(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Die Elektrizität und ihre Anwendungen"

Thia is a digital copy of sibook. lliat wbs preserved for generalions an Itbrary shelves befare iE was carefully scanned by Google ns part of aproject 
to make Clie world's books discoverable oaliDf. 

Jl Heis Eurvived long enough for ihe cojivrjghl Ig e^pire [ind ihe book 1o enter ihe public dümain. A public dom^in boot is one That was neveriubjecl 
to copvrighl or who^e leg.i! füpyrigln lerm ha^ expired. Wlielher [i büük is in ihe public domain may vai'y counlry lo couniry. Public domEiLii boak^ 
EiTe our galcways lo the pasl, represenling a weallh of history, culiure .ind knowledge that'l oRon difficuH to dlscovQ^ 

Marks, nolalioas and olher marginalia present m the origina] volume will appear in ihis file - a reinindEr of this book's Jong jnuraey frora Ihe 
pubhsher to j librarv and tinally lo vou^ 

Usn ge gu i d t [i nts 

Google i& proud lo partner wilh librarles lo digilize public domain möilerials and make Ihem widety acce&sible. Public domain boaks belong lo Ihe 
public and we aremerely thetrcuslodians- Neverlheless, Ihii Work is espensive, *o in order to keep providing Ihls resource. we luve taken Step* to 
prevenl aburie by commertial parlier. Ine lud in g placmg lechnical reslrlcllonti on automaled querying. 

We also ask that you: 

+ Make non-conmiercia! ttsf ofrhcßhs'We de^igned Google Book Searcb for use by Individuais, and we reque^il ihal you u^^e these Jiles for 

persona], non-commercial purpo^es. 

+ Refrain front aiiSomarec/ queiying Do noi send aulomaled queries of anv sort to Google's syslem: [f vou are conducling research on mach ine 
Iranslatlon, opLical character recogallion or other areas where access to a large amount of text is helpfui, please contacl us. We encourage the 
use of public domain materjals for these purposes and may be able to help^ 

+ Miiiiiinin aitribution The Google "Watermark" you See on each flle h eSEential for informing people about ih'n projecl aiid helping Ihem find 
addilional malerials through Google Book Search, Please do noI remove il, 

+ Keei' il fegti! Whalever your use, remember Ihal yoa are responsible for en&uring that whal you are doing is legal. Do not as^iume ihal jusi 
because we believe a book is m Ihe public domain for users in the United States, Ihat Ihe work is also m Ihe public domain for users m other 
CDuntries. Whelher a book la slill m Copyright varies frora country lo country, and we can't offer guidance on whether any specific use of 
anv specific book is allowed. Please do noI assurae ihal a boak"s appearance in Google Book Search raeans il can be used in anv manner 
anvwhere in the world. Copyright infringement liability can be quite severe. 

Aboul Google Dook Search 

Google"^ mission is to organize the world's informalion and to raake it universally accessible and usefuL Google Book Search helps readera 
di'-cover Ihe world's books while helping aulhors and publishers reach new audlences. You can search through the füll texi of thls book on the web 



a[ http : / /books .google . com/ 




über dif^sf^s Buch 

Dies tsl em digitales Exemplar eines Buches, das seil GenersitiDnen in den Regalen der Bibliotheken auEbewobrl: wurde, bevor es von Google im 
R jbnien eines Projekts» mit dem die Blicher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen» sorgfältig gescannt wurde^ 

Das Buch hat öm Urheberrecht überdauert uad kLinn nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch isl ein Buch, 
dEL5 niemnl^ Urheberrecliten unterlag oder bei dem die SchutzFriül de^ Urheberrechts ."ibgelnufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugiingiich isl, kcinn 
von L.ind zu Land unlerschiedlicli üein. Öffentlich zuglingliche Bücher sind unser Tor zur Vergangen lieit und stellen em geschichtliches, knlturellef. 
und wissen schnftliches Vermögen dar, dns hdufcg nur schwierig zu entdecken im. 

Qebrjuchsspuren, Anmerkungen und jndere Randbemerkungen, die im Origmalband enlhahen sind, finden sich auch in dieser Datei — eine Erin- 
nerung an die Ijnge Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hmter sich gebracht bat. 

Nu t z u ngsric h 1 1 i ni en 

Google ist stolz, mjl Bibliotheken in parlnerschnftlicherZusEunmen arbeil öFfentlich zu göin glichen Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugüngliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichlsdestotrotz ist diese 
Arbelt kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung .stellen zu können, haben wir Schritte unlernommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische EinschrEinkungen Tür automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu iiichrkoniiiierz.iel!eii Zwecken Wir haben Google Buch suche für Endaiiwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur flir persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden, 

+ Keine üutomalisiefiefi Abfingen Senden Siekeuie automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google -System^ Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zuganglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beiheliiifiung von Googte-Miirkenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie jn jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hlifl den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein^ 
sicherzustellen^ dass Ihre Nutzung legai ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer m anderen Landern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestunmte Nutzungeines bestimmten Buches gesetzlich zulassig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechts Verletzung kann schwerwiegende Folgen haben^ 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutitbor und zugänglich zu muchen. Google 
Buch suche hüfl Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei^ neue Zielgruppen zu erreichen,. 
Den gesamlen Buchtext können Sie im Internet unter http: / /bööks . google . conj durch suchen. 



Die Elektrizität 

und ihre Anwendungen. 



DIE 



ELEKTRIZITÄT 



UND 



IHRE ANWENDUNGEN. 



VON 



DR' L. GRAETZ, 

PROFESSOR AN DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN. 



M[T 595 ABBlLlllNi^EN. 



ZWÖLFTE AUFLAGE. 

l40. bia 46. TaH=en,lj 



STUTTGART. 

VERLAG VON J. ENQELHORN, 

1900. 



ALLE RECHTE VOElBRUALTRN. 



Drack dor Union Dealsche Verlj^gflgeiBÜHcbalt in StatlffArt. 



&7^ 



Vorwort znr zwölften Auflage. 



Auch iu der zwölften Auflage hat dieses Buch infi>]|fe des Fort- 
schreitens der Wissenschaft und Technik der Elektrizität wieder erheb- 
liche Vermehrunj^en erfahren. Die Beziehungen zwischen der Hlektrizitit 
und dem Li cht , welche früher von der Behandlung ausgeschlossen 
waren, wurden jetzt wegen ihrer immer mehr hervortretenden groÖeo 
wissenschaftlichen Bedeutung in einem eigenen^ neu hinzugefügten Ka- 
pitel dargestellt^ welches sowohl das Faraday^che, wie das Zeemansche 
Phänomen, wie auch die aktinoelek tri sehen Erscheinungen dem Ver- 
ständnis näher ^u bringen sucht- Die Kapitel über Radioaktivität sowie 
über die drahtlose Telegraphie wurden den neuesten Fortschritten ent- 
sprechend nicht unerheblich erweitert. Auch sonst wurde in allep 
Teilen des Werkes der neueste Stand der Wissenschaft und Technik 
berücksichtigt« manchen allmählich wichtig Gewordene aufgenommen, 
Veraltetes weggelassen. Von den neu oder ausführlicher behandelten 
Gegenständen seien hier nur kurz einige angeführt: der Halbringelektro- 
magnet, die Wismutspirale, das Panzergalvnnometer, der Simonunter- 
brecher, die Wirkung einer Kapazität im Wechselstromlireis , die 
Abstimmung oszülierendcf Spulen, die Spannungsänderung hei Wechsel- 
strommaschinen, die Tanlallampe, das Janussysteni der Telephonie, die 
Pu pinspulen. 



Vi Vorwort. 

Bei den Korreklurec wurde der Verfassev wiederum von Herrn 
Prof. Dr. K. Stöckl in Passau auf das sorgfUlti^ste und eifri^te unter- 
stUUtf wofür er demselben auch hier seineo besten Dank ausspricht. 

Der Verfasser bofft, daß das Werk^ dos auch in der Ausstattung 
mit Abbildungen wieder wesentliche Verbesserungen und Bereiche- 
rungen aufweist, die alten Freunde sich erhalten und neue dazu er- 
werben möi^e. 

Mflnchsn, Oktober 1905^ 



Inhaltsverzeichnis. 



Seil* 
Einlsitung XIEI-XVI 

I. Teil. 

Die Erscheinungsweisen und Wirkungen der Eielttrlzität. S. 1—346 

1. Kapitel Die Relbungaelektrizität 3—43 

Grunde racheinungen- AoEiehung und AbstaBung, Poiitite und nega- 
tive EJ^VtriELtj&t^ laolatoren und Leitet, tüektroakop. ElektriEit&te' 
DUDge. Coulombechea Geaetz. Einheit der Elektrizitätenien^- 
Dielekttika- Elektri«iernivcbine, Gleicbgavicbt dei Elektrizität, 
Verteilung äer Elektriiitftt auf einem LeiteE. KJektrouen. Spim- 
nungauntencbLed. Spannung. Eiobeit derfielbeii. Eapaiilät^ Ein- 
beit deraelben^ Spänuup^aTDeflAer tod Einer, Braun. Elektrieche 
Energie- Dichtigkeit- Spit^n, Inflaens. Änderung der Kapazität 
durch Influenz. Kondeiualor. DieIektTiiitärflkünQta.aten. Leydener 
Fla«che, Spitzen Wirkung. Influenzmaachine von Holt^- Winühurat- 
maflcbine. EDtlBdung^eracbcinungen^ Multiplikator. Quadranteiektro- 
meter. Eichung deBselbeOr LEektTonen. Kemktäfte und ver- 
mittelte Kräfte. UniwelJycbe Theorie. Diel ekttizitil Uli onslante uod 
BrechuDgsindex. 

2. EUpitel, KoataktolektriEität. Der elektrische Strom AA—bl 

Galvania EatdeckuDg. Volta« Auffa^auD^. SpaunuDggqDterBcbied. 
VoltHBChee Element. ElektromotoriBcb+: Kriift. Elektriscbe Schei- 
doDgskrafL Leiter enter nnd zweiter Klasse, Galvuiiecbe Ele- 
mente. Danieli-Element, Ballonelement, Telegraphenslement, Ele- 
mente von Bunsen, Leclanflbä. BrauDateinelement, Beutel element. 
Trockenelemente. ElektriKher .Strom, Gukanoekop, 

3. KapiteL Die Gesetze des elektrüscheD Stromes - - - 53—71 

Strom^lätke. Einheit denelben. MeHHuiig derselben. Elebtro- 
motoriache Kraft. Widerstand. Ohmschea Gesett. Einheit des 
Wider^tuideH- Schaltung von Elementen- Verteilung der Spannung, 
Bpannungsverlust. Sttomverzweigung. DrUckenvenveigung. Strom- 
veriweigong twiachen awei Elemenlen. 

4. Kapitel- Elektrisohe Apparate und Heasangen ........ 7^ — 107 

GaWanoskope- Unterbrechej-. Koniiuutaloren, Tabellen für aije- 
lifische Widerstände, Wideretandakoeffizienten, Metalle, FltlRsig- 
keiten, Isolatoren, Selenzellen. Konnalobm. Rheostaten. Stark- 
■tromrheostaten. tfeaaung des Widerstandes von Drähten. Wbeat- 
etonesche Brücke- Einrichtung derselben beim LTniTereaEgalvanoskop. 
Widerstand von FlÜHBigkeiten. ITniver&almeflbrücke. Tbomaonbrückc 
fDr seht kleine Widerslände- Normalelemente. Messung der elektro- 
motoriBchen Kraft. KompenButionsniethode, Me^sun^ der Klem- 
menspannung. Voltmeter. UniverBalgalvaDümeter. Keeeung der 
Stromstärke mit diewn Tnatrumentvn. Kompenaationsapparat. 



VIU InhaltaveneicbniB- 

Seile 

5. Kapitel- Die Wärmo- and Llohtwirkangen dea elebtriacbAn Stromes. 

ThBPmOHlBltmitÄl 108—128 

Em&rmuDif durch den Strom- Joulesrliea Geietz. Glühen von 
Dräht«c- GlühlainpeD- LampearheoeUt. Elektriscber YM\t. &fa& 
dcHelben, DaTjscher Lichtbogen- QuflckailberbogenUnipe- Pdtier- 
scha WirlcuDg- ThertDOBtrAme. Thermoelektrische SpaDnungareibe. 
är^Se der tbenDDalektriBCheiL Kräfte. TkennoBäuleD. ADweDdung 
derselbeD zu TemperatamcsaUDaeD, TbermoBlektxiacfaea Pyrometer. 
Pyrome tri sehe Meflaungea. Gülchencbe Thennoeäule, WÄrme und 
KltktriaiULt 

6- Kapitel- Die chemiBchen Wirkungen des elektrioehen StromcB. Elek- 
trolyse. PolarisAttonastrüme 129—154 

ElflktroljBe. Sekand&re Prozes^, Theorie tod CTauBiuB-ArrbeDius. 
Wanderung der Ionen. Furadajacbe Gesetze. Voltameter. Messung 
der Stromstärke- Kpallgaaroltameter. Kupfer- und SilbervcItameteE. 
Elektrolyse in ^alTHnuchen Elementen^ Ionen und ETektronen. 
Mit einem Äquivalent rerbundene ElektrizitlltnDenge^ Wftnse- 
tOnung und elektromotoriache Kraft, OamotiBcher Druck und 
LABungsdruck, Erklärung der Elektrizitätfierregung in galraniflchen 
Elemeuten. Pokriaation- PoIariflationRatrom, Aklnimulatoren, 
LodnDjr derselben von Zentralen. Eüchaponnungeakkoniulatoren- 
Vermeidun^ der Folariaation durch WechaelstrAme. tbergangs- 
widerstand, Aluminiuinzellen. 

7. Kapitel- Die MHgnAtiflCheD Wjrknngen des elaktrisoheD Stromes- . 155—197 

Ma^etieche Kräfte. Erdmagnetiamna. HorizontalintenBität Magne' 
tiaf£es Moment. Ma^Ktii^ches Feld, MiLgoetiBChe Induktion- 
Peimanente und temporäre Magnete. Elektromagnet^, Halbring- 
elcktromagnetr WjsDiutspiriile. Ma«ietiHche Kraftlinien- Koer- 
zitivkrafL WiLrmeentwickeluDgbeiin IFmma^etiaieren. HyatereHiS. 
MagnetiHohe Kräfte einea Stromea Zahl der Kraftlinien. Magne- 
tiache Permeabilitilt- Ohmachea Gesetz für den Ma^etiamus. Ma^e' 
tische Wage. Drehende Kräfte zwiacheo Magneten und Strumen. 
Biot-SavartBchea Gesetz- Elektromagnetiscbe Einheit der Strom- 
stärke. Solenoide. Wirkung derselben, Drehbara Stromkreise. 
Wirkung des Erdmagnetiamuä. Rotation von Strflmen um Magnete 
und von Magneten um Sträme. Linke- Hand- Regel, Neefscher Ham- 
mer Elektrische KlingeL Schaltung dersenjen, Appamte zur 
Strommesanng- Gah^anometer für starke StrOme. PrlirieioimuieB- 
apparate. Galvanometer für m'hwache Strüme. Mültiplikaloren. 
WiedemaDnacheaSpiegelgalvanonieter, Gloi^kenmagnet. Dämpfun;[. 
Afitaaiening. Panzergalvanometer, Deprei- Galvanometer von Ede^ 
mann, von Kadmann A Braun, von Biemena & Halake, Magnetischer 
NebenschluB. Galvanometer in Zweigleitung ala Voltmeter. Ballisti- 
Bchea Galvanometer. Messung der KupaEit^t und Dieiektrizitätakon' 
alanteu mitt*la des Galvanometers. 

B- Kapitel, Die Kraftwirkongen elektrischsr Ströme itufsinandsr (Rl«k- 

troflynamik) 198—305 

UnterBuchuDgen von Ampere- Parallele Strßme. Aatatiache Strom- 
kreise. Gekreutte Ströme. Rotation von Stromleilen. Elektro- 
dynamometer von F. Kohlrauach. Zusammenhang zwischen Magne- 
tismus and Elektrizität. Magnet iache Molekularatrüme, KrklUrung 
der ma^netiacben Ec^cheinungen durch die Molekularsträme. Um- 
kehrung der elektroiniignetischen und elektrodynamischen for- 
sche! nungen- 

9. Kapitel. Induktion 306—238 

Faradaya Unlereuchiingen. Induktion duri'h Offnen und Schliefen 
des primilTi.m .^tromea. .Anwendung dea Neefaehen HiinimerB, In- 



Iflbalt«T«n«ichiiia. IX 

Sfliu 
daktioD durch AnDAheruuB und Entfemong des primären Stromea. 
Magnetomduktion. Lenzachee Ga?tz- Rechte- Baad-ßegd, KIcktro- 
motoriBcbe Kraft dei induzierten Strflm& Schnfliden der Er^fUinieo, 
HaiwellHChe Be^L Magnet und Drohtapuie. Kontmuierliche 
Eneugana tod InduktionntrOmeD. WecbflfllatrOme^ UBgnetelgk- 
trische Maschine Ton StOhrer- Telephon, Aragosclm Scheibe. 
'Wlrbfllitrjjmfl, Dämpfung. ExttattxCme. SeJbfitpotentiah Einheit 
denelben. Normale fUr Selbstinduktion, Induktionifreifl Rollen. 
DrosgeLapulen, öfTnanggrunken, IndukliooBiLppHrate. KondenHator- 
Fedeninterbrecher- QueckailberuDterbrechflr, Motorunterbrecber, 
DepreinnCerb recher. Tutbinenunterbiecher. Wehnelt- und Simon- 
Unterbrecher- SpaannugieAchetnuiigen. Schlag weite. 

JO. Kapitel- Di« VBchselfltrftme nnd Drehstri^nia 239—263 

Eneugmir von WechftelHfcrOtaeii. Altemierende Spannunfc. Altec- 
niereada StrominteDsiÜlt, Uessung der Stromet^k« von Wecheel- 
ttrOmen, Fräzibiontamperemeter fUr Wecheelatrom, Ueuung der 
Spannung. PräziftiouiToltmeter fflt Wechselfttroni. Scheinbare Ver- 

Sr^Jflerung dea Widerit&ndev. ImpedanE. InduktioofiFreie und in- 
aktiTc Widenlfindc, Drouelspulen- Meesung des Selbatpotentials. 
Suiumerum former. UocbfrequenzmaachiBC. Zusammcueetzung Eweier 
WeebaelBtr^me. Phase. PhiuenTerBchiebung. Pbojenunterachied 
BwiBchen Spannung upd Stiom, Effekt von WechaelBti^men. Watt- 
loieStrOme, PräsLBJoDBwBttmcter Phaseufaktor Mevong desadben. 
Kondensatoren im Wechsel atromkreiBr Kapazitftt und Selbstinduk- 
tion bei Weehaelstramen. DrehftrAme. Uagneliachea Drehfeld. 
Verkettung fod DrehstrOmen. 

11. Kapitel. Di« elektrlsehBn SehwiDgan^n 2eB— 387 

ElektriBcher Funke. F.ntladanir von Kondeneatoren, Elektrische 
Schwingungen- Periode derselben, Sehr raache Schwingungen. 
Venuche von Hertz. Koh&rer. Hii^biflcber OazilLaror. Interferenz 
von elektrieoben Wellen. Fortpflanzungsgesr-hwindi^keit der In- 
dnktionskrflrte. Elektrische BtrahleUr Redeiion und Brechnng der 
elektriichen Wellen. ZuaamTnenbang awi&cben ElektrizitAt und Licht. 
Elektrische Resonanz. Abi'tinimung von Spulen, Induktive Koppe- 
lung, lose und eng. Galvanische Koppelung- Venuche tou Teala. 
Teslasche Anordnung- Einßuä di^s Selbstpotentiala, Lichterachei- 
nuflgen. Phjsiologiaehe Unwirksamkeit der Teslaatrame. 

12. Kapitel. Der DnretagaDg der Elektrizität doroh Oase. Die Rbntgen- 
Btrahlen 288—309 

Elektrischer Funke. Schla^eile und SpannuDg. GeiBlerrühren. 
Schichtung dea pObiti von LichEa. Dqnkler Raum. Hittorf-Crookeeache 
Etvcheinungen. Eathod anstrahlen. Gerpdlinige Foripflauzung. Phos- 

6boreiEenxerregungr Wärmeerzeugung. Ablenkung durch den 
iagneten. Braunsche Rahie. Annendung derselben. Mechanische 
Wirkungen, Verancbe von Lenard. Negative Ladung. Theorie der 
Elektronen, Kanal strahlen, Röntgenstrahlen. Fokusrübren. Anti- 
kathode. Regulierung des Vakuums. Photüara.ph Ische Ven>uche- 
FluoreszenzBchirme. Durchleuchtung. Kryplnaküp. Entladung von 
KDrpem durch RJJntgenatrahlen- Erzeugung von Leitfähigkeit in der 
Luft* Hechanische Bewegungen unter dem EinAüil die^r Strahlen- 

!3- Kapitel. Die Bec4Der«lBtra.blan tmd die Radio&ktivität .... 310— 32< 

Die drei Strahlenarten hei evakuierten Röhren. Strahlung des Urans 
unddesThoriuma. Becquerelsttitblen. Radioaktivität. Rjidium, Polo- 
nium, Aktinium. Nachneis und Kigenachaflen dereclben. Ionisierung 
der Luft. Photographiache Wirkung. Fluoren^fnEerregUDg^ Indu- 
lierte RAdioafctivitftt, Drei Slrahlenarlen, a-, ß-, f-Strahlen. Ema- 
oatioD. Abk] in gungakon staute. Zinkaulfidichirm. Spintherofik.o^. 



14. 



iUpitcl. BL«kb-kiUt und Uobl 



)tiTC*Roicbnla. 



KAiliuiaü. Z^rfAtl ü«t lUiJiupu^ R*i)3M5> 




3ä£-a3S 






li^ [.u'IiIa ^icol« MHirnp' 
ätnD diir Drohung. Zi»- 
iiijLriicIi« rLfkiii^tuvit. S^htviiUfeii^c [^^Irktrvrjoii, t^vktüiUDif dtt 

KvrUaditf KiHUi^-rkunhj lIlt Hiiiwu-kuuK <]<*' L^hU nur dir Kul1iulii 



Luii|r- 




Ib. KaptUL Die «lektriBFKpn HahrinbHlen . . J39— SU 

Zurn<-krn}irbH.rkiiit n\W^l- yiv^mir^i^ui aiiT lA^Knung «uo LAdudIi, ZlÜktü 
uitil ^\ii«4r-ii i4Mii>rlrmli^Ll'«n. ^li^ol'il^M ' f^i .^ t Sntfm. Abnl^ttvlp 
Hnhi-Ilcn. MH'haniidt? «rrdüvn. Mun^ttlidic! MoboUon^ Elektro 
iiia^T)^liit!li<'t MiiKi_riiiA'm. H^imMtiung ili-t AiiipDF? unil Olnik. Voll 
und Furad, 



IL Tclt. 
Dlo Anwendungen der ElektrIzItAt. 

I. Kapiti^l. Diu rfyndidomisDlUaBii fUr GlrLoJisrrpm . . . . 



Ö. 347— Ö53 



^149—3^ 

Vi!r*cliiv>lvnL'i\r(«iidi>r^1r4nii?n'?i^]iuii),' MiuEncloinduklkun. MwDol- 

|>jriiiLLi>iiprinti]i ltrLAtiii»uiuiii;ljiEidii' ViTHtliiuifiiriu Ü(.')iil|Luii|{ ili^[tit>I- 

Kii^tfiKdul'tiiiLdiit fEi:L{irivUJiJkt['jiclivniiiidI>viiiiJ»miiJiiiL^hLnun,FEmkun 
inn Knnirmitat.^r KlAlnim'tfnrWUi- KrflTt »Hl] Kti^mmmtpiiTiTiviio 
KlwklMwhf't fcffi^kt. AWclulof Gotyn-rbüllntn Mn.ffii».'tiMhc Tm 

SO'ittoii. l^iJbiitirikci . Mull.i|iL>liL]e Mii«lJiiiiuii. Au!'(>uii utuditmci 
IflAcluncn- Ujuthih^ii Jpf Äicnif»» M^liii-'krrlurrlL^. dir AKd 
Lolerricblmlfniioiuii vuti C- uiiü K, Kfjii- Kl4mLPi4Juiijmriuijnif und 
8tmiiBUirtE* liiti vnmi^himipinHm aiil^rir^n W'tdirxUnd fiir Hlhij*!- 
«(mm-, Ni'1jt<n«i:lilvü , CutupounduiMuhincHr Ri'SjulLiiroiik: dvr NcLi^d 
ti'^Mnßni [1*10 hin ri). VnltmHpr und Amricrcnictor dt^r A t-U und \un 
Sivr'L"iLa 4f ElüUkr ScüaUuntf dirr ^ oLt und Aiirji^itmuUi' 

/i- K*jiilfl Pia DyunniUDiAHi^Uiioi) FAr WfrubHfilHlruni uud Dnili^tront . 38A-^4Q£ 
Wi'thMlftlror.ninaq^'liJnim. A]li|vmt<mar limi dn^f-NM'n Srli!t«ih*ri' mid 

3<^huukvrtirerkr MucIj^d^iD dtr A.I],G, ÖI>'jL'h4tTojiikuk?^ Uurdcj' 
prirttip, Movibinm voq O^rUkon Ank« rrückwirknii»*. tt|ianAunKV' 
riHTutieTuuk.'. Aüipufoiiii-ler und Voluciolur flr Wi<i.'hti^Uirüui ton 
äitmcn« A ItiiLkr. ilili.LmlilinrUinklruEiii^nttiiuii EiLirtniiiiin Al Brfiiin- 
iVLTtJJiniUuiuiiDi' KltfklniiitiUJaL;hippi VvItntvUi, WuLimvEifr. V«^ 
flrit^i dfr D/niiiTi'manif-hiii'it mir jfvltudiu'h'Ti FJ'ninnliiHii 

/. Kapitnt. Ih> AtknninUtDroti ....... -.,,,,, 403— 422 

FolariB&d'oim'.rAiue, äoV undüri- Klpriii^ntc l'Inni/ddJM Kbmant. 
FormJfruDÄ dm i"IiiiLL*'-!'JfiiJtfiiti'>- J'iMKÄtbtä« Vcffnbrwii, Cbaiivii 
der Dtclabku^uilLii-.ren KopiiniiAT tmd Nuurffnki drr Akkinnnln' 
torm, il.itffitvL- AkJitrmulEhtorttii. Vvt lOJikon-AkkiiniulHUtr- ßxniii-fLiJiir 
titn tii^hL-Rtc}ihii\ilyu\i,in™ mm J^r^Ai-n ÄPlInTuphnlti^r. r»nrnir]t*||r'n- 
«diHlLpi', AburitJihfr. Uin<>^l] alter. <^'.<bHUiiiitf i'ot» MiL-r^Jigcii^ 
AkknribUkJii^^FTn nml lham[k^ii. ,^ii«-Mi4nn^ .in' AkkiininlD.torfn. 

^4 KtjPit?]. IUd TrhOhfonnAtOT», [rnififrni^r und aiaickrlcliior - 423— 4^^ 

KiTekt uiiiw titvonui. VunUgv höhte S^tLUUMnu hui l'craldtuiii^^ 



H 



Seite 



inhaltiverzeichaü- XI 

Sti' 
l^eneratoren. Paralletechaltung der Tranaformatore», Kerntranafor 
matoren, MaoteltraiiBfonnataren, Traasformator«ii der SiemeiiB 
Scb ackert werke r öltranaformatoreD. DrehatromtratiBformatoreD der 
Siemeud'&chiickertwerkepdei'A.E.G. UmfonDUug füh Qleichatrameü 
WecbBetström-Gleichatrütnupiformer, Rotierende UmformeT- üa 
formung von Wecbaeletrom in OleichBtrom durch DroaietiflUen 
GtaetiHche Schaltung. Form der Zöllen. 

5. Kapitel. Das elAktrlsEli« Bagenlioht 439—463 

Entatehubg des Bogenlicht«. AuBHehen dei Plammenbogena. Be 
tiutzuii)^ von gleicbgericbteten oder AVecbHelatrümea. Lichtitärke 
Fhotometrie- Lummer- ürodhuDachea Pbotometer. Hefneracbe 
Normall am pe. Elektriacbe Regulierung dei Kohlenabstandea 
Klektriflche Lampen. Lampe für Kinzellicbt von Hefoer-AEtfineck 
Hauptatromlampe, Neb^nschlufllaEppe. Differentiflllampe. Ver 
gleich der drei ßegulierungearten. Srizikscbe StAbe. Lampea der 
Siemenä-Schuckertwerke. FiipünktnebenachLiiülaLape der A,E.G 
ZusatzwiderBtiknde. DauerbraadbügenlftiopeD. Wechaeljtromlampen 
Motorlampe der A,E.G. Tranaformatoren und DroaHelaputen für 
Bogenlampen- Flamnienbogenlampen. LiliputLnmpe, Allgemeine 
Eigenschaften des BogenEichts. 

6. Kapitel. Das «lektrisclie OlÜhlicht und di« elektrischen Sech- und 
Heizapparate 464— 4SI 

Jouleache Wärme. Anwendung der Kohle zum Glühen, Evakuatioii 
der Gla^efaße. Ediwiiitche LtimpeD. Praparation der Kohle. Kon- 
fakte. FaasDngen^ F-fFtkt der Lankpen. Formen der Glühlampen. 
Speziallampen. AnechlufiJoaenr Steckkoniabte- Parallel nchaltung. 
KebenichluQmaAchLnen. Auaaohalter. Serienech alter. Korr^^pondenz- 
aohalter. Kurzaohlufi. Sicherungen. Mematlampen. Auer-Oelatitpen. 
TacU.llampen. Elektriachea Kochenr Vergleich der elektrischen 
Wärmeerzeugung mit der durch direkte \erbrennung. Zahl der 
Watt«tundea Stic eine Kalorie. Berechnung der Drahtwiderat^de' 
Anordnung der^lben^ Kochapparate- Verschiedene Schaltungen, 
Prometheue-HciEappaTate- Elektriiche Ofen^ Lötkolben mit Licht- 
bogenheizung, 

T. Kapitel. Die Arbeiteleiatimg inroh Blektrometeren 492—510 

Doppelte Verwendung der Dynamomaschinen. Elektromotoren mit 
Nebenschiuß*LckeluDg. Eigenuchaftcn derselben. Anlast r und 
Stufenachalter, Kleinmotoren. Hauptfitrommotoren. GroGe An^ 
zugakraft derselben, Drehstrommotoren, Anlassen und Regulieren 
derselben. Gegenacbaltung. WecbseLstrommotoven. Erklärung dei- 
EinphaseninduktionBrnotoreu, EinphaBige Kollektormotoren. Einige 
Anwendungen der Elektromotoren- Verteilung der Arbeit. Parallel- 
achaltung. 

3- Kapitel. Die eleklriBobe Kraftübertragung 5U-J^^ 

Anwendbarkeit der Kraftübertragung^ Vorgänge bei der Kraftüber- 
tragung- NutaeffektderKraftÖbertraguag, Beispiel, Kraftübertragung 
auf große Entfernungen, Hochget.panute Strömt- Kraftübertragung 
TonLauffena. N. nach Frankfürt a. M. Sicherung der Hocbspannungs- 
anlagen gegen Blitzschlag. Hümerblitzabreiter. Kraftverteilung, 



9. KapiteJ. Die Verteünng elektrischer Energie 

Senenichaltung, Parallelschaltung. Konstante Klemm enapüTinung 
Kabel. Verhindungskasten, Wattstunden lühler von Aren. Elek 
triiitätszAhler von Thomson. Zweileiteraystemr Dreileiterflyatem 
Spannungsteiler. Verteilung durch Wechaelatrßme mit Trau&forma 
toren. ParalleLachttltung der Transforniivloren and Verbrauchs- 
Apparate, 



524-536 



]CII ]ufaalUT0reeic)]Dia, 

10. EapitcL Dio elektrischen Babneo. Boot« und Aatfuufiblla .... 537—555 
Elektriachc Trambahnen. Zuleitung dei Stromee durch die Schienen. 
OberirdiBChe Zuleitung. TmllejftjHtem. Kontaktrolle. Gleitbügel. 
Hauplfltromoiotoren. Kontroller, Unterirdiaohe Stromiuführung. 
Akkumulatotbabnenr Gemischtea Sjetenir EkkLrischc Lohomotivi-Q, 
FerDbahnen. Scbnellhahnverauehe. Oeleialoee Hahnen. Elektrische 
Automobile. Klektrlacbe Boote. Schleppschiffahrt. 

IL Kapitel Die Elefctroohemie ä&6— 575 

Klektrolfee. Gesell von Fäiada>^ Verai^hiedene Äquivalentge wicht«. 
PolariBBtion, Betnebupannung^ Vemu^ruiig der SpauDung. Oij- 
dationsarbeit an der Anode, Stromdichtigkeit. Elektrometallurgie. 
DarBtelluDg TOD ReickupPer aua Schwarzkupfer. Elmorescbc Kupfer- 
rühren, GewinnuuK des Kejnkupfen bub den Erzen nach Siemens- 
6«innnung von Zink. Gewinnung des Zinna aua Wi^iQ blech abfllHen- 
Goldgewinnung von Siemens & Ualske. Alnminiumgewinnaug. 
Elektrischer Schmelzofen. Verauche von Moisean. Karbide. C^- 
ciamjurbid, Acetjlen. Elektrol^tischeB BleichrerTahren. Ou>a- 
eiEeugnng. Oionrtthre, Anirendnngen des Ozong. 

12. Kapitel. Die Galvanoplastik 576— 5B4 

Galvanostegie und Galvanoplaatik. EinricbtuDir der B^der- Strom- 
dichtigkeit und Spannung' Versilberung. Verkupferung. Ver- 
goldung. Vernickelung. Yeretählung. Anwendung von NebenschlaB- 
maschinen. AnachluD der Bäder an Zentralen. MetalliBieren. 
HeratcUnng von Kliachees, Gravieren und InkruHtieren der Metalle. 

13. Kapitel. Die Telograpkie 58.'i— 604 

HiBtorischee. Erdleitung, Moraescher Scbreibtelegrapb, Taster. 
Morse- Apparat. Relais. Polarisiertes Relaii. Uoree- Alphabet, Farb- 
Bchreiber. SelbBtauslüHiing. Tjpendtuckapparat von Hughes- Kopier- 
telegraphen. Oberirdische Leitung, Dntcrirdiecbe Leitung. KaheL 
Kabeltelegraphie. Verzögerung des Stromes. EntlHdung^stroni. 
Mittel 7^11 seiner Beseitigung, aypbourekordeiv 

14. Kapitel, Telephoti and Vikrophon 60S— Säif 

Prinzip des Telephon?. Spezielle Att der KraftübertragunK. Telephon 
von BeLl. Tonbühe, Tonstärke, Klangfarbe. Telephone mit Huf- 
eisen mag neten. Verschiedene Formen des Telephons. Mikrojihon, 
Prinzip derselben, Anwendung des Mikrophons. Stäbchenmikro- 
phone- KüiTiermikrophone, Lautsprechende Telephone. Schaltung 
von Telephon, Uikrophon und Klingel. Eiorichtung zweier Sla<- 
tionen. Mikrotelephone. Linienw^hler. Schaltung der Telephone 
mit Lid ien Wühler, Anwendung des Telephons in Städten. Vermitte- 
Eungaämter. Kbppen schränke, JanuHsytiem. Vielfnchumachalter 
von Mii & Genest. Telepbonische FernvErhio düngen. Ladungs- 
str&ine. Pupinsche Spnleu. Singende Bogenlampe. 

\r,. Kapitel. Die drabtloHs T^legraphie 6S3— 653 

ETehtriecho Scbwingunpien. Koblrer, Righischer Oszillator. An- 
Ordnungen von Marconi. Antennen, Stehende Schwingungen. 
Braunscher Flanchcnkreip Direkte und induktive, enge und Tobc 
Koppelung, Magnütischet Detektor von Marconi. Elektroljtischer 
DetcÄtor, Telefunkensystem. Resonanz. Abalimmung- Wellen- 
mesaer. Ausgefahcte Schultungen. Unterteilte Funkenettecke. Eiu- 
fiufl der ErdoberGäcbc, Anwi'ndungeii und Krfolge der dr^htloBen 
Telegiaphie, Rückblick, 

Repiflter , 654—659 



Einleitung. 



Das einzige Gebiet der Physik» welche», nur durch eine große 
Reihe schwieriger Untersuchungen überhaupt bekannt werden konnte, 
ist dos Gebiet der Elektrizität. Für alle anderen Naturerscbäinungen, 
die reinen Bewe^pingen« den Schall, das Licht, die Warme haben wir 
von der Natur selbst schon die einfachsten Hilfsmittel zn ihrer Er- 
forschung mitbekonunen, unsere Sintie; wir fühlen, wir seben, wir hCren 
sie- Wenn auch die Sinne oft uns täuschen, und wenn wir auch za 
einer sicheren, gründlichen Kenntnis dieser Erscheinungen uns nicht 
auf die direkten Angaben unserer Sinne verlassen dUrfen, so haben wir 
durch sie doch wenigstens den Vorteil, daß sie uns in vielen Fällen 
unmittelbar angeben, ob Erscheinungen vorbanden sind oder nicht- 
Dieses wichtige Hilfsmittel für die Erforschung der Natur gebt uns 
bei der Elektrizität vollständig ab- Wir haben leider keinen elektrischen 
Sinn, Zum Glück aber hat die Elektrizität unter anderen die hOchst 
wülkommene Eigenschall, daß »ie sich leicht und fast ohne unser Zu- 
tun in andere Erscheinungsformen verwandelt. Dadurch erst wird 
diese Eratt, welche die grüßte Bolle in der Natur spielt, unseren 
Sinnen zugänglich. Statt eigener Sinnesorgane wenden wir andere 
Hilfsmittel, Apparat«, an, welche uns nicht nur das Vorhandensein der 
Elektrizität anzeigen, sondern uns auch ihre quantitativen Verhältnisse, 
ihre größere und geringere Menge, Dichtigkeit, Spannung u. h. w. zu 
messen gestatten- Die leichte Umwandlungsfähigkeit der Elektrizität 
dient uns eben dazu, Apparate zu konstruieren, welche ohne weiterem 
das Yorhandensein der Elektrizität anzeigen und dai^ Maß fUr ihre 
quantitativen Verhältnisse geben. 

Durch derartige Methoden und Untersuchungen aber hat sich 
allmähhcfa gezeigt, daß das Gebiet der Elektrizität das umfasseadfiO^ 



XIV Kmleitung, 

in der Natur ist, daß die Elektrizität mit fast allen anderen Natuv- 
erscheinungen« dem Licht, der Wärme, den chemischen Vorgängen in 
einem sehr engen ZusamtDenhanf^ atehi, in ein^m so engen Zusammen- 
hang, daß wir jetzt sogar das Licht, obwohl es scheinbar ganz anderer 
Natur ist, als eine elektrische Erscheinung auffassen mQssen. 

Diese ungemein vielseitige Verknüpfung der Elektrizität mit den 
anderen physikalischen und chemischen Vorgängen war auch der Grund, 
warum man lange sich keine stichhaltige» begründete und insbesondere 
widerspruchslose Vorstellung davon machen konnte, was eigentlich 
Elektrizität ist. Man sah zwar deutlich, dull viele elektrische ^r^ 
scheinungen sich in dem Lichtäther abspielen, in welchem, wie in 
einem großen Ozean, wir alle lebeti, so daß man sie &ts Vorgange in 
dem Äther betrachten mußte, aber man sah auch, daß man es im 
Gebiete der Elektrizität nicht bloß mit den Bewegungen und Zuständen 
des Äthers zu tun hat, sondern daß auch die körperliche Materie, die 
Moleküle und Atome derselben dabei mitwirken- Und gerade diese 
Doppelbeziehungen machten es schwierig, ein vollkommenes Bild, eine 
Erklärung fQr die elektrischen Erscheinungen zu ersinnen. Manche 
Eigenschaften der Elektrizität z. ß, sind sehr analog denen eines 
Stromes, so daß man ganz zweckmäßig von einem elektrischen Strom 
sprechen kann, andere aber, z. B. die magnetischen Wirkungen in 
der Umgebung eines Stroms, wieder nicht. Diese verhalten sich viel- 
mehr wie Vorgänge im Äther, Es ist schon ein großer Fortschritt, 
daß wir jetzt wenigstens mit einiger Sicherheit trennen können, welche 
von den elektrischen Erscheinungen Athervorgange und welche materielle 
Vorgänge sind. Die Vorstellung, welche jetzt im Vordergrund der 
wissenschaftlichen Betrachtung steht, und welche in der Tat Klarheit 
in viele sonst unverständliche Erscheinungen bringt, ist die, daß die 
Elektrizität selbst eine Art Materie ist, die wie die anderen StoGTe, in 
kleinste Teilchen, Elektronen genannt, geteilt ist, daß aber diese 
Elektronen in einer engen Verknüpfung mit dem Äther stehen, so daß 
jede Bewegung eines Elektrons auch eine Bewegung im jUber zur 
Folge hat und umgekehrt. Wie weit es bisher möglich i^t, durch 
diese Anschauung die elektrischen Erscheinungen verstandlich zu 
machen, ist an geeigneten Stellen in dem Werke dargelegt. 

Historisch hat sich unsere Kenntnis der elektrischen Erscheinungen 
so entwickelt, daß lange Jahrhunderte hindurch die Erscheinungen 
fJ^r Jfeibungselektrizität nllein bekannt waren, daß man nur durch 



EinhituDg. ^Y 

Reibung Elektrizität erzeugeji und die Erscheinungen verfolgen 
konnte, welche die Elektrizität im Gleichgewicht zeigt. Erst als 
am Ende des XVIU. Jahrhunderts, im Jahre der französischen 
RevulutioD 178D, Galvanl, oder, wie eine Erzählung behauptet, eigent- 
lich seine Frau, ganz zufall^ eine elektrische Wirkung beobachtete, 
bei der jede durch Reibung erzeugte Elektrisi^t ausgeschlonsen war, 
erst seit dieser Zeit lernte man in den chemischen Prozessen eine 
QueUe kennen, die in unvergleichlich größeren Mengen Elektrizität 
liefert, als naan durch. Reibung erzeugen kann^ und die durch ihre be- 
sondere Erscheinungsform sofort die Kenntnisse toh den Eigenschaften 
und Wirkungen der Elektrizität um ein Bedeutendes erweiterte. Von 
dieser Zeit an fand ein stetiger ungehemmter Fortschritt in der Unter- 
suchung der Elektrizität und ihrer Wirkungen »tatt- Eine glänzende 
Reihe von Namen hervorragender Männer bezeichnet den Fortschritt 
der Elektrizitätslehre. Durch ihren Scharfsinn und ihre Experimentier- 
kunst brachten Männer wie Faraday, Amptre, Weber, Ohm, 
Joule, Davy, Scebeck, Oerstedt, Helmholtz, Maxwell, 
Hertz die Kenntnis der elektrischen Erscheinungen zu einer un- 
geahnten Höhe. Faraday inabesondere war eis, der durch die groß- 
artigsten Entdeckungen, durch die originellsten Methoden, durch die 
scharfsinnigsten Untersuchungen nicht nur die breite Grundlage legte 
zu dem großen Bau, den die Elektrizitätslehre heute einnimmt, sondern 
der einen großen Teil dieses Baues selbst hoch in die Höhe führte, 
und Heinrich Hertz war es, der, trotzdem ein neidiachea Geschick 
ihm nur eine sehr kurze Lebenszeit gab, diesen Bau noch ein großes 
SttLck über Faraday hinaus förderte. 

Diejenigen Zweige der elektrischen Erscheinungen, welche für die 
riesig entwickelte moderne Elektrotechnik die Grundlage bilden, die 
Induktion serscheinungen, gerade diese entdeckt und erforscht zu haben 
istFaradays zweifelloses und ungeschmälertes Verdienst, Immer ist 
zwar ein großer Schritt zwischen einem im Laboratorium ausgeführten 
Versuch und der Anwendung dieses Versuchs für die Praxis, für die 
Technik, für A&a Leben. Aber auch hier war es wieder eine Reihe 
genialer Männer, welche die Anwendbarkeit der Elektrizität litr die 
Technik erkannten und welche ihren Scharfsinn und ihre Geschick- 
liebkeit dazu verwendeten, um ditfse umfassende Naturkraft der Mensch- 
heit dienstbar zu machen. Die Namen Steinheil, Jacob i, 
Siemens, Edison, Bell und Mareoni werden stets oi?. ^^-mttv 



XVI EiDleitupg. 

TOD Isomeren des Fortschritts geehrt werden. Stelnheil richtete 
den ersten elektromagnetischen Telegr&phen ein. Jacob! lehrte 
zuerst <lie Anwendung der Elektrizität zur Äbscheidung Ton Metallen 
und zur Galvanoplastik^ Siemens legte durch seine ErEodung der 
Dynamomascbine den Grund zü der elektrischen Beleuchtung und 
zur elektrischen Arbeitsleistung, sowie zu den elektrochemischen Pro- 
zessen, Edison gab die Einrichtung des elektrischen Glühlicbte, Bell 
schenkte uns im Telephon einen Apparat, dessen Anwendungsrühigkeit 
ebenso groß ist wie die geniale Elnfacbheit seiner Konstruktionen, 
und Marconi endlich eröffnete durch aeine Telegraphie ohne Draht 
das große Athermeer dem menschlichen Verkehr- 



L Teil 

Die ErschemuEgsweisen und Wirkungeii 
der Elektrizität. 



j 



Grftflts, BliktriiüUL JJ. AafUge. 



I. TeiL 



Die Erscheinungsweisen und Wirkungen der 

Elektrizität. 



1. Kapitel. 

Die ReibangselektrizltSt 

Eine allgemein bekannt« ErBrheinung ist ea, welche die Onindlage 
für unsere heutig« Kenntnis dea großen und vielverzweigten Gebietee der 
Elektrizität bildet. Ein Stück Bernstein (griechisch: Elektron) zeigt, 
wenn es mit einem Tuch gerieben wird, die Eigenachufl, leichte Körperchen 
anzuziehen. Kleine PiipierBchnitKel, leichte Hulundermarkkügelchen u, a. w., 
in deren Nähe man geriebenen Bernstein bringt, fliegen an ihn heran. 
Von dieser zwar merkwürdigen, aber unscheinbaren Wirkung ist ea wohl 
ein weiter Weg bis zu den heutigen Riesenwirkungen unserer elektriachen 
Maschinen, aber doch ein Weg. den. nur durch wenige zufällige Ent- 
deckungen noch unterstützt, der menschhche Geist gefunden und gehahnt 
hat. und auf welchem er, langsam aber sicher fortschreitend, nicht nur 
die Beherrschung, sondern auch die Erkenntnis der gewaltigsten Natur- 
kraft gewonnen hat. 

Wenn wir die Erscheinung beim Bernstein kurz ausdrücken wollen, 
so werden wir sagen können, daß der Bernstein durch das Reiben in einen 
eigentümlichen Zustand versetzt wird, in welchem er im stände ist, Kräfte 
auszuüben, die er sonst nicht zeigt. Diesen eigentümlichen Zustand, den 
man durch gar nicht« sonst erkennt, bezeichnet man als elektrischen. 
Man sagt, der Bernstein sei elektrisch geworden. Ganz ebenso wie der 
Bernstein werden aber eine große Reihe anderer fester Körper ebenfalls 
durch Reiben elektrisch, Ea ist ja eine durch Spielverauche schon den 
Kindern bekannte Tatsache, daß Glas, Siegellack, Kautschuk, Ebonit 
und andere Stoffe durch bloßes Reiben mit einem Tuch oder mit Pelz die 
Fähigkeit erlangen, leichte Papierschnitzel, die man auf einen Tisch ge- 
fltreut hat, anzuziehen. Beobachtet man aber diesen Vorgang genauer, 
so sieht man, daß er gar nicht so einfach ist. Einzelne von den Papier- 
achnitzeln, die leichteren, Siegen allerdings an eine eeriebene Glasstange, 
an eine geriebene Siegellackstangc heran, aber sie bleiben nicht lange an 
ihr haften, sondern fliegen nach einiger lieit wieder von ihr fort- Man 
kann also aus diesem Experiment bloß schTießen, daß um einen durch 
Reiben elektrisierten Körper herum gewisse Kräfte vorhanden sind, die 
nicht vorhanden sind, wenn der Körper unelektrisch ist- Über die Art 



I. T«U, L K^pjC'U 



Experiment noch gAr ui^KU «njuA^pin, wtti\ diu Erai^Ki^tnun^nn J:ii knnad 
]nJÄmrt ftiml, * 

Rfl ipiRt «ch *bf?r Wfiter, daß dip Papiornflinit/rl nnd ühnliohp Ki'irpcr, 
w<Miri nifl mit tinom nlüktrUierten Qogenainnd nur b r r u h i l wor^lcn. 
jtrlhft» plnktnwh wnrdpTin liuüsiopplhflt clodarrliindt'nrfUnd Rpjiput wrrdpn. 
Kräfto ciUUUtilx-D, die aie sonat nirhl £pig?n. Man Icarm dJcs galUE «iTifftoh 
cxpt'rinit'nttU jiucIiwuioöd. Mau hin^^i* ti" Puijuu'fttüukdien wlor bcwr 
ein l(^Lchtl?4 HolunderiaArkkügHlrKi-n »ti i*inrnv ^idiMifAtli^n huE ueuI bt^- 
riilitv L'B mit yiueiu elpktriBjertea lllttsstöb. Durt'li diiwe Uvriilmiuij; wird 
dii* HnlunfWmA.rVttluHch(>n selbst tlflrrriaoh. Dcrtn worin fiiftii jffKt 
«ijL »ud^re« ujHi'kEriflHiHA Rugvlrlivii in auinv N«liv Ui^i^« na liviixl di^»T* 

auch Euc^rat AnaeKciuoi 






d» 



nA^h kuTEcr Zeit wicd« 

Dirflm Verhalten gilrt 
uuji t-iu i?mifloliHj MilteL 
urn Uli i^ntHchpid^rn, woluher 
Art dir KrMd^ «ind. d» 
Bwpii?li*klri8pl)<.'KfiqwfH«f- 
■?i 11 Ander ni:d1ihnn Man 
liHUK** au *"!» Owhtull xwei 
T.fivki^nn Pnpicrftt üdf i'hnn 
oder KWAI HolundcrmArk- 
kü^i^lr.hnn n^^hrrtLriiuindi^r 
Au/ (Fi^. I}. Berührt nun 
hnidft mit ninrm olcktriHüh 

flentachtcn C!lii»tab, «0 

werden dadurch bpid* IJI 

jfli-irhor WeiÄp olektrLaeU 

uud djvw beiden in glei- 

^^^ (^Ä^^'^'^^^S^^^Ä rhpr Woisn elekiri" 

^^^K 9/^^~^^~^^^^/^'J^^ ^ - sierteu Körfier stoßen 

^^^K "-"-^ v^S^^^^ ^^^^^ eich uun sufort ab 

^^^■^^^^^^^.^^^^^^^^^^^^^P^ und beharren bei 

(lieser Abstoßung. 
Anf'b werdf.n bi^idi> vriu d'^ni niaäatab ab^^toQ^n. Gans dA6nlbe fi»kt 
Mtatl» weuii mau dir Kii^idcKifii ideht iriit eiui^m i?]ektriscUen QUiVtmb 
hnHihrt hat, «indorn mit oiuftm rlrki.riwhfin Sic^t^lIncksuJ] od*T Kbuiiit 
aUb u, s. w. Immer atoiica «ch iwci in gleicher Wciw plfkTrwiti 







L 



K6rpnr ab. 

W«un man aber w> vonohiedene fleri^bene Subatianr^u hi>nnfEt, (<1 
t^ie^i^lJatk. Kb<.>iijt. ku lindet nuui dwa nuUvr ditiBt^r lih-u'idit-il dur Wir- 
Ining aui'h r'nifi\ v^<"»pntHrhi»Ti rr>**rw.hificl fwiaHifn ilmr-n Mat. nmn dir 
KUgclulieu Lu ¥iä. 1 z. B. dundi Bfniliren mit i*lHeu> i'l4?ktiUrlit>ii GlaHf.flb 
eTekTriMrh eemachl, eo »tnßen tu* eich j^ag*?nfleitLB ab und jeii« wird auch 
ron dem Ölswitab ahawtoüef;. a K^^ir ^^ ^ ^Fil jndea der bridm Kü^^el- 
chen v<in einiir elektr/nierten SieKollai-kAtaii^e, die mai^ iri die Nähe brii^^. 
■ ngesoftfin, Auch daa ITmflekphrt«! findet atutt. Wenn man die Kfljft'?- 




Anziflliaiig und AbatoQuog. Q 

chen durch Berühren mit der geriebeoen Siegellackstange elektmiert, so 
stoJJen sie sich gegenseitig ab und werden auch von der SiegellackstAnge 
at^estoflen. Dagegen werden sie von einer geriebenen GJaaatange 
angezogen. Wir erfahren also dadurch, daB das, was wir elektrischen 
Zustand nennen, noch von verschiedener Art sein kann. Eine geriebene 
GlaBst«nge ist in anderer Weise elektrisch, ab eine geriebene Siegellack- 
Stange. Was die eine anzieht, stößt die andere ab. Man hat diese Er- 
fahrungatatsache dadurch ausgedrückt, daQ man elektrisierte Körper ala 
positiv und negativ unterschied. Man ist übereingekommen, eine 
durch Reiben mit Pelz elektrisch gewordene Siege ilackstange negativ 
elektrisch zu nennen , die geriebene Glasstange , die sich entgegen' 
gesetzt verhält, also poaitivelektrisch. 

Die bisher angeführten Tatsachen kann man daher ganz kurz folgender- 
maßen aussprechen: 

Gleichnamig elektrisierte Körper stoßen ein- 
ander ab, ungleichnamig elektrisierte Körper 
ziehen einander an. 

Die Körper, von denen bisher die Rede war : Glas, Siegellack, Ebonit, 
Kautschuk, Papier, Holundermark u. s. w., waren lauter u n m e t a 1- 
lische Stt>ffe. Diese Körper zeigen in elektrischer Beziehung zwei 
Eigenschaften. Erstens, sie werden durch Reiben leicht elektrisch, und 
zwar nur an den Stellen, an denen sie gerieben wurden, und zweitens, 
sie bebalten ihren elektrischen Zustand, wenn er einmal erregt ist. Ganz 
wesentlich anders verbalten sich die Metalle und ebenso wie diese 
auch eine Reihe anderer Substanzen, viele Flüssigkeiten, feucht«» Holz, 
Erde u. s. w., ebenso verhält sich insbesondere auch der menschliche 
Körper. Hält man nämlich einen Metalhtab in der Hand und reibt ihn, 
so findet man keine Spur von elektrischer Wirkung, keine Anziehungen 
aof Papierschnitzel oder dgl. Trotzdem ist der elektrische Zustand auf 
ihm erzeugt worden. Aber die Metalle und die anderen erwähnten Körper 
haben noch die weitere Eigenschaft, daß sich dieser elektrische Zustand 
mit der größten Leichtigkeit und Schnelligkeit über ihre ganze Ober- 
fläche verbreitet. Daher bleibt auf einem geriebenen Metallstab der 
elektrische Zustand nicht an der geriebenen Stelle allein, sondern verbreitet 
sich sofort über das ganze Metall, und wenn er in der Hand gehalten wird, 
über die Hand und den ganzen Körper des Menschen, üher den Fußboden 
und die Wände des Zimmers, in dem man eich befindet, schließlich über 
die ganze Erde, so daß er auf eine so überaus große Fläche verteilt ist, 
daß an jeder einzelnen Stelle seine Wirkung zu klein ist, um erkannt zu 
werden. Man bezeichnet diese Verteilung des elektrischen Zuataudes kurz 
dadurch, daß man sagt, die Elektrizität ist zur Erde abge- 
leitet. 

Daraus folgt: Will man ein Metall in den elektrischen Zustand ver- 
setzen, so darf man es nicht direkt in der Hand halten, sondern man muß 
es mit einem Griff von Glas, Siegellflckn Ebonit u. s, w, versehen. Ebenso 
überspinnt man aus diesem Grund Drähte mit Seide oder umgibt sie mit 
Kautschuk, Nur dann bleibt der elektrische Zustand auf dem Metall, 
wenn er dort entwickelt wurde, und wird nicht abgeleitet und verbreitet. 
Man sagt von einem solchen Metall, es sei i s o H e r t. In der Tat kann 



C I, TifiL 1. Kd|>iliTl, 

nmn ön Uoliertps M^UllHtllrlc dmth He'ibcn dektrofh m^chrn und in 
dJvHcui ZuEitumI eihiiliüii. 

Man »mtcMcZirifirt ulan m HrbtriMf<h«r BtwKuii|r £Wti Kln^rn von 
K6i[M^rii. Dil' dluffe, WLi< Glos. Sii-gi.-]liic'lc U- b, w,, uflimt incL» IboIa- 
Ivrvit, wejJ HIV dm Ei^klnjüi tut auf flieh Ijt^w&^m'U. iäoJiurt'iip wozm aic 
rinniAl auf ihnen errejiti i»l Di** Mrialli^ und die erwähnter; «ndewn Scofle 
em'iujC iiiauj L V 1 1 1» r üdpr Kuuduktur«n, w^d (tn.^ die Elektrizität 
miiopt; writnr]Nt,^n. 

Auf niiiitm kijüifol j er ttiji LMitut Icaim rrmn hIsi > üisu irli'kULHi-h«n 
ZuKtAnd nirht hprÄt^llfn, wi*.il er airh sofort llhep die ganzo Krd^ vnrlirpitct. 

Auf ciikDia isolierten Leiter dagegen kann man den ckktriHhen 
ZuBl/itid durch Rnit>fi] od« BprÜhrrn Icirhi hrmti^lU^ii, Oprnrjlji* bleibt 
iiuf ihm ho.tJohpn, ^^■fil eben der Leiter tsnlien ist- Nicht mir die wirkhch 
geriebenon odei beridirtiüii Teile Wertteil elektriach. fiondurn der Leitr-r in 
wiiiKT >pitiKi:n (Ibr'rft/H'he, Die ElektriÄLtät verbroilpt aioli sofort iilivr di<' 
gftTiae OberElj^cliT? dw Li^iterSn Bcrülirt mmi «ineji f*1ektri»ierto[i Jjc^ter mit 
di^r Kjind» Ht.t v^tnl *'j v«>llHtii.mli^ nnolnktri''i'h, nii'ht nur nn deTii liiirJlhTttn 
Piiixlcf4>, Aüiidiiin LkU<rrt^l, weil die ^nze El^ktmilat £ur Eide abgeleitet 
Wird, 

Man Bieht dAraun KUJiäohdl ri-in praktisch, daß ein iflalierter Leiter 
lür elektrinehn Unt-TuuehtLiiyeii |rroLSe Vorzüge \*>r einem Xsohitor Uat. 
Um Leiter miiB, wenn eT bloli nn einer Stelle mit fiinein olektriBierten 
KiVjHT Jjeruhrt wurde, \j }* e r a 1 1 elektriäeh werden, und kann ebenso 
eiidarb dur'.h bk>Üe.i All. i^-n an eitier Strlle paiix iinL'iL'klristli ^ems^'hl 
werden, Muu verwendet deshilb für elektrische Cntersuchungeu gewöhn' 
lieh iBulItTtc Li^it:är, 

Tt]^ erste Anwendung, die man von dl^seni Verhslt^n dpr Lcili^ 
nift4-h«n kuriii. iut die K.iJiiiilrukl.jüii eines /weckmäUii^en Apimittte^H der 
diuii dient, unru/eigen, ob rin Krirper ^-lektfiflcli int. odop niehtn oines 
Eie k T r«»k V i.»s. Miui imuiüt iFig. 3) awe) leirlite Stpoifchen von 
Blttttsi]3dals]<.iit*fNde Kftrper, hefewti^ dieMMin mnrm nu?tftllonen Stiibehen. 
lirut an ^einmn aiidereti Ende eiTkP im^tall«^»«' Riijjii^l. einen Knopf, trägt, und 
Bte(*kt dftj. Sliiln'lidii i »1 o I i i" r t , dureb PiirnJJiu oilet Bernalein- m em 
tlehfliiw mit i|kfc«wi»ndeii Dftniii i»t ein einfivoheä EI>>ktTc*^knj> kon^truinrl, 
ÖubuCd der ttnopl A*-m A\i\ni\\i.i*r* mit einem ebktnsi^tien Kiir|>et berührt 
wifdj wird ditn etwn* KlektmitÄt mitpeteilE: diese verteilt sieh über da* ■ 
fiJÄhi'lien und die mredebeu von BlattHold, da diese ja Leiter flind, nnd ' 
di^ beiden leiehten iStreifohen ittuUen eirLCLjuler üb. da Hit^ ja gl^ivhiiJ4iiü|j 
i-loWtriwiert wind, Ks "igt aicU alw di*' ElektririrÄr einen Kör|inrs, mit dem 
man d^n Kui^pf berührt, durch die üiver^euz d^i Ui^ldbUltchi'ii an. Man 
nennt ihn Appnr^t ein (• o I d b L a 1 1 e 1 e. k t r o s k o p, }/\ii.\\ kuim 
diejH-ji Ajifmtttl flulort dazu l>ertul£(*ii, um aiif Niifaehe Wrise zu unter' 
«liehen, wn[rhf. K-irper dnreh Ri>iben pfiftitiv eicktriaeh Werden und weiubw 
neflfltiv- Mixn l>et iibrt a. B. deu KnopE d<» Elekiroakops mit einer geriel>enftn 
SiegellftekutanRie- Dann werden di^ (Joklbliittilien negativ elektriseh 
und JLtoUen >irh ab. Bringt msiii nun an den Knopf einen jinderen tiiv^ativ 
elektriieben Körj>iTr, hu weiden die UtiUIbhitttben stürkcT negativ und 
diVerpieren infolgede^en mehr als frflber: brJn^ man ttbür rineii ponitiv 
elvktrLEiehen KöriKrr bemn. m vrctdvn die Ooldblätk^hen ecbwArb^r ii**gfltiv 



I 



Will lii^^^gi<^^en infolgodi^un (rßnijcrr. Dimp Mr^thodc bnnitxt iwar noch 
viele JUingirL aWr sohcio ouf iIjmt? Woiso kann müu untnrimchon, wlcho 
KÖrpiT d(jir^i ttniivn misifiv uni\ wplchi- rn-RTitiv rlrktriürh wrrdcn. 

AuJdM» Wvin' fmiwf initrit dnll durch Upibcu £wcirr i4cktrüchi.T Kurprr 
uieinHuder iiuiiwr bf* mI e Körper uEoktruHÜ wi.^rdi>n, und awar ili?r L'ine 
immi-r pcmitiv, d^p kndrr' iir^tiv. So wSid 8tPffi-ll*(.'k duroh Rdbcn mit 
P*Uvi>rk »nitJiuv. Uaih Pi'Uwttrk nflb^t |)wtliv «leklruKtL (rlti? vrird dutoli 
Kc'ihrn mit ZmnnnmlgLiMi (doA rriAn Huf iW^r ftufHrioK'litJ j>CMit.iv, 
dai Aiu&lffam TitH<^ljv Hck- 

Uieoh^ Har^WMmd ächwof cl **' ' 

tr«rd«ii dLirt'h Rcib^^ii mit 
Wglle udrtf Svidt? uUi^r Ld' 
nen negativ '<lf-ktrixdi. ditr 
WoU«^ Q, «. w. ^vwdvn dsbif i 
poftiliv cIcktriArb. 

AmrcnduT^iE do* fSii1il(>[ntl- 
dektroikop* b^'st.i.'hf darin, 
ÄU uiit^rvucben. ob ein Kör* 

Cr PtTi Leiter ist ai\<*r ein 
lUtOT. Hat man dir GoU- 
b1äl(«Lt*n dtiK'b Kluktri' 
■ierfln vmr Hivergi^iUB g*- 
briivhE. w.» bltiibvu ftiu «o 
Unffp divrTji<*nf.^ aU ihro 
Klr^ktfiiit^t lucht cur Erdv 
aJjfTpIp.itPt wird- Brrührt 
nmn den Knopf df^A ICk-k- 
truskojH mit iMTi<*r iimi-lpk' 
InBchp^n) GLuLütantci^ , na 
blTiiLiiru dib (.fülibUttchcn 
dtv<rr^L-nr., drnu (iLiLf iBt 
em Ittilaiijt. ßpriiEut ma^ 
ihn tU^gun mit (<irk<tni un- 
iiio1icr1vi> Mnfjtllhdibt d-^n 
iTUiJi m di-T ibxTtd liült, triivT 
auch bfoQ mit dcMi T'iriK'^r ^~ -^^^^^^^^^^^^^^^— 

•o falle TL die GoldbEallitiiitL 

rofort Äijflamrnfn, donn <iif F.li'kl.riEitHt. hat «lirli anfort übf*r din pintn 
Krde vrtbrtitct. Auf dit*«» Wnim- »frk*'nfil niHii nolorl, duQ ilin Luit ^in 
Jsoliituruit. Dt'iiik der Knopf d*-ü ApparRtns ist jjt filr ^nwilhnliph ntf^t* 
mit I'Uft in BnüLning und die Blattizhm bkiben doch divergent. Man 
kann to atl« Kurtwr ünnkulliLU unbL^muvlicn, ob hic LrMtor odi''r Icwlaboraii 
und, Abi^pdHbwi B"ijtf «nirbn daUdipw^r Cnfpr-irbirdmt'htoin giinr fRibArfri 
■it» daß vi^iu'.'Kr v>iii »(cU^ve' ülior^uii^ £ivu(dR-u LrEtt^rii und ItHilHlun-n 
vtaUfindPl- Irii^l ntHd ruiinlif-li «'in iiiiiH(di(Tk--i Mi-tull nj\ t\v\\ Knopf 
dr« (jfrlodcni'n) Eli-krrrr<kr.pH, *>• bdlcn die U(^^ibbltl'bl1TL im Moiuviil 
SQiaiam»!!- KWidtvt>»-ib>' i^ii^^liii^ii wenn man d<«ri Km>pf niil lU.c Humt 
oder mit Kohle oder mit fecchr^n ^tf^fl^n berUbrt Berührt m ah d#n Knopf 



c 




X ML 1- KipittJ. 




dagi.'|j;'?n t. B. mit Papier, eo fiudet im t>nir^n Mommit knin ^uAAiniiK'iifnMp» 
der IjoMIflJiUi'Wn utittt. »hör un'i^HnirLiLlilJrli dLVcrp;ii>ri<ii aji' immii*!' w*-rLJg*'T 
und nach mi'Kr od^r nvüidi^p lannct i^cit hhiig<*n «p inipl^'ktri^rh rtrh^n» 
UlWidtfr Beiüiiit man ilvn Knopf nk^t. trookt'MVTii UU^ (^d^T mit ^nltt^llook 
U. ■- w-, Bo dflUt^H efl ^ph^ bngo Zeit, bis die (JoIflstn?if<ihfn BUsammonfnUp-n, _ 
ftber am Ende hört die Divcrgemi doch bmL und adbst. wenn der Knopf ■ 
bl<jü mit ilirr Luft m Bvruhrung i^t, wird dif? Divi-r^mt ullniälvliuli. in 
Ta^on, gpnngpr, bin aie gniiK vf*rBi:bwnin(ipii i*t, Mun rrnifibt. läitrÄii», 
d«ß iiiuJi tlit^ KOr|jer luclit ■.-tiifucli »tc^Mi^ iii LinttT ucid iNoli^turiMi wjbi.'jdi-ii 
dftrf, *nr«I*?m <Uil nmn vt^-IrTK^br sagfri muß. iill^ Körpor WUu t\in Klfktri' 
zität, aber ui HtiQurt^rJ^utLidj v?rd4:hioJeneui yi'^Üv. Djk M^itallr- l'ülvn 
auBpirordcntlich pnt, andrrr Siihslanapn wie Pnpifr \ir] sMffhtiT. t]\f na- 
genannten laolalomn ganz überaiis schlecht. Für praktiarbf Zwcciro knnn 
mon aliflT die Emt<'iiuny ui L^^ifi^f und Iftolnlon-n Jmmor L<-ilj<»hfl!t<in. 
Zu dfn Lc]t<*rn (wbon-n alli" MelftHe. ferner Kohit, Grnjihit, Snuron, SqIk- 
lüEuiigou. meiiBclUicbe und tierische Kurper. Lcintn. BüUiimoUt- m den 
laolfttüirn gi?liUri*ii Oli?, Kautsthtik, Pi^rKpliAn, Li-^ltr, Wulli-, I^i-idp, 
(rlim^uer, Ülu. Wucfui, Paratfiii. !^c'hwtfi-I. trwkviie Ssizi?. Bpni@tt*m, 
Scb*'fbi(.'k, diM \i\tU und arider*' Utm^. A\U di<! |ptEt(*rwübui.<<fi SubMi-au/en» 
v(iiiri ftiK trorki<ii hirid, kAnn uifln &.]m t»m }so]i*^T9\i vou Ltir^fN bi^Tiitlz^n. 

Wpnn wir *>inrn iBijljvjl^-n I-piter Jurdi B^rührvh mit pinem elektri- 
■phi*n Ki'"irppr, 7- B mit pTiflbcnrm G]an. elektrisch maehcn. tto bnkoinnit 
der Leiter dadurch ElcktriÄilnt von durwlbwn Art, wie diejonigBt wwithe 
dftf berühn^ndi* Körper cnT.hieJt, Die KlekCriKitiit bleibt iiTjf HeTn LHliT 
nicht an der Bertibrunjputclle allein, sondern der ganKL- Leiter wir\l »ofort 
clcktriadi. Man aa^t. du* K le k t ri a 1 1 il t v*ir t ei 1 1 [ijnb auf ilem 
L (* i t <; r. Berübrnn wir den Leiter nun lum xweitcnnittl mit einem clok- 
tnai'lieii CÜnpislabH su viird ihm wuMiej* nc-ue EiekEruutät imiRetritfL die sich 
a)irh wicd^T iSh^r die ganKe niiprflJM-hr den Tieitrr« vortrilt. l'nd ao können 
Wir d<Tii T#iiiter t'iri dritti'M^ ein vierlp» Mai KltklriiitJil auLihron u. s. w. 
Kj* wird »Jfulnri'h dof ij^ctborU^ l>ei(i.T (mmr-r ntürb^r rlrk'.riHi '^i. Mun nagt 
von ihm. ej winl immer M.jlil^k^t nc t^ I a d e n. Ji* starker d^r Krirppr (felod^n 
ixt, dwto kröftiftirr *t4:U3t eir ein aufKidii^iijjti'a Markkfi^äIiO:ipu nnt\-r 40DAt 
lt|pi*^ben rmstSnden nh. Man kanji inieh in übertragener Weise dift* «o 
nufldriickcn, Ju0 man «agt. ein elektnarber Kürjier, iWt. mit«r «inst ^iiüchcn 
l mstanden, eine grÖUerr Kraft iiuf ein elektrisierte« M^irkkiigelcheu ailS' 
Übt. pnlhült eine grüü*"fe K I e k t r i z i t ii t s m e u g e oder L u d ii n g- 
fii'lbBtverBtäudÜL'b utdunH^beidet num püHitivt^ und negnlivp Eloktriaitütn- 
mengfin. Wir pioMioQ'^n also au» der Kraft, die ein elrktriHcher Korper 
i^gt. auf t\[v Rli^ktriititiitvmen^, die vx t^nllLäil, Chvti il^vi geladen« 
KArpnr «Üe ;r|rfnbe Kritft auf [la^ielbe ^fflailemi Markk li^'j'k-hen In derwlben. 
EntJemnna ahm, ho *4ften viu, »ii> k^ntbu-U-Ju glei^in^ Bk*klrLziläl*men««ü, 
rbt der eine eino doppell jm );roQe Krnft ana. ao sajfen wir. m i^nf.nilt 
eine doppelt «> ^[roGe JCIektdzitatAmenae. Wir munen ^Uitn alao dio ge- 
antnte Klektfitiiii(amengL\ die ein KürprT rnihüli. aua d^r Kraft, die er imt 
ein in bestimmter Kntfcmung befiiidliehea klf^ibeii eloktriaehw Hftde- 
kugele ben auiiübt- 

Die Kreft nun, die im elektTJaierlfir Körper tmi einen anderen aartübt. 
i«t an GrÖfii> v^rachiod^nH je n&<:h di^r Entfernung, in welcher die bDjden 



I 



Coulombechee Gaietj.. 9 

Körper srcb voneinander beSnden. Ea entstand n&tiirlich die Frage: In 
welcher WeUe h&ngt diese Kraft von der Entfernung der beiden Körper 
voneinander ab? Um dies zu entscheiden, muS man daa Experiment 
befragen und muB sehr kleine elektFisierte Körper daraufhin unterauchenf 
weil bei diesen ihre Gieatalt nicht mehr von Einfluß ist. Daa Orundgeaetz 
nun, das Coulomb durch eine mühsame Untersuchung gefunden hat, 
lautet: 

Die Kraft, welche zwei kleine elektrifiierte Kör- 
per aufeinander ausüben, ist gleich dem Produkt 
ihrer Elek t ri^i t ä t smengen , dividiert durch das 
Quadrat ihrer Entfernung, und diese Kraft ist eine 
abstoßende, wenn die beiden Körperchen gleich« 
namig, eine anziehende, wenn sie ungleichnamig 
elektrisiertsind- 

Dieses Oesets, das im Jabre 1785 gefunden wurde, nennt man nach 
seinem Entdecker das Coulombsche Gesetz. 

Wir können das Coulombsche Gesetz zunächst mit Leichtigkeit dazu 
benutzen, um Elektrizitätsmengen in genau bestimmtem Maße zu messen, 
d. h, um uns eine Einheit zu schaffen, in der wir alle Elektrizitätfimengen 
ansdriicken. Wir sahen, daß wir auf die Größe einer Elektrizitätsmenge 
Bchheßen aus der Kraft, welche sie ausübt. Nun werden aber Kräfte in 
der Physik ein für allemal in einer bestimmten Einheit, die man I Djne 
nennt, ausgedrückt, Ea bt z. B, die Anziehungskraft, welche die Erde 
auf ein Küogramm ausübt (das Gewicht eines Kilogramms), in dieser 
Einheit cleicn 981 000 Dynen. Eine Dync ist daher ungefähr gleich der 
Kraft, mit welcher die Erde ein Milligramm anzieht, also gleich dem Gewicht 
eines Milligramms; genauer ist dos Gewicht eines Milligramms bloÜ gleich 
0,981 Dyne, Benutzen wir diese Einheit für die Kraft, so können wir nach 
dem CouEombschen Gesetz sagen: wir wollen diejenige Elektrizitätsmenge 
ab Einheit wählen, welche auf eine gleich große in der Entfernung von 1 cm 
befindhche eine Kraft ausübt^ deren Grüße gerade 1 Dyne ist. Dies ist die 
sogenannte elektrostatische Einheit der Elektrizitätamenge, 
weit sie aus dem Grundgesetz der Elektrostatik, dem Coulombschen Gesetz, 
folgt. Statt dieser Einheit braucht man aber für praktische Zwecke stets 
eine andere, welche dreitausendmilhonenmal so groß wie die von uns be- 
stimmte bt- Man nennt diese praktisch gebrauchte Einheit 1 C o u 1 o m b- 
So spricht man von 10 Coulomb, 0,5 Coulomb u. a. vr., die ein elektrischer 
Körper enthalt. Der Grund, der zur Einführung dieser Einheit geführt 
hat, wird spater (Kap. 15) klar werden ; vorläufig genügt es festzusetzen, daß 
wir alle Elektrizitätemengen in Coulomb messen. Man sieht aber, daß ein 
Körper, der die Blektrlzitätsmenge 1 Coulomb enthalten würde, ganz 
außerordentlich gro^ Kräfte auf einen zweiten, ebenfalls mit 1 Coulomb 
geladenen Körper ausüben würde, da 1 Coulomb gleich dreitausend Millionen 
{3 . 10^) elektrostatischen Einheiten ist. Schon Ladungen von 1 miUronstel 
Coulomb bringen große Kräfte hervor. Man bezeichnet 1 millionste! 
Coulomb als 1 Mikrocoulomb. Wir können leicht ausrechnen, 
daß zwei kleine Körper, von denen jeder mit 1 Mikrocoulomb, d, h. 3000 
elektrostatischen Einheiten, geladen wäre, wenn sie 1 cm Abatand von- 
einander haben, eine Kraft aufeinander ausüben würden, die gleich 9 Mil- 



10 



1. ToiL 1, Kfrpitol. 



lionfMi Orncn, alao ptwa f^lrich lif^m ÜAwioht von 10 Rilo^amm wäro. 
Wünlpii wLt dtn tinpii Kürpi^r mil I MilcrucouJcmb g^Udvn elwcL auf dua 
Wap&rkali* !o(r**n nnrl cli*n amk-roTi mit I Milfroroi:lntijLid^k^iitßogen^wtJitf*Q 
El^ldriJEiTüt (i;d)ii]Hii 1 cm iMitprlintTi der WAg«clialL< Acibriui^eri» ao mülit«n 
wir anl die UDdert« Wa^-haE? <ii?r Wa^t zitkii 10 Kilo aulbmi. uni du 
Wa|ji> iTotE ilj^r Anakhün^ dar boictftii «(^Indf-h«! Knqicr ini oW'ligft wicht 
zu bult«'!. 

iJftfl i'-oHiombflche GcwtB ftHonI<?rf iibrigo.Tifl noch eine wwcntiUcho 
Erpnn^ung« um aLlgeniein richtig zu tein. oine Ergäniimg, di« vc»t lauge 
noi^hCouiuui)] vimFa rod a y (1 837) ppfundt^n wurde, Nju:hdcm t^iulomb- 
och^n ÜMf^ti, wi« ^ obtn audgeaprochrn wunl«, ^hcuit es, iXs ob die Kroit 
awiethoD zwei t'k'ktridUTtyji Körpern, dii' tK^aiitiimU'Ti AbhLiirid Vüiit-iiiikudor 
ÜHlieu. iinm(*r di(«<?lb[^ [ai. ob M*^h min Luft awijic'lirti i\ru Körpern WfindL't 
od^r irg<?ud eine nuüere SiibalaiiS. Hwa Pelroleurn. Ghi» odrr dj:!. Dah iat 
aber, wiit PiLriiiäjiy fjjinl, nirlit ricbtif?, Dfte Zwiarbpiimpünn* fiwimbvn 
den heidun grWi?n0» K5rT>orn wird dnrrh div tirt^lacji^nen Körp«^r wLbiil 
bf^iriftuHt und mudilkziert iläh«r aueh dio Kraft Kwidchtiii ihufiii nm\ kwot 
!W)h HaG di<**p Krnft fiir jedes f^te rid^^r fliissige Zwischen medium VJeincr 
Ut. jd» wenn bkiji dts Luft da^fiwiüdivn mt- Aiä^^ e, II. wenn AWiatbcQ 
uiitfiTi-n beiden obigen Kf^pcrn von je I Mikrocoulomb Liulung nioht <lio 
Lnth väm. Mndetn etwa Petroleum, *o wÜro die £.roit zwischen ihnen 
ujfbt 10 Kiia^ramiii. sundem , ^Vie inau mit der Wn^ lumBeii künntv> 

nur ,Kilü^ij,mniH und wenn RiÄinuöötdcuiwififihfln würe, nur etwu Kilo- 

^Tnmn\ At^h {}mV\frmi\i^) ^uIibUtie verringert aJnn dip Krafr Kwiarhen 
iwr^i K^Tludtiiii'n KOrpeni in emum beelLiuinLvn VerhÜlinis, Di^ 7m\A '2,''2 im 
Fidl de.1 PetTolrunw. odfp -1,^ im Fftll d«w Ririnusols ntnut mun dir 
Diele LtfiKilMlttkirurttaritv dvr k^ubättniii. Wir werden nocih 

«fUir von ihr ad bpie<diprn liubeu, 
** » Da H-ir Klektmitit durch 

itpiben stitts erBeugen könntn, 
und dft wir einem i^olicrtfln 
Leiter durch wiederhohe Bt-riih- 
njHf^ iriit einem etektriffit^ttwi 
KOrper Iwliebij^c M^ng<^n von 
Klnklri^il^l nutti^ifon können, 
an Üpgt der fledankc nfthn^ eine 
Mu£trbi[Lezokoitfttruie£un, welche 
gcaT.ntt-et, nni bequeme Wiuao 
durch Reiben Ulcktrijtitat fort- 
wührnnd ku crzeuf^n und «u- 
gicieh einen isotierten L(*it^r 
mit lIitku huleu. Diese Auf gHlw 
wird dureb die Eipktriiicrmft*ehirie gelöst SlflM eine r!bu><rcihre Jn 
der Huud mit L^?dür au reiben, süttt uiiui euie ruiidt? ÖlaftBeheibe S (Flu. '-A) 
fCHt nnf eine AcIim auf. durch welehe man ew itutri.'U i'im-r Kvirbol dreltca 
IcAnn, und lißt nun die Glaneheibe bei der Dn'hnug Atch hriwdhmnd an 
Äwei mit ZuHiamalgiUTi befitrii'beneu I/^LlerwIiciWri H, dorn eogorianTiti^n 
Boibi««^. wiben. Da« Reibic'na i»t dui^ch Sehmntien Jiiendich fest 




I 




BlaktTÄiaTmaBchiae, l| 

gegen die Glasscheibe angedrückt. Dadurch wird also auf der Scheiba 
fortwährend positive Elektrizität erzeugt, auC dem Reibzeug negative. 
Um nun die positive Elektrizität der QUfiacheibe auf einen ieoherten 
I^eiter C za übertragen, benutzt man folgende Anordnung, deren Begründung 
aofort gegeben werden wird. Man verbindet mit dem Leiter C (den man 
den einen Konduktor der Elektriäiermaschine nennt, M tat der andere) 
zwei Uolzringe, welche die Scheibe zwischen sich hindurch rotieren lassen, 
und welche mit feinen Spitzen, Nähnadeln, der Scheibe gegenüber beaetzt 
und. Diese Spitzen saugen, wie wir sofort erklaren werden, die positive 
Elektrizität aus der Glasscheibe fortwährend in sich, und da sie in leitender 
Verbindung mit dem Konduktor C stehen, so verbreitet sich die Elektrizität 
von ihnen aue auf den Konduktor. Der isolierte Leiter C wird also positiv 
gel&den und zwar um ao stärker, je l&iiger man die Glasscheibe dreht. 
Zugleich steht das Reibzeug R in Verbindung mit einem anderen Leiter 
H, und auf diesem verbreitet sich die negative Elektrizität. Gewöhnhch 
aber verbindet man diesen Leiter mit der Erde, so daß seine Elektrizität 
zur Erde abgeleitet ist. An dem Reibi^ug ist noch ein nach oben gebt^ner 
Ebonitatab befestigt, an welchem ;^wei Stücke Seidenzeug hängen, die von 
dem Reibzeug an bis beinahe zu den S&ugapitzen sich an die Glasscheibe 
anhängen. Dadurch wird ein Ausgleich der beiden Elektrizitäten ver- 
mieden und die Maschine wird daher wirksamer. 

So haben wir also ein emfaches Mittel, um dem Leiter C positive und 
dem Leiter M negative Elektrizität in großem Betrag zuzuführen. 

Wie aber verteilen sich diese zugeführten Ladungen auf dem Leiter? 
Wir haben gesehen, daß ein Leiter die Eigenschaft hat, daß in ihm der elek- 
trische Zustand nicht an einem einzigen Punkte oder an einigen wenigen 
Stellen bleiben kann, sondern daß er sich sofort über den ganzen Leiter 
verbreitet, wenn er an einem Funkte erregt ist. 

Teilt man daher einem Leiter an einer Stelle eine gewisse Menge 
Elektrizität mit, so muß diese zunächst wegen ihrer absolut leichten 
Beweglichkeit auf dem Leiter eich verschieben. Denn die einzelnen elek- 
trischen Teilchen der Ladung suchen sich gegenseitig so weit alä möglich 
abzustoßen und dieser gegenseitigen Abstoßung folgt die Elektrizität so 
lange, bis die ganze Ladung nur an der Oberfläche des Leiters ist, wo sie 
durch den angrenzenden Isolator verhindert wird, weiterden gegenseitigen 
Abstoßungskräften zu folgen. Erat dann ist ein Ruhezustand, ein Gleich- 
gewichtszustand erreicht. Daraus ergibt sich also der Satz : 

Wenndie Elektrizitätineinem Leiterim Gleich- 
gewicht ist, so kann sie sich nur an der Oberfläche 
deaLeiters befinden- Das Innere muß unelektrisch 
«et n^ 

Faraday hat diese Folgerung durch einen großen Versuch be- 
stätigt. Er ließ einen großen Würfel aus Kupferdraht machen, einen Würfel 
von mehr ab 3 ra Seitenlänge, in welchen also ein Mann bequem hinein- 
gehen konnte. Die Wände dieses Würfels ließ er mit Stanniolpapier, 
einem leitenden Körper, überziehen. Dann begab er sich selbst mit sehr 
empfindlichen Elektroskopen in diesen Würfel hinein, der isoUert auf- 
gestellt war» und ließ den Würfel von außen durch eine Elektrisiermaschine 
sehr stark elektrisieren. Trotzdem nun auf der Oberääche des Würfels 



12 



1, TiiiL 1. TUpttcL 



jiuQorordcntlioh ktoQc KloktriEitiLl«mriifipn vorliun^lrn uur<m, kunntr n 
mwoHilip. iMvh u,n der luneniläohg des Stutimol». nicld oino Üpur vuri Ek-k' 
trizilJit ncirhwLMM'ii. Dio obige Kr»lKi.TLin|;; i«t <lu.niiT IjMtntij^. Kh lüQt 
vicli dit! Kiditjj^ki'it dif^e» ^«Ue« «utli durch riubn i'iiirn'.lii.'ii Vitreuvli 
««iguiL Kuw itHiiiViW^ MelHllku^t«! A (3^1^. 4) wird eldrk Hokln^tvrT. iiud 
dani) mit. df^n heui^n Hnlhk'iijiHn R rind C» i1j«i am iHDllHrit^N rjrilTi-iE (H^fi^arijfl 
Hiud. viill^Undi^ beili^rkt- DHdiircK bÜJ^t di« Ku^t^l »iil d-.-ii tj^iiinii ll«Lb- 

kiijjfln i-incTi rinnijfrn l-ritcr, 
*"*' * _ Qii5 div EU-ktmiut k«nn 

tiÄpJi BTisfin^En AitEi'. tiinht 
ftüf A btmbciiH tfond^m muil 
auf din Obt^riliiizhc- von B 
iinJ C flfhm In di^r Tal. 
wotiiJ iQuii dk' Hulbku^tln 
Qim wicdiT uliriiiiiJiLt, zt'ia^ 
«ich A ^^ollkouiiiLvri uneWK- 
Tridi'lis WEllmimi H und C 
i>l(^ktiiAeb tind. 

Ea }tii Alar> tri di^r Tat 
dttroh den Vprench htrvitiMfj^, 
doQ ein Leitor. wtmn «r im 
elektrirtchon flk'i^lifff wirbt 
Ul, nur an ieiuer Mbi-r flache 
drktriEidi ist. (Wudf divaa 
Auffallmdc Kigcnstbalt dor Lcitcrr ttf^t die Krage nahe, worin eigentlich 
dip Ludnng nini?« KöriHrran «pnAirll rincn Lfiilc.rs brflteht. Dirdp Fmgo 
h&t icit m^br als hundert Jnhren vtolc und die bestett Köpfe b4.'«i:bü(tigt 
luid orttt Bti( wiitiigi'U J[ihri!n lai inuri iiuob yivüiL('ki.'[ii Stihwririkou tu 
*iniT ''infurthon und widprsprurb^fbisfri Auffnflrtiiritr jiolnnj^f. M^n nimmt 
tiamlitrh ji-Ut Ulli und viek der im fol|jeLdvri £(i li^KpriyEjoiidon Krsc.-1ipifLuiigQn 
woiMn darttuf hiu, diiQ <liii ^"Mdf^n Bb^ktmiUf.i'H wirklirh «wi.n Kc^mdpre 
ÄtofTrt ftinci. xw»-! *i»hr fcinr Stoff?, welclip, wie »)h andert'ii Shoffp'. dio wir 
Litiiziue), ujiriit KiiHaiitriik'^ihitngend, dcuulorii m «irizubir Tudi-, AloTiii*, t^vUvilt 
and. ^ wio wir von Atomeri den Wnsirr^iofla und li^s Kupfer* »prrrhfm, 
MO hubon wir uucli ürund, von d^u Atcjiui-n xwemr urulerT cihcimfcchcr. 
Stotff EU nprL'thpn. dfMi Atdmct^ der positiven ElrktriKitÄt und denm der 
negntiVFii El'.-ktmität- Dipae Atüin? der EiektniEtitt wullrn wir vurfüuliii 
Huhoii [lut dum NuJtitMi KJeklroutn be^vicbiieTE uud pi>»Llive und 
!n^'|U;at.LW^ Rt^klmni-n nnf-THrhHni^n. Th d'-n TMf>lftt<)r<'ri iind dirvw Elfk- 
ti'Oiirii (utt üvii ^i?wuhiiit''kmi Mi»i>.<k»l(<ii i;i rn^br inlcr iiiiuder lealt^r Verbui- 
diinj;, dft^sffei^n in dr^n l^i-ifiTn k^innfin iiifju* Atomi', ohni> VrrhinduuBmitdfm 
StotT dcji Lt-ittiM. HÜ^b firi bcwfjt<^n- Dajiii wird tt\to nurh nul t\\-\- Ob^t- 
flJtchn i-incB (pilndfinpn l^eitorÄ einn Ai>hr diinno Spbii^hl vrin Kloktroncm 
wirklich aufliegen- tsn-^h die*er Auff/iwuriü beffi in ^\'irkliehkf?it d\v Elek- 
trmitJit ÄWiEC'huu Isolntm' und Mt'tuti m i-mur iür uiutvn: A^Ji^iinite uiiimlibar 
diiiuipu Scbif.'ht. Un* Mrrnll d^vi LrilMd upLrlt dnWi Pine w^btt^c" Kolk. 
Dvr Lf^iter bewirkt uundicb. daß üxi d« g a n X e a übcrllädiv Bofoit der 
«k^kfriHi.'hv ZuKlnnd t^nrntr^i . w(<nn «r auvh nur an «>iniT 8tv1l4< prregt 
wurde, Durdi di^u L«itt-r köuni^L «loh rbvu dip Gkktroiipn uiit der 



Sp&mxqng. 13 

gröBt«Ti Leichtigkeit verschiebeo, und sie sammeln sich d&her an der Ober' 
fläche an. wo sie der Isolator an der weiteren Verschiebung hindert. 

Längs der ganzen Oberfläche eines geladenen Leiters haben wir also 
eine elektrisierte Schicht, deren einzehie Teile sich gegenseitig abzustoßen 
suchen. Wir köoneo uns eine solche Schiebt zweckmäßig unter dem Bilde 
eines dünnen Häutebens voTstetlen, welches den Leiter umgibt. Eine solche 
Scbicbt verhält aich nämlich in gewisser Weise ähnlich wie ein Kautschuk- 
ballon oder wie eine SeifenbTaae , die man aufbläst. Wie bei diesen der 
Druck der eingeblasenen Luft bewirkt, daQ der Kautschuk oder daa Seifen- 
Wasser sich ausdehnen, so bewirkt bei der Elektrizität die gegenseitige 
Äbstoflung der Klektronen, daß sich eine dem Leiter zugeführte Ladung bis 
an die Oberfläcbe desselben ausdehnt und gewissermaßen ein elektrisches 
Häuteben um den Leiter bildet. So wie bei einem aufgeblasenen Kaut- 
schukballon der Kautschuk eine gewisse Spannung besitzt, nämlich eine 
so große, daß sie dem Druck der ein^eachlossenen Luft das Gleichgewicht 
hält, so besitztauch ein solches elektrisches Häutchen eine gewisse Spannung, 
nämlich eine solche, daß sie dem Druck der gegenseitigen Abstoöirngfl- 
kräfte daa Gleichgewicht hält. 

In der Tat müssen wir jedem elektrisierten Leiter eine gewisse 
Spannung oder, wie man dasselbe gelehrter ausdrückt, ein gewisses 
Potential zuschreiben, eine Spannung, die man sich eben am besten 
unter dem Bilde eines gespannten Häutchens klarmacht. Man kann 
auch leicht folgendes in Bezug auf die Größe dieser Spannung einsehen. 
Führt man eine und dieselbe Elektrizitätsmenge, 7. B. ] Mikrocoulomb. 
einmal einer kleinen, dann einer großen Metallkugel zu, so muß die Spannung 
der elektrischen Schicht beidemal verschieden sein. Und zwar muß sie 
bei der großen Kugel kleiner sein als bei der kleinen. Denn da die Spannung 
dem Druck der Abstoßungskräfte das Gleichgewicht halten muß, da aber 
diese Abstoßungskräfte bei der großen Kugel wegen der größeren Ent- 
fernung der Teilchen voneinander kleiner sind als bei der kleinen Kugel, 
so bt auch die Spannung der elektrisierten Schicht bei der großen Kugel 
kleiner als bei der kleinen. 

Allgemein werden wir also sagen müssen, daß jeder Leiter, dem man 
eine gewisse Elektrizitätsmenge zugeführt hat, eine gewisse Spannung 
besitzt, und daß diese Spannung abhängt außer von der jeugeführten Elek- 
tmitätsmenge von der Form und Größe des Leiters, Für einen und den- 
selben Leiter, z. B- eine Kugel, wird die Spannung natürlich wachsen, 
wenn die zugefübrte Elektrizitätsmenge wächst. Denn führe ich einer 
und derselben leitenden Kugel einnaal 1 Mikrocoulomb, das andere Mal 
10 Mikrocoulomb zu, so sind die Drucke infolge der Abstoßungskräfte 
im zweiten Fall zehnmal so groß wie im ersten, weil eben größere Elektri- 
zitätsmengen sich abstoßen, und daher ist auch die Spannung der Kugel 
bei der größeren Ladung größer als bei der kleineren. 

Wir können uns dies wieder durch eine Analogie leicht klarmachen. 
Wenn man in ein allseitig geschlossenes Gefäß, z. B. in eine Glaskugel, 
ein Gas hineinbringt, so wird das Gas einen Druck auf die Wände des 
Gefäßes ausüben und selbst auch unter dießem Drucke stehen. Je mehr 
Gas wir in das Gefäß bringen, um so größer ist der Druck des Gases, Waa 
nun bei dem gasgefüllten Körper der Druck ist. ist bei dem mit Elektnu^^ 



u 



1. TpiL, L Kn^td. 



f(i-liulonon Lf^]t«^r die li^iianTiiing. hei einem ifiiwrfütlti-n (>cfiU würhMt dor 
Druck, woEiiL ilit Mviig« iIt?« OoBen zuniininL. urnl med d^r Dnick gi-tinger. 
Tfvtm du* M<?iiH:e abnimmt. Bbrnp^ wird Ih^i i^int-'^n rk-ttriwilicii Li'it'.T die 
dpHTinuijg ^ößer. v^piin nian ilm mit nitfhr Elekiri^itüt lad^t, und u^rLn^^r» 
wpnii iu»ri ihm wtiaijip^f EltklmiULl aufülirt, Wemi man liim^r --»le und 
di<*Ä't'"* Moni;»> fJos, z. B I )j. in (ivföH.- von VfPaokicdcnop Ffirm nntl (3prtQ* 
brinift, HO \h'itd dn Druck jud^^aiti^ i^iii and^r^r avln. Xüitilinh In dem 
Gi^fi(ä mit grAÜerom Inhalt, mit groUcrrr KapneitäT, winl diciu^lho Mcn^n 
Obh feinen ld«incrcn Druck ausüben, in einem Gvli^e mit kTetncr«m In1i«lt 
nint'Ti ^)Ü<>rrn- Düb Vcrliiiltnis Äwijwhcn dnr Mcinp^' des dngr-flihrtfln 
üaeiofl und dem dndurcli ctieugten Druck bangl also ga.fiK alMn aLi von dein 
InLuR, vun der hapEiJiitul üva (fcfüQcn. Gata i^^tioiiEo ial uj« Llm rinom 
plpkJrwphcn L<?itt'r Das ViTliölltiie d*.'r KlrktmilätsinonKf. di*- auf dem 
Loit^r \ivgU £ü der SpaiiuuuB, die dadurch hervoi^bracbt ist, bangt nur 
ab von dnr lii-wrull. iirul (^rößr dp;* l^ifurK. v-^Nirr uwt dii^^r Kli-klriEitÄt 
UpUd^n Ut, Man nnunl i\'\f«r^ V^rliÄllmiB nin-h l)ii?r, wif in rjnvrvi» BrMHpii^l. 
dio K a p (i£ i c ü I iJl'S Lt;iE.i-re. Ute Kii\iti2iiät. iinub h^itvtf, jü^dit al»<o an, 
in Wfilrhcm Verlialtnis stets die auf dem Leiter liegende EIcktmitiituTU^ngw 
AU iluvr !4punnung siebt. Ks ist die 

-- - ELt^klmiUitämeüuv 

Kapaiilüt = ,i— ^-^— . 

' Span nunp 

Die KiipnEitfit oinps Lftit^rs hfti tlv-t Ladnnjt mit Elok^riRltÄt «nt8]>richt 

al» dem Volunii!» «int^ Gi-fAßit0 Iridi df^i Fnlluiij^ mit Ou«, 

Mitn Irann bei vielen Körpi-rph \Vtf KapazitÄI aus ilin-n Dirnrneiooeo 

bprechnen. bei alJen tie IHrht duroh Vt-f3iii:he bestiuimtnn wi« wir »piti-r 

Htdicn wenlcn, Kt'unt man mm die Krvpnait^it men Leiterg und wf^iÜ man. 

wip vid ElcktriKilät ci enthalt, ä» ^veili man auch, wdohe* seino Spannung 

lat, denn es iat seuie 

^ Eli^ktriait-Iitsmpnce 

Hpannuna = — - =_ -^— , 

'^ '^ KapaEilat 

Und ijm|i!(*k<*Jirl, kt'rml mar» rlie Ka|iaKitat nnd die ftp/innnnjr. au wtiÜ 
man atioli, wi^ ^;itü ili»- Eli'ktriatt.JLlflniengti auf d*>m K^rj-er \st^ dvmj va iat 
Hl- im* 

tCli-klnEtt/iurnrngv - KapaxiUit >:Sp&Tinung, 

Utu bbvr div AU luu (rm^t^iührtuti (JrüUeiu ■^paiinimu und K^ipu^düL, 
nirht bloß im alljcrmoiurn . Aondrrn j{Hht<]Mrl] xa vi^vf^tAt^n, ndljiAi^n wir 
nc auch in bf^Alimmlvn Ma^Uü aii»diUck«LL, uiul wir lUUUVI« Ujatac«U<ibm> 
mc wif ila« tun krtnnen. 

Zwei vcrBchicdcne ffetadene Ldtof haben im oJlircD^men v^jM^hüd«» 
.SpUTinuv, ViTbunkn wir dip beiden LnitnT min dumh rinm Draht. ■& 
bddeti die ji^tEl nur «Inen eiii/iRcn xusAtTiiucDhiingondeuLf^ittT. unddadicjur 
nii gaiuci^ V i II u Uuiiiumtp SpHununti babeu muü. w muU uch der äpun' 
imn^unlPTVcliit^d swincb^n dinpn nuvialriobrn^ t^nd in der Tat findet rme 
»ridpn* AnurdnuruE der Ljivdun^Ei ddr E]«letfon«n. an der Obprlläche ittfttt. 
ta daß j'dat wjtidor der ^aiiKi^ suHaiMnu<nhanj^t<ndL> L(*ili>r üWall dive«lbu 
Spannung httt. e« bwr-gt «icb. wi<>< niAii fia^C, dif Blfl^trttitftt lJ4ogs d«« 



Moanutii di^ SpAOBmMEvaiilwiol&Mft 



15 






hicfi von li^m 4^ml>» Li^iti*r »uu^ Uiiuli'rer], bw Übnrftll dioBelbtr SjiSßiiLUig 

hl, Dif-«£ BotrAchtun^ kAnnon wir auch umlrubren: 
SCfitA, wenn wir tirrobachtcii. tlofi die Elcktriiitlt 
irh von rincm l^eitcr A Kii rincm Loitcr B licwcj(t, 
rücken wir da» »o aus. d«J3 wir iing<^n, die bcidf-n 
oitor A und B halten ciqph Spa[iuu[j^isüni.vrfi<:Uivd 
(oder «inp rot^ntialdiffercnsj, dir i^^pnniiuiig iat 
niohl &uf dem LeiLcr A dieanlbu wie «ul b, eoudem 
«i« i«t *iif A gr<3äT nl4 »uf B. 

Bej divwrr Br^vii^uiiu d^r Ek-kfrijüLäl /jHiwht^ii iwoi XiViturii von 

Drftht, dimh wrlchi^n dio ElrktriaiUt 
«tcb bevrant, uni lii^ii AuKi^ltich dtrr S^jur' 
Bnnjpm m^rEirlrn, imm^F cinr jicwiiuf^ 
V^^iutnouK^nj^. wcxiutiib d<.'r Dnü^t tr- 

it wini und <[& lÜv Wümii- rküch 

ttUgtfineiiii'Li Bv^üTvii dt*r Phyiiilc 

.urniu tw«nmmti> Form der Arb^-ir, ist, 

00 kfin&^n wir nllifi^rm^iii ah^h» i\hÜ hf\ 



Vit i. 



B 




^Kd«f B«w«giui^d«rKU'Ltri£jlHl viiruMni-oj 



i 




tftf A mit nAhfrroTii^pAnnimit xil t'ini^ni 
LöWr B mit niederer Spftniumtt diu vU-k- 
triwhf'Ti Knlll'* irnrnr-r c^ini' (criwiM- Ap- 
brLt 1l-UUti- DjiQ dabei der Draht wirk- 
tioh tfwirmt winL inl diiroh vfplfn^'ho 
biMdtlungon cnriucu. Um es deutlich 

stupm, kum niBn «ich «m btvtfiji t-int^ Apiiaratnt b^ditnoo, der vnn 
|0 uig(^bL*n iJt und d<*n man pin L ii 1 1 1 1i c r [n o m r I c r nennt, 
bfiagt nimUi;]i tmetj Bpiratförmig yL-wundviicii Platin^lraht a b 
. G) in vinr bohli- libuikiwl. di-.' in i*iri »'M^ Kobr «uKlfiulr, in wiOrfiym 
ctwM VC»Mrr HK'b ln-fmdH, Die ETideu d«i SpirstdruKkt, die dwri'b die 
IftHku^id i>inKMi<'liintilf;«tii biudiin-li^diiui» vi>rbJnd(«l: mati iiiwk diirih Urlibto 
mh d^n hftidfin tji-it'rrn A tmd B von vr-niphii^dfncr Spftiiiinng. dio «irh 
ui^ltii'b'^n iioU, K, H- mit den biiiilon Knnduktoron unauivr HlekLnHirr- 
tnasrhinn, von d^nnri der cinn pnÄitivi*, dfrr Finderp rip^ntivi' ^[«nTinnj^ 
büitit. Dnnn UJdi.'t nl*i> der Platindraht die Verbindung iwiBthrn den 
Kondukluren. und ciurcli diri bcivcgt aich boim Auoglcich der Sfmnnijnffen 
di» El«ktrusif Ht . Der Draht wird nun in der Tat dabei wärmet, wie toan 
düf&üA t^rkvnutt daU diu LuiL in dt^r Ku^H auh aiisdn^hnt und du« Wudfli'C 
d^r pn^n RliIu^ vnr *irh hihflohiebl. 
Durtih dii-wii Vfrqut'ti nfi a\ß'} voi'lüu% bL-wivavn. d&U hvi dem Üb^r- 
gan|E dfr RlnkfrixirüT. von oim^m TanV'T h1^hpn>^ Kj^nnunif r.a i^lnnm »olf^hfin 
von D^i-rinifi' rrrr SpariTairi^ Arbeit |Ei-lcfiAh»t wiHr und cIaa horinf^n wir daEU 
nutjci-nn um funiirliMl iiir di^u UiiUTthiohiiHl d<>r Spaunun^iTn di^ beiden 
r ein Muß axi länJ^n und le»rjiiwcl;:c*n. Wir k'^nnen nn» dabpi an ein 
nl*M IlpLipfcL'l I*p| •X»-i lli-weHun^j von WmiJej haiton. Wenn eine 
beatlmTuti? Waiwcrmengp (e- B. 10 k|i) aiu einer Hübe A (£. Bk 30 ni^ uivleT 




18 



L TbÜ. L Kipild. 



dem Kintliiü dvt KrditiiEivliuuf^ h?ruti (erfüllt bis zu vlnm llolir B (z, B. 
rj m) üWr [h.irn Knlbodf ji, m^ inf lU*' Arlji'it, w^OrJu' il"' Kr<ii*<^Ti W4in? dahä 

naiiÄ »^.bi^nflo wolkin VpTP jntKf. fnAtatr^nni' Wenn Liriü ccwiaae ß1«1r- 
trUil^tAiiiiiTti^i» (z, B, ii> CuuloiiLb) vo[^ i^iii»!!! ui^ljtikti^rL Lüttvr A nach «Inem 
l*nitnr B ninh IwwpeI, ftLio unto-r Hi^m KmfliiÜ dfr i?lplct,ris<*hpn An^tiehiing^ 
lUid AbutoUungsIcräfti^- *o wt die Arbeit, wekihe bei diosor Bewegung vod 

dnn Krüften if>?lpifit[t wirJ. ploloh dem Produkt nas di-r Elfktn/iiütHm'mpj 

und dem HpnntiunrtBuntefvhied *ter Leiter A und B. Was nlao in dem 
i['ull doH Wubai<rfi dur BülLutturilotHc UJed itit, duä ist hiot der HjjUEinun^' 
*r«i'hW], UiTi-rdjar JimWh wir dMuif «ir^n SpftrinuiiffNunf^fr- 

i tf d Kw«jcir Ltiiter A ujid B ^ma flii:her b^etirumt. anbald wit nur die 
Afbi^il ou-BHvn kf»ini(.'ij (k»Iwj* dun^li M""*«»?!! di*r »?r«<?uKton WüriiK'). dii* niM'ig 
int, um ufiAen* i** 0>ukiiiLl) von A mhi'Ii B £ii bririfii^n. Dfe^f t^pj^nniin^i- 
untiiniL'hJi^d int nj^inlivh ^Irmh di^'Ht Krhnt'-ii Ti>J1 dor ^t^niuäHeiiiih v\rbi-it, 
weil vir ehfn 10 noiilr»mh von A nrich B gcbmcht haHen, Bringen wir nur 
1 Tnulomb von A uucli B, «o ist die doKU nötige Arbeit genaii gleich dnm 
BpannnnffiunterBchied von A und B. Wir hnben jvIeui folgende Definition: 

Üof SpanumigBuntefBchied awisclieu zwei ge- 
Ittdcüeuljeiij^tn A und B ist gleich der Arbeit, welthc 
ncitigist.uml CoulunibvonA nneh B zü bringen. 
[Die KrAlte. weluliudii- BloktriBitiitünauloioaiidiar 
ai]fiilb^ii,1«iate^Ti di»s» Arb«{t-f 

AuA diezKr DeGuiTioii kounbu vir aber Huuh dofort Liiunittt-Ibur vitiK 
pAjivrndr Kinb4>tt Mir dpn i^panmingsiuit^rwljJMl rnrmelnnei]. K'nin \rhi*it 
wird naiidK'li tu dvr Physik und IVckriik lu KilugnuDDictetii (k^ni) g«- 
menAnn, wobei rann i»nf<T I k^jm diL^jfinign Arh*rit vcratolit, wclchr die Krd- 
•ehwere lei^iel. wenn I kg nnltr iWf WirkiiriK um 1 ru beiubfAllt. Wir 
werden aluo zuiiäeb£t nueh ea^en köimuii . am zwmI Libitum wird dann diu 
Einheit des ^|uirLiuiiignnnreT3ehie<|cA vorhAH<i''n sein, wenn e i n r Arheit*- 
eiuheit (1 kgrn) p^'kiatet Wird, mii l ruiilt^iub von cvniTin lauter amn iindereji 
ülH'f/ufübri*n. Di<.'fle Endicit W man alier nieht mit einem Iwnoiideren 
Nuiieu bpivichnotT ^udeitj eine umJenr, bei dar nickt 1 kgiu» eondern 

nur ^-7=- kgm Arbeit geleistet wird» um I C?<mJ4jrnlj von dem uiJtcii Leiter 

itun juiderpi^ überznftihr^iri. Uivw Kinhi^it dvn ^^[^annur^gHUjiterHcliiixle» 
notuit maa I Volt. Kh int aIko 

I VoTt >: 1 Coulomb = kgni- 

Das int dir Definition für I Vnlt, (Die Zahl fl,8T komm* 
dfther. dnii die Erdschwere einem Körper nicht die Be»ehl«unigun§( i. 
sondern dn.< Be'^eZilr.aiiii^un^ ^,^1 erti'ilt.} 

Wir hftl>en Jimher den rfpnnnnngH unler»cb;e<i von irj^end sswoi 
L«^itcrri oder uUgemein von irgend jswei Sk-Ilen A und B lu mesien und nui* 
KU drücken ffeb^mt. 

Nun iii diu Erde auoh ein Leiter der ßtt^ktruitiit und für ulk* VersucUep 
difl va niooKt^n kö:ini>u> lAt ilie Ki-do a\s ein unendlich großer Kärpi^ 





Du MoktnHkop hIb SpanauQgHmnHr. 17 

auxusehen^ Daher wird jede Elektmibätsmenge. die wir der Erde zuführen, 
ein Häutchen von kolossal großer Oberfläche bilden. Die Spannung {dd^ 
Potential) der Erde wird alao Null sein, weil der Druck, den die Elektri- 
iitaten aufeinander ausüben, dabei wegen der großen Entfernung Null ist. 
Die Spannung (doa Potential) der Erde setzen wir also 
g 1 e i c h N u 1 1. Und nun haben wir auch nicht bloß für den Spannung^- 
unterschied zweier Leiter^ aondeni für die Spannung jedes Leiters 
selbst sofort ein bestimmtes Maß. 

Der Spannungsunterscbied eines Leiters gegen die Erde ist nämlich, 
da die Spannung der Erde Null bt, direkt gleich der Spannung dieses 
Leiters selbst. 

Auch die Spannung selbst, wie der SpannungBunterschied, hat als 
Einheit I Volt. Wenn wir also sagen, an einem Leiter herrscht die Span- 
nung 8 Volt, flo heißt dos nichts anderes, ala daß die elektrischen Kräfte 

eine Arbeit von ö x ^ ^ kgm ausüben raüssen, um 1 Coulomb von 

diesem Leiter A bis zur Erde zu bringen. 

Auf diese Weise haben wir also nun ein bestimmtes Maß für Spannungen, 
nämlich das Volt, so wie wir früher für die Elektrizität«mengen ein Maß 
in den Coulomb festgelegt habeti- Wie könuen wir aber die 
Spannung eines Leiters wirklich messen? Die Ladung 
eines bestimmten Leiters, seine Anzahl Coulomb, steht zu der Spannung, 
die der Leiter besitzt, den Volt, immer in einem bestimmten Verhältnis, 
welches wir als die Kapazität des Leiters bezeichnet haben. Wenn wir als 
Leiter z. B, die Kugel mit den Goldblättchen unseres Elektroskops von 
S- 7 nehmen, so hat dieser Leiter eine bestimmte Kapazität. Bringen wir 
diese Kugel nun in Berührung mit einem großen geladenen Körper, der etwa 
die Spannung 1000 Volt hat, so wird sie dieselbe Spannung annehmen, 
wie dieser Körper, also auch 1000 Volt, und es wird infolgedessen die Ladung 
unserer Kugel eine bestimmte Anzahl Coulomb sein, nämhch gleich der 
Kapazität der Kugel mal 1000 Volt. Bringen wir die Kugel in Berührung 
mit einem Körper, der 2000 Volt Spannung hat, so wird die Ladung der Kugel, 
also auch die der Goldblättchen, die doppelte von vorher sein. Es werden 
daher die Goldblättchen jetzt auch stärker ausschlagen. Man sieht daraus, 
daß, wenn wir unser Elektroakop in Verbindung mit einem geladenen 
Körper bringen, die Ausaebloge der Goldblättehen ein Maß geben für die 
Spannung, die der Körper besitzt. Wir können daher ein solches Elektro- 
skop direkt alsSpannungsmesser benutzen, wenn wir nur die Aus- 
schläge desselben meßbar machen. Und wenn wir nur ein für allemal be- 
stimmt haben, wie groß der Ausschlag unseres Elektroskops für 100, 200. 
300 u. s. w. Volt ist, so dient uns ein solches Instrument nan immer dazu, 
um die Spannung eines geladenen Körpers direkt in Volt zu messen. 

Ein solche« Instrument, ein kalibriertes Elektroskop, welches von 
Einer konstruiert ist, und das vielfache Anwendung findet, zeigt Fig. 6. 
In einem mit Glaswänden versehenen Gehäuse steckt isoliert ein Metallstab, 
der oben an der Klemme A befestigt ist, and der im Gehäuse die beiden 
Goldblättchen B trägt. Wird A mit einem geladenen Körper in Verbindung 
gesetzt, so schlagen die Goidblätt<;hen aus und ihre Divergenz wird an dem 
geteilten Blaßstab abgelesen. Je größer der Ausschlag, ura ao ^<Ä^£^ '\?X 

OrABtz, E1ektT[E^Uf 19. Autjßge. ^ 



19 



1. TolL 1, iUplM. 



ciio ^pjuinung li? h |»pprültf>TL goladenm Korpi^m, llie Iwidon viTreuhi4>bbsx«n 
PluUtiiC'uudDdit'iicTidazuH b«imTr)i]»|>ort, dvit AppAr»!«», 4?raiAm»nt]idi 

^L^lir UM|ui.'iti i^iiiil i]ji' Ml Voll ^vdi-1iit?n, hiiyvinnujiU'ji a b k o 1 u i c n 
E 1 1 k t. r o m I- 1 f T V ri II IJ r fi ii n , vrin i^lenon Kit^. 7 oino An^irlil Kibt. 
DwBnlbpii b<'iitrhvin flu* riHüiii MelaÜ^hiiiiBe, wokhes vom outwtfdrr gJUK, 
oder bloß j(o wpit, dali mnn lÜP SkaLi fiehi-n lauin, durub UIub iiti^"t'Bi.-lilumtfii 
ist. In d«a MptalJgphflUic führt, isolirrt hinein rin frut^s Mi'fallhturh M, 
welchem ü^H-n i-mtn KnopE A hrjsiUt und wickln'? \nt\vn Lfubt^lliirjnigpL aüU 
gMchnitteii i^t und einen dttf)»biiren AliiiTniiiini;?j'ij(rr Z tiÄjft, [at lins 
JustrumoDt ohni.' Ladung, ao bt-rühfvri siuh Mt^iHlElrli^i^h und Abimimuin- 



te 



jEFigifr. Wml der Knopf Ä ahvt tHit ciTii.m okiktriachtn KiriH-r verbunden, 
HO wvrdt'n U*idv 'h-i\t\ das k'tiU: Bier!» und dT bewepüoli*' Z.>igirr. gleich' 
nAmig p-Wl<tEk urid ?«l.<ißr^n itich nb, Dk GroQc des AassrldMi^ä in! ein Muß 
ittr dM^iJtJiiiuuftd««« unU-muirhtvn Körpern- An dt^rSkabx Icnnu man direkt 
dif- ÄpanmiTiK in Volt Abln*.*». B<>i dem abgebildeten Initiument w»t- 
»priohl jt'iiif TfliUtriiih l'X> Vyll, Je nu<jU der äcliwnrc dps bpwegU^lwn 
ZninnriA kann man di<^ (niilmmfnN^ i^mjiiirtdljchrr und ^vtniger cmpfindlioU 
m*chen- 

VcrUiidrt ixuin rinen ^p^lAd^iien Ki'irrhT. dir t, h. liirin Volt Spannung 
U"fli(.et. mit einem solchen Klektn*m»*IiT, *o int klar. UaÜ tliv SpanniinK 
d« Kijr|iPtB diulurcli ctwu* «inki^n rnijß, weil «^bon ji*IbI oin Ted »einer 
ElrkUiiiitfit üuf dmt Klektrora'^t/T ulh-ijsi'jjHnj^Hn ist. Ort« EIvklfomettT 
gibt div Spannung an. nitht wie sje der ffuir Kör|hT, woiidi-rri wh- wie diT 
mit d4*Di Ek»kt.rEinu»ler vt^rbundt^nfi Körp<*r bemlxt. Ha! aber d*» Eli^ktto' 




Kinheit der KixpAiiEril. 



1« 



i 



m.» 



^ 



eine aehr kktDr Kftparitit, wie ra dii? twidi^n chrn «D^rriihrt«!! 

b Imbeti. fio ist die auf vre iibprgt^beiide Kickt mitütuncnfl« vntir klein, 

wird dndurfli duf^h du* t^pHnnung f!iw iintpnuchten Körpers nur dAhr 

Wir miLttwri nun aljur uurli i.'m MaU^ i'iiu* HiutiPit für dit K n pa- 

Sli'irh tlriBi Vvfliftllm§ vmvr auf ihiti lLti|i*-]iJi'ii Klek(rixi[j(1«uipii)ee xu ilim 
pAnnung iflt, »o k'^nnrn iiml wollen wir fpÄt*cli:<^n , lUQ dirj^tuKi* T#pitfT 
du Einheit df: Knpiuiltit W. svHilutj diitrlj tVn^ Kli'kUicitHUmi'j^^ 
I l^nlomb (fßmdfl die iSpnnnHnR 1 Volt bekommt. Virw Einhril rier 
Rb|waUt dohqI man 1 Fnrad, Ki iii alaa 

Ht fiiAii a}m t. h. ^njvAAPD, dflJ vin Li^irn die t^pamiung \jW Volt hat, 
iiiici tiAt riuin Aij^i^TiTwiti* n:*niiiÄ*Mi, dwli liii' KlektriKitäUmPTi(p', dif *i<rh 
Muf Ihm befindet, \§i\ii (^nlomb JuC. ah h»i dn Lftticvr div K»|DaitJil von 
'^piivdd Foiod. Pur AQWohnliohp Zwivk-^ ist doA Farad oil iintHi(|u#ni 
iTPoß; die Leiter, rnit Svtn^n wir 
w^fklicK opefierrn, Ixabon sehr 
i'ivi kinixicrv Knpu.*iiutrfi a\» 
1 Knrad. D(<*wrgen benuttt man 
fftrwükalicU di*ti milEiuiudvii T«tJ 
d«Mplb«n aU Eiribeir lind npunt 
dlM«!! I .Ml krofarud, Tiievr 
L«Jt«r hUt« »Im die KapKKifüi 
3.3» Mikrof^nd, Mhji «l^Ul 
prakliArh T^iirr hft, welche oin« 
KapoxilAt von »inor K^rwiiuirii 
2bIü Htkroüirad HaIw» und Jiul 
dcn^n mnn dAnn die Knpnzitalen 
Aodocr Lciler vcruW'hL^n kann. 
So i^igt die Kiff. 8 r^in Iruttrumrnt. wi^kht'tf 0.1 Mikrofarjid KufmEität 
bciitA. Eh besteht ouv riiii^iu ^uantiiniou^iele^eci, Helir ^i^Uvu 8(.üt:k 
pttnfliuif-rliTi pHiiicf*. wi'lrbm nni \»^\t[i-n i^fiUm mit Slvmnu"! tirklel>l. i»t. 
bw Kft«l<'beri» wt'kJji« diM Pupin <*nrb-«lf ^■■-■^•xt Auf di*m Tli'c^k*'! iwpl 
MctAllftQi^kr X Urirl B, di^ voEii'inLiiidri j^nlu iT 'Jind. Da» lüiin duu^hr 
M^'irtlUtHrki^ iar mir drtr flinrn .^rnnriinlflitchi', du* «ndiTf mit dtr nndoron 
wrUiiiidt^n. ßriii|rt tnAii da* v'un' Mi-tullAtuok, x. B- A. mit dir Erd<« in 
Vfrbindiinjf. imd dn* ftnd.'rm, B. mit einem LpiIct, uiil d^m man driiierrd 
nfftd« die ^pftnmmij; I Veit aufrecht erbiift (was man. wie uii SL^hen 
verdr^n, buwirkun kann), hu Rt^ht auf du 8luniin>l eiiie Kli^kUi^ilütsuivngv 
über, v^lcbt^ gteioh 

L VoJi. >; 'i'io Mikroinrad =^ S» Mikr<jpoulomb int. 




WiU mau dann die peUdeiie Meta]Lliäi;he bei B ^Wer urii^^ek^nsuh 
rnftchen. M) braucht man blau lirn Metitl((it<i]>r<el t^i^ip in der Kjpir) zw^ohHu 
A und B i'LiiBUBterkfU, dHim r*l B und Ä met*lli»oli VHrlmiiil-'n, und -]h 
B mil di.T KriJe viT*»UH<i'?[i inl, ah iftdsp* gitiiEe StAnniol xiir IvhIi iili[|;>l.jt' l^ 

«Im uAvMcuiARh. 





20 



t TWl, 1. KkpitcL 



Um manu Lctict rlvktritich m färli^n, iiuiO niAn i^jno ^^wiMt; A r li i< i T, 
»nfwvndftn; umsonat (^rhnlt mnn dip KlrVtriRitÜf. ninhl. Denn da die 
aloktrijicbon KrnfU- Arbt^it ieJalea können, au i#t vhi drktrijiicrtor Kiirpor 
Pin Sits, oinp QiwlLe von Encrgii?, und EnPTßie ist nir^nd« in dor Njuvr 
iimionit KU liiLbcn, \'ir!mp1ir muß man «ine gcu^-uc Arboit aufwenden. 
um dt'ni K-ürjK't <?t>i'n dioBi^ Emn'^ie £n vrteiJou. Difät Ariwil laßL oicli nbi^r 
Iricht 4Tin]UF<ln. 

Wir wiHHtfn jü (^ Lü)) tluÜ il\^ Xrhvil. wvWXiv Jii« «Ivklmmhen KiäU« 
l?iAti<n mt4flsu>n , um rfni Anxalil von Cüiilomb vnn r<innr Stf^llfi , dfitvn 
3j>]((iuuii^ tiini» WI]"^iJ|!^ Anjep^hl vr>ri Volt inT,. bia sur Erdv (SpariDUJig Null) 
flij^iufltoli'nf dnü dicjip Arlwril gleich dem 

Produkt aus Aoxfthl der Coulomb und Aniahl der Volt 
uC und dhua in Kilo^rammetfru (dividiert duruh H,8i) »ufigirdtüt^kt wiril. 
(Wiid<* ftaij;mliH win Jio Arhfit ist, wehhe die pk'ktriarlien Krnft*? in dickem 
l'ulli* lM*t»?n, g^Tftdp fwj jififß ist iinipi'k'fHrt dii^ Arbeit, welrrhi- wir gCKPü 
A\vm Kinii" Hiifw"m]i-ii inLinfH^iiL um dii^tui Ari^jtkf vun l'uiiioinb uuf ditf^f 
SpAonuug xn briu^on. Hftbi^ri ^r nun diese Klektn/itnUrovo^e nuf dtn 
Leiter gi^bmcbt, lutbi^n wir abi> die Wltnimtv Arlwit Aufgew^ndr^l. m 
steckt dfrse Arbeit jetKi; jp'winSf^tmnßeu aiifjre*fw*irhert in dem T*ritrt. 
Der Leiter beäitAt, wie uian *ntil- e 1 1 k t r i bi' li e Energie, wi.doht 
ihn djinn eben beföki^t, Ki'ülU' uuf uudere EluktriüitÜteruengcn auajsutiben 
u[id Arbeit eu leint^^n. 

£t( wird alfto die £iierg:ie> di« ein ejektrivcUtfc 
LaIT'Pt enthält, (iin Arbeit, nrelrh« eir l^ijir. en trnnn, 
leeiur^HBen duiuli d^s Produkt au« Btfi[ivrä|)ttQiiuug 
n ti d * e i n <.' r "K I e k t p i 7 i r ü t a *n e ti g «■ 

Drijckvn wir. wiy bwhi-r. die EltkhJaitili-dWiiyen in CWlvmb und die 
fipnnnuTiff in Vnit nna. nn ist alao diß Ener|ß^e, die i-in l^rirer enrhffllt, dt* 
Arbeit, difi CT leiiülen kann, ftuagedrückt in Volt >: Coolomb, wenn wir. 
wie ejL ^t^wiUinbeh ueji^^hie-ht . nm'h die JleneTLniinet-n niultipliKJi'mn. 
Zum Ueimpiel ein Leiter, der die Spannimp lOOOTi VoK. bnitit und die 
ElvkUi2Ltütiii]LC'[iKe '^M} Mikroeouloiul] eiilliiilL lit.iitzt ciric Encrj^io von 
2 V'ilt-t.'oulümb. Ininn alno eini: etK*nw> groUe Arhtit Jciilon. (DJeaer l^eiter 
inufl ualurücb die KapusitHt 0.02 Mikrofarad babeii..) Verbindet m«n i. h. 
dii"*»'» lA'ilor dur<-h i'\jM.m Dridil rrtil dir Krde, mo kinnrnt erHuf dir Spinn unc 
Null, «-r wird cLnllnden, >teiiie u;AiLKe Eni'igii^ |j;rbT dtirch d>-]i OthIiE und 
crxcii|^t, wie wjr gefieben liubcn, jn dieM^in W^iiine. Die er*eu;i;t-- Wärme- 
mEUffe. Ent*prieht nlso dabei gcrndf der Arheit vnri 2 Volt-i'-oulomb, 

Nun haben wir oben (S, Iß] fe*lge*clzt, cUÖ 

I Volt >: 1 Coulomb = -— — Kilogr Anmieter 
ist. In unfleri^'m Beupiel enthUlt abo der Lvit^ 



0,**1 



= etwa 0.304 Kil<>- 



jjrauüiuftrr Encijie. d h- <^ war #ine Arlieit von 0,20+ Kilöpratnmntflni 
nötic. um ihn lu iadcm, und dimnlbe Arbeit kann der gelodcntf Leitet nudi 
«riftjpr teilten 

VwM- IteKiehmig iwuchen den ck^ktriiebon Utulk^n Volt und Coulomb 
aadder mefhaniachen Arbeit«ein|iuit Kiloj^rtunnietfr iat dettw-^gen wiehti^ 



4 

i 



Dtohtigkeit der ElaktrizitÄC 21 

weil sie sofort erlaubt, die Energie eines Leiters in gewöhnlichem MaB 
auszudrücken, wenn man nur aeine Spannung in Volt und seine ElektrizitatS' 
menge in Coulomb gemeaaen hat. 

Die gesamte einem Leiter zugeführte Elektrizitätamenge befindet 
sich, wenn das Gleichgewicht eingetreten ist. nach dem früher Gesagten 
auf der Oberfläche und zwar ao verteilt, daß die Spannung überall auf 
dem Leiter dieaelbe ist. Wenn das der Fall flein soll, so kann durchaus nicht 
auf jeder- gleichgroßen Stelle der Oberflache, z. B. auf jedem Quadrat- 
millimeter, die gleiche Elektrizitätsmenge, die gleiche Anzahl von Elek- 
tronen, vorhanden aein. Vielmehr wird an den verechiedenen gleichgroüen 
Stellen der Oberfläche die Elektrizitätsmenge verschieden sein, je nach 
der Gestalt der Oberfläche. Man nennt die Menge der Elebtriaität, welche 
auf der Einheit der Oberfläche^ also etwa auf einem Quadrat millimeter 
vorhanden Ist, die Dichtigkeit der Elektrizität an dieser 
Stelle- Man kann also sagen, auf einem beliebig geformten elektrisierten 
Leiter ist die Spannung zwar überall dieselbe, aber die Dichtigkeit der 
Elektrizität ist im allgemeinen von Punkt bu Punkt verschieden. Je kleiner 
die Fläche ist, auf der eine bestimmte Elektrizitätemenae^ z. B. 5 Mikro- 
coulomb, vorhanden ist, desto großer ist also die Dichtigkeit der Elektrizi- 
tät an dieser Stelle. 

Es ViÜi sich nun leicht einsehen und auch durch das Experiment 
leicht beweisen, daß, wenn ein Leiter in eine Spitze ausläuft, daß dann 
an dieser Spitze die Dichtigkeit der Elektrizität eine außerordentlich große 
ist, eine ganz bedeutend größere als an jedem anderen Funkte des Leiters- 
Ea kann die gesamte Elektrizitätsmenge auf dem Leiter eine 
sehr kleine sein, trotzdem ist die Dichtigkeit der Elektrizität auf 
einer leitenden Spitze eine sehr große, weil eben die Flächengröße einer 
Spitze außerordentlich klein iat. Diese Eigenachaft der Spitzen deht nun 
eine Reihe von wichtigen Folgen nach sich. Je dichter nämhch die Elek-^ 
tronen an der Oberfläche des Leiters beieinander liegen, desto stärker ist 
naturgemäß die Abstoßung zwischen ihnen- Wenn nun die Abstoßung 
Kwischen diesen Teilchen groß genug wird, wie eben gerade an einer Spitze, 
so kann dieselbe den Widerstand des Isolatora überwinden, und die Folge 
davon ist, daß die Elektronen aich von der Spitze weg nach außen be- 
wegen müssen, namentlich wenn der angrenzende Isolator die Luft oder 
ein anderes Gas ist- 

An einer Spitze eines geladenen Leiteta werden 
die elektrischen Teilchen nach außen, von dem 
Leiter weg, getrieben. 

Diese Fortbewegung der Elektronen durch die Luft ist in Wirklich- 
keit immer mit einer LuitatrÖmung verbunden. Man fühlt stets einen 
Luftstrom, der von einer geladenen Spitze ausgeht und den man als 
elektrischen Wind bezeichnet. Bewegen sich aber die Elek- 
tronen fort, so folgt, daß die Ladung eines Leiters sich verringern muß« 
wenn man an ihn eine Spitze ansetzt. Auch dies ist der Fall, wie man 
leicht durch den Versuch beweisen kann. Man nehme einen isolierten Leiter, 
etwa den Zylinder mit abgerundeten Ecken B (Fig, 9) (an dem man sich 
die Spitze noch fortdenken muß) und Tade ihn durch eine Elektrisier- 
maschine. Befestigt man an einer oder mehreren Stellen des Zylinders 



22 



L TflÜ. 1 K^M^ 



ÖtmtcWi von Blniti^old. io divergieren iÜma hi^\ der Laiiun|{, und die 

GföÜo ihrer nivrrRpn» laßt iWe Äpnnnung dm ^i^lndi^ni'n Zylmd(>T* i-r- 
kennenH Suwit^ mau luiu an d^n geladene» lAoliert^n Luiti^r «mn SpiUf 

misplat, Bo nimmt die Divergenz der QM- 

' blättchcn sofort ab und dies hcvco'xgt. dki^ 

* SL^mu Sputnmng giTiiiKiT ^'Wofilpn int, nlm 

ÄVirlj .<**iMP Ijrtdiüi^, il-iW jiIhd vr>n der SpitJte 

die elekTriRtJii.Tfc l'ctkhen [ortgeüogi-n aind. 

l'mier« bisher ijifetv Rj^tmrhti innren sind aber nun durch eine neue Tm- 

BadiL- von wi'ilrvirlw[iJiiU*r Bt^Jwuluii^ xa VBrvullsläiidigen, diirtiU wne 

Rix<'ri*rliii(i drr Klrktriüitfit , iJii^ man ftus d^m liiahcrij:»^»» nirhT. vi^r' 

lElLLtfll k[lllllt|', 

WiMin man riiii Gotdblatl«il(^ktro&Uop aufuMIt und dno flmrbi^iio 
GlAA^iftngf in die Nühc dos Ktiöpd^A tleäs^lben bringt. 3f? fung^n die Oold» 
blüllchen »plu-rn un «tu divtTgitrt'ii. elie noch der Glfttstub den 
K n j] f b p r ii h r I hat. HJilt man dr^n Ufawtab in einigor Knlfcmurifr 
von dem Knupl düti ßl?k(.Er>«kop», «o gehe» dtv Gold bUttch tri ainwioaDdFr 
iji]i| bl'*ibrn [*i» hing*' divrr^nl, ala drr Stab Tn der Njib** /^«dmlti'n wird. 
Sawio ni«n d^n idHümlHb fcrr^nJinmt, falhii die OoIdMätU'btiii vi-iinler lu- 
«ummoii. Dil'. MKiktiizilal uul dviin 1J]jLätilub hat uEsii, wii' nian daraoH 
»fht, di«* Rijäonftchaft, diiri^h ihre binde Nähe auf Teitfli;di*n 
lOrrpiririL dvti i^]^kti'i)i(?liou Zustund hL-rvo^zufuti-n, Man b^uii-btiH ilirHc 
Wirkung mit dorn Namm I n f I n e n E. Man wLgt, der elelttrisicrtn Ki^rpct 
influcnxiorc aid dem in der Nähe befindlichen Leiter BlektrUtität, 
er pTÄGuge lnf!»cns!n|o|£triEitHt, 

Zwei Unterachiedo kann mmi abtr aofort iwia^lieii dem Verhalten 
c^incH ]i]nurn£ior].oji Li^itc^tfl und rinoH iUit<.'lt Reibung iidcr Hi^riUirmig 
plfktriiüiijrfpn frrkrnn<?n. EfBti-us: Die Inrtuenii.d<?klriritJlt bleibt *iif einom 
I ■ O 1 1 1^ r i p n Leiter nur so lange, ak der intluenziereiido Körper m der 
NÄhe jat- Wird ditiayr furtgenomm*?» oder wird ibni seine Kli^ktrizitiil 
auf irgend eiui* Weiftei entcogvn. so vergeh ^vii« Int auHi sofi:iit die lndu<jr;^ 
elektri/ilüt auf dimi Inlliieruii^rten l^iler. Der xwi-il>i L^nE^^rridiiitd tai 
fol|ii'(iih'r; UnUrai|(^ht man Binen infliien vierten Ltiler daraiifhin, von 
wolcJior Art die Elektnaität iett dto u\il ibru dureh IntluertK entwickelt 
i*l< lut findet man, daÜ pr nicht eine Art Elektrizität enthnlln Sündern 
duU auf Miner Oberflüüh« beide Arten Elektrizität getreant vor- 
handen rtind. di^ poHitive und die neEntive. Ein Tf'il der Obcrfl&oh« ist 
positiv, der andere negativ elcktriach. und jewjir haben diej«nJ£(>n T^Ue 
der ÜberllJitjbe. wuli'he am nüehateii ü,n Jeui inJhirjrtKR'rviiden Kür]>t»r nioh 
banden, immer rlie entgegenge^eUr«* Art der EU'ktTi«irJir wir dlrter, 
wAhntnd die i^nlleruleri<ii Tedt^ dieselbe Art der EJektnKklät «utb»lt#n. 
R* sei K a. (in Fi^. l») B eine positiv i>lektriÄrhc (llaflkiijiel RHngi 
man LTL ihi-i- Xali« dru iHi>Ui^rl(<iL Leilirr u h. *>*> «litatfhi auf die^m In^uenz' 
elelitriKitAt, nnd iiwjir winl der linbi iie^endr Tnl a neKn-tiv, wiibrend drr 
recht» bejjeiiilf Ted ^ pnsiliv i"lektri»<'b wird, W^-nn die KiiRel U negfttiv 
elifktriH^h wari% ku wurzle atieh di<^ Wrti-ilunif dt>r ElektmitAl u-id u b die 
urugekrhrt« »in. Man beTieiehnet die HtoktnEltät kxd H. niiM uul den dem 
Körper K am nikchateii liegondL^n Teikn. alaJ nMaou^elektriEitat 
trat er Art. die auf b als InfluenzelektriKitHl EWeitcr 



J 



Bh-ttrfftlSr 



t» 



r t. Je tncKr m*n von a an« tmoh der MilT^ iprht, dwito m*hr nimmt dio 

it der lit^Mlivün Elcktcütitil ab: je inoht timu vm; h mtcli der 

(itti* geht, dMto nii'lir (limint dip i)ii:'hlii;kr<jl der fMiairivm Kl4*WlriEitil 

r»b. D]>? Mirtr wUift i>t uiLtlcklriadi. Et >iivliL w ao». und du« lAt Aui;h die 

aakfdivgpiidt Erklaruii);, tila oh in dctii Lririt^r u b bt^idt? Kli-ktrixitdtvu ror- 

mnd^n wArr-n ur^d &t» ob dunli di'' Animhi-riitig d^t Ktirpnt R dl« lUt' 

tglfii-ltiiHtJ^ii^vci £lpktrc>ru-ii viiti R iL*^h h Uiii »n^Kstj^vn. ilJt^ glcickiiuaig«« 

fnnp\t h hin nb^ft^loßpn wrinli-n mÜTv-n, 

Wenn da* Cili-ichyf wicht i-iuuflrdcu i»I, »n muß auch hifr. trio >tcU. 
die i^fMinnunfr auf drm ican;^n Lr^iicr u h üliiTaÜ dio5c[bt' twirj, Djci*pa[in«n>i 
nl»r hw tciU von den Kräften, die von II Ava^ehi^u. teil* von d*n 
[KrüJttn dvr vlvktriwhr^n TiuCriiL-n uul u b oelljHt, 

Dir bridec Art«n von liit1iLi-n£'']'-kTmrfur. uul rmtrTu iAoliflrtPn Lr^iT^r 
vulutlt«ij Bicb nun dmvhaiid vctactut^dr^i] Be lüUt «oh nämlich dit* In- 






I 



fluerutplcktritit&t twciicr Art (die KTf^ichtiotniKc) tut Krde abbitten, da- 
giBgen dJcjvnigD erster Art durchuu« nichl. 

Lof^ niHn ATi da» Kiidr h dm Zylinder?! a h i^ncn !f*ittrid(«n Dnbt ait, 
dfv mil d-.T Erdf in Vvrbindanif ibI. av hat jH^i dvr gNnz« Zylinder di« 
j^tmnriitn^ Xidl DdrHt ilir iTifloi^Tiz iIi'n pin^iiviTi Kijrpri^ R wird niin 
wfc'-dof dii- im^fkic-hnftrHif^c iii'|i;fttivi- Rh-^f rir.itii( wInMiihiiT iiA^^h a hin- 
lEvxtiiEi^rt , dit' |iiiHitive Li4L^h b und dniti Drwlil jtbu^loQt^n- Din poiitive 
Klrkirif^iiAt flicüi aIiiq mr Krdr nb. Hfbl njan nun die Vcrbindun^f mit 
der Erde »uf, iioliirl man uina d«n Lt-ii«' »-ipdcr. hj bleibt auf a b nnr 
m-f^AMvo Klr-ktnzit&t [IhrtR. Muii kcinn a\m die Influnnatiluklri' 
XkCst iu'eitf<r Art zur Erde nbteitcii- 

Letit rnun dc^n DtuliL tUfCofri^n un i.ltu Kndi- u den ZyHtidcta an. ev ml 
nr*PT r^it-»r »Uf'h wii'der mit il**r Erde in \Vrbmdüiig, und nnr\i hi<ir 
Hpi«lt >lii* Erde dir Hulli? den vuifi<ri)lv«ti<n TviU. d. h. dir? ^Jvi-^Zmfttiiiue 
KTt^kiriKttiit (xwciuir Ari) ;:cfit xur Knlr und di'* no^ativt' KLnlclriiität 
lil^ibi Aiil <l«m Leiter. Mati k^nn Nlnri dji* I rifltri^ncpLoklrifi tat 
9 r « i c r Art d II r 1- h 4 it h n i c- h r. zn r K r il t* a b I « i t « n. 

Wenn man die liiflucn?,<'[''ktriiiiaf zweiter Ar ^ur Erdf ah^l«it«t 




Zi 



t T«iL I. Rftpftd. 



hat und d*iin den Ki-riHT wi.nlet ie^^ltett* *o bleil>t nur die iTkAupiix^ltfktri- 
xjliit dfr »'«ti'n \pt ilbrj^. Eiitfprnt miLii riHn t]\^u Ki'frpi^r R, »o kaan »ich 
iWt^f nirht rachr mit der pntgeg^ngtsetxter Kli^ktriilut Aiuglf^Irb'n , dft 
di(4o JA zur Erde nbgdeJI^t Int. und der KürpcT bUnht aIjio min H^ktrifloh 
(in iinaorptn Falle m^j^utiv rlRlctrisch)- Wir hahrn n,l»n auf dipflf^ Wciw 
ein Mittel crUngtH einem hdtct durch InflüeHÄ bleibend Ekktrixitil 
ein IT Art mitmitvili'u. Wir Letübrvn ihn mit dem tmiasen) Finder. 
wrtlirend wir ihn influenBieren. D&diirrb wird die filektrijtität zweiter Art 
(die ^leivhiniini^o) aur Erdi^ Ab;^feJtet, Neliuieri wir duiLn Jen i'ingi^r 
w^U, tit hlfibt^ dio un^fl^ichMami^t' Elf-knmifjit Huf dem L^itAr und «i« 
bIt-iU JiDi^'b Hilf ibrii liHrh dur EnUürniiii^ dvs iußufLQEiereDden KürpeT«> 
Wir müsÄCin aber die VfThhItnisfle noch elwaa einjjrhpndcr untj^mnöbcn, 
dii' *ifh b*"i der Inflneii-Kwiikung ergehen Wir h*ttfn tii«ber an^pnominen, 
dnü dm' mflum^^ierend^ KöT[>er R ein dektnäoher EdülaLor iirl., nnc 
fllftufcnjipl j:, B,, *u( welcher die Eli>lctri3iitiit *irb nicht verschieben kann. 
Nimmt man uljer ah inline nüier enden Köqwr einen gpladen-^n Leiter. 
der nntürfich i^nli^it 3ein muß. al^ct e. B eine elcktrisicrtf? Mt'tnlltuiiel, 
«o lal der Vorgang, der tiun etaCtliiiden wird, ein elvtut vr^rwiekelterei, ab?t 
Äupb nodb leicht zu iiberflebpn. Die geljidpne Metullkugel R inil«oriKii*ft 
Auf dem Zybtjder a I.» (Flg. JO) Elelttriaität, sie zieht die nngleiohiiAmige 
luidi a, dtoUr div gtoiclLmumgo nt^oh b. Aber tmoh uul th^r Mt'Culllfugi.^ 
R muß dir Eh^ktrizitÜt verschoben worden, muß äli »\ch andeta wrtnilen, 
Di« von H b auKgijhgELdjQn ICiiiflu wirken ja Kuf die Eb^ktrj^ität ah der Ober- 
flAehe von R flin und verschieben aie^ nnd ca muß schMßßlifh eino imlehc 
,lnord]mna der Elektrijsitit eintreten* daß an jedem Punkt, »owohl von 
R wie Viin nb, sieh alle Krkftc das Clei^ih^wiehd hnllnn- Krst dann 
ist da* Gleichgewicht der Kiekt risitiit eingetreten. Es wird dadurch 
aueh nn den einwslnen Teileti der Oberfläche von K die Uiühtigkeit niuhi 
mehr d)edeib<? tt^in wie früher, sondern eine andere. Durch dte Ad- 
weienheit des inHuenin^rten Körpers wird also die 
D i c h t i g k e i t d e r K l e b t r i £ i t a t an j e li e ni P it n U t e de« 
influenzieiendvn LeitL^rs bi; ändert. Wir können aber 
ttiieh fuifort Nwh einen viel wir'hti^'eren ftphluU ziehen. Wir kiinnpn nilmlich 
W(^hUeßf!U. dsß dmch die Anwitaerdieit dea influencierteu Kürpis, nnd 
iiHrnentLidi wenn dieH4?r tMT Erik &bfE<^]eif,L>t iät, die ST»uinuii;r vim R weit 
klfiner werden muß, als »te ^irsprünglieh war. Denn die Spanniuig von 
R (in VoTt) ist ja gleieh der Arb«iT> welehe [iöt:g lut. um ein iJoulumb (eine 
positive Klekirij;itÄt*einheit) mit die Kugel R (diese sei positiv elektrjpoh) 
lu brinffcn, von einer Stelle au*H wo die Spannung Nnll ist, und iwar cnt- 
gngpn den al»toÖendon KrnftcTi. die von R miBirehcn, Hier in unserem 
Pui itt ober in der Nahe von R der intfueniierte KöEper, der rur Erde 
abgeleitet int und duber m.'^nLive Klektn^iLüt enthiilL Die KrÜll«. die 
Sva<' nea^T.ive Hli-ktn/iTüt auf urwi-r Tiiiibimb aiiHlibt.. ftirtd nber an< 
£ieli«udt*. Bie iivhen Atio LV>ulumb vun »elbsl lierun und die Arbeit, div 
wir aufwanden mÜFweri, um die Krftfr*^ von R zu ilhepwinden, utt 
&Uo gfrfingM', ^in Teil df^r ^ii^ti Arbeit, wiid v-m drtu infliienziArtfin 
K0rp«r llbipmommen, Ka iai n\tu^ eine viel )Eennp'ii Vibeit ni.'iti|{^ um 
1 Oouktmb auf den Körper R xu bringen, 6. h. diei Spann nnji der 
Kugel K iat unter unnut sUichon Umitändiiii kicinef. 




drr KjipMillt duToh InliurQ«, 



S6 




tt 



1: 



wean lieriiiMurniierto und al>K^loiteto Kfirpnr in der 

Nille Eflt. 

Abo: Wenn «iuom Ktfladonon Lnitor oin anderer 
lL«iter in di« N&h« j^pbrAfht wird, dersur Krd« aB- 
lf«l«it(}tiBt. loverrinBArt vich die SpAnniingd^a cr«ten 

brdv<utf*Dd, 

Wir lo3Tmi>Ti Ein» davon Irirht durch dAü Exprrimpric übrnfMie^n. 
Wir v<^rt>iudi<ii uiut^rv Kuf-vl K (Fig. II}, die drr )£UTvu IbijIuIiuu bttlLiur 
Awi rinni PftrafAnklnlx ^1(«gt Mt^ mir elriAm Exuontohnn Rli^krnmkop K 

Wf-ji dj.» Kiigf?l wtwÄ durdii-uiff Eleklri-ii-nHHui'iiiiiw, Düh RK'ktronkop 
iinR dii* vtifhATidtfni'Spjiniiimn, 9flip>n wir l-'^tlCl Voll, jin. Ohnr. otitaji 
m indem, it^tli^ii wir 
nun bloQ ^Wii L-ilcr '^' '* ^ 

m dir Nahe der Ku- T hO^^ 

pd. UmKr Klvktrti- 

«kcpfMgt sofort, diu 

j«cxt bloß noch >>in'' 

gbftnnung von l^x^ 

Voltnnf der Kii)p-]H 

h**rTWfii l'nd nun 

vtrbihdfn wir uti»«*- 

rcn Ij*it4!r n h du- 

durch, diu wir den 

Kin^pf anfc^n. mit 

d*r Brdp- Sofort 

Q die- (jüliltiiritr- 

d^B Elrktrft' 

»kopH lurutjk mid bleibten ^uf ^<Lwa ^M) Vult Htelivu, tm Bi-wois. wie rrbeb- 

lich dir ?f jjunnuii^ uiuiL-rer Kugul durcli da' Anwivii-iihi-iT. duä indutMjzierlfn 

Körprrs ^uiilr«n i«t. 

t'nfi^ro Kn}>iTl K hat ^w«lbe ElektTLailJLT^nKiii^ bohalt^n, ee int ilir 

nichtdi Kn^f^führt nud nif^hti »ntxDgen worden^ Aber wir fl^hv^n jrixt, d^D 
idurrh din btoße Aiiwoäi-rihcit dc^ inllLkt^rnii-rLeii und mif. dor Erdii vurtinti- 

denen Köri>PT9 ihre Spi^nnniig ^^eringpr ^evmrden Ut, Dsvs Ve^rhÄltnin 

xtviflchen düt Ej[f ktri^itnlfiTiii-nge uUied Leiters und feiner äpuTinung nanntoin 

wir Aber die K a p n e 1 1 ü t Av^ LiMtprs. DieoeA VnrhH.ltnin ist nlEBA mm 

sriiiOer gewordt-n. da dit^ i^pannung k]eiiii*r trurdf*. d, h. durch die 

b ] u II e A Ti w e B p II li e i l e i n u h i ei f I u u ti jc i <.< r t u n und üb' 
*leit^t*^n KfiriK-r* wird di^ KnpABitüt <*iriea Leiter* 
«dout^nd v>>r^rJ3Q«rl, Duniui* folgt, d^ uuin lUUMjrviii l^iter 

jpit^ mrhr KlektrizriiLt KiifflbT^n kann a3a frtihnr, bi« »t diniiplbe Spannunft 

bitt- Er kjtnn nlno bi?i iWtt^lbvn SpATjckunit win früher jntxt «titrkflr ffc* 

likden Hoin, 

Diesr MÖRlirhki^it:, dir K4|UuilLit und dndurrh die r»idun|C oinei Ijcitr^nt 
vergröÜcm. i»t von uroÜ^r Wichtigki^il- MiLn hol seboii im Jf*. J*ibt- 

hundert rinen Apparat kniKiirui'^rt. den A n ^ a m nM u n ;; m fi p p n r n t 

oder KondcDBatüF. weleher in Fig. 12 nljgebildel ut. Et beatebt 

MV £Wfri MHAllpUttrn A und B. tliir auf GlasHÜulrn br-fr4Cii;l und dabi\T 





u 



1. TdEI. I. Kaiiitül, 



iiolfcrtaind and dio einandi^r gfirftde i^egpniiborst^'hrn. Di* PUtic A mit 
iWr Siiuk* ist fert. Uie l'lalti! B uul iiir« ^^Jiuk kuiiii durch Drehung difr 
Kiirliid K vcraohoben und in b''hi?pjigpn Ahstniid \i'n A Rilmi^zliT witUmi, 
\>t{ di<? riullt ^ dohr wtrit vun dvr Platl? A und. verbindet man dii* PItttt« 
A mitduiu Kocidukbur E>mL^r Kkklriflii^ruituK'.hmts au wird Ano Loiif^v geludt*)] > 
hift ihr"' SjwLnnur\g gWit:]\ Her div* Kondiiktop* der Miwrhin** ia» W.nror 
Ijißt BK.'li di*^ LuduiLt: inchl Ireibcii, DinjüI iiihu aLicr dvt Pl»llp A jt-lit 
dii' mir Krdr fthijpIfiW** PlalTc R iiahf gi^i^r-nilVr, urt huhfr* wir gr-flt'hrTJ, 
dnQ iliidui'di dir 8|miijuni||i; von A <-j'hciiiliL-h klviimi wird, dih ihIi.' wai- In- 
fo Igrdc'k'PH goht ji^tKt von dnr KlrktHfliermiiTH'hin^ witider npim KlpktnmUit 
aui A über, bis die Spaimung von A wiodtr gleich der der ßkktrimtät«- 
quollc g^^w^>^deo Ul, Kfl hat ulflo A vid m^hf El(^ktriBitüt auIgt'riüinmcH, 

als ra ßhne din AnwparnlT^it von 
B hättt aufiitfUiut^ii küniivii, 

Man ncnut die f Iutl4< A 
die Kollektorplstte, di* 
PhiUe B difl Kondi*HÄali*r' 
[t] Htte Die Klemm^Ti n Und 
ß LÜKiicn Kiiiu Kiriäi^liuiti-n dvt 
Drh-hte, dnrrh weächo A mit 
dar Klek(riai«rmAediinc. B mit 
diT Krde verbunden wtrdöii., 
Der abgebildete Kondensiitcir 
wird jlIh KolvJraus4du4ubvr Kuii- 
densator beneit-hnet Die Kol- 
lektorpliLire hat also biöb viel 
^ßere KapazitÄt. aie kann "?inp 
gmliero Kk'kttiaitüt-^nienye »ul- 
no)irinii, w-ipiTi di^* zur Erde nb- 
gelei(in*^ lvondiMi9al.O('p]AltP ihr 
t\ä.hi^ ;Lru^i)ubcir»tiiht, iilii wnjin 
sie entfernt. »lH?ht, Man br- 
fciühiiet (Le K^püzUät der Koi- 
loktorplnU-* . w^nn die Kon- 
denaiiUirjflatit! ihr gegenüber- 
steht und xiir KrJe abgelejri*t int. kurz ni.« die K u p a £ i t a t^ dre 
Kondenaatorrt- Di« Kapazität einea KondenHators ist also das 
Vtfrhültnie awiscbeu dvt GLektriziläteuienf^i'. liiv auf der KoJIt^ktorplaCU- 
liegt, TM der Äpanrnirift dorsclbfn, falla di<* Kondir^nsat-irpluf.!^ eiir Erde 
nb^ideitfit M. 

Die Kapaznät finen Kondenßalora hfLnj^ v^n verachJcdcncn iTm- 
■tÄndcn ab. Sie hän^t ab von der r i> Ü e und aui;h von dvr Fornj 
der leiU^ndeu Kcirj"''"« "'f^" ^" "^-'^'^reTn KaDcder PlaUnn: sie hdngt wesentlich 
davon ab, in welc her E ii t f e r n U n g die beiden Platten einander gegen- 
ubL-iölebeu» Die KupaiitÜt lal urn m grüBer. je geringi^r diuse Entfernung 
Ut> Endlich hängt, die KapJiEitÄt nueh writentlieh davon ab. wek^hca 
d&n i»uli(*ri?nde Mr.Hdiuiu miiwhen dtn beiden Platten ist- Wir 
haben htitlAchwfriKvnd Hii^'nrmimen» drdS /w^irtthim ilen bciiien Platten sich 
Luft Iwflndct. I«t abrr da» uKilii^iende Medium rdoht Luft, eoudeni ein 





DielektriiLtfttakoiutantea. 



27 



anderer Isolator, Glas, Kautschukt Schwefel u. s, f., so ist die Kapazität 
^ine andere und Kwar immer eine gröJ3ere. Es beruht das auf der Ent- 
deckung von F a r a d a y ^ von der wir schon oben S- 10 gesprochen haben. 
Da nänilicb die Coulombschen Anziehungs- und ÄbatoQungskrafte in 
jedem isolierenden Körper kleiner sind ak in Luft, so iat auch die Spannung 
eines geladenen Leiters, wenn er etwa von Petroleum umgeben ist, bei 
gleicher Ladung, kleiner, als wenn er von Luft umgeben ist. Da nun 
aber die Kapazität aUgemein gleich der Ladung dividiert durch die Spannung 
iat, so sieht man, daQ die Kapazität eines Leiters, wenn er von Petroleum 
umgeben ist. größer Lst, als wenn er von Luft umgeben ist, und zwar so 
vielmal großer, als die Coulombsche Kraft in Petroleum kleiner iat als in 
Luft, Dasselbe gilt abo auch für die Kapazität eines Kondensators. 
Die Isolatoren spielen, und das ist von besonderer Wichtigkeit, eine wesent- 
liehe Rolle bei der elektrischen Influenz. Man bezeichnet deehatb einen 
Isolator auch ab Dielektrikum. Diese beiden Bezeichnungen 
bedeuten dasselbe. Das eine Mal hebt man nur die Fähigkeit zu isolieren 
hervor, das andere Mal die Fähigkeit, auf die elektrische Verteilung einen 
Einfluß zu üben. 

Wenn man einen und denselben Kondensator nimmF; (d. h. dieselben 
Hetallßächen in demselben Abstand läßt) und den Zwischenraum einmal 
mit Luft, das zweite Mal mit einem anderen Dielektrikum, z. B. Glimmer 
oder Qlos oder Schwefel, ausfüllt, so ist die Kapazität des Kondensators 
das zweite Mal größer ab das erste Mal, Ist sie dann z. B. S- oder 6- oder 
3,9mal so groß wie das erste Mal, so sagt man, das betreffende Dielektrikum 
besitzt die Dielektrizitätskonstante 8 oder 6 oder 3.9. Man 
versteht also unter der Dielektrizitätskonstante eines Dielektrikums das 
Verhältnis der Kapazität eines Kondensators, wenn er das betreffend© 
Dielektrikum ab Zwbchenschicht enthält, zu der Kapazität desselben 
Kondensators, wenn er Luft ab Zwischenschicht enthält. So hat man 
experimentell folgende Dielektrizitätskonstanten gefunden' 



Dielektrizitätskonstanten. 



Glimmer 

Glas (je nach der Sorte) 

Ob ( ) 

Gase • , 



. 8.0 

Ü— 10 

2—5 

I 



Paraffin 3.3 

Kautschuk 2,9 

Ebonit 2,6 

Schwefel 3,9 

Auf die hervorragende theoretische Wichtigkeit dieser dielektrischen 
Eigenschaften der Teolatoren kommen wir bald zurück. 

Die festen Isolatoren. Glas, Kautschuk, Schellack u. s. w., haben, 
ab Zwischenschicht in einem Kondensator gebraucht, noch einen weiteren 
Vorteil, Anden beiden einander gegenüberstehenden Flächen eines Konden- 
sators befinden sich ja Elektrizitäten von entgegengesetzter Art und zwar 
in grolJer Dichte. Je dichter nun die Elektrizität an einer Stelle ist, desto 
größer bt, wie wir wissen, die Kraft, welche sie nach außen treibt. Die beiden 
entgegengesetzten Elektrizitäten auf den beiden Platten können daher den 
Widerstand der Luft überwinden und sich in Form eines elektrischen 
Funkens ausgleichen. Die Anhäufung der Elektrizität wird dadurch 
iilusoriflcb gemacht. Ist aber das Dielektrikum ein fester Körper, wie Glaa, 
so bt der Widerstand, der dem Ausgleich der Elektrizitäten entgegen^eattit 



£S 



1, Tvll. ]. Kai^LloL 



uutiqiviclK'ii, flO[nli.*rii ^kihi-n Äof dftn Willen T,<iit*rflrti-h<'n. Will ni«n 

ZwiÄrhetiBchichl, ata Diele^etrikiiin, rinrn fi*»tpn Kßrppr, PuTFiffin, Pftpierj 

Dn- zwt^cfcmüaig^rrfi und nm mftifftpn hrnutsrtp Fm-m für cinnn Ananrnm- 
lufigaapparftl ist die der Leydencr Flaiohen deren Prinaip n»oh 
dem tlfisflgtpn scitart »u ülit-ricbon lat, Sic buHlcht lF[|!. 15) jiuö mnor 
Fl(t«ohe au» Glas in Form dn gAvohnlicben Eiideg^gLJLSpr. Diee^ G\as 
ifit uuQrn und itiJiuJi bte j&u cstwo. '.'n r^otii^r UÖlii« tuit ätaunioLpupier, t^'uieiu 

lHf**Tid.:n K">r|«T- iM^kd'hf. Tilt^Ai^ VwidiMi Stan- 
'^ '■' mülpjtpuTpluUi^n, 'il^? luau die B^tiigungi^n 

d«r Fiaj?«'hrn'.'i)ntj v<"Ttirl*"ri dioSiHlkm uiirwrwr 
Platten ATjudB ir Fifi 1^^ Da« OIm Ut das 
nffiToktri^iiMt. Mnn braucht duti hloQ die eine 
Brle^uj! ftU iColIcktorpUtle mit ^iner Klplctri- 
äiennaiH^tiij^v. iIr' aiidtiPä mit der Eidt- lu ki- 
tende Vcrbindanj! nt aetnetiH um auf der Kot- 
kktiirpbtte s^hi viol Glckti-iaiitüi aitxuliüufeii, 
sie nenr atnrlc ku lAd<*n, viel ntÜrkr^r, riln rfd 
möglich wäre, wenn diese Platte allein »lÄnde. 
Um d^Nte YerbiiiduEi^ hor^i üb teile ee, Irü^t 
dip 01«nflj|*tlif^ feinen H'ilxd'wlfel, diircli ^vlrlicn 
ein Metallätah iint einecu Knopl g»ett<ct<t i»t> 
PerM'^IttllutJi^.ibenibr'. die innere Belegung. 
Aji d«v HuÜt>rei] ßekgung dient ein herunigeli.^- 
ter Hraht mit Ow. eur Vi^rhindunj^ Indium man 
den Knnpf diesen ^^tubnä mit dem Konduktor 
einiTr mf;kt.riAi(>riiiasc-liiEii; in luftvnde V(^rtiin> 
dmig eelEt, pIwa indem man eine DrahtAPhnur 
mit ungelötcUn MeLnllltleiunitin an lieidvn bc- 
festigtH und «-henflo die iinBrri' Ri-Ti-^tiUR mit 
der Etile verbindet , küiin luau die Fliieebe dureh 
Drebcn derElektrisLermaanhine sehr i^tark bwlen. 
Rat mAri den Knopf der Flaschi? mit dem positiven Konduktor 
Eli'ki.rlHii.'rmÄüi.itkini* in Verbindung geselKl,, m wird dir mnwo Hi>li>gui 
positiv elekrrie^'b, die nnßere negativ eleklrisrh, liii die Inf^uwMBHli^ktpiRilAt 
der £weileii Art zui Erde abu^dt^iLet wird Jät der Knüpf mit d^jii n«| 
tiven Konduktor in Verbindung, an sind di« Lndnngen der hniden Belft- 
gUDgen die cntpeflcnneBctltoE- 

Dic t;k<Ictruität«E[ien^, die emß FlwiDbe atifnchmen kann, kt nm «o 
größer, je grüßT ihre Kapaiitit at. und die Kapizität einer FUseJie iat 
eine um du ^nJUeri^, je i^oUer dirv Bdegun^<n und je ^eriitger f\\v Entfernung 
dfT Ätamiiolfdartf n int, aUa je dünner da« UIha der Flnsr.be ist 

Um uIfmj whr viid KlekEri^Ltüt anxuüammeln. muU umn dus Gtäe s«hr 
dllitii'— wobei man aWr wep'n d^r Zi-rbrei^hlirbkeit prQktiBrh bald mi eSncr 
Orwnip ktimnit — und di.' B-'li'^uriLi.Ti nwlir gu>& inHchen. Dbh lef^t*» 
kann mun aber ^infai^hur erriNrlii n, vi riri man nielit eijne, r^ondeni niehrarAi 
FlftÄcbcn nimmt, Wnnn man eini^ Reihe von L*vdenep Flaschen nimmt ond 



der 



iß^ydvtiwv Flbv^Mii. 



2Q 



AÜft iiiiiiiiwi niTiyinfflMi mJlunuuW vmUiiilnt« wdhrvnd mnt\ aLln ikiiäfin^a 
tnr Erde jitikftcl. $a cnupricht die*« %tt*ra clrwr Hnjiiflpii F!ft«hc mit 
•ehr HTüßt^ Brlegiuigen. Allu imfcron Staimicliiluilvn bUJmi ziisanuni^n 
eine f^oi^r. Htnnnioliilntlo, riicti&o aüp EnÜT^rvn. Mjin knnn aUo. wa-i fi^^ni- 
ttOh ■plbrttvi^ratäiullli:!! ist, in pinr?r B A t le r i e von i Lcydeoi^ FlmcUcn, 



Fit- !•- 



I 



innric Bclqpmtc^n a\h leitend vvrbim<]?rL sitid, 4in£l lo viel Elektfi- 
Ätihüulco als m iuhlt oiiiÄigL-u. Kma ai»U'bi-' Uftlti-rH.' von -1 Kliiaohon 
ndgt Fig. 14^ DJp duDpTrn B^le^ng^n sind dturh Mt'fAliHt-hniirp b h. di« 
]nntrT<u diuvb ML^luLlHcUiiürv a a . , je uiiltiiuuidi.-r vvrltuiidvii, Dii< Dnüit> 
■flliiiur A wird zur ülplttriBirrmttwhin*' p.'fiihrt, di*- r>rH)ir>irlirmr h xiir Erd**, 
iudvoi man eiv vlwu mit vinciui Oasruiir odvr \iVu»Hi.'i'lpiliiii^rcilir di^4 

Der oben (S. 19) bwchrii^ji'ni» Apparftt, welcher ' i-» Mikrofarad ant- 

fliehen »ind die Bclcgimieen. diu mit pHr^ffin getrnrikTe Papier ist die 

diotcktriKbi^ (iwliereEide) Z>viit(?hDnaeliictiL Für exiikto Messungen mmmt 

mwj nieht Papier, aondern 

ölioimet n]a dJeWktnH^b« *' " 

ZwucL<<nFq?}iiüht. 

Zum VpritlHtiduis emj- 

ri IwÄproHi^jL WiT' 

die AVirkitnji einer^pilKe 

an «inem iExflueiiziorlfOk 

l«nit«T untnraiic'hen- Knt* 

hiJi cm indueiijcierter Lei« 

l»r ttb (Fig. Ij) eine SiHt.R*^ tii\ der is^tcllc a, wHehc von dem inriiien- 

ziorrndrn Korjwr C nbgownndet iat, «a wird auf der Spit« die InBucuft- 

ttltfktmiUt «v^eitcr Art «rrcKt» und da die Dubtifik^^it auf viner t^^iitj«}, 

wii^ oben auMgefälirt. aiilSi*r<->rdentiich rtoJJ ut, Btrönieri dif' rleklHncben 

T«ilcbvQ dort vvii der bpitzo fort, Del L^-iLifr ab behält a[mo die lii- 

fliun»l«klHaitAt üi>r i>rHlen .Irtv 






30 



1. TfllL I, Kaplld, 



«ich dir liif1niti)BH'>ktriKJtfit iierOTAliTn Art liuinimolu an ihr \\\v^*^ Klt-ktTL^iUIt, 
d\f iHrr^fltf Dichri^ktfit. Sie »IrÖmt dfthfr ans und c* VjlHbf auf a h nur 
In1li:<-ii»^lektn2itul. ijrr 2w«?iL«ii Art fdi^ n^lRich-iiAEiiiah^) iihri^, ^Li)|i|i^ii'h 
nhi^T wird ftuoh auf der Kii^l V dio Wrf^ilnnR Hi-r KloktriRitpit rinr nndfiv, 
mjd :cwflr wird diu Di«.hl%koit im flröüten an dcTJ<Mii+j<.'ii rilcllü der KuijcU 
wrk'liE- (Irr SpitEe p^rndi" gt^p.*nHln!rIio^ , Ihvat- nturki* KrImhunK der 
Dichtigkeit bewirk! aber auch an der Eugrl, cbtnao wi** nn der Spitüc, 
vLii AuHBlrümen diT Eli^ktmilut. NiiiiDit iiiäii ituii djt? 8pj(M' uns der Nähe 
von r fort, «o «enthält C w<.'ri|j:^r El^'k^^iÄif5t «1h fpHhi'r. währpnd a b ^li-k'b- 
iL4Du^ ^ehuleh lat, E»i sieht ^Uo st' a.m. a\e v\^ die 8piU^ uti" i^urii Tyi^iler 
ElcklrieirÄI, h*Tiihsrte*jLu^t hÄtTiO, Man bcEi^ichnct diejw Wipkiiun litr 
SpilAfii auch alsSaiJjjjwIrkun^, wobei ah^i iiatiirlicb an um ^«ii^^it 
enr nir-Jit kii i^litrikoii ist, Uicae Wirkung der Spilz^D wiirdv l>i:t dt-r 
Reibnngs-jlfkTiUi^rmasr.biTie, die wir n>ion beaphriebpn haben, benntrt, 
Dort war der KunduUtur der Maschine iint einem Ring verbunden- an 
welchem Spitj^en drr rnticrenden rdnswbribe gepnn überstanden. Pilfch 
thv»! l^pitacn wtid der Konduktor mit üer TnfiuenacelektriÄitäl dirraelboa 
Art geladen, weichte auf df^^ ClIoäBcheib« drirt^h Reiben entwickelt wird, 
Diit poi»itivrTt. 

JJie riiL|;efüUrte[i Tulfluuheii \ihvi die dielektriäcbeu Wirkungen der 
Tnolftfrircn luHrten aieli tim leirhterttch diir<'h die Vorstelhini; ziiHümn»'"- 
f»»«'", dttQ ji-dp* kleiiiBte Teik-b*^!» eines, üiplekiukuui«, jedes Midckid 
deaBelben, sfcTs eine gewiase positive und negative Ladung aber getrennt^ 
be»ili#. Jed*!H MulfkiÜ* i^ieldieB ja HiinJeateus »ob Bwni Beslandlcilen, 
Atomen odeir Atom komplexen, riiafln>me.ngi?actat ist, cnthitlt elwa an 
dem einen diesei t»eidfii Atome '-in |>06itive9. an dem anderen ein netativea 
K I c k t r o n (S. 12). Jedej* Molekül ist danach ein polarer Körper, 
indem e« iwei, *ich entgegengesettt verhaltende Ladungen, Pole, bcaitA. 
Diefie Lüdunpen emd infolge der Kiäfte der köqjerliebcu Materie in einem 
pi^wittarn Abatü.nd, cler ?uch durch ^eeipnete Rinwirlnin^n aneh vergrößern 
oder verringern lüUt. Die Verbind uiiKBlmie dur beiden Vn\v künuon wir 
alw iiie li i I' I e k t r i sc h e Ach^e rlea Muleküls b^Reichncn. [)er Ein- 
ibiQ d<?*i Dielektrikimi» »uf die Infliieni, etwa jiid die Rspa«iUt i*ine» 
Kundeii^ifora, hlÜI Hirli rUnn >sn iiuffa^en. d^U di<^ |KWitiv->n Atome dtir 
MoTfkÜle d» Dielvk1:rikunL6 mehr tu der nv^ativen PlatI« hm||eKO,|»«in 
weidi-n. diH rie]jiittvi<]i mshi sti der fjuAiüvfii, v^iidiirch «U» liiitlciktlifKih^Q 
Aebnen aller Molrkide mehr adcr minder ^edrebt werden und die Hr>!ekillft 
alle lieh in mehr oiler niin^ler parallele Ricblunf^en einstellen, wiibrend 
Hie im normalen Zujiiand. ohne daü Inttuen» stattfindet. a1[^ wirr ilureb- 
einajider liegen. 

b)beii^u wie mim eine MiL^cbirk^ kocietrui^ren konnte, we[che duffh 
ßfibnug gTiJÜe Mengf-n ElektriiihÄt *'iil.wi ekeln konntne , eU*nH'> lap der 
(Jedaiike uutie» eme Mowliiue zu konstruieren, die dur<.^h InÜueiue Klek- 
triWTät in groß^'u Menden eraeuirt' oder, wir wir bi?«>*er safp^n. pfwitivn 
und negative tadungeu in großen MuniBli^ii trennt. Denn die T^adungen 
üiiul nueb d<!r aiJH|^-iif>Firidiiiiien Anaiiht jiebon vi>rhandi>(i, di^r Vi>r}fAU|K 
der Klektrisiernnii b^ai..'"h[ nur in einer Tri-nniingvler positiven und neßrttivftn 
Hldttr^nen, Solehc MnAtdiin^rt, InnuvnnmaAehinon, w 



1 



urdan J 



In Aonii'Jiiiu>t:liiTivri . 



ai 



I 



fl 



jVon H ß 1 1 1 und Von T ö p I o r in üuÜewt aiiuiivich&r. ftl»t vcraöhiwipni^T 
koiwtraicrt, I>i« Wirkunf^Bwi»« diMcr Blueluiwa JMt luin ToiJ 
kt kämplüricrt. iii^ Vruht dnmuf, daQ Ur^arlii? und Wirkuni; sich b«t 
ihnen fottwmltrvnii vrrBlürkm, wimlurt^b du? MAti-hinr-ii im *^\iwt nehr gruQpii 

l'm d« Hfö^l Jct M»i*<"bitit'n tm vi>r*f *hi*in , Tntbuwn wir untirnurhon, 

([loirli Mif rfnfn TfcnUlJir, ciuo Qlnaichr-\hf, tl. und ntif pini>n tilntPT diriwr 

FitrWmW Lwl*<r » i, dur mil S|iilwii veri^hirn i*t. wirkt. Ei wird »ioh 

t^iiCrn, duß di*r !«olftTnr *tftdiirrh ftiil lii'jdi^n Hj'jtpn mit d*?rwlbrT) Klcktritilit, 

nnd cvar rnit unjitbicHnAmi^crH fff- 

ladi-nwird, K^ mthftlt*? di^r Lcikr H *^" " 

positivt Eiclrtricität^ Dnnn wird auf 

dci Hchjeibo d iliu U[ktcri'!^ritunofjAtivi> 

Uicn. die obtrr Seil* wird zurtvt t»)ti- 
tiirv EIcktriEilAt i'MtltAlrtm, ZukUHi 
wird *ut'h d'irrh dm Ui.hitijr hiniliAroh 
d«r Tjeit'T H b iulliM^ruir^rl mxl Auf 
(JmSpitxt'n A prurli^-iiii-ri ii<'(?ntivo]pk- 
Inacba T<'ili'h>'ri m mUr ur<i£J>ir Didito, 
Diivr ilrfimpn mm von di^n S^iitHt^Ji 
w^H luf die obere Seit« der Öcheibe d 
lind BJcid»<*n »iph mit der jHMitiveti 
Eloktricitfit in d (lub- Dn «bor inn^r^ 
halb d» [üolutom diir t<li?ktndi:'ljpE) 
Moleküle »ich »chwercf vi^rw}ii''lw>H 
küniiiL-tL wm div Kltklruiii'ii dmt l^i' 
ttT% «o flbpTwipf^t ihe nc» 
ivi- ElrIcUieilÄf a(M dvu 
vi\ und «w wirddjulunli 
Höh Ate ober« S«4t4» th'\- 
OlAAvhoittA mit nfgativi'j- 
Elckrriritikt (fnlndnn. 

1» der l'ut iinthAltrn 
dfT KlnktTiKitÄT und xwAr 

Körper. 

I>ini wird bf*i der lfinüfttiiinn*''hinr vnnHolin bi^niilKf,, 
wietche m Fig. IT abgebildet ist. Die Huchino enthält twni ^firiiiQlv 
Uliimcbvib-jri, viiw tveiv. A, und vini* drirhbare. it. wr?b'hi* nnhe b^'ipiriAndrr 
anfmt^llt iiiild. Ann dtrr f^^ten 8chi-JSr \m der figiir \at oa die hintere. 
0Wbn) »ind aa iwvi vmatArr ^t^tiübL-Flte^ei]ii4.'n lSIi'IJi^ii, tt und Hi . 
AnmohrdtUi Krimu^lit. An ibr-u> Injucbnitri' An«-hl)i-I^*nd, ^ind auf dfr 
Ilintcmeil« dßf fwilvii fn-lifibv Pajnt*r*? gi*kf(-lt, 1" uiid Cr, in Furm von 
S«kiüir«nTnitelwa^'>Z>-ntrjwtnkH ni>'Ki' n<TMnt man dii< B^li^ifunuRn^ 
Auf die Vorderseite der {'■s\vi\ ^•\iv'\h' nind Äueh PapifTMrt'ifi'n, D, i^i^Klpbt. 
mit den lii'legmiytn iUr Hmt^'nu-itr ui Vt^rbirniiiiij; «imL Znjflnioh 
en di^w.' B'-Uflungen der Vorderseite in nn*hrerp mil Stanniol ÜberxoMne 
vtuinpfc r^pitxeii au», welche etwiw nach vorn, dor dvi'hbaTCn SdwxVi« iä* 




alnn bMidi*: Seitrii dtir McliiiklH^ dii.^m«l1ir Art 
die entgegcngefliif^t« wie d^-r infliiewi^rprid* 




92 



I. Teil, i. Kapitel 



lEHixjifpri iind- Dipiit Spite^ri bvfirLd#n »ich uiigi'fjibr in d^r Mit1<^ dec Aiu- 
ikrhjijtlu LNiil i^U-hüiL dar Hi[iitjr?i^Ltß dar btiwe^koliüu ScUt^iW geffeaüber. 
Dio heweglich« Scheibe a hftt kein** Aiiairhnitte und Ifeinc B(<lrfninfi<!a. 
Der Vorderaeite der beweglichen S^'Ueibe stehe« EWei luit Spitxeii venn^hene 
LfiiterkJÄnknie. (> und bi, gi^f^eniiltpr. wejehe vnniiinaTiilT'r und vorn Buden 
isoliert, je in eine Kizg^l auslaufvii, ßiiicL diese Kugeln hindurch ist je 
v'im^ bewe^lii^hiT MetnlititAit^e pesCer^kL, die ebeidallä iii kiiMnL^ Kugi-in. v und 
il, ftuslfiufen. Die v^rftehiebbatpu ?^trtngen werden iuer*t Euwuanwn- 
j!eHchuUsu, iv daU ilire KudkugeLn «ieli berüiireii. 

FlB i: 



a 



V' 



%»■■ 



=-1^ 



Um diH MüAehlnt in Hfinu Kit s^r^en, wird tiuD dein einen hjui-^r^i'^n 
pApiorb«li?g ulwjkfl filoktmilät niir^Ueitt» mdeiu man ihn a. B. juic i-xueiiL 
^anebflncn EbonitsTAb benihrl. Dann entwickeln sieh die Fdekt^rtKitäten 
aOf wi« M flin be-nU!H nun ilvr Fig, 18 erkannt wiTd^n kann, in der die Buch- 
fltAbrn dieflflbe Bedeutiinff hftben wie in Kip:. 17- In Kip ^^ clenkeii wir una 
& bewegliche Scheibe nli ZyllBder. doHcn DurcKschnitt der Kirtit a a, sei. 
Auüurhuib dieeej Zylindöri» iwien die Fnpierbelugn (.' luid L'i tmt ilimn 
T^ttLnniülspitxrD D und Di . lonrn »tehen diMeni Zylinder die M^UiUkänimp 
b und bi mit iluirn Ku^i^Ui e utid d ^|;viiubi^r. die vtir trtnl su^ammi^u- 
jffiMcholion annehnu-n wollen Mftehf. man den PApiflrbeleg (* duf*-h B.rllh- 
ruU|U mit irinein u^'f ieln^ni^n Kbrniitjilfib h^gMtiv, t-v wi(d die bi-'W^^uliirbe 
Seh<?ibo, wip wif wiwen, auf boidi^u Seiten positiv plplctrim^ih. ZugHeh 
Ktht di« nrsAtiv^ Elektrizität von b über e und d nneh bi . Von hi itrfimt 
th auf die ein« Seit4> der bfTwetflicIicn UUbMfleheibi!; Hii^leich wini aber 
auah rlie gevCDÜberliej^ende Pnpiempitjie intltieii/irrt, iin<l xw\r tMi. daU 
«uoh von dieMir negativ«! KJektrixitÜt axd die üliuiH.heibe Btriinit. E* 



iDäuflozmaBchin« von Hollz. 



33 



F\g. 16, 



iflt Also an dem ersten Papierbeleg C die bewegliche Scheibe auf beiden 
Seiten positiv, ati dem anderen Ci negativ elektriw^. Nun wird die Scheibe 
gedreht. Dann wiederholt sich bei der ersten halben Umdrehung derselbe 
Voi^ang an alten Stellen der Glaascheibe, so daß auf ihr eine positiv etek- 
triflche und eine negativ elektriache Hälfte entsteht- Sowie aber die positiv 
elektrische Hälft« an die andere Spitze Di kommt, findet folgendes statt. 
Die Papierspitze sowohl wie die Metallspitsen saugen die positive Eektri- 
aität aus der Glasscheibe ein. Es fließt dann also die positive Elektrizität 
von bi durch d und c zu 1^ und zugleich die negative von b durch c^ d Eu bi . 
Diese entgegengesetzt fließenden entgegengesetzten Elektrizitäten ver- 
stärken sich also bei jeder Umdrehung. Bleiben die Kugeln c und d in 
Berührung, so gleichen sich diese entgegengesetzten Elektrizitäten ohne 
weiteres aus. Werden sie aber voneinander getrennt, so sammelt sich 
auf der einen positive, auf der anderen negative Elektrizität an und ea 
gehen, wie wir sehen werden^ 
Funken zwischen ihnen über. In 
der Figur 17 ist zugleich eine 
Leydener Flasche L gezeichnet, 
deren innere Belegujig mit der 
einen Kugel in Verbindung ist. 
Man kann diese Flaschen an- 
bringen, um die Menge der Elek- 
trizität auf den Kugeln bei glei- " 
eher Spannung zu vergtöQem. 

Machen wir uns nach dieser 
langen Beschreibung in drei Wor- 
ten das Prinzip der Maschine 
klar. Die erregende Elektrizität 
bei C erwugt auf der Scheibe in 
ihrer Nähe bei b ungleichnamige 
(erregte) Elektrizität, entfernt da- 
von bei bi die gleichnamige. Dadurch wird Ci ungleichnamig elektrisch 
wie C und nun bewegt sich die Scheibe bei der Rotation immer zwischen 
— C und -\- Ci* wobei fortwährend -j- Elektrizität nach d und — 
Elektrizität nach c strömt. 

Die beiden Kugeln der Influenzmaschine mußten zuerst, wenn die 
Maschine in Tätigkeit veraetat wurde» aneinander geschoben werden, damit 
die Elektmität überhaupt zwischen ihnen übergehen kann. Ist die Maschine 
aber einmal in Tätigkeit gebracht, dann wird bald die Elektrizitätamenge 
und infolgedessen die Dichtigkeit der Elektrizität auf den Kugeln ao groß, 
daß es nicht mehr nötig ist, sie zusammenzuhalten. Es findet dann von 
selbst» durch die Luft, ein fortwährender Übergang der Elektrizität von der 
positiv geladenen Kugel £Ur negativ geladenen statt. Wenn man die 
Kugeln nämlich voneinander entfernt, so daß also eine kleinere od^^r größere 
Luftschicht zwischen ihnen sich befindet, ao strömen die elektrischen 
Teilchen vermöge ihrer großen Dichte von den Kugeln fort und trans- 
portieren ihre Ladungen durch die Luftschicht hindurch, so daß sie sich 
ausgleichen. Dieses Ausströmen ist mit einer sanften Lichterscheinung 
verbunden. Im Dunkeln sieht man von den beiden Kugeln mildleuchtende 
Orkebi, EiektiULUU. la. AufUge. 3 




S4 



L Tv^t, L Kvpitvl. 



IV^ 



.\' 



blau? orlf^r violett« i^lnblim »uj!ig(*hi?ri> und KWdr in V*yrm (.'ItLH^« 8(r&1i1«n- 
büBcliola. M&n ntjnnf dl««« Licbl dM («IrktriJir'KrR unc^ hellicht. 
Zu^luich hört man ilfibei einon iniiAoiulun, eiiu:hüDden Tnir 

In neuerer Zflit werden die eben bfiBchrir-benPii rnflflcniiiiAschinwft 
tut*\iv lim] Tm*br wiiIrÄii^-l Jurcb «^mir Andere Art von IfLfLutjEtiJiLi^ärbJu-^Ht 
rlip jftzt Wim ahurstmnanhint'n gnnamit wordpri, obwohl Wimahiirei 
nicht* Xoues Jiii diesen Miäcbin<^Ei ^icleiBtot hat. sooderti alles Weaentliobe 
von Holt;! und T ü p 1 c r ischon ^gubtm war. Dxsbc hubuu dt^n VorrLug. 

.dafl cie ktmt Erregung 
J,**" ''^ von nufluii Ijfftüt'bcn, ücm- 

d^rn vnn idbut angehen, 
sobald man am drvbl. Ka 
eiiid HL- 1 b ^ t e r r ■■ j^ r n d « 
MAflc1ünr?D> Auüprdvm 
8indfli<*ÄUchvifl|iunfaobrT 
und von der F^urhrl^kB-jt. 
der Luft ruehl so tth' 
hänpg wie die vcrher be- 
BPhriebrnjcM. tlie. wtnu sie 
feucht Rind, oft gm nicht 
orregt werden könneei- 
Dii* Ariäiriit auu'T Wima- 
liiiratTiiftÄchine ist in Fig. 

Dii^ Moachine enthielt 

frflor KlHtoitj wi*frhii 7i mm 
A bslit lid voü'! inttu - 
iliThalw^L Eoidv 
l^''1n'ihcn wPiTi^en 
Äiii.'h'ii^tL ßedrebl 
nritl 7war im ent- 

Ämne, dti" Vf^rdere 
t. B. wit d«r Uiir- 
EPTger, dip hintere 

en^Qgtrngr^tftxt . Di?» wird einfach d&durch bewirkt. d&B di'^ >^1muf 
vott dwi K ut be lrÜd<?rü K und K' auf liie Aiibs<? d^t vcirderen f^oheibe 
direkt, Äiif <iii^ Aihn*- *W ImifiTcn ^'■l^rfHni tr»'l**Kt i'^^.- Auf ]i^d(i fir-heilw 
«iiid i^iuw AiUHhJ Mel«llHi.'kt^^rvn h> u, a von dvi Fi^nn wie lu der Fi^ur 
ftuf^<*k!ebt. Die heidiri Sj^hf'ibfrn laufen re(^htfl und linka innephalb je ninfir 
MdiAlitfftbel Tn m' und Mh wiilrlui den Si^bfiiben gegi-nüber mit Spitivn vor< 
»cheti siii<!. Von difisr^n (Jcihpln gehen nnch McflBingstangpn ftiui, wcldic 
von den ülüfliüÖcn ^ und S' gehait^n werden und welclir durch die VCf 
nrUiebbureu äUi^ii:n in deu PülkugcLn A und B eTdiffPO. Eudück hiit 
die IHoMhine alet wMentlichen Tdl noeh auf jeder Seite einen Aua- 

!: 1 e i c h e r F (den hinteren, der nonkreüht xu F titeht, EJebl uuui nicht)» 
iiiiBer Invteht 4up. -^irifin Mefiillarm. dr*fiHeu Eu<jFin dun^h W«irhe Piiiiwl 
H«t4]Jdraht gvbildv-t nud, di« auf lI(^n Svktor^ri », n . . »cb1«uJ<.'ii. Wird 



WimihontmaAchine. 35 

die Mascimie gedreht^ ao entwickelt »ich sofort Elektrizität, die Ewiechen 
A und B in Fimken oder Büscheln übergeht. Die AiugleJcher sind etwa 
um 50 gegen die Spitzenkämme geueigt. Die Spitfenkämme uiid die mit 
ihnen verbundenen Polkugeln können noch^ wie in der FLgur. mit Lejdener 
Flaschen L und L' (d. h. mit deren innerer Belegung} verbunden werden. 

