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Full text of "Die Eumeniden des Aischylos. Erklärende Ausgabe von Friedrich Blass"

DIE 

EÜMENIDEN DES AISCHYL08 



ERKLÄRENDE AUSGABE 

VON 

FRIEDRICH BLASS. 






.s' 






BERLIN 
WEroMANNSCHE BÜCHHANDLUNG 

1907. 






3826" 



Vorwort. 

Als Friedrich Blafs in der Frühe des 5. März die Augen schlofs, 
war der Satz seiner Eumenidenausgabe bis zum siebenten Bogen vor- 
geschritten. Die Nachforschung in der Druckerei ergab, dafs der Ver- 
storbne ein völlig druckfertiges Manuskript eingeschickt hatte. Ich 
bin so imstande gewesen, dem Wunsche der Familie wie der Verlags- 
buchhandlung nachzukommen und den Druck zu Ende zu führen. 
Dabei habe ich mich völlig an das Manuskript gehalten, von mir aus 
nichts hinzugetan, als dafs ich die Verweisungen ausfüllte, die der 
Verfasser vorgenommen haben wollte, und Fehler der Zitate berich- 
tigte, wo mir solche auffielen. Hätte ich noch die Möglichkeit ge- 
habt, so würde ich S. 104 in einer Korrekturnote bemerkt haben, dafs 
Blafs im Kommentare den Vers 294 etwas anders konstituiert hat als 
im Texte. Ich hole das hier nach; andre Diskrepanzen sind un- 
erheblich. 

Halle, 18. Mai 1907. F. Bechtel. 



Einleitung. 



Die Eumeniden sind, ganz im Gegensatz zu den beiden ersten 
Stücken der Orestie, ein Götterdrama, mit Konflikt nicht zwischen 
Menschen, sondern zwischen den Göttern selbst, und der Lösung dieses 
Konflikts als Ausgang, nicht anders als wie die beiden Prometheus, 
der gefesselte und der gelöste, zuerst den Konflikt der Götter und 
dann ihre Versöhnung vorführten. In diesen Stücken nun sind es alte 
Mythen, die Aischylos zu dramatisieren wagt; bei den Eumeniden da- 
gegen ist es unklar, inwieweit ihm frühere Dichter vorangegangen 
waren. Bei Stesichoros erhielt Orestes von Apollon einen Bogen, um 
sich der Erinyen zu erwehren (Frg. 40 bei Schol. Eurip. Orest. 268); 
soweit also war der Konflikt dieser Gottheiten vorhanden, aber wie 
er verlief und wie er sich löste, darüber wissen wir nichts. Dafs der 
sicilische Dichter athenische Sagen dargestellt hätte, ist jedenfalls un- 
wahrscheinlich, und eine athenische Sage ist in den Eumeniden be- 
handelt. Demosthenes in der Aristokratea (§ 66) gibt als Tradition, 
doch wohl des Areopag, dafs vor diesem Gerichtshofe Götter ihr Recht 
gesucht, und wiederum in Streitigkeiten, die sie untereinander hatten, 
,,wie die Sage geht'* — dies ein Zusatz dessen, der an Streit unter 
Göttern zu glauben für unfromm hält — vor dieser Gerichtsstätte 
Recht gesprochen hätten; nämlich Poseidon hätte hier gegen Ares 
sein Recht gesucht, wegen Tötung seines Sohnes Halirrhothios, und 
die zwölf Götter Recht gesprochen, in der Streitsache der Eumeniden 
und des Orestes, i) Aischylos nun war auch einer von denen, die den 
pindarischen Spruch: ea ütoXeßov fidxav re jtäoav xcoQlg ad^avdrcov, „lafs 
allen Streit und Krieg von den Unsterblichen fernbleiben" (Olymp. 9, 40) 



I) 'S2g Tj/XLV dxovEiv nagaösöoTai, iv iiÖvcdl tovtcoi zwi öixaazrjQloji d-eol 
öixaq dovvui xal laßelv ^^Icoaav, xal öixaazal yeveoS-ai öisvsx^eiCfiv dXXr}- 
Xoiq, wq Xoyoq, kaßelv fihv Iloasiöiöv' vTthg \iXiogo{}iov xov vlov tkxq^ "ÄQBwq, 
SixäaccL d^ Evfxsviaiv xal 'ÖQsaztji zovq öwdexa Oeovq. 

Aischylos. 1 



2 Einleitung. 

zur Reinigung der überlieferten Mythologie anwandten, wie das später 
Piaton tut. Denn die Geschichte vom Halirrhothios kassiert er still- 
schweigend, obgleich er sie sicher so gut wie Euripides kannte, und 
läfst den Areshügel statt von dem Gericht über Ares von der Verehrung, 
die demselben die Amazonen darbrachten, benannt sein, und gerade so 
kassiert er im Prolog alle die delphischen Sagen, nach denen es für 
Apollon, um von dem Heiligtume Besitz zu nehmen, erst des Streites 
und Blutvergiefsens bedurft hatte. Die zwölf Götter als Richter in 
der Sache des Orestes werden durch die menschlichen Richter ersetzt, 
und nur Athene als Vorsitzende und schliefslich Entscheidende bleibt, 
sowie Zeus als aus dem Hintergrunde leitend (759 f.). Aber freilich, 
auch der Konflikt zwischen Göttern bleibt, wenn er auch gelöst wird, 
und es ist wie im Prometheus ein Streit zwischen alten und neuen 
Göttern, zwischen einer alten und einer neuen Weltordnung. Die Ver- 
gleichung mit dem Prometheus drängt sich in der Tat überall auf; 
aber das Problem, wie der Dichter zu dieser Darstellung kommt und 
was er eigentlich darstellen will, wird dadurch nicht leichter zu lösen, 
sondern nur umfassender und verwickelter. 

Ich habe bereits in der Einleitung zu den Choephoren ausgeführt, 
dafs in jenem Stücke die Erinyen offenbar nur in der krankhaft erregten 
Phantasie des Orestes existieren; indessen hat dies den Dichter nicht 
gehindert, diese Gestalten der Phantasie den Zuschauern in der Schlufs- 
tragödie als leibhaftige Wesen vorzuführen. Die Erinyen gehören, was 
die eine Seite ihres Wesens betrifft, und zwar die, welche durch diesen 
Namen bezeichnet wird, gleich Themis und Dike und den Moiren und 
zahlreichen anderen Götterwesen zu den noch durchsichtigen Ver- 
körperungen von abstrakten Begriffen. Bei Homer und bei Hesiod 
kommt hQLVvq noch als Abstraktum vor : Eitd ßtirriQ örvysgag dQijOeT ' 
EQivvq ß 135, OVTO) xav rtjg /Lt7]TQbg egivvag i^autorlvoig ^412, rsioairo 
d' eQivvg ütatQog holo (den Kronos bezahlen liefse den Fluch seines 
Vaters) Hesiod Theog. 472, offenbar gleich Flüche, tütagalj wie an 
einer andern Stelle der Ilias, wo man mit Recht grofs schreibt, immer 
noch klar hervortritt, / 454, :ix;olla xarrjQäro, otvyeQccg 6 ' eütexixleT ' 
'EQivvg — — d-eol 6' srsleiov eutagdg. Aber auch später hat die 
Durchsichtigkeit des Namens nicht aufgehört: Aischylos läfst seine 
Erinyen sich so der Athene vorstellen (417): 'AqüI 6' iv oixoig ytjg 
VTtal xbxXriße&a , und hierzu vergleicht man treffend Sophokles im 
Ödipus aufKolonos (i375)' roiäoö' ccQag öcpojiv JvQOOd^e r" i^avtlx' syco, 
vvv r dvaxaXovfiac ^v/iißdxovg eXd^siv e/ioi, wo die Personifikation der 



Einleitung. 3 

Flüche im Moment vor sich geht. Das Wort bqivvq, samt seinen 
Umschreibungen gibt sich somit auch zur Verbindung mit einem Gene- 
tiv her, wie schon bei Homer A 280 {aXyBa) ütoXla ßdX\ oööa re ßt]- 
TQoq EQivvsg exreXiovöiv, nicht viel anders wie I 566 i^ dgecov ßrjTQog 
XExoXafzevog, rj ^a S^eoIOi TtöX)^ ax^ovo ' rigäro (wo dann trotzdem folgt 
T^g ö" TJEQog^OLTig 'Egivvg £y.Xvev e^ EQeßeöffiv, dßEiXtxov i]xoq exovoa); 
mit Umschreibung Aischylos Ch. 924 (Klytaimestra) oga, <pvXa^ai fi7]- 
TQog EyxoTovg xvvag, und 925 (Orestes) rag xov TtaTQog 6e üzmg (pvyiti, 
ütaQElg räÖE] vgl. 912 in ganz gleichem Sinne, aber mit gar keiner 
Personifikation: ovöhv öEßiC^rji yEVEd^Xiovg dgag, texvov; In den Sieben 
gegen Theben mufs man schon ^Eqivvv schreiben, aber was dazu- 
gesetzt ist, widerspricht eigentlich: ütEcpQixa rdv (oXeOioixov d-sov, ov 
d-Eolg 6ßoiav,JtavaXad^ijxax6ßavTiv nargog evxraiav ^qivvv 7 20 ff. ^ 
vgl. 841 narQod^Ev Evxraia (fang, und dann an jener Stelle: TEXiöai 
rag ütEQi&vfiovg xardgag OiöiJtoöa ßXaifjicpQovog; also äufserlich sind 
^Qivvg und xardgai getrennt, während sie begrifflich eins sind. Da- 
gegen V. 69 f. betet Eteokles : oJ Zev te xal yfj xal :!toXi66ovxoi d^Eoi, 
kgä r' 'Egivvg narQOg i] fieyaöd^Evrjg, wo der eine Name als Beiwort 
des andern erscheint. Noch andres wird hinzugemischt: das. 975 ff. 

id) MolQa ütOTVid t' OiöiJtov öxtd, /niXaiv' 'Egivvg, r) ßEyaO^avfjg 

Tig El, also wie utaxQog OiÖLJtoöa ütorvi^ ^Egivvg 886, wonach freilich 
Weil öxid einklammert. Ferner steht 1054: m ßEydXavxot xal (p&^EQ- 
oiyEVElg KfJQEg ^EQivvEg, und gemäfs dieser Identifizierung mit den 
Keren kann Aischylos die Erinyen zu Töchtern der Nacht und zu 
Schwestern der Moiren (Eum. 961 f.) machen i), indem Hesiod unter den 
Kindern der Nacht Theog. 2 1 7 aufzählt : xal MoiQag xal Kfjgag . . 
vrjXEOJtolvovg, während er die Erinyen anderwärts (185) von der 
Erde aus dem Blute des entmannten Uranos geboren werden läfst. 
Auch Euripides gebraucht in der Elektra den Namen KfjQEg (1252). 
In alledem wird man nichts wie eine Dogmatik sehen, sondern freie 
und wechselnde Phantasien der Dichter, an die zu glauben sie nie- 
manden verpflichteten, am wenigsten sich selbst. 

Weshalb also sind die Erinyen in der Unterwelt, wie schon in 
der Ilias (T 259, auch /57if.)? Weil die Toten dort sind und mit 
ihnen ihr Zorn und ihre Flüche. Indessen doch nicht allein in der 
Unterwelt, gleichwie sich ihr Strafamt dort nicht auf Vergehungen 



I) So auch Epimenides bei Schol. Soph. OC. 42: ix rov (Kronos) xaXXlxoßoq 
yevBxo X9^<^^ 'AtpQoöliT] MolQai z' d&dvazoL xal 'E^ivveg atoXoöwQOi. 

1* 



4 Einleitung. 

gegen Eltern und dergleichen beschränkt, sondern sie auch die Mein- 
eide rächen, nach Ilias 7259. Und auf der Oberwelt schützen sie 
das Recht des Erstgeborenen : olc^ ' wg JtQeoßvräQoiOiv 'Egivveg aiev 
^jtovrai 204, und überhaupt die Naturordnung: T 418 (6g dga 
fpcovrjaavTog 'Egirveg eöx^^ov avöijv, von dem redenden Rosse des 
Achilleus. Das hätte sonst die Nemesis zu tun (die bei Homer noch 
nicht Person geworden ist), und die Moiren das, was Athene in den 
Eumeniden diesen Göttinnen als ihr Amt zuschreibt i) : jtdvra ydg airai 
ra xar ' ov&Q(öjtovg eXaxov öiijcsiv (930), während sie selbst der Athene 
gegenüber ihr Amt ganz eng bestimmt hatten (421): ßQoroxrovovvrag 
(besser avroycTOVovvrag) ix öoßov iXavvoßsv. Nach dem Prometheus 
aber (5 15 f.) lenken Moiren und Erinyen zusammen das All: (Chor) 
Tig ovv dvdyxi]g iörlv olaxoOrQOfpog; (Prom.) Molgai rQißOQ(poi, ßvtj- 
fiovsg r 'EQivveg. Die Erinyen sind hier die Verkörperung der sitt- 
lichen Weltordnung nach der einen, der rächenden Seite; dieser Welt- 
ordnung untersteht, wie es dort weiter heifst, auch Zeus, an dem sich 
der Fluch des von ihm gestürzten Vaters zu erfüllen hat. Bei dieser 
Theologie nun verflüchtigt sich die ganze Mythologie, über deren 
Göttern sich etwas noch unendlich Höheres aufbaut, was anderswo 
mit anderm Namen bezeichnet wird, eben weil es keine Dogmatik 
gibt, sondern Anschauung und wechselnde dichterische Gestaltung. 
Denn Sophokles (Antig. 1075) spricht umgekehrt von den "Alöov xal 
S^£(5v 'Egivvsg. Dies nun führt hier zu weit; aber über Volksglauben 
und Kultus des Staates ist noch etwas zu reden. 

Die Erinyen nun, und die Keren, und die Tloivai — denn auch 
dies ist einer der Namen für die verderbenbringenden Strafgeister 2) — 
wurden nirgends verehrt; aber die Evßeviösg, oder die JSsßval ^eai, 
oder wie immer sie heifsen^), Gottheiten der Erdtiefe, mit ähnlichem 
Charakter, aber nicht blofs diesem Charakter, hatten vielerwärts ihre 
•Kultstätten, und so auch in Athen selbst, am Hügel des Areopag nach 
der Seite der Burg zu, wo eine Erdschlucht zu der Verehrung solcher 
Mächte einlud. Bei diesen J^e/uval d^eal wurden vor dem Areopag 
die gerichtlichen Eide geleistet (Deinarchos i, 47), so dafs auch in 
der Beziehung Aischylos nichts erfand, wenn er die versöhnten Eri- 
nyen schliefslich in diese Sitze einziehen läfst: die I^Eßval S^tal, sagt 
Deinarchos (I, 87), obwohl sie in der Entscheidung des Areopags 



i) Auch Epimenides, s. d. v. A. 2) Preller-Robert Myth. 834 ([Plat.] 

Axioch. 372 A, Aischin. I, 190, der sie mit ihren brennenden Fackeln als Ver- 
folger der Missetäter aus der Tragödie anführt). 3) Preller-Robert 837. 



Einleitung. 5 

unterlegen waren, haben bei diesem wahrhaftigen Gerichtshof sich als 
Nachbarinnen für die Zukunft niedergelassen. Der Name Eumeniden, 
welcher nach der antiken Inhaltsangabe der Tragödie von Athene nun 
den Göttinnen gegeben wurde (s. zu V. 1028 ff.), kam vielerwärts in 
Hellas vor und wird von Sophokles den ähnlichen Göttinnen von 
Kolonos beigelegt: Tßg 5r«W ogcoCaq, Evßsviöag o y' ivd-dö^ av 
HnoL Xe(Öq, vtV aXXa (5' allaxov x«A« (42). Aber die unbeschränkte 
Vielzahl der Erinyen (V. 585) ist wohl von Aischylos: die Göttinnen 
am Areopag waren nach einer Angabe zwei, nach einer andern drei, 
und drei Erinyen sind es auch bei Euripides (Or. 408, vgl. Iph. 
T. 285 ff.), wiewohl es diesem anderswo pafst, eine unbestimmte Viel- 
zahl anzunehmen, von der ein Teil sich bei dem Urteil des Areopags 
beruhigt und in dem benachbarten Erdschlund seinen Wohnsitz ein- 
nimmt, ein andrer den Orestes weiter verfolgt (Iph. T. 968 ff.). Die 
Kultbilder der ^sßval, von denen Pausanias spricht (I, 28, 6), hatten 
nichts Wildes und nichts Fürchterliches, und im Bewufstsein der Ver- 
ehrer sind diese chthonischen Gottheiten ebenso wie Demeter und 
Köre nicht nur zu fürchten, sondern auch als Wohltäterinnen zu ehren 
gewesen ; denn auch sie sendeten aus der Tiefe allen Segen für Land 
und Familien empor. So erscheinen sie also auch bei Aischylos am 
Schlufs, nachdem sie versöhnt sind: sie wünschen vom Lande alles 
Schädliche fern, und nicht blofs das, was aus der Erde kommt, son- 
dern auch böse Winde, die die Bäume verderben könnten. Was 
Demeter vermag, vermögen auch sie; nur etwas von dem Amte der 
Rache ist ihnen daneben geblieben, und Athene fordert sie selber auf, 
gegen die Gottlosen schonungslos zu sein (910). 

Das ist nun die befriedete Götterwelt der Gegenwart und Zu- 
kunft; aber ehedem hat es ja doch Konflikte unter den Göttern ge- 
geben, wie ein solcher auch hier vorgeführt wird, zwischen den alten 
Töchtern der Nacht und dem jungen lichten Gotte Apollon. Alles 
ist einmal geworden, wie die Menschen weit so auch die Götterwelt, 
und Zeus herrscht nicht von Ewigkeit her. Ob Aischylos wirklich 
dies so geglaubt hat, wollen wir lieber gar nicht fragen, da eine Ant- 
wort unmöglich ist; jedenfalls stellt er es stets so dar, sogar in dem 
Preisliede des Agamemnon auf Zeus. Die Orestie nun hat es mit 
alter und neuer Weltordnung zunächst nicht zu tun; gleichwohl hat 
der Dichter diese Art von Lösung des Konfliktes für angemessen ge- 
funden, dafs er das heroische Drama gleichsam noch um eine Stufe 
höher hob und zum Götterdrama machte. Alle die Vorstellungen und 



6 Einleitung. 

Mythen, nach denen ehemals andre Götter geherrscht haben als gegen- 
wärtig, hängen mit den Vorstellungen von den Menschen von ehedem, 
als verschieden von den jetzigen, unlösbar zusammen; auch Hesiodos 
legt das goldne Zeitalter unter Kronos' Regierung (Erga iii). Davon 
nun, dafs die Menschen unter Kronos von besserer Art und von glück- 
licherem Lose als unter Zeus gewesen wären, steht bei Aischylos 
nirgends eine Silbe ; nach dem Prometheus (442 fF.) war vielmehr die 
Menschheit, ehe Prometheus sie lehrte , also unter Kronos , ein ganz 
armseliges und mühseliges Geschlecht, welches Zeus, als er zur Herr- 
schaft kam, erst vernichten und durch ein neues ersetzen wollte, bis 
ihn Prometheus davon abbrachte. Also während es nach Hesiods 
Mythus mit den Menschen immer weiter abwärts geht, vom Golde bis 
zum Eisen, ist bei Aischylos der Gang der Entwicklung der um- 
gekehrte, und das Neue zugleich das Bessere. Wir werden nun gewifs 
im Sinne des Dichters interpretieren, wenn wir den zwischen alten und 
jungen Göttern hervortretenden Gegensatz auf einen Gegensatz zwischen 
alten, tiefer stehenden und neuen, höheren sittlichen Anschauungen 
der Menschen beziehen; denn dieser Gegensatz tritt in dem, was die 
Erinyen sagen, und dem, was Apollon ihnen entgegenhält, unzwei- 
deutig hervor. Die gesamte Einkleidung aber und die Gestalten der 
Götter auf der einen wie auf der andern Seite sind auch dem Dichter 
nichts als Poesie gewesen. Jeder hellenische Dichter, wenn er Götter 
handelnd und redend vorführt, vermenschlicht sie auch damit, und so 
sind hier nicht einmal der Athene die göttlichen Attribute rein ge- 
wahrt, da sie sich nach den Fremden in ihrem Hause ebenso ver- 
wundert erkundigt, wie ein Mensch dies tun würde. Liebenswürdig 
und klug und gerecht denkend ist ja Athene in allem, was sie sagt 
und tut; Apollon aber ist auch das nicht einmal, sondern gar sehr 
Partei und gegen die andre Partei so wenig höflich und die eigne 
Würde wahrend, dafs er sogar vor Gericht einmal die Gegnerinnen, 
die ihn allerdings gerade besonders gereizt haben, mit (0 jtavroßioij 
TivwöaXa, örvyt] d^acov anredet (644). Da sind die Erinyen selbst viel 
taktvoller. Jeder Gott, wenn er Person des Dramas wird, bekommt 
damit seinen persönlichen Charakter, wie auch im Prometheus Hephai- 
stos und Hermes, der eine einen milden und freundlichen, der andre 
einen recht junkerhaften und abstofsenden. Sogar Zeus wird in den 
Schilderungen dieses Stückes nicht geschont, bleibt indes mit seiner 
Person doch wie in den Eumeniden im Hintergrunde; es ist auch aus 
andern Stücken des Aischylos nicht nachzuweisen, dafs er Person eines 



Einleitung. 7 

Stückes gewesen wäre, indem auch in der Psychostasie vielleicht seine 
Erscheinung auf dem Theologeion genügte. 

Was nun aber für alte, und was für neue Anschauungen hier in 
den Eumeniden miteinander in Konflikt sind, ist zu betrachten. Erst- 
lich also ist die hohe Bedeutung der Ehe, wie sie Apollon nachdrück- 
lich und würdig hervorhebt (211 ff.), den Eumeniden unbekannt; sie 
vertreten, möchte man sagen, die Anschauungen der Urzeit vor Ke- 
krops, in der es Ehen noch nicht gab, sondern nur wilde Vermischung 
wie bei Tieren, also auch keinen anerkannten Vater. Von einer 
solchen Zeit wird ja nicht gesprochen, aber die Ehegötter Zeus und 
Hera (214) sind doch jünger als die Erinyen, und diese sagen zwei- 
mal (212, 605), dafs sie Gattenmord nicht zu verfolgen haben, der 
allerdings auch in der Blutgesetzgebung des Piaton keine besondre 
Stelle hat. Aber der Grund ist merkwürdig, den sie beide Male an- 
führen: der Gatte ist kein Blutsverwandter; also wird das Strafamt 
der Erinyen auf Blutsverwandte beschränkt, und das führt zurück in 
Zeiten, wo es noch keine Staaten, sondern nur erst die Elemente von 
solchen, die Geschlechter gab. Der Ausdruck ijtKpvUov alfia (wie bei 
Pindar Pyth. 2, ^2) bezieht sich ja auch sicherlich ursprünglich auf 
die (pvki], den Stamm; aber nachmals, als man in Staaten lebte, ist 
er auf die gesamte Bürgerschaft ausgedehnt, wie bei Piaton, Staat 
VIII, 565 E ßri ajtooxrjrai efi(pvXiov aißarog, d. i. von Bürgerblut, 
und Gesetze IX, 871 A: og av . . ovrtvaovv t(ov ißg)vXiG)v avroxsiQ 
xrsivTji, So auch Athene in den Eumeniden (862 f.) 'Ugr/ sfKpvXiov 
den Bürgerkrieg. Auch avroxeiQ und die zugehörigen Wörter haben 
ihren Begriff ähnlich erweitert: ofiai/iiog aid^evzTjg <p6voq ist im 
Munde der Erinyen eine Verbindung von Synonyma, und darum hat 
man mit Recht an der einen Stelle 421, wo die Erinyen sagen: ßgo- 
Toxrovovvraq ix öoßcov ilavvofiev, das erste Wort in avroxTOVovvrag 
korrigiert. Auch das otav "^Qfjg ri^aoog Sv (pilov ^Xrji 355 mufs 
vom Verwandten verstanden werden, und der Ausdruck ri&aüoq selbst, 
„gezähmt", weist auf das Haus. 

Weiter aber, sowie Staaten da sind, gibt es auch Recht und 
Gericht in viel gröfserem Umfange und in feinerer Ausbildung als 
vordem innerhalb des Stammes, und durch staatliches Rechtsverfahren 
wird Orestes befreit. Was die Erinyen davon kennen, sind nur die 
ersten Anfange, die Eidesleistung der Parteien, s. zu V. 42g ff. Besteht 
nun aber Rechtsverfahren, so gibt es auch Freisprechung sogar in dem 
Falle, wenn der Täter nicht leugnet, aber die Tat für gerecht erklärt. 



8 Einleitung. 

Auch hierüber hat Demosthenes in der Aristokratea eine schöne Stelle, 
die wieder auf Orestes' Fall Bezug nimmt (§ 74) : „Die , welche im 
Anfang hierüber das Recht festsetzten, scheinen mir besonders darnach 
gefragt zu haben, ob man gar keine Tötung für erlaubt halten sollte, 
oder gewisse Arten doch für erlaubt zu gelten hätten; indem sie nun 
erwogen, dafs Orestes, der des Muttermords geständig war, von einem 
göttlichen Gerichtshof freigesprochen war, fafsten sie die Meinung, 
dafs es eine gerechte Tötung gebe; denn ein Erkenntnis der Götter 
könne doch nicht ungerecht sein." Somit gab es in Athen eine eigne 
Gerichtsstätte für solche Fälle, die des Delphinion, die Aischylos um 
des Areopag willen ignoriert, mit Grund: denn das älteste Rechts- 
verfahren mufste noch möglichst einfach und ungeteilt sein, und auch 
der Fall des Halirrhothios lag ebenso, indem Ares nicht leugnete, aber 
das Recht der Tat behauptete. Der Dichter nun, der diesen Fall 
unterdrückt, läfst die Athene für Orestes das älteste Blutgericht ein- 
setzen, 682 : TtQCorag 6ixag XQivovrsg aifiarog ^^roi;. Gewifs werden 
die Blutsachen am spätesten unter die Kompetenz des Staates ge- 
kommen sein ; denn auch nach attischem Rechte verfolgt immer noch 
die Familie und ist zur Verfolgung verpflichtet, wie vordem zur Blut- 
rache. Die homerischen Gedichte zeigen den früheren Zustand, wo 
der Totschläger vor der Verfolgung der Verwandten aufser Landes 
gehen mufs und nicht einmal auswärts vor ihrer Rache sicher ist; ein 
Rechtsverfahren dagegen kommt nur bei der Beschreibung der Bild- 
werke auf Achilleus' Schilde vor, und nur darüber, ob die abgemachte 
Bufse für den Getöteten, das Wergeid, tatsächlich bezahlt sei oder 
nicht (^ 497 ff.)- 

Das Blutgerichtsverfahren hat aufserdem noch in der historisch 
bekannten Zeit eine stark hervortretende religiöse Seite; denn das ver- 
gossene Blut gab Befleckung, dem Täter und allen, die mit ihm in 
Berührung kamen, und dem ganzen Lande. Daher war das Ritual 
bei allen solchen Prozessen sehr kompliziert, und der Täter, wenn er 
nicht ganz straffrei ausging, sondern das Land zeitweilig verlassen 
mufste, hatte sich aufserdem nach bestimmtem Zeremoniell zu reinigen, 
was er auch dann tat, wenn er einen eignen Sklaven erschlagen hatte, 
für den es einen Bluträcher nicht gab. i) Für eigentlichen Mord da- 
gegen gab es keine Reinigung, sondern Rache, wie sich's in einem 
geordneten Staatswesen gehörte. Aber in der alten Zeit konnte der 



I) Antiphon 6, 4. 



Einleitung. 9 

Mörder wie der Totschläger, wenn er nur aufser Landes ging und 
sich an einen Auswärtigen als Ixerrjq wandte, bei diesem Reinigung 
finden, und er hatte sogar für seine IxETsia eine Art von religiösem 
Schutz. Die Erinyen zwar erkennen nichts derartiges an und kennen 
überhaupt keine Verzeihung und keine Gnade , wie sie auch die 
Handlungsweise Apollons bei Admetos mifsbilligen , dessen schick- 
salsgemäfsen Tod jener hinausschob (723 if.); aber die neue Welt- 
ordnung unter Zeus hat auch die Gnade als Unterscheidendes, und 
Zeus ist vorangegangen , indem er den ersten Mörder Ixion reinigte, 
den kein Mensch reinigen wollte (441). Also nun darf auch ein 
Gott den sich an ihn Wendenden nicht abweisen und nicht preis- 
geben, indem das Recht des ixerrjg über dem Gotte steht: ÖHvrj 
yccQ ev ßgoTolöL xdv d^sotg üteXei rov ütQoöTQOTtaiov ß^vig, 7]v 
jtQOÖwi ö(p^ hxcüv (233 f.). Für alle diese Anschauungen und Übungen 
sind die Eumeniden selbst eine unsrer hauptsächlichsten Quellen, 
und eine noch wichtigere würden, wenn sie erhalten wären, Aischy- 
los' Dramen über Ixion sein. Die Reinigung nun, wie sie Zeus an 
Ixion und Apollon an Orestes vollzog, oder, nach Apollonios dem 
Rhodier, Kirke an lason und Medea wegen des Mordes des Apsyrtos, 
bestand in nichts weiterem, als dafs die blutbefleckten Hände mit dem 
Blute eines geschlachteten Ferkels Übergossen wurden, und wenn es 
sich nun um einen geplanten argen Mord handelte, so stand doch 
wirklich diese Sühnung zur Tat in gar keinem Verhältnis. Darum, 
wie gesagt, gab es derartiges in historischer Zeit nur noch für die 
leichteren Fälle, und auch das Recht der ixtrsia war kein bindendes 
mehr, nachdem man den geordneten Rechtsschutz für Einheimische 
und Fremde durchgeführt hatte. Wenn aber Aischylos doch gerade 
die Geschichte des ersten und ganz verruchten Mörders dramatisch 
dargestellt hatte: was für eine Idee wollte er damit zum Ausdruck 
bringen? Haben etwa auch nach seiner Auffassung die Erinyen Recht, 
wenn sie (7 1 7 ff.) ja sagen zu Apollons Frage, ob Zeus etwa sich mit 
der Annahme des Ixion geirrt habe ? Denn der Gereinigte vergalt mit 
Undank und neuem Frevel: wozu ihn also erst annehmen, um ihn 
dann doch später ausgesucht bestrafen zu müssen? Wir haben aus 
diesen Dramen sehr wenig Zitate; aber den sittlichen Anschauungen 
des Dichters konnte es doch nicht entsprechen, dafs nach diesen alten 
Bräuchen der Mörder oder Totschläger zu dem Unbekannten stumm 
kam (indem er vor der Reinigung mit niemandem sprechen durfte, 
448 ff.), sich am Herde niederliefs, angenommen und gereinigt werden 



10 Einleitung. 

mufste, mochte er nun ein wirkliches Verbrechen begangen haben oder 
blofs versehentHch Blut vergossen. Die Geschichte des Adrastos bei 
Kroisos, die Herodot erzählt, illustriert diese Sitten und Bräuche aufs 
beste: erst nach der Reinigung fragt Kroisos den Gereinigten, wer er 
sei und was er getan habe, und da kommt heraus, dafs er einen 
Bruder unabsichtlich getötet hat. Wenn aber auch absichtlich: die 
Reinigung wäre dieselbe und ebenso gültig gewesen. Es ist bekannt, 
dafs das homerische Epos diese Bräuche vollständig ignoriert; doch 
hat OMülIer scharfsinnig vermutet, auf Grund der Scholien, dafs in 
einem Vergleiche in IHas i2 (482) die alte und richtige Lesart ge- 
wesen sei avÖQ6(; ig ayvixBCO , wofür die Pergamente und sogar der 
Papyrus von ß das nichtssagende av6Q0(; fg aipveiov haben. ') Dafs 
im Vergleiche vorkommt, was in der Erzählung des Epos nicht vor- 
kommt, wird im Scholion selbst mit i'axs odXTtiyB, ^219 zusammen- 
gestellt, und wie Homer aus seiner eignen Zeit die Trompete kannte, 
so wird er auch die Reinigungsbräuche gekannt haben, aber als etwas 
von jüngerem Ursprung gleich der Trompete, weshalb er es in die 
Heroenzeit nicht hineinträgt. OMüller nun unterscheidet Reinigung 
von Sühnung, indem zu der letzteren doch noch mehr gehört habe, und 
auch über dem gereinigten Orestes der Groll des mütterlichen Schattens 
bleibe. -) Dieser Groll wird indes auch nicht etwa durch die gericht- 
liche Freisprechung gehoben, sondern überhaupt nicht, und auch nach 
späterer Anschauung ist bei einer gerechten Tötung nicht einmal Rei- 
nigung nötig, sondern der Täter ist xad^agog geblieben (Demosth. 20, 
158. Plat. Ges. IX, 874 Bf.). Klytaimestra also bei Aischylos hat sich 
nicht reinigen lassen, sondern hat die abergläubischen Gebräuche des 
ßaöxaXiöfiog vorgenommen, um den Schatten des Ermordeten zu 
bannen (Choeph. 439), was auch Ixion nicht anders gemacht (Frg. 381, 
aus den IlsQQaißiösg nach dem Etymologicum magnum genuinum 
Reitzensteins). Nachher, durch den Traum geschreckt, schickt sie 
die Grabesspenden, die der überbringende Chor für gänzlich unwirksam 
erklärt. Orestes seinerseits hat sich reinigen lassen, weil er in seiner 
Angst sich davon Hilfe versprach, die indes nicht eintrat; aber er ist 



i) OMüller Eum. 134; Schol. Townl. .ß 480: tog sl (pvydq zig (povevg ndv- 

Tug la&ü)v dosQx^Tai xad^aQ&rjao fisvog i'awg 6h dvaxQOvio^ög iaiiv 

(og xul xo ''"laxe oäXniy^. xbv de xa^aiQOVxa xal dyvixrjv sktyov. Auch 
Epeigeus (AZsyiff.) wird wegen Totschlags IxsvTjg des Peleus, ohne dafs die Scho- 
lien darum etwas von dvaxQOVLOfXog sagten; also mufs in i2 der Text noch einen 
andern Zug geboten haben. 2) S 150. 



Einleitung. 1 1 

nachher wenigstens in seiner Überzeugung fest geworden, und um den 
Schatten der Mutter zu versöhnen, tut er einfach nichts. In diesem 
verschiedenen Verhalten der Mutter und des Sohnes zeigt sich die 
sittliche Verschiedenheit der beiden Taten aufs deutlichste, und diese 
wird durch die gerichtliche Freisprechung des Sohnes öffentlich an- 
erkannt; damit ist der Konflikt zu Ende. 

Nun aber ist die Freisprechung, die nach Demosthenes durch das 
Gericht der zwölf Götter sei es mit Einstimmigkeit, sei es durch 
Stimmenmehrheit erfolgt zu sein scheint, bei Aischylos doch ganz eigen- 
tümlich vermittelt, und es mag auch das Sage des Areopag gewesen 
sein, um die Sitte der Freisprechung bei Stimmenmehrheit ätiologisch 
zu erklären. Es ist tatsächlich kein freisprechendes Urteil heraus- 
gekommen, sondern ein unentschiedenes, welches erst durch Athene 
zu einem freisprechenden gemacht wird. Damit ist, wie Athene aus- 
drücklich sagt (795), auch den Erinyen ihr Recht gewahrt, so dafs 
sie sich bei dem Urteil beruhigen können und zwischen den alten und 
neuen Göttern die Versöhnung stattfinden kann, die den Rest des 
Stückes einnimmt, und die aufserdem noch für Aischylos ihre grofse 
patriotische Bedeutung hat. Wir müssen also scheiden zwischen 
diesem Konflikte, der nicht früher als gegen Ende des Stückes aus- 
getragen wird, und dem den Orestes selbst betreffenden. Wenn man 
den letzteren Konflikt, wie das Aristoteles für die Odyssee macht 
(Poetik Kap. 17), mit Skizzierung der Fabel ohne Namen heraus- 
nimmt, so ergibt sich folgendes. Ein Fürstensohn, dem der Vater 
von der Mutter mit Hilfe ihres Buhlen ermordet ist, übt die ihm 
heilige und unverbrüchliche Pflicht der Blutrache nicht nur an dem 
Buhlen, sondern auch an der Mörderin aus. Nach vollbrachter Tat 
wird er von Gewissensbedenken geängstigt, und um zur Ruhe zu 
kommen und auch das Recht seiner Tat, welches er immer noch fest- 
hält, öffentlich zu erweisen, stellt er sich einem auswärtigen Gerichts- 
hof von anerkanntem Rufe freiwillig, und wird von diesem, wenn auch 
nur mit Stimmengleichheit, freigesprochen. Durch dies Urteil ist er 
vor sich und vor aller Welt gänzlich gerechtfertigt und kann sein 
väterliches Reich fortan unangefochten regieren. Ich kann nun nicht 
zugeben, dafs, wie man wohl gesagt hat, diese Lösung eine allzu 
äufserliche sei. Goethe gibt in der Iphigenie eine andre , innerliche, 
aber erstlich auf dem Umwege über Taurien, und zweitens mit Hilfe 
einer Philosophie, der alles Böse und alles Verbrechen etwas Irreales 
ist, so dafs Orestes in seiner Vision des Schattenreiches in diesem 



12 Einleitung. 

seinen Vater und seine Mutrer, Atreus und Thyestes freundschaftlich 
miteinander wandelnd schaut. In diese Auffassung vermag sich auch 
von uns nicht jeder hineinzufinden, einem hellenischen Dichter aber 
war sie schlechterdings verschlossen. Für diesen waren dies die Mög- 
lichkeiten : erstlich den inneren Konflikt beim Täter gar nicht aufkommen 
zu lassen, wie Sophokles es in der Elektra macht; dann ist mit dem 
Siege alles zu Ende. Oder, wie bei Euripides in der Elektra und im 
Orestes, die Gewissensbedenken alsbald nach der Tat zur Reue und 
Selbstverdammung zu steigern; daraus gäbe es von Rechts wegen 
keinen Ausweg als den Strick, und wenn Euripides es anders kommen 
läfst, so mifsbraucht er seinen deus ex machina, um seinen Helden, 
der ein Held gar nicht ist, der verdienten Strafe des Missetäters zu 
entziehen. Oder drittens, wie eben Aischylos, der Dichter wird beiden 
Seiten des Falles gerecht, indem der Held trotz allen natürlichen 
Regungen des Blutes, die hinterher kommen und seinen Geist ver- 
wirren, doch in seiner Überzeugung verharrt. In den Choephoren 
bejammert Orestes sein Schicksal, aber er spricht nicht mit einem 
Worte Reue aus; in den Eumeniden klagt er auch nicht mehr, son- 
dern erwartet festen Sinnes den Spruch. Dies Mafs von Konflikt in 
der Seele des Helden konnte auf diese Weise geschlichtet werden. 
Wenn gleichwohl die Tragödie für uns nach dem ersten Auftreten der 
Athene an Interesse verliert, so sind die Gründe dafür ganz andre 
Die soeben skizzierte nackte Fabel ist ja eingekleidet und aus der 
menschhchen Geschichte ein Götterdrama gemacht: die Gewissens- 
bedenken haben sich zu schauderhaften Götterwesen verkörpert, und 
ihnen gegenüber ist der Gott des Lichts gestellt, als der, welcher die 
Blutrache befohlen; endhch die unparteiische Gerechtigkeit ist als 
Athene vorgeführt. Das wirkt mächtig erschütternd während des ganzen 
ersten Teils ; aber als nun die Versammlung menschlicher Richter da- 
sitzt, als der Gott des Lichts nicht mehr mit seinen Pfeilen droht, 
sondern als Rechtsanwalt verteidigt, als die Erinyen nicht mehr wie 
Jagdhunde nach dem Blutgeruch verfolgen, sondern den Angeklagten 
ins Verhör nehmen und mit seinem Rechtsanwalt streiten: da ist das 
Götterdrama zu sehr auf das menschliche Mafs herabgeführt, als dafs 
es noch ebenso wirken könnte. Das liegt indessen in der Fabel, und 
keine poetische Behandlung konnte hieran viel ändern. 

Die allgemeine Bedeutung des Stückes also, um derentwillen es 
als Götterdrama ausgestaltet wurde, ist diese, dafs in der höher aus- 
gebildeten Gemeinschaft die Blutsachen eine geordnete Erledigung 



Einleitung. 1 3 

finden; über diese Dinge hat Aischylos gedacht und in seiner Art 
philosophiert, wie er auch Theologe und^ gleich andern Dichtern, 
etwas von einem Weisen war. So ist es nicht verwunderlich, dafs 
gerade in den Eumeniden noch mehr von Weisheit hervortritt. Über 
das Juristische, d. h. das was er über das Rechtsverfahren und die 
richtigen Beweismittel denkt, in Übereinstimmung mit Piatons Aus- 
führungen in den Gesetzen, handle ich im Kommentar zu V. 4290".; 
aber noch eine wichtigere Übereinstimmung mit denselben Gesetzen 
ist da, in dem zweimal, von Athene und vorher vom Chor, aus- 
gesprochenen Grundsatze, dafs es etwas Regierendes und Furchtein- 
flöfsendes im Staate geben müsse, zugleich aber alle Despotie aus 
demselben fernbleiben (to //t^t' ccvüqxov firjrs ösojtorovßsvov aörolg 
TteQiOxbXXovöL ßovXevG) öißsiv 696, ßrjr' dvaQX^rov ßiov ßTjrs öeOüto- 
Tovßsvov aiv£ö7]ig 525, und über das nötige öeivöv 698^ 5i6ff.). Das 
ist es, was Piaton im 3. Buche der Gesetze (693 DfiF.) weitläufig aus- 
führt: Freiheit ist wohltätig, wenn, wie im alten Athen, nicht ohne 
Furcht, und Herrschaft ist wohltätig, wenn, wie bei den Persern unter 
Kyros und unter Dareios, nicht Willkürherrschaft. Unterscheidend ist 
indessen, dafs nach Piaton die alten Athener die Gesetze fürchteten, 
dagegen nach Aischylos der Areopag über ihnen stand und die nötige 
Furcht einflöfste. Das berührt sich nun stark mit den Zeitverhältnissen 
bei der Aufführung der Orestie 458. Aus Aristoteles' Politeia der 
Athener wissen wir, dafs der ungeheure Schreck der persischen In- 
vasion dem Areopag, der sich in der Not bewährte, eine beherrschende 
Machtstellung verheb, die eine nicht ganz kurze Zeit andauerte, bis 
die wiedererstarkte Demokratie durch Ephialtes 462/1 diese Macht 
brach und den Areopag auf seine, wie behauptet wurde, ursprüng- 
liche Kompetenz als Blutgerichtshof beschränkte (Aristot. IIoX. 25, 2).i) 
Demgegenüber ist die Darstellung des Dichters diese. In der Zeit, 
in die er die Zuschauer versetzt, gab es bereits keinen König mehr 
in Athen, sondern Theseus (wie auch Aischylos' Ansicht gewesen sein 
wird) hatte eine Art Volksherrschaft eingeführt, und Despotie war 
nun vollends fern: ovrivoq 6ovXoi xäxX^vrat (pmroq ov6' vjti]xooi 
(Pers. 242). Damit nun dennoch eine zu fürchtende Macht im Staate 
nicht fehle, setzt Athene den Rat des Areopag ein, als Aufsichts- 



I) Aristoteles seinerseits kennt den Areopag als Aufsichtsbehörde bereits in 
der nQ(6zrj noXitfia, 3> 6; dies hindert indes nicht, dafs auch nach ihm diese 
Machtstellung etwas nicht Ursprüngliches, sondern ein ini^exov war, wie es 
25, 2 heifst. 



14 Einleitung. 

behörde über alles, mit weitgehendster Kompetenz, und eine so ge- 
zügelte Demokratie ist dem Dichter das Ideal einer Verfassung, wie 
es sonst nirgends eine gibt, auch nicht im Peloponnes d. h. in Sparta 
(703). Aber diese ideale Verfassung war nun bereits beseitigt, und 
demgegenüber hat Aischylos scharfe Worte gegen die neuen Gesetze, 
die das klare Wasser mit Schlamm verunreinigen (693 ff.) i), und da 
er weiter nichts konnte, ging er nach der Aufführung aufser Landes 
und kehrte nicht wieder heim. Auch inbezug auf die auswärtige 
Politik Athens sind die Eumeniden nicht stumm. Durch Orestes wird 
Argos ein Bundesgenosse Athens, 289 ff. 671 ff. 762 ff., und wenn dies 
auch nirgends so ausgeführt wird, dafs man darin eine deutliche An- 
spielung auf Zeitverhältnisse sähe, vielmehr das Drama sich auf der 
ihm zukommenden idealen Höhe hält, so ist doch noch hinzunehmen, 
dafs weder Mykenai bei Aischylos vorkommt, wiewohl dies noch gar 
nicht lange, vielleicht vor zwei Jahren, von den Argivern eingenommen 
und zerstört war, noch auch Sparta, aufser mit bezug auf die Schlacht 
bei Plataiai Pers. 817 {AcoQiöog ^oyxVs v^o)- Schwerlich ist der 
Dichter ein Gesinnungsgenosse des spartanerfreundlichen Kimon ge- 
wesen, sondern gerade die Perser zeigen, dafs nach seiner Auffassung 
Athen die führende Macht in Hellas sein mufs. Endlich sind viel- 
leicht auch die Warnungen der Athene und des Chors vor Bürger- 
krieg (861 ff. 976 ff.) auf die Zeitumstände zu beziehen; denn die grofse 
Umwälzung durch den Sturz des Areopag mufs eine grofse Erbitte- 
rung hervorgerufen haben, und es war gut, dafs, wie Athene sagt (864 f.), 
sich auswärtiger Krieg, insonderheit gegen die Perser, als Ablenkung 
bot'-^); in diesem verhelfst Athene (9 13 ff.) glänzenden Erfolg. 



Der Aufbau des Dramas ist in den Eumeniden unregelmäfsiger 
als sonst bei Aischylos. Erstlich ist noch weniger als in den Choe- 
phoren eine Einheit des Ortes: dieser ist Delphi bis 234, und mit 
235 plötzlich Athen, und weder in dem ersten noch in dem zweiten 
dieser Abschnitte ist der Ort völlig gleich. Die Pythias, die ein jtQÖOG)- 



I) Dafs V. Wilamowitz (Nachwort zu der Übersetzung S. 105) den Dichter 
sein Einverständnis mit Ephialtes' Gesetzgebung erklären läfst (wenn er auch seine 
Sorge vor geschehenen oder künftigen Überschreitungen des Mafses nicht verhehle), 
ist mir nicht verständlich. Mit Ephialtes hatte der Areopag aufgehört ein Gegen- 
stand der Furcht zu sein, aufser für den Mörder. 2) E. Meyer Gesf h. d. Alt. 
III, 583- 



Einleitung. 15 

ütov :itQ0TaTix6v ist, tritt auf, um in den Tempel zu gehen, geht hinein 
und kommt wieder heraus ; also soweit (bis 63) ist die Szene vor dem 
Tempel. Dann erscheinen Orestes und Apollon im Tempel, mitsamt 
dem schlafenden Chor im Hintergrunde; nach Orestes' Abgang und 
Apollons Verschwinden steigt Klytaimestras Schatten auf und weckt 
die Erinyen, die dann hervorstürzen und sich nach dem Flüchtling 
umschauen, bis Apollon wieder erscheint, um sie aus seinem Tempel 
zu vertreiben. Also ist nach 63 ein Wechsel der Szene gewesen, sei 
es nun durch Ekkyklem oder durch sonstige Maschinerie; der Scho- 
liast redet hier von orgatpavta (irixavrißara, die das Innere des Tem- 
pels zeigen, i) Die erwachten und vorstürzenden Eumeniden werden 
dennoch in die freie Orchestra vorstürzen und dort sich zum Chor 
formieren. Bezeichnend für das Innere des delphischen Tempels ist 
der mit Binden umwundene Dreifufs; der Szenenwechsel nach 234 
nun war, wie schon OMüller sah, sehr einfach zu bewerkstelligen, 
indem hauptsächlich nur an Stelle des Dreifufses das Kultbild der 
Athene zu treten hatte. Denn dieses umfafst der zur Göttin flüch- 
tende Orestes alsbald, er ist also in den Tempel eingetreten (s. zu 235). 
Der verfolgende Chor nimmt die freie Orchestra ein und ist damit dem 
Orestes nahe genug; dafs er diesen umtanzt hätte, steht nirgends ge- 
schrieben. Mit V. 397 erscheint Athene, nicht zu Fufs, sondern 
fliegend, also vermittelst der Flugmaschine und in der Höhe, wo sie 
bis zum Ende des Epeisodions (489) verbleibt. Nun ist weiter eine 
streitige Frage, ob der Schauplatz durch den Rest des Stückes noch 
derselbe ist, oder aber die Gerichtssitzung, von 566 an, auf dem 
Areopag gedacht werden mufs. Nicht mit Recht findet Müller diese 
Umwandlung der Szene schwierig : es gehörte dazu nichts als die Ver- 
hüllung oder Entfernung des Kultbildes und die Anbringung von Sitz- 
plätzen für die Richter, wenn nicht die Stühle, auf denen zu Anfang 
der schlafende Chor safs (47), einfach geblieben waren. Und wie 
kann denn das erste Blutgericht als im heiligen Bezirk der Pallas vor 
sich gehend gedacht werden? Es ist vollkommen richtig, was man 
gegen Hermann, der die Scene auf den Areopag legt, geltend ge- 
macht hat, dafs der Dichter mit keinem Worte eine Verlegung an- 
deute ; aber er deutet auch kein Bleiben des früheren Schauplatzes an. 
Der sich verantwortende Orestes sitzt nicht mehr am Kultbilde, und 
dieses hat überhaupt gar keinen Zweck mehr; dafs es nahe dem 



I) C. Robert Hermes XXXII, S. 434 fF. 



16 ipinleitung. 

Schlüsse V. 1024 von Athene erwähnt wird (|vi' JtQoOTtoloiöiv airs 
ifQOVQOvOLV ßQerag xovßbv öixaicog) i), kann nicht beweisen , dafs es 
noch in nächster Nähe oder gar sichtbar sei. Wenn es verhüllt oder 
entfernt war, so mochte sich der Zuschauer von 566 ab einen Schau- 
platz denken wie er wollte, oder am üebsten gar keinen bestimmten, 
und was sich der Dichter dachte, tritt erst in der Einsetzungsrede 
der Athene 681 ff. hervor. Hier aber ist utäyov 6' "Aqslov tov^e 685 
(wenn auch "Ageiov für verderbt zu halten ist) nicht anders als künst- 
lich auf einen entfernten Schauplatz zu deuten, und dafs iv (^a not 
690 „dort" bedeute und nicht ,,hier", verfängt gar nicht, indem die 
Übersetzung ,,auf ihm" oder „auf dem" genau entspricht. Fortab also 
sah der Zuschauer in dem Schauplatz den Areopag, und dazu stimmt, 
dafs am Schlüsse die Eumeniden in ihre Sitze am Fufse dieses Hügels 
einziehen. Auch diese Sitze werden nicht näher bezeichnet; aber ge- 
rade darin liegt, dafs sie benachbart sind. 

Also diese Unregelmäfsigkeiten in bezug auf den Schauplatz 
machten sich praktisch leicht und wenig auffällig. Mit dem Orts- 
wechsel von Delphi nach Athen aber ist alsbald eine Verdoppelung 
der Parodos verbunden (140 — 178. 244 — 275), und während ander- 
wärts auf die Parodos ein ordentlich langes Epeisodion folgt, wäre 
hier etwas Dementsprechendes nur so zu gewinnen, wenn man sich 
alles zwischen der ersten Parodos und den das erste Stasimon ein- 
leitenden Anapästen (307 ff.) als eine Einheit dächte, also die zweite 
Parodos trotz dem Ortswechsel nicht als trennend rechnete. Viel- 
leicht mufs man es in der Tat so machen; denn zwischen der zweiten 
Parodos und den Anapästen steht nichts als eine Rede des Orestes 
und eine Antwort des Chors darauf (276 — 306), doch nicht Epeiso- 
dion zu nennen, da engster Zusammenhang und Anschlufs ist. Auch 
das vorhergehende erste Epeisodion wäre ein wunderbares Ding, wenn 
vor seine letzten 9 Verse (235 — 243) der Ortswechsel und die zeit- 
weilig leere Bühne fiele. Wenn wir dagegen zusammenziehen, so 
erhalten wir die für Aischylos gewöhnliche Zahl von drei Epeisodien, 
die nur in dem langen Agamemnon überschritten wird ; also I 179 — 306; 
II 397—489; III 566—777. Diese letzte Grenze ist freilich auch 
wenig deutlich; denn obwohl Orestes und Apollon auf diesem Punkte 
abgehen, so bleiben doch die übrigen, und es folgen nur kleine 
XOQixä. und dazwischen Qtjasig der Athene, sodann aber sogar Dialog 



[) Ders. das. XXXI, 569. 



Einleitung. 17 

zwischen dieser und dem Chor, weshalb es mir unmöglich ist, dies 
Stück von 778—915 mit Wecklein einen Kommos zu nennen. Viel- 
mehr rechne ich es mit zum dritten Epeisodion, an welches sich dann 
statt eines Stasimons ein wirklicher Kommos anschliefst, gleichwie 
auch im Agamemnon nach 1034 kein Stasimon mehr ist und man 
den Kommos 1448 — 1576 zur Abgrenzung benutzen mufs. Die An- 
lage ist überhaupt hier und dort parallel: vor dem Kommos des Aga- 
memnon stehen kleine Chorika und Reden derKlytaimestra (1407 — 1447), 
dem Stücke der Eumeniden 778 — 915 entsprechend. So nun ist, was 
hier nach 915 steht, ähnlich wie Ag. 1448 — 1576, aus lyrischen 
Strophen des Chors und Anapästen der Athene zusammengesetzt, 
formell also Kommos, wiewohl dieser Name auf den Inhalt gar nicht 
pafst. Der Schlufs des Stückes ist dann die Exodos (102 1 — 1047), 
die sich übrigens gegen das Ende des „Kommos" bereits deutlich 
ankündigte. Der Chor ist hier nicht mehr redend oder singend be- 
teiligt, sondern es treten neue Personen, die Geleiterinnen, auf, ent- 
sprechend, wenn man so will, der die Tragödie einleitenden Person 
der Pythias. 

Über die handschriftliche Überlieferung ist bei den Eumeniden 
etwas ausführlicher zu reden als bei den Choephoren; sie ist nämlich 
reicher als dort, und das Verhältnis der einzelnen Handschriften zu- 
einander keineswegs alsbald klar. Hermann zählt aufser dem Medi- 
ceus folgende auf: Guelferbytanus 88 (b bei Wecklein), aus dem 
15. Jahrhundert, offenbar wertlos und vom Mediceus abhängig, dessen 
Inhalt und dessen Lücken, im Agamemnon und in den Choephoren, 
er ebenso aufweist. Parisinus 2886 (c Weckl.) , Ende des 15. Jahr- 
hunderts geschrieben; aufser den drei ersten Stücken hat diese Hand- 
schrift die Eumeniden und die Hiketiden. Auch bei ihr sehe ich, wie 
Hermanns Herausgeber, M. Haupt, keinen Grund, sie nicht aus M 
abzuleiten. Augustanus ehemals, jetzt Monacensis 546 (d Weckl.), 
enthaltend nichts als den Schlufs der Eumeniden von 576 an. Dafs 
diese Handschrift V. 650 avo) rs richtig hat, wo M unmetrisch ävG), 
und 656 nQoööe^arac , statt jtQoOösBiaiTe M , kann bei der sonstigen 
Übereinstimmung mit M nicht hindern, auch hier ebenso zu urteilen 
(vgl. noch zu 769). Nun aber gibt es noch drei junge Handschriften, 
die ein verloren gegangenes Original vertreten: Florentinus (Laurent.) 
XXXI, 8 (f), Venetus 616 (g), Farnesianus (h), mit Agamemnon und 
Eumeniden zu den drei ersten Stücken ; diese sind es, in denen allein 

Aischylos. 2 



18 Einleitung. 

der Agamemnon vollständig — in g allerdings mit einer selbstän- 
digen grofsen Lücke — erhalten ist, während in den Eumeniden um- 
gekehrt sie gemeinsam zwei Lücken aufweisen (582 — 647; 778 — 807), 
die M nicht hat. Für g gibt Wecklein das 15. Jahrhundert als Ent- 
stehungszeit an, während bei Hermann das 13. steht; für f wird noch 
bei Wecklein die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts angegeben; ich 
dagegen, nachdem ich diese Handschrift für den Agamemnon wie für 
die Eumeniden verglichen habe, wüfste nicht, warum sie älter als das 
15. Jahrhundert sein sollte. Der Stoff ist bei f und g gewöhnliches 
Papier, bei h Bombycinpapier ; diese Handschrift soll von Demetrios 
Triklinios (also um 1390) geschrieben seini), und wäre darnach die 
älteste der drei. Indes die metrischen Schollen, die man, doch wohl 
mit Grund, dem Triklinios zuschreibt, stehen auch in f, und so wird 
man wohl richtiger Triklinios' Tätigkeit als für das Original von f g h 
geschehen annehmen.'^) Dieser beobachtete, wie seine Schollen zeigen, 
das Versmafs und suchte darnach zu emendieren ; wie er das machte, 
dafür ist seine Behandlung von Eum. 924 charakteristisch. Dieser Vers: 
BütLöOvrovQ, ßlov rvx^'^ ovrjöißovq, lautet in f ebenso bis auf ßlovq 
für ßiov; dazu ist rv^«? durch Punkte als zu tilgen bezeichnet, und 
das Scholion zugeschrieben: rovro JteQiOCov JtQoq rb xgjXov rrjg dv- 
TiöTQOipov (946 TQECfoi XQOVOL TSTay/UEvcoi yovog). In g und h ist 
rvx^^ ausgelassen , in g mit einem ähnlichen Scholion ; f bewahrt 
sicher hier die emendierte Schreibung des Originals, welches vor der 
Emendation auch ßiov gehabt haben wird. Gleich darauf 925 i^aß- 
ßQoöai M, i^afivQOöai fgh; dazu in f das Scholion y.al rovro (näm- 
lich das ßv) üt^QLööov JtQog xre. (ebenso). Man kann für das emen- 
dierte Original B^afivQoöai (d. i. i^aQOöai) voraussetzen ; die ursprüng- 
liche Lesart mit /nv war doch wohl durch Verwechselung des ß 
der Minuskel mit einem v entstanden. In h ist beigeschrieben dvrl 
fiiäq, d. h. statt einer Silbe, wie sie die Antistrophe verlangt {ütlovrö- 
X&cov eQßaiav), stehen die zwei -ßVQO-. Das kann jenem Scholion an- 
gehängt gewesen sein : {d firj) dvrl /niäg {ai ovo OvXXaßal kafißdvovrai). 
Wenn aber h gegenüber fg ein Plus an solchen, zumeist verkehrten 
Emendationen aufweist, so kann das auf stärkere Berücksichtigung der 
emendierenden Beischriften des Originals zurückgehen. Die nachlässigen 



1) So (Wecklein p. XV f.) Paschalis Baffius bei Harles Nova Bibl. Gr. 
Fabric, V, 776; dann Elmsley Mus. Grit, of Gambridge vol. II, 457. 

2) Auch Baffius läfst die Frage ganz offen, ob h selbst von Tr.'s Hand ge- 
schrieben, oder aus einem Original des Tr. abgeschrieben ist. 



Einleitung. 19 

Auslassungen in h sprechen nicht für Triklinios' Hand: Ag. 252 fehlt 
Tt> ob üiQOxlvELVj 103 1 d^v(.iaXyi]c, rs xal ovöhv eit-, 1573 rglßeiv &avd- 
Toig av^tvratöiv. Jedenfalls ist für die Rekonstruktion des Originals 
h im Vergleich zu fg wertloser; dazu liegt auch wenigstens für die 
Eumeniden keine vollständige Kollation vor i) , weshalb in meinem 
Apparat h so oft unerwähnt geblieben ist. 

Ist nun dies Original selbst wieder aus M abgeleitet gewesen? 
Dies ist die Ansicht der meisten'^), auch H. Weils, der freilich an 
seiner Meinung beinahe irre wird durch die Tatsache, dafs Ag. 297 
für das richtige jteöiov 'Aöcoütov (fh) der M jvaiöiov cotcov hat. Er 
beruhigt sich damit, dafs der Emendator den Asopos aus Pers. 805 
gekannt haben könne: /uifivovOc 6' evd^a ütaölov 'Äöcojtbo, Qoalg agöei 
y.rh. Das kann sein, wenn es auch nicht wahrscheinlich ist; aber als 
ich M und f nacheinander und miteinander verglich, kam ich doch 
sehr bald zu der Überzeugung, dafs Hermann Recht habe, der fgh 
einen von M verschiedenen Ursprung zuschreibt. Es sind den drei 
Handschriften nicht blofs Emendationen, richtige oder verkehrte, gegen- 
über M gemeinsam, sondern auch eine ganze Menge selbständiger 
Korruptelen, so dafs man zur Erklärung mit dem Emendator nicht durch- 
kommt, sondern auch noch einen ungewöhnlich nachlässigen Schreiber 
nötig hat. Auch das liefse sich konstruieren; aber nicht mehr, dafs 
an einer Anzahl Stellen fgh die erste Hand von M wiedergeben, die 
in diesem durch ganz alte Korrektur beseitigt war. Gleich die erste 
derartige Stelle ist schlagend: Eum. 50 dööv Jtor' eIöov fgh, döov 
ütor^ r,öri M, aber, wie man bei genauer Untersuchung erkennt, zuerst 
i]6o. d. i. ?;(Jo[v]. Aus M, wie er ziemlich von Anfang war, konnte 
nichts als rl^r} abgeschrieben werden. Ferner E. 171 jtaqavoßov 
d. i. utaga vößov M, aber erst jtaQavoficov wie fgh. 211 ri yccQ M, 
aber erst rig yag wie fgh. 212 av^evrig M erst, i ist in rj korrigiert; 
-Tj]g mit -ig darüber f (gh?). Für den aus M Abschreibenden war 
die Lesung nicht zweifelhaft. [272 (s/or^' ^xaOTOv): exovx txaörov 
M erst :^ f g h, doch tritt immer noch r mehr als d- hervor.] 299 ovroi 
a' 'AütoXlcDv M, und so {ovroi öe) f am Rande mit yg; ovrig 0* 
M erst = fgh. 330 {^tagaipoga) M. erst ütaQ(x<pQOva = fgh. [424 
(ijtiQQoii^sig) M erst sjtiQQoi^eiv = fgh, korrigiert -^ft, doch ist v 
noch deutlich zu sehen.] 950 hniXQaivu (richtig) M erst = fgh; 

i) Kollation Elmsleys bei Linwood (Oxford 1844), wogegen für den Ag. 
Elmsley selber seine Kollation im Mus. crit. 1 c. mitteilt. 2) Ausführliche 

Untersuchung bei Sidgwick, Einzelausgabe (1902) p. 59 ff. 



20 Einleitung. 

ijiixQavel M korr. — Ag. ii8 jtaßjtQEütToiO ev ^ögaiöiv M erst, 
"SUfOiO ohne r korr.; 7ta,u7tQäjtTOiöiv (so) ^ögaiq f, naßdtgmxBöLV 
(s. Elmsley) Ugaiq h, mit Scholion r} svd^ela ?/ TcafiütQeTtrrjg, 245 (fv- 
3torßov) svjtora/uov M erst = f ; evnotov h (weil für das Versmafs 
eine Silbe zu viel war). 1152 hni<poßa M erst (richtig), ^nl (fößcoi 
korr. ; f (g) h haben ijticpcßa mit co über a. ^) 

Ich meine, man mufs hiernach für fgh ein von M verschie- 
denes Original annehmen, welches vielfach dieselben Varianten hatte, 
von denen auch M die Spuren aufweist. So kommt es auch vor, 
dafs weder M noch fgh das Richtige haben, aber aus der Kom- 
bination der beiderseitigen Lesarten sich dies ohne weiteres ergibt. 
Ag. 254 GvvoQ&ov M, övvaQ^Qov fh; richtig ovvoQd^Qov Wellauer. 
1133 öia M, öl] ai fg h; richtig 6ial Hermann. Eum. 267 i^vdrao' M, 
iöxdvaö' fg, iöxvdvaö' Turnebus. — Eigentümlich sind folgende 
Stellen: E. 222 ra /uhv yccQ olöa xaQza ö' evd^vßovßevtjv M und mit 
yQ am Rande f, ovroi für olöa fgh. Ferner 245 ^jtov öa ßrjvvr^ 
(freier Raum für 2 — 3 Buchst.) dcpS^eyxrov <pQaöaig f g, doch f Rand 
yg fiTjvvrfjQog wie M; in h ist interpoliert iut]vvt(]6iv. Vgl. oben zu 299. 

An Schollen hat das Original von fgh nur wenig gehabt. In f 
stehen erstlich die erwähnten metrischen Schollen, sodann hie und 
da Worterklärungen, dem erklärten Worte übergeschrieben; endlich, 
was sicher aus dem Originale kommt, einige Schollen, die zu denen 
in M stimmen, jedoch wieder mit Selbständigkeit, so dafs man auch 
hier schwer aus M ableiten kann. Ag. 283 zu ^EqiioIov Xe:itag M 
OQog Arjfivov, f ebenso, aber mit dem Zusätze ev Si hifiäro b 'EQfifjg. 
Das. 57 zu rwvöa fieroixwv vörsQOJtoivov üteßütei jcagaßäüiv Eqlvvv 
M nur vüiIq tcqv ixeroixiöd^evxwv vsoOCwv; dagegen in f wird fort- 
gefahren ütefiTtsi TOlg ütaQaßäöi xal ßsroiXLüaöiv avrovg vöregov ri- 
ficoQiav. Merkwürdig stark weicht die Hypothesis des Agamemnon 
in f gegen die in M ab; hier sind Weckleins Angaben unvollständig. 
Dafs vüteöxaro nur in f stehe, wird bemerkt, nicht aber, dafs f (richtig) 
öta TtVQöov statt öia rov tcvqöov hat, und ebensowenig folgende Ab- 
weichungen: rov T(5v utQsößvTWV ßszaütefiTtszai oxXov (o^A. fier. M) 
BQovöa ütegl rov jtvQöov (st, r. jt. sq. M) ; weiter ütgoö7]QxeTO (falsch) 



I 



I) Was ich hier aus M gebe, steht grofsenteils bei Wecklein nicht oder nicht 
so : sei es daCs mein trefflicher Freund Vitelli anders gesehen hat (während meinen 
Blick für einiges die gleichzeitige Kollation von f schärfte), sei es dafs Wecklein 
aus der Vitellischen Kollation etwas als unerheblich ausliefs; dafs W. dies getan, 
sagt V. selbst. 



Einleitung. 21 

ür jtQoeiöeQX^'^cch f^^f^r (desgl.) für eiöeXS^stv; d^avßaöröv eoriv {d-av- 
fid^Erai M) ©g y,al {xal fehlt M) exJtXrj^iv xal oixrov Ixavbv eßütoiovv 
{exjtX. 8X0V y.al o. ix. M) ; dneÖH^e (vjceösi^ev M, besser wäre s:ite6.); 
aiyiörov f für 'Ogiörov M, Gveörov richtig Victorius. Dann iöi^dx^r] 
6e {6h fehlt M), xrj wie M, jr()o5rog für ngcorei; endlich mit Anschlufs 
ütQoXoyi^ei 6e 6 (pvXa^, d^egdüimv kyafießvovogj ovx^ ^ ^^^ Äiyiöd^ov 
rax^siq, wogegen in M diese Notiz : S^eq. !Ay. b JtQoloyi^Ofievog, ovxl 
XTE. unter dem Titel kya/tießvcov selbständig steht. 

Nach allem diesem kann die Selbständigkeit von fgh gegen- 
über M nicht zweifelhaft sein. Wenn wir statt dieser Abschriften oder 
neben ihnen ihr Original hätten, so würde dies vielleicht mit M gleich- 
wertig sein, aufser in den Schollen; die Abschriften indes können 
weder einzeln noch insgesamt einen so hohen Rang beanspruchen, 
und praktisch ist nicht einmal das sehr wichtig, wie man über ihre 
Selbständigkeit entscheidet. Auch wer sie für abhängig von M hält, 
kann doch nicht umhin, eine Menge Lesarten aus ihnen aufzunehmen, 
und wer sie für unabhängig hält und sich demgemäfs verpflichtet 
fühlt, ihre Varianten mitzuteilen, wie ich in den Eumeniden, kann 
doch nicht umhin, diese Varianten häufig als reinen Ballast zu empfin- 
den. Es sind nicht so sehr viele Fälle, wo man in Zweifel ist, welcher 
Überlieferung man zu folgen habe. Eine ganze Masse von Korruptel 
ist F (um das Original von fgh so zu bezeichnen) und M gemein- 
sam; in sehr vielen andern Fällen war noch in diesen Handschriften 
das Richtige neben dem Falschen überliefert; wiederum in andern 
hatte F, oder hat M eigne Korruptel. Aber das unterscheidet: über 
M ist kein Emendator gekommen, um mit unzureichenden Kräften 
den Text noch weiter zu verderben, während er ihn reinigen wollte; 
in F dagegen ist dies der Fall gewesen. E. 286 XQO^og xa&aiQsT 
jtdvra yriQaöxfov oßov M ; in F war öiöoöxcov für yriQaöxfov ver- 
schrieben, wegen öiöax^dg — öiöaoxdlov 276. 279; der Korrektor 
füllte den Vers aus mit Einschub von ye vor öiödoxcjv. In f steht 
dies ys noch über der Zeile, in g h ist es in den Text aufgenommen. 
Aber V. 395 steht' das interpolierte ye , welches ebenfalls einen Tri- 
meter richtig machen sollte (vgl. die metrischen Schollen), in f wie 
in g h mit in der Zeile : rd^tv y ' ^xovöa xal övodXiov xvecpag. Ich 
vermute, dafs in F selbst die geschehene Einfügung noch zu erkennen 
sein würde ; aber in den Abschriften ist Interpolation und Überlieferung 
oft ununterscheidbar gemischt, und dadurch ist der Wert natürlich 
erheblich verringert. 



22 Einleitung. 

Im ganzen bieten die Eumeniden nicht so viele Schwierigkeiten 
für die Textkritik wie die Choephoren; auch in den Chorliedern geht 
die Verderbnis kaum je bis zur völligen Unverständlichkeit. Um- 
stellungen sind auch hier zuweilen vorzunehmen ; ich habe von diesem 
Mittel, meist nach dem Vorgang andrer, dreimal Gebrauch gemacht: 
s. V. 20 (umgestellt nach 26, Weil). 85 — 87 (umgestellt vor 64, 
Burges, Kirchhoff). 769 (umgestellt nach 771). Öfter aber habe ich 
mich den Umstellungen andrer gegenüber ablehnend verhalten. Eine 
kleine Lücke scheint nach 855 anzunehmen (Hermann), bezüglich der 
nach 1027 oder 1031 liegt die Sache zweifelhafter. Interpolationen 
habe ich nirgends angenommen, obgleich andre darin gerade in dieser 
Tragödie weit gegangen sind. 



TA TOY JPA31AT0^ nPO^nUA. 
nreiAS hpo^htis. 

AnOAAiiN. 

OPEIJTHU. 

KAYTAIMHSTPAS EldiiAON. 

XOPO^ EYMENI^SiN. 

A&HNA. 

nPOnOMTlOL 



API2T0OAN0Y2 YnOQE2I2, 

^Ogsazrjg iv AeXtpolq ns^iexofievog vno t(Öv ^Egivvwv ßovXiji y^jcoXXcovog 
TiaQeyivsTO elq *AS^i^vag etg xö Xsqöv x^g jLd-rjväg' rjg ßovX^c vixriaag xaxrjXd^sv 
eig "Agyog, xag 6s ^EQivvag ngaöraoa ngoar^ogevaev Evfieviöag. nag* ovöe- 
xeQO)i xttxai rj (xvB^onoda. 



Im Personenverzeichnis /)r^yr^7Mi^2'rP^2'M erst, iV von junger Hand 
eingefügt. 



nrei^x 

ÜQCJTOv jiiev evxfjt TfjLÖe Ttqeoßeijo) ^€(J5v 

TiTjv TtQWTÖfiavTLv Falccv' ix ö^ Tfig QefXLv, 

fj (5jJ tö fitjTQÖg Ö€VT€Qa TÖö^ itero 

(.lavtetov, (bg Xöyog rig' kv dk t(ol tqItwl 

Xd^ei, ^eXovarjg, o^ök TtQÖg ßlav TLvög, 5 

Tcxavlg ccXkrj ftaig Xd-ovög vM^^i^ero 

Oolßr]' ölöoJGiv ö' fj yevsd-Xtov dööiv 

Oolßwt, TÖ Oolßrjg 6' övo^^ i%ei TtaQcbvvfiov. 

Mucbv ök Xl/iivrjv z/rjkiav re xOLqdöa^ 

Tiiloag irc* duTag vavnÖQOvg rag HaXXdöog, 10 

ig Trivöe yatav '^Xd^e IlaQvrjaov ^^ idgag. 



1 (in fine paginae v. 1—48 continentis; legebantur vulgo tamquara ad 
V. 47 adscripta; transp. Weckl.) (paivexai inl axTjvr^Q zo fxavxüov, rj 61 tcqo- 
(fiiJTig 7f Qoosiaiv {ngoeLoiv M) inix^.i^asig, wg ad-ogt xcäv d-ewv Ttottjaafievi] 
{-ofievrj M), dnQOÖnxcDg xe löovaa xäg ^Egirvag xvxXoji xov \)Qeoxov xccS-evöovaag 
ndvxa fxi]vvei xoZg d^eaxatg, ov% ü)g öiTiyovfisvrj xd vno xrjv oxtjv^V xovxo yccQ 
veojxsQixov EvQLTtlöeiov (lovM.)' vTto öh v^g ixTiX^^ecog xd d^OQvßi]oavxcL avxrjv 
xaxafitjvvovoa (piXoxexvfag. xd ös UQÜixa evxal xal inixXrjaecg d^ecüv, "va dno 
X(öv ev(pr]ßOxsQ(i)v dg^xai ^ Ttgotpijxig. OLXOvofiixaig öh ovx iv aQ/TJi öiwxExai 
Ogsoxrig, d?.?,d xovxo iv ßsacoL xov ögdfxaxog xaxaxdxrsi, xafALSvofisvog xd 
dxfzaioxaxa iv ßiawL. tiqoxiijlcj. 2 TlivöuQÖg (pTjai ngog ßlav xgaxrjaai 

Ilv&ovg xov *An6Xlü)va' ölo xal xagzagcHaat avzov it,r]xei rj Fi]. *E7iaq)g6' 
ÖLXog iv vnofjLvrißaxL KaXXifidxov alxicjv ß' tpfjol' „Mskavd^oig x^g /JevxaXi- 
Xiovog xal Krjcpicov xov noxafiov ylvsTui MeXaiva xovvofia, MsXalvrjg de xal 
noasLÖwvog AeX(p6g, d<p* ov ol JeX^oi", 3 rj xrjg xoLVr,g (Jirjxgdg ndvxwv, 

1] XTJg ©efiiöog. 5 xX^qwl. 7 avx{l xov) onxi^giov. ^eaaafzivi] xov xijg 

döeXtp^g (richtig wäre dvyaxgbg) savxfjg Arjxovg nalöa ötöcDxe avyysvix^v ööoiv. 
8 ditoösL^ig avxrj xijg öwgEag ovx d^dgioxog. 9 xrjv Kvvd^ov. öid öe xov 

„XOigdöa" axeöov x^v alxiav (prjol 6l^ ^v dneXmev ^AnolXwv, ixxXivwv xo sv- 
xe?.sg xov '/(ogiov. x^v axgoyyvlrjv (näml. klfxvT^v). 10 x^gi^of^^^og ^Aihj- 

valoig xaxaxO^TJvai cpriOLV ixeloE ^AnoXXcüva xdxeld-ev xrjv naganoßnriv (Heyne 
für nsgiTC.) avxdüi elvai. 6 öh Uivöiagog) ix Tavdygag x^g Boicüxiag. 

1 7tQ0(p^xig Mfg. 9 ?uTC(öv xe M erst; desgl. 6.)d . . xe. 11 elg M. 
nagvi]oaovo&' M, -aoig ^* f g (nagav. M erst): Robort. 



I 



EYMENI/JES. 25 

7te(.i7tovOL (5' avröv y,al osßitovGiv f.ieya 
y.EX£vd^07toiol Ttatösg 'Hcpalorov, xd-öva 

dvri(A£QOV TLd^eVTEg fl(.lBQ(Ji)f.lEVYJV. 

(.loXövTa (5* avTÖv xägra TL^iaXcpel le(bg, 15 

JeXcpög T€ xcbqag rfjaöe 7tQV(,ivriTif]g dva^. 

TExvrjg Ö£ viv Zevg ivd^eov Ktiaag (pqeva 

iKel TETaQTOv toloöe ficcvTiv iv d^QÖvoig' 

/libg TtqocpriTiqg (5* kozl ulo^iag TtaxQÖg. 19 

IlaXXctg TtQOväia ö' Ev?.öy(x)g TCQsoßEVExaL. 21 

ö£ß(ji) ök viJjLKpag, ivd-a KwQvydg TtExqa 

TioiXrj, cplXogvig, daL(.iövLov dvaarQOcpal ' 

BQÖjiitog ix^L TÖv x(^QOv, oijd' df.iv7]fzov(0, 

i§ O'ÖTE BÜTixccig koTQaxiqyriOEV ^£Ög, 25 

layd) ölxrjv nEvd-El xaraggdipag (liÖqov. 26 

TOVTOvg iv Evxcctg cpQOLfXLdCo{.iaL S-Eovg, 20 

niELOrov TE Ttrjydg ymI IIoaELÖcjvog XQarog 27 

'Äükovaa Tiai teXelov vipLöiov Jicc, 

iTtetra f^dvrig ig -d-QÖvovg v.ad-itdvu). 

Y.al vvv tvxeIv (.lot T(ßv Ttglv bIoööwv fiaxQcoi 30 

ccQiGTa ÖOLEV xEi Ttdg' 'EXXrjviov Tivig, 

i'TiJüv TtdXcJi XaxövTEg, wg vof.il^€TaL' 

f.iavTEV0(,iaL ydg, cbg dv T^yfjrai d-EÖg, 



13 ol *A&TjvaLOi. Orjaevg yuQ rijv oöov ixd&rjQS (Rob. f. xaO^rJQSv) tiöv 
XTjiüzäiv' xal oxav ne^ncooiv elg /Jek^ovg d^sojgi'ccv (Weil f. S-£(OQiöa), tcqosqx^^' 
Tai [yccQ] (del. Rob., iiveg Weckl.) h'xovzsg nsXsxeig wg öirjfiSQüioovtEg x-qv 
yriv. 16 xal 6 deX(pdg Xeiog (X. del. Vict.), og (o M) iazi xijg x^Qag äva§ xal 
xvßsQVtjXijg. 17 xxiaag: noii^aag' lölcofxa öh xovxo AlaxyXov. 21 „%// TlaX- 
Xdg^ /JeX(pol viv oö-' ISqvovxo TtQOvairjv" KaXXifjtaxog. 22 o IlaQvaoödg. 

24 ÖLO eine „öaifxovwv dvaaxQocptj." 26 Xaywov öIxtjv xaxanxri^avii xal 

fxr} dv^iaxaßävioi. vvv (prjolv iv Ila^vaawi elvai xd xaxd ÜEvS^ea, iv 6s xaZg 
AavxQiaig iv Kid-aiQwvi. 27 rj {ztjv M) Ilv&d) rjv {x^v M) tiqwtjv Iloaet- 

öiövog, i;7t£() j'ig KaXavQeiav iöe^axo. KaXXifiaxog' „(xeoipa KaXavgeltjg ^Xd^sv 
ig (Rob. f. elg) dvxlöoaiv." 28 xaXovaa (pQOiiuidt,Ofxai. 29 xovxo (prjaiVf 

inel ÖQUfxaxLxri iativ ?] noiijaig' et 6h r]v 6iTjYrjßaTixj] , elnev dv 6 noirjxijg' 
xavxa elnovaa elg d-govov ixaQ^i^exo. 32 Xxwv: i'xcoaav, 'Axxixcüxegov. 



18 x6v6e: IVossius. /()ovo£?: Turneb. 19 nazQog . . /dtog Macrob. 

Saturn. V, 22. iaxlv M. 20 umgest. nach 26 mit Weil. 21 jiQOvala 6' 

iv Xoyoig: Herrn. 23 dvaoxQO(fai f gh: -cpa M, -(pri Schol. 24 ßQ. 

6' f gh. 26 nev&elv pr. M. 27 nXelaxovg {tj für ei M erst): Turneb. 

{nXelaxov) Stanley. 29 elg M f. 31 naQ": Abreseh. 



26 AIZXYAOY 

H Ö€Lvd Xe^ai, ösivd d' öcpd^aXiJioTg ÖQaxetv, 

TtaXiv iJi iTtsiixpev ix ööfiojv xßv ^o^lov, 35 

(bg ^riTB ocoxsiv fi7]Te fj,' dxTalvsiv ßdoiv' 

TQexco dk %SQoLv, ov Ttoöcoxslät ax£lßv' 

öeLoaoa ydq ygavg ovöev, avTiTtaig ixev o-öv. 

iyo) fxhv §Q7tco 7CQdg TtoXvöTecpfj [xv%6v ' 

ÖQCü ö B7C^ diJi(p(xl(ßi fuev dvöga ^so^vGfj 40 

iöqav i%ovTa TCQOGTQÖucaov, alixaTi 

OTd^ovra x^^Q^S "^^^ vsoGTtadkg ^icpog 

äXOVT iXdiag S^' vipLyevvrjrov xldöov, 

Xrjvei fieylGTcot öcocpQÖvojg iors(xiievov, 

aQyfjTi fiaXloJi' Tfjiös ydg TQccvcog igcj. 45 

TtQÖod-ev dh rdvögög rovös d-aviiaarög X6%og 

£vÖ€t yvvaixwv iv -d-QÖvoiaiv ijfievog. 

oi)TOi yvvatxag, dXXd FoQyövag Xeyco, 

oi)6' a-ÖTS roQyeioLOLV elxdoo) TVTtoig. 

sldöv TCOT rjÖT] Oivewg ysyqa^iievag 50 

deiTCvov cpsQovoag' aTtregol ys (Jiijv idetv 

a'ÖTai, ixiXatvai ö\ ig rd 7täv ßöeXvxTQOicoi' 

^eyxovOi (5' oi) 7tXaT0LGi ^vGid^aGLv' 

ix d* ößfidrcov XsLßovGi övGcpLXfj Xlßa' 

xcil xÖG/^og ovT€ TtQÖg &6C0V dydXfiara 55 



34 öidXsißfia yl(v£Tai). tiqoq {Ttag' M) 6)Jyov SQrjfxog ^ axrjv^ ylvszai. 
0VT8 yccQ 6 ;to(()o$) tcü) naQsaxiv, i] ze Ugeta sta^kO^sv elq zov vaöv. za dsivd 
i^STisßips fie zov fxavzslov. löovaa ydg 'ÖQSOzrjv eni zov ß(oßov xai zdq 'Eql- 
vvaq xoi/jiü)fji€vag, s^sioi zszagayfiavi] zezganoÖTjödv ix zov veto. 36 öid z6 
y^gag. xov(plt,eiv' arjfiiaivei) dh xccl zb yavQiäv xal dzdxzwg ntjöäv (s. Plat. 
Leg. II, 672 C). 41 Ixäzrjv. 42 (zu vsoan.) ifxcpazLxwg zovzo vecDOzl r]v- 

d^evzijxoza (avS-. M) naglüzrioiv. vemazl ianao/ahov. 45 EcujO^aoiv, ozav 

doa<pig ZL stTKoaiv, ol noiTjzal insxöiddaxELV avzo. "OßrjQog (E 586) „xvfißaxog 
iv xovItjioiv, inl ßgey^ov ze xal wfxovg". 47 züiv ^Eqlvvwv. 48 Ttgog zo 
<poßeQ6v zrjg oxpscog. 49 dXX' ovö^ ''Agnviag avzdg XsycD' tlSov ydg avzdg 

iv yQag)fji nzsQwzdg. 52 ag zig ßöeXv^aizo xal ixzQaitsiT] (so!) ßiorjoag. 

gxvBqcdtioI. 54 oiov aißazrjgdv. 55 ov sxovai nsQixslfievov (Seal, für 

TtaQax.) havialg. 

