terscheiden ist, kann kein Wunder nehmen. Dass die 
allgemeine Bedeutung »Schote" sich ganz speciell für die 
Frucht des Johannisbrodbaumes festsetzen konnte, dafür 
haben wir eine Analogie an Hip »Rohr", dann speciell 
»wohlriechendes Rohr", Sil* »Schaale" dann speciell '»Zimmt- 
rinde" und ebenso (die Aehnlichkeit der Laute ist aber 
eine rein zufällige) bei xxp^o; »Zimmtrinde". Durchaus 
angemessen ist , dass die Araber Jsl«jö transcribieren. Gauh. 
schliesst aus dem Umstände, dass der Plural ^%tJ» lau- 
tet, dass es eine Form ic\^ gegeben habe. Zu erklären 
ist dies aber im Wirklichkeit wie oben p. 192 bei %U^i> 
und wAjbo* Bekannt ist, dass erst aus dem Arabischen 
die Ausdrücke »Karat" u. s. w. in die romanischen Sprachen 
eingedrungen sind. In jüdischen Schriften scheint sich 
das Wort nicht zu finden; was Zuckermann Talmudische 
Münzen und Geunchte p. 26 , 1 anführt, ist eben nur ein 
missverstandenes semitisches Wort, keinesfalls xipirtov. 
Eine andere Bezeichnung eines kleinen Gewichtes ist 

ilijl Bub&ri I. 355 , 3 u. öfters, Ihn Dor. Kit-al-ütilf. 188, 
3 a. f. natürlich nicht direct aus ojyxix , uncia sondern aus 
M^p^it ') entstanden. Im Syrischen scheint die übliche 

1) Berichöth 44b ,«. Darnach wure also Zunx smr GtBcAiekU wui Littrminr 
543 za verbettern, der die Schreibung ITpN als Xachirirkunt; des arab. Wor- 
tes erklart, wenn **pnN dort wirklich die echte LA. Da 'Ardch durch n)*pJ1|l 
glossiert, so scheint dies allerdings der Fall za sein. Zuckcrnunn a.a.O. p. 7 
crwdhut nur die Form N*pl1M aus dem Midräs. Die talm. Stelle ist mit die- 
sem Worte nur noch bei 'Artich s.v. ^i vi I erhalten , untere Talmodanfgiben 
haben NH^IC^; weder Jesajah Üerlin, der die verschiedenen Lesarten am Kande 
unserer neueren Agg. gesammelt hat, noch Rabbinowitz bemerken übrigens au 
dieser Stelle irgend eine Variante. 



202 

Form nur U.£Jo] zu sein; was K. bei PSm. 76 noch da- 
nebea von l^-ccl berichtet, wird gerade umgekehrt erst aus 
dem Arabischea riickgobildet seiu. 

Zwölf Unzen enthalt das JlL^ (Amrk. Append. 28, 1); 
daneben auch JJöj (Talab Fa.sih ed. Barth p. 20 billigt 
nur jLbT) in dem langst die aramäische- Form der rom. 
griech. Utra erkannt worden ist. Das Syrische hat die 

römische Form gar nicht veriimlert in li--*-«^ ; iliese Form 
findet sich auch in jüdischen Schriften; derjerusal. Talmud 
hat aber schon ilie der arabischen genau entsprechende 
Form /C3"l (Perles EUjm. Studien 55. Anm. 1), die Lagarde 
zuerst mit Air;jt zusammengestellt hat. Wieder ein Beleg 
für den von Guidi Alcune oaservaziom [Sep. Abdr.] p. 3 
aufgestellten Canon. 

Ich möchte auch JLiüu« am liebsten filr eine aramäische 
Entlehnung aus {LoAld halten, sodass dann die echte Be- 
deutung der Wurzel im Arabischen nur »schwer sein**, »wä- 
gen" aber erst denominativ von JLaJuo abgeleitet wäre. 

9 

^^liLz wird auch später ein bestimmtes Gewicht bedeutet 
haben wie später ^pC^ , sbp\"l Bechöröth 50a , 9 a. f. = 

KnC2j^ und pondtis^ und daraus wurde JLajuo entlehnt. 

/pifü im Hebräischen weist aramäische Vocalisierung auf, 
da man arab. und aram. ä gegenüber in echt hebräischen 
Wörtern ö erwartet. S<7pno Bechör. 50» scheint allerdings 
kein specielles Gewicht zu bedeuten, wie das Levj Nhbr. 
Wtb. 302 annimmt; »Münzen** daselbst ist durchaus ver- 
kehrt. Recht charakteristisch nun ist, dass im Sprachge- 
brauche sich der Gebrauch von JLojuo für das Gewicht eines 
Denars herausgebildet hat. Das tadelt Gawäliki Morgenl. 
Forsch. 126 mit Berufung auf Sure 21, 48. Aber für die 
Bedeutung eines bestimmten Gewichtes ist Gauh. a. v. Jläj 
und so braucht es Tab. T. 1042, 5, 9, 10 ; Belad. 465, 15 , 17. 



• •• 



203 

Das Gewicht jü^^Lm bei Avicenna (Freytag s. y. ^JLjU) 
ist eutlehat aus jj^.nj^ Gast. 920 (Tielleicht nach der arab. 

Form iJ^*n ^ zu yocalisieren). 

Auch der Name des höchsten Gewichtes ist aus dem 

röm. griech. Culturkreise zu den Arabern gekommen. ^ 
(schon bei ^\di ihn Zeid Bekri 570, 12; hier allerdings 
im Sinne einer Gehlsumme) ist aber natürlich nicht direct 
aus rcittenarium KkyrviyiziGv hervorgegangen , sondern aus 

dem Aramllischen , in welchem schon neben Ig 1 • j I '^ und 

ly'Jip die verkürzten Formen \r^J^ und n::ip , lUrp 
Bechör. 50» , 9 a. f. vorkommen , auf welche das arabische 
Wort zurückgeht. 

Luo »die Mine** kennen schon die Araber (Mu^arrab 143) 
als fremd. Autfiillig ist der kurze Vocal gegenüber K30. 

jyi die daneben vorkommende minder gute Form (Gawä- 
liki 1. 1.; Gauh. s. v. Luo) ist noch eine weitere Verkürzung^). 
Eine specifisch arabische Gewichtsbezeichnung von unbe- 
kannter, vielleicht aramäischer Herkunft ist ^^-II Plur. 

i^y^ »die Eameellast** (aus dem sjr. |^2?o wohl erst über- 
nommen sein wird) Jaküt II. 266, 6; Buharil. 355, II Kä- 
mil 405, 14; 508, ult.; ebenso dunklen Ursprungs ist auch 

Vsjoz »der Sklave*' (nabatäisch nach B. B.), das man kaum 
mit Rubens Duval Traxti de grammaire Syriaque § 274 di- 
rect =5 {^^^m wird setzen dürfen. 

Hierher gehört noch ein seiner Herkunft nach dunkles 
Wort, das man am liebsten auch für aramäisch hielte BC(^ 
»Sack*', (der erste der sie macht f^b. I. 765, 6) Eämil 



1) üeb«r «las echt arab. Geiricht i\y^ wie rnj rgl. Nöldeke Mamd. Oramm. 
XXXI. Anm. 2; jUu ist bekaoatlich koptiKh und denselben Unprang hat 



204 

508 alt. (Leider kaun ich die von VuUers 11. 602. ange- 
führte Schrift Quatremeres nicht benutzen). Im Arabischen 
hat es keine Ableitun«]C und schon Gauh. s. y. ^^ erklärt 
es für entlehnt. 

Von den Hohlmaassen , zu denen ^vir uns nun wenden, 
ist fremder Herkunft dringend yerdUchtig Ju5^i schon in 
alter Zeit sehr gebräuchlich ; Div. HuJ. 35 , 2 Agäni IV. 
p. 11, 5; XV. p. 160, 3 a. f.: XVI. p. 62 paenult.; Bekri 
569, 3 a. f. Zuheir Append. 5,5; Jaküt III. 268, 19. Es 

wird aus \Lt^ ') entlehnt sein, wovon SLsxJLaS'. XAJLX'Mu^arr. 
131 alte persische Umformungen sind. (Xöldeke GGA. 
1868. St. 2. p. 44). Ich denke , dass Ju erst denominatiy 
davon abgeleitet ist, wie man sich überhaupt es nicht als 
Regel vorstellen darf, dass nur die zweite Form zu deno- 
minativen Bildungen venvendet wird. Gerade bei den äl- 
testen Lehnwörtern treten zweite und erste Form parallel 

auf, wie ^Lb und J%.A-b . oder die erste ist allein im Ge- 
brauch. Die echt arabische Bedeutung des Wortes scheint 

mir »kein Feuer geben wollen"; daher dann JS^ {^gl- 

auch \^f^ sLügen strafen^' und ifeige sein**). Jui^ und 

)LkS halte ich für identisch mit hebr. v3, nach derselben 

Bildung, wie aus sjr. i^ls mand. K^d hervorgegangen 
ist. Vgl. über diese Nöldeke Mand. Gramm, p. 24. § 22. 

Ein sehr interessantes hierher gehöriges Wort ist cLo , 
das, wenn es auch bei Gauh. gar keinen Beleg hat, na- 
mentlich in der Redensart »Maass für Maass'* in den al- 
ten Gedichten gar nicht selten ist, meist in Verbindung 
mit JuT Agäni IV. p. 11, 5; 187, 8; Div, HmJ. 35; 2; 



1) Ji'id. mVo ut selten, doch kann ich zu der für den jüd. Gebrauch oichU 
beweisendea Stelle aus dem Tar^. zu den Prov. bei Lcvy hinzulügen WTin >CT'3 
-rirhtij«^ Minss- S-iltötU doR ibbi Achui 102. 



205 

DW. HufJ. (Wellhausen) 140, 1; Jak. I. 45, 7; III. 361, 
22; Gnuh. s.v. ^3AA*i>: Buhriri I. 358, 11; Ibn Hisäm 
136, 4; Mufaddalijjat 10, 13. »Wir haben um den Tod 
keine Sorge und zahlen ihn den Feinden wieder Maass für 
Maasä'* heisst es A;4äui XV. 160,3 a. f. Es kann natürlich 
keinem Zweifel unterliegen, dass wir es hier mit dem ara- 

miiischen Worte S>S sjr. M*« zu thun haben. Gegen die 

Idee aber, dass etwa M« aus dem Arabischen stamme, 

spricht neben der Gebrauchsverschiedenheit (es ist nur 

> Schüssel") das frillio Vorkommen dieses Wortes in Kalilag 

und Damnag (vgl. Nöldeke ZDilG. XXX. p. 768) sowie 
die Bedeutungslibereinstimmung mit talm. 8> V. Auf die 
Übereinstimmung von cLo und U^* machte schon Noldeke 
a. a. 0. aufmerksam. 

Die Hälfte eines cLö ist der Ii^mJ, auch dies wieder 
ein von Aramllern übernommener Name und zwar in genau 
derselben Weise , wie cLd* In den uns vorliegenden sy- 
rischen Texten bezeichnet nämlich U^«i£is kein Maass, son- 
dern ist eine allgemeine Bezeichnung für »Krug". Wo es 
der Syrer für fiö-r^j^ braucht , will es auch nichts , als diese 
allgemeine Bezeichnung sein, nur dass für das griechische 
Wort ein lautverwandter Ausdruck gewählt wurde. In jü- 
dischen Texten ist allerdings, wie es scheint, mit UD^p 
schon eine bestimmte Maassbezeichnung verbunden. Was 
nun die Ableitung dieses Wortes anlangt, so ist, wie ich 
glaube, auch hier wieder die Grundbedeutung »Krug" (wie 

bei i^^ »Schüssel'*) und dies ist identisch mit hebr. Hk^p 

pl. nllE^p. Es ist für ursprüngliches •lAae durch Assimi- 
lation des Feminin T an den ersten Radical )-^£i^ gewor- 
den. Vgl. Noldeke Elohim , JH p. 5 (Sep. Abdr.). Im Ara- 
bischen ist es auch (vi:^!. Dozy s. t.) noch der Name eines 



206 

Kruge«. W-as aber die Bedeutungen »Gerechtigkeit, Grad- 
heit*' U.S.W. 3. y. h^^ anlangt, so sind sie von den eben 
besprochenen Wörtern ganz zu trennen und geboren viel- 
mehr zur aramäischen Wurzel 12 wp syr. U^^oc, so dass 
daB Arabische wieder die jüdische Wurzel wiederspiegelt. 
Das Letztere gehört auch vielleicht schon zu den muham- 
medauischen Lehnwörtern. Xatürlich sin<l auch die Bedeutun- 
gen »Waage" dann »vertheilen'* u. s. w. *) da man ,b^MO 
doch nicht gut als gewaltsame spätere Verkürzung des 
wohl nicht häufiir irebrauchten , «^Uä-iLs ansehen kann , 
dann zu diesem Gruudbegritt'e j>Gleichheit" »Billigkeit** zu 
ziehen, [Auch Hw'p »Bogen*' wird im Aramäischen durch 

dieselbe Assimilation des Bildungs-T an das p zu Xi^-^^ 
anders im Mand. N*jrr]. 

Bekannt als übernommen sind die folgenden Namen für 

Maasse. ,^jLo Gl. geogr. p. 352 , ist vielleicht erst aus einer 
aramäischen Form U?s^ (StmO) PSm. 1713 in *s Arabische 

übergegangen; bei diesem (und noch einigen anderen Wörtern) 
wäre allerdings auch möglich , dass sie aus dem Griechi- 
schen in Ägypten direct übernommen worden sind. 

Mit den Arabern ist ^m Belädori 12, 4 Ibn Dor. KiU 
al'ütij^. 137, 3; Jätüt I. 432, 14 (nach Fleischer's und 
de Goeje's Verbesserung); Buhäri I. 358,15; Ibn Hiääm 

136,4 zunächst streng von ^Juo zu sondern. Arabisch ist 
es keinesfalls, da die Wurzel nicht eine Spur von der Be- 
deutung »messen'' hat. Und wenn nun auch im Hebräi- 
schen diese Bedeutung erhalten ist, so ist eine Entlehnung 
von daher doch ausgeschlossen, da die Bedeutung eines 



1) Aach ■i i **» '> «Abicabe" wird hierher gehureo, nicht mit Dozv s.v. all 
Metathese von (j^JL? aut/ut'aiscn sein. 



• 207 

bestimmten Maas.ses sich weder im Althebruischen , noch 
in der Miäüühspmche , noch im Syrischen findet. Ich kann 
also über den Ursprung nichts Bestimmtes sagen. 

Bekannt ist, dass l5^ iiberuommen ist aus Us^ PSm.; jüd. 

X112. Da die Araber nicht ^li^ sprechen, so könnte mau 
zu der Vermuthung kommen, dass sie dies Wort aus dem 
Griechischen xsp:^ übernommen hätten; indessen das Eintre- 
ten eines langen Vocals als Compensation für einen Dop- 
pelconsonanten ist häufig genug und an Beispielen aus 
den semitischen und indogermanischen Sprachen zu belegen. 
Über den Parallelismus beider Erscheinungen vgl. Prätorius 
in Kuhn Litteraturbl, n'ir Orient. Phil. I. 200. 

Übernommen ist auch ei*st ^1^ ^^^ K2p schon bemerkt 
im Gl. geogr. 39. 

Es concurrieren das Persische und Aramäische bei dem 
Namen yxiS» der ebensowohl direct aus dem Persischen 
wie erst durch Vermittelung des Aramäischen übernommen 
sein könnte. Nach dem Verse Zuheirs Mu^all. 32 ist es 
aber ein Maass des ^ik , wo zu Zuheir*s Zeiten die Land- 
bevölkerung aramäisch sprach; ebendaher werden es die 
Araber bezogen haben. Auch die absolute Übereinstim- 
mung mit Nr*£)p 1}^** "! spricht für aramäischen Ursprung. 
Über diese Wörter und die verwandten griechischen vgl. 
Lagarde Ge$. Abh. p. 81. 

So ist auch (^jCo (vor dem Plural ^S^LCo warnt Ga- 
wali]:! Morgenl. Forsch. 133, 4 a. f.) fremden Ursprungs; 
es entspricht jüd. p1p!3« Halachoth gedölöth yallä ed. 

Yenet. 15 II. 5 [und auch Syr. ^^azsLo Gen. 44, 5 Aquila; 
Nov. 341. Bei Barh. Chron. 418, 8; Eist. eccL II. 527 

Append. U^la^ d. i. die arab. Form; abbreviert lal^ bei 
Behnsch Appendix zu Barhebr. Chron. 5, 5, 7. N5ld.]. 
Das Wort ist natürlich , wie schon die verschiedenen Schrei- 



208 

bungen beweisen , persischen Ursprungs. S\ji , an das mau 
zunächst denkt, hat aber andere Bedeutungen. Kaum zu 

trennen von diesem Worte schoint i^^La :*ein Trinkge- 
füss" A^su bei Jakilt IV. 617, 1 (in eben dieser Beileutung 
gebraucht Bekri 442 , 10 als Erklärung von ^^W\ Nfibiiia 
17,33). Der Übergang der Bedeutung von einem bestimm- 
ten Maasse zu »Gefäss" überhaupt zeigt sich auch bei 

^j\o. Vielleicht gehört es allerdings zur Wurzel v*La 
>> saugen , schlürfeu'' ; doch ist die Bildunix nicht häufig. 
Der Xame eines grossen in Basra gebrfiuchlicheu (vgl. Ihn 

Dor. Kit-al-iötik. 94, 4 a. f.) Hohlraasses JüU3' ist wahr- 
scheinlich auch fremd. Indessen die griechisch-lateinischen 
Wörter , die man damit der Lautahnlicbkeit .nach in Zu- 
sammenhang bringen möchte , wie /pJp = cancelli (xtyxXlc) 

können damit nichts zu thun haben. Vielleicht ist das Wort 
persisch; vgl. auch Nöldeke Sassamden p. 221 paenult. 
und Anm. 

Mit JüJLS identisch ist ol*,:> neben dem auch ol^ vor- 
kommt. Schon dieser Wechsel giebt Anlass zu Bedenken gegen 
die Echtheit der Wörter. Ausserdem ist auch eine Ablei- 
tung von O«,;^ nicht gut anzunehmen. Im Aramäischen ist 
mir aber nur »112 im Sinne von ]> Topf " »Geschirr'* bekannt. 

Hier fügt sich wohl am besten ein die Besprechung eines 
schwierigen Wortes ^jo)o schon bei A^sä Mu^arrab 29. Es 
ist deutlich, dass es nichts anderes sein kann, als XyT*13 
»ein kleines Maass" Sabb. 109^ ^^ a. f. wenn es auch im 
Arabischen nicht mehr ein Maass , sondern ein kleines Trink- 
gefilss aus Palmzweigen bedeutet. Das aramäische Wort 
ist aber sehr dunkel, da an eine Zusammensetzung mit 
i^ nicht zu denken ist. Auch die Vergleichnng oder gar 
Identificierung unseres Wortes mit Sy^HS^^ oder , wie es in 
unseren Agg. heisst , ^13VJ? Ketuböth 75* 3^, welche ^Arüch 



209 

8. V. ^t3^V^3*J^ versucht wird , bringt uns nicht viel weiter. 
Das Wort kann gerade an dieser Stelle durchaus nicht 
einen so sehr kleinen Becher bedeuten , denn die Frau ent- 
blösst ihren Arm, um zu zeij^en, wie lang das Gefils.s war, 
aus dem der Rabbi Wein trank. Uasi erklart schon rich- 
tig »lange Becher**. Das letztere Wort ist ganz gewiss 
persisch; aber ich bin dem Originale nicht auf die Spur 
gekommen. Ob Jtfapür darin steckt? Ausserdem wage ich 
an den ersten Theil der persischen Bildung R^\jJLAj\ , 
}r<v JAflV , ilu arrab 70 zu erinnern , den ich etvraoloirisch 

allerdings nicht deuten kann. 

. ^ '-- . 

Schon langst ist arabisch * U^ ein Flüssigkeitsmaass , 

wozu dann noch s«^^ »Schlauch** zu stellen ist, ideutifi- 
ciert worden mit fJLirpvir'^^ (Dozy). Zu nennen ist blos noch 
die aramüische Vermittelungsform XH^tJ^ Levy Nhbr. Wb. 
III. 95. — Nicht eigentlich ein Maass , aber doch als solches 
erklärt ist ^li Mu^arrab 114, wofür Gawaliki schon als 

genau entsprechende Form Uüli = K-^^ anführt. Es ist 
aber U^^-s; vergl. Sachau zum Mu^arr. 51. Genau ent- 
spricht der aramäischen VocaUsation ^JLi in dem dort an- 
geführten Verse N&biga's. (if II ^ixya yKci^^ rjj ixix^plfp 
ri fiiffov iifXoT Steph. Byz. s. v.). 



SCHIFFAHRT UND SEEVERKEHR. 

Ouidi hat Della sede p. 37. Anm. 10 darauf aufmerksam 
gemacht, dass die Schiffahrt unter den alten Arabern nur 
wenig betrieben wurde und verweist zunächst auf Strabo 
780. Diese Stelle besagt aber nur, dass die Araber schon 
zu Lande schlechte Krieger (und mehr Eaufleute) seien, 

14 



210 

geschweige denn zur See , fAttri ye , xotrx bikctrrxv (seil to- 
KifAtffTxi ttjtv). Ferner aber werden Strabo*s Gewährsmän- 
ner in den Hafen des rothen Meeres schwerlich genau 
Araber von anderen semitischen Völkern unterschieden ha- 
ben. Mit seiuer Nachricht aber steht in ganz directem 
Widerspruch, was uns der Verfasser des Periplus maris 
erythraei (ed. Fabricius) berichtet § 16. xx) ^ifixovatv eU 
xvT}iv (nach Muza) i3o\Kix rx Trksiovx xußspvvirxi^ xx) ZP^^' 
xxolq ^Apx^t XpufA^vot roJi xx) auviiietxv xx) eviy^xßßpixv 
iX^^^^^ iß^ftpot^ re ovvi tuv ri^uy xx) t^^ $«vif^ xvrciv 
und ferner § 22 to fjth oXoy (Muza) ^Apxßciv vxvirXyjptxxv 
dv^p^iTuv xx) vxyTtxüv TrXsovxi^si . . . 0'ü^;^p6iyr«i .... Ihioi^ 
i^xprivfjLOt^, Schon diese beiden gewiss bei Weitem authen- 
tischeren Nachrichten wiegen Waraka's Vers, den Guidi 
1. 1. anführt , sehr auf. Auch wissen noch die Araber von 
der Seetüchtigkeit ihrer Vorfahren zu berichten. Gauh. s. t. 
^yo (==Jäküt IV. 522, 3) erzahlt auf die Autorität Ton 
Abu ^Ubaida: Ardasir Sohn des Bäbgau machte die Az- 
diten zu Schiffern an der Küste yon ^}män*'. So wird das 
natürlich nicht zugegangen sein, — schon die Rechnung 
stimmt dort um 200 Jahre nicht — aber immerhin zeigt diese 
Nachricht doch , dass auch in alter Zeit die Schiffahrt im per- 
sischen Meerbusen in arabischen Händen war. Dazu stimmt 

auch , dass der arabische Name der Edelperle s7i^ als ri*11 
bis in den babylonischen Talmud (Megillah f. 21<^) wandern 
konnte. — Arabische Seeräuber Agatharchid. (Müller) 88, 26, 
Blau ZDMG. XXVII. 307. Anm. 3»). Auch im Süden 
scheinen Araber Ton vorneherein an dem Schiffsyerkehr mit 
Abessynien sich rege betheiligt zu haben. Die afrikanische 
Eüste lag ihnen sehr nahe und sie konnten auch mit Flös- 



1) DtM die Araber auch in alter Zeit Schiffahrt trieben, ersieht man auch 
ans Sprenger Alte Geographie p. 230, 231. 



211 

sen hinüber fahren. Ein Zeichen des starken Verkehrs 
sind nnter Anderem die abessrui.schen Sklavinnen , die wir 
seit alter Zeit in Arabien finden (öfters schon bei den alten 
Dichtern). Auf einen rcgelmii.säij5en Sc hitFs verkehr mit 
Abessynien, der an der Westküste Arabien.^ entlang ging, 
deuten auch die zwei Überlieferungen , in deren einer das 
Holz eines in Su^aiba gestrandeten Schiffes zum Baue der 
Ka'ba verwendet wird (^abari I. 1 135, 10), während nach der 
anderen tlie ersten Muhagiruu auf einem Kauffahrteischiff, 
das nach Abessynien geht, dahin auswandern f^^^^" !• 
1182, 1. Und thatsiichlioh stand ja Jahrhunderte lang 
ein betrachtlicher Theil Siidarabiens unter abessvnischer 
Botmiissigkeit. 

Auch in den alten Gedichten wird der Schiffahrt nicht 
gar so selten gedacht (vgl. die später bei den einzelnen 
Wörtern folgenden Belege) und in dem ersten grosseren 
Documente der arabischen Litteratur, dem Korane, zeigt 
sich deutlich , doss auch die alten Araber es wohl zu schätzen 
wussten, dass ihr Land an drei Seiten vom Meere bespült 
wurde. Wenigstens für die handeltreibenden Kreise, za 
denen Muhammed gehörte, ist der Seeverkehr von grosser 
Bedeutung gewesen, sonst verstände man nicht, wieso Mu- 
hammed an nicht weniger als 40 Stellen Gelegenheit nimmt, 
auf die Gnade Gottes hinzuweisen, der auch das Meer 
schiffbar gemacht habe, damit die Menschen mancherlei 
Nutzen daraus ziehen. Auch schildert er einmal die Gefahren 
einer Seereise so anschaulich , das man fast auf den Qe* 
danken kommt, dass er selbst einmal eine solche mitge- 
macht haben könnte. Kaum wird man alles das für blossen 
rhetorischen Aufputz halten wollen. 

Was die in den semitischen Sprachen gebrauchlichen 
Schiffisnamen anlangt, so ist zu bemerken, dass jede einen 
oder mehrere besondere Ausdrücke und je ein auch dem 



212 

zuaüchst Tenraadtea Dialecte mit ihr gemeinsames Wort 
fSr »Schiff** entwickelt haben. Das gebräuchlichste hebnl- 
ische Wort ist ^^X, das sich in dieser Bedeutung ebenso 

•n 

wie ^ü in keiner anderen Sprache findet. Mit dem Ära- 
maischen gemeinsam hat das Hebniische HS^SD , indessen 

T : 

es ist weder da noch im Aramäischen das gebräuchlichste 

Wort. Dieses gebraucht am gewöhnlichsten i^äL] Kä/X, 
das wiederum in keiner anderen Sprache Verwandte hat. 
Um nun zum Arabischen zu kommen, so hat es einen 
Namen des Schiffes, von dem sich in den verwandten 

Sprachen keine Spur findet, nämlich vdJULi. Dieser echt 
arabische Ausdruck findet sich im Koran; er gehurt zur 

Wurzel dLo »Kreis'* woher die Spindel im Hebräischen , Ara- 
bischen und Aramäischen ihren Namen führt ^). >£jLii bezeich- 
net nach dem ganzen Zusammenhange ein grosses Schiff '). 

Ausserdem haben die Araber eine Reihe von Wörtern , 
die sich auf die Schiffahrt beziehen, mit den Abessyniem 
gemein. Auf ^ '^ f und w^U = äthiop. bäh«r und 
azeb hat mich Prof. Nöldeke aufmerksam gemacht. Hier 
ist ferner zu nennen oy0% = äthiop. rams. Aus der Über- 
einstimmung dieser beiden Wörter kann man schon den 
Schluss ziehen, dass die Schiffahrt von Arabien nach 
Abessynien auf Flössen vor sich ging. Und dies wird auf's 
schönste durch Periplus maris Erythraei § 15 "Ejti J'fy xirij 
xXoiipix pxTTTx Kx) fMvo^vXx bestfltigt — vgl. auch § 16 u. 
§ 36, wo der Name (Jkxixpxrx für diese Fahrzeuge vorkommt. 



1) Der Pflinzenname q«xL3 gehört natilrlich nicht za dieser Warzel; er 

kann nicht gat eine Zusammensetzung aus pers. p i l -(~ ? sein (^^ v^^r^^ 
•Elephantenohr**). Ich Ter.nuthe griechischen Ursprung. 

2) Man beachte, wie Gauharl (oder die Quelle, aus der er compilierte) das 
Schwanken des Geschlechtes bei diesem Worte auf das Prinzip der Analogie 
(Uj v^aPÄj MvXä) zurückfuhrt. 



213 

Strabo 778 lässt die Araber nach Äthiopien schiffen iipfiA^- 
rhoi^ vXoioi^. — Dasselbe berichtet Agatharchidea (Müller) 
189,23 von den Sabaeru. [Den Namen fjLxiipx oder /x«- 
lipxTx (wie Fabricius liest) bat Blau (Altarab. Sprachstudien 
Z D M G. XXVII. 310. Aum. 7) zu erklären versucht Ich 
denke , dass wir ßxßxpx{rx) zu lesen haben und stelle dies zu 
^«oue, das noch später speciell als Schiffsuame üblich ist. 
Die Corruptiou ist bei einem Frumdworte nicht audällig]. 

Gauh. beschreibt diese owo% als Hölzer, die an einander 
gefüirt werden und auf deueu mau das Meer befahrt. Vgl 
Mu^arrab. 95 , 3. [Das doii genannte ^Llä gehört zur 
Wurzel Llä »schwirameu" sanskr. snä lat nd^re na^t-^re]. 
Es ist zu beachten, dass Gauh. hier «^^V^JI _JLft ') sagt, 
während er bei \^yio und autLe nur »UJ| ^ sagt, weil 
sie wohl nur auf Flüssen gebraucht werden. Im Arabischen 
hat dies Wort, wie es scheint, eine ganz gute Ableitung 

Yon oy^T »zusammenheften** = ^JLot « das gewiss nicht erst 
Yon väJoj gebildet sein wird. — Noch ein anderes Wort ha- 
ben bloss Abessynier und Araber mit einander gemein , aI^ 
»das Segel*', das auch da eine sehr bequeme Ableitung hat. 
[Die Grundbedeutung von e^ ist wohl »spalten*' dann 
»lang hinstrecken", »gerade machen". Vom geraden Wege 
«Jüt JLuyM geht der Begriff des Gesetzes aus, wie »der 
Weg Gottes" ITH ^.5,9 ferner »der Weg zum Wasser* 

I V » 

(xaj«MM Trankplatz Div. Hu^. 16,10), so heisst dann a^ 
»auf den Weg gehen*'; (vgl. auch mehrfach unter der Wur- 
zel ^Jo Bedeutungen, die sich speciell aufs Wasser be* 



1) t<^V bedeatet allerdingt im Arabiach«B aneh «mb groMen Flosa. Iba 

Doreid Kit-al-iilikäk HS, 13. Id dem Vene des *Adl iVn Zeid Gaah. t. ▼. 
^^U itt j^ der Euphrat. Du denomiiut. J^U ibn Oor. 1. 1. 15. beisst »dit 



Seekrankbeit baben* 



214 

ziehen) , und vom Begriffe des Ausstreckens , hebr. aram. 
y.lr "Nr^ ist das Wort für »Segel*' hergenommen , (während 

- T 

im Äthiopischen der Begritf des > Gerademachens , Span- 
uens'* nicht erhalten ist) ganz so, wie die Hebriier (und 

Aramäer) in diesem Falle u*l3 .-Ti-s sagen Ezechiel 27, 

7. (Ir^^ >velum" (Cast. 731) ist abtT wohl nicht »Segel" 
sondern nur »Schleier" wie auch ND^*13 im Jüd. iiram. 
Beiden gemeinsam ist ferner der Name des Nordwindes 

««Mwo f woneben «chon bei <lauhari «a*(J) und mase^ Dill- 

mann 18'». Zur A^ ur/el y^i »ziehen"? vj;!. ^r mn rJt zu 
aram. 3C^3 »wehen". 