Der Vorgang in der Maschine wird am besten aus der achematisehen 
Fig. 30 erkannt werden. In dieser ist die eine Scheibe mit ihren Sektoren 
als der innere Kreis B B'. die andere Scheibe mit ihren Sektoren als der 
äußere Kreis D D' dargestellt. Der Äusgleicher am inneren Kreis mit den 
Pinseln ist mit a b, der am äußeren Kreis mit c d bezeichnet. Die SpitjeeH' 
kämme sind vorläufig nicht gezeichnet. Die Wirkung der Maschine läßt 
aich vollständig erklären, wenn wir nur die Vorgänge an den Metallsektoren 
ins Auge fassen, diejenigen in dem Ebonit aunächat nicht berücksichtigen. 
Die gleichzeitige entgegengesetzte Drehung der beiden Scheiben fassen 
wir hier als successive Drehung bald der einen ^ bald der anderen 
Scheibe auf- 

Es möge nun der Sektor 1 des inneren Kreises aus irgend einem 
Grunde Elektrizität j etwa negative y be- 
sitzen, (gewöhnlich hat er diese noch von Fi^. lo, 

dem letzten Gebrauch der Maschine her, da 
er isoHert ist, behalten. Der innere Kreis 
werde rechts herumgedreht, während der 
äußere zunächst stillsteht. Der Sektor t 
passiert nun eine Reihe Sektoren des äuße- 
ren Kreises, die isoliert sind, und influen- 
ziert beim Vorübergehen jedesmal zwar 
in ihnen die beiden Elektrizitäten, die 
sich aber sofort wieder vereinigen, sobald 
Sektor 1 an ihnen vorüber ist. Sowie aber 
Sektor 1 an dem Sektor 2 des äußeren " " " 

Kreises vorbeipassiert, der gerade von dem Ausgleicher d c berührt 
wird, wird auf 2 die positive Elektrizität entwickelt und auf dem damit 
ditrch den metallischen Ausgleicher verbundenen Sektor 3 negative. 
Nun dreht sich aber auch der äußere Kreis. Im nächsten Moment 
sind also 2 und 3 nicht mehr verbunden, sondern 2 behält seine positive, 
3 seine negative Elektrizität- Nun dreht sich der äußere Kreia links 
herum weiter. Sobald 3 gegenüber i komntt, inSuenziert es dort positive 
und stößt die negative Elektrizität nach 5 ab. Zugleich influenziert 2 bei 5 
die negative und stößt die positive Elektrizität nach 1 ab. Das Resultat 
ist also, daß der Sektor 4 positiv geladen ist und 5 negativ. Nun drehen 
sich wieder 4 und 5, und 5 hat die Funktion wie im Anfang 1. So geht das 
fort- Das Resultat ist eine Ladung der Sektoren auf der inneren und äußeren 
Scheibe, wie sie durch die Zeichen -\- -j- und — — angegeben ist. Man sieht, 
daß mitten zwischen den Ausgleichern rechte beide Scheiben negative, 
linlcs positive Sektoren haben. Bringt man also da je einen Spit^enkamm 
an, wie es Fig. 21 zeigt, so wird der linken Kugel fortwährend positive, 
der rechten fortwährend negative Elektrizität zugeführt, die sich beim 
AuBeinaoderschiebea der Kugeln in Form des Büschellichts aus- 
gleichen. 




de 



I. Tbl. J. K4pil«l. 



M 



Man kann llbngons AowobI boi ^^r Hultz^Tlti-n liiflu^n^iuBficliiDe, 
fttn >ipi di'f Wimahufitmiiarhitie dem Ausgleich der Elektri^iläten aucb 
iD juiiU-rcr Form uJs Jer du GuecbvtlichU voi aidi gclivu la««eii, Wcita 
man nAmlich die beiden Kugdn su KnÜpffrn twpipr Lfydf^nfr Fluj^hcn 
mAcht, Wie das in Flg, IT an pinrr Kugf^l und in Fig. 10 an beiden Kuflctn 
ffOBciolLm't ihIh duiui wurden düit.ih duä Drelion di-r lnlIui.'ji£muHt:ZiLrLtf dii- 
twiJcn Kln^thon und mit ihn**Ti dit- KüjiEoin j*ehr »l*rk aelfulrn, olint daß 
vui hütiUiiuivrbLihei' AuH^loirli Jet Eli^klnaitiil. zwigcbi<u den Rugt<b 
«ttkUi^ndet: W<*mi Ab^r dii^m DichTii^kniT. aixhr )£fii^ ^i^wrirdpn i«l. wi^rin 
Aui dw wneii KuüpI pt'nitiv« El«ktmilnl, nuf dwr HmWvn ni^»tive, beidn 
von sehr (i;rnfii>p Dii'htc fli<;h befinden, dnnn winl die hiifr. von den Eloktri- 
litÄUm gowaltsAm durchbiocben. Die po«jiive Eloktrijntttt auf dorn Knopf 
der einon LAydenor Plnuc^he und dio negalive nuf dcjti Knopf der anderen 
jsiohcn aioh gewaltsam nn, tmd m springt swiwhpn den heidsn Knöpfen 
tmtcr knattemdum GeriuEiciL «u e ] c k L r i a c h c? r F u n k t über. Dreht 
mnn die InflucnzmitMhino' immür wcilcf. so wird windt-r die «ne Knp'l 

poBitiv, di? underr iu*gafiv vlrktriBcb mit whr 
^ jj-roüiT DiHitij^ki'Jt.H und nllrnriblu.'b übirwindet 

wieJ<*r die Kraft xwiHckeri den KMjwän den 
Widf-ralAiirl di<r Lud, und i^n Mphikg^n von 
Zi^if zn Zr.it Fuhlfi'ij ewiachcn dnn h«>id*?in 
\_u' Ivngebi üb<-r, Xnrb jt^düui Cbursprtn^n vin«i 
Kiiriii^n^ Mind die beid&n Kngeln miTn Teil 
,,^ entJoden, indo:n ihre ontgegengesetjBten Elck* 
J^J triKifÜt'fn »idh Kom Teil ausgeglichen haben. 
Man npimt dn^jen Vorfiing eine plötzliche 
^^i-il_w^>^"ji' oder dJATüptivo Entladung, 

Garn derselbe Vorgang Undct übrigens 
fltfttt, wenn mau nifht iwi-i von vorrilivrem entgegengoseut eleklriscUo 
TjHtrr hat, die einiind'?r gogciiübüTJitchL'ri. !ion<Jern wenn nnkii einem ge- 
ludc^neu elvktriffelwn Lt^iu*i' «inen ajidt*rvii uneleklrisuhi-n lumier näitvr 
hnnjft. Aul dem nniihilctrirtfh'?n l^iitJ^r winl lntlii»>nKr']j'k[mi!üt i^rK^ugt, 
tind w#nn »t na-ht^ genng an dim iinnt^-Ti gi-laden^u L**Jtpr hcranijU'lioiHmun 
iMt NO iiabrn dii^ bindiTh e)nahd<Tr ^iigi^nlibtTlii^iTmEi'n mekiii^M.jil.eTi, div 
ja von *"ntjie(enjieantÄter Art *ind, *"oleh )|roÜe Diebtigki?iteji firUojjt, 
dnO «e dun WiderAtniul der Luft guwattAiun ilbgnvijidort. KHeprinxtftUo 
aiieh hier ein elektri^eher Funke über. Diunnf beruht sa. *kÖ. wenn man 
einem (eJadeUun Leitet ein Finflerflelenk nabert. eiji Funke überspringt, 
der Hncn j^^rin^en Btirvliendi-n äuEnntT» iiii Finger vi?rurntif^ht- 

Wir ftind hier sfbon eu eukent nr^uen ErHli'?inungBgebiet der Blek< 
trusitit vor^L"druiiguii. Uiinerv «nleEi UetrHitlitmigt^n bpiiu^cti oiuh uUe 
auf di»'jenig''n Vorgänge, hc-i dt>rfln A\\' Kh^WtriBitÄf. \ti\ (jlt'irbg«'wiebtH 
in Hubv mt. JeUl WliHNdi'hi wir bt^JtiilA dirn CU'rgHtiu di<[ Eh'kliixitüt 
vmi eihi-m griindenon l-eir,e.r jm einem andereOf alwn ilie li e w e a n n g d*r 
Kh'klrf^fUl Von dnien Kr*eheinnngeh. dii- npater ÄnMoliilirh bi.'haiidplt 
w^rdi^rt, Aollon biet nur kurz rwei iingegetten wördoo. din uam xumti^hrt van 
Nutzen nein werdm. 

Wenn man die beiden Kugeln unMirer Madcbinon oder übvrbaujit 
Eirei entgegengesetzt getaderie Leiirr dureh einen nietnllifieben, 1 e j t c n« 



Mektriachn Strom, 37 

den Draht miteinander verbindet, so geht der Äufiglelch der Elektri- 
zitäten nicht mehr durch die Luft vor sich, sondern durch den Draht, da 
ja die Elebtriaität auf Metallen sich mit der allergrößten Leichtigkeit ver- 
schiebt. Es geht also von dem positiven Leiter, wo die Elektrizität höhere 
Spannung besitzt, die positive Elektrizität längs des Drahtes aui den 
negativen Leiter, wo die Spannung geringer ist. über, bis sich beide Elek- 
trizitäten ausgeglichen haben. Es findet durch den Draht hindurch oder 
längs des Dmhtes eine Ausgleichimg der Efektrisitäten statt, was wir 
kurz damit bezeichnen, daß wir sagen, die Elektrizität fließe 
durchdenDrahl. Wir können uns direkt vorstellen, daß die Elek- 
tronen sich in dem Draht bewegen; die positiven nach der einen Richtung 
£uiTi negativen Leiter hin^ die negativen nach der anderen Richtung zum 
positiven Leiter hin. Durch die Drehung der Maschine wird fortwährend 
auf dem einen Konduktor positive, aitf dem anderen negative Elektrizität 
erzeugt, der eine Konduktor hat also positive Spannung, der andere nega- 
tive, ea herrscht also zwischen ihnen ein Unterschied der Spannung, eine 
Spannungsdifferenz, und gerade deshalb strömen die beiden 
Elektrizitäten fortwährend durch den Draht. Man sagt dann, es fließt 
ein elektrischer Strom durch den Draht. Dieser elektrische 
Strom nun bringt in dem Draht und in seiner Umgebung gewisse Wirkungen 
hervor, von denen wir einige hier zuerst nur kurz angeben wollen. 

Zimächat haben wir uns schon früher {8. 15) davon überzeugt, daß der 
Draht dabei wärmer wird. Aus dieser 
Tatsache ersehen wir,dafl der Drahtselbst, ^^g ^^■ 

der Leiter, bei einem solchen Strom mit- 
beteiligt ist. Bei dem Gleichgewicht der 
Elektrizität erkannten wir, daß nur die 
Oberfläche der Leiter elektrisch ist; bei 
einem Strom aber spielt das Innere des 

Drahtes selbst eine RoQe, wie wir eben 

daraus erkennen, daß es sich erwärmt, und 

wie wir noch genauer aus den Gesetzen dieser Erwärmung erkennen werden. 

Eine zweite wichtige Wirkung des elektrischen Stromes besteht darin, 
daß in seiner Nähe Magnetnadeln aus ihrer Richtung abgelenkt werden. 
Man kann das auf folgende Weise erkennen. Man umhüllt einen Draht 
sorgfältig mit Kautschuk und windet ihn vielmal um einen Holzrahmen 
(Fig. 22). Durch ein freigelassenes Loch in diesem Holzrahmen steckt 
man ein Elfenbeinatäbchen, welches an einem Faden hängt und welches 
zwei Magnetnadeln s n und n s trägt, so daß die eine Nadel innerhalb der 
Windungen, die andere oberhalb aich beflndet. Die beiden Nadeln haben 
ihre Pole in entgegengesetzter Lage, so daß dem Nordpol der einen der 
Südpol der anderen gerade gegenüberliegt. Ein solches System nennt man 
ein astatiaches Nadelpaar. Sowie man nun durch diesen ge- 
wundenen Draht, den man Multiplikator nennt, den elektrischen 
Strom hindurchfließen läßt, indem man etwa das -f- Ende mit dem positiven 
Pol unserer Influenzmaschine verbindet, das — Ende mit dem negativen, 
werden die Nadeln aus ihrer Lt^ abgelenkt und bleiben ao lange abgelenkt, 
als der Strom fließt^ Hört der elektrische Strom auf, so kommen die Nadeln 
auch wieder in ihre Ruhelage. Diese magnetische Wirkung des elektrischen 




SS 



l. Tnü. I, KM.^iA- 



8tram««< dnmi gmaner« B^timmuiLg un» noih beschäftig«» witiin wird uii» 
oft diuu iliriii-ii, an/iLxi^ijji^n <iU ülii-rhnijut i>iii HrktTia<Tlier Si.roiti dumlj 
Hnfin Draht fließt. DerelektriRcho Strom uaI nooh f\nt Rfiih* vo« •n<?i'iTii 
Wiikmi^criH die. aher mit dcu i^tröni^n. mit ilt^non wir i^ hin ^li tun hnlien. 
niiT twhwrr nachKiiwu^iEcn sind, 

*i Übctnll in dcp Wi*«iiachjift beruht drc FortKhrlti in der Erkenntnis 
ditrütil, dufi rruin vcjn ili'ii ^robon, in dk Au^vn fuliptidmi f,a lirn feinen. 
xatiÜriiHt TinlKtaerltbiiTeji Emckoinungcii ul^pr^ht. Und d«d ist nur 
iiiogbcb. WL-iLEi iiiuEi Biuli ijiLEuet L'Ciipli/LtUicIii-rL' MrUuppuratif vi?mi^luifK> 
diipoh rllp nmn hucIi wdir feinp Wrlind^Tung*'" i\t»:M f^BW^ mir***-!! kjinn. 
So i«t audi lür (LijHi<H UvLii^l Jvr <-Ji?klnhr]u<n Liulun^u und S|Wi(iuiifevii 
det Fortjsr'.hritt; nur diircli AppArrti<^ möplioh j^owordüii, die niii'h twhr 

|£Viriii|^' EluklriAttÄMmengeu und Spannuii^n 
^^ ^ Ktohor 2u «Tckennuii und eu me&äAn i^irJikijlMrn. 

Apparnt*, wpkhe dieses jafpr.ft(l*n, n^nnt man 
Elektro njtl tr. Si^Ikjil ein gewolmliohci 
Ooldbldtti^lrktrordcop piht unn jn pin Mitfrt, um 
dM VorhanüciiBcm vuu Ekktrixitkl aniuxeif^ün 
und in dt-r oben bps^hriobent^Ei Eicncrsrhen 
Potm nuch MvMungtMi AnzuNt^lleii, Bb^^nsu vt- 
iHubt darf: iSruiiiLFiL'tie Elt^kLi^t^kop i.Lie Sfiunnimp; 
^|>r^ t,'i'!ii.dr.hrii KorjH-rn nip'SftPiid E" vrft^Iipru, 
LJu-L' EI^-ktruskin^K- Hud iiWr zu weiiiy i'uiijimd- 
rJ lirh. Viel eraiifi ridlirberc Elcktrorar:l.cr hat 
Lord Kelvin {^ir W. TlioinjäorO auf versulii«- 
denfflf.hü Weise konatniiert Das iffichtijrstrf-. von 
dicaen isl dfts *i! u a d r a n t u I e k l r <> nnf 1 u r. 
woldins fii'hon nuflerordentlirli geringe KielftnKi- 
lülamengen imdSpntinungpniii messen gejiaHet. 
Vi6 weseutlicUeTi Teile Uea Inatruniente 
ftind in Fig. 2^ nhfrcbildet. Rim? NndH a 
nun diinnviii Alumijiiuinblcob liÄngt au viaom diinntu Fndtu x lu omcr 
MtwKm^liijC'lim- . w('|fln' au'* vn*r vrttieinnndtnr KelnmnlMi t^tnulrantrn 
•i b« e, d bvil^bl. (Der Qu^drüiit h» mt jn dvr Figur wr^gi^l&4svn. damit 
man die Nadi;J u «eben kKiui.) Dici^i^ QtiJtiJnLnioii 4Iv1k<ii tnnlu<rt »uf illa»- 
fliU^n. Dip bmdeM QiiJKirftTitPn a und cl niiid ih^m^Ah^nl niil^Lnander dun^h 
rinen DrabI w vi^rbmid^t], und td»^rjA<i «lie b^*ideu Qu>i<.lt7ijLl''n c tind li^ 
An dfm Qundranti'n n in! ein Mi-tnllftthholn'Ti I, an c ein Metallatab^hrn m 
bef«atiKi, wetfht Aur Zufuhriinji der xa nnt*TMirU*iiidrn ElftkuititAI dii-- 
ciün tKJct uiich niwb Hrdürfnin di<* Ablmtonp Kur Krdc vrrniittrin , Man 
nennt dieae f^tübcbcn die K I e k 1 1 o d c n, Die Nadel u trägt nuf ihrer 
Avkw i-ineii S[in<^'L'l t. m widrhcnt dji^t Bcld eyiim viitfi'rnt uulgiuUvUton 
ßkaln <'fw:}i'.'iiit, woltihi-a durch ein Ktrnrohr bcobnrhtet worden kann. 
Um dun Appuul zu btuulreri. wird dit^ Mudel u vm lür jdk-mal slurk 
pofliTiv ff<^ladE^n (anf 4>in^' hohe [>o«ilive SjiBtmiin;^ gtdirai^hr). etwa durtih 
Vfir^bindiiTJilE ^^t di*r «inen Belebung viiwt geUdenvu Le^^^uer F]««vhe, 
uiMi«ign«tellttdAOflieziin«chenae und bd lh*|;l, und ■« wird ilidUr giworgt, 
dfwfl dieAD f^pannann kon«t>anl erbAli4<n bleibt. Niiti ^virvl ni\* di*r biiid«n 
M«taIUtäbdi«n, t. h. ro, mit der Krtle verbumlun, aljiri auf lLia Spaimi^nK 



I 



QDAdAoMaktroaeiir. 



I|iet>ri^ht, und cUdnrrh auch ilie mit ihm vrrhundnifn Quadrunten h 
imil c- Dun:b du amlf^ri.- M^tail^tührli^u wird *.\i^:i Quailrnnten a urnj d die 
EU unternuchpnd^ Klrktrrriffit miTLri^r''ilt^- U' iiii>i^- \jimi\v. »o wird dk* 
pufittrv X&dtrI vuü a und <i jifHJ^^'.ii.iii n . hewrfi;t aicb ilI>o uHth b urid o litn« 
droht Edtb mithin iudt'r-ii.<ILii.-i] ICii.Li- 



^ 
^ 



^ EU 

I 

I 



tODg wie «<in ITlin^i^r. Tat dHiff^Em 
dis CwefuhrU- R]''klrkitlHt iii-^tiliv, 
»o «im d\f. NaJt'] von « und ci nn- 
IgcBo^n^ droht nch aliio ont^ieann* 
racUt wir rin IThrrnffpf- iJ'^r 
oam dar Drchunfl ftibt aluo an. ob 
die £as;tlüiirto EI'.'ktTUilÜt pu^itiv 
odfr ni*ipilir int, nnd dit CSröÜc der 
Dnhuug, div nuui durch die V«r- 
stUobnng de« Sltal^nbitd«« im 8plr- 
ff«l lUMMD Ieaud, jfilil tfiEi MbQ lue 
aitt Gröfo d«r tint«nu«htQii K{»ud- 

In einer etwjbi von ihr cirj^« 
caletl T h omno nuchrn abwpkhr-n- 
d«n, «bor loiehler la übvrM■h^'ndl>n 
Kcirm Mit dft* QnadmntelrL-lTnmrTor 
in Fig. 21 jUiflicbitdct. Djc Nndol 
A-tLWpht ^wMclien dpii tjijivirant«-n, 
voa denen witder cinor in «h-r Figur 
»wmhiawn iBt. Ihn^ ArhK^' ut 

dmcu ^n^^n Kadrn a.tx d'^nt oberen 
Kopf d«H A|]p[Lr£i(.ni drrlibut be- 
fifi0ligt, unl.<<ri tJitirht nie in ein Of'- 
äft mit kuiii4?i]trif'rt«r 8vhwuft*l> 
»k durch welche der Nad<^l dii^ 
E]>>ktrUitAi v^rmirtflA dn Lvlt»!« 
mit di-Jit Knopf (! xtj^ii- 
führt wird, und wrlrh** 
lu^cloich xui Däiuplun-K 
der SohwinRun^en der 
Nudel dient. Zwei ge^^ni- 
überbe^>L<ijde lJiULdTiL[iLi?]i 
>ind mit der FJuIctwxie A 
ipMbuuden , die beiduu 
Andfpn mir. d^r Kleie- 
icod« Q. Xt\ C Te^l in^Aci 
etWK die rine Rölrf^iinK 
«wer geladenen I*e3ilener FIjuhL^' 



Vif. u 



timl biirttfl dadurch mil Hdle d«r 



tichttefeinttUTu die Xadol auf ilji' SpanrjiLniir di'wor Kliu^ch^. 

bet»oht«n wir die WirVunjE d« Qiiftdr«nl<ilektromei«Ti Kennu. no 
erkcniMD wir, doiJc«, wie ikituh dajt t-:)iiii>r)iiihti und Hraunuhf-iobuni^, ITf | 
KltktTioalfop. xunJIchBt nieht K|cfciriziij.t*monff<™ sind, weipbc miin dftuiTl 
ffluaea latm, »mdom S^pauntuigen. und dali iiiaE^ entt iudirekt danvi. 



40 



T. TeW. I Knpilvl. 



Aiich dir GrdQe von KlelctriBiUtamengen »micin*ndcr v<>rgltidxen kann. 
Dnnn bei der Me^eiin^ winl die NnJel ein (ur ailuiiml uuf einer »ehr itohen 
Hpunntin^ ^rh^Jt^^n, imlrtn tniin iW Rloktrnr]^ 1' mrt oiniT f^lFktriKitlltii' 
ijiwllti VL<rbiud(!l. div eine hohe tijjstiiiuni^ lint. Dt^r eu unlvreucliriidp 
Rürpuc wjrd dnniii oiiicii ii^ineu DruliL mit dvm i*iiii<n CJuuJxaiitejif^iUktfl. 
etwH mit A, iWmiidt'n. Von dem jsu imterMu^hfind«-» Kr»rppr «Irömt 
riiui duri.'b di^u Drulil Elektrizität so itin^ aut dim QLjHi.lruri(i^iip!tHr A, 
Kia fifiwcn Sjwmr^imi; n]r\i'h clnr des zu unt^raur-hi^ndf-n K^»rpi'f*i iftf. Diww* 
Q|iirii]['jtnT.vripHHi Kritli^ll mIhu uiubi^r fiinhr EEtklmlfftl, je- hohvr UirSpAnnanit 
dne KU HnT.pmurhi-nden Ki'irpcrs ist Der Drehung'gwiTilcel der Njulrl gibt 
aUo dir&kt ein MaQ für di(i Spannung des unterenobten Körper«. 
nirlit für din miF ihm bpfimilifhf KlpktmitJitanipnsp, und wir Imbun dadurciti 
die MiiHbt'hkcili, du* Spnnnungpn von grlndonMi Kriqicm mit;pinandpr KU 
vergleii:heu. Vm die äpummiig, dit* niaxi durcEi mn El^^btruinctor miÜt. 
dm-kt m VoLt uuifdrückcn in konnten, muli man das t^IckCrornotr-r. wii* 
moji ea nennt, 6^ch«n. Duh ge^duebl aui {4ilg?ude Wvisi», Mau bat 
Apparat«, dlt* 8ojjoMJtrml<*n Nornmlelrmcntp, don-n HpHrmiin;: in Vnlt 
«in filr allemal dtm'b gi'ikHiie Messungen Ifeatimmt ist. ^Vic -^vmh'M vm 
di4UJ.oii NciCEimtuLriim^iitiin im }. Kupili^l Aiiuführltrh tiprui;bi?ii. Hjer iii^hriu^n 
wir vorani. daß ein KadniiiiiEieE^ikient eine äpaTinungndil^erenE an nciiicji 
Pokn hnl, die 1,019 Volt betraut. Verbindet tiiHn älao d«n einen Pol eino« 
Kfuliniunn"lein»'ntr"^ mii der Krdf , den anderen mit dem ein<^n Quadranten' 
pflar miaoreä Elekiromeler*, 6Cj erhält die^eA die Spannung von 1,019 Volt 
und diu Niiib^l m^t ihrtim rfjue^pt nirLt'ht diLnn eint' bestimmte l^rehuntf, 
dit man durch dn» Fernrohr alt eine Amtühl von Skaltnteiien mUJt, E» 
fwiüudaa jj, B, 100 äkülcntdlr- Donn entspricht jt!drrSkalent«il AusHchln^ 
dftr Nadel einer Spannunji; von O.OK'K* Volt und man kann dann, wenn 
man für euu* nu metmiiudr^ ätuinnung bloü die Anzahl der dkulenttidv, 
den Au^sehla^r di^r Xru]i>l be^tmimt hats. ^o!ort die ?^pHnTiung in Volt un- 
liehen. 

Wir kennen alwr dnmh awoeknmßige Kinriditiing von wlehen Elektro- 
metenmejuiungeii aurli di'.< K h [^ iL k i t a t eine« Leit^^^ra raler EondensAtors 
in Miknilamci meHtum. w^-nn wir nur einen Verj^leieb^kundcn^tor von 
beknnnt*!T KapaiilAt , i. R nnaer '.m-Mikiofarad von S. lÖ h^sitjen. 
Zu dem Zvmek ladon wir dm in unicrHiit^hetiiiofi Kondi^riMaUir i. B, nüt 
einer Kh'ktriüiermAÄChine, Dann bekommt dii: KoUektorpIntte de^nelhen 
eine gew^se Spannung und enthalt eine gewiuü Elektrmt^tsmenge. die 
wir awar aunucibnt beiclfi nietit kennen, von denen wir über uns S, 2ll wiesen, 
daß die ElektrizitÜHinengc auf dor KolEcktOirplatte gleich der Kai^szitüt 
d«» KoEidvnriubor« uial »einer Spiiniinnf^ i^t. Dinav <Süunni.Lng kurit^en 
wir abflr messen, mdein wie die Kollekforjilalte des KonderiAat^rft mit 
dmu Elf<ktrouieter vurbmdün und den Auae^^hlikL' der Nndel lie«limm«u- 
UVnn da* gi'flrh^heTi int, trennen wir dir^Hen KondenftMtr»p wiedur vnn d(im 
Kickt r(mi*."U^r und *H*eii jetit Buine KollekJjuplult** mit d^ui Mikinfarad 
ui VnrbinJnnp (dewen Ki'^'idflnBatorplatt*^, wn* imtufr. r-wr Erdi^ ab^ 
leitet i»t). Dann verteilt *ieh die ElektT)«ititflQienae, die ani dem Kotiden- 
Biitor war. jotat auf die^ Ixiiilen Kolh^kr^orplattan« Die i^pannuug dea Kon- 
dcnanttm nimmt ab, die dw Mikrofarad», ilio vorher N)dl wnr, nimmt *u. 
bu di« beiden Kollbktorplatten k^ine and dic^lbe Hpnnnung habvn. diu 




natürlich kleiner Ut als die vorber &uf dem Kondensator vorhandene, 
während die Elektrizitätamenge, die auf beiden Platten zusammen vor- 
banden iBt. dieselbe ist wie früher- Die neue Spannung können wir auch 
wieder mit dem Elektrometer meaaen, und man aiebt nun ein, daß die neue 
Spannung um ao viel kleiner ist, als die erat«, ala die Summe der beiden 
Kapazitäten größer ist. als die Kapazität des ersten Kondensators allein. 
Dadurch ist das Verhältnis der Kapazität des Kondensators zu der des 
Mikrofarads bestimmt, also die Kapazität des Kondensators in Mikro- 
farad ausgedrückt. Wenn wir endlich von einem geladenen Leiter oder 
Kondensator die Kapazität in Farad gemeesen haben und wenn wir durch 
das Elektrometer seine Spannung in Volt bestimmt haben, so wissen wir 
auch, wie groß die Ladung in Coulomb ist, die auf ihm liegt. 

Unsere bisherigen Betrachtungen gaben im wesentlichen eine große 
Reibe von Erfahrungstatsachen ; aber diese Erfahrungstatsachen wurden 
häufig in einer Weise ausgedrückt, welche noch hypothetische Elemente 
enthielt. So z. B. sprachen wir davon, daß man einen Leiter elektrisch laden 
kann, wir sprachen davon, daß die Elektrizität sich auf der OberRäche 
der Leiter verteilt, und sprachen von der Dichtigkeit der Elektrizität 
an jedem Punkte des Leiters^ In diesen Aussagen sind aber Erfahrungs- 
tatsachen mit hypothetischen Auffassimgen gemiacht- Denn in der Tat 
beobachten wir nichts weiter, als daß ein ^geladener" Leiter anziehende 
und abstoßende Kräfte ausübt, und zwar, daß dies alle SteUen des Leiters 
tun. Aber von der „Elektrizität", die auf dem Leiter hegen soll, beob- 
achten wir nichts, diese nehmen wir bloß hypothetisch an. In Wirklich- 
keit versuchen wir aber immer, wenn wir solche Tatsachen beobachten, 
nna ein Bild davon zu machen, in welcher Weise diese Tataachen zusammen- 
hängen; wir suchen die beobachtbaren Tatsachen zurückzuführen auf 
oDsicbtbare. nur dem geistigen Auge deutliche Vorgänge, welche ein- 
facher sind als diese Tatsachen. 80 erklärt man sich die elektrischen Er- 
scheinungen, die wir besprochen haben, durch die Annahme, daß es zwei 
verschiedene Stoffe gibt, die positive und negative Elektrizität, welche 
sich ebenso als Elementarstoffe verhalten, wie etwa der Wasseretof! und 
das Silber, Ebenso wie diese in Atome geteilt angenommen werden müssen, 
ebenso müssen auch die beiden Elektrizitäten, wie eine Reihe von späteren 
Erfahrungen uns lehren, in Atome eingeteilt angenommen werden, und 
diese Atome nennt man, wie schon oben angeführt wurde, Elektronen. 
Diese Annahme muB noch ergänzt werden dadurch, daß in jedem Leiter 
die beiden Elektronen in praktisch unerschöpflichem Betrage vorhanden 
sind und durch Influenz getrennt werden können. Von diesen Elektronen 
nun nahmen wir nach dem Coulombachen Gesetz an^ daß sie sich an- 
ziehen oder abstoßen. Wenn wir diese Eigenschaft den Elektronen an 
sich beilegen, so behaupten wir also, daß zwischen ihnen eine F e r n- 
kraft vorhanden sei, d. h. eine Kraft, welche von einem Körper A 
au^eht und an einem Körper B angreift, ohne daß in dem Zwischenraum 
zwischen den beiden Körpern etwas von ihr zu merken ist. Der Begriff 
der Femkraft enthält aber etwas Unveratändliches und Mystisches. 
Wenn wir beobachten, daß ein Mann an einem Tische sitzt, und daß ein 
Glas auf diesem Tische sich bewegt, so werden mir naturgemäß zunächst 
untersuchen, ob nicht eine Verbindung zwischen dem Mann und dfeTü. 



42 



L Tdl. t. KA^tiiL 



Glu vorhnndni ut, etwn durch Fädi^n odor rlureh rinm MmhaiuBiiiui^ 
in der TincLpbiUr. wlvr ob nicht div ltt?^^'vL;unß di;« Glu^eti umi ^itiv sdi^-in- 
baw istn durül; ofitiaohe Tüueclmiig horx'otfiprufotr Wi^nn »nr nun »iii'h 
nicbU derartiges finden tünnen, 99 wfrdfin wir, (hII» wir jn'cht i-tvi-^^ runi 
Sj>irifismuM iieiK^iiH utteeitr OberaeucTing dix'b iiwht aulgeU-n, dwO diwi" 

Ft^riikrHlEv, die elwu vun deru Wdlutj d«-» Martru^n 4 LiftgcWi. Nkht AiuUn 
iat ea hei den Krftftf^n, dio wir in der Nntur achon, also aneh tici den dek 
bischen AnziehungakrÄften, Sie «racheinen un» lUnÄch^t aU Fcmkrift«. 
aber diu Anmihmp d^rwllj^^n kann uns nit'ht hnfficHÜp-n. vicbH-'br wt-rdcn 

vir dicM Kräfte etit dann vorstehen, Renn e» griingt. den M«<:hdmmniU 
klu^i^^ k^f-r.'n , iluri^h weiciii*rk (?m Körper A uul eini^ri KorptT ß wirkt. Dw 
EinaicEit. djklj diivi emri vollen Vi?^tändni>i notwfmdig i^t. hatti« iiutr^t di>r 
gitiJSft vngliflchc* rhvsakcr IT d t a d & y . urid epüie Beiuüliungtfti ging«ii 
Min uanaw* Lt^b&n hindTirch darauf hin. durch (rspeTim»*nti'iiti Tntwu'hH" 
TU »igin, d»ü *"in^ *okh# Vt^miilidiin^ c?dAtiert nml worin am bi-jatoht. 
Dio AuffiMdurLF> di>r d i e 1 »' k t r 1 # r Iumi l^i^msi-bnflvu drr Kör|iL^ 
WAr fin i^rpti^r Erfolg in dleaei Richtung, Sw zeij^eu gftnT; direkt, diUS 
dos Zwiit^hen medium awimdien zwei ^ladenen Kond^n^atprplattcu einen 
WHientürhen Einüuß mii den gnnxen Vorg;ang der Tnf1ui.''nK hreutKL Dw 
Anjichiinun^eii von Farad ay wurden später von Maxwell weiter 
uu»t;L4ki]ii<'t unci pTrL;tiHi'r lEiir^ji^tifllli. und niun verstcbl ]]l-li(c uEitcr der 
MttKweIJschen Theorie der ElektTj^itüt diejpnig* 
XU«une« wck^hL« die olektriaohon ErsokL^itiungun niciht auf Fernkräfte, 
»ondem auJ vrrmittehe Kräfte lurüokführt. Dulrei kann man ininirr noch 
fwlhu[(i?u, doM die EJuktri^itiitoEt wirkLiulie Slutli- «md. tib^r mau muß 
vrrinj'luMi. die KrShi.', mit denen dit'i*e aufpinandtr «irti-n. fih vt^rm\Up\Ut 
auirijfiu*j4i«n. Da die elekti'iRubyn Wirkungen awat i?inertiejb» vou dwr Natur 
der Ihiil^itoren alilulngen. ondrTPrwitn almr, wie wir «p^tiir ai^hori ^^tirdcn* 
flieh darfh die lanlHloi^n niif p'mT HuUern [deutlich großen Oeti-hwindi||- 
keit ioityillanei^n. wt^k-hx (du^riho KrcU \i^\ mc diu (i^r^hwmdj^kmt doa 
Liijhtfl. io mu[l man weiter ftnnfhnien, djiß zwnr die kürp^rliolir Suhsitnnif 
der UulaUireiiH die Moleküle dtriHi^lbmi. du.' 'iVa]|L-r tli^r Eii^kUcuL-n imd, 
daJJ aber dir Vermitt^lung , die CbfEtrngunR der elektrischen Wirknnprn 
von einem Elektron iu eintm ft^idcrisu duich eine uuiirtordeQtbch leiiie 
alA«tiHüb<? SubBtAn;^ gt'scbieht. dicscllH-, welnhr' man axuAi kut Erklärung 
dnr I*it'ht<>rscheinüngeu anjsunehmen gezwungen i*<t, und welche man h^- 
kuiiijtln.'h den L i i.- k l ü t b e r nennt. Dieser KöriK-r ai nn gawieu Well' 
raxim v>*rbrpLte1, w ist aber anrh in d'^n Kpiqwni »rtllisf nwiwhrii dpn Rlrk 
trointfi VL^rbanden. itL^kamitlioh kabt^u ilw vvnAiivdvin^n dun^h»ic'hti^i'-n 
Kßrprrr die Eigif-.nsfhAft, «Jan Tiieht nnl VfjBchindftnpiT (JpÄphmndigknit 
fortfupflan^n uEid d^r migvnAniiie 11 r^ v h n n ^ » i n d t' x rdnc« Körpers 
bt um HO groÜür, ;c ld<'incr di**. (x('aohwindiKkeit dn« Liehtod in ihm iBt> 
DioMT AtKor i>t nnn i^ach Maxwell aneb der Veiinittlei. der Cbermger 
d«r «lektriBchon Er&cheinungen. In i^ineni dioloktru^hcn Körper slilU ixaxi 
nach nnierer objj^en Annahme {S. 30) die «inxclnen Molrküle jiolar mit 
Klf^ktrunen verbunden, und bei der FvnpOpnsunß einer flektri^ohtn Wir- 
kung durth den Athcr mÜBien alle dimo Elektronen anffCKniTr^n» (hrP Kfigtvo- 
»itigen Ab«t£indc^ «-eränderl werden. Daraus fol^, dall dti* OeAi;hwindigk«kt. 



■Alt. M 



mit der elektrische Wirkungen sich durch einen Isolator fortpflanzen, um 
Bo kleiner sein wird, je mehr solche Elektronenpaare in jedem Volumen 
vorhanden sind, d- h. je größer die DielektrizitätBkonstante des betreffenden 
Isolators ist, und zwar zeigt eine genauere Beobachtung» daß die Quadrat' 
wuTEel aus der Dielektrizitätskonstante ea ist, welche die Geschwindig- 
keit der Fortpäanzung elektrischer Wirkungen bedingt. Daraus ist nun 
zimächflt sofort ein wichtiger und interessanter Schluß zu ziehen. Da die 
Geschwindigkeit des Lichtes um so kleiner ist, je größer der Brecbungs- 
index ist, und die Geschwindigkeit der Elektrizität um ao kleiner ist, je 
größer die Quadratwurzel aus der Dielektrizitätekonstante ist, da aber 
die« beiden Geschwindigkeiten, wenn sie in demselben Äther verlauien, 
dieselben sein müssen, so folgt: 

Die Dielektrizitätskonstante eines Körpers 
ist gleich dem Quadrat des (optischen) Brechung s- 

Diese merkwürdige Beziehung, die von Maxwell zuerst ausge^ 
sproohen wurde, heißt aach das MaxwelUche Gesetz. Es bat 
sich dasselbe an der Erfahrung bisher auagezeichnet bestätigt gezeigt, 
wenn man nur für den Biechungsindex die richtigen Zahlen nimmt. 
Folgendes sind z. B, bei einigen Körpern die beobachteten Zahlen für 
die Dielektrizitätskonstante und für das Quadrat des Brechungaindex : 



Dialektrmtätakonatuit« 
3,97 
2.00 
3.16 
3.07 
2,23 



Qumlrat dr« Brechunginndex 
3,89 
2,01 
3,05 
2,07 
3.13 



Nune dar giib«tanz 
Schwefel .... 
Paraffin .... 
Schweres Fhntglas 
Petroleum , , . , 
Terpentinöl . . . 

Die Kräfte, mit denen zwei elektriache Körper aufeinander nach dem 
Coulombschen Gesetze wirken, sind also nach dieser Theorie keine 
Femkräfte, sondern hervo^ebrocht durch den Druck oder Zug, den die 
Elektronen auf den benachbarten Äther ausüben, und der sich durch den 
Äther fortpflanzt und so Bewegunga an triebe erzeugt. Ea lassen sich also 
die elektrischen Erscheinungen ganz anders auffassen, als der erate Anschein 
es erfordert und als man es friiher getan hat. Diese neuen Anschauungen 
föliren aber, und dos bat ihnen die Überlegenheit über die alten gegeben, 
in ihren Folgerungen zu ganz neuen Erscheinungen, die auch durch die 
Experimente von Hertz tatsächlich bestätigt worden sind. 



2. Ka|Ht«U 

KontahtclektrizitKt Oor elektrische Strom. 

Luig« Zvil ^.ill *-•• für unm(.>|{livli, Kli-kuidtät auf andere WifiH» «u 
fivT^KiHfn nh durch K^-ihunfj. Zwnr konTitr mnn mit eini?Tn einmal Hi^ktri- 
Hivrkn KüiptT aooh wiedir von neuem durch InlluenJC Etektriziliit pdI* 
wirkebi, fthor inimef niuÜU^ muT; iuorat dnesi olektrieiorton KÖrpor duu 
hubpn, und diosiT tioü äirh njcht andpn hc^T4tf-l1i?n ab) duroh Rribung^ 
Dfi wur fiv gegüu Eiid^ des IS. Ju.]irhu[idL-rtff. dä.1}. duruh eixie auiäUico 
Ent<icrkm»^ von (.! a I v a n i vtTanldUt, V o I t a , Priifpawr d<'r Phynik lU 
Puviü. i*ine Ftü»^ von Experimeiitm ansMItp, w^lcW iii'.bt nur nrufl 
Mc-Hiitdi'H aur H*"rvciri>4'irt^uii|( vcni Eli'ktnKitJil, IrbrLi'iit i^oiidopJi W"Joho 
dio |j;i'iHLLiiite Keiintni« von d^n Wirkiuig«» der Ekklridtät aulk:nird<^nElir.h 
irrwi-JI' rl'^n, V u 1 t a Koij^t« zuzu orateu Mal<^, dnÜ miLii Kcirpcr auch ^ahx 
ohne RoibTiiii: in den el^ktriftfhen Zustand vprsftüpn könnr*, er irnicht^ 
Kum 4»nit«n Mak- Experim(!nte. in denen Elektrixitätsentwickc- 
InnKdiiffih rhemisohe Einwirkung awBißr loilendcr Körper 
ttUleuiflndcr eintral. 

Di^r ZufulJ, diirc-b den dinnu nvuo KIuhbu vuit Era(.<Uviiiutjguu bvkanrit 
wurde, war folgondpr: 

(t u I V u n I , Ktuftwsur der Mvcli;;ii; In Bolü^na. ruai^hti^ im JuUiv I7ö^ 
(wie eiu<? Emilihinp bi-hüuptt'tn wur l-i ei^i^ntlioh »eme FrHU( *lns Bc- 
obttt'btuii^, div /uiiH^bHL f:dri£ röläi-lhati vrachien. UdJvanl halt« uäitdiuL 
i^i>TL Fro»rliw.dn'Tik<.'l Hfl clfse^'n N^Tv^^ntTKi*^«! an pifn*ni kutif^rri!.'» Hiikea 
Aufifrluiiiu;! und dR'HUii an «rem ciiwriieii Bnlko[kgitt*i bBle*tigl. All 
aidiitji^ diirdi dfrii Wiud dj^ üriti-rt< Etidi-\ lb^^ FroMuhm-honkcilfl mit dem 
eifierncn Geländer ie\h%x iti BtTühiung kirn, zuckte dei Frosrh schenke! 
xUfunirnDn und tat dica auch juil^inal, nk lialvtuii nun ubäiehllicb dio 
Berührung mit dem Balköngittör h^rvorbrachtp. 

Diuts EApiiiinient mat^ht« Jamak die Bunde duroh alle ^nseen- 
enbaftlkhen Krriiw Enropna. Aber wie war dieser Versiioh lialvaniB 
jlufEufü^pn' ttalvaai wJbat Ueß «ch dufch VoreingpnomiTH^nhpifi täu9<^h*iY, 
er etauUi', duQ diiai^Q ßxpiO'imiAnt diP lungu wimuti^ttr Lebeuskriilb bewcifie. 
and M K^lang ihm nicht, diMra immf^rhui s^hr verwirki-ltt-n Eompiov 
von Krflt.'liffniüugt^u in ät^iiR' piiifuubt^rvu Eltnii'jjt.e HuiauUiHxu« Erat V n 1 1 a 
Reigr^fl *lnrrh *iiii» Ä<>ihf von V<*rjaucihenj dftß fnl^nde Diiij*c bei diesem 
V<rrau(^be wi'ft^ntliob xuuj Gi«Ii&g»Ji »iud; 

KrHti>na: Kn niilsann Mißnr dnm Frogch«rUrnknl Rwei ver- 
■ chiedcn« MnlaUf vorhandflii «nin. Bei Ualvani waTeu « Kupfct 
und EiiPTL» e« känneit ikl>ur auch Zink unc! Kupfer» <x]pr '^irik umd Pktm, 
oder iibrrhnirpt irgend 7wei vrT»^ehied«ne Metnltn »in Mit »w^i gi<^iebfln 
Metallen gelingt der Vtreueh mchu 

Zweitens: Dip flrei vorbandparn Kdr]>oi'. ilf^r l^rtrMi'hHühvTikcl uTid 



I 



I 

I 

I 

I 




(•Altiudll 



4( 



» 



die b«ideti Meratlff nill*«rn «iD«in fl;o«chl(>Hi«ii<ii Rr*tt Uld#tip «« 
muß da» Kupier oinomiitji tnk «km KirtFin. ai»)Arc<rhi<ir.A mif iloni tV»Hih' 
>cVnkH untl ebenso dnn Kin^n oinrrwiw mir dt-m Kupid, amloii^mfiit« 
mit dvm FrowliBcUf^DlcL-l m Borul^ijn^ »nin. #f>itMt ffi^lin^t d^i Vornucii itipht, 

U r i 1 1 V n a ubtT, wpkhn Kollc «piclt drr FfXÄrhHfhrnknl bi*i dwM-m 
ExpcTiracnt ? ^irhor i»t. daÜ m dif^cm iii»ch]oiiufLi:iL Kii>u. ^[obildct 
uiu xwri Mi-tallpri und dt^m KruBL-Wlir^nkr]. i'lnjui irng^wöhuUr^ht^Ti vor 
sirh ^pht , uru Hirli rbr*a durch r^A« Zucki-n di-« Fro«r1u<:]iciiki?l!f nianiJfHtii.'rt, 
Abvr kivrlh-j hi*^u iLut'Li xwn Mug!iL'Lkrit?ti vur: Kiitwt*ilc-r ttümLiuli lai der 
Fn»f.ht<'h(>nki*l öhpfhAiipi xix i^^m iin^ji'Wfihnlirlii^n Vrirping rn'.twwndig 
— uiul d^ ww dm Aiuiclit von ÖhIvähk w<*k-bv*r j* dii' l*eJ)vrfcflkr*iK huh 
diMcm Vcrsochf jrii nmriKin ^lAiibUr — ojIt /wriTi^n^, der iin^ewAhiiUrh^ 
V*Tg*r;fl ftn airb i»t nifht «n dir oTS*nifli?ho MiiE#irit di** Froflr-WhpnfcrU 
geknüpft, 9i>ndcrEi dnr Fmitchnphrnktvl »ü|ct ilupch uninu Zijokuii^en nur au» 
düfi cbrn rtura." M^rkwilrdi|7i^ Vor .«ich u^hl. rr int nur ^in RpnfEPtiEmittol 
Jör den Voigatig. Htt^ui wit das itlauwerdfin von Starke tiri Uiu^»6 nul ia» 
VOThandonst'tn von Jf>cl ist. nii***- E%vpite Ansteht ptwi^b Mt'li eiU di'- rirhr L;;r.' 
Nicbl darauf koiuiut » nn. diu gütude t:ui iPt^jauhm^hK'iikt^i mit dt?ii bpidvu 
M«<tiillon i» R<<rühtiuig i«l, «f>ndern darauf, daU oiiit KIG«sigkoit, wie 
daaaaUhtJti^v Wfta4i*r, wdrlif« in lUiri FV<:«(-h»clLVriktr] vorbandvii iit> nüt 
deii beul«» vi^nvkitUvuvH MvtaLlvji in Bi*rtili:ui)^ imI. und duÜ dJvtv beidi^ii 
Mrinllr "sioh fir-lbrt borÜhmn , daÜ rt^a^ .>tn ft^Hfhlonai-nrt KrciH 
%'OfliaEidvn inl, g«b]lU<ft auH «uivr Fltiasi|;kiMl und 
Rwci vcmcbind e^nen MnlaTlfm. 

W«nn mau aIbo, *o tcldoß Volta ««<itpr. vi« in Fi^^ $&« fwci Mi^tullc, 
Zink |Zk) tind Kupfer (<hi), in rinr- KiliaaiKkcit. a, R, verdünnte Schwdrl 
rinrc oder auch bloiQ in ircwoknbchoA Brunnenvoa^fr «t«Ut and weiu 
man du« KupftT. wn? in der Kijrur. dnnfi 
dnea glr^ldT^n odor ircbojfetien Drnhr AB 
mit dtfiD Zink nuÜerbulb dot Kluaigkcit 
VOTbiTuk^l. SO K'^bt in fJtfftf-m K^W7}Ilo»pn^^n 
JBbMM das««lb« UriiE>- wohn lieh« vor wit? bcri 
dtn QmWftmfU'U^n KxfiCTJiniini. In «krTar 
Ul dwdivAelbt Anon^iinng wi«- )jfi Oalvani, 
nur daß »latt Knpfi^r iiud Kimi>ii hirr 
Kiipfff und Zink und daß utalt den 
FrMcluchtiikeli dirvkt viilc I^liiMii^käLt tri 
rkntrm G«&0 ftn|{rvir«iu]ct dnd, 

Wa» grht uun in cinom Bolrhon Ervu 
v«, uaH LHl M, wnfl die ZufUunRün do* FuMV^hii.lH'nLii 
Da£ die Elrktri£it«t liicrtw^i in da« Spirl kommt. hnUv «chon Gftlvami 
b«i Hcinvu pTBlen VVrBui.'livu «^rkaniLl . dünn rr kcmntr di^n Frojirh- 
aclifnWI ftucK *«m ZnrV^n brinnfn wean tr in wrbpr Nahe nur 
«dvktnicha Funken diirtjh i*iiie ICtt-LtriMerujuet^hinc crt^pn^*- VuUa 
Ab«r erkannte, d^Ü in dirAmi ^'i>i4oh]oAsi>iii-ti Kroia ^b VorguijE etatt> 
finde, d«n wir alii rlrktnuc^htTn Strom nohon ob^n (S, 37) bujtDicb[i(<l hab«u. 
dftS mÄmhch dunib d«n Ornbt A H dmjirrrid flicdi KluktriisilAt Iwwegv, Den 
Bewvi.t dafür können wir dadurch oThnnßnn, daU wir let^^n, daß wir 
dÄfiVelhen Wirkiun^oiu dio wir oben btuii DureLiKitii^ d^r RTektriKilAi dujccb 



rti ti> 




vi-irinlAßtf 





Ifi 



1 Tea, H KapiteL 



eiucii Urulit vum puaitivm zum. üif^aiivvn Koudtiktor eiiier Elt^lttiiaivr- 
nuhBfilniM« |]i'nlw«ht«t luiU-n. Iili^r wii.hUt l^rtckm. Di'i iT^lv Wirkuniz bo8t&iicl 
darm> iIhI^ Oor Draht dort o r w A r ni r wur^l^H va» wir durch cIjui llioßnchc 
LufUhi-rmoniDlßr n/K^Lwicf«». Diiu^lUr Wirkim^ ßruifm wir auch hior 
lind 7wnr in vjel »tÜrkcrfm Mn-Qn, W-rin wir den Dmhi. A B nur mit der 
IIiLiid Ainf;i»±cnH &a merk^Ei mr sofort, JaQ or wärmer ist ala die Unifcliunff. 
tmd Tnit Pinom Thorrnnmt-Jpr- dun wir ftnirflrn, kflni»*n wir das noch vid 
gr^nikUor kontrolliere». Zwoiloim wurde damjild ein uatatiachr^ Kutrlpaar. 
um wuk'lit«-! fh-r Dmlit. horuuig^ifÜiiH wu<r, ub^fluiikt. aubuld ttv Klvk< 
triiitÄt fticJi durch dr^n Diah'. bewegt:*^. Birn'itKeii wir di:u**lWii MnltJ- 
ptikakirdrahl (S. 37} ji<t£t du^^u . mit durch ihn A und U su vFrbmd»?n, 
atAtH durch din in dpr Fi^ lif» ir*zvirhri''r<?.n lÜrki^n Dnihf. jo flndi^ii wir 
eilie noi'h Tii?t krifliyere AWeiikun^ dvs Hätatifti-Iieri Nadolrwiftri'* , jft rt 
W^nle hii^r, wie wir buki ufihri^i wi<nJu(t, mjiii f;i*wöhnhchf^ uiiiiAoli'^ yiu^nifl- 
nndftl mi diesem Verkoch \'ollst.ftndig gcHujaon, 

Wir kotineu tiUo nicht ew^ilolnn thtÜ in üibücni Appftrut» d«ii man ein 
Vol tii5<:hcfi Elcnicnt nenne, rin oleklriiif her Strom flipQt, Abct, *o 
[QÜAHin wir fmgeü und nu hiLt auch Volta ^c-fragt, wulier enUtt^ht dcioa 
hicrbt^i die Klrktni^irJit und wnh(<r kommt r-m. dnil ^nr nirbt m Ruhc^ biribt, 
wiv aul einem ^eladtnf ji Leili^r. «üiideru düU aie dich birw^gt? \ot allpa 
Diligvil ^^'lF!ät^u wir bereite, duß. weim diu Kleküij^itäL steh von eüiem gV' 
Iftilenen I/'il^r A ku efr>ffTn and^rr^n «hidpnrii I^iter B hew^'gt, dftQ Ann nur 
dftaii ^vm'htfktfjL kaTin, wenu diu beidtrii Li<ilpr verscIi ii*di^ne ^(wniLunv'. 
einen Spann« n^aiinterachied Iw.'^it7<?n. Wir werden daher 
von sflibflt flui die Frag« gnfiihrt, ob diij IwJdeii MvtallpIftUen. di« Jn die 
Fllliuigkdt tanchon, ärs&ti aolrhen Spanrii]nj^iinT,^rAohied wirkliob Rt^ifc^.n. 
wemt sie nicht durv^h einten DrHht vt^f bitudidu üin^l, wenn du» Element« 
wie muHii ait^t, offen iat, Dor Versueh ist jn Hebt gemneiit. Wir 
brauchen hlo3 un»er QuadrÄntelcktromelCT nnjniwende n , Xchrnrn Wir 
iUo {Fig. 20) eia tj\üs. welches wir mit verdünnler Schwefeiäüurc flÜLou, 
UD<I tAui^hrrn wir in dn^sdbe eine ZinkpUttt^ K und eine* Kupferpl^tt« k; 
vtrbindeii wir nun das herauflBtehendt^ Ende tfur Zink- 
** ' plfitte durj^h etuen Draht mit dem einen QuJidraiiten- 

I^nnt uLflifre* Quadr«ni.f^lekti"on>f?ter*i {Jeswn Nad»t, 
wi«» trU^ftt, duri:}y "inr g»^lad<?T»o Lcytk-niT FIüh^Iua »üf 
bolier ^(utnnuujj; gehalten ist), so ßiiden wir in der Tat, 
daO die Niuiel einen AiiHaehlig von, Bag»^n wir, -W Teil- 
Alrirlii-n macht, und j^war können wir uns leicht Übcr- 
n*iigen. diiß die Prehnng der Nadel dabei nnxeigt, 
duii die Zink|fbtiP ncf^arivf i^pannunR hat. Muchon 
wir denselben Venuch^ indem wir nun die Kupferplatt*? 
mit rlL'iuei^Iht^n muudruuttnpimr verbrndi'u, a** bekuiumuii 
wir oincQ AubsoHIr^ dtr Nftd-I von derieN>en nrf»Üej »"Vj Skalen ti>il*, 
aber in onli^F^uiiKeautzU-r Rii^hiuii^. wodunrh wu «rfaUrtiu. daU djM Kui^fti^r 
positive Spannimg brtitJit, 

Durch dk'Ben Ve»ucb ist aUc» nacb^rti^yen, daÜ tiitiere hrid»n vpr- 
achir^lenen Mettitle , di«* in diu I<^lilbäit;kuit timchun . TAläJichlie-h oimm 
BpsrinuugBunUfsehivd bi**irien. einen Spann ungsunteraehied. der durch 
dlo Zthi 100 (50 |)0«itivn weniger 50 Jiegaliv« TniJatriehc] tu uiw;rem 



I 



I 




GHlvanlsr^be Elemeate, 4? 

wilDcürlichen HaQ acigegeben ist. Wenn wir von vornlierün uris«r Elektro- 
meter geeicht haben {S. 40) . so können wir diesen Unterschied der 
Spannungen aucb sofort in unseren Einheiten, in Volt, ausdrücken. Bei 
der hier angenommenen Größe des Ausschlages würde ein Teibtrich etwa 
einem hundertstel Volt entsprechen, ao daß unsere Messung uns sagt; 
zwiflchen dem Kupfer und dem Zink in der FlÜHsigkeit herrscht ein 
Unterschied der Spannungen von etwa 1 Volt. 

Dieser Unterschied der Spannungen der beiden Metalle, so lehrt nun 
die Erfahrung weiter, bleibt immer bestehen und ist immer von demselben 
Betrage, welche Operationen wir auch mit dem Ebment vornehmen. 

Wenn uoaer Gefäfl iaoHert ist, d. h. wenn beide Metalle und die Flüasig- 
keit ohne leitende Verbindung mit der Erde oder mit anderen Elektri- 
zitätsquellen sind, so betragt die Spannung auf dem Kupfer '/s Volt, die 
auf dem Zink — '/? Volt, so daß ihre Differenz gleich l Volt ist, Ist 
dagegen z. B, das Zink zur Erde abgeleitet, also auf der Spannung Null, 
flo iflt die Spannung des Kupfers = 1 Volt. Ist dafl Kupfer aar Erde ab- 
geleitet, also auf der Spannung Null, so zeigt daa Zink die Spannung — I Volt. 
Wird andererseits das Zink z. B. mit dem Konduktor einer Elektrisier- 
maschine in Verbindung gesetzt, der auf der Spannung 1000 Volt ist. so 
wild es ebenfalls die Spannung 1000 Volt bekommen, aber die Spannung 
auf dem Kupfer ist dann 1001 Volt, e« daß die DiSerenz wieder 1 Volt ist. 
Also ergibt sich, daß die Spannung auf dem Kupfer hierbei unter allen 
Umständen immer um einen bestimmten Betrag, 1 Volt, gröQer ist als die 
auf dem Zink, 

Eine Kombination wie die angewendete aus einer oder auch aus 
mehreren Flüssigkeiten und zwei Metallen nennt man ein g a 1 v a n i- 
schesElement. In jedem offenen galvanischen Element haben also 
die beiden Metalle einen bestimmten Spannungsunterächied. Dieser hängt 
nur ab von der Natur der beiden Metalle und der Flliasigkeit, aber nicht 
von der Größe und Form der Metalle oder der Menge der Flüssigkeit. 
Man kann groQe Zink- und Kupferplatten in Schwefelsäure tauchen lassen, 
oder kleine, man erhält immer am Elektrometer denselben Spannungs- 
unterschied. Man bezeichnet diesen bestimmten Spannunga unterschied 
als die elektromotorische Kraft des Elements. Ein 
jedes galvanische Element hat also eine bestimmte elektromotorische 
Kxnft, die in Volt ausgedrückt wird. 

Die Spannungen der beiden Metalle in einem Element sind also um 
diese bestimmte Größe verschieden, wie groß oder wie klein auch die wirk- 
lichen Werte der Spannungen gemacht werden mögen. Daraus folgt zu- 
nacbat als praktisches Resultat, daß wir durch eine Kombination von 
mehreren Elementen den Unterschied der Spannungen an den Endgliedern 
beliebig erhöhen können. Stellen wir nämlich eine Reihe von Elementen 
her, die je einen Kupferstab und einen Zinkstah in verdünntet Schwefel- 
säure enthalten, und verbinden wir, wie in Fig. 27, den Kupferstab unseres 
ersten Glases mit dem Zinkstab des zweiten Elements und so fort, so 
tritt folgende« ein. Das erste Kupfer hat eine um I Volt höhere Spannung 
wie das erste Zink und dieselbe Spannung bekommen auch alle mit ihm 
verbundenen Körper. Also hat auch das zweite Zink eine um 1 Volt 
höhere Spannung als das erste. Aber das Kupfer des zweiten Syst«ma 



48 



I. 7>il, Z K«p]UL 



tini. wji^iiorun) ciiii^ um i Volt hfthi^m Simiinung aU dn« Zink di^i^ 
Ävitom». folglich >iflt der K"ipfcr»tßb dcj avoitj^n .Sv^trins imd rbcnso daa 
ZuiJc dl.« dritttu Gln^ts tiuo um 2 VvU bühtic ^pitniiunj^ aU Uiu Zink 
diu f^rst^n Hiyal^iTis. Verbindirt ma.n alito in der an^f^'b^niMi Wt^iito t^mv 
b#U*bigp Anzahl, etwa 5 glciclM^ i^lvanische Elcmtnti?, ho wird dtr Span- 
liuii|^utilprigclii<?d d(ii EndulifiioL iLiTdinu.] sugruß Btun uIh in ilhI^iii viuzvliwu 
ÄVHtL'hi. Fihif vani]r^8<-Ten Elirru^nt^ri in dMang^g^hfii^ri Wi-i*« vrTlmtHäNJ, 
httbi^i; a\vif dvu ^[wiuiuaf^uiktervcliied 5 Volt au ilitvu Eridghi.'(]t^['N- ^^irjJ 
aWr VAt-moTitc i*oli(*rt an wird alar» dan irrste Zink difi Kp(Lnniin|£ — 2.ß Volt 
hAbt^rK dun letzte K.u|jfer dttf ^^huiiriuiig -f- '2.b Volt. Diu «lektromotoriMche 
Krftft dii^HPi -Syslpma iai T» Vnlt. 

Einv Reihe von giUanisclien EbnieuieH- die *o verbundtn »ind, 
daß miitiiir dj^ pcj^iLive MiHaü tUa Leinen Klementi mit dem b^alivpu 
des nochitl^ii durch ciacn Draht in leitendem Kontakt ist, ntont Tnun 

Flg. IJ. 




^e Kettr* odrr Batteri«. oder auch besser eine hintereinändct 
verbunden« Kette.' In fflavt «uk-beu Kette stud tiur dio beiden letzten 
MctHÜL- [rei, »Ifi' übngcn eiud tiiJleiriJindOT verbunden. Man nennt die 
Iwidiui Ir^Kn Metall« die PoU d^rR^ltfr» ebenso wie iiian auch b«i 
Alni^m t<Jri£i'<lrLi:Ei EI(^ni*Mit dL*> Enden dur beidon MetAÜcr d i >.* Polt de« 
E ] n m e n t * nennt. 

Wohf^r kuiiLuit c& nun elIhh', «Ie^U in einer xnlrhiin KomlMnafion vcin 
iwei Meinilcn und einer FItiaaigkeit HaufTnd ^in bejitinimtfr Spunniing*- 
lULten^hiDd vorbaadeu inU Woher kunimt ilie KlektrixitAt, die didfWi 
SpftJinuiiRfiunfirrsohifid hervf>Thrinpt? Diene Frnpe iai minhehflt nirht 
leicht 3^11 beikntWürt^Ti- Volta nahm kn. dnß die bloße Bcriihrung der 
Muldlie und lii't FlünoiukiMten die Urt^aebe dieser KEL'k(Ti£düt£erBeUfnin|r 
^i iiT}d l"'»it>i*'bn&f<' nif dali^-r als K o ti « « k i r J ^ k t r i jc 1 1 ä t. Dieaer 
Nauiv iNL ^blieheu, 4>bw(jhl ^vir heutt' wiHwiit liaU v« nicht die bloUe ejn- 
flHß]fi**e B^TÜbrnng lAt, jiondrrn dal^ oa die chemiap.hpn Vnrjfftiigi\ cliti Auf- 
lÜHuii^ di-r Metalle m dm FlÜHtiJtEkoir Mnd, wridii' dii> Elviktruiiat hi>?rbm 
BnltreTvn bvwen. Indes nnnbhflngig von jrdcr beanndeien Erklfininjl 
konni^ij wiT dir nnie TLit?<jirhr Ui\T7, so jiuädiurken, dnlJ wir nagenn bei der 
Beriilirm^fi e^riird MotjilU und eintr leitfiidon FlÜHGipUt-it vnt^tuht aik der 
Berühningiifläebe eine Kraft, welche auf beiden Elektrifirät entwickelt 
und Jiwac auf dem Metall die en1g?geng«H*tJLtc wie auf der l^lii&ugkifit. 
Damit langen wir nüch gar nirbb« Nühcrv« über üie Natur diMcr Kmft au«. 




D,ft au«, M 



ScheidongBknft. 49 

Wir nennen diese Kraft die el^ktriactie Scbeidungakraft. 
Die elektrische Scheidungakraft bewirkt alao, daü die Spannung d«s Metalls 
und der Flüssigkeit voneinander verschieden wird. Das Metall hat in seiner 
ganzen Ausdehnung eine bestimmte Spannung, die Flüssigkeit hat auch in 
ihrer ganzen Ausdehnung eine bestimmte Spannung, welche aber von der 
ersten verschieden ist. Und die Erfahrune hat nun gezeigt, dafl die 
elektrische Scheidungskraft immer soviel Elektri- 
zität entwickelt, dafl die beiden Substanzen stets 
denselben Spannungsuntcrachied (stets dieselbe 
Potentialdifferenz) zeigen, welobe GroQe und Ge- 
stalt sie auch haben mögen, und unabhängig da- 
von, ob etwa sonst noch auf ihnen Elektrizität vor- 
handen ist. 

Über die Größe dieses Spannungsunterschiedes zwischen einem 
Metall und einer Flüssigkeit hat man lange wegen der experimentellen 
Schwierigkeiten keine genügenden Zablenwerte aus der Erfahrung ge- 
winnen können. Erst zirka 100 Jahre nach Voltas Entdeckung ist man 
dazu gekommen, auf sichere Weise sich Kenntnisse von der Größe des 
erzeugten Spann ungsunterschiedes zu verschaffen, der zugleich ein Maß 
für die Größe der entsprechenden Scheidungskiaft ist. 

Man bezeichnet die Scbeidiingskraft zwischen zwei Körpern gewöhn- 
lich dadurch» daß man sie nebeneinander achreibt und zwischen ihnen 
einen vertikalen Strich macht. Es bedeutet also; 

Zink I Schwefelsäure 
die Scheidongskraft zwischen Zink und Schwefelsäure. 

Ist die betreffende 8cheidiingakraft positiv, so heißt das, der voran- 
gehende Körper bekommt höhere Spannung als der nachfolgende; ist sie 
negativ, so hat der vorausgehende die geringere Spannung. 
Die Scheidungskraft 

Schwefelsäure | Zink 

hat demnach den entgegengesetzten Wert, weil die Ordnung der Körper 
dabei vertauscht ist. 

So wurden folgende Werte für die Spannungsunterschiede, also auch 
für die Scheidungekräfte zwischen den folgenden Metallen und den ange- 
gebenen Flüssigkeiten gefunden. Diese Spann ungsunterschiede sind schon 
in V o 1 1 ausgedrückt und sie sind als direkte Messungsresultate anzusehen. 

Magnesium | Magnesiumsulfat = — 1,239 Volt 

Aluminium | Aluminiumsulfat = — 1,040 „ 

Zink I Zinkaulfat = — 0,524 „ 

Kadmium | Kadmiums ulfat = — 0.162 

Eisen | Eisensulfat = + 0,093 „ 

Kupfer I Kupfersulfat — -f- 0,515 ,, 

Quecksilber | Quecksilberaulfat = -u 0,980 „ 

Silber | Silbersulfafc - -j- 0,974 „ 

Diese Zahlen besagen also, daQ an der Grenzfläche von Zink und 
Zinksolfat immer ein Spannungsunterschied von 0,524 Volt entsteht 
imd zwar, daB das Zink dabei die niedrigere, die Flüssigkeit die höhere 

Orhsti, EUktrlEllXt, Li, Aufinge. K 



!tO 



L TVil. ä KupItflL 



Spannuiijz brsits(- l'nitfiftcehrl >iftt Jhm Kupfer in Birrijlirunit mit Kupfvr- 
im\ia.t d'\f. h£}|ii^ri> Spjkritiiiii|r timi £wjir i-iiir um 1),.Mri Volt iWilioro nU d^n 
Flüsaigkfit, TAiioht i^inoa di*'ser MeUllif nü-ht in die *nl*precheniii' Sulf«t- 
iüeung« dni^JiTm ir^ ächwi'fi'liiuurciH go biUlel bicIi T«?in chcinwcli jfjoioli in dor 
NAhp das PTiUprcrhrnftk' Snifnt imd flin ohfpon Znhfpn ji:rli,nn niao ftUt-h fllf 
den FalL daß die brtr^-ffendoEi Mttpll^ la Snhwerfi^isiiiLc« geati>Ut urcrdcn, 

AuHi wmtn £ w lm Mi^iulle -lrU liprulinii, f^oJu'int Hn nulrber 
SpBnnungsuntrrsi^liipd KWisohpn Llinm t\i entatchen. Doch ist dii?H?r niiL^ec 
ordt^Titlioh vmJ gi.'rii^^vr uIh hvi der Bi.'rüLi'uiig («Inee Mt^tuLtd utid oiripr 
l^ili^ndrn FltiHHJgknit. E^pnan pnl-^tt^M »in."h '■in Wlciiipf Spannunpsunf^r- 
Bcliied, wiMiti i^w^ii vvrB'.-hjedetie Itfilrn-ie Fluwiijjki^Mvn «idi bt^iüliirri- Dinh 
sind in dt'-jvn Fällen, wir man flMniiÄhlij'Vi i^in^i'&chfri hat, dlri aiiffToTfndrn 
Schf'idurighkrufTr »o gtring, dal^ wir uns niit thiii>ii im fd^cndtm lücht 
boKehiiflL^iiu woUariH lutudern nur diii titclcut^ndon SfiannuikKsuntnrflrhiMl« 
twi^rh™ dpn MotftKen rniH den ^if h^rUhrendon FkiMigkeiton wfiMf 
uiituivurben ^vMlen. MeUUe und KlLi:<äJgkeUtu. die tteuie d\e KttiklriziUit 
leiton, UTiti^rwhridpn airh nlwi dndurch vtfcnpinand{*r, djiü lioi ihfpr Bc- 
tuhrtJUB viu fllurk« Spmmuniiaunti^rwhicd tnUilt>ht, wäJm.'iid ein solubcr 
bfl dtr Hr^riihrung vuTi Mf<r«lM-n Tinli*r nioh odi*r KlJiw]Kki.-(tiMi untrer sich 
kjivim atifirill, 

Wnii ledt dv«hu1b die leiU<ud«iti Kürptir in Kwi<i KluHaeii hii: mi Leiter 
fV T « T " r KlftHflp lind L p i r p r ?: w i^ i r p r Klftaj*p, 

Di« L *i i I w r (imliir K 1 h * b *i «md aWv Mi^dle, i^^riWT *p\iii^ 
MptiLllsiiprrnsydp, i. B, Hrciunsipin, BlciflupeToxyd, frmpr einigr SohwpM- 
vprliiiidiirigpii« wie Blpi^lans, t^hwvfelkii^i' n, h, w, 

(Jip I, e i t n r t w p i t p r K f it s .1 c sind dkjoni^n, wdphf mit drn 
LrJtcrn prster Klasse tnäammpn poße Spann migaiinlcr-rbipdo i-rgebon. 
Zu ihnt-H Ki?tii»ri^n dio Süuiviih *hii JÄ'isun^'H von AdÄfn und gprtc-hTn^lsspm; 
SoIäp. 

Üec Spatiniing»uHterschi<.*d, dw iwiBchen Li*it*!rn erster «nd awriler 
Klft*i*ip oU'tx nnffriK. haT nun whr wpwntlir'hp Fotgvn. 

llrinp'ii *ir niiniliHi nvin '^'mr: 7Än\^AaUv lind pini' Kup/iTplaHe 
ivf'i. d h, nii'hl dhir'^li pinpii Druht. v-Tbundt^n, ^n vpi'dtmntp Siihwpb'|miiri.'> 
»n tiifT b>iM^ndi»* i-in. DJp XiukiilatT«- wini durch die »?li?kTi iach'" ftpheiduiiaS' 
krafr. m-^itliv plfktrjjir'h, bi-kcimmt iifA» pinr iip^utivc Spamninj^, du- Vi-f- 
dünnte SnhwpfpIfJllire bpkommt o':nc [M%\i\vc Spöiinunfl; Und dip Sohcidlinga- 
kraft iurhl dip*p Vprleihinfl inimi^r b<"*,tnndij; zu efhaUen. in Zahlen au*- 
IfivlTÜekf. hftrji^ di't Tbomphnü drr -SpinininK der verdünnlpn Hrhwpinl- 
saure übet dit d« Zmki Ü.Ö!^4 Voit. In dvr vcrdünnttn SchnpfpliiÄur« 
ateht. nun ahvt nuül: die KupftrpUtte, Dicae bpkoijuiiL durtii diu Üprulifüiig 
mit der v«rdünnl4^n dchuyfi^lNAtm pbenf&tln ElektriEitÜt.. n\^> «^beiifHlls 
einen StuunJUiiiCBurit^rBiL'Iiied j^u^ii dieet- uml ivrai- wird iLicv ii^paniiu iijj; 
höh« 41» dv* dr* KiipIt-hiidfHfs nrn Rfilfj Volt, Diiifln*« foljfr, dali da:» 
Kupfer wj riel jäwIivp RIektri-iiLat «.■nCbülr, JhO fviiw f^ytttmunit uw 
0,riiri Vnlf hfth<>ri8t;alsdiodprSJliJrc und *taßdii>«o wiedoroin*^ umü,fl24 VoIt 
)i<>h^ip SpanEnin^ hat «1h Oah Zink, m» daß dirr rhi^rAphijQ der Spannung 
ditj* Kwfiiorn iibpr die d^ji Zink* die Siimnir iNt. nJüntirh (K-^!^ f 0,£C2i 
= 1 .039 Vob. Dicicr l'ntet»-'hied i*t also dasjenige, 
van wir die SpannungsdiffcrenK oder die ^loktto- 



I 
I 
I 





EJvkUomntnnif'Li« Kiatl- 



£1 



I 



ftil u 




t T 



b*b^- Wir wh'a in clor Tfti, cIaQ di<^M. win nbrn itn^fllhrt, iiU|;L''fkhr 
j[l»[r^h I Volt int- Wir halion hWbn rwei MHallo kcmibinii^rtH «pIi'iIio nifth 
lETum <!ir FhiMißlcHt Vi'rarhicHim vrhnlifn- DjiAvIho gilt nnn rnifh» 
wenn wji i"lwA Zirjk und Kiidmium in SohwcMsäuri' ttolJon warnkn. Die 
i^ohwrlrlffäiirT hut ilaiit-i rinir um ü.ö2l Volt kcthorir .^pUHnun^ ulii doj ^mlc 
and eine tim 0.16:2 Volt höher? Spannung uIb dju Kiuliiiiuni, abio bat dn« 
KDiJminTn dubf-i Fuit* u[ii U.^J wi-]i^{^<T Ö.]G^. d. i. ujii ü.tIC'J Viitt büki<n> 
Sfduriun^ «U du J^ink Kadmium %vird it\M\ lUM ficiHiriv f<fr<ktriHrh, 
Zuik ui'fftttUH w^NFi dttt uhriKe Klt^iiwnt (»ulii^rl iaL Wir kunni^n djfA« 
R«nihrtti» vi'nill>*»>nii'in*irnil -o AiiflÄpn^rhi-n ' R r i n g l mnn x w r i fl n» 
tftll^ « ij KM in iiii> II in «itiH PlUimigkoit, lo wird Ua* 
(fiii<L M«tAll iii?j(Atjv (»Ivkiriiich. da» 
ftnd*vrpr>iitiv«InklrLKeh, und kwat 
bleibt i m ni r r tlanj <' n i^i? Md al l, du« 
durch »rin^ eig4?n^ Srhoidun^fltraft 
blürkcr negativ c]«ktri«cb ward«, 
nni^ih in diiftem Falle nf*gativ. 

Uruigt uiau aloo Zink tnil ir^-nd eiuvni &ndtfrp(i 

T TaMI*' S, 41' Huf (biHwIbc fr»Igi^fMJi*ii MH.^II 

dab Ziuk n»^e£&tiv *■ )v k t r i » c h. N'ur iiitt 

MacniTJtium und Aluminium kotnbiEueft wUrdc Zink 

pontiv mrdfni. 

Dftjf^HrAMf^fAll JM BpHlhnmfl; mit i»inor KIBaAijz- 
'keit oUktrif^h win\. mi k^iiiit mnn auoh Ki:imbiiin- 
■tionon derart luMeii, cinfl nii"ht dJn bridrr» HeidJlr* 
■in «ner eiiixisen FluMiRkpit «tphpii, wie wir m bi» 
ijctxt angenninineii Imben. Bondorn daQ ;oiic!i Mntidl 

in «ne be-ionderi- Flünsigkrit tniirht. nber die Vi^^^^^",^^^ 

nÜBitfkpitcpn d[>i^h in Mk^nder VerbmdurtK nind. 

Aurh liieHH'5 wird daM i^inr Mrlnll juwinv pk-ktriw^h, dri* nnderc neyntiv, 

und aurh em trjlchpa galvaniF».'1m ^!le»1enr itul eine ^{aiiK bi-iitiiiLUite 
I rlrktTonvih>rJM''.bi' KraJr, wftU'ho nur whliün^t von dur Natur wimv Mirtalle 

Iund firiM FEiiui|£kfiii*(i. 8nlohc Rli'iiii-nt.r, mit fw«\ MvUlT«» und ew^i 
yiiWil^keil-tru wi-nliTiikUA Ap4t*ir «iHi «r^fidH-rnli-n (irÜiidi^ri biwf nKbrrH bAu fi;^ 
th^'TjHT?.!, und wirWPhiorA de.ihnlh finic van iburn h^^ohivilifn- Damit 
<ij<" ^foldr-n FlüMigkrfii'n *ieh nicht nijjM'lym und d(H-h m Iwil^ndi-f Xvt- 
bindun^ '»^^' «^'f*^ tütT'H'i die. H-inn j(cw/jhnli<?}i in Pini^n porri«in Ton- 
rpliöder flpfüUt. durch deeen Poren die ßcrüiinmg iwipcben den Flüsaig' 
keitm Btatttlndet. 
Beim 1) « ii i e 11 *f hf n Elf^rTirnf (Fig Sfl) Mcjd dir lieiden M<'tidlp 
2irik Z und Rupk'r K, [>us KupJi.T tum'hl m konzt^iLtni-rli^ K^j^-f^r- 
ivitrioll^ujijf iIa* Zink in vr*nJilriMt.J' Mi w rWaftur^, In rin Cwlns, wird 
iKupfprvjinijll'imin^ijpKniMH.'n und d'-rboKli^ Kiiiif^rivlinder K hini'inji"^'"!^^' 
In diiUN-M wini ilunh d<>r Tm^^LytiEidtir T ^^i'f^u^t und diii^ir wird mit var* 
dilnrifd'r S'-hwi'fi'l»rtim' i-*'fiillt, in Wi'lHii* «Unn d-i* mivwvf ZinkatÜek Z 
i>iri>;i>.wli^ wird, Uan /iiik tnij^i. an Mrinum nijoivu Kndn i-int Kkmni- 
uhraube m, d*f KupfrrtylJndcr *inp Klpnimivhrrvubf «. in welehe msÄ 





52 



L TdL 3. lUpiloL 



Auf data Zinhpul wird nL<Aittivi> SjHiiiTiiiiij; luTrm-hiTi, uitl (iim Kupfi^qtol 



Fis.v 



«ml 



7r 



luifji^fübr §>t«k'li I Vulb [genauer I.W hn 1,13 Volt). WjIJ m&u lutflirerv 
P.U'mi.'nt'' in *l**r vorhin bi-fli'hri<?Vi*'Mr»i Wms(- au reiner Kotlc vorWiml<*ii, 
fiu kuniiij luhu iXh» hit^hi, iiiiit<Tii m&ii Ji^ Klf^inrufiL-h raube i d«« eiueii El«' 
iiH'nt^B mir. iJi^r Aihrmilw m 'ios anriorrn Elcimcyitros durch cin«n Dmht vrp- 
Liinilvu Div Pig- -1^ 'UjUt vtn« solchu Kelt« auh dre] Element«», 

Auch boi flem Mei^lingnTfipbrn 

'^'^ '"' B a 1 1 o in? i p Tn r D t , da3 in der ToU- 

^raphie vi«! bf^nutst wird, uijd von dem 

Fi^. SO oinen Durchaohnitl ^bt, wrrden 

Kupfer und Zink ah Meialkr btTUüLsl, aU 

Filiwigk<<]t('rt »b^^r Ki]fili:rvilrifill'JHuii.^ und 

Ril:tH[srttjili^*iing, iirirl cäuMi <lir Forrri de* 

Kk'üikTiU^ä isl Ju' Ariwrmbinj; ntni^r Ton- 

flftllo vermieden. In dt-m bpilj #t^FAJl i?in' 

gcbi>^'i?Tt&ri Gläüc A «d-lit ein Zlnluvürukr, 

Im Innerf:^ vnn A Ut a\n kldnc^j (IIhm d 

flrg^i'kitloT . inwclcbrm dp r Ktipfowy linder c 

:( 1^^ iUL-b bt'lindi-I. Auf 4.ir.'[ii Kund dw Uloii^'^ A 

»ilist vin ini' Kn|>fi^rviTrii.ilkrnlJilJpngrIüllteT 

GhHbuilou Jl au[. di'Ef^L'Ji uiilerur Tud in d 

hin<>iiin-ii-lit. und ilrirt Iti cini* kl^ini> CIU^- 

rOhrv auht«idl, iht^ Juidi i^iiwii Ivijrk ^- 

nttckt Ki. Da» ijloH A ixt. nun mit vrr- 

düimt^r BitTi^ra^ilklotürib: umIuIIi. Dir kotiRirntTJortr KnpifprvilrtolläjiLinji 

MiUinvIt ALrli (inlmi am K\\^iif\i[A<-i^\i und dringt nurlaii^iuii liiAtvr hirmiif. 

Von dem Kupferblwh grht ein mit einer filnirühre oder mit Oiitlrkpcroha 

unigobencr Druht K niicli obiii^, uni a[i pcuitivcr Voi au diouva. Von 




Vor«eIi]«lDnii RlemnitoL 



£S 



l'Lr " 



4l«ai TktikxylmdeT ip^bt «l^nw ein Dmht Z iiaoh auDi-n Abi nogalivcr 
PiqJ. Die Mn<1miirrKlr[n4'ntt^ hnbf-n L-mo t'TcktjomotoTbrho Kmft von 
a96— I Volt. 

Jr ^ rn [» h i>n*" I'.' Tu^ uf , w^l<^b*?* m Fi^. M nbgebildöt iit» Tu 

«Irr fin Siifl mit Ktf<n:mi> K Wlpifipit \at. Tttut ZinW 
bt m Form rinm itftrk^rt ui-^o«iifiuu ZyliiMb»n büm^Ut, 
dL-r mit dtPi N'ancn ivnf iit^in lUnd drji Crlft»** ruht- 
Tu nnr der N'nvn itt dft Potdraht Z tinnei^ciurn- Vct 
inner- Kuml cle'4 tilußve ai uhcti mit Paraffin an^r- 
Bfrirliri) Ata Fliiw^iskeifen dir^nen Piiie BitlerTialrlnsunR 
füi diu Zink und iririe Kup1rmthoLloiuii|j: für Jiu jllou 
Die B]^i|>1ul(€* ittTkkkLdi'l »rh Tmittlirh Wim Oebr^btidi 
d'r ß1<*mpnli> mtf KujfW imi! wirkt dann wie «ine 
Kii|if('r|>]jiUv. Dir [i'Msiiiiu vniL Kii|>(fi vitriol wiriJ uiiLi'n 
ir» du* ntan jjMfhuiter. dio Bitt^^r^abli^äninff vomiHiti^ 
darüber ^u^hichtL^H di^ die cril«re Lirtung Mdiwernr 
int oh die letxtere. W^^nn ddv Kfement ruhi^ Htrht, 

t tdne lieiuüHi ti:l]U((i.-Trenr]iuig der blducd Kupfer« 

i: von der htllen BilU-niuldödnii^ lEingV bnlr^hen- 

Rin »ndnr* vn-l U■n«t*^^^M Rli'Tm^nf., doA eine grÖB'Ti* i^lrMr^mfiforLaclw 
Krufl iiut , Mt «Uh lit u u ti e M " I.' }i ^ K I r Ml tf u t, Es ihI lu FujuLvr viu- 
fnrhAi^n Fnrm in l*i|t, ^'1 nhtpbddi-l. Daji eine Metall isti ftiif.h Viif^r wisdet 

Hb. b- FiK, n. 



fK 




L^iiEj 




^ 



Zmk. dw andere Metnil ist dnrrh Kohle pwi^tat, wrlehe »ich ebL*nHo wie 
van Mct«11 vcrhAtt. Ihu Zink iauchl wieder in verdünnte SchwcfDloaun;, 
k<lie Kohle aber in konEentrifftr Snlpet^n^Uirr. In dnü Ulb» wird suervt 
■Scbv^feUauiv gegowen, d^nn der hi>ble Zinkjtylindrr Z vm^meUtt m dieten 



54 



I, TtiL '2. K«piUl 



Pia- II. 



d(rJ TonEylrutk^r T. ijiit äal^ti^i-Htiure gefüllt, uml cldnnn clic Kr>hlc K po- 
»tcllt, Wirdpf wird <k'r Zinkpül mchhIu' dokCriwh. cirr Knhlpnpol pnÄJUT 
elektrisch. Äu dem Ziiikftytijidrr befiinltl sioU puh' Kli-'iiiJiuicliniuljc tu, 
an dir Kohio wird <«inv MoBnin^kfuiTLiTii^r a ari' 
K»*H(;hrttubt. Dit' elcktTvmintoriBche Kraft ein«* 
Dunw.'Ntfkim*>(ita ist K'J VulT, 

Als wiifru-e (rnivanJÄ^hoa Klufiii'fkt führrn *tir. 
wi'il (.<* Jii lIhm' IVlej/liimii* nm) Wi vl^-ktnwljii'Ji 
Klingnlnnrii^litijngf'n si^hr virl anjp^wonHpt wird, 
üüJL Lcclanchi^'EIpmonl an, voa dmi 
Kl«. ^ f*me Aiuiic'ht gibt. AuH» in ili^w'^m sind- 

wit tjci d<?iEi BunaeELAchrn Ek^nirnt. die bcid«D 
MotiLllt Kutile Ulli Zink. Abor da' Kol^tu K, wd- 
'*h<' pifi!nliv*?I<Ak(TisHi wipI, «li-ht in ■■iin^r Tonroi IpT, 
dir mil i.urLvu] Ceuiincb von £trHuiial«m und Kulilo 
üii'fiJik t«t,. Dil« Zinktiirtii(j;i' Z Hti'lii m Sitlininkto- 
«1111^. E« i?t also IjgI iliuivm ElinLieni nur rint* 

■ ^V Hb* FhiH^^i^ki'R virrliundi^r . Dli> u]uktri.>Tiinir>]7Hr1iitKfaft 

■ÜB doA Lr-ctanrM-Element3 i.sr un^fÄhr 1,4fr Volt, 

jmBt ■ Kim* Abämltirungdieae^ Bltmi^nte-s int da^ Braun- 
HB^^^ »ti.-inplempnt. Fip, 3^, M wdoUpm di*' KMp 
^^^^^^^^ in vineni hnndkohon Gemiich von KohJe und 
UrriunsEL-U] bU-lil. wülin^rid dio ZiiikpluUi.' clani^hcn 
nichr biB xuni HmK'n dns ii'^fftllf« n*irhr Die FJüseigkeit i*t »urh ^» 
miaklÜHiini^. Zu dtnniiolk'n TyjJUH gubiJn-ii, du* S, & H,-HouL vlü le- 



pjff ** 




m D n r. i> von Si(«ninnii Jb Hnbhi^, dip iniTmioiidor^ für ttftrkfi ^irom^nt- 
Doh.mi' fUr !<ur3u*ro Z^it Lninohbar sind, und di^roii ^iniuiln^ 1ViIp in l'ijf, ^ 
({Cflcichncc vinii. In d<u SlAndgk^. denen Bodon prtHrndt^ Erhtthiingt'ti 





lel^ETienl^ 



8» 



^ 
^ 



I 



tit- " 



wild ^ei recItU tticiitban- ZbkeyliiicW unverrückbar vingctH^txt. 
fitti; kunimf dir KohK iJ^'' mi' rinrr aiin Kohf«< iiM'l HrrtuüBtrin 
turtlh^nd^u Mhwi:! umgpbtN \i\\i\ mit riiieui Bt^ulti umuirkrk iht, Auch 
*ii* IM Aiü BiKl<<n u'irl IM'kpl Hiiv^^rrürklmr li''fosfjK<^ Du« <''1.l11 wipI mit 
8«bni»tf1fk»iTi)E t^>fitlll, DifT Hi'ktri^mntr.riA^hi' Kmft ^b'- KlmiKurn inl 
1^ \t>lt. Maei liut inn'li viii* liAiUi- AnxaIlI Villi jLiiL)iM''ri Bl4^jn"iLt>*ri hui^ 
smii M^t^illrH lind ftn nrlir Hwoi FUi^nij^kntj-n kfinj^rnirrl Uic jffTinnnt-'n 
tind abpf <lii- am mi-Ulvri Wnutxton 

Uni^picrn wrnlnn liiieh hnufip ['"ff'^nannto Trüc-kcnclf^mtntn 
rerttrjidi^t. wclckc int manche Zwpck« jchr bf^qucin liiul, Sit- lu»n ikh 
bämlit^b if*Johl trnnApoHii^mi luidsind imiULTzum Ivi-brimch fr^rii^n braiivlu-'n 
&tei> nirbt imm^r tHMiondi-TB /iiwimmi-n^i'-fHllr tv ve^rdva. K* win! diW 
lAftdurch viTvi'.hl. dalS mc lucjtiT. diivkt FhiB^igki^ilen cfitliaLteu. toiidt^iii 
mit oi[if<r Mh»ih f*i'fijMt ütind. wijrlii' mit iIit KIühhW' 
k^ii impnLj£iiit<rt iitl »Thd intnu-r f'^u^iit ldi*tbr, AU 
MiTlAttl^ lünd biij ilitirm auch Kdwütmhih Zmk uml 
Knhlr vffTftTEiiipT- Dir- FlillmaMp dft(P'Hi^n w-'ird 
moUt^nj ab Ir^hfiiiiiUi« UtI rocht vt. Km mtti If^aueh« 
hBTT^ BIcmpiit dipHr An uf dcLi vnn H c ( l « h c n 
(Fw. 3t>), wolclu4 die Form ciu« Külvbvni bat 
und \'oß Sirmcitii& Huliikv korinltui^ri wird^ 

Di« Kohle- dTrr<*n Pol iti cli^r MiM«? ans dvai K«t4^h<*ii 

famunrvt. iHt Hill Unturisit^iiL utUf^'bE^u, 
dw (lijrrli riri'" Pf-rjrhniiTirpijtivrhiÜhi» ^'hnl- 
tvix vird. Du« Zutk^ di.-HL'ii Pul adßvudunJi 
dm p^^nindpiimi Kmädr.dif l-w-wii^hti^t wird. 
«uiKibl in Viinii >'*rii.^M dm-hltulii^rleiiZylin' 
diT* dir V^rfinntcnMihc-. nnd hn-tlndi-r si^h 
AfUrti irt d'T iml SnlmiAk impri^niert«!! 
M^ooMi- Di>- v}t-\klntrutitjüTiMiUi: Kraft •äincs 
nolchfEi FJcmrnt*» iirt l.ft Volt, 

Botracbt«u wir nuii dit Vciruäiiicc in Ain<'ni th-lii^iiui^ii üalvunütr^ht^n 
EJe(rnn;r. r. K tn cinptn DdtinOWhpn. Ai»f t]<^m Kupforpol iK posittivp 
ElrktrizitHt und pi.idiuv'vSpu]iiiUJ]g. auf dtrc; Zir;ki:ro| EK'M^Ltjve Eli^k^ruität 
und N'.'gutiw 8pīuuuK vorlmndim. Ili^r- bcidm L'oIp vprlmlt'-n ?iir'h nlftu 
•am M wi« dif beiiUr^ Ki>riLUikii>ri'[i di?r mrkUiBii.'nnattL:lu(ku . die? wir 
ullher b«tracbt«t h&bt^n, VprtiJrxUri vvirdi«? bt^d^uPuk« durch Hm^uÜruhl, 
acttlii^Qrn wir, wir- innri Mty^t , ihi» R I i^^ ni i* n t , ao H»ifli, i^ii< Eli'lv- 
imiUt V4IEI d"iE] i^tri--'] Pul xiiiiL aJuirjMij ub^r- Dlt< Kli'kLrUJI^li-n wVtnIi'ii 
■irh «ifnrt AUflpkii'Wn nnd dna Mli'inciir: wilrd'* Hnrk'klTiarh wnrdftii, wenn 
nicht sofort durtb db oltkl riscbt- Sf hcidnnuakrufl wiftäir haui: Elcktri» 
■itAtimi>nfi«ii cr;:«iU7t wünioii. dit aich wieder oujitlcichfn n. a, i. Ka pot- 
Jt^ht dihtr riiJ dftuprndrr cli-ktriAcber Strom (galvAni- 
Bo h e r Ö t r o iii). l>u» ^lonilivo KlckfriJüliit flicÜt von df.T lu>hcn.'n r?]>»n- 
nung Un^ d<v V'pfhindiJriK'^ilmhl" ■I*t br-iili-ri Pcl<f zur nirdcrcti Simniumg, 
ß«i d«D] DuiüeÜMh^n El'.'iciviit hIku, bti d*rm uuE dtu Kupfrcp*,»! imAitiv« 
8pftiinitn^ b4>rr»('ht, MriVmi dir ^^DHitivo Kli^krrixitiit vorn KiipliTjHjl IAii^a 
dM VcrbrndiUigHltahU mm 7.\i\\cpo\. Dii* FlÜA«i^k<<it aWr h» iLoml Zink 
hol irei^n der dcboidiiiLj^AkriLk htjhi<ri' i^f^Annitu^ nU die m d^ Nidii^ di<ft 



SüW^t: 




66 



I. ToiL 2- KapTttJ- 



Mf *T, 



Kupfer« und es bewegt ahh dtkhcr dio pöfitivp ElrktrintÄt von <W Ächwefd- 

ääufL* iu der Nülio di'E Zinks durth diu mit FliJuigkeit ertüllfon ]\ircn drt 
ToiirclU* hindun.'lL btiiii Kupfi?rvit.ficil. Dnn mit dift*rir in DrrÜhmng 
Btehrfidp RupFiri' lidl w»g#ti der 8i:h^-jdu[igBkT[ifl \vii:dfr lu-hcro SfrunTtuiig 
a]o div Fliini^oit uiid vo bewußt aivh div EltlttriKitüt wit^di^r vum KupFi?!' 
weiter, All di-n ^WaMi-h «i-lhat fiudrt also immpr tb Sprung der Spnnnung 
•laU- ÜHuenid iiiilruvlil wrlialk-ii «ird Ji'r Wtrutü durvli diy eli-ktriKfli* 
Snhi^idnnßTilmtft, wnlohc für ]Mf miihki^k''''^^*'"'^ F.lMkiri/;ilJilMm#^iiKr ^IricK 

wii-'dvr iifuy fiÄVu^th Wir kiifmt*"» t»lwti«o- 
tr«t auch ;44ß>.'n, die ne^^aiivc Klclctrixililt 
flii^ßt von dem Zink duLvh den Verbindunfl*- 
dmht Äum KhijIit. dann miw dem Kujiirr 
durch die FlüssiKkriu^n Kiirürk tatr\ Zinkpol 
Diu ist rein ZSnclio d<<r Fmtfii<t*uu^' Mmu 
lu'üpidirn^t flllg^itiFjn di<> Rirhtnng. in dt'r 
dje p c> 6 1 t i V « Elt<kr.n2il.ät (urtgvfdbit 
y/'irtl. ktimvn')! »h di>.' KmUung dr** S i r;»' 
m ä. Di« Kichluog d^d Sr^roiitci in pineui 
Ekmml \&l in FJji, ^7 dui^t-sifjUt.. Hiirfh 
den Vrrbintlungsdrahi flii'lit der pnsjrivf 
L^toni vorn Ku|>f^r £nni Zijik und durub die Kliu^gkejt vom Zink juin 
Kupfor Kiinick. 

Atiidie« Wei^ ist dao dna VorliandMisoin eines elcktrischi^n Stromw 
TM Nm^m ßiuLcrblo»<i'ni'i] BEtmont L-rklurt, DaU dn Kclrhir Strom tat- 
Bflfblicih tlicÜt. davon babt-n wir uns i^-hon obt'n uuJ rweifatUe Weiie 
überEon^, ^unäc'tinl b^tu^ri wir ^4.-riindi.-ii, daÜ diT DmbL durc^tt wckUcn 
d<?r ^troni fliL'ßt. ptwürmt winl, Di^^fti' Rnviinnicug k<i.n.n biprbi?i mu 
«püttir t<inl«u<.'bU-ndt<Ji Uriindtiii vituf tt^ht etttrkt.- WL<rdPi^ Wvtui uiaii iL. B. 
die in Fig. 27 g**Bi*i ebnete KoMhA diirfh dron dümif'n Pfölir vri'bindi^t, 

«o lEommt dJPBVr DiHht toi 
*^' "' Glühen und »obnnUt ku^uj 

Dia^wt^ilttWirkungHiluroh 

di*i wir frkannien. daß ein 
Strom in di'm Dmbt ÖieUt, 
wjir dir Abtr^nknnp cincir 
Mu^nütnadul. um die der 
ätrum büruEfif^''itbrt. wurdv. 
Dir* fll.r5mp. di<* wir jctit haben, leiffen dit^sp Wirkxing in vipI hohprpm 
ÜfHde ttia di>r ^Uum. di-ri wir vivn :&w\dl-\i^ii den U'idHi Kf^nduklurau 
einw Elfiktriai^rrnAurbirKi f.rbiek^'ri. Wir i><^dit'rjrri im», nm vorlfliiflj» nur 
i{imlitBtiv diiTHu Abli^nkiirig £u eej^Fii» muiHcbel tivt^ AppuHtr^ Fig- ^, d«n 
mnn pin (3 n I v b n oa k n p rn'nnt., 

Eine Mognolnad«! bvtindi^t ikich drnhbftr nnf einor SpiUe im Innonn 
cine.i iimgcbogmen kii])f&rnpTi ^tN^ifpnn, der auf Hol» montirrt ist. An di« 
beiden frripn Enden (IIp.'csi Streifen» sind Kicmm!<rhr(iiibfn A und B auf- 
geM^hfuiibt. Sobüld nmii nun den positiven Poi virn^s Blviiu^ntna durch 
einen Drüht mit A und den n^^gativm l*o| durch t-inon l^raht mit H vpr- 
bindvt, iKi ist dva Kltnivnt durf:b diwi* Dcäbtv und den Kupf«ntreifeu 




I 




Oalvanoakap- 57 

gcflcMoflsen, und man sieht nun sofort die Magnetnadel sich aua der Schleife 
herausdrehej] und nach einigen Schwingungen^ die sie ausführt, in der 
herausgedrehten Lage zur Ruhe kommen. Damit die Magnetnadel vor der 
SchheQung de« Elementes in der Kupferschleife steht, wie es die Figur zeigt, 
ist natürlich notwendig, daß man die Schleife selbst» also den Apparat 
Fig. 3S, in die Süd-Nordrichtung stellt. 

Bei dieser Verbindung der Pole des Elementes mit A und B wird der 
Nordpol der Magnetnadel nach vom aus der Kupferschleife herausgedreht. 

Hätten wir den Kupferpol mit B, den Zinkpol mit A verbunden, 
so wäre der positive Strom in entgegengPHetster Richtung durch die Kupfer- 
achleife geflossen, und die Nadel wäre dann auch nach entgegengesetzter 
Richtung abgelenkt worden. 

Während wir beim Gleichgewicht der Elektrizität gesehen haben, 
daß die Leiter, die Metalle, ganz frei von Elektrizität sind, daß in ihnen 
überhaupt keine elektrischen Kräfte wirken, und daß daher die ganze 
Ladung einee Leiters darin besteht, daß an seiner Oberfläehe sich der 
elektrische Zustand ausbildet, ist jetzt bei den galvanischen Strömen die 
Sachlage nicht mehr so einfach. Eine ganze Reihe von Tatsachen, z. B. 
schon die Erwärmung der Drähte durch den Strom, zeigen, daß bei der 
Strömung der Elektrizität das Innere des Leiters selbst beteiligt ist. Aber 
wenn man früher glaubte, daß bloß das Innere des Leiters bei einem 
Strom in Frage käme, so ist das auch nicht richtig. Vielmehr wird sich 
zeigen, daß bei einem galvanischen Strom sowohl in den Leitern, wie in den 
angrenzenden Isolatoren Vorgänge auftreten, die zusammengehören und 
die zusammen den elektrischen Strom ausmachen. 

Diese Fragen wollen wir aber erst näher untersuchen, wenn wir die 
quantitativen Verhältnisse der elektrischen Ströme näher kennen gelernt 
haben- 



Pio U<!$etzc AvM elektrischen Stroincs, 

Bin jodee ^dtvänjacbti Eli^iui^iil i»l im sUiiili.-, jHii"rn<l ei:ieu Avk' 
tri«i')>^ti Mtohi zm !'rEi?ii)fv'n In der Tar »st ja *iic ElokIn7Ll;ir; auf nrn'ifn 
Li>it4*r nur i\nuii iiit Olrii.li^i-wir.']Ll, hmtii »itl ilnu iilj^mll <Ii4'auUH>S|iMii]|UJi^ 
vorhftTiil'^n iiit. Wenn nhcr uua if^p^nd i?inem (Jruiirii? nn VPrHohit-Hrnnti 
StcllF^n il« l-pifers dir Spatinuug vCT«ohiodon ist, dann mtiQ eben di<? po«i» 
tivo KlcktnEilüt st^t« von 8tell<*ji höherer tu ^tell«n ni^ercc Kpmuiiii]^ uif 
drm T*ritpr flii^llm. In jpdrm iffcn^-n galvaniachcn EJL'mrnt, dt'?iw"u !'r>b 
ai»i) nkht verbündten sind. 3iut nun jcdt dor beiden MetallpJjiUeii mit ilu<?m 
Pol rinr* ln^Bfimmt'? S]mTiininE. nhi^r riif dp=\ ofiu'n Pob* isl urn ein*^ hpöliminW' 
UröUo hijhvt üh die des and<*reü. r^obatd uian dabei' Jie liei'.leii Mptwll» 
durch oiiii-n l)r»hl vt^rhindL^r, eo mul^ )ii (lieHi>nj dk- |K>äitiv(» Elf^ki.riEirJil 
von lüi^ni rition Mct^tl |di>m Kupfer im Danidbcheri Elouipnt) zum anderen 
{deiu Zijjk) lliulii^Eir Ahtir »n^b ni «len FliJBdigki^itoii iW Etuiiii^ntä nelbfft 
liiTiQ ilic Kli'ktri^itiit flii^ßru D<^nn nn jcilc.m dor Heiden Melnlle horrwr'hl 
JA die ciiifciciMjhe Sohoidungskiftfi nml *ie bewiikl, dflQ die rinssipkcil in 
der Sühc d(^H i'inrn Meiülh (des Zinkn) eine WJhrrc; SpunnunR hiii v-jf^ in 
der XHttc des anderen (drs Kupfers). Sowi«^ al*o dit* beiden UeiaUe <äurcb 
üuien Drubl verbunden werden, Hielit die Rieictmitüt dureh dein Dnibi 
und durch Jus Element flp?]b9t hindurch, und die elektiiBohe Scheidung»- 
kiull bewirkt, ddU dii.vM.-r ?^r.rom ein daui'rnder ibt. Wir k^-nnen uns die>i9» 
Vi>rh«ltvu dnreh einen Vprpleioli mit dr-m l^tröineu von Wilaät leicht klar' 
roaehen. In eineni Teieh stehen zwei Rölireji, in wek-he diuth eine Pump- 
mftHi^hiTie Waiwi^r hLniont^pum^it ^»v, und Ewur iWj d>LÜ duH Nivt^flu dn» 
WniiBerR in der einen Rohre hohyr ist ala in d"-r Kudert'n. fiinvift nmn ditt 
beiden K^Thren dureh eini- KWisfthen iluien «n^ele^U^ K*f!uv virrbiiidet. 
flieÜc du WiiMor ni« der B6hie mit höherem Niveftu in die andere, l^nd 
wtHLU timn durch die rumpnjaäelmie dufux taigU daü daai Niveiin der beiden 
Röhran ittetM in gletoh^r Hnhe §^'hu,lten wird, lo llieUt dnn VVibider fnrt- 
ir&hrend von der ernten Rühre duneh dfi* \'erhindun(isrohr lur zn'eiten und 
wird dureb die fuiune wn^der u.uE tha v.T»tv Niveuu ^ehobuJL. Guriz enl- 
npreehend ist •?* bei ffer FN'Vtrizitrit, Dem Niveau heim Wa**er eritÄjtrirhf 
dJe i^punuuuü: der EJekUjutäl^ die FuiJctlunvu der FuiupmäBchiiie iiWj- 
niniml die elektn'sehrt SohAidirnj^fllcraft. \'nn fh'r hcibcrfln Spannung nnf 
d^m Kupfer flivßt dj« pojiitiw Eleklrt^itkt durdi den VerblEidutiuiulraht 
Kum Zink und dureh die KliiAsigkeit cum Kufifi^r kiitücW, Die eiekirjneho 
Scheidun((»kTflft btixigt sie wieder auf dii' mspriiiij^bohB Spfuinung. die des 
Kuplcrv- EuLL-i«!ktriEieherStr:km flicüt also dauernd 
nur in einem goaehlosacnen Kreiiie,d-h.in ein^m Kreioc. 
d«r g«bild»t ist uuB «inem Glemi^nt. douwn Voh durch Ll^itl-^ miteituuider 
verbmideu Hind. 




Man nennt eine solche geschlossene Leitung, die aus einem Element 
(oder einer Kett«) und einem Verbindungadraht besteht, einen Strom- 
kreis oder besser einen einfachen Stromkreis (im Gregen- 
BAtz zu verzweigten Stromkreisen, von denen spater die Rede sein wird). 
Wenn der Strom fließt, so geht durch jeden Teil des gesamten geachloasenen 
Kreises in jedem Augenblick eine gewisse Menge von Elektrizität, eine 
gewisse Anzahl von Coulomb, hindurch. £s kann der Stromkreis an ver- 
schiedenen Stellen verschieden groöe Querflchnitte haben, stets muß doch 
bei einem konstanten Strome durch jeden Querschnitt in einer Sekunde 
gleichviel Elektrizität hindurchflieüen. Denn wenn an einen Querschnitt 
mehr Elektrizität hiuströmen als von ihm fortströmen würde, so würde 
ja an dieser Stelle eine Anhäufung der Elektrizität stattfinden. Man nennt 
die Elektrizitätsmenge, also die Anzahl Coulomb, die in einer Sekunde 
durch irgend einen Querschnitt des Stromkreises hindurchflieüt, die 
Stromstärke oder Stromintensität- Wieviel Elektrizität 
durch einen Querschnitt in einer Sekunde hindurchfließt, das hängt natür- 
lich von verschiedenen Umständen ab. Des hängt einmal davon ab, wie 
groß die treibende Kraft ist, welche den galvanischen Strom hervorruft, 
wie groß also die elektromotorische Kraft des Elementes ist. Zweitens 
hängt es aber auch davon ab, durch welche Stofle der Strom fließt und wie 
gestaltet diese sind- Aber mögen sie auch Formen haben, welche sie wollen, 
in einem bestimmten Stromkreis fließt durch jeden Querschnitt, wie 
groß oder wie klein er sein mag, immer ein und dieselbe Menge Elektrizität 
in der Sekunde. Mit anderen Worten heißt dies, die Stromstärke ist in 
einem Stromkreis überall dieselbe. In jedem einfachen Strom- 
kreis hat also der elektrische Strom eine gewisse 
Stärke und zwar an allen Stellen dea Stromkreises 
dieselbe. Man kann sich dies wieder an dem Vergleich mit unseren 
Röhren , in welchen ein Strom von Wasser fließt , klarmachen. Wenn 
die eine Röhre an verschiedenen Stellen etwa verschiedene Weite besitzt, 
und durch die Pumpmaschine in diese Rohre in jeder Sekunde z. B. 300 ccm 
Wasser hineingepumpt werden und ebensoviel am anderen Ende abfließen, 
so daß die Röli^e immer ganz mit Wasser gefüllt ist, so fließen durch 
jeden Querschnitt, mag er groß oder klein sein, in jeder Sekunde gerade 
300 ccm Wasser. An engeren Stellen der Röhre fließt dajin eben das Wasser 
rascher, an weiteren langsamer- Ganz so ist es beim elektrischen Strome, 
Die Stromin t«nsi tat, die Stärke des Stromes iat übt^rall dieselbe, durch 
jeden Querschnitt des Stromkreises fließt in einer bestimmten Zeit dieselbe 
Elektrizitatemenge hindurch- 

Um nun die Stromstärke in irgend einem Stromkreise messen zu können, 
müssen wir wieder zunächst eine Einheit für sie festsetzen. Wir wollen 
sagen, derjenige Strom hat die Einheit der Stromstärke, bei welchem in 

C' !r Sekunde gerade ein Coulomb durch jeden Querschnitt fiießt. Diese 
heit nennen wir 1 Ampere und drücken also alle Stromstärken 
in Ampere aus- Durch welche Mittel wir dann die Stromstärke in irgend 
einem Stromkreis messen, d- h. in Ampere ausdrücken können, wird sich 
sofort ergehen. Den tausendsten Teil eines Ampere nennt man Milli- 
ampere. 

Je starker ein elektrischer Strom ist, je größer seine Stromintensität 



«0 



1. TW, 3. Kii^ltol. 



Flc. VII, 



nt, dwto at<iirki.T hmd dir WiTkuii^^n, dw fr ^nritj^. Wir wori|c<ii a.T»r> 
di« 8t«rk« de« StromV'ft viktfoii^n köTint^n utift «Jim OKrOi* Hpirior Wirkiinut^n. 
Dbä oiniftohnto Mitral drtÄU bn>t**iMlk' mrtKnH.i«:li''n Wirkung"" dt-äSlruTin-^, 
ffir wricho wir oben S, 5fi Wi il<*m HnfarKon fialvanciikrtp Hn BriHpicl 
»didif^n habiTi]. Eiiip Hitdvr-- muuiii^tjjtrhi: Wirkung *iinp* cUklriai^bein 
Strömen, tWr wir liirr hf^nntjirn wnllrn, itt «n dnm Appnrnt in Fig. 39 tni 
beob»chtcn. Sic beitt-Ul daria, dnU oinc von dncni Stiom dnrchfloMpne 
Druhtrolle it einen Kisin^.ilnb K. dir nn omct rtpiruüpcicr K riiiffichliEigt iiiti 
in äIpH hineinaishl- imd iwor um s» tidcr, je starte der Strom Ist, der 
dnroh diePmUtwt&dmigvadci'Kulk' IbtIiL Mmi vvrtimdi*!. j^it dnuZwt-ük di« 
beiden HlThrHiiUri Ä und b. in wrlcbt-di»* DrahTwin- 
duiifz<^u der Ki^itlv <^iidi^-tj, tati dviu ^ulvmii«i.'ht.'u 
Rt><TJLi-rit. h»t inun nuti E, B, L'irifiial hfi diivM-m 
IiistfimmriT. fent^pstellt, wip lief dvr Eiwtwub k 
die Ki)jE<- hirmifiKo^^ngiTL winl, vn*t\u duTrh dio Rollo 
pin nStrcim von 1, 2- .1 n, *, w- Amprro hindiiri^h- 
geht, )io kann ouiii uilenbitr miiumnier unt|fok^hrt 
nne drr Stf^ifiin^ ^r^A FiiBnii><tabi?A die jCnhl der 
Am|wrf.- boatiaimon, welche diiKli dw Kolle bin- 
dTiTvIi^'heii. Auf gctmu dipw*m Pririxijj h^nihrn 
gpivifVwMf'ömMlrunwnl«^ für die Strf»mBtürkr. welche 
itittii Federgalvanonieter nennl, Kiyf. 40 
zriftt f\m flftlehoft U\t Di-nrnnaf raiiori^'n ftingi-rif^h' 
t(*l*<H [nbliunii'iit vo[) II 41 r T tri H JML A T^ r tt u u 
m FruTikfiiTt a. M Miin airihf, Jii t.if^rn Appiimt, 
dii- DrHhIi'olh-R, dm FieMiik^ru E und di«Spi]]d<'F, 
an der er inifgiih^ngt ist. Zum Xweoke d^r dffnt' 
licbc-u ErWnnuug aus dt-r Ferne itt der Zticor Z 
mu eme Acli^e dn^hbar rmgebmeht, so <1jlö of boim 
HeninfiM^'hffii dr^ Ekonlcf^Tliw sirh nach rcchtt. 
beul] Ueraufgehva noch liuUt dfehl. Und dabei vor 
t'irter Skfiln s|Helt, nn wekiher für jedr Steil nng dip 
SrrfiriiaUite Jii Ampere glei'.b ange^cbrivtbvTi isL 
Mi'i A \ttid h vjinl i\vv Slmni vnin Kli'inEiiit der 
Itolle ß KiigeHiliff.. MjLii kAnn div»f InafruiueQT'd, 
dK luich F. K(ihljQ.uric])H Angaben konstruiert w^rdun, auch Mt emriehten, 
daU sie \'iel kkinrrr- ndpr riel grrißcrc Stri^mafArkr^n mi'Mrin. Föp uns ge- 
nügt o* hier vorläufig. dftO wir dadurch ein Timtninicnl hüben, welcli'^ 
uEiH die Strjiunlärken in Amtpm? «u xiiMflen peHtiitter.. 

Wovon hingt oun die t^tiirke eineaSlromc» abl Jeden- 
fttlhf vun dor (JroUe der eleklruinotoritK^liun Kiuft doe monieiiUw, Ju gTÜUrr 
*lierletirnmo<orUfhe Kraft ixl, wplrhr? die Elektriiitüt bewegt, dwto gmßf*» 
ktt^ui Hu<:li ibe M"n^e der KkktnsiLiU pteui, die dnrf.'h jeden (Juerauhiutl 
pro S'^kunde jijndiir^'hjjrhr,, d. b. ihnlfi gr^lßr muß dir S^Hrkfl dcj* Stromf* 
in di-m fitronikn-i*!- »**Ht. Fnd du* Ut in der T«.l der Fjill, wie wir nn» 
duix'h uuHOT Fe<ler)^lviuii>/nntor übi^rEL^ii^ren ktinniiri. X4>hjni:'n wir k. 11, nin 
Dwiiellörhcfl Elomrnt und verbinden wir m durrb ein Pftiu* dünne T>r4hi« 
(virum siu düim »einmü^ej]. winlsieh bald xcitz^TL) mit docn Mvßiiijitrumoat, 
ao erhalten wir eine gewiR«e SlroniAtürke. sagen wir %'on 0,5 Ampere. 




1 




ÜÜLlUthH (^LHOU. 



41 





^^ 



VVl'u 



IS 




■"'?'/ 



Verbinden wir j-rUI dnri ar^luhor Efc^iTK^ulr hiiiU^L'iutiniUT uTid sptjwn 
ndpole dJMcr UltruivTit« iliirob di«0i*1b(Mi liunijvti DiüliC» mit den 
nt<-n i\ra Mi*limHlruin4L<n(4i8 in Vvrbindun^. «n tvißl t\\«* jitUt die dttä- 
fiirfar Sr.mmjihirkf-, I,n AmiHT^. an. 

Bbwwla««Hw R«iulUt kOiktitui wir mh uioiLr ifilvr wi<n»ff«Li EUcaeiiCeri 
tfka}f4in. Wir hsihpn duiNi^h dnn Cfmcb:; 

A. Je ^r^lJor d)c R]ckl[omol4>ri«chfl Kraft iit 
I« in rincm hcutinimtcn ^trnmkrcii wirIcL. daato 
Ber ist unter nonit g1^i(^h«n UmAtÄniirn aucli 
iti Slüfk? dt-n Strom r^H. Wird diu i^k'ktrojtiErtiiriiflilLe Kraft 
*wi>i'. dn-i-. virrraul »o groÜ nU «i»*frrtt,, 40 wird durh <ii*' Stmniitürk*' KWfi' 
dni-, vitfririuJ au gr-»U. Di-r i-iti4< KukLür. vva dt*ni div f^lruiiifiritrkif »b< 
liftogti i»t dHdiirrh i^rniittvlt ^^ ^„ 

nnd «WD Einfluß erkannt, 
^B AoOar von ikr i-lektro- 
^KnotacüduaiKTftfthAn^tAlw 
die Stioiutftörki^ no<:h ah von 
diT Art arwl fir*tjilt und 
OroUe dar Körpor. durch 
e dw KloktriKilÄt flii-Üt. 
Wir hnlwn uns fiuliof 
ubtT^i.-ugl. , duU ullv 
r di*m Diirchgai^g Jfr 
BUktrixitüt tMut^u gt^wTWM-n 
id orntnnd «■nT.gPiu^'n- 
U»ik, dji> Jwiltttijirvii 4-itiim 
rilfntlirh KT<>liMi, Hl» 
itcr ffiii^n kl'-irivrvai 
tcr «iiLLin v'Thj&ltni»< 
fr «hr klNni^n. J* 
grüUcr Dim dc^r Widor- 
atnrid ist, ilrn --iii Strnm 

kn^ia XU lllMTwindcn hiLt, 

dMlo w«ini)j;(^r Eli^ktrizittt-t kuim uritvr atinsl glincU«t Umifeiiutaa in 

bralimmtun ZiMi» £. H. in dnvr K^kumb-. dcircb oinrn QucndbnlH £«tien> 

dpHto i^i^ringt^f iat alao die 8tärkv d^s ßtromea. Es 

ItÄngt a!»o ik<< ^trooiitJüke uuub ab vou dem ^uäamten Widtirataiide» 

den der Strom in iwin^r fiabn r.\i übwrwindmi hat. r)ip*rr Wid^rMvmi 

*etxt lirb Jtbrr au* vivAi']ij<iibiTiv<ri TimUn sLjAHimuv^. Kr lx'«(vhl ww 

dem Wideratttrid, dt-n djia KIr.mrnt nplbflt, alno üfinr Mfrall^ iind aninn 

FlÜasigkcitcn dorn Strom ibubipteii, unc! ci lii^teht au* drni Widct- 

«Und d™ Vtrl«ndu[iK*'^'"J^^'''''H "'^'- ^^Hcr de.T JJrubt^'. diir<iii die der 

iflirOTii ÄU tlieOp» bnt , also x. ß. «oim der Strom dnreh unm*r J*eder- 

IvaiUHUet«! ^vUi. uuub uud doui Wideivtaiid der Drnbtruli«? dvi»vtbi;u^ 

wir «p**]"?!! uri^T WidcrMi.itnd vi*rrtJ(.'h<.'n, Wf^rdon vi\t niichbiT ävib- 

«iaandenttMD. Jrdi'iifülU \\'i\'vH vir dm 8Hti: 

0. J^ ^ riiÜ IM dir gtiHK nM >^ SV id (tra t änd dos S trom- 
»kroiaca i«t. um ao goringor iJt dl« ßthrkv d«t 



t<, 



^_-. 'X- 



^ 




6S 



i, Teil. a. KjipiUl. 



8lrome«H Wipi! di*r ^^'*llinltn Wid*>rstiiiid d*»pyn>H, (lri>ifHnli, viwfiiuli 
HO jiioü ftU *rr war (wäIiivimI tlic i.']ektrfimotoria(?hf Krafr urikii^HrnWl hl'-iht), 
An winl lii» Stilrkir ili?« SiroitK'd bloß die Hülfto, cic DrtUoJ, ^n ViojUd 

Dir» iMtiden ttuf-Uc A und B eus^rnfnen, die von höohttur Widiti|rV«t 
für dir ijr^Hwmtf' KirkfiriÄiintplidirr öhhI, ii''niit nrnnda-i O h msi^hr (J psPtE, 

Wir Icönncn Jip beiden SJitie iUBanimen in folgender Form daritctli;ii. 

In jodeiu pinlut^hcn si^HobEosacafn Strumkri-i« 
iat di« ätrometÄrk« gfrioli dtfr^lelftronicttoriachpQ 
Krufl di%'idivrl. durcL den ^riusvii M'idtirBlcind: 

-, , , elektromotoris^ihe Krnft 

SttOüiHtwrk&s TST-T 1 . 

Widerstnnd 

DJt*Htf« Ohinn^liit Otxvtjt g\\t Itir jud^n jj^lvAEiiacheii 5^tron^, wi>nn itiAn 
mir ulli* Ju i<Jrit^rii Slmmkri^iiii voriiaiijuriuii ßlüktmmotor jachen KnJt<^ und 
»Hl* Wid^raiilnd'' hrrUclc*khligt, 

Wir [imsjuiu Quii Äunitthsi liäUvi licitiinjinTi, wk- der Widtritand 
von Lnitrrn nlthJiimt von der riroüf und ii(*flta(t. dem Stoffe und dor 
Anonlnunp dtrwibi'ii. 

In dvn n^oiütirn Anwi.'ndiiH(»eii dis gnlvaniBfliun Strurnt*« i»! d^r W^ 
durrh den ditf EI*ktTi.rilät ftk*ßt, ein Draht, oder bat wpnig*t*n« die Porm 
rinrn l>fuLt™. Man minniL KupleniiÜlile odff Fitilujdrübte oder Bimi'»' 
drüh^', lim dr'n fltmiii diirfhKiilmt-'n AWr muh, wi*iin dir »dr-tlrivhp 
Slruiu d»ri.']i ¥ijnv FJnB*[^k<*it WMt. L-htiu thuii dpren I'<jriu hIk die vjnnc 
DwKtf'fl miBj-hi-n Mhm kwriii von der Liingi' lii-r ihirMo-MU^tiru KliisdiKknt 
suii^'liHii tmd Viiu iiir<*iii Qu*'r*'^hnitt, Un^TÄyvhvri wir kW, wk* *idi dor 
Widi'rvTjind nnm Tirnhifn mir viinor LftTigi*, setufm Qni^rnohnitl und ooini^m 
M^tviinI Ltndii[t. 

Wir ni'hnii'ii ein in'hlj nirntts giilvaniäcbwi Kli^iut-nt, a- B- «iiuvi UaDH-lJ. 
lind vtrbindon apine Poir tnit. mjaprom FptlprjtnK-iknomctfT diiroh zwt^i 
KupknLtülite von »an^ bivl^uiuitem QuenehTiitt und jfui&niuivn g&ni 
bmtmimtcr Linfir, t. R, der LJlnjfp vön lOQ m. Dnmi eei^t iinBcr Mi'ß- 
inatrunic-nt tiLiiv üvatiiimil^ Struinsturkc an. KrBotxen wir dmiii di>f Diäihiir 
von JfH) m I^fin^ii* durcb |j;«mii *'bi.mm] *{irUv Knpf^^rdriihr.p vmi ^^> m I-JinK«, 
H> bekommt*» wir cintf andi^roH kkinert" StruriiBtürke. und mneben wir die- 
Ap)b«Ot>orAlioninUf|!lvkhdii^kr'n Ku|if(>niribti.*n von -^1)0, 100h Mümu,»- w. 
T^ge, Ki bckomnifin wir irnmir klyiri(*n' Slfomfttiirkon Die elektromütfl' 
risoV Kraft dtn EUtukeiIi'. di-r Wid"ivlMiiil ibT Flus^i^kcilnn im Et^mcnt 
und der Widenitiirid df.i Orfthrj^i im Ftdi-r^nlvanonLeTiT sind unvorÜiidürt 
gMblivbtn, BloQ <icr Widomtand der WrbindunftadrnJit* ist ein anderer 
p-wnrdcn nnci durlumh mich diii StroTn^tärkp. Wir können duJiPr boriJulLnun. 
v/'if Ejch der Widtratnnd vun DrÄbten vou gletobcni Motr^rinl und uleicber 
Dirkr vpründeri^ v/virn iliv L'än^ varitv'ti. l.'nd so iindi-l man, dnÜ, vivuii 
die Länge eint'* Drulif iw dii* Kwri-, drei-, viprfa-'h*M*'(rtl, nw-h dtrWidntutand 

des Draiitia dur iwt^i-, Jri^i-, vitrfatlit wmb Eh erj^bt »idi fliso duauv d«* 

a) Der Widvrttlund «inea DrftbtP« TCin bnntimmtem 
Mfttortat n n [I Ij t<»l, i m ni t>? m <J ui^rflch n i 1 1 i>t um «o 




Widentud. fiS 

Auf ganz dieselbe Weise können wir untersuchen* wie sich der Wider- 
stand eines Drahtes ändert, wenn sich der Querschnitt ändert. Wir 
nehmen t'int* Reihe von Kupferdrähten von ein und derselben Länge* deren 
Querschnitte aber verschieden sind, und Jossen der Reihe nach den Strom 
aus einem Element durch jeden von ihnen fiießen. Dann können wir 
aus den verschiedenen Stromstärken, die une unser Galvanometer angibt, 
die Grüße des W^iderstandes der verschiedenen Drähte berechnen und auf 
diese Weise finden wir: 

b) Der Widerstand von Drähten bei gleichbleiben- 
dem Material und gleichbleibender Länge ist um so 
kleiner* je größer ihr Querschnitt ist. 

Wird der Querschnitt zwei-, drei-, viermal so gfoß, so ist der Wider> 
stand bloß die Hälfte, ein Drittel, ein Viertel des ursprünglichen. 

Die Form des Querschnitts, ob er kreisförmig oder viereckig oder 
unregelmäßig ist, ist gleichgültig. Nur auf seine Größe kommt es an. 

Wir haben damit die Gesetze gefunden, wie der Widerstand einea 
Drahtes abhängt von seiner Größe und Gestalt. Der Widerstand hängt 
aber auch wesentlich ab von der Art des Stoffes, aus welchem der Leiter 
besteht. Ein Kupferdraht von z. B. 1 m Länge und I qmm Querschnitt 
hat einen anderen Widerstand ab ein Aluminiumdraht von derselben 
Länge und demselben Querschnitt. Legt man daher z. B. den Widerstand 
eines Kupferdrahtes von bestimmter Länge und bestimmtem Querschnitt 
als Einheit zu Grunde, so kann man für jedes andere leitende Material 
eine Zahl bestimmen, welche angibt, wievielmal dessen Widerstand bei 
derselben Länge und demselben Querschnitt größer oder kleiner ist. Diese 
Zahl nennt man den spezifischen Widerstand des Leiters, 
bezogen auf Kupfer als Einheit. Wir werden weiter unten Tabellen über 
die spezifischen Widerstände vieler Metalle und anderer Leiter geben. 
Hier sei nur das Beispiel angeführt, daß der spezitische Widerstand von 
Eisen 6,10 ist, bezogen auf Kupfer als Einheit, der von Neosilber 18,8. 
Das heißt also, ein Eisendraht hat immer einen 6,I0mal so großen Wider- 
stand als ein Kupferdraht von derselben Länge und demselben Querschnitt, 
ein Neusilberdraht gar einen 18,8mal so großen Widerstand. 

Nachdem wir so gesehen haben, wie der Widerstand eines Leiters 
von seiner Länge, seinem Querschnitt und seinem Material abhängt, 
können wir das Gesetz aussprechen : 

c) Der Widerstand eines Leiters ist gleich seinem 
spezifischen Widerstand, multipliziert mit seiner 
Länge, dividiert durch seinen Querschnitt: 

Widerstand eines Leiters = spezifisch. Widerstand x — -t-^ 

' Queracnn. 

Dies gilt für Leiter jeder Art. sowohl für feste Leiter — wie Metalle, 
Kohle — als für flüssige Leiter, also auch für die Flüssigkeiten in gal- 
vanischen Elementen,* 

Wir wollen nun zunächst auch für den W^ideratand eine Einheit fest- 
setzen, um alle Widerstände gleichartig bezeichnen zu können. Man 
ist international übereingekommen, als Einheit des Widerstandes denjenigen 
EU nehmen, welchen ein Quecksilberfaden von 106,hT cm Länge und I qmm 



tu 



t. Tvil. 3. KhpiUl 



9^.41 



l Auip0JL«= -^^-^ 



Quniwliiiitt bd O^^Ai^igt. Diitnnn Wide mtand nciLnl. mjiu 1 Ohm. 
M'ir wrdon nlao all'' WiHrntJindp in Ohm aiiBrltürlctn, Di^'icr WkJT^iftndt 
i üiiiu» «U'ht uüuüic'ii mit dciQ vgin uufi ^buu i^i^Lgofuhrtcu EuüiLnlf?Ei 
der »[tktranJutoriFvhpn Kritlt und der ^Iromstärkc in dein Zu- 
i4Amin«QhAngp duß 

1 VoJt, 
Ohm 

Mit dnn bb^iorigcMi Kc(uitnis&L*n könin^n wir fsiinJinhitt den 

Widerstand von galvatiiwlien Elementen j^enauc?r nntwauchcii. 

>~4^Iiuiei] wir yiii «^ulviitiischea Kl^iaeüi, z. B. viuvti Uanidl. 
und v<>rbmden wir B«ne PoIp durch einen Dr^ht von mnem be- 
atimml^u Wjdifr^tjind, »o ÜieQt durch diosrn gr^»c-li]oHBi?neri Strum- 
krpjs ein 8hrum, ilcnHeu Stiirkß pluii^h d<>r i>Jpktronir^t'irMrhvn 
Kraft *loa Drtnie^ls divirli(>rt ilurch dsn jCesAmti'n Widorstfind M- 
Dlt Kvmmli^ WidcrrutaTid ^cUt faic}L zuHuiniiivn jtiiu dum <li^« 
Di«ht<-A iindilemdc^E^mr-nteflSflbflt. wplehf^n man den innf^rdn 
Widor*tunii <i^ Kh^mentes nennl- 

Sehaltct mnn nun e'tm- Roilio von DAnu^U hintEretD' 
ü n d e r. wiL* in Fig, 41. bu Ür-BI dt*r Strum von dtm (HBitivon 
f'u] ( I } duri.'h den LiuUi^mi W^rbindun^druht jutmi ni'^'utiven 
Pol {—). und tlünn ditreh di*' Kf^ttf xuruek zum 4- Pol, d. h. 
vumttchtt^nEIi^uient sunt ai^Uenlt^nnVonilieBem sinn aeehblun u,h. w. 

Es ist hei dieaor Anordnmig inimi>r i\aa Zink d<4 «iTi^n El«- 

mi?ntT?B mit di.'ni Kupfer des anderen verbunden. Die elektro' 

mitU't\p<o}ie Kmft, flic in dii^^r Eetfi> wirltr, ist a\»o i\{p urhl- 

iHrhi* ciiie» einxißi^n Daiiitll (S. ^). AlH>r aueb dt-r inrierv 

* Widerstund der ganzen Kettn Ist der nohtfnr'he einea Danidl, 

w^d dof Ström j^tit die »chtfaehe Lunge dtr Flüssigkeit hei gleichem 

Quor&chnitt au durehloarun hui. Hin g^aamte SUrke deä Strome» ist niao 

Ut nun z. h. dvr Druhtwider?^tund «ehr klein gugenüW dt'm inncrei; 
Widerstand einen Danioü. ptu daQ man ihn vernu^blnäsfgeii Lcann, im> inl 
ntthejcu 

, , elpkt rom uturiädi«? KjTift einun DarüuU 

StfOCUtarb: = T~ -jjrr-. . -■ ■ =^ ^-r: . 

Mun gewinnt alsu dann gur nmht« un ^tromintr^naitulH wenn nuin die 
S Elemente b i n l e r e i n a n <l e r schallet. Der Oeaamtstiom iai 
ungefähr eb^uHO «Itirk. als wt^iiu tintii umr ejnt^n Oumull g^-numtnen bulti?, 

Tftt da^l^gi^n «ifr Drnht,wid(iratftnd m'Hr groß» viel ^■ößer fti« der g^ 
«amlv WideraUnd dur Kvtt«i, »o h^l mkji iiJ^ljesu 



StronMUrk« = 



ttolitfaohu cliiktmmuturuh'be Kralt i?:tju Daiuvli 
Dnthlwid eri tun d 



I 



Jctn iit olno di^ J^troniHli^rkf nnh^j!;» J^a! so groB^ ata wenn man nur 
«ioiau DutiifU anwendet. 




VgnüLiixbuji; S^l 



EloriLi'utvu, 



U, 



IUI'. 



'HHIIS 



dfAtc^ i^iner KetU- chIlt. wie luan autU "S*. tU'i äuÜrrfli !^truiuki*iaea 
^tr groß g^gcn dcji inneren \\'iili^rtttand der Kottc. tiu iHt i?« v^trlr-ithaft. 
die Eloiiii^nlc hiiiterciii>ad«r xu c^iiior Kettp zu »l'IiuNvDl iiiu vlilc- 
mfiglirhüt ^^Üo StnuiuitLirkL' £u t^rhulti^^ 

Mau kinn ober v'tnv Krih'? vnii EI<Mmtr>t*n mi^i MtiA^r* vt*rh\ndi*n, 
nÖniUc-h au, dnÜ iumji ulk' KupIi^q^Utti-ij riitli-mHiidi^r vvrbiiulwt und ubvimo 
alle Zinkplatt^n 

EuM-'TOk'liciAiiünl' *•' 

DVng iAt in Tm -1:* 

MLjti dAnn.iUr Kk- 

hanointitdor ^, 
oder 
Ivl |p*cbaltet. Hier amd die V^rliüEUiit^^t' [^ilqs ajidon. Allo 
f''r/Vhndpr Sildon Mi.WTnmrn r'mc RtoÜir KiipftTtnriSrtc und nFle 
^ylijidot <riuc gruÜt ZiTikiuauLV die der KupferiiuiMv gi?i;v(iübi;r- 
«teht- Dill elfklTomot.iinBHie Kndt bim^ über, wio wir wi^Hi.'», ^ur iLoht 
^vondw OrüQeüer Kupfvr- und ZmkuiH«B«n Ati, hiif iM ^iNi^ m 4li< w r Kett«ii- 
loHniui^ tfirdüuli ^ 1 ** j L- ii der e mi «^ s *^ i ii ia i g " n J i i n ■ ' 1 1, Dl« 
FflpktromotJfcriÄolir- KtaU. wird nW «liirr'h nitp doTUFticc Aduninun^ von 
Joru«nt«n niclit trkiihl, AW dni inn'^fv Wjü^riilsnd dn^iuT K><IU iit^in 
k I e i n r rr r aU dt^r eine« einitig^n DnniHI, Drinn denkt man nieJi nik 

Igt Mimigkf itcn, durch den der Strom fi'ieÜi. jetj^, Smtü ptt groü wii' liei 
'einem D»mol!, Folglich iji der inixpro Widcnlnnd dieser Ketto bloö der 
*ckl^ Ted vofi deni mncrtii Widerstand *-iiiva Unnif;!!, Vi*Tl)iridut man 
jetzt dir Pole die^r Kettp (di? in der Figur rivlitn nier liitks mit -]- oder 
_-^ b^wiiditivb Bind) durch den äußen<n VerbJndun^Bdtiikt, so kat man 

HelcTtcimulariAcbiT KmH nur* UuiiHI 



StroDUtfak« 



DriliL'^iJmLuiiü -I- ►■■ Eiuiorur WidofhiiLiid **jiir6 l>ariniU 



-Ulier. 



JeUt. *ind die VerluittTiissc \ffru4\i' die enT^gerip^^m^f^im 

bei Hiiil«fwn»nJervli:ilti]n^ i]t*r E[':in<?iite. 

lat nJLmkrh der Üruliiwuli^rKlAni] klf^j» gepen d«n innemn Widerstand 

[d'ir K«ttP. MO i«tr die 

, , el<*ktf(>niiJti»riB<'hi' Krult *ilne* Daniell 

KUomHtArke ^ - 



ulsii dit' 
dagegen 



^ innerer WiilnraUnd eine» Daiuril 

oincm Danioll. 



StrömarärVe = 




StmmfiTärke nnln^rn ^nml no groß wir bei 
d<?r Draht widerstand aohr groß, ao iai die 



Ut 



«flgkifumotoriaclw Kraft cim<» Dftniall 
Drnhtwideralnnd 



Üafin hl aIao die. ^tri'MiHtHrk^ riAke^ei: dii^Nolbe wie Wi einorn üiuigQll 
Dftniell, Mftn jifpwinni äIhq dann gAr nichtj »n ÄtromuTArlcp. 
Wir tiAlien dAnüoh dw boLden ki^jjcein, 
I(t der Widerstand de« Äußeren Stromkreiifti 



G6 



L Teil. 3, KiipittfL 



sehr groß, eoisteavorteilhaft, die Elemente hinter- 



elnmidor xu schnllvii 



t er sehr klei 



ftO J Bt «A 



vur tt i I liüf t « flic ne bcn ci nandrr au achalte 



n»-** 



u m 
mÖRlit^hdt groÜe Strometirkon 

EU r Iml l p ri, 

Ist dpr Widerstand des Drahte* nicht 
elOit grüU und aui-h itiiiht twhr kU^in ^o^cn 
d<-n inrn-ryti Widi.*tstahd rmw filementsn 
HO kuiiji iiiuji diTL EleoieiktE' ttjlti limter- 
rinnTnitf, tfila rn'lhfTipmandi'r ftdinHen. 

rinrgi^stHlt ist, 

In Fig. iü sind imn^er je 2 D&ni^ll 
hintTTtiinamlei' un<l l itebunt-muDder ge«icliaU«t, lÜa ist alao dt^r irLnnri> 

Widrrrttitnd diiwer Kott« = 7 =dpm hftlbL>D WidiTfitaivd vUu^r einai'liwn 

Elr*iu<'nf-^, drrm dio Ftüsai^koit hat dio doppelt*? Längi? und dyn vji.irfftcli<>n 
QuvrBclinilt vun dt?r in t^ineiii emsigen EjeDiont- Die c l^ktromotu- 
riadii^ Kraft i^t d^lhij ;jt«<jrli ^ ÜAnitll. wolT ititr ju ^ E]i^rrinnli> hinter- 
'■liüi^'l-r fti^schaltet «ind Dftj^eKcn in Fig. 44 sind 4 Elemente hint^rwn- 
Ariil^'j liud jv 2 [larAÜA ^vaelialtut- Ber innere WtderAtaiid di^^vir Kvlte 

ist ftlfO -0. d. b> doi>p«tt so groß wte der einee eLOfelneii EJemeuU». und 

die (■lektroiiiotoriflch<? Kraft Ut gUirb dvt von 4 Dawoll. 

Worin mau ^in Element oder *?ine Kette durchweinen sehr kleinen iiißerpii 
Wid(?rBt[Uid. 2, JJ. durib einen kurzen diekeu D^aht^ bchUeUtn su au-st uiaü, 
dim KlnineTit iider dii- K4?tte ist kiirftgcsrhloasen, 
^' ** DJH StruiiiKtirkii wird Jtton iu jwluni F^l die gröüle, dip 

dii8 hl Ire flu »de Eltrriiint liliVirKaiipt liiifurrt kiinn. mi^ ist 
nj^mlieh gli-irh doi elektromoloristhen Krait des EJ^mentefl 
i^l^IIm<[, ilkvidiort diiroh aL^inun Widerstimd- Muii mrht, iM. 
om bei der K ti t / a c h 1 i e U u n g miA dnero Element 
ftino rocht hohe Stromstiirke erhiiltL-n «u ki>nnen, es vor- 
trilhaft ijit. daß diiH Elf^ment. arlhat einen sehr kleinen 
in^ieren Widt-rslund LeaitAt. 

Dflrt einf ficht: Seil ema eines ßpsehloöupnenrttromkreifle«, 
wie wir ihn bislier ttllein hetmcnfet^^n, i^t in Fig 4^» d*r- 
Ke-^LeUt, Duriii isL E eiji f;ulvaniEchea Element, und der 
Vl*^hilnllln^JÄl^rHht ip^ht von dem einen PrtI Ans Element« 
ÄUin anderen. Er k^nn ibtWi duixh v'iflv AppHrüLlv^vhen» 
fthrr e* ist intnir.p i-in einj^i^ir nnvcizwi-i^or Draht, 
Uui di« VvrhiltniMw in i^irii^iii nolchun einfAoheTi Stminkrein Jioch njih«r 
BU nnT4»r*nrhnn, wnlinn wir diw ÄrfirmH in Fig, ■Ifi bejint^en, Dfisfieihe 
»Iwllt in neini^ni unteren Teil ZgK eiiif mit verdunnt<?r Sehwctflsiiure ge- 
l\\\lir niftSfiihi»> diir, di^ obore Tirnl ZbK otclll tiuen Uniht dnr- Bi-i Z 
befindpt lieh eine Ziiikplnttt", bei K eine KupfcrphiltP. Die KnpferplnUe 
bat ptMitivertpwnnmiK. die ZinkpUttt «»nie cbcnaOgTuUe negativt Spannung. 
Auf dem Draht K hZ berrFuhl. an alten E^teU<?n eine andere S^pannung, und 



I 





Tertflilurig der Bpanaang. 



67 



Fiff. iS. 




FLg- **, 



Ewar nimmt dieselbe von dem poflitiven Wert bei K albnätdich durcli NuU 
hindurch ab bis zu dem negativen Werte bei Z. An einer Stelle iat also die 
Spannung Null und zwar, wenn der Draht 
ftua einem überall gleich dicken Metalldraht 
besteht, bei b. gerade in der Mitte zwischen 
K und Z. Entsprechendes findet in der un- 
teren Hälfte der Figur statt. Die an K an- 
liegende Schicht der Schwefelsaure hat 
negative, die an Z anliegende positive Span- 
nungf und in der unteren Hälfte nimmt 
also die Spannung von Z bis K ab. Auch 
hier Ut an einem Punkt in der Mitte, 
etwa bei g, die Spannung Null. An den 
Metallen selbst findet ein Sprung der Spannung statt , hervor- 
gebracht durch die elektrische Scheiduugskraft. 

Untersuchen wir nun die Verteilung der 
Spannung auf dem Draht allein. Denken wir 
uns denselben, wie in Fig. 47, gerade ge- 
streckt und aus einem homogenen Metall be- 
stehend, A B^ so herrscht am Anfang des- 
selben in A die positive Spannung, die wir 
uns durch die Strecke A M repräsentiert 
denken können, am Ende B die ebenao große 
negative Spannung, die durch die Linie B N 
repräsentiert sei. An den zwischenliegenden 
Stellen a b c d e hat die Spannung dum die 
Werte, deren Größe durch die Linien av, bp, 
c Y f d 5, et dargentellt ist. In der Mitte 
des Leiters ist die Spannung Null. Zwi- 
schen je Ewei Punkten des Drahtes herrscht also eine Spannungsdifferenz. 
So ist die Spannung in a größer als die in b um die Größe a a — b ß» 
die an a großer als die 

au e um a o. -j-e g u. s. w. ^^8- *'- 

An Ewei beliebigen Punk- 
ten des Drahtes hat also 
die Spannung verschie- 
dene Werte, und gerade 
deswegen etrörat die 
Elektrizität durch den 
Draht; denn die posi- 
tive Elektrizität bewegt 
sieb stete von Stellen 
höherer eü Stellen nie- 
derer Spannung. In je- 
dem Stück eines solchen 
Drahtes gilt also nun 
wieder ein ähnliches Gesetz, wie in dem ganzen geschlossenen Stromkreis, 
Die Stromatärke, d- h, die Menge der in einer Sekunde durchfließenden 
Elektrizität in einem Stück eines Drahtes, bangt ab von dem Spannung»' 






r 



Q$ ^^^m 1. Trril, 3. KapjML, 

lujtcfiöhied an d«n beideu Eiidca divaoH ^tückcu und von dvin' 

, , . .-. i .. . SpniKiUhflsiini^i^olklfJ fto nnüar^ Endpunldan 

hftroiHjiUrkff m einnm Denliiatuck =— *— ~: — : — , , ■ ,, — -, ^-^ — -^ 

Wujiaataad uns ucahttUirkv^ 

Da Hin ätrnmfltärWe m di*rri gnriKi^n Dr^ht nb^nill dieselbe ist, so gilt 
tax jedoi Stück eiue» Dcnlites dii* GesplE 

~ Wid^rtUnd des Drah^Alückeft 

Dnfüf khDJi man ftUrb umgekehit aagen, 

Spuiuiui^^Buutvi'wliJfid an den Kndeii i= ^trumstiirke ^ Wjdi-rBtwnd 

d<>8 Drahr^tiiirkve, 

odor diL* Spannung um Endf; einps DtBhf.^Ü^kpa inf kipmer al* am Anfang. 
und zwar uni das Produkt nua der Slronistaiko und dem Widcratand 
dl?« Dnilit^tiickpH. Dipa kann man zw^H-lsmiiflig so auflilrückeFr: \min Diiirb- 
fltri^m«!! durch ein DraLtetüvk vcrlj^rl dvr ^ttoui an SpannuiuEn «rlei ide 
er einwn S]>annnn^'*vprluBtj wek^Kcr ghir.h dpr Str:*nifltMrkB' 
mnltipÜEicrl mit dem Widei-fttaml 0«i ürHlUstHrkea isJ,. Die t'herwindimg 
«iuea jvdcn Wiilisniluiidi.'« ctitn^li denSltum ri^t uLßo mit mui^uk beätimmt<^n 
SjmnnnnKsverliwt verbunden, der um &o pröÜpr ist, jp gröüi^r der ül>pr- 
wundenc Widerstand ist. Auf dein Weg« b e in Fig, 47 erleidet abo der 
Ötfüm L'm(?n SpnnnnngavprliUitH wpl'-hpr ^\eir]\ h^ — «T i*'« '^ii' d*?m 
WegT? B e einen Verlust der Spannung, welcher gleich a a -\- t i ist. 

Am Zink adhut nnd nm Kupier Bplhst erfährt din Hpanmins dut^h d» ' 
elclrtriflt'lie öcheidekraft eine äprungartige Änderung, Vom Zink s\ti an» 
gf«iiii<ndt'n FIÜEFiL^kvit ündt't L^me l^partnun^n^iunuhmi^ und 4?beiii» von dgij 
fcn/reTi7i'n[]t"n Fl^inaij^keit üiim Kupf« ^in<? atdclip infnigp d<*r Scheid iniit»-* 
kriift* statt- Fließt nun der t?trom vom Kupier onUen znm Zink und vom 
T^nk iunun durvli die Fitüitfii^knt zum Kupli^r. sü muH der S|iunrnju^avi>LTlLidt, 
den er iuf d&m s^ii'^n Wvj^i^ erfalirt« gleich »vin dem SpauunngSigewinn, 
don or ani Zink und am Ku^rh-r duEuli ilio Si-hridun^f^krifte !>Lekuniint. 
AIno mnS dpr Spnnnungsver[ii''t auf dem liulSeien Verbindnnifgdraht 
■+ Bpanniin^sverluöt im Irmi-mn des ElemenLefe = f:^pftnnun|?sgewiiin um 
Zink ^ Spnnnungsgewinn am Kupfer ai'in. T^trtpre beideti Spnimungs- 
zunttluiien sufiauimui dnd abe^r tu^hU aiidcri». ab waa wir diu «lektro- 
motoriBoho Krafl di>ä Elemüntoa gcnumit buten, 17 nd wir können dfth« 
nagen, dip piekt romolorisch^ Kraft der K*^tt* ist. wenn drr 8tmm fließt, 
ulvif^b dem ^pannujigaverEugL im ilußerun - dorji ^|>aimung3verliu»l nn 
innfffn Striwukr'Mn. 1>*t Spannur^avorbjiil. im iiaüirtn ÄtromVireift iül aber 
niehu aralxri« hIh livr S{'ü[[iHi\i^Mi\i**rVi:}yivt\ an den Polea de» k u # e b 1 o a- 
a e o p n Klfimentea. Man heEi^iehnef ihn Rewfthntioh ala die iCl e m m f n- 
ap«nnnng- L'nd nir könni^i) daher anoh an^tiu^^n Satz »o Ausdruckten: 
die elektT^itnotorisrhr Kraft einen Hknientofl ist /?lfitb der Kinmmen- 
Spannung -^ dem Spannen gsvi^rhiat im Inneien des Element^- D&rauA 
Biebt man, daU d^e Kk'ninu'nrtpannung an luiem geacliloBEeui;!! Ehsmcnl 
kleiner int aln din elektrnmotoritirbp Krikft deit KJementr?, und £War kloijier 
um den Bt-^trng den 8pannungiverluHlvfl im Imi^rn deä Elemi-ntea. d. h. um 
da« Produkt koa SirnmstÜTke unJ innerem Wklerntn-nd, 




StromTOTZwdguTig. 09 

BUher betrftcliteten wir immer einen einfachen gescbloBsenen Kreis, 
in dem der Strom fließt. 

Man braucht aber für elektrische Untersuchungen und Anwendungen 
oft eben allgemeineren Fall. Man läßt nämlich den Strom durch eine 
verzweigte Leitung gehen, wie sie in einem einfachen Falle in 
Fig. 46 dai^eatellt ist. Darin kommt der elektrische Strom in der Richtung 
dea Pfeiles aus dem Element Q. fließt 
zuerst wie gewöhnlich bis a, dann aber ^^^^.^^ 

verzweigt er sich und fließt sowohl durch 
d ah durch b in der Richtung der Pfeile, 
bis er nach c kommt. Dort vereinigen 
sich die beiden Stromzweige wieder und 
nun fließt er wie früher zum Element 
zurück. Auch für diesen Fall der 
Stroraverzweigung laaaen sich 
die Gesetze aua der oben angeführten Verallgemeinerung des Ohmseben 
Gesetzes ableiten. 

Zunächst ergibt sich hierbei, daß die Stromstärke nun nicht mehr 
in der ganzen Leitung dieselbe ist, sondern daß vielmehr in den 
V e r a h i e d e n e Q Zweigen des Stromkreises verschie- 
dene Stromstärken herrschen. Am Punkt a ist eine bestimmte 
Spannung vorhanden, am Punkt c eine andere^ Durch den Spannungs- 
unterschied zwischen a und c wird die Elektrizität sowohl durch a b c, 
als durch ftdc getrieben. Es ist folglich: 

Spann ungsunterschied zwischen a und c 




die Stromstarke b a b c = 



Widerstand von a b c 



, ,. _, , Spann uuBsunterachied zwischen a und c 

und die Stromstärke madc = — tt=^, ~i ^ . 

Widerstand von ade 

DarauH folgt, daß sich die Stromstärken in den beiden 
Zweigen umgekehrt wie ihre Widerstände verhalten , 
In dem unverzweigten Teil der Leitung aQc ist die Stromstärke die 
Summe von den beiden Zweigstromstärken. Haben also z. B, die beiden 
Zweige gleichen Widerstand, so ßießt durch jeden ein Str(>m, dessen Stärke 
bloß die Hälfte von der des Hauptatromcs ist. Hat z. B. das Stück ade 
in der Figur einen doppelt so großen Widerstand wie das Stück a b c, 
so ist der Strom, der durch ade fließt, nur halb so stark wie .der, der durch 
abc fließt, und die Summe der Stromstärken in den beiden Zweigen ist 
gleich der Stromstärke in dem ungeteilten Stück des Stromes. 

Der Widerstand der beiden Zweige dea Leiters zusammen gegen 
den Strom ist hier nicht etwa gleich der Summe der Widerstände der 
beiden Leiter, sondern viel kleiner, kleiner als der Widerstand jedes einzelnen 
Leiters allein genommen. Man kann das sofort erkennen, wenn man z- B. 
annimmt, die beiden Zweige seien gleich lang und haben gleichen Quer- 
schmtt. Dann fließt der Strom von a aua durch beide Zweige zu gleicher 
Zeit, und dies ist dasselbe, als ob nur ein einziger Leiter von a bis c ginge, 
aber mit einem doppelt so großen Querschnitt, Der Wider- 
stand diesed Leiters ist dann, wie wir wissen, nur die Hälfte des früheren. 



70 



t, Teil 1 Kbpltel 



Aleo die«e b«id«D aletoh liingvu u»d fi;]«ioh dicken 
Zwpige d L*» Li*i t t'Tö n abeii üunaniniwn nur i>i n cn Wider 
4tttrid.d«r gleich der Hälft« desWideratJindes jedes 
einsBlnen L^itera tat. Dää iBi ein äehr widittper Sutz, Alan sagt 
von Kwpi ndcr mehr Leitern, deren AiifangapHoktR olle miteinrindor ver- 
buudv» eind uiid dereji Ejidpuukte Aut^h nutemander vierbund^n sind. 



sie Wien iic b R nein u n d?F gnaoUaltet oder «och p^icftllftl 

g^aehjiltrt. wjikrrnd mein von Leitiem, die so verbanden fiüid, d^ 
der Anian,^puükt dea eiijen mit dem Endpunkt dea anderen vepbuaden 
iflt. sagt, flie Bolen hinterpinandor geHi-iliaitot oder in 3 e r i v 
geaciialt^t. Diese Be^t^ichtiuiigen smd ^&m annlog den nben rr~ 

wiihnUin bei der Verbin- 
^■' '"' diinR vt*n giitviimachen 

Eltnxtfnten. 

Haben wir alao £, B. 
7 Drabte. alle von glm- 
cheui Wideretaiid * und 

v^rliiiiden wir sie wi« in 

Fig, 4^1. si> 1^ *hr Wider- 
stand dioser flusaiiimen hangenden DrÜhte der siph^^nfachG Vön jedem 
«inxeTiteu. Dje Draht? sind dabei hintereinaud^r ^ifttchatt«t> 

Verbindt'n wir alwr die JMihte wie In Kig, ßO, an ist der WidersUnd 
der 7 Drähte KUBamm<:n gegen den ßtr<»m bloß ^7 von dem jede* eindelnon. 
uUu bloü V«^ von dem m Fig. -1^, Die Drähte äind dabei nebenäin- 
a n d r gestihaltet. 

Mau kann sich dte^e» Verbaltc-n wiinler lekht klnriiLEtLliL'U , wcun 
man an die Btweguiig einor wirkheh<3n Kliiaaigkeit, des WaiBers» denkt, 

X-afit man ttua einem ICeservoif 
Wftjw^rdiinih eine Röhre von ämlÄnge 
und eine (El beaiiiumten Queracboitt 
auaÜLL^ßmi. uu wu\l die in emi^r Minute 
miaflieGendr WAsaermengc abhilngiui 
von der Beibuug in der Eöbie, <ü« 
wir mii dem Wlderstfind eines LLStern 
identüificEYn konnf^n- Hat die Köh» 
Btutt j m diL* doppelti' Jjiknge, 10 m. 
»0 int dii^ Reibung aueh die do}^|>i:'1(i*t 
M Üießl also weniger Wasser in der 
Mitmte iiitn. 

Hat man dagegen aIaU ifiji»^i AuHllußn'bxe von 10 m lAtt^ Ew«i 
nebeiLMOMidi^r von jis 5 m Lange, »0 lii^Üt diirf li diear- die dwpi'oll*' Waneer- 
mnn|[e Aua aU durch «ine Es kommt £War die Rejbtjng bi?J jeder Itohi* 
in Betraeht, aber durdi zwei gJeieh lunge imd diehi* Kiilir^'n llinQt eb(^ ilic 
doppelte WflMermenge in der Minute aus. 



ai. 





Brück«DYeTtweigaiig. 7 1 

Qualitativ geu^u ao ist es bei der ElektrisitÄt, Je mehr Drähte man 
hinterein&DdeT schaltet, desto größer iat der Widerstand des Systeme, 
desto kleiner wird die Stromstärke bei gleicher elektromotoriächer Kraft; 
je mehr m^D nebeneinander schaltet, desto kleiner wird der Widerstand, 
desto groBer die Stromstärke, 

Man kann die StromTereweignng noch kompli- 
zierter machen, Han kann die beiden Zweige einer Leitung wieder 
durch einen Draht miteinander verbinden, wie in Fig, 51. 

Hier sind die beiden Zweige a d b und a c b , die sieb an dfts Element E 
anscblieüenT noch durch einen Draht c d verbunden. Diesen Draht nennt 

Piff, at 




mui die Brücke und die ganze Verzweigung, die sehr wichtig ist, 
^Briickenverzweigung", 

Wenn m&n sieb ein eljensolches System aus Bohren gebildet denkt, 
wie in Fig. 52, durch welche Waaser strömt, so kann man eine wichtige 
Eigenschaft dieser Aiiordnung sofort erkennen. Durch den Schlauch bei 
M läßt man aus der Wasserleitung immer nach a bin Wasser ströment 
welches durch die Röhren a c und c b 
eineraeitd und durch die Rühren a d 
und d b andererseits nach b fließt, von 
wo 08 durch den Schlauch N abfiieQt. 
Dann sucht in dem Verbindungsstück 
c d zu gleicher Zeit das Wasser von c d^ 
nach d nach imten und von d nach c 
nach oben zu fließen, Han kann nun 
offenbar die Stärke der Strömung in den 
vier Röhren durch die Höhne a, ß, v, 5 
so regulieren, daß in dem Bohr c d das 
Wasser stilUt^ht, «ich gor nicht bewegt, 
daß also z. B. ein leichter Flügel, der in dem Glasrohr Ewiachen c und d 
angebracht ist, in Ruhe bleibt. 

Ganz ebenso ist es nun bei elektrischen Strömen. In der Brücke 
nämlicb treffen sich, wie die Pfeile in Fig, D3 andeuten, zwei Ströme von 
entgegengesetzter Richtung, die sich gegenseitig schwächen. Von ac 
fließt der Strom nach unten in die Brücke hin^m^ von a d nach oben. Es 
ist daher die Möglichkeit vorhanden, daß durch die Brücke ein Strom von 
der Starke Null, d. h. gar kein Strom fließt, während sonst dae ganze System 
von Strömen durchflössen ist. Ea wird diese Möglichkeit davon abhängen« 
wie sich die Widerstände in den vier Teilen ad, ac^ bd und bc zueinander 




7£ 



1. ToU- 3, Kai^UI 



Tfchfilten. gArL£ w>, wtw v» bei dtr Wna^erntrömuTiK niiE dio ätrllun^ ilrr 
Hihoc aijkonunt. Di4^s läßt aicli liier au» iiiispjye V«rallgi-i:teiiu»ruug d«B 
Ohmaoh<*n GvmHRea für Drahtötürk** ^imnu iJriJ.KiBiiTPn- 

In welchem Fall wird durch dio Brück* kein Sirom 

Wftnn durch die Brücko c d keinStjY»m fließen soll, so muß dieSpan- 
nuiiji au c gleich der Spflnimr»^ an d aein, denn nur danu fließt k'-in Stiom 
diiptiii c d, Diihpr m«ü liani] aorh d**r Sjiiinmmgflviprlii.il: imJ d^m ttVp- a c 
gteich dem aui dem Woge ad, und der Spannunga vertust auf dem 
Wvge u b gkit-'h iIl'Iü uuf daiii. ^^'cglL d b eiein, Du Tiuu durüli die Brücke 
kein Strom flii^ßeit 'foD, r^o k5nn<-n wir uu» diesen Dr^ht gaiix eiitffimt 
dvnkvii i^Eiid duli^r [uuß a\iü\t die Stromaiarke in a c gleich dvt lu c b 
i*i*m, und obeiiPMi die in ad gleich der indb, D?ir»uH ergibt 
"ich »ofort, d«tl> wvnn in der BrUcke kein Strom 
Clio3cn «oll, die Bceu>huiie beritehou muß: 

Widf^TBtand von nc WUlcrstftrul von cb 

Wi4löT*tAnd von ad ~~ Widi-rBTaud vaa db ' 

Man trrki^uiit datauis leu-lit, daä v^ mögbth bt, auC dirse Wrlse den 
WM*jatari(l **iin:ii Drnhtra mit dem eines anderen zu v^rglrichi^n, eine 
MetliCMle» dii* wir im folgenden au beachreiben haben werden. Sie i»t, snerit 
V[>ri Wlieatatune M[igvgi>ben worden, und dahi>r heiQt di«iii^ gaiii« 

Art von ÄrmmverEwri^iiinK diß Wh**Bt* 
M t u n e s c h e B r ü ■' k e, DU WhsAt- 
iit^«AChe Drahrkomhination iJLUt Aiuh 
»ueh «o uulfä8«eu. daß vi«T Tunkte «, 
d, h, c je mit einem Leiter vrrlmnden 
•ind ad, db. be, ca. Die vier l'unkc« 
bilden dann die vier Ecken tin« Viot' 
eeka, de*aen Seiten eben a li. d b, hc 
litid ca «intl- Je cwei gegen uberl legende 
Eckpunkte eine» Vierecks wenlen nun 
durch die Diagonalen verbundirn- Die 
eine Diagonali^ (jEWfnrhen r rind d) iaf Fifnn die Brijj'k'", in der ^uid«rcii 
DJAMi>nale uwj^^lien a und h befindet »if.'k i^ua Element, Wenn nl^n di^ 
Wiifirnlaiiitii iler vier Sinteii liiw Vii'rcrka in liiini oben üruJerten V^rhiill- 
ni* ■T-ehcii, mh fließt in iler einen Dinj^onn-Ie kein Strom, wenn in der 
anderen »licli vtn Eleim^ut beliiidel, Di^ beiden Diajgonaleji aind ahet 
ffleiehwertig, Ffif^lieh können wir mich in die Brücke rd iniJier Rlc'monl K 
bringen. Dann fließt unter den angegebenen VerlinHnissen im Zweig a b 
kein Strom. Uieae AtiordnmiK der Wh^atstonemihcn Kombmation, dw o(l 
benutzt vnx>ä, int in Fig Tii gfK^ichnet. 

Emu uuch ^m(l^^gt^heude KoniplLloitiou kann nian in dtr^ Slruiiu- 
verKweigiiog dadurch einfllhrpn, difl man in einzelne Zwpige Hoeb jjab 
vunische KleuienLv eiulidirt, die vyn si»:li hup wieder l^lmine emeugen- 
Wenn m einem Zwfig emcM verzweigten >!f rondcrv^imw vtrh cjn Eftnnf^nl 
«ich befindet, *o ^rd rlif Elektrizität durch diesen Zweig nicht bloß 
vermf^Rti difA von außci» ht^rrührcndän SimnnungaLmtersehiädefl seüior 
Endpunkte bind tirchge Trieben . sondern anch «Inrcft die in Shm herr- 




I 

I 




Zwei ELamflDtfl mit Brück». 



7S 




Achende elektromotorische Kraft. Wirken der Spannuageunterachied 
und die etektromotonsche Kraft nach derselben Ricbtimg, bo hängt 
die Stromstärke in dieflem Zweig ab von der Summe dieser beiden 
Größen. Wirken sie einander entgegen, so hängt die Stromstärke ab 
von ihrer DiSereos und in beiden Fällen von dem Gesamtwiderstand des 
Zweiges. 

Ein für d&s folgende wichtiges Beispiel für diese Stromverzweigung 
ist in Fig, 55 geieichnet. Darin sind K, Z^ und K,Zj zwei Elemente, von 
denen wir annehmen wollen, daß dos zweite eine kleinere elektromotorische 
Kraft, £,, hat ab da» erste, Ey Diese beiden Elemente seien nun so ge- 
^^ schaltet, daß die positiven Pole K^ 

!r und K, miteinander und ebenso die 

negativen Pole Z, und Z^ mitein- 
ander verbunden sind. Außerdem 
sei zwischen zwei beliebigen Punk- 
Zt ^^ B ^^^^ ^ wieder eine Brücke 
K angebracht. Die Pfeile zeigen, daß 
in dem Zweig B E^ (mit kleinerer 
elektromotorischer Kraft) sich zwei 
Ströme entgegendießen, und es wird 
daher die Möglichkeit vorhanden sein, 
daß in diesem Zweig die Strom- 
stärke Null ist. Unter weichen Verhaltnissen kann 
nun die Stromstärke im Zweige BE,C gleich Null 
sein? Wenn das der Fall sein soll, dann muß der Spannungflunterschied 
an den Punkten B und C gerade gleich der elektromotorischen Kraft E, 
sein. Daher muß die Stromstärke im Zweige BC gleich der elektromoto- 
rischen Kraft von E, dividiert durch den Widerstand von BC aein- 
Andererseita aber können wir, da im Zweige B B^ C kein Strom fließen 
BoU, uns diesen jetzt ganz fortgelassen denken, Dami fließt im ge- 
schlossenen Kreise BE^CB ein einziger Strom, es muß also die Strom- 
stärke in BC nach dem Ohmschen Gesetz auch gleich der elektro- 
motorischen BLraft von B. dividiert durch den ganzen Widerstand 
BE,C4-BC sein. 

So findet man, daß dann die elektromotorischen Kräfte von E, undE, 
sich verhalten müssen wie die Widerstände einerseits von B E, C B, 
andererseits von B 0. Bs ergibt sich also 



elektromotorische Kraft von E, 
elektromotorische Kraft von E, 



Widerstand von BE,CB 
Widerstand von BC 



Daraus werden wir später eine^Methode entnehmen, um elektromotorische 
Kräfte miteinander zu vergleichen. 

Auf dieselbe Weise, wie es in diesen drei speziellen Fällen geschehen 
ist, kann man in jedem beliebig komplizierten Fall der Stromverzweigung 
sich in die Verhältnisse der Stromstärken eine Einsicht verschaffen. Man 
braucht nur immer für jeden Zweig eines Stromkreises den Spannunga- 
Verlust nach der oben gegebenen Definition zu bestimmen- DaÜ man auf 
diese Weise die Ei^nachaften der verzweigten Ströme finden kann, hat 
Euerat Kirchhoff gezeigt. 



74 h Tttil. 3. Kapitel. 

Mit den bisher besprochenen Gesetzen sind die Grundgesetze des 
g&lranischen Stromes, soweit sie seine Stärke, dereti Abhängigkeit von der 
elektromotorischen Kraft der Kette und vom Widerstand des gesamten 
SchlieQungskreiflcs betreffen, vollkommen bekannt. Auf diesen Gesetzen 
basieren die quantitativen Anwendungen dea elektrischen Stromes, Um 
nun aber nicht bloß im allgemeinen qualitativ, sondern im speziellen 
quantitativ mit Stromstärken^ elektromotoriflchen Kräften und Wider- 
ständen rechnen zu können, sind zuerst Meßmethoden für diese 
elektrischen Größen anzugeben. 



s* 



4 Kapjid. 

Elektrlsrhf Ap|iarati) uti<] MeH^iingon. 

thlä OfABcn sind cn, d\p b^i jp/lp^a j^AlvantAchrn Atr^ni in BrrlTM^ht 
difr flfrktrcrmotorinoho KiHft, Uvr Wlijorstand und die t^tiam- 
V'm nül drf'am Kt cjnfarh und iiiohc-r rrpuricrrTi iBU kÖnnctiH wie 
vrir M elwa mit I«Änxen, mit Gi?wii?htm. mit drt Zeit tun, ijit ea not* 
«rendjg. daQ wir dii?iw droi üröücii immer in butinimtcn Einholt^Ji aud' 
dlflokül und diiB wir -lir rbcneio li^i^Eit und sii^hcr mnur^r känm'Ti. wi'.* wir 
Ijhl£?lL Utwickl«, ZiMtm iiiLWiL<i]. 8ü uic- wir dmcu bi»Ljhürri^ Aj>p«rMl»:^ 
brftiioALfiD. Mf^UniiuLifilätw. SVii^en. UiircOt w brtmchvu wir iiaiUrlii:h uuoli 
Htr die rlfktrjsdien Mi^UTtuen 

bespfOfhfin wi>r<lcn sollen, 

Zuviiriiornt hnbvn wir Ineini- yw^ 

mrnti^ ni^ti^. w*^.lclie das V o p- j(jf ^C 

h«ndcn»via dm?» rkktri- 
■€himiStromManiiei^pn,ühnpdiiÜ 
emrgr HAU« MiMivuiig [»reiner Htät-ke 
DÖtdK lAt, und ijuibL^-u^ricLpn.' In- 
ttniiD«Dte. wpiclir Bohon «pKt 
Hübwttoliti ätrihnv auivigvu. Suklit- 
Appatfti^ n^ujit mau, wie >u^hon 
HliM vrwÄh.nt . Q u 1 v a n o- 
«ko(>Lv Sie Iwrith*'" aun» Teil 
dtf*iu. dfkQ ein f-kktriach&r 
SttOm. d(^r III WiiiiltiEigun um 
tärtt MAgnotnAdol h^^runigefiihrt 
«itd und £war parulld xu ihr, 
diÄiM! M*Kn^tnlHlpl aua iliror gp- 
wölmliübioNord-Südlut!!' Lt'rnua- 
dTEht- In jü mubr Wiiuluu^en 
d«r Strom um die Mftgnc^tnjidcl 
it^Tuui^i^füUrt LKt um] iu uiihor 
der Cstcom bei d^r Nndt^l vtrbciflipütH utn m* ir^rker Ut dl«4f< Wirkung« 
001 ao schwicli^re 8lr(»uj»i wf^rdt^n also whi^ii <i.vL(iroL )iu|^£4^wt. 

Kin »n.hr hranfhhflrc^ flftlvfliirt^kop, hni d<*m d^'r MÄijnct aicMi um rinn. 
LorisoiitAlu Aiihftf drtihfrn kAmi. xei^t Ki^, CO, v\tj nu^vnjv^iijttrh Vertikal- 
|f A 1 V An oji kn p- Mau airht in di*r Fiflur nfb^uhni d*^n MnRniitttlub M 
brAondoTB gcjicifhnci. drr mit d« S^-hin-ido 3 auf tinn rnfr-rlaflo im Innern 
des tralvMnoflko]»» aufge»«1sd vrird nut] äo aioh um eiiu- ijüri;conlalL* A<^U» 
drehtn kann. An dorn Mnen<?t?TL int ein Zrierr A. ^rwulmlirli nun AI1.1- 
Dunivm, befeetigt. Du d^eiitlicbe Ltalvanoskup bcailxt vmtü Rahmeix &« 



^ 





76 



I, TfliL I, KupitoL 



rie ST 



ria- M, 



der mit einem nraht, pniallpl tum Mngnetatflb, vielfnrh umwunden tat. 
Die EiidtML clea Drdtile^ gelieri in cÜe KleiriimipiLrouben b und e. Imier- 
halh der Draht wtrifltinßen itit drr Magnat 30 an fgcsetitt;. dnU er um rrinc 
horizLxilale Aclietr dr^^hbar ist, und sowie ein Strom durth div Drahte 

^vindunpt^ri gvht. drelit sir:h durMaf^net und d^t 

^Tuk'he Ualv«ni^sk<jpe mit viulen Wiiuiuuji-'ii 
nennt n^an Auch Multiplikatori^n. Um 
LuftstföDuung^j^ EU vermeiden, aiiid di« Qalvjuio- 
jiko|ie ^ewßhnlinh mit ninnm Gloa^cbflniifi um- 
gcbi^u. 

Flg. 57 ÄiMgl ein ÜLnIiHit* Vertiknl^^nlvLino- 
»kop. weicht? ht'i dem Tplegtuphendiensl der 
ReicLeL]x>«t eiiigafiititt uft, ÖQine Einricbtiui^ wt 
nflwdi dt-in vorli erglühenden von selbst verHtürullich , 
Di*^jei]igen Oalvaiio»j£0[>e , die mrhl bloß 
zDMi Aii^i^ipHN d&r Slrömo, sondern tA\ wirkürhra^ 
Mes3upg«n der Strorni^rÄrke beiiiitEt Verden körmen, iieiuit mftn 
Q a 1 va n m c^ t G r. Mtm kann diese nach dumHülhen Prirnftip kon- 
struieren, wie die eben orwahntm (lalvanoskope, oder man kunn, wie 
bei dem 9. OU angeführten Federgßlvanomeler, die Wirkung einer Draht- 
rolle auf einen Kirienfitab b<j- 
nutzen, uelche darin besteht, 
iluQ di-T EiaeiLtitub in diu Höh- 
lung der Drahtrolle liineinge- 
;{L*^'en wird^ MeistetiteÜH werden 
jetzt, aber die Oalvsnomet« 
Tio kou^truiert, dali inun div 
Drebimpen benutK^dieeinr !»■- 
xtfi'glirliK Drahlroltp. in wekh« 
dur £u uuier^ueht>nr|(r StTom 
fließt, unter dem Einfluß ein» 
tturkt-n MiL^UMteii jitiäfulirt. 

Ein fiir Demon^tTAticmcn 
geeignetea Galvanoine tefn wel- 
che« die Einriehtiing desi?elben 
erkennen hißt, ist da-, in Fig, Ö8 
ab^übildtilo 8puJeii^aivahoinci- 
I er von HurtmannARraun. 
In Ki^. tiM sind die llbuptted^ 
de9aollH?nviir((TößBrfundhoFmiiS' 
ynäüliobciL ^exi>i(ihn«t- Mnn «itiht 
da einfvn vt^rt.ikal stehenden Hnfeincnrnngnet M. an welchem au5gc;höhlte 
Einenntucke P, sogenannte Polsaehuhe, angebracht sind, ilie in ihre Höhhing 
den b;iwc|(hdien Sirombeifl anfnehmf^n. In dc^r Hühiuni; befindet eich 
aber xun&chfit fort «n Eiseuisylinder E und in dem Zwiscbenrauni vwiiieheD 
diMt'iri und den Pobiehuhen dreht lich eine flache rechttekigc Draht* 
Mpuh* .S. wel(ihe un df?» vorn niehtlmrim K**dern bek-Btigt ist unii dtiroh dit 
Drahte LL dt^n i^tum ^Uf^fuhrt erhültn Mit der bewef^hchen ^ults Ist 




i:E 




Galvvixuwler, 



77 



/ 



\ 



ein Zviwt fut vi^fbuitdtiu wckbct, wiu man in Fj^-5H npht> Hich vor einer 
Shaln iln^hr^n lunn. 

Nbch di-iiiB»-lbF[i Prmsip. du Jupr nur kur^ niiRiKlcutot Ut, in Ku' 

SiWl 7 ftbiT ftunfübrücliOT daiveliJgt wird, int i-in McUinÄlnimt^nt knnj^rtiiicrt, 
M in Fig. »io ifi «^inw iuß**wn 
Aii^cU *bgwljiM».a iH. (uid fift* ''*" 

von SirmnnB A HnUkd umi>r 
dftiB Namnn H-Tra^iiinoiiAiiiitii- 
ampcirmetpr" vprbiritrtwird, Dpt 
4Uß«c Anblick ifigt nUT tinen 
±v tiuUkufiteci. wtk'lRT vinofk AuH' 
«tlinitr trÄfi:f. rlurf'b dr^ri «ino^kdln 
VU& U bis J5ü TviilAtTK'tiQn und viu 
boi Null HtHiondi'H Eridi*mii<wKi-i- 
^m iicblbftr ixt, DajtliiHtrtimi'iit 
Utvo oi^nric-hUrt. dftli joilitr Tnil- 
«rifih ftinrm MvIliunpfTT« rnt- 
■prinht. In dj«^ b«idon vom 
^m iJchhüM lichtbnrftfi 
fiJeiiuiwa «crdeu dJv 
DiiM« cingmohultT^t, 
dwh wvli-br d^r £U 
oigmfüdtf ^IrutLk ÜieUU 
tiiid du InüfninifMiT 
erUkubl «»fori dli*SUrk<* 
diSMA Strr>mi>« in Milli- 
sai|>«ir« ftbsuWiii, 

Wir mUnAtiL 11 n» 
irmT mit pinifion Hilfft- 
■ppunten verlnut nia- 

cten, di(* bH clfWlriflf'hpn Vcmaohcn hütilii^ ffcbfnfiirht Hrmka. 
Üfl «-ill EUttn ^l cltklriat' IiL'iL Untmiicbuiif^vri dnt ualviuiisr.'hvMi Strum 
in riiicm I^TromlcT<';H nisdb urdcrbrtrbon, obtu.- liinw^"''*K" Pf"K''<lnrMri, 
vi«hn«hr durcU «in? fiinEij£>? ß'.<Hpgua|;, Di^ i.'irdHr^iut« VorricIitiMiy dua 
lMftt«ht, wii- Ftv< ^>) erijct. IL1IH i-iiiem 
1cl*ni«n ßrflt auh IIoIx mli^r PnrAfftT», 
m vlrhi^i ttft>i V^rlJ^duni^rri fik und b] 
ifrbohrr nind, dif mil Qn^rVailbfr c^''fldlt 
ir<rd«ii- In dje Qopokidbrrruipfo taufU^n 
Drihtc ein. die mit don Klj^mmaci^uaLibcne 
nad d verbunden «ind- Bin mit pincoi 
Stück KdutH'üukH'hldudi uui^i^bi^iM r 
KupfetbOip^l *> kftnii niiJ ■oiT>''n Kth^ ii 
iti die (Jut^okmiburniiptv vT'-^ii*"''^'^ <>d"f 
ftiwibn^n h«rAueg«noinnii,>rL wt'rLb-n. Fühn 
DMü ftU» d\v Ejpituii^ von dfim eiiun 
Pol Mniv^ Elrnii^ntfl-ji (jjioU i: uml von d wui1«r zu lU^ni Andvron ?ol> to 
«ird d« Strom durch Kinac'Utcn deJ Bügpl.i gi^achlou-cn, durch HmoK* 
n«tunon nfäÜnet. 





78 



L Teil 4, iiA^f«]. 



Ferner üt V9 uft «rwüiuKlit, div ^trixnrichtnn^ in ein«iii AppArnb nach 
lunkehnn za b5ii]ii>ir Wam mtui e, B. i?m Ualvi^iLcwknfi niil hiuttl BIo- 
rn^nt vi^rbi&det, sa äi^Qt der Strarn (d. h. immer der positiv? Strom) in 
cinor hnfitimiiiten Bifhtung duruU dio Wiadungea dea GftlvAJioakopt- jo 
lutchdi^m nkan den positiven Pol mit d*^m einen 
*^ oder mit dem anderen Ende der Windungei* ver- 

hiindfin hat.. Will rmn den Stfoin m cntj^eppn- 
ge^tjGter Richtung diirch die ^^'■indungen lücßen 
lafuwn. m> muü mun dii* VvrbiiiduiL^ dur Fok' W{.i?b- 
&c1n Dies kann man cv^r durch Aub- und £in' 
e^hmiiben lii-r Drähte erreu'hen, wa£ aber Müht* 
iLTid Zeit k(iE4t«^t Mau hat deatiAU) AppArnt'' kon- 
striu'pTt, w<*lche diene Umkrehninijj durch eine Be- 
wepju"*? vorEun'Oiri»<n g(>8fatU'riH Man nennt dieau Apparkti? K o m m U' 
t B l r e Or Der einiachatu und am meisten benutzte AppAmt für diesen 
Zwiirk iflt di^r Pohlacrhe KurumuCntor. Fig. 02, l^r bestellt tkiiä 
einer l^nterln^e vnn HoIk oder Pnrnffin, in weicht* r^rrhs Eiflennhpfrhen 
eingeliuteen find H die mit QuccJtsilb er gelullt Hiiid- In diue Nüpf^^btn laufjht 
min ein Hr^WRfcTJcher Bügel ernn der ans einem (ilAAHtab q besteht, nn di'»m 
beiden Enden jl^ ein mctikllGner Drttfuß angekittet iel. Die mittleien Fuße 
lüuchen ui dte nuttlcren (Juetjkäilbernäpk'beu, von den ÜiiDeren kann buEd 
da« eine Püat. bjild da« andere P»*r in die iJim pnNprerlipnd'-n Nnpf- 

rhen einyetaucbl, werden. 
^ " Je fwei gegen übfrlipj^n de 

Euknäpfu^tFH dg und cf 
sind durfth Dpahti-. h nrul i 
mileJnundt;!- verbmidi^i]. 

Um dnn Appornt 7n 
bcnutEen. fhhrt mnn von 
dein Element Drohte zu 
den MittrIkErrmmen. die 
mit den Näpfchen ti undc 
\-erbimden sind, während 
man die Endon d*H Drbli' 
tiis r, in uul(ih(^nider Strom 
taiich umgekehrt word^ii 
soll, in die mit den Quw^k- 
albernüpfehon ( (Tnd g Vpr- 
biindenen Klemmen rinflihrt. Dann sindn je nach, der Lage dp* 
BügeU. die Näpfe b und <» mit den Näplen g und 1 entweder dimkt 
oder übera Kraus verbundfin, Bei dor in der Fi^ur geEeicbneten Lage 
de* Bügels ist nun dpr Weg des StronvKH (k>!g"uder: 

Vom puBiUven Pol dea Klementea nach b, dann durch o, \, f, dann 
dnreh den Dr>»ht r in Richtung de* PfciUa nach g and durob 
li, d, V und von dort zum negativen Fol dca Klcnisntes. 

Ugt man jkbor jotKl den Bügel am, «o i«t der Wf^ de« Stfoin«» 
folcendrr: Vom pomtiveu Pol des Blemontes nttcb h. dnrob g aum Draht r 
und dnreh dienen {intf K^y!i>n der BJehtung de-i Pfeik* nach i 
und C, und von dort mm negativen Fol des ISIetueuteia. 






Votcrbreotaat, 



79 



«lurrb 



8tTom 



y\t. » 



v|4 



X 



im Draht i da« «in« Mal ir r^f'^i>i i^jiciiütr Ric^r.nn^ floß wi« dos 

Ein An:Ipr«r fifiiitljt hf^nnf'Rrt^r KommiitnT-rkr int ätr in Fik- (SA a1>- 
gvbLlU«t« F II u i: fl u 1 1 w h i>, ^iiif' WiikniiiEnwiTLno bcntht iurduf, djJl 
K*ffi ÄlplftllwilUte n. unr! il, dir ai<?h ouf rinom Khomuylindor f b^ndnn, 
gvgtn die MAtAtlbtt^W I und k ncdrückt werden und cvar entweder « 
gr^i-n I and d ^gi^n k. odot, durc'U vin<* DtchufiR d*» Zylmdm. urnffekciirt 
r gcgtrji k untl d ß«ffcn J, Die int^tAllu'.lL? Achsr d« ZyÜTidi^Ttt iftt nämütli 
in di*r MuU' »nti^Hjnit^ljon 
undt^in T'ril itpJitmit d. der 
sudoTtf ULit V irj Ivitondflt 
WrUindiing. Di<< Wirkung 
^«« Kom&iuUlorB iil soru»! 
■tti dor Ki^fur tiiir-M vit- 
■lAlullich- Li^fEt drr Zyliti' 
iltT. wifl in d^T Fjfliir k*'- 
nMdin» i»C. fo grht der po- 
«itivr Ötrom von )f durch 
dft» m^t&llrnr Lo^r h nnrh 
dem WuUt c. dnnn durch I 
au i und duri^ti don 
Drall trvon i £uh. 
daiui (luivU k £u d und 
durrh dii* ArhKi? ru f. 

Wird der ZylindtT tiber 
lamgvvlreht . e<i ^1ii d<^r 

$tn>a) von g durclL b 2u e und vun i- durL'b k lu h, duin durirti 
di^n Draht r von h 11; i um) danTi durdi I, d, a, t woit^r Kum 
Elecoent jmrück. 

Im Draht r hat aho der Strom t\na niiie Mal dio (int^c^^nge^eUl»* 
Bkhtiinif wir lins findpre Mnl. 

M du Zylinder to get^li^Ut, daQ e und d gerade «ich oben und untvn 
bHindonn al*o nicht g!tgrn k und \ drücken, so bt dw Strom pnnji unt4!r< 
bfoclivn. da drr Zylinder totiat giuije nictitleztend ist. 

Mit dingen vKpt-rmi'.-nMkm ItilfnmitTrln üuhgi-fltntt(-t, gehört wir nun 
ninftchM KUi n^h<.'rf<n Trirr" [Eichung dea <? I e k t r i ac h « n Wid«r- 
• tandtt« dtu- Körper. 

Drr Widorat.ftnd oints DrÄhtc»* hilii|jft;, mp wir ohnn S, fiS f- whf^n, aK 
Ton »cinor Lan^<-' ■^oni^m Qui^rsHitiill und von »Nuvm Mut^riul- ßn hat 
all» «lin jcdrr ?4lofT w:inc hpntimmtp 7,n\i\, Btiinrn jipnKilisrht^n 
Widcritand, wi-lch^r acA^ibt, wicvii?!niiii d^r Widcistntul eiriM Drahte« 
von b»tjmmtff Lüngo umi hcntimintL'zu QucrHohnitt atin djcutm Mtitormi 
grdficr od«r kleiner ist ä.]s der Widerttnnd z. B, einer Queck^itbr^rHA-ult* 
von dca«lbcn Ukn^e ujtd deuiselbeu ijuerm-hrntt- Die» Zahl lal di-r 
apriifiar^hf Wid^rstdibtl <lrr betrcIfc^rKlrin ^ubätans» bcEOgtrn 
auf Qu«ck«iib«r. Dos UmL-ekidirt? dr» tirCjfflundeii WidpnUDd«* llflUil 
niAii ihv « p « « i ( I g r It L' L n I I, u n X ^ ' >^ ^ ■ K l< <^ ■ ^ (ebonfallH too^nn 
ftuf Qii^ckiiilb«r). I41 hTmo x, Tt, il^r HpoziAjkchf« Widfmland von AluniiniixnL 




80 



I. T«iL 4: Kapitel 



0,027, flo ist die spezilkche Leitungsfähigkeit desselben 



0,027 



- 37, d. h. 



Aluminium leitet den Strom 3Tmal so gut wie Quecksilber. 

In der folgenden Tabelle sind die spezi£ficben Widerstände und die 
spezifischen Leitungsfäbigkeiten einer Reihe von festen Leitern angegeben, 
bezogen auf Quecksilber (Hg) als Einheit. 



Namen der Leiter 



Queckiilber - . 
Aluminium . 
Bki .... 
ELien .... 
Qold . . - , 
Kupfer (rein) 

^ (läuflich) 
Nickel. . . . 
Platin . , , . 
Silber (weich) 

. (hart) . 
Wieiput ^ . , 
Zink . , . , 
Zinn . - . , 



Spcaifiai^hcr 
Widerstand 



SpGEifiBche 
Leitung^higkeit 



1 


1 


0,027 


37,0 


0,2083 


4,80 


0,1034 


9,87 


0,02183 


45,8 


D,D162 


61,8 


0.0175* 


57,0 


0,1319 


7.5S 


0,06944 


14,4 


0,01597 


83.6 


0,01730 


57,8 


Ip3d9 


0,72 


0»0599 


16.7 


0,1400 


7,14 



Man sieht aus diesen Zablen, daß Silber den Strom am besten leitet, 
nachher kommt gleich Kupfer, welchi^s, wenn ea sehr rein ist, fast ebenso 
gut leitet wie Silber. Die gute Leitungsfäbigkeit des Kupfere ist 
der Grund, warum man für den Durchgang von elektrischen Strömen 
meistens Kupferdrahte nimmt. FiJr lange Iieitungen, für Telegraphen- 
leitungen, ist das Kupfer allerdings zu teuer, und man bedient sich dann 
der Eisen- oder Bronzedrähte, deren Kosten viel geringer» deren Leitunga- 
fähigkeit aber auch nur ungefähr der sechste Teil von der des Kupfers ist. 

Wegen der praktischen Anwendungen ist noch der Widerstand einiger 
Kohlen und MetAlllegierungen in der folgenden TabeUe angeführt: 



Namen der Leiter 



Otaphit ....,..,. 

Gaatahle 

Eonsfäntan - - 

Neusilber .,,..-.,, 

Nickelin - . 

lUieotan 

Patentuickel ....... 

Platinsilber ....... ^ 

Man^ankupfer 12praz 

Mangankupfer 30ptüi 

Nickel maiiganku[jier (Miinganin) 



Speaifiecher 


SpeziGache 


Widerstand 


LeituDgafUhigkeit 


(Bg = l) 


(Hg = 1) 


12.0 


0,083 


67,6 


0,015 


0,53 


1,90 


0,3184 


3,14 


0<455— 0,555 


2,2-1,8 


0,50 


3,0 


0,864 


2,75 


0,26] 


3,33 


0,460 


2,194 


1,1^5 


0381 


0,498 


2,007 



Widantuid von MeUUecL gl 

Qraphit und Gaskoble leiten den elektrifichen Strom sieberthundert-» 
ja viert&usendm&l echlechter ala Kupfer^ trotzdem sind sie noch gonc 
gute ElektrizitätBleiter- 

Dft ein Ohm gleich dem Widerstand einer Queckailberaäule von 
1,063 m Länge und I qmm Querschnitt ist (oben S. 64), so können wir 
aaa den obigen Zahlen entnehmen , wie groß der Widerstand (in Ohm) 
eines beliebigen Drahtes von 1 m Länge und 1 qmm Querschnitt ist. 

Ein solcher Ehraht aus Quecksilber bat nämlich den Widerstand 

= 0,94073 Ohm. Für jedes andere Material erhalten wir also den Wider- 
stand eines Drahtes von solcher Länge und solchem Querschnitt, indem 
wir diese Zahl mit dem spezifischen Widerstand (bezogen aul Queck- 
silber) multiplizieren. Diese Zahlen sind in iolgender Tabelle, abgerundet 
in gewöhnlichen Brüchen, enthalten, wodurch man rasch den Widerstand 
eines beliebigen Drahtes angenähert schätzen kann. 