34 paragr. M. 36 ozdaiv mit yQ ßdoiv darüber M (nur ozdaiv f g h). 

37 noöioxiai M (ovnct) öoxla erst), -xela fg. 40 d-eofivö^i M, -fiia^ fgh- 

41 h'öpag fh. sxovzi M {-za fg). 42 veoonai^hg fgh. 44 ?Jvei fgh. 

46 Xsxog M {Xoy^og ig). 50 rjörj M erst aus Corr.; tjSo. erst, und so 

fgh elöov. 53 nlaazoloL: Elmsley. Am Rande ^r. M. 54 Xißa Burges: 
öia M, ßiav ig. 



EYMENUEU. 27 

cpsQBLV öl'/Miog ovT^ ig dvd-QÜTtiov öxeyaq. 

TÖ (pvXov ovv. ÖTiiOTta TfjGÖ^ öiiilLag, 

ovo* rjrig ala tovt* iftevxsrat yivog 

rgecpovo* dvarel (xij ßstaGTevetv Ttövov. 

rdvxevd^ev rjörj tcjvÖs öeofcörrjc ööficov 60 

aiuTcüt fjueleö&co ylo^Läi /isyaad-evsi. 

laTQÖfj.avTcg ö* iorl vmI 'tSQaoy.öJtog 

xal TolOLV älkotg öwfidTcov xa^aQOiog. 

äva^*!A7toXXoVj olo^a futv xö fiij dömetv' 85 

iftel 6' iftlOTäi, y.al tö /.iirj d(A.eXeTv i^idd-e' 

od-evog ök TtOLsiv ed cpeqeyyvov rö oöv. 87 

AnOyl^^N. 

oi)TOi TtQoöcbGo)' öid Tslovg de aoi cpijka^ 64 

iyyvg TtageoTcbg, y,al Ttqöoo) (5* dTtoGraTOJV, 65 

eX^QOiot Tolg Golg od yevrioofxcii tcbtkjjv. 

y.al vvv dXovoag räoöe zag fxdqyovg ÖQätg' 

-ÖTtvojL TteoovGai d' al xardTtTvarot xögai, 

NvytTog TtaXaial Ttatösg, alg ov f-ielyvvTaL 

S-eoJv Ttg ovo' ävd-qwTvog ovöe S^rjQ Ttore' 70 

xcfxaJv d' SAUTL yAyevovT\ enel yayöv 



57 ovösTiots TOiovTOV yivog siöov, ovv^d-sLaq, avvovaiaq, avan^fiaiog. 
59 Tov (Herrn, f. ro) z^g dvaigog^^g. 62 wate sc ^eQuneiag ;f()fm, 

tatQog saziv sl'ts fzavxelag, xeQUXooxönog' ei'xe xa&aq/xaiv, xad-aQOLog. 
63 TioocoL (jiäXXov X(öv Idiojv. 64 STCLcpavelg IdnöXXwv avßßovksvei *Oqsoxi]l 

xaiakineZv (lev xb /Ltavxelovy (pvysZv dh eig 'Ad-rivag. xal öevxsqcc 6s ylvexai 
(pavxaaia. oxQatphxa yag fiTjxav/jfxaxa evörjla noiel xa xaxa x6 fxavxflov (og 
BXSi xal ylvexat oxpig xgayLxri' x6 fikv ^i(pog ijifxayßhov szi xax6X(ov 'ÖQeoxrjg, 
al ÖS xvxXcoi (pQovQoioaL avxov. UQog 'Oqsoxtjv <frjalv' aTfiavTj yccQ y Ugeia. 
86 iTzlaxaaai, 87 xo 6s adv ö^svog aacpaXs'g iaxiv alg xb sv noielv. 

66 yQonpsxai „tlqstküv" , ovx OßOiog (Paley st. ov)' al fzsv yccQ xaS^Ev6ovaiv, iyw 
6s iyQTjyoQa. 69 noXial yaQ' nalöeg 6ia x6 vsov, i} inei6rj äyafxoi xal na q- 
S^ävOL elai. xo aXXöxoxov 6h xr^g (pvoscog 6id xiöv ivavxicov xQayixwisgov 6ia- 
avQEi. 71 svexsv xov xaxonoislv. 



57 (pvXXov und t/)? M erst. 58 i]xl yala f gh. 59 n6v(i)v'. Arnaldus. 
60 xdvzsv&s fisv ovv xüjv6s f gh. 64 'AnökXojv M. 85 — 87 hieher ge- 

stellt von Burges und Kirchh. 85 f. fxi)d6ixELV und firjdfxEXEiV M erst (korr. 

firj *6lxeIv u. firj ''fisXslv) f gh {/udö. u. fidfz. Ddf.). 65 tiqooo) y' Blomf. 

69 fxlyvvxau Hdsch. 



AI2:XYA0Y 

oyiörov vi(.LOVTai Tägragöv ^' V7tö x^ovög, 

/utorji^iaT^ dvÖQCJV ytal d-eaiv ^0Xvf.i7tiwv. 

ö/iicog ök cpsvye f^irjöh jLiald^aytdg yevrji. 

iXQGi yoLQ oe y,al öc TqjteiQOv (xav.Qag, 75 

ßißiüVT dv' alel liva TtlavoaTLßfj xd-öva, 

VTteq re rtövrov y.al TtEQiQQvrag TtöXeig. 

y,al (.iiTj TtQÖy.af.Lve rövöe ßovy.oXovf,i£vog 

Ttövov* fioXcbv ob IlakMöog ttotI TtröXiv 

tCov TtaXaiöv äynad-ev Xaßcbv ßgerag. 80 

y,d7,€L ÖL^aGTag Tcjvöe xal S^sXy.TrjQlovg 

(iTjd-ovg ixovreg, (.irixaväg evQi^Goiiuv, 

c3(7t' ig TÖ Ttäv oe tcovÖ * aTtaXXd^aL ftövcov. 

y.al ydq vaavelv g* STteiGa ilitjtqcolov deiiag. 84 

(.ie{.iV7]G0 , f.iij cpößog Ge vr/MTco (pgevag. S8 

Gl) ö\ adrddeXcpov alfia yccl y,olvov ytargög, 

'Eq/,1^ , cpijXaGGe' y.dqra (5' lov STtcbvv/iiog 90 

TtofiTtaiog iod-i, TÖvöe Ttocfialvcov efxöv 

lyerrjv. Geßet tol Zevg röö' Ikvö/äcdv Geßag, 

ÖQflcdf,l£VOV ßgOTOLGlV €V7tÖfl7tCJL Tvyriqt. 

KAYTAIMH2TPA. 

edöoir' av, dn^ , y.al yM&evöovGwv tI Ö€l; 

iyd) (5' vcp' vf.ic5v c5(5' dTtritLfxccGuevTq 95 

äXXoiGiv ev veyQolGLv — (bg (-ihv mravov 

övstöog iv cpd-iTOiGLv oiiy eyXelTteTai, 

aiGXQßg ö' dX6i(xciL' TtQOvvveTtto d' vi^ilv ötc 



75 sXäaovoi (Ddf. f. -wol). 78 negdnwv. 80 xaZq dyxaXaiQ. 
90 oSloq ya.Q 6 d-Eog (auch f). 91 (pvXdoowv. 92 ro tdäv lxstwv oe- 
ßiOßa xal öirjßa ov ßovov xifiäL 6 Zsvg, «AA« xal oeßsi, oqcöv avzb ogfico- 
[xevov nQoarjxovariL zvxV^' ^^ ^ (^^^ ^OgeatTjQ <pvyriL oi^ezaL 'A&rjvat,8 nv- 
&6fxevoq' OL öh ^Eqlvvfq ßovai xaS-F.vöovoiv, vnö novov l'owg xal ^AnoXXcavoq, 
zov zgaycDiöonoLOv zovzo inLzr^ÖEvaavzog, Yva öid zovzov ißcpuvrjL (hellenist. f. 
'i]V7]i; -avTJ M) z6 dygiov avzwv xal xocXsnov. nwg de öteyslgovzaL; ovx vnö 
'AnöXXiovoq, ovds v(p^ kavzcüv, «AA' iv ccX/.tjl (pavzaoiäL. lijplozazai ydg zo 
si'öcoXov KXvzai[jLT]OZQaq xal fxefA.\pccfi8vov dvsyeigei, wazs TtoixiXaiq (paviaaiaiq 
TtSTtvxvcozat. 95 Xeltcsl sifiL vnsg wv €(p6v£vaa [iyafi.6fj.vova dncoaaod-s 
xal OL ifxs (poveiaavzeq ovx dzLfxät,ovzaL. naiöeviixa öh zavza' zo ydg zovq 
ivayeiq xal fiszd Q^dvazov vno vexqwv dzifiät,ea&ac Ixavöjq sx^tai naiösvoetoq. 

76 ßeßüivz' M, ßsßovz' f gh: Steph. (oder ßsßäiz' ders.). t/}v nX. alle. 
77 növzov: Tumeb. 79 nozl nz. IlaXX. M erst. 83 dq M (nicht f). 
94 KXvzacfitiozQaq ei'6a)X{ov) und Paragr. M. 



EYMKNUES. 29 

€X0) (.isyLorriv airiav y.siviov vjteQ' 

Ttad-ovoa ö' ovTto deivd TtQÖg tCjv cfiXrcxTwv, 100 

ovdslg VTtsQ fiiov öat^övcov f.irjvloerai, 

y.axaGcpayeLoijg TtQÖg xsqojv (xr]TQOKTÖvcov ; 

ÖQa öh Ttlrjydg räoöe xagöläL oed-ev. 

evöovaa yccQ (jpQtjv ö(.iiiaGiv Xaf.iTtQvvetca , 

SV fif.ieQäi öl (.lOiQ ' d7tQÖöy.07tog ßgOTCov. 105 

^ 7toXld (xkv ÖTj Töjv i(.ic5v iXel^are, 

%odg t' dolvovg, vr](pdlia (.lEilLy^iaxa , 

Tial vvY,TLoEfj.va öelTtv' eTt' EOxdqäi TtvQÖg 

§dvov , €jQav ovöevög xoLvrjv S^ecov. 

TLül ftdvra Tavra Xd§ öqco Ttarovfxeva. HO 

6 ö' i^aXv^ag o'IxeraL veßQOü öUrjv , 

y.al TatJra y.ovcpwg £x (,ieGü)v aQXvordTWV 

ÖQOvoev v(,uv eyy.aTLXX(b\pag f-ieya. 

dxoijaa^\ cbg eXe^a rfjg ifxfjg ftsgl 

ipvxrjg, (pQ0V7]GaT\ (5 y.atd xd-ovög d^eal. 115 

övaq ydq v(.iäg vvv KXvTüL(j.riGrQa y.aXa}. 

X0P02. 

(^wy/Liög.) 
KA. ^vtoLx' dv , dvTjQ d ' OLX^rai cpevy(ßv 7tQÖGco' 
cplXoi ydq elGtv ovk i(.iotg TtQOGsiKÖTsg. 



99 xal atpayslaa ahrnyLai vn avzcüv, zwv negl 'Aya/xefivovcc. 104 iv 

TWL xad^tvöetv 6 vovg dx^ißsozegov ogäi, fzt] naQanXavwfASVoq z^i ß-säi. XQa- 
yixioTEQOv de x6 ei'6ü)kov Kkvxai/jtrjazgccg ocütt^ei xrjv a^payr'iv. 105 rj xfjg 

<pQEv6q tiOLQa ov nQOOQUL iv TKJLSQäL. 107 olvöq yag ov anhöexai *EQLVvaiv. 
109 €&vov iv 7ji ovÖElg xwv d^eujv ixoivwvEi xrjg &vaiag vfÄtv. iv yag xoji 
IxeoovvxzLCDL iiovaig ^Eqlvvolv dnä^x^^'^^''- ^'rt (auf ein x) xavxaig fiövccig iv 
vvxxl d-vovOLV. 111 6ia xo nscpevysvai ix xov veoj. 113 yXEväaag, iyyEkdoag 
(auch f). öid Ö6 xovxojv sQed-i'C,EL amdg- 117 TcaQEniygatpri. xovxo ös 

ioxiv o (pTjGiv 6 noirjzfjg (II. z/ 20) „ac ö' in^^v^av". xo öh {EvS-vg} iyslgs- 
a&KL üy. (^d&QocDg) Weckl. nach Schol. 140) xdg naQELfjLEvag vnvcoi ov 7ii&av6v' 
xaxä ßgayv ovv ix TtgoaßdoEcDg xijv syEgaiv noirioovxai. 

99 vnox Weil. lOOf. nad-. y' und ovÖElg ö' fgh. 101 fiTjvlEXcci. 

104 ofzßaot M f. 10b ßolga ngoax.: Turneb. ßgoxäii? 101 v Kfd ha: 

Robort. 108 vvxxl (M erst o für l) OEfivd M f g: Turn. 111 vexgov fg. 

112 dgxvafxdxwv (dgx. M): Turn. 113 t]/j.iv ig (v/x . . M erst); dann ixxaz. 
M fgh: Turn. 115 pfAvrttf^v/Jdr^)« hier M (f stets). 117— 131 Paragr. 

für den Personenwechsel M; in fgh bei 117. 120. 123. 126 '^7foAA(a>r). 
119 (pUoig . . TtgoaixzogEg: Weil. 



30 AI2XYA0Y 

XO. (/iivyfiög.) 120 

K^. äyav y' VTtvcbaoeLg kov yMTOLy.TiCeig 7td&og' 

cpovei>g ö' '0Q€OTr]g TfjGÖe f^irjTQÖg oi'xeTai. 
XO. (d)iy^iög.) 
K^. öi(^€tg, VTtvcÖGGeig' ody. dvaGTrjOr]i rdxog; 

tL aoi TtiTtQtOTai Ttqäy^ia Ttlrjv rsvxstv Y.ay.d; 125 

XO, {(hiynög,) 
K.ud. vftvog Ttövog ts xvqiol Gwaif-LÖrai 

öeiv^g ÖQay.alvrjg i^exrjQavav f.i€vog. 
XO. (jiivyiLiög öiTtXovg ö^vg.) 

laßh Xaßh Xaßh laße, cpgdLov. 130 

K^. övaQ ÖLcbxeig ^fjga, y.layyalvcLg ö' aTteg 

yvLOV f.ieQi{.ivav ovTtor' eyXelrctov Ttövov. 

TL ÖQccLg; dvcGTCü , fiirj GS riydrio Ttövog, 

firjö' dyvoTjGrjtg Tttj/Lia ^aXd^axd^elG^ VTtvcoL. 

dXyrjGov ^Ttag ivdlyoig öveiöeGiv' 135 

Tolg G(b(pQOGiv ydg dvrlyevTga yLyvetai. 

Gl) ö' aifxaxriQdv nvevfx' ETCOvgLGaGa rwi, 

dT^oyt yariGxvalvovGa , vrjövog Ttvgl, 

iTtov , fxdgaLve ösvregoig öicbyi^iaGiv. 
XO. iy€ig\ eyetge yal gv Tfjvö', iycb öe Ge. 140 

evöeig; dvlGrw, ydTtoXaxTiGaG' VTtvov , 

löcbfxed- ' et TL Tovöe cfgoifiiov fnaTät. 

toi) toi) TtVTtaS,, e7tdd^0j.iev , (piXai — otg, a 



124 ü)Q 7tO(.{Qa) XO dl dl alä'Qeiv, ovx(o naiga) zb (ü w wiC,eiv. 125 zl 

ovv /xekXeig ^ö adv sgyov dvvsLv; 127 ovvwfxoaiav Ttoirjoavzeg xazexol- 

fiiaav vfJLäq. 128 nageD.ovzo. 130 6vsigo7to?Mvaai öuÖxslv 'Oqsoztjv 

zovzö (paaiv {(prjiaiv) M). 136 loa (xaaiiyajv. 137 ecpogiirioaoa rcüi 

^OgsozrjL. OiXSLOv zü)L Tivevfia zb STtovglaaaa. 138 ixksTtzvvovaa. Ttvgszdii 
avzov avaXiaxovaa, cog öoxelv dzfjLOvg dviavai and zrjg yaozgog avzov. 
140 dvaaztioet (vgl. Schol. 117); dvlazrjOLV Kchh.) avzdg oix dd^göcog, /xifiov- 
fievog ißcpazLxaig zr^v d?.i^d-stav, «AA' iyeigezat zig ngiöir}, wöze firj d&goiog 
zbv xogov (f^^sy^ao&ai. 142 fxazaiov ylvezau. 143 Xeltzsi öeivd {öeivd 

auch f ). 



120 ii.yix6g erst M. 121 — 23 ergänzt rechts vom Texte M. 121 y* 

fehlt M. 123 fjioyyßog: Rob. (coy^og). 124 vnvcüoeig M erst? xovx 

(121) fgh. 132 exXiTiiov: Wakefield. 135 ovdöeaoiv M {-oiv fgh). 

136 avzlxevzga f. ylvezcci: Pors. 137 ovo': Pierson (Stanl.) B7tovQ7]aaaa 

M erst. 138 xaxioxalvovoa'. Rob. 140 xo[qo(^ igLvvwv u. darunter 

i^ (ov fzla M. 142 slöojfieO-': Turn. 



EYMENUE2. 31 

'^ TtolXd Ö9j Ttad^ovoa ymI f.idTr]v iycb — 
E7idd^0f,i£V Ttdd-og övoa%eg, c5 Ttorcoi^ äcpeQTOV 

xax 6 V, 146 

i^ dg-AViov 7t€7tTwy,€v Oi%erai ^' ö ^rjQ' 
VTtvioL y.Qarrjd^sto' dygav oiXeGa. ^ 

l(h Ttal z/iÖQ, eTtUXonog fCiXrji, «Vr. a 

veog de yqaiag öäi^ovag y.ad-LTtTtdöo), 150 

Tov lyJrav Geßwv, dd^eov avÖQa y,al roy.evaiv 7tLV.QÖv , 
TÖv (.irjrqaXoiav (5' i^sTiXeipag cöy ^eög. 
TL Ttovd' igst Tig ÖLxaicog ixecv; 

Ef-iol (5' övsiöog iB, öveLgdrcov (.loXdv axg. ß 155 

ervxpev öUav d l (pQiqXdTOv 
jiieaoXaßec xerrgwi 
VTCÖ cfQSVccg, VTtö Xoßöv. 

TtdqeOTi fxaorUTOQog öatov öaf,ilov 160 

ßagv TL TteqißaQv v-gvog e%Eiv, 
toiavxa ÖQCüGcv ol vecbregoi d^eol dvz. ß 

xgaTOVvrsg tö ftäv dl-aag tzXsov 
(povoXißfj -d-QÖvov 

Tteql Ttööa , Tteql ydga. 165 

TtdqeOTL ydg öfxcpaXdv TtQOGÖqayietv alfxdtoiv 
ßXoGvQÖv dQ6f.ievov äyog ixetv, 
ecpEGriwi öh ^dvrig wv (^idGjuaTC arg. y 

jiivxdv ixgdvar' avTÖGGvrog, adröyXrjTog , 170 



144 xo/ufiatixwg xaoxov xar' iölav ngoevexx^ov. ai yag SiaxoTtal ngoo- 
(fOQOi tolq naBeoLV. 145f. a<p6gTjTov xaxov ina&oßsv. 150 xcczeno- 
kefZT^aag. 152 ovkXtjTtTixwg. 156 w? r/vloyog sxvrps [le. 158 Xoßöv 
ßigog TOV i]7taTog. 159 Xelnei t6 wg. 161 ov xo xvxov, «AAa negioawg 
ßagv. Tjfiäg (prjial) {(paOL Weckl.). 163 naga x6 öixaiov x6 näv sxovxeg. 
164 xov d^govoVf ob 'Ogiaxtjg xad-J',axo, nägeaxiv bgäv (povoXißrj {-eißi] M) dno 
no6(x)v ecog xscpaXijg oXov. xo öh „yccg 6fx<paX6v" ccvx(l rov) xov (Kirchh. f. xo) 
iv Uv^ol. öid 6e xovxwv aTioüxevd^siv öoxovai xrg irtixovglag 'Ogsoxov xov 
&s6v. 166 f. Xelnei 6 xai. waie xov ofi^aXov (Schwenk Weil für otp&ak' 
fiov) sxeiv ai/xccxcDV dyog inalgovxa. 

145 övaaxd^hg t g. 147 ctgxvojv M. ol'xszai rf': Abresch. U8 xga- 
XTid-elaa M. 149 ininXoxog als übergeschr. Var. f. 152 xoxeioi f gh. 
156 sxvy-'E gh, -a f. 159 f. am Eande t,x M. 161 ßagv xo: Wakefield, 
Schütz. 164 ^ovoAa/9?]: Amaldus. 161 ngooSgax^g er^t M. 16S atgov- 
fievov M, cctgöfx. oder ai(). f gh: Abresch. 169 fidvxi owi: Schütz. 170 ^v 
xov M {aov olxov fgh): Rob. sxgavu t* M, ^/()«rar' f {exQccvccg Turn.). 
170 f. am Rande ^r M. 



32 AIZXYAOY. 

Ttaqä vöf.iov d-ecßv ßgörea f.isv tiojv, 
TtalaLyev elg öe f-iolgag cpd-laag. 

Y.d(xoL TS XvTtQÖg v.al töv ovy, ivXvGETai, «Vr. y 

V7tö TS yäv (pvycbv ov ttot' eXEvd^EQOvxai, 175 

' TCOTLTQÖJcaLog ibv d' irsQOv ev yiägäi 

fiidaroQ' eloLv otJ TtdoexaL. 
u4II. i^to , y.eX£vco , tcovÖs öto/üdTwv Td%og 

XC0Q£Lr\ dTtalldaoea^e inavTiy.cov ^v%(ov, 180 

/ujj y,al Xaßovöa ftTfjvdv dqyTqorijV öcpLV , 

XQvar]XdTov -S-cb/iiiyyog i^OQficb/nsvov , 

dvfjtg V7t' dlyovg f^ieXav' du' dv&QCÖTtwv dcpQÖv, 

ifiovoa ^QÖjLißovg ovg dcpeLXv.vöag cfövov. 

oijTOt dÖfXOLGL TOiGÖe XQlf.lTtTEöd'ai TtQSTtSi* 185 

dXX' 0-5 vMQaviOTTjQeg öcpd^aXfxtoQvxoi 

ÖLYMi, öcpayal tb, G7teQ/,iazög t' dTtocf^ogal 

Ttaiöcov , YMKOv T€ %XovvLg fjÖ' d-^OJVid, 

XevO(,LÖg TS, y.al f^ivCovoiv oI-atlo/liöv ttoXvv 

VTtö Qd%iv TtayevTEg. dQ* dy.ovExe 190 

o%ag EOQTfjg egt' drcoTttvoroi d-Eolg 



171 avxoq avzov {avxov M) xaXböaq enl xwl ßiuvai zbv vaov. 173 rniäq, 
oaov inl aoL 177 nQooxQonaioq^ dvvl tov svayj]Q. oiv ivayrjg ev t(öi 

xaQäL kavTOv steqov (iLaotoga Xrjipszaif xal ol €^ avzov öixaq 7jfj.LV öcoaovOiv. 
ivayrjQ. 181 xQayixiozEQOv 6(pLV elnsv xo ßsloq öia xov lov, Ttxrjvdv öe öid 

xb inzegcuad-ai. zo fxev Ttgaizov Ttgbg ndaaq b XoyoQj itQoq fiiav öe exdazrjv 
vvv. 182 vevgäq. 183 zo alßa fzeXava d(pgdv SLTtev, ov örinov xo eß- 

<pvzov avzüÜv dvaifJLOveq ydp slaiv ol d-eoi' dXXd xo an dvS-QWTtwv rj&goiö- 
fxevov {r/S-Q. M), wq xovxcoi ZQO<pfji /QcofievcDV avzcöv. 184 zdq Ttri^eiq zov 

alfxazoq. 186 ai dnox8fpakit,ovaai. 188 ykovviq axgcovla. tj axfiaia 

dnoxonri (xXovviv Xeysi Z7jV dxßaiav dnoxoTtr/V f), nagd zrjV x^oriV r] ensl 
XXovvijq (xXovviq f) o avq, xditQOt öe avv8X(öq evvovxi'Qovxai (soweit auch ft, 
6id zovxo ZTjv anoxoTt^v avLX^v sItzev, ovx avS-gcontvrjV. r} exxoß^ /uogitov. 
xaxdöv dS-QOioiq. (zu 189) rj (^' M) kiS-oßokla (Rob. f -aq). '^Hgwöiiavoq) öe zo 
avazijfia xal dS^QOLOßa (zu dxgoyvia 188). 190 evQ-a dvaaxoko7tit,ovxai. 

191 zo (nur f) eogzrjq slgcDvixwq dvxl zov öiazgißrjq (auch f). 



112 Ttagavo' f/,(ov M erstf nag d vo' fzcov f gh. ßgezeafgh. 175 ^et'- 
ya)v: Pors. 176 ö' (ov: Pors. 178 fiidazcDQ und navaexai erst M (nda- 

aszai fgh); dazw. exe Ivov: Weil. 179 UnoMXwv) M. 180 dnaXkdoead-eM. 
186 ov: Tum. xaQavTjozrJQsq {v über dem 1. ?] fgh): Stanley. 188 xaxov- 
zai: Tum. dxgcavia. 189 kevo/jov: Casaub. (oder -ol). 190 vnog- 

gdxLV M (fgh). 



EYMEmdES. 83 

GriQyrjd^Q^ ^^ovoac; Ttdg ö* vcprjysiTai rgoTtog 

y.OQCpfig. XeovTog ccvtqov alixaTOQQÖcpov 

OLAelv TOiavrag elv.og , ov ;f(>?^ö'T?y^/otg 

iv TOLode y.XriLöloLOL TQlßea&ai, /avoog. 195 

XcogeiT' ävev ßorfjQog aiTtolovfievac. 

Ttoljuvrjg roiavrrjg ö' o-örtg EvcpiXijg d-eöv. 
XO. dva^ '!A7tolXov, dvTdy,ovaov iv (xegeL. 

avTÖg ov TOijTwv oiu /LUTatTiog rceXrjL, 

dlX^ elg TÖ TCäv ^7tQa^ag d>v TtavaLriog. 200 

^JJ. Ttcog öl]; TOOovTov iLifjy.og ^xrecvov Xöyov. 
XO, exQTjOag äöre töv ^evov (xrjTQOY.rovelv, 
^Tl, ^x^riGoi , TCOLvdg tov Ttargög Ttifixpag. iL fii^v ; 
XO. v.drcEid' VTCEGxrig alfiarog öe^ircog vsov. 
^n. Tial TtQOOTQajtsGd'aL TOVGÖ^ BTteGTeXXov d6fj,ovg. 2o5 

XO. y.al Tag TiQOTto/LiTtovg drjra räGÖe XoidoQsTg; 
^JJ. ov ydg öofioiGL toTgöb jtQOGcpoqov (.loXelv, 

XO. dXX' iGTLV T^jiUV TOVTO TtQOGTETayfA.eVOV. 

^H. TLg ^öe tLfxri; yco/iTtaGov yegag ymXov. 

XO. Tovg fxrjTQttXolag iy, öo/liojv eXavvof,iev. 210 

AU. TL ydq yvvatv.dg '^Ttg dvöga voG(plGrjc; 

XO. ovy. dv yivoid-^ ö(j.ai(j,og av&svTrjg q)6vog. 

An. fj xdQT' aTL^a y.al Ttaq' ovöhv ^Qxag wg 

Hqag TeXeLag Y.al Jiög TtLGxdyf^iaTa. 

KvTtQig ö dTi^og tcolÖ' djtEQQLTtTai XoyoJi, 215 

öS-ev ßQOTOLGi yiyvBTOLi rd cplXTaTa. 

evvYj ydg dvögl xal ywai^l f^iÖQGifuog 



192 avtl TOV öia zijg /uoQcp^g vficäv rj xaxla Ziöv tgoncov vfitöv ölkSsI- 
xvvzai. 195 fiiaog ngoazQCßEab^ai. 196 fzovai, wq av^fiega &rjQia. 199 ovx 
imxoivcovüjv zfjL alzläi, akld tov navzoq av al'ziog. 204 waze ds^aa&ai 

tov (povsa. 206 r]S^ixsvaavzo zag öicoxzglccg iiQonofinovg elnovaai. 211 zi 
ngoavha/S-e noielv negl (Abresch f. naga) avdgocpövov yvvaixog; 212 b 

zov ^Ayafisßvovog <p6vog ovx ijv av^aviTjg, o iozi (xiagög. 

195 nXrjaloig M, -ioiai fgh: Wieseler. 198 x^Q^^ Evfievlöcav M. 

199 avzog yag f erst. 200 elg: Canter; wg: Wakef. 201 \4.n6X(Xü}v) M. 

201 zoaovzo M, zoaovzov c (Srjza zovzo fffh). 202 ev/uisvlSeg) M, 

203—213 Paragr. außer 212. 202 nißtpai: Heath. 203 zi /x^ f. 204 ö' 

^xzcag M f gh; ö^xzcog M am Rande mit ^z und olfiai. 211 zig yag M erst 
wie fgh. voo(piaaL fgh. 212 avQ^evzig M erst, -rig mit -ug daiüber f. 
213 rigxmo}. 216 ylvszai. 217 (logaifMog h und aus übergeschr. Ver- 

besserung f g: fiogai/xoi (M mit ^r). 

Aischylos. 3 



34 JISXYAOY 

öqyLOv ^ OtI ^eltwv Tfji öUrjL cpQOvqovfxevrj. 

el roTotv o-öv Krelvovaiv dllrjXovg xaXäig 

rd f-iij rlvead-aL (xrjd' eTtomeTjeiv Tiörwi, 220 

ov <pr]/ii^ 'Ogiotriv (T* ivölKwg dvdQrjXareLv. 

rd fikv ydg olöa v^dgra c' evd-vfxov^ievrjv, 

rd ö^ iiLi(pav(J5g Ttqdoöovoav T^Gv^cdTsgaL. 

dlxag ök IlaXXdg rQvö' iTtOfcreiJGei ^ed. 

XO. rdv dvÖQ^ iy.etvov oij rt (xii XlTto) Ttori. 225 

^n. o-ö ö' o'öv öLwY.E xal Ttövov TtXelo) rid^ov. 

XO. rifxdg G'd fiirj ovvrefive rdg e^idg XöyoJi. 

u4.H. o'öd^ &v öexoifMrjv &ar^ i^^Lv rtjudg oed-ev. 

XO. f^eyag yaQ i/HTtag Ttdq /fiög d-QÖvoig Xeyrjc 

iyd) ö\ dyet, ydg al(.ia f-irirgwiov, öUag 230 

fiirsLfiL rövöe cpQra v.dy.xvvrjyerQ. 

An. iyd) ö^ dqrj^w rdv ixeriqv re ^ijaofnat' 
öeiv^ ydq ev ßgoroiGL xdv d^eolg TteXeL 
rov TtgoorgOTtalov fxfjvig, et TtQodwL Gcp^ iy,(bv. 

OP. dvaGG^ Id-d-dva, Ao^lov yieXeijfiaGiv 235 

rJKO), öexov öh Trgevfievcog dXdGroga^ 
G'd TtQOGrQÖTCaiOv oiö' d(polßavrov xeqa, 
dXX' d/iißXvg rjÖTj TtgoGrergt^^evog re ngög 
äXXoLGiv oXKOtg xal TtogevfxaGiv ßgorcjv, 
öjLiOLa xigGov y,al d-dXaGGav iy,7teg(jjv, 240 

GcbiCwv ecperjiidg Ao^lov xgrjGrrjgLovg, 



223 ^GvxKiTsgav: öoXicDXSQav {öoX. auchf; (7/oAataT£()av Voigt). 230 ^ 
dixri rov firjtgwiov alfzarog. 234 fi7] toi tl (ri toi M) d^eäfv fir/vifia yevcofiai 
(Hom. X 358). 237 axd&agrov. 238 dvT{l rov) sneXQ-ovxa. 239 äXXoLq 
ngoatgitpäßsvov rd fivaoq. 

218 oQxovQ xl mit e über i fg. 219 tJ: Canter. 220 yevea&ai: Mei- 
neke. 221 'A7i6X(Xa)v) Mfg. 'OgsoTrjv 7' M, 'Ogsatrjv ig: Robort. iv ölxaig f g. 
222 zd (lev. olöaM und yg f; ovtol fgh. 223 ngäoovoavM. erst; rjav/ai- 
zsgav Siile. 224 rf' ^;r«AAa? mit ^t M (ähnl. f gh): Sophianus. iTionzevsi i g h. 
225 Eißieviöeq) M, 226—229 Paragr. 225 Xelno) . . . (Rasur) noze M, Xelno} 
alle: Porson. 226 nXsov. Aurat. {nXew). zld-ov] si über ov f g. 229 Tcagd 
Porson. 230 dytiv . . fZTjzgaJccDV M (richtig f h). dixrjg g und mit anders 

gesehr. rj über 7/ f. 231 xdxxvvTjy&zrjg (mit ^z M): Erfurdt. 232 'AnöX- 

(Awv) M. 233 xccv^soiOL (x in Rasur) M: -olg fg. 234 tcqoöcü {ogugoöfSi 
Weil). 235 'Ogi{azrig) M. 235 xeXsva/naaiv : richtig h. 238 dfißXvv . . 

ngoozezQLfifjLsvov. Prien. 239 nogsvfiaai. 241 acoii^ojv hier M; t' fügen 

fgh zu. 



EYMEJSIdEi: 35 

jtQÖaeiixL öQ^xa y.al ßgerag lö oov, d-ed, 
adrov g)vXd(JGo)v dvaf.ievo) TsXog dUrjg. 
XO. eliv' TÖd* €GtI TavÖQog excpavhg Texfj,aQ. 

§7tov öh fir]vvTfjQog dcpd-syy.xov cpQaöalg, 245 

TetQavf^atLGfj.evov yaQ ü)g ycvwv veßgdv 

TtQÖg alfxa y.al oralay^dv exfxarevo^ev. 

TtoXXoTg 6h i-iöx^oig dvÖQoy,f,irjac (pvoidi 

GTcXdyyyoV %d^ovög ydg Ttäg TCETCoifxavxai rÖTtog, 

VTceQ TB TtövTOv dftTSQOig 7tori]fiaGLV 250 

^XS-ov ÖLcbxovG\ ovökv vGteQcc vscbg, 

ycal vvv öö^ evd-dö' eGrl tcov v.ara7tTav.(bv, 

ÖGfiiTj ßQOTelojv ai(.idT(ov jus TtQOGyeXäi. 

ÖQa ÖQa fj.dX' ad XevGGe t€ töv Ttdvräi, 255 

^jj Xdd^rjt q)vyöa ßdg fzargocpövog drltag. 

* ö' adre y ' «Axay exwv 

Tteql ßgersL TtXexd^elg ^eäg dfußgörov 

VTtööixog d^eXsi yeveGd-ai xqbojv. 260 

TÖ ö* od TtdqeGTLV' alfia f^r]TQCotov %ay.aL. 

övGay/.ö^LGTOv , naTtal, 

10 öiegdv Tteöot %v(X£vov OL%£Tai. 



245 xalq ivvoiaig. 246 (oq avtoxqrjf^a aißarog ovzog [alfia axat^ov- 

zog, vgl. u., Weckl.) 'Oq^gxov xal fiialvortog zrjv y^v rjg icpccxpszai. zszgav- 
fiaziofxtivov)'. zo fihv anoggslv z6 alfia naQaöo^oXoylag iazl ZQayixtjg' oga 
öe fxri ixßalvsi z^v nloziv b and "Agyovg slg deXtpovg rjxcov , siza ixsi&ev slg 
"Ad^r'ivag, xal szi alfza ozä'Qwv and zov ^i(povg. (pavzaoia ovv d/i^x^'^^^Q' (x^^oc 
xal ovyxsxvzai zrji naQado^oXoyiäi. 248 fxsyaXoxfx^aiv. 249 zo rjfJit' 

ZBQOV onXäy/vov. 250 ozi ixtj nzegeozag eloriyayEv avzdg (auf ein x be- 

züglich). 252 xazanzrj^ag ngbg zwi dydXßazc. 253 ngoacalvei. 254 zo 
avzo ngoöconöv iazi. 257 dzizag: dzifA.(6grjzog [dzifjL. auf f). 259 dvd-^ 

(ov rif4.Lv ;f()f warft ngooipv^ ^sksi yev^o&ai z^g d^eov. 261 ov ndgeaziv 

avz(üi vix^aac Tjfidg. 262 zo dna^ x^^^^ ^^-f^^ övaiazov. 263 ndv ölsqov 
ixxsxvßsvov slg zyv yrjv övaayxofjiiazov' zoiovzo ovv xal zo aifia. zo ßgs^av 
ZTjv y^v. 



243 dva/usvü) Stanl., dfxßsvcü Ddf. 244 XO. und Paragr. M. elkv M. 

245 (xrivvzri mit fr. Raum f g; am Rande yg firjvvzijgog f. 246 vexgov: 

YiQt. 247 ixßaazevofisv: Ddf. 248 dvögoxfjtolöL f. 250 nwzrjfzaaiv (erst 
-Ol M): Ddf. 255 ksvaae. (Rasur) zov ndvzdi (erst ndvza) M; Xevaae zov 

ndvza f g {kevoae ze ndvza, fArj Xddi]i Hermann, Xevooe zov navzä{i) Weil). 
256 (pvydöa M erst. 257 h fiazgocp.: Hermann, dzlfxag fgh. 257 y' ovv: 
y' Herrn. 258 negißkensL nXayx^slg fgh. 260 x^g^^' Seal. Wakef. nach 
Schol. 262 -ptfo^iarpoj' M erst, fgh. 263 Ttedw«: Porson. xexvtievov.Vox^. 

3* 



36 AISXYJOY 

lAXV dvTidovvai ösZ o' dcTtd ^covTog ^ocpelv 

igvd^Qov iy, fj,eXeu)v rceXavov ' ccTtd öh öov 265 

(p€Qol/iiav ßoOKccv TTcbfiarog dvOTtOTOV 

y.al (^c5vrd er' toxvdvaa^ aTtd^OfxaL Karco, 

dvTLTtOLV^ d)g rlvrjig (xaTQOcpovov dvag. 

^OiprjL 6^ Y.ec TLg äXXog rjXirev ßqorQv 

fj d^edv rj ^evov tlv^ doeßcov rj roxeag cplXovg, 270 

ixovd-^ §Y.aoTOv ri^v öiyirjv eTta^lav. 

fieyag ydg "^Ldidrjg iorlv svd^vvog ßgoTCJV 

ivEQd^s xd-ovog, deXToyQdcpißi dk Ttdvx^ iTtcjTtdi 

(pgevL 275 

OP. iyd) ÖLÖaxd^elg ev y.ay.0Lg iTtlorafiaL 

ftoklaiv TS -/.aiQOvg, ymI Isysiv ötcov öUt] 

aiyäv d-^ ö/iiolwg' ev ö^ Tcötöe TtqdyfxcxTL 

qxjjvelv irdx^rjv Ttqög oocpo^ ölÖuoymXov, 

ßgl^et yccQ al^a Kai /nagalveraL xeQog, 280 

lLirjTQoy.T6vov (xiaofxa d^ ey,7tlvT0v Tteket. 

TtoxaLviOv ydg ov Ttgög eOTlctL d-eov 

0olßov -/.ad-agfiolg riXd&ri xotQOXTÖvotg. 

ftoXdg ö^ fioi yevoLT^ dv i^ dQyrjg Xöyog, 

ÖGoig TcqoofjX^ov dßXaßst ^vvovalät,. ' ' 285 



264 xaxanLveiv. 265 d-Qo/zßov atfzarog. 273 Sixacri^g. 275 6e?.zo- 

ygrx((p(üi) : i^ogäi öh navta a.vayQa(p6fxevoq avxa ztjl iöläi öikzwi. 276 iyüj 
diöaxi^elq): öiöax^dq noXlovq xa^agfxovq, o iozi, xrjXixavza dzvxrioaq (Steph. f. 
a\p\ a noXliüv iSsiid-tj xa&aQßojv. aXXmq' oi evayelq ovzs ev leQiöi ngoo- 
riuaav ovzs Ttgooeßlsnov {ngoeßk. M) ovöh (Rob. f. ov) öieksyovzo zivi. 
(xal Tiag* EiQiniSirji) (Frg. 996 N.) „rt aiyäiq; fxdiv (povov ziv^ riQyaawl" ; 
{elgy. M). intl ovv 'OgsazTjq fielXsL 6ia?Jysa^ai öoxwv ext ivayrjq elvai, iyoJi 
(prjGL, ÖLÖax^dq ovv xaxwi zcüi Sfiavzov, xal olov öiöaoxdXoLq xQ^<^d(JLBvoq zalq 
ifxcüq GVß(poQalq, enLozafjiai xal oiyäv xal XaXelv onov öel, exazsQov xaigov 
yivojoxwv. 280 xoißäzai. 281 ixxsxa&aQßsvov. 285 sßkänzovzo 

yäg OL fivoagolq (Steph. f. -gol) ^vzvyxdvovzeq. 



265 nsXavov M. 266 ßoaxdv {ßaoxdv f) (pegoi/xav {-ßrjv t g, -(jl . . 

M erst): Wellauer. 267 ixvdvaa' M, loxdvaa' f g: Tumeb. 268 dvn- 

nolvovq: Schütz, zelvriq M mit .et. über ?/ (s. Choeph. S. 22): zivriq (-???) fgh 
(also Varianten zivi;iq und zslvyq). jUTjzgocpövaq: Casaub. 269 oipei. 

d' ixsiy ziq: Schütz. dXXov. Heath. riXize fg. 272 e/oj^r' M erst 

wie fgh (oben S. 19). zriq ölxrjq ^nd^ia {zriv ina^lav ölxrjv Blaydes). 
275 iTionza zij (pg. fgh. 276 OP. M. 277 noXkovq xa&ag/^ovq {nol- 

XoiGi xaigovq Herrn.). 



EYMENIdES 37 

XQÖvog yMd-alg€L Ttdvra yrjQdOKWV ö^iov. 
yial vvv dcp" äyvov öTÖßatog £VCfrif.io}g xaAcS 
%(bQag ävaGGav Tfjaö' ^Ad^rjvaLav e^iol 
fxoXetv dQwyöV 'Ärrjaerat ö' ävev öoQÖg 
avTÖv T£ Kai yfjv xal rdv ^Agyelov lecbv 290 

Ttioröv öiyMiiog ig tö rcäv xe ov^fxaxov. 
dXX' £LTe x(bQag ev rÖTtocg udißvGTLy.fjg, 
Tqirwvog d^icfl xevfÄa yered-Xiov Ttöqov, 
TiS-rjGiv ÖQ&dv ov ycaTr]Qecpfj Ttööa, 

(pikoig dQi]yovG\ ei'rs Oleygaiav TtXdxa 295 

-d-QaGvg rayovxog (bg dvrjQ iTtiGxoTteij 
iXd^oi, yXvei 6h xal TtgoGto^ev mv S-eög, 
ÖTtiog yevoLTO ri^vö^ ijiiol lvT7]QLog. 
XO. ovTig G^ AfiökXcüv ovo' ^A^rjvaiag G^evog 

^vGaiT^ äv, wäre (xrj ov 7taQrjjj,e?jrjjLi£V0v 30O 

iQQeLV, rö xaiqeLV f^irj (.lad-övO-' ÖJtov cpqevöv, 

dvaLfxdTLJt ßÖGxr]f.ia öai(j.öva)v Gyuäi. 

Gi) ö' dvTLCpiovelg; dXX^ dTtorcTijGrji Xöyovg 

if^iol TQacpelg re xal xad-UQtJfxivog, 

xal t(av iie daiGeig ovök Ttqög ßto^iCDi Gcpayelg' 305 

V(xvov ö^ dxovGTqi rövöe öeG(.iL0v Ged-ev. 

äye öiTj xal x^QOV äipo)f.i€v, STtel 

^ovGav GTvyeqdv 

dnocpaivEGO^ai öeööxrjxsv, 



290 Xeinei ißs. wq tots avfi/xaxovvTwv 'A^yslojv 'AS-rjvaloig. 293 ozi 
(auf ein x bezüglich) öicc zovzo olezai avxTJv TQLToyhsiav. 296 oiq ^gaavq 
^yefXüjv. aQfjiözTOvoa de tj sv/rj' ÖHzai yccQ iv6()Ccvovg (L. Dindorf f. söga- 
vovg) ßorj^ov. 297 f. zo k^f/g- skd-oi, oncog ysvoizo. 302 6 firjöh cdfia 

axriocDV i^ r/ficäv, aXXa yevrjoöfiEvog axid' QO(pi]ao/iev yccQ aov zo alfia. rj 
ivaißazov, dvzl zov t^wvzd as vexQov non^aofiev. 303 ovx dnoxQivrji, i] 

avz{l zov) ovös dvzKpcüvtjasig fxoi, dXld aov ßovXofzivov Xakelv zo (pMyfia rff- 
d-i]aszau 309 wg inl vsxqüji. 



286 xad-atgel: Stanley (Musgr. tilgt den V. als hier unecht). Für yrjg. g h 
ys öiöäoxcDV, f öiödoxcDV und davor übergeschr. ys. 292 Xißvozixolg: Aurat 
294 tI xazi]ge(pij. 297 de fehlte erst f. 299 ;co((>os) M. ovzig a' M 

erst, und so f gh, oizoi a' M, ovzol ae yg f. dd-rjvccloig g, mit -ag über oio f. 
302 dvainazov . . oxiä (mit t.z M, axLav Heath). 303 ovo' dvz.: Weil, ovo* 

für dXX' fg. dnonzifig. 305 Paragr. M. 306 vTtvov f, ohne öh fg. 

307 xoigog) M. 309 öeöoxrjfisv fgh. 



38 ^IZXYJOY 

Xi^tti re Xdxrj rä xar dvd-qcbrtovg 310 

d)Q iTttvwiuät GfäGig ä^rj. 

elj&vöixawc d' otofied-' elvat' 

TÖv fxkv xa^agdg ^^Igag TtQOve^ovr* 

ovTig icp€Q7t£t f,ifjvig dcp^ fifxißv ^ 

doLv^g d^ atöva diOLXvsl' 315 

ÖOTLg Ö' dXlTibv WOTCEQ öö' dvifjQ 

XelQag cpovlag iTtLy.QVTtrei, 

fxdQTvgeg ÖQ^al toloc ^avovoiv 

TtaQayiyvöfxevaL TtQdy.rogeg at^ccTog 

avTcüt TeXiuyg icpdvr^fxev. 320 

/aäT£Q ä fi iziTiTeg, & (xäreg oxq. a 

Nij^, df.iavQotaL y.al öeöoQKoaLV TtOLvdv, 

jiXv^\ 6 ^arovg yäq heg /j,^ ccTif-iov rld^rjGL 325 

TÖvö' dcpaLQOTjfxevog jrröxa, fiuTQWLOv äyvLGfia 

y,ijQCOv q)6vov. 
iitl dl TOJt %ed'V(.iev(ji)L rööe fieXog 

TiagaxoTtd, TcaQacpoqd cpQSVoöaXrig, 330 

€jnvog i^ IEqcvvwv^ 

öeGfÄiog cpQEvojv, dcpÖQfXLyrog, avovd ßgorotg. 
rovTO ydg Xd^og öiavTaia avr. a 

Molq' eftey.XcoGsv i/XTteöcjg ixsiv, ^vaTwv 335 



310 Tovg xXriQOvq ^ß(öv (Yict. f. vficöv). dno xolvov 6s xo öeöoxrixBv. 
321 stieI vTihg z^g fxrjzgog 'Oqeozov aycjvlt^ovzai, elxoxiog xr^v (xrix£Qa haviwv 
6vo[idt,ovaLV. 322 "C^wai xal d-avovaiv exöixov. 327 xov X(ül IöIodi d^a- 
vdxioL dcpayviovvxtt xov <p6vov xrjg /xrjXQÖg' ayviGfia de xiveg exxprifjKog xo (lö- 
Xvaficc. 329 snl 'OQsaxt]i 6s (jlüXXovtl d-veod^ai Xsx%^i]Osxai vßvog i^ rj(iwv 
(og inl lsQ£i<i}L, dg ccixov xdg (pQSvag na^axdipsi. 330 TtaQaxlvrjaig xdjv 
<pgsv(öv. 332 6 6eafievct)V avxov xdg (pgevag. 333 o ^rjQaiviov xovg 
ßQOZovg. 334 ^ öiafind^ xifJLoygov^kvri. 

311 afia: Canter {dßd', dfiri Ddf.). 312 sv&v6ixaL ^' o\d' mit ^r M, 
ebenso, doch rf' old^ fgh: Herrn.; dann olßsd-' sivai M, oi/uai d-tlvaL f gh: 
Ahrens. 313 xovg fxhv und ngoavi/iovxag M (tcqovs/ji. f gh): Herrn, 314 ovxig 
«V' rificov firjvig i(psg7iei: Porson Wakef. 316 dXixgctjv: Auratus. dvrjg: 
Pors. 319 nagayiv. 321 OP. fg. 322 dXaoloi M, dXaoZg fgh: 
Weil. 323f. noLvdv . . xid-riatv fehlt fgh. 325 x66' M erst. 326 nxdxa 
M erst, dann nxäxa wie f g: Sophianus. 328 xdi (erst xov f) xoxe ^v/uov- 
fi€V(o fgh. /nEvog fgh. 330 M erst Ttapd^gova wie fgh; <pgevo6a- 
. . a erst M, korrigiert in -6aXig und wieder in '6aXrjg wie f g; am Rande ^r 
oifiai tpgevoöarjg. 331 egLVvviov ig. 334 t,x M. 335 d-avdxwv: 
Canter (auch hier t,z M). 



EYMENIAE^ 39 

Tol ovv avTOVQylaig ^vfiTceGcoGLV fÄccTatOL, 

Totg öfLiaQTSiv, öipg' äv yäv VTteXd-rjL' d-avoiv ö^ ovy. 

äyav iXev&eQOg. 340 

STtl de xoji T€^vfi€va)i TÖöe nekog 
7taqaY.0Tcd, Ttaqacpoqä (pQBVOÖaXriQ, 
v(.ivos i§ Eqlvvwv, 

öea/iiiog cpgevcjv, dcpög/^iycTog, avovd ßgoTotg. 345 

yiyvofxevacac Idxq räö' ecp' dfilv €y.Qdvd-r]j cxq. ß 347 
d^avdTwv ö' dTtexeLV xeqag, ovöe Tcg eaxl 350 

avvöalTWQ fxeTdv.otvog» 

7taXXeijy.cov de Ttenlißv dxXrjQog dfxoLQog ii;{>x^v. 
öw/LidTwv ydQ siköinav 

dvaiQondg, öxav ^-AQrjg <y^(>- y 355 

TL&aGÖg tbv cpLXov ikr^i. 
eTtl xöv c5(5^ tefievac 
KQaTeQÖv övra tvbq öfxijjg 

juavQOVjuev veov alfxa. 359 

OTtevöo f,ievä t ö' dcpeXeiv tlvI läoöe (xeqLfxvag, dw. ß 
■S'ecov ö' dTekeiav ijuaiGi XiTüig eTCiXQalvcJv, 
(XTqö^ etg dyv.QLöLV eXd-elv, 



336 avTO(fovLaig- 338 tovroig rjfiäg dxoXovd-sZv, scog dnod-dvrjt 6 zot- 

ovTog. 341 i(pvfivla)i (Abresch f. -ov) avxiäi /p^ra^. Xsysrai ös xal 

fisa6<pS^eyfia. 345 dcpopfiLxrog: ov yccQ ovv OQydvoig fxovaixolg ylvstai 

ovTog 6 vuvog. 6 öeafievwv avrov rag (pQSvag. 347 dvtl xov ysga. 

349 fi^ 7tXi]aidt,eLV r)fxdg xolg ^solg. 352 ovöafiov onov soQXti xal d/HTie- 

Xovij xad-agu Tcdgei/ui. 355 oxav xig ix^&^'S avyysvrjg cSv xov avyysv^ 

ipovevcfTji. 356 olxüog, (piXog. 357 dta fisoov xo a>. 359 öid xo 

veov alfia. xov vscdgxI Hgyaaßevov vn avxov. 361 xrig KXvxaifxrjaxgag 

(auch f). 362 Xslnsi evxofJLai xoZg S-eotg. xeXiaai (xov xo ßoHtj^ia xal firi 

slg fjidxv^ (J-Oi iXd-SLV. 



336 f. xoiOLV avxovQylaig ^vfinaa waiv (ojoi f) : ^vßji^acoaiv Tum., ders. 
avxovgyiai {xol avv -iaig Meineke Weil mit verschiedener Fortsetzung-). 338 xol- 
OLv fgh. 339 vnüd-OL fgh. 341 Paragr. M, OP. f. 343 naQä(pQova 

(pQSvoöaXy'jgf vgl. 330. 344 vfivoig M. 347 Chor nach f. yivofz. f, yeivo/^. 
Herrn. dßZv: Pors. 350 f. ^r M. x^^Q^^ ^.S- 351 avvödxwQ-. Turn. 

352 Paragr. M. navXEvxwv {naXX ig). 353 dfxoiQog dxXrjQog. 354 öo- 

fjLdxcDv: Aid. 356 ni^aoog {-aaog f): c. <piXog: Tum. 357 inl xov (u 

(d) f): EAJAhrens. 358 xQaxsgdv ovS-' ofiulwg'. Herrn. 359 i'^' ii<p' 

fgh c) alfjLaxog veov {veov cckfua Herrn.). 360 anevööfieva ö' erat, dann 

-ößsvai d' wie f usw. M. 361 xtva. 363 inixgaheiv (am Rande ^r). 

364 ig: Pauw. eyxQiöiv fgh. 



40 AISÄYAOY 

Zevq alfioGTaykg 'fd^LÖfj.iGov ed^vog rööe Xeoxccg 3ß6 

äg ä7trj^id)GaT0. 

öö^ac ö' dvÖQCJV Y.al (xdX^ v tc^ atd^eQi GSfxval arg. 6 

Taxöfxevai Tia^d yäg fxcvvd-ovOLV ccTifLiOL 

dfj,€T€Qaig icpööoig i^ieXavel^ooiv, ÖQxrjGinoig t' 

iTticpd-övoLg Tcodög. 370 

fxdXa ydq o-öv dXo^iva dvv. y 

dvsKad^ev ßaqvTteGfj 
y.aTacpEQO} Ttoöög dKjudv, 

GcpaXegd (y.at) TavvÖQÖ/j.ocg 375 

y,6jXa, öiJGcpoQOv ärav. 

TtlTtTWV Ö^ OVK Olöev TÖÖ' V 7t^ äcpQOVL Xvfxäi. aVZ. Ö 

Tolov iTtl KV€(pag dvÖQl ^vGog TtSTtÖTarai, 

%al övocpEQdv TLV^ dyiXvv y.ard öcb/naTOg avöccTat 

TtoXvGTOvog (pdTig. 380 

fievEL yäq' EVfiijxcxvol arg. s 

TS xal teXelol, Tiaxcjv 

TS flVl]/LlOVEg ^E^val, 
%al övGTtaqriyoQOL ßgoTOig, 

äTljLl' dTLETa ÖlETtOfZEV 385 

Xdxrj S-ECJV di%0GTaT0vvT 
dvrjllcüi XdfXTtäi, 



366 xo twv (povecDV. 369 xal rovg viprjkovg xaO^aigovfZEV. 375 zolg 
zavvÖQO/xoig avxiov xwXoig endyovoa zd OipaXegd fiov xcöka. r an aXXrjg dgx^g, 
xal zolg zawögofioig ylvszai 0(paXegd zd xaiXa öid zr^v iniovaav avzolg dzrjv 
övacpogov vn ifiov. olov, xal ol zaxvögofiot ov övvavzai fie exipvyelv. 
377 7iaga(pgovü)V (Steph. f. negicpg.) ydg ovx aloO^dvezat zov xaxov. 378 oxo- 
zog (pgevwv. XelTceiv <paal öid, öid (Kirchh. f. öh) (xvoog' ovx sazi ös, avzo ydg 
zb iivaog xve(pag d'gijxsv. 379 xax^ öh ^rjf^i] negl zov olxov avzov Xeyszai. 
381 XsItcsi z6 iofisv. rjiusLg ydg evfxrixavoi sofxsv xal ijtizelEazixal xal zwv 
xaxcüv fivrjfxoveg. 384 ov za^hatg nagrjyogovfxevaL vno ßgozöjv, 385 dcpo)- 
giGfisva züjv d^ecüv zujc ngoaovzi avzolg axozsi. fiezsgxof^tvai Xdxrj viieg cov 
ov zißojfisd-a vno &e(J)v. 



365 Zeig (erst t,ev M, wie fgh) ya() (getilgt von Franz, fehlt fgh) aina^ 
zoazayeg {alfioax. Bothe). 368 öo^ai z' : Bergk. 369 zaxo/u.] rj über a f. 
yäv: Herrn. BIO Tjfiez,: Dindorf. 311 iniq) ovo ig: Heath. 372 Paragr. M. 
dkoju. f g Hei-m.: dXXoß. 373 dyxad-ev. Pearson. 374 dxtxdv] axfia auf 

Rasur M. 375 xal zugef. von Schömann. 377 olds fg. 378 zolov 

ydg inl: Heath. 382 öh xal: Wakef. 383 ze ßVT^ßoveg zs i g. 385 «r/e- 
zai M, -ov fgh: Canter. ÖLOfievar. Heath. 386 öixoazazov M. 



EYMENIJES. 41 

övOrtOQOrtaiTtaXa Ö€Qy.OfievoLGi 

xal dv O 0(X(.i(XT;oLg öficog. 

r/g o^v Tot (5' ovx äi^ST al avi. e 

Te xal öiöor/.ev ßgorcov, 890 

ifiiov kXvcjv ^sGfxdv 
tbv fÄOiQÖ'/.QavTOv, £x -d-ecjv 

dod^evxa tsXeov ; iTti de fiot 

^ - yeqag TtaXaiöv, ovö^ 
(XTLfilag y,vQü), 395 

TiaiTiEQ VTtö xd^öva tcc^cv ixovoa 
Kai övGiqXiOV -aveipag. 

ABHNA. 

TtQÖowd^ev i^riy,ovoa xlrjöövog ßoirjv 

OLTtö ^KafxdvÖQOVj yfjv KaTa(p^aTOvi.i€vr], 

fiv dfjr' Axcctcjv ccKTOgeg t€ xal 71q6(xol, 

Twv a ix f^cc leb TO)V ;f(>ry/Marwv Xäxog (xeya , 400 

eveifxav aviÖTtQefxvov ig rö Ttäv i(.ioi, 

i^alQ£TOv d(bQrj(j,a QrjOswg Tov-Oig' 

ev^ev ÖLcbxovG' fi^d^Qv cctqvtov fcoöa, 

7tT£Q(ov ätEQ ^oißöovGa "/.öXtcov (xlyiöog, 

TtcjXoTg dyiinaloLg rovö' ijviteij^aG öxov. 405 

"/.atv^v ö ' ÖQCJGa rfjvö 6(.iiXiav x^^vög 

TaQßo) fx^v ovöev, ^avfxa ö^ öfifiaGcv Ttaga. 

Ttveg Ttor* Igte; TtäGt ö^ ig v.olvöv XeyW 

ßqitag %e toiu^dv tölö' icprjfisvwL ^evcol, 

vjiiäg -9-' ö^oiag ovÖEvl GTtaQTCOv yivei, 410 



387 övanaQcißaxa xal XQaxea t^wOL xal xolq &vi]iaxovaiv (xal zed-vrjxoaiv 
Wieseler). 392 zov vno Moiqwv xal &8(vv xezeXeatihov, 393 eneativ. 

397 inl oxrifiaxoq 6'()/ezraf. 398 MixvkrjvalOL ifxaxovxo ngdq ^Ad-rjvalovg 
ubqI noXecog I^iyelov. iöo^sv ovv fxovofjtaxicoi Xvaai xov noXsfiov' xal vnsQ 
/X6V MLXvXrjvalcov STCoXt/uEi Hixxaxog, Ineg ös 'yi&rjvaiwv <pQvva)V. TjxxTjS^svxog 
6h ^Qvvcovog 6ieXv(^7] zu xrjg fxdx^g- eoixsv ovv naQOQßäv ^Ad^7]vaiovg 6 Älaxv- 
Xog dg x6 dvxexeaO^aL näXiv Ziyelov^ Xiycav x^v &edv ixslS-ev iXijXvBsvai. 
xaxacpd-ävovGa. 404 wg ccQfxivwi X9<"/^^^V ^^* aiyiöi. 410 xal TiQog 
vfiäg. x(öv oneiQOßeva)v. 

387 xavtjXlu) {dva)dwL Ddf.) Xafinai övaoöonalnaXa in M vom Korr. zu- 
gefügt, mit Iz. {övaonain. f gh). 389 ovxdl;ezai: Turn. 390 ösöoixe: 
Schütz. 395 ;tfV(>üJ : Hermann. 396 ra^tv 7' f gh. övaäXiov Ddf. 397 J0 M. 

398 zr]v xaza<f^azovßLVTjv (M mit t,z): Stanley. 401 elg M f. 405 xo)- 
Xotg Herm. 406 xal viv. Canter. 409 azivct) fgh. 410 oßolcogig. 



42 AISXYAOY 

oÜT^ iv d^ealGi Ttqdg d-eQv ÖQCJ/xävag 

O-ÖT* Odv ßgOTSlOLQ i/H^£Q€ig (XOQCp(b(XaÖiV. 

Xiyeiv d* dfiojucpov övra Tovg TtsXag yiaxög 

TtQÖoo) ÖLxalwv ^(5' aTtoGTatet ^i^iig. 
XO. Ttevorji %ä Ttccvra ovvTOfxcog, /liög 'AOQrj. 415 

'flf.ieTg yccQ iofiev Nvy,Tdg atavrj xEY.va, 

Id^al d ' iv oixoig yfjg VTtal y.£Y,Xri(xed^a. 
AQ. yivog (iikv olöa y.Xrjöovag t' eTtwvvfxovg. 
XO. Tc/ndg ye y.ev rot, rag €f.idg Ttevarji Tä.%a. 
AB. fidd^oifi^ äv, et Xeyoi rig ifj.^avfj löyov. 420 

XO. ßQOTOKTOvovvrag ix ööf.ia)v eXavvofxsv. 
AQ. y,ai tcji xravovTL tcov xö reQ^a Tfjg (pvyijg; 
XO. ÖTtov rö xaiqeLV i^rjöafzov vo^itsTai. 
AQ. fi y.al TOiavrag tcjiö' eftiggoL^elg cpvycig; 
XO. cpovevg ydq elvat ^rjTQÖg rj^tcboaTO, 425 

AQ. dXX' fi 'I dvay/.rjg, fj rivog tq6(jüv kotov; 
XO, Ttov ydq tooovtov y,evzQOv d)g y,Yjxqov.TOvuv; 
AQ. dvoiv TtaQÖvTOLV rjjj.iGvg Xoyov Ttdqa. 
XO. dXX^ ÖQ}iOv ov öi^acT^ dv, oh öovvac d^eXoL. 
AQ. xXvsLV dlxatog (xäXXov fj Ttgä^ac -i^eXe. 430 

XO. ftwg Ö7], ölöa^ov' t(dv GocpQv ydq ov Ttevrji. 



413 aßOQ(poq ovaa (erst a(iOQ(pov ovaa d. i. ovra) ov övvijoijt [le i(p^ oiq 
ehtov avvLXpB^aL. 416 oxoteivcc rj d-Qr]vr]zixci, rj ald'Qeiv noiovvta. 418 xd 
iniovvfxa olg xaXEloß-e. 423 iv xwi "Aiörji. 424 inißoäig, enißdXXEiQ. 

426 iv igcoz^asi. fir] i^ dväyxrjg xovzo TiEnozrjxev ; 428 vfilv fxhv xazrj- 

yOQSLVf i%slvü)i ÖS aTtoXoyELod-ai. „firjöh ölx?]V ÖLxdayjiq, nglv (äv add. Burges 
aus Ar. Scprjx. 725) (xß(potv fivd-ov dxovarjig'' (oft citierter V., f. Comm.j. aov 
xal ^ÖQsazov. 429 ovxo), (pi^ol, (pavsQov iaxiv xb xax' avxov, wq ßr]ze 

avzbv övvaad^aL o/utoaai ozi ovx saxi zoiovzoq, fzrjxs d-ikeiv oqxov rifiäq alzraai, 
d ÖLxa'iwq avzov xokd^ofisv. 430 d^iXeiq avxov dnoloyijöaad-aL rj xazrjyo' 

Qüq avxov (öq TCQa^avzoq; 



411 oQco/Lisvaiq: Stanley. 412 d[xoQ(pov: Robort. xov n. fg. 415 XO M. 
xov^Tj M erst. 416 alav^q f g, Tzetz. zu Lykophr. 406 (Ddf.). 417 aQal f g: dgd M. 
418. 422. 430. 434. 436 Aß M. 419 ßhv örj. Vor V. 419. 423. 427. 431. 435 
svfzisvlöeq) M, vor 420 f. 424 f. 428 f. 432 f. Paragr. 420 if^cpay. M erst. 

422 xovzo: Amald. z^q acpayrjq: Seal. 424 eitiQQoiC^el M, aber erst -t,Hv 

wie fgh: Seal. 426 aXXriq dvdyxrjq: FWSchmidt ' («AA' 8^ d. xal); dann 

ovzivoq M (auch Schol. zu 465), rj xivoq (rj xivoq) fgh. 427 zoaovzo: Elmsl. 
428 öolv M erst, nagovzwv fgh. Aoyov M, löyoq fgh. 429 ^e'Aa: Schütz. 
430 öixaiovq {ov auf Rasur) mit .w. über ov M (Einl. Choeph. 22), öcxalwqfg: 
Ddf. d-Üeiq. 



EYMENUES. 43 

^0. ÖQXOig Tct (xlv diyMLa fiij vixdv Isyco. 

XO. dXX" i^eXeyxe, y.qlve ö' eid-elav öiy.r]v. 

^Q. ri y.d.TC^ ifiol rgeTtOLZ^ av ah lag lelog; 

XO. Ttcjg d' ov; oeßovoai y" d^c' dvr' iTta^lcov. 435 

^Q. rl TVQÖg rdö' siTtetv, & ^£v\ iv ^egec d^eXsLg; 

Xe^ag ök x^Q^^ ^"^ yivog xal ^vficpogdg 

Tag Gag, BTteiTa rövö ' djuwaS-ov xpoyov ' 

SLTtEQ 7C€7toid-d)g xfj L öUrjc (Sgerag TOÖe 

ijGaL cpvXdoGwv eorlag sjiifjg Ttelag 440 

Gefj-vdg 7tQ0Gly.TU)Q iv rgoTtoig 'I^lovog' 

Tovroig d(xeißov TtüGiv ev^ia^eg xl [loi. 
OP. dvaGG' Idd-dva, ^qcotov sk tüjv varcTcov 

tclv gcüv ETtöJv f.iehiqfx^ dcpaLQT^Gto fueya, 

ovY. etfxl TCQOGTQOTtaiogt ot;(5' e%(x)v fivGog 445 

TtQÖg X^^Q^ Trjfirji %ö GÖv eq)€^öfirjv ßgezag. 

rexfÄTjQiov ök rwvdi gol le^co fj,sya . 

äcpd^oyyov elvat töv 7talafA.valov v6fj,og, 

ig T äv TtQÖg dvöqög atf^iatog xad-agGlov 

Gcpayal KaS^aifid^wGt veod^iqXov ßorov. 450 

Ttdkai TtQÖg dXkoig Tavx' d(pi€Qd)fii€^a 

oHoLGi %al ßatolGi y.al qvrolg nÖQOtg. 

TavTYjv fihv ovrio (fgovrlö^ iy,7C0Öd)v Xeyu), 

yivog ök tovjhöv d)g ex^i TtevGrjc Taya, 

Ldtgyeidg elfii^ Ttariga ö' iGzoQeig yiaAcog, 455 

Jäyafj.ifivov\ dvögcov vavßartjv aQfioGTOQU' 

^vv ÖL Gv Tgcbiav änoXtv 'lUov TtoXiv 



432 (xj] TCQÖxEivB avTüii oqxov xal öid xovxov d-sXs vixäv (steht bei 429; 
berichtigt von Weckl.). ovx 0(pdXei 6 dSixwv oqxwl cpsvyeiv xrjv xaxriyoQiav * 
iniOQX^aei ydg. 435 d^lwv ovaav yovecav, 438 dvx(l xov) eyxXrifia. 

440 x(äi vacäi. 441 ov xgönov xdxelvoq ngoaexd&rjxo xojl vccüji xov Aloq 
xad^aQiad-TjoofXEVOQ' TtQiüxoq yaQ 'I§l(ov (povov non^aag ixad-agloS^ij vno /Iloq. 
442 dnoxQivov /hol xt evyvcjaxov. 445 ivayrjQ. 448 orjfielojaai. xov 
<pov6a. 452 xal elq otxov eLoF/X&ov, xal vödxwv fiExiXaßov. 453 x^v xov 
pivaovg. 456 diaxdxxoga^ ßaaiXsa. 457 öid xovxcov ^ilonoieTxai xt]V &e6v. 

432 xd fihv tg: xd fzrj M. 435 d^lav t': Herrn, früher. 434 ngs- 

noix^ fgh. 435 aeßovoai M, oeßöfzsvai mit oi über o f, aeßoßal y' mit ot 
über o und ev über ai g, o^ßoifxsv / h. 440 e^^? fg Ddf.: dfirjg M. 

441 iv M vom Korr., auf leergeiassenem Räume von 6-7 Buchst. 443 'Ogs- 
oxrjg) M. 445 TiQoxg. M erst, sx^i ßvaog und 446 €(pft,o,usvi]: Wieseler. 
448 d(p(ovov f gh. 450 xad^ai/ud^ovoiv , dann oQ^rjlov (mit <^x) M, oQ^veiov 
ßgoxov fgh: Tum. 452 ßoxolai M, ßgoxolai fg: Martin. 



44 A12XYA0Y 

id-rj^ag. icpd^id-^o^rog oi) YMlcog, f.ioX(bv 
elg olxov' dXXa viv ^eXaivocpQijjv e(.iii 
f^T^TTjQ xar^XT«, TtOLulloig dyqevfxaovv 460 

7iQVipaG\ ä XovTQiov i^SfiaQTijQeL cpövov. 
Tidyd) 'AarekO-cbv, töv jtqö tov cpevycov xqÖvov, 
izreiva titjv rs'AOiJoav, ovy, dgrijaofiai, 
dvTiyiTovoLg TCOLvalai cpiXTarov TtavQog. 
•Kai Twvöe y.OLvr]L ylo^iag fieralrcog, 465 

dXyr] TtQOcpwvcöv dvTiKSVTQa xagöläi, 
ei (.nfj TL Ttüvö' €Q^ai/xc tot>g iTtairiovg. 
Gi) ö' ei ÖLYMlcjg e'ire (,iij y,qlvov ölxrjv' 
Ttqd^ag yaQ ^v ool Ttavrax^t Taö' aiveoü). 
^O. To 7tQäyf.ia ^.lelQov i] reg oierai Toöe 470 

ßgoTÖg öixccLeiV ovdk fiirjv iftol ^€f,iig 
(fövov öiaigetv d^vf^irjvlTOv ölxag. 
äXXtog ze ymI oi) (,ihv y.aTrjQTVX0)g vöjucül 
lyJrrjg 7tQoafj?.S^eg Kad-aqdg dßlaßrjg ööfioig 
if-iolg, df,io/iirpov (5 ' ö'vra a' al6ov(.i(xt TtöXei' 475 

a'örai ö' 8%ovgl (.lolgav oi)'/. ev7te(M7teXov, 
aal (Lurj tvxovgch Ttgayf^arog vixrjcpögov, 
XcbQÖci fieravS-ig iög £X cpQOvrj(,idTwv 
TceöoL 7t€G(bv äcpEQTog aiavrjg vÖGog. 



459 doXiöcpQQjv. 460 twl tzstcXcol. 461 ixTJQvzve tov ölcc rrjg sTttxv" 
oetog tü)v lovtQüiv yevoßevov avrwi (povov, Xkyexai yag (leiä to (povsvaai 
yv/iivdv i^ayayelv xal ösi^ai rolq noUxaiq. 465 navzwv. tovto 6s uQoq xo 
„akXrjQ avayxriq ovxivog XQewv xoxov" (426). 469 xa xaxa xrjv xglatv dno- 

ßaivovxa, bnola äv tji, inaivsoü). 470 sl xig ol'sxat x6 ngäyf/a ßgoxog 6i- 
xät,eiv, iiel'Qov i] xaxa avd^Qwnovg oi'exai, ifzol dh negl (povov dixät,eLv ovx 
oaiov. 472 i(p^ alg (Linwood für olg) xax£(og fJ.i]Vioovaiv'EgLvveg. 473 xe- 
Xsiog xi]V TjXixLav. xovxo dh dno xöiv tfiüKov. 474 ölo. xovxov sXniöag 

avxwi ;f()7yaT«? vtzoxl&tjoiv. 475 ösxofxaL iv zrji noXei. 476 svTtaQalxijxov, 
svx^Q^i svaQEaxov. övaccgsaxoc (pvasi slolv avxai. 477 dvx{l xov) xvxovowv. 



458 €(pd-T]^* f gh. ovxog f gh, ovxcog M. 461 xQvtpaaa lovxQÖiv 

{XovxQov (J' fgh): Musgr. 465 snalxiog: Weil. 468 av t' Pearson. 

stx. . 6 fiTj M e^st. 470 A0 M. fI' xig: Pearson. 471 ßgozolg erst M, 
dann ßgoxog wie fgh Schol. 472 (fovovg: Robort. 473 xax. oficog- 

Dind. 474 ixhrj M erst, ögofxoig mit 66 über 6q6 lg. 475 ofiiog d' 

afiOfj(pgov ovxa o' aigov/j.ai: Herrn. 476 ovxovv evnenXov f g, doch f am 

Rande yg. ovx svnsßneXov. 478 x«^^'«* /"f^' avS^ig (mit ^x M): Wellauer. 
479 7i66a>: Dind. alav^ fg. 



EYMENIJES. 45 

TOLavza (.ihv tclÖ^ eotIv' djiKpÖTSQa, insveiv 480 

TtefXTceiv TE, öv07tri(,iüVT^ d^ri%ävtog t i%£L. 
STtel öh 7tQdy(j.a ösvq^ e7teöy,rnpev TÖöe, 
(pöv(x)v ÖLy.aotdg ÖQ-alovg algovfxevr] 
^eOfxöv TÖv etg aTtavx iyd) ^rjOa) %q6vov, 
Vfxeig dk f^oQTVQid re y,ai TsxjurjQia 485 

xaketad-^ dgcoyd rfjg öUr]g ÖQKcbfxara. 
yiQivaGa ö^ doxcov tojv e^iQv rd ßs^Tara 
ri^o), ötaigeiv tovto 7tQäy(.L^ HrjTVf^ojgf 
ÖQyiOv TtOQÖvzag, (.nqdhv ixdlTiOig (pQEGlv. 
XO. vvv [j.€TaöTQOcpal väcov arg. a 490 

^EOf^ilcüv, rj XQaT7]G€L öUa {te) v.cil ßldßa 

lOVÖE (A.(XTQOY,TÖVOV. 

Ttdvrag rjörj töö ' eqyov EVXEQEiäi GvvaQ(.iö(JEi 

ßqoTOvg. 495 

TtoXXd ö* iTVfiia TtaiöÖTQCJTa 

Ttdd-Ea TtgoOf-iEVEi toxevglv (XETav^tg iv xqöviai. 
odöe ydQ ßgoTOOKÖTVcov avx. a 

fiaLVdÖiüV TÖJVÖ' ECpEQlpEL ycÖTOg Tig EQyjitdTWV' 500 

TtdvT* icprjOa) /höqov. 



481 nefjL7i8LV (xvxaq af^Tjvltcjg dvaxfgsQ iariv i/nol. 482 (og axTjTttdg 

slai^X&sv. 483 olov ivögxovg öixaarcig. 484 disxsXeae yccQ ro '^geiOTtayi- 
Tixdv GvveÖQLOv. 485 vixHg 6b ogxovg avzovg ahriGaxs. 487 ßblxiaxa 

{xa ixsyiaxa f). 489 oqxov öiöövxag. 490 tj ßsv '^d^rjva dnrjX&ev svxgs- 

Tiioai ÖLxaazag, 6 6h 'Op^axrjg Ixsxtviov fih'si, ai 6h 'Egivveg (pgovQOvoiv avxov. 
fielog 6h olxelov cci6ovat xfjt eavxwv ngoaigsoei. 494 xo fXTjxgoxioveiv. 

499 x(öv xovg ßgoxovg inioxonovvxcov. 500 jifiüiv 6fjXov oxi. 502 nävx^ 

i^tjoo) ßoigov): ovxaxi xlvcc fxhv Fvvofxov i^y^aoßai ^ögov, xiva 6h ov, dXlcc 
ndvxa icpi^aa) ßOQOv, oniog xig ßovXexai dvaigtZv. ov XLfjLwgtiocD xolg d6ixov- 
fitvoig, dkld ovyxwgi'jOio dkXZ/kovg dvccigelv. 503 ntvotxai 6' dXXog: dd 

xd aXXriXmv dxovauvxai, xal ov yivexai xaxcüv dvdnavaig. 



480 iaxL erst M. 481 nsfxnsiv {-si erst f) 6h: Abresch. övonriiiax' (rf?) über 
Sva fh): Scalig. dfiTjxdvwg Ffiol: Butler Dind. 482 dnsax. mit f über« fg. 
483 ogxlcDV uigov/uevoLg: Casaub. 486 ög . . (xaza (ogfAriixaxal) M erst 

{6gd-(6ß. Pauw). 489 fehlt in h und steht in f g nach 485; auch im metr. 

Scholion in f wird 488 als letzter Vers gegeben, mit der Var. ngäyfxa 
xovz\ ogxov (M erst -üdv) nsgiövxag: Herrn. 6x6lxov {ßv6ixov f g): Schütz. 
(pgsvL fg. 490 XO M. xaiaaxgo(pai: Meineke. 491 &eofxi(ov el xg. 

492 XE zugef. v. Heath. 6lxa u. ßXdßa mit rj über «fg. 493 ^rixg.: Ddf. 

495 evxsglac {evxccgia fgh): Turn. 499 ovze: Elmsley. 



46 AI2:äYA0Y 

TteiJOSTat d' äXXog dlXod-ev ftQOcpwvcov ce rwv 

TtiXag yiüTid, 
Xfj^Lv vftöövalv Te f^öx^cov 505 

äxed t' o'd ßeßac' , ä Tldficov judrav TtaQrjyoqel. 
fxridi Tig y.mkrjiay,ST(ji) otq. ß 

^vfzcpoQcci TSTvi^iLievog, 
TOtTr* iftog S-qoov fxevog, 510 

(5 d-QÖvoL r' 'Eqlvvwv. 

TavTa Tig Ta% av TtaTijQ 

rj tey.ovoa veoTtad-rjg 

oixTQÖv oUtIoult^ iTteiöij TthveL dö(j,og Jl'/.ag. 515 

iod^^ ÖTtOV TÖ ÖSLVdv €^ aVX. ß 

y,al cpQsvCüv eTtlaxoTtov 
det fx^vstv Y.ad-rifxev ov. 

§Vfl(p€Q€l 

G(x) cp Q ov etv VTtd OTBvei. 520 

Tig ök ^Tjöhv SV (pdei 

y,aQÖlav dv' (stl) rgewv 

^ Ttöhg ßqoTÖg ^' ö^olojg er' äv oeßot dly,av; 

fxrjT^ dvdqxeTOV ßlov arg. y 525 

fii]T€ öeGTtorovfxevov 



505 öiaöoxriv. 507 7ta&(6v 6s xiq f/.ccTrjv savxov nagaßv^sirai trfi 

elq rifiäq eXnlÖL. rj , axaötoq de zcöv (poveiav nagrjyoQTjd^i^osTai. rXi^fiojv 
yocQ 6 avaiöiqq' „rj 6' wöe tXrifjLwv" (Soph. El. 275). 508 Tjixäq örjkovozi. 

510 d-QO(öv. 513 ravza avaigovfievoq natriQ rj (jltjxtjq vno naiööq. 515 sneiörj 
dnokcoXE (f: nago).. M) xo ölxaiov (auch f). 516 ov navxaxrJL xo deivöv 

ccTisLvai <pQsvü)v Ost. 520 wäre xad-r'j/isvov vno axsvsc oaxpQovelv. wasl 

skeyev vno xwl öäsi. saxi öh an' svS-elaq xrjq xo oxhoq. 522 Xaiingoxrix^ 

opd^6xi]Xt <pQ8V(öv. 526 aXkci xov (Rob. f. xcäv) ^Q8f/.a xovxwv 6<panx6fi£vov' 
nagoaov al fisv nccvxccnaOL xvgavvovfiEvoi xaxcSq ßiovoiv, ol öh ävaQxot no- 

VTJQWq. 