Von dem regen Verkehr, der in alter Zeit zwischen dem 
afrikanischen Festlande und der gegenüberliegenden ara- 
bischen Küste geherrscht haben muss, giebt auch noch ein 
von den Arabern (denen hier Guidi {Della sede p. 38. Anm. 
1. 3) gefolgt ist) irrig erklärter Xame eines Fahrzeuges 



Kunde. Ich meine «Ij. Jl& , das nicht mit den Arabern 



iO " - 



zu ^««XC) einer sonst nicht bekannten Stadt auf Bahrein 
zu beziehen ist, sondern zu Adulis "aSöüA/? ^) gehört, vgl. 
Tarafa Mu'all. 4; Hamäsa 470, 8 (als Variante); Näbigä 
19, 18; Bekri 351, 4 a. f. Jäküt II. 632, 17; III. 797, 13 
und noch bei 'Omar ibn Abi Rabi^a, so dass der SchiÜB- 
name länger als die Stadt selbst bestanden hat Ag^ni I, 
87,15. Vgl. übrigens dazu Bekri 648,8 a. f. 

So hat auch das Äthiopische seinen selbständigen SchifiFs- 
ausdruck liamar, über dessen Herkunft ich nichts sagen 



1) Adulis spielt bekinntlich in den ersten Jahrhunderten nich Chr. eine 
grosse Rolle Peripl. mar. erythr. 4. Später aber Terschwindet jede Spur davon. 
Berühmt ist es namentlich durch die Inschrift , die Cosmas dort fand und 
abschrieb. Vgl. iibri.^cns die wunderliche Theorie über die Ableitunt; dieses 
Namens bei Jakut III. 02ii , 17. I^ni^e nachilem ich über die Identität von 
J^^wXä mit ÄdtUU klar geworden war, erfuhr ich (durch Prof. Noldeke), 
dass Ewald \or einigen 20 Jahren in meinen Vorlcäun'.;cn il.isselbe .:clehrt hat. 



215 

mochte; ebenso gehört ihm allein die Bedeutung »Mast- 
baom** fSr ^amüd an]. Andere Schiffsausdrücke, die das 
Arabische selbständig entwickelt hat, sind ^'y£, von der 
Wurzel Ili ^»schwimmen", und gewiss echt ist s.^^JlV» 

wenn auch das Syrische jAjs^il^ in demselben Sinne ge- 
braucht. Bei den Völkern , die diesen Ausdruck für »Schiff** 
brauchen, war also das Reisen zu Lande beliebter. — 
Abessyniem und Arabern gemeinsam ist femer der Aus- 
druck ftir den Hafen, der nur im Arabischen seine Ablei- 
tung hat j^amI^ atliiop. marse zur Wurzel Ll'^ »fest 
machen**, daher der in den alten Gedichten (und im Eorän) 
häufige Ausdruck ^^L Jt JIa^JI 'die festgefügten Berge**. 
— Noch ein specifisch arabbcher Ausdruck ist hier zu er- 
wähnen «Lo ^) woneben ^^C^ vorkommt. Die Araber 
selbst wissen , wie es scheint, mit dem Worte nicht recht 
Bescheid. Schon Gauh. erkennt beide Formen ^%C^ und 
«Lo an. Ich glaube, dass ^;tl<io echt ist und zur Wur- 
zel Lo V binden, knüpfen** gehört, wie Hebr. /3n zu /Sn 

Juva-, während jL« wohl erst eine aus ursprünglichem «L« 
(durch ev. Einnuss des dabei bestehenden %L« »Mastbaum** 
Tgl. Dozy) entwickelte Form ist. Endlich ist nur noch im 
Arabbchen erhalten Lh »anlegen** (vom Schiffe) und daher 
iiJi »Hafen*' wohl yom Anknüpfen des Schiffes mit den 
Ankertauen hergenommen. Ob ^^ »Schiffer** oder »H- 

1) Dm OL BelAd. p. 44 i. t. X*a ABmerkong enthalt «atn Irrtham. J^ 
iit nicht •Mtftbaam** tOBdern dtr CommentAtor oder Gloeeator giebc nur dit 
beiden in den renchiedenen Oinlcetcn f&r «viao gtltemden Bedeatnngen an : »S^if- 

fer** (lehrcibe abo ^^) and »Maslbaam**; »diet im Sjritehen DtaUete**. YicL 

aach Gaoh. i. t. yd , wo beide Bedaotangen aagtf&hrt werden. Dia Riehtif» 
keil dieser Aendeniog geht deutlich ans den folgenden Worten herror. «Man 

könnte anter Uj.|^ wohl ScAiftr Terttehen, aber da« Verkaofen der Schif- 
fer wäre etwae Ungewuhnlichet.** 









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scher" sind, war schon den alten Arabern nicht mehr 
ganz klar. Es findet sich ausser Zaheir 10 1 6 noch Dir. 

Had. 93« 38. Nur dem Arabischen gehört ^^ »SegeP*. 
an (öanh. s. ▼. JJL:^)f wozu ich nar äthiop. gelä »Schleier" 
(DiUmann 1140) stellen kann. ManygL re^m »Segel" dann 
»Schleier". 

Wenn man diese nicht geringe Anzahl im Arabischen selb- 
ständig entwickelter Worter betrachtet, so kann man nicht 
gut Yoraussetzen , dass die Schififahrt unter den alten Ara- 
bern nur wenig entwickelt war. Das hindert aber natürlich 
nicht, dass thatsachlich doch die nördlichen Araber mancherlei 
Fahrzeuge und Schifisgerathe erst von ihren aramäischen 
Nachbarn mit den Namen derselben entlehnt haben. 

Zunächst ist RAaC Amrul]|:. 20, 4; Dir. Hu^. 18, 3 
(H^SLÄ? ^Ik^) Zuheir 17, 7, 10, 6; Betari 92,3 a.f.; 
131, 4 zu nennen, welches Guidi (Della aede p* 37) mit 
Recht auf die Liste der yerdächtigen Wörter gebracht hat. 
In der That sprechen alle Anzeichen dafilr , dass es ein über- 
nommenes Wort sei. Vor allem hat es im Arabischen keine 

Ableitung; die Wurzel /jaIi so weit sie im Arabischen 
sich findet, ist ganz unecht, da das Yerbum denomina- 
tir Ton ^JaJ ist; dies ist aber — bis jetzt noch uner- 
kannt — nichts als persisch ^L^Jf »Wetzstein". Dasselbe 

Wort ist als {JLOd auch in*s Syrische übergegangen. Gast. 
716. Im Hebräischen hat das Wort eine bequeme Ablei- 
tung Ton |£)D »täfeln", wie man auch im Arabischen Yon 
den ^Ut Zuh. 1, 23 den Tafeln des Schiffes spricht. 
(Auch syr. | i ^S ). Denkbar wäre übrigens auch, dass 
ny fiD aramäisches Lehnwort ist , wofür ursprünglich dann 
nyfi'S^ zu schreiben wäre. Denn auch Tfi2^ (woYon *3fi3^ 

Deut. 33, 19) scheint dazu zu gehören , da an einen Wechsel 
mit |£)1( = yjiüo kaum zu denken ist. Wenigstens fehlen 



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sonstige Analogieen dafiir. Wenn diese Yennatiinng an- 
trifft , so würde p^^*w schon nach dem Lantrenchiebangs- 
gesetze als Lehnwort gelten mOasen (hebr. b^^^sarab. jt)« 
Aram. jSD (Levy Nhbr. Wtb. m. 567) steht ohne Ver- 
wandte da, da es kaum zu äthiop. safana »herrschen** 
(Dillmann 405) »s arab. ^^yJu&t (der Wechsel ist mehrfach zu 

belegen) gehören winL ^UlI, »der Schi£bbaumeister*' 
wird, trotzdem es ein Handwerk bezeichnet, eine echte 
Bildung sein, da das Aramäische \lÄSi KjSD (Targ.) wie 

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es scheint nur als »Schiffer*' kennt. (Bedeutung wie bei 

non). 

Die nun folgenden Namen meist kleinerer Fahrzeuge 
scheinen auf bestimmte Gegenden beschrankt zu sein. Zu- 
nächst ist zu nennen das seit alter Zeit am Euphrat hei- 
mische .^!s Näb. 19, 19; Agäni XX. 24, 1; ^amft8a 
726, 5; Belqrt 417 paenult^ J&küt lU. 285, 21, in dem 
Nöldeke schon yor Jahren l^o^i^ (Gast 823) erkannt hat 
Man hat jVo-dj-o weiter aus xspKovpo^ cereuruM [zu Dozy's 
Belegen TgL noch Gellius Nöct. attic. X 25] abgeleitet, 
was an sich richtig ist, indessen es ist zu beachten, dass 
die Bildung selbst vielleicht semitisch sein wird, da die 
Ableitung im Griechischen ihre Schwierigkeit hat. 

Am Euphrat und Tigris ist noch ein anderes Fahrzeug 
üblich gewesen , ^^yi und ^Jw , aus den arabischen Dich- 
tem und anderen Quellen bekannt; fsi. Mu^all. 28; Mu^arrab. 
23 und 24, ^an3. 633 ult. [A^däd (Houtsma) 133 als 

'jSyi erklärt]. In genau derselben Liocalität (an der Mün- 
dung des Tigris) tritt der Name im Talmud auf als KnX^3 
TKS^Ol^)* Die Beschreibung im^Arüch Terdient wiederge- 

1) Nach einer anderen ichon im Talmud lelbat berichteten Variante MHIt^^rS 
die entere ZJL. ateht in oneeren Agg.; äe wird dnrek das Arahieehe ab riehtlg 
enrieeen, gegenikber einem Codex Rabbinowiti*a, der cintr Ahlettnng von ftV2 
•Snmpf " m Litbe nnKrr2 tehnibt. 






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218 



geben aca werden:- >E8 sind kleine Fahrzeuge, die Tor 
den grossen an seichten Stellen ÜEihren« wo grosse Fahr- 
senge nicht laufen können , man steigt dann in das kleine 
ein und kommt darin an*s Land. Diese Schiffe kommen 
auch im Sumpfe (m(3 Hiob 8, 11) fort und heissen des- 
halb KnX^!(^3. Maiian aber, Ton den Arabern Maisan ge- 
nannt, liegt am Ende Babels (/33 nvpS, so mit ed. princ. 
zu lesen gegen das unsinnige b^^i TMpD der Ausgg.) in 
sumpfiger Gegend , und dort giebt es Rohr und Schilf, und 
daraus (ich lese pO ftlr ^n? der Agg.) macht man (dort) 
kleine leichte Fahrzeuge.'* Hier ist uns die richtige Ab- 
leitung des Wortes Ton ^yj »Bohr'* u. s. w. gegeben, TgL 
Sachau zum Mu^arrab. 13. Ob dieses arabische Wort Tiel- 
leicht wirklich zu mf3 (Low Aram. Pflanz. 167) »Rohr*' 
zu stellen, ist? 

Ein anderes kleines Fahrzeug, das den Namen v^^li 
fährt (Dozy; 61. geogr. 231, 10 a. f.; Gildemeister Nachr. 
der Gott. Ges. d. Wissensch. 1882. p. 486; Lonsano er- 
klärt durch dies Wort (31Kp) das eben besprochene tTXIS) 
stellt schon Dozy mit xipaßo^ zusammen. Natdrlich ist es 
yermittelt durch k^^^j ^ Land Aneed. III. 18,21=juKp«- 
ßiov, das auch in die romanischen Sprachen übergegangen 
ist Diez Vgl. Wörterb. (TL) 88. Über den griechischen Na- 
men und damit zusammenhängende Wurzeln Tgl. Himlj Zeit- 
schrift f&r Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft 1880. 
[Dagegen gehört KS'IX , das man nach sonstigen Analogieen 
= KSnp setzen könnte (Nöldeke ZD M G. XXVI. 882) nicht 
dazu, sondern ist = rH}"!}^ »Trog, Mulde** (so schon Nöldeke 
Mond. Cframm. 58 Anm. 2) wie ebenso pers. nJLi (= HIIJ^J 
wonach Leyy Nhbr. Wtb.III. 411 Sp. 1 zu berichtigen) zu 
navis u. s. w. Das Wort hätte übrigens zu 2bli gestellt (TgL 
B,uch y^ayXdg und yaZXog) eine ganz bequeme Ableitung. [So 
y*v\og wohl am ehesten noch zu TTTM wie %\S\ zu ^3K]. 









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219 



Ob aoch sQjLmm (Vgl. Gloss. geogr. 268) xn den tlber- 
nommenea Wörtern gehört, kann zweifelhaft sein. Nach 
dem, was wir im ^Arüch über die Anfertigang des n^3 
hören, könnte es, — es ist aach am Tigris üblich — za 
\^ einer Binsen- oder Robrart (vgL Dozy s. ▼• n. Low 
Aram. Pßanz. 841 paenult.) zn stellen sein. Indessen, da 

6awäli]^ Morgenl. Forsch. 131 , anf der Aassprache Sk^^IZm 
besteht, so wird diese ihren gnten Grund haben und das 
Wort ist wahrscheinlich als Nisba zu »(«a«^ zu stellen. 
Die Volkssprache wird es aber Tielleicht von «L^ abge- 
leitet haben. Natürlich kann nach beiden Ableitungen, 
wie de Goeje a.a.O. bereits erkannt hat, Ton Dozy^s Zu- 
sammenstellung mit Sjj^Lm nicht die Rede sein. Gawäli|ci*s 

y^L aber wird , wie häufig in solchen Fallen bei Nisben , 
deren Ursprung nicht bekannt war, freie Erfindung der 

Lexicographen sein. [Vgl. über ^j^^ meine Beitrage zur 

Erklärung der mehrlautigen Bildungen im Arabischen 37]. 
Ein aramäisch gpriechisches, ursprünglich allerdings wie- 
der semitisches Wort scheint in dem wunderlichen ^j»oUÜl 

DiT. Hud. 93, 14; ib. (Wellhausen) 279, 86 Torzuliegen. 
Man kann dies Wort, das im Commentare als »grosses 
Schiff*' oder auch als »kleiner Kahn** erklärt wird und 
das den Späteren jedesialls unbekannt war, nicht gut Ton 
xiloQ \a^ (mit derselben Übertragung wie ^3)1 zu flit 

Tgl. GeseniusIX. 116 s. y. *3^t; ital. wuuUoirL.vai$$eau zu 
lat. vcui) trennen , wenn auch , wie es scheint , diese beiden 
Worter nicht in der übertragenen Bedeutung »SchifT Tor- 

kommen. Auch läset sich eine andere Bedeutung an dieser 
Stelle kaum ertragen. Auffallig bleibt immerhin die Deh- 
nung des A, der im Aramäischen nichts entspricht. 
Ob |ji>uTj_.w Gl. geogr. 274 nicht Tielleicht direct dnrch 



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220 - 

Byzantiner ins Arabisehe gekommen iit , steht dahin. Ln- 
merbin hat auch das Syrische — hier noch nicht erkannt — 
wie ee scheint, dasselbe Wort in Pr^ (Gast 925) nnd 
Pi.ft^ (b. 894) über deren Echthdt ich indessen nicht ge* 
nngend informiert bin. 

Neben den echten bereits erwähnten l^amen der Flosse 
%&M0% nnd i»«Sf S^Lft i^ ein ans dem aramäischen Kreise 
übernommenes Wort zn nennen \JCJ& nach Ganh. >Schliinche, 
die man aufblast and an einander bindet nnd aof 

denen man dann auf dem Wasser fahrt** = \&Jiy (Der sjljb 
kann auch aus Hölzern bestehen, das ist aber gewiss erst 
spätere Entwickelung). Es erweist sich als übernommen 
schon durch Heraustreten aus der Lautrerschiebungsregel , 

da hebr. niv aram. ^^^4 jüd. ar. (]ü arabisch oLb Ter- 
langt; UÜb aber, welches echt arabisch ist, scheint nicht 
dazu zu geboren, da auch die Bedeutung »schwiomien" 
da erst secundär entwickelt scheint, Tielleicht gar unter 
dem Einflüsse der Analogie Ton ol^* (ollb ist ein dbUcher 
Name f&r düi^, das bekanntlich aus U^ PSm. 1748 
übernommen ist, wofür |nSn gewiss nur ein Fehler ist). 
Ein aus dem Persischen übernommener Name, der das- 
selbe bezeichnet, ist S^^\ Jä^üt TL 264, 19; zu pers. 
^v >Eorb*' und dann auch »Floss." — Für die Ableitung 

des aramäisch aussehenden S^LLt (Dozy) weiss ich nichts 
Torzuscblagen. — Zweifelhaft bin ich , ob man IJl^ T^bari 
UI. 1948, 4; 1949, 12 (passimin diesem Tbeile) zu axiH* 
stellen darf, das im Jüd. aram. allerdings die Form iTlDX zeigt 
(Var. K*npD*X scheint auf einer Verwechslung mit SnpDK = 
Ui-aa^l PSm 216 s. y. Ij.^) zu beruhen; daher Hai zu 
Negä'im 12, 1 »targumisch f&r D^^niT*) und dasHäi LL 

durch t]':^ L t]lC3 = vjk^ erklärt Syr. Uf^ PSnu 
306, 809. 




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S3yt.(> ist niclit aas ipofidiiov (Doxj s. y.) sondern }^- 

ßciv «B ^^i? PSm. 952 erwachsen. 

Yon den Namen der Schiffer ist als aramäisch ^jUt 
Tar. Mu'all. 4; Näb. 5, 46; E^mU 515, 7; 6elj:ri 417 
paenuli. schon Ton Goidi a. a. 0. mit Recht reclamiert. Es 
ist sicher ans lüS^n übernommen , wiewohl sich ein directer 
Beweis bei dem Mangel jeglicher laatlicber Momente nicht 
führen lasst. Auch ist im Aramäischen das Wort nicht 
bequemer abzuleiten, als im Arabischen; aber die Bildung 
ist dem Aramäischen gerade für derlei Verrichtungen eigen* 
thümlich , während sie das Arabische Yon yomeherein nicht 
in diesem Sinne gehabt zu haben scheint. Auch im He- 
bräischen kann 1770 « wie das Käme? andeutet (nach der 

regulären Yocalentsprechung müsste man bei arab. d ara- 
mäisch ä im Hebräischen die Trübung zu ö erwarten) erst 
Lehnwort aus dem Aramäischen sein. [Es soll aber auch im 
Aramäischen Lehnwort aus dem Sumerischen sein]. 

Vielleicht direct aus gpriechischem Munde ist den Ara- 
bern das Wort !j^ zugekommen , welches Gauh. s. y. (si«3 
allerdings nur dem syrischen Dialecte zuspricht. Es ^ 
wenigstens auffällig, dass hier nicht wie sonst ausnahms- 
los griech. röm. T (in späterer Zeit) durch ^ wiederge- 
geben ist, da im Jüd. aram. (Midra^ Koheleth) in einer 
aramäischen Stelle H'nS^M (rgL ^Irüch s. y. ^U]M) steht, 
wie man erwartet. Oder ist etwa dies Wort noch yor der 
bekannten Vertauschung der T-laute yon den Arabern 
aufgenommen ? Auch die Arabisierung durch die Nisba-En- 
düng ist nicht gewöhnlich. Äthiopisch nötajftwi DiUm. 672« 

^\Zy das (jhiwäli]^ Mu^arrab 71 als anbekannt bezeich- 
net '), ist seinem Ursprünge nach nicht mit yölliger Sicher- 



1) J&küt IL 74S, 1 trklirt qI^ da »Anhag. Mt^UTdähM V^^ qI^ 



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heit %a bestimmen. Es entspricht am ehesten der aramai* 

sehen Form fär nenbebr. 113*1« die als *M-a.9 Tielleicht 
auch schon *M-ao9 anzusetzen ist. Mir sind aber die 
aramäischen Formen des Wortes in der Bedeutung nicht 
bekannt. 

An die Erklärung yon AxsM »Capitän*' Mu^arr. 82, 
Tabari III. 1948, 11; Gloss. geogr. 271 (vulgär JLajLJ 
GawäliiLi Morgenl. Forsch. 154, 7) wage ich mich nicht heran. 
Es ist wohl aus U^i^^A^I PSm. 412 jfld. KOK^HlTK (auch 
mand. KSK^^nS^K) übernommen. Aber dieses aramäische 
Wort ist sehr dunkel. An eine Ableitung von DH^ = OJlDi 
das i^schliesseri" und nie i^stegeln^* bedeutet, ist abgesehen 
davon, dass die Form dann durchaus unaramäisch wäre, 
schon deshalb nicht zu denken , weil ^Abdd. Zar. 41^ , 5 , 
wo sich das Wort allein findet, KDK^nS^X nur »ein Bote" 
ist, der das Siegel seines Auftraggebers mit sich führt (zur 
Beglaubigung). Die betr. Talmudstelle ist übrigens auch 
nicht vollständig klar ^). 

Nicht weniger dunkel als (•LuUtI ist der Name des 
Steuers (nach Anderen »Ankers*') des Schiffes, ^Ix^, 
nach (jhiuhari &ijüLJt s^ajO ; schon T&rafa Mu'^alL 28 (vgl. 
Dozy I. 669) Mu^rab 71 s.v. ^11; fahm III. 920,3; 
Agäni XIX. 28, 5 a.f.; JäJ^üt U. 681, 11. Es ist schon 
nicht ganz sicher, wenn auch wahrscheinlich, dass es aus 
Bjr. jl^ffy übernommen ist, da dessen r^uläres Aequiva- 
lent im Arabischen natürlich ^L^'Ll ist und der etwaige 
Einwand, dass diese Form unarabisch sei, durch die gut 

beglaubigte Form wK Jf ((jrauh. s. t. w%J; Mufa^^al. 106, 7 ; 
das Wort ist noth wendig echt arabisch) ausgeschlossen wird. 



1) v^it). Dtf. Leb. 66, 1 nnd wohl kaum mit eiiiea CommenUtor da «BIa- 



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^ - '^ * 228 






Indeasen wenn man die Enilehnang ans dieser Fonn mit 
eV^ bei einem Fremdi^orte erklärlichen Umbildung (Tiel- 

leicht hier mit Anlehnung an ^^Ck) auch zugiebt, so bleibt 
llsotf auch für das Syrische eine ganz dunkele Form und 
deshalb ist es misslich , eine der beiden, sonst nicht un- 
wahrscheinlichen f Etjmoiogieen des alten MichaeUs zu Gast. 
anzunehmen. 

Jo^ und 3^^ scheinen mir auch fremd zu sein und 
kaum zu /DO »Wand" zu stellen. Wenn ich zweifelnd 
an syr. P^oa PSm. 1855 erinnere, so geschieht es, weil 
die Annahme, dass das im Arabischen seltene Wort in*s 
Syrische Aufnahme gefunden habe, nicht sonderlich wahr- 
scheinlich ist. Am Ende ist es gar nicht semitisch. 

Ellarer sind zwei Namen des Mastbaumes , die die Araber 

den Aramäem entlehnten« Erstens Jj5 Dozy L 453; Gl. 
geogr. 236. Schon Gauh. erklärt richtig , dass man »Palm- 
baum" auf »Mastbaum" übertrug Jl^l aJLdL. Schon im 
Jüd. aram. wird K7p"l auch für den Mastbaum gebraucht. 
So , glaube ich , ist auch ä^Lo ^) , das im Arabischen 
keine Ableitung hat, da man^ es nicht direct mit k^jLm 
»Balken" wird identifideren wollen, erst eine Entlehnung 
aus dem aramäischen H^lf, das allerdings nur im Sinne 
Yon » Palmzweige" Torkommt. [In ^^o PSm. 1070 dürfte 
Sp^iov stecken. Doch ist die Erklärung recht dunkel. Ein 
Seil an Stelle eines Segels ist mir unverständlich. Auch 
mit A ü Vj n | werde ich nicht fertig. Mit einiger Sicherheit 
aber glaube ich einen anderen noch unerkannten syr. 
Schifisausdruck zu erkennen. Für ^ijii jft^ Gast 790 ist 
nämlich ^a^j^La zu |lesen und dies ist marifrm »Mast- 
baum"]. 



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1) ^Utf toll nAdi JikAt IIL 861. 19 da .Scgd** ftlUa. 



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Verschiedeae Namen des Segels sind auch aramSisehen . .i 



XJrsprangs. Der rerbreiietste unter ihnen ist aJL? Mofad« 
dalijjät 9, 21; Bet^n 148i||P a.f. (dort 1. «La fär ^^) 
das auch schon Guidi {Della sede p. 37 Anm.) anzweifelt. 
Es ist gewiss erst ans aram. H^h^p (LeYj TWb. ü. 865 
nnd Tosephta (Znckermandel) 589 , paennit. ; im Sjr. nicht 
in der Bedeutung »Segel** erhalten) übernommen. Die 
Grundbedeutung der Wurzel ist, wie Gres. Hwb. IX. s. ▼. 
ybp richtig zeigt »schwanken** dann »schleudern'* so hebr. 

ybp jüd. aram. yhp [syr. li^ »Schleuder" Zach. 9, 15; 
1 Eon. 8,25; VsS n^n »Schleuder*' arab. Jlo) Ephr.m. 

872; ^^jJiLo »schleudert** Af«el od. Pael Jer. 10, 18 Aquü; 

)A:^:^ Land Änecd. Syr. U. 823 Th. Noldeke] im Arabi- 

sehen speciell auch »herausreissen** «ist und Jkß!ik3 »ein 

losgerissener Erdklumpen'*, entsprechend syr. (SNnn [häu- 
fig , Nold.]. Auf den Begriff des Schwankens geht zurück 
der Begriff »Vorhang" [dann auch »Zelt** vgl. Targ. yon 

^n« = KDnÖ] dann »Segel" >). lIs »Sack", vielleicht ur- 

sprünglich »geflochtenes Netz**, wie auch in jüdischen 
Schriften. 

Für s^jjj »Segel" habe ich leider keinen Belege es scheint 



1) Im Jfid. armin. baut die Wval nodi •fleehtan" Tgl. Kn*Snp dk #Fledi- 
toriB** BerlehAih SOb - Niddib 46« - Sabb. 96« - trab. 18« - KTT^JS. Uwj 
TWb. LL fÜMb: »Geflecbr «Gd»«** [D«mit ist «aeh |aV.v^ a«i tonit 
keiiie Verwandteii bat, in eombiniereii. Aebnliebes Termatbet fBr die Bibelikelle 
tdum Micbaelia sa Cut, nvr da» natflrlicb ein »error oonlomm** aoigetebloe- 
wm ist]. »Gott gab die S?« dem Adam geflocbten** (aas |^ Gen 2, SSabge- 
leitet); das gebort sa ^a3 »werfiBn** daoa »lang biastreekea** and daraas »fleebten**, 
FOr die Bedeotangsentwiekelang nm «werfen** sa »strecken** t^ ^T^pn sar War- 

nl Ow and Ton »strecken^ sa »flerbten** arab. v3«<X> sa bebr. CTV^A- I^^TP^M 
•er traf* [häafig] ist wohl am ebeaten sa V*7p »scbleadem** za stellen; es be- 
deutet »safiUlig hinkommen,** wie anser »treffen**, daher aocb jhlp*}K in der 
Sprache der G4Anim »ein Fest traf aof einen T^** nicht etwa, wie es 'Arüch 
will, M KI^P ,2^"* m stellen. 



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225 



mir aber, dua dies Wort ans syr. {aIo« Casi 807; Op. 
Ntitar, ed. Hoffin. 153, 18 übernommen ist; duMen Ur» 

Sprung allerdings ist, da es woU kaum xu Hin »Hanf 
gehSrti auch noch zweifelhaft , aach xjnryi/3jyo^ scheint noch 
nicht zu passen. YgL noch Gast. p. 812 IaJo^ wofor zu 
lesen l^aJo^. 

Noch ein anderes yon den Arabern selVit gründlich Ter« 

kanntes Wort f&r »Segel" meine ich in einem alten ara- 
bischen Gedichte aufgefunden zu haben. Der Yen Dit. 
Hud. 93, 14. li^i>^y JLoLilTSJbl U? giebt nämlich 
einen sehr guten Sinn, wenn man übersetzt: »so wie das 
Schiff (Accus.) das Segel (Nom.) forttreibt'*. Der Commen* 
tator allerdings bemerkt zwar: ^^^ÜLjl \jy^^yi\% (Freyt. 
»nauta sollers, g^arus'*). Indessen bei dieser Erklärung ist 
zunächst einigermassen auffallend , dass die Form J^Ail hier als 
Plural ^JUit haben sollte, was sonst wenigstens nicht ge- 
wöhnlich ist. Ausserdem ist ein Zusammenhang dieses angeb- 
lichen |*4>%l »Schiffer'* mit der Grundbedeutung von ^0% »ver- 
schliessen** (hebr. OlH »versenken**, (vom Bogen) »die Sehne 
loslassen** (= (,;d43l) Div. Hu^ 3 , 14, nach dem Commen- 
tar: »die EUind schliessen nachdem die Sehne geschnellt 

'^^{^)^ ^S] »schliessen** (jaw41i]p Morgenl. Forsch. 156, 10 
•LtOj »Toll** T. Eremer Beiträge 243 s. ▼. ^O ^ > <»«>% »der 
Wall gegen Jftgüf^ und Mä^ü^** Kämil 430 ult durchaus 

unerfindlich. Man wird also wohl in ljyt6tSl ein Fremd- 
wort zu suchen haben, und da bietet sich trefflich passend 
dar iprißofv »Bramsegel**, das auch in*s Syrische als liQ^^a^' 1 
PSm. 376 übernommen worden ist In dem langen ä sehe 
ich nicht die gpriechische Endung a (Accus.) sondern das 
syrische lange &. Seltsam ; [aber auf der anderen Seite hat der 

Dichter hier offenbar zwei gewählte, seinen eigentlichen 

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4r . 






1) 61. geogr. 843, 1». 

2) Bemerkenfwerth iit ITTTIO noch ab einet der wenigen Wörter, die mit 
dem PrÜbrmitif mn geUldet und. Nöldeke Sj^r, ßrmmm. § 126 F hat nnr 

da« eine sjr. ]]l^c^» 




Landaleaten 8cliwe|^Teratindliche AuadrÜcke 2asammengiB» i 

stellt, um damit zcr pronken**. Th. NSIdeke]. | 

Neben den Segelbooten hatten die Araber anch Bnder- 
echifie nnd auch mehrere Ausdrücke (ür »Bader** zeigen 
sich ab dem Aramäischen entlehnt. 