Widerstand (in Ohm) eines Drahtes von 1 m Länge und 
1 qmm Querschnitt, 

Name: Widerotand ia Ohm abgenmdBt: 

Aluminium . . Vvt 

Blei ^ji 

Bisen */ii 

Gold ^/*. 

Kupier */ai 

Nidcel V» 

Platin i/i6 

Silber (weich) V"* 

.. (hart) Vs. 

Wismut IV 

Zink Vi« 

Zinn Vb 

Neusilber . . , , */* 

Nickelin i/s 

Manganin V> 

Daraus kann man also z. B. leicht berechoen, daß ein Kupfer^ 
draht von 465 cm Länge und ^jt qmm Querschnitt den Widerstand von 

— ^f — . -TiT- = 0,152 Ohm hat, während ein Draht aus Manganin 

'/i 61 
von derselben Länge und demselben Querschnitt den Widerstand 

-^ . 4- = 3.1 Ohm besitzt. 
Vi 3 

Wenn man die spezifischen Leitungsfähigkeiten der Substanzen be- 
zogen auf Quecksilber kennt, so kann man auch, wie es jetzt gewöhnlich 
geachiebt, den Widerstand angeben, den ein Würfel aus der bctrefTenden 
Substanz von 1 cm Seitenlänge besitzt. Man nennt einen solchen Würfel 
einen Zentimeterwürfel. Da dessen Länge 1 cm und dessen 
Querachnitt l qcm ist, so hat ein solcher Würfel, wenn er aua Queck- 
OrMflti, Btflktrlxliat, ii. Aanoge. ^ 



»2 



1. Tafl, 4, KApitoL 



Mlber Ut. den Widentand 0,1^4073 . -^ . - ^ - ^ —^ Ohm, Wtmj 

nuin für 1 Millionstel Ohm die Bczvirhnurif^ i M i k r o h m eiolühxt. to 
hrit t'iu äolchor ^luiliuiett^rwürf«.«! Quix^k^illxT uUo dvii WJdi^i^taiul 
il4,ri7'l MikMhm Flir jfnlp amk-pc SubatfliiE f rh/iltvn wir also <lfifi Wid*t- 
»tujLd vJiieA ZeiLltEiLßkrwiirf^K wtnin wir (li«äe Zahl mit Llvtii aiMi^lj^n 
Wiilorfliand (bf?Kopen auf QuenksilbnrJ inultiplJÄieren, Dinw Znhli^n b^- 
jeLt:hMiil man anch ab den Vv >d^r At nndikoefiixjcnt^^ii dm 
bfittoflnnd™ SiiiMtunK. Mmi br;fciir?lit dunn, urn von «hinein Umhi; don 
Widentand berechnen zu können, diew Znbl nur mit dpr LÜngp de^ Drnht^^s 
in ZontJiu(!t<>rn ^u mnlliph^iortn iirKl dazeh di.-ri QuerHcknitt di*B Drubuie 
in QtlÄdlftt.rentimpti'rn v.\[ divfHi(>r''rj. Daniu^h f-nthkll, f"l((rtnde Tftbiflle 
die WUtfHttuidakoeffLuenteu f üi aiae It«ih? von MetHlJvn mid Lcgieiungen- 

Widarstand oiucra ZciifJrnettsrwürfela bei 0° in Mikrohm 

Zinn 13,18 Mikrohm 

Otaphit , . . .1140 

Oaskohlo . . 02i'H) 

(NLckelkupfer) , SO 
Neiiflilbor . . . ^ö 
NwIct^Un . . . 43—51 
PntL-ntmckel . . 3-1,2 
Platinailber - . . 24,59 
MttiiBotikupftJr jl2"/D) 43 
(30"/«) 107 
MuigaiLÜi ... 47 



Va Mind in d^n ol>ijK<'n TnlwiUrn hup Loiti^r op«l«r Kluw« — Mi^CaIIp 
and K<ihle — «enthalten. Dii> T 1 ü & « i g k e i t ö n , die üliechaTipl deü 
AhikiTiui^hiiii Stmm Ltiteri, uind Letter »weiter Kltitüw (auÜvr ilvra Qui>ok' 
silbpr) und Aot Wider^tnnd, dpn si*' di^m Dnrr hgnng Hni^s Stroropa entge(^»?n- 
itKzen. ist mimi:r seltr viel groÜer uIh der d'T MhIüUi?. Die nieisten unlirr- 
suchten FEÜBHißkriten emd lxi«nngen vr>n Saixi^n und Siiiir^n in Wosacr. 
Die HpeiiCiBohe LpituiigBtfthigkeit det»elb<?ü hängt von dirt^t Kotiüirnlrotioü 
pb. Bio ist Miio QEidr^ri^ bei i^inirr Kupfi.<rvi1rn>[h'JeiJii^, fli<* 5 Profi. Kuj>frr- 
vitriol 4>nthillt, nU ln-i piner, die 20 Pr<K, i»n^^^ftt|:- AuÖerdpin hkngt die 
LLMluti4^AlAlii|;kett U^L dt<n Plijiisi|j:k<?iben ebenso wii^ \m. den Metallen von 
dw Tiiniprrfltur ab. Die folgenden Zahlvn hcziehcn »ich anf die Ti-m- 
pvmtur von i^^ C- üTul gubi-ik crbtvrifl dte ä]M>2ififichu Ltltaiiu^ifähigk^it 
ftnf Quecksilber airt Kinheit bei^o^en, fernei den Widpretand einea S^onti- 
nit'lt'rwurfrla in Ohm und dritieiis das Reiiproko der letzteren Größe, 
wnU^hen jnu-ti d<!hlwhiwi.'^ da- L e i t f ü h i g k l> 1 1 der Subatana nennt- 

Vollkommen i^hn-» \VnziHer leitet den eJektrisrhrn Strom fnat ^r nirht, 
iit üIho ein fual voUkcirnnieiipf Isolator. Abtt die geringalen Beimt'ngUngen 
Vüii Fremden IStolfr^n ^<nil}^en i^-hnn, um Wu/v^r KiemUc^h gut leitend 21; 
lutK'Leij . 



AlumuiiuTM , . 


2,70 Mikrohm 


Blei . , , . 


l&,iÖ 




Eiw»n , , . 


Ö.725 




Gold . . . . 


2,0iJ 




Kupfot |i«in) . 


1.533 




. (käuflich) 


l,ß52 




Niükd , , , 


12,40 




Pluiin . 


ft^O-T 




Qudckiilbpr 


Cr4,073 




Öilher (wua-IO . 


l,4IHl 




. (hart) , 


<5,626 




WlBlIlUl . 


3 1,2:1 




Ziril* . . . . 


C,til 





A 



WidenUod von Flüuigknten und liolatfiren. 



88 



Nuup der FlOnigkeit 



ScbvefeUäore tod 30^4 PrO£ 

BitterflaJzEOsung mit 17,3 Proz. Bittersalz 
Zinkritriollüautig mit 23,7 FtDz. Zlnkvitriol 
KochaalzlOsUDg mit Eocfaflali ^ea&ttigt - 
EBaigi&Die tod 16,6 Proz, .,.-■' 



SpeEifiache 
LeitungH- 
flhigkfit 

(Hg^l) 



Oh0OOO69U 
0,00000456 
0,00000452 
0,00002015 
0,000000152 



WIdentknd 

elnei 
Zentliiuter- 
worfelt in 



1,35 
20,3 
20,0 
4,63 
625,0 



Leit- 
^higkeit 



0,7308 

0,04922 

0,0480 

0,2160 

0,00160 



Trotzdem die Flüssigkeiten den Strom flehr viel achlechter leiten ala 
die Metalle, äind sie doch noch sehr gute Leiter gegenüber den eigent- 
hohen Isolatoreiit von denen wir ja wissen, daQ sie ebenfalbf wenn 
auch in minimalster Weise, leitend sind. Genaue Zahlen über die spe- 
fififlche Leitungsfähigkeit der Isolatoren anzugeben, ist nicht müglicti, 
ireil die Stromleitung bei ihnen nicht in der einiachen Weise vor sich geht, 
wie sie durch das Ohnische Gesetz charakterisiert ist. Es sind daher in 
der folgenden Tabelle für einige Isolatoren nur ungefähre Zahlenangaben 
gemacht und £war geben diese den Widerstand eines Zentimeterwürfels 
in Millionen Ohm, wofür man die BeEeichnung M e g o h m eingeführt hat. 

Wideratand eines 
Name ^et laolatoni ZentimeterwÜrfeb in Uegobm: 

ZeUuJoid 75000 

Glas (trocken) 8000000 

Glimmer 2300000 

Hartgummi 4 200 000 000 

Paraffin 3000000000 

Stabilit 24000000 

Vulkanfiber 53 

Olivenöl 1000000 

Benzol 1300 

Die Leitungsfähigkeit aller Leiter^ der Metalle sowohl wie der Flüssig- 
keiten, ist bei verschiedenen Temperaturen etwas verschieden. Hierbei 
findet aber ein wesenthcher Unterschied zwischen Metallen und Flüssig- 
keiten statt- Bei Metallen nämlich wird die Leitungs- 
fähigkeit bei höherer Temperatur schlechter^ bei 
Flüssigkeiten wird sie besser. Metalle setzen also bei 
höherer Temperatur dem galvanischen Strom einen größeren Widerstand 
entgegen» Flüssigkeiten einen kleineren. Wie die Metalle verhält sich 
auch Quecksilber, welches ja ein Metall ist, wie die Flüssigkeiten dagegen 
Kohle. Der Widerstand der Kohle nimmt ab bei höherer Temperatur. 
Der Widerstand wachst bei den meisten reinen Metallen mit steigender 
Temperatur um nahezu gleich viel, nämlich für jeden Grad ungefähr um 
'/s PrOE. Die Metalli^erungen aber verhalten sich anders- Patentnickel 
und Nictelin ändern ihren Widerstand viel weniger, wenn die Temperatur 
wächst^ und die oben erwähnten Legierungen Mangankupfer und Manganin 
und Konstantan fast gar nicht. Für nicht zu große Temperatur ände- 



84 



r T«iL «. KApL[e1. 



runf^^N \whvin il\ew immer di>nHol}H^n \VM]i?rt<tand, OMadc dttwegen wer- 
d«n ■!(<> wip kW l>ald aeben wenlvn, für NorfiLnlA'Ji1i*rfttätLd» bvnat£t, 

Boi dfMi Li'ilvrn zwuitvi Kbiaäc lÜDimt dju LüJlfabi^keit mi( «Uijicc<nd^r 
Temperatur bpdputend ieu. Zum Beiapief hat die oben ctwnhnt© Scliwef*!- 
ftÄure bei 0" die Leitfähigkeit 0.5184, bei 3<l" über achor* 0,8800, Aiioli 
Wi fcHlcm Hnlüpn lind^^t pih"' neliT bpfioiirpudp /unnhrrn' der Lpitfiihipknit 
at&tt, wenn die Ti^mperatiif steigt. Bei niedrigen Temperüturon sind *ie 
iast NK'htleittT, aber bei Ti*Pipomlucen in dtr NÜhe ikrea Öchmeijspimktca 
werden sie sehr guw Lriter, 

Eiii« benondere Eig&zttiiialicUceit zeigt dib Lt^itungiflahickint dtw 
S ft 1 1^ n fl. Dii-selbe vdr6 MÄmlir-h hi^trärlitliclL gT^Jl^r^r, wenn daii S^len voji 



Pl(, u. 



Plf 4«, 



n«.t<. 



^^ 



AV 



LichUtr^en getroffen wird, als w«Dit « im Dun1rl?n («t. Si^lm int ejo 
krUtAllimMber Körper, und ee seJiL'uil duri;l] den Einfluß d^Lit^blra eine 
Modifikotiün drr KTi*riv)li' drrftrt i'mÄiifrfl*-ii, d^Q ^hfln jUp Leitfiih igkeil 
erhölil wird. Man kotibliuii^rl für diwwfi Wirkiiiijj Se] h ej zel Ieu, wjp me 
in awei ^('hriiii''bli''hrn Fomirin diipc.h Fip ß-l und fiß darpe&Iollt i^ind. 
Fig, <H iMt miiv (IhHk- S*'U'n/Kllt' S, Fig, G5 oine syliudrisehe, wie bi« von 
Btiliriir.T in Hcrlin hrrfi^lollt wird- In hridcn füllen winl da^Sdnn in dir 
Zwiikdirinrüimie iwi^clien Mpa9injtdrjiht''n einj^brnehr , welche mtweder 
wi<r in Fi^, 01 llnch liefen, oder wie in Fig, 03 in vielen Windiineen Auf 
oinf^m Zylinder angebrAcht und, Dob hotilcmplindluihf? ^^en wird dim^b 
SohinoUeii bei guni bestuuintcr Tefuiwrutut hcrgeBttrllt. Du? lylindxkcbe 




XurmbI wid urAfündo. 



Bh 



Zdle bi Fig. 65 bi in ^ine Gliubim^^ ringo^Ut, «iu der di« Luft ftiiHB'^' 

ript Ut- Du viztD Bndtf dtd Dmlitvi ut un dv mvUUiiuili« Gcwiado, 
nndcr« &n d^n m^tAUiwhDn Hodf*fi dii>qi'r Ktrni^ girführt. Zur bpqnf^mpn 
B<nut£ut]g wird die Binit* Fi^ <iri in ?in 8rativ viEigpsrlkntabt, wif? ¥i$. ßS 
zvigt. I>K* boiduii Kk'riimvr'hrduU<ii K, und K. slt^h*:!] [iiEt dt-u Widt^ri 
Endm Hw 8^]pn»*n<i in kir.»rM|<^p V-Thim^Hnjj. Tm Duoklon bat t^inp 
»oluhtr Zi<11t< X- B, wiu«n Widpr»taiiil von Jiirk« LOiifJiJ Obiiin Iwi Behrliluii^- 
mit8onn*rilirhT- nTirtinrn vnn fftffft IO(iO Ohm- Man IcArm ftbflr i^urh ZriltfiTi 
hvntvtlm. di-ii-fi WidcnUnd boi Belichtung in nodi i^i^ißvrK^iL Vurhultnu 
»bnimmi. bw auf \nip d™ Wrrt™ im DunMn- 

W*nn Jiwoi Lpü« flncinnndpr grcniMi und die ElcUtriritnl Kwi*c^bflii 
ihnen übvrHoJxpti »üiL so muÜ dif W^tbindmiK btuhr Lrii*r oIhl' sehr piiic 

«ein, wffil Kmnit der Strom <?]rLvn sehr j^roUirn tVidersTand nn dnr Trenn ufifpi- 
Btelle findet. Am bv«tt*Ei lot^t mau daher die Mertille imeiiiandur. ÖV' 
wnlirdiCnb ftbi.T If1'*iurnt Timn dii^ Kinb-n BWi.'ier Dnibi'- dumli StrlirauU>u hnt. 
djUNit »ie v^UiküHimpf» Konfrtkt biibt'n, ßi*i d*?» Kiihän uiHlnv»i;ndi?tp iel «f* 
Hf^br HidfrtMiK, wje iwbri«mf> ««^bltii^btr Bi-Hkbnjuj^ ^iwr-mr Kohk^t <b<n Widi^r- 
filAnd d*r<io)bfn «rhi!>bt, Em ganz fiftingi-i Dr^irlf auf dir BiTühriiniEUtelle 
zweier Koblf-n vvrriEigert lier^ WidurKtami bi^ini Tbi-rj^nn^ di-r filb^ktnAilat 
Hill ^ifT einen ZUt ftndrfrn srhrjn aehr bod*>UT™d, In <Iem Miktnpbnn, 
du im iweitju Teil ditae* Werke? be»jirochrn ht. wl dnvon eine ifhi wich- 
U|^ AnwenduiL|{ ffcmnohU 

l'm uun Wijeratand« von Drableti in Obm au^drui^kcn m könnpo, 
uuU uuLQ fuuÜcliAl ttiiien ttbgp[unuL<uuji Vridentaud hikberi. dr^r gurbd« 
] Ohm (abgekürzt 1 Ü) betragt, 40 wie man «inen MetermaÜstab hüben 
luuU. um Lunten in Mvlerii 
dDMwn SU Jrnnupn Oft- Olim, 
trit «» j«lst in Di.'ut«':li[>iiul u«' 
MUlioh **inicHfUhrt LHt, i»t be- 
ÄÖmmi aI* dfrWidi^rjnRnil ein^r 
Quc'fkiillji'fiimle von i(ili,3 i^ni 
lAtigf^ und 1 qmm Quervhnin 
bei der Temptrulur U". Mtm 
nennt die«^ nucK wohl da? In^ 
lenatjona]« Obui (int. it). 

Normal *iihT«tfLnd*i, wwinho 
GEf^nAti 1 0hm Widtrm.Arwt bAhi^n. 
*enip(i iiAch d'NJi M<fd*"ll lUr 
phpiikATiEU'hcn ReLPbnanntAJt In 
Berlin vcrfertijj[l. Ein tolch«« 
N o rnm I o h m ui in KIr. fl7 
fcbflebildet. Die Nonn al wider - 
rt&niJi.' werden di^r Bi^queTit 
|]cbkf*jt bulber nirht dir^'kr nvt» 
QuH^ksiiberT^uEen gern«!' li t. nun 
drrri suq Drjibten. «liron L&ri^* und Qrzrrvrimitt tun ab^meas'TM tHt, 
d»0 d«r ^nntt' Drabl genau dituselbt^n Widir-iand hat wie eine Qu«!k- 
nlberaiLuk vi^u l,fH;3 m LjVn^o uml I i|riiiii (^tierwilirtiU, Und zwar 
w^Efdra die Dmhtf au» Manganiu >[i>wiLli]t^ weil die» b«i allfin T«m^ 



FIK ■' 






rntureii EwboHcn 0'> und 100'^ fut gouAu dmAi-lbi^n WitlnrhCAml lii 
£in Normnlohm Iwstpht amh einer tylindriir?hfn lUirhm?, wirhe rot 
Petrdouui p gL-füllt int utid <-inen HtiuiiilileDki^l trögt. Im Innorcn d<rr 
BGofas«, im Pvtrult^um, bi^lindr^t sjoh pifl Kohl«^r Zylinder &. nuf wcleben 

dtr abg?ine5Gi*ni? Draht 4ufg^- 
wioki-Jt isi. Du£ l:'ttn>ltNum bttnn 
rluiTjh iJn^Lörherftuc'li imTiinrr?n 
iW» ZvJiEid^rs »irkutii'rvu. Km 
oinijpatookr^A/oin^xTVn^pmomi't 

nn. Die Kn<i?n <ii^fl Drivhtns »ind 
dutch Scbiaubfüi and Lotung An 
dvijx beiden gtbi>gnni^n Kupfi^r 
atfiben e p von T mm Stiirlcp b*- 
i*;8ligl, welclie aaa dem Deckel 
hcraiiBtrct en mn\ diTt^ri frrir Kn- 
deTi in Quf^rJöilhö'nüjjf'; Bietauobt 
wurd'ici. liunli wrich*' i>iii StntH 
in aic ^cfiihrr werdt-ti kftnnr Di« 
üuüere Atitiii^bt atwt- flfildtiin 
Normalohma (frhoe^Th^rmonii'Err) 
B<^\gt Fig. 66- 

Efl (öt nft für olekiriKhe 
UntJ^rHiirhtinp^Ti ratwendig, eine Reihe von verschieden groÜen Widct- 
aIüihIl'U au hüben. UJn sie in diüi Krt'ia ein^ Hlromes eintUHi^ialt'^n. 
tC-ÜH iini dftdiirfh d**« >'t.mni auf eine gfwiinathtp Stärke ru bringen, ted* 




I 




um unbekftiuito Widi^titünde mit WkanDUHL vcri^lL^ielivEk au können.' 
EaeNiUgt diLffu nutilHii^li. wi*nn mein cino Ki*ihe vnn Drälit^^n bat, deren 
Widttrttäude luaii |0-'nuu kt-mit, 



HhetxUti^n. 



87 




Zn ^Mcm ZvDoko hat jeuoj«! Hi«iiic;[ifl ciw ßciht; voa ab- 

gpmoB^firn WidpfitJindpn in rinpin Kiston so anfp^ordn^^t. doÜ bip ctn> 

»ftn ud«" xunammen U^Khi au Wnutioi^ sind. Man nennt aokUv Appn- 

nUi' Wiiicratdndf kii!»ttf n odor StüparlrUf^oatutcit. Kiu iKtldu*r 

-ivi in Fifl. fi'J in *W nuÜrn-Ti Annirhl nb^ehiUi^t. Arif ii*m Deckfll de« 

FloiM belti^iiet lüiL'li (?me itvilie vtjn dji:ki<JL Mi.>«Bm|£irl4Mi*iL », h^ c\ d . . ,. 

Rirnii'r wpnip von/^itinmii^r «■ntfi>mr. aiiid und dii* hofsrnfrirmi^io 

[.VPrH(^n kftnnm, Jndr M^JiinRpIftttn ij4t nnn mit der foigRt»d<>n dunili 
im Innert n du KMtcn» 
mde UrahJrnllo vcrbimdcn. "^ ^ 

'wi? man in der Duichichnitt?- 
;^<:UEiimfl Fig, 70 sieht , unii 
fwnr Iinb^n dj'< DmhtTollt'n ti\W 

CC. . . Binildit' St<-|iM.'l, 
'^^B di* Df»htroNpn, Zwif'-1i«n 
dnk aufeinander lol^ndüu Ml^j- 
«njjpklTf^n aA , , , sind ^twohiili^li WiilrrntAndc von Q,], 0,S, O.S, 0,5, 
l. 2. 2, :>. la 20, 20. Mn. H. w, Ohm vi^.rliaml<-n, Dor Strom wird dui^h 
die KIcmmK^hraiiliPti Ä äh- und nbg^'führt Sind nllo Stöp«'*! Kwijv.hfn dfii 
MewugpIattcD cingi-'kfeTiLmt, so gckt der Strom nur durch die Mouin^' 

Sklt«ii lurulutL^h. \vci\ dt^t Widerstand der ummmtpn l>riiiitc iin 
'a«t#n t'm pnorn» iirolier iM ffcfleü don der aick«i MpwingplAttcn. 
IbI dap*gi*ii piu Öl'JUQpl . ntwn «kr jinnktuTt fli'Äüiclmpt« . hrraua^ 

E!nf>(nTn*:Ts , mo fli<-ÜT tW fitrom durch die Hollo B an dif*?r 8lpllr und 
urujnl duiui '.'nst ;iur aiiduTfU Kk^nmifii-UriLuhp S, Duir^i dit^ hvrniiB' 
nahun^ Act, StJ*]i«»'U iar nlito di-r luriJimiiil'.' Widf'T»<fund <?ingr*(:lml['^^ So 
kann niAU durch ]IfriLUhmdtrni<n eiiii-» od« rnt^hr^rtr uder alN'i ^hjpsL'l 

IWuh^TAli^ndii vonO,10hniAii 3i]H£urWSurEim«a1lf<riTri A|jpjkrat vurhHiridi>iitfti 
einvchahcn. 
Dicvic WidcTKnndiikaAtcn W4irdun hiu su 10 fMX) Olim Widorainnd 
konatniiort 
Für manchi? Zwecke wcrdtni dii^ae Karten »u L^n^riciiiiit- duLt in otniun 
KAflt«n Lo^luicThe Widorvländc dich bclindrn (k, B. von je ] Ohm uder von 
j« 10 Obm vlc. Ins tu jv 

lOttOlVlOkniK Diw^ni^ma "^^ " 

nun di>Awi-]£i-n D^k^i) rn- 
rhoottattn. Ww- W- 
nuecn, wie Fir, 71 aeigi, 
cbenialls auf dorn Deck^-] 
Sdwvit^kluiEc . drrcEi jr' 
iwei b*iuwMjarte Jit* bei- 
dt-n EiMkni euiua diir li-- 
trußmidf'i] Widi*ri!<tünd(- an< 
^löUrt f^nttialti^n. Mit 
(»inem «in^ifton Stüiiwl 

man dann dii> WiditMUndi^ vom I- bis lürachen d«r Enihni vin* 
Dan t^(^b«inin Fi^. 72 fitfi^i dt*i ViTbindung an, Bi?i K, und K, 





88 




L T«iL 




wefilf'n die DrÄhtv vom RIeniont i^iriK<-ih1niniii1, Wj. Wj , mriii Ji^ RJoir.h^a 
WiiU-rätäniU, StMkt (luu z, B. <li-t >^Ii>|ihi'l im TjimL 4 ii^cl tat, die EinLüt 
lüÜtX) Okira, Ao sind dabei 40UK> (llun m iLtii ätmiTiiuda ciikfE<«nh Altert. 
Bo)ch<^ Dekaden widersts-D de ordnet man auch häufig jetjst krr>ufärmrK 

ftn und VflT- 
■*■ " bindet Tn<*lirern 

derBplbcn in 

Rri dpT krrift- 
-^ formten Au- 

ordiitmg kAnn 

IltlLll . 4lHtI 

diirHi Sti^paol 

Kontakt vn niaphen, vielmehr durch eiiif beweglich« MetAllfeder, die drnvh 
eine K[iTt>o] gt>ilrcht wird, diu Einächikttuiig der Widorfitäude besorgen. 
So Epigi Ktg 73 einen Ilekadfnrheo?tatki*t#n mit KnrbrJjv^haltun^ von 
K e i d o [- & 8 c h nj I d t lu BcfIlii. Di^^iitr bor^t-oht uua Ij hinttm.-iiiAiidi?r 
vprlmndi-npn AbtHhingcn, In irder »ind ^* pirk'lu* WidTTSfÜnde \m Krt'we 
Aii^wrdiit^t. und xwiu lu der pral>?u von jf- U.l Oiim, in liir^r jcwvitvii wn 
j«i L Obm, dttnn von jr< LO, lüO und j^ liK)4J (Ihm. In jr-chT kATin jnan 



.M#0#M''' 



l^ff^ 




dun^li dje KurWI i^jr^^n ^jmlimuLt«n WLdfrrätutuI viridi.di alten, wj dati innn 
von P,l nhm bis äii WH+9/J Ohiri at-*i,ig um je 0,1 Ohm fortflchreittn kann. 
Dw Widoj'HlundHkaHttTL |j;tiäljjUen [itiuttü b**8ti]ijmlL- und pt^Mu^Bst^nir 
WicifMlilud*' in oinnn Stmnikrria ^JnÄt»Aclialt*?Ti Wil] mftTi jinlorb nur 
Widfmtitjuln rAieh in einen Stromkr^iv ^iTjfü^jren . Mjiit^ il&D man ihr« 
Qn^Ü4^ K^nAu 7u kennen bruLiiilit« sü|£vnMnnti^ lia ürhI widorstUnd^ 
[wM häufig vorkommt, xiamentüch wenn man die Strßm*l4Tk<? jn einem 
SlromkrrxB auf i'inc butimniti' CtrütSc bringen will), tm oi^fn Aioh dfliÜr 



I 



Vf ][l*ntt «ni:|pi|n*vt ii n||. 



m 



Hb. '<. 



Vit. to 



«odBfvAppAnilr. ■oKunannli* KurbRlrhaontatitTi. Ifut. von dnni^nnor 

in Fig. T4 flbjrrbnliirt itt. Ein Nfuiilbcr- cwicr NirkrlindrAht i*t •f^hrftubon- 

förmifl ftiii cini'n MormorE^JimbrauEgcwundcn, Daaeine Ende ilea Dmhlc« 

ut mit der Klrnifn-ii^lirftnbr t Hirnd vrrbtindftiu d»«iidrrt Aht^r \H an 

dorn Mnrinor hcfc^ttgt, Dutch Drehen dci Matmonyliiulpfi mittcJB dci 

Kufbi^l h kumi nun via MüEuiitg- 

röUrhrn i Un^ drfr Mf utUlAne« & b 

aui li^uj Drulit LEtcitvM, Ui>.< M(*t&ll' 

ufAnffi' nnii mit ihr diun Ri'illrln-n lAt 

intt uvr KI*^iuriiiM lirnutw h vt-rbun- 

dm, In dir Fiff^ir ItAnn nlno ein 

elcktnvhcr Slront an» einfiii Rl<' 

nioiit bf-i t tjnjiütulirt w(>nt<-n, dun h 

don Droht bii tntn Itö![<:[ifn f^ 

fliehten, von üic-Kin danu durch die 

U FAtinpitiingr^ n b bin xiir KlrfrirrvtrhrAuW 9 ufiii dann zum Rlf-in<*nt 

rurückäicJ^D . Aui dir««* Wciiv? kauji mnti durt'h Drvhrii dt-r Kmbvl h 

pü0«ie odvr gi*Hrn(iTr I-Änjirii iW Druhl*' in (b-n -SlmmkriMH (»infu'hHllen. 

FQr Itexkf ^(rünin (^Irtint*- viri^ nLi-]iri-ri<Jh Aim^ht**] wrndH ulam j«txl 
g^VÜhnÜoh B»illft>twidt'r*.t4nd<' vi^n ib'if F-jnii am, wie «u- in Ki^j, 7rt ge- 
Krirhnrl Wf Km** Rfihi' vnn Sj-jiralfn uns KnnafJtutandraht fcind in i'inpm 
RtUmcn bcfoiiiflt. Da* Enif dir fr»i<'fi SpimlBi ^ivhl in Anjon Kontnkt- 
kriopf K der Anfanp d^r «wi-Uru Spirale in 
«iiwD Kcopf S am und n> fgrt- AU« die«« 
Jind m<'tallilH^b vrrbundnn^ Auf diurn 
Knöpfen Eaßt uoh «ine dtnrkp UdMsingfcKleF 
Jurnli dip Kurbel M v<?n!H.'iiu')>i'n. Der oijic' 
P<>1 dfr Lf-itTin^ i«t iiul «lor Kb'nunfl A und 
durch divte luit drm Drfhpuukt K dt*r 
Kurbel» »l«o mit dar Scbleiff^li^r der Kurbi'l 
M, At^ hndtft* Pol d«r l^Htung iit mir dc^r 
Klfunn^ E wrbnndf^n, Jki jtdiT SMbiiij^ 
der Pcdrr Ijtl nun. wie man ikiin dir Wr- 
bgndang ia di;r Figur L^rkmnt, ein anderer 
Wldostand in di^n Stromkreis rin^^f^fülirt 
Wild die Kurbel &uf den AiJang^ktiitpl I 
gecteltl. ttj siad aik< \Videratänd<- einp." 
Ml|Blt«t, bei »Umflhlicb'.-rn Hmi*inarbii"li*<ndiT ^^ 
KurWI riüi^L E tu nind nium'r wi<ni^4^r 
Wid<^r*rJiiid4^ in di>m «ST.rr»nikri'iM 

Nurhdt'nt wir ljuji m> mit ^ini^Et^n AppAraten vertraut gemacht hftbiiiJ, 
ic5nn«>n wir nun InnKt experimentell den Widerstund einea jevlcn bi^ljehi^^j-n 
Lvitcn me»en und in Ohni auadrucken. Man bnt dazu verschiedene 
Methoden, t'nter rülrn a1>er iJit die IjoqUi'UuLLe» and dubc^r nu<.'h Am nu'^sk'ii 
Angewendete . diej?ni|[e, welche man dii.' M e t b o <t i? der W b e Jl t- 
»tonv»cbvu Brücke nennt. $ie beruht auf der Anwendung d^r- 
jeniffpn fttr^imv^raw^igimfr, di<? wir früb^T lK<(.rw*liU't hiiln^n, 

Wir haben oben K V2 geaelirn. daU, wr-nii wir vi^n vini-m Element 
uia den ^trom durch vvnv Loitiin^ mit sw?i Zweiten fudiir^kni, dto 





i 



«) 



L T»il 4. Kapitol. 



wi«d«rum rüit*iriADd*»r ilurfK pinfn Dfuhr, ilxirch oin* Brücke, v^rMiiKim 
ff im], iIaQ duui unter ^qwisbiml Ümslamli^a derätroui in üür DrüoJci: ^Infh 
Null wird, Wmp IJmstÄmietretcnH wie wir aahen, dann ein, wenn mFig.T6 
Wideralftiitl von ac Widt^ratatid von ad 

Widorstaiid vuii c b Widerstand Ynu db 

iiit- Dftnn ist der ^trnin in dnni BrüoVendraht immef gli^io.h N^ull. wift gwß 
Audi dor Wideratuid des Brückcndruhte^ c d sein ma^^. Mau k^inix de^alb 

in die Briwkp iinrli rin Gnlvjmfjhki>p 
einflchaiten und durch dieaca Äiigl<?icQ 
tirkt^iuion, uenji disr Strom m der 
Bn'Irke verscWindrt. 

Will luan nun den Widerstand 
*nniv^ Drrt.lit.i'fi hestiTiinien. bci bringt 
laAix ihn z, D. ati th^ SuHe dt« Zweige« 
ao> Als Zwoi^ü ad und bd nuumc 
man i?iinen gleichmäßig dirltpn Drrfcbt, 
auf dem ein bewe^liuber Kuntakt d 
vrT*rho}>pn werden knnn, Diener Knn- 
tukt A^nd u:n bebten uus emtiii StHhl- 
klotx |^i>b]|ilet, drT t'inc^ Hi-b^Lrff' Kante b(4il;;t und i7iit dieser auf dorn Dralit 
aufliegt. Dvt Drnbt Helbsf li^gl. ani *^ittvt r^kaiii. so daß tnan iln? f^/iTige v*in 
u d und b d abk'Bi/n kacm. Kudbeh ab Zwi^Lg i^ b mmint man viripn U'' 
kAnnt-'n WidrrH!fttid| R, B 1 Obm. Tnd nun vcrai bjrbt man den KontAkr- 
iwbbUei] ttu[ dt<m Drubt a d h au lau^ir ^ bia da« UziIvurLusko^i m <) d üJobt 
mehr abifokFikt lar. Dann gohti kein Strom durrh cd, nnd nun^ascn wir, d^Q 

Wideratflud de* jiu untctauchendeu DiAht«s _ Länge ail 
1 OLiu ^ Länge db ' 

sIbo dflf Widefttund dca au untornuchiindeii nräj-ldi« = I Ohm > dorn 
Tprhflltni* d^r Ljingcn von ^ d und b d iat. Polgbcb baben wir di^n Wiilir- 
Mlünd di-j4 XII unt'jr^LLt: London Drubtc« ii\ Obm bratiniiiit, Dn: Verbind uii^vi-n 
bei dicBcr WideraiÄndfime^nng gehen deuclich aiw Fig. 77 hervor. Darin 

Fl«, n. 




int X der mi unterwu^hende Widerstand , w ein Widersundeknjten . fiD* 
dem ein bckannU^r Widenland f-ntnonunen iit {irx un*exem Bcnipiei 
I Ohm)^ l^wirtclien a und b iMt ein Pfulindraht übrr einer SknTa aiin- 
aennanat. Bei d iat du verscbiebbace Kuntakt, E ist das Ekmeiit und 
Q iW GalvuniHtkop. 



^ 



WbotliimaHlu ÜMohat. 



PI 



Die» Mrlhoü« neuiit uiAn. wi<- Mhoa erwÄbntt die Mcthu4? 
der W h p a t ? t f» n r * *■ h I' n B r Q r k i^ 

Di« aät|g«Q WibiridiuiftMlrÄht« tou x uitd v niiti-iriHiiUr^r uiid mit 
d»Q Klenufien & uod b biUmni ODtwodijr »o ^tiiiu^ii Wiilt^rriund hubv». 
daß nun ihn in>mnrhlAftilfp>n kann, rvji-r ihr Wti1i>rAtikiid muß ^H-kiinnt' 
Mm- Auf dit ui»riK«[i Veibindiin^MilrÄlitf kiHiiiiLi v- m--hT. hji 

Bd (lifvior Mothihlo iJii i'a aninAchnt Rli-ifh^filtii?. wlo );jroß drr hnkannli? 
Widcntand w ist, mit doni dct unbck*nnt« x vi'iglifhcn wird. Dan Vcf- 
hältEUd der Urnhiiüiip*u a d uzid d h iat imnwr ploirJi d^rn VorhÜitHu* df^r 
Wid^ntindtf x und ^^ wrnn djin OalvBnoik>:ip krim^n AiiM<:hTikß x>.-t^1.. 
TsUi^ühbcli iil>t'r lii^fcrL dk- Mclli^e um hu f^'Eiuum« WL^rli*. ju wi.'iit|^i^]' 
v««Achwdfna di^ bpidi^n Wid*T^tünd*' x und w wind. Hur mun »lao rinm 
8cfipM£rti«04lht<n xtu Vvrfü^uutfn so uird inu[i vmt vini.- proviAuriArtiP 
Jlnnuitf iikflohon, am nin^n anKt<mlirt*n Wiiirl vtju x jiw i>rhiLtl^Tn, und dunn 
eine itrnauf M^Miinft, Indom ninn aU Iwkniirkti-H Widor^rand vnn w rinen 
doni pravijiciriM!h lirjiiiminlt-n von x iTiiijiltrliHt Ktniolit^n lionulzl, 

Mfin ifrwmdpt dio Whi"ftrji|fin''>fh'" Komhination nooh mif Audpr* 
Alt «am Mciroon von ^^^idcnktänd<;n, wie daAticheniA lu Fig. 7J4 xcigt. Vouj 
Clement gt-ht d«r Ji^trom nricb 

X 



II 



CHX} 







dttn briden Klenimri] A und B 
umi teih Hirli bivr. ho dikil it 
fännul diirrh d«n xn unf<fr' 
»uch^'tidt^n Wid-.-nilajid x uml 
ritwn klrinrn Widi-r^tanrlM- 
kiwlvn r^ JiTuLvrvnivilH diuvli 
rxn<*n jrrnßi'n RhooetjUrn R und 
«ncn ftndfjon klfiiirii Widnf- 
[iiü.n4iakBiil<'n p gi'hL Zwiarht'n 
C und D bpfindft »ich die 
Brücke mit dou:Gu.lvnnnskopG. 
Maii tfchalti't T. h. \w\T imd p 

!V L Obni auB. eki duU du Vct- 
lÄltnii d<T WniLTftundo H Ü 
und B0^1<'i<'h J inl. und litht 

nun K ihLiiM HU liin^i SiÜ[i?4d Iktuuh, tij# irt U kfMn Strom ^irh soiKt. 
Diukn muQ der nn« It vpt<]j:Hru> WJd^nktnnd ^Irirh dvm mcwui^lilon snin- 
Miu4it ijiftn djui VurtmUnih di-r Wid-rr^Uiidii B 1) und b C lucdil lE^iiii^^i l, 
loridfrn B, B- ^\fie\\ 0,1. <*,ÖI fM^lcr glfirb 10. HXi, »o ifit; nuph d*r tm 
bciiimmcndr? Wider4t«nd gleich ü,J-h O.Ol- oder ßlciüh l(V. lOOiual dem 
imdKnwhaltpti'ti It he n^inten widerstand. 

Da Widpratandsmcuungen in d«T Elc^krtixitcitslpbrc und ihre An- 
wemluitgun am hüuIi^tL'u vorkumjui'u, an hat mun du> du£u iiot^riii.li^i5[j 
Apputtü oirJ^lirkef handlich £u«nnirrjr-nKid>nii|fi^n glicht. Dii^'kt ftlr 
du» Kombuiuliou der ^V1leuUtotle<M.'bvn biürk^^ iitt dos 8ii<uit^nt«rljii l' u i- 
T c r » ft I K A ] V fl n HU* T '' r ►'iuj-iTi^^htot, vor» d<?oi in Fi^, V.^ di*> ^uÜ^ro 
Anaicbt Mltg^bildi^t \>*l und in 'l.f ^vu- ßonfLii*«!^ EiniiirbC nflitn^n wollnn, 

DiUE Inarruniiuil iiiilInMi xiuiuifctAi *'t\\. UfklvAnoHtop, njn MjUiumpi^ra- 
«Mi«T. wipdA» in Fi^f, iiü *ibji<d.ih!fTi:, DnÄi<?lhe sitxl auf pincrSfhii?frr|ili»M^, 
di« in Fi^c- ^^ biuc^tJerit ^^'^■■''bnct ü^, in wclch^i doj i^iul- tiutiunu^ut 




i 



92 




L TmL 4. Kapiteln 



von f»b<»n ifw^bra ab|teSil*l<>t JAt, Untorhalb drr ft'hicfcTPpIfttto be- 
ßnd^n «ich vier Wide r&tJiijilATi>llfin von L, fl, 'J(t. 900 Ohm, die in he- 

kanntei' Weise dureb ätüpwi 



nc ** 




ein- und AUigHrh&ltrt wrrdtn 

Vönnen, h> JaQ niAn, indem 

nxnn £iie dt-r Reibe liar'h hvtuUH- 
nimrnt, l, 10, 100, KUX) Ohm 
i.-]lLgf?«(-|iaitu1, haL ludeiuBaoid 
der Scbi^ferpUHft bj^l^ndat iriph 
\.<mv Nut u[iü in ^i\v9# inl ein 
NViisillierdml^t von glfirhfAnni 
gt^in Widerstai)d ■Jiii^r'lr'iFt . der 
alA Mnßdrftht b'-j »l^r WUe^t- 
Mionesohen BHlrk« dient. Auf 
^^ drtr Schief^rplatto boündrt aich 

"^^ nine Teilung» imd zvn gebt me 

""^^■^^^^■^■^^^^ von der Mitle der lunt<ffi!n Seite 

dff Sehivfrrnlufte an nftcb be»- 
dm Seilen von bis 1?J<>, oiler bei underer Aiujfülitünjj gleich no. dftß 
man duB Verbältnia der Lungen der beiden AbB^hjiitU* d*w Müii- 
dnLlilwL iLrekt ah' p^^_ „ 

UntL'rliulb d«r 
ÄtfrhioffryiUiti* he» 
fijidvu MJoh (ilnf 
K1«mni)V'hronh<'n t, 

n. in. IV, V. von 

denen 111 und IV 
dureb einen Htöpflel 
miteiufliider ver- 
hunden werden k^n- 
nvü. wÄhremlV luit 
|[ dun.ib Wit'M 
Druck auf <len 
Knopf r einfrr Kti 
der T momeijtiin in 
VerUndnnÄ H^nel« 
werdt'n kimn, 

Endlich Sil Et 
auf der Aehsu tles 
AppuTBlern drrbbiir 
der Ariu u (Jen 
m»Ti denthrb in 

¥\g. 7y M^bt), 
Diivor trAgt i'innn 
iIi4>TAlliite.b*n Kon - 
toktt i\vT den Mi'ÜdrnJit berJUirt mid i^ui ibui vetaibitl^iit werden hann, 

Uie Verbindiinff der '■innT'lnrn Trile dp« AjifjurJitisa Lin<i cui|;lrrirüi 
•ein« Kintichtunir tut WbeatBtuneKhen ßri^eWe ist nun «u« Fig fil 




I 



ÜDi varulgAl vaoometer- 



98 



Fig. 81. 



ZU erseben- Die beiden Pole des Elementen werden zwischen I und V 
eingeecbAitet , der zu unteraucbende Widerstand x £wiacb«n II und III 
(mit; welchem IV durch einen Stöpsel verbunden ist). Der MeB- 
diaht steht einereeita in ständiger Verbindung mit den Widerständen 1, 
9. 90, WO, und durch diese mit der Klemme II, andereraeits mit der 
Klemme III, dae Galvanometer ebenfalle mit den Widerätänden und der 
Klemme IV. Der bewegliche Zeiger ist mit der 
Klemme I fest verbunden. In ^s Schema der 
Wheatatoneschen Brücke gebracht . reihen sich 
die einzelnen Zahlen und Bucbstaben dieser 
Figur nun so ein, wie es die untere Figur an- 
gibt. Diee ist aber die Anordnung der Brücke, 
welche wir auf 3. 72 beachrieben und begründet 
haben. Man schaltet nun beim Gebrauch des 
Instrumentes denjenigen von den Widerständen 
I bis 1000 ein, der dem zu bestimmenden Wider- 
stand X am nächsten liegt (was man durch einen 
Vorversucb ermittelt) , und verschiebt den Kon- 
takt g so lange, bis der Zeiger auf Null bleibt. 
Dann steht der zu bestimmende Widerstand zu 
dem bekannten (durch die Stöpsel ausgeschal' 
teten) in demselben Verhältnis wie die Längen 
der beiden Teile des Meüdrabtes, die man ent- 
weder direkt oder in Graden ausgedrückt auf der 
Skala der Schieferplatte abhest. Man hat daher 
den EU bestimmenden Widerstand sofort in Ohm 
ausgedrückt. 

In Bezug auf die SchneUigkeit und Bequem- 
lichkeit der Widerstandsbeetimmung läßt das 
Universalgalvanoskop nichts zu wünschen übrig. 

Auf dieae Webe läGt sich der Widerstand jedes 
Leitere messen. Ohne weiteres anwendbar ist die 
Methode der Wheat^toneschen Brücke in der an- 
g^ebenen Art bei metallischen Leitern und bei anderen Leitern 
erster Klasse, Bei der Bestimmung des Widerstandes von zusammen- 
geeetxten Flüssigkeiten kommt aber noch eine Komplikation hinzu, 
so dsL0 bei ihnen die Methode noch etwas abgeändert werden muß. Eine 
FlÜADgkeit nämhch wird, wie wir in Kap. G sehen werden, durch einen 
mlTamacben Strom zersetzt und wirkt dann selbst wie ein galvanisches 
Element. Man kann das aber verhindern, indem man durch die Flüssig- 
keit rasch hintereinander Ströme von entgegengesetzter Richtung, so- 
genannte Wechselströme^ sendet. Macht man dann die zu unter- 
suchende Flüssigkeit eu der einen Seite eines Wheatstoneschen Vier- 
ecks, so kann man durch Abgleichen der Widerstände auch hierbei 
die Wechzelstrome in der Brücke verschwinden machen und da- 
durch den Widerstand der Flüssigkeit messen. Derartige Wechselströme 
liefert z, B, ein sogenannter Induktionsapparat, wie wir ihn in Kap. 9 
beschreiben werden. Nur ist noch die Schwierigkeit vorhanden, daß 
ein Galvanoskop in der Brücke durch solche Wechselströme gar nicht 




H 



l. IWI, 4, lUpitoh 



hnAJnlluüt vircL Dt/t $nM Strom wfJL x. B. ilic No^Jd iidicli rnchU 
nhlfnkcn. clff zwi^if*. g!«ich iFtHrkr^ ftlinr rnljfcasnKPBrUtp Strom, sorht 
»c Jiaoh lijLkn aljzLileiik^ii, V'm Xodul blt^ibE dabi^r. wir Buridane Ksel, 
in Huhc. Rs phz nhtr App&riktf?. cüp aucki liuruh W«rhfu*]strÖme in 
glpi<:hpr Weise beeinflußt wrrdon wie dii* Galvanoakopp durch gleich* 
^i^riühtdle Striimi^- nüTnlu^h div KlL^ktrüd^-rLummcibU-r, iiii< ^vl1' iij Kap. 8« 
und die TelepliOEipH die wir irv K*ip. i* IjpBthivilH'n wcrflen. Brinijft rnun 
n\äu 3}, B> vin TeJ-.'phou in diL- Utü'.-k-^ und «M3udi-t tm^n W(>4.'b^vUtmiiii? 
durrh Au' ^rkE^ K'nnbinAfioii vnti l.ntttrn, fo ^tä innn dii^w^ ao knge 
tänvn liijn?iJt bie die Wld erstünde au tkb^v^ichon amd, dnQ durch dJo 
Brüi^kc Iroiuc Ström-^ gohcn- Vnnu bleibt diw Telephon fuhig. und daxin 
bestimmt siub der FlüsaigkeJiawideralDnd wie ^in Draht widerstund. D[»c 
MeUmetlmii- ist von F, K u h I r a ti ä o h uija^äfbedel wordi'u. Mui 
bedient sich vorleilhnit. um die* Wi^lrratäticio von F1iifl«ij;k<*ilfn iii mc*B*en. 
eiiiet Anordnung, wlf? me von F, KoUnmseh anjiegpbeu und von ll;icl- 
m a n n A Brn uti in Frnrkfurr il. M. unl^r dem NHiTi^n «U n i vp r » ä 1- 
meßbrUckT" uusgefühH wird. Dii.'»tlbe ist in f^g- ^ ^seid^net Man 



flu ti 




W-fcft 



■i^hT einpi kTi"in^ HrwlitroTlH K links in il^r PijEur: diffw* ist der Induk» 
lioiiB»[>mtr«t, di?r die W*ii.'hi-tflsl riinie ♦fraeiiyt. Er etbiilL emen Slrum von 
rinfm ICIrmi^nt M . divs roeht^ schcmn-tiaih ßvwir-hni^e; ist. Tn dem 
Kä*l<Jien K boftndtiii «ich fünf Widerstäjide von 0,1, I, ]0, UMK ilMXJ Obni. 
wHrhe ikftih Hpfn,uinrhmr-» der vor dem KJLstchcn bi-HndUchfo StAperi 
oingpac holtet werden können. Auf der geteilten Skala liegt ein Platin* 
drubt. uul wekiliem ein Mulull^f^iger J vuriwjkoben werden knnn. des «ich 
auf eineia Mw*i"K>*iib Vwptrt Ppr iru mowpnde Widerstand X wird 
im div KIhujui-'u [> mul ii^ \wUa, 'i&ti IVkjulioE] T rvchto itEi^file^t. Man 
vernfihii*bt dmi Zttiprr auf tW\\\ MeUdri»hf k<> binjp* , bia <kT Ton tm 
Tfl^phon vprsrhwimlet. und iK-alinmit düdurcb »ul bekaimle V^visv d<?n 
Wiili-rRt»uid iiitr KlÜAfligktii: ^nn» ho. wjn mmi l^A \m ^infim i<^«teti h^'tW 
tut. In ii*[» Schema dn* Wüenr^lonMehrn Bniek^ erbracht, r*ih*i> Mrh 




tlnlTcnatme Qbrfiols^ 



fö 



1: 



nr ^ 



die piiueincu TpIIo «1^ Apparat«« »o vii-inAnd^r, wif h Flg. >*3 x^igt^ 

T lat das Tt'lt'pbrm. K *{it Tndukl iDn^-Appiirnl. 

WUl nun FlijMl^kvir^n Hilf iltrrL^jtunfliifnhiglR^il untEnuohtn, m füllt 

mfln np> in Üi^füßct, i^twA von dor form 

ilpr in f^g, >ti (PEffirhnctJin, Dnrp.h 'U »* 

die Ebonjt<)«<:kiii dic44ir OirfAQi: gf^hi^n tl_ 

MnviitfpilAbrhpn bmdurrh, wpHio iinton 

PUtinscboibchpii tr^mon, durch wekhc 

dvr ätfom lu die Kfüdnigkt^it ^0 Littet 

wird. Dim? SthribtMi out ilin*n StivUn e\ 

neiinl nmu dii< Kli>klruJt*iL. Oben 

tuenden »irh «äl'- Kliinm-'« limiiVK'Ti zur 

Vptl>inJuiig, ßi.Hpji<iJii'i- <ii.4l tMM^Ii tUf 

(i^rfjklliivoildvrFnrini^ I. ' iri^;< Im FUuirh' 

rivn, in d«nfin tvi>i hiiJli/yhh'lriA-h'- El<-ktrod»n aus PUriii fttrtit^ri, die mit 

l'latLndröhUEi Yttnuhnn akkI, Lnt^piv ^han pjii|!i^i-hinn]xitn dunrli dn« 
GIa* kindurrh- Mnn fidit ein nolfhr-* 'JftiQ xn- 
iLiif^W luit i-iiior dtT Lüjiuii^fit, diTor^ Lfilf^Lhi^ki^iL 
aufs. H3 [uipPHcbcn ist, und hf-atimm^ den Widor- 
HUnd d«niLdbt-i^. dann fiilJt mau « mit dtr^u un* 
IfirtTUvlii-udL-ii LünuHp und i>L'atirHini widdiT den 
WidoratanJ. Dit J*citfiihi|rWi*it d*.'r 7u HTil<-r' 
tfuobuudvri Lubuii^ voihÄll «jdi duEin £u der der 
(xrbnnTiU'n li^niing »mjji-ki'hrr; win di<< Wiilcirdt^ridfi 
d^iwlUvji. 

Kin Hfmnp.lW FjlM vnn flüenifffüi Wiikraländ^n 
jht dff ijinvrc Widi^r^lAud dui gAlvHnJAcEivn 
Klnmi'nto jvlhnt K* ist rinn hA«% nolwerfcdiijft 

Aufgabe, die*i*n imurm Wüli^raUnil lu b<"j»i.immt^n. Am pinl*eJisfrn und 

tü^chnUiti kANn man iliii . ^bünnc/ vrm iJi^jL ]\:kI*^t Flüädtgkeit, duruh dio 

Wlv«C8toDC«ch£ Brüpke mit Wcchficlutrifimrn und 

Trlephon bcttlimmon. Man drckucbt i:bi:]i mtr in 

Fig. 8S bei X diu £U unti-rniirhfndi' KlomiMit ein- 

tust' li^lt eil 

Sfttürlirh Inui^V der iuii^^re W^drrntand ein™ 

jB^lvAniKrhcii Kit^mt^ril« vun dtir 0r6l^ de« EU-tüeiil«. 

v(ta dwr Jl«HchafTeEih«it der TofieeDeu u. 4, w. üb. 

Man kjum r1»>h(ili» fllr die fivwrilmii^^h Ik^ihetj:?«-!] 

Etcsn^ntc auch mir luniefuliri' Arii^abeii idiei de*] 

innpteEL Widiirwin-rifl marZi<'ii. Km Hunsieiis^eKefl El*!- 

meot von drt Größe, wie lie Hcwöhnlich gebraueltt 

»ud {32 eui HvUe). luit nur utwa 0,3 Olun Wider- 

standi fin i^ewnlmluhr^r DanJell Kwn O.lk Ohm, 

«ui 3lMdjngvr-£ieu]eiiI , ru luioli der UrVüJt, 4 bi^ 

10 Ohm. ein BlfTririil. der deTit^fhen TelegrÄidienverwnltiin^ l.^t (Jhm, 

«in L«>clAiu--h^'FJ«mpn^ unjz^rl^fir i\l\ Ohm. du &. & I].- Üuuk-ie|i;mcrLt 

nur O.Oti ütm. iiml mii TrorkrTiiihTiiiiinl von UplIeMn t^tvn 0,1 Ühm 

WidrrBt4iid- 

Aua dictum Ani^ubiu Lind auai di>n Wtirt«» der elehtromotoruolien 




KMf. » 






iv»ft dicML'i KlpQiuntt. die Ituhvx aitgegebtn wunlon, kann man Jie8tTQiu- 
Htfirke bei d»r Kursttchlreßun^ der Kl^mpntt* (H. 66) b^rpohn^n. 

Sie wir« ilir em Bimsen-E fernen t etwa ■■ - ■■ -^r^ — =^ 'J.o AmpciP» für 

0,2 Ohm "^ 

einen DHiiMfill 3 Ampen*, ein Meidingrr'EIrmcnt 0.5 Ampere, Lectanche^ 
ßlemeot 5 Aiu]>i^ret S, & H^-UeuLelt^kmviiL üb«r Üß AiJipere. HeUnen- 
TfOftkeinfllemr-nt 15 Ami^er^. T)f>f\i vfira**t\ äIIc Element'' riurrh n" HiArWf 
StrOiut ra^i'h ruinji^fl, so dnÜ viir-"' Ziihlin nicht wirklich £u i^TLhiekuitfud«, 
mindern nur miixinialp J^trtimntürtpn hnJpiitcn. 

Eine besondere Modifikation erfordert die MeUn>dÄ der Wh«at«lf/ne- 
arfapu Rriii^kt', wenn es sich durum handpit. sehr kleine Widornifmdr 
(z. B. v<tti O.'Jl Ohm ijder gar O.tKMTll Ohm) Kti me»en. Da kann mnn die 
gt^wöbEilivh« SohHitiing niclil anwi^nd^i], er&1vii4 wed venture Vergleichfi- 
wideratänd<? von di^Mi-m geringi'ti Bj?rraßo »ohwer Ker/ustelleii nnd ai^hr 
kostspielig sindt huiiptarichlirb aber, weil die Verlniitluiigei» von Drähten 
tinh'Ti'innniWdirn:!! Kltimmpi'hcTtulMiTi '?Hll>rif Af'hon W'iderstnndo voudiiw<ui 
Defrag beailK^n können. Vüd ^okhe MtwHiirtg^n airtd utWliUKh impt^r 
wichti^tr geworden, da man in dekUtm-hen Anla^^n ^ olt mit. aolir 
kleinen Widerständen xa tun hat, in denen aehr grolie Strömst ärki*n eni- 
hftiten sind. Deswegen ha,t Sir W. Thomson {Lcird Kelvin) eine 
eigene Methode dafür aiip'^gfihen- Wßlehe nneh ihm die Methode dar 
Thomaonbru<^ke oder Doppelbrüeke heißt. Dita Prinzip deiBelben 
iat U1J8 d'iv Ht'iwmuii sehen Fig. 8ö ertüditlieh, Der /u nie^öund^T Mider- 
«TutiJ R und ein hiiageäpatinter dicker Dr»ht r. ein MeJidraht. 
werden hintereinander j^eBcUaltet. Von Äwei flöten äUlkn d« 
eu rnri*m*fkder> Wid'-rsf.ft.ndi'« R. nAmlirb von o und p, werden zwei 

SIek'he WiiWraljijiii*' A und B (etwa jn 10 Olmi) zu zwei Funkien ü und 
hintjefilhrt, , nnd ehi>nao wnrdeii von zwni fiteilen deü M'<ödTtthf«8, 
nAmliL^h (\ nnd &, dureh verai^hleLbare Koutaktt zwei einander gleiche 
Wulejhlunde a und b, etwa je 1(XX> Ühui, zu fleuMben Punki^in b]i>' 
j^eflihrt. Zwiaehen c nnd d wird ein Galvanoskop G oin^sehahet, f wiaohen 
m iindn eijio (dlurke) Batterit E. ttwa von Ö Voltöpunnung- Da** tialvano- 
nltop wi^rt natürlich einen Anw^chltt«;. Mnn verwhirbt mm «im einen der 
Kontukto, etwa s, wülu'tnd inuii den midereu, q» fest lie.gen lüßt, «o laixge. 
biM der Auwliln;: d-'- Cjik'^tvniwjkope verBohwindot, Ist daa erreirfil, 
dann IttÜl »ic\\ Miti'u. *Uv\i 

WidersT.iind von R WidemUnd von A 

Widerftiind von r " Widerstand von a 

i»t. Der Wideii*tnMd vwn B lat dann alau in untrem Beispiel nur ein 
Uundcj^tel des Wid^rnf/Lndea von r. I»t nun r ein an agcA plannt <ir dicker 
Drabt. der in lOOÜ mm nirttiilt tut, nnd Lat dei )in\iiv Drahl. wi« mian ea in 
tlcrPraxinmiit^htH den Widerstand von 0,01 ühm, acihatalsojederMilümrte.t 

dp* DrHhl^ den WitW^i.^uid vun ..^ti^. Ohm, und der ^»HUoUt« Wider- 

i4taud vun K )H dann j^leiefi der Zahl der Millimeter rwiwhen ^ und a. 
dividiert diixr:h JO Millionen. Damit kunxi man «Ihu atbr kl^iu« Wider- 



I 




l'tjUOlBEinbtfidV, 



07 



Bn der praldifchon AnoHtiTma diocr MoMUniM*" W»"«! oiÄn meh drf 
in l^ic, ^ abgebilüvlpEi TlioiimoEibnicki' vuu 12 d e I m B n n bixijvoon. 
M&n flieht Wi dii**vr il(-ii uiuif^fi^iinntcri llruht i: d von O.Ol Ohm Widerstand 
nut dr-n Iwidtru vpr«rhii^bban*n KcizitAkt«n f uiid c. f?riii*r virbt niAQ üU 
SU uiiIpTEucbejidru Wiiit-mlaiid eiuv dicki« KuitfL^cvlau^ S« div b«i & und b 



l'lC, -i 



nt' 



a 



mit fcst«Q ächraubtn «ing^klpmmt at. Bd g iiitid 4 WjiJrTitindiHiätip 
roQ je IOl IIXI und I^^JfJ üliiti a(iyi<briLchtr aua üi'uvii itiflii dii? Widi'i'BlMiidD 
A. B und t. b der voriai^n Figur bildet. NifiimtiDAnföra. b'fi' Wi-li-r-fÄnde 
von }« lOtKJ Ohm uiid für A. B t'iitwmW j« 10 udw KN) in|-i HnKM^biÜH 
«» hftf tnun '"in WrhJtliniN vfi« O.rM «wirr 11,1 ckb-r I, ZwiMckiin in imil n 
wird die UolUvtv. awi^bvLi n uud t üvn OulVanoim-tor vui|^ciM7hulL4»EH 

PI«, «r 



NacKHni^rdrr&iifdnnleMiEpn^Ntrn tr^rtfrirnUAAodcakaiuitnuiftlMi 
V4flj«dcnLl)rda, vt^njMerFlüsiu^krjrduiAuli'd^-rkWidcntandinOhromMVeo 

Did Rwirit« (tr6Ü4^. wirtbbü bei j«Icri Strctni in Betrnoht Imnuiit. ist 
die « I f k t r f> m otor 1 11 (■ h c Kraft. Aii Einheit für dieivlb^ 
hftbcn «ir 1 Volt KvnoiniJicn, ?nücü>cU vetglekht mati häuRg die ck-k- 
iromot4>riH'hr< Kraft nnes U>lirbi^rn Rli.'mi<iitv« mit di>r isuw« JJaniell 




1, TrU. 4, K«plf«]» 



riff. H, 



||adn>Mia^all«r 






ghMtmbx 



iiiiil Wieht al»n auf #in«:E D»Ji)tf]l d\v ECrAfte alli^r anJer^ii Elvnunl«^ 
Jtn I Viilt mir ftwd 10 Piux. Ivtiiirirr wi cJh I Ditniv-U^ »(t M ilaiiiit aiicH lÜ'^ 
i'lrkfToninicirijü^h*' Kraft gloich ungefähr m Volt bf«Hmmi Die ftlektrü- 
moti>nütliQ Kraft «iiieu BimAt^Ubr-hi^ii Kkcnentüs itjh iin^rBhr J.9 Vfilt. die 
ninn« L(!p|BnHif'!-E]fm(?TTt& elHcli \,% Volt. Kjnr- Kptt^^ \oti »ehri h S n i <? r- 
einander vtrbimdoDpn Bunaenscbcn Elocnentr^n hat aUo eine olvktro- 
moloripclie Kraft, vun 10 A'olt, DüU nmn 1 Dunii^ll £Uiii ViTglnc^h niiiimL, 
iBt nur wjKWiirln.'h und beruht darauf. doÜ ein Da nie Ilse lies Ek-mtHt Ipjcbt 
xiiBmiiini-iizurtetaeu rät uiul eine aieiiiiich koriHtanti> olrklrouioturiHi^lu 
Krait hftt. Will man ßanE i^^nniie Best.iMmiimyHn diT rlf'kl.T<>iTn>t*iriivlifln 
K^ufl i^iuts Eleiikv^nles liabüti, so b>>nul£|; mau VK-Injelir V'Ugenarlute N o i- 
molelemcntP, weiche «tnts ii^nai^lbi^n Wert- dor olebtromotoh&ohtn 

Kraft hAbcn. Am mcisTirri gvbrnnrht 
wird alä solches daä Kadmiumelc' 
mpnt- Dieses kann rann sirh leicht 
st-Ibst in^ (oijieiidc^r Weiäe hi^r^lelleii. In 
wn H'formip'4 Ri'ügonEKlnfl ^Fiji ^S) (von 
Alli- QciÜipr Ww, in Beilm äu Uwhco) 
brij^gt man auf den ßodon div) f:<inon 
Sche])kelsei»^S{:hiclitreiinrn Querlwülwrev 
ül)er diK'jM' eiri^n Teig^ d"?r Utiroli Zu» 
aammcriMiln^n vfin srliwi-Msanivm Qin'c'k" 
xilLvEuxydül mit KiihIhHi^h von Hrliwvf^'U 
Aaiirem Kadmium lUid Qucf^kiülber ge« 
IpIKW. 'm. In dt-n aiiduri^JL ^^hifiik^l wLrd 
Kfidmiumamaigiim gcfiillc, wpIcKo^ aua 
yo Tollen Quei^käilber und Iti Teilen 
Küdiniuni iH^htchl. Da dns Anmli^am bei 
gpwöhnlirhtr TcmptTafur frflt int, flnrd 
«s lieiü eingefüllt und c^rBtarteii ^Iokcei- 
t'bep il'w Paatp in <!eni i'innu 8rh^>nkcl 
und üljer Jss AmalgHm iu deru anderen 
Si-Ii(^rikd wnr^Lon KriHtjilln von aohwi^fk^Eäaiin^iu Kaiimiiiih ^TtiKrhiriri*! und 
das fianEe \n bt*iden Sfhenkoln mit konzentrierer Katlmiuni^nlfatU^myi; 
überg4w*itfl:n, Dn' üliiÄLT weiden in <ltr Weitus v^rachloaüun, UaÜ anf diu 
KadmiumnulffttJüMinfi heißps Pnr»»ffin gegnfflpn wird, darttui ein Kork in 
jeden !^rhenl(L'l einnesetit und die Mündunp mit Marineleim auagegOfwn 
wird. In die lfiriAi.'r ist unten \a ein PluiJuilrulit cingt'd^hnioUon. wrlobe 
EurZuteJrunu; dii^nfn. Die plektroniati^riKühe Kraft dieses Element« ist 
l.Dl'J Volt bei allen TeiuperiLlurun zwiblIll-ü 10 und 20". 8tatl de« Kud- 
]niuiri-(Wc^'>M-}R1rm^nrirui wurd'* Ma vm weni^iTi Juliren tf^wi'thnliH dax 
(.'lH.fli'El"mmit aU Noinmk- benu</U weldinji hii-Il von den» KttduuuiU' 
rlcmnnt. nnr dmliifh nnterflehr*idr'.t| daß Ätatt Kaflmiuin und KAflTninm- 
huHjir virlmehr Zink und Zinknilfat auftewendel i&l. Seine elektfomo« 
tüHMe-be Ktult i»t abur Kicmlioh orhr'blich von der Tonipeiatur abliÄngJ^. 
■IG bptriifft bti IS'» 1,J38 Volt, W 20^* 1.433 Volx, flerftd* dpJWflgen 
wird ietit da« Kadmiumebmeut dcia C'lnrk- Element voj^e*ogi?n, am 
doinflinl>f<[i f.rn]i]4.li.' , wjm für N<>rina1wi(]L<rdtüiide Mungani ndruttc riel 




I 



I 



i 





KompenwtiODBmeUiode, 



99 



Fi^. B9. 



Um nun die elektromotorischp Kraft irgend eines Elementea mit 
der eines Daniel)- oder eines Kadmium- oder Cl&rk -Elementes zu ver- 
gleichen, bat man verschiedene Methoden. Da die elektromotorische 
Kraft eines Elementes gleich der Spann ungsdifferenz seiner Pole im u ti- 
geschtosa«nen Zuatatid (also ohne Strom) ist, so kann man 
sie dadurch bestimmen, daQ man an dem Quadrantelektrometet erst den 
Ausschlag, den ein Kadmiumelement gibt, dann den Ausschlag des £u 
bestimmenden Elementes mißt. Das Verhältnis dieser Ausschläge ist 
gleich dem Verhältnis der elektromotorischen Kräfte, Man kann so die 
gesuchte elektromotorische Kraft sofort in Volt ausdrücken« da man die 
etektromotoriache Kraft eines Kadmiumelementes in Volt kennt. 

Gewöhnhch aber bestimmt man elektromotorische Kräfte von Ele- 
menten im geschlossenen Zustand, und von den dazu benutzten 
Methoden ist die wichtigste und immer anwendbare die sogenannte Kom- 
pensationsmethode. Diese Methode beruht auf der Stromver- 
zweigung, die auf S. 73 be- 
sprochen ist. In dieser läQt 
sich nämlich bewirken, daß 
in dem einen Zweige, in dem 
gerade das zu untersuchende 
Element sieb befindet, kein 
Strom fließt, und wenn das 
stattfindet , so verhalten 
sich die elektromotorischen 
Kräfte wie bekannte Wider- 
stände. Man verbindet hier- 
bei (Fig, 89) zunächst eine 
konstante starke Hilfssäule 
H (z. B. zwei Eunsen-Ele- 

mente) mit den Endpunkten a und c eines ausgespannten, ziemlich dünnen 
Drahtes, und eines der zu vergleichenden Elemente E, z.B. einen Daniell, 
einerseits mit a. andererseits mit einem auf dem Draht verschiebbaren 
Kontakt b, und zwar so, daß die gleichnamigen Pole von 
E und H nach a binzeigen (in beiden i. B. der Zink pol). In den 
Zweig von E schaltet man noch ein Galvanoskop G ein und verschiebt 
den Gleitkontakt b so lange, bis durch das Galvanoskop kein Strom 
mehr geht- Da der Zweig aGE dann stromlos ist, ^o muß der Rpan- 
nungsunterachied zwischen a und b gerade gleich der elektromotorischen 
Kraft von E sein. Schaltet nian nun statt E das zweite zu untersuchende 
Element E' (z. B. ein Lecl&nch6) yin und macht das Galvanoskop wieder 
stromlos, so kommt der Gleitkontakt auf eine andere Stelle b'. Ea muß 
dann der Spannungsunterschied zwischen a und b' der jetzigen elektro- 
motorischen Kraft gleich sein- Diese Spann ungsdifferenzen verhalten 
sich aber wie die Längen der Drahtstücke a b und a b', und in dem- 
selben Verhältnis stehen daher auch die gesuchten elektromotorischen 
Kräfte, z. B. eines Daniel) und eines Leclanche. So kann man die 
elektromotorische Kraft eines LecUnche in Daniel! und dadurch auch 
in Volt ausdrücken. 

Zur Ausführung dieser Messungen verbindet man die Apparate wie 




in FifE^ W und nrUfiltoi ivn Sirllp von E rr^t <lu »inii, d^nn eIm ft&derr 
dvr EU vrrglvu^Uundt^Tt Kleiui^ntn ein. 

Dir KfimijniMfmrmtnot hülfe hat den Vorxug, daß bti ihr diu xii 
UJiti^rqucliLHidt^ Hh'intut wühivml di^r Moututg »Uomlt» i«t. Sin hißl 
WL'h tolttu i[iab«(nidi-rü hutih bni dnn *üjrrimnnti?ij inkonstanten Elr- 
mp:nt,on ariwr-iiilpii, d. [i. bpi dtnj^^ni^ii, dfi^n piekt rotnctotiMhe Kra£l 
■ii^h Hiidfit, wpMri 1.^111 trlruiü dum^h ew hiiidurrhlUisül, 

Pmk^Aoli von wnti ^rlil^>-ri-T BL'di^tJfijug hJk dii' Mr^aimg d^r tlfkiri> 
moitori'chen Kraft von IC^Tiietitt^ii ihL Jj«- Mt«e(iii^ d^« ä|;uiiii JugB- 




ric-*i- 



nntcrichiedo* an xwql Punkten tinea gewhloueiJi^n Strnmkrvi«»» 
und Hpi^Äioll diti Mi'flpiin*^ der K lo m rucnu pn n n im g, d, h- dr* 
8piinnungBiintrTvrhii*dpa iin den Polen eineE ßättorio. während der Strom* 
kk'is gt^itilonHeii isU Wir wjeatm aobon {8, f{^)j duU die Klemmen - 
Bjiuniiurifi eJotT Daiierio nloht. wie ijie vlekfromutüriBt'he Kraft, immer 
diew'lbe Uri.>Ui- hat. «undeni daü aiu vetHiluodim iitl. \v Eiuch dej* SUrke 
dMSrroniea, den dii' RAtrflric liefert, aluo je D»rh d^r Gri>[k* dw üuflprcn 
Widi.'iiitAiid^». duroh di'jj dii^ BuLtviii* ^VH^'ldcwaviu i»t, 

Man kann mm nher Spanrinnj^itnloiMi^hii^dJi l«icbt und dir^ki in 
Volt mejBien. wrnn man nur ein HaI vAnonietpr hat, dmuen 8kaU tn 

Ar»(i»ri: irdft M Uli aiuf fern |rntc^ifl ut. jm 
dnß man nlntt Wriß, wir vielen Ampfffr 
jcdei iiti^d AuMcyiifl dm Zei^erii im In- 
Ht.nim''nt pnT--|>riohl. Man ritdnrhir Mittel 
zur Mi^Hhunf; votiC^päiinuii^iNiti^tfichiedifn 
lind K]omriieLTL8(iaiiuUTL|!en kwteht darin, 
lUß nmr Oft* fialvÄiirhmH^r n J p li i 
diri<kt in dfh ^trvJNiktei« eiiiH-ljalt^, 
■ondcrn parallel r.n ihm Ei aoi 
E. ß. in Vig.'Ji Eab rin Stromkreis, in 
d«OI tän Srroni vom Element K uuh flietit, mu! muu wolle« «ic^n S|inri 
Dl0iffiunt«nichii-d an iigend »wci Punkten ti und b des tStromkreuc* 
boitiinmen- Man vi-rbmdet dann, puruLh^l £u dorn ÜruhUitüvk u b. ükb 
Galvunometer Ü mii den brid^n Pnnkifh a und b. Man nixgi daim, 
das (julvanumaterlieiil un Ni<Lvn«ehiuU zu ab, W ii 
«itBQQ nuTi ih. ii\>). liikU d?r Htrojn lju (ralvanomet«r (.! )>lei<;h ü^iti 
Spannunghiini^ratlLied vun a und b dividiert durr^ d«n WidvTMland d^r 
Zwvi^i^itniiif i»l. DvT Wulop^tJ^nd der ZweixIi^tunR tit ab^r, bia aui 
di« notvendijtfQ Vrrbtndunjpidrftbic . einlach drir dem nalvAnomet^ni 



■CF 



MaauQg der SpuiDUQg. 10| 

Legt man also das GaTvanometer an andere und andere Punkte a und b 
an, HO geben, da ja dpr Widerataud des Galvanometers derselbe bleibt, 
die Auaachläg^ direkt ein Maß für die Spannun^sdifferenE 
an den Punkten a und b. Kennt man nun die Aussrhiäge, welche das 
Galvanometer für 1, 2, 3 etc. Ampere gibt, und kennt man den Wider- 
stand des Galvanometers in Ohm, so kann man bei jedem Ausachlag 
angeben, wie grofl der Spann ungaunterschied in Volt ist, durch die er 
hervorgerufen ist. Denn man erhält diesen Span nunga unterschied in 
Volt, wenn man den Widerstand des Galvanometers in Ohm mit der 
Stromstarke In Amperj multipliziert, da ja die Beziehung besteht: 

I Volt = 1 Ampere >: 1 Ohm. 

Natürlich wird im allgemeinen durch die Anlegung eines solchen 
Amperemeters im Kebenschhtß zu a b die Stromstärke und die Span* 
nungsverteilung etwas geändert. Je größer der Widerstand dea Gal- 
vanomelera ist, desto geringer ist aber der abgezweigte Strom, def durch 
dasselbe hindurchflieOt, desto geringer ist also die Störung, Man nimmt 
deswegen für solche Galvanometer, die im Nebenschluli gebraucht werden, 
um Spannungsunlerechiede zu messen, am besten solche von großem 
Widerstand, etwa 100 Ohm; oft aber genügt auch ein Widerstand von 
10 oder von 1 Ohm. So hat z. B. das Milliamperemeter, das oben 8, 77 
abgebildet ist, einen Widerstand von I Ohm. Da jeder Grad der Teilung 
desselben einer Stromstärke von 0,001 Ampere (I Milliampere) entspricht, 
SD gibt das Instrument, wenn ea im Nebenschluß an zwei Punkte des 
Stromkreises angelegt wird, pro Teilstrich einen Spann ungsunterschied von 

0,001 Ampere x 1 Ohm = 0,001 Volt, 

also einem Millivolt an. Wenn solche Galvanometer nur zur Messung 
von Spannungen benutzt werden sollen, so teilt man ihre Skala gleich 
in Volt ein und bezeichnet die Instrumente dann als Voltmeter. 

Da der Zeiger im ganzen nur 150 Teilstriche Ausschlag machen kann, 
so kann das Instrument so offenbar nur Spannungen zwischen 0,001 und 
0,15 Volt messen, größere nicht. 

Um mm aber auch größere Spannungen messen zu köimen, hat man 
ein einfachea Mittel. Man braucht nämlich bloß in die Zweigleitung 
noch außer dem Galvanometer einen bekannten Widerstand einzuschalten- 
Je größer der gesamte Widerstand der Zweigleitung ist, desto geringer ist 
der Zeigerausschlag für I Volt, desto größere Spannungen kann man also 
noch messen. Deswegen werden solchen Milliamperemctern, wenn man 
sie zur Messung der Spannungen, also als Voltmeter benutzen will, Wider- 
standskasten (Fig, Ö2) beigegeben, mit abgemessenen Widerstünden 
von 9, 99, 999 und 9999 Ohm. die man auch in die Zweigleitung ein- 
schaltet- Da der erste dieser Widerstände 9 Ohm hat, so ist der ganac 
Widerstand der Zweigleitung dann 10 Ohm und ea entspricht daher ein 
Grad Ablenkung des Zeigers einem Spannungaunterachied von 

10 Ohm >: 0,001 Ampere = 0,01 Volt. 

Dadurch kann man also schon Spannungen von O.Ol bis 1,5 Volt messen. 
Schaltet man den zweiten Widerstand, der 99 Ohm groß ist, zum 



102 



I, l^il, 4. KK^iml 



Gtlvanofikolet «in, so enthJllt dm Zweigltriturig ICH) Ohm Wi<ierotaiid, e& 
(■ntspricht also jwicr Grad ITO Ohm;- 0.001 Amppte = OHl Volt, ao 
diu man ^pammiigen vuii 0.1 bvs lö Vglt damit miu«ix k&uti^ Ebe^uo 
WiUpriuht bei drm ilrill^n Widcratand (von UDl» Uh:ii) jpdw <JrÄd 1 Voll 
und bpi Hi^rii vi-^rtfln Wid4^r8tand fvcn WHW Ohm) j^di-r Grad 10 Vok. 
Dadurch kaiirt il^ej dauii uEwj t^j>Hriuui]gBdil1e[oij£<»u 
■'^P "> von IM Nil hifl l-iOn Voll iiii«H*"fi 

JIul t<iji FiLih'hc<H hihtjuiDiMit . (Iu4i Milh4in|wir 
Eßig^. nicht I Ohm, flondirn |iV) Ohm WiddvtAnd- 
«o tuthftit der beigegdhoue Wid^^raundflkwtcn . unx 

Widerst lindt' von ÖOO, ti'^lOO, IKMWO Ohtn, so daü 
di«? Zviuif-lt^Jlmig m J*?ti piHH^lnuu FilUi*« ILKJ, 1000^ 
linilJil, KHH^XJOCJhm imlfiält. 

IliiA r El IV ^rtsalgalvitJlOEn^lt^^ vou 
Wimmmn A Halek*^ , das otn-n (.S- lU f.) «Phon äu 
WfiJr^rbUiidHir;f»un;Bc-(i airh aIs äf^hr pTAlctisch er- 
wititi, luüt Pif'h jLurh (Ur aolr^hi> Spiir^rmEiiibmjoasungen 
bf(pn?m wrw^tiden, Z« dem Zweck ist dem In- 
BirumiMtc 4^111 M<;ifillbii^t! bei^^heii. welcher an die 
KI^'mmcTi II imd IV migi*iirhrnuU wird. Die übrigen 
K^r^mmonn *ov\c der kr^iäförtiiig aiESgcfipaimt« Draht 
kumrut<u twi die&pii Mi'b^uukt'II nicht lei Ki^tr^i^^ht, y/M aber diL> AVide^ 
fltande IKK), 1"» iinr! '' Ohm, wpirhff txn Erzielüüg dpr pfljwomlen Empfind- 
htrbkejt di<<ui^]. DivjvLiiguEi bcidL-n ^unkiu viaca SlruitiUn'JiwB i und 3, 
BwiMchifjk den^n i1i«> tiT>ftnnu»g gemeswn werden soll, wpnlvn »n di« 
KWnjiih*ii ei ujhI IV |ji'i*<'h:*ltvl. Das uul dtui OiiiudnU (Fip, f^Jk bivhl- 
hari: Lfj^h y wini i^jit^^pRoji , wodnn-h ilii> Angaben d-'s InstrumpTits 
erat wirklich Milliftinpor*- wcr.ifn (fiif di»* Widi^raTnruiameasiJiig rhben kam 
•a jik dumuE nicht an. da djtu UuJvjtiKirni'tiTC kcuieii AiiA&dilEkg angehen 
flüllt«?), E» ordDen lich nun die pinK^lneii Trile dea Inrtrumenirs so, wie 
w Kig, y3 aeigt. öuid ili^ Wjderatäiide yüü. WO und '} tirigeöclnvltat, »o 
iHt im Clalvojicmct^rEwei^ 
derWidifrtUndiOÜOÜhm 
•nihalt<in. liü. das CaI- 
vanometffr neltmt 1 Ühm 
Widi'mUnd b^BilEt. Fole- 
linh PTimyirii'ht j^der Orad 
AuMchla^^t i\vt äjiHimung 
1 Vult. Sih.i hloÜ m 

Uljd II r-iligv«v|]iillvt, so 

wilflüriühTn jedflr firad 
0,1 Volt. Ui ^J alhiJEj 
0,01 Volt, und wenn ollo 
W^dfnitaniio ^cjiitipir'lt nimi , fto enuipricht jodcr (»rad 0,001 Volt- 
W^iin man mo dje Klt^mm^inHp Atmung ciiiei jedeTi EkmeiiUM in VcJl 
Auwlrilrkm kann und wenn mnrt den Wid^ratnnd d(^B Krlilk'ßimgitdrahtm 
uwb früheren Mi-thfiüen in Ohm beAtinintt hut. m kenat mun «olurt die 
StrünutÄrkr in Ampere, welche in djespnL Drikht hi>rnrrht. I)t>u]i tu i^t die 



I 



rtif Dl 





^ 



TD 



Meeaung der Stromstärke. ]03 

, .,11 Atiaahl der Volt 

An..M der Ampere = ^„z^hl der Ohm ' 

Tndes b^timmt man ge wohnlich die Stronistärke ganz direkt in 
Ampere, indem man in den Stromkreis aelbsC ein Galvanometer, apeziell 
ein Amperemeter einschaltet. Die Müliamperemeter, die wir bisher an- 
geführt haben, gestatten allerdings direkt nur geringe Stromatärken zu 
mesaen, nämlich aolche zwischen und 150 Milliampere. Für noch ge- 
ringere Stromstärken werden die ganz feinen Galvanometer benutzt, 
die wir erat im Kap. 7 besprechen werden. Man kann aber mit den 
Hilliamperemetem und überhaupt mit jedem für ganz schwache Ströme 
eingerichteten Instrument fluch leicht Ströme von sehr großer Stärke 
meascn, indem mfln aich eines einfachen und zweckmäßigen Kunatgriffea 
bedient. Es werden nämlich diesen Amperemetern genau abgemessene, 
sehr kleine Widerstände beigegeben, welche in den zu messenden Strom- 
kreis mit eingeschaltet werden (und, da sie eben sehr klein sind, die Strom- 
stärke desselben nur im wesentlich ändern). An die Enden dieser Wider- 
stände, die gewöhnlich '/j, ^/ss, ^/a»? u. s, w. Ohm betragen, wird nun* und 
das ist der Kunstgriff, das Milliamperemeter in den Nebenschluß gelegt. 
Die Schaltung zur Messung der 

Stromstärke ist also die durch ^ ^'' ^* 

Fig. 94 dargeatellte. Von der Bat- 
terie £ Qießt der Strom J, dessen 
Stärke gemessen werden soll. In 
diesen ist der kleine Widerstand w 
(etwa von ^/jb« Ohm) eingefügt 
und parallel zu diesem ist das Milli- 
amperemeter T eingeschaltet. Wird 
nun in diesem Instrument die Nadel um 1 Grad abgelenkt, so wird 
dasaelbe, wie wir wissen, und wie sein Name sagt, von einem Strom von 
0,001 Ampere durchfloasen. In dem Widerstand von ^naa Ohm fließt 
dann, nach dem Geaetz der Strom Verzweigung vnn S, 69, ein 99l>mal 
so starker Strom, also ein Strom von Ü,y0i} Ampere, da das Galvano- 
meter den Widersland I Ohm hat. Und in dem Hauptstrom, dessen 
Stärke gemessen werden soll, fließt danach ein Strom von 

0,999 H- 0,001 = 1 Ampere. 

Jeder Grad im Milliampere meter entspricht danach einer Stromstärke 
von 1 Ampere im Hauptstrom. Hat der eingeschaltete Widerstand nicht 
^f9*9, sondern ^'» oder ^jat oder ^,9999 Ohm Widerstand, so gibt jeder Grad 
im MiUiamperemeter eine Stromstärke von OfOl oder von 0,1 oder von 
10 Ampere im Hauptstrom an. So kann man alao Stromstärken von 
0,001 bis 1500 Ampere mit dem Instrument messen. Die sehr kleinen 
Widerstände von '/b bis ^'uss Ohm werden aus dicken Manganinstreifen 
gebildet, deren Widerstand sich ja auch bei der Erwärmung nicht ändert 
(S. 83). Die Widerstände sind in Kästchen mit durch broeheneii Wänden 
enthalten, wie aus Fig. 95 eu ersehen ist. 

Bei dem Univeraalgalvanometer ist dabei die Schaltung genau 
dieselbe wie bei der Spannungsmessung. An die Klemmen II und IV 
wird der beigegebene Bügel angelegt, an diesen der kleine Widerstand 



3 



T 



104 



L IVtl. *. }Upit«1. 



;*;% 



ria « 



voiL Fif. ^5 ]lTlgl^!MJLaIt«lt uritj pa winl cji>r xij niHW^ondf ^^iroin mit durch 
(lir^en Widepfitnnii grschicIcT. wÄhr<^iid ftllo Widrritündp dr* Insrnimenta 
süDät durch die St^jpscl aiugi-^dialut hiliI, 

Suhl BKprkniJiÖiK worden neuoiv l*rä- 
^'p "^ jwionÄtneßmstrumtDti? von Ö j e m p n • 

Jtt Hulfiko, wii! Flu. ^'Ei ;svigl. gUüch 
(iprAft fin^ricliU-t , dHÜ man in diiwn «o- 
rt'<>hl iui' lik* VulTuiuBflUni" wii- fü: die Am- 
pcrfiii.'Aaiing viTnchinh-in- Mi'flhirnir.hf hftl» 
irjdvni dii* dji^u iiutwiirtdigvii Vor»chjilt- 
und ycbnnsfhlußwiderfltändn plcioh in dorn 
Boden des Apparates auRphracht imd und 
dmcii llemusHeUlHeH de« Slüpsela eingi-idu Itßt weiiU-xi kömieii, So hat 
dßa gt^ri'K'hnt'ti' ln«rrumi.'fLE jo nftrh der StcllunK d« Srö|jflek link« für 
die Spftiim»ngsin*?B*ung die dr« Mvßbtreit?iie v*in (J tU 3 odct bia IC» oUvr 
bi» li'iü Volt, und heim EArifwhalten 
d«« SlÄprl» rtfhi^ für die S^iom- 
«tfirkflj) die Mi<ß]ii::vjuEi4! vuri ü bin 
O,!.*! oder bis |,5ch1ot hU Ih'j Amp^rf. 
Üu. dw Nojiu u lt[ emi' n l K, 
inabT!jjündi'rc doa KudmiumHomont, 
eine whr genau btarimmto und 
koii0t<mU* elektroiuotoriseht' Kraft 
hAbon. lind dft Hre h^irbl und bp^^jur^m 
honniMtdl^ii uJiii aL^r/iJu^beii oielJ. 
*o brAnoht niAii nm ri<>it ''Liii^vn 
Jnhtt^ii direkt, um mjl dir«r irihii 
tipanm;np*diffftri'nKi'i; und Strom - 
atiirkrti ku bMiimmpii. Man bi-dw-nt njrh £U diesem Zwtcli der K i> m- 
pc^nbutioii»0C!hitltuu|£. du: Hc^uin auf S. itli «^iiLgi-fidkrt wiirdr», 
d»<.' wir über hier g^nnuor bpnpiwhen wnllrn. Wenn wir ninen Strom- 
kreis [V\g- 97) k>dden mit einer bc> 
liphiflpn Bottorip E . bplicbiflPti 
Drubltu EA und EB und eiueni 
ausßi**ipu unten Draht A TH . dewen 
Wid"?r?land hü' j<*deu Zvn(mii-(tr in 
i}]iMi wir ketTiitn. nu künnen wir [uil 
HiffT- ''i'nfs N<trmHl»^hin*i>nr**i N nnd 
■ijjii^h 'ijdvjiriijak:u|r!< Ki'i^irl di^Stttim' 
Rljii'kc in dorn Ki^iwi E A B in Am- 
pd^ t-rndiltiriH wtun wir di« in dei 
Ki|(u»" PiuKPgebpxw Si?hultun»r iwiwnn' 
den. Wir legen nämlich das Xormal- 
eleuLunt eineneil« uu «uneii Funkt C 
An* 00 dfrll di^ 8tmriiribhtiing dir in drr Fi^ur fcexpiclini^te ist-, nnd vipr- 
bindeu tndfrenniU N duit'b ein ÜHlvauohkop hindiLrt'b mit «-mezu l^cldeif- 
kontaht D &nf di?m Draht, Verv<;hiidH*ii vir ii';u SdiEirfkc^nlaJEL 40 \atigv, 
hi* doA GÄlvanoakop «trondo* ht. »n iitt die. .Sp»nr;ijiijjfclif?^rrni iwi«ch«n 
den Punkten V timl D Auf il^n^ Drnbt ^iirade icl^icb dnr «loktromo- 




yt$ rr 



11 



^ -^\ 





KompenBatiooBApparat. 105 

torisotien Kraft d^ Normaklementea (aIbo z. B. bei dem Kadmium- 
element gleich 1^019 Volt). Der Widerstand von CD aber sollte, wie 
angenommen, in Ohm bekannt »ein. Daher ergibt sich, daß die 

gesuchte Stromstärke in CD = -^=rr^ — —^ _^- Ampere 

* Widerstand von CD ^ 

ist. Man k&nn so ohne ein geeichtes Galvanometer die Stromstärke in 
Ampere, und zwar sehr genau finden. Dieselbe Stromstärke, welche in 
dem Stück CD herrscht, herrscht in dem ganzen Stromkreis EACDB, 
weil JA der Nebenschluß CNGD stroraloa gemacht wurde. Den Strora- 
kreia CNGDC bezeichnet man als die Kompenaationaleitung, 




Die Anwendung eines solchen ausgespaimten Drahtes, dessen Wider- 
stand für jedes Stück bekannt sein soll, ist nicht bequem, inabesondere 
dann nicht, wenn man sehr große oder aehr kleine Widcrutände C D in 
die Kompensationaleitung einführen muß. Man nimmt dann viel bequemer 
an Stelle des ausgespannten Drahtes einen Widerstandskasten, bei dem man 
bequem alle Widerstände von 0,1 Ohm bis zu lOiXtO Ohm durch Stöpseln 
oder Kurbehi erhalten kann. Aber offenbar muß J)iec ein solcher Wider' 
standakaaten eine besondere Einrichtung haben. Durch den Gleitkontakt D 
in Fig. 97 wird ja, wo er sich auch auf dem Draht A B befindet, der gesamte 
Widerbtand dieses Drahtes'und damit des ganzen Stromkreises E A B nicht 
geändert. Tritt D näher an C. so ist der Widerstand C D kleiner, dafür aber 
der Widerstand AC-[-DB größer, so daß AB immer denselben Wider- 
stand behält. W^ürde man aber zwischen C und D einen Widerstandskasten 
einschalten und von diesem die zur Kompensation von X passenden 
WiderBtande herausnehmen, so würde der gesamte Widerstand von AB 
sich ändern. Man muß deshalb vielmehr die Widcrstandskast^n^ die 
man zwischen A und B einschaltet, so einrichten, daß derselbe W^ider- 



lOG 



I. Tdl, -L K^iiiUiL 



»tatwl, den man aixn ihnen «wiwheu C unil D Mn*eholt*t, «unl^ich icifel- 
lätiff Bwiechon D urtd !i iKlirr A umt i' aii«giT^i:baltu| wird uiid umgpkehtt, 
M ctaß d«r f;t>aniiil:« Wiclor^tnnd a^winrilion A nrid ß trolJt Jvr vnriablon 
8töpvolui;g immet der»lbe bleibt. HoLolie AiioMnuti^ii sind m ve^ 
tichivdiTim' Woiec i;uäfiiLrliur, Appamti:! mit äuJcher Anordikurij^ der 
WideMliinde tmd tn di^pni Zweck bflifirtiiiet thsm aU K o in p i^ n- 
H a t. i o u b a p |] a r a t; e. Ee »olJ hi^r nur <iie Anijrdjmii^ im tXvtti Ap|mral 
vrtn SwTiieii» Ä Hftljik«' hi'ÄT-hriobi?!! worricn Dflbt?i sind dif Widi-mtAnds- 
kjLätvn dif RurlhdrLiHiiAlHttfji [S- ä^J ausgebildet und. um mcht xu vid 



Flu »t 



K 



-ir 



H IDOIJ 



t\tt 



,^y. 




KlOß 





eJDC^Jü« Kb?oiitaleii aiibringi-u xu uiÜBBc-n. lil eüii> Aiiordniing der Wider- 
RtILndo ^(»Irntfim, die Kiiprat aus Fig. IH^ kti r'raohen mt. In duwcr sind 
Jtwjjirh^'ri A unil B uiitpu lOiiial ]v irM>0 Olim Kwiw^hen den Kimtftkl- 
knöpfen Kui|U|i.^cb&llet. Ab«r eiti uüs zwei ihohnrlen Teilen b««t**LHui«T 
Hclml n niht: inimrr iiwi twri von dii'^ph Kn5pfi>n iirid n^tnei h^idftn KEllften 
aind mit di>n Kjidim ci und ß d^^ hUtl^fl Rh^iAlHti^i] vi<j'Uiiiidi^iiH di^r '.* Widrr< 
Htjindr von jti IfHtfi Ohm enthält, Ondiirnh sind Ewlsrh™ A und H. wn 
auch die Kurbel D *tehl, immer ^WO Ohm enthalten, Deim die Kurbel 
BL'bdltct »tvtti vmt-ti drt iintprcn Widpr^lümlc v^m I'IOO Ohm mit dem 
oboTyn von '.WO Ohm parallel. Zwei Bolche parallel geflokaltetr Widn- 
•t*»de tiilfrpnrL'keii abvx 'h^-K) Olim. Viva'.' und du- übiijjL-n \\00ö OLui iJ™ 
miUTüTi Kbr<T«lüt<.'n nind üImi"; dauernd rwi«ihen A mul K lunm«*' bittet 
Ijuai' Aiiurilj^tun^ ut nun m drru Kompeuhai iouakuiri^ii p£etruf!i?j^. 
von d«m FiK' '1^ da« Schi^mu mUl, Ein (fu fn«8«i^iidi>r) Ktnun nivDt von 
der BjiTtprie R durch di^ twiih-n DnppnllcnrhfflrhflöaiAtpn I und 11, von 



denen der entere zwischen zwei Knöpfen je 1000 Ohm^ der Eweite 
je 10 Ohm enthält. Der GeBamtwiderstaad des erateren beträgt also 
9900 Ohm, der defl zweiten 99 Ohm^ der ganze Widerstand zwischen 
A und B, der also bei allen Lagen der Kurbeb gleich bleibt, ist da- 
nach 9999 Ohm. Das Normalelement N ist nun einerseits mit der 
einfachen Kurbel am Punkte C. andererseits durch das Galvanometer G 
DÜt der einfachen Kurbel am Punkte D verbunden. Jedesmal^ wenn 
die cfBte der beiden Kurbeln um einen Knopf weitergedreht wird» 
wird vermöge der Parallelschaltung ein Widerstand von 100 Ohm 
zugeschaltet, entsprechend wird bei der zweiten Kurbel jedesmal 1 Ohm 
zugeschaltet. Man stellt nun zunächst die Doppelkurbel 1, dann die 
einfache Kurbel C, dann die Doppelkurbel II, endlich die einfache 
Kurbel D in solche Lage» daß das Galvanometer stromlos wird- Dann 
ist in die Kompenaationaleitung bei der in der Figur gezeichneten 
Stellung ein Widerstand von 7442 Ohm eingeschaltet. Ist das Normal- 
element ein Kadmiumelement, so herrscht also an den Enden dieses 
Widerstandes eine Spannung von 1*019 Volt und folglich ist die 
Größe dea durch AB fließenden Stromes, die gemessen werden sollte, 

gleich ' = 0,000137 Ampere. Man öndet sofort auch die elek' 

tromotorische Kraft des Elementes E, Denn da dieses einen Strom von 
0.000137 Ampere in einem Widerstand von 9999 Ohm (der Widerstand 
der Verbind ungsdrähte ist vernachlässigt) erzeugt, so besitzt es eine 
elektromotorische Kraft von 0,000137x9999 = 1,37 Volt. Der Kom- 
penaftfioneapparat läßt sich in entsprechender Weise nicht bloß zu 
Messungen der Stromstärke, sondern auch zu Messungen der Spannung 
und des Widerstandes benutzen und erlaubt auch inabesondere einen 
Strom auf genau bemessene Starke zu bringen. Da er dies alles nur durch 
Kombination von Widerständen zu erreichen gestattet, so ist er einer 
der brauchbarsten and vielseitigsten Apparate der gesamten elektrischen 
Meßtechnik. 

Nachdem wir nunmehr das Hauptgeactz de^ elektrischen Stromes, 
das Ohmsche Gresetz, kennen, das bei jedem elektrischen Strom, mag 
er herkommen, wo er wolle, gilt, und die auf ihm benihenden Messungen 
der Widerstände, elektromotorischen Kräfte, Spannungen und Strom- 
stärken behandelt haben, wollen wir nun die Wirkungen des elektrischen 
Stromes der Reihe nach besprechen. Ein elektrischer Strom übt sowohl 
mnerhalb seiner Bahn Wirkungen aus, als auch in der Umgebung seiner 
Bahn. Fast eine jede Wirkung, die der elektrische Strom erzeugt, ist, 
wie wir sehen werden, im stände, auch selbst wieder einen elektrischen 
Strom zu erzeugen, wenn man die Einrichtungen da?u zweckmäßig trifft. 



Tl. KuFkUd, 

Die Wärm«- uiul Lli-htnlrkun^en des elektribchen 
Strotnetü. Theraioelektrizität. 

KiiL elpbtrisclii^r Strnm fll<>ßt dnunrnd T^ur i\xirch eine gant Rfi- 
^hloMi^D^ Kt*t1e von Jjfi\U*Tn. Auf HbiEiviu uHiizf?M Wage mÜMi^ii ail'Ii 
TeJtAjrulf Ki%p(ir. Mcitnlli?, Kuhlo. Flü^fit^kekr^Ti anuiiiAmißr HchliriDcm. um 
dem Strom den Durchgang Eu pwtaMen Sowie an einer Kwlle die 
Leitung unlerbfiM]ben ist, IjöH der ?Stroiii zu tlieürn nuf, Bh befijidet 
«flh dann zwar nn drri brid^'n gptrrnnirn Enclnn drr Lritiing froJ<* Elok- 
Irixilät. ubrr d]i^w kniiiL durch dw lii^nnondi' St'iii'.dil, bi<alvlii? die iiUD 
nun Luft oda *i\aii unkT Hbrmit odtr iluü oinuiii mut^irvii Lwlator, im 
afl^uipinen iik'hL liirkiiiirdinießei]. 

In dnn -■l-'kTnNHiiiri l.i^iri^m M<1b8t «her brlnj^t dur i^hfiin wJLhTrrtd 

io iim;li diTi Ni4tui' ([*it Lullvr. i]i»t vom Slrtiinr diiji'UI]'r,''M'ii vjiTiUn. 

WiT wciHcn JSiJiTst den Hirom vnm x^lvaniAtthi^n iCli'mrn) mw nur 
durch Leiter eratef K1m»««h «Uo durch M o t a 11 c od«t durch 
Kohlr* «-ndfiTj, ftlao ntfht dürtih Flüffligkeitm, onönr <lHrt*]i dnn mi^ldHiichn 
Qupckiilbpr. 

X>ie buuptniiuhiit'bftto Wirkung dva uUiktriaL^br^n Stmniv« btnlubt nun 
dorm, dftü er «irii^n jeilpri ^ofchi*!! Leiti*r, nu jvJ^s M«t«||, 
«in jedes Stück Kohle, durah vrelcbve er (linttt, er< 
w A r ni l, Mari kaiUT >*\ch rl^vor It-ioht durt^h eiiifn VotbuHj iiHi'rÄf^iijr<*n. 
indfun nuifip vin'e in Fijf. im. nn^n diljin«n Drdit> Km b^T-tn ivu» PlHtm, 
■nirulfiprnjk^ MuiwiTidijL und in oiri (inriLU J uiil Wri]i>:t<ut| luiii-b(. in wr\- 
c'Wni iiirh fin Thernn:»nir"Eer T hofiiidiil Süwii* mnn dir- Rndfh de» Pl»!i;i- 
druhicoi iiut den Pttlen einiir Kfllvunifchiiu Süidt' U viTbinrlel, fljpßl der 
htrom durtlidr^ Flatindruht (durolidi^n AEkohol nirht, wril Allcckhol Pin Ur^- 
Uu>r iflt) und dL-r Druljt wird duduruh nwürnit, Dim<? Wkrmt* teilt iucIl 
dvtii Alkuliul mit. de4^Fu.-u T(<jii}H^rutur »tmjüt. und dit^ Krbühun^ lirr TiMii- 
prTHfur zriiif si-di hu di'Hi Tbprm<.»mi?lrr an. 

Wii niLiMMiMi nun kWv Ui'MeUi- diiwr Wännef-rai-u^un^ vrmitU^lji, Zu» 
nAchst ALohl mao, diiÜ dit^ Trmpi>T(Lrur Arn Thitrmr>niitTi>r inti Hn hoher 
wird, je VängcT der Strom duj-^ii deu Dra!il. fließi. AW» Tiiidi^n wir diu» 
ctfU.' ih.wtt . daÜ die dnri^h den Strnm rntwiekrltr 
Wirniemeii^p ntn so jtroßei wird , j« Iftn^ereZcit d*i 
4*t rom n ieü l. In i. 3, i Si^tundeu entwiokdt der Srirum 2v 3'» Imnl 
AO viel Wärme u)h ifi c^iitfr Sekunde. 

Ditw Wanue wjrd in jedem eJJUKeliien Teile d» IJfuht» durch den 
Sirirm Hfe'-u^, und daher wt die zwtiti* Prag«* die: W ir hSTi|;t di« 
ilrwürrnunif tiiuPA DrAhttlückei» mit dein WKiJeretaud 



I 



t 




JoLilttchH UauiE, 



100 



Fif . IM 



ilctH«lli«u «u*aRimpii^ Der V^nuntL liat ima (ndchrl, dn^ von 
nntan und d^iiiwlltru Str4>rrr iti riniiiTT) [>r'al]I«lij4'k ti[n vo nu^hr WAmif 
fT<*ni[t wirtl. ju jiKißoT tltrr Wiii«nUiid <IJi^M>» DrahUtückvfa int, ScbliL^Uf n 
wir K. h- ciriri j^aKihaLi^cliv ^iulo tlurcli woon SdiLoßvutKekriMtf, m u-i^lchirm 
*ieh Äwri *olrhf l>TnhJ*pirjdrn jr in rinfim <?**fäQ n^it AUfnliol umJ TI)o^n^:^- 
nwtcir bc^ndcEi, achmon wir ihtwr dt* b«idim tipiralit^n *o. JaUak- u:jgleii.iht^ii 
WidiTTBULnd bjibcri. rlaü die trirto ji. H- min'n ^nml m >r^nl3/^l^ UTidorNrAad 
hat »b dir Kwtite. tm ^igcn un» dio A/i^obcn dt^r ThcrmoinHi^r, d»Ü in 
Ui<r ivBt«n Spimir uuL'ii 3u]at su vivl Wannp untwiL'kclt wurde wir in d*T 
£wcil^n, Dm^ Hf»rkf d»vi StrfMui'j« wl im jjAriÄrn SirumkrriB, «Ijo auch m dur» 
b«id<?n Spiritlvjj dJwn^lW^ d^v KrwHriuiDivi dm n^ixi^kiL'n l^eiii^rfitiir.krF 
hünict; jJao nb von ihn^m Widmalfttid iiiii] m ii m ao 
grfißt^r, jr griVQor ilftr WtdrrrMland ist, 

Dio drjtl« ProK» iit die: Witr hängt dl« 
Erwirmun;;. die in ^^ t it r m bnt irrt m t«n 
Drfthtatufk vt* 
Ei^Tigt wird, üb 
von d«r Starke 
d«s Sif oTn«H f Wir 
IrötincD dtuA Frti^ 
laicht iiül lüiwrpiii 
AppanU. rKiff, 100) bi'- 
antvott<^ii, SchiekcH 
vnr durrh die SjJitnU^ 
emmal einen Strom 
vou { Ampüro. Juim 
einen 8trofn vtm "2 Am- 
pnv Ucidfiii wir vluu 
WidrTHtindr, dio vor- 
tun dnrcb «invii Kni' 

bi^lrhfoiilfttirn in di>n Str<j]nkr«U «irgi]«cUaltvC wan^n, ituasi^haJr'rr) und 
li> d\t. SttomiEÄrlCf vrf)fr<^Gfrji) dAtin oiin'n Slffini voti ^t Aiii|M'rr' *<• ^vIl:» 
lioh. dafl dii* l'^iwürmufii^ dir SpimL'- huiU iiniiLfrr jcrulJiT wjiiI, j»' ;ji(>|,irr 
die StTomnlÄrkt* iHf, und iiVi'nr ?n"hr hrlriu^htürh- Wrnn ftUit 1 Ampi*re 
2 Ampete kecrH(?Uen, »o mt die KrtturluiuiB 4mii!. ww^n 3 Ampere htTt^eheii, 
itft Air Uiiml BO^oC, Da» hriÜt iilftii: wini dit- Intrnnitut dtviHtroin«« dopprk^ 
dmfAfh. viirfuth sn ^jU^ ats *U' war, io wird dip KrwiLrinung jfrde* ein- 
svluen Lviti^ivlui'ki« Wi «uael vk^LthtMi Uaiftiindvn Bcbou 4', £^-. IGmul ?0 
groß. Die Rrnrlrnuinif h»tijt^ Ä\*n Ah vim dtMTi Qundrnt der Strom- 
« I A r k P, 

DiejM* dmi (jf^ü^^n. dii^ Zml, dir Widerstand den I^itfETfltUr.kcw und 
du StÄrko de» durchflicOendfH ßtronie«. lind atxrr auch die miudifcn» von 
vnlolien die ErvräriiiunK uhliun^t, 1 tl jedem Lo i te r ix iink ist 
die in jeder tieitimiuten Zeit. il»o £. B. in eicftt 
tjekandv. vuLvrivkvite Watmemvuc« gleit.' h dvm 
Widrr)>tand des hpitfr«tiiuk«tti multipHtiert mit 
dem Qusdr*! der Strom »läike. 

D)(.<«i*A fieHcts d>'r Würimn-iirwirkoluns durch di^n galvjiiiti^hvn Hln>m 
wurde von J o u 1 * juerwt aiifici'AlrlJt. Man ^r^nnt dejihftib di^i» Wiinn« 





110 



I, Tiil, 0. K»pit«|. 



»ui^h dir Jculi^arTheWilrni«, urtd riuu eb^n au«ge«pri»h«ii« Q«MU 

claH J o U 1 1- S rj J» ^ i;j 1^ ft t< t X. 

Vi>ri ih'7 t>ri>Üc der ^itiktromotoriwühi-n Kraft der SÄult» iat; die nnl' 
wi^kiplt^^ WftrroeiTLPngc ganii imBhhÄnpg. Ob rnftn ein Daniella^hp* 
EI»?Hi(.'iit »nw«nd.i.'t odor ein*? Batterie von xeliu liiiit-irifiiiandtfr j^tsoh*!» 
ti-ifn, Alan mit HJnml nn gTiJtS^T olcktromotciriflohnT Kmf:. pu HciliJ Hif in 
jwJom Lolterstück ontwicljeltc Wännrrtienge doch dipwlbe, vorausgesoixt, 
dnü man tdurt^U EuiHc^balti-ii von Widcmiirukn) düliir Bcrgt, JuU diu 
S t IL r k « dfis liindurrltiui^ht^ndrn l^rronies In Wid^n Füllen dienelb« bl^ibtv 
Muri rnuli oeJu' ^^rutu durauf jirhlen, dnit die Erwürniun^ in einvzu 
j* T ij '.- k iii II <- a t. '' i t i* r ^ flußiT vrm der >%tniinaTftrl<r' nur abhängt 
von dvni Widi'inlAiul ^Wn die^^ä L^lurkeu mUi-iik In *riner «■infui.'beii L^ituii^, 

iJiindi dii* MiiKjrtiiii ^i^ii, fuTr^rhl.. vfiv wir 

i^iffi wi- waen, ewät überall dii-^cllw StioimtÄrkw Di? 

^-^l-ij^^ entwickelte Wnrmernonge alior w in di*ii dn- 

flSH^Hu Keinen TfiLpn der fj^itung versteh iedfiii, qohald 

^^ ^^ n di™e verschied eiLL' Widerstände Imben, 

-^ ■ -. Die WiifiTif? , die in jedem Sriiek de« 

njHIMp \ ^('blLeQungBkK'iHeb [ortwührund entwiekelt wird, 

^^^^^ \ rrfiolit iimi tortwül irrend di<' Tcmperarnr diesM 

Srtirkw, Inf. der ü^troiri ^ilark gienug nnd der 

WidemlHud dw Stür.^ltes groU ^ertu^. bu kunn 

dicae Ti'mporotnrMinhiir»« rini* io liiNjeutf^iide 

bi-irt. ditß dH> Stink tfiduiif^t' 2\i ^ I Ji lj n. 

rol , t^nlb, u'<*iü glülit Mild HHdif'Olirh ?iogiiT 

stIimilzL Ji« gennyer*^ Mudde ein i^lück 

hnt. dc.ito IHrhij-r wir<] seine Ttmp<Tflnir *r- 

hohr. dft jft dn' Joulfai'Ue Wariue «ieh UKhi 

auf i-ine KU piilie M)Uiä(< zu wrleilon ljmiji-1it, Je dümiiT niso ein Draht 

JÄt, niid je größer -lein Wideraund ist. desto leichter kann er zum 

(ilüheii kornnieii, 

Mihi kann Alan durob drn el'-kf riiiclien Strom dan Glühen rine« DrnJit.ci 
folir leirlil lierVOrbTingVn, Mazi vetUndet £. tl, drej iSiuuitnr^elu- Klemenir 
Jinit<-rerTiwrfc[lrr und aelilieür dire P'»le diirrh '■inen beli'dnjJiTi Dnihl, in 
uelek"'!! «ich aWran einer St**] h- vin ni<"Ut ;iu lünywÖtüok eine» nehr dünnen 
Drahteii. r, ß, mne« rfatindrnhli«!, linAMdet, (['ig, 101), di^r am hiwln^n npinü< 
ftirmiff gewimdm ist. In den difkon fJrfiht^'fi i«( dir entwiekeltfi Wflrme 
nicht uroQ und nicht auiTeieheiid, um duMc ^mn niuh<>n Eu brin|ii>ji. In 
dem dünnen Pliiiiudniht A H dngr*jpn ist der Widernfn-nd nnd folplieh 
ftuch die entwickelte Wurme sehj ßroü, und da de:' Draht dumi ist, so reicht 
die Wiwmy aus, um d^n Druht zum h^\kn Wejiiffliihcn zu bringen. 

Hat TTiftn aehr *furkf' f'fromp?, «o kann man panKf Rnpfi^rKarrtn kilo- 
Wf'JBe iiuin ^.-liitielseii liriiicen, wie es jn Pit'w Wirk unbpulini.'hligU'r weine 
Ufi dT i*i*trn EifiriehT.nnp vnn «il^kf rmrWn Zentral« tat i<«TWiji ip-nrhH}i 

Wie wir oben mif S. MI aeselien haben, ixi der tipeeitiwlie WidiiT'-Und 
<Ua Plaiina gr^Ü&r idu der dos SdlH^rs. ly^ittt man nlxo «■inen ^troni duri^h 
ifititr Hfihevon gleich langen nnd gleich rÜrten P1ar.in*t.l1rkrn p nnd Silber- 
fftüekcn 9. wie Fig^ tO^ Ke;gt, fn ist der Wtilerxljind tind daher aueh die 
Krwirmunjj; jede* PlatinatiirkeK größer aU die jcdeji Silhervtüeko» MnTi 




I 




C>lulilAnipDTi^ 



111 



fttf IV> 



kann «Ifo, wrnn maii dnii ^tra[» poMi-nd itark wübll, bi'Wu'kpii. lioU die 
Flatmdriihir «llr ms GUihco kommen, dir* i^ilbcrcirähtc abi^r noch dunkoL 
blcibvn. ^kbc V«Tinicbo kann man in vi?nKliic[|etLL'n VariutioiifEi uuk'Upn. 

Dvoav JouIdhJic Wkirini^. diir^U UL-khc^ 'iVitfi dva f>lrumkn-ii4w mebr 
odfT mindpr irtirk rrwÄimt und io^^Hr 
Listxi UJiüiwi gi*LiruchI werdu^j, wird 
vit^Kuf'h l>i>nnt.Kt, Mau ltiHlk4.'nf, HJrK 
ilivm^r EijiyiiHi'bttfl in di^f Mvduii^ ao 
mar dnrAuf <ljui c'Jl VAnrikAiiAti- 
»che V urfahl i'n gi-grümlni hat ; 
man bpdicni sw'h dicsor Wirknnjf zur 
finlxuiidnnif i-on f^prcnjifniatoriAlion' 
IliUn bcnuut iiieav Wirkung tuZwtdt^n 
iliM Hnet'nK und KcK'titns. wir im 
AW?i(<ri AbHcliinlt huiifüliilR'li ^ir£i?i|^t 
w*'rtl<wi wiT*l Kiidlirfi \m\ iiji-Hi^ Kj;i--nw;hitfi- d"» Htrome» ihre widitiuBti* 
Vr.'\' rkiiiiiii^ LlJu^-Ii ^oftf rjO^ii , il^ß ftikTi duTcK KdlflOii ^oletnt bul., 
Jic £Ljiii IjlIi ui'hLiTi virn W(ihMUii|;mi xu iM^niilxr-ii. 

Ua Glilhlampon, v\c nmn die auf dir-^rfn Pnnxiji Ix^ruh^nden 
lAmpen iiaont, bcAtehciL im wucnUichon nur uiui eiinNit dLjfLmm Koltlon- 

gewöhnlich htif» 
eiSL^nJorniip ^hoiirpn 
«Ipt gfwhluDgpn 
und m i-'iri (hifl^ 
1«cm) (.ilaagt^fidi 
rir^;.-i.'B'.'tili7Hi<n leU 
Fivj. m;( Kh'iiji-. vii^r 

»olrhvr G!iJhJMin;«?ri 

Efiiuithrke. Diirph 

den KoUlriLfadi&n 

wirtl ein Strom hin> 

aelir jjruÜim ^VitU'rntrind 

Iti'T Ki-ilil'-iifiidf^ji 



Flu. m, 




durcli g«i4-udi-t , und i.tu dai KuLienfitrNklj^u 

haf, Bo kommt m (iur*"*! di'M Sirom in Mh-^ i'Ait[\f[ 

iit Bu df^L'm Zwpi'k nn den Kon takT^^n dwi Olank^irp'-r* U*f™jiiit» 






OIaath, niitd»^ni iLndorrn Kitdr nn il-^ni vondi^ni r^cwiitdd kAn]ii>rt>>n Mt'ijiU- 
bodfrti dm GImc». Diw ri]utiL«iii|H'Tj wurtt^-n ^^^ 

in dio sm lKtipii pojui'ndrn Kn^Aiinfccn 
«inguecjEt, von denen Fig. 104 zwf^i For- 
men tng^' äiv hrfitchcn nun c]r>r 2U drm 
Gewinde diT LAm^tc puaenden Mntlt-r «uq 
3JeTall uiid uinvr duvcm iHuLi^rltn Metult^ 
fcdtr [iTii Kn(ii.'Ti. DiT BrnU-ii i'iinTpioii-H, 
dje Uvlallinulttfr «iidtrrrr»!^]!« wetdrn mit den v^n der t^lruiui]aT}lt(< kom- 
menden L^ili^ngt^n vi.<rhi]Ti(1im, und vshitei d'w L^mpo ein^t<i4r|irAu1)t. ii!it. 
•> dal^ Bodfn nn^k RnLli-n «i^h Whihri*», an gvbt dttr ^Tnnk duirli tViv 
Lftmp^, h(ii ^rin|E(^rn lli-raiiMlrcUi'in kW L^inipii auü diT KaMnn|£ i#il er 





112 



I, T«{l, A. Knpiid, 



durth i^inn Zmilrütn «d«r i^ini> H)fiTni» MAMrhiitiT »ii'kimrhiT Strom vor- 
teilt vnrd, lind iwnr hat jrirh in d^n mPiÄiPu FAÜr.n dif Einrichtung 
emKi^bürgcEt, daJiJ liie Zentrafu oü^^r dit Mosicbini* «ine olettriAcho Hpim- 
iiun^ von I Ifi Votr erKnURt- Zwirwhi*?! [nilcihu ^wi^i IvMtnr. »vlchc 1 10 Volt 
8^4LiutiinR besitzen, werden die (.rÜihiüLnpon, atlc p o r a 1 1 c S . H^ncbahct. 
J[j dawrii ^i'^äJudivli vcirküui[i]t.<j]dc.'Li FulJ LThulturj d^iii dji^ LiLmpi^ii 
für Vt Kvnt^K. wplchi' <]i^ geUrätidjlifihsUin .*iud, tiva 0,5 Auipcrt iStiurn- 
«tärkt» diu vt^u 2°> Kvtzvti elwu 0,H Aiup»<rVt din kleintiruu vün uriil 
Jft KfJBtii otwii n.lW und Ü,i4 AiTiperfi, Mfin kftnn kiih dirfti-ii AritfKlH-n 
ibofin*!. Iwitichii^ii, wii- \n'oQ der Widvratand iluut|<f Luitiixtd jul, wenn m]«' 
im (Jinhtn aind ÜiJ'aer Widpratand tuijö ja mu-h di^m ÖhniBtihrn Gt^wl« 
gleich d^r Spannung von 1 10 Volt, dividirirt durrh dir v^rbraiicht* Stroni- 
stö-rke nein. So lindiit nijuj, daü die 4 Lam|>i]n der Hi^ihn naL-h etwa (XMJ, 
370, 220. 140 Oliiri WidrrfltAnd br^itKr^n. 

AuiifUbrlioh handt^lt iibtr dii* Ulühlumiwn da* ö. lÜLpiUl im j^wdlen 
T^-il ilirm-f Worift's. Hipr ni-i ntir ^^ith.- Anwendmi^ dpr UliilduTiij»i'ri für 
pbyaikflliwW Zwwko erwiihiil. Da die Oluhl»m^»pn (!ji?Ue WidpratÄiide 
lialHiii. Iidh^ BiJid und vi-rhriltriiwriiÄUiiJ: Hlarki- Slnlmi^ Vfrl.ragoiu «o kHnn 
mnn sioL nilt ihn^n Hilf billig Wvi»i? RbeoaTAUiL tiiaKnimenaoUirrL, iffi>]cli<> 
dir groÜi; f^tri.>[iiHLArkvJi giiHi^ibt ajjid, RWo^Uilt-u, weEchn, vietui «j« uu« 
DrÜhfen gpfcrtigf waren, anlitmrdentlich k-ffll^pi^ti); witrr'n, Einnn aolrbfin 
Glühlani (>unrh«03tdt Jieict Fig. lüß, Zwischen iwci Metall- 
Hühii'nen A C und B U nind ft rdüh-lFäHmppn mit ihrim F/uaungen paralinl 
grBobaltol- Hat jede etwa ZiO Ühui Widt[»tand, ao ist der ÜMAintwider- 

dtand. wenn ullo 
Lam^ii vin^i^clial' 
tvt ftind, 4Ü OiiED« 
Da f<*rni*r jiyJi- zun» 
iiorDiaLvri Qreimi^ii 

vorbrftiioht. üOktnii 
Tnaii \m Pnrallcb 
fwhnltunfl allrr 6 
Lampun W llÜVgJl 
f>TMirinun^3 Amporr 
■StTomrtQikt durth 
di« Si.^bivi]i*ii und diu Li<itu)ijj Hendt^it- Dnr^-h HvruüBdiriii-n uiiwr oder 
mehTeri^r liUmpp-n a.uh ihn-n Fflmnnui'ri wird ih^t Widersf-fl-nd vergrjß^^rl 
und die duroh^KhAEidv t^ltuiuftarkif virriiiindi'il Ulm aid etwa U,ri Amiwra. 
Einu jirüüppf Vann einen j*olnhnn LiimpcnTbei>^t4\tpn (von Sicmfin» A. Hawk«*) 
Eeigl Fig, 106, In diesem *ind 3ma| xwoi limlien von Glöhlanip-'n ar^^ 
Ijrut'ht. von deium jeil*- Redie die Ljinipen jHLrnllel gesr^haltet o.nthÜl. 
w/rKrend die Reihen otlbst naoli bEÜebcn kinleteinander oder ptiraUel 
u<?Bi;ha!tel werden Umnen. Iti der MilLe dos KheoBtaUiü ÜJjd die vt* 
fordiL^rlidirn AuanehaJter und nrnrirlinli^Hr- ilti^jo bracht. 

DtP TattfarllVt daß '.'in ?>lrcji[i seuiefi eigenen fiUOndcrt^iä envirmt* 
iat na<^b df-m Prinzip di.T K r h » M n n k di^r Knt<r^i«, d'-in all* 
^mf^itfitf-n S»vf*, ihn die Phvaik auUuwewpn hat, diwkli t*iutuii«licii, }« 



V\i. LOa, 




I 



Ei^h&ltuiiff der Kn^r^i 



118 



n tiüt urh aua tÜwn^ni {"tiii^^cii »ocmr dus JuleIi^acIiv C>fw^tjG diiv^kt ablesitva- 

Dm <!f>^T2 -ht EHiultuTij^ clor Km^r^c f^tj^t iiiimllHi «im^ ditU Imm nlk^ri 

|tbv>lka]Uch«» Rpu'ht'inuiitrt^n EjitTici«* *".'der (t^wanni'n ik>«~N vi^rkorieiL 

pita kuuk. Dm H«irv»rbnn^u»|: vui<^r jc\lm pliyhikuhM-hi-n Eiw^lKiJuiuig 

•rfoHrrt mnpn ip»wjwwn Aiifwftnil von Arlicit. ilin Vfrnjt^hturjji lipPRi'llwn 

maO djüiiT vin^ etwniio iti\i6i'. Mvu^v Art^-ii fn^in^A^hr-n, lit njjiom ckk- 

Irwtbcji Strom ^Icichrn nch nnn fortwiihroud Jü' K1<*ktrintÄitn rviw. 

wtclic vom Ziükpol <um Kupferpol und vom Kupferpol jtmo Zinkpol 

lhl^U(T|| , MC vtTi?üii|Evii vwh Fortwlibri^ncl 

geg«Twi^ifig. D& [lUii nun tmt BrEmitfung ^'u ^'*^ 

odtfr. btwMr ^wigt, sur IWinuii^ di-r Klr-k' 

iriKtrAl>-n Arm-iT Jinfwi^iirri miill, hti nmU 

tlii' Wh^ini^Hnif dtiTKllrt-n lortwAlinnul ArboiL 

Ireiina^bi^n, ftcTJAl^t nun linr Srroiii rtti^lu. 

wirklich mprhariijM'hi' Arbni {um! wir wiril^rx 

tftbco. da\i Wir ilii; *Lu/it b^uuiKAM kujim^ji, 

WfOin Wtr wiillm) iin vrrwAndr!! n'wh d^*^ 

uuMiiitg im gcwurdcuc Arbeitmui^n^o lu 

Winne. DkM lAt der tiofpTP pbvHJkiiliBirhf? 

QninJ di«MrJciii)4<«c]i«tL Würmpttirwicki^luuif. 

Wttan dfthvT d«r gidvuriHi.'lK« ^trum irj^^nd 

rinf. flndkTi' \r!i''H U*Mff( , wt'Tin fr nirhT 

fticBt. so mnli Axich itii- in d^m firn^mkrfi^ 

WDtvickelta Wurmen n.':ii;i* *^"*<^ Itlt'in^'jv wi-r- 

den. Die« in d^r (inind, warum wir hn 

Anfüiimog dor über dio Jüglo*eho Witmi' 

ormjtu^Uen 'J'ttt.Tuiilic'n mihdoriLuf biwrhrünkl 

habm , Anjiuiif hmcn . dn3 diT gnivArkitrliL' 

ßtrom uur diireh Leit« omtrr Kkiai:, duit^h 

Mrt^lr ihIi^t Kohio HieUt, Hi-i dt-m Dviirli^ 

fiSLOig durcli PliLHni^kvLti-^i luit UBUilioti Jvr 

nträn üiiwiVJinMi r<x'l) »Tidccv ArWil aii 

Iriii^n- Dr-iWi'Kwn igtlxvw d«iii di* enl- 

wickclt^^zi AuiAi< fUr Flü>«i^kinbiii im i].\U 

gcnurinrn nichr W^nn aber der Strom durch fitie Fllla*inkeit hindureh* 

(UeUi. ohne? daü er Arbi-tt bvi ihr lu Tututini liAt, djinn folgt dio Warmr- 

cutwiL-kplunR nunh dnbiri di*m J<mb'H"hi*n flejiciiK, 

Wir können ab^f au<:h nicht blnü kil1u<^inom die Talsache der El* 
w&rmunc. wmdorn d^n*ki <Jue Jüukwlju Gudcu durvh CU^rk'^iJ)^i.-u üb- 
leilcG, dkv von dem Prinzip der Erbrdtu.ng drr En^MgiF auü^lieu. Wmn 
eine bnti^ujtite KleklnaitüLiimi^ji^i'. s- B. r Couluinb) sich uüf t^ineuj Kör[wr 
befindet. Hilf dftu ^\u^ S|'rtnnuri>; cini> bf«r.immtr. ClTiißi» hnt, /. ß It Vc>Ll} 
ttv wMVu wir HUP4 S. :dlJ. ühU dJH IE) ilivMm «l«ktri»c;hi-[i Kr^i j»*-r M'^^^kendc 
&n«rgi<> gloi^^h inl Iß Voll ^- f^oidomb, odor daß i?r flJn<^ Arbnt von 

Kilc^ammeti^r [^ijiifn kann. Diesr Arbi*it iTmUt'< au f^j'Wiindvit 

wpfti^n, um die ft Coulomb auf dir Spiimiiiriß 3 Volt zu brinp-u, di«G 
Arbfüt wini nunh wiclifr frei, wnnu der Körper Icitvnd mit der Grd? v«t- 




u 



114 ■■■ t T*U. 0, KiipIteK 

hiintkn vrirrl, »Ihn wenn die T* {.'(Mtlnmli atiT rfio f^fmhniini; Null kommen. 
^\ I ij ilii r \\\i- FJi'kTiixitAt ruoht Huf ilii:* ^^[.mitnujj^ Niül fivbrjirhl. tiüQdpm 
um i-iiii- uij^li M- SpuMitung. diu j/i-riii^r jkF als II Vutt, ttÜM ff- ß, ttuf t Vtili, 
uo int die .\rb<^it. die dabei fr-?! wind, »'S X (3 — t) =r: |0 Voll-C<mloml> 

gleich Ktlnj^ramin^fpf. {Man mnltipliÄiert aIbo nirlit bloÜ die ZA^len 

miteinander. Bondern auch die Benennungen. I Volt-Loulömb üt ctuc 

ptwii« Arbeit» nämlich = - ? - g Kilogrurrunelep.) AlJaftmoio: Wemi 

lAini* WqTiiiunli' AuiOilil Cijuli'ddi von nin^r huWri'n S|'MJiiJtm^ jri uiiii^r 
nicdflprn fülll und dio Spannun^n in Volt gemcaacii werden, mj ii^t dir- 
dflbpi hfl Wfrrdtnde Arbnil gleich; 

AnBüliI df*r Ooulomh DilT<.'reniR der Volt (Bononnnng: Volt- Coulomb). 

In üuJrii) Stii^k ■>tT»[m DriditeH rmn, dun^h don i^in filcklrific^bcsrStnmi ^bt. 
flinüt flirrwahrend dif po*iiive ElelclriEiTiit von der hobernn SpAnnunu 
imrh ihr iik^iitrEViii Spcinnung. und dit DilTt^rL-iix der Spunnunjion ikt jh 
^Tndr dftf. , wiu wrt- den ?<pn,nnunßBVerlii!it in diewm ^tüetc 
geimiuit haben, E* Wird ul&o dabei ateU* Arbeit fr«. In jeder Srkunde 
flieül *!> viny p^wißst* Men^o ElektrunlHt. ab und dii.* Anjiikhl der Coulomb, 
die in einer Sekunde abfli*^lien. haben wir ]a hL( die Stärke des Strome* b*- 
feudi ne( und in Ampeii* auH^txlf ii(.'kl , Ddher ist die in j ede r He k u n dt* 
in firifin "rpi.mdiiri'btlfi^iftcarifi Drahthrili k fici wenWdo Arln-it glfti<*b 

H|inTinunpnveriuat in Voh ■ HtfoinÄtfirke in Ampcrtr. 

Diu üroUe tief von irgend einer Mjuehinerje in jeder ävkundv 
geleifttetvii AHieit T^e^^n^ uiün drn Effekt dir-ner M;wrbini>np, Eh be- 
uut jlIbo ei[i efektrist^lier ätroin in jedeEU $tü(;k seiner l^bn vitwti ^ewiamiti 
Effekt, und wir kfinrifTi ftftn''ri, iTuVm wir wik'dor die Renenminnen aijob 
ntiillipliiii^ren. d^r Eßekr in pinf>iii StmMi)iriii'ki> mi i^l^kb 

SpnnnunffBVi-rbm x Ktrom^tärke ^Volt-Ampntü)- 

Di<'(;r"lle<*mHt Effekt»- iTiilit man nun i^ewuhnlii^li itT Wa 1 1, wobei I Watt 
di'vji-mgi.' Effekt iH. bi'i dem in jedi?rSekuni^p d<*v^J.Hl, T^-il pini^ftKilogramm- 
meriTh ^(^If'L'JU^L wird, I Wiktt \^h dfLhur j^iirad'' j;>]iTii-h t VoU-Ampera und 
in iinaefm Stir-iuntMek hemeht der Kffi^kt 

^ pjinnu n^vrrhnil :- StmmrttJirke (Benennung: Watt), 

Stall dieHVH AiiBdi^nekif fiir dtin Rtleki in ej|ji*jn DraliUtuek kjiim mau 
nufth folgr^ndi'n bihh-n Ha Her S|w^nnlm^»I^v(^plnBt in Hrnrn DmhtntUnk 
plttcb dfui Prodiiki aus jieiner t^itomttjiiU» m Ainp«ro UTid icincm Wider- 
flland in Olim int, Jm int der Kffek-t auoh K^eieb 

(JuudrJ»! der Stn^uiHlürke ;-. W'iderHtaud (bunenDunm^ Wnlt^). 

Für mroÜi' Gßekto niinnil man ab Einhi-it jrtxl 1 Kilowattn welchen |[lcicb 
1000 Watt iHl, fio daÜ un?4rr StromiftiSrk au'^h drn Köekt hat 

SpauuuuuwprluAt >. Ölrourslärk« „.. 

-^—^ — äjöö ' '^''•""'"- 

Der Effekt von MnÄchinen wird in der Technik gcwohnlicTi in l*ferde- 
kräfien auflp^drüoku Unter ein-er i*(rrdekr»it (l'Sj veriiLehl mau Ueu' 



Jlftmnoßnbogen. H 5 

jenigen EfTekt^ bei welchem iti j^der Seicunde 75 Kilogrammeter Arbeit 

geleistet werden. D& 1 Kilowatt der Effekt ist, bei dem in der Bekunde 

1000 
^1 = 102 Kilogrammeter Arbeit geleistet werden, so ist 1 Kilowatt 

gleich 1,36 PferdekräfteD und daher iet a.ucb der Effekt einea StromBtiickes 
leicht in Pferdekräften auszudrücken. Fließt also ein Strom mit der 
Stromstärke 20 Ampere durch einen Draht, an desaen Enden cJerSpanmingfl- 
unterBchied 150 Voll iat, so ist der elektrische Effekt dieaea Stromatürkes 
20 X 150 ~ 3000 Watt = 3 Kilowatt = 4,08 PS- 
Wenn nun dieaer Effekt nicht wirkUeh dazu benutzt wird, um z. B. 
Maschinen in Gang zu setzen und dadurch Arbeit zu leisten, so verwandelt 
er sich ganz in Wärme, in jeder Sekunde wird durch diesen Effekt eine 
gewisse Wärmemenge entwickelt, und die GröSe dieser per Sekunde er- 
zeugten Wärmemenge in einem Drahtatiick ist also gleich dem Spannunga- 
verlust in diesem Drahtstück, multiplisiert mit der Stromstärke, oder, 
was dasselbe ist, auch gleich 

Quadrat der StromBtärke x Widerstand des Drahtstückes. 
und dies ist daa Joulesche Gesetz^ das also aus dem Satz 
von der Erhaltung der Energie folgt. 

In jeder Sekunde kann also der Strom in jedem Drahtstück diese 
beatimrate Arbeit leisten und in dem ganzen Stromkreis daher die Summe 
aller der einzehien Arbeiten^ Selbetverständlich muß irgendwo im Strom- 
kreise ein Grund dafür, eine Quelle für diese Arbeit vorhanden sein, und 
wir werden sehen, daQ die Quelle dieser Arbeit in den chemischen 
Kräften der galvanischen Elemente steckt. 

Die Jouleache Wärme ist selbstverständlich immer dieaelbe, mag 
nun der Strom in der einen Richtung durch die Leitung gehen oder in der 
anderen. Es ist deshalb auch, wenn man Drähte zum Glühen bringen will, 
ganz gleichgültig, in welcher Richtung man den Strom durch die Drähte 
sendet. 

Im Jahre 1821 beobachtete der englische Phyarker D a v y eine höchst 
merkwürdige und glänzende Erscheinung, welche von dieser Jouleschen 
Wärmeentwickelung mit abhängt. Als er nämlich die Pole einer sehr starken 
gaivaniachcn Batterie mit zwei Stäben aus Kohle verband und diese Kohlen 
aneinander brachte, daQ sie airh berührten, so gin^ der starke elektrische 
Strom durch sie hindurch. Als er aber die Enden der beiden Kohlen danach 
voneinander etwaa entfernte, so daß eigentlich der Strom unterbrochen sein 
mußte, so entstand zwischen den Kohlen ein außerordentlich helles Licht. 
Es kamen die Enden der Kohlen in helle Weißglut und ebenso glühte die 
Luft bläulich zwischen ihnen und der 8trom war nicht unterbrochen, 
sondern dauerte an. 

Diese Erscheinung nennt man den elektrischen Licht- 
bogen oder Flammenbogen und das Licht selbst daher Bogen- 
licht. Es erklärt sich die Erscheinung daraus, daß die Kohlen, solange 
sie sich noch berühren, durch den Strom erwärmt werden und wenn sie 
dann von einander getrennt werden, zum Teil verdampfen, d.h. daß Kohlen- 
partikelchen von ihnen durch die trennende Luftschicht hindurchfliegen, 
welche nun auch den Übergang des elektrischen Stromes vermitteln. Aber 



116 



r T«u. a, H^piui. 



Md 



4 



St 



%1B 



in rür<t»f«r RolÜmdA.m|ifi4T|iirihr iimli't der ^troriL t^irwn i^ro^t^ri WidrrtilATii) 
un«! <-j( jpfi^lK'irt ilaWr eiiivraf'it« r-ini* ^roQ* ^pftßTiuii^ d»« StToni«« dun, 
iiin dionfiri WiiltTHland ku ütmri4m[|i'u, um] jtucWori^itJj jfi^lit i1irAi> t^bcir- 
wxnduTiH dea (^oßnn WidorBtandc* mtr mit. Knt.wifkpluTia Tön Wf^rme VöT 
»lehn dio hii-rbei *o ^lark wird, daß dii- Hudf« dir Liilor, xwiu>hiDn d^ncn 
dii? LnEt fliHi lii-findi-t, und du* l^ulc mliwr inii iJliihnn Uommon, 

WctH miui also einr gnlvwniBchr finuie von ziemlich urofler i?kklrO" 
lüuL^jriHtlaT Kruli. z. B. iO bis 'JO VuJt, liawuntk-i muL nu'^bdüm liu-r Strunk 
durchiiEP^ang^i) \»f. an «tfi^r Sttflli* ^Irn lt<it«Tid«u Kni« unterbricht, (m 
brutJi-Ui <JuH hk'lil ^i^rrtdv »wiMrli^u «^sei Kolili^uBtäU^ii zu wm), n? d&U 
ftifh nini* IeHtio l,«flJiln>fikf zwinchr-n den l'ntprhro/'huiursst.iHi'fi hfAiul^t, 

durrh die trenttf ndi* Luft- 
sr^hklil hmdurch uiiur 
Rnt.rtHckchitig ilf*fl Ijirht- 
bcigciiH. Mark l>un.-ii;hiirt 
die LptttT, äwintIh^h d<*m*fi 
die glühende Luft^chiohl 
sji-h Imtiiidüt. aJa die 
Elcktr&don. Je leir^li' 
ter zerteilungsfähi^ die 
SubatonH der Elektroden 
ist- um so leichter bildol 
Hieli der Lu'hUm^n, 

6ohr (BUt icig«i dir« 
Brm^heintiEiKcn Ekkiru- 
detk vnrt ?.iiilt, von Kiwn 
mlt.T vr.iti Qüet'ktidbflL 

Am »'hntwt^-n iirKi j(lÄn- 
ntulltvn Wird aber dipaea PliaDomen . Weim Liian den Sti'om t^isiL-brat 
K '> h I <* n dun^h Luft iibrrÄehon lÜÖt, Immer uWf miissufi dii? Klftk- 
Irodeii «lUAiidt^r ÄUcfst b^rüiireti und darm vtsi gelireiiTit werden, damil 
diT Ijirhlbo^rtr» t'Titfltphr.. Kit»- AUjitdiin« i.'irT<'r xnr EfÄCuguTii^ dte Licht- 
bojtt«ri*i braurbburrn Eidiu'hlunu gihr Fig. 107. Bei -j- und — kommen 
dje Irii-tlun^triilirr vun dnr ^*Alviktitwtlirii Tiallt^i'ie und der Slrom geht 
dnrrh d\o Meialfhalfnr A \jnd B und tm don rundm Kohlt^nütabt'n il 
und b, die x\i*.ui>i tu D^TUhrana miliMnAndi-i sind, dnmit d*^r 8trorii üb«- 
haupt flirUc^n kann, und die dann dimli Drehen des Urlffet* M ;!i4renni 
und in geringer Entfefnung von einander schallen werUnn und ^wi^ichf^Q 
ttiüh tLue kluini.' LuitBchiuhl hüben. laX nun die ^pumun^ au dvQ 
Kohlen(^nden itroÜ lif^Tiug, no ]£o[it iwiachcn diii^en dur Strom über und 
bildet daWi deu Flttmm'^uUifii-ri, wie er tn der Fi^ur angedeutet iat. 

Von df'ri FaiiWi der Kolklm, ip^biMirtnd*!!^ von demjenigpu- wHehm 
Uüi dem j»u»itiv»^ri Pol der Dalterie ver>»ujid«n int, fliegpu die «hiheTiden 
'Teilohon sii d^m ftnd<'ri>n Ubur, Hat man die Kohh^nenden ^uerat btndu 
fup«fipifft, aa hl naeh kun:er Zflit d\f. Spitie nn d^r poäitivrn Kohle vpr> 
icbwuiidrn und ej hat tu-\\ an ihnr ^t^itli: vin Krater gebddet, von wtlcbem 
an» die Teiieh*n «ur nepuli'-n K.hte überfliepen Die n«gntiv(* Koh^ 



I 




HoM^nlttht, 



117 



tut 1«. 



mhett dir Rrutm dnr K<ihk-n -lo iiurtn wir ** i^l^. UW Äii^T Uii* iWi ['i-ralur 
dtr WDiflgiübcndpii Ko1iV-ih-ih1''ti i"T i^in<» mhi V'['iirijti»iiHi». Die pifliitiro 
Kobk-. wrlchi.' den Kratir bihlir. Iitil \-\u*- Truifh^ratur vim v-iv^n 'Mi*}. 
dl« neffUTivp, K\ip-*pitztr K'ihli nrir r^iilr.hr Von flwn iJ.'riH)" f Hii' h*'iiJcT> 
KoIiIl*ii liri'imrn (inlürhrJ* «lunli lid- Hiti-^ *b. iljo Kolilu vei'bniiM tuli m 
der HJttei mir dj-n; Hftni»r*T/ifl 
ilvt LuU tu Ki>htt'rMJ\yd und 
KAli1<>:niifiinv - iinii da von dr-r 

fini^ Mrnip* von Toilr^hrn ffi'B^n 
dK rirKntivc hintr?icbf?U'i«.'rb 
Verden, ȟ wird die positive 
Kohl? ruchrr kli^incT a!« dio 

IvVT^nt ttif VlVfH (lopJH'Jt. BO 

mch db aU tli'* lu'ualiv'^ 

•bbr*ani «U diP nrj(krr, int 

noch iji*:ht Hufj^i'kiiirt, Vt^rmul* 

lii^h Älpolct dann nooh mii wioh- 

ü^ex (.rchi-ininii- Durcli «las 

Ablirurincn dr-r Kohltri wird 

der AbffUnd. die Loftsc.bicht, 

sid«chcD thntm irnm^r in^Upr, 

ttnd der FUmmonbogpn wurd"^ 

«ErloBrliei] . wt'nn mun niilil 

d^für «ifTgf , diu diif Kiiltlrn 

«iiittndu ui di*iLi Mttß« vn«d«r 

l^nMiorF Wi*rc|pri, wift ^iiv ab- 

fkrtnn^n. Dab kMiiii man tiAtttr- 

Ikb i>mi^i' /oir ini^hanisoU Eiiit 

der llflnd mn<^Kpn. Tm don 

Lichtboifi^n aber daucrml lu 

vxUaXicn. muii man Jiär aclbut- 

titjge Vorriebtungen »orgoii, 

Dcmrtii^P *iiid in Rn>U('r An- 

E&hl «Tsonn^n und im twi-it«ii 

Tvd ditfaen Wi^rk^ i^ujtittil 0. 

tv^i>n wir dm hAiiprj^JtcblkWf^n dirfnpr KortAmtlrtlfvnt'rY, dl^ r< I ff k- 

I r j « e b (> u ]) o jj; V (I I M III |] I- II t WH|>rtH:!i<-u, 

Dnfl rlrkr.riivhc Rnni-nlioht iiliritrjfti an Hi-lli^sWit aIIp Anrfpwn Ll^^ht- 
<iavl]i-[i, die wir anf Erdi^n bih jfl^^r fi/vii^i'i] köMnv:i> K^uu btniifUtpnd. 
Rn i:it: dnfibidii «nnÄ anBrrctrdnnT.Jii^b e^N^iiin^t, nm zur ßi^lmcbtnng von 
Städirn. von Simürn nntl PUrw^n 7.n dienen 

DkÖ man uu<'b xwiwh^a andoti^n Ijctti^ra üb KohW dnn Liobtbonifii 
cnengcn kann, inl oWn bemil« erwilint worden, Kiir pbvHfkdliHniVj 
hwbeionJere optun:h<-- Vormichc hai sith der Lichtbogen swiscIk'h Elck- 
troilm nUJH Que(4u(illirT von Wit^btigkrit «rwLPHtn. Diivwr winl jt^tst 




i 



IIB 



L TbU. JL KiLrii[«L 



JciuLit iiud Lkm^u^iu ia der (Jurc:k»Ul>crbog(>nliiinpe van Aru ji > 

erRini^tj dw in Kij;. lOil nhgi-bililot iai, Dic^ i^nEi^ Immp<f b^tehfi aus GIb« 

oder LOc'h bifv»pr muh Q uari. ^velrÜL^a muti jr?Ut in p&aatMtde Foirm«& ku 

bringen im »taiide i«t. Man «wht da» (Jiu^rksillrer unten in dvj\ boiiJMi 

.Srh^Tiki-ln, in wdrln^ t.[\a<:\i dtv Anailt-M Platin^lrilht* 

* ** (^iu^iiliitirt hdid. ÜieBp dit'npn aur \ örbJüJuni! nut 

j^^ einer Tialterk' von minHi'ST^'^iiJi fi(} Volt ftpnunune- 

il Die bcJiI'^iL Qiivrlcnilb^rkuf'ti^f^ bwr^ikcvii biLti xuniu^h*! 

^A ninht, niimh !anj>iLDm» Ncignn der Lampf knnn mjkn 

^^ »■ da* Qncokäilber aus dem einanSoiitnlccI in den »ndorcii 

iibnrflu^Üün laMtin und «uliald dic^ bi»hL*r oi-tTrautun 

C)u««k»iUj4'rmns?4?n sich berührt! n - grht dt^^ 8troin 

hindurch und vremt dit KOliri' uuu wiüdtrr wrukal 

iTi.'fttiillT. wird, w ent.wick(*lt bw\\ üln*r d-rn Wid(.'M 

Kuppvzi bf*i R der Liclitbugvii, drr iL«llKrüri leurhtrt 

itnci der rinn ^lundenlaiifE uniLuunrf,, «CerleKl in^n diu 

Lir'hr. dii^äe« Bogeua ditrcb pItl Pmnm, so Önd^T. niJin 

in dt'EUHpJWn die hellen priinun Quiukätlbt^rUniori, Int* 

bf^ojid^re ist da* hieht abfr reich fto u Itm violrt tea 

t^tralUtn, ;ind uiu die«» nioht durvU Glas au «.'iit zu 

Kp-hw^hrMH miwbt mim ohm jptat nnlchp Lampen (In i'iwjia andtn^r 

Form) »Ui QuatE, die noch den Vottog haben. nJchl eu üi^rbTi^-dic^n 
Wührend div L-iober b^ßprüi^hmit' Jou^eöfhi? Wätnw lu jedbin iifLück 

*in« Strouikreiw^ i^rw-htiril und ■'b*'n nur dfts .ii'iui^iilpnf für lÜe irrU 

v/nrdtLuAv Arbml isL, a^ißi der rluktriBvW 

StTODl üi □ianch(>D Fälfr^n iiiTch Wifnne- 

wirkuiiE^iui ttiid<^n-r Arl. 

Wi^nn man den Sehließimpjudrfthf. mnej* 

gftIvHiiiArhiin ßli-tnont^fl m> rJnrJi^liVi-l. d^iLA 

or nicht ftuii iMniTiit Mi^taJl, MtindoTn iluh 

iwri vorjKJiiedenen » nixeinander gef<^tuli.'ri 

oder muiiiiit fv^nt aiiU-iiiiLnder verbunduiien 

Metallrn, t, B, mui Kupfi^r und Ei-^en hp- 

»t^ht- ou tritl jEi der Lul^Cellv H'jvli i;Lne 

andere Wärme Wirkung iiul. uämlirh eine 

Erwärmung «^^der Abkühlung, je nach der 

Hii^htunf^j iri weli:her dtbr ?4lruut durch dii^ 

t#riij4tHle llietlf, Am krtifEii^sliii x?igt sitj'h 

dütbv WirkunjE' «■■nn man den f?lri.>[u 

durch eincnSmb lachen Ifti3t, d-T aicu-infim 

Widmutstnb und vinem AntJrnojjfltAb iU' 

sÄninienp^etsit üit- (leht <h'r Ktrom vom 

Wiflnint Äiun Antimon, so wird die Löt- 

BU^He iibpvkiihU ; ^-eht et \-mn Antimun 

auTii \Vi!*mu[;. ■»<.» wini «e erwirnit, l'm 

diör Wirknagsn. die imnif-i r^cht jcLwneb oind, deutbch tu leigen. 

iM^^bent man fiiüh vurleilhdlt de« AppuMtm Ki^'. llCi, der vun Kmeckfr- 

ß«rlin herse-ilvllt wird. Au «ineu Autimoiiatub A A sLiid aq brideii Eudea 

kleiuerv WitfUiiiUtäU* W j^nfii-lüt^t und dr^r zu^iummeTL^ent^tct« StUb iut 



Cl«. 110 




PeLtiarKha Wirme, 119 

in die beiden Kugeln K und K, ao durch Kautachukstopfen eingesetzt, 
daß die eine Lütetelie W A sich in der einen, die andere A W sich in der 
anderen Kugel befindet. Die Kugeln sind durch ein U-törmigeB Rohr, 
in dessen Biegung unten sich Woaser befindet , miteinander verbunden. 

Wird durch die Drähte -\ ein Strom (etwa von einem Daniell) von links 

nach rechts durch den Apparat geschickt, so entstebt in K eine Ab- 
kühlung, in Kj eine Erwärmung. Die Luft in K, dehnt sich aus, die in 
K zieht sich zusammen, und wenn die Hähne H H, die nur zur vorherigen 
I>ruckausgleichung dienen, geöffnet sind, ho sinkt das Wasaer bei G^ 
ujid steigt bei 0. Man nennt diese Wirkung des Stromes nach ihrem 
Entdecker, Feitier, die Peltiersche Wirkung und die positive 
oder neaative erzeugte Wärme die Peltiersche Wärme. Die 
Peltierscne Wärme ist in unaerem Falle positiv^ alao eine wirkliche Er- 
wärmung, wenn der Strom vom Antimon zum Wismut geht; negativ, 
also eine Abkühlung, wenn der Strom vom Wismut zum Antimon geht. 
Ganz so wie bei Wismut und Antimon tritt immer hei je zwei zu- 
sammengelöteten Metallen die Peltiersche Wärme auf, wenn ein Strom 
durch sie hindurchgeflendet wird- In welcher Richtung der Strom fiießen 
muß, damit die Lätstelle abgekühlt wird, das hängt von der Natur der 
zusammengelöteten MetaUe ab. Die Erfahrung bat nun gelehrt, daß 
immer, wenn Wismut mit einem anderen Metall, Antimon, Eisen, Silber, 
Kupfer, Gold u- s. w. zu saramenge lötet ist. die LotsteKe abgekühlt wird, 
wenn der positive Strom vom Wiamut su dem anderen Metall durch die 
Lötstelle geht. Es lassen sich überhaupt alle Metalle in eine Reihe so 
ordnen, daQ die Lötstelle immer abgekühlt wird, wenn der Strom vom 
vorhergehenden zum folgenden Metall geht. Tn der folgenden Reihe sind 
einige Metalle so zueammengesteMt. Man nennt sie die t h e r m o e 1 e k- 
triache S p a n n u n g s r e i h e. 

Die thermoelektrische Spannungareihe, 
Wiamut, 
Quecksilber, 
Platin, 
Gold, 
Kupfer, 
Zinn, 
Blei. 
Zink, 
Silber, 
Eisen, 
Antimon, 

Wenn man z. B. einen Stab hat, der aus Eisen und Kupfer zusammen- 
gelötet ist, und wenn man wissen will, in welcher Richtung man den Strom 
hindurchsenden muß, damit die Lötstelle abgekühlt wird, so fin<let nian 
aua obiger Reihe, daQ man den Strum vom Kupfer durch die Lötstelle 
zum Eisen senden muß. Denn Kupfer steht in der Reihe vor dem Eist-'n. 
Schickt man den Strom in der entgegengesetzten Richtung hindurch, so 
wird die Lötstelle erwärmL 

Die Joutesohe Wärme ist in jedem Stück des Schließungsdrahtes 



i£a 



L t«ll. A. KiLpItiri. 



vorlifliidpH. tvükrfnd dw Pi-Itierache Wjiniw nur An det V^rbindunga^^illr^ 

Bwincr ^Trtv'hii.-iU^rii'Ti M<.*Tjilk' HiiluiU: ft-rrifr iäI. iliü Joiilflöfkü Wärme ebetd 
positiv, dw PeUit.TH('h*f nbcr jV nach df-T Ri^^hMinir rlnit Strom« pmitir 

Ri'i fliiv^rr Pcltii'ryrh<"n Wirkung des ddjtri*inlicn Stmeiipei ntoüon wir 
jiuii *iun «miL-ii Malt? auf div Umk^ürbarkeit voo dektrUchcn Vorgingen. 
E h r n & n ft ra 1 i ß h . w i o 1 1 ii v i c ]( t r i » l' U t* r Ö i r i> lu hu 
der Lotstcllo awcier Metalle ciue bL^sondm? Kr- 
vftrmunff oder ALkiHiluag horvurbriiiui, je iiai;b 
»«in«r Rictitung, t^brndi dringt iimgvicehrl jtiir^h 
einv uuüere KrwsrmuiiU odvi- AbklihluuR d«r Lijt- 
*tff!l* tvp'tcT ZQ einem gca^^hloHsencn Rrpin vcr- 
bundpiieri Metalle einen flektTiselienSlron\li«irvor. 
Mnn kiukn ihtH suhr leidit zi'fgen. In Fi^. 111 läb WW mn Winmuf- 
*lr>.'tfi*n, rt" weichem ein KupffTbUgel KK Angelölet iai (Irn^i m und nj, 

in dum Hubliaum zwiiw^hi-Ei 
^'v i'i. hpiden MeUillcn bHlndrt «ip-b 

y *— K «iiie dreUbwe aufgt'Bütatf: Mnfl- 

nrtnndel a j^owir tr\riti nun dio 

H'^ ^^ eine Lötalelle. etwa n, sr- 

wiirrnl . t>nldteht ciu elektn- 

acLer 8lTOTLi , tUn man dnrau» 

erkannt« duU er dJp Magnct- 

t\ai\r] abfenkt. D(>ri*!rnin fließt 

m dem ^hilk gmcldinseNvu 

mi'talliBfihi'.n Krtiiai-, iirul twur 

bjit dt'r p<»aiUv« 8Lrvmi die 

HiehT.nng d^H Pfeiles von dnni 

WUmnt <lii[cb die warnip l^it- 

«Irltf auni KupEer und vnn 

dietfcm üTjrüok. i.iiiiiK i'benflo ^-nt^ik^bt *'in Strom, wrnn man die 1-üt- 

Btcilu n kalter uinelit hIb die Jinden-, indem mun siu f. B- mit Ei« ueq- 

S'bl. Dnnn fiielJ^ drr ]H>öitivp Sfrom Wi n rntgipKP'ipiwpt.iii, nÄmlich vom 
upfer duri^li di«- k»b'.' I/'f*Mle xmu Wismut. alBti n-ueli wt'sicr durch die 
wärmere LcitHtolin bn rit vorn Wjsmnt Enrn Ku])fiT, Man nennt die*ii*Str(>infl 
T h e r m ci « T f r- III i iMl#r t h e r ni oe I *? k t r i * r k e S I rö in p. Sie 
wurden von S r i.- b v '; k im Jalin? 1823 pntdeekt, Wir haben üIhü bior 
Rftlvftniiwhr Htrßme, wclohe nicht in gl^lvanif^eh<^n Rienienten i>nl*it<pben. 
«ndcrn wehh^ ii»r durch i-info^hi' Wijkimg diT Wrtrnu' hprvcrgebrttclji 
werden, StjJmki mnn irpenil ;iwei verschiedi'ne Metalle at einem p-Jichlr«- 
■enoii Krois fuiammoiilöU^t und di<? eine Lotatellc auf eine aadcn* T^rii- 
peruiur brii^gt tik die [iaderL\ bu llieUt in dicBcm Krcb ein pbktrineher 
htrom. Dieser hut immer ein« Riehtucg. die von der Nuitur der beiden 
Mutulk- iibhUnijL W^emi man ü\]v Mt^Lalie dt^r Keita^ noub initeiiiaEidcr 
in rlierniiM-li^klriAehe Verhtiidiing briTiicI., nit \in\\ii tunii hi<- ebehf^lt- wirder 
in viii" Iteibe hi» "ribieri, (Uß iiumer der jjfwitive Stti)ju durrb dif efwnrmle 
lM*lelle vwni v<irWug».dn'i)d*.':i jiyMi l*^lxi-'ndi'n Mrtall gi'til, Uivety Rcibv 
üt diejielhc wi^ diA ichon vorhf r ung^ftlhrt^ ihermoelaktriBOhf 
Spannun^emihe; 





Thermostrüme. 121 

Wismut, Quecksilber» Platin, Gold, Kupfer. Zinn« Blei, Zink» 
Silber, Eisen, Antimon. 

Wismut nnd Antimon at«hen in der Reibe am weitesten auaein- 
ander. Sie geben also die stärksten Theroioatröme^ 

Bei einem Thermostrom iat^ wie bei jedem anderen galvanischen 
Strom, zu unt«rscheiden zwischen der elektromotorischen Kraft« dem 
Widerstand und der Stromstärke. 

Die elektromotorische Kraft in einer so^cben Kombination, die man 
ein Thermoelement nennt, hängt natürlich ab von der Art der 
beiden Metalle, welche in Verbindung gebracht sind, und sie hängt wesent- 
lich ab von dem Temperaturunterschied der beiden Lötstellen. Je größer 
der Unterschied der Temperaturen an den beiden Lötstellen ist, desto 
größer ist die elektromotorische Kraft des Thermoelements. Das gilt 
jedoch nicht bis zu allen Temperaturen. Bei höheren Temperaturen wird 
oft die Struktur eines Metalles eine andere und infolgedessen ändert sich 
auch seine thermoelektrische Differenz mit einem anderen Metall, die 
elektromotorische Kraft wird dann bei größerer Temperaturdifferenz oft 
nicht gröJ^r, sondern kleiner. 

Der innere Widerstand eines Thermoelements ist im allgemeinen 
sehr klein, da das Element ja nur aoü gutlcitenden Metallen besteht. 
Man kann in den Kreis eines Thermoelements beliebige Widerstände ein- 
schalten, man kann den Strom eines Thermoelements durch alle möglichen 
Apparate gehen lassen. Zu dem Zwecke wird der eine der beiden Drähte 
des Thermoelemente aufgeschnitten und seine freien Enden mit dem 
äußerea Stromkreis verbunden- 

Von der elektromotoriöchen Kraft des Thermoelements und von 
dem gesamten Widerstand des Stromkreises hängt die Stärke des elektri- 
schen Stromes genau so ab, wie wir es früher bei galvanischen Elementen 
gefunden haben» d. h. es gilt das Ohmsche Gesetz 

^ ^_ . elektromotorische Kraft 

Stromstarke ^ — 



Widerstand 

Was nun die Größe der elektromotoriachenKräfte von 
Thermoelementen anbetrifit, so haben diese nur dann eine bestimmte» 
unveränderhche Größe, wenn man die beiden Lotstellen des Elements 
auf konstanter, gleichbleibender Temperatur erhalt. Zu dem Ende bringt 
man z, B. die eine Lötstelle in schmelzendes Eis, wo sie die Temperatur 0*' 
bekommt» die andere in siedendes Wasser, wo sie die Temperatur 100^ 
bekommt. 

Die elektromotorischen Kräfte aller Thermoeiemente aus Metallen 
sind sämtlich nur kleine Bruchteile eines Volt, Wir wollen sie in M i 1 1 i- 
volt, d- h- in Tausendstel -Volt, ausdrücten. Je nach der Reinheit 
der Metalle ist die elektromotorische Kraft von Thermoelementen oft 
sehr verschieden, sie hängt auch davon üb, ob die Metalle hartgezogen 
oder weich angewendet werden. Im folgenden sind eine Anzahl von 
Metallen mit Quecksilber kombiniert und ihre elektromotorischen Kräfte 
angegeben» wenn die Temperaturdiffcrenz der Lötstellen 100'' betr^. 
Dabei Eeigt das Zeichen -\- an, daß der erzeugte Thermostrom durch die 



122 



I. Tdl. 5- KapiteU 



warme LöUteKe vom Quecksilber zum anderen Metall geht, das Zeichen — , 
daß er durch die warme Lötstelle vom anderen Metall zum Quecksilber geht. 

Elektromotorische Kraft in Millivolt (zwischen und 100°), 



0,59 



Q uecksilber- Wismut 






— 6.70 


-Nickel . . 






— 1,66 


-Kobalt 






^ !,53 


-Neuflüber 






— 1.08 


-Platin . - 






-f 0,004 bis -f 


-AlumJmam 






H- 0,36 


„ -Zinn . - 






-t- 0,39 


^ -Magnesium 






-h 0-39 


-Blei . . 






-r- 0,40 


„ -Messing . 






-r 0.44 


-Kupfer (rein 






+ 0,72 


Silber . , 






-f 0,70 


-öold . . 






+ 0,71 


-Zink . . 






+ 0,69 bis 0,73 


-Kohle , , 






-;- 0,66 bis 1,45 


-Kadmium 






+ 0,87 


-Eiflen . . 






-h 1,60 bia 1,73 


^ -Antimon . 






-h 3,38 



Für die thermoelektrischen Kräfte gilt nun erfahrungsgemäß das 
Gesetz der Spannung^reihe, welches sich so ausdrückt : 
Sind A und B zwei beliebige Metalle und bezeichnet man die elektro- 
motorischen Kräfte zwischen den Ewei Metallen durch A | B, so ist 
Quecksilber | A + A | B— Quecksilber ] B. 

Damit kann man aus den obigen Zahlen für irgend zwei Metalle 
die elektromotorische Kraft berechnen. Denn es ist 

A I B = Quecksilber | B — Quecksilber | A. 

Nelmien wir z.B. als Metall A das Neusilber, als Metall B das 
Eisen, so ist 

Neusilber | Eisen = Quecksilber | Eisen — Quecksilber ] Neueilber 
= 1,60 + 1,08 

= -h 2,68 Millivolt. 

Das positive Zeichen zeigt an, daß der Strom durch die warme Lötstelle 
vom Neusilber zum Eisen geht. 

Die obige Kombination Wismut [ Kupfer hat, wie nun ebenso 
berechnen kann, die elektromotorische Kraft 7,42 Milhvolt, die Kom- 
bination Wismut-Antimon sogar 10,08 Millivolt. 

Viel stärkere thernioelektrische Kräfte erhält man, wenn man einige 
Halbmetalle wie Tellur und Selen oder Schwefel metalle untereinander 
oder mit Kupfer in thermoelektrische Berührung bringt. Nimmt man 
z. ß. Kupferkies und lötet ihn mit Kupfer zusammen und bringt die eine 
Lötstelle auf 100^, die andere auf 0'', so hat dieses Thermoelement eine 
elektromotorische Kraft von 66,*) Millivolt, bei einer Temperaturdiffereni 
von 150f* gar von 100 Millivolt. Ebenso hat z. B. das Thermoelement 



Piff, LI». 
A 




W 


^ 


+ 4 


W 


+ 


i A 


W 


> 



ThermoeäuleiL 128 

Kupferkies— Scbwefelkiefl eine elektromotorische Kraft von 166,6 Müli- 
volt^ Zu wirksamen Thetmoelem«nteii alnd diese Kombinationen aber 
kanm zu benutzen^ weit der Kupferkies und BcbwefeLkiea eine sehr ge- 
ringe Leitungsfähigkeit besitzen, so dafl die Stromstärke doch sehr klein 
wirdt trotz der verhältnismäßig großen elektromotorbchen Kraft, 

Die elektromotoriHchen Kräfte von Thermoelementen werden um &o 
grölkr, je größer der Temperaturunterschied der LütsteKen ist, solange 
eben die Struktur der Metalle nicht selbst 
merkhch geändert ist- Oft aber wird bei hohen 
Temperaturen die Struktur der Metalle so ge- Ki\_ 
ändert, daß» wemi die eine Lötstelle auf sehr 
hohe Temperatur gebracht wird ^ während die 
andere etwa Zimmertemperatur hat , die elek- 
tromotorische Kraft oft nicht nur nicht zu-, 
sondern sogar abnimmt, ao daß sie bei vielen 
Kombinationen sogar bei gewissen Temperaturen K2C 
ganz verschwindet. Bei noch höheren Tempera- 
turen tritt zwar wieder eine elektromotorische Kraft auf, aber der Strom 
fließt dann durch das Thermoelement in umgekehrter Richtung. 

Um daher einigermaßen hohe elektromotofieche Kräfte zu bekommen, 
kann man gewohnlich nicht das Mittel benutzen, die Temperaturdifferenz 
möghchst groß zu machen. Vielmehr muß man ganz ebenso wie bei 
galvanischen Elementen mehrere Thermoelemente hintereinander ver- 
binden und immer die gleict liegenden Lötstellen derselben erwärmen. 
Man erhält so eine tbermoelektriec he Säule oder Thermo- 
3 ä u 1 e^ 

In Fig. 112 ist eine solche Kombination mehrerer Thermoelemente 
scbematisch gezeichnet. Eine Reibe von Aiitimoristäben A sind an eine 
Reihe Von Wismutetäben W angelötet, so daß immer ein Wismutstab 
^^^ zwischen zwei Antimonstäben liegt. Wenn man nun 

die gleichliegenden Lötstellen (z, B- rechts) erwärmt, 
so fließt durch die warmen Lötstellen immer der Strom 
vom Wismut zum Antimon und die elektromotorischen 
Kräfte von den einzelnen Lötstellen addieren sich, so 
daß die in der Figur schematisch dargeutclite Kombi- 
nation eine dreifach so große elektromotorische Kraft 
hat ab ein einzelnes solches Thermoelement. Die freien 
Enden dieser Säule K, und K^ werden natürlich durch 
einen beliebigen äußeren Schließungsdraht verbunden. 
In Fig, 113 ist die Ansicht einer solchen Thermoaäule 
g^ben, bei welcher eine große Menge von Antimon- und Wisniutatäbchen 
aneinander gelötet sind, so daß ihre gleich liegenden Lötstellen alle auf 
der einen Seite aich befinden und zugleich erwärmt oder abgekühlt 
werden. Die freien Enden dea ersten und letzten Stabes gehen in die 
Klemmschrauben x und y und können dort durch einen Draht ver- 
bunden werden, durch den also dann der Strom von der Thermosäule fließt. 
Bei geringen Temperaturdit!erenzen ist die elektromotoriache Krafl 
einer Thermosäule, wie oben erwähnt, diesem Unterschied der Tempe- 
raturen proportional. Hat man eine Thermosäule mit einem Galvano- 




1Ä4 



I. THI. S. KjLTntd. 




*kop vurbüQdon. «o wird »bo imm&r, wenn die vinv Seite der TUunuo' 
sAuir *?fwlirmt ixirr <ihijrkuh!t winl. '-iTi Stnurf dwn^h rlir- Windungi*n dw 
UsKikiiuBkops gf^hen uud die Xatlel de^ol^en -iM^nkeiiH In Fig. 114 int 
ein'? tmV'ht* VirHiind^iig, #:p sk^ hiiufig lH<riiiUt wmi gii^vIcliTiet. Man 
•iehfc v\iw T]v-Ttiioai\nh V, hi-i di-r iWp. uinoi Ri^iho vnn pn|j*prPTli»'rnl*'n 
L5t«tvll^n it*'i i^i, daiiiiE iiiHu üit^ bf^lj^bi^ urwurEunn und ubkühli^n kwon, 
wÄhrrind di*- andere dureh emi^ Measinghühe ^n'd<*ekt. lat. Ynii der» RiLdrn 
d^r TUeMuüHÄiilc gehon Drähir eu dem finIvaiiQukiijj , d<>H*eii NwIpI 
die Strome ftnÄcipt- Man kunn min eine (M>liiho WrbindHni? ni^hr nwncik 
mi^Qifl dazu benutzen, um gcringi? TompcraturuntorBohicdc anxuxei||cn und 
uijeli XU TiLL-aei.-rt. 

Dil.* geringHtr TKmpMal.iirprniwlrigung oder 'prKfihnng, wcli^ho di* 
Irti« 6<^it« der Tht^rmoanult; «.-rlr^idvl, oriUMigt pinen Sli'uiu, dvr div Nddel 
de« (ju.lvHn<Knr*lHr« £um Auiw-^hlu^ briniJit. Wnin rnun z^ H. ann dr-m 

UpfjUe V . du» kum- 
'■0' *'* j>rimii*rtL*LHft«nt- 

Uli. dun-h Oft- 
nutig dl« Habne« 
<^ die Liifl fltiwtrA- 
ni&u iJiUt, Vlo wird 
die AUAA^^mrndn 
Luft «twu kiüuit 

gebende. Trifft 
dif^updieffPieSRilA 
der Thennoaäulo 
P, flij wird iliow 
abgoliühlt, oa ent- 
steht ein TLeriiio» 
■itrnm niw'h t^mcr 
beHtcuiititru Kieh- 
liing, imrl du- Nh- 
dtd dw lialvftiio- 
Hk(i|)0 wird ahgi>- 
l«Dkt urul rf Igt dudureh dse Abknhlung An. "Eün ^v^hnYu-hn ThnmorneUr 
würde dieae geriiT^ TerziperaturveröiiderLiu^ gar rtiehl. km iirkcnnon gcbon. 
Je euiplindüebcr dfl* finlvnnftTnctpr i«, dufl mit d(^^ Thermop&ul« v*j- 
bijndnn i^t . um so gerinKerff TemjiernlmdiffeTPrtzeu kann man SO noch 
rijii'liwvLwn. 

WiJI man dl? Temf^vriihir an emem Punkt? allein bestimmen, w 
kaEiLi man CK'ht t*riu* Buk*litf Tiioriudaaufe [&it auisgudehntur FJüirb« ui> 
Wfinden, sondern ^r\ali nimmt dAnn i^m nnwlni^s Tbpnnoeleini^nt, dt-m man 
•ine xweekiiinÜÄiii> Fi»iiii drtlür ^H|j;nWn httt. Sehr betiuem ibt da«u di« 
t h e r nl o r I n k t r i r* e h e X n il f I (Fi^ 1 \rt). \i^\ iW dU Riir rnt*T- 
»nrhniifl dienende Ijül^trllf dir b-uiVii Mi-Callt', t, B, Neusilber Und EiAfTi» 
die Kcirni einer SpitiAi' liat. mit der man iri ilh^ KU yirtlfen^lo 8Udle> K. It, 
einor Wurael odrr einer Kinde, hineinirtieht- 

Dip TliermoelenienU' hüben m den IciAt^n Jahmu «ine nüH|io<l<^luitfl 
V*>rwf*ndiin|5 erhalten, um sehr höh« und »ehr tiefe Trmpejatufen 




I 
I 



1 



ThermofflokchithD PynmMir. 



185 



EU BiMB^n, für wckhe die pcwöhjilicihtii lJucdiiiHn*riln'rmo- 
mpt*r, dip nur bin ctwj JiiÜI" lurrk oben und Ptwn —.'40*' 
i]»ch imtetL bfiiuchbar dijid , iiirhl mehr aiurviühcn^ Man 
ni^niil Appdmtc. die lur Mi-eriLunf^ aphr botkor T^mpr^mturTii 
di<rnpn , wi*^ •»<■ **rwÄ in OJ^ti , in Tlammpn . in ^Vbinf^lji- 
Ik<i:fIu u. 9, w. b'^frpv'lj'-n. P y r iMif i- 1 r r. Um viti lliLTmU' 
*lAfriwhi* Pymmi^Mr m korwtniii^iVMi. muß Tt;Hri Drnhh' An^ 
iwtfi MvüiUwiL (jtfhniDU. üofiui Struktur iwh Utii <Jfn Iminuj 
Tenpmtitrr^ nicht AnH^rt. ttVnn aiinh cHo thi^rninplnk 
Ctücb« Kt%H iwUfhrn ihn^n bi*j IdpiTior Ti-n^|WTiaturdi]foTC[U> 
ffering iflt, flu wüühflt dHwIbc doch immer nwht. jp hoher 

dit Tefnpptfltur drr -^rwiiriiitflii Lötatclle »tpi^t. Man baiin 
dikbef umgekehrt durtib dit M«Bimg ditot^r vlfklivii^uttjrivjht^ii 
Kraft oi\üT tirr dunib mi* fTKt'UKt^'H StromatÄrkr die 'iVn^- 
uvraiur drr fTWÄriuMi LüUCtrlli« WttLimnoii. AU H-br 
tirHurhbitr und iinveriiH]i>Hi<ih hut mvU dii.' K'^mbiTiuTiDEi 
von nalin «rn! P]jitinrh<Kjioin prwjwvn , wi'k'hc 
von L IT I ' h u t r ] M-. r für milt^h^ (HiWHuriio^o 
mmt anm-wi^ndof. wiirdi^. Ein Äoli^h« thnr- 
ID 0t 1 k t r i » c li c « Tyromelor vnu Htirt- 
mAiin & Broun A.-(3 xn FmnkfiirT Rnjrl 
Fig, 116- Dnsjelbo bo^tohl aui einem Drnht aus 
rhenuvch a^nvai Hlutm V und einem llrikht niut 
l*Ulmrt«lium PR (90 "',» Piatm, 10 > Rhodium), 
dit? jt- l."j<j v.m lu.n^ und in eine Armutur uns 
fpurrfebtem Material eiugc^of^n Bind Dip4r Ar- 
matur beiftehl nut mrhren^u Kcibr^tüeken. WfTube 
\-on i^inom Wti>n M^mIWa^ durc'bfiptEt und durch 
Fiti« Mutt«iKbnut»e und stArktrPedur tujfnuimeit- 
fp^hlltt«rl sind. Du» Rohr wint nnf «*inem unliirt^ri Ti-il. wu 
tnvh div LöUUMvi bfifiiidi'l., in dtii Riiiini, £, R. don Oivu. 
i]iv4*'Ei TcmporfttLtr ^tTUinuMni winim hiJI , rJnj^rfiihrt, Üit^ 
PorwIlwiwbutKrohTc haitm Ti'mp-Tuf tin-n lijn ly ||jUO<* C. 
aofr und Bt> weit buiui mun das Thprni(iiilvmi>nt lu Mi-uunjiun 
benulJLen. Dte freien Knden de* ThrrmoolempTiti «nd nn 
dtc bddvQ Klcmmtfcbriiubi-n, clie obnri ui der Figur diehtb«r 
f^ind, f^führt UTid sind diiht<r P^ m von dtim honh c^rhitElr^n 
Räume entleftit . *> dttÜ ilirt IVmppralur leicht duroh ein 
ffewohnlicbv^ Thi:<r:EiVuii?k'r bppi.irmtil worden kann. An dit? 
SlpmmwbrAuK'n mmicn HrÜhtf iLnj2''*n'hrRuM., »Vu- kti <*in<^in 
tjidviin<:>riL>5E4ir f&hruii, dM b»jlud>Ly wi^ll, von d<-ru Uhu eu(' 
J-rmr. etwn in einem ftmliT<'ri Riuiin Ht^^hen kunn. Wenn mau 
dvn Witl^MUnd de^ |fHii«K(i Si[>;iijkti^iiu'jt koriMt^nl vrhiiU. »n 
kann man diu (■ciLvnnnmr^U'.r ^^leinh ho eieben, diiQ man 
diivkt die Gradp t'^Uii» «blifiit; de:nn jeder bftniimmtt^n 
TvmperRtui entspriuht «.-iriL- bestimmte Ablenkung dvr Qt^U 
vanomeremodel und umgekehrt Eine EinTi^btung eu 
HikLcm pyfOimotn»oli«n Me«nmgeii ist in Fj^j- UT geEpich- 
ni*t. Diu Thonnof<k«ment links mit srinpn ^^bu^2hinieJl iüt 



rtt. ii«v 




1 



1S6 



L T»E1. y K»pi(Dl» 



•tva in einen Ofen eiu^^füfixt imd V^rbindTingt^diÄlitf' fuhren eii dem 
SpAiiEiiLrLgflmobäer rochta. AU aol(;h<^ ist hii-r eiiivä der PriuUäiüD«ui£tTU' 
mente von Sitf-men« 4 Hftl»kc (S. TT) angewpndpt, bei tfdchpm nur, 
um die Empfindlichkeit ta (vbgJicn. div bewegliche Spule nicbt um oine 






-;;:■;■! 






f-^Kl^ At'bse Hieb ilrt^bf . *K>nd«n violmehr lui eim?m 
F/Ldcn fliifgrhiingf iet. Dieser Kmli'ji ist in dvm 
■rhornAti>iiiiittigpn AidnittÄ LinRehraclih, rl^n mAn 
in dvT be*((ui(KTon Zeirhnucg Fig. ilS de» Spaü- 
iiuii|rero*.'*»<'rH flieht. 
,£;&(«£& t^ni tivie TumpcrAttirrn , wie man ii« j#tBt 

liiioht Hurrh f I ii « ■ i ^ ,. Luft iTKcTUiir., und die 
etwa bii* — jyt)" {'. |fHn»ii , tiieMon su künu«^, 
wendri mnn ebenfalU Tijerruui^leinRUtr in Vot- 

bmdunß mtti eiMin nalvanometor an, Für dipw T« mperatoreii ekn«t 

«uU fti> TLwrmoeleniPnt die Kcmibinftt.i.>n au» RiH^rj und Kor^tant^. 

Em dufcb die Bf^niiUiüng wolohrr Thomnji-ii'nipnlii im? dir Mt-aaung achr 

hoher und iwhr riefet Teiuptraturun 

Übi'rhuupl twtquom uiiil j^^rmu auh- ^^ "* 

fiihrbnr Kcwnrden. 

MiLU huC ik'b häufig U<7imhb, 

Thi-Ttnoöniilen von jrr/ißer Wirk»arti- 

Vi'if, £u bauen, d, h, ThernioaiüiliTii, 

wnirim liu}tM flektroMiiitorisrhr Krnfr 

mir üorirt^firr» imi(-pi.-rt Widerritiuid vit- 

biiidrn iiiul dnUei ImUUic äind, 1)h">p 

Bf>lltnn diirrh fljw cnTur Kohlenfputr 

Hcheist Wi^rdnn imd lUduiijb br.'L|iit'Ni 

brauch bam i^tromrrKrntfnr von Vr-rKüfr- 

nismäüia großi-r Wirlvitriki-il lieben. 

Indes iat du-mn l'nliliTii dofh nnr in 

viThÄltniamäßig kleinem MnÜBtab. wunn auch nehort rnnht branohb«r, 

gvlijBt. Von Gülehflr wunle ninv bt'nueme und recht haltbare und 

ppftktifttihe Therrrnifliiule kcinurmirrl , wpltliu luit Uoc hwifibar inl und 

WBlrhe e'inv eleklr'.^rnottiriBclie Kraft \'»iil 1 \r.lt (irfert. Die** SJltlU j« 

in Kig, \\U nb^^i'bitiiri. Sie bcateht äuj» (^(^ biulepeiuander gwchollctcn 

Ktrait*iiU-ii. weklie an« Siokel und mnnr ftnl»m<mhalftgpn l^f-gierung ge* 





ODlCbmoho Tlunaovfiale. 



m 



büdet sind. Dma Nickrl ivt in Korm vom Kühroticn p. n nn^rwi^ndet, 
wvlche niffl^h ftli (^uzul<^Ltu]]gsröhren dirricD und icmi^ii im Ajjpi^rat 
ud «in«r Pkit» «tvluen. Aiu obnvu Kiidr ml an jodr^i KöliroL^^Tt vin 
TfrrbiiulunKMtUck jiufujlrii«l, welch«« iiftcii r>bvn i[i «br Hill»- ausläufl, 
in »> Ti Im- Ir«' jLiiliiruniljiilliji»^ Leuierunu; kijiKi<^i»Miuu UiU L>ii."?n Autiuum' 
iIn.kr.-JM: Kid wiMki:U<irmij( j^i-Ui^cn h, n uiiil An ihro Knd'^n nind 
Ujk^i; KLipfpratrcilifn c. c ftii^vilult^t. wi^lc^h» t.\xi Ak>kuhlLUl^ und auf V'«r- 
bindun^ der Elcißftnl« dirinr.n. In din otkc^n mchtbarm l^har vnui^rin 
klitüic Schonuti;ine au« A#bc«t durch Ulimmr^rrohrchcn aufgoMtcU Ea 
Dt diL- ^nrvibtiuiff h jft^tmffpn, daU Hclbfit bi?i vri^oWIndnu ftttudr-uf^k 



fiS 11». 



'^4*-irf_ 



-.Y^//.i. 



_^,-.' 



inlfli imnur Icnn»lant »rwäime wird, Dw ininim Widcrhrnrnl diniwr 
SioJe tat 0.65 ObnL &i^ Itauii aLtu bri K u r 5 * c h 1 i c Ü 11 n g {8- (»ti} 



«incfi AEaximabit rom von 



€,65 



=: 6 Ampciv (P^bfTi und Ut vttu duicb 



Ajiidndnn dn« Gaw-s xum Bntrirb btrrvir und pHvrdert nur vorii»ltnüi" 
mäSa^ wrniii Oai- (I7'J I ppr Ötmidn). 

In den Th*'rni<*."li»iT»<'ntcn ßndct ^inr dirxlni» t^wandloti^ von Wärmo 
Kt^ktricitAt «tAit. I^idrm nikUilich durE!h dn' Krwjmminn di.T cimm 
Uq dn StptHii durt^b oii' vtm dem »-inon MhaII 7Lini «ndctu-ri flii-Üt, 
an diopr I^fltj^tjiNc wli-ntt ritgntiw P^lticrwbe WikTm*' «täi-u^t, hJiw 
bkÜhhng. Die wamivrp Tj>l*ti"lli- wurde tnoli nljHi von «rllut ftbkilhlon, 
(ulflp di^B ifrjfc'U|^loii Stroii:i4'A, wciiri ihr niohl immw von neuem W*rroft 
lllhrt wflrdp. Ebenso mitO hK'li du* üridi-rt\ köittri' Lötniellr we^en 
An dorT jHkHJtivi-n Pvllirmi'lii^n Warm/' vr»n ft^lW pnrürmen, "vnn man 
hiebt, etwa diir.'h BiH cder flieöendc* W»AiM»r, die enn^uuU^ Wirum WL- 
fühiT. Ein T}i"rHuwk*nn.-ti[. diu f^itiuti Suom lififirt, v'-rhAif. AtrU hI«i gftnx 
Wie «Jtic arboittindv Djimcfmo^rhiiw. BH di-^wr Arliyiti»i der Dumpf, 
TD *T aich abwt»f'lu-»lrid bei lioheii 'iomp^^rflturi'n AUfldiUiTxi. aud M 
en Tt*mperaiujvn ItDnd^-urtiert wird. Für die Ansdehnunp verbmueht 
\V'flnnr und die» wird ilim von dvui heilten Kv«Ld yeliefert. wibfiNid 
bei der Kondonwlion Wjunic »^rKnj^rt itnd dip*o wird ihin durfih dM 




128 I' 'l'eil. fl. K&pil«l. 

Kondenflwasser entzogen. Es wird also bei dem Thermoelement wie bei 
der Dampfmaschine an der einen Stelle Wärme zu^führt, an der anderen 
Wärme entzogen, und die Diflerenz dieser Wärmemenge verwandelt sich 
bei der Dampfmaschine in mechanische Arbeit» bei dem Thermoelement 
in elektrischen Strom. Da die Wärme ein so mächtiges Agens in der 
Natur iat^ da sie die Energie für unsere größten Masehineti liefert, so sollte 
man glauben, daß man durch Umwandlung von Wärme in Elektrizität 
auch sehr mächtige elektrische Wirkungen bekommen kann. Das ist aber 
bisher nicht der Fall. Die elektromotorische Kraft der Thermoelemente 
ist eine sehr geringe und seibat durch Kombination einer Reihe von 
solchen Elementen erhält man doch immer noch verhältnismäßig geringe 
Wirkungen. Das eigentliche Problem, Wärme direkt und ökonomisch in 
Elektrizität umzuwandeln » dieses Problem» das von der allergrüßten 
Wichtigkeit sowohl in wissenschaftlicher wie in praktischer Ansicht 
wäre, ist bisher nicht gelöst, und es erscheint sogar fraglich, ob diese 
Auigabe nicht etwa dem Wesen der ElektrUität widerspricht. 



6, Kapitel. 

Die chemischen Wirkungen des elektrischen Stromes, 
fiiektrolyse. Folarisatlonsströme. 

Vielseitiger ab alle anderen Naturkräfte ateht die ElektriEität mit 
allen in Verbindung- Ebenao leicht wie der elektriscbe Strom Licht- und 
Wännewirkungen hervorbringt, ebenso leicht bringt er auch chemische 
WirkuDgen hervor , Wirkungen , die sowobl für die wiasenschoftliche 
Unterauehung der Elektrizität , ala für die praktische Benutzung der- 
selben von der größten Wichtigkeit geworden sind. 

Die Leiter dea elektrischen Stromes sind, wie wir wissen, von 
EWeierlei Art, Leiter erster und zweiter Klasse. Zu der ersten Klaase 
gehören alle Metalle, Kohle. Selen und eine Reihe von anderen nicht 
direkt metallischen Körpern, Za den Leitern zweiter Klasse gehören 
alle zasanunengeaetzten FlÜBÄtgkeiten, die den Strom überhaupt leiten- 
Wenn nun der elektrische Strom durch eine solche leitende zusammen- 
gesetzte Flüssigkeit hindurchgeht, so verursacht er immer eine chemische 
Zersetzung dieser Flüssigkeit, eine chemische Zersetzung . die nach ganz 
bestimmten Gesetzen vor sich gebt. Man nennt die Leiter zweiter Klasse 
deshalb auch gewöhnlich Elektrolyten weil sie durch Elektrizität 
zersetzt werden (von Xüaiv, lyein, lösen, zersetzen). Den Vorgang der 
Zersetzung nennt man Elektrolyse. Wir haben Hchon früher das 
Wort Elektroden oft benutzt, um die Enden der stromzuführenden 
Leiter zu bereiehnen. Gerade bei der Elektrolyse wurde diese Bezeich- 
nung zuerst von Faraday eingeführt- Will man nämlich den elektri- 
schen Strom von einer Stromquelle aus durch eme Flüssigkeit gehen 
lassen, so muQ man in diese Flüaaigkeit zwei Platten oder Drahte 
aus Metall eintauchen, von denen die eine Platte mit dem positiven, die 
andere mit dem negativen Fol der Stromquelle (Batterie) in Verbindung 
ist- Dieae Platten oder Drähte nennt man speziefl die Elektroden 
(von 6S6c, hodos , Weg, Bahn). Zur Unterscheidung nennt man die 
mit dem negativen Pol (Zinkpol) der Batterie verbundene Elektrode 
dieKatbode, die mit dem positiven Fol verbundene die A node (das 
eine von itcix\ kat*. weg* das andere von av\ an*, hin — also wegführende 
Bahn und hinführende Bahn). 