504 ngoqxDVciJv xa xwv. 505 vnodooLV M, vnoövaiv g {-ötjoiv f). 

506 äx£x' (mit t,x) M, axeax' ig: Schütz (clxecc ö' Fritzsche). ov ßfßam xX. 
M gh, aßsßaia xX. f. 507 xX. öe xiq ßdxav: ös getilgt von Schwenk, xiq 

von Pauw. 508 xixXrjaxsxa). 511 f. lo) 6, Iw &q.: Pauw. 512 sqiv- 

vv (OV M erst wie fg. 515 olxxov: Casaub. 518 öeifjLaiver. anon. ap. 

Dobr. 522 dvaxQ6(p(ov. 524 asßei mit ol über si M, davor Rasur 

(Wiederholtes ex' dv nach Vitelli). 525 dvagxxov M, dvexQxrjxov ig: 

Wieseler. 



EYMENUE2. 47 

alvear^g. 

TtavTl (.ieaü)L rd ^garog d^sdg äTtaaev, e^AA' dXXäi> 

d^ i(poQ€veL. ^ 

^xjlLilÄETQOv (5' irrog leya), 
övaasßlag uhv vßgig rfxog (bg irvfiwg' 

kv. (5 ' vyteiag ^^ 

q)Qevcov ö TtäOLv cpiXog 
Tial TtoXvevY.rog öXßog. 

ig 10 Ttdv de Gol Xeyw, dvx. y 

ßcofidv atöeoai JUag' 

jiirjöe viv ^^ 

yjQÖog ld(bv dd-iiDi rcoöl Aa| dTlarjLg' tcolvo, 

yoLQ eTteorat, 
y.ijQiov iLi€V€L reXog. 
TtQÖg rdöe ng toyJcov oeßag e^ TtQorlwv 545 

y,al ^evoTlfxovg 
iftiGTQOcpdg öw(.idTO)v 
atööinavög ng iorw, 
eyL(hv d' dvdyy.ag dieq arg. 6 550 

öUacog ojv ody, dvoXßog earai, 
TtavdiXed-Qog ö' ovTtor^ dv yevoixo. 
TÖv dvtlToXfxov ÖS cpaf.lL TtagßaTav, 
(dyov)ra itoXXd TCavTOCpvqx' dvev öiiaag 
ßcalwg, ^vv xQ^^^^ yad-rjaetv 555 



531 äXXa äXXwg icpogai 6 ^s6g. sad-' 07ttj{i) öiovq (zu 516, Weck!.). 
532 avvTOßov. 534 vßgiv ysvvwaa. ol yag aQ^afievoi xov d-elov xaTa(pQO- 

V6LV vßQit,ovai xovq av&QiuTiovg. 535 ix 6' vyisiag (pgevcäv. ix xov ogd-dg 

l/av (pQevaq. vooov ds (pgevaiv xtjv övaoeßstav (priaiv, vyleiav öh i^ rjg av 
SIT] xifzrj' e^ ixelvrjg dh vßgig. 538 xa&oXix(ög Xsya) xo inKfSQOfxevov. 

540 x^v öixTjv. 550 6 x^Q^ ccvccyxTjg öixaiog (üv. 552 xov xd ivavxia 

rolg etgrifiivoig xokßwvxa. dvx{l xov) xov ädixov. nagaßeßijxoxa. 554 ndv- 

xod-ev avvTiyfjLeva. 555 dno xa>v x^if^cct^o/xevwv, xgonixwg. avxl xov xanei- 
VioQ^rioexai. 

529 aitavxi: Pauw. 530 f. äXka dXXa'^ M: Wellauer. d' f g h : öt\ i(pogesL 
M erst. 533 övaaeßdag {-lag h). 536 ncar. Heath. 539 ßwfxov ö* 

anscheinend M erst. 541 dvxlarjg fg. snExat fgh. 546 ngaxlojv erst M. 
548 dcüfidxcov imoxgocpng: Heath. 549 alöovfji. ig. 550 ix X(öv6': 

Wieseler. 552 ö ' zugef. v. Pauw. 553 ^afxL mit rj über a f. nagai- 

ßäöav M (mit ^r), nsgßdöav fgh, nagßdxav Herm.j h^^{ayov)xa für 

xd. OMüller. öixrig M, dlxag ig. 



48 AIZXYAOY 

XaTcpog, örav Xdßrjc növog dqavofxevag yiegaLag. 
TtaXet d' axotjovrag ov- ^^^^ § 

dhv (iv) i^iioäi dvGTtaXsl re diväi' 
yeXai 6s 6alfj.wv etv^ dvöql S-eq/hcöl, 560 

rdv ovTtOT' ai')(^ovvj;* iöcbv d(A.a%dvoig 
dvaig luTtaövdv ovo' vrceQd-eovT^ dyiQccV 
Öl^ aiaivog ök rdv tcqIv ölßov 
ig/nart ftgoGßaXcbv öUag öXer' dxXavTog, aloTog, 565 

^Q, Y.T^Qvooe, TifjQv^, KOI OTQaröv KareiQyd^ov 
w - ^, 7] t' odv öidTOgog TvQOrjvtKirj 
oaXTCiy^ ßgoTsiov Ttvevi-iaTog TtXrjgovjLisvrj 
VTtSQTOvov yrjQVjLia (paLvero) OTqarQi. 
TcXrjQOv^ivov ydg xovöe ßovXevrrjQLov 570 

Giyäv dgriysi y,al fiad-eiv d-eo^ovg ifiovg 
tzöXlv t£ TtäGav ig rdv aiavfj xqövov 
-aal Tojvd^ ÖTtcjg dv e^ y.aTayvwGd-fji, dUrj. 

XO. dva^ 'LäTioXXov, öv e%eig aiidg y,Qdr€t. 

tL tovÖs Gol (xereGTL Ttgdy^arog Xeye. 575 



556 dzvyja. 558 zovg d^sovg. 560 yeXccL, ^ijoiv, b öaifiwv enl tcoi adlxojL 
(Stanley f. -wq) {xaxäiq) {{xaxd} Härtung) nccoxovzL, xov ßTjöenoTE Ttgooöox^- 
oavxa ti/jKogslo&ai löcov iv fisarjL zrji övi^i vnet,evy(j.svov xal yaXivcDd^evza ' zovzo 
ydg örjXol z6 Xsnadvov. 563 zov noXvxQoviov öe oXßov savzov TtQoaxgovaaq 
ttÖL ßgdx^i- (Abresch f. ßgayst) zfjg ölxrjq wXezo. 566 xXrjQ(üaaoa ^Ad-rjvä 

zovg dglazovg dyei öixdoovzag. xad^iadvzcDv öh avxwv, ev ßioüji ozäoa xs- 
XevsL öid zi^g odXniyyog xal zov xrjQvxog ciconrjv yevsaO-ai, wg fjiTj dgxoivzog 
/lovov zov xriQvxog. oga öe nwg zd vecov sS^i] dvaygovit,si. cc ydg vvv yivszai, 
zavza z^v Ad-riväv elorjyays Xsyovaav. i/gcövzo ydp TrJL oaXniyyi dvelgyeiv 
zd TcXrjd'og ^sXovxeg. xdiexE, xwXve. 571 avß<p8g8i. 572 öiijvexrj, nagd 

z6 alel. 573 xwv 'Ageonayizcüv. (über der Seite, die V. 597 ff. enthält) 

SV nagayogT^yr^fiari (Ddf für nsgL/cogrißcczi) aviöji sIglv ol AgsonayZzaL ßrj~ 
öaßov ÖLaXeyofisvoi. 574 wv ixXriQio^rig, örjXovözt [lavTEiöJv. nagaipavtv- 

zog 6 AnoXXwvog zaizd ^rjoiv. 



559 {ev) Abresch. dvonaXslzai ölvai {ölv.t erst M): Turneb. 

560 d-egfjiüJL h: d^eQfiosgyiÖL M f. 562 Xenadvov: Musgr. 565 dxXavozog: 

Ddf. d'LOzog: Pors. (al'aiog). 566 A0 M. xazegydd^ov: Pors. 567 M 

si'z' ovv mit ,rj. über ei (Lücke unbezeichnet); ei'z' ovv öidxzogog (Lücke dar- 
nach) zvga. f g (f Xelnsi vor dem V. und nsXoi nach dems.); etV ovv ötdxz. 
n^XsL zvga. h (Senar). 570 nXrigovfisvov erst M. 572 slg M f. 573 z6v6^ 

M, züivö' Schol. und fg. ölxri f g: ölxtil M. 574 XO, M. 575 ngdyß. 

ptezsavi erst f. 



EYMENIJES, 49 

^n. y.al liiaQTVQTjGcov '^Id'ov' i'oTL yaQ ööjiicov 
l/Jrrjg öö' dvrjQ zal fxv%mv ig)SGrla)V 
€ßc5v* cpövov ök TOvö^ iyd) y.ad-aQGtog' 
v,al ^vvöiY.r^GCüv avrög' alriav ö' s'xcü 
Tfjg Tovöe firjtQÖg tov (pövov, gv d ei'Gaye 580 

öirtcog {r') iytiGTät Tfjvös xvqcoGOV ÖUtjv. 
^Q, Vf.i6)v ö (.ivS-og, elGccyco ök zrjv ölKr]V. 

ö ycLQ dicbxcüv TtQÖrsQog e^ <^QXVS Xiymv 
yevoLT^ äv öoS-cög Ttgayfiazog ÖLÖdGKaXog. 
XO. ^i a' TtolXal ^lev iGfiev, Xe^ofxsv öe GvvTÖ(.iwg. 585 

iTtog d' dfielßov Ttqdg ^Ttog iv (.legei Ttd'eig. 
fj ß' Tirjv f-irjTSQ' ecTte TtQCJtov ei y.aT£y,TOvag, 
OP. iy,TeLva' rovrov y^ ovng dgvrjGig TteXeu 
XO. fj y' €v (,dv TÖö^ fjörj %wv tqlojv naXaLGfxdrcov. 

OP. ov y€Lf.i€vcoL 7t(jj Tovös yo^Ttdtetg Xöyov, 590 

XO. ^ ö' etTteiv ye fxev^oi öet d' ÖTtcjg yaxeyTaveg. 
OP. leyco' ^L(povly.G)L XBLqI Ttqdg öeqrjv Te^(bv. 
XO. fi e' TtQÖg TOV ö' eTtelG^ing yal rlvog ßovXevf-iaGiv; 

OP. Totg TOvöe ^eGCfdroiGt' ^aQTVQsl de (xol. 
XO. fj g' ä (.idvTig e§r]yeiTÖ gol fAr]rQoy,Toveiv ; 595 

OP. yal devQÖ y* aiel rrjv tvx^^v od ^e^(po(.iaL. 
XO. ?5 ^' dlX^ et Ge /ndQipet ipfjg)og, d)X egetg rd%a. 



576 iiaQXVQYiGüDV oxl ovx saziv svayriq' ixaS^ijQa yccQ avxov. 579 avv- 
ÖLXOL Uyovxai olq l'aov fxtxsoziv iv xf/i ölxrji xrjg aixiag. 582 xcüv ^Eqivvcdv. 
aQa XO öixaaxTjQiov. 583 o xaxrjyoQwv. 585 xovxo ov ngoq zag XQsZq, 

oXla TiQoq xov xoqov is' yccQ iqaav. 587 QrixoQixcöq nvvd-ccvovxai. el fihv 

bfJLokoyolri, vTCfvdvvoq aaxat' el 6' aQVOtxo, iXeyyßrjoexai. xal 'Axi^^evq TtQoq 
xovq TtQSoßeiq' „xL öe Xabv dvtjyayev ivS^dd* dyeigaq 'AxQeiörjq"; öicc yvvaZxa 
(Homer I 338 f.). 589 ev nenxwxaq (Weil für ifxn.). ?) fxexacpoQcc öe iaziv 

ccTto x(ov TtaXaiovxcov, ol inl xolq xgial nxiäßaaiv OQi^ovai xr]V rjxxav. 592 nla- 
växai. al (jCev ydq xtjv ahiav xov cpovov nvvd-dvovvcci, b öe ngoq xo „Ttäiq" 
„^i<peL"^ (prjolv (oq x6 ,^j} öl* ißrjv löxrjxa" (Hom. 42). 596 xo del inl 

xov e'caq xäxxovaiv *AxxlxoI noXXäxiq. „öevQO fiev f/.oi xovö^ aiel xeivei Xoyov" 
(Adesp. 148 N.). ewq öevQO. xr/v tzqu^iv. 597 dvixl) xov l'owq. 



576 ^An6X{Xwv) M. ö^ficov erst M (vö/xcoi Schütz). 577 dvrJQ: Pors. 

ööficDV {öofxoq M erst): fj.vxö>v HLAhrens. ^(peaxiojq mit o über m M, iipe- 
oxlcov fgh. 580 xovöe (povov: Turneb. 581 <t'>. Herm. 582—644 

fehlen in fgh, 582 Aß, 585 Ev(jL{evlöeq) M, ebenso Ev^i. 591. 97. 601. 05; 588 
"0Qe(ax7]q), ebenso 592. 98. 602. 06; 589 Par., ebenso 590. 93—96. 99f. 603. 4. 7. 
'H a usw. zugef. von Weil. 588 xovxov ö' -. Nauck. 596 deU Tumeb. 

Aischylos. 4 



50 AISXYAOY 

OP. TtSTtOid-^ , aQwyäg d^ iy. rdcpov Tte/XTtec Ttaxriq. 
XO, ?J Tj ' v€y.QolaL vvv nsTtLOd-i jurjTSQa y.ravcbv. 

OP. övolv yccQ elx£ nQoaßoXdg iLiLaGfj.droiv. 600 

XO. 1} ^' ftcjg Ö7]; ölöa^ov rovg öixd^ovTag Taöe. 
OP. dvdQoy.Tovovaa Ttateg^ ef.idv xaTiy.Tavev. 
XO. 1} L TOiyaQ oi) (.ihv ^fjig, ?} ö' eXev^eqa cpövcoi, 

OP. tI ö^ oiuy, iyeivTjv twoav rjkavvsg cfvyfji; 
XO. 1} la' o^y. '^v öfxaifxog cpcoTÖg ov yareyravev, 605 

OP. iyd) ök f.ir]TQdg Tfjg ifÄfjg iv atf-iari; 
XO. 1) iß' ncog yccQ G* e^geip^ dv ivzög, ö fiiaicpöve, 
tcbvrjg; dTteiJ^rH' firjTQÖg alfxa cpilratov ; 
OP. rjör] ov ^aQTTjQYjOov, e'^rjyov ös {.10 i, 

^IdnoXXov, et Gcpe gvv öiyrjc yaTeyxavov. 610 

ÖQdGai ydg ÜGTteg iGrlv ovz dgvoiJixeS-a* 
dXX' et ölyacov eize ^uj) Tfjt gtjl cpqevl 
öoyet röö* al(j.a ygtvov, d)g Tovroig cpgccGio. 
All. Xe^oj TtQÖg vfxdg tövö* 'Ad-rjvaiag (,ieyav 

d-eGf-idv öiyMlojg, fxdvtig cov d^ ot ipevao^ai,. 615 

ovTtcbTtor' eiTtov /-lavTiyoiGtv iv d-QÖvoig, 

oiiy dvÖQÖg, ov yvvatyög, ov TtöXecog TtiQi, 

8 fxij yeXe^Gai Zedg OXv/HTticov Ttari^Q. 

TÖ (xkv öiyatov Tovd- ögov Gd-evec f.ia&eLV, 

ßovXfjc TCicpavoyia d' vii^i^ ertiGTCeGd-ai itaxqög. 620 

598 cog v^aq (Herrn, f. viilv) 67isf/.xpev tj firjxrjQ, ovxco ßoTjd^ovg Xüfiol nsfitpei 6 
naxrQ. 600 ovvzvxiccg- 601 nccvovQywg (paal, /at) tjfiäg ölöaaxs, dXXa xovg 
öiieaoxag. 602 ifih xdxelvov '^ölxrjasv. 603 ttöJ? ovv XeyeLg oxi tJölxtjos 

He ; Ttcüg 6h 'Ayafisfivova, onov dne&avsv 6l avxov (Linwood f. avx7]v) ; 604 ovx 
el xed^VTjxev, xovxov aixia sl au, (^') t,(öaav (Steph. u. a.; M 7i(og dv) (ovx) iölo)- 
xeg ' (tioxe ovde dnoQavovaa 6id x^v ar^v alxiav dntS-avsv. 606 iyo) ovv Ofiai- 
fjLog elfJLL xiji (JltixqI; 608 dnaQVTJi. 609 wg dnogcov x^g dnoxQcoE(og. inel 
yccQ rikd-sv sig xrjv ÖLCixgiaiv xov ötxai(og rj /urj dvrjigrjxevai x^v fXTjxE^a, 
STil xov ovßßovXevaavxa d^sov xaxacpevysi. xgayixbv ovv xal nganov (Vict. 
f. XQ67C0V)' oßoeidig xe x6 {avxov^ ndvxa ).iysiv. 615 xov ^ÄQeonayiXLxov. 
618 waxe ifiol (jiev Zeig, syw ös xovxwl ngoaexa^a. ovx dvsv /Jiog ovv xo 
yevofievov. 619 dvxl xov fxd&e o) ßovh]. 620 xeXsvco ös vfiäg nsiaS-TJvai 
x^L ßovXiji xov Jiog. 

598 Tre^TTft: Scalig. n. Seh ol. 599 ;r6;rfta^i mit ^t.: Veitch. 600 öoloZv 
erst. fjLLuofxdxmv: Elmsl. 603 (povov. Schütz. 607 sQ^gsipev. 608 (pLk- 

xdxov erst, xo cpiXxaxov Korr. 609 'Ogi{oxrig), 612 öixaicog: Auratus. 

6U 'Atc6X{Xü)v). 615 d'(yV ov: Canter. '61S xeksvosi: Beim. 620 ßovkrj: 
Tum. vfjiß' M. 



EYMEmAEH. 51 

ögyiog yuQ ovri Ztjvöq iö%veL TtXeov. 

XO, Zevg, (bg Xiyecg gv, tövöb xQ^f^^ov örtaae, 
(pQdt,eLV 'ÖQeatrjL Tojcöe, zdv Ttaigög cpövov 
Ttqa^avra (.irjrQÖg (.nqdafxov Ttfxdg ve^stv; 

All. ov ydq tc Tavzdv ävöga yevvalov d-avelv 625 

ÖlOadÖTOig ayLIJTCTQOLGl Ttf.ia?.(pOVf4,€VOV^ 

y.al ravra TiQÖg yvvaiKÖg, ov n d-ovqloig 

TÖ^otg iy,r}ßöloLöiv, (Stox' L4f.iaLövog, 

all' (bg dy,ovor]i, JlakXdg ol r' eq)rif.L€VOL 

ipriq)0)L ÖLaLQetv lovde Ttqdyfxarog Tteqi. 630 

dTtd GTQareiag ydg viv ri(,L7tohqy.6'ra 

TU TtlelGT' d^eivov' evcpqoGLV öeöeyiÄevrj, 

ÖQolTrjL, 7t£Qc5vTog XovTQd, y.aTtl reg^ati, 

(pdQog 7t€QeGy,7]vcoG€v, iv ö dreQuovc 

TiÖTCTEi TieörjGaG^ dvöga öatödXtot, TteTtXwL. 635 

dvÖQÖg jLiev vfitv o'örog €iQ7]TaL fxÖQog 

TOV 7täVT0G£j,lV0V, TOV GTQaTTjXdTOV VSÖV. 

rijV (5' a^ TOiavtrjv elTtov, d)g örjx^V^ lecbg, 

ÖGTtEQ TezaKTai rfjvöe y.vQCJGai diyrjv. 
XO. TtaTQÖg TtQOTLfidL Zevg fxögov t(ol göjl XöycoL' 640 

avTÖg ö' idrjGs ftarsga ^QCGßrjTrjv Kqövov. 

7t(äg ravTu TOVTOig ovy, ivavTccog Xeyeig; 

vfxdg d' dxovELv Tavt iyd) fiaQzvQoi^ai. 
All. & TtavTOfXLGfj xvcböala, GTvyrj d^eöJv^ 

Tteöag ixev dv kiJGeiag, bgil tovö* dxog 645 

y.al ydqja noXki] (xrixavi] kvTTjQiog' 



624 ixÖLxriaavia. 626 avvexhg ro ovofia naQ^ AloxvXcoi, 6id axwTttsi 

avtov ^EnlxccQßog. 632 ßelxiova nXelara rivxvxrixöxa and ai^axelag. 

633 7ivsXü)l\ T/yt ajg aogwi avxaii yEvo/isvrji. nccQa xr/v öqvV ^vXivai yccQ 
avxai. XüJv Xovxqwv önXov oxi. 634 7iaQ€Oxr\vrioev. Ttpo? (d. i. x6 X ngog, 
Weckl.) xt^v avvaXoL(pr,v {-Xicptiv M) xi]q negi xal xrv avt,vyiav xov grjjuaxog. 
dxQaxi]Xü)i. 638 xj]v KXvxaLfiriGZQav. ol öixaoxai. 640 aig Xf-yeig ov (Paley 
für ovv), naxkga ngoxifxäi (n^xgdg 6 Zevg. 642 ov xov dia ngosd^exo xaxdig 
elnslv, dX?.a xöv ^noXXiova (og xpevad/^svov ßovXexoi iXey^ai. 643 co xgixal. 

622 XO. 623 für xüjlÖs M erst xwl, für xov erst xov. 625 l4ji6XiXü)v). 
626 xifxa?.(povß8v.v M erst. 631 aigaiElag und axgaxiäg M. fiiv: Pors. 

632 dfxeivov und dfxeivov* M. 633 ögohrj M. negdivxL. 634 neg äoxr\- 

v(jt)aev M, nugsoxtjvtiosv Schol. 638 xavxrjv xoiavxrjv: Weil, dsix^ erst M. 
640 XO. 641 edtias erst. 644 knöXiXwv) M. 645 von hier an treten 
auch f g h wieder ein. nalöag M erst. XvaeLev: Ddf. 

4* 



52 AIÜXYAOY 

dvÖQÖg ö ' iTteiödv alf.i^ dvaOrcdGrji xövig 

äTta^ ^avövTog, ovTig iox' dvaGTaaig. 

T01JTWV eno)LÖäg oiiy. iftolrjaev TtarijQ 

ov^og, xä (5* äXXa Ttdvx^ dvco re ymI zdrw 650 

OTQicptov Tid^TjöLV O'döhv dGd-fxaivoyv fxevet, 

XO. TTcog Td7tog)€ijy€iv tovö* VTteQÖixeig öqa' 
td iiriTQÖg alfi' öjiiaifiov h.%iag TtsöoL, 
^Ttetr' ev ^\AqyEi ödifxccT^ olv.riGEi TCaxqög; 
TColoiGi ßw/iioig xQÜ^evog rolg örjinloig; 655 

Ttola de xeqvLip q)Qa'reQ(jt)v TtgoGÖe^CTac; 

^n. yial TOVTO Xe^o), %al fidd-' d)g ÖQ^cog eQ(a. 

OVY, eGTL flTjTTjQ l} "/.exlrj (XBV OV TSÜVOV 

roTieijgj rQO(pdg 6^ Tivfiazog veoGTtöqov. 

tUtEL Ö^ Ö ^QCbLGZWV, ?} (5' ä7t€Q ^€VWL ^SVT] 660 

BGwGsv EQVog, oIgl fj,}] ßldiprjL S-eög. 
TeY.fA.riQLOv ök rovöe gol öel^o) köyov, 
Ttari^Q ^ev av yevoiT dvev ^rjXQÖg' TtiXag 
fxdqrvg TtdgeGTL Ttaig ^Okv^irtlov Jiog, 
******** 

0^(5' ev Gv.öxoiGi VTjövog Te^Qafj,f,ievr], 665 

d?uX^ olov eqvog ovrig av tev^oi d-eög, 

iyd) dk, JJalXdg, rdXXa d-\ <hg e7tlGrafiai,, 

rd GÖv TtöXiGfxa ymI GTQaxdv reij^o) fieyav, 

y,al TÖvd' ^Jtefiipa göjv öö^cov e^eGtiov, 

ÖTtcjg yevoLTO TtiGTÖg ig rö itäv %q6vov 670 

Y.al TÖvö' e7tLy.Ti]Gaio G^[xiMa%ov, -d-ed, 

y.al TOijg eTteita, ymI rdö^ alavcog fxevOL 

GregyeLV rd TtiGxd zcovöe rovg BTtLGTtÖQOvg. 



652 ex zrjg yinöXlwvoq anoXoylaq xaxaxQivovoiv {-xQivovaiv M) ^ÖQeavrjv ' 
sL yag zöv <povsa ovx olov ze xov <p6vov avaxaXsGaa^aL, ncäq ^Oqsözt^q (po- 
vevaag iXevd^EQcoS-ijoeTaL; axonei iiwq öixaioZq 'OgsaTrjv tpsvyetv. 659 xvrj- 

fiaxog. 660 o aTte^f^aivcDV. wg naQaxaza&^XTjV. 663 yevvrjaeLEV. 667 cy 
naXXdg. oaov övvafiai. 672 öl' alcövog. 673 anoyovovg. 



647 dvaanuaet f gh. 649 STiolrjOEv ig: -oe M. 650 dvco te df g: 

dvo) M. 651 ovöhv dad-fiaivcov fg: ovö^ iv dod-fialvoD M. 652 XO. nwg 

ydg z6' Dittenberger. 653 tceöcoi: Ddf. 655 itQoads^ExaL dfgh: ngoade- 
^aizE M. 657 ''AnoXi'kwv) M. 658 xexkrjfisvrj f gh: -svov M. 660 &qw- 
axcDv: Weckl. 661 ^r am Rande M. nach 664 Lücke Butler. 670 Ecg M f . 
XQovov erst M. 673 zä niozd f g: r dTCiazcc. 



EYMENI/IES. 53 

^0. rjÖT] yisXsvoco tovgö' ccTtd yv(bfzr]g cpigeiv 

ipf](pov ör/.alav, (hg ähg leley^evwv. 6'^^ 

XO, fjfitv iihv fjdi] Tidv Texö^ewai ßeXog' 

f.ievw ö' dy.ovGaL 7t(og dychv -KQid-rjOsraL. 

AG. tl yccQ; TtQÖg v(x(ov Ttcog Ttd^eia' diiiO(.i(pog c5; 

ATI. rjyiovaa^' öv ^Y.ovGaT\ iv öh xagöläi, 

ipijcpov (peqovTeg öq'/.ov atöelöd^e, ^evoi. 680 

AQ. yMoLT^ äv fjÖT] d-eoy.6v, "^ AtxiAÖg hcbg, 
TtQcbrag ölxag y.Qivovr£g aEfj.aTog x^tov. 
earat, ö^ v,al tö lomöv Aiyeojg orgaTCOi 
atel ÖLYMOiöv TOVTO ßovXevTTjQtov, 

Ttdyov (5' äq^ ä^Ei TÖvö\ 'A^a^övwv i'ÖQav 685 

G-arjvdg -9-^ öt' ffld-ov Orjoecog '/.axä cpd-ovov 
GTQarrjlarovGaiy y.al ftöXei veoTttöXsL 
Tfjvd^ vipiTtvQyov dvreuvQyojGav rörs' 
"Aq€o ö' id-vov, ivS-ev eGr' iTtcbvvjxog 
TtETQa, Ttdyog i^ ^'Ageiog' iv öe rQi Geßag 690 

dGTCüv cpößog re Gvyysvrjg tö f,iridÖLy.eTv 
GxrjG€L xar* ^^«^ y,al ymt^ evcpQÖvrjv öfxwg, 
avTcov tzoXltBv firj ^ Ttr/QaLVÖVTCOv v6(.iovg 

yMYCLig BTtLQQOalGL' ßOQßÖQOJi <5' -ÖÖWQ 

XailTtQÖV flialvWV OVTtod-^ €VQ1]G€Cg TtOTÖV. 695 

TÖ fXl]T^ ävCiQyOV (.ll]Te Ö€GftOTOVf.l€VOV 

dGTolg TtsQLGTeXXovGi ßovXevo) Geßetv, 



674 o öoxitJLat^ezai. 678 W rid-Eloa fzafixpiv nag vßwv ovx V7tofj.ev(o; 

zu 681 unlesbares Scholion in grün erscheinender Schrift, in 2 Zeilen. 682 ort 
(d. i. To X ^'^0 Tigwxr] inl 'Oqsgztji yeyovsv öIxt] iv tcÜi IdQsLwi ndywi. 
686 (jLrjviv. 687 rov^AgEiov nayov iv avxwiyaQ iaxQaxoiteöevaav. 689 o^ev 
"ÄQeioq ndyog ixXi^&rj. 690 6 6h dvxl xov ydg. 697 av^ßovXevoD xolq 

ifxolq noXixaiq ÖTjßoxQaxeloS^ai fisv, vno (poßov öh [ßri\ (getilgt von Papageorgiu) 
slvaL, 



674 Paragr. u. A6. M. xsXsvm: Eobort. raad* h, wie f über xovaö*. 
676. 679 XO. M, 678. 681 A0.', 679 AH. Karsten. 679 für tw»' f gh mq, 

680 aldeia&ai mit e über at M. 682 xgivavxsq f gh. 683 Aiyiwq fgh; 

alyiiüL^. 684 d' txäaxiov (-axa) fg): Canter. 685 6' 'Agsiov roVrfe (OMüller 
TT. yfQttlQov, Weil n. d' sveifxa oder d' söovvxai, Heimsoeth n. xaS-it,ov u. s. w.). 
687 nöhv {-si Orelli) veönxoXiv. 688 X7]v fgh. 692 x6ö' ^fiagi Weil. 

693 'nixaivovxwv (nix. ig): Wakefield. ofiovq oder ofiovq M erst. 694 f. 
ßogßoQOJL vöiOQ — noxöv wird citiert Diogenian III, 55. Zenob. II, 76. ßoQ- 
ßoQü) 0-': Pearson, GHerm. 696 ßi^xs b: f^7]öh Mfg. 697 aa&sv M (asßeiv 
am Rande). 



64 AISXYAOY 

y,al fxij TÖ öblvöv Ttäv itöXeojg i^o) ßaXetv. 

rlg yctg deöoLy,(hg (.irjökv ivöiKog ßgozcov ; 

TOtövöe TOI, ragßovvreg ivölxcjg Gsßag 700 

iQVfiä re xcbgag y,al TtöXscog acoTTjQLOv 

ixoiT* äv olov ovtig dvd^QcbTttov £%£i, 

o^T* iv ^y.Tjd^rjLGLv ovre JJelonog iv rÖTtoig. 

y,£QÖcov äd-iy.TOv tovto ßovXsvTi^Qiov, 

aidoiov, ö^ijd-vfxov, evöövTOiV VTteq 705 

iyQTjyoQÖg cpQOVQr^^ia yrjg y.ad-lara!.iai. 

TüiJTTjv fj,kv i^iteiv^ ifiotg Ttagalvsoiv 

ccGTotatv ig tö XotTtöV dqd-ovo&ca öh XQ'^ 

yal \pfjq)Ov acgeiv yal dcayvcovai ölxrjv 

atöovfxevovg töv öqxov. eigrjTai Xöyog. 710 

XO. yal fiijv ßccgelav TTjvd' öfiüdav x-^ovdg 

^ijfißovlög elfii fxrjöafiojg aTL^äoai. 
All, ydywye xQ^f^^^ovg loitg i/xoijg ze yal Jiög 

TaQßetv yeXevo) firjd' dy.aQTtcbrovg yzloac. 
XO. dXX' alfiaTTjQd Ttgay^ax'' ov laxdtv Geßsig, 715 

fiavrela ö^ ovyJd-' dyvd (.lavrsijGrjL v€(j,(jjv. 
An. fj y.al TtccTYiQ TL GcpdXleTai ßovXevfxaTOiv 

TtQWToyTÖvoLGL TtQOGTQOTtatg 'I^Lovog; 
XO, Xeysig' iycb ök (xij tvxovgu Tfjg ölyrjg 

ßagsta x^Q^i^ Tfjiö' ö/luXtjGo) Ttdltv. 720 

AU. dXX^ ev TB Totg veoiGi yal TtaXaiTegoig 

-d^eolg aTLfxog sl gij' vl^i^gw d' iycb. 
XO. TOiavT^ edgaGag yal 0egr]Tog iv ööfxoig' 

Molgag STveiGag dcp&LTOvg d-elvai ßgoTOvg. 
An. oi'yovv öUaLOv töv GeßovT^ svegysTeZv, 725 

dlXwg T€ TtdvTOjg ;cc5t« deöfievog tijxol; 
XO. Gv Toc TtaXaidg öiavofidg y.aTacp^LGag 

ocvcJL TtagrjTtdcpriGag dgxcclag &edg. 



I^iova 



705 vnsQ zdiv dnod^avövxmv xlikoqov, 718 xad^ccgccg zdv ngcozofxvarj 

cc. 720 stt' ansiXag TQsnovtai dcpetoai xrjv öixaLoXoyiav. 



702 ovTioz' fg. 705 svöotcdv M erst. 706 iygriyoQOv f g h. 708 eiq M f. 
710 alSov/uivoLg: Ganter. 711. 715. 723. 731 XO. M, 713. 717. 725 AUOAiXmv), 
719. 721. 27. 29 Paragr. 713 xdym re: Robort. 716 f^eviov: GHenn. 

717 zig f, ocprjlsTaL fgh. 718 ng (oroxzovoig f. nQOZQonalg fgh. 723 

24. 27. 28 citiert der Schol. Eur. Alk. 12. 726 7tävz..Qvs>t M. 727 diavofjLaq 
Schol. Alk.: öalfzovag. 728 nagrjTtciZTjoag (auch Schol. Eur.): Davies. 



EYMENUES. 55 

^n. O'ö TOI Tax' ö^''- ^xovoa rfjg öizrjg TeXog 

efxfjL xöv Ibv odölv ix^QotffLV ßagvv. 730 

XO. STtel -^a&LTtTcdtrji (xe TtQeoßvxLv veog, 

dLy.rjg yeviad-aL rfjGÖ' eTVi^y.oog jusvwj 

(bg dficplßovXog o^oa -d-vfiovad-ai TtöXei, 
^Q. ijnöv TÖö' igyov, XoLGd^Lav y,QLvai ölyirjv' 

ipf^cpov ö' ^ÖQiGTrji Tfivd' iyd) TtQoa^r^aofxai. 735 

lLii]T7]Q yotQ ovTig iarlv rj f.i ' eyehaTO, 

TÖ (5' ccQGsv aivc5 TTdvra, TtXijv yd(.iov rvxstv, 

aTtavri ^vjucji, v.dQza ö' et^l tov Ttaxqög. 

ovTio yvvaLV.dg od 7tQ0TC^i]G0) fiÖQOV 

ävdqa xravovGrjg dfofxdrcjv kTciGY.OTCOv. 740 

viY.äi ^' 'OQeGTr]g, y,äv tGÖxpiqcpog y.QcS-fji, 

exßdXXs^' (bg rdxiGra rsvyjtov TtdXovg 

ÖGoig öixaGTOJv tovt' eTteGTaXtai rslog. 
OP. c5 0oiß' '!A7tokXov, Ttcog dycjv y.Qid"i]G€Tai; 
XO. c5 Nv§ (xelüLva ixfjTeq, äq^ ögäig Tdöe; 745 

OP. vvv dyxövrjg (.lOi TSQfiaT^ rj (pdog ßlirceiv, 
OP. fiiilv yaQ ^QQELv, rj tiqögco Tt^äg vi^eiv. 
AB, Tte^TtdteT^ oQ^cog ey-ßoldg ipi^cfcov, §€V0l, 

TÖ (xij dömetv Geßovreg ev öiaigeGet. 

yvcbfurjg ö^ dTtovGrjg Ttfj^a ylyverac fxeya, 750 

fxoXovGd T oIy.ov ipfjcpog oigd^coGev fxLa, 
AQ. dvirjQ öd' €X7t€cp€vy€v atfxarog ölyj]v' 

iGov ydg iGTi TdQld^i.ir]jiia tQv TtdXwv. 



730 ixßakeig (ixßdXXetg M) r^v ogytjv ovöhv övva/isvrjv (Paley für -vrj) 
ßXäxpttL zovg ^xd^Qovq. 731 xaxazQSX^iq. 733 a/x^ißdXXovaa. xecaq ytxQ 
iv d/Li(piß6XcoL e/ü) xo OQyi^eo&ai. 735 iyw ngoo^^ao) xr^v iaxdxTjv xp^^ov, 
Tji üxav (Herrn, f. y oxi av) l'aaL yevwvxai, vixät 6 xaxi]yoQOVfi€vog. 741 (am 
oberen Rande der mit 738 beginnenden Seite) 6 dgcO^ßog xwv lägeonayLxdiv v' 
(Petit; M ;/, nach Vitelli aus Corr. [??]) ^«^ slg. 746 vvv ßoi ^wri ij &avdxov 
xiXog. 747 r} xag TtQMrjv exeiv xifxdq. 749 öcaxgiaei tcöv Xevxcüv xal fisXaivcäv, 

750 yviOfXTjg: dvx{l xov) xp^(pov. 6 xgonog ovvexöoxri, dno ngorjyovfisvov x6 
dx6?.ov&ov' xov yuQ (xtkXovza ßdkXeiv xpf^ipov ösl Ttgcüxov iv yvcißtji ysveo&au 

751 Tj xpijcpog Ö6 ßaXelv xs xal OQ^dJaai olxov övvaxai. 753 xdv i'aai öh 
yiviovxai al xpTJ<poi, 6 xaxrjyogovfzevog vixäi. 



731 xa&mnd^si f. vsoig M erst. 733 dfxtplßoXog M, -ßovXog f (Tum.). 
734 A0. 742 ixßdXe»' f. 743 i'ooig f. 744 OP., 745 Evfiisvlöeg), 

746. 47 ohne Bez., 748 Par. (f 746—48 nichts). 746 vav für vvv M. 748 ^evoi 
\}^(p(ov f erst. 750 yivexai. 751 ß(x7.ovaa. 752 AQ. M. od' fg: o / M. 



56 AIZXYAOY 

OP* & JlaXXdg, (b Gcboaoa rovg i/iiovg ööinovgj 

yalag Tiargcbiag ioreQrj^evov Gv rot 755 

xaT(biy.iGdg jLie' y.ai rig ^^Ellr^vcov eget, 

" '^QyeTog dvijQ a^S-ig iv re /^jj^cftrtv 

oiy.SL 7t(XTQ(bL0ig, JJaXXdöog y.al ^o^iov 

izaTi y.al tov Ttdvxa yQalvovTOg tqLtov 

Ga)T^Qog\ dg TtaiQoJLOv atösGd^elg fxÖQOv 760 

Gcbt^et [XE f.ir]TQdg räGÖs GvvöUovg öqcov.'* 

iyd) ök xdiQät Tfjiöe y.al tcol gcoi GXQarcoi 

TÖ loiTtöv elg äjtavTa TiXeiGtrjQr] y^qövov 

ÖQywfiiOTi]Gag vvv dTteifit -rcgög ööjiiovg, 

fxiqtOL TLv' dvÖQa ösvQO 7tQviJ.vi]T7]v xd^ovög 765 

ild-ÖVt^ BTtoiGELV E^ yEy,aG(J,£VOV ÖÖQV. 

aitol ydg fifiEig dvTsg iv rdcpoig röre 

TOig rdfxd naQßaivovGL vvv ÖQycbinaTa 

ööovg d^vfiovg yal TtaqÖQVid^ag Ttöqovg 770 

Tid^EVteg, (bg adroiGL (ÄExa^EXrjL Ttövog 771 

d[.nri%dvOLGi 7tQd^0f.iEV övGTtQa^laig' 769 

ÖQ&ovixEV(ov dh yal TtöXiv rijv IlaXXdöog 

TLfXCJGLV aisl TfjvÖE GV(Ä^dxO)l ÖOQL 
aVTOlGLV 'flflECg iGÖjUEd'' EVfXEVEGTEQOt. 

y.al xatQE yal od yal TtoXcGoovxog XE(bg' 775 

7tdX(xiG(x^ dg)vyTOv Tolg EvawLotg ixoig 
G(ji)Ti]Qiöv IE yal öoQÖg viyrjcpÖQOv. 
XO. l(b d^eol VECÖTEQOL, Ttalaiovg vö^ovg 

^ad-iTCTtaGaG^e xax ;f€^cJv EiXEGd^i fxov. 

iyd) (5* drif^iog -fj Talaiva ßaQijy,otog 780 

iv ydi idLÖE, q)£v, 

iöv löv dvTLTCEvd^fj (XE^^EtGa yaqöiag 

GTaXayjudv x^^vl 



760 TOV /Jicg. 761 rag avvrjyogovg Evfieviöag. 765 aQXOVxa, xvßeg- 
vi]tT)V. 769 zifÄWQTjao/jie&a. 770 dnaiaiovg. 772 yevvwfihwv (??). 

776 Tr]v ißriv amxovQLav. 

754 "OQsiazrjg) M. Oüiaa M erst. 755 xal yrjg: Dindorf. 759 tqi- 
tov f gh. 760 für og tg ov. 761 ow^ei M. fis fehlte erst f. 768 naga- 
ßcclvovai M erst, ngoß. f. 771 fieiaßslrj mit ol über r] f, mit sl g. 769 d/xi]- 
xävoig M i-OLOi f g). 673 atel ig: del M. 774 safisv. 778-807 (so 

richtig Sidgwicli, nicht 794— S23) fehlen in f gh (weil 778—793 = 808-823). 
778 ÄO. M. 779 xdx auf Rasur M (vgl. zu 809); ders. erst siksa&ai. 

7 83 f. x^ovl(x(p6qov'. Tum. 



EYMENI/1E2:. 57 

äq)OQOv' iy, dh tov 

ketxrjv d(pvllogj äre-Avog, 785 

ich ^l'/M, Tteöov iTtiavfisvog 

ßQorocpd-ÖQOvg yj]ltöag iv x(bQäL ßaXet, 

(oreval^co' rl qs^o); y€VWf.iaL;) dvootad-^ {dg) 

TtoXlraig iTtaS^ov. 790 

i(b (xeydXa coc xögac övOTv%eTg 

Nv'ATÖg dtLfxOTtevd^eTg. 
AB, ifxol Ttid^eod^e f.iirj ßagvorövoig cpegsiv. 

oi) yaQ vsvixrjGd-'j dXV lGÖipr](pog öUrj 795 

i^^XS-' dXrjd^cjg, ovk dTi(xläi oed-ev, 

dXX" iv. Jiög ydq Xaf.L7tQd (.laQTVQia ftagfjv, 

ai)x6g d-* 6 xgrioag adrdg ^v 6 (xaQTVQcov, 

d)g TavT^ 'Oqiörrjv ÖQWVTa firj ßXdßag ^%eLV. 

vf-ielg de ttjl yfjL Tfjiöe (xirj ■d-vfj.ovod-e, f.ii] 800 

ßaQi)V Tiörov GX7]iprjT€, firjö^ dyMQTtlav 

rev^rjr', dcpeZoaL öaifxövwv ozaXdyfxara, 

ßQcoTfjQag at^l-idg G7t€Qf,idTajv dvrjfneQOvg. 

iyd) ydg v^tv TtavöUiog VTtloxofxac 

i'dgag te y.al yevd-fxQvag evöLyov %d^ovdg 805 

XiTtaQod-QÖvoiGiv fifxevag ejt^ sG^dgatg 

S^eLv V7t dGTWv Twvöe TLf^aX(pov(,i€vag. 
XO. Ich -d-sol vecbrsQOi, TtaXaioitg vöjiiovg 

yad-LTtndGaG&e ydy. xeqcßv elXeGd-i (.lov, 

iyd) ö' anflog ij rdXaiva ßaQTjyorog 810 



782 iaoTcevd-rj, oixoia ögöjvxa olq nsnovd-a. 783 ße&elaa: dvi(l tov) 

fiS&TjacDj /.lETOx^ ccvzl QTjßaxoq' wq xo „xagnöiL ßgiS^oiÄevif' (Homer 307) 
dvxi xov ßgiO-ezKi. oialay^ov ös x^v xaxd ßQccxv (pB^ogdv. 784 xbv eiq xrjv 
y^v (fSQOfxevov. 785 tpUwoiq. dxaQnoq. 786 xovxo 6id fJLeaov oXo- 

(fVQOfAEvai dvacpcDVoiaiv. 6 A(f)tX7fv. 789 Xeltcei b rj öia^svxrixoq' ij xi ys- 
vwßai. 790 vnb xwv noXixdiv iTta&ov. efi(e)L^6 xcöi S^qt^vwl x^v xif/coglav re/n- 
xwg. EiTiüJV yccQ „övooioxa erta&ov" ini^yaysv „noXixmq", tVa i]i TtoXlxatq öv- 
aoiaxa ovxa. 792 xögut Nvxxoq. 797 ecpaaxe ydg 6 ^AnoXXwv yvwjbtrji Aioq 
fiavxEvsaO-ai. 802 xd axaXdyfxaxa aixiioil eIgl ßißgwaxovaai xd onEQfxaxa. 

785 Xr/^v. 787 ßaXElv: Turaeb. 789 axEvd^üj hier M (nicht unten). 
dvaoioxa (ebenso unten). 794 AS. tieI^eo^e: Tum. 795 laxo- erst. 

796 erst dxi/uia. 798 für ^* erst d\ dann o (Spir. vom Korr.). d-r'jaaq 

{o[g]B-7]oaq ei-st?): Turn. 800 f. vfxelq de xe xrjiÖE yiji {6h xrji y^i z^iöe Tum.) 
ßaQvv xoxov Gx. ßi) ^Vf4. (Weil vpi. öh firj O^vfx., (xtje xrJLÖs yf/i ß. x. ax., f^irjö'). 
801 axr,yjTja&£: Elmsl. 802 yg. axEvdyßaxa M. 809 xdx- M erst. 



58 AIZXYAOY 

iv yac rätöe, q)ev, 

idv tdv CLvriTtevS-fj ^ed^eloa y.aQÖLag 
Gzakayf-wv %d-ovl 
äcpOQOV iy, öh rov 

Xeixijv äcpvXXog, äzsxvog, 815 

i(b z//xor, nedov eTtiöv^evog 
ßgorocpd-ÖQOvg Krjltdag ev xcbqäi ßaXsl, 
{GTevatto' tL ^e^co; yevoifxai;) öiJGoiGd-' {dg} 
TtoXiraig ETtad^ov, 820 

i(b (xeydXa rot v.ÖQat övGTVxstg 
Nvxrdg dri/^iOTtevd'etg. 
AQ. oi}Y. äGT äiiiioi, fir]ö' VTtSQd-i!) (xwg äyav 

d-eal ßQOTCJV ^TLGrjre övGYyrjXov x^ova. 825 

xdyo) TtSTtoid-a ZyjvL, ymI tt öet XsysLV ; 

y.al y,XfjLÖag olöa dcbfxaTOg fiövr] -d-ecov, 

iv c5t yeQavvög egtiv eGcpQayiG(.i6vog' 

dXX OJuöhv avTOv öet* gij d^ evTtei^irjg efxol 

yXcbGGtjg f,iaTalag fxrj ^ ycßaXovG^ STtt], %d^ovl 830 

y.aQ7tdv cpiqovta Ttdvxa fiij TtqdGGeiv yiaXwg, 

%oL(xa xeXaivov Tnjfj^arog 7tLY,Qdv (xivog, 

(hg GSfZVÖTLflOg YmI §VV0LY7]Ta)Q E(.10L' 

TCoXXfjg ök x^Q^S rfjGÖ^ st' dy.Qod-ivia 
^iJT] Ttqb TtaLöcJV Y.al yajurjXlov TeXovg 835 

iXOvG^ ig aisl rövö^ sTtaLveGeig Xöyov. 
XO. k/Lie Ttad^eTv xdde, cpsv, 

i{j.k TtaXaLÖcfQOva, YMvd ts yäg olxvstv 
drlsTOv, cpeVf f.wGog. 



817 (813?) Af/TTff SßnonjGO). 825 övad^eganeviov. 831 xov navxa noLOvvxa 
xaxcüg Tcgarrsiv, 832 xoißit,e. xov ^vfxov. 833 leineL iaofisvt], 835 wg 
TtQoxeXeia ^vovxcov "Ad-yjvtjiOL xalq 'Eqlvvgl. xsXog öh 6 yccfxog. 839 dvsx- 

dixTjXov, XLßdjQHod-ttL /j.y 6vvafx.sv7]v. XO de (pev öicc (jieoov dvacpcDvel. 



812 dvxLTKxQri ig und nach Corr. M (erst -anad-rj). 813 xkqöCu ig. 

813 f. x^ovLacpÖQov M f g wie 783 f. 815 lixnv- 816 sneoavfxevog Mfg. 

817 ßalüv (auch ig) wie 787. 818 ff. in den Hdschr. ebenso wie 788 ff., 

nur oxevät,a) M f, und sna . ov M erst. 824 A0. 825 gxijotjxs: Linwood. 
827 6(i)[idx(Dv: Casaub. (828 iv olg h Linwood). 830 -ßdXXrjg M erst, dann 

'ßdlr]g wie f g. anl x^öva : Wakef. Burges. 831 ngdaaeL M erst. 832 xal 
xvfJLa für xoifjLa ig. 835 xfXog M erst. 837 XO. 838 rf in f g und hier 
(anders 871) auch in M fehlend, yäv olxelv. Herrn. 839 /jivaog, (pev Herrn. 



EYMENUES. 59 

Ttvsto TOi (.levog aTtavTcc t€ v.ötov, 840 

oloT öd, (pev. 

Tcg (.i^ vTtoövstaL TtXevqdg, (t/^) öövva 
Sv^öv; die, (.lärEQ 

NiJ^' OLTtö yccQ fxe Tif^idv öavaidv d^eQv 8i5 

övG7CaXa(xoi Ttag^ ovöev figav öölot. 
AQ. oqydq ^vvoIgo) gol' yeQaLrega yaQ el. 

y.al T(Di ^Iv Ei Gv ymqt' ifiiov GocpcoreQa, 

cpQOveZv de Tid/nol Zevg iöwi^ev ov yM'KCjg. S50 

vjiietg (5' ig dlXöcpvkov eXS^oüGai y^d-öva 

yfjg xfjGÖ^ egaGd-riGEGd-s' TtQOvvviTto) tccÖe, 

ovTtiQQEüJV yccQ TLfiid)T£Qog xQovog 

EGrcci TCoUraig toIgöe, xal Gi> Tiniav 

i'ÖQav i'xovGa Ttgdg dö^oig ^Egex^ecog 855 

r£v^r]c TtccQ^ dvÖQwv y.al ywaiKElcüv gtöXcov, 
öGrjv TCaq^ dkXwv ovTtox^ dv G%ed^OLg ßgoTcov. 

Gi) Ö' EV TÖTtOlGt TOTg Ef^OlGl fXYj ßdX7]Lg 

iirid-^ aliiiaTrjQdg Siqydvag GTzXdyyvtov ßXdßag 

viiov doLvoig ififuavEGi d-v(x(biJ.aGLVj 860 

(xriT^ E^eXovG öjg y,aQÖlav dXEXTÖQtov 

EV Totg i/Liotg aGTolGiv lögvGrjig 'Aqtj 



840 oQyrv xal anavxa xozov nveco. 841 da: oj yfj, AwgiLXwq)' oS-ev 

xal JaßdxTjQ. 845 z?/v' ÖTj/^ooiav vnd S-ecäv ösöofiivrjv. 846 ol öoXol yag 
Twv ^eöjv ojq ovöhv naQrJQav fie xwv örjfzoalojv ti/j.ü)V. 848 (psQOVoa xaq 

OQyaq. 849 6ia xov xqovov. 851 leinet 6 xai. 852 dvxQ. xov) /neyd?.oi 
^aovzai l4d-rivalOL, waxe emdv/urjam zijg i^ avxcüv xifirjg. 859 d-rjydvag v^(ov: 
zag dvahaxovaag xd vea. 860 ogyatg. oxt xal {ol). (zugef. von Abresch) 
OLVcoS^tvxeg XQonov {xLvd ) (Rob.) yivovxai ifxfjiavelg. 861 dvanxeQwaaoa. 

fjtdxifiov ydg xd OQveov, xwv xe dlXcov 'C.wlcdv xö ovyyeveg alöovfxevwv fxovog 
ov <pslöexat. 

842 vTzoöexai hier M (nicht 875). oövvä M, oövvai fg. 845 xtßoiv 

mit .«. über cd M [xifxäv fg); öa^aC.{v ausradiert ?)ö>v mit .«. über o) M 
{6a(jii:avig)', etwas anders 878: öavaiäv LDindorf (Franz, Linwood). 847 öoXo) 
mit Ol über «> M, öolco fg. 849 xalxoi ^lev av M, xaixoi ye /u^v ov fg: 

Wieseler. 851 i^.^ovaa f. 852 nQovvf:n(o M erst. nach 855 Lücke nach 
Herrn. Ddf.; dagegen Pauw 857 oaov, HLAhrens oa* av. 856 xtv^rj M 

{•EL fg). axolov M erst. 859 aifzaxrjQa erst M. d-rjydvcov f, S-tjyydvcov gh. 
860 doivovg M (erst -o^c? nach Vitelli ein Accent über « getilgt) f g: Robort. 
efxfxttveig. 861 /ji?jd': Ddf. ojg xagdlagV^ieseler. 862 h/xoTaiv M. lögvor/i xdgTj 
M (für das 2. ri erst «? nach Vit. ?; in a verbessert), td^i'aj/ ;fa()a f g h : Steph. 



60 AISXYAOY 

ifX(pijXLÖv T€ y.al TCqbq dXlrj}.ovg -d-QaoiJV, 

■d-VQcclog iono Ttölefxog, ov (.lölig Ttagcbv, 

iv (bt Tig earat östvög evxlelag egwg' 865 

ivocxlov ö' ÖQVLS^og ov Xeyo) /,iaxrjv. 

TOLaCd-^ iXeod-at gol TtaqeOTiv i^ if.i0Vj 

£^ ÖQCüöav, e^ Ttccoxovöav, ed rii.io)(j.evriv 

%(bQag f,ietaGxetv TfjGÖe 'd^€0<piXe(JTdTrjg. 
XO. efie Ttad-etv räöe, cpev, 870 

ef-ih fcaXaiöcpQova, ■/.ata re yäg ol^vetv, 

ccTlerov, q)ev, (.ivoog. 

Ttvew roL jiievog aTtavTcc ts xötov. 

oiot öd, cpev. 

rlg fx v7toöv€T(xi TtXevgdg, (rig) ööijvce 875 

d-vfxöv ; die, ßäTSQ 

Nij^' dTtö ydg f.ie Ttfuäv öavatäv ^ecjv 

Övö7tdla(.i0i TtaQ^ ovökv fiQav döXot. 880 

AQ, ovTOi y.(x(,iov(xaL aot Xeyovoa rdyad-d, 

(bg fÄTjTtOT^ ecTTTjig Ttqög vswreQag e^iov 

-d^eög TtaXaid ymI tvoXlggoijxiüv (Sqotcov 

drlfj-og eQQBLV tovö^ drtö^evog Tteöov. 

d?.X' et fxhv dyvöv cgtI gol Tlsid^ovg Geßag, 885 

yXchGGrjg i/^fjg ^eiXiyfxa y.al S-£Xy.T'i]QLOv, 

Gv ö' odv fievoig äv' et de juttj d^eXeig (.Uveiv, 

OV tdv öiTcalcüg Tfjiö* efiLQQBTtotg »TtöXei 

fxijvLv TLv' rj xÖTOV tlv^ rj ßXdßrjv GTQaTCot. 

e^eGTi ydq gol TfjGÖe yafxÖQWL x^ovög 890 

elvuL ÖL^alcjg ig xö näv TL(4wi.iev7jL. 



864 o JleQGLXoq. ov fiaxgdv. 866 zwv ivoixotvrcov tioIltojv, o iaziv 
6fz6g)V?.ov noksfxov. 882 xo k^f^g, nghq VEwxsgaq ifiov xal noXLOGovx(ov 

ßQOTiov d-sög naXaia äzifiog sqqsiv. 885 el nsi&rji zwi ^ECklyyiazL zijg Sfiijg 
ylataarfg, TCaQafxeivov xal z(öv xazaXex&evzcDV aya&äiv ßEzaldixßave' sc öh firj 
TiSL&fji, i'aSc {xri ßXd-ipovaa TtoXiv. 



864 na.Qüiv M erst, dann nagatv wie fg. 865 sau mit ai über l M, 

sozai fg. 870 XO. 871 xaza ze yäv hier M, xaxa. yäv fg. olxelv. 

875 oövva hier Hdschr. 878 ziiiav öa^iav M, zifiäv [z'Czav f) öa^eav f gh. 
880 ööXo) mit ol über cy wie 847 M, öoXov fg. 881 A0. xaXovfzaL fgh. 

887 ^eXijg mit st über rj M. 888 ovx' äv: Wellauer. iniggsTtetv fgh. 

890 z^öe y' d^olgov M fg; in f übergeschr. Scholion noXvfiolgov: Dobree. 



EYMENUEU. 61 

XO. ävaöo^ ^Ad-ava, rlva ßs cpirjig sS^elv söqav ; 

^Q. TtaGrjq ccTti^uov' ottvog' öey^ov öe Gv. 

XO. ymI djj deöeyfiai' rig ös (äol Ttf^irj /nsvet ; 

AQ. (bg f,i7] TLv^ oIkov evd-evelv ävev oed^ev. 895 

XO. Gi) TOVTO TtQa^ELg, u)GTe (,ib gS^bvelv tögov ; 

AQ. TCJt yctQ Geßovn GvfxcpOQag ögd-ibGoixev. 

XO. v.aL (xot TtQÖTtavrog iyyvrjv ^rjGrji xqövov ; 

A.Q. e^€GTi ydg jhol juirj Xsyeiv ä (xij reXca. 

XO. -d-sX^ELV i^i^ EOLxag Kai insS-lGrajuai y.ötov. 900 

A.Q. TOiyccQ xara yd-öv^ o^G^ i7tr/,Ti]Gr]c cpllovg. 

XO. t/ o^v f.i' dvtoyag Tfjiö* icpvfuvfjGaL xd-ovi; 

AQ. örcola vly,r]g fLurj y.ax^g kTtlG'AOTta, 

Kai ravra yfjd-sv sy, ts Ttovrlag öqögov, 

€^ ovgavov re rdve^ojv d^/nara 905 

evrjXiwg Ttveovr^ eitiGT:ei%Eiv id^öva' 

yMQTtöv IE yaiag y.al ßoröv etcLqqvtov 

dGTOiGLV Ei)^EV0vvTa (.lij y.dßVEiv xQÖviatf 

yal TCJV ßQOTEUov G7tEQf.idTiov GCJTrjglav. 

TWV ÖVGGsßoiJVTCOV Ö' iyCpOQWTEQU TtiXoig. 910 

GTEQyoi ydg, dvöqdg cpiTV7toi(XEVog öix7]v, 

TÖ Tiov öiyaicov tCjvÖ ' dTtivd-rjTOv ysvog. 

TOiavra goiJgti. tc5v dgetcpdTwv ö ' Eydt 

7tQE7tT(üv dycbvwv o^x dvE^Ofxai tö fxrj od 

Tfjvö* dGTVvixov iv ßgoTotg rifiäv TtöAiv. 915 

XO. ÖE^oiLiai Jlalkdöog ^vvocxLav, arg. a 

ovo driudGco TtöXtv, 
rdv yal ZEvg 6 TtayygaTrjg ^Ligrjg te cpgovgiov 

S-eQv VE{.lEi, 

^vGlßwfxov '^EXXdvwv dyaXfia öaif,iöva}v (ß-^)' 920 

äct^ iyd) yaTEvxof.iav 

d-EGTtlGaGa TtQEv^EvQg STttGaiJTOvg ßlov Tvxccg 
6vr]Glfiovg 



892. 96. 900 XO., 893. 97 A0.y 892. 94f. 98f. 901 f. Paragr. 892 erst 

TL M. 6XSIV' Elmsley. 893 erst aTtrjfiwv u. avv M. 895 svad^evelv: 

Scaliger. 898 TCQonavxoq (M) od. ngo Tcavzdg: Abresch. 899 e^saziv M. 

900 fief^iOTaad-aL f. 903 A&. 905 xdvsfKov. 907 ßgozwv: Stanley. 

908 Ev&svovvxaä d. i. -xa M, smxsvovvxa f g h (in h (j^ übergeschr.). 910 ohne 
6' ig. 911 XOP f gh, 913 A0H, und hier auch M Paragr. 911 <pcxv 

noLixhoq M, (pLXvnoifxhoq fgh: Lobeck. 914 xQenxöjv und ohne ov f gh. 

919 vof^ov für V8/ISL fgh. 



62 AISXYAOY 

yalag i^ajLtßgiJGeLV 925 

cpaiögöv dklov oiXag. 
uiB. rdö^ iyo) TtQOcpQÖviog rocGÖe TtoXlraig 

TtQaGao), fj.€ydlag xal övGaQSGzovg 

öalfiovag adTOv KaTavaGGafA,€vr], 

TtdvTa yaQ a^rac xä %aT dvd-QcbTtovg 930 

elaxov öi€7t€iv. 

ö ye f.iriv y.vQGag ßaqeQv tovtiov 

oiuy, oldsv öd-Ev 

TtXriyal ßiörov (^^ ^ ). 

Td ydq iv. tzqotbqwv d7tXay,rjf.iaTd vlv 

TtQÖg TäGÖ' andysL, Giyöv ((J') dXe&Qog 935 

xal jiiäya (pwvovvr' 

iX^QCctg ogyalg d^ad-vvei. 
XO, öevÖQOTtrifxoyv ök fiij tcveol ßXdßa, avr. a 

Tav ifxdv xaQiv Xeya)' 

q)Xoyfx6v (r"*) ö^ixaTOGTEQfj cpvTcav rd fiij Tteqäv 940 

öqov TÖTtwVj 

(xr^ö^ äy.aQ7tog alavirjg itpegTteTO) vÖGog, 

(.ifjXd T* €i)d-evovvTa yä 

^vv diTtXotGtv efxßqvoLg TQecpOL xqövwl reTayf-ievcoL 945 
yövov <(T€k€ivy ' 

TtXovTÖxd-wv (ß'^y €QiLiaia 

öaL(.iöva)v öÖGig tIol, 
^Q. fi rdö* d'AOveig, TtöXeojg cpQOVQiov, 

oV eTtLAQaivEi; 950 

l-ieya ydq övrarai Ttörvi ^Egivvg 

Tcaqd T dd^avatoig tolg ^' vrcö yatav, 



946 xa OTteQixaxa. 947 o xagnog 6 ix yijg nlovTlt,(ov. 949 w IAqbo- 
naylzai. 



924 ßiovq f g h, dann Tvyaq, mit Punkten (als zu tilgen) f, wirklich fehlend gh. 
Scholion f (g) zu xv^ao, und wieder zu i^a/xvQoaai: xovxo (xal tovzo) negiaadv 
TtQoq x6 XQiXov xrjg dvxioxQocpov. 925 s^aßßQÖaac (mit ^r) M, i^afivQoaai 
fgh: -ßgvaai Pauw. 927 A0. 7iQO(p6vcog f. no/Jxag erst M. 932 6 öh 

fXTj: Linwood, Herm. ßagswv: HLAhrens. 934 dfiTtXax^fiaxa M, äfiaQx^- 

fxaxa (ohne vlv) f g: Pauw. 935 <(j'> Herm. 938 XO. nXeoi fg. 940 (ploi- 
yfjLog (mit t,x) M, ohne t*: (pXoyfjLog ohne r'f g: r' Tumeb. 944 sv&evovvx 
dyav M, eid-rjvovvx' dyav f g: Dobree. 945 ömXolg iv ßgvoig M. 946 yovog: 
Rauchenstein. 947 f. sQfiaiav und öoaiv: Wakefield. 949 dxovsxe: Meineke. 
950 ola M. bTCLXQaivsL M erst wie fg; -xQavü }&. korr. 195 ;?()tj;w? f g h. 



EYMENIJEi:. 63 

7t€Ql t' dv&QWfCCüv cpav€Q(og TeXecog 

ÖLUTtgaOGovOLv, zoig [.lev doiöag, 

TOig ö^ a^ day,Qvcov 

ßlov d/nßXiOftdv Ttaqexovöai. 955 

XO. dvdQOX{j.rjTag ö' ddjgovg dTtevvBTtO) tiJX^Sf ^^^' ß 

vsavlöojv t' iTtrjQaTCJv 

dvögorv^elg ßiörovg öore, y.vql^ fy^ovreg, 960 

^eai t' <x) MoLQUi jiiaTQO/MGLyvfjTaL, 

öaljiioveg ÖQd-ovofiOL, 

ftavTl öo^WL fj.€Tay.0LV0ij 

Ttavrl xQÖvcot ö ' iTtißQc^elg 965 

ivdly.oig 6(,uXiaLgy 

Tiaviät TLfxicbTaTaL S-ecöv. 
^Q. Tcxös TOI xcbQäi Triiiiji TtqocpQOVwg 

eTtizgatvoj^ivcüv 

yavvf,i,aL' OTegyco d' öfi^ara HeLd-ovg, 970 

ÖTL (xoi ylcoooav y.al gto// CTtcbfCa 

TtQÖg TäGÖ' dyqUog djtavrjvafxevag' 

dXX^ iyQccTTjGe Zevg dyoqatog, 

vi/.äv (5' dyad-cov 

SQig fjixstBQa ÖLcc TtavTog. 975 

XO. rdv d' ccTtkrjGTOv yay.cüv ^tJttot' iv ftöhi gtccGlv ^vx. ß 

Tdiö ' iftevxojLiaL ßgif-iEiv. 

fzr]ök TCiovGa y.övig fisXav alfxa nolitäv 980 

öqyäL TtOLvdg dvricpövovg (t^) äxag 

dQ7ta)dGaL TtöXecog. 

XdQf.iaTa ö ' dvTLÖidocev 

y.Oivo(pLXeL öiavoläi, 985 

yal GTvyelv ^iät cpgevL 

TtoXXoJv yaQ töö^ ijn ßgotocg dyog. 
^Q. äqcc cpQOvovGLV yXwGGrjg dya^fjg 



954 xQvcDV ohne 6a M (mit ^t) f g. 955 ccßß. wnov M erst. 956 f. aiägocq 
fg. 859 f. ßiöxov f gh. x.QL erst M [xaigä auch der Apostr. vom Korr.); 
xvQLEO fgh. 961 für t' <J (Herrn.) xwv. 962 f. t,x M. 964 dalfio) fg. 

fjL^ya xotvoiM, fxsyaxoivoi fgh: Turn. 967 ndvxa\ Canter. 970o^Mar4fg. 
971 iniunäL^li enonxaq nach Bk. g. 972 anovi^vafihaq fgh. 978 xd.6^ 
{xävö't) M erst. 980 noXirixäv fgh. 981 öl' ogyav. ^x. M. 982 dvxi- 
(pwvovg fgh. 985 xoivoifilel M erst, xoivw(peksL korr. wie f g: Hermann. 

987. iß ßg. M erst; iv ßg. korr. wie fg. 988 A&. (pgovovoiv M, (pgovovaii 
•ovorjQ g. 



64 AIIJXYAOY 

öödv £VQlay,£t,v ; 

in rCüv cpoßeQOJV tojvÖb TtQoacbTtcJv 990 

ILieya yjQÖog öqcj toZoöb itoViTaiq, 

Täaöe ydg €vg)QOvag evcpQOveg alel 

(xeya Ttfxaivreg ymI yrjv ymI ftöXiv 

ÖQ^odUaiov 

TtQeipETB TtdvTiog ÖLdyovveg. 995 

XO. ;^a/^£T€;fOf/(>£T' iv atöifxiaLaLV ftloiJTOv, oxq. y 

XCcIqst^ ciGTLxdg Xscbg, i'zraQ rjfj,€voi, ^iög, 

Ttaqd-evov cpLXag cpiloi ococpQOvovvreq e^(pQOvog. 1000 

JJalXddog ö' VTtö TCxeqolg övxag oQBxai TtatriQ. 
uiQ. %aiQET€ yviietg' TtQOTeqav ö' e^a XQ^ 

OTeixsLV -d-aldfxovg aTtodei^ovoav 

TtQÖg cpQg isQÖv tcovÖs TtQorto^Ttöv. 1005 

Lte y.ai aipaykov tcovÖ' vrtö Ge^ivcjv 

y.aTa yfjg Gijfievac 

TÖ ^ev drrjQov xcbQccL yarexeiv, 

TÖ de y.eqöaXeov 

^€(j.7t£tv TtöXecjg ETtl vlyr]t,. 

(x)vi.ieLg ö' T^yetoS-e, Ttohooovxoi 1010 

Ttalöeg Kgavaov, latoöe (.leToiy.otg. 

€17] ö' dyaS-cov 

dya&ij ötdvoia TtoXiTaig. 
XO. xaiQsre, %aiqE%E d' a^d^ig, ETtavötTtkolLo), c^vx. y 

TtdvTEg ol yaxd ftTÖhv, öaljuovEg te yal ßgozol, 1015 

IlaXXdöog tvöXlv ve(xovTEg' fiEzor/Jav (5* ijuirjv 

E'ö GißovTEg ovTt fXE/LiipEGd-E Gv^ipoqdg ßiov. 1020 ; 

^0. atvB TE fiv^ovg tövöe twv y.aTEvyfxdtcov | 

TtE^LXpo) TE (piyyEi Xaf^Ttdöov GEXaGcpögwv 

ig Tovg eveqS^e yal yaxd %d^ovög rÖTtovg 

^dfl TCQOGTtöXoLGLV, aiTE ^QOVQOVGLV ßQEtag 



989 evQlaxet: Pauw (Hermann). 992 £V(pQ(xvaq M, wcpQovaq ig: Tum. 
ccel M (richtig fgh). 994 ogS-odlxaioi d Herrn. 995 nävxwq g, ndvxsg M f. 
996 XO. xaiQexs nur einmal Hdschr.: Turn. aloLfiiaiq: Butler {-ai). 998 nag- 
^evovg: Kobort. 1001 ^v ;f()oV(yi: Weil. 1003^10. ö' v(jLelqig\i. noxsgav 
ig. ÖS fie: Wakef. 1005 ngönoßnov: Bentley. 1007 dxijgiov (M mit ^t): 
Bentl. 1008 -/coQaq: Paley. 1010 r/ßelq: Turn, (ohne x)- l^H [isxolxol: 
Tum. 1014 XO. smÖLTtXoi^o) (erst -cdv M): Herrn. 1018 6/Ln]v M korr. 
(mit — dahinter), s/äoI erst. i019 evasßovvxEq: Turn. 1020 /xsf^£,uipso&£ i g. 
1021 atvüi öh: Herrn. 1023 stq M f. xäxw. 1024 ^vß M. (pQovQovau ig. 



EYMENIJEi:. 65 

TOVf.idv ÖLTialcog, öfxfxa yaq TtdGiqg xS-ovdg 1025 

Qrjofjiöog eBUolt^ äv «üxA^jJg Xöxog 

Ttaiöcüv, yvvar/,c5v, y,al GtöXog TtgeoßvTlöoJv. 

cpoivixoßaTtTOig ivövToTg iod^rj^aOL 

TL^äre, v.al rd (peyyog ÖQfj.dad'O) Ttvqog, 

ÖTtwg ctv EVCpQLOv i^ö' ö/LiLXla x^ovdg 1030 

TÖ XoLTtdv evdvÖQOiat ovfxcpoqaTg TtQiTCrjL. 

nponomnoi. 

ßccT* ig öööv, fieydXat (ptlÖTifiOL arg. a 

NvTirdg ftaiöeg ccTtaLÖeg, V7t' £v^v(pQOvc TtOfLutdc — 

€V g)afj,€iT€ di, ^fCU^TTa^ — 1035 

yäg VTtö tcbij^sgcv cbyvyloiGtv, cc^'^- « 

tLfxaLg y.al d-voLaLg TtegLOSTtraLGL tv^^i tb. 

eiü cpafiEiTB dk TtavöafxsL 

tXaoi ök Tial €d^vq)QOV€g yäi axQ. ß 1040 

XaflTtdÖl T€Q7t6f4€Vai y.Ccd'^ ÖÖOVf — 

öXoXv^aTE vvv €7tl fioXTtatg — 

öTtovöäL ö* ig TtQÖftav evöaiTsg oixwv avx. ß 

IlalXdöog dOTOtg' Zeijg ö TtavoTtzag 1045 

ovrw MoLQÖ re avyy.ateßa. 

dkokij^axe vvv ijtl [.loXTtalg, 



1032 al TCQonofjLTtoi. 1044 ^exa Xaf^Ttdöcav, 



1026 ßriariiöoq M, ^gTjOTjiöog f g : Wakef. 1028 iod-iifiaaiv f g h. 1029 ri- 
fiäxai mit e über at M. 1031 evavÖQOLOLV. 1032 XO. M f, in f dazu 

Schol. TCQOTiofinoL ßäx' iv öoficoi: Meineke. 1033 anaiöog erst M. 1034 svd^v- 
^Qovi M g, svd-vxpQL f. 1035 sv<pi]/jietxe f. x^Q^'^'^^ {navöaiiL Schwenk). 

1037 xal xijjLalg: Herrn. 1038 negiatTixai xvxcci xe (mit ^r) M, nsQiaenxa 

(oder -a) xvxcc (oder -a) xe fgh. 1039 eixp^tJLBlxe f. navda^L M, navdrjfiel 

fgh. 1041 {xäi} Weil. 1042 XaßTtdöi] öl und Accent vom Korr. M. 

1042 f. b66v I rf' oA.: Boissonade. 1044 ig x6 näv; dann svöaiösg M, 

^vöaöeg fgh. 1045 daxolai Zevg navxonxag {navoTtx. Aid. Tum.): Musgr. 



Aischylos. 



Prologos V. 1—139. 



Das Drama, dessen Szene zunächst der delphische Tempel ist, 
wird durch einen Prolog der weissagenden Priesterin eröffnet, die, 
durch eine Parodos auftretend, ihre Gebete spricht, ehe sie in den 
Tempel hineingeht, dann aber voll Entsetzen wieder herauskommt und 
beschreibt, was sie Furchtbares drinnen gesehen. Also dient dieser 
Prolog zu beidem: die Erinyen den Zuschauem zu beschreiben, ehe 
sie sie sehen, und die Heiligkeit und die Geschichte der Orakelstätte 
vorzuführen, was mit den Gebeten geschieht. Hiervon aber kann der 
Zweck nur sein, die Orakelstätte und ihren Inhaber Apollon zu er- 
heben, wie sich auch im einzelnen zeigt (vgl. Einl. zu den Choeph. 
S. 12). — If. üt'Q(OTOV fihv &6CQV jcQSößevG) r7]v jtQcorofiavTiv Falav; 
da jtQCorov und ütQwroii. in Beziehung stehen (Weckl.), so darf man 
nicht mit andern erst in sjteixa V. 2g die Apodosis suchen. Ilgt- 
oßevsiv = ütQOTifiäv (Hesych.) wie 21. Gh. 488 (mit ütgwrov wie hier). 
631. Ag. 1300. — ex 6h TTJg wie (7.) 784 ex 6h rov; ferner 693 ev 
6h rcoi. 137. 174. 338 usw., Dindorf Lex. 2^3^. — Themis wird 
hier wie bei Hesiod von Gaia unterschieden und erscheint als deren 
Tochter (Theog. 135), während im Prom. 209 f. dem A. zu mischen 
beliebt: Eßol 6h fi7jTTjQ . . OEfiig xal Fala, ütoXXwv ovo/adrcov fioQcpt] 
fiia; aber weissagend ist Themis-Gaia auch dort, vgl. Homer jt 403 
Aioq ßeydXoLO -d^sßiörsgy d. h. Orakel, Pind. P. 4, 54 ^oißog dßvdöEi 
&Efiiööiv (desgl.) ; vrjßEQrea ßovXrjV ütäöL S^s/iiöTSvoifii (Apollon spricht) 
Hom. Hymn. Ap. Pyth. 74 f.; Harpokration d^E/utorevEiv = XQV^ß^f-' 
6bIv, aus Lysias belegt (GHerm.); s. auch zu 32. Also von Anfang 
der Dinge an hat es Orakel an dieser Stätte gegeben, und die Gott- 
heit hat sich immer deutlicher manifestiert, durch Satzungen und Aus- 
sprüche, die sie dem Menschen kündete. 

2 f. Diese Tradition gibt Pausanias X, 5, 6 aus einem den Namen 
des Musaios tragenden Gedichte Eumolpia, immerhin einem Erzeugnis 



Prolog. 67 

der pisistratischen Zeit, wie andres derart; vgl. Euripides I. T. 1249 ff. 
"H 61) wie Prom. 922 oq örj. Hik. 265 ra 6rj usw.; (6g loyoq, rig 
weist auf die Verschiedenheit der Tradition bei Verschiedenen, von 
der auch Pausanias das. § 5 spricht. 

4ff. Phoibe als Inhaberin nur hier; auch diese ist wie Themis eine 
der hesiodischen Kinder von Uranos und Gaia, Theog. 1 36, und liefert 
einen besonders einfachen Übergang zu dem letzten Inhaber ^olßog. 
Adxog (= xlrJQog Schol.) ist ein in den Eum. besonders häufiges 
Wort: 310. 334. 347. 386. 400 (sonst nur Ch. 361). — eeXovörjq: 
alles hat sich in ruhiger Weise, wie es sich unter Göttern schickt, 
vollzogen ; auch der sogen. Musaios liefs den Apollon das Orakel von 
Themis als Geschenk empfangen. Tiravig Jtalg Xd^ovöq wie Prom. 205 
Tirävccg Ovgavov re xal X^ovog rexva; natürlich ist auch Xd^mv 
einer der „vielen Namen'* der Gaia, das. 210, oben zu 2. 

7 f. 6^ 1] wie V. 2; man hat nicht nötig, mit Porson in ßiöcoaiv fi 
zu emendieren. Die Verse 7 und 8 sind in Interpunktion und Satzbau 
parallel (Weil) : ^oißri' öiöaaiv (soM.) I6^ rj yeved^Xtov öoöiv \ ^oißcoi'l 
TO 0oißTjg I 6^ ovoß * sx^i ötaQCOvvßov ( — >^ — j -^-^-w-), 
Phoibe nun ist nach Hesiod Th. 404 ff. Mutter der Leto; also y^ve- 
d^Xiov öoCiv = övyyevixi'iV, wie der Schol. ? Fered^Xiog heifst a paren^ 
Hhus proficiscens Ch. 912 nach Ddf., allgemeiner gentüis Sept. 639. 
Da aber von dieser Verwandtschaft sicher kein Hörer wufste, so mufs 
man nun um der Deutlichkeit willen schon mit Weil rfjd^r^g für ^oißrjg 
schreiben. Beim Schol. mischt sich indes mit dieser Erklärung eine 
andre, die auf das Schenken an den ojvrrJQia des Kindes deutet; vgl. 
Stellen wie Eurip. Ion 1127, wo Xuthos für das Schauen seines 
Sohnes OTtrtQia opfert, und namentlich Kallimachos Artem. 7 2 ff.: hi 
TQibTTjQog Eovöa, £vr' sfioXev Ai]r(6 66 /lar' dyxaUösöOi <piQov6a, 
^HifaiöTOV xaMovrog, onfog ojtrfJQia öoit]. Sicher las der Schol. 
^oißtjg; er würde sonst nicht Ph. und Leto für Schwestern ausgeben. 
Da nun anderweitig (Plat. Symp. 203 C; Eur. Ion 653 d^voal ^' ä öov 
jtQlv yeved^lt' ovx sd^voaßsv; also yevid^Xia = ojtrtJQia 1127) rd 
ysvt&Xia das Geburtsfest ist (vgl. unten 293 yeved^Xiov jioqov), so kann 
man yevt&Xiog auch so verstehen, und dann ist eine nähere Be- 
stimmung der Verwandtschaft unnötig, wenn auch für rrid^rig sich 
ApoUonios Lex. Hom. anführen läfst: ^oißog . . 6 ßlv A. dütb 0oißrjg, 
rfjg fiTjTQog Afjtovg (GHerm.). — üaQcovvfiog versteht man gewöhn- 
lich vom „abgeleiteten Namen", nach Aristot. Kateg. i 6 yga/ußarixog 
TtaQCOvvßog düto rijg yga^iftaTixT^g; Plat, Soph. 265 C vom 6o(f)iOrrig: 

5* 



68 Prolog. 

fiifiTjTtjg Sv rov 60(f>ov öfjXov ori üiagcovvßiov avrov ri Aj^V^t««; 
also Apollon ex^i to ^oißtjg nagcovvfiov ovofia. Aber utag. heifst auch 
Beiname, s. Arist. Hol» kd^. I7) 3 ^H-ytjCtöTQaroq cot TtaQcovvfitov riv 
GarraXog, und ^oTßog ist tatsächlich nur Beiname (sjtiS^Erov kütoX- 
Xcjvog Apollonios Lex. Hom.) ; also verstehe ich lieber so {jtaQCOvvßov 
nämlich ovoßa ,,als Beiname"). — A. hat demnach, wie auch der Schol. 
bemerkt, alle die Sagen vom Drachen Python, dem erdgeborenen Un- 
getüm, welches Apollon erlegte, und von dem Zorne der Gaia, und 
von der Blutsühne, der sich nun der Gott vorbildlich unterzog, still- 
schweigend beseitigt. Darin indessen war schon Alkaios Vorgänger, 
Frg. 2 f., Preller-Robert Myth. 240, i. Vgl. auch den Päan des 
Aristonoos (Weil M^langes de litt, et de rythm. gr. 49 ff.) 21 ff.: utBLöaq 
lalav dvd^OTQOipov Oeßiv t' svjcloxaßov &eav aiev svXißdvovg ^ÖQaq 
exsig cö *Iejtaidv. 

9 ff. Xißv?]v AriXLav re x- = AriXLav A. xal x-, wie Ag. 589 aXcoöLV 
IXiov t' dvdöraöiv, und öfter. Die rQOXOSiÖTjg Xifivri auf Delos, an 
der Apollon geboren wurde, wird Theognis 5. Hdt. II, 170 und sonst 
erwähnt; in xoiQdöa (den Klippen und Felsen, natürlich nicht dem 
Berge Kynthos) liegt, wie ein Scholiast richtig bemerkt, zugleich der 
Grund, weshalb Apollon Delos mit Delphi vertauschte. (ArjXiai ts 
XOiQdöeg Eur. Tro. 89, Weckl.). Zu 10. hebt der Schol. hervor, dafs 
A. als Athener den Apollon seinen Weg so nehmen lasse, der Böoter 
Pindar aber über Tanagra (in dessen Gebiet Delion lag; schwerlich 
richtig OMüller Orchom. S. 147 TeyvQag). Aber der Seeverkehr (vgl. 
vavjtoQovg) ging doch von den Kykladen sehr viel mehr nach Attika 
als an die böotische Küste. Auch im Päan des Aristonoos, wo die 
Sühnung in Tempe erwähnt wird, heifst es doch (19 f.): eJtel IlaXlag 
iücEß'ipB IIvd^mÖB (19 f.); mit Absicht also hier dxrag rag IlaXXdöog, 
und vgl. 21. — 11. ÜaQVTjöov zu Gh. 563; iÖQog vgl. 805 ^ÖQag re 
xal xevd^fiövag evöixov x^ovog. 