Hierzu gehört zunächst ^gt^yj^» Ausführlich erklart Gl. 

Beläd* 44. Es wird tou den Arabern s. ▼• ^0% und 0%^ 
angefahrt ^); das ist ein Beweis dafür, dass die Abstam- 
mung des Wortes unklar war. Es hat auch im Arabischen 
keine rechte Ableitung, ^(>% ist (Tom Steine) »werfen**; 
nach allen Anzeichen und den sonstigen Analogieen ist es 
aus S^TITO •; Leyy Nhbr. Wtb. m. 242 übernommen. 
Wir haben also ^O«^ als die ursprünglichere Form anzu- 
sehen, in der nur die Endung arabisiert worden ist. Da- ' 
gegen ist Gauhari's Form ^31; zweifellos eine spätere 
puristische Form, aus dem Bestreben herrorgegangen, dem 
ungewöhnlichen Worte ein arabisches Ansehen zu geben« 
^olt würde jedesfalls die aramäische VocaUsierung besser 
wiedergeben. So bietet denn auch die beste Handschrift 
Eämil 497, 15 ^i^ylxi; die anderen L. A. ^OyJJ u. s. w. 
{31j9 ist natürlich erst denominati?). In ^j Ju» (OL Bela^. 1. 1*) 
kann ich nur eine Yolksetjmologische Änderung des nicht 
sehr gebräuchlichen Wortes finden. Mit ^.^ wird es nichts 
zu thun haben. Zu der im Gl. Belä^. angeführten Stelle 
Tgl. Bäbä Bäthrä 5,1. ' 

Übernommen scheint mir auch der Yon de Goeje im Gl. 
geogr. 343, 15 unerklärt gelassene Ausdruck UCJLL; ich 
denke, dass man zu lesen hat UGüt« und stelle dies Wort 






T*« 9l 



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227 



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sosammen mit syr. IniS wofür anprflnglich tnA getagt 
wurde. Dies zu ^JÜ »treflfen**? 

Ana dem Aramäischen stammt ferner eine ganze Sippe 
in sehr mannigfaltigen Formen auftretender Wörter dersel- 
ben Wnrzel. Es wechseln nämlich zunächst vjtjifx^ T** 
barf m. 953, 15; Elia bei Lagarde Praeterm. 28, 27 (wo 
zu lesen vJjLsxJI f&r vJjLaxJI) mit vjl43cssü0, sJd^ T^^* 
1953, 2; Jä^'t 17. 186, 18; IL 681, 11 (nach Fleischers 
Correctur), daneben aber auch \«J|Jüu und sJiJüLt und 
endlich sogar noch uüi&t, vJcXiU. Schon dieser Wechsel 
zeigt uns deutlich, dass wir es mit einer firemden Sippe 
zu thun haben. Es ist aber nicht ohne Schwierigkeit hier 
den Ursprung zu ermitteln, da auch das Äthiopische 
mit ^adafa und hadafa concurriert Auch zeigen die 
uns bekannten Dialecte keine Spur daron, dass ein De- 
rirat dieser Wurzel im Aramäischen ^ jene Bedeutung an- 
genommen hätte. Der Wechsel zwischen j und 6 macht 
es aber äusserst wahrscheinlich, dass hier ein Wort 
Torliegt, das aus aramäischem Munde ron den Arabern 
zuerst gehört wurde (rgl. JuJLs , iXxJLs). Es Hesse sich 
auch nach den analogen Begrifisübergängen sehr wohl 
denken, dass die Wurzel ^13 im Aramäischoi auch die 
Bedeutung »rudern** gehabt hat, (Tgl. ^i>« »werfen** 
K^l^IlD), so dass dann eine Form *U|.^ in's Arabische 
mit aspiriertem und unaspiriertem D übernommen werden 
konnte >). Mit der zweiten Wurzelreihe ist es auch nicht 
ganz klar. Wieder ist hier die Wurzel vjjüf »werfen** im 
Arabischen gpit entwickelt und die Verwandlung des 1^ 
in f* könnte allenfidb dem ihm Torangehenden emphati- 
schen Laute zugeschrieben werden, (Tgl. Entsprechendes 
im Mandäischen, Nöldeke MatuL Oramm.) indessen d* 



1) Abtr wit tehon bemerkt das ArtaÜeeht weiet aiehti dtfoo laU 



.Z.U irfi.ia 






pAm 



^ ''^ . ,t.'V -* .«.V. . -. V 



-^ 228 .-- 



..» 



•olcher Wechsel im Arabischea sonst nicht eben eintritt — ^ . | 

man müsste gerade dialectische Verschiedenheiten ronsehr ! 

starkem Einflasse anf die SchrifUprachs annehmen — so 

möge die zweite Worter-Reihe ron Jeraeniem den Abessy* 

niem abgeborgt worden sein. Ob dann am letzten Ende 

«-^rn »lästern** wieder mit \«jjü? zn Tereinigen ist (zum ,' 

Bedeatangsübergange yergleichc ^^ »rerwünschen" ond 03^ 

»steinigen** auch iixßixxa) ist eine noch offene Frage. Wenn 

man sie bejaht , so müsste man ^13 im Hebräischen ab 

aramäisches Lehnwort betrachten , da die Laatverschiebang 
dann * 6]T3 erfordern würde. Dillmann (p. 619) hat die hierher 
gehörigen Worter bis auf ^ aU?^ schon zosammengestellt. 

MüLd. (Tnlgar ojj^ drawäl. M. T. 139) entlehnt aas :]13). 

Vom Rader gehen wir zam Taae über. Aach hier sind 

wieder zwei Fremdworter za erwähnen. Längst erkannt 

ist ^jj3 (Bekri 530, 3; Jä^rtit HI. 769, 8; IV. 837, 18) 

als griech. xdxug. Ob aber dies Wort darch Aramäer erst 
za den Arabern gekommen ist, kann zweifelhaft erschei« 
nen. Es ist immerhin denkbar, dass es aaf griechische 
Seefahrer direkt zurückgeht, da die aramäischen Dialecte 
keine Spar desselben aufweisen. Aramäisch K*73n, während 
arab. Ju^ nicht Schi&tau. 

Ein anderes, wahrscheinlich durch das Aramäische in*s , 

Arabische gewandertes Wort für Tau ist J»"^ , das Ton 

Gauhari dem eben besprochenen luJÜ» gleichgesetzt wird. i 

Von Ihn ^Abbäs wird es in der Koranstelle ^Jb Xr^ 

Jo\JjoJ\ A^ _i Jl«^^! »bis ein Eameel in ein Nadelöhr t 

geht** als »Ankertau'* erklärt. Es gehört natürlich zunächst 
zu \l\ft ^= SjuAmJI j&yt näch B. B. Doch scheint es im 
Syrischen auch nur in der einen neutestamentlichen Stelle 
Torzukommen, auf die die Erklärungen B. A. und B. B. bei 
PSm. 736 zurückgehen. Das griechische nifjuxoq scheint 



^y _ ^ r. 



.: J 







übrigens nicht onaeren semitiachen Worten su Grunde in 
liegen, sondern im Qegentheil .erst ans dem Semitischen 
entlehnt zu sein. Man könnte es cur Noth sar Worsel 

Jl^ »SQsammennehmen , zosammenbinden** ziehen , diese 
scheint aber in dem snnachst su berücksichtigenden Ara- 
mäischen nicht Torhanden su sein. [ILo^ »Balken** und 
K^Q3 »Brett** (Brücke) scheinen in der That nur metapho- 
rische Anwendungen des Thiemamens su sein], g^lt »Tau** 
wird wohl echt sein; die VulgSriorm j&Jt (jaw&U^t Mor- 
genl. Forsch. 154« 12 geht natürlich auf L^r^ zurück 
(jM^Lt »kämpfen** gehört zu ^^ »drehen** wie JoL^ vx 
D'^nS). — Jü&t ist entlehnt aus vh^^. Häi erklärt zu K«. 
lim 9, 8 pS*l7 durch » W K^K 0- ^wh») im Arabischen.'* 
Der Name des Ankers jAj\ gilt den Arabern (Mu^arrab 

19) ab persisch. Indessen es ist wohl denkbar, dass er 
direct auf iyxvp* zurückgeht, da ein entsprechendes per- 
sisches Wort nicht erhalten zu sein scheint. Das Syrische 
hat il^Aolf ^sffn t i r] PSm. SS^^Sy^xivo^ uneinut und mit 
diesem Worte ist aller Wahrscheinlichkeit nach jüd. ^S\y 
(nach anderen Lesungen piH und noch andere Varr., die 
auf ein Wort unsicherer Abkunft hinweisen) Miin&h B4b& 
Bäthrä Per. 5 , 1 zu identificieren. Es hat scheinbar aller- 
dings Ton der Wurzel ^iy »festhalten** eine ganz gute 
Ableitung, die auch Lctj Nhbr. Wtb. III. 619 nach der 
jüdischen Tradition wiederholt , aber die Bildung ist durchaus 
unerhört So wird man denn die Schreibung mit y eben 
nur der Volksetymologie zu Gute halten müssen. Zu schrei- 
ben ist yermuthlich am Besten r31]^f nnd dass dies eine 
geeignete Transcription der ursprünglichen Laute ist, aei- 
gen die Ausführungen Benfey's N G O W. 1 880. 822. 

Auf eine yerwandte Wurzel geht rielleicht ppii oder 
ppy K^lim 23, 5 »Fischerkorb** {mußrof) zurück, wenn 



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230 






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py Leyy Nhbr. Wtb. IIL 684 com- 

binieren will. — Mit diesem letzteren liesse* flieh lut 
»Schleife'* (zur Wurzel Jl^^ »biegen** krümmen) zusam- 
menstellen, wenn nicht die jüd. Form ^/p3Kt die Ton 
PSm. 360 Torgeschlagene Ableitung ron iyxukfi unter- 
statzte. Aber ^hp^H, »Haken** Job 40-. 31 muss wohl 
wieder zu Syxivo^ (schon 'Arüch Tgl. ital. oncino) g^ 
stellt werden. ~ Wie riel Yerlass ist auf Jir^y» (Eamüs) 
»Anker"? 

Stromabwärts heisst S\jü^ OL geogr. 271, was de 
Goeje unerklärt Hess. Ich glaubte darin früher H /3Z^ Mach- 

äiria I. 6 zu erkennen, aber Dr. Houtsmas Erklärung aus 
)Ia^ bestätigt M^lS^Sf Bäbä Bäthra 731>,, »stromab- 
wärts**. Li(J\ hat schon de Goeje Ol. geogr. 254 richtig 
zu ^J3L£!\ gestellt ^). Noch sind zwei Worter zu erwäh- 
nen, die zur Bezeichnung des Werges dienen; ein be- 
reits erkanntes, &aIxm#I = »«^;h»** und dazu noch ^^das 

erst übernommen ist aus M33 Low Aram. Pflanzenn. 389 , 
wodurch nun zugleich diese Form gegenüber ^^i nnd 

pjf^J;^*^ ab gesichert erwiesen wird. — JaiJL^ (Mu^urrab 40) 

zeigt durch die daneben Torkommende Form luJLl (Dozy 
II. 397), dass der Anlaut fremd ist und daher Terschieden 
transcribiert wurde. Doch giebt es kein aramäisches Original 
und die arabischen Worter könnten wohl direct auf cal$- 
f€ctare (woraus xaket^artJv Tgl. Ducange) zurückgehen. Da 
nun nach Diez Vgl. Wörtb. (lY.) p. 77 die romanischen Wör- 
ter eal/at n. s. w. nicht direct auf das lateinische Wort zu- 
rückgehen können, so wäre eben in iaiJL^, iaiJLs ihr 
Original erhalten. (Anders Dozy-Engelmann s. t.) Die schon 

Ton (jrauhari überlieferte Bedeutung Ton v,jiJLi kann den 



1) Im SyriMlMa »ieht in dieitr Bedeotnng crhalteo; ahn tilmsdliok KO*OI 
BlU BAthr. LI. bedtntct «ttromanfwirts^ 






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■. .281 .-• •.■-.,. ;^- ■• ^. 

Wörtern nicht zn Grande liegen. Erstens hat 
sie kein T am Schiasse (es würde also ^cala/er ete. g^ 
geben haben); zweitens ist sie zweifellos erst eine spatere 
Bückbildang von JoAJLit da die Combination mit der 
Grandbedentang der Warzel »Rinde*' aaf »abschälen**, aber 
gewiss nicht aaf »rerstopfen** fShri — Vollkommen rathlos 
stehe ich der Ton Ihn Doreid (Ma'arrab 49 paenalt.) über- 
lieferten syrischen Dialectform ^UjJL^ gegenüber. Dass 
hier eine Neabildang nach Analogie eines echt arabischen 
Paradigmas JLkX^^ (Mafa^^al 107 «4 a. f.) Torli^e , kann 
man nicht annehmen. Aber aach innere laatliche Gründe 
f&r den Einschab des N kann ich nicht ermitteln. 

Neben der echten Bezeichnang des Meeres ab . ^; ha- 
ben die Araber aach noch eine anechte ^ (aasser den Stel- 
len im Eorän Div. Haj. 99, 31; Jäl^üt lU. 129,6), die 
sie Ton ihren aramäischen Nachbarn geborgt haben. Vgl. 
Nöldeke Orient und Occident I. 692. 

Nicht mit Tölliger Sicherheit rermag ich über die Her- 

knnft Ton Ij^^J za entscheiden« Die Bildang ist nicht 
grade häafig. Aach der Wechsel Ton IIxmI and IjLmI ist 
bei einem echten Worte sehr aaffallig. Za DHD »Terschlies- 
sen** lässt es sich nar sehr gezwangen yergleichen , ebenso 
za dem (wohl selbst noch fremden) )q-^ jSn jnw HHtiV^O 
(ÜLa^^ Gast. 590 ist ^rißfia). Es bliebe also nar äthiop. 
astama Dillm. 400 »rersenken** »überschwemmen** übrig, 

za dem Dillmann in der That schon IIim»! verglichen hat. 
Ich möchte das äthiop. Wort aber lieber za C]U2f »über- 
schwemmen** stellen and Ik^Mt als Arabisierang Ton ^rofia 
ansehen. Dasselbe scheint f^yX^\ Jäfpüt I. 276. 

Vielleicht ist es aoch noch gestattet , ein Wort für Hafen 
dem arabischen Sprachkreise abzosprechen. Es scheint näm- 
lich die Verwandtschaft zwischen Qjut iLuut and Ai/ciify, das 



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282 



!" auch in^sJfld. ar.al8|07 und in*8 Syrische ab Lu^aL über- 
.nommen worden ist, kein ZofoIL Ausserdem ist der Wechsel 

zwischen »Luyt and iLut immerhin aa£Fallig. Aach dass es 
im Eämüs an zwei Orten anfgefiihrt wird, erregt Verdacht. 
Zar Noth könnte es wohl znr Warzel ^1 »rahen" gezo- 
gen werden ; indessen beqaem ist diese Ableitung nicht. Aaf 
der anderen Seite ist die Annahme, die Araber hätten in 
h * ViN ihren Artikel Torgefanden , nicht ohne schwere Be- 
denken. Aber der internationalen Schiffersprache kann man 
Tielleicht derartige Grewaltsamkeiten and Yerstümmelan- 
gen eher zutrauen. Luua »Glasperle** ist persisch ^). 



f 






KRIEGSWESEN. 

Wenn wir es nicht aus der Geschichte der Araber wüss- 
ten , so würde ihre Sprache genügend deutliche Kunde dayon 
geben, dass sie ein kampfesfrohes und kampfgewöhntes 
Volk waren. Während t(3V »Heer**, das entsprechende äthi- 

TT 

opische 9 ab«* Dillm. 1882 »Krieg" bedeutet, ist das Ton 

derselben Wurzel gebildete arabische ^Luc *) einfach »juye- 

nis**. So sehr rerstand es sich Ton selbst, dass der junge 
Mann ein Krieger war, dass diese Begriffe in einander 



1) Die ZaMmmenftelliiDg tou Luy« mit Äi^nv war von mir, lingit beror 
ich Ton Clermont — Oanneaii* Identifiettion etwas erfahren, gemacht worden. Im 
Norember 18S8 itand sie lohoiiin dieier Abhandlimg. 



S) Ich nehme ^J^^ f&r nr^rünglichee ^^^-«.-o, wie au ^^^ nach An- 
lehanang der Araber ^y*^ geworden sein aoll (Goidi lUlU Adlf 8S). Dem lon- 
■tigen dort BemeriEten kann man all Beleg hinsnfOgen Ihn Dor. KU äl-uiU. 

273. 10, wo der Prophet tagt jJLit J^ ^^^^ *^^ • ^^ \üJ^ 







• *■ 



288 



übergehen konnten« Den gleichen Übergang leigt noch ein 
anderes Wort f^yS ist nrsprünglich TOn der Wnrzel |»li 
»stehen*' gewiss nur die kampfbereite oder kampfiShige 
Schaar; es hat sich aber ganz sa dem allgemeinen Begriffe 
»Leate'* abgeblasst. Man kann es aber doch nnr Ton Män- 
nern sagen Hamäsah 5,7 a. f., and das zeigt, dass es 
ursprünglich »waffenfähige Leute" bedeutete. Trotz dieser 
Eriegstüchtigkeit aber konnten die Araber Ton ihren ciyi- 
lisierteren Nachbaren noch sehr vieles grade auf diesem 
Gebiete lernen. Befestigungswerke anlegen, Graben ziehen, 
Schlachtordnungen aufstellen, ja der Begriff des Heeres 
selbst, sind dem Beduinen naturgemäss fremde Dinge. Eine 
Reihe Ton Namen militärischer Bauwerke haben die Ara- 
ber den Aramäern entlehnt, ron denen sie dieselben ken- 
nen lernten. 

An erster Stelle zu nennen ist das alte J[^ (DiTän Hu(}. 
1, 10; Lebid Divän p. 63, ausführlich erklärt Jä)^t m. 
695, 15) in dem schon längst (zuerst wohl Ton Nöldeke 
Mond. Crramm. 71 Anm. 2) axßx erkannt worden ist. Die 
Yermittelung bildete das Aramäische; jüd.-ar. K^pM (mehr- 
&ch in Ortsnamen erhalten, Tgl. 'Arüch s. t. HlpH 
^p33^irn"); Kn^aVjl Knp»;KOaj<n Wnp?* woselbst auch 
schon als Variante eines Codex lC\py angegeben wird; 
syrisch 1 j^l Ortsname Payne Smith 363. Tgl. UÜUEa. Die Ver- 
wandlung des ursprünglichen K in ]^, die nach dem Zeug- 
nisse 'Aruchs schon im Jüd. Aram. eingetreten war, ist 
aus dem Bestreben herTorgegangen , den Kehllaut dem 
starken auf ihn folgenden emphatischen Laute zu assimi- 
lieren. Im Arabischen tritt dies Streben noch Tiel häufiger 
auf. Tgl. meine Beiträge zur ErUärvmg der mekrlatUigen 
Bildungen in Arabischen p. 12, so dass auch ohne die jüd. 









.». 



l) Dm* mto BaUiaUMn mhl\^ P^; r^. ^^f^JJ 



-. ^ 






--^ •••"'■ 234 ■" 



Variante die ümformang nichts Auffällige« hatte. Schon 

Dirän Leb. p«64, 1 wird Jli, als »nabataisch** bezeichnet. 
Im Übrigen ist die EnÜehnnng des Wortes diuchaas deat- 
lich , da es zu der arab. Wurzel yS^ mit der Gmndbedea- 

tung »Grund*' Amrl;:. 46*, 6; »Wurzel*' dann Jia »Ton 
Grund aus rerwunden"« Tgl. Gesenius HandwSrtb. IX. s. t. 
^pjf (speciell Tom Pferde gesagt), nicht gpit gestellt werden 
kann. Aji »Grundstück" (rgl. Dozy s. t.) kann sehr wohl 
zu dieser Wurzel gehören. — ^p wird Ton den Arabern 
durch y^ wiedergegeben. Dies alte Wort (Näbi^ 19, 19; 

27, 35; Dir. Hud. 18, 12; Jalj^ilbt (Houtsma) I. 259, 1; 
JUfiti I. 672, 22; HI. 165, 5 ein ^yajÜ\ ^jl,; Bekri 

353, 2; ist schon Ton Nöldeke ZDMG. XXIX. p. 423/ 
Anm. 3 zu jüd. KHlf p = xa^rpov castrum , deren genauere 
Äquivalente Ij-^üiLo Josua Stylites ed. Martin 63, 10 (Gast 
ohne Beleg) und KlUDp bilden, gestellt worden, und 
Ghxidi {Della aede p. 16) hat die absolute Identität dieser 
Worte noch näher erwiesen (ygl. aber auch Nöldeke ZDMG. 
XXIX. p. 431. Anm. 1. Z. 1). Ich will nicht entscheiden, 
ob mit dieser Gruppe M^C2D3 in der interessanten Stelle 
Berftchdt 32^ ,20 a. f . zusammenhangt. Das wird erst 
mög^ch sein , wenn die beiden anderen Namen pC2nn und 
pU*1p identificiert sein werden. ^Arüch nimmt MlUDS ab 
i^tioMtor" wie es scheint]. Mit der arabischen Wurzel i 

ydc3 »kurz sein" mit der es Jä^^t lY. 106, 13 zusam- 
menzubringen yersucht, hat natürlich unser Wort nichts 
zn thun; diese entspricht hebr. l!fp (dann speciell auf das 
Abschneiden des Getreides übertragen) und jüd. ar. ^p 
(intrans) »schwach, krank sein", ähnlich wie arab. y^? 

^LaJ\ »j^ »etwas nicht erreichen können*' = yssLel f das 
selbst mit vyvf> rerglichen, denselben Übergang aufweist. 
Zweifelhaft kann man sein, ob athiop. l^e^r und das davon 



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235' • ^' '' .* " •" -..*•.-,!•..-;■ . ^ 



wohl erst denominatiT abgeleitete ^^afara (Dillmann p. 473} 
ZQ der lemitischen Wnrzel oder auch za eastrum zu stellen 
ist. Der Übergang Ton »Bnrg** su »Mauer** wäre nicht 
sonderlich auffällig und andererseits ist eine Ableitung des 
Begriffes »Mauer** ron einem Grundbegriffe »kurz** nicht 
gerade bequem. 

Noch ein drittes Wort dieser Art haben die Araber dem 
römisch-griechischen Sprachkreise durch Yermittelung der 
Aramaer entlehnt, ^^ »Burg** 7^bari L 852, 14; Sure 

4. y. 80; Jti^i n. 283, 19; als Tormuhammedanischer 
Eigenname Ibn Dor. Kü-al-iätifß. 229 , 6. Dies haben schon 
Nöldeke ZDM6. XKIX. 426 Anm. 1 und Guidi {Ddla 
udi p. 16) mit Recht zu lurgm (gegen Freytag und Roe- 
diger Lexicon zur Chrestoraath. syriaca, welche xvpyo^ Ter« 
glichen) gestellt Burgui ergab im Syrischen U^Q^ (TgL 
Nöldeke 1. c). Ob hierzu auch jüd. \yyO gehört, das ab »Yor- 
rathskammer ftlr Getreide** aber auch ab »Wächterhütte** 
gedeutet wird , ist zweifelhaft. Vgl. ^Arüch s. t. pl3 und 
p13. [Aus Tripyof direct ist Iffls^oa entstanden ; TgL schon 
Michaelb zu Gast 726]. ^ ^ ist im Arabischen dann spe- 

ciell Ausdruck f&r »Zeichen des Thierkreises** geworden, 
wofür die Terwandten Dialecte nichts Entsprechendes aufwei- 
sen. Die Bedeutung »Taubenschlag** aber findet sich schon 
im Syrischen X^o^ (Tgl. Payne-Smith 603 s. t.) und hat 
ihre Analogie in turru »Thurm** und »Taubenhaus**. [Die 
Grundbedeutung der arabischen Wurzel ^I^ scheint »gUn- 
zen'* zu sein, daher _Ljf]. 

Ausser diesen römisch-griechischen Wörtern sind aber auch 
zwei echt aramäische Namen militärischer Bauwerke su den 
Arabern gewandert; Schon Guidi Della aede p. 1 6 hat ohne 

weitere Begpründung ^^yos^ für eine Entlehnung aus llffTü 



erklart. Ich glaube, dass er Recht hat. Sachlich erscheint 






1 



diese Anaabma gewiss garecbtfertigt; denii im alten An^ 
biea dürfen wir Festnagen nicbt soeben, (Jäkä^ I^- 429, 
20) wie denn auch fast alle mit i^r^ zasammengeaetzton 
Nomm. prr. in Syrien TOikommea. Aber ancb funnell 
läaat neb die Entlebnang erweisen. So nahe es näm- 
lich aacb liegt %:-r.y zar Wurzel ^ho^ lanza^Dglicb, 
züchtig sein" ^ TSH za stellen , so ist das aus lautge- 
aetzlichea Gründen doch abza weisen. Denn noidseraiti- 
schea pn r^Ä- »stark sein" kann im Arabischen nur 
durch t v^ I ( 1 !■, ^) (oder wenn das hebräische D wie 
ancb sonst gelegentlich für ein nrsprüQglicbes IT stehen 
sollte, durch ( >.,A-i-) . ^ '^ ) vertreten sein. Von beiden 
Wurzeln lässt sich der Übergang znr Stärke in der That 
sehr gut denken; die Zusammeustellung der hebr. aram. 
Wörter mit ^-n~' aber ist defioitiT aufzugeben. Dass die 
Araber aber das aramäische \l " m als t-^"^ (nicht ^ .r-^ 
oder , ,'r. i, ) übernahmen , darf uns billig nicht Wunder 
nehmen ; dies geschah durch dieselbe volksetymo logische 
Anlehnung, die wir noch bei allen neueren Gelehrten finden. 
Darnach ist nun auch Geseuius Hwb. IX. 279 zu berich- 
tigen. (Ätbiopisch Ijen? Dillm. 111 muss ich ausser Be- 
tracht lassen). (Ich glaube fast, dass das ayrische Wort 
als echt arabisches in weiblicher Form erhalten ist in dem 
Verse Jäküt 11. 270, 11 ,^O^sOt j'--. Es bedeutet 
offenbar >Felsenh5ben" oder dgl., die natürliche Grundlos 
za einer Fest«, ^amäsa 564 derselbe Vers, aber mit £r- 
ntzung des unverständlichen ^j^-ilsk durch Uüä»- Th.Nöld.]. 

Pdf firemde Herkunft spricht auch noch das denominative 
Verbum t^^ - jj-äjk ist übrigens in der alten Litteratur 
nicht selten z.B. Näbiga 2, 2; Zuheir 19, 4; Hamäsa p. 176, 
p. 341; Bekrip.32, 11 a. f.; p. 212, 9; Ihn Hiääm 870, 7 a-f. 

Noch nicht erkannt ist, dass auch Jj.ä« »Thurm" 







^ >• 



237 






AmniUr. 50, 8; Dir. Had. 18, 6; 95, 2; [Ibo Hittm 
p. 860, 8 a. f.] Öaoh. b. t. JcX»*« Be]|qri 116 alt; 212, 
9 entlehnt ist aas )I|-^. Ich gebe allerdings sn, daas 
f&r das Arabische die Ableitung Ton der Wurzel %}ö^ 
mit der Grundbedeutung »drehen** wie hebr. 713 (woher 
D^/HJ (JljJu^)) und syr. %m (dann »strecken'* und »je- 
manden lang hinstrecken*' d. h. »ihn su Boden werfen*') 
eben so bequem ist, wie die des syrischen Qr^ Q^r*^ 
Z D M G. XXIX. 437 tou ^r^ wonach es denn weniger ein 
grosui , höhet , ab yielmehr ein festes , starkes Gebäude ist. 
Die Analogie der übrigen als fremd nachgewiesenen Wörter 
und das sachliche Moment spricht aber doch für Entlehnung. 
Gegen die Echtheit tou JUJJ »Burg*' habe ich meine 
Bedenken. Genau augesehen hat es im Arabischen Ton 
AJLi »herausreissen" «JLs »Eothklumpen" keine Ableitung, 
bo mag also das pers. \zi^ in der That das Original 
unseres Wortes sein; das eingeschobene ^Ain ist wie- 
der einer Tolksetjmologischen Anlehnung an die Wurzel 

mXs zuzuschreiben. Echt scheint ^1^ Div. Huj. 134,8 

^^ nn^V (auch im Äthiopischen). Ein arabisches , aber wohl 
dem Aramäischen nachgebildetes Wort sind die JfrL^ 
»Wachtposten" zu Mn^lü'^ l^r^. Das sind die römischen 
Grenzposten. Mommsen Römische Geschichte V. 480. ^). 
Das Zelt JelLli 'Adi ihn Zeid Jft^t IV. 638, 9, wone- 
ben noch JelLi überliefert wird, ist schon Ton Dosy IL 
266 ab ^^virow richtig erkannt. Die Araber (Mu^arrab 
114) haben es schon als firemd bezeichnet. 

Wahrscheinlich dürfte auch «^ »Mauer" (Ibn Hüftm 
870 , 7 a. f.; Dir. Hud. 92 , 67) erst aus aram. \hoj^ tOIS^ 
übernommen sein. Die Grundbedeutung der arabischen 

1) In JSd Sekrift« tedMtot VOO Meh «Kifte" Tbwpht (ZaetoiiL^ 180, 
14. Dm dort sumuI miC ^ipiC mI tditßH «SekWife''. Ab« 'HpN CAf4eh) 
SeMit n ^ wk \Lm^\ PSa. S6S. 



;.. * 




S^Wnrzel .L«, ist >hoch Beiu" daher Sjjm >ia den Kopf atei- 
gen" (tod beranachendem Track) iHöhe" (rom Fieber) 
iL«='^°-^ iloaspringea". Dieae sind trotz der ähDlicbea 
Bedeutung wohl za trenneti von ■ , '. ~ , das sich deuthch 
als De HO mi Dali Tum tod .^^ >UaueT" ausweist. Echt ist 
auch i\f^ »Höbe, Würde", zu treuuen von der talmudi- 
sehen Bedeutung des Wortes, die sich im KorJa wiederfin- 
det (vgl. Nöldeke Geschkhu des Qoränt p. 24) als Ent- 
lehnung aus mit? »Reihe" »Zeile". — Von Nöldeke ist 
B^j-ib Dozyl. 89 glücklich als lie^ fs tnyr^ -|3 »kleine 
Mauer" erkannt worden. 