Taucht man zwei Elektroden von gleichem Metall, z. B. zwei Platin- 
elektroden, oder auch von verschiedenem Metall in eine leitende Flüssig- 
keit und schickt man durch sie einen elektrischen Strom, so wird die 
Flüssigkeit stets in ihre Beatandteile zerlegt, es findet stets eine Zersetzung 
der Flüssigkeit statt. Aber diese Zersetzung geht scheinbar nicht überall 
in der ganzen Flüssigkeit vor sich, sondern nur an den Elektroden 
selbst. Taucht man z. B. die beiden Platinplatten in Brunnenwasser 
ond schickt den Strom von 2 oder 3 Bunsenelementen hindurch, so siebt 



ISO 



I. Tdil. Qh Eft^Ul. 



b 



man an der por^tTiven und An rLf^r iii^K'^tiv><ii PlHtinjptnltti UojtlilJiMvri aaf- 
Ali^iljon, und zwftr An lUr pnJliti^^rL ^iii-rsUilT, An dVr ni-,i{!Hlivfi]i WaASfr' 
Atoli. Eä lat ^tirAtlo iliuävr Vür^tiM^ im Wääst^r kuin «inlAchur, wjr worden 
ihn (ifthcr erat nnrhhcr nusführlifhor behandeln, 

I^itejide Flüffiglceitcn ^md im £illgi-m<?jnen die Lö^un^en von SÄUT*n, 
win ??phvrcfi'lHiiiirv, SalÄsiLure. Sulpetorzyiurc. in Wnsicr und die TjflBnngcTi 
von ßalxmi in Hülset, Cif^tniJi" dieao Lö^iingon von Salsen nnd Säuron 

iiind für diu SEt.'kU'olyBL^ von bt^fiundt^ivr Wiehti^kvjtH und wü wcnL-n -iip 
daher haupt«ucklirh besprt^c^hf^n. Ein jede^ ^üh. £. h. 9chw«fpla&ure« 
Kupfer (Kupfervitriol )> eiillitflt aU ehieu BvBtuiidlni ein Mt^Lall, hier 
KupfpT. der rtfuÜßpc E^-Mandf.cÜ ist. (rim- Sfiun* *>ili>r fiAUi^Tn^ifl oitpr flilor 
O- der^l., liitfr ial er SohwefriBULii»f, LhQl [|ii^l ru;n mne SnlAUi^uUft *ltfkin>- 
lyniervn, n u d e h u id e l ä i o h j ni ni <' i' iE a h M o t a 1 1 n n d e r u e ^ ft' 
tivcüElektrodeah, dfr Re*t di?« Sflijtpa erfloheint an der po*itiv*in 
Glnkr^rodi^ Aho in un^eiem Beispiel, vivnn man ciin^ l^iitunif von Kupkr- 
viwiol leraetiif. tritl doA reinp met.jilliar'hr KTipfer an d^r riPft'itivpTi RlrJC' 
trcxit' [Lul. bi»l Ziiikvitfiül »t-heidtt sich <U9 Zinlt. bei aulpetennurem Silbtl 
dAN SiltiiT, bri UohU'hTf»ri<l dia^ lif^lcln bei Cblornnfnum (KorhsjilK) diu 
Natiiuin an dvt tivg^Uvi^u Elektrudv ah. MihU vrketinl aohun diirauB 
die Wiiilit.iykeit di»'ner Wirkmig de» t^lpktr'iBobi'n S(,roiinNi: derin ew i*it ju 
dfldurdi miV^lirli, MHritll«' ah» ihrpriftilien in reinem ZuHtAnd HuHÄUMv-beiden. 
i'in Pi'uaeü, 'ler mit ftiiderT Wpjöe nur durcli j^roÜe IldlHriuUel. vvuu über- 
tiHii|>l, diirr-hznflihri'n wt Her Andj>n> Rj^öTitndTj*»! rina Sabfa M'hridrit 
■^irh itUo An diir (josiltven ElMklrcnli- &h. Man ii*'Tirtt die lf»idAn ßoAland- 
l^jl*' einpA ElckTTf-Iyt-on^ in wekhe er düffb di^n Strnm T.i-r\f^. wird, Beine 
I o n V n (von iäv, i-on» da« WAiideriid«) und iMUtHiohri»! auch RAi^b Faia- 
d«Vfl Vorpfttig dm nn der poflitivon Klftlctrodc ^Anodn) «nflrptenden Be 
ftandtcil aU A n i o n . den an der negativen (Kathode) auflietenden ali 
K u t 1 n- Wir haben daher de» eratei» 8iitK : 

Itei jeder r-lektroJytidCihrn ZersrMüitn|f Aflhrid(<t 
sieh duB MrtuI] na der Kathode ab. 

Zu den Metiilten ffeJir»rt in diwiem Sjxtae Auch d<'r Wa s h e r^t o I f, 
Ih B, in dtrr SL-bweftilflHure äOjHy int WuHstr^Iol! H., dii^ Kation und d«r 
Best !^>^ da* Anjon. 

Ditfui-r «H^efnein güUige S^U, daß d^s Aniün eine* Elektrolyten 
an diir Arifidti, 'bia KAt.mrt an der Kathod« frei Auflriu, hud jedoeh hiiuä|( 
verdnekt, ao dnö er B*>bi'inbnr nirht. riebtijj ist 

Efh lAt njindii-h vi^ii vomVjKiri i-iii'tLihKLiriiH dA& wenn caue Plü«^» 
keit in ihre Befltnnrlli'ile Kerlrj^rf, wird, dtene Rej*ljincltdle imtrt l nuiEnnden 
wieder rein chemiKh auf die FluHaBlceit oder aui die Klektröden wirken 
können. Mün erbidl dtvshalb aelir häufig bm der Kluktrolyse nicht die 
wirklichen Predukte der Zerneliung, sondern dicjeni^fen Produkte, die 
diireb die rL'Lu e.beiiiiHtibe Etnwirkuni^ der lumvii auf die FlÜBAigkeil vdv: 
die Fdftktrridfln j-nt.fliJ-hi^n Du- eli*Hr<ilyhiir.h ftbB;e«ehi*^|pnen ItentAnd- 
U-iie lEebeu, wict niHn «a,i|El, nt-k u ndn le l'ruzenttt ein. Scbir.'kL man 
s, ß. dkin ^U'^piii ^niHrhen Platin«' Jeklrtxh^n diireb eine LTi^un^ von Chlor- 
natrhim (Ki>cH*alji| in Wftsjwr, »o iolh*i An d*r poflifi^'en ElAtrode freie* 
Chlor an der ni^jifativen Xalnun^ enljil^ben- Däjs ^iiuiiiut Jibcr wirkt im 
Jtfiwn^ftl nein™ Rntitehenfi lofort auf daa M'aBser Eereetxend und bildet 



I 




Sekundäre PtozaxB. ISI 

ÄtBoatron und Waaflerstoff, während das freie Chlor aich sofort mit der 
PUtinelektrode zu Pl&tinchlorid verbindet; man aiebt alao deshalb weder 
Natrium noch Chlor auftreten. 

N&mentlich der positive Bestandteil, das Anion, welches gewöhnlich 
eine Säure oder Chlor oder ein anderer sehr reaktionafähiger Stoff ist, 
tritt fast immer in chemiache Verbindung mit dem Elektrodenmetall 
oder mit der Flüssigkeit. Wenn z. B. Zi[ürvitriol zwischen Eupferelek- 
troden elektrolysiert wird, so tritt an der negativen Elektrode Zink auf. 
an der positiven Elektrode verbindet sich der entstehende Schwefelsäure- 
reat sofort mit dem Kupfer der Elektrode xu schwefelsaurem Kupfer 
(Kupfervitriol) und ea bildet aich also an der positiven Elektrode Kupfer- 
vitriol durch einen aekundären ProzeQ. Ein andere^ Beispiel : 
Wenn man eine konzentrierte Losung von Zinnchlorür (SnCl^) zersetzt, 
so cntateht an der negativen Elektrode Zinn^ an der positiven würde 
freies Chlor auftreten. Dieaefl wirkt aber sofort auf das gelöste Salz selbst, 
aof das Zinnchlorür, und verwandelt dieses in Zinnchlorid, so daQ an der 
positiven Elektrode kein freies Chtor auftritt, sondern Zinnchlorid. 

Es kann also der an der positiven Elektrode abgeschiedene Bestand- 
teil eine große Menge von sekundären Prozessen eingehen. 

EbeiiiSO kann aber auch das Metall, dan an der negativen Elektrode 
auftritt, sofort wieder in chemische Verbindung mit den anderen vor- 
handenen Stoßen treten, wenn es überhaupt eine energische chemische 
Aktionsfähigkeit hat. 

So sind namenthch die Alkahmetalle, KaUum und Natrium, chemisch 
sehr wirksam und daher treten bei ihnen immer sekundäre Prozesse auf, 
sie wirken wisetzend auf das Wasser der Lösung. Läßt man z. B. eine 
Lösung von schwefelsaurem Natron (SO^Na,) zwischen Platinelektroden 
zersetzen, so scheidet sich an der negativen Elektrode das Metall, Natrium, 
ab, dieses zersetzt aber sofort das Wasser der Lösung in Hydroxjl (HO) 
und Waasersloff- Das Hydroxyl verbindet sich mit dem Natrium in Wasser 
am Natronlauge (NallO), der Wasserstoff wird frei und tritt an der nega- 
tiven Elektrode in Form von Blasen auf. Auch ait der positiven Elek- 
trode treten hierbei sekundäre Prozesse auf. Das dort sich abscheidende 
Anion SO^ zerfällt in SO^j -f- 0. und der Bestandteil SO^ bildet mit dem 
Waaaer (H^O) sofort Schwefelsäure SO,H; » während der Sauerstoff frei 
wird und in Form von Blasen an der positiven Elektrode auftritt. Es 
Bollte sich also bei der Elektrolyse von schwefelsaurem Natrium (SO^Na^) 
an der negativen Elektrode Natrium, an der positiven SO^ bilden. In 
Wirklichkeit bildet sich aber durch sekundäre Prozesse an der negativen 
Wasserstoff^ an der positiven Sauerstoff. Gerade solche sekundäre Prozesse 
waren es, welche bei der ersten Entdeckung der Elektrolyse einen groDen 
Irrtum erzeugten. Leitet man nämlich einen clyktriachen Strom mittels 
Platinplatten durch ein GrefäÜ mit gewohnlichem Wasser, so entwickelt 
sich an der negativen Elektrode immer Wasaerstofl. an der positiven 
SauerBtofl, Man glaubte deshalb natüriich zuerst, daß das Wasser durch 
den Strom direkt in seine Bestandteile, Wasserstoff und Sauerstoff, zerlegt 
würde. Spätere Untersuchungen haben aber gezeigt, daß das nicht der 
Fall ist. Ganz reines Wasser, welches von allen Spuren von aufgelösten 
Salzen befreit ist, leitet den elektrischen Strom nicht, ist ein fast vollkom.- 






iiieuv^r Innlnlor. kann itlso fiiich nicht fbktrolyjiieift wmittl. Wenn d&» 
WftJ4A|^r ^^iitKorniaUuii ^iit kntot. w'k o^ boj den i>rwähntn]i V«rHuckvn über 
Klrkr.rolyjifl de» WnAwr* der Ftvll vnt. ^n entbftlt ea immer tfin» ß<-i]irr 
von Sahi^jL in meKr odoi miTider groüen CJunntitÄten aufgelöst, njinMnlEkf:b 
vnn Nntron- und KwIbfllÄpn, I>im3h den Stmm wj^rdon nun diwr Snlift 
Settftit lind dit MeTnilt an der tiegativon El^lctrodr ELTsotiL^n das Wu»r, 
verbind^'» siuli iiul dL'iii ^aui^i'älojT und JudSL'ii ilt ei Wu^evrätofl frf-i wcnltTl 
und Bifh pntwit'ketn. Der Kest di't S»1ä** vettjiiidet sich an der poBiliitn 
KJpJctruiiv mit dvm WdaHemtoiT dee WueBen und LhUL Saui-rutuß fivL wi<rdun. 
Sn IMvu l*fi «l'TTi Diirrbj^ttnß doM Äfroiii*"» diirHi WaM»i*r ftll^rdin«* WaA^r- 
wluff undS»^l»p^st«^ff auf, itWi ut*'lit dur^h direkTni* EWitli-vlvw, »ondt^rii dui'uli 
npkiinciflrr- Proatsac. Dnssdlo i^cschicbt, wonn niftn Waesi^r mit iriiErnd ninnr 
SAun> , t. B, 8ehwclelsäitrt , ^in weni^ an«än^rt Dann wiril von d*>T 
Sohwrifnliüiurt; (SO^HJ an der ne^nüvirn Ekktnxiv Wh^üuratoCT frAi, iin 
dPT yitwitiven Elektrode j^rfÄllt dor R«tSn, in Äf"», - O und »irr ßnucr 
itoff tritt frei uuf- Oder wenn «nun Silasiiure tili dem H'uaitr äB- 
actrt, M> ^^-ird dun Kntinn H hi-\^ un.^ dns Anion Chf^r l-l xvrhindet tiioh 
ßut dem WaflBtTBtolT de* WBHH*r£ lu CIH und dei SavurrttoJl dea Wiwiwr» 
tritt auch hipT durch wkundüpo Pro0i«se frei iiul 

Wohpr koiniut v>s [luii aber, daß l>ei der Eli^ktToty»e die freien BeeUind- 
tedt^ imtiiLT nur au den Ek^ktrodi^n aultret'.-uf Wvrin dur Slrirm uul di« 
Flll>«igki^it E'^raf^fiiind wirkt, wi muß i-r doch il^w Jn dor jjftniw.n Auja^ 
dehuuut der FJüsai^kml lun, durrh wiildii' vi |j;<?hi., und inthl bloß au 
den ElJktrodcn, nn dt-n Einiritti- und Auatrittaaldlon? Die Erklftrun|; 
iilr du<Hfi Erachi^iuLingAn UhM die Thi'on» cUr liiäunnEVii von C k a u e f u «- 
Arrheniua, wpTchn. mit dW fi.u» ihr geRogi'.npn Folgerungen hieber 
»innfthnwilos b«*tniigt worden iftt N«oh diesKf Thoorif tn^atcht jede* 
BU(uimmRng<'Hpt«la MoleklJ], 7.. B, ChlonirUrium NnH, uiiw (wd ßceuuid 
Teilen, die van vflmherein schon und dmiirnd plektrischn nber cntgegcn- 
getulßl elektriBch »ind, dem piwiiivcn Metall und dem ncgntjt^en Heat, 
DiM Mi)iokül int dahi^runplektriwh. Worin (^iu ttotrh>-rJ. Hüls in Wass<*r feof- 

?clOBt wird, flu diu-f [nun ubor aivki oriheLnii^r^, daß in d<!in Wunpr lautvi 
'hlorötttriuiT»-(Ko'hKjil/-)Mül''I<ütf' sctbut ^chwimmpn. Vjplni'ihr hringl 
der Vorgang lIot l'öHnng eine veitgelipnde DiasoKiHtioii dieser 
Moleküle hervor Die k'LnKehieii KiM^hHuUnLc}[eknEe sind in dor lji>Aung 
in ihre Aloiri« geurllt, und r.svjvi knnn muit iiirh i3^n Onind diuer Dinto- 
xutjon HU v>ir>l«llen, diiü jiidi'H nitrhikul in dir Klli.^^i^kett ^idt innAi \tui\ 
hpJtiig hflwcgt, drthd nn «ndi^m M<"i1<'kitlp Anf*föGt nnd daiänrrb in lu-'tno 
Balandt«il« j:ertrüm((i(rrt wird. DiF«^ Atomt, die aUo «taikc 
eJnkiriiiehp Ladungen hrsiiS!;4Tn. sind dif Ionen de* 
Moleküls. Es gehen alio in der FKt«iigkeit fortwührend Trenuungon 
und Wi(<dr<rv(^rnrti^unpm dierter Ionen vor bk h< jedoph eul daß der Haupt' 
teil aller Mfil<'kiilr diMniiiort in! Dirst Vorstellung von dfir Natui ü'tDtr 
fterooUhdrun FhiHhi|;keil icl rKH'li ^utiz unubhun^ig vun den Krttcheifiung^n 
der Eltktr«Iv*i>, Wenn iiuti in (»iue nolohp iliSttOKiierto FJi^anigk<.dt xvrei 
ElekUodeu platten huii? in gestellt wc^rdeu, von denen die eine (>Dsitiv ele^- 
triacih, die andfin nogutjv *'li"ktrlMrh mt, m wirken die KIiiklrJÄiUil*'n dieser 
PUtitn floiiehand und jtbAtofiend Auf lii^ ^lektriiirh»n Lndurtgi-n ih-r Ionen. 
IHo nofiativp Klektrctdo xmht dii> positiv g(iTndi'ur-n MMalltünen ^n, die 



I 




FondayBohe Gentu, 1S3 

positive Elektrode den negativen Rest. Im Inneren der Flüfifilgkeit findet 
hIbo eine fortschreitende Bewegung, eine Wanderung aller Kationen 
Doch der einen» aller Anionen nach der anderen Richtung statt. Bei dieser 
Wanderung sind jedoch im Inneren der Flüßaigkeit überall dieselbe Zahl 
von positiven und negativen Ionen vorhanden. Das Innere der Flüssig' 
keit bleibt also scheinbar unverändert. 

Anders ist es an der Grenze, an den Elektrodenplatten selbst. Dort 
kommen immerfort an die negative Elektrode positive Metallionen heran. 
Diese geben nun ihre Ladung an die Elektrode ab und bleiben unelektrisch 
an ihr haften. Ebenso werden die Anionen an der positiven Elektrode 
unelektriscb und bleiben an ihr, resp. wenn aie gasförmig fiitid, gehen aie 
an ihr in die Luft, 

Nach dieser Theorie ist es also nicht der Strom, welcher die Moleküle 
E6rBet£t, Vielmehl sind die Moleküle schon zum größten Teil zersetzt 
und der Strom bringt nur eine bestimmte Bewegung dieser Teilmoieküle, 
Ionen, hervor. 

Obwohl diese Theorie auf den ersten Anblick etwas künstlich er- 
scheint, schheGt sie sich doch mit merkwürdiger Präzision allen, selbst 
den feinsten Erscheinungen, die bei der Untersuchung von zusammen- 
gesetzten Flüsfligkeiten auftreten, an und bat »ich daher allgemeine An- 
erkennung erworben. 

Die genauere quantitative Untersuchung der elektrolytischen Er- 
scheinungen hat sich nun offenbar mit einer Reihe von Fragen zu be- 
schäftigen, von denen die erste folgende ist: Wenn eine bestimmte 
Verbindung, z. B. Chlorsilber, durch den Strom 
zersetzt wird, wieviel Chlor und wieviel Silber 
tritt dann gleichzeitig an den Elektroden auf? 

Diese Frage beantwortet sich folgendermaüen : Es ist bekannt, daß 
die Chemie für jeden Stoff eine gewisse Zahl, das Atomgewicht, gefunden 
hat, welche in Verbindung mit der chemischen Formel einer Verbindung 
sofort anzeigt, wieviel Gewichtsteüe von jedem der konstituierenden Stoffe 
in einer Verbindung vorhanden sind. 

Wenn z. B. die Chemie für Chlor (Cl) das Atomgewicht 35.5 und für 
Silber tAg) das Atomgewicht 108 angibt, und wenn sie die Formel für 
Chloreilber AgCl achreibt, so heißt das: 1 Atom, also 35,5 Gewichtsteile 
(g. cg, mg u. a. w.) Chlor verbinden sich mit 1 Atom, also 108 Gewichts- 
teilen (g, cg, mg U.S. w.) Silber zu 143,5 Gewichtateilen Chlorsilber. 

Oder wenn Schwefel (S) das Atomgewicht 32, Sauerstoff (0) das 
Atomgewicht 16, Kupfer (Cu) das Atomgewicht 63,5 hat, und wenn die 
Formel für Kupfervitriol geschrieben wird 

SO.Cu, 

0O heiHt das, dafl 32 Gewichtateile Schwefel mit 64 Gewichtsteilen Sauer- 
Stoff und 63,5 Qewichtsteilen Kupfer sich zu 159,5 Gewichtsteilen Kupfer- 
vitriol verbinden. 

Bei jeder e l e k t r o 1 y t i s c h e n Zersetzung treten 
nun an den Elektroden die Bestandteile gerade 
in dem G e wich t a ver ha 1 1 n is auf, in dem sie in der 
Eersetzten Verbindung stehen. Wird z, B. Chlotü^^T 



1S4 



L Tal, a K>i[iLtel, 



e1«ktroly«ctrt| no tji^li^L fflit der nei^ätiven Elr^kf,rr>Ljii inuiirr 1*^^ O^vrichts- 
toilc Bilbrp ouf. worin nn iW positiven S5,5 G*wii?!ii.^[cili' i'hlor rnt^tflhpn; 
wird Kupfervitriol clcktrol)"Sierl, ao tnLelchön an lii-r nugittivun Kli'k[ri»li> 
fl3,Ä tfftwirhtfttdlp Kupfnr, withrf!ni1 nn thr pnshWcn '?P> l-fiwifhttioiln 
f^Ü, ftuftrctcQ. Oder wenn Zinkchlorid dektrolyaicrt vnid. de»oii Form»! 
isi ZnCl^. Bo lrcli.-ii, Ju dna AtoinEBWiciht de^ Äinki 6rj.i', du* dßs (!lilom 35,S 
iftt. AQ der npgtitivpn Eli^ktrodt- immer 5ö/J OetrichlsteiJe Zink &uf. während 
»n der piwitivt^Ei 71 GüWR'htaTiHJe CliJor uiLLetobNi, 

Mj^ri i*.rl^ntut uLv}, t]ni^ jfdp f^1]^Hl'AT1K tu o I c Ir ü I wr i AC srrwttt 
wird. J- li- die GtiwiditMmt<Jigpii der ubgesi.'tiii^dL<iu<a loneti alelii^ij in dvm' 
Helhnn Verhältnis, in dem bi<? in dem Mnlt'kiU atelion. Die flpwiehtja- 
mengen der Bejitandt^ile m etimr Huhatanz ri«njit mHu aber üire (^hvminohvn 
Ac|uiväle[jtgewii!hle, iiä folgt äli^ doruua lEur Sat»: 

In einer bestimmten FlUa^igkeit Ateben di* 
Mengen der abgeschiedenen Ionen im Verhiitnit 
ihrer Äqnivalentpe^iohle. 

Di« üUemiHohen Aquiviilenigewiohte sind beBliminte Zahle», welche 
&J]e ftuf WaaoerHrofT hezo^n fiind. nie sind namlLeh für dit* Ktenu^ntf i^ffio^ 
d«ii Atomgewicht ^11 L dividii-rt durch die Wertigkeit. Das Aquivüteiit- 
gvwirht dea Wasseretolla nird gleich I j^i'autzt. 

fii»ln*n nun dio ubjjoMi-hii^di'iT'n I'kt.*)! ^t^kuTMliite chcmiBcbr Proeirwir 
mit dtjii Elt^ktri^iivn i.'dvr ijer F]u4«iigkpit tnn, «o verbindet, tich nach dvn 
fleAprsw.n d'^^ C'herrtie fliifh wieder jf^de^ Ton den Tonen immer mit ho vinl 
Gewiehtateiliid dur E^nktT^Kle oiler dvt FluMigki^it. v.h ihm ohcmijKh 
äqiiivnknt wird, 

Wenn uIao s. B, «i>hw^fel»»are?t NAtrcrii Na,SO^ doroh den Strom 
jspTle^t wird» m dnü an der negativen Klftktn>dc Njk,, d, h. 2 -< 33 tJe- 
wiebtareile NntriiiEn enlat^h^nn so ser^et;^ dies« Nitrium dir ihm aqub 
vaienle Mc^nge von Wasser, bildet "JiNaOÜ^ uiid scht'idel aun ^Ifüi Waaer 
H, ab. qIho gcru^le so vt«I WasBerstolT . aljt dem ab^'Mchii*dpD(^n Natrium 
ohemibch äiiuivnleiit ut- 

Mil anJt'rcn Wnrten: W imi u E l c k tr ül y»(* ft t ft 1 1 1 i u d o t, 
ao tr«t«n »utwed^r di« BpAtaridteil^ d«a KIftktro- 
lyti>n «olb^r. odnr dii? durrh c. lieniij^ehn ümaatsuni 
«Txru^tf^n a^knndArfn ProiUikt' immer in ahemiaeh 
i q u i V a 1 it n l «^ n M i^ n g ia a auf, 

Mftn knnn riifinbfli derZnmrrjninj^vonWnflfler, wlfihejadurdi mkunHAtVi 
?roK«jM# vor weh («ht und in Wirklichkeit die Zerseuung von »ehr ver- 
dünnten I,dr»Hngcn iit, Irirht i^irporimi^nTell »einfln. Aus uLwäb angeahuertcm 
Wwuer erhalt man. wie erwähnt, durch die Elektrolyse Waaeirrfttofi und 
Satie»tufT. die l>ei(icn Ht'dtiLndti^dc dutr WaaiwrE, Man kann dn^tu* bt^ide» 
Qdfle. wtnn sie sieh entwiL'Leln, getrennt nnffiinir''iij wenn rnnn jede 
ElektTi^du cuixtfln in ein üben giMuhluam-ntkii. mit WjL^er gvlültU^i» UvtäU 
bringt. Einen Aokhen Apparat noiiCrt Fig, I2Ü, tJic beiden t»Wrfthn*ii 
'k und ii werden mit WoMcr gefTillI und tsiAclu-n tu die Sebtliwl A WB, 
wiilelje i^hrnfittU mit W^Mier gi^füHr rKl, m daÜ dn^ Wasser in den bfiidan 
li6hren duroh dan in A hn^tinrlliche Waurr in Verbindun;^ Btrhl, In jede 
der bi'ithiEi Kehren tmirbl mm cuie Elektrode von Plutin i^Ln. wflkhe 
fiiirch einen Kork, d*r dif Sehibsel A unten vcrflehlieÜT, hindurc^hgMteokl 



I 



^ 



FandAmifbv OmtUcw 



136 



m. I«- 



hti i lind f fand KIp.TnBuchTAijlKin, in wicltthn die DHihlv vom El^meai 
tait wv.nJfin. £4o«lo nun dttT ätnrai in die KEoktrod^i» konintt 

durch diW Wnwer tLindurrbgrht, ttitwirk*dt s\ch an der fincn ElaJr* 
Irodc (in h) Wu»^r»tof]. an dar Andt-ren (in u) Snuf^riiltjll, Dii!*c ÜMt 
jiT4^i}^n m 6rt\ Röhjt-n in die HoUv uud tlrücktfn dju WuHDr «Um&hJioh 

UU dicMin hpTAUl- 

Wom Jtmn dii^wn VvrBUch uiu^ltillti «o uelit niun oufurt« doU vun 
dem WBJ*erBtol! in dTTwU-^n Zfit. dopp^^lt no vie\ (df^ni Vciliii»*-!! naxh) 
«mCstvi^ ttJB vum ^HUi'rslvII. D\^ Rob» o jhC nur jutiuur liulü no weil 

»mit OAJk fUm aU di^ ß-"']!»« h. Da 

aI« WMiwntd!, so mht mAn, daä 

d<m Gtwifht nArJi hnmer Amal in 

vitl Saac-niiofl wiu Wft^nwndofi rnl- 

widwit wind, adur tmronr, wenn 1 g 

WmamctwloS «uftritt, troUm 8 ^ Sauet' 

tttofT £üg1<Mi?h auf- Nun sind abrr in 

euiem WaMcrmuloküi immoi S Cic» 

wiohutoilr (I A(|i]ivn1u(it) »Snuontoff 

mit ^irn-rn GprticJilit^il ^Ä[|üivak'iit) 

WaMcraloü vvrbuEiiic'Ei, Mim vrki^iml 

aW>, dftß dM Wa*wr durrta m-lcundAn» 
^^VoMV« HO st^mvlEl wird, duü <ljv' 
^■GivffiohtA der nTifrimlendiTL li>npn im 

TaluÜtni» tluw Aquivalvul^wivliiL^ 

tfUhpn. 
^L Di? £WmU Fmgv IH »uji di«; 
^'llfc'onii moö einen und dfin- 

«elbeo St roin d* r 

ft « i h e nach durch 

Vprachiudonr Ecr- 

• • t xbar P Fi ü^ai ^- 

k ei t en g V h r- n 1 JlUi. 

in ir«loh«iu Vpi' 

hiltHiA «ti^hen dftQn 

die in j'd^r von 

di«>«n PlU<tpii:koi(4*n Ei3rBf*lei«n Mvui^eii zupinundrr? 
Die Aniwon auf rfiivw Frag«? hnt F s t a d a y diireh i-io*^ grolSe Rciha 

Ton Vcnrachtrn fleg>rl)«n. Dinte Aut«urt iiiutel: Purcli dcnBetbnti 

Strom wnfdcn in nllm nloVtrolyniflrtien Flüssig- 

b«itcti in dtrielbeii Ziril di« B«]itandt«il« ludtiin- 

jenigen Mirn^cnvnrhälr. niH ab^eiic-bicdrn, wnlehen 

gl<*i«h drin V«rbiltnia ibrer chcmi«choii Aqai- 

Tftlentgi-wiGhtu ist- 

lü der Cbi*fnit< b«B^ichntt man aU GrammBquivalent ein«f 

SabptNU di^jeiiLgi^ Anulil Or&uimc dpi SubHUnx. \vi*tc|iu gle>ii;h dem 

A([uivji,|iTnr>,'nwichl i^r. AIhu 1 GnuT:rmlqu]va1i>nt Nntfium niTwi 23 Gramm 

Na. I r>rAmmiqnivaWt Silb«T «md Wlj ÜrHiiiuiAg, 1 Qnuuuäquivalont 

äfeu^'ratoif nnd ^ Orainin u. 0- w. 



1 





i:ic 



1. TpiI. U, KafütrI, 



Bin BeUfMel winl da« FftfmiaysL'he GoHfrtÄ klarmBtbtn. Wenn mm 
cinrn und dm&plbpn Strom <lpr Ri>iho nach i3ur<'h tirei tMÄÜtf mit FKiBsig- 
keittiix lvjt«t. Bu daß VI zu gEnoher Zi^ir ul deti drei Gr-fäßen fi^e Ujaii 7,vi- 
flotaiin^sEelion nciint) di>< Flüfudi^kL'itiL^n ulvktroly^ivrt, äo müBWii 
dip abgrupliipd^Tn^n M^rii^;*'" dir I"in-ii im V^rKÄltnia ihrr'r Ai)iLivHli*nt- 

Kochsdlz jClNa), oinc Lnaunj; von i^ehwofefefliiro (SO^H,) und ein*?. I*flaiing 
Ton Ziitrirhlorür (&nC'l^), bo wirtl in dor ersten Ffüsaigkeil in b^^tininitor 
Zrit. rtva 1 tirnmmA^niv'a.(pnt Na (23 g3 ^^^ ^^^ tiP.gnt\vGn und I (Irrunm- 
Äquivalent Cl {35.5 g) an der positii-en Elektrode flbge«:!iicdcn. In der* 
wlbuii Zfit muß lu di^T KWvjU'n Flü^tf^linit dio dum Natrium iujmvuIvTite 
Menge Wasaerstofl an der Knthode entwickelt werden, also 1 Aquivftlcnt H 
(1 g , mcht elwu 1[, — '2 n), und an det Anode eiiteteht ii\so die Menge 
'^ 30^ (= 4fl g). wplche dem ein^n ÄquivalOTit Waswratuff pW^hw^rfig 
IftL In d«r dticteit Ffit^si^keit «ndlii^h eEit«telit an der |ioBil;iv«n Elelctrod« 
L ürinnmJiqiiivHloiiC ('\ {^ö,r. ^, mnlit otwa ('], = 71 g) und dio i^uivatont« 
Meu|(e Zinn, alen \» Sn = 5Vi (i;. 

Da <liü M^njjvn der an judur Eluki.rud« ab|ifoacliif>dcno[i. Innen boi 
verB^hJcdenen Fliisiigk*iilJ?ii im VerliÄltnis der Aq^nval^ntg^wichtc awKcn. 
Hl steht uuüh dii^ gi.-Aiiinte Menge diT durch Klcktrolvst? jEersetxtcn äub- 
«tuiEbn in ftllpji Kfüssigktnti'n im VV.rliftllnb dt^T AquivalentRi'Wirhie. 
es nimmt nbo in ^in^V bestimmten Zeit. wÄhrond weichet die Elektrolynr 
vyr bujIi gtJit, Jio MengL' des Clilurniktnunm ab um 35,5 f 23 := 5t*>j ihs- 
wicbtoteile, die der H^chwefelaäure um V* (% + 3) = 4i> GewichWt^ilr 
und die des ZinfkuUtorijrH um \t fllJ<-|- 7t) = 'U,5 GeuiulilaUilc^ 

Rin Sfrorn ferner, um ein anderes Beispiel xn nehmen, der SU3 Wmmt 
ni einer In^ptimiiiten Zejt \g KnaJf^a« eri(WLi:kk>K, ecke:dt>t m dtjiavlbvn 
Zeit. >3,.^2'2 g Kupfer ^m KiipferWtriül un>l U^IHIk Silbpr aus luüpfitor' 
siaui^m ^Iher ab, w«i] die ^liUn 1 :3.G22: l],ll^k abU vj« die Aquiv«J«nt- 
jwhlun d« RnaLlgaaca, des Kupli^rv m KijpfHrvjtriol, dea Silb^tn in *n\- 
petPtÄftnrem Äilber verhalten. Es ist iiÄmlieh das Ac|nivalentgc wicht 
dos KnalleaeeB ^h (H, -hO) = ^*, das d«ö Kupfüca V' L'u = 3l.T5, dao 
den .SilbfTs Ag= 107.7, und diefle stehen gerade in dvm oben angCKEbf^nca 
Verhiiltnui, 

Diese ge^rtHmäßlgen Beziehnnge.n ^Verden \im H>fort ncMie MittvJ 
iUr die Mesaiing von eiektri>>e]R'iL Strömen gewabfonK 

Dil- driUe wccUtigu Frage iet nun die: Von wcloUen Vur- 
hilltnjflsen de» elekt. riselien Stroiviea han^t di* 
Mifnge dvi a b g e B c h L e d u 11 e n ^i^ubolanaen abf Die Er- 
fahnmg hat gn^r^i^t^ daü dir M^nge der abgi%^hiei]f«nßn Innren emt^nii 
abhängt vi>rk der Dautn de« 8tii>mviH, iiäuibi-b um so [nt<hr WMcItit» ja 
Iftnger man drn J^t.mm hindiirfhgehnn lÄßt. Zweiten« abnr 
hängt die Merifle dur in j^dor Sekunde' elektro- 
lytiöt^b nbj^oichindenen >liofle bei ji-dem b^'vtimm- 
ten Elekirolytpn allein ab von der Sttamatäfke- 
Dies lüÜt sich duruh Veraui^ho IcJebt nac^hweiniin. 

Wenn man eine Strom Verzweigung niiifht, wie in Fig. 11], und B'^- 
wnlil in t\fn Ilauptiweig ] wie auvU in jeden der Zweige l£ und 3 jp tiiie 
2«vnT'£ungaK^<ll4? V,, V,, V| einHvha]t«t , t. H. je einen l'ktiniir^gel mit 



Vn^fdmjwjbfi Cii 



137 



«in«- Losung von MlpeterwiBrnm SiJtmr, und vt^nu iuati lf\nmr ticK^b in di^ 
Zweige 2 und 3 beÜebt^ WidoTsUndr W, und W, clrmchalu^, ic nt U 
in j^ftn iji^f drvi Zwwicp din ätroin£tikrkc vcrsi^h^nd^n und e» Kot^t. »inn, 
(IftD ftiich irr jed^r lUr nrri ZcTwrtJinngö^^plhn yrrschicden? Mengen Siibi*r 
«icfi md di<r KjtlWlif jui'- 



W 



w 



Vi 



lü 



T- 



n* irt 



dfffwhlft^pn. Dil- .Stmm /x«. m- 

«Urkv in 1 i*t uuu gleich 

dar Anoim^ dat ^imm- 

it&rkvti iD 2 tiud 3 und 

man fitidct nuc^k, dnü rlic 

SillMmitng«, dio lieh ETI *Uc 

ZavetsungEJidle V , niudi^r- 
ffmrthLi^m hat, Hctdi d«r 
äuuJiiL*- di-f iik V^ und V^^ 

Ut. Fvrilfr ^rrbfllti-ii *K'h 
di«9lionuUrk>'ii inSund » 

am^kflirt wi" di(> WidfrutÄnd«- dii>*»»r Zweig« (ö. 0^0 "»"1 ^bemio flndpl 
matt A)i<-U da« VoihÄhiiüi dor SiJtik<rnii*n^n in V, und V^, M^Ln ktuiu 
cüevn V*ri"Ufh ou( vprachird^rir \Vcjjio Vdrii^rtn, inimi^r aVmt findH niAn 
dUMibtf Iti-JultaF, daß die Mm^v «Inur elidktK>ivliHrh HliL;rm-}ä«dimitn 
i^ubaCAitJ! nur nbhüiijft pfnftJHfl von lirr Danor den Ätromdiiri'lipnnjfs iirKl 
£v«it«nfl von dti liitcnjitnt de* ötroiiipj. 

MiiTi kann don Vcnracdi bnciuem autJi in 
folgender Fom) mftchen, Mnn jn^hAltci in 
rinen SiromkrHi», Hnr t'lwn dmi lluntwn- 
cl^mmtp enthält , or^ten« dn Ampeteniptcr 
(Dtwa duH vcin S. 77) und 2wc<iW:id mn (fuFiLU 
mit nnt^wüi.iprtirni Waswr oln » in wrtches 
Plmiiiplultvd als Klvkti-udvn Uut-^hrii, Tic. i:rj 

HefA-ßiu, Eh #j(id darin v und d dii* Zu- 
LtLttaiighdnllit.r , w^iirUr ^u likii riiit.jtiiiljitr^^n 
fUhmn. Durrh diin Strom pntwickcll «eh 
nun un d^-r mnon Eluklrijdtf WiWüerHlolT ► nn 
der nnderen Sauerstoff, und die« Gabc-. rnt- 
woiehen ^mminmien durch lias gekrümmte 
Rohr b, wrtcliürt in den Vpr»chluflkutk A des 
GcfikOM luitdioht eiD|[eatfrCikt Iflt- Um ctieAnt 
vntwviclii?nde üua^emLiKsb. wolGhoe bukti[iiithuL 
RnnUcjiM hotßt. ntif^angrn. fitbrr. d^A 
jLivkfummt* Ri»kr in t-mv mlL WuHPvr pi-fullti-, 
il^'ri-iltn Ri'ihrr, wdrhfl in ^^inl*^ m\t WflÄinr 
^i'fulEtvii SohtlUm'J Hlvia» ¥/W Fl|E> 1^^ J^^^' 

Die Umc »teigi^n nu» <lcia ßi^krürDiiiU^n Rohr ii^ diu ^ntdiUr ROhic und 
trcil^on daA Wna«T mia dir^er H'fhre hiuaiu. Die Röbr^ Ut so gf^te.ilt. 
daü dvr Rauminhalt Äwiaichen je iwvi iVilatnciiPri gleich l Pcn» ist. Man 
kann nlm auf dir sofort ablc^^en, wie viel KuhikEentimeter KncillgBä in 
d« beotiiumlvn Z«t. wahrend wdolicr man deo Ötrom hat duruhgehoa 




I 



1S8 



I. Ttil. n. EUpii«l. 



lawwn , aTi8 (Ifmi ZbrHuteuj]^AH|ipiLrat ontwirltelt wurdt>n. Mikcht man 

Bch^zi Klcueu^?u erbl^ob nrj. dviji Am[ji>rE'riiL'lf*r viu» iK'Mimmt« Zahl vuri 
Amp«re \mA KWeitcn» ein bpsT.immies Volumert von nb^ftchi^nJNmm 
Kmill|jaä, vejiTL man (Jen Stroni £. B, 10 ^luiun h^t iltirdig^en Juevri 
und ihn dnmi uriterlir*K'lu'n hur.. 

Nimmt man abi^r jetzt statt dreiei Bijnsenai^lien Elemente z.B. sehn 
htntcreiimndiir gi^SL-lmltutp. s{?lmltot ob4:r aiiüenlc^m noofa sa w\ Druht- 
widtfötand ein, bis wiiNier diefi^lbe Ziihl vtva Ampere vorhanden iil wie 
lnUi«r^ vaid. BulitieÜt m«u di-ri ätrum wiudvr lü Mmuten hu^. aa bindet rnnri. 

dfiG jt'txt ^eriELu L-li(Lnsoviel KnAÜgua entvicikelt 
''■■ '" wjfd wiy vorbei', 

.k- griiUer dji; 8tr(>niatArkä ist, de^lo mehr 
Ki)»n^aä wjrd in 1 Minute »(i«^«iAchiod«Q, j« 
(j^m^nr sie ist, um ah vnm^tM^ Die»o B«- 
Eirhung kanTi m&naucli, und da« 
ifi( VOM i^rnQrr Wichtigkeit» um- 
g p k c h T t b n n II t z e n. Je mehr KuftUgM 
duroh omvii f4trc>in in beEttmimter Zeil entv^okölt 
wird» dcvilo j^ßnr int drn St^irki^ des Strom«. 
je weniger cntwickolt wird, desto k]<^iiicr. Min 
boiin uIbo direkt die uJjf^-nüluL'dtinu Mi-*üge Knjdl- 
i^ftK hIh MnÜ d«^rom8fftrke bpnutirn_ Werden 
dui'cL Hini^Ji EStruni £, ß. in dei MinuLe ö cvm 
Kimllga» entwirkdh, durch **ui*n anderen 10 c^m 
in dt^t Minuti^, so buwtist udb divs. dr^^ die 
Sr^lrk»? iW Stroim^ im Ew*>iti*n Falle doppelt no 

Muii jioitiil. dii^ Aj»fwrati^. welcEio dnreli 
Klok'iri"il7ae die Stärko eine* StroniFS zu niMnon 
^j"-' iLiLd'fL Vo]lAm<rter (nieht eh vefww-luteln 
inii Vüitnipti>ro, S. 101), Den in Fig. 122 und 
\2'A Ebhgebildelen Apparat kuiui iniLu dirttkl zur Me«4»nnß der Streune tärkt 
honiiF^pn, indem die entwickelte Men^p Knnllgna direkt rin MnU für dio 
[ntensilät dmiätroniea islr Man ueixul lEin eiu Knallgnävollauieter. 
Ein ^trom von einor bf^tifUntTeu Stiirke M^limdet in jeileni Knall- 
gi«voltaniet?r in gleielier Zeil imniier die gleicht« Men^e KnaEIgjw ab, 

Srl^i liruui.'ht nlto nur eui für «[leuiü-l ku lirNnliniuiHn. »ne vidi Kiukllgu 
nnrter" Kinknit <.W SrrfimHTArke» I A m p e t ** . iri I Sc^knndi^ au« mni'm 
Kntfll^H«vu]t:Anbvitur untwick«U, uiu lidrua iuivU «ihv Hi>lch<^ voltani«tri«cliv 
Mi^wiinjf jpderieit dir SiJirkr cint^a Ivliebi^en Strome* in Ampere anji^^bon 
/,ii künm-n. Ein Ampere entwickelt nun. wie exakte 
\' f r Ji II fi h e U' U r n . in I S n k u n d e 0.tn}:42J* inj; K n u M k n a 
oder, dö dutiKiiallgBa als Gas leichttr drm Vo- 
lumen nuuti gerne»» vt; wird. 04740 ucm Ku&llg4i> bei 
normAl«m Druok und normulcr Temperatur- In 
I Minute werden a]bO 10,440 uciu Kuttllgas enlwlukelt. 
Mnn kann dan^'^b i»ti*l« die J^LtLrkf^ einen Strömen in Ampeit« lje#tirninL-n, 
wjin niftii nur di*n Stconi tu^leicK dun.'li ein KnAll^AJtvoUftm&ler gvlieu 




VoUtnwIvr. 



13D 



IHflt und ilie mn dem Strome hx I Miniiif Kh^Ruhinlcnc MtTiKn Knall* 

gfta tdom Go«icht« wlej d«m Volumen uacb) mißt uod durch dio oljige 

Zahl dividirrt^ 
*'* fn v'ine ht^ndiifhc Fucm hat 

K. KolilruuHth du KtMÜlgwult«' 
DiptiT (Wd^upTvoltÄtneter von Hart- 
ituuiii ^ Bruuu LH Prankfujl iL. M-t |^- 
bre^^hl. DflAii-Ihp (Nätd^hr, wi* Fig, 124 
»igt, J4II' iiiji'[ii in RiibilravriTinvetVT 
^rftoüti^n wi^iti^n Rohr, wHHii-Ji diin^h 
i-inoii iSi:fcdiff in doii HaL« tm«K wnliru 
<fp[äü«i oiiijjivurut wird. GdÄQ und 
Hnhr WfO^cn mit Wu^r grftiilt, wpkhe» 
plwita mit ächwtfcUuure ^-oniütit ist. 
In {l^m Rtihr bL-findvn nch zwi^i I'tntLn' 
rIpktrudvD. vun dvtit^ii div rine gab«l- 
förmig diu uidt're unirußt. [>iv ZU' 
leitunjEAdr^htt« geUtn dim^h KaiiUcIjuIc- 
Hti~ipf(Tii Eiacih ftuii<iTi- Dtix irntwir-lu^lt^i 
Kriflllafl* tTftbt dAÄ WiUBfr nu* «li-m 
yiiliHjItiui ilcjhf hiTftU» und iit'iii VoIuMiriA 
wirti dann diirlct an drr Kfihir ab 
gclripix. feine Tempejatur an dem iu 
dor Hölirc bdiiidjitbcii Tlirrmumt'tcr. 
ÜStatt a.iiA dt^r Menge do« abuuohic- 
d(<T^fii KnutIf/uBts kiLJni maa ubönHu^ut 
«HS der MfTijEt ir^PTid pinet u.nder<?ii 

ddctralytiiich &b|fwciLitfdeu4jn ^ubsUmz die Slruuuftäik« bebtinitiiL'n. 

PrakiiAch im (gebrauch Kirwl außer di^m K]iall^a0Voltami>tvr uwh diu 

Ktlplarvultumpter 

und dasSil br rvu Itn- rW- 

111 ■• t e r. 

Beim K u ii f o r- 

v»lt«in«t«T(Fig. 1^^) 

MiD^rh^ji xw«! Plaliji' 

plütt^'n in eine {ge- 

•itli^^i) LoAung von 

■chwrfcliiftnTPTn Kupier 

(Kapfervitriol), Z^Ut 

man dien SUum hin- 

(liirclig«h«i , dann •u.-ht?i- 

ckA «icb aiil di*r üe^;»- 

t^vib Piatii;j"lrkrrfwb- 

Euptfvr ab und au* dei 

Mn Köpfen ' dii^ man 

durch wiffung d?r negativen Elokirude ()ie([rK'kn«t) vor imd nach d«in 
atromdnrchgang rrnuttelt. und nun der Dmii^r dci» i^trfjmdurcbK&ogA 
kann man nnfort die Stärke dei dtrome» in Auip''h> bMtimmnn. Der 




i>«. 




1 



HO 



r T«iL A. KbpJleL 



r\tr rt". 



Strom L Ämp«r< »cheidi^tiiL 1 Mitiut« lO.&d mg Kupier 
9h. Um bvi (l<<(ij Kii]ifi<rvoltarTiBUT f>>>nauo R»«u]t&ti* tn btikMntiion, 
niLiQ mnn die KLipf^rvliriolloMinK ^Ait/ kori£entriert n&Einien und ditr 
b«id<^ij ElokiTodoQ mögEJi-hät grtrii ni^htin. Man nimniC tLiii bieten lilr 
j*d™ Ampere SimmslÄrkn dio wiFkanmc OhorflScbc jcdoT ElokTmdp zu 
40 Qi^adrnUeutimelei, 

Für das S 1 1 b e r v« 1 1 a Tn <* 1 1^ r , HH wHrhpni eine L/isiiriK x-on 
Äolpütcranupem Silber angewendet wird, b^nuut mnn gewöhulich eint 
i'oriru wi'lvhu in Fi^- 1^0 abf^luldet ist, Dil* Limun^ von sulptTtürMELunmi 
Öilbw b*iind^t sich m rmcm Titgel A von l'JÄlin, welcher Jiuf lMrM^m nielnl- 

ÜBt-'liL^Ei BoiItEj ettJil . der ciiitv Kleuiui' 
Hchraul'e b /um Ziilwit^^n üf* StTmiip** hui 
D\«evT riatintie^cl dient iihd^lUcIi ^li^tch 
tila Hc^jitivn KhiitLrcxle, ät^ diT «ich »Uo 
dM i?]i.'ltrrolytiscb abfi^Ach Jeden* Silber 
äiiaotzt. iWa pOüLtJvtT Elcklr4>dc wii-d cm 
kleines SiJihfihen von Silbnr in dip I-o*iiTi(|[ 
ein^bnucht, Dd di?f Klektrolytc der 
Lösung hchflidet mch a|3o Silber an dem 
Ffatjntiugel ub, dtt Refit des ä&UcB. die 
Salpüti^rHÜuro . fM-heidd bkU un der piwu- 
tiven Eiektr<xle. dem feilbern ah und vw 
brndul aii^h mit dieaejn gii.']iili wieder x\i 
»IpeTffTHauPPm 8ilVp, "wTchw airh m drr 
FliiBsiy^keit auflebt. Man hat dadurch deii 
Vor^f^il, «le.Ö dip T^'Unn^ immer iflpinh" 
roHÖie koiiaeijtritrt hieibi. Denn jiojiid« 
80 vit'l Silbup. wio wfih an den Platinripicpl 
anäolft, wird nach dem Faraday^chcn 
Gl■«(^tz von dr-ui Hilljenjtah OMis^U'tAt. Hat 
man nun d^n Plutinticgpl vor dem Vepsiich 
trfn.'keu yi.'V,i»gpn und wä^ man ihn. Uücb' 
dorn iTuin den Ätrcim / B. 1 Minute lang 
hat durcii^'heii liKf^eii, ivieder, Ttm-hdern tt getrot^kiiet Ut. bo gibt die 
irewLubr^dilTcrf^nE die in \ Minute abgcän^hiedene Meikge Silber Kun 
acht^ideti-ia ^troin von der Starke 1 Ampece in 
1 Minute Hl.lO [ug Silber ab. Man hal ai^o aus der Oewiidit»- 
diff'"r(>nÄ de* PUtintinp-U »öforft ilie .Stminntilrkr >n A in p <^ r«?, 

Inijnwr. w«nn Pin eleklriJJiiber Slmu) durvb em« zi»ra«l*burtf Fbjiwitfkfit 
fließt^ findet ZerstrannK, Eli-ktmly»^ alaU. Daran? foljjl. daß anch in 
«rin^m jii^jLcldodäeiien ^Hlvani^i^hon ßlirment seibat« da« j» auch 
von Äflincm eigenen Strom durehfloruieii wird * clelc^Tnlvtiflche Zenvtsmng 
der FlimiKkeiteu eiiittelen miiO, und daÜ diese Zersetzung auch genau 
noch dem Furjulay^ihen lleset^ vor Hieh pelK^ri nmU. Und duH ist in der 
Tat dc!r Kall. VVtrd x. H. em Daniellnehcj Kicment geAcblofäim, ko dafi « 
vg«i eineJiL Strum durchiluewen wird, so wi-rden die beiden Flüaaigkvit«n 
ÄcrMetBt. In Fijj». 127 ttfht ula Schema ein*-» DaniellrtelLPn Elementen ein 
Zink«t«h (Zu) in 8clittefulBiiuEe (80,11.,) und ein Kuj'ferJtial^ Cu in Kupfer- 
r/lriol |(^i80J, Di# büiden FHlrt9igkeit^*n *ind rlnn-h ein« TonpUllo T 





ElaktrdjH in gaUHniKbeu ElamenteD. 



141 




getrennt. Das Kupfervitriol wird zerl^ in Kupier (Cu) und SOj, welches 
nicht frei bestehen kann. Die verdünnte Schwefelsäure wird zerlegt in 
WasBcratoff (H,) und SO^. In dem Element setbeCi iat nun Kupfer die 
negative Elektrode, denn der positive Strom äieÜt ja innerhalb dea Ele* 
mentea vom Zink zum Kupfer. Es wandern infolgedessen Cu und H, 
nach rechte, £nm Kupfer bin, die beiden SO^ nach link», zum Zink hin. 
Zunächst tritt daher daä aus dem Kupfervitriol abgeschiedene Kupfer 
an die Kupferelektrode heran und dieee bedeckt sich während der Dauer 
des Stromes mit einer glänzenden Schicht von reinem metallischen Kupfer. 
Dem SO^ aus dem Kupfervitriol aber kommt von der elektrolysierten 
SchwefeUäure freier Wasserstoff H, entgegen und diese beiden Kom- 
ponenten verbinden sich wieder zu Schwefelsäure H^SO^. Der andere 
Bestandteil der clektrolysierten Schwefelsäure, SO^, geht zum Zink, wel- 
ches in dem Element ja positive 
Elektrode ist, und verbindet sieb mit 
diesem sofort xu schwefelsaurem Zink 
(ZinkvitrJol SO^Zn), Alle dieee Tren- 
nungen und Vereinigungen gehen 
nach dem Faradayscnen Gresetz in 
äquivalenten Mengen vor sich. Das 
Resultat dieser chemischen Vorgänge 
in der Kette ist alao das, daß fort- 
während Zink eicb in Zinkvitriol 
umwandelt und zu gleicher Zeit eine 
äquivalente Menge Kupfer sich an 
der Kupferelektrode niederschlagt. 
Aber man siebt, daß sieb bei diesem 
PrOEcü auch die Flüssigkeiten selbst 
fortwährend ändern müssen , daß 
sie nicht immer dieselbe Zusammen- 
setzung behalten. Denn aus der Knpfetvitri Öllösung wird ja fort- 
während Kupfer ausgesciiieden und dafür Schwefelsäure frisch gebildet. 
Dieae Lösung wird also immer verdünnter an Kupfervitriol * wenn 
man nicht dafür sorgt, daß immer neue Kupfervitriolkriatalle vor^ianden 
sind, die sich auflösen können. Und die Flüssigkeit um das Zink 
herum, die zunächst aus verdünnter Schwefelsäure allein bestand, 
reichert sich allmäblich immer mehr mit Zinksulfat an, verändert eich 
also auch. 

Wenn sich Zink in Schwefelfläure auflöst (Zinksulfat bildet), so ent- 
steht, wie die Thermochemie lehrt, immer eine gewisse Wärmemenge, 
bei dem Ausfällen von Kupfer aüa Kupfervitriol wird dagegen eine andere, 
und zwar viel kleinere Wärmemenge verbraucht. Die chemischen Vor- 
gänge in der Kette lassen also eine gewisse Wärmemenge frei werden. 
Diese Wärmemenge nun bleibt nicht frei im Element, sie dient nicht 
dazu, die Temperatur des Blements zu erhöhen, sondern die Energie 
dieser Wärmemenge verwand*]lt sich eben (wenigstens zum Teil) in elek- 
ttische Energie und dient dazu, den elektrischen Strom zu unterhalten. 
Man kann daher auch direkt sagen, wenn in einem Element ein elektri- 
scher Strom erzeugt und unterhalten wird» so wird die Energie, die Arbeite- 



Zn 


^ 






1 ■ 


Ol- 






T 












n 






. 




£0,- 


.ov 


1 


-^^_- 






_-— H^^^ 


H 


^^ — ~- 


^"""■' 


:■ 


g.^H^sar 


H 


'^^ 


- M-- - -; 



142 



L IUI. 0, KtpXUA. 



nwngf, dio dur Strom cnihAlt, göHefert niif Kofiton der Wirme, welch* 
düTüh die filn^nuarhcH Pfozi'sse m der Kette ffri wird. 

Die Vorgftiifie In Hnem Klnkcrrilyti^n, wr^im nn HtroiTi diir'^b tl*n' 
««llwn Imiüurchlließt, lai^sen »leb rmcli dt^u Cilnrii dar^t^HlellUrD KHaU- 
ttui^Blttiaiii-ben ixi ikAit vuii\%c\icr Wvüw uuüdwvu. Ituuier. wena cm 
Ölrom ilurrh *'inen Elektrolyten gi^ht, fiiulpt i^ine AhnohoidunB der Ionen 
tLii (Jen BltfHivxlen alalt. d. b. uucL der «.iWj Hnt-rtriihiren Theuiie von 
<^Iaiiflmfl-Arrbcniim; «^n wnTid^m dttVi x»j;i;lr-Ji^h dkf |>fhHJlivi>ri l<ih<>n ii)Ip 
nitf'h dffr ßicbtijrig der Kstliudi^ uiiii dlfi jn^jjutivon Ionen naoh dvr IGKib- 
tnng der Anodp, Der Durrhgang dea Ätrompa diiroh «inen 
Elektrolyten i«t also stet» v«rbundGn mit aiiinr 
Bpwfipung dt't IrÄrperlich^^n Tnile den Elektrolyt pn, 
der Ionen, Dieae Ionen «md ftber »elbut p|pktriflf?h. und twnr die 
Metüllionen |ioeitiv. dip Reelioiien litf^uiiv elektnBuIi, E» lioi{t dnhiT 
nnhp. nriKüTtfilimeTi, «laß es nur die Bewegungen dii?jrior Liiduitf^n der 
lonpji aplbst Bind. welvUc dpu Slrum in dem Elektrolyten bilden^ Sobald 
die bpnieti Elektroden tnir den Polfn ejnpp Klurneiur* in Vurliindung ffe- 
Mtst werden, fbin^eii die lunen in der FltiHPtijzki^it Hn xM wandern. Die 
positiv nlektriKf^lien Ionen {dw- Metallioiien) wniulpm nneli \\i-t KhfhiKiv 
mn und jodi-n aji iler RAthride nnkommenilo Ion ^ibt ji^ino positive Liuluiig 
UA di« i<«fjwtiv f;d4ideuij Kal^Ikk!^ ab und wird iinfrlnktnuoh und »cheidet 
»\f.\i ah- Äofort Abrr trommfTi immer wi<^di?r neiip pojjitive Tonen An unrl 
traiujiortieren ttl»o iniinei wieder neoe positive Elelctrizilat nach d*f 
Kurbütlr hin. Zu Klfielicr Zpii wAuiifm dip ne^uliven luuen nnrli drr 
Aßodc hin und gobcn dort ihre; Eirktrixitnt ab und wcnd^^n nliio ve-lbut 
unelelttriiMih, Der Strom in rinpm Etfilrtmlytcn heatebt olfonaph dir-ier 
Auffotfiung In der Wanderung der positiven Ionen na^^k der Kathodr 
und der nefruiiven loupn iwu'h dpr ^Viiude . er ieI iiiclii bloß mit einer 
8oU'}n*Ti r)oppelbi."wi*Änn^ <ier Ridudenen Tonen verlxiiKii?«, HOndern CT be* 
•t«ht in dieaer Doppt^tbewegung, 

Nun Mgt über diu FEirmUiyvc^lie (ie<M>tE ans. dtkß diii Ionen in ullen 
Fliiatigki^itftn immer in Äquivalent*» Mi^ngpn iibgeachled«n werd>>n, D*- 
hfir niüuiet] »H\ äieh aiieJi tn /uiuiv^ilrnti.ri Menden Mi dor Stromleitung 
beteiligen- Das heißt mit sndefpii Worten: (las Af|iiivalentge wirbt eio«« 
bpli<^bi^^n luwe muß diuuulhp El^ktriKitJUt^inengu m^t ^Lch trtLiutportiertm, 
wie das AqniYnl^nlgewieht eines nndoren Ions, Alao wenn ! g Waa««T- 
■toü ein« gewJdL*e Mengt [losiüver Klektiixilut (einp gi^W[E(«p Aiueahl iXfla* 
lütnb) MtPts mit aiph führt, no murinen '2A ^ Nuuiuiu, It^ g KiUium. 
31,6 g Kup(er, lOT.T j; Sdber dipsclbi? An;cakT Coulomb -itetn mit aich 
fütireu, und ebenso miisM^u S ^ äuuerBtoH. 48 g äO,. Ü;!g \üj diwplbv 
Anzahl ne^aitver Coulomb mit «ich führeiL AT^ folgt au« dem Fura- 
daybuhen Ue«i?lE; 

Die At^nivfltrrntjte.wirrhc« dor rerai^hipdenan Eon e n 
führen allr^ die gleiche Autubl r^nilomb fcit »ich 
ur^d Bwar poaitivc, wenn i*ie Kationen, negativ o, 
w ci n n aic Aniorcn nind, 

Ra ideht almi no auA, als ob j>?di?5 k£irpi?rliohc Atom mit isint^r ^- 
wiucn positiven oder neflfttiven ElektriasitÄifinicnsp fest vprhunden wire. 
oo dalj jodflB Aquivnkiit immer di^elbv Menge ElokträxitÄt bcttitA. Diu« 



I 
I 




TjuTiing der lonea. J43 

Folgerung erlaubt einen überraschenden ächluQ auf die Natur der Elek- 
trizität. Sie zeigt, daQ ebenso wie die gewöhnliche Materie aufl getrenntent 
diskreten Teilen» eben den Atomen, sich zuoamznenaetzt, daG so auch 
die Elektrizität aus atomartigen Teilen besteht, daß die Elektrizität, und 
zwar sowohl die positive wie die negative Elektrizität, ein Stoff ist, wel- 
cher, wie die anderen StoQe in der Natur, nicht kontinuierlich (zusammen- 
hängend) ist, sondern aua getrennten {diskreten) Atomen besteht, Dieee 
Atome der Elektrizität, die wir Elektronen nennen, haben wir 
schon im eisten Kapitel provisorisch angenommen, um die dort behan- 
delten Erscheinungen zu erklären. Bei den elektroTytiachen Erschei- 
nungen finden wir nun, daß die Ladungen, also die Elektronen, immer 
mit der körperlichen Materie verbunden sind. Ein Ion eines Körpere 
werden wir danach aufzufassen haben als die (chemische) Verbindung 
eines Atoms des betreffenden Körpers und eines Elektrons. Ein Silberion 
und ein Chlorsilbermolekül sind danach Körper von derselben Konstitution. 
Ein Chlorsilbermolekül iat ^ 1 Atom Silber -\- 1 Atom Chlor und ein 
Silberion ist = 1 Atom Silber -|- 1 Atom positive Elektrizität. Ebenso 
wie die Moleküle eines Korpers gesättigte Anziehungen besitzen und daher 
nicht mehr chemisch reagieren, während die Atome ungesättigte Gebilde 
sind und starke Anziehimgen ausüben, also auch stark chemisch reagieren, 
ebenso sind auch die Ionen gesättigte Körper, welche keine chemischen 
Reaktionen ausüben, sie verhalten sich, im Gegensatz zu den Atomen, 
wie Moleküle. Aui diese Weise kann man auch die Arrheniussche Theorie 
der Dissoziation von Salzen in Wasser verstehen. Wenn ein Chlornatrium- 
molekül sich im Wasser in ein Chloratom und ein Natriumatom zerlegen 
würde, so müßte unbedingt das Natriumatom energisch auf das Wasser 
reagieren und könnt« nicht unverändert im Wasser schwimmen. Aber das 
Chlomatriuromolckül zerlegt sich eben nicht in Atome, sondern in Ionen. 
Die Atome Chlor und Natrium verbinden sich entweder direkt mit den 
Elektronen des Wassers, oder sie sind schon von selbst durch Elektronen 
verbunden und behalten diese bei der Dissoziation, jedenfalls sind im 
Waaaer die Ionen und nicht die Atome vorhanden und die Ionen können 
als gesättigte Körper so lange bestehen, bia stärkere Anziehungskräfte 
sie zerreißen. 

Wir können nun sogar berechnen^ wieviel Coulomb mit jedem Gramm- 
äquivalent einer Substanz verbunden sind. Zu dem Zweck erinnern wir 
uns« daß wenn dei Strom 1 Ampere während 1 Sekunde durch einen Strom- 
kreie flieflt, daß dann gerade I Coulomb durch den Stromkreis geht (S. 51^). 
Nun scheidet der Strom 1 Ampere in 1 Sekunde (nach S. 140) 0,001 1 183 g 
Silber und die äquivalente Menge NO, (0,0006440 g) aus salpeteraaurem 
Silber ab. Nach der obigen Darlegung besteht nun dieser Strom in 
dem Elektrolyten darin, daß \^ Coulomb positiver Elektriaität mit dem 
Silber nach der Kathode und zugleich ^(2 Coulomb negativer Elektrizität 
mit NOji nach der Anode wandert. Folglich sind unsere 0,00111R3g 
Silber mit '/i Coulomb fest verbunden^ also ist 1 Grammäquivalent Silber 
(107,7 g) verbunden mit 

^^'^ ^46270 Coulomb. 



2x0.0011183 



U4 



T- Tbl]. A. KdpitvL 



fiich. Wir tmliin ähx-y dcu SaU: 

Ein ÜrftninirtttuivAlfiiit eines jeden lonfl i*t mit 
48 270 Cüulonib (püsitiven oder uegatlvcn) vert»undi'U- 

iJn bei der ZprsetKUnR sirnüj jeden nrnniinilijinvttlünu tiiner SuLatniia 
die beiden Ionen eutatchen . ao geben bei jeder elptrlro- 
JytiHcben Zeravtxntig pro GrantmüquivulfliiL Jvr 
iPT«etfitPTi l^tibHtAnji; 06540 CoiiloTnb dnrrli dir- 
FlütiBiffkeit, Divsts Zukl wird nach neueren FtwtaeUungtjo mit P 
beKAkt'hnixt. 

Wpiui imik in («niiitui ^}|]v»rüsdti^iJ EiuniHitt, i. B. in einunt Dantell» 
«in Strom flieÜh, ao wir^I, wie wir gRachen haben. Zink in Spliwt^fclsänre 
anfgdöat, wodurch »ith Zlnkvilriol bildet., nnd c* wird Knpfer an^ Kupfer- 
vitriol gefällt. Für j»di-3 Grtimiiiatjuivalent trinkt wtklit^ in Lüeung 
gehtn wird niao l Grnmmfiqnivftlent Knpfer aiedergcÄoli Ingen und auglpioh 
geberi Uö 'jUt Coulomb durth die Luaung und den Stromkreis von der 
poeiliveti RIektrodf Kiir nf^fljirivcn. Die Arlieil, die die elelttrif«*hen Kraft« 
dabei ieiF(tt:n, uui dii-'ue An^ald vorn Coulomb von der böhen^M Spannung 
KU ilrr ni<<dirr(?n £u treib^^n^ ist 

eli-klroinororist^he Kraft {in Volt) /-. Eloktrfisitätffnienge (in Coulomb) 
iHcnrnnung VoU-Conlorob) 

alvo in unBert'ui FoMl- ^loiub 

elektronuilnrisehe Kfftft X Öß5^0 (VoU-Coulamb]- 

Die obemischen Pro^eise sind also mit einer solchen elekfcri»cheii 

^Vrbeitbleititiiiig verhund^n, Durc^li din ehemiKLlien Protwee aber wird 
andererwitft eine gewi^ei? WÄrmemenge entwickelt Es wird nämirh Wi 
dtir AuIlÜQung von I Gr&nunärjuiväleut Zink in !5E.'liwi.'lel:^Äiire> n\v Jlh 
Tbr-rmüchtmip lehrt, eiin? Wünnenienf-e von 53lHfi Embolien [örftinm- 
krtl'trii'en) f r**» . bei der Absfbejdnng Vi>n Kupfer aiis K"|irer«uU»f wer- 
den Llu<!iiu;-.ri ]iro A<]invHliM]i, 1^7 HH.^ Kaloriüen vi-rbnim^hl. Im gftnsen 
werden alao Üö *.ni3 EÄlfiriecn Iiei dem PtoÄeQ in der Ketle frei. Eii ist 
nun niclit nntwandi|:£, daü »ich diese frei werdende Wanneinenge in der 
Kette gan« in elektriaehe Knf^rgie verwandelt. Es könnte noch ein 
Teil der Wurme dazu verwendet werden, die Teniperalur dei ElcmeiiCa 
Bit erhohen. Wenn nber, was in einzelnen Füllen rftlenebheh geciehieht, 
<Leee tbermochenuH'he Wflrmemeiipe sieh ganz in elektrif*^he Energie 
umsebKt, EO ki>nnen wir aofcrt bL^rnubnen, w^e groU die eiektrinnotoriEHrhu 
Knft UM^rM EI^Tnentif (dea DiulipUk) in Vnlt, nein muQ, Ra Ut nJtTnb'-h 



(nftoh B. 16) 1 Volt-Ci)ulomb = 



i 



fl.ftl 



Kilogrammetei. luid e« fflt 



andererieiti. wie die mccbfliuHcbe Wirmetbeorie ieißt, eino QrammkAlori« 
gleich 0/J:il Kdogrurnirielec. Ab«) wl einyrseita 

diH Ini werdundi* Würinemengij =^ 36061) X U.4^4 Kilugjuuunvtur, 

ftndereweit« iftt die ffeleiil*^ie oloktrianhe Aibtät 

S6 S40 >^ elebtromotortfichp Kmft 



9M 



Kilogramm Bter» 




ELsktramotoriacba Kraft von Ebmealeri. 145 

Da unter der auflgesprochenen Annahme diese beiden Größen ein- 
ander gleich sein müasen, so ergibt aioh dl? elektroraotoriache Kraft unseres 
Elementes 

= ^^22^5^2iMLvdt= 1,085 Volt. 

In der Tat ist die elektromotorische Kraft eines D&niellschen Elementes 
gerade so groß. Indes ist dieser Schluß nicht in allen Fällen richtig, 
£b ist ja durchaus nicht notwendig, daÜ die ganze Wärmemenge, die 
durch den chemischen Prozeß in dem Element frei wird, sich voll- 
ständig in elektrische Energie verwandle, Ea kann auch ein Teil 
von dieser Wärme dazu benutzt werden, um die Temperatur des Ele- 
mentes zu erhöhen und nur ein Teil der chemischen Wärme (der 
Wärmetönung) wird dann in elektrische Energie verwandelt. Das 
ist sogar bei den meisten Elementen der wirklich eintretende Fall- Dann 
ist also die zu beobachtende elektromotoriaclie Kraft kleiner, als sie aus 
der Wärmetönung sich berechnen würde. Es trifft aber in manchen 
Fällen auch der umgekehrte Fall ein, daß die elektromotorische Kraft 
größer ist» als sie sich aus der Wärmetönung berechnen würde- Dann 
kann die nötige Energie nur dadurch geliefert werden, daß das Element 
selbst, während der Strom fließt, sich sbkühtt, daß ihm also Wärme ent- 
zogen wird, die sich in elektrische Energie umsetzt. 

Der Durchgang des galvanischen Stromes durch eine Leitung, die 
ein Element enthalt, ist nach dem Gesagten notwendig abhängig von den 
chemischen Prozessen, die in dem Element auftreten. Man kann aber 
daraus noch inuner nicht einsehen, warum überhaupt ein Strom zu stände 
kommt. Wenn man z. B. einen Zinkstab in gesättigter Lösung von Zink- 
sulfat hat, ao findet dabei von selbst keine nachweisbare Auflösung des 
Zinks statt. Und wenn man Kupfer in gesättigter Kupfersulfatlösung 
stehen hat, so findet dabei auch weder eine AuflÖHung dea Kupfers noch 
ein Ausfällen des Kupfers aus der Lösung statt. Bringt man also einen 
Zinkstab in eine Tonzelle voll Zinksulfat und um diese herum Kupfer- 
sulfat mit metallischem Kupfer» so findet zunächst, wenn die Metalle nicht 
verbunden sind, gar kein nachweisbarer chemiacher Prozeß statt, und 
man sieht nieht ein« woher es kommt, erstens, daß die Metalle sich dabei 
am Elektrometer entgegengesetzt elektrisch erweisen und zweitens, daß 
im Moment, wo wir die Metalle verbinden, auch ein Strom fließt und nun 
doch eine Auflösung des Zmka und ein Ausfällen dea Kupfera vor sich 
geht. 

Zu der Erklärung dieser Vorgänge hat jiich die Theorie der Löaungen, 
die wir schon oben (S, 132) anführt*'n, sehr geeignet gezeigt. Nach 
dieser Theorie sind also in der Lösung eines Salzes, z. ß, des Koch- 
salzes, die aufgelösten Moleküle dissoziiert, d, h. eine große An- 
zahl der Moiekiile sind in ihre Ionen verfallen. Die in einem Lösungs- 
mittel enthaltenen aufgelösten Substanzen verbalten »ich nun in vieler 
Beziehung wie dieselben Substanzen, wenn .aie in Gasform sind. So 
wie ein Gas jedes Volumen, das ihm dargeboten wird, vollständig aus- 
füllt, also sich von seibat verdünnt, wenn es nur Raum dazu hat, ao 
verdünnt sich auch jede Lüaung von seibat, wenn sie nur genügend 

Ormtti, BlflktrUldt. LV AanKga. \Q 



146 



L Toil. ti. KftpiIaL 



Lfidunifumitt^^l hat. Sn wi« Jtbn dir Gaatfriloh^n sich sclbfittati^ von- 
iiUEidur £U vutfcnieiL AUi-hpu. in t^rtilii-rv Atutäiiiit* jü Lommi^D sut^hen, 
"bo »ii^'hpTi biirli liR' i^tlf^trii T'iilr'lion vou vi-lb^t Jsirli vrti)i>mundrr zu unt- 
fernen, großen.' Zwisrhynrüiinifi twUcheii *i<.'b zu TiwUen Bfi den UdMMi 
sei^l fiioii fÜMi^H [ti^»Tn<bcirt. uuK?iiiMiüt<r/iillii<^t<t]. Linduix-Ii mu duü Jit* 
rjjwH Mif ihn* t!offlÜwrtrid<' *-'\ncn Hrti^if «iisdJii'n i-ivifn um »<■» ^fifif^ivh. 
tv grOÜt*f <lk' nithuieiig^ Ut. dir in drim l^tflrHfTiTult^ii ßcfuß viLlJiÄll'm jHt. 
Nftfh ilcT ani^eJiihrlrn Atinlo^e kännon wir rmcm ^■Matnn Äutti fE"^i 
nlwnihi ntuM Druck zuschreibinT. dtn er «UBiibt, und d«r Jtwar nioht di« 
UHÄUwiLnii<* £Li vrrM'hu-bcji Hm?ht, dtT otn^r Uph Hnlöatoii Staff in immpf 
f^ößprt MczigL-11 Khiwi^keit hinpiDEiitrrih^n und dah^r ihn xn vrrdiinn#D 
suulit, Uiteuii L>rij<.'k, den itidn au(;h duj'L'h gt*>-[|^iLL'ti* Mi.'tlkudvi] mt'HK^n 
kann, ni'nnt niau iltfii *> m rn i> I i w i' h c ri i> r ti v k <l<.'r ntifKr'lönlpn 
SubslAnz. J*f gi^f^r diP ZtMl 6rT aMl^linWii Molvküle (Orummuiult^kult?) 
in di-rp^'Nnm Mi-UK*» Klllj'nipk*'it inl. Mtn w> ^;riißrr jj*1 di'f fiHiinJM6ii|]i' ihurk 
t\tjrn*'\i»-ti Da* V^rhaitTii« d^p Zahl dtr a«f^'"l'^"'t"'n rJrAiimiH^olflkiile 
«im<r ■'^iLfci^titiJz KU dk^r (if-^unitzalil der iJrumriiiTiülvkLiW der Löj^ll»^ ni^nnt 
rann dir KonsientrniTon d^a h^irrlTi^nrlen SfofTh^s in d^r l>istmg und r* im 
alxci licr D4TVLcrliBoh<? Urut'k e'mtie Ülofit^i in cinfrr L<^«uiig um nu |[r6lkr. 
je icrüBrr du^ Rünzt^ntration di^earlhen ist 

Der oaiDoti^chi^ Dn^k hat at^ die Tendon«. die hömxt^ KU V«f< 
dünnen, Er ki>i]tiL>^ dii.'B am t.-mfuohBttü dudurub erreit^hen. ilnU ot ibe 
ftufg'.'l'»"Trf'n Mdli'Hil'' fttM dtr Türmtin^ *retKt. ala«.» ii^ie r,um Aua^llcn bringt. 
Nun uLlt ut bvL drn Iti^eu Küqi^rtL v'uw ^leicbe TeudenA vui'Landm. 
uflinlu^b iVit^. nirh in vorhanfien*:! Flii»Kipk>>i^(m ttufanlöfk^n. Wenn eia 
ftwt^^ ShIe mit tfijLHr Flü^bi^kr'il in Btfrülu'unj^ ihIh hu jj^ihk^n vun b^^Ebt»! 
Salj:l*'ilf'hrri in Hip Kliianigkoit. übi?r nmn kann also «ii^li hif^r von ^in^tn 
Drtiok Kpr^hi?]]. der die öahteiloJiun in dl^ FlÜMi)(ki<il Irtiibt, Ui«*vii 
Dnif k l>i'SL'UJhnut man ala den L «J ;) n n g a d r n <■ k dm fi-^lim K<>r|KTra. 
Und nun sit4it ninn. daü dei [jösunirsdrurk mm festen Koqier in die 
FlÜAHigkeit binein, doj »laoli&^he Druok dei Aiifticl^ieu 8ub- 
ilSL dngt-gen uns ilf^r KlÜFiFiiftkr'it hinan h wirkt, «o daß 

bvideu lücb eüt^e^jiwirkL*u. Haben wit alsa jeli^ eine i'enlunliC« 
8Alzlü«ung, M1I tiwht ^wnr iUt i)Hriii>li/<4.i[u' Dnn^k die tiid;^i.']ÖKti<ii Teikb^n 
W»UH£urri>tbi:'ii und aiijixnfitLk'i^ MA>»]i\ aW-^t v'\n Ti^ildien Hiugi-fHUl ist. 
wirkt dur J^'wLintrhilrijrk und Irribi d^a Tinlriu'u wimli^r in di» KIUhhi^' 
kfit SfjlfiinKf aJsn d^r Lrianngadmi T; \h-r SMlifltflri7 jjjTt'iSff i*t alt der 
onnotifli^he Dm<:k, V^nu jiirh kcl^i hu]i;< l<»-[''> Tvürhfn nuAHrluHWii^ Rtvl 
wrnn dio ljfh,un#^ n« knn&'ntnfH int, dfiü ihr nnmoUafbiT Druck prOÜtr 
aU dcf Lösungidiuek der Ectiion SubafAns iit, tchtldcD nch die grlcattfi:] 
TvÜchen (LUB und «wur jui Uiu\:c. bjn dit« KonzL^ntmtion d«r Flü«eigkAit 
110 weit vifTTiTi^rt. ih?. daß ihr wmotiBt'lier Druck nrrade gleich doto 
LuBuugtfdruuk dt-r ftv^tr'n T^ubtitiuii ii»(, Dünn iml l^iluJjiffFM-jobl aivi^hun 
d^r Jii'vkiXnft nni^ rkr fi^aliu Sljb^tJln]t vi^rbHnd>-n. 

Wenden «ir ntjii dinw^ ultiri^'mi^LUtfn \ i>r«1t!)lu]Lut>n. di« nidi durcli 
KiidHi-lihmt und KlnrL'^Jt AUHSi<ii-Rni-n und dii- du» Vt<rbA)t«n dor Lüäuiwen 
volUiiü)di(E XU ubpTHhr-ii i^MCiittin, anl diin Fall d<ir ^AlvAniAC^ien file- 
mt'nti- an. Wmm wir emvn Zinkaüt]« in Waannr Ati^Uf^n. m> «mi doj^ Zink 
vrrmtijtr du lA^iingfldnjckea lunichst ni^^h Auflöirn, abo Zinkt/'ikhpn 



1 



I 




Uruobe der fllektTomoCorUchea Kraft voQ ELemmta]. 



U7 



in die Löaung eu treiben suchen. Bei Auflöaung von Met&Uen nun muß 
man annehmen, da ja die MetaJlionen immer positiv geladen sind, daß 
aie eben Ionen, d. h, positiv elektrisch geladene Teilchen, nicht neutrale 
Molekäie in die Lösung aenden. Dadurch wird nun daa Wa-^ser, welchea 
die Zinkionen bekommt, positiv elektrisch werden, während das Zitik, 
daä positive Ladung verloren hat, dadurch negativ elektrisch rurück- 
bleibt. Dadurch ist nun zunächst eine Vorstellung dafür gebildet, daQ 
jedes Metall, das in WsHaer taucht, aich negativ 
elektriflch erweist. 

Aber eine weitere Folg^erung dieser Ladungen ist nun die, daß über- 
haupt nur außerordentlich geringe Mengen des Metalls sich auflösen 
können. Denn die stark positiv geladenen Ionen und das stark negativ 
geladene Metall ziehen sich an und es wird also der Übergang weiterer 
Ionen in die Lösung dadurch verhindert, ao daß also nur unwägbare Menden 
des Metalls sich auflösen und dadurch schon den Spannungsuntersobied 
zwischen Metall und Flüssigkeit hervorbringen, 

Ist nun aber die Flüssigkeit, in der das Metall steht, nicht reines 
Wasser, sondern eine Lösung des betreffenden Metallsalzes, so wird ein 
Unterachied eintreten, je nachdem der Lösungsdruok des betreffenden 
MetaUes groß oder klein ist gegenüber dem osmotischen Druck der Lösung. 
Die edlen Metalle: Gold, Platin, Silber, Kupfer haben im allgemeinen sehr 
kleine Lösungsdrucke. die unedlen Metalle: Zink, Kadmium, Eisen sehr 
große- Ist also nun ein Zinkstab in Zinksulfat, so haben d^e Zinkionen 
in der Lösung einen gewissen osmotischen Druck, einen um so größeren, je 
größer die Konzentration der Lösung ist. Dieser wirkt dem Lösungsdruck 
entgegen, immer aber bleibt der Lösungsdruck noch größer, so daß immer 
noch Zinkionen von dem Metall in die Flüssigkeit gesendet werden, dos 
Metall also sich negativ, die Flüssigkeit sich positiv ladet, wie in reinem 
Wasser, nur schwächer. Steht dagegen ein Kupferstab in Kupfervitriol- 
lösung, so ist im allgemeinen der osmotische Druck der Lösung größer als 
der Lösungsdruck des Kupfers, es werden sich also positive Kupferionen 
aus der Lösung auf dem Metall 
niederschlagen, daa Metall wird p^i- 
tiv und die Losung negativ elek- 
tpHsch sein, S^achdem unwägbare 
Mengen niedergeschlagen sind, wird 
auch hier Gleichgewicht vorhanden 
sein, weil die elektrostatischen Kräfte 
den weiteren Vorgang verhindern. Tn 
Fig. 128 ist der Zustand dargestellt» 
den ein Zinkstab Zu in Zinkvitriol- 
!Ö6uiig(ZnS04) und einKupferstabCu 
in Kupfervilrioltöaung (CuÖO^), die 
durch eine Tonwand T getrennt sind, 
zeigen werden, wenn beide Mt^talle frei, nicht verbunden sind. Daa 
Zink wird negativ geladen sein, die benachbarte Flüssigkeit positiv; 
umgekehrt wird das Kupfer positiv und die benachbarte Flüssigkeit 
negativ geladen sein. 

Werden nun die Metalle verbunden, so gleichen sich die Ladun^n 



Vig. it>i. 



z. 






T 




fU- 


IFvJ/V 


'- 


» — --- 


'^~-- 


■r ■• 


-z?^-zi= 


_ ~ L_- ~ — 




— 


A-^- - 




_: — 


~-— ^ 


w^ — 


K-_-_ 




1 ' 


-^— "_~ -" 








n -~— ' 
















^^* 




'■;""l|?'-" 


- 4 


- /^ 


• 


_ _ 


• -- i 


- • 


m "■ ~— 






- - 








— "- — — - — . — 4 — — - -_ _- ^_, " . " 




-^-~^n.SO'H -^' t ■" ~CuSO: 



143 



I. T^tl, if. Kapital 



4Lui ibnett ttiL9 uiul ipifo]|fiN]T«Ren karm niui iJm ZiilIc ri^^ue lonni in diff 
IfLJtiiiiig Htmili'rj, wAhmrul^ >uiH lirr KiJfiWvifrii^lluHUELjf fiJcih von liü^hem 
Kuf4i*r auf iirr KVktrodc ni&iersfhU^cn ItAnn. 

{liT nRmoti!»<rhp Unirk dor ZinlfMiUniltirtiin^ ist, iim no iHi^htfr kAnn^n 
tlii- Ziiikicneu aus dem Zink aualrelpn , dcato gTöDcr wird nUo der 
SfmiJEiim^uiittrdiihicd awurc^hua Zink uiid Flü^if^kcit simii, Llnlgf^kctrt^ 
jff (tröÜcf der (»lüotipcbp Drnrk der KupfrrnulfutlÖsuüg; ist, um «> 
nwlir Iutii>t] w(i]-dvi] uun dvr Loäuii,L! uwtgi^IuUt . um üu grüUpr wini ttliiu 
(Irr 8paimiiri>r*iirii<Ti<'Iii<'d Ewiärh^ri Kripf.»r liiil Flnsai^fo^if. *rin. Dffi 

nnngaunlJTJirhiPd*' irat, wird oiso wn^hsi^n. wenn die Knpforvitrii^l Mining 
kfiiise titrierter, die ffink,«ilfatU:»eimg verduaiYter genommen wird. Da* 
iat lAtMichlicIi auch der Fall. Und Ähnliche?:? ^idet bei jeden^ nnderati 
Elemont tttatt, t^ Aind nloht Mf>Ü i^iiiLlitaHv. äondcrn qunntitntir di« 
Vorgüngc bei der ^Iroiiierzi^uguug dii.r^li ga-IvaiLiHclto El^cnvnte ürklärt^ 
Kcnn-n wir nun KunVk zw dur lifrkirolyHf v<m Kliirtrti^krit^n. durch 
div vifL l^ti'om Liüdur'.hg^ht, Wii« wir «huii tiiL'LrfHt^b gestlitn hatjpQ, 
itii JL^de von di<r RJoht^uiiv iJOA galvuuntfhini Srr^tmi'H hbhunj^'nde 
WirkiJTtg dfVASiolbAn im »tand^ . um^kthrl wjt'di^r t-uwu |^H]vitniwhAh 
Stium tu BfjMflUjjtfn, Die« H'igt nieh Auch Iw dt?n L'l("l4lmlyii*n.}ieri Wi/' 
kiinffein df« J^tromfs. W*jnn initn einen (^ulviiniiU'hr'n Strom diirrh eine 
ZenMiiauni(awlle *ehickt und dureh ihn dje Fluniükeli lalekti^iJyh^vrcn 
ISQt, so wird iha XelJe diulun'h xu empn» i»ii)vnniiH?hcn Klement, d, h- c» 
pnt*t«ht in iKi eine elclctromotorisehe Kinfl. weicht- leltndt umgekehrt im 
fitjinde lai, irin«n f^tpotu au erÄt*tiK*^n. Mjin kunn c|jm in ^ft'wiwim Fällen 
« priori «naehen. Lntiwii wir £. ß . den Stroni, vormiltE^ls xweirr BleipUtten 
dufL'ii vurdilitiiU* }kihwt<fe]orLuri< ^t^hi>ij, nn wii'd {Ik'Ki? ulelclrul yajert , lUjd » 
tiufi4.-idet sirh uii dr^r (Mnt*n ßliMplatli- HnueriitufT uh, wt^lr^he^ dieu' Philt« 
oxydiert urid, wenig^lr^rie un dirvr Oberltüche. lu ßleiBUpcriixyd uriiwjtudclty 
WHH rniiii an dwr HrttunUrbunj; {IfTmdberi noforl i^rki-nnl, wÄlirend bh dw 
Anderen PJatT« WAMfirsiot! entweicht- lu der ZersflziiTt^H^Flk *f>-b'-n nlm 
jeTzI iiieht, nivlir zwei Plattoc aus gleichem Met,AEI, £w«i4 rnLne UIi-J|jlLitE.ßD. 
flondern eine mit Bleifiupcroxyd bederkte PUtte und eine reine RlripUito. 
Zwei vei^L^htudene Iritündo Stufle m einer Fliis&igkekt sind aber tdektrindi 
ge^ndnander wlrknnni: folgb'^h initQ diirrh die E!«ktToly3f^ in der Zer* 
aetinni^ueLle eine clektroiDotori^iie Ktaft erzeugt ncm, Die«e Kcrderting 
eim'i' t'infucliezi Uberh'jrau^ ;ii-[^l gji^h nun tqtriüeblioh Ui di.'r NuLur eHüLlt. 
Aber nicht nur dann, wnui *i<"h da' cini? Elektrode mit ^inpr »ir.htbarpn 
tiehrt^hi vitivH anderen äluHi» überaieliU tritt ui <ier Zi'rwtzuiighEulJv t-iu« 
dektrornnti^riri^be KtaIi Auf SelliHl in Fnllen^ wo mjLn i^in»^ VerHndeniiig 
der Elekt:"K(''n nulil urk^nOfiu k«niL und nirJit vennut-'n nolll«, fciTid diA 
Klrkfr'xhni nneh dnm DurohgAnjjf ciine* SlromeJi elektrnmol.riri*eh Kejfnn- 
L'inttudvr wirkianu Tauehvn wir x- ll. jiWL-i I'ktinpktten in £kn||eMucrtci 
WiWii^r und «hic^ken vi'xr einen Strom dureii dio Zi^rHctiun^iHAvile tundurch, 
«o wiiwßn wir, d^ß sich nn der einen Elektrode WnsteTHlnfl, an der Ander^ii 
SuLientlofi bildet. DieK Uaik, jollte nxun meinenn veriLndc?rn die Phitiii- 
olektrodcn ni^ht» «m didl dieae hi'<rbei t^L? Iit t^JekTTorniitoriAcb pef^iMioin ander 
wirkiam weilen köriatn, Trut^vm weiden sk e« \i.wt buoIl Bei j « d o r 



I 



I 




FoUribtUinuH I r«n. 



149 



I0n ZanvuiinjE boinmiui iljir Kli^klrmli^n in einem vi-rAiiil^rU^n 
[Zoiland. dfT IwBrirkt. *lnfl jüp nun rlrktromoiori*eb j{i?irrncinaniipT wirk*Äm 
tnd, hina hat fiJr dioMai Ziutand iIa« Wort Polarination fiii|>«luhrt. 
\Xan iwRt: 4to Klfcktrodm werden pDlftridi«Tt, Wmn mnn polnri- 
ncric El^klrodf-n diiTch einen Draht milemandcT verbJrKict, to dicQl 
;durch diivion Dntlil und iht^ Zi.'ratUuugwti*ne v^ii rk^ktriscliür Strtini^ 
[ui rtFTiDt. diPHoiT Srrocn tW Pri] jkriftationAntrom. Wmn man 
j^ h. von i'intT Duiij>-)]qrtivTi Ki-lli» den 81tviiu iiutti:*]]« iwtMvr fliitin- 
\vn in «*iii GrfAS mit ftn^AAui Fl>>rrL Wjuwor A^nH^i. mo «mtpn dii« 
lUiwlelUrvxUu |>u]Hr»i<'rf. Trtiij^it mun nun dii' Pljitiiii'1i'Lh<H]rii von 
dfT l)AniollArhrn Ketlr und virhindpl äÜ- mit rinrni * ijilvanfimnTr'r, so 
ivUii|ft di« Nudel de* GAlvAEiometen mm und zei|[t djidurch da« Vorhondcn- 
tio ciitva i^iroitiea, du& l'ulariAAtionuir^iniod, qtl. 

Auf eiofaehp Weiw wird die-ie nliwprhvlndc Verbindung d«r Z«r- 
Kxuiigtuellc einmal mit der RvlvamuilicTL Ketl« und damui mit einem 



r- 



^■C»min'i*kop diiri'h emrn Kiimmufntor wif Jeu in Ki^ i\2 hcti^r^g-t^Mt. 
^HVDQ dem dit mittieit^n (JücTdriihte ln^rauHgenninmcn biiid. Vi'rbiuJet 
man wit^ in Fi^. 13**1 nwei Runp4Fnelemrnt4^ B mit di^n IJuwkMlbi^nuipfr^n n 
und b und tUv Z*^^Tlp1xullgfxelle F^ I\ mit den S^npfchi?» c und d. uud 
h^ clirn iinjj..'l du« K<>[mnur»lom w\i- in di'WT Fipir rta*-h )ink», *ci |nila- 
fW«rT d"r Srhim die Rlfkfrftdi*r> in der 7.i-r>t'1.t,\in\^fr]]y Si'liJÄift ninn 
dann alwr d*« Bu^i nu'.'L rurliii^, -1.1 iwt du' Xwwi «vjjifji^'dii^ Pi P, rui.'bt 
mehr mit dfrn Bunaena^hen Kirmenten, sondern mit drm fiftl'^Bnnflknp Cl 
TerbufideTiH dai an die Qiierk*i!b(!mflp(e e und f jjelefft iit. Und di^^ Galvnno- 
akopmidci mn'ilit einc'n Aniwt'ldim und xiüfit wi dm PolariwitiiinMiroi" an. 
Ob dabei die ZtrsclMiiiBnicIlp au* Sc fciwtfottjiiire mit Plntitielektrodrn 
rndtriDllvtauBim-nJeLnLTii Kli'kfrulyU-n tnil Elektrudi.vi aus ir(;eEidweJrbi*ui 
^Ifpiall l>f<al«bFH mt gtinr glf^ir}i^idTi^: immor werlfin dur^b d^-n Diirrh^ng 
8tTOm«<» durch eim? rk-lclri;pt_vfrii^rbnii* Ftüwi^it die Elektnx)<'n pola- 
und dadurch wird in di-r Äirwfaiiiii^fta^llti *iiin HrktfonuiroriMche 
erw-mit 
hii-A*- lAvktromttUTiAvhi^ Kraft ntin erinufet cin«n Ktrom, ile^ecn Hieh< 
tnnitdcr d« ur»pFiinKlichcn. poloriiiieicnd'^nStromciifntcpgpnffprichtetiBt- 




^gjjl 



ISO 



L 'iVJl. 0. Kft|iH<4. 



Be fließt Bh B. in dor Klß- 12i> dor fiiwitivo Strom von cUr Kette B ßlwr a, 
C, a nnfh 1*, Ulli! von i3ic»ftm dijrrh iilf Flftw^lfpit 7ti T*^, «tHnn iluK'h f. 
d, b nach H xnrbitk. Im Polarisutionfibirüin ilitjUt iiuii um|<i>kdirt dcf 
pcwitiveStföm vön P, durch cüo Flüaai^kdt tu Pj, ftlso gehi *r in Her Kich- 
tüüg P,» P|, fli. c, p, Üh f, d, p. Öo ist es mcht nnf bei dem in der Figw 
anpRnnmrnencn Kunlk. duU Pkilncifkirodm in angi^jiiuiortrm Wumpt 
polarisiert, urrdon, 4<mdtm iJbprli8,iipl. immer D(<r PoliiriBAtiu&4- 
»trom hat imuipr lu der poluriniorli-ii Z«Me tlit 
entgpgenge»«tst»i Ri<-. htung; nl« der TirBprüiiKlir-hf 
^ I r u Ol > tiv-n luttu auL'L dtiri iiolBrinitrpudviJ Strom ueiuiL Die f^lultv P^ 
ist mir, dflm poeitivm Pol drr BftHi*rie, P, mit dem nr.jiativ^n Pot v^r- 
buudun» Nhi^Ii ib>r Pnlariiierung ttirUt di-r Srnuii Jm El^m^nt von P^ 
Qtch P„ uliut CLiiüt-rhidb vcu P^ durdi dn^ (ruIvjkiiuNiutDr iiAch P,- Die 
Plftttr P^ iai also für den Pülnrisaiionferrom die positive Rlelrtrodi*- AH- 
ff&mci[i T«t diejenige GLvktE'ud?. die bei der PolarisinruJig mit dein poviUvcii 
Pol der Bftttoric verbuni-kn whr. nui?h dii? positive Elcktrodr tiit doii 
FulurmnlLoiifijLruui, 

Sfhon währen d d"r |>ii]ariBiprendi? Ötrotii flicÜt. wtrd<*r dry Elelc- 
Irvdeu in dvr ZeraetÄiiij^v^öH« nluktrojuolurist'b gt^gpueinanJcr «irVwirti. 
und ito ÜK^ÜD daWt wliun wübrohil der PtdAri«if^rung vim der ZirrneUtid*»' 
wUe ein Strotii dnroK dtti\ Sr.Klieißnn^krcis di^m jjolftrij^ieriTidi^n Stromr 
«Lil^ev^jj, I^t» wird ftl^o dor .^troin. der vt^ii vuivt BHltnrLi:i, x, B> «in Paar 
Rnnarn, fliiT<?h eiin" ZersH^tann^^lle ftieÜn, durfh ^len in rnT^(i>Reni(MeEafer 
Rifibtuiift tbfßcudvn PolarisntionMiiom ge*oh wicht. 

Wir hfthen Kwni einund(*r pnt^pgenwiikk'ndr' plfktroniolftriBi>hft KHiltc 
und mü**cn aUo da» Ohmache tJiJseta ächieibcn: 



I 
I 



»tromitttrke ^ 



KJ*ktrmn. Kraft dar Battfrrie — Klalrtj^m, Kraft An Vnlmrimü ün 



Die Htürkt^ der PolariKioniT^g der Elektroden int Jiun ubhängig von 
dvr Nhtur der Elektiudeti und der xrrsptzten FlüMiu^keiti 

Hh vn'rd''M jh durrdi d^'n |HtbLrTHiiirri>di<n Srron'L ilu- AnfoinTt iI't L^Qng 
lur AiiLjde, die Kafiftni^n der Löf^uo^ eiu- K^tltudi^ ^i-hlelK^n, |[idien dOTt 
ihiV Ludiiriuvn idi nnii Mi-ibiMi iila urteleklriHrlin Udi/kiiL' irtlwedt-r )fttnx 
oder JEurn Teil in den Elektroden hnftcr*. Die gasförmigere Körper, wie 
Wauvnttoß und i^authrvtoff . entweichen £uin Teil in die Luft, £uin Tal 
we-rd-^n nie von den Klebtpoden jiuf^nnoinmen und o k Ic I n d i e r t. Die 
an oder in den Elektroden «eh nbJagermb'n Schichten buben aber wieder 
die Tendt^iiÄ, in IjOannp uberaui^».'hi.']i. an- \iiihfU wiL^ii'r viui-n LÖBUUpH- 
druek utid dieM<r Lr3&nngH4irurk Ueibt sie wieder in die FlüiKrgkett liinaua, 
enlge^erj der iCicbtuii^ duA pulurimerenden }f Irouivo^ Dan ihI der Ortuut. 
WÄTun» di>r PoInrianf-imiMMtr^m die eritTife^ngPÄeT^.f Richtung in clftf 
PlÜEnigki-if hsC wie d«>r fKjUimietvnde ^tri.»»!« 

Jede* polftrihirrti^ Klcmenf ha» dnhe.T eine hcJirimmt^ e|ektromofHori»fihe 
Kmlt, die rtbbanyt von der Nadir drrSujfle, die nai den Elektroden nipdrr* 
Kn4eblA|;iin hind. und von der NuLur cler KlüAni^keit- Kit wird uUo, nunn 
die Starke de* pol nri^ici enden Btfüme^ wÄrhst, die eleklJoniotoriwIio Kraft 
dw PolannationnclementeaiLjorBi ftuuebrntn bis xu dieiem Wert, daim aber 
juh^fD küiutant auf der einmal erreiehten Hohe bleiben, an daU eine VcT' 



iJtkumii]»toiea- 15 1 

größenmg der polarisierenden Stromstärke dann keinen weiteren Erlolg 
mehr hat. Falls nun die elektromotorische Kraft des poliLrisierenden 
Stromes unter diesem Maximum lie^. ao kann sie selbstverständlich die 
Elektroden der Zeisetmngszelle nicht bis zum Maximum ihrer Polarisation 
laden; denn sowie die elektroraotoriache Kraft des Polarisationsstromea 
die des ladenden Elementes überwiegen würde, würde ja der Strom in 
umgekehrter Richtung fließen und die Polarisation wieder aufheben. 
Es ist dann also, bis zu diesem Maximum, die elektromotorische Kraft 
des Polarieationaalromes gleich der des polarisierenden Strome». Bei Platin- 
elektroden in angesäuertem Wasser beträgt das Maximum der Polarisation 
2,7 Volt; dies ist die höchste elektromoturische Kraft, die aicb bei der 
Polarisation von Platinplatten in angesäuertem Wasser erzeugen läßt. 
So bat ein jedes polarisierte Element eine bestimmte elektromotorische 
Kraft. 

Wenn man nun von einem polarisierten Elemente, welches man 
auch ein sekundäres Element nennt, den Strom durch einen 
SchlieQungskreis fließen läßt, so fließt er durch dieses Element 
selbst in umgekehrter Richtung, als vorher der polarisierende Strom 
geflossen war. Er bringt nun in dem sekundären Element selbst auch 
wieder Elektrolyse hervor, und da er in umgekehrter Richtung fließt 
wie der polarisierende Strom, so wird an der PtatinpJatte, die nüt SauerstofT 
bedeckt war, jetzt Wasaerfitof! erzeugt, und an derjenigen, die mit Wasser- 
stoff bedeckt war, jetzt Sauerstoff erzeugt. Folglich nimmt die Dicke der 
fremden Schicht auf den Platten allmählich ab, wenn der Strom fließt, 
und immer mehr ab, je länger er fließt. Wenn schUeßlich die abgeschiedenen 
Schichten auf den Platinplatten ganz neutrahsiert, ganz verschwunden 
sind, so bort der Polarisationsstrom ganz auf. Der PolarisationsHtrom 
aus einer polarisierten Zelle dauert also nur eine bestimmte Zeit hindurch, 
so lange, bis die chemische Veränderung auf den Elektroden wieder ganz 
zurückgebildet ist. 

Natürlicherweise kann man eine Reihe von sekundären Elementen 
auch hintereinander oder nebeneinander verbinden. Man bekommt dann 
eine Polarisationsbatterie oder Sekundärbatterie. Man kann 
also durch eine Reibe von solchen sekundären Elementen eine Batterie 
von sehr großer elektromotoriscber Kraft bekommen, die außerordentlich 
starke Ströme liefert, aber natürlich nur eine gewisse Zeit hindurch. Zu 
neuem Gebrauch muß man dann die Batterie von neuem polarisieren oder, 
wie man sagt, laden. In der technischen Anwendung bezeichnet man 
diese Sekundärbatterien als Akkumulatoren, weil sie gestatten, 
die Energie des polarisierenden Stromes aufzusammeln und anzuhäufen. 
InKapitet 3 des zweiten Teiles werden diese Akkumulatoren ausführlicher 
besprochen. Hier sei nur erwähnt, daß die jetzt gebräuchlichen Akku- 
mulatoren eben gerade aus Bleiplatten in verdünnter Schwefelsäure be- 
stehen. Beim Polarisieren durch einen äußeren Strom, beim Laden 
des Akkumulators, wird die eine Bleipistte durch den herantretenden 
Sauerstofi auf eine gewisse Dicke in Bleisuperoxyd verwandelt, während 
die andere zu reinem Blei wird- Wenn der Akkumulator geladen ist, so 
hat er eine elektromotorische Kraft von 2,02 Volt und kann nun bei der 
Verbindung der Pole durch einen äußeren Schließungskreis, bei der E n t- 



\hZ 



L TbiI. fl, Knptlfl, 



latlunun hn IttJigi' f>irojri Hbgkrbun» hin w'ma I^unu nahesu aufgebraucht 

\tL Solrhr ßlr[jLL^hiiriii|]at4:>roT] Mnd nirlit tiloÜ im firr^Upn »rhr l^qn^m. 

wit bi iwüili^ji l'eil bwiprtKiktii wini. noiidpfn ftiwh lir 

^" dim Gobraiiüh im kkuntin . eii Kx[H*rirrM?ntyTi , Söhr i'mp- 

*^^ la Mi]pn*w<*rt als F,THalE fiir dii* galvnniwhrn Elrni^nt^?. 

V\^. i'MJ iSfifil. vmL'ii kitiittin . bequem IragbAivii Akku- 
mnlnror viiii 2 \rAt. SjwnnHn^j. Bc» ft und b tind dJn 
ri>b\ iJii.- Z^llt* iitC vijn i-m^iii i^esolilnBivriHii Ebrtnit* 
kiUt^hon umgcbm- Fij;, 131 KciRt finen grffcßnTrn Alikn* 
nmlftinr von Ui Volt KpunnuiiH- di^r also ai^ht gf ^Il'^r*' ZeUcn 
i'[it|iitlt- Vicac. sind in i'innm UiipW^n llnl;&k[u<toTt mit 
bcwppboher Sciimwand D enthnltim, tbe für gowöhnlkh 

Eugt'kliippt und. lit^j a und b Biikd dit Polv d« Buti^rii^, 

Ein sfibduT Akkumiilnti»r mitU ikW* von Zi-iT. b« Zi'it a^^ljulun uvrd^n, 

Uta imiiir^r wu'drr Strom ubgr^btrii 4U k<Juuuri. Bf*i lIvei ^i-brnuirlilirlirn 

Kl« lai 



al 



D 



■r'l.ilüL 



Akkiimubfcloren ist die StTütnstÄrkc . durch welrhp jede Zellen neladpn 
werdi^n uulE, uEiijki der ütöUt; dtt riatLeii bu au«proLi<irt, daß oinr- liüberv 
aU di^ angeer^bcni^ Stronrntürke der Hultbiirkrit di^n Akkiiniulntöm nrhjkl- 

lich iBl. So HL'rdt-n t, U. Akku- 



Gliihfamiitrt 




4MÄ 



luulalorfn von Avt in Kig 131 p^- 
3G«i?k»eC4rii (IrüDo mit etwa 'i bis 
l Ampere ^viadea. Die«« l^adung^n 
nmimf. mitn dii, wo diiprh okktriÄfh*! 
Z«'nlrultrifitfi>m i^ftr^MÜtttird, iinlur- 
lii^h um hpÄffin mit dnm Xonfmkn 
ttromvor. Da dieser aber K«wcihii- 
buh emo Öpammng vim HO Volt 
bc&iljEt. altfo dpm AkkumulAtor. 
wtmi «r dirckl t^üigwi'baltvl wurtlpi 
vt<d KU Htärkert 8tT0iii lief«tri würil«. 
SU behaltet iiiAU xwtcJoDQftQig «in^D 
(üiihlnmpcnrhpu-Ltntrn |!^ W'i) vor [Mh 8vlioma dnr ^troirlnitimg Ut 
dftiiii durch Fi«. iZ'i flpgebvii, Voö dec StroraqutJlf (drr Krnf.Tftlr') wird 
liw-j- Pol mit d<'m+ Pol di« AkkiimiitiLtorh vi^rbimdpn imd vom —Pol 



Ak^immfatcr 



HoohepiinnijjiKxjikkuinnLUorMi. 



ifia 



dMülb«!! üT-ht dio Irfilunß durv-li «ii)«-ik ('lUhUniiifiirlii^OfUtcii {oder «uch 
«tiH «anreiht« Qlühlftmpr') xunj — Pi>^ <Iit ^Llrntnl|Ul«1(f>, Da »-vwälinlit-h 
die ^ and — Pole drr ^mmqiiPillT nicht hpctfichnAi niiid. >o kami muä 
die ricblig« VFrbmdQnn Jun^h ^infnoho« Probi^^n^n tinJen, Bei dtf 
riehtigca VerbmdunR litw AkkumnlaUira iinri drr ^tronifiuHlr miluAn 
nimlick So GlühlAmpFn »«liwiichvr T«iiebt«n «U iicirmAl. weil llAUft- 
Strom uod Akkiimulntcfenfttrom diklMii tiiuincJcr Ptit^^op-nwirkm; hn d^r 
faladkm V^rbinduo^ miiwen di? («lulÜAmpFn dagp^pn hclJcr bicnnim. 
wv-A dj« beidcfL Struiuo uch addii^rea. 

Kifi*- (map Rf^ihp von kWn*T> AkVu^mUfo^^^n. mifhrprr tauBPini. 
bfthlvnujL Arider j^iift^'Uall«t, div altiu 8pttJiiiiuj^tMi vurj uitliivrvti UiuBL^ud 
V'fkU lEi-hrpH VTd'^n aIh HorhApftnnDniQhiikktiriiiilftt, nri^n 
hrwichnr^l- Fij^. mSflibr i-inp Annirht. ^hipr Bftflflri« v^u S^'oldier kleui^n 
Zdinn, wicHoindiEr pbyiLikii]Jai-h-t<T{^hiiirt(^bi-ri ICAit^lijuihhiriltburiuliEt: wnnien» 
Jede* diutcbc GW mtbAl^ tttri Blrikl6lx« aU KhHrorieji und nl ohm 

Vit iti 




dicht Ab([i^«ohIottuj]. Bin GliurohirbMi iöhrt in dos limert Jiu QUuttm 
ODd ^rUutit rTTvcririfd rinc KillCiin;; dnH QUin mit Kt'liwrff^I^urp. nndrrrcT- 
MÖt» tiu Ejitwtichoii d?r bti di-t Lrtduii^ auffrrti-ridt'i] Lihh. NAtürlit^h 
tnnß mall £ur LdiJurj^ riiu-r Hntr'tii.'ri httH'liHpqrinniij^HljHiriTit'. wiTfiii mivn 
etna I lU Volt liu ladeiiüvii Strom tax Yerlüuun^ bftt, iinrnpr j« Pinf Rpihe 
von OC^ Zf'lkn ('niiHii l*düri, oder luebtrr»^ ft<"iin'ii \in\ '\<i Zolkn |>Arti11«l 
iC-b«Jt^ii' Sohnli*1 inftit d»nii dif Reihen aüp ocUr Tium Tc^il hinl^vcinAmlor. 
so k»nn njütl aWj Slmiii'» von M>hr bobi^r SpiuiiiiiiifJE crhaltrük, Da Ihh 
»okh höohiii-flpftnnt^n Sirumrn cm wbr nuf die InoUfion ullrr Tfilo nn 
komfot, «o Jtind db ri:i/.< Iim n JClcmont« vollkommen i^iabcrE aufjif^tcllt , 
J>u Auitrettn dir i\'Ur\iiaUan in tmivr vuii wnt'm Strinnr iliirdh- 
ÖoMciic:! FlÜHigVeit klärt uns nuti auch ai;f. w^ruiii m uii^ht möglich i^t. 
dJL- Widervtäudo von J^IÜBHiükuiti.'ii lu dfrefibf^ii Wviw duii.'ii diL« Mcttiodw 
AvT WliMt«tonfu<-h^n Brikkr eu ^»«lirnmpM vr'tf tViv von («itftn Ki^ppnm. 
flscJlt NHuiMcb di^t ^tfEim duit'b vm*^ J'UthHij^ktil. «o tritt v'in« unlHc-gcn< 
wirkend*' pl{'kir<:mjotori8cho Kraft nuf, dftr>'r (irftOn mnn nicht könnt 
md &»• übvtdini vprtiidvHich i«r,. Fiir dim^ jplt dann ilin direkt«? Mt^tttodr 
drr WidiTHtAnfUmmi^uno; diin-.h dti> Whi*atctont«chc Briickc tiluht^ Um 
p'tttf Pliluigkrit nun docti einfarh wie rinrn l^citr.r cmt^r Kliv?«P bt*h&nd«Ili 
la kennen, »t r* nolwondift, die robnuation uuEsub<,'b«]i. und dtut gvtnAüvhi 



1 



154 



1. TfiU. «. KApItol. 



elKm duri^h W«*hAe]»t;r5mi^. wie vrir a]:f ^. 1^3 gutohf^n habfrn. Gegen 
WtcWbitiiJiuv vtrtiült sich ein Lcitfir ::vrGit(>r Kliu^it wii? i."Jti Loiler i^rtter 
KlaMii.-. Kh tritt k^^iri^ Polnrtiutiori uuF iitiiI nmri kanu die KlüiiBigkHt 
dinn («Iwiieo b^ti&rid^lii wi> i«in M«ts]l, 

lii uniin.'lji?n Pütli-h kMon um ^'[^'ktrim'lipr Slrvui» Viron **t duruli fiiw 
FllUflijiVr'ir. (licAf fletctrcilvftinivnd, himliirrhji<*hf,. nn«1i hc^oriiWr ahU 
fAll^Tulii WirkuDjiirii bcrvorbrin^vu, Ka kiiuii rti^mlii^h vorki>mmiJ[]. d&ß 
dir nn d^r ftinen mlor der /indi^mn Klflctrmk abj^PÄchic denen SiihÄtnn*efi 
mit dicfcr EkktrcKU rino fhcmisobc Vorbindung crwugeB, die ein >o 
ochkv'hti^r t^t^riideiter iisl. daU der HtroniiltiivbRiinp; daLiL<j nnai wU^r fast 
gan£ aicfhöfl Man J^pf- dann, es wrrde nn der Elektrode ein t"! Ij p r- 

5 a II ^ 4 w L d i' r ? L H im] r<r£i^ugL. Dan uuflLhlZi-ndfiU' iJei^pir>] dafür ^bt 
w Bfcki.r<"lvni' vnn KJii«Hi|j;li'<iltn, wie vtwu Alflunlösun^enH wonn dif vmw 
Elpktiodv lind /W4r die |}OHil.tv»i aun A I u lu i n i q m be«t«lit- Ge «<-bi*idet 
Noh dann dim^h hinrn hindiir^h^nMriiiektfri 8tr(im ATi der AUiminiuint^lftk- 
tfode Sftiieratofl ab und dii'jwT ni'bl mit di-Tii Alu^ninimu oin<* VerViindiing 
ein. diiT den ^tnim no m^hlerht leiU-En daQ iU-r Strumdui'Hjj^nu)^ dudiirch 
ftnffltf ikufflehobnn wird- HVim mnn elefcironiotciriffhp Kriift^ hi« 22 Volt 
■nwL!udut. tQ kann umn diux^h e'nni ^ulehi; Zi>Lle in di^rjnnjgen lliclitunft, 
in wrleher diu AFiiinirLiurn Anrrdi" \at. nur gAnt ätbwninhr StriVme, «crttt^hii» 
voJi weniaen Milliampere hindurch bringen, wahrend bei gfößcpeu ange- 
wendeti^n e|4'krr(im<r1f>riHi<beM KrJilLen trul^ de^ ('t>E7r^iinfff:widerdtanda 
stetig wnchwnde StfüTiie bindurt'bgehen Die AlumininiueleKlrcKle B|>etrl, 
wenn bm.' imt dem pusiliven Fol vurl>uud«n int^ wie der Vertas&er j;eÄT?igl 
bat. in Alaun von jeder angewpndelen SpünnnriK I^li Voll ab Wrim nisn 
dn^SirumrtebLuijg umkekrl Hleudii^ AiiirniinutnelekuiHle tmt dem nivf^aliven 
Pol verbimb'i, A<y g*"bf. drtjp-ßi^ii iW Srrom *>bue *^rhwi^rigk#^ir, mit hcinflr 
vollen Spamumy diii"-li du' Zwlle, K^iie wiche Zelk' mit einer pcifctltven 
AbiminJuinidekfTfNbT mtd i-iniir beliebLp'i] nnj^uTJvrr^ Pilrklmdr {*. ]\. huh 
Blei (lOer Giivin mler KobW] wirkt nWf wie ■fiiii Vi'nld, ^»- 1'i.Qt >ui>mr. 
doivn Sj>nntiui]g liifi ^2 Volt bttriigl, in drir t'inen Hinbttmg nii-bt biridiuvh, 
in der anderen Rirhtun^. in der da* Abiniiniiim Kafhodc \M. wobl. Man 
nennt iliciiw Z^llm Grnetz^ebe Zl'IKmi nder D r <» a ■ e 1 z c M e n- 
Mun knrm »tntt d?a Alaunn in einer ^Irhen Zelle ir^lrd eine andere i^lilsdiji^- 
kvit boniiUcn, welcUe nur die EigentM^bufb haben muß. an det Anod« 
SüHerH^off direkt <MWdurob piekundnre PröBr-^aF' xxi enlwiekcln. Am vortwü- 
baflcaten hat i\ih alx Fluqsigk^'it die LöBun^^ von pb'j«pbi>mauren Salien, 
AlORiuniuni' udei Naliiuru' odec KuJiumphüHpbal eruieaeiL JUit einer 
Anlehi-ri FblMHi^kfii. droflMi-Ir eine derartig ZelU nicbt, MotJ T2. Hr)iidf>rn 
mi^Hr nielir u.h IM) Volr 8|H<n^iung ab, wenn da« Alumtmuui AjluiIi' liil. 
Im RWPiitJin Teil Kap. 4 wird ein« wiHir.i|Ee Anwtinduni; dirarr Zi'llen 
bucliriel>nn weidon- 



I 





7. Kapitel. 

Die magnetiBchen Wirkungen des elektrifictaen 

Stromes. 

Alle Wirkutig^n eines galvanischen Sti-omee, die in d^n vorhergehenden 
Kapiteln besprochen wurden^ fanden in der Bahn des Stromes seibat 
statt. Der Stromkreis wurde erwärmt nach dem Jouleschen Gesetz, an 
den Verbindungsstellen zweier verschiedener Metalle trat die Peltierache 
Wirkung auf- An der UnlerbreehungöattUe eines atarken Stromes ent- 
stand der galvanische Lichtbogen; Flüssigkeiten endlich, die vom Strome 
durchiloesen wurden, wurden elektrolysiert, in ihre Bestandteile zerlegt. 

Mit diesen bisher angeführten Erscheinungen sind aber die Wirkungen 
des galvanischen Stroms lange nicht erschöpft. Schon bei der Meßmethode, 
welche wir für den galvanischen Strom anwendeten, mittels eines Galvano- 
meters, hatten wir die Wirkung des Stromes auf einen Magneten benutzt, 
indem die Ablenkung der Magnetnadel von ihrer natürlichen S^ord-Süd- 
richtung uns das Vorhandensein eines elektrischen Stroms ansieigle- Diese 
Wirkung ist jedoch nur eine ganz spezielle in einer großen, allgemeinen 
Klaase von Beziehungen, welche durch die fortgesetzten Untersuchungen 
der verschiedensten Physiker zwischen Elektrizität und Magnetismus 
aufgedeckt wurden. Man faßt die gesamte Lehre von den Beziehungen 
der elektrischen Ströme zum Magnetismus unter dem Namen „E I e k t r o- 
magnetismua" zusammen. 

Jeder M^net hat bekanntlich zwei Pole, einen Nordpol und einen 
Südpol, Wir benutzen solche Magnete gewöhnlich in der Form von Stäben, 
wie Fig, 134, oder von Hufeisen, wie Fig. 135, oder von Nadeln, wie 
Fig. 136. Hangt man einen Magnetstab oder eine Magnetnadel auf, so 
daß sie sich horizontal frei drehen können, so stellen sie sich, wie man 
weiß, immer in eine ganz bestimmt« Richtung. Dasjenige Ende, welches 
nach dem Norden der Erde zeigt, nennt man den Nordpol, das entgegen- 
gesetzte den Südpol des Magneten, Je<ler Magnet hat ferner noch die 
bekannte wichtige Eigenschaft, daß er andere Magnete anzieht, resp- ab- 
stoßt. Es sind die Gresetze der Anziehung und AbetoQung von zwei 
Magnetpolen genau dieselben wie diejenigen der Anziehung und Ab- 
stoßung von zwei elektrischen Körpern. Gleichnamige Magnetpole stoßen 
einander ab, ungleichnamige ziehen einander an- Nur können wir nie- 
mals einen einzigen Magnetpol allein erzeugen, sondern immer ist an 
demaelben Stück Eisen auch der entgegengesetzte Pol vorhanden. Das 
ist ein wesenthcher Unterschied gegenüber der Elektrizität. Denn bei 
dieser können wir einen Körper bekanntlich positiv laden, etwa durch 
Reibung, und die negative Elektrizität einem ganz anderen, entfernten 
Körper mitteilen. Bei einem Magneten sind aber im Gegensatz dazu 
immer die beiden Pole an demselben Stück Bisen zusammen, niemale 



\h^ 



L lUt, X lUplt«L 



An gFtn^nntnrk 8tU(ikr*n , und dttlii/r hän);;vtn auch di>T Kfiiflv, die ein 
Ma^0t svigt, iinm^r von bi^id^n Pol^n nU. Doch kAnii r^cin deu Mag- 
nirtrn »o lan^ mflol|t>i), t^tWA ciiiri laEipc nmoiAütiMerte 8trickiiAdd iirluiiEH, 
JäD in*ii oft im wi-afntiiohrn nur dieA\'irkimg i*inc* einscigcn Poira Iwoh- 
al-UEvu kann. 

PiH IIa, 





DhA i'jne Mu-pnetn&del von nnlhsi iminor nnoh Norden hcirI. ^rklArl 
nuin mIi-Ii bt'kannllicli dnran«, daB dit^ ffniusi^ Krdi; a^lbiii ^in Ma^ei Ut, 
d>*flH"iri Siidpol im Nordon U-'pt. «i dnli n,llp Nnrdpolo von Mftqncffltihpn 
«ich nach ihn^ hindrchtn. Man bpjttichin^t dik-'jfiii(|e Üichtunft. in der sjcb 
eine ilrohlmFL' Miii:Tii-timdi'l uti L^imnn IM-Eiohit^nn Ort dr^r Knie riimtelit, 
ftls d«n nuignrliqeb^'ii M'^irÜAn di'-nm ÜrT^v. D]»cr itimmt ungeJähr. 
eiIjot nic^lit ^UEix mit dvin ^e<jg:rühji[i»<:Ji<<i] Mtndmii diir-n?» Ürk-e ub^ma^ 
Mim iriuU uLnj nrmi*li[mM] , dnÜ JLit jmJtr.Strtli- dor KTdoU'rJlfJrlii« Ju- Ma(rrit<I' 
riul«! mit tfiiivi jj^wlaHün Kr»ft in dii Riohtviu^ di^« Mr^ridiurp. Gi-xoia^rt 
unii durE. i^iiliaUirn wird, so daß, wt^nrt iniin dir NjuIi>I tin» dt^iii Mi-ridinn 
hiTAiiftln-ht , »ic sich narb pjniflfji Schwing nnpr'n wieder in rlrn^-'lbon 
i>iM^trLI:, Mar ^ajit. die IDnIc buitxe an jcdonj Pui^kt iknr OborHüdio 
eine ^rwin4<- mAgnj.'ti^'hü HoriKonlalinteiLtiiat. Dii?A? i«t vc» 
w^hii^di^r^ ^uU AI] d«n vprHolii(<di-nL«n I'i.Liik(ciL dtT Erdo imd wir «vrdvn 
buld iviri Mittul tiridi-Ti. um em> di^r ItrüUe nach zu rnfVänn^ 

Wir müssMi nUmlii^h. wn dii- KrArtfiriungPii d« Mn^n^tiHn^u^i (ettam 
lu vtitiitt*bFi], vi-rBuubmu nv quiintdaUv in ZublL^n uuBiiudriii:h«ii. ?9ulwu 
auA di^in hloQi>ii rirJarhi^n VtTflnrh , daß wir ^twa f^tii^n in cli^r Kfuid 

S^baltviJJii^JL Si^blLiMATl von irint'nj Maun«t^n ftnxivbtfii Ihxh^m. (^rk<.'miiiji wir. 
nß vnmobirdonn MiiRnftc vorachiftd^n flinrk wirlo^n- Mfin «nift von r-inAin 
Mo^cUn. dpr Pino rtnrkprt.' Wiikunfl auiübt nU oin ftiidcrtr, er habe «n 
(piiürrfr* in u ji no t i SU hffl Mcimi'Tii, arid wir wolli^n anjorst ver^ 
Miohpn, dir rniifi^^tiFfchitn Mommlp vrriuzhirdrncr Magcct^^ mitrinnnder 
numr^nBcU xu wrgli^icbpr], Dike <^taiaK\iiit<L> MilUl dazu lal i*j[^\idvb. Wii 
Av(£cn iViff;. Vi') '*itR' KiinijiriHniukd ani div Mitti- i*jML<H ^<U'di^Ti MaQ- 
iilAbf>H und hrin^n unflvr^n M4|^T>vt«tab e n, dfwii^n Mutnvnt wir heATimm^n 
woLJoii> in fTinip' Knlfi^muh« v«n dyr NadftI in div Lftp*, die in dpf Figur 



« 



I 



4 




MagnetiHheA Feld. I57 

bei 8 n gezeichnet ist. Die KompaDn&del wird infolge der magnetischen 
Wirkung dea Stabes um einen kleinen Winkel aua dem Meridian heraus- 
gedreht werden. Bringen wir an Stelle von s n andere, verschieden starke 
Hagnetätäbe, so wird die NadeT um verschieden große Winkel heraus- 
gedreht werden und diese Ablenkungen der Nadi>l bieten uns ein Maß für 
die Große der magnetischen Momente unserer Stäbe. Wir können aucb 
umgekefart die verBchieden starken Stäbe in verschiedene Entfernungen 
bringen, so daß die Nadel jedesmal um den gleichen Winkel sich dreht. 
Die Momente der einzelnen Stäbe verbalten sich dann umgekehrt wie die 
dritten Potenzen der Entfernung der Nadelraitte von der Mitte des Magnet- 
stabea. Wir brauchen nun bloli noch einen bestimmten Stab als Einheit 
featKuaetaen und also zu sagen* daß er die Einheit des magnetischen Moments 
haben soll, so können wir alle magnetischen Momente von Magnetstäben, 
Nadeln u, s. f. in diesen Einheiten ausdrücken. In den gewöhnlich ge- 
brauchten Einheiten hat z. B. ein Magnetstab von etwa 15 cm Länge 
und der Form wie der in Fig, 134» wenn er kräftig magnetisiert ist, ein 
Moment von etwa 1000 Einheiten. 

Sind irgendwo Ln einem Räume magnetische Kräfte aus irgend einer 
Ursache vorhanden, so wirken sie auf einen Magnetstab oder eine Magnet- 

f iff. IST. 







s 



^ 



nadel, die drehbar aufgehängt sind, ein, indem sie den Stab oder die Nadel 
in solche Lage zu bringen suchen, daß diese sich in die Richtung der Kraft 
einstellen. Man kann daher umgekehrt aus der Richtung, in der sich eine 
kleine Magnetnadel einstellt, wenn sie frei beweglich ist, auf die Richtung 
der magnetischen Kräfte schließen. Davon werden wir bald eine An- 
wendung machen. Man bezeichnet einen Raum« in welchem aus irgend- 
welcher Ursache magnetische Kräfte wirken, ais ein magnetisches 
Feld. Insbesondere hat also die Erde auch ein magnetisches Feld. Je 
stärker die Kräfte sind, die ein magnetisches Feld auf einen gegebenen 
Hagaetstab ausübt, um ao großer, sagen wir, ist die Intensität des 
Feldes oder die Feldstärke. 

Wir können nun offenbar mittels eines Magnetstabes, dessen magne- 
tisches Moment wir kennen, die Intensität des magnetischen Feldes der 
Erde in horizontaler Richtung« eben die sogenannte Horizontal- 
intenaität,an jedem beliebigen Punkte messen. Hängen wir nämlich 
diesen Stab an einem Faden auf, so stellt er sich zunächst in den Meridian 
ein, und drehen wir ihn nun willkürhch etwas heraus, so wird er. sobald 
er loagelasaen ist, wieder in die Meridianrichtung zurüokzukehren suchen 
und wird infolgedessen Schwingungen um die Gleichgewichtslage machen. 
Je stärker die Intensität des magnetischen Feldes ist, um ao rascher werden 
dieae Oszillationen verlaufen, und aus der Dauer einer solchen Schwingung, 
die man leicht messen kann, kann man so die Stärke oder Intensität des 



l&S 



I.TVU. 7. K^i>i\^. 



trAina^fxt^üif^ht'n Koldnn, wcIrhoB auf ili^n Mfl,i^iTt#ta.If wirkt, mcMHiii. 

wHi'Ir' aiii *?ini.Mi Mngni'tstnb vnm Mfimt^nt 1 riiu' droliL'ucl*.* Krdt ^IükIi 1 
»u*übtt HO kami inan ftui'h «De Ftiltla!.Hrk*?ri in twp*timiut*n Zahle» iiii^ 
Ui'ückfi), 8u fmUttt niAfi« duÜ lii« HtTiKuntalidltiiiifitäl dt^v enima^tii^t im^^Lui 
FnlJi'fi An ucr?i'hii.'drni>Ti Punktfin jler ErdoWfitirhr. cf^wan ymmehiwiri»^ 
W»Tl« hat, dii> Kwi^rhwu D.lT und CK:!^ in min^rpii Kinliitil^n *chtvank«n. 
In München e, B- i&i sie fiwt gcnnii 0,2(<, 

Bo wie wir hier die Inten^itnt de» magni^tUcbon Felde« der Erde mcven 
konntfii, «j konni^ri wir nun auch, vt^nipstNiH im Prinzip, dii? IntcnaitSt 
ji^df^n mngtirtischpEi FeMr« bcafittimpTi, dna von irgrjiid i-innm Whrbigcn 
Mu^^riüLi-M i*t?lj]ldi?l lAinJ. >JulürJ[L'li wird via aiAviirx FuJd vt^mtliiedviip 
IntiTLPitJit IifiWti« je narltilojii man nah üj\ d^-m MugriMfcr) iir}i ticHnd<^t 
odttr ^vii vijtt iluu t^lfenit, So wi?Kii:i:i wir je, B, mHgutJtisi'ln- F*ld« tindvn. 
dii> fn> nUrk «lud, diiÜ ilirr InU^ri^jUif. diirrli di" Zahl ;*()UÄf Hnfi^p-drürlrt 
wird, dir aIao iTilIiNlcJmAl lo gmOi' Inrcn^irAt hA^i^n v'w cIaa Horixnmjil- 
f^'ld dftr KuU', 

Doch wir wMlcn /unhrhn u^eh einige Eigmarhafton der Mftffnfte 
weiter beaprechmi. 

Kin Mognc-t wirkt brkAnnMifh nii-ht. bloß auf einrn andt^rcn Mu^ntlen 
mit Anziphungi- und Abstoßiin^kräften, oondtm er wirkt n.urh auf uo- 
itia|En(-lieL(jijL<b Kinen. indenj vv dieSL'f iiniiLtE' aiiüielit, Dieb bt'rabl aui emor 
Wirlningj rlie ifran* analog iet d*^r «*U'lch'JH'."hi'n lnHi]*?nE. Wir«! nrtrnlirh 
«in (tniuujfiietLHi.'litifi KlUrk U'.<ii.'ben Ktneiu) in div Nfihe vLn<.<a Mx^iieCen 
(CrhrArbt, mi mtc\ (W ^i^hori dii/lurrib Helbet mwgru'fiiwh, gAne ar» wie ein 
uni'hTkuiwjhvr Konwr fu der Nühe eines eiektrisiPiifn durch Inllu^ni 
fjlüklHairh wird Man aagT Aiifh hier; ein Maj^nei crBciigT in einem nn- 
magiittihcheii Stüek K'uifTi Ma^ietisnuia durrb uiAgnetisi^he te- 
il u o n E (itlcr I n d u k t i u u- l>L-^we^cii «sird w«ii^hcä urjiimgnetink hw 
Eifwn von eincta Magneten ininier angcjsogi^n, Oenu jeder Pol erzm^ in 

dem geiiäbrrleü Stuck wcirbcD 
Biaf^nn in amier Na4:bbiirarhBft 
den ent^'geii^fl^lzttEi I'ol und 
entl«rntd»iviui d<'n uh*i'OinunH- 
g»»ii, Ful^hrh iiln»rwiegt dlp An* 
ziebun^ £wi achten den je wpl eAl- 
gegongcjftBtY-n Polen, die nfthft 
Wi emmiii^r sind, und dA« in« 
fluttii»Bile ÖtUck Kjäen wird iinp';?np'ti- Mnn knnn dnd sehr deutlich 
wImiiI} wFinn mAU f-ineu MitgDr^tdl&b in KivnJeiUpänc eini&:ekt und herAua* 
O^t; di««^ bU»ibei:, witf iu Kig^ I3ti. an den Kudcii dL*E MugueLatdbr« 
TiAft^n, weil jeder Äpnn ni wnem Mftgneten geworden wx 

Wird PNI induKiertcA ^^tuuk ueidi'^n Enten«» von dem Mji(;nc»li*n winltfr 
«ntfcmti, nn hui eJi urineii Majztietiamnii vollfttjlndi^r vcTlnri>n Anrü*» 
danejieii ut es mit dem Stnhl. Ein diirt^h [nrlurim, TUHi£iir1J»ii>rte« Slück 
tstubi bebüU imuu'j ein WL-niü von meinem MH^hrttriinna kcunkk, Auofa 
wenn rs von dem müuenÄipTrndrn Köqwr enrfernt wird. Man kann ht- 
ksjLiktheiL uumagnetüdie l^tücke von weEcheni JCim^u und icu ^(«hl durch 
ßiwtriMeben mit einem sebou vorhandenen Mnuneten mnRnetisierEn. Auch 



FlS IM 






BUttnm^ntflA. 



iw 



hai 



ytt-iu 



N 



Mijfi eA süth. lUß Am weich« Bimü «einen M«ffn#titmii« t«hr nach 
vTrtierc. wäh.ri'Tid J^ulIiI ihii tM^hüJt. Man mncht itHlii^r ilai^jinut» MA^uot^, 

BW WnlfnüTintAh). Im (iffli^iuaU im ilrrt fJrrTuani-itlijL Mfi|Eni>itpn nonut 
wnan dipjnniKpn, wrSnhe mir so hinjrr mnffnrtiafih hldh^'n, i\U i\fr indn" 
xivnrndv magntlMche Korper in der Nähe iat, tomporore M-igUiito- 

Kin ji'der MuKiiot at iiw\it bluü jlii hIiilmi Pulito nui^ptioch. Hondnrn 
bcrall !□ leincr it^nxen AuMlthnung. An den Polen treten ittir «iie mai^Ti^- 
tigcben Kruftv ilailurrli boBonilcn Bcharf £U Tu^u. duli sie durt ftLÜrks 

h«!»!'? und atiMfoßi'nrl** Wirkrjrxgi'n Aiiviibnt. Wi»hl*"n iht* P*>1p *iiii?a 
pguutvn durub vm Sl urk HiMvn (wuluLisi? iiidJL den A n k •* r neimt) vtst' 
hnu'l^ti. no naftC rann. di*T M nniwi In ]ii>jirh1nn«ii*n Kin «olrhiT 
vt öbl vi^l |B#nngPTP AiiÄiijhendc odi*r Abftl«ß*nd*> Krkft*! unfh AiiQcn 
ald IM» iuifEf«chtoA«etti>r. %\wr or int trotEilnm t/xn \tt\\^iikmli^c.r Mngnot 

kuu\ in AnHfrer WrU^ auch jwbf ^hi^bliVhir man- 
nfttboh«^ Wirkungen aiMÜben, vHewif apItti<rdLi-]ii-n wi^^ik 
Eio«n HolehAJi fCMoMouenen Mji|cncton n^not Tn&n Auob 
finnii p o 1 1 o • V n Huootcn. wcii er eben kerne Irvien 
Pnle |i«t- Du einfnoTiitlv Bvi0|iipl dafür ^ic'r«it dor in 
Pi|[' 1314 gtii^iobiit^le ^Cüguvt N8 init si-inpui Anki^r Ritii. 
ein nniit'Tva Bc-iepJL-] ^*ibt t-m nmgiiiiTiHicirttLr KutecLTUi^, 

L&ngir ^<iT krmnt'* niAn RiAfri nur diuliirrh tnag' 
ncliscli nuK'heij . datt rnitu va mit (ujb^ii v-.^L'liHudt^imn 
Ua^Plfn betrieb rnl^T m dejuvn Infliirnxwtrknrtjr Aiia- 
BTiit«; E« wHf v\i\*f EnuWkciriiK v^m V-rviirriHiMiKlwr 
WiHit.iKkPif , aU niAn i'rkAiinti*, dflÜ man iln.*A'lh*^ aiiob 
nul <d»>lilri)U^h(^ri Slronu-Ji crvii^h^^ii kann. 

Wftnn ni n n ninen nolv ania*' hon Strom. 
Diftg «r kommen, woher er «nlle, ipiral- 
iürmifi um cinciimimBj{netiaeb«nBtiib 
weichen Kiienti hf-rum führt, «lo wird drr 
Biaonitnb iiiugn^tisrh. Vm d^n Versuch znwk- 
mlüig nuftfufiihrpn. Hniw»rki'lt mrtrin wn' Ki« 14') fi^l, 
Bumi UohUrliud(*r vnn HoLx C mif «-ini^r Riilhü vrm WiTidnn^i-n aUR nb«r- 
B^KMumon Drablk \i\f. Kmii^n d^^wT nndilwindnufiiMn ^jhnm narh auQen 
und werden mit den Polen oini-r ntüvAnivchf^n BniTerii^ verbunden. Ei llkißt 
abtp dvr Slr'rn iiui dji-CKii i^vlinrli^t in lauUr »jurAlli^rmi^rA Wimlitiiui^n. 
W*fin man nun in dii' EE/ihlunK dea Zylindera einen St^b Tmnift^iii'liinf}nin 
weichen Eisf^ni Aß hineinbrintit h no wird d<?r 
Srab Biißerorib^ntbeh kni-ftii; irinKnctitiuh. u^id 
liübt anderes Hiaen. t. B. einen Ii^ohliiMel au, 
Daa eine hivit* dL^nSlubL«? wird iMn ?jirrdijuh daB 
udiere Pin Süilprit. Man nr^nnf. d<wludf» i'>r»''T» 
•clnhuu uut Drabt imiwitkeltpu Zvhiidi^r i<i[ii' 
jl»gnotUi«runftiitpii]f*' ^vi(i roAn dt^n 
Uom tiutfrhrif'bt, höil dor MiL^ioeüaniu in 
W<<ir^h"n KJHpri A K auf nfiil iltfr ftniie- 
SWilo"»«-! ifttlt wiwli*r ftb. Dil* Einen Lif nLio mir durch die Wirkung 
dM 9trom<v mofcnotiM^h KP.wordcin, Mau neunt denhulb vinim vulchvu Ua^- 





1 





160 



1. TuiL T. Km^M. 



Vis- Ut. 



ntten, der duiv'h dt*n flokt^irf^hf^^ Sin>m erst magnetinch wircl. emen 
1£ I e k t r u m u g tj u t « ii, 

■Mpt Mciiini^tMal* bat r-men N'>rfliJ^)l u\»\ »linen SUdpol; m frftjRi 
fii^h aljiu lunävcUBl, u^lche» En^lf ili'ä ^^tufJv« A B wiH hwr «iTi Nnrdpol, 
wnUiliiii *?m 8uiipur( Vk Be»[itw<irtui»]L: dipi*w FiHpv wini durch nin* 
lleg'^1 ^l.^(J;''^|'l^, <li<? von Amp^ro ftusKC'sproph^'.n int. iinH wrlohf d^^• 
Auipvi'i'!ii;hv Schwimmer regcl heißt: 

Di^nkt mnn sich in dt^tn Draht der Ha^nctiHii^- 
rungMn ptrft Ic in der Hichtacg dos po«itiv«n fitro* 
mcfl ni- h w i 111 mo nd. aü duU m^D mit dcEit G«tiiüht dem 
Magn^tBtab zugewendet i^t, «o iat immer ila^jeni^e Knd« 
dütt ätubuHUin Nurdpul. ^i'icihpsKur linki'Ji Haitd livgt. 
Kelvrt man aU't dim'li miivn KomtuuMtnr dl«? Kichtiin^ d<u< HrromfA 
m der MagtietiBierLUig]«Hi>irAli^ um, §o wird *iii^li drjr Mugnetimiui« in A B 
umgokr^liiti dttijonijtv KTid**> da* vorhnr <iin \iird|*<il war, wird jotitt rin 
Öiidpol inid umgekehrt.. 

EhoMHii wii- )r»Jiu mu'n pteiudfn Stab von weiLiUora Eiöen mjigneüsitren 
kann, kanii man auch einen hiifpisrnft^TniiK gebogen*?!! Stnh niagtirlisirren 
BAnn briiutlLl nuj den ötub oder seine Enden mit Draht 
HpirnlfiVniig fortlaufend ku umwifkeLn Fig. 141 eeigt 
eineit solchen timwickelr.en HufeiBenmagneCm. Man 
kanti HK'h lir^nken, daU der KJHt-nBiab er^l gerade gv- 
nt rui'kt w^LruMil ftintr'rcirmTtJi-E'riMrhili'n^l^i'inRLrbtiinit 
LKiiwii^ktiU wur, utid duU i^r d»mi er^t huJtiiHeiifurmLg 
jii'hogen wnrtli», Di« AnWrtJKlung der Am(n''trt"rhen 
fHhwittiun^rfi-^l ieigt hn der diiri^h du; J'fmk* »n- 
|E<?gcb*^ner Richtung d'^flStromi^a, daü die hridc'.n Pnir 
b(^i S und N liugi^n- Nit^hdcinj iler S|a1> Utifi-iKiMifinmig 
gebogen im. ^Iieinftn di<: WidoM Knd.L.'ri In vnlji^^gfln- 
geaetjster RirhtTing UmwickelT. lu sc-in, ITmwiclcdt 
imLtJ aie faktifich in (^nt^^engem'tAter Hiebtun^, *o 
cinü nie dem AnuLchein nnch in ^rleicher KirblnnfE 
iimwickeJt sLEid. au werden die beiden Kndeii d«d 
Hnfr.'isriiH gleiche Pole, ruf entfSOgonßfoelBten I'olc 
lLe^r.<ü d^mi üben irt der Biegung aßa llufeiaenu. 
Auf diuH^ W^^ine knnji iriun ut«i> dun^h HeruiiiK4indrri t^intw icalvani- 
jichen SlTomerf um ritu-n Wi^K^hi'ri KiHr.^n klirrt Hi]ß<>rnH<'ntlirh Alarkr* tem- 
pgrim* Magnete tnadn^n, In Fi^i i4'J ml eLiti- {^li: bi?niiUte AiLi^rdiiuni^ 
flt'eeiehTn'ti wrlrhf. «nr Hervfirhrinßnn)! nr'hr starker E Ir-kt romftgn(»f,e 
ui»()lt Zwvi ütvkt.» ZybiklcT aua wi>t(:b»iTi Kifoju 8t«h^n auf einr^ut f'Wtfa 
Tiüch, auf Wflinhpm »ie Humh e-inr tin-'rf»lnt,te van Ei&cn unten vi^rbtinrlen 
•ind. Um jeden von den Eiaenx^Iindcrn »ind drei Mafi:netiiierung»poltn 
n^a^a' und b^ l»' b^ j^iwrhoJMin, dureh weleh^* der.StrtMn limdnmhpiwndEt 
werden kann. Die Spulen n^ n'ai^ und b' b* b^ können nun naoh ücbcben 
BC> tii:Ediiand(^' verbiuidvu wurdttip duU die beiden heruuärdgtndvn Kndtiu 
dun Kiäenxvlindere ent^tej^engoAt^rKt. magnetttich wenlen, dtr tme rin Nord' 
polt der lindere rxu Südpol, oder duU sie beide Kordpole od^^r beide Süd- 
pnlfi wiitrlfrii Diu «rate Auurdnung lal die am rr>emfi.Mi utiwtuidbare und 
anjjewf rodele. 



I 



ElcUifummtud p. 



161 



An dmi Tiecb iimi i^^wulLnlich K^rmniBrtirdubrn Adj^cbtAcht» um den 

wn RonunntAtor, wr1vht*r cIuku liii^ril, du* Pvk' ctfT Mo^pt«' Tjutoh woichiicln 
n kdiuieo, odfr «udi dMi Strom t^anx lu uiilFrbrcH-'hcii und d^hpr dein 
MiLsn#Ciamu0 de» KiHt^Q« gant 

miixi) hrhirR, Wrrnn mAii <Ijp ■ '" 

Spn]r!DKr>v«Tbundi?inbft1. (laQ 

(lafl rinn Eni!* d™ Hufi'üinnn 

tiü Nordpol, dai andere ein 

fSiidpal ist . und niuii d ■ o Kmicii 

derEu»iutibc von oben in- 

dit'bt. SD tlicUt drt fjMsitJVV 

Stttnn um liridr in i.Ti[K<'(^n. 

Ctt>r KK'liturfcK, wie «.-^ in 
]'I2 Ki.'wit'hnol iHt, >!ini 
Inutn ftich dur^h AtiwuiKhiti^ 
dar Am|)iVw^hrri Sc^hwirn- 
m^rTCfffl «rtfort iilvrti'Hgiin. 
daß din m di^-Jej Figur ^l-- 
sdi^hnftf^ Stfomrichmng die 
richtige ut Um <tct« «ofort 
Bü tviHKn. wie de/ Sinun um 

ituui Bii.'b merkten, daB vr um 
lähta SiidpoL vt>a oben ge- 
Mfa«ii, in derKicbtuji^ UieQi, 

fÄrJ) tx>wi^i, um eiiivii Ni^cJjkiI eiil^i<|^<ik|^<AeUt dem Zei^r eiiii^r Uhr. 
pMrch ATihfllaen von fwot^bnfißi^ i-'^tnlrcUTi KUfnknrpni auf die 
Poli*. di«^ mA» dikrtn PolK-hulif fii^nut^ Laun imiu ÄWiwiieü die«*ii 
ein «ohr kriffi^^ji rn:i^imT,iudif<f( Feld (.-rKeu^F^n. 

Zwei •ndrrp. vi^lfvrh bfMürsti» Ff>rnien dvt Elektrom»OT*<** »id*! iq 
Fi^. JI4 und 1 iö gtJciricbnGl. In Fi^. I M Hinil ^wri mit Druhl ujnwie[(i<llo 

Risenicerno vorliiindi'», wi'^pht Auf iler ei*pmi*n 

"■■ ^" L}rund|)lütln onlwfilrf lioruudta} mler eteliiiiid 

^r^^^S^ /^^Ü^ ni^B^^^'rn-'bt wefdrn können. Man sieht in der 

^^^H^ n^^ht ^M?'<i^^^^^^"^^L AWL'i Tuliichulie PF mit leiemlirh 

Hpita ;^uliiufetu|en Kurmuii ubKwbildot . wduhe 
in dir l*ok* '■iiigtspt^T wprdrn lK»nnpn und nvin 
m di7m ZwiJ!ii:hriirLLinn a«iHuljun Eicli uudi vm 
«rurkM Feld *nT*l*"h*n lAvien, Di*' rinwH^ki-lurigpn d*^r Matrn^'.ki^rni^ 
verbindet [luin f|;pvr5hn1ii.'li wji>d^v «u, dnQ die Iwideii Pulv en^trgi^n« 
^«AFfxt mAgn>-tiarb wprdi>]i 

Die «tärkitteti Tt^rij^ribUhhuii Fi-Uli^r ersielt man duroh dw Anwen- 
dong r-incA «ng^'nAnnieii ITulbrinKr]rktromairn<'trji(H wie ihn 
Pin, I4ß Jieijt. Bt'i dioaeni siriil tftft kreisjormig grbogene Kbrnatüifke 
ani ninf-T (truiidplntie von Ei»«ri anpofn.lKiiubt, ^^e sind mit xufiiLmmvn 
Bcht Mn^rtifliening^utrn uiTL^rrbcn, welrhe hintpriMnAitdcr g08ohutf.i*t 
werden küimtMi, An die l'olendeu PP kömipu vtrschied*» geformte Pol- 




lt^2 



t TdU T. K«pM. 



FlE IH. 



schuh? f E (««PI vidcn? T T nivbt niau im Bo<3«n ■bg«bildBl} «iniach 

1 mm Dit'kf hetih — ZwisL-httiramu l»aat>nv Art »im «n jtulknt iiiTeo' 
sivm iiiwgnGtJsfihwn Pk'IiI bilcJet» w^im ilpr Mnpni>t ftrT*>ft int. IW TiftchD 

Vßnn hi^rftnfg»*- 

\f um (Jr(f4*TiÄtilTiiJi* 

in ndcj iiriU-r il»v 

nurlce Kt'ld im 
UiL-si? nUrkm 

FtklftFärkt bd 
di*ui ÜJilbring« 
i']i*klrcjm«;cnplPt; 

wenn djp Hori' 

der Erdt die 

UtArkp 0,2 hat. kaim man mahi in dprspJben Wi*iä{: tn<*.'iHr?n, wip dn* 
jchwnche Feld d"?r Erde, diifth Schwingungen pinf* Magnclaf nbchcns. »chon 
Diin (km lirutuU\ ^^^■d man cm flulohm mi^hl ui clun Htjirk«.' Kohl hmräti- 
bringec Itaun, olino cLlü pa !iT.nrk mugnetiHch iiiduKi^rt wird^ Wit werden 
Hpüf Pf IjtM di^JL IiidiiktiurLB- 
erW'hitiiitiri^ni atkIitp Mit- 
ti?I kn[irii?ri li^riH*n utn dw 
KchlnriirkM tfoh'h ftiliirkiir 

Ka ji^lIiI iiEx^r auHi iTin» 
Methode iTtrdii' MoMimg. 
wdchf ftiiühiijirh uiiBfifun 
biNhcrlK^^n Krnntnirur>n 
schon vvntläiidlicb und all' 
WL-ndbur int. Ks hat tüah 
nÜTiiluh '*xjH*nmpni'.'ll ar- 
ii?jr;1. duLl ijyr pl-'kLj'iH'dj«? 
WideriNTJinH vnn W i a- 
m t d r A h t A n ti» An- 
dnmr int, wftnn dfta Wiamnt 
in einem mnanctinoben 

KnM ifiT, diu WTHH >'s nif'ht 

miiKTiptisiiTt irtt. Off Widrfitand warh^t in dem mngnenschen Fi-Id> und 
iwiir LL]i>reimheri im Vtrhiilhiui Hejjier ^türko- linnu-r wt^nn die Släfko du 
Mngnt-Tleldivi um ltKN> KmhoiU^n (irt miwrem obiffen MaB) Eiinimmi, wfcehiit 
dr-r Widrivtand Utii Wiämuts uhj ö'^/u »dneji urapriJii}{t]v!j«n Wvtte*. Muk 
aj^ht^ rlaQ maw ddriku» uui;£t'k€t] rt> wiriiii man nnr die W idi^dtandicjvnderung 





WiBmijr»|qrft|a, 



\m 



0^< 



'«% 



n 



^ 



WisDiutilntlititt mnuL'nd durch di« WlKiat4tQnoi<:h« ßruiikn vvf- 

dir Stärke di^n Uji^^nitFrlil^fl britimmrn knUTL Zu ilü-firMn Zwricict 
VQii iiifcrtciinii Je braun flacW Winuiutupifalon kmi» 
_ , wir dnt- in Ki^. 110 ab^f-luldi^l i»l, Di-r Wiiunuidraht tat bei W 
Cnne ßaicbe Spirale gpwif^kf^lt, wf^kh'? Eum ^obutji p^gm Zrrbr^KcQ mit 
lünmcrpliitlfln bi5dL'vkl ut. iliiv Kudi^ti «iuil axi Kupli-mtübr Ci' v.n- 
ai^ft. wf-lrb*.* tio)W( rlnrt'b cicri Hurwä^riff H hiTn1ur<h>;»'lifin tinrl Jic 

Spiml^ witvl ein- 

h iu »iji matt' Fla-m- 

nuu; i-üi Für alli-- 
iimI bcslimitit Kat 

wckbcit Wid«rrtiind di« WiiiMiutnpirnI<^ otwn Upi dvii Felibtärken 100, 

OOOl 500f) u. f w. bcaiut, rl. h wrnn mflii die Spirnb geoirht liflt, «ö 

miLii tim^'vkt-hrt ^uft dczu Widi^tnUnd die Fold^tirkp in uiuotcn 

Für iliifiK ftl&ikifii iuu;jur^UH<:b»i Fi*tdf*t kul eiuti i?i[|p DuntriUuug 

rinif-hi«' ri'jiiklriiirt. 

Lh^i-u wii ii'LiiiJirb '^irH-n Mn^'ii^lHtnb Jijur>iidwu Jiuf v'uWi\ Tüiuh, bKii^n 
ib*r diTwlbpn *'ir Hhur Pupi-'r iituI hfrimm mif di^'Jirii KiArnfoilupKne, 

Kntft )c Ewri KeiliipJtno AnoinATiili^r l^i^tii K^ii Btld Hic^i^r \iioT(inunjE 

ibt Fi^- 147. ELiHT jinle «oIoIih Liitiv, iii ilvr dJH FJUTufi^ilApÄuv tich ui' 

«dnandnr n?ihi?n. Dennt rcknn ''inoma>fiirtiache KrnftHnii'- Man 




rui^ 117. 




__ von <1«EL Pdi^n u»» di>^ Kraft liriii>n nwU ulkvi Rivlituu^'t^n gelieiL und 
MBlobrn t\fi\ Pol^n vom Nonlprtl aum SiidpoT tn krummen Linien iihi^r- 

rliriL Mau hat au( *\i*iav VV'L'tdi' i>liim w^ir,wti-s oinit DaratvIluiL;^ von ilnr 
i c h r n n K dc-T magrteli^oWn Kinh iiu Fnidc, wonn man nur noith 
fettMEre, dftti die Kraftitnien immer vom Nordpol in 
« I. uft auAvtröiucii und in don Si^dpol ciuströ- 
«n floll^D^ WriiTi man rincn miignctitichcn Komf}ol für sicti hor- 
Ibm iDäuaU — wnu «bar uidit mögliüli ial. da jeder tio«h so kldn«.' Mnguet 





\\H 



L 1WI. T. Kbpitel. 



Kwei 1*011' bat — . Bo würd« i*i]] aolclipt Nonlpul. weun er in nu «olch« 
Kt'ld K»''rfi«lit WiTtlvn mid in ihm f\A\ frn l»^w**gi>ii kannte, an jwJM fitplli* 
d<Jt llidirung *>mt*r Kraftlinie' ft.l(i»'n, Er würde *l«ta vom Nordpol nij. 

Tri <\i'j\ i-\\iicr\ Frldrtn ewinr-rmu Jiwi'j flfjtr[f**n flntHirrpPtigpfiGtatpn Mnjjnrt- 
|Mi|i.<ri HiJiil iEi<i KrHhliEjii<M inj wt'Htfnllii'limi gvFHil*' LinU-ni wi-lt^lii^ vom 
Nnrilfml zum *Siidfiol gohcr». Nur nn dm CIivnEcn des Mftprn'TiHd''ii nind 
diu Kiftitluijtii gekfuiiimt, Fig, 14^ jiti-llt div KiftfllJnien eine* sölctwn 

MaRTiPtfeldcfl dnr, Man bL'h<ncbHct 



ri(f j«. 



üin mn-gnetiach^ PrEJ. in d^m d\« 
7 ■ - - : ■'l'"~'.-''|f Kruftbiin'n j((*riu]l]mp v<*rliiulL*ii, aln 

L ''in bomogt' ni.'4 M flüti <■ If Tf Id. 

^^^^^ Tii eini^iu »olibrii Frld*.- woKpn 

^^^^^ nun die Knifttin^on wn-h^ iti 

^^^^B ^ urLbi'grT-nst^r ZM, floiid^m m bi^^ 

^^^^^P . .. Hl iFurnUr ^ahl «i<irhni>ii. WirVk'iilkrn 

^^^^^^^^H »»;:^ I^^^^K iIiirr^L Jod^n Qii(ulraiZfnt]> 

^^^^^^^^9i-.-'~~.jj^^^^^t mrtur d^ Fi^ld^j% iW scnkrecbt la 

f -3,::.":'.:{ W^" " d^n Krafilinien tilrht, gprado so viel 

KofUiTÜoR jsvkbixeij, als dii? Inten» 
fliiAt dpn Feldpfl in obig(!3i EiidioJUjn belrfi.gf., Alan Iwi cinnrn Ftdd von der 
Fiddatiirke 20000 würden wir dut*:h jeden QuadjBlipnliniptpfH f«*wpil da» 
Feld dn'S** StiLtkt' ha)„ 20 '.K)i> soli-lit- Limoii m der Itudituiit* vom Nunlpol 
zum Südpol KU zekhiitTi linb»<rk. In dem Feld unsetv^ *>[>igpM H.ilWifig" 
mngiLdNi, W4.-]Ln ve nvmu gmlite Sturku Imt , niüUti^n wir ^^iXJU uokhtt 
Linien pro Quarlrtttw'TiTi nieder Äpirhnen. Dub mngnptisch* F^M dw Rrf* 
IhI auiib iioino^u. Hb^rsn ärtmEiik, duU wjrüubei bluüai][ jtf ^ <|rm I Rrftft- 
linu' XII /i>ir^hnf-n batr^n. Knt d^.« Fi-Id nitlit iJbiriill dif^i^lbc Inti^riBitAt, 
«u iHt un dvn vurHehi&di-iieu ^t<>]len deeBi?lbv>n aiicb di^ Zald dnr Kri^fl- 
linJi<h, diu wir pro Qijuilrat«iinr,iiiii>(,t«r xn Xi'in'hn^n Ldbt^[i, vtirocliii^Wn- 
Man ficht, dnß nikcU di»PT KonstTuVtJ^^Tt v« g^nftu da^^lbe bcdrut«c, 
ot> wir sogen, ikä n^ngnt^Lididif^ Feld liat un eicmr ätuUe die Inten^UÜt oder 
Feldutiirke SOT». od« nb wir Sflftpn. nn die.*er ftiz-llo «ind ]>fo Qund™(- 
itntiineter 2ÜU Krartliiu^n vorlinnden, Dio Kiidubruni; der Zuld der 
Kraftlinirn pro IJiiadrntKrniiinptfr. dio Kucrsi pIwub goaiicht orncbcint. 
bietet «bfff innnciiv gruüp A^orlcilp, wie niob namenilicti im K-npiUl ft 
atfifWQ wird- 

Wir wnllpn nun auh d«n un« rK:hon beknnnten Eig^nxchnftm, die 
uingut*LLB<.'hL- Kvrpvr JiT-igvii. dii? ICigL'nF^ntudtun der KrälLlinivu vnUiv^hiui^u. 
ZunA/'hftr, i^r^ht sich olinr wcit»'ri'M div folgende 

BrJiLfct mau in dii; Nuliu dt^a ein^n Fulu umM Maun^Ululm» vln StUcJc 
WPirhon Rinnnji, so wird difscs indunirrl^ und in d^m Rnnm Kwinphcin dr,m 
MiLg]uit«n nnd dem induzierten Ein^n M die Ft^UbitTenitiiii »ehr ur^Ü. 
WPit Rfftlicr nlfl an nnd^r^'n Slfllrn in drr Niihr der. Mufinelrnf weil nirh 
*^bnn dem Nmdpd ^C gfgmuher eJn Südpol S bildet Ma vetlanien fllw 
in Fifl. 149 die K^uftllnif^n civivelicin dcn^ Pol K cmd dtni induzierUüi 
KTüentiliif^k A viel difWr' aIa im iibrijfien Feld, Wir können dt^n als eine 
EigT^iiddmft der Kmitbmen iLUndruc'kon und Mgon: wetcln-H £i»oti 
konsvntrtcrt die vn^llnfldr^nen Kraitlinlrn dee 



HAgnetiuhD KrftftliniQQ. 



läS 



Fig 14». 




Feldes in aich. So werden auch in Fig. 150, wo ein Ring aus Eisen 
in einem von Kraftlinien durchzogenen Felde gezeichnet ist, die Kraft- 
linien in dem Eisenring konzentriert, sie biegen sich al^ in der Nähe 
desselben ab und durchsetzen ihn mit viel größerer Dichtigkeit, als sie 
außerhalb desa«lben haben. Da wo die Kraftlinien in weiches Eisen ein- 
dringen^ erzeugen sie einen Südpol, wo sie das weiche Eisen verlassen, 
erzeugen sie einen Nordpol. Denn wir haben 
festgesetzt, daß die Krafthnien eines Magneten 
immer vom Nordpol nach außen zum Südpol 
gehen sollen. 

Die Kraftlinien, die von einem Magnetstab 
ausgehen^ durchsetzen auch das Eisen des Mag- 
neten selbst, indem sie in diesem am8üdpo1 ein- 
treten und am Nordpol austreten. Innerhalb 
des Magneten also haben die Kraftlinien 
die Richtung vom Südpol zum Nordpol, außer- 
halb die vom Nordpol zum Südpol. Wird ein 
bisher unmagnetisches Stück Eisen magnetisch, 
so gehen von ihm Kraftlinien aus^ die vorher nicht vorhanden waren. 
Verliert das Stück Eisen seinen Magnetismus, so verschwinden auch die 
Kraftlinien wieder. Man kann das letztere so ausdrücken, daß man sagt: 
die Kraftlinien» die vorher vorhanden waren, ziehen sich ein, wie die 
Fühlhümer einer Schnecke sich einziehen, sie wandern aus dem Räume, 
in dem sie vorher vorhanden waren, durch Einschrumpfung zurück, bis 

flie schließlich verschwunden sind. Um- 
gekehrt, wenn Eisen magnetisiert wird, 
so kann man das so darstellen, als ob 
sich von dem Eisen aus allmählich 
immer mehr Kraftlinien vorstrecken. 
Diese Aussagen über die Kraftlinien 
lehren, wie man sieht, durchaus nichts 
Neues. Sie geben durchaus keine neue 
Erfahrungstatsache. Sie geben bloß 
eine andere und zwar für manche 
Zwerkp vorteilhafte Ausdrucks weise 
für <i]c schon bekannten Tatsachen. 
Nicht hloß Eisenkörper werden 
durch magnetische Induktion mag- 
netisch, sondern, freilich in viel ge- 
ringerem Grade, auch Nickel und 
Kobalt und in noch geringerem Grade 
die meisten anderen Körper, ja auch 
die Loft und andere Gase. Auch dies ist eine der großen Entdeckungen 
Faradays, daß er zeigte, daß der Magnetismus eine allgemeine Eigen- 
schaft aller Körper ist, daß alle Substanzen denjenigen Zustand annehmen 
können, den wir eben Magnetismus nennen und der beim Eisen so überaus 
kräftig zu Tage tritt. Wenn daher ein Magnet vorhanden ist, welcher 
nach allen Richtungen magnetische Kräfte ausübt, und wenn in seine 
Nabe ein Stück weichen, unmagnetischen Eisens gebracht wird, so wird 



Fic iM. 




Uma »ubr Httirk niHgiletiBcU, ps k(*iiEnri^ri*'i't die Kraftliiutn zum et^'ÖEcii 
Teil ifl aidi, Atx^r «in T^U ;W rTia^nvliädum Fvr^iftc cJi« jMH|>iii^,i:'.r^ vnM 
Aiifh ftuSüfliiilb doa Eiai?n» nuf die Ijuft «vU-r ilie And^rtn votliandrnm 
Ki)r|>i;r; i1i^ mH^iuHtt^'hij Itidukijoii ist mi'ht tiattz mif dos lijuan ki>r;- 
zoiitrifrt. K» fimletf wi<* ninn ^^n^^t, ejnn ppwinsp Sirouung dor Kfiifi- 
linieii »talt. L'm nUo dio Kraft eines Magntt^n an bostinitnt^t Öt*lk 
mäglirhHt auHiiimutKt^n. inuU ruun Annnlnuiif^-ii ttvfTt'n. daQ dliwL' Htruaunn 
moglicbj4t gi^tms iatn d. h. daQ ili^ magni^tidchpii Krittle m^k^iichat mif 
den Ruvuik koiizi-nliKTt werdi^^it. in dinn piui fivbmudit werdi>u «hiIIpji. 

Wir gehen nun k« tlvr Rei:me)iT>inp iin*teri.'T Klpk';romft|Knt*Je siirüfk. 
wtfUOit.H Ulli» vii^l mehr und Neue« lehreu uLb rLe poiDiäiL^Eitvuätttbl^iA^mt?. 
weil wir ja Iwi den letaloron di^ Stärlco dt^ Ma^nelf-n :\ir.ht sn Ätidflm 
im^tandfi Hmd« wülu-tjid wij bei dtrr» ß|ekiromH^7ti>tvn diua duroh Vfr- 
HtArkim^ und i^hwücliimfE das mAgiLetj«Li>ii>iidi>ri Stiomen in wi^Elirin Um- 
fftnjf tuu können. 

Wenn wir bei einem ElektruinagHctün den Strom unlerbr^clicn. bort 
der Mdirnf^tiamus <\cb Eiapn* mif, Hrn^h iit dat ni<^ht pinx »»rcn« rwliti«. 
Gb dflutirl niinilit-'b iixiiuer ume gewiiwc kleini?. nb^c moJiburi:? Zeil, bis dpi 
MafEnttir^mtiH auti i-it^rn Ki^nkrni vi^ritchwiindf-n int, Mun niniriit. xur Er- 
kläi'UEi^ dt-r mügiii?t]w.-he(i ErwiitiiLUiiiitci ai\. diLU iii jwli>iii, aucb luinifttf- 
iiL'lidL^hi'ii, EiKerjAlüukr div MoLeküiu BteH von vuruhtTeiii twEbBl uiH(^ielifl<Ti 
aind, Hhü sie aber »11".' (htir vor^-lupilen*" Lnjjen iturl Ri«*Tititn(<'ii hAlvn, 
und UmU dii« Wirkung dvr M;tgtLc^liflji-ruufj;. trug v\v nun dujrli ]^eHtr«<JL^U<'n 
mih einigln Mftj(net«ii oder diin'b Hirumführrn eiTipa ST.rnmc^ h^n'orp^- 
brmild w?iii, dwiiui li*?r[dit, daU vWv MolekuJe de» Biei^tis stcb in di^^^U* 
RioliTunj; &tcltcn, Err Ma^^nr-t wärü tlcmnm^b rin WfUL-k Eisen, bei welrliom 
all« MolwküJe gli^ii^h ^erirhlt-l nlu^. Es w^ird wtiitvr nngifi^oiiimeii, daS bei 
gfiWÜhnlichcHi weifJipn Kisen die Moleküle infolge rincr Äußeren magm-U^ 
sierend^n Kmft sich ohne weitcrf» in ibn^ nonen Tvagen einiiti*UfJ]. d»fi 
dagegen heim t^tahl e« nielit leinht itt, ditjiii Uichtimg^ndei'uag hervor- 
Eilbrinjfpn Dir Suhlmolekiilc hangen an frtft miu^iniiTirkT j^iisamrom. 
düU jt-dvr Iliobtimgdänderuiip oine erbebliebt* Krdt LnitgvCt'ii wirkt, dte 
rnän EuerEitivkrntt n^rmt. Wenn dua di*T Füll jat^ 8u iat e<^ t*m- 
leucht<?Tid, daB ein dtiir^k 8talkl uitrlit ]t*icbl mngnt^tiititTrt w«rd«n IcftnD. 
ftc>rid<*rn djtÜ dii^ nur «Turtdi Ibiij^p ilum^rrule EinwirkuriK ^''T^ nift>;m^ti- 
liieri*nden KrJiftert j^lVtr^b^h^-n \(Ann. RWn^O lAt m thvr Aiirli fijnli'ut^ht^nd, 
iJttP, wt^nn Hill Sl^lili-iEur-k ntuuriitliHii'rl itil, t^n m:if-t)<'li4i^b blHil>iiJi niul^. 
Hflnn die Koerzilivkraft hindi'ri die MoSektlle, wieder in ihre nlten unrejEcl- 
uiitßifieEi Lagen zurückzukobren. «in bluibi^n alAo ^leinb ^e^ichtet, d4«Stab1< 
Btürk bleibt inngTiPtiscih, Anders ist ob bei dpm wrfrhen Kbwn, Hm dipHcm 
iit die Koer/itix'kraft sehr gering, fast verach windend, Infolgcdeis^n 
wird wciehi^B Kxfivn hiImi niLi^rierifii^h, wimn eine imh^nnttBieruinitt KnUt 
ftltf diviwlbe wirkt, inlolgrd^sdcn wird e« aber auch lüld wiedn uninBg* 
nHiEHfU» vaean dio lEiogrietijjierert'JL- KrdEt uufhurt> Da über auub wciüb^ 
Eison niobt ganz uhrii« Koerzit ivkraft int. ?ü wird e« uufb iiiebt eoifort m 
voller 8l«jhtf l)mgiii*tixt.-h. wi^nu <i<?r iimgneIi«ierT?ndti< Slroin gMcbiooirD 

wiril, HimdiT" dii* volbi Slürki i wickelt Hirh erst in rmi^'T Zeil^ die »lli?r- 

ding* nur ein Uriiehtei) von oiTi»^r H;»*kuTn.V ihI Rhi-n*" wird ii* iiucli luvht 
Moffirt iuieh dt^nk AnlUoron d<« niftgnotiMit'r^tuli'n Slrumn« g^ns aninagn^r- 



ll>ii(orMU. 



107 



I 



tucH. Kmdeni pa r«t]i»rt witi*^ii yi^nvUinnus erat AUmüljUvh. weim ftuob 
in sehr kiirit'-r Zeit, 

Dar*iiA fol^ i-inf Wn^rrlcrruravit* TaiAfti-lii>, VTwxii iuwtt dm Strom, 
licr um RJni^n wrii-iiirn Ei»i-iiAliib i^iiimlftiiiiLri: ti(*tuai^flklirt ml, alünAhlich 

vrriTürkt, !*<> kommr iUa l-Wri Tunht .*r»forr *ti in-in^T vollen uuißnrHBHirn 
S*Äikc', iondoni Ui'il>t nooh etwa* Kumok, tfl>iiii w<i^nri ii«r K<ir[iiiivkrAfu 
die filhärwuncirn won-Hcn niHÜ, Unig»^ki^brt, wnnii tue WtArki di'rt mnipjfiti' 
ücnndeii ätrotnfA ntlni^hlkh abnimmi, lo ciimmt tX^v Mnffnotismoi de« 
Bbenffüibt« m^lit m JwiiBclbtn 'iV^mpn ah. «oniiirn ct blriht immer nwU 
«twu pH^Orr wi'il flio KwrEitivkmft tlw Abnnhmt d« MiignotiBinuu vrr* 
hixidert. Uvi gW^ütr uiu^ii4-tiHi.-ti?[tdur ^SlruruBTikrkt« 10t ulr^u dvr orfitu^lc 

^*ci#i «twl^f^^rrclt-rn SiT(.iiu. Divw EnfoliritiiiLLg Eir^nul uian Hvftlerrftia 
(Nftr-Iiblwibiin) ilwft p^jw-nn, Ba ijirt rlu^m: Eii^oiiMinft boi vii?W Anwpii- 
dunpni^ii von Klickt ri>mji)fTi'-riiri ultr^rnd uiil tit\*\ twutt muQ mit lüoiier Kig^n* 

llfln kann airb tien Voraw^Ä »'^ vorjiUHnH. «U oh die Mol*'ktil<' drj 
l£i«oiu bvi ibirr DnüiunK« bt^i ihrür KiohtungMinduriin^ awh [iiLuinaiidcr 
reiben und dftduirh vrrhmdcn wprd^n, der rinwirkcn<ien Krftft »ofort ku 
(olgt-n. Bpi joder Rtibuiig über. Iji'i ji-dcm UbomindQn tjm'* Widt^mUndM 
*irJ bckttiinünh W ü t Tn r »Mitwirtclt. B« tnuü duUot uinOi in wpicUtim 
Bnrn durch don MagiiL-TtBifrrn und SntmagnetUkrpn Wämiir Hitwickrjlt 
wetdeii. Wird dvt Stx'om »ui" piuauil gcHtoJilodBun uiid dudurtOi dor Mu^aiip- 
tihmtifl in dr-in Ei«»Q rrr#fT^ «o int diwt Erwirmung df^» Eiamm unn^ffrkbar. 
Wmn abvr. wi*.' ihüt bt-i plt^k' 

trijir-lim MjLw^lifnrn mvist4'r> '*« "' 

tfil* gwichn-hl . dt-r f^trom 
^Jir r**(*h hini<?r»^if »ander fi^' 
■cJdOMva und gvä)fn«t, wi«d«r 
^«»cblawen und wiivler Rviiff- 
ttd wild, CKi«r wKnii <>r ravh 
hinlvrauiBndnr viirMtiukl um] 
do&n wieder npichwjkhi wird. 
tto diiß der Mu^elimnuv don 
Blelctromaffn^tpn ^rrli fort- 
w«brrod meck hiiiii'tpiuündfr 
indert» «o wjrd uifuli^L' der 
HyaUrMD* jtd«nial v'mv ^e» 
wiib? . wt^Eiii aui;h kJt^inv 
W£nn''iTii-ri^^ •' re^'iijj^ , u nd 

iTiJfr''n AirEitUIi-, BodnL^iichlif^U- 

lidi ilieTvpii^h'iMtiir ic» EWiiB 
, ««1111 prhcMirh Kpslctgptt wird. 
' a(0 (Uji ICijirn neh sehr Jinrk 
ülttitKt. Ea iftt die« mn ClbcUUiLd. dc^r bei den eiekuibcken MHH'lmien 

«fSrrnd niiftrittH wie wir ^piUpr *fln*:i werden. 

IJiL" luUkehe, daü t^m ^?Ltum uuteijetiaien-nd iiuJ weii-lw» Eia^n wirkt, 

fwin^ notwendig eu der ATYrmbiiip, djtU ein Strom in »uirwr Umgebung 




--^-'-.•- 




\m 



I. 'ftü. ; KftpileL 



Flff 19«, 



ansc ebenso mii|fTk('tiji(^hit Kräittr auaübt v'w fiin Mafpifit- Worin dfu dtur 
^nll iiti, HO muß man moh mifich Kiscöfeilfr dir niftgnHiiifhon Kraftlinicri 
dnt^ Sliomn^ et'Lallvii könnoiL, w^c man äie bifj vinf^jn 
MagnetatAb iThült Dm ist in derTn-t möglich. Wenn 
tiian rn Fig, J<>l eilten geradlinigen Draht durch die 
Ebene dt^a Po|ijers «inkrc^cht hindurRhiitiM5kt und einen 
slarken Strom durch ihn hindurchsendel , so ordnen 
aich tiisL^nfeiUpüne. diu auf du^ Fupt^^r i^uäbreut nitid, au 
an, W]« an die Figur Eeigt> tL h, di« nia^neÜAc}if<n Kraft- 
UuJen de« >4troju^ ^iiid Kn^isi* um dt^n Dratit Ll^euiu, 
Um \rdeA Hrürk ein'?« Strom Ict^ih'.'h herum wirnl 
hIso dje mahnet iurhtin Kraftlinien Kretae. HuL inK» 
dahwr *-t\n^u ^iiächloHä^nen Krj'iasrrcirn, wie Vta. I-V, 
An hab^n um jeden Tdl de« Dru-Iitea hemm die Krftfi' 
\^/^ linien tue Rjuhtniiy der kleinen Pk-ile, atao nie dnn^h- 

schneiden die dureh den Slromktda begrenj;!*' Ebene 
senkrecht, wte e« die ^coUi^n Pfeile aneeigeu, d- h. dio 
Kraftlinien j^lien durrh die Ebene des SirotnlfreÜEU 
BtiikrL'elit hindLireh, 

Nehmen wir werrpr eine DnibtspirJile, wie Kig. 1&3, 
so gehr^n a.Mi d^m^elWn Orund? die LvtAftbniea im 
weHentJii.ihei] parallef der Aclimi' der ^jtitak* hiiuiureh. 
Tm IiirierL'T) eiii^r ■tmuidiifVifhistenen DrahWpult* Wl 
al«0 ein homoyyiiefi Ma^nelleld (S, l*jl) viiihundtin, Uw Knlx^ 
tinien sehÜeUf.n wieli Hiiliirhrtib wiMep nt (^eBehJiMenen Figiiren. Die*e 
KrHfthniKEj »iua^c^j, wli' «>i KiMltbuLen immtr tun. judee f^lüok Kiiaou. in 



«H, 1*1. 




du sie eindringen, nuignetisieren, wie es lAtsachlieh i^eM^ldeht« Mmi neunt 

häuü^ eine solche DriditspirtJe irlnSolenoid (von ^(uH,v, sol^iTi.Wliidunp), 

Die Intenaitnt des mognetiselien Feldes in einer nolehtin fipttl* l«t uni 

^^rÖ&ei, je mehr Windung» diu Spirale mil i t-m Li^njj;e hat nnd jcutlHcPf 




SoltmoidC' 



169 



der Strom iat^ der durcti aie flieQt. Drückt la&ti die Stromstärke in Ampere 
aiiB, so bezeichnet man gewähnlich das Produkt aus der Zahl der Windutigen 
des Soienoids pro 1 cm Länge und der Stromstärke als die Z a h 1 der 
Amperewindungen und kann also sagen, die Feldstärke im Inneren 
eines Soienoids Ut um so größer, je größer die Zahl der Ampere Windungen 
ist- Man h&t nun absichtlich die Einheiten, in denen man Feldstärken 
mißt, und die Stromeinheit, I Ampere, in solchen Zusammenhang ge- 
bracht, daß die magnetische Feldstärke im Inneren einer solchen Spule 

(die überall, außer in der Nähe der Ränder, dieselbe int) gerade gleich 
5 
— raal der Zahl der Amperewindungen ist (genauer ist der Faktor nicht 

—T-, sondern —rz^ ■= 1,2566). Da wir nun die Zahl der magnetischen Kraft- 
linien, die wir pro Quadrataentimeter zeichnen, stets gleich der Feld' 
stärke an der betreffenden Stelle machen wollten, so können wir aofort 
angeben, wie viel Kraftlinien wir in einer aolchen Stromapule haben. Hat 
z, B. die Spule auf jeden Zentimeter Länge 10 Windungen und wird sie 
von einem Strom von 4 Ampere durchflössen, so ist die Zahl der Ampere- 
windungen 40 und die Zahl der Kraftlinien pro Quadratzentimeter ist 50, 
Wir haben also durch jeden Quadratzentimeter 50 Kraftlinien zu legen. 
Die Gesamtzahl der Krafthnien, die wir so zu zeichnen haben, hängt natür- 
lich von dem Querschnitt der Spule ab. Ist dieser z. B. 6 qcm, so haben 
wir im ganzen 300 Kraftlinien im Inneren der Spule. 

Bringen wir nun in die Spule einen Stab von weichem Eisen, so wird 
dieses infolge der magnetisierenden Kraft selbst zu «^inem Magneten, 
entwickelt abo für sich noch besonders Kraftlinien, und die Zahl der 
Krafthnien, die jetzt durch die Spule, d. h, durch den Eisenkern hindurch- 
gehen, wird bedeutend größer, weil eben das magnetische Eisen selbst je 
noch der Stärke seines Magnetiamua mehr oder weniger Kraftlinien ent- 
hält oder aussendet. Die verschiedenen Eisensorten unterscheiden sich 
sehr wesentlich darin, in welchem Verhältnis sie die Zahl der Kraftlinien 
des Soienoids vergroßem. So hat sich z. B. durch Experimente folgender 
Zusammenhang ergeben für die Zahl der Ampere Windungen einer Magne- 
tiaieningsöpule (also für deren magnetiaierendc Kraft) einerseits, und 
andererseits für die Zahl der Krafthnien pro Quadratzentimeter. die da- 
durch in den betreffenden Eisenkörpern entstehen. Und zwar sind in 
folgender TabeUe drei Sorten von Eisen enthalten, die man als Schmiede- 
eisen, Stahlguß und Gußeisen bezeichnet. Außerdem ist die Zahl der 
Kraftlinien in der leeren Spule angegeben. 



Zahl der 


Zahl der EratV 


Zahl der Kraftlinien pro 


1 qcm 


Ampere- 
vindungea 


linieo in der 
leeren Spule 


Schrei edeeiatrn 


StahlgüB 


GuSeief 


5 


6.25 


9000 


uooo 


— 


10 


12,5 


12000 


13500 


2aoo 


15 


18,75 


13300 


14500 


3900 


20 


25 


14400 


15000 


5000 


25 


31.25 


14900 


15500 


5600 


30 


37,5 


15300 


15800 


6200 



170 



r. Toll, T Küpiiffl- 



Mmn Moht. dftQ di\i Zuhl der Kinftlioii-n pro QutulrAlKcintiniixii>r> n\m' 
djp Stliflfp drr Mngiwaiftioning, hei gloiehcr Amprrndn*liin(«Ahl für 
Stablgul3 giöQfr ist fiIe lür SchniitiileciBciEL uitd für haidf. Ij'.-iJnutanii k^j&t 
jat ala für lluliris^m, 

Mnn bezeichnet das VerkÜltni!, in welcLcin clio Zahl *icr Kiiiftliiüen 
(tvr äpulv nucli EiubriiiiELiiLg di<s Eifi^fiki-TUB xu Ui^i' JCuliJ diT Kruftlmicn 
in '[*•! hftfit Spiili' ht-»li. »Im dip mAgneti^trhc Li^itungatiliig* 
k e 1 1 dt^ä betreüviidt'rj ELseiiB. Hüuiig bräutlil mau uuoh iLifilr Jon Aijb- 
drTT^k mftgn*t itr'hc Pi>rmHiabi|itAf., 

Wir k.C»nneil aui* im^ururi "Liyiri Ziilili^n di^m' PvriEjeA^ilitul liir il(t*B'- 
drri Kifnnflortcn bcrechiicn. nndniv*li npJmU.cn wir fol^jcnd^ Tftbr-Iln' 



5 

10 
15 
20 
25 

30 



iNniftiM-mi^liit I'>'jUiii>pinUiiKkvil 



Sf^hmiilitiicinin 


Stiihlt,mß 


U4Ü 


I7G0 


nen 


1080 


7u& 


7n 


6Tß 


MO 


477 


49Q 


■mw 


421 



184 

200 
176 



Hall HJi^lil. iltiU diu inu^iivltru'lii« LeitiiiL^fäiu^kf-it Ui^r VL-rHrrlüvdT?ii(<ii 
Ein^nsorlen nicht i-inn unwrfind'TMrlir' Or")ß** ixt, «w Sa i^leklri^JH' 
LtiluEi^ofJiLii^iril dvr M»Ulle, Huridvtn daU «ie um au Idi^tncc wird, jv 
«tJlrk^r diA ruAfEnoMHiprHiidpn Krfi.fto ami], dit' Aiif dos Biiir>Tt wirlEen. J^.r 
MM;;!nt.'tif(iiiuH, Avn EiBtutkorp^r aunt^lmtEEit wHi.'ht:LC also iiJclit prouorlioiiAl 
mit djT rnftj;"'''i'''*''"i'r"^<*'i Kraft. i«iiid(>rn viM lAiiftanrnf^r nnd iiftnfiPT. wrh 
i-in*>r Ur^üMip üWi dit- fr Jiir^lil liiiiuLii^vtiL 

Mfln kiinn in »irmuclhi'Ti Sirino nticU von d*rr magncTiachfin l<v*itnn(f» 
fiKiitltflit ftndi^nri KüTpcr al« di^s Risens sprachen. Für dicAc, t. B- dio Ltift 
oiiiT KupftT. ixt di(T LoiliiMgafniti^ki-it offenbitr gkiHi l, wcd »v obvm dit 
Zahl der Kraftlinien njrbt vprmehrpn, wenn man »ir in die Spali* brinfct- 
Nur NkkL-l und Kobuli haben ecwwfl giülicn* Leitun^sliiltigkoitc^n nh l 

Dicjt AnwhnmiriKüwnrtP. diP Bunftthflt ctwaa gt?rwiiugfri üiinMivht, 
wird uiiÄ *ber nim jlu eiiicr wii^hligcii n^uon Aufifttaung di*t ninj-tiptiK-bpri 
ßrH<^hiMrmngt^n (übrtti. 

Nfflmii-n wir viu^n ;;«cldüq«pupn Ei»<^nrlng <irij iiEiiwieWtn vr'tr ihn 
up,j\x luii DruLL, Dur^jli üvn DnJit Hii^Ül' ein Hl,[4iji], Deuiii itd m di« 
TilIiI der ATnjK'r<™indungiTi, w^ifhi^ iVit- mii|irn<^t.iflchcn Kriiftlini«*« bcTVor- 
briiL^^l. Jv uJ'üUvr d[v hv<ilnuü,aVH\ü^^"i\ d*^ Ejatins. ji^ ^löQei dur Qucf- 
■fihniT.T. d*-^ 1tm|c<>h, ji> »Ijtrk^r di^rSiron^ ist, und ]V mcbr Windan^fcn ftui 
1 ('111 Lheij^v gvhi^ii. um »11 iiitdn KrAftüni^n Rohen durch den Itlng hindurt4i^ 
Kj» iP'hrn nhnr Wi u^gohrnpr (»vHJimt?;n.ki dpr Windunf^n um *o nivhr auf 
I ojij Lflnao. ji? kiemer die Liingpd*» Hinge» [in der Mittellinie gein*ft»nl i*^ 
Man Itann <)nUrr }iier ein i^iLnEt iinjiI*]p'H ItraüCii uulätülk-n, wie es dur U \i ui' 
* c h e f i e » 1^ t r bf'i einem ptrktriäcln:!] Kirtunt* ist. ßoj(dr]i[»''n wir nftin- 
lich di* gi'samti" Zahl dor Anijiorewmdungt'U uiiwres ßingwi. wekhe JH dpn 
M^i^i^lismuH erit nrnougt, tlIh die magnelumntcirtftuh^ Krtfi 

(diiwc Zahl inl wif obi>ri xnil -r- tii multipUnieren. um in CbareinHtimmung 




Ohnuch« GeaetE fUt den MagDetismiiB. 171 

mit den einmal festgestellten magnetischen MaQen 211 sein) und bezeichnen 
wir diejenige Größe, welche von der Leitungsfähigkeit, dem Querschnitt 
und der Länge des Ringes abhängt, ale den magnetischen Wider- 
atand des Ringes, so können wir sagen: die Zahl der Kraftlinien in 
unserem Ring iat gleich der magnetumotoriBchen Kraft dividiert durch den 
magnetischen Widerstand: 

Zahl der Kraftlinien = .g;?ggg!«_"'ffgnB;=he Kraft 

magnetischer Widerstand 

Was also im elektrischen Gesetz die Stromstärke ist, das iat hier bei 
dem magnetischen Gesetz die Zahl der Kraftlinien. 

Der magnetische Widerstand eines Ringes verhält sich ganz ebenso 
wie der elektrische Widerstand eines Drahtes; er ist nämlich um so größer, 
je größer die Länge des Ringes, je kleiner der Querschnitt und je kleiner 
die Leitungsfähigkeit (für die betreffende Große der Ampere windungs- 
zahlen genommen) ist: 

magnetischer Widerstand = -y. ^--7-- ^ ' ., .■.. . , ., , 

^ (Juerschnitt -< magnet. Leitungsfahigkeit 



Ganz ebenso Ist der 
elektrische Widerstand = 



Länge 



Querschnitt x elektr. Leitungsfahigkeit 

Zunächst gilt dieses Gesetz des Magnetismus nur für einen geschlos- 
senen Eisennng, weil nur bei diesem tatsächlich alle Kraftlinien im Inneren 
des Ringes verlaufen. Man kann aber mit großer Genauigkeit dasselbe 
Gesetz auch auf nahezu geschlossene magnetische Kreise anwenden, wenn 
man nur für den magnetischen Widerstand jedesmal die richtigen Werte 
annimmt- Betrachten wir z, B. in Fig. 154 den Ei3*?nring, welcher an der 
Stelle SN aufgeschnitten ist, so daß dort eine Luftschicht sich befindet 
und daß der Ring dort zwei freie Pole hat. 

Die Kraftlinien verlaufen in der Luftschicht, wie es die Figur zeigt, 
im wesentlichen geradlinig zwischen N und S und biegen sich nur wenig 
nach außen. Sie bauchen sich um so weniger aus, je enger die Luftschicht 
ist. Wir können nun für diesen Fad den magnetischen Widerstand be- 
FBohnen, indem vir ihn aus zwei Teilen zusammensetzen. Es ist nämlich 

der gauBe magnetiache Widerstand = iriagnet. Widerstand des Eisens 

-f- magnet. Widerstand der Luft, 

Wir wollen mit bestimmten Zahlen rechnen. Es sei der Querschnitt 
des Ringes 5 qcm, die Länge des ganzen Ringes (d. h. die Länge der Mittel- 
linie) 60 cm, die Länge der Luftschicht sei 1 cm. Die Leitimgsfähigkeit 
des Eisens sei 1000. Wenn dann der Ring ohne Unterbrechung wäre, so 

60 
wäre sein magnetischer Widerstund = - — .^^^ = 0,012. 