12 ff. Beiläufig wird ein Verdienst Athens um die Kultur hervor- 
gehoben: die Athener, die zuerst von Heph aistos und Athene die 
Künste gelernt haben (Plat. Menex. 238 B), haben auch zuerst einen 
Weg durch die Wildnis gebahnt. Es ist dies die heilige Strafse für 
die Theorien nach Delphi (Ephoros b. Strab. IX, 422), bei denen 
(Schol.) immer noch Leute mit Äxten vorschritten, wg öitjßeQCOöovreg 
r^v yfjv. IlaXÖBg '^Hifaiörov sind die Athener als Söhne des Eri- 
chthonios, zugleich auch mit Bezug auf die geschmiedeten Äxte. 



Prolog. 69 

15f. Tißal(f£lv auch 626. 807. Agam. 922 {TißaX(f)7]g Frg. 53); 
aufserdem Pindar N. 9, 54. Zu AaXiföo, bringt der Scholiast zu V. 2 das 
Mythologische : Sohn des Poseidon und der Melaina, die eine Enkelin 
des DeukaHon war. — IlQVfiV7]T7]V x^ovog auch 765, schwerHch üb- 
liches Wort, sondern für xvße^vi^Ti^g nach dem Muster von uiQcoiQdrrjg 
gebildet. 'Ev JtQVfivrjc noXeog otaxa v(Oß(DV vom Regenten Sept. 2. 

17 ff. Texvaiöiv ivS^eoig von der Seherkunst Ag. 1 209 ; hier anders 
konstruiert {ev&Eog wie ißjteiQog) und mit einiger Härte, indem der 
Gott ev&tog wird. Über xt/^ö? mit doppeltem Akkus, s. zu Ch. 441 ; 
hier ist aufserdem doppeltes Objekt, viv — (pgiva, wie 88 ßt} <p6ßog 
ö£ vixdro) (f^ghag (Minckwitz). — Tovöt (Hdschr.) kann von dem 
gegenwärtigen Inhaber verstanden werden; indes rolööe (Kirchhoff) 
empfiehlt sich sehr, besonders durch 3 to(J' %Bro fiavTSiov. In 19 
ist ein Hauptgedanke ausgedrückt, der 616 ff. 713 wiederkehrt; s. auch 
Frg. 82 (leQeiai) : ravta yaQ utar^Q Zeig eyxad^iei Ao^iäi ^sojtiöfiarat 
und vgl. (Weckl.) Hom. Hymn. Ap. Del. 132 /()7/(J(ö 6' dvd^QCOütoiOL 
Aibg viifitQxia ßovlrjv, Hymn. Herm. 471, Verg. Aen. III, 251. Also 
wie die Pythias zu Apollon, so steht dieser zu Zeus: Verkündiger, 
nichts mehr. Äo^Lag heifst Ap. auch bei A. oft, doch stets in irgend- 
welcher Beziehung zu seinen Orakeln, den Xo^ol XQV^ß<>^> Preller- 
Robert Myth. 286. Über 6s an 3. Stelle (auch 21) zu Ch. 425. 

V. 20 habe ich, wie Weil früher, nach 26 umgestellt, wofür 
ein von W. beigebrachtes äufseres Anzeichen darin liegt, dafs der 
Schol. zu 28 xalovoa das ^QoißLäl,oßat aus 20 ergänzt; bei der 
überlieferten Folge wäre das unbegreiflich. Aber auch die Gedanken- 
folge wird durch die Umstellung erheblich besser. ^QoißidC,e0^ai (ein 
Prooemium machen) steht Ag. 1354 intransitiv, hier == TCQoocßiaC^ofievrj 
xaloj transitiv. Nun würde nach der überlieferten Stellung die An- 
rufung der Götter des Orakels das Prooemium zu der Anrufung der 
andern Götter sein; dagegen nach der Umstellung die gesamte An- 
rufung das Prooemium zu dem Geschäft der Prophetin, und dies ist 
doch das einzig Natürliche. S. das weitere unten. — In dem matten 
und unklaren iv loyoig 21 hat GHermann richtig das aischyleische 
svXoycog gefunden: Sept. 508. Hik. 47. 252. 591, Frg. 5; also evXo- 
/cög utQboßbvtraL = öixaicog jtQorißärai rwv XoiükZv , schon als 
Nächste nämlich, und auch wegen ihres Verdienstes um Apollon, 
10. 12 ff. IjQovaa derselbe Hermann, da doch « lang ist; also ionisch 
(Herodot 8, 37) xb Iqov Tfjg IJQovTJirjg li&t]vai7]g (vgl. i, 92). Den 
Tempel beschreibt Pausanias X, 8, 6, der die Göttin Ilgovoia nennt, 



70 Prolog. 

nach dem schon bei Demosth. 25, 34 begegnenden Mifsverständnis : 
xal Ttaga rcöi 'AtcoIIcovi rcoi iv AeXtpolq xdkliörog xal ßsyiOrog vecoq 
(seil. IlQOVoiag 'Ad-7]vag) evd^vq elöiovri etq rb Ieqov. Erwähnt wird 
die Göttin auch bei Aischines 3, 108. iiof. (nach der Überlieferung 
ebenfalls als IlQOVoia)^ und zwar in delphischen Formeln mit Apollon 
Artemis Leto verbunden, wodurch sich das jtQeößEverai noch besser 
erklärt. Die delphischen Inschriften haben yiddva ÜQOvdia, Dial.- 
Inschr. 2503, 12. 2513, 13. 2514, 5. Der Indikativ des Präsens be- 
zeichnet die Gewohnheit der Pythias, ebenso wie xaXovoa und xad^i- 
C,dv(o 28f., s. dort; also auch aeßo 22 und £i;/«tg (pQoißid^o,uai 20, 
während fu/?/* rijiös jtQeößavo) i das gegenwärtige Gebet bezeichnet. 

22f. Das KcoQvxiov ccvtqov^ hoch an dem Aufstiege zum Gipfel 
des Parnafs befindlich, beschreibt ausführlich Pausanias X, ^2, 2 ff., 
nach welchem diese Höhle die gröfste aller ihm bekannten war; am 
Schlufs sagt er: Isqov ö'üvto oi tcsqI tov UaQvaöbv KfOQvxicov 
alvai Nv(i(p<5v xal JJavhq ßdkiöra fiytjVTai. S. auch Strabon IX, 417; 
Herodot 8, 36; Kcogvxiai vvßcpai Baxxlösg Soph. Antig. 1128, usw. 
— Mit der Brachylogie Nvßg)ag £v&a . . (die N., welche wohnen 
wo . .) vergleicht Weckl. 689 öxtjvdg («V ioxTjvovvro) ot rild^ov. 
^iXoQVLg wie natürlich, da sich Höhlen zum Nisten eignen; öai- 
fiovcov (der Nymphen und des Pan) dvaOzQ., wie öcDßdrcov im- 
6TQ0(pdg Sept. 648 Eum. 547, ßovvoßoi t' iutiöTQOipal Frg. 243, 
^VQCOV ijtiOTg:og)ai 264, wonach sich dvaöTQO(pai, wie die andern 
Hdschr. aufser M, gegenüber dem dvaotQocff] des Schol. sehr em- 
pfiehlt (M dvaCTQoqjd). kvaöTQe(f£ad^ai = iTciCrQ. „verweilen" schon 
Homer 1; 326; also dvaözQocpai „Aufenthaltsort" (fälschlich erklärt 
Dindorf mit deverticulurn). Vgl. die Grotte in Ithaka Hom. v 103 ff., 
die ebenfalls den Nymphen heilig ist. Aristonoos (zu 7 f. 10) sagt 
V. 33 if.: öcoQOVvrai de ö' dd^dvaroi, IIoöhööv ayvolg öaüteöocg, 
Nv(i(paL KoQvxioiöLV dvTQOig, lijis Ilaidv, rgieräöiv (pavatg Bqo- 
fiLog usw. 

24 ff. Dionysos {Bgofiiog wie oft bei Dichtern, Eur. Bacch, 87 u. s.) 
hatte in Delphi grofse Verehrung (Preller-Robert Mythol. 686); in- 
sonderheit waren die Höhen des Parnafs ihm heilig, wo er mit seinen 
Bacchen bei Fackelschein seine Tänze feierte, Soph. Ant. il26usw.; 
so auch Pausan. X, ^,2, 7 von den Spitzen des P. : xal ai Ovtdöeg 
iotl rovToig rwt Aiovvöcoi xal rcöi kjtolXcDVc ßaivovrai. Also mufste 
auch Dionysos von der Pythias erwähnt werden : ovo ' dßV7]ßOVc5 
(,,nor must I forget Bacchus" Paley). Die geringeren Hdschr. haben 



Prolog. 71 

gegen M BQOßiog 6\ welcher Anapäst durch vjtarog ra Ag. 509 
und exarov 6ig Pers. 343 einigermafsen gedeckt wäre; aber etwas 
Zwang ist immer Grund dieses Fufses, und hier war kein Zwang. 
'Eg 0VT6 wie Pers. 762 (Dindorf Lex. oOre)', öTQarrjysiv rivi wie 
rjyeiö^ai, Eur. Tro. 926. Hdt. 6, 72, Kühner-Gerth I 409 f. Dafs 
Pentheus nach dieser Stelle auf dem Parnafs zerfleischt sein müfste, 
während doch nach Aischylos' Xantriai die Szene der Kithairon war, 
ist eine irrige Annahme des Scholiasten. Vielmehr (Weckl.): auf 
seinem Siegeszuge, nach Überwindung des Pentheus, nahm Dionysos 
auch den Parnafs ein. In xaraggdipaq (Diod. Sic. 17, 45, zusammen- 
flicken) ist die seit Homer gewöhnliche Metapher [rovße rov (povov 
gacpsvg Ag. 1604, firjxc(VOQQa<p(o Ch. 221). Der Vergleich mit dem 
Hasen geht nach dem Schol. auf den völligen Mangel eines Wider- 
standes; oder ,,wie Hunde einen Hasen in Stücke reifsen". Der Vers 
könnte mit Absicht cäsurlos sein, der fiißr]aiq wegen, wie Pers. 465 u. a.; 
etwas wie Ch. 150. 493. 883 ist hier ausgeschlossen. 

20. 27 f. Zu der Änderung ßhv fv/atg 20 (Blaydes) ist nach der 
Umstellung kein Grund mehr. Der Flufsgott Pleistos, Poseidon und 
Zeus erscheinen nach derselben nun vollends als nur in einem An- 
hange des Gebets genannt; aber dies ist auch sachgemäfs. Der 
Pleistos flofs nach Pausan. X, 8, 8 etwa 3 Stadien weit von Delphi 
und mündete bei Kirrha; Apollonios Rhod. II, 713 KcoQVXiai vvfKpai 
nisiöTOio ^vyaTQeq. Die lokale Aussprache war nXstOroq; dennoch 
barytonierte Herodian, E. M. 676, 5 (Dindorf Lex. 290 f.). Poseidon 
war der ehemalige Besitzer von Delphi, gegen welches er Kalaureia 
eingetauscht hatte, Kallimachos in den Schol., Pausan. X, 5, 6. 24, 4, 
Aristonoos im Päan, s. zu 2 2 f. a. E. ; daher (Paus. 24) ein Altar des 
Poseidon im Heiligtum des Apollon war. Kgdtoq umschreibend wie in 
öov, KXvraifirjöTQa, y.Qarog Ag. 258; hierzu und zu reXetov Aia vgl. 
besonders ralecov rakHOTarov XQccTog oXßie Zsv Hik. 525 {Zev riXeis 
Ag. 973). Zeus an dritter und letzter Stelle wie Ch. 244 f. (Weil). 
KaXovöa . . xad^i^dvco beschreibt, was die Pythia gewohnheitsmäfsig 
tut (zu 21); in dem Gegensatze xal vvv . . t<5v tzqXv döoöcov tritt 
dies ganz deutlich heraus. "Eneira 29 nimmt das Partizipium xaXovöa 
wieder auf (Dindorf Lex. 124 b); vgl. zu i. Der ^qovoq, ist derselbe 
wie in 18, indem die Pythias den Gott vertritt; also der Dreifufs, 
Eurip. Ion 91 ^doo&i 61 yvvrj TQiJtoöa ^d^eov xre. 

SOflf". Die überlieferte Konstruktion: öoUv fia rvxetv dgiöra rcov 
ütQiv, ist mindestens nicht klar, da das Objekt agioia den Anschein 



72 Prolog. 

des Adverbs hat; auch ist rvyxdvsiv mit Akkus, weder durch den 
verdorbenen Vers Ch. 711 noch durch Ag. 1230 rsv^erac („wird be- 
reiten", = Tsv^si) für A. genügend gesichert. Dagegen mit /[loi statt 
fi6 wird agiOra unzweideutiges Subjekt, und vgl. Ch. 785 öbg rv/ag, 
Tvx^iv 06 fiot (Turn, für ßov) xvQifog rä öcoqjQoöiv ßaioßivoiq iöelv. 
Twv ütglv aQLGta wie d^ioXoy(6raTog tcov ütQoysyBvtifihcov Thuk, i, 
I, I u. s. w.; aber wodurch ist der Wunsch motiviert? An diesem 
Orakeltage ist doch nichts besondres, was besondres Glück erwarten 
oder wünschen liefse. Also möchte auch dies Formel sein, in der 
der Wunsch möglichst gesteigert wird : jedesmal, wenn sie den Tempel 
betritt, bittet sie so. — In 31 naq' 'EXXrjvcov riveq (dies die tra- 
ditionelle Schreibung) ist das Fehlen des Verbums anstöfsig (seil, utd- 
QHOiv Dindorf), aber auch das jtaQ\ was „gesandt von'' bedeuten 
müfste, während der Gedanke den einfachen Partitivus fordert. Also 
schreibt GHermann und Abresch ndQ\ was für ütagnOi stehen kann, 
s. Eur. Med. 443. Ar. Ach. 962. 1091 , allerdings aber nicht gern 
elidiert wird (so wenig wie eüti, fiita). Die Änderung xsi riq *EXX. 
ütaga (Burges, Weckl.) verschlechtert, nicht nur weil der Plural an- 
schliefst, sondern auch weil der Singular unmotiviert ist. Es wurde 
(nach Plut. Qu. gr. 9) nur einmal monatlich Orakel erteilt, also da 
mufste sich jedesmal eine gröfsere Anzahl Befrager versammeln. So- 
mit hat ütaq ' das wenigste Bedenken. Auf "EXXijvcov liegt weiter kein 
Nachdruck, als würde auch an Barbaren überhaupt gedacht (vgl. Eurip. 
Ion 92, s. u.); die waren für gewöhnlich nicht da. Unter den Be- 
fragern war Losung über die Reihenfolge (aufser wenn ein Staat die 
jtQOßavreia hatte) ; daher oficf^av xXtjqovv von ApoUon Eurip. Ion 908 
(Paley). Nach Simplikios in Ar. Phys. p. ;i^Sf 16 Diels ging der 
Losung die Frage voran: S rtxf] >cal Ao^ia, rojvöe (Weckl. für 
Tcoiöe) TLVi d^efiiöTSveiQ ; Dies ist, wie Schütz richtig sah, die Führung 
des Gottes, wovon V. ^^ handelt; also ist nicht ßavrevooßai (Kirch- 
hoff) zu schreiben, so leicht die Änderung ist. Denn mit Sitte und 
Brauch wird motiviert, und das ist besser als eine Erklärung darüber, 
was die P. jetzt tun will. — "ircov (nur hier) ist von hco wie soxcov 
von ^öTG) gebildet, ohne inlautendes v, neben iovrmv und ovrcov. 

34. Die Pythias kommt entsetzt wieder heraus und verkündet die 
Ursache. Wiewohl niemand im folgenden als angeredet oder auch 
nur Hörer bezeichnet wird, so lassen sich doch unschwer die Orakel- 
befrager des V. 31 als Hörer verstehen, da diese doch auch die Sache 
angeht; denn Orakel werden nun vorläufig keine gegeben. Der Scho- 



Prolog. 73 

liast in der Inhaltsangabe zu V. i wehrt die Meinung ab, als sei dies 
ein euripideischer Prolog für die Zuschauer (ra vno rr^v CxtjvriV im 
Scholion ist ,,das hinter der Sk.", wie vjtb ttjv d^VQijv Hdt. 1,12 „hinter 
der Tür") ; man hat sich in der Tat die Rede, wie zu Anfang an die 
angerufenen Götter, so jetzt an bestimmte Leute gerichtet zu denken, 
wie gleich Öeiva Xs^at zeigt: ich kann es euch kaum sagen, wie ich 
auch den Anblick kaum ertrug. (Über die Anaphora zu Ch. 628.) 

35. jtdUv Bneii\p£ wie oriXXeL jtäXiv Prom. 387. 

36. Zu ß^rt öcoxeZv fiijre fi' dxraivsiv, wo das gemeinsame ßs 
erst dem 2.. Gliede beigefügt ist, vgl. Prom. 156 wg /uTJre d^ecov fiiJTS 
Tig dv6Q(ov, Ufoxüv (Soph. El. 119, sonst unbelegt) iöxveiv Hesych. ; 
zu dxraiveiv bemerkt der Schol. : xov^iC,eiv ' Cr]ßaivai 6h xal rb yavQiäv 
xal drdxTCoq ütj]6äv, vgl. Timaios Lex. Plat.: dxzaiveiv' yavQiäv xal 
drdxTfog m]6uv. Hier nun ist arge Konfusion: bei Piaton Ges. II, 672 C 
heifst es von jungen Kindern und jungen Tieren, dafs sie anfangs 
/uaiverai rs xal ßoäi draxtcog, dann orav dxraivoiar^i eavrb rd^tOra, 
drdxTCog av m]öäi. Das Scholion dazu stimmt wieder zu dem unsrigen, 
aber deutlich ist dxraivwOai = vip(56ai, /nsrewQiöai, sich fest aufrichten, 
Phrjnich. Bk. An. 2^, und so fährt dieser fort: AiöxvXog „ovxtr' 
dxraivco'' (f7]0l ßaQvrovcoq (nicht dxraivoj), olov ovxeri övvaßai ogd^ovv 
ißavrijv. Ist dies, wie Ruhnken (Tim. p. 21) meint, unsre Stelle? 
Eine Frau redete ja {ißavxi'iv)^ aber das Zitat würde sehr ungenau 
sein, und so wird dies als besonderes Fragment geführt, 416 Ddf. 
Weiteres aus den Lexikographen stellt Ruhnken zusammen ; es gab für 
diese Wortsippe noch mehr Belege, und so war auch Odyss. 1^ 3 
{ütoöeq ö ' VjtEQixraivovTo) alte und wahrscheinlich richtige Lesart vjteQ- 
axraivovTO oder vjtoaxraivovro. Der Sinn ist zum Glück unzweifelhaft. 

37 f. Nach dem Schol. kommt die Pythias rarQajtoörjöov heraus 
(wie der geblendete Polymestor Eur. Hek. 1058, Stanl.), woran die 
Neueren nicht glauben wollen; man erklärt sogar vom Aufstützen der 
Hände auf einen Stab. Die Worte lassen keine Erklärung als die des 
Schol. zu, aufser dafs man sie als Erzählung (wie 6()jrcö) verstehen 
kann; namentlich weist dvrijtaig darauf: sie kroch wie ein kleines Kind, 
ö /urlütco r^xraivoaev havrö. Vgl. das Rätsel der Sphinx : das Kind ist 
wirklich vierfüfsig, der Greis nur dreifüfsig. So ist auch dvTi:jtaig 
(hier = iööjtaig Ag. 75, vgl. dvtiöovlog Ch. 135) eine gewisse Steige- 
rung (jitv ovvy Ch. 999. Ag. 1396 usw.) zu ovöiv, und der sehr feinen 
Konjektur Herwerdens dvriJtaiqy ovdev ßlv ovv bedarf es nicht; vgl. 
auch (Paley) Hik. 749 yvvi] ßov(o&HO' ov6iv' ovx eveOr ' jiQ7]q. Tqsxco 



74 Prolog. 

(und :jto6G)X£Lai) , weil sie doch möglichst rasch zu entfliehen sucht; 
mit jtoöcoxeiai (Homer B 7^2) öxsXSv vergleicht Weckl. 915 dotv- 
vixov ütoXiv , Sept. 221 dorvÖQOßovßhav jtoXiv, 729 xredvcDV XQV' 
fiarodairag. Zu y^avg ist zu bemerken, dafs nach Diodor XVI, 26 
ursprünglich Jungfrauen in Delphi weissagten; als aber einmal eine 
entführt worden war, nahm man fortan Frauen im Alter von über 
50 Jahren, indessen immer noch in Mädchentracht. 

39 ff. "Equihv einfach = ßaßil^FAV wie Prom. 810. 1024 (Soph. 
Eur. u. s. w.); ßvxoq penetralia wie 170. 180. Ch. 954; zu :xo'kv- 
öxBipriq, vergleicht man Eur. Ion 222 fieöov Oficpalov . . örsiLißaoi y' 
ivövTOV, Ar. Plut. 39 ri öfjTa ^oTßog eXaxev ix r(5v Oze/ißärcov ; 
Dafs wollene Binden gemeint sind, zeigt Strab. IX p. 41 9 f. Oßcpalbg 
reraivKOßevoq. Den 6ßg)aX6g, aus weifsem Marmor, erwähnt auch 
Paus. X, 16, 3. — V. 40 ^soßvöi]g (nur hier) als Mörder; die Auf- 
lösung im 5. Fufse ist selten, aber nicht unerhört (öeößa JtsQißaXeiv 
Pr. 52, Weckl.^. ngoOrgoTtaioq s. Ch. 2B>'J (hier 234. 2^7. 445, und 
jcQOöTQaütead^ai 205, nQOöxQoutri 718; überall von dem Nachsuchen 
der Entsühnung; anders ist der Sinn 176). Hier verbindet es sich 
mit §ÖQav (Wieseler), weshalb Ugav (M) hübscher ist als Ugaq, (fgh), 
welches alles auf avöga zu beziehen nötigt. Das Blut ist natürHch nicht 
das der Mutter, sondern das des von Apollon geschlachteten Sühn- 
opfers, V. 282 f.; s. die Beschreibung des Ritus Apollon. Rhod. Argon. 
IV, 698 ff. {ai'ßari XtlQaq [des lason] reyyBv [Kirke], sjtirßi'iyovoa öigip 
[des Ferkels]). Also das ist unlängst geschehen; Orestes wartet aber 
noch auf Apollons Wiedererscheinen und weitere Anweisungen. Die 
Pythias indessen kann von dieser Sühnung nichts wissen, sondern mufs 
an Mord und Blut denken. Auch zu vsoöjiaötg ^i(pog vergleicht sich 
Apoll. V. 694: lason hat sich am Herde niedergelassen ßäya (pdöyavov 
iv yßovi Tttj^ag. Neoöjtaöeg (nur hier) ist natürlich nicht nach dem 
Augenschein, sondern nach naheliegendem Schlufs gesagt (s. Schütz): 
dies Schwert mufs, da die Hand noch trieft, unlängst zum Morde gezogen 
worden sein. Die Konjektur vEOörayäg (Burges) liegt nahe, das Wort 
ist aber nach al'ßari Cr. y. etwas tautologisch, und scheint aufserdem 
eine Entsühnung auch des Schwertes vorauszusetsen_, wovon man sonst 
nichts weifs. — 43 f. vgl. Ch. 1035; v'iptyevvr^Tog nur hier. Afjvog hat 
noch Apollon. 4, 173. 177 {Xi'iveay vom goldnen Vliefse) und Nikan- 
dros AI. 453 ; es mufs ein seltenes, sakrales Wort gewesen sein, und eben- 
darum, wie auch der Schol. bemerkt, der Erklärung bedürftig, die in 45 
gegeben wird (Weil). Dann wird aber ßeyioroii nicht auf die Gröfse 




Prolog. 75 

der Binden gehen, sondern auf die Bedeutung im Ritual („mächtig"). 
^^(ocpQOvcog „in Züchten''; zQavcog {dSevai) Ag. 1371. Vgl. über die 
Bezugnahme auf Hörer zu V. 34; man vergleicht Sept. 489 ciXG) öh 
ütoXXi'iv, döJtiöog xvxXov Xiyo), 

46 ff. TüQOöS^ev, also näher dem Eingange. Aoxog „Schar" wie 
1026. Sept. 112. Frg. 407. Mit den Gorgonen sind die Erinyen 
schon Ch. 1048 verglichen, wegen der dunklen Kleidung und der 
Schlangen im Haar, 6QaxovT6/[ial},oi loQyovsg ßQoroörvyelq^Tom. 799. 
V. 49 roQysiog = roQyovaioq (Prom. 793), jenes schon Homer l 633 
FoQysirjv x£(f)aXriv, Tvjüoi Bildung, Form, wie '^Innoßiöovroq Oyfjßa 
xal ßayag rvjtoq Sept. 488, Hik. 282 iv yvvaixaioig rvjtoig (wo der 
König ähnlich wie hier die Pythias die fremden Gestalten mit diesen 
und jenen, die er etwa kennt, vergleicht, Wellauer). Eixa^o) schreibt 
Wecklein, doch ist in aixdoo) ,,ich will vergleichen" kein Anstofs. 
V. 50 haben für slöov Jtor' ijöt] (M) die geringeren Hdschr. eUov 
ütor' slöov, und auch in M selbst stand erst alöov jüot' 7]6o[v]. Vgl. 
avx^ 7^Q cc^xoj Prom. 338; aber in unsrer Stelle scheint die Epana- 
lepsis zu starke Emphase zu geben, und die Verschreibung 7]6ov [idon) 
statt r]ÖYi ergab sich nach üöov leicht. Anders und passend oM' 
oiöa Ar. Barq. 580. 584; ^öri ütor' alöov steht Soph. Aias 1142 
(Weil). Nach yaygaßßavag fehlt nichts (Dindorf nimmt Lücke 
an); denn das Femininum -vag ist alles was gesagt werden kann, 
nachdem yvvaXxag negiert ist, und der Name "ÄQütviat war nach 
^Lvawg entbehrlich und tat nichts zur Sache. Die Harpyien sind eine 
Steigerung an Abscheulichkeit und Häfslichkeit auch den Gorgonen 
gegenüber; Aischylos hatte sie im ^ivavg (aufgeführt 472 mit den 
Persern), wenn nicht auf die Bühne gebracht, so doch beschrieben. 
Die triefenden Augen (54, schon Ch. 1058) sind den Gorgonen 
fremd, auch die dunkle Hautfarbe, die 52 doch als Ähnlichkeit mit 
den Harpyien hervorgehoben wird; aber die Flügellosigkeit unter- 
scheidet auch von diesen. {Fa fi7]v Prom. 871. Sept. 1062. Ag. 1378). 
Euripides giebt den Erinyen auch Flügel (Or. 3 1 7 ÖQOßdöag a> nrago- 
(poQoi TtoTvidöag S^aai), mit denen sie indes den Flüchtling auf alle 
Weise einholen müfsten, was sie doch nicht sollen. Die schwarze 
Farbe hebt auch Eur. hervor: /nakäyxQcorag Gr. 321, vvxtI ngoötfagalg 
xoQag 408, ;f()CöTa xaXaivai El. 1345}. Die Krallen der Harpyien 
(Apoll. Rh. II, 188) darf man den Erinyen des A. nicht beilegen; 
nirgends spricht er vom Erfassen und Zerfleischen. BöaXvxxQOJtot 
scheint der Schol. von ßöaXvOöaöd^ai und ixvQäjtaad-ai abzuleiten; 



76 Prolog. 

richtiger legt man ßÖElvTCTO-rgonoi zu Grunde {dßöeXvmoq Frg. 130), 
mit der üblichen Ausstofsung einer der ähnlichen Silben und mit ab- 
sichtlicher Konsonantenhäufung. 'Eq, ro Ttäv Ch. 684, unten 83 usw. 
anders als hier, wo tq nur die Beziehung ausdrückt, wie in eq tcc 
jcdv^' oficog ßiaiog Prom. 736. 

63 ff. Aißa 54 ist eine vortreffliche Konjektur, vgl. svxzaiav Ußa 
Frg. 52, dcpd^ovsOrtQav Ußa 68; <fJiloojt6v6ov lißoq Ch. 292. Es 
kann sehr wohl an die Spende als Gegensatz gedacht sein (Hik. 981 
&V6IV re Xeißeiv re), vgl. den folgenden Vers. Ch. 1058 xd^ dfi/nd- 
Tcov örd^ovOiv ai/na öva(piXeq, — Koöfiog geht auf die Kleidung, vgl. 
Hik. 246 aiQ7]xag dß(fl xoOßov d'ipsvöfj Xöyov, nachdem der König 
234 ff. von der Kleidung gesprochen. Die Kleidung der Erinyen 
(nachgeahmt von dem Kyniker Menedemos) war nach Diog. VI, 102: 
Xi'td)v (paibg (Choeph. 1049) ^oörJQTjgj stegl avzmi ^mv?] (foivixfj, 

jtiXog !ÄQxa6ixbg iucl tfjg xecpalfjq , ifißdrai zQayixoi, — gdßöog 

iv rrji X^i-qI ßsiXivrj; vgl. Strabon III, 175 von den Einwohnern der 
KarrireQlöeg: dvd^Qconoi //£A«;';fAa«i^o«, no6i]Qeig höeövxoreg ;^trcöi;ag, 
it^G)6ߣvoi Jt£QL rd CreQVcc, fiera ^dßdcov JiEQmarovvzeg ofioioi zaXg 
zQayixaXg Uoivalg (Schütz). Die ^dßöoi kommen indes bei A. so 
wenig vor wie die brennenden Fackeln, welche nach Aischines i, 190 
die tragischen Jloival führen. — Über (ptgeiv (nicht (ptQao&ai) vgl. 
Kühner-Gerth II, 15 Anm. 13. 

57 ff. "OJtio:!ta (episch) haben die Tragiker stets statt Ugaxa, A. 
übrigens nur hier. Das attische Perfektum enthielt einen Anapäst. 
'^OfiiXia konkret Gesellschaft (övozrj/ia Schol.) auch 406, 711, 1030, 
immer so mit f^Ss. — 58 ergänzt sich leicht aus ojtcojca ein olöa, 
Ala dient den Tragikern wie dem Homer für das metrische Bedürfnis 
statt yala, Dindorf Lex. 9 b. 'Avazd (so richtig Hdschr.), indem es 
Mifswachs und alles Verderben bringen mufs, 780 ff. (Paley). Arnal- 
dus' jcovov für jtovcov der Hdschr. wird auch durch das Scholion ge- 
stützt: To(v> z^g dvazQO(pfig (vgl. Sept. 16 ff.). 

60 ff. 'Evzev&ev vgl. Sept. 457; Ao^iäi fieyaöd^svet wie Ch. 259 
Ao^iov fieyao&svijg XQV^f^^^' 'laf^QOßccvzig ist Apollon wie sein Sohn 
Apis Hik. 263, der das argivische Land von Ungeheuern reinigte 
(getrennt lazQog c^v '/ml ßdvzig von Ap. Ar. Plut. 11, Weckl.); zega- 
öxojcog (Ch. 551) ist er als Ausleger der Zeichen, und das Erscheinen 
dieser Frauen ist und sie selbst sind ein ztgag (vgl. Ch. 548 zegag 
der Drache des Traums; Hik. 570). 



Prolog. 77 

Nachdem die Pythias abgegangen ist, öffnen sich die Türen des 
Tempels für den Zuschauer, und das Innere wird ihm sichtbar, so 
wie es die Pythias ihm beschrieben; doch neben Orestes steht nun 
auch Apollon, und neben diesem Hermes. Die angewendete Ma- 
schinerie war doch wohl dieselbe wie Ch. 973 (Ag. 1372), obwohl 
der Schol. in den Ch. von Ekkyklem spricht, hier von üTQa<fevTa 
fiTjxavrjfiara (vgl. Einl. S. 15), und sicherlich war auch hier das ge- 
zeigte Bild ein äufserst wirkungsvolles. G. Hermann freilich verlegte 
das Ekkyklem vor V. 94, damit nicht die sichtbar werdenden Erinyen 
alle Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich zögen ; solange sie indes 
schlafen und ruhen, ist dies noch keineswegs der Fall. Ich denke 
auch nicht (vgl. unten), dafs Orestes noch im Hintergrunde sitzt, son- 
dern, dafs Apollon ihn bereits bei den Erinyen vorbei in den Vorder- 
grund geführt hat, wodurch diese einigermafsen verdeckt wurden (vgl. 
v. Wilamowitz Übers. S. 52). Dann braucht Orestes nicht mehr an 
ihnen vorbei zu gehen. 

Nach Kirchhoff nun haben hier zunächst zu stehen die Worte 
des Orestes an Apollon, 85—87. Wie überliefert ist, mufs man 
eine derartige Bitte des Orestes als geschehen voraussetzen; denn 
sonst könnte Apollon nicht so anfangen wie er anfangt. Schlimmer 
ist, dafs Orestes' Worte jetzt so klingen, als hätte der Gott noch gar 
keine Fürsorge verheifsen, und wiederum dieser nimmt in dem, was 
er weiter sagt, auf die Bitte keineswegs mit einer neuen Verheifsung 
Bezug, sondern der erste Vers: /uij (foßoq Os vixärco g)Qivag schärft 
das ein, was er selbst zuletzt gesagt hat. Also was Orestes sagt, ist 
jetzt nichts als unnütze und einflufslose Unterbrechung. Stellt man 
aber um, so führt die schon den Zuschauern bezeichnete Person des 
Orestes die noch nicht als anwesend bezeichnete des Apollon regel- 
recht ein: ava§ "AjcoXXov, und man hat vorauszusetzen, dafs Apollon 
ihn hat aufstehen lassen und an den Eingang geführt hat, damit er 
jetzt weiter wandre, nachdem der Zweck seines Kommens, die Reini- 
gung, erfüllt ist. Natürlich fürchtet sich Orestes: er erkennt an, dafs 
Apollon ihm das Versprochene geleistet und ihn entsühnt hat, aber 
seine fernere Fürsorge ist doch nötig. Somit ist das Mittel der Um- 
stellung, wie schon bei V. 20 und in den Choephoren mehrfach, auch 
hier wieder erforderlich, und der Grund der Unordnung mufs wie Ch. 
631 ff. das Abirren des Auges von einer Paragraphos zur andern sein. 
Der Scholiast (s. zu 64) scheint schon die verkehrte Stellung gehabt 
zu haben. 



78 Prolog. 

In Athen unterschied man bei Rechenschaften zwischen döixlov 
und dfieXiov (Hesychios) ; Orestes fühlt sich in bezug auf das erstere 
bei dem Gotte sicher, auch nach dem was er selbst erfahren hat; 
aber die Fürsorge soll der Gott erst beweisen. Einen Vorwurf ent- 
halten die Worte nicht; aber sie klingen auch nicht, wie Weil sagt, 
bescheiden. „Da dir das eine so leicht wird, so kannst du noch ein 
übriges tun und das andere dazu lernen". Orestes ist Ixärtjg des 
Gottes; das gibt ihm, diesem gegenüber, eine gewisse Würde, s. V. 
233 f. Mrj döixeiv und ßrj dßelalv mit der bei fi?j häufigen Vokal- 
verbindung {ovvL(^rjOig zugeschrieben in f h; in M corr. ist Aphärese 
des d-; nach Dindorf Krasis zu ^«-), s. Kühner-Blass I, 242. 'Eütiöräi 
(auch 581) neben ijtiöTaoac Prom. 374, 982, s. das. II, 68, 4 (auch 
Pindar beides, Pyth. 3, 80, 8, 7). ^aQtyyvoq, Sept. 396 (m. Inf.) u. 
öfter in demselben Stück. 

Apollon V. 64 — 93. Oviol üfQoöwöco wie Gh. 269 ovroi tcqo- 
6(6aei Ao^iov . . . XQV^f^^^' ^Eyyvg JtaQ. xre. kann nicht sein cum 
praesens tum vero ahsens (Weil), sondern ^Ca riXovo, Cot cpvXa^ iyyvg 
ut. gehört eng zusammen: tatsächlich werde ich dir immer behütend 
nahe sein, wenn auch weit entfernt; denn xXvh öh xal ütgoöwd^tv wv 
d^eoq (297). Also = iyyvg jtaQeörjj^co'zal dtQoaco d' (wie Gh. 879) 
dütoOTa-cbJV iyyvg jcagsörtj^ü) (das 2. Partizip dem i. untergeordnet), 
wenn nicht mit Blomfield tcqoög) y zu schreiben ist. 'Ex^QOloi : jedem 
der dir etwas antun will; speziell diesen hier (67). Ilsjtcov = fiaX- 
d^axog oder /usiUxog, Frg. 259 von Hektor ccvtjq 6' ixalvog riv jtejtai- 
TSQog fiOQCOv, nach dem homerischen cd tjtijtov ; von einer Sache Ag. 
1365. Eine falsche Variante war utgiTtcov (Schol.) = o/uoiog (Hik. 301), 
was der Schol. auf das Schlafen der Erinyen deutet. 

67 ff. Die analog gebauten Verse 67, 68 scheinen nicht zu ändern: 
xal vvv I dlovöag I räööa rag fiaQyovg l ogäig \ vjtvcoi / jcaGov Cai I 
6 ai xardjtTVöTOi I X 6 Q a i ; denn es läfst sich auch leicht aus OQäig 
etwas wie oQwvraL ergänzen. 'Yüzvwi ist nicht = aig vutvov, son- 
dern „durch Schlaf dahingesunken", wie öfters jcijtTco so absolut ge- 
braucht wird (Sept. 794 u. s. w.). Vor Bothe wurde nach vjtvcoi inter- 
pungiert; aber 6s an 3. Stelle stand schon 19. 21. Katdüirvörog 
(Gh. 632) ist der erste der starken Ausdrücke des Absehens, die der 
Lichtgott gegen die Höllengeister gebraucht. Das überlieferte ygalai 
TtaXaial jtalöeg {Nvxrog üt. n. Valckenaer) nimmt Weil gut in Schutz : 
ütalöag ist puellae, nicht filiae (wie Ag. 277. Prom. 865), und die 
Häufung xoQUi . . jcaiöeg, yqaXai naXaiai ist ganz in Aischylos' Art, 



Prolog. 79 

zumal da dies mit jcaiöeg in Contrast tritt (SchoL); auf die Abkunft 
käme es bei einer Vorstellung an, wie 416, oder bei einer Ehrung 
wie 1034 NvxTog :!tai6eg ajtaiöeg. Alg ov ßdyvvrai xie. nach Homer 
^288 (von Kalypso) ovöä rig avz^t (.iLöyerai ovrs ^e(Dv ovre d^vt]- 
rc5v av&Qwncov, hier noch gesteigert durch ov6h d^riQ. In ygalm 
ütaXaiai Jtalöeg alg ov fisiyvvrai wiegt ai auffällig und gewifs ab- 
sichtlich vor. 

71 f. sind besonders malerisch im Klange: Tta'^cöv 6' exan 
üdysvovT ijtsl TiaTCov / Gxorov, und mit vorwiegendem t: öxotov 
VBfiOvrai TagraQÖv ^' vjtb x^ovog. Kaxcov: zum Unheil sind sie 
überhaupt da (125); darum haben sie keinen Verkehr und der Tar- 
taros ist ihre Wohnstätte, der Gegensatz zum lichten Olymp. Der 
Tartaros ist wie bei Hesiod die eigentliche schwarze Hölle, unter dem 
Hades, Prom. r52 vsQd^ev d''"ÄLÖov rov vexQoöeyfiovog eig d:jt6- 
QavTOV TaQxaQOv, obwohl man bei A. nicht zu genaue Topographie 
des Jenseits erwarten darf (wie etwa bei Piaton, Gorg. 524 A. 
Phaid. 113 E. Rep. X, 616 A). ßliOijßaTa wie Sept. 186 ocoipQO- 
vcov ßiörj/nara. 

74flf. (pevys (Imp. Präs.) „fliehe weiter". V. 75 xai kann nicht 
mit T£ 77 in Beziehung stehen; also ist xal „sogar", rjtitaiQog aber so 
wenig wie sonst bei A. (Prom. 735. 790. Pers. 718. 737) „festes 
Land" (x^QOog 240) im Gegensatz zu Wasser, sondern Erdteil (Asien 
und Europa an jenen Stellen), also: ,,wohl durch einen ganzen lang- 
gestreckten Erdteil". Daran schliefst sich vjttQ t£ üzovtov TJ („und 
auch") ganz so an wie 250 vüt€Q re jiövrov xrh. In V. 76 schreibe 
ich mit G. Hermann «V aiel, wofür sich jener auf Plat. Leg. VIII 
832 c ovv aei rivc ßiäi bezieht; aber dann mufs man auch die Ähn- 
lichkeit durchführen und riva jiXavoörißfj x^ova schreiben (für die 
Auflösung vgl. Pers. 296 riva 61 xal ütev^tjcofiev). 'Avd mit Akk. 
ist sehr in A.'s Art, z. B. Prom. 574 üiXaväi ra vijOriv dva rav na- 
QaXiav ipdfi/uav. Also yrjv jiqo yf]g iXavverai, durch ein Land des 
Erdteils nach dem andern. Beßwvra (-ovra) endlich mufs ßsßwTa oder 
ßißwvra sein: jenes heifst „feststehend", dies zwar ,, gehend", ist aber 
aus den Tragikern nicht nachzuweisen ; da es indes aufser Homer 
auch Pindar (Ol. 14, 16) hat, so mufs man es mit G. Hermann vor- 
ziehen. IloXaig „Wohnstätten" von Inseln wie Eur. Ion 294 TioXig 
Euboia, Ar. Eig. 251 von Sicihen; der Scholiast zu Ar. führt dies auf 
Homer zurück, Ä* 230 Afifivov . . utoXiv d^eioio ßoavrog. üsqiqqv- 
rag wie ntQixXvöta väoog Pers. 596, vrjöwi iv d/[i(piQVTTji Homer a 50. 



80 Prolog. 

78 ff. Man erwartet eher :n;Q0xdfi7]ig, wie Eur. 'jffQaxl. ß. iiQ 
fiij Jtoöa JcQ0xaß7]Te: aber der Sinn ist: werde nicht vor der Zeit 
irgendwo schlaiff (also von den wiederholten Anlässen dazu); wenn 
du aber nach Athen kommst, dann usw. Richtig vergleicht Paley 88 
fi7} (poßog 68 vixdrco (fQsvaq. BovxoXilö&ai wie aijtoXeiöd^aL 196, 
passivisch (falsch jtSQiijtcjv Schol.); die treibenden Erinyen sind der 
ßovxoXog, wie bei der lo der olörgog, Hik. 557, bei den Schiffen der 
Sturmwind, Ag. 657; der Akk. wie rovg . . ÖQOßovg yvfivd^^rai Prom. 
591. — 79 jtToXiv auch in Trimeter häufig, wie Sept. 6; jroW nur 
hier im Trimeter. — 80 l'^ov ganz wie iC^aad^a Hik. 224, eher „sitze" 
als „setze dich", was doch hC,ov wäre. ^'Ayxa^ev Xaßcov = dyxdq 
eXelv Homer. Das jcaXaibv ßQerag ist das von Pausanias I, 26, 6 
als im Tempel der Polias auf der Burg befindlich beschriebene, nach 
der Sage vom Himmel gefallen. 

In 81 f. scheint wieder Buchstabenmalerei zu sein, aber durch 
weiche Buchstaben, Aspiraten (s. Dionysios ;7r. ovvO^. p. 85) und //: 
^€kxT7]Qiovg iiv^ovg eyovTsg ixtjyr^avdg evQr]öo(xev. "Eg rb näv 83 
hier wie Ch. 684. Eum. 291. 670 (vollständig ig xo ut. XQOvov) usw. 
(anders oben 52). Aefiag in der Periphrase häufig bei Sophokles und Euri- 
pides, bei A. nur hier so (Ddf.), wenn man nicht Stellen wie Prom. 
1018 xQVipEL ÖEfiag rb oov. Sept. 522 heranzieht; das Wort gebraucht 
auch A. oft. 

88 if. MäßVTjöo: dafs du schliefslich nach Athen zu gelangen 
hast ; immer in aller Angst mögest du das bewahren. Nicht auf dem 
geraden Wege, denn von dem lenken ihn die Verfolgerinnen alsbald 
ab, aber auf tausend Umwegen doch schliefslich. ßlrj (poßog ös xre. 
wie Empedokles 23, 9 Diels ßi^ 0' djtdrT] (fQsva xaivirco (= vtxdra)). 
^ — 89 avrdöslcpov aißa wie Sept. 718 {avrdö. Soph. Ant. i); alßa = 
yivog, övyyeveia seit Homer (unten 606. 608). Koivov ütatQog steht 
dem Adjektiv parallel. — 90 ijtcovvßog wie Sept. 8 f. wv Zsvg dke^t]- 
ri'iQiog enfovvßog yevoiro Kaößdcov noXei, Ch. 190 usw. 'EQßfjg 
ütoßnaXog, utoßnog ist vorzugsweise der chthonische (Preller-Robert 
407, I), doch stand nichts im Wege, das Wort anders zu wenden. 
V. 90 jtoißalvcov Gegenstück zu ßovxoXovßtvog 78. Schwierigkeiten 
hat der Schlufs gemacht, aber Hermann, Dindorf, Weil schliefsen sich 
einfach dem Überlieferten und der Erklärung des Scholiasten an: 
TO TÖv ixaröv (== exvoßcov, exlex) oeßiößa xal öirjßa (? dies nicht 
stimmend) ov ßovov xißäi 6 Zevg, dkXd xal ösßei, oqSv avto oq- 
ßwßsvov jcQoöTjxovöTji (?) Tvxfji. ^Exvoßcog Ag. 1473 (Tricl. f. ivv.) 



I 



J 



Prolog. 81 

heifst allerdings soviel wie jtagavofKoq, und andre Belege für exvoßog 
exlex mangeln ; indes verständlich ist das Wort, und exörjßoq == d:n:667]ßog, 
und d:rt6jtoXig Ag. 1410 (Seidler für aütoXiq), aTvoütroUg Soph. OR. 
1000. OC. 208 der aus dem Staate Ausgeschiedene. Also die Scheu 
und Rücksicht, die wir den Ausgestofsenen und zu uns Göttern ihre 
Zuflucht Nehmenden gewähren, ist etwas bei Zeus selbst Geehrtes 
(vgl. sein Verhalten gegen Ixion 7 1 7 f. , und rbv iythav öeßov der 
Chor gegen Apollon 151; unten zu 233 f.), und mit evjtoßjtog rvxn 
macht sich jetzt Hermes als Geleitsmann des Orestes auf. Auch 
Apollon entfernt sich, unklar wohin; bei der folgenden Szene ist er 
jedenfalls nicht anwesend. 

Es erscheint nun vor den schlafenden Erinyen, durch das 
dvaütUößa emporgehoben (Pollux 4, 132), der Schatten der Klytai- 
mestra, nach 116 ovag, 155 ovsiQarcov die sinnliche Verkörperung 
eines Traumes, den die Schlafenden haben; zwischen Traum und 
wirklicher Geistererscheinung wird dadurch vermittelt, dafs im Schlafe 
das Herz hellsehend ist, 104 f. Vgl. bei Homer den "OvetQog, der 
die Gestalt des Nestor annimmt, B 2 off"., und das Traumgesicht der 
Penelope 6 7950"., ein eliöcojiov in Gestalt ihrer Schwester. Doch ver- 
gleicht sich aus Homer noch näher die Erscheinung der Seele des 
Patroklos ?? 65 ff"., wo Achilleus schläft, indes von einem Traum keine 
Rede ist, sondern nur von der wirklichen Seele; was diese sagt, ist 
sehr ähnlich den Worten Klytaimestras hier: evöstgj avraQ ifieio Xeka- 
a/Lievog ejtksv kxtXXev xrh. (s. auch zu 98); B 2^ der Traumgott 
gleichfalls: evöeig, 'Argeog vis; 

Klytaimestras Rede (94 — 116) ist leidenschaftlich wild; da- 
her Anakoluthien wie in der Rede der Amme Gh. 7340". — di ivöoir 
dv = Imp. avöbTB, Ch. 105 Xeyoig dv, so 118 ßx^C^oir^ dv, aber die 
Aufforderung ist beide Male ironisch, wie sich in dem Anruf (6ri zeigt. 
Vgl. Eurip. Ion 907 cori, rbv Aaxovg «td©; Xen. Kyneg. 6, I9 ^ 
xaTtlÖEg (öTj (du da) rag xvvag ; — 95 dutrjrißaoßevr] vgl. djtTjrißriösv 
(besser -ßaööev Nauck) Homer iV 113. Es gehörte zu eyd) . . vs- 
XQOlOtv V. 98 aiöxQcög aXcoßai ; aber anakoluthisch wird eingeschoben, 
was sie an Schmähungen wegen ihrer eignen Tat zu erdulden hat, 
die doch längst nicht so schlimm ist wie die des Orestes an ihr. 
Das Bild der Unterwelt hier entspricht den gewöhnlichen, wo alle 
Schatten vereint sind ; davon dafs Kl. nun von den Richtern des Hades 
verurteilt sei und Pein leiden müsse, ist keine Andeutung. V. 96 Sv 

Aischylos. 6 



82 Prolog. 

ßhv ixxavov (Tyrwhitt, Wakefield) schreibt man statt <x)q fi. err. wegen 
des Scholions: vütlg (ov e(f)6v€vaa 'Ayafiifivova dütwoaad^e xal ol ifie 
^ovsvaavTsg ovx drificc^ovrai, welches Scholion indes sehr ungenau 
gefafst ist und sich eher an 99 anschliefst, wo für xsivwv vuto Weil 
xelvQ)v VJCEQ geschrieben hat (s. u.). Dies scheint beifallswert, aber dafür 
ist (6g 96 nun zu belassen: vgl. zahlreiche Stellen mit diesem «g, Ag. 
1465. 1505. Ch. 691, 988. loii U.S.W. Auch ist (ov exravov ovei- 
60g gar nicht unzweideutig. ^Exleijcsrai passivisch non omittitur\ ev 
fpd^iTOtöiv (Pers. 220. 523) nimmt das iv vsxqoICiv wieder auf. 'AXwfiai: 
aus ihrer Gesellschaft ausgestofsen (Weckl.); vgl. Homer ?? 74 (Paley), 
wo Patroklos' Seele sagt: all' avxog dldl7]fiat dv' evQvxvleg'kiöog 
6(5, Ai nach alöxQ' entspricht der Negation. Ihr Ingrimm über diese 
ungleiche Behandlung läfst sie dies nochmals wiederholen, :it^ovvvejto) 
(852) 6' vßlv ori . . t':7r£(); denn v:jteQ ist jedenfalls aufzunehmen, 
unter Beziehung von xeiviov auf Agamemnon (= ovg sxravov), Gegens. 
vütEQ fiov lOi, während mit v^to das Pronomen sich auf die (pd^iroi 
beziehen müfste und xdvuw vno ziemhch nichtssagend wäre. In 
dieser Beurteilung der Kl., ihrer Tat und ihres Leidens, zeigt sich 
übrigens die allgemeine Stimme. Paley vergleicht Plat. Phaid. 108B: 
rriv dxdd^aQxov — ?J (fovaov d6ix(ov tj/Lt/ievrjv (ipvyj]v) — Tavz7]v ßtv 
djtag (psvyei rs xal vJtsxTQejterai, xal ovrs ^vveßütOQog ovd^ ' ijyeficiv 
e&el8i yiyvsö&ai' avtr] 6s nlavärai iv Jtdö7]i exofievi] djtoQiäi. 

lOOfF. Uad^ovöa wieder anakoluthisch, doch ist dies übliche Ana- 
koluthie, s. zu Ch. 520. In der Wiederholung des Gedankens, der 
ebenfalls (s. zu 98 f.) doppelt ausgedrückt wird, ist Anschlufs an die 
Konstruktion von loi. ^ilrdrcov genau wie (pilrdrovg Ch. 234, 
dem Nächsten. MTjvisrai loi fallt sehr auf, einmal des Mediums 
wegen, das sich nirgends findet, und dann wegen des i, wozu sich 
nur Hom. B 769 ocpg' ^Äyil^vg ßtjvav vergleichen läfst, während sonst i 
kurz ist (auch wohl Eur. Hippol. 1 146, jedenfalls Rhes. 494). Ich schreibe 
daher firjvlöstai, da doch im Futurum das Medium weit häufiger ist; 
zugleich wird so die Verbindung mit 103 besser, indem in der zürnen- 
den Frage eine Aufforderung liegt (wie 124). 

103 ff. Die Anrede an den Chor im Singularis ist so gewöhnlich, 
dafs Anstofs nicht genommen werden darf; ähnlicher Wechsel 118 
fiv^oire. 124 (Dt^eig, und dann weiter im Singular; 180 ;fft)()aTf, 
181 laßovöa, u. s. w. Das Herz ist xeQaoxojtog auch Ag. 977, und 
der (fQi]v (im eigentlichen Sinne) benachbart. Die Änderung Her- 
manns xaQ6iag od^sv (woher sie kommen) ist völlig falsch; sie streitet 



Prolog. 83 

auch mit 592. Die Aufforderung oga xrh. wird dann durch evöovoa 
yccQ xre. begründet, wie Pindar Frg. 131 von dem unsterblichen Teile 
des Menschen: evöei öh ütQaööovtcov jLisXewV draQ evöovreCöiv iv 
jtoXloTg ovsiQOiq öeixvvOt reQütvmv ig)8Qjtoi6av ;faA€:7r(öX' ra xqlOlv, 
und das ganze Kapitel ütegl rfjg xa^' vjtvov ßavrixfjg, besonders 

auch (Stanley) Aelian V, h. 3, 11 nach „Peripatetikern** : vvxtcqq 

de öiaXv&Blöav (rrjv y^vx^'*^) T7]g jteqI rovro (d. i. ro öc5ßa) XaiTOVQ- 
yiag xal öcpaiQCoS^eiöav iv rc5i utegl rov d^coQaxa roütcoi ßavTi- 
xcQTSQav yiveod^at, i^ wv rix. ivvütvia. Zu ofißaöiv XaßütQvvsrai ver- 
gleicht Blaydes Ar. Plut. 636 i^fo/ifidrcorai xal XeldfiJtQvvrai xogag, 
aus Sophokl. Phineus n. d. Schol; s. auch Ch. 854 (pQsv' (Oßfiaro)- 
/Lievrjv, Aber was soll der Gegensatz 105, der doch auf diese Situation, 
bei der es Tag ist, keine Anwendung hat? Vollends ist dafür ßgo- 
T(Ov unpassend, und wenn man nach dem Scholion: rj rfjg (pQevbg 
ßolga ov TtQOOQäi iv rjßeQäi, (pQ£V(öv schreibt, so stört die Wieder- 
holung, und es ist immer ein müfsiges Philosophieren. Zu fioiQa 
kann man vergleichen 476 avrai 6' e'xovai fioiQav ovx BVüteßjteXov^ 
d. h. ihre vom Schicksal gegebene Natur und Art; bei ßQor(5v aber, 
scheint mir, ist an Klytaimestras eignes Erlebnis zu denken, da sie 
nichts voraussah und sich fangen liefs, trotzdem dafs sie im voraus so 
viel an diesen Fall gedacht und die Erinyen sich zu gewinnen ge- 
sucht hatte, 106 ff. Und auch ihr Geist war hellsehend gewesen im 
Traume, Ch. 3 2 ff. 52 3 ff. 

106 ff. Miv Gegensatz iio xal ütdvra xrh.j also wieder anako- 
luthisch; :toXld 61] wie 144. Ch. 897. 'Ekd^are, wie durstige Hunde 
(Paley), vgl. 131. Ch. 924. Xodg rs entsprechend xal öaljtva, aber 
dies bekommt mit id^vov ein neues Verbum finitum. jioivoi erklärt der 
Schol. : olvog yaQ ov öTtivöerai 'EqivvCiv, und besser noch Soph. OC. 
100. 469 fF. (nur Wasser und Honig; 481 firjöt ütQ06(f:iQHV fiid^v); 
s. auch dazu die Schollen. ßlsiUyfiara Ch. 15; v7](f)dXia mit den 
Schlufssilben als aufgelöster Hebimg wie fiaQxvQia JtaQTJv 797, Ch. i 
'EQß'^ X^ovie utaxQcöi' xre. (andre Beispiele Paley zu V. 797). 108 vv- 
XTiöe/Livog ist doch wohl ein Wort, wie vvxriTcXayxroq vvxrlcpoiTog 
vvxTi<pQOVQi]roq. Ecxäga kann und wird hier ein eigner Altar sein 
{ioxdga ^oißov Pers. 205 ; s. auch Eum. 806), der sich zu dem Zwecke 
leicht herstellen liefs; das Besondre aber ist die Stunde (Schol. iv 
T(oi jueöovvxTLCJi fiovaig 'Eqivvoiv djtdQxovrai). "iigav (und dcogiav) 
in der Zeitbestimmung immer so im Akkusativ, Eurip. Bacch. "jz^ 
ttjv rerayfiivrjv WQav, Aristot. UoX. 'Ad^. 30 Ende t?/v Sgav rijv 

6* 



84 Prolog. 

3tQOQQ?]^6iaavy Gramm, des neutestam. Griech. § 34, 8 S. 972 (== sig 
WQav, zur Stunde). 

llOff. Aä^ ütarovßeva Cho. 642, xal ravra 112 wie 627. 904? 
Prom. 949? (Kühner-Gerth I, 68 Anm., II, 247); nach gewöhnlichem 
Gebrauche sollte oQovöao, folgen, jiQxvGrarov Ag. 1375 (Pers. 99 M.). 
Soph. El. 1476; vgl. aQXV-öraüla Xen. Kyneg. 6, 6. 'ErxaTill(öii)ag 
Schol. ;f;.£r«(yag, iyyskdöag; Hesych. iyxariXXmipai iyxaTa/LcvxrrjQlöai, 
von tlXoq IXXcQJtrG) {IXXcojüsw), verdrehte Augen machen; auch Frg. 225 
Ddf. 226 N.; wo ei xarillcotpag überliefert ist. 

114 fF. *ßg ist zweideutig: „wie" und „indem**, „da", wie Ch. 660 
u. oft; letzteres scheint vorzuziehen. Ttjq efifjg üibqI ipvxfjg wie Homer 
ütSQi ijjvx'^g d^EOV {X 161), SöTE üteQi ipvx^g (i 422), und Soph. 
El. 1492 mit dywv, u. s. w. (s. Paley), überall „um das Leben", was 
hier nicht genau zutrifft; auch ist Kl. eine blofse ipvxTj. Aber der 
Sinn ist doch ähnlich stark. ^Qovijöars „versteht, beherzigt", vgl. 
yiyvGJöXG) (pQovEG) Hom. n 136 u. s. — ^Ovag s. oben S. 81 ; KXv- 
rainvrfirqa mit dem falschen v hat hier auch M. Der Name soll 
zum Bewufstsein bringen. 

117—130. Distichomythie seitens der Kl.; der Chor ebenfalls sym- 
metrisch erst zweimal ßv^ dann zweimal ö>', endlich, was Hermann 
epodisch nennt, iiv nv und darnach Xa^h u. s. w. Die Interjektionen 
werden durch ütaQEüti'yQa(fri (Schol.) angegeben; derartiges kommt 
(Weckl.) bei den Tragikern jetzt nur hier vor, bei Aristophanes öfter. 
Mv fiv Arist. "ijtjt, 10. Thesm. 231 (Laut des Schmerzes ; in den Th. folgt 
ri fiv^siq, vgl. fivC^ovöiv ebenso Eum. 189). 119 ist in den Hdschr. 
sinnlos und durch Hermanns sfioi statt ißolg nur scheinbar geheilt; 
denn so geht (piloiq auf Orestes, und ütQoöixroQeg (441) heifst Be- 
schützer, wofür man sich auf Zevg d(pixroyQ Hik. i bezieht. Richtig 
Weil <piXoi yciQ eiöiv ovx sßolg JtQoöeixozsg (vgl. sixcag Ch. 561). 
121 ist xatoiXTii^H (oder -rii) nicht nötig, da oixri^eiv und -eod^ai 
sich nebeneinander finden. Das y" nach dyav ist aus fg h unbedenk- 
lich aufzunehmen (wie es auch Ag. 1241 zu belassen ist); vgl. Ag. 1254. 
Prom, 696 {:!tQ(Di ye) usw. Über die Nennung des Namens s. zu 116. 

123. coiyßog, wenn 124 wiC^eig richtig M; vgl. Sifioi, was nach 
Reisig zu Soph. OC. 820 die richtige Schreibung ist; s. darüber 
Ellendt im Lex. Soph. p. 798, Dindorf Lex. Aesch. p. 239, Rabe, 
Rh. Mus. XL VII, 413 {(oifioi zumeist der Laur. des A. und Soph., 
desgl. Ven. A der Ilias). — 125 ist TtBTtgaxrai durch Eurip. Med. 
1064 ütävr(ji)g TtETtqaxxai ravra xovx excpai^erai keineswegs gedeckt; 



Prolog. 85 

denn dort ist jteTtQ&rai Variante, was hier Bentley nach Vermutung 
forderte; vgl. Prom. 519 ri yag JtinQwrat Zi]vl nlrjv del XQareiv; 
Die Korruptel war hier durch jtQäyixa besonders leicht; ütsjtQCorai 
aber (vgl. 334 ff.) ist sowohl den Zügen näher wie kräftiger als rha- 
xrai (Wakefield, jtQOOrerayfievov 208), vgl. Schütz. Zu xaxd vgl. 71. — 
127. vutvoq novoq t£ vgl. Homer ^ 2 vizvcoi xal xa/ndrcoi aQTjfievog; 
genau koordiniert ist dies ja nicht, aber der Schlaf tatsächlich (wenn 
dies Kl. auch nicht weifs)von Apollon bewirkt, und damit vereint sich zu 
gleichem Ziele die Ermattung. I^vvcoßorat vgl. Ag. 650, und zu Ch. 74 ; 
xvQiOL ihrer Wirkung mächtig. Agdxaiva ironisch ; ixxrjQalvco nur hier, 
doch Hesych. i^exTJQaivev e^ecpd^stQS, und xriQaivovöi Hik. 99g {xTqQ). 

130. OMüller bringt Versmafs hinein, indem er (fgät^ov an die 
Spitze stellt und laße siebenmal statt viermal bringt; anders Dindorf 
unter dem Text: Ä Xaßov laßov. B Xaßov Xaßov. F (pQal^ov Xaßov» 
Die Zurufe geschehen wie bei der Jagd (wie Vers 131 erläutert), an 
Hunde oder Jäger untereinander („pafs auf"). 

131. Gegen das überlieferte xXayyaiveiq, wenn dies auch nur hier 
belegt wird, ist nichts begründetes einzuwenden, s. GHermann {-dvsiq 
Wakefield, wofür ein paar sonstige Belege existieren; vgl. aXtraivco, 
6C(pQaivofiai). Die Analogie des Baues mit 133 scheint gegen die 
Änderung : ovag / öicoxeig / d^figa / xXayyalvHq / ö ' aüt^Q — ri 6Qäig / 
dviöTCO I ßi] öS I vixdro) / :itcvog, und dieselbe Form hat man auch in 132, 
zumal wenn man ßeQifivaq und ixXaiJtcov schreibt : xvg)v / /uBQifivaq / 
ovjtoT^ I ixXelütwv I Tcovov, mit Anklang von tvovov an ütovog 133. 
'ExXeiTtcov (Blomfield) scheint in der Tat besser zu sein ; bei ei — i 
ist das handschriftliche Zeugnis gleichgültig. Zur Sache (Paley) Arist. 
Zwicüv lOr. 4, 10 p. 536 b, 27 : evvjtvidt^HV (fjaivovrai ov (.lovov dv- 
^Qwnoi, dXXa xal Yjtütoi xal xvveq xal ßosq, hc 6h otgoßara — — * 
ötjXovöt 6' Ol xvvsg rcoi vXayßWi^ und (Schütz) Lucr. IV, 992: venan- 
tumque canes in molli saepe quiete iactant crura tarnen subito^ vocesque 
repente mittunt^ et crehras redducunt naribus auras, ut vestigia si teneant 
inventa ferarum. — 133 ßri 06 vixdrco jcovog hier (vgl. 88) „lafs 
dich nicht weiter (wie bisher) die Müdigkeit überwältigen" ; dann ^?y<J* 
dyvoriöriig von dem neu Geschehenen {nfiiia das Entrinnen des Or.), 
welches erkannt werden soll. 

135 ff. Die ersten Verse wieder parallel: dXyr^öov ^ütag j ivöiTCoig 
oveiöeöiv \ roTg öcocfQooiv yäg j dvtixEVTQa yiyvsrat; ebenso 137 f. 
ov 6 ' alfiarrjQov 7tvivß{a) / sjcovQioaoa rcoi \ dr/ucot xariOxvaivovOa / 
vrjövog jtVQit und 139 f. (reine lamben, mimetisch) ^jcov I fidgaivs I 



36 Erste Parodos. 

6svT£Q0ig I ÖKoyßaöiv \ ^yeiQ ' iyeiQS / xal öv rrjvö ' / eyd) 6e 6e. Die Er- 
läuterung zu 135 geben V. 155 ff.; übereinstimmend (auch in roig öco- 
g)Q00iv) ist Demosth. Olynth. I, 17 Tcal jtQOöeaO-^ fj vßgig xai €^' ^ 
rcov TtQayßdrov aioxvvtj, ovöeßiäq Ekarrcov C,r]fiia rolg ya öc6(fQ0öiv; 
ferner vgl. Plat. Leg. XI, 926 D ijjoyoq xal oveiöoq xeiöd^co, jto?.l(ov 
XQ7]fidT(ov vovv x6XT7]ߣVG)L ^7]ßia ßüQVxiQa. Zu finag vgl. Ch. 272. 
Ag. 432 (unten 158 Xoßov; die ovsiöi] sind die der Kl.; dvrixevtQa 
(nach 466) = dvrl xbvtqov, vgl. dvTiöovXoq Ch. 135. Nach dem 
allgemeinen Satze erfolgt die Rückkehr zu diesen Personen mit 6v 6e 
(worin also nicht, wie Paley meint, der Wechsel der Anrede an ver- 
schiedene Erinyen liegt). — ejcovQloaöa mit einer gewissen Ironie, 
zugleich zu dem doppelsinnigen ütvtvfia passend; twl wie Sept. 385. 
912. 1065, unten 174 usw., s. zu 2. Nach den letzten Worten ver- 
schwindet der Schatten wieder in die Tiefe. 

Erste Parodos, 140—178. 
Drei einleitende Trimeter der Chorführerin (i und 3 reine Jamben, 
jedenfalls auch in raschem Tempo rezitiert); dann drei Strophenpaare, 
in denen zweifellos Einzelvortrag oder geteilter Vortrag der einzelnen 
Stücke war; aber wie, ist ganz unmöglich festzustellen. GHermann 
verteilte unter 15 Choreuten (einschliefslich der 3 Trimeter zu Anfang), 
indem er Str. « Ant. « fünffach teilte, unter je vier, Str. ß Ant. ß 
zweifach unter je zwei, Str. y Ant. y aber ungeteilt je einer Erinys 
gab. Rofsbach, Kirchhoff, Wecklein verteilen unter Halbchöre; auch 
bei ihnen ist die Spaltung von Str. Ant. a vierfach, von Str. Ant. ß 
nur einfach; Str. Ant. y bleiben Einheiten und werden von Rofsbach 
sogar dem ganzen Chor gegeben. Der "Scholiast bemerkt nur: xoßßa- 
rixcog (als losgelöstes Stück, nicht Teil einer Periode) sxaorov ütQOS- 
vsxTSOv ' ai yaQ öiaxonal (Unterbrechungen der Konstruktion) tiqoö- 
(poQoi Tolg Jtdd^EöLV ; also war auch ihm keine Teilung überliefert. 
Man hat sich zu denken, dafs die Erinyen, eine nach der andern 
erwachend, aufsprangen, sich umsahen, hin und her rannten, schliefs- 
lich aber nach vorne zu, d. h. von dem Ekkyklem herunter in die 
Orchestra, wo es möglich war sich zu gruppieren und regelmäfsige 
Bewegungen auszuführen; deshalb scheint mir auch für Str. Ant. a 
■die Gliederung nach Halbchören ausgeschlossen, für ß {y) dagegen 
zulässig. Nach der Fiktion des Dichters (179) sind sie gleichwohl 
immer noch innerhalb des Tempels. Dafs die Aufregung zuerst am 
stärksten ist, nachher sich etwas setzt, ist natürlich. 



Erste Parodos. 87 

Von Rhythmen dominieren die Dochmien, denen indes, wie auch 
sonst, rezitierte Trimeter beigemischt sind, a 2. 4, ß i, y i, mit nicht 
vielen Spondeen, schliefslich indes (Ant. y) sogar mit dreien. Vgl. 
über diese Trimeter zu Ch. 423 ff.; in der 2. Parodos und in der 
Strophe 7 7 S ff. ist die gleiche Mischung. Die Dochmien respondieren 
genau bis auf 157, 164, wo man emendiert, und 143, 149. Aufser- 

dem : Str. a 6 ^ - ^ — v^ w-, vgl. ^5 <y - ^ — ^ — ^ v^-, 

doch wohl lamben mit unterdrückten Senkungen (Ch. 940); dagegen 
aufgelöste lamben ß, 6 ^w^/^^^/^^v^/^-; Dochmius und iam- 
bische Dipodie (vgl. zu Ch. 68, S. 86) ß, 2 und in umgekehrter 
Stellung (^_^_, w--^-) y 4; Dochmius und xara ßaxxelov 
_o^-w-w y, 2 (vgl. Strophenschlüsse wie 793 Sept. 688. 701). 
Sehr unklar ist Str. Ant. 2, 4: vjtb (fgävag, vjtb Xoßov — uibqX 
üiööa, TtsQi xaga, Päonen ohne Synaphie? katalektische trochäische 
Dipodien desgleichen? Vgl. 328 u. s. w. Oder iambische Tripodie? 
Dann würde die Anaphora etwas verwischt. 

140 ff. Die Erste weckt die Zweite und läfst sie die Dritte wecken, 
und weckt selbst währenddessen eine angeredete Vierte {iycb 6e Ca); 
denn dafs dies hiefse „wie ich dich'', ist wenig glaublich. Das erste 
syaiQs kann man ,, erwache" verstehen; denn dies mufs doch dem 
Aufwecken einer andern vorangehen; so Eurip. I. A. 624, nämlich 
öavröv oder oavr/jv, vgl. jtavs ,,hör auf". Bei evösig ist Personen- 
wechsel möglich; Paley vergleicht Homer B 2^ (vgl. oben S. 81) 
svöeigy 'AzQeog vU; UjcoXaxri^eiv (Prom. 651) starkes Wort; aus 
dem Singular geschieht Übergang in den Plural wie Ar. ^'Oqv. 203 
(Weckl.) dvsysiQag ttjv efirjv dijöova xaXovßbv avrovq. ^Qoißiov 
ist der Traum, wie Ag. 1354 {(fjQOifiiät^ovTai) der Todesruf und seine 
Ursache; fiaxäv {judraiov elvai oder yiyveö^ai) auch Prom. 57. 
Sept. 37. 

Str. «, 143—148. 'lov iov wie Ch. 881. Ag. 12 14; jctjca^ vgl. 
ütv:n:jta^ Plat. Euthyd. 303 A, wovon vJtSQJtvjtJtdC^siv Arist. ^ Ijtjt. 680 
abgeleitet ist. Doch ist dies Ausruf des Staunens; ütvna^ hier eher 
oxarXLaöTLXöv^ wie ütönot 146; darnach jtojta^ Aldina Ddf. — Das 
std&oq ist das Entrinnen des Flüchtlings, der wirklich fort ist; das 
ütoXXd Ttad^Blv, und zwar fidrr^v, sind die vielen vergeblichen Mühsale 
der Verfolgung. Avöaxng nur hier; a<peQTog (Ch. 442. 469, unten 
479, fünfmal im Ag.) ebenfalls nur bei A. und zwar in dieser Trilogie 
(in Prosa difOQTjrog). Der Hiatus nach der Interjektion zwingt noch 
nicht, vor d<p£QTOV xaxdv und roxtvOiv utiXQOv die Synaphie als 



88 Erste Parodos. 

unterbrochen anzunehmen. — 147. uie:jtTG)X6v i^ agTcvcov wie Ag. 1245 
ix ÖQO^ov jtiocov, herausgeraten; jtstitTCOxev e^co tojv xaxwv Arist. 
BatQ. 970 (vorher riv xaxoTg nov jteQiJtiö7]i). Dann ol'x^rai ^' (Abresch) 
statt 6; hier ist zu enger Anschlufs, als dafs 6a vertragen würde. 

Ant. a, 149—154. '/© Jtal Aiog stimmt wenig zur Strophe (v^ w w - ^ - ) 
und hat eine auffallige syll. anceps am Schlufs eines i. Dochmius 
des Dimeters, wie Soph. Ant. IS22 ayara ß' ori rdxoq {raxiör wird 
emendiert) / ayata ß axTtoöcov. Hier mufs man das Überlieferte stehen 
lassen; auch in den Strophen 778ff. und 837 ff. begegnet Ähnliches. 
'EnUkoütoq wie Hom. {X 364 u. s.); utäXi]L Medium wie 199. Ag. 
255 u. s. (häufiger Aktiv). — 150 stark ähnlich mit 731 anal xa^ijt- 
üidlp^L fia ütQaößvTLV vaoq; auch 778=808 d^aol vacoraQOi, TtaXaiovg 
vofiovq xad^iüiTtdöaöd^a ; das Verbum steht im eigentlichen Sinne Hdt. 
9, 14 1] ijt:jtog xaxLjtüidöaxo x^QV^ '^V'^ Mayagiöa (verwüstete). — 
151 öaßov vgl. axvoßfov öäßag 92 ; dies ist eben ein Stück der neuen 
Weltordnung, Einl. S. 9. 'k^£Og auch 540 (Pers. 808, vgl. övö^aog 
Ch. 46 u. s.). Toxavöiv d. i. der Mutter, wie tcöp raxo/iävcov Ch. 419, 
vgl. für solche Plurale die Belege aus den Tragikern bei P. Menge 
De poet. scaen. graecorum sermone (Gtg. 1905) 25ff. ; nixQov feind- 
selig wie Ch. 234. ßlTjTQakoiag (210) ist eigentlich wer seine Mutter 
schlägt (dXoäv), und hat noch bei Piaton Phaid. 114 A diese gelindere 
Bedeutung (nachher dort vßQiöav von denselben Missetätern). 'i2i; 
■^aoQ, Gegensatz zu dd^aov (Schütz). Ti rcovöa xra. vgl. (Weckl.) Ag. 
211. Ch. 338. 

Str. ßf 155—161. In dieser Str. und der Antistrophe sind zahlreiche 
Gleichklänge, teils zwischen Str. und Antistr. {ßaöoXaßaZ — (povoXißfj, 
6i(pQi]XdT0V — öixag, ucdgaöri — JtdQaörc, XQvog exaiv — ayog axaiv), 
teils in einem Verse: 155 ovaiöog — ovaiQdrcoVj 156 öixav 6ig:Qt]XdTOV, 
160 öaiov 6afiiov, 161 ßaQv jcagißagv ; besonders aber, mit ent- 
sprechender Bildung in Str. und Antistr., doch ohne Anklang zwischen 
diesen, 159 vito (pgavag vüto Xoßov und 165 jr6()i ütoöa :JtaQl xdga. 
Vgl. W. Kühne De vocum sonorumque in strophicis A. canticis aequa- 
bilitate (Halle 1905) p. 5 f. — Der Anfang wiederholt (mit Absicht) 
Klyt.'s Worte 135 f., unter kräftiger Ausführung des Bildes. MaOoXaßrjg 
nur hier (so ist der Stofs stärker), Xoß6g = ^:JtaQ 135, also vjto X. == 
v<p finaQ Ch. 272. Die letzten Verse der Str. aber fügen ein an- 
deres Bild hinzu, das vom öffentlichen Folterer und Auspeitscher und 
dessen Schlägen. Kgvog wie Sept. 834 (vgl. xQvagog)) ütaQißaQV nur 
hier (über die Bildung Lobeck Phryn. 539; vnaQßaQTig Ag. 11 75 



Erste Parodos. 89 

M, vütSQßaQvg h). Statt des unpassenden Artikels ist mit Wakefield 
Ti ZU schreiben, wie eben der V. der Septem zeigt: xaxov rt xag- 
öiav fie üteQiJtirveL XQVog, also einen Schauder wie (Schol.) unter den 
Hieben des Henkers. 

Antistr. ß, 162—168. Der Gegensatz gegen das junge Götter- 
geschlecht (schon Antistr. a) kommt nun noch schärfer heraus. Es 
ist Parallelismus und Abwechslung: Str. a Str. ß verwandt, ebenso 
die beiden Antistrophen (Weil). KQarovvrsg ist mit d^govov zu ver- 
binden, Hik. 2 54 f. alav XQarw, Soph. OC. 1380 rovg öovg ^Qovovq 
xgarovOiv, nur dafs ^govovq, wofür in der Strophe Spondeus steht, 
wahrscheinlich Erklärung ist: d^äxov Rauchenstein, d^Qävov HLAhrens, 
möglich wäre auch (fovoXißalq Wgaq, wie Prom. 389 rwi veov ^ß- 
xovvTi nayxQaTElQ, i'ÖQag. To :rtäv „überhaupt", zu Ch. 331; öixao, 
jtXeov = :jikQäi öixtjg Prom. 30, was Heimsoeth auch hier fordert, 
zumal da Hesychios :n:sQäi durch jtXeov erklärt; doch kann jtXeov 
adverbiell sein, Ch. 902 u. s. Das <povolißt}g ctegl utoöa mufs einen 
weiteren Sinn haben als was die folgenden, von Apollons Tat han- 
delnden Verse besagen: auch Zeus hat den Mörder Ixion aufge- 
nommen und seinen eigenen Thron besudelt, vgl. 717 ff. — V. 168 
(XQOfievov wie ccQOiöd^s xvöog Sept. 316, „erwerben", zu aQVVßai und 
nicht zu deigco aiQCOj Kühner-Blafs II, 350; dazu der epexegetische In- 
finitiv ex^iv, Kühner-Gerth II, 576. BXoüVQog hat A. nur hier, im 
Sinne von „schrecklich", wie FoQyw ßXoövQwnig Hom. A 36. 

Str. y, 169-173. Wenn bXQavax^ d. i. f;f()aWro richtig ist (wo- 
gegen kein Bedenken sein kann, da das Medium dem Sinne ent- 
spricht), so ist Apollon so wenig wie in der Antistr, (ixXvoerai 174) 
angeredet, und nun auch fiavTiOcoi in ßavrig cov (Schütz; vgl. unten 
ütorirgöütaLog wv 177) zu emendieren; denn bei /navrixbv (Stanley, 
wie fiavTixcov fivxdjv 180) vermifst man gar zu sehr das Subjekt. 
AvTOöCvTOv = avroxiXevorov zitiert Hesychios aus Sophokles' ^xvQiai; 
dies Verbum wahrt hier die Verdoppelung des Anlauts, wie bei Homer ; 
aber in imovfiEvog unten 786 ist sie verloren gegangen. ^vroxXrjtog 
„aus eigenem Antrieb" Soph. Tr. 392, Piaton Ep. VII 391 B; der 
Scholiast erklärt avrbg avrbv xaXiöag, also aktivisch. BQOteog statt 
'BLog bei Tragikern nur hier (Ddf), aber bei Pindar stets, wie auch 
(nach Didymos) in Aristoteles' Päan V. i . In 173 schreibt man 
(aufser Weil und schon Schütz im Kommentar) sehr verkehrt Moigag, 
als ob es sich um Vernichtung der Schicksalsgöttinnen handeln könne; 
A. erklärt sich selbst in V. ']2'j, wo die Erinyen zu Ap. sagen: 6v 



90 Erstes Epeisodion, 

rOL Jtalaiaq öiavo/naq xaraipO^iöag , also die uralte Scheidung 
zwischen Göttern und Menschen, indem du einen Menschen dem 
Tode entzogest. Vgl. zu fwlQa Eum. 105. 476 (Plural, weil auf 
Götter und Menschen bezüglich); zu jtalaiyevelg Sept. 742 naXai- 
ysvfj naQßaöiaV, über diesen Vorwurf Einl. S. 9. 

Antistr. ^, 174—178. „Mir macht er sich verhafst, und seinen 
Zweck erreicht er doch nicht"; also wie Zeus zu Hera sagt, Homer 
A 562 : :xQfl^ai ö' e/iijttjg ovtc övvrjoeai, dXX' ccjtb d^vßov ßäXXov 
ißol eöEat. 'ExXvöerai Med. wie Prom. 235 {Ivöaod^e Ch. 804). 
^EXevd^eQOvrai ist das prophetische Präsens, Kühner-Gerth I, 138. 
UoTiTQOTtaioq ist hier (wie 2;^^) der Schuldbeladene; ßidoxfOQ aber 
der Bluträcher, während es Ch. 944 der Verbrecher ist; das schwankt 
also wie bei dXäorcoQ, dXeiziJQiog ; auch jtQoöTQOJtaiog selbst, wie 
Antiphon Tetr. 3 « 4 öeivovg dXeiT7]Qiovg e^oßev rovq rwv djto- 
d^avovrcov TtQOOrQOTtaiovg sagt. IJäoerai = XTTJasrat wie jtsTtaßtvog = 
xaxTTjßivog Ch. 191. Ag. 835. Das verdorbene ixsivov hat Weil vor- 
trefflich in döiv ot emendiert: EK(E)INOY = EICINOY, mit der be- 
kannten Vertauschung von K und IC , aus der die schöne Korruptel 
CKY<t>OC statt CICY<t>OC (Ephoros b. Athen. XI, 500 BC) entsprang. 
IEötiv ov oder eCriv ov schon GHermann, mit geheimnisvoller An- 
deutung, die aber auch in elötv ov liegt. Für den Sinn vgl. 273 f. 

Erstes Epeisodion, 179 — (243) 306. 