Von den Ausdrücken für »Heer" wird von Lagarde Gm. 
Äbh. p. 28 jji-iÄ Kämil 706 , 12 als Lehnwort in Anspruch 
genommen. Sjr. l^>^ soll nach ihm baktrischen gaegit 
entlehnt sein. Ich glaube nicht, dass Lagarde Recht hat, 
1^1^ »Beer" als eine spätere daraus entwickelte Bildung 
anzunehmen; wenigstens ist das Umgekehrte weitaus ge- 
wöhnlicher. Dasa aber das arabische (ji.*» , wie L^arde 
sagt, schon durch sein ^ syrischem -» gegenüber seine 
Unecbtbeit erweise, ist vollends irrig, da nothwendiger- 
weise jedes syrische -JS welches hebräischem 'i? entepricht, 
im Arabischen j^ zum Aequivalente haben muss. So würde 
also zunächst grade durch diesen Wechsel die Echtheit des 
Wortes auch für das Arabische gesichert sein. Ana sach- 
lichen GrQndea aber bin ich doch selbst sehr geneigt, yt,^-^ 
erst für ein Lehnwort aus U s».^ zu halten. Man muss eben 
wiederum volksetymo logische Anlehnung an die Wurzel 
y ^T'-- annehmen. 

Dass tXii »Heer" aus syr. Ija-,- (mit Zerdehnang des 
DoppelcoDsonanten) überuommen ist, hat schon Nöldeke 
MüTid. Gramm, p. 78 bemerkt. Im Sinne Ton »Heerlager" 
= icastra" scheint es in Syrien gebraucht worden zu sein; 






'^^ ' -. 



* 280 



•■ ^.. ^- 



V • 



daher it^i IL .'SSS, 16 »die Syrer liXJü^ i^^ Ji" sj^4^ 
Tgl. BeUd« 8.T. JUL^. 

Aach Jla^ ifft Ton Gaidi Alcum Ouervaxioni etc. (Sep. 
Abdr.) p. 2 ab firemd in Ansprach genommen worden , ans 
P^^ /Tly weil dessen regalaros AeqoiTalent Ju^ (neben 
Jl^) bilde. Aber daneben steht nnn nach Nöldekes tref- 
fendem Einwände das äthiopische bail »Heer'* (Dillmann 
609) f das da nicht gat Lehnwort sein kann. So möchte 
ich also diese Annahme nicht für sicher erklären. 

^XlhAt das die Perser als JCmÜ aafgenommen haben, 
(die Araber halten nan wieder amgekehrt jCmJ für das 
Original Ton JCJLS Ma^arrab p. 105) führte Nöldeke früher 

aaf i^ißxnrov^ das im Jüd« ar. allerdings als pQ^p*10p noch 
ganz dentlich erhalten ist. Aach sjr. ^a^^AjJBd] PSm. 
189. Doch h&lt er neaerdings diese Ableitung nicht mehr 
aufrecht l^jnmS Gast 662 ist Entlehnung aus dem Ara- 
bischen. Kaum wird damit | /j m i m Elia Lagarde Pnuterm. 
21, 55, sosammenhängen. 

Bedenklich ist mir die Annahme , das tJL^'^S aus eo- 
hoTtu MoopTi^ übernommen sein sollte , wie t. Eremer Kul^ 
turgeMchiekU I. p. 219 andeutet Ma^ erwartet zunächst ^ 
ab Anlaut wie in jüd. pO^p Berftch. 32^. Auf persischen 
Ursprung deutet Tielleicht die Tulgare Nebenform jt^O«^ 
6awäl. Morgenl. Forsch. 148. Vgl aber auch ^k\\. 1,26; 
Amr]p. 31 , 5. Für »K a Uessen sich zwar zur Noth auch 
arabische Etymologieen finden — eine solche übrigens ziem- 
lich unglückliche giebt Ihn Dor. Kü^-iätxk. 160; 295 , l. — 
aber noch lieber möchte ich es für eine Arabisierung einer 
ägyptisch-griechischen Form tou eohors etwa * x^f^^ halten. 

Von Wa£Eennamen ist gewiss entlehnt der alte Name des 
Schwertes luLu» aus IjlaW Cj^D; ob dies weiter sus ^1004 
übernommen ist, lasse ich dahingestellt Bei den Arabern 






■ -» *• 



Kl.* i 



•mm 




t^tXiÄ Zuheir 17, 37; 'Aotara 25,11) Schwerter 
berüj^t. Vgl. auch Peripl. mar. erythr. 6; SSniH X^Hi) 
'A.bfid. Zär. 16, 8. Daneben auch sclion damals syriaclie 
- Kliogec (später Damascener) aus Bostra Div. Hut]. 33, 3 
BDS ^->}' ^^^' ^ 228, 6; uad die mosrefitisclieD Jak. I. 
522, 1, (rumische Jäkät I. 492, 8). Dem entsprechend trügt 
aach die Schoeide des Schwertes, noch ganz anerkannt, 
einen zunächst aus dem Aramäischen eingeführten Namen: 
f,\J^^ (bei Gauh. aus dem öojki». belegt). Es ist nämlich 
dies Wort unzweifelhaft übernommen aus i-la,'-» nferrura 
dnrissimom, chalybs" Cast. p. 690; jüdisch WStiDI* ('irüch 
a, T, NQLiOS') >etwa3 womit man die Schneide der Äxte be- 
legt" also auch identisch mit a-rößafix (auch mand. K'O^ÜVy 
Niildeke.Vanii, Gramm, p. 45). Aber - H-i- »die Feuerzange" 
(Kuhn LitUraturlt. für Orient. PMl. I. 415) ist davon za 
trennen. Die echt arabischen Waffen sind Bogen nnd 
Lanze; Gen.- 21, 20 (daher Ja'kü'ji (Houtsmai I. 152, 8); 
Strabo 782 (zuerst Bogen und Lanze); Jos. Styl. (ed. Wright) 
62 , 13 ; Julius Pollux Onomasticon A. 138; Bäh. Uäthr. 74" ,. 
,j!i*- »der Panzer" gamäsa 352; 447; Ihn Hiääm 598, 
6; 614, 15, ist schon von den Arabern (Mu'^arrab 90) 
als fremd erkannt. Vgl. Sachau zum Mu'arr. p. 43; 
Lagarde Gei. Abk. 72. Im Syrischen bedeutet es aller- 
dings >Eelm". Dazu Tgl. man die Angabe im Mu'arrab: 

Ich füge sS:S Kämil 710, 7 ein, worin ich früher SäpjtJ 
>Panzer" zu erkennen glaubte. Im Arabischen hat das 
Wort keine Ableitung, und die Erweichung des harten 
Dentals in einen weichen (vor R) tritt unter derselben 
Wurzel noch einmal auf bei ^L]>i> für (tx) äif^izici. In- 
dessen der Übergang Ton iPanzer" zu »Schild" ist doch 









•4 
I 



- . 241 . 

nicht gani bequem , und ao mag denn das Wort Ursprung-, 
lieh persisch sein Völlers L 832 (nach einer Quelle soll es 
allerdings »Panzer** sein). Dazu stimmt auch dass Midr. 
Tehillim (Anfang) ein nKDIS MnN::»|:iO erwähnt wird. 
Jls »der SchUd** Tar. 12 , 8 ; Ag&ni XIX. 82 , 17 ist längst 
als ^pii^ erkannt, in das Arabische aufgenommen durch 
Yermittelung ron DHn. [^^0^ N&b. 20, 26, womit man 
die Panzer putzte ■), ist schon ron den Arabern (Mu^arrab 129) 
ab fremd erkannt worden. Ich kann aber seinen Ursprung 
nicht angeben. Vielleicht eine griechische Bildung auf icy?]. 
ifyj (Mu^'arrab p. 110, 1) ist persisch Yullers I. 337. 

in anderer Name des Helmes ,mj^ Nub. 1, 18; Ibn 



Ein 



U^y* 



HU. 635,3; 707,4 a.f:;724,14i Mut I. 771,7;Agäni 
165, 11 a. f. ist schon oben p. 54 erklart worden. 

Mediache Panzer waren bei den alten Arabern im Ge- 
brauch und hiessen ^6Lf. Zuh. 17, 24; Näbi^ 26,7; 
'Antara 22, 2; Jäküt III. 611, 15. Die Araber erklaren 
diesen Namen augenscheinlich unrichtig ; Ibn Doreid in der 

(jamhara Cod. Leid. I^Jjl^ ^ ,5^^-^' Ü^T^ JumjlII (56Ut^ 
\^s\k^\ sJj6Lf ^)d^y Vgl. aber die richtige, allerdings 
nur gerathene Erklärung schon bei Tabari I. 216, 7 und 
Nöldeke in den Monatsberichten der Akademie der Wissen- 
schaften zu Berlin 1879, p. 811. Vgl. auch Amr^. 4,58. 
(medische Nägel). 



s^ 



^*9 



4>%v »Panzer** ist als persisch bekannt. o^Cf ein alter 
Name Ibn Dor. Kü^olriitilf. 174. Ich glaube aber nicht 
zu fehlen , wenn ich auch j^ Näb. 7 , 25 ((jrauh. s. t. 

J^); Ibn Hiii. 635, 3; Dir. Leb. 83, 3 a.f. («^U. |^| 
(^J^xJI pl^ P«;JJÜ Gauh. s. T. 4>^) nicht zur arab. 
Wurzel 4>%^, sondern zu dem persischen zered n. p. s%v 

1) VgL Flinist XY, 8, 34 »bou etUm daeoeU (amiirea) uiigiii atqM 

■eruBcato eoatn MragiBCHi eoloniqM grmtia elegantiorit. 

IC 






.V 









■■?■ »^ • *■ •■ ^;'-'J^lr- 






242 



(Valien Instii L 33) stelle. Die Warael OyM» »nahen** 
ist allerdings trotzdem echt. Denkbar wäre übrigens anch « 

dass (>ll »Genahtes** nnter dem Einflüsse des pers. Oy\ 
dessen specielle Bedeutung, angenommen hätte, ohne des- 
halb direct damit identisch zn sein. Für die persischen 
Panzer genügt es aaf Strabo XV. 734 und Ammianns Mar- 
cellinus XXIV. 2,10; 4 , 15 ; 6 , 8 ; Justinus Lib. XXXVIII. 
cap. 2 gegen Ende zu verweisen. — Neben den medischen 

und persischen Panzern werden auch seleucische 'IsJL^ Näb. 
1, 21 ; Mu'arr. p. 90 erwähnt Schon Jäküt 1. 131, 13 erklärt 
sich dafür, dies auf den Namen Seleucia (nicht ijJLm» in 
Jemen) zu beziehen. 

Sehr häufig werden in den alten Gedichten die Panzer 
Davids oder von Davids Sohn gerühmt ^ax. 5, 39; Ibn 
Hü. 87G,5 a.f.; ^amäsa 284; 313; 349; Divän Leb. 33, 
14. Diese Panzer, die Muhammed selbst dem Könige Da- 
vid zuschreibt, können sich natürlich auf diesen nicht be- 
ziehen, da die vorislamischen Araber von diesem nicht gut 
etwas gewusst haben können. Dieser Dawud wird vielmehr 
ein jüdischer oder jemenischer Waffenschmied gewesen sein ; 
hinterher aber haben natürlich die Commentatoren der al- 
ten Gedichte noth wendig sie auf David, den König, be- 
ziehen müssen , da Muhammed es so erzählt Sur. 21 , 80 ; 
34, 10. Ibn Doreid führt in der Uamhara auch den Vers 

Näbiga*s an und erklärt i^jJLm» ^^^ durch ^UaJLm (>f%l; 
ausserdem soll auch nach ihm J!S<m in dem Halbverse 

dem Verse des Qu^eia 



fft^LkM ^t 4>^l(> ^mmJ ^jjt und 
Juki AJd .!U &1^^ ^KJL^ &I 



* .*!. 



f I m 



Suleimä'n sein. Bei Näbiga ist aber daran kaum zu den- 
ken, während die beiden anderen Verse wohl unter dem 
Einflüsse der Koranerzählung geschrieben sein können. 
[A^^ bei Jäküt I. 96,5 hat allerdings Salomon im Sinne, 



4 

I 

i 



. t . ^. 



243 

den er durch christliche oder jüdische Erzählungen kennen 
gelernt haben mochte]. 

Ein Panzer mit Namen vJIjuCj Agäni IV. 17, 1 (iden- 
tisch mit oli^J) ist gewiss persischer Herkunft; ich kann 
aber das Original nicht bestimmen. D*^S20 Eelim 11,8 

wird aber semitisch sein. 

s ^ •- 

Auf aramäische Vermittelung geht zurflck ^j^asU^ Div. 

Hu4. 92, 67; 66, 11; (Ihn Hij. 869 ult) das schon einige 
Araber (Mu^arrab 136) als fremd ansehen, während andere 
allerdings eine gezwungene arabische Etymologie dafür 
suchen. Vgl. Sachau zum Mu^anrab p. 61; syr. jnil ^V>i 
gr. iAayyx¥ixi¥. 

Hier ist noch zu erwähnen ^. i «^^ »der Eundschafter^*, 
das sich durch seine Form schon deutlich als Entlehnung 
aus I 40 4^ kundgiebi Arabisch beisst die Wurzel nur 
iberühren**; im Aramäischen »spionieren**. Es ist aber auch 
▼olksetymologisch an ^^»^ angelehnt worden. Nach dessen 
Analogie ist wiederum ^yJo gebildet Das echt arabische 
Wort ist, höchst treffend, yjjA- — Schon TOn Nöldeke er- 
kannt ist die Entlehnung von yj>^ aus ULod ; ^^^ ist 
erst DenominatiYum davon ^). Von ihm ist auch (münd- 
lich) die Identität von ILÜil »günstige Gelegenheit*' mit 
1^903 SS W^^ ausgesprochen worden. Die Anlehnung an 

die Wurzel yj^ (da man ohne eine solche *&ILli verlan- 
gen müsste) ist leicht zu erklären. Über die arabische Fe- 
mininform vgl. Hoffmann ZDMO. XXXIL 760. 

Hier erwähne ich noch JuS^ »die Fussfessel", das mir 
durch die denominative erste und zweite Form verdächtig 
erscheint, erst aus ILao übernommen zu sein. Das echte 



I) ILUi «rkUrt bei dttiHUlkt Morgnl. Foneli 160. 8 1. 1 









244 

Wort ist Jui 9 mit dem ich hebr. und aram. T3 1r*^ za- 
sammenstelle. Der weiche Dental hat hier den harten 
Kehllaut beeinflusst. 



SCHREIBKUNST. 

Von allen Künsten war wohl die Schreibkunst unter den 
alten Arabern am wenigsten yerbreitet , da sie in der Wüste 
dem Nomaden auch die überflüssigste ist. Muhammed 
selbst giebt sich bekanntlich für einen Mann aus , der nicht 
lesen und schreiben konnte. Die arabischen Traditionen 
darüber hat Belä^ori 471 zusammengestellt. Daraus lernen 
wir, dass unter den Kureisiten, in Mekka, also gewisser- 
maassen einem Mittelpunkte der Cultur, nur 17 Männer 
schreiben konnten. So muss sich auch der Dichter Muta- 
lammis seinen Todesbrief von einem christlichen Jüngling 
vorlesen lassen. Ja^übi (Houtsma) I. 240. Auch die Ju- 
den gelten als Schriftkundige Beläd. 473, 3 a. f.; Tgl. auch 
Mu'arr. 47, 1; Ibn Doreid Kit-al-milfi. 223, 8. So wird 
denn auch von den Leuten, die schreiben können, dies 
ausdrücklich berichtet ^I^ajlII v^UjOI wUo ^li^ Ag&ni 
III. 13, .13 was wohl nicht zu übersetzen ist »er schrieb 
das hebräische Buch'*, sondern »er schrieb hebräische 
Schrift*'. Bei den alten Dichtern wird aber des Schreibens 
nicht selten gedacht. Ich zähle die folgenden, gewiss un- 
schwer zu vermehrenden Stellen Ton Dichtem aus alter 
Zeit auf, in denen die Spuren der yerlassenen Wohnung 
der Geliebten mit Schrifkzügen yei^Iicben werden , die yon 
Mönchen Amrl{:. 63, 1; 65, 2 [Bekri 106, 6 a. f.], yon 
jüdischen Gelehrten (*jl^) Bejjri 597 , 9; (jawäliki Morgenl. 






• m • * ^ * 

245 

Fonchongen 145 1 8 ; Sibawaihi Kitäb ed. Därenboarg p. 76, 
Z.4; Ton Persern ^Antara 27, 2; [lOffenbamngen" wohl 
ganz allgemein »heilige Bflcher"] Zuheir 17, 3; [Be^pri 
511, 8] geschrieben werden« Noch andere Stellen , in denen 
keine besondere Bezeichnung der Schreiber gegeben wird; 
sind [Agäni HI. 112, 19;] X7I1L 110,17; Bel^ 441, 
11; 505, 5; 524, 3 a.f.; 532, 12; 544, 3 a. f.; 582, 6; 
DiT. Leb. 61 ult.; Ihn Dor. Kit-al-i^tih. 229. Anni. h; 
drauh. 8. ▼. jM^J»; Ja]|:üt lY. 422, 18. Auch in spaterer 
Zeit kehrt derselbe Vergleich (9amäsa 344) modificiert 
wieder. 

* Die meisten der oben angeführten Verse zeigen nun schon , 
dass wenn Ton Schrift die Rede ist, nicht die Araber des 
Hi^ oder Negd die Schreibenden sind. So sagt auch der 
Commentator zu Div. Leb. 61. ^L^ 4>jJL JuuJ Jli U^L 

Vi^ Jt JjdI *^) i^-JAi vylJüOt sji. Wir werden nun dem- 
gemäss zeigen können, dass fast alle arabischen Wörter, 
die sich auf die Schreibkunst beziehen , erst den verwand- 
ten Sprachen entlehnt sind. 

Zunächst der Name des Materials yMU0li=s;(^«prirc (nicht 
xifra Ejremer KulturgescL U. 305, das selbst aus charta 
entlehnt ist) ist durch Vermittelung von DCSl^p in*s Ara- 
bische gedrungen, während das Syrische Iffl^j^^) zeigt 
(Guidi Alcum osservazümu Sep. Abdr. p. 3). ^'^'^ ^ 
zeichnet Mu^all. 32 es selbst direct als syrisch ; TgL noch 
Be|qri 511 , 8 a. fl [In alter Zeit schrieb man auf Knochen 
uud Scherben Ihn Hiiäm 332, 5; auf Gazellenhaut Ihn 
Dor. Kit-^d^ti^ 226. Anm. 6; (ein Brief des Propheten auf 
einem Stflck Leder AginI XIX. 158 , 5 ; Jftl^üt IL 584, 12) ; 



1) ) w» ^ ^1 #^ Opnae. Nettor 109, 1 lelieiiit allerdingi auch eine eeht« BU- 
daag. Aethiop. kertlt (DiUm. 837) lehoB ia d«r Bibel öUnttsug ttt wohl 
«lircct awt dem Gnechitchei (Koptitehea?) entlehnt 



•V 



^ 






^ ■ <t- -I,. ■- ^ ••■ "^ 



246 



auf Palmblatter I dies in Jemen (Amrt:. 63, 1) and HimjarIXT. 
Huj. 3f 7. Commeni Ibn Dor. (jamh. (Cod« Logd.) s. t. o\ , 

wozu er bemerkt jLäauJI s^^a^^p ^ v:)r^^ '^^ ' vJj 
»Pergament*' (schon bei den alten Dichtern) wird wahr- 
scheinlich erst ein abessynisches Lehnwort sein]. DaTon 

^li (fehlt auch bei Dozy) Jäküt IV. 134, 18; 135, 2. 

»verschreiben'*. — Jj »das Schreibrohr*' Be|pi 582, 6; 441, 
11 Agäni 111.112,19. [Eamil 514, 7] ist übernommen aus 
D^0*?1p ^Ixüch (dies noch mit der vollen griechischen En- 
dung). Eine ursprüngliche semitische Etymologie wird da-, 
durch zu Schanden, dass xxXxfio^ nach der indogermani- 
schen Lautverschiebung deutschem Halm entspricht. Die 
Wurzel aJI» (wohl verwandt mit *JL^t deutlich wird das 

besonders durch ^am• 516: ^JL^ ^ 5%LAbl vsmJL»))' '^I^* 
schneiden'* ist dadurch nicht berührt. Im Syrischen ent- 
spricht derselben wohl ]^n^^ ** Gast. 800 »culter; calamus** 
hat sich da wie es scheint nur noch in einer Ableitung 
erhalten, JL^r^ Gast 831 »pennale**. Es ist gewiss das 
in jüd. Schriften häufige 107p xa?.xfiipiov »Federbüchse**. 
Dagegen ist IjViSn Gast. 800 wohl eines Stammes mit 
IpoLjs Gast 801 und beide gehören zu |mViSn -= lijlaf 
Ich denke mich nicht zu tauschen, wenn ich diese Worter 
zu ;)^aA<yo^ »Zaum, Zügel'*, resp. /^;ta(Afyipiov stelle. Vgl. 
zu diesem letzteren auch Jüd. ar. i^lj v3. In dem ver- 
schieden erklärten D373 aber, wofür Levy Chald. Wb. I. 
367 eine unmögliche {xxXtvo^) Fleischer aber ib. 428 eine 
äusserst bedenkliche Erklärung (l^9Q-o xopfioq) giebt , glaubte 
ich früher xxvavi; »eine kleine Stange oder Säule", das 
auch in's Syrische als wjJCüoJLo Gast. 807 (so schreibe dort 
fQr ^ CT ^i l ciJx) übergegangen ist , zu erkennen. Doch möchte 
ich diese Ableitung nicht mehr aufrecht erhalten, ({{.a^^o^ 



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y i • • - % •• • • 

247 

■ 

»puteuB gradatus'* Gast. 800 ist wohl * xkißxnipwv). — Den 
Namen der Dinte 1^1 ^ gLi> leitet Lngarde Gu. Abh. 82 
au8 dem Iranischen her. Des arabische Wort ist aber 
schwerlich aus dem Aramäischen entlehnt, da dies nnr 
\2s^} bietet. Dagegen ist yy^ »Dinte** aus li-i^^^ Nöldeke 
Mand. Gramm. 61 übernommen. Anch i>ljü0 (schon bei 
Mutalammis Ja|^t lY. 228 , 20) scheint nicht echt arabisch 

(Statt jM^I «>t(XjL bei Grauh. s. ▼. Jut ist za lesen g&ijJt). 
Die Yerbalformen, soweit sie anfs Schreiben Bezug haben, 
sind Denominatifa. 

Von den Namen des Buches ist wohl aramäisch das schon 
im Eor&n vorkommende Jum »Bach*', welches die Spateren 
speciell Ton den heiligen jüdischen and christlichen Schrif- 
ten gern gebrauchen z. B. Be^ri 369, 7 a. f.; Ihn Dor. 
Kit-at-m^ 100 Uli; ygl. auch Goldziher ZD^TO. XXXIL 
347. Anm. 1. Durch die Lautverschiebungsregel lasst es 
sich allerdings nicht erweisen, ausser wenn man annimmt, 
dass hebr. 1£)D für ursprüngliches l£)t7 steht. Dann wäre 
es denkbar , die Wurzel "ISO »schreiben** (ISO Buch IfiO 

erzählen) mit der Wurzel i^JO »schneiden , kratzen** jüd. 
n"l£)Dn qrr. UjimV Gast 615 zusammenzustellen. Diese 
gehören deutlich zur Wurzel JLÄ »schneiden**. Bei dieser 
Ableitung wäre Ju^ zweifellos als Entlehnung anzusprechen. 
Ich will diese Frage aber weder bestimmt bejahen, noch 
verneinen; jLm aber ist jedesfalls schon durch den Ifangel 

einer Ableitung im Arabischen und den beschränkten Gle» 
brauch als Fremdwort zu erkennen. 

Schon Gbldziher (1. L) macht anch anf die Entlehnung 

von jÜLa^ ((jrauh. s. v. Jl^ ^); vgl. auch ^Uii älssut Ibn 

1) So liest taeh Iba Dor. KU-ml-uHk. 191, 5. Man merkt lehoB iB der 
eigenthOmlicheii Erkl&nmg iUX^t ^ ^^^ [^ ^r^^^ Käb^^Uoit dit 
fremde Herkanit 



24? 

Hü. 285 , S) aufmerksam , das durch den Mangel einer Ab- 
leitang sich als Entlehnung aus IaS.^A^ H/SO kundgiebt. 
[Nicht auf aramäischen , sondern auf südsemitischen Ur- 
sprung weist &aa&^ Tab. 1. 1008, 4; Agäni XX, 24 
paenult., woher ^ j^ .^f^ »Eoränexemplar'* (aber auch schon 
früher heiliges Buch Amrlj^ 65, 2) da die Wurzel oL^u« 
im Arabischen nur die Bedeutung »graben** hat Im 
Äthiopischen ist ma^^af aber das beliebteste und häu- 
figste Wort für »Buch", Dillm. 1268 und da hat auch die 
Wurzel nur die Bedeutung »schreiben". Natürlich ist dann 
auch a^«A ^ erst denominativ gebildet aus RflA:5^-g oder 

yyjiC^ das in den alten Gedichten nicht selten ist, wird 
gewohnlich für den Psalter erklart. Es scheint aber, dass 
diese Erklärung nur auf dem Korane beruht Muhammed 
kann das Wort in der That so aufgefasst haben , wiewohl 

man da auch wenigstens \yM erwarten würde; denn das 
entsprechende äthiopische Wort ist mazmür Dillmann 
1040, jedesfalls auch wie syr. I^olo^ild ein Fremdwort, da 
hebr. IIOTO regulär natürlich nur li^l^ und äthiopisch 

: • 

mazmär entsprechen kann (wie auch das echt arabische 
Wort in der That jLoLa , allerdings in anderer Bedeutung , 
lautet). Da nun aber auch o& Div. Hu(}. 18, 7 (="0) 
Div. Hn(}. 40, 1) ^) als »Buch" überliefert ist, so hat man 
eine südsemitische im Arabischen nur noch schwach yer- 

tretene Wurzel zabara anzunehmen, yon der «oT ein 
Deriyat ist. Dies mag Muhammed wohl an ]9a^]lc maz- 
mür angeklungen haben und er hat es dann als iPsalter" 
gefasst. Denkbar wäre allerdings auch, dass ««j\ mit einer 



» > 



1) jky jaAt iv. 915. 14 - ißJü. 



■ . *. ' „ ... . . - 4 . • • • 

249 

stärkeren VerstOinmeluiig direct aua *|10?0 HolofiA oder 

mazmür flbemommen ist. 

Ein wichtiges noch unerkanntes , zunächst aas dem Ara- 
mäischen in*s Arabische übernommenes Fremdwort ist hS 
»Bach und Cheqne*' Adddd ed. Hontsma p. 81; A^i& bei 
Öaqh. s. t. hks; BelpA 479, 3; Ja^üt m. 3, 18 ; lY. 228, 
18. Wenn auch die arabischen Etymologen zn Koran Sure 
38, y. 15 1l9 zur Wurzel t^Us » schneiden **, »beschlies- 
sen", stellen, so kann es doch keinem Zweifel unterliegen, 
dass wir hier das schon in der Münäh Torkommende C93 

»Aktenstück" später »Scheidebrief (auch syr. UU^ Tes- 
tament) vor uns haben. Wie weitHalevy's Ableitung dieses 
Wortes aus einem assyrischen MV2 Z D M Q. XXIX. p. 396 
berechtigt ist, kann ich nicht entscheiden. — Die 'Echtheit 

Ton v^üuT steht durchaus nicht fest. Es hat im Arabischen 

— die Wurzel bedeutet »nähen, binden", daher &aaa^ »die 
Tereinigte Schaar** — keine Ableitung und fehlt im echten 

Äthiopisch. ,^^^kann ganz gut Denom. sein. — Für ein Lehn- 
wort halte ich auch ty^Jo j woneben auch ^JLb gelten soll. 

Schon die Unsicherheit der Erklärungen und der Lautwan- 
del erregen Verdacht; auch hat das Wort im Arabischen 
keine Ableitung. Im Aramäischen entspricht nichts und 
so liegt es am Nächsten, es für ägyptisch zu halten. Ober 
die Wurzel Tgl. (jaw&Ii]p Morgenl. Forsch. 141, wo ans 
dem Hadit ^jmJL^ im Sinne Ton »ausldschen*' überliefert 
wird. Das Wort findet sich auch im Äthiopischen als 
als (er&d Dillmann 1220 ; (die Verwandlung des SinPist 
dem vorhergehenden R anzuschreiben); dahin ist es aber 
wohl erst aus dem Arabischen gewanderi 

^liXJLi (Mu'arrab 112) hat Sachan dazu p. 50 aus wapUxrng 
zu erklären versucht. Mir war stets klar, dass damit iofJOmO 
Gast. 808 zusammenhängen müsse. Als mir nun Prof. NSldeke 












250 

nachwies i dass Barhebr. dies Wort Jes. 8 f 1 zur Erklaning 
Terwendet and mir zugleich die Abstammung aas xorri" 
»tO¥ erklarte (PSm. Catal. 276), so war damit constatiert, 
dass (jrawäli]ji selbst (durch die alphabetische Anordnung 
geschützt) hier ein altes ■-*;^'^n^ überliefert hat. Die rich- 
tige Schreibung aber ist auch bei den sjr. Glossographen 
erhalten als ijfjas Dozy ü. 410. (Es wird aber wohl 
richtiger ^f JüS zu vocalisieren sein). — Die Ersetzung des 
T nach N durch A hat, wie Dozy bemerkt, schon im 
Griechischen stattgefunden. 

Schon Nöldeke hat ZDMG. XXIX. 327 auf Entlehnun- 
gen unter der Wurzel ^% hingewiesen. Ich mochte die 
ganze Wurzel j^^% in der Bedeutung ischreiben" für über- 
nommen halten ; j^^% hat im alten Arabisch nur die Bedeu- 
tung »Spur". Für ein im Arabischen mit absichtlicher 
Nachbildung aramäischer Form künstlich gebildetes Wort 
möchte ich ^y^U t (HUmI«% wie nach Gauh. die Bücher in 
der Heidenzeit heissen, erklären. Denn ein *iLos^9 konnte 
wohl nur »Aufzeichner" nie aber i Aufzeichnung" bedeu- 
ten; die Bedeutung ilndex" ist für jene Zeit schwerlich 

anzusetzen. (Beleg bei Gauhari s. 7. <v^p* Auch ^UJl 
»schreiben" (JaLiui Kor. 88, 22) scheint kein echt ara- 
bisches Wort, sondern erst Ton Jxm, far. 19, 2 denomi- 
nativ gebildet, dies aber erst übernommen aus )f-^ *1C2S^ 
worauf auch schon Noldeke Geschichte des Kardns p. 18 
anfinerksam gemacht hat. Joy^ (Eamüs) aus ^Cä^? 
jbl^ »Terschreiben" (Gawäli^ Morgenl. Forschungen 

131, 6 tadelt diese Form als unarabisch) ist schon von 
Nöldeke . Mand, Gramm, p. 49. Anm. 3 als übernommen 
erkannt. Zu den dort gegebenen aramäischen Formen ist 
talm. C^as^ »Terwirren" (vgl. 'Irüch s.t. B^3B^ I), aus 
späterer Zeit 17*^3'S^ (gern für »Yerschreibung" gebraucht) 




-■ m * 



^d-. 