Da er unterbrochen ist, so ist sein 

magnetischer Widerstand - , ..-^ -[- -p- = 0,0118 -f 0,2 - 0,2I1S. 

Han sieht, daß der magnetische Widerstand infolge der vorhandenen 
Luftschicht etwa lT,Tma1 so groß geworden ist, so daß die Zahl der Kts.Ui' 



172 



L Teil. 7, Kipitol. 



tinien im zweiten Fall um d&a ]7,7f&che abgenommen h&t^ gegenüber der 
im ersten Fall. 

Nehmen wir weiter den komplizierteren Fall , der in Fig. 155 dar- 
gestellt ist. Darin befindet sich innerhalb der Luftachicht wieder ein Stück 
Eiaen A, Wir wollen annehmen» das Eisen A habe die Länge 0,8 cra, 
jede der beiden Luftschichten die Länge 0,1 cm. Dann ist der 

magnetische Widerstand ^ y-^gQ + 5-^^ + ^ " "T" = *^'^^^- 

also mehr ala 4mal so groß wie im Falle eines ganz geschlosaenen Ringes. 
Wenn abo durch den ganz geschlossenen Bisenring etwa ITOOD Kraft- 
linien hindurchgehen, so gehen im Falle der Fig. 154 bloQ etwa 1000» 
und im Falle der Fig, I5i> etwa 4000 Kraftlbien durch den ganzen Kreis 
hindurch. 

Man kann auch umgekehrt fragen, wie groß in diesen drei FäUen 
die Zahl der Ämperewindungen sein muß, um jedesmal die gleiche 



Fig. m. 



flk. im. 





Zahl der Kraftlinien, etwa 17 000, hervorzubringen. Nach dem Ohmachen 
Qesets für den Magnetismus braucht man im ersten Fall eine magneto- 

4 
motorische Kraft von 17000 >: 0,012 = 204. welche -- . 204 = 165 



Amperewindungen entspricht, im zweiten Fall ca. ITmal so viel, also 
etwa 3900, im dritten Fall ca- 4mal so viel, also etwa 800 Ampere Windungen. 
Mflo sieht, wie stark man die gesamte Zahl der Ampere Windungen ver- 
größern muß, um trotz des Lufts|>a]ts die gleiche Stärke der MagnetiBierung 
des Eisens zu erzielen. 

Dieses Ohmsche Gesetz für den Magnetismus 



BiagoetiBcba Wage. 



173 



wird bei der Berechnung von Dynamomasclimen, wo man es immer mit 
naheEu gesdilossenen Kreisen zu tun bat, ailgemein angewendet- 

Aus der volbtändigen Äbnlichkeit, die der magnetiacbe WideratAnd 
von Eiaeosorten mit dem elektrischen Widerstand von Drähten hat, 
ergibt sich nun auch, daß man verschiedene Eisensorten miteinander 
in Bezug auf ihre magnetiache Leitungsfähigkeit (Permeabilität) ganz 
ähnlich vergleichen kann, wie man verschiedene Drähte auf ihre elektrische 
Leitfähigkeit vergleicht. Ein nahehegendes Mittel dazu wäre« daQ man 
magnetiflche Stäbe in derselben Weise anordnet, wie man es bei elek- 
trischen Widerständen in der Wheatstoneschen Brücke tut, 
und dadurch magnetiBche Widerslände vergleicht. Indes zeigt sich hier, 
bei den magnetischen Mesaungeo, doch ein wesentlicher Unterschied 
gegenüber den elektrischen Messungen. Die Luft nämlich ist bei elek- 
trischen Messungen als ein vollkommener Isolator zu betrachten, ihr 
Widerstand ist millionenfach größer als der emes gleich langen Metalls. 




Das ist aber in Bezug auf den Magnetismus nicht der Fall Da^ beste 
magnetische Eisen leitet den Magnetismus nur ca. 'I50Umal ao gut wie 
die Luft. Wenn daher ein Eisenatück in der Luft sieb befindet und man 
Anordnungen trifft, daß magnetische Kraftlinien in das Eisenstück ein- 
dringen, so gehen immer auch Kraftlinien in die umgebende Luft, Das 
Analogon hätten wir bei der Elektrizität, wenn wir einen Kupferdraht, 
durch den wir den Strom eenden wollen, nicht in der Luft ausspannen, 
sondern etwa in Quecksilber oder in einer sehr gut leitenden Salzlösung. 
Dann wurde auch immer ein Teil des Stromes durch das Quecksilber oder 
durch die Salzlötmng gehen, welche parallel zum Kupferdraht geschaltet 
tat, also im Nebenschluß zu ihm liegt. Ganz so liegt bei magnetischen 
Messungen die Luft immer im Nebenschluß zu den Eisenstäben, und man 
darf daher ihren Ein£uß auf die Messungen nicht vernachlöaeigen. 

Durch geeignete Anordnungen gelingt es aber doch, auf verhältnis- 
mäßig bequemem Wege die magnetische Leitungsfähigkeit verschiedener 
Eisensort^n vM bestimmen, und zwar für verschieden große magneti- 
aierende Kräfte, da ja die Leitungafähigkeit des Eisens von dieaen ab- 



174 



ITdl. T. KapiUd. 



hni\gi. Kin für di;rartige Mt^smigtin w^br gdfigartvi' Ap^mr&t int tUe 
magno t. lachr Wnpi* von Da Boie, von *.Ut V\fr. ]Ttti fint^ Hctii-iii«ti' 
Bclu! Zc'JL-luiiuit; mid Fig, 107 dit^ Aiuiclit cibb. tlms ^ii unt<>r4ucbt*nd« 
Einen wird in Fcirm r^iwa SU^^^'n von Ifi f ni f^ün^* und 1 i|'irri ^urt>K"hnJU 
«bgedrpht und h\\dvt Jähh — diw wt. diw PriTieip il^i« liiHtnimctif* — di^n 
vuiva IVil uuice voLlalündigHii [lui^nul incbeii [vi'«'im<H, D^r fiiKT^H^lftl)^ ia 
der Fifjiir ist er mtl. T hp^i-irbrift^ winl rh rlrm Knd.* Bwin>hi*n ilii* Kia^li- 
fcHvki.'xi V, und V^ j^^kli^iiutil und IwfirjiU'.l «h'!! duipcj im li^rurTi-n i-wcr 
tlmbtapiilf t*, diij-rh wt']i.'}R' Sfri'imfi irwiflohr-n ♦> und -Wl AmpT^* ^oaciulH 
wvrdi-n, Obor deit BuelcL'ii V, und V^ kann sich ein kii.-i«förnügci eiserne 
Joeh YV mit geringem ^pirlmiim um Hie Aohsr' Fi drehen^ Uio AfrUno 
liegt nicht symmttriech xu dem Jooh- L'm dai Gleicligc wicht ra prbaltrn. 
iflt KchU t-iii Dlt'tkioU P aU ÄUEtglekh ungi^bmcbt- Diudi dii; Hi^hiaubi; I 




und d«ii Anjitiblu^ A ht dt^ nL-no^uu^ d«^« Jo<;hH l>f'giH<njGl. Weiuk nun dcv 
Joi'li trii (iLi'irh^i'wiobi. imI, üolun^i» kviu Struni ihnHi T tl:irliu ttn mul3 m 
«ü'b diM'b satort nncb links, itl drr HiL'br.un^ iW Pf^-il^'H «livlivn. wcmi via 
Strirru durobgiuM^ndi^l. wird. Dünn winl näuJit^h T mit ij»ru BHckvD V, 
lind V, ma^rtiArh und flio Rirhi'n d^s indnÄierlf pJorh nii. Hhwohl dj^isni 
nun ■ymmctrisob induiif?rt wiid, 4o muÜ of sjob doob drubirii, tfi'iJ vbtrn d»r 
Hrrbpuiikl L'x;ii.*]itri^<4i, Lkldct diu Ui*brbinni' uiipleich nrnd. Dnrrh Wf- 
»cbitbuiig rin« Ljiufpi^*icbl'-B W^^,, von 100 g ücvricht odftT b*ii klcJnca 
Ktültvn t^uiw ündvivn W^ vun 1 g (»rwlohi kutin inuTi nun dju JektIi winkr 
xuni KtnHpL4?]eti brin^rj Dti4 r>iiufg(< wicht k4>rnppnHLPit aUo die tuognc- 
tJHubt.- An£it»buju'. Viv ruägutrhwbv An^ivliuiijj; uL Hhvr vun dorn mngiW' 
tifttbpn MftmvnT; d^^i Sfjil">Ä nbbiinKig, Dudun'b ihI da» nmtrnof iscbr MoaUDt 
nud dudit*!' tfucb div mtf^iLi^liHt^liif Li^'ituiigplii.liif^Lijit di?» bi'livlTt^ndvu Kutfiu 
W'iabt KU rni>i*wn. 

Dii> bihhv^r l>e«procbflEi<< Mi^eilAi^ruiig v^ni ßbwn durt^h «Ulctriu-'b« 
Strüm* iflt nbor nur e i n o d^r mftpufitiw^bi^n Wirkungen dw galvAciscbun 
Sirorac- 




Abbokung dnr MA4p»tDiu.T4i|. 



175 



K 



Wü Imben schein bäufig |tn>vt«orifli'li von Jen fiij^n^i^hsft^di tirr 

und (tnfvnnomptrr <Io>imiich floma'^hl, inn ftii» diffwiuj t» 

luid so lufAm. Ücrfltvilt. Frufuuir tn Kf>ponhii|fpn. wrt oa, wckher 
m t^ntm H«t« di'? R^wbarhtung nut^hl«, daU tmtrr dem Ein£uU eins 

cklriBrliPH s^tfL-mi^s, der Jonli uuumi^Uomkn-it llicüt. eiiiü in Ucr Nülic 

.1 



i 



der Ndrd^ftiinrhiunit, dii*iiL(» 
lutt^r dcifi £iiLfiuU di4 Erd' 
tnajirnriüminH nnnimmi« ab- 
lenke wurde Fuhrt oinn 
urcb di-H tuj>fi*riii"H Bugil 
Flg. t!^S mittrli der bcidi^n 
KlFiamwlirauWn tüncü gal- 
vftniM'lu'ti ^^rOTn» ao wind dip 

kia«rh&lJ> du Bü^ln bdini.iL'rttv M^fi«&ud«l &bg«l<Bkt^ Si^ wird uu^K 
atigelonkt, wonn «foWliHlli t^iid unIfirhiilbodemrSek« diw vorii^^truriK* 
iluMt1^AWi>Ufri niJhE'"^'^ ^^^ befiiidnl. Dt«« war dio i3rijriili<ntdvckUDg VCi» 
OornUult. Dii> wiotitj^xi'fn Fni^L'n hi'i dü'fwr PdriH-JuTtnuna Ami] nun oßon< 
biir die bpidwi" I- rsai-h «vIrKfr UichMinj; wird tli<' Mn^^rntn^uH i^liircK 
cim-fj Stif>m Abj|»lvnktf 2, von welchen Um*tAnd«n h«D0^ die Große 
drj AblmkuriK ab? 

Bei jvdrr l-'nikrhniniz dvr Hichtting dcA Stromos wird auch die Nad«l- 
oLlcnkung umRrkfihrt, Cling der Nitrdpol dirr Nml^'J dnn wup Mitl iiiiob 
rom aas dem Bugrl horao*. so grbt er beim Umkehrou di'a Stromes nach 
luat«n nutt di-rn Bü^t'! hrrmip, fJio Ki(.'htunp, tiudi *tk'btr tmi? 
IfAgnftnnd«] abgL^lcnkt wird, härigt nlao von der UichtuTig dos Sfroinr« 
ftb. der a\il air wirkt. Nun hat Anipvro pi-Iundeji, düÜ hn'rbvi guna dlc- 
*f Hm' Srhwimtfierrt'gcJ gilt, welche bi^i citT MagtirtiaicnitiK von Kinenkürurrn 
lliifE: vu (^. I6U), Duükt m«n Bich in der Uirihluiii» ue« 
1^ # i c L V r h S i, r ni 1.' » 4 (1 h w i TTi m lul . in i t d e ui C i o i* i u h t 
#r Mftgnviiiadp] au. «ü wird Jor Nordpol il^^r 
Ate (1 r 1 Mkdpl nilc^ li ti ri k H » b K<'1 ^'11 k 1. 

Di« KrAft %Uo, w?lcbi> der Siroir» Huf t^tuo dnrhhAr b«tf*jli^ Magnet- 
Icl BiuÜht, tft «ine d ro h mici n, ßi^r Streun übt, wie man «ra^« 
an f>whmiÄiimftmftnt «nf dift Xtuli-I nna. DirjvH npohun^rimiAment mioht 
|dio XAdeJ iifiA « <^ n k rvv h t x ti di' m iStrom eu sicllcn. Wir wissen 
[(S, hl>^^ dilti ijio irmpiftTi.*fihfn KrAftlininn einor sniohru Wtfnms^^hlL-ife. 
ie io Fig. 152h senkrecht eu di*r Ebunv du St^omkr^^ilea slehen, Uernde 
die» Kithtunj^ in die Kichtung dvv Krufilinie.n den Strun»». auolit 
'■ich die Mdizn^tnäde! einzustcile^n- 

Eiiii" Mi^-iicriLudel. die vutl ciTii-ni T^troQiu buciTktliLQt utvd ^i<drvbt 

wiH- «t*hf. hU Ter di*rn Rinflnii zvfv"^r Rrnftf, Rr«l'-nM wirkt mif 

,sie i|»c Erdmu^ni^tLHiuui». wi^lchpr aie iiniu^-r ui die bti^litnuitc Sud-Xciid- 

ichfurifc KU Kwjr)|^ert »ui^ht. ^vrcironvi wirkt uiif »ie dt^r 8lr»in, welchtfr 

auM Jiwwr Kichiiniji ubs^u^nkT^n Mudil, W'ire dtr Knlrnftguetidmiift 

if^hl vorhanili^n, «ii w^inlr diT ht^lisv^irhHt'' Srrom nr]iim i\\y Ma^naiunM 

dr#h«n, daß iiir' «»'iikrirht in tUr Richtung di-^ ^t romesi steht. Da der 





17ß 



ITofl. T.Kji^lal. 



KrdmriBTiftismua aber die Nftdnl itj der Xord-Siidpicbtimg £U IkAltea und, 
wirnii «in (Lua Jit«iT ubj^elenkTn iit, iiio in LÜu^elhi? zLiritckAudraheD sucht, 
HO inl iüp AMcnkittip dnr Nadfl ali-' <^rT Nord-SiidTichtunK nnr iin (poö, 
iluü die UrLOitiny, die der ErduiüHHelismus lifcrvorbrxnjjt. und dit Drehung, 
die di^T ÖLrom hpfb^iführt, tiic^li da? (J]eicliK**wiüht bultcn. 

Die CröÜe dot drehenden Kraft, wskhc von «n«ni 
t^trrim uuf einen hfuj^TieU^n uuH^L^übt wird, und iiburbuupl *\\e GröÜv der 
mHBneTiBcK'jn Wirlinnijt^n -^infi Slrnme* hrtTig'. wie pxjuTinifntrlle (.'iit«- 
BUübunueii geaeigt fiabfii, direkt üb vun der iSlarke di*B ^LrutuuB. (Ji^Ier 
sonst jiifirhpfl l'mfträndfn übr {'in Stmm vnn '2 Auipixri' StÄrkp ^irw linppfli 
flu gi'uÜe ruiigncl iflrhe Kj»ft uius, wie ein StrHin vun 1 Aniin^rr. F^riMfr 
ft!>fT hftiijirti die CröQc dor Krafr auch ob von der Lapc und Knrfi^rniini- 
dej Slr^^me* von dem Miiynirterj. l_'m doa Gns^E dikfür rtas»pr<i'hch äu 
können^ können, wlt uns am einlachälen Mtrunikr Voretdbiri^ b^djitni^n. 
Wir denken nn? einen gRachkia^enen KreiMlTom. in weichem dfr Sirom 
eine be^tm^mte ^lürke hiit. Dieser Strocnkreia umsf^hlieUt «ine FlÖchu von 
jTPWiBftpr firöße. Din ßraftmie Krnft nun, A'ti^ diejer Strnmkreifl nuf einen 
Mngiietpo] BU£ÜLU itit gerade no unirQ und but geradt: diondbe Kichtung. 
wio ibe Krfl.(r. wi.'|i'hi' fin kurRiT Mfltfh''(afah ttunirbm wüab', «ItT *cnS- 
reclit durch die Fluche dtA Kreisen hindLLCohuealef.kl i;(?<Ltcht wi^rJcn kann. 
Und dabei inuJi du« m u ^ n e 1 1 e o h o M u lu e n t ijefleb ifednclitini 
MHjiUi'fÄfAliHfl (oJwn S. Irilj) nn bcmt^wn »ein, dftfl ^ Rlwifh *]Mn Fr(tt\\\kl 
uu)^ dt'i ^rjktki< d&H Stfcjijiei« und der vun ihm uuiKilihiHwiiMn FWhn utt. 
Die Wirkung ilcs St. romkr*iiai'B ist ff^'nAii ilioBclh*, 
wiu die des äo konetruit^rteu Magneten- Dies«A Gc«eÜ 
d*ir i^lekt'romägnctidehen Wirkung i^inca Strom^a nennt man das Biö^ 
S a V A f t &v\ii* Gestio, Dii^eH biJ^f sieh lUhur ru]g«ndiiirniäQ«n Auaiprechen: 
Die mogne tische Kraft, die oin Strnmkrei« 
aUAÜht, ist gleich der Kraft, welche ein knrxer 
MaiEnotatab ausübe n würde, der tienkrecht darch 
die KTttchc dea Stromkreiacs bindnrchgedtceltt 
iat und dessen Moment Rli^Joh dem Produkt an« 
dcrHtürVe deii f^tromcs und der (»ruße der vom 
8 t r o m umflossenen F E :l c h e i b t. 

Ann dit'seni Oe^etR folgt ni>fiirU <.Iilü eine drehbar uufj^ehängt^' Ma^el- 
nftdel sich aenkreclil iu der Flüche de« Strom«« £u tttellen Huch^n muß. 
Denn ein« MHtruefnadel sucbt »ii^h in dii^fiulbi^ Ridituuu su stellen. ^rLe 
dir anf fti*" wirkmdFi MÄjtrih.^t, utkJ der M«(;neJ, d^'^ din Strom erAi-lxt^ h*t 
ja fiVti:v Ai^hki' »i>MkTi.i(."lit aui Flürh'* di.^M ^l-rninvo, 

Bei dici^fr Fas^uT^j; des Bioi-SnvfttTJiebj^n G^ucIecs <^reetKcn wir also 
oinon Strom dtjreh einen M4|j,miti>ii von befltJminteiu utAgnetischen Momont, 
Da wir mm tlin miignetisehen Momente in beBtimmuim M^B mnipedri'irkT 
haben, 40 ist damit nun ouch die Einheit der 6troni*tiu*kc-H in der alle 
ätromntiirken g'^TiieFcen wpnlen Hollen, m be-^tiiiimter Weiüu (wttfnwUt, 
und die nilf diese WHw* dcKnicrti' Kintieit nennt man die «IcKtro- 
mat^netiiche K;nheit der Stromstürke, Uuseir SltoiQ' 
einhrit, I Amjjere, \bx- gerndu der telinte Teil ilietier mo rlt^finiertOTi l^inlieit 
und gecade du ß^ot-SaviLttefhe Uevi-U war der Grund, daß diMe £iidl«it 
fllr aw 8truni0lärkt^ gewühlt wurde. 




Solentnd« und Magnete^ 



177 



Für eineD einfachen geschlossenen Stromkreis können wir nun 
auch die Zahl der Kraftlinien angeben, welche durch aeine Fläche hin- 
durchgelegt werden miiasen. Die Zahl der Kraftlinien pro Quadrat- 

5 



Zentimeter ist ja gJeich 
(oben S. 



-mal der Zahl der Ampere Windungen gewesen 



Fig, lift. 



I. 



II. 



169). Da wir hier nur eine einzige Windung haben, so gibt 
die Zahl der Ampere, multiplisiert mit -j-, direkt die Zahl der Kraft- 
linien pro Quadratzentimeter T und folglich ist die gesamte, durch die 
Flache des Stromkreises hindurchgetegte KrafClinienzahl gleich dem 

Produkt aus dieser Fläche und der Zahl der Ampere ( mal -^ i , womit 

auch das Btot-Savartsche Gesetz eine anfichauliche Bedeutung erhält. 

Aus dieser Auffassung, daß sich ein Stron^eis gatiK wie ein Hagnet 
verhält, der senkrecht durch die Fläche des Stromkreises gesteckt ist, 
daß durch ihn Kraftlinien in be- 
stimmter Menge hindurchgehen, lassen 
sieb nun samthche elektromagneti- 
schen Wirkungen leicht erklären. Nur 
der eine Unterschied herrscht zwischen 
einem Stromkreis, besonders einer 
Stromspule und einem Magneten, daß 
bei dem letzteren eben das Innere un- 
Eugängiich ist, während in den Hohl- 
raum der Spule andere Korper bin- 
eindringen können. 

Hatten wir bisher die drehenden 
Wirkungen betrachtet, die ein Strom- 
kreis auf eine Magnetnadel ausübt, so 
können wir aus der Analogie sofort 
vermuten, daß ein solcher Stromkreis 
auch, wie ein Magnet, Anziehungs- 
und Abstoßungskräfte auf einen an- 
deren Magneten ausüben wird. 

Es lassen aich dieae Wirkungen am 
besten zeigen, wenn man dem Strom- 
kreis die Form einer Spirale gibt. 

Wird ein Magnetstab in der 
Nähe einer festen, von einem Strom 
durchflossenen Drahlspirale beweglich aufgehängt, so treten zwei Wir- 
kungen ein; erstens nämlich sucht sich der Magnet senkrecht zu der Ebene 
der einzelnen Spiralkreise zu stellen, d- h. der Magnet stellt sich in der 
Richtung der A^cbfle der Spirale, zweitens aber, und das ist die Wirkung 
des Stromes auf den Magneten, die wir jetzt besprechen wollen, wird der 
Magnet entweder in die Spirale hineingezogen oder von ihr abgestoßen. 
Die Kraftlinien der Spirale Fig. Iö9 gehen nämlich durch die Spule hin- 
durch in der Richtung vom -fEnde zum — Ende. In der Tat, wenn man 
«cb in dem Strom der Spirale schwimmend denkt, mit dem Gesicht nacb 

OrH«ti. E)alitriElUt. it Aaaage. ^-^ 



HI. 



IV. 




'/ifMfnri, 




178 



I. TPil. 7, Kapil*!. 



Vig »o. 



dein [tini^nüi der Spirale tat, su wird niurh dt*s Ainp^viH'hf^u Ki^|:i<I eui Ni>rd' 

pijl tvoi^li linkft WÄengt. alöij an ik'rn - Krulo. Von dupi jluh )»»'h''n uffir» ilie 
KraftlinWTi lucli außcM wntl achlieÜen %idi Oaicli ilen RMini so, Aa^ ai« 
dfln:i votü -f Endi' duirh du* Inriuri" dvr ^ipuk' gduin, llvi dem MußueU 
siA\i S X ifk d4>r Lbf^c I ^i'Wn ahr^r auch die Kraftlinien von X ans nanh 
auUei^H und lUiäiti treffen auf di« tnt^i!||r<-iE}ji'HL-Ul ^i-rtr^lii^foik di-r 8puK 
atitncn ninh und bewirken, t\nli c!f?r Ma^m^t nbge^tnüfn wird. In fi^. 11 
dagegen tfeÄeo die gleichgerichti^tpn Kraftlinicu vom ^Ende und die ia 
S KintruteiHlt^n Kfiiftjiniim Äiisiiimmcri : cIu'hp Hiirhr-'n ei^h niiitutiL'hpn und 
drr Mjijffiet wird infolgedesBeti, wie in Fig, IT, 111. TV ot fteln.'n ist, in dii^ 
8|>uJ<.' Iiiin-inge/ü^t*n. In dt-r Lage IV alöDt das — Ende den Nttrdpul 

i'lieiiH" n}i, wipdrtH-t-l^nil<'di>nSiiilpol, iiui\ infd|ii>- 
di^aaeti bleibt der Magnel^tab in dipu-r Iriiu** im 
tHi'ii^hgMwidd.H lind wimn Pf wiv in V «lundi die 
Spirale ttfil«*'ißo Jimdufchgc zogen worden i«t, no 
wird er aus diiiii+elbeEi (hunde von dM Spirale 
wipdcr enrürk^iogi^n, hia wine Mittr wieder mit 
def Spirale ALL^ammbufaUt- 

Ist der Stab ?J S nicht von vcrmKurein rin 
Magnet, »undtrn ebi iStab aus weichem, iinmag- 
ni4]pierl.ein Eiai>n. au wird lit iiLfijIgr! dt-r von 
di'i Mlrnntsprralr aiiAp'hirrub'n KraftJinif^n rnftg- 
netiüierl und dann immer lu die Spirale liiuviri- 
(TfiBogen. Wenn man alao b. B., wie In Fijj, l<ttt, 
i^me ßc>lle It Aufjil.d[L durch die mau eini-n Slruui 
sehieken konn, und über lüpaer einen Srnb Ana 
VWihi^m Ei»<^h E Uli eiiiurSjiirülfi^di'i F t^ufhazifi;!, 
Bfl irird im Moment den ritmnidnrrhflTLnira tl'» 
Kisenkern in dir* Rolle hinemgeEogi^n nnd bleibt 
dünn, aolaci^^ <kr Strvui Jlieüt. Sobald der Strom 
fCeMnet wirii , a\Mt i.\x fließen ftufhort , mprinfCt 
der Eiai-iuftab wieder uUH der EüUe biTnili. l^ine 
H l r o :ii d u r (' h f I u H » 'Ml 1^ Spirale :i i e h t 
nl»o in'ini^r vjiii<n Slab aua weichem 
Ki»iHn in fl i i^ h h i i v j n. Wir huWi VOA 
di4«rir Wirkung «cbon anf 8. HO Qvhnuch ^ 
machl, Ulli <^iri MfÜiiihlruMu^ut für die tSlixiriutfürkeM xu kLUutruitrrvn. 

U m K r k e h r t u'i n li n H e r n n e b , w ** n n df.T S t r rt m- 
Icitcr bcwc|Eljch und der Magnet Ee«t ial, d«r 
StromleitiTr «iph bewegen und «war aich ehen- 
fallti »t> «inat^Ucnn daß di« Richtung «ciucr Kraft- 
linien, dii- ja Bt'nkrc'clil au sein er Kbt-nc atclien, 
paraU'^l di^r Arhise deH Magneten wird^ Ka wt, um 
aiwv Bvlian]>It]rig £u beBrüligeiit die i-rHle Auf|j;abe. vnwu SUamkna 
herBuetidlen, dor frei ln^wi.'glioh lAt. ivlor von d'-rn wcni^stonÄ uinBelnn 
T«)* Irpl beweglich sind. iJip* wurde -eon Aiui^^- errwcht duruli da« nach 
ihm b4inAiuit« A ra p ^ r n a r li e (i «ai« 1 1> I I. Anifiäre lii>It iirLndtrh d^rn 
Dmhtkreb, de^^^n Bewegung unl^ati^ht werden ioUte, nüt Spilifin in 
Näpfclieu lauchtm. die mit Qoe^'käilbor gefiiUt waren. Die NiLpichon 




i 



I 





Biw^ll^ StKob^«^ 



17$ 



vraroD aaf kiti^ndtn Triigf^rn bcfMti^. Dtt« Fi^ UM gibt oini^ Aii«\oht 
•okibou AmpviuMilu'ii (ie^at^LIu, 
Der Siroin ^iit tii dju Wjdi>ii mtiUlliaohen Tragcir v und t, wi>lclia 
,»Q ikrvm cb«r«u Kndi.' Quecknilb^triäpfe x und y rragen. In diese wird 

nun dvt bvwei'U'-'l"« ?*trtiuikteis a l»od 

yrrmiliJ-U Spitzr-n «^ingi^fÄiirbt und * 

iLAnn >-ii^h ftüo uju lii^^e ScLtxon In-- 

lirbifj drfthm . wnnn rr nnter dnm 

Einfloß van Krnftc^n Blchl. Mut 

kuia cntwnler lUa i^trnniviorrvk 

■ bed i& Fk. 161 lq du O^trll 

hfnrrm oder den ruEidun ^Situud^rt-^ia 

iaRs- IflSi oderdfrt^^.iriili« Kig U]ll. 

wvldie duui «iii drrbbsnh Sof'iriuKl 

i«t, 8oirii> iiiHn djinn »^inrii M»4{- 

n«l«n In di^ Nüh^i c-inu itnlehi^n 

dr<*hl»ar»-H Si fofitkr-'iai'b liriiAjit* alflU 

»iibt|pf.<r.rtimW*niiini*inebo^t.iiiini»i^ 
Xflge f[CK<^n drn MAgrieteii» und 

TVTAT imtni^r «o, dnU die Rlionr^ 'kv 

die- At^liw dpd MüpLcLfi , duD al£u 

dip ArWti dt"* Mü^ri'.'U uticI i3i»:ft fw^lcnoids m «Murr Linip li(-g)rn. 
£« wird üLbu L'in «f^lctitrr dr<ih1»urvr ^^truiiikreie durcli die Wirkuui; 
V«n^ MAgii«t4 ganx vbpnhü j£{^rirhrrt, wjp rine Mngnr-Inadrl. Fol^tJch» 
dji^ käim mA» nufort HuldiE<Iteij, inuQ >«uch der ß r d iii d ^ [i e 1 1 ti ul u a 
auf <>inpn ^nK-hin S t. r n m k r c i a eiriwirlniTi^ j^anE chf.Tifin wii' (ir auf 
imtM Ma^vaiiAiH i<iiiwijkl, EbciiKo wie f-lmp MtL^vtjmdel «icb von ^udi^n 




ri, lu 




iluu^h Nord*ii sl*llt, in die Richtimjy de# magnctisciien Meridijuu der Eid*, 
elicntw muU ufh uuub ein divhliärer iStrouikroLi^ uuLor dfi^iri KinllüU du» 
Kfdniaffne'iJfmuK mit *pirier ArW in die Kild-NfirdrirlilUDg; »teilen. TTnfl 
dio» ist m der Tal derFalL j^m suldier i^trouikreLH Miiuuilt wenn i^rilrvbhAr 

janf^hün^t ai, v<m eulbift f<ine j^huk bf'ri lim inte Strilliiii)^ L<m- Kr h l « 1 1 1 
■ icb nimlich «o. daß Hf-iue Arbur von fjUd«n nftoh 

-Notdi^n s^i|El, djbk^ khtflo Aoinr Pülmnn Monkr«cbt 

^•Ifiht auf drm masneciichcn Maridia n. 




180 



L T«il- 7, Kmpld- 



rig L44 



Wunn man ein vcn ^nofu Hlnfin JurcbÜtMiwEMii SolamThi tväi aui- 
ateJlt und in 3pinr KüHp <«itipn Muffncti^n rt.wn, rtilf rincf Spille drehbar 
wJgBKtzt bnnjft, to swhi nah dt>r Mugm.'t ubu iNiraEli'! aur Act^c df« 
SolMioids KU «tfllen, K^hrt man nun (tumh ennon KümmuTJitor d^n 8tro]n 
im Solenoid um. in dein Moment, ^^'o drr Ma^^t dur^h h^üi« TluhT^1llge 
ßi-ht. HO inuU vt Fiirli nun wl-iUt dTL^lioii. L>i|]4> wt'itvrp haltiv L'uidrL^bima 
iiiacbenH da du.- Pcilc A\->* SiilrruiiiU jH«t vortATiMrhJ «itiH, iiiid flii<*w i^iwil 
knuii [iiun lurUieL£i*u. w<jltej rtiait mit dt-r IlnJid iAl-ei Kritiiiiiutdtur Jiuuiur 
XU den fuiAAi-ndi^n S^nti^n urnlr^^. Man kann abor diruirA [Imli^jrpn df* 
KoitnimUf,ivm auch von dem «ich drnhundvn MAgn«l^n ^Iti^t WjmruL^^ 
Iftfi^'ii; und flo hokommt man dAiin — aHrrdinRs durch ZuhJlfo.nnhmr 
«liu^H KnitLjnutaicii» — eine dauernde Rotation eitles Mik^fnctcn 

in det Nähe eiim ätronL;'^, üio miiiiür 
W1^ite^ vor sir^h ifoht. aolani^ df^r Strom 

Lallt man umgf-kehrt dbn Mag- 
nät«a r»tsleli«:i und dt«llt eiu dndh' 
ijdr«a ^olennjtj urd, in iK<n) man durcli 
einen KonintutHror ilflii Strom in den 
pada»ndi-ii Mnuiuntun umkohrl, eu be- 
kommt man in dcrjioibcn Wcino cinß 
dauernde Rotation i?ine^ t?trondcreieoj> 
in der Niihr einen MiLgnnten, 

Man kann aber auch durch eine 
geachiakle Kombination von MoRneten 
ündStromkrei«n. wie Far ado,^ g^Xf iflt 
1ml. efl duhm brin^eu, diiU vm Magnet 
> ^^^0^^ I.^^BiP^3nB dauernd um einen i^li^ktri^clii^n E^trom 
jff^ *■ " ''^^^^^-^^■^^^ iiut'li übne Kuinmut.ulor h c t u ui- 

fjj* j^ rotiert. Iliwu AnordnuriK flieht 

^^^^^^^■^^^^^^■■■^ man in B^, 1Ö4. Eh *ind dii< b«id«n 

MfltfnetaL^bii na und n, ä,. wiilidu» ro- 
tieren- Der galvflniflrhe fitrom wird durch die KJcmme c eingefiihn und 
Bteigt m d«m Metalbtab a I' auf. Ein üufgoUäfL^d-u Mi^tuÜBtÜek d. an 
wrkhom die Mflenetp bpfemtigt äind. taucht in das Schiilehon mit Queek- 
»ilbej'n wetuhe» dofl Ende voJi b bildet, Diceeä MetalbtUuk d trügt den 
Draht 0, welahur in dii< mit 1Juoeksill>er gefüllte Rmne ff tauiobt- ^s 
fließt »Iflu rJ^r 8trfjm von r: ilurch a b iti das drehbare Metollstüt^k d und 
voji dii-veti] duTL^tk den L>rubl e in duB lJue(<k/;i]bL'r bei 1^ von wu aun et 
durch t]fr\ Orriht h tMr Klirnine ^ und von d« aiim Element «iiHlck geführt 
wird, Vvr Strumteil d ■■ I iitl aJw mit den MH^'net«läbL-n b^we^k'b. und 
«ia fUnjzt nun, *nwie di^r Strom flifßt. doH MftjKTi'-tpaar an, airh nu dieben, 
und dr^ht Mch lo fangs\ biit dnr Strom urdi'rbroi.'b'<]i wird, Di« Avhiw 
der MjiRnete nteJu eben hier vertiknl unrl mnÜ v^rnTiie*" der Annrdntif^fl 
Teftjkttl bleiben H dii' Kinfthnim alivt di'* Stcomtriuej» abeh^ «luJ 
horiEont4kl> nbu kann der Mu^ni^t nie mit Mriuer Aeh^e itamllel den ^rAfl- 
linien komnu*ti und miiJJ infoJfp-dejui^n fortwährend rotii-rrn- 

Man kami aicli vofort auch duTeb Anwcjidunff der An:ptTr«wrbiin 
Srb\viTiimiTrti^'i.-l übrr£eu^-n, duü die Magnete nieh urchen müäaen. und 



f 



I 





DAurrmdr Rnt«dniUBi 



lei 



N 



w 



r 



Denkt man nch nimlitrh den poAitivoii f^Crom i. B. in dcir l{ioiiiuii|t o a b 
ffifSNLc!, M> ftl^ht aIao dor Amp^r.irhf ScIiwiEnrn^r in n b niifTvnht. (lud 

ris.'htp[] HuTid dri ScIiwiiimiri^K nenn rr (ib<?r ti^ s anmcht. cto miifi 

n *ȟdp<>l nacli v<>rn aiu df^r Ebcnt drr Fiipu abgplotikt wpnJcn, 
die Atilviikuiig dvr S?üdpulp itmU aJiio Itl-i bfidc^ii luu'b iMjlgi'gi*ii|^M>Hc'Ut(Tii 
RitKiUTiff«rn p'ht'n Rk greift also Ati dif««*m MA[iii''f|niflr *'iri Kr^fir^fWior 
«II, und «in «tiMiw Kiüflvpttu brLii|ft iniHLi^r »^iiiii RotitriinL hTvur 

Dinipn Vm^ijoh kann TYinn min ftV»or rb^nfnlfa iimk^-hrfn. d. li. man 
kann r* bovirk^i. djiä ^m Birorii{|t]rr^h11oHiiiini.''E' DrAkl in kontiiitiiecEii^hn 
Rotation iui\ oinrn Mo^^tcn hr-Tum knmml, Kn idi tlatn nur nötifC' dnU 
rin Tril d*» HtrafnVrHjvA hrwpgiinh 
ist, «rälifojid ein anderer Tod irst i^t. 
Daiu dirnt t^mr Kinrit'htnnif. utJ- oip 
in Fig. I6G gpLciclmtrt uL In dii?Bi!t 
ttt ein Teil einiv« f^ln.-rnkmMWi a b o 
^urrli di'' S)>ir.»i.' 1> bi>wi?glicli in via 
QuivkfidlH'rnilpffh4»n j^i^MIt, m» dnU 
fr Hirb um dif Arhiw d d dndinn 
k^iuir Diu Rmttm dv*. AttiiiuVu^utv^ 
CAurhnn in die mit Q^rrkailbfr gic- 
fj^lic Rinnt f, in welche di-T Strom 
von eifern Kk'inrnt durth liip Ktcmmo h 
dn^efubH wird- Die DrohunüiÄchw 
d d ivl mit der KTi^innutrhrautv« n v^r- 
trtindrn, lu «olchtf der Leclungffdmht 
vüu dem iLndi-rt<ii fcjJt* diu» tiEümuulva 
bi die Qi]4N'kf!iJtbr<rrtnniA führt. Nim 
fiipOt >lm der (KniTivo .Strrjtn x, B. 
durch h uiui y. wf-'u^^ dann Rti ^-Um- 

^tt in A nnd <- bi» h iirtd ie**!»? 
durch dio S|.f]t^ h nnd dh- AtntjilJjih Ji.^i- d für Klemmsohmuh^ o 
und mm Rlnnrnt xnHii^k tfi'Wn der Aefme bdlndot «üch tnn M^tcilb 
fCab X d. Dil; Krdfttinirn dor Simmtr^ilo d ba und d b n «ind horurnnlul 
und Llcihen homorntnl, dii* Arhsr dc^ MflimMs Hnpr^r^'n int vrttifcfl], fol^- 
lic±( Bucht drr äiromleiter st^h »nkreriht jtijni Maancten lu ittllcn und 

Iwui daher m kcinot Lmp aur Ruhe k^Tumra», Üor Dmhibüj^ol rotiert 
■Im dAu^md um dMi Magnetpol hniun, Kehrt man den Mögnirfvtab 
tUM» ito d&ü Heiii Süducil lULuh ubou :ai<igl, uder ktdiri man diu Kjohlung 
6m f^tKflni-A in dfim bffthlkrrin urn, ko wini niirOrlich dif Ri<'htuiiu di>r 
]t4:-Uucin i*in*' ^ut^^vngvi«vixti<, 

Dii* Richtung di«rr R''W*-jiun>; finBi^fnfr Stromi/iilpi in rini'm mfiKun* 
tvchon Feld laßt iiirh imnit^r »im ili.<r A rnp^iiv«('h«u £^'hwimmcTTcgi*| 
«■ninuhiTion» einfnuhnr nhur u<n-h nuh '•hn^r R\-n,A. bm wi>hhoir nmn diu 
drri Finger der linken Hand, dt^n Daumpn, den Zpinoflni^pr nnd den 
Mitu-lJiii^i'f, EU Hilfe lurnnit, durch w^'lchd nmu ja drei aufciuiinder apnk» 
rrchfe Ki<:hiungrn Riarkierrn knnn. Wenn man den Zt^ige^ 
fingoc der linken Hand in di« Biohtung der mag» 





i 



id2 



L Tau. T. Ki>p]td. 



nctischcn K.raftlinipn des FpUI^h bringt, dt^n 
UittcHioger in di« Eicht ung <l«it ^Iromeei in d«ra 
bvwcglic^lirn Draht 8 t üi^k. 00 gibt di^ Richtung 
dl-« Üftutuen^ JmTner die Richtung an, nftrh d^rilaa 
UralitHtück öioh bowi^gt. Dit'se Kei;^l lu-nrit iilhii dii- L i ri k «- 
HAjid-Rofti*!. Wir wol!i?n mit <ii*vipT r. Ü. die Romiion dr-a nrahf- 
bU^<*lrt irj Fig. ]4>& iiDliitrHiiirlifjJi, Vuni Noidpol N deA MAjjiii-It^Ti j^t^hi^n 
dir Kraftlinien nfioh oh<!n. alon haben wir den ZpifloHngpr nach obon ira 
hjiUon- Wenn der Riroui im Viahl c b von dor QuccksUberriitne nwh b 
llirüt. üti bubnn wir den MitMlin^iT alu^n auf der i'bi.'bton Seite eUw BÜgcIfl 
noch b bin tn Wlt^n. folglich gerbt der I3aumen natb hinten. Drr rtfcoU* 

Teil di^H bügoU tL-wL<gt lavh uleu noch hinten, Aul der b^tkou ävite gphi 

diT l?T,rrim von n nttoh h, der 
^* **'^ MitU-lfinger ish in dwtt^r Rich- 

tung All Indien; dor Daiimfln 
lU|i-ht dann nach vom, alio h^- 
Wl^^t äjüh din linkie Hllfto du« 
Drahtbügpls nnoh vom, d. fa- 
der guluw Drahtbügel bewegt 
*it*h dahM im (im;;i*lsi'hrton 
Uh^xpi;G;<^r^4inIl. Wird di+? Rirh- 
tunjj dt'ß J^iruHiuB oder die dar 
insgni!tiao[>en Kruftilinicu vun- 
eekelirt, eowird jeduftmaltucti 
die Rirhriingd^r Rotation «m- 
gekehrt 

Ein anderer, i*ohr üIm^f- 
Kii-htliMiHr Fall dvr BnwvKung 
•:mva Di'ahlatüt^koä in tfinnn 
magnetischen Fcldft Ut diip»*h 
Flg. Itit) gegeben. Ein huf* 
eiflpnfÖrmi^pT ElektTt>raign(*t 
an ÜTf^t horUuiLtal d».. hu d&U die KrAftlimen vom Nord|Hd N VU' 
^hvn und diiroh dii« Luft nai.rh oben lum Siidpol bin sic^h AtronkfiD. 
Drr y.fii^viui^r iit vXno dnbei narh oben fii lialtL'ii. Zwischen den 
S(dLerih<<hi d<v* M^L^uiiti'n int i^in dirki^r M^talUfTrid^n M »n;;^:^ bracht, der 
(in j^wr'i lftn(i(*n wi-ichz-n Dräihton aa hfini^rt. Dnrrh dii? DrÄhtf* und dfn 
Mijtiübitri'JiMi nirJ fiii Marken Strom ge?teiulpt, Fhi^lil di<tft«*r durch dnu 
MptiLllfltrcifen von hinten in d^r Figur nneh vorn, 00 ist der Mittelfirgzcf 
in diese Richtung zu halten, folglich muß der Streifen in der RicchtuniE d<« 
DRuniDtiH, alsu noch linlts ans dem Ma^netfclHp heran s^trielwin wcnlen- In 
der Tat sieht man. sobald man d\^n Elektro mngneten erregt» den Strdf^a 
M uus dL*Eii ma|-ni.-ltti[;heM Felde lieruiidibec^en, 

Di«' i-Ickt.ffjtTHignrfJHf.bi'n \Firkun^ti *!ler Art haben nun *»ehr weit* 
gt^h(<nde AnwndtiuL^en i^efundeu. auwoid in twluiiAchex ab in wu»ca- 
Jitihtiftlit^her Hinhir^br, Hmr m^i jeunürlial 4<ine aui.ih für wiesrnsuhaftlichp 
Zw^'ckf^ wirhiikje Anwi'iiditTi^ i'rwiihnt. Die Mü^iK-riMierunfj nJünlich von 
weiclu-iii KiN^ri dim^li i-ini-ri luirunkjfrhiitrlitn Sin^iii Umm tiit^n dam h^ 
flufaen, nni i>ine pfl.*ch Aehwinjii'nd**, hin nnd htr ^ehwodf Rewn^uiig sa *.r- 




I 




NvrfiLpltffr llivmmifr 



itö 



wird nach ihm N # i- f ■ i !i <^ r H a m m p r KfriAnnt, T>w WEiWnikr-it 
dr(«f* Appomtf'» beruht tlLUuuf, daÜ tiii ätrani um om Sti^nk wl■lchI^rL EiHf n« 
tmiing^flüirt wird, dint^ aUo, wenn « flinßt, m<4piMi»rh macht Dt* 
UMflpDot xicilt dann einen Anker kn; dadurch aber *ud vermittoU riotf 
n YuTTichtiinRderätruin unicrbractirri unJ i^Eotf^eilnEirn der Anker 

d^m MftßnpleQ w]«l<.'f losgeliwsrn, wodurch der Strom wieder geachlo»- 

Wird, und dfo^ Vorf^uiiu ^'UJi uvuem bi-gimLt. Dw KmrEf^Llun^ tintfH 
•o)<tVri HAnimPrt ist in Fi^. ifi7 ^»^rhin-t. O»' Piili« «Jni^ Blf-nr-Hfi'« 
werdifin luit d«u Klpuuiii*ii » und t vi^rbuiiiii^n. witlm^iid xv/wdit<[i d tjnd v 
<*in hHii'hijpT AppAjflt odf^r Hnih! nn((pÄchnhj-l wird. Diinn ßnht d*^r 
Stram durrJt dt*t M^tHlU^ut« b zn der PlAtiniij>ifKi> c, wolchc aui die Feder p 
drdckti 4o daß i^j^r^lrom 
darch dir« Prdpf Ä« ö '''" ""■ 

d komrat uEid von 

dnreh den cinj^^n^hAl- 
teten A|i[iariit ;ia'^b « g«' 
l&uiEt'. V<in fi nuH grht (*r 

ti di? Windungen div 

»nd von dort xum Rlr^- 
TEimit KurUi^k, W**rui d^r 
S^trctm lim drn Klnktm- 
^Skaputon IU«äi. wird die- 
IMPF moirnrTiArh und zit^hf- 
drn Ank«i n an. Divfur 



H 



^K XHt (lut der Kinlc^r i> imd {> 
^1 verbunden. HidaEixtiglei- 



I 



I. 



/ 



fhi-r Zeit die Foder p vt'ii 
dpT PiuhTiMpttie *? wcg- 
uvxoiEeu wird, Iladurch 

|»t nun ftb<T drr STr<»m iinti-rbT'K'luii , Jn|;j|jr!i itudh drr H1c«ktTi>miigD«t 
nicbt nn?hr m&^f»''ti'«'Ji Iniulsreiieaaeu wird ii durch die Feder wi4*d« 
in tlifl Höhf i^'i-pchrmlit niid die VwhindnnK "dl v wieder hi^rK^j-i^^üt und 
nun be^nnt dos S[>iel von nmvtii, En wird aW durrh dir-H^'n AppArAt 
lütte eckwingcndtf: Bowi^ung di^r F>^d>'r o p und diulun^h uudi von Mdbjrt 
räft fartwhhrcndc. Wehlii-ßung und ITutnrbiTr^hnnp dr-n hindnrfh)Tpnt'hirlrt<'n 
bewirkt- Die GMohwiruli^iknl, n\it der die Fodcr K^bwingt, mit 

ftlw Auch der Htrom nntt^rbnudu^n und g™p|dnnmm wirdn hön^t vim 

Ling« und 6a ElaAtizitär der Fedr^r ab, 

Bine dirrikt» Auwundurii; ^ird von dnin Nwlärkiiii Hamuwr M 
diHn ^lokirin^'htfTi Klingeln grniFH'ht. M*Ln brrtxirht »ff-'nlMir 
nur ATI dem bi^i niid her Kihwiriyp-udi^Ti Aiiki<r vi\wi\ K\'j[fw\ «u licreKh^irij, 
drr Auf flinft CiocVf. ^whlagHti kAnn, rind dir filnkfrifti^hk' RUnjjcl i!*h irTt.}g. 
In d^r TaI zt^ifil. Fiic. l'fH t-iue di^r^rlii^e t^iniAHir Klinucl (ViktoriavnrkAT 
von Mix & ünn^at in RitUiiJ. Man hiihl dem Elukiromagnelen G K 
mit npincm Anko* A, der mit drm KlÄppejuiirl K nna einem Stück ver- 
ftrtigt iJit. An dem Anker uti'ht nijin iÜm (i^donidr Tlatle. die U ii i c r* 
breoh«rf ed^r , die nith an die KomftktsjiitXf S nnlc^ien oder von 






18« 



T^R irti 



ihr tivniiion kiuin. Der Sttom wird voti tuncm Elurm-nl durc^li dii^ b<*idi*n 
KJ«nimen HL und n der Klingel zugt^führr.fEf^bi vurirnKUm El^^lromagn^Unp 
von dieH«m sur Koni«kt«pLtcit iimi ilasvh div rittrrWrhi^rfedtfr uach n. 
D'Klnrr'h kommt <At Anlcpf, wir i^rkUvri. m ai-hwiiigemlr" ß^wcgang. der 

KU>]iiwl At^hlajil. 411 dii> lilixikv- l^l di« Leitung 
vom rCf^rm^nt hneh den Klinnmcn drs Wprkcrs 
iinterbrrMrhori. »t» funktioniert dieKUnfiel odtiir- 
lit'h uu:ht~ Hm die Leitung vom Rkmjrnt xur 
Klingpl boUebipH *^tven von pinpni Ziminfrr an«. 
£11 fWjUlii'ü<.'n odt-r £ii untorbrotlicn, wpnleu Iw- 
k*nnrlk'}i K nn Takt k n n^if p hMiulKl, rUr<'n 
nuU^^ri' An^K'lil iu Pig, EfJH, deren EiurirUtuug 
durch Fi«. 17r» dflTßeatoilt ii^t, D<>r mho Drahl, 
diT voiik ElvriifFit iti dh* ZimniiTt filhrt, ijtt mit 
di.T Ftid^r [ vvrIjunrJL'n. und von drr And<^^v^ 
Keder f ftihjT. dir Ij^itinifl wfit-cr zur KUnuol. 
UJ« beaJen f^e^leni f uiul i ^ fti[^d £ur gcwölmlich 
icctroniit, dii* Ij^ltiing vom Elrment £ur KlinAt^l 
jjil iiliHi unlt^rdroclK-Ei. Durch diitrii Drutk aul 
lim K I ff ' N Ihm n knöpf c wird u)ier f an f^ 



S 



UQ- 



jimlrnrkt. dir Strttni gellt durcli f und t' vom 
ilUtimviit JSLiT bLIm^el und dieau funktiuniT-rl. 

Uro von ninor belißbi^nn AnMhl Vi^m Zim- 
riii-rii hijh die Ghicke e^tifuun ljL!4ai>it tut k<'iii»»|]^ 
nuiH in jcdfm di^rsclhcn r^in floli^hcr Koniakt' 
krii'pr vorfiuiid>'ii ncui. und kwaj' weril**ii dJvM 
Koiilakli! ulln pnrnllr-l gcschalii^t, 
E« wird nändichH wie Fig. 171 J(eigt> von dor 
Battmu Z K iLt «inn Pol Z mit der Klitiirpl W 
vi^rtHjndrn tmd von drr iindcrpn Klemmr? dvr Klingid anwold. wie von 
dtrui (tJidiTML Pol K drr Balttrit fuJjruii £Wvi gutfennti- Drälite Ii4.'i aüin^ 
Li'lion Zimmorn di'n HmihfB vorbei, von deni^n aiih gosrlirllt werdrn »oll. In 
j«deui Zinunvr. z» B. in V.. weiden iwel Drähte von dit^ser Le^itimg ub- 
g«iiwdgt, von jedem UtAht einii^r» «eleliu sii dem Drudkknopf I), iritt 

seinem btw^^lichen Kon- 
^ '*•■ »'*"•' Uiki a, ß^c.mut «>'nb-n. 

Dassel lie j^e3f.hi<*hi im 
Zinuuor D| und im Zim- 
rnor IJ, u- »- f, WiM aIhi 
JE, B- in D^ d-^r Knop! gp- 
drüoki, Bu guht der rttrom 
von Z durch W. a^, D| 
uucb K. Eleim-nt luul 
Klinff4>.1 Aind Alftn mir^^mandpr v>Tbnndi-M und liic ninrkn fr^nt, 

Ein« wvitvri* prHkti^-he Au Wendung di<i ii^lifkiriitrihgTtvtiei-lien £r- 
•chuinnngen bildtm ihv-. ul^kth)4lJJen MnEfrren, E I u k l. r «^ m o i <i m n, 
bei Wftichen Stnim'i untnr dem Eintluß von M^gn^t^n oder Magnete uikiet 
dem KiJLäui3 voji älrOnu^n miinrvn uixi jn di'ji Stäoil geeeUt werdn>. ilu« 
HoUtion auf miden^ MiuchincQ tu ilbrrtrnjcPn und d^dnroh Arbeit zu 



rrZL" 





GftlvtmooiQter, 



185 



JeUten. Diese techiuacti wichtigen Anwendungen werden wir aber erst 
im xweiten Teil dieaea Werkes behandeln. 

In wiasensch&ftlicher Hinsicht aber haben die elektromagnetischen 
Wirkungen ihre ausgedehnteste Anwendung gefunden bei der Konstruk- 
tion von Galvanometern, Da nämlich die elektromagnetischen 
Kräfte immer um so stärker sind, je gräOer die Stromstärke ist, so kann 
man aus den Wirkungen dieser Kräfte direkt auf die Stromstärke schließen. 
Und Ewar sind alle die verschiedenen Erscheinungen des Elektromagnetis- 

Tie. m. 




^ 



mus dazu benutzt worden^ sowohl die Drehung von Magnetnadeln unter 
dem Einfluß voo Strömen, wie die Drehung von Strömen unter dem Ein- 
fluß von Magneten, wie endlich die Hineinxiehimg von Magneten in Sole- 
noide. Dabei wird die Konstruktion dieser Gralvanometer eine verschiedene, 
je nachdem sie dazu dienen aollen, starke oder mittlere oder ganz sehwache 
Ströme zu messen. Als starke Ströme werden dabei solche anzusehen 
sein, welche nach Ampere rechnen, also mindestens 1 Ampere betragen^ 
son^t aber behebig stark sein können. Als mHtel starke Ströme können 
wir solche rechnen, die herabgehen bis zu ein zehntansendstel Ampere 
{^liu Milhampere). Die ganz schwachen Ströme liegen also unterhalb 
dieser Grenze und man kann sie noch bis zu der Stärke von etwa dem 
hundertlausendmillionsten Teil eines Ampere (10~" Ampere) measen. 

Sehr bequem und leicht ist jetzt die Messung von starken und mittel- 
starken Strömen. Das sind Strome, wie sie bei den meisten Meßmethoden 
und bei den technischen Anwendungen vorkommen und gerade deshalb 
hat die Technik die Meßinstrumente für sie in eine möglichst einfache 
und praktische Form gebracht. Zugleich werden diese Apparate mit 
solcher Genauigkeit konstruiert, daß man auch für wissenschaftliche 
Zwecke sie jetzt allgemein anwendet. 

Hauplöächlich sind für alle Galvanometer zwei magnetiache Wir- 
kungen des elektrischen Stromes in Benutzung. Die eine Konstruktion 
besteht darin, daß man eine Magnetnadel durch den Strom aus ihrer 
natürlichen Nord-Südrichtung ablenken ^äßt. Die Größe dieser Ab- 
lenkung ist ein Maß für die untersuchte Stromstärke. Man bezeichnet 
Galvanometer dieaer Art als Nadelgalvanometer, Die zweite 
Methode besteht darin, daH mfin den zu untersuchenden Strom selbst 
durch eine feine Drahtrolle gehen läßt, die unter der Wirkung eines starken 
Magneten steht und sich in dem beweglichen Feld dreht. Galvanometer 
dieser Art nennt man Spulengalvanometer oder auch Gal- 
vanometer nach Deprez, weil von Deprez zuerst diese Form 
angegeben wurde. 

jßin wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Arten von 



lae LTdl, r Kapitel 

G*lva.uoiu*tf?m int »olotfc piBiolitlith. üei dm Nfldolflulviuwmrtcrii »teht 
difl bowiylirln" Nfiflvl i*rHK'nn nnU-r rh^m KinHiiü d»?« im iritersuchonilpn 
Stromes licid Äwellena Dtilwdern ElufluÜ di-T magiieliHch^ti KraK der Erd^^ 
Dieae Iwuteiv älwr ist euiiÄi;hal in »hrpr t^n^Üi^ g^-wrawon SohwaDbungen 
ontorworfcD. Zweitens ab^r wird die NaclKl hfrinttiißr. von AÜfln nuij|7)#- 
tisf!hen Körjwm in dur Nälii^, ulso vort al^t-u nih^cidt^n oder Ww^tvri 
ßiflen maj^!'4*n , dn dir-so imm^r mD^ctiai*h pind. Ferner Jiber nfifih Vrtn 
alloii nmgneiischen WiiltiingtnH die von starken in d«: Nähe be^dlichon 
StcüinBn aiiägelii^n. Und ?ük*he fitrum** sind jetsjt in groÜen fttidUn fujit 
lib^mll vorh&nd<?tt. dn die Leitungen für elektrisf-hos Lirht und für cTek- 
tritw^e Trunibuhnen Bo]<*hv h'^trümti fülin^n. Bui di^Ti clc^itriächL^n Tram- 
hfthtien ki^rnnir noHi **in Jv^aruWa strir^ndcr Um^fjLnd dn^u Bei djitwn 
flitißt awftr **in ^ti^oin ^lurrli die über den rVhlenen j^^Bpatinte OUrrleilu'ig. 
alflü in fi^lHt Hahu, er fließt jiIht Äiirurk dnrrh die Äcliienen und vi>rbrpit<>C 
sich von diesen au« in wcchAelnden Bahnen ditrr-h df^n rx^eht od«r minder 
feuchten Bodon, Sc»k!Lid Enl^lrüme bcmntluAJden audi die NadMn VOa 
Nodrl ff rt t VR noni pteni 

Im Gegen^ds do^u ist in den SpulüngiiJvanuiüclern oin von lünom 
»tttTlcrn MitgiiPten ßpbiJciT^t.ptf m/i^netiiirhes Fefd vorhnnden, wrlchnn so 
vtark ist. daü die WitkungL-n der Erde oder vt»n EisenmaBöen oder von 
Attirk»ii in der Kabe voi'bi-Ülifliffiiden Sirömeii g^r uJ'^ht dujrc>f^*ii in Bc 
hrarhf. ki>Tnjiit. 

W<»iiii düber die äpuWgalvanometer ebenso euiplindljcb uvruacbt 
werdrri kannten wie die Naflelgalvanomeler und kleine ftonstigi^ii Xachf^i!* 
div«tiii ^^^enUb&r hättviin 80 wä-reu äjo duruhaiLH dcTi t>nsl4;r»u vorKUEit^hmi. 
Dna iät aber doch nicht iramor der PaU 'Lind di<HW^gon aind W^IiIk ArT^T^n 
von tialvanometi^rn not^li im Gebrauch, obwuld ilii^ S|iLLleMt'HlvAnLiMiifl>Tr 
]c.t7.t ^chim in den ineifiten Knll^n dip NftrlcIgAlvnnomr'Ti'r aus di>ni Fetdr 
geirhlagen lmhi»n, Kitr 5 t a r k e imd mittel*tArk^ Strome wrdpin 
baupLAächbth tipulengnlvanomcter zu Meüawetikcn kunetrnicrl, iiuhn- 
sondere, weil man dicßf» so einrichten kjxnn. doQ man ohne lange Rechnutip; 
die Strofufitärke direkt ablegen kntiQ, Denn du bei duicu die AuMchlüge dät 
äfTidi.' unabhängig von äuÜeren Einfliuiatn nnd die Drehungen der Iwwe^- 
Üch«ii Rolle nahe proportimiAl der Strontetiu'ki« dind, so kann man «uk'hr 
OalvAnomeior mit i^irnir Sknin vi>rs<ihen, die man di^'kt in Amiwfe Wen 
kann. Man nennt aokh»: Apparate, welche direkt ohne B«chr»ung die 
ätToini^l'iirkit in Am[jeri/ abzulesen genlatten, Ampere meto r. Man 
kiinn ub(T wpiter jedrg (^Alvnnometcr, indem mAn es in den JJehenaohbiU 
legt (S. KN]), dnxu benutzen, um die Spannun;ti *'i m-int-n Enden xu bc' 
»limmen. Ut liirj wtUdien J iititrument^n , die man im Neben»nhbiÜ an 
wendet, die ^knla gleich in Volt geteilt, so nennt man »ie Vo 1 1 m c t«r 

tiuti^he FruKiBiotis-Vult- und A ni n u r e in ti 1 r werden 
von 8[friii*n» A Hrtl"ke fiHch dem DepreBBt'hen Prinzip in folgender 
Form auwutiilirt; Eui flat-li^T, ktuftiger Ma^netatub iHt bu umgubugeu, 
daß seine Ixiidcn Voh Miiander geKi'niilKTfTehfn Fl«. 172 seifft die eine 
(teuhle) Hiifle ein^a solchen Mäynetafabs, die linke Hälfte, die ebeiuo 
^bilih^t i&l, ist fortgelasHim. Dio iK-.irb-n Pi.i1n d^ Ma^netirn sind oi^it 
Tnouiven Polaehnhen P versehen (von denen «ri^di-r bloß der mcht* «icht- 
bftr itti]. die halbzylindriHr^h au^^ffcsoiitütlen flindn «o dnü üa xwiA'hrn 




RllMOBMiiupawm^tef, 



197 



riLuMn. In di«wm lUum »t^bt a\*nT sninÄi^bst riiv eiwrntrr Hohlrvlindcr, 
Inr nur öinon ZwisohiMirnum von 2 mm Brritti xmscheD aich und den 
''ondunici'rL thr PoWliuh<? Mt, Üa dir HubliylmdM nuignctidoh tn- 
icrt niri-K *o «inl- 

in d^m ring' fta- 1** 

lelinthniFcld, In 
liLi lui[iii Eii'h min 

tht, ftuf VMwn WwUum 

iifn Mrlbrtl hiit«iiii> AfhAi', 
obrti imd imicn Auf Kd*-!- 
■ftint^n ^relBH^rt Ut , Dvi* Ai:li«' 
trägt cinrn Lin^rn Zpi|[cr '/., 

biÄuiw Iwfmtigl. «u duUn w<?j)il 
.nf. flieh drp.htf diT Pi^flrrM auf- 
[gewunden w«rd«n, midxwurao 
'lint»*^ , Itüt ihrr* Torwonaltraff 
idcF Kraft, iiüt diM dir ^puli^ 

Ä^virfht wird, ilos ülcfchgi- wicht half., Oir K<-<JcTn dionpn ÄU^flnch ^ur 
[ZufiümjQg dei Strome» in dio Spule Geht aUo ein Strom tLurch die 
iitlo» Bo »u<;ht die äpiü« aich hu DtiiBuvtdlciiH daU dit Kbepc ihrc^r Win- 
fpii wnkrnoht su dbn Kfrifthnic^n iit«ht (s, ^ ITh). I.>i« 'J'or>fion dt^r 
}jHr3itr<ii slffiumt tficb di»or ßvw<.'puT^ «utgegon. und so kommt dm Spul« 
nach ihrör StromaUlrk«? ifi lioA[immtr*r 
Äur Ruh*, Di« Anoidiiuua Je* 
ictiachcn P^hl» imd dor Spul*- bw- 
daQ di^ Ansschl&g0 *hii Zeiger« 
difdtt den UDgL'Wüfidatan i^troniiitärhcn 
proportional sind, Diom Tnstnimenti?. 
deren Äußere Amicht Fi^- IT3 xf^i^t. 
w«rdcn güwüUnhnh jo omKnnr'htpt,, dnU 
j«d«r Grad d(>r Skab einetn MüliAinjKt« 
tKlvr «mvüi zehiiUd Milliumt-i^'ru vnt- 
sprichr,, Hftf iln* tjttlvjinnin':t''r . wip 
da« in d«T Fi^'Lir ,^uL(jUritile, ~ 1 Ohuk 

WidrmtrLnd , an itihr., wi^rin m im XnhrniftHilufl Mbrauoht wird, jiN^nr (Jmd 
Sp*niiufia von 0,1101 Voll nn. D* div Skak in 150 Uradtf j^teilt i*t> 

I.Oni hi« OJ.'» Volt- Di^reh Vfrwhnltwidw^iHtid** tit"! der BpTiiit7ung im 

Nflbrmchluü kann ijijl» doii M<^^bi^rriHiL wiit »nf S, IUI buuprui'ben wurdiT» 

[ bid IßW Volt prhöhrn Kbrn^o mißt <J!4* ln*tniment n.!* AmpcTcmcti^r 






1$S J. Tdl. 7. KuplUl. 

direkt Strormaiiirki?n von 0.001 bis 0,15 Ampcw, Mit Si'bt-nwhIiiBSM» 
von H^ingepi WidiTsliind, bin zu '.'lajaw üliui. knim miH (ütttiL S. VyS) 
dt^n Mc0b<Tt?14^}l biu aul 'MW Ampv-w orholioTi. ManchmAt WFrd'.'ii i\\Q«e 
NelwnschlÜBc- gleich direkt zwiacbvii den Kli?muii*u de« Iii»truui«»l«* 
foHi uiifi4'l>nu.'ht Liiid ddtm wird di<< IViluji^ dvtt Initlruiu^^iilvMi ^It-K'b in 
ÄTTiprp 4Ufig(*fii}ir». 

nni Mii? -piitjir eii kontmllifirrn, muß mun cjnnn Strom durfh di*Ti ApfMvrot 
a«}ivfi JiuHtfri, {li^^Mii Stärku man jnigloich mit ninom VoltAmol«r [B. 133 £) 
hesl\mmt. 

Weim ts sich n.b*M danim handftt. athr Bohwachp Strömen solche ron 
weaig<^r ah 'u^ Milhumpi^ri.' ;iii jru<swn. rii> kiirm man tiidit ttivlir dirtkt 
Koigffudp Inatrurnüritc anwenden. Violoichr worden dii»i] »I.L*ta »op*niitjnt« 
ÖpiegvlgalvADctmeter Wnulit^ Alan beF«iiigt nümLok hin daa 
NadL'f^alvanrtmc'tprn un d^r b'.'Wi'glirhoii Nmlel urm }n.n dt-i^ Spulen- 
g»lv&iioiiitlr?rn an der Wwi.'^lndi"t» SjujI-- ein*^T» Spii^gel und mißt di« 

dflm ST>ii^ia^I spiygein hißt. JM*t kloihch Drehung di» ^Ipiegcla #im nprjchr 
datin irmi: ^uwtEsc Ablcrikiirig di'A8kal(riLl:iild<iä, dofi man durch <-in Tom- 
Tohr bpoboc-hter. 

Um mit NadclgalvftiLoroetern schwache StiöDw mcK«cn 
m können, muß nmn dim Strani in X'U'ii^n WirwIimfrcrA '^ehr en^ um die 
Xfldel he nimf Uhren, wodureh. da je<ie Windung eine drehende Krnft auf 
die Nadel ausühl. die GeeunilwtrkiiDg sfiir vet-KT^JJt^rt wird, Mun nenm 
■olche Apparate Multiplikatoren. Man benuift bei soTeheQ 
üulviiiuirnetcTn lEiiriiet nur sehr kltiine Urehungeri der Nudel, untl ilieHe 
mncl rmrh ein^'fri »dljjeriieim'ii (ii^jwir. der Physili den wirkenden Kröten, 
hIj«^ liifr dnr Sli'UJtistiii'W, |iK'f>L.>r(iijnul, und iiiun uiiL^I, ^le ^e9a|;1 . diw« 
l)M'[MiMi.'< n dureb i'in"h Sph'jjhlf f>iiH' Skulti imd i'in Fernmhr, Die Skullt 
Uriiidit Jnieh dicht iinUT drini Fcirnrohr in nn|U|fMir dwr«elb*^n Hfth«* wie d<^ 
Sptepeln und iwitr iii iK-lii^b^geni At>«l^nd vun dini, ^wiihnlich ewii4rdti*n 
1 und 3 m. Die kleinnten Ablenknnjfen der Xndel feigen »ich dadareh 
cehon durch groUe Ablenkung <lt-r Teiiäiriebe d<;r Skala im Spi<^r.] an, 

Miin hut RcwÖknIieb für jedea riiilvnnonicter versohiedene itollcn- 
paare, uiu grüüere oder geringere WiderBländu und mehr odsr weniiicr 
iTuiwtndiiEi^on Mtir Vi^rfiiKiin^ ktj haben, and i.<fi wiri.1 häutig die EinrinhtuDg 
Bf» K'^trnfTeii I daß die Rnllen in versfhiedenen Entiemungffn voti d*T 
Ma^[i"ltindt'l f*wly"i-t.elU werden können, 

iJJe Anjiirihl eines unh-hen fialvanomul^r« mit Vfrat'hiebbflirer Rollen, 
cinu Wiedemai^rL]ichvn$pie^e]j„;A]vauuin«lurei iLuunnr 
Form VDQ Hurtmnnn k Rraiin, iciht Fi^, 174. tc der CUi- 
rÖhre b^ngt ein KokonUden, der üben bttf«JäT.ift wi und an don mdWü 
fliii Hpieveklien S ungeliün^t ist, dw mafl in <ler Fipiir frfli aieht- An dem 
dpiegel tiftn^rl-. danri weitj-r unTen ein kleiner iingförniificr Magnet, der tn 
der Figur iin.'hl aitblbar ibI , Hondern der aich in der H<jhiünp einer kupfemoti 
BurhHt! B betindi^l. Zu tieiden äe<](«n dieaer Kupferblieluie befinden sieb, 
ftuf feinem Melallrohr mit Teilung verschiebbar, swei DrubtroLlen KB, 
di« dirliT. un di** Kui^hTbürh*« heran^^ipf hüben odtT aueh von ihr ent- 
fernt Kehaltm werd^^n k^inii^u. Da« kltiiEie. i'echt« un1?n beeondem ab' 





i, h- aQi £U IwM-irkcrt. daÜ dvv Ma^'nut. nufort otiuv vk-lr äohwiiigirngni 
in Kinc tn>üp Lage übcTgcHf.. Djph wirvl g<*wobi>l)'ih. wif gTra-l*? Kim (f«n 
vbvri bwc'hm'Lwtivn l[i«1r[i]r]orilt linJurrb vrrviulil, duü uiitn diiiit Mm^z^ 
len in i^in^r ihn fn'hr iriig Hnwlitii>ßiiiiil^n Hülle am^- Kupfi^r H^hwiupm 
lÄÜt. E« «nUf^hen cIhutI) wi>A wir ini fi. IvHpitpl Jtolieti vprdi>ii, Indukttarui- 

gröDt^^o Brfolgo in «lii-.ipr BrUA^tititiK erreicht mar, wenn man clrin Mflflnt' 
üc ngkich njnn poAHnmt«^ i'^orni gibt. Die« gosohJL'ht durch dva von 




« 



190 



l. Ttii. 7. Ktpiid. 



riB. »6 



9 i e m e n « eingvf ukrti^ii Lrlvckciimagnotoii. Der Magnot luit 

diirm ilif YoTJii i'\iv» At-i kwi?» rtuLiurtnil gf*gi'nirNiirlii'Rmilirn SeiU'n auf- 
oeachlitEterL FiiigeilLutr^s, DiespE MngD«t Wdud^t sich mit: i^sriE eiip^m 
ä^iL'Irtmm iti «iiier KupE^rkügnl, ^iv Fig. IT5 e« £i*i^, Dui DdTiipTijrig 
i«Vi dadurcb ein<> an rftpiili?, dnQ clnr Mnt;riPf; fftitt, ^ar ki>ini>i Srhwin,H:uti^n 
m*jb.t» floi)ii«Tii aifli ilin-kl in »c-inp Oli*ic5liy»^wJrlil.BU^ ^maT^Ul, MtiiL 
nennt Galvanoinpf^r dieser Art ApcriocHschc (jQlvnnomctor. 
Von d«r grö|}i«n Bedeutiinu für diu Eiiipfiailiphkdit einen GalvKno- 
metßiTi ist ca» ilfiii Einliuü tlt^s Krfim.igruiriHmiiü auf die Nadel tno^licliat 
nbjEuaphwiichtn. Denn in der Tat, weim der ErdmafTnetismu* gnr nicht 
wirklcn so würde ja gchuii di^ tuihwöobAto Slruni du* Mi^^nvlnjuLf^l ttL^jikruc'kl 
sn di?r Khi'Ti'' 9iM*ll*\n, tti'^ er iimflit'Ot, nho *inen AuHMi^hlitg von t*»*^ her\-or- 
bi'iiLgeit- Jr fn*-hi »\»u di<- Wirktuiy dt» Ecdmaf^neliaiinis iiuf^'eW>Vii 
winJ, ^pütit j^öÜi^ro AiwörMi^p? erliült maTi pclion bpi kleinwpi Strome tjirkwn, 
dtfttto fichtfäehere Ströme kann niAa aIho mpiu^eri, Mail kann n^m di* 
Wifki]!!^ ilnh KrcliniL^KitJHriuti auf du|>[>t',lliT Woijio 
schwächen nderunfhtiwji. ^unj&chsl nämlich dadurch, 
dufi man c»berh;klti der Nailel ^meci M^urt^tab ver- 
achifbbjir nnbringt. Gibt man difscm Stab dipjptiipc 
Hirhlungn diiü sein Nürdjn>l nuch Nonlcü JM?igt. bo 
schwucht IT clio Eiriwifkunp city* Erdniu^'U[.'LisaiUB. 
D^nn die Erde lüßt »ch boIeannHirb nU i.*id MzignH 
uuUaüBtn. deiueii Ii^LlJpo] irn Kordon Iiü^I [wi'Hweuvn 
pbeTi Magnetnadeln rnit <!'?Tn \<ird[inl nufh Nord*'» 
> xtugün)» li^in suIuLüI' Ma^EieUtub» dun iituiLdHn Avtä- 
I «ieru ngarnagntfterv nennt, kann ilrtn üalvano- 
j metemiugnete LeLebig yeualiert wenli^n ujiil tui i\Ui 
/ Einwirknng diw Erdnia^-nctismiia mi?hr oder mindj^r 
aohwäi'beu. ä(i daß man liadureh fast jeden belif*bi0cn 
Grad der A^taiiie hnrvurliriugon kaitn. 

Je stärker dJe Astasicrung eint* fUtrivnomrtcr* 
i^t. dentü eeringor Ul also die Kruft. wdehe die Gaivariumi?tetQ(uki u^ dir 
nieir?hfcowiohtalagr^ (di^ Nords UdHt-htunfcJ KurückKnzii'heTi «iiioht. Wird 'la- 
her dii? Nadel durch dcnStrtirn abgeJi*nItL so WL^rdeii Jit Scbwi]i|ping]en. du? 
flir um die (.tleieligcwu^htiölaj^ herum miftfiihrt. rmmer JangBamer, je utitrkBr 
aatiu4iert daH Üalvauorjieter ist, ebeu weil djp Kraffe. di« div N«d«l bMiu- 
ßuHoeu, geringere sind. Mit der Erhöhung df<r AatatiiL^ iäl alao \m ]«d^m 
OalvrtTumu'ter nin** VVrgTi'>tiei'iJhK drr S<*hwiri^iin^ndani*r vertnindf n . m 
daß man bugHr uniigeketirt aui« d»T Angal»' der Si-hwuit^ung^dauur der 
MRf^ernadd nnf Jen Grad der Antaaienmg hei einem imd demsollwn In- 
Htrument febltcl^Rn kann, Sir sagt man, ein Galvanometer f*d asttnicit 
hin auf (1 SrJcundpn oder 20 Sekunden .Schwinpiinp;dannr. 

Ein jiwe^Ltu Mittel» um die Einwirkung lies ri][dii]iignttit.iuuB müg- 
lichst au verringern, ^'nu-hi darin, duÜ man m dem üalv&nomeler mutit 
einen MdgnH«i (Nadel-, Ring-, (»Iwkc-nmagnct&n), Bondeni i w * i 
cuigeueageaetAt |ieg<>nde Magnete feHt mit einander v«r> 
blinden drehbar aufhängt. Ein PuleheH Mugnetf)anr nennt man em adU' 
li»rhrt4 N»üelp»ar und ein ÜalvanurneLer, cU« ein noluhee vutbJJt, «in 
ai^tati^cJioft Galvariiini;>tur. Kolubu wunleii suent von Sir 





I^Tircf ^ V ariümetor , 



Iftl 



m «I t L' r. Dtt man uWr zw^'i Mik<ht' Mu^nt^TL' iii<:bt Hfiat Kcnau gleich 
machwi kfttui, M WiiutKt iühii immet tiucii n'iiwri uuüvrtuilb tLUg^briLL^bton 
A0l4M:eniDgBma^D«l«a iImzu. Indvin umn bd iHl^iti JiifftruEiiciitcn die 
lbf^'*üi7«V<mA nicht »n K^>lc*^T^fÄ<!^■Tl, HiiTi4''rn nn QMUTziÜdrti nufliiingt, 
•ro#U mA» «Lim uuOi^roKlvaUK'k] grvttk' Eiui^rimUidLkea dw ItiairMtuvtiitja. 
In Her T»t umd dir ThfimflonfhilvftTmmftior liie r^mpflniiltrhsrori Tnnl,ni' 
mcRt^, die mAH bi«ber koiiMmii^rl hnl. Mftn kknn tiiLt iJifJim uiH:b 
äträmc ineMinn, dir bloU den hundprf.fjiiJiifrKiniiHioniitj^n Teil maot, Ampnro 

Vvftv tviiivii ind{ri[[j]i?itti^ waren aber mit dem Furtat^llre[ten dar 
Anw^rMun^ <1lt Rlvlclrizitat m den ?^tädlrri ollinaliJkk imbrauehbar 
geworden, oder wemgaleiu war ihtv huliu Koipiiiidjiobkuit aivki mckr 
auSEunufinm. Dio ABlaHk^nirLg nurnbob. duruli wHiThi* dii< Niidi-bi dcMn 
KinfliiU d><M KnlrtiHtfitrtumu» «ritxogeii aiod. bi-wirkl JM andrrenitill«. J&0 
dii> N'idi'bi k-'irii' Mn-hi^rff RuhelHffi* rnrlir Mhiii. Sdhin^iT di<r Krdmague- 
ciamtui wi/ki. it^lli jiich y'dv Xftd»"l In d*>n ma^<>tiiifhfn .Mfn*Uiin. I»t 
dei ErdEn(LgjJi;tiämj* ohnu KitifLuQ, ho ;üt c^ihv itülchc HuhHim«' nur nocih 
durch dir Tornan de« AiifhAnerfodenvi boitimmt, Uaraua feilet, daß 
die oben crwäJauJ*n üulfcrim auirunKen, a. li. bewc^^lc KuiL-nuiiiMeu. fvriiur 
ätrÖmr, die in iler Krde lUoUnn^ wHi^'r ^tr<tiiu\ die lu bunaobburtu» Drübu^n 
Siriculiemi. dnß dieftc alle die N'adol beeinfiuB^pn ilnß dit< N^tfdel »olcher 
(JAlinn(jiiuett.-t iitJt üiTom S|>ii?^ in Etjrtwdbreiidor iLmv^vliuuüi^cr Bv- 
wffping i«t, fto dsQ MMioiingen nur in AiMiiiliTnHmomf*nii*n mi^glirli «md. 
StflbBlvvntHiultivb fiibt i« iiumer no<ili 
Ott* g^ug, Kn deri^n iüaii dicw In- 
■ttumuut« bvimljwn k{>imU'. ubi r k?- 
nul(^ da, WH» a\c. Hi'-rihl bAitfiiHiüHibf.'b 
«nHWtftitldt wtird«n, »iitil hjo twut« fn«l 
tiiciil iQfhr brniu-libar, 

Vm nun ihcr dcwh dim« »i^hr b<^' 
quenwn hutrunt^'iiic hi^hntiT Kuipfmd- 
bchlc^it nnxiiwrnden, hnt rnan noch ein 
Milte). wek'b» dorui btvilcbt. lUulil nur 
diwt luugnMiFHiht-KeM der Krdtv ■•nndcrn 
auch ftnd««i4tCrvnde Felder, ^vie nie aua 
dfüprwäbüt^nl. rsi»i.'lieiiv<.'i'k"jmmt»H, in 
dvrn InAtnimriit. rnnfclii-bHl. \tU-u\ fu hih- 
cbec-DieAMitlrlWl^itdHrnHdaUtiiüjj 
dAdlnstrrjment Jndo^fnn^pcr'.inf^alCiAvii- 
lc^irpifrabhngt.EmEJvinxig^HolchiTniiHeii' 
hüUc genÜ^ nllnrdin^ nicht, nm dit^ 
■oDtre FcJd möglichaC abxuach wachen, 
mui vetwen<]eL vielniLttr 2 oder 3 ^ükhe 
KivnhiiNeii . die diircfi Luft voncin- 
«ndrr Bvtreunl und. Mun bf^xoit^hnQt 
dii^ww HiKMmittf-l ulaPu n^e r unij^dc« 
0Aiv8(iuvni>(i*n[ Ern solcbe« Kuueb 
punivrjffll vttnoii]rt«<r vonKiiWnH 



F^C I"' 




1 




i 



192 



1. TMl, 7. lUpltoL 



Fl*. »"' 



& DüIkm wird vofi Siemens Ä HaIiIc« her^at^llf. ojid (ÜMM i«t fit) hocii 
empfiridlK^liiiti um] ^tjifiin ilio ^^ii^pi^ludiohon ÄnQfTri>Ji SiörnrL[,fi^n UM voU- 
standig geecbiitxt» NadcE^alvATiomel^T. Eine Auffioht d^As^lhen gibt 
Flg. I7K. Iin Innern e<lin*i Kugel ai]8 8taliJj{uß bnfindH aJch dm crij^nUiche 
Gnlvjinnmrtpr. Dütwcll^f porh^lt,. wie d*»r DurchnchnitT in Fig. 177 tfifi, 
ein pnnE feines Mngnetsritem, da^ skh in dem Hohlmum iwiachtn iwti 
»n^u]il]L^ßc?udvii ?^puk*(i bL<tiiidrt, Die Spulen mnil Bc^lhHt m SUhlpiD- 
bijüen (dir< auch «bgenommm werden künnen) eing<^9oLlo«sen. und die«e 
stBlilg^pdnz^rten ^^puifMt bJdt<n dT?n iniiervn Punj^trr dvs Inslrunit-uts. Der 

8pir"g<"l 8 liÄutrt *e}\r Xwt und ist untpn diuvli 
Vme Olinung eiditW. Dm tunoren A4lagii^' 
run|;;smagncT«> worden durch dh- Griffe DD^ 
ffedt«ht, DftA g4n£? Oalvaaonict«r kann noch 
in eiii älohl^efäÜ gi.'^hrarht wi^ctliiii, veldh« 
dann nia dritter Panzer wirkt. Sowohl im 
Iimi^rj] ww nullrrhallt doä Kugel paiiek^r» sind 
gebrjgenc MapiPtHtibe AA, und B B| anae- 
bracliL, vrelcbe gölrelit wurden könnL^u und aur 
vallstandigen Aflt4i«iomng dea SystemH di^n<^n. 
Wae mait bei Kadelgalvauouiet^rn nur luf 
^k^ln« umstandtich« Wi>lsv erreichen kujici. du- 
Unabbänpgkeit von itußet^n Stömnarn » da« 
leiHten ibt" ^^ult:!n|;alvanumeter \\m et^lbHl. Bei 
diesen wird der ^p&i aiifg^äT^IlF« Magnfit, drr 
das Fpid ^^nwugt , in weU-bem d**r Siroiii sich 
bewegt, ^hr ^tnrk gewählt, an daß alli- \n- 
dcnitigci; de» Erdniuynetiamus. alle in d«t 
NiLlip bpfindhr.hi-n StTcime II, s, W- gut koinon 
nicrklirhi^n Kinflnß auf die Stärke de« be- 
nut^teu nia^rxetischon Feldes haben. Dadurch 
Ut also duttlniitrtimi^nf sofort vo11komm<-n unab- 
hängij^ von äußeren ^tÖrung^n. Dt^r bvweglLcht* 
Teil heötrbt also aiia f'uwr DiiAhtritlli-« wrlobo in 
d«m Daagiietisohdr) F«<ld anfgfthkikgt hl. uud 
welcher nun di^r eu messende (^tir^m «iitfofUhrt 
wird. Bei dem Deprex-OalvAnümeteT vnn Edel mann (Flg, 178) «iiht man 
£Wtit 2n^muiHngescliiHubti! starke MagniH« M, euii^n HufeiieniiiagiMUn 
dßrstflilpnd, Zwiflf^hftn dm Polen ripmelben Wfindet üjrh difi bnwrjtliehn 
Drahtrollen die diu-oh einen feinen Mrtalldraht ^in der Röhre h) oben auf- 
gühäm^ iHt Liiul div uTiton in eine niefullwehe Hplralletlor R aujiRpht, Dureh 
den U(*tal1dTHbt und die Spiralfeder wird der ätrom zu' und abgeleitet (bei 
b undc], B(^i K b'.dindet flicb der ^pE<-gel. Die Drahtrolle Es mt. wie inati 
in der Fip 171» »^iihf, ilir den hirüiiKnidimbitrpn Tf^il de» Tn^trumetit« 
Kuigin aufeNii<Ei le'-liJL'cki^^i'ri Rahmen g<- wunden, Sie besieht aus v.i IIb läudig 
uiirna^netiachoni Kupfi-Tdraht, und in ihrem Ifia(<rn hi>1tndet »wU ^rM^h ein 
l«»ti?r BiMenxyünder K, ujtd die EUftgnetischen KrHffllnien moglfclut auf du 
Ib)11i> xii kontVitlTinn^n. Die EnjpGndhehhelt di«6er Instnuntirtte ^rrrrivtht 
beinaW die d«r NndetgalTanomct^f. Der gan£» mil.tTert T#il vtl durrh 
ciirjcn Ulu*kit9teng4«chülxt. Aid die Uiito d^n M!i^net«ULUUi und die Kthen- 




I 




Elpiflva^ T fUiüfüB Ulf- 



198 



PiK LH 



-ihrät der Knpferdrnht« ht bri ili(<i»on Inttnimr^nti^n dif' ffiöÜtc Sorgfalt 

SulcJiu [)t|>rL*A-(>iilTiLno[ri<<t4v word<^n von v(-riN^hiivlriii?n KhbrJk«fi 

— ffüJirl. So ivigt Fijs* 1^".* wu ftuUiliwi. wt*lir pnhkl itr'Li.'h (.ittlv^muim-ter 

HurtmATili Je FErnan. In ili^m unU^r^n i:]AA|Ei<fHtJ<> "R'ht 

4«Q'IIaf«M«Din«giwtvii. Di« drvhbar« 8pal« ist an l«ui«iu MvULI' 

dmhtin dem AufnatKAnfjiiihltiiEliinH nnhwi^hii 

'^ *^ iwitchen den Polen dv HufeiAcnmA^mtvii. 

lii'flfiii BU'hl. /uiirk'lisi dttfi MB(pu*tnyT(J4>m M. 
djui b«i den vorbei «rwäbut«[i luHtnmM^ntcu 
hiirmiiTtffll lii'ßiTnd ftf^^»ltf»nlma kt, 
vfiTii\(»\ \i\M] umfaQr. \Ytf hi^w^i^lirV 
Sptilc mit iliniin KimüikiTN, iu- ciU-n 
n.n df*Tn Toraion'Vnpf niifgi'hiin^ ist. 
ÜitXcuoniiiff tr&Htfhl nuiidunii, daÜ 
nn dem HafinD(ri.y!itf<ni M rifi dcKi-- 
luinnter .,niagnc*ti«r herNeb^n- 
HtthluÜ" N AJigi*ltigt Wi-rdi^n kaiiu. 

Mu« W(4Lvb»<uj Kittviit Wtflvlivr [nitlvT« 

Ai einer Srlirauhi- gfttiÄ ivlpr äutt^ Tiöl 

ülwr du» Mü|^iii>Uyhlvi]i gv^tdiub^n 

wj^i'di'n IfATin. nniiurrh wird dn,» 

niimiuiti»o?u- FHd, m »'«"lobi-m »ich 

die ^pulfT bt^fijidi^t. ^LÜEidcrl. imlnm 

_ _ ^ nftmlic-h ein Teil der Kmfilinirn d« 

•■' """H I ■ Maf^iii-'U'N iadiwHsnNcbojLichluÜ bin» 

rinpf.'ht. Auf diiwi.' Wrinp kann man 
die EmpfiitdlJclik'^il diu liivtru' 
HH?nlP3 in (?<^wisH<'n (ircnfctn nnd-Tti, 
t>eL d<^m jfi'Z'^icbm'l.i'Ti [jiHLru[ii''n1; 
tiia anf Ml ['ms., wotlumh nmn räntr 
gewiinsfhtr' Kmpfindlichkfif. nnrh 
BelivIrciL niriHl^'Uen könnt, Fifi, |J^2 
Kri((t dif drchbure Spalc niili dem 
liacukem uiid der Aufhäjigorohrc. die m »cht ttequcmei WeUe im jaulen 
manimiin worden können. 
Bei dm SSpuleiigalvuncimf^tem b^Mvegt Sieh die slromfübrcnde Dr&ht- 
tUe m dem vritren Ik'birauiii KWiai-dieii den Mugni^Lpulvu uud dt-tii inneren 
litrnWrnv. Infolijed'*'««'^ k*t i^irv H?wep[Ung »uch *cbrni vrui Nel!i"t rlumb 
le IijduklL'jtiPHilcüuie gvdikiuj.if(. urua tua/t b«i d«tn NKdi^ljjjulvarjMmtflur 
[tm durch AribrtU|;nng ome« Kuplirdämi^fKr^ i^rri^ichen iimlj, Mttfv die«» 
liin|i(tinfE i*^ bivr hi>jt£ar fo utark, djiÜ 9le nn(«r Umstanden ein«n gtoJJen 
EAoht«il dpA InhtrLirni'inKiri hi-rvorbriugt, Jo alärkor dos Feld :at. um 
■0 grödtr int die DAmpfimtf, die dnnn bewirkt, dftß die hewegUche Spul« 

ita, KlaMfltltU- U. AbTliCö 13 





U 



in 



I. Teil, 7. K*pi»#l 




KiK i«o 



Va ».Gr. 



ganz lAni^AAiii, ofl «rHt niKh viele» Mmuleii . iu ibro Ruheluge koumttH 
Wi-nri MiJtn abtci liici Kniftfiruilirlikril. ricö Iiifttniment« scKr groß muchen 
will, imifm Hmn <1a« FcIJ inu^br.iist *l*i"k luachf^ bo hat moa zuffli^icb 
viut hck^Ufit unboDueme lAngHftnii> EiiiAi,i<llung, Muii knnn uurh du Kmp- 
ündljoUkait statt durch Vi^rer.ärlfunjr des FpUIho, vi rlun-Iir dadurch ^hahcn, 
dmß man ^eii Aiifhängoibaht «ehr fuju inrK^Jir.. Du ulHrc J(-r AulhiLiigv- 
dittlit dfii tflfüiii xtiftilirrn miiün ao wird dndiirffci di*r irnirn' Wi-l^MUnd 
dwt InHTtuMitntt^a groß. Gewöhnlich gibt m*n jlu dvv l>rw*.^livli^n S|iuIb 
aodi viin»n gmUt^n VVjrsi'hjillwidLTHtmid, der im IriHtnjmcnt f™t nnKi^hrAcbt 
iflt. Dadurch wirtl di«- riJimpfimg verringort, aber luglekh »ucb di*? Emp- 
1iTidh(?likt^il , HO (UQ au4 diwtm Grunde die KiidrT|9;u]viinoinei,er immer 

noch ^irößere ÄnwenJ- 
luirked l>etiit;ttiu ala dm 
Spii Irnga I vntiom t' tcr. 

Bociutil [uaii Lwi itUeu 
di<'-5<?nGalviinnm<-lornnur 
kklu** Abl^ukun^i-ri d« 
t^wiißlifrhKifiTvilKidii: m*ri 
duri^h Pirrnrohr und Skila 
boobuidilut« HO kunn rnaQ 
dftdiirflh ÄtromfiiJirkpn 
reiosMu. KunÄplut in will' 
kürlii-Oic^ri MiiÜ. niimlicih 
durth die AiUfthJ der 
8kali*ntei]o. diedurrh <Uv 
Drehung de» S|negel* itn 
Fernrohr durukij^ wandert 
ijnd Altirr man k«Tm «L« 
^IrwuittUrke aut^h soluct 
III AuijM.irr Jirit-idu»!), wi-^nii 
iiLAri d<<n «obenan ncvn 
EiiTdubli4>n*fAkißr 
d<^n Inntrumento* ktnnt. 
Mnn bestimmt doii lic< 
duktionsfaktor ein« (Ja!- 
vaiiomelcm tUdiiToht d^U mun eiuon Ötrom. dentieu E^tärke iu Ampere 
inMn kt^iiTit totwu durch ein Volttimcter}, durali duH GalvoQDifielür tuihiekt 
urvd d"ri Auswhlag beobnchtet- 

WiM man islurk«.' Strömt« mit 8pi^L-|gulvariumL'tern mi^saeu, hu daA 
rihüM ilieÄ^hm natllrUrh nkhx Jir^^kt durch die <j»lva.in>mri^r gi>hp.[| lawiT), 
wtfil dls- Dmhii' dmvt Oalvauumyt^r t<bwi nur liir avhr ächwadii* Slix^m<i 
hestimmt Jind nnd dnrrh Rtark'' Wtri^me verhrcnni^n würden. Man hilft 
»r-h dann dadurch, dafi riiun iu iJaii Uftlvanomi^ter nur vinen ganr kleinen 
b(^kannIen Hrudited dfn ^auKen Stromoti «ihiekt. Dins gesehiphl (tndi)r«b> 
daÜ n.iiiiL da--« '»nlv^noinercr in eine /wpigteitun^i hrinfit^ wir 
¥ig. 1^ es £c[^. Min sagt daniL da* Gftlv«nüm^-'t^?^ lii;|;t im Neben- 
schluß. Von E aas prht <lrr Htmm. dfrwiim Stnrki? miui rinMun vjl. 
An den Punkten a und b bt-ut diu ÜDlvauLDineter nn NebenflcUluü au, du 
mm di<< Sliirke in seinem Zwnge a ( ! h din^kt an^iht. Kr^nut man nun nuch 




M(B»uii|| momv^itwi« IflfÜiDfs 



L9G 



iW WldenitAnd dr« Clalvunomfil^n und ilirit Wid^mtftnii von a b, (^ kt 
dir ^troRUtArke in a 1i nof h EinMTrn ?-iti*n auf 8 ßO »m #o vicj ^Ürr &!» 
din in G. kU der Wiücrit<ui<J vun a b klnim^r tut aU diir von C>- Dll! Strom- 
■tirkfl im ilAUTitstrom int dann du- KTimmr dT Httomaf.ürkpfi in Q nud 
in A b. Crpwöhnlicb ifibt 



Fli-I*l, 



l'kf 110. 



V 



M 



f^ 



«.fe-^ 



Sipulfn d*r OftlvÄrnmi^tfr 
vintfM WidprataTid^dureicIi 
in TVkArWnuiulrllrkT', alnn 
vun I Ohm, lOOhn^, 1IN> 
odrr JOOOOhm, Tind «^bon- 
NO nintunc nun uU Wid^r- 
«tsnd m b , EU dL^rci man 
dAH f ■ Eilvnrtonti^trr prLrAllrl 
EKtialtct. viiwti pinfnrh'-n 

».\m> l Ohm ihIt 0.1 od«r 
Ü,U] Ohrn u. », w. 

Mao kann ab^r jfd(4 
fSalvani>a^i:Uir nnti EU 

*inoin andrr™ «hr wi<*h' 

tiifcn Zw«:k brniiUfii. bei 

einem daut-nidcu dtroni, 

d^r durch d^n Dnht dw 

ti«] vnnüiuotoni Div Ü U ^uht 

tn ^'-m MoniTit «•ine 

^>nLlE[iiiut*i Eli^klruEilÄlH' 

miTiK'^ diirrb dfn Draht 

Die 8r.roinktiiTkii int ja 

0nfh il«T pro Srkiin<]i- 

durch jeden Ciiirrwhnitr 

dauernd fLitÜL-ndcf Strom 

IumUI odrf drr Spiih' irn < Irt^vanomctiT hcrvi^r. Wenn mnn n\'Pr nur 

eine b^timml« Elektruit^hlMneii^f?, z. B, liiejoniife. d»> »di auf der cktcn 

Bi^1e|7iiri^eiTi4?rg(L|iuli.^riLm Ijeydt^norFlAäche 
bellndrl. durch dt^n DroJil dw O&Ivbjw 
tm'tcTB flii-'Qitii \uHx, Bo erhiÜt uiuii uiohl 
eirn'n daufinuli^n Ätroni , »ondpri; *'iTien 
tnoinentaiipii Slroui, DiurU «■lu^u 
ÄO^ch<*n heknmmt die Nadol Hpa HulvanA- 
[iii'tiifb fi<-wiA^rina&in cinon ätoß, »o daß 
flie A1IH ihrer EuhHnpe bipH hermiJibrwrRt- 
Aber dji di't Stoß sofort aufhört. 50 bleibt 
liio Nudcd TLK'ht ub^L-lL^idtL, ttuüderri kvhrl 

Boeh ^igen tkhwini^untp^n wieder in ihre Ruh*?lA^ Jiiiriit^k. 

Der momentuiv Ei^tr^^m bewirkt, daß die Nadel vun ihrf<r Huhefoge 

ftiiicinien AuHHchlng nim^ht. d^-^rahrr nirhl. iinhätL Jf ^ri>ßer ijji> KU^ktrixi- 

titUMage Ml. di« inornenl«u iUxr*:U df^n Dmlir iWf^i, imi iia fl^oQer ifll 

dÜMV «»M AiiKAi-hfft|r, Miuk «ii^ht, ilaß wiAfin roAn don fri^Lirn Xuwwblog. 



fließenci^n 



Rlf-klrisirktHninii^. und &in solch 
(litucp/idfi Ahk'fikuji^ dpr Mn^n^t- 



rifl. itt. 



€F' 




I9e 



L ToU. ;, KapiuL 



den die Nndel da.\>üi macht, boftbachtet, daQ man dunwia ein MaS Für dit 
jriitiBo Elelci-riiEiliiteinefkge hat- die durfU den DruUl gtflunBeü ifil. 

Ein GAlvanoniL^tcr. ilos Vüi diesen ZwtK<k gebraucht wird, bt*Eeiokiirt 
mun aU ballititI«chi?B Oalvanoaieti^r. Jedea Uvwijbiilrtho 
UaivanoirniliiT ni^Ti(*t nJch duBii, Haruili aiit^r Hht i^rnu* AuhhcMhi; b**i w* 

IvarioMiHtvrä titnc nifi^liuhtit kJi^.iiiu »ein, Bi^i NrulirliEiilvuni 
nimmt man daher gewfihnlich den Kupf^rdSrnpfcr horous, wrem mi 
ballistüicii vcrwurteii will. Die ^pulengalvunomotor. bei denoii dvs DiJnp- 
fiinfl sfhr groß iatn eignen iiioh dflhpt für utilrhe Zwcelte virl wenif^ aIa 
djL' NcLLlDl^lvaUümt^ti^r. ui^d du ibt i^jii wi^ittrer üruud dafür, dotl die 
Nad<*Ij7nlv&noiTi^'ter nirlit von den ^ulengalvanornctern verdriiiigl wirrdvn 

Um ih'- Bifkl.riaitütflmonge, rli»' Jor^ih lien i'r«tJ.'n AiHHtibla« )^rni>0Pn 
wird, 1)1 niiilonih äii^KudrurJcen^ mnß inan wri>ili>r t\i-i\ RivlMlET.ionifAlft'r-r 
lui' di^^He erel*^ Atiaäctilä^t! bifaliniint^iL, dr II. nmii muß b-ihlirnirivil. Wie 
(froQ fiflr ursfc AuasühUfj ist, den eine bekannte Anzahl C'onlnmh h« 
bi'iriftt, Wi« lUs zu machen ial, wird ausd^m folgenden ^^ieich he:rvor| 

Mit einem an ^PKirhtnn boUistiöchpn iJalviinomrler int *y* 
mö^jüchn die Zahl der Coulomb zu bcstimnien, wricht bei einem «hr bi« 
dauerndiin ^iroEij dureh den GnivaTioinett^rdirihi liiuduruhgegujuM^tL dind- 
Diesü Methode hat eine grofip Anwendbarkeit für viele Zwert«^. Zu' 
liüulut über inteit^periert vn uns hit^r. daU «^ üul diew Weise uiOgliuh Ut, 
di« RapaKitELt t'inca Kr>hdinL»iLt<^i-R zu nieAspn 

Haben wir nariilich vmeu KojidentHlor und verbinden wir Aw vine 
Belegung mit dem po-iiT.ivpn Pol ein*-p Hatt<'pieH di^ amiero mit dt-r Krd*, 
lu «einher wir aaeh derj aiidvieit QnML:riv|ro| ablelti-tt, ao nxiiQ von d«r 
BattfiriR HO viel Rh'kr.ruiriit auf die Platte üboratcrtmen, bis dir .SjmnnTinu 
dc-r geladtncn ßdeffung ßleioh der Spannung dö nut ihr verbundenen 
Bnttt'riepoU ist mid diu Müngc tht auf dioser Plüttu liugundcn KU*ktrtBi 
tat iit däna {ti. 14) 

Ehiktrijutalmnen^e = Kafm^iLtät - äpannungn 
Di^ Spannung konnf man aber; dir-fl!' ist jjlcinh der elektromotorinch'iTi 
Kraft der &hßvwendeieii Batterie. I>ic> Eleklrizttätsmenge kann n^aji »hei 
oben tiallijitiiwb in Coulomb nicaänn, und a*i kann man daraua dm KapjuitAt 
b»r*ehnfn, Vm die KlefciTijntfttsrnprigp Ku m^Mcn, dir auf dem Kondf nfc*[or 
enthnhrn ifitn verbindet luan nueh der Ladung die geladene Pltttlc de« Ki>n- 
dcriAaloTB mit dem einen Pol deshidbutifu^heu 1inlvanometeTB.dei-«*nBndef*f 
Pol vbL-nfDilE £iir Erde iibutdeitet lat- Der ersle AtiH»^h1ii;j dmselbeii ^bi 
die Zidil tJ er Coulomb nn, die von d*r inwiliven Platte rur Erde liberKeATiviuC 
Bind, Die Sp&unun^ der BatTerre wird diireh eiu VoUmeter gemeMfn, 
und 80 ßndet nmti »n» di(i»i>n ^H'idL'u BoohHcMungen 

„ V ■ fl j An*ahl der Coulomb 

KapMitAr m Fwad = --j rr= : — „ , --, 

^ opannungflilinerimii m voEt 

Auf die«eWpiee hftt man ii^ dorn ÜHlviinometeraijrh i>mi Mitti*), uniRapui- 
tät«n EU me«««n, 

Wimn man unigukdlirt Ainon ICoiidi?niMitor von Rohoii l>elraiuM« 
Kapajntrit hat {t. B. j Mikrofarad, oben S,. 10) und dienen z. B- in «Udl^* 



mit dem ballietiflchen Galvanomet«r. 197 

sehen Zentralen mit der Lichtleitung von 1 10 Volt ladet, bo liegt auf ihm 
die bekamite Elektridtätamenge 110 Mikiocoulomb- Läßt man diese 
b^k&tmt« Elektrisitätsmeoge durch das Galvanometer zur Erd« gehan, 
so erhalt man einen bestimmten Äusachlag und hat damit das ballistische 
Galvanometer geeicht, seinen Beduktionsfaktor bestimmt , da man da- 
durch weiB, wie groß der erste Ausschlag für 1 Mikrocoulomb oder 
1 Coulomb ist. 

Auf diese Weise kann n^u nun auch, wie man leicht einsieht, die 
Dielektrizitätskonstante einer Substanz (S. 27) messen. 
Wenn man zwischen zwei Kondensatorplatten einmal Luft als Zwischen- 
TOedium hat, das andere Mal die zu untersuchende Substanz, z^ B, Glas, 
so iflt die Kapazität des Kondensators beidemal verschieden. Und wenn 
man diesen Kondensator beidemal von derselben Batterie aus ladet, 
und durch dasselbe Galvanometer entladet, so verbalten sich die ersten 
Ausschläge das Galvanometers in beiden Fällen wie die beiden Kapaxi' 
täten des Kondensators, Das Verhältnis der Kapazitäten nannten wir 
aber die DielektrizitätakonHlante der angewendeten Substanz- So vielmal 

Srößer ais der Ausschlag des Galvanometers im aweiten Fall gegenüber 
em im ersten ist, so groQ ist die Dielektrizitätskonstante des Zwischen- 
medinms (Glas) bezogen auf Luft als Einheit. 



nie Kraft ^virkungen elektrJHrher Htrllnie aurclnaiider 
(Elektrodjnainik). 

Die clektromB.gnetisclien Er^i^heiiiimgeiL, dir wir in dem vorbcT' 
gchundL<j] Rapil.pl ljelmndi*lt habi;i], lieUtMi hr^L tiilt^ lii kutzt^r ^Vuu» &o 
BUNftmnK'TifaMfin , Hau j^fllvaniwh'' Strr^inf . Str'^rnlf reift'- , m-h g^iMM 
■«beiiso verhiehen wiv Mapn-^k', Em 8[»lenokl (^iiie wm einem Strom 
dupchflfisäL'iic Drfthtapirnloj, wem es hoKo;?hch aiifißr.hjin^. vrar. slf'Ilt«* 
aicli in d^u luagNfTtiat'hcTL M^ridiAii wie eio MAgnct, es wiird^ von emvm 
Ma^nutvii aiig^rzogea und iibgcsloQi!!! wie oin Magnet« e» hatte »einen 
Nord- flnd Südpot wio ein Mnpict^ rfl Übt.p fli:f einen Magnrf^-' \ 
sieliUiiga- und Abatoßiiiigskridt*? uus wie ein Mu"JH?t, vs loncht« v\ . . - 
Eiflpfi magnirtiBch wie T?in Mn^ner. Der (Ipdinli*' iH'gt nahe, dali tinn 
£wti ät.ruUJduivliflosst.<nf« Solenuide. zwi^i titrorukreiae uufeuiaudc^r ebc*UEHi 
mit ariBiehenden und abnU>üend''n Kräflßn wirken werden wi« «wei 
MiLgnett*- Man Tiätte dann Kwischeo ew^i Strömen allnn, guix oho« 
MH^Tntjti?, aniiehende und jib&roÜt!n<l-? KrüItB, DJüiwr Gedttok« *&igl* 
airh hc-atÄti);;*.. Es war Ampere, weilfher diese Einwirkung von ^ti)- 
vantecheo ÖLiönieii atdeinander unterauehte* und welcbtr duifh XL^Uaif- 
iiiniiij(f* Kxpcnmentii und Uberfepingen riipse Wirkungen cU'ktriflehpf 
Strome anfeinaniJer volUtÄndig tiulklärte, Mnn nennt die ^«amte Lehre 
von d«n meehjtni.^ehen Kriihc^n. du? galvnnine.ln* .Ströme oudiinftn^ler 
Ausüben, E I e k t r o d y n a m i k. 

Vm dtc rEieohaniHuhen ^VJrl:üngi3JL vcin f-ikEvuiiJifoIion Slrüaieii auf' 
einander studieren ku könnou, miiÜte Ampere dit^ Strome. weniffstonH 
teilweiiw, beweglich ma<.<bt«n. Es wird altio bei divaeii UiiterHucbiiiigvu 
am JM'Hlen wieiier dtt« Ani|»fr*iH[^lie (;nati>|l »nj^iewendet. dBJ^ wb^n tm 
vorim-n Kupitet beHcJirieben «urdi-. Dem Ijywe^lleheii Sirnntkreia niufl 
mjin djirtTi lomm Wten näberrL. tini. diu ^Viizielititigeii oder Al>fi1uliuuireu 
twstimmen zu können. Wenn nmn in Fig, 184 dureh das Ampereache 
Ucatell (Liiikfi i:t d«T Fi^hir) einen Strc»m m der dureh die Pfeile angcguticnen 
RTehtiinff hindiireiiaendet und dieäpm bnwet^lichrn Stromkreis drn feafcn 
8tromkrc]s g( irethta) nähert, so tritt folgendes em: 

ii'heQt der potiiüve Strom in g 1 von Ufiten nach oben, uIho LTt gbiühcc 
Biobtung wie in c b. «n wird cb von gf flri.^<:"ÄOgen, Fließt der 8trom 
)u f ^ VL>n ölten nai^h uuten, alao in *>ul^^t<ngt'i4etKler Kioblimg wie iu c b, 
ftn wirc! eb ab^afaßen. f-afiv iihenan verhält Aieh ili^ fie'tu* j\ d d^a hi*.- 
wi'^tifhen i^^ttomkieintiyH FMeßt dor ^trom iit f \i in ulmebi'i nivbtiiii^ wie 
in äi\. ßo wird n d angezfijfjen, c b rihgeatnüen ; flieüt d^r .Strom in f ^ in onf 
ge^enge-i^etztei Rlehtung wie in a J, so wird a d abg^nt^Qenp c b an^i-Koj^n, 
Es ergibt sieb duraud det HaXx: Zwei parallele gluicbge- 
richtete Ströme «iehen einander an> tv/oi pftr^Llele 
in ent^e^eiigcsetutei lliehtuug nicSend« ättöm« 
stoüen einander nb. 




hMMIßAfi StKttDkm^ 



169 



Da ciu IvwegUaW Ilnbtkrvia. irie d«ir in Fig. ISi gOMloblMtei «ehon 
St«lluiig rin- 



Ktr IH^ 



^ c 



alnint, wi« wir 

■ich »cnknKiht 
Kam niBpicti' 
•eben UeridiAn 
st«Ue, M) iritt 
Mmr Anti^h- 
ung und A lj- 
Mctäaiic jEWpii>r 
pu»11»W 8ln^- 

Um djüiL-j mjIi 
di^rKin Wirkung 
de« firdm^y- 

nuLiatiiufi, wt'UiliL* Iwi c1hw?ü ünTurauchiJUifön nur «türcnd wirknu kaxm. 

fr«i EU Hf^in, liAf Amppr«.- rm«n BOgcniLniitra o. s t a 1 1 n ^ h ? n f^trom- 
krvi« kuiUHlruierl. wpIuIkv in iTig. H5 ubgubildvl mt^ In diuBrin äivDl 
tÜÜnlifh in dp.n b*»ifl«» Äuß^rfin DrÄKf^ri dflr Strom o*ch ein^r im<l ilnr- 
BellMrii Rit^htuii^, rbviuKi in d«u Unduri inittloren Driilil«[iH Di<nVi*» «rir 

durcli di» Kbi IM iIh» DrjiUt-w hiniiiirihi^.'Ht'^'lct ml., «tu i«l dtit uach voin 

mm Bra-fhain'i hin ßonoht^To Pol di<?s<?« Mfturn^t.fn 

fÄr drn Rtromkrfi* h c ri a ein Nordpol, für den Slroni- 

krvi» c d (^ E cm Südpol. Uin bmdün Hälften zutumniun 

Ti^hAlt^n »ich aIsc wip nn n^TntiFirhpd HngnpfpnAr. 

Ultd d^bi^ b<^bt sich uur^h dit Wirkung de^ EETtiTini^' ff 

netirimuft uuf dtMi giLnsri^n Sirnmt^nn^ auf, und dto^fr 

bfoibt in j«d«r LHgfi in Riifif? , oivWi »ii.'lj Jijr'lit si?iik' 

rcfiht eil dr-ni mAj^rifiliJiiriWri M<Ti<lmn NiibtTt (nau 

nun dir-jvm MAlAtiwht^ trf<iCi<r j*?t£l. i^mon f«alon 

Slpunikrtiiit, »o kjftiiii umri itmitUrh aiiWi, daU immHek 

([lrirh|»cTiohLrt<' Wirüxnc ftich nn^ii'hnn, entacigr-n^^^fletssT 

vericbt«te Sironio sich bbMoilcri, AU fpstn^n Ström- 

fcrtwi nimmt umn zirpcIcmiGig nicht bloß i^inpn pinWhcn tlmht, wir in 

Fi^.^ 1dl. sondern pinen gnnxen Rjthmen mit vielen m^borx'lnfindcr und 

VirriE|U4idi>r lit^^rndoEi Drütitpn . in düricn allici dvt Htrum in rlcrntdtirii 

Ri<rh(^n^ fli^'Ür Einr HfJrh»' An^rrErning T^r'ijsx Fig. Iftä. Aui dem Staliv (J 

atvbt b«wci|;lif;h dtir aMUiiJieb<< Slromkretö. M N ibl der mii Ürubl um- 

«uridpneRahmf*n, Stromi> vnn ^ bis 4 Amiwri* .*\!Ärkp wi^rdi-n rlurcb Ji« 

Kl^fnnmchrA Milien in die Dräbit jfiAlf^ift't Lmd kriitTit^n durf^h di<* Koduhu- 

totoron R und S koinmutiärl< wi^nlon. In iNrr Viu^n fliud diu Ströme in 

n Ck und M N aleich tfi^richt«!. Dir^nc xi^Ji^-n iloh also an und »idleu »ich 

einander panlk^L 



Vit >" 







r i>in t « i I e D, 

ßtröm« k^ii[icn 
«ntwvckrr in 

pincr und iW- 
t^Ahfü Kbeno 
10^1'it. wie dii* 
beiden 8iröm* 
xn Kill- 187, 

in \vtv:\iivtl^ 
at^H EU'iii*n 
li«g«[^. wjk> in 
V\^. IHM. Für 

eis lind da*' 

Mtbl> (iQwtl. 

Zwei pckcvuxli! 

StTi>mo habr-n 

rmm^r «inen 

Krt^uKiingtt- 

wi-'ijer i'intNJ 

«irklir^hetj, wi^ 
JnFig, JHTd«! 
Pi:nkr f. ndrr 
viiititiL K^dAclk- 



dofi 



Fall flo 




Klit. ■*». 



trn, wi*" in Fig. IRft den Punkt r. Da« (?CMiE, 
gebvuxtcn titrüine ^duuderi htiU lautet nun: 

Zwpj ge. kreiiftle Ströme aucrhen sioh in jfdnm 
zu steMen. daü Hieparallal werden und 
<l (< r S 1, r o rn in i h n ii ii 
n«ch demvlbeu Ricb- 

Man kann dinne Wirkung 

awi*t**r geki-Hustfir Ström© »ehr 
pjt fln dem in ¥\g. H9 gß- 
jirichupton Appnrat nehon. In demin?lbcn Ut ein fesler 
KaliPien A H mit rini^r Heihe von DruhtwindiinRon 
veveheD, in welelie ein li^trom dufili die Klemmschrau- 
ben i und g tiiiifiv'übrt wird, liij^Lt^rbulb des Imteu 
Rahmentt Ivfind^^t Mt:)\ pin bewt^jjlicher ti*irliter Ruh- 
miUL L' I). di>r uuL'h mit viiivt Lh^.< vuei Druhlu^uduiiju^u vviwIhhj ist. 
Aurh in diiw.- Drft}!»«^ k&nn durt-h cino, in der Vigiir nicht lE^Mlr-htieti- 
Vürrichlung nnUnU QueckBilbomäpfcben ein Siiotn ^'fiihrt wflrdeu- In 
dor Fi^ur Hind dm l>nidi>!n DrAhtknuae }fi>kreuKt ^Sfiiehncc. Sie «tnben 
t\Ko dftnAch, iinh pornllel und gUichgeriehtei eu »teilen, und in dpr Tm 
fän^ft di^T inTLrri- Ralimon sich unter der Einwirkung dot Ström« an 




SkkinnJynuaiHb« ICoiaUon«. 



&01 



'Sl'mUVt bis die nruhfwiTulimfcvri tiinnuiW juimiliO «lohten und diu 
AtrAmr in ihota gkichgnrirht«t. Airiil. 

Oivüf boidiiD qualftAtlvcii (iiwutxir dir WirkunjE fiavAlliALiir und ^- 
krentt« ÄtrAjno Inwu airh in dem einen SaiE ÄinnmmpnfjiMcn, linß stwai 
Strome nich. welche Stellung »ie auch ÄUpin*ndoi habenn imm&r jiftfflllol 
utui f^lvivhgiericUtPt zu sif^lli-n juchiui, Dcjikt mnn nk-h diireh jede Sr.rcim- 
eb«Q« ihr» magnetiflch^n KtaftUnieD ff^mgcn. » heilet diea «ueh, dftß die 

£'IC ist 



n 



KrdtlLaiirii «roicp Stromkmwr sir-h parmJM und nacli d«f«eib*fi Riohtuiiij 
«»inmutellr-Ti uurhcn. 

AuJ ilienem Sota »bei ergibt «ich »ofoTt, daQn wenn der beWtglieho 
Strnmkrei» drrhhpr anpebrarht ml, cim? Anordnung au trr'ffpn spin muS, 
welche bowiikt, daß er unter dem KinHuU <1pji feilen t^liomkrcise* in fort- 
bufffndn und wmi^-TRL^htmcJr Kciuhün küiniut, Diia wini ilutm der KnIl 
•ein, venu dir Kraftlinien de« bcweglichi-n f^tTomkrciaea jn j^er äteUung 
vnkreviil £u dL-nt^i de« Ifvili-n 
>%troinknrir<<<» itind Diirin p<urlii>n 
«iob dies« iuinier jitrAllf^l lu 
et«IJ«!i, küiiiifm ftlH^r ilii^ juindlrliT 
T^IE^ niehl erreichen Die An- 
■vrii^imn^ inuü akci ^tuiz t-nt- 
■fncliend den oben S, 180 iind 
161 Bttgeführten veinn bf^i we!- 
<!hm Mn Strttmicreu imd rin 
Ma^et atifeuumder wirken. Em 
Huli^hL^t V J V k l r d y 11 u ni I - 
«cber B" iH t i on Http |irt" Vof 
rat ul in FJg, ilN> ,k^i<£?ichnv-l, ,, 
Von dpir Klnmnir h führt ein 
Dr&ht in uinir MftalliiAniA, witlt-lif 

ohnn in einrm Qnpclri'ilbpmipfrhfn vermittele i-innr S|*itse <?**(» nr*lil 
nop lni|£t. Der Slinni gebt in der Sänl-' n l< li nl < i, und «innu durdi 
ditf bcidi^n Urühtc n und p navh untt!n. Uhbi' i^Lnohen in einn mit 
Qiaoekwlber ;cpfüllt*^ Binnf! u. weiche mit der Klemme o durch einen Draht 
verbuJideiL iat. L-in die Rinne heruu; hegl. ein kreidormEger Kupfu- 
aUvÜCbiI odi-^r uiieh fiii Bpirulfcirtnif^ zuaAmnxcn^tegt« Kupfrrbnnd, dcWn 
Soden luit dvn Kivmtava e und f verbunden »ind. Leitet man nun 





202 !■ 1^1- H- Kfcpit*l 

einen ätrom durch don Kupli^mtrc-ifon. w wird der Bügel pon lieh lu 
dirhrn iinfanRon, iitiH Kwar hr-i dm in tlnr Fi^ir fft^BpiohnHpn l^lmm- 
tH'lituugeu eiitgr'gtng<?seEil d*r Riflituiig, in wi^k-hfr der pcwitjvt Strom 
durch den KupferBtreifen Hießt. Bei diwer Aimrdmmg (und Wi jwlef 
fli>dpren ähtdit^l^en) mtiert, wii* man Bii-ht, wi-)\t. der gnn!«' geMc'hloflft^nf» 
Irfilrr, eondern mir mn Teil deaaellwn, der eJjeii durch Qutvb'iltwr irol* 
«inep Bewegung immer leitend mit dem flndi>n'n Tdl vf.rbundfn hl'-iht. 
Einen gauzi^n ^väcblosbt^ii^'jL Stri>rjikr>^ia kttnci runn iiie dmoh eiuvti fiUc^n\, 
ebenanwftnig ^ft durch einpn Magneten, in RtitAtinn versfttJien. 

WdH imn die üröße der Kräfte betrifft, die xwci gefchloawnc Strom- 
kreiae auluiiuinder auBiil^'n, wo hungl. du-aa cimTcHtH davon Ab, wclohc 
Lage und Enrf?rnijng die beiden Stromkreise gegeneinander hrtbrn, 
und EUider«rBei(t9 Jiängt Hie üb von der Stärke der }Sit>Juie. die dun-h 
die bpidon Leilpralüöfre ili''ünij. -If Ktnrker je*ier dor heidi^n ?ilr<'>rn** ini, 
desto großer ist auch die KraJl, mit welcher die f>lroin kreise auffinftrider 
wJrkun. Die (olekLrLKlyiianiiHcbi'} Kraft Rwr.4i^1irn ^wiii >^L'i4(^Mosäfinvn Strom - 
kreisi-n hÄngl. immer ab von dem Produkt der Ötromstarkefi 
in ihnen, «ie iät unt.i;r aoust ^IcluIi^u ümätändun um üo grüHer^ je ^oüer 
dicäc* Prrdukt. ist. 

Durch eine groüe Heihe eehr »orgfältigpr und a«h»rf«nnigBr 
Expt^rinipntp hat Wilhrlm Weböf die Hektnidyniimlsehe Kmfi 
genau £a,hlenmälhg untersucht- Ea diente ihm ko dieser Untersuchung 
eine k-aU- und tniie besvi*(jUehu Drahtrolle. wek*he er in verH'luedeni? Lii^eLi 
ffegeneinand<?r und in verschiedene Entfr^mungen voneinander bringm 
küiintti und durek wclolw er Ei^tröniu verbclmidenur Ei^tarke senden kutuilr. 
Km BPigtr' *trh dab^i, daß die Kraft, mit welcher die bewegliche DrahtTiiUe 
vmt d^r f><p4len augegriJ^en wordt], unter soust gleichen llrnntähden (gleidii^f 
LajEc und gldchcr Form) ilirekt abhängt nnd mir abhängt von cirim Prrr- 
d n V i diT StromatÄrkeu. cbe in dnu beiden Rolteri herrar^hen. WAb«r 
komitmiurte duhiir umgekehrt ^ini>n Apparat, da« Klektrodynaincc 
m e t e r , best(>hend ans einem festen nnd einem beweglichen St*CirakT*iio, 
in welehoni man direkt dnreb die Ablenkung de» beweglichen ^^tromkreiwi 
auf die (Jrnße des Prorluktp'j der Ätroniat Wirken achliefion konnten welche 
in beiden Stromkreise El hefmebeT;, fjine eiiifnche Anordnung djeflt>t» Appa- 
rtttcfl war flt'hon in Fig. l^U gcKetohnefc. Sendet man aJen c l o e n und 
denselben Strom durch beide Drahtrollen hint^^reiii Ander, «o 
tat die Kraft, ruit welcher die bewegliche Rolle godreht wird. proportioiuJ 
dem Qiindrnt der H J, r rt in " I. ^ t b** Wirkt dii^si?r Krftfl. i>ine 
andüfv. i. ri- die Ti^iMiuuhkraft eineä Aidb.ini^i^^lrAbl.ea, i<iLr|_n<|;uii, ao komntt 
diB bewegliche Holle in einer besrimmtH?rL Lage ins liieieh;^»- wicht, m wt^lphrr 
de um einen bntimmlen Winkel von ihrer Anfaixgsbige abgelenkt Ut. 
Ell gibt diiher der Wmknl, nm welchen sinh die innere Holle V- D droht, 
ein MaL3 für dan Quadrat der Stärke des J^tromesn welcher beide Itollen 
durolilbeiJt. Wird der Strom lu beiden Rollen ku- 
gleicit kcimmntirrt» ao ändert sich daher weder 
die Hiohtung novh die UröÜe der Ablenkung. 

Ein H0[(ihe>H Klektrodynarnometer l&Üt vtnh atao al» Appa^ai Kur 
MesmiDg der^troniBtärke benutzen. Die Qroße der £raft hingt jft dinkt 
ftb vno dein Quadrat der St^trl1l«tji^ke. Und di« Kraft wira ja Ininht 



I 



Klakinidy iLLLuiuUMi U^- 



Eftan 



dl« StÄrke von 
n« 1*1 



[^nch den Winlci^l f^mnM^n, um wdohcn sich dir bowpglic^hrt RoWf 
,imt^ iluTiu EiiiiluU cUthl. Mit cin<?ui J!]]<?ktr[HIvl^LIlLolu<^tL^r lukim uuLti 
\aUci nun uuL'b . u-a4 uiark luit VoJUimi-ti^r» und UuEvunonKrUTti ukbt 

Strüuiifn mettun , dt<rr^ri Rirlilung r&»ch hmt^r- 
irLiLtiiidt<r wH^WIt. vuLi W i: I.- L B I- 1 fl t r Om^Ili 
Tn<> AfUrh^ vo» d-^n Imltikrionriu^'T^LrAfHeo und 
dvn Wi<rWljitLi~>Mji»ikJi";luiii'ii jj;i<lwii*il w<fd*b. Ill 
dor l'ai hli-iht jn (iif Ahli-nkun)£ df^r hmro^inhan 
KoUe dkiclbc, wenn der Strom in cntffcjp^n- 
gmolxtpr KichLunic durch diu KlokiRwIyjiadio- 
m*t*r gi'tritpt wird, fullfl et cbtü in bi.'id*>n 
Kulk-n Kii^lvivh kutiiiiiuLivrC. wlixL 

^4.^1 ullrn t] I V k I r n d y ri u m m o l ^ r 11 
vfrAchivd^iiirr Purm Mbkdtft «ich emtf li^w^glit^he 
Kcdio itini^rhitlh iijin-r U'M*}\-\ Rtillr, Dio F"nn di^r 
Rollfin kftnn vfrichipil^-n ■i>jn. Wir bMchml'u^n 
hior innuti^uL nur diu K I (r k t r o d y n a in tt- 
niiJtpr i iii achwacho Struma von 
F- KohlruuicU, von dum Vi^- l'Jl diu An- 
Hirht Ribt (iiUEtfi*füKrr. von Hnrlmunn A Hraun 
in Frankfurt A- AI.)' DtuHlbL' int., wir nlli? frirrn 
loatruim^nto fiir dcliwutiLtr 
ßtr<>m<\ rur I^jiirp'liiblfunng '' 

eiiun^iichli?!, ÜK bpwi-jilK'ln* 
Roft.», die in Fig. 1U2 l»ei<on- 
der? ):<-Kviii.'lLnvl üt, bMt«hl 
ftiiH T)riihl>in, diV, wii^ man 
in di^r Fiitar «?iht^ auf ciiioTi 
Klb-nirrirLndniiim AidjcuA'fm- 
dpn umd. An d<^m Rrvhnn^n 
iflt ein SjJii'^'vl ijofiy(ti((t, den 
man durch dn-i Fonfltir drw 
AppatutVfl miuvbi t-nwi 
KrThrnlir^*« bnolmohtet. Diu 
bvwi't^ltc'lih KuUe hftn)i:t A& 
ciin^ni Molnllftuien, ih^r nb^ 
ftn (iom Kopf di>r Oliwprthr^ 
|j«ir»tm: i^t, Dii^ Aclihc dvt 

bcw^izlif^hi'n Rnllu 

litmt unt«n «in 

]'latinMLM!h,wp|chQi 

III rin Glit5<:hpn 

"i]i i'^i iL^vi-k-lHiiurv 

fuiubr. Utf^ ilirnt 
. : - i'iuL-rM^iU ditjtu, Ulli 

der bvw^hchon 
n '^T[nirL 2 itZLxfTihr^n . And?r*r«eita abpir iini dio Sthmn^ngen 
} AM (larii|dk'ri, Muji kdim miwn niid diTnjii>lbiiri Strom durch din 
und dir b'-wgiiohe RoJk Mndm, oder auch dnrph jndp nincn iindrn-n 





1 




201 



r. iviu B. lUpiui. 



nts- "». 



Strom- In der Ruhelage eiu^i die Dralitwiiiduiigeu der bewcglicljcn Kotk- 
nrnkrrohi an dnnon dcir fcBten RnJIe Wird o\n Strf>m ilirivh heidr Kn[k*n 
ge»BTLdot> &> aucht sich die bewegliche Itull« paiaik-i di?r l^at«ü *u 
B^ollrm. dr^ht Hich al»o und tordiert djtbc^i dt^n Aufhnngc^ruhL Sie 
bleibt dbher in ("iiier La^ in Ruip. in welcher «lif ^InktrotK-namiifchp 
KruJt dor yi:ri:'üie gerade gloit'b dor Torejoiiekraft des AuIliiiuj|H-dniiii™ 
isl Dr» TTi*tniT]V?nt i«t. »ehr nnpfinHIiili, itiftlxiaofuierfl filf Jic af'hwü'OHf^'.D 
Wecbi^eUlriiiiiti, Aridt>ru Elekln>iJynu]u<i[|ii-ter kiud aiulvti; ArJWk^mJim^U 
dffaHbcn werden wir in Knfiitel lü .WechdeUtrßmc' behfindcin. 

Die rolUtändl^ Analogie, wokhe zwischen StromkroiienH insbcsondero 
Sol^nniden, und Mupi^tt» b<'fltrht. führte Ampi^r'' auf di« Idt'c, daß 
man sich die Wirkungen eines Magneten erliJören könne, wenn man 
ihn als üUi Sy&teiii von galvanir^tbeiL KfeidSlri^nien cLZlBÜhc, WeTui man 
annimmt, daüiim jede» Inülckül dei? Eircum. nh dn» Kisen nurt magn^tüinh 
ifit oder nicht , c^in gHlvanisoher Strom im Krr>i»e herunitlieOr » fo lusaeu 
nirh ftllr Wirk»npin riniw Magneten durch füe elektrO"lyn«rnii*(;!itiTi Wir- 
lnin|j;en iltt'Wt STrörae, die Anijwiv Molekularer rome n^nnt , ei- 
klüreri. In gewi^hrtlithum, iinmn^nuCiaehi-m w^iebvn Ki^en Ju>j;f>'n aWv 
Moleknie mit ihren MolekuUrsrri^men ganz beliebig wirr diirtheinAmifr 
Wenn daim ein bestimmter Motekulargirom nach auQen £. B, anjcich^nd 
wirkt, Bo g]bt bü immer einen anderen, der elmneo eiurk abatoBend 
witkt. Ein 'Stück EiseDt in w^lohem abo die Molc- 
kuJui'ttröme beliebig durnhoiuander hegen, kann gar 
keine elefctt™lyn»mi*ehe Wirkung ausiitrtTi. Wenn 
man aber um dtune^ Slliek Eibl*:) eint^ Drahtepirrib 
legf unJ eintfn ftrrnm dureh diewe hindurch sendet. 
Ä<j wirkt dj™»<rJ^trom aul jeden emzolnen der Wol«- 
kularströme ulektrodynAmiscb ein. Wir hab*-?) ge- 
^eh'-iK ilä-Q gekrouEle Ströme »Ich imoir^r ]«aral]el 
m btellen Hfrebfin^ Wenn hIbü die Muleküle mit 
ihren MoleVulflratrßmen frei beweglieh wnd, so 
mÜBaeu Bieb (ille ifinjielnen Molekularetrüme no 
öleNen. daU sw parallel und gleichgerichtet dem Strom in der Magnat] aIp- 
rtmgespirulr Himb Weun daher in Fig. l'X\ durch di^ Eicht ungdei liuScrej^ 
PfiiiW div HichtnTi^ de« magnctisieren den Stromes gegeben ist. mo niiunen 
alte Moleknlarfllrömi? »kh so einstellen, wie es die Figur durch dit Pfeile 
in den kl(iij)en Kreisen anzeigt, Daraua erkennt man aber leicht, dall, 
wenn Kwei nebrneinandrr Ucß^endc MolftknlarÄtrome in gk>irher Richtung 
fließen, dann an den ^eili^n. wu Bt« zusauiiiieiiLri'ITen, die Ricblmig de« 
StrtJnie* in beid<'n crktpej^enge-jplRt ist. In Fi;" KH werrien beide Mnlckui^T- 
strome in derselben Riehtung. der Richtung der Pfeile, durebflow^n. au 
den äeitv^n Ab und CD nber fließen mfol^feAnen die Sth>me rnr^E^NP^Ti- 
genpfjjt, der eine njM'h nljen, der andere nach unten- E« heben nch 
Jiifulgedetufen die Wirkungen äder dieser innreren Seiten auf nnd man 
kann miu annehnwi, (iaÜ um ]*^|pn Mahnet ein Streut] hmimHieöt, der 
di* Summe der kuÜersteii MolekuUiBtnffme ist. Einen Maßncletüh 
(Fig, l^'t) kann man ^di^n riTifueh nuffim^en niH einen Hiab, welcnF^r van 
e'iMt großen Reihe von parnllelun galvaniftihen Srr<^nien umllofucn lat. 
Die Pfeile »telkn die einzelnen MolekuEarttriiim^ dar, ne hnben alle 







ÄmpänBche MobkuUi«tnime, 205 

dieaeibe Richtung. Wenn man nun den MagneUtab von der Seite S ansieht, 
Bo fiieOendie Strome um dieses Ende in derjenigen Richtungf welche ein Uhr- 
zeiger bei seiner Umdrehung hat. Betrachtet man dagegen die Ströme von 
dem mit N bezeichneten Ende. »ofheQen sie ent- ^. ^,^ 

gegengeaetKt, wie der Zeiger der Uhr »ich dreht. 
Obwohl also alle Molekularah-äme in gleicher 
Richtung fließen , ist der Sinn der Strom- 
nchtung für den Aultenraum bei dem einen 
Ende ein anderer ala bei dem anderen. Das 
eine Ende wird ein Nordpol ^ d&& andere ein 

Südpol. Da wir beider Magnetisierung durch einen Strom bereits gesehen 
haben (S. 161), daß um den Südpol der magnetisierende Strom in der 
Richtung dea Uhrzeigers fließt , so können wir 
sofort sagen, daQ auch die Molekül arströme um ^'ff- ^"' 

den Südpol die Richtung des Uhrzeigers haben 
werden. In der Fig. 195 sind die Molekular- 
ströme auch so gezeichnet. 

Durch dieae Auffaaaung eines Magneten als 
eines Systems von parallelen Ereisströmen kann man nun alle elektro- 
magnetischen Erscheinungen auf elektrodjn&miBche zurückführen. So 
kann man die Anziehung und Abstoßung von Magneten aufeinander 
erklären aU die elektrodynamischen Anziehungen und Abstoßungen der 
MoEekularströme. Ebenso ist die Anziehung und AbstoQung von Mag< 
neten und Solenoiden nur ein spezieller Fall der elektrodynamischen 
Wirkung von zwei Solenoiden aufeinander. 

Wir hatten bei allen früher betrachteten Wirkungen des elektrischen 
Stromes, bei den Wärrae-T Licht- und chemischen Wirkungen eine merk- 
würdige Reziprozität gefunden. Jede Wirkung^ die ein eleftrischei Stiom 
hervorrief, war, wenn sie von der Richtung des Stromes abhängt, um- 
gekehrt im stände, selbst wieder einen elektrischen Strom zu erzeugen. 
Es liegt nahe, au vermuten, daß auch alle die Wirkungen, welche wir in 
den beiden letzten Kapiteln besprochen hahen^ Wirkungen, welche ja 
wesenthch von der Richtung des Stromes abhängen, umgekehrt selbst 
im stände sein werden, elektrische Ströme hervorzubringen. Wir sahen, 
daß ein elettriacher Strom Eisen magnetisch macht; wir können fragen, 
ob nicht auch umgekehrt Magnetisierung von Eistn eirjcn elektrischen 
Strom hervorbringt. Wir sahen, daß durch elektrische Ströme Magnete 
bewegt werden. Wir können fragen, ob nicht auch durch Bewegung von 
Magneten Ströme erzeugt werden. Beide Fragen werden mit Ja beantwortet 
werden. Wir sahen, daß durch einen festen galvanischen Strom ein beweg- 
licher bewegt wird, ja sogar in dauernde Rotation kommen kann. Es «ird 
sich umgekehrt zeigen, daß durch die bioße Bewegung eines galvanischen 
Stromes auch Strome erzeugt werden können. Kurz, alle die Wirkungen* 
welche wir bis jetzt betrachtet haben, gestatten eine Umtehrung, und 
die«e umgekehrten Wirkungen werden Induktions Wirkungen genannt. 



Induktion, 

Michael Fnraclay, lii'ASi'n Nami^ bi>i d^r GnT.wicbcliuifc im^fir^r 
K^niiliiinäi' von dyr Elektrizilüt in allenTHlur Ri^itit* j^vriaimi «4'nK»n 
muü, Michael Fftrndftv i»t cs^ von d*^TD di^ eo ühfirniia wicHligtn und inlrr- 
easant^iY Krsohi'iELUD^eii der elektrist^hen Induktion nicht nur entdeckt, 
aontiern mich fast vijlletÄndig erforecht wurden. Kariidjiv gtriR "-ua von 
flpn Erachf^inunRpn der plektriHchcn InfluenE, dir lan^ bokiihnt wiirrn, 
Em jeder clc^ktnacii ^'Ijtdene Kürptr brin^^t' auf tiiintn arjc]i!'rt'ti in si.<inor 
N&ho k**findTTdn?Ti durch InfliieriK ebenfalls EJekthzrtol lji.Tvt.»r. Du* 
bloJk' AnwvM^nh^il. piiier) tlektrischeu Rörpers i^t imNftiiidif, @in«n vorher 
iini>|'<kt.riHcdirn KöqxT i^li'ktrtnrh sii (nUrhirTi- Si>|It,ii nic^hl Hiirh bi<i tAfik- 
tmch^-ü Ströiiii»n ^Iwas Ahrdieh«* at.attfindpn' Solltr njrht ani^h dnrcH 
oMim ^Imm. diT Ml oiiiL^iti Li<jtriir j1ii>ßt, in uini'm EtruliTi^n in dvr Hahf 
hi'findlicln'» g^Hohlo^winr^n Lyitrr <^in j^lokrTitiphtT J^trnm prrr.gl W£*rdrn? 
Dic'Ai? Fittge Jit^Iltc sich Paraday und »ochtc ti<? durch gMchickt ausficdachtc 
und auH^FüIirtL' VotpucIip /m hfantvnttt-ii. Was vr fartd, ontapriujh un?bt 
EaM fiemtn urBjiriingüchen Vcrmntunppn; die von ihm entdifckteu Er- 
si<heJEiuu?c>M wureij CO uuftulli'ud und wnndnThtLr. litiÜ er Ht>in>-> Aiibchuu- 
un^'n ofl. mmlifi^irrpu fiiuHfi? Aber mit dem gröJilen e itpe rinn- n feilen 
8chatfi-iim und Uescbirk wuUiu t>i' dii- Ej>iohoiniin^en «u ed vvritilfse». 
daß i&ät allr-ä, wna :v^ir vi>ti ihn^-n wiMri^^rt, iw^in Werk ist. Mun miiQ in drn 
0i'i^jrial1>etiivhlen Farwlaya iiWvhl<W':'ii^ wii.' vii^Ib mühr^voll^ iinii W^hwjprigr 
ViTaQnh{i fulde^-hiu^oii , wiü imdlirli nurh Kin-'r jfroUon Kpihe von viÖJ- 
fiwh variierten Kxperiraenteu ajcl» pinc Spur dj?r Wirkuo^ seigtp, woJch* 
er fluditu. und wie er dümi djejw! Sjuir verfolyle und uusboul^tc, um i-inen 
richtigen Begriff von PnrndflVs Genie Bti bekommen, JetBt. wo dieje 
ErKtlix'inungen genau liekunnt sind, («t es niebt mehr nötig, dun nmhe- 
vollrn *tufpTiwHflcn Wep eu gehen, den Fpiradav einschlugen muUte, jetrt 
kömieii wir bnhl initfen m die ErricheinuEigeu hineLrigretfeii uiid von vom- 
hiirelu Uii'jeui^en }Eediii,^uri^ri aniivhaieji. die tuuh uia vorleilhalt erwieEL^n 

Xiuiu^i, w»un eiu «lektrisuhvr Strom in iimriu 

&t. rnmkpein ßeftffnot oder gfinrhlnam>n wird, 
eut«tvht in einem in der Niihi^ bi'findlichfn g«- 
flehlnsiÄenrn Ifftitur ein momentan e.r elektriiohor 
Strom. 

Die bcidnn Lritcrkreinc^ sind ulso gana vi>nc-innnder |n>tmnut, cd nja* 
fltiert gAr ki-in^ leitende Verbindung; ewiAßhen ^hnen und dorh entnteht 
durcli dun OlTrieiL und l^hliL-Ui^ti t-uies von emeiu Strome dur^hÜouBnen 
Leifi'r« in ''ruem cbi'U ruKib gan» Mip^mhwni mwhlikwinrn Drnhtkreia 
ein uioiuentanet galvuu0cb«r ^troiu. Uiu divw Emhvinuug leicht Lervor- 




Klüku«jitJuki(üii, 



S07 



Enrufvrn, ist es notvrenihg. dnU tUo li'.'iil<*n SlromkrcJK Bi«h w-hr imh« nn- 

von Hdt uJid wickelt auf W'-n von iLriL^n cirirn Drnfit eiptralfcirmi^ aiif. 
Dm rn^eron Zylindc^r «t^llt niAn in dji> Höhlmi^- iltw writort-n hjneiii, 
Sobii mAn iwfri tffrtrfTiii^ir nrilhl>s dw «iiiaiiilariit>Lr i^okf« bmdn In Fig. II^Ü 
nnd dioK bpidp.n Zylinder mir- P im<i S hfKi<irhnfit;. Dip Rnd<*n (Im Dr*ht** 
AUJ dorn wtit«n Zylindtr ^ find rii^i-U /wri KlrDLiiD-rliEHuln'iL n und d gtf- 
föhrt« die dtH DraiitM nuf tbm cnj((m Zylinder l* nach a und b. Nun 
vrrbuulvt man di« ÄuU«r« Spule mit einem Galvanoikop G und din inn«ro 
Spule uiitvr timiic'hnUung i<mut» Untcrbrouhttv U (wie nr m Ki^. ^1 thir- 

C*||t wiirdf;) mit, rinrin Kl^mciit E (ki^r einem Akknmularur), Man 
*o iw»i ^m:IiJ<m«<ii]i- Li.'iti>rkit]iw; in dem imieruii äii-J^t furlwuLrund 



Fl«. IVB, 




ein Strom, in dun üuÜet<.-ij nicht. Ei^owii? man aber nun dan ^troin in dem 
imifreTi Dnhfkrow unUTbrirlit. irnji^m fimn d"n BtiktiI B, ww iik tr» diT 
P^gur (jeieiduiK LBt. AU« di'i* Qiiti;k3il!«niftp(chi'n 4''* Untpfbrochcr» 
bnmn^iijnirntt wird dio NAdol tha Uh1viiiir>dko|if momimUtn ab|tolonkt, 
lidKri :iln r ii^foH. wifidflT J^itfilck Sftwic mftn den Strom in der innrrfin 
Sjuinir i^iili'i in'ldj«ßt durch Eintumhftn des DüieeU B. wird die Xodcl 
wi^lar abjjp*lrnkt., ubir HM-nlnll» nnr niirii Moment um! kt^hrt aiirh sofort 
wieder enruck, E> wird alsw in der Tut durch die Öffnung oder ÖchlieÜung 
diuE^UoETK'rt iti 1* em rnumentaner SLrom in dum LL^itcrff urr<.^t. m dvm 
Leiter, welcher gar keini* Vtrhindung mit P bnl, Widrhrr mir in d«*r Nühi^ 
vun V aich biflijLLtul. Miui Eiumii \liiMV mumvutaiien Slr<jmi< [ ii d U k' 
t i n AA l ri^ fii Fl iinil kAnn n]«i^ ^gy*n, hpjm OlTrti^d und S^hlielion dr« 
8ln>taea m P wird in 8 i^iii mojijt'utiuii'r >Stn>ui i nd u;l ii^r t.. Man 
nannt die 8pu1i> P din indtJ^ior^ndif Sjjuln, lUu ^puln ä dii; 
iii4uii*rte oder Indulttion^spufe- Die Indnlttionüfiputc ^ 
wird gnwfibnÜQh aat »obr fctnenx Kupferdralit vcrlertigt, wctL<Uer mit 
Sttdt umspönnen bt, domJt man viele Windungen nebi-ncinandor und 





'208 ■IH^ I- T«U. B. KtpitnL 

i)brrriiiAnd<?r brirtH^n kann, ohn^? dnll Mf! in Icitunilp Vcrbinii[ing loonunoik. 
Dil* Spule 1* bmlclit Mua dicktfoi Kupfcrdialit, iJui^t dw ^trom in ihr 
rciclit BÜirk wird. 

Wenn nifiji aber ili»^ durch dio juoiin?ni«n^Ti lr^dut^ionssl^^"■^Ilp lier- 
vojwbrtiuhimu Auftwhlii.|i;e d« Nadi?! dwi üuKiirjujskoua b^trjji.'hU'l h wj 
firnfir nifliij rlftfl 01(1 Untoffti'liif^i tn dtr Rii^htun^ de» XnsfAr-hlitKCJ» Ätari- 
üiidt^f. j" jiHcbdBrü d"r iiidiixJurL'ijdi' Strwii ycufinyt tnitr ^^Mchlu^en 
wiffl. Wird tiiRr indiiBiPrende Strom ge^ifFnet, ao geht die NndrI nnch 
dtiT einten Seit«« wird er gc^hlos^n, &o geht sie nach der anderen Seite. 
Aiifl der HiHitunK diT NudidubK-nkimK ku-im nmn abnr si?hliffien, in wck'h*'r 

Richtung der pi:«*iti\v i^troni durch Jie indutierte Spulr lÄuEl, und so findet 
inuiLp iXaÜ der mdu^ierle ^troui. dft duruh ^ o h 1 1 e U o iL ?uChU-Li. ju 
p n t g e p (■ ri g <? fl p t K 1 1' r K i r h t u ti ^ dunjli dip lnd«kln>ru»puJ« 
iBuft wii? der uiduzierend^ Strom durrb dk- ii)dii£ii^i«nde 8puJ«« daJJ dt- 
gügi.'ti dtT liiduUümMMrrum. d'T duroh Oii nv n ^llte^l*bt^ d j o « <» I b e 
Richtung hftt rfio der Strom in der iuduzii-irenden Spule, 

Mitrt hk'ecii;brLi-t ih-n mduziorf^ndeu Strum^ nU'i <b^ii in dp<r Kputo Ph 
AHch rift ah den primären ftrrom, dfin indmierten bI» s e k u n- 
dÜrou Strum und kujui itUo Ktgen: 

Drr InduktionEatroni (At^kundnre 8trnin) h n t h f> i m 
Schließen die e n t g eg e n g e B p t X t f? , b?im Offnen die 
g I e 1 1- k L' R j L< h l u LJ g wie der p r j ni ii r l> !^ t r o Kl, 

Ttt-urht mnn niMch hmr<*rf'iiiarjdi»r d^in Rüj^rl B in die Qnwk»ilbeT- 
uHpfi.'hLui ein und livhl ihn wi^i^r herrtu«, «u Wkuiimit uuui ahw nuvb 
hint*:»reirjan(ler mom'^iit«»«.' IridnktionHstmmf riUf'h dor einPii und narh 
dtr 4iidt!ri-ii Richtung, W^nn Uie^t ^tjvnic Ht;hr rasoh hiut«rt*iuAndv« 
folgert an daß sich ein Strom nach der etinni Rifhtun^ sehr rasch an den 
vorbergehf^mUn navh dvi luidertn Richtiiii^ HTiH<:hUvJJt, ao nenut niMQ 
sie W n h b £ ! 14 [, r [> ni e, t]a kaun ntoo mn SiTomkn^JH Aueb von 
Wpchaelstromen durohflosÄen werden, ebenso wie nr von einem Strom 
von gleit bbleibender Richtung durohIluB»&u wird. Bei WechMl^trömcn 
wcehi^lt die RirhtTing des iioBiIivi'n SlJTinipft in derzi Stromkrcifi immer- 
fortt und jiwnr sehr raach hinten^iii ander. Eh ^iil natürheh nicbl mögUch. 
dwlnreh, daü man den Uraht aus 'lern (Jueckr»dlipr mit der Hand henui' 
nimmt und wieder emstvcikt, ^ehr «chnell wechwindp Strbtuvf in der Induk- 
tionaapulft «n liek'»Mim<'n. Wi>nn man aber dwn primüron St-ronii bevor 
ef in seine Spid^ kmrtmt, durch einen Neefftchen Hammer (fi Ift3) 

Shell \düU SV bewirke diufH.'i j» iteUwttibliu ritHch niifi'iJiAiidi'r (ol|cvi^e 
hheßun^n und r*lTniin^»en dci Sr.roineß und man beL'omml daher in 
der induzierten ^pule rortwährend ludnkticfUf^trönie, bald noch der einen, 
htdd nach der anderen Hirhtnng^ Kinn Einrichtung dtmn mgt Fig. 107. 
Von einem Element ^eht d<^r Strom zu d^n beiden Kkmmen a und ^ und 
von diosen utn ^tu Eiektniniud^neti.'ii E den Neefw'liun HuuiinerB.H der hier 
hoiiroutftl begi , dn^m dnr'-li di*- primÄre f^p^de 1* dw InduktioiiHan parat«« 
und vuiidietuo' durch dieSpilze a und die Fi?dirr d'^s ILiiunier« euui Kieinuut 
Kuril<!ik, Sobald d^-r Htrnm iU der prirnJirj^n Sjmh llii^Ut, wird ibe Pedw 
atlgMC>g«u imd dAdur(.^h di^r Strom untvrbrach«u, Dii* F«dffr »chuitüt 
dwiD wifidnr xur8pit«o und nchM^Qt dvn Strom wi^«ir, Rd jvdor Oflnung 
r)»d SchlicDurtK entureiht dann tn dar Ai'kuTidi&n^n Spul« S «in Induhtion»- 




FltikimiQLliLlulQn- 



2O0 




^——t^mmmEa " "W'^ """^ * ^ '^*' llVfrdilinUcIl* Zwvck* Belli üilUllch- 

UanQ^^BB^n diL- Hiulon «W Lndiixii^rli.n Spule, dio cu den Klvmmt^ri 
Knd, in 7wri M<*s*inaij'lind''f, wi« in Fia, J9Ö, und |^bl 

dum SU tTtkiriHLtri-jitUri Mtiutuhi^ci in dio Hände- Donu gehi'iL die 
'eftHwIntnimp duruh lian nn^jiJ«rhliohrii Ki^qK-r «nd übrn in ßf.wi»Mi 
Fällen heiUamo 

Wir wpfdi^n im » ^ 

Kapii-;] £0 uoB' 

ftttMÜhrlJrlivr mir mr^^ 

sniiif und Ih-i jt-- 

wrrdrnnlaoifldcr 

Indiiktiuiuvpulo 

Qiomfiit&ne Strö- 

m« «Rvufft, Ee 

ist ahvr giLr nit'bt einmal nötif^'n czmm Sirom gatis tu unter bruc^hnn, nm 
rinrn InduklioTut^trom £u brkommtn, Schon jedeSchwäthunR 
odifj VerHturkuu^ des iirimärcn äLrometi orj&DUgt 
in d«r Eaduktiun4Rpi]](< «invn lndtiktiOTi>«irom. 
und svnr luil in ßc/u^* auf du* Hiclilunp; Jm prcviugii.<n IndukLionBetrumw 
di^ 8<ihwiVlMiri(t diriKll»!." Wirkung wir dir flffnimg, wahrend die V«r- 
kurijf djvwibi:: Wirkung; hut wjl< div S<hlivüu[jg. 
Jn ncK^h mrhr, Es i*t mir nulig, die 
«inf Sptil« g«gen die nud«rtf irgeud- 
wi» SU v(^ffirihiK*bi>n, udv fin^-ü mom*in- 
tan OB InduIctionHKtroTTi t^\ li^k o iiim«ti, 
W«m mftu iiun<h dm primiiri' S|]ii]i- M» ibi^ in 
F^ 197 urmchnH \*t. ohne lifjtMtTMiin iJi^m Tl^n^ 
Hben vancn kuniiUntün ?itfam tli^Ui-n hiÜi (luiloni 
man «twa dir ßpitzc so fnt a-ti Air F^trr nnirgt, 
dalJ sie sioh nioht tri-nnen können) und dit^ weilor^ 
Induktiofutepule ä nur über nie we^ EiL^til uclrr 
A(ihi«bt. »o «rhUlr man ui S tchon rinen IrtJukriona- 
•truni. ^tüttbl luuii ^ im^h dvr emL-ti udi^r undcrvn 
8iil*. «o«rliJllt niftn ji^Wm^i^-ihtn lrn.lukTionFW»,i\>m, 
ahtr baid« M^lv von i<uluvF^^'iiK*'«i^ tatet lti(:b(uii|:. 
Hfln brnnrhl alao rli<> inil^inuTte Spulr drr pn- 
a»*rKi nur eu nAhorn ihIme- hmi vfui ihr xu «^lUlirnjvn. 
«m ftinrn InduktionMtrnm r-n rrhplti^n H^i rixnnftr NhhrimiiK iinH Kni- 
immTtf^ iat ta tMtiirlkh alfiohanltJü, ob lür pHnupr Spiilo bfiwegüoh, 
imd dl« vekuiiduY, induxierle, bui tsl, ck^t oti umj^r-k^-lirt die priMiiiro 
äfmle fntt und dir sclcnnrliiri- ^wr^lieh i^. N^ h h c r t umn die primbre 
und die indujiiette äpule eiiikiiulcr. *o tliflit der Indukljonaitroin m ^ in 
«nfgegifng»ttEli^r Rii^littmp- wie in I'. nlno «bc^on wi« beim SkhIieUnn de« 



r- 






210 



T. Tbll. n. Kupit«!. 




StromiNi. ICncfpriit nutTt iJage.gcn S von V, HO liAt d«r Induictioa»- 
«trom in S dtMclbc Kiobtun^ wi« dtir ^trom in P. Beim GnlffTnen hat 
hliQ der Indiiktirinwtrom du^wlbi* Ilirbtimg wir bpim Offntn. 

Mtin hat t*Ä ttufh luer ixi dt-r HjinJ. durtli abwechsdmli?* Annühcm 
lind K[itf-?nH*H eim^ HtronütrrifiL*« in vmx-tn ntHii-rt^n LniU'rkn-ijw lorl- 
während Slrotne von abwcchselndpö Ui<.'hl.iirigi^n (u ertrugen. 0*bt 
{\h* AnnÖhi^rut]^ uikL Entf^.TJiung ^»r twLdeu ätruinkrtMou Bvhi rutiuli hujtar' 
pinaudor von sTaH«*i^ sn »rlilirÜi-n Mrh iVh-ac wprihju'lrijinn StrrSmi* Ho tMch 
liinltTf minder nn. dsU eje Jvii EiiK)ruv:k vmtv» unuul^rbj'ochi^ai^u Strumuf 
miiHiHn Ea *?nlatdi(*n wiMpr W c o h a f I a f. rÖ ni **. Mfin fcarin nbrr 
L»<r w:Wl viktinnud. tlnü v^ fwl^r leicht idt. dttrch Iiiiiiil{t(i>rL Hiidi i^LiMrui; 
von IcnnutJint^^r Itir^htiing m di^i induaicrlen Spille Eii crztiiigfir- Wonili 
man nÄmlifh die primärp Spulp mir einf^m KommiitAtor in Verhindang 
H<^tKt. f>i* daU jeJeEinnI, w^nn eie der itnden^n Spult; i^^enahert oder von ihr 
mtfprnt wird. df?r Strom in ihr knmmniiiort wird, m> wrrdm in di*r indii- 
Eicrton •^puEt beidt* Male SU(/riLt von derbelb^T^ Richliiiig cmnLet. Und 
wimn dir AnnäbcriiTis und ETitfpnning ruftrh ^onug geht, so b<-kommt 
mtii in der induzierten ^^piJe in d«r Tut Strömt- von dner bratmiiutcn 
ÄiülitUJiKh dip xiidi piHtM plinnho vtrhalrcri wie "in konfmuipriichur Strom. 
Bri iiiiT »läo mögEich^ durch Bewi-j^un^ i^iri^a St.ronip^ in V^Tblnctiin|[ mi! 
pinruj pHsapud eiiigien(.ihf^tön K.iiiitnjuUl.tJr induaiwtö SlrOoiu voii koii- 
Atnnrr^r Ri<?htung in einem Krei» h^^rvoTiubrinRon . 

Kai ial ubrijjoiL« anadrückht^h lu «mahnen, dnß in dw Indnktioiu- 
Apnl'' unter [|i*n (injrpgehenrn l'nmtiLndcn immor IndnktionflJitrÄmr er- 
svvi^i wrrden. ob nun di« Spul« voihcr noo.h gftni stromlos war, od« ob 
BJi^ schon nuÜcrdi'ni von rinntn Sironip dimih flössen ht. \n iHtXetttn 
Fall addiert odet subtrahiert «fh der momentano IndukttoniiHtrom tn 
{vvap. vorij dt-ni büIioü vorluuidtüiPii 8ttümu, ju mn-hdc-m ihre Ki<:htungcii 
girieh <i<ipr fnlgi^gn^ngesr-lrl. aind- 

!){*.• vielen ÜPEii^hungeti . div wir iwiachen galvAiiütchen äirihncn 
und MagnHeiL Kefunikn haben^ leprn nun dfe P'rage rii(fn\ ob nichl »uch 
Mignet-^ in *btn derHelbpri Wetar induziererid wirken können wi* 8troni' 
kreiHV, Und lünrmii sind wir^u oinorKmhc» von Eruriioinnngan K^kormn^m, 
div iri dpri letzten Jahrzehnten drr GleklTidt^t einn gewjiltigc \virk«flnikcäl 
v*'fM'h»fT! Lalicn, za Krspheinuiigen. wi?]c!ie die (jruiid!ü4!u der i^nnicn 
modemm Knlwi^'kelnng d^r Elektrotwhnik bilden, Man befciichnet üe 
ftU Erifheinungen d^r Mngnetoinduktion und im Gt'uen«!! 
diijsu die oben hphandelti^n Fülle nb Holrhe der Elektroindnkliun, 

Da «in Mkgnet »li^b belcnjintlieh genau «o v^h^t» ah» ob er aua «in« 
erül3(sn Mrngi« vüu f^lttiFhovriühteti^n Mo1i>kuhLi'itlr5meii bet!LIütldl^ so muß 
die AnnrtheruoB *ln«i Magnet« an '-in-r geMi'hVn^sene DruhtHr-dli" einten 
niomuntan^ii InduktioDSStrom eneu^i^'H. uud rbwuHO inull Uurtdi dit 
Entfernung de.» Magnat« «iti niomKiniiner Indiiktionflsrirnm in dex Dnihl' 
atiukf tfiMUgt KWrdtfu, Di«e« Polgi^iung auh allou nmunn binh^twn 
Ki^DnmiHapn x^gi jn<fh nun in dor Tat bc^täligf, Wenn man in Vig. 199 
d«n M*gnel)ttnb Xä in die Draht^pide A, dnren Kndnn dnr^h ein (iatvam^ 
akop (t varhnnden jjind, JiinL-LnutölJt. bo cm«t<'ht in der Spulo tän momni' 
tanrrr InduktioniiJitrom, der die Mngnelnndel dej CraJViinonkoi|U mm 
AtsBach)ag bringt. Zusltt man dirn MagneteJj aus der Dmhupulo viodoc 



I 




UafnMOinduJitkui- 



4^11 



m n-hält man «rirti<-r einen mflmpniAiion InduktionMirom, der 
aoch der «iit|i<-|;^'itEn«Uten Rjchtmif^ llioUl. AUr nicht bloft du 



V 



B 



B««iig AuJ die Ihaki- 
«imlit bringt cin«Q 
InduktvoDMtrom htir- 
Vflr rbrr dir RirSi- 
MUfi de/ InJuklif^ns* 
oliteuj kttnn muri 
iM md) »fort klv 
wnleii, vrpnn lduc 
■Uih dio UoI^uIm^ 
RtröQie R«vriolui«t 
dsi^Ek Um dl« 

tlrr Rieht tin^ dra 
L'hracigvn . folglich 
flkfrfi üU- b dn-r 
DnliUpiile bd A n> 
D&heruni; rinra 

bei Anttob^miif; eüitw 
Xordpol» in drn^ibeQ 
Rii;btua^. ÜMH Eui- 

«Utt, wvtvi dtjr 8iiü- 
pol oijrtf Nortipo] 
von dirr Kpnl* *rit- 
funii wird- DihtMii 

ab« hftt omn riAi.ürtirh tn brAchtvn, daü [»An. uiu clii-u- rhf/oif[«irrtg*L 
a4univ«rtdcn > von der DrahUpula iraniar nach dem Ixitrtfli-nüun Pol» 
liifiEuai<hon hat- E* iat s- B. in Fig. 200 oin Mn^incUtab N!4 mit der 
KichtuD^ cfer Mokkuknliomc- Hnfteitihm^t uud üiLks davon ein Drtiht- 
krT-14 A.. d#r sich nähi-rt, 

und *in Urfthtkrcii A,. der n», mi- 

Mch DnUurnt. Um ittnime 
L&h«n di» durcb die Pf>*iJ« 
bfBib KiL'Lttm^'. Recht« 
fWfri ftndftn* Dnihrkn<ii»p. 
B, Liul n.. tJTid dit> RirhtufLji -« 
i|*»r SloiplcuiiimtrATn'' f-^tfj^ 
■uch in dieicm Fall«;, daß ^* 
di^ Pfeilo iiL den J^ruhtJcrvifcn 
firhti|[ j^cKeü^hnci Hind. Im 




I 



mr 



rtst 






te? 



tknw A,. ti'T »ich <Ji:m NonljNil nitbiTl. und im Dmhtkfcis B,, der 
Tona Südpol rntfr^rut . Üipßon dip Suoinc. wefiQ man sip von dm 
pnUptcchcndeu Polen aub MrachUt. in dcmolbtrn Richtung (nümUdi 




I 



21£ 



1. T«i1. ft. KnpiLH. 



r 



umgeicelirt wie dot llliraviyi?r) . abHolut (puionmion »brr ir» entgegen- 

Iwl dL<r AiiiLiLlii.Tuu^ oder Hiiffkniun;^ vun t^brüuiiML uült Muf^iii^U-'n an 
Drnlill^rii^iHi* 4r>1tr i'infji* b rri lin (l'-m-f/r xii4»i.iriTTi'<iifftAap.nj uynii man 411 
div Xi\£iv\t\xti^ uud Alii-ili>lifiM<^ iLviiki . <Li" i-i» Siruniknu^ aiil mumi uudvrrii 

BflWfiifTini; nincÄ ^tminna oder ftinns Mngnoti^n in 
dtT Nähe cinf^i Drnhtkrei*es entsteht indem Iclz- 
ti*ri*n ein 8ttüm, Dab«i int es gan» j£ leiehg ült i^. 
ob dtr ättom resp, der Magnat nlch g«f(en den 
Drabtkrcia bewegt, oder der Drahtktei« gegen 
d (< n Strom Tt-sy. M^unetun^ Die Richtung des enl- 
i»ti*hi*nd«n iiiduzi^rten Strom es ittt lmui«r eine 
ft o 1 11 h i> , daß d (' r H *■ I ln' v t* r iii li g der n t u It t r n d y n ■< 
m i A r h & 11 (üdev L'k-ktnrniaitEnütiKdhr^EL) W i r k ii n ^ fk 11 f d >? n i n- 
duKiiirKnii(in &f, runi rottp. Magneten die&i?ni diu eni' 
geg^ngeselBte Bewegung erteilen wnrde- 

Wlrd also a, B- ia Fi^- 20*3 der Stroiudraht A^ dtm Nordpul gt'nnhert. 
sn muß dfir Strom in ihm diejonige Kiohriing pplangrn. dali d*ir Stromdrahi 
von dem Nordpol jbgpitüÖen wird- (n dei Tnt *ehen wir nn der Zeichnong 
dnr Pfeile. ilaÜ die AböloSung Hlotltindc?» würdp. i\a gleiehgr-hehl-'tp 
Ötröme web «niiebcn, entgc^gengea^txt gericbtPle weh &b«toßeu. Diewa 
aUgejneinu üeflcta ht von L iMi e tLtmgirflpruDhun wnrdun und heiUt das 
Leniscb? GeiotjL. 

Dua Leii2B(-bi< Uvenii lial ührigeiir^ eine tLi>b-ri.< BtHir^uluii^'. Kb iat 
nändiHi *.'iri AHMilnirlr dftfür. daß ftnch bei d<«n Indukf.ionA^f Wimen dA» 
Ouetz vl>:l difir BrhaKuriu der Energie gültig iti. Hifhnieu wir au» um d^a 
eitiBUnehen» drtÜ wir äw^m Sfronisimlf^n A nnd B hakm, in wHrli(>n p ein 
Strom nach dnrx'lben RirhT.iiii^ .sirkidi^rt. A aei feat., B »vt fiPWHglv<b. 
Wtr wJMAr>i] aijn [lein rhiklnHlyiinrTii^-hm (ri^actz vim Ainpi.^rE\ d»Q luvi 
ffleiehjp-rifbttU Sl7"'nM' »irb anzuzir-bi-n NUfhen. Kolgüi-h bew»(i;| sifh drr 
mromkrt- in B niil A zm. i>r wtid vi^ii A nii)feEQgen- Bei di&Mir AnAi^ibung 
IHitcn «^r die i?]ektTJ9ehen Kr\ftf, dir von A ausgehen» eine f^wisqp 
Arbeit, Wober kommt diene Arbeit? Welciiffä lai tlir Äquivalent? Di^n 
nuwoüttl bekonnucii wjr jn keini? Arboii in der Katiir. Hii- knim nUo nur 

Sli*fprt Wfrderi ai-if K*«ten der Energie des Sirome«. wekher in A dieBt. 
LviH* Eni-rj^ie. dje 111 jtfder ^t<kuu<k- gleitet dem Frinluki au4 der rLektn>- 
mntorini'hi'n Krnft fb-h RlenirnTefl und der Ätr/tm^tilrk^ im Kreis« A ist. 
wird, Wi^nii itmHl Uiutit' HijlJ-<ri< Arbeil ^eft^ietul wiiil, duri'h den Strum gtnx 
in -Tmiloflf hr' Whrmr VfrwATn^h^lt Lmtpt di'rSrrnm iihornfvrh i-ine |MiMi(iYT 
Arbeil. wie hLi-r. wo er ihn\ .^truni B aiuLii-hl, ho !ü|f^L dajftiiii. üaÜ di« Juule- 
■f.hf Wlimip in A nm den pan^rn Hetrnfl diMiT Arlwit kleine? RMn mnjl 
•Ia wenn keinr Artifär. ffoleiitet wird. Da nun die Jo^]|c«ehc Wärnifi iron 
dcnj WidcTuInnd do* ältvnikr<iiefeji um! der ätnimAiiirke abh^nj^« dor 
WiderBtAnd aIht ja nnvprfiudert bleibt, nti fnl^l, iliiÜ die Stromiitirk« in 
Uu»er«in Kiei>e A Ideiiiei «eiu uiuU, wtuu t-r deu Kreii B an<iohl| ah 
wviui n doj^ nicht tut. Die Fulge tier Heweifung vun H niioh A hin iit alm 




Bech1«-Hand-Kegfl1. 



213 



Fi^r vui. 



eine Verringerung der StroruBtärke in A, d. h. die Erzeugung eifiea neuen 
Stromes {Induktionsstromes), welcher dem vorhandenen entgegenflieQt 
und ihn dadurch Hchwächt. Dos ist nun in der Tat der Ausdruck des Lenz- 
sehen Gesetzes. Denn da der ursprüngliche Strom in A der Annahme 
nach den Strom B anzuziehen Buchte, so wird also durch die Annäherung 
von B an Ä in letzterem ein Strom erzeugt, welcher B abzuätolkn aucht. 

Was hier in dem einen Beispiel ausführlich entwickelt wurde, ist 
nun in allen anderen Fällen ganz ebenso durchzuführen, so daß wir also 
behaupten dürfen, das Lenzache Gesetz ist eine notwendige Folge des 
Satzefl von der Erhaltung der Energie. 

Wir können die Richtung des durch Bewegung entstehenden luduk- 
tionastromes auch durch eine Fingerregel darstellen, so wie wir 
oben (S. 18J) die elektro- 
magnetische Bewegung durch 
eine solche dargestellt haben. 3^^ 
Hatten wir aber damals die "*' 
Finger der linken Hand neh- 
men müssen, so werden wir 
jetzt, wegen des Lenzschen 
Geaet^efl, die der rechten 
Hand anzuwenden haben. Wir 
halten also von der rechte n 
Hand den Zeigefinger in die 
Richtung der magnetischen 
Kraftlinien» den Daumen in 
die Richtung der Bewegung 
des induzierten Stromleiters, 
dann gibt der Mittelänger die 
Richtung des entstehenden 
Induktionsstromp^ an. Diese 
Regel bezeichnet man als 
Rechte-Hand-Regel. 

An dem einfachen Beispiel, das wir schon oben S, Ifi^ zur Untersuchung 
der Bewegung benutzt haben, die ein Strom in einem magnetischen Feld 
erfährt» können wir unsere Regel leicht anwenden. Bewegen wir das 
Drahtstück M (Fig. 201) nach- rechts durch das Magnetfeld, so ist der 
rechte Daumen nach rechts, der rechte Zeigefinger von unten nach oben 
zu halten, folglich geht der rechte Mittehinger von hinten nach vorn und 
gibt uns die Richtung des dabei entstehenden Tnduktionsstromes an. 

Diese Regel oder das Lenzschc Gesi'tz und cbfnao eine weitere Regel, 
die wir bald kennen lernen werden, geben uns aber nur eben Aufschluß 
über die Richtung des entstehenden Induklionastromes. Wir müssen 
nue aber auch über die Stärke und überhaupt über die genaueren quanti- 
tativen Gesetze dieser Eracheinungen informieren. 

Immer, wenn Elektrizitilt durch einen Drahikreis fließt, muß eine 
elektromotorische Kraft vorhanden sein, welche die Elektrizität eben 
in Bewegimg aetat- Wir müssen daher auch hier, bei den Induktions- 
strömen, zuerst nach der elektromotorischen Kraft der induzierten Strome 
fragen- 




314 



I, TWl II. Kapital, 




ZunIcbHl *dM-'iot bei di«(er t" ülenuobuög eiiie Öt.ilj«ii--rigkeit darin 
KU lio^pn, daü wir <v» p iritf KWF.*n"rk*i. ndn'irjbttr v(*rM<"hiwl<?nL'n Art^o von 
induktiün. dc^r Eli^ktro'mduktiou und dfr Ma^netoinduktioii xu tun habtrn. 
Indes fk^hoii liuB Li.'jiz»[^hL' Ui^ui^U, dä6 m bi-idL'u Fiilloii du.' Kirlituii^; 
d'.'H <'nt-tthrnd''n hxäiiktirirWBtrim^* iri |;li»irliiir Wt'is«- aiiHieiidH'H'Wn 
IvLrt, jwiyt Mn. iShü dj<^t- buKUn Arti^n dt-r liiibikuujj »uf «niif und div«i*ll>v 
Tlp^rtchf au Hirkgi^ führt, also glHHmrtJg Vhnndcll werden k.^hnnpn. In 
dvr Tut wiwtüu wir ja btniiiH, üalJ vln Mä,giui[ und <^in vlnklrJHchvr Strom 
nich in dn BeBi<?h"ng gan* gleirh VPrhnlJ<*n, daü WiJn majori Ptirtc he Krtflo 

Uir miif^n Btiachf^ti KrlUto cixica ättuinuii srnt) n», eboruw> wie 
dip ninRneriachen Kräfte eines Mnnrietpn, wdc^be dii- IndüktionMtiömp in 
cinvm in der NiiLc «itU bewogi.«aden ^ttojiiliutpr bvtvurrufvn. UudurcLi 
f^ind dii' lieidon Artf*n vnii Induktmn auf dioHidln^ ßnir.Mnung Eiiriiok- 
gefulirl , di^ Etektr^indulctioii ist ^bvoialls ciiit« MatEiLvloiuduktion« ind«in 
TULrnlidi diP rnBpi'-riiMi^lwri Kräftn de8 itriinJimn Sttomw* diw Ißdiiklin« 
erKengen- 

DArauK \<t\gt iLbiir> ditli wir jim toioliIeatüM it[id ijb@rsicht}ichät«n 
die qnantiiAliiv^n Vcfhivltniasp der IndnViionaströme wenlfn dargl^llcn 
küanen« vvnn wtr in alkn FiÜkn (iirbraDch macihen von den lungue- 
tinnhrn Kraftlinien, die ja wwohl in der Nähe eines MA|^«ten. 
Vlji: in dor Niho cincA jjnlvii1iiivh?n l^troniL's vi^rhaitden sind- Wenn §iob 
ein DfühtHiiick in dvr ^alm vmi^a MugncU'n b^!^H'gt. m dunihstlmeidct 
<• im allgrDipmtn immer die KrAfttinieri dr»HFlt>pn und «b^iuOp «mb es 
niub in der Nühe L'im-H .StrumkriTitM» Li-wuu;t. DiuM» Durulmrluiiriden der 
Kraftlini**n ist«*. wpkheBdie Unaolie für die liidiikfiun mt. Wron andww- 
»■iIh i^EM pnmrirtrr T^lrom erel vntAletil. bv uolieu vuii ihm uu« div Krult- 
bnleri hurb aiiOnn und HiOiu<'ulHn »Imo wii>n^r hu irgendwo tn diT Njibr 
bvßtidJji:Ue« Lvit«rsiück. Wird UTngt*k«hrt d^r primiire ^Irom jj>ri'>nn«C, 
niMkdi^rii i^r hh t\n.hm \}VMHiii\vn har. ati vnrHohwiriilfin dit^ Kr»tUini(»n; 
man kann dich vonTi^lJ^n, daß «ie al1ma)itioh von uiiOon in *\ti Siromkrvi« 
hinriinrUixkun und duri iinfli6rr.'n; dahf'\ ^dmimli^n n<t>' aUi> liuoh witfdvr 
nxn in dor Sähe befindlichps Lfiirr^tüok Kurz, in jedem Falle der In- 
dtiktion tindcii wir. duU KriLCtlinien diu ein^AcInen ~i'<-«do d?r indukicrtcD 
Stronxbahn schneiden, indem sie entweder in der rmi*n Kidhtnng oder 
in dcf luideren Kielitung durub die Ukduxiertrb Ltitrt IundurT;Ug«hpii. 

Weim wir einen Urablkrciii nidLnii^Ei, dmsen KndL-zi tuii vniivm tiuvaoo' 
m^trr verbiindi^n sind, so küqinen wir in dienern Urivht ttid Viprs<>Kiedi«ii- 
factb»:« WeiHH hidukliuiuattOiue vrKeu^eri und am (jatviiiri<;inelvt tKHjbachtrn. 
Jrdefl i'.in»:bir"Sf11fk di^n Dpahte*- wifd dabni von Krafttinim dnr<'ha<*hniit^n, 
bakl in doia uin^n» bald in deiri Miidvii*]! 8inar- Im ^Jin^n li^l^n dadui^ 
in difi von dnn DruKtkrcis iimachlfKiJwine Flfiehp r-nlwiHlpr KnifiJinien f'm 
odür Uli*, ci wird die Zahl dei Kraftlinien, di*T dui Flftehe uralaötn vre uiehjt 
odi?r vermindert l)\c Uertrhwindi>ikpi1^, mit der du^nc Kraft Im ioniuihl 
iieh ändert, dieie ist a nun fülein. Welche die erzeugte ejektromoloriwlie 
Kraft buatuumL Je j^rußcr die KraftljnJvniAhl iitk 
die pro ii^ekuiitie in die Flache hineincritt oder 
LerauaLrittp je gröüer nlvo. wjiz wir es oefiiieu 
woM&n, dieÜeBCilLwindigkeit iet, mitderdiv Krttit« 



4 



I 




ElsktTomotorischa Kraft dsr Indukticmutrümo. 215 

linienxahl in der Fläche aich vermehrt oder ver* 
miadertt um so grüÜer ist die erzeugte elektro- 
motorische Kraft der Induktion- Und dabei bringen 
aufltretende Kraftlinien immer einen Strom im Uhrzeigersinne hervor. 
wenn man den Drahtkreia in der Richtung der Kraftlinien ansieht, ein- 
tretende einen solchen im entgegengesetzten Sinne. 

Aus diesem allgemeinen Gesetz folgt zunächst : je stärker der 
induzierende Magnet oder der induzierende Strom 
ist, um ao größer iat bei sonat gleichen Verhält- 
niaaen die elektromotorische Kraft in der indu- 
zierten Spule. Denn in der Nähe einea stärkeren Magneten oder 
Stromes sind mehr Kraftlinien pro Quadratzentimeter vorhanden ala bei 
schwächerem Magnete oder Strom. 

Femer folgt daraus: je rascher der primäre Strom 
oder Magnet in seiner Stärke oder in seiner Lage 
verändert wird, um ao größer ist die elektromoto- 
rische Kraft des Induktionsstromes. Von dem Material 
des induzierten Drahtes ist sie ganz unabhängig. Je rascher, also auch je 
plötzhcher die Unterbrechungen eines primären Stromes stattfinden, 
um so größer wird die elektromotorische Kraft des induzierten Stromes. 

Und endhch drittens: je größer die Anzahl der Win- 
dungen der induzierten Spule ist. um so größer 
wird die elektromotorische Kraft des induzierten 
Stromes. Denn jede Windung umfaßt eine Anzahl Kraftlinien und 
die gesamte Zahl der Kraftlinien, die pro Zeiteinheit ein- oder austreten, 
hat daher um so größer, je mehr Windungen die Spule hat. 

Wir können die Größe der elektromotorischen Kraft des Induktions- 
etromea direkt gleichsetzen der Zahl der pro Zeiteinheit in die Fläche 
hinein- oder aus ihr herausgehenden Kraftlinien, Indes wäre diese Ein- 
heit für praktische Zwecke zu klein. Man ist daher übereingekommen* 
diejenige elektromotorische Kraft als Einheit zu nehmen^ bei der nicht 
einet sondern 100 Millionen (lO'^) Kraftlinien in der Zeiteinheit in die 
Fläche ein- oder austreten. Diese Einheit ist gerade das Volt, das wir 
schon immer angewendet haben. Wir haben z. B. in Fig, 203 ein Bild 
der Kraftlinien eines Magnetstabes. Nehmen wir nun einen Drahtkreis, 
wie den bei A, gezeichneten, der eine bestimmte Fläche umschließt, und 
nähern wir ihn dem Nordpol bis A^ , ao erkennt man, daß dabei mehr 
Kraftlinien durch ihn hindurchgehen als früher. An der Stelle A^ durch- 
aetien drei Kraftlinien die Stromöäche, an der Stelle A^ aber sechs. Wenn 
sich folglich die Stromüäche in 1 Sekunde von A, bis A^ bewegen würde, 
so würde die elektromotorische Kraft durch die Zahl 3 ausgedrückt sein. 

Bewegt sich aber die Stromfläche in -77^^ Sekunde von A, bis Aj. so ist 

die elektromotorische Kraft durch die Zahl 3000 dargestellt. Nach u^ieerer 
Festsetzung wäre in diesem zweiten Fall die elektromotorische Kraft 
0,00003 Volt. Bückt die Fläche bis zum Nordpol N, so treten dabei am 
meisten Kraftlinien ein; rückt sie weiter, so nimmt die Induktion wieder 
ab und an der Steile M bringt eine kleine Bewegung der Drahtflüche keine 
neuen Kraftlinien mehr hinein. Dort ist also der Induktionsstrom Null. 



216 



L IVil. St. lUpItd. 



Boi «mtvrnni ForUchraitcn treten mchx und tncltt Kfiiftliiiicn aus der 
FTii'^hi- ciiiB, I>rr Lndiiktirmsiitrom ln^komml. 'iithcr dii* i'nlgi.^|[tfri2*«c^tt* 
EidiLuug. wiu BJcli aoigl. wt^im man di^ii Drutiikri*u von A, ühvt A^ tuicb A, 
dchiebt. t]bf!riHo knnn inuii uuh drr ZuM der (.Mutr^UmdoTi KrHftLinitrn 
<Üp Ri^htim^ und tlj«^ OrüÜr' di^r '■t^lffrnHioT<iri»(ih*'ii Kr^ft Iwtlimin*». 
vivJin diu FlJk^^ti« HiuL uberlittlU vJi^r mjli<rUttlb di<» Mb^uutiw. wiv von 
A, H&rh A,, hi'W-'pr., 

wfnrtiiTiß, Hrnn dfi jcid^r StromkTvia mit mA^nrrijichrn K rnltlin irn hc- 
hftftflt ist, »o »chn«i<1i!t drr »ekiindäro I^itcr. wenn er dftin prixnftion Ätrom 
ürh mihert wirr Äirh von ihm rntfpnit, diu Krfl.ltlinirn dwurlbf^n und da^ 



\ 



i^ic ins 



A, 



M 



durch (intsUhl clcr indiiktinnMHtroiij. Wir*l dir prirtuii-H- r^'i(i'r iml«r- 
lirochpn, «o v^mchwindtfii flohip Rrafllinlpii, tä^ ^v\tel\ jikn ihm h di-r Flnclie 
du ■nkiindilren hindun-h ii\v\ «TJ^fu^n liuliiülion. 

Uin ftuch niiti^l? drr K r*f r ün i o n vors i<-l hing dio Richtung d« In- 
duktioiiAMt-i^Tmufi imiiuM' u^ixtti^ifL'lhjiEi f(^HtjiLa6UlJon« ist vou MiLXvrcU 
folgende; Uegr] nufgostdit tt'ordpnn dir m^n die MaxwflUchc lit g^c\ 
n«iint -. Man blicke auf die induii^rte tipul« iinin«r 
in der Kiohtung dor Kraftlinien (die vom Nordpol 
ausgehen und durc^h die Luft tum f^üiipol hin- 
p tf h V ti). Dan El bringen iiUHtn^tondu KraftLinien 
lQ&fii{^r<>inr'n^trO[Ti im Ulir£t<igFrBinn>(^intTVIcnd^ 
viuvu IUI eut<j;v^en^vHct£ttin Sinne hervc^r. 

Vf*rmil'tYtU dor Ri-trAohtunj; tlt^r KrA^Mmi^n lAßr djrh nun in jffdMA 
Fultv div Rjr-htUEi)^ di^H liLdul^liEjjufqlrume» und diu OrLtO« d«r vl^kCi^ 
motorjflfhfn Krnfl hi^jititn nion , di> in irirn?r Spidc diiroh Bcwrjfnim iti- 
diiii*-!! wird. 

Wi*nii «. B. dt^r Drahtkrvit^ iii Fig. äD» {^bf^n] von dfr 8c«Ib A^ UIxu- 
den MftK^el<Ti fortgrjioji'n wird, lös Eur hti^ A,, »o ünHert Hieh m der 
Mitlv di-4 MugncUn dii.- l{j<:bii]ri^ doe hiduk1u>nifltromi;«; wird «r dann. 
wie « in der unieron Kigiir f^oBpiohnet ist, umtcekehrt von A, wieder über 



MdiirDLiH.-hv JUvcl, 



817 



t 111 tlvr 

■liJnMrliN f% A 



<d«i Mo^et^n forlgniohobf*Ti bin A^, Hn erkannt mAn. dnU bei diiscr Hin- 
Ziiriii:kb«w¥^iig 4 liiduktioE^Htrüinc von nbweciLAcInd cntgi^gea- 
giM*rlEt«.<[i KtrhlUh^n '.'nfttU-lii.-n. Di« f^r.ränio kohn<n »if^^L um iiri»t«:u 
ttui jvdtfi 8«ii« (.W MHf;;nrUfdWB. vwin drr Dr&litkn-iBt «UU vutfvmt 
■a wonloJi, vititmehj aii^iiäbei l winl. ^uvitviiA üLlt dur MiUu üi^b Magii^t- 

DumU)« üü'Ih «tHt[p vt^iui üiT I>iHhikr.'jH iv^i SAv\Ul luul lU^r MH|!JLi^t 
iturrii ihn hindiirnh^r'RJiirrin irird, noi^h (]/<r cm^n nnit andf*n?Ti Kichti:ng. 
Sobali] itfinc MittA dm Drabtkrvin 
pfuwrrt hat. wp(?liac-lt drr Älmm '^' "' 

m üim die RicJirnnc und elwn*o. ^( ^^ > ^ Jp 

Wfmn (T Willi* HrurpuTif- uMikrlirt 
Wir rtitid hIh» jttzt tm ntundo, 
durch «iixtttch« Bewegung i^iiic!: 
Ur^tffpule in dvr Nähe von Mikf^- 
n«ten od«T von Hagnet^o in der 
24äbe von |inibti>|)ijlori t^l^kri 
fitiAnia KU i-f fc<u|^rii , jiAEi 
Anui'ndun^ vuii jf]tlvATiii>nh(>ti 

m<Titrn. Direkt allj^niinffj» Ih»- ^i -^ A^ 

kocnnkcn »ii immer Sir^iHr vini 

(ortwüliTctwi wcchfli^lndrr Ki»*hninji, äImt <>s wird iina mrt^ich win, di|M 
Siromc düTfh Zubilfcnahnn^ rim»» paesi'iul i-iiij^ei'kht«ten Kommot^tom 
in ätrömu vou toniittjit blribcndcr Kinhtung umauwandrJn, Wenn wir 
s. B' in Vig. ^rX in d «inmi Mitgiu-iEi-n hnbon, drr m N uijjcn XonlpJ. 
in S seuiL*!! Öüd|ful luit, iituI wonn wir jodr^m du**rr Pnln nnv. Ihaht- 
■fule gegpriiibrrMtpllen, die auf nncn gebogenen Zylindt-T K aut wtichpm 
BJmui. den Kern, imf^phobon shul. sh hi-nnüii wn durdi Umdn^hiins 
diflwr Spolm vor rW Mfl-fln^rpoLi^n WrihF^tttrömc in jf'Jf-t von ihni^n 
erzeuHi?n Der Druljt uuf den beiden l^puleu ist 
rnniiniTrn'nb)ingrnd Wenn dü< ''inr Spule A linh von 
Utiu Nordpol N sntWnt, eutfcrut hcAi <be amlure b 
fM ^k'\rhrr Zeif mn itmi Wililiiftl S. riHjrtir «un 
tlirw Ströme »ich in ihin P^jpirMii'h Tti< lit i-ntj^Auirn- 
uirkrii. Horrdiirn siiHJki[Lriiuii)U<lAivi, niUiu^n din Win^ 
iltinjjrtii dT Äpirftl*-« rwi^rfcmhßia ini'inftndfr Übcr- 
l£i-|ji-)j , nÄmbrb *i>, duÜ «ij«' bmdon Scliunki-l in 
i•\^t|t**^I,^•\\^ilelz1f^T Riohtun^ mit- dem I>rabt um- 
wi^^V^'ll xiitd. 