Während Orestes flieht, erscheint Apollon wieder und treibt die 
Erinyen aus seinem Tempel heraus. Ein erster Konflikt zwischen den 
streitenden Gottheiten wird hier vorgeführt, gleichsam ein Vorspiel zu 
dem in Athen; also teils um diesen vorzubereiten, teils um über die 
lange Zeit von Orestes' Flucht etwas hinwegzutäuschen, was hier durch 
ein Chorlied nicht geschehen konnte. Der junge Gott benimmt sich 
feindselig und herrisch (junkerhaft, wie man gesagt hat), die alten 
Göttinnen würdevoll und gemessen, wie auch nachher; von 213 ab 
ist indes auch Apollons Ton ein gleich würdiger. 

Apollon 179—197. V. 181, Die Metapher ocfig wird vom Schol. 
aus dem Gifte erklärt, richtiger aus dem Bisse; jcTEQoevreg sind die 
Pfeile schon bei Homer (vgl. A. Myrmid. Erg. 129, Paley) ; der My- 
thus kennt aber auch geflügelte Schlangen, Hdt. 2, 75 f. ^Qyfjözfjg 
{d(pQ6g Sept. 60) ist wohl als hellglänzend zu verstehen, ßsXag dipQog 
183 macht einen Gegensatz, eben den zwischen dem Lichtgotte und 
den Mächten der Finsternis. Das Bildliche der Rede ist zugleich füi 



Erstes Epeisodion. 91 

die Drohung geeignet. 1 82 ;f()t;(JrAaTOg ist die Sehne {^cüßiy^, auch 
Pers. 461 so), wie alles bei den Göttern golden oder silbern {(xq- 
yvQoro^oq von Ap. Homer A 37). — 183 f. Blutsaugerinnen sind die 
Erinyen auch nach ihrem eigenen Liede 2 64 ff. 

186 ff. Die Strafgöttinnen haben Freude an der Strafe, und je 
barbarischer und wilder diese ist, um so mehr. A. hatte genug von 
persischer Strafjustiz gesehen und gehört. Sofort für xaQaviOrfJQsg 
ölxai vergleicht sich Pers. 371 ; Ausstechen der Augen kommt Xenoph. 
Anab. i, 9, 13 neben andern Verstümmelungen vor; Entmannung von 
Knaben Hdt. 6, 9; Steinigung und eine Art Kreuzigung an einem 
Perser und seinem Sohne vollzogen von Xanthippos das. 9, 120, dva- 
OxoXojtiö/Liog (igQ^-) ^^ 3000 Babyloniern nach der Einnahme von 
Babylon 3, 159. Demgegenüber mufste sich der Athener, bei dem 
nur x(6v£iov und djtorvßjcaviößog die Strafen waren, als human und 
gesittet fühlen. Aixai xaQaviörrJQsg wie zvxv OcottJq Ag. 664; das 
Wort wie oip&aXfKOQVXog nur hier, doch xaQaviörijg ßOQog im Rhesos 
817 {xaQava öai^agCh. 396). Beide Adjektive gehören zu dixai] für 
sich steht a<f)ayal Abschlachtungen, wie sie freilich auch in Hellas vor- 
kamen; dann üjtiQßaxog t' <x:to(pd^oQal (Hdschr.) jtaiöcov (Knaben) 
deutlich für die Sache; dann xaxov ra (wie man nun mit Dindorf zu 
schreiben hat) ^Xovvig rjö' dxQfovla. Auch dies müssen Substantive 
sein, durch r^ö^ verbunden, vgl. 414 (auch sonst oft A., wenn auch 
nicht im Dialog); der Scholiast, der mit ^ dxfiaia (x^ovrig) aTtoxoTtrj 
{dxQCDvia) erklärt, ignoriert merkwürdigerweise die Konjunktion. Aus 
Herodian aber wird in den Schollen övöT7]ßa xal dd^QOiOiia als Er- 
klärung für dxQcovia zitiert; besser Bk. An. 37 2y 2 dxQfovia ra dd^Qoi- 
ößara, xal fj dxQorrjq, xal 7] dx/i7], xal rb sütilexrov ovörrjfia (Et, M, 
53,41; Hesych., s. Ddf. Lex.). Diese Bedeutungen passen trefflich 
und lassen sich (aufser d^goiößa) an dxQog leicht anschliefsen, wenn 
auch die Bildungsweise auf -covia unklar bleibt. Wenn man indessen 
'Covid akzentuiert, dann sind xQivwvid, ^oöcjvid analog, und die Be- 
deutung „wo das Äufserste von Übeln zusammen ist". Weniger gut 
sind wir über x^ovvig unterrichtet, nur dafs dies Wort mit ßovvtg 
(Hik. 117 'Ajclav ßovvtv) zusammengestellt wird (Lenz Herod. 95, 9). 
Der Scholiast mischt den homerischen (/ 539) x^ovvrjg övg aygiog 
hinein, der ein grofses Problem bildete; immerhin sieht ja /lovrig 
wie ein Femininum zu x^ovvrjg aus {jtoXirijg — jtollrig), und wäre 
nicht das jy'cJe, so könnte man es mit den Schol. als Adjektiv (= «- 
Xfiaia) zu dxQCOVid verstehen. XXovvijg selbst fand sich bei A, in den 



92 Erstes Epeisodion. 

^HÖGiVoi (Frg. 63): /tiaxQoaxeXrjg fiev. aga ßt] x^ovvrjg rig rjv (Herrn. 
für ^), wo es anscheinend eine Heuschrecke bedeutete. S. Ddf. Lex, 
(nach GHermann Opusc. V, lofF.). Es hilft alles dies nicht im ge- 
ringsten weiter, und wie überliefert ist, mufs man schon mit Dindorf 
X^ovvig als viridis seges erklären und (mindestens in A.s Sinne) mit 
Xkori zusammenbringen. Hermann schrieb nach Fritzsche utaLöcov rs 
X^ovvig, i]6' dxQCOvia xaxov ; so wird x^ovvig Kastration, wie man 
XXovvi]q bei Homer vielfach als exrofiiag erklärte; daher auch die 
Schollen an unsrer Stelle. — V. 189 steckt in levO/nov entweder -6g 
oder -o/; ßvC^ovöcv schon 118. Oixriößog ist nach Ammonios p. 102 
(Ddf. Lex.) 6 Xoyog rov oixri^Oßavov ^ dagegen olxrog das Mitleid; 
anscheinend hat bei A. olxrog auch erstere Bedeutung, 515; doch s. dort. 
190 vjtb QOixiv ist in scriptio continua ijtoQQaxtv, und so Hdschr.; 
vgl. Prom. 1023 ßsycc gaxog (jieyaQQaxog) ; zahlreichere Belege sind 
indes für Kürze des vorhergehenden Vokals, wie 2^2 rov Ixhrjv re 
Qvöoßai {re wäre gegen das Porsonsche Gesetz); Prom. 992 ütQog 
ravra QL^trio&G) ßlv, Sept. 105. Gh. 315. Eum. 789 rl Qe^sig (-ag, 
-a))j Prom. 713 xQ^ß^'^ovoa QaxtaiOiv. In der alten Komödie ist be- 
kanntlich die Verlängerung Regel, in der Tragödie nicht. 

190if. 'EoQrr]g mit bitterer Ironie; mit djtOTtrvöroi vgl. oben xa- 
rdnrvöroL 68; CreQyi^&QOv Gh. 241. '^ Y(prjysTo&ai „anleiten" = lehren, 
zeigen; Weckl. vergleicht Gatull. 64, 193: Eumenides quihus anguino 
redimita capillo frons expirantes praeportat pectoris iras. — 194. XQ^]~ 
CrriQLOig schwerlich Substantiv = Orakelstätte, sondern adjektivisch wie 
241. Ag. 1270; Orakelspruch heifst xQr^Of^iJQiov Ag. 964. Sept. 748, 
Orakelopfer Hik. 450. Das Substantiv wird also in 7ülfjOloio(t) zu 
suchen sein, wofür nichts näher liegt als xlrjtöioiöc d. i. xleiöloiOi 
(Wieseler). To xleiöiov rb Avxoßiöcßv Pausan. 4, i, 7; über Schrei- 
bung und Ableitung (von xhjiG)) s. Meisterhans-Schwyzer S. 51. Tql- 
ßeo&ai iv wie ivrQißaöd-ai, jcQOörQißeö&ai; letzteres steht Antiphon 
4 jS 8 vßtv rb ßTJvißa rwv dlsirt^Qicov JcQoörQtxpoßai, ersteres jetzt 
nur bei Späteren, evr^ißsö^ai rivi xaxov Lukian D. D. 20, 2. Mvöog 
Befleckung wie 445. 

196 f. Dem Orestes hat Apollon den Hermes als Geleiter (,, Hirten", 
s. jtoißaivcov 91) mitgegeben; die Erinyen schickt er fort ohne Geleit. 
In ainoXovßavai (vgl. ßovxolovßevog 78) liegt der Vergleich mit einer 
Ziegenherde; ev<pihjg hier aktivisch (passivisch Ag. 34). 

Stichomythie 198—212, eingeleitet mit 3 Versen des Chors (vgl. 
zu Gh. 106 ff.), wie auch 415. 585. 'Avrdxovöov nämlich oveiöri: 



Erstes Epeisodion. 93 

nachdem du uns geschmäht, lafs dir auch unsre Vorwürfe sagen. 
IleXriL wie 149. 

201 ff. ütwq 6t] wie 431. 601, Ag. 543. Toöovzov für -to Din- 
dorf, da der allgemeine Gebrauch der scenischen Dichter die Formen 
mit V bevorzugt, Ddf. Lex. 361b. „Soviel magst du meinetwegen 
sagen", so widerwärtig mir die Unterhaltung mit dir ist. 202 wörs 
pleonastisch wie nach öexoifitjv 228, Kühner-Gerth II, 8 ff. — 203 Jt8fiyjai 
ütoivdq, von Or. , könnte verteidigt werden mit Pers. 624 jce/iiüts ^o«? 
d. i. giefse aus, oder ro^svfi' ijceßtpEV Hik. 1005; indessen die Kon- 
jektur von Heath jteßipaq pafst auch in bezug auf den Aorist besser, 
der sich so an exQTjoa anschliefst. Ti ßtjv Ag. 672 n. Linwood {ri 
ßi\ überl., wie auch hier f j, Soph. Ai. 668, „was denn sonst?" Die 
Redensart, besonders wo sie als Antwort gleich einer Bejahung steht, 
scheint dorisch und dem A. wie später dem Piaton in Sizilien geläufig 
geworden; Sophokles aber zeigt gerade im Aias vielfache Berührungen 
mit der Orestie. Dittenberger Hermes XVI, 334 (der bezüglich der 
Stellen des A. und Soph. zweifelt, ob ri iir^v oder W ßri das Rich- 
tige ist). 

204 ff. ^VTceötrjg (machtest dich anheischig) ösxtwq wie rov Xoyov 
öiaöoxov vnoördvra Plat. Phileb. 19 A (Paley). ApoUon bestätigt 
dies, indem er die Art und Weise (durch das Imperf.) näher angibt. 
— 206 Schol. rjd^ixevOavTO rag ÖKOXZQiag ütgoTtoßutovq einovoai, d. h. 
sie sprechen in (grimmigem) Humor, Rutherford Scholia Aristophanica 
III 130 n. II, der h 7Jd^ei b. Diogen. VI, 10 vergleicht, z/^r« wie oft 
in der Frage (Ch. 218. 916 u. s.) an das Vorige anknüpfend, „denn", 
,,also". — 207 jcQoöcpoQog Ch. 714; für ütQÖ6(fOQOv ist Stanleys ngoo- 
(fjOQOi natürlich ebenso möglich. 208 jtQoörsray/nivov „vom Schicksal 
zugewiesen", wie der folgende Vers zeigt; nicht etwa „befohlen". 
Tifii] wie Ti/udg 419 {ytgaq 394), und die Erklärung dort ähnlich wie 
hier: ßQoroxrovovvrag ex 6öß(ov iXavvofieVf nur dafs hier mit An- 
spielung auf Orestes spezialisiert wird. — 211 ri yaQ s. Ddf. Lex. 65 ab; 
über den Genitiv dabei s. Kühner-Gerth I, 363 (Plat. IIoliTsia 470 A 
ri öh yfjg rßjjoecog, nämlich ntQh und denkst du, sagst du). Noücpit^eiv 
= töten Ch. 438. 491. In der Antwort zeigt sich, dafs die Erinyen 
ihre Rache auf den Mord von Blutsverwandten beschränken (noch 
deutlicher V. 605); somit ist ihnen Gattenmord auch kein (povog 
avd^ävrrjg, d. i. avroxrovog (Sept. 681. 734), avTOtpovog (Sept. 850. 
Ag. 1091), oder keine avrovQyia (336), d. h. eigenhändig am eignen 
Blut begangen (^avdroig avS^ivraiOiv Ag. 1573). Dies am ,, eignen 



94 Erstes Epeisodion. 

Blute" wird bei diesen Wörtern gewohnheitsmäfsig suppliert, indem 
ja dies der ärgste Fall des Tötens mit eigner Hand ist; natürlich be- 
halten av&EVTTjq (avToevTTig Soph. OR. 107, wo indes der engere 
Begriff durchschimmert), ai\6xeiQ daneben auch die allgemeine Be- 
deutung. 

Apollon 213—224. Das verdorbene i^Qxeoo) 213 scheint nach der 
Parallelstelle 845 f. geheilt werden zu können: a^to ydg ßs rcßäv 6a- 
vaiäv d^sojv övOJtdkaßot 7t aQ^ ovöhv 7]Qav 60X01, Wenn dies hei fst: 
haben mich aufgehoben und fortgerissen wie nichts, von den Ehren 
hinweg, so kann auch jcag' ov6ev ^Qxe dies sein: hat wie nichts be- 
seitigt. AiQHV so Eur. El. 942 aigei xaxd, Plat. Tlolirda IX, 578 E 
aQaq äv6Qa ex rfjq :it6lEG)g d^eiri eig EQi]ßiav, Zu jr«()' ov6£V vgl. 
Ag. 229, :taQ^ ov6ev iöri Soph. OT. 983. Es bedarf nur noch eines 
Subjektes, und dies könnte mit ^qx' ijtoq hergestellt werden, unter 
Parallelismus mit 215 r(oi6' düteQQiütrai X6ycot\ zu ejtoq vgl. z. B. 510. 
532. 586. "HQxare würde dasselbe besagen, aber Apollon redet hier 
stets im Singular an; den gleichen Sinn gibt das von mir schliefslich 
bevorzugte ^Qxag wg, mit nachgestelltem wg wie oft, und ähnlich wie 
Soph. Antig. 34 dysiv ovx <^^ ^ccq' o'i6ev] diese Änderung ist auch 
besonders leicht. Kccqt' drifia braucht nun nicht mehr abgetrennt 
zu werden, sondern fügt sich in dieselbe Konstruktion. — "Hga ist 
reXaia (auch Frg. 329) gerade in bezug auf die Ehe, wie Zeus t£- 
Xsiog: Preller-Robert Mythologie 164; Schol. Ar. Thesm. 973 (Paley): 
"üQa reksia xal Zevg reXeiog htßcovro ev roTg ydfioig, G)g jtQvrdveig 
ovTsg rmv ydßwv. relog 6h ö ydßog (zu 835). lliOTWßara vgl. 
Ch. 977. — V. 216 T« (piXtaxa Familie und Kinder. 217 ßOQöißog 
vgl. 961 die MolQai als Ehegöttinnen. Apollon stellt also, als Ver- 
treter einer höheren Sittlichkeit, das Band der Ehe in schönen und 
würdigen Worten den Banden des Blutes gleich, und man wundert 
sich nur, dafs nachher bei dem Rechtsstreit in Athen dies Argument 
nicht wieder geltend gemacht wird; vgl. unten. 

219 if. Tolöiv == TOVTOig wie 2 u. s. ; ro ßij == Söte ßfjf Ddf. 
Lex. 236a; für yEviö^ai ist rivaod^ai die nächstliegende Besserung. 
^ EnoütxbVHV in diesem Stücke nur hier und 224, häufig in den Choe- 
phoren. ^iv6Qr]laTHV Ag. 14 19. 1586 (auch Soph. OT. 100. Plat. 
noXireia VIII 565 E), von dv6Qj]XdT7jg (Sept. 637) Austreiber eines 
Mannes. V. 222 rd ßlv ist nicht richtig, da nur von Orestes' Fall 
die Rede ist; dagegen 22^ rd 6e stimmt zu tolöiv. '^ HövxatreQai 
Komparativ zu riovxf^i langsam, gelassen, Eur. Hipp. 444 i^övxfii ßersQ- 




Erstes Epeisodion. 95 

Xerai, Gegensatz zu xagra ', otQciööovOav ist doch hier nicht sowohl 
„betreiben" als „rächen**, vgl. 624 rbv ütazQOq qovov ütQa^avxa. Die 
Argumentation wiederholt Orestes 604. 

225—234. Stichomythie und Abschlufs, dieser in zweimal drei 
Versen, wie auch 198 zu Anfang drei Verse standen. 226 6' ovv 
anders als Ch. 571 : die Worte des andern machen den Gegensatz, 
vgl. (Sidgwick) Prom. 935 6' ovv noidro) („das ist mir einerlei, 
meinetwegen so"; also ebenfalls die Erörterung abbrechend). Paley 
vergleicht auch Eurip. ^Hq. fi. 726. Rhes. 868. — 227 f.: die Erinyen 
sehen eine Verkürzung ihres Amtes darin, wenn so alle ihre Mühe 
unnütz sein soll. Verkürzen? erwidert Apollon; ich mag nichts von 
deinen Ehren haben. Darauf jene: freilich bist du grofs, trotz mir, 
bei diesem neuen Regiment. "EfiJcaq Ch. 389. Prom. 48. 187. Hik. loi. 
Das nur hier bei A. überlieferte jtaQ korrigiert Porson in ütaqa', es 
ist schwer zu sagen, ob die Scheu vor dem Tribrachys gröfser war 
oder die vor der nicht attischen Form, wo doch jtoxi (79) auch im 
Trimeter nicht gescheut wird. In dergleichen Dingen folgt man am 
besten der Überlieferung. Vgl. zu 243. Auch 231 scheint Apokope 
überliefert, wofern in x(xxxvt^T]yär7]g (M) Wellauers xaxxvvf]yeTig steckt; 
indes möchte dies doch aus mehrfachen Erwägungen nicht annehmbar, 
und xdxxvvrjysTOJ (Erfurdt) das Richtige sein. ^ExxvvriysrElv hat auch 
Eurip. Ion 1422 (Lykophr. 1025), xaTaxvv7]yeTeiv niemand; auch in 
seiner Bildung ist xaraxvvi^yerig etwas befremdlich. Ferner verlangt 
der Parallelismus mit 2;^! hier ein zweites Verbum, und es wäre falsch 
zu meinen, dies müfste ein Futurum sein, weil ßhEifii ein solches 
wäre. Dies ist vielmehr wirkliches Präsens wie ütgoösifii 24.2 (s. unten), 
und bezeichnet was bereits geschieht; denn mit diesem (aus reinen 
lamben bestehenden) Verse eilt der Chor von dannen. Am Schlufs 
des Verses aber, wo vielfach kleiner und undeutlicher geschrieben 
wurde, ist auch etwas wie Verlesung von -TCD zu THC möglich. 
Mireifii röi^öe toag wie Eurip. Bakch. 5i6f. ccjtotva fisrsiCi JiovvCog 
6e (ähnlich das. 345, Paley). — 233 f. erscheint die Macht des Sitten- 
gesetzes als auch die Götter beherrschend, so dafs der Fluch des vom 
Gotte verratenen Ixhijg diesem schaden kann; vgl. Einl. S. 9. An 
der Überlieferung el jtQodoj braucht nichts geändert zu werden, als 
dafs man in dem allgemeinen Satze die 3. Person herstellt; denn rlg 
läfst sich supplieren, s. Kühner-Gerth Synt. I, 35 g (Homer N 287 usw.). 
Ei mit Konj. findet sich gesichert noch Hik. 91 (Ddf. Lex. 102 a); 
Porson schreibt an unsrer Stelle y/V, Weil oq {ngodwi). E(ps als Singu- 



96 Erstes Epeisodion. 

laris auch Sept. 46g. 615 u. s., unten 610; ebenso Cipiv Sing. Pers. 759 
und Soph. OC. 1490 (nicht sonst); nämlich e und 01 sind bei den 
Tragikern ungebräuchlich {pl nur Ag. 1147 und Soph. El. 196), viv 
aber^ welches sie gebrauchen, kommt umgekehrt auch pluralisch vor 
(Hik. 729. Prom. 55). — Mit diesen Worten entfernt sich auch 
Apollon, und nun wird die Szenerie, während die Bühne leer ist, in 
den Tempel der Polias zu Athen umgewandelt (Einl. S. 15). Nach 
dieser nicht langen Pause, die aber eine sehr lange Zeit darstellen 
soll (vgl. zu 179 ff., S. 90), erscheint Orestes und läfst sich an dem 
Bilde der Athene nieder, d. h. er tritt in den Tempel ein, dessen 
Inneres folglich sichtbar war. Geöffnete Türen genügen hierzu so 
wenig wie vorher; also bleibt doch wohl einfach das bisherige Ekky- 
klem, und es tritt nur an die Stelle des Dreifufses das Holzbild, 
welches die Athener kannten und woraus sie den geänderten Schau- 
platz sofort abnahmen. Die Manipulation liefs sich von unten her be- 
werkstelligen, ohne dafs die Theaterdiener sichtbar wurden. 

Orestes 236—243. Orestes hat, wie ihm auch von Apollon 7 5 ff. 
vorhergesagt war, von den Erinyen gejagt nicht etwa den direkten 
Landweg von Delphi nach Athen, sondern einen Ungeheuern, un- 
bestimmt grofsen Umweg zu Lande und zu Wasser gemacht, endlich 
aber das ihm gewiesene Ziel gefunden. 

235 ff. jid^dva auch 443. 892, immer mit avaGöa, offenbar um 
des Versbaues willen; sonst lA&rivaia (altattisch), zu 288. Entsprechend 
die andern Tragiker. — kXaörmQ ist sonst der Rachegeist, Pers. 354. 
Ag. 1501 u. s.), mit demselben Schwanken der Bedeutung, welches wir 
an ütQoöTQOTcatog und dlEiT7]()tog bemerkten (zu 176^; eigentlich o 
aXaöra öq(5v (Et. M. p. 57, 29), der nicht verborgen bleiben und nicht 
vergessen kann , vgl. aXaörog bei Homer. Hier aber wird zwischen 
dk. und TtQOöTQOTcaiog scharf geschieden, indem Or. jenes zu sein er- 
klärt, dies aber nicht; hat also A. nicht vielmehr an dkdoßai dXaivG) 
gedacht, so dafs ihm dXdörcoQ = dXtjzrjg ist, wie sich Or. Ch. 1042 
bezeichnet? Man hat (s. Wecklein Einl. S. 19 Anm., nach Blomfield 
zu Pers. 990) dXdöTCOQ auch geradezu von dlaivco abgeleitet, wie zu 
fiiaivm ßidoTCOQ gehört, so dafs es eigentlich den Irrgeist bezeichne. 
Eine andre Schwierigkeit macht die Flexion, weil in Cramers Anecd. 
Oxon. 1,62 bemerkt wird: jcag^xzai 6' fj evd-ala (nämlich dXdoroQog) 
naga rriv dXdöroQog ysvixrjv. lilöxvXog 'l^iovi ,,ütQ8VßSvrjg dXd- 
CTOQoq" (Frg. 90 Ddf.), und Bk. Anecd. 382, 10 dXdoroQov dvxl rox 
dXdOTOQa, djto r^q svd^siag 6 dXdöroQog. ÄiöxvXog „fieyav dxd- 



Erstes Epeisodion. 97 

öTOQOv"» Nauck hat glänzend vermutet, dafs in der ursprünglichen 
Fassung ßeyav dldöroQov aus dem Ixion zitiert war, (Sexov 6a) :t()£v- 
fiavfog dläöTOQOV aber aus dieser Stelle der Eumeniden, wonach man 
so zu schreiben hätte. — ÜQevßevcQg und -ijg unten 922 und oft A., 
auch Euripides Hek. 538 u. s. ; eigentlich ionisch aus ütQfjvfiavijq, 
k(f)oißavzog nur hier und Frg. 147; (poißaivco hat Hesychios. 

238 if. Es scheint notwendig, um Ordnung in die Sätze zu bringen, 
mit Prien und Paley dfißXvg und jtQoörarQißfievog zu schreiben; die 
Akkusative erklären sich leicht aus Angleichung, und andre Ände- 
rungen sind nicht so leicht. (IlQbq | akloiOiv oXxoig, mit enger Bin- 
dung der Verse, ist, wie Sidgwick bemerkt, bei Sophokles minder be- 
fremdend als bei A. ; s. indes zu V. 800.) Den Gedanken erläutern 
V. 276 ff. und wiederum 445 ff: die Sühne des frischen Blutes ist längst 
geschehen, vor welchem Akte der Befleckte niemandem nahen und zu 
niemandem reden durfte, um nicht damit anzustecken; jetzt ist keine 
Gefahr mehr, zumal er seither mit so vielen zusammengewesen ist, 
ohne Schädigung für diese (2 84 f.). Dies also mufs dßßXvg bedeuten 
(^aöcpar' ovx dfißlvvarai Sept. 844, verlieren nicht ihre Kraft); jtQOö- 
raTQißßävov angerieben, abgerieben an, so dafs gleichsam die Schneide 
abgestumpft ist. Erklärend (wie so oft in diesem Stücke eine Stelle 
die andre wiederholend erklärt) 451 f. Jtdkai JtQog all o ig ravr' 
d(piaQc6ßad^a oixoioi xal ßaroiöi xal Qvrolg ütOQoig, also ütoQoig 
= noQavßaötv hier, und dies = Weg (zu Lande wie zu Wasser). 
P. Menge (de poetarum scaenicorum gr. dictione p. 66) will allerdings 
„Fahrzeug" == Schiff verstehen, unter Vergleichung von Eurip. I. A. 
299 f.; aber die Landwege fallen dann aus, auf denen Or. doch auch 
mit vielen zusammengetroffen war, und es folgt die Epexegese oßoia 
(adverb., wie öfter Hdt. Thukyd.) x^Q^ov xal ^dlaOöav axütagwv. 
Als in der Epexegese steht auch das Präsens axjtsQcov richtig ; Cfoit^cov 
aber 241, indem dieser Satz das jcQoöaißi begründet. 

242 jtQoöaißi präsentisch (zu 231), wie öfters bei Homer (B Sy u. s.), 
?a(J£ in dem Sprichwort bei Plat. Symp. 174B; auch bei Plat. Phaid. 
lOoB ^Qxoßai ajtixaiQcov 001 iütiöai^aö&ai . . xal alßi jtdliv ajt^ 
ixalva rd Ttokvd^QvXrjra xal dgxoßai djt' axaivcov^ hier doch zu eQxoßai 
sich verhaltend wie Aorist zu Imperfektum und die Vollendung aus- 
drückend, von wo dann der gewöhnliche Übergang in die Futurbedeu- 
tung naheliegt. Der Punkt nach ^ad ist zu beseitigen (Weil, van Her- 
werden), damit ßgätag rb öov Objekt zu ^vXdoöcov wird (vgl. 439 
ßgarag roöa rjöai (pvXdööcov) ; unschwer ergänzt sich rb öov ^ed auch 

Aischylos. 7 



98 Epiparodos. 

ZU öco/tta. AvTOv, ohne von der Stelle zu weichen; dßfzevcD schreibt 
Dindorf, da sich von der Apokope bei dvd viele Beispiele finden, 
dßninxG) dvöaLco dvtilXG) dyxQiöiq (364) usw., Ddf. Lex. 26 a, auch 
im Dialog. Ob -^ivco (M) oder -fievc5 (Stanley), ist kaum zu entscheiden. 

Epiparodos 244 — 275. 

Die zweite Parodos des Chors geschieht, wie bei der hitzigen 
Verfolgung natürlich, ojtoQaörjv; s. im Leben des A. : <paolv h riji 
eTtiöei^ei räiv Evfisviöcov üJtOQdötjv siöayayovra rbv x^Q^'^ toöovtov 
ix7clf]^ai rbv öfjßov, (og rd ßlv V7]ut la ixipv^ai, rd öh e'ßßgva e^afi- 
ßXoD&f^vaiy was ja, wenn darauf Verla fs, zunächst auf die erste Parodos 
zu beziehen ist; doch ist die zweite nicht anders. Also war Vortrag 
von Einzelnen oder von Gruppen, wie in der ersten Parodos, was sich 
auch deutlich zeigt; aber die Verteilung ist gänzlich unklar. Hermann 
gab die ersten 10 Trimeter der Chorführerin; von 254 an unterscheidet 
er 7 Stücke, die er einzelnen Erinyen gibt. Zur Strophenbildung 
kann es hier gar nicht kommen; übrigens sind die Rhythmen und 
Metra (Trimeter) ähnlich wie in der 1. Parodos. Trimeter 261. 264. 
267. 269. 272. 273; Dochmien 255 f. (? rein oder mit Kretikern ge- 
mischt, s. u.). 258f. 263. 265. 27of.? 274f.; Dochmien mit Kretikern 
(was dort nicht so vorkam) 266. 268; endlich lamben ähnlich wie 
dort: v^_v>-,-^^_ (257, s.u.) 262. Es fällt also nichts aus dem 
Übrigen dadurch, dafs es nur einmal gesetzt wäre, heraus, vgl. zu 
Ch. 806 ff. S. 167. 

Die einleitenden Trimeter 244 — 253 zeichnen sich durch besonders 
mimetischen Bau und Klang aus. Dem raschen Laufe entsprechend 
ist schon 244, ohne den i. Fufs nur lamben; dann aber 246 f. : nrQav- 
fiariöfXEvov (drei durch kein Wortende unterbrochene, also besonders 
flüssige Füfse) ydg (oq xvxov veßQOv \ ütQoq alßa xal öraXayßbv hXßa- 
ravoßeVf ohne Spondeus, nachdem Dindorf gemäfs dem Gebrauche 
des A. (zu Ch. 219) -ßarsvoßev für -ßaör. hergestellt hat. Das auf- 
fällige Hendiadyoin aißa xal Oralayßbv statt aißarog 6t. läfst sich 
ebenfalls hierdurch erklären: -toq Ora- wäre ein hartes und den Flufs 
hemmendes Zusammentreffen von Konsonanten, vgl. was Dionysios 
3t. ovvd^. p. 155 ff. Über hartes und weiches Komponieren mit Rück- 
sicht auf das Zusammentreffen von Lauten ausführt. Dazu machen 
dann 248 f. dem Inhalt entprechend den vollen Gegensatz: ütoXXolo, 
6b ßox^oiq avÖQoxßijai (pvoidi \ öJtXdyxvoV x^o^^'s y(^Q ^^S :Jtenoi- 
ßavzai TOJtog. Man darf zwar wegen des Porsonschen Gesetzes nicht 



Epiparodos, 99 

-xßfjoiv schreiben wollen (sonst wären an allen ungeraden Stellen 
Spondeen), aber die Konsonanten häufen sich, soviel es nur im Grie- 
chischen überhaupt möglich ist: OTtXdyxvov ;c^oi^og yaQ enthält 13 
auf nur 5 Vokale. Über das Meer aber ging es ungehemmt: i)ütiQ 
re TtovTOV dmegoiq ürortjfiaöiv (Dindorf statt jtcor., da jtoräöd^ac die 
Form der Tragiker ist); auch wieder ovöhv vörega vecoq. 

244 slsv (Asper über der 2. Silbe in M) Ch. 657. 719, sonst 
nicht bei A. Passend für die Ankommenden, die nun einen Augenblick 
stehen bleiben und sich umsehen. Sie gehen nach dem Blutgeruch; 
man braucht sich aber nicht mit dem Scholiasten darüber aufzuhalten, 
dafs Orestes' Hände immer noch von dem Blute der Mutter tröffen, 
was doch rein unmöglich sei. Auch üralayßov 247 geht aus dem 
Bilde des Hirschkalbes hervor. ^'Atp^syxrog firjvvrtJQ vom Blute ist 
ein ähnliches Oxymoron wie avavöog Oa(p7]q ervßog äyyeXog Sept. 82 
vom Staube; vgl. Wecklein zu Ag. 82. ÜQoq 247 ,,gemäfs, nach", 
wie Ag. 332 stQog ovöhv ev ßigei rsxßrJQiov. V. 248 avÖQOXfifjöi 
vgl. 956. Ch. 889. Hik. 679, entweder „die auch Männer umbringen 
können" oder „die den Mann (Orestes) umbringen wollen"; wenn 
der Scholiast fieyaloxfiijoi erklärt, so scheint er dvÖQO' für eine ähn- 
liche Verstärkung anzusehen wie 17t Jto- oder ßov- {lütnöxQrißvoq, ßov- 
ydiog). Ilejcoifiavrai ,,ist durchstreift, durchsucht", vgl. 196 f. und be- 
sonders 78, wo von Or. gesagt wird rovöe ßovxoXovjuevog ütovov. Äütri- 
QOig JtOTTJßaoiv wieder Oxymoron. — 252 xarajtraxfov ' xaraütrij^ag 
Hesych. nach Lobecks Emendation für -:itXaxcüv -jtXij^ag. In otQoa- 
ysXäi tritt das Grafs liehe der Erinyen wieder hervor (ebenso im folgen- 
den mehrfach): sie weiden sich daran. Zu oüfi?] pafst die Metapher 
nicht; aber hier ist auch die Härte nicht unangemessen. 

254 ff. Die ersten gesungenen Stücke sondern sich deutlich: Sga . . 
^\lTag und 06' . . ;ff()o5v. "Oga OQa fidX' av wie Ch. 654 S jtai ütaX 
fidX' av&ig (vgl. das. 876, u. s. zu Ch. 869 ff.). Weiterhin stand im M. 
doch erst wohl Xevööarsrov Jtavra (ndvräi Korr.), was Xevace re rov 
jcdvräi ist; da das demonstrative rov so häufig, ist hieran nichts aus- 
zusetzen, und das ^^ bei dem folgenden V. zu belassen, von dem es 
Hermann zur Ausfüllung des Dochmius wegnahm: Xavööe rs utdvra 
fiT]. So Sophokl. OC. 1 1 7 ff. : o^a . . Xsvoar ' avrov (Xevöoe viv Herrn.), 
jtQooöiQxov, TtQOöntvd^ov ütavraxfjt (Weil). <^vyöa (nur hier) vgl. 
XQvßöa Ch. 177, xvßöa, filyöa usw. „Ob er uns etwa heimlich ent- 
wischt ist", kr trag der nicht zahlen wollende Schuldner, Substantiv, 
zu dem ßargoipovog Attribut ist. So Weil; anders Ag. 72. 



100 Epiparodos. 

258 fF. Der V. 258 ist zu einem schlechten Trimeter gemacht: 
06' avre y' ovv aXxav ^xmv jveqI ßQbrei (vgl. u. 266); Hermann 
tilgte das unpassende ovv. Man mufs aber o ö' schreiben, da avre 
bei A. kaum anders als mit ö ' davor sich findet, 49 (pvö '). Ch. 4 1 5 
(410 habe ich mit Wilamowitz öavxe == öri avre geschrieben). 980 usw. 
Für XEQÖJV ist ;f()fa>v (Scaliger, Wakef.) richtig, wenn oben dtirag 
richtig erklärt ist. Dafs der Scholiast nicht unbedingt für xQ^(^v zeugt 
(ßW^ cjv rißXv xqegxjxbX ütQOöcpv^ d^elai yaveöd^ac rfjg ■d^sov), be- 
merkt Hermann, indem, wenn ;f()£Cö(TT£? auf /()£cöv geht, vutoöixog 
übergangen ist, und dies Wort von Hesychios mit vjtev&vvog, /()f©(>rj;g, 
€Voxog öixTjq erläutert wird. 

261—263. Die Worte wollen sich nicht zu einer Konstruktion 
fügen, da al/na Subjekt ist und rb öuqov doch auch; ferner sind 
XGi^f^i- ^^^ ^^äot dasselbe. Schol. : jtäv öiegbv (d.i. vyQoVj womit 
die Alten erklären) axxsxvßävov sig rT]v yfjv övöayxofiiörov roiovrov 
ovv xai rb alßa. Also Punkt (Hermann) nach x^^ß^^^ (und neue 
Sprecherin?), so dafs ;f«//at das gesamte Prädikat ist, = iv rfji y^i 
oder ijtl rfjg yfjg iöri. Der Weheruf naTtal gilt natürlich dem Täter; 
zu övöayx. vergleicht Weckl. zig av ütdXiv dyxaXiöaixo Ag. 1020; 
XVßBvov wie Ch. 401 ; über üteöcoi ütäöoi s. zu Ch. 48. (Wecklein 
fafst rb relativisch, was an sich zulässig wäre, macht aber övOayxo- 
ßiorov zum Prädikat, so dafs p^a^at Teil des Relativsatzes wird; das 
ist eine unmögliche Stellung, und die Verbindung rb 6uq6v mufste 
doch als Artikel und substantiviertes Adjektiv verstanden werden.) 

264—268. neXavov Opfertrank wie Ch. 92. Boöxdv (psQoißav 
(-rjv) ütcüßarog övöTtorov (Hdschr.) sieht wie ein angefangener Tri- 
meter aus (zu 258), der mit rov övöjcotov vollständig geworden 
wäre; aber die dorischen Formen weisen auf lyrischen Rhythmus, den 
man durch (psQoißav ßoöxdv (Wellauer) gewinnt: Dochmius mit kre- 
tischem Dimeter wie 268 kretischen Dimeter mit Dochmius. Für den 
Ausdruck vgl. Sept. 244: rovrcoi yag ^Agrig ßoöxsrai, cpovcoi ßgorcov. 
Nach 266 kann man (Herm.) die Sprecherin(nen) wechseln lassen. 
Zu 267 vgl. 305 xal C,c5v ßs öaiöstgj 302 dvaißarovQ) ßcoxt^ßa; schon 
lebendig wird er statt eines öteQbg ßgorog dürr wie die Toten, die dXL-\ 
ßavrag, und geht so schliefslich in die Unterwelt ein. kvrijtoiv' m 
sehr gut Schütz für dvrtJtoivovg {dvriütoiva ngd^uv Pers. 476)^ 
ßarQO(f)6vov für -ovg schon Casaubonus. 

269—272. ''O'fpTjif wenn in den Hades gekommen. Die Sünder an 
den drei vornehmsten Geboten werden genannt; vgl. 545 ff. Eltern 



Epiparodos. 101 

und Gäste, und Hik. 701 if. §ivoi — d^eoi — rb yccQ rexovrcov öeßaq 
tqItov roö' iv ^sOfiiotg /lixag yiyQanrai fieyiörorifiov. So malte 
auch Polygnotos in der delphischen Lesche auf dem Gemälde der 
Unterwelt die Strafe eines ütargaloiaq und eines ieQOövloqj Paus. 
X, 28, 4 f. Nach der Überlieferung ist 2 70 f. aus Dochmius, Päon, 
Dochmius gebildet; es ist sehr möglich oder wahrscheinlich, dafs es 
drei Dochmien waren wie 2 74 f.; aber man kann diese auf vielfache 
Weise herstellen. (Tlv^ ovx evoeßcov Herm., nv' döeßovvrsg tJ to- 
xijag Weil.) 'AöeßeXv riva Dial.-Inschr. 705 =1. Gr. Meg. et Boeot. 2418 
(Theben) rwg dösßiovrag rb lagov; s. auch Ddf. im Thesaurus (Plut. 
Mor. 291 C). In 272 scheint mir die Änderung von Tfjg öixrjg ijtd^ia 
in TTjv öixfjv ETta^lav {rriv sjt. öixip Blaydes) unerläfslich. Prom. 70 
xvQOVvra rovös rcov ejta^icov, Ch. 95 öoCtv t(ov xaxcov ejta^iav; 
also das Verbrechen hätte im Genitiv zu stehen, so auch Demosth. 
19, 8 ÖLxrjv ü^iav t(dv döixrjfidrcov laßere. 

273—275. Abzutrennen oder nicht? Evd^vvog wie Pers. 827 Zsvg 
Toc xolaöTTjg rcov vTteQXOJtfov ayav (pQOvrißdrwv eüteCriv, evd^vvog 
ßaQvg, JelToyQd(pcoi (pgevi Bild vom ygaß/nareiov wie Prom. 789 r^v 
syyQücpov öv fivTjßoötv öelroig (pgevcüv. Hik, 179 rdf-i i'jtr] öeXxov- 
fievag; auch Soph. Frg. 535 Ddf.: d^eq 6' iv (pQsvbg öelroioi rovg 
eßovg Xoyovg (Weckl.). Dazu (Jacobs bei Schütz) Eurip. Melanippe 
508 N.: öoxElre jtrjöäv Tdöixtjjuar' eig d^eovg ütregolöi^ xdneir^ iv 
Aibg öelrov jtrvxaig ygätpeiv riv ' avrd, Zfjva 6 ' siöoQcövrd viv ßgo- 
rolg öixdC^Hv) — 'E^conäv auch 971. Ch. 693, = icpogäv, iüioütreveiv. 

Orestes 276—298. Zunächst bevorwortet er seine Anrufung der 
Athene (287 ff.) damit, dafs er hierzu als bereits Gereinigter das Recht 
habe. Ähnliches hat er schon 237 ff. gesagt, als er sich am Bilde 
niederliefs, und als Athene ihn befragt, wiederholt er es zum dritten 
Male 448 ff. An unsrer Stelle ist es gegen 2 58 ff, gerichtet, wo die 
Erinyen ihm jede Rechtsentscheidung und Verantwortung verwehrten. 
— 276 ff. ist die Überlieferung nolXovg xad^aQßovg nicht zu halten 
und wird auch durch das zweite Scholion nicht gestützt: iyd) öiöa- 
X^eig övv xaxcöi r(oi ißavxov, xal olov öiöaoxdXoig XQ'^P^ß^^og ralg; 
ißcüg 6vfi<poQaTgj ijtiörafiai xal öiyäv xal XaXelv ojcov 6sl, exareQOV 
xaigbv yivctjöxwv. Hiernach van Herwerden ütoXXolöi xaigovgj 
indem wirklich letzteres Wort, statt xa^aQßovg, wohl zu der erklärten 
Lesart gehörte. Schwerlich indes jtoXXoiOi, vgl. xaxiJQi rcoi ißavrov, 
ralg ißaZg Ovfiipogalg, sondern eher dXXovg rs xaigovg xal Xeysiv 
ojtov 61x1] xrh., vgl. 726 dXXmg re ütdvrmg x<otb öeoßBvog rvxoi, und 



102 Epiparodos. 

besonders 667 räkXa rs . . rev^co . . xal rovö' sneßipa. Oder jtoX- 
X(öv T6 xatQOv (xaiQov möchte Weckl.), vgl. rcövös xaiQov Sept. 65, 
ip£v6(5v xaiQOV Frg. 28^, da xaigoi sich bei A. nicht findet {ütoXlmv 
nämlich aXXcov), oder auch aXXwv rs xaiQOv. Zu leyeiv xrh. vgl. 
Ch. 582 Oiyäv ^' cjcov öel xal Xsyeiv ra xaiQia. — Zur Sache s. das 
in den Scholien Beigebrachte, und unten zu 451. 

280ff. BgiC^eiv Ag. 275. Ch. 897 ; vgl. Ag. 346 eyQtjyoQoq rb 
üt^fia rcov oXcoXoTWv yevoir ' av. MaQaivtod^ai x^Qoq „von der Hand 
weg", ohne genaue Parallelen; vergl. etwa Xi^ov xecpaXäq ßaXelv 
Find. Ol. I, 58 „vom Haupt weg", Kühner-Gerth I, 394. "Ex:itXvToq 
wie Plat. NoßOL IX, 872 E ovöl ixütXvrov i^eXeiv yiyveöd-aL rb fiiav^sv 
(seil, aifia, von Elternmord), tcqIv <p6vov (povcoi oßoiov bßoixoi 7) ögd- 
Caöa ipvxrj Taiö7]i. Hier aber ist das firjzQoxTO vov fiiaOßa aus- 
getrieben (Ch. 967) durch xa^aQfiol xotQOxrovoc (vgl. zu 449 ff.); 
ähnlich Frg. 340, welches aus einer Tragödie über Ixion sein wird 
[Weckl.]). So billig? Glaubt A. daran? Er läfst nicht einmal den 
Orestes sehr daran glauben ; denn dieser beruft sich aufserdem auf die 
lange verstrichene Zeit und auf seinen vielen Verkehr mit andern 
Menschen, hier zwar zum Beweise, dafs er keine Befleckung bringe 
und also auch keine mehr habe, doch V. 238 ff. und 451 f. als auf 
etwas was ebenfalls den Flecken abreibt, wie ein eigentlicher Blutfleck 
allmählich abgerieben wird. Die Erinyen kümmern sich um alles dies 
nicht im geringsten. Aber rituell ist Orestes rein, d. h. er kann mit 
jedem reden und verkehren, was er vor der Reinigung nicht durfte. — 
284 f. es würde lang werden, wenn ich von Anfang an aufzählen wollte, 
mit wem ich zusammengewesen bin ohne ihn anzustecken. Den V. 286 
tilgt man seit Musgrave, nicht als nicht vom Dichter herrührend, aber 
als anderswoher zur Erläuterung zugeschrieben. Wenn man indes xa- 
d^aiQH schreibt und nicht (Hdschr.) xa&aiQBl, so ist er dem Zusammen- 
hange durchaus nicht fremd, vgl. oben (Paley). Prom. 981 exötödöxsi 
ndv& ' o yrigdaxcov XQOvoq, Sept. 682 ovx iöxi yfiQaq rovös rov ßid- 
üfiarog. Frigdöxcov b^ov wie afia yrjQdöxcov {ßgi^cov dßa Ch. 897). 

287 ff. EmpfjfiGx;: ohne Befleckung, ^d^rjvaia noch 299. 614; 
ji^dva (zu 235) ebenfalls dreimal, und aufserdem Sept. 487. ji^r^vala 
haben auch die Inschriften dieser Zeit (neben 'A^rivda), Meisterhans- 
Schwyzer 31,157. — 289 f. : vgl. 762 ff. die Erfüllung dieses Versprechens 
(s. auch 671 ff. Apollon). Der Betende sucht den Gott ins Interesse 
zu ziehen, s. zu Ch. 255 ff. 'Eq, rb jcäv zu 83; ÖLxaLcoq wie 891 
{yaßCQCOi dvai) öixaicog ig rb näv rLfKOßhriL. 



I 



Epiparodos. 103 

292 ff. Allgemeine Form der Anrufung eines Gottes ist die von 
den verschiedenen Orten, wo er sich aufhalten mag, indem er dort 
Verehrung geniefst; also je mehr und je entfernter die Orte, um so 
gröfser seine Macht. So schon Glaukos Homer 17^514: xlvd^i ava^, 
og jcov Avxltjq ev Jtiovi örifKDi eoo' rj ivl TQoh]L' övvaöai 6e Ov 
jtavTOö' dxoveiv dvegi xtjöofievcoi. Orestes nun nennt zwei eigen- 
tümlich ausgesuchte Orte: den Tritonissee in Libyen und die phle- 
gräischen Gefilde in Pallene. Der See war den Griechen durch die 
Kyrenäer bekannt geworden, weshalb ihn auch Pindar Pyth. IV, 20 
erwähnt ; die anwohnenden Libyer, Avoäag nach Herodot IV, 1 80, ver- 
ehrten eine kriegerische Göttin, die die Hellenen alsbald mit ihrer 
Hft Athene identifizierten und die libysche Mythologie, wonach sie eine 
^^ Tochter des Poseidon und der TQirojvlg Ußvrj war, mit ihrer eignen 
zu vereinigen wufsten; Athene habe sich aus einem Ärger, den sie 
über ihren Vater gehabt, dem Zeus geschenkt. Von einem Flusse 
Tqltcov redet Hdt. überhaupt nicht ; nach andern wie Pausan. 9, ^^, 7 
hiefs so der Ausflufs des nahe an der Küste befindlichen Sees. Aber 
auch in Hellas gab es mehrfach Flüsse des Namens, und überall 
knüpfte sich die Sage von der Geburt der Athene daran, gemäfs dem 
alten Epitheton TQiroyiveia (Homer zl 515 u. s.), welches ja unzweifel- 
haft die aus dem Wasser Geborne bedeutet CAßcpiTQlrrj, Tqitwv), 
Preller-Robert Myth. 186 f. Da indes die Meinungen über den Ur- 
sprung des Namens bei den Gelehrten differierten (Schol. Zf 515 ort 
ysvTjd^elöav ergeöav avrr^v oi d^eoi), darum bemerkt hier das Scho- 
lion: oTi 6ia tovto oisrat avrrjv TQtToyeveiav. Ob und wie A. diese 
Auffassung mit der von der Geburt aus dem Haupte des Zeus ver- 
einigte (s. V. 736), bleibt unklar. — 292 /<ö()ag iv rojtoiq Aißvöxi' 
xoig (M) vergleicht Weckl. mit jioiov yaiaq ütsöov Sept. 304, x^ovbq 
rriXovQOV Jtiöov Prom. i ; indes ist doch xcö()o: nie die Erde, wie an 
dieser Stelle yaia und pf^oiv, sondern das einzelne Land, und für 
die betonte Voranstellung pafst das müfsige „des Landes" schlecht; 
also empfiehlt sich AißvöTtxrjg (Aurat.), trotz Stellen wie $2^ fiargcotov 
dyvLößa xvQLOv (povov. 'Ev rouioig auch 703 {UeXoTtoq iv t.). 858 u. s. 
Xsvfia Hik. 1020 x- 'EgaoLvov, u. a. St.; :x6Qoq Flufs zu Gh. 72 (366); 
yeve^Xioq mit der Geburt verknüpft, vgl. 7. — Unmöglich richtig ist 
294 oQ^bv 1} xaT7]Qe<p?j noöa; denn von der Bedeckung der Füfse 
durch das Gewand (beim Sitzen oder wie immer) ist xarrjQSiftjq ganz 
ungeeignet, da es ,, bedachend" oder „überdacht" bedeutet, von igiifQ) 
ipQOifoq), vgl. auch Arist. 2q)fix. 1294 von den Schildkröten: ©g 



104 Epiparodos. 

ev xaz7]QStl)(xöS^e . . xegaßcoi rb vc5rov. (Auch vvxzTjQscprjg Ag. 460, 
woran Weil erinnert, versteht sich von diesem Sinne aus ganz gut.) 
Also wer sich im Freien befindet, wie Athene es mufs, wenn sie (plloig 
d^ijyH, ist ov xaT7jQe<p7]qf und so scheint ^^ statt rj zu schreiben. 
*0Qd^6v noöa wie Pindar Ol. 13, 72 dva Ö* inaXr^ oq&^(oi Jtoöij vgl. 
denselben Frg. 167 von Kaineus öxiöaio, 0Qd^c5i jtoöl yäv. — Hier 
eine Anspielung auf die Kämpfe der Athener in Ägypten zu suchen 
ist doch wegen des räumlichen Abstandes zwischen Ägypten und 
Libyen ganz unzulässig. 

295 if. Über die Gefilde von Phlegra, den Schauplatz der Giganten- 
kämpfe, s. Preller-Robert Myth. 75 {h :jte6iG)c ^Xeygaq Pind. N. i, 75, 
^XiyQai Eurip. Ion 988, ^X^ygalov eig neöiov Hq. fi. 1194, ro ^le- 
ygag 7ts6iov Ar. ^'Oqv. 824). Hdt. 7, 123 rrjv vvv Ualliiviiv, tiqo- 
tSQOV 6h ^Xeygriv xaXevßev7]v; natürlich rührt diese Lokalisierung des 
Gigantenkampfes von denselben Dichtern her, denen der Olympos gegen- 
über der Götterberg war. Auf diesem Schauplatz ihrer Kämpfe (gegen 
Enkelados Eur. Ion 209) weilt die Göttin gern. — 297 xXvei . . &e6g 
ist, wie der Schol. richtig bemerkt, Zwischensatz; man mag nq als 
Subjekt ergänzen, vgl. zu 234. AvzrJQiog ist zweier Endungen wie 646. 
Hik. 1073; überhaupt die auf -riJQiogf Kühner-Blafs I, 536 (öcor?]- 
Qiog usw.). 

Chor 299—306. Ovrig (M erst, fgh) ist kräftiger als ovroi (M 
korr.), und vgl. rj rig 'A^toXXcov Ag. 55, :n:oiog Kid^aiQCov Soph. OT 421 
(und dazu Bruhn), fzrjrrjQ ovrig unten 736. IlaQTjßsXrjfievov vgl. 
Sept. 702 ütaQrjfisXtjßs^a] 301 vgl. 423 ojtov rb x^^Q^^'^ firjöaßov 
vofii^ercci von der Hölle. Nirgends in deinem Geiste soll die Freude 
eine Stätte finden, so wenig wie in der Hölle. 302 dvaißatov nach 
264 ff. ; ßoöxrjßa erinnert an 266 (psQoifiav ßoöxav üt(6ßarog övöjtorov, 
und vgl. Hik. 620 von dem fiiaößa: dßrixdvov (Stanley für -avov) 
ß6öX7]ßa TtTjßovTJg jtsXsiv. Weils Interpunktion ist: dvaißarov, ßoöxr^ßa 
6aiß6v(ov, öxidv, so dafs dvaißarov und oxcdv zusammengehören und 
durch die Erklärung von dvaißarov getrennt sind. B6axi]ßa öaißövcov 
wird so richtig sein, ohne Bezeichnung, welche öaißoveg es seien, da 
der Zusammenhang auf die Erinyen selbst weist; so 2 2 f. Nvßipag^ 
IWa KcoQvxlg utirQa . . öaißovwv dvaörQocfaij und 801 ßijö^ dxag- 
ütiav rav^rjr' d<fel6at öaißövcov üraXdyßara. Aber das nachhinkende 
Oxidv ist unangenehm und stammt auch erst von Heath, während 
Oxid überliefert ist (auch Schol.). Dies nun kann öxiäi sein, und der 
Dativ zu ßoCxTjßa gehören, wie l'jtJtoiöi vixa bei Pindar und andres 



Anapäste und erstes Stasimon. 105 

derart (Kühner-Gerth I, 428); vgl. ivyfioiöt ßoöXEtai Ch. 26, ßoöXExai 
(fövcoi Sept. 244. Und wenn nun auch dvaißdrcoi geschrieben wird, 
ist die Verbindung dieser Wörter deutlich, und geht darauf, dafs auch 
im Hades die Erinyen den Verbrecher nicht in Ruhe lassen werden: 
^avcQv 6' ovx äyav iXev&eQog 340. 

303 ff. Auch im Folgenden ist mit der Überlieferung nicht gut 
durchzukommen. Wenn man schreibt (Paley, Weil jetzt): ovd' (so 
auch Schol.) avTicpcoveig, dXl' djtojttvsig Xoyovg, ißol rgaipdg re 
xal xaS^isQCOfisvog ; xal tfi5v /he öaiöeig xrh., so gibt das keine gute 
Verbindung, imd der Sinn: „was? du sagst nicht einmal etwas dazu, 
sondern verachtest unsre Reden?" ist wenig klar ausgedrückt, da X6- 
yovg doch vielmehr auf dvTKfxaveig zu gehen und ,,deine Reden" 
zu bedeuten hätte. Somit sehr gut und sehr leicht Weil früher: öv 
6^ dvTKfcovelg; (was auf Orestes' eben gehörte Rede geht) ; dann kann 
folgen : dlX ' dutoitTVÖrii (-Cei) Xoyovg, ifiol . . xad^iEQCoßävog, xal t,mv 
fie öaioeig xrh., d. h. ,,aber du wirst deine frechen Reden selbst ver- 
abscheuen, unter der Pein, die wir dir darum antun". Zu dkld vgl. 
Stellen wie Ch. 595; zu dTcoutrvsiv Prom. 1070. Ch. 197 usw., be- 
sonders aber Soph. Frg. 616 Ddf. djtejtrvöev Xoyovg (Hippolytos 
Phaidras Anträge). — V. 304 rgaipEig wie ein Opfertier, s. 305 ; xa&ie- 
Qovv Hdt. I, 92 u. s. — 306 öeOßiog {6. (pgevcov SS^) erinnert an die 
xaraöeösig (Defixionen) auf eingescharrten oder in Heiligtümern der 
Unterirdischen aufgehängten Bleitafeln, Plat. Noß. XI, 933 A (Weckl.): 
fiayyaviiatg re xal Ejtcoiöatg xal xaraöäöEöi, u. s. die Sammlung der 
in Athen gefundenen Täfelchen im Anhang zum C. I. Att. : Defixionum 
tabellae Atticae ed. R. Wünsch, wo xaraöco, xareÖTjöa {zag x^^Q^^ 
xal roig roöag xal ri]v yXcoööav xal ttjv ipvxtjv)f gerade auch in 
bezug auf das Reden ausgeführt. 

Anapäste und erstes Stasimon, 307 — 396. 

Dem Standliede gehen wie oftmals sonst Anapäste voran, wäh- 
rend deren der Chor die für das Standlied geeignete Stellung ein- 
nimmt; also auch hier hat der Anapäst den Charakter als Marsch- 
rhythmus. 

Anapäste 307 — 320. Nach der Überlieferung sind es 6 Systeme, 
zu 3, 2, 3, 2, 2, 3 Versen; aber das 3. System mufs um einen Ana- 
päst ergänzt oder so emendiert werden, dafs der Paroimiakos ver- 
schwindet; ich ziehe letzteres vor, wonach 5 Systeme zu 3, 2, *4, 2, 
3 Versen bleiben. Regelmäfsigkeit braucht in den Verszahlen nicht 



106 Anapäste und erstes Stasimon. 

ZU sein, s. zu Ch. 719 ff. — Xoqov autrecv wie jtdl7]v Ch. 866 ff. ; 
ßovöa appellativisch (oft Euripides, Ddf.) noch Hik. 695. Aoycelv 
schwankt bei A. zwischen der attischen und der ionischen Flexion; 
für 6e66xt]xa wäre attisch öeöoKvat (so Hik. 601), und dies aktive 
Perfektum kommt überhaupt nur hier vor. AaxT] ra xar' dvd^QCO- 
gtovg sind nach dem Schol. die Lose der Menschen; dagegen nach 
^ • 334- 347« 386 scheint das den Erinyen zugeteilte Los (Amt) an 
den Menschen zu verstehen. Indes ejtivcoßäi ist so deutlich ,, teilt 
zu'S und die Parallele Sept. jz'j ^evog de xlrJQOvg sTtivcoßäi xcc^vßog 
so genau, dafs ich dem Schol. folge. Auch die Ausführung in 312 ff. 
schliefst sich so besser an, und „wie wir unser Teil unter den Men- 
schen verwalten" wäre ziemlich nichtssagend. Unten 930 Ttdvra yaQ 
avrai ra xar dv&QCÖJtovq eXaxov öcsjtsiv; 953 jzsql t' dv&QCo- 
nmv (pavsQcog reXtcog öianQdööovöiv, roTg fitv doiödg, xolg 6' av 
öaxQvcov ßiov dßßXcojtbv nagexovöai (= ejvivcoficoöai). ^rdüig wie 
Ch. 114. 458; afi7]==^ßSTeQa, zu Ch. 428. 

312 ff. Die nächsten Verse sind von zahlreichen kleinen Kor- 
ruptelen entstellt, die sich indessen heben lassen. Ev^vöixaioi 6^ 
Hermann, vgl. OQd^oöixaiov 994 ; dann oiößed' ' elvai ganz leicht Ahrens, 
was besser ist als rjöoßsd-' slvai (Herm. nach Canter), wobei der In- 
finitiv statt Partizip nicht zu rechtfertigen, und auch als evxoßs^' 
aivai (Stanley), was den Zügen zu fern liegt. „Und zwar glauben wir 
(mit Litotes) sehr gerecht bei der Verteilung zu sein". In 313 bringt 
das überlieferte rovg ßlv . . ütQoveßovzag die Rhythmen in Verwirrung, 
wenn man nicht mit Herm. einchiebt: rovg ßlv xadagdg \ (xa&aQCog) 
X^^QCcg nQOveßovragy oder irgendwie anders einschiebt; dafs dann der 
Singular ölolx'^ü folgt, ist nicht anders als im Stasimon Antistr. a roTg 
OfiaQTSlv 0(Pq' dv yäv v Jt äXd^rji. Vielleicht aber, wie derselbe Her- 
mann früher: rbv ßlv xa&agdg /f?()«g utQovEßovr^ nicht schwer und 
glatter; Paley vergleicht die Korruptel Prom, 264 rovg xaxcog ütQaö- 
öovrag statt (wie der Vers erfordert) rov x. jtQaOöovra. ÜQoveßovra : 
Gegensatz ijciXQVJtrei, Paley ; also jtgoveßeiv prq/erre, exhibere^ porri- 
gere (Ddf.). In V. 314 wird die Synaphie durch Hiat unterbrochen: 
ovrig d(p' riß(av ßrjvig eipsQjtec \ döivtjg; aber schon Porson und Wake- 
field besserten ovrig eq)iQjt;£i ßfjvig d<p' rjßcov. Aioixvu vgl. döOL- 
Xvavöiv Prom. 122. ngdxrcoQ Ag. iii. Hik. 646. 

Stasimon 321—396. Komposition und Rhythmen. 

Die strophische Komposition dieses Stasimons ist nach der Über- 
lieferung folgende : Str. a Antistr. a ; jede zweiteilig, aus einem Haupt- 



Anapäste und erstes Stasimon. 107 

teil und einem beide Male gleichlautenden Refrain bestehend; Str. ß, 
dazu Refrain, den man y nennen kann, in ähnlichen, aber nicht 
gleichen Rhythmen, wie der zu a, und mit andern Worten; 
Ant. j3; Str. 6, dazu der Refrain y, rhythmisch, aber nicht in den 
Worten, wiederholt ; Str. e Ant. f, ohne Refrain. Bei ß y ist das Eigen- 
tümliche, dafs / sich mit engster Satzverbindung an ß anhängt, was 
die Neueren (seit GCWSchneider) nicht gehindert hat, ein gleichlau- 
tendes, also der Satzverbindung entbehrendes, Ephymnion auch an 
die Antistr. ß anzuhängen ; man wiederholt das bei Str. Ant. 6, wobei 
wenigstens die Konstruktion nicht Schaden leidet, der Sinn freilich 
ebenfalls, und so bekommt man das regelmäfsige Schema von aa ßß 
yy 66. Entsprechend hat man es in den beiden letzten Stasima der 
Choephoren gemacht, wo die Überlieferung ähnliche künstliche Ver- 
schlingung wie hier bietet : aßa y ßsö. y 6 ß 6. und aßa yßy, wie hier 
aa ß y ß 6y 6 e e. Ich begreife nicht, wie man so den Sinn einem 
rein äufserlichen Schema zuliebe verwüsten kann. , Weit minder hart, 
aber nach meiner Meinung ebenso falsch ist die früher beliebte Um- 
stellung von y' hinter ß\ wodurch ebenfalls das regelmäfsige Schema 
aaßß yyöö gewonnen wird; s. zu Antistr. y. In den Scholien (zu 341) 
findet sich der für die überlieferte Form passende Name ßsöocpd^ey/iia 
(das zwischen zwei Strophen Gesungene). A. hat von Ephymnien 
zwei Arten, gleichlautende und nur rhythmisch gleiche; erstere Art 
zeigt sich Ag. 121. 139. 159 (i Vers}. Ch. 961. 972 (desgl.); umfäng- 
licher Hik. iiiif. ; dagegen letztere Ag. 367 if., mit rhythmischer 
Gleichheit durch das ganze Stasimon abzüglich der Epode, und 
Hik. 630 ff. desgleichen abzüglich des letzten Strophenpaares, mit den- 
selben Rhythmen wie im Agam. ; dazu haben Ch. 7S3 ff. Str. Ant. ^ 
und dieselben auch Ch. 935 ff. diesen Charakter. 

Die Rhythmen zeigen den gleichen Fortgang von majestätischen 
Trochäen zu pathetischen lamben wie so vielfach bei A., s. zu Ch. 585 ff. 
Mit den Trochäen verbinden sich hier wie anderwärts Daktylen, und 
zwar wieder in Pentapodien, Ch. 3of. (S. yS). 591 f. (S. 143); doch ist 
dies hier in der i. Strophe noch nicht, dagegen in der 2. und 3. in 
so starkem Mafse, dafs die Daktylen weit überwiegen und nur je ein 
trochäisches Kolon dabei ist. Es kommen in diesen Strophen, die 
man also xara ödxrvXov nennen wird, aufser den Pentapodien noch 
andre daktylische Verse vor, s. unten zu Str. ß. Endlich ist auch in 
der iambischen Stroi)he e der Schlufs wieder daktylische Pentapodie 
mit trochäischem Dimeter, wie in der iambischen Ch. 2 2 ff. Der Refrain 



108 Anapäste und erstes Stasimon. 

aber in « und die als Refrain dienende Strophe y haben aufser 
Trochäen, deren Dipodie grofsenteils die erste Hebung aufgelöst und 
die letzte Senkung unterdrückt zeigt (also wv^v>i-), nach allem An- 
schein auch den Pherekrateus, also einen ütovq aus y.ara ßay.xslov, 
so Ende y (wie Ag. 367 ff. Ende und ebenso in den folgenden Strophen; 
wieder 681 ff. Ende und desgleichen ebenso in Str. ß y) und nach der 
Überlieferung auch inmitten des Refrains von a, s. u. ; darnach ist zu 
untersuchen, ob das Gleiche auch im Anfang von « anzuerkennen ist. 
Charakteristisch für den vfivog öiöfiioq sind die Takte <j^^ -j (fast 
stets mit Diärese nach jedem Takte); alles andre findet sich auch 
sonst angewandt, indem wenigstens von Antistr. a ab, aufserhalb der 
Refrains, selbstbewufste Majestät sich in dem Liede darstellt. 

Strophe a. Die Rhythmen sind nach der Überlieferung gerade 
zu Anfang unklar, Weil aber hat etwas sehr Gefallendes daraus ge- 
macht, allerdings nicht ohne Änderung: (Antistr.) rovro yaQ Xdxog 
öiavrata |(-w-^, -v^«-, 1- i-) ßloiQ ' eotixkcooev (Eurip. Or. 1 2 ebenso) 
ifiütiöwg ix^tv ^varctjv {- ^ ^ , _^_^, _v.yi_, i-i-), und darnach 
Str. : ßäreg a fi ' hixtsg (o ßäreg \ Nv^, dfiavQoiöi (dXaoIö{iv) überl.) 
xal öeöoQXOöiv Jtotvdv. Die Xe^sig der Form i- i_ , fiäreQ — Ttocvdv 
und wieder — rata — d^varoJv, entsprechend am Schlüsse der Kola, 
machen sich höchst grofsartig, während wenn man so teilt und mifst 
(Rofsb.-Westph.) : ßär^Q d fi' iriXTsg w fiärsQ Nv§, dlaoXöiv \ xal 
ÖEÖOQXOöiv ütoivdv, man im ersten Verse eine Mischung von Trochäen 
und Daktylen (oder Pherekrateus) erhält, und als zweiten das oxTJ/ua 

_ vy - ^ , was als - v^ - ^ , i- - o zu messen wäre , mit der nirgends 

belegbaren Form i_'_^ für -^-^, jiXaoTötv und dftavQolOiv sind 
wenig verschieden, und die Bedeutung ,, blind" liegt für d/zavQog 
wenigstens bei Sophokles vor, OC. 182 dßavQCüi xcoXoi, 1639 d/iav- 
gaXg %6()(Jtv („dunkel" auch A., Gh. 157 u. s.). Die Verbindung ist 
wie unten 387 ösQXOfievoiüi xal övooßßdroiq, und wenn dXaog dem 
övöoßßarog noch besser entspricht als dßavQog, so kann es eben als 
das bekanntere Wort für ,, blind" hineingekommen sein. Verlänge- 
rungen wie in ijtixXcoöev finden sich bei A. noch folgende (J. Rumpel 
Progr. Insterburg [I. II] 1865. 66): enixqavev Hik. 624 {eütixQdvai 
Ddf.), e7tt(pXeyev Pers. 395, d:itöxQV\pei Prom. 24, ätQvrog Eum. 403, 
iaÖTQtßtjg Ag. 1443, dxgayrig (Ddf. dxXayytjg) Prom. 803, fii]XoTQ6g)ov 
Pers. 763. So scheinen für die Änderung überwiegende Gründe zu 
sprechen. — Das Imperfektum hiXTsg entspricht der Regel, wonach 
von noch Lebenden das Imperfektum und nicht der Aorist steht, Homer 



Anapäste und erstes Stasimon. 109 

Z 206 ^l:z^6loxoQ, 6h ß ETiXTe, gegen erexs 196. 199 (nicht sehr verschie- 
den 154 xixBTO und 155 irixtav BsXXeQocpovTtiv, bei dem die Erzählung 
verweilt, gleichs. „hat(te) geboren"), ebenso :;r 118 AaeQtrjv !ÄQXsiaioq 
vlbv irixtavj fiovvov 6' avr' 'Oövoija JtarijQ rexev (den hält Telemach 
für tot), avzaQ 'OövöOevg fiovvov eß^ ev ßeydQoiöi raxcbv XiJtev ovo 
ajt6v7]T0 (für Od. bin ich nichts gewesen). Zu dem Sinne von d/Lcav- 
QOiöc . . Jtoivdv vergleicht Paley richtig 175. 340; s. auch zu 302. — 
324 Iviq noch Hik. 43. 251. Ag. 718 (Conington); 326 d(paiQovߣVog 
gemäfs der attischen dipaigeöig sig ilev&sQiav, Meier-Schömann-Lipsius 
Att. Proc. 658. Jlro}^ ist bei Homer Beiwort des Hasen oder steht für 
diesen selbst, P 676, wie bei A. jtra^ Ag. 137 {/noyeQccv Jtrdxa d^vo- 
fiävoiöiv), was {jtrdxa) M erst auch hier hatte; ist nun dies der Sinn, 
oder „Flüchtling'*, nach xatanraxcov 2^2? ßlargcoiov dyviOßa xre. 
ein der Mutter gebührendes Sühnopfer für den Mord; es ist nicht 
durchaus nötig, eine Vertauschung in bezug auf das zugehörige Sub- 
stantiv anzunehmen, indem ßaxQ, eigentlich zu <p6vov gehöre {pyxov 
ovoßarog ßijxQCOiov Soph. Tr. 817 u. a. St., Wecklein zu 292). Kvqiov 
vgl, 127, wirksam, diesem Zwecke bestimmt. 

Refrain 329 ff. Tad^vßävcoi vgl. 304 f., also schon so gut wie wirk- 
lich geopfert; zu diesem Opfer dieses Lied. UaQaxond Ag. 222, {nagd- 
xojtoq Prom. 581), TtaQmfogd vgl. uiaQd(poQoq und nagacpagaGd^ai. 
An (pQavoöältjg zu zweifeln gibt Form und Sinn keinen Anlafs, vgl. 
(fgavoßXaßijq, (pQavojtkrjyalg ßaviai Prom. 878 ; ötjXi]ßa steht A. Frg. 121. 
Aber auch die Rhythmen nicht: v^^v^, -w, v^-, »- Ag. 698; noch 
ähnlicher v^wo,i-,^w^, _v^,^-,_ Ch. 806 f. (Paley). Mit der in M 
beigeschriebenen Vermutung (olßai) (pQavoöajjg ist nichts anzufangen; 
von den neueren Konjekturen (-jtXavtig, -ßXaßijg, -ßavijg, -6axi]g) 
empfiehlt sich ebensowenig eine. 'Eqivvcov ist offenbar der furcht- 
barere, weil weniger durchsichtige Name (noch 511 Chor, 951 Athene); 
bei der Vorstellung 417 nennen sie sich ^gai, !Ä(p6gßixrog: also 
(wie natürlich) war dies Lied nicht von Apollons Kithara begleitet 
(sondern nur von der schrillen und aufregenden Flöte). Vgl. (Stanley) 
Ag. 990 Tov 6' dvav Ivgag oßcog Vßv(0i6al ^grivov ^Egtvvog avzo- 
öiöaxTog iöcod^av d^vßog. Avovtj Dürre, dörrend (vgl. ßdgaiva 139, 
loxvdvaöa 26'jf Pal.) nur hier, ein verschiedenes Wort (zu avco schreien) 
ist avov?j Geschrei bei Semonides (Herm.). 

Antistr. «, 334—340. Aiavxalog wie Ch. 184. 640. Sept. 895, 
durchdringend d. i. dauernd und ewig bestimmend; ^ öiaßjtd^ xißco- 
QOVßivt} (Schol.) ist nicht ganz richtig. 'Ejtaxkcoöav nach Homer 



110 Anapäste und erstes Stasimon. 

X 139 u. s. — 336 haben die Hdschr. Korruptes, was in Majuskeln 
wäre: TOICINAYTOYPriAICZYMnACa)CI(N)MATAlOI ; daraus läfst sich 
machen rolöiv avrovQyiai (aber auch Schol. amotpoviaiq) ^vfi- 
mö(oöiv (Turneb.) fidraioi, oder noch leichter rol övv avrovQ- 
ylaig §. fi., nach (povov 6h xtjxlg ^vv xQOV(ol ^v/ißälXsrai Ch. 1012. 
SvßütiJtTSiv rivi wird allerdings mehr von Leiden als von Taten ge- 
sagt, und so steht Soph. OR. 113 rcoiöa övfijcijtrei tpövcoc von dem 
Ermordeten ; somit Weil rot vlv avrovQyiaiq ^vßjtarcQöiVj wobei indes 
weder övßjtatslv in diesem Sinne recht belegt, noch viv d. i. rrjv 
MolQav überhaupt möglich ist. Der Anstofs des ^v/nütijtreiv wird 
geringer, wenn wenigstens der Verbrecher Subjekt ist, der in ver- 
blendetem und ruchlosem Sinne (vgl. Hik. 762 ßaraicov dvoöicov re 
xvcDÖdXwVf ßazaiaiq ;f£()(JtV Soph. Tr. 565, Abresch) die Untaten, die 
ihm sozusagen in den Weg kommen, ungescheut begeht, und so habe 
ich Toi ovv vorgezogen. AvrovQyiaiq vgl. avd-ivxriq ohen 212. "0<pq' 
av yäv v:jteXd^t]i nämlich ng oder (Schol.) b roiovrog] vgl. über 
diesen Übergang zum Singular oben zu 313 ff., zu welcher Stelle 
Wecklein Plat. Protag. 324 B vergleicht: ovöelg yag xoXdt^ai rovg 
dötxovvrag . . rovrov evsxa, ort i]6ix7]öEV. — Ovx dyav sXev&SQog 
ist eine mächtig wirkende Litotes ; gerade der halb verhüllte Ausdruck 
schreckt. Dann wird der furchtbare Refrain wiederholt, um den Ver- 
brecher desto fester zu binden. 

Str. ß, 347—354. Weitere Ausführung des Gedankens in Antistr. «, 
auch nach der Seite, dafs sie nun von den Göttern eben durch ihren 
Beruf geschieden sind ; auf den Beruf kommen sie im Refrain (Str. y) 
zurück. 347 ysivofievaiöc Hermann, indem „geboren werden-*^ wenigstens 
bei den Epikern nicht yiyvofiai sondern ysivoßai heifse ; s. Homer S. 128 
= ß 210 {aloa oder fioiQa) ysivofiivcoi ejtsvrfOs Xivcot (anders WSchulze). 
'^Aßiv nur hier bei A., häufig bei Sophokles, Kühner-Blafs I, 591. — Die 
Konjektur (dd-. 6' düt' e/eiv) yigag (Evers) für x^Q^'i ^^t mit Xdxr] 
schlecht verträglich, und in djtexaiv x^Q^^ ^^t auch keine Zweideutig- 
keit, da ,,die Hand vom Greifen und Schlagen zurückhalten" X' ^^^ 
Xeöd^ac heifst, Hik. 756, Demosth. Meid. 69. Paley fafst die Kon- 
struktion so : den Unsterblichen kommt es zu, die Hände von uns 
fernzuhalten; natürlicher indessen wird «^. zu djtsxsiv konstruiert: 
die Hände, die den Mörder erfassen (vgl. 779 ex x^Q^'^ el'Xaöd^e fiov), 
von den Unsterblichen fernzuhalten, sie nicht zu begrüfsen usw. [av 
ö' aga oi (pv ;f£f()t Homer). MaräxoLvog ()()^. Hik. 1039; OvvöalzcoQ 
nur hier. Für die Herstellung des folgenden Verses, der in dßoiQog 



Anapäste und erstes Stasimon. 111 

axXrjQoq statt ^j^ _ ov> - w einen metrischen Fehler zeigt — der anti- 
strophische Vers ist in noch schlimmerer Verfassung — , bietet sich zu- 
nächst ditOfioiQoq (OMüller), unbelegt, doch vgl. aütdvd^QWütoq Prom. 20, 
dütößovaog Ag. 801, dütoxQW^Toq [Ch. 275], dütöxlagoo, (jtövcov) Pind. 
JPyth. 5, 54. Aber ungern verwische ich das d- d-, vgl. dieselbe asyn- 
detische Anreihung paralleler Wörter mit d- in driß' drUra 385; 
mehr Beispiele zu 785. kvEOQtoq dxlrjQog (Fritzsche, Weil) liegt weiter 
ab und hat in dem frei paraphrasierenden Scholion kaum eine Stütze. 
Da ist wohl die Umstellung dxXrjQog dßoiQoq das Einfachste. — 
"Etvx^V^ = £^ßi auch Hik. 86, wie rervxrai Ag. 751. Elloßav nahm 
mir (867 u. s.) gemäfs meinem Amte. 

Str. y, 355—359. ]^()?^g ist überhaupt der Gott der blutigen Tötung, 
so d^rj^vxTOVWi ^QEi von den ihre Männer ermordenden Danaiden 
Prom. 860, vgl. auch Ag. 1235. ^^ rid^aöog liegt der Vergleich mit 
der scheinbar gezähmten Bestie (Ag. 717 ff.). Atoßevai = ötcoxovoai 
auch (385, s. u.,) Hik. 819 fierd fia ÖQOßoiöi 6i6/j£voi, == ßeraÖKDXOvreq 
mit Tmesis; so Homer H 197 u. s. Aber man kommt mit ijtl rbv co, 
wie überliefert ist, schlecht durch; denn 8Jti6i(6x£iv ,, weiter verfolgen** 
pafst gar nicht, und ein co oder S als Interjektion 6id fiiaov (Schol.) 
ist seltsam. Also gut E. A. J. Ahrens eutl rbv coö* Ußevai (indem 
\!7]ßi das i bei A. wie bei andern anceps hat, Sept. 310 u. s.); das (o6s 
konnte (Wecklein) durch die Gesten des Tanzes anschaulich gemacht 
werden. Sehr schwierig ist der Schlufs : xparegov ovd- ' b/uoicog ßav- 
Qovfisv vcp' (i(p^) ai/uarog viov, während die Antistrophe y schliefst:- 
6(paXeQd ravvÖQÖßoig xwXa övögjogov arav, unverdächtig, aufser dafs. 
nach den Schollen xal vor rav. zugefügt werden kann; die Rhythmen 
sind somit : ^w^ — ,w^v^-,— o — v^v^ — , vgl. die Pherekrateen in. 
Str. «. Demgemäfs ist in der Strophe zu emendieren, wenn dies, 
Strophe und Antistrophe / sind ; diejenigen nämlich, welche die Worte, 
von y hinter Antistr. ß als Teil dieser Strophe wiederholen, und die. 
von y' hinter 6' (nach unsrer Zählung, nach der andern y'), brauchen, 
sich um Responsion nicht zu bemühen. Dindorf also schreibt (nach 
Hermann, der indes schliefslich etwas andres wählte) xparegov ovra- 
üteQ o/ucog {oßcoq Arnaldus), auch im Klange sehr ähnlich mit öipa- 
leQcc xal ravvögöiiotq («, sq, ra, gofit g), wodurch in der Tat die. 
Zusammengehörigkeit verbürgt wird. Vgl. Sept. 7 1 2 xaijteg ov Otegycov 
Oßwg, yvvi] neg ovöa Sept. 1038, xal d^eog iteg l/iiigcoi ütBjtXriyixivog 
Ag, 1204, ysvvaiog üteg (ov Soph. Phil. 1068 usw. Auch das ist kein. 
Grund dagegen, dafs so allein hier nach ^ v^ ^ - keine Diärese ist. 



112 Anapäste und erstes Stasimon. 

Dafs sodann vcp^ al'/narog viov aus Erklärung stamme, sah schon 
Hermann; nun heifst es in dem einen Scholion öia ro veov alßa, 
was zwar auch als Erklärung von v(p' aLßarog veov gelten kann, 
indes den Verdacht erweckt, als habe der Scholiast zu veov al/ua des 
Textes nach seiner Gewohnheit öia suppliert, um den Akkusativ kon- 
struieren zu können. Ganz so zu 6vö(poQOV arav Ant. y 6ia rrjv . . 
ärrjv 6vö(poQOV, und zu S7^ ß^(^og: Xeijceiv (paöl öia. Auf veov al/ua 
also war bereits GHermann gekommen; mit vcp' al'fi. veov kann dies 
vielleicht unmittelbar nicht erklärt worden sein, aber diese Worte lassen 
sich als Rest einer längeren Paraphrase verstehen. Der Rhythmus ist 
nun da: - ^ _ ^^w - i:^ ; denn gerade bei diesen Rhythmen respondieren 
Trochäus und Spondeus ohne Anstofs, zu Gh. 619. Aber nun die 
Hauptsache, der Sinn. Mov al/ua mufs Satzapposition sein wie das 
entsprechende övütpogov arav^ und wie (in einem passivischen Satze) 
VEog ix(^Q Agam. 1480; dies wie veov alßa ist „neues Blutvergiefsen", 
vgl. dort vorher jcqIv xaraXfj^ac xb :jtaXaibv äxog. Der Mord wird 
durch Mord gesühnt. 