257 



Mgt: '|MV«i ein rundes HolZf auf welchem der Schuster 
Leder schneidet. In Medina heisst es Bu^. Im Buche 



(der g. ji'^) des Ibn Doreid wird es mit K&f überliefert; 
ich habe nach diesem Worte unter den Beduinen gefragt, 
aber es war da nicht bekannt'*, und s. t. ^\ J» : »Ibn Do- 
reid berichtet, i»)>Ail mit Kaf die runde Tafel des Schus« 
ters ; aber die Form mit Fä ist besser.*' Dass ^v«J ein alter 
Fehler ist, ist mir nicht zweifelhaft. Für die Bedeutung 
Ton ^\«i aber liegt insofern eine fidsche Tradition vor , als 
dies Wort gewiss mit ^^\yi Ttpl^uf^a (Mu^arrab p. 112) 
identisch ist« inpii^ufia ist hauptsächlich als »Schurzfell" 

y f 

gebrauchlich und diese Bedeutung ist auch für 0^^\ji an« 
zusetzen. Bei einem später nicht mehr allgemein gebrauch- 
ten Fremdworte ist eine derartige VertanAchung der Be- 
deutungen wohl denkbar. 

Juutll »das Schustermesser" (schon in einem Tormuham- 
medanischen Verse Ibn Dor. Kit^al-ütilf. 76 , 9) ist längst 
als ^iJäXfi erkannt, yermittelt durch /QTK (targumisch und tal- 
mudisch) syr. U^^^l Elia Lagarde Praeterm. 12 , 18 ; 31 , 3. 
Schon die Bildung kennzeichnet es als Fremdling. Mit der 
arabischen Wurzel Jühv '^bx. Mu^all. 17 hat es natürlich 
nichts zu thun. 

S fi ^ 

Deutlich ist auch die Entlehnung von %ldDj »Topfer" (Tgl. 
Nöldeke Mand, Gramm, p. 120 Anm. 2) aus ]r^ mnfi 
Vgl schon oben p. 70. Im Arabischen ist die Wurzel nur 
noch in der übertragenen Bedeutung »aufgeblasen sein" . 
erhalten. Die Beduinen kennen übrigens noch heute die 
Töpferei nicht Burton-Andr^ 302. 

Da die aramäische Wurzel «^ ütSH »graben" im Ära- 
bischen durch ^^ »eingraben" dann »schreiben" vertreten 
wird, so wird h^ut »das TSttowiereisen" oder SJu^X^JI 
l^*>TW Uf» ^yUij ^)^^^ ^ \jyi^ ^' (6auh. ; etwas 



•*^ 



^- - 



aii^ 



iliiiiilifc 









•f . ■• - 



252 

xipiop erhalten) zu liegen. Die Bedeotangen liegen f&r ein 
nnTerstandenes Fremdwort nicht za weit ab. Die Entlehnung 
dieses Wortes ist schon den Arabern (Mu^arrab 87) bekannt; 

es hat auch ziemlich unarabische Form. (Davon JlAm*! 
Beläd* 134 ult). Damit scheint mir durchaus identisch 
^j^xiw Sure 83. 8, 9 dort als ^^ oLT erklärt Ma- 
hammed hat »Buch" und »Siegel** yerwechselt. [*jük nach 
Einigen »Buch", nach Anderen »Dinte*' Ibn Dor. Künd^ 
ütik 45, 4; 261, 4 a. f. zu ^^9% eigentlich »sticken" Tgl. 
hebr. Dp^]. Ju^Xm» scheint dagegen in der.That Ton die- 
sem Worte zu trennen und iranischer Herkunft zu sein. 

Ich nenne endlich noch den Namen des Siegelringes 
0^\^ kmi\. 32 , 4 als aramäisch. So schon Noldeke Mond. 
Gramm, p. 112. Das Yerbum l£^ ist denominativ und 
daraus bildete man dann erst secundär die Form aSL^« 
um die unarabische Form zu yermeiden. Daneben zeigen 

aber auch die Spielformen ^IjLs. i i»Iju^ « ^>a?^ ganz un- 
arabische Gestalt. Worauf die Form Jji^ (wovon Ja£^ 
wohl nur eine spätere Umstellung ist) zurückgeht , ist aller- 
dings nicht ganz deutlich. Zum Sachlichen Tgl. Belä(i. 

461 unten. — Nicht ganz sicher bin ich , ob ^isoi »Bing** 
zu nmS »eingegrabene Arbeit'* zu stellen ist. Mit der 

arab. Wurzel ^jj DiT. Hud. 2,17; ^Ant. Append. 11, 2 

hängt es nicht zusammen. — ^^^äs^s^ Amr^. 32 , 4 und jmj» J» 

»Siegelerde** ist nicht, wie die Araber (Mu^arr. 123) mei- 
nen, aus dem Persischen, sondern aus dem Aramäischen 
entlehnt, und ss/JL^^, das ßachau zum Hu^arr. 55 im 
Persischen sucht, ist SHB^anj '^^^K* 

Der Bflcherschrank oder die Büchertasche J^ii ist als 
fremd durch Yermittelung des Aramäischen (aus KdfiTrpa 
entlehnt) schon den Arabern (Mu^arrab 121) bekannt. 



• 






■■=-;-'• K* ■:*»*' ■ ••\":' ,-■• •**■.' f-.i-V 



253 



Cirtch ». T. nüOjJ; WIW ^On »any pS^?; *» LeWer« 
bedeotet hier woU > Lateinisch"). 



HANDWERKE UND KÜNSTE. 

Dass sich nnter Nomaden das .Haudwerk nicht beson- 
ders entwickeln kann , ist selbstverständlich. Wir wissen anch, 
dass die alten Araber nur sehr wenig Handwerke trieben. 
Man überliess die handwerksmassigen Betriebe den SklaTen 
nnd Frauen. [Noch heute sind die Handwerker unter den 
Beduinen yerachtet. Selbst auf die arabischen Städte er- 
streckt sich dies Yorurtheil (Burton- Andr^ 110). Über 
den Mangel an Werkzeugen Doughty Globus Bd. XLI. p.215]. 
Bestimmte Zweige derselben gehörten den Juden , die z. B. 
als Gold- und Waffenschmiede unter ihnen berühmt waren. 
Noch am meisten scheint das Schmiedehandwerk Terbrei- 
tet gewesen zu sein. Ich schliesse dies aus dem Namen 

^jSJ, der zu pj5 (SsW) und UJUÄ«)Cast787=jüd.ar. 

TUHlp (palmjrenisch De Vogu^ Inscr. XXIIL 3) gehalten , mir 
aus dem ursemitischen Sprachschatze zu stammen scheint. 

Vgl. auch den alten Namen ^/fffj Dazu tritt derBeich- 
thum Arabiens an Metallen und die wahrscheinlich seit sehr 
alter Zeit betriebene Ausbeutung der Bergwerke, die anch 
in der Sprache , wie schon WeUhausen Muhammid m M^dSmoL 



1) Dit gtaaiM formaU CJ^trtiBitimmaig mit L^JUbD matki m Mki 
ithiop. klii«jl Dillmuui S7l (daroB taklnawa dcnominatif) aas di«Mr 
Grnppe aatniseblietMa, trotvicm dar Aalaat im Aathiop. oangalmimig Y«r- 
tretea wird. DieaelU Eneheinaag laigi nah ia kida Dillm. S7S. daa lek 
tu iXhS MaUa. 



254 

424 Anm. 1. bemerkt, ihre Spuren zurückgelassen hat. 
Dann ist aber auch gerade nach dem Schmiede jeder andere 
Handwerker benannt worden ; Tgl. Commentar zu Dit. Hud« 

21 , 15 (^ÜCJf ^1 ^ ^ »43uj Jl4^ ^ JXi). Auch 
der Ofen des Schmiedes syS^=^"yi2; der Blasebalg %a^= 
11^3 (?) sind echt arabische Worter. Metallarbeiten sind 
auch unter den Beduinen ziemlich yerbreitet gewesen z.B. 

die Eameelnasenringe (So) aus Silber oder Kupfer Ibn 
Dor. Kit-al-ÜtiH. 274, 1. 

Der Waffenschmied aber Jl£uo Nabiga 5,10; ^amä9a 
21; Agäni XIX. 92,3 a. f. wird wohl zunächst eine ara- 
mäische Bildung sein , entsprechend jüd. ar. K /p^D Levy 
Nhbr. Wtb. lU. 581. Dann ist auch das Verbum JJLo 
erst denominativ. Im Arabischen bat die Wurzel (vgl. 

JüLfi) eine andere Bedeutung. 

Sicher fiLhrt der Gehülfe des Schmiedes Jucjb Div. Leb. 
141 ult. (Mu^arr. p. 40,^Gauhari s. y. gj3 und Glosse dazu) 
einen aramäischen Namen. Denn nach hebr. TQ/H syr. 
Ig iSnS/ (äth. lamada) erwartet man auch arabisch, da 
hier ein nicht zu yerschiebender reiner Dental vorliegt, 
JulJLj. Das 6 zeigt nun deutlich, dass die Araber die 
aspirierte Aussprache des aramäischen *1 ausdrücken woll- 
ten. Abgesehen davon lehrt auch schon die unarabische 
Form AaJIT. dass wir hier ein Fremdwort vor uns haben. 
Arabisch wäre nur eine Infinitivform JuJU» gewöhnlich. 
Vor dieser Bildung warnt 6awälit:i Morgenl. Forsch. 147, 
1. Das Wort steht später auch für den Schüler überhaupt , 
vgl. Dozy L 151. . 

Einen deutlich aramäischen Namen fdhrt der Tischler 

^Lsx3 (als alter Eigenname Ibn Dor. Kit-^UUtOp 662, 
8. i!iXSp^ Ibn. Dor. Kit-al-^tU^, 262 , 4) = Ii4^ K131 und 
von diesem ist erst das Verbum ^<«xi denominativ abge- 



1 



r]^ .. *-■<«■< f^--! 



>4 



255 

leitet. Schon Nöldeke MatuL Gramm, p. 120. Aninu 2 
macht daraaf aufmerkaam. Die Warzel ^.sO im Arabi- 
schen bedeutet »heisa sein*' Tgl. «^b , yKx^i »Dursf*, iyx^* 
Wie weit die von Gauh. weiter angegebenen — aber nicht 



belegten. — Bedeutungen für ^^ als Jmof, -^t-'^t ^J 
wirklich — in rerschiedenen Diaiecten — existierten oder 
mit der Grandbedeutung iheiss sein" zusammenhängen , 

weiss ich nicht. [Vielleicht ist I^^ »frei*' zu L^ »heiss** 
zu Tergleichen]. Von den Instrumenten des Tischlers ist 
entlehnt ^L»% ^^ pvxivti durch ^jpll ll^h Low Äram. Fflan- 
zenn. 10 Anm. 1. 

Nöldeke zahlt (1. 1.) auch %\Sj zu den übernommenen 
Wortern, was ich nicht f&r ganz sicher halte. Es kann 
schon eine arabische Analogie zu den aramäischen, einen 
Beruf bezeichnenden Lehnwörtern sein. Wenn es über- 
nommen ist, so stellt es sich wieder zum jüdischen n2^33 
auch syr. U^ (Vgl. schon Eorän 38 , 36). Als fremd 
aber haben schon die Araber (Ibn Dor. ebenso in der Gam- 
hara. Cod. Lugd. fol. 13 r^ (yon ihm Mu^arrab p. 40) erkannt 

yS »das Lothmass"; es ist gewiss identisch mit K^IH »Fa- 
den" (Leyy TWB. IL 533). Noch ein anderer Name dee- 

selben Instruments XjLm ist deutlich aramäischen Ursprungs. 
Dozy L 775 will ihn zwar Ton dem persischen JjrUt ab- 
leiten , indessen es ist mir nicht zweifelhaft , dass dies Wort 
erst aus dem Arabischen in*s Persische gewandert ist. Denn 
das Wort hat im Aramäischen, nicht aber im Persischen 
eine Ableitung, da es »den Wäger' i nn ^ bedeutet Zum 
Überflusse bedeutet phpüü ^gl- H&i zu Etiim 29, 5 Ton 
dieser Wurzel wirklich »Senkblei" und ebenso anF arab. 
Gebiete bei Dozy selbst L 162. s. ▼. SJlB iJl£Üt h^. Ob 
jT^^ y |U^ »Senkblei" echt sind und zur Wurzel ^Jb 
»springen" geliören, mag ich nicht 






-i •*•- 



.. • 256 . 

- * 

" Aach der Name des Schneiders fcCvj>- ist wohl erst aas aram. 

• •• . 

KC3^ ).^^ enÜehat (^Is hjA sind aber echt; denn 

aramäisch heisst der Faden L^^ — i^\ü<^ » Faden" Mafii4- 
dalijjät 10 1 14 ist schon Ton den Arabern (Ma^arrab p. 42) 
ab fremd erkannt; syr. h|-^^ Gawäl. Morgenl. Forsch. 186, 
8 warnt Tor der Yal^^raossprache ofjj^ . 

vJIXmI (A^& bei Gaah.s.T. uüCm) »Schahmacher** ist zwei- 
fellos übernommen aas i^J^^o], ^3S^*1K. Im Arabischen 
hat es keine Ableitang and als Nebenform findet sich \^\JiJI. 
Aber auch die aramäischen Wörter sind nicht echt semitisch , 
sondern wahrscheinlich aas dem Iranischen übernommen. 

^1 »Ahle** DiT. Had. (Wellhaasen) 148,4 hielt ich 
früher für echt, weil mir daza Lä^ »heilen** wie KSl za 
*li% »flicken*' zu stimmen schien. Nan zeigt aber die äthi- 
opische Warzel S als Anlaat and ]Ai«^ aSp Op. Nestor. 
ed. Hoffm. p. 146, 5 (aach BA = &JLmuo) entspricht genaa 
masfS Dillm. 408. Aach Ua^ »Haken** 11. Cor. 12, 7 
gehört sicher dazu. Deshalb mass nun Aw! i da es aus 
der Lautrerschiebang heraustritt, zu einer aramäischen 
Wurzel ]aa, gehören. Die Bildung ist selten Jä^t I. 291 , 
19. Im Periplus mar. erythr. 17 werden unter den im- 
portierten Gegenständen auch iTnirtx genannt 

Bekannt ist der Ursprung von y^^As (Häi zu Eelim XYI, 
7 zu D1D«) »Leisten** Agäni III. 163 , 6 a. f. Oa\^ ,^JU ^ 
(ganz wie wir sagen ȟber einen Leisten geschlagen**) aus 
xaXow6ho¥, Das hat schon Fleischer de Gl. Habicht. 72 
erkannt, Die Yermittelung bildete aber wohl das syrische 
|inSn (wohl ?nnSn zu schreiben) Gast 799; |nSn Opuse. 

m 

Nestoriana ed. HofTmann p. 126, 17 möchte ich eher umge- 
kehrt für Entlehnung aus dem Arabischen halten. 

^•\Ii ist eines der wenigen Wörter, bei denen ich der 
arabischen Tradition widersprechen muss« 6auh; s. ▼• ^\«i 



I 




v- . •• , •■• 257 - ■ • ■ . ,.,,;■: ... 



Sftgt: ^0j\yi ^ rundes Holz, auf welchem der Schuaier 
•sein Leder schneidet. In Medina heisst es iU^. Im Bache 
(der S«44^) des Ibn Doreid wird es mit Kaf überliefert; 
ich habe nach diesem Worte anter den Beduinen gefragt, 
aber es war da nicht bekannt", und s. t. ^\ J» : »Ibn Da- 
reid berichtet, ^\jaS\ mit Eaf die runde Tafel des Schus« 
ters ; aber die Form mit Fä ist besser." Dass ^yjf ein alter 
Fehler ist, ist mir nicht zweifelhafL Für die Bedeutung 
Ton ^\jS aber liegt insofern eine ÜEdsche Tradition Tor,als 
dies Wort gewiss mit ^^\yi TipH^ufia (Mu^arrab p. 112) 
identisch ist. irspü^uß» ist hauptsachlich als »Schurzfell" 

gebrauchlich und diese Bedeutung ist auch fCLr «•«)%i an- 
zusetzen. Bei einem später nicht mehr allgemein gebrauch- 
ten Fremdworte ist eine derartige VertanscI^ung der Be- 
deutungen wohl denkbar. 

Juuttl »das Schustermesser" (schon in einem Tormuham- 

medanischen Verse Ibn Dor. Kit-^ol^tilp. 76 , 9) ist längst 
als ^A^Ajf erkannt, vermittelt durch /QTK (targumisch und tal- 
mudisch) syr. N\V] Elia Lagarde Praeterm. 12 , 18 ; 31 , 3. 
Schon die Bildung kennzeichnet es als Fremdling. Mit der 
arabischen Wurzel Juov X^« Mu^all. 17 hat es natürlich 
nichts zu thun. 

Deutlich ist auch die Entlehnung Ton «L£j »Topfer" (ygl. 
Noldeke Mand. Gramm^ p. 120 Anm. 2) aus ]h^ (TTlfi 
YgL schon oben p. 70. Im Arabischen ist die Wurzel nur 
noch in der übertragenen Bedeutung »aufgeblasen sein" • 
erhalten. Die Beduinen kennen übrigens noch heute die 
Töpferei nicht Burton-Andr^ 302. 

Da die aramäische Wurzel «.^ VSCPi »graben" im Ara- 
bischen durch JflL^ »eingraben" dann »schreiben" yertreten 
wird, so wird ,k^üt »das TSttowiereisen" oder ijL^iXsxJI 
f^Si\ L4^ sarJU^ c^?)'7**^' ^Ulr^^S^' (6aah.; etwas 






■" • 



.;•'"'■: V- •• : ' . • - 258 






* ' ,. • ^^ • 



. anders Ibn Don ITä-oZ-t^tiSc. 149, 13)aii8dem AramSiscben 
- entlehnt sein , da es überdies auch im Arabischen keine 
Ableitang ^hat. Aber unsere aramäischen Dialecte kennen 
U^ Dno nur als »Nadel*'. " 

Der Fleischer Vi^Loi fährt seinen Namen aus dem Ara- 
maischen 1^^^ K3Vp« Im Arabischen hat das Wort keine 
Ableitang. Das entsprechende Wort ist vielmehr im Ara- 
bischen s,„>.«d5 (über die Reihe aram. »V^arab. ^ Tgl. 
Noldeke ZDMG. XXXII. p. 406). So ergiebt sich denn 
xlrv>n? als Denominativ und daraus erst später — (puris- 
tisch?) i_r^_? in demselben Sinne gebildet. 

Ob Sjlü »Fleischhaken** (schon Ton den Arabern» yer- 
muthlich an dem unmittelbaren Zusammentreffen Ton N 
und R als fremd erkannt, Mu^arrab p. 120) wirklich, wie 
die Perser (Yullers IL 891 s. t. 5^U5^) meinen, aus dem 
Persischen übernommen ist, scheint, da dies Wort da keine 
ganz bequeme Ableitung hat, noch nicht ganz sicher. 

Den Namen des »Baders** ^;XS hat schon de Goeje Gl. 
Geogr. 173 richtig als Entlehnung aus p3 bezeichnet; 

dies ist selbständige aramäische Bildung aus |lSo ^ ßctx»'- 
vtlov (nicht etwa Entlehnung aus ßxXxpev^). Yermuthlich 

ist auch der Name des »Bades** f,\Ze^ Jä^iüt II. 924, 19 
Lehnwort aus einer aramäischen nicht mehr erhaltenen 
Urform (von der Wurzel DO*") 9 die selbst erst wohl eine 
Übersetzung des griechisch-römischen bipfAxt thermae ge- 
weaen ist. Daher auch in Jüd. Aramäischen die Pluralform 

Übernommen ist femer im Arabischen der Name des 
Walkers «L^ aus aram. \h^ K*1!(p ^). Aber auch diese 



1) Aber Targ I. 8am. IS . 80 ist ichworiieh mit fUmchl ind Lery icnxp 
alt «Walker** sa iaaeeB; et kaan da nach dem gaaaea Ztuammenliaiige nor sa 



■»- 







259 



-~' ■ • •. • • • ■♦•■ tmt' 



Wörter sind nicht echt Denn man Irann sich wohl kand 
mit Michaelis za Gast. p."822 einyerstanden erklären , der 
den »Walker'* dayon benannt wissen will , dass noch dem 
Waschen die Kleider eingehen nnd kurz werden. Zanachst 
ist nicht denkbar, dass der »Wascher** schlechthin nach 
dieser Conseqaenz der »Korzmacher'* genannt sein wird, 
und ferner spricht als Hauptgrund dagegen , dass i^ im 
Aramäischen in der Bedeutung »kurz** sehr wenig yerbrei- 
tet ist; im Syrischen ist es gar nicht erhalten und auch 
jüd. ar. STSJ3 (ygl. 'Irüch s.v. IXp II.) scheint yora 
Hebräischen beeinflusst ^). So ist denn also jede semitische 
Ableitung dieses Wortes hinfällig , und das Original ist im 
Persischen aL5^= «vo Vullers II. 768 und 942 zu suchen. 

Dass etwa umgekehrt ^\l5^ %vu aus ]h^ sollten übernom- 
men sein , ist kaum anzunehmen. Auch sind die persischen 
Wörter wohl durch den Eigennamen \j%))^ (▼gl« D^ /JT 
und 72*1 py) gesichert Natürlich sind dann y^r und j^ 

sowie VC erst DenoQiinatiya. Die Echtheit von %r^>weiss- 
waschen** ist mir nickt ganz sicher. 

Mehrfache fremde Namen gelten auch für den Walker- 
stock, ^j^jjj^aus pers. «Jbjiy resp. der dieser Form ent- 
spr. älteren mit K am Ende ist bekannt. Hinzuzufügen ist 

)V^ pl. j)Iaj, im Verse j^sLu schon bei Aus ^amäsal4, 
5 a. f. und dayon denominatiy abgeleitet %^ »schlagen**. 
Das Wort ist übernommen aus aram. KITS (^iLrüch)>Stab9 
Ruthe**), woneben yermuthlich K*irfiim Gebrauch war, so 



Tir[J, dtt lOMt alUrdiagi AnoiÜaek sieht ftberlieüert bt, gehören. #Sreteiiehel** 
rhm gehört zav)^Aai wie J^^J^U^ se v)"^ .fteoheü**. Im Uebrigen eher steht 



die L A. nicht fett; *ArAch giebt ein nnTentindliehei , aber dnreh die alphn- 
betiKhe ReihenfoLe alt letae LA. geriehertee U^ltp. 

1) Für dies steht eoeh in jfld. Sehrtflen wie im Sjriiehea gelegentlieh PnD 
nicht za oi^ «krank sein**, tondem sn ]yo »kttn sein**. 



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daas ;4i]b Slteste Fonn im Arabischen %iju anzusetzen wäre. 

Far Sjyi 6I088. g^gr. 180 hat schon Noldeke als ara- 
mäische Grandform K /3K erdSlttelt. 

Trotzdem Jöm& 28* grade von einer ^3^131 tn^I2p KplOO 
»gedrehten Peitsche der Araber'^ gesprochen wird, mochte 

ich doch \J^Jaji Div* Hnd. 1 34 , 1 1 lieber als ein Lehnwort 
und die Wurzel \jJio in der Bedeutung »züchtigen, schla- 
gen'* als denominativ auffassen. Einen ebensolchen Stab be- 

zeichnetgdAJU; man würde aramäischem YSl (Lery Nhbr. Wtb. 
III. 423. Sp. 2, 7 a. f.) gegenüber {jäsüjo erwarten (das in an- 
derer Bedeutung auch existiert), und die Unregelmässigkeit 
der Entsprechung flosst den Verdacht fremden Ursprunges 

ein. -« Echt ist ^£^3 = DS3 Levy Nhbr. Wtb. III. 422. — 
jU^wird persisch sein; mit JUyfe = |1ni\ (Nold.) hat 
es nichts zu thun. 

Die einzige Kunst, die auch schon unter den alten Ara^ 
bern, allerdings ziemlich roh, ausgeübt wurde, ist die 
Heilkunst Vgl. Ag&ni VIII. 49, 8 a. f., wo ^^iuJI ^Lä^-JLi-I 
durch Brennen geheilt wird. Einen Arzt Ton Beruf aus Tor- 
muhammedanischer Zeit nennt Ibn Dor. Kit-^al'iätifji. 185 , 
15. Vgl. aber Ja^Lüt IV. 449 , 3. Arzt und Zauberer scheinen 
in alter Zeit in Verbindung gestanden zu haben. VgL 
v^lxkiL ^« DiT. Hud. 2, 3 mit Comm. Daher ist auch t^aaIp 
der alte Name des Ajrztes Ton derselben Wurzel gebildet, 
Ton der ein Derivat *_*»ih-* »bezaubert" heisst. Vgl. auch 

Addäd (Houtsma) p. 150 l^uL ^1 JaJÜI ^^ v^Jl^Ü! ^y 
So werden gegen Schlangenbisse neben den bei Freytag EinL 
288 genannten Mitteln auch Zaubersprüche angewendet Ibn 
Dor. Kü-^U'ütif^ 159. Anm. m (in einem Verse Muhalhils) 
[v^aA^ ist ursprünglich wohl »speien", man denke an die 
eigenthümliche Bedeutung des Ausspuckens auch in unse- 
rem Volksaberglauben] ebenso Näb. 17, 13. Vgl. athiop. 




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261 



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äaraja »heileii" und »zaubern** und Praetorint in Kahn 
Lüteraturbl. für Orient. PhüoL L 197 Qber sab. »)en. Ich 
gebe hier einige in alter Zeit übernommene Ausdrücke, die 
in das Gebiet der Heilkunde fallen , lasse dagegen die spä- 
tere wissenschafUiche Nomenclatur, die eine Menge auf^e- 
Uhrtem Wege übernommener griechischer und syrischer 
Namen enthält, wie ^aLluU xa^ifnip u. dgl. ausser Acht 

Zu den übemonmienen Wortern scheint mir ^1 »Arzt** 
mit allen Derivaten , welche »heilen'* bedeuten , zu gehören. 
Auf äthiopisch asöt (Dillmann 752) darf man sich nicht 
berufen , denn auch dies Wort scheint erst aus aramuisch 
KniDM (syr. I^^^oasH) übemonmien, was auch Prof. Prae- 
torius (mündlich) f&r wahrscheinlich hält. (LmI »schaden** 
^;L^I »traurig** Div. Hnd. 131 1 16 geben die echt ara- 
bische Bedeutung der Wurzel. Dass die beiden Bedeutun- 
gen einer Wurzel entstammen, deren Grundbedeutung 
»verletzen** ist, und dass dies »auf frühzeitige Anwendung 
der Chirurgie schliessen lässt** kann ich Honmiel {Zteei Jagd^ 
inschri/ten AsturbanipaU p. 40) nicht zugeben). Für deno- 

minativ halte ich 1^ gebildet aus jLwmL; und dies über- 
nonmien aus ^Kn330 »Sonde** oder »Lanzette**, zu er- 
schliessen aus ar. *13D ^3100 »Aderlassen*' TgL ^JLrüch 
s. ▼. *13D IV. Die Grundbedeutung der Wurzel ist als 
»bohren, stechen** anzusetzen. 

Juut »Sonde** (Div.Hud. 169, 4) ist als /ctifAjf schon ron 
Fleischer zu Leyy Nhbn Wtb. HL 310 erkannt worden. 
Aramäisch scheint es nicht erhalten, denn KHVo »Ader- 
lass**, das Levy L 1. 101 damit zusammenwirft, hat nichts 
damit zu thun, sondern scheint eine Art Euphemismus zu 
sein und einfach »Sache** zu bedeuten. Ein echtes Wort * 
ist ä^A^^ dann ^■^>«'^ allgemein »Arzt** Diy.Hud. 116,2 
(Juöi wohl nur Ton Thieren). 

[JijtJk »Ader** (»die Pulsadern, die rom Herzen ausge- 



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^4:.'^Iieii" äaoh.) giebt schon durch seine Form and den Plural 
— '' ^ajC>£ zu Bedenken Anlass. Ueberdiea hat es im Arabi- 
Bcbea keine Ableitung und die stürkate Bekriittigung aller 
dieser Verdachtsmomeute giebt der Umstand , dass dits Wort 
gegenüber iJ—ji* Gast, 940 (vom Araber durch (j_c>Äder" 
übersetzt) aus der Lautrerscbiebung heraustritt. 

[Sicher Übernomtnen iat oL*^ »Augeosaibe" und »Salbe" 
überhaupt, aus j t ** Gast, p. 900: die Wurzel OLi aber 
ist echt, denn aramäisch r!2C* syr. -ä-* »glätten", das 
man zunächst dazu stellen möchte, gehört wohl zu Li-.; 
Grundbedeutung »fegen", ^Ä-»t »kahl, glatt"]. 

L^ »Gift" füllt zunächst durch die verschiedene Vocalisa- 
tionsmüglichkeit (Ll> Z>i.) auf. Im Aramäischen allerdings muss 
zu DD V-^!S , um Gift zu bezeichnen , noch eine Bestimmung 
(NniD~'D 1— i^?— 2) hinzutreteu. Aber wenn es richtig ist, 
auch Q'^23 und |ri''nig dazu zu ziehen , so dass Medicament 
ursprünglich wohlriechende Spezerei ist, so iat schon nach der 
Lautverschiebungsregel n.» als entlehnt nachzuweisen; denn 
dann entspricht arab. L». Überdies hat auch die Wurzel 
im Arabischen eine andere Bedeutung. Zu beachten iat 
auch, dass in alter Zeit die Gifte auch als Heilmittel gal- 
ten. Man denke an die Bereitung des Theriak und Tgl. 
die Bedeutungen Ton <Jiäpfixxe:/. — ^j^^yöl erkannten als 
fremd schon die Araber Mu'arrab p. 101. Schon Sachan 
hat 'iZpürxi dazu gestellt. Über ijLjJ ^ oWtJ" ^^'■^ ^^^ 
aramäischen Ursprungsfonnen vgl. Sachau zum Ma'arrab 
.p. 32. 

Ein sehr interessantes Wort , das noch ganz deutlich 
auf den griechischen Ursprung der arabischen Medicin hin- 
weist, ist .t.-^,j »die Veränderung, die mit dem Kran- 
ken plötzlich bei scharfen (fieberhaften) Krankheiten vor 
sich geht," (Gauh.), Es kann keinem Zweifel unterliegen, 




. ■ : V - . - 263 , /'. ^/^ 

"• dass dies Wort direct aas Pj-mca übernommeu ist. Man 
sagt: ^\y^kj ^yi IJjft* Im Arabischen bat es nicht die 
Spur einer Ableitung (yi^j Meer) und überdies ist das syr. 