Sobald nun die beiden DrnhtMpukn mnh lU' 
•ammeu bew^ntn, tritt in beiden die Induktion in 
W'iriuumknTH <^«werd<ui in beiden t^jmlon eh-ktrumolüriaphe Kräfte em<f;l« 
die »[i'h ndtbirriTi, und wenn dio Eiiilrn der ?^pulm •l\iT<:h i-iiym JLiiQi'n^ri 
A4tmmkruiii verbunden aind. ho Ih^Ut diin'b (Lü uiku^i.« Syslvm vm Indub- 
tioftMlTcrTn. Dabei lH tti RiinK gk'if.'b. ob der SfimpiPl f^j^t int und ii« 
Spttkii üeli dtrhen. odtjc ob die Spulen levt^httlf^n wt-n^t^n und (l«r 
Hjignet in Dreliun^ vemetfT. ^rlrlL 

Wir wollen die BJditnng de* [iiüuktifHui^trornc'ji und ä'\o firöfi? d*r 
eleirin>HLoWirJ»rli»*n KmJi su bmliinini^n ftHrhnn, wi^nn dop Körn mit d^n 



r\f tu 







L Twl, ft- K>pjl«l. 



Spulon HJch vor dorn fuäT>ntuhuuUi?ii Mägiii>lerj draht- Dftb^i lirAuoliec wir 

bloß ein«? von den Spillen, etwn A, cii botraoht^n, du die ftndfjr. ho mit ihr 
verbunden Ut, dnü die buiduii laduzierlvn ^IrOine in gkichem Hinnc ver- 
Uuff^iL Die Kraftiinien gehen vato Nord^iol N Aua nneh allen Seiten in 
die Loft und geheim lam Südpol S Hin. E* möge ikh die Spule A in der 
Kichtunp diu Uhr:GniEt'nv wip m Fig. 205 Iwwfgi^u, Wonrj iUl> .S^/niu in der 
Lage A . über dem PoJe N sttht, gehun alle Kraftlmieö des Pole* durcb bip 
liiudurüu; JÄugL ^ü ud. ditii furtiulrciUL'^i^ti, kü treit-iL iiLt^ht tuid uiphr 
KrAftlini^n aus ihr herAu», alvo llJeüt. micU d^r MikxwrUi^'.'ber] Rc^l [8, 216), 
i/i dvi Ricbtung dor Kmlltimcii] geiwhL'n, dvr Strom Jn Ihr iitl Siuii« de« 

UhrEei^iiTa. Tat die Spulft 
'" ''^' bi** A^ gtkumiutHL , flu iflt 

nAi?li dur- ZuJchnung i>in<- 
Kiafrlinie aua iht Ausge- 
ireteü. von unten geaelten 
ftipßE «Isa der Strom in d^r 
Vhiaetgorncbtung, ulso von 
obpfi gj-Ä'hen enigi-Rr^Jige' 
seUl, wie dijr Pfeil bpi Ä, 






IMs 




Ki*vgL tj<*ht dieZi^putv woilwr 
h\» A^ , diso ülwr d[^ Miltfi 

ihrpö Wegw, bu dnngeu 
wieder irnrn^r mnlir Kruft- 
liuiviL 111 I4K' liinHin. Abi-r von 
fihnn, »o daß abM> von obwn 
tfwvh«» der Strom utng«- 
tchrt. wie ein llhrrjäger, 
d, h. von nnten gcjwhfro 
jinniiT noi'U wJ£^ diir Ubf^ 
r.'^jg.t'.r flipQt, DamuH fotj[t, 
duÜ au'h diii Richtung d«« 
Stromf"? nuf Htm >;anBrn W^k^' v<in A^ iiber A, und A^ bis A^ nirbt 
ändert, wvnn di«; Tr^^mle vom NardpuJ zum äüdpul aiek drvht. Dtvht 
sie nicrh ahrr w.-iKt von A, iibr'r A^ und A^, so dringen die vom oben 
hp^eluJcomult^ndvjJ KrftHlinii.'(] Heillitli lii^r&ua u[k1 «iigltick dritigru von 
unK^ij inimerTwne hii'rf'jri, An d»fl iiuf iU*tn WriU'rwi'K '^''^ Slroin umgi-krhrt 
wi*' der VbTi'/'ig*'r fließt» wAbivnd Mirb Jm» Spuli* vtm fi im Sinn** de* Uhr- 
wip^cft iiiwh N dr^^bfr. Dii* Uiiikii}uuji|^ d<M9 Slrunn?» llndM nlsu bUU, 
wAiirend die Hpiilr' g>'mdi* Ubnr den Pnlon A\c}t vorhf)b*nin»gr. Am 
^loQlcn iit die dektioirmt^jiacbjf K-tait und dubvr HUcb der Stri/ui duntu 
w«in dli? Spulen uerudc um 90*" vim den Pnlcn entfernt «nd. Dmn 
dort fiet*n bei dtfr Bcwcgunft vcn unten di« Kraftlinien »i;». von oben 
dip IvTfJtlinien cm. urxd wir liuben gnst^ic^n. driii dipan Kn.mninienwirkeii- 
Bvi jt^rliT bnlb«!! (.'niilrobunf; den MiLßnetc:! oder du Kerni>a mit den Drmlit' 
MjFult-n wirtl uliiu die HK'btun^ dtM ludidtUoi;^lrumi« eu ibnen vcnmivft. 
Dip SpiMiri und der nio vf^rT>indi?nde Draht tvprdcn von Wccbni^J' 
B t rti II) << II dtirc1ifTo»!LHen, 

Pill Kn^tirbtung, die Wt^r Hi'bi.'nmtiwb [iL-Brlirit<lwri wurde, vt nun 
in Abniicbrn Fornwn vieifaeh wirklich nuBgefulul, In d#ai Apparat iu 



I 




MiVmtotdclrlaahv Mw^nhiiu 



219 



Pig- 306 Kh B^ \m^ ttn IcrAfTJj^rt Maktk^I Auf ^iii^r UiitvrlAgr, luiii vjr 
soiikon PuW wunlpin iwri Spulisn K iiriil R'. iJiii Hijf Kü^Anki^rmin aulriir^^u, 
vrrmiitobi fjn« Radu in nuichr RoiAtini^ vi^rimtcl. Man n^nnt kiv xii- 
wvÜcn I n d u k t o r r ol I « n- Vni von iIlti lHml<-n Kmlrn Ov« DrühliM 
dirocr Koiirn dm StmtTi nn^h auQpii diirrh otnfn bfU^higi-Ti Drahl WW 
leilut cu koimea. wcrdi>ii dieAc Endün in inci vijuviimiiduf laoÜvitiT ICju|jv 




il«f ntft«JDAchm AfhMr ^T^fiitirT, «Hrli^ a1»o nnt drr Arhiv tind mit 
ilflh dpüI^GQ sich divheit. Aul liii^HL'u Killen H<:tili*tft<(i nun tv/vi iMctHllfi-il«rn 
ft Lind >i, wr-li^hj' hIao iniTni-r mit d''u Kndt^n di^r SpiiW in VThimlunK aind, 
äü bilden dailurrl) dii* ff^Ft^n Kiid^Ti l:1<t| Ix^wri^lii^hfin i^p^lf-ndrahtr 

Wrbind^t Jiinn dut^*- St-hlmlfnliirii diirolj iriti^nd uition l^itvr ww» 
ftioon AppAmt ivUt nurti dtirrh di'ti mrnuhlir.hrn Körper, so llkBtiA 
iliavli diMcn Lirttiir ilit^ Wi^oluti^lhiriJOUT timdLirvh, div in don bourogUc^tin 
Spulnn pftoujrt worHoü. 




M 



220 



I, T*a. y. K»piE*i. 



MiLii nvniit '-[tw «ulrhr MiLHrbiao mni> m B ^ n e^ tcl e k t r i srli d 
U a B h i n e, 

J «.'dt^Hiiitif , wnnn dio IiaüL'h Spnlnii oinn Imlbi^' l'riidrvhunijf pornftc^ht 
hib«»! pntdtrlit fr'n% f^troTa von i^ntf^ojü^n^vAetT^ti^r Ric^htunn, d« iiaji idno 

Mul tlf^i' j">*itivr Rtfonuiniynils iiai^ti «, iljin mwliro MhI iiiwh b hin (trichtct 
ifti Wfnn miin rn nun iihcr pinrifihipt. daü immer, wmn dir Arliito hnlh 
uriiui-Llrcht wird, auch ein Kommutrior unigpk'ai wird* durcb don der 
Sttonx vun *b^n .Hpulcn curmi x^'^U-hri wmi ^^^ "at klut, doli dutiH durrU dnn 
Droht ^twidichcn a nnd b di^ Z:^tr6m« fortwAbr^nd in d^n^lbcn Itiobtung 
fUi^tlf^Ti riiÜKHL'ii. Ein duluLLtrr KummuttLlor it»t in d*.'r Tt^i nji dipstr Muecbiriu 
anjlpbrftt'bt Man rrbiilf fliirnh ihn jtj d<tni Sr'bli*"|ii.iiii!"kr''iHi- pinr- gri^iii- 
Mwi^e VON aufi'innudeHol^nUed Simulien d»'tHoMnji( KK^Iitu»^, die vun 
«MTioni ki»t]li]iuii.T]tr.'hi^(i «Slroiii luvhi ku unriTfcnhoidi^ri miid, vfi^un Ttur dio 
Rotation cl#r DrahtApidpn f>in» athr raar:h^ ist. 

Di*- hioüfl A«fw(iridimj( von Arljoit, iini <Uo Spiilnn vor dftn MapncT- 
poVn zu drvhcn, hat uiui olsn hier in den Stand ^/^air^tEt, flfkcriÄoh^ Sirumi^ 
au fCzeHgi-n- In dm gulvuniBchLTi KHt*^n wiid, wi« wir ^esi'hfin liuU-n, 
dio plrkt.nsi?br -Strömung tin-iiirrb i-rwugt. djiß Zink in ihnrn flilijirlöst 
wird. Die bi-i der Auilosüng des Zinkn tntwwkiht; cliemiacibi.' Enprsiu 
wlzt aidi diri'kf in i^li'ktriHobo Hn**r^ic\ nm. In dnn Thrrmosäulpo hubrn 
wir die EikTgit d« Wännp in elektmch*^ Energi« venvftndeli:. Jetzt linbcn 
wir (iirvkc dio En«^io di.*r 15i*wtgiin|;, die .^boli, die witÄum Urebfii miaun^r 
8pilVtl v-Tw^rnlrf. hfl.l»iin, in olrkl^riHrhr EnKr^E''^ mn^WHtzt Di<w4 iwT, drr 
Punkt» an vrek'beru die []:L(Kl<»ri»t< Elirbti^^terhiLik uuf MHcht iuiu<<^jt1eij 
bat und voTi d^m hi.h ne Ww iflnni^r'ndi'ri Rrhiilf^r^ erUngt Km Wi^ Ajch 
iliki EntwK'Li-]img vuu dnivi^j' (■riili*iii m^^b /.ic^rdt^b priiriitivitii MAüH'hme, 
welche Arbr^tl. in i^lcki.rijich<^ KniTji;i<^ Vi^rwnnfbtf hat, hw zu der bnntij^n 
IUea«nmuäi:hinc'ri u[i'ht:il(i't haU Wf^nürn wir im xwinleTi Abucbnilt d^uMi* 
BaoheB biwpnit^hirrL. 

Eine jcdn VerlindpTiiJifl in drr l^a^to xind Sl&rk» *inoii ^1- 
vujLiH'hvii ätrumi'i odi-i in der Lb^i> und ^lürko üincn Mn|£nctcn cnirugt 
tu i'inrni in dor Kfiho bL'findbrhrn Dnihtkrcifli' pinon Induktion BHfrom. 
Bisher liAtUu wir uuuivi einige nnuUi'Ei «-rbclibdic Vvräudi^rungi^u der 



p 





IiAgt oder StÄrko an^onominen. iVso Wlrkuckg ^dti aber bi« fu dvn 
aUorklainiilen Veränderungen- Dos wujLderbaräte nnd um p^nialstMi ad*- 
glbdvuibtf« Beinpk*! di^w^r iniin xiezvnd«n Wirkunjt üt Aivt RolWhp Tcl^ 
p ti u. Dil* Wirknni^woiw dcHtllwu wird AUa der »i^hematijcebpD 
Fig. 307 klar hfrvorwihvn In diiviiT Ki^^Tir ftind zwei Hta.]ihj\u^Hc N iS 
iträ N^ S, An iWn Nordpc>t-'ri K und N, mit eineitt Dcnhi umwickelt. 



Talephoü. 221 

der die beiden Magnete luiteLnander verbindet. Vor jedem Nordpole 
Btcbt in der Nähe eine dünne Platte aus weichem Eisen. In diesen wird 
durch die Wirkung der Magnete je ein Südpol s und s' auf der den Magneten 
zugewendeten Seite induziert. Drückt man nun die eine Eisenplatte. 
z. B. s, ein wenig nüt der Hand ein, so wird der Südpol dadurch dern 
Magneten und der diesen umgebenden Spirale genähert. Infolgedessen 
enUteht in dieser Spirale ein Induktionsstrom, welcher sieh durch den 
Draht zu dem anderen Nordpol N, fortpflanzt und diesen, da er umgekehrt 
wie der Zeiger einer Uhr um ihn fließt, verstärkt. Dadurch wird aber nun 
die Platte a\ infolge der Htörkeren Wirkung des Nordpola N,, ein wenig 
an N, angezc^en. Im Moment also« wo man s ein wenig gegen N heran- 
drückt, wird s' ein wenig gegen N^ herangezogen. Hätte man s ein wenig 
von N entfernt, so würde auch s' sich sofort von N, entfernen. Einer 
jeden noch so kleinen Bewegung von s entspricht also eine ebensolche 
Bewegung von s'- Wenn man nun gegen die Platte s spricht, so wird diese 
dadurch in sehr kleine Bewegungen, in sehr kleine Schwingungen ver- 
setzt. Jede Schwingung erzeugt einen Induktionsstrom und daher die- 
selbe Schwingung an der Platte s'. Dieae Schwingungen der Platte b' 
t«ilen sich dann der Luft mit und so hört man in s' das, was in s hinein- 
gesprochen wurde. Wir werden im zweiten Teile Gelegenheit haben, 
uns mit der spezielleren Einrichtung des Telephons und mit den an diesem 
Schema angebrachten Verbeaserungen näher zu beschäftigen. 

Ebenso wie in Drähten entstehen auch in ausgedehnten Metall- 
maasen Induktionsstrüme durch Bewegung von Magneten oder Strömen. 
Wenn man z, B, eine kupferne Scheibe, wie es A r a g o getan hat. rasch 
um ihre Achse dreht und über derselben eine Magnetnadel fest aufstellt, 
so werden durch dieae Bewegung der Kupferscheibe bei den Magnetpolen 
vorbei in der Scheibe Induktionsstrome erzeugt. Die Richtung der Ströme 
ist dabei nach dem Lenzschen Gesetz wieder die, daQ diese durch ihre 
elektromagnetische Wirkung die Scheibe in der entgegengesetzten Wirkung 
forttreiben würden. Entfernt sich also z. B. in einem Moment ein Punkt 
der Scheibe von dem Nordpol der Magnetnadel, so würde diese elektro- 
magnetische Wirkung diesen Punkt dem Nordpol zu nähern suchen. Daraus 
fol^, daß wenn die Magnetnadel nicht fest, sondern drehbar über der 
Scheibe aufgehängt ist, daß sie unter dem Einfluß dieser Kräfte der Rotation 
der Scheibe folgen muß. Der Nordpol der Nadel muß ehen dem Punkt 
der Scheibe folgen, der sich von ihm entfernt, aber sich ihm nähern will. 
Es hat Arago diese Erscheinung zuerst beobachtet, aber erst durch Faradays 
Entdeckung der Induktionsströme wurde sie auf ihre Grundlage zurück- 
geführt. 

Eine andere Folgerung dieser Erscheinung hat bei der Konulruktion 
von Galvanometern eine wichtige Anwendung gefunden. Wenn eine 
Magnetnadel in einem metallenen Gehäuse schwingt, so werden in diesem 
Metall ebenfalls Induktionsströme erregt und durch die elektromagnetische 
Anjnehnng wirken diese der Bewegung der Magnetnadel entgegen. Die 
Magnetnadel hört infolgedessen bald auf zu schwingen, ihre Schwingungen 
werden rasch gedämpft. Man umgibt deshalb, wie wir S. 189 ge- 
sehen haben, bei vielen Galvanometern den Magneten mit einer solchen 
dämpfenden Kupferhülse und hat dadurch den Vorteil, daß die Nadel 



222 



L TdU, P. KapiloI, 



Fir ><>■- 




d« GnlvauomHerpi ^ioh rft^oh in ihr« be«li in mt« Stella begibt, ohne Uii|jb 
kill um) In r /.ii 'I ll^wr1E;r^l, KJ^, 'JOS M'i^l t. R. den Durt^bäiOnnU, vünw 
Aolchwi Kki]tft:ji],^tupfi.T9 in doMi nbi>E) |.S- 1^} abgrbilderjtn GAlvanonaciCwt 
von Hattmaiiri ^ Biuun. Miiri 5Juh.t dr» Glocrlcunmagii^^l in dirni HohJ' 
rAiim (*inT Kupfi^rmnsjif; HptiudIJob. Obon ist; dcrSpiq;nl hu «b-n, diitrh 
dftM di«i OewvyungeTi beoluiohtPt w».*^le]i, rt-chta int der Dufcb*<Jinil d«r 
Mull iplikflT.oT Windungen Ktwpbnpt. 

AllHomcin nennt man dio Sttompn die durch Induktion in wiagedobneon 
MrtutImuHfien imtHLeht^n. {mlQbräuE'hli(^b) Fci ufu ul t scbo J^trömn 
oder jptrt bciHipt W irbrlströme Diese WirbelBtrÖme sind häutig 
otorond. buiu(uJ4*rü bei d<<t' KorifiLruldJun von o]oktn^b(<i] McL-chiiiL'n. 

wj^il Sil ihrer KTH'ii;ri"ig '"'ti gi-wisar-r Aufwnnd 
VOD Arbeit gvhörl. der aht^t uutsloe verbraucht 
HUd, und iml i\ivw htrimw «ivh iifMih dvta Jo\i]n- 
ft^bpti CIpBi-'tz in Wikrniv iiQisoIzpik urul echi^- 
YivUv Erlii[2Lin^im horvoibrin^n. Man hftt dM- 
h»Ib boi den technieehen clelctrliich'^n Maschinen 
ew\i bt-mübt. <haK Wirbektrömc xa verhindern 
nd*T wenigstens nbssiis^'bwftchen. Diraelben eni- 
filcb^n durl gero-de in denjf<nigen mugnetisohen 
Eiai^nninsäPii, wpIc.Iip die wirksamfin induKJomin 
Driihle tragen, l-'m die^t' Ströme nu vetbindcto. 
iüt rö noiwund:^, dimt miagudebnteu MctoH- 
Tn;.KM(^ii in denjeoigvD Richtungen ta unter- 
Lirei.4i{>n . in wültht^n die WirlfelfltruuLc fliulhsn 
wiirdrn, Mnn macht di^shafb Eiiw*nkr>r|wr , in 
welL'bt^n H'irU'ldirümt.' nnlflUibt^n küiintfu, utcbt. 
an» eitipni ruasfliven .Stücke ■nndetn Sft«t «ifl »U» 
eintir groUru B»ih? von einx^lnen EiAfinMucktifi 
Aiisommon. m dali in der Rinlilting dirr Wifbel- 
Htn'>ri)<* kvmtf «uaammt^ididii^endf motallijtch« 
^(ubii vor)LiLniji>n ja!.. ttt'WökTibch nin:irnf man 
oxydiert» Eiw-ndtahl« oder auch isolierte ßinrn- 
Mohj^ibon Evir Knntitrukticin voa eokhfUi MclAtl- 

Die [iiduktionB^ome. die durch O0n«n oiid 
3phlieQfin nine» ]>rinij'iren Stromw entflt<'hpnH wcnlen viel HtrirktT. wenn 
maTL m die prim^vn- Pralttapule einen Eisenkern hineinbringt und dann 
den ^frurn ubwwhHebid HühbeUt und öfFuet. Uenri durtn rrhult mau 
niüht nur dii" IndukImn*i>itrÖm*? von dt*m *ntat<-hrndpn und vrigrh*^nden 
8lr(im, flund<*r'L auch die IiiduktionBtilrvuiü von dein f^ulBtuhendi^n und 
Tfir^i-hi^fidfii Maj^t^ti/imnn inrinrhalb d^r induEW'4>nd«a dpiilr. und di^*jv 
HviikvTi luanrnnL'^n, vi-(«i;Lrkfrj ttjrh luid juüc-hvn daher div Induklioae^ 
wiiknnj^pn %'inl krflfti>^i'r "ml nritrkirp, Wfmn man aluo in dir pnmAn' 
Spul'' f-incn Krm von Wfriebf^ni Einen lüneinbri^iat > *o vird ;li» mdu- 
tiirrirndr^ Wirkung der piimurun Spule außerorthiitlir^b Terfljt^Uiiirt. Nach 
deni über die Wirbel.itionie eben flo»a((ten nininil man ftb»r nirht «inen 
niuniwn EiHi^rikern H nondern ain ßunilfJ uxydifirtvr Kifwndribt«^ 

Mrtdiw b<-idiLn bisher be-q^rochenen Arten der Indaktian. der UofpiAtO' 





SelbstindaktLOti. 223 

Induktion und ElektroinduktEon, sind aber die TnduktionseTBcheinung^n 
DOch nicht erschöpft. Ea gibt noch eine dritte. beaonderB wichtige und 
intereasÄnte Art von Induktion, di« ebenfalls von Faraday entdeckt 
wurde, die Selbstinduktion. 

G&nx ebenso nämlich, wie ein galvanischer Strom bei seinem Entstehen 
und VeiBchwinden in einem in seiner Nähe befindlichen Draht- 
kreis Indaktionsströme erzeugt, ganz ebenso erzeugt er auch in seiner 
eigenen Bahn derartige Ströme- Am einfachsten läßt sich diese 
Tataochc einsehen, wenn man einen spiralförmig gewundenen Draht 
nimmt und den Strom von einem galvanischen Element tlurch ihn hindurch- 
sendet. Es fließt dann der Strom durch lauter parallel nebeneinander 
liegende Windungen. In dem Moment nun, wo der Strom unterbrochen 
wird) wird von jeder Windung auf die anderen Induktion ausgeübt; ebenso 
wird im Moment, wo der Strom geachloasen wird, auch in allen Windungen 
Induktion erregt. Man nennt dieae Induktionaströnie in der eigenen 
Bahn eines Stromes Extraströme. Beim Schließen eines 
Stromes fließt der erzeugte Extrastrom in entgegengesetzter Richtung 
dnrch die Spirale wiederibn erzeugende primäre Strom. Der beim Schließen 
entstehende Ejtraatrom schwächt also den eigentlichen Strom. Daher 
kommt ein jeder Strom, wenn er geacblossen wml, nicht sofort zu seiner 
vollen Starke, sondern erlangt diese erst allmähhch, allerdings in sehr 
kurzer Zeit. Er kommt nämlich erst dann zu seiner vollen Intensität, 
wenn der Schließungseitrastrom abgelaufen ist, seine Intensität wächst 
allmählich von Null an bis zu ihrem vollen Werte. Beim Offnen da- 
gegen, wenn der Strom in einer Leitung unterbrochen wird, sucht der 
entstehende OftiungBentraatrom in derselben Richtung zu fließen, wie 
der ursprüngliche Strom. Da der ursprüngliche Strom aber schon unter- 
brochen ist, so findet der Offnungsstrom hier, in diesem einfachen Fall, 
keinen Weg mehr durch den Drabt, ein eigentlicher OfTnungsextrastrom 
kommt also gar nicht zu stände. Trotzdem aber ist eine Tendenz für den 
öftiungsatrom , eine elektromotoriache Kraft vorhanden, welche unter 
geeigneten Umständen auch wirkhch den Strom zum Fließen bringen kann. 

Es ist zuerst nicht leicht, sich von dem Vorhandensein dieser Extra- 
ströme, die durch Selbstinduktion entstehen, eine klare Vorstellung zu ver- 
schaffen. Am einfachsten kann man sie* wenigstens den Öffnungaextrastrom, 
experimentell auf folgende Weise er- 
kennen. Man nimmt eine Spule mit ^^^' "^' 
vielen Windungen {in einer solchen 
werden die Extraströme, wie wir 
sehen werden, recht stark) und 
schaltet sie in einen Zweig einer 
Wheatetoneachen Drahtkombination 
ein , wie in Fig, 209- S sei diese 
Spule, E sei das galvanische Element, 
ft b eÄ ausgespannter Draht, W der 
Vergleichs widerstand, G sei ein emp- 
findliches ballistiflches Galvanometer (S. 190) in der Brücke, Dann wissen 
wir, daß wir durch Verschieben des Kontaktes C auf der Brücke eine 
Stelle finden können , bei welcher das Galvanometer in der Brücke ganz 




i 



I 



FitTomlw wi. Dil- ptrvK'' DmblkijmhiDatiun wird von StrrVriiQn durch- 

äosM^u . Hill i^ii hiijtl' ui iiliiin Slroiii . uri4 xw^r Itt di^ ^t(>llang von 
C nur al>J)JLi4;i^ \i.ni [Il-ui SLjhÄltrim [)or WidiirAländn dfir viir SmWh- 
iw««* S, W, a C^ hü, HAT nicht von dor doktmmotoTi«fihen Knifl 
ÜHH El^nivrit^ E, Man kaun a]«o kldrio oduf groQe elektromotorisch« 
Krüf**^ in K ei nör)i alten, ohrn: «Ijvß «in.^ tlftlvunoinpitir dnon Aiisaphljm 
tiLUc^lit, wonii ts einmal inf Stromloaigkcit einpeal*llt iat. Wenn mein nun 
ftboT, und diih x^t daa Exp^nixu^iit, cijü* dan ßxlrwitrüiii iHtwirint. di*n Hu^Jt- 
■tromkrcii E a b öflnet. ao siohi inan die Nadel des G«lvAnoTi)et«rB ein*n 
plotiUuUuri AuuBcljlag iTiuchvr^ und duim wic^dut in Jil< Huhtüoge aurijck' 
k^hrrn. Di^er Nn^HaKswhJAg IwweiHt, -iftll liurch da* (•Dlva4ton>M«r 
VEti momi'iJlfttn'r ^trom gfgaiimi uit, und diuwr rüliit bor v<ju d<?r *'5t']l*l- 
indukliiju In d<*r K<»II*^S. jJunm djin Aufh<ir<.'n. OIItil^ti di*M |hrüiJti.reiiN(roriu*B 
in S ijii eni^ «[i:kJ:oti\f>tarmh^ Krttft di-i dt^lbHliiiduktioEi votaUndtn, I 
wi>!cl[t* dun'h S ävilhai imd diirnb nlln timI 1)1/" viTbundßn^vi l-i-itwf, nlso 
ÄHph dürr'h G, einen moioi'ntflnr'ii Strom ar^hd^l. 

Wir kümti-n äo^ur uenti \tir dii^^'a Kx^ieri/iieur firkäidli-UL nix'b malu 
ftb bloü qtiAlitni.iv das Vorhandcnhein dw OfTuTingfleTtiTnalroinM erkennen. 
Wir ki)nnon aiicb, iriden» wir Spulert von vüraiihiedeiier ürüße und Form 
Ad die i^trlk* von H brin^pn; qunntiTativ bratimmen, wie die Gri>üf- der er- 
ÄPiigtcn ülekttotQotorischeu Kraft sich bei vprsehiedeucn Spulen cmd*rt. 
Tut mmi dies, au (mdi-'l muri Eurtiii-Jurl. duU di^r Widi'rütuud dt^r äpule ä 
nicht in B^Iracht kummi^. Denn wenn man einen xind denfirlben Drftbt 
das eiTR' Mul irei uuf^f^e^pumit. da? uiidtiv Mul £ii oiiier äiimilv gvwickv<h 
all die i^tpUe S bringt, so findtt man unter sonst gleichen UmsTÄnden d«Q 
AuBwIddg dL>H CiulvuriumeLerH dua xweiti? Mal WdeuLtrnd j!röUi-r. buudurC^ 
lind tnijacndriiiid Mr. eroß viK im ornlon Füll Dh Ht Widi»rftrftiid diW 
[ii;iht'W iij U^dt^n Kulk-^u derselbo uL. bu Hit^bl man. diiU dit< Forw ilea 
Dridil'-H r'iut* wr^i^ril iii^hi.' KrA\v für dk' OrMi^ dtv^ KxtrMtromij« spielu 
Viiriwhictlenf Rnlli-n iiiitfr8cbi*iden nich Alao dwbirub, daS «fl j» nach 
ihrer Form, ob bi9. eu^ odor wii^io, luiß odtr kitn lund» viiiip odfir w«mi^ 
WitKlungen habeiit Dnt«r sotiat gleichen Uib^tihndcn vcfrAobttdäne Kxtra- 

Und doÄ ist ohne weiteren einSSUsehen Penn die efekfromotorincbe 
Kralt der i^xtruströme bungt» wi« die aÜcr ujidi^n-n luduktiuitutröme. . 
ab von dvr (leachwindiKkcit, mit drrdir KraftlinienKflhl in der betnjfferHlen ■ 
Fl^i.'!]^ Ftich ändi^rt. Je rucbcT. je plötxhchvr ixlso cim-rteite die primäre 
Intensilut eiuh ündurL uni ao stjirker ist die i?iekrrumotünduUi? üruit. 
die SpAnnung de* Extrnstroine«. Bei gleicher Änderung der Str^iruntÄrV* 
wird abfr dje «leklr'.tiuotuj'LAchL- Krüft um hu ^üUi-r« je inuLr Wmdiuipju 
die imiuKieri^ Sjndr bnt^ weil durch jed» Wmduri^i?nene diii Kr^flltfUtn 
binduri^h^t'lii'n. Djithum ful^ . daß du« Vpi'bäJliuM, in wHti'brtu die hi- 
ynit^rfe i-li^ktromotcfri flehe KrAfr dej» Rjcr.rflfllpomea Jtii der fiL''A'hwindiKkcil 
■tcht, mit ck-i iiiü LStiijjnhtftrkf i-ivb tu <\fr ^pul«- ^ndi'i't, daß dicM« Vcv- 
hultnu uJieiii iibbün^ii^ von der WindungfiKniil und (iräüo. ai*u von dar 
Koniidej-f^puleist, Mao nennt diejTjiVerliiilt Ml* den KoefftMimtftn 
der Seltiitiiuduklion oder eIju- Sc^lbHtpotcntiHl der 
betfo^entkn Spule. Dati ^elbtitpotential i'iner f^pule inl fdlie Grdfie, die, 
eb«nHi> wie der Widerstand einta Üruhlw, nur von der Fvnn. der Ldn^Ee. 



Podhulimtfintul. 



32^ 



^ 



1 Volt= I H^niy 



itt. drr WJniJiin^Bialil O^r S|fiiK n^o »ur von gtfOtOfitnbL'lioii 
Or^ßi^n, t^ai nu-ht von dtr dar^h dii^ Spulri KoUnnili'n ST.rcirti4tArbr< abliJiri^. 
Dnji «SrlbilfKilrnEiAl hÄnpt über, nndor» wie d<ir Widi^i^Ujid. [iir;ht «)> 
vdh cloii Mttrnal d&t Dmhlt.'»- Km Ku|i(rir', Mcmüii^-, Alumituuiudräblv 
ti, n. w. w( **Ä iintfTT fliimrtt k''-'*''^"^'^ fmnrindm Kori'^ dfifunlV Kur Rii*n" 
drihto (EULchrn utgou ihivn Murfc ina|;ntt liehen (Tiaiakt«!* dAVtm *inv 
Aiisttahme^ Kl bwti'lit immpr -Irr ZüBunimcnhonK' 

Klpbt.fomoiori»pb*' Kraft <!>'« RtTtfintmin* = S^-Hi^fprit^nfial '---- (!*- 

^:hu'JEi(Ji^1ii'JI. di*r hklHririilulHiLr^h-riLii^. 

Hm MÜQt [!nji S^Ibfftpnt.L'ntinf v< i. Duliiii in Hrn^r hoAtiniTiiT^in Kiti' 

il, wckhe man 1 H c n r y uljuiI W^im nämlieh di*^ n«iohwinili;!kk*il, 
it der ilcr Sirmu in einer i^jmle dich Üiiderl. «u ^nÜ üit. daü in }iN]rir So^ 
künde lieh die Stroiii>ilärlfi- ({'"''■^de nm I Anijien^ ikiid^rt, jlo werden in 
Spulen vvitfchit-d<.'iLe[ F«jrii^ die üadur<.'li ■.'iitdttl^<.<nde]i Exlriutruiiti' Vf\T~ 
«chii.-di.-»*' <'li:klrnnu>tiiriwhi- Knifr ImWri. Kirn* Sjudc nun, in wrlchcr 
die d^Eiu tnlattdiiMidi- vIt-ktromLttortFtL'ht! Kmlt ^L-rodi- I Vok ut. auU imch 
diäter Fi>«CM'UunK ^raJr du- Kinlioit diu HvlWt^K^U'nlT^I», I Hrnry, 
hab«n DArHUrt fol^t, djtl] für die Riidmiun dJe««lbv Oleichim^' gilt 

I Sf künde- ' 

CHnirrM'« ist dJefr.' Rinlieit für dii- |iriilctM<"h vorLnmmpiidrn FäKm p-- 
u^itinLioh xu groU uiid mnii uiiiirut i.k'aAi.-i;i.'ii doij tauBi^ndalvri Teil dvr- 
f^f^n «.ti* KinWit Art nnil br^xric-hnt^t ihn aU I H i M i Ii ■* n r y. Um 
eiu«ti un^i'falirt'ii BvgriJT vi.>n dtir GrOOenitnlnunfif dtw BplbtdjKrtDUliaJa 
viM» 8pii1'>n rii iM<känimmi« kflnn fcilßcnHi- Ari^>dn" dii"TH*n Kin P^olt-nnid 
Uiil ''ttfr ihnUUAiS*' KhI, ^emi r> I «iriiL l^tnTwIimll Und l rn I^anjU*^ Int- 
«TJTl iinJ wnn Anf ihm 1<"K» DmbtwintliinjU'ii Iw'jpMi, ein S^lbnIpr<fVni.iftl 
V4in ungfl^hr fi, li? MilÜFu'nrv. hat *•» lü Dn^hiU^ini von \v HNX) Windnngcn, 
flo üt diUJ Sp1bAtjKkl(>ntiAl aii^^h iin^efAhr l^ini.il mr jfroQ. 

Dkji Selbulpotenfidl von Ihcibtrnlh'ii ml. r DrAhutflckrt» Ut a1<0 
rine (Jrößn. wckhi^ nur von der Form njui «iiniJi' ilci Kollr alihingt. Man 
kftnn daher nneh Kinhritnrol Im iUr di-^ Selbi^tpnlpntial hrr- 
«telfcJi. indem i^uin UtahlrulJc^u ao ab- 
mißt. daU du- Si.'lb'^lpdU-Titial gmul-> ^i« "" 
i Hrnry ^^^ ^ Miliiliviiry u. e. w. iüt. 
Bpi dt-T prakttBi:hi-(i HL^rsIvlIuikK Büluher 
^N/>Tinal<?n für fli<> fi^Ibat- 
i ti d u k t i ü n~ luuÜ in»\\ -iurHuf H^ht^^n. 
daB dii« Form di^r nrahfrollc i in vj>rAnd er- 
heb bleJbl — fnüiilu'hfcl, üiirh Imj Teiupp- 
nUflrftndrrnnarn , wnil dieAo Form den 
WiVt diw Svllpnt|K/^"iitmlii wejienlikh be- 
dnfTiiBt- Man wiiid<-i dahiT Drühtf aiin 
M^CJtll od" be«Mr MrUlllitJten nid ino- 

hirriTnüf.' 8reiorolltTi (äerpontin) &uf und whlieÜt «e in 8t*in piil Eine 
aokhr Ei nheitrs rolle für 1 H*:nry. wie r^ie vim Sii.-n^i'nH A Haliik«' krin- 
Htrojort winl. sei^ Fit' 210. Mit »okbeii ELnheilprollpn, dif van I Hpnrr 
hia m 0,1 Millibmry Ticr^^U^llt wrrdrn, vt-r^rbcn, kunn man Inicht liaia 






226 



I. T«j!. 9. Kapitol. 



äelb^Hpott-ulial jvdwr Rolle eipenmeiitvlJ lit^tirnrnvii, Kiiw einfach^ 
dafür goeignet« M^thodit wo^dl^n wir uu Ka|>^rH in (WAnb»w1äin!ime und 
DcchstrÖme) TjMcViroibfn. Je ^Ößer t\as 8<?lbsTH|>oti?nli*l emn* l*rii-?ni 
ist» um 80 gröJJcrc oleklroiüotorifiL^hr^ Kruft habet; die t^Ktnutrönii-v dio 
in ihm h**! ST.romJvndeni njien cnlstchen, um sn atiirker ^spannt «nd tta; 
je ^Hiiiiuvi dfth .Sflbflipoti^ntial Ut^ um w gmnger. Spirbtcn h*beii 
ßmÜ<*h Kolbaipotnitin!, p<Tndc' mm^oHiiannf*' Dmhtc acht gerinjpv. 

Um daber die Extra^tröme in einem Draht, auch wenn er ÜUU ut 

und dahur j^ruQon WidvrBtimd beaiut, nuj^lit'hflt t^ehwuoh xu luucliea^ 

muß man »m SplbflfpntenNal TtvÖglkhst klein mnrh^n Bei v'tncT Druht» 

«|mk< kaiui nian daa dndiinjb Liewirken. datf man den Denkt b i f i 1 a r 

wirkHt. w jvfl Fij; 1^1 1 acj«;!;. Man Jiip^t «"Ipiii Dfaht in 

^f *^^ der MiUe um nni »"itidei ihn nun si^ Auf, daß dip b"^ni*^ti 

HrLifttiEi kMimor neb^^ni^jnarickr lj*i;ii^Ei- Dann i1i<-lJr. cifloD- 

liar Her Strom in je tv/vi hpnft<!hl»flrtön Windunjrffn imro*r 

nach dtT untt^^e^fcrt^eäeUten RiebLuni^. und dalifi]' hi;tb«Ei 

flieh dir Eitr.Tfltrüme in ä^n einKehien Windungen ßf*fl^n- 

a?iti^ aul. Eine sult'hc Druhtri^Ue nennt muu vino 

i n cJ n k I i n a f r <^ i c oder bifilnr gcuvic.Ifeltt 

Drahtrolle. In Jen WideiBtondakiSti^n. die wir in Kapitel •i bi'»proohcn, 

haben, eind die Drabtrullnn immer biülur p;ewi(^kult, 

WTlt man nrngekebrT. dip Exltosfrünie in einem Draht möglichst Hlarlc 
mjLolien. ao luuU man sein ^LbelrjjoLeutial inÖ^hohät gruli nuivben. auvli 
vmn er Ht'll^t nur einrn kb'ihen Wiiler^trind ^nwiT.Et, Dm« kAiin man 
hrruivbmi» weuji man dieusn Dru.bt uni eituin Kuru uuh wvjcht^m Eiitm 
herumwiTidr^r, Dfttlijrfh iffer<b»n näiTilJch. boi ftTeirbtr Änderung di^rSlrom- 
e(iirki-t dir E^^frablrumi« svhr aturkn wi*j1 dvi MügTK'tihmu» dt« Eia«Eut 
ibibfi mit vcranilerr wird und dadur*'b auch wii'Hi>r ir^c^l?!i^'Pt^nd wirlc. 
Ein^ Rolli^» dii? kli^iiit^n WtJerätanJ, übet 4l>ubi:i'h^ dtiß m** id>rri i^iiwn 
Kern vim weicbem Kiacn bat, großu Si>ll>dtniiliikriiin bt'HiUt, Ixis^ichDift 
man hHiifig als Dr o »aelsp ii le, Eifie DroiscUpulf iit Alm »tchu 
feudetBs nU »in Elekiruinjignet ntil. geriu^tem ^^'Lde.^tltllnd d«r UmwindLinj;- 
äolch« DpiJBBrfnpLilen be*itÄen tmfer l'mutflnilfn brnUi^hbiLr'? Anwrndnnit»- 
fühiEkeit. womul wii in den folgeiiden Kapiteln zu spredien kouuiwn 
werden, wnhei &.tch mich ihr Xnme crkffiren wird. 

Die KitraattÜme tipißlf<u b&i &lleni vcriuidetbebtu l^trömen eiiic «cht 
wichtig« Rollt? und wir wi?rden in d«n l>0Ldi>n folgeiideri Ki^itc^Ui juit 
nocb viel mit ihnen 7U be*('bHftigen hfttttn, Wir hslten da» (*«»etx gp- 
liindiiii, dtiü Ml euu^r >'pu1e dvr Exliunirum eini< um 00 hübr<re «luktro- 
moforiatho KrniT, niii so hr^hk-rr Spanming hst, je r»achi»T dit^ lrit«iuitAt 
d«i pnniAren SLi<>rLti-fl mi-b ÄiidtMt, Nun bje<bt mau oluie weiten», diiU 
infolgrdeuipn die. SebÜrQuii^n- Und rljo ^^ffnimgacitraströmf« fir^b nicht 
gleich verhalten können, B>:l dt^r Sehlii'Uunjf itin«s Stromes wiicbät, W>V 
iiben erwährl, die SirnmMjirke ullmüblir'h Von Null an bis eu ihn'm roll» 
Eiidwcrt [>ie Aniicning drr f*trom*tJirk*^ ist n\sa keine plötÄlifhi*, m>üi 
eine LLlluialilicbe und djibcr bat der ScblieQurigsi^Ktnbätrom ema vto^bUl 
nuiliij^ perirt^^' Kputmiing. Anilera iat os hei der Offmmg f^nea Stt-ottk 
(I*raJi^ im Momeid vor der Öffnung hat der primäre Slrtun noch ai'in vi:lli 
9tTirki> utid giMeh dttniuf ist dir Htromsliirkr! gleich Nn[l gewnrden. Die 



IndiiktioDupponte, 227 

Ändemng der Stromatärke bei der Öffnung eine» Stromes ißt daher eine 
B«hr rasche, plötfliche^ und daher folgt, dail der OfTnungae?ctraatrom eine 
sehr hohe Spannung haben muQ, eine viel höhere &ls der SchlieQunga- 
eztraatromi Dies iat nun auch in der Tat der Fall. Der CHnungastrom 
iat Bo hoch gespannt, daß er die Luftschicht zwischen den beiden Leitern, 
durch deren Trennung der Strom geöffnet ist, in einem Funken durchbricht. 
Obwohl er alao keinen geachloauenen Weg durch den Draht mehr findet, 
fließt er doch und zwar durch die Luftschicht zwischen den Unterbrechunga- 
steUen. Ofbiet man z, B. einen Strom dadurch, daß man einen Draht 
auß einem Quecksilbemapf herausnimmt, so wird der Offnungsatrom so 
stark gespannt, daß ein heller Funke zwischen dem Quecksilber und dem 
Draht überspringt. Allgemein erhält man immer beim Offnen eines nicht 
EU schwachen Stromes Funken, die man Offnungsfunken nennt. 

Eine weitere Folge dieser Verschiedenheit in dem Anwachsen und 
Abnehmen eines Stromes ist die, daß auch in einer von diesem Strom 
induzierten sekundären Spule die OlTnungsströme ebenfalls stärker ge- 
spannt sein werden, höhere elektromotorische Kraft haben müssen a^s 
die Schüeßimgsströme, Die SchlieÜung des primären Stromes geht eben 
allmählich vor sich, weil der Extrastrom entgegenfließt, während die 
Öffnung rasch und plötzlich vor sich geht. Daher ist allgemein die Spannung 
von OflnungBBtrömen eine viel höhere als die von Schließungsströmen. 

Nachdem wir so die Eigenschaften und Gesetze der Induktions- 
ströme» seien sie nun durch Magneto-^ Elektro- oder Selbstinduktion 
entat&nden» kennen gelernt haben, wird es nicht schwer sein, eine genaue 
Kenntnis von Apparaten uns eu bilden» die eine große Bedeutung in der 
Wissenschaft und Technik haben, nämlich von den Induktions- 
apparaten oder Transformatoren. 

Wir sahen, daß wenn wir über eine primäre Spule einer sekundäre 
bringen, daß dann bei jeder Unterbrechung und SchheQung des primären 
Stromes in jeder Windung der sekundären Spule eine elektromotorische 
Kraft erzeugt wird. Je gröQer also die Zahl der Windungen auf der sekun- 
dären Spule ist) um so gröQer wird die erzeugte Spannung dea Iiiduktions- 
stromea. 

Durch Vergrößerung der Windungazahl der induzierten Spule kann 
man also die elektromotorische Kraft der Induktionsströme außerordent- 
lich steigern, auf viele Zehntausende von Volt bringen, da eben jede Win- 
dung dann die Kraftlinien schneidet und induziert wird. Man kann so 
von einem primären Strom mit geringer elektromotorischer Kraft, etwa 
10 — 20 Volt» leicht einen sekundären Strom mit sehr großer elektromoto- 
rischer Kraft, 100 000 Volt, erzeugen. Die Ap[>arflte. welche dieses leisten, 
nennt man speziell Induktionsapparate. 

Ein solcher Induktionsapparat (von Er necke, Berlin) ist in 
Fig. 213 gezeichnet- Das Schema desselben ist in Fig, 213 angegeben. 
Man flieht in diesem letzteren eine Drahtspule aus dickem Draht. A, die 
über einen Eisenkern MN gewickelt iät^ welcher aelbst auä einem Bündel 
Eisendrähte besteht. Dieses ist die primäre Spule. Um sie ist die äuÜere 
Spule, die nicht gezeichnet ist, isoliert herumgewickelt. Sie ist die indu- 
zierte Spule und besteht aus vielen Windungen eines dünnen Drahtes. 
In Flg. 312 sieht man nur den Eisenkern E, die beiden Spulen sind von 



L lyi. i* K«i>ii*]. 



eint^r l'dlionjtliiiito iimgi^btiii, Dur priniJiru Strom ffrht (Fi^. tin} von 
d*r BAtf*rie E Eniin<'hst zu den Hiltflklommcn n Tind b finm Konimu- 
Cator«, wjo flea iit Fig. iVi ^t^zßKhnntan. iiiicl vüel don EiidkTcirnmcTii i: Dnil d 
Cftht PF Kiir Primarien Spiilf. aber diirrh rinrn fntcTbrrrh-^^r , Hnfri 
SvtfrsclK'n HaninnT, hindurch. Diosei besteht hier oinfnch «iiji ein«r 
¥e)dfr b\ riit! OH rini'rii Fiili <l tiLdtAti^t ihI und die i^m Kidrrtr't.iSfk r i^ro^r 
«Um Ei«nkorii N gegenüber trügt. Andpf^^rapits trÄgt nlr tin Platiantück r. 
wrlrhf» ^i^'i^L djt* fSpiUu H. dür vi<£«tpll()Ar ittl. uoli anif<jEvn oder von ihr 
«cb (ortbfwpgpn IrHrm, Li<*g<?n » und r an^'irtand^r fto. »o j*t d<7r Strom 
avdrliluflHtiii) üiL- Fi-dt-r wird von dein KiH^nkeru jiTigefugeu. iiiLdiin:Li dt-t 
ßtrom ijrir.i<r]»rivh>'r) u, h, f. In Fi|; iEl^ «idir, niArj niirh di^n K'>iTinju- 
latof K und div F«di»r F d*H Unlwrfjrwhera. nowit? di« Suiituubw S*» dnn'h 

dit' die SpiUr? 

pv^ti dsfl Koii- 

ttfKlHtiJrk iM'WOJtl 

wcrdi-n ksinn Dir 
iii(lüzi«rlr Spnlo 
hai ihre Enden bei 
{ und V und dei 
induniftt** Stnmi 
fließt vt»n dort in 
dit^jenttfii EiTiMinir. 
ia weleb<-r man 
iliii bi?niiUL-n vrdL 
Dil' »kundiirc 
^f.iutL< bf'Alvht hier 
an* whr vielm 
WiuduiLi't^i^ . uDi 
dii^ ek-KtPiiiiOto- 
rUL'he Knitt . dif 
S[»ftnMnri^ di<* i**- 
kiiMitArvn StroDH« 
zu vrlinLii^n. B«i 
jodft öt'hließung und jeder OflFnuriy de» primären Stromes durch dwi 
H^»tf»rmT enlRti^ht in dpr i?pkiiri(lär<<ih W|ndii mh Tni!ukti<jtiftaJo3: di*' ßiidm 
f und ^ dea aekuuLlär^rn Druhtz-s <>Tbalt4<ii eüit- SpftnnungsdifTerenÄ, b»|d 
m <U"LiL f^jrnie, daß ( positivi*, V n«^Aiiv« Spaiimnii:, bald nrngekehrtn dati i 
nftgfttivo, f iinffltivft fipitnnung hnt. Je ßrÖÜrr df Zahl flnr Windunjjen 
auf de:r nelcujidftrnii Spul« ist, um w größer int dio erxeufltc Sponniuij 
diir IrduktionHfltf/^mr und ebennn wird sie um na «rtJÜcr, je roaelier, jr 
plötülicbt'^r der Strom im nrlmären Leifer sich an fstiLrkc hnd-Ml., IM 
niJri dit'Jfcrn (rrund«* ^lir OflnuTij^fltrdnLi:' in der tu^kuiniüivn Spuli- virl 
■tärkpr gcBpAimt »ind, nis die ScmießungHSlrimip, winwen wir bfr^'it*. D*- 
bot kointut V«, daß wi<rii^ nuLU. ^twu dunli ein Elektrt>nK<t«r, die SpaiJiiunp' 
diffTen* Bwiwhen i und f' mißt, mttn imm^r findwt^ duQ das pm-' Endt\ 
I. B, F, diviieriid eme )jrüßirrL- ^LKtimung bat hLb d^ htiderv. i>livrcihl dix'h 
ciijEi'dtiii-h die SiuinndTijf «hwci-liNrlnil Iwld m d»^m <'in»'n. Iinld in d^in 
Am! prrn Sinne wirki.'iL nullit. D» ibr <«fliiNriü»i*f r'^liie eben viel iitdrkfr ^ 
»pnantainti, ä/b dir- ftr^hlieÜunj^'^lrüme, no mJßi mandabm nnrdieentt4<mn- 




Fizeauscher Kondensator. 



229 



Eine weflentliche Erhöhung def Wirkaamkeit der InduJrtionflapparate 
hat Fizeau durch eine Einrichtung hervorgebracht, durch welche 
er di« Spannung der Induktionaströme erat bedeutend vergrößerte. Wirk- 
sam sind, wie gesagt, in der sekundären Spule di^ Ofinungaatröme, die 
also in dem Moment entstehen, wo sieb in Fig. 2]3 t von s abbebt. Bei 
dieser Unterbrechung dea primären Stromes entsteht aber in der primären 
RoTle der öffnungaestrastroni, der zwiachen r und b große Spannung 
hervorruft, so daü Äwiachen r und a der Offnungsfunke erscheint. Dieser 
Funke beeinträchtigt aber die Wirkung des Induktionsapparates. Denn 
er bildet eine Verlängerung der Dauer des primären Stfomea. Der primäre 
Strom geht nicht momentan auf Xull zuriick, sondern allmählich, er dauert 
an, bis der Funke abgelaufen ist. Konnte man den Funken beseitigen 
oder verkleinern, ho würde die Wirkung des Apparates erhöht werden. 
Das hat nun 

Fizeau ge- *'^»' ^'* 

tan, indem er 

die beiden Lei- . 

ter r und s. 
zwischen denen 
die Unterbre- 
chung statttiu' 

det, mit den A 

beiden Bele- 
gungen eines 
Kondensa- 
tors verband. 
Dieser ist in 
der Fig. 213 
oben als C 
gezeichnet. Er 
besteht ge- 
wöhnlich aus 
parafüniertem 

Papier, dessen Seiten mit Stanniol belegt sind. Mehrere; Schichten nolcher 
Kondensatoren sind übereinander gelagert und die Belegungen der einen 
Seite, sowie die der anderen sind miteinander verbunden. Die Elek- 
trizitätsmengen , die an der Unter brechungsslelie r und s durch den 
Eltrastrom entstehen, verbreiten sich über diesen Kondensator, der 
eine groQe Kapazität besitzt, und dadurch wird die SpannungsdilTerenz 
an der Unterbrechungaatelle und mit ihr der ORnungsfunke kleiner. Der 
Kondensatcr befindet sich gewöhnlich in dem Kasten, auf dem der Induk- 
tionsapparat montiert ist. 

Solche Induktionsapparate, zum Teil von sehr erheblither Größe, 
WTirden zuerst in vollkommener Weise von Ruhmkorff in Paris 
konstruiert. Man nennt sie deswegen auch heute noch, selbst wenn üie 
von anderen verfertigt sind, zuweilen R u h m k o r f f s. Da sie bisher 
hauptsächlich zur Erzeugung von elektrischen Funken benutzt wurden, 
werden aie auch häufig als Funkeninduktoren bezeichnet. 

Während nian früher die Hauptteile eines Funken induktors. primäre 




28(1 



!. Tdl. 9. lUplld. 



montierte, tgit man ji'l.Kt ilnvoti rtHgi^k'>uiTrnLiri. M>lm **rtrn('ht'*' rlii» bFnrlim 
H^Uqil mit di^m Eis«zik<prii als Oenjeiiigtu Teil dt^e A[>|»Lrat4u, der für sich 
uUmn linuptaächlicU die Trttrjifnrmütion von HMnicri bewirkt. DJeUnter- 
brwhrt kann man in vprauhiwli^nfar'lifir Woian konatruii^r^n iincl jwl«i 
Fui[k(?iuuduktor mit verBülÜBdeue» Uül4*rWBehBrii arbeitBri hiMwti, Auch 
flpii Korijpnttfltitr tt^nnt man jotEf. zuweilen von dem ngnntlichnn TnilTiktOT 
Lfiid in*u ^bt mcU dvnmelbeit Induktor mehrere KoiideiuatotiTn von v«r* 
flflhi«lnn<'r KapftEität hein um jedpHmal rien wilhW KU kAnnrnn wnkhfif 
'lit! größte Wirkung bei dem gerndL* bcnutjctpn Unterl>rcehcr gibt, Dtr 
KondimrtntormiilJgr<iÜg('HUgsvm, UHMliiif^imiinunKöndcr IJnWbnwhunpi- 

0iti?1li? wirksam 
Fie, "^4. 



A' 



i¥ft 




zu vcrrmgL-ni. er 
durf abf-r nit^ht 
4U groß win, 
weil er eonst bei 
Ava ruch »ul- 
omandflr iul^DJi- 
dt!U IjadtjUjumi 
d(in priniunui 
Strom mepk- 

liob lieh warben 
wTmle. Kin In 
dii kl ionta ppont 
ohni* l'ntorbtp- 
chcr und ohne 
Kond L' rid u lor wie 
er jrtit oft gc- 
_ bfluL wiM- lat in 

Fi^. 214 durge« 
stellt. Mau i^ii'lit nur dje weit UeTtrurrageude priuiÄrc- Wjcktfluug A mit 
ibrom Kiaerikütn. und d)p Hekundhlre Rolle S imt den Kl^inm«*n ( und f,. 
An A werden die Zijleit.iingfldrftbly di?8 |.riinären Sliojin?» direkt b*(»«tigt. 
Die. Antii-bhiükleijimi^iL uiii^^Ht^ii »o wuii a,bbtjih(iu, daü kniu Funke von I 
odpr f^ Auf sie überspringt, 

Aul die Koustniktidzi Aar Unturbrecher hat man in d&n letitcn Jahron 
pvnK b^aonderc Snrgfnh verwendet und man hat aic in wht vrmrhindener 
Art flUsßefuhrt, Außei dem Fe dpi Unterbrecher, der in V'm. Iil2 
rn Sfhcn mid m ¥1'/. 213 .-^'hrmutihciU pi'Kpii:hnet Ut, wendet nun viHfoeh 
eiapö auf denuelberi Priniip beruhenden Unrnmcr an. bei dem abn die 
UnlerbrtHiliuüg dee »IruuieB nicht an vtneni FbUiuitüekp Bomicm an äna 
Quwhwlbernjuihi' ftrAitiii>def. weil da* Platin duroh die ÖfEnungidunk*« 
sllmaldiuh «i.hln'lileir wirkitaiu wird, Uei eiiit^iu Bolehen Quuukuil bcr* 
u nr.er hri' r h er , ih-r in Fitr ^lÄ Ijemmden* fliejj-'ir'huet ist, sehwfJil 
ein fliiem^f Anki>r A iiIkt ili-ui Mj^i^uelkern der» Induktiuiiaapp&ntM Mb 
eim-m Helml, Jep auf diir aTulercii Virile eiue I^fHlBi^ 8 trägt, die in Queck' 
ailber tniicht oder auH ihm heraufpeEnueu «itdr Cbfi' djw Quw^kndbei 
iu dem (lofäQ Aeluchftit man güwühriljeh Alkohol lalcr Wai^Hcr, niri Ate 
OxTdtttion durch die Luft nuREUBch ließen Zuwfilen montiert man die 




Llnlorbnvtkcr. 



£Si 



Fir »* 



L'iU«vtirwrhpt di-rartijEE nn dir IniJrikf.iotiKAfifuirntti. dali [iinn di*n FolfiT- 
tnd den Qui?ckailWninlf<r^iv< In r »LiHWpch^^lr kann, 

Di« FtfdAr tind Jti- l^iji('kMiiltiTU»tvft>nwhvr orinubra höchat^n^ 
SO ITnt4YrbrH<hunj(rn dr» Stromr* m dfr 

mnfCiUQihl an vrri^ÜP.m , hm man 
I beiden cinliichcn Ajipftnitf imufdoniit. 
den tjiiprjcflilbrruiiti'rbrüc^iicrn laut 
'man nämlich d«n Ötifi, der abwpchiplnd 
■. ^at Qu^kflilbi-r g«t4Uoht und wieder 
_ EO|^*ri wird, Ton vin^Mn kleirw*n 
[Wl^lriHclieii Mul'jr Iri/tLn^ri, Man utiniil 
idiefte Arf d« l'ntorlirtrln^r 'l^hulb 
;Uoti>riintvibrtrcb«r In Fig. 'JIG 
ift ein dorwti^r j^ie^.iohni^t, tW vim dur 
E. 0. PnlyphoA in MiiEn^hi-h kon- 
iiraiort int, Klt; klmanr riiil Umht mu 
'virrkdUr Eiftrntrm boi A , in Ji^n dir 
«inoA Akkumuluturii durt^h K ^ und 
K' pin(r<'l<^tot wii>L dr*hc sich Ewiiifhrii 
diFll Polen ciQM Magneten M. Soinc Afh»e 
curntriwb mnon Keiik H, drr boi 
»r Drehung drn Sldt <.' ikuf und ftb 
[bpws^, wwluroU diewt uiitiA-ndr-t m ilun tjiiv<>kniilicr K Hntflnrht cmJct 
Waujigr^Eogt^n wir<! Von drn KU'UiniPn K * timl K ■ |»E(ibc "li*- Vi-rbinduna 
Eiui^lv deiijirnitfi-n bi^klvn l'unktirii dw liiihiktioiLnn|ipjirrtt'^JA, Kwinj^n^n d^nm 
di*- Unt^ri'rwhimu; 
«Utlündvn Bc;lj. 
Der ein? dmrr 
Punkte int durfh 
K' nnd dtrn Stift 
D mit dtmQTir^ok' 
nlbt^r, der ftiidm- 
mit dorn bpwrH" 
Wchm AUit V ver- 
biindm. Mit rinem 
MototnntcHjTw h pr 
kann niiui iut<br 
iU 'W? Unter- 
brvcliuü^u Lim 

und kiun dj«> 
Ontj-rbfwhi: npj- 
ubt Aurh bmjomu .^^'^ 

Der f[ewohnlichi^ Hamiiieriuil< 







rli 



^ir-r in durch einp hMonderr, 



otk Dftjjrcft horruliFcnd-.' lCuiitr,ruLhi>n km i^fnrini ra6c^h{>rLML rnturbit^r-ht^r 
nm^eformt worden, Der i^aHi ihtn ii*'nünni<* I) r p r e c - T n f. ^ r- 
bvöoli*!' kann bis 4J) Untcirbnii'hunKi?^ pro Hokuiide «uatiihru^, Mnn 




232 



t TdiI. ». lUplicf. 



7ttt ty- 



weht dicttan UntorbrKlivr bwi'>[idiftfl ^t^^it^liTL^t ijl Via. 2IT- Er bMUht 

dri.'lihiir wt. uns eine EniJe ^bwi b) auLt ik-in Eisehkorii d<'* Imluktion»- 
upiiumti'U f^c^i-tiiibtr'. wird un^i.-20^iiii , witii» lIm'^i^ iiijt^iiotiäoh Ut. ujid 
imr.crhriphi iladurr-h di'ii Strom, der durch dip 
vuratclIVuriT ^jidtv t> uiiü l> grdührt wird. Um dtfl 
KisenHh^'^k , wvnn der Strom unuThroühcu ist. 
wieder gegen die Ö|jilzff S xu lep^n. dient cinp 
lilpin*' Fed'*r lin a, wrlrhr atÜrkor <Ki'.*r sfliwaclipt 
Hpspuant werden kniin. Die Klcmijril dii^«t-r 
t'vdvr bewirkt. duL^ du* Öchwiiigungyu d« t'tiu»!' 
bnylicrB , der ja ganü (^"mmptTiBiih p'l>Aiit M. 
iK'ht rasche iüid. 

Sn tpiti- R(*3ultiitc *turb du' lVf»reK- und 
Mutfknjotcrbteclier iKdern. «o ra*i.'li unO n"(j*l- 
timfli^ Hudj di*^ Unk*rhrüidnjriK'''> '"it dioiivn i*t«tl' 
tinden. aa »Irid nie rtoch w^nentlieh nur hrjt^ir.hbMr 
liir VL-rhältniHTruJJj^ ^rliwurkr^iLiöitiUH tioMivii von 
wenigen Atiifwre , da ht^l eiarVen Strömen die 
Onrjuii^EunkL.n &u krilfljg weEii^ii, duÜ «le die 
Unt;pthrpnher rtiininren. Die Qiieelr6ilbcnintprhrwber sind in diefler Be- 
liehung den Platin Unterbrechern uhvrkßwn, 

Un( nun üui^li oUrke Strömt' m nntert»reehen und awur auhr viid 
rascher, aU mfl-n r^N t>iHhi.T konnte, hat j:uer»t die All^^meine Slpktrixiläta- 
ÜHiLdlßoliaCL (A.li.G.J eine heeonderu KciniJJ.ruktHJn iIki ytutkdilljerunltfr- 
biyv:Iji:^Tft iiuH^cfUhrt, die dia Problem faUäehlieh »hr r^kllkornrnrn löst. 

Öie lnyw*iülnipt diesen Appajut. der ui Kig. Äl*> 
in äuUerer Ansicht liar^-Hl^Ilt ml, hU 
Tur bi n«u u ijter brvc hi?r, Dvv ueui- U«- 
darkt« utt dAbn. djiU orHtonj^i koinr hin uml hi<r 
gi^hendi- Bi>vregi]tii;. F(ondt^^u oino roiirrvnde 
ptutitUidol.H und dnU irmMFi^n« [licht die fi^t^n 
Triii.» ^ »iiKl» weiche ri*ti»freii. «ond#ni du 

(^iLL'i'liHdlir^r^ hmUi^I.. Iri dimi niiteiTn Gffnü ia 
der FiK- 2lrt kfijidet AJfh am Boden Queek- 
(^dbi-T, hnilrckl Ulli AlkfthoL Ki^-^l^i zeigt das 
Fnnere diesefl Gnf^Ües, In dnn Querlrailber 
taucht ein Meulliolir ein. von dem «ns eine 
M'itlic'he AurjHnÜöPfnun^f {nt\ der rumlon *4cheibo 
in der Fignr »[chlbar) einem QuecbnlbcT«tTILhl 
den AuBlnlt Ke^^'JilI^I. Die runde Hchi-ibi* wird 
iHi<;1i von dem Alkohul bedeckt, IW Ruhr wird 
dun/li f inen i^Tektriimotur (ubeu ui der Fj^. UlJff) 
in ri**u'hi' RftUTiriu vera^f«! und kau^ diW 
<Jnt.'<;kHili>er duruh die Zi<n1nluj2:Hlkru(t auf, *^ 
daü ed üuh drr hu L/r»ii1id<wi ALiri]hil^("inii(ui|^ in «Mm^in krnriijj^n Strahl 
auH*pritBl. Der ^tiuhi trifft nun auf -»inf-n MHfalInnit, der mit Auv 
f<narunjc<'n vomi^licri i^t» »o dftiJ r^r ahweehmdnd rluM Mi^EaII LrifH <>doi 
dnrr^h die Offiumg hindurchApritxt, Nun i«t dan Qui^ekiilber mit dem 



Vis »i" 




ElrkfroljrlÄilifi TTnlnrbrfptlmr. 



333 



iSl^- 



tiiiic» Pijl <l^r lUHrric- vr^iindon, der Mctallrinji mit der primiitvn S|rtilc 

dn lni)T]ktirm»iF>]iikfatrji, urul rriAfi jt-it^ht. iIaQ mau bi?i lU^r Rulatiodi 

dcB Qui4ck»illx7rii atiWi-ehAolnd SchtirÜEinipüi nml r>fTniingrn drvi ?^trL>mM 

hrbommt. did j« nach äcir Gi4chv>~inilL|ikd( Jor Drubimg und dat 7,M Ji^c 

8(f;tni^fii<^ tU» i\t-ta\]tin^cj, nwiJW'hm 10 und UXMl in liiT hrktiiidi* vnriii-mu 

Icöjuifii. Sokhi^ <"4e*€bwiridi|[kdtcn 

IftAwn nch mii drn früheren Unt«- ' '' '" 

brcuhrrn oifiht eniplcti. Für gp' 

wÄhnlieh bcriulel nmn ihn Vnivi- 

bn^hcir mit pinrm MrUlIrin^;:. vfh 

Untf-rluriri.'hiinapn iii 'W Si'k'md*^ 

wie drrTurbiiHMiurit-Thri^i'hi'r, iilaü 
ftoob di« mit dic4ViEi vrrliiiDdrrki! 
iviDibv ä|]uk-H wiinJiiii ruif. lüiii-r 
!*f*»nnnTi^ von iirka MO Volt ho- 
frii^LxTii^ vi'^r Hii' m vinku !^üdu.«ii 
j*t/,t i^iriÄofilhrt ist- IhiTch dir 
hohiT SjiArumnR «rbüH di^ priuiän? 
Spnlr whr hojip HirofHätirki'n urwi 

KnQr}firmeiifc*>n aut--b iiiderwkuii' 
dinn Spule &uf 

kotiitnu«rt« Appftnit Icint^'t. diiHHr.']!^ loistrt ebi UnUj'brfcbcr flau/ 
andprur Art. dt-c vuu W<.-lji;f?lt t?rfiiMdi.<n wurde und di^r von ibm 
,r I« k t r n I y T i ■< r li r r (T n 1 1- r h r r> f' h i» r' «oUQJuit wurdt. und dor 
für \itlv Zwrtrkr dft» RiiifiK'liBrr dHrhC«-1it> wju m ditMcm dobict biibot 

Wenn man ui »'ioCiidüßinit v*TdiinnC«r&:hWtdi»tUT?, wie UiaFig-22L 
AVr^i Klctktruiji IL »'iLiEaitr-bt. Vom dun^iti dir i'irti' om^ frroÜc Pluth: Fb, Hwd 
ftiw Bl**!, IM. 'Aiihri ml dio aiidi>r<' Aue eiriJ^r PUtin»pL(zt' p bmUbt. die dufib 
ifiii IjlAATobr ^iduri^h in dir Flu^ifikmi 
j;«fAhrt wird, und wenn nmrt dioäc; FJek- 
uoden Kai dou Volon viatt groLien Bat- 
tcfic S (fitwft von I0(t VoU Bpnnnijn^) an 
verbindet, daO die Spitre Anode wird. Und 
«rnn mun fi'nJi.<r nuc^b m rIi4.H-iri> Kreid riinv 
DnibtTolie W, etun die primnri: Holle «iiu» 

loduklioiisttppuruit^ HiiuHihuRut . mi dwbt "* 

man ertteir« nn der SpifB<^*me b«*llf T><*urbt- 

enitbvmuiiL' und liürl xwviU^nh viiif\i luulen Ton, Dv.t Ton boweiBt. duü 



TIH- Itu. 




Die bell«? L*»fbl"rnrliriTUiTi|£ 
■lob tut den Ekklrurli-u lu 



hier jtrriixitrtrhf' VoT^Ari^ voHtainW Aknd. 

kummt von df-ju UlUhvn dvr ÜHFie . weloUv 

jrroßtT Mm|c<> untwirkein. An dftp S|nlKo p pntwirkt*lt v<v\t Siiiii^r^T.ofl, 

In d«r Tat, findi'n in di^wr Zcll<> n^br riifU<Iie Un^TW^rliiini/iri und 

^bbi^Unn^t^n dnt^ Slrtmif« mIaU « ho dJiÜ hii- cinuri j^mi/- mi M-hI i;iii<.'i'ii 

ITttl^rbi^bitr daiftMIr Dw UT«A^hi> dlcM^r Cnf«i'br?eliuii||(^n Ut nicbt 



I 




234 



L Tdl. 0. KiipItDi. 



I 



nc, ni. 



2^ 



W 



■-hh 



Hofort vLUEUMheDt si* \M. *üph Imidc einfarbp- Durrh drn Ström, det 
infnl^ {][.'r hVIlMttriLliiklioii ikr Rolk W allmähUr^b aoHtoiHl. wird zu^rvt 
au p S*w#»ratoff eutwicitelt. fermr aber wird, wnil dor CJiH^rachnilt der 
StruQibahu an dar Spitze am gi^nugateii ist, dort dir gruttt« Juul»che 

Wüniin tzitwjckcit. flu duU Hicti dw an 
der Spitar anlipgrndt'n Flüw'igkr-itv 
tpJJrhen Ln Dürupl verwöTidvItJ LK-f 
Sauerntfjff iin^l dii^iu».r FlAinnJ wi'M#'.Ti 
durch die Hilw «ijlbHt uluWnd. dvr 
Simm i^ehl; diirdh die öftahilllft hin- 
durtli von dwr J^pitie in die Flusaig» 
keit. Bald (lI^pt lerkfft sich, durch 
die grüße Hitne, d^T Wiiaserdflinpf in 
i^auerstotl und Watei^r^tQ^; diese Gjue 
nehmten <*iii grÖ&cnrcn Vnliimc^n «in. ao 
dftü dlp üiia*chicht. ÄWiöchon Spitte 
imd Flüft^igfepit Bf> prr>ß wiril, duB der 
f^lfüni Jiiclit mvlir luiidurt-h^liL-ii kann. 
Der Strom int untt'rbroühwi, wob« 
durch di^ Srlb>ititidukTion (»Itl sUrW 
Oj^nun^i^fvjcLlw viitBivbt. Diu OwnblttHeri etifi^pii iiurj Bufiirl. ui diu HOhv, 
dadurch korrimr die PMia^igkcit windi-r in Bi»rilbnnii( mir. iW S^iii^i» ond 
df^r Strt^^iL [Eiiiyl wiL-dcr mi ku lliiißT-ii und 40 ui^bt di.ir PrOirß wi^Jlvr. 
Dftfl tMipriamr An steigen des Sfromeß durch me Selbstindukrion d^r 
ItrJlw int l>pi diesem Vor^niig wichtig, J<t nach der St^lbalilldukticlU, dwr 
(Jr^iÜR der Spo-iinung der Batterie und der Größe d^r Spitie erhÜlt m*n 

auf diede Wöise UiiterhrvehuiiyG», demi Zfthl 
EWi^ben L!rn> und 20flO in di*r Hebinde vnriirri, 
also enorm groÜ \st. Kine Form dicwu Unut* 
brechers von äieiumiä & Halske i^t in Fi(r- 232 
g<^:E6ichn«!t. Auf der linket^ 8ri>p der KItiuij)- 
keiteaeilt sitht man uh negative Elektrode rine 
BiciplatTe. in drr Mitl^p \»t nn d^-in Drrfcrl rin 
Poriellaurolu' befpBtigt. durvb wl'IcIiini di*.* in 
öino PUtinHpitze anslaufondi- p<w)tivi' KJoktPod* 
hindTirr}i(jH"bt- Durch die Solimubi- oben kann 
»w <A^]ter oder weui^r wejt aus duiu Hohr 
hinaus jjriwhmiibt werilon. 

Dtji Wvbni?ltujLt«rbi'«':hcir hat nur dvu aiuvn 

t'hclatand, daß durch die sTÄrknn Äf.ri^nii» nif-h 

die FlüasigkeiL tßiu rasih erhitzt, n» daß man 

i^ — = den Strom nur immer ^nE Imrae Zeit bindnmh- 

senden darf. Um diewn C bebt and xu v^r- 

litigiorn. nimmt nuin (7ruÜ(' (ii-liiüe mit großen FUiMgkntnmenjEen, 

Hinilll brtn^. injin in fSiuiurlbe {.-cfkÜ aueh 2 oder 3 PorKellArirnhrr mit 

6pitJif?u. daiuit man von der E?gubetung einer äpjt;^e unabhMkgiffer wird. 

Dk8 r!barak(.rrinfiMdie am Wphneltiinttirbrreher besteht darin, dftO 

*]ft ^troEQ, df r im übrigvn di'.< gati^f^ FJiuieigk«ilainaui: £■■ Kmec Aufibrcitung 

Jiur Vcirfltpjng hat» an der Spitze g1■Ew^TL^I^n ist> täch auf einpn Hehr kleinen 



FtE^ iva^ 





Elüktrulvlu«lifl t'iiiDfbruchcr, 



2&fi 



Vit- >■> 



Qiicrwhniit aniJinmnirn£i]ei''hi?n 1 nfolf^rdoHcn tritt an der ^pitBP d]4^ 
große Joul^viciiv Wünni'uirEi)^» auf. wvl4.lii* lutn liir Flürtaigki^il vprdtLmpft 
und dAdurch den ^TTorii iintorbrK^ht wii' »-^ oUeu bi-achrieben wurdo. 
WeoD «tt^r di«i« plötilichp Wr-T^i^-^Tuii^ dvr Stroml>»hii in f*iD4*ni 
ßloktrolyten du» üunfilunurbt- für d^u blli^kt 
i«t. «0 lißt «ich, wi^.SiTnou ^•^l^t'', diT ITti^t- 

ipdt« kiOn«lrnitf»n*n , Mnn brinjfr^. wii- Pii; 2^J3 
ntfft I ID düL» QvtkQ mit S<:hw»<MHAuri' und 
BlMpbict« ein PonirHiinrohr hinnn. wdoh™ 
ttn Mioom Bod«iEk ^in odor ini>hTi:fi- tehv fi?ini> 
I^hfj von ctwn 1 qmm (^upr^pliriti hut. In 
dem Rohr befindet nch ehpnUiU die Srhwoicl- 
MUro und Ton oben taucht in dodwlbe eine 
fikktroHe, X B. oinr lllcirlebtrodp. Diinn mnU 
dfr^tronit um ^~on dcrt^nivTi El'.^ktnxlr xu di^r 

dm <n^?u Löch«m gi>L^ü luid au dii'nen >St<-l]ni 

i>ntwick*lt «ioh nuidi wjl'^^l^^, wmil di*r Quer- 

«climtt »thr kli>in . nUi^ d'-r WüIt^rntAnd nehr 

£rcj3 i»t, v\tw grr>Ü<* WHriiii<(iiHi]j|i;>> , Wuho nun diwftulb^ri |"jri>HlN?4-Utin 

Wirkunjprn horvorbrin^jt wif an d^r Platinapitsu' doM Wi'hrn Ifunirrtn^choT*- 

Di'f S i in n u n t r b I o e h e r hat fatt dieiolbcn Voi^ngc wie der 

Wphndtdphe und i*t dnhw <'infin>hp-r un^l billigpr hcmusMIrTi- 

Wdl nian einen diojii^r t'nterbrechor xtim Betrieb eine« Funki?ninduk- 
tof«. ftt) dem ein K'^whhn* 

t UöteTbrechtT ^nauii' 
Q upt'kflii bf ' nun« rb rw h lt) 
Mi^braobt itft, brntiteen» ho 
mnß man dtnen kur^vctidttpu, 
d. Ii. (li** Witb^n Ri^wÖhnhüb 
gerrf[inl*[i Sturkv de«Bell.iNi 
iijri:ki -AvT iluri'b rint'T» du.kcn 
PrAhi vrrbindi'n. In Fig, ^21 
11*1 vmv M>[o.hr Srhnlliing ^«^ 
i*irhnet. Von der IlflUer» 8 
(Mn l>«it«n etwA IIMJ Volt. i<h 
getiUgfn aber »ebon 3(1 Vc^Ir) 
gehl der Strom duii^b den 
UnterbroubDr l" tum Ktimmu- 
t*tor K, Kj de« Induktion»' 
a|>fuirAt4W- Dvr piTWubnljctEu 

Ki7«dr<Qsit4jr ist Kurjffiv^cliulU't . 
Diti SpujifLUTif^, üie in «Irr 
Mkimditvfi Spule •»Über luduktioimapparate viieugt wjnl, iat uiil«r 
Bowvt |*loichi>n Iiumlaiulon um 8u gröber, ]i' mirhr Wiiidun|i:e]i dk« sokun- 
dtn ßpulr» Hm. Ditrch AriweDdoug vuu «ebr vit^V^n Wimlunf^en Icuid 
mAtt üUo mit d(^n JniinhtionMrvp|)arat«n «i^br lioln* SpAniiLjng^ri t^rftr<u^n. 



fe 



Vit il( 




1 








2^d 



I. Teil 0. Küidtol, 



Wi* wir aber in d^m ««tm EApitel gfnehen hftbm, miiQ Elekerizitit 
VOD holirr 8p&iiiiiJEi^ nohi »or^fälti^ ieolif-rt w^rOi^n , OAiriit äv iücLt 
«itwwcKl. E* »Mi iie*h*lh ^>pi Acn Apparaion dioj« Art immor rniT- 

mftn aif ßnrü in P^rnffin ninbi^rti^t,, 'piUnhpj; vnrhpr Äorgfjillig erhitüi nnd 
vou Luft befffit wird, und jede DrahtUgc von dpr anderen durch (pjt 
pn.mffini<'T-h'."i PnpicT cidi^r durt'li ührnnuu' B'iriffiilfig Irrnm. 

Alli> diojetiigen Krw/luM Usingen, eu deiicri citie große SpannUTifl der 
EloktriAitiit. ^i.-lLärt, losdeii siah duroh liidiiktjuiuiu|ifjurntr lU vor3tii|rlirhi.T 
Wi*UM* auBführeri- Wir hah/Mi inÄlif^fKnii^r*' fi<hnri mrhrfarh gcii*lieti. d&Q 
Eli*ktmitüt von liulii^r i^p^nimit^ um ptitudv wl. dvn WidfiBtund Itiüht 
eu iilwrwindiJn» wokhcn Hnr- Lnftsr'hirhT, dl*- airli iwiKrlu^ri di'i> EndtMü 
der Irf^ituujiadtäKte lioflndH, d^ni Slrftiu chl;|;e|j;rnMl,e]|t, Eä MIdtfl *i':h der 
i'IrkTTtHi^Ui* Kuiiku. Hkt l-ici Linät^ivii [iidukl.ioriPA))ru>rjiti«ri hnh^u tfir 
ElekitizitAt van AiiJipmrflpiitlirh hohT Spftimuiiit und wir k6iinAn dfth^r 
Uufch äulchc f [id uktitin^kk tri jei tili a\icI\ dLt.' Er3i:lii;iriun^n d<v< idok- 
triurhcn Fmikent' i^Hmltpri^ wir mif d^-r Klnkrrifiiprmasf.liinf 

Emt Elmü'htuug äu dn™ii'Q VorauL-luri ist in Fi^, 225 iibKidnldcl. 
Mbji aipht darin dir ludukt ionFirofk' ß, wnicht' innen dir mdiixirronde 

Spult und einen KLeHUikeni 
**'^'»"' etjtUUL Die KndrM der lu- 

dukticn>«pu[e A und b lind 
duivh Drütittf fuii den Kndeii 
.1 iiiiil r Kw^rr^r v^THi-hirMiHfrr 
ML'lullclübe vi<rt>ui]dL'EL , von 
dmi^ii df-r pjnrf in i<inH8piti« 
uip i\vT Jiridive lu i-int^rSuLvibe 
n > EuU^.. Stihnld i\f.r ApfisrAl 
iin (UiT^ \*tt kiimiiil u)du- 
zmrtc Kli^kui^itäl. Ktin iiuli*»r 
ordi-ntlirih höhtet SpAnimii^ 
an difi SpiU'' ni und itio 
Scheilie n und durthhriehl 
die LufUcliiühl ilfliwwt'hrn in 
(^jneni glÄnsendrn, klftrw^bendrrt Funken, .i^ HtärkiT die ^^piinniing inx. um 
«o weiter kümLt!t]t^pit£c undäulitübe uustiiiander pebnu'hl werden, utiiu* dvD 
Flinken übt^r^Ji [lg aufhüren eu lu^si^n, Kä ist: dahur uni^^kelirl diu firuUr 
Äi'H Aljilflndf'R- in dcoi ^radi' noch Fiinkrti ülwr^'li'-n, dii* Mogtnaiml^ 
ÖJ' h I H g w V i L 1- . Luu Mail und ein Kiiriujüc-jrhL^n fiu di^ C!rüUrj dcT 
i>rK»^njt:Trn -SpAhnuhjj. Di\^we^i;Ti klaHNitUiurr mAn fy Indukiir^rrnAppftrat« 
nat^h diiTiiT Sehlft^wrir» i^nd sprirlil \'un Aj»[WiHtwri mit &, JÜ. 15 cu» ü. b. w, 
Schlug WPi 14'- Sohljt>jwoit<^Ti tiis riO c'rn Iftasr-n sich durch vorhAltniJitnAiAijt 
kleine nnd einfache: Apparate nr^i-ii^irn- Bi^i ntöÜen-n Si'hhigwit«!! {(iLaJi 
ijit bi» TM I in LänRi* hiwhcr gclioinmen) mnchr die Hcrpir^Hung ^nfigcndnr 
Isoliition geffrn d[f hohen Spunnungcn groß^ SchwiirifFkcitcn, dofih Werden 
io KTQlk' Appriiate jeUt von ciiti^nn Fabriken m^t SichcriiOLt hcrpeJilent. 
Akt unfp^fJibriT Anhnft iibrr dm Znnnmmrnhnnff ^swiacben der '/ioh\ df<r 
HkimdÄn^n Wiiiduugun eiuei Indukticiidappurutoa und d«r vrieugtcn 
S4tlita^sfriiit<i küun fol^mdo 'inbi^nL* dienen, die sit^h auf auH^ftihrl« Apparate 




fc 




KititkdiiDnch P inui 



sa? 



besi^bt und EialurLtrh noch BbLängj^ ist von ilor nn^i^wi'iiili^ton priniurtfo 
Ko1T4\ i\tdm V t\Xvt\ >n»'\irr und dr-m Künd^nfiator Ea wurt]*>D ^rcvit|^ 

Kuokru t^>n d« MUigu . . 10 SO 30 40 bO tiO 70 80 90 lOO cm 
durch «m* »rliiinilfcrf Wjii- 

dttnaw4hl von . - . W IS SC 3Ä « SO ^fl ftft 7fl fi« THiiwnd, 

Wenn nuLn JuduktiujLMtj'fmntti* iml den rn^uptun rnti^rhrpnhrm, 
dorn Turbinen' odrr dem WofinrltTmtrThivrhi^r botn^ihl. im wtrdcn dl« 
Funkvncrecbcmunafii vifl gläiLZi^nd^ro, Da nmn immL<.'li duiin ffc^wöhn- 
litU eÜH-'M Strom vrai ]00— 1J(» Volt Spaiiiiiinfl; in dir priinnrc Spule 
hirn-iniMMidpt, während man bei den r^iiTr- und QiiiK'kftillH»ruiitprbru<.'ht'ni 
bötliotcrift Hi — W Voll uiiwijndci, so ist dir Kncrgienjiri^*', dip in den 
prinittivn Kreia liincinff proben wird, «n*- viel ^pviOfie al» iinn«! ojid djilier 
L»t auch dr* Eni*i|;icijn'ngc'. diu man im ti-kuiidikn^ri Km« rrblll, <>inr' m»]ir 
jcTtiDt^, Dos hi'iÜt iibiv. t>(M ^l^ulitT SjHknniin^ in di^r sekundürrn UtAW* 

PtK. IM 




bt di^ Srtf>m4(jifk^, dii- mfiii »rlialt. mn^ viel grnt^iti, Mun kiknn jvtn 
bri FndiikfiitrLi-rtjjfiarftteii von dor Hvkiindäivn Spitlit Sf.miiiAlürki'n hi« 
JEU OJ nVniiKirv JirLirDinii*», wae ln^i rA^itiHt hm \WiM* Voll S^^'^'^^'^'^'Ä 
«<r^i>n i'in'' rrhfblirhr- I^i-istnng ist und riMf:m Kffekl von 5 hi i't Ivilmvnrt 
(ft,ft — 13,0 Pffrdükräfle S 1J>) t>ntapfArhL InddgedoMm WLiimmt uau 
xwiHrhcn i4|^tx^ tind Platte nicht bloll rinen plkirirx<n<lF-n Kunkon, fioiuk'm 
CU4UI bekommt ein glÄii/rndes Kmikonbüaehel, cineiY flnnurD hichtstJorn, 
dp.r Allah mit pin^-'iTi ^ebr Irictfinliendrn licTöm' vrrburidi.'it idt. 1» i^i^^. I^ti 
wC elfte Abbiidun^ dkcser ErfTheiikUEi^ HOflirboii wi(< die Bi!hi>n ein Indiilf' 
£ianflb|j|jumt vun lU t^in .SebliLj^wi^iu urgibt. wi»uu ur mit cMneiii iXxvavx 
tiöuen l'ntprbrrch^r belriebeii wird. 

Ke» iat ubtL^i^iiB EiR^lit iiutwt^iidjfE. den jiriirijireri Sliuiu imim-r dureh 
einen r»ferbriTW i'bffiM'n und M^htießeii äh Uiwcii, nm Tddnlfiionftsrr'uno 
jtu erliHhi-n, Dii^ ixt nur eine vujl «ir.'n Mii^lirhki'ili''n. ^viL'' man In- 
duktic^n^in.^m'' in dj^r ^i^kitndär^n Spiili* orznn^i'-iL knnn. Emc otidüTV» 
ri«1fttch bonuUtn MrT.hud«' bpjiivht darin, dnC man Weclii^]<tr«!}iiit> 
dun^b duT jinniArv Sf^r^Er li^itdunVi»- iidnr, du- man etwa itt einer Enunet' 
i-lrklriArbi-n Miwehinr |S. 2I'.0 i-tr.fiii^. hai, I>h.ÜI mnn wkW Wci'W'l' 
•thioii' durcJi dii- luiimiri- Spule liindnruhj^nhen. no ündert aicb ja in djwcr 




^ 



23S 



t. TdiL 9. KapiUiL 



fflrtwHhTfnd die Rirhtimg imd Stnrke dea Strom« und dAhcr mib«n 
uuph in einer die primäre umRelK-iideit Spuli- JorlwihrL*iid Induktion»' 
atr/imr Ptitsti^UoiiH da ;mIp Vpr/indpriiiifi in doßi primÜrtii Htrorii einen 
löduktiünantroni erzeugt. Um dubvi Uohe Bekundäti; Spairnuagpu lu 
i^rh[iEtiM], mciU iiiun natiiriiirh WvclwvlALrümu mit vehr vmlvu Wt^chwln 
pro Bekunde anweinleii 

Div elektfomotonsclit* Krall» dJi- Si^Lunuiif; dvt iinluktumwlrüiue 
ist. wir wir AHlifTi, litm s*i gri't^i^r. ji' gTi'iIlr-r dif^ ^hl dor Hi'ktindjirrri Wtn- 
duTi^oEi ujid jt? ^üßer dii? piiiuarv SlruiuftlHrk« wi. Div« WuutAl uihii in 
don InduVlion.sa.ppnrafoTiH um aus einem primÜrun Strom vnn ^■■nn]ti*r 
S|>uhaijii^ (viiu^L^n Volt), abvr verhälliiiamäOlfj! ijro&iT Sliirke, iinigvkvhfl 
dumh Induktion StK^mr von -'^phr hoh^r H|mnnun(» Jihrr perinp^r Intmuit/ii 
au eraeugen. Man k>inn aber auch umgekehrt durch Induktion die Strom- 
etüke im «ekuiiddreii Strom größer und die .Spftiimmg inj aekuruLimMi Strom 
^ringET macheri fllfi im primären %\"enn mnn nnmlirh die ^ckundlre 
SpuJt^ aUM welligen, dicken WiiL<iuri^'i?rL [njii:lit uud dagegen ii\e primäre 
Spille iiü*J. st'hr viefpn Windiintc<'ii hr"ir/'hi'i] lÜÜi und dur**h nie Wchwl- 
ströme \-oii bohtir vlektromoioriarliei Kriilt. aber dulwi uetiUffpt lalrnutät 
hl uduTf beendet. 60 ]»t kirtr. daü in dw sokundüreri Roup dir Vpihttttnif«' 
Parade die enfgpjiengpaprEi^n wCTd*iK Ea wird MHmb<.'h di<? ündiuif^ct* 
ek'ktromoionw^lie Krrift verhol tmemkOiu kivm. weil sAtt weiüg ««knudän; 
WiHdiini;Ei>n vorhftnden airid und wr^il nio primilr»' Sirnnii'fftrkn. jt**rinK in! 
Du^v^[i kuriri dtir HbkLJiidäre titrijm Mtftrk wvr<Ii^ri. wi^il «Ivv iniiun* Widvr< 
Btand adir g^Hng i,it, indem er eben mir aus einigen Windungen dirJrcn 
Dfftbtra Wl«ht, 

So hat man e» alaß durch Indukliünsoppanite in der Hand, viermiticl» 
primärer Strome von großer Intensit&t und geringer Spannung Hrkundärv 
SlrÜme fcii (TJö^HR*" von RTHlk^v S|>annung und geringer InIcnsitM und 
iLmjzekrhrt Die in jeder Setnndc ßfitwinkelte Energie m einem elektrischwi 
Strom iflt jri (e. S, IM) das Produkt aus seiner Spomiung und seiner itiXetk- 
siTüt. M&n ttccht ulw>, dnß mnn durc^h Induktion die ^lektriflrrh« Enrrp^ 
ehiva Strome!» in nntlere IWni bringen, verwiLEidebi kuitii. ohne nntürbrb 
ihm Mcn^i.' viT^müi-Tn äu können. HraktiHihe Vt'.rwerulnng hat difw 
irinwundlung Auik'r in <hn InduktionsapparAten erlahi'en m dt<n T ra nf- 
f t>T m a I *»pe n » von w*drheii im aweie»>n Teil, Kapital 4, die Rvdv mn 
wird. 




10. Kapitel. 

Die Wechselströme nnd DrehBtrSme. 

Die galvaniecliea 3äiüen und die Thennoaaulen liefern, wenn sie 
durch den äußeren Stromkreis geechlossen werden» galvanische Ströme, 
welche dauernd dieaelbe Richtung haben. Stete fließt im Stromkreist 
£. B. eines Daniellschen Elements, der positive Strom vom Kupferpol 
durch den äußeren Stromkreis zum Zinkpol. Solche Ströme nennt man 
deshalb gleichgerichtete Ströme, oder kurz Gleich- 
ströme, und sie waren es lange Zeit allein, welche beachtet und genau 
studiert wurden. Ihr Grundgesetz ist dos Ohmsche Geaets- 

Dagegen haben wir bei der Behandlung der Induktionserseheinungen 
zum erstenmal dos Auitret«n von Strömen anderer Art in einem Strom- 
kreis kennen gelernt, von Strömen, deren Richtung rasch hintereinander 
wechflelt und welche man deshalb Wechseletröme nennt. Die 
Eigenschaften dieser Wechselstrome wurden Jahrzehnte hindurch wenig 
näher untersucht. Man hielt sie lange Zeit für ein imerwiinschtea Produkt 
der Induktion und suchte nach Mitteln, um aus ihnen durch passende 
Kommutierung Gleichströme entstehen zu lassen. Die eigentümhchen 
Erscheinungen und Gesetze dieser Ströme wurden erst spät Gegenstand 
der aUgemeineren Untersuchung, Dabei aber hat sich gezeigt, daß die 
Wechselströme uns viel mannigfaltigere Erscheinungen bieten ab die 
Gleichströme, so daß sie vom wissenschofthchen Standpunkt interessanter 
und vom praktischen Standpunkt mindestens ebenso wichtig sind, wie die 
Gleichströme, und wir wollen daher ihre Eigenschaften im Zusammenhang 
besprechen . 

Wechselströme werden durch abwechselnde Induktiona Wirkungen 
leicht erzeugt, sei es durch SchUeQen und ötTneu eines primären Stromes, 
oder durch Annähern und Entfernen desselben an einen sekundären Kreis, 
oder bei der Magnetinduktion durch Erzeugung und Vernichtung eines 
Magneten, oder durch Nähern oder Entfernen desselben. Diese verschie- 
denen Etzeugungsweisen bringen b einer Induktionarolle immer ab- 
wechsebul einen Strom in der einen Richtung, dann einen Strom in der 
entgegengesetzten Richtung hervor, die also in der Induktionsrolle selbst 
□nd in deren äußerem Schließungakreis fließen. 

Um in die Verhältnisse einen näheren Einblick zu gewinnen, nehmen 
wir an, daß wir unsere kleine Maschine haben, die in Fig, 206 auf S. 210 
gezeichnet ist* in welcher durch gleichmäßige Drehung der Drahtrollen 
R und R' vor den Polen des Magneten Induktionsströme von abwechselnder 
Richtung erzeugt werden. 

Wir denken uns die beiden Enden der Drahtrollen zunächst offen, 
nicht durch den äußereo Stromkreis geschlossen. Drehen wir die Rollen, 
so werden die beiden Enden eine Spann ungsdiflerenz bekommen^ die mit 



240 



L Tt/Ü. lO^KflpiM. 



J<-ttt ßf-^iun der Dte'Iiuii^ änUTi^en wm\ zn wac Wii, dl» kÖB III «ÜiviU Mttli- 
niulwoH KitiLuhnjL'ii und ilann wifiliT iilim^lirnrn winl. WVnn thf^ RMJi^n 
vor ddii polen des Mtigncten gerade vorbei^^i'ln'ri, wird k*in Slcom indiiil'tTt, 
]}a\u\ ipit iLiii ^iinrintuigüiiilTarvikS NulJ. L>rtiliim rtirh ilit^ Knllirn wviteri 
MO witH die SprLnnHnfffldiPforenE zunÄohst wAchstn. positive Wrrtp br- 
kommen, diew w^rtJon bi* au einer» MttKiniom tm^Eeigeii, <lann wierfci ab- 
iic'bnuMiH bia dir Holl*m fkich iini IHiV* gi^diN'hr. hiibnn. Dimn Ist. citp Swui- 
riungsdiffpr^nx dvi Endtn wieder Null und bei we!t<^^c^ Drehung vird ftie 
nuzt Tii«;^tivi^ Wi-rl^ bukuuicxiL-a. daci vorhir {xiflitive Emli^ üb# Urotitai 
vrird nur nr^^ativ ^eiin und die-ir npgntivp Spnnnungudifff'teni wird nun 
auch wieder bl& zu v'iTurtu MuxLMijilwurlL« wtLtWn, dann uLiiwiuurii, durcli 
Nij[l bindnrHi^i'hcn und dami wird lUi* Spunnunj^HilifffTv^n» ivi«)i*r jMXitiv 
werden, 

Wir tönntiia diiwon Verlauf di?r Spunnun^wifliTroiÄ dt-r liflonifn Rollen 
d, h, der flektroinoToriäJ-lien KraJt Imubt diin'h (tinc Zoirbimug darHlotlen, 
In ¥\e. '2'21 idiid diL? W^rli' dor nli>klronii^tj>rii^1irrL Kralt duri^h Linien dar- 
grfrtriit, die äenkrecht nuf die Linie a g geÄeichnet aind, Im Punkl * ist 




dir clpktroniororltifhr Kruft gleich NnlL Der Punk* a ^nUprieht aUo d*r 
StiiliiinB der HoUt^n. bd doncn aio geradir über dt-n Magnetpolen nith h»- 
tindi^n. Ilir plpkttomrjtnriöfjhe Kraft wuehst. dnnn nnch dff oinon Rieh* 
tung biB Äum Punkt b, wo äii' ^m grr>QleiL ist (b^), wu ubo die Hollen in 
rin(*r Rirblnn|r mIiIi tim '.Ki*^ ^i^drcht lirdrpn. Hii^ ntmnil dnnn Ab bis tum 
Pmdit t', wo sif Null wiM. Dort haben siob dip Hüllen um lÄ*^^ von der 
Anfanijslfti^e mifl U*wp^I. Dnnn kehrt die <'l('kr.rotnot.orwiilu* Kmft ihre 
ßicbTung UR}. WAV durch dit* lUtcb nnleti gt-jto^n^^n Linien >j,nf^dfUtft 
\*t. Sie Aviielmt in dieser Riehtuuu bi" d, und niuirnt duuii wiedt-r ttb bis e. 
Am U'tJ'.ti'ren Punkli' ^ind dit- Rollen fiach i^iner Drehung v.iii rt»MjO geradf 
wiodor in ihiv nr'^irr'üiL^lri'hvi Lu||>i' j^ükoiuiEiiiDt, sn* \ih\>vu ein" vidlutÄndi^ 
Umdrehung g^mflehT. iind nun wiederholt aich derselbe Vorgang von nonem. 
Man nennt die Zoit, in welcher eine solche volUländige t'mdrvburtü; g»- 
mftcht wird, dip Piiriode der Umhun^, Tnd wir sehen, die elrkim- 
motorische Kraft des WechBT^latfomei* bil dieselbe Periode, wie die Drühua^ 
derf KnlEenpHiLri-H, Nuc^h einer vollstrindi^eEi t.1nuiri.<bung (£, R^ U1 ^ i ao ^ 
künde) dumhlituft rite elektrornotnriAchc Kraft wieder ^criJLU di«ctb«n 
Werte. jHtm beeeiehnt^t fL^riiur dii.' Winkel, uui welche die RoJIen Hieb von 
der Anfnnghhk^* a aus. wo die Sfmmuing Ts'ult i«t, g^lrcht hfilHmn aU die 
Pbaiien der Btfwe^^ung, Bei der Fbuw ü ibt bIao die 8|iuuimiiB i>. 
bei der Phnne W)0 Ji[ii piiöleh u. i. w. 




WeoliBelitröiDe venchiedeDer Art. 



241 



Wir v/ollen niu) die Enden unserer Rollen durch einen &u (leren Leiter 
vetbinden, von dem wir aiunflchat annehmen wollen, daß er kein erheb- 
liches Seibstpotential {S. 226) beeitzt, also etwa eine bi£lar gewundene 
Rolle oder ein einfacher Draht ist. Durch diesen Leiter üieÜen nun Wechsel- 
ströme hindurch, d, h. Ströme, deren Intensität und Richtung sich eben- 
falls periodisch ändert, und zwar wird die Stromstärke ebenfalls durch 
eine solche Wellenkurve angegeben sein, wie in Fig. 227. Die Strom- 
stärke wird also in a gleich Null sein, sie wird bis zu einem Maximum 
wachsen, dann wieder abnehmen bis Null; dann wird der Strom seine Rich- 
tung ändern, die Stromstärke in dieser Richtung wird wieder bis zu euiem 
Maximum wachsen, dann abnehmen bis Null u. s. w. 

Man erhalt also auch periodische Veränderungen der Stromstärke 
in dem Schlieflungskreis. Dabei ist ea aber gar nicht nötig, daß die elektro- 
motorische Kraft und die Stromstärke so regelmäJiig ab- und zunehmen, 
wie es in unserer Figur gezeichnet ist und wie es bei der beschriebenen 
ÄTiOfdnung tatsächlich der Fall ist. Nehmen wir z. B. an, wir erzeugen in 
einer Rolle Wech- 
selströme dadurch, ^^ "*' 
daß wir einen in 
der Nähe befind- 
Heben primären 
Strom durch einen 
Neef sehen Ham- 
mer abwechselnd 
öffnen und echlie- 
Qeu. Wir sahen (S. 
227), dafl der öff- 
nungsinduktions- 
strom viel plötz- 
licher ansteigt und viel höhere elektromotorische Kraft hat, als der 
Schließtmgsstrom. Wenn daher der Neefsche Hammer arbeitet, so wird 
der Vertauf der elektromotorischen Kraft und daher auch des Stromes 
in unserem sekundären Kreis etwa so sein, wie es Ftg. 228 angibt. Im 
Moment des OfEnens bei a steigt die elektromotorische Kraft rasch an 
bis p und fallt sofort wieder bis Null; beim Schließen steigt die elektro- 
motorische Kraft im umgekehrten Sinne langsamer und weniger hoch 
bis S und fällt wieder bis Null u. s. w. Auch hier bekommt man periodische 
Ströme insofern, als nach jeder Öffnung und Schließung der Verlauf sich 
wiederholt, aber man bekommt keine einfach periodischen Wechselströme. 
Ja der Verlauf der induzierten Ströme in einer solchen Bolle ist sogar 
noch komplizierter. Wenn nämlich der Neefsche Hammer arbeitet, so 
macht er etwa 10 bis 30 StromschUeßungcn und StromöfTnungen in der 
Sekunde. Die Periode dieser Wechsel ist also '/lu bis '/so Sekunde. Inner- 
halb dieser Periode entsteht zuerst ein öifnungsslroni, der stark ansteigt 
und rasch abfällt und der vieUeicht im ganzen 'j'io ofin Sekunde dauert. 
Dann ist eine ganze Zeit der Stromkreis stromlos, bis nach etwa Vt r. Sekunde 
der Strom durch den Hammer geschlossen wird und nun der Schließungs- 
strom in der sekundären Spule weniger steil verläuft. Auch dieser dauert 
aber nur sehr kurze Zeit, etwa \iiq oqo Sekunde, und dann ist die Spule 

OtoetK. KLtktrlxitSL. li. AoOnge. lA 




342 



!. TMl. U>. KApitoJ. 



i^icdot strgmloa. bin zur niohHtvn Öffnung. Ver VrfUuJ cjpx olckUo* 

nuiUiTtH(.'ht*n Kraft wird utno in WrrkÜofikcil durt'h «inr Zrirhnung wir 
in Flg. Li2fl daq^stellt- D#r P^^rii^p rnU[>riolit Ji*^ Strecke ■ bis p,. lu 
diiwnr Ppri'>d*^ sind »Ikt nur awi^i knra vnHüufwrid^ Ströme* vorband«». 
Rwisr^Vndrin ist gar kein Strom nnrl kmnc Sfiannuog vorhanden. Fftr 

»ml wrr wollen tlahcr dnn Pinffl.HiJTPn Kn,ll dßr einfftcb periodi- 
schen Weebselströmo betrarbtcn, . welt-he viurch Fig. 227 dar- 
gt^fltrllt sind, 

Zunäobst enlatehl dit- Krag»?; waa vcfslclit man unttr der ä t r o m* 
K t ü r k L> eiriw^ WechHe tgiromva und wr- kuun mun diuwlbe EiR-aun? 
Dip I^T.r'*rrt-'i[HrV(.' wArhM^ ja jwrimliNrh van Nidf »n bi8 txx ^infm MftxiitiTim 
und mnjrnt dwnrt wied*?r ab. sie bnt jitao b«i einem WecÜA^-lotruiu in 
jw\fui MiniLi.rit. i'inrn Hiidiiri'n W»Tt Mitti i»t rm» irViprei;\|^koininerj, 
ant/ii diT StromfetÜTke einea WccIiseUtronii?» Pin^ mi rtler« Strom- 
)i l ii r L (f während dei' Duuur eüior Periode nu vtirattrlion, mImj nicht ibu 
Hnxinviini der eigpntbchpn Stromutürke (diß Linien b ß r«p, d 3 in Pig, 227^ 



PJC llu 



_ri 



I 



noch den kleinsten Wett derselben — nändieh Null -. snndfm ein^Tf 
bedtimmten mittleren Wert, aun allen Einasdwerten der Stromatürk*' Mmi 
bezeißhnet diew nuch als effektive Ö i r f» m 1 1 ii r k e. Da der 
Küt^kt einM Htmineü imm4.T von dem Qnadrnt der Stromeilürki^ »bhüngt. 
Hü nimmt mun den sof;enannletj quudrutiBt^hi-n Mitlplwitrl . d. b. dif 
Wnrwl AM« d'T SunmM' d<'r Quadrate der ein/rdtien iStrtini Stärk fn. Wenn 
man von r^trumHTärkt eiiH'»^ WffrWIatioibf-» i-j»[idrtH »i> versteht man dar- 
ilnti<r luini'T die rtTi'kt Jvi', 

Wie k^iiin »nun nun die SCrnnisIflike eine« WnehflelatromiM n:i«««n, 
in Ani)>er^ uikh[]jiir:kv:n? Jeilenfall^i iiiehi diireh «in VülUimel«ii> d«flii 
oln ■nleht* rea^tiert nur auf (äleioh/itWiine; ohenMtiwenig dnreh nin 0*1- 
vanomctor- denn die Magnetnadel wurde durch die beiden aufeinander 
(oltfeiiden e:il|fijKen|-i.'fletatpn J^Trönn' uueli cnt^^Ken^t'Het/i abKelrJikl 
werden, alfto in Rnbe bleiben. Ma» kann nlso nur «ntweder die W&nne- 
wirkungeu (die Juuteai'he Wärme) udi^r dtr^ eLeklrodyiLaiuniulien WirktingijD 
diT Ä1 rÖnie. Runt M^M^n von WerhHclfttrrnni^n lieniiUeri; di-im die «taten 
Himl )i\*iiA mtulAiAajtlji von dvr RiMituug dutt ^Ui^ine^ und die iwvitifu 
Imven dieh aneh mj anwendtiTi. dfkQ die Strom riti Eit ii mjj; ohne Betaug ist- 

Deide Methoden aind an^weiutel worden, wir wollen aber liier &ur 
dni iweite bapnclion, dw Mi-jwutui von WeeJuu-liitrijzni^n diireh K t o k t r o 
dynamnineteT- Bc^i den filokcrAdynamometfirn (!^- 20at) iat itaraft 



MoMiitiB dnr KiTohUTpn ^irwiifiUrkfl. 



2t3 









c« und «iu« brwvfKlicIlV. vom ^Iruni ilu/vlifTovf^nv Rc-Ile vorhandaa, 
Ton denra dio lotKt4>r»» v<»h ih»r umtwn äl»j£i>lrnkt irinl mit flinrr KruJr, 
di«r iKin d*m IVxiiilel dir StromÄTArk^n in Widi^n Rrtlli^n «^ihln^l Sind 
abo boid^ Koilni von di^niAi4hixii ^uom iltirüliilufbiMLH >«» h^igt ilJf^ Ab- 
Innlnmit x-nn H^m Q ti a cl rn I rfcr StrnmJirArkf nh UTi'] äiu^Tt ihro Rjfh- 
tung mebl, wpuu der Strom *icb in Widi-n Ro[Ion /iiük'iuh umkohrtn »\»o 
Auch iiii<bt. wrnn dit Kullcri von WtrhÄ^ltiinHnon <turrhH(wii*n wcnicn, 
Di« Abtrnlcung ist dabei direkt ein Maß für du Quadrnt d^^r tüt'kriven 
ätnJEiuftarku dar Wwluwtfltrüiui?, tat liabiv du Ktuktroüyiiarucmivtvtr 
g<«ieht. 10^ e«]n Rr^rluktioiidfAktnr hcHtlinur -u \.,un luiw .^h 
•eiMn Angaben d)i^ ^>trviuiBlürke vmv» WiH.'tkBeUijr>[]L>^ \\\-.--l\ ii, Vin|M|ij 

Ein ao1chME1<^r<Klyniitiio[avt«rlürflctiwftcbe Ströme, wdcbiwKu ro'in 

«w^gaipbmicbt wird, mit '''" *" 

BpMglkblMümj^babtfj] wir 

ohATi (S.203) l»iwhrii*bpn. 

Fürd)0H«HUJigi»tärkcrc!i j^ 

WMhfe&btrSmi* hat sich 

mil diir ftllmiLbbch iuimpr 

wvit^r Ulli Fii<.'1] ^rvifpiiil^/i 

A»;irt'ndmi)( li^'rarrlhftn djut 

DnLjifiii* iiAi'h einfftchvu 

ApiMu-atm gnitflnd K"^- 

mht'bi. und inibf^aoncli-iv 

tiArh MoÜapfHvrftii'n , in i 

wdchca muQ, chii<' l^''i 

tcra UampukUoniT:. <ji<' 

Stfonutfinci* nni.-h Kn 

■cbalttuig deo Uutiu- 

mmtOA «ufurL itn ifiinrr 

^kalft ftb]«««u Inuiii. ttUo 

ch« «baruui bfq^**in ^u 

b^nutRiin iiind. vw din rr^zLHLonpumiHT^^nK'tirr lilr Gleit' li^tram. AirndJi^ft^tn 
mnde hibcn zuTut Sirmfiiiji x ETnl^kn, di*- *pit ihrrr firltTiiliing 
4il0h Wcnier Sii^iEif'ii» i>lHmito diu ftiTilurfiitHM dur Toi^hmk nie di« der 
ffipimwdliiifl iMiil Mcükundci ptlt'^*-n. i-incn Apparn.t in Vrrifrhr ifcbrnrhrt 
den dePraxinionsampcrr'mcter für Gicichitramnnd 
W«ob vvIh t ritin nL^nnen, NiH'h ihtrm Votflanp WL^rdüti ütinlicbc 
Vrchflebtri^mapprirtfit^ jvLrt Auoh von andproti Firmen kontttruii^t. Dirr 
fnMiuriL»<ul*- «lud tllt^klrcHlyEiumumekT. d, k. tue b«iit;EHii ^mn* l43vti< uiid 
*ir^ hH'Wßlirbi' DrftbtTnll*' Kiin' iLHÜcrt: Atiftic^ht di^flw AppArüf^-* (fibt 
Fi^k -tfi' Im InniTu d«^i'l1i"ii iM-fnuEiit »irli i.>iiiv< ("«li* nnthtKrlli* und 
eiiw hi'Wii^ln'ho. Dflr b*'Wc^lip|iiTi winl tlnr Strom durrh dlVnnt^ Fn<)cm 
ng«f^rt- Damit nun der Zpifli^r, dff mit dfr bi'wt^jilifihrn Spiilfl vcr« 
huudüii JKl um! der iibur iic;r um Apparat nUm Ainhl;1>arviti KLculu liäh 
brVP|^, obne Wehwintjiinflon sinh Wort iiuf di** nrhtiip' J^tpUe begibt, 
tu die bfwcgiK'he Spulb mit cin^r kiiiutliclicn Loiftdäinpfuiig ver* 



vy 



7 




1 



244 



T- Teil- 10. K*f.[W. 



Fif «1 



Mhvn. Zu dem Zweck ist (Fig^ 391) «in« t^T^bogt*»!? Itölm »n^a<^ 
io welcher ?nch die Düm^^Frrttohf^üit* p IwWtigaii kurui. Ihr^40 ut nim^ 
dnrvb den fvntcn Arui b au dt^r Aclu^ di*r bw^lkli«» RclW b«f«tijtl. 

und wi^uii dJt'^Hi' uii-h ilrulit, ao Im<««^ ik^ 
ili(> Srhi^ibf! in tliir Rübic, wobei wv^^fsi ^ «npti 
ZwuK-bviirduiiiN div Luftritiboti^ «iov «Ui^ 
Dämpfung niiefibt,. ßip^nt]if!h HdlteM Aic Mt 
$pu1e und die bewegliche von dciD««lbm Strcrtu 
ilufrhfloHiien wenliüi . du; bpidfin }4pulni «bv 
hintereinander geachnltcl wrrdea. Da abrt d» 
dünnuti Aufbü[|i>L>druhtF der bL'wuglichon 9jiciW 
von den etarken tut fiiJ^iwpiKlpn Strömen mrfit 
dimhüoBs^ii werdet! diu'ltfn, ho nmd bn djowa 
Ih^rrunipnrpn di«? fenr^^ lüid di« bowe^}icbr8pi]i* 
l^arallel geBchullifT. , wie die Shiu« in Fifl. iSt 
aoLgt, Wimn hol ulk-n Slronietafkfrn tmd f«rä> 
den der Wider*t;»nd d^r fp.iiJTi und liw K*wp|f' 
licbiii'n ^puli: dfrrtwtbvi Mt^ibiMi wtirdu, ho würdi^ die Ablenkung i\or bom^ 
li< Inr- S|iiili." d]n>k'. die SuorastÄrkp it'^wpii. Abor die Widcnt^bde heidrf 
t^jjiiJi n :ind(Trf »\vh nwtfihn durch JoultBchL- WÜrme und »vcitcnti wt 
dnr PorioflcnjÄhl , wii* wir glotuh snhen worden. Um den KinfluÜ ditatt 

Anderunffpn laögkch*! 









SL^niig lu injuibon. v 
jiQ i^r für |irHkt>*f?^' 
Zw voke vutmIi h j iidt: \ , «i 
f^rstena zu dvr fMbn 
lloU* ntwli DIU Vot" 
srh&ltwideralAiul im Bo 
den de» Appftntv« !»■ 

pinin i^fertiffi i*( ubJ 
biiUtktgetvLckeh ikkiIbS 
keinen Trmprmturai^ 
tiuQ uud kein Selb» 
mti^uliiil JmiTtt , uod 
M £w«lttfns iiuoh Tot 
dii' bowiagUcho HolJr «ÄD 
ehoiTMalohftf WidfT«l«nd 

sind die Einfliixrv der 
Temperatur und Vvno- 
doniabi prnktifwb bppeitigt.. Die fejiT* Rolk erhiilt übrignnn r-vfl vft- 
BcKiedi-ne BoloTier Voraehnltwiderrtände, von d«nen man durch den Slöwl, 
b(<i A At den iiukuii. durch den SiütjopI bei H 6^ den bnken und r^nhteb 
BUnttTnmPn -^in^'ballfn kann, Dndureh bekömmt das Ampejcnicter iwfi 
M'.'Ji Weiche- Bei XX. wi^dder äü müsai'ndi- Strom pin^'-^fuhrt. Je ümcI 
d<LT AuBfübruriK der Inölmmcntr gibt pb solche für nchwitcbe ?^trftmeH tut 
von (i bis 3(1 Mi]lianip«rv n^envini, und jindererdeit« «olche Hir lUrkt 
Stc^inno vo» 'W^ bJH J(KI Arnjicrc, 






Meaming der effektiven Spumung. 245 

AiiQer dies«!] Glektrod^m&moznetem mit Rollen kann m»D aber 
auch noch eine Eweite Art von Elektrodynamometem koriatniiereMf näm- 
lich solche mit weichem Eisen, Wenn man nämlich statt der beweglichen 
Rolle eine Nadel aus unmagnetischem weichen Eisen innerhalb der festen 
Rolle aufhängt, eo hat man offenbar ebenfall» ein ElektrodTnamometer, 
welche auf Wecheelatrome reagiert. Denn der Strom, der in der festen 
Rolle zirkuliert, erregt in der Nadel aus weichem Eisen Magnetismus 
und macht sie also zu einer temporären M^netnadel, die durch den Strom 
abgelenkt wird. Wechselt nun der Strom in der festen Rolle seine Richtung, 
eo wechselt auch die Lage der Pole in der Nadel und die Nadel bleibt 
daher wieder nach derselben Richtung abgelenkt. Bin solches Elektro- 
d^namometer mit weichem Eisen gibt aleo Ausschläge der Nadel, welche 
direkt ein MaQ für die Stromstärke, nicht für das Quadrat derselben sind 
und in bekannter Weise durch Bestimmung des Reduktionsfaktors auf 
Ampere umgerechnet werden können. Damit ein solches, prinzipiell sehr 
vorteilhaftes Instrument aber wirklich exakt wirke, ist notwendig, daß 
das weiche Eisen der Nadel den Magnetismus a tempo annimmt und 
wechselt, gleichzeitig mit der Stromstarke, ohne etwas von dem früheren 
Hagnetismus zurückzubehalten. Dies ist nur schwer und kaum auf die 
Dauer sicher zu erreichen, und daher sind die Elektrodynamometer 
nach diesem Prinzip für wissenschaftliche Zwecke kaum, dagegen für 
technische Zwecke häufig im Gebrauch, wenn es bei diesen nicht auf die 
höchste Genauigkeit ankommt. Bei den technischen Meßinstrumenten 
für Wechaelstrom im zweiten Abschnitt werden wir derartige Apparate 
zu besprechen haben. 

Wenn man so mit den Elektrodynamometern die Starke von 
WechsebtrÖQien messen kann, so kann man dieselben Apparate aber 
auch zur Messung von Spannung s- 
differenzen benutzen. Sie messen ^Ut- »> 

bei Wechselströmen dann die mittlere ^-"^ -^ _ 

Spannungsdiflerenz zwischen zwei Punkten /^ aV"^ ""^"^ 

eines Stromkreises, die man auch die effek- / \ J^ 

tiveflpannung nennt. Zu dem Zweckü p f'i^ t L-"'"''^ 

hÄtmanbloß(Fig,233)einsolcheflElektro- vS^ J 

dynamometer G ab Zweigleitung an die \^ / 

beiden Puntte des Stromkreises a und b ^- -^ 

anziüegen, deren Spannungsdifferen^ man 

meaaen will. Die Angabe des Elt^ktrodynamometers, die an der Teilung 
deaoelben abgelesen wird, ist direkt der gesuchten eflektiven Spannungs- 
difierenz zwischen a und b proportional, aus genau demselben Grunde, 
wie ein Galvanometer in der Zweigleitung die Spannungsdiflerenz mißt 
(S, 193 l). 

Zur bequemen Ausführung dieser Mensungen werden von Siemens 
A Halske Präzisionsvoltmeter für Gleichstrom und Wechsel- 
strom hergestellt, welche den eben beschriebenen Präaiaionsamperemetern 
ganz analog gebaut sind- Jedes dieser Instrumente hat auch eine feste 
Rolle mit einem oder zwei Vorachalt widerständen, die ohne Temperatur- 
abhängigkeit und ohne Selbstpotcntial sind und von diesen zweigt die 
bewe^iäe Rolle ab. Man hat so in jedem Instrument zwei Meßbereiche, 



246 



LTefl 10, K^ipitnl 



vie. uh, 



» .T^.^.n 



■^fmsm 





z. D. von 3 bie 15 und vou ü bis 30 Vott meMend. Will ttiui irr^Out 
Spaonimeon jrt^^w^n, A\m 'hw liiHlrtniivnl. weniger i<iiifii1i]ilUc>l] mju-,hi-n> 
«0 unhilTfit mal) d«ri 1r^truiü«nteri noch ein^n abgi'mo&i^ncin induk« 
tioEuifrautn WnifiralnnJ vor. Fig, 2H4 gibt di^ Aiibi<?hl, mtwA euU^han, d&t 
in cinnm dnrchißchcrtcn Blechkaetcn dn^cw^b Inerten ht. Schalli^l ntaj\ 
einen solchpii Wideretand voIh *o ist die Empfi.nUlich.keit ahI die Ualft^. 
i'iii Dnttd u. ä. w. herabgissctict , so ilnß dj^ Abli^cmf; niubt direkt die 
Volt ftnffibt. sondern 2-. 3-. 4mal so x-iel Volt, ab mmi nbliJ-sl. 

&u TuLben wjr äläo imii diu Mittel, um die eßt^ktivMi !^trt«mstürk«Il 
nnd S|ianTninj(;<'n «■fru.'s Wfoliseb^trompft ru mtSBpn. 

BJähcir bMb(«D wir aui^noiuiiieji. daÜ der Wi^ubaeLatrom dufvb «im 
LeitLin^ gcacndeii wird, ihf krln ^rbi^hlif-hn» S4ilhAtpori>rittHl HaI, Alfli> trtwii 
durch eine bifiJur gewickelte Rolle oil<>r durch «»iii^n »iiwycspaiiitlflri Drvbi, 

Woim man abi^r Wor-hfh(li4r.ri>Ene duroJi 
einen Tieiter »endet, deMon Sp|b«.ppf*n- 
tittJ {^. J24) erhciblieh int. ütwjk diiivh 
I iTie gpwohnlirb ^frwundene Hmbtrollo 
ijder no^^h bcMcr durch cinp Ürona«;!' 
upult* (S.22ti)t ito tntHtohcu ja in diurm 
Leitvr Extinatröiiie, wi-d dit* ßichtuuf! 
itnd die fi^lärku dt>ti äLromt<t!^ «iL'h fürt- 
^vjihnnd Hndi-rr,, Utid dJHftft ExtrAfttrfirnff 
■^irkiMi (mTu-?r di*r v»ih»iidvueu «luklrO' 
motorjschf^n Kraft onTgogcu. DArftUfi 
(til^^( ttbur, daß dly Strt»nisl»rlM>, dio in 
r'infr flo!chon Hr>ll<* von der vorhiinHf.ncj] 
rU^kfromotoriÄcben Kraft hwvorßi'buicht 
wird, klcinprtwin wir*I, (ds sie dem <lhm^ 
^1 lipnfJraeij! entspricht. D^nn talAikhlieh 
vMrkt niubt die iiuBere olekiromotoriacbf 
Krfttt idliMTi, Bondrrn dicKP abHiglinh der 
enr AttLeiideii elf^ktron^'^LoritiLrhi-ii Krtfl 
df* Kvlrfttt.mmep. Hi-i d-.'r&L'l b(iu üulfe' 
f<lektTcniotr>riJ4i.-b«ri £T«ft i«t a1»o 
Sljonistnrk^^ fii Airi^r milrhviii HttW*^ kliriiHir, hIs Mtt> boi i<ineiu (jli^tchHt 
sein wiTrde, d. h, m mafht dun EiiidFiick, als oh dpr Wide.nttand d^r Bollr 
gegi^n W<ir hm bi trifft JH ^roü^r tat, »Ifa i^^eii koiiisCaiit^ «^Uoiiiv. Üitw HOlchir 
Ro]k m^t diiiipf i-inn Hphcinbarc Vergröüj^rung dca Wid^r- 
■ tn ndcH flCflcn W'echnilntföme, Man bezeiijhn^t jelst häufig den acb#in- 
Luren WidumUind oin*Tr Rolle, i[c.a sie p^gnri We^hsehitrümp »ri^t^ al* 
ihre ImptdftUS. xum L'ntei^chird von dem gewöhntichec (Qbm- 
«(.^hou) WiderHlund, den die Rollü f!f^**n (fk^i{^hAt^ome hiLt, Die lm[)odart£ 
lAl imnu'r |KT*il3*i' hU dfr Widf^rfttünd^ und zwar um ao uif^Kr. je rM^brt 
div \Vivh8t*Ut(ivijkki uuk'i:iiindi<r folgen» je klumoi ähtc die Fi^nudu dvx 
Wfl(Thfl(>leTTilmn üt, und um ^y mt^hr. jo größt-r das ST^Ibatpot^^Titiol dm 
Irfiit^in iflt. R«] «{»»IQ ^^radi^n Drahl ist der Unterschied zwischen Impv- 
danx und Ohmechutm WiiJuratand ^iiwöhnlji-b aiu viTriachlAMicv^n. Lei 
einer unißlat flewundpnen Holle dangen ist er a^br erbi^Mich, B^i einer 
biblu- gewickelten Rolle (3, 2241), die kein Siilbstpotvntiul btaitct. iat <Wr 



1^ 

i 



i 



ü 



1 




HouQog d« BelbatpotentiaU^ 247 

Unterschied gleich Null. Eine solche bifilar gewickelt« Rolle hat alao 
bei Wechäelstromen denselben Widerstand wie bei Gleichströmen. Aus 
dieflem Grunde muB man z. B, die Wideratandsrollen. welche man in den 
Wideretandflkästen braucht» ateta bifilar wickeln, wenn man aie auch füt 
Wecbaelstrdme benutzen will. Man unterscheidet deahalb bei Wechsel- 
Btrömen immer die Leitungen, durch die der Strom fließt, als induk- 
tionsfreie, wenn sie kein erhebhches Selbstpotential besitzen, und 
als induktive, wenn &ie ein solcbea von erheblicher Große besitzen. 
Ganx induktionsfrei iat natürhcb streng genommen gar keine Leitung. 
Man sieht sofort, daQ eine stark induktive Leitung, wie etwa eine Drossel' 
spule, die in den Kreis einer Wechselstromspannung eingeschaltet btt 
den Strom viel mehr schwächt, als es ihrem gewöhnlichen Widerstand 
entspricht. Es kommt eben nicht ihr Widerstand, sondern ihre Impedanz 
in Betracht. Eine solche RoUe mit Eisenkern kann einen lOOOmal größeren 
Widerstand für Wechselstrom ala für Gleichstrom haben, sie Läßt also 
von einem Wechselstrom fast nichts hindurch, während ein Gleichatrom 
aie angehindert passiert. Deswegen gerade bezeichnet man solche Spulen 
mitgroßem SelbetpotentJal abDroaseb 
spulen, weit sie den Strom (aber nur 
einen Wechselstrom] gewissermaßen 
abdroHseln. 

Das Selbstpotcntial von Drähten 
spielt also bei Wechselströmen eine 
ebenso wichtige Rolle, wie der gewöhn- 
liche Ohmsche Widerstand bei Gleich- 
strömen. Es wurden daher in der 
letEten Zeit auch Methoden und Appa- 
rate ansgebildet, um Selbetpotentiale 
ebenso leicht und bequem bestimmen 
EU közmen , in Henry ausdrücken zu 
können, wie man Widerstände in Ohm ausdrückt. So wie man für die 
letzteren Normalohm oder geeichte Widerstände hat und mit diesen den 
zu messenden Widerstand vergleicht, so hat man zur Messung des Selbst- 
potentials jetzt Normale der Selbstinduktion, welche auf 
S- 225 schon besprochen und abgebildet sind. Zur Vergleichung eines 
unbekannten Selbatpotentiab mit einem Normale dient am einfachsten 
wieder die Wheatßtonesche Brücke, aber mit Wecbflelstrom betrieben. In 
Fig. 235 ist die Schaltung dargestellt. Ein Wecbselatromerzeuger dient 
alfl Stromquelle , links bei X ist das zu messende Selbstpotential und ein 
gewöhnlicher Widerstandskasten w, rechts ist das Normale (z. B. 1 Henry) 
angebracht. In die Brücke ist ein Telephon T eingeschaltet- Man ver- 
Bchiebt nun den Kontakt D auf einem auagespannten Draht so lange, bis 
der Ton im Telephon mögbchst schwach wird. Dann schaltet man aus w 
Widerstände aus und verschiebt D wieder und zwar so lange, bi9 man 
ein ganz scharfes Minimum des Tons erhält. Dann verhält sich dos gesuchte 
Seibatpotential von X zu dem bekannten des Normales wie die Längen der 
Drahtötücke a und b. Zugleich verhält sich dann auch der Wechselstrom- 
widerstand (Impedanz) im Zweige A C zu dem Widerstand im Zweige C B 
ebenfalls wie diese Längen. Wenn man vorher oder nachher mit Gleich- 





ttitst nin frii£Lti]antiu]iL|inrf?]iii!tprH d^M^n Skatu cniLii Hji<htt Der Widn- 
nlAndaVoBtpn w itit, wir ilii.- Slöpnrl xpigrrn, im Krr^iev um lin^ AmpcTMn^tfr 
^iiuvurdiivt . ^ur Mwiauiig der i^vlbeinuittklMD uiiij tivc ImpmLuu einrr 
Kmir wird dii-Mr nn dit* nnti-n HirlitbHn*n Rlpminiih XX Ant;ivu^h1/)iui<n, 
Dil» Wih'IihmJaI j'umqtiuEUi^ di<i jUjU^irli bem^lirivbi^M w"ftli^ii »oll, win\ au di« 
KK'mmpn S anj^drgi An X wii'ii da» Normnli^ der Sc IbstinduliT-inn imrl «n 
T dhi» Ti-lfphon anfto* h lü;»*i'n und fin mn Apparnt Ang^brftchNrr Si*jp«J 
wird in du^Lodi VV gi^&tiM^kt, Uanu bi-nl^-ht a\t<\} dieMecbiuig darin, djiU miui 
abwüohfipind d<?n Srhiriftontdict vornif 11t imd Widerstünde aiu dem Kmmi 
Aicht. but luau viii Acliarlofi Tunnxiuiziium im 'JVlr!jjhi}ii bat, Dju Vcrbaltnu 
drr LaiifJiL^u dos f^chl4.<ifdrablfFi. diu nuin direkt auf d^r ISchifJi^ilAtli^ feb- 




Mn^iiDg dm RulVvtpOL«nLfiilit. 



£49 



m «' 



li«4l. fil>T dAim Anfi^rt du». V^rhAltnln dm gpMuehlwi Solh»t|iotniifiaU sn 
d»^ni ljitkiinnt>.Mi du« NcirnLaI««. Um auch dii; vlLoutban- WidiTriiaadfi- 
vprnichnjna «ü (^rinillcln. muß mirn nt»U den gpwöhnlithon tikirkutrüm- 
md<T*tdiid kcimi^ii, Ziidi?m Zw«ek wird der t4tö|i«l iudiulvuch U ^i'iitt^ckt, 
4v Appi^Ti'iiintL'r riuRCLicIiAltAt tfft ujid ein ffiilviLiiUM-liis Eivmc<:tt 
tww^Mw Is gologl, uihI nun wild g«mdr »o verfahren, wi^ bvlm 

AI« l^rtle fiir d^n WroWblrom Inmi man für ^\v»i^ InHr.nimnrLt 
biclil nnt-n ^tiHulmlicheTi kltfiutiii luduktiuriMijrpHtttt iiüt Ni-iffHclL^ru 

ivi>^ wLj hixH-Ei (S. !^4I}» k«riii riiifüj^h |i#ifiüdiF''hh'r isl und wi-il dfn Tclc- 
|ih*in im rihijifri Apjwirnt. nnr hr-i rinfuch pfrindiachrn WrrhMliitT^*mtu 
<iii nchjurfu Tonminimum or^ibt Man tünn aber d^n XocfüctYpn Kammer 
arMTix^.ii durch am klfönc« liuitrumentH wolc^hed Fig. ^T xcigt und wclohi?i 
al» KummiTru>nf(^rincr Jipteichnpt 
wird- lä«i diiSFjn wnrdeu dureh oim^ bJQ 
und her Mchwintfrndr 1Vlr[>konirii'mUmn 
vinXAehpvnodutcht-'Srhwiuikujigoii m vim^n 

SriEn&rtti i^trom und du.1ii*r ritifju'b fH^io- 
iwh* WwtLM^lalrvnii- in ^iiH-r v[>n "Üwipr 
in(|uijvrt«u Svkuildjtntpiilt* erzi-u|j;t. Ihdcui 
man wrnphirHnn 'itnrk'' Ti'li^phfLnmom- 

ruwit «iitfvUL, kftnit rimn d^miL Wt^cbunU 
«CrßmpTCTiETrkÄfOO, JMlflnndß5ftPi*rJndcn 
in d«r S«kujid'< rr2HU^f::L. 

Dim R^ThHtpntenlinl Arwohl , win di*^ 
WidcrvUndircigrölkrun^ hangen aber 
«fwntlioh ftb von drr Pc ri<H|<* drä Wcrhsrl- 
ftramej. B^'i taHchrn Wt^hwln ain<! sio 
ößcr oJd bti iungHumtn- Man muÜ dt's- 

&lb dip Kolken rrtf^^li^'httt bi^i drriji?niRrn 
IVcioden prüleo. fütwi'k'br mau ek- ikUfli 
bedUlBeu will, Um nun urxh fu<lir vii'l 
rwKhftrT" Wi>cWK Wm tu H.n)it \i\ diTf^-kimde. in an« W«'li6f?lstroiu(|Uplle 
tu or»Tup*n. iiml^WHr ^inf Ai-L-|Mirr'H ihi^Iiu. Imtn'n Hii<i]ii.niH A Halnki: 
*inc M4*r)iim^ könnt ruii^rt, w^kW aU H 'j f L J rt* q o (f n * tn * »r Im n w 
bexi-ic^hiu'l wird. In V\^. 2.'W fcU'Ilt der iiiiHlprt* Ti-d lii-nnlijt iWvt^^ MjiBfliuje 
dur, die jVpi>nrftH> rorbü nnd ünkn mal nur tw*ii ElcktromntArrn, wj^li-lie 
Ulm Drchon dieicr MniioUine bonutxl uvrdi-ii- Vvt }ltK:\iU«i{ni*ntHi»{iHtAl 
iellat buati^ht nunnri'mZnbnrudS. mit IWZMincn. wHnW» mja mohr^iri-n 
liiuul«r1 dünnen Blechdcbciben j:usatnnienge*et*t at. die von^inundur ino- 
t<.'ri und duruti di.']i Krikua k dUB Hnrtpufnmi Bu^icmnni^iRciinlton «imL 

)<^*if*< R*d divlil i*irh vr*r «irti Pf.tlch pincä Hufeisenniagntlrn, dpr durch 

IKAoÜV P tatigiiftlMtvrX wu'd Di>.' Jr'nk- «ciljäl. ahvr tvtt^nu Jtvrti Wii^ki-knigwj 
Wld ■}( und in di««4>u wird d^r H<w.')ifret]iienxfltrc>m f^rKi'U^^t. Dur<^h dio 
nfclie AJinAhirning uud Entfi^rrtiinj^ dvr Zabn'.- iLÜiüLth untvrlipfEt df^r M&^ 
nfiti»^iniui diTP Pi}^* fortiffkhrf.ridnn Sidiwunktin^rn Und diibu« itidusuimn in 
«1 uml »^ finen cinffti^h pirioiliarhi-n WVfliJM^lMrnin, U^l firi^p Umdrehung 
dar ifohnibe erlmit nuin w 100 Poriwlitn, und wi»im die Klaktiomotoren 



ü 



ä* 





250 



I. TW. la Kapaol- 



d^r Öfhj^ilH? ein* öäwhwindiK^pif. von 70 Uuidpohiiri^i-fi pro FSebnodie er- 
teilr^ih wofl flicli «rr«ich«i; läj^t, so äii^hl mftn, daQ mAn oiiwn Woc^mI- 
Strom vim TOIXI P(>ri('H3uri mdcrSi^kLiti(lc<^rkii1t- Durch larigaamcrro Droliun^ 
dfir Kl^lcf.fomotori»!! kitim man nntüiürh auch gering^r^ Pcrioderituhl er- 
^mlt-n, ThiiiiLt dtvSt^hwttJiküEi^eii üi -ieii:! Magriei.i9mu»d&» Elektrom^pMU. 
drei Ain^h Hilf djß i^jtMio. p induKiernnd WErki'n. nk'fcit in diesBf (iiioh Wenhael- 
rtroiüfl orjwugcQ. ist in die Ötronuuleitung ku dies^^r cino Drossel- 
• p u I <■ (S. 247) pingrwilittltet. woloh« di(*u Wuc^u^^^l&t^ÖlHP bia but fn- 
m^rklichlccit schwächt. 

MiUi^Ia divftcr nchr aot]ii'alt]g darchwarboitL-UM] Appatuttr ibL vb 
jMrl ölflo möglich, tri Bifiir kupeer Zpit 8elb9tindijkl.i<ui*ici voti R^ill^^n äu 






n 



•^i 



t^ 




bavUmiMii. T^irie Auigalw. die trüJiiar lu d«n LaUciraUprivu immer bLt du« 
Haupt- und StaatHahtion ga.lt, 

Wir kehrvri nti;i jtu d<>r B^trftrlitung der Ei^i-nschafl«!! der Wech^d- 
Btrümi- siirlitik. HklKiri wir wihoii biahfir mm» R*'j)k' v»n wi^rntlichfiii 
XTnfcf'wrhir'Hrn im VVrhfllron ein^a Wcehflßhtrnmnft und rile^K'hMtrnTnrt g^ 
fiuid»ii. fto wvrdtfii df/sfi Unterschied« iiocli grOQvi. w^rin wir uui; zw«! 
Stpötno glcichiecitig bnTrriühten, alan z. B. oinon Wofihwljii.mm 
rieh vetJiwmBWi likisen- Zwei verschiedene Gleichatr^imc un1«r*chvJd«n 
wfih rmr dutidi du*i' htr[>iuBtärlce und din' Rit'htang, Wmn dnher tvtv 

lolehc Cilpk'kfitrr^me zu gleicher Zeit ^iurch einen und denselben Draiht 
Ibt^üeu. w Lsl dii.1 Slcunuflarkt^ in diTik Druht die Huinuie uder die Dilfererut 
dwbi^iHTi Hnnolrifn ÄtmriiMtiirkcn fijvnt itnHersinf es \tr\ Weclwelatrömen. 
Zw*»i vert<;In*44lene Wecliselutn'nn*? könnten mcli durcb dji-i vervcLuedciU 
DinRti uiitnMt^hividori. Kr^t'^na baiui die (efftfktivü) StrnmKtirk« 
in bridnn vfr;.iiii d ■! m-in, wie bei Oleichitff>!nen* Zveitttu ksrm di« 

F ti r i o d L- I « Li|i h vi-rfehLcdcn 8^10^ der eino kitri:t z, B, eini' PiTJodfl 

von *Jieb Öftkunde, dnr »ndwc sine von '/jju Sekunde hAbi?n. Ab^r »*H>M. 




Rtuanunteraohiod- 



251 



wenn die Perioden beider Wecbeelatröme gleich eind, können sie sich 
noch dadurch unterscheiden, d&ü sie nicht gleichzeitig ihre maximalen 
Werte erreichen, also auch nicht gleichzeitig durch Null hindurchgehen 
and ihre Richtung ändern. Dieser Unterschied besteht aber darin, daß 
die beiden Wechselatröme verschiedene Phasen haben. 

Wenn wir z. B. in unserer Maschine &ui S. 219 außer den Rollen R R' 
noch zwei andere miteinander verbundene Rollen auf derfielben Achse 
anbringen, »o jedoch, daß diese beiden um je 90^ von R und R' abstehen, 
so wird, wenn die Achse mit den Rollen rotiert, immer das eine Rollen- 
paar im Maximum der Induktion sein, wenn auf das andere gerade keine 
Induktion ausgeübt wird und umgekehrt. Die Ströme der beiden Rollen- 
paare haben dann dieselbe Periode, aber einen Phasenunterschied von 90 ^ 
gegeneinander. Durch eine Zeichnung kann man sich solche zwei Wechsel- 
ströme von gleicher Periode, aber mit einem Phasenunterschied leicht 

Flg. ISI. 




versinnJichen. In Fig, 239 sind Äwei Wechselströme gezeichnet, deren 
Phasen um 90 ^ verschieden sind. In den Punkten a und a', also in dem- 
selben Moment, herrscht in I die Stromstärke 0. in II aber die maximale 
Stromstärke a' a'. In den Punkten b und b' iet umgekehrt in I die maximale 
Stromstärke ß b, in II die Stromstärke vorhanden. In den Punkten 
c und c' iat in I wieder die Stromstärke 0, in II die maximale Strontstärke 
c' Y Ti^b der entgegengesetzten äeite vorhanden u. s. w. 

Denken wir uns nun von den beiden Rollenpaaren die Ströme gleich- 
seitig durch denselben äußeren Draht geschickt, so addieren sich in jedem 
Moment die vorhandenen Stromstärken. In Fig- 340 sind die beiden 
früheren Kurven I und II punktiert gezeichnet und die Kurve III, die 
stark anagezogen ist, gibt in jedem Moment die Summe der Stromstärken. 
sie stellt die Res ultante der beiden Wechselströme dar. Man sieht 
daraufl zunächst, daQ die maximale Stromstärke in der Reaultant« zwar 
großer ist, als die maximale Stromstärke in jedem der beiden Wechsel- 
ströme, aber kleiner als die Summe der beiden ist. Man sieht zweitens, 
daß die Periode der Resultante dieselbe ist wie die der beiden Wechsel- 



258 



1, TriK 10. KBpiM- 



Bth)iiie t>^tt)b«n u und w vtl di^«^ll)* ^tr^ke wie Äwiwhen a und # 
fniivr witi swütchrtt U iii\'\ (). A)jfir liio P h n 8 e ilr^r Ri^tultnnlo ial «inn 
ttn<JeTe, ala ilie der beiden Weciiscldtrome. Donn Wivhrrnd dir Kiirvp [1 
im Punkt h duix^U Null niit^b unt^n biii-iurch^dit, die Kuivrr 1 im Tuiüct c, 
gc-)\^. i\\c K{*m\tan\e Hl im Punkte ii — ^nwirtrhen l]pid»*n — durrh Null 
hindurch, Ihr rhaacnuntcr*chiod gegen I ist also nicht Null — djum 
würde- sm bvi ci diin.1i fsul) ^tin». jLUc-h nt<:lit V>l>^^ dunri wilnK' oiiT Wi 
h durch Null hindiirtligehen — süiid<>tü liegt Ewischpu 0'^ und '.MJO^ Jn 
uuäT-rom Fall ist vi ^Ivusii 45". Atl^emein sehen wir duisuB: weiiii 
KW^i Wpfihairlfltrftni*.' vmi Kificher Pi>riodf*, fth«r 
vi>u verär}]iMdv[ier Phuae dur<;h uiiLun Druht ^0- 
aßndot Version, so 1t at di'r rcsnltirrcndc Wpph*<?l- 
atrom oini^i andere PhAdC als jeder der ihn v\iiAin- 
mcnficlsenden WorshdolatFÖiu«, cn trittn wia luan ca ruinnl* 
eine P h a *ff n ve r 3 e h i e b n n g ein, 

Die P k a » e retip- <ler Phix^enanterschied tritt uUu ol* 
n**M4«, und »war unangpeichm kompliKicrendp« Element r-in, wenn man 

Pir fit. 




Ort mit WwrhaelfltrÖTiicn eh tun hat. Dpr Phftwmmternr-hied hit nun v*r- 
fcchiederie Folgi-'n^ dur^'h welche die Wecb»elstrÖüie fiich gaui »ndcm vtr- 
haltnn wi<i Oh^ü'JmtrömnH 

Wenn man eine periodiseht! blektromotori&oh»^ Kraft *uf tintn Leiter 
wirken laut, wobhcr <r:rhfhbcheg änIbatpoiiOiitJaJ IkihiUI » ul^tt eTwn auf 
eim* DfnhttrtUc oder eine. DroflselÄpule, bo muß der StTon» in dinwm 
Leiter eine andere Phnae haben als die clwktrotnotoriarlu' Krtift, ilir t^tmin- 
uiakehrunp'U knnncn in ihm ninht jn demsctben Moment ■iriitrf»nd*n, 
in welchem die UmkehrunBen dr?r oloktromotorischeu Kraft fctj*lttind«u. 
Doiin auüur der j;i?gub<?neii eluktroHiuior fachen Krnft wirkt dunn jn auf 
den Lpit4*r noch die elrktromoturitiche ECraft det Extrastromca. die Solhai* 
induktimi. und svt^t lfuI die^e uru ^tüULl^u, wotm di& ä1.rf>(nBtürke duKt 
Null hinfhir''hMnhr. und rhrr'. Ricditijnjj wi^chtelr, Me< hat also eine amLere 
Pha»i' ft!»- di»- lluß■■^^' »«h'fctroiuulvruti'hv Kruf^ und dahw :uuO dur Stnmi 
ifllbgi;, iXfT von tb^in Zuftiimmonwirkoii diir boidoTi »»lebtTTtmoioihifhofi 
KHilte hj^rrtihrt. auch ninr* Phasen \^t rech i«buii^ g^|E«Q die aulJFir« e^ktn>- 
mutoriBclie Kraft, lU» ilm erzeuiiE^« b'^^jiteen, 

Darnua folßl nun pinn hrichat wichliige und Äm^Achat «Ar sond«t- 
htTt TatMiuhe in Bezug auf den Elfekt, die AntM d«T VfuEl, 



I 



Effekt qLik« WechwlAtromB. 



258 



welche ein WecbHelatrom besitzt^ Bei Gleichströmen wissen wir (S. 114)^ 
daß der Effett immer gleich dem Produkt aus der elektromotoriachen 
Kr&ft (in Volt) mid der SCromBtärke (in Ampere) ist. Dieses Produkt gibt 
ohne weiteres die Zahl der Watt, welche der Strom mit sich führt. Bei 
einem Wechselstrom aber bat dieses Produkt zunächst in jedem Moment 
eine andere Größe, weil sowohl Spannung wie Stromstärke sich periodisch 
ändern. Wir miisaen ftlao hier wieder sagen, der wirkliche Effekt eines 
Stromkreises ist der Mittelwert aus allen Effekten, die er während einer 

Kig. Sil. 




halben Periode hat. Wenn nun keine Phasendifferenz zwischen Strom- 
etärke und elektromotorischer Kraft stattfindet, d. b. wenn der Stromkreis 
induktionsfrei ist, aa ist der Mittelwert der Watt gleich dem 
Produkt aus dem gemessenen Werte der (effektiven) Stromstärke und 
dem gemessenen Werte der (effektiven) Spannung. Dann hat man also 
noch immer denselben Fall wie hei Gleichströmen. Ist aber eine Phasen- 
differenz zwischen Strom und Spannung vorhanden, so ist die Anzahl 
der Watt eteta kleiner als dieses Produkt- Untersuchen wir, um dies 
einzusehen, die beiden extremen Fälle, in denen einmal die Phasendifferenz 
0^ (also keine Phasendi&erenz). das andere Mal die Phasendifferenz 90^^ 
Ziwischen Strom und Spannung vorhanden ist. In Fig. 241 und 242 soll 



-1/ 


<, 


xP 


Fig. iti. 


a 


t 


> 




y 



D 

die dick ausgezogene Linie die Stromstärke^ die punktiert gezogene die 
Spannung bedeuten, und zwar wollen wir ihnen bestimmte Zahlenwerte 
nuchreiben. In Fig. 241 haben Strom und Spannung die gleiche Phase, 
beide fangen bei a mit an. erreichen gleichzeitig ihre größten positiven 
Werte bei b (bß = -f- 3 für die Spannung und b B = -f- 5 für den Strom), 
nehmen wieder ab, gehen gleichzeitig bei c durch Null hindurch, bekommen 
negative Werte, und zwar gleichzeitig ihr negatives Maximum bei d (näm- 
lich d S = — 3 für die Spannung und d D — — 5 für die Stromstärke) 
und nach Ablauf einer Periode kommen beide gleichzeitig nach e mit dem 



6H 



x.T>n. 10. Kftpii«!. 



Wert Null, Dip 7,M dtr Watt, -welch« cIdt Strom mit *ioh führt, i*t det 
MittoUiTt atu dc[ii Produkt ilar Volt und doi Ampero. Eimge Eiiuc]- 
wcrip djpars Praduktpa aind fnlK^nilp: 

Bui > ist dofi Frudakt gloit^b Null. b<?i b Ut du« Fnxiuki gleich 15 
(i- 3 >i -f- 5 = 15), bdi ü ist PB 0, i\L'\ cl wii^dar Rldth I:j (— ,1 - — 5 - 15), 
b« e = 0. Dir- Zalil der Wntt auf d?m W«g6 ac ist aIaü ebenso groß. 
wie die aut ietn Weg»? c c. Uvt ELTckt liut alao eiami £wifii<liQn U uud 15 
Wütt lipgnridpH Wortj daicrn wir d.-n W^tT 7'i't Wutt. 

Uhlle ftJid^n Ut vü b*^i Fi^, ;J42h wo E^trointitärke und ISpannuiiu; eiop 
PhrtSßndiffprcnK von 1*0*^ hab<;n. Hinr \^t hei a dio StpnmMtäpkt* Knll und 
dii^ SfjUTL[tnii[^ gleich a t;r. gbich 3. itlao dfti^ Pn>*lukt gleich Null, Un b ut 
dip Stj-omatilrke glpiuh A, ahnr die J^panmins ^l^ifh Xiill. a\ao das PrMiikt 
wieflf-r Null; bpi c äat das Prxliikt ebpiifnll-^ NntJ, well dir ötrcmutark*, 
und bei d Ul ra NulL wfiil die ^püimiiuy i^len^h Nidl ifil, hi d<m iwiitchen- 
liegenden Punkten hubtm wir /war imnur Watt, wt'lchn wicht gltic-h XüU 
Bind, abot wir liaben ubwr^ühst^lnd pü&ilxve und u^gativ? Wert? vu» gli^kbtjr 
CroU«. ZwJHrhen a und b ^iiid dir' Htroinetürki: und Hpnnntn^ ttridi^ 
(Waitiv» ihr Produkt hIb*) auch posiliv, zwiauht^n b und v ixt aber dir Slroui- 

»tapki* priftjtiv, .ii*r Spannung: nnpiliv, ihr Prinlukr ii.\^ »gBtiv und «war 

^bpn^ ^oQ, aber rivf^ativ, wi«? zwischi^Ti a und b» Dftrau« lolgt. djkQ der 
g»tl*^ Efli^kt -"iiiea solcliBii Strorripa u(i?i';h Null Jut, 

Rin Wi^ehsftlstrom, dessen Strom« tÄrk^ aTii« 
PhaMondiffereriK van 00^ ge^en die äußere 8paii' 
nnng hat, tlin tbn nraeugt, hat den Klfckt Null, 
d- h. er [ührl keine Enorgio mit »ich, or führt k«iae 
Wfltt. 

Man bex^irlinet etn«n ooli^hen Strom deshalb aLi wattloaen 
ä i r ü EU [odvt auch ah Lt.- e r t^ir n m , idh' uurn-nt). 

Vollkf>nin^'*n wjitt[or<p Strinnf kann man allcrdingw n\c\il h<*r!<ty lltn. 
abtfr inau kann sicii dii^Bi^ui Zustand, bei dem Strom und !:?paimuDg einen 
Phasrnunltrw.'kied von ÜOO habtn, sühr nähörn, 

Haben wir mm tfUJt'n WecKaeUtmrji, dtM»B<*n Phawnd iflor^ni gmn 
tue SpanritJng nir^hr. dici t^xlivin^n W>>rti> 0" und \X}^\ Hiindrm dAxvriM<.n«iD 
lirj;»"iidi' Wp'fii' hat, An i»r. dor EfTi^kt <li&405 Slrornfs abhängig von difwr 
Pliiui.'iiiiiJli'r4'ij/- Dil' ZahE ikr Wall, die oLn Hiilrht'r Strom mit HJrh fühjl« 
iftt gifieh dem Produkt an« der Spannung (in Volt), und der ritroin»tÄrkc 
(in Amperi^), abtr nunh muEtii>tiEiert mit eintT /ahi, dio cwischm i lUid 
lifspt, äIso einnrn e^ihton HnifU. der von der PhiiSE'ndiffervn* ubhängl- 
Wir Wüllon ihn dm Phusenfaktor nenntn. (Er i»t f^infarh ^kh 
dvm koMiiuB dt-T PhaitvndiiU'i-i'ii;^.) Dur PJiJiä<^ufuklur irI l lür ihv Ir^liavun- 
dilTfri-TLR O'*, er iNt für dir PhuwtndilTprt^ns {»l)<^. und M tat allgemein 

Kfli'kt t-mva WfiOuiplHtnimft = 8|mnnnng -. fttrnniotarke ,* Phnafnlaktur. 

Eh Hii'ht alfUi ho MUA, und *-n tut uLiLh lu rlir Tat ao. alH ob uiiht di«»^«iu* 
ln^ohai^Vttbarf^ -Sirnmntj^rkc hrj nntni W-^rhsflfl^roni äiit Umrechnung dci 
Effektes rtUHf-wemlet werden darf, »ondern nur ein Hruehuil deruMban* 
näniUch dio UiubaohtrU^ Mrom^tärke mu]tipl:j:iert mit dem Phawnfaktcr 
(finem ochton Bmeh). IJieHcn BmehteiJ der beobiLehtbjirm titramfttvke 
beveioluict aukit a\% die Stroim^tüfke doa Nutxvlrouica. Bniit nUo die 



I 



k^ 




Me«iung de* Bffaldlh 



8SS 



b 



kv dos NutxAU<amefl = Wirkbdic ätrom«t4rko >- FhjutejifAklof 

BfiaJct einM W^hnUtmm^a = BpAnnnnR ^ Stn^mitArko dM Nnf Mtromu. 

Wirkt in drm 8troTn1iMt?r. di>4Bf^n EfT^kt iuah mnu^ii will, kctne 
vrWblichf; liniulttici[i. let vi ftlnu iudukliunsfrLM, t^twu oirt ^'tndi? 
»UM««puinMr Draht ixlc<r rinr« (JLflhkrnpr (^>>r ^ini^ B<ig^nUiii|K\ m 
itH der PbftaMifilftor nafauvm ^WtKh 1. Wirkt »bvr «rltidjUc;lii> .Selljanudiik- 
tion in äfi.m ^trumAtürk, besroht; er z. ß, alih ninr-r Dtowi^Sh^ iiln od<-r 'lint^m 
NHuttiflp-n ElcktroinA0rLCte oder ciTKitn Elr:kliomot<>r, ijii aLüo dor Widijr- 
iland i u d H k t i V H »" knnn df r PhortfüifakloF Tiah^-iu fllci^-h Null wrrdnn. 
AuB dii^scD Übvk-^D^n folgt loforf, «iixH tntta bei WcchioUtrönicn 
t duirii MudUTiiC d<-'r .Spmiiiung für nirh und dt-r Htroiiutürke fiii flieh 
£fTrkt rrniiMi^ln kann, tionilt-rn <iiiU mun im üopontf^d vmiicht^n muU, 
Efft^kt dkekl £1] tiit>wiPEi. Das gvht nuu aui.'h au, und div Appai»(t^, 
die dinw Mwhud»! «rmf»K(i<^fi<^"- Tit^ririf iimri W n 1 t n^ i.' t p t. Hii^ iiiUtfaen 
also direkt dM rrr>duk| hei» SrroniflfjLrk*', SpAiinufti; nn«! rii.'i'^nifnktDr 
Sil mouon giTi^t&tuin, wi*' dii-Mi in «iJMi^irt WHltLiirnttih Si miukj! i.. ^nr hufiden 
itind- 

Auch für dioM M4V4«ung«n lliQt ticli duji Eli'ktnx]yn>nmMLr^tiT ver- 
wcndi'n nnd sswur In folgender Kinri(*htunff- Dift frjitn Rolle di-a Kli'ktm- 
dyn»inoni«l*r» lÄÜt man vod dorn Strom. dc*ivn Effrkl xnm m««« wiU. 
dimkt dur^Ldlkllvn- Dio lj['u-i*^L{4tv Kulle ulrr^r nf:lidltc't man |) lk r u 1 1« 1 
XU dem Iji>iti?F-. in dem der Effekt gemranrn worden fwll, man legt >Le in dcrn 
NobcDHcliluü iu üiHi, üunn wimnen wir itiui frdlicren hüiruuU- 
toiwn. diwß in der brwe';ij;lichF?n 

K^llv i'iJi 8lroui ilieüf j der pro' ' ^* ' 

rKirtif^nftl jnr drr fiii ineiuriwlpn 
fcpiiinuDy- Vi.>rau"tir?HeUt . wa* 

iroU«!!, dftA di« b«v«^Lielw Rolle 
nicht wllhii i-NLiT rhG,ä(>iiVb'.rHchiC' 
burifi hervorbringi , Ui. dann die 
Abknkuiii; dTT bewi^lieheu lioile 
j(emde dem Kfiekt proportional, 
d. h, dem Frudukl au* Strom' 
■ttrkv I äpdunun^ und Pbasen- 
bktnr Trn Alljj[emeineTL n\fer iv<t 
diu l^pwifgLoLe Kdie flelW in- 
duktiv lind Vi'un Nif. A|]/4»r1if»|Ei< 
UMvbt. »Eh«) viTiH'hjtxIvnv I^Ui^eh 
gC|ri*p die: fft^ti^ Kollr einnimmt, 
«o wiiken die beiilen RtTpen iiooh 
in vernphiedini r Wi^ine unfein 
and'-r und dn indukriw AViderttatid d^-r beweglichen Iti^üe int, Alna ^oj^&t 
vanal'Ld. 'Vmiz ihoni.'v äphwieriRkeiten ikI e* Sieii]c'Ufl& Hitlske gelungva. 
rifi WaUrnttj^r nach dii^wm l^in^ip m konatmicre^ri» wf?]chna {lurch einen 
ZeiK«r dinkl die Anxuhl di-<r Watt ubKubMoa gvtalteb und welch«» tvhi 
gemiue Anguben ma<'ht> du dall tu niti PrnBlsiuiUftppcirat beEeiühnet werdi^n 






256 



1. TtalL 10. KBpil«L 



riff. m. 



Slfi 



kuDn. AuQvrIirh unl«rAclii>id«t »ich ihu» Fr&sieion« Wattmeter, 
von dem Fik. 24^^ eiiic Aniiicht ^Ihl, nicht «Mentlicb vo>n den vi>rhfr 
dargeetelltiTi L^Lr^Tii' und SpEtniii]n.^iiiE!.flaem, Das Innent ist ^hrmLAti^wh 
durch Fig. S4i dapgefll^Ut. Die dürtndrähti^e hewr-gliche Spule B btiwcftt 
Kicb intifirh»ll> [l«j: festen, die viynntümlioh f^«formt ist- Sie UtWi nck 

nilmli^^h oben um! unten bd P iti liwri 
Zweite, damit sie. in weichet ätf^llun^ 
uiii:h dii' iie«r>gUt'hfi RuiU^ sux. mÜgUchBt 
rmmi^r die glpii^he Wirktmg auf sie »im- 
ÜbP' Fi^' 24^ Kei^L eini- uirktiok bUA- 
Mführf« fest* Rolle. Di»* h(?w.>i;l>r"h«* 
Rolle, die aucli mit d**t i>hv\t 8, 'JW 
be«ülirii^hen>'[i [riiftdünipfuitj* nT>H*hen 
I |i.|l Hill iatk iat im Inaum dim^ f«flten K^rrji^n 

I um cinp vf^rfjkali? Aohari bewniflii^h iiuf- 

^ptzl. Dif-<^e Wwogliche Rolle, die iun 
4 — iOO H'induügen feinen Draliteii l>c«t«ht. 
^^ hat nAturgcmäß eine hohe Sri bstmdnlc- 
Z7 tion, würde also eine wcaenthclic Phweii* 
veTB(*h;pbung hervorbringen, Mnn kann 
aber diese Phasen vetAc hiebung auf ^ines 
whr klctiR-ü Wtrt bruigeu, wuoji man 
nocb einen nphr großen WiderBtand rihne 
merldidwfl @äLWpotenlt4il vor sie sL^haltet. ebenfitiLs in den NebetuwhJuß, 
FaktiBch bewirkt ein solcher großer induktionsfreier Widerstand, daö im 
NebflUs^-bliiQ der ätrum atark ^eriehwächl. wird, doJi dolier die Ejitn- 
fltröme aelbat ebenfalls gf:^ebwiicht wer^nri. und daß niirbin die Phwwn- 
differenx g^gen ilie Spuiuiuii^ an den Enden l'uii- zu vemju-hljJMia;vi|ida 
ist, Wührend diu bewegliche Rolli^ Im-i di«vnN InairuineDtenaulti^t 100 Ohm 

Widerstand besitzt, hat sie mit d^m Vor- 
^halt widerstand AiiHaounen tOOO Ohm. Auf 
diese Weise gibt der AilsaehUg der bi-wrpliehen 
Rolle direkt den Effekt in dem untorflucbten 
nmht^tüek 

Wemi man nun bei W^eh»tdtrÖm«n nut 
diesen drei Apparaten miSi^eriiflttft bt, dem 
Ari|»i*remet€r , Vnltrn<*ter und Wattmeter, «o 
kuun man rÜenbar Im jedej^ 8tromBtiwk auch 
din Pham'ofHkNir esrfwTJmentell meoa^n, Man 
bejitimmt ainerAeita den effektiveu btr^m und die eltfküve äprinu»ii|! uiid 
andrrorneils die wirklichen Walt, Die lel«tero Grofle dividiert dureli da« 
Produkt aus Strom&tarke und Spannung iaT der Phuenfaktor dea b»- 
trnßendrn Sti^^mdLüek^: 

Anzahl der Watt 



v\e M. 




riuueiifibktur ^ 



Anzahl dw Ampttre : ' . Ansaht der YoW 



b 



UnMT« biahtarigen Betrachtungen über Wecluiülntttjme habctn 
MteSet, daU diexe mdt in allm ätiiek^n artden^ Vi-rhaltini Einigen wie die 
OMenattöm«. Qiu noch autfallendertr Unti^rH-LieJ aber liegt dahiu 



KondfliiBstoT im Wechaalstromkr«». 



257 



T\g. 244. 







MjPf 



daä Gleichströme bekanntlicli nur in g&nz gescblosBenen Rreiaen fließen^ 
während Wechselstrome auch in ungeechlossenen Leitungen fliegen 
und ihre Wirtungen hervorbringen. Wir wollen in dieser Hinsicht nur eine, 
ftbec die wichtigste Anordnung besprechen, die darin beateht» daß man 
einen Kondensator in die Leitung t; innehaltet. In Fig. 246 be- 
deutet C einen Kondensator, dessen beide Belegungen mit den Polen einer 
Stromquelle S verbunden sind. In die Leitungen sei bei G eine Glühlampe, 
bei M ein Amperemeier eingeschaltet- Wenn die Stromquelle S Gleichstrom 
liefert (z. B. eine Atkumulatorenbatterie oder eine Dynamomaschine für 
Gleichstrom ist), ao fließt kein Strom in dem Kreiä, das Amperemeter 
macht keinen Ausschlag und die Glühlampe brennt nic;ht. Durch den 
Kondensator ist eben der Kreis unterbrochen. Wenn aber 8 eine Wechsel- 
stromquelle ist, z. B- eine Wechselstrommaachine, und M etwa das oben 
beschriebene Ampere- 
meter für Wechsel' 
Strom tat, so zeigt dieses 
trotz des Kondensators 
eine gewisse Strom- 
stärke an, und die 
Glühlampe leuchtet. 
Wecbselatröme fließen 
also auch in dem un- 

Seschloflsenen , durch 
enKondensator unter- 
brochenen Kreis. 

In der ersten Hälfte 
einer Periode nämlich, 
in der etwa der Pol a 
positiv ist, wird A posi- 
tiv, B negativ geladen. 
Wenn dann die Rich- 
tung der Pole wechselt, 
so wird B positiv und 

A negativ geladen. Es fließen also fortwährend wechselnde Ladungs- 
at röme durch die Leitung, und diese erregen das Amperemeter und 
die Glühlampe. Aber gleichzeitig verlaufen auch in dem Stromkreis Ent- 
laduDgeströme des Kondensators . und der wirkliche Strom setzt 
sich aus den Ladungsströmen und den Entladungsströmen zusammen. Daß 
solche Entladungss^öme stattfinden, und wie sie wirken, laut sich sofort 
einsehen. Wenn A im Maximum positiv geladen ist, B negativ, so hat der 
Kondensator eine bestimmte maximale Öpannungsdifferenz in der einen 
Richtung, beim Wechsel der Ladungsströme nimmt diese ab» wird Null und 
geht in die entgegengesetzte Bichtung über. Wenn in Fig. 247 die stark 
geJieichnete Kurve a ß 7 B den Verlauf des Stromes darstellt, wie er wirklich 
in der Leitung herrscht, so ist auf dem ganzen ersten Teil von a bis ß die 
eine Klemme in Fig. 246, etwa a, positiv, die Platte A bekommt also fort- 
während positive Elektrizitätsmcngen in erst zunehmender, dann abnehmen- 
der Stärke- Am Schluß ist also die Platte A des Kondensators am stärksten 
positiv geladen, d- h. der Kondensator sucht sich von A übet a b nach B 



^ 



G 



258 



L T«l. 10. Kapitel, 



zu entlftden. Di« Spannimg des Kondensators hat also an der Stelle ß ein 
Maximum nicht in der Richtung des Stromes, sondern in der entgegen- 
gesetzten Richtung, sie wird also in Fig, 247 durch die Linie ß M, die nftch 
unten gezogen ist, dargestellt. Beim Wechael des Stromea von ß über C 
nach 7 iat nun a negativ, folghch wird d«r Kondenaatorplatte A negative 
Elektrizität zugeführt^ ihre positive Ladung verringert sich also, sie wird 

FiB. 1*7. 




allmäbLich neutrahsiert und am Schluß dieser Halbperiode bei 7 ist B 
positiv geladen, die Spannung sucbt einen Strom von B nach A. also in 
der RicbtuDg des zuerst vorhandenen Stromes a ß zu senden, die Spamiung 
hat ftbo den maximalen positiven Wert yN. Bei L und bei P wird die 
Spannung 0. Man sieht^ die Spannung des Kondensators ist auch wechselnd 
mit derselben Periode, aber sie hat eine Pbasendiffereni gegen 
den Strom, und zwar eine Phaaendiffercnz von 90*, da die Maxima der 
Spannung mit den Nullatellen des Stromes zusammenfallen und umgekehrt. 



¥\b. «e. 



J^-''"^^ 




Daraus folgt aber sofort , daü der Strom gegen die äußere elektro- 
motorische Kraft eine Phaaendifferena haben muß. Denn der Strom wird 
hervorgebracht durch die äußere elektromotorische Kraft und durch die 
Spannung des Kondensators; gegen die Summe dieser beiden tat er ohne 
Phasenunterscbied , gegen die erstere allein hat er also einen Phasen- 
Unterschied. Vergleicht man das Zusammenwirken einer äußeren (periodi- 
schen) elektromotorischen Kraft einmal mit der des Extraatromee einer 
Induktionsrolle und dann mit der Spannung eines EondensatorB , bo 
findet man bei großer Ähnlichkeit doch einen wesentlichen Unterschied. 



KqwciUt und Selbatinduktkm im WacbBo^BtromkroiB- 259 

In Fig. 248 stellt die mit i bezeichnet« krumme Linie den in einer Leitung 
flieBenden periodischen Strom dar, während die punktierte, mit S be- 
zeichnete Linie die elektromotorische Kraft des Extrastromea einer In- 
duktionsrolle in die«em Stromkreis darstellt. Teilt man die ganze Periode 
in 4 Viertel, wie es in der Figur durch die Zahlen 1, 3. 3, 4 angedeutet ist, 
so sieht man, daß im ersten und dritten Viertel beide Kurven in gleicher 
Bichtung verlaufen (in 1 nach oben, in 3 nach unten), während sie im 
zweiten und vierten in entgegengesetzten Richtungen gehen. Dagegen 
stellt in Fig. 249 wieder die mit i bezeichnete Linie den Strom dar* die 
punktierte mitV bezeichnete Linie aber die Spannung einee Kondensators. 
Diese haben im zweiten und vierten Viertel gleiche, im ersten und dritten 
entgegengesetzte Richtung. Daraus sieht man, daß eine Selbstinduktions- 
rolle und ein Kondensator eine entgegengesetzte Wirkung auf die Phasen- 
verschiebung haben. Während die Selbstinduktion, wie man sagt, den Strom 
verspätet gegenüber der elektromotorischen Kraft, hat eine Kapazität (ein 
Kondensator) im Stromkreis die Wirkung, ihn zu verfrühen. Daraus folgt, 
daß man die Phasenverschiebung, die durch eine Selbstinduktion in einem 

Fig. H9. 




Stromkreis entsteht, wird aufheben können, indem man noch einen 
Kondensator in denselben einacbaltet. Ein Stromkreis mit Selbatinduktion 
ond Kapazität hat eine geringere Phasen verschieb ang als ein solcher bloQ 
mit Selbstinduktion oder bloß mit Kapazität, unter Umstanden gar keine. 
3o unerfreuhch kompliziert nun auch die Betrachtung von Wechsel- 
atrömen infolge der Phaaendiflerenzen wird, so bringt doch andererseits ge- 
rade die Phaäendiflerenz verschiedener Wechselströme eine Wirkung her- 
vor, die eine sehr große praktische Bedeutung erlangt hat. Wir wollen zwei 
Wechselströme mit einer Phaaendifferenz von &0 uns wieder so erzeugt 
denken, daß wir (Fig. 250) zwei Rollenpaare AA' und B B' nehmen, die, 
um 90*^ gegeneinander verstellt, vor den Polen eines Hufeisenmagnets 
rotieren. Von den Enden a a', des einen Rollenpaares A führen wir die 
Drähte so, daß sie einen feststehenden Ring aus weichem Eisen an zwei 
diametral gegenüberliegenden Stellen umwickeln, wie es die Figur bei a 
und a' anzeigt. Auch von den Enden ß ß' des anderen Rollenpaares 
wollen wir Drähte zu dem Ring führen, die ihn an zwei um 90 ^ von den 
ersten abstehenden SteUen bei b und b' umwickeln. Wenn nun die 
WechseUtröme in den beiden Leitungen fließen , so hat vermöge des 
Phaeennnterschiedes der eine Strom in demselben Moment die größte 
Stärke, in dem der andere gerade die Stärke Null hat. In der Figur iat 



2fl0 I- '^'^''^- 10' Kapitd. 

tlin vtiiwhipdeneötronutärkp in di^n UHiwuiduiiflon durch votwliieden dicke 
Limi-n nngedrutpt, Mnn sipht den atitrki^n Slrnni \m h h'. drn Strom Null 
b(ii au'. Ütr Eifei^ring ^^'ird uun durch <l<<ti i^trom in l> b' lusuneti^ii^rt. 
lind Kwn.r üij, c]jiQ J«^r Korrijrol uittl iSüdpul uii don ?^tL41i'n N uufl S ti'^eiu 
wie man skt durt'li die Am}x'r<.-Nc}i'' 8chwirinii"iT<'^*^l iilvr/i'HjB;! . ßinft 
Mii^'[ii*LrmdLd, di'- im InutTJi dL<e Km^vi v\i-\i uvjI t>i]i>'r ^jiiljur «iieh^fii k«mt, 
wird tiUiy emo La£*' j»Mri''hiii»'r>, wie fti<» duti^h d(*n tfi^ilii'n Pfml nr-enirhnpr im. 
WL'nij Mun du? Kdk^ti A und Bh *liy die SLrijn»* rrxNiav-n, «ioh dichen, 
ÜATin tTwiftvi^n flibwcrhaolnd dii^ Strftmi-, um an' nnd dir um li b'. nbrr 
nidil gleirlixeil L)2. «ui Maxiiuum, wurdi.-ri dann tm NulL bfkcimiii^ii dnim 
wi'pdfrr (tincn mnximaknf obor nfigjiU^'r'n Wert ii, h, w, Dmlurnh [tbcr ver- 
schieben Bi<'h auch di* Vulc des Ringes, Mnn orkennt das nuii Fij;. 25). 
In l iüt dor Slrom a a' älark, der Slium h b' ocUwuch, div Ma■KUl^tlllLdDI 
nimmt dip gpzpichnpip I-igp Pin. Wain die Rol^n, wefcbo die Slronip er- 



B 



«■ 



B' 



I 




KeugeDtüdi uiu 45 '> gedii'ht huben, dann sind die Suömc ia &»' und in 
b b'. i^mcK flturk, vo wir r^ Fi^. II xcigt. dann b<>tinden sich die T*o!« Hm 
Eiat^nxingffl b?i K i^rid ^, und di? MngnEtriAdel bi^kutiiiut diu «chielc Lbrt. 
In dL<r fo];!i*iidi.-ii Figur iul dft Strom h b' im MbJtunum. tl(<r Strom n k' 
glf^if.'h Null, dir Polt* im Ring haben hicU hI*» wnt^r gedreht n^eti Sl> 
und diL' MttgrivUiudet ist ilrnvii g<>[ulgL l'rid nv geht d^u iVL^ilt-r. Man siebl 
aIh Ri>]4iilr,Al, ^AÜ, w>-TLrt die lif^idim Wfv^.liAelArn'tmi^ vtm ver^rlii^dener 
riiH^Lv duiuh diL' festen Winduijuen um dvti fv^j^lvn Rjiijj ^ftfjUrl wpnlvcu 
dflü vlftnn die. MAKTi(^ln(ii1i>l im Timrrn in forllftidpndf IlTVihiinif WnmmfTi 
niuQ, diifl *ii* iiirli 9'j lunj^e dr^Wn muQ, aU dit' Slmiiici fliulKTi, SE«U der 
M(i((n'*''rindcl kilnnon wir auih fiii StiiHc mÄtrnptiM-h^in Kinrns in Hin Miir«i 
brin0<'ii Dii>A wird dnim i?nit dufoh mA^rliwhc hiduklii^n fnun«tMcb 
ttnd muü wiph tihipumt dnduMi, Jn kuch wenn mnu cünen k"***^''^'"***^ 
J>nihtkn?i>, iirf irirh um dir' Afh*e dr^hrn knnn. bificinlirin^t. so muQ aQ^ 
dieser nicU ditUtn, Denn t-a wtnKm in ibm Induktn^JiMit'HJmi-- vcjvu^ 
und dieee Htrünif, dIfilj der RnrtK<- UruTitkri-iH» wrrdm von deui wandermm 



Mfihl7>bawnströme- 



261 



Pole angezogen. Diese Ei-acheinung ist von groQer Wichtigkeit geworden, 
da sie es gestattet, durch Wechselströme Drehungen hervorzubringen und 
dadurch Arbeit zu leieten. Auf ihr beruhen die sogenannten 1 n d u k- 
tionamotoreü, die wir im zweiten Abschnitt besprechen werden. 
Ein aolches System von mehreren Wechselströmen, deren Phasen 
verschieden sind, hat also wichtige Eigenschaften, welche gerade von 
dem Phasenunterschied abhangen. Man nennt solche zusammenwirkende 
Wechselströme Mehrphasenströme. Hat man zwei Rollcnpaare, deren 

(180 " \ 
— ^ — »ist, ao erzeugen diese Zweiphasen- 
^ i 180'^ \ 

ströme, drei Bollenpaare, deren Phasenunterschied je gleich 00" ( — - — | 




ist, erzeugen Dreiphaaenströme, vier RoUenpaare, mit dem Phaaen- 

— -T — j, würden Vierphaaenströme erzeugen u, a. w. 

Dem dreiphaaigen Wechsebtrom, der am meisten benützt wird, gibt 
nmn auch den kurzen Namen Drehatrom. In jedem Fall erkennt 
m&n, daQ solche Mehrphasenströme, zweckmäßig um einen eisernen Iting 
geleitet, bewirken müssen, daß die Magnetpole sich fortlaufend in dem 
Ring verschieben, und daß daher ein geschlossener Drahtkreia im Innern 
des Bingea zur Botation kommen muß. Das ist bisher die wichtigste Be- 
deutung der Drehatröme, 

Hat man nun drei Rollen, in denen Wechselströme von verschiedener 
Phase — die um 60^ gegeneinander verschoben sind — erzeugt werden, 
so braucht man zunächst für jede der Rollen 2 Leitungen, um die Strome 
nach außen und wieder zurückzuführen, im ganzen also 6 Leitungen« 
Han kann aber, und das ist praktisch von großer Bedeutung, diese Rollen 
noch in verschiedener Weise untereinander verbinden. Dann erhält man 
verkettete Drehatröme, deren Verhalten zwar kompliziert 



262 



I. TeU, 10. KapiteL 



aussieht, aber nicbt kompliziert ist. Es seiea (Fig. 352) a b c drei Rollen, 
in denen Drehalröme erzeugt werden- Sie haben je 60 '^ Phasenunteracbied 
gegeneinander, ho daß, wenn in a die Phase Null iat, in b die Ph&sfi 60^, 
in c die Vh&ät 120 '^ herrscht. Dann kann man die drei Hollen so verbinden, 
wie ea die Fig. 252 angibt. Man sagt dann, die Hollen seien in Dreieck- 
schaltung. Man kann aber auch die drei Rollen so verbinden, wie 
in Fig. 253, dann sagt man, sie seien in Sternschaltung. Man 
kann nun sowohl in der ersten , wie in der Eweiten Figur von den drei 

Vi«, WS. 







m^ 




5 



m 



n 



Eckpunkten die Leitungen T, TI, III fortführen und dies« an irgend welcben 
Stellen wieder untereinander verbinden, und zwar auch wieder in Dreieck' 
Schaltung oder Jn Sternscbaltung^ In Fig. 2i32 und 253 sind jedesmal zwei 
solche verschiedene Verbindungen gezeichnet, Fig. 252 zeigt die drei Rollen 
a b c in Dreieckschaltung, die drei Leitungen I, 11^ III aber sind bei Ä in 
Dreieckfleh ftltung durch ö ß f, bei B in Sternschaltung durch a' ß' f' ver- 
bunden. Fig. 253 zeigt die drei Rollen a b c in Sternachaltungf und die 
Leitungen sind bei A in Sternschaltung durch a ß y> ^ ^ ^ Dreieck- 
schaltung durch a' P' t' verbunden. In jeder der drei Leitungen fließt 
dann ein Wechselstrom, und man erkennt, daß in jeder der Verbindungs- 




Jl 



oc 



/p 



A \ 



"^-r 



M 




H 



leitungen a p y oder a' p' 7' der Strom eine andere Phase haben muß, so 
daß alao in diesen Verbindungsleitungcn Drehstromwirkungen auftreten 
werden, trotzdem die HoUen verkettet sind. 

Das Auftreten dieser Phasenunterschiede als neues Element bei elektri' 
sehen Wechselströmen kompliziert zwar die Betrachtungen, aber mtui sieht 
ein, daß dadurch die Wechselströme in vielfältigere Kombinationen gebracht 
werden können als die Gleichströme, Darauf gerade beruht die Bedeutung 
der Wechselalrüme für die Wiesenachaft und die Praxis» und es bat sich ge- 
zeigt, daß die Wechflelströmc, die lange Zeit wisaensehaftUch und praktisch 
kaum beachtet wurden, an Bedeutung fortwährend gewachsen sind imd für 
die Theorie der Elektrizität wie für ihre Anwendungen sich noch fruchtbarer 
erwei&en als die Gleichströme. 



11. Kapitel. 

Die elektrischen Sctiirlngnngen. 

Obwohl es durch die neueren Unterbrecher» den Turbinen- und den 
eleklrolTtiflchen Unterbrecher, möglich ist^ einen Strom auf einfache 
Weise ein- bis zwei tausendmal in der Sekunde zu unterbrechen und da- 
durch in einer Induktionaspule Wechaelströme mit der Periode ^/mno bis 
'ivooo Sekunde zu erzeugen, so sind doch diese Wechsel nur äußerst langSAm 
gegen diejeuigeuT welche^ wie man allmählich erkannt hat, die Natur 
selbst durch einfache Mittel erzeugt. In Wirkliclrkeit kommen bei unseren 
Experimenten, ohne dall wir etwas dazu tun, wechselnde elektrische 
Ströme vor, die in jeder Sekunde lÜÜOOOmal, millionenmal, ja sogar 
miUiardenmal ihre Richtung ändern. Solche auüerordeutÜch rasch wech- 
selnde elektrische Bewegungen nennt man elektrische Schwin- 
gungen oder Oaeillationen und das Mittel, durch welches 
sie entstehen, ist der elektrische Funke. Wenn man eine Leydener 
ETasche durch einen elektfischcn Funken entladet, oder wenn man zwischen 
den Enden einer Induktionsspule einen Funken übergehen läßt, oder wenn 
msji endlich einen beliebigen geladenen Leiter vermittels des angenäherten 
Finger« durch einen Funken sich entladen lä3t, so erhält man jedesmal 
elektrische Schwingungen, Die Perioden dieser Schwingungen sind außer- 
ordentlich kleine, sie variieren je nach der Kapazität der Leiter, zwischen 
denen der Funke übergeht^ von dem zehntauaendaten bis zum hundert- 
millionsten, ja sogar tausendmilhonsten Teil einer Sekunde. In allen Fällen 
aber ist es der elektrische Funke, welcher den Anlaß zu elek- 
trischen Schwingungen gibt. Das ist eine besondere Eigenschaft des elek- 
trischen Funkens, aber wir können leicht erkennen^ wieso er diesea tut. 
Der wesentliche Grund zur Entstehung solcher Oszillationen ist nämlich 
das Auftreten von Eztraströmen bei der Entladung durch einen 
Funken. 

Wir wollen, um dieses einzusehen, die Entladung eines Konden- 
sators oder einer Leydener Flasche genauer betrachten. 

Wenn eine Leydener Flasche geladen ist, so befindet sieh auf der 
einen Belegung, etwa der inneren^ positive Elektrizität« auf der anderen 
negative Elektrizität und zwar auf jeder gleich viel« eine gewisse Zahl 
Coulomb, Wird nun die innere Belegung mit der äußeren durch einen 
Leiter verbimden, indem man etwa, wie in Fig, 2h")4, jede der beiden Be- 
legungen in einen verschiebbaren Draht ausgehen läßt und die Drähte 
einander nähert, so fließt die positive Elektrizität von imicn nach außen, 
abo in unserer Figur von oben nach unten, die Leydener Flasche wird 
entladeUf und zwar springt ein Funke zwischen den Leitern bereits über, 
bevor sie noch ^ur Berührung gekommen sind. Durch die Leiter und 
diesen Funken geht also die Entladung vor sich, fließt die Elektrizität. 



tu 



T. TbEK 11 Kaiillflt. 



tr 




Di>r icnnxfi Vargnn^ ffea^bicht twnr in a^hr kunc^r fMt^ aber niAn kann 
doch vorfoigei^, wie ai*:h iii tÜMvr kursen Zeit di« Vorhültoii« ^t^tall«»' 
Auf d«n bridcn Bolf-f[unj7on drr Fliurbo irtt /iiniichst ciEii* W^tJinmli.' Span- 
imnaHilinoroiLE Vüihurtiltu und divic trtibt ua^-'lt dtju Oliuut'hi-ii titsetx 
die Blüktriiitüt duR'li dw UiüliU* miil du- Liifi. Dunrli diwi-n Cbi^rgao^ 
mnunt aWr tiigl^irli dir- Mph^ de^r Eltktriatiit luf j^]^ d4*r bfidMi B^ 
Ic^uD^en ab, dri bIl' «kIi itbi-n dtircb den .Slroni due^Jviidit^it uiid dahv 
wird Ate AfiAnminjiE^liiTr-rrri;: auf liMuUn Rol^fEiinjft'n Afifort in d<^n flui- 
h>iTmndi*r fr.>l!,^<[idt^ii Äbi^ditidf^^ii iJit kitj^mi Z^'il uMtir^'iid 
r%, an. fifj. EriTilndunic immer ^r-rirEizv^r. nnd rlab« niiiiml nii^h 

dieStrotiibliirktr tAsrh, in uußi-rat kurzr^x Zi^it. von riocin 
grftütrn Wert« nn. nb Dn. m»Ti nber Wi jpdrr Vcf- 
änHernnp drt Slrnnistfirke in ßinem Leit<*r KitTütrömc 
.kidUeteHn !j{] müaaen also niji^b luerbei di^ Kxtiaiflröiiic 
wirkfljim flipin, Tm rr^t^n Moment, wo di-r Entlftdim^ 
Htruni anfi^^^gt. beginnt uuch der Eitrantfcm. «tlchti 
dir rnt^opi'ngL'at'tKte Riehtiing Imt. wie dira<?T. Üpr 
Kiriiladuii^sttoEiL gi^be von dvt HvXv^mi^ b uucb *. 
iImim ^nlir dii«er Extmetrom von n im^'b b. Dvr 
i.'jj^i'jitIu.^«.^ Eitt1udu(kg«»trom wird nmi rai«i:li «o «<:hvrach, 
ilttÜ dieHOt Ejftraatruui UberwLL<f:t. Dtth*>r bw«^ eiob 
Ein i^mr^n Mom<*rit die HÜ^^WiRitAti von b nn^h a, ml^M^li 
dajaid »}Kt vi>ii u EUit^b b. Dor E\irH«trcini miuiitl 
nher pbrnfnlfa an Strirkc aofort nb und i:s cntAicht nin ncn<*r Kxt-riwlpnm* 
wek^hi-r niiii wi^d^-r v<»j b nafh a gi^niihtet ist wnd In einem folgi-udta 
Moment den erMon Extra^trom überwindet, so dnQ sich nun die Kiolt- 
tiixitat wiiHlor von b iijwh a l>ewvgl und ao fort. Man prlialTH hI«o iai- 
aifctldipb dflii mprkwdrdi'i»"? Reanlfnt, dn.Ü <J^r KnrlndunKHstTciTn niehl, wie 
man eigentJii^h gljiijVn ^ollle. direkt Ton b nurh n gebl, sondern d^G 
er. ger^du we^en dvr Wirknag der EstmeLrÖm«, abwechfl^lnd von b noch a. 
dann von n naf-K b, dann wieder von b niu>h a ficht ii, n. v. 