Antistrophe ß, 360—367. Hier sind die Schwierigkeiten am gröfsten. 
Der M. hat zu Anfang öJtEvdofiEva ö' und öJtEvöoßEvat 6^; dies kann 
auch -fiEväi sein, und den Singular empfiehlt das nachfolgende ifiaZai. 
Wir können auch, ohne Gewalt, weder ojtEvöo/iEvai noch -ßivä (Burges) 
konstruieren; aber Doederlein schreibt outEvöoßEv a'iö', und öTtEvöeiv 
und öutEiÖEö&ai (dies nur Ag. 151, öütEVÖoßiva im daktyhschen Verse 
wie hier) sind bei A. gleich, dazu ißalöi nach ö7tEv6o/ZEV nicht im 
mindesten anstöfsig. Das aide ist verständlich, wenn auch unnütz; 
denn sie stellen sich doch nicht jetzt vor. Aber ein andrer Anstofs 
ist gröfser: die Eumeniden wollen den Göttern, insbesondre Zeus, 
diese Sorge der Rache abnehmen, aber doch beständig und nicht im 
einzelnen Falle; das wird aber d(paiQEiv und nicht d(p£kEtv, welches 
den einmaligen Akt anzeigt, und dieser Akt des d<pEXEZv liegt not- 
wendig voraus, als geschehen; also öJtsvöofiEvai mufs Partizip der 
Vergangenheit sein, und das Präsens öjtEVÖoßEV ist falsch. Hieraus 
ergibt sich schon die Konstruktion: öJtEvöoßEväi 6' dq)EXElv . . d^Ewv 
6^ dtElEiav . . EütLXQaivcov . . ZEvg . . djtf]^i(6öaT0 (vgl. für den 
Dativ ßovXoßEvcoL riv^ doßEVCoi ös 601 ^ jtoiyiiXeißcov vv^ dnoxQvipEi 
(pdoq Prom. 2;^, ähnlich ^öoßEvcoi, eXtco^evcoi usw., Kühner-Gerth I, 
424 f.). D. h, unsre uralte Bestimmung ist auch in der neuen Welt 
von Zeus bestätigt. Im einzelnen: d(paiQElv hier mit doppeltem Akku- 
sativ, was für das Aktiv beispiellos ist; schreibt man dagegen rivi, 



Anapäste und erstes Stasimon. 113 

SO sind die Parallelen da (Kühner-Gerth I, 328 f.): Xenoph. Kyr. 7, 2, 26 
^«X«? (^£ 001 y.ai noXiixov^ dg:aiQCÖ (vgl. 7, i, 44), d. h. entbinde 
dich denen, ganz wie hier. Das rtvi klingt etwas mystisch, braucht 
indes nicht so gemeint zu sein; unnütz ist Pauws Änderung in Aia. 
'Ejtixgaiveiv ist ein bei A. sehr beliebtes Wort (in den Eum. noch 
950. 959); mit ariXeiav könnte es herbeiführen heifsen, wenn nur 
efialöi Xiralg sich dazu konstruieren liefse. So mufs man schon ijti- 
y.Qaivcov schreiben, zu welchem i/Liaiöi Xiralq in derselben Weise 
hinzutritt wie zu dem Hauptsatze öJtsvöoßsväi. lirsXsia ist die Im- 
munität von allen Lasten, wie sie in Athen bereits damals die Nach- 
kommen des Harmodios hatten; ebenso wie dies ist dväxQiOig ein 
Ausdruck des politischen Lebens, Voruntersuchung, die in Athen dem 
Archon, dem Basileus usw. für ihren gerichtlichen Geschäftskreis zu- 
stand, während die Entscheidung ihnen abgenommen war (Aristot. 
IloX. Ji^. 3, 5 TtQoavaxQiveiv). Also = Scts avrovq (zovq d^eovg) 
fiTjö' sig dvdxQiöiv il^elv. ^'AyxQiöig wie övödyxQiroi Hik. 126; vgl. 
über die Apokope oben zu 243. Weiter folgt, dafs in V. 366 das 
yccQ nach Zevg mit f g h zu streichen ist (also nicht etwa in der Strophe 
ütav(r6)Xevxcov zu schreiben); leicht konnte die Konjunktion von 
jemandem, der die Satzkonstruktion nicht verstand, eingeschoben werden 
(leiütEi b yaQ zunächst; dann übergeschrieben); so ist es auch V. 378 
geschehen. Aißaroöra'yeg ist vorlängst (von Bothe) in aifwörayhg 
(Eurip. Frg. 388) emendiert, vgl. atßOQQvrog Frg. 230, atfioßacpi^g 
Soph. Ai. 219. An d^ioßiöov nimmt Dindorf darum Anstofs, weil 
dies das einzige Kompositum mit d^io- bei A. ist und auch aus den 
andern Tragikern nur d^i6d^Q7]Vog (Eur. Alk. 907), d^ioütsv^ijg (Hipp. 
1465), d^ioxQscog (Or. 596) hinzukommen, wogegen später diese Bil- 
dungen reichlich erscheinen, so bei Xenophon. Ferner auch, weil 
von ßioog -/tuöijg gebildet sein müfste, wie jtavroßiör'ig 644. ^A^io- 
/iioeg liefse sich ja nun schreiben; aber der Verdacht, dafs das ganze 
Wort Erklärung für ein echtes ist, hält davon zurück ; auch ist -eg -ov 
hübscher, als -lg -hg sein würde. Dindorf nun wendet nicht nur hier 
Gewalt an, sondern auch in dem entsprechenden Verse der Strophe: 
naXlEvxcDv 61 ni^tXmv dßoiQog ßovva irvx^riv — Zevg ydg ai^axo- 
(pvQxov ütäv ^d^vog roös Xsöxag; das war seine Art der Umdichtung, 
der jetzt mit Recht niemand mehr folgt. Ich habe ein Kreuz gesetzt ; 
nach der Strophe liegt av/LiiöfjTov nahe, das bei Xenophon Kyr. III, i , 9 
steht (mit steigerndem ev); das Gegenteil avtpiXrjrog hat A. Sept. 107. 
''Ed^vog Menschenklasse {rb xGiv (povicov Schol.) wie Demosth. XXIII, 146 

Aischylos. 8 



114 Anapäste und erstes Stasimon. 



(ebenso Piaton, Xenophon); Ucxri Verkehr, Gespräch auch Ch. 665 
nach Emperius für Isx^BlOiv (was in meinem Texte aus Versehen 
stehen geblieben ist); og suus nach Sept. 641; djta^iovöd^ai medial 
nur hier {-ovv Eur. El. 256; Thukyd. u. a.); doch ebenso 425 T^'^tcJ- 
öaro, Sept. 667 xarrj^KoCaro. 

Strophe 6, 368-371. Das t' zu Anfang des neuen Gedankens 
entspricht nicht dem Gebrauche; also tf'mitBergk. Jo^ai exüh'mah'o, 
g/ona, vgl. Soph. OC. 258. '^Vjt^ ald^eQi d. i. ov^avcSc verlangt den 
Gegensatz xara yäg (Hermann) und nicht xara yäv ,,auf Erden" ; 
die gleiche Korruptel ist 838. 871. ßüvv&eiv auch Sept. 920. Ö()- 
XTjOßolq ejcKpd^övoig, den mifsgünstigen, sein Glück störenden; es 
scheint sich keine andre Emendation des überlieferten ejcKpovotg zu 
bieten, und es ist auch eine gewisse Analogie des Sinnes zu /usXavsi- 
fioOiv. Was aber der OQXV^f^^'s ^^t, nicht ein Reigen um ihn, sondern 
eher auf ihm, und weshalb :n:o66g, klärt die anschliefsende Antistr. y auf. 

Antistr. y, 372—376. Bereits Heath und nach ihm Hermann, Din- 
dorf u. a. stellten dies um, vor 368, so dafs es nun einfach Teil von 
Antistr. ß wird; aber wenn auf diese Art auch die Form regelmäfsig 
wird, kommt doch der Sinn zu Schaden. MaXa yag ovv aXoßiva 
„denn in der Tat (Ag. 524. 674. Frg. 308) mächtigen Sprunges" usw. hat 
an Xaöxccg aq d:jtrj^i(6aaT0 gar keinen Anschlufs; dagegen an oQxriö/iioiq 
jtoöog den allerengsten, wie auch insbesondre jtoöog dxfidv sich auf 
ütoöoq 371 zurückbezieht, und ebenso ist Antistr. 6 utLütrcov jetzt an- 
geschlossen, wogegen der Anschlufs an ÖQxrjOfiolg IjtKf&ovoig Jtoöcg 
mangelhaft ist: wie kann er vom Tanzen umfallen? Was das für ein 
Tanz ist, mufste doch erst geschildert werden, und überhaupt klingt 
nach der nächsten Schilderung in Antistr. y das dgxriößoTg EjtKpd^. 
ütoöog ganz matt. — Der Hiat nach aXofiiva zeigt den Bruch der 
Synaphie hier an; also darf man nicht in Tetrametern schreiben. 
2^(paXsQa ravvÖQO/noig xwXa wird in den Schollen doppelt erklärt: 
TOlg ravvÖQOfioig avrwv xcoXoig ejcdyovöa rd öcfaXagd ßov x(5Xa, 
und «jr ' dXXrjg aQxfjg (mit neuem Satze) xal roig ravvÖQOßoig yiverai 
CipaXsQa rd xcöXa öid rrjv iütiovüav drrjv övöcpoQOv vüt^ efiov- Da 
in letzterer Weise ßvötpogov drav nicht zu konstruieren ist, aufser 
wenn man ö(paXeQd . . x(5Xa zur Parenthese macht, und auch so nur 
mit Härte, so ziehe ich die erstere vor: OcfaXagd also aktivisch, was 
es so gut sein kann wie passivisch. Kai vor ravvÖQ. läfst sich aus 
dem zweiten Scholion entnehmen, obwohl nicht mit Sicherheit als 
wirkHche Lesart; bei der andern Auffassung schrieb man (jag) 



1 



Anapäste und erstes Stasimon. 115 

(Hermann). TavvÖQOßog knüpft sich an das homerische rdvHv 6q6- 
fiovj W37S; also auch wenn er entlaufen will, wir stürzen ihn im 
Laufe. Das Bild vom Fliehen und Verfolgen (75 ff., 137 ff-, u. s.) ist 
allerdings nur hier gebraucht und wird sofort (377 ninrcov (5' ovx olöev 
xrh.) unmerklich wieder verlassen. 

Antistr. ö, 377—380. *Vjtb mit Dativ wie Ch. 28 u. s., unter der 
Wirkung von etwas; die Xvfitj ist das von der Schuld her ihm an- 
haftende Verderben, das ihn der klaren Besinnung beraubt; alsbald 
wird es auch mit einem Dunkel verglichen, bei dem man nicht sehen 
kann. Vgl. zu :3y8 Pers. 66g Urvyia ydg rig ist' dxXv<i neTcorarai) 
hier indes ist ßvöoq (die Blutschuld) das eigentliche Subjekt, und 
TOiov xv£(/)ag prädikativ. Zu 379 vgl. Ch. 5iff. dvrjkioi ßQOxoöxv- 
ysTg 6v6(poi xaXvütrovüi öofiovg; (pdriq ist die Rede des Volkes wie 
Ag. 456. Avöäö&ai Medium statt av6äv wie Soph. Phil. 130. 852 u. s. 

Str. e, 381—388. Die von dem Bisherigen sich abhebenden iam- 
bischen Rhythmen sind im allgemeinen klar: zwei akatalektische 
Dimeter mit unterdrückter Senkung in der Mitte und dann ein ebenso 
gebauter katalektischer, also auf 1- •- schliefsend : ^_v^-i-'v^-,w-w- 
i_.^_j ^-w-i_ 1- ; dann drei akatalektische Dimeter ohne syncopierten 
Inlaut und wieder abschliefsend ein katalektischer desselben Baues 
wie vorher; Strophenschlufs daktylischer Pentameter und trochäisches 
Kolon, wie schon oben bemerkt. So Rofsbach-Westphal. Einzelnes 
indes verlangt noch Erörterung. Te fivijfiovsg zu Anfang des 3. Kolons 
braucht, wie Wecklein richtig bemerkt, nicht — w - zu sein, (Antistr. 

ifiov xXvcov), da Ag. 990 vßvcoiötl ^ und auch wohl 1459 JtoXv- 

ßvaöxov gemessen ist. Aber zu Anfang des 4. Kolons steht aller- 
dings in Str. und Antistr. __^_, vgl. zu Ch. 24 f. S. T^. V. 387 
ist Xdßütai überliefert, in dem entsprechenden 395 xvQÖJ', hierfür also 
schrieb Hermann xvqcOj indem wie ixvQtjöa ixvQöa nebeneinander 
von A. gebraucht werden, so neben xvqsTv xvgeiv eine Stelle hat, 
vgl. ixvQov Soph. OC. 1157. Umgekehrt Wieseler, Dindorf kdüidi 
für XdßJtäiy mit schlechten Rhythmen und ohne durchschlagende Be- 
weise gegen die spondeische Wortform (s. u.). Hieran schhefst sich 
in der Strophe, als Beginn des daktylischen Verses, övOoöojtaiutaXaj 
in der Antistrophe regelmäfsig xalneg vütb x^cva. Ist Tribrachys statt 
Daktylus? Ist prosodische Licenz? Ist Korruptel anzunehmen? ^inagd- 
liv&ov Prom. 187 ist immer noch leichter als övöoöo — , da jenes 
sich an äd^dvarog, dxdßarog anlehnen kann; Tribrachys aber statt 
Daktylus scheint zwar bei Euripides zu existieren (Phoen. 796 döJti- 

8* 



116 Anapäste und erstes Stasimon. 

6o(peQ/iiova ^iaöov ivonXov = 813 Olöiütoöa xara öcoßara xal noliv), 
dem A. indes nicht leicht zuzutrauen. Also Emendation; s. unten. 
Etwas anomal ist wohl die syllaba anceps am Ende der Penta- 
podie : — rä^iv exovöa \ xal . . ; denn gewöhnlich ist das trochäische 
Kolon eng angeschlossen, in Str. Ant. 6 sogar mit Wortgemeinschaft. 
Man könnte also emendieren: ejti 6e ßoi yegag utaXaiov {iöriv} ov6' 
drifiiag xvgeiv xalütEQ voto ;f^oW rd^iv exovöäi. S. indes zu Ch. 
592, wo ich umgekehrt durch Änderung die Synaphie aufhebe. 

V. 381 fF. fievH ydg wird richtig mit Ag. 1563 verglichen: ßävsi 
6h (Jiißvovxoq, iv ^Qovoiq Aioq nad^^Xv rbv i'Q^avra; nur geschieht 
hier die Ausführung des Subjekts in einem eignen neuen Satze: svßtj- 
Xavol re xal xrh. Te xal wie in der Antistr. ; also rs (Wakefield) 
statt 6h der Hdschr. scheint gesichert. Aber der neue Satz müfste ein 
verbum finitum haben, wenn sich auch allenfalls eößev ergänzen liefse ; 
es kommt hinzu, dafs 6i6ßevai (= 6ic6xovöac) Xdxri sich nicht genau 
so belegen läfst, wenngleich 6ic6x£iv „nachstreben" (ßsreQXOßsvai 
Schol.) der attischen Poesie geläufig ist. Also mit Heath öiajtoßav, 
vgl. 931. Pers. 106; 6i6ßsvai kann gedankenlos nach V. 358 wieder- 
holt worden sein. Anders freilich Weil: arißa rioßev drieTai (so 
-rai M, und auch Schol. so), mit leichter Umstellung und geringer 
Änderung. Aber weder ist etwas wie tlhv idx^ belegt, noch ist 
drierai richtig: ov6' drißtaq xvqg) heifst es nachher. — Tilsioi 
zweier Endungen wie Ag. 1437. Erg. 11, 7, meistens indes dreier wie 
V. 214. MvrißovEq, 'EQtvveg Prom. 516; HeßvaL ist der athenische 
Kultname der Eumeniden, Preller-Robert Myth. 838; auch unten 1041. 
Heimsöth und Paley schreiben darum grofs; nämlich wenn einfach 
Adjektiv, müfste das Wort mit xal 6vö:itaQ7]yoQOi ßgoroTg verbunden 
werden, was keine gute Verbindung und aufserdem ein nicht an- 
genehmes Enjambement gibt. AvöTtaQriyoQOL mit derselben Litotes wie 
Prom. 34 6v6JtaQalTrjToq', doch s. auch 387 övöütOQOütaiütaXa, 396 6vG- 
dXiov == dvaXi(OL 387, 388 6vöoßßdroig, in welcher Häufung eine ge- 
wisse Absicht liegt, das Widrige hervorzuheben. ^Atisrog (vgl. dXdß- 
jterog^ dßdxeroq, dütevx^rog usw.) auch 839. Hik. 853. ßscäv 61x0- 
örarovvxa (Ag. 323) ist dasselbe wie dd^avdrcov 6' dütex^iv xrh. 360 ff. 
Das überlieferte dvtjXifoi korrigiert Dindorf in dvaXloi, ebenso 396 
6v6riXL0V in 6v6dXiov, es sind in diesem Strophenpaar fast durchaus 
die attischen Formen in den Hdschr., anders als in den andern Strophen, 
aber doch wenigstens in diesem Verse Xdßjtäi. Adßjtrj ist nach 
Hesych. Phot. jtaxvg dtp^bg eütiJtoXfjg rov oivov, Hesych. hat auch 



Zweites Epeisodion. 117 

XaTcrjv' ßoQßoQOV, ilvv\ bei Hippokrates kommt Xani] für dicken 
Schleim vor (im Verse w- Diphilos II 545 K.). Es wird richtig 
evQCüetg verglichen; immerhin aber kann man auch an den ßoQ- 
ßoQog der Sünden in der Unterwelt denken, Ar. Bcctq* 145 usw. 
Es folgt das schon erwähnte 6voo6o7taijtala, in den Scholien mit 
övöTtagaßara xal rgax^a erklärt (vgl. Schol. Ar. mtp. 266), ein tql- 
TtXovv mehr in der Weise der späteren Dithyrambiker als des A., bei 
dem sich aufser drißoütsvd^jjg 793 nur evxoivoßriTig Hik. 700 in einem 
anderweitig entstellten Verse vergleichen läfst. Nicht einmal dies 
pafst, denn es ist zu xoivo/urjriq sv zugesetzt, aber doch nicht etwa 
zu böojtaiutaXoq 6v6-\ drifio- aber ist ein Begriff. üaiTtaXä rs xqtj- 
fivovg TS Kallimachos Artem. 1 94 ; aber ein Adjektiv jcaijtaXog neben 
TtaiüiaXoEiq ist doch nicht nachzuweisen, so dafs es sich schliefslich 
empfiehlt, statt etwa övoßara ütaiJiaXa (Oberdick) zu schreiben, das 
TQiJtXovv ZU belassen und nur övöoöo- in övöjcoqo- (Heimsöth) zu 
emendieren (vgl. ütilayog ov fidV siütoQOV Hik. 470). ^Oficog 695. 
Prom. 736; der Sinn mufs sein, dafs weder Lebende noch Tote ent- 
rinnen können. 

Antistr. f, 389—396. 'Efiov xXvcov von mir hörend. MoiQoxQav- 
Tov und £x d^Bbiv öod^ivta fafst zusammen, was Str. Ant. ß gesagt ist. 
In 394 fehlt ein lambus, den wie es scheint auch der Scholiast nicht 
mehr vorfand, da er ijti mit ejtEöri erklärt ; wenn freilich ovöe (vvv) 
(Drake bei Paley) das Richtige oder überhaupt die Lücke an dieser 
Stelle ist, wird das über den Scholiasten Gesagte hinfällig. "'Eti 6b 
fioi fiivei Hermann ; andre anders. Über xvqco xvqco s. o. ; 6v6i]Xiov 
xvecpag ist mit von i:jtb abhängig (Weckl.) ; vgl. Pers. 839 yijg vjcb 

Zweites Epeisodion, 397 — 489. 

Die von Orestes angerufene Athene erscheint; die Parteien er- 
klären sich, und Athene verabredet mit ihnen eine gerichtliche Unter- 
suchung und Entscheidung, die unter dem Vorsitze der Göttin statt- 
finden soll. 

397-414. Athene. Die erste Frage ist, wie die Göttin erscheint, 
ob wirklich, wie der Schol. nach V. 405 meint, zu Wagen. Aber 403 
6t(üXovO ' riXd^ov dxQVxov noöa beweist doch so stark wie möghch, dafs 
sie ohne Wagen kommt, auch nicht mit Flügeln fliegend, aber durch 
die Luft schreitend und dabei von der Aegis wie von einem Segel 
unterstützt (vgl. Einl. S. 15); also mufs 405 metaphorisch erklärt, wenn 



118 Zweites Epeisodion. 

nicht emendiert werden. Es heifst nun Sept. 371 ganz ähnlich von 
dem ankommenden Boten : öJtovöfji 6i(6x(dv üioßutißovq xvoaq utoömv ; 
also wenn die Füfse mit den Enden der Achse verglichen werden 
(in der Tat nicht ohne Härte), so kann auch hier der Körper mit der 
Aegis zusammen als o6e oxog bezeichnet werden, und n(oloi dxfiaZot 
die Beine bedeuten. (Hermann korrigiert mit Wakefield in xco^oig: 
vgl. oben S7^- Prom. s^S usw.; natürlich soll damit an jccoloig 
erinnert werden; aber man kann sich auch umgekehrt durch jtcoloiq 
an xoiXoiq erinnern lassen.) Eine andre Frage ist, weshalb der Dichter 
die Göttin aus der Troas, d. i. aus Sigeion kommen läfst. Ein ak- 
tuelles Interesse für die Athener, woran der historisch mangelhaft unter- 
richtete Scholiast denkt, hatte Sigeion damals durchaus nicht; denn 
nachdem im 6. Jahrhundert die Athener es den Mytilenäern ab- 
genommen hatten, war es jedenfalls nach den Perserkriegen von Athen 
wieder in Besitz genommen und war damals gleich Lemnos und 
Imbros tributpflichtige Bundesstadt, EMeyer Gesch. d. Altert. IV, § 394. 
Es soll also wohl nur an den trojanischen Krieg angeknüpft werden, 
vgl. 456 ff. 631 f., und das erste Stück der Trilogie. Wie Athene 
damals dem Vater half, so hilft sie jetzt dem Sohne. 

397 xl7]6(6v hier „Rufen", 418 „Name'', wieder anders Gh. 505. 
1043, = <pi]iiii]. IJQOöcod^sv e^TjxovOa schliefst sich an 297 xXvst de 
Tcal jüQOöcod^sv. 298 xazacp&arovßävT] kommt nur hier vor; der Scho- 
liast erklärt mit xaza(f)d^dvovöa, Hesychios mit xaraxrco/Lievtj (Hdschr. 
xaravT.)* xvQL<Dg 6h rb ix ütQoxaraXri'ipicoq, wozu andre Glossen bei 
ihm zu vergleichen: (pd^ariorji' (pd^dör^i und (pd^arriöai' (pd^döei xrrj- 
öaö&ai. Der Zusammenhang mit (pd^dvco scheint klar, an der Be- 
deutung aber kann man sich stofsen; denn mit dieser Erwerbung hat 
sich Athene dann nicht im mindesten beeilt. Also etwa: mein Recht 
als des ersten Erwerbers mir sichernd. 399 öfjra im Aussagesatz be- 
stätigend oder versichernd, hier etwa = „wie bekannt", vgl. 7] 6t] 3 
(Paley). ^AxroQsg Pers. 557, jtQOßoi Ag. 200. 410. Hik. 904. — 
V. 401 ovTOütQEßvov eigentlich mit dem Stamme_, avroQQLt^ov (Hesych.), 
vgl. TtQinvod^tv Sept. 71. 1056. Im eigentlichen Sinne von Bäumen 
Sophokles Ant. 714. 'E^algarov 402 gehört dem Sinne nach eigent- 
lich zum Vorigen, von der Beute ausgelesen für Athene (vgl. Ag. 954), 
doch möchte die Versetzung des Komma nach e^aiQEtov das Folgende 
zu kahl machen. Theseus' Söhne Demophon und Akamas erscheinen 
erst im jüngeren Epos, wo sie ihre Grofsmutter Aithra in dem er- 
oberten Troja finden, s. Proklos' Excerpt aus Arktinos' 'Riov JJeQöig] 



Zweites Epeisodion. 119 

diese Begründung des athenischen Anspruchs auf Sigeion geht aber 
doch sicher auf Peisistratos' Zeiten zurück. In Euripides' Herakliden 
sind die Söhne des Theseus die Fürsten des Landes ; aber in den 
Eumeniden kommt von ihnen gar nichts weiter vor, und es erscheint 
auch nach A. die attische Demokratie als bereits von Theseus be- 
gründet, vgl. namentlich Athenes Rede an das Volk 68i ff. — Über 
den Dativ bei Swgjjßa vgl. Kühner-Gerth I, 426 f. 

403 ff. ^'ätqvtov erinnert an lixQVtmvri (Weckl.). "PoißSilv kommt 
nur hier vor (denn Homer fi 106 ist QvßöaZv richtige Schreibung), aber 
QOlßöoq jtreQcov Soph. Ant. 1004 macht den Sinn „geräuschvolle Be- 
wegung" unzweideutig (vgl. auch Ar. Ns(p, 407); also = Qoi^aZv 
(unten 424). Da die Aegis auf Bildwerken und Vasen des 6. Jahr- 
hunderts als kragenartig oder mantelartig umgelegt erscheint (s. Preller- 
Robert Myth. 191), so war es leicht, aus dem Mantel eine Art von 
bauschigem Segel (Schol.) zu machen. Über xcoloig xrh. s. o. 

406 ff. Mit yMl vvv könnte man sich abfinden (vgl. Paley), aber 
y.al vvv 6' (Mj fordert die Korrektur in xaivijv 6\ eine sehr leichte 
nach der Schrift des Aristoteles-Papyrus, wo das links unten verkürzte 
H und das Y zum Verwechseln ähnlich sind. '^O/tiiUa s. zu 57; ganz 
wie hier rfjvö^ ofi. x^övog 711. — 409 ^(ffiöd^ai mit Akkus, auch 
Frg. 158 (anderswo mit Dativ, wie Ch. 501); ebenso t(f)at^6fjLriv 446, 
riö^ai Ag. 183, Kuhner-Gerth Synt. I, 313 f. — 410 Übergang in den 
Akkusativ, der bei Xby(o ebenso gut möglich ist (öe tol Xiyo) Ch. 456); 
der Dativ wäre 412 unbequem geworden. 410 önagroi allgemein 
Gezeugte, Götter und Menschen einschliefsend. Ovr' ovv wie ^jfr' 
ovv Ag. 359. 474. Nach ßoQ<f)(6(iaöiv ist in unbewufster Assimilation 
der folgende Vers entstellt; denn an der Richtigkeit der Besserung 
äfiOfi(f)ov (Robortellus) statt a/uoQgjov ist nicht zu zweifeln. ''A/iiofi(poq 
auch 475. 678. Der Scholiast, der die Korruptel hatte, versteht völlig 
falsch: ihr, die ihr häfslich seid, werdet mich nicht wieder schimpfen 
können; aber auch wenn man rbv Jtekag schreibt und äßogqjov ovra 
T. TT. Objekt sein läfst, so geschieht mit dem Beiwort eben das, was 
nicht geschehen soll. Auch wird bei A. nur oi neXaq gefunden (504. 
Prom. 334. Hik. 373), nicht wie bei andern auch b TteXag. Zu djco- 
azatsl ^tfiig vgl. nam. Frg. 156 fiovov {^avdrov) 6h Usi^G) öaijuovov 
dTtoOrarei, und 287 djtdrrjg öixaiag ovx dnooranl d^eog. — Athene 
erscheint in dieser ganzen Rede als in Bezug auf Wissen ganz ver- 
menschlicht; wie es sich auch nicht wohl anders machen liefs, wenn 
sie als Person des Dramas auftrat; ihre feine Unparteilichkeit und 



120 Zweites Epeisodion. 

Rücksicht gegen die Erinyen kontrastiert mit ApoUons Verhalten und 
Redeweise ; aber der ist auch Partei. Vgl. Einl. S. 6. 

Stichomythie 415-435, wieder (wie 198) mit 3 Versen ein- 
geleitet. 416 aiävriq wie 479. 943 (i^dcTog) lugubris, vgl. Pers. 635. 
940, auch Pindar mehrfach, und schon Archilochos Frg. 38 (altjveg, 
was mit öeivov xal ütoltörovov erklärt wird); nachahmend Sophokles 
im Aias 673 vvxrbg aiavrjg xvxlog. Die Schreibung schwankt bei A. 
zwischen aiavrj und aiavf]q, bei Soph. zwischen aiavrjg und aiavfjg; 
aber die Form aiavog hat keine Gewähr, s. Ddf. Verschieden ist 
alavrig ,,ewig'' V. 572 (vgl. 672), was sich an ahi zu knüpfen scheint, 
wie das andre Wort an aial. — 'Agal: vgl. 'Aqo. t' 'EQivvg Sept. 70, 
und Einl. S. 2; in diesem Namen scheint in der Tat der Gedanke 
durch die mythische Hülle deutlich durch (vgl. Soph. GG. 1375 f. 
[Paley]). 'Vjtai wie Ch. 615 u. s. — 418 olöa habe ich jetzt erfahren. 
Weiteres erwarte ich. Fsvog auf Nvxrog rixva^ xkrjöovag (397, hier 
an xBxXrißE^a angeschlossen), sjtcovv/Liovg auf 'AgaL 'EJtcDvvfiog ist sonst 
immer „nach etwas benannt" oder ,, seinem Namen entsprechend" 90. 
Ch. 190 u. s., vgl. Büicow^La, ijtovofid^G) ; also doch auch hier „der 
finsteren Herkunft von der Nacht entsprechend". 

419 ff. rs ßlv Srj scheint hier wie ys firiv (vgl. ov ßhv ö?]) fort- 
leitend, nicht wie (ys) filv öi] sonst einen Begriff im Gegensatz zu 
Weiterem hervorhebend (Sept. 587. Ag. 661. ^S'j. 12 13. Hik. 241. 
273; ohne ye oben 106); da nun jene Bedeutung wirklich unbelegt, 
mufs in ys fievroi emendiert werden, vgl. 591. Pers. 386 u. s. Die 
Worte sind wie drohend gesagt, Athene aber antwortet ruhig: so will 
ich's denn erfahren, wofern usw. (vgl. Hik. 924 ayoiß ' av, und häufig 
in 2. Person = Imper.). An ßQoroxrovovvrag nimmt Davies bei Paley 
Anstofs, der avroxrov. möchte, vgl. oben 2 10 ff., unten 604 f., wo die 
Erinyen sich bestimmt auf die Mörder von oßaißoi beschränken. Die 
Konjektur scheint richtig; ßgor- ging 412 vorher. Tovg firjTQaXoiag 
ix 66ß(OV sXavvoßsv 210. An sXavvoßSv sx öoßcov schliefst Athene 
die passende Frage: wohin und wie lange, und darauf kommt die 
furchtbar verhüllte Antwort otzov rb ;ca/()£fi^ ßrjöaßov voßl^eraL, d. i. 
in der Hölle. 3l7]6afiov vofii^erai nullo loco habetur, wie Pers. 498 
d^sovg de rtg rb :itQlv voßit,cov ovöaßov (vgl. auch 624); über iir}- 
[öaßov) s. Kühner-Gerth II, 184. Ovöaßov würde den bestimmten 
Ort bestimmt bezeichnen; aber das gerade soll nicht sein. — V. 424 
ejtiQQOi^slv nur hier, in den Schol. mit ijcißoäig und mit ijtißdXXsig 
erklärt. 'PoiC^elv (== QOiööelv] Hom. K 502. Hes. Thg. 835) scheint 



Zweites Epeisodion. 121 

mit QoißötXv (V. 404) ziemlich identisch, wie QOlt^oq (Homer 17 361. 
f 315) mit Qolßöo(;\ vgl. auch Qoitp]ßa Ar. "Oqv. 1182 QVßriL re xal 
:jtr£Q0l6i xal QOit,r]ßaOiv ai&7]Q dovelrai. ,, Zuzischen*' wird etwa das 
Gemeinte sein; s. die Stellen des Homer und Hesiod. Zu rj^ccDöaro 425 
vgl. a:Jt7]^ic6aaTO 368. 

426 fF. Athene zeigt ein rasches Verständnis der Sache und einen 
hohen Gerechtigkeitssinn. Die Lesart in M: aXXi]<i avdyx7]q ovrivog 
TQacov xoTOV ist nur mit einiger Härte zu erklären: „und zwar nicht 
indem er sich fürchtete vor dem Groll eines anderweitigen Zwanges?** 
Das bei A. sehr häufige xorog ist nur Ch. 593 aiyiömv xorov nicht 
auf eine Person bezogen. Die andern Hdschr. aber haben // rivoq, 
was richtiger scheint; darnach Dindorf ällaig dvdyxaig gut und klar. 
Der Scholiast indes gibt mit ^?; f| dvdyxi}q rovro ütejcoitjxev noch 
etwas andres an die Hand: dXV 1] § dvdyxtjg, rl rivog rgecov xorov; 
{dkl' ri wie Ch. 276. 774. Ag. 276. Hik. 913; vn' dvdyxag Hik. 1032, 
fg dv. Soph. Phil. 73). Der Chor erwidert, dafs es zu dieser Tat 
einen Zwang gar nicht geben kann; vgl. Aristot. Eth. N. III, i p. 11 10, 
a 26: ivia ö^ Xöfog ovx iöriv dvayxaod^^vai, dXXa fiäXXov ajtod^averiov 
jtaS^ovra rd öeivorara ' xal yd^ rcv EvQLnLöov 'AXx/uemva yaXoia (pai- 
vszai rd dvayxdöavza firjTQOxrovfjöai. Zu xevtQOV vgl. 136. 157 und 
namentlich unten 466. Über roOovrov (Elmsley) s. zu 201. — Athene 
ist damit nicht zufrieden, sondern will erst den andern hören, nach 
dem alten Spruche {ipevörjöioöeiov Cic. ad Att. VII, 1 8 ; wohl aus den 
XiQO)vog vTiod^fjxai, s. die genaue Stellensammlung für den Spruch 
bei Bergk Lyr. Gr. Pseudophocyl. 87): ßtiöa öixrjv öixdorjtq, jiqIv {dv 
zugefügt Ar. ^^?]x. 725) dfjKfoTv fivd^ov dxovöTjig (Spruch des Pittheus 
nach Theophrast Schol. Eur. Hippol. 264, Bergk das.). ,,Es sind 
zwei Personen da, also mit deiner Aussage erst die Hälfte von dem 
was ich hören mufs**. Sicher richtig M ijfiiövg Xöyov, gegen Xöyog 
der andern Hdschr.; d. i. o 7Jfii6vg rov Xoyov statt ro 7Jfii6v rov X., 
Kühner-Gerth Synt. I, 279 c. 

429 flf. In dem ältesten Rechtsverfahren, welches die Eumeniden 
allein kennen, gab es kein anderes Beweismittel als den Eid der Par- 
teien; s. die dafür klassische Stelle bei Piaton Ges. XII, 948 B: 'Pa- 
öafidvd^vog 6h tceqI r7]v Xeyofiev7]v xqlöiv tc5v ölxqjv d^iov dyaoO^ai 

ÖLÖovg ydg ütegl hxdörwv rojv dß(pioß7]xovfih(ov oqxov rolg 

dfi(piöß7]TOv6iv dnriXXdnro raxv xal döipaXwg. Piaton führt mit einiger 
Ironie aus, dafs dies damals zeitgemäfs gewesen wäre, weil alle Menschen 
noch ganz fest an Götter geglaubt hätten, gegenwärtig aber nicht mehr 



122 Zweites Epeisodion. 

zeitgemäfs sei des Unglaubens und der Meineide wegen ; also müsse man 
den Eid der Interessierten abschaffen und nur die uninteressierten Richter 
schwören lassen. A., der gerade in diesem Stücke sich als politischen 
und auch juristischen Denker zeigt, ist offenbar derselben Meinung; 
denn während das attische Recht zwar nicht nach dem Eide der 
Parteien entscheiden liefs, aber diesen Eid (die öicofioöia, Lys. X, ii, 
Demosth. XXIII, 63. 68. li) inkonsequenterweise bei Blutgerichten und 
sonst {avTCOßOOla) immer noch forderte, läfst A. in dem hier vor- 
geführten Urbilde eines Blutgerichtsverfahrens die ÖKO/ioöia einfach 
aus, wogegen die Richter auch bei ihm vereidigt sind. Vgl. unten 
zu 485 f. So gibt denn auch Athene als Grund ihrer Ablehnung des 
alten Verfahrens V. 432 an: ogxoig ra ßti (fihv) öixaia ßt] vixäv 
Xbyco. — V. 429 ist jedenfalls d^eXoi statt d^eln zu schreiben, da diese 
Tatsache doch noch nicht konstatiert sein kann, sonst aber ja nichts zu 
ändern. V. 430 ist in M 6. xaiovq (aber ov auf Rasur) und als tra- 
dierte Variante öixalcoq (so fg) überliefert; Dindorf schreibt 6ixaioq, 
woraus er öixaia zu jtQä^ai ergänzt: ,,Du willst lieber gerecht heifsen, 
als gerecht handeln". Der Vorwurf wäre nicht gerade verdient, und 
der Parallelvers Prom. 868 {ßovXrjöErai) xkveiv clvalxiq ßäXXov 1] 
fitai(p6vog (vgl. auch Hik. 453 ^eXo) 6^ aiÖQig fiäXXov 7] 6o(p6g xa- 
xiöv sivai) führt in ganz andre Richtung : auf öixaiog mufs der Nach- 
druck Hegen, wie dort auf avaXxig. Also als Frage (wie auch der 
Scholiast fafst, dessen Erklärung übrigens unbrauchbar ist) : willst du 
lieber gerecht heifsen oder deinen Zweck erreichen, besser „die Rache 
vollziehen'* (624)? Oder, da so rj mit ,,oder'* gegeben werden mufs, 
anders als in den Parallelstellen, wo es „als" ist und sich an fiäXXov 
anschliefst, mit der leichten Änderung von S^eXaig in d^äXs: „wolle 
lieber" usw. Das versteht der Chor nicht und bittet um Belehrung, 
sehr passend, während sich an den Vorwurf diese Bitte minder gut 
anschlösse. KXvblv kann Aorist sein wie jcgä^ai (Kühner^Blafs II, 462), 
braucht es indessen nicht; öixaiog zweier Endungen Eur. Herakl. 902. 
I. T. 1202 (vgl. TEXeiog 382) hier wegen der Zweideutigkeit von AlKÄIA. 
Wenn aber ^fAe, kann der Satz auch als Gnome gelten. — 431 x(5v 
öocpwv Neutr. ; 432 ßrj vixäv sollen nicht siegen, vorher ist ra fihv 
öixaia (f g) besser als ra ßrj dix. M: das Recht soll durch sich selbst 
siegen, durch Klarlegung der Sache, während das Unrecht sich hinter 
Eiden zu decken sucht. Mit i^eXeyx^ 433 wird auch die Befragung 
des Angeklagten gestattet; avd-sZav öixrjv hat mit atttischem sv^vöixia 
als Gegensatz von jtaQayQa<pr} nichts zu tun, sondern zu evd^vg ist 



Zweites Epeisodion. 123 

öxoXioq Gegensatz. 434 7] y.al — : also auch dazu seid ihr bereit? 
^En^ Eßol TQeJtoire = ißol ijiiTQäjtoirs, wie (Weckl.) Soph. Aut. 1107 
ßTjö' Eüt' akXoiöiv TQijts. 435 Eütd^ioq ist immer „entsprechend**, 
271. Ch. 95. Sept. 865. Prom. 70; aber der Genitiv ist nicht zu er- 
klären (wiewohl ihn auch der Schol. hatte: d^icov (seil.) ovöav yoviwv), 
und man kann leicht mit Hermann emendieren: «^< ' aVr* e:ita^iG)v<, 
deine freundliche Aufnahme mit Entsprechendem erwidern (also d^ia 
= d^iov Oeßag). Vgl. Ag. 1560 ovsiöog TJxei roö' dvr' ovaiöovg. 
1318. Ch. 309. 312. Hik. 966. Ob oißovöai mit M, oder oäßoißev, 
was in der Lesart von fg steckt, ist schwer zu entscheiden; av ist 
leicht aus rgeütoir^ dv zum Optativ oeßoißev zu ergänzen. 

Athene 436—442. 'Ev ßSQH wie 198. Svß(poQdg den Mutter- 
mord oder was es ist, was du getan hast; ejtaira xth. suche dich zu 
rechtfertigen. 'Aßvvdd^ov (so, nicht -d^ov wie Ddf.) kann nicht Aorist 
sein, so wenig wie die meisten andern dieser Formen auf -S^eiv Kühner- 
Blafs II, 178 f. Bei A. vgl. xareiQydd^ov 566, axad^siv 857 u. s. (dies 
aoristisch). V. 440 horiaq: an die aöria flüchtete sich der jtQoöxQÖ- 
naioq, Ag. 1587. Ch. 1038. Apoll. Rh. IV, 691; bei Apollon wie bei 
Athene war das ewige Feuer das Symbol dieses Herdes, Ch. 1037. 
Paus. I, 26, 6 f. (Lampe des Kallimachos bei dem alten Kultbilde der 
Athene). '^Aßfjg (M) ist nicht aufzunehmen, weil diese Form nur unter 
metrischem Zwange gebraucht wird, wie 311, Ddf. Zeßvoq: vgl. 92 
öißag, 151 öäßfov'i JtQoöixrcoQ wie jvQooi^ofiai Ch. 1035; über Ixion, 
das Prototyp der wegen Mordes Zuflucht Suchenden, s. u. zu 717 f. 

Orestes 443—469. 443 f. t(ov vCrdrcDV t(ov oc5v ajtcov würde 
im Nom.-Akk. rd vOrara rcöv öcov ajccov sein. — 446 a(pat,6ßi]v mit 
Akk. wie a(pt]fiavo)i 409. Der Tribrachys to öbv a- (oder der Dak- 
tylus -jLifJi TO öbv) ist einer von den wenigen nicht notwendigen bei A. 
(wie xQOvov agrißwOai :jtaT7]Q Hik. 516). V. 447 ist, vielleicht nicht 
ohne Absicht, ankhngend mit 445 ; rcov öcöv ajtojv ßäXrjß ' dcpaiQjjöoy 
lieya — raxfitJQiov 6h rwvöa öoi Xä^io liiya. — (448) Dafs der noch 
nicht entsühnte Mörder niemanden anreden durfte, eben um ihn nicht 
mit seiner Schuld zu beflecken, war auch 2760". bezeichnet; das Scho- 
lion zitiert aus Euripides (Frg. 996 N) W öiyäig; ßwv (povov riv' 
riQydG(o; S. auch Apoll. Rh. IV, 691 ff"., von lason und Medeia, die 
durch Apsyrtos' Mord befleckt sich an Kirke wenden: tö> ö' dvaoi 
xal dvavöoi i(p aothji di^avra i'^avov, rjra dixi] XvyQolg ixärt^tOi 
Tarvxraiy xra. Bei Euripides ist ohne Rücksicht auf geschehene Süh- 
nung das Verhalten der andern gegen Orestes andauernd so, bis er 



124 Zweites Epeisodion. 

freigesprochen ist, Iph. T. 949 ff. (951 aiyTJi ö' hexTTJvavr^ düto- 
(fj^eyxrov ß\ o:jt(og öairbq yevoißrjv üKO/narog r' avrdiv (^Oc«; vgl. 
Orest 75). Auch Telephos kam in A.s Mvöol als Blutbefleckter und 
darum ä(p(ovog nach Mysien, Aristot. Poet. c. 24 (als aloyov gerügt), 
Komiker bei Ath. VI, 224E. X, 421 D (Frg. 144 Ddf.). UalaßvalOQ, 
(von ütaXäßriy vgl. dnaXafivoq, Kühner-Blafs I 287, 2) = avToxeiQ, 
Soph. El. 587. Tr. 1207. — 449 f. zu konstruieren dvÖQog xa&aQOlov 
(vgl. 63. 568) aißaToq; aißdrcov (wie 166. 254 u. öfters) würde deut- 
licher sein, und ist vielleicht von A. geschrieben. Aifiarog — xad^ai- 
^d^moi ist natürlich Absicht (wie firjzQoxTovov . . xoiQOXxovoig 281 ff.); 
dies ist ganz das heraklitische xa&aiQovrai dXlcog (^aifiari) aißazi 
fitaivofisvoi (zu Ch. 1038). Mod^rjkov ßorov des xoiQog, der frisch 
von der d^rjUj wegkommt (vgl. sv&i]log, Ddf., und xo^Qog evd^rjlov- 
fiavog Frg. 321). Wecklein will veod^i^lov, wie Hik. ^^^ veoÖQEütxovg, 
weil w,^w/ — (Worteinheit im Mafse des lonikus a min.), im 4. 
und 5. Fufse nicht bei A. vorkäme; s. indessen (Dindorf Po. Scaen. 
Praef. 34) Ilolv(p6vtov ßia Sept. 498. Ilolvvdxovg ßia{v) 577. 641. 
noXvv. vexQov 1013. Es gibt auch kein Beispiel bei A., wo vio- 
sicher einsilbig wäre (vgl. zu 513), aufser vooöog Frg. 510. Den 
Ritus beschreibt wieder Apollonios IV, 702 ff. : (Kirke) jtQÖJta fiev 
drQEJtroio Xvtijqwv tj ys (povoio reivaftevT] xadv7teQ&s övbg rexog, 
7/g hl nat^ol JtXrißVQOV Xoxifig £>c vriövog, aYßari x^^Q^'i f^^77^Vj ijti- 
Tfiijyovöa ÖEQ7]v ' avTig de xal dXXoig ßsiXiööev x^'^^oiCi, xad^agoiov 
dyxaXeovöa Zfjva, usw. Vgl. oben zu 2 80 ff., auch darüber, dafs nach 
Orestes' Meinung die Reinigung verstärkt ist durch nachfolgenden Ver- 
kehr auf Reisen und in Häusern, V. 451 f., wo ßarolg für ßorolg 
(was sicher assimiliert ist nach 450) geschrieben werden mufs. Vgl. 
240 oßoia x^Q^ov xal d^dXaöCav txjtEQWv. '^Pvräg e^ aXog Ag. 1408. 
Der asyndetische Anfang 451 steht für r]/iielg 6h ndXai, mit nach- 
drücklicher Voranstellung von ndXai. Auffallend aber ist d<fi8Q(6fi6^a 
statt d(p(oöi(Dfi£&a (Ddf.) : Orestes ist doch nicht isQog geworden, son- 
dern nur oötog, und auch ravra (die Blutschuld) kann füglich nur zu 
d<f)06iov6&ai Objekt sein. Ich möchte also d^cooicoßad^a auch schreiben; 
anderweitig findet sich bei den Tragikern weder dies noch jenes Verbum. 
453 Ixütoödiv: nämlich elvai', Xhya) =xeXevg) wie 432. 

454 ff. üavOTji rdxa am Ende des V. auch 419. 'jöTOQElg 455 
= olöd^a, Pers. 454. ^ÄQfioatcoQ nur hier, = -ötiJq -cTrvJg, was eben- 
falls bei Tragikern nicht vorkommt. Zu 457 richtig Schol. : 6id rov- 
Tcov (piXojtoulrat rrjv d^eov; vgl. zu 397 ff. Den Pleonasmus in TgoLav 



Zweites Epeisodion. 125 

beseitigen wir mit TQWiav (adjektivisch Wieseler, Hendlam; zu Ch. 363); 
für ajtoliv . . TtoXiv vergleicht man voßov avo/iiov Ag. 1142, axagiv 
XccQiv 1545 vgl. Ch. 42. Prom. 545, usw. KslaivocpQCOV (nur hier) 
geht auf die finstere, grausame Gesinnung, vgl. xe^LÜival 'Egivveg und 
fi£lag"AQr]g Ag. 462. 151 1, ex nelaivt]q (pQEVog (Solon) 42 Bgk. Das 
epische (xaxjExra scheinen die Tragiker (gegen Homer) mit ä zu 
messen, Kühner-Blafs II, 468. Iloixikoig wie rov ütOLxiXßaroq von 
demselben Gewände Ch. 1013; äygevfia dasselbe das. 1013; auf diese 
Scene der Ch. bezieht sich' Orestes mit 461 zurück. 'ExjuaQzvQelv 
in dem technischen Sinne vom Zeugnis eines Abwesenden oder über 
Hörensagen zu fassen ist hier noch weniger als Ag. 1196 möglich; 
es ist nichts als Verstärkung von ßagrvQüv (dies von derselben Sache 
Ch. loio), und richtig vergleicht Paley Eurip. Frg. 553 N.: ixßaQrvQetv 
yccQ dvÖQa rag avxov rvxcLg dg :Jtdvrag dßad^sg, rb 6' e:jtiXQVütT£Od^at 
ao<p6v. — 462 xarel^cov vgl. Ch. 3. Ag. 1283. Zu dvrixrövocg (nur 
hier) jtoivaiöi vergleicht Wecklein Soph. El. 248 dvTKfövovg öixag. 

465ff. Der Scholiast erinnert richtig an 426. An ejtairiog (Homer 
A 335) ist nichts auszusetzen, als dafs es schon 467 (iütatriovg) an 
derselben Stelle wiederkehrt; also da bessert die Konjektur /ueraiTiog 
(vgl. 199), die zugleich den verschiedenen Sinn in 465 und 467 zum 
schärferen Ausdruck bringt. An dem Pleonasmus xoivfji fierairiog ist 
natürlich kein Anstofs zu nehmen. 'AvrixevrQa vgl. 136; zur Sache 
Ch. 271 ff. I030ff. In 467 schreibt v. Wilamowitz gut €Q§otfii, vgl. 
el fiT] fitrsifii Ch. zy^. Ti rcovös ist eine Art Litotes = rdöe, vgl. 
142 ei Ti rovöe (pQoißiov (xaräi, Ag. 1059 cv 6^ ei ri ÖQdöeig rcovös, 
1239 rcovöe . . ei ri ßij ütdd^co. — 469 = jtavraxfji iv 60I jtQd^ag ravra 
örsQ^o); Paley vergleicht Soph. Ant. 634 yj ool fihv Tjiueig jtavraxfji 
ÖQfüvrsg (piXoi, Ai. 1369 d)g dv jtoi7jöt]igj ütavraxfji XQ^f^^og y^ sOrii, 
Hdt. 9, 27 jtdvrtji rsrayßivoi üt6iQ7]ö6ße&a elvat /()?/(>Tot (auch Pers. 
225). 'Ev zu Ch. 773. Hiermit haben sich beide Parteien dem Urteil 
der Athene unterworfen, wenn auch die Erinyen nicht so unbedingt 
wie Orestes. 

Athene 470-489. "h rig für ei rtg ist jedenfals nötig; denn für 
d rig olsrai 6ixdC,£iv müfste es öixdüeiv oder öixdcai dv heifsen. 
Ob aber ßgorolg oder ßgorbg^ darüber läfst sich streiten. Bei ßgo- 
roig ist alsbald an menschliche Richter gedacht, und diese werden 
dann doch einigermafsen abgelehnt, was nicht zum Folgenden 483 ff. 
stimmt; bei ßQorog denkt man an Orestes' Worte 468, und Athene 
macht also zunächst zwei Bedenken gegen eine Entscheidung durch 



126 Zweites Epeisodion. 

sie selbst geltend: das erste noch nicht schwer, wohl aber das 
zweite durch ovöt fitjv eingeführte: für mich ist es (als Göttin) nicht 
entsprechend dem heiligen Rechte (auf d^hiq zumeist Nachdruck), 
in einer Blutsache zu urteilen, indem dies Sache der Strafgottheiten 
(der Erinyen) ist, s. den Chor 360 ff. 'O^vßrjvirov ist nicht in -ovg 
zu ändern; denn von der fifjvig für die ölxrj ist erst 477 ff. die Rede. 
Jixag = öixrjv wie 224. 682. — 473ff, folgt ein dritter Grund, der 
weiter reicht und irgend welchen Entschlufs schwierig macht: beiden 
Parteien schulde ich Rücksichten. ''AXXcog rs xal mit nachfolgendem 
Hauptsatz auch Pers. 689. KarrjQTVXcdg fafst der Schol. intransitiv 
als ,, erwachsen", weil so von Tieren gesagt wurde, die den ganzen 
Zahnwechsel durchgemacht haben (Eurip. Frg. 42, nur Glosse; Nauck 
Aristoph. Byz. 100); dies pafst doch so schlechterdings nicht. Aber 
Eurip. Frgm. 818, 5 steht: 7wv d' d/nßXvg dßi xal xazfjQTVXwq xaxwv 
{xaxoig Valcken.), und so mufs hier der Sinn sein: du bist durch die 
Befleckung durchgekommen, bist damit fertig (wie ein Tier mit dem 
Zahnwechsel). Eine nähere Bestimmung indes wäre dabei erwünscht, 
und da bietet sich vofioi (Dindorf), vgl. was Or. 448 gesagt hat. 
Wiederum bedarf öoßotg 474 der näheren Bestimmung ; gut also Her- 
mann öofioig ißoig (statt des zweiten oßcog des M; Pauw setzte es 
für das erste), aßOß(fov ö' ovra (?' aiöov ßai jtoXei. Auch für die 
Stadt bist du aßOßcpog (413. 678), der Reinigung wegen und weil 
Argos und Athen nicht verfeindet sind. AiQOVßai (M) kann nicht 
einfach = öexoßai sein, wie der Scholiast erklärt; für aiöovßat ver- 
gleicht Hermann Hik. 641 alöovvtai d' ixhag Aiog und Eurip. Herakl. 
102 ^£(ör ixxrJQag aiöelöS^ai {IxerTjiöiv aiöoioiöiv Hom.). 

476 ff. MolQav vgl. 105, die vom Schicksal gegebene Natur und 
Art (övöaQBöroL (fvoei eiolv avrat Schol.). Evjtsßjtekog nur hier; ovx 
avjtißJceXog scheint == övöJtsßcpsXog, Homer U 748 jtovrog, bei Hesiod 
^EQya ^22 auch von einem Menschen, öairog övöüteßipiXog^ schwierig 
gegen, so dafs der Schol. richtig erklärt. Paley freilich vergleicht 
XOQog övöütsßjtrog e^co . . 'Eqivvcqv Ag. 11 90 und unten jießiteLv 481 ; 
dazu widerspricht schon Lobeck Pathol. proleg. p. 105 (Herm.) der 
Identifizierung von -üteßütsXog und -mßcpeXog. Also ,,du mögest bleiben, 
aber die kann ich auch nicht leicht fortschicken". MolQav bleibt 
dabei ziemlich was es war. In 477 f. tvxovöai . . log ist wieder Ana- 
koluthie wie 95 ff. 100 f.; zu ngäyßarog vixrjipoQOV vergleicht Paley 
gut Hik. 2^s ojtcog av vßXv ngäyog sv vixäi roöe (unten y ig ßrj 
Tvxovöa r^g öixfjg). Msrav^ig auch 497; über das Gift mehr 780 ff. 



Zweites Epeisodion. 127 

8oi ff. ^Qovrißara scheint hier(Ddf.) soviel wie cpgeveg zu sein; wenigstens 
steht 783 xaQÖiag dafür. Genauer: die g)QEvsg als Sitz des Geistes 
und Grimmes. Ileöoi zu Gh. 48; ä(peQToq oben 146, aiaijg 4.16. 943. 

480 ff. Ath. zieht aus 476 ff. das Resultat: wenn sie bleiben und 
nicht siegen, ist ihr Groll schlimm, und sie gleich fortzuschicken geht 
nicht einmal an (nämlich wenn Orestes hier bleibt). Es pafst dazu 
6v()7t7Jßa(v}Ta mit Bezug auf das erste (Seal.; durch övöxvßavra 
Ag. 653 gedeckt) und d/ii7]xava)g t' exet (Ddf. nach Butler, der dßu 
ex^i) mit Bezug aut das zweite. Da aber der Schol. erklärt: 7teß:jteiv 
avrag dfiT]viTCog övöxsQeg ioriv ifiol, so hat man hierunter eine stärker 
von M abweichende Lesart vermutet, obwohl doch övö/e^eg dem dßTj- 
Xccvwg entsprechen, und dßtjvircog eine Zutat sein kann {o^vßTjvirov 
oben 475; dßfjviTog Ag. 1036). 'AfKporsQa: so -w>v£.w Pers. 491. 720; 
vgl. fiaQTVQia :jtaQfjv an derselben Versstelle Eum. 797 (und ßüQxvQid 
TS an andrer sogleich 485); auch (Dindorf Poet, sc^ Praef. 35) Hik. 
259 rdjcl rdöe xgaröj 388 eyyvrara yivovg. V. 481 gehört wie 444 
zu den Versen, deren ro/ui] hcp^rjßißSQrjg durch Elision verdunkelt ist, 
zu Ch. 150. — 482 ff. erklärt Athene ihren Entschlufs: wie die Dinge 
stehen, mufs das Gericht trotz allem stattfinden (da das Fortschicken 
unmöglich ist), aber nach 471 nicht durch die Göttin selbst. ^Ejte- 
OXTjipEV ist nur hier bei A. intransititiv, und dieser Gebrauch jetzt über- 
haupt erst aus Späteren zu belegen (Plut. Thes. 15 voOog ijteOxr^ipev), 
aber das Simplex hat auch A. so: Ag. 302. 310 (308) (pdog eöxrjipsv 
(ig Toös OTsyog)j Prom. 749 Sept. 429 jteöoi üxfjipaöaiv). Der Scholiast 
erklärt cog üxrjjtrog iüttjX^ev. Nach 482 nehmen Linwood und Weil 
Lücke an ; wenn man indes mit Casaubonus oQxicov in oQxiovg (Schol. 
öixaördg evoQXovg) und aiQovßevovg in -ßsvi] emendiert, so bedarf 
es dessen nicht. Der Richter hat auch nach Piaton und A. den Eid 
zu leisten, s. zu 429 ff. ; oQXiog steht so Soph. Ant. 305. CG. 1637; 
aiQovßevTj bedeutet: ich will mich mit der Wahl von Richtern be- 
schäftigen, um daraus eine bleibende Institution zu schaffen (Gegen- 
satz zum Präs. ist xQivaöa 487). Auch d^eößov xov dg — ist bei A. 
eine ganz gewöhnliche Stellung des Artikels (Ddf. Lex, 326 ab), so 
hier 10. 35. 66. 87. 227. 242. 391 d^eOßbv rov ßoiQoxQavrov, usw.; 
es ist durch nichts angezeigt, rov als Relativ zu fassen. Oeößög ist 
V. 616 der Gerichtshof selbst, und kann das auch hier sein. 'Eyco 
macht den Gegensatz zu vßelg 485. 

485 ff. MaQTVQia und rexßi]Qia sind auch später die Hauptbeweis- 
mittel, und diese heifsen hier nach den Hdschr. oQxcoßara (nach 786, 



128 Zweites Stasimon. 

sonst nicht), indem sie an die Stelle der alten Eide der Parteien treten 
und besser und sicherer als diese sind; vgl. Ch. 901 ra jtv&O'/QTiOra 
ptiöta 6' svoQXCOfiara (seil, tjyov). Auch der Scholiast las so {vßsTg 
6s oQXovg avTovg atrijcars, freilich sehr falsch), und wir brauchen 
nicht mit Pauw in OQd^cofiara (unbezeugtes Wort) zu ändern. Auch 
des Tf nach öixriq (Wellauer) bedarf es nicht, vgl. zu (XQCoya r^g 6ix7]g 
Ag. II 56 ydßoi oUd^Qtoi (fiXov, Eum. 578 (fovov xa&dgöiog usw., 
Kühner-Gerth I, 371. KaleXö^E Medium wie Ch. 201. 216. Pers. 688; 
xalsiöS^s . . rexfirJQia ist Zeugma. V. 487 ßsXraTa Hik. 1055; so auch 
sonst A. ßelxEQog -rarog, aufser ßslriörov Ag. 37g (Ddf. Lex. p. 58). 
Zum Neutrum vergleicht Weckl. Pers. i rdöe . . Jtiara xalürai. Für 
ri^io ist d^m leichte Änderung von Auratus (wozu Heimsöth das 
Schol. zu 556 7; 'A&rjvä dyei öixdcovrag vergleicht); rd^co Schneidewin, 
was auch nicht schwer; doch kann man den Infinitiv auch an xgl- 
vaöa anhängen. V. 489 ist oqxov TtOQOvrag durch das Scholion {61- 
öövrag) gestützte Emendation; aber ßrjd^ev svölxov (pgdöHv (Mark- 
land) hat die Schwierigkeit (Paley), dafs (fgaCeiv ,, anzeigen" auf einen 
Richterspruch nicht pafst. Also besser Schütz /ut^^av ixöixo ig cpgeolv, 
mit Komma nach ütogovrag, = yvc6ßt]i rrj/ öixaiordrrji, was im atti- 
schen Heliasteneide die Formel war, Demosth. XX, 118 u. s., für Fälle 
wo (wie hier) kein Gegensatz die Norm der Entscheidung lieferte. 
Vgl. (jtgbg ivöixoig (pgsaiv Ag. 996) 1143 raXaivaig (pgsöiv, Hik. 106 
6v67tagaßovXoi6i ipgeölv xal öidvoiav fiaivoXiv . . exoDV* 750. Pers. 
374 usw.; ferner für ßT]d^ev {ovöev) als starke Negation vor Adjektiv 
730 ovölv . . ßagvv , Prom. 47. 833. Hiermit entfernt sich Athene 
in die Stadt, und mit ihr wohl auch der als txirrjg angenommene 
Orestes (anders der Scholiast); vgl. Hik. 481. 506 und xakeiöd-s 4.S6, 
wenn auch die Erinyen in der Tat keinen Anlafs haben, hierzu irgend- 
wohin zu gehen, und der Fortgang des Stückes ihre Anwesenheit im 
Theater erfordert. Die Scene verwandelt sich während" des Chorliedes 
in den Areopag, s. su 566. 

Zweites Stasimon, 490 — 565. 
Rhythmen. Dies Stasimon ist in vier Strophen und Antistrophen 
in der gewöhnlichen Weise komponiert. Die ersten drei Strophen sind 
ganz oder grofsenteils trochäisch, die vierte dagegen iambisch, also in 
der üblichen Folge dieser Gattungen, s. zu Ch. 585 ff. Die ersten 
Strophen sind entsprechend auch im Ethos ruhiger gehalten; in der 
letzten ist mehr tragisches Pathos, und war auch jedenfalls ein etwas 



Zweites Stasimon. 129 

rascheres Tempo. In Str. a herrscht der trochäische Dimeter, in den 
Formen - w - w - v^ <_' und - v^ i — *^ >- , einmal auch (was nicht häufig) 
akatalektisch - w v^v^ v^ - v^ - ; nur das fünfte (mittelste) der neun Kola ist 

ein Trimeter , der Form -^i w-^-^i-. Noch einfacher ist die 

zweite Strophe in acht Kola : Kolon 4 ist ein Trimeter derselben Form, 
alle andern Dimeter der einen Form _ ^ _ ^ _ ^ i_ . Diese selbe beginnt 
auch die dritte Strophe, zweimal wiederholt; aber dann ist starker 
Wechsel; Monometer, den man wohl abtrennen mufs, und nun zwei- 
mal 5 -f- 2 Daktylen, das erste Mal ohne, das zweite mit inlautender 
Katalexis im fünften Fufse, dies genau wie Pers. 855: TtavtaQxrjq 
dxdxag afiaxog ßaoiXevg iüo&eoq /lageZog ccqx^ x^Q^?- Wie nun 
in den Persern ein brachykatalektischer trochäischer Dimeter an- 
gehängt ist, so in den Eumeniden das erste Mal ein katalektischer, 
wie gewöhnlich nach Daktylen (s. das i. Stasimon Str. ß und 6); 
auch das zweite Mal, wenn die Antistrophe mit ö(Oßdr(ov i3tiöTQog)dg 
mafsgebend zu sein hat; vgl. darüber unten. Jedenfalls schliefst sich 
dann noch als letztes Kolon (aus xarä ßaxxsiov, und gleich dem letzten 

in 6) - ^v^ - , <^ . an. Die Verbindung von ^=i^<y-<^-^i-/-K^^-^ 

^ - -^ haben wir auch Ch. 793 f. als Strophenschlufs, aber nicht nach 
Trochäen; vor und nach solchen inmitten der Strophe Hik. 1065; 
sonst findet sich _ ^^ ^ _ ^ ^ — , (eine Form, in der oft geschlossen wird) 
nach lamben, wie Ag. 256 f. ^eXsi roö^ ayx^^'^^ov ^Äütiaq yai/ag fiovo- 

(fQOVQov Sqxoq,, v^-w-i-v^-w-i_, -wv^-,^ 1, indem ja auch dies 

Schlufskolon aus Choriambus = Diiambus und katalektischem Diiambus 
besteht. Also rhythmisch betrachtet ist gleich möglich ijtiüTQOipdq 
öfOßdrcov Antistr. (Heath) = (pQsvcov b ütäoi(vy gjiXoq Strophe. Das- 
selbe Kolon ^ -Kj - \--^ -. beginnt dann auch die letzte Strophe, es folgen 
fünf iambische Hexapodien : ^_v^_i_-^_^_i- zweimal, v^ - ^ _ i_ ^ _ 
w - «^ - , dann v_>.-»^_^_^ — v^_<^_, endlich v^-i_i_«v^_^ — 1-, und 
als Strophenschlufs choriambisch iambisch -^^-^^-^^-/-^^-^^ — >. 
Inhalt. In den ersten drei Strophen (ötq, avr. a, Cxq. ß) sprechen 
die Erinyen ihre Auffassung über die bevorstehende Rechtsentscheidung 
aus: wenn Orestes nicht verurteilt wird, so wird alle sittliche Scheu, 
insonderheit gegen die Eltern, bei den Menschen verloren gehen. 
Aber von der zweiten Antistrophe ab werden allgemeine sittliche Grund- 
sätze gepredigt, ganz in derselben Art wie nachher von Athene in 
ihrer Stiftungsrede 690 if. : ohne eine Gewalt, die Furcht einflöfst, kann 
kein Staat bestehen ; die Gebote des Rechts müssen beobachtet werden ; 
wer das tut, hat Segen, der Frevler aber geht zu Grunde, wie in den 

Aischylos. 9 



130 Zweites Stasimon. 

Schlufsstrophen (Str. Ant. 6) in mächtiger und anschaulicher Weise 
ausgeführt wird. Die politische Tendenz also, die das Stück neben 
allem andern hatte, tritt hier bereits zu Tage. Als angeredet ist das 
Volk von Athen zu denken, das sich zu der bevorstehenden Rechts- 
entscheidung sammelt (566). 

Str. «, 490—498. Wenn die ersten Worte den Sinn haben, dafs 
alles gut ist, wenn Orestes verurteilt wird, so schliefst sich jcdvrag 
ijötj usw. schlecht an, da ein ,, andernfalls" nicht ohne Härte ergänzt 
wird, /iixa xal ßläßa aber mufs die gerechte Strafe sein (zu Ch. 956) ; 
deutlich 799 cog ravT^ 'OqeOttjv ögcovra ßrj ßldßag ix^iv (s. auch 
Ch, 498). So werden wir auf die leichte Besserung 7J für ei geführt 
(vgl. 746 f.), damit die ersten Worte vvv . . d^sö/uicov den Sinn haben 
können: jetzt wird ein neues Recht an die Stelle des alten gesetzt. 
Vgl. Dante im Purgatorio I, 46 e mutato in ciel nuovo consiglio\ also 
H^xaGTQOipai (mit Meineke) für xaraöTQOcpaL So Prom. 310 ße^- 
ägfiodai TQOJtovg vaovg (Paley). OeOfiiov auch Hik. 708. (^Te) xal 
zu schreiben (vgl. ßaQtvQid re xal rexßtJQia 485, usw.) ist so leicht, 

dafs eine unregelmäfsige Responsion von - *^ > v^ ■-, und -^^ - ^ - ^^ 

hier nicht anerkannt zu werden braucht; vgl. zu 525. — Zu fu/f'^)««« 
vergleicht man Piaton Staat III, 391 E fii] ij/ulv ütolltiV evx^Qeiav roig 
vioig svtixTOöi JtovrjQiag', CvvaQßoöei (nur hier A.) etwa ,, gewöhnen 
an". ^Etvfia d. i. egycoi xal ov Xoycoi (Paley); jüQoCfiEVSi rivi wie 
ßkvBL XTsavd t' ejtiyovoig Sept. 902, rlg 6e fioi rißt} ßevei unten 894, 
TtQOCßivHv rivd ,, erwarten" bei Pindar, Sophokles und sonst, so dafs 
man nicht mit Weil TtQoOvsßsl zu korrigieren braucht, ßfaravd^cg 478 ; 
iv XQOVQ)t Ch. 1040, Hik. 138. 938 usw. 

Antistr. a, 499—507. 'E(f}eQ\pBi wie 314. 943, an der zweiten Stelle 
ohne Objekt; zu Änderungen, aufser der von ovt8 in ov6h (vgl. ßtiöh 
508; Pers. 652, wo M ebenfalls ovxe; ovri Casaubonus) ist kein 
Zwang, da xorog die beiden abhängigen Genitive tragen kann, Kühner- 
Gerth 1,337; ^^^^ ' ^ür ng (Weil) liegt freilich sehr nahe. Maivdöeg 
von den Erinyen nur hier. — Der schwierige nächste Satz ist wenig- 
stens am Schlüsse minder unklar. Afi^iv vnoöoöiv re ßoyßmv dxs^d) 
t' ov ßeßaia, rldßcov 6e rig ßdrav JtaQijyoQel gibt den Sinn, dafs 
einer an dem (noch ärgeren) Schicksal des andern getröstet werden 
soll, freilich vergeblich. ^Ynööoöig im Sinne von Nachlassen (Gegen- 
satz ijciöoCig) ist nicht erweislich, wenn auch Späte wie Philostratos 
und Dio Cassius vjtoöiöovai so gebrauchen, und im Sinne von ,, nach- 
geben" (Gegensatz dvTsgdöeiv) es auch Aristoteles hat (JI. g. xiv^ö. 



Zweites Stasimon. 131 

698 b 15); der Scholiast erklärt öiaöoxijvj was auf vjto6ox7]v (Paley) 
führt: vTtoösxeö^ai Hik. 1022. Indes vjtoövöiv (g, und so Herrn.) 
liegt näher und wird durch Homer v 53 xay.c5v 6* vjtoövöeai rjötj 
gestützt; dazu heifst vnoöveOd-ai ri auf sich nehmen, was auf vjtoöi- 
X^(>^at nahezu herauskommt. Im letzten Kolon ist entweder ßdrav 
oder ÖS rig zu beseitigen ; fidrav nun klingt an ßeravd^Lq der Strophe 
an, und äxsa jcaQTjyoQei stützt Hermann mit Apoll. Rh. II, 624: Tl(pv, 
TL 6t] fioi ravra 7taQ7]yoQieig dxeovri. Von den Scholiasten erkennt 
der eine fidrav an, der andre nicht: ixaorog 6h tc5v (fovscov üiaQTjyo- 
Q7]$-7]6STai, also st dis placet nicht nur rXdßCOv „Verbrecher", sondern 
auch Aktiv für Passiv. "Axm rs, was dem Überlieferten näher liegt 
als dxsa 6e, fordert nach sich ßsßai' a statt ßaßaia {rXdßCOv («> 
Härtung, mit anderm Rhythmus, den er auch in der Strophe herstellte). 
In den ersten Worten des Satzes aber streitet jtsvösrai mit 7tQ0(f)(DvmVi 
und wenn dies mit rd rwv TteXag xaxd zu verbinden, so ist jcevüstai 
ohne Objekt, und umgekehrt. Da ist wohl das Einfachste, rd in d 
(sua) zu emendieren: jeder erzählt sein Unglück und erkundigt sich 
nach dem des Nächsten, oder besser erfahrt dieses, indem man ihn 
damit trösten will. "Og im Sinne von suus stand schon 367. Uqo- 
(f)G)vüv 446, Ag. 882 u. s.; Ol jtaXag 413. 

Str. ß, 508-516. KixXtJiöxg) (Kühner-Blafs I, 185) ist die Schrei- 
bung des 2. delphischen Hymnus (V. 20), Weil fitudes de litt^rat. et 
de rythmique gr. p. 71. OqoeZv sonst aktivisch, Ag. 104 u. s. ; aber 
d^QBOfiai Hik. III usw. Die Einfügung von re nach Aixa (doch Göttin 
hier, nicht öixa) scheint nicht nötig, da auch Str. 3, 3 eine selbständige 
Dipodie ist; auch nicht einmal passend im pathetischen Anruf 513 
vsoTcad^rjg ist nach Wecklein - ^ - (vgl. zu 450) ; mir scheint das 
dväzQEipcov der Antistrophe des Sinnes wegen ganz unzuverlässig, 
vgl. dort. ÖixTOV oixTiöavr' nach ravra ist sehr hart, und olxrgbv 
naheliegend (wie ßsya Oravsi Ag. 710, usw.); in riva ütöXig Jtovai 
ctövov Pers. 682 ist die Figur dieselbe wie hier, auch wenn man 
otxTQov schreibt. Zu ütirvat öofiog Aixag vgl. Ch. 646 (unten 539). 

Antistr. ß, 517—525. Irgendwo mufs etwas sein, was Furcht ein- 
flöft und den Sinn der Menschen in Schranken hält. So Athene 698 
xal fiTj rb öaivbv jtäv TcoXacog i^m ßaXalv, und Menelaos in Sophokles' 
Aias 1084: dXX* aördrco (.101 xal öaog n xaiQiov. Ev gehört zu dal 
fiaveiv xad^ijfiavov (ojtcüg xQOvi^ov av fiavai Ag. 847). — üravog nur 
hier, = oraXvog bei Homer. — 521 ff. ist im Gedanken gleich mit 699 
rig yaQ öaöoixcog /itjöav avöixog ßQonSv ; rig, ßgorog, firjöäv, öixav 

9* 



132 Zweites Stasimon. 

wiederholen sich. Dem ösdoixcog entsprechend läfst sich aus xQEifmv 
mit Paley rgefiov oder noch leichter tqscov machen (426 u. s.); daraus 
folgt dann xaQÖiav äva, indem die Anastrophe, wenn auch nicht bei 
dvd, bei A. nicht ungewöhnlich ist ((pQvxrwQcöv öia Ag. 590, /«()«§ 
v:ito 541. 587, usw.), und ebensowenig dvd mit Akk. in lokalem Sinne 
(«V aOTV Sept. 346, dvd yäv 'Aöiav Pers. 584, u. s.). Somit wird 
fiTj&lv SV (fidei (Ch. 62) nichts im hellen Lichte Stehendes, keine offen- 
bare höhere Gewalt (= firjS^hv ißcpavig, indessen stärker) ; Gegensatz 
die Furcht vor verborgenen Gewalten; die, wie man sieht, nicht ge- 
nügt. Da nun dvä tqscov hart ist — Verlängerung des kurzen Aus- 
lauts durch anlautende Muta c. liqu. ist sehr selten — , und die Strophe 
zwei Kürzen für — va aufweist, so schreibe ich (mit Herman) dv ' 
{srt} TQSCOV, ^'H ütoXig ßQOTog ts ist (Ddf.) wie Homer B 28g wöts 
yaQ tJ nalösq vsaQol x^Q^^ '^^ yvvalxsg. 

Strophe 7, 526—537. MriTS xts.: so Athene 699 to /utJt' dvaQXov 
jutJts SsönoTOVßsvov döTolq üisqiCtsXXovöl ßovXsvco Osßsiv ; ausführlich 
aber Piaton Gesetze III, 693 D — 699 D, wo an den Beispielen der 
Perser und Athener, in älterer und in jüngerer Zeit, dargelegt wird, 
wie gemäfsigte Königsherrschaft und der Furcht nicht entbehrende 
Freiheit wohltätig, hingegen schrankenlose Despotie und zügellose 
Freiheit verderblich sind. Mit den Eumeniden indes findet keine Be- 
rührung Statt, da der Areopag nicht erwähnt wird. (Vergl. Einl S. 13). — 
^AvdQXSTog (Wieseler; vgl. f g h) verhält sich zu dvaQXToq (M) wie 
«jtcr'xfT'OS (Ch. 155. 624) zu djtsvxTog; aber während dies bei A. 
vorkommt (Ag. 638, Hik. 790), hat er dvaQXTog nicht, sondern dafür 
(699) dvaQXoqf so dafs die Korrektur gerechtfertigt und auch hier 
(wie 492) die genaue Responsion herzustellen ist. ('AvcQXTog Soph. 
Frg. 28.) AivsGrjig (Aor.) geht auf den Einzelfall. Zu dem Spruch 
über die rechte Mitte vergleicht man wieder Piaton, HoXiTsia X, 
619 A Tov fisöov dsl Tc5v toiovtcov ßiov aiQsiad^ac xal (psvysiv t« 
vjtsQßdXXovd-* sxaTSQCOös; aber auch schon Theognis 335 fir]6sv dyav 
OTcsvösiV TtdvTCOv fisö^ aQLöTa, Pind. Pyth. XI, 52 t<5v yaQ dß TtoXiv 
svQLöxcov T« ßsöa fiaxQOTSQWi oXßcoi Tsd^aXoTa, ßs/i(f)Oß^ aloav tv 
QavvLÖov. Dann Euripides Frg. 80 N. ßQOToXg t« ßsit^G) t(ov ßsOcov 
TLXTSL voOovg USW. "AXX' üXXät 6^ sg)0Qsvsi (Pers. 7, Hik. 627. 676) 
kann verstanden werden „das eine so, das andre anders'*, wie dXXog 
dXXo&sv u. s.; indes auch (Paley) das von dem ßsöov Verschiedene 
in entsprechend verschiedener Weise. Die erste Erklärung liegt indes 
näher, und enthält auch mehr: erstens, dafs die Gottheit alles beauf- 



Zweites Stasimon. 133 

sichtigt und leitet, und dann, dafs sie das Verschiedene verschieden 
behandelt, wie dies in den folgenden Versen ausgeführt wird. Svfi- 
fiBTQOv kann nicht so viel wie ovvrofiov sein, wie der Schol. erklärt, 
sondern mufs (wie Ch. 229) die Bedeutung „entsprechend" haben, 
nämlich der Verschiedenheit der Gemütsverfassungen und ihrer Folgen. 
Die ruchlose Gesinnung erzeugt Frevelmut und die aus dem Frevel- 
mut entspringenden Taten und die Folgen dieser Taten ; dagegen mit 
Gesundheit des Geistes ist aller Segen als ihre Folge verbunden, wie 
beides noch weiter in Antistr. y^ Str. Ant. 6 gezeigt wird. ^Fyisia 
(pQEvcov bildet den Gegensatz zu voöoq <f)Q£Vc5v Pers. 750 von Xerxes' 
HofFart, der allen Göttern überlegen zu sein glaubte; övööeßia und 
avösßla (dies Sophokles) gebrauchen die Tragiker gemäfs dem Rhythmus. 

Antistr. y, 538—549. 'Eg ro ütäv kann man zeitlich wie 83. 291 
verstehen, besser aber ist der Sinn omnino, vgl. 52. AXö^oai Aor. 
bezeichnet den einzelnen Fall: das Allgemeingültige ist durch £g xo 
üiäv ausgedrückt. Bcofibg Aixaq wie Ag. 384 laxtiöavti fieyav Aixag 
ßwfiov, was hier mit Xa§ driötjig ausgedrückt ist («Wgfti^ Sept. 441, 
Hik. ys3> Frg. 103). Zu xvqwv vgl. 326; Hik. 732 f. xQOvcoi roi 
xvQioi t' iv TjfieQäi &sovg drit^cov rig ßgoxcDV öcoösi 6ixt]V. — 
545 jtQog rdös (Pers. 170. 730, Sept. 312) = :r()Og rama, dem- 
gemäfs; jtQoricov Ag. 789 (vor allem andern, besonders den eignen 
Gelüsten). 'E7ciOTQO(pag öcofidrwv (Heath) ist leichte Korrektur durch 
Umstellung, so dafs (mit TtäCiv) Strophe und Antistrophe ausgeglichen 
sind ; die andre Weise der Ausgleichung erfordert zweifache Korrektur : 
vyitCjag g)Qev(öv 6 Jtd/Lc^ilog (nach Hermann) oben und hier (^svori)' 
fiovg öoßCDv eni6TQ0(fj<xg (Härtung), oder, wenn ^coßdtcoVf dort 
(Herm.) (^av} (f)Qev<üv 6 ndßtpiXog. Acofidrcov t* sütiüTQO<pdg steht 
auch Sept. 684 (vgl. noch Frg. 243. 264) ; ^evotifiovg ist vielleicht 
proleptisch zu nehmen, ,,so dafs dabei die Fremden geehrt werden." 
Zu dem doppelten rig vergleicht Paley Hik. 58 sl 6h xvgeZ rig . . 
öo^döei Tig dxovsiv. Über diese drei vornehmsten Gebote s. zu 
V. 269 ff. 

Strophe 6, 550-557. Die leichte Änderung Wieselers, sxd)v 6' 
für ix TCov6\ gibt trefflichen Sinn und macht auch die Responsion 
genau. Für den Sinn vgl. u. a. Philemon 94 Kock: dvtjQ öixaiog 
iüTiv ovx o fiTj döixcjv, dkV oörig döixslv övvdfisvog /itj ßov- 
Xsrai ; die sophistische Lehre, wie sie Glaukon in Piatons noXirda II 
vorträgt, bestreitet ja, dafs es solche Leute gebe, und behauptet, dafs 
ovöelg hxG)v öixaiog dXk' dvayxa^ofisvog (360 C, Paley). Dem wirk- 



134 Zweites Stasimon. 

liehen öixaiog also wird Segen vorausgesagt, vgl. Plat. IloXir. X 613 A 
(wo eine Ausnahme gemacht wird : el /ui] ri dvayxalov avr(oi xaxbv 
ix txQOTBQag a/naQriag vjtf^gxev; das Übrige aber, was dem öixaiog 
etwa zustöfst, müsse zum Guten enden). Die Litotes ovx avoXßog ist 
auch hier voller als nach dem Ausdruck zu nehmen, vgl. ovx ayav 
iXsvd^SQog 340. — Zu ävTiToXfiov 553 pafst die von Hermann vor- 
geschlagene Konjektur nagßarav für jtsQaißdöav sehr gut, nur mufs 
man, wenn man hier verkürzt, im folgenden Verse zulegen {ayovta)^ 
weshalb Hermann sich später näher an die Überlieferung hielt: — 
(f)ani (xaiy nagailßdrav rd ütoXXd JtavrocpvQr' dvsv öixag, mit sehr 
freier Rektion des Akkusativs durch ütaQaißdrav. Indes bereits die 
geringeren Hdschr. haben neQßdrav, und Dindorf erinnert an Sept. 743, 
wo statt ütagßaoiav M utaQaß.j die geringeren Hdschr. aber das bei 
Hesiod vorkommende jcaQaißaCiav haben (s. auch Hik. 1048). Weil 
hält naQßdöaVi ein unbelegtes, doch immerhin verständliches Wort; 
aber der Scholiast erklärt mit jtagaßsßrjXOTa, und rov dvrtroXßov 
bleibt nicht gut selbständig. "Ayovra 554 schob Pauw hinter ütavro- 
(fiVQT^ ein, besser Weil (^dyov)Ta noXXd. Das Verbum spielt schon 
dem Vergleiche mit dem Schiffe vor. Zu navTÖipvQta vgl. Prom. 450 
eipvQov sixrjc Jtdvra; avsv öixag ßiaicog gehört doch zusammen, wie 
so eben exwv dvdyxag ccteq» Zu xa&ijöeiv vergleicht Linwood bei 
Paley Hom. i yz xal rd fihv (tcria) ig vfjag xdd^sßev öeiöavTsg oXed^Qov. 
Antistr. (5, 558—565. dxovovrag ovöiv wie Ag. 396 Xiräv ö' 
dxovsc ßlv ovTig d^acöv. 560 d^sQßc5i wie Sept. 602 vavzaiOi d^eQßolg 
xal JtavovQyidc rivi, heifsblütig = verwegen (Soph. Antig. 88) = ruch- 
los. Hier hat einmal h das Richtige, statt der Erklärung d^sQßosQycoi (M), 
wenn auch aus metrischer Korrektur. Avx^^v „vermeinen'* wie Ag. 506 
Ol? ydg ütOT^ 7]vxovv, Prom. 688 ovütor^ tjvxovv usw. 'löwv: nach- 
dem er die, so gut wie vollbrachte, Rache gesehen hat, kümmert er 
sich nicht weiter darum; darum nicht oqcqv. Aijtadvov (M) wird in 
den Schollen mit vütei^evy/ievov xal ;faA£3;(ö^6^'TCi: erklärt, also von rb 
Xijiaövov 'Joch' (Ag. 217, Pers. 191) abgeleitet; aber es gibt keinen 
Beleg für ein solches Adjektiv. Musgrave und Hermann schreiben 
Xajtaövov (== dXajtaövöv Hom.), was auch insofern besser ist, als 
sich nicht die verschiedenen Bilder mischen. '^YmQ&HV dxgav wie 
Eurip. Frg. 229 ov ydg vutEQ&eXv xvßarog dxQav 6vvdfie6d'\ und 
schon Theogn. 620 (Weckl.) dxQi]V ydg ütevirig ovx vjtegeÖQdßOßev. 
Also die Wogen schlagen schon über ihm zusammen. Ai^ aiwvog 
Ag. 554, Ch. 26 ; zu TtQLV oXßov, der ihn sein Leben hindurch be- 



Drittes Epeisodion. 135 

gleitete und dauernd schien. "Egßa Ag. 1007, mit vg)alog Ttirga 
von den Alten erklärt; auch die öivri steht damit in Beziehung. 
"AxXavrog hat Dindorf hier und Sept. 696 für -örog hergestellt, vgl. 
Kühner-Blafs II, 460; 'über alöroq (Porson) zu Ch. 396. Homerisches 
oix^r' di'OToq ä:jtvöTog (« 242) vergleicht Paley. 