(i^ü^) hebr« TRS entsprechende Wort gewiss ^ 
das gleichmassig in diesen Sprachen yom »Prüfen** und 
»Versuchen** gilt. Dazu tritt nun noch eine andere fremd- 
artige Bildung ^5j«^lj = ]y>ü^ (Sachau Inedita Syriaca >d 

5). Alles dies ist, wie schon Grauh. anmerkt, Jj^; aber 
auch die syrischen Ausdrücke sind weiter nichts, als Über- 
setzungen des griechischen xpio't^ , und ^«»^ü ^yj ist 
Kfiio'tßOi (dies criticus) bei den griechischen Aerzten. Viel- 
leicht geht auch ^l%.^l^ »die heftige Hitze im Monate 
Tammüz'' darauf zurück, es konnte aber dies Wort auch 
aus Hin *3 »Haus der Hitze'* entstanden sein* 

Der Urin des Kranken war bekanntlich in der alten Me- 
dizin das wichtigste Hilfsmittel der Diagnose« So ist denn 
auch ^yrj ^^ I das Gauh. in identischer Bedeutung mit j^ 
überliefert, gewiss nicht damit identisch , sondern ursprüng- 
lich der Urin selbst, der yom Arzte untersucht wurde, 
nämlich syr. U^o-aj»^ Gast. 743. Wurzel H^ "lE^fi »flies- 

sen". Daraus ist dann rielleicht mit Anlehnung an yZtJ 
»erklaren" .-.rrf »den Urin untersuchen'* denominatiy gebil- 
det worden. Dass die Wörter unecht sind, deutet schon 

Gauh. an durch seinen Zusatz: Ijjy» Mlib\y 

i^ Fieber fallt durch die ungewöhnliche Schreibung 
neben JU^ auf. Ob dieselbe erst auf U^om zurückgeht? 
Das 8y™cho Wort möchte ich in der Bedeutung »Fieber** 
erst für eine Übersetzung aus dipßfi halten, wenn auch 
eine davon unabhängige Entwickelung sehr gut denkbar 
ist.' 

Der Name der Migräne , yjfJLtKpmßl» , ^JU i>t als Fremd- 
wort schon den Arabern (Mu^arrab 114) bekannt. Er ist 



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264 : • J • 



eutlehnt aus sjr. U^^ ; Tgl. Low Aram. Pflanzerm. p. 82. 

Andere Übersetzungen sind z.B. iSs^ »Pustel*' sl^olo« 
PSm. 741 = iy^pxi\ jjtk^ »Scrophel" = 1h>- PSm. 1240. 

f^ »Pleuritis** (belegt bei (jauhart s. t. ^^y» ; Dir. Hud. 
78 9 19; Jä^t n. 273 1 20 ist, denke ich, übernommen aus 
llcal«, fdr das ich allerdings diese specielle Bedeutung 
nicht kenne. 

iusx?\ Amrk. 32, 2 hat G. Hoffinann Jfärtt/reracien p.^15 
zu griech (ve)3i^pa(^ gestellt Ich halte diese Zusammen- 
stellung für sehr gewagt, da der Anlaut N durch nichts 
im Griechischen repräsentiert wird. Der Abfall des t wäre 
denkbar, wenn das Wort zunächst aus dem Koptischen 
entlehnt wäre. Vgl. Sachau zum Mu^arrab 62. Ein Zu- 
sammenhang mit D^*^PJ Levy Nhbr. Wtb. DL 442 muss 
abgewiesen werden, wenn auch ein alter Commentator be- 
merkt: »Ich habe gehört, dass man so im Arabischen das 
Podagra nennt und wer dasselbe hat, kann seine Hände 
nicht bewegen'* denn abgesehen von der sachlichen und 
formellen Schwierigkeit ist OHpl schon yon Sachs (Beiträge) 
als yeuxipoq erkannt worden. Übrigens findet sich eine ziem- 
lich genaue Transcribierungdes Griechischen in D1t3^NC31£) 
Cirach) 1. DIpnjKUIS) =^iroiotypixi(; Midr. LeT. Eabb. 
Beet 5 g^en Ende '13 n^DKT «nanO »*n »3lSy »Be- 
dauemswerth ist die Stadt, deren Arzt (Agg. K^tO) ein 
Podagrist (Agg. D'TJSTÖ) ist** — &kxJLS Dozy 11.396; 
T. Eremer Beiträge 186 ist xifAifrif^ ^). — yy^^ Mn^arr. 25 ; 
Dozy I. 84 (noch unerklärt) wird einer anun. Bildung 



1) Ein angebliehet mraiUehet ^nrht •Higräne*' 'ArAch t. t. vht iit dueh 
Correetar tos ^TiV'h^ in *01N'^:3 ni erkennen %\m mrmmiueJUt |A ^V 

QU LagArde Pragfgrm. 33, 47 Ton der Worxel H^X «sptlten** wie p'«3biO 

tu g-^^t ^u «Ixr fibenetzt sein könnte. 



•: 




1 f ; 



265 



^ • •• * 



^linmo Ton IjJBi^ »unreife Traube" entsprechen. Manche 
derartige (^ewichse entlehnen ihre Namen Ton Früchten; 

▼gl- EjAg I ^&«w n. dgL 

^Uy» »Pest** (mhd. 5ter&^< ; das grosse Sterbent as der 
schwarze Tod »s die Pest) ist seiner ganzen Bildung nach 
deutlich erst Entlehnung aus |l/">^ KSUlO. Auch die 

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Beschrankung dieses "Wortes auf eine Epidemie unter dem 
Vieh (£a^LiJ| ^ MjLt (sjy* (jrauh.) spricht dsSOi. 

Durchaus fremde Form zeigt auch ^ykiSs »Pest" Agäni 
XY. 16 ult. In den uns bekannten aramäischen Dialecten 
entspricht aber diesem Worte nichts; es bleibt also wohl 
nichts Anderes übrig, als anzunehmen, dass fJOi^ »der 
Trager** zu einer bestimmten Zeit und in einem bestimm- 
ten Dialecte die Bedeutung »hin wegtragend** oder »hin- 
wegraffend**, wie vJuU^ »Pest** (woneben auch vJ.%L^) 
gehabt hat. Oder könnte unser Wort yielleicht auch zu 
jüd. Ijfl2 »durchbohren** gestellt werden? Dass es eine auf 
arab. Boden entstandene Bildung sei, möchte ich nicht 
annehmen, weil es kein Wort giebt, nach dessen Analogie 
es gebildet sein könnte. Denn ü^^L^ ist wohl erst umge- 
kehrt durch ^^Lk beeinflusst. 

Der Name des Thierarztes %LttIS Näbi^ 5f 15; Kämil 
495 , 6 ist aus l^matrpi^ (vgl. Sachau zum Mu^arrab p. 15) 
entstanden. Über jLxäjb bemerkt Ibu Doreid in der (jam- 

hara gJJCt ^y jdJuaX}\ JäiJ L^Sbi} mi^ yia^y y^^ 

In jüd. Schriften spaterer Zeit ist noch die volle Form 
mit der griechischen Endung D*)^U^£)K erhalten, und be- 
merkt zu werden yerdient, dass das Arabische auch noch 
eine dem ursprünglichen iTxiarpJ^ genauer entsprechende 
Form in Jg^ (durch zwei Verse bei (jrauharl belegt) er- 
halten hat Dass dies etwa eine spitere ans jli4^ (nach Ana- 



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. 266 

■ 

logie Ton oyjt welches Gauhan als Paradigma aogiebt) 
gebildete Form sei^ die nur zufällig wieder dem griechi- 
schen Originale ähnlich sieht , möchte ich nicht annehmen* 
Das Syrische kennt li-^ Payne Smith 514 nnd Ir^^d 
Gast. 702. Die erste Form sieht mir nicht sehr echt ans; wenn 
die Betonung der zweiten richtig und das Wort nicht etwa 
Lehnwort aus dem Arabischen ist , was allerdings wegen des ^ 
ziemlich ausgeschlossen ist, so haben die Syrer , die die Ab- 
leitung des Wortes nicht kannten , es als eine Bildung auf 
Ära, wie sie in ihrer Sprache nicht selten sind, aufgefasst. 
So ging dann auch das Wort in*s Arabische, in welchem 
die Form JLaÄi überdies nicht ungewöhnlich ist , über. 
%l^v »die Zange des Thierarztes** (»Maulkorb*' Elia La- 

garde Praeterm. 40, 4) denominatiy IjC »mit dieser Zange 
pressen** ist gewiss übernommen aus Jüd. ar. KT^7 »Pres- 

TT- 

ser'* (^JLrüch erklärt: »Balken-Hölzer, in denen man die 
Kleider presst'*) syr. ]h] »Halskette" auch zur Wurzel *1T 
»pressen" (hebr. TTO u. a. m.) Payue Smith Sp. 119 da- 
selbst Z. 7 zu lesen Ijii^a^ »collare** für Por. 

Den Ursprung des wahrscheinlich griechischen S«,sxJb 
(Mu^arrab 29) zu ermitteln ist mir nicht geglückt Es 
scheint eine Ableitung ?on TXixru zu Grunde zu liegen; 
aber xxiyfia ist in dieser Bedeutung nicht Torhanden. 



CHRISTLICHER CÜLTÜS. 

• 

Schon in der Apostelgeschichte 2, 11 werden unter den 
zum Pfingstfest in Jerusalem versammelten Juden, die dann 
nach der Rede Petri sich taufen lassen, auch Leute aus 



•t 



267 . 

Arabien genannt. (Der Apostel Panloa in Arabien GaUter 
If 17). Die Bekehrung Ton dreisrigtaosend Arabern macht 
der Satan dem hl« Nonnos in den Acta 8. Pelagiae (ed« 
Oildemeiater) 7 , 6 ▼. a. zum Vorwurf. Jedesfalle war das 
. Christen thum, wenn auch nicht in der eigentlichen Region 
der Wüstenaraber so doch am Bande derselben rerbreitet. 
Im ^ira hatte das Königshaus sich bekehrt , und in Süd* 
arabien war Ton Abessynien aus das Kreuz gepredigt wor- 
den. Von dem Glaubensrouthe , den die südarabischen 
Christen gegenüber der Verfolgung eines jüdischen Königs 
betbätigten, wissen uns die Märtyreracten Rühmliches zu 
berichten ^). So lernten denn auch die Beduinen manches 
von dem christlichen Cultus kennen , und vor Allem natür- 
lich erscheinen in den altarabischen Gedichten die äusseren 
Formen des Christeuthums, die den Wüstonsöhnen in die 
Augen fielen; Ton den religiösen Lehrsätzen dagegen, wie 
sich erwarten lässt, nur wenig. Einzelne Dichter, die am 
Hofe ?on ^ira lebten , haben denn auch Kunde von christ- 
lichen Festen und Ceremonieen. Die Christen unter den 

nördlichen Arabern (die Stämme ^^CLfr und iJjjT) scheinen 
ganz eigene Wörter für einzelne Begriffe, die den alten 
Arabern nothwendig fremd sein mussten, gebildet zu ha- 
ben; andere dag^en sind ihnen von den Aramäern, die das 
Christenthum zu ihnen brachten , zugekommen. So betrachte 
ich denn als zwei echt arabische Wörter , die unter jenen 

christlichen (Nord)Arabem entstanden sind, s^/JgK »Mönch** *) 

und ijui^ »Kloster*'. v^J^K schon in den ältesten Gedich- 



1) Vgl. Gaidi Im ktigm di Smmmg wnetm S BHk ÄnSm Rom ISSl. 

2) Die MÖoche tragen h&reaet Gtwaad (^y«^, die Hofliuui Z D M O. 
XXXII. 760. Ab«. % litehec geietreick tot dem Inabehea tbgtUttei hat) 
dtt öftere vk Verglrieliea bei des tltea Dt^teni dieat Dtv. Had- tl, iS; ria 
werden gewöhnlich tlt tUe Leatc» (D2v. Had S,S) die atMeatiich ror Fi 
•ich xnr^khtlten. geeehildert. 



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268 

ten (Amrullj:. 65, 2) hat im Arabischen eine ganz gute Ab- 
Ifitong Ton v^j »fiirchten**! es bezeichnet den Gottesf&rch- 
tigen xar* i^oxi^i es ist keinem der bekannten aramäischen 
oder abessynischen Aasdrücke f&r diesen Begriff auch nnr 
nachgebildet (Ur^^i^ ßipaxog MH? n. dgL) dagegen ist 
die Wurzel \^s (Tgl. wSoi9^)) gewiss echt arabisch in der 
Bedeutang »fürchten**. Die eigenthümhchen Bildungen aber , 
die unter dieser Wurzel auftreten ^ v&i*A0%t iVt^J (Eämil 
11 1 3) au3Lj&% — [wozu man auch den häufigen Plural 
\j^^) Gl. Beläd. s. ▼. JJLo ; 61. geogr. 25 1 (woher ^jxiiß^ 
gewiss nur grammatische Schulform ist) rechnen muss, — 

können uns nur die alte Wahrnehmung bestätigen , dass 
im Oriente die Sprache auch durch die Religion beeinflusst 
wird. Es war unwillkürlich , dass diese christlich-arabischen 
Stamme mancherlei Aramäisches durch die syrische Bibel 
oder ihre durch*s Aramäische beeinflusste Liturgie in ihre 
Sprache aufnahmen. Darauf weisen die aufgezählten ara« 
mäisierenden Bildungen, Ton denen die erste und zweite 
in WnnäOih ihr Aequivalent finden, hin. Die betreffenden 
Formen sind alt, da sie sich schon im ^adit finden. 
^y4^\ ist nun eine ebensolche christlich-arabische Bil- 
dung, die l^nViü^ entspricht, &jJüJD% ist aber wohl nach 

der Analogie Ton Sl^loO gebildet. Dass die im Innern 
Arabiens wohnenden Juden gar keine bemerkenswerthe 
Verschiedenheit ihrer Sprache Ton der der autochthonen 
Araber aufweisen, kommt hierg^en, wo der unmittelbare 
Verkehr mit aramäischer Bevölkerung und Geistlichkeit an- 
genommen werden muss, nicht in Betracht. [Dass die Bi- 
bel für die arabischen Stämme in's Arabische übersetzt 
worden sein wird, darf man billig bezweifeln. Die Sprache 
des Gottesdienstes war gewiss aramäisch, während einzelne 
Theile der Liturgie Tielleicht in arabischer Sprache Torge- 



1 







tragen Mnirden]* Ebenso ist JiUJa eine ganz deatlich ara- 
bische Bildung (das äthiopische 9Ömä*t Dillm. 1279, an 
das man denkt, ist selbst erst Fremdwort ans dem Aza- 
bischen) und es findet sich in keinem aramäischen Dialecte 
eine Spur dieses Ausdrackes Tor. Ich denke nun, dass 
Ibn Doreid Kit-^-üttii. 166, 1 unser Wort ganz richtig 
zu «4^ stellt. Denn es scheint ursprünglich wirklich nichts 
Anderes zu bedeuten, als »hohes spitzes Gebäude*\ TgL 
ilal^« In ganz derselben Weise finde ich nämlich mj^^ 
»Kloster** abgeleitet Ton a^j »hoher Berg**. Ganz ebenso 
ist Jül^ »Tempel der Christen in Syrien'* gewiss nicht 

Ton Jü«^ »hoher Berg*' cet. zu trennen. [Dass die Klös- 
ter gern auf Bergen angelegt warden, beweist auch A^ani 

XIX, 92, 21 ^pJJI äiytu« ^i^ (5^ v^l;l* ^^ Letztere 
ist wohl aus pers. ^JIjw ^nll. L 431 übernommen. Die 
Grundbedeutung ist nach dem , was Ibn Dor. bei J&küt III. 
790, 11 berichtet »Felsspitze, überhängendes Bergstück*' 
(mit Beleg aus dem Hadit); das könnte f&r einheimischen 
Ursprung sprechen, aber hier wird grade die allgemeinere 
Bedeutung sich erst später entwickelt haben). Als »Thurm** 
(oder ähnliches) wird es Jä|f:üt IIL 525, 9 erklärt Ich 
würde übrigens meiner Ableitung aus dem Persischen eine 
aus dem Römisch-Griechischen durchaus vorziehen; aber 
»tribunal'* passt doch noch riel weniger. — Zu erklären ist 
noch Sj^Ij »Kloster** (Mu^arr. 87), dessen Ursprung mir 
auch in den anderen Bedeutungen ganz unbekannt ist. 
Sollte eine Verwechselung mit täbör iSTI (Dillnu 560) 

▼erliegen ? 

Auf diese beiden Ausdrücke, die nun für den kureiüti- 
schen Dialect gewissermaassen Fremdwörter sind , beschränkt 
sich meines Wissens das, was Tom christlichen Arabisch 
der Tormuhammedaniiehen SSeit übrig geblieben ist. 



;.->;^^^ 
-- ,>-;^-- 



-Die nnn folgenden Ausdrücke sind d^egea »Ile dem 
Aramäischen entBommen. «am Thdle noch nnerkannt 
Xj^Ukt^ bei ÖawiliVi ZDMG. XSXm. 215; AmnJkais 
b^^Goidi ZW- W/ p- 38 . »<> «J»* ^»^t als ganz arabisch 
Uiutdelt'winl nn<t einen Plural JUt bildet) hat im Ara- 
biachcB. «»■■ abg«ehen davon, dasa der Begriff den alten 
Arabern BOthwendig fremd »ein mnsste, keine Ableitung, 
sondeni i«t öberoommen aus il*=1 (Payne Smith s. t. and 
t_.^ Aatwcb- opp. ed. Bickell. II. 302) . welches aach in's 
Haa<li>>cli« (Nöldeke Mand. Gramm, p. xxis) als »b^TJ 
ab««»g*ng*''> "''• ^"^ wan Jerliche , gewiss nar aof Tas- 
blf eines nrspriinglich ohne diacriüsche Pankte geschriebe- 
-J-ul beruhende Nebenform "Ar.jt findet sich Addäd 
(Hottt»ma) 24, 6- Die Redensart ,^^*i*jll J^t verdient 
im Übrigen bemerkt za werden; man darf sie natürlich 
nur A***. aber nicht Ahtal (so Jäküt IV. TSl, 5) zuschrd- 
b«a da AbW- ^^ selbst Christ war, wohl schwerlich so 
rtwaa g«s^t haben wird. Eine echt arabische Bezeichnng 
de* M>>ncbes ist. wie es scheint, auch ^^Jtī Amrk. 31 . 
12. Man hat darin zu Unrecht einen Jerusalem walliahrer 
■eh«ti wollen. Das gebt deshalb nicht an, weil der Name 
"npsn ri*3» woraus später ^lVÄ^ für Jerusalem gewor- 
den ist. ausschliesslich jüdUrh nicht ryrircli ist Die Jaden 
»her sind in jenen Zeiten schwerlich nach Jerusalem ge- 
wallfiibrtet. Im Übrigen nennt es A.'sä f,^^^.]. 

Eine den alten Arabern besonden auffällige Erscheinung 
■ind die Laternen und Lichter der Mönche. Schon Guidi 
macht Detia sede p. 38 darauf aufinerksam , dass sie in 
alten Gedichten nicht selten auftritt. Einige von den bei 
dieser Gelegenheit Qblichen Ausdrücken sind schon in der 
Abtheilong: Eausgeräth aufgesäblt worden. Bier bt noch 
S^uÄ hinzuzofügen Amr^. Mn'^all. 37, das gewiss ausaram. 






.* .-• 







• • 

• T ' ' 




271 ; .. 





l/jlSn erst überoommen ist, wiewohl es eine dorchaos 
arabische Ableitang hat and in seinem lautlichen Bestände 
gegenüber miS nicht die Spur einer Abweichung yon den 

regelmassigen YocalaquiTalenten zeigt. Dennoch glaube 
ich mit meiner Annahme Recht zu haben. Zunächst ist 

schon das Schwanken bei der Pluralbildung , wo man jaLLi 
und yjLu sagen kann , au£Fallig. Die erste Ansicht scheint es 
zu «^, die zweite zu %lj zu ziehen. Auch dass Gauh. es 
Ton S%IjXmI ableitet, kann auffallen. Endlich ist die Ent- 
lehnung gerade dieses Gegenstandes mit dem Worte sehr 
wahrscheinlich. Ein Leuchter ist in der That kein zum un- 
mittelbaren Hausrathe gehörender Gegenstand , vor Allem 
für Leute y die Nachts beim Scheine von Fackeln (Lyo^) 

sehen und denen Licht und öl nur schwer zuj^nghch wa- 
ren. Vielleicht ist überdies {«übt ursprünglich nur ein 
»Leuchter in der Kirche** gewesen. 

Neben den Lichtem scheinen den Arabern, die sich* an 
plastischer Darstellung menschlicher Gestalt gewiss nur sel- 
ten yersucht haben , ^) am Meisten die Bilder in den SIlös- 
tern und Kirchen, die «ixJv«« , imponiert zu haben. Durch 
eine grosse Zahl ron Belegen kann man zeigen, dnss die 
Vergleichung der Geliebten mit den »Bildern** ein stehen- 
der Typus in den Gedichten ist , der später gewiss auch Ton 
Dichtern angewendet wurde, die niemals Gelegenheit hat- 
ten , derlei Bilder zu sehen. Ich kann folgende Belege 
geben: Amrk. 17,6; 20, 11; 63, 14; 64, 7; N4biga 7, 
16; ^amäsa 506; 614; Ag&nl IIL 151, 13; IV. 49, 18; 
XV. 134, 16; XU. 86, l; XIX. 102, 12. Kämll 370, 
9; 378, 12; 460 nll; Dit. Hnd. 90, 14; Be^rt 568, 14. 



1) Fär dit tp&Ur« Zeit vtrf Idehe an i. B. dit Jlküt I. SSO abvikCirttB 
Vene. So s*l^ea drai ueh di« chiitriwhCT MAkraicB a1« lifiAtt muidcrbar; 
Tft*ilibt «L d« JoBg 1S7. Vgl. Bueh HuMdiat «d. ds Ooig« 186 ff. 



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272 



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Sie waren aus Marmor Näbiga 7, 16; Elfenbein Eämil 
460 Uli; aus Gold Agäni XIX. 102, 12; 6auh. s.t.(J^i.h> 
(Tab. in. 847, 7). 

Das häufigste Wort für diese Bilder ist &x«4> Plur. ^S 
Im Arabischen hat es keine Spur einer Ableitung, da das 

Yerbum Lo4> nur als Denominatir ron ^4> »Blut** entwickelt 
ist. Da nun auch der Begriff den Arabern fremd war, so 
ist es Yöllig sicher, dass Ha/oO erst aus dem aram. |^loo9 
eigentlich »Ähnlichkeit" dann »Bild** (rgl. Payne Smith 
p. 913) targ. |'K2"1 Jud. 17, 5, wozu Leyy alleriiaud 
Falsches häuft, übernommen worden ist, wobei wieder der 
syr. Stat. emphaticus durch das Femininum wiedergegeben 
wurde (Hoffmann ZDM6. XXXII. 760 paenult.). Nach 
dem hier Gesagten ist Oslander in ZDM6. YII. 505 zu 
berichtigen. [jIa^ scheint eine echt arabische Bildung yon 

Jljuo zu sein, wie auch äthiop. mesl >Bild*']. 

Dagegen halte ich wieder für ein durchaus aramäisches 

Wort das später so sehr beliebte HT^ davon %Lo Ädddd 
(Houtsma) 24; Zuh. Append. 19, 5 das ursprünglich ge- 
wiss wie Agani XIX. 102, 12 nichts Anderes war, als 
ein Heiligenbild ^) übernommen aus U^o^ >Bild, Malerei'*, 
wenn ich auch nicht ganz sicher weiss, ob l'^o. direct 
Ton Heiligenbildern in der syr. litteratur Yorkommt. Im 
Arabischen hat unser Wort keine Ableitung, yielmehr ist 

syßO DiY. Hu(}. 90, 14 sicher erst denominativ daron ab- 
geleitet und diese beiden Indicien allein genügend, um die 
Entlehnung sicher zu stellen. Das Wort ist deshalb so 
interessant, weil es später (yielleicht auf gelehrtem Wege, 
nicht in der natürlichen Sprachentwickelung) die Bedeu- 
tung: »Form** im Sinne des aristotelischen ilio^ angenom- 



1) Allardingi heiiwB ao aoeh die OdUea in dtr Kai« Oawlllkt MoiigttL 
Foneh. Ul olt. 



. Jd.^*««- a.^B 



cm* - ' ■*.-a_^^ 



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■ — * • ' ' I irrfJ 



' ."• 'V:* wJ«o l»t- Auch ^ter kommt es noch im Sinne Ton Bild *^!^^^^:^. 

Tor, man Tgl. Doxy I. 852 nnd numentlich die Redensart ^. 

i)yc l^jli^ ^■^Äjuo^ t was sich wörtlich in's Deatsche übertra- 
gen läset durch: »eine bildschone Sklavin**.. Neben 7VW!S 
gilt auch M3pm ^bb. 149« , 9 a. £ = Tosephi Sabb. XYIII. 
1. Dies ist mit einer Yolksetymologie , der die häufigen 
Zusammensetzungen mit V*T = iuo zu Grunde lagen , aus 
tlxiva statt K3pV gebildet \1dq^ aber hat das Syrische , 
und nach einer der schönsten Combinationen Nöldekes geht 
das altarabische ^jjjL »deutlich**« »klar** (schon in den 
ältesten Gedichten) auf dies Wort resp. auf ein noch zu er- 
mittelndes jl ^n^ zurück , so dass die Grundbedeutung wäre 
»bildmässig**. 

Zweifellos bezeichnet ein solches Bild ursprünglich auch 

11^ 'Antara 16, 3; J&küt III. 661, 22; 665, 9. Auch 
dies Wort muss aus KO /V palmyr. De Vogu^ Syr. Centr. 
1,1; III; XXin, 1, jSnS. übernommen sein, woneben die 
Yertauschung der beiden Liquida in der Nähe des M 
durchaus unauffällig ist, da die Wurzel ^JL« »schnitzen** 
(ein plastisches Bild) auch im Arabischen Tertreten ist; 
Südarabisch ist ^. ; häufig in den himjarischen Inschrif- 
ten |nV Ober den Unterschied zwischen beiden handelt 
Ibn Dor. Kü'^i^tijf. 302 paenult. Der Ursprung des schon 
den Arabern (Mu^arrab 74) als fremd bekannten ^^v wird sich 
erst ermitteln lassen , wenn die Bedeutung ganz sicher gestellt 
ist. In den ron UawäL angeführten Versen ist es der Name 
des Götzen ; nach anderen (Jä^^üt L 960 , 2 ff.) bedeutet es 
aber einen Ort, wo Götzenbilder aufgestellt werden nnd 
Jäküt selbst hält es wohl für einen Ortsnamen, ^j Vul- 
lers n. 179s5^^jL« scheint nicht sicher g^nug, um sich 
darauf zu stützen. %•% könnte IT sein« 
[Hier tage ich bei, dass JCz^ mit seinen Nebenformen 

IS 



• • * ■ 












'.%'^''C^^'^' -^^yS^ nicht gut etwas Anderes sein kann, als eineEnt- V ^'-- I 



lehnong ans aram. K^HS) (pers. amu patkar). Die Er- 
klamngen der Araber sind wohl nicht ganz zutreffend], 
um nun zu den Yersammlungs- und Bet-Hänsem überzu- 
gehen I so f&hren sie natürlich alle fremde Namen. Zunächst 

erwähne ich als eine noch unerkannte Entlehnung ol^sxf 
als südarabisch deutlich in J( y)l v^jL^k^ Amrk. 52 , 33 ; 
Mu&44aUjjät 11, 13; Diy. Hud. 90, U; Eämil 378,12; 
460, ult. und Koran, das zweifellos erst aus äthiopisch 
mek^^räb Dillmann 836 übernommen ist. Nur bei der 
Annahme einer Entlehnung ist die Möglichkeit da, die Ab- 
weichung Yon der üblichen Lautentsprechung zu erklären. 
Dann ist natürlich auch nicht mit Dillmann mek^^räb 
zur arab. Wurzel V;^ zu ziehen, deren einziges hierher 
gehöriges Derirat eben t^Ls^uo ist, sondern \^\y^jf ge- 
hört zur äthiop. und arab. Wurzel v^«5^ zu der yermuthlich 
auch 0^3113 zu stellen ist. 

Die Kirche LLu Agäni IH. 16, 12; Y. 142, 5 a. f.; 

XV. 7, 5a.f:; XV. 133,7; Div. Hud. 3,5 ist schon durch 
die Lautrerschiebung als aramäisch gesichert» Denn aram. 

lASiO >Ei** dann »Kuppel" entspricht arabischem L^Ij , 

also muss &juj fremd sein. 

"- s 

[Wohl nur missbräuchlich findet sich JSjuj einmal (Agäni 

XIX. 97 , 11 a. f.) Ton einem jüdischen Bethause gebraucht.] 

Natürlich ist auch (}X2i als »Kirche**, wie es yon A^iä 
ZDMG. XXXIII. 216; ^Antara Appendix 16, 3 gebraucht 
wird , sicher erst aus ILa^oi übernommen. Ich möchte aber 
glauben, dass dies Wort überhaupt nicht arabisch ist, 
sondern ursprünglich »grosses Gebäude** bedeutete, und so 
erst auf das Kameel Amr^r. Mu^all. 17 übertragen worden 
ist. Ich werde in dieser Vermuthung unterstützt durch 
Tebrizi zur Hamasa29, 5 »UJI ^ «JLol f^S^^y ^'* 



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275 



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den Ag&m YIII. 61, 14 a.fl wo es heint p^Jh^JI JJu^ 
JXl^Ü ^^LoJI tÄAA^ ^ «Li^ ^iMJI ^j^ Jh^aä v:)^ 
Man Tgl. daxa AmrV* 40, 7. 

Daes LIa»? E&mfl 485, 5 (Jä^t 17. 814, 7 epedeU 
jüdisch) aas KnÜTlS (nicht l>iMn ygl. Goidi AlewH ot- 
jertHtsum« p. 3) übernommen ist, bemerkt schon Frejtag. 
Die Entlehnung ist sachlich und sprachlich sicher. Die 
Wurzel ^yj^ hat im Arabischen ganz andere Bedentong. 

yMjJLi , später in die Analogie . Yon Juiti gezog^ und 

y ^ ig gesprochen (Jä)<:üt IV. 170, 19), ist schon ron 

Nöldeke Sauaniden 201. Anm. 1 als UxXn^la erkannt 
worden. Die Etymologieen der Araber dafür giebt Jit:üt 
11. 171. Es ist kaum direct aus dem Griechischen in das 
Arabische gekommen ; die aramäischen Dialecte haben aber 
nichts Entsprechendes. 

Übernommen ist der Name des EQosters oV i^ IL 639, 
6 aus Ir^? ; daher dann mit aramäischer Nisbabildung JA^S 
=UJj^9. Über ^J» Mu^arrab 126, das als persisch ans- 
gegeben wird, Termag ich nichts zu sagen. Mit Lj^oo 
(z.B. lAiSn? i^os) PSm. 1715 wird man es schwerlich 
zusammenstellen dürfen. 

&JÜ» ist schon längst als lAiSn Cast 798 = mTJJw er- 
kannt. Ober _ ^=> lii9ao ygL oben p. 30. 

^v s ^ • ^ 

Schon die Araber erkennen iimjlmJ 9 ilj A^ni IIL 151 , 

13; XYI. 45, 8; Bet^i 215, 4, 376 ult als EnÜdinung 

aus |äi^ n , woTon xptcßinpo^ bekanntlich erst die Über^ 

Setzung bildet lüifc^ selbst ist aber wohl erst nach dem 

Vorbilde des hebr. |pT, D*3pT gebildet. 