Kuj^2 luuEii crliült ifine oHfillJtrvndo ü^ntludunft. man 
«rhnit L« I <■ k t r i [■ c li u M c b w i n g ii n ^ (< n, Dünnt ditw* iimt ein- 
li^ti^ii künneiiL uiüddciL diu JL^d^fUiuLitfen Extratitr^rme dlurk gimu^ tiün. 
um dir vorbtTgi^lk^nrlm Stminr.« ku Uberwiudirn, d, b, dii> ue^illfttorüche 
EnTluduiiK knnn nur umtR^i^ti. wi.^jin diu Sulbatpot^ntial d»r LnT.ung, 
durv;b ^uluhuä ja diu Extriialrümu iR^din^t wi^tden. minderten« vinoü be- 
stinimtf-n Wi>rt Imt-» wi'kluT in hwrinirninr Ri^j^iehnnp zn d^r Kapju.ifÄt der 
■ydurmr Fl«*icb<^ mid di?rn WidvraltLnd der panztn L(>iUing »ln'bt. In 
ww* IWingiinjj aber (Erfüllt, a<^ ontUdnt ?ieh cino Vln.-^fibr kir[cr r^in Konden- 
sator EAtioi^hbrli >iHxdUlL>Ttdi-b. In |]e«,Eimmten Aufenuinder folgenden 
Zpitrn. t\\o rtiinrdingö sehr uAbe bei einander liepn, kehrt nvh iÜa iCichtung 
de* Sttonxcs zvnaoh«n d<^n ln-jdun Bekgicngen um. IKc Zeit, die swuchen 
oincr liinkehrnng des Stmmea und der (olgendc^TL VTTMiL'Ut» nr^rml man din 
l'eciodi^ der elektriachen KcbwinputiK*"- T^^* Tnt- 
Mcbc der osadUerendt-n Entludmm bat lum ursten Male Feddereen 
bei der Hntladnng der Leydener KJiurli^n bi<obndiiL-1. t> MeJIte n&m- 
lieb derjenigen Stelle segt^nüber. an welcber d*r Funki* ent»t«beu ftdlf«. 
nint^n ^pit^l auf, tUr sjch sebr rnj^rti vm at^hiV Aolifte dr(<h(o, «inen m- 



tWioda tidilK«e]wr &i 



MB 



gwiAHntcii ü r B 
pnu«ri. flr^ht aiob 
%t. )« ßröBcE djtf 

Lickiiatnibl iincnL'r 

Aiafg«fttlli>a JHt. >in 

ibvi au <.<iti^ui 

tnlii'- r>Hh wi 



^pi«gel> In der ku»DU Zeit, die drt Küalu nzi' 
ai^T ^]>irffr\ iini dnon WinUrI, Act um M grflficr 
kunmcnKliVL'uidi^kpit url. Da hlui ciu Sptcftel «inon 
iiTrr ifomH..'ll>nri Winkol rurildkwirlt, üntttr dem er 
kUr, 'IftO iiiHTi «Ihm r>rf1i?)ftiprt« Üild da KunlcMu 
Hi>, mii*iJi Lii;lirl>aj)ii4.- hu^'l^^i^vel s\i st'bi^ii crwurlt^n 
fiifh tftfiärhli.^h t]cr Knll, nhnr mti i^iTirr Tmvorhi.'ir' 
Kiüfi. Ea rrvnh fiJcU )tHiritii:l). «IhÜ du» KJd i);»! Aum- 
I, Miok A[nht, daß in i^rm l.iohrhAmI (doMphnto- 
riHffi^^^^^pil finc Itcihc von dunklou StoU^n mtt lipIlTn Zwi*rhi-nrkamcn 
trlmi»!™ iht. cm Urwviii dafür, iluü dir Hntln-dunii pcrmiäffw^h flnÄswtKt 
vitfdcr be^nt. kurz. daÜ ÜBKLllutioDcn vorhanden nul. E> ^trUnn 
Foddenwia kiobt. aus eifern lokhvn Bildi* Uii? IWiodo diucr OhsU' 
latjoAl^n lu mntBon. Wi-^nn tnun nürnlirh dir UmdrrJiuiLgig»chwinHigkoit 
do9 l^pwgG]E uiid den AlwtdLtid dvr iiliotugrapluschcn FlatU^ vom ^piEtgi?! 
könnt, to kAiiii uittii ann «Irr l^np' J<-m ^-uriRt-Ti Liohtbandva dir- Uiiurrr dv« 
^njEen Funk*il» ImTf^rliupi», Ut ^, B. der Alj*itand der Platte vom 8]jifu^l 
j» und düUuTl i\w ¥uti\ii»ti iMnr SiiUuTNh« ^'^r»g> bi.» ttürdi« ilu« Itild ik<4 




wenn di'-r Sfnrttf«! bIcIi m Oi^v^r l^^kumlk' Wiuial voÜFitiiadia 
»ht , flinciU Ijipbutrrifm darfltftllnn li-r l<"H"miil fhn-'n Rras 
Kftdiuii umffiGt. Dn nnmiich dah tiLtKnUrndi' Li<}j( vom 7^ini;gi*l 
iUtt diiznmdijiin Wmkd iturui^k^i^wor^Mi winl, vihUt dum «» nuf- 
AJIg, ft> mndort du Bild, üaa der l^picRol rrtirirft, dopp«h ao ruch' aU 
dfiT Spiegül- Dau«tt üun der w^"'"' Funki' nii'lit ^in« Soknrul', jtnndrTrn 
ttvm Vio uiH> Srkundr-, rw LulI iUn UrhrSiind jmrh btnB tUn zrlinCAUaendAtcn 
T«il der Länge (in ui^uteui lieiapipl iüt lin t-riitn Full die Lunge nn^- 
nAbf^rt rt KiWJ ^ filK)l> m. mi avroctcn Füll nnpcnjiJiPrt 0,15 in == (W) cm). 
So kann mnn u]ik^<k<'hri «u« d«r Lin^e liuii Lifhibundea die Dau^r des 
cUutMt Funhi^iüi ^^ererluitui. Bei der ubi^-ri Figur betrug uuu die Utiuer 
df« ^HnriMi Finikf^MM Plvn. *ltin\co Ai^kiinrli-, [^il niirt in den) Funken 
JIV 8> h" iii'-'ijii;;>'[i vcirh&ud«u fuid, wji^ uiaei ilur^^b AbEüldeti erkenjiU ho 
bdTjlj^T ,\u- Darii^r flinnr Ow^illAtidn rlivfl oin«' MilliniiAt.Hjviknnd-- In 
Mf kurzi<r Z<>tl bvwotEl »Ich bra lEit^tn-n KntlALiujiui'iL von Li^ydorii>r Ftiimdion 
die KlrktHr;itÄi. Jiin und hnr- Kirehhnff knt, dnnn atw throrelinehcn 
iSttrachtün^oii atlchrt, die Periode dit»er Qt*illationen 3^u bcrocluiMi. 
Kie bünjct nrimlifh in emfuHirr WVifW von der KupitSiitÄt d™ KimdeiiöiLtuni 
tind df-m ^rlbfitpnteiitjal der nnflf^wpndetcn Leitung ah. iinri ^war H'LkI 
die Ti r ■»■]■ .i/i'nuiU't: ihr CJuuJrntI um so jiröüer, je proBer die Kapazität 
ler KU--" iko imd je Krötitr da« Spllmtpotentinl der Leitung ist. 

EbejiBOilehe oudlatoTuiche KiitladiLiigen ttelen. wie gi^BiLgt — und 
nu4 deni)<H.<l1>eTi iSruiide — aiiuh l>ei Inildktionfi^Appnruten «in. svonn 




4 



sea 



l. TM, II. KAptol 



Kwiw-ljitii d^r^u äekundären PoJvn Kiinkini lilmmprinem^ Nur h&bnii 
dttboi, (Ia dos Sp1b*tpotpTLHftl dtr Induktion wpparfttf» cjjx AuOfrordentlich 
gruUc« :»i, tlio Entt^tiluii^en eiiK! viel gröUi^rt' iVriDcIe. ElWA in dem 
lOO0CKt**n Teil einer Sekunde gpht hri solchen gpöffneten fndulrtioca- 
apjmrntcn die KntladuDg cbmal hin und her, 

Dttü hpi der Rntliidun^ durtli i-men Funkrn Hüldie periwIiÄTho Be- 
wfgiingea cntatehcnn Iconntf^ man flllerding?; nkht: vürhcnoheti. Nfic-b> 

dem aber die Taleudic uüixmii itt^ristatierl ist, lüUl niv tfjcb huüU Etie4ÜiiLUU}cb 
lci>ht bfgreilrai- 

Einv LuJtsbrwke eetit elt^ktnecbeii SpHrnmogon Üd &llu:vmeiniAi 
«Jnon. flfifoheti Widentflnii ontf^e^i.-n^ daß ni»; ihn nicht libfinrindrr^ k/iniii^n. 
Wir iDÜneQ »nnvhmun. daß der At^bvr. ^vi'l'diur sich in der Luft hvUndfC^ 
im allgiim^un niclit nachgiribig iät tind *\ä\S daruiif ih«^ iäülicrornJo Ei^Ji- 
Br.hftft der Luft oder anderer laolaloren beruht- Wenn aber di* Span' 
Tmng;en üo i^roß wenlen, daQ der Punke zwisehen £wei Lettom ühcnipriii|[t. 
*io findet ein Durchbreehen des wenig rliutiarben Äthers ir der Lnfl statt, 
der Wjdtmtund, den dluMsr Alber der ebklrisehen BeWL?p:ijng entBegc»- 
W^tet. :vird ^ewnltniim überwunden Jede tUierwtndiitkg enie^ eluatifiebüTi 
^ideiiitandes iii der ^'utur lindet nlier pi^tzodiscb tlttH- W?nn 
ir K. H. hIMl Li;ft oupf der ■^egpitEten MundlKibli? hinuuBbladnn. so hörrji 
wir fiiun Ton, und dd Töne ininier auf p<*Hodu4cb'-n B«wegung«t^ b^tubn, 
HU bi<wiBt ilua, Uciü thvBi^ VbvTwindnuü ie^ Widersldniie periodltcb ror 
«irh ^tfiing<L''i iM. F.bfTi»n bnreti wir ni>i jedi-m ZfrrroiQon, Zfirhrw.hfn, 
ZwTjrÜL"keü %-üu Kyi'jiej'u, bfi jmIeoifiit.'kriUi d(.'ii wir auf der Suaß* machfiHi 
i^ini-n Tnn, lialnin nW liKTnll «im' nerintli»iclu< Dewe^un^t ereen;^, Hanf 
BO u Jni »ueb tier Alher der j*)ubvrtnd«ri LufUi.bii'bt, wenn er duiehbrochtn 
winl, in popiodisehi* Bßwcgunften vereetEt. Er aohwjinkf. bni einem ■oteJwiti 
Fmiki-n, in »tibr kiirzer ZhiI bin und her. Kn OTitsttrheTi daher durch ^eu 
flolebim Piinken in der Lufl und in den Drüblvz), zwischen denen der Fiuikc 
Überseht, elektiriaehe Sebwingungen, 

l'dbeniiü wie «ino Pfeile um na ru^^cberi^ ^ehwiTLgungea niochl, tun tO 
höhere Töne gibt, je kiircer K*.- ist, je ^jnger nlsn die m Bewv^(ung t«f- 
■eUte LuftuieugG int. ebenso sind autb bei der Funkeucntluluilg die 
Sobwiiiffurigen um so riifleber. ist i\k SebwingungAdn-ui^r um so büfinr. p 
geringer die m Beweuung verevtztpu E]ektrixii^E«inen^en siod. Orofl* 
L<^vdenor Plasiibon gcIit^n dabyr, wi>Tkn wo durrli »imon Flinken «ntUden 
werden, l^ln^^*ame^p 8eh*inpingen sIh Weine, und die ra^ehcaten ScihwiB- 
guujjHii i.'rbiLk man deuiiiacti, wi'un niHii i^iMekru K<ir|ierri voa» wbt (^ 
Tiitgcr KApHKJtJLr. Fiinki'n filn-Tiüelimi btßi Dnß a^ht n-uQer der Kufkaxitil 
d«» Kuudejiitiitifrv fiCfeb tlu ^Ibiftpotiuitial iWr Leiter rou EinBuß ttvf 
din J^chwinfciinj^HdAnnr int, hat ebenlnllh ein Analo^con Ix^i den SdisU- 
M:hwjji«un^wn, Auch dort »pjelt die Form de* Inatrument** «n< w«w«t' 
hebft Rolle» «emde wie hier die Komi lier iJrübte, Gerade Trumpvlcti 
habvn bffi gleicher LÜnae einen andfrieo Toti abi solche mU vieW Win- 
dungen, 

Rleklriiiehe fJusillAtir^nen müa^en uljifi jedeFinia] erntrcrleiDr wt<iui awi- 
flüben xwei Kel'^^*"<-'ii Leitern oiae Kntludung »tatMindet. Nur wird r-hvti 
di« Periode dieaer DaEilJjitionen um bü bürKi^r jwin, jb gt^hnjcer die K4]m- 
liUt dmwr L«it«r uiU 




UartzAtihfl Sohwiogun^a. ggf 

Äußerst rasche derartige Schwingimgen hat nun H- H e r t z in 
K&rlsrnhe zuerst dadurch hervorgebracht, daß er zwiarhen zwei ein- 
ander gegen ubeigeatellten Drähten, vie a a^ und b b,^ in Fig. 256, deren 
jeder mit einem Zylinder A und B oder mit einer Platte oder Kugel ver- 
bunden war, Funken übergehen ließ. Er verband die sekundären Pole 
eines Induktionsapp&ratea J durch Drähte mit den beiden geradlinigen 
Leitern a a, und b b^, wodurch zwischen den beiden Endkugeln a und b 
die einzelnen Entladungaf unken überspringe n. Jeder solche Entladungs- 
funke ist aber auch hier wieder oszillatorisch. Die Entladung geht auch 
hierbei wieder in Schwingungen vor sich, und da die Kapazität dieser 
geradlinigen Leiter mit ihren Zylindern oder Platten und ebenso daa 
Selbstpotential der Leitung sehr klein ist, so ist hierbei die Schwin- 
gungsd&uer dieser Oszillationen sehr klein. Um nicht eine gar zu kleine 
Scbwingungsdauer zu erhalten, vergrößerte er eben die Kapazität der 
geraden Drähte a a^ und b b, dadurch, daß er sie mit den gröQeren Metall- 
zylindem A und B verband. Diese vermehren die Kapazität dieses Ent- 
ladungsapporatea und vergrößern daher auch die Dauer einer Schwingung. 
Tn solchen Appa- 
raten zahlt die ^'^ ^"'- 
Dauer derOszilla- ■ _ Jl 
tioneo etwa nach 
Hundert million- 
Bteln von Sekun- 
den. Uan hat 
sich den Vorgang 




A 



oc^ 



B 



bei den Entladun- ^ ■ t .. ^ ^ ^ 

gen in einem sol- 
chen Apparat also so zu denken : Bei einer Öffnung dea primären Stromes 
in J entsteht ein Induktionastoß, welcher den Leiter a a, A z. B, positiv, 
den Leiter b b, B negativ ladet. Diese beiden entgegengesetzten Elek- 
trizitäten gleicnen sich sofort durch die zwischen a und b vorhandene 
Luftschicht aus, aber dieser Ausgleich geschieht oszillierend, so daß in 
dem ganzen geradlinigen Leiter a, bis b, und der Luftschicht dazwischen 
geiradlinige Schwingungen stattfinden. Die Entladung zwischen a und b 
geht nicht etwa durch den Metalldraht des Induktionsapparates« weil 
dieser zu großes Setbstpotential hat (also ab Drosselspule [B. 247] wirkt), 
sondern eben durch die Luftschicht, Diese OazilTationen« die« wie gesagt, 
in etwa dem hundertmillionsten Teil einer Sekunde aufeinander folgen» 
finden bei jedem einzelnen öffnungafunken statt. Sie sind achon voll- 
ständig abgelaufen, wenn durch eine neue Öffnung der primären Spule 
ein Eweiter öönungsatrom nach a und b gesendet wird. Dieser ladet A 
und B wieder imd die Entladung ist wieder oszillierend u. s- w. 

Diese sehr raschen elektrischen Schwingungen haben nun eine äußerst 
wichtige Bedeutung erlangt durch die Anwendungen, welche Hertz 
von ihnen machte, und durch welche er daa Gebiet der Elektrodynamik 
ganz wesentlich erweitert«. 

£b ist nämhch die oszillierende Bewegung, die in der Funkenstrecke 
und den sie begrenzenden Leitern stattfindet, nicht auf diese allein be- 
schränkt. Die elektrischen Oszillationen rufen, da eine Wechselwirkung 



S68 



X. TdU IL lUpilal 



Kwtw^limt ^v-ß E]f<k|.rk£ität<LrL und dorn AtUcr Hilatttindnt, auch eine onäü- 
lleiTudo RewcKNnß des Athr™ hervor Win! ahcr drr unflironjpnA* Ath« 
in ncrindiv-h hiu und her ^eLeiide Bewegung v(!rEittKt, to muH vtcJi <liv«c 
ftiicii von dji ao* nach äUco Seiten durvh dm Äthrr flUÄhrydien, «« mBOMB 
inkonitTt^ki? iLUa ÄthcTWf^ll^n uach aIIpii Richttingf^n fortlAuf«!^ 
in von (liiiLTii [jri'tkiii-ridi.TL Slrt-iuhhoU Li^iitwi>lU*ii. d. Il Alker- 
vcUen nach iillpii lliclitungpn aufigrlim. V(iTrtu*iß;owlKt Ut düwi Aller- 
diiupi, düU Jr-si? ulekLnti:hi.'TL Beweguuj^Q dv* Äthi-r» viiu» mi<UbHn< Furt- 
pflnnziiT] g«f;eiai^h wi ndi glti^it habAn , dnQ iMit mommian, 
oluu9 i^ilverlunt, «OJidv^nt m bi«timriil«^r. wwiu ttuvli hvW kuTMjii ZmI die 
BftWi^in^ vnn oincm Athettcildicn zu cinom bcnaehhftrlcn krtmmt. Arjf^h 
Iwi dem LioUt k<>nLint nur dadurch dvr Alhur rings um einen l«ucbtc!nd«n 
Kj^rpor in lortdctiruttiiTuii; Welle» tri: wuguiig. dnQ ehon das Licht Zeit zu 
nfiNi-r FortpflanKung braucht- 

Wiizm aber di« InduUtkmEwirkuiigen ^t au ihrei' F(;vtpäa]Utiing 
branc^hcn, ao k^nn man li'icht. übrr^iplipn, wie aii^h in der Nähe tjnrr 
AulohtfU fn^chcBi L'li^ktriJiL-hi'ii Schttiugung die Varhültmup gL-EUlt«u. 




Nehmrn wir e. B. ftn. es sei die QntchvrindJgk^^Lt, mit dtrr di« ckktn- 
vchvu Atlivi'bi.-wvguEi^ii akü ausbrvilerj, 2*J MiUionmi M«tc-r in <lvx ^' 
kundi.\ «u wiinir rolgL^ruiiw ätattßnih.'rL Wir wollvn aTLriuhmiin» ilaä <^nf 
4^]«ktr]«ehH Ownllaikoii vuii 1 MilliomleUiekund« SchwiuguuffHdauer wtlilal 
aiiT "irjd niBd(^r K<>ht, i^t*« iwiBcluiTk den v«ri;ikal |£tial?l]t«u DrfiliU'ii von 
Vi^. 2äi]. Wenn ddEin ici Fig. 257 dJeAe primäre Seh wlngvin^ tii A B »obon 
i]tiot- Zeithtriß fortgegangen lal UEid iii einuii» bcj^tiinriiten Moment dl» Be- 
wegung in AB gera<k von A na^h B geht, so muß in diesen) Moment iru 
I'unkl ß, <)er 10 m tntferat int» die Bewi^^ung j^erudi^ entgogongcdeUt 
von ß niieh J, gehi^n, im Punkte: K, dnr 20 m rntfemr. int, wieder, wie 
in Ali, von 5 nat-b 5|h u. s-f, Mitten zwischen dioaon PunkUn müMvo 
umitTi* bt't^'i^. a. 7, i- m «flrbt^n in denifitlhtm Momnit «jir kmio BpwpÄiinjt 
vorbandi^n ixt, die alau iti diesom Monir?nt in Huhc siii6. Würde WAU ciaea 
Apffatat hitbvii, der div t-ltjklrEdi^LLmi Birwu^un^i^n an judt<r dit»er ätcUeo 
anxeijultf. uncl wlirrle marv *t>l<"h<.' A[)|iarfite in dii^at-m Moment jui die 
ätflÜ« At $p 7, ?> I, Cf ij u^ B, w. briii^L^n. so künnLe imiu dann bwibanlitai. 
vi-it^ in ^ und C dii^ Rowr'^iiiij; von i^Wn nurh UTif.fn, in A rem iLrit«.tv &aoh 
uben^vhl. w>ihreiid ji* in der Mitte ^wittcbeii di-^vj^n. lü v,t, *, f^, in dieocEm 
Mniiiv!ni< gar k^in« Rowugiinff alutinnchii,, lliu 8Lrricikft A & zwiMchni den 
beiden AicIIba, an den^n dif OjtxillAlionnri f^Toieb groß und gluch g«>ricli1«l 
atnd, bosnichnct man aU dio W 1 1 » n I iL n g e der iSohwingung. Die- 
wlbf- Strecke int twiHchcn x und 1 ckIct cwiichen ß und ^ vorhAndfA. 





Ka muß also zunächat, und darauf kommt alles an, ein Instrument 
gefunden werden, welches das Vorhandenaein und die Stärke der eiek' 
trischen Bewegung an irgend einer Stelle des Rftumea in der Nähe einer 
Schwingung erkennen läßt. Dieses Mittel fand Hertz darin, daQ 
er an diejenigen Stellen, in denen er die etelctrjache Bewegung beob- 
achten wollte» einen Leiter brachte, der eine kleine Luftstrecke enthielt^ 
etwa einen zu einem nahezu geachlosaenen Kreia gebogenen Draht, In- 
folge der Induktionswirkungen, die an der Stelle, wo dieser Leiter hin- 
gebracht ist. herrschen, entstehen in ihm elektrische Spannungen, die 
sich durch das Überspringen von kleinen Fünkchen anzeigen. Indes ist 
die Beobachtung dieser winzigen Fünkchen sehr mühsam, und daher 
waren die Versuche von Herta lange Zeit nur mit großen Hilfsmitteln 
aosEuführen- Sie wurden erat bequem anzustellen, ala eine Beobachtung 
eines franzosiaehen Gelehrten, Branly, hinzukam, welche die Unter- 
suchung solcher elektrischen Wellen außerordentlich erleichtert. Branly 
brachte nämlich in eine Glasröhre G wie in Fig. 258 grob gepulverte 
Metallflpäne P und (ührte in die Glasröhre zwei Elektroden E, und E, 
ein , welche das Metall- 

pulver berührten. Da ^^* '"' 

der Kontakt zwiachen 
den einzelnea lockeren 
Metallteilchen ein sehr 
schlechter iat, so hat ein 

solches System einen außerordentlich großen Leitungswiderstand, der nach 
Hundert lausenden von Ohm zählt. Ein Strom von einem galvanischen 
Element geht also nur in minimalen Beträgen durch eine solche Röhre 
hindurch. Sowie aber, und das war die Entdeckung von Branly, eine 
elektrische Welle auf dieae Röhre fällt, treten zwischen den einzelnen 
lockeren Metallteilchen minimale, unsichtbare Fünkchen auf, welche die 
Oberfläche zweier benachbarten Metallspäne aneinander schweißen. Da- 
durch wird der Kontakt zwischen ihnen sofort ein guter und der Wider- 
stand der Röhre sinkt sofort auf einen kleinen Betrag, etwa 5 oder 10 Ohm, 
herunter. Dasselbe galvanische Element, das vorher kaum einten Strom 
durch die Röhre hindurchgebracht hatte, liefert daher jetzt einen ganz 
kräftigen Strom hindurch. 

Eine solche Röhre mit Metallpulver — man kann Eisen-, Nickel-, 
Silbeipulver oder anderes nehmen — ist also ein sehr feiniis Riiagenz- 
mittel auf elektrische Wellen, Man bezeichnet einen solchen Apparat 
alsKobärer, ein abHcheulich gebildetos Wort, welches anzeigen aoU. 
daß die lockeren Metallteiichen durch die Wellen kohärent werden. In 
Deutschland braucht man nach dem Vorschlag von Slaby häufig die Bezeich- 
nung Fritter, obwohl solche international gebrauchte Apparate auch 
mit einem internationalen, d. h, aus dem Lateinischen oder Griechischen 
entnommenen Namen belegt werden sollten. Um den Kohärer anzu- 
wenden, bildet man, wie Fig, 2')^) zeigt, einen Stromkreis aus einem Ele- 
ment E, dem Kohärer C und einem Galvanoskop G. Solange das Pulver 
im Kohärer locker ist, macht der Zeiger des Galvanoskops keinen Aus- 
Bchlag. Sobald aber elektrische Wellen auf C fallen, fließt der Strom 
von E durch C und G, und das Galvanoskop achlägt aus. Einen Übel- 



270 



L Teil U KaplML 



KUzid ^iif^T ADuriliime irrkonntn man a1>er mivri. i^obaid cmmnt dii^ 
W«I]«D auf ihn EotiHfi-r gc-fj^El^^n Aind . hat djM«T «btin kJ^intn WidcrsUnd 
erlang und. boliült diesen ziittürtieli Aiich bi*i> wenn diu Wollen nufliöz^o- 
Ea iat ja kein Grund Hafür vorhanden« daß dU ziuiamicerLiEe«chwFi6t«ia 
Toilchi?ji Ai^'h wiedt^r trerknen sollten- Mmi^ Itr^iirld Aber d«iiii iim di« 
Köliri^ irtwmt duriLh Ai^lojjfiin su crsi^hiilt^Tn, dann Ifl^rm sirh dir Ty»il- 

ch^n wii^drr locker an und d#r ietoܫ 
^ "■"'■ Wi*lErHT4ind mt wirdor da, d^r Ko- 

h&ret k&nn von neuem (unktio- 
nicruEi. I)n nun üW di««™ An» 
klopfen mit dor Hnnd IfUtig üt. m> 
i^rHUtftl uiari du» vurUiJÜiafl durch 
eine Belbstlüti^' Anordiiunf^. Man 
lÜOt nämlicL den. ätrum von dem 
ßL»Mfiiit> »obttld dor ZeigLT dM 
öalvanoruet^n niuschli^ , durcb 
^tne nlolctneohn Khn^k>I |L*idii>»> ih-u-n 
Klöppel den Kohürep anatöflt, sti daG dieser wieder di?n j^nOcn Midr-r- 
fltaiid annimmt- Eine Holelie äclmltun^ zeigt Fi^. 260. Vom Klemmt K 
gi>ht der Sirom vermittHa hf duroh den Knbarer C. dnnn dureh e, d 
lum GaJvanoskop G UJid van dem Kontakt 1, an welehein di:^r ^iger 
dpa <talvaHDftk(»|>s m der Ruhp nnliegt, diin'h cn ;inni Klnmpnt umic^k. 
tiowi<? nun diet Zeiger des Galvanoekopa nuBschUgt nnd an 2 anliegt, geht 

di?t 8lrani vun E dufeh b. t <ur 



f Ig- HOL 



Eiingcl R und durch 2. e. a xnm 
EI<?mpnt ixirüek- üijr Kohärer 
wird dadiin:h i-Tsohült^t und 
kann wlL'dt'i' iunklioiiiprvu. Kitm 
Anntrlit '.'inen <liirarf.T(; nnj^rit^h» 
t«l«n Appartttva ^ibi Ftg. 26J. 
in wnttinc^T du» eme^ni^M Tpi^ 
-'hr."Tisfi bezeio^inel sind wie in 
Fj^, :HiO. niährfiondi^riT ut C der 
Kohtirer, K die G1ing«1, ß doa 
GjUvanomot^T. 

Mit eiurm solchen Kohafrr 
[eicht, elektrische Wellen, anch 
SU erkennen. Wir crzouflrn 




iiD^j^rOHfH . ibI va tum 

fluüeropdrnlJJi'h fw h wache . 

I. B- die Ofcxillationen in einem .Vppumt wie V\^. 262, 

Auf tviifi i^tftben [i. Ii flitKcn. um dje KapaailaL xu «r- 
ffräßorn» awei grttüe Kugeln v<m je 15 t<m I>urr'hm«Mi>r- K und E. Am 
Kndc jrdi'n StaljvD ist ]t cänt< kli'ine Knp.O KF aii^i^lirai^ht ■ KwiEcLi-u 
denen die Funken übergehen, i>ie4e kli-iiien Kiij^idri l&Dt m«n am 
heHtrn niflit in LuJl, Hindern in Feti'ultfuiii, da« m dvin GlawvJäß Ü 
Mch heiindet. LMnandi.^r gef^nUborst^hi>n , EU wolchom /."m^U dio äUbbe 
fDt^htwinklic umgebogpii »ind, Die Anwendung 6e^» Pi-troli^iinu Ikal deu 
Vorteil- dal b<rim Fiinkf<nühvrganic dio Kugeln ntE^ht oiydiurt wrvdm. 
waa *}*■! lüntAteliun^ d«r Wollen bmderlioh mt- Der Strom von «iumd 
Imbiktioni^ikp parat winl dem Leitcrfty^tMu b^ » und b lagntAhrt. l>io 



( 




AlU-n Iticli(iinM<>a mih und bii>ia'<n aioh bf^i alli-ii Huiilrrrtiawn um wto dm 
Schallwellen, dir jn Aiirh Inioht um Kckiin H'Tiltei ltlIi^ti, 

Will man Wi-l[im von ^^nuj^yrtw hnn<j,^- \\\\\'\-.i. ilirt *wh nicht §o 
IrJeUt nofh allen 8(^ilen aiuhreitcn. «> miili niAii liie Fitnkcn vwiich«Q 



27:i 



I T*a. u. iuj>iu]. 



Vit >"< 



■-© 




r^. 



V)i?l kl«iiiPTcii LHtfm, zwi«f^hi>ii Lt^it^m vori gi.Tin^m<T KnpaEttiU er- 
leiigeti. Mun i.<rl]uk nok'ht uußi-rHt raiK'hi- ächwiugaiigen, von <ltiü«ci 
Mwn 2 MillijLrticn in i.''m'-r Sektmilu ^ul^i]iaTidi<r tol4i;trn wjuili>n> 'ttirc^b 
eine vou K i g li i ungi-^i^bL'nc Ahordnuij^. dl« iu Fig, 2<i3 HcbtriTiHtib:!! 
gi?x\>R'Tjm*i iflt und ilio wir ilmi K i g li ihi^Ilvu 4 z 1 1 1 u l i>i f;«iiii«ri 
irollnn. Die wirlcHiiiiif^ri Fiitikm MprliiitEixn siwiM^h^n KWti Kn^Hn A and ß 
üb*ir, wiOdji^ aur Hftif I« uidi»? Wnndi- i-i»«« BbomIkj4Älvä)viu' U «iu^tflAi*»«» 
wnd imd xwiachrn Hfln^n PrtroliMim nirih bi'tindti- AußfrhnJh rii«ipr 

Kugeln, aber nkhe 
hfri ihiun . «tnhen 
Ewei Kiig«b C und 
D mit AiiüÜti^'np hu 
Wi^lchp hifi 1 and 3 
di« Lf^ituagon von 
demlndiikhoiLHapi^a' 
rill ijJ^i di^rludvjf.'tJi- 
m^A^hiEii? ttTiii:^)^ 
werdeUn Bri dem ^piei de» Kijnktiund«kt<»r8 sprioj^ii Funken swiAcKtn 
V- und A und £wi«cliBri T> irncl B lil>tfr utid ^uglmi-li Kwiiwhiin A und B. 
und dft di^p 1ul£l.tr«n in dtm Sysf^tn A, Pi-trr>I«um, B cneagi werden, 
da* viiK üuDeTdt j^erijige KapuziUt bftt, *o hnbnn *iiif «ntAti^Ui^Eka«» W«II«n 

Mwti kftiiri auf vyfftchiwi^fle Wtiew die WcüenliLn^f btatttnmcn, w^kbc 
die vnn dicerm AppnTat aiiK^ehrnden Sohwin^ingpn in d**m Athcr der 
Luft vrstiuui^EiH Ank ^■iijfacbaton ite^cbicht diei dadiLrcb, dftß taaa eine 
Mpthodp, lUe in der AknatJk 7Mt Mcflsung dt'T WollenUn^ vun SohnU 
wtllen bunutit wird, uuch bief anweii-ict. Wenn man diL' SchaUbcwpgung, 
dir- etwa von i^innr nng<whlu^(?iu-i* .SUmnigabi^l uuagplit, Uurtb cm Kobr 
von dpT Fomi der Fi^;. ^2{i4 ^hcTx läßt, ao tritt fojgondts ein, Hiilt man 
die Stimangabtl jtn die ölfnuuy a, 
MO pllnnzt Bi&h dtc WpMcnbpwi'- 
gutij^ durt Lie b Ir' fort und tt*jlt 
BiHi dniiri. Kint'rnt^itrt «clit wi^ 
durch b' c' J' KU iiprii Stldaudi ii« 
dtrn niaii *}lvft\ in da#<)lir str-rkt, 
ftndt»rerstil« durdi h, c, dwi 
ScbUuvb I [ und dur>:h v. d 
flhfnfftllfl in den f^hlnuf^h h. 
Wenn dj* beidon Wc^if ftloLcb 
IftiiÄ wAjriiH so würdu Aijf ihnpn 
auch die gkicbe Zabl vcn Wellen vorluuidcii h«U). uod man wüntf^ üi b 
den Ton Inul bön-n, Audi wenn die We^n unplHob Iftnp «nd, wipfl mAu 
doch in b dipn Ton laut hören- wenn nur der t^chlaiu^b !f aa Iioie bl, 
d^vJJ dur eino Weg um eint ^uühl' AtiKühl Wdli-n liinRnr ist nln der iuuIatt- 
Weun aber der oint« Wi^g um («ine halbe Welienlan^ i^üer in aU dt 
ftndM«, no trifft im Öchlauih li ein WolJenbcrK mit «^iiem WelkinUl 
eiwaiTirTK^u und i\tviv^ Krvr^^uujj'^ri belen dif^h Atif, man hört niehi>. V*r- 
lAnfiTt iiiikn Hbrr d<<n ^hUu(.'b If vuu du an AiujoeiBivc, to wird der 
Ton elvi wii^dvr CFiW^hfn luid dünn ht'i wc*iteri-r Verfön;j<*T«ng wieder 



I 




DMtinJ&unfl dnt WrUpnLdn^. 



278 



Li^n u. «. w. Die V»<rtö.riip?Tun|' . dib d«r ^chlftuoli crlahrcn 
muDtr, awiJM'h"!! mnmn ^Wm^liwituli n dm T'iiUi» un<3 di^m nÄch»t<*n ist 
MTWU* gWch i:viii halben W<Oli'iiLLrtv'<'ii '^'''^ avii^^rn^^i^n Tonn»^ M&u 
nnii ftbo dArnujf iIh^hi- Wrllrril.ii^i Ipi-HEtnuuL^u urjü lut doä in der 
ik aiirh, Nnr nhfr k^niifu wir Kana iljiwipilhf K3:j»flnm<'nT aurh 
mn rlt^ktrUoh^^n ^Vollen mAohi-ii, Wir Ir*-iiul3:^ii i\nku d^n Airiwrut 
205- Ann MitjiÜ hahni wir mno Ufipprlri^hw (ffformt, An daß ftin** 
jhc Welle, dif von dorn Itiflhiaohcn Itndialor boi a oirEcunt wiriL 
bl durch i»bK-(d, «ip üiidi darv\i nb'r'tl' nuch h kommen kiinn. 







j'if tu 



Der rraltr^ W^g InUl «irh *b*r vjuiiprrn, indfrin boi f zwri put iturinandtt 
pttaseiidtf Kührvii Eiivitumder uusuliobfLi «inüi m> üaU wir hmj n^cJi Hi4ivlji-(]< 
> bri Mwr PoMon^, ausnfh^n cxl^^r ^liiKrhirben kuiiDi*n Strl1<-Ti wir 
JeLsl M h luiMrvn Eohinr *ui, 
mt »^i^ «r ^i>nfta dAfmtLlH*. wm bm 
dam ftlniiiÜM'hpn ViT»ijflh tinitvT Ohr 
Migi. WifiLJi dm Ifl^tdi-h Wi-^v, Auf 
dADAIl dk «Jfkltiirhen Wr-HfiY ikArh 
h kommen. tll<^i<'^ ^^'ift *ind cMlt-r 
nm giuiET WeLtrnlÄnflrn ^'rrMhicdrn 
und, HO Bchlögt diu Uatrunoritiftt^r 
dcw KoImn^T« krttflig aue. Wi*mi 
ati« durch V*r"t^ll<'Ti <jpr RMir-- 
bei f E bvwirkt »iid, daU iiif< boid<-ii 
W«g^ mn «nni> halb^ Willen 1 An j^-« 
rvnclüedt^Ti euid. vcj Meibt dt«! 
KolüUvr i^ne in Riih<-. Dnrrh 

di«iwn V«nuuli i«t. i-n^i-^n» li^u n'« 

i^aD wir m tAUKfJilioh mir Wollen 
fii ttin lijihfn, D^nn dft* 7u»ammon- 
wirkon awmfr wlcW (■Uiktriacliiir 
Bewegungen brinpirt unter den an- 
gegebenen LinilärulLri niL'lil vcr- 

heiT<ir, uud dai »1 du Ki-niiKr?kL«u iW WelUnbtwegusg. Zweitens ikbor 
küixn-?u wir anob ?bjf{iri du* Wi<ll^nbifitf» mMMQ « di« die Schwingung 
nueifii Riglu«phi*o RndiAtor^ in ilrm Atbrr «nengt. Sic tst nämlich 
jrh<i(.'b di*r VftriHijf!;t<riEji^i ilv wir iif*iii W>'ieo > bcd h gtbeu uiUe^n, um 
von «in<*r RnhfJagi^ d(^ KuliArt-r^ au dor folgcndim su ipduigtm- Em 
V«mich lalt d«ra obnn Iri-ai^hrii'benen lEadintcr ergibt e, B-, da^Q die 
von ibm rnecngtc Wcllont/ingc Kl^^ich ß *mi ist. 

Aul die^ni VemucH können wir aber aurh wjJflrt b^n*).-)) npn, «ia 
groQ die (ffv^rhwinrliyki^iL intn mit d<.<r dii? eloktnBT^bvii Wc^Lli«u 4]i.'h iu 
den Äther der Lufr fortpflATneu Dfuti da Wrthr^Tid dir Hftn^^r einer 
ÖehwinpniiE dit'li thu RoiALiauuK iji'iddi.' mn Piii-.- \WlUiii»t;|ijl* forlpflönftt, 
aa ist ailiCRmcm bei jfdiT W(^llprkb<?wv^ung djf^ 

G««i?hwindi|zk«dt der ForlpflanEnnc = ■ , j f , 



Nun buErii^ div Svhwingun^Uui'r 

UfAvIl. tUUlfUtUL u. Autlet*. 



i\\ nmectm Ri^ischian HndiatOF 



■J74 



l, TdL Ih Kip.Ul. 



— luaii konu biu aiu dcii Uiuii^riBioiicn Uur Kugvlii berethjkeii — etwa 
3 ZehntaupwnclmilliuTiBt«! rtnf-r Si^kuniic?, Daraus ergibt ^ich die 

d. i. = 300 noo km in einer Sekunde. 

GescWtndigknt iM di<;fb^lh<. mU clrr i)j\üt Licht sich datcb d«n Riium 
füttpÜan^L^ Üiv i'lvkU'm<.'bvu Wvllt<u duivlilaiii?[i aleo dun Kaum mit. 
d«S(^Uwn nwirbwin«li|ikflit, mit dwr ilip Lirbtm?[iyn durch dtn Baum 

Spbi^M, Dk rniLn uuii j^vrAik wvgtii ilibäi^r fn> ^roUen ü^^liwinüi^keit 
4.'H TJi'hti.>4 ßesohlofisnn hnit«, dnQ dif; SubAf-AnK, in 1M1>1c^ht^T ditf Litlil- 
wdfi'ri vurlatiEun , ein a^hr feiner, elftstiatih^r 8t.(?fl tvio atinav , *ivc 
A Hl r r . bio worilc^n wir jeUt ^ui-h äohlißßnn nüitmn^ wm wir bwlwr 
«chofi anr.icipiert gei^n hn^>en, lUU dir^ ekkrriflch^n Wfill«n dw^b dvn 
,\i,lirr hk'h fürtptiümeri. Ju wir können noc*h wfilir Ki^Wn- Wir kumicM 
Hftj^on' üchiwellen und «^loktmrho Wellen sind gnnx daaMlhf, njimUrb 
Sehwinguinpiü d« ÄlbvrB. nur vui* migleithtii Grölk*nverliültnn«n, Livltl- 
wpfkn , wfik.lie mif unstT Au^e wirkrn ^ ti^b<*n Wellen lÄn Ken. ilie je n«eh 
dvt Farbe iwutcbeii 4 und 7 '/i Zelmlauäeiidstt^in eiiu^Ji MiJljlueten liej^eU- 
LftnpTi* W'^IIefu hw itu 40 oik't ßü TftiiueiHlstf^ln <*iiu.*8 Millimi^ti^rfi. wirken 
nofb prwnnm'n«!, tb^rrnisch, »iif Jritu? Apparnle. Unserp elektiiseheD 
Wollen tiimi a^^k Hi>lir vji.^1 ^TiVÜi^r» i1l^t^ W«Ueiüäii^'t.'[i Eind «fuuue Zeiitioickr 
oder Mi'ti-r. Abrr »Jrr irnfj^rBchiud iaF; doob nur nin gr'*(ii.tFL^Ib'r Ebfl 
luwBtiiL u^ji^tkobiiL ili« Schwitigun|E«dHuern urnwrer di^klritwheu W 
nnr'li Hijiidert- oder TftusondniiHiouHldn vmi Äfkunili^ri. dif tUr L 
ivi*it(-n MLud noch viel kürzi^i, diu ^idu'ii i^j ^lii< l4iiliojit»td wu «H'kujidvn, 
Miin tflTin alBo mil üTiind dieaer ETcpcrfmcnto Bftjjfn, elfiktriRch* 
WvMi'U von aebr kurxei ScliwLn|£Uiij|^»dftU«r «r- 
«chpinen uns ul« LicrhtwoH«n> od«r Atberw^llun 
v<^n verb A 1 1 n 1 Am K Qig »tht gr^Öer ^oh wi n t un|t»- 
diiucr iclicn wir njcbt ni<;br ula Lji^ht» «i>]kdurn «i* 
Keigen sieh nnw durch ihre Induktioniwlrkttnien 
■ U , die s L u d c! I e k 1. 1 1 B c h e W e 1 1 e U- 

Wonn du» abtr richtig jnt — und in den 8<*bliil2fo]geniii^n »teekt 
keine Lücke — bu uluü es auch tuö)2tii.^h ttein. luil deii rlebltinoben Wellen 
eberi'iolr.lii' Kn*i'ii"'LnuiiK(.'n lii<rv(iraürub.'n wu^ mit hif'blrt'hüwi. Au cb ^ 
di^m- W('il«Tr-n FuJu^Tiirii^rri )\al *Ufrflt Hffrlf rjcpenmcriTT'TI f>ewte^|^^| 
und muUi^Im <IeJ4 Kvbttrvi> und uiitden UvineiL W«[|cn. thv \itv.vT Ki^biaJlV 
Radifttor lieferl, int f« jotst Ldrht jti^wnrdj^in , HerarriiE^ Vemifh^ ftnjiu4t<JI«nr 
Du j4Nlooh Wiilb>M von miibrflrun Z^ntJmvtwr Läii^r« iuitiH<rbiu indivu » gnrtt 
Amd, i\aa Ulf nieht wie die Lichtwellnn eine ^anz j^rr/ullinic^^ Au]thrMb»i|[ 
luil^fp. loijderi; ^icb Iriieht um }lLndrrriiHte. lirii Kckcn h«rana byn^iMI, 
fto ist ns für rtc*lrhe Vri^ut'ho nötig, tlfu Riidint<»r «iint dam IluluktlQBi- 
apparat und der BatterLo in einen metallinieben Kuten emmftchlwflau 
(\vT eiu o1!iHii<i. ni'^'ht «u kleine» AiiwUmbr hui. mj dati nur durrh <!ii-«fv 
IfoWrdie Wellei] nikch nnÜen in die LuFt. nup. in den Atbft der Lufl drlnfErn 
k<j]iu?n. in Fig. ;itiü EFüt die Aiiorduuiif- für dieae Vemucb« ^L'jteiobnet- 
Muu üjpht roi'bTn bei J di<ii IndukliüriHEimmrul. Ih^j K (^in Klemput, d&j ilm 
rrt-lhx, uud Iwi R den Biitbiflcben Hadiutor. Dieoe AppAiai« aiod »o «ng 



sehen 

nckr 1 

*icW^ 




KkJilrlHhe ätnhkn. 



97« 



tu^mumeiigntcIlT^ tiaÜ iiia» ülwr k« <li*ri libkit eitL'Ltbiirvti Mrljllkutcn K 
L0chTi*b<>n kann» »t* iImÜ die itij Ksdi»Uir i^r£viiMtf*n Fiink'Vi i}ir>< WHlon 
Idurcli diu Ofljiiiiit: Ij <\f* KAM*.nA. ujnl nur Jurrli dii-»^, lii^riiun*<inJeu 
IkOorKti, WviLit üvr KH<iiaL<.^r in Tüti^k^^il f^'tu.^tet int, m ilriiit'l al^o nua 



; 



hfi- 



*|. n II. in i-in c lokl ria^Uex Blrahl Waus, Stellt man din» 

In K'lLiLrrr in drr Rirlituii^ do» Stmlilfl in runiK^r Entfi^imnif ruif, m> 

tr^j^ivii FT. Brii^ luan itn ■un dvr ßtmbliichtung hcriLviJt, so fuuktinniert 

VT lüobt. 

HtirUT. man fwischcn d*:n 8tTihl and d(Mi KühÖter tinen Schirm aut» 
MtIhLI. fcu liirrt diT K'jrliäivt uul tu l[in\LU*}SM.-tvu. Diiruli Mi4elÜü vl4il*ii 
«l*o di* f'lcklriHcbvn Wrlk-ri nicht hindurch, Dngpg^n g**hnn sir auroh 

Kit. gtT, 



-^-.-^ 






Uolatorcn tinduroh. durch Gloa. Paraffin, Schwefel, Uola, durch \*X' 
mkkmcnv Türpii tlrmfri^iL eii} a\in tineni Zimnier in dita anden^ uiul miin 
Imua in ^c»i aanix vtrschlof^cjicik Zimmer «ii^^ 0&lvnn<ribüp dc^ Kohnre» 
aoBchlftgcb vhi-ii, wijiv Küjigvl tnntrii hörpu. während dJe clcktnuobim 
WeUf^n AuQ**rhalh in rincm (<urii^nit<-n '/AiamirT f^^rspufEt wurd«n. Strilt 
nun den K<>hiirrir nichl in die Riclitmii; dr« Strahl», AOEidrni «pitlick vun 
ihm Hof. IUI Moilit er in 7tuhi>, Lnllt iTton i;lH>r, ^ne m Fi|^, ^f^T^ die elrk- 




376 



]-1^L U. Ki^iitaL 



triMihon RtTAhlon L^auf fm MduUbloi^h M uuf lullen, ao werJenäie von du 
rwflokliort, lind mnn kann dir St^'llung dp* Metallbl«h* Uic±.l ao wiÜilDn. 
(i&Q dJR idliikti^t«» StraliioT; S, mif den KoUurcf C lallen und dioun 
aniTÄfln, Uk oJcktKiHiKou ÖtroUli^n lafl.irn «inh nlso ;?rnrtu *n ppflcfctii*rpn 
wie Lichl-*trahlpii, Ho wip (frnet ein Licht^ifrflh! durch ein Fmmfl jji*- 
brcHiIxon. uuH aeiiLL'r ui>radUiu^-i>ii KmliluTii- ubjfi^limkl wird» au «^'c^rvlin huch 
difl pJpWtn»rWn Sf.ri*M>?n gchrochrn. Brin^ min. Kig. 268. f in Priam» ? 

FL«. HH. 



5 




ftu« Pftr»(tin- etwa von 15 ora EauUnJange. in den Strahl & liinem. dcx vom 
KnatiMi R kciiiunt, an wird ihr olt^lttTiHchn t*t™hl ülrnnso voü dw Knnii' 
wi^c ip'i'bronhnn wie ein Lichtstrahl, und rnjin kann d«n MJilich st^hcndfo 
KohArpT c: damit auni Anapruchün brinj^pri- Durnua IuIk^. Uuü uum auob 
durc-li Lvnscn die elektrischen Stralilcn in «inen Brennpunkt vereinigt 
kuiuii'Ti muU- Uenu die Wtrkutiu Jvr LmBL'n bcmiil ja audi aul d«r 
Brerhimp, wie dk» lit-r Pmmi'n. Hier U*i (li<'8i?n Ki?iit,iTnH i-rliiTij^i'n Wollen 
brauuUt ouui mit dvt gctmueu Kt^witruhriou di^i Linaenll^vben nii^bit üugri- 



ö- 



R«, Mfh 




Hch XU K^in^ Kinei cnwölmlitjLL- rirndi' GldtJLuH.'^Lt» mit viutir iBolieraulMi 
äubi»t£i[i£. wjf? P«lToI»nrn, ^fiiltt wtrki Hriwtii iilt Litia«, Sfclli mvi in 
Jfiw. JUS* den Ki^liüivr V bü wi.'tl v-jri d^iu K?nlijii4ir "iiUpnil. daO er vom 
Belböt nicht riehr iH-rinflnÖr wird» un k'lUl[^ mnn diirrh KwijwrhfRAifll^n 
einur buIuIiuii aU LiiiiUf wirki^niUn FlAnehe F ihn wiodor inoi AnflprtichMi 
bringt^!, ^n Itk^A^n oit^h aWj a\h Kn^t^hvmiing\.-Ji. di« bi>i dom Lieht In^kannt 
nod, »ncdi nift diraen tlrktmcbi^n WtHen hervorhringpu nnd dir OlMtb- 
VtigkAR di4%i>r Kracheinungon iat djtduri?]! emlgnlti^ beniiücn. 

Mit diesen Enld^elningen isr. nun ein Verst/indms vieler HelclHichrO 
Entfhänungi^n om^icht. Vif. elektritiehL-ii t^chwingungvn pUanim ivi-li 




TrBJiflvenial wellen. 277 

durch die Luft und überhaupt durch jedes Dielelctrikum ebenso fort 
wie die Lichlöchwingungen, d. h. mit der Geanh windigkeit des Lichtes 
und ftls Tr&nfiveraftlwellen. Di« elektrische Bewegung an 
jeder Stelle des Dielektrikumfi ist immer senkrecht auf der Richtung, 
in der diese Bewegung durch das Dielektrikum weiterschreitet. D&s 
ist der Begriff der Transversal weUen, Derartige Weilen finden a, B. an 
der Oberfläche eines Teicbea statte wenn man einen Stein hineinwirft. 
Jedes Wasserteilchen bewegt sich, „schwappt" vertikal auf und nieder, 
aber die ganze Bewegung an sich schreitet (in Kreisen) an der Oberflache 
des Teiches entlang. Die schwingende Bewegung jedes Wasserteilchens 
ist also senkrecht zu den Richtungen, in denen die Wellenbewegung 
fottflchreitet. Ebendasselbe findet statt, wenn irgendwo im Räume ein 
Streichholz angezündet wird. Von der Flamme aus wird der Äther in 
schwindende Bewegung versetzt und diese Bewegung sehreitet (in Kugeln) 
nach allen Richtungen fort, jedoch so, <iaß die Bewegung jedes Äther- 
teilchens nicht in der Richtung der Fortpflanzung, sondern senkrecht 
d&zit stattfindet. Wir haben Lichtwellen- Und ebenso, wenn wir in einem 
vertikalen geraden Draht durch elektrische Funken eine elektrische Be- 
wegung auf und nieder erzeugen (das Analogen des brennenden Streich- 
holzes), so pflanzt sich diese Bewegung durch den Äther senkrecht zu dem 
Draht fort und im Äther macht jedes Teilchen Bewegungen auf und nieder, 
senkrecht zu der FortpflBn!;ungsrichtung. Diese vollständige Analogie 
würde also vermuten lassen, daü man sich die elektrische Bewegung im 
Äther ganz ebenso erklären könne, wie man die Lichtbewegungen schon 
lange erklärt hat, nämhch als elastische Bewegungen, also als Be- 
wegungen, Wie sie etwa eine angestrichene Violinsaite macht. Indes ist 
hier noch eine wesentliche Komplikation vorhanden. Jeder elektrische 
Strom oder, allgemeiner gesagt, jede elektrische Bewegung übt ja, wie wir 
aus der Lehre vom Elektromagnetismus wissen, magnetische 
Kräfte aus und zwar sind die magnetischen Kräfte immer senkrecht zu 
den elektrischen Bewegungen, durch die sie erzeugt werden. Ebenso 
erzeugen magnetische Kräfte, die sich verändern (also besser magnetische 
Bewegungen), immer elektrische Bewegungen senkrecht zu ihrer eigenen 
Richtung, Die Fortpflanzung von elektrischen Transversal wellen im Äther 
kommt nun dadurch zu stände, daü jede elektrische Bewegung rings um 
aich, aber senkrecht zu sich, eine magnetische Bewegung erzeugt und daß 
diese magnetische Bewegung wieder senkrecht zu sich i.'ine elektrische 
Bewegung erzeugt, die dadurch der ersten parallel wird. Das ist ein ganz 
anderer Mechanismus der Fortpflanzung, als man ihn gewöhnlich bei 
elastischen Körpern annimmt. Die Lichttlieorie , die das Licht eben 
als speziellen Fall von elektrisch -magnetischen i^hwingungen auffaßt, 
ist von Maxwell aufgestellt worden nnd wird die e 1 e k t r o - m a g- 
nstiache Lichttheorie genannt. 

Qehen wir aber von dieser kurzen Erörterung über die theoretLSche 
Aoffassune der Erscheinungen nun wieder zn Tatsachen selbst über! 

Die elektrischen Schwingungen, die durch Entladungen von großen 
oder kleinen Kondensatoren entstehen, sind mit den Lichtwellen von 
gleicher Natur, indem sie wie diese sich im Äther fortpflanzen und 
Schwingungaiahlen haben, die in die Millionen oder Milliarden gehen. Die 



S78 



1, Tdl. IL Rvp^UJ. 



LJdi^Wdlli^ti hi^biTii zwar noch ^üer? ScIiwiiigimgaEaltleQ, in die Billionen 
(frhffndr, ftbrr jöl^^nfnlL-» üind für »naprr- VerbäHniase die ersteti?!! Bömihl 
WO" dio l<^tzt«jvii Koiu auUerurdt7T;tlicjU rubt^li^ f^hwinguiigvD. In ciocc 
nndc^ron Hitutit^bt abpr ahni*1ii dit rltktri£(^b<«ji Sf^hwingiLng(>n vi<^l mehr 
den ScbAllwdTen altt <trn Ltohtwt^Uen. nÄmlif h m Bpiiig auf di« Weiten- 
lüngc. Div plt>kLri04Lili{^u Wi^iteri. ^i-HLt^ «ir botjiiL^tii t-rEeu^n kümn^« 
hftbph, vf'w crwaiiTtt. WolWliirijj'fn, *\u^ narh Zerit rni'-tf'm od''i MH#Tn 
jut^wi<<ü> uiid vuu E|tfmitlt>(^Ji Ur^J^ejiunlaung sind uucli die Li^np^n dt^r 
3hAl}wi^1]{'.n in di^r r.uft, Ea hat. z. H. d^r Tr>n oi der AinjEMrnr.hen<>n 
Iklsve 4e*J «ine WdWlänge von rmid i-iiwui Mtiti^r irt dir L»ft. da* c 
der vinr^atri^-hcnen Oktav« (n*) e:ine aolche von Ifi Zontimrti^m n- ■- I- 
Obwottl die angegebenen Tone sehr vieJ kleinere Sc:bwingmifl«ahlen 
habeA aIb die enUprer^heiiden tlekfriflchen Schwingungen — nur einige 
Hundert oder Tauflond. ^egoniibrr den MiJlinrdnn ^, aind doch die 
WelkiUJlngen von derselljeii UrüÜe. Das küinnil daher, daß die Schall' 
achwingimfjon 9K'[\ in deT Lnfl tTiil einer \><rhftltnismäüig sehr kleinen 
Oescbwiiidigkeil (33 0l((| ZvnliTneter |ir4> Sekunde] fortplldnaeji, wälirrnd 
di<^ eleki'tisr-hen Wellyn nir-h im Ai.her mil der iinjioheurf'Ti <£eH<Tb«in- 
Eb^ki>it Ausbreiten, 

AiiH d<v Vergloir-bbarkuit alxir in den (>i\iULinoriJrinnK^n dw Llnge 
der S^hAitwellexi und der eleklrischrm Wellen *Ttpbt flieh daQ man niat 
R«Ihi} von SchallphiLTLomenen aueh biebt dun^b diir i-lektriiK^hun W^on 
nachahmen kann, Diia wiohtjgaij' und miereAflaniente dirnftr Ph/momeno 
bietet die Erscheinung ätt R e » o n a n X- In der Akustik ist e» bekannt. 
daU man diireb den Tun i?tnM Instninicnr^yj, einflr Pfeilen einer .Stimm- 
gabel, einer Glocke oder dergL ein andere* Tn^tnunent suta Inuten Tönen 

nnri!^*n kann, wurin ih*r Ton de« anr«V!^i3^^ 
Instrumenten mit dein Eigentüti de« angeregten 
übereiuatiiuuit. }liiti sagt dann, dus angvtT^te 
hiarruTnent tönt dureh Heaonans. Uan 
kanji ditwe Erechviikung am leielit«»!«» und 
d"ijrbrhäl<tn t'^i^ren, wr-nn man ruTtaftulen tat 

AB^MtinHnn blinkt. Mhii uiinnit tu dvm Zw^ck, wi« m 
Ktjr. IJTO. eifi hüheä Itlan^efiiU, f\ä^ man euni Tt^il luit 
Wiiuer flkltt. fA djvU über dem Wassor üne Luftoiulc 
von btilinhig ku be«tiininendei' Hübe bleibt. Bine nolcht 
LufiÄJmlo kommt nun tijm bmftigtn Tfincn. Mbajd man 
an die ötfnung dea Olaaeä eine nnfleaehlflgene ätimm- 
iCahpl hiilt. die gt^rudüclen ^ III uzenden Ton hat. njimhcb 
denjenigen . den die Luft*lule dorc^h iitte Bigon^ 
Mdi Windungen selbst eti^FU^t, Bei viuer Kuibu voa 
Slimmoabebi wini grrAfl« diejenige t'inv WrHl4rkBi*g 
ihrifK Tune« erfuhrvu, ugl nMlrhi- dii* Imkv dvt Lull- 
— ^£i\\]i- sib^rcarimmt i«!.. Mar^if inun ilureh Ziigie:Q«n von 

M H-iviv-'; ih*' Liiflhiude knri-T, ^a wm\ vin>* Slinimifalifl 
nit hCberem Ton lim Kikfonanz anr^^en; maebi man dii^ LuIimuIi* liUw^ri 
n> wird e« *ine liefere rttimmflnbnl »ran, die anmgend wirkt, Dif TB^- 
dingung für lIaji »tnrke Miltonem , iür die Kouonjhiui tsl iuimur dio. 
daß der Kigenton diu Reaonfttäti itbereinitimmt mit dem Ton dsi 



rifl-«a 




I 



4 




RcAonviz. 



279 




oo- 



B 



AUiGgeiiden Inatromente». Diese Eigenschaft der Resonanz ist nun nicht 
ftn den SchaU gebunden, sondern sie hängt von der Wellennatur dee Schalls 
ab, Bie muQ sich also bei anderen Wellenbewegungen auch hervorbringen 
lassen und in der Tat hat H e r t ä bereits gezeigt, wie man auch bei den 
elektrischen Schwingungen leicht Resonanz erzeugen kann, 

Za dem Zweck erzeugen wir wieder (wie auf S, 267) elektrische Schwin- 
gungen in einem ausgespannten Draht aj a b b^ mit angesetzten Zylin- 
dern A B und einer Funkenat recke ab (Fig. 271), und in die Nähe dieser» 
wie wir sie nennen wollen, primären Schwingung bringen wir ein 
Drahtviereck C, das nahezu geschlossen, bloß durch eine kleine Funken- 
strecke *, die wir uns regulierbar denken, unterbrochen ist. Die elektrischen 
Schwingungen in A und B erzeugen durch Induktion natürlicb auch elek- 
trische Schwingungen (sekundäre) in dem Drahtviereck C, die sieb durch 
Fünkchen in a anzeigen. Man kann aber diese sekundären Schwingungen 
bedeutend kräf- 
tiger machen — ^^^ "' 
bei gleicher I^age 
von C gegen den 
primären Strom- 
kreis — , indem 
man den Draht- 
kreis C auf die 
primäre Schwin- 
gung abstimmt, 
also indem man 
Resonanz sii er- 
deleu sucht. 

DadieSchwin- 
gungsKahl elek- 
trischer Schwin- 
gungen in einem 

Drahtsj^tem nur abhängt von der Kapazität und der Selbstinduktion des 
Systems, so erkennt man, daß man eine aolche Abstimmung erreichen 
kann, indem man in dem primären System A a b B od*fr in dtm sekundären 
System C die Kapazität oder die fHHbstiziduktioti oder beide passend 
ändert. Man kann also i. B. den Zyhndern A und B größere Kapazität 
erteilen, indem man ihre Fläche vergrößert, also etwa indem man Streifen 
von Stanniolpapier an ihnen befestigt, oder man kann statt der geraden 
Drähte a a, und b b, spiralförmig gewundene einführen, wodurch die 
primäre Seibatinduktion vergrößert wiid. Oder man kann ferner an die 
Drähte von C Stanniolstreifen verschied*? ner Größe anhängen, wodurch 
die Kapazität von C verändert wird, oder endlich kann man auch in C 
statt der geraden Drähte spiralförmige einführen« oder man kann die Länge 
der Seiten verändern, wodurch immer die Selbstinduktion variiert wird. 
Durch diese verschiedenen Mittel hat man en in der Hand, den .sekundären 
Drahtkreia C auf die primäre Schwingung abzustimmen, ihn mit ihr in 
Beeonaim zu bringen, was sieb immer durch bedeutend stärkere Schwin- 
gungen in C, also durch lebhaftere und längere Funken in a anzeigt. Man 
kann die Resonanz elektrischer Schwingungen, die in der neueren Ent- 



2B0 

Tvifkliing d^r J-Ihihllufwi^ Tcli^j^rwjilne van yrbwblit^lnT Bi-dfutung j^rrwordon 
ist, iiocli in »lul^CfT Uft'! Kl'i"J^"^*l<*r"''" Wp-l*« h^rvorViTigSH. 

Um von (Ion in Vra,^- \i\ittini*^ti{[ati V«rhüEi.mj^i^ii in iTJiüjilicluti^r 
Küre« und Schärfe apreohon 7ii Icönnen, wollfo wir dl«' iwidci) Syntön«, 
in ««ilcb^fE tiliiktriKho ä^huiii^un^eu atdtltiiidi^n, aja S «^ h w i n ff ti n ^ t- 
krfl i ■ ft bß^eichnpn und Kwar dpn oinen nh dt^n iinrpgendfin. den Aitjknui 
ftU den rfsonierecden oder miucliwingeuden. Also in Fig. 2^} iit du 
LfiitcpnyBtom A dj n b b, B der anrvjjrndi^ Soliwmßim^'dkrviÖH (' drr rwKi- 
mcrend«. Dira? beiden ritüiitwii so ta einnnder lipgen, daÜ elwn dn^ 
Öühwiiigungcn in iluiH jiweiUMj dun'li Jon orslm angeregt weixipu künjHMi- 

Pir ™ 



r' 



f 



Ü*w urspfungbclie Millcl dtuu ist elwH dfl^jeiug«. wok-ln» la Fig, ä7i «i- 

Sl^w<^Tldot istn nambcih daU man dun n^^wiLkrrndt'n Kroitt C tn di« Nthp 
M atiTt^g;eitJvu btJii{{1, no daß di« elelctrLH.'b4<n Schwin^ungpö ui dun 
dm^b Induktion viiteU'Lon. Man stLj^ dauu. djt^ buiJun t^ubwintfixn^- 
kreiw xind mirHin»nd*?r induktiv' gc^t rt\ijy.- \ t Rpi di*wr induk' 
ttVMt Kopin^biiii* khrui muii ihvr nucli eLrii;u;i^ HHufilfrilli» unt^DH^lM^iiieiL 
Wenn nfcmlich dftr r^yionicri^ndc S^hwinpnnßflkreir* acht nnhr nn dem an- 
rf|EGnd«n i».t, ao wird tliv Si^hwirtuiinj^JidAUcr d^» unEetrvddeu Kri^UM MÜMt 
gcändp-rt, «in »nt ninht Tnrhr di-^Ärlhe, wir. w^nn dnr rf,*oiiirrpndp Km* ml- 
femt vrÄrc, Man IcAnn »ich da* i-in(ach diidiucb kloi machen, daß durch 
dio irroüe Nliiic *lcÄ Ewtilrn Knusen ja eint Art Kundcnaülor entsteht, 
dir Kapaütill d(4 ernten Kreiiu wird 4bir> dndnrcb vDfhndfrrt und dftnüt 
ttucb tpiEie .SchiiinfiuiieidNUvr, Mau ugt dajui. dit: br?id?u fkihwingoBga. 
IcnuM aind <^ n g u p k o f> ^i r 1 1. Jt* wcitf<r man mit drm Eweitcti Krci« 
vom nr«l«n furtgebl. diwti/ gvnn^cr iat di>? Uiiolcxrirkuiig de«iell>en. «od 



Bcnaant mint j r-lia . 



381 



i\t »'» 



man kuu «iike EDti«niiiiig finden, in ^vi^lclier dof rcwurxicrcndc Krci« .mar 
□ooh anffprr^t wird, aht-r Ireinu TTurrk^riiv Kirtikwirkdiift mohr aiif d^n 
Am«g«Hl«i ausübt Diif ia diewm P«lli? bvnlviiL'nd« (mdukliw) Vcr- 
bindang bei^iuljti<?t rimn ftl» Io0i> KnppeluQg. Von di^r Kiier^p ijr<^ 
«tragrndtMi Krt'U-ri witil Hünn i^ir) RnirM'^il. Raj^<ri i^r ß Prot., nuf Jen 
ivw^pürri'iidvji ubHtUiL^^ci ^tni 'tiiif^t ihtihittAi m i^v•\i^lIl^^^v\^x:vu Hii^^rvgt. 
Vnn dewto KB(Ef]gir ^ht^u dtirm wii^dor r^ Pm/, auf dnn r^rnft^n Kiirikk« 
M (J«Jt dauan Eaergio nur um ^'i '^Vi, «Uo unmtrkhcli uvaudi-n wird. 

Man knjtn aber auSc-r der inüiiktiven Vprbindmiii: drj boiJrn 
ScliiriD|ruD|(«lcrciio niKli i-mr rit^ckt<^, 

durch cmnn Dtulit. .mm ■ h^ i [Un<?ü 
bentvll^n, and d&nti dcilciI nian di«^ 
boden Kieiw galinuidi^li odpr 
dirrkt gokopfn-U. Hit^rbci wird 

ffun^Blerfift dur&h dii? in re^irliunßi^^ni 
ToiDpo «nkonamtnden Scbwingung^'n 
(Im Budoran ru Eifceiischwingungt^n 
Angpfi^ , wcmn feine Kig^nw^hwin- 
guQiinlilucr mit der de« uiiiegnndvn 
Kr Hm« übfreinntimmt. 

Joder der beiden Rcbwingunfja- 
kfci«o k&nn nun i'in nxi[to£ij ^^l^'m IduAe- 
ner odtf ffin ofienor *«n. In Vig. 2l\ 
iatderanrcf^ndpSchningunxHkiviflAB 
tmoffdiCT. benteUcnd elu« xwpI Ungpfi 
Uu^pvltn'klvi] Dräbi4^n« wälirviid der 
i|iMr«gT« und [»irinipreudr KitIh 
Duan gMcbU'Ai^ii ittl, Zu b(ibiM.djei] 
V«rmioh«n i'JKUfl weh j^L'radd dir* wni' 
Itrkfhrlf* Anonlnuri^, wobei d^r an- 
n-lfvindi^ Hcbwmifurj^Mkri'i:^ luhhizu ite- 
whloMen, der TCfoiiu^n-iulo oÜi'n int. 
tine Aoordnunji. wu> üc in di-r Tclo- 
^plue ohne Ürftht jrtrt oft bL^nur;^! 
wird. Füj Rotfoniuiüvefeuttip ditirt 
Art iit von liüibt eine bübBobi* Au- 

ordnnng Hogegeb^n wyn!*?ii , für W''lrb<* die A|ip*rÄl"' vi^ii Eme*'ke io 
brrbn aua^luEirt WL'ideiL Dvr lUln^^t5ude N'lmmuui^itHkjii^iH i«[. in 
Pi^. '27^ ijf feiHiiii't . Kr Wfll^'hr iluh .*infm Vnnr Ti^ydeurr Fijwcben 
C^ C^i wrlfii^ dm K)iL>K£iuu Ivriu-r aub auf^i'hiivkKitfn bUnk^n Driblva 
L, tlj, Welnhe rbw WelhÄipoirntinl dt^wn-'lbpn im w^'^rnlbehnn brtitimmpa, 
und TWn denen durob die Schiebet K, K, mehr oder wpnijp^r Wiii" 
dwtfi^ p^np'.iübuUel wenlcn kiinnMTi. uml endlich uUk cinur KuiikiTU' 
«tMcIo^ F. Der reiom-TE-nde Seh win^iin^^k rein itt ein nl^rtipr und KW&r 
baitokt er nicht aud vini^m uL-r^dtu Diaht, nDnd^m virlnwhr air« nner 
Dnüitapule. odfr iiuch uuk j-w^^l purrdk^l gr^ohnlMi'n ühnhi^lion Druht- 
»palun, von vnBLduixii.'n4-r DkWv und WindungH^iiht . vtw siv Fi^. 3T3 
zeigt. Dip Wrhiiiiiun»; der bi>id<?n Schwin^fur»jrskr»-iw* ijL^i'hinht nun durdi 



m 



l. Tf». II Knpito], 




a 



K. 



f'i 




y.a\vnn\t^\i£ Ko[>]H?hing und in Fig. 271 lat das äch^Ena der zuummen- 
^rlfopppflpn bfidon Kffisp gpapirhnet. Durrh i-inrn InduktionMp parat J 
werdfn 311 dftiii j>rimatcu ÖchwingujigsJcreU Kmiki^n t*m*|^l . die nun m 
ÜJuiMniion VrTu.niaft)iii]^ |^pb?n. DuTf-h don InduklionMiptiarut svrrdirn 
die Loj-deupr KIähcIh?!! G^ C^ geladen bis nn Funt* Vnri r ülwrapTT 
Ditwr vriE'U^t m dviu f^un^fii Krt^le (F. C, C^ . viknat^k-^ äplWitiduk 
K, Kj» F.) Ji* fjuir'hf'Ti OaEillftnoncTi. An drn PuYjkt P u^t Htm rl*r 
ri-HE.initirviidt* <>lTviii» ^liwiiigung^krci», die l^pule ß a[ig^w;h]cm«vii, DivM 
Wann pntwi-drif obon bn K frpi ondigi>n fnäpr mc kann, wm in der 

Fi^ufi iiül der ErJx i-«rbuiid«n wnrdon. xn 
Vig- >t(. wdchor dann auch d^r Punkt K nbgrtnii*:!. witd. 

Dun'b «lie m dem anii'gend*'!! Sehwiiifluna*- 
Itroiae dIallEindundGii ÜaEL]laLii>Non wi'ixk*» nun 
die gekoppelten Spnlen nugrregt . und rwnr 
dann, wenn dire Kigensckwingui^g mit düi d«» 
nnrügpndrn Kmans nbrteinstimml. iJii- Iv-txterc 
kann laixii ubtr durch di<> vuriabl« ^clbctindulctum 
Lj L, in nomlirli rrlit'blirhrn (■iv.<nx''n and'.'Tn 
Kvpp^?lt nrnn hlso z. B. die beiden Spulen von 

flHI^n '^'P '^^ '^" ^ **" "'"^ errc^^ rnttn dim i^rinii#f«n 

I F ^hwinj^iingHkrrJi4 durrh dirn TrulitkrionMüppAratt 

'^^^^ miflft^hftlti''t:, HO liAt man »r^hp hrihr Sphwin(pinj;»' 

jL4hU>n, nnl \vi'J>;lii* LLi(> bfiid^n üfpuli^ii nichl rtra- 
gifirfirr Schalfj^». nifln abfr nn*hr und mH»r8i>lh*t- 
Induktion i'in. **> kommt indn jlu i-iii^m Punkt, 
WC) dir rinü d^T bi'idfn Spnlon rrhph!i**!i atnut-ti^ 
wird. Mfvn crki?nnf da« iWAn. duQ nm ihr«iii 
obi^rcn Kiidc^ nt^kc blttwlidiD Fiiitken au^ 
npriticn. wir.< tfv Uli dc^r rinrn Spulr in der F^^pir 
^jivichnc't iat. Di?r primöi'b ächwingnnffdcreb 
wt jrtAt in Kt^umrtriK niif dii^Bcr HpuTtf, wihr*nd 
die anderv rulu^ ijit. Vvr^llert man dii< HttbHtjjtdukliQU L^ L. wvitec, 
BC hi'irl tili:' ii«l)i.'n F»priUi.<nde Spidf! huI, Fiinkoo ;m] s|iri)bi-n» dtr Kiuanant 
ist nicht in^lir voibaM^len und in^n komna nach a1]mfihlicb«m w^Urv^n 
HinKnfii)>i*ri vun SnlbNtindnkrion ?m «'imem FLinkt, wo iljo awe^it4> ?^uJf 
Anfangt 7M hprÜhi^M Miin ^nd^^t , daß djid atärkslo FimkiinapH^h*n sieb 
whi »iiUii^f iiiiKkiirl . kh'iu'- VrrwhivbimyHn d«a S(?Wbi'i> aul l^i J^ 
^niipcnn um d^nin-Mip h^rvnrauhHnpi'n odj'r jra iintrir^Ml^ken, Auf dtnr 
Wcisr^ lüIJc «ch al>o die Iteioiuuui der Spulen niit dem auri^ndf^ 
Schwinguni^akreiTi iloutlitOi iTkoniibjir mnalinn. nie int nbrnm deutlich, wrir 
iu der Akustik du Mil^ehwingen einrr nbgcstimmten LufUiUbm toil 
tinar unf2iKii.'Eilri^-i^[]tTj 8hrEiinu;abv1. An dt^m frt'ien Knde eini^r «olrben 
^Ivaninrh irr-knjiiwften ^puli> int i111mr^^ rin Muximum der Bpumvog 
vcifbiLndvii . eiu Buuena^mtvr S^Mnuunuiibaucli , weil v^nm dort 
<üe E1i>kthxktiit niiNit nbttlrTirnon kann. Verbindet man da^f^n du-mt» 
Kndn mit d<^r Knlf , m biklet "ich dort, wpgeu de« Ireien AbßuMa 
der Klüklrixililt . '>m Minimum dnr Spanmm;; . ein Spannung a< 
k n I e D, Bei dm Anwondiin^ru dipuer Ertoheinungen va der dxabi- 



Stdf 




T«luohB Änoidaung. 



283 




rig. iTi. 



loeeti Tekegrftphie wird auf diese Verbältnisse noch ausführlicher zurück- 
zukommen sein. 

Die elektrischen Schwingungen, die Hertz in ßo genialer Weise zur 
Auffiadong neuei Erscheinungen benutzt hat, sind in anderer Weise 
TOn T e s 1 a zur Hervorbringung sehr interessanter und merkwürdiger 
Phänomene benutzt worden- Tesla arbeitete zwar nicht mit so raschen 
Oszillationen wie Hertz^ sondern nur mit den Schwingungen, die bei den 
Entladungen großer Leydener Flaschen entstehen. Dafür aber erzeugte 
er bei seinen Versuchen sehr viel höhere Span- 
^'K "■' nungen aTs Hertz und studierte die auffallenden 

Erscheinungen, die bei solchen immerhin sehr 
raschen Oezillationf^n bei hoher Spannung auf- 
treten. 

Um den eiektriachen Schwingungen hohe 
Spannung zu erteilen, benutzte er das Prinzip der 
Transformation. Wenn man Leydener Flaschen 
durch eine starke Elektrizitätaquelle ladet und 
dann durch einen Funken entladet, so erhält man 
elektrische Oszillationen, deren Zahl in einer 
Sekunde viele Hunderttausende bis etwa eine 
Million ist. Diese sehr rasch wechselnden Ströme 
läGt nun Tesla durch eine primäre Induktionsspule 
von sehr geringem Widerstand 
gehen und erhält also in dieser 
Spule Wechselströme von großer 
Schwingungszahl (Frequenz) 
und verhältnismäßig großer 
Stromstärke. Um die primäre 
Spule ist nun eine sekundäre 
Spule mit sehr vielen Win- 
dungen eines dünnen, vorzüg- 
lich isolierten Drahtes gelegt. 
In dieser werden InduUtions- 
ströme erzeugt von derselben 
Schwingungözahl (Frequenz), 
aber von außerordentlich hoher 

D D Windungen in der sekundären 

Spule groß ist und weil eben 
der pnmäre Strom in so sehr kurzer Zeit seine Stärke und Richtung änd^Tt. 
IHese Anordnung von Tesla ist in Fig. 27ö schematiseh gezeichnet. 
Durch einen großen Funkeninduktor A werden die Leydener Flaschen C C' 
getaden, indem die Pole der sekundären Spule des Funkeninduktors mit 
den beiden iimeren Belegungen der Flaschen verbunden werden. Die 
äußeren Belegungen (die entgegengesetzt geladen sind) ä\nd durch eine 
Fankenstrecke J uxid die primäre Induktionsspule P miteinander verbunden. 
Die sekundäre Spule S ist dann diejenige, an deren Polen D D sehr hohe 
Spannungen mit sehr großer Frequenz auftreten. Die beiden Spulen P 
and 3 in dieser Anordnung bezeichnet man zweekmäßig als Teslaschen 



wvWwwW 







284 



L TeU, H, Kniiilcl 



TraiiaforiuiitoT. Di« Funki^Tidtcvckc J wiid «m b«ten «lu «inem 
PcinkeTLrni kr^mnt er {Vifz- 276) gvrbi]i1r?t. Zwei Kti^la 
Kli^xoiQschniubcu) smd iiuJ (ilaflldUcn btfvstigt, von dviien d*r «iit« 
■tc-ht. während ci(<r Amlt^rp tiiit rtf^inr^r Kuot^l auf mrU'ru 8ch3[lUT(i vitimitUilA 
*inM Sohrhufw bewegt wprdpn kann. M*n iiüliiMt dl* Ww^ßlirb* Kw^frl 
dvt imlvü tnj viv\i. (>u; ii.4|!vlu]flUiu FuiiWi überaj^rmg^ii- I^h priioftrc 
Tiidi)kFKiTiHH{>ii1oi P iirttl difi AP.kiiniliLn> Spul^r i^^ mÜBwn, w^'K^'n <irr bohon 
SpuiMiuiij^vii. H^ür HüfurHJti^ von^'iiL^iidi't ijjollcrt wt^rden und in der IcUtciai 
mrtiucn Äiieh dip rinKclurn Windunjfnn mit (rrnfipr Sorgfalt voijeiun^nJfr 
Liol]«rt weiden. Daa gcichkhl Ani bcHcn daduKh, daÜ mikn dit dümifri 



«^ 



"^^.T 



■■- ^ f 



L.s 




Drähte der aekimdürrn Spulp mit einem sehr guten Tsnkf.nr (Pftraffln) 
urnkJeidot und di^ pnis^ Spule m du UeJälJ voll Ol stellt, tLui man dgrch 
AiiapMmppn Borgfiiltip von alk'r Luft hrfruit, 

Miin kann oucli e i n p Lpydener FlascKfr allein unwooden und dertu 
bridi.« ik<li-^utif:<.-i] mit dvn ^jr^dvii FuIph dtvi KiUnjikorfl vt<rbindoii tind 
dit (bk'^iirch \w\fty \v.'Vi"o. Dj^ KnrlMtluna g«8<rh:pht dann d&durcb. daÖ 
mari dit' Lii^iiieii Ui>lti|:uiigeü vfifUvr liurcli viiie KuiikenHlrt^ck« und die 
prirnÄn^ SpnTi* d™ Tr'Äfftftfh^^n Tmnalonnnrorfl niitr'iTifttidrir vt^lnndrt. 

ßjnif Ansicht dit^a^r ZuhamniDnittHluiii: In; dj;t TtfvJruichvn Vemucbc 
arijlt Fifl, 2TT- M<in rsi^ht die LrydffniT Klftsrhi* h. die von dtn (nidit 
Kf'ZfioliEirtfn) Inclnkt<inrtAB.pp;)rnt vrrmitlrU di'r Diahlp I und i ^)a4lcB 
wird, [)iu Entladung der Flntclie fgohX von der miii-inn ilektifvinje iturr^i 
die Kunk«i*ij«7lcc t\ dnnn dnn^h di« inneren (prlTnikTctfi} Winiäunfm d9> 
TvidvtmifilunnBttJtff T, wcIcLcr in dt^m ülffijfülJtcu (.^tljiQ li liefet. nAch A 
und dann zur äußpn^n ßplcpuri^^ \n't u. Ihv wkiindAro Hellt* dM Trui^ 



IWiucbA VmUFhr- 



2$S 



klon hat ihn? Kndi'ii i» dun hv^dt-n auf Hlanfü^n iit«handon K»gvln E, 

Di* Butf&llpiidi»tvij EfTk-iln^itiungpii tiuij, dio diese aehr hoclvHfjipqnnti? 
EltfktruuläL tjiL^tvl, Bind LR'bf,t*rvclit-inu2i^ri. An cimi l^olm drr iirkiiii< 

dtWTi Spule hprriWn *rtiterffhr tiiich unlifn filaur Lichf bÜBchtl. Wenn 
man tlitf Pvlv dvr Ki.-kuiid'iirn ??^uk> lun^iidFr luiliurl und t^ineu LuftHlroin 

jkIw3I d*n Pi'iloii, dir nun durihifii und ilicUeu »Jtjiv^EHaKetidi'u l'üdvu 
bnttcht und Ki^w^-uirrnknÜr-n Pin Xi'txwork vnn o|fkrri*rhi*n Fiinki-n *liir' 

Briii^ man an fäncm der l'ah rinen lanir<jn Ilraht an» dt^r am Endo 
iMlint in, «0 ichi^Soii «u^b b(<i dieicm auf der nunttn Lan^e deuclbcn 



Kttf, )tP 



knJiuhe .StrühleEi Pinkkn* liL ^nrr^ Dnlil litTvur. Lvgl uiju^ hji Iwid*- 
t j^ pinrn Drfiht und iLjlirr dh'i4i'lh<'Ti parHlli^l tu cirinudt^r in tijflit kii 
Itv flnlivrriuit^, w mLn^ßi^ii di-i Sti*]iK'n von dk?m winwn Dmht Aiim 
«kü^r-n ljJrt*T und V.ildi'.n ''in InnEf^. iiehmrtW, hlftnlich wriÜM I.inhHuind. 
wit e* Piß. £78 ddrUfllt, ilan knnii dienen Wrnuth vielfach variicren. 
Kinen hübsrhi-H Anbliiüc «nwahrt er in fulffpndrr Form, di« m Fifr ^VJ 
dar^Btrllt 'wt. Der eint F'ol der orktindären Spule inl mit rinrni kleinen 
Dtoiitktri». der Midere mit einem gröüi:n.-n verbündten und dir- Stralden 
gjehen nun foul kontinuTr<rfi'4i £wi?<fOicn den brideu KrvwL^ii Ulwr und 
uUcci einvn leuchLendt-ii Kt^ebduuipf. 

Dir Kniladungen gidien bcii diweii V«ricnrlien li^irliter durch dicr Luft 




280 



j, TtoiL n. )U|rit«i, 



rie- Kfic, 



aIr 4iiToh DrÄhtf'. Diu ist geradi? eine Folge der hohen W«cbMUU. 
Vtfüü inlüljfe libc fachen Aii<lerui)|>e[) dt» k4troiui% weiden auch dio Exf.ni- 
■trÜmr «t^ht i^iAptc. tind wenn ditA Scibiilpotmtirkl dn t>ruhtMH durch Wolch^ii 
ilio ätrünii* gi^hc'n zwllon, viun^*rniii]ii?ri groü iat. so achwäcbcn die Extra- 
KtnJrnn dv-ii Ötrimi tto liislriiu^rul. duU t*r übcrliELUiJkt Jiiulit dun<h den l>r]iht 
gehen kann Allp.'mt^m kommt p'^ für dirw in-^cht-n iNiilhitioncn nicht 
uuf dt.-n Uhmflt^hni H idr^rslutid litr 8lr'jrnbuhn ni}. Kijudi^rn uul diu Jm^ 

CwlHnJ! iH. ä4ii) ii*Tflrlh*'n, di<' «lim.h djut JH'lhni.ior.i'ntid iM^timmt ist. 
14^ Os£ilJait]i>iii«Ei )p.<}Lviri li-K-hk'r dun^h ciiiip LuitüLtncktf vo^i I um Lao^F, 
als dufoh oJnßTi Kupfordrsvht vnn 2 rm TJinjp', ehf»D 
weil das Selb^tpoUntiuL, «Uti dtr 2 cm Unup Ku^fvr 
lirnht brnJtKt, prüücr wt, nh dnn der hnUsv'hu-ht 
von I cm, wührend der Widcmtftnd d« Liifuchic^i 
miilionennial grüüi^r \tl. ■!» d^rr de« Kspfordnhu«. 
Auf tlieP4-nk Cimndr horiiht folgondu inivmaMmfe 
Bxponinuni. Wcim mtin. wit m Fig, Ä8D, wnon 
dirkfn Kcpfornf.rt'ifcn C in dt-n primpirrn Krna der 
Toalaschr^n Ai^'jrdnung tanaihahvt iizid panllel fu 
ihm «in« kli^iTtti rJliihlHm[K- L Kr-l-itikH» 80 k*uuhti.'t dm^ UliihlAmpt«. Bin 
koiutjiutqr Strom o^let ein Stri>tn mit |ieririg*r^r Kri-fim-H* wünje nur 
duruh di-ii djL'kqji Kiipff^rKLi^ili^ii und Ijk'il £\i vi\n'ui j^v^iit «uuiiuaJrn 
Briirht.f^il durch dr?ri KohVnfndcn clrr ninhlampi' ifi^hfii, du dicApr j» 
4<^hr viid grÖÜerun Wid<<rttand h^l , wuhnirid dir i^iuvhen OKtilUtiujHrn 
hatipf^chfioh dxirch die Glühlunipp gehen, weil ditjsp chen (wej^e.n drf 
^*-rin^«rtin Länge des Fadena] geiiiiifi^rii'ä SultjJitpotüTJtia] haL 

BeHihrt Tn^u einpn der w^lmiidiiren Peile d^a TpHlntran«fnfmaTfl» 
mit einer. OeiülerMhen Eöhte (einer geachloaacntn ßohrc, ui der di* Luft 



» 





whr v(*rdilntir. Ul). 4~i i<^u^htr-t dir» h^tl auf, Aljvr »uoh oW- <iir'-kU 
U^irührii;!^ li^uthU'ii iM.>k'lii- Hi-iLren. wtriii mu bloU in die Kahc der PoIr 
gebracht wi^rdf^n. Dii^ oipbtriwühi.^ Bowei^Uf? «triihlt eben von den Polfrn 
au«, gi^ht durch di*ji Athr^r hindurch luid ijnvgt die v^tdüantf^i (ia^e in 
QoiülwWrhr^iii. W.'nn iiulti mit den Polnti der TwIüTolie je Pine MhöH- 
plfttte vfjbindK, wi-' in Fiy. 2wl^ und dl« Platti*« «inaud«rgr^nuber>telli. 
•0 bom^hfin m dinn j^Arixi^n Kanmn Kwbu'hAn ihnen «turke eUfkträcbe 



Teflluohe Vfreuche. 287 

Kräfte, und GeÜ^leiröhien, dte ^ei in diesen Raum gebracht werden, 
keuchten hell auf. TesU hat auf diese Eracheinung die Hoffnung gegründet, 
eine ideale elektrische Beleuchtung einzurichten, Ea sollten in dem zu 
beleuchtenden Raum nur an zwei gegenüberliegenden Wänden derartige 
grofie Metallplatten aufgestellt werden und mit den Teslapolen verbunden 
werden. Dann kann man an beliebiger Stelle des Raumea durch eine GelQ- 
lerflche Röhre ohne jede Drahtverbindung Beleuchtung hervorbringen. 
Allerdingfl iat in diesem Projekt viel auBsichtalose Zukunftsmusik enthalten. 

Sehr auffallend ist ea^ daQ die elektrischen Oszillationen von hoher 
Frequenz eine außerordentlich geringe physiologiache Wirkung auf den 
menschlichen Eörper ausüben. Wenn man einen gewöhnlichen, langsam 
wechselnden Induktionsstrom, wie er von einem gewöbnUchen Induktions- 
apparat geliefert wird» durch den Körper gehen läßt» so erhält man heftige 
Schläge, die bei großer Intensität dea Stromes sogar tödbch werden können. 
Die raachen Oszillationen dagegen, die bei den Hertzschen und Teslaschen 
Versuchen angewendet werden, wirken auf den Körper gar nicht oder nur 
sehr anbedeutend ein. Man kann die Pole der Teslarolle mit den Händen 
anfassen und die Oszillationen durch den Körper hindurchgehen lasseut 
man kann solche Funken von einem halben Meter Länge aus dem einen 
Pol einfach in die Hand schlagen lassen, ohne einen Schmerz zu fühlen. 
Es beruht das vermutlich auf der außerordentlich geringen Blektrizitäts- 
menge, die bei dieser Anordnung dann durch den Körper geht. 

Aus allen Erörterungen dieses Abschnittes hat sich ergeben, daß sieb 
die Elektrizität fast unmittelbar, fast ohne besondere Hilfsmittel in alle 
anderen Erscheinungsformen der Naturkräfte umwandeln laßt, eine Eigen- 
schaft, welche die Elektrizität allen anderen Naturkräften voraus hat. 
Und zu dieser Eigenschaft kommen noch die beiden großen Vorzüge 
hinzu, daß sich der elektrische Strom mit außerordentlicher Geschwindig- 
keit fortpflanzt, und daß er immer auf vorgeschriebenen Bahnen, auf den 
Leitungsdrähten, bleibt. So kann man die Elektrizität in einem Moment 
hinleit^, wohin man will, und kann ihre Wirkungen hervorbringen, wo 
man will, ganz unabhängig von dem Ort, wo man sie erzeugt hat. Die 
ElelftriEi^t überwindet gewissermaßen Raimi und Zeit. Keine andere 
Naturicrait hat diese brauchbaren Eigensdiaften, und daher ist keine 
andere Naturkraft, selbst die Wärme nicht, in so emLnenti?ni Maße an- 
wendbar» wie die Elektrizität. 



ViB l*«- 



m 



Der Dtirch^Ans: der ElektriKitJit «lurcli Gii>u^. 
Die Rönt£:cnstrahlen, 

In ttUoU buliei'i^ei^ Kufiiti-ln wur wm ih'iiL WrliHlU'ii J^t Luft odvr 
dTif'BPfr Omp f»ej(flnübo.T der Elfk^rJzitJkl nur snhr vorilbr^ij^i-hi^nd dif Rixlr 
Dhh ^'iThftll.Hii i\ki Mi?t*illo, il«r Fliüteigkifiteii iituI d^r DirlrktrilcA in Dpiii^ 
Htif ilt'it Strom wuidü uutifülirlirli üJigdgebeii, abnr »iehl üaj< dcT itarv. 
Vr\A da» mit X'ollem nrund Donn die Iiiud iH^fcn in Hr^iii^ nnf ihre 
elcUtiiÄfibt« Eigoii seßhaften eiu »ehr tompliEiorlei Vcrballo». aii." äpjkwi 
crno Hcihr von *ehr vptwhiwIi^iK^n Krwfinnutipt'n und n* wt ml all- 
mittjich und tmi' fum Tf^iJ ^lun^ii» ui dw ^iiciAt'Jut virrwirrendtfu Eicuet' 
bnbt^n k^k-ndp trf-ejrhT.Hpun](ti: xu bringen umi iliwa KrHc^bi^iiun^ev^n auf 

Die iK'hujLiitv^Ui drktriHcbr ErooheLtiuiig üi ii&uvtt it^i dvr viek- 
tTin*"hL' Furiku W<>nn kwjm ffntjfliii^fnnfE«"^'«'' ßf.l*di*nr. Tirifor m- 
»Bd«r iChiiAh«irr wiir<itu> mi *prm|£l jEwt^olinQ ihn^i, nach «rhu jiia xur B^ 
rühning koniTncn, sniftngn »in aI^o nonh Hiirrh rinnn l.uFiflvrH'hrnrjiiini 
^ctrmnt Mind. ein hclbi Funke mit einem knatternden 
iid^T fijvhfnii^'n (ipriliisrh iihiT. Ihirt^h diown FnTiki>n 
linilet pitifi Eiitliidmiy der bnidpu LcUcr it»tl; dciui 
imWMiiphtmoJiriintincJidcmfUic^prini^oiidiwFxinkeiii- 
si> lindct man nie UTipl^ktriocli. Ea ist hIb« wührciHl 
dtr Difcuer dicjca Finik»>na die Ekktrusitit durch die 
Luft vorL dorn piiicn JjNttT Kiim ntidi^ron ÜtH-q^twngeii. 
DaÜ dipfiuf Übergang nicht i^ui so t-infjicber ut. wh 
in»n mmiU^lit«^ nmiolirnirn riullt«, 0i»udi>rn tHii oasillH- 
rorWlirr THt, li^litiu «u Au1^,ä6il^tfwibou. Da» kooimt 
Al"ir hjiir hirbl in ßrli'Aoht, 

Wir woit «lii- briilrn Tji-iti^r voncinAndrr i»rtftfnr 
»mu likiHi^n, diimit eiin Kiiiikp ^wiitobon iLni'u Aiiftriu. 
daii hiin^i. hfluptflfti'.hb^h von ilom Äp(mnnngftnm^^ 
schied xwiwhi-n ibn/>n ah. wn w™g »ncU von dö 
Form dnr L^^itor. M<m hcj^pinhntl dp» Abstand jnracr 
gcTadcnen Lt-itci, bti uclcli^m Hciad? ein Konke üb«' 

r'pRl, ttls die J^t'hlu^WL'ili» Ih'i diT p^Kiht'in'u ypunnungsdillemit 
^Ötr di*r Spannt] nj*suTiltrntdiipd rwpn^r Lpitpr int, um »o grÖßpf i*i 
die SoliliigweiUjH Maii bvdjuikt hiuIi £ut AluBsuug dur «ScUbuiwile uo 
WtOTi dw» FHukHrinnkv'imi'trrs Fig SÄ2, diw wir schon auTlk 884 h^ 
Hc-tirii-bi.-n bjibtii. Der AbatAnd di^r bridrin Kujicln. b«i ilem gwwie «B 
Fiiiikr iibiTr«priiif(t, f(ibt ai»o audi i'in Mni5 ii\r div (MOe Je« Spftnnon^ 
unrxTurKifrdjL d^r fwiju^hr'ri ihul^n h^mcbt. -Sir W. Thomson (Lord 
Koivin) hn^ suh-mi diu ^iiLitiiiniL^sdiOon^nK absolut is Vdt p)nivw«n. 




BohUgwBJl«. gg9 

die zu beatimmten Schlagweiten gehört, und aua seinen Untersuchungen 
und denen anderer ergibt sich folgende Tabelle: 



Schla^eite zwischCD Kogela 


Sp Aimungadiffereii i 


in Volt 


0,5 mm 


2910 




1,0 . 


4830 




3,0 . 


lUGO 




6.0 . 


20470 




10,0 . 


25410 




15,0 . 


29340 




20.0 . 


31350 





Han siebt, daß schon eine Spannung von fast 3000 Volt nötig ist, 
um einen Funken von einem halben Millimeter Länge zu erzeugen, und 
d&ß mit der Größe der Schlagweite die zugehörige Spannungsdiffereni 
wächst. 

Was nun bei diesem Übergang des Funkens durch die Luft ge- 
schieht, wie sich die Luftteilchen dabei verhalten, davon hat man noch 
gar keine Ahnung- Allee, was wir sagen können, ist nur, daß die 
Luft dena Durchgang der Elektrizität einen aebr großen Widerstand 
entgegensetzt, der nur durch sehr hohe Spannungen überwunden wer- 
den kann. 

Zeigt die Luft nun dieses Verhalten unter allen Umständen? Man 
kann ja die Luft vermittels der Luftpumpen in einem Raum beliebig 
verdünnen; wird sich auch verdünnte Luft so verhalten? Dieae Frage 
ist erat 1854 von Qasaiot in Frankreich und ausführbcher I85d 
von P 1 ü c k e r in Bonn eiperimentell genau untersucht worden. Letz- 
terer hatte sich dabei der Hilfe des berühmten GlaabläaeiH G e i ß I e r in 
Bonn zu erfreuen, welcher durch aeine- Kunet die Versuche wesentlich 
erleichterte. Um Experimente mit verdünnter Luft anzusteUen, muß 
man die Luft in Gefäße (Glasgefäße, wenn man etwas sehen will) ein- 
schheßen und abschließen. Ein solches Gefäß wird mit der Luftpumpe 
verbunden, evakuiert, soweit man es will, und dann entwe<ler durch einen 
Hahn abgeschlossen oder abgeschmolzen. Will man ein Gefäß nicht 
mit Luft, sondern mit einem anderen Gaa in verdünntem Zustand 
füllen, so muß man erst die Luft ganz auspumpen, dann das an<iere Gas 
einfüllen und die» durch Pumpen auf den gewollten Grad der Verdünnung 
bringen. 

Bekanntlich wird der Druck eines Gases gemessen durch die Höhe 
einer Quecksüberaäule in Hillimetem^ welcher er das Gleichgewicht hält. 
Ein Gas unter dem Druck einer Atmosphäre, wie die Luft, die uns um- 
gibt, hat einen Dmck von 760 mm (Quecksilber) am Meereaniveau, auf 
höher gelegenen Orten einen kleineren, Ist also der Druck in einem 
Gefäß durch Evakuieren auf I mm erniedrigt, so ist nur noch der 760. Teil 
der Luftmenge im Gefäß, die uraprünglich darin war. 

Um durch ein verdünntes Gas die Ek-ktrizität hindurchsenden zu 
können, muß man in das Gefäß, welches das Gas enthält, zwei Drähte 
einfüikren (einschmelzen oder einkitten), welche mit der Elektiizitäts- 

äaelle verbunden werden können. Diese bezeichnet man hier auch als 
lektroden und unterscheidet auch hier die positive Elektrode als 
Orftfltv, EleklrlKlUb. it. Anflige. 10 



290 



hTüX. liJ. K»pit*1, 



Anud«, ditf nvfialJvtf a\a Kathodv, Die B1vktic>dtjü künn«ii blo3» DrÄht« 

ötiiK "(liT (« tiirirU'H Pliiir-<'ii fxl'.»r m»liriirnnit<t Fliii'.li«'» ati fWti OräLu-n 
bvfMtiuC flfliiit j*; n»oh Bedarf, In Fijf. 233 ist ein Eu^e»^hnii>lx«ui>« Rohr 
abgebiklet, in Jus«?» tKiidir Eodea die Eluktrodcrit >unl ÄW*r cinv Sjiitfir 

und »!inr Pljtttr^ rin- 

Wenn rnan nun 
in «ncm »olchvd 
HuUr diu Luft mit 
doc Luftpumpe dl]' 
ninlilich verdünnt 
urvd i^ii^ Elelctrudm di-a Rohrria mir. di-r m l,-iiiMi.i:rn R^^irf« iriii'^ft [ndidctiow- 
apparalefl oiler init emer EJektrtaiernuai iijiR' ki.-fbmdi^l . so fitidct man 
t'inw Bi>ihe von rm-rk ^^'i nl i^L>ri und zum Teil s*-\[r tn-Uüttmi VjnKheinnngtn. 
Wtr wcrllvn aitrtehcneTi, <lsQ die F^nlfemimg di-r KU-ltiri^lirii «i> groß iit> 
djiÜ jri freier Luft (ji^i dor dTL^t; wendeten Sp^nn^jnjiCHdillorrrnc h<rin Funkiii 
/wisoWn ihnen liberaprin^ Snlnn^fc^ der Druok in dor R^hrr 760 mm 
betrügt, Aeigt «i?h iibi;^rhau|it mcbt» und es xeigt stoh auch oichi», wrntn 
man den Dnicfc allmÜhlifili von 760 mm bis auf 10 mm vcninRert. K"ur 
f^aia fchwacbe bliluUehe, kur£e Stratiten ai?]it luuJi etwa von 50 nun 
Druck an von di'ii Ek^kirixli-n i^uä.gelieii. \al ubür iIe^t K^^tin^ Druak vnn 
ptwa 10 mm erreicbt, so sieht riian (Fig. 2^4) Äwincheii den boidtn Elok- 

trudt'n CID Mhb. 
*^^- ^ vToletf-NiLiclitbacd 

tit II t-rätFi^<kcn>«||H 
rlir^ nicht d^^gi^^H 
Ifiviti^ der KöAm 
aiiafüllt, Wf^trtiM 
ftuch nicht gftu 
gerudliuj^ vor[ätift. wuli^hes aich abfr direkt von der einen Kl'^ktrcxJj' 
bis t.nr Untieren hinjtieht. Macht ninn den Dnek nooh ^ering«r. 1 — ^ liun, 
äü bleibt ixnmer em aolehes violetU^ Ln4il Bwüiehi'n <li:n Kli-kt rndi^n, 
wrkhi^s nber atlni^lhlich dii^ gannp Rreite di-r Röhre ntisfiillt ]ici nkhftrpRi 
ZuBL*h('n aber erkeunt man. düJ3 dii-iicfi LiuhL gefiuhichtet ut. Ei 
drnd auf der pinnen Lünf^ der R^liri' abwechwind helh und dunklf 
Schieht(<u in nuht-su ^]eii:hi<iu Abutacid voiit^uiander vurltaudcü- Fiü- 3^.^' 
QUübl. uuii* DurHtelCLin^ dür En^htinung £u gtibvii» wie aiv« ul emer nobhen 

Rnhrfi «ich upjgC 




li'Jp. »&. 



■S1B&-— (EMIIII— -CE^ 



KötuviL vua aodtf 
ver«^hie<Wpr, oft 
Ai-iir kuueti'oDrt 
Form, mil ftMrn 
Hi'lu]ll. wvlfiu> hu 

Bonn in df^n l!«nd«l 
Höhr«n. Durch die 



hvnkuipn lind , wurden auerat von Geißler in 

![tbrucht und heißen deshalb OeiUlersohii 
rni^hlond«? rrrdJinntc Lufl ^ht die RntlodutiR dor Klrktmitrtt vof uch. 
T^T, dH» Huhr gebogen oder ^kriJmnxt, wie in Fi^. '2i^^ »u loli^tdi« 
ICntladun^ ällrn Krilmmunfr^^n den Kuhrps und die BIfk- 




FfliWTUM Licht. 



891 



*K5I 



r 



triiit-it geht ALiC ihnen durv^h die verdünnt« Luft von der pMiriven cur 

negativen Elektrode Übrr. 

Die Ftirbc. in weLcber daa Uju lL-iic.'titf*t. bit vorHchipden, }v niLch 
Natur dur Uaee. Wuwnitülf. f^EiL'kBtuflf, CMor u» n. w. in dukhc 
KÜhrr'n i^bruchl, Itiichtc-n aitdi^ns aJa Lultt ju ut itti duuur luiiOL-kehrt 
die f.'nlrrsuchuiig dii-wT l«^iK'lif.tTii^'u Uhäi' im (i<>ifi!errrtrir*.'n luil d*?iii 

B^i *eiiÄTfi.TPC Bü-ibHcLtiiUft findet nian, dnfi dooh nii^htj wii^ vor- 
r HUgtigvb«[i. dio ttfuclittfudi; EfilJudiiii^ nich von di>r podiilivcn bin 4ur 



«< 




PK. ItfT 



^DQBpTVD Eloktroih' rrxtn'rkt, Vii^lnii'hr «iiltt nftn, «eKon M den u^ 
M^6n«n Drurk^Mi, d»l3 dii> ncjiEiitiw Elrktrod» QÜt elii«ta bUiUk^aa 
LichlJtchiinmftf uni^i^Utn in) tiuü lUß dju \jijl(*tEH Licht DOr bi« iikliv ui 
dieJdv htttnliche [,irht hf-rankamml, (ibe:r doch von diAiWin noch diirck 
•iiio» ktcintJi dunklen Zwiwhi?nriium getrennt ÜL Die leiiuht«Jkdo Ent- 
ladung geht al.*n von dr^r prwitivfn Klr-ktr^nle av\a, ftbcr nJohl (E*^^ ^'''' 
fUT negativen Elektrode hin. Man niinut die*eii helle, iiu Falle J«r Lufl 
viofptl4! Ln:hl divfl pofiitiv*! Licht, odf^r die positive KnHadnnjc- 

Die brillanle Helligkeit und Farben prncht, die da* positive Licht 
in GciÜli?ri<6hn?ii ir?igt, ist Veru'U*BUitg- d^ü nuiu dive vielfach benutit, 
um t^hon^^ irlän^ndr pArlienrtTrkte hi-rvor^nbrinpL-n ^o maeht man 
Für ItallvtU-oETLtellujt^u Diadtimt- aus UlasröLz'on wie Fig, ^87, die uilt 
vCTchi'Hli'rkmi tiiMD ^i<fiilll BJnd, und dii> idfi (SL-ißlor- 
röfarvit vrjrki'n. 

Dil* ((«iQWri^kiiKi rNi-hsttinnp wie ^eaagi., Luft 
Odw «odrn« flajie in einer loli^hnn Vf rdUnnunit, daQ 
Ä MSUffdhhr ] 3 rjnn Druck K^i|:en, ili^hl man 
nun mit d(^ Kv-nknoiion noloher Ui']hrpn wr'iter, nf 
TmImOiQ die Erflctit'inuniifen iimaebit an DnlUciR, 
Die CTBtc Kotflp livtt HciiterpmnfNsna wt nümlieh, djiU 
dvr dttnkle Kaum ^wj^h^n der Kathode und 
dem {KHUtiveu Licht an AuAdiditiurij; (urtwiiüteiid 
xuninimf Mhti krttin iwifn Piim|>pri direkt vi-Tfolg^-n, 
wie difflT^r dujjUn ZwiHoiLt^maum, dt.'r luerel kauuk 
I mm Ia«^ wftp, aifh rapiil vpri^rrtÜTt, auf 10, 3l>, 

50 nun wücIihI» W9nn mkii di<* EvalcuaCicn btK auf Rru(^ht«ili> eines MiTli* 
met«T^ Druck inrit^'^tiX \iu> KuliriT »irrl ftlHci in iJcir Nähn ih-j Kathodi^ 
allmihli'-h immfr weiter dnnkt'l, wiWnd an der Ahf»lc daa positive Licht 
nurh vorlianilon wt, oIm^t «le.h inmii^i weni^ir weit vini ihr aue in doa 
Roltr hindn emirerkT und Äueh nirht mehr gesohiehlet iat. Durch fnrt- 




^ 




^n 



LIUL IS^IUptM. 



duM pusitive fiiTl»iKc.^ Litiht, hin Jtuf piin*n k)(.Mrion R*inl >!ftnÄ vi'rtichwmuli'H 
f«t, Abi*r i^lt^Hie^itkR iiiil^. i1ii*Anr w^c^Tii^ndt^r Aii^ilrbnun^ ^fn tiiitik]^» 
Knumt^tL ^-ehb vintf :indi<t? Er(trhfAiiiuji|]; vür moL. diij <um vr^iixi Mule v<w 
H i f. I f» r f I^Öfl beobiwhrre. wurdf. 

Von dcir fiuf^iktiven GLuktrolo, ilvir KatUod« ftun, fonn^n nanUich 
h^: dirwn jrroüi'n VcrdHTiimngrn an Sfrnhlcn niirtmijp"hpn. welche don 
Glai dor Röhre da* wo sie « trtflcÜH mm hcUon Lonchicn ( rhosphore»» 
ÄiPivn) anrtigcn. Die; Uliinor, wiOHip in Di^ulMtililnnd stu dii»*"ii Bohfvti 
gcDomnion werJeiin leüclitt^n immer grün, andcft (etigli*c}]<.0 OliiA-r Iptichtfn 
bluu- Miui bL<ko]iiuil also dio nii'rkwürdjgo Kieulii-iiiiiu^. üuU xuur d^f 
Innrrc dvt Ri^lire bt*i fort^^i^tEti^r Evflküutum nltmublit^b fiavr. liHiÜM 
wird, daÜ dagegen du QIhl» dt^r lEöLcr Aellrat livU^riiii ph^iHpb'>rT«f£it*t1. 
Di'' bi^llsu* Pln»8pbcjriin8priK »i^i^t wrb i:i.-PBd<* /in (^rii^iii;;!'» SiiOle d<* 

OIh^^Kl «'pich« der Kdl;ho(]u |rL'j;;fniib?r1ir?||;I MHrhr rnATi dtjroh l'itiltirhniniE 
diifl H(rnii»r.ib dm Aird.rru EliiktiVKl« eur Kuthi>iJü^ uo wird die dji-Air üi^n^ 
überliogende Glanatdllo am. lebhuflesitn xuc rhosphoros^enjt erTP(t* iJif» 
ErailtiiiMiiig Iäl3t aii-h um kRltfeelou au auitiu^ii. iils oli ebc» von def 
K^rbM^ nii»i StrAhUii nusg^brit, dlp, wn aip ouf daft Gloa fAlIcn, dirws« 
tuT PWphoifaierAZ biiriyf?ii. die ober ap|b*i im Inncm der Höhre nichf 
fiirhtbjir sind, iJiw«' t^tr^ihh'ii Wi-üOincc man üle K n t bodi'n i t ruh Inn, 
Nachdera llitiorf sie entdeckt hatten en^i^gt^ii Bu- Tang«* keiut iK^oddrr* 
BeiLuhtung» bin C ro ük v d 1^7^ diu AufuiurkaiimkL'it vuii ueueut aul oi' 
Icfiltti' und durch die IlerttelLung von xwcckmüliig goformt^m und sr- 
[tüf^etid vvjikuitirlci] Rühren, die man nuih üjm CrL>uk?flfiuht 
Röhren n(*nnt, die Veröiichc mit Kftthod<.'iiHfrHblfr^ vrtwwnflicb ^rhicV 
ivslK. In dvii CruokvHachtin Ki^hreii uL div LuJt »k 
w^^it pvakuSort, ungr^f^thr bj« auf ^iiooo uim Druck, 
wähitfiid» vfi* gPHn^t, du? 0«iDU»rr5hwn einen 'ÜmA 
von uii^Mfjihr f IHM) bor^iiitTiL. 

Die Katbod<?nat.Tftlde(i besits^n mm «nr Rnhf 
sehr merkwürdi^ei' EigGDHchalton, ZuiiuobvL dAeuJli^ 
gehen ab immer aenkre^ht aurKAtb^de fort, 
gaiia urmbhänjLpg dnvan. WO \\'ia Ancxle »oh befindete 
Sic kJSmmrrn ^Lrb um die AniHb' fjur nirht. Man kAnn 
die Anode der KathoiLe gegcnÜber^t«'LJcn, oder nie Hif- 
liüh von ihr luAM^n, oder aii* hinter die Kathode aicWna, 
odvT 4ie a.hi Ring die Kathfvle umgaben ]|WB?a. inunrr 
,u;i.dien die K.alhudtinHtruLleii lumblLtiiij^if: duvun dcrc 
«plln-n Wv^, nftmhrb Henkr>^rhf «iir KAtJiod** fori 0* 
j^Ihu vi>j] jL'deiii KiHchoni?t,iiL'k H\ti di-r Kaibodr djt 
Sirfthh'ii ftKhkfcHiI foftgehnn, fti^ ist fA nLiit^brb. di* 
KAthcxlciriHtruhhiii )ii Bmem ß r «^ m i^ p u n k l »u kon- 
lontrivren. Wird njUnln-b ok KFLihodn uroht. mn^ i^lK^nd Mr'iAllsrhnbf 
gVinomnien , Hondprn i-irt hohUyiie^elf(>rinigr-:9 MetalUtück wip Tiei K th 
Fig. :i!^^ IUI inijuMe.n die Strnhkri v\>n Ütr nnö dieh in einem Krennyinnkl 
Tranigen und diinn flnarinandergchrn, Bä ist nun gftüJI gleiehplhij;, ob 
der poattivo ütronL hei a- oder bai n', oder bei u" in die Köhre dniriU, 



rif , la« 




iMvtlr 



flSft 



rie I», 




tuuuer «cht iiuiri <lio OImwahJ mi dvr <l<?r KathotJ»- j£fLceittt}iifrU»^ndeD 

^m D«r >ch&rfi<4f Di-woin «iufiir. daÜ dir KathoHrnntrahlDti ikrh ipinz 
^Uiraiilini^ ftui>bf<TLt«r>. i«t von Crooku diir?lt eicou Apparat, wiir Fig. 2d&, 
^(jiUrfon wonion Dtucr Appurnt KciRt nUimli''h. dnli wenn man rinnn 

vod uxi: hßivh t ijtvn K i^r por 

n 4«& W«f( d«r Kulho 

(knrtialilcn iMlIt. iIaU 

ditdf^r dann oin<*n ■clmr- 

frii8?1iAtt«n wirft. lnd<.T 

Kulin.*utbDibi<iiiMvlBll- 

ditr Kilhodr. bi*i P die 
Anodi^, Üii^ Kathiicl'-ii- 
vfrnhlpii. dir von a n»h' 
jEi'hrn, rrri'Kiiii di(t jj;r]|i>(t ' 
ülHTliofitTK!* W«t»d *n 
bi-lli^r l'hiKpboreaiiiTnji. 
Übcrnll wo Bit nip trrflrri 

«rmUIoiidiirt'hdufiKrviu 

»bgief&ngi^ii sinii , b1t*i(]t. die Uivwand di]nki.J Man iiipht d&hcr ein 

diüiklu Kreu£ d «luf Kriüii^iii Gruud^ an der (.«luewHJiii. 

Ein*- iwfmM- Ki^hnmihftff. d.T Kft»hodi:nJtfTahI»»n hwt^ht d&rui. 
d«6 vii? mcbt bluU dua Gla» d«r RuLriv auiidi.i'ii ulj(<rliuii|ii j(.<dvn (uii' 
mpuDiKhen) Kf>r|i^r. nuf d«n «i«? trp(T<*Ti , jrHr P Ii o * j» h r» r(* » a p n b 
Ittingeii, Ett wtrrtl«ri> xwn >]iewH £ii Ki'i^^ji« iiuvli diMii Vor^ 
■Ulg von (Vonkr-ji virlfach Rohren virf f n ifi;t. , iit di»r»Mi 
UMMa wscKii^dKiii' MiiM-mlioEi no ^iii^ftchtruub-ri mml. 
daß •» von dt'» KaihoiUiiiHtrahlnu gL'tri>flwn wll^Jl.ln, 8n 
*»jgt Fig, 2&0 einp (.^i-holcfiuchc Itdhr». in wclcb^r in dtr 
Mitte bbi r- «in Min^ruL äii^L^ii wjr ^in Sitivk Tri-iifNti-irL, 
bffwti^ ist, Dif Kn'hndmstrnhlfin. dio vnn diT K^itIutIi' 
oben ftUbgehL^ii. brmgeii deii Slei» jiu iu-ili-T ljiiiur<:«u riioi- 
pborr^^ni. Dir Phonphort^^cn^furbi? KuriKt atli.'in ah von 
dvrNatiU JinbüBEr&bkunKärpen; iimnclieKörpvtleutilLti^n 
Uau. undore rot. vinli^tt, grün^ und itnin ortLält auf dit<ei> 
Veise prachtvolle glnnrpnd^ Furlx-nprnrbrinuin^cn Plmto- 
gnpkiediv hluilt^ri. dii< d<.<[i KulhuLh-nttruhlcn dUDj,-L-at.'l£l 
mtäea fini Innym ihr Robrr), wrrdoii jEn^rbwÄrKt, und 
SRW üü fwl uuniL^Ubttr kure^r Zvil. L«fft tuun auf di^ 
PWits etwA MrlAllburhaTAKm, dnrrM dir dir. Kathodr^n- 
«Uftldfll ■b|^«'f<LiLuitM wm<]L<ri, bii U^ki>riJtiit iitHn v\n Bild 
ditMr Rufhnrnbfn auf *Ut P]nt\t* (im Kr-Raliv hnllo Hunhiatabon nilf 

CWarK^-m <irund. Im rrmjtiv »initn'kfhrt), 
Diifl Kat\ifit\i:itütrült]vn. das tal t^inn dritte Kigiuiacbalt der»lWn, 
ilÄwi dit Ripllj'n. oi:f welche sio ntiftrtfli*n, im ftllgemeiiirnn sohr stark, 
So wild dft* CJlii* der Cpookeaftcbeii Röhren an d^n tilellen, wu es getwfl^n 
vird. roHh warm und kann ao hpiü worden. daÜ t» rrw<?icht und vom 



Pkff BH 




^ 





£94 



I, T(^. 13. Kdfdtd. 



Lufidnick duri^hbtcfhen wird, MrtallblMhp , die im Tniwra der Röhre 

dca Kathüdii'iLdtrulili^iL nuAgbdvtzt wtMTiii'U, iatigvii ui. rut CU glülieiu b?i 

Btjirkfrcm h^^tmin wfnltTi 01" ^oj^nr weiüjiliihoriil uiid ^ibTüeLstui «■ndlioh fort. 
J]]ine vii^rte Eigf^nsrlinlt der SathodvnfltraltE^n, viae dpr iii«rk' 

würdigHLt^d. iüt ebenlalk. wie die blBherigeu, miiuji von Hitt<jrl gefunden. 

Di«^Ra^ hoi3^ii»lrfthlen werrl^^ri ilurch den MAjun<^t<^n 

avbr Uic-liC 
''*'"^ ubir.lrnkr 

Bringt man in 
die N'rthc niiior 
vonKatbod*n- 

fiiNlrn KöW 
oiiji'i^ MiLgni'- 

ten, 3,0 k.nnn mitn thv^trMen ahU^nUcn. wohin tnan wilL Miia «iehl, wonn 
tnan don Mognt'teit liiii und W Wwegln Ji«? Ph™pliüre9»nz d«8 Ola»s 
bttTd an df^r rritien Slolli', Jmlfi nii ■'inrT a.ndrTi'n SipII** niifleurhU'ii rind mit 
der Bcwe^jung des Magneten »idliNt waridi?ni. AikIi durcli »'lektriv 
HtBtiiiche Kinlliifwi» wnrdc^n di'' KHfhi>dniifltr:ibIi>ii uPigi'lonkt,, Ftihri 
maü an der Ola^wand dor Rötiiv bloQ uitt dem Finger Jim und her, fo 
BiuliL uian dif PL<i»pU"re8Äi*nzentclieiüOiAy i^lwidHlls wAMtlvriB^ Dur Firig*' 
hut dAbei oflenliAr nur die IMeiiT.ung, daß er die atatlachen Ij^dunfE^Ji 
di-r Röhre beeinflußt. Da ein Knlhoden^trohl 
Iceine m^rkürlir Ha»ie iMmiUt, sii fol^ er drr« 
nia^etisclicn Kraftirti« die auf ihn wirkon. Aoiatu 
i>hni: VprjSfigerungs IMrh hat ß r a u n benutzt, um 
eine Röhre äu konstruieren * mit wtleh« man irgend- 
wHohi.< Aiidi-ruEii^'n von mEb^ieL]»:hvii Kräften m<1u 
ritirjLch »Lehtl>ar mAchen kiinn X)it<Mi ßrAun^rh^ 
Höhte iatiiLFig.f!:*! durgesteilt. Von dt?r Kttthcxlc 
K ^hon die K/iIljodentitTAhlen ^rttdlini^ aus {A ütt 
die AncHle). Durch den MeiAllacbirm S, der «in 
khMnep }.oi'h piithäli,, worden aber aHu Auteeh^i^n 
und nur ^U\ hc-KitiaEi^a Tltlndr«! fjilli diiri^h tlMLoeb 
Auf dun photi|/]iüfU9f&trriiNdiin Sirhirni P, der aoi 
Ende deT Röhre angebracht iat, und i?rT«*uir( ftnl 
dieiwr i'invn bbideuchUndcn krcütfürnugeii Flack- 
Hringt man in die NJiho von S rincn MA^neMtah. 
so vorschiebt sich der Fleck, je nach der St*Uuflfi 
und der Art dn'a ^«Emhc^ften Mugcictpul^. t\ußh 
rechts oder hnkö, cdwn odor unten. Bringt roiD 
üahet in die Nahe von ^ einen 8tub uua «VK-hem 
Eiwn, Hill dmi man Wevhni-l*!! pöme herunuendet, 
M bewegt «ich der Flei.-k in di.'rveEbi<jL Pi^iiude. die der We^'Iiaelatrjm 
boaiW, oacb d<Troinn] und d«^ &ndernni^eiti', Dh' Art< der An^^TnlTiung 
Xma lUbre Kur ITntttrsuchung vnn W#<'hfielati-Önien und von eh^klriKhen 
SchwirtjEQngbn g^hl auü Fig. 292 U^tvftw \h« Röhre B l>el^mlet Aich 
zwischen ÄWPi Spulen A, A^, wniehe mir !5i*enkifmen vera^hen aind (üi 
starken Httömeti kt>nuen tlic Kincnkcrno fortbli-ilwn). Durch eine WiX'hstI« 




\^ 



El^nv>Lftftva doi K>tTiOi|c*aBtraiL1u(u 



S9& 



li-V wrrd^^n WocW-lfil.rnmr^ in dem KrriH rriciigt, w^kbc nun 
ilffprk ili-r ßolirr* Idu iejliI lipr abl«nkcu, XiJ eitwm rotJ«rvndtfQ 
tl, in ^U-iEi ihiM HiM iliu Pl4*r-kri Uinbuuhtob wird» HJirht man «iiio blnu- 
iW-nflp Kurv«, w^tctif» «üc Form ilv« W*cliwl*Uuiü(?fl darBtellt. 
EijdlifU «LTi* füEilt, V BJ^viLMcli^fC ilt'r K)itlii>d<^uHlr)ihlirii wurde 
it von HittJirf. nond^m i-mi vun fVonki-a <*nt.dp*cVr., Dii**!' StrJihlrn 
uÄmlicii mccli«nüiH:h(' Wirkuiifit-iL Auf li'H-lit btiwi'kilM'W^' Ki^r|ivi hu«, 
^linrr Rohnr. v-ic Kijr, JIj3. iitt i'in !*-irht. hi'Wi^^lii^h'-Ji J'"IUK<'lrafl nnf 
iwei (JlBsscliipticn vcrschii^bboF angobracht. Lnüt man dii; Entlodiiiiu; 
cLurtdi dit' K6Lru geliün, ho tri'ffün die KuthadenAtruhlon cjbrn auf die 
9Ht§fl» drebtf» Aivw und tieibt^ti das Ilü^tchipn auf drr Bahn lort Bei 

r\e I«. 



Umkehning dei StrciiLci Icchrt aüh auch dl« Bcire^r^ ded RÄdoheiui 

WD, fHÜc bt-ido KltkrriHlrn ciyiuuLi'lrinr:!! aüf^i^bracibl »iiid, wie i^i dor Fi^ur^ 

teT<&llgL< Zrit Kchipncn die Kath<.id{<nslrAhipnH 'u wiiTidrTbarr Ki^cn- 
dtvii nie DUtU bcsitjtüu. doch kaum mehr ali ein KuiJOHum au aciu« 
a&hiipntfn in die hoch evAkui4.'rtr> Röhre eia^^tihlomi^tL win eu inüasun 
«a tchieEi mcliti» von ihueu nach auß^n zu driuf^erj- In d«r Rölii« 
Klbai w«irden din Srrnlib^pi t*i:U(tt\ dnrrh diiiiun Sf-hiHit^^n von Kilrpi^rn 
anfgehAll«rt . Eiin' ifm rn r!lii"|pktU', in dufln Wf([ jii^Mellt., phfJÄphorc*' 
xiert« auf der gi-Inflli i.- n SiUr. Inli jibir inrbt« von ikm dtrulilt^n lümlurch- 
^Ho ließ auch die filaiwand der Röhre uiehtn vnn dein Knfhndi'nHrrftbh'n 
Hukoh uuLSon dnngt'ci- ^ui }>bi»pU4'it'«/u'rli' inwoiidig, und die gaitzv £net|[iv 
IHlV KathoderiBtTahlrTi ^''jiu^n dir KrreiipinR dieflLT l'hcw|ihnri:flKi!nJi und 
' tv Erhitzung der Ulmwand vtrbrnuizht lu wcrdou^ Es wurde nun aber 
jjllizicli eiiiL* Bf.<uljikcbtunj{ vun H t' r t £ . üvt in dR'ot^ni (Itfbu-l nio ul bü 
Andny^n bi^frucht^nd acwirkf hui, gertigt, daß diurh äußerHf dünne 
Lleu vun Aluniiniimi uih KaChiAirnäliHliti-ti lundhurbgi'hen» und »uf 
d\pAtrT Rf^ttbni-htnitjj; gt'^AnR f» T^nAnl» iiidi>ini ^.r in dio GlrL^wAnd 
p6lü('k VOM AluLitiiiumlc^bi' eiu»eUli^ * die EaTlioJi^iLatDihlrn 
re hinauA ni dii' AtTUOAyihJii^ t.rrti'in sin tn^^in. Kn crjfab 
■leb cli« n«u« TaUiut'hp, di^Q ilie KHihoil^uati Ahlen mich in dichi<^ Luft 
b«»tohnn künui-n, wiihmiuL »tö nur in bohi verduimtfr Luft e n t- 
«ttfh on können- T-fnard K^-iat*' wdlCT. daÜ die Katho<ienatr(iht^n mich 
atiili!HiAlb dttr BOJinr Körjirr &^uni KEut>re4£i^run erringen und pUat^gin- 




^ 



20fl 



T, Ten. 12 KApliAl, 



pliift'he Platten Mifhlwi kütinrii. Er h*Tfv iw^hoii li*i Mlnpn E.itthni]^- 
Htrahkm ilii> viwonclHixti^ii Ri^itiiHdiAflvin Li^cihmOtTiil, dif\ apüter t>ei li^ti 
Röntgeirttrftliltfn yroßts Anfatlien vrr«gt«n. Dit Vowijohr von Ivendnl 
£«igti>n aui^lL unlur liiuLTtiui douthch, wjid äuhuii vorhi^r von ÜL-rt« uua< 
«aprochen wnr, daß es in ciiior Rohre Kathocinnfllrnhlen vwTirJiipfJffiicr 
Axt gibt, die von dem Magneten verschieden stnrk abgelenkt weiden, 
VftTglpiphhftP mit dpn l-ichtfltrohl™ vn.rwrhirc!i>nfir Farbe, die van uliwdl 
PrK<im4k venichieden «tatk gebrochon wefdeu, 

Rin*- wicht 1^1! acav Ja\^nv\u% dio «ouh st i* Eip<'nB4.'hü.(t 'Ül-th-T ^^IrjiLk'M, 
Heil lieh einw^iudfrei fpBtqtcJien» als m&n dif« Katliotk-nsfraMtri aw* da 
C'ruukL'Bduhuii RÜhr^ L<*»uäbringcii könnt«, Jedvr Körper, d^r 
vüii Kttthodfnii'irfthlfln gf^trofffMi wir^^l, wird nA^«' 
liv elektrisch, Die Strahlen vprlialten weh ff. flU «li »in itPfcativ« 
Kh'ktriKitJLt inil »iih fühji'ii, 

<t«rade die 1 letzter w Ahnt« Ki^HriHliaft dt'i Kuthodiin^tralilen fiihrur 
auf Pitw VarJiliolJimß über ihro Nutur. die tAuf Moilifikution frint^r Idtt» 
i*l, welche sohcm Croolces auagesprochen hnM«' fVook^ji moiliT*. 
dalJ dj^e Mtrablnn darjM Ifistiindon, diiQ von rkr Kathude uus kininc 
Teilchfifi fortgPrtphlondert würden, entweder dir Ti*ilrhen der öoi'h vor 
haodeiien tiüse oder Teik'heii der Kathocie n^Ibut. ud« vieJleiebt uucb 
p|pktrolyt;teßhi? Rrj^fiinrltüd^ der fijL'^mülpkiklo. Dit^^iT Amiinhl» dit^ d«r 
Emiflaionatheorie dea hJt'htea entspricht, ^nrde die andere entgegen' 
gLv^tiilJt. duü [lu> KcLthodeiiebrahieii eine Welli^^tWweffUiig Miud, vuu dtif 
Art der Lifhl*elleü- Indes für diwe li^fslere AriHicht li<'fl Aii^h UAji ß'<w>*üi 
erhi'in^miH Jiiic-h war eä nicht imighott. die Ei^><-nH'h:if1en dei Kalhi^eu« 
BtTrthlen ilurch «ie begreiflich su muchen. Dtth^r Uni, hkIi du* Phywk jHl 
Imit ull^eiiiein der Vortitisllung von (."rookee i&ii^eweudvl, abi^r mit «ujfi 

bpdeiiiiEriA'*^'^^^'^^ ^ nfhiriing. 

Man nirtiiut riänilidi jvUt Hii, daÜ m npgfttiv gelMd^ne kleinn MaMi-n 
Hind, d i p n e f| a 1 1 V I- ri K I o k t r o n i< n i^ e I b h r, » woli'lu- air^b riucb 
in der Richtung der Strahlen geradlinig von der Kathüdp fortheTejjfcn 
Durch die^ Annaluui: läÜt äit]h eräteiiß ohnu weittiri^a einsehen, daü jnloi 
MctflllbWh, jeder Körper, der von den Kathoden Ätrahlen getroffen wifd, 
negativ elektrisch werden niuü- Die PhoäphoreaEenaerBph<;iniingcu (emei 

ias^eri siirb diirrb 
'''" "' den AnpraU der 

bewegten Teil' 
rhen erklimt 
Dun'h dita Buui' 
iianrlein(*nr dit 

men die gietrof- 
feuert MoWkUl» 
de-j Cilaj^wand odrr di*r cingeRohmnlEenfin KArper in Krmtterun^cn 

senden dadurch d^ ihnen eigenlümliehe PhOBp h owiWiJlli cht aus- 
clektrüchf.' Miitßcn Ledeben min-ii-ii (L-mer durnh elektrciAlaluobo 
äbgeb^nkt ncrden lyiilil rTLiin Knthodrnntrahlcn in der Kcihm duroh d«n 
Zwi*ch«nruuni xwiw.hen zwei MeLali platten g«hen. von deD«ti dje eine pon* 
tiv, die andere negativ geladen int. äo rnüanrn die negativen Teilchen aieb 







firkUrong der KatbodarutrablaD. 297 

zur poeitivcD Platte hinbiegen, vermöge der elektrostatischen AnaiehungB- 
krÄfte, was aie auch tun. In Fig. 21^4 ist eine Anordnung dazu gezeichnet, 
Eine CW>keeAche Bohre enthält bei K die Kathode« bei A die Anode, 
Die K&thodenatrahlen gehen von K aua durch zwei Schlitze in den Metall- 
achirmen S, und S und ein schmales Büschel derselben gelangt in den 
Raum zwischen den swei Roudensatorptatten B und C. weiche in die Röhre 
eingescbmolzen sind und von denen C mit dem negativen, B mit dem 
positiven Fol einer Batterie von Akkumulatoren verbunden ist. DerStrahl, 
der ohne Erregung des Kondensators nach M fiel, fällt nun nach M^, 
wird also abgelenkt. Je größer die lebendige Kraft jedes Massenteilchens, 
d. b. das halbe Produkt aus seiner Blasse und dem Quadrat seiner Ge- 
schwindigkeit ist, um so weniger, je größer die Ladung jedes Massenteilchens 
ist, um so mehr muß ea unter sonst gleichen Umständen abgelenkt werden. 
Die Gröüe der Ablenkung hängt also ab einerseila von dem Quadrat der 
Geschwindigkeit der Masflenteilehen, andereraeifa von dem Verhältnis 
der Elektrizitatsmenge, der Zahl der Coulomb, die jedes Teilchen mit sich 
führt, zu der Masse desselben, der Anzahl der Gramme, 

£iidhcb aber repräsentieren elektrisch geladene Massenteilchen, 
die mit einer gewissen Geschwindigkeit sich fortbewegen, auch einen 
elektrischen Strom. Denn die Stromstärke ist gleich der pro Zeiteinheit 
durch jeden Querschnitt hindurchgehenden Elektrizitätemenge, hängt 
also hier ab von der Elektrizitätsmenge jedes Teilchens und seiner Ge- 
schwindigkeit, Und da ein >^trom, wie wir wissen, in einem magnetischen 
Felde von Kräften angegriSen und bewegt wird, so müssen auch die be- 
wegten Teile in den Kathodenstrahlen von magnetischen Kräften ange< 
griffen werden, womit die magnetische Ablenkbarkeit der Strahlen er- 
klärt ist. Je großer die lebendige Kraft, um so geringer ; je größer die Strom- 
stärke, d. b. das Produkt aus Ladung und Geschwindigkeit ist« um so größer 
muß die Ablenkung sein. Man sieht« daß die magnetische Ablenkung 
eiaerseita von der Geschwindigkeit (nicht von deren Quadrat), anderer- 
aeita wieder von dem Verhältnis der Zahl der Coulomb zu der Zabl der 
Gramme jedes Teilchens abhängt. 

Die Annahme rasch bewegter Teilchen, die negativ geladen sind, 
erklärt also alle Efscbcinungen der Kathode nstrählen. Ja noch mehr. 
Wenn man die elektrostatische Ablenkung und die magnetische Ablenkung, 
die durch bekannte elektrostatische resp, magnetische Kräfte hervor- 
gebracht werden, messend veifolgt, so kann man nach dem Gesagten daraus 
entnehmen, erstens, welche Geschwindigkeit diese Teilchen haben, und 
zweitens, wie groß die Zahl der Coulomb ist, die ein solches Teilchen pco 
Gramm mit sich führt^ Solche Messungen sind in der Tat ausgeführt 
worden (md haben zu höchst überraschenden Resultaten geführt. Sie 
haben erstens ergeben, dali die Geschwindigkeit der TeiLchen in den Ka- 
tbodenstrahlen eine sehr große ist. Sie ist in stärker evakuierten Röhren 
größer als in weniger evakuierten und erreicht in den ersteren Werte bis 
tu einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit, eine ganz enorme Geschwindig- 
keit» die weitaus alles übertrifft, was sonst in der Natur an Geschwindig- 
keiten bewegter Massen zu finden ist. Zweitens aber ergab sich, daß jedes 
Gramm dieser Teilchen eine Ladung von etwa ITO Millionen Coulomb 
beflitzen müsse. Da wir nun aus der Elektrolyse wiesen, daß ein Gramm 



20e 



t. TwI 12, K»pil^. 



riön*n^ 



Wa^äL^retoU nur \fi\*A*i Cnubinb mit wrh tULrl, «o folgt dsraue, daß diR 
Otul^rii'h T(tilHi4^ii liiiT \ipi derAHlb^ii LiulLinu rm*' m^\it vw\ ]t\«^ttvtf Hajuv, 

Stoffe. DuTiLiiB han man eben den Schluß p>Bogen. daB in tUji Kathivlrn 
löbti-n di« kbinAtvn Tuilohtfji der nv^Ativen Eleltlri^itäT, die n v f| ft t i v 
B!p|ctronpn flelbat i^a sind, welche sich b dnn RnthodoriHtr 
bewogen. Bei der Elektrolyse fandon wir immer, daß die Elckirönm 
mit dmi Atomen dur kor|iprlidipn Miiifihe verbunden i^irid und Hich nur 
mit; dJ4?8eti bew^gtii. lliet in den sebr verdüiiQltti G&sen kÖtintn mob 
aber die iülekLroiitri frei vurr dtT MuLerJu bewo^i.111 und du e\e ao ».-kr klpine 
MüMsi-n bi'aiU'^n w\d In der Rohre sJArWe Hclrtriöchi? KrftJti« vorhjindnn 
Bind, dU bi^koirimi^n ^je daduiob die otwahrtten j^oÜvn (!e»i*bvrmdiekptf«ri- 

Miin [ii"ß n»türlir,}i fruE^ri. wenn in den Knthocii^nntrshlen die ncign- 
tivtin Elektfontn si<;h bewegen» wo aind darm die positivein Elwklrorwnl 
Dünii du da» liaa vurdutu Düii-bgang dfäSlroineH unelukineeJi igl, iKi EQUiurin 
außer den negativen aucb positivo Teilchen vorhanden aMiu In der T»t 
bewogen aicli in einer aoIchoTi uvatuierttii R«biiT «neb positiv i^bulciir 
Teile, nbpt sie lirid viel HihwieriKer zu beobaehten. Am einfnchMon kann 
nuiii Bit fjnJen. weim [nun ili« Kiitliodo einer injlehen Itöiire nul Löchern. 
Kanälen vcrBieht, AVcnn dann tin Strom hindurchgescndct wird und die 
Kaihodenstrahien von der K4tbod^^ naclx der emen Seite der Böhje grad- 
linig auHgobi^Ei. m lindet innn. cinü von cli^n Loc^beni aus naoU der «udufmi 
Seife der Itöhre aieb auch scbwach leiichteTtd? atrablenartlge GftbQdrr 
ftu^breiten» die mau wegi>n dieaer Kanäle Kana,lfitrabl«ii iiciiiil^ 
Die^e tasA^n «ich dTirx^h den Magneten viel 4cliiw[kh^f- aMenln^n «U die 
Katliodeiiätrahien, aber cüh werdvn gerad^j nach der entgpgengvwUUn 
Riohr.iing «bp^bfigi-n v\v j^ne, w«rauH eben f<dgT.. d»ß aln posiiivr l«Adiinft 
bcmljwii, Mnn hui nitcli derselben Methode outh ihre Gv^fläobwindiukth 
lind ihre Ma^e ['Kixirimr^Mtfll km liesTiin^mon voinnocht und ee hat nicn Of- 
gehen, daß «ie achi vit^l j^eringerti Geschwindigkeit«» bevitxen und d§Ji 
ihre Masse bei gleicher Ladung nn^Mähr ebuTiso groß iat wie dio Maw 
finea WasserBtoffntoms. A^'hbi-end also die negativen Elektronen, wie ra 
sclieinlH sieb frei von Materie für aieh bewegen kÖnni^it. eelieiueii die poni- 
liven Elektronen iiurb hierbei norh immer mit größeren MjiAM.<n fert irer- 
bunden im nein- öeradn wegen diesef (polieii Maaae, luil der sie beluM 
äind, iqt. ihre tieAeh windigkeit eim; so viel geringere als die der Kalhod^ir 
Htrjihlen. 

Dan Inti^resM flir dte KuUiudenfitiiihlen. due dnreh die oben erwüJiuteM 
rfl«ulT*treieheii und mühsamen Untersuchungen von HerTz nnd L«n*ni 
bei den l'hytukern erweoltt war. würde im Auluiig dej< Juhre* lÄKi aU- 
genmin ilnrrh i^iiie enfaJIi^ Entdeeknng. die W}f<^rt. merkwüidig* pr*k 
liM'he Ariweiidunüen aeihgi«. E* ^eigU' BJ^^h. daß vun ejner lUibf^ in dti 
KaThodenslrahlen vorhanden aind, aneh Strahlen gelielnrt wenden, dift an» 
dem GIk»*^ heraus Iri^lt^n nnd weit in die frei« Luft gehen können. Von 
iirrjoniflen Stelle des Glaöea einer Crookedschen Röhre, wekh" von den 
Katlioden strahlen ßetroffen imtl zurrhosphoteww'Ha crrfgtwird, jcehennim- 
ü«b, vixa Jtijntgeii land. Strahk-rt imü^ welche er X-Htrubtexi naimtc. uvJeh« 
nvan aber jctrt gewöhnHch Röntgenstrahlen nennt I)i«e8tnüüen 
lieben iwh dadurch £U erkennen, dnJJ sie uul photogMpbiHr:he Plattem 




R'iritcoulnthlnn . 



2B0 



Id^Q Hir fluort'*J"'(iÄfftbi|;f K*ir[»or cam Louchton (Phi"rfl«iDron) «rrc^on. 
U:Eihlillt nuiTi st.Ua y\Hi- t >«^okfjuoh<! RdlirrH am td\*- Wirkuntim dwi Micht- 
bjdvn LU>J)I4-A aiuuur'r.^Ui.üi^ri H mit cinuiii «liwaraon Ku^ton mli^r mJL 
■rhvnfTrm Tiifh imd hrinpt man m dip NiLho dt-t von den Knt.hodrri' 
»tmhlpn ßetroficnen Si*l]c <|p* ürn«-* olneu Papierkarton, der mit BaryTim- 
pktifttivunür Imatrickcn i.i[, su finUrt mnn, tbü dLL™?r IipII griinlirh imf- 
Klicbt«t. Bringt man «tioiiiu.> in die Niihc cijip phi>ro|£ra.i>hL?(che Tlatte, 
ttu urird diuHf iH'licIitt^t. Di^nii wi^iui iimci ail' iji ^««vüliplicuvr Wi*JBe unt- 
wirktlt. »o wi^t *ip sieb vollk^rmiT^n grwhwiirrl. 

Dii<iH< luiBirLtUiron Stmbk'u ^vIr^ii ^viiau von di*rj**iiu£tfii ^tt^Ue di^r 
Cro<iki?««rbi'fi R'MiT»* AH», w^-U'hii von drtri Kn1.1ifH^'nrttrft1il''n (H^foffpn 
bt. Man knnn diu Im^hl u^iLweiierin i^id-^Tfi rnxii iLurrli ^ijnrii HHfEiiei«» 
dip KftLhcHii'h)irrj|bJi>h int Iniirn-n cb-r Ktrbrr abli>rjkl und riio ^Ltf (»itkH 
Anii^r^ 8ü<lli^ dfT (^fAJWAntl hJrjIrinkL Dann i><t die urw" potTolfnno f^tolle 
diif vrjrbMuiiL!. 

Dl« Mprkirl;rdi(ni<" jut, dnQ die*« Btmhlon dnrch fhc mrint^n nir.ht 
mctallucUon Korper huAii birLdurchKchen, durch diL< ^owoUcüicbtu Licht 
Dicht hindurchdriiifct. Iniibciiündorr iäV du Holz für di»c StruhtcTi «ehr 
leiobt dun:hlä>«g- Siu iccb«» durdi tiüU cbcnau kichl hiiidiin>h wjd die 
gcwotmÜElicn Lit^liiatr^bkiiL iliirrh tilu*. Uunraus foI^-L dnü. wcau man 

«4B« pboto^aphiftchc E^laltt durch air bo]kh(m liuiK^ii wdl. man dirw 

Fltttti« rulii^ EJi cuiu Ht^Ii'.kucactti? ciii^oH'iLluwifn jimeu vipumun-n durl, 

r>Ädurr}| b»l man Äifort rin Kritpriuui ildfiir, Wim diirt;}i BiHil^i^iinfrnbltfT; 

ttnd woa durrb guwOhiitii^licB Lii-hl bc^srirkt wird. Dv<nn nur du« t^f!»(.t<ri:u 

AnrobdriTi^^i) du« Höh. Blwruo wir? das HMx «ind nb^r Aijch nnd^rc un> 

diircb«ii;bhgv Ki>rpi'r, Eltuml, Knul^cbub, WucIla^ Kork^ Kolilt^, UrMpLit. 

Iricht diirrblAHAt^. jn »nob MumiiMum liißr diPHi' ^^Trubli-ii j^ttri^L id)i>nAn 

iMokL dnn'bfftfbvu wk- UIh«. Ihi< 4i.-hurrrr^u Rlr^tstli^ «md vii>| uodurcb- 

ÜMJ^i^r, 4Lk<f »m-b riiHii v'itJHtiijidiK. Audi linndi KiHrii, Sj]J}i<rH ij^ld, 

Ka|Hcr in dünn<<n H<.'hii^ht'.'n ui'ihcn tWv St rabteii. Bli.'} ist nni aller ffirnigit«in 

durchliWijj. Cburbahipr laut aiiki Lm^vlüEir äAgi?ii, djiÜ titi Körper nm iin 

Ipichtcr di?ii Itüri teilst ruhten doii Dur^-hgang geatAtlc-t, ji^ Ipiohtftr rr 

Kteixfiacb Idt, um so atbwerer al^dn. j<: <li{:htcr er i«t. Aiii dio opii^^hc 

Durelilimigknt kommt es gar nirht nn Alumimnm und GIm. die zicmlifh 

Bjdpicli dicht Hindp halben dt& gleiche Duidiikiaaigkeit. Holt. DAmeatkcli 

HTajiJD(>iLboI;{, iIaai viel Imnhtir iHtn tjit iiueh vic^l dnr4.^blÄJUiiri«F. Uott^iwtiiüdo 

^fct der nithti^koit svbrhc^E verfcbit-dcnen Körpt^rn geben Aiich Lii^tt-r- 

■clüiKLe in der DurehlÜdirakuit« Dnmilf bt^rubt mm der Vt^rauub» der divH^Ei 

8«r»lilen m iftM'h ihre Popularität verfwhnfft li^l E« gelingt d^uliirrli, 

^nm unüiuHt^iu odw vum;hluHHt^iiuu Kürpvrn dvu Iiibull ku [^buli>^rH(>bii'ri'n, 

^Kmui d^r Trihult flir:ht<*r iwr, nln di«" rmbiilbjEii; So kAnn ninn Aits i'ini'm 

^pnc r»ch loi— 1 ru' 1 1 ri>rlL'rri()n]mM< \}nv Udd, aiii? njiem HtiLbUn-k i^Cwa fUrin 

e&tlialt''rir' Srhrniibr-ii, lUi" dir UnTui dir- KnnnhpT* photn(crnph irren, wttl 

die (Ji'lduT.iii'kr <!»<' »Mftr<"ff<"nil''H Stifthli'n iin'bi zururkhflltpn aIb diia 

Ler, die Hohraiibi: niuhi- aI» da« Kotx, diu Kitochen mi^hi' aU dun iTkiAoU- 

So Bfigt Fig. Sfl-^ die Phritngjiiphir von iwri MctallfM'hrnHbe:], die in 

rei ver»chi«ii>ju.' Holükiot^ i-mginlreht waren, Mun «vht mit groUcr 

-hirfc die Ikbrnuben. mn.n ^icbi nW Eknrb die Fiuif^m und die MaMTFung 



^ 

^ 






300 



I. IVil 12. KipJUl. 




dii» Holsr^H, welcher v^rriiTiiKiP ihrHr vi>nii:hi&Hi(mcTn Dir-htiffboit auch ver- 

\j\ V]ii 1^1*1' HJrlil mnn daa volUtüidi^re KiurohtTL^erü^t olelcf Hand und 
twhl TM)i\v\t-h ft«i Ringfingrr pmrn Ring, dornatüHirh um !iirr*tcn opak ist. 

Fig. 207 tngt. in dptwihcn 

ftchwtin, voll dem miiTi rbrti» 
fitFJH die Ktiovlivu alJi.' i-rki^mit: 
i^ii.'.i i-i|i'm a\"'v j^itiiTi nW'h im 

lnm^^eD wpirln^n Üfgjuii^n flnl' 

Dil- frftp|>Anl^li> Ripfi^n' 
sclioft d^r RoTLigenMrithli-n iil 
cboQ <lioHL?, [IaB äv Hl Lmohl 
dwrch alTe niftelichfio undnrch- 
aiijhtJL'i-TL Utotlc hindurch lich 
fcrtpHnrty^n . Sif? ipig>^n nbi^t 
noch weiiore UtilcrBC'biL'dL' von dpü Liditsinkhk'n. WiiliTLnid diMc vom 
Spitßot lK*kanritlR*h nyi^lmnüig rellt^kticrt «rrdcn, litHiicn sidi die Köntgon- 
■Ufthl^n nicht wgpliiiüÜi^: reflektieren, sondern nur in geringem Maße 
ziTatri^ut Kurü'.'kwi-rl^tL Eb^Lieo zetgeii eid c^ntgngon d^m gowütmtirbpn 

tt'ordt'u Von di^n Kfl.thoiiftnstrfthl^n iintAr- 
sL'hvtdf^iitiiesiohdiMlurvh. dAQiiiHvitnpiiuMii 
Milgn(>TAn nii^ht abf^lonkt: wr-ivlcn. All<^r- 
diii^H ii.i\it i'd &uch Kullu^luiibtriihWi, 
WT'lL''hfl koino mai^notiauho Ablonkiinj? or- 
ffthrfn. 

Muri hat £iob iiutilrlich |>lRi(^li iiuiJ^ 
dprKntdwkungdioHprStrDlilpn wcg^n ihr**r 
Ao liervorrü gern Jeu modiiiiiiücbou WichlJK- 
bcrt brmiiht, KonslriilihnTH.'Tt für dir 
Köluvn und die Ek'ktrodeii xu liiidL^u. 
wiili.^liL^ für die pln:»to^ap)n«ihf* Wirkung! 
am jEwrckmüliiiiE^ieii aind Dabei hat- ttlHi 
nun EuimvLflt ge^eijut > duU vh tlmdiaus 
nirbt wni jrwwkmliSiß&ti'ii int, ww <^ftRLi(*n»T 
^tiHrbiili , Jtf KL'lirL-iiuHrKl Mfllml xoin 
I*boflf>horw«ir.Tvn Ku bnnßcn nnd von ibr 
riiiH dii' Rliahlen aoHgehi^ii zu bujiirn- Viab 
nii'br bflt; sich crpoben: Jeder Körper, 
d«r von Kflthodeu*tr»hlon 

gctrottGH wird, ob er irLnt^rhalb der Röbrc^ oder an 
AoT R^ihrrnwnnd mioh befindet, wird aum Urnprnn^ 
V o II tt o Q l ji f n H t ra b 1 L* □. Der Könmi kann aicbtbar phtw|tborr»- 
■iorrn» wie «e djui (»Iah der Hiibrv*nwnn<l odc-r ein^esrhmöWne Mini-ralitJi 
lUQ, tM kann aber uuoli ein Metall kuu welelxo» nicht leuohtL-nd pho«jd)or«i- 




Fokuurttania. 



«Ol 



Ktrt. Auch Meull« MniJfJi dw SitMvd biu. uthii tat von Utn K-uthuJun- 

HlnlU«n ^tToff«ii verdrill. Allgi-iiir^in b<«Kr^trlmr<t mnn ji^tit ilif^jcn;^ 

—^SMIf , wrlclw von f1i>n Kttthodeiisüabli^» gwtroffeu wird und dbhet 

BB^^niuv^^trulik^ri uuM»^uii<ii^[^ uU di« Antik&tliode clor RShm- 

H Tim riKii^lii'.Hfil Aphnrff phnlfijfrAphiHrhi' mW flimmAtJoni^ Bildpr 

^■j|u ••i\< j.ii'ii. iiiuÜ inftn dftiUK^h trnf;httfn> Jii' Iti'uEjji'iiHlrtüiluik müglicliBt 

^hon ^'mrni Pitnki Auap'hpn fm iiirwi'n, nirht von <iirn^r ganKi^n Klfl/'hp Dpun 

^^v«rui 8tir4hlon von oM^n l^nku^n cimT auAjfnüiilmlvii FUrlti: auhjui^Liijji, 

ao crMIt man Btider, wulrlje vprwhw»mmrnL' tirnnarn iimi iS'hEnipvhiill^u 

bealtEcn^ Ui« obigf! Potd^rung knmi man mui einfach djularch crtUlltA, 

«laJ nutn ilii? KalliuJi* dvr üöliiv hühlflpii^^tlartif; maoht- Wir würnm 

jft (S, ^>3], dnÜ iJir KdlJiodciUlrabfon dnnn m rincm Punict. df^m Bronn- 

ponlit dv« }]oiilfl|np^vt«. Eusuumv[it]vi1«ji^ Brmgt m»TL nun unudihr 

&II liiv SU<li*^ vliivu^M Hrorin])unl£U<ti ein MiTlarih]t«h in du Innrrc der Hähri?, 

M w'ttd dlwif* dii* 

A»tjkftib<Klft niM] "" ■"' 

Ton ihm i^h'-h 
dBnn dw. StraliJttit 
ftUB. 1 n «licjcT W d V 

•Verden jettt foAi 
durchwrg din Va 
kunmrÖhr«!! Icon- 
,^ B tfuiurt- M^n bo 

IHhcachnH ftw aU 

^^ »kuiröhrcri. 

dfv M'-lalJ(]|L*f.'lie 
^JH Iimrrim Em 
|^l!u)hUi>ie£vUrtLf( 

midtitiHTitlMMr' 

uJItdach, wrlc.b^n aüi AntikAtUixU- d^t^nt und in ilt.n Br^-iinpuakt der Ka- 
ibodMlATfthftUi RoatrUl iHt. So irigt Kifl. 398 eine Rähre, wie äio fiir k^rtne 
Indaktorbn vivlfncb ^ubriLutht wird. Man nieht reebfa die b^^blBpiegeU 
(firmilFe Kathode, oben die Anode und in dct Mitte r^ine Abiminiiiinplallc. 
«of welcher ein DAtmblecb befehligt iit, w^lchtH ala Antikrathode wirkt. 
i>io AnUkulbLHie -aiird £WevhTimÜiß. wie imi in dcir Fi^ur ^lUtuielinel iat. nnt 
<Ut Ancidr MitQpn durr?b einen DtaLt verbunden. Dum ist dii< AntdcMtbodo 
;raglpiL'b Ar^^jdr« uiid die KürdueiiBlnkhleji ^eben vun dut Anudu uub. Di« 
PlMinAntikAU]rwl*< Mmid^f vun 'W bf^HrmbUm 'firirt- mi' ilir Riiniff'^nMrD^hlt'n 
Uurc^ d«n vor ibr b>.-^i'niJk'ri T'-il di<r nbinkni^d, t^"K ip ijhIm<i M-hi^n K^tin 
phoapborv'wierl- Man n'^J^ U" ''l '' im mm ih'p Kii^rl, in we!rh<*r dir Anti- 
kAthnd* «ii?h b^Aud^t, i<iil j<v|ii ^iiiijtv» V^jlumc-n, wtil dann din Rohrcin 
liAttbuer und. 

Die Verdünrtung der Luft in dfn R^rhrrn Ut allmAhliph immrr weitrr 
gatncbcn worden, Crenhu laßt EU'h dir (Ircid di^r Luiiverdumiunfl ujebt 
AD^fbcn» er ist vielmehr ntir au™ der SchfnuweitR einer parallel %m RöKre 





^ 



302 



L Ttoü. 12. Kipit«!. 



^eschnlU^f^n Funken «Irp^ikts an »cliüt.2eii, Wahrvml anfaript SiUlüK^t^i*'^'^ 
von 15 bin ^0 mm hpniiUf wur<)?i], «vffkuJ^rC rnnri j<.-l«r no MlArk^ t\aB 
Hdi\&gwvi{AM\ von i^) hia 1(X) Miui nötig äind^ um dio EntJmluik]^ durch du 

Jt? iim;b i)piu Vtikuüm, wvloh^a «int- Tlöl^Td IjiuBitjtl, Mtw\ dl« RAntipm- 
fltffthkTT, wdchp 310 fiusaendetH von venachinri^nnr Art- Kino Itfihtri mit 
wrlmltuihrtiÄttig geringem Vakuum eendel Stratüor; aui, wtlche von 
dinhtrn Kürpnm laicht ahfinrbierT. werden, Kbo solcfie Kühfc boa^iulmpt 
mui i!# weiche ßöhrc^ Qering« UnteT«du«d« in der Dichi.igki*it 
vcin {hirnluiE.riihJtE'u Kürpi^ni brinjfvn irvi iluicn Hubou uiärklit^Ue Vei- 
»chiodonkeitL'ii m der Diircdlilsfligkeit für die Sfrnblen hervor. Duhfr 
gi?bi:n mili^ht? BoLnm tiyif dat photogrupijjwlieu riull« kontrast- 
reich u BitdtT. Aber dickte s^4?kifhti*n von Küi^ern liutei^ii hiüIi di 




lok^hn Röbri?n nicKt pliotogra[ihieri;[it weil almn die ßtrahlcn nicht dareli- 
ßplasmcn werd™. Im Opg<*nHiitK diUH nrnnt mnn Röhren, in d^Titn du 
Vnkuuin Bühr hoch isl, hnrto Rohren, Üit titrahlceu die von diMen 
uuff^vLi'ii, wt^rden WL<i][g ubeiiirbirf-l« e\p drinfTei] lUloh duft^h dic^kr SphinLt^iL 
vrm Körprm hinJurt^ti, ober gpradi? wcg^n dieser geringnn Absorptiot 

![ebpii BW kviiLi.! kuntruHlrr^LüktAiL tiildi^r Hlu wutUqu ^^ B» durch diu Knochen 
»Ml, ehi'nfto Ipirlit liindnirhgf'lawipn wi*- durch A&h Fkiwh und man erhJilt 
duhi<i' Ulli i]invu ki^ini- deuTliohif KiLLKiheimkolugtuphio, 

Bi'i n\lf\n Ri'^\^tf!l^.Jt^i'^}in•1\ i,rit.t, alrt-r Am HmÄtand schp atotyind iwwf- 
Dl>.' Kiihr>'N vrvrd^n mit dam Q«brum'h Hllniithlidi von M^AI^y iiuj)i«r luft- 
Wivr» dju VakniiTTi in dfir ROhrit VfiriLndi^rt sich bnim Up.branoh A^bsl in 
dorn ^nne. daß di« Itc^hre von Aclbsl hiftleerpr. aha harter wird- Der 
CJriind davun iut dur. daQ diu ^daderiou Gjifitf-ilohen im Irinitm sinh *n den 
GliuiwÄTiiim fpfllaeljüpn- Dnrniiä ergi'bcn ?ii:b aber auch ^fofteinigp Mittel, 
wie mnu Bululien £U barl od^r vietkiii^ht gt^nx unbraur^hbu' gi^woittimen 



Kuipil 



ViikuuiiiH. 



303 






na *■«, 



GjL9«:hjclitir(i wi<^liT iie'i tn inoclibn, Dui- ifc^liiij^t iloiluroh, iIaQ ijiaii ^las 
(jbuf diur KüLiT« prwÄmit. namFntltf:h in di-t Nilir^ di?r Kathofir. Daad 
ktioiü«r«ii folche BchuM uuhrnuphbor Kuwunleiw Kähron wiodflr ein* 
ime nwjbt gut. WirkaaimT ist da» Mittf?!. clo« AnsiiUmlip, wdrhpji 
ft KMhrvli^ pnlbttlt, inil «ngpfpucht<^tpm Papn-T odrt angcfouphlctcr 
LtiiiMANd j£u umhülWin uriil zwur ilvr f^uu/t'Ei Lu[i|;'i' ii^ith, vuii <lrr Kin- 
)ifthrofJDit*]]i* iirr FJck»,r">il^ rtii bis an die tlla^kiigp). Dadurch nümlieh 
«ird dio *lAti«(Jiu Eti<klriiitHt i1i<h Ula«L-0 ab^efeili<L luid dio GiuLt-Lk'licJi 

oißd wieder fpi*i b*?W04r!k»h, Dor litnacWOirl." Fi'hW, dftß drr Drilrk iL>« 

üiuoi mciocTn Hohr xueroQ 'ntt. IxriAii-ktvLitirduMH. dußdie lfi>hiin vibtui^liU- 
WiikunR lAugiyn. Dir Uöhrp ist dnun zii wi>ich Di-n Fobifr dr-r nn gm^n 
WL'i<:lih.rif kann mar gr'wohnürh Irirht clmluMi bcaeiriai-n, daß man die 
EiitWuDg eiixc Zeitlang iii uingek^hrtnr Rirlitmi^ durr-lx di(t Röfiru hin- 
durchgHhen laUt, ao daß die Plnhnnntiknthndi^ imt Knthndo wird. P^nn 
Mret&tibl nimlK'b du 1*1111111 uud etu Ttil «Ich in der Röliro viiLhnJtoiion 
GsM wird v»n lion FlELtinf^Jlrlirn nbi^ürbicrtn so daß dir Kölirc u-icuJrr 
hlftcr wird. Dieiw ZetstHubung dei Aulikothode tritt ül>rigi;iuj t»i den 
Röhw.n, auch bei rk-litiu^r 
BmütiHna, i*in, wpni» di^ 
Kiithodi'nittrjihk<ii ho slJirk 
«vrdrn. düU »ii* di** Am-i- 
katfaodc stark uiIdIjevr. 
KauiotitJicib boi dt^r An- 
ViMidaDg dcf nouoH l'at^r- 
bndier, dc^n \\Vhnr\ftjiphpn 
Qnd de« Turbinon unter ■ 
braikcr». Mild dw En^Tgu'- 

lüCT^rn. di? in dir Rühre hinpin^riipndct worden, so groUi'. daQ dtti Anti- 
IcRtlkode raiHih iiu üliUif?» kommt. Mar; tritt d<^uj «Dtgt>g(?ii. uidtm luaii 
i^ri|Wi.»df^r di?n Mr}tD.llshi}>. wrlchrr die Anliltathijdp ir'iigt. whr di*^k luarhtf 
dunit die ErwnrrDung g«riiigi?r wiid. udri' bei av\\i "tatker [irHrj>^jirut'hiiiit» 
d«r ROhr^T indem nan die AiitiknthiHli' -ie> ><ji»r'ii'hE^^r, dali uliih mmi diiivlt 
OitflCAdM Wm^BT od«r Ol V^^hhu kariEi 

B eiw g. rffl Mittnl aU dj^ olH^n ikti^H^dHintui, um ku hrtrUi Kohreii wii-ilür 
[weicher in mnoh^n, Jiiiid von vfttnohipdtnpn Seiten angeReben n'Ofden 

V w«rduii «i^iLr RüWii kunvtruitirl. «»'L^hr^ |2e.q1ntlon. dte Vei-dürmDn]{ 
LbJb j^wi«<:r Umnaon im rcgnlii?Tcn, nc> dulJ rnnii nie uul d*:ti 
jedeanaftl gewünschten Oiftd der Verdünnung eiostellen kiinn. Eine 
«jichn Röhre ist z, B, die von Siemens Ä. Hninke koiustruierte uud in ifur. 'M^ 
dargutollte. Die Keguliernng des Vikuunu beruht hierbei dArunfn dnß 
'alkidium bei Rol^iut Wjk»4cntc>II durrh FiR'h hiniiuiobdinundier'-ii lijfl[ 
\a\ deahaib in die Röhrp (die eine v.-tMliirkte ^nriknlhiKlr A i>i^flitKt, 

großu Energie m^'HEvn «jhne seli.i'lln'lii' J Irlni .'.un^ .<iifÄUjLi'hLnL''nl ein 
*diuinrührt'heii P cin^iflc^imolziiij svi.li hiv, lur -1 .siflinlhh ilnrth yinit 
Cjippe gtvchntKt i^t. lat die ilöhje eu hinl gewunji n . su orhiut mrm diui 
pAlladiumrührr.dieii durch <<jn'i Sfririlui^lhiiiiinr, wuiLnruh Wixs&er^toU in 
dmu Iiuwr» der Kugt^l dringt und di^ Rt^hre weiehe.r m^Leht. 

Wo*} &nder« Ari d<^ Hejfuhi^Tung i«t hni dur in Fig. 300 durguslDlHvn 




%_.^, 



1 






304 



L Teil. Ift KAfntd, 



Vol t ohm r ü )j I'-- WnulKt, w^kho von dar Elf^ktriziläUgt^wllMball 
Polyi^lKiH in München knii«u-uiuri ujiiJ J)ii^. VoltohDoröhreii mit 
MnA olirto HeguU^riLag hah^n alt» du in ilei Fi^pif g^xelchnet« FiUtD und 

Äpjphnon «loli durtli bcsouvUir* vorli>ifllir!ni Wirkung twtö. K ist die 
Knihod«^, B die Antikftthodj? , die hier dnrch cmün aturkcn Ei(vnirvlind*r 
vcralftrkt iatv um poße Etiefyieen vertragen Mi können, Für iji'B.'i>hiÜjob 
bcnutat man U ^^upl^ifili al» Ancxlc, ruan Icaun obpr anah A *ur AuckIj' 
mftcbim. Um das Vakuum der Kohre r^guli^rca xu können» Ut ui die 
Külirr.' iiuf'h i*in i)Priuncli*rcH GuIiiÜ D iLiigosubiHoJ^ivn. wutohai imt dor Hohre 
Hflbat EUBamin^n ausgepumpt jflt. Dip-i^'4 «Tithnk nun trinp kl^inr DiUs- 
kalliodtt (die au M bt^leatigl lhL) und dieiwc uogi<uübpruval«LU viiu> Hilft- 
AntlkjLih'xlr, fin Mi^tuWhW'h, uTli'bi^ mit AunürAtiKori n^hrich^ri bt, dir 




be-irn Kriiktzuii Luft Ht>^6b«Q< An K miwohl v'w an M nind Motnl]«rAli|rrti 
btifpflligt, dcrnn EncUn E iiml P in b^Jv-lii^t-i] Abstand H^brncbt wf^en 
könnoii. Wird mm dfts Vakuum 'l'^r HVilire zu yroü. lu duU die tnilnduftÄ 
nivhi luciiT durch dir Rrthiv g^^hl^ ao iprmitv'u Finiki*ti rwiRchpn K iwd B 
tlbor und die IIi]fjik>ithodr- in D «ci(id«t nun KHlU^KleiiBlrableii uuf diiv 
HiHaantikalhüdo, dm dadiirnb prwärmt wird und Lufl abgibln. Dadureli 
«ird a.b<-r dftH Vakuum dtf Ubhrc geringer, die Rölir* wird wivdt^r wpirhtr 
und umii baL p» iii dt^r Huhd, ctiireh kurKtron nit^r längeren <M?briincfc 
drr HiUnkatliivlp dip K<>lirp auf jwleii beliebigen Grud der Weictib«it lU 
l>riTig4u. hitrch liiupkebrtea Eiiiudialtcn dv» StroineA kann nuui al« 
dann aiiHi wuhUt tjfrb(:bi)r liuHrr nui«:h{?n. Ho kann man dir UuftvrTdttn' 
nung in i\»t ttobr« n^^t^bi, 

Via An*r«thing d^-r |ibfti<iurai>hLMhon Vvnucb« inil einer RAoticpn- 
ri^hre ist nun Hehr «infach- Wtit man t. B. i^\mw KntK'b^npbcilugmpluc 




Pi:Lütc^r*pfai*<^li'^ VoniMAD. 



aos 



d haben, »o wird die Könt0nnr6hra. vm Fifl, IIOl a4)ii{t. iJi MOvin 
Stalir HO Mtut'mt, daZ vnn der AntilcathcMic A die RäniiccnAtrahtoTi Jiach 
Nöntcü ^^TotfcD werden- Ki» JiittuktioHmjfpjiml J wjrU mit huiuu rolpu li 
litT Kathudc? K und Aiiodr A lirr HöiirT^ VL^rburicicri. AuE dc-n Tischp 

Ptt^'Li^r C ^huEJl, gt^lvf^L (elf kuim uuch in vmv HulKkuMivltv ^le^rL iM<rdi.-ii)t 
^it d<*r N'hiohrjh>it4* Tiiich ola^n, iinilHin^kt juif i^üa iLnibilMi*ndi> PAfiinr 
die j!u phf>1trjKrH|>lii^r<^iiiJi» H»ud gelögl- ^wUeI Mikti «Imi Iiidiikliodii- 
kppamt m Thriifki'it, so wirrl di*' Pktl^i vnn rip.n Rrtnrjjenflfrfthlon h^ttohk 
bdd xwftr KD <Km durehlÄjui^nn T*il<^n i\ct Hund, den Muikelu, »tärker 
iHt Kt dm wolliger diirchl&Biigon Km>ob<!ii und drin Hin^. Kniwiukutt 
Tnan d«Dn dir PUtte im uewäluiliolxcn rot«D Licht mit gcwühnlicli^m 



r 



EntvHckl«« (AmidoL. Hydrochmon vti.). so sirbT mAti dif? Knc^htn holl naf 
dunktMii Uruiiil<7 t<ri(i:]ii.'j(iiin- Dil- üuur.-r lU^r Ex{ji>diiioii n<.'hU4 ntctt no^h 
der G«t^ drT Rniir*' nad d^r SfArk-' «If'M ftiijurwnn-lt'-n Piinki^nmdnktorM, 
WiliTvud nmti iui ArildJi^ 'i bin II* Miniil'-i] Uir ritii? Rmidii^upliolugruphio 
dfr Hä^cI bnwirhij', knnji mrin jrT?,t. mit <hi\ vfr)n-Mrrti-t\ Ri'tnTYiM tind lirri 
vvrbtwi«rt<tn l'nl4?rbh'['U--fji, nthuu in Pruohteilp<n piiht Si^kimdr i-j|iv 

Irhe erziflpn, Womi nuin dio nflin^rfn KntfrWrhpA dm Tiirhinrn- 
untrrhrcchrr adft den eloktfolytisrhen unwendrt, no kunn mna nchon 
in einer ^kunde eini^ l'bolo^^pluo dt» DruntkorbuB, in 10 ^Icnndon 

ne «olchr d« Rpf-k'-MH bT^f-rhrinRi-ti. 

Die inteiiAiv wirkr^ndL-n K6ut^ueLtrahlf<[i. dm ui&n durch die letit 
Ifoni^tnticrtt-rL Kubr.Tt i-rhülr, laaeon aic^h (kbi>r, aa^liir eur Hi.'rftMiinfc 

UtaMB, JCIaltUltlUI, kl- Aafl*«d, SU 





806 



LT-iL 12. R4]nii4. 



m 



Vit »x. 



L 



vwi P^toto^mphrnmi, )£nnH biwtuul'^rM «xi tlirfibU^r Durchleuchtung 
nimeritüch dt« Körp<rrs vi>TWond'*n- Die* (loschiebi «iiiKh ßrnutznnff 
di^r Ki^enfciilidftH duü dieet Strahle» Kluorcauwiui L-ti^ßt-ix^ Es wvitUu 
flogpnrinntp FluorcüiPnBftthirmr von den Kul>r[lf;ifit*ni bersestdlt» 

weiche KU d.iewm Zwp?t:ke dienen Diew beiTfhpti iiu* reinem ktIi 
KurLoii , di<r iint viiun' zti^mlich ditkuu 8(Juiihi vuu lT?iij^<.-itulvf 
Baryumj.j]Atirarviirhiir und ruirm Ttinr|^irun'''1 Aiii ih'T i^intm Sfit'^ hiuttHchfii 
ifit. LÜHt [u&u iLuf ^iu<'JL p^iIoIllvi ^^liirm viju dtii Bui:kifMiUt. n\»*j diitrh 
dfln Karton hindufch, Rontgcnsf.rahlon falbn, ho lr.uphl*it dir*r Hi^irhl 
im Dimkcln i^hr hi.'-ll woiß mil tinuin Stieb in* Grün», Briiitct inAn 
nun Kwiü-'hen dio Biihiv und den Schirm rtwo die Hruid, kj wr-rdcn 
die StroMcn vom Fleisch leicht durchjEebaion, von den Knochen «b«r 
wcmger. und mu.n tiielil dubcr uuf dein Sehjnii ^in t^chatienbild der Hmnd 
mit dr-n Kroii'hcin, tmniHrh dji^ Knorhon diinlcel nuf hclti*mn (inmde. 
Und Hcj k&iin [iiaLii nirbl bluß Ji? Knochi«!! dtr Hund. dt«ii l'nl-fr- und (Jb«rr- 
artiip, fwmdorn fluHi dii* di.'s FuUefi, di.'> Unterwiiln-nkrlH und nin^rhnht.'nkpln. 

fwiifr cJi(* BijipHn läca Briistkaittt'n* iiijd 
dii?iKi'hrt(IHkTii>r.'hi'n duutNi^h Jt«lkr[i- Abiv 
ftuOf^di'n Knochen m^bt nun auch inii«rv 
WL^ichi^ Organe, die Luiij^^mTk dju Hm. 
don ZwerehfE^I, don Mflj^en. direkt anf 
dem fluoresxierenden Schirm. Ja mjui 
knnn Bo^ar dw Bpwugunp lica Z^trcb 
ft^lU beim Atmen unrl di» Bewegung 
ik-? Hereviifi Iwi aeincr ftJirtwdbTeadcii 
Tiinjikctl dirf?kT. mit blf>Öem Au^ djtbci 

Piir<lu'fti>Fhion'xwnRhi>oltfichtungm 
mijl^ Kitn^i'ltAf dftA !!inuni>r, m dtm b«^ 
biunbLt^E wml. voEUttiniiijf dunkel Min^ 
Denn 4ir llellJ^keTt du FIliOn^MU' 
liebten, obwulil »ie im Üiinkftln Milif 
dout/^nd i.'rvrh43in1, wird donh Hrbtm durch («i^wöhnlicht^s LnrnpciiH^bl 
»trtthlt. Tndi^M W>irm riiHii iirititrIiDb uucli t-iiie Vtfdunkelmig dn Zimmeri 
vi>rtrH^Kb*n. wiriji rnaji mir rUfür "cir^,^ doü uuf dive Aii^t' de« BeofattchtrrA 
kein ftnd^riv IJebt ffillt, nh ^ht'it d^Ji drri« llvini'^i^fipreiicih'rL ^cliirme& Zu 
iIhihitii Zwtrk brnnitat man, iak' Fijj, *X*;f zvigi, L'iiipn Apimiat, ik-n niui 
Krvptoaknp Renunnt hfti, Hrr fliiftrf3«ti<'Pi'iid<^ Schirm bilrb»t nriniW, 
mit der äftuehtHitc iiaeb innen, den Bnddii cüii^N Jicbtdivht VrirwblcwesM 
Koflti'iiJü. In die Offnujiff oben, die mu woichnm, sinh nnfii^hmi'^ndfim 
Stoff gebildet ist. at'Nrkt dA Beobachter seinen Kopf, und nun kauii m. 
da iiur<:h d<.<iL Bimlun ^'ewübnlKht'Fi Lieht nicht hindurrbfii^hu nondeirn nur 
di«' Riintif''ii*i nihlf», drtvkt di*^ Bilder uuf dem Schirm beobachten, 

Uli* Brftrlj^v, iIk' miL djvwr MvlhoJu m dtr Odt^du^m Eü^bch onkH 
mcrdfin, namontlir^h zur AnflVndnriß von Fromdk^irpern, Nndrln. MotiJK 
«p]ztt<im im Kiitpt^r, abpi aiieh lur CnterniK-bunu dw (Jroßp üt*H lUrsrn* 
u. H. w,, KJnd ]ü boknnnt ui^nnjE, AlU^rfliii^H HJnd ifi^-vp Sf rfddcn in inarch(*n 
VüUon fiir den rnrn^chlichj^n Kfirper nirht LinHi^Uhrlii^h. jn Wi g«wuKn 
Pmoiieu bttbttxi ait- twht «chwtrr^ Krankheit«» hlTVD^K1'^^äch^ «o daß ia 




I 



ICntlndunff duFob KoiiffpinaUHblan- 



807 






Pt&t£ g<miBcht hat und jisIrfifnJIs din Rontgf^tLKtmhlpn am mon^i^hlinhen 
korprr nur mit Vortitht gt<brnu<.«Jit wonjun dürlru. 

Emiv Et^iiw^htjii di.T Küntfjrfnritrttlik'n Vp'utiI« im übi^n nocii gor 

W^ bi"Hi}irT, iiriil p ra*b- illr-.' i-f fjKvaikftb»«'h Vf»n bohrm TnterMV^, 
XHw Ktu« Ji.( ii:ijt UnriLit iL'iiir, ilitü dit Kritil|i!FUBt»bli.n; i>lr^klrtiH'£i ^- 
laijonr Krirpfr. ani dir aic fAlJon, Ä'hr rani'h i'hTlinli-n Km d^^-sr-Ä m fnßwn, 
bänf[C nuui ctw«, vü' in Pig, ^3, Hiri'i Mi^tAlijibUo F. dia au nLrifiit GIm- 
Eitob brfcAtJf^ iKlp m vin Stutiv und verbindet nin dumb i-mpn Drnhr mit 
einem Elrkf nvikop, cTwa drm auf S 18 !>rH:hncbcnca- AucK da« Ti]lvlctTC>- 
skop lEitiU ifiubrrE uuIgvBtdlr hhj. Weuii iriuu nuti miL i^iiM.-r ^c^rxdHrnpn 
RboFiitAtAii^ dir MH-Hllpliitt<^ nf>rdt.iv fUkrrinHTl. , b'> iwhlttKt dir Nftdcl 

[Ekkcmkop« au und bleibt abf^i^lpukt. wvU ju die uiu^bvude Luft 



Fit «*> 




nn IftAlator i«t. Sowie mnn aW in d^r gegennbprge*(elltpn Röhre R 
fcinvr VolUihfnröhn^ :e) din Hö^itKi'nfe(riibli?]i i^^Eeugt. gt^hl der Zeig<Tj' de« 
KlcJctrDHko|ir; fjmt mnm'^Jiluti j^iirJirk« ''in BrwH.':, >iaÜ die gtdiidrnr' Pbittr 
d^dvrch ttitlodpn irurdr?. MocbE man dr-Daelbcii V^rsi^b, nur mit dpia 
Uali'rwziiJvdi\ duU man dji.- PIuHl« uicbL cie^'utjv, Bumk-rii duri'Ji i-itwu 
DtrieWiion Olikwitjib |njHi'.iv iKdt, ^') findfT. iIaM<*Mh(» HöU, Aurh die pwiüvr 
L«idun^ vtir«cbwjNd<^t durrb diu^ Aufrri.-lTejL df^r Hiiiii^viLBlntbJf^u. Äui ein- 
U^b^r^n IrtDt täcM diiM^r VnrMrirh nn limTrr» - iiitd diflRpi iViit.Hni! wird 
Oiiit^h U*iiidfrir xu ihriTf rinfmuj Hnm-i-lHiic Vtruucbc bi'*l*ti(El — . daß 
di«' l.ult. diF- von dnn ttiijiiirpnntrnhlcn diirrbstrnblt int., ihr Imlfltionrt 
vprmftflcn v^rlorrn hat uiui nplJwt li'itiMid upwordoi; ist, Wpnn dii^ Luft 
WtIviMi (geworden ist, %o Uuixn naturUch vine Lpdimg auf uincm KötjKC 
wacht bcall^bl:^r] blribrii, Mmdrm mr mnli ubf^deitel wprdm auf dir Um- 
ffffbung und ai.'Lii?übch uui die Erde, ao diLÜ dadiLicb der gidudeiie Kürppr 
zur Entr^ ttb^i^leiU-l ist. NütüHidi wird die durvhMrHhlU< Lult nicht eE«a 



^ 





ao8 



L IVil. }2. K*pM. 



ein &o ^lor Loitor wie Kupff^r odat Nuch nur wie cihm SaJilÖHungt 
I^rEt.i]nß3fAhig]£fit ut nwh außer i>ry1ctit lieh fl<^ring, abor sie H^nii|[t dncb, 
um (Ue gffliuleii^u Körper, dit E^pELitumtgi^n von «^inigvn biuidert odet tauaciod 
Volt gt'gen die Kftio haben, aehr riwnU ku vntladTfn. 

Ditsr fleklriHfh*? WirbuTig kann ^m^(^^ .imlrr-m Häeij Jicnm, auch 
duTL'li ihb ß'Jiit^'ni^tTEihk'ii Bult^lir EEiui'LuiiiBch»- Ui-w(H|^'ut^:i.Tj h^rvotm- 

riji. Kl- wurdtfjL Mdii muß iIhaii t^ii'lit** Lii<rIiitriTndH Kiirf'er uvlimru« 

TS- B- wie cm l'ig- ^)l srwH Sobi^ihcn miH Pwrnitin . clio dnrrh 
[ ein Quefäliic-k vejbuuJen sind und niitteU tinea Aj'hftthuUliwitfi 
aai fUi'^r Nji|jnivcii?l.sjntÄi* nuf-ntBen, Ht'4!t man, wie m Kij^. 30fi, 
em^n solchen Icit^ht beweglii^hen KörpiT F in der Xohi* einer 
EöntffeririJbrc ß auf. lo Itommt er in lebhafte Rotation, nabftld 
man di^ HürLtgi'nMtrahk-n eremi^. Kr ist nämlich d'iv I*{juil1äfhe 
dw Röij ^g«n^t"hl^e slpts ntigaüv gelin^pn (o- S. 2%} und da die 
Luft in di*r Nähe dnr Riihr" Jeii.mid Vfiri], w« K*^lit n^'gaiivt' Eh^ktriiität 
Hui die Flügel dea bew^gUehen Körpi^m üb<r? Dii^äv werden ul^ auf dtn 
Soite:^ dj(^ d«r Röntgeiirohrc aimäiihat lieigl, uegutiv gi>LFLdoti und d^hei von 
der ncgAtiven Rühre ^bgeitoOen. Kommen die gelivdenen Teile durch die 

entettiheiidn Rotalion ftuf 
*'**' "'- die pntK<'g^"g<«'tJO'n ÄeiU', 

ao wird ihre Laduns durch 
die LwiunB der Luil w*^' 
gi<fülirt unu in^ werden ua- 
«.^kktrizii'h und kommen in 
diei*r"m Zi]*»l4irid nieder der 
KutitgeuL'^'ihte gvKeniibtr, 
werden wieder elektrivh 
und ftbfijeAtoQeu uud dahtfr 
gf-hl die RoiAtion fortwäh- 
rend weiter. AiKhintierhÄÜi- 
der CruokeHi^hen Rt^Jil^^f 
iHTuhen die Hof ationon vfl^l 
K^rr|)vrn vcr:nulUoh auf 
demwIlK'u MerhaniimtUv 

nie THiBttehe. diU) die 
Luft) v/vMi Bie vou Hiloheii 
.Strfthlexi durr'hj!ftj(jefi wtTiJ, 
leit^'nd ^finl , erklärt trian 
Hieh HD, dnü man Annimmt, 
die Liditeilehi^ti wüfdeu 
Äiim Teil dureh lüeStJA 
aurir^ina.ndergeriu«n, »o 
■-^ — dadurvh tpisie, pfinitiv und 

iii<gativ g^elodeae Teilehcu 
exinti^r^ri. Mau «agt dvi»wtwn auch, dl« Luft werd« dureb dioM Strahlen 
iuiii^iert. Pii* freien fininri in der Nfthe eme*< K<^lafk*n«-ii Körp«» 
krirvnen aieh dann mit der Auf ihm vorhaniK-uen Klekimicüt i'erbiiidn 
tmd vo aie Katlndun^ bewirken. 




Mechuiiacha BevegoDgen durch RÖDtgeutrahlcn. 309 

Über die Natur der Bönt^nstrahlen ist man heute noch nicht sicher 
aufgeklärt- Es ist ihrem Entdecker mir gelungen, ihre frappanten Eigen- 
Bchaften fefltauatellen ; aber welcher Art diese Strahlen sind, ob sie wie 
die Lichtstrahlen auf einer Wellenbewegung;;, oder wie die Kathoden- 
strahlen auf einer Maasenbewegung beruhen, ixler ob sie von noch anderer 
Art sind, darüber hat er keine Entscheidung beizubringen vermocht. 
Die einzige HjT>othese, die er aufstellte, hat sich nicht bestätigen lassen. 
Man nimmt jetzt an, daQ in dmr Rühre durch den Anprall der Elek- 
tronen an die Antikathode der Äther fortwährenden Stößen ausgesetzt 
ist und daß diese Stoße, die sich durch den Äther fortpflanzen, die 
Wirkungen der Röntgenstrahlen erzeugen. Doch ist das bisher nur 
eine plausibTe Annahme- So wichtig daher auch die praktische Bedeutung 
dieser Strahlen ist. ihre wissenschaftliche Erklärung ist noch eine Angabe 
für weitere Forschungen. 



I 



l)le l)er(iiK}reIstruhleii unil dl« BiidltMiktfvit£(, 

Bucbvint^ Ri] biet^r verniÄp, •In" irnf a^^Ii^ii bo kW zu Tup- wie l»i:i 'iim 
£jitbdei.^|{ungej]H die die lutzteft Jubiv brnt^^liten und weldie evi|;t«u, d&U 
_«in<' hlrndininiut^sfüTm di.-r KK^klrbir-tLr.» ilii.^ itiuri als ^trabluii^ oder 

Kine reiche Auftbeuff aii sTjnlitpnartigrn EmrK^muiiitrn d^r Elck» 
triÄJüt bütcH äcrliüji die i* r o o k e r^ a c h o ii K " U r e », Wir lAiiden 
da cunäuliel [|ir Auffaiirndf' Erttrhritiiing dpr KnrKndrnjtTnhlotv» 
Wf^lche uiiDet der gi?tudLiiiig<Mi FottpÜaTiiuiig Jjc Eig«tiscluift bvoiUen, 
phok>^i|ih]wlie Plftri^Ti au WplKihffriH Fii](»r('ÄBi?n* nnd PtioHph()retf£enx 
xn prrpgpn und di.itch ^hr dünne SHju.hien von Korpem. m>K*r von Me* 
tiilleu luudurcbzugeheii. Die voltMliiridii^qte ErkUruiig für iliejfv Ei^n- 
schAftun cJ(>r Karhodi-iiatrnbli'ii i^t^ wii> wir S, IfflR f. auaiEinfilhrt 1iJkn«n, 
di«, dAß Ojeaudwtj uUH Hußtrordiüitlicli kltineiL. n^gutiv gvlAdenen Körp«r- 
rihnn, R I r k t po ii r n , dri\ Atomen der ElektriziiÄrs Upfltchfn, du» van 
d»T Kiithoil« aiJH mit erhr yruQer Gwsi-liwiHUijikeit lortflitgi^n. 

iti den KafhoderflUnhlpn siml din negntiven Klokt.rnnrn, dir hei 
den clcklrolytiMhen Vorgäogcn imtoet mit gewöhnlicher Mntcric iwt tö- 
bundcn vorkouimeLi, frei für «ich vortumden und sLe flicken, venudgr 
diT hoh^ti Spanmifigen in der C ro o k e machen Rohre, mit nhr groß«! 
Uwiobwindif^kiit von di-'T Kathude fori, eim^r OvacLwitidigbeit« div i»h«fa 
'/fl der Lifhtge^HiwinrlJKkcit ihT. Durrh chrpi? Auff^i-i^nn;; werden u» 
be$oiid«rt3 die EtgeiiBulinfteu d>T KdTboiI^natishlen erkhiit, lUiß 41l' enf^oi 
jödon Körper, auf den hIi.' in^nr-n, Tipgativ eJekiriaeh Inden, tnuL diiO «ir 
£Vi>iton«, wik9 sekr merkwürdig lAtn diireh einen Magneten und durch 
rli-LtriHc^h ^^adirnn KürfH't mia ilirer Bahn abgelenkt werden. Die Lich^ 
jitmhifn Iftden die. Körper nioht, auI die aii' tn'iTfn^ und wcribn van «'fncDi 
Miiwai'len ab«Jut nicht beeindulit. no daß hionn tln wtBcntlichej L'oftl' 
»c.lii^d zniu-hrn Kathode rirttnihlc^n und IjcbtatrithiL*!! busli'ht. 

W'pitor aber Ccuidcn wir in dtn Crook«Bchen Rohren die Eftn&t 
»trahico und i» Imttp awh ^v£i*igl. duU diew axua iwActdrudcdM 
positiven Elektronen brHfelien. Sn.' werden niimlii')! diiri'h einen Msf- 
uetou p;i>riujo nuob dvt t^ul^v^-engeiwtjtUn ItalitucLg ^jlr^rli'nkt wie dl« 
KH^t)iodeni*truifd*'n Ihf fi*wm.'hvnndiKk«'it. fst na. Ii)0i>innl jr*^ringrT alji die 
der Kulliijdenfltr&lili-ri, und e« iftt wHhrflt.^hr'inlir^.h, daU in ihm^n nicKt die 
|Kwitivi<ri Klektrnnori (h'i fUr nioli vurbnnden Mnd. londcrn doJ «i» vn 
{[r^tftfu KcimpWi^n von Matt^rtc (Gonldlchen)« verbunden mit podnrM 
£l«kULjiLC[i, LNMtfihnn. 




Beoqnaieli Eatdwkaug. 3X1 

Eine dritte Art von StrahlGn^ die aus der GrtwkesBchen Röhfe 
entBtehetif iat die bekaonteate und für praktische Zwecke die wichtigste, 
die Röntgenatrftblen. Von ihren Eigenschaften sei hier nur, 
wegen des folgenden, an zwei erinnert. Erstens werden die Röntgen^ 
strahlen nicht, wie die Kathodenstrahlen und Kanalatrahlen, durch den 
Magneten beeinflußt, Sie werden weder nach der einen noch nach der 
anderen Seite von einem Magneten abgelenkt. Zweitens, und das ist 
eine positive Eigenschaft, haben sie die Wirkung, die Luft leitend zu 
machen, zu ionisieren, wenn sie dieselbe durchstrahlen. Um diese Tat- 
sache einfach ta beweisen, braucht man nur ein Goldblattelektroskop 
KU nehmen und durch einen geriebenen Glasstab oder Ebonitstab die 
Goldblättchen zu elelctrisieren. Dann stoßen aie sich ab und bleiben in 
der Luft sehr lange Zeit unverändert in der gespreizten Stellung. So- 
bald man aber in der Nähe Röntgenstrahlen erzeugt, fallen sie sehr rasch 
zusammen, ein Beweis, daß die Luft die Eigenschaft zu isolieren verloren 
hat und nun ein Leiter geworden ist. 