Drittes Epeisodion, i. Teil: 566 — (777)915- 
Die nachfolgende Gerichtsscene kann ich mir nur auf dem Areo- 
page denken, der V. (688.) 693 auch genannt wird; also war während 
des vorangehenden Stasimons wieder eine kleine Scenenverwandlung 
vorgenommen. Auf dem Areopage fand sich kein Gebäude, und alle 
Verhandlungen der Blutgerichte fanden unter freiem Himmel Statt 
(Antiphon 5, 11, Aristoteles IIoXlt. 'AS^. 57, 4), um die Befleckung durch 
Verweilen in demselben Räume zu vermeiden; demgemäfs ist auch 
hier der Schauplatz zu denken. Es mufste also der Abschlufs nach 
hinten durch ein Tempelgebäude, der im Anfang und auch nachher 
war, nunmehr verdeckt werden, ebenso wie für den ersten Teil der 
Choephoren, (Ch. Einl. S. 20) ; das Ekkyklem aber, das zuletzt das 
Innere des Tempels mit dem Bilde der Göttin darstellte, konnte 
bleiben, und es war nur das Bild wieder zurückzuziehen und dafür 
eine Sitz Vorrichtung für die Areopagiten anzubringen. Diese waren, 
wie der Scholiast bemerkt, ein stummes Parachoregema; wie viele es 
waren, wird nicht gesagt, und es hatte ja auch dieser Rat keine feste 
Zahl von Mitgliedern; zwölf indes, so viel wie der Chor betrug, ge- 
nügten vollauf, und diese Zahl hat man auch aus 7 1 1 if. erschlossen, 
s. u. Das Volk aber, die corona, ist nur der Vorstellung nach vor- 
handen {(jxQOL'toQ, 566); ein Herold jedoch mufste wirklich auftreten, 
und ein Trompetenbläser. Diese erscheinen wie die Areopagiten im 
Gefolge der Athene, und desgleichen, denke ich, deren Schutzflehender 
Orestes, 

Die Gerichtsverhandlung ist nur in freier Weise ein Abbild oder 
Vorbild der vor dem Areopage stattfindenden. Athene präsidiert und 
leitet, was in Wirklichkeit der ßaöiXevq tat; natürlich hat der An- 
kläger das erste Wort, aber von der doppelten Verhandlung mit jtQO- 
r£Qog und vörsQog Xoyog für jede Partei (Demosth. 2^^ 69) ist hier 
nichts, sondern die Reden sind dramatisch im Dialog zwischen den 
Parteien aufgelöst. Dafs keine Diomosie der Parteien geschieht, die 
beim Areopage bestand, und zwar in feierlichster Weise (Dem. 23^ 67 fr.), 
ist schon hervorgehoben (S. 122) Nach der späteren Einrichtung wäre 



136 Drittes Epeisodion. 

hier, wo der Angeklagte der Tat geständig ist, aber ihre Gerechtig- 
keit behauptet, der Areopag gar nicht zuständig gewesen^ sondern der 
Gerichtshof am Delphinion (Dem. 2;^, 74 ff.); aber mit Recht und der 
Tradition gemäfs läfst A. zunächst nur diesen- einen^ für alle Fälle 
zuständigen Blutgerichtshof gründen. Die geheime Abstimmung mit 
Stimmsteinen in Urnen, wie sie hier beschrieben wird, bestand jeden- 
falls auch bei diesen Gerichtshöfen, wie bei den gewöhnlichen. 

Athene 566-573. SzQarog 'Volk' hier oft: 569. 668. 686. 762. 
889; so auch Pindar, wie Pyth. 2, 87 6 idßQog Crgaroq == ö^fiog. 
KaxHQyä^ov (oder vielleicht xategyad^ov, wie die Hdschr., vgl. a(f)6QX' 
roQ, Ch. 446 ; aber eiQyd^scv Eur. Ph. 11 75, xaTeiQyd&7]t Soph. OC. 862) 
ist so wenig Aorist wie dßvvdd^ov 438; das Medium rechtfertigt sich 
daraus, dafs der Herold als Beamter mit zum Rate gehört. Das Vor- 
bild der Stelle ist offenbar Homer S 503 (Gerichtsscene) : xiJQVxeg 6 ' 
ccQa kaov SQjjrvov (vgl. auch B 96 ff.). In V. 567 ist alte Variante 
7J t' ovv für ei'r* ovv, und das t' ovv läfst sich mit ovr' ovv 412, 
fijjr' ovv Ag. 359. 474 vergleichen, da auch dies im zweiten Gliede 
steht ; also richtig der Scholiast wg fit^ dgxovvzog fiovov rov xrjQVXog. 
Vorn ist der Vers verstümmelt: etwa (rbv dkXov). Die Erklärer 
scheinen weit abzuirren, die in ovv eine Form von ovQavog suchen, 
während doch öidroQog so wenig wie Prom. 76. i8i einen Zusatz 
braucht, und der Begriff 'Himmel' hier überhaupt nichts zu tun hat. 
Den Anachronismus in TvQö't]ViXTj odXjciy^ bemerken die Scholien; 
vgl. Soph. Ai. 17 (Pausan. 2, 21, 3, Paley). Wir wissen nicht, dafs im 
athenischen Gerichtswesen die Trompete eine Stelle hatte; der 6aX- 
ütixrrig Dem. 16, 169 steht zu den Strategen in Beziehung. Zu 568 
vgl. fivxTTjQoxoßjtroig ütvevfiaOiv TcXtjQOVßSvoi Sept. 464, zu 569 vjtiQ- 
rovov ßodv Aristoph. Nscp. 11 54 (= Eurip. Frg. 625 a Ddf., 623 N.). 
BovXevT7]Qiov ist wie 683. 687 nicht der Raum, sondern die Ver- 
sammlung selbst (vgl. ÖLxaörriQiov), also ^ e^ ^äqblov ütdyov ', üzlrigov- 
öd^ai und ütXi^Qtjg (^ ßovXi] msiÖT] ^v JclrJQtjg Andok. i, 112) sind 
stehend vom Vollzähligwerden einer Versammlung oder Bemannung 
(Sept. 32), jtXrjQovfievrjq rrlg ixxlrjöiag Arist. Eccl. 89. V. 571 dgi^yei 
= OvfKpeQsi Schol. (Pind. Pyth. 2, 94 (pegeiv ila<pQc5g . . i^vybv aQijysi)^ 
Mit &safioi wird die Einsetzung des Areopags und speziell des ge- 
samten Rechtsverfahrens vor diesem bezeichnet (484. 615. 681); man 
mufs nun nicht meinen, dafs hier alsbald die Einsetzungsrede (681 ff.) 
der Athene zu folgen hätte, sondern von den ^eößoi tritt ein Teil als- 
bald mit dem sich konstituierenden Rat in die Erscheinung, weshalb 



I 



Drittes Epeisodion. 137 

Apollon 615 den Rat als 'A&ijvaiag ^sößog anredet. Auf der einen 
Seite geht dies die ganze Stadt an, für jetzt und für alle Zukunft, 
572 {alavij zu 416), auf der andern betrifft es den jetzigen Rechts- 
streit, der zunächst zu führen ist: 573 xal rc5v6^ (rovö^) ojtcog av 
ev xarayvwöd^fji öixTj. Vgl. hiermit unten in der Rede der Athene: 
707 ff. ravTtjv ßhv i^eteiv* ißoTq üta^aiveüiv dörolGiv ig ro koinov' 
^Qd^ovö&ai 61 XQV ^<^^ iprj(pov aigatv xal öiayviSvai öixi]V. — Da 
xarayiyvcQöxsiv öixtjv für gewöhnlich nicht *^ genau erkennen', sondern 
*zum Nachteil jemandes erkennen' bedeutet, so fordert Paley öiayvco- 
ü&jjc (vgl. 709), wozu indes ev nicht das richtige Adverb ist. Vgl. 
Aristoph. */jrjr. 46 (Wakef.), Xen. Oecon. 2, 18. Tcovös ist besser als 
Tovös, zu 6ix7] (des Orestes und der Erinyen); das zu jtoUv te ent- 
sprechende xal T(5v6' OTvcDg ist zwar freier in der Konstruktion, aber 
doch verständlich: und für die Gegenwart, damit der Rechtsstreit der 
anwesenden Parteien genau erkannt werde. 

574-584. Inzwischen ist Apollon erschienen (vgl. sein Versprechen 
81 ff.), und der Chor will ihn wegweisen. Dagegen erklärt Apollon, 
einerseits Zeuge zu sein (vgl. Athenes Aufforderung an die Parteien 
485 f.), was er mit seinem nahen Verhältnisse zu dem Angeklagten 
als seinem Ixitfjg begründet, andrerseits Rechtsbeistand, der die Sache 
des Orestes wie seine eigne führt, als Urheber (aniog) des Mutter- 
mordes. Nicht ganz richtig erklärt der Scholiast: üvvöixol elöiv olg 
löov fieraOriv ev ri]c öixtjt rijg aitiag, denn nach 761 sind die Eri- 
nyen övvÖLXOL der Mutter, und in Athen ist dies der Name für Rechts- 
beistände, die z. B. das Volk für ein angefochtenes Gesetz wählt. Dem. 
20, 146 jeder eine Phyle für einen ihr angehörigen Angeklagten, 
Andok. I, Ende, Dem. 2^, 206 (Meier-Schömann-Lipsius Att. Proc. 
123 f.). V. 576 f. ist die Überlieferung entstellt: iori yaQ öoßov 
(ÖTJ/LKüv M erst) Ixerrjg oö' avrjQ xal öoßov (öoßogM. erst) eipeöriog 
(so und -eOricog M, -eöricov fgh) e/icSv. ^E<pe6Tiog findet sich in 
beiderlei Weise konstruiert: ocov öoßcov eg)e6ziov (Hik. 365. 503), und 
öoßovg e<pe6riovg Ag. 851 (Sept. 73). Schütz ändert das erste öofiov 
in voficoL (vgl. oben 473), aber ist eözlv etpiöTLog sachlich richtig? Da 
scheint besser, mit HLAhrens das zweite öoßcov in ßvx<^v zu ändern 
(vgl. 39. 170. 180), und nun eipeoticov aufzunehmen. Kad^dgöiog 63. 
449. Airiav e^o) kann man verstehen wie 99 'werde angeschuldigt', 
s. V. 199, indes auch "^ich habe die Schuld'. Dann wendet sich 
Apollon an Athene, die nach attischem Sprachgebrauche eiöaycoyevg 
des Prozesses ist (Meier-Schömann-Lipsius 45, 13); dies Verfahren 



188 



Drittes Epeisodion. 



(Präsens) möge nun vor sich gehen, und schliefslich gemäfs der Weis- 
heit der Göttin (wg eütiöraßaL ddy ^ ojtwg EütiOraöaL Prom. 374; oükdq, 
*wie immer') der Prozefs zu Ende geführt und entschieden werden 
(Aor. ri]vÖE xvgcöaat öixtjv von den Richtern). Über etjtlörät s. zu 86. 
Darauf erteilt Athene den Erinyen das Wort und stellt das allgemeine 
(freilich selbstverständliche) Prinzip auf, mit Worten, die stark an die 
Eingangsformel späterer attischer Gerichtserzählungen erinnern, Lysias 
12, 3 üteiQdöojLiai vßäg i^ aQXV^ ^S ^^ övvcofiai öl' ilaxiOrcov 61- 
öd^ai. 

585 — 608. Die Erinyen entsprechen der (später und jedenfalls auch 
zu des Aischylos Zeit üblichen) Form einer Anklage nur in der einen 
Hinsicht, dafs auch sie Kürze verheifsen; von e$ dQxfjg öiödoxeiv aber 
ist nichts zu bemerken, und auch nicht von zusammenhängender Dar- 
legung, indem an die Stelle der gesamten Anklagerede die Befragung 
des Angeklagten tritt. Derartige Befragung kommt auch in den spä- 
teren Gerichtsreden vor, nur nicht als Hauptsache oder die Anklage 
ersetzend (so Lysias 12, 25); indem nun Orestes nicht nur mit ja 
und nein antwortet, sondern sich verteidigt, wird im Kerne schon die 
ganze Verhandlung für und wider gegeben. Wenn dann nachher 
Apollon als Verteidiger auftritt, so machen doch auch die Erinyen 
dazwischen ihre Gründe geltend, und ebenfalls ausführlicher; somit 
sind zwei Verhandlungen da, nur insofern mit Anklage und Vertei- 
digung zusammenzustellen, als in der ersten die Anklage das erste 
Wort hat, in der zweiten die Verteidigung. Also wie in Aristopha- 
nischen Streitscenen : in den Wolken führt zuerst der öixaiog Xoyog 
seine Sache, mit Einwürfen des aöixog Xoyog, und dann dieser unter 
entsprechender Beteiligung des Gegners, und in den Fröschen Aischylos 
und Euripides ebenso. 

Da die verheifsene Kürze in V. 585 mit der grofsen Zahl der 
Erinyen in Gegensatz gebracht wird, so hat Weil mit Recht erschlossen, 
dafs die einzelnen nacheinander reden: die erste mit zwei Versen, 
dann zehn mit je einem, dann die letzte mit zweien. So ergibt sich 
hier die Zwölfzahl des Chors, wie im Agamemnon i348if., wenn man 
nicht dort, was mir grundverkehrt scheint, annimmt, dafs die drei 
Choreuten, die vorher die Weherufe aus dem Palast gehört und die 
Beratung angeregt haben, hiermit von der Äufserung ihrer Meinung 
dispensiert sind. 

Für die Erinyen reduziert sich eigentlich alles auf die Tatfrage, 
doch gehen sie, gemäfs der Belehrung der Athene 426, auch auf die 



Drittes Epeisodion. 139 

Motive etwas ein. — 586 h fiegsi 198. 436. Also damit wird die 
Stichomythie bezeichnet, die auch hier, wie 198. 415, mit drei Versen 
eingeleitet wird. — 588 6' ist unpassend ; 7"* richtig (Ag. 368, Pers. 738). 
Zu 589 vgl. Schol. ; daher argiaxrog Ch. 339. zQiaxzrJQ Ag. 171. 
Auch Piaton Phaidr. 256B (Paley): tc5v tqlcov jtalaiOßdrcov t(OV cog 
a'A?;^co5 'OXvßTcixcov ?v vevixijxaöiv. 590. Der Dativ wie bei Xsysiv, 
591 : nach dem Scholiasten sind mit oJtcog die Motive gemeint, und 
Orestes versteht falsch; aber o:it(0(; bezeichnet ganz unzweideutig die 
Art und Weise des Mordes, auf die doch auch etwas ankam, vgl. 
629 ff. — 592 Orestes antwortet unerschütlert und zuversichtlich, wie 
er sich im ganzen Drama benimmt. Die Wendung X£f()i :^Qbg öeqtiv 
rsßcov ist etwas eigentümlich, aber homerisches ßeßkijxei JCQoq örfj&og 
(J 108) u. dgl. bietet sich reichlich zur Vergleichung. — 595 ,, Un- 
glaublich! Der fidvTig (169) und i^rjyrjrjjg heiligen Rechts befiehlt 
dies?" 'E^Tjyov steht auch 609; Plat. IloXir. IV, 427 C olrog yccQ 
öjjjcov 6 d^sbg :jisqI ra rocavra Jtäöiv dv^gcoutoig jcdxQiog i^rjyrjrrjg 
SV fiaöoi rfjg yf^g ijil rov oß(palov xad^jjßsvog e^ijyurai. 596 öbvqo 
y ' aki findet sich aufser in dem unbekannten Verse, den der Scholiast 
anzieht, auch Eur. Ph. 1209 ösvq' aEl yag svrvxsig, Or. 1663, Med. 670, 
Arist. Lys. 1 135 (Weckl.) ; zu dem Schol. vgl. Harpokration del (Stanley). 
„Ich bin nicht schlimm gefahren, sondern immer noch wohlbehalten." 
— 601 :jteßtf}£t für ütiß:jtH ist nach dem Scholiasten hergestellt. Hier- 
mit bringt Orestes den zweiten Punkt seiner Rechtfertigung (nochmals 
605): ich hatte meinen Vater zu rächen. — 602 uteütiöd^i wie sTti- 
üiid^ßBV Homer; Xö&h äElöiyßi (Kühner-Blafs II, 402, s. Nik. Alex. 443 
Schneider nach n). — 603 utQoößoXdg: vgl. xaxov ütQoöeßalev jcoXei 
Pers. 781; also wie stoku jtQOözQifiß^ a<p6QTOV ivd^sig Ag, 395 (Weil). 
Miaö/udroiv schreibt Elmsley nach der Regel, dafs övolv sich nur mit 
Dualis verbindet, so auch bei A. in zehn Beispielen (nur hier und 
Ag. 1389 Plural überliefert). — 604 Schol. jcavovQyog (paöi, fir] fjfiag 
öiöaöxe, dXXd rovg ötxaördg^ und natürlich liegt in tovg Sixd^ovrag, 
dafs der Chor sich darum nicht kümmert, was Klytaimestra getan 
hat. Mit 605 nun bringt Orestes auch das dritte Moment seiner 
Rechtfertigung: Klytaimestra war Gattenmörderin, was nicht weniger 
schlimm ist als Muttermord, s. die Erörterung zwischen Apollon und 
den Erinyen 211 ff. — 6o6^TotydQ 901, Ch. 894 u. öfter: also hast 
du für deinen Mord durch den Tod zu büfsen, wie sie für den ihrigen 
gebüfst hat ; solange du lebst, verfolgen wir dich. 'Elev&iga cpövov (M) 
wie eXev&BQog Jirißdriov Ch. 1060, aber der Sinn verlangt den Dativ 



140 Drittes Epeisodion. 

(Schütz). — 604 f. vgl. 2i9fF. 212. — 606 kv a'ißaxL innerhalb der 
Blutsverwandtschaft, wie man h fiavsi sagt (Eurip. Alk. 904). — 
607 :tc5s yccQ o' sS^QSifjev: nämlich wenn nicht mit ihrem Blute (Weil); 
dieser Sinn kommt indes erst mit ^^Q^tp' av heraus (Hik. 586 riq 
yag av xaziTtavösv 'Hgaq voöovq, ,,wer sonst"). Zu htoq t,mv7}q vgl. 
Ch. 992; dotsvxv^ stark für aütaQvfji (Schol.). Damit schliefst die 
Anklage nachdrucksvoll. 

609—613 Orestes. Die Verteidigung beginnt auch ohne besondre 
Erteilung des Wortes, da schon bisher Wechselrede gewesen war: 
Orestes ruft den Apollon auf zur Ablegung des Zeugnisses (594), dafs 
er die Tat befohlen habe, und dann zur Belehrung über das Recht 
der Tat, was eine dieses Gottes würdigere Stellung ist als die eines 
övvöixog. S(ps Singularis wie 234. — 611 SojtSQ iötlv: vgl. Ag. 1171 
rb fit] TcoXiv ßhv Sö^bq ovv exec utad^sTv. 612 öixaicog ist nicht zu 
konstruieren, während es 615 richtig steht; öixaiov . . alßa kann so 
gut gesagt werden wie öixaiog (povog Demosth. 2^, 74 (indem al/ia 
= (povogf 752. 359 u. s.), und wegen ÖQäöai vorher konnte leicht 
Adverb gesetzt werden. Ißg rovtoig (pQdoo) setzt wieder den Orestes 
als den Verteidigenden voraus ; in der Tat indes spricht er nun nichts 
mehr bis 744. 

614 — 673 Verteidigung durch Apollon, mit Zwischenreden der 
Erinyen. Apollon ist also nun wirklich Rechtsanwalt und benimmt 
sich einigermafsen wie ein solcher sich benahm. Schien etwa dem A. 
die Rolle des Exegeten, die Orestes soeben dem Gotte auftrug, selbst 
für die Tragödie zu hoch? Wir werden eher so sagen. Apollon hätte 
dann lehren müssen, weshalb dieser Mord gerecht sei, und (was das- 
selbe ist) weshalb er ihn dem Orestes befohlen habe, und welcher 
Mord überhaupt gerecht sei und welcher nicht; dann aber war eigent- 
lich die Sache durch untrüglichen Mund entschieden, und kein Rechts- 
streit mehr, denn welcher Richter hätte sich dagegen auflehnen können ? 
Es sollte aber das Resultat anders herauskommen: gleiche Stimmen- 
zahl gegen gleiche, und wie der Mythos einmal ist, standen Götter 
gegen Götter; also statt des Exegeten redet nun der Advokat, steigernd 
und an die Gefühle appellierend mehr als die Frage klärend, und 
schliefslich sogar merkwürdig sophistisch. Viermal redet er, in ziem- 
licher Ausführlichkeit; die Zwischenreden des Chaos umfassen nur 
3, 4 und 5 Verse. 

Erste Rede Apollons, 614—621. Die ersten beiden Verse 
sind das Prooemium für alles. Er will gerecht reden, wie es sich 



Drittes Epeisodion. 141 

vor einem solchen Gerichtshofe gebührt {d^sOfiog zu 571), und nichts 
Falsches sagen, was er als Seher nicht darf. Nun führt er mit allem 
Nachdruck alle seine Orakel auf Zeus zurück (zu 19), ohne weiter 
ausdrücklich zu bezeugen, dafs er dem Orestes dies gegeben hat 
i/Lca^TVQrjöcov 576, ßaQzvQTjöov 609; vgl. jLiaQTVQet 594, und was 
Ap. schon 579f. gesagt hat); damit gibt er seinen Sprüchen die denkbar 
höchste Autorität, aber — auf der Gegenseite stehen noch ältere Gott- 
heiten. Für xelevöet ist die richtige Änderung xslsvöat (Hermann), 
Kühner-Gerth Synt. II, 427 f. — 620 :iic<pavox(0 (Pers. 661, Ag. 2Sj 
Gh. 279; wie Soph. und Eurip., Ddf. Lex. 290) ist sonst wie bei 
Homer „(an)zeigen**, hier synonym mit xeXsvcOj und auch so kon- 
struiert. "Fß/us ist bei A. nur hier belegt (bei Soph. Ant. 846 in 
einer lyrischen Stelle); auch von der i. Person kommt nur der Dativ 
ccfifii Sept. 156 in einem dochmischen Verse vor (Ddf. Lex. 337. 100). 
"öQxog: also auch kein Richtereid; vgl. was Pylades Ch. 901 f. sagt. 

622—624 Chor. Die Erinyen stellen sich, als könnten sie an 
einen solchen Befehl des Zeus nicht glauben {wg Xbyeiq öv, Gegen- 
satz Zeus), da doch Vater und Mutter damit ganz ungleich behandelt 
sein würden. Das Argument ist das schon 603 vorgebrachte. Zu 
ütQa^avra vgl. Ch. 511, Pers. 476. Tißaq, ve/neiv anders als 747: 
VEfieiv = voßi^eiVt und es vergleicht sich vielmehr 423 oütov rb 
XcciQsiv iiriöaßov voi^ii^erai, also = nui/o loco habere. Wecklein führt 
Soph. Tr. 56 an: ü narqoo, v^fiOL tcv^ wgav, 

625—639 Apollon. Der Anwalt verficht nun in der Tat, dafs 
der Vater und Mann als solcher gröfsere Ansprüche auf Berücksich- 
tigung habe, vollends wenn er ein solcher sei wie Agamemnon, König 
und Heerführer. Die schwungvolle Ausführung, die zugleich das Arg- 
listige des Mordes zur Geltung bringt, aber doch die Hauptsache, dafs 
die eigne Gattin die Mörderin ist, sehr zurücktreten läfst, unterliegt 
dem, was Cicero in der Miloniana sagt (§ 17): non alio facinore clari 
hominesy alio ohscuri necantur : intersit inier vitae dignitatem summorum 
atqiie infimorum ; mors quidem illata per scelus isdem et poenis teneaiur 
et legibus; nisi forte magis erit parricida^ si qui consularem patreviy 
quam si quis humilem necarit. — 625 ravrov' wie wenn eine Frau 
getötet wird. Ti gehört zu ov wie Prom. 268 ov fijjv ri. Wegen 
TißaX<pelv s. o. zu 15; 6i6o6oTog auch Sept. 948 (Ag. 1391 nach 
Porsons Emendation); aufserdem nur Pindar P. 8, 96, Frg. 137. Hier- 
auf mufs das Scholion gehen, dafs Epicharm den A. mit dem be- 
ständigen Gebrauche dieses övoßa verhöhne; denn rijuaXg)elv ist ein 



142 Drittes Epeisodion. 

gfjfia. Das oxTJjtTQOv der Pelopiden bereits in der Ilias 5 looff. — 
627 yvvaixög einer Frau (nicht 'seiner Frau'); ^ovqwi und d^ovQog 
sind bei A. nicht selten, so Ag. 112 ^ovQiog oqviq, Sept. 42 ^ovqiol 
Xoxay^rai, etwa „kriegerisch". 629 all' (oq dxovörji ^te. : er spannt 
die Aufmerksamkeit. Zu 631 vgl. Ag. 602 djto öxQardaq avÖQa 
CwöavTog d^eov jtvlag dvol^ai; hier verbindet sich djto örgaTeiag 
mit 6aöayfiEV7]. 'ffßjrolrjxoxa (eig. Geschäfte gemacht haben) = jisütga- 
yora, wie Soph. Ai. 978 «(>' tjfiTtoXtjxag SojtsQ t] (pdrig XQaret, wozu 
Lobeck aus Hippokrates n. vovöcov A 12 (Littre VII, 580, c. 49) 
xdlXiov Efi7col7]6ei b avd^QCOTtog = (wie es anderswo heifst) ßeXriov 
aTtaXldööei beibringt. Also (Schütz) das Meiste hatte er zum Guten 
vollführt, wenigstens in den Augen Wohldenkender (den Gegensatz 
bildet Klytaimestra) , wie Ch. 109 (pd^eyyov x^ovc»« xaövd roTöiv 
€V(pQOöiv, und (was Schömann verglich) Soph. Ant. 904 xairoi ö* 
syd) 'rißtjöa roZg (pQovovötv £V- Die Komparative wie dßeivwv 
{dßHVOV iori „ist gut") und xQsiööov werden öfter ohne ausgedrückte 
Vergleichung gebraucht (Homer A 22 oacorsQog Sg xs värjai, wo der 
Scholiast bemerkt: rb öacorsQog dvrl rov aütXov). "Aßsivov oder 
dßslvov* zweifelhaft. Für den Gedanken vergleiche man, was der 
Herold Ag. 551 ff. sagt. Also nach diesem Verse ist nicht etwa mit 
Hermann eine Lücke anzunehmen; in 633 aber kommen wir nicht 
ohne Änderung durch. Der Scholiast las ÖQOiTtji im Dativ, zu im 
rsQßari ergänzt er rcäv Xovtqwv] von tceqcqvti sagt er nichts. Es 
scheint nun üteQi(jxr]VOVV besser zu ÖQoirfji zu passen als zu einem, 
in jü£Q(öVTi liegenden, avrwil der Baldachin wurde über der Wanne 
aufgeschlagen, anscheinend als weitere Ehrung, die der Gattin an- 
scheinend hinterher noch eingefallen war; darum war es auch ein so 
kostbares Gewand. Und dann fiel das Gestell, scheinbar zufallig, um, 
und so weiter. Wenn man nun üteQ(i5vTog schreibt, und xaTcl TSQ^ari 
wie der Scholiast fafst, bleibt kein Anstofs; auch i:n:l reQßari und 
drsQßovi bilden nun einen Gegensatz: nur scheinbar war er durch. 
V. 634 hatte ein ^j wegen der Elision des i von jisqI und wegen der 
av^vyia (Konjugation, d. i. -dco oder -ocö) des Verbums (Schol.); es 
waren (wie M zeigt) die Lesarten utaQS- und jtsQs- und ferner -vcoösv 
und (Lemma des Schol.) -vrjösr, wie ja auch sonst 6x7]vdco und 
6x7jv6co neben einander hergehen. ITaQSöX'^vcoöav ist notwendig : jtsgo- 
60g Pindar, nagaßdlovro Ai. Agam. 1147 {ütagiß. Turneb.). "Avöga 
hier wohl 'ihren Mann ; öaiöalog auch Find. Nem. 4, 59. — 636 Wie 
vorher 629 f., so wird auch jetzt nachher das Greuelhafte der Tat 



Drittes Epeisodion. 143 

rhetorisch hervorgehoben. Vgl, Ag. 1628 an Aigisthos : dvögi Crga- 
TTjycüi Tovö' ajtOQOvvag /tiogoV, — 638 ravrrjv TOiavrTjv verlangt nach 
dvÖQoq fihv durchaus ein 6e, und auch ravrijv ist unpassend; also 
gut Weil TTiv 6' av roiavrijv (vgl. 954 u. s.) Und doch hat ApoUon 
gar nicht alles gesagt, und von dem Ehebruch mit Aigisthos ganz 
geschwiegen; diese verächtliche Persönlichkeit kommt in der ganzen 
Tragödie auch nicht andeutungsweise vor. Ascog von den Areopagiten 
wie 681; zu 6t]x^TJi vgl. Pers. 846. 

Chor 640—643. Nun geht die Argumentation ganz von der Haupt- 
sache ab : indem die Erinyen auf 6 1 6 ff. zurückgreifen, wiederholen 
sie, was sie 622 ff. gesagt (rcöt 6c5i Xoycoi wie dort wq Xsysig ör), 
aber mit einer scharfen Spitze gegen (den mythologischen) Zeus, der 
doch selbst seinen Vater gefesselt hat. Der Scholiast wehrt die Mei- 
nung ab, als sei es auf Schmähung des Zeus abgesehen; Apollons 
Behauptung nur, dafs Zeus diesen Spruch gegeben, werde bekämpft. 
Ich denke im Gegenteil, dafs die „alten Göttinnen** ebenso wie 719 
den Zeus nur äufserlich schonen. Früher galt der Vater so wenig, 
dafs Zeus seinen eignen gefesselt hat. Und dies Argument scheint 
ihnen so wichtig, dafs sie die Richter eigens auffordern, dies ja zu 
hören. Vgl. zu 657 ff. MagxvQBöd^ai mit Inf. in abgeschwächter Be- 
deutung, = dringend auffordern, wie Hdt. 5, 92, 7, Thuk. 6, 29, 2 
ijtißaQTVQSöd^ai steht. 

Apollon 644— 651. Der Hieb hat gesessen, darum wird Apollon 
zum ersten Male heftig und gibt seinerseits den Gefühlen der jungen 
Götter gegen die alten Ausdruck, ähnlich wie oben 179 ff. Sein Argu- 
ment aber: Fesseln sind lösbar, Blut ist nicht zurückzurufen, gilt 
natürlich nicht weniger gegen Orestes als für ihn, vgl. 653. — 644 xvco- 
öalov Ch. 586 u. öfter; öTvyrj d^ewv Ch. 1028. V. 645 ist Weils jie- 
6ai filv av Ivd-slev ebenso möglich wie Dindorfs (jteöag — ) XvOeiag 
(dies wie evQi^ösig 698). Zeus hat doch den Kronos und die Titanen 
befreit, nach dem Prometheus Ivofievog schon zu Herakles' Zeiten; 
also das überlieferte Ivasisv „er kann lösen'*, von Zeus, scheint für 
die Sache zu wenig, und wie auch der Zusatz zeigt {eöri rovö' äxog 
xrh.), auch Menschen können das; also besser auch vorher allgemein 
Iv^sZsv oder Xvöeiag. Man kann fragen: weshalb wird nicht die 
Lösung direkt ausgesagt? War das etwa zu sehr Geheimlehre? In den 
Eumeniden gibt es nur gewöhnliche Mythologie, wie sich am stärksten 
728 zeigt. Mrixavi} IvtrjQiog wie ßTjxccvi] ÖQaöTtJQiog Sept. 1041. Der 
Gedanke von 647 f. steht auch Ag. ioi8ff. rb 6' ijtl yäv nsoov 



144 Drittes Epeisodion. 

aüta§ usw., wo rig av ndXiv dyxaXäöair^ ijcaeiöcov dem TOVTC^v 
e:ita)i6d(; hier entspricht. V. 651 f. werden vielfach mifsverstanden, 
während doch der Sinn einfach ist: in allem andern ist seine Allmacht 
unbegrenzt, und mühelos schafft er um, so und so, wie er will (Schütz, 
Paley), s. Hik. 99 jtäv anovov 6aißovl(ov* -ftjßevov avco (pQovrißd 
n<o<; avTod'EV i^ijtga^ev sfiütag hÖQavcov dcp' dyvSv. Und ovölv 
doS^juaivcov ßivH (Dativ) ist ganz wie Sept. 393 Xütütoq ;f«A<z?c5i^ «5 
xaraö^fiaivcov ßivH (ßivoq auch Eum. 128. 832. 840). 

Chor 652—656. Die Erinyen knüpfen einigermafsen an das Letzt- 
gesagte an: alß' ixx^ciq üte6oc wie alß' dvaöJtdGtji xovig 647, und 
machen die unmöglich scheinenden Folgen einer Freisprechung an- 
schaulich. "FjtsQÖixsLV (Plat. Phaid. 86 E mit Gen.; Phryn. Bk. An. 
68, 24 mit v7t£Q TLVoq eiJtsXv öixfjv erklärt) vergleicht sich mit vüttQ- 
Orarelv rivog Hik. 342; noch näher steht Soph. Ai. 1346 ov ravr^ 
'OSvöOEV rovö * 'bjtegiiaxeig ifioi (wie überhaupt der Aias viele Paral- 
lelen zu der Orestie bietet). Aber (pavysiv pafst nicht, wo 'Freisprechung' 
der Sinn ist; auch an ydg haben Casaubonus und Schütz mit Recht 
Anstofs genommen; also gut Dittenberger :n:c5q rdüt:o(f)£vy£iv» — Uiöoi 
267. 479; zu ßcoßoig vgl. Ch. 293; (pgateQeg bei A. nur hier; x^Q^^V^ 
Soph. OT. 240; s. auch Ag. 1037. 

Apollon 657—673. Ich habe bereits in der Einleitung zu den 
Choeph. S. 12 bemerkt, dafs das letzte Argument Apollons gegen die 
alte Anschauung gerichtet scheine, wonach das Band des Kindes mit 
der Mutter, die nicht zweifelhaft war, als das heiligste galt, während 
mit der höheren Bildung, die aus der Einführung der Ehe folgte, der 
Vater mindestens die gleiche Geltung erhielt. Vgl. Telemachs Scherz 
«215: ßijrrjQ fiiv T£ fik (pTjöi rov e/ißsvai' avraQ eycoye ovx oW' 
ov ydQ ütco rig ebv yovov avrbg dveyvo, und Klearchos bei Athenaios 
XIII 555 D (von Wecklein angezogen): iv öh lid^^vaig ütQCorog KixQO'ip 
fiiav svl sC^ev^Ev, dveör^v ro utgoregov ovö(ov rcov ovvoöcov xal xoi- 
voyaßiwv ovrcov, 610 xal a6o^e riöiv 6i<pv7]g vo/tiiöd^ijvai, ovx slöo- 
rcov r(ov ütQoreQOv 6id ro TtXrjd^og rov narega. Vgl. oben zu 6400". 
Die Theorie, dafs der Vater der eigentliche Erzeuger sei, findet sich 
deutlich auch bei Euripides, der sie hierher haben wird und sie im 
Or. (552 flf.) zu gleichem Zwecke benutzt, s. noch (Schütz) Frg. 1048. 
Anaxagoras (s. Wilamowitz Übers. S. 43, i) scheint ebenso gelehrt zu 
haben, Aristot. De gen. anim. A i p. 7636 3iiF. (Diels Vorsokrat. 325); 
doch widerspricht ein andres Zeugnis (das. nr. iii). Paley führtauch 
Plut. Quaest. Conv. IV, p. 65 1 C an : rb öJteQfia firj utQoyayovevat rb 



Drittes Epeisodion. 145 

yovißov 6t.a xaräipv^iv (lückenhaft), dXX^ vXrjv fiovov xal TQocprjv 
:xaQixBiv tqji djtb rov aggevog. Eigentlich liegt auch in dem attischen 
ijt^ (XQorcoL ötaiömv yvTjoicov dieselbe Anschauung: die Erde, mit der 
die Mutter verglichen wird, ist doch auch nur xQOifbg xvfiarog veo- 
OnoQov, und deutlich ausgeführt haben wir das in dem Papyrusfrag- 
mente aus Aischylos Europe: xal rglq Jtovovoa rovq yvvaixeiovq 
:x6vovg exaQtiQTjö' dgovQa xovx £jrf//i/;aTo ro ßi] ^^sveyxelv öxsQfia 
ysvvalov JtaxQoq. 

657 ßd^£ an die Erinys, die er eines Besseren belehren will. 
658 ist die Überlieferung zwischen xsxXrj/itivov (M) und -fievi] (f g h) 
geteilt. Apollon will das rixreiv auschliefslich dem Vater zusprechen, 
also mufs auch rexvov auf diesen und nicht auf die Mutter bezogen 
werden, und firjrrjQ rsxvov in dem Sinne „ihres Kindes" ist kein 
eigentlicher Ausdruck. Daher xsxXtjßsvOV» Hingegen der Ausdruck 
fiy'iTTjQ liefs sich doch in keiner Weise als uneigentlich anfechten. Was 
den sonstigen Sprachgebrauch betrifft, so findet sich bei A. selber 
rixTeiv kaum je anders als von der Mutter, wie gleich V. 666; Ch. 690 
rov Tsxovra steht in Beziehung zu rovg rsxovraq Eltern 681 ; jtars- 
Q(OV TS xal rsxovTCDV 329 kann allerdings nur auf den Vater bezogen 
werden; dazu hat er rox^g Eltern oft (270. 497 usw.). Homer aber 
hat rixrsiv auch vom Vater, und bekanntlich Piaton in Diotimas Rede 
Sympos. 206 ff. rixTStv (roxoq) und ysvväv als Synonyma, wogegen 
allerdings Euripides gerade in der Stelle des Orestes das rixreiv der 
Mutter zuspricht, dem Vater das (pvrsveiv (Weckl. ; über rexcSv, roxrjq 
bei Soph. und Eur. s. P. Menge De poetarum scaen. sermone [Gtg. 
1906] 34 ff.) — 659 xvfia == xvTjßa, Ch. 128; vgl. iyxvficov allgemein. 
660 S-Qcoiöxcov die von Herodian richtig verlangte Schreibung, die der 
Med. hier nicht, aber doch Ch. 846 und Pers. 457 bewahrt. Hesych. : 
^Qwoxcov xvcoöaka' ix^oQiC^cov xal <j:jteQßari^(ov, ysvvfov. AiöxvXog 
\4ßVfi(6vtji (Frg. 13); vgl. ^oQog Hdt. 2, 93 u. a. ^'Egvog wieder 666, 
Ag. 1525 ißov ix rovö' eQvog degd-iv (ebenso andre Dichter); bei 
djtBQ ^evcoi ^evTj ist an räumlich getrennt wohnende Gastfreunde und 
Depositum (Schol.) zu denken. OlOi geht auf beide Eltern und ist 
nicht in aloi zu ändern; über das fehlende dv s. zu 211. — 662 ff. 
Apollon fährt fort die Erinys anzureden; <Jet|ö> kann man eigentlich 
verstehen. Er zeigt jetzt das Bewufstsein der Überlegenheit; er und 
Athene gehören ja zusammen als Kinder des Zeus, des neuen und 
besseren Herrschers, und von dem Hinweis auf Pallas wendet er sich 
direkt an diese. Die Lücke vor 665 scheint klar, wegen ov6' und 

Aischylos. 10 



146 Drittes Epeisodion. 

weil in der Tat hier etwas mehr als der eine V. 665 verlangt wird; 
dagegen dafs 663 TtarijQ fihv av xth, ohne ausgedrückten Gegensatz 
steht (Ddf. Lex. p. 210), nötigt nicht zur Annahme einer zweiten (Weil) 
nach 666. Vielmehr, wenn es nach 666 weiter ginge: avev öh Jta- 
TQog TEXVov ovx £irj ütOT ' av (diesen Sinn möchte Weil, s. Eur. Or. 547), 
so würde das einen engen Zusammenhang zerreifsen. 666 ^edg sicher 
Femininum, wie 883 und bisweilen sonst; d^ed (671) ist häufiger und 
würde hier deutlicher sein (Weil). — 667 fF. sieht wie eine captatio 
aus, ist aber doch an die Vorsitzende und nicht an den Areopag ge- 
richtet, und soll das einträchtige Zusammenwirken beider Götter hervor- 
heben. Zugleich wird der Abschlufs der Rede deutlich, wie mit einem 
Epiloge, markiert, und demgemäfs schlieft nun Athene die Verhandlung. 
Wenn man ein Argument i^m rov jtQdyfiarog in den Versen gesehen 
und daran erinnert hat, dafs solche beim Areopag verboten waren 
(vgl. zu 674), so ist doch von da bis zur Tilgung der Verse 667 — 673, 
als eines bei einer Wiederaufführung nach A.s Tode gemachten Ein- 
schubs (so Weil), noch ein recht weiter Weg. Auf 666 auslaufend, 
würde Apollons Verteidigung ohne jeden Abschlufs sein. — 667 (bg 
Ejtiörafiai: s. zu 581 ; nicht soviel wie oöov övvaßai (Schol.), sondern 
zuversichtlich und bestimmt (©§, nicht ojtcog). — 670 ff. Hinweis auf 
den Bund zwischen Athen und Argos, 762 ff. — 672 Tciös gehört zu 
T« jciörd (Bund, Ag. 631), Td5v6e zu ejtiönoQOvq. 

674—680, Schlufs der Verhandlung. KeXsvo) ist mit Recht 
von Robortellus in xslevOco geändert worden, weil im Widerspruch 
mit 708; dafs Athene keinen Schlufs aufzwingen will, sondern ihn nur 
vorschlägt, zeigt deutlich 678. Kirchhoff und Weil machen aus dem 
Satze sogar eine Klage, und xeksvöo) zum Konjunktiv. Athene mag 
übrigens wirklich nach dem Brauche des Areopags verfahren, nichts 
i^G) rov üiQayfiatog zuzulassen, indem sie alsbald nun abschneidet. 
*A7tb yvcofiTjg s. zu 488 f.; Stanley vergleicht Plut. Mor. 44 DE dütb 
yvmßrig {dxovsiv, von Richtern). — 676 rjfiiv /isv: Gegensatz ist die 
andre Partei; also wieder ein fisv ohne 6a (663). In :täv rero^evTai 
ßeXoq wird dXiq XeXeyßhmv bestätigt (Wecklein) ; fihG) ö ' dxovöai usw. 
nicht ohne Drohung, vgl. 711 usw. (fievo} mit Inf. wie 732, Homer 
^247, «422). Die Frage 678 mufs natürlich an die andre Partei 
gehen, für die Apollon angemessener antwortet als Orestes; also 679 
AK statt XO. richtig Karsten. Ti&alOa = noiovöa wie so oft, ohne 
jede Beziehung zum d^eöfiog 681, indem die Frage nur ist: Schlufs 
oder nicht, und die Antwort entsprechend. Logisch sollte es heifsen: 



Drittes Epeisodion. 147 

:n:cog ri^coy iva ^Qog Vfiwv afioficpog S; aber so verschränkt auch 
Ch. 14, s. dort. — 679 (ov rjxovoaTSy d. h. was nicht nötig ist zu 
wiederholen. Die Ausdrucksweise ist üblich, mit verschiedener Färbung : 
Ag. 1287 ngd^aöav (bg enga^iv, Soph, OC. 273 ixofirjv l'v' Ixofirjv, 
usw., Wecklein zu Ag. 11 70. 

Einsetzungsrede der Athene, 681— 710. Die Verwunderung, 
dafs diese Einsetzung erst jetzt geschieht, während sie bereits 57ifF. 
angekündigt war, hat Kirchhoff verleitet, sie nach 573 umstellen zu 
wollen (was wegen des Schlusses 708 ff. sichtlich unmöglich ist), und 
Wecklein, sie von Anfang bis zu Ende einzuklammern, als hier inter- 
poliert (während ursprünglich nach 573 Ähnliches gestanden habe). 
Wenn solche Annahmen nötig sind, wird man sich doch lieber mit 
dem Überlieferten abzufinden suchen, und kann es auch ganz gut, 
vgl. zu 571. Der Gerichtshof ist zunächst für diesen Fall zusammen- 
berufen, sodann soll er eine dauernde Institution werden; dieser Fall 
also ist ihm zunächst zu gebührender Kenntnisnahme (573) vorgelegt, 
und er hat nun zum ersten Male in Funktion zu treten und zu ent- 
scheiden; an diese Stelle gehört die Anrede an ihn, die erst weiter- 
hin, indem die Göttin für die Zukunft festsetzt, zu einer Anrede an 
das ganze Volk wird. Denn 'AzTtxbg Iswg (vgl. 638) . . xgivov- 
rsg 681 f. sind die Richter allein. — Nach 682 stellt Hermann (Din- 
dort) die Verse 704 — 6, was indes unzulässig ist; denn nach ihnen 
würden 683 f. ganz müfsig sein. Dindorf freilich erklärt diese samt 
den folgenden bis 699 für Interpolation. Man ist nun nicht ver- 
pflichtet, alle solche komplizierten Hypothesen zu widerlegen i), sondern 
darf sie als widerlegt betrachten, wenn sich das tatsächlich Überlieferte 
als haltbar erweist. In diesem nun ist zwischen 682 und 683 enger 
Zusammenhang : jtQCorag öixag xQivovrsg — iörai 6h xal rb loijtbv — , 
mit derselben Verbindung, wie sie bereits zweimal da war, 483 f. und 
57iff. : augenblicklicher Zweck und dauernde Institution. An Ganters 
Emendation alel öixaOTWv 684 für alsl 6' hxdörcov scheint mir nicht 
zu zweifeln; so aber stimmt öixaörcov zu öixag 682, dsi aber zu sig 
anavra xqovov 484 und ig rbv aiavij XQO^ov 572; dazu ßovXevt?}- 
Qiov zu 570, und örgarSi zu 569. Äiyiwg aber pafst zu OtjöeoDg 686, 
und dies zu Otjöicog roxoig 402 und x^ovog Orjo^iöog 1025 f. Ich 
habe schon früher darauf hingewiesen, dafs der Dichter in Athen eine 
Art Demokratie voraussetzt, eben die von Theseus begründete (s. zu 402). 



I) S. auch Weil Revue des etudes grecques 1S88. p. 12p. 

10* 



148 Drittes Epeisodion. 

Wenn nun weiter von 685 ab eine Archäologie des Areopags gegeben 
wird, so stimmt dies zu der Archäologie des delphischen Prologs, und 
zwar auch im Charakter insofern, als hier und dort die Sagen, die 
von Streit zwischen Göttern berichteten, kassiert werden. Die Sage 
vom Areopag bringt Euripides, der sie gewifs nicht erfunden hat, 
EI. 1258 ff., I. T. 945 ff: " Qeiog jr«^og ist davon benannt, dafs Ares, 
der Poseidons Sohn Halirrhothios getötet hatte, hier von den Göttern 
selbst gerichtet wurde. Dafür setzt A. die Sage von den Amazonen, 
die als Töchter des Ares diesem hier geopfert hätten, und hier neuert 
er vielleicht, indem nirgends sonst der Areopag als von den Ama- 
zonen besetzt und befestigt vorkommt. Über die Kämpfe zwischen 
Athenern und Amazonen, woraus die panegyrische Rhetorik wie die 
bildende und malende Kunst so gerne Stoff nahm, handelt genau 
Plutarch im Theseus Kap. zy^ besonders nach Kleidemos; nach diesem 
hatten die Amazonen ihr Lager in der Gegend der Pnyx, die wenigstens 
dem Areopag benachbart ist, aber von einer Stadtgründung liest man 
nichts, wenn auch die Kämpfe einige Monate dauern. Doch führt 
Stanley das Etym. M. "Ageiog Tcayog und Eustath. zu Dionys. Perieg. 
653 an, wo der Name davon hergeleitet wird, dafs die Amazonen, die 
Töchter des Ares, auf ihrem Feldzuge dorthin gekommen seien (also 
etwas anders als hier). Was indes A. eigentlich sagt, mufs erst unter- 
sucht werden. Der mit jtdyov <5' "Aqswv beginnende Satz verläuft 
anakoluthisch, und man sieht nicht einmal, wovon nach der ersten 
Intention dieser Akkusativ abhängen sollte; da nun auch der Name 
"Ageiog erst 690, wo er nochmals vorkommt, erklärt wird, so hat man 
vermutet, dafs er das erste Mal sich irrtümlich eingeschlichen habe, 
an Stelle des den Akkusativ regierenden Verbums oder Partizips. Da 
liegt am nächsten ütdyov 6^ ccq^ e^si, woraus sich leicht die Korruptel 
bilden konnte; vgl. 6' aga Sept. 646, Pers. 568 {dga auf den gegen- 
wärtigen Augenschein weisend). Das Ot^ascog xara (p&ovov (686) auf 
etwas wie den Raub der Antiope zu beziehen, scheint mir unzulässig, 
sondern dies mufs seine Erklärung im Folgenden finden, wo in xal 
:x6Xiv vaoütToXiv rfjvö^ vipLnvQ-yov dvrsjtVQycoöav tots etwas ver- 
dorben ist. Theseus hatte durch seinen üvvoixiößog ein neues grofses 
Athen geschaffen, eine jtolig veojtrokig, die natürlich auch die Akro- 
polis mit einschlofs, den Areopag aber nicht; aus Mifsgunst hiergegen 
kamen die Amazonen, denen Theseus die Antiope entführt hatte, und 
bauten hohe Bollwerke dagegen auf, gerade auch auf dem Areopag, 
von dem aus nach Hdt. VIII, 52 die Perser 480 die gegenüberliegende 



Drittes Epeisodion. 149 

Akropolis belagerten. Um diesen Sinn zu gewinnen, mufs man jtokai 
(Orelli) vsojtroXai schreiben, woraus sich zu rfjvö^ v'tpiütvgyov ein 
ütokiv ergänzt. Man hat auch an xoxe Anstofs genommen {nolH 
dafür Weil); aber das Adverb weist wohl auf die verschiedene Gegen- 
wart, wo diese Stadt wieder zerstört war. IIoXbl veontoXsi und vtf)i- 
Ttvgyov dvTETtvQycooav kann man mit aJtoUv 'iXiov TtoXiv 457, dv}]- 
fi8Qov . . Tj/Li€Q(x)ßev7]v 14, JtaQ&svov (ßllaq (flXoi 999 usw. vergleichen; 
zu dvTLnvQyovv vergleicht Paley Eurip. Bakch. 1097 dvrinvQyov ani- 
ßäöai nhgav. 

690 fF. 'Ev öa Tcöi auf diesem wohnend; öaßag (700) 'was Ehr- 
furcht einfiöfst'; über aäßag und ipoßoq als Gegensätze s. Ch. 54 ff.; 
aber sie können auch zusammengehörig gefafst werden, wofür Weck- 
lein an 'iva yag dfog, ev^a xal aiöcog (Kyprien bei Piaton Euthyphr. 
12A) und an Homer 657 i'oxa yccQ aiöchg xal öäog erinnert; auch 
Sophokles Ai. 1079 ^^og yccQ coi nQoCaoriv aiaxvvt] ^' oßov. -S;f^<7£«: 
das Futurum des Aorists kann ebensogut die gesamte Zukunft um- 
fassen, wie der Aorist die gesamte Vergangenheit; zu ergänzen ist 
avrovg (rovg dürovg), und rb fii] (ddixalv) tritt hinzu wie 220 
nach ;fo:Aa«g. Für roö' tjfiaQ möchte Wecklein :jta6' rißag = fia^ 
i]fiaQav ; doch findet sich jta6d bei A. nicht (allerdings aber jtaöaQOiog 
und dgl.). t6 t' ^fiag (Grotius) = rrjv ^' rifiagav scheint wenigstens 
nicht unzulässig ; aber besser xar * rißaQ Weil, wie mit xal xar ' avipgo- 
vf]v auch Soph. El. 259 steht. — 693 wird nun eine Bedingung ge- 
setzt, die sich offenbar auf Ephialtes' kurz zuvor erfolgte Gesetzgebung 
bezieht: durch diese neuen Gesetze war dem Areopag die Oberaufsicht 
über das gesamte Staatsleben genommen. Für das korrupte ^tixai- 
vovTcov ist die beste Herstellung (besser als 'jcixaivovvrcov und jtixQat- 
vovTCOv) 'ütixQaivovTCOv, indem zwar nicht dies Kompositum, aber doch 
XQaivQ) dem Aischylos in den Bedeutungen 'benetzen, verunreinigen' 
vertraut ist (170, Hik. 266), und ajti- ja in autiggoaiai noch einmal 
steht (wiewohl hierfür Wieselers ßi] n beachtenswert ist) ; dazu gehört 
dann die Interpunktion nach aniQQoaWi und die Ersetzung von ^ ' 
durch 6\ BoQßoQcoi usw. war Sprichwort; Diogenian. III, 55 usw. 
(wonach ebenfalls vor ßogßoQCOi zu interpungieren ist, GHermann, was 
auch in den Hdschr. geschehen ist); man vergleicht Eur. Hik. 222 
XaßTtQov öa d^oXagmi öcoßa Ovßßal^ag rb öov ; Theogn. 96 1 . Der 
Dichter drückt sich scharf und entschieden, dabei aber doch vorsichtig 
aus; ebenso im Folgenden, worin die Mahnungen aus dem letzten 
Stasimon (5 17 ff.) z. T. wörtlich wiederholt werden, beiläufig auch eins 



150 Drittes Epeisodion. 

der Argumente, die Dindorf gegen die Echtheit dieser Verse geltend 
macht, wogegen Weil an Ag. 1 2 19 ff. == 1096 f., I275f. = ii38f., 
12875. «a 1 171 f., und an Soph. El. 3035. = 1645. erinnert. Aber 
auch gerade die Eumeniden sind von Wiederholungen voll, zum Vor- 
teil der Exegese und Kritik, und wann je, so galt bei diesen Grund- 
sätzen das: xal ölq rb xakbv y.aXov eüriv iviöütelv. V. 697 ßov- 
Xsveiv 'raten' wie Prom. 204; jteQiürsXXsiv * hochhalten, pflegen von 
Gesetzen Hdt. 2, 147. 3, 31. 4, 80 (Paley). Der Areopag mit seiner 
unbeschränkten Oberaufsicht über alles war bisher eine zu fürchtende 
Gewalt im Staate gewesen, von der sich nun der Demos frei machte. 

700 ff. Ssßaq hier wie öfters konkret der Gegenstand der Scheu 
(to ösßaöTov, Ch. 157 u, s.); mit ragßovvteq = ipoßovfisvoi ist wieder 
die Verbindung von Ehrfurcht und Furcht ausgedrückt, wie 690 f. In 
iQVfid re x^Q^^ ^^^ JcoXscog ist das re unregelmäfsig gestellt. Die 
Skythen hatten von Alters her den Ruf der Gesetzlichkeit, Frg. 203 
iut:n:dxTi(; ßgcorfJQsg evvofioi Sxvd^ai, und schon Homer iV 5 f. 'ijtJtrjßoX- 
y(ov yXaxTO(pdya)v 'Aßiwv re öixaiorärcov dv&Qcoütcov, woraus wieder 
A. Frg. 198 geschöpft ist, der sie rdßioi nennt und jedenfalls FaßicDV 
bei Homer las. Über -rjioiv s. zu Ch. 569. Bei nilojtoq sv ronoK; 
ist an die svvoßatrdrTj Aaxeöaificov gedacht. — 704 ff. nun nach- 
drücklich die eigentliche Einsetzung, die hier durchaus passend steht. 
BovXsvTTiQiov wie oben (684), jetzt ohne Erwähnung der richterlichen 
Funktion, obwohl man in xsq6c5v dd^ixtov eine Anspielung darauf 
sehen kann ; oder geht dies auf die Prozesse, die Ephialtes gegen eine 
Reihe einzelner Areopagiten ütegl rwv ötcoixrjfievcDv durchgeführt hatte, 
Aristot, IloXir. 'AS-. 25, 2? Der Charakter als Aufsichtsbehörde tritt 
besonders in eoöovrmv vüteQ iyQrjyoQog (pQOvgrißa yfjq hervor; denn 
natürlich ist nicht mit dem Scholiasten bei svöovrsq an Ermordete zu 
denken, auch nicht an Nachtpolizei, sondern es wird bildlich geredet, 
vgl. Ch. 881, Ag. 1357. ^QOVQTjfia ebenso konkret Sept. 449. Also 
nach dem Dichter ist alle diese Macht ursprüngliches Attribut des 
Areopags, während die Demokraten als ursprünglich nichts als die 
Blutgerichtsbarkeit anerkannten. — 707 e^hsiva ist ein Beweis, dafs 
die Rede der Athene nicht so kurz war, wie Dindorf sie macht; zu 
dem Gegensatze vgl. 571 ff. 

711—733 Abstimmung der Areopagiten, und währenddessen 
Wechselrede der Parteien in Distichomythie, durch drei Verse des Chors 
abgeschlossen. Es sind 10x2 und dann noch die drei Verse, aufser 
jeder Beziehung zu der Zahl der Choreuten; ob in Beziehung zu der 



Drittes Epeisodion. 151 

der Abstimmenden? Aber elf dürfen es nicht gewesen sein, sondern 
eine gerade Zahl, damit sich Stimmengleichheit ergeben konnte; was 
der Scholiast zu 743 sagt, es seien 51 gewesen, ist Übertragung von 
der Zahl der Epheten. OMüIler nimmt also an, dafs einer nach 711 
gestimmt habe, und wieder einer nach jeder Rede der Parteien, wo- 
nach sich 12 ergeben; Weil statuierte früher den Ausfall von zwei 
Verspaaren und rechnete die drei letzten Verse nicht, mit gleichem 
Endergebnis; noch anders und mit noch viel gröfserer Gewaltsamkeit 
erreicht dies Wecklein. Die Wechselreden selbst indes nehmen nur 
zu Anfang auf die Abstimmung Bezug und werden dann zur reinen 
altercatio (beinahe XoiöoQia) der Parteien; ich vermisse also den ge- 
nügenden Grund, zwischen diesen Scheltworten und der Abstimmung 
einen Parallelismus zu fordern. 

7 1 1 ßagelav Tfjvö' bßiliav x^ovog wie 406 xaivrjv . . rtjvö' Ofit- 
Uav x^ovoq, und 720 ßaQala xöi(>ä« rijiö* ößiXi^aa) ütaXiv (was auch 
zu den, bei 696 ff. erwähnten, Wiederholungen dieses Stückes gehört), 
SvßßovXög sißt drohend eben durch die Litotes, ApoUons Gegen- 
rede entspricht (zu Gh. 489 ff.): {iriöaßcoq, drtßdoai — \ir^6^ «xap- 
nGixovQ, xrioai (= ütoi^öaif 17, Ch. 1060). — 715 oeßatq: vgl. 92. 
151; zum Gedanken 166 ff. Ov Xa^^QV. obwohl diese nicht dein Beruf 
sind (sondern der unsrige). — 718 üiQoöTQOJtalg öipdXXsratt durch das 
Bittgesuch. Die Geschichte des Ixion, des ersten Mörders und ersten 
IxäzTjq (also richtiger doch "^l^icov ; vgl. Welcker Aesch. Tril. 549), hatte 
A. in den ÜSQQaißiösg und dem ^^Icov behandelt, wohl so, wie sie bei 
Diodor 4, 69 dargestellt ist; wenigstens hiefs wie dort auch bei A. 
(Frg. 88 bei Schol. Pind. P. 2, 39) Ixions Vater Antion. Ixion hatte 
seinen Schwiegervater Eioneus, dem er die Mva schuldig geblieben 
war (vgl, ÜEQQ. Frg. 184) und der ihm dafür Pferde gepfändet hatte, 
unter trüglichen Versprechungen der Zahlung zu sich gelockt und ihn 
in eine mit Feuer gefüllte Grube gestofsen (Frg. 185). Niemand wollte 
ihn wegen dieses Mordes reinigen; da wurde er Schutzfiehender des 
Zeus (Frg. 340 tiqIv dv naXayßoXg al'ßarog ;fOi()oxToVov avrog ös 
XQdvriL Zevq xaTaOtä^ag x^Q<^^^)' Nach Frg. 381 {iv ralq HsQQaißiCiv 
nach Reitzensteins Hdschr. des Etym. M.) hatte der Mörder auch, 
um sich vor der Rache zu sichern (ähnlich wie durch das ßaOxccXl- 
5c£V, zu Ch. 439 ff.), Blut von dem Ermordeten in den Mund ge- 
nommen und ausgespien. Dieses verruchten Mörders erbarmte sich 
gleichwohl Zeus und sühnte ihn; aber er vergalt das, indem er die 
Hera verführen wollte, und dafür kam er aufs Rad. Also, sagen die 



152 Drittes Epeisodion, 

Erinyen, hat Zeus allerdings verkehrt gehandelt, indem er diesen ixh7jg 
annahm, der es ihm so vergalt: Xeysiq „du sagst es" (so richtig 
Wilamowitz), wie im Evangelium öv keyeig „du sagst es", eine Form 
der Bejahung, wo man aus irgendeinem Grunde nicht offen behaupten 
will (ausgeführter Phaidra im Hippolytos 352 öov Ta6\ ovx e/iov 
xkveig). Man möchte wissen, wie im Drama die so ganz unverdiente 
Gnade des Zeus motiviert war. Es ist mir aber unbegreiflich, wie 
Kritiker (Merkel, früher Weil, Wecklein) diesen engen Zusammenhang 
zwischen 718 und 719 durch Umstellung von 719 — 2^ nach 730 haben 
zerstören können. Der Chor geht aus Respekt auf diese Sache nicht 
weiter ein und wiederholt (mit gleichen Ausdrücken) seine erste 
Drohung. Jtxiyg 'Rechtsstreit' (vgl. 729); 477 firj rvxovCai ütQayßaxog 
VLXri(f)6Q0V* ndliv 'in Zukunft', wie fierav&iq 478. 

721 ff. Apollon: dafs du verlierst, wird eintreten; denn du giltst 
nichts, selbstverständlich nicht unter (ev^ s. Wecklein) den jüngeren 
Göttern, zu denen du nicht gehörst, aber auch nicht als eine von den 
älteren (vgl. was er 69 f. gesagt hat). Darauf der Chor: das wird ja 
dann ein Seitenstück zu dem sein, was du im Falle des Admetos 
fertig gebracht hast. In difx&itovg d^eivai ßgorovg ist natürlich ab- 
sichtliche Übertreibung. Die Fabel war von Phrynichos in der "AX- 
X7](jTtg behandelt; ob mit dem krassen Zuge, dafs Apollon die Moiren 
mit Wein berauschte (mit (paoi erwähnt Schol. Eur. Ale. ;^;^), weifs 
man nicht. Euripides Alk. 12 Moigag doAoiöag; 33 Moigag öoUwi 
0(f)?jkavTi raxvt]i. Die Geschichte stand bei Hesiodos (Schol. Eur. 
Ale. i), jedenfalls mit diesem Zuge; A. aber liebt es mitunter, recht 
krasse Züge der Fabel hervorzukehren, z. B. Hik. 300 f. — 72$ oe- 
ßovra wie Eurip. Alk. 10 oölov yag dvögbg 0610g wv hvyxavov (als 
Zeus den Apollon wegen Tötung der Kyklopen bei Admetos in Dienst- 
barkeit gegeben, was A. vielleicht voraussetzt, vielleicht kassiert). 726 
rvxoL : Optativ im Nebensatze eines allgemeinen Satzes, wie Prom. 636 
und öfter bei Sophokles, OT. 315. 979 u. s., Bruhn Anhang S. 78. 
Zu 728 vgl. 172 nakaiysveig 6e fioigag (pd^iöag. Ilaganaxav findet sich 
nur hier; sehr wahrscheinlich und sehr leicht ist Davies' Konjektur 
utag7]jtd(pTjoagj von utaganatpiaxo) Hom. ^ 360, | 488. 729 wieder mit 
Parallelismus: 6v roi. 730. Zu lov vgl. 478. 782; ovöev ßagvv gegen 
ßageia 720, — 731 f. xa^i7t7tcC,u wie 150 und wieder 779; fievo smj- 
xoog yevio&ai = fiivo) dxovöai 677 (mrixoog wie Ch. 980; öixi] Rechts- 
entscheidung). liß(fißovXog nur hier, noch nicht schlüssig, nach beiden 
Seiten schwankend, und somit so viel wie ovjto) ßeßovXevßivi], Wecklein 



Drittes Epeisodion. 153 

zitiert für die Verbindung mit nur einem Infinitiv, ohne Disjunktion, 
Homer 167 öiavöixcc fisQ/ziJQi^sv, i3t^ov<; rs öxQt'ipai xal evarrißiov 
HaxBöaöd^ai. 

Athene 734—743. Nach Vollzug der Abstimmung erhebt sich 
nochmals Athene, um noch eine letzte Norm zu geben; aus ihrer Rede 
wird zugleich die Art der geschehenen Abstimmung klar, als nicht ganz 
identisch mit der späteren, von Aristoteles IJoX. ^Ad^. Col. 35 beschrie- 
benen. Zwei Urnen waren auch später im Gebrauch, aber eine 
kupferne für die gültigen ip7J(poi) und eine hölzerne für die ungültigen ; 
der Richter aber bekam zwei iptjipoi, eine nlrigriq für Freisprechung 
und eine T£TQVJC7]ßEvrj für Verurteilung, und warf in jede Urne eine 
hinein, unter völliger Wahrung der geheimen Abstimmung. Hier da- 
dagegen, wie auch im Ag. 813 if., hat jeder Abstimmende nur eine 
yjfj(poq^ und wirft diese in das eine oder das andre Gefafs (ravxog 
Ag. 815, Eum. 742), je nachdem er verurteilt oder freispricht. Damit 
diese Abstimmung geheim war, mufsten die Gefafse an einem ver- 
deckten Orte stehen. Dafs diese Art der Abstimmung durch das 
5. Jahrhundert weiter bestand, ergibt sich aus Aristoph. ^cpijx. 987 f. 
und aus Phrynichos Movöat bei Harp. xadiöxog: i6ov öexov rijv 
'kpri<f)Ov, o xaöiOxog 6e öoi b ßlv djioXvcov ovrog, c 6' dnoX- 
Ivq böl. 

Dafs nun Athene ebenfalls jetzt abgestimmt hätte, war G. Her- 
manns Meinung, die von OMüller und namentlich von Schömann be- 
kämpft wurde; sie wird kaum noch von jemand geteilt. Dafs die 
geschehene Abstimmung geheim gewesen ist, geht aus dem Folgenden 
klar hervor; wie kann nun Athene an dieser Abstimmung teilnehmen 
und öffentlich stimmen? Auch sagt sie nicht TtQoCrid^Tjßit sondern 
jzQOöd^riCoßaii nämlich für den Fall der Stimmengleichheit in den 
Urnen, und da ist doch wohl deutlich, dafs die ganze Redensart 
figürlich und nicht eigentlich ist, und nur das auch nachmals in Athen 
gültige Prinzip aufgestellt wird (Aristot. üoX^'Ad^. Col. 35): av ös Xoai, 
b (pevycov (vixäi). So steht rf)fj(poq und alles andre figürlich in der 
Stelle des Agamemnon, und an vielen der Hiketiden (640. 645. 739 usw.) 
y)fj<pov rid^eod^ai und dgl. von der durch Cheirotonie geschehenen Ent- 
scheidung der Argiver; t7]v6b aber ist nicht etwa deiktisch von einem 
in der Hand gehaltenen wirklichen Stimmstein, sondern mit Bezug 
auf den vorigen Vers zu verstehen. Bei Euripides (El. 1265, I. T. 965. 
1472) ist die Darstellung keine andre; das Prinzip der Freisprechung 
bei Stimmengleichheit führt er auf diesen Fall zurück. 



154 Drittes Epeisodion. 

Athene motiviert ihre Abstimmung für Orestes dem Anschein nach 
mythologisch : selbst eine Frau, müfste sie, wie jemand meinen könnte, 
für die Frau sein; aber als mutterlose Tochter des Zeus stimmt sie 
für den Mann. In der Tat aber tritt doch in V. 7 39 f. das eigentliche 
Wesen der Sache hervor: die Gattenmörderin verdient keine Rache; 
denn dvöga . . öcoßdrwv iutioxo:itov ist 'ihren Mann'. — 736 ovriq . . 
tj (nicht rjttg) regelrecht, s. Kühner-Gerth. Synt. II, 403, Anm. 7. Zu 
738 vergleicht Abresch Eur. El. 1103 ot fisv döiv aQöivcov, oi 6^ 
av ^tXovöi fiTjreQag ßäXXov nargoq. — 741 Orestes ist Sieger, auch 
wenn mit gleichen Stimmen geurteilt ist? Eher doch steht das Präsens 
viyiäi von dem, was zwar zukünftig, aber mit einem andern Zukünftigen 
unmittelbar gegeben ist, wie Eur. Andr. 381 riv &dvT]ig <jv, Jtalg 06* 
ix(pevyH fiogov, Kühner-Gerth I, 136. Unten 744 steht xQL&riö^tai, 
nicht xixQirai, 742 f. setzen die auch später bestehende Sitte voraus, 
dafs von einigen, eigens dazu bestellten Richtern die Stimmen aus- 
einandergezählt wurden, Aristot. IloX. L4^. Col. 35, 28 oi 6e ijtl rag 
\l)7](f)ovg siXrjxorsg öiaQid^fiovüiv avrdg. Die iprjipoi aber heifsen hier 
und 753 jtdkoL 'Lose', von der Ähnlichkeit des Vorgangs beim Losen 
und beim Abstimmen. 'EniöraXtat rtXog ganz wie Ag. 908 von Auf- 
trag und Amt, Ch. 760. 

744— 753 Auszählung undVerkündigung des Ergebnisses. 
Es wird während der Auszählung soviel gesagt, dafs man sich eine 
gröfsere Zahl als 12 Abstimmende denkt, namentlich auch nach Apol- 
lons Worten 748 ff. — 746 dy/^ovrig reQßara wie d^avdtov reXog 
(Sept. 906); dy/^ovri das letzte Mittel der Verzweiflung, wohl mehr 
sprichwörtlich als eigentlich zu nehmen, nach Stellen wie Eur. Bakch. 
246 (Pentheus spricht) ravr' ovxl öeiv^g dyxovrig eör' d^ia; Herakl. 
246 (Demophon) xal rdö^ dyxovrig JtsXag, Soph. OT. 1374, Aristoph. 
Ach. 125 usw. (Wecklein)» — 747 ^/nlv yccQ: auch wir riskieren etwas, 
nicht du allein. "Eqqbiv 301. 884; vi/Lteiv im Aktiv nicht minder richtig 
als V. 1017 üaXXdöog ütoXiv vifiovteg; :7r()d(>cö*fürderhin, weiter' (öfter 
räumlich wie Ag. 294). — sxßoXdg konkret, Plural weil aus zwei Urnen, 
deren Inhalt auseinanderzuhalten war. Verkehrt redet der SchoHast 
von schwarzen und weifsen Steinen. 749 aeßovtsg 'euch scheuend' 
wie Pers. 694 öeßofiai, als negatives Verbum mit firj konstruiert (nicht 
an der Stelle der Perser). IvcoßT] = if^fjg^og; cogS^coöev zeigt, dafs 
auch yiyverai gnomisch und allgemein zu nehmen ist. BaXovöa 
%pfl<f)og läfst sich in keiner Weise befriedigend erklären, weder in der 
des Scholiasten (^ tprjtpog 6e ßaXelv ts xal OQ^woat o'ixov 6vvaTai)y 



Drittes Epeisodion. 155 

noch in der GHermanns, = ßaXwv trjv yv(6/iiT]v dg 'ip7](f)i^6iu£voq, 
denn das müfste wenigstens (Ddf.) ßXTj^ecCa heifsen. MoXovöa (Aor. 
wie (OQd^coOev) liegt graphisch sehr nahe und ist ein Lieblingswort des 
Dichters (155 ovetdoq i§ 6v£tQaT(ov fioXov usw.); Ttagovöa HVofs, 
Weck lein. 

754—777 Orestes. 755 ov> roi wie so eben 727. 729. — 756 xai 
Tiq ^EXXijt^cov SQSl in homerischer Weise; vgl. Soph. Ai. 500 mit 
Homer Z 462 (Wecklein). 757 \iQy£log als Bürger von Argos. 759 
jcdvra xgaivovroq: vgl. Ag. i486 f. Aug ^avaiziov ütavsQyira, ti yaQ 
ßgoToTg avav Aibg reXeirat; Zeus hat als letzter Urheber alles so ge- 
leitet, und wie er zu den zwei Schutzgöttern als dritter hinzukommt, 
so sich auch als amzTJQ gezeigt, wie ihm als ocotiJq die dritte Spende 
zukommt; vgl. Hik. 27 (nach den vütaroi ^soi und den ;(^oVfo<) xa^ 
Zsvg CcoriiQ rgirog (auch Ag. 1387). Das /ns 761 zeigt, dafs die 
fingierte Rede nicht weiter als bis öcorfjQog reicht. Aiöeöd^dg steht in 
der allgemeinen Bedeutung von 'Rücksicht nehmen', vgl. cißeiv (92) 
151. I^vvöixovg zu 579. — 762 ff. ist die politische Beziehung auf 
das Bündnis zwischen Athen und Argos unzweideutig; s. auch schon 
V. 289ff ; 671 ff. Hier indes, anders als 671, ist hauptsächlich negativ 
von dem Unterlassen aller Feindseligkeit die Rede, auch schon 765 f., 
ausgeführt aber in den Versen 767 ff., die Dindorf für spätere Inter- 
polation hält. Wenn man indes mit ihm 767 — 774 aussondert, so 
wird der Eid nicht nur sehr kurz, sondern auch unklar: er hat ge- 
schworen, dafs nie ein Argiver gegen Athen ziehen werde; aber wie 
kann er so etwas verbürgen? Darauf wird 767 ff. Antwort gegeben, 
nach Dindorf aber keine. Also die Ausscheidung ist untunlich, und 
wer an die Zeiten des peloponnesischen Krieges als dem Verfasser 
vorschwebend denkt, statuiert damit eine ganz unmögliche Vermischung 
von Argos und Sparta. Da nun die geschichtlichen Argiver an einen 
Feldzug gegen Athen nie gedacht haben, so hält sich in der Tat der 
Dichter in der ihm zukommenden Höhe über der Zeitgeschichte und 
den augenblicklichen Interessen. Ähnlich macht es Euripides in den 
Hiketiden 11 37 ff., wo Adrastos den Eid für Argos schwört, und wo 
an der Stelle von 767 ff. eine Verfluchung der Argiver im Falle des 
Bruches steht. 

762 ff. nXeiöTtJQijg 763 nur hier; jtXsiaTtjQi^ofiai nur Ch. 1029, 
s. zu dieser Stelle; das -i]Qi]g hat seine Kraft verloren, und der Sinn 
ist ungefähr = aiwviog. nQVfivtjrrjg 765 wie 16. KexaCfievog 766 
hat nicht die homerische Bedeutung 'hervorragend, ausgezeichnet', wie 



156 Drittes Epeisodion. 

A 339 ööXoiOi xexaoßave, sondern man verstand das wohl anders, als 
orna/us, instructus, und gebrauchte die Glosse demgemäfs: Pind. Ol. 
I, 27 ikiipavTi (faiöifiov cd/uov xsxaöfiivov, Eur. El. 616 <pQ0VQalg 
xexaörai öe^iaiq rs doQVcpoQCOVy Aristoph. Ijtjt. 685 jtavovQyiaig ßei- 
t,oOi. XExaöfievov (Hesych. xexaOrai' xarsöxavaürai, Sjtkiörai, reraxtai; 
Phot. xsxaOßsvov' xsxoOfitjfiivov. Lobeck indes [zu Buttmann Ausf. 
Sprachl. § 114] vergleicht gerade mit unsrer Stelle Hesych. xdöfiog' 
ÖOQV, X6(pog, döJtig, == Rüstung.) Aoqv ist kollektiv wie Sept. 216 (vgl. 
416): nvQyov öreyeiv evx^Od^s ütoXsßtov öoqv. — 768 vvv attributiv 
zu oQxcoßara; naQßaivovoi wie jtaQßdrav 553, Jtagßaöia Sept. 743, 
Ttagßaröq Hik. 1048. Im folgenden hält Paley mit Abresch die Über- 
lieferung des Med.: Ttgd^oßEv (werden bewirken) «g avxoXöi fiera- 
fisXrji ütovog ; aber so müfste es cöW ' ((bg) . . fierafiElnv jcovov heifsen. 
Denn wenn sich ngdtTtiv (dahin wirken) auch mit oütcog (wg) und 
Konjunktiv verbinden läfst, so mufs doch nach dßrjxdvoiCi övöTtQa- 
§iaiq die Folge und nicht die Absicht bezeichnet sein. Immerhin ist 
diese Erklärung besser als die Herstellung bei Weil: dßtjxdvovg/jtaQS- 
^o/isv I övöJtQa^lag; nämlich jtags^oßsv hat der Spätling Cod. Augu- 
stanus, doch wohl nur damit es ein Vers werde: dßrixdvoig (M. und 
Aug.) nagt^. övöütga^iaig. Auch das jtQd^oßSV övöütga^iaig (vgl. 
zu 687) wollen wir lieber nicht verwischen. Aber wenn man umstellt, 
dann wird alles gut: rolg . . Tcagßaivovöiv . . böovg dd^vßovg . . ri- 
d^evreg, (bg avrolöi ßsraßsXrji novog dßtjxdvoiOi usw. ; so kommen die 
dßijxcctvoi övöJtQa^iai nach dem Finalsatze. ^Ä&vßovg 'verzagt' eben 
wegen der mangelnden guten und der erscheinenden bösen Zeichen; 
ßsraßeksiv persönHch wie Aristoph. Ns<p. 1098 usw. Sie würden 
schliefslich umkehren müssen, wenn sie auch nicht wollen, indem die 
Zeichen sich erfüllen und die Mifserfolge dßtixavoL werden. — V. j'jz 
ogd^ovßivcov : nämlich rcov OQXcoßdrwVf lieber als rcov JtQayßdrcDv, 
woran Paley aufserdem denkt (nach ^vvrvxovtcov Sept. 274). V. 774 
nehme ich an iößev Anstofs, da sich die für vixäc 741 gegebene 
Erklärung hier schlecht anwenden läfst; also eöoßsd^'', für ijßEig 
möchte ich lieber x^f^^^Q (wie /«/()6T£ x^t^^'^i 1003). — 775 ff. kann 
sich der Segenswunsch natürlich nur auf das Volk und nicht auf die 
Göttin beziehen; aber dafür genügt es, nach Afcö'g stark zu inter- 
pungieren, und exoi wäre nicht einmal besser, da doch auch das 
Volk in seinen Vertretern anwesend ist. IloXiööovxog sagt A. auch 
sonst im Senar (so unten 883. loio) für jtoXioxog (Sept. 109) oder 
ütoXiovxog (das. 312. ^22^ Hik. 1020, lauter Stellen andern Mafses), 



Drittes Epeisodion. 157 

vgl. ütoXiööovoßOQ, Pers. 852, Ch. 864. Kein andrer Dichter hat diese 
Formen. Ildkaiöfia vgl. 582, Ag. 63; ä(f)VXTog Prom. 903. 1016, 
Hik. log. AoQog vixriifOQOV = vixriv SoQog (peQOV (Wecklein). Hier- 
mit entfernt sich Orestes, zugleich auch Apollon. 

Die letzte Scene des Stückes, worin der Streit der alten und 
jungen Götter in Harmonie aufgelöst und auf Athen, statt des drohen- 
den Fluches der zürnenden Erinyen, aller Segen der versöhnten Eume- 
niden kommt, ist in folgender Weise angelegt. Der Zorn spricht sich 
in zwei Paaren von Strophen und Antistrophen aus, wobei in eigen- 
tümlicher Weise Strophe und Antistrophe jedesmal identisch sind ; ge- 
trennt ist, was der Chor singt, durch Trimeter der zuredenden Athene: 
XO. Aß. XO. Aß. XO. (öTQ. ß) Aß. XO. Aß., also wie Agam. 
1407 ff. XO, (Str.) KAFT. (Trim.) XO. (Antistr.) KAFT, (Trim.). Die 
letzte Rede der Athene aber (881 — 891) schlägt durch, und nun voll- 
zieht sich die Versöhnung in Stichomythie, endigend mit der Frage 
des Chors, was er also der Stadt anwünschen solle, worauf Athene 
mit 903—915 Bescheid gibt. Also nun (916 — 1020) der Segen, in 
drei Strophenpaaren; zwischen diesen und jedesmal Strophe und Anti- 
strophe liegen Anapäste der Athene; nach der 3. Antistrophe Trimeter 
der Göttin (102 1 — 1031), die zur Exodos überleiten. Das ist also die 
Form wie auch im Kommos des Agamemnon 1448 ff., wo Klytaimestra 
stets in Anapästen redet, der Chor aber vorwiegend lyrische Rhythmen 
gebraucht, und in der Parodos des Prometheus 128 ff.: Chor lyrisch, 
Prometheus in Anapästen. Der Unterschied ist indessen, dafs im Aga- 
memnon und Prometheus gegenseitige Bezugnahme auf das Gesagte 
oder Gesungene ist, hier dagegen die Eumeniden durchaus selbständig 
wählen, was sie singen wollen, so dafs ihr gesamter Gesang wie ein, 
nur durch Pausen unterbrochenes Chorlied ist. Die Pausen füllt Athene 
aus, und die nimmt natürlich auf das Gesungene Bezug, redet aber 
vorwiegend zu den Bürgern. 