Bekannt ist femer die Entlehnung ron vJUlII fttis ix/tf*- 

Koxoq durch Vermittelung des Koptischen (Sachau zum 

s «. 
Mu^arr. 62); ^jjül^ aus M^tAixoV IniSoAo (über die 




.1 «'^ '-'-^ >- -"--^ 



LlU 



l'T \\'\ Ulllii 



rf^MMl^h 



»4 . -« • K 




durcli Tgl. Hamüsa 244; Nüldeke 3/iinr^. - 
Cnimm.p.38. Anm. 2 ; Hoffmaon Z D M G. XXXII. 748); 
Ton .'1 » U» aus rxrpiipxi^ (sehr wohl voa ■^jiTpixio: iZjJbJ 
unterschiedeD). Deutlich ist ferner .j^Ll »Inspector", ent- 
Icbot aua U&^^'O'i atJioQ durch dia Form und das Heraus- 
treten aus der Lautverschiebung als unarabisch gesichert. 
,j- 1 ,i4 iDiacoQua" (schon als Name in alter Zeit bekannt) 
Ibn Dor. Kit-al-iStik. 2GS , 12; Plur. ^j«xL-i Jäk. H. 830, 
5 ist entlehnt aus Ul=l ; ^_^l-k«. aus ^=^,1-^ PSm. 
2086. Aber jjtj und Nebenformen Mu^arr. 151 ; Gl. BelLi(j. 
109 sind noch zu erklären. Das Kreuz ._*-J-i Nibiga 2, 10 
ist bekanntlich durch Vennitteluug des aramüischen L ?^ * S , 
N3'7V aus pera. [ .^ ^ \ y entlehnt. Darnach ist Gesenius 
Hwb. IX. 710. Sp. -i. Z. 15 a. f. zu berichtigen. Die Wur- 
Bel .„wLö ist aber auch echt Amrk. 55, 11. 

Deutlicli ist die Entlehnung des ^«Su des Holzes, mit 
dem die Christen im Oriente auch noch heute zum Gottes- 
dienste rufen, (vgl. de Vogue in der Revue des deui mon- 
des 1876 I. 307) und welches Muhammed eiue Zeitlang für 
seine Gläubigen adoptiert hatte (Ibn Doreid Kit-at-i£tiJf. 
p. 268 unten) '^Äntara App. 5, 1; A^ääbei Gauh. s. t. (\»; 
derselbe ZDMG. XXXIII. 215; Div. Leb. 137,12; A^i 
XIX. 92, 23; Bekri 215, 4; 300, 5 (u-ajI^j Name einer 
Melodie Ägäni III. 97, 15) ans 1-*.=j=J »der Klopfer". 

[Hier verdient bemerkt zu werden , dass der Name ^jSJi 
schon vorislamisch ist. 'Adi Ibn Zeid bei Bekri 233, 13]. 

Ton Namen der Feste halte ich für übernommen J_i£ 
Kämil 137, 12; Arorult:. 4, 43; Agäni 133, 7 aus 1?Li; 
im Arabischen hat es keine Ableitung, bildet Denominativa 
und ist zunächst von beschränktem Gebrauch, ^.^ai Tab. 
l. 987, 17 {BeJädori 112, 4); Beljri 370, 12 ist natflr- 






;»-" 

^ 



*V ^'^rA^' lieh , lehnaog «na L»^. Diew Umgestaliang des nr- .^rr ^ xK-^ 
*;.• ' ' /^ sprünglichen HOS kann man dem Omsiande znschreiben , ' * "^ v% 

dass die Volksetjmologie (Tgl. Opuse. Nestor, ed. Ho£Emann 
133, 21) einen Anklang an Uj3 »Fröhlichkeit" suchte, 
sie ist aber auch rein lautlich dadurch zu erklaren , dass 
der harte Lippenlaut auch den folgenden Laut rerstarkt hat 
So hat sich o' einem Yorhergehenden griechischen « assi- 
miliert in i-ao.i^y 6^1 VIS = TrpoVtfrffv ; einem nachfolgenden 
(überdies durch Assimilation rerstarkten) « in | i In •»> »« 
9VfA^6t¥i» Dan. 3, 5; 15. 

(jXl »Auferstehungsfesf* (6e]cri 370, 12 dort lies 

ijCs^lLi». för jiXi^Lltt) ist deutliche Entlehnung aus InS'^ry 
Gast p. 600, was schon die Araber wissen ; Mu^rrab p. 88 
und 42 ; ygl. auch (jrawäli^ci Morgenl. Forsch, p. 151 , 7. 

Ein sehr schwieriges Wort ist c^«xü. Ich möchte zwei- 
feln, ob es wirklich in dem Verse Näbiga*s iPassah** be- 
deutet. S[lar ist durch den Wechsel zwischen vsi^ü vi^a^l^ 
in der arabischen Tradition , dass ein aramäisches ^ H zu 
transcribieren war, so ergiebt sich denn als das syrische 
Aequiyalent l^a^^A* Wieso aber grade das Osterfest spedell 
das »Gebet'* genannt wurde, weiss ich nicht zu sagen. 

Ich kann nicht entscheiden, ob L»«^ Gauh. s. t. ^üs; Ihn 
Dor. Kü-alüttJc. 89 , 4 auf jüd. KH^Iiy oder sjr. )Aoo^ 
zurückgeht In correcter Sprache darf man, nach einer 
Bemerkung ron Ibn Dor. in der Gamhara (Cod. Lugd.) 
s. T., keinen Artikel davor setzen (anders Gauh.). Als Beleg 
dafür citiert er: J^Ual^ ^ir^ f^yi^ ryi' ^^^^Q^ wird, 
wie ich glaube, wieder die fremde Herkunft angedeutet. 
Doch f&hrt er auch 2 Verse an , in welchen Jkj%yA mit dem 
Artikel vorkommt. 

Hierher gehört ^4> übernommen aus m^?; ^^wJLjuJI 

»Palmenfesr ans »J^a^tl resp.U^^o); ^yjXjTJUfdt U. 






# 



« 



» 



G58, 9 = U<3-*l0. Zwei Namea der Hostie siad (bei Doxy 
nicht erkannt) fremd: ^L^^^Ll^icA und .^Lj = U='^1 

Von einzelnen aus christlichen Kreisen eingedrungenen 
Wörtern erwühne ich noch (».j*'-i Ä^äni III. 15, 7 aus 
lädlaJ viftos; ejiJÜzu ti=ii; i^^ zu UicÄ,; J^i^ 
aus Lilu Nöldeke in Monatsberichte der Akademie der Wis- 
sensch. za Berlin 1S80. p. 764. 

Zum Schlüsse möchte ich noch eine Vermuthung über 
das räthselbafle ,^.i:li Mu'arrab p, 150, daa dort für per- 
sisch angegeben wird , wagen. Im Persischen scheint Nichts 
tn entsprechen. Ich vermuthe aber, dass in diesem Worte 
Tielleicht yvuirTiKÖ: , dessen Gebrauch man dem Ädi ihn 
Zeid wohl zutrauen kann , erhalten ist. 

Für die von Muhammed aufgenommenen im Korane znerst 
Torkommenden Lehnwörter, die nicht als Lehnwörter schlecht- 
hin zu betrachten sind, verweise ich auf meine Abhand- 
lung: De Tocabulis in antiquis Arabum carminibus et in 
Corano peregrinia {Leiden 1881) p. 19 ff. 




STAATSVERWALTUNG. 

Ich zähle zunächst einige römisch- griechische Würden- 
namen auf. j-ioaJ Bekri 278 , 3 a. f. ist zunächst aus aram. 
lO'p jHiii in's Arabische übergegangen. Es ist selbstver- 
ständlich, dass hier das griechische K«rir«p, nicht das rö- 
mische Caesar zu Grunde liegt. Da das regelmässige Ae- 
quivaleut eines aramäischen -^ D im Arabischen j- ist , 
so muaa man die Verwandlung desselben in ^js als eine 
lautliche Eigenthümlichkeit des Arabischen erklären. Es 



# . 

279 



^. .., • 






hat eine AnähnUchQng des Zischlautes an den Torherge- 
henden emphatiscben Palatal stattgehabt. Dem steht nicht 
im Wege, dass das rermuthlich auf anderem Wege einge- 
drangene &j%u1a* Dozy IL 432 == xat^apiT» den einfiichen 
Zischlaut erkieli 

yMb4fJ? Mu^arrab 117 ist bekannt als Entlehnung Ton 

^sLosj? Land AnecdotaSyr. III. 127, 10. (jawäli^ MorgenL 

Forsch. 142 warnt ror der Vulgarform j-i« und bemerkt, 

dass der >comes'* einige 30 Leute befehligt. »Comes** ist 

wohl auch Ab6d. Zär. 11« Z. 7 MQ^pt das sonst als D^OIp 
in jüdischen Schriften nicht selten ist. 

^^ Ibn Hü. 511, 15; 628, 2; Ag^i XX. 7, 19 
ist langst erkannt als Entlehnung aus ^-a^j^ (rpHüS)) 
=s Txrplxto;. Die Vocalisierung des Wortes richtete sich 
nach dem in der Sprache auch sonst üblichen Schema 
JüJLai (wie sJL^J^) ; ursprünglich mag man aber Tielleicht 

batrik gesprochen haben. (Ibn Dor. Kit^^i^tü^. 258 , 5 a.f.). 

Dass das Wort eine alte Entlehnung ist, beweist der Plu- 
ral (|^%U3J. Bemerkenswerth ist die Notiz (jkwälitl*s 
Mu^arrab 33 zu diesem Worte, ^jo Jol kennen schon die 
Araber (Mu^arrab 19) als fremd 3= tribuntu Sachau zum 
Mu^arrab 11. 

Hier kann man auch noch die Übersetzung einiger 16- 
mischer Ausdrücke erwähnen. J^tj Belä^ori 109 , 14 ist 
die Übersetzung von dux] cLm» Übersetzung TOn curaar 

im technischen Sinne. 

Zu diesen bereits bekannten Wörtern glaube ich nun ein 

interessantes hinzuf&gen zu können , nämlich «UaJjU», das 

schon die Araber Mu^arrab 88 als fremd kennen. Neben 

dieser Form berichtet (jkwäli^ auch noch ^^JoLm. Sachaa 

zum Mu^arrab 42 will diese Form als Umstellung aus JJomi 









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■• , 



W-i 



J%f • 



•\yx'^f^. - '^ ^^ 






iiti^^C^:! erUiien. 'Ich glaobe, dus onaer Wort nicht« weiter ist, -!>x''-*'^v1\'i 
^.-''/^''Vals eine Umbildung ron ^iKfnrapm Becretarios. Wennancn '^ *"' 
als Titel nor a ucretU beliebt ist , so findet sich doch aach 
niianpCK in jad. ar. Schriften Perles Etym. Stud. 116. 
gȆ^ (Mu^arrab 152, 12 N. pr.) hat schon 6. Hoffiomnn 
Glossar zu den Hermen, p. 200 s. t. «xoJj^ ans Uo^i^ ab« 
geleitet. Dies aber ist am Besten mit Nöldeke ans rpivoog 



zu erklaren. Und auch ^U«i >L5we'* mochte ich nicht 
mit Ho£Fmauji zu einem semitischen Stamme yM*i ziehen, 
sondern es lieber fOr identisch halten mit unserem Lehn- 
worte. Derhn Übertragungen sind bei Dichtem nicht selten. 
Aramäisch ist wohl auch c^ »Trabant** (im Arabisehen 
ohne Ableitung) entlehnt aus *pi^^ »Schleuderer'* was 

ich allerdings nicht belegen kann. Im Äthiopischen g^t 
l^ael^^ Dillin. 414 als »Diener", aber die Form des arabi- 
schen Wortes erregt doch Verdacht gegen die Echtheit. Hier 
erwähne ich noch ^L^s^jS Buhäri I. 358, 1, das gegen 
|lV> ^^A^ und |D2"1inD doch etwas auffällig ist, da es 
wohl nicht direct aus dem Persischen in*s Arabische ge- 
wandert ist. Es wird Ibn Dor. Kü-^-iäti^. 238, 2 als 
N. pr. aufgeführt, ist aber doch wohl nur ein Beiname 
gewesen. Eine merkwürdige Theorie über die Abstammung 
g^ebt Ibn Dor. 1. 1. 

SJüJüo halte ich nicht f&r echt arabisch, sondern fi3r 

übernommen aus l Al i |Sn KH^nO. Das Wort hat im Ära- 

bischen keine Ableitung, da die Wurzel rjJS da niemals 

»richten** bedeutet [Denn auch der alte Name ^G4> Ibn 

Dor. Kü-^üti^. 238 , 1 2 wird aus P^ entlehnt sein ; mit 

Sicherheit lässt sich das TOn ^Go tds Grottesname ((jauh. 
s. T. ^4>) sagen. Über die rerschiedenen unter dieser 
Wurzel zusammengefallenen Wörter siehe jetzt auch Nöl- 
deke ZDM6. XXXVIL 534 (Omndbedeutung ischnldig 









.'■ • i 



.♦ . -*. 






281 

seia")]. Wohl aber ist niHO U^U^le > der Gerichtsbezirk". 
Auch das eigenthamliche Schwanken der arabischen Tra- 
dition in Bezug auf die Nisbabildung, die "Ljjüe neben 
IajcVJ« gestattet , als wäre es eine Bildung ÄJUxi ; ferner die 
Bildungen JiJu« nnd ^Jü0 (beide denominatir) sind Gründe, 
um unseren Verdacht gegen die Echtheit des Wortes zu 
starken. Nöldeke (brieflich) verweist noch auf die Bildung 
yjöut; doch auch sonst hat die Sprache gelegentlich ein 
solches ^ als Radical behandelt z. B. ^jjua von ^jjuua =^ V^^* 
Auch xjJi wird yon Gauhari für ein jeraenisches Wort 
erklärt. 2iS »Dorf' soll schon in einem Ausspruche Muham- 
meds (Mu^arr. 129) vorkommen. Es ist sicher entlehnt aus 
li-c^ , 133. Schon die Araber weisen es dem syrischen Dia- 
lecte zu {Caphraena Plin. 6, 119 = 11^ '^:^ »Quelldorf'). 
Jfiib Tar- 5i 21 ; Ja|c. I. 809 , 22 (?) nach Gauh. g^LsvÄÜ 
!j»^pj %ljJI _3 aLÄ.*AiJf ist zweifellos nichts anderes, als 
S*i:?3 'Arüch (U,'— s Martyr. 11. 140 IjL:^^ häufig 
Nöld.) d. i. 'j:\0Lrilx platea. Es hat sich, wie es scheint 
aus dem Begriffe der »Strasse*' der Begriff des »Pflasters** 

losgelost (ygl. auch Gl. geogr. 198. lSJa!kj »Stein'*) und 
dieser ist dann speciell im Arabischen erhalten geblieben. 
Natürlich sind dann hJu und hX» als Denominaüva zn 

9 ^ 

fassen. Um sachlicher Gründe willen mochte ich auch v..Ä^r, 
ülIoC »Piaster** für entlehnt ans dem aram. Äquivalent ron 
nSV"^ halten. Auch der Ortsname üLc^ scheint ursprüng- 
lich nur in aramäischer Gegend zu gelten. Im Äthiopischen 
fehlt die Wurzel ganz. jmU^O »Gefangniss** Be]qri 358, 9 
ist als iiifjtovtGv schon erkannt Die Vermittelung bildete 
pDOn Fleischer zu Levy TWB. o)*^, (JsJO »fesseln" 
kennen schon die Araber (Mu^arr. 52) als entlehnt. Vgl. 

Nöldeke ^fatld, Gramm, f p. 60. Das unerklärte ^juptk-K-Jf 



282 

scboa bei 'Adi ibn Zeül Agaai IL 27, 9 halte ich fär 
*KeÜTrut (xeurTxiix ist als technisches Wort ans dem La- 
teinischea abernommea). 

Ohne Ableitung im Arabischen ist auch ^ifio nach der 
Erklärun«; des Kamüs »zwei Hölzer, zwischen welche die 
Schenkel gepresst werden" (Jaküt IV. 989,22 als Folter). 
Man muss es zur Wurzel prn >> pressen" stellen. Der 
Wechsel zwischen m und H deutet «larauf hin , dass es ein 
ursprünglich im «Irak gebrauchtes Wort ist. Die nabatTii- 
schen Bauern haben die persische Folter einfach als » Presse*' 
bezeichnet. Auch (SJßJ »Kieger* wird zu eben dieser Wur- 
zel gehören. 

&ÄJLi hatte ich yersucht mit palaka (Rubens Duval 
U's (lialectes ntoarajneens de Salinnas Übers, p. 18. Anm. 4) 
= ni). ^LaJü zusammenzustellen : aber nach Nöldekes rieh- 
tigern Einwände würde man dann ulU oder Ahnliches 
erwarten; er erklärt es einfach als »Spalte", Es entspricht 
hebr. "ID. 

^^dsu iLoajOLj »Grenze" wird schon von manchen ara- 
bischen Philologen (Mu^arrab p. 38) als unecht angezweifelt. 
Wiewohl Gawaliki ihnen widerspricht, ist diese Ansicht 
doch richtig, da das Wort im Arabischen keine Ableitung 
hat und überdies durch das Schwanken der Tradition übe* 
die Aussprache und Bedeutung und durch die Bildung deno- 
miuativer Yerba sich als unecht ausweist. Es ist entlehnt 
aus lifli-^ X::^nn. — is^L^ »Messung" Tab. I. 961, 16 
hat im Arabischen keine Ableitung, und auch sachlich liegt es 
nahe , es für entlehnt zu halten aus U ür iV jüd. nsri1:79 
Leyy Nhbr. Wtb. III. 244 (also das o in dem syrischen 
Worte wohl mit oberem Punkte für ursprüngliches * JA m\'n)* 
Ob |ü^**^n »Kulber" nicht doch fJLOvxo^ ist? Denn Yon U^aIo 
»Ol, Fett" scheint es doch keine Ableitung zu haben. 

Jjuo . das die Araber wunderlich genug erklären , fdauh. 



283 

»meweit sich der Blick erstreckt") kaan uatürlich nur ron 
mille (urspr. passus) abgeleitet werden. Die Audüsuug der 
Verdoppelung in einen langen Vocal ist schon im Jüd. 

aram. (S^3 Levy Nhbr. Wtb. III. 101) und syrischen \LLs 
Yollzogen. Das wurde spater auch auf den Meilenstein 
übertragen. 

Hierzu gehört aber aller Wahrscheinlichkeit nach auch 

Ajji »Wegweiser". Man kann es nicht gut zu ^Lä, *^ 

stellen, da dergleichen schwerlieh in iler Xacht erleuchtet 
waren: vieliurhr winl es mit volksetviuolojfischer Auleluiuiiif 
an diese Wurzel aus :JLikix:iZ'j •» Meile uzeiger'' (»utlehut sein. 
Di<» Post Juyj hat schon Frey tag richtig aus reredn.^ •) Post- 
pferd" abgeleitet. Es bezeichnet daun auch :> Poststation" 
= 12 Mil (Gaub.) und den Courier selbst. 

•>Steuern eiunehmen'* ist im Arabischen mehrfach mit ent- 
lehnten Wörtern bezeichnet. Für verdächtig halte ich a?- 
Agani VII. ö5, 13, welches meines Erachte ns erst Denominativ 
von 'iJu^ ist. Dies wird aus I^waä^,^ (jüd. *N3i) erst entlehnt 
sein. Vor allem ist es das sachliche Moment, das gegen 
die Echtheit dieses Wortes spricht. Im Äthiopischen ist 
allerdings die Wurzel sehr beliebt. Sieber aber ist die 
Entlehnung von ilXo Mu^arrab 66 paenult.; Jäljnült IIL 
288, 13 »Steuer" aus irrr^Sn; schon die denominative Ab- 
leitung des Verbums y^lCt genügt, um die Entlehnung zn 
beweisen. (Der echt arabische Name des Tributes ist iSj\ 
Jä'kübi I. 335, 9 und ^S eigentl. »Schuld" Kamil 277, 13). 
Allem Anscheine nach ist auch das persische ^1«^ (J&^t 
IV. 460 , 14 einmal durch Verszwang ^^) zunächst durch 
aramäische Vermittelung zu den Arabern gekommen. Jü- 
disch K313 ist sehr häufig (schon im Targüm). Für &jy^ setzt 
Nöldeke Sassaniilen 241 Anm. 1 als aramäische Grundfurm 
gezith(ä) an. (Doch findet sich 1^]^^ nicht vor Dionv- 




284 

Sias TOD Telmalire Assem. Bibl. Or. II. 104 und nach dem- 
selben Barh. bist. eccl. I. 361. Nöld.). 

iJlls »einen Fiirsten mit Freadengeschrei empfangen** 
(Belaijori 131, 3 a. f.) ist natürlich nur Ableitung yon xx^ 

A^^ , das auch in*s Aramäische als D vp und «£2^;^ (jr .r; ^} 

••I • 

übergegangen ist. 

^-j ist entlehnt aus ll^^o D^3'p^3 {hiicina). Dass 
Mu^irr. 30 durch aramäische Vermitteluug aus pers. 

entstand, hat schon Nöldeke ZDMG. XXX. 418 
bemerkt: ijo kennen schon die Araber (llu'arr. 30) als 
fremd; sie suchen es allerdings aus dem Persischen zu er- 
klären. ßapßuTZ'j fehlt übrigens in den aramäischen Dialec- 
ten. Der Ursprung von «^^0. das man kaum von der 
Wurzel ^\ »glänzen" ableiten kann, ist mir dunkel. >^I^ 
Mu'^arr. 94 muss allerdings mit auäälligeni Lautwandel aus 
K*113^I7 entlehnt sein, oj »Pauke" ist wohl Entlehnung 
aus S2in Us-^; Jli aus S^Di: (i^' Lagarde Ges. Abb. 
201; ..vJs zu np. 

Merkwürdigerweise haben die Araber den Räuber, da sie 
doch selbst eine Nation von Räubern waren, (*^37 Gen, 
XXI. 13 übers, das Targüm 0*^120^ *13/; milyorum rapa- 
dum similes (Ammianus Marcell. XIV, 4, 1; Ketuböth 112^ 
(Rauber)) mit einem fremden Namen ^>^. ^JQi aus A^o-- 
rsf^ benannt. Zur Assimilation vgl. Guidi Della sede 16. 



VARIA. 

ÄAJ% »Himmel" ist gewiss entlehnt aus sy^PH. Bei 

Oauhari wird es schon aus dem Hadit beleiht; es kommt 
auch wohl nur in dieser theoloüfischeu Spraclie vor. Um 



285 

zuuäcUäi uucii vou eiuigeii ^'uturerscheiDungen zu sprechen , 
so scbeint ^^Ll in eiuem oft citierten Verse des Umajja ibn 

Abi Salt = ♦ps'x::, wiewohl sich diese Form nicht findet 
Sie kann auf einem ^lissverständnisse des Dichters beruhen 
oder anderen ihm bekannten aramäischen Bildungen ange- 
ilhnlicht worden sein. äJÜD = halo ; ol «jüo und Neben- 
formen Kiimil 464 ist wohl besser mit Fleischer zu Levy's 
106 zu *il;5^ als mit Noldeke J/r/m/. Gramm, p. xxx zu i>ip 
zu stellen. «Sj\ »Wind" (liA-o Gawal. ilorgenl. Forsch. 
139) Mii^arr. 05 ist entlehnt aus XpV (targumische Über- 
setzung von rrn). 

Bedenken habe ich auch gegen die Echtheit von j^ , das 
Guidi Della sede p. 7 als echt in Anspruch nimmt. Die 
Araber können nur sehr wenig yon einem Strome wissen , 

da sie nur ^<^^^^ und JuL^ in ihrem Lande kennen. jAj 
aber ist ein grosser Strom und ich glaube, dass die Ara- 
ber diesen Namen von den Euphratanwohnern übernommen 

haben werden. SJl^ »Ufer** ist schon den Arabern (Mu^arr. 
48) als fremd bekannt; jüd. H^M. 

So ist denn auch wohl sC^Ji (das nicht direct »Brücke'* 
bedeutet, sondern jeden »Pavillon** (Bogen) Eamil p. 58; 

Jäküt IV. 187, 10; Mufa44alijjät 10, 9) kein echt arabi- 
sches Wort; indessen das Original ist noch zu ermitteln. 
Es konnte wohl dem Romisch-Griechischen entlehnt sein. 
An nnctura woraus franz. ceinire lässt es sich nicht an- 
knüpfen, weil es lateinisch ist. Bedenken habe ich auch 
gegen die ursprüngliche Echtheit von yjl^ , ^^«L^ »Brücke*'. 

]hz^LA allerdings, das man dazu stellen mnss , scheint ans or- 
sprünglichem He^ (mit Assimilation des .^ an das ^) ent- 
standen zu sein, wie denn auch 'Irüch s. t. Ü^y I. bemerkt: 
p nrX SlIJO^ XlVja. Vgl. auch Nüldeke J/and. Gramm. 
41. Anm. 2. So darf man also auch im Arabischen (vgl. 



28r> 

11J73) ursprünglich eiu ^ erwarten. Aber die Wurzel 

hat eine andere Bedeutung und dann fehlt dies WoH 
auch im Äthiopischen. 

Als einzelne Entlehnuni^en nenne ich noch v^ Jsi = xt/i iv- 

^puTTog nach Georg Hotlmann Z D M G. XXXII. 718 ; ^j^LlIj 
==vävvö;? 0^33; Jff^jLÄ = t:Vnn=;5iiT:fr;.yojj| IbnDor. 
Kit^al'iötik. 21, 11 schon dort als unecht bezeichnet = 
9öi?ll. ^ Jlä. nach de Goeje Gl. geogr 203 = T^i würde ich 

lieber als identisch mit %j3 ^Schmutz" (vielleicht absieht- 

lieh etwas entstellt) autl'a.-seu. l'ber {jcJb vgl. Sachau zum 
Mu^arr. 69 ; über Jsjo Xöldeke Mund. Gramm, p. 36. 

In der wissenschaftlichen Sprache Hesse sich natürlich noch 
eine grosse Anzahl aramäischer Wendungen und Wörter, 
die den Arabern durch die syiischen Übersetzungen griechi- 
scher Werke zukamen , nachweisen. 

Ich erinnere hier nur an einige Wörter, die ziemlich 
allgemein verbreitet und nicht gleich als Entlehnungen 
deutlich sind. Zunächst ist ^, ^ j p erklären*' zu nennen, das 
in dieser Bedeutung gewiss erst aus :^a^ »deutlich, klar 
machen** entlehnt ist. So ist auch j^-^--^ »Körper** kein 

altarabisches , sondern erst eiu aus lIsmA.^^ entlehntes Fremd- 
wort. In der älteren Sprache dürfte dies Wort kaum 
anzutreffen sein. 

Hier könnt« ich nun «lie grosse Masse der griechischen 
wissenschaftlichen Fremdwörter anfügen ; iudessen diese 
Wörter haben eigentlich im Arabischen immer nur für 
einen beschränkten Kreis Gültigkeit gehabt und ihre Be- 
handlung fällt dem zu, der die wissenschaftliche Bewe- 
gung, wie sie durch Vermittelung der Syrer aus griechi- 
schen und römischen Quellen den Arabern zugeführt wui'de, 
zum Gegenstande eines besonderen von mir nicht beab- 
sichtigten Studiums machen wird. 



NACHTRAGE UND BERICHTIGUNGEN. 






Vc^l. auch (jraub. s.v. Ji*^: &Lo v:yjjuj JuS «Juc. 

LjjJLfc JüJaj« n^>-äJJ ^jlJuLß Ljjil Jiyt!t. — 5^. Siehe 
aber Doughty Vovumenis fpinraphiines p. I223. — 6,,. 
1- X'^9^f^T' — Vj davoQ K^y^jcji Mu^arr. 97 ult? Doch 
scheint ^^j-^ eia anderes persisches Wort. — Über Bau- 
ten ohne Kalk und Tünche im heutigen Jemen Tgl. Renzo 
Manzoni // Yemen (Rom 1884) p. 14 »Sterche di bue, di 
cammello, di pecore di capre seccati e ridotti in polvere 
e mescolati pol con terra, acqua e erbe secche filamentose, 
constituiscono la pasta o meglio Timpasta per i mattoni, 

Lo stesso impasto serve quäle calce o cemento nella 

fabbricazione della casa**. — ISj^* Entlehnt ist wohlaach 
erst y^yc >Thürspalte*\ das später nicht mehr recht Ter- 
standen und obsolet wurde (vgl. Gauh.); soll es ursprüng- 
lich TS »Thürangel" (Prov. 26, 14 und Kelim 11, 2) 

gewesen sein? — 17|,. Jiia^. — I81-. Vgl. Hai bei ^Arüch 
s.v. T^^p: am Schlüsse r^NJ S» m03* ^VMV plMi^KT 
d. i. (1. ^yLsÜli ;>IaII ^"y4^^ üJOä (sie) ^^ L^S^y — 
19,5. J&lcüt IV. 280, 19. ySyÄM ^ v/;^l ^ Ljjb JüU^^ 

Lftli LjjuU Ja^5 Ujj^ ^4)JI yö v5;a*äJI ^ u^^s^^ 

ll^^li. — 22,,. Hierzu SJu»; vgl. Hofifmann Litter. Ceti'- 
tralbL 1882. 321, der es aus m^'J erklart und zur Wurzel 

cJs Juw zieht — Vielleicht ist auch ijJc (Ol. ffeogr. 281) 



288 



• 



erst aus La^ eutlebut Au ]<^2« Opujur. Aest. 81, 14 
»Matte'* ist wohl kaum zu denken. — 28,,. &a5 ist wohl 
auch erst aus ).«c=^ entlehnt; faebr. HÜp ist nicht ganz 

dasselbe. Es hat im Arabischen keine Ableitung. Der 

Anklang au pers. 4Xli^"= JuJLr» ist wohl zufilUig. — 293. 
Doch ist griech. lat. a in der Nahe tou- R hilufig zu ö 
yerfiirbt. — 20^^. Auch ]:..-■> "-■'■■■': PSm. 312 s. v. lJ?s^iri 
ist ebenfalls xsptotKx:ts'j, — 29.,. Die hier gegebene Erklä- 
rung, nach welcher Levy Nhbr. Wtb. IV. 50 zu berichti- 
gen ist, wird evident durch «las Christi. -Palästinische . das 
^^cl;.Jlä] C-^^Ä-j'-il-cai) braucht, wo der Text des N. 
T. irpxtTxptGv hat. (PSm. 343). — 31 4. Natürlich ist im- 
mer auch die Milch in Betracht zu ziehen, die bei Hir- 
tenvölkern einen grossen Theil der Nahrung bildet. Vgl. 