Die Frage nach der Natur der Röntgenstrahlen, die von Röntgen 
nicht erledigt wurde, nach der eigentlichen Ursache, welche ihre Ent- 
stehung veranlaßt, entfesselte viele Bemühungen. Man suchte diese eigent- 
liche Ursache und dadurch die Natur dieser Strahlen aufzufinden, und 
durch die Verfolgung dieser Bestrebungen kam man unerwartet zu der 
Entdeckung einer Reihe von neuen Strahlen. Eine naheliegende Ver- 
mutung war nämlich folgende: Da die Röntgenstrahlen von derjenigen 
Stelle einer C r o o k e s sehen Röhre ausgehen, welche von den Kathoden- 
strahlen getroffen und dadurch zu sichtbarer oder unsichtbarer Phospho- 
reszenz gebracht wird, so lag der Gedanke nahe, daß die Phosphores- 
zene selbst die Ursache sei, daß die Röntgenstrahlen nur eine Begleit' 
eracheinung derselben seien. Aus diesem Gedanken heraus suchte man. 
ob nicht auch diejenigen Sub>itaiizen, die durch das gewöhnliche Licht 
zur Phosphoreszenz oder Fluoreszenz gebracht werden, Röntgenstrahlen 
aoasenden^ Das zeigte sich zwar im allgemeinen nicht erfüllt, aber es 
gelang einem französischen Forscher, Becquerel, eine Reihe von 
fluoreszierenden Körpern zu finden^ welche ebenfalls eigentümliche Strahlen 
■ossenden, ganz ähnlich wie die Röntgenröhren. Diese Strahlen gingen 
auch durch Holz, Papier, Aluminium hindurch, wie die Röntgen atrahlen, 
sie schwärzten phofcographische Platten und erzeugten auch Fluoreaaenz. 
Der erste Körper, an dem diese Eigenschaft entdeckt wurde, war ein 
Salzt das Urankaliumsuifat, welches, wenn es beleuchtet wird, ßuoresziert. 
Dann fanden sich noch eine Reihe anderer fluoreszierender Stoße, welche 
auch diese sonderbaren Strahlen ausgaben, z. B. das UranosuJfat, das 
Uranoxjd, das Uransäurehydrat u. a. Endlich fand Becquerel, daß alle 
Uranaalze, aber nur diese, solche Strahlen geben, so daß 
also diese Eigenschaft an das Atom des Urans gebunden ist. Ja es zeigte 
mch, daß die Körper gar nicht vorher belichtet zu sein brauchten, also gar 
nicht EU fluoreszieren brauchten, sondern daß sie monatelang im Dunkeln 
aufbewahrt sein konnten, und doch diese Strahlen ausgaben. Schließ» 
lieh fanden sich die Strahlen auch bei dem metallischen Uran, welches 
kein fluoreszierender Körper ist, so daß also die Ausgangshypothese zwar 
nicht bestätigt war, daß man aber von dem Uranatom ausgehend eine 



312 



f. TolL. 1^, Ka^UL 



ntU'^ An Sirahlon ttpfimd'-n htxttc. wclchr man uripriinjiiioli Uran- 
MlrfthlcD iinniito. JeUt Qcniit man Bit utlU dit* ibnon ahiilTchfO 
BrcqHcrcl?itriihlrn. 

AuÜtr düii Crunvt'rbinduiiK*'" i'iwi«(ini #k'li n*xli dif Virrhjn<liiTi( 
moH undiTL'n cdkiK^n Kkrui^iitB. den T h u r i u tu d j üb elmhtvi 
Korppr. Di^ StrahW. djt* diew KorpT arin9»ir»d(»n, «iwl riifi man von (ir.n 
Lk'hlqlrulilvN dadurch ku'ht iiiiterBi.'hkiuLvM kniin. ilaß diu oiHl^ran durch 
*'liwrtr7*'ft PiLpirr, jn an^sr dnrfh <1flnnM Aluminmmblcch hiridiirrh#p*hi^n, 
HHj* du' TJiditAtfHlrli'ii nif'ht luii. ^J^l *<■ SUjihUm vrirk^ix» wie pcAagl. nuf 
photo^nphiüche Plauen (Hvnn ikü li ••j-.tt nach miundc-nlunj^t odrr supir 
tng^tan^cf ExpD&Ltiork). s\e erEcn^cn PIuoro3£<^nx und nie bubrn iiiBbp4'>n- 
deri! umili diL' KifienwbjLlt, diu Li^ft Itntnud eu Uiut^lifii, uIhu E|i*kiroakopi* 
lu ent]ad(?rk. Jo h^'^'"' dtr tJchalt finoa Körpern an llrun JHl, um su gri^OtT 
Üt aut^li dj«e irk'lctroshupucLe Wirkung^ 

Mun kann dnhrr Hnjfar die+ie Wirkung »uf du« ECtekIrOHkop <Iaiu 
heniitKeii, nui tWa *StraM(Mi(iBfHbiykpit «.IJeftei Sglwt*nÄfiii i|UAiilIlilttv zn 
vrrj^ldohoji, Ladiit. /iiurt i>in Holrli>-ä ICIt^btroukop rij i^i(ii*ni WiirntiiCun 
AuflSfhlflg der ni-ildblÄtlclii?n, d(>r x. B. ÖIX> VoJt Spfinnunn *Tit*pricht, 
und liniLf^ n^au vi-r^hJcdi'n»^ dicker i^ahe dor Ef^ilio iiarh in |fli>ii^hnn 
G(?wirhrftirii?ngcn in die N^he dpffirlSpn. ao kann man dir Zeit m»iipn. 
in weither die Goldblalttlitu um beatinmitL' Stri.H.'k«i Eurticki^oüHngfu 
tütid. d. h. inai] kanfi dici Zoit inciiflrn, in widtdier diu apiirmunp ntw* 
von BCX) Volt J4nf 40CJ Volt abg(Miommen hat Je küripti? Zfit zu dic4cr 
Abnahme rnnwendig isL . um »o Htärkvr eLruldpnd »t' dtr birt n?flv jide 
Kfirptir Man fn^Bciolinet di(^«e Art von 9tmlilöt»lofi KrVrpem äU^mrin 
als radiv»aktive Körper und ihre Ki^eTitK'luilr, ^^t^akluu auaui' 
Minden, als R a d i ri ä k 1 1 v i t ä f . ßii' SchTieiligkcit ilür Rntladun^ 
viiivt EIvktroskopH btt (ianat;h t<in MhÜ für Uiv QröÖe der ßa<)iuaktivitil 
der Körper [immer naf ^Iwc.he tJewif^htamcngeD bezogen), 

Mit solchen cnianlit.aT.iven Messungen an verschiedenen nriinh*ilf lycii 
ÖtuffL'u boHC'häfligte sieh in Pjirie Fiau Curie und eie fand, iL^ü lii 
tiDgt'nnnnr? Uranp<-f:hb1rndi- ans JnochimiithcLl in Bfihtntn «ne aLJi^Li 
ordvnllioh Btarkv elvktrcHkopijK'hc Wirkung h«tt«. eine viermal gKilkM, 
auf gli^uhti UewLühte bf'Eogen, wi'.- doa inetallischt« Uran Reibst, [lurniu 
«ehJol^ t\v mit Rrcht, duU dii^ST' Wirkung nichl vum Uran eel)i»t heiruhtpn 
könne, «ondin-ii dkÜ in der Perkbleado inx'h mn wrjl^rrr Hl^ah^eüd^^f 
oder r ad i o a k r. i V I Stoff vi^rhandi^n sein mnut'^ urn^ aic pn^ 
d(Ltaii> ihu duTvh L.'ki"nii»i-lH< lirliundluiiK der Pi^cliblvnde lu i»L»ljfWii. 
nnrrli mühf^amn AHiPjt. M der immer dn-n Kli"kf.rnNko|> ah RraicrTnicniittd 
diente, fleUnfl ei jhr »<::h!ieDlioh, AWri Kcuper au« der Pechblende ahm- 
«olicideii. wetohc vii-Je hundiTttuuMendriinl KtiirkiT nkrjv «nren, uul jElrichc 
Gcwiehte bpiogfn. wie die i'echblemlc atlbit und wie dos l'rin. In dtr 
JinubiuiBthulfi' PvL<hbJi-ndL' Buid iiüiijli4.'iL unlier liein Uruti noch crntt gniur 
R^rh^ amJfirer Mi.-tAlle, w^nn »iii;1i in Ideinen Quant itJLteiT. enihalten. 
Die iM^iden hu Rtark uktivr^n K^^rp^r warvu uim ewui vuu dvu MvtaJfen. 
di-n'n ^^>^hltr1chu)<fr<in in der PiH'hbtt'ruk^ bL'kunnt war, nämlich du« WM' 
niut und daji ItarLuirir Da nbor tte:w6h]i]ti.'h''H WUmut and ^wöhulic 
Hariuni ^ar kt^Lue RjiiUf»ftktivii»Lt Witxiin, ao i^t^hlnJ^ j^kr, daj^ «Linw 
£itAi?c noch writ*ire, nn^Wanmö Stoße in kleinen Menifen l>d|p?mh 




eathoHn) müßten, uiid doü diuc die pigcntlichcu aktivo» äiofTc wöxtai. 
Da di^ Ei^nat'hafUTi iJl-s rjulJi^iLktiVT'n WiniiitiU und dir div» Bjiriuiiui 
»■Iif vomohiwlpii UEiEm (twi dvitt tnU-ii vt^mobwiLiid dit- ÄkliviläL iiacli 
etnifiFr Zi*it, li^i dem KWi'Lt4-ri hh^^^ »ie <lttuf<rnd h^-ntt^h^^n). 8u nulirn 8ie 
imyi JtletÄvr KÄrper nn» daa P o I fi ni u m , »(■li.'h'W d«m WbuniiU und diiA 
K a d I Kl 11J , w«IcIm« dfin Buriuni bvigi^uii-u^El w^i. W^i^il^n« l^iLfvnudiuii^ii 
liAlicn jn-lfhrt, daü i*idi »ir'hrr nnrh nin wi^ifnf.mr radioftkT.ivi'ir Krtrpftr 
bUA i]<-r PvohMc-iid^ ftbKoh^Lili^ti \»Qu immÜch dan A k I i ii i u m , dftM 
rhrmiJtfh ß^'h wie* Thi'riiim vcrhJUi, Andern rAditiafctive Kftrpi'r, dir Aim 
der P«Jibl*nde abgMchioden wurdf n. djw R a d l o b 1 c i imd ß a d i o* 
dUber vurdunkun ibre Aktivilüt vprmHllich jrormpe« Bi^imt-n^iigen 
rem Radium. Übn^^tn» i^vidpn aus der Ppchbl<?nde die rmlimiktiven hub' 
•tanMn nmht aU Metalle a b^^tuchiedeti . Boadtm a\» Mt^Ulbuklze. Du 
rsdtOttktivt- Barium wird jo.^wi^brilifb in *hr WrUitiduni; mit Chlor udtir 
^^tom aU aktivw ChfHrWriuiii oder Hr"ml.iaiiu»i m."worim'Ti 
|H Dii^ ^ajE^^ t^^' ^ wirkIJrb iMwumlrrr nkfivii Si.i>nr ^rml liii \.Um biv 
IrannT^n oh'-mivhi^n Subniflnüi-n biirJh'i bi-igemfingi nind, i*L iiir «liv* Ra- 
dium Diit Sii^hcrhi^U, (ur dun Pi>iüniu^t] und ÄktiiiLum nut uroljri Wiihr- 
flüheinlicibkm brjjibrnd jni branrwortpn Diu L'hlüiruiU rbcnrtn wie dim 
Bromulz dvB lUdiunui »ind loeli<:her ata die de« BariuniA. Dnt*r.h ioii- 
nvel;&tD Ltwüii^ lind Aunkrutulliflierunp des rnJimiktive« ('hlorbntiunui udor 
Brotliliarium?! gelnng es whlloÜlichn diese Subslam in iwei Portioueti iti 
ItviukiIh vuji denen rJiu eiuu nur d^ üiaktive Barium^aU vhIIirUL, wäiirTnid 
^f^ Kwntf^ din nf-iif Sitbritans, djLM Oik>rrAflii]ni iv^qp Bromrudiiim in KrfiQt^T 
R«ifib«jt war. Dt-ir Bi>WbiB dafür wurde j^uiiucIlbI üuk'Ij dii* S|it<ktr&l- 
ana]jM> ^führt Dii> f ori ^t-hM t:' «' R'^imjrung dr*« aktiven Bariumia W^Ü 
vchlicDlivli djt» BariiimlirLifn an« d^-ni ■Spklnun voil^itändiii vnrai'bwindtiiM 
und mmi crhicli ein nnjos, *finflt unhi^lfunnl.^« Spi^kuum, dn* airih hAiifki- 
Hchlicb durrh tinitfi^ nol^'ttj' Linien duaüpii-hni-l, und welchem fhfw daa 
des HodLvuiid lat. Wihhrc^nd viziv Fljtnjtnvi di^irb (.'hlurluiriuut ;jrün Kvlikrbt 
wird, wird «ie duT«h Chlarrndiiim mt grikrH Man konnr*? nurh dnji Atom- 
gipwioht du Rodiuuu bcfituuman. wtlclu'a tkh £U TIo er^ab, und e« aei^tt 
m'h« daB d&o Kudütin, tlo^i Thorium und tlna ('ntTk dii^ H<'hwf;]^Iori aIIi-t 
Alom» batttiVn, die größten Atom;icr?wi^.ht« babtu. niLndirb Rjulium '22^^ 
Thonnizi &f3. Uran ^40, 

Die Hirnt^Dun^ de« r^in^n Radiums iüt ein? AuGcTordontlifh müb- 
lamc. Aus Tauiuintlt^ii von KiloffraciLULi^ii JWhblundo crbult man t^ini^ 
iK'Äiffrainm ftadiumi^iilz Dahrr iflt Auoh d(T Pivis des Rndiuin^ ein Tinr- 
nuff. Kill Mi3ti(pftmm kc.jtit txi-nU' lij-kn >J Mark, wahrond ein Milb- 

nun Uuld DcH'h nirht (K-^ Pfrnni^ wirt im. Du? p'SLLfnti' M<'iik<^ dcvt 
mm^, die jrtKl auf der Welt rciii vorbanden iat. dürftt k^uni einige 
Uraiom ubt^nrtL'i^iiu. Xu ifrinkrf-'it'h smd ^^ Herr ui^d ifrau Curie, iu 
Drurju^hlnnd Pnd. Gi^ael in BraunairhiA'eifl; (f.l»rnii«'be Fabrik von 
Bii(dib-r Jf r<>.], wi-blu* die AbiK'beidiJiig diM? Radiuuie »ue^fülirl haüi9u> 
Daa K^iiini, das Thorium, da^ Uriiß, dM Polonium tand d» Akti' 
niom ^ebi-n ^iho fortwäbrund Bf^<'i;|LivreUtrah]fin aue und man bat Hieb 
DAtlirbch xuimrlibt und &chon aoil Jahnen gciin^U wobiir nehmi^ii dJiVK; 
KArper denn die Energie, die flt^ fortwährend von sieh aujwtmhlcn. nchoin- 
bat ohne oivh £u er»ehüpfen? Fünf Jabre lan^ werden jt-tei Ülückc Ka- 





314 



I, TUl, 13. Kapitel 



r(H Mi 



R 




dium untorwKihI und vw huljun Hinh wi<<1'T an (rpwi^^bt. noch in der Fäkm> 
]nii. ^UMvn itil^7At*'•l\l^t•a, irgeihlwn- vi>ti*ndF?rl Man kounlr «ogar m 
inti^rvH»inti^r Wi-jnn wunJitKU^MA vim iNtr PiMilihloniln er<i^i.^n, JhH »io in 
m^hr nk lOÜ .Uhren ihrr- StTAhlnngidAhi^keit niobt vonorun IiaI. Tth 
NAturaIiftnkabint<tl in Wim Aind «wtii Siucki^ Joft<:htJtkAtha[t»f P«chblr<n(iv 
ftufhownhrt, iüo vor über JOI> Jahr^'ün wi<' nklonmAüig fRaT,gMifllt wiirdo. 
dorthin Icflüicn^ und eine jt^wi voigcnoninitno Trüfung hat gccci^H dn^ 
düww Kcnnn hu HtmhIi'U wn- dif ftiaoh rntnouirutnon Stüokc. 

Von cl«n fünf vvr^^rhir^di.'npn radioulctivcn 8ub»tanBe& xcigt da« H>- 
dituiii wtgvii diT ÜviiitieiL« ui dvr @b hpr^iBlL-llt wird, dio |figtiEU»cluft«n 
^f.T PpnqijfTolft^riLhlihn In >wannd(*ra sUrki-m Mallp Di*» BwqiiPr^-bfrfthl^ti 
miu'hcii. ijj)l1 Jim ist niMt? ihrtr wii.hJi^lpii 151^1'«*". '^'ivJleii, di<^ Lufl, 
dtj^Mh wfilHji* aii^ dfrAhlm, «u i^iniiiTi Lrit^r^ Nie 
ionisieren di« Luft. Radium virkt d^m 
zwnr nicht eo stark, wif> dli- Rtlj)tff<Mififrnhln)k, 
nhrT deich aiiQorontmtlirh vi**| IfriftLaer «He i'lW» 
dip rniii*iiktv Womi lowi m ¥i^. 30*1 du* Elek- 
Irnpkup i'twn durch BtTÜlining d*vi Ktmplffl K 
uiit trirtviii f^idüdvneii Uhusstab vd^r BbviiitsUb 
Iftdt^t. ÄO diiÜ iJn" Gti]dfltrt'ifcb(»n S div[*rgi»:Tvn» 
iincf nun mit der Hund «in GlJUrht«n R mit ^ijwtn 
Zithiitflindh^mriMiL Hjidmiu m iJiu Nüh»* linii^i, 
HO fnlli^n dji" flfildhlilfrf'h^n in wfnigflr aIä ^ianvr 
Sckundfi sitAjkmnitih H woJ! l^m^ii di^ luitotid ^ 
wonicnc Luft dio l^iuliin^; di'* JCfnktivfcjJcop* xar 
Erde fuhrt. 

Man kiinn die lonirii<*runKdrr Lwft norh diuvJi 
«in Anderes Experiment Keigcu, das in Piß. 307 
dargcfltcUt jbI, Mnu vtrbmdei kwu gWlio Kuiikoi- 
mikromot<*r l.- und D (wie »ip anf S. 2&4 iw- 
schrteb«u sind), par&llvl (-(whftlt^. iml rtiuta 
lndijk1ioripa[>iijbrat J, Dir ku|B;uL[i jt^dea dtfr Tieiden 

Mikron if:ti*f vn*rdeQ ao weit vouein<inil«r «nit«nir 

dftßguradii dirSr'^hif;wt^tt.ii dru« IndiiktionHJippuiliM 
erreicht ist. Mni^hr' man dtJi Kugc^l Abstand in C. ctwaa ^W>Qrr, »o Kprinj^ 
dann l>JoÜ in D dii^ Punktin über, ntji'^ht [uan dim Abatand von D fff^^BtTp 
sft öppin);™ di«* Flinken bloÜ ih (I Hb^r. Wnnn man imn x- S. den 
KmnihibAtürid in C aröBer gemocht hat fila in D, «> d.*ß nur bei B 
Kunk^^n vorhandi'U ^ind, und nuiu nun ici dir Nüiiu von C daa GUharben B 
mit Itndium hült, so «pnn^n die Funken «ofort in C üb^r. Dean ^ 
Lud in dur Nahi? von C bt jiun Jvitend gcwijrdL^u und hh iiil uUie ii<l 
geringen^ Spannung nötig, um jetnt hinr den LriftwiitentAnd eu über- 
vrindfu. au duB dii- Fuiikt-n truls di<r gröÜerv^ Pyutreriiuug dtfr Kog*^ 
fifKih leifbt illwr}f>^h<'n 

Fbi.iloviiipb))<idji' FlAtt«)!! wt^rdcn duich RjuliuinnAlzfi gi^acbwurxt und 
Kwar aii^h durch Fafii^r, llalz, dünnes Metall hiiidiiroh, D'w l ^nt4*twhirdr 
in d^-f DurchjrtrahlbttTktit »ind aber hlr ver(vhi«lrne Körficr knu^ nictl 
■o nrht^blic'iL wie iui die [iüutgenUrablen- Flmc^h und Kiiochtn x. B< 
Inoun die B^oquen^ltltrahl<^n nn^rküch gt«if]h hindurch, so dail n nicht 




loniriit-ninjE '^r l^ift^ 



315 



iat^ «in Rnoch^nbilij d(ir Hand Uuivb m tu b«ko[um«n, Eine 
pTioUiKraphüc-he AufnAhmo ninM ForUinmiiiiAie« mil ütnnr Mljii£l> und 



tJJ 



ft 



^l 



^.—._c 



«iiitftii N lilii<>^L die vijiL Frau C u r i i? btirrükrli ihI m Fiy, 'M9iS abuvltildvt, 
Ko 8i*hjir(c i'li.'K'.a SrhaTi^nhilclf'ji iaf wi** man Äwht, nM^ht vorjEloifihbAr 

^^^^ Auch Flnori'jis^i^n^Aphirmo urnf* 

^^^ "^^ "' den von dfn llfldinni»alKon zum 

i.piirliE^'Ei )ri^hrurjit. hIjiT auc'li ciii-Ht- 
Wirkung ist vi^l »chwMthtr wir Wi 
di-ri Rr>iit^tLrii:f1juL]i.'ti. iiiimi.<r1üij 
kann man mnpijphohphorOÄBicronii«'» 
Köiju-r wie W n I *^ m i I , w<?mi 
man ihn tu dio Xäluv vnn (fmnra> 
nif.ht <"ingpf^hiofl3H'npni) Bndium 
bringt. £U so liolU'iji Lrui^hteu kau- 
mi'n ^hrn. dnli innn d[kWii<ll>p tm 
hoUtü Zinimur U'übacliU'ii kunn. 

Eine höofutt BUndrrbtirr- Wir- 
kung d<-9 HHdiurii», de« TUünuma 
lind J^kr.lrliu^MH int lYnf , duH ^llo 
Ki^rfM.'r , die vtT\f ZHUfinR m d#i- 
Nube itieeer Körpi^r «ich bi^ündun, 
vorülH'rKchcnd aclbst radioaktiv 
Int. Hui tng^. lio cnttwltun induEivrlc udtr uiitgcteilt« 
RAdioiktivttüt. Wenn du Raduim fJugL'j^i'n m pin (<f?fäQ dn- 
gMclifeaMU itft. «o wnuog oh div U-imcbbui'tL-ri Kwpt^r nicht zu indu* 





81Ü 



L T4^t. I?. Kapital. 



ma suu 



Kicroü. D'Kbv Ui'ubu'liiEULg wvint dttTiKif tiiti. dHß von d«in R&dium ein 
i^fnrrnipi'p K(.wnn HOnf»i*liT., wohih^w nirU auf ln^imrlibttrtr Rftrynir i*na*ir«en 
u;)il l]ii?El'.-r»c})kge[) känii, In «W Tar ^uhli von ilr'm ßAdiani und obmiM) 
von di.iiii Tburiuiit und ilrtn AJ^tiniun^ ctn eolclii^r ^aüfdrmiitGEr Stoff uu. 
wdphfin m«n E nt a n a t i o ti nennt iinri von drin wir wcifjf imtcn ;ni 
nprvclK'ii U>ihwn würdoa- Ei Ut ßehr wohl mönli^h, daß (Uo. oben «rwalmtcEi 
iinijrrpn ukiiven Korpfirn das KmlmlilH »nd KjMiUiaiilHTt mir mduÄWrtt 
ÄktivitiLt L>f^t£E?Ti. da aie imtncr mit dem Itadiuai Kusamnipri vorkommen. 
Dil- i(idii3iiertp Aktivitni vun KÖr|H^rEL Jiirumt mit dtr Zt^il ub und vdf- 
wihwbdf»! fllfmahlich i;arir. wÄlirpnd das RadJüm aeitn:' SrnvbbiriKaßihi^- 

Dil* näbcrt pbvHikftliathc I'ntirfluchang der Rfldiiimfltmhlimjf, i^lM^nm^ 
Vk^w dn JStrakiliiug düA Thoriuma, htit nun gczdgl, daß diese ^in^ ns^t 
kfii]^fili«i<iri4!, £vuuuimii^TtgGaoti:tie ist, Droiorlei Aiiea von StRkbli^n itrridvt 
dn.* Rariiiim aus, die man ata t-, ß-, -f-8trahlrn unWüohpidet, Atn druc- 
Ut'hflt('n üfftnbiirtiL aiuh ilie Unterst hiedi.* ditaer Struliluugwn. wotiii m*n 
•'•itM.-ii >1iL;^ct4?n m diP Nähe dcra Uf^f&ßoH bringt, in wi.'3i.'liom djui FUidiun] 
*iuh l>piuidt?l, 

fia 8(M K in FIe, 3(K> dn kli^ini?« Ui.^füÜ, wvHlw4 i>twa9 RufflinrnAab 
pmbiift, und wir d«nK«]i mia p'inen Magnrt^Tah mir, Hnem Pole dicbl vor 

das (iviÄÜ ^vhcaxrhl. I)»nn p^H 
rfl, wir did Kijuiir nndriit^t, finf'n 
Teil der ötrahJen, welctipr Irott 

dflr Anwt^annht^it d™ Mjij^oK'Ii 
fEcTadlinig herauiflohl. K* iiind 
dufl dM^ u n fl b I e n k b a r o n 
-Strahlen, wpicbp tnÄnabt^fJ^trahlcn 
btiiiiiLjcliEiitl, Dm uiidiurvu IVilo lirrr 
Straliliini^ ttWr i:find Hbl^nkbu. 
Abpr urii«r di^flf^n gibt *m «j«da 
cinvn Tail, witJchir Wi dvr fto- 
genommenen Lage di-^. M^^n'-tpoh 
etwa nach rechlä, L^im^n an^b'mn, 
W4.<k'}toT gr^fidp iimgekrhrt luuh 
tJnk» abgelenkt wird. Diir cntc/vn 
riL^nnr man ^^-StrahW . die l«t«> 
rrr^n ^-Sirnlilen Diese dni 
Strahle nart^n nun verh(klt«n »ich. ^atia so wk lU*- di'»rj S( rd^bloii^ttuiigBtt 
m di.-r Ct o k TTB B(^ben Rcilui!, von d^non ob^n );<'ftpTi>cK»in wjird^. 

Die 5-StraIili»ii nämlich führen ncftative »'lektiiBuheLKJtniij lujl sii^h, 
*i* Miiltiffwcbön ijHO den Kutbudeiifltriiblpn , ü«n» wJo difae bufnn «ft die 
Kftrpe.r. niif die «c f AÜf n , nrgtttrv olcktriiich, sie gdion duroh d^nnö 
ßcliiohtiiii von frrmdt^n SuUUriiitJi liinduruli, diiruh düniiKi Pnjiirr, flln*. 
nimr »nch diiroli dünn«' MetaJIf . ai« WfTdf-n von Magneten und von clcktfö- 
stAttrth flfflfld*?neii Körpern fluuim» und in dtfraelben KicUlung wie di^w 
ifcbgek^nkt. kur* sit bt'Äii'hcn wiv dw KitlhyJi^riBrrahlen atu neipitivrii 
Glekimnvn. Jn nmn Wonntf" aueh bei ihnen aljh <I^t rnugnotiAcb^u und i/tt 
4loktro0t*tuKdieu Ablenkung, wt-teb« »im t-rfalinin, ljorf*chnoD. wi* groB 
ihre Gii«ihwindigki-it und ihre npptiWht Ladung \*\, nnd m crgftb fidi, 





Emwtioii- 317 

daß Bte eine noch fast dreimal bo große GeschwindigkeLt besitzen wie die 
Kathode JLBtraMen, daß also ihre Qeschwindiglceit die des Licht« erreicht. 

Die zweite Sort« von ablenkbaren Strahlen , die a-Strahlen 
sind positiv geladen und entsprechen durchaus den Kanalatrahlen. Sie 
werden sehr leicht absorbiert, schon durch dünnefl Papier und auch durch 
die Loft aelbat, und auch bei ihnen scheinen, wie man aus der geringen 
Ablenkbarkeit sieht, immer größere Partieen von positiven Elektronen 
und Massen zusammen verbunden zu sein. 

Bndlich die unablenkbaren -j-Strahlen verhalten sich sehr ähnUch 
wie die Eöntgenatrahlen. Sie »ind unablenkbar wie diese, sie gehen durch 
dicke Schichten von Körpern hindurch^ sind die durchdringendsten der 
drei Strahtenarten und haben also, in abgeschwächtem Maße, die Eigen' 
schatten der Böntgenstrahten, Aber allerdings scheinen sie. abweichend 
von diesen, auch elektrisch geladen zu sein- 

Aber mit diesen drei Strahleuarten ist die Kenntnis des Radiums 
noch nicht erschöpft, vielmehr sendet das Radium, wie auch das Tho' 
rium und das Aktinium (Uran und Polonium aber nicht), noch ein Etwas 
aus, das man eine Emanation nennt. Trockenes Radium allerdings 
eeigt dieses Etwas nur in sehr geringem Grade , aber wenn man das 
Radiumsalz in Wasser auflöst, so zeigen sich in seiner Nähe elektrische 
Wirkungen an, welche die besondere Eigentümlichkeit haben. daÜ sie 
durch jeden Luftstrom beebflußt werden, während die drei erwähnten 
Strahlenarten ganz unabhängig von jeder Luftbewegung aus dem Radium 
austreten. Das diese Wirkungen Hervorbringende nennt man Emanation. 

Die Emanation verhält sich wie ein leicht beweghches Gas, welches 
aus dem Radium aich entwickelt, und zwar sind seine elektrischen Wir- 
kungen derart, als ob es positiv geladen wäre. Man kann nun allerdings 
absolut nichts von einer Gasentwickelung am Radium merken. Das Radium 
verliert, wie gesagt, nichts an Gewicht. Sein Gewicht bleibt, soweit die 
genaueaten Wägungen festzustellen gestatten, in Jahren dasselbe. Läßt 
man die Emanation in ein ausgepumptes Gefäß eintreten, so kann man 
nicht eine Spur von Druckerhöhung mit den besten Manometern wahr- 
nehmen- Trotzdem muß die Emanation etwas wie ein niatericEles Gas sein, 
denn sie hat alle Eigenschaften eines Gases. Bringt man sie in ein Gefäß, 
welches man dann durch einen Hahn mit einen zweiten GefäÜ in Ver- 
bindung setzt, so teilt sich die Emanation zwischen beide Gefäße im Ver- 
haltnia ihrer Volumina, so wie es ein Gas tut. Die Emanation geht durch 
enge Röhren langsam hindurch, sie difiuudiert wie ein Gas durch dieselben, 
Han kann die Emanation sogar zum Gefrieren bringen. Wenn man die 
Emanation in einem Glasrohr hat und dieses durch Aussige Luft auf 
— 190 ■>& abkühlt, so hören die Wirkungen der Emanation vollständig 
auf» sie scheinen verschwunden zu sein. Erwärmt man das Rohr wieder, 
so erscheint auch die Wirkung von neuem, ganz so, als ob die Emanation 
eingefroren und dann wieder aufgetaut wäre. Aber, wie gesagt, man kann 
mit den feinsten Meßinstrumenten nichts von ihr erkennen, außer indem 
man ihre elektrischen Wirkungen untersucht. Im Dunklen leuchtet die 
Emanation^ Ein Glasgefäß, das sie enthält, ist im Dunklen sichtbar 
und wenn die Emanation durch ein enges Glasrohr aus einem Gefäß in 
ein zweites diffundiert, so kann man ihr Fortschreiten im Dunklen 



Sid 



l. TaU. IX KapLivt. 



dur<^h du LL'urht^n bisibniiihlf^n. H^bf. nmn di^ Emanation li^n^jr^ir« Zfät 
in «iii«m Ocfäß auf. ao vt-rtchwin(.^el j<]liukh1i<:U dM LcucKl«n. Daa I^^rtch- 

1.60 dw KmaTiJitioii bttTiliTn Übrigi'Hä darauf, iIü.Q iIaö GIüs, da* mit ihr in 

M»u tuuiM <Ul- Kujid^nSHiirin him] Wi>-ik'rviTgääuiii! il^r Emouatioti 
ditrnh Hncn flchfin^'n von Siddy lii:TTÜhrfrid.c7i WrFüich domiH'li und bo- 
fiT für ein gfößotes AtMÜlornim siobtbflr raftcbfln. Zu dorn Zwp<^k di*nt 
di-r Apjwrar,, der in Fig, ?l]t) gnapicImH ist. Man löst eimgp Milht-trtmiü 
Radiumbrcmid in Waestr in piner nasche A anf, Eb mtwirkclf *frli 
sulcirl üijcr dtir LÜ&ung du« Emanution. Durrh L-iiiun )*&U2 If^ti^puftUieri 
Tjiiff^trnrn twbt man di-?*- in da* langf rji^f! 
Kohr C D. 111 wiik-bem nmo &□ eimgen äkdlen av 
kl<'iiiii I)>aTn«nt*i|ilit(i'r mjigpl(?gt Kftl, Dann k'oi»- 
Ai-bti'T mau im DurLklen an dem Leuchten d«r 
Dianiantm, wann <Üo Eiuunntion dietwItHin urruicbt 
bat.. Di'' Enmnurirtn dringt dann boi D in di^ 
(Jluispifaii? oiHh wyltbf VQii flineni dop[ielwnndigön 
tilaHgpfJkß U itm^rhrik irtt. Hintrr di'r ^pimlr ist 
vin lan^a Üluaiulir F nngrbtaoht. in weldtciii «LH 
lan^iT IdiTnrn'Trtfmd'n b^fosligf ibI^ diT mit Zink- 
bl^'iulc brHJric'hrn i?*!.. W(?nn t]it} Ktimnat'um diem-n 
i-tTeidilj Bu leurliU-l i-r uolvr ilimn» KinfluU, ffjt?UT. 
rniiii nun ah<:r rn diu (irfJiU C {eine ^ogi<nnnnte 



Fit ■"' 





I 



D^wursebp Klasohtf) flütsign Luft (Tömperalur — IflO^l, m 
wiM ilic Kinanarr*m rn «kr Spirnlf* kond^-nflion . tTota di« Liift^frt)!)»* 
prrnrbl «ir F nl^h^ Jic Zinkblende bleibt dunkf^l Nimmt man nur tbi 
tHaU U l'.irt, qu duU dit< ä(>Lrale aidi i^rwiirmL bu taul dk- t^maiiutM* 
wirdfr anf nnd wirtt riun vr^ri df^m [mfTHtmrn rtarb F cpflihrt Wfihrvnd 
etv dcrt in di«^ Hübo HU'i^t, Imu^t- Hk< nuf d-'m ZinknuifidvcbirmMn« 
Zone jfKinwndrn l^oHrbt'-TT', FbnirnsRiiTfnii hfn-nr 

Dit Emanation i^t nun anoh dlf Uraacbn dor indud^^tcn, d« mil' 
^rUnlt^rn KnditMiktivitii( , Ucnn w(»nn rin 'loa auob nut in B<Tin^(pn MrngtTi 
von dcnt Kndirjm ansti^t'bl. ^o bann da»clt>t auf undcEr Körp^e lieb iU*d»- 
•cbliweu uiid doduKb dJwu aktiv mocboii. 

Bini< Kfdir iviavolle Bcobarbtnnf^ dir« OookrH gi>macht hat. berabi 
aijf dvn «^fTah1i>ii, IlnB ZirikrtulGd lat t^iti phot^^liorrwzufrvnder Körper 
wokhfir wii' dtirr^h iji^wiUinticbi'fl Linlit, wti aiiHi »lun'h Rudiumatrahl^P 
«um leuchten «ftbrnVht wiid. Wenn man nun ^iTwn n»ii /-ii^krulfid V 




äplDtlicrvalcopk 



310 



FiK >lt- 




«iricIiRit^n Kurtü mm ZirLlEAulfidAchirni. von ifm'tji Stüok- 

iiilL (fiiMi Lap<^ vnriEn^flrrl tu^Iriu-hl,^!, tm f-iplil man nir^lit i^twA ein g^Loh' 
mAQifCMi Iicnohf^n. houcIttti i^in Srintillipron. Die Tt^iltihcn «Im 
KNTtonv werden (ibwtcliurlinl hi\d da, liaUI ilorl Jinm I^iiphion jji-h.riH'ht, 
der AobUcU tat jhi. wh? wenn iU-t Mond «ich m HLi.''li('riLU'in Wlliat njiu'jfi'lt, 
Bs ii«ß lieh ^igPD. dnU » di<? a-Btrahlcn Aind. wrli^hc 
dioBod £4£intiUii.<rt^n vm^ugt^n, wiiluhr? ubwechiwliid diu 
Tfrilchfn dM 8>^hirmpM mm Tj^nrhrf^n brinp-n. 

S^lir Iwqut^m kiuiJi nmn divs« Er>H:l)(-muikg 
mJT i*inrrri klt^ihi-n A|ipArat iHwhnf'hriin , drin mftn 
Spjiii 1i#((i*k II [I {vKin omv^p, Spinthu, Fiink^n) 
m<riiii- Kr tML in Fi^t 'Hl im LJiiri'hitf^hnitt ift'xoialinot. 
Kmr Mi^juin^hiilv a Iia^ «ni IWen cm ^Hiob ZinlcAullid- 
fiDf-icfr e- rbi?r (Ivine^lieii. in etwa 1 lum KiiiFrniunR. 
IM riti kleiner Zeip^r f An^cLkfuht. w^^It^het rin winxi^vr 
!^(uokctieii ItadcuJu r tiÄffU Der Zeiget lüUl tKh vun 
atiUrrk durch dus Kndr1iL-n R dnhcn. Duroh dip V4?ir' 
sc'hi^bban Lupe L kttozi man auf den Sf.hirrn griiAU 
**"1*^lf" Beobachtet mui nun durch du< Odftiinkc in tW lWk|jljiiir 
4i«App*Kl««,MniehtinhnpinpKnh^hHMart^ jliirliiTfh ¥\ff. S 1 2 ftn^^ dsnli't 
üt, VoltkooUociD läDt mm »ivh iiu Bil<]i< nicht fixii^ii^ii, wv\] ne vWn hc- 
«ondcm diirvth di«raKhrn WnrhwJ, dwiSEintillii^rc^n. jiuHnrhmmd rrixcrd [hL 

Dutcb dieie drr^icrlci vemchin- 
deren ArtfH von lir^jiirrelslrvhlrn r»c. in. 

U-Tid durch die Emanation fljbl alio 
RU iSfürk KiuliuTn forlwikkrrnd 
£nCT)pe nn<:h auUen ih. AÜEHmga 
i»t dir Itetrug dieiiT?r Knergir vin 
•*hr |tr<.'nn*»i'f. Wft fUtr üijUnpit 

ficdl dooh Imi j^mHim niiitimNl ivri 
KrMJieindiiQii^n tia'-\i uu\ vJi^l^riJii'K 
EDco^i'raenjii-n hfindi'lt, aIi* niAii 
nnpflinfflich annohnirn hnritilf Dftt 
RmÜUUi »Uiihit Ei.jii.li' ii .lui^li U'Tl- 
wfihrvnü Würmc' ah^. IMHü hal* 
die □letkwllr■Jig^■ Tnt-^.irho entdeckt, 
uud Eiv uL vufi vemoiiiedeiiL-Ti 8i.']tcn 
hrMiiirijEt und f|viAntitfttiv jjpprüJt 
Hvrhfo. daU t<i(i Slück Kü' 

diiimimm<<ri*inpTi>Tiifirriitiir hftf. , die iim»irkii I* 
bolioriHl ftlidid UiiL^i>t'Uii|i;»li<io]Jtiriitiir. üriikj^t riiuii 
M in ^cn Rauhi von 2i*'^. «i hat ^a 21 **, liHi^ ninn »«h in mni-n Rnnm 
iN>n 400, «o hat « '11'^ Tnfolj^ der h^h**rrn T-^rniipnitHr Riht « nl*o 
inuner Wärme durch l^^ilung imd ^trahliin^ an dm Un]^*i1mn>E ah. und 
nrv hhhcn measendf Ver*iichp ergpbr-n, fUß I g Radium i>ro Htimde 
JOO Kttlotiiwti nddi auQcn iLbgiLc. ÜMaua f^lut, dalf, um blüü die 
Wäraioab^ikbt» ntu^h nuÜ'n zu decken h ein mIgIk^ Gramm pro Stunde 





M 



AUßh ^inrn Betmg von Enfr^c, der lÜO Kalun^cn Aquivaloit ist» ent- 
weder iluicb Alwotptiou äußerer Ertergiceii (StrtiHliJurig) nufnebineu md). 
udor aber, daß dlt^B^r B(<tni^ duroh tnnerr t'mwihndtuii^ fr><i verdau muU, 

Dir Taf-HscW, daß <.'iii ftturV Radium (nrlgt's^lEt mul iiinin(*Tbrrwli*n 
filuktniEii-'n au^etiidetn eiji«rB«itä Ireii^ iii^gsLive uud atuleienviu jhjbiIivi» lh 
iKfrÖßpiTvin K<>p]iiiftkf?!T:kH hat eii oizicr Hyj>nth<ytr! p*f1ihrt, weli^hj^ «'it^i-t» w^rf- 
mch«iid<rn Aiifibliek in diu Forlviitnjrkab^ng ijvr rhvHik ujid Cheiuiv uv- 
wfthn. Wmin «iie Blflttron^n lortw^ihrcnd ftii,sge»>nd^t wirdcii, nn fllfirt 
dm fflJt notwendigerweise m der Annahmu. dali dieap Eli^ktioncn nohoi^ 
in dem Kör|mr vurbuikifii M'um tuid daÜ du? Aiomir dnr K^irj)pr in 
Wirkikhk/it mir ZuafttnmtnuPtEUfigeti von Eli*ktron(?ti xa vcrfckicdminohcf 
ATiüi'dimng sm«n. Näch dieaer Hyputbete eiad dw Altjuiv Bulbat tu?a[iuu<:tL 
goi!HrtEifi Körp^ urtd es winJ nur vnn rkn arLj;i.«wjimltorL Mitti^lri «ibhangrn. 
ob man pin. Ätnni, «in Hchnijjb^r UntvübareB^ nickt dwh £tfrt«i1i*ii kuui, 
t<jjii? AnBiihAuuii^. lür übrit^^rus nidil ni'u ittl, HOtidc<rrk nur dunrU dio Auf- 
ffl-uong der fiUpktroncit uh der Teile dpf Atom»' prmUii'rt T*t. K* r^dio- 
uktivi^n Stofie imn fausi^ii ^icli dtLiiftt'li aüffftfiävii alHSLofti^. d^rrmi Klfiktranon 
in pincm labilen Ziintnnd sich befinden, ho duß dxa Aiom Jielbiit in «nrm 
dauerndtn ZuBtuud d^T Zerset^^ung und der teilweiatu Kückbilduny nah 
bidinilpL Die* Tftt**ju.'hp w^iiigiftrnrt, dnü dii' p-.Strjihli'n nu« nc'i^ntivpn El^k- 
tronpn h«T*he(i. fin*^et dip *Mnf AcliatL-' Erklärung darin, daU üf.^endic Elek- 
Lruui-n tu dcrn Rüdiuniatotn ecLmi rL[itJiu.[tt^n sind und von dimiwlbcn fürt' 
ftii*g<in, Fb«^n«ü wiirdon dh a-Slrahl-in aua gmÜiTi-n P»rlikr1n d«* Alonü 
bMttfh^iii poäittvun und JL^j^atjven Elpktroni<D Jtueaniuieu, b^i di^nvu jwlccb 
dio [KiAttivi^n im dbfrschuß »uv\. Man kartn dHrniif binwpijipu. dlß gTiuI* 
diti gmÜlvn und ftirWcratpii Auiin*- (ilws Uran. Küiiiuui, ThtTiui«) dvnirtipj 
Ubiie K^rp<-p sind, cbpnao wie nnrh der Kant- LaplAco achtn Th*»rtTifl 
doi Sonne na Vfitem« auch die grOßte^i Himnielakörpcr am leieht<«lun TvÜ« 
(Monde, Ringe) abtwndem müaien. ihrvu Zti^niinenhung nicht mahr 
foHthaltpn können. 

Das ist allerdings nur eint- Hypothese, welche aber erlaubt, woni^itcm 
vurlHulif;, nioh nne Vnret^'Uutia zn mat^hcn. wip die merkwitrdig>^n Kigm- 
cobtflvu d«;« RadmukM vii.-]liMcht EUflaimneidiäiigt'n kount^n. 

Wonii iDJin dj<«ii Kypotboa(< lui Auge bi.*bält, so kann inan i^ieh lemlit«! 
eiTi Bild von d»n »nndifrbar^^n Erar^hcintmgen mHrhen, di^ rdli nAh^m 
Stinlinnt ijtr radinak(iveii i^nbälunzüu zu Tai^it ^nbriii^lit hnt WraiD 
mnn dif Emanation d<?» Rfldinma in rin mit Lidt gcfillltp» d^füß hrin^ 
und dann da« (hldü aehUeßt und di>j Emanation Hifh 9i-]h»l üWr^^. 
HD bidbt die Wirkung tW Emanation (die »ich dnrrh Lehmidvrmln 
düc Lufl XU erkenn™ gibt) nicht etwa aui unvorändcrHrhet Höhe, aomlc» 
mi? ninkt uiTniÜhln^b beruntt-r und awur so, djiü dn< Abnubine in bcetjminUr 
Zeit immn dern^lbp Bpucbt.^d der n^x^h vorhftndpnm Enrrgio ist. In 
4 Tagpn etwa buikl dir* Wirkurij^ der Euionanuo aiil dtu HhUIv dr*r Anlujp- 
wtrkijng. in wi^ir^^rcn 4 Ta^E^^n Auf nn Vitriol m. n f l>if-8i>a Q(«frti der Ab' 
iiabint.< si'i^ «ich U*t di^r Radiuiu^mauatiou immi?r «rfuJIt, fa d«ßMgaiii 
|[inii>hj|^b]i.iK wf, ob dio EniAnatifin in Luft odvr in andi^rTfH OawQ mdi 
hcündi^t. ob djiA fit^fliß ßxnß iidfr kTi*!» ist, ob viel oder wenig fEnianatÜMi 
lunudut vorhiiudi^n war. Ihn EmanatJon des Thoriums äinkl dA|C(!fCeii 
achun in ßO Sekunden auf den hnTben ßetrriiE. die des Aktiniumfl nogvsthon 



OmwaadluDg der EmiuiatLOD- 321 

in 4 Sekunden^ Diese Zeiten, die man ala Äbkliugungakonatanten 
bezeichnet, sind so char&lct^ristisch, daß man be^ einer unbekannten 
Emanation aiu der Meuung der Zeit, in der ihre Wirkung auf die Hälfte 
heruntergebtf also an der AbkUngungskonstante. mit Sicherheit aehtießen 
kann, ob mati ea mit einer Emanation des Radiums, Thoriums, Aktiniums 
oder nüt einer anderen Art der Emanation zn tun habe. 

Nach der oben angeführten Vorstellung des Atomzerfalls teilt sich 
das Radiumatom in einen Bestandteil, welcher eben die Emanation ist, 
mid m einen anderen Bestandteil, welcher die a-Slrahlen bewirkt. Die 
Emanation aber bleibt selbst nicht unverändert, sondern sie zerfällt auch 
und zwar, wie erwähnt« wird in 4 Tagen die Hälfte von ihr von neuem 
in andere Stoffe verwandelt. 

Durch diese Umwandlung der Emanation scheint sich derjenige Stoff 
m bilden, der den in der Nähe des Radiuma beündtichen Körpern die in- 
duzi er te Aktivität verleiht. Diese induzierte oder mitgeteilte Aktivität 
tritt nnr auf. wenn Radiumem&nation vorhanden ist, sie ist also von 
dieser veranlaßt. Aber es ist nichtetwa die Emanation seihst, welche sich auf 
den Wänden der Qefäße oder auf hineingebrachten Körpern festsetzt. Denn 
wäre sie es selbst, so müßte die mitgeteilte Aktivität auch ebenso wie die 
Emanation in 4 Tagen auf die Hälfte herabsinken. Das ist aber nicht der 
Fall, sondern sie verschwindet viel rascher. Schon in 29 Minuten sinkt 
sie auf die Hälfte herab. Es ist also folgerichtig anzunehmen, daß die 
Radiumemanation ebenfalls keine beständigen Atome besitzt, sondern 
daß diese selbst in eine neue Materie zerfallen. we!bhe sich an festen Körpern 
festsetzt und eben die induzierte Aktivität hervorbringt. Beim Thorium 
Eerfällt. wie gesagt, die Emanation viel rascher (in 60 Sekunden), aber 
die von ihr erzeugte mitgeteilte Aktivität hat ein viel zäheres Leben als 
die mitgeteilte Radiumaktivität, aie braucht nämlich 11 ^/a Stunden, um 
auf die Hälfte ihres Betrages herabzusinken. 

So zeigt sich also, daß ausgehend vom Radiumatom sich hinter- 
einander durch fortschreitende Zersetzung neue Stoffe bilden, die 
Emanation, dann die mitgeteilte Aktivität, welche aber aelbst unbeatän- 
dige^ weiter zerfallende Körper sind. Welches ist nun der Schluß dieser 
fortschreitenden Umwandlung, was wird schließlich aus den Teilen, die 
im Radiumatom enthalten sind? 

Ein höchst wunderbares und überrasche ntiea Experiment, das von 
dem hervorragenden englischen Forscher R a m s a y herrührt, gibt darauf 
eine ebenso bestimmte wie unerwartete Antwort. Ramaay ist be- 
kanntheb der Entdecker der neuen Elemente in der Atmosphäre, des 
Argon, Xenon, Krypton, Neon und des Helium, des sonderbaren Elementes, 
das man Gierst in dem Spektrum der Sonnenkorona durch eine auffallende 
gelbe Lirüe im Spektrum gefunden hatte, bis es sich nach langer Zeit 
auch bei una als gasförmiges Element aus versehiedenen MineraUen ent- 
wickeln heß. Diese Gase alle haben die gemeinsame Eigen^'tchaft, daß sie 
in gor keiner Weise bisher sich fähig gezeigt haben, chemische Ver- 
bindongen mit irgendwelchen Stoffen einzugehen. Sie werden von 
keinem chenaiechen Reagenzmitte] angegriffen. Man bezeichnet diea« 
Gmppe von Oasen daher als inerte (träge) Elemente. Ramsay 
bftt nun die Emanation des Radiums in eine evakuierte Glaaröhre eui' 



urch die RO}in 



nr 'ta 



Pitiitftt' 



l. T<U, 

tt^tvti loMtfii uad indfrni tMr tpin^n vlrkrriBL'heti Utrotn durch die Rü> 
aoiidl«!, tt^iirile cJrr lutuitr liiT Hc'thri' Iciuihlcnd und er^b. 
Priflruft hfftiMioliUi:, vm\ k<iiii]>IJzi<fTti;s .SppktniTn, w<*lc!i( 
da« SjriikmJML dirr KutariAUiun Aiiiwb, J[i dJt'oi^ui (Ibnmu norh oirk 
p[|hUÄ^i>^T^^n Sprfcfnim wnr ubcp äji'licr difl np\\» H*iliiinilinir nicht *iiT' 
hftllo«, AU jodoeh die cvakuiorttf ßöhrd 3 Tjiä*< «Ii^ii-n ip;}>iielwn *»i 
and danndi wmdc^r UTiU^rnHcht wurdi*, ^n^li^ nch diii jinlw* Hriliiimlitd 
und » zeigten flieh liia folgenden T^kgo auch «11c uid^rert Li^uv» lI<F 
Hi^JiUius, jLuJJL-rdt*]!] ntrcb i<Liiige uiLbi*kuii|ttcf |,llia*IL l)nr V'r.r«iir}l wiirdt 

mit itrtnFielf>L-n RnuJFat aEt winluboll «dJ 
en wurdv eLvU kuriHliLtit-rt . dftü, viUmad 

^i[iil!pn Ta^uu ilvLuj» vnchict). Die 
und Wtiäe, WM dii>HW* hörhsl -Brichti 
Eipprimcnl Aiigr-Jitflllt wiirdr , gthl 
Ki^, 313 Lorvor, In «ini^r kJm'.-rj f'löatiL« 
hf finden sirh 30 bi* SOniK R«diiin)bfi>niiL 
Xa der Kufld B, dio xunnchjit dmcb \t 
einen Hnhn von A und van evbtfi Uifr- 
«olllowr^u idt. beiludet «ich lultfmcB roni 
WadMT- Dlo woitf-ruji 'JV-eId um Apfi«ntBi 

4fitlwll.^n W\ (^ rine t>rv*3icrte Kupl?r- 
■pifal^ die durv^h eiiivii blpktnHchen ^trviu 
sum QlQhen f^brarht #<*rd^n kann , ^ 
bei D vin GiffjilJ, wi'li^bee PboBpliorpbuI 
Euni Abaorbicrr^n ullcs Wnufir» ^nthilt. 
E ist ein U-Hubr . Wük-hi^N du[i:h AI 
Lnft n-b^okühit wer<lci> kann, Iwi F 
Spektra Imhrp . die ungefähr in '/» 
liuher iiTÜlit- geiti^ichjiel :t^p bpi L int 
^^ LuftF»iiinpe iin|i;e3chlo«aen und von tä cm 





A]>|WTJit uufeteigen Insn^n. NrinTidmi olln 



rb 



varb«rvitct t^t. die Luft äun dem Appir*! 
itntfemt im, winl iIh^ Wua^'t von R niv^b 
A ifr-br^E-ht. Ja^ Bailiiinjbnrn^id Ici^l »th iii 
WAurr «luf und tiritwi''1(L^II diu KinftuAtioh^ 
Zn^lcioii pntwiokdt «a okHudiertj^ Vta^i^c. WAMcratfiff hwI SnnrnftAflH die 
von der glühenden Kiipfer»pirnle in C absorbiert werden. *»l>wnjKi wti^ 
Wa«ip.rdümpfp in fe*(t,^elinlt<*n Vp-e.rdcn, Nun lülii in«n vnn (J au* 
Quecksilber aufsteigen und treibt dadur<'h dfe ßnuknation und ilW 
otwazgt'n Bunstif-en Gwll- in die duii^b JiiLiDJL*e Lull |£ckÜIihc Höhte £i 
wo öirh die Eiciwrinl.itm viTdirbri-f , wÄliri'nd M'^h whrm vorhasdowB 
Helium iiK'bt vei'dit'htel wird ijiid di)r<;h di^ P(ieij]i>' W\ L lorlf^ewbiJft 
iviM, (Holiiim iftl. daa pinzig* Oiw, wv^lchoe bisher Uberbfiupt miäi rLJ< 
in d«u ÜQHsi^n Zujit«nd g*>bracbt v^rdnn lronnU>0 liAQi Tuan nun 
BinanAtJtiEi wi'<«Jer frni witrilf^n. m\ lin^K'.t mAii in <li>r Kt^hro F. 
man aie dur/^h ^in IndLtklomm xum Lmehttn Krini;! , nA^b 3 
D Tagen dJo unawi-ifelliAft^r Anwcaimhcit von HnbniiL Der iiotw«ndigv 





EDlfltehuiig Toa Helium aus Kadium. 323 

Schluß dar&ua ist der, daß sich Helium auB derRftdium- 
emanatioc gebildet hat, daß alao das Helium das End- 
produkt der vielfachen Umwandlungen des Radiums ist. 

Was Jahrhundert« hindurch &Is das Ziel aller chemischen Forschung 
galt, die Umwandelung eines chenuschen Element«» in ein anderes, was 
dann von der wjssenechaftlichen Chemie ab eine Utopie angesehen und aus 
dem Kreide ernsthafter wissenachaftlLcher Bestrebungen ausgeschlossen 
wurd«. das scheint dieser neueete Zweig der Wissenschaft nun doch in 
einem Falle realisiert zu haben. Zwar ist nicht Silber in Gold umgewandelt 
worden, wie es die alten Alchimisten erholten, aber ea iat durch spontane 
Zersetzung, wie es scheint, eine Substanz, die man Grund hatte für ein 
Element zu halten« wie das Radium, in ein anderes unzweifelhaftes E)e- 
ment, dos Helium verwandelt worden, eines der schwersten Elemente in ein 
sehr leichtes. Überall wo in der Natur Radium vorbanden ist. muß nach 
dieser Auffassung auch Helium vorhanden sein, wenn es keinen Ausweg 
hat, sich in die Atmosphäre zu zerstreuen- Denn spontan entsteht aus 
dem Radium durch den Übergang über die Emanation dauernd Helium. 
Da Radium immer mit Uran und Thorium vorkommt, so versteht man 
nachträglich die Verwunderung von Ramsay, der das Helium zuerst 
aus irdischen Substanzen abgeschieden hatte, darüber, daß dieses nur in 
Mineralien vorkommt, die auch Uran und Thor enthalten. Darf man 
umgekehrt aus dem Vorhandensein von HeUum auf das von Radium 
schlieüen, so muß Radium auch in der Sonne vorhanden sein, denn das 
Helium ist ein Element, welches zuerst auf der Sonne durch seine Spek- 
trallinie gefunden war (der t^ame Helium kommt von ^Xco^, helios« Sonne), 
bevor man es auf Erden entdeckt hatte. 

Eine schwierige Frage, welche dieser ganzen Theorie des Atomzerfalls 
entgegengehalten werden kann und muß, ist aber die, wie es möghch ist, 
daß überhaupt noch Radium auf der Erde vorhanden ist. da dasselbe 
sich doch seit Jahrtausenden fortwährend von selbst zerlegt und unab- 
lässig die Emanation und dann Helium entwiclcelt, außerdem auch a- und 
ß-Teilchen ausstrahlt. Da seit Reginn der Erde diese Umsetzung statt- 
findet, HO sieht man nicht ein, wieso überhaupt noch Radium und ebenso 
Thorium und Uran auf Erden vorhanden sind. Die einzige Möglichkeit, 
diese Frage zu beantworten, scheint darin zu liegen, daß man annimmt, 
daß flieh das Radium und die anderen Elemente auch wieder bilden 
können. Und das ist tatsächlich die Folgerung, zu der die Begründer 
imd Anhänger dieser Theorie gelangt sind, Sie nehmen an, dali diese 
schweren Elemente Uran, Radium, Thorium selbst die Produkte des 
Zerfallft anderer Elemente sind, daÖ insbesondere das Radium selbst ein 
Zerfallsprodukt des Urans ist, mit dem verbunden ea in der Tat immer 
vorkommt. Wenn diese Umwandlung sehr langsam geschieht, so wäre 
es immerhin möglich, daß mit großen Quantitäten Uran doch noch mini- 
male Quantitäten Radium gleichzeitig mit dem Endprodukt ihrer Ent- 
Wickelung, dem Helium, vorkommen. 

Doch sei es genug mit diesen hypothetischen Betrachtungen. Neue 
Experimente werden im Laufe der Zeit vermutlich auch hier eine Klärung 
bringen. Nur auf eine Folgerung aus der Radiumforachung sei hingcwiesen- 
Da die Becquerelstrahlen die Luft ionisieren, so läÜt sich in einem Räume, 



324 '■ TttL 13. Kapitel. 

in dem Radium längere Zeit vorhanden ist, eine elektrische Ladung gar nicht 
auf den Körpern halten, sondern sie wird sehr rasch £ur Erde abgeleitet. 
Würde dflfl Radium in der Natur in großen Mengen vorkommen, waa es 
aber eben nicht tut, bo wären die Eigenschaften der ruhenden Elektrizität 
gar nicht entdeckt worden, weil man nie einen Körper hätte geladen 
halten können. Wir können daraus unter anderem ersehen, von welchen 
Zufällen unsere Eioflichten in die Natur doch abhängen, und können daraus 
die halb betrübhche, halb hoffnungsvolle Vermutung entnehmen, daü das, 
was wir von der Natur und speziell der Elektrizität nicht wissen, noch viel 
umfangreicher ist ab dasjenige, was wir bereits kennen. 



14. Kapitel 

Elektrizität nad Licht 

Viele Jahre, ehe die WieseiLBchaft der ElektnEität durch die Eat- 
deckuugen von Hertz ho weit war, daß aie den eng^n Zusammenhang 
zwifichen der Elektrizität und dem Äther, dem Träger der ETsehcinungen 
dea Licht«fl, erkannte, viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte vorher hatt« Fara- 
daj einen solchen Zusammenhang vermutet und durch Experimente 
EU beweisen gesucht. Wenn unter den vielen großartigen Entdeckungen 
von Parada^ einer der Freie eu erteilen wäre in Beeng auf die Geniali- 
tät der physikalischen Intuition, so ist es gerade die Entdeckung, von der 
wir in diesem Kapitel sprechen wollen , welche diesen gesuchten Zu- 
Bammenfaang swiechen Elektrizität und Lieht ofEenbaite, Nicht als ob 
diese Entdeckung bisher von großer praktischer Bedeutung wäre. Die 
Induktionserscheinungen, die elektroljtischen Gesetze, beide ebenfalls 
große Taten Faradays, haben eine unendlich höhere praktische Bedeutung. 
Aber aus größerer Tiefe^ aus unbekannterer Region kam keine Entdeckung, 
und in rein wissenflchaftltcher Beziehung war keine Entdeckung von 
größerer Wichtigkeit als die Faradaysche der magnetischen Drehung 
der Polariaationsebene des Lichtes. Sie war so tief, daß sie jahr- 
zehntelang nur aU eine wiseenscbaftlich merkwürdige Tatsache galt, auB 
der man keine weiteren Schlüsse ziehen konnte. Man mußte sich nur ver- 
wundem, wie ein Mensch nicht zufällig, sondern in bewußter Weise auf 
dieaes Experiment kam, Faraday aber hatte stets die Anschauung, da.Q ein 
Zusammenhang zwischen Lichterscheinungen und elektrischen Erschei- 
nungen existieren müsse, da er beide aU Vorgänge im Äther ansah, und so 
handelte es sich für ihn nur darum, diesen Zusammenhang, über dessen 
Art man von vornherein nichts auesagen konnte, zu suchen und zu ünden. 
Er probierte in der Tat zunächst, ob nicht während der Elektrolyse, wo 
ja die Ionen eich bewegen, ein Lichtstrabi, der durch den Elektrolyten 
gesendet wird, beeinflußt wird. Er ließ ihn in der Richtung des Stromes 
oder in der entgegengesetzten Richtung oder senkrecht zur Stromrichtung 
durch die Flüssigkeit gehen, ohne daß sich jemals, bei noch so feinen An- 
ordnungen, irgend eine Wirkung zeigte- Aber seine Überzeugung von 
einem Zusammenhang war unerschütterlich, und so nahm er Idi5 diese 
Versuche wieder auf , nur daß er diesmal statt de? elektrolytischen 
Wirkungen des Stromes vielmehr die magnetischen Wirkungen desselben 
tna Änge faßte, und diesmal mit glänzendem Erfolg. 

Um aber diesen Zusammenhang zu verstehen, müssen wir eine Tat- 
sache besprechen, die aus der Lehre vom Licht bekannt ist, nämlich die 
Tataache, daß man dem gewühnhcben Licht durch einfache Hilfsmittel 
eine besondere Modifikation geben kann, die es für gewöhnlich nicht hat, 
eine Hodifikatiou, mit der das Licht dann einfachere Verhältnisse ab ge* 
wohnlich erzeigt. 



326 



I. l^n- H Khpicol 



/[ 



Di«aes lüliAcnlt«] bc^at^ht ^üifftch in einem Sxikok citu» VA^erhfJlfti 
KiivtaWtt. diTb KjlE Uspul^, wii- 1'l^. 'A14. dar iu Lvncr Ij^irtioimt^Q. ußä 
nicht näher i»tpre.^]rrrenJen Weise gr^chtitttcn iit- Kin Mlch^-T Kaik- 

apftt wirü nii ^'icül^n:h^?* Prisnift 

^' "" lier kür* ei» Niuül c*?jiBfiiit. Mau 

dringt ihn iii t^ine M^talTfftHHung Viinf^in . 

au daü ruhJi f>irii^ii Lit^litblraikl fviiiki 

LiihiU;«» Hft^h iinrrh Om himiiirchBrndpn 

l kaiLii. Di'i QiiiijM-hjittt i'lt^ K&lktpuT«. 

D d<rn man an dnn Enilen lii^r FAHung 

5ieht . hat die Foim , wie mc aus 

Kiff. 3irj Kii Ptkrrjnen iflt. ein schiefwinkflip^^H VltT^Tk, d(«±ci] rine Ui»- 

ffonalp prhi^lilich ^öüor iat nls dir and''"'. Die Ebene di*? duK*h dlv 

tfl[]gt>rti Diagonnlo iitl<1 il<?n durch di^n NiooJ 



SEWMidi:ti?ii Lit^htstrahl ^ck^^ ist. itciint mun 
» PolBriRatioi]Reb«E& dv9 Nicots 
unrl injiti riHirWinrli di*'ar EtiiMip aiv «Icf Ftu^sniig 
dpiNirihJslijMifigdiirch einenPfi»il. In Fi je 316 
lät o^n Ni<^rj] >' m uiiier F^u^mi^ hu£ uJnvtu 
Gentell angebracht, welches flüGerdeuj nwh 
einti dr«hbar(F. mit Läch«rii VE^achiedeiier 
GrflQp vdfFi^hpTiP Si-'hpihn Itfigt, dtirch die 
man Lichtbfindd von größeier <xh: kleinerer 
Dioka nbgratmoti und ^lurt'Ii den Nic*j| ^ft'Jifu 

Fflasung dea Nirola 



i^te- •'* 



fi*. in 




befestigten Papitrrfjfthi 

gcbed clio Rinhtung tlui PtiiariButioiiBL-byne au, 
ai^ haben dl? RichtuTim der l^nfE«rert DiBAOnai« 
von N. Di^F^e Faiuie wolluii wir kurx ata P£«it 
bßKeirhnmi. LüÖt man imcn ^>wühnlich*»n Licht- 
atrnh] , den man aiieh tiiiien nnllTiüfb^n IJc'hl' 
atmhl twMfit. d 11 r<;h willen sok-heii Ninol hindurch 
g'^hen* ao ist dos aus ihm beranfltretrndp Lichl 
iiLüdillKierluiLilmanEu^untcäduTinpalsriiicrtM 
litrht. DaU r* inodifiKiirrt i*it und worin diiws 
Mudihkbtiou bt'dU'Lt. «k^imt man aofurt, niiiii 
man ein^n aweiten, pbvriao l;«eohAfT&iien S*oiJ 
anwendet. Da» Li<i}it, dan von dem frwtfT» N'iroi 
kommt) geht nÖaihdi dui'di dvn z^vicwt Klcol 
n i fi h r, h i ri d li r f. h , w fi n n d r ■ ar n Pfeil 
aoitkrijchl, «um urttcn atcbt- B> 
^rht in f^rw-lhnllohrr WHno hindurch, wenn du 
Pfcüp pmalkl »ind- und ca geht niiT ^oKhvkht 
hiiiilnreh, wmn dnr p|pik< irgendwie Hdud la 

«'innndrr Btt*Lon, lli'w.' ^oüd».'r*iare Eig^ntcbaft 

i1k- mau aiu gtiAirhuhi.'b^i] Lirht ntv Iwobacht«^, 

i4i>ndrriL nur am pokLrkriii'rliifii , Wühl darftuli 

daU m vmetii NjcuI die Sc)ivfin^u)Li^-n dm Ui^htVA ikbirrall und (on- 

wj^hrend nur rtJkrh dc<i'Hi>lb<Tn Hirlir^un^ jfo»ii?h^1u<n« nioinal» wDOhmb, iind 

xvur hnl tunei irrmiftidn käimon, daQ tw imm#r nc^nkrc^ht m d«^ Pokh- 



Poluuiertefl Licht. 327 

BatJODfiebene atattfinden, aUo in der Richtung der kurzen Diagonale des 
Nicols. Steht also z. B. eiti Nicol mit semer PoTärisationHebene horizontal 
nnd ^eht durch ihn ein Lichtstrahl hindurch, ao geaehehen in dem Licht' 
fltrahl, innerhalb des Nicola und nach dem Austreten, die Sohwingutigen 
alle vertikal, auf und ab. Steht der zweite Nicol so, daß seine Polarisationa- 
ebene senluecht zum ersten, also vertikal liegt, bo können in ihm nur 
horizontale Schwingungen verlaufen; diese sind aber in dem ankommenden 
Licht nicht vorhanden, folghch kann dieses nicht durch den zveiten Nicol 
hindurchgehen. Ist dagegen in dem zweiten Nicol die Polarisationsebene 
auch homontal, so geht das auffallende Licht glatt hindurch, und wenn er 
schief steht, so geht bloß eine Komponente des auffallenden Lichtes hin- 
durch, es erscheint a^ geschwächt. 

Wenn man daher durch zwei Nicols auf einen hellen Körper, eine 
Flamme, ein weißes Papier oder dergleichen hinsieht, so sieht man den 
Körper, wenn die beiden Polarisationsebenen des Nicob gleiche Richtung 
haben; man sieht ihn nicht, der Körper erscheint dunkel, wenn die beiden 
Polarisationsebenen senkrecht aufeinander stehen. 

Man drückt diese Tatsache kurz so aus : 

Durch parallele Nicols geht Licht hindurch, 
bei gekreuzten Nicols tritt Dunkelheit ein. 

Han bezeichnet auch denjenigen von zvei hintereinander gestellten 
Nicola, durch den das Licht zuerst hindurchgeht , als Polarisator, 
weil er das Licht polarisiert, den zweiten als Analysator, weil er das 
polarisierte Licht erkennen läßt- I>enn dreht man den zweiten Nicol aus 
der paraUelen Lage in die gekreuzte, so wird das durchgelassene Licht 
altmähhch schwächer bis zum Verschwinden, und umgekehrt ist eine 
solche Änderung der Starke des Lichtes beim Drehen eines Nicola das 
Zeichen dafür, daß das ankommende Licht polarisiert war. 

Gerade an solchem polarisierten Licht hat nun Faradaj seine wun- 
derbare Entdeckung gemacht, und deswegen mußte die Polarisation des 
Lichtes hier kurz erörtert werden. Die Frage, die er sich stellte, war, ob 
das Licht in der Nähe eines Magneten irgend eine Beeinflussung erfahre, 
und sein Experiment lehrte, daß zwar nicht das natürliche Licht, wohl 
aber das polarisierte eine solche BeeinHussimg wirklich erfuhr. Wenn man 
zwei entgegengesetzte Magnetpole einander nahe gegenübt>rg teilt, so daß 
xwiachen ihnen ein starkes magnetisches Feld entsteht, so sind in diesem 
Feld offenbar zwei Richtungen besonders ausgezeichnet, nämlicb erstens 
die Richtung der Kraftlinien, die in der Verbindungslinie des Nordpols 
und Südpots laufen, und zweitens die Richtung senkrecht zu den Kraft- 
linien. Ji/i^n hat also auch für einen Lichtstrahl die beiden Hauptfälle, 
da£ man ihn entweder in der Richtung der Kraftlinien durch das Feld 
schickt oder senkrecht zn dieser Richtung, und die Entdeckung von 
Faraday zeigte, dall im ersten Fall« aber nur in diesem, eine ßeein- 
flusBimg von polarisiertem Licht durch den Magneten stattfindet. 

Um einen Lichtstrahl bequem in der Richtung der Kraftlinien durch 
ein magnetisches Feld zu senden, wendet man vorteillmft das Mittel an, 
daQ man die Pole des Magneten durchbohrt, so daß das Licht durch die 
Bohrung geschickt werden kann. Sehr bequem ist daher der Elektro- 
magnetj den wir auf S. 162, Fig. t4J abgebildet haben. In Fig. 317 sieht 



T^- 



iJfÄW 



bube iJ^Tiickt- «iiiil > tun f\n »rarliFs Feld imi^t^Vn ak-L «nt»t«b«ii lu 
lawi^^ii uii'l liw ilurch ilJi> giuixu LliTj)ru uiiir Bcilirvjiijj; W^iUi^u, Wir iwli'^ 
2wJwtii*ii ili*: ViAit *>ih Siück Gins G r^it chonrn ^^i-tti<ii wunden um) 
brLti|j;vii uuf bvidä kwiti^n Jea Kickt joracit[m-!|p:n jit i/m Nk^^lscbt« 
PriÄtnA, vorn einrni Polurisftt.or P, hinUn finrn AnjilyftnTflr A. Wniin 
wir nun den Polorisator etw^ vertikal Btcllon mtd den AnaJjiutor 
horiÄont-nJ , also ^{jkrrusit, und, solang* der MjiRiict ni^ht cmit Ut, 
Lklkt von riner NfttnumlorHyie L dnrrh die Nicül* uod düJ OUi 
«ciiUuji» HU wiasi<n wir jh. daU k(<jjj LJcht dun/ii dt>n Aruily«iilDr liindurrb- 
gffht, w(»tl ^r eben «ekrHUjn. fltflht. S^hm wir damh d^n Analywitor nacK 



M 



(f 



-II 



dor LBmpp hin. so hnbpn wir dn dunklM Ge^whiftfcld. Wenn wir nnn tkhrr 
don ^apiciüu ertt^^u. iadutn wir Heinuu Stroin »chUc3oa, obtiQ sgHiL 
etwa« zu ändern, so finden wir zn iin^eror Tlbt-mtHrbiinff, daÜ diu F^ild 
eich aufbt^Itt, daß wir jeUt die Lampe L sriien Da« war die Enldn'kxiuf 
v«n Fjim<lay, ninl B^htuIhv wjir K*'*"li i'brn^j iilH-rruwr-hl übftf dni» Bf- 
Ai:heiriiuij£j otiwobi ^r etwn« Di^iarli^s anchtv Alio {IIa |j[i>kTfUfr«rii Nlraln 
britigeu i^lti rüi'M ntubr Dunkt^lbvit b^rvüi% Um ivi^dirr DuukvUivit xQ 
rrTicnfp^n, innuion wir den NinnI (iiin lirr grkrcuitTcn i^tfJlung hmu»- 
drchcn, bei die*en.i Versuch etwa um 15*. wie es die ßteUuftn von A 
in drr Kigur Ecci^t. Diinn frlmltt^n ivir wunder Dunkelheit, Du uimu 
AnnlvBaror düaiomge Licht nioht bindurtblilBl. dessen PcUruatioomboPi 
ffcnkret'hl £U dL>r aeiEit^vn iel, hu aiolii inun, duQ dua an ihn aiikuiuiuaidv 
Lkht. nachdem f;a daH (Iliva dufpbMrl bat. nicht mehr die vertiW* 
Pvlarj«alL'ja»vbcii« fjt<haltL.'n hubvn kaiiii, die durob deiL erxtfai Xieol 
or«eii^l wdrJcn i^[ , iiniih'rn diiÜ mirii^ Polar km tiorva^ib^nc iß di'in (ilu 
um MwA L") " tti\]r<-h1 \vord»^n m-lii rijtiß. U^id dftj" lAt dfthfr di*r konr 
AuMdmrk diT Krf Ahrun^tHiMjK;biT , ohnti jMo UypothbiKt: In dou 
Tnagn<?tiichrn Feld wird dit^ PoInTiBacionacheii« 




BCignetiBchB Drehung der PolarisatioiUQbBne. ^29 

des Lichteflf welches aich in der Richtung der magne- 
tischen Kraftlinien fortpflanzt, gedreht. Wie groß 
der Drehungswinkel ist, das hängt erstens von der Stärke dea Magnet- 
feldes und zweitens von der Natur und der Dicke des Körpers ab, der 
im magnetischen Feld sich befindet; Glas, Wasser, Petroleum, Schwefel- 
kohlenstof! bringen jedes pro Zentimeter Dicke im magnetischen Feld ein© 
Drehung von bestimmter Größe hervor. Je starker das Magnetfeld iat, 
nm ao größer ist unter sonst gleichen Umständen die Drehung. 

Was den Sinn der Drehung betritt, nänüich ob die Drehung im 
Sinne des Uhrzeigers oder entgegengesetzt geschieht, so bat schon Faraday 
das sehr einfache und schöne Gesetz dafür gefunden. Denkt man sich 
die magnetischen Kraftlinien von Ampereachen Molekül arströmen um- 
geben (S. 204), so ist die Richtung der Drehung immer gleich der 
Richtung der Molekularströme, Es kommt also gar nicht darauf an, 
ob der Lichtstrahl vom Nordpol zum Südpol sich fortpÖanzt. oder um- 
gekehrt vom Südpol zum Nordpol, der Sinn der Drehung ist beide Male 
derselbe. Daraus folgt, daß wenn man ea so einrichtet, daß der Licht- 
strahl, nachdem er das Glas durchlaufen hat , reflektiert wird und dann 
das Glas im umgekehrten Sinne durchläuft, daß dann die Drehung im 
ganzen verdoppelt wird. 

Diese prachtvoUe Entdeckung von Faraday zeigte also unzweideutig, 
daß eine Eeeinflussung dea Lichtea durch magnetische Kräfte tataächlidi 
statt&idet. Immerhin aber geht diese Beeinflussung hier unter scheinbar 
sehr komplizierten Umstanden in komplizierter Weise vor sich. Man muß 
erstens polarisiertes Licht haben, zweitens dieses in Richtung der Kraft- 
linien durch das Magnetfeld senden und findet dann, daß das Licht an 
aicJi nicht beeinflußt wird, sondern nur seine Polarisationaebene gedreht 
wird. Aber alle Versuche, die man mochte, eine weitere, vielleicht ein- 
fachere Wechselwirkung zwischen Licht und Magnetismus oder Elektrizität 
zu finden, blieben fast fünfzig Jahre lang ohne Erfolg. Die Faradajsche 
Erscheinung war und blieb die einzige. Man konnte sie mit Recht so auf- 
fassen, daß man sagte, in einem Magnetfeld geht jedenfalls etwas vor, 
welches die Natur einer Drehung, nicht die einer Vi^rachiebung hat. Aber 
man hätte dann auch erwarten dürfen, daß Licht, welchea senkrecht zu 
den Kraftlinien durch ein Magnetfeld geht, irgendwie beeinflußt wird. 
Doch alle, auf die verschiedenfachsten und zum Teil sehr genialen Weisen 
unternommenen Versuche, dies zu finden, gaben stets nur negative Re^ 
sultate. 

Erst vor wenigen Jahren gelang es einem Holländer Professor 
Zeeman, eine weitere, hochinteressante Wirkung des Magnetismus 
auf das Licht eu flnden- Schon Faraday hatte veraucht. ob nicht bei 
Flammen, die ja selbst daa Licht aussenden, ob nicht bei diesen die 
Strahlung durch den Magnetismus beeinflußt wird. Es wäre ja offenbar 
möglich, daß die Schwingungen der Moleküle einer Flamme, durch die 
das Licht erat erzeugt wird, durch den Magnetismus modifiziert würden. 
Faradaj hatte bei diesen Versuchen keinen Erfolg, aber Zeeman, der 
mit größeren und feineren Hilfsmitteln arbeiten konnte, fand in dieser 
Richtung tatsächlich eine neue ErscheinuTig, die man das Zpe mansche 
Phänomen nennt. Man kann bekanntlich Flammen herstellen, welche 



asti 



h Teil 14. K&pitel. 




nur Ltolit voci «iu«r «iLuig^zi buLlmiutt^u Varb« aiutwiid«!!, «ogCMont« 

m n n oo h r*i tti H t i 8 (■ li c P 1 « rn m i' n Hriniff m»in in Pinr ppwOhn- 
liche Tiirlitk^in-hi^-ntlfr GwHflsniTue rlwjw Ntttruiiudsls (Kc»fh*aU), *> 
li*ii(.<hl«t clio FJnmEnn ^nlU itiiil '4i*iul<<( l^iHit von *«mur gan£ tjmtimißlAn 
ScIiwinHimßsdfiOi^r uriA Wi-lIrnlrt^iiE*' n"*. Rhinao, wenn rnnri ein LithiiirH' 
(9dj£ in i\\** Fbmmi? btiEigt. i-rliMic jtm» *»\n wotvä Lichl von |£fuu 
hffltimmtrr Wr'dwiliinRi' und Fdrlio, hpi Tlmlliiimflnb fin p-ünoÄ U- ** f. 
Sil kftiin man «^infnch FJanimcn hprulvÜcii, die Lioht Ton einer oder von 
niniffrn wnmgen vi-rnohiodc^nt^ri KätIh-h (mEi*rniii*n, Wi-iin mnTt daß Lil-Ui 
einer aolchen Flatninp mittels ciaer hin^e dutch ein PrLRnia Bcodet. m 
nrliiilL umn vino oder n)i?hrerc ^ta bL'lmrk' Ltuieii uii boeUuiuilvti ^tuLtvii. 
hcfinrr Jj^niitzt muri atfln, c-iu*-« PhRmo« pin swnannip» B&ugur^xg^il^rH 
utii weU'Wii uLUn Jju Ltclif dvr Flaninie dutvli eint* LiiiM wirft. M^n 
;'rljii)l diiriN tdk Mlekrirrii*» Lfrlit «i*hr Hf-Iinrfc Lmkm jtn iH^ütJHiiuti-n 
SulE'-rj, die- duToh die SchwihgungwjAUur d^b Ljdiim« bp^tiromt «Lnd, Ein 
Rollen ii^^ittur anzuwemteii ]iü.t dvti Voreuj^ v«>r der BenutmrijE «iniu 
PnAUiiw , daü mnn dAdiirdi nahe bei einnndT arj^hende lini^n noch 
diiuilioh treuiH'Ei kann. Zum Eti^iipiel /^tgt «» sich» doi dio icell» 
XntriiimflikiTirnp nicht l.irht. von einer einstigen bcstinimtcn Schwin, 
duuLU' ULUFiL-iidel. BondL'rii voix xwi-i weiug v-^cvE^hicdeneii Schwi, 
iluut'i'n^ Müll bil'IlL dalitT aunii. Vfiiti EiiEUi auf ein boIi^Iuv Buu^i 
das Licht i*iner Nfllrnjinflrtninie wirft und in pasaendpr RL<:)kliing dunl 
FiTimilir udi't mne Lujw dac ^ittk<r bt^ubuditct. xwtü nahi^ bt-i uiui 
Iwfiiidlirhe jj^lhi' Lijiit'.n, dta man dif D-Linii-u iTcnrit, SriWrtit int ft!N 
bua di^r 0;jtik bekannt und bii-lel iiiilila Nteui-H. Nun Aber brachu 
TtM'niJiri die Xatriumflammj- , die d&a LW-hb ftifA»cfiiir.t , iririAchrA i^ir 
Pull/ i-infft filurktiit Elektruinajjp^et^ii und Uerbäi sah er. d«l3 j«de 
rin«elnc Linie ainh in drei Linien zerteilt, wenn dii 
Liflhi, daa senkrecht KU di^nRr&flHnien anitriU, 
beolfuchtet wird- Um die Auordnung deä Versuoha zu leiff«!!. 
i«t deraelbe in Fig, 3]f^, ao ^t eä geht, diLr^eatdlt. Mbq sieht d«i 
UalbrlugtrlbktrüinagnL-len riiit a,bgQrundet^ii Toleu, dc^a wir Mhoa vä 
ii. \*tl \tPM-\irK']tv^f\ habiTi. Zwiechfn d*-it Pok'ii lietindct ^ioh ein h*"*"'^^" 
lieber DiiHMcnb:eniiiir FJ. In dJeceii tauiht i^\ii Mut^k Platindrulit A, •it 
itut NHi-iiurnuHlÄ p'inliikl inr, I)jw Lirht ^'hl diircih ein**n eii^u t»p*it 
hirtduTch und wird senkrecht in A^.n Krufttinien des Magnet« durch flPf 
Linsi> dut i'in (ltow[AndAch«>a) bvUjLfiin^gitler Q ^vrort^n. Durcli md FtfS' 
rohi L hcolmi-htW man dna (Jittcr in befltimml^r Richtiinj; nikd AieihrdiUiD 
die beiden D^Linien des NAtriunih, Sobahl man itbur dvn Elektroiuagni'Un 
errewt, Ündet mjin. dali je«U' der l>n]dnn Nntnnmbnifn in drei n>l* 
bei einander befiodHohp Linien serliüt, K* bildet lieh fttw jedei eiQSwhvn 
Linie em dogenaunti^b T r e p 1 e t- Das Mt einea dt^r neuen i'hiLnometi'- 
<\iv Zccmaii i^ntfLckl hat wie tnon sieht, hnndell ea dioh um LJcht^ *vl- 
<'h»- III ib^iii Maj^nei fi'Jd «^ntH^i^kL und wciubod Bpnkr4:?cUl ludf^ 
Kpftfilinii-n de* Mairrirti-n nach miÜiMi ^t^ht. Macht nmn dfns^lb^ W 
auch, indem mAii dAflJTji^i' Lirht tieobacht^t . widchv^ vi>n der Flamnu 
in der Itiehtnng vU^i Kj'^ftlmimi nach üiil^in jf<^hi (ftu cUim Zwackt 
«lud Durchbohtimjton in den Kiaenki-men th» Hatbnngi»Ltlntoinafn«C« 
angebracht), ao hndot man. d^D jodo Linii? venlnppclt vdrd, nnn nun 



Dm ZftoaiuiHhv PlilUitiuu'n. 



33] 



E^aie mt«t«Ht fön MURi-nAiintoit Don biet. Du iit dfti Eweite, mit dem 
«nvlpzi jGuaaiiLmw)ljÄrif;^<iLLlr Plt[i[ioEi>i.'ii. du* von Zt^ournu pcluudoa wnid«. 
L'iii <lic«H tMiiJi'ii KrwOL''intiii^-n KUFUknimpiiEufjL-w^n. knim man Mg^n. 
durch dim Mftpn'ri»MiHfc mu] d».* Sf-liwijii-UH^MlüUtt dvt WdiEeridpii Teile 
in d'*f Fi*imiii» Uvuiinlliiüt. Dtcn- |t'i[<T b^'stimiLil'.'H Lun'- . iIil* umii x'oti 
drm (liltor erhfclt , fnlJiy»richT. i im i^i ^itmuilr Sr'liwin|jiin^H(imi(»r. Winl 
ftbo eine LinJi; m drei ^i'»|»nllvi), Jlp' vu^ Ihji E'i»hnit>^r, uWr dfiv'h f^HroiiiiL 
vind, VI hciQt djUn ci itt durch don MAjJtnr'iUmuA AuHi^r di^ni urHpHlrj^tirh»]) 
Licht no^li Licht von olwu seAmli-rit^r Sc]iwin|iunjiiidjiueT ontfUndttn« 
und zwar cmvrvuta tioli:lR<ii . welchrd elwnfi fn'JUi<^Ti\ ancit^mräciU i^l^^hen. 
«v1c)n'N «'Iwn* klriiioTi.' Jv.'liwiTtgiiiigBdaiier hat ah das urapningliche. 

£m^ Krklärunjj dii^'^iT b-JtriiBl rTi&rkwürdE^L'ii KiiMiiiMituEig üut Zwmttn 
Unmd düT fclektn^D^^^lkK>^lL* gi^'bco- Dn« eigentüolie Lr*ucht«!ide in 



^' 



^/f.i^ 



«Jnd. wio er AnnininitH Jij<-Ut eohwiiigeDide Molckulo, wie mun 
RMtnta, »ondcni srhwingrnde Elektronen. D*^tln dn der Allicr 
«Jektriache Welten forlF^Buiist, zm ntuÜ tir ttucb durch «I«ktri9rlii? ]ii'w<?^uiigviL 
vif^ri^Kt wenlfiti. und scklir Bewi'(junf?t'ii aind ybt'n dn^ iii*i' Khrktroii^Eij 

die in der Fl.imme vieJtirht fret, virlWkhf. init Muti'ri^ Vi-rbnnd.^ti (a1« 
loupn) vurLiundtTi Hind^ Wm^i nun «^ini« üoh'lie l'lriEniciir hljE riHi;li aLlvn 
Richlunp.-n Hchwmgpt»<ii'rL Rlrlstnirn^n in tin Miaftn^^iiJjphi'fi Fi-Id Kffcirni-hT; 
wird» f4> WljiüuÜI di^'m«?^ Ffld dir- Ilt-wv^uEj^ jt^dc^ («inxi^tnen KlektToik« in 
der Weiw, djiQ *■* ilitii noi^h nini-n li'''Wogmip!miitrieh yrnhrc^fhi au den 
Knifllinii-u itnd hi'iikrncsht *u »Lnei M^hon vorhandenen Bewegung erl^iltw 
Wir wiMf-n dieii niifi dir Link<-ri lUiid-R^^^pI. die jiuI S. Hl nji^-i-lüiirt war. 
iXirnqi folfft, dali die (li-firh wind 1^1(^1 Ich def einrfltipti Tpilrhrn )n dfC 
JCiehluiig sejikrtohl £U dca KiaftUmen £uui IViI vergnjUrrt, zur» Ti^il vi>r- 
kleincrt werden mümrn. L^Uir vjoIpu noch wlk*n RirlituuiEv^n »ich I«- 
wegenden Teilen «■vnlen also wk^hf? «eiu, dfrf" uiBpiiJiijilit'hr* Opirhwindip» 
keil unvrrüudrrt hierbt, dun» Hnlvlie, d^ron Cfi<M^hwindLi{krät lun oinui 



\ 





882 



t 'i'«il, 14. KAi>tt«L 



Vlfl 11* 



K 



A' 



trniieu. Wi r 

recht au den 

EJdi [nrtpIlufL;^f-Ti, Üu 




grniflnon KoTruK vtT^oÜ4.Tt uml vic(li*T flöMif*, 8<<n>n (rnwhwindigkcit um 
doi]Bvlb(<ii B^tiHg vi:*rk]<*iri(^rt lAt. Im Äther wtrJi^n iJa]ii?r in dvr Rich- 
tuiijj; niTikfric^ht BLi lii^n Kraftlinien Sohwingujij^rh v<m ilrn VL'rwJiiitdMieii. 
ftbeiT tiAhi^ hi^'i düAncliT lif'ffenden So^wift^nn^aEAhlpti vvt!auf«n. luid dim* 

Schningaii^ij wi^rdoii durch eui Pnsititt tnit<r 
Heugiingagittfir gfitrvrtnt uml ^hcii Haji wirlf' 
UcH beobaehtcle Zeeniansi^he Tfipl^^I. 

Um dci*^ dt'utlirh einntiephen. I>rwar.ht;rii 
wir 61« VoTgÄngp gennuer. E» m in Fig. 319 
eiiL luagnetiBclius Feld üadurcli pn^r^lion. iIaO 
oiTL No^^pol y lind rin Südpol 8 sich tinnniti 
gHgei]üWri»tt<kii^:j. L>ifL Kralttifiiefi di(^Di<d Kcidiv 
hubL^Ei dit« Rit^htun^! d<r gruürn 
Pfeil«. In d«m Ftlde «eien 

_ ^ srliwiTipTndo Elokt.ruQon vor- 

^ hjtndoin, rlii' zimüclmV. in br< 
liebigf-r Ii«w«^uii^ tto^rtfli-n 
aefen, M sei «np* dlf^jrr Kbk- 
untersuchen dttjeiii^vn Ltt^ht- 
dir in der Richtung X (senk- 
Kraftlinii^n) durcli d«n Alba 
div LiuUlbuwf^unpü] 

wi'jjung Jm T»'i[''h.^hF* M in d«r Rit'litung Vrtn 
X fläft k(fine Liichtbewt^y:uj*g na(:h dii^evr liicbtuiig btii wrudanw, 
drun Hn*' ^nlphe wäre. IfmgitudJnal, Es brnnmrr ftliw>, hoIah^» i]im Fold 
nichc erregt i^t. nur diejuijL|j;en BEiwe^ungvn von M in ßulfftchi, di« in 
«itti?r aut Kb^ne unsiirtü- Zk^icliJiLmß &i:nkr«;lit rituh^^EnlLin EtHriio vi^rUiufttv 
In Fitf. 5S0 ist eine Kbene senlcTprht tum BttM X pfrapcktivirii 
g«<doan«tH Ea k^iuinien nJm» tiut SclLwinguageii vun M m Bclmcbl. 

die m di4«er ETx-n« atnttfincii-n, also rCm 

nach MP -xlcr MR odtr M!!>. Die Krtft- 

^^ lirvurn dt'R Fi-ldoR lii.'gen in diowr Ebene in 

^^^k ein»r Iwetinmiten Rirlitnn^, Di<? ^Hut^Br- 

IH^H we^ng {linoH TuilLihLiii£ M liat lüni; K^int' 

I ^H^I poncntc in dr:r Riohtiing X» i^io (ftr m 

^H 13^^^^^"^^^ '"^*^ nieht in Betracht Uomml, und «M 

\ ¥^^| Kompohftnfe in drr Kbi^nc, din wir bp 

U^V trikchten^ Es wi alao bx Fig. 331 dieK.- Hben^ 

^^^ in di»r FüDierebcne gi^suidinut- 8t-nkprcW 

lur PnpierfWii«, vAwy auch ohtfn oder unt« 
^tfliL'Ti i.Lt* Licht bt^w^^uKgen in der llii.'btDii^ X hmaus, Lu d«r l'hntf- 
rhfnri jwi durch don Pfeil K dio Rkhtunij d*^^ Krafflimpn ■nju:fg««n, 
MP Lid>*r MS ti^'wn rwHi boli«bij£if < inom«n<xni* Giv«.'hwjudiJckvflvn dt* 
Tedchene M, Wr.nn nrm dän m&^t^iisfhi^ Fuld erregt wira» eo wird 
unwr brwTittM ElcJttion von Kniften angi^griffen und wird ein« Z^mifr 
gOPshwLiidigktfit bc^kunl^lRn- Dieeo Zu-iniAgeochwindigkcLl ist f^ohiMbt 
Hl dMt KraftlinipiL unii aonkreobt ra d«r vorhandcnpn n^wpgiinn. DaMW 



r\M^ 



ErklAnmg d«i Zsamajuchaa Ttiplote. 333 

sielit man, doQ für diejenige Komponente der Bewegung, die in uDserer 
Ebene liegt, z. B. MP, die magnetiache Kraft keinen EmfluQ hat- Denn 
da die Kraft senkreeht auf M F und senkrecht auf der Kraftlinie ateht, so 
Bt«ht sie senkrecht auf der Papierebene, hat alao die Richtung von X und 
würde aUo lougitudinale Bewegungen erzeugen, welche im Äther nicht vor- 
kommen. Wir mÜHeeti aleo gerade die vorher vemachlaasigte Bewegung in 
der Richtung X inaÄuge fasaeo. Eine Bewegung der Teilchen in der Rich- 
tung von X wird durch das Magnetfeld beeinflußt, und zwili bekommt ein 
Teilchen eine Geschwindigkeita^unahme senkrecht zu X undaenkrecht zu den 
Kraftlinien (nach der Linken-Haod- Regel), also in Fig. 321 in der Richtung 
MO oder MO', je nachdem daa Teilchen 
aich in der Richtung X, die senkrecht zur *^ 

Zeichnung der Fig. 321 ist, gerade nach t- 

oben oder unten bewegt. 

Daa Resultat dieser Betrachtungen ^ — h^-,,^ 

iat, daß in der Fig. 321 diejenigen y^ ^v 

Komponenten der ganzen Geschwindig- / q^ S\ 
keit, welche in der Richtung MK liegen, / J.x''''^ \ k 

unverändert bleiben , daß dagegen die I *'|^ f ^~^ 

Komponenten in der Richtung M L eine \ J ^^ / 

Vergrößerung oder Verkleinerung um M \ ■ s/ 

reap, M 0' erhalten. Es sind aUo in \,,^^^ I ^^/ 

den wirksamen Richtungen, d- h. in den- ^ — 

jenigen Richtimgen, durch welche Äther- j 

bewegongen nach X veranlaßt werden, 

drei verschiedene Geachwindigkeiten vorhanden : eine unveränderte von 

Teilchen, welche nach MK {also in der Richtung der Kraftlinien) 

schwingen , und eine vergröflerte und eine um ebensoviel verkleinerte 

nach der Richtung ML (senkrecht zn den Kraftlinien). Daher muß also 

bei der Brechung oder Beugung daa Zeemanache Triplet entstehen. 

Aber man sieht noch mehr aus dieser Betrachtung. Die mittelste 
Linie des Zcemanschen Triplets kommt von Schwingungen der Elektronen 
her, die in der Riclitung MK verlaufen, die beiden äußeren von Schwin- 
gungen, die in der Richtung M L verlaufen. Lichtbewegungen aber, bei 
denen alle Teilchen eines Strahles in derselben Richtung schwingen, haben 
wir oben (S, 326) a^ polarisierte bezeichnet. Ea folgt also: 

Das Licht in den drei Linien des Zcemanschen 
Tripleta iat polarisiert. Und noch mehr. Diejenige Ebene. 
welche durch den Strahl geht und senkrecht zu den Lichtschwingungen 
steht, nennen wir ja die Polarisationsebene (S, 327). Die Lichtbewegungen 
also, welche durch MK veranlaßt werden, und die die mittlere Linie des 
Tripleta erzeugen, haben eine Polariaationäebene, welche senkrecht zu den 
Kraftlinien steht, die Licht bewegungen, welche durch ML veranlaßt 
werden, eine solche, welche die Kraftlinien umfaßt. Wir haben daher die 
weitere Folgerung: 

Die mittlere Linie des Zeemanschen Trtplets 
ist senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien 
polariaiert, die beiden äußeren Linien sind par- 
ftllel den Kraftlinien polarisiert. 



334 



l. ToUp U, KflpHW, 



Probe Aiif üHni^ri' AflatljHuHiijj . uhHi H«*r *9 difl in (3*r VIaktlih* »ckwio' 
ci^ndeo EIrkCToiivri bind, w^ik-liv tlii« LinbtWwogun^Q hervormfrn- Hu 

Karm Äfigar nooh weiter aiw <]fr Gn'^lif i\i*t ui^rhv^ndieU^•itft^tl^\< 
welche da» magneliH-hi! iPM Iwi vinUauv,!, d^ V»TliJ4lluijt th-j T^uuu 
aohwingpnd<*n Elpkfmns eu winf^ Mmii*p bornchnon und findet da 
VerbJfcltnis wie bei den Kathodcnntrabltn . wormi."» min ichlicßen 
cIqB cfl diu iiüpativc^n Eh'lctr[>finfi »ind, woU-hu m äou Fbrnmoii die hv^ 
tra^htctpn 8cliwifigungen aiiBführcn. 

Dus Zi.'t.-i]iti[iß4?bi> Doiibb'L IM der ÜU'litung der ivruftijDiiMi und 
nemo Pi>JaTiiwt.i'>navi-rlinIrrnMBi' (.TkliiTr-Ti sich in gftn« etitftpreefceiwJrr W*iü, 
düüli wüUen wir darauf mdit eingela-n. 

wahrend wir hei ihr FnrmlnyvirUfin und ZiMrRiw>*chon EnUlprlnina 
KihwJrkiLii^n de« MAgnerUmiis auf Lif:1iter«cbaLnunf[or ^nfniidf-ti h*bcfi. 
Mild iwrii^rkutiit ]iui;b EiuwirkuTL^-.-^j de-« LJRht« auE i-lekiriw^hu Errdti!^ 
nuTigen eur^leokt worden, und dirar bilden einen weiteren mtcrMnoMA 
Zusumiiw-nimu^ zveiseken optiftclicn und olelctrlachen Vor^nRen- D>ft 
der Widtrrftand dea ä c^ 1 e n m , wie wir oben S^ B4 besprooben habea 
durch ßeltucbtung berubgeaclzt wird, ut Hohon eine Einwirkung (Wa Liebt* 
auf c^lektriML'be Vor<;äitg(.\ Äbi>r divBc Emwirkuiig ist hier vim? uidirdGlft 
El» wird iiftttiliiih dua fteler: iitl Licht chcrniMrli vtründert, lihrdirh wie «dp 

pbutoer«|i]iJ«<-lit^ PIttUe. <■ 
ent,stohen Mixü^kAÜuMA 



r\e nt. 



E 



PC 



m 



M 



dea &^iderjN, ujllI dii«M 
eine nndrri* Apm 
Li'iiiT jjg!* fall I gkui i , 
sülrlir-n mdin-'kti'n Eiü' 
Wirkungen dej lächta wtA- 
b:i wir über hier lur^E 
sprecherL , ftondern vm 
ditcklpEi. 

Ktjw dinikte M- 
triM'bv WirkutuE <!•• I^clii» 
^'L^rdf^ von HoriA vß 
Aniatig iü*inrr V#t«icltf 
üb« rOAeho i^leklriKb 
Sehidngiinjrrii . w^'lehip ta 
so wichtigen RmuIuvji 
güfüUrt luiben. eotde«b- 
W'^Em er von iwri Iribb 
t i<.p t ) I4H [I puru Iv [1 ^leiehsÄtit 
Fiifiki'n ('ir^i'iigPTi heS, iU 
^1 ihm auf, da^ dif«r 
«inh uniia UnutiUHlfm lev- 

Knw^itig Winfluu^iir Um dii^Ae Rrsr^heinnng deutJicfa tu Riadjen 
riuUti* iir eine Atiordiiiing, wie f^ii? in ¥i^. '^22 dfttgestdlt i«l. Eid 
ffrfflrrcr IndiiklJonflAp^uiittt A und ein kleincrpr B wurden .*o aiifg»1elli, 
w} die Funken de« enten bei D iwiechen AWei euBADitncrnachiebbaMD 



1 



BliiVrIlfainH <!<« Liobu aul Udo Fitnkün. 



83S 



Jbtunf^ii JiU'rriprunircn , wührrnd die diM Evrtitm iwiflolicn den vcr- 
whi^rbbiUFi^ Ru^vhi vitKs KuiikcüJuikroiiiifter« F (S, 3S3) ülwjia|jr«iiffQii, 
!>!■: f>rirri]tn*n Rnllrn bindiT IniiuktiriTiMipp&rato wurden vrm dcTniwiDOn 
Scroni IrftriohiTi. 'W durch "irifn bt7»nndf»r*n L'nl*rbrwW C ge^ffn^t 
(Ulli |jira«'lik"im?ri wiml*', Di.'r j*rimi*i* jfliviri guig vuij 4jini*r Batl4*rii* B 
dorrh dpn UntcrhrffhiT Kiir primiifcn Rolli* von A, iIaiih kut prinjÄri^ri 
ßoili^ von B und xur TtfttttH»< xurUrk. Wimn niHii nun dio StanjfDii iii D 
und dir Kiiirrln in K «i writ niiwinnTiclpriiE'hoh, dafi iti Widrm Apporftl.pn 
noA gpTidc tin rtflcIniAßifler Kunk*mibpraiinrt »tD.ul*nd (wobei dk 
Funki'H ui D ttwu 10 mm. die in K t^tuti 2 xnrEi Lan^ wurvn), ao bvrU<ri 
btfidv Kimkpnxihrrgingc stift^rt auf, wenn tünn xwiBclipfi I> und F tnw 
FUltv auti Mt-laJI udpc Ufo» udt<r HoJx ixtur Kautwhuk uder Papjvr odtjr 



^'AÖSDÄTO«flS6Ä&ij 



^:fe*' 



H' 



d*« von dfin FnEiIci^iuttrecki^n auftvi la . i-t. wrlfb« diMc Rrafhr'miing 
TtTurwicbt. In jt^ier der beiden Kuriki-n»tri.nki?n flohi dir Kmlmlimic 
kkbtrr vint «nh h wmn bip von Hrm IJoht der nndcrcn bplriicht^^t int. 
ffin« da£H-iJH:htD p>»ttt]te Platte nob viiirni ^Tofl. wclcht^r du Licbt 
ftbtwH. läUt mK'li dw Fimkt'ii erliJpi'hNi. Abi;r nicht uIIph LioJil iot wirk- 
Mm, iwud«m nur drut Licht vtm sehr kiu£LT Wrllrulitn^«. duA u 1 1 r A' 
viuJtfttH L i c h tp üi^hulb vcrhiiJtvn vikiL Utoa lujd Übmmvr wj« 
vndfmhflii'hTij;»« K^iri^T, hw ji^HnrlHrrt'ti rmmlifh dnn iiTlr«violiafi* liirht 
Dttg8g«n Hhd*'fi» Kitrit^r. wi" Hjjih (M^miii^JdHj , Der^krUcaJl, Wuhmt, 
w^Irbc iijimvjrilfttpj» I^ich» diirohlaanf ij , UMpn aviah dirjin WirkimE ciTirrh 
Hcb imiduich, 

D^ in dirr 'lAt nur du altnivioli^tt« Licht da« Wirksnmo bei dinmut 
Vcnu^h isl, nicht Hwa ncmütigr Kip^^n.ichnftm A*^ Fnnkonit, viirdf« run 
H#ri> uniupiEptholl duduich bi'WiPiion. daß er an ^iAlv dvr piiitii Fuiikvci- 
BtTMikr cinfu'-h <*mp H'»^^■nh^nl||| .iii 11fr. Mdii kunri djis n"br biHiiif^ru 
Hfig^n. w«nn man Nt»- Iju^-ckHiLU' r ^'.>üvrilain(>i- 9\i» QuAmgLi« (&. IIA) 
uiv^ndoi. DiH«r M^ndM viel ult»violetl«» Linht w». Vimn man 



dsti 



I, Tdil. 14. lU[NteL 



ilImi, wi« iii Fift <^S^. oimm IriihikltoEiAnyrparat J aiit einem Funken' 
imkrciinot«T F vorbindet und dh Kugeln defiaelbui so weit ftuuic-hl, 

d«Ü {icriule kein regolmäUiger F unken ubergun}; jEwiat^lien ih.nen atatt- 
findrt, Htj ptli^lt tiian sofort Hn^n ordpntlkhr-n und kräfl.ippn FLinhcnntrom, 
ncibEild Tn^a d« Licht der Quecksilb^^bogenljLHip« B (xu der iüad eioeo 
iälruEU duri^L den WLiorataiid M' eeudi*!) uwl lii«? Funkeiiätn^ckL- UÜCP 
Jfl.ßT. 7>ft'^ IJt'lii. der R*ig''[ilftm[iff pinüifilt vi^l melir uU PflvuJlett<Ä Licht ih 
dtt» Tn^i^HliuLl;. und ihI iur dietie Vvj'aucJie iinWifknauiur aU Svruiruljdht. 
Dir Tatfiarhc dipst-p Emwifkun^r d*'* Lirhti-A auf die olekrrijwh«* Km- 
Iftduiiff wAt liftRiil in vmfacluUr W^ia« korihiHtii-rt. aWi wHa «liv Urucb* 



F 



■e^' 



^M 




dcm^lbuu Ldt. tdit'b ^uoiLch^t unUekiiniit. Eine Aufklärung erhiclton diov 
Expiirimi^nte erst dnrnb Wrsuelie vuh HitllwochB, welcher urij^f« d»fi 
ncgutiv g^JadfCie Körper durcli Bestrahlung mit oltrAviolett^na Licht ihn 
litjgtttivu Eloklrizilöl. verkt^ren. Mau kann diesen Ver^uok la f-infAdiiv 
Weis«» HO flhHi«>lt>-n, wie t^s Y'n: I)^ ?.^\i(t.. Man aUllt mne blank g«ptiW 
ZiokfiUitvi F. die luil ■ijnvni nM ihdierviidc-n OrilT vi^rwhwl ut» aui, vtff- 
hindet flic mit einem Goldh3flttel<'krronkop K imd ladi^t, de iltir^ «iü>f 
(orirbrne Ebuniietang« ueyntJv i-k-ktriich, Do* Ek-ktioakop ^jiljt durcb 
«einen Aiui!^c\likig die Sj>annL]nj{ an, die, wenn alU-a gut ifl(jtirrt t>t, joäi 
küuatant h>ilt. Sobuld man abc-r von tiner RoKpnlnmpp h. wiedirt Mi 
bwtDU vua cintr ^ucckiilbb^bogenlampe uua (juntz/^loi, Liehi auf dvt 
Vlixtkf vbit. so gehem die BlutTi^hen den Ek^ktTonkopd Tndcb lEurJifJc, i& 
PlHtli^ ^ird entladen. 

Man Wceidtnet dii<«4> Ei-Hcheinuiig al« liebte lektri sehe oder «adk 




dktinodektrinbfl Wirkimg. 



337 



Fig. m. 



als aktinoelektriscKe Wirkung, Ist die Platte F positiv geladen, 
ao wird sie durch das Licht nicht entladen, Ist aber die Platte F unge- 
laden, und läßt man Licht auf sie fallen, so wird sie achwach positiv elek- 
trisch. Diese Versuche aagcn direkt aus, daß hei der Bestrahlung mit 
ultraviolettem Licht negative Elektrizität von den Metallen entweicht. 
Sie sind infolgedessen ganz ähnlicher Natur, und in Wirklichkeit schon 
vorher bekannt gewesen, wie die Versuche» durch welche die Entladung 
der Körper untei dem Einfluß von Röntgenstrahlen (S. 307) oder radio- 
aktiven Suhstanzen (S- 314) bewiesen wird. Indea spielt hier bei den 
aktinoelektrischen Wirkungen die Natur dea Stolfea, aui welchen das Licht 
fallt, eine Rolle- Nicht alle Metalle zeigen diese Wirkung gleich gut. 
Unter den bekannteren Metallen ist Zink d&s geeignetste, besser aber 
gelingen die Versuche 
noch mit den Amal- 
gamen dea Rahums und 
Natriums. Bei diesen 
braucht man nicht eine 
so starke Quelle ultra- 
violetten Lichts, wie es 
eine ßc^enlampe ist. 
sondern kann die Ver- 
suche schon im gewöhn- 
Hchen Tageshcht an- 
stellen. Eine bUbache 
und bequeme Anord- 
nung dafür zeigt Fig. 325. 
Nach dem Vorschlag 
von Elflter und GSeitel, 
velcbe die große Wirk- 
samkeit des Natrium' 
anoalgams gefunden 
haben, werden Köhren 
in den Handel gebracht, 

wie die mit R bezeichnete, welche zwei eingeschmolzene Elektroden 
besitzen, a und b. In der Röhre ist das flüssige Amalgam, ivclrhea durch 
Neigen der Röhre entweder in die geschwärzte Kugel ö oder in die 
durchsichtige Kugel R gebracht werden kann. Zu dem Versuch wird 
es in die helle Kugel R gebracht, so daß es die Elektrode a bedeckt. 
Durch eine s<^nannte Trockensäule T (die in Wirklichkeit eine feuchte 
Säule ist, bestehend aua Gold- und Silberpapier blättern mit je dazwischen- 
li^eoden luftfeuchten Papierhiättern) wird das Amalgam negativ 
geladen, indem der negative Pol der Säule mit der Elektrode a verbunden 
wird, und zugleich ist mit dem Amalgam ein Fuiersclics Goldblattelcktro- 
flkop E &. 18) in Verbindung gesetzt» so daß dieses die Ladung durch den 
Auaschlag der Goldblättchen anzeigt. Den positiven Fol der Batterie kann 
man mit der anderen Elektrode b in Verbindung bringen. Die Röhre 
ist im übrigen ziemlich luftleer gemacht. Sowie nun Tageslicht auf das 
Aioalgam fällt, fallen die Blättchen des EIcktroskopa zusammen, wird das 
Tageslicht abgeblendet, so spreizen sieh die Blättchen wieder auseinander. 




33g I- T«i]. 14. Kapitel. 

Es fiadet hierbei« wi^ gesagt, ein direkter Fortgang von negativen 
Elektronen von der bestrahlten Fläche statt. Wenn die Fläche sich in 
einem möghchst luftleeren Raum befindet, so gehen diese Elektronen 
geradünig durch den Gasraum hindurch und bilden Kathodenatrahlen, 
deren Wirkungen zwar nicht 8o kräftig aind wie die der gewöhnlichea, 
die aber auch genau dieselben EigenHchafCen haben und dieselben Geaetse 
befolgen wie diese. 

Es besteht also ein Unterschied zwischen der Entladung durch ultra- 
violettes Licht und der durch Röntgenstrahlen und Becquerelstrahlen. 
Bei den letzteren besteht die Wirkung primär in eber Ionisierung des 
Gasefl (oben S, 307) und dadurch entladen sich dann geladene Körper. 
Bei der ereteren aber beeteht die primäre Wirkung in der Fortechnellung 
der negativen Elektronen^ die unter Umständen dann auch sekundär 
da« Gas ionisieren können. Daher werden durch ultraviolette Strahbji 
nur negative Ladungen zerstreut, durch die beiden anderen Mittel aber 
sowohl pofiitive wie negative. 

Es ist nicht wahrscheinlich, daß mit den in diesem Kapitel erwähnten 
Tatsachen die Beziehungen Ewischen Elektrizität und Magnetismus einer- 
seits und zwischen dem Licht andererseits erschöpft sind. Vorläufig nur 
sind bloß die angeführten Tatsachen zu unserer Kermtnis gekommen. 
Durch Verfeinerung der Hilfsnnttel werden wahrscheinlich noch weitere 
Beziehungen, die man zum Teil nach unseren bisherigen KenntniBwö 
voraussehen kann« ohne daß sie sich bisher wirklich beobachten ließtn» 
entdeckt worden. Und vielleicht wird in späteren Jahren gerade die«f 
Zusammenhang zwischen Elektrizität und Licht das allergrößte Interesse 
bieten. 



15. Kapitel. 

Die elektrischen MaßeinlielteD. 

In zweifacher Weiae dringt die Physik immer weiter in die Geheim- 
tUBBe der Natur ein. Der erst« Schritt beateht in der qualitAtiven Er- 
forschung neuer Erscheinungen, neuer, bisher verborgener Kräfte und 
neu«r Wirlcungen vorhandener Kräfte, der zweite ist die quantitative, 
messende Featstellung ihrer Gesetze, die zahlen- und formelmäßige Unter- 
suchung der Abhängigkeit der verschiedenen physikalischen Erscheinungen 
voneinander. Die Entdeckung der Induktionserscheinungen durch F&tB,' 
daj 2, B, war der erste Schritt zu der Erweiterung unserer Kenntnisse ftuf 
diesem Gebiet; die gesetzmäßige Feststellung der Abhängigkeit des indu- 
zierten Stromes von Stärke, Richtung, Form und relativer Geschwindig- 
keit des induzierenden war der zweite, nicht minder wichtige und folgen- 
reiche Schritt. 

Die Messung einer jeden physikalischen Größe kann zuerst naeh 
einem ganz beliebigen Mall geschehen, sobald dieses Maß nur ein sicher 
definiertes ist- Wir können Stromstarken nach Kubikmillimetern Knall- 
gas messen oder nach Grammen Kupfer, wir können elektromotorische 
Kräfte naeh Dftuiell messen oder nach Aueschlägen der Elektrometer- 
nadel u. s. w. Die neuere Physik aber hat mit immer größerer Schärfe 
ond Deutlichkeit den Zusammenhang eruiert^ der zwischen den ver- 
schiedenen Gebieten der Physik herrscht, sie hat in immer weiterem Um- 
fang die qualitative und quantitative Um Wandlungsfähigkeit der ver- 
schiedenen Formen der Energie, die als mechanische Energie, als "Wärme- 
energie, als elektrische oder als chemische Energie auftritt, ineinander 
gezeigt. Dieser Zusammenhang der aus verschiedenen physikaUschen 
Gebieten entnommenen Größen wies nun auf die Möghchkeit und Not- 
wendigkeit hin, auch zu ihrer Messung MaQe anzuwenden, welche nicht 
mehr willkürlich sind, sondern miteinander in Beziehung stehen. Es 
ergab sich die Möglichkeit, alle physikalischen Großen in Einheiten aus- 
zudrücken, welche von einigen Grundeinheiten in bestimmter Weise 
abgeleitet sind. G a u ß und Wilhelm Weber waren es, welche 
zaerst ein solches System von Einheiten aufstellten und durchführten, 
und dieses System nennt man das absolute Maßsystem, 

Die praktische Messung aller physikalischen Größen, r,u welchem 
Erscheioungsgebiet sie auch gehören, führt nämlich stets zurück auf 
Messung von Längen, Zeiten und Massen. Dies sind die einzigen Opera- 
tionen, welche in verschiedener Form bei jeder praktischen Messung 
allein vorkommen. Es werden sich also auch die Zahlenwerte sänitUcher 
physikalischen Großen in eindeutiger, unveränderlicher, bestimmter 
Weise ergeben, falls man nur für diese drei Größen bestimmte Einheiten 
festoetzt. Diese Erwägung führt dazu, die Einheiten der Lange, Masse 



I, ToiL. 15. Kopitd. 




lind Zrit ah (Grundeinheiten für das fllMoiaT^ MaBflyitcm in vcrw*nii*n, 

und a^nr wird in wiäbt^iiäuhuftlii-hiPTL Messungen alu Kirili^ic Ji-t Lan^ 
SltiSi dan Zrntimel'^r, nls Kinhi^it tlcr Zeit di^ Srlcundc, ah Kiahm der 
Aiase diLA Qruuiiu ATigf^hoinrnfrit. l^v '/.ouinneivt i»t düHiuL^rt ftb dfr 
hnndfTtstd Ti?i] dt-r Läii^u 'in .? iei riiris [kuri^irwikhrtpn Mi'ioninbu- Mm 
Giarom iat dcliniert wh iXit i,iii"<r^il^1i^ Ti.-d der MiLnse L-irie* ÖliiclcM Plmtin- 
irtdium, wulüt« m Fans uIj^ ,_Kil<Jifr(nmkr d^ archtwji'* auibcwiibft wird, 

Di^ Sekiindp ttifl .. > .^ dt« nuttlcrcii Soiuicntogns. Von dnm Mcv-thIaI) 

ijow"l>l w von dorn KilngTitmm mnd in dm meisten Knltnpalftftf*ti genflur 
Kupit^viL vorimndetA. die ftratücb »ufbcwuhrt werdHU. 

DaA abitolutc Syntonip bei wi'lch^'ni ZcTitini'*t«r, 
Oramni und Si^kundc nl« tirnndrinhRiten Krvihlt 
!4 i n cl . n t [1 u t u rt d c h r c 1 b t m a n d u e ^C. U. S- - ^ y ii t fr m' 

Von d^n df^i (InindNnljcitiTt Ui^M^n tiirh mm für iiilr phviikAliArhfn 
QrAQrai ßmbdtpn abli^it^n. die mau dwwL^gen ubuelLMtcto Ki^i- 
h f^ i t p n nennt, Wir beginnpD mit einigi^n niumlichcTi und mi^fham- 
neben ürüQan. 

I. F ] eih P h 0. AJd }Ati\i für vini- F 1 Ji h c gilt «in Quadrat T<m Iw- 
iiebigt'r t^viti3nläii;u;e, 

Um bei uiweieii Eiidielli^ri su bleiben, Jiehmtu wir als äeilvuljtn|;i* 
I cm und hft}H.*u uho ala absohiTo Einheit di^^p FIttf.hi' im r,fl8,^y«rm 
1 qem. Uicw FlatlitfiK-iuheit iat dalier lji;nut« uinp nbijHlwtpl* Euihdt 

a, V n I u nt c o. Ab MaB firr ein Volumen (pit nin WIlrlH von hf 
hßbl^-t SLMtenbin^t'- Bio ubsolm« Eiuheit diM Vol^jm^ub ist uUo der 
Würfel, ♦V'sai.Tk Äitenllinpe dio LAn^Ttr.fnhnit int, Im CO rS,-SyjMn 
i«t dithur i.Ilb Volumens inheit 1 ccm. 

Kin Volumen vnn 3 ebm iat dfthpf im (■,C3.S.-HyHtem andJnidrüdwti 
dujeb die Zfth! 3 Millionen (Benennung^ KubikÄentimetorV 

Ji' klemt-r die Einheil ist, dostu gröÜi^r iit dir- ZftliL, dunih wolrbo uw 
bcatimmi'.p CröSt? in dirR-^ Einhr^ir ntinpedtüekl. wird. 

3. Ci t' s c h w i n d i g Ifi c 1 1- AIh Geaelwimiii^ktut uinoA *ieh BlcJfti 
förmig bewcflentlrn Körper» definiert man daa VcrhültniH dei* von ihm 
xurüctcRcleglen Wog&i i\i der Zeit, welch? vi zur Zurücklcfrung braucht. 

AIä nbHnlntu Ktrdii'it der G«Hrifa windigkeit nöhmrn wir ub^fi dn^^nijp 
an. bei welcher die LAngenninbi^il in dvr Zeiteinlieil liunhlaufi'u vriri 
Die Kmiti'it. der l^uafhuiudiükeit kI aUo im C.OJB.^Hl«tm divjeui^. 
hei weither 1 cui tn l Si-l^iimTe durchlanfi^n wi^i 

4. Bi»aDhli»uuiLfv;[ig. Unt«r der Btvichleuujguii^ vine» Körpf 
veratoht man dna Vprfinitnm cicincr flüarhwiTulißkpitusninrthm? jn Ae 
Zeit« in wt^lchiiT vr diese Zunahmii t-rhingt. 

l>ie flhaolntfi Einheit der Beitchleunigun^ \at aUa diejeniipi, bfi drf 
dk Gc!«chwtudLgkfit oiaes Körper» in der Zeiteinheit [1 S»kiuid#) m^ 
um clio CJfirtfihwindigkr-iüieinhcit fl cm pro Srlciinde) crh6ht- 

5. Kraft, T'nter der Kmft. irelehe auf eine Ujuue irölct, vervCfU 
man Tui^b der Deünitjon der Mechiuiik diu Produkt uu» diotor Miwsl- udJ 
der Befl'hTrimiflijntf, wplehe rtie dTineh di** Kraft rrbillt. 

Die Einlitiit d^c Kraft wt uhtu diejenige, weicht d«" Eiolwil dn 
die R»'Mi^hleunigung 1 erteilt. 



Mecbuiiflcbe Einholten. 34 1 

Im C.G.S. -System hat daher die Emheit der Kraft eine solche GrüQe, 
d&B sie der Maase 1 g die Einheit der Beaohleunigung {Nr. 4) erteilt. Diese 
Krafteinbeit bezeichnet man mit einem beflonderen Namen, nämlich 
„1 D y n e". Es werden also im C.G.S. -System alle Kräfte nach Dynen 
gemeaseti. 

Unsere Gewichte aind Kräfte; sie geben uns nämlich die Kraft an, 
mit welcher die Erdschwere auf die ihnen gleich benannten Massen wirkt. 
Das Gewicht, die Kraft eines KilogramniB ist gleich der Moaee eines Kilo- 
gramms multipliEiert mit der Beschleunigung, welche die Erdschwere 
dieser Maasc erteilen würde, wenn sie frei beweglich wäre. Da die Masse 
eines Kilogramms 1000 g enthält und da die angeführte Beschleumgung 
9S1 BescMeunigungseinheiten im C.G.S. -System hat, so ist die Kraft 
eines KUogramms gleich 981000 (9,81 . 10^) Dynen. 

6. Arbeit. Wenn ein Körper sich unter der Wiritung einer Kraft 
bewegt, so leistet die Kraft eine Arbeit, deren Grööe gleich ist dem Pro- 
dukt aus der Kraft und der Wegstrecke, um welche sich der Körper in 
Richtung der Kraft fortbewegt bat. 

Als Einheit der Arbeit nehmen wir also diejenige an, bei welcher 
die Krafteinheit ihren Angriffspunkt um die Längeneinheit bewegt. Da- 
her ist im CG-S- -System die Arbeitseinheit diejenige, welche die Kraft 
1 Dyne leistet^ wenn sie die angegrißene Masse um 1 cm verschiebt. Diese 
Arbeitseinheit bezeichnet man mit dem besonderen Namen „1 Erg". 

Wenn z. B. ein Kilogramm um einen Meter gehoben wird, so ist die 
dazu nötige Arbeit = 981 000 x 100 = 98100 000 Erg. 

Die Arbeit „1 Kilogrammeter "", welche in der Technik gewÖhnhch 
gebraucht wird, enthält also 98 lOOOOO {9,81 x 10') Erg. 

Die Arbeit ist nur von dem ganzen zurückgelegten Wege abhängigf 
durchaus nicht von der größeren oder geringeren Zeit, in welcher dieser 
Weg zurückgelegt wird- 

7. Effekt einer Kraft- Wenn eine Kraft eine Arbeit leistet, 
so nennt man dos Verhältnis der geleisteten Arbeit zu der Zeit, in welcher 
sie geleistet wird, den Effekt der Kraft. 

Es bt also die absolute Einheit des Effektes diejenige, bei welcher 
die Einheit der Arbeit in der Einheit der Zeit geleistet wird. 

Im C.G.3--Sy Stern ist also die Einheit des Effektes diejenige, bei welcher 
1 Erg in 1 Sekunde geleistet wird. Diese Einheit ist für die gewöbnhch 
vorkommenden Effekte zu klein und man ist daher übereingekommen, 
das Zehnmillionenfache (lO^fache) dieser Einheit mit einem besonderen 
Namen zu bezeichnen, nämlich 1 Watt, 

Ein Watt ist also derjenige Effekt, bei welchem in 1 Sekunde 10 Mil- 
lionen Erg geleistet werden. 

In der Technik ist auch daa Watt eine zu kleine Einheit, und die 
Techniker nehmen daher als Maßeinheit des Effektes das Tausendfache 
eines Watt unter der Bezeichnung 1 Kilowatt. Eine Maschine hat 
also einen Eflekt von 1 Kilowatt, wenn sie in jeder Sekunde 1000 ;< 10 Mil- 
lionen (10") Erg leistet. Bisher mißt man in der Technik den EfEekt von 
Maschinen gewöhnlich nocb nach Pferdekräften, und dieser Gebrauch 
koromt erst oUmählicb ganz ab. Unter einer Pferdekraft versteht man den- 
jenigen Effekt, bei welchem in je 1 Sekunde eine Arbeit von 75 Kiiogranmi- 



S42 



L Xvil 15, Knpil^^l, 



mot^rn ^li>i«ti<i wiri\. \fn I Kiln^ruiituicter nach Sr. fi ^Irvch 9,91 . 10* 
Erg üil> to lAt also eino Pf^rdekraft in WaH aui^pdnipkt ^ 9,81 x 15, 
Doa abkürsKiiiie ZeicKt^n lut die Pfenl^krull iiil I'ESh h Joü mtit habn; 

I Ftl ^ la« Watt = Q.TMi Kilowall. 

Du der Bffftkt pinrr Kfuft die in judor Sckundp von der Kmll 
geleütete Arbeit darstellt, so fpbt diu Produkt au» dir«rm KlTi-kl unrt 
diT ^iiKcn Z^it m ^nkuiidviiH in weloher dio Kriifl witkL dt« ganzv Arbvtt, 
welrlie 'Ifeae Kraft wühreud di**-i*i*r Zeit. ii^'}i'U\i't littt M^n multiplijäi^ri 
iLurt HU".'b liüuli^. um dive»? Ailn-il dü.rEUfll.pllfnk di« Bnuvnniiii^i'ii du 
Effcktf^a und t\rT Zuit und spricht ulao von W a 1 1 s t n n d <* n . Kilo 
WAttätundea, Pf^rdelcrAftatuoden u, dergl Ei iil ab» 
E. B, I Kilowflltatunde ßluioh der Arbctt von 

tiO X 'iO >. 10^" Erg = 3ß >; Ifi^' Erg 

KdtiKrftrnmftt0r:=;S,n7 . 10^ KilapftmmeUr. 



9.61 . 10^ 



In dieser Wtise baJjen wir für einißB der wichtigsten mwbjuiacl^iJ 
Gröüpn a,UB Jhn^r blfißrn Definition ifcbB/>bite EinheUcn cntwK^k'.'h und 
wir kömir!'Q nun ^aru iibergebcu, daselbe für di« eJ^ktrisohcQ und znigO"^ 
tiflt'bc'M GrüUrEi zu luii. 

Wir beginnen mit der Einbeit de» 

^. Magnetiemus. Kinem m&guvtiBi^1i(^u Pul ii;;l:irt^Lbe^xi wir «inr 
g?«iaf^ M^nge Magnr^tUnLiks ru. Zwei niagriTrTiiHrbi.' Ptdo jri^lien nich ilflnc 
mit einvr KrulL an> die gli5ii.ili ist dem Produkt ihrer Mu|^it<tip!iiuuBLui;iij£efl< 
dividiert duirh dod Quadrat ihn'r ETiTWhiiin«. 

Du wu- diu Eiiibi.'lt der Ktafl börtiiU lustgwat^Ht bab«Q, ßjinili^^ 
i DynCi und die iJar Krtlffirnung aiic^h ^J cm)> eo kiJnni>n wir daraiu ^i' 
Einheit der M^gnetiarnuÄ menge he^timmeM. 

Unter der Einheit di-.n Mui^iii^tianiu« verbtelien wir diejnni^ Mtmi' 
Mngnetianmi*, welche auf eine gleiche, in der Entfernün(( I cim bpftntt- 
liohe die Kraft l Dviie ausübt. 

Ein wirklicher Magnet hat immer awei Polt, einen nordmn^etis'iheri 
und einen HÜdniagnetiHch<?n. Man heaeiehnet als da« mag n 1 1 i»pfc^ 
M ci 11] ? n T rinrß Mu^rren do^ Prndulct aus seiner nordmai^etVi-b^ 
Magnet isniue menge und dem AL>4iand »einer Pole. 

E« wird abio dit Einheit dos maguetJM^hen Mouieuta diejviuge m^> 
weiche i-in Ma^rneT- hat, defwi'T^ Pole nni I rn\ voneinajid« ftMUAien unJ 
dvMiir; Magill tismuBiüeuge m ji.'detu Pul i.be Endieit i»t- 

'J M a g n e T t A r h <■ F r I d fl r. k r t e. Eirt drehbarer MafneMaib 
fidiihrt in einiiim niHj^iLt-l.iiHviii'n Pild i'iii^ Dr<diuij^', ^h wird «ük Drvhunp*' 
moroent auf iha airsgeilhr, wi'inhnn irl^ich dorn Produkt aud der FnldfiUiki 
und di-m Moment d«» Stab«« Lil. Da ein Dmliunstmocnent itlvich ciwT 
Kraft mal dem Ilebdarm isl. an dem aie ^virkt, n» i«t die Ejnhnit dtf 
iJrphunjtirTLomi^nle:» das Prodnkt ans 1 Dyne mal I cm Unrnud folgt, d«B 
die Eiidieit det Keldalmke diejemgi? let. welche uni eixttn Magnetit*!' 
VLim Munient I ^Nr. S) die Einheit <it^ Drehungtinioinerjlra ausübt. 

Stall do* Worte« rddaliirke braucht man nuob daa W^t Jü^ 



ELflktroDugnetiscbo Eiahcit«Ei, 343 

linienzaM pro Quadratzeatimeter", indem man sich duroh jeden Quadrat- 
xentimeter des Feldes gerade so viel Kraftlinien gelegt denkt, als die 
Feldstärke an dieser Stelle beträgt. 

So wie wir hier von einem durch die Erfahrung bewiesenen An- 
äehungsgeaetz ausgegangen sind, um daraus eine Definition und Einheit 
der Magnetiflmuamenge abzuleiten, ao können und müssen wir auch bei 
den elektrischen GröQen von bestimmten G«äetzen ausgehen, um aus 
diesen Definitionen und Einheiten für sie zu Jinden. Dabei hat es sich 
infolge der vielen Wechselbeziehungen zwischen galvanischen Strömen 
und Magneten als vorteilhaft erwiesen, dasjenige Gesetz zu Grunde zu 
legen, welchem diese Wechaelbeziehungen unterworfen sind, nän^ch daa 
Biot-Savart sehe Gesetz. Man nennt daa System von elektrischen 
Einheiten, welches auf diesem Gesetz basiert, deshalb auch das 
elektromagnetische Maßsystem. Dieses soll hier ent- 
wickelt werden - 

10. Stromstärke. "Wir gehen aus von der Kraft, welche ein 
Strom auf einen Magneten ausübt. Wir haben das Gesetz derselben 
aof S. 176 angeführt. Danach verhält sich ein Stromkreis genau wie 
ein Hagnet. dessen magnetisehes Moment gleich der Stromstärke multi- 
pliziert mit der vom Strom umflossenen Fläche ist. 

Da wir die Einheit für das magnetische Moment schon haben (Nr. 8). 
ao entnehmen wir hieraus die Definition für die Einheit der StrooLstärke. 

Die Einheit der Stärke bat also derjenige Strom, welcher, wenn er 
ein Quadratzentimeter umflie&t, magnetisch so wirkt wie ein Magnet, 
deaaen magnetisches Moment gleich der Einheit ist. 

Diese absolute Einheit hat keinen besonderen Namen. Man nimmt 
vielmehr praktisch eine Einheit an, welche gleich dem 10, Teil dieser 
ao definierten Einheit der Stromstärke ist, und nennt diese Einbeit 1 Am- 
pere. 1 Ampere ist also =r — Einheit der Stromstärke im C. G,S--Systein. 

11. Elefctrizitätamenge, Unter der Stromstärke verstanden 
wir immer diejenige Menge Elektrizität, welche in der Zeiteinheit durch 
jeden Querschmtt eines l^eitt^rs fließt. 

Danach werden wir diejenige Elektrizitätsmenge die Einheit nennen, 
welche, wenn sie in einer Sekunde durch einen Querschnitt fließt, die 
Intenaitätfieinheit, 1 Ampere, erzeugt. 

Man uennt diese Einheit der Elektri^itäta menge 1 C^ o u 1 o m b. 

Es ist also 1 Coulomb = 1 Ampere - " 1 Sekunde. 

Eine Ampereslundc ist daher gleich 60 X GO = 3600 Coulomb. 

12. Elektromotorische Kraft. Ein jeder Strom besitzt 
einen gewissen Effekt, da er in jeder Sekunde eine gewisse Arbeit leisten 
kann. Wir wissen, daß dieser Effekt gleich dem Produkt aus der elektro- 
motorischen Kraft und der Stromstärke ist. 

DarauB entnehmen wir eine Definition und eine Einheit für die elektro- 
motorische Kraft. 

Unter der Einheit der elektromotorischen Kraft verstehen wir die- 
jenige^ welche, wenn sie einen Strom von der Einheit der Stärke durch 
den Stromkreis treibt, die Einheit des ESektes erzeugt. 

Für praktische Zwecke geht man dabei auch auf die praktische 



344 



I. Teil. If^. Kxp\1«) 



Bl!t'kt*finheit, nrtrBlicli 1 Wfttt, aurüoJt and nimmt Julior als Eiiihut 
drr *ltfklrorantorJa'"huu Kraft iliejeuigp an, welche, wenn sie den STrom 
\ AriLp«r4i diircJi (teti Strouikri^ie troibi, cinon Kfieht vun 1 Walt cixciui- 
Dicae Einheit der *lckl.romot,ori9ohen Kmft nermt mioi I Volt^ Ea iit 
<laher 1 Volt -: 1 Anipore = I Watl- In elektrisohon DcPMhnuftgen er- 
setar rann ilcahalh «iich «iiiwpUcin daa Won Wott iliireh VoU Ampcrr!. 
wrl(.be btiilei^ genmi denselben Effclct beieiclmeii. Da nnn, wie wir oben 
[St, 7j geachen, I PS = 73ß Watt JHt. au iBt 



l Volt M 1 AmpoTO = 



1 



73Ö 



PS. 



13. Spann II np. Da die elektromi^tana^« Kraft nicht« yit'act 

iftt al» die Difleretta zwm-r Spartirnngen* so ^st von vornherein klir> daH 
di<* Kiriifit di-r SpAJiminß dirist-lhr isl wio dip Einlirit do.r Helftfornot* 
liBizben Kraft, alao £ur praktiatdie Zwwke I Volt. 

H. Widoratond. Nar.li *1cbi (Phmschpn 'Ii.'S'.'tJ! L^i^ der Wl(3p^ 
«taaid eiiu!s k^lrcmikteLees uti^ioii dt<m '^Vtiiältnui bl-uh^t til?'klti>uujtcn9citf^ 
Kraft KU peiiiT StTriMinNirkp. 

Djp prftkhBrJui Einheit dea WideraT»nd« int %)§*> <l«r)euig« Wid*h 
aiand> in ^lelobt^ui die Eiiüieit der eluktrutuotorisoLeü Kraft, 1 VoJt. <li' 
Einheit dft StroniatÄrke, 1 Aropere^ crEiiugt. 

Mkn ui«niil djtLBt- Widerätaii(Jfivliihutt i Ob iii' Es j^üt dhher aocb 
<laa Ohmschc Gesetz füi die Kinbeit«n 



I Ampere = 



I Volt 
TÖhüT 



ftbo Äuuh: 1 Volt = l Anip«ro x 1 Ohni. 



p 



15. K a p H £ j t H t. UnltT der Kapo^iUit eint« KondcEUUiton vir' 
»tftndun wir il&a Vtrhältniö d^T ElL'klrtrilJilsTrenge auf «einer Kollckior- 
pUUp zu ihrer Spannung, vmau^geäcczt d&ß die KondenMilorpiMtt« «^ 
Erdif abguleilct 16 1- 

Die Einheit der KnpoEitiit biit aUo derjenige Kondensator, wel^h^r« 
weuiL er niit iler ELnheit der ElE^ktrieitätamßn^». I Couloml», g^den 
Kt. ^eritde dip Spannung 1 Vcilt tjcsirjst. 

Mall nennt die^e Einheit der RapaAitdt 1 F u r a d. Es ai aho 



1 Farad = 



1 Coolomb 
l Volt " 



Ucn EnilliDiiAtrn Teil dit^T KHpadtAt nennt mfi.r\ I MiWrolarad, 

IG, Selb«! Potential. Toter d^m SelbetpotaatiKl mne« Slntn- 
kraisw vcrüUndrn wir (S. Üüi) dif.ji'nijji^ von dtr Fnrm dtf« SCfOmkrPitta 
bcTTÜhr^ndc Uröüi\ wotche, WHtm niNii aie mit dvr And«nu34E dat StroB^ 
fltarke ptu ZeiTd^inheit in dieanm Kmis miiUipliKifiTt, din rlnktromotorücbt 
Kmft des cnljtohrndnrv Kitraatroniei angibt 

Wir ntirden oLno aU Kinhi^it de« Si^UHtj^otuntinU dn^^jenigo ncbjncii, 
weicht» ein Strnmkrri.i br«it^i. in wd^^h^'m ^rodc dio dektromotoridrbK 
Erftit 1 Voll tcteugt wird, wimn mcli m ihm die ätroiitJtük« in 1 Sekuade 
um 1 Ampere ändert. Dieiii^ Einbcit nennt mikn I H enry. 



pTAktiBohe Einheiten, 345 

£^ ist alBO 

, ,, 1 Volt >^ 1 Sekande 

1 Henry = i — : . 

■^ 1 Ampere 

Da — i— i = I Ohm iat. so ist auch 

L Ampere 

1 Henrj = l Ohm x 1 Sekunde. 

Deswegen hetiutzten die Engländer häufig atatt des Wortes Henij das 
geschmacklos gehildeto Wort S e c o h m. 

Den tausendsten Teil von 1 Henry nennt man ein M i M i h e n r 7, 

Damit sind die wesentlichsten elektrischen Grüßen auf bestioimte 
Einheiten zurückgeführt, die auch mit den mechanischen Einheiten der 
Länge, Masse, Zeit, Kraft, Arbeit, Effekt in einfachem Zusammenhang 
stehen. 

Die größeren und kleineren Vielfachen der praktischen Einheiten 
werden hau£g, wie ea schon in einigen Fallen angegeben wurde, durch 
Voraetasen gewisser Silben bezeichnet. Die Vorsübe Meg bezeichnet 
nämlich das HilUonenfache der Einheit. Es ist also 
1 Megohm ^ 1 Million Ohm, 

Die Vorsilbe M i k r o bedeutet den mtlHoosten Teil der Einheit, 
Es ist also 

1 Mikroampere := 1 Millionstel Ampere, 
I Mikroooulomb = 1 Millionstel Coulomb, 
1 Mikroyolt = l Milhonstel Volt. 

Das Mikrofarad ist schon oben angegeben. 

Endlich bedeutet M i I li den tausendsten Teil der Einheit. Also ist 
I Millivolts 1 Tausendstel Volt, 
1 Milliampere = 1 Tausendstel Ampere- 

Ebenao spricht man von MilUhenry, 

Es genügt natürhch für praktisehe Zwecke nicht, bestimmte Ein- 
heiten für die einzelnen Größen wissenschaftUch definiert zu haben, es 
müssen auch sum Grebrauch bestimmte Normal ei nheiten vorhanden sein, 
die stets leicht reproduzierbar sind und deren Verhältnis zu den abso- 
luten Einheiten ein für allemal genau bestimmt ist. 

Da die drei Größen Stromstärke, Widerstand und elektromotori- 
sche Kraft nach dem Ohmschen Gesetz miteinander verbunden sind, 
so genügt es, für zwei von ihnen die Einheit festgeateUt zu haben. Dies 
ist nun geschehen für die Stromstärke und den Widerstand. Es kam 
also darauf an, die Stromstärke I Ampere so zu bestimmen, daß sie immer 
reproduzierbar ist, und ebenso den Widerstand 1 Ohm. 

Für die Stromstärke geschieht das dadurch, daß man ein für 
allemal untersucht, wieviel KnaKgas oder Kupfer oder Silber der Strom 
1 Ampere (der in Nr. 10 definiert wurde) in der Sekunde aus einem Volla* 
meter abscheidet. Diese Bestimmung ist von F, und W. Kohlrausch 
exakt durchgeführt worden und lieferte das Resultat, daß 1 Ampere in 
1 Sekunde 0,1740 ccm Knallgas von normalem Druck und normaler 
Temperatur entwickelt, oder 0,3234 mg Kupfer oder 1,118 mg Süher 
abscheidet. 



Aiu dieaen Mi'^siLn^i^n iTjf^tit »trh folr^pnd« wic-htipc TaboUi^: 



iXiL' bUuin 1 Ampuie züJisisUt udiif K^Jididet ikun 



In 1 ätbunde 
in l MiauLa 
in 1 Stiindo 



mg Silber my Kupfer 



mg Wuw^ 

Btoff 



mg Wiwoer ] ?on o* und 



Mlftl 
67.09 



19.70 

iie2 



O^OIOÄO 
0.023 



OpOQM 
£36 



0,17« 
1D»44 



Damit kann luuji nun ilun;b MosHuiig mit «mem Voltuuiel«r jvdv 
Stromfltarln* in rtmp'rc mi^rürken 

Ebenso kam vs tlnrBuf an. den Widerstand I OHra *in für iJIp- 
niiil KU li:<:Jnrr'.Ei. alau ctwiL iIip lAt\^i^ lüiiij^r Quöckiülberfläulo von 0'^ lu bo- 
stimTikt^n. welche b^i I qmm Qufrar:Jinitt gerade d«i WiderstAnd J Ohtn 
bat. Die gunaiit^lvii Mi^bungisn Imf^c iimi lUfür das RenultaL, dftÜ 
difae Que-^ksilherariiile |Ofi,,t (?m Lange haben miiÜ. PrnktJBph mrd 
daher I Ohm definiert uIb d&r ^'iderat&nd einer Qut^kadburiäülc vm 
lOß.H^ otn Lange und I qmm Querschnitt. 

Die elektromotorische Kraft eine» Stromorsteugcn Epd- 
vn-niüchnri Elcminnt, Tlipnnuch'nir'nt, Induktitmöappurut u. der;^l ) Itflon 
man nun itnm^r in Volt äuddruclcen, wenn man »ie in ^immi Stn^mbr^f 
L-inon Strum i^r^tdugun lüQl. MiUt man dun gemannten WiüvrHl.miii J» 
Stronikrpidoa in Ohm und mißt mdii dLl^ Stronistiirk« in Ampvre, vu ffh^ 
ihr i'rudukt dirukt du* guiuohte vlektromotoriäiEic KrEkft m Voll, du 

I Volt — 1 Ampere X i Ohm 

ül. PnikUB(!h benutzt man jedtKih häufig diu K adm LumcIt^m^Titt 
(8- 98) alA V*rgluii;hw*li-nu'nte, da derer elekrrnmoloriache Kraft »nrer 
ÄDd«rlioh «lw«h l,<»n) Vcilt (/winnbi^n H» ii, 20") K^fundftn wiinii-, od'T 
fturh dii> Clftrkpl^m*^nt^, der*n elflktroniotoriBchfl Kraft gk""^ 
i,43H Volt (bin 15II) lat. 

Auch für KftpAEitAten hat nuiii a;i^n^u^ Normalen kon^^iruicri 
nÜmlieh <li« Mi krotarad . von dcmm S. 1^ »irio AltbiMun^ gi'gvlH^n 
i*t- Dieiiplhpn he^trheii mit Koiidrn.iJitoren, deri*n Zwifehi-ndichichl fiP' 
wohnlich trlininuT iat und dfrcn (Iroße und Plftltonnhiland *ü al«*- 
mcimeo nindn daß tw flrr^idr I Mikrofnrjid KjipoBität bc^atc-n- Häufig 
imd diMc noch. wU die UewichtHiitro. in LTnierablcilimiien geteilt, « dsB 
nie Kupautütirn vuu O.i, ü.2. ü,!j, 0,^ Mikrofnriul enthnitcn, derm ^jjjid' 
dann gl^irh 1 Mikrnfnrad u7 

In Jiem^rer Z".Mt «i-Mi-n nijr:li für daK S i' 1 b b l p u (. c n t ] ii I Nti*- 
mftli* jiii^frTr,l|i;i., I H t' n r y 'nU^r gi»5licrp r.ider kleiTUfi^ nnifribf^ibinpri 
dtfefti-lbi*n lUrfttellujtd, v^tn di»ut<n auf ^. J2D ^m« Abbildung Ltt^bvu vraf^ 

In dir«*>f Woi*n.' «lud «.Ihr» ilii* Mjiß^-inln-itvn in dt^f Julekthiitiit ull* 
bf^timmi. und auf «icherv ErfahrLingen und nrundftAt-t* surltck^^fulin 



n. TeiL 

Die Anwendungen der Elektrizit&t. 



II. TeU. 

Die Anwendungen der Elektrizität 

1. Kapit«). 

BteDynamomascbinen für Glelchetrom. 

Die große Leichtigkeit, mit der aicb die elektrische Energie in fa^t 
alle Anderen Formeo der NatureraeheJnungen umwandeln läDt, in Licht, 
in Wärme, in Uagnetismos, in chemische Energie, in mech&nische Be- 
wegung, diefle Leichtigkeit macht die Elektrizität ganz außerordenlhch 
zur pri^iacheti Verwendung geeignet. Ein Lichlatrahl bleibt stets ein 
Lichtetr&hl, er leuchtet und erwärmt^ aber seine Energie läßt sich nicht 
(oder nur unvollkommen und schwierig) in andere Formen der Energie 
umwandeln- Ein elektriacher Strom dagegen braucht nur durch getrennte 
KohlenspitEGQ gesendet eu werden, um Licht zu erzeugen; er braucht 
nur durch Drähte gesendet zu werden, um Wärme und Licht hervor- 
Stubringen; um einen Eisenkern spiralförmig henungefübrt, erzeugt er 
Magnetismus, in die Nähe eines anderen Stromes oder eines Magneten 
gebracht, bringt er diesen in Bewegung oder kommt selbst in Bewegung; 
durch eine zusammengesetzte Flüflsigkeit gesendet, erzeugt er chemische 
Zerlegungen und Verbindungen. Diese leichte Umwandelungsfähigkeit 
der elektrischen Energie ist eines der Hauptmomente, durch welches die 
Elektrizität eich einen immer weiteren Raum in der Technik erobert. 

Elektrische Strome zu erzeugen, ist auf verschiedene Weise mög- 
lich. Zwei Metalle in eine Flüssigkeit gebracht und zu einem geschlossenen 
Kreis verbunden, geben einen elektrischen Strom. Es wird der elektrische 
Strom in solchen Elementen durch Umwandelung von chemischer 
Energie erzeugt. Zwei verschiedene Metalle, in Berührung mitein- 
ander gebracht, erzeugen einen elektrischen Strom, wenn man die eine 
Berührungsstelle enrärmt oder abkühlt. Es wird der elektrische Strom 
hierbei, der Thermoetrom, durch die Energie der Wärme er- 
zeugt. In einem geschlossenen Drahtkreia, der in der Nähe eines Magne- 
ten oder eines elektrischen Stromes in beliebiger Weise bewegt wird, 
werden elektrische Ströme erzeugt. Es werden diese Ströme, die Induk- 
tjonflströme, durch Bewegung, also durch Aufwand von Bewegungs- 
energie, durch Aufwand von mechanischer Arbeit hervorgebracht. 
Von diesen verschiedenen Erzeugungsweisen elektrischer Ströme ist die 
letztere für technische Zwecke, bei denen es sich um bilUge und einfache 
Erteugong von Strömen von großer Intensität und oft hoher elektro- 
motonscber Kraft handelt, die einzig zweckmällige. 



3&0 



II. ToÜ. 1. KflEJitcJ, 



Di*^ Anwerniiing von gBlvjimä^hen Elemmtcn int imt Krceiiping von 
j>:roÜ*>M Mengen elektnsclier Bnerpie eint erhr jirokuru- Mnti kaum wohl 
durch jinlvaniscKc Elcmpntp StrÖmf vmi j«i<'r lieliobijj»rn InteruulüC und 
clcktromatorifli:livn iu'uft vrlialtL^Ei. irtdviu mun irnr dir 2aUl dvr WiiiitxC^u 
KJrninnti.' vi^rnielirl. Ab^r vhvu dmaf W'Tiuvhruiig dur ZabI dvr KJemento 
idt für iiraWlisn'Ke Zwt'ilci' li^-mlKli nrimÖgürh. 

W(.»rh»el CHT FiliflainkciU-n und Mj*iAlli». Rin^ ^ifrnßf AnKfthl vnn Kl'^mfnii'n 
nimmt viueu gr^^Opn Rauiu «Id. AitHejtlvm i»ntwic;kt<lii die ^rilv»nLM-hfjj 
Etj?m*'nTc Eum Teil , luid gcpndi* die stÖTkcron, acbndtiche »nd unnTijp'nrhTnf 
DÄiti\dv. Und Leidlich Ut die Aiiweniiung der Kiemcnle vmf **hr tvuif. 
In ffLsr. nllpn KJeinpntrn wird <iiirrh ohcniiwhe Pfciaeise Zmk in Sitir^n 
anfgeiöat, der elekinHche Strom wird also nar erhalten durrh OsjylatioD 
(Verbrt^njLuiig) von Zink. cint?m »ehr teuren ßrennmateriai. Aiui allen 
dii-aon CHindfn ^hritfTtrn alle Versuche» die mit sokhen ßAtt^ri^en 
für technjacfhe Zweck*.* an^tatellt wurden. 

Die prjnfrpic'll vortr'dhbfu^fltp Methodt', um clpktriaohe ätnSme xu 
erzeugen . wäre dlt^ , direkt die Wflruie in EleklrinUt umiuw»ndclii, 
Ab«T leider ist eint uurh tatnachtirli vurt^riUmft^« Mi*thode d&lur biinhfr 
nicht gefunden worden. Diff ThermoelL'kuijiiEÄt. dk* büiher allein ia 
dci-Eier üciieliunj: in Frü^i« kommt. Jii?Iert, seLUel bei di.'n vortctlbuliiutiiti 
Konntnikr-ionen, mir '-'j»' .h^Iit ^jeririj:«* AnHniitKnn^ drr Wj^rini*, -lo daf^ 
die ^rüUtTi.'n Theruii.4iJiuJen ^vtilt liir gi.-riri):e ßediirfutHfrt^ iijw.'Ji EUk- 
trififdt. xwtckmäQi]f sind, wo ca niF^hr auf fiequcmlichkeiti dnr AnwipiV' 
duiif! üIb auf v<jrt<^ilbalte Graeu^ing ankcmnit, (tu groß? I«clin[av.'be B» 
T.ritdK' nhiT nJi'ht. in Frafle kommen. 

Diu* wirkf^jL-rriMe MifEid djif|;i:^^<^ri xiir einWhen Ersei^urt^ von eick- 
trisrh^n Strömen hohrr Knorgio h\ciet die Induktion, und insb«u>ndf*o 
die Induk^on durch MAgQ«ee, die aogenonnte Magnetoinduktion, 

Von ninem Ma^niiU'ü ^ebeii naeb nllen tCieUtung«n Kräfte aun. wolclio 
gpwiMe Wirkungen auMibpn, Wir können uns dieap Kriflc bitdüeh ver 
ditiTtliehen, indKm wir i\e dureh KruLtUnien damulluit, dii? von dem Kcnl- 
poZ auägelion. durch die Luft, oder andere Körper Eum Südpol »cb hin- 
biegen und dann güdrai^rt dumb daa Eiaen den MayneU vom Südfiol 
zum Nord|HiJ vcrlnufon. Diese Kraftliciicri machen woirhivt. unniagn«ti' 
»L^beu EiHen. tri welche» sie eintreten, selbst mapnetiHcb, sie iodtUÜcnO. 
»je man <:<« ncnnl, Ma^neLidiiiUH in dem Eiäen. Die Krufllinit^ii vervhi^ 
dpiiT^ einwndrr i>ah^ if<.d>rnrli Ut Magni'!-- atflUcn »loh» Wi.H»n kip aioh enC- 
gvj^t.-ii lauJeih tiiid V t^rqvb ultkh^en r wenn viv nueh derselbun hivhttuig ^hi-ht 
und eryi>ij^en U^bm^h Bowi^^nng der Magnei.'i AidhAt. 

Abvr tlivMv iCraflliujen, die vun einem Magneten au«g«hvu, wirksn 
nidht bloß auf Rinr'n mAK'*'''^'*j''f^'"'l wjhI tiowoirfliid, Sie ir/ennen aiicb 
in ff^wiuen FaUi-n eltiklrint^hv Stri>iiie- ^liald man cim-n an.chlpo««fi&*D 
Umhtkrrini, am b^>AT^^n eine iJrahtapnle, in der Nfthe eine* «olehen Ua^fn^^ 
tcti irgendwie bew^al-H *o wi*rden. wie im ersten Abuhnitt nunfilKHick 
beichrinben wurde, in <lom Drahtkrei«. in dnr l)rabt»pult ntomentane 
InduktionwArcJme erreirt Hie Zuhl der Krifllinien, die m einer Sekunda 
von der ix^went^-n l^jmie Beukrecbt f^Michmtten werden. «ni*prjeJ;i do 
e.loktroTnriturirtfih^n Kraft dea IndiiktionMitruTnes. VorteilliAft i» M> IP 




MagTiet«lektrische Mauhinea, 351 

die Spule noch einen Kern von weichem Eisen zu bringen, da dieser in 
der Nähe des Magneten selbst magnetisch wird, und zwar bei der Be- 
wegung bald stärker und bald schwächer. Diese Veränderung der Stärke 
des Magnetismus erüeugt aber seTbat ebenfalU in der umgebenden Draht- 
apule Veränderungen der £r&ftlinienzahl und daber kräftige Induktiona- 
BtTÖme. 

Welche Form man den beweghchen Drahtspulen mit ihren Eisen- 
kernen gibt, ist zunächst gleichgültig- Man kann flache Kerne mit Draht 
umwickeln, man kann lange Bisenzylinder entweder der Quere nach oder 
der Länge nach mit Draht Windungen umgeben, man kann endlich eiserne 
Kinge gans mit Draht umwinden, in jedem Falle werden Induktions- 
ströme entstehen^ wenn diese Spulen mit ihren Kernen in der Nähe von 
Magneten bewegt werden. Nur wird natürlich je nach der Anordnung 
die Induktion bald stärker, bald schwächer sein. Im allgemeinen wird 
man selbst verständlich darauf sehen müssen, daß der zu induzierende 
Draht sich in möglichst starken magnetischen Feldern bewegt. 

Sehr bald nach der Entdeckung der Induktionsatröme durch Fara- 
day, schon wenige Jahre nachher, konstruierte Pixii bereits die 
erste Maschine, welche durch Drehung von Drahtspulen mit Eisenkernen 
vor Magneten fortdauernde Induktionsströme erzeugte. Er ließ dabei» 
aus Konstruktionsgriinden, nicht die Spulen mit ihrem Eisenkern rotieren 
und den Magneten feststehen, sondern er stellte im Gegenteil den 
Eisenkern mit den Spulen fest und brachte einen Hufeisenmagneten 
um seine Achae in Rotation. Der Eflekt auf die Spulen war natürlich 
derselbe. 

Solche Maschinen» die durch Bewegung von Drahtspulen gegen Mag- 
nete (oder umgekehrt) Ströme erzeugen, nennt man magnetelek- 
trische Maschinen. Man nennt bei ihnen den Magneten, welcher 
die Ströme induziert, den induzierenden Magnet oder auch 
den Feldmagnet, die Drahtspulen mit ihrem Eisenkern bezeichnet 
man als Induktor oder Anker oder Armatur. 

Pixii heQ also den Anker feststehen und den Feldmagneten rotieren 
aus dem Grunde» weil es dadurch ohne Schwierigkeit mögbch war, die 
Ströme aus den Ankerspulen, die ja dabei fest blieben, mit einem auüeren 
Stromkreis zu verbinden. 

Will man umgekehrt den Magneten feststehen lassen und die Spulen 
bewegen, so muQ man eine Einrichtung treffen, daQ der äußere Strom- 
kreis» in welchen man die erzeugten Induktionsströme schicken will, ohne 
sich mitzubewegen doch in beständigem Kontakt mit dem sich drehenden 
Induktor bleibt. Dies erreicht man dadurch, daß man die Enden der 
Spule des Induktors an die Drehungsachse führt und dort jedes Ende 
an je einen Metallring befestigt, die voneinander und von der Achse iso- 
liert sind. Diese beiden Ringe bilden also die beiden Enden der Spule 
und an sie wird durch schleifende Kcmtakte der äußere Schlie&ungskreis 
angelegt' Man läßt nämlich Bürsten aus Kupferdraht oder auch aus 
Kohle auf diesen Ringen schleifen und durch diese den Str<im von der 
Maschine in den äußeren Schheßungskreis führen. 

Ein einfaches Beispiel einer solchen Maschine, wie sie zuerst gebaut 
wurde (von S t Ö h r e r), zeigt Fig, 32C, Wir haben die Wu-kungaweise 




(Im ätiQ«it^ri ^tT-nnik»ÜM W W Ix^f^Atiijt. Ziinäi^hflt geben diiuc Bd*' 
HiiliiurLu, Vit« vm irühvt ^p^evitcu habvi*. VJ tivliaviaitinnc, Man kann tha 
durch i-mrirt |iHhrit<it<l itiiigTK'hr^ttr) Roitmtittalor mit Ijpichtigkcit di» 
ÜDii^liit^u luduktii^ifff^kömf für dtn äuU'^rvn ^trumkit^ia üUv gleicb ndi- 
tAa> «a üilQ mAü in di<>80iu fortwulir^nd ^tnjiu«.^ von tläneiben Ktclitnng 
ttWii. 

Bn thi^.tn'r MmMna und \m aWvn ühnliobeQ twnt kou^Lnurrtm 
Mttwrhinrn bmtrht der Induktor miia r>rAhtir[iu1«n, d«ina Enden frti nod 




flmmmwnTirT Rmi^. 



9Sd 



IJ. 



iwil duroh den äuQor^'Ti S<Tli]ii.*IJuHp»kr»'ii* vitrliuiidtn wt'nipn. ili<? b^ldon 
Schleifrin^p bilden imin^r di^ fr^i'^n KriJon d^ Ornhlt«, Eh let imiDei 
vin tiflvAwT Draht, der dun KiH-nk^rii iLrii^i!>t. i'in VtAht mit fr«fL(«n End<«i. 
von dciif^n jrd« bri df-j DrrhmiK nW^rKwInil prajtiv und n^^Htiv «k«k- 
tmch wird. Zur Krf<-(jj{tjnu von Gliüftutlräincin v>Tl>iriiLi-t t<\i\ Kouitiiu- 
totor die Kndcn t\r* iLnUf^ron Strumkrcirtot mrl di«icn frni'ii Rnrlim dp* 
InduktordrahEo» bM direkt, >Hi|d üben Ktou7, 

Ki BEir nun sw^nt «lu Jtoiivnvr. 1' a l i n u 1 1 1 > der dir Induktintit- 
M-rAmf in rinr-Tii gatiK an- 

demu liidiiklor vrzpugti^ ^^ "'■ 

niid nnt^wunhf^. Paoi- 
DoCti iMhiii uJLitdiuli wb 
EiHMik^ru emi>n kiw^Muh- 
•Mm «iitrMn Itiiig und 
umwickvlto djv««n vull- 
siÄndi^f mit DrAht- Diu 
Enden diuc« Drabt^« 
I5lclr rf (Lndnnndcr, bö 
dafldctDrahi voltkoiiimL'n 
»MhloKR^ti wnr lind keine 
infirD Enden mehr batte^ 
Ein «uJcbt-f Jdduklor. den 
rnHTiofrdpn P*cinf>t ti- 
Avb^ii Ringt gtfwülixi- 
lirh Kib^r d»Ti Grammt^ 
«chvvi Ri'W [leimt, well 
Pf dnreh H rAin mp pr*t 
tlllKi-nki'in brikiLiinl wordv. 
na nolohor Induktor Rmpt 
nun m«fkwi;ril[u;i> , jib^r 
leicht XU übonifrhnni.li* Er» 
»eJieinitngcn . wenn man 
ihn vor den Polcm cint'n 
HAgiieN-n (v>iiirrpn IKUtn 
Cignttrh;Lftrü , di^ wir 
«u« «ini>r Bptrdrhtung drrr 
Fifc- 327 hiebt wk«iLrieii 
ki>aiMn. 

Der Rinn lAt. foH- 
IviEend mit Dtübt ium' 

wiekdt» wie i'A ib/^ dr^i |p'Äfi/'hn.*tj"n DraUiwindiinKrii R nndcuterij und 
befindet «ich £wJjK:Wri dvn VoWu S und N »int-i krtikigun Huft<JMfnma^- 
D»u<4i, [|*r mit Polurhiibrn vprsrf^hrn ist, wl^'hi' df n Hing ssiim Teil unifn^önn. 
In dtm Ftiriij vn» woicboni Eijwn wird nun durch don südniißnetiBcben 
FoisL'Jjuh !*?* an den ihm ßi'j'''n'i'""'"t'*-ir''"'^''" ^tuüfn Noniniugiuti^muB n u 
indniiii^rl, und dureh den nordmuffnetiKhi^ii l'olMluih N S entsprechend 
HtidiwpetiiimuB *■. W^nn der Hing rotiert, lo kommen ntctn Mue und 
neo« Bnfinfrilchtfn ^Kc^nji(HT von N N und K S und Htrl^H wirnlf-n an ilirM.in 
SteUm «Üir Pu)p p und n etfeii^. Ivl lii^r Ittnfc von ^ni wptcbvrn Euh?Uh 





354 



!tML I. Kspltol. 






*^ 



BO vi^Uwl judu* Teik'biri] E^iüt^u MagEiiHtHuiu» Mt], sowie naiut der 

PulsrjEmh NN gF^i^»ii^H^r t]?r Bliiie sti(IiE]A^Tunij4''h « lü^m iVibohuTj 
^ii^^i'uütitT ri('nlTUJk)£riorjw:lii Dfidumli, iJdli ilrr KiAniirinjie rotiert, wrnl 

Wir IiüiNit<ri iIaUi'i Uiü tCrachoinuiigeEi auch vollkommen \jntvrAuch«iu 
wi*fin wir ftnnrhmfnn daü ikr fiiHi^mc Kern ai^iht rrTtWt. ifirnii^rn ffAHj: 
ifM bleibt, und dflä nui die DrnhtwindnEgcn ui» den Kiseukfrn hcrom- 
iaiifnn. 

In der twwegticht^n Kolk« R eMstr^lxcn mm Induktiotuotrom« lutd 
siwtiT diiruh diu uuiwirkoiidi-ii Mugii(>lt< üi Vt-rbiiiduuf£ riiil (ivm lua^^u^tiaeb 

jwwi»rd^n<*n Eiwn- 

Ifi dor (>lM>mi 

p bii» p, i8t vm uia^ 
ntfiti^cnfv Fftl4 vor- 
kiiij^don, iliui K«:bi]dnt 
wird von ^om ituE- 

fti.liüli« und d*ra 
n<jrdi»ag(ictuioh ^ 
wurUt^iiun Klwd- 
k*Tn- Dir Kmfr- 
liTiitfii Iidbtf[i alMrin 
ilpr fdhin'ti HAIftf 
di<r Fi^ur diH RJ^' 
r u njiE vfin di^m ßiw 
yuiii PoliH^huk, h 
ili IUI' n 1 yMü hovt^ 
■ich nun die SpuU. 
indüui Jiu bfi iltf 
Kfwcgung ilirr KIA' 
obo drvht vvn d^ff 
horiiuntiLkn La^ ni 
u bib X1U vmtikalui 
liÄgc lU & ufld io 
dpinivllum Winne weiter biji anr honEontnlcn !,ftgti in Pj, Auf [ii»nD 
ganzen Wego, der xinTner in denv&clWn Sinn«: iJurvb «in uiiä da*wlUf Vf^ 
biudurtilii^ulil, bohült djihpr der f.nifitphr'ndp IridiiktionBatroni immrr di^ 
**!!**.■ Ri-'btung in dor Spule, wobei er an SUrki' von p bin a innimtnt 
und dann wieder abrnmint. Bei der weiteti'Ti Bt^wppung von p, na^ 
unT,nri kommt dir l^pule in i?in ma^etüclifa Feld von entge||en0e»tiu' 
Riditun;: , m wek'hr^ui der Noi'dpol unUtrLulb der Hpuli.' . der friidpo) 
inntrhrtlf) dflrsflfbi^n isi.. Die Rirlirijnf^ d*.^ ^trnm« iwt daher auf i^«** 
HnlfTe ihr i-i\'i^yiiKUi[eftii\iU^ lUid bleibt: jio wu p. über b bU p, wot* 
dii: ^itifcTkiL' dv^ Sü'mrK« BimiDimt viTi p^ l-M b und dünn nbnimml. vMib 
bu p- In der Mitte irwiachen den btid^n RinjjWlfTvn, ftn litn Sielkap 
und p,, muü kI&i^> dor Strom in der 8|iule ^oiuf Ric-hluii^ fiiidi^nn, ober 




Onrntueacher Ring. 355 

dnrcti di« Stromatärlcc Null bindurch^hen, d, b- wenn die Spule an den 
Punkt p oder p, gekommen ist, so fließt kein Strom in ihr. 

So wird also eine Rolle R bei ihrem Umlauf um den eisernen Ring 
der Reihe nach an zwei Punkten p und p. stromlos, aber aonat in 
den beiden Hälften dea Ringea atets von Strömen durchflosaen sein. 
Diese Stellen bezeichnet man ala Indifferenastellen oder ala 
neutrale Zone. 

Nehmen wir nun an, daß der ganze Ring mit aolehen Rollen um- 
geben ist, wie es in Fig, 328 durch eine Reihe von Drahtwindungen an- 
gedeutet ist, welche einen geschlossenen Kreis um den ganzen Ring 
bilden. Wenn diese ganze Drahtumwickelung um den Eisenring herum- 
läuft, HO haben stets die in der oberen Hälfte des Ringes induzierten 
Ströme die entgegengesetzte Richtung wie in der unteren. An den 
Stellen + p und - — p kommen diese entgegengesetzten Ströme zuflammen. 
Da nun der Draht ein in sich vollkommen geschlossener ist. so müssen 
sich diese entgegengesetzt gerichteten Ströme in 
dem Draht vollkommen aufheben, es fließt dann in der 
ümwickelung des Ringes gar kein Strom. Von allen oben befindlichen 
Windungen fließt der positive Strom nach + p hin (also von — p weg) 
und ebenso von allen unten befindlichen Windungen. 

Man kann aber diese Strom kombination noch in anderer Weise an- 
sehen. Man kann die Stellen -f-p und — p so auffassen, wie aus den 
Pfeilen in der Figur deuthch wird, ab ob von beiden Hälften des Ringes 
nach -|- p fortwährend positive Elektrizität hinströmt, von — p dagegen 
fortwährend positive wegströmt. Dann lassen sich die beiden Drahthälften 
auffassen als zwei galvanische Elemente, welche je an — p ihren nega- 
tiven Pol und an -f-p ihren positiven Pol haben. Verbindet man zwei 
gleiche galvanische Elemente so mit ihren gleichnamigen Polen, so heben 
»ich die Ströme in ihnen auf. Man kann aber andererseits, wie es bei 
dem Parallelschalten von zwei Elementen geschieht^ die beiden 
miteinander verbundenen positiven Pole und ebenso die beiden mit- 
einander verbundenen nega- 
tiven Polo zusammen durch fie^b^s. 
einen äußeren Verbindungs- 
drabt schließen. Dann fließt 
in dem äußeren Draht der 
Strom von dem einen Polpaac 
zum anderen. 

Eine solche Verbindung 
zeigt Fig. 32&. In dieser sind 
A und B die beiden parallel- 
geschalteten Elemente und w 
ist der äußere SchlieQungs- 
kreifl, in welchem also die Elektrizität in der Richtung der Pfeile fließt. 
Ganz dasselbe kann man bei dem Orammeschen Ring machen- Sobald 
man die Stellen + p und — p durch den äußeren Schließungsdraht L 
in Fig. 328 verbindet, fließt der positive Strom fortwährend in diesem 
in der Richtung der Pfeile. 

So hat man also ein einfaches Mittel, um in dem äußeren Schlie- 




353 



TIh Tbil I. GftpiL«]- 



B 




IQ 



Uungudrsht tini^n Ktroin von gleich blcibeod^r Richtung zu erzeugen, «Inen 
H<rrirM>, ilrr «liircii kontiiiui<^rU(.'li« Rotaliion eiuee mit Draht umipirlieltrii 

Ii*>i d^r wirklichiJii AuBliilirnuK <^ir'^ aolcben Rmgta bildete nun 
nrjvmme, wu.* Fi/^- 33f) Ät*i^^, ein* UmwinkpluiiR i\^f> Hiiip™ ana Piner 
£roßt^n Anxuhl von einzelnen DtAbtapulen, dpren Emien vr an die A(bi« ' 
führte und dort ije Kup(tfrfi(R4fi^ri uiiB^i*hi?ii iii'U, Div Kutjfcrittrvifi-n sind 
dnnn allr vörtei[ittnd.-r isohert. nri'l ein i»*der Uikh't dir Verbindung zwi- 
»churi liutn Eiiiiu der vjuvn und dem Aidsag d^r beiiuchWrleu Spuir 
Km 4Lnd hIao ebenso viobt Ki:pforBr.ft-ifr'n v-oHiariiiL-n ViU- einx'dnp SfiiiU>r 
und die Sjiul^ri äiiül hMii biiilf^rt^iitarKW vijrbuudfirji flO dHÜ ni*' einv volb 
atüudiji gJeiebloiifpnfle rniwiokelimg df^ Kinonrmjjejs bilrirn- An deji i 
jetki|;i»ii beiden KupftTstreilm. wdehi> den Stollen 4- p und — p *ni- "l 
8pri>4^b*iri, weJoiie a\\ni Kimudiet senkrecht zu der VerbmdungBbmc der 
Mitgrfpfpole aU'hen, wh[eif<'n BÜrnti-n R Bh wcrloht* von ihnen den Strom 
ubiiebmeji und in die uutSive Leitung w oendcn. Di-n nuf der Achse Hteea- | 

denTeii T, drr nuH ein^^Anulbl KupfT- 
tttriMfvn uLid dnxwiochvn licgvtidi^u 
ifl(^i«rend'<M (lümmerstrt'iren t>f«teli[, 
D«iml m&u den Kullekt<fr (Siroiri- 
samruler), audi wuki Komiiiulatöf; 
ob woh I «^ r t fti n ^ i^jc w 1 li rh ir Ä »rem 1 w/irwff r 
ÜL DaQ dei l^Lttu hu« miliar ^rL^ßrL 
Zjibl voni'inzT'TnenSpnN'nui-hiMer wird. 
die durch dii? Streifen de*. KoUeLton 
je miteinondpr verbunden nind , h» 
folgenden Zw(>ek. Xeliiiii-ij »ir lUi, *♦ 
ai?i die pon»e einr Hidlre doA Uin|p 
fp>rtlfttifend mit Drnhi umwirkfllt nnJ 
die gunne ojideie Hiilfleuuoh. und di? 
;wci ßndcn jeder flir^er Bewickeln n^^-n wiir<Ii^n eu je »ncm Streifen auf 
di'm Kollektor ^Eührt, so würden *1k Blir&t^n uuch, «ib^ld die äln^ 
bei der Drcbimu bei ilinen vorU'ipurthi**reo. d'M Wirtim von ihnen abnebmcti 
UJid in die üiiÜrre Lrituri^ fidireiL Aber niHn Aiebt. daÜ dann vmr t*/^ 
iiuicp Unl<*rbrerbiMi^ de« t^tirounie pnWtyheri würde, Nur Tiafli je rinfr 
LÄlben Umdrehung de^ Bing»« wiirde wieder ein Strom in die ^nfkrr 
Leitnng ^eechiokt WönW, Jn rin?hr Spulen vorhanden wind, je mchi 
Ablcibinpcn der Kollektor heeitzr., desto rnseher folgen aIjio die ejn*p!nrt 
gleiehaeriehti'len Slronie in der nuütTeu Leituua aoffrioAudej-, di^ito nir^^ 
Wird also der Slmm zu einem kontinu irrliehen, 

Wonii aber nun bei dot Tiotation in den Umwindunscn de* IlinE'^ 
und in dum TiulJeren Stromkreia ei;i Strom llicüt, ho tritt djtdurc^h mlw^ 
eine Änderung in den vben betrachteten Verhältruütfen ein. Die iti ^m 
DHbhte[j dtw KmgDe, den «c^uuuii Leu Aukerwindu uuc ti . HiuDni'^ 
d«n Ströme üben ja nelbüt wieder für *irh ma^'neiiflehe Kräfte aui anl 
flljchen den Einenruiu ff^r vicb lu mAgiietüieren. Uzi<f zwmr «fveugeu BC 
win man au» der A ui^KVeAr.lten ^hwtmmerh'^i^l (8. liHl) erkennt. eiiKO 
Nordpol und eiu^^n Sudpol «n df^n Sti'Ifen p^ und |i der Pi^, 3'i7. Tihlir'ol 
der iiuüen.'. Mnjfn^t An dim Mtctian n und K die Pole enn^u^ Die^re beiiku 




AnkcTTÜck Wirkung. 357 

nuignetisiereiiden Kräfte, die senkrecht aufeinander wirken, setzen sich 
zuBÄmmen mad bewirten, daß in dem Ring die beiden Pole etwas in der 
Richtung der Drehung verschoben aind. Daraus folgt, daß unter dem 
Einfluß dieser niagnetischen Wirkungen des Atikerstronies durch die 
Ankerrückwirkung auch die neutrale Zone nicht mehr gen&u 
senkrecht zn den ursprünglichen Kraftlinien liegen bleibt, bei p und p^, 
sondern ebenfalls um einen bestimmten Winkel In der Richtung der Be- 
wegung des ßingea ^dreht ist. Es verschiebt sich also durch 
die Ankerrückwirkung die neutrale Zone dee 
Ringes, an der der Strom aich umkehrt, etwas in der Richtung der 
Bewegung, und man darf deshalb die Draht bürt^ten nicht direkt senkrecht 
ZOT Verbindungslinie der induzierenden Pole steilen, sondern muß sie 
etwas in Richtung def Drehung verachieben. Wie weit aie zu verschieben 
sind, das hangt von dem A'erhältnis der Stärke der direkten magnetischen 
Wirkung der induzierenden Magnete und der Stärke der Ankerrückwir- 
kung ab, ist also bei verschiedenen Stromstärken verschieden. 

Durch Anwendung eines solchen Ringes als Induktor ist es also nan 
möglich, direkt Induktionsatröme von konstant bleibender, unverändert 
lieber Richtung, also Gleichströme, zu erhalten. Man braucht 
eben nur den Ring drehbar zwischen die Pole eines Hufeisenmagnets 
EU bringen, um von den Schleif bürsten stets einen Strom von einerlei 
Richtung abnehmen zu können- 

Die Erfindung des Grammeschen Ringea war d&s eine wesentliche 
Moment, welches den Aufschwung der Elektrotechnik hervorgerufen hat. 

Ein zweites aber, das wesentlichste Moment, bestand in folgendem. 
Zunächst wurden bei allen magnetelektrischen Maschinen Stahlmag- 
nete angewendet* um die Ströme zu induzieren. Nun ist aber der 
Magnetismus von Stahlmagneten ein verhältnismäßig unbedeutender. 
Er ist außerordentlicti viel schwächer als der Magnetismus, den man durch 
elektrische Ströme in gleich großen Stücken von weichem Eisen erzeugen 
kann. Man konnte daher von vornherein sagen, daß die Jnduktions- 
ströme einer solchen magnetelektrischen Maschine viel stärker werden 
miiDten, wenn man statt der Stahlmagnete Elektro magncte zur 
Induktion benutzte. Aber hier trat nun sofort folgj'nde wirhtige Frage 
auf: Um diese Elektromagnete zu erzeugen, braucht man einen ötrom, 
der eben um die Eisenkerne der Feldmagnete herumäieÜt. Muß man 
nun diesen Strom aus irgend einer äußeren Quelle nehmen, z- B. aus 
einer Batterie, oder kann man den Strom, der im In- 
duktor entsteht, selbst zur Magnetisierung der 
Feldmagnete benutzen? 

Schon die Stellung dieser Frage war eine bedeutende und prinzipiell 
höchst wichtige Tat. Und der Fortschritt, der in der Stellung und Lösung 
dieaer Frage hegt, ist eine der bedeutendsten Errungenschaften, die die 
Technik dem Genie von Werner Siemens zu danken hat, der 
im Jahre 1867 diese Frage aufwarf und zugleich löste, 

Siemens sagte sicJi, daß es gewiß nicht nötig sei, die Elektromagnet« 
durch einen fremden Strom, etwa von einer Batterie, erregen zu laason, 
sondern daß man diese durch den Strom der eigenthchen Maschine selbst 
erregen lassen könne- Wenn einmal in einem Induktor ein Gleichstrom 



356 



II, Tflil. t. K>pit«t, 



riff. ■>!. 



Mngnettr |ui«:tferKl tii'riiTiLAufiiliTi'ii, »m iUl' ^^turlre iliK^t^r M^^m-t^ rrhpK- 
boh III vi'r|>rüUi'rn. Ui]k>r juK'h ju<>lir, c)a judea ^^tüik Eioon Uun^h üim 
RrdmafEnHinrnnjA srhnii fiin wcMig m«jniptiwh iat, so br/vHrht ihati alf 
iiKliixii'M'iuh^ii Korpi-r mir ein hufr-iafnartig gi-formteä ßTüoIc ^roichcn 
Kipcnft ?.ii nchmon imd um diPHP5 t\cr\ iSirom uuh ilcm Indiiktor hmim 
zuführen, um c> KU oincm kräftigen Magneten tu machen üihI dadurch 
dun Strom aua drin Induktor rrliulilivli xu vt'rbtärkmi, Diw mt diu bv^ 
TÜhmtr Ü ^ n IL m <3 ^» r t n £ i p von Sit^mens UTid nAcli dii!<acni Pnnii|j. 
ffitwwli-r iü dii'fkUT odi?j' iii iin>difiaiL'rLL't Auwi-'ndiiiigv wunleu sÄJHtbtlut 
neut^h MA«r}iinrii K'^lmtil Ea lai kUn Kri di^ittiTi MjtArhinp.n v<in vorrihf*:- 
eiu fiwr ktt][i ?itfi-i][lii^Wr Mugnel vorluuid«?» : d«r »i-liwwW rvmHiiratf 
MftfinotiflEiLiiH ji>di<H EiannkiirrLH luitot dir^ WirkMii}! riri und or*t diiri-h 
den Hang dir Masthint werden die Magnete iTKeu^t und ]>feinflii**fu 
dann in dec orbeblid tuten Wei«e diu UifkAiimkint dur MiiAcUinLV Aas 
die.ii'm (Grunde, well der Maßnetiamus gewiiHermnüen UUT ah Zwwhtii' 
Produkt auftritt, uui diu Vcrwdiidtlung der uufgcwumititt^XL Arbeit m 
EL^ktrieitikt tm vermiUidru nannte hiernen» dir-ie MjkHrhinrn D y n u m ch 
m«« c h i 11 <? n vi:>[i ^iJva^Lv P dyriuuiJB, Arbeil. udiT auch dvnkm^ 
e l C( k t r i U V li (.' M U B b i II e ii, bei i/iner aulijht^Ei Mji-^i.'1iiu(' wird «br> 
lunJich^t dpr [w:hw<vtlie, rL'rnanvnte Mfl^nehKinu^, d<*h ji-ili-*, ^u^rh Aas 
wpIuUhIi« EiNvu, jEiLrijirkbehäit, benutzli, imi Wv dvr Drvlmug d<M Anktm 

Kuoret ßinen achwAohi'n Stwim in ihm ni f^ 
2ifiL|£i;u. Dii«iTr llinUt nuEj tun iVw ^Ä^vtikfiot 
in pa^i«f^»drr Rirbtimg, mAeht Aie a\ho m Ut^ 
nuten, wijjni rturh M'lLwaehen, und winl nun 
diKlureh selbst wieder vemtArkt, Sn verfliikl 
ik-r Strom fortwährend den MB0n<^tüimui, d" 
MuHEietÜKuuü fuftw^ihrond di^n f^t^m, l« 
v'hbeßlicli die Mflpicte Riim Minimum TtmpDfr 
_ I Lv^ert uLiid Und Mj dte üikibalc Vr'irkHhfnkeil dtf 

f-^' "^ Mn^rhinr erreieht ijt- Tr»c'hmrtc'h*? Kmiafnil' 

J-^'^ I innen sind inmicr (^eiiinl und LFrvoirra||i«^>l 

i** ' y [vwUm^luhifi, wenn »ie <v< xiTsUdirn, Awird* 

1 '_ y 1 r~ ^ niinjfi'n XU tii^lIenH durch widdii- Ura*tV unrf 

Wirkim^' HJoJi ^(<jifi>nm<Jti^ vor^liLfken . Du i^ 
der Kfti! bei drr Tlynftmnmftjüfthine- diu iA moi 
beider InElui^iiamaiurhiite untl der Lu(tv«rtii^ 
ftiKung*mflsehinc von l-iiide der FnJI, um nur 
eiiifpp dieser KorjBtrukliouen xu nconen. 

Uei- en:1.i\ der diL'fle beiden V^eoeutlitavn 
Priri2i{>ien, den (.iramniv sehen litng und l1» 
^itiiueiuiac'iLt Dynuniu^rin£ip, £ur Kuiuitruku<ka 
r^m^r Maschine k^nut^fe, ^»r G r&mni«> uui 
»i-irii^ M'i''i.-bii)e:i worein von AjiJaog an so >^ 
net ^baut, dsß hIc^ Itin^ir Zcut sii dni Im^cmi ujid leislungHtähignton 

ii4.^hinen (gehörten, 

Um .^liiinm einer derarti^ftn D y n A rti o in A t e h i n r > wlo »i^ wo 
Gramme nnd Anderen «ebnut wurtfn. Ut \i\ Fi|i, h'431 fiejeeichiwr Mm 






HjHtpliiErDmuutiH^^iuui, NpliAnKLiUiümtAcliiobEi- 



Pl« Hl, 



M 



Jabtri c^incn El^mmaKnetflti M. dur iiu(<?uiDn1örrnig gestnUot Ul 

and twiivhrn s^inm Pi>liirhiibon dr-n Kmg K nh^at. Dr»irn KommiitJiIor 

iil inclit bi*iHind(.'rii gvitiii'tiiiL't. xoricliini dii? Ifiir^l«»» a und ti wliltifvn iXL 

der Ki^ur dirt-kf uiiE di^Mi Klii^> Der ilut5L-ri< Stroiiikrt^ts, dun;!] dvn der 

hei der Drpllüiig dr« Bir^iCP* rr>'"'n«t.<' Ärrim» (üt'Ut. ikI mil w 1>ck<'«'Iiii*^. 

Uan Bjvht, diiü dvt Anki^r der Miui:b][ii<, div FvIdMiu^ntjU« und dvr iiiulJi<re 

t^hlii^ßtiTiK^WiA dftbpi fiirtfrriinnnditr |ef«rltAlt#i Atnd. DfrSLmTn 

Iti'-Ül dt*r Ri'Jli" »arb vuii dnn Drixlicvu d«« AukAr* ß durclj (li*^ Iti^i'hl« a 

Ulli dir WiTMlutiÄ''n di*r hi^üirn KlrktromiiKnftlJchftnkpi M hcruni Eur *'incn 

rolkleinmi' K,, von dioair ilurcb den liulii'f«» 

AihhcÜiinffikrotrt w xur nndr-tcn Polktüminf? K, 

und durch dir Biimte h in den Ankrr KUTiio.k 

Asikcr. Kkkirouim^TiH. Äußcrirt St^ldifüuiijin- 

dmlit bildi.'n ihr> oincn Fme)iZ''i^ uitvrrKU'i'i^'f'-ri 

Ötrorakrr-i« ; mkoiiiiiLl W» Jvr StiuuiBturkf iKi 

OeMuntwid'TFir-und m HHmrlil-, Dubn «^ind 

Obriffvca «WU die bPMl^ii Hklft^n der AnW- 

«rinoimK^'n «inAndi»r (inriLllrJ ^■■^»'i'hnU^t. eo diiU 

in jcdrr HUftf nur fin Strom von dor hali)*'rL 

Stark» du üuQfTrrn Stronu-H ÜirQt, ^okhc' 

Hjuchmrn ncnnr man H tin p t ? i r o m- 

mAfldhincEL, 

Mun kauiü tihfv das Dynjimopritijcijj audi 

in ADdwt*r W«Lq^ nnwcnden. Man kann num' 

lii*li diui Btrom, (W vcn *\v.n Ankoriltüblm 

kommt, dirtkt iti dir JiiiUtre Li^icun^ fuhren 

luid (Uli die Mag(ii't{7 lit'tuni nur üineti Zwoi^- 

Mrnm Af^ndi^n. Eine ftolHie Anortlnunf» Eri^ 

dAn Srh^rn» m Viji. ^32. fliet teilt sidi der 

Strom, der dtiHi di-* Röp*t''n » und b «im d'^ni 

Anktt R kßniEnr, U>i r» iir^d n und ]^v]\t tmix 

Tiid durHi don jiuliiin^n Wi>hiii>[iuMyiikri'irt w, 

jmm Teil nbor in vielen Windungen iim dir 

Umgnittv M, Mnij b^'^icUiint Mn^'^ebinen niit 

diMer Anünlnung aIa N e b r n ti r h Mi ü- 

m & A c h i Ji e 11. Die Sriüm^titrki'Tt in deii 

beiden Zwv^ii'i^ji w und M vcrbiduin Mjrh um- 

fi(lcf>hrf. wi'' ilire \Vid*."tstänJe. In die Mu^nct- 

b«wkkti]u[i;L; und ^^wüliiiiitih itLK?li ein vunubJrr U' uleriftiind 14 (ejn Ke^ulier« 

iridfiHlAild) i^inne^iliHltef., um die fifürke e^*^