Chor 778—793, Str. «. In den Rhythmen werden auch hier, wie 
schon in 145 ff., 255 ff., Trimeter und Dochmien gemischt, doch ist 
die Bestimmung des Einzelnen zum Teil schwierig, da wegen der 
wörtlichen Wiederholung in der Antistrophe wir tatsächlich im Falle 
des dütoXiXvfiivov sind. Unzweifelhafte Trimeter sind 779. 80. 87; 
in diesen also ist auch (mit den Hdschr.) der gewöhnliche Dialekt zu 
wahren, ^ rdXaiva 780. Der erste Vers ist aus iambischem Dimeter 
und Dochmius komponiert, vgl. Ch. 938 f. usw.; 781 ist ein einzelner 
Dochmius; dann ist jedenfalls ibv ibv dvTi:jiev^TJ fie^slöa xaQÖiag 



158 Drittes Epeisodion. 

zusammenzunehmen , als zweimal l_ , ^ -, v^ _ ^ v^ _ ; denn Trochäen 
scheinen unangemessen. HxaXayubv /^ovl und acpoQOv ix 6e tov 
sind Dochmien, aber voneinander losgelöst, vgl. zu 149 und unten 
zu 837 ff. Weiter 785 Xetxrjv äipvkXoq axexvog --^-.^wv^-? Die 
Auflösung ist doch im Wege, denn man kann nicht dehnen wie bei 
»^ _ w -,i-.^v^ -, und auch keine Pause einschieben, die hier mitten ins 
Wort fallen würde. Reine Dochmien bleiben, wenn man (Paley) um- 
stellt a(pvllog XeiXTjv I arexvog cö (statt td> Hdschr., nach Hermann u. a.) 
6ixal:n:£Öov ijtiCvfisvog» Andre stellen einen Trimeter her: keiXTjv 
atpvXXog arsxvog m 6ixa (61x0)^ oder wie sonst, bei dem indes das a 
auffallt. V. 769 scheinen die Bacchien (nach der Bezeichnung der 
Metriker) unzweideutig, vgl. Ag. 1103, wo ebenfalls Tetrameter; weiter- 
hin Dochmien; zum Schlüsse -<j^-^^ — wie 170, s. dort. 

779 xa&iJtJtdöao^e jetzt zum dritten Male in gleicher Verwen- 
dung, s. 150. 731. — Der mit iya) 6^ ärifiog t] rdXaiva ßagvxorog 
(dies Wort nur hier) beginnende Satz hat keine Fortsetzung, indem 
statt des Verbum finitum iLcs^slöa folgt; der Scholiast erklärt das mit 
/lETOXT] dvTl QTJfiaTog und zitiert das dafür klassische Beispiel aus 
Homer 307, wo die Aristarcheer zu ßgi^ofiäv?] ähnlich bemerken, 
dafs entweder iöti zu ergänzen, oder eben diese Enallage zu statuieren 
sei. Dagegen ist Weil (1861) auf den sehr feinen Gedanken der Versver- 
setzung gekommen; ey(b . . ßaQvxorogj örevdlfio ; ri gi^G) ; jyevcoßai öv- 
Coiöra Jtoliraig (ySgf.) I iv yäi, räiös, (f)Bv j . . fisd^slöaf womit die ge- 
samte Konstruktion in Ordnung kommt und aufserdem eine richtige 
Gedankenfolge hergestellt wird. Denn wenn die Erinyen jetzt schon 
die Rache ankündigen: wozu nachher noch die Überlegung ri ^e^cö? 
Endlich ist ütoXiraig (790) in seiner, gegenwärtigen Umgebung be- 
fremdend; hingegen motiviert und deutlich in der Nähe von ev yäi 
räiös 781. Dies letzte indes läfst sich auch durch Emendation lösen, 
und ri qe^G) mag mehr Exklamation der Leidenschaft als Überlegung 
sein; die Anakoluthie aber ist gerade als solche dem Pathos an- 
gemessen, vgl. zu 94 ff. Auch Weil selbst ist zu der gewöhnlichen 
Folge zurückgekehrt. — 782 ibv ibv zeigt eine bei Euripides mehr 
als bei Aischylos häufige Epanadiplose ; vgl. indes auch bei diesem 
XalQsrs x«^()£rf 996. 1014, aivcog aivcog Pers. 930, /uvQia fÄVQia 981, 
iXiJisq eXiTteg 985, («Aööt ') dXaöra 990, ^Ta<f)OV eraipov 1000 usw. 
Der Gedanke aber, mit ähnlichem Ausdruck, stand schon 478; vgl. 
auch 801. — x^^'^^ ^s^ ^^^^ ^^^ ^^^- incommodi, und es ist nicht 
nötig, mit Heimsöth (pd^ogdv aus a<f)OQOv zu machen; denn so oder 



Drittes Epeisodion. 159 

SO ist das Folgende ix 6h rov xre. Ausführung des in ä<f)OQOv oder 
(f&ogdv Enthaltenen. 783 Xeixriv auch [Gh.] 281, dort indes von der 
menschlichen Krankheit; die Länge der ersten Stelle (Hdschr. an 
beiden Stellen mit i) verbürgt Martialis XI, 98, 5. Mit Paleys vor- 
geschlagener Umstellung a<pvXXoq XHxr]V äraxvog (s. o.) kann ich mich 
nicht befreunden, da die beiden Adjektive mit d- besser zusammen- 
bleiben: aißag (5* dfiaxov dödfiarov dnoXe^ov Ch. 53, dyaßov d6d- 
fiarov Hik. 143, dxeXsvöTog d/uio&og Ag. 979, oben 385 drifi^ drUra, 
564 dxXavrog alörog, usw., wenn man auch djtd rgonov dyog d%av- 
X£TOV Ch. 155 für die andre Stellung vergleichen könnte. Eher: 
a(f)vXXog drsxvogIXetxtjv, o3 Jixa, Jteöov imövßsvoq. Vgl. 511 cd 
Aixa Pauw für ^cö J. M ; Aixa ist jedenfalls gleichwie dort zu schreiben. 
^Ä(pvXXog und arexvog können auf die Flechte selbst bezogen werden, 
die weder Blätter noch Früchte hat, besser indessen versteht man von 
der Wirkung auf die Pflanzen und Bäume. Texvov von der Frucht 
ist freilich ungewöhnlich, doch nicht mehr als xdXvxog sv Xox£Vfia6iv 
Ag. 1392; jedenfalls sind Blätter und Kinder eine unmögliche Zu- 
sammenstellung, und mindestens mufs an die Früchte mitgedacht 
werden. V. 803 wird die hier ausgestofsene Drohung nur auf die 
Saat bezogen, jf© 6ixa ist 6ia /liüov (Schol.) wie vorher (psv; zu 
iniüvfievog vgl. ovfievai 1007, Ag. 746; daneben steht bei A. öv^eig. 
Das sollte verdoppelt sein, so gut wie in emödvroig 924; indes 
auch Euripides hat ^ovro imövroj Kühner-Blafs II, 534. BQoroipS^ogog 
•Hik. 264, wo das Aufkommen von Schlangen und andern schädlichen 
Tieren auf Befleckung der Erde mit Blut zurückgeführt wird ; aus der 
axagt^la (801) ergeben sich natürlich Krankheiten und Verderben der 
Menschen. Zu xrjXlöag iv x^pdt ßaXel vgl. Hik. 265 alßdrcov fiidößa- 
Giv XQ^"^^^^^^ yala. Die synonymen Ausdrücke yf], x^®^» Ttiöov, 
Xf^QOL sind alle in diesem Satze vereinigt. Dann wieder 6ia fieöovi 
Orsvd^co ri qs^g) ysvmftai {övöoiöra)^ wo, wenn övöoiüTa, die letzte 
Kürze als in Bacchien (oder synkopierten lamben) auffällig ist; darum 
OMüller övöoiöraf mit yercofiai und noXiraig zu verbinden, wonach 
ina&ov zu fieydXa kommt. Aber dies ist unerträglich matt: vielmehr 
fieydXa övarvxeig wie (Wecklein) /ify* svöaifi07> Prom. 647, jtsglöo' 
svxaQÖlcoi Eur. Hek. 579, und övootOra TtoXLraig enad^ov wie der 
Scholiast, mit drohendem Doppelsinn: von den Bürgern erlitten, und 
den Bürgern schwer zu tragen. Die wegen jtoXiraig nötige Verbin- 
dung mit dem vorigen Satze (vgl. oben), und die nötige lange Schlufs- 
silbe des letzten Bacchius gewinnen wir durch den Einschub von ag 



160 Drittes Epeisodion. 

nach 6vüoiöT{a). TL qs^cd; yivcofiai belegt Hermann mit Eur. Ion 1446 
(gleiche Rhythmen) riv' avöav dvOco ; ßodö(o; {jtod^sv ßOLJxte.); ri 
yivcoßai (als Ausruf 6id ßeCov) steht Sept. 297, und ist wie tl nd^G); 
ri vv fioi /ifjxiöra yevrjrai; Homer ? 465. StsvdC^co wohl nicht fragend, 
sondern wie :tV60) rot utivoo, 840. Die wilde Wut kommt an dieser 
Stelle so recht zum Ausdruck. — 'ATißomvd^i]<; s. zu ßvöTtoQOJtaiüta- 
^oq 387. Passend schliefsen sie mit einer Exklamation über ihr Un- 
glück und die Entehrung der alten Götter (drifiog 780, drifiojtev- 

^£«5 793)- 

Athene 794—807. Die Rede hat 14 Verse, die nächste (824 ff.) 13; 
man hat so oder so ausgleichen wollen, während doch nachher bei 
den Reden nach Str. Ant. ß gröfste Ungleichheit herrscht, und erst 
durch starke Streichung in der einen und durch Annahme einer Lücke 
in der andern (Wecklein) die Symmetrie herauskommt. — 794 Zu 
ßaQVörovcoq vgl. cr6vdK,co 789, zu drißidc 796 vgl. drißoq — dri^o- 
jtsvd^eig 780. 793. Zu öixt] (Rechtsentscheidung wie 732) i^fjX^e vgl. 
Soph. OT. 88 rd 6v6(poQ\ ei rvxot xar^ OQd^bv i^eX^ovra, 10 11 ßtj 
ßot ^olßog s^ekS^Tjt öatpriq, 1084 (auch wir ähnlich 'herauskommen). 
U.X7jd^tog der Wahrheit gemäfs, indem die Sache wirklich zweifelhaft 
war. An ovx drifiläi schliefst sich der Satz mit aXld, der zugleich 
eine Begründung gibt, daher dkXd . . ydg (Prom. 941, Ch. 375, doch 
mit anderm Gebrauche des dXXd). Die Zeugnisse von Zeus bestehen 
in der Versicherung Apollons, dafs er hier wie sonst im Auftrage seines 
Vaters geredet habe, 6 16 ff. {fiaQzvQia - j ^ >L <. y wie vrjipdXia 107). 
AvTog . . avrbg genau wie Frg. 281 (Paley): 6 ö' avrog vjuvwv, 
avrbg iv d^oivf]i jtaQcoVj avrbg rdö' eijcwv, amoq ioriv b xravmv 
rbv utaTöa rbv e/nov. — V. 799 (bg (=» wore, 36) . . exeiv: so dafs 
den Orestes keine Strafe {ßXdßri 491) für seine Tat traf {ÖQWvra wie 
iX^iVi die Handlung involviert keine Strafe). — Die verdorbenen Worte 
800 f. sind im wesentlichen von Weil durch die Umstellung von iirj 
d^vßovod^s in V. 800 geheilt; das beispiellose Medium axi]'tpr]ö&£ (an 
^v/iovo&e angeglichen) hat schon Elmsley in (jxr,ipf]rs korrigiert. 
Durch die Umstellung werden wir auch den befremdenden Dativ bei 
Oxi^iprjte los, freilich nicht nach Weil, der ßrj d^vßovö^e hinter vßelg 
61 stellt; so müfste man erst noch (Blaydes) in ^jfr' {ßi^ö^) ig r^vös 
yfjv ß. X. öx. korrigieren (Ag. 310 eg roös öxriüttei öriyog, Eur. Med. 
^333 T^ov obv (5' dXdöroQ^ sig iß' eöxrjtpev d-eog). Für den Vers- 
ausgang auf ß^ vgl. Verse wie 238 re JtQogl, 255 jidvra, ßrij (Doch- 
mien), Prom. 865 xb firjl, Ag. 1354 ydp cog/. Ilxi]ütrHV wird von A. 



Drittes Epeisodion. 161 

aufser hier und Ag. 366 intransitiv gebraucht, ßli] d^vßovo&s „zürnet 
nicht länger"; fii] öxijipTjre Aorist von dem erst Bevorstehenden. Aat- 
fi6v(ov: vgl. 302 ßoöXT^ßa öaifiovcov] eine Änderung ist nicht not- 
wendig (jtXevßcvatv Wakefield, öaicov öralayßdroDV ohne Komma 
Hermann). Ai/fiTJ 'Schärfe, Spitze' nur hier (indem sonst A. von der 
yvd^oq in solcher Übertragung redet, Ch. [289]. 325, Prom. 368), 
indes wohl nicht unzulässig; ßQcor^gag als Femininum wie (jcottJq 
Ag. 664 U.S.; dvrjfisQog 14, Prom. 716. — 804 jiavöixcoq Ch. 241. 
681, Hik. 41g, Sept. (173). 670; hier 'in allen Treuen', Wecklein. — 
805 xsvO^ßCQvag weist wie Andres darauf hin, dafs das Heiligtum der 
^^sfivai am Areopag (Paus. I, 28, 6) seine unterirdischen Räume hatte. 
Die iaxccQcci sind Altäre wie 108; vor diesen also standen (steinerne?) 
^Qovoif und diese wurden, wie sonst heilige Steine, mit Öl fett und 
glänzend gemacht, wofür man Theophr. Char. 1 7 rwv Xi7taQ(3v kid-cov 
rcov iv ralg rgwöoig, Pausan. X, 24, 6 Lukian Alex. 30 anführt ; dazu 
Homer y 408 von den Sitzen vor Nestors Hause: levxoi, djtoöriX' 
ßovreo, dXeiiparoq. AiJtagod^Qovoq Bergk Lyr. Adesp. 190, von Dike 
und Eirene. — 807 Ti/nal<pov/i£vag 15. 

Chor Antist. «, 808—823« Die wörtliche Wiederholung besagt, 
dafs der Chor auf das Gehörte, wenn er es je gehört hat, gar keine 
Rücksicht nimmt. 

Athene 824—836. Nochmals wird an drifioütev^eig 82 $ ange- 
knüpft, aber nur ganz kurz dies abgeleugnet ; dann bittet sie, von den 
Drohungen und ihrer Ausführung abzulassen, wobei sie auch ihrerseits 
gelinde Drohung gebraucht (die auch wirkt), und wiederholt schliefs- 
lich die Versprechungen. — AvöxrjXog (nur hier) mufs nach dem 
bereits homerischen evxrjXog (== exTjXog) gemacht sein; Weil schreibt 
övöxTjXtv von xTjXiq 817. ßsal ßgoziov: der armen Menschen, die 
gegen euch Göttinnen ohnmächtig sind. 826 xal ri 6et Xsysiv Formel 
der Übergehung, wenn man etwas zu sagen für überflüssig hält (Ag. 
598, Eur. Herakles 1270, Plat. Symp. 217 C xal ri 6et Xiysiv; ovöhv 
yaQ fiOL ütXsov ^v), oder aus anderm Grunde vermeidet (Eur. Andr. 
929. 943), wie auch hier Athene die Drohung absichtlich zurückhält. 
S. Paley. Athene wird aber doch noch etwas deutlicher. Mit 827 f. 
vergleicht man Eur. Tro. 80, wo Athene von Zeus: ifiol 6s öwöeiv 
(prjol ütvQ xsQavviov, ßdXXsiv ^Axcciovg vavq rs jtifiJtQdvai tzvqL — 
829 svjteiS^TJq (so auch hier Hdschr.): sieh zu Ch. 259. — 830 yXwoörjt 
ßaraiäi Prom. 329, fiaralav yXwööav Ag. 1662; doch hier ist /naraiag 
mehr 'frevelhaft', 'böse', vgl. sS7t Hik. 229. 762, "ßTcoq ixßaXsiv Ch. 46^ 

Aischylos. 11 



162 Drittes Epeisodion. 

txßaXelv ijt7j Ag. 1663; also Wakefields Konjektur scheint soweit 
richtig, und auch x^ovi leichter verständlich als y^d^ova, das, wie der 
Dativ, mit dem Folgenden zu konstruieren wäre, als Subjektsakkusativ 
zu jigdööEiv» KaQJtog so metaphorisch Sept. 618 ei x«()jrog söTai 
&E6(f)äroL6i Ao^iov. Aus den ötaldy/zara sind jetzt, minder mythisch, 
Verwünschungen geworden. Koißa 832 schliefst nach den Hdschr. 
asyndetisch an; aber auch xoifitjöov Aor. (Ag, 1247) wird durchaus 
erwartet, wenn man nicht vorher 830 /u^ ' xßalovüa schreibt: enthalte 
dich der Verwünschungen, und beruhige dich dann weiter. Kotfiäv 
wie Homer ^169 xoißi]6E 6e xvßara öaißcov; auch üiixqov ßävog 
(zu 651) bleibt noch in der Metapher. — 834 noXlriq nämlich ovöt^g; 
also werden die Opfer zahlreich sein. Ilolvg *grofs, weit\ wie «Act) 
noJiXrjv Sept. 489, Ußvi] ßsydlf] rs xal jroAA?f Hdt. 4, 109. Was hier 
bezeugt wird, ist (vgl. Schol.), dafs den JEeßvai. Erstlingsopfer (von 
Korn) für Ehe und Kindersegen dargebracht wurden, jtQoreXeia ydßcov 
(Schol.; Piaton Gesetze VI 774 E), worin sie als Erdgöttinnen ähnlich 
der Demeter erscheinen, Preller-Robert Myth. 841. ßvog Ag. 1409, 
Eur. El. 1141 (Homer Z270); Hesychios erklärt dvt] mit -fd^avßara 
{d^v(ßi)dßara}), aQcößara, doch hat sich mit dem Begriffe von d^veiv 
(eigentlich Rauchopfer) auch der von ^o<; erweitert. Uqo so viel wie 
vütlQy wie Ag. 1008 (Hom., Eurip., Herod.); zu reAog yaßtiXLOv vgl. 
Soph. Antig. 1240; PoUux 3, 38: jj 6a üiqo ydßov ^vöia ütgorelsia .... 
jcQoreXsTC^ai 6 iXeyovro ov ßvvov ai vv'ßcpat dXXa xal ol vvßcfioi 
vgl. Soph. a. a. O.), xal rilog 6 ydßog ixalslroj xal relsioi 01 ysya- 
ßTjxorag. Aio xal^Hga raXeia (oben 214) ^ ovC^vyia' ravTTjc yag roTg 
ütQozaXeioig TtQOvraXovv rag xoQag, xal 'ÄQtaßiöi xal MoiQaig (vgl. 
unten 961). 

Chor Str. ß, 837—847. Die Rhythmen sind in der Hauptsache 
dochmisch; an Schwierigkeiten mangelt es auch hier nicht, da die 
Antistrophe wieder auch in den Worten übereinstimmt, ^av S^J mufs 
für sich genommen werden, ißa ütad^alv rdöa als Dochmius (Hermann) ; 
anders war es V. 811, wo (pav zum Dochmius gehört. 839 driarov 
(pav ßvöog zwei Kretiker; ohne g)av wäre es wieder ein Dochmius, 
und Hermann stellt (pav um, nach ßvöog. 840 zwei Dochmien ohne 
Synaphie, vgl. zu 813; 841 oioZ öä (pav würde durch ein zweites (pai 
oder durch oioioT zum Dochmius werden. 842 bedarf der Emen- 
dation, s. u., um dochmischer Dimeter zu werden; dann noch ^vßov 
aCa ßäraQ -cbu5--> und zwei Dimeter. Der schwere Ausgang des 
Fufses auf — ist recht häufig. 



Drittes Epeisodion. 163 

837 f. Exklamativer Infinitiv, Kühner-Gerth II, 2^, wie Ag. 1662, 
Soph. Ai. 410 usw. Zu ifia :;ta^tiv rdös gehört die Epanalepse ißs 
ütaXai6(pQ0va (vgl. 847; das Wort auch Hik. 593, von Zeus); dann 
folgt ein zweiter Infinitivsatz zard re yäq olxetv usw. Das überlieferte 
xara yäv war schon 369 zu emendieren; für oixelv Hermann oixveXv 
(Soph. Ai. 564, El. 165^ siöoixveiv A. Prom. 122), da nach Athenes 
Erwiderung (851. 857) das Fortgehen bezeichnet gewesen sein mufs. 
Unter der Erde wohnen sie auch in Athen (1007 u. s.). In drierov 
zeigt sich, dafs der Chor von Athenes Worten wieder nichts gehört 
hat; desgleichen in ßvöog, wozu Apollons Worte 195 die Erklärung 
geben. So stellen sich die jungen Götter zu den alten (845 f.). Ilveo) 
ßsvog {^32) nach homerischem ßevea utveiovreg; xorov nvicov Ch. ^t, 
vgl. 951 (Ag. 1236). Oiol 6ä wie Ag. 1072. 1076 orororol totoI 6ä 
(Prom. 568); 6ä angeblich eine dialektische Nebenform zu yrj, in Aa- 
ftdrtjQ enthalten (Schol.; Preller-Robert Mythol. 747,6); ot oder ol 
einzeln und verdoppelt oder verdreifacht Pers. 1003. 931. 954 u. s. 
Der Vers steht in Zusammenhang mit dem folgenden; vgl. Ag. 12 14 f.: 
ioi) iov, id) y.axd. vJt ' av fzs ösivoq OQd^oßavreiaq jcovog özQoßal» 
'VstoövEüd^ai TLvd Homer (5 735, hier mit Akkus, des Ganzen und des 
Teils wie 88 vixäv. Aber der Vers hat keinen Rhythmus, den man 
in verschiedener Weise herstellt: rig ^* v^oöverai riq o6vva JtXsvQdg 
Hermann, rig ß' vjr. 7tX. av öva Dindorf, wobei indes 6va {mistria 
aerumna Ddf. Lex.) für oövva keine Verbesserung ist; wenn man rlg 
einschiebt, braucht man nicht umzustellen: jcXsvQccg (rig} oövva, und 
man kann d-vßov anschliefsen, das zu di's ein recht ungeeignetes Ob- 
jekt ist. An keiner Stelle des Aischylos ist ^v^dg unzweideutig ' Zorn'. 
'Atetv hat A. noch Pers. 633. 873, Ag. 55, Hik. 58. — V. 815 ist 
öavaiäv (Prom. 794. 912) eine glückliche Verbesserung L. Dindorfs; 
die Konstruktion oiqeiv (hinwegnehmen) nva dno rivog ist ander- 
weitig unbelegt, scheint indes nicht unmöglich, vgl. zu 213, wo ich 
schreibe jtag ovölv riQxag wg "Hgag rsXeiag xal Aiog :ittöTG)ßara. 
Das jtaQ^ ovölv (wie nichts) ist jedenfalls den Stellen gemeinsam. 
AvöJtaXdßcog Hik. 867; svjtdXaßog Ag. 1531. 

Athene 848— 8G9. Die Rede hat einen noch milderen Charakter 
als die vorige; denn auch die Erinyen haben wenigstens ihre Drohung 
nicht wiederholt, geschreckt durch den Hinweis auf Zeus' Allmacht. 
Mit cQ-ydg ^vvoiCo) 601 wird besonders an 840 angeknüpft, mit ysQai- 
TEQa an jtaXai6(fQova 838, desgleichen mit ao(po)rsQa , . (pQoveiv 848 f.; 
endlich mit 851 eg dXXocpvXov sXd^ovöai x^^va doch an xara yäg 

11* 



164 Drittes Epeisodion. 

oixvtlv ^Z^y s. o. Zvjug)eQ£iv rivl OQydg ist ähnlich wie 6vyyiyv(6- 
oxuv; genaue Parallelen mangeln, doch führt Paley Eurip. Herakles 
1366 an: rdfia övfupsQsiv xaxd, Blaydes Med. 870 rag 6' sßag OQydg 
(fiQHV eixog (Je (vorher ahovfiai Os . . avyvwßov ' elvai). 848 scheint 
von Wakefield gut emendiert, wenn auch das Scholion 6td rbv xQÖvov 
für röJi nicht gerade einen Beweis liefert. 85 1 dXX6(f)vXog bei Tragikern 
nur hier; übrigens beginnt sich der patriotische Stolz des Atheners zu 
zeigen. IlQOVvvejtG) 98. — Zu V. 853 vgl, v:JtoQQiovTog rov xqovov 
Aristoph, Ne(p, 1289. Die 66ßoi 'Egsx^ecog 855 bezeichnen das Ere- 
chtheion und die Akropolis ; das Heiligtum der Eumeniden lag an dem 
Abhang des Areopag, der der Akropolis zugewandt war, UKöhler 
Hermes VI, 100. Nach 855 wird wohl mit Recht eine Lücke an- 
genommen, da oOTjv 857 keine Beziehung hat und weder in oö^ dv 
(Ahrens) noch in oö(ov (Pauw) gut emendiert wird ; bei o6(ov stört die 
Folge nach OxoXfOV und die Häufung der Genitive. EroXmv mufs so 
gut wie 1027 einen Festzug bedeuten; wonach die Frauen bei diesem 
Kult vorwiegend beteiligt waren; denn dvÖQ(5v kann nicht gut von 
6t6X(ov abhängig sein, Sixid^oig Aor., s. zu Ch. 832, 'bekommen kannst* 
(ßsraöxslv 869). 

Die V. 858 — 866 oder 869 werden von manchen (Dindorf, Weck- 
lein) ausgeschieden als Interpolation, namentlich auch, weil sie den 
Zusammenhang unterbrächen. Aber es gehört sich, dafs Athene nun 
auch von der Gegenleistung der Eumeniden spricht, und nur so kann 
dann richtig summiert werden (868) : £v ÖQÖJöav, ev JtdöxovOav. Hier 
nun wird die Gegenleistung nur negativ ausgeführt, als Enthaltung 
von Schädigung (anders nach der Versöhnung 903 ff.); die Erinyen 
haben zwar zuletzt nicht mehr gedroht, aber die Drohung auch nicht 
zurückgenommen, weshalb noch in der folgenden Rede 888 f. Ähn- 
liches steht. — Weil in der Teubnerschen Textausgabe stellt um : 
858 — 866 nach 912, was mir erst recht falsch scheint: von solchem 
feindseligen Tun der Erinyen kann nach erfolgter Versöhnung gar 
nicht mehr gesprochen werden. — V. 859 d^7]ydvTj Wetzstein (oiörjQO- 
ßQ(ori d-Tjydvrji vsrjxovijg Soph. Ai. 820) in anderweitiger Übertragung 
Ag. 1537; vgl. rsd^rjyßsvovg Xoyovg Prom. 311, Sept. 715; dx^drcoi rfjg 
öiavoiag o^y^i rsd^rjyßsvov Alkidamas bei Aristot. Ph. 3, 3, p. 1406 a 9. 
Die öTtXdyxva, als Sitz der Affekte, werden gleichsam geschärft und 
dabei blutig, und zum Blutvergiefsen wird der Zürnende gereizt. Solche 
Störungen wurden also auf die erzürnten Geister der Tiefe zurück- 
geführt. Nicov braucht man nicht von OütXdyxvwv abhängig zu machen. 



Drittes Epeisodion. 165 

sondern es kann Attribut sein, vgl. vea vi]6vg Ch. 757, vecoi &Qdc€i 
Pers. 744 {iuvenilis Ddf.). Unmöglich aber ist doivovg (M vielleicht 
erst -ofg) eßßavelg ^vfiwßaöiVy woraus (nach Prom. 675 ifi/navec cxiq- 
Tjjßart) sich leicht herstellt doivoiq ijufiavaöi d^vficofiaöiv, rasende 
Zornwallungen, wie sie von Wein kommen können, aber von den 
Rachegeistern ohne Wein bewirkt werden. ßvfi(Ofia von S-vfiovoS^ai 
nur hier; efißavsOi -,v^Gu wie ßagrvQia naQf}V 797, vrjdkta fietUy- 
fiaza 107, rvßßoxoa xf'()Cö//aTa Sept. 11 22. Weil zitiert aus Goethe: 
Trunken müssen wir alle sein, Jugend ist Trunkenheit ohne Wein. — 
861 ff. ist der gesamte Sinn und die Vergleichung wohl klar: der 
evöofidxccg dX^xrcog Pind. Ol. 12, 14 bezeichnet die nur zu Hause unter 
sich kämpfenden Kreter. Aber e^sXovöa xaQÖiav *das Herz heraus- 
nehmend' scheint nicht einmal die Lesart des Scholiasten gewesen zu 
sein, der mit dvanreQCOöaöa erklärt. 'Ex^eovüa indes (Musgrave) liegt 
den Zügen nach nicht ganz nahe, und gibt auch nichts für die Hähne 
Bezeichnendes ; ebensowenig überzeugend sind die andern Konjekturen. 
So belasse ich (mit Sidgwick) das Überlieferte und setze nur die Zeichen 
etwas anders: Sg (Ch. 106. 506 usw.) für mg und Komma vor egf- 
Xovöa und nach dXsxzoQCOv, „wie wenn du das Herz von Hähnen 
herausgenommen hättest, um es den Bürgern einzupflanzen (lÖQVöTjig 
ev XT£.)'*. "äq!}'. vgl. 355; bei ngbg dlXrjXovg &Qaövv liegt auf jtQog 
dXXriXovg der Nachdruck. V. 864 ov fXoXig erklärt der Scholiast mit 
ov jnaxgdv; vgl. Ag. 1082 djtwXeöag ydg ov fioXig ro öevreQOv, nach 
Triclinius = raxecog; Eur. Hei. 334 d^iXovoav ov fioXig xaXeZg, wo 
keine andre Bedeutung als 'ganz und gar' möglich ist. Diese pafst 
auch im Agamemnon; hier diese und jene, auch zum folgenden: „um 
so mehr wird mächtige Begierde nach Ruhm die Herzen entflammen". 
Der Stolz des Kämpfers von Marathon kommt hier heraus, wie auch 
unten Q 1 3 ff. Auch an die Kämpfe mit Böotern und Chalkidiern kann 
A. denken ; von den Bürgerkämpfen, als Kleomenes die Burg besetzte, 
hatte er als Knabe etwas erlebt, und auf diese waren rasch jene 
schweren Kämpfe gefolgt. Jsivog egcog Plat. Theait. 169B, 6. YfiSQog 
Hdt. 9, 3. — V. 866 ov Xiym wie Ch. 989 Afylad-ov yccQ ov Xsyco 
fiÖQOv, Ag. 871 rtjv xdrco yccQ ov Xeyo). Den Kampfesmut meine 
ich nicht und will ich nicht. V. 868 doppelte Anaphora, zu Ch. 628. 

Chor 870—880, Antistr. ß. Immer noch reagiert der Chor nicht, 
sondern wiederholt auch jetzt das zuletzt Vorgetragene. 

Athene 881—891. Kürzere Wiederholung des soeben ausführlich 
Gesagten. 881 rdya&d 'was auch dir gut ist'. ÜQcg 882 bei iggeiv 



166 Drittes Epeisodion. 

wie loo, Prom. 92, Ch. 419 bei üta&tlv, Eum 627 bei ^avslv; eine 
Art passiver Sinn pflegt dabei zu sein (Wecklein). JloXiöOovxog: s. 
zu 775. Tfjö66 y^q duto^svog Ag. 1282, Ch. 1042, von dem tpvydg; 
hier von dem verstofsenen Fremden. Dafs sie von ihr verstofsen seien, 
das wenigstens will Athene ihnen zu sagen unmöglich machen. — 
V. 885 dyvov ÜBiS^ovq Ceßag kommt sehr nahe heran an das aus den 
IMyrmidonen zitierte aeßag 6h fir]Q(5v ayvbv ovx ijtrjiösöcO', o3 övdxd- 
QiOTB TQjv Jcvxv(DV (piX7]fidT(ov (Anrede an Ares, dessen (pi^ij/uara die 
Wunden sind; Patroklos yva.T ig XBvacova verwundet; päderastisch mifs- 
deutet von Athenäus und Plutarch, trotz dem deutlichen ayvov). 
Hier ist indessen dyviv Prädikat, = d ßlv a^fji rtjv öefivrjv ÜH^cö 
{oißagg2. 545. 703); Ausführung zm Uu^ovq Osßag ist ylcooötjg Eßfjg 
fieiliyfia (107, Ch. 15) xal ^eXxT7JQiov (hier substantivisch; adjekt. 
d^sXxTTjQia Ch. 670). JEv 6^ ovv /uivoig äv (== ßivE) wie 6v 6^ ovv 
ölcoxe 226, wo d* ovv wie überall enthält, dafs man von etwas nicht 
weiter reden will. Die Verheifsungen sind alle gesagt, und hieran 
wird durch si /nhv ayvov eöri xra. erinnert. „Gut denn, so bleibe" 
— 888 BjciQQBütBiv transitiv wie Ag. 250 Aixa öh rolq filv üiad^ov- 
öiv fiad^alv itxiQQeTCEi. 890 yaßOQCoi (Dobrees glänzende Emendation) 
wie Hik. 613. Die Komposita mit yf] haben bei den Tragikern auch im 
Dialog ya- (wie auch yäütoroq Ch. 97. 163), Dindorf Lex. 64 a. Acxaicog 
vgl. 291. 1025. 

Stichomythie 892—902. Endlich hat die unermüdete freund- 
liche Zuspräche durchgeschlagen. 893 dmjfiov ' oiC^vog wie ovx dutaTt- 
utov löaiov jcvQog Ag. 311; öfter Sophokles, OC. 786 xaxcov dva- 
Toq usw., Wecklein, Blaydes. Es mufs auch an den Jammer gedacht 
sein, den die Erinyen bringen könnten; doch ihr eigner wird zunächst 
negiert: 780 zdXaiva, 791 f. fisydXa SvorvxBlg .. dTißoutEvd^eig, 894 
xal ÖT] öeösyßat hypothetisch, s. zu Ch. 566. Mbvbl kann nicht sein 
'erwartet', wobei der Akkusativ zu stehen hätte, sondern mufs heifsen 
'bleibt', 'ist nicht entrissen'. Sie zweifeln eben noch. Die Antwort' 
825 ist überraschend und ruft die erstaunte Frage 826 hervor. Evd^e- 
vsZv auch 908. 944. V. 897 <jvß(poQdg neutral; verwandt die Stelle 
101 7 ff. fierocxiav 6' ißijv sv öißovrsg ovri ßBfitpaü&e övßcpogdg 
ßiov. \)q&ovv wie Ch. 584. UQOJtag Ag. loii, Prom. 406 usw.; also 
hat Abresch richtig utQOJtavrog geschrieben, wenn auch das jcqo ütav- 
rbg der Handschr. (= vjthg ütavrbg, 835) nicht unmöglich wäre. 
'Eyyvijv rid^eö^ai, = :jiouia^aL, wie oQXovg d^eßavT] Ag. 1570 (Blaydes). 
899 ist mit feinem Scherz und Selbstgefühl gesagt. 901 roiydQ 603; 



Drittes Epeisodion. 167 

xara x^ov^ ovo' xre. Du wirst also nicht fortgehen, sondern hier 
bleiben und dir neue Freunde gewinnen. 902 ri ovv mit üblichem 
Hiatus (Blaydes): Hik. 306, Pers. yS-j, Sept. 208. 704. Die Freund- 
schaft mufs sich nun von beiden Seiten äufsern. 

Athene 903— 915. Zu vixrjg vgl. 1008 ro 6h xeQÖaXsov uteßTteiv 
ütoXECoq ejtl viX7]i, Sieg und Übertreffen in allem, aufser in Schlachten, 
denn Sieg in der Ordoig {S61 ff., gyöff.) ist nichts Gutes. Anders vixrj 
xax7J (feige) Sept. 716. ^Eütiöxoütoq, von oxojtog Ziel, abzielend auf, wie 
Soph. Ai. 976 ärrjg ttjCö' tüiiöxonov ßiloq, d. i. iöroxaOßivov nach 
den Scholien, iTtiöxojta ro^eveiv Hdt. 3, 35. rrj^av wie Sept. 247; 
ÖQOöoq bedeutet allgemein 'Nafs*, wie Ag. 1363 (poiviag öqoöov vom 
Blute; vom Meer- oder Flufswasser Eurip. I. T. 255. 1192 (evaUay 
d^akaoöiajj . Hippol. 192 {Ttorafiia). — V. 905 leidet an verwirrter 
Konstruktion, wenn man nicht rdveßcov für xdvs/iicov schreibt (die 
Krasis von ra ist besonders häufig, rdya^d 881 usw., Dindorf Lex. 
233a). Auf evTjUcoq liegt der Nachdruck: nicht Stürme mit finsterem 
Himmel und Unwetter. Vgl. Eurip. Med. 837 ff. von Attika (ßergiag 
dve/umv avgaq). Nachdem so das f| ovgavov gleich ausgeführt ist, 
wird auf das yfjd^sv zurückgegangen, und es folgen die gewöhnlich 
(auch in Verwünschungen) verbundenen drei Stücke : Früchte — Herden 
7— Kinder. Vgl. Hik. 674 ff., Soph. OT. 270 f. (Herden nicht erwähnt, 
s. aber 25 ff.), Hdt. 3, 65, Aisch. 3, iii (Weckl.), und z. B. die kre- 
tische Inschrift DI 5058, 4off. : raxvcov ovaoiv yivsöd^ai xal yäv ev- 
xaQütov g)6QSiv xal ngoßara evd^rjvEZv, KaQJtog wird mit Zeugma auf 
die ßord übertragen ; iütiQQvrov *^reichlich', vgl. oXßov ö ' ejtiQQvevTog 
Eur. Med. 1229, xax(ov i:jttQQodg Ändr. 349. V. 909 tritt in CmttjQiav 
wieder das Objekt zu iifvfivfiöai hervor. 911 ixg)OQO)TSQa: während 
du den Nachwuchs schützest (909), magst du gegen övööeßovvzsg 
eher umgekehrt verfahren (Komparativ mit einer Art Litotes, die ver- 
möge der Andeutung drohend wirkt) ; ix(f)eQSiv herausschaffen, wie der 
Gärtner das Unkraut. ^iTVJtoi/ntjV natürlich nur hier; 912 rmv 61- 
xaicov rcovöe Hinweis auf die anwesenden Bürger. Vgl. Demosth. 
20, 39 xal ydg 'A&rjval&v riveg elöiv l'öcog (pavXoi — dXXd rbv ö^ßov 
vofiiC^fov XQrjöTOv (fingierte Rede Leukons). V. 913 oovöri = Ooi iori, 
hast du als dein Amt (Andre oov 'öri; aber das würde od iori sein). 
'ÄQeicpaTog ist bei A. nichts als a()?Jfog, mit nicht mehr gefühltem 
zweiten Teil, Frg. 145 dgeiifarov Xijßa, von Hesych. mit lOxvQOV, 
dvrl Tov ^!dQei ioixog erklärt. TlQentog auch Aristoph. Lysistr. 1298; 
ütoXiv dorvvixov dywvcov wie 37 jcoöcoxeiäi oxeXmv, und öoQog vixrj- 



168 Chorlied und Anapäste. 

(pOQOV 777; dörvvixov prädikativ. Ovx dva^ofiai ist kräftig gesagt, 
wie der ganze Gedanke kräftig und stolz ist (zu 864); rb ßij ov 
Prom. 787. 918. 

Chorlied und Anapäste, 916 — 1020. 

Str. a, 916—926. Die Rhythmen sind in dem ganzen Chorliede 
vorwiegend Trochäen, meist wie gewöhnlich katalektische Dimeter. 
So war es auch in den Stasima, nur dafs in diesen gegen Ende das 
tragische Pathos in lamben zur Geltung kam; dafür war hier nicht 
der Ort. Also kann in dieser ersten Strophe nicht als drittletztes 
Kolon ijciöOVTOvg ßiov rvxccg ovtjoifiovg, eine iambische Hexapodie, 
stehen, sondern man mufs dies an das vorhergehende d^eöjciöaöa :;r()£t;- 
fCEvSq anschliefsen : -w-v,/ — v^_^-o_w/-^-v^-w-, gleichwie 
schon vorher rdv xal Zevg b nayxQarrjg "AQt]g xBJipQOVQLOV d^ecov 
vifiet, und im Stasimon 496 (325). Die Form «- i_ für - ^ - v. findet 
sich zu Anfang des Kolons 918, am Ende eines Kolons, unter Bindung 
mit dem nächsten in Strophe und Antistrophe, 920 Qvöißcoßov '^EXXd-, 
Schwierig aber ist 925 yataq f i^afißQOGat = 947 TtlovTOX^fov eQfiaiav, 
nach Rofsbach-Westphal aus lauter dreizeiligen Längen bestehend und 
demnach Hexapodie. Was man indes gerade an dieser vorletzten Stelle 
der Strophe erwartet, sind Daktylen, wie Gh. 30 — ,--, — ,-^^,--> 
vor -o-v^-o-; 591 desgl., doch Daktylen an den vier ersten Stellen; 
desgl. Eumen. 387, und Daktylen sind auch nachher in Str. ß y bei- 
gemischt, Pentapodie und Tripodien. Eine Tripodie, allerdings aus 
lauter Spondeen, nehme ich also auch hier an; denn dafs die Anti- 
strophe mit ihren sechs Längen mafsgebend sein mufs, ist nicht 
zweifelhaft. — In Strophe und Antistrophe ist durchgängige Synaphie. 

Inhaltlich ist die erste Strophe allgemeine Einleitung des Segens- 
liedes. — 91 8 f. ^ÄQtig mit neuer Anspielung auf die Siege (ob auch 
auf den Areopag, 689? Jedenfalls hatte Ares dort in der Nähe einen 
Tempel, Pausan. I, 8, 4, wie Zeus das grofse Olympieion hatte) ; (pQov- 
Qiov hier 'Burg', *^ bewachter Ort', während es 949 noXecog (pQOVQiov 
und Prom. 801 die Bewachenden bedeutet. Also (Pers. 348) d^eol 
jcoXiv 0(6l(^ov6l nalldöog ^säg. Im folgenden ist die Verbindung 
"EXkdvfov öaißovcov doch nach dem Sinne unmöglich, und die von 
'EXXdvcov mit dyalfia, von öaifiovmv mit Qvöißcoßov (Wecklein) gegen 
die Wortstellung, nach der zu verbinden und zu verstehen ist ayaXßa 
öatßovoDV (wie rexvov 66/i(ov dyaXfia Ag. 208, vgl. 741, Ch. 200, 
Prom. 466) ^voßsvov rovg ßcoßovg t(5v 'EkXrjvov. Besser indessen 



Chorlied und Anapäste. 169 

ist es, nach öaifiovcov ein r' einzuschieben: „Kleinod aller Hellenen 
und der Götter selbst". Richtig hat man Qvöißcofiov auf den Schutz 
bezogen, den Athen ganz Hellas gegen die Perser gab, die Altäre 
und Tempel zerstörten (Pers. 809 ff.). Das vsßai liegt nahe als syno- 
nym mit vojLiiC^ei zu fassen; s. zu 624; indessen unzweideutig steht 
ioi5f. öaißoveg re xal ßgorol UaXldöoq uioXiv vefiovreq', und der 
doppelte Akkusativ ist auch bei diesem vs/iieiv möglich. — V. 921 
xarsvxoßai wie Ch. S8, 139, ohne andern Sinn des xard als den der 
Verstärkung; d^EöJtloaöa (Ag. 12 10. 12 13) * weissagend' ; der Aorist 
widerspricht dem xarsvxoßcci nicht, indem auch dies, in die Vergangen- 
heit umgesetzt, xartjv^dfirjv ergäbe (vgl. tiqoOöG) . . xaravaöüaßäv?] 
928 f.). Im allgemeinen herrscht im folgenden die Form des Wunsches, 
nicht die der Prophezeihung ; wenn freilich mächtige Gottheiten wünschen, 
so ist zwischen 'möge' und 'soll' oder 'wird' kaum ein Unterschied; 
s. was Athene 949ff. sagt. 'ETvidövrog Ag. 88y. 1150; ich sehe keinen 
Grund, in das sinnverwandte und nur schwächere ijtiQQvrovq (907) 
zu korrigieren, wo doch sogar von Fliefsendem Ag. 887 xkavfidrcov 
ejtiöövToi nijyai steht. Heller Sonnenschein (906) wird aus der Erde 
wie die Früchte so alles andre Gute in reichlichster Fülle ausspriefsen 
lassen ; es senden ja die Götter und Geister der Tiefe alles Glück und 
wiederum alles Unglück (Ch. 147, Pers. 222 usw.). 'E^aßßgvöai scheint 
bis auf das Tempus richtig emendiert, wenigstens aus Späteren wie 
Himerios und den Anakreontea bringt Lobeck zum Ajax S. 77 Belege 
genug für faktitives ßgveiv. Aber den Aorist kann ich nicht verstehen ; 
besser Futurum, an d^eöJtiöaöa angeschlossen. 

Anapäste der Athene (a), 927—937. Zwischen den fünf ana- 
pästischen Stücken der Athene besteht, wie GHermann erkannte, eine 
Responsion, jedoch nicht entsprechend der der Strophen und Anti- 
strophen, durch die sie getrennt sind. Vielmehr respondiert dies erste 
Stück mit dem letzten 1003 — 1013, die drei mittleren aber unter sich. 
In a und e beginnt ein Satz in je drei Dimetern ; der zweite, zu dem- 
selben System gehörige, läfst sich als Dimeter Monom. Dim. Monom. 
Paroim, schreiben, indem man in a nach :jtXriyal ßioxov das fehlende 
Verbum mit v_/^ — ansetzt. Hierauf folgt nun ein zweites System in 
Dim. Dim. Monom. Paroimiakos. 

928 övCaQiörovq 'schwer zu begütigen', jetzt für Athene und in 
ganz andern! Mafse für Menschen, die sich gegen sie vergehen. Kara- 
vdccaö&ai gehört zu dem faktitiven ivaOüa Pind. Pyth. 5, 71, xare- 
vaöOa Hesiod Thg. 329, Frg. 168. Mit 930 f. vgl. 310. In 932 mufs 



170 Chorlied und Anapäste. 

entweder ßagecov oder ^ri geändert werden: ,,wem sie nicht gnädig 
begegnen" oder „wem sie zürnend begegnen^*; letzteres macht sich 
durch yt ßv^v (Prom. 871 ojtoQäg ye firjv ex rfjööe (pvösrai d^gaövg, 
vgl. auch oben 51, wo es stark adversativ ist), während ersteres nicht 
so leicht ist. Den Akzent hat Ahrens berichtigt: auch der attische 
Dialekt kennt bei diesen Adjektiven -ia statt -elai ^gaOea Philemon, 
lil-Uöea Inschr., Thuk., Plat., ütXaxia Xenophon, Kühner-Blafs I, 443. 
— 933 OV7C oiöev o^ev^ nämlich dafs ix rovrcov; wenn so nach 
'wissen' und dgl. das Relativ als Vertreter des Interrogativs etwas 
Bestimmtes bezeichnet, mufs auch das bestimmte Relativ und nicht 
das unbestimmte oOriq gebraucht werden. IlXr^yij wie Pers. 251. 906; 
als Verbum ergänzt Hermann utgoötjcaiöav. 'AütXäxrißa wie djcXaxcöv 
Eurip. Alk. 241 (Hdschr. dßütX, wie hier), unter metrischem Zwange; 
vgl. bei Homer dvÖQorfJTa v^ w - v.'. n^oregcov wie Ag. 1338 ei ütQO- 
riQOv alß ' dnordoti^ Ch. 402 if. ßoäi Xoiybg 'Eqivvv, Tcaga rcov JtQO- 
rsQOV (f^ißivcDv drrjv tregav indyovöav ijt' arrjc. Ohne Drehung 
und Verdrehung ist es indes unmöglich, in sx utQoreQCOV d7tXaxi]ßara 
eine Beziehung auf früher Gemordete hineinzubringen, und mit Recht 
vergleicht Blaydes Eur. Hippol. 831 : jtQoOcoB^av 6e tco&ev dvaxoßi^oßat 
Tvxccv äaißovcov dßutXaxiaiöi rwv JcägoLd^sv rivog, s. auch Stellen 
wie Ag. 1500 ff. — V. 935 öiywv oXe^Qog wie Hes. Erga 102 vovöoi . . 
avTOßarot (poircDöt . . aiy?]if e:it£l (pmvrjv e^dXaro ßrjrleTa Zsvg. Gegen- 
satz ist ßeya (fcovovvra (Sidgwick). Zu aßa&vvH vgl. Homer / 593 
:x6Xiv ÖE re jvvq dßa&vvHj so A. noXiv 6iT]ßdd-vv£V Ag. 824 (Frg. 239 
y.vveg öitjßdd^vvov dvÖQa öeöütorriv, den Aktaion). Im gesamten Ge- 
danken ähnlich sind im Chorliede V. 368 if. 

Chor AntiStrophe a, 938—948. Segen in Landbau, Viehzucht, 
Bergbau; vgl. 905 — 908. AsvÖQOJtijßcov ßXdßa von Stürmen, die die 
Bäume (Oliven namentlich) schädigen; (pXoyßbg (pvrwv geht auf die 
jungen Pflanzungen, denen die Stürme nichts anhaben, die aber durch 
den Brand ihre Knospen einbüfsen ; voöog axagnog doch auf die Saat 
{xaQJiov yaiag 907). Ob ^^qlv Objekt zu X^yco ist (vgl. 6oXo(f>6vov 
XtßrjTog Tvxav öoi Xeya) Ag. 1129), oder (Ddf.) rav ißccv x«(>*^ '^"^ 
meinetwillen' bedeutet, macht für den Sinn nichts aus, wohl aber etwas 
für die in der Überlieferung geschädigte Konstruktion im folgenden, 
der auch die Einschiebung von rs noch nicht völlig aushilft. Schreibt 
man aber <pXoyß6v t' OßßaTOöreQfjy dann kann man ro rs ßt] (pXoyßbv 
:!tsQäv OQOV an rdv sßav x^Q^^ (Subst.) als weitere Ausführung be- 
quem anhängen. ^0(f)&aXß6g vom Auge der Pflanzen ist übliche Über-» 



Chorlied und Anapäste. 171 

tragiing (Theophrast u. a.); zu rojtcov vgl. iv toüiolCl rolq ifioig 858 
(292. 706. 1023); (axaQjtog) alavr^g vooog Wiederholung von 479 
{a(f:eQToq) aiavijq voöog. Der Imperativ ist mit dem Optativ einfach 
synonym, vgl. in dem Segensliede der Hiketiden eCra) 669. 687, euta?.- 
d^erco 679. — Der Segen der Herden wird Hik. 691 so angewünscht: 
jtQOvofia 6h ßoTcc rcog noXvyova rsle&oi; ähnlich hier ^vv öiütXolOiv 
ifißQvoig. Dem Zustande der Trächtigkeit aber mufs die Geburt 
folgen, und auf diese weist deutlich xQovcoi rsrayfievcDi; somit mufs 
yovog, nach dem zwei Silben fehlen, in yovov mit fehlendem Infinitiv 
verbessert werden, etwa yovov (rsXetvy. An Dobrees evd^evovvra yä 
statt svd^svovvz' ayav zweifle ich nicht: yä rgägjat Ch. 585 ; ayav 
aber ist bei A. immer tadelnd. Wenn nun wegen ütXovrox^fov fälsch- 
lich yovog statt yovov geschrieben ist, so ist auch wohl weiter ein 
folgender Nominativ in den Akkusativ verdorben worden: richtig jtXov- 
Tox^cov (^') sQ/uaia öaißovcov öooig rloi, wozu die Athener Objekt 
sind. Wie soll auch yovog ütXovt6x^(ov agfiaiav öoOiv rioi erklärt 
werden ? Die Beziehung auf Laureion ist deutlich in jcXovtox^cov und 
in eQßaia, da Hermes der Gott glücklichen Findens ist; C(5g ifpavtj 
ra fihaXXa ra iv Magovaiai Aristot. IIoX* li&, 22, 7. Vgl. Pers. 2^8, 

Anapäste der Athene (b), 949—955. Dies zweite System, den 
folgenden entsprechend, ist erst von Weil richtig geschrieben worden. 
Man pflegt ja in den Anapästen Dimeter und Monometer so zu ver- 
teilen, dafs man sich möglichst an die Teilungen des Sinnes anschliefst; 
demgemäfs ist in c (968 ff.) und d (989 ff.) an zweiter Stelle ein Mono- 
meter gesetzt, und dann ebenso an vorletzter Stelle, indem die ge- 
samte Zahl der Metra ein gerade (14) ist. Dieselbe Zahl besteht aber 
auch in b, und nach dem dritten starker Einschnitt des Sinnes ; also 
Monometer oV tjtixQaivei, vgl. 969 iütiXQaivoßhcov. Auch das Weitere 
fügt sich so glatt und gefällig. 

Athene hebt ähnlich wie vorher die Bedeutung dieses Segens 
gegenüber der Vertretung der Bürger, dem Areopag, gebührend hervor. 
Wegen üt6XaG)g gjQovgiov vgl. 919, und (pQ0VQ7]fia yf]g 706. Anstöfsig 
ist die Verbindung zweier Auflösungen in dxovars JtoXacog; aber man 
kann dxovaig schreiben , wie ja vom Chor so oft der Singular steht. 
'EniXQaivai: der Wunsch dieser Gottheiten schliefst die Erfüllung in 
sich, jid^avdroig als Gegensatz zu roig vuto yalav ist nicht anstöfsiger 
als 349 d&avdrmv von den Olympiern ausschliefslich. Unter der Erde 
sind die Geister der Abgeschiedenen; eigentliche Unsterblichkeit haben 
nur die im ewigen Lichte wohnenden Götter des Himmels. '^Yito 



172 Chorlied und Anapäste. 

yalav wie vjtb x^^Va 395 ; seit Homer ist v:n:6 mit Akk. auch auf 
die Frage 'wo' gebräuchlich. Auch an (pav£Qc5g (für Wissende) relicQg 
möchte ich nicht Anstofs nehmen. 'AßßXcoütog ßiog öaxQvwv erklärt 
sich selbst; jrpog d' Ofifiar^ «X^v? dßßXmnoq i<pi^6i Kritias 2, 11 Bgk. 

Chor Strophe ß, 956—967. Trochäen zu Anfang und Ende; 
in der Mitte Daktylen, eine Pentapodie - v^^ - w^ - w^^ - v^w — und 
drei Tripodien, von denen die erste katalektisch ist; vor ihnen und 
nach der Pentapodie -B^sai t' co MoiQai fiatQOxaöiyvfjrai == 61' OQyav 
Tcoiväg dvTKpovovg äraq. Das sieht wie ein dochmischer Dimeter 
aus; aber Dochmien sind hier unmöglich. Rofsbach-Westphal fassen 
den zweiten Teil als katalektisch-daktylische Tripodie gleich der folgen- 
den, d^eal T* CO MoTgat aber als ^ t_ i_ i_ u_ , also als iambisch, was 
mir kaum minder unzulässig scheint als die Dochmien. Liest man 
indes d^eal und behandelt demgemäfs die Antistrophe, so hat man 
katalektische Pentapodie wie 534. 

Der Segen der ersten Antistrophe bezieht sich auf Erhaltung der 
Jugend und ausführlich auf glückliche Ehen: gleich als wenn die 
Erinyen nun auch hierüber anders dächten als früher (2 12 ff. 605). 
^AvÖQOxßi'jg 248; dcoQOvg rvxccg wie d^avdxov dcogcov im attischen 
Skolion (2 Bgk.), dnevve7t(o Sept. 1053 (auch Soph. und Eurip.). So 
die Hiketiden 678 fF.: [iriöi rig dvÖQOxßijg Xoiybg ajteX^iroD rdvös 
utoXiv öail^cov. — Kvqi' axovrag 960 die Ehegötter, aufser Aphrodite 
Hera reXüa und Zeus rkXeiog (2 14 f.), zu denen nun die Moiren hinzu- 
treten, vgl. Pollux 3, 38 (oben zu 835), Evvr} dvögl xal yvvaixl fiOQOt- 
/Liog 217. MaTQOxaCcyvfjrai Schwestern von der Mutter her, nach 
Hesiod Theog. 217; einen Vater haben alle diese Kinder der Nacht 
nach Hes. nicht. Merdxoivog 354, Hik. 1038; £:n:ißQi^£Tg (nur hier) 
in jeder Zeit mächtig waltend mit ihrem gerechten Eingreifen {ofiiXia 
57 usw.). 

Anapäste der Athene (c), 968—975. Athene spricht ihre hohe 
Befriedigung über die durch gute Worte erreichte Versöhnung aus. 
^ETtixQaivG) ist sonst immer Aktiv ohne Medium, und daher kon- 
struieren manche: ydvvfiai rdöa, tJtiXQaivoßtvcov (Pass.) avr(5v, was 
nicht gefallen kann. Entweder also ist hier dennoch Medium an- 
zuerkennen (sie gewähren aus ihrer Macht, und vgl. {aJt)a^iov6d^ai 
367. 425; avöäö&ai 379; Paley zu Prom. 43), oder es ist tntXQai- 
vovac5v zu schreiben. Das epische ydvvfiai hat A. nur hier. Ersgym 
'liebe'; Usi^ovg öeßag schon 885; zu öfifiara (das freundliche Antlitz) 
n. vergleicht Wecklein Soph. Frg. 743 Dd. öeivov rb rag Ileid^ovg 



Chorlied und Anapäste. 173 

:jtQ6(j(OJtoi\ Das Präsens ^ütcoütäi verstehe ich hier nicht, da doch 
von dem geschehenen Zureden gesprochen wird, das endlich Erfolg 
hatte (Aor. ixQdT7]öe); also ejcwTta Imperfektum. Zevq 'AyoQaiog, in 
Athen (CIA I, 2$; Aristoph. 7:7r:;r. 410; Hesych. unter dyoQaiov), Sparta, 
Theben, Olympia usw. verehrt (Preller-Robert Myth.-i5o), lenkt die 
Versammlungen der Bürger und das Reden und Überreden in ihnen: 
xai öS (pvXdrroL Zevg kyoQaiog wird 7jr;r. 500 dem in den Rat 
gehenden Wursthändler gesagt. 'Ayad^wv eQig TJftsreQa erklärt sich 
aus 1012 ei'rj ö' dyad^cöv dya&t] öidvoia noXiraiq, und dies wieder 
(Wieseler) aus Aristoph. Bdrg. 1530 (Nachahmung des A.) r^t öa 
TtoXu ßaydXcov dyaO^cov dya^og ejtivoiaq (nämlich 66re) ; also ist dya- 
d^aiv Neutrum. Unser, stets auf das Gute gerichtete. Streit siegt wie 
jetzt beständig. Bei rj/LisrsQa fafst sich Athene wohl mit Zeus zu- 
sammen. 

Chor Antistr. ß, 976—987. Kein Bürgerkrieg; Eintracht der 
Bürger. Vgl. in dem Segensliede der Hiketiden 661: ßrjö' sjüixco- 
Qioig {ördoig) Ttxcoßaöiv aißariöat üteöov yäq» Zu 980 vergleicht 
sich auch Sept. 736 xal yßovia xovig ütirii ßslaßjtaysg alßa <poiviov» 
MeXav alßa ist homerisch. ''ÄQJtaXi^siv noch Sept. 243 ßij vvv iav 
&vijt(jxovTaq rj teTQCoßbvovg jcvd^Tjöd^ej xcoxvroTCiv aQ7taXit,are ; Hesych. 
erklärt mit dößevcog öexoßai. Wenn der Rhythmus von 981 richtig 
als daktylisch bestimmt ist, so mufs 61^ OQydv geändert werden, am 
einfachsten in oQyäi (Ag. 2 1 6) und dann jtoivdg dvTi(p6vovg (x ') aragy 
vgl. dvTixTOVoig noLvaWi 464. IloXemg doch zu dxag, 983 ydqßara 
6' dvriötöolev tritt in Gegensatz zum Vorigen; xal Crvyüv enthält 
ein weiteres, dem xdQßara paralleles Objekt. 

Anapäste der Athene, 988—995. Mahnung an die Bürger, 
diese Gottheiten nun auch entsprechend zu ehren. Der leicht entstellte 
Anfang mufs so emendiert werden, dafs nicht die Erinyen angeredet 
werden (was erst im nächsten, im Inhalt ganz verschiedenen System ge- 
schieht); also (f>Qovovoi{v) (Mf) .. evQiOxsiv: sind sie nicht darauf 
bedacht, den Weg zu segensreichen Wünschen zu finden? So Homer 
ipQOVBov . . eQvsiv P 286; dxovri^eiv ovx iipQOvovv Xenoph. Kyr. 
3, 3, 66, und A. selbst (pQovei ßlv wg ragßovüa ßrj dßeXeiv S-ecov 
Hik. 773. — V. 990 :jtQo6c6jt(ov weist auf die, natürlich gebliebene, 
schreckliche Maske = Gesicht. V. 902 ev(pQovag svfpQOveg wie 998 
(fiXag (piXot, 1012 dya^cov dyad^r] usw., ßiya rtßcjvreg vgl. 12; zu 
OQd^oöixaiov vgl. evd^vöixaioc 312. TlQinuv mit Partizipium wie Ag. 30 
tyyiXXfjov nQeütei^ 1222 onXdyxva jtQtJcovo^ exovreg. Zum Gebrauch 



174 Chorlied und Anapäste. 

von ötdyeiv vgl. Isokr. 3, 41 rag noXeio, iv Ofiovoiäi öidyeiv. fldvrog 
(g; konjiziert von Bothe) ist besser als das matte ütdvreg (Paley). 

Chor Strophe;', 996—1002. Immer noch Daktylen und Trochäen ; 
die Trochäen einfachsten Baues, nämlich je zwei verbundene kata- 
lektische Dimeter dreimal (Bindung durch Wortgemeinschaft zweimal 
in der Antistrophe). Der daktylische Vers wird gewöhnlich als ein 
logaödischer hergestellt, gegen den Gebrauch dieser Art von Strophen ; 
aber man kann ebensogut ölütloiC^co in der Antistrophe messen und in 
der Strophe aiaißiaio{iv) schreiben. 

Der Chor schickt sich zum Abziehen in die ihm zuzuweisenden 
Wohnsitze an; also die Exodos wird schon von hier ab vorbereitet. 
ÄiCißia gibt es nur an dieser Stelle; svacöifiia (denn man kann ja 
auch zu einem Worte verbinden) hat Hesych. mit der Erklärung 
6io6Tjfiia; als Adjektiva sind aiöi/uog wie evaiöißog bei Homer vor- 
handen. Der Sinn mufs sein: *^in . dem (oder an dem, xaiQovOav 
evaöToZ JtoXiv Ag. 647) vom Schicksal gewährten Reichtume'. ^'ixrag 
= eYYvg Ag. 116 (Frg. 58), Sprichwort bei Plat. IIoliTsia IX 575 C 
ovo* ixtaQ ßdXXei» Man darf aber nicht die d-emv dyx^ö^oQOi und 
ÜQiaßov eyyvg d^swv ysyovora und dgl. hineinmischen, da es sich 
um Abstammung gar nicht handelt, sondern nur um den mächtigen 
Schutz der Pallas ; also dies ist der fromme Glaube des Atheners, den 
schon Solon ausspricht (4, i ff . Bgk): rjßereQa 6h noXig xard ßlv Aiog 
QVJtOT oXeXrai alöav xal ßaxdQCOV ^scov (pQtvag d&avdrwv roh} 
ycLQ ßsydd^vßog ijciaxojtog oßQißOütdtQrj UaXXdg ^Ad^rjvaiij x^^P^S vneg- 
■&av sx^i (s. auch Pers. 347, oben 918 f.). Das hier sinnlose h XQOVon 
(in der Zeit, mit der Zeit, 498 usw.) ist von Weil treiflich in eß(pQovog 
emendiert worden: C(0(pQovovvTeg iß(pQovog wie (piXag <piXoi. -Sai- 
(pQOVog litt weder der Vers noch der Sinn, '^yjtb nrsQoXg meta- 
phorisch „unter dem Schütze'S von den Vögeln hergenommen; so 
(Blaydes) Eurip. Herakles 10; deutl. Andr. 441 ^ xal vsoööbv r6v6\ 
V7tb jtr£Q(Dv öTcdöag, und Tro. 751. "AC,£rai: vgl. aC,ovrai . . 'ixroQag 
651; ähnlich wie öeßcov tov txarrjv oben 151. 

Anapäste der Athene, 1003-1013(e; entspr. a, s.o.). Jetzt 
wendet sich Athene an den scheidenden Chor, dem sie nun mit ihren 
Bürgern die Sitze anweisen will. Es ist auffallend, dafs hier die jtQO- 
TcoßJtoi als bereits anwesend erwähnt werden (rcSvöa), und ebenso die 
Schlachtopfer als anwesend (1006). Indes die Göttin kann veranstalten 
was sie will, ohne dafs sie es sagt und ohne dafs man es merkt; ob 
übrigens auf bereits Sichtbares hingewiesen wird, ist fraglich, vgl. zu 



Exodos. 175 

1025 f. BaXaßOvq vjtb rijg auch Pers. 624. — 1007 övßevaii s. zu 
786; zum Folgenden, worin das von chthonischen Gottheiten überhaupt 
Erflehte angegeben wird, vgl. Pers. 2 22 ff. {AaQHOv) iöS^Xd öoi nifiütHV 
rexvcoL rs yrjg evsQx^ev sg (pdog, räfmaliv 6e zcovöe yaiag xdroxct 
ßOVQOVöd^ai CY.6x(üi. Den schlecht zu konstruierenden Genitiv x^qag 
hat Paley in den Dativ emendiert; dann gehört TtoX^mg im vix7]i zu- 
sammen {ijtl vixrji Ch. 478. 868 mit Bezug auf den einzelnen wirk- 
lichen Kampf; anders hier, wo man 974 f. vergleichen wird). In loio 
werden zweifellos die Areopagiten angeredet, wie in 949; da nun 
Athene selbst führen zu wollen erklärt hat, so mufs es xvßüg 6^ 
heifsen. üoXiöCovxQg 775- ^^^'^ der legendarische /!r()«i^«og, als epo- 
nymer Heros der alten KQavaoi, die selbst wieder von der xqavaa 
TtoXig benannt sind, kommt hier zuerst vor. Hdt. 8, 44 sagt, dafs die 
Athener zur pelasgischen Zeit Pelasger gewesen seien, unter dem 
Namen Kgavaoi; die Kgavad noXig begegnet bei Aristoph. '^Ijtut, 75 
(Exklamation « Kg, üt.), Lysistr. 480 rriv Kgavadv (die Akropolis), 
^'Oqv. 123 r(5v Kgavamv (Athen), und soll (Schol. Ach.) auch bei Aischy- 
los und Sophokles vorgekommen sein. Mit den letzten, ebenfalls an 
die Vertreter der Bürgerschaft gerichteten Worten erinnert Athene an 
985 {öiavoiaL)', über den Sinn s. zu 975. 

Chor Antistr. 7, 1014—1020, nochmalige Verabschiedung. Das 
XCcigsTS x«/()£T£ 6' av^ig mufs sich auf 996 beziehen, und ebenso 
das '\i:itL6L0tXoil,G), worin 'ijtri öinX. liegen kann (Weil; mit immerhin 
auffälligem Plural), oder sml 6iJtloiC,(o (Wieseler); weiter abliegend 
sind ijtavöiJtXoi^G) (Hermann, nach Prom. 817 ajtavaöiTtXa^s) und 
ijtog ömloi^o) (Ddf.). Das Simplex 6i7tloi<;,G) steht Ag. 835. Für 
den Sinn scheint ejtava- wesentlicher als STcogt und somit habe ich 
i:jtav6iütXol^<ji) aufgenommen. Ev oaßovrsg statt evöeßovvrsg beseitigt 
nicht nur die seltenere Konstruktion evöeßeiv riva (Eurip. Tro. 85, 
Phoen. 1321, vgl. Ag. 338; dösßsTv riva Eum. 370), sondern sie ver- 
stärkt auch den Sinn, indem svöeßeiv dasselbe wie asßecv ist. Aischy- 
los schrieb EY21EB0NTE21, was dies und jenes sein kann. Vgl. ev 
jtQorlcov 645 u. a. m. — EviKpogag : s. zu 897 ; ox /nefitpeöd^s Litotes 
gleichbedeutend mit ejtaiveaerE; vgl. 596, Hik. 137. 774 usw. 

Exodos, 1021 — 1047. 
Athene 1021—1081. 102 1 xarevyfidr&v wie xarevxofiai 922; 
Xaßjzdöcov öeXaöipoQcov wie X. (f)a£6g)6QQ)v Ag. 489. Kcctco x^o^'O^ 
sagt man nicht (auch Ag. 871 f. ist nicht so zu verbinden), sondern xard 



1 76 Exodos. 

X^^ovog, was ich herstelle. Dafs Athene ihre eignen Tempeldienerinnen 
mitschickt, ist eine besondre Ehre; sie müssen aber identisch sein 
mit einem Teile der 102 5 ff. Genannten, die Athene als oß/na jtdcTjg 
X&ovog Oriörjiöog bezeichnet, d. h. als die Blüte, das Köstlichste des 
ganzen attischen Landes. Vgl. oßßa 66ß(ov Pers. 169, 6(f)d^aXßmy 
ol'xcov Ch. 934, atQariäq oipd^aXßbv ißäq Pind. Ol. 6, 16 (Amphiaraos)^ 
HiTceliaq ocpd^aXßog 2, 11. {ßtjafjiöog zu 402. 689). Es gab eine 
Priesterin der Athene und neben ihr eine rQajteil,0(f)6Qog und eine 
xoöfi(6 (Harpokr. rQajts^o(f)6Qog, Wecklein). Jixaimg rite (Blaydes), 
lE^ixeö&ai bedeutet 'zum Ziel kommen (Ag. 280. 303, Prom. 792. 810), 
der Optativ aber mit av kann Aufforderung sein, wie Choeph. 105 
keyotg äv, also heifst Athene die bereits vorher ihr sichtbaren jtgo- 
ütoßTcoi (1005) jetzt vollends herankommen. Aoxog wie 46; Grolog 
856. Jlaiöcov wird Femininum sein (69, Prom. 865); ütaiÖG)v yvvai- 
xcov asyndetisch wie jtalöag yvvatxag Pers. 404, avÖQcov yvvaix(ov 
Soph. Ant. 1059. ^^^^ diese sind aus den edelsten Familien erlesen; 
daher o/i/ua x^oi^dg. Vgl. übrigens, wie in den Fröschen A. selbst 
geleitet wird (1520 ff.): (paivsrs roivvv vfisZg tovtcqi Xaßndöag legdg, 
Xccßa TtQOTCEßütBre roTöiv rovtov rovrov ßsXeöiv xal fiokTtaiöiv xsXa- 
öovvrag. — Mit den folgenden Versen (1028 f.) werden die utQOTtoßJtoi 
angeredet, und zwar sollen nach Robert (Hermes 38, 634 ff.) die Pur- 
purgewänder (1028) von ihnen den Eumeniden umgelegt werden, wo- 
mit auch ein Wechsel der Masken verbunden war; denn in ihrer ur- 
sprünglichen Tracht und mit den ursprünglichen Gesichtsmasken könnten 
sie doch nicht wohl als verehrungswürdige Gottheiten in ihre neuen 
Sitze einziehen. Da die Orchestra so ausnehmend voll war, so konnte 
leicht die etwa nötige Verdeckung für die Zuschauer bewirkt werden. 
Eine Pause aber, nicht durch Worte ausgefüllt, hat nach 1031 noch 
weniger Schwierigkeit als nach 234. Nun aber wird ja gemeiniglich 
die Rede der Athene als lückenhaft überliefert angesehen, weil, so 
scheint es, nach glaubwürdigem und bestimmtem Zeugnis etwas ehedem 
in der Tragödie stand und jetzt nicht steht, was an diese Stelle ge- 
hörte. S. die Hypothesis: (Athene) rag ^Egivvag ütgavvaoa jtQoöTjyo- 
QSV66V Evfisviöag. Harpokr. EvßEviösg: AiOxvXog h Evfisviöiv, eljcwv 
rd JtEQl rT]v XQLüiv ttjv *0Qe6rov, (prjölv «g fj ^A^7]vä jtQavvaöa rag 
^QLVvag, Söre ßt] x^^^^^9 '^X^iv JtQog rbv OQSörrjVf Evßeviöag covo- 
ßaüev. Selbst wenn man diese Stelle aus der Hypothesis statt aus 
dem Stücke ableiten wollte, bliebe immer noch das erste Zeugnis, und 
die Sache spricht dafür; denn dafs die tatsächlich doch erfolgte Um- 



Exodos. 177 

nennung nur im Titel erfolgt wäre, erscheint nicht eben glaublich. 
G. Hermann also setzte die Lücke nach 1027, auch des Asyndetons 
wegen, das man indes (Robert) leicht heben könnte: (poivixoßajtzoiq 
((5'); Robert dagegen nach 1031, und er bringt auch aufser der 
Namensänderung noch weiteren Stoff zusammen: so die von den 
Eumeniden erwähnte Verzeihung für Orestes (s. oben Harpokration), 
wozu freilich Worte der Athene ohne Antwort der Verzeihenden nicht 
genügten. Man bedenke indessen: wenn Sinn und Konstruktion 
nach 1027 keine Lücke anzeigen, so zeigen sie nach 1031 vollends 
keine an; ich getraue mir also auch nicht, die Zeichen einer solchen 
zu setzen. — ^EvövroXq io^/iaoiv 1028 vergleicht Hermann mit Eurip. 
I. A. 1073, Tro. 257 und mit ivövrrJQa Soph. Trach. 674. — 1030 
^d* ofiiXla x^ovoq, ganz wie 406. 711; aber ev<fQ(ov und nicht mehr 
ßaQBia wie 711. JjQbütHV mit Dativ Ch. 12. 18. 24, * hervorstechen 
mit'; hier nun mit dem was sie gibt, ^avÖQoi avßgjOQai (1020 usw.). 

Lied der Geleite rinnen, 1032—1047. Zwei kurze Strophen 
mit Antistrophen ; die Rhythmen sind daktylisch, wie auch in den 
Fröschen das dem Aischylos nachgeahmte Abzugslied (i524if.) aus 
daktylischen Hexametern besteht. Str. a, i Tetrapodie auf Spondeus 
ausgehend ; 3 (Art Refrain) desgl. katalektisch ; V. 2 ist entweder Penta- 
podie oder katalektische Tetrapodie -f- Dipodie, - oa - v^^ - ^a^ - , - ^^ — , 
vgl. 534 f. — Str. ßj 2 akatalektische Tetrapodie vgl. «, i (der Rhythmus 
von I ist erst zu untersuchen, da svd^v^QOVsg auch — w — sein kann) ; 
3 katalektische Tetrapodie vgl. a, 3; der Refrain anapästischer Paroi- 
miakos, im Rhythmus sich an den vorhergehenden Vers anschliefsend, 
aber es ist Hiat oder syllaba anceps dazwischen. 

Strophe «, 1032— 1034. Bcirs öoficoc (Wellauer) scheint gram- 
matisch bei den Tragikern nicht zulässig (indem auch Tteöcoi ' zu Boden' 
emendiert wird); da nun Soph. Frg. 724 (im Trimeter) ßär' slg oöov 
steht, und unten hier I04if. ösvq^ ire . . xad^' o66v, so scheint vor 
66(iov , öofiovg und all den andern vielen Konjekturen Meinekes 
ig oöov den Vorzug zu verdienen. Bare ist Präsens (zu ßdm) ^ nicht 
Aor. = /3^T6, Kühner-Blafs II 382. — Als (piXorifioi haben sich die 
Eumeniden sehr gezeigt, und es ist dies kein Tadel. Dindorf indes 
erklärt hier venerabiles^ und Hik. 656 {(fjiXörißog £V/«) venerahundus 
(ich lieber 'gern ehrend'). Ilatöeg aütaiöeq wie änoXiv noXiv 477, 
väeg avaeg Pers. 680 (Schiffe, die keine Schiffe mehr sind, sondern 
vernichtet) ; so versteht man auch hier wohl : die keine Kinder (mehr) 
sind (sondern Greisinnen). Einfacher doch und näherliegend ist 'kinder- 

Aischylos. 12 



178 Exodos. 

los' (Ddf.), auf die Vereinsamung der furchtbaren Göttinnen deutend 
(69). An ev&v(pQovt kann ich nicht Anstofs nehmen {sv<pQovi L. Din- 
dorf, Burney), und diese Form des Verses wird durch die Antistrophe 
mehr empfohlen. EvS^uav dixrjv 433, gerade d. i. gerecht; auch 
£V(f)QOvt müfste Svohldenkend' und nicht * freundlich gesinnt' sein. — 
V. 1035, der die zusammenhängende Konstruktion 1032 f., 1036 f. unter- 
bricht, und entsprechend die andern Schlufsverse der Strophen werden 
von Kirchhoff einem Herold gegeben ; Verschiedenheit des oder der Vor- 
tragenden bestand gewifs. XcoQalre nimmt Kirchhoff als erklärenden 
Zusatz, der das echte jtavöa/iii = 1039 verdrängt habe; indes Her- 
manns ;fCt>()rTa« ist tatsächlich keine Änderung und durch xw()tT?;g 
6QdxG)v Frg. 121 gestützt. Dies geht also an das übrige Volk. 

Antistrophe «, 1036-1039. iQyvyiog gebrauchen die Dichter 
für^uralt', 'altehrwürdig', Sept. 321, Pers. S7' 974 (überall von Städten), 
Find. N. 6, 54 {^Xsiovvrog \üt^ wyvyioiq oqsüiv), Soph. Phil. 142 
(xQdrog). An jteQiöejtroq ist nicht zu zweifeln; für den Rhythmus 
fehlt indes eine Kürze, und die Parallelstelle 1006 0(payia)v rcovö' 
vxb üe/ivcov empfiehlt öteQioi7€rai{6i)j vgl. ^ObTtrog = tv osßofievog 
Soph. OT. 864. Tv/äi = rvxt]t dya^i (jEVütOfiTtcoi rvxrii 93). Ilav- 
^a/nai (fgh) ist zu schreiben, da die Länge des Ausgangs Sept. 296 
vorliegt (dort auch M -ei). 

Strophe /S, 1040—1043. "iXäog wie bei Homer A 583 u. s.; bei A. 
nur hier; Sophokles hat Hkaog, OC. 1480, wie Hom. 1 639 u. s. — 
Für £v&v(f)QOV£g yäi möchte Meineke £V(pQov£g ai'äit ^^^ etwas viel 
Gewalt; rd ölxata (pQovovöai rf^i yiji ist indessen nicht unpassend 
und entspricht der von den Athenern gezeigten Gesinnung, 1034. — 
V. 1039 erscheint der attische Kultname Eeßval (s. schon 383). 1042 
hatte M erst Xaßütai, entsprechend dem ovrcog der Antistr.; jtsvxäi 
vermutet gut Schömann (Ag. 288); Paley hält Xdßnäi und sucht in 
der Bedeutung mit 387 zu verknüpfen. Die Mahnung des Refrains 
zum oXoXvy/iog (Ch. 386, Sept. 268, Ag. 28. 595) geht doch wohl 
wieder an das Volk, und speziell an die Frauen, deren Sache dies 
stets ist. Ag. 595 oXoXvyfiov . . avcpTjfiovvra; also eine Art des ev^fj- 
fielv (1035) ist auch dies, fet wie 325. 

Antistr./?, 1044—1047. 'ßg iiirj riv* olxov £vd-£T£iv dv£v 6£d^£V 
hat Athene 895 gesagt, und 897 ruit, yaQ öißovri övfKpoQag OQ^(6ao/i£v; 
also dazu pafst olxg)v üaXXdöog dörolg, und auch 67tovöai\ denn 
wenn auch Wein den Eumeniden nicht gespendet wurde, so bekamen 
sie doch Spenden von Wasser und iLi£XixQaTOV. Schol. Soph. OC. 100: 



Exodos. 179 

ov ycLQ Cnivötrai olvog avralg dXX' vöcoQt xal vrj(f)dXiai xaXovvrai 
ai önovöal avrfov (Phot. vT]<pdktoi d^voiai' ev alg olvog ov 6nev6e- 
xai, dXXa vöcoq xal ßeXixQarov, Paley zu V. 107). Nun können wir 
den Vers 1044 an 1042 anschliefsen, indem sich der Refrain ebenso 
die Konstruktion unterbrechend einschiebt wie 1035, ^^^ öütovöäi 
oder öTtovöaXq schreiben, für evöaiöeg aber evöairsqi svöaiq Gegen- 
satz aöaiTog Ag. 147, und die Konstruktion wie dxakxog döjciöwv 
und dgl. Ist dies nun richtig, so folgt, dafs in der Strophe wie 1034 
€vd'V(pQov£g zu messen ist, und der Vers ist kein daktylischer 
mehr, sondern aus xard ßaxx^lov, wie Hik. 42 AXov jioqtiv vtusq- 
3t6vTiov TiißdoQ^ IvLv T '). Auch so widersteht noch g'g ro Ttäv, 
statt -^w; aber eg jtQOTtav läfst sich schreiben (jtQCTtavrog 898), 
indem auch Euripides jvQOJtdv mifst (Phoen. 1504), wie Aristophanes 
d:n:dv, Kühner-Blafs I, 481. nav{r)6ütrag von Zeus Hik. 139, Soph. 
OC. 1086. ^vyxarißa 'hat eingewilligt*: diese Bedeutung ist freilich 
erst aus Polybios nachzuweisen, eig Ttäv 3, 10, i usw. in Verbindung 
mit eig, wonach Wieseler auch hier um der Ausgleichung willen ig 
rdös vorschlägt. 



Druck von J. B. Hirschfeld in Leipzig.