Agani XIX. 159 , 6 a. f. LjaS-.! jväJL»! l.j,tM Jä^^H JLs 

ftX^ji^Li (j^^LaJI i^^JUt oS'j v.jiJLAJI 4X^ |J 161 
JlaäJI. — 33,. dUuJ auch Agäni VII. 174, 5. — 33,. 
Opusc. Nestor. 8% = Ir-^A». — 34ie. Zu 0^^12 vgl. 
Commentar des Rabbi Samuel b. Meir zum Pentateuch (ed« 
Rosin) p. 114, 25 und dazu Deutsche Litteraturzeitung 
1822. p. 1413. — 37,0. -^^ ^^^ gewöhnlich direct 
aus dem persischen x^L^ abgeleitet; näher liegt vielleicht, 
es zunächst auf d£is aramäische "ISS Low Aram, Pflanzenn. 
373 zurückzuführen. Das dort erwähnte HHID, schon in 
der MiSnäh, kann schwerlich ursprünglich türkisch sein. — 
4O7. Da metaxa a/tlateinisch ist (vgl. die Nachweisungen 
bei Waddington zum Edict. Diocletiani XVL 86) so ist an 
einen Zusammenhang des Wortes mit Damascus nicht zu 
denken. Darnach ist auch Gesenius Hwb. IX. 192 s. v. 
p573T zu berichtigen. — 41g. Aus dem Griechischen ent- 
lehnt ist D^^Xp^iD = ^^pixipm ; vgl. Kuhn Litteraturbl. L 



289 

417; Edictuin Diocletiaui XVI. 54 = rip^^xipio: Le Bas- 
Waddiugton Von. ^rcht'ol. Explicat. Tom. III. 1854^. p. 443. — 
4I3,. 1. Wörter. — 43,. 1. C^^ u. \^i^. — oog. Das 
arge Versehen, dass ich aus ^Lo »kurze Hosen'' »Hosen- 
tniger" gemacht habe, muss ich hier berichtii^en. Etymolo- 



-1^^^ 



gie: »Eürperwiichter** also für t a n b Tin. Dazu gehört 

als Übersetzung von a'D320 Exod. 38, 38 Hexapl. (Ce- 

• • • • • 

riani), das mittelpersischem tanbanak entspricht. Das R 
ist im Syrischen zur Dissimilation eingetreten. Dieses selbe 

Wort ist als dermauek (^0^0323) zu den Abessyniern 
gedrungen (Dillmann 1002); es hat natürlich mit dem erst 
aus siJLilj5 (Hamadani ed. de Qoeje 253, 9) zurückgebil- 
deten {^^\J nichts zu thun. Auf dermanek aber 
gellt gewiss iÄjLo%\ zurück, jedesfalls von J-äUc^c-s. Nöl- 
deke Mand. Gramm. 40 (= jjLuj/'?) zu trennen. — 503,. 
&lf »Schleier" und »Fliegennetz" Jaküt III. 87 entlehnt 
aus ]A^ PSm. — 59.. iüL^^jo Agäni ^X. 140, 9; ein 
Perlentaucher Mufa4cjialijjdt ed. Thorbecke 11,13, 14,15. 
Ob man zu ^l^^ d^y^ stellen darf? — GOjq. Auch 
äthiop. tafassasa Dillmann 1357 ist erst aus dem ara- 
mäischen Worte (indirect also dem Griechischen) entlehnt. — 
6O30. 1^^ Opusc. Nest 43, 14 aus 1^ umgestellt?? 
Es wird yielleicht ursprünglich nur »Schmuck** bedeuten, 
also = |AÄ. ygl. Noldeke Mand. Gramm, p. 48. — 65,7« 
Auch Sta (Hai zu Kelim 2,3 = n*ai2) und rhui (zn 
Kelim 3, 5 = ninp). — 69io, Dazu Jju, bei Dozy nicht 
Tocalisiert, aber wahrscheinlich mit Recht ^Uü* Ibn Der. 
Kit-al'iMk. 54 , 4 eine Analogiebildung zu «LÄi* — 80,, 
In diese Reihe verlangt auch noch LssAx^ ]^^«=: i^.4Xa^ 
Opusc, Nestor, (ed. Hotün.)81, 13. Einlass, aber die Laut- 
yerilnderung wäre höchst ungewöhnlich. — 8I12. Echt ist 

19 



290 

auch st^v ^ za io^^ Babschaben** wie U ^ a JLa zu ^s^^^ 
»spalten". — 86^. Nabi;'a 15, 13, 15. — 87j. ^ iIjH 
PSm. 187; aber Ir-^ssl PSm. 186 = Ä$/3;t auch I Chron. 
22, 3 »Axen'. — S?^. Ursemitisch ist "1X^3 = Jua« = 
äthiop. m u^edad. — ü^Iä Ibn Dor. KU-al-ibtik. 170 paenult. 

zu iny misn. Kelim 15, G. — 87|3. Nöldeko ^fand. Gramm, 
120 Anm. 1 hat diese Wörter als persisch in Anspruch 

genommen. Die Rückbildung der Form v.Jo »Hsiken" 
wjire allerdings ziemlich aufFiillig; doch will ich nicht ver- 
schweigen, dass für Nöldeke's Ansicht der Wechsel in den 

jüd. Formen (3^13 neben Dy^p : vgl. ^Irüch) spricht. Pers. 
v^^ scheint erst wieder dem Arabischen entlehnt. — 87j. 
Hotfmanns Zusammenstellung von ll^«^ mit TIm scheint 

wegen des äthiopischen Wortes nicht gut annehmbar. — 
90.. 1. Pflugschar. — OO^. Dies zu sLä-»**^. — 91,0. Ob 
-_^m\^ (und davon denomin. v-jumJ?) entlehnt ist (Hoff- 
mann Märtyrer Not. 708) ist nicht ganz sicher. Im Ara- 
mäischen ist es nicht sehr üblich. Nun stimmt ausserdem 
nalu^^i (so 1. mit 'Arüch s. v. ^^l II. gegen Levy Nhbr. 

Wtb. III. 449) in den Vocalisationsverhältnissen aufEallig 
zu SiLwu. Die jüd. Bildung ist aber als hebräisch y nicht 
aramäisch anzusprechen: vgl. n*i33 »Holzabfall** zu g% 

Die Form scheint passivische Bedeutung zu haben. — 98). 
Ur*^ l PSm. 1505 ist wohl aus dem Persischen, nicht dem 
Griechischen entlehnt, l^r^ Opusc. Nestor. 95, 14 =s 
Kj3n^S Low Aram. Pßanzennamen 9 Anm. 2. — 94^. Auch 
&JL^JL^ »Kette** hat schon Guidi Della sede p. 18 mit 
Recht verdächtigt ; es stimmt zum aramäischen SH /S* /u^ 
0-i-l^-M^); hebr. aber HTi^^w. — 953i. Vgl. noch Jaküt 
III. 393, 8. Die ältere Transcription enthält u. A. I j ^ »- ^ t 
Opusc. Xestor. 96 , 6 = np. ^uLä.. Aber schon fioffmaun 



^ 9 
A 



291 

Märtyrer Note 2132 hat Beispiele für die Traascriptioa 
durch <-▲ gegeben. Dazu kaun noch gefügt werden tal- 
mudisch Vyjr\Ü (noch unerkliirt) 'firubin 29^,^ (Riisi nLöf- 

fei") = jJ^-J^Lä. Vull. I. 553. Daneben noch die Tran- 
scription durch *-i-i vgl. |J.«^=1-)'«a] PSm. 406 wofür wohl 
iliy^i'^A .1 zu schreiben ist = * ,jÜj«^ = arab. ^LäJ*^ 
(Griechisch wird es durch t^ transcribiert ; vgl. T^ovnxvtff- 
Tvipiov Sophocles Lexicon p. 537). — 98 ». Bei diesen Toi- 
letgegenstiinden muss noch der Name der Seife j^^jLö 
erwähnt werden. Schon die Araber wussteu, dass er fremd 
ist (Mu^arrab 98). Natürlich geht er aber nicht direct auf 
tätwv sapo (keltischen Ursprungs) zurück, sondern auf 
dessen aramäische Aequivalente. Bemerkenswerth ist das 
^JO als Anlaut; aber auch dies findet sich schon im ara- 
mäischen |Js^> (Cast. 764) jüd. p3S (welches als genauere 
Schreibung neben dem sonst üblichen p33 noch bei ^Arüch 
s. V. f3V II erhalten ist). In der Verwandlung des griech. 
lat. S in den emphatischen Laut sehe ich eine Einwirkung 
des folgenden griechischen P. — HSio« ^' ZDMG. XXX« 
771. Doch hat Nöldeke dort über die Echtheit kein ür- 
theil abgegeben. Mir selbst ist die Ableitung aus dem 
Persischen wegen des Suffixes und auch aus sachlichen 
Momenten wieder fraglich geworden. — 122j,. 1. Jäküt I. — 
125}}. Die Ableitung der aramäischen Wörter aus dem 
Persischen ist mir doch sehr bedenkllich geworden. Der 
Anklang an ^qtialus'' kaun die Echtheit der persischen 
Wörter schwerlich verbürgen. — 133^. 1. ^aiji^da aber 

dies ist doch besser = JudA ("IV^O). — 137i,. Vgl. noch 
D'^iiaU'D Jerem. 41, 8 (targ. pIQIi'S) syr. Us^m. — 

139i,. Aber in ^Läj^I s^UI^äT Div. HuiJ. 90, 19 ist 
^L^vjl doch sicher »Pflaume'* nicht »Birne*'. — 150,^,. 
Für den aramäischen Ursprung von ,t U,; habe ich Nöl- 



292 

dekc*3 Aiitoritrit zu Unrecht in Anspruch genommen. Er 
lehnt diese ZiisammenstelUing ab. Auch wird allerdings 
IJH^»^^ Opnsc, Xestor. (ed. Hotlmann) 105, 17 anscheinend 
von der Wurzel jJ-i. abgeleitet — 153^. Ein Dental in 
der Nahe von S wird mehrfach umgebildet. Die Verhärtung 
eines weichen nach scharfem S lieiH; vor in ).A^cAr] für 
).i^Si^] (ijjui); ein harter Dental wird weich und ver- 
wandelt dann diis scharfe S in weiches z. B. in Hl^Tp aus 
xGvxiJTxp; ■mTlIä aus xpo75'jpx. — 153, a. f. Haggen- 
raacher in Petermanns }fltthdL En^linzuni^sheft 47 (Gotha 
1876) erwähnt als Exportartikel der Somalilünder speciell 
das Antimon. Vgl. noch Brugsch Die altanypf. Volkertafd 
(Berliner Orient. Congr.) p. 59. — 154^. Dieselbe Art 
der Assimilation eines *1 an ein folgendes p liegt auch in 
j>^^^v ^ yQf ^ jj^g sQ]2on Sachs Beiträge II. 58 richtig gleich 
Clp'ID x^P^^^f^^ gesetzt hat. — 161 ult. Darnach ist also 
Levy Nhbr. Wtb. IV. 90 s.v. H^T'p'sJ zu verbessern. — 
Nöldeke hat mich aber unter Anführung von Mart. II. 326 ; 
Pohlmann S. Ephraemi Comment. textus p. 70 darüber 
belehrt, dass Ij ^^'^ Q^jl^z^) nicht blosse Schriftentstellung 
sein kann. — 168j„. 1. hebäj ; 169 paenult. 1. ^ähb. — 
199,4. ^eine Ableitung von y^H u. s. w. aus dem Persi- 
schen wird dadurch zu nichts , dass , wie mir Herr Professor 
Praetorius mittheilte , die Wurzel yin auch im Assyrischen 
ganz gewöhnlich ist. Causativ y^Hw? in Bauinschriften 
»Quadersteine, Balken zurechtlegen". — 198.. Vgl. übri- 
gens schon xxyi'jTx>.t^ (Lagarde Ges. Abh. 207), dessen letzter 

Theil gewiss mit jenem persischen Worte identisch ist. - 
2123 Assyrisch ilippu (Praetorius). — 216,2« kleine Iden- 
tification von ..yffjjf mit ..«Lm^jI stösst sich an der Schwie- 
rigkeit, dass die Bedeutungen der beiden Wörter doch 
auseinandergehen. Dazu hat \jiSt ' Kamil 399 , 6) an ^i^ 



293 

Jes. 28 , 24 sein semitisches Aequivaleut. Dies wird wohl 
schwerlich erst von U^^^^ abgeleitet sein. Was es mit 
JJL2L2 jji^j^is Cast. 71G nach Form und Bedeutung für 
Bewandniss hat, möchte ich nun nicht sagen; sie scheinen 
aber griechisch. — 222.j. In ilen neuerdings von Harkawy 
in (len Studien und Mittheilungen aus der Kaiserl. oüentl. 
Bibl. in St. Petersburg IV. Theil herausgegebenen Rechts- 
gutachten der Guüuim (Berlin 1883) findet sich SSS'n-kTX 
erklärt; »Ein iT/rpsT;;, in dessen Hand Schlüssel und Sie- 
gel sind , un<l ein Aufseher von Früchten und Geräthen und 
Magazinen eines Anderen (Eigenthümers) wird S2N'nc^*X ge- 
nannt." — 225i.. Meine Angabe über den Plural ^JUtit ist 
nach dem , was D. H. Müller Actes du Sixieme congres in- 
ternational des Orientalistes Deuxierae Partie Sect. I. 461 
berichtet, zu streichen. — 230j3,. 1. Machsirin. — 237 
paenult. 1. H^S'^DiipX. — 274iq. Wie ich nachträglich sehe, 
hat dies schon Schrader De Uno, aeth. p. 14 ausgesprochen. — 
286^. Prof. Nöldeke hat mich nachträglich darauf aufmerk- 
sam gemacht , dass schon Lagarde i2e/.ytirt5(graece) XXXVII. 
^yjö^ aus lituTii; erklärt hat. — 28623. Vgl. n. A. mei- 
nen Nachweis des Ursprungs des Terminus fccA für > Buch- 
staben** bei Bacher Sitzungsber. der phil. histor. Classe der 
Wiener Akadem. der "Wissensch. Bd. 106 Heft I. p. 140 
Anm. 



204 



BERICHTIGUNGEN IL 

XXL. für »meist" 1. Doft"; vgl. Litterar. Centralbl. 1886 
Sp. 354 lin. 42 ff. — XXIIjc- nach HI ^aach dem Vorgange 
des Aramäischeii'\ 

57 Aum. zu streichen; D2*p ist >)Spahn" eigentlich ab- 
geschnittenes Stück*' (,^ .-vy — -17«o. Die Analogie der 
sonstigen für Schilfe verwendeten Thieruamen macht es 
unnüthig, eine semitische Ableitung von xepxsZpSr zu ver- 
suchen. — 23Ü13 1. "^-a-i.. — 230.. 1. iLl. — 254. paenult. 
1. li^J. — 272. Im Himjarischen ist aber Hilf ein sehr 
gewöhnliches Wort »Bildniss, Reliefportrait" (Praetorius). — 
28(^30. Die Bemerkung über x v- r ist falsch; es kommt 
ja schon im Koran vor. — 28832. !• 1882. 



ABKÜRZUNGEN. 

Dozv =- Supplement aux dictionnaires arabes 1 , 11. Leiden 

1880. 

Gl. geogr. ^ Bibliotheca geographorum Arabicorum ed. de 
Goeje. Bd. IV. Leiden 1879. 

Guidi Della sede = Della sede primitiva dei popoli Semitici 
(Reale Accademia dei Lincei. 1878—1879). Rom 1879. 

Gaidi AIcune osservazioni = Alcune osservazioni sulle gut- 
turali h et h nelle lingue semitiche (R. Accad. dei Lincei 
Transunti Ser. 3» Vol. VI). 

Nüldeke Sasaniden = Geschichte der Perser und Araber 
zur Zeit der Sasaniden. Leiden 1870. 

Robertson Smith journey = A journey in the HejazI— X. 
(Scotchman Mavch-Juue 1880). 



I. ARABISCH. 



128 


tri)^ 


35 


7*^^' 


5 


7^1 


28 


^;I 25,68 


;^' 


5 


;j*: 


286 


7**^)' 


139 


yoLil 1139 


\jr* 


257 


J-y«)' 


68 


ijLLt 261 

1 


urf 


212 


^^ 


68 


ö^^ 


11 


• • 


11 


J-' 


46 


•• • 


153 


djT 


231 


JUi.1 


xvm 


lA>;^l 


152 


;M 


222 




31 


^.öi».! 


151 


>^r?' 


XXII 


jjLä-*,!* 


171 


5,t0l 


37, 138 


''K 


152 




XIX 


Uof 


xxn 


JMAMi^l ) 


230 


• 


262 


y^loyöl 


139 


^3^» 


124 




190 


uW;' 


147 


sl#» 


231 


Ita^l 


190 


u^;' 


51 


ur^^' 


XXII 


^Of^ßJLm\ 24 


V^;! 


XX 


c;'J4*»* 


162 


<\JJu.l 225 


ur"*;' 


270 


J^l 


115, 


162 iaJLi^t 


xxu, 41 


v>;'* 


283 


g^Ut 


275 




101 


.;S'* 


139 


Ei^i 


256 


wLCI 149 

1 


c;^)» 


26 


o^ 


256 


oLCI X~MI 


Ju^t 


123 


ü-V' 


19 


ÄlCt XXII 


L*o;r 


63, 103 


•• 


XXII 


J^**^»' 


XTII 


^;'*, 


153 


ü^\ 



\) Diu mit üincm Stcru vci>clicucii Wörter Mud Eü^cuuainiu. 



296 



263 

XXII 
XXII 

xm 

XXI 
XVII 

116 

XXI 

133 
261 

XXI 

116 

80, 238 
73, 168 

XIX 
XX 

111,157 
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277 
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*) In diosera Index smd dio jüd.-anun. und syrischen Wörter tot- 
soichnet. Bei geringeren Diflerenzan in der Schreibung wurde nur m 
Form au^enommen. 



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136 


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55 


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166 


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41 


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241 






VI. GRIECHISCH. 



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140 


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188 


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229 


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51 


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214 


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74 


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65 


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77 


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221 


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278 


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123 


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264 


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218 


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218 


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275 


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191 


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xaifxaXX^ov 

xä^xop 

xiM{fv6<pvllop 

xaqvmxog 

naf^og 

xdaag 

naaaäg 

xaaaida 

xaaai x9qog 

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257 

22 

59 

263 

258 

241 

286 

262 

265 

48 

219 

261 

28 

29 

246 

230 

123 

228 

229 

45 

79,252 

95 

292 

75 

26 

246 

17 

218 

218 

77 

145 

144 

146 

201 

42 

42 

103 

153 

234 



Mmxalv9$g 151 

Muxaqt$op 223 

xäxffvipalog 164 

x§latg 74 

xtllid^op 20 

utXltop 275 

xipomfia 130 

xBPXipfdfftOP 203 

xß^auidiop 6 
M^TftO» 141, 200 

xaqßtMäQ^op 29 

xsffMov^og 217 

X7I1/T7» 264 

Kfjfiog 115 

I xiffMog 117 

I xiatg 197 

! xlavaxf^op 16 

■ MOtXUP 20 

\ xofißog 237 

xoptamtop 250 

xoö^fftf 239 

xonig 132 

I xoffTi/ 38 

j xo^lUop 59 

xö^o; 207 

MO(iaintop 145 

xÖTTorov 148 
»ovafarti^ 187,292 

xovattHfia 282 



M^fißtJ 

M^fißidtop 
xqäa^g 
xffipiig 
' x^ia^g 
Mf^ia^fiog 
xiad^og 
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xvpöp&qianog 
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144 
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263 

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122 


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67 


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129 


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33 


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.VI« f De tridoBUMii ;. m iioW« ^ n glot 






Bime editionem Parisiienieiii dilifceater re- 

".m''*: f pogBitam. .et emendatam leetionibat will 

^.-' -V^^ cit additamentU editionii CalcaUeniit Mizit 

Botii ntrimtin partem criticii illaiin? it 

'JOAKNES AuaUSTVS VULLSBS. Vol. I — III. 

gr. 8*. 1 \ •,'. . \ • .' . .-. ,% tSSJUS. 






-« 



Ooctja. 2M[. iJ., Ott alte Bett dea Oini 
. Ama-Darja. 1875. Mit einer Karte. 8*. 
%.. ... . / . fl.SO. 

■ ■>■ ■ ■ - ■ ■ . ■ ' 
lbii-A.db dri (de Maroc), Hiatoire 'de 

TAfrique et de TEspaKDe intitulee Al- 
Bayano U-Mogrib, et frHgments de la 
ebroDiqae d^Arib (de Cordoue); le toat 
public poor la premiere foia, prece'de' d'une 
- introdaction et accompagoe' de notea et 
■ d*aD Klotaaire, par R. P. A. Dozt. 1848 — 
1851 a fol. 8« . . f le.— . 

rbn-Badroun « Coinmentaire biitorique 
•nr le po^me d'lbo-Abdoaa pablie poor 
la premiere fois, precede' d'une introdac- 
tion et accompagne de notes, d*nii gloa- 
■aire et d''aa index de noma propres, par 
R. P. A. Dozt. 1848. 8*». ..... f lO.— 

' Ibno '1-ICaisdrani (Abu*L-Fadbl Mo- 

. HAMMED IBir TuHIB AL-MaKDISI) VUlgO 

* dictos. Homonyma inter nomiua relatita, 
;" qnae com appendice .^6tt Jfioad I^hanen- 
•. sis t codd. Lejd. et BeroUn. edidit P. DB 
JoNO. 8*. .»• '. . f8.SO.' 







; tinopk par P. A. t< d. Lith. iyad.fraB9. ip^''*''/^i 
i,'p«r L. Majicsl Dbtic. '.At. 4 pL eolor. .;v *:''■ j 
.^tir^ da MS. ärabe de Hariri de la eol- J -v -..^ 



'^-'.lectioo de M. Schxfer. PabUcation d^^ 
'/'aa 6iiffle Congrea des Orleatalistes. 1883. 
.-' gr.'iB-4^. •.•...»..».•...£ 18^—. 

IN'öldeka« llx., Gescbicbte der Perser 
»und Araber sur Zeit der Sasaniden. Aus 

' der Arabiscben Cbronik des Tabari übers, 
n. mit antrührL Er lauter, ü. Ersans. f er- 
sehn. 1879. 8«. ..... . .^^. 1 t y.— . 

Pentateachus secnndum Arabieam Pen- 
tatenchi Samaritani rersionem ab Aba-Saxdo 
conscriptam , quem ex tribus codicibus edi- 
dit A. KuENEN. Fasdculua 1 et 2, eonti- 
. nens libros Geneseos , Exodi et Levitici. 

. 1851, 54. 8« . . . -. f 3.— . 

Sa^adja b. JAsuf al-Fajjümi, Kitftb al- 
AmAnit wa'l-lHiqftd&t. Herausgegeben fon 
S. Landauer. 1880. 8o. . . . .f4l.7ff. 



\ 



} 



Scriptomm araf>nm loci de Abbadi- 

- dis nunc primam editi a R. P. A. DoiT. 

1846-1863. 3 toI. 4«., .. . . f 14.— . 

Spitta^Bey* Gr.«' Coutes arabes moder- 
nes recoeillis et traduits. 1883. S^ f 3.7ff. 






. Ibn-'Wädhih qui dicitur Al-J4'qnbl his- 

- toriae. Edid. indicesque adjecxt M. Th. 

HouTSMA. 188H. VoL I : Historia anie-is- 

' ■ ' lamiea. Vol. II: Historia islamica 8*. i IS. — 

JJandberff» C; ProTerbes et dictons du 

^V peuple Arabe. Materiaux pour servir k la 

connaissance des dialectes Tulgaires recueil- 

lia, traduits et annotes. Vol. I: Provinoe 



de Sjrie. Seetion de Sajda. '1883. 8^. ted and edited from Msa. in the anifersitj 
. ' ■ . .i ...,. '. ..-. . • • '• •• fr.^: *"^ Ijbrary of Leydcn. 1859. 8*».. . . Iß.—.' 



•.ä 

^ « 



Uylenbroek, P. J.» Dissertatio de Iba» 
■, Haokalo geographo nee non descriptionem 
. . Iracae Persicae , com ex eo scriptore, tum ex 

aliis mn. Arabicis bibl. Lugd. Bat. petitam. 

1822. 4« ;■ , . f 1.ÖO. ' ."..'{ 

Veth « P. J-t Liber as-Söjutü de nomini- ' ''- ; ~ ■*■ ' J 

bus relatiTis, inscriptns SgAJLü ^.^«Ari- 

'• -bioe editns e tribus codicibus ms., cum 
annotatione critica et snpplementis. 8 tom. 
in 2 fol. 1840—1851. 4«. .... 1 e. — 

VTrisht, "VT., Opuscula arabica, ooUee- 



I 

4 
A 

I 



*.- 



Soeben erschienen : . , . 

Al-Hamdani's Geographie der Arabischen Halbinsel nach 
den Handschriften von Berlin, Constantinopel« London, 
Paris und Strassburg zum ersten Male herausgegeben 
von David Heinrich MüUer. 2 Bde 8°. . . . ; f 12.- 

Der 2** Band ^ vuelchcr die NoUm und die Indivrs enthalt , wird demnäcfut 

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' -"' Mir oM dtut 'n Eunp«, bj R. P. A. 

.Dosr. S*. U Ea. m». ■. ooTT. 1B81. 

- 14.70. 



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A.bD bbAk A.m-SbtrAMt, A-t-Tim- 

blh (Jdi Shaflilicam) qaas e eodies U- 
dnri M codiM OxanicBii cdidit k. W 
T. JnmoLL. ISTB. Sr . . . . t SJtO. 

Ad-Dhalubl (Soluiinao'd-Df n AJtm 
jWbd»U»ta BXohBiumAd Iba jUi- 

iii«d), AUMowhUbih. B radd. kUt. 
•did. P. n Joao. JSSt. 8*. . . .f O.— . 

AJ-BeWdBorl (Imdmo Ahmed Itm 

J^t^B Ihn DJdbir,] Liber aipa)taB- 

tioDu rtgJoBiim, • aodd. Ltid. tt BDMi 

BritUo. adid. M. 3. db Goub. ISDS. 4*. 

1 17.—. 

A-l-SSmlikMl , AntlKtci ui- Ibiiloire •( 
U lilttetara diu Anba d'EipiifDa, piblidi 
par B~ DoiT, 0. Duoat, L. Kbuil at 
W. Wiia>T. ]8t6— fil. S VoL 4°. 

, »llarit 

. I. F. N. Lud. 



re Abd-Djahb Mohakm» 
In DiABlB At-TABAal qnoi «dideroat 

3. BaKTB , TR. NaLD^, P. DI JORO, 

X. Pbtm, H. Tbouscu, S Fkukbi., 
J. Gvnu, D. H. If Ollbi , H. Tb. Hoitiima, 

'SUiniLU GlTTABD, V. BotBH ct H. J. 
. M GoBB. 187»— 84. Paia 1—18. r. 

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jk.t.T'bB'AUbf (Abo Hufar Abdoloialik 

.- ibBtfafaaaunedninltmA'iDLaUub'l-Ba'uir, 

•aeni libnn a codd L^. at Oetb, tdi- 

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A>-ZBm«kBBMl Lailopn feDvnpbkaB, 
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Ckteloana eodina arintallui UUMw"; 
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Dlwma. PoMaa jk.ba-*t-'<nr»lfa BXo*. :. 
Um Ibnol-'Walfd •l.Aji««HeafM- *•- 
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I.aidaa> adidit. makU addlUaMtb tutt : 
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Dosr. B. P. A.^ Nodaa aw «mImm " . 

■aaamfta mbaa, anc an hs-MMM dt 
l'Mlar« d'Al-Hakrlit. IStl. «•.fSJK». ' . 

RechetehM aar l'biatafia at la IWte- "' 

tan da l'üapaKBa pandut la ■ajw<gai 
3aM Mitiaa aagBcalfc at «alUfawaat (^ . 
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Dia IwaÜilaa n Uakka, tob' DBtik'- 

Zat Um in'a t&ifta Jabrbaadvt «mmt 
ZailraehBBDg. Au dcta HnlUad. IbMaltf. ' 

iiS4. 8". , . . ii.7a. ■- 

Em! anr l'biMoif« da ritteitaM. 

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8». . . -. I8.TS 



bat 1880. 8 ToL nüii 4'. . . ITO.— . •: 

CumctloB« aar Im tattaa da BniM -' 

1.Hi>r<b d-lba-Adkdrf <da Manrt. daa ^ 
ft^maat* da U «braniqua d'Atfb <4r '' 

. Coidsoa) « da Holkta '»^j»A d'Ibaa-l- '. 

Abbir. 1883. s*- ...:...'.. . rumo. • 

■Domy, R. P Jk. at 'W. BL SootI. 



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: Sijda. '1833. B". 



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I^lvre de« mervallle« de t'Inde.TeiU 

^..anbc pnhtij d'apri:* le AIS, da M. Scm- 
.-^ F», rollitioDDi lur 1« MS. de Coaitu- ' 
tuaple par P. A. T. n. Litb, Tnd. rnne. 
' ~ - •- i pLoolw. 



Vp*r L UucKL QsTic, .A*. 



^ ledJOB de M. Schitck. rDblication dtiiÄ 

-' an eiima Confrä de» OrJenUliilCL 1883. 
gr. in-V. ...;....,-... f la— . .■ 

Nöldefae, 'Xb^ Geicbicfali der Perwr 
.□nd Anber lur Zeit der Sauniden. An* 

' der ArabiKbcD Chionik dea Tibari üben. 
M. mit iDirübrl. Eiliulcr. o. Eraüu. lo'- 
te\m. 1S;9. 8">. ..... . .'. ,. "! l T.— . 

Fentateai^baB tecnndiun Anbicun Pen- 
t*teachi SimsriUoi tcriianeni ab Aba-Stido 
conscriptun, quem ex tribru codidbus edi- 
dit A. KuinEN. Fuciculns I ot B, canti- 
ncDs libroe Genoeoi, Eiodi et Leiitid. 
..18B1. M. 8" , ..: , f3.— . 

Sn'adjA b. JQiaf tl-Feijami, KiUb >1- ' , 
ÄmftD« wa'1-l'^qldat. HeriotgegebeD tod 
S. LANDiun. 1880. 8°. .... i -X.Te. 

ScriptoruED arabum loci de Abbuii- ' 
d» DQnc primnin editi ■ R. P. A. Dotr, 
184fl-18fl3. 3 70l, *'.. .-. . tl4..~. 

Spitto-Bey, G., Coutea anbei moder- 



!l traduil 



Uvleobi-oeb , P. 3., Diu 

Hiakito geo^npho nee boh 
Incae Penicie, com ei eo ki 



Veti . p. a. 



, Liber u-SojatÜ de num 



■ ■ - \ 



i ediina e triboa ci 

a loi. isio-issi. < 



■WrijEht. TF., 

, ted icd ediUd < 
\ljhnry o( Lejdi 



OpufcoJi inblca, cotlee- 
ram Mu. io tbeDuireni^ 
n. 18BB. 8". , . . ie.— .' 



■ Sutben erschienen: _■,, " ;'■■ ' '"":'" ■■■' 

\\ iiimidäni's Geographie der Arabischen Halbinsel nach 

.l,ni Handschriften von Berlin, Constantinopel, London, 

t'aris und Strassburg zum ersten Male herausgegeben 

von David Heinrich Müller. 2 Bde 8°. . . . . ,f 13.— 

■, . '<" ll-»fl, v:ct<'h,T ilic Sul'-H und die Indiem enlluUt, u-ini demimc^ul 